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pferdewetten.de AG Annual Report 2015

Jun 28, 2016

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Annual Report

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pferdewetten.de AG

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Geschäftsbericht '15

Kennzahlen

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Ergebnis 2015 2014 2013 2012
Umsatz T€ 6.692,9 5.320,3 4.256,7 4.301,0
EBITDA T€ 2.221,9 1.761,6 1.143,9 868,6
EBIT T€ 1.930,8 1.461,7 953,9 673,6
Ergebnis nach Steuern T€ 2.742,7 1.169,4 1.041,3 744,4
Anzahl Aktien 3.603.865 3.603.865 3.603.865 3.603.865
Ergebnis je Aktie 0,76 0,32 0,29 0,21

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Bilanz 2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012
Gezeichnetes Kapital T€ 3.603,9 3.603,9 3.603,9 3.603,9
Eigenkapital T€ 7.859,4 5.071,4 3.857,8 2.779,3
Eigenkapitalquote 73,3% 69,5% 61,7% 62,4%
Bilanzsumme T€ 10.726,8 7.294,8 6.250,5 4.452,1

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

ich freue mich, dass Sie sich für die pferdewetten.de AG interessieren und wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre unseres Geschäftsberichtes 2015!

Es ist aus meiner Sicht angenehm, an dieser Stelle unseren vierten Rekordgewinn in Folge verkünden zu können. Aber natürlich sind Rekordgewinne keine Selbstverständlichkeit. Wir waren vorsichtig optimistisch in das Jahr 2015 gestartet. Beflügelt durch gute Kennzahlen, vorsichtig aufgrund des Wissens, dass erhebliche Investitionen über einen längeren Zeitraum in unsere Infrastruktur getätigt werden müssen. Ein erneutes Rekordergebnis erschien uns vor Jahresfrist möglich, aber nicht selbstverständlich.

Getragen von einem anhaltend starken Kundenwachstum ist es uns dennoch gelungen, das EBITDA um 26% auf T€ 2.222 sowie das EBIT um 32% auf T€ 1.931 erneut stark zu steigern. Auch der Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um fast 26% auf T€ 6.693.

Natürlich haben wir uns vorgenommen, weiter auf der Wachstumswelle zu reiten. Wie vor zwölf Monaten an dieser Stelle angekündigt, werden wir uns weiter Schritt für Schritt auf ausländische Märkte fokussieren. Auch der Dienstleistungsbereich -wie z.B. die Abwicklung von Wetten für Drittanbieter -könnte sich für uns zu einem eigenen Geschäftsfeld entwickeln. Und natürlich sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir unseren Kunden auch Zugang zu anderen, zusätzlichen Wettprodukten liefern können. Das sind viele Themen, die uns aktuell umfassend beschäftigen und vor allem der eingangs skizzierten Investitionen bedürfen.

Bereits Mitte 2012 wurde der neue Glückspielstaatsvertrag verabschiedet, welcher auch für die Pferdewette neue Regularien beinhaltete. Nun -im März 2016 -warten wir noch immer auf die Erteilung einer finalen neuen, deutschen Internetlizenz, welche wir eigentlich für 2015 erwartet hat-

ten. Die Lizenzfähigkeit wurde uns von den zuständigen deutschen Behörden bescheinigt, sodass wir guter Dinge sind, den Bescheid in diesem Jahr zu erhalten.

An dieser Stelle möchte ich unseren Mitarbeitern danken, die mit hoher Professionalität und persönlichem Einsatz erheblich zum guten Ergebnis unserer Gesellschaft beitragen. Und natürlich danke ich Ihnen, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für das uns entgegengebrachte Vertrauen! Bleiben Sie uns auch weiterhin gewogen!

pferdewetten.de AG

Mit den besten Grüßen Ihr

Pierre Hofer, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Jahr 2015

Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG informiert im nachfolgenden Bericht die Aktionäre über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015.

Zentrale Bestandteile der Beratungen des Gremiums waren die Geschäftsentwicklung, Entwicklungsstatus der Technologieplattform und Aufbau einer eigenen IT-Abteilung, sowie die Internationalisierung des Geschäfts.

Grundlage für einen intensiven und effizienten Informationsaustausch sind die regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen, in denen der Vorstand laufend über die Lage und die Entwicklung des pferdewetten.de-Konzerns berichtet. In diesen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit wichtigen geschäftlichen Einzelvorgängen und mit zustimmungspflichtigen Maßnahmen des Vorstands beschäftigt. Nach gründlicher Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben. In der Zeit zwischen diesen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat durch schriftliche und mündliche Informationen über wichtige Entscheidungen, Projekte und Geschäftsvorfälle unterrichtet.

Die vier turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2015 fanden am 16.03.2015, 17.06.2015, 15.09.2015 und am 27.11.2015 statt. Eine Außerordentliche Sitzung wurde im Geschäftsjahr 2015 in Form einer Telefonkonferenz am 02.06.2015 abgehalten.

In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern regelmäßig persönliche Gespräche geführt, die sich als sinnvolles Forum für einen aktuellen Informationsaustausch bewährt haben. Ferner wurde der Aufsichtsrat monatlich in schriftlichen Berichten über die jüngste Geschäftsentwicklung informiert.

Teilnahme an den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen

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16.03.15 17.06.15
Markus A. Knoss x x
Sergey Lychak x x
Sven Ivo Brinck x x

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15.09.15 27.11.15
Markus A. Knoss x x
Sergey Lychak x x
Sven Ivo Brinck x x*

* telefonisch zugeschaltet

Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2015

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand fortlaufend und zeitnah über alle wesentlichen Maßnahmen und Ergebnisse informiert. Einen Schwerpunkt in den Beratungen bildeten die Einführung der Softwareneuentwicklung, der Start der Domain Lotoswetten.de, die Entwicklung der internationalen Plattform betbird.com, sowie der Auslotung von weiteren Wachstumspotentialen der Gesellschaft, damit einhergehend die lizenzierungsrechtlichen Auswirkungen.

Nach einem anhaltenden sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2015 richtet die Gesellschaft ihr Augenmerk verstärkt auf Chancen der weiteren Expansion. Hierzu hat der Vorstand dem Aufsichtsrat stringent über die Situation des deutschen Rennsports nach der Übernahme der German Tote durch die französische PMU informiert. Herr Hofer zeigte dem Gremium geeignete Marketingmaßnahmen zur Neukundengewinnung und der Aktivierung von Bestandskunden, sowie über Plandetails zur Ausweitung der Wettvermittlung in andere europäische Märkte auf.

Die erklärte Strategie der Gesellschaft ist weiterhin eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des Pferdesport Wettmarktes zu spielen. In diesem Zusammenhang erörterte der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sich ergebende Opportunitäten in Deutschland, Europa sowie in außereuropäischen Ländern.

Die Herbeiführung der Dividendenfähigkeit der Pferdewetten.de AG wurde mit dem Jahresabschluss 2014 erfolgreich vollzogen. Folgerichtig wurde die zukünftige Dividendenausschüttungspolitik, Kapitalmarktpositionierung im Gremium diskutiert. In diesen Überlegungen wurde die bestehende Situation der Koexistenz der beiden Aktiengattungen einbezogen.

Ausschüsse

Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Abschlüssen der pferdewetten.de AG und des Konzerns und erörterte intensiv die Planung der Gesellschaft. Nach der Wahl durch die Hauptversammlung beauftragte das Plenum den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der pferdewetten.de AG. Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses, der sich im Geschäftsjahr 2015 telefonisch und schriftlich abstimmte, gehörten auch die Überwachung der Unabhängigkeit und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die Festlegung seiner Vergütung. Die Prüfungsschwerpunkte stimmte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in einem gesonderten Gespräch mit dem Abschlussprüfer ab. Schwerpunkte für die Prüfung des Konzernabschlusses 2015 waren, wie in Vorjahren, die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte und der aktivierten latenten Steuern sowie die bilanzielle Abbildung von Assets. Hinzugekommen ist im Jahr 2015 die wirtschaftliche Prüfung der Auswirkung des Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV).

Die Prüfungsschwerpunkte stimmte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in einem gesonderten Gespräch mit dem Abschlussprüfer ab. Schwerpunkte für die Prüfung des Konzernabschlusses 2015 waren, wie in Vorjahren, die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte und der aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge. Als weitere Prüfungsschwerpunkte wurden die Auswirkungen einer möglichen Lizenzerteilung in Deutschland auf die Ertragslage und Rückstellungen für anhängige (und schwebende) Rechtsverfahren festgelegt.

Angemessene Vorstandsvergütung

Der gesamte Aufsichtsrat hat sich von der Angemessenheit der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015 überzeugt. Er hat ausführlich über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung diskutiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese nach den gesetzlichen Kriterien derzeit angemessen erscheint.

Zum Ende des Jahres 2012 hatte der Aufsichtsrat für die Gesellschaft mit dem Vorstand einen neuen 5-Jahres-Vertrag abgeschlossen, der im Juli 2013 in Kraft trat. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts und des Corporate- Governance-Berichts ist, erläutert. Die Gesamtvergütung des Vorstands der pferdewetten.de AG steht in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen des Vorstands. Im Vergleich zu landesüblichen Gehältern liegt die Vergütung des pferdewetten.de- Vorstands im unteren Bereich. Auch im vertikalen Vergleich innerhalb des Unternehmens erscheint die Gesamtvergütung angemessen. Aufgrund des positiven Ergebnisses des pferdewetten.de-Konzerns im Geschäftsjahr 2015 wurde dem Vorstand eine Tantieme in Höhe 140 Tsd. Euro aus kurz- und mittelfristigen Zielen gezahlt und 25 Tsd. EUR für langfristige Ziele zurückgestellt, die erst beim Erreichen der Ziele der Folgejahre ausgezahlt werden.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Beschluss der Hauptversammlung eine Vergütung. Dabei erhalten der Aufsichtsratsvorsitzende 7.000 Euro pro Jahr und die weiteren Aufsichtsratsmitglieder je 6.000 Euro, die sich aus Aufwandsentschädigung (5.000,-- €AR-Vors. und 4000,-- € AR Mitglied) und Sitzungsgeldern zusammensetzen. Die Aufsichtsratsmitglieder verzichten auf eine variable Vergütung.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat behandelt regelmäßig in seinen Sitzungen die Anwendung der Corporate-Governance-Grundsätze des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die pferdewetten.de AG die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 05.05.2015 gemäß der Entsprechenserklärung erfüllt hat. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Februar 2016 gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Die Entsprechenserklärung enthält wenige Ausnahmen, die aufgrund der geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG notwendig erscheinen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei keinem der Aufsichtsratsmitglieder Interessenkonflikte aufgrund von Beratungsmandaten oder Organfunktionen bei Geschäftspartnern auf.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach IFRS sowie der zusammengefasste Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Die Prüfungsaufträge hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2015 vergeben.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand fristgerecht vorgelegten Abschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und ausführlich diskutiert. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die Abschlüsse, der zusammengefasste Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zur Verfügung gestellt.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 wurden ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, das die tatsächlichen Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch im Sinne des Gesetzes war.

Der Vorstand hat Instrumente zur Früherkennung implementiert, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig aufzeigen sollen. Die Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die entsprechend § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Hinsichtlich des auf das Rechnungslegungssystem bezogenen internen Kontrollsystems ist festzustellen, dass die eingerichteten Kontrollen für Art und Umfang der Geschäftsvorfälle als angemessen zu bewerten sind.

Es bestanden und bestehen - mit Ausnahme der Abschlussprüferleistung - keine geschäftlichen, persönlichen oder sonstige Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und seinen Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits. Mögliche Ausschluss- und/oder Befangenheitsgründe lagen weder zu Beginn der Prüfung vor noch sind sie während der Prüfung oder danach aufgetreten.

Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt, die damit gemäß § 172 AktG festgestellt sind.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und sich in der Sitzung am 21. März 2016 die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen und weiterführende Fragen beantwortet. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer haben sich seitens des Aufsichtsrats keine Bedenken ergeben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats am 21. März 2016 gebilligt und somit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

Die Aufsichtsratsmitglieder danken allen Mitarbeitern sowie dem Vorstand der pferdewetten.de AG und sprechen ihnen ihre Hochachtung für den Einsatz und ihre abermalige erfolgreiche Leistung im zurückliegenden Geschäftsjahr aus.

Düsseldorf, den 21. März 2016

Markus A. Knoss, Vorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht für den Jahres- und Konzernabschluss vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

der pferdewetten.de AG

Die pferdewetten.de AG, ansässig in Düsseldorf, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Markt für Pferdewetten in Deutschland etabliert. Das Angebot umfasst dabei insbesondere Online-Pferdewetten, die durch stationäre Pferde-Wettcenter flankiert werden.

Das Flaggschiff der Holding, die Internet-Plattform www.pferdewetten.de, mit ca. 30.000 registrierten Kunden zählt zu den Marktführern im Bereich der deutschen Online-Pferdewette. Angeboten werden Wetten auf Pferderennen in 34 Ländern, von denen der überwiegende Teil live im Internet übertragen wird. Für unser Wettbüro in München verfügen wir über eine Lizenz in Deutschland und für unser Onlineangebot über die in Malta erteilte Lizenz an unsere Tochtergesellschaft, die netX Betting Ltd.

Die pferdewetten.de AG berät nicht nur ihre Tochtergesellschaften, sondern auch andere in der Wettbranche tätige Firmen und Rennvereine. In ihrer Funktion als Managementholding koordiniert die pferdewetten.de AG sämtliche Business-Aktivitäten der Tochterunternehmen.

Die pferdewetten.de AG ist seit Juli 2000 börsennotiert. Die Aktien werden an der Deutschen Börse und im Freiverkehr gehandelt (ISIN DE000A1K0409 und ISIN DE000A1K05B4).

Der Jahresabschluss der pferdewetten.de AG wird nach handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss der pferdewetten.de AG wird nach den International Financial Reporting Standards(IFRS), wie diese in der EU anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

1 Das Geschäftsjahr 2015

1.1 Geschäftsverlauf Konzern

Auch im Geschäftsjahr 2015 haben sich die Geschäfte des pferdewetten.de AG-Konzerns positiv entwickelt. Ein hinsichtlich der Anzahl von Rennveranstaltungen relativ stabiles Umfeld im In- und Ausland legte die Basis für ein erfolgreiches Jahr.

Die seit 2012 verfolgte Wachstumsstrategie wurde auch in 2015 fortgesetzt. So wurde der operative Bereich nachhaltig gestärkt und intensiv in Kundengewinnungsmaßnahmen investiert. Die daraus resultierende Aktivierung inaktiver Kundenstämme, wie auch die Gewinnung neuer Kunden, hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt.

Die Übernahme der "Lotos-Wetten.de"-Plattform eines Wettbewerbers durch die pferdewetten-service.de GmbH, ein 100%iges Tochterunternehmen der pferdewetten.de AG, im Januar 2015 hat sich in 2015 positiv ausgewirkt. Durch diese Maßnahmen konnte die starke Marktposition des Konzerns, vorwiegend in den deutschsprachigen Ländern, noch erhöht werden und neue Kunden hinzugewonnen werden. Zudem zeigten sich erneut positive Tendenzen aus der internationalen Pferdewettseite "betbird.com", die in den nicht deutschsprachigen Ländern eingesetzt wird. Hier nahm die aktive Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr zu.

Die Umsatzerlöse aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenboni (Hold) erhöhten sich von T€ 4.028 in 2014 auf T€ 4.729 in 2015. Die Steigerung von über 17,4 % wurde trotz erhöhter Kundenboni (T€ 2.263, Vorjahr: T€ 1.569) erzielt. Die Provisionen aus der Vermittlung von Wetten an Totalisatoren haben sich von T€ 1.184 in 2014 auf T€ 1.936 in 2015 deutlich erhöht. Auch der Provisionssatz, im Verhältnis zum vermittelten Umsatz, konnte wieder von ca. 9,9 % auf ca. 10,8 % im Geschäftsjahr gesteigert werden und entspricht damit fast dem Niveau des Jahres 2013 (11,1%).

Der prognostizierte Prozess der Kooperationen mit Partnern im In- und Ausland wurde wegen der Priorisierung anderer Themen (neue Wettplattform, Lotos-Wetten.de) auf das Jahr 2016 verschoben. Neben der schon seit Jahren gelebten Partnerschaft mit einem international agierenden Unternehmen mit Sitz in England, wurde in 2014 bereits ein Kooperationsvertrag mit einem weiteren Partner, der außerhalb Deutschlands sitzt, abgeschlossen. Weitere Gespräche und bereits erste Testphasen sind angelaufen. Umgesetzt werden diese Kooperationen im Geschäftsjahr 2016.

Die NetX Casino Ltd. i.L. auf Malta und die PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. sind die letzten Konzerngesellschaften in Liquidation. Ihre Geschäftstätigkeit wurde bereits in Vorjahren eingestellt. Leider erfolgte keine Löschung der Firmen im Handelsregister in 2015. Wir erwarten nunmehr eine Löschung in 2016.

Das Konzerngesamtergebnis des Konzerns konnte im Vergleich zum Vorjahr (2014: T€ 1.169) um T€ 1.574 auf T€ 2.743 mehr als verdoppelt werden.

Dies lag neben der positiven operativen Geschäftsentwicklung vor allem an den positiven Effekten aus der erstmaligen Aktivierung von latenten Steuern auf nutzbare Verlustvorträge auf Ebene der pferdewetten.de AG durch den im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft pferdewetten-service.de GmbH. Damit begründet sich vor allem die Verbesserung der Steuern von Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 969 im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr.

1.2 Geschäftsverlauf pferdewetten.de AG

Die pferdewetten.de AG hat im Jahr 2015 ein positives Ergebnis nach Steuern von T€ 1.566 (Vorjahr: T€ 508) erzielt. Wesentliche Ursache für das positive Ergebnis ist der Gewinn der pferdewetten-service.de GmbH für das Geschäftsjahr 2015, welche diese nach Abzug eines handelsrechtlichen Verlutsvortrags von T€ 700 an die pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 1.212 aufgrund des im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt hat. Damit verbunden war trotz vorhandener steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene der pferdewetten.de AG eine erhöhte Steuerbelastung aufgrund der in Deutschland geltenen Mindestbesteuerungsregeln.

1.3 Markteinschätzung und Änderungen im rechtlichen Umfeld

Der internationale Pferderennsport zeigte sich in der Entwicklung und im Angebot in 2015 weitgehend stabil. Ein unverändert wichtiger Markt ist Frankreich. Hier ist insbesondere für deutsche Pferde bzw. deren Besitzer aufgrund der räumlichen Nähe und der höheren Rennpreise Erlöspotenzial gegeben. Zudem werden über die französische Wettgesellschaft Pari Mutuel Urbain GIE (PMU), Paris, zusätzlich auch Rennen in Deutschland promotet, was wieder zu einer leichten Erhöhung des Wettangebotes hierzulande führte. Die PMU hat in 2015 die Mehrheit an der "German Tote Service- und Beteiligungs GmbH" übernommen, dem Vermarkter des deutschen Pferderennsports. Damit wird auch für die Zukunft mindestens die Stabilisierung des deutschen Pferderennsports sichergestellt.

Die zahlreichen Starts deutscher Pferde in Frankreich locken auch den Wettkunden zum Angebot der französischen Bahnen und fördern die Unabhängigkeit der Gesellschaft vom deutschen Rennsport. Die Märkte in den USA, Asien und Australien sind für ein 24-Stunden-Wettangebot weiterhin von großer Bedeutung. Das Kernprodukt sind jedoch weiterhin Wetten auf deutsche Veranstaltungen. Hier sind aber die Veranstalter gefordert, dauerhaft ein ansprechendes Veranstaltungsportfolio bereitzustellen. Trotz konstanten Niveaus der Anzahl der deutschen Rennen und Rennveranstaltungen sank der Bestand an Rennpferden erneut in 2015. Die zwangsläufig daraus resultierenden kleineren Starterfelder pro Rennen führen zu entsprechend kleineren Wettumsätzen. Der pferde-wetten.de Konzern hofft, dass mit der beschriebenen Übernahme durch die PMU diese negative Entwicklung in Zukunft gestoppt wird.

Die Vermittlung von Wetten in den Totalisator als Gegenleistung für die Bereitstellung von Liveübertragungen hat die Umsätze und Ergebnisse von pferdewetten.de AG bereits in der Vergangenheit beeinflusst. Die Mitte 2012 eingeführte Spieleinsatzsteuer auf Buchmacherwetten und die damit verbundene Weitergabe an die deutschen Kunden im Ausmaß von 5% des jeweiligen Wetteinsatzes führte auch in 2015 zu einer merklichen Verlagerung hin zur margenschwächeren Totalisatorwette. Dies zeigt sich deutlich in der Zunahme der vermittelten Wettumsätze von € 12,0 Mio. auf € 17,9 Mio. in 2015.

Die Marktposition und Wettbewerbesfähigkeit der pferdewetten.de AG im Pferdewettmarkt hat sich durch die Übernahme der "lotos-wetten"-Plattform im Januar 2015 im Geschäftsjahr 2015 verfestigt. Aufgrund dieser Wettbewerbsfähigkeit sind wir weiterhin in der Lage, am Wettgeschäft im Pferderennsport zu partizipieren und den Druck auf Mitbewerber in Deutschland zu erhöhen.

Die Zugangsbeschränkungen in andere europäische Märkte sind unverändert relativ hoch. Hier werden aktuell die Möglichkeiten eines Markteintritts weiterhin geprüft, damit die pferdewetten.de AG bei sich bietender Gelegenheit den Wettbewerb im Ausland aufnehmen und die Kundenbasis verbreitern kann.

Das Wettgeschäft des Konzerns wird sich auch zukünftig weiterhin an die Bedürfnisse des Marktes anpassen. Besonders Wettangebote abseits der klassischen Wettformen werden weiterhin forciert werden. Zusätzlich prüft die Geschäftsleitung ständig die Erweiterung des Wettangebotes um Rennen aus unterschiedlichen Kontinenten. Solche Angebote erhöhen die Attraktivität der Plattform für neue Kundenschichten, vornehmlich aus dem Ausland. Ausgehend von diesen Maßnahmen wird der Konzern seine derzeitige Position am Markt weiterhin behaupten.

Der gesetzliche Rahmen in Deutschland hat sich in 2015 gegenüber der Berichterstattung im Vorjahr kaum verändert. Nachdem die EU-Kommission in Brüssel den deutschen Glücksspielstaatsvertrag aus 2007 im September 2010 abgelehnt hatte, wurde dieser von den 15 Bundesländern überarbeitet und trotz weiterhin bestehender Bedenken der EU-Kommission mit Wirkung zum 1. Juli 2012 novelliert.

Schleswig-Holstein war als einziges Bundesland dem Glücksspielstaatsvertrag zunächst nicht beigetreten und hatte ein eigenes auf einem Lizenzmodell basierendes Glücksspielgesetz im September 2011 verabschiedet. Mit dem Regierungswechsel ist Schleswig-Holstein ebenso dem neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrag am 23. Januar 2013 als 16. Bundesland beigetreten.

Insbesondere die im Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) geregelten Voraussetzungen für die Zulassung von Internetwetten lassen zunächst vermuten, dass in Deutschland nunmehr Rechtssicherheit für das Anbieten von Internetwetten besteht. So waren in der Vergangenheit Internetwetten und deren Vermittlung von Buchmachern und Rennvereinen (Totalisatoren) rechtlich umstritten und durch die deutschen Behörden nur in Erwartung einer Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrages geduldet worden. Allerdings bleibt festzuhalten, dass weiterhin europarechtliche Bedenken gegen den aktuellen Glücksspieländerungsstaatsvertrag bestehen und damit das Rechtschaos der vergangenen Jahre weiterhin besteht. Dies bestätigt sich in dem EuGH-Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) vom 4. Februar 2016. Demnach private Anbieter wegen illegalen Wettangebote (Anbieter von Sportwetten) wohl nicht in Deutschland betraft werden können, solange keine Sportwettkonzessionen in Deutschland vergeben werden. Ergänzend ist hierzu zu erwähnen, dass im Oktober 2015 der hessische Verwaltungsgerichtshof bereits die Verfassungswidrigkeit der im Glücksspielstaatsvertrag vorgesehenen und in der Praxis gescheiterten Konzessionierungsverfahren für Sportwetten (§ 10a GlüÄndStV) für intransparent und europarechtswidrig gestoppt hat. Abzuwarten bleibt, inwieweit diese Entscheidungen auch Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, nämlich das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten im Internet haben werden.

Das Anbieten und das Vermitteln von Pferdewetten im Internet bedarf gemäß § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag einer Erlaubnis (Lizenz). Zuständig für die Gewährung einer Erlaubnis ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wird mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet. Mit Schreiben vom 22. Juni 2015 wurde der Gesellschaft eine Grunderlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Inland durch die zuständige Behörde bis 30. Juni 2019 erteilt. Diese Grunderlaubnis ist Voraussetzung für die Erteilung einer Interneterlaubnis (Lizenz), die derzeit jedoch noch nicht gewährt wurde, da wir noch in laufenden Verhandlungen mit der Behörde über die mit der Erlaubnis verbundenen Auflagen stehen. Ausgehend vom Stand der Verhandlungen gehen wir von einer Lizenzerteilung im Frühjahr 2016 aus. Sobald uns die Lizenzerteilung für den Buchmacher auf Malta vorliegt, werden wir das derzeit ruhende Verfahren betreffend einer für den deutschen Buchmacher (pferdewetten-service.de) begehrten Lizenz wieder aufnehmen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Tochtergesellschaften sowie die Entwicklungen im Wettmarkt und der Wettbewerber wirken analog auf die Muttergesellschaft, die pferdewetten.de AG.

1.4 Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres wurden im Konzern in Höhe von T€ 170 (Vorjahr: T€ 614) in die technische Weiterentwicklung der neuen Wettplattform "Challenger" getätigt, deren Inbetriebnahme im Frühjahr 2015 erfolgte und die derzeit durch die "Lotos-Wetten"-Kunden genutzt wird. Im Frühjahr 2016 soll diese dann auch den Kunden des Buchmachers auf Malta zur Verfügung stehen. Ein weitere größere Investition in Höhe von T€ 150 betrifft die Übernahme der "Lotos-Wetten.de"-Plattform im Januar 2015. Daneben ergaben sich im Geschäftsjahr Investitionsauszahlungen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung infolge des Umzugs der pferdewetten.de AG in größere Büroräume am Unternehmenssitz in Düsseldorf.

Für die kurzfristige Zukunft ist vorgesehen, das weitere Investitionsvolumen des Konzerns im technischen Bereich der Buchmacher-Software im Wesentlichen auf die Modernisierung mit kontinuierlicher Weiterentwicklung der Software sowohl im Bereich von Wettkassen wie auch dem Online-Produkt zu beschränken.

Im Rahmen der langfristigen Disposition wurden zudem finanzielle Überschüsse in Anteile an zwei Investmentfonds investiert. Zum Bilanzstichtag betragen diese T€ 490 und werden unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. dem Finanzanlagevermögen der pferdewetten.de AG ausgewiesen.

1.5 Finanzmanagement

Das Finanzmanagement des Konzerns erfolgt zentral über das Mutterunternehmen, der pferde-wetten.de AG. Primäres Ziel unseres Finanzmanagements ist die Sicherung der kurz- und mittelfristigen Liquidität zur Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit und damit der Unternehmensfortführung. Der Konzern hat zum Bilanzstichtag mit Ausnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditkartenunternehmen (T€ 1,0) keine Bankverbindlichkeiten. Dies gilt ebenso für die pferdewetten.de AG.

Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel täglich überwacht und mittelfristig im Rahmen eines Liquiditätsplans gesteuert werden.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen frei verfügbaren Mittel zum Bilanzstichtag sowie der geplanten Umsätze in 2016 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Unsere Finanzlage schätzen wir daher als gut ein.

2 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

2.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital des Konzerns hat sich um T€ 2.788 von T€ 5.071 in 2014 auf T€ 7.859 erhöht und beträgt per 31. Dezember 2015 73,3% der Bilanzsumme (Vorjahr: 69,5%). Die Erhöhung zum Vorjahr resultiert aus dem Konzerngesamtergebnisses (T€ 2.743) und der zeitanteiligen Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der am 17. Mai 2012 gewährten Aktienoptionen an Mitarbeiter des Konzerns (T€ 45).

Das Konzernvermögen hat sich von T€ 7.295 in 2014 auf T€ 10.727 erhöht. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen bei den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten (T€ +1.240), bei den aktiven latenten Steuern (T€ +871), bei den finanziellen Mitteln (T€ +553) und bei den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten (T€ +517).

Die Zunahme der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte ergibt sich wesentlich durch ein kurzfristiges im Juli 2015 gewährtes zweite Darlehen an den Mehrheitsaktionär mybet Holding SE in Höhe von T€ 1.000. Das Darlehen ist durch ein Pfandrecht an 360.000 Stück Aktien, die die mybet Holding SE an der pferdewetten.de AG hält, besichert und hat eine Laufzeit bis 30. April 2016.

Durch die Anlage von finanziellen Mittel in Anteile in zwei Investmentfonds (Buchwert 31.12.2015: T€ 490) und die Zahlung einer Kaution an den Vermieter der neuen Büroräume von T€ 27 kam es zum Anstieg/erstmaligen Ausweis der langfristigen finanziellen Vermögenswerte.

Der Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH und die damit verbundene Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft im Geschäftsjahr 2015 ermöglichen uns zukünftig auf der Basis der Unternehmensplanung bei der pferdewetten.de AG vorhandene steuerliche Verlustvorträge zu nutzen. Hieraus begründet sich vor allem die Zunahme der aktiven latenten Steuern um T€ 871.

Die Zunahme der finanziellen Mittel begründet sich durch die verbesserte Geschäftslage.

2.2 Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln abzüglich Kreditkartenverbindlichkeiten beträgt im Konzern per 31. Dezember 2015 T€ 3.217 (2014: T€ 2.662), wovon dem Konzern 2.267 (Vorjahr: T€ 1.973) zur freien Verfügung standen, während T€ 916 als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Wettkunden und T€ 34 als Sicherheit für Bankavale dienen.

Ausgehend von der Kapitalflussrechnung sind dem Konzern im Geschäftsjahr aus der operativen Geschäftstätigkeit finanzielle Mittel in Höhe von T€ 2.671 zugeflossen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um T€ 1.340 gestiegen. Dies ist neben dem verbesserten operativen Ergebnis vor Steuern um T€ 492 auch einem Sondereffekt im Vorjahr geschuldet.

So kam es in 2014 zur erstmaligen Veranlagung von Wettsteuern und der damit verbundenen Rückführung von angesammelten Wettsteuerverbindlichkeiten aus den Vorjahren in Höhe von T€ 907.

Dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit standen die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und ins Sachanlagevermögen von insgesamt T€ 618 (Vorjahr T€ 673) gegenüber. Hinzu kommen die erstmalig Investitionen in langfristige sonstige finanzielle Vermögensgegenstände, d.h. die Anlage von überschüssigen finanziellen Mittel in Anteile an Investmentfonds (Mischfonds) in Höhe von saldiert T€ 498 sowie die kurzfristige Gewährung von finanziellen Mitteln an den Mehrheitsaktionär mybet Holding SE im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von T€ 1.000. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 30. April 2016.

Insgesamt flossen damit dem Konzern liquide Mittel von T€ 555 (Vorjahr T€ 658) im Geschäftsjahr zu.

Die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sind vollständig langfristig durch das Eigenkapital und die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten finanziert. Das Eigenkapital beträgt 73,3% (Vorjahr 69,5%) der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2015.

Das aus der Gewährung von finanziellen Mitteln an die mybet Holding SE, Kiel, gewährte Darlehen von ursprünglich T€ 650 in Zusammenhang mit dem Abschluss eines Domainübertragungs- und Domainlizenzvertrages im November 2013 besteht weiterhin. Es wird wegen der jederzeit ausübbaren Kaufoption der mybet Holding SE unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Gleiches gilt für ein kurzfristiges im Juli 2015 gewährtes Darlehen in Höhe von T€ 1.000 an die mybet Holding SE, welches zum 30. April 2016 fällig ist. Aus der Verzinsung der Darlehen resultierte im Geschäftsjahr ein Zinsertrag von T€ 93 (Vorjahr T€ 80). Der Zinsertrag betrifft in Höhe von T€ 17 (Vorjahr T€ 17) die ratierliche Ansammlung des Unterschiedsbetrages aus den gewährten finanziellen Mitteln des Darlehens aus November 2013 (T€ 650) und dessen Rückkaufpreis (T€ 700) über die Laufzeit des Vertrages von 36 Monate.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Kreditlinie bei Kreditkartenunternehmen in Höhe von insgesamt T€ 10, die in Höhe von T€ 1 am Bilanzstichtag in Anspruch genommen wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen infolge der erhöhten operativen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um T€ 490 zu.

2.3 Ertragslage

Die Wetteinsätze beim konzerneigenen Buchmacher stiegen nach Abzug der Wettsteuer auf T€ 54.548 (Vorjahr: T€ 35.187) und die vermittelten Wettumsätze auf T€ 17.874 (Vorjahr: T€ 11.969).

Ausgehend von dieser um ca. 53% verbesserten Gesamtleistung (Wetteinsätze und Wettvermittlung) begründet sich auch die Zunahme der Umsatzerlöse um insgesamt ca. 26% auf T€ 6.693 im Vergleich zum Vorjahr (2014: T€ 5.320). Die Provisionserlöse verbesserten sich deutlich um T€ 752 von T€ 1.184 auf T€ 1.936 infolge der Zunahme der vermittelten Wetten an Totalisatoren.

Bei der Umsatzentwicklung ist erneut zu erkennen, dass die Wetteinsätze in die Totalisatoren der Rennvereine zugenommen haben. Die vermittelten Wetteinsätze stiegen um ca. 49%. Der Anteil an der Gesamtleistung beträgt allerdings unverändert ca. 24%. Dies ist auf die ebenso gestiegenen Wetteinsätze bei unserem Buchmacher zurückzuführen. Der Anteil der Wetteinsätze in die Totalisatoren der Rennvereine gemessen an der Gesamtleistung konnte somit stabilisiert werden. Die dennoch aufgezeigte Steigerung der vermittelten Wettumsätze erklärt sich vor allem mit der Tatsache, dass die Wettkunden bei Wetten in den Totalisator nicht mit Wettsteuer, wie sie bei Buchmacherwetten in Höhe von 5% auf den Wetteinsatz anfallen, belastet werden. Dieses Nachfrageverhalten bedeutet für den Konzern zugleich eine geringere Marge, da die Marge aus der Vermittlung von Wetten geringer ist, als die Marge aus dem eigenen Wettgeschäft.

Die Zunahme der Materialaufwendungen um T€ 229 betrifft vor allem die Aufwendungen aus bezogenen Leistungen. Deren Zunahme um T€ 235 steht vor allem im Zusammenhang mit erhöhten Werbeleistungen auf den deutschen Rennbahnen in Form von Rennsponsoring, Werbebanden und der Schaltung von Werbespots.

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2015 um T€ 257 vor allem infolge des Aufbaus einer eigenen IT-Abteilung und der damit einhergehenden Neueinstellungen von Vollzeitarbeitskräften im operativen Bereich sowie höheren Tantieme- und Boniverpflichtungen gegenüber dem Vorstand und den Mitarbeitern aufgrund des erneut verbesserten Konzernergebnisses. Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt Personalaufwendungen für 23 (2014: 19) Mitarbeiter getragen. Die durchschnittlichen Personalkosten je Mitarbeiter betrugen T€ 66 (2014: T€ 67).

Die Abschreibungen sind mit T€ 291 fast auf dem Vorjahresniveau. Die im Vorjahr gebuchte außerplanmäßige Abschreibung der "alten" Buchmachersoftware aufgrund der geplanten Nutzung bis Ende 2015 in Höhe T€ 133 wurde durch die im Frühjahr 2015 begonnene Abschreibung der neuen Wettplattform "Challenger" nahezu kompensiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von T€ 1.093 in 2014 um ca. 30% bzw. T€ 329 auf T€ 1.422 in 2015 gestiegen. Im Wesentlichen betrifft dies die Erhöhung der Fremdleistungskosten, die IT-Wartungskosten, Kosten für Werbeartikel sowie höhere Mietaufwendungen infolge des Umzugs in größere Geschäftsräume am Firmensitz in Düsseldorf.

Für das Jahr 2015 ergibt sich im Konzern ein EBITDA (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzügl. Finanzergebnis und Abschreibungen) von T€ 2.222 (Vorjahr: T€ 1.762) und ein EBIT (EBITDA abzgl. Abschreibungen) von T€ 1.931 (Vorjahr: T€ 1.462).

Die Verbesserung des Finanzergebnisses um T€ 23 ist vor allem auf die Verzinsung des neu in 2015 gewährten Darlehens an die mybet Holding SE zurückzuführen.

Aufgrund der Verbesserung des operativen Geschäfts und der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung war das Ergebnis im Berichtsjahr durch laufende Ertragsteuern in Höhe von insgesamt T€ 172 belastet. Dem gegenüber standen positive Effekte aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträgen von T€ 883. Zusammen mit den latenten Steuereffekten aus der Umkehrung von Bewertungsunterschieden führte dies insgesamt zu einem latenten Steuerertrag von T€ 871.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuerbelastung konnte das Konzerngesamtergebnis gegenüber T€ 1.169 für 2014 auf T€ 2.743 gesteigert werden. Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von € 0,76 (2014: € 0,32) und einem verwässerten Ergebnis von € 0,71 (Vorjahr € 0,31).

3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der pferdewetten.de AG

3.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, beträgt per 31.12.2015 T€ 5.774 (Vorjahr: T€ 4.163). Bedingt ist diese Veränderung neben dem erzielten Jahresergebnis in Höhe von T€ 1.566 (2014: T€ 508) aus der zeitanteiligen Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der am 17. Mai 2012 gewährten Aktienoptionen an Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 45 (Vorjahr: T€ 44) in die Kapitalrücklage.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.729 auf T€ 6.995 erhöht. Die Zunahme resultiert auf der Aktivseite vor allem aus der Entwicklung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die um T€ 1.046 auf T€ 5.523 zunahmen, und aus der Erhöhung der Finanzanlagen um T€ 490 auf T€ 1.183 gegenüber dem Vorjahr. Die Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen spiegelt vor allem die erneute Gewährung eines Darlehens an die mybet Holding SE in Höhe von T€ 1.000 im Juli 2015 wider. Das Darlehen ist durch ein Pfandrecht an 360.000 Stück Aktien, die die mybet Holding SE an der pferdewetten.de AG hält, besichert und hat eine Laufzeit bis 30. April 2016. Die Forderungen gegen die pferdewetten-service.de GmbH hielten sich auf Vorjahresniveau; wobei diese zum Bilanzstichtag erstmals auch den Anspruch der pferdwetten.de AG aus der Abführung des handelsrechtlichen Gewinns 2015 gemäß Gewinnabführungsvertrag beinhalten. Die Zunahme der Finanzanlagen betrifft die Anlage von finanziellen Mitteln in Anteile an zwei Investmentfonds (Mischfonds) mit langfristige Halteabsicht. Aus diesem Grund wurden die Anteile dem langfristig gebundenen Vermögen zugeordnet.

Auf der Passivseite betrifft die Zunahme neben dem Eigenkapital im Wesentlichen die Rückstellungen (31. Dezember 2015 T€ 554, Vorjahr: T€ 396). Die sonstigen Rückstellungen nahmen vor allem aufgrund höherer Tantiemeverpflichtungen gegenüber dem Vorstand zu. Die Zunahme der Steuerrückstellungen resultiert aus dem verbesserten Ergebnis im Geschäftsjahr 2015 und der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung.

3.2 Finanzlage

Die pferdewetten.de AG verfügt per 31. Dezember 2015 über liquide Mittel in Höhe von T€ 144 (Vorjahr: T€ 72). Diese sind frei verfügbar. Die Forderungen und Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kurzfristig fällig und in der Berichtswährung zu begleichen bzw. zurückzuzahlen. Es bestehen keine Kreditlinien. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber Tochtergesellschaften werden nicht verzinst.

Das aus der Gewährung von finanziellen Mitteln an die mybet Holding SE, Kiel, gewährte Darlehen von ursprünglich T€ 650 in Zusammenhang mit dem Abschluss eines Domainübertragungs- und Domainlizenzvertrags im November 2013 besteht weiterhin. Aufgrund der jederzeit ausübbaren Rückkaufoption der mybet Holding SE werden die Forderungen gegen die mybet Holding SE weiterhin als kurzfristig eingestuft. Gleiches gilt für ein kurzfristiges im Juli 2015 gewährtes Darlehen an die mybet Holding SE, welches zum 30. April 2016 fällig ist. Aus der Verzinsung der Darlehen resultierte im Geschäftsjahr ein Zinsertrag von T€ 93 (Vorjahr: T€ 80). Der Zinsertrag betrifft in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 17) die ratierliche Ansammlung des Unterschiedsbetrages aus den gewährten finanziellen Mitteln des Darlehens aus November 2013 (T€ 650) und dessen Rückkaufpreis (T€ 700) über die Laufzeit des Vertrages von 36 Monaten.

3.3 Ertragslage

Die Konzern-Muttergesellschaft finanziert sich über Beratungen und Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften. In 2015 erzielte sie hieraus Umsatzerlöse in Höhe von T€ 876 (2014: T€ 1.081).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus der Zuschreibung von in Vorjahren vorgenommenen Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen gegen die pferdwetten-service.de GmbH in Höhe von T€ 508 (Vorjahr: T€ 330). Durch die Zuschreibung im Geschäftsjahr wurde die Einzelwertberichtigung komplett eliminiert.

Die Zunahme des Personalaufwands um T€ 18 auf T€ 563 ist vor allem aufgrund höherer Tantieme- und Boniaufwendungen infolge des verbesserten Konzernergebnisses 2015 und aufgrund höherer Sachbezüge gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei der pferdewetten.de AG im Vergleich zum Vorjahr um T€ 39 auf T€ 492 leicht gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür waren höhere Mietaufwendungen infolge des Umzugs in größere Geschäftsräume am Unternehmenssitz.

Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich bei der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, in 2015 auf T€ 1.566 erhöht (2014: T€ 508). Wesentliche Ursache für das positive Ergebnis ist der Gewinn der pferdewetten-service.de GmbH für das Geschäftsjahr 2015, welche diese nach Abzug eines handelsrechtlichen Verlustvortrags von T€ 700 an die pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 1.212 aufgrund des im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt hat. Damit verbunden war trotz vorhandener steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene der pferdewetten.de AG eine erhöhte Steuerbelastung aufgrund der in Deutschland geltenen Mindestbesteuerungsregeln.

4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich im Jahr 2015 weiterhin deutlich verbessert. Aufgrund der gestiegenen Wetteinsätze konnte sich der Konzern flexibler aufstellen. Auch die Liquiditätslage verbesserte sich infolge der positiven Geschäftsentwicklung erneut in 2015. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Konzern weitere finanzielle Mittel in Form eines kurzfristigen Darlehens an die mybet Holding SE in Höhe von T€ 1.000 gewährte und Investitionen in Anteile an zwei Investmentfonds (Mischfonds) in Höhe von T€ 490 (Buchwert zum 31.12.2015) durchführte.

Der Konzern verfügt am Bilanzstichtag unter der Berücksichtigung von bereits abgezogenen treuhänderisch verwalteten Kundengeldern (2015: T€ 916; 2014: T€ 655) und verpfändeten Festgeldguthaben (T€ 34) über freie liquide Mittel in Höhe von T€ 2.267 (Vorjahr: T€ 1.976).

Die pferdewetten.de AG ist aufgrund des Konzernaufbaus als Muttergesellschaft von der Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungsunternehmen abhängig. Sie kann jedoch ihren eigenen Beitrag zum Erfolg der Gruppe beitragen, indem sie zum einen ihre Strukturen und zum anderen die Kostenentwicklung permanent optimiert.

Mit Ausnahme langfristiger Tantiemeverpflichtungen von 63 T€ (Vorjahr: 38 T€) verfügen weder die pferdewetten.de AG noch die Tochtergesellschaften über weitere langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bewegen sich auf dem Niveau üblicher Zahlungsziele.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns stieg auf 73,3% (Vorjahr: 69,5%). Die Eigenkapitalquote der Muttergesellschaft ist aufgrund eines verbesserten Ergebnisses von 79,1% in 2014 auf 82,5% in 2015 gestiegen.

Insgesamt lässt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns und der Muttergesellschaft, insbesondere auch vor dem Hintergrund des positiven Trends der operativen Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf 2015 und der Erwartungen an die Folgejahre, als solide bezeichnen.

5 Unternehmenssteuerung

Die Steuerung des pferdewetten.de AG-Konzerns erfolgt im Wesentlichen auf der Basis der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT.

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Wettgeschäft, d.h. den Wettumsätzen aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenbonus (sog. "Hold"), aus den Wettprovisionen für die Vermittlung von Wetten und sonstigen Umsatzerlösen.

Das EBIT entspricht dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Betriebsergebnis.

Ausgehend von unserer ursprünglichen Umsatzprognose für das Jahr 2015 (Umsatzwachstum zwischen 10% und 15% gegenüber 2014) begründet sich das tatsächliche Umsatzwachstum von ca.

26% aus einem unerwarteten hohen Anstieg der Wetteinsätze im eigenen Wettgeschäft bei unseren Bestandskunden und erhöhten Provisionserlösen infolge von ebenso über der Erwartung liegende Zunahme der vermittelten Wetteinsätze. Hierin begründet sich zugleich auch die Abweichung des prognostizierten EBIT's von € 1,3 Mio. bis € 1,6 Mio. vom tatsächlich erzielten EBIT in Höhe von € 1,9 Mio.

Die Steuerung der pferdewetten.de AG als Holdingfunktion orientiert sich am Jahresergebnis als einzigen finanziellen Leistungsindikator.

Das für das Geschäftsjahr 2015 prognostizierte Jahresergebnis der pferdewetten.de AG von T€ 70 bis T€ 100 unterstellte keine Effekte aus der Neubewertung von in Vorjahren abgewerteten Forderungen gegen verbundene Unternehmen und kein Gewinnabführungsvertrag mit der pferdewetten-service.de GmbH, wie dieser in 2015 tatsächlich abgeschlossen wurde. Das um diese Effekte bereinigte Ergebnis der pferdewetten.de AG in 2015 beträgt demnach T€ -39. Der Betrag ermittelt sich aus dem Ergebnis von TEUR 1.566 abzgl. der sonstigen betrieblichen Erträge aus der Zuschreibung von Forderungen gegen die pferdewetten-service. de GmbH

(T€ 508), den abgeführten Gewinn aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdewetten-service.de GmbH (T€ 1.212) sowie dem damit verbundenen Steueraufwand (T€ 115). Die Abweichung zum prognostizierten Wert liegt vor allem an der nicht erfolgten Weiterbelastung von gestiegenden Kosten im personellen und administrativen Bereich an verbundene Unternehmen im Rahmen der vertraglich vereinbarten Umlage.

6 Bericht über das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG ist der Vorstand der pferdewetten.de AG verantwortlich. Der Konzernabschluss wird unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Einzelabschluss wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung des HGB und den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktienrechts erstellt.

Die bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme sollen die Ordnungsmäßigkeit und die Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts mit den gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Um diese Vorgaben einzuhalten, werden kontinuierlich Maßnahmen zur gezielten Weiterbildung der Mitarbeiter im Bereich Finanzen durchgeführt. Die Einhaltung der Richtlinien und die Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden regelmäßig geprüft. Die Einhaltung konzernweit einheitlicher Buchungssystematiken in der Finanzbuchhaltung wird permanent von der kaufmännischen Leitung überwacht. Regelmäßige Abstimmungen der Zahlungsströme mit den Belegen der Finanzbuchhaltung sowie ständige Kommunikation zwischen den in diese Prozesse eingebundenen Personen gewährleisten die Missbrauchsprävention. Die Finanzbuchhaltung wird von externen Steuerberatungsbüros betreut bzw. unterstützt und unterliegt somit einer zusätzlichen externen Kontrollinstanz. Die Erstellung der Jahres- und Zwischenabschlüsse erfolgt ebenfalls mit Unterstützung von externen Steuerberatungsbüros, wodurch auch in diesem Bereich die Einhaltung der aktuellen rechtlichen Vorgaben gewährleistet ist.

Zur Steuerung des Unternehmens und zur Überwachung, Analyse sowie Dokumentation von Unternehmensrisiken setzt der Vorstand der pferde-wetten.de AG verschiedene Systeme und Verfahren ein. Über spezielle Tools können tagesaktuell Auswertungen über die wichtigsten Kennzahlen im Konzern vorgenommen werden, so dass sich der Vorstand sowohl regelmäßig als auch stichprobenartig ein Bild machen kann. Die Monatsberichte der Konzerngesellschaften und des Konzerns bilden die Geschäftsentwicklung periodisch ab und werden regelmäßig einer intensiven Analyse seitens des Vorstands unterzogen.

Der Aufsichtsrat ist mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.

7 Risikomanangement

Das Risikomanagementsystem der pferdewetten. de AG ist entsprechend des Aktienrechts darauf ausgerichtet, dass der Vorstand mögliche Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten kann. Es umfasst die Beurteilung der Wirksamkeit der internen Aufbau- und Ablauforganisation, einschließlich der Prozesse und der IT-Unterstützung des Unternehmens. Neben der Identifizierung und Quantifizierung der operativen Risiken zielt der Vorgang auf die Definition und Implementierung wirkungsvoller Management-Informationssysteme, einschließlich Frühwarnsystemen und Risikoindikatoren.

Auf Basis des internen Risikoberichtes wird über die Entwicklung bestehender Risiken oder deren Hinzukommen oder Wegfall berichtet und erfolgt zugleich deren Überwachung. In diesem Zusammenhang werden entsprechende Maßnahmen eingeführt, um die wesentlichen Risiken des Konzerns innerhalb dessen eigenen Einflussbereichs zu minimieren. Je Risiko erfolgt eine Beschreibung sowie Bewertung des Risikos hinsichtlich Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1% bis 5% Sehr gering
6% bis 25% Gering
26% bis 50% Mittel
51% bis 100% Hoch

Klassifizierung nach Auswirkungsgrad

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1% bis 5% Sehr gering
6% bis 25% Gering
26% bis 50% Mittel
51% bis 100% Hoch

Aus der Kombination der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung des Risikos erfolgt die Klassifizierung des Risikos in hoch, mittel und gering.

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Auswirkung
Gravierend Mittel Mittel Hoch Hoch
Wesentlich Mittel Mittel Mittel Hoch
Moderat Gering Mittel Mittel Mittel
Niedrig Gering Gering Mittel Mittel
Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr gering Gering Mittel Hoch

7.1 Wesentliche Risiken

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist grundsätzlich einer Reihe von Risiken ausgesetzt, deren Eintritt einzeln oder zusammen mit anderen Umständen die Geschäftstätigkeit des Konzerns erheblich beeinträchtigen und unter Umständen erhebliche bis existenzgefährdende nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Dabei geht das Management des Konzerns gemäß der Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Das dazu erforderliche Risikomanagement ist in den Kerngeschäftsprozess und in die eingesetzten Systeme des Konzerns eingebunden.

Hinsichtlich der Art der Risiken, ihrer Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeit werden nachfolgend nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können.

Die pferdewetten.de AG ist als Mutterunternehmen mittelbar den Wirkungen von Risiken unterworfen, denen die Konzern-Tochtergesellschaften ausgesetzt sind. Die nachstehend beschriebenen Risiken gelten somit, wenn nicht explizit angeführt, in ihrer mittelbaren Wirkung auch für die pferdewetten.de AG.

7.1.1 Rechtliche und regulatorische Risiken

Der Konzern bietet zum Bilanzstichtag Wetten auf Pferderennen an bzw. vermittelt den Abschluss von Wetten. Der Rechtsrahmen für das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten in Deutschland ist seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrages im Juli 2012 in vielen Punkten noch ungeklärt. Für das Veranstalten von Pferdewetten für deutsche Kunden im Internet ist nach § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag eine Genehmigung (Lizenz) erforderlich. Zuständig für die Gewährung einer Lizenz ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wird mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet. Mit Schreiben vom 22. Juni 2015 wurde der Gesellschaft eine Grunderlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Inland durch die zuständige Behörde bis 30. Juni 2019 erteilt. Sie enthält Auflagen betreffend der Vermittlung von Pferdewetten an bestimmte Veranstalter im Inland und Ausland aber noch keine Bedingungen, wie z.B. die Höhe der zulässigen monatlichen Wetteinsätze für deutsche Kunden. Die Grunderlaubnis ist Voraussetzung für die Erteilung einer Interneterlaubnis (Lizenz), die derzeit jedoch noch nicht gewährt wurde, da wir noch in laufenden Verhandlungen mit der Behörde über die mit der Erlaubnis verbundenen Auflagen stehen. Hier wollen wir vor allem eine Ausnahmeregelung betreffend der im Glücksspielstaatsvertrag geregelten Wetteinsatzbeschränkung (monatlich T€ 1 je deutscher Kunde) erzielen.

Eine Beschränkung des monatlichen Wetteinsatz je deutscher Kunde von T€ 1 würde die Entwicklung des Konzerns mit der heutigen Ausrichtung stark beeinträchtigen, da ca. 50% der Umsätze mit Kunden erfolgt, die sich über das Länderkennzeichen Deutschland auf unserer Wettplattform registrieren. Wir haben das Risiko einer Wetteinsatzbeschränkung in der von uns erwarteten Höhe in unsere Unternehmensplanung einkalkuliert und hoffen diese auch durchzusetzen. Gestützt werden unsere Erwartungen von unseren Kenntnissen über die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen bei unseren Mitbewerbern, die bereits eine Lizenz erhalten haben.

Werberichtlinie

Zusätzlich wurde im Rahmen der Umsetzung des neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrags eine Werberichtlinie durch die Bundesländer erlassen, die ab Februar 2013 in Kraft getreten ist. Nach diesen neuen Vorschriften ist es dem Konzern durch Verbote von Newslettern oder Online-Werbung erschwert, Neukunden zu gewinnen. Erste Klagen gegen diese Werberichtlinien sind in der Vergangenheit bereits zu Gunsten der Kläger entschieden worden. Hinzu kommt, dass auf der Basis unserer Recherchen der bayerische Verfassungsgerichtshof es den dortigen Landesbehörden im September 2015 bereits aus verfassungsrechtlichen Gründen untersagt hat, die Werberichtlinie weiter anzuwenden. Inwieweit diese Entscheidung im Bundesland Bayern auch auf andere Länder abfärbt, kann nicht beurteilt werden, soll aber verdeutlichen, wie unsicher und unterschiedlich die Rechtsauffassung in den einzelnen Ländern ist.

Verbot der Vermittlung an ausländische Rennvereine

Als letzter kritischer Punkt des neuen Glücksspielstaatsvertrags ist das Verbot für die Vermittlung an ausländische Rennvereine zu verstehen. Dies würde für den Konzern besonders die Vermittlung in die nordeuropäischen Länder und die USA betreffen.

Feststellbar ist jedoch weiterhin, dass der bisher einzig lizensierte Totalisatorvermittler in Deutschland weiterhin die Vermittlung in ausländische Totalisatoren im Angebot hat. Dies lässt vermuten, dass auf der Basis von einzelvertraglichen Ausnahmegenehmigungen die Möglichkeit besteht, auch weiterhin das Angebot für die ausländische Vermittlung für den Konzern beizubehalten.

In der am 22. Juni 2015 erteilten Grunderlaubnis des Landes Hessen wurde uns die Vermittlung von Pferdewetten an bestimmte Veranstalter in die USA und in Kanada zugesagt. Insoweit das Risiko zunächst nur noch betreffend der Vermittlung in die nordeuropäischen Länder besteht. Ob die bisher erteilten Zusagen allerdings noch in der ausstehenden Interneterlaubnis Bestand haben werden, bleibt abzuwarten. Hier befinden wir uns in Verhandlungen.

Wegen der weiterhin fehlenden Lizenz zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Internet wird das Angebot des Konzerns in Deutschland weiterhin geduldet. Auch wenn das Management des Konzerns davon ausgeht, eine Lizenz zu erhalten, besteht hier weiterhin ein Risiko hinsichtlich der damit verbundenen Auflagen. Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr weiterhin als hoch klassifiziert.

Das rechtliche und regulatorische Risiko der pferdewetten.de AG ist durch Investitionen und Standorte im Ausland vermindert, da dort das rechtliche Umfeld für Glücksspielunternehmen deutlich besser strukturiert ist als in Deutschland.

Die vorhandenen Lizenzen (Malta Gaming Authority (MGA) Lizenz des Buchmachers in Malta und die Buchmacherlizenz für das Wettbüro München), mit denen die Pferdewetten angeboten werden können, sind zudem teilweise befristet. Es besteht grundsätzlich ein Risiko, dass diese Lizenzen nicht verlängert werden. Die Lizenz des Buchmachers in Malta besteht bis zum 29. März 2016. Am 19. Februar 2016 haben wir die notwendige Lizenz erneut bei der MGA beantragt. Gegenstand der Lizenz soll die neu entwickelte Wettplattform "Challenger" sein. Grundsätzlich besteht ein Risiko, dass diese Lizenz nicht verlängert wird, wenn die strikten Vorgaben der MGA bezüglich Spielerschutz, Geldwäschegesetz, Datenschutz, Spielsuchtanforderungen u.v.m. nicht eingehalten bzw. ausreichend nachgewiesen werden. Ausgehend von den bisherigen Erfahrungen und der erstellten Dokumentation halten wir eine weitere Lizenzverlängerung für wahrscheinlich.

Mit Schreiben vom 27. November 2014 haben wir eine Erlaubnis zum Betrieb eines Buchmachergewerbes für das Wettbüro in München für einen Zeitraum von vier Jahren bis zum 26. November 2018 von der zuständigen Behörde in München erhalten. Entgegen der jahrzehntelangen Jurisdiktion und Praxis in Buchmacherläden sowohl Totalisator- als auch Buchmacherwetten anzubieten, hat die zuständige Behörde allerdings die Möglichkeit der Veranstaltung und Vermittlung von Buchmacherwetten deutlich eingeschränkt. Mit Klageschrift vom 29. Dezember 2014 haben wir eine Reihe von Nebenabreden angefochten. Das Klageverfahren konnte noch nicht beendet werden.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.2 Aktienrecht

Die pferdewetten.de AG hat gemäß Anhörungsschreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) versäumt, die positiven Halbjahreszahlen des Konzerns für 2012 per ad-hoc-Meldung vorab zu veröffentlichen. Dieses stellt einen Verstoß gegen den Emittenten-Leitfaden dar, da die Ergebnisse deutlich besser als in den Vorjahren waren und somit alle Marktteilnehmer vorzeitig von der positiven Entwicklung hätten unterrichtet werden müssen. Auch wenn das Management des Konzerns anderer Meinung ist, droht im Falle eines Verstoßes theoretisch ein Bußgeld bis zu einer maximalen Höhe von 1 Mio. Euro für das entstandene Insiderwissen. Bei leichten Verstößen eines sog. "Emittenten D", d.h. einer Marktkapitalisierung von unter EUR 10,0 Mio. wie bei der pferdewetten.de AG, geht die BaFin in ihren WpHG-Bußgeldleitlinien allerdings von einem Grundbußgeldbetrag von T€ 80 und bei Leichtfertigkeit von T€ 40 aus. Mit Schreiben vom 12. November 2012 haben wir gegenüber der BaFin rechtlich Stellung genommen. Wir stellen uns hierin auf den Standpunkt, dass zwar formal die im Emittenten-Leitfaden ausgewiesenen Regelbeispiele für eine ad-hoc-Publizität gegeben sind, aufgrund der kontinuierlichen Entwicklung der Geschäfte der Gesellschaft aber im konkreten Einzelfall kein Preisbeeinflussungspotenzial zu erkennen war. Wir halten es daher für überwiegend wahrscheinlich, dass die BaFin eine Abmahnung ausspricht. Im Mai 2015 kam zu einer schriftlichen Anhörung zu der wir im Juli 2015 Stellung bezogen haben. Seit dem haben wir keine Rückmeldung seitens der BaFin erhalten und haben daher unsere bilanzielle Vorsorge beibehalten.

Im Juli 2013 hat die BaFin ein zweites Verfahren wegen des Verdachts der verspäteten ad hoc-Mitteilung über den Kauf der "equi8"-Plattform eingeleitet. Nach der Anhörung des Konzerns wurde die Angelegenheit Anfang September 2013 an das für die Verfolgung von Ordnungsmäßigkeiten zuständige Referat weitergegeben. Auch hier ist die pferdewetten.de AG der Meinung, dass sie den Pflichten ausreichend nachgekommen ist. Ein Risiko besteht aber auch hier von bis zu T€ 80 bzw. T€ 40 bei Leichtfertigkeit. Im Mai 2015 kam zu einer schriftlichen Anhörung zu der wir im Juli 2015 Stellung bezogen haben. Seit dem haben wir keine Rückmeldung seitens der BaFin erhalten und haben daher unsere bilanzielle Vorsorge beibehalten.

Ausgehend von dem Stand der beiden Verfahren wurde das Risiko im Rahmen unseres internen Risikoberichts als mittel klassifiziert. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen weiteren Verfahren mit der BaFin.

7.1.3 Wettbewerbsumfeld

Der Pferderennsport befindet sich in Deutschland weiterhin in einer schwierigen Lage. Rennbahn-Schließungen und die schlechte wirtschaftliche Situation der Rennvereine und Dachverbände können zu einer weiteren Verringerung des Rennangebotes führen. Dadurch können weniger in Deutschland stattfindende Wetten von den Konzerngesellschaften angeboten werden, was sich negativ auf die Umsätze im Pferdewettbereich der Gesellschaft auswirken kann.

Die Anzahl der Pferdewettanbieter im Internet war in 2015 unverändert. Die Gesellschaft geht aber davon aus, dass immer wieder neue Wettbewerber in den Markt eintreten können, da keine technischen Zugangsbarrieren für diesen Markt bestehen. Denkbar ist insbesondere der Markteintritt ressourcen- und markenstarker Unternehmen, die bereits außerhalb Deutschlands Internet-Wetten veranstalten oder auch auf anderen Gebieten des e-commerce tätig sind. Dies könnte es ihnen ermöglichen, mehr Mittel als die Gesellschaft in die Entwicklung und Förderung ihrer Dienstleistungen zu investieren.

Die Wettbewerber könnten außerdem mehr Mittel in die Entwicklung neuer Dienste investieren, weiterreichende Marketingkampagnen durchführen, eine aggressivere Preispolitik einführen und den Nutzern, den vorhandenen und potenziellen Mitarbeitern, Werbekunden und sonstigen Partnern attraktivere Angebote unterbreiten. Die Konkurrenten der Gesellschaft könnten Produkte entwickeln, die den von der Gesellschaft angebotenen ähnlich oder ihnen überlegen sind oder aus sonstigen Gründen eine größere Marktakzeptanz erreichen als die Angebote von der Gesellschaft.

Des Weiteren können die Margen aufgrund zunehmenden Wettbewerbes unter Druck kommen.

Das Risiko der pferdewetten.de AG wird vermindert durch den Ausbau des Angebots von internationalen Rennveranstaltungen und den verstärkten Eintritt in den internationalen Markt, teilweise auch durch Kooperationen mit dort führenden Anbietern, die über die ausländischen Tochtergesellschaften für ausländische Kunden angeboten werden.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.4 Steuerliche Risiken

Steuerliche Außenprüfungen haben bisher bei der pferdewetten.de AG und der pferdewetten-service.de GmbH vollumfänglich stattgefunden. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Beanstandungen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft und/oder ihre Tochtergesellschaften von nennenswerten Nachzahlungsverpflichtungen in Zukunft betroffen sein könnten.

Zudem kann es nach dem Bilanzstichtag durch mittelbare oder unmittelbare Anteilserwerbe am Grundkapital der pferdewetten.de AG zur Anwendung des § 8c KStG und damit zum Wegfall von aktivierten und nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen kommen. Sollten aus derartigen schädlichen Anteilserwerben steuerliche Verlustvorträge nicht mehr nutzbar sein, so könnte dies wegen der zum Bilanzstichtag im Konzern noch vorhandenen und teilweise aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben bzw. auf Ebene des Mutterunternehmens zu steuerlichen Mehrbelastungen führen.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.5 IT-Risiken

Für die Abwicklung der angebotenen Wetten ist die Gesellschaft auf das Funktionieren der dabei verwendeten, automatisch ablaufenden technischen Systeme und Strukturen angewiesen. Die Gesellschaft ist deshalb in Bezug auf ihre Geschäftstätigkeit und die Durchführung ihrer Expansionspläne gerade auch in technologischer Hinsicht in hohem Maße von Partnerschaften mit Dritten abhängig.

Die Funktionsfähigkeit dieser Systeme ist deshalb für die gesamte Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch für ihre Attraktivität für die Kunden, von entscheidender Bedeutung. Allerdings können Fehler in der Funktionsweise dieser Systeme jederzeit auftreten, so dass die damit verbundenen Beeinträchtigungen die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch ihren Ruf bei den Kunden, negativ beeinflussen können.

Server-Technologie:

Die Gesellschaft ist in Bezug auf die Unterbringung und die Bereitstellung von Internetanbindungen auf Dritte angewiesen. Sie muss sich darauf verlassen, dass diese konzernfremden Serviceanbieter ("Provider") ihre Ausrüstung vor menschlichem Versagen, Feuer, Hochwasser, Stromausfall, Telekommunikationsausfall, Sabotage, Vandalismus, Eindringen Unbefugter in das System und vor ähnlichen Ereignissen, so z. B. auch Denial-of-Service-Angriffen, geschützt haben. Die Leistung der Server sowie von Hardware und von Software der Netzwerk-Infrastruktur der Gesellschaft ist ausschlaggebend für die ordnungsgemäße Abwicklung der Geschäfte und den Ruf der Gesellschaft sowie ihre Fähigkeit, Nutzer - und damit auch Kunden und Kooperationspartner -zu gewinnen. Ein unerwarteter und/oder beträchtlicher Anstieg der Nutzung der Web-Site der Gesellschaft könnte die Kapazität ihres Systems stark beanspruchen, was unter Umständen zu einer längeren Reaktionszeit oder zu Systemausfällen führen könnte. Verlangsamungen oder Systemausfälle wirken sich negativ auf die Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit der Web-Site der Gesellschaft aus. Sie würden die Funktionalität ihrer Wettangebote und die daraus resultierenden Erfahrungen der Nutzer beeinträchtigen, damit die Umsätze der Gesellschaft reduzieren und ihre Attraktivität als Kooperationspartner mindern.

Risiko von Mängeln der eigenen IT-Infrastruktur:

Die Pflege und Weiterentwicklung der bestehenden Hardware-Systeme wird vorrangig durch eine Tochtergesellschaft der pferdewetten.de AG betrieben. Bestandteil der Betreuungsleistungen ist außerdem die Pflege der Datenbanken und der Internetseiten sowie die Versorgung der Internetseiten mit aktuellen Informationen zu Sportereignissen und Sportergebnissen. Der Konzern reduziert das Risiko, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Durch den Aufbau einer eigenen IT-Abteilung in 2015 soll der Abhängigkeit von Dritten bzw. durch eigene Überwachungshandlungen Risiken im IT-Betrieb entgegen gewirkt werden.

Risiken aus der Nutzung des Internet

Aufgrund der Nutzung des Internets als Hauptvertriebskanal für die Angebote der Gesellschaft und von deren Tochtergesellschaften ist nicht ausgeschlossen, dass die Gesellschaft bei dessen weiterer Entwicklung den Anschluss verliert oder sich technische Beschränkungen negativ auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft auswirken.

Der Konzern reduziert die IT-Risiko, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir die IT-Risiken wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

7.1.6 Risiko von Mängeln wesentlicher Software:

Für die Abwicklung der Wettvorgänge nutzen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften bestimmte, für ihre Zwecke speziell entwickelte Software. Der Bestand, zumindest die ungestörte Fortentwicklung der Gesellschaft, hängt davon ab, dass die Software im Wesentlichen fehlerfrei funktioniert. Sich etwa zeigende erhebliche Defekte der Software können dazu führen, dass die Funktionalität der Internet-Seiten der Gesellschaft beeinträchtigt oder gar aufgehoben wird oder die Wettvorgänge nicht mehr abgewickelt werden können.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.7 Operative Risiken

Es besteht ein Risiko, dass aufgrund unausgewogener Gewinnentwicklungen bei den Buchmacherwetten Kunden signifikante Gewinne erzielen und daraus resultierend Deckungsbeiträge nicht in ausreichender Höhe erzielt werden können. Diesem begegnet der Konzern mit entsprechenden Limitierungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie einem Risikomanagement, bei dem die Relation der Wetteinsätze und potenziellen Gewinnauszahlungen überwacht und gesteuert wird.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.8 Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft ist als Wachstumsunternehmen in einem risikobehafteten Marktumfeld einzuordnen, womit insbesondere die Aufnahme von Fremdmitteln erschwert werden könnte, oder der Konzern womöglich in der Zukunft nicht ausreichende Finanzierungsquellen in erforderlicher Höhe erschließen kann.

Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel permanent überwacht und gesteuert werden.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen freien Mittel zum Bilanzstichtag sowie den geplanten Umsätzen in 2016 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die geplante Umsatz- und Ertragserwartung sowie die erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht deutlich unterschritten werden.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

Etwaige negative Auswirkungen des Glücksspieländerungsstaatsvertrags aufgrund der darin geregelten Wetteinsatzbeschränkung deutscher Spieler von monatlich T€ 1 wurden für den Bereich der Buchmacherwetten im Rahmen der Unternehmensplanung berücksichtigt. Da der Wettumsatz in Höhe von ca. 53% in Deutschland erzielt wird, könnte sich die Nichterteilung einer Ausnahmegenehmigung negativ auf die Geschäftsentwicklung und damit Liquidität auswirken. Wir verweisen auf die Erläuterungen im Abschnitt 7.1.1 sowie auf die dortigen Erläuterungen zur Risikoklassifizierung.

7.1.9 Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 2b HGB

Die Risiken aus Wechselkursveränderungen werden als geringfügig eingestuft. Im operativen Bereich werden Transaktionen fast ausschließlich in Euro abgerechnet und Fremdwährungstransaktionen innerhalb einer so kurzen Zeitspanne abgewickelt, die -auch aufgrund des Volumens dieser Transaktionen -lediglich ein geringfügiges Risiko enthalten.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehensgewährungen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Der Konzern hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

Risiken bezüglich des Zahlungsausfalls von wesentlichen Forderungen werden fortlaufend überwacht und gesteuert. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsdienstleister, die aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Rahmen des Wettgeschäftes resultieren, sowie gegenüber Mitarbeiter. Diese sind wie auch die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte in der Regel kurzfristig zwischen 30 und 90 Tagen oder innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach 30 Tagen fällig. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, erfolgt grundsätzlich eine Wertberichtigung. Der wesentliche Teil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen betrifft die mybet Holding SE und resultiert aus der Gewährung von zwei Darlehen in Höhe von insgesamt T€ 1.685 (Vorjahr T€ 668). In Höhe von T€ 685 resultiert die Forderung gegen die mybet Holding SE aus dem Abschluss des Domainübertragungs- und Domainlizenzierungsvertrages vom 29. November 2013. Bei Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen aus dem Domainübertragungsvertrag besteht das Recht auf Übertragung der Rechte und Pflichten an den Domains www.sportwetten.com und www.sportwetten.de. In Höhe von T€ 1.000 resultiert die Forderung gegen die mybet Holding SE aus der Gewährung eines kurzfristigen Darlehens im Juli 2015, welches bis zum 30. April 2016 zurückzuzahlen ist. Das Darlehen wurde durch ein Pfandrecht der pferdewetten.de AG an 360.000 Stück Aktien, die die mybet Holding SE an der pferdewetten.de AG hält, abgesichert. Insoweit sind beide Forderungen besichert.

Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Überschüssige finanzielle Mittel wurde im Berichtsjahr in die Anlage von zwei Investmentfonds (Mischfonds) angelegt. Die Anlage erfolgt mit einer langfristigen Halteabsicht. Da die Anteile an den Investmentfonds börsennotiert sind unterliegt der Konzern ebenso Preisrisiken (Kursschwankungen), die sich auf die Bewertung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte auswirken können. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Abwertung auf den Börsenwert in Höhe von T€ 7. Ausgehend von der Fondsstruktur der gehaltenen Fondsanteile (vorwiegend Investitionen in europäische Anleihen) und der Wertentwicklung der Fonds seit der Auflegung (1,95% bis 3,44% p.a. per 31.12.2015), wird die zum Bilanzstichtag erfolgte Abwertung als nicht langfristig angesehen.

7.1.10 Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 2b HGB

Für die pferdewetten.de AG besteht das Risiko, dass die bilanzierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausfallen könnten. Sie betragen ca. 80% des Vermögens der pferdewetten.de AG und entfallen auf die Tochtergesellschaften der pferdeweten.de AG in Höhe von T€ 3.719 und in Höhe von T€ 1.804 auf den Hauptaktionär, die mybet Holding SE. Die Werthaltigkeit der Forderungen gegen Tochtergesellschaften wird auf der Basis der Unternehmensplanung der Tochtergesellschaften regelmäßig überwacht. Auf der Basis der Unternehmensplanung ergaben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung der Forderungen. Die Forderungen gegen die mybet Holding SE, die ebenso in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wird, resultiert in Höhe von T€ 685 (Vorjahr T€ 668) vor allem aus dem Abschluss eines Domainübertragungs- und Domainlizenzierungsvertrages vom 29. November 2013. Bei Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen besteht das Recht auf Übertragung der Rechte und Pflichten an den Domains www. sportwetten.com und www.sportwetten.de. Insoweit sind diese Forderungen besichert. Daneben enthalten die Forderungen gegen die mybet Holding SE ein zweites im Juli 2015 gewährtes kurzfristiges Darlehens in Höhe von T€ 1.000. Das Darlehen ist durch ein Pfandrecht an 360.000 Stück Aktien, die die mybet Holding SE an der pferdewetten.de AG hält, besichert und hat eine Laufzeit bis 30. April 2016. Insoweit ist die Forderung ausreichend besichert. Aus der Verzinsung der beiden Darlehen bestehen zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 119. Die Finanzierung der Darlehensgewährung an die mybet Holding SE erfolgte im Geschäftsjahr 2015 durch den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Infolge der Anlage von finanziellen Mitteln in Anteile an zwei Investmentfonds, die an der Börse notiert sind, unterliegt die pferdewetten.de AG ebenso Kursschwankungen, die sich auf die Bewertung der Finanzanlagen und damit des Vermögens auswirken können. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Abwertung auf den Börsenwert in Höhe von T€ 7. Ausgehend von der Fondsstruktur der gehaltenen Fondsanteile (vorwiegend Investitionen in europäische Anleihen) und der Wertentwicklung der Fonds seit der Auflegung (1,95% bis 3,44% p.a. per 31.12.2015) wird die zum Bilanzstichtag vorgenommen Abwertung als nicht langfristig angesehen.

Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Es wird insoweit auf die Erläuterungen unter Abschnitt 7.1.7 verwiesen.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus der Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Der pferdewetten.de AG hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

8 Chancenbericht

Die aktuelle pferdewetten.de-Seite und lotos-wetten.de-Seite sprechen hauptsächlich Kunden im deutschsprachigen Raum an. Die im Frühjahr 2015 in Betrieb genommene Wettplattform "Challenger" wird zusammen mit der betbird.com-Seite in den Folgejahren durch unterschiedliche Sprachen und ggf. auch Währungen oder Wettarten neue Möglichkeiten der internationalen Kundenansprache bieten. Diese Möglichkeiten kombiniert mit gezielten Marketing- und Vertriebsaktivitäten in ausländischen Kundenmärkten bieten dem Konzern die Chance, sich weltweit einem 100 Mrd. Euro Markt zu öffnen.

Daneben besteht die Möglichkeit, durch gezielte Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie gleichfalls technische Neuerungen auch auf dem heimischen Markt weitere Marktanteile zu gewinnen.

Der in 2012 geänderte Glücksspielstaatsvertrag kann zu Chancen für den pferdewetten.de Konzern führen. So könnten die neuen Anforderungen und Regulatorien in Deutschland Markteintrittsbeschränkungen für neue Anbieter darstellen, die gleichzeitig eine Chance der etablierten Anbieter in Deutschland, wie der pferdewetten.de AG Konzern, darstellt.

9 Erklärung zur Unternehmensführung

9.1 Berichterstattung und Entsprechenserklärung zur Corporate Governance

Der im Jahr 2002 von einer Regierungskommission des Bundesjustizministeriums erlassene und seither regelmäßig erweiterte Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar. Er enthält überdies international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance-System transparent und nachvollziehbar machen und will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) gilt in der Fassung vom 5. Mai 2015. Er enthält neben gesetzlichen Vorschriften anerkannte Corporate Governance-Standards in Form von Empfehlungen und Anregungen. Eine gesetzliche Pflicht zur Befolgung dieser Standards besteht nicht, sondern dient als Messlatte für eine Selbstregulierung der Wirtschaft. Nach § 161 Aktiengesetz sind jedoch Vorstand und Aufsichtsrat aller börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland dazu verpflichtet, eine jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Kodex abzugeben.

Die pferdewetten.de AG beschäftigt sich intensiv und verantwortungsvoll mit dem Thema Corporate Governance. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG sind jedoch nicht sämtliche Kodex-Empfehlungen sinnvoll umzusetzen. Die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG im Februar 2016 auf der Website der pferdewetten.de AG veröffentlicht. Ebenso sind im Internet sämtliche bisherigen Entsprechenserklärungen dauerhaft zugänglich.

Wortlaut der Entsprechenserklärung 2016

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit der letzten Erklärung im Februar 2015 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1. Selbstbehalt bei D&O Versicherung (Ziffer 3.8. Absatz 2 des Kodex):

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziffer 3.8 Abs. 2 vor, dass bei Abschluss einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds und für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden soll.

Die für die Organe der pferdewetten.de AG abgeschlossene D&O-Versicherung sieht seit 1. Februar 2011 für den Vorstand nach den Regelungen des § 93 Abs. 2, S. 3 AktG einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstands vor.

Für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält für sich einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung nicht für ein adäquates Mittel zur Erreichung der Ziele des Deutschen Corporate Governance Kodex. Solche Selbstbehalte werden typischerweise ihrerseits versichert, wodurch die eigentliche Funktion des Selbstbehalts unterlaufen wird.

2. Alleinvorstand (Ziffer 4.2.1. Satz 1 des Kodex):

Aufgrund der Größe der pferdewetten.de AG und den damit verbundenen Aufgaben des Vorstands wurde ein Alleinvorstand bestellt. Eine Geschäftsordnung zur Regelung der Ressortzuständigkeiten bei mehreren Vorständen ist daher entbehrlich ist.

3. Vergütung des Vorstandes (Ziffer 4.2.2. und 4.2.3. des Kodex):

Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 sollen variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen.

Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 6 bezüglich der Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen vorsehen.

Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap im Falle der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrags vorgesehen werden (Ziffer 4.2.3 Abs. 4).

Die Vorstandsvergütung umfasst nicht nur fixe und variable Bestandteile, deren Zahlung von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig ist, sondern der Vorstand kann darüber hinaus über die Gewährung von Aktienoptionen an einer positiven Entwicklung der Gesellschaft teilhaben.

Eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) ist im bestehenden Vergütungsmodell nur teilweise, und zwar für einen Teil der variablen Vergütung vorgesehen. Ferner tragen die variablen Vergütungsbestandteile einer negativen Entwicklung derzeit keine Rechnung.

Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregelung und damit auch kein Abfindungs-Cap für das vorzeitige Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds. Die Gesellschaft geht davon aus, dass geschlossene Verträge auch erfüllt werden. Der Aufsichtsrat hält die Vergütung des Vorstands trotz der vorstehend genannten Abweichungen vom Kodex für angemessen.

Die Empfehlung des Kodex (Ziffer 4.2.2 Abs. 2 S. 3) verpflichtet den Aufsichtsrat, das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung zu berücksichtigen.

Bei der Neubestellung im Dezember 2012 wurde die Vorstandsvergütung angepasst. Dabei spielten die wesentliche Rolle die Leistungen, die der heutige Vorstand der Gesellschaft bereits erbracht hat. Auch auf Grund der geringen Unternehmensgröße und der Anzahl der Beschäftigten erscheint die Ermittlung der Vorstandsvergütung auf Grund des Vergleichs zur Vergütung des oberen Führungskreises als nicht zweckmäßig.

4. Nachfolgeplanung, Diversity und Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratmitglieder (Ziffer 5.1.2., 5.4.1. des Kodex):

Der Aufsichtsrat soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt (Diversity), insbesondere eine angemessenen Berücksichtigung von Frauen achten und mit dem Vorstand, diesen betreffend, für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung des Vorstands allein nach Sachverstand und Kompetenz. Der Vorstand besteht aus einer Person.

Eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand ist auf Grund des Alters des Vorstands und der Größe des Unternehmens bisher nicht angezeigt.

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 ferner die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie in Ziffer 5.4.1 die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder. Bei der pferdewetten.de AG bestehen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats derzeit keine Altersgrenzen, da die Festlegung einer bestimmten Altersgrenze nicht adäquat ist, sondern vor allem die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen relevant sind.

5. Bildung von Ausschüssen (Ziffer 5.3.1. Satz 1; 5.3.2. Satz 1 und 2, 5.3.3. des Kodex):

Mit Blick auf die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Größe der Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit drei Mitgliedern besteht bei der pferdewetten.de AG derzeit lediglich ein Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

6. Zusammensetzung des Aufsichtsrats (5.4.1. Abs.2 und Abs. 3 des Kodex):

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung - mit Ausnahme der nach dem Gleichstellungsgesetz geforderten Festlegung einer Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsratentsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 festgelegt. Er hat bereits in der Vergangenheit bei seinen Personalvorschlägen allein nach Sachverstand und Kompetenz entschieden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, bei zukünftigen Wahlvorschlägen, unter Beachtung der Anforderungen des Gelichstellungsgesetzes, weiterhin vorrangig die fachliche und persönliche Kompetenz für die Entscheidung zu Grunde zu legen. Bedingt durch die geringe Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern und das Geschäftsfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, sieht der Aufsichtsrat auch weiterhin von konkreten Zielsetzungen (mit Ausnahme des Anteils von Frauen im Aufsichtrat) nach Ziffer 5.4.1. Abs. 2 des Kodex ab.

7. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 des Kodex):

Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 1 sollen bei der Festlegung der Aufsichtsratvergütung der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.

Die heutige Vergütungsstruktur sieht die erhöhte Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats vor, allerdings nicht für den stellvertretenden Vorsitz und auch nicht für die Tätigkeit in Ausschüssen. Auf Grund der Unternehmensgröße und der damit verbundenen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit drei Mitgliedern wurde nur ein Ausschuss, nämlich ein Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, in dem alle Aufsichtsratsmitglieder tätig sind. Mit der für sie vorgesehenen Aufsichtsratsvergütung ist die Mitarbeit im Audit Committee berücksichtigt.

Eine erfolgsorientierte Vergütung soll auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein (Ziffer 5.4.6 Abs. 2).

Der Aufsichtsrat hat derzeit neben einer festen Vergütung auch Anspruch auf ein Sitzungsgeld und eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich am erreichten EBIT der Gesellschaft orientiert und die damit nur mittelbar auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist.

Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die heutige Vergütungsstruktur der Größe und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entspricht.

9.2 Unternehmensführungspraktiken

Die Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien ist zentraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns bei der pferdewetten.de AG. Hierzu zählt neben der Beachtung von Recht, Gesetz und Satzung vor allem auch die Einhaltung der internen Regelwerke sowie der freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen. Die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit ist für die pferdewetten. de AG ein unternehmerisches Selbstverständnis.

Als Unternehmen der Glücksspielbranche ist sich die Gesellschaft sehr wohl bewusst, dass die Teilnahme an Geschicklichkeits- und Glücksspielen auch zu problematischem Verhalten bei unseren Kunden führen kann. Durch Präventionsmaßnahmen und Aufklärung verfolgen wir konsequent das Ziel, unsere Kunden zu schützen und zum verantwortungsvollen Spielen anzuhalten. Des Weiteren führt ein professionelles Selbstlimitierungstool auf unserer Online-Wettplattform zu einer Vermeidung von unkontrollierten hohen Verlusten. Diese wichtige Aufgabe nehmen wir sehr ernst.

Die pferdewetten.de AG veröffentlicht regelmäßig und zeitnah Informationen über die wirtschaftliche Lage des Konzerns sowie alle wesentliche Neuigkeiten, die das Geschäft der pferdewetten.de-Gruppe betreffen. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Konzernzwischenmitteilungen im ersten und zweiten Halbjahr werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Aktuelle Ereignisse werden in Form von Presseinformationen und, falls erforderlich, ad hoc-Mitteilungen den Kapitalmarktteilnehmern und der Öffentlichkeit über geeignete elektronische Medien zugänglich gemacht.

9.3 Beschreibung von Arbeitsweise und Zusammensetzung von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen

Vorstand

Allein-Vorstand der pferdewetten.de AG ist Pierre Hofer. Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance-Sachverhalte. Für herausragende Geschäftsvorgänge wie Planungsverabschiedung, größere Akquisitionen oder Kapitalmaßnahmen beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Der Anstellungsvertrag mit dem Vorstand Herrn Hofer wurde im Dezember 2012 vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 15. Juli 2013 um weitere 5 Jahre verlängert.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in die Strategie und Planung sowie in Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG setzt sich aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Markus A. Knoss (seit 22. August 2014) und seinem Stellvertreter Sergey Lychak zusammen. Herr Sven Ivo Brinck hat sein Mandat am 2. Dezember 2015 aufgrund seines Ausscheidens bei der mybet Holding SE niedergelegt. Im Rahmen einer gesetzlichen Bestellung wurde Herr Markus Peuler, Finanzvorstand der mybet Holding SE, als weiteres Aufsichtsratmitglied am 6. Januar 2016 bis zur nächsten Hauptversammlung bestellt. Die letzte Wahl des Aufsichtsrats erfolgte auf der Hauptversammlung am 18. Juni 2013 für eine Amtsdauer von fünf Jahren. Durch personelle Veränderungen im Aufsichtsrat in 2014 erfolgten Ergänzungswahlen, durch die Herr Markus A. Knoss in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Seine Amtsdauer geht daher -wie die von Herrn Sergey Lychak- bis zum 18. Juni 2018.

Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich informiert. In den turnusmäßigen Sitzungen wird über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements berichtet. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen.

Zurzeit besteht bei der pferdewetten.de AG lediglich ein für Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

Die pferdewetten.de AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der pferdewetten.de AG verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen waren. Kein Vorstandsmitglied hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften.

Angaben zu Zielgrößen und Fristen gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 4 HGB

Die pferdewetten.de AG hat einen Alleinvorstand, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße keine Frau angehört. Der Vorstand, Herr Pierre Hofer, hat einen Dienstvertrag bis zum 15. Juli 2018. Weiter hat die pferdewetten.de AG nur eine weitere Ebene unter dem Vorstand. Auch diese besteht nur aus einer männlichen Person mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Es ist nicht geplant und wirtschaftlich auch nicht angezeigt, den Vorstand oder die 1. Ebene zu erweitern. Die pferdewetten.de AG hat gemäß der Satzung einen dreiköpfigen Aufsichtsrat, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße ebenfalls keine Frau angehört. Der Aufsichtsrat ist -mit Ausnahme des am 6.1.2016 gerichtlich bestellten Aufsichtsrates Markus Peuler- bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2017 beschließt, gewählt. Da sowohl der Vorstand einen gültigen Dienstvertrag über den 30. Juni 2017 hinaus besitzt als auch der Aufsichtsrat über den 30. Juni 2017 hinaus von der Hauptversammlung gewählt ist, hat der Aufsichtsrat am 30. September 2015 beschlossen, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand, der 1. Ebene und im Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG von 0% festzusetzen. Diese Zielgröße soll bis zum 30. Juni 2017 gehalten werden. Falls vorzeitige personelle Änderungen erfolgen sollten, werden sich der Vorstand und der Aufsichtsrat erneut mit der Frauenquote befassen.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre üben ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft aus. Bei der Beschlussfassung entspricht jede Aktie einem Stimmrecht. Die Hauptversammlung wählt den Aufsichtsrat und stimmt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats ab. Ferner wählt die Hauptversammlung den vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Wirtschaftsprüfer. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen, über zustimmungspflichtige Unternehmensverträge sowie über die Aufsichtsratsvergütung und Satzungsänderungen. Die ordentliche Hauptversammlung der pferdewetten.de AG findet jährlich statt; in besonderen Fällen sieht das Aktienrecht die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der pferdewetten.de AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen.

Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der pferdewetten.de AG zur Verfügung gestellt.

9.4 Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht der pferdewetten.de AG erläutert die Grundlagen der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Struktur und Höhe. Ferner werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zu den meldepflichtigen Wertpapiergeschäften ("Directors Dealings") gemacht.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem für den Vorstand sieht grundsätzlich neben einem Fixum erfolgsabhängige Komponenten vor, die sich am Unternehmenserfolg bemessen. Die Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsratsplenum beraten und festgelegt sowie regelmäßig überprüft.

Vergütungsstruktur

Mit Vereinbarung vom 21. Dezember 2012 wurde die Amtszeit des Vorstandes Pierre Hofer vom 15. Juli 2013 bis zum 14. Juli 2018 verlängert.

Ab dem 15. Juli 2013 erhält Herr Hofer eine jährliche erfolgsunabhängige Vergütung von EUR 180.000,00. Die erfolgsunabhängige Festvergütung wird monatlich als Gehalt gezahlt.

Die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütung (Tantieme) ist von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig. Als kurzfristige Anreizkomponente erhält der Vorstand 3% des jeweiligen Jahres-EBIT des Konzerns nach IFRS. Zusätzlich erhält der Vorstand eine Umsatzprovision von 1,5% auf den bereinigten Jahresumsatz pro Jahr. Der Umsatz bemisst sich nach Wetteinsätzen abzüglich Gewinnauszahlungen, Bonifikationen, Umsatzbeteiligungen Dritter sowie sonstiger Marketingaufwendungen. Die kurzfristige und mittelfristige variable Vergütung wird nach Erreichen des jeweiligen Zieles und der Feststellung des erreichten Jahresergebnisses durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Zahlung an den Vorstand fällig. Sie ist auf jährlich maximal EUR 140.000,00 begrenzt.

Als langfristige Komponente erhält der Vorstand eine Vergütung in Abhängigkeit des Ergebniswachstums (EBIT) der Jahre 2013 bis 2017. Dabei wird eine Zielwachstumsrate von 20% auf Basis der Plandaten 2012 unterstellt. Bei Erreichen einer höheren Zielwachstumsrate für den Zeitraum 2013 bis 2017 erhält der Vorstand weitere 1,5% des Jahres-EBIT pro Jahr für jedes Jahr im Nachhinein vergütet. Die langfristige variable Vergütung wird nach Erreichen des jeweiligen Zieles und der Feststellung des letzten für die Zielerreichung zählenden Jahresergebnisses durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Zahlung an den Vorstand fällig.

Sie ist betraglich nicht begrenzt.

Für die Dauer eines einjährigen nachvertraglichen Wettbewerbsverbots erhält Herr Hofer als Entschädigung 50% der zuletzt gewährten Bezüge. Auf die Entschädigung wird angerechnet, was Herr Hofer während der Dauer des Wettbewerbsverbots durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt, soweit die Entschädigung durch Hinzurechnung der anderweitigen Einkünfte das zuletzt bezogene monatliche Bruttogehalt übersteigen würde.

Sonstige Leistungen

Mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 17. Juni 2015 wurde die bisherige Firmenwagenregelung im Dienstvertrag von Herrn Hofer ergänzt. Demnach wird Herrn Hofer ein angemessener Dienstwagen zur dienstlichen und privaten Nutzung auf Kosten der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Herr Hofer kann anstelle eines Dienstwagens eine Mobilitätszulage (Car Allowance) in Höhe von EUR 1.500 (brutto) monatlich in Anspruch nahmen. Zuvor wurde Herrn Hofer bis Mai 2014 ein monatlich geldwerter Vorteil aus einer Car Allowance in Höhe von € 1.300,00 gewährt. Seit Juni 2014 fährt Herr Hofer einen Firmenwagen.

Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2012 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften wurden dem Vorstand ingesamt 165.000 Bezugsrechte gewährt. Grundlage der Gewährung ist der Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011, demnach die Erfüllung der gewährten Aktienoptionen aus dem bedingten Kapital 2011/I erfolgt. Die Optionen sind mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zum Börsenkurs bei Begebung (EUR 1,11) bewertet worden. Bei der Bewertung wurde die Ausübungshürde, die Sperrfrist (4 Jahre) berücksichtigt. Die Optionen können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Aktie bei Ausübung mindestens 115 vom Hundert des Kurses der Aktie bei Begebung erreicht. Dabei ist ebenfalls der gewichtete Durchschnittkurs der vorangegangenen drei Monate maßgeblich.

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Anzahl
Ausstehende Optionen zum 1.1.2015 165.000,00
Gewährte Optionen in 2015 0,00
Ausgeübte Optionen in 2015 0,00
Ausstehende Optionen zum 31.12.2015 165.000,00
Ausübbare Optionen zum 31.12.2015 0,00

gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren: 0,4

Ausübungspreis in Euro je Aktie: 1,11

Der auf dem Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen beträgt T€ 21 (Vorjahr T€ 20).

Vergütungshöhe

Für das Geschäftsjahr 2015 hat der Vorstand die folgende Vergütung erhalten:

Vorstandsvergütung 2015

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Gewährte Zuwendungen (alle Beträge in €) Pierre Hofer, Alleinvorstand Eintritt: 15. Juli 2010
2014 2015 2015 (Min) 2015 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 180,000 180.000 180.000 180.000
Nebenleistungen 19.426 23.919 23.919 23.919
Summe 199.426 203.919 203.919 203.919
Einjährige variable Vergütung 125.435 140.000 0 140.000
Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2017) 23.621 24.934 0 62.578
Aktienoptionsprogramm 0 0 0 0
Summe 149.056 164934 0 202.578
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 348.482 368.853 203.919 406.497

Bei der Festvergütung handelt es sich um das jeweilige Jahres-Bruttogehalt des Vorstands. Die Nebenleistungen umfassen geldwerte Vorteile aus Sachbezügen bzw. Car Allowance (in 2014). Die Tantieme aus dem kurzfristigen Anreizsystem wird unter der einjährigen variablen Vergütung ausgewiesen. Die Tantieme aus dem langfristigen Anreizprogramm (1,5% des Jahres-EBIT's bei Überschreitung der Zielwachstumsrate von 20% für den Zeitraum 2013 bis 2017) wird unter der mehrjährigen variablen Vergütung (Programm: "langfristige Tantieme") erfasst. Daneben handelt es sich bei der mehrjährigen variablen Vergütung um den beizulegenden Zeitwert der Gewährung von Aktienoptionen aus dem im 2012 abgeschlossenen Aktienoptionsprogramm. Im Geschäftsjahr 2015 wurden dem Vorstand wie auch in 2014 keine weiteren Aktienoptionen gewährt. Daher ist für diese beiden Geschäftsjahre kein beizulegender Zeitwert anzugeben.

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Zufluss gewährte Zuwendungen (alle Beträge in €) Pierre Hofer, Alleinvorstand
Eintritt: 15. Juli 2010
--- --- ---
2015 2014
--- --- ---
Festvergütung 180.00 180.00
Nebenleistungen 23.919 19.426
Summe 203.919 199.426
Einjährige variable Vergütung 125.435 90.416
Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2017) 0 0
Aktienoptionsprogramm 0 0
Summe 125.435 90.416
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 329.354 289.842

Die auf das Geschäftsjahr 2015 entfallende Tantieme für Herrn Hofer in Höhe von T€ 165 (Vorjahr: 149 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 140 zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 24) wird im Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG für das Geschäftsjahres 2017 durch den Aufsichtsrat zur Zahlung fällig.

Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2015 folgende Aktiengeschäfte getätigt:

Aktiengeschäfte 2015

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Angaben

in €
Bestand 1.1.2015 Aktienkauf Aktienverkauf Bestand 31.12.2015
Pierre Hofer 21.333 0 0 21.333

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen.

Vergütungsstruktur

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält € 5.000,00, die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jeweils € 4.000,00.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für die Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 500,00. Für die Teilnahme an Telefon konferenzen wird ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 250,00 gezahlt.
Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine variable Vergütung von 0,03 %o vom Konzern-EBIT nach IFRS. Ist das EBIT negativ, entfällt die variable Vergütung.

Soweit die Aufsichtsratsvergütung der Umsatzsteuer unterfällt, wird diese von der Gesellschaft erstattet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören oder eine Vorsitzendenfunktion wahrgenommen haben, erhalten eine im Verhältnis der Zeit geringere Vergütung.

Sonstige Leistungen

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern Spesen und Reisekosten auf Nachweis.

Vergütungshöhe

Für das Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat die folgende Vergütung erhalten:

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Angaben

in €
fixe Vergütung und Sitzungsgeld variable Vergütung Gesamt
Sergey Lychak 6.250 0 6.250
Markus A. Knoss 7.250 0 7.250
Sven Ivo Brinck 5.750 0 5.750
Markus Peuler 0 0 0
Gesamt 19.250 0 19.250

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2015 folgende Aktiengeschäfte getätigt oder Aktienoptionen gehalten oder erhalten.

Aktiengeschäfte 2015

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Angaben

in €
Bestand 1.1.2015 Aktienkauf Aktienverkauf Bestand 31.12.2015
Aufsichtsrat
Sergey Lychak 70.731 0 0 70.731
Markus A. Knoss 0 1.666 0 1.666
Markus Peuler 0 0 0 0
Ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrates
Sven Ivo Brinck 0 0 0 0

Der Gesamtbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an Aktien der pferdewetten.de AG beträgt am Bilanzstichtag damit mehr als 1% der ausgegebenen Aktien.

10 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Mit gerichtlichem Beschluss vom 6. Januar 2016 wurde Herr Markus Peuler wurde als Aufsichtsrat bestellt. Am 19. Februar 2016 erfolgte der Antrag au erneute Erteilung der Buchmacherlizenz bei der MGA.

11 Abhängigkeitsbericht

Die pferdewetten.de AG ist seit dem 18. Januar 2008 ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie im Mehrheitsbesitz der mybet Holding SE (ehemals JAXX SE) steht. Da kein Beherrschungsvertrag besteht, hat der Vorstand der pferdewetten.de AG gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der abhängigen Gesellschaft zu den verbundenen Unternehmen aufzustellen, in dem alle Rechtsgeschäfte, welche die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr mit dem herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen hat, aufgeführt sind.

Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erkläre ich als Vorstand der pferdewetten.de AG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch nicht benachteiligt wurde.

12 Sonstige Angaben

a) Vorstand und Aufsichtsräten wurden ihre Leistungen von der Gesellschaft in 2015 mit Festgehältern, -beträgen und/oder zusätzlichen, soweit im Anhang angegebenen, Entgelten vergütet.

b) Das Grundkapital der pferdewetten.de AG von € 3.603.865 verteilt sich mit € 1.495.184 auf die WKN A1K040 und mit € 2.108.681 auf die WKN A1K05B4. Es ist aufgeteilt in 3.603.865 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00.

c) Mit Datum vom 18. Januar 2008 hat die mybet Holding SE (ehemals JAXX SE), Kiel, mitgeteilt, dass sie einen Anteil von 59,58% an der pferdewetten.de AG erworben hat. Am 15. Oktober 2008 hat die mybet Holding SE gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie per 20. Juni 2008 über einen Stimmrechtsanteil von 62,36% verfügt hat. Am 13. Februar 2014 wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass die mybet Holding SE derzeit 52,17% hält.

d) Die Vorschriften und Regelungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und über die Änderung der Satzung ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Die Satzung enthält keine abweichenden Regelungen.

e) Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juli 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 1.800.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Geschäftsjahr, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011) und dabei gemäß § 3 Abs. 4 der Satzung eine vom Gesetz abweichende Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

i. soweit dies zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist;

ii. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn die Kapitalerhöhung 10 vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenpreis gilt der rechnerische Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse (bzw. im Falle einer Umgestaltung der Börsensegmente im Handelssegment der Börse, in dem die Aktie der Gesellschaft gehandelt wird) während der letzten fünf Börsentage vor Beschlussfassung des Vorstandes über die Ausgabe der neuen Aktien. Im Sinne dieser Ermächtigung gilt als Ausgabebetrag bei Übernahme der neuen Aktien durch einen Emissionsmittler unter gleichzeitiger Verpflichtung des Emissionsmittlers, die neuen Aktien einem oder mehreren von der Gesellschaft bestimmten Dritten zum Erwerb anzubieten, der Betrag, der von dem oder den Dritten zu zahlen ist.

iii. zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen Vermögensgegenständen;

iv. zur Ausgabe von Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Gesellschaft oder mit dieser verbundener Unternehmen oder

v. in sonstigen Fällen, die im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Ausgabe neuer Aktien festzusetzen.

f) Das Grundkapital der Gesellschaft ist um € 360.000,00 bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Vorgenanntes entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Am 17. Mai 2012 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 2011/I ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 360.000 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von € 360.000 gewährt. Am 31. Dezember 2014 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 360.000 Stück Stammaktien führen, was 10% des Grundkapitals entspricht.

Das Grundkapital ist um € 1.440.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.440.000 nennbetragslosen Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 8 der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen und soweit die Gesellschaft nicht eigene Aktien zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung stellt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten entstehen, am Gewinn teil. Wandelschuldverschreibungen, die nicht von bezugsberechtigten Aktionären erworben werden, können vom Vorstand Investoren zur Zeichnung angeboten werden. Die Wandelschuldverschreibungen können von einem Kreditinstitut oder einem Bankenkonsortium übernommen werden mit der Maßgabe, dass sie nach Weisung des Vorstandes ausschließlich von den Berechtigten erworben werden können. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Anleihebedingungen sowie die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit und Stückelung, Wandlungspreis und Wandlungszeitraum. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Vorgenanntes entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

1 Ermächtigung bis 18. Juli 2016

g) Mit Beschluss der Hauptversammlung am 18. Juni 2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17. Juni 2020 eigene Aktien im Umfang bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und/ oder als Pfand zu nehmen. Auf die erworbenen und die in Pfand genommenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß §§ 7a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien ausgenutzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben oder infolge der Realisierung eines Pfandrechtes übertragen wurden, zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden; insbesondere zu den nachfolgenden aufgeführten Zwecken:

a) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder deren Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im Wege des vereinfachten Verfahrens ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

b) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, sofern die Veräußerung gegen Bareinlage und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien die Grenze von 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über diese Ermächtigung oder -falls der Wert geringer ist -zum Zeitpunkt der Ausnutzung insgesamt nicht übersteigen. Das vorgenannte Ermächtigungsvolumen von 10 % des Grundkapitals verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 18. Juni 2015 unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer, entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben bzw. veräußert worden sind.

c) Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien an Dritte gegen Sacheinlage zu veräußern, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen und dem Erwerb von sonstigen Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen).

d) Der Vorstand wird zudem ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Bedienung von der Gesellschaft begebener Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. einer Wandlungspflicht zu verwenden, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung der § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben wurden oder begeben werden.

Die Ermächtigungen können jeweils einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den Ermächtigungen lit. a) bis d) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung von Aktien im Rahmen eines Verkaufsangebots an die Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Spitzenbeträge auszuschließen.

13 Zukünftige Entwicklung

Der Konzern wird sich im Wettgeschäft auch 2016 auf die Vermarktung von Wetten über Online-Vertriebskanäle fokussieren, wobei sich bietende Chancen im Shopbereich oder Übernahmen von kleineren Wettbewerbern, wie zuletzt der Kauf der Plattformen "equi8" und "lotos-wetten", ergriffen werden, sofern sich diese für den Konzern rentieren.

Mit der im Geschäftsjahr in Betrieb genommenen neuen Wettplattform (Buchmachersoftware) hat der Konzern die Möglichkeit, sich schneller und variabler am Markt zu bewegen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Abweichend von unserer zeitlichen Planung im Vorjahr können wir nunmehr damit beginnen unsere Wettplattform auch an dritte Unternehmen aus der Pferde- und Sportwettbranche zu vermarkten. Hiermit wollen wir im 2. Quartal 2016 starten und erwarten hieraus vor allem weitere Umsätze und Erträge im Wettgeschäft. Die damit verbundenen zusätzlichen Mittel werden für den Vertrieb und Ausbau der Online-Wettangebote eingesetzt und bilden damit eine zusätzliche treibende Kraft für diese Aktivitäten.

Im Bewerbungsverfahren um eine deutsche Interneterlaubnis (Lizenz) stehen wir aktuell noch in Verhandlungen mit den zuständigen Behörden betreffend der zu erfüllenden Auflagen. Eine Grunderlaubnis wurde uns bereits im Juni 2015 erteilt. Ausgehend vom Stand der Verhandlungen gehen wir von einer Lizenzerteilung im Frühjahr 2016 aus. Allerdings wird mit der erwarteten finalen Erteilung der Lizenz aus eine Regelungs- und Kostenflut auf die pferdwetten.de AG zukommen, die wir -soweit einschätzbar - in unserer Unternehmensplanung berücksichtigt haben. Auch die Kosten aus der erneuten Beantragung einer Lizenz bei der Malta Gaming Authority wurde in unserer Unternehmensplanung berücksichtigt.

Für eine Neuaufnahme der Aktivitäten im Bereich der Sportwette und dem Pokergeschäft wird die Entwicklung der gesetzlichen Vorgaben abgewartet. Die Gesellschaft bleibt damit auch für diese Märkte in Vorbereitung, um bei sich bietenden Möglichkeiten die für die Gesellschaft enormen Wachstumschancen nutzen zu können.

Zusammenfassende Aussage des Prognoseberichts:

Unter den dargestellten Annahmen geht das Management des Konzerns für das zukünftige Geschäftsjahr 2016 weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. Aufgrund der neuen und modernisierten Wettplattform und dem Beginn von Kooperation mit Dritten erwartet der Konzern neben einer weiterhin hohen Kundenzufriedenheit ein Umsatzwachstum in 2016 von ca. 8% bzw. ein Umsatz von € 7,0 bis € 7,5 Mio. Geplante Investitionen im Bereich der Software und weiteren Marketingaktivitäten im Auslandsgeschäft werden auch die damit zusammenhängenden Aufwendungen in 2016 deutlich steigern. Auch die erwartete deutsche Lizenz mit ihren erhöhten Belastungen wird den Konzern deutlich belasten. Das Ergebnis (EBIT) betrug im Geschäftsjahr 2015 € 1,9 Mio. Unter Berücksichtigung der Umsatzplanung und der erhöhten Aufwendungen erwartet der Konzern folglich ein EBIT in 2016 zwischen € 1,5 Mio. und € 1,9 Mio.

Für die pferdewetten.de AG erwarten wir aufgrund ihrer Holdingfunktion und ohne Berücksichtigung des Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH sowie außerplanmäßiger Effekte, die aus heutige Sicht nicht absehbar sind, in 2016 ein ausgeglichenes Ergebnis. Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdwetten-service.de GmbH wird ausgehend von der Planung der pferdewetten-service.de GmbH ein Ertrag vor Steuern für 2016 von ca. € 0,9 Mio. bis € 1,2 Mio. erwartet.

Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu 2015. Überschüsse an frei verfügbaren finanziellen Mitteln werden wir vorrangig vor allem in den Ausbau des Online-Wettgeschäfts investieren.

Wegen der derzeit weiterhin bestehenden Rechtsunsicherheiten, die sich zum einen aus den Bedenken der EU-Kommission zum Glücksspieländerungsstaatsvertrag aus 2012 und zum anderen aus der bisher nicht erteilten Lizenz für das Veranstalten/Vermitteln von Pferdewetten im Internet ergeben, kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von der erwarteten dargestellten Entwicklung abweichen oder Aussagen der zugrundeliegenden Annahmen sich als unzutreffend erweisen.

Düsseldorf, 09. März 2016

Pierre Hofer, Vorstand

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG

der pferdewetten. de AG

Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 05. Mai 2015 seit der letzten Erklärung im Februar 2015 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1. Selbstbehalt bei D&O Versicherung (Ziffer 3.8. Absatz 2 des Kodex):

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziffer 3.8 Abs. 2 vor, dass bei Abschluss einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds und für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden soll.

Die für die Organe der pferdewetten.de AG abgeschlossene D&O-Versicherung sieht seit 01.02.2011 für den Vorstand nach den Regelungen des § 93 Abs. 2, S. 3 AktG einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstands vor.

Für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält für sich einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung nicht für ein adäquates Mittel zur Erreichung der Ziele des Deutschen Corporate Governance Kodex. Solche Selbst behalte werden typischerweise ihrerseits versichert, wodurch die eigentliche Funktion des Selbstbehalts unterlaufen wird.

2. Alleinvorstand (Ziffer 4.2.1. Satz 1 des Kodex):

Aufgrund der Größe der pferdewetten.de AG und den damit verbundenen Aufgaben des Vorstands wurde ein Alleinvorstand bestellt. Eine Geschäftsordnung zur Regelung der Ressortzuständigkeiten bei mehreren Vorständen daher entbehrlich ist.

3. Vergütung des Vorstands (Ziffer 4.2.2 und 4.2.3 des Kodex):

Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 sollen variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen.

Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 6 bezüglich der Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen vorsehen.

Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein - Abfindungs-Cap im Falle der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrags vorgesehen werden (Ziffer 4.2.3 Abs. 4)

Die Vorstandsvergütung umfasst nicht nur fixe und variable Bestandteile, deren Zahlung von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig ist, sondern der Vorstand kann darüber hinaus über die Gewährung von Aktienoptionen an einer positiven Entwicklung der Gesellschaft teilhaben.

Eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) ist im bestehenden Vergütungsmodell nur teilweise, und zwar für einen Teil der variablen Vergütung vorgesehen. Ferner tragen die variablen Vergütungsbestandteile einer negativen Entwicklung derzeit keine Rechnung.

Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregelung und damit auch kein Abfindungs-Cap für das vorzeitige Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds. Die Gesellschaft geht davon aus, dass geschlossene Verträge auch erfüllt werden. Der Aufsichtsrat hält die Vergütung des Vorstands trotz der vorstehend genannten Abweichungen vom Kodex für angemessen.

Die Empfehlung des Kodex (Ziffer 4.2.2 Abs. 2 S. 3) verpflichtet den Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung zu berücksichtigen.

Bei der Neubestellung im Dezember 2012 wurde die Vorstandsvergütung angepasst. Dabei spielten die wesentliche Rolle die Leistungen, die der heutige Vorstand der Gesellschaft bereits erbracht hat. Auch auf Grund der geringen Unternehmensgröße und der Anzahl der Beschäftigten erscheint die Ermittlung der Vorstandsvergütung auf Grund des Vergleichs zur Vergütung des oberen Führungskreises als nicht zweckmäßig.

4. Nachfolgeplanung, Diversity und Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.1.2; 5.4.1 des Kodex):

Der Aufsichtsrat soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt (Diversity), insbesondere eine angemessenen Berücksichtigung von Frauen achten und mit dem Vorstand, diesen betreffend, für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung des Vorstands allein nach Sachverstand und Kompetenz. Der Vorstand besteht aus einer Person.

Eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand ist auf Grund des Alters des Vorstands und der Größe des Unternehmens bisher nicht angezeigt.

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 ferner die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie in Ziffer 5.4.1 die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder. Bei der pferdewetten.de AG bestehen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats derzeit keine Altersgrenzen, da die Festlegung einer bestimmten Altersgrenze nicht adäquat ist, sondern vor allem die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen relevant sind.

5. Bildung von Ausschüssen (5.3.1 Satz 1, 5.3.2 Satz 1 und 2, 5.3.3 des Kodex):

Mit Blick auf die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Größe der Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit drei Mitgliedern besteht bei der pferdewetten.de AG derzeit lediglich ein Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

6. Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1. Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex):

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung -mit Ausnahme der nach dem Gleichstellungsgesetz geforderten Festlegung einer Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat- entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 festgelegt. Er hat bereits in der Vergangenheit bei seinen Personalvorschlägen allein nach Sachverstand und Kompetenz entschieden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, bei zukünftigen Wahlvorschlägen, unter Beachtung der Anforderungen des Gleichstellungsgesetzes, weiterhin vorrangig die fachliche und persönliche Kompetenz für die Entscheidung zu Grunde zu legen. Bedingt durch die geringe Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern und das Geschäftsfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, sieht der Aufsichtsrat auch weiterhin von konkreten Zielsetzungen (mit Ausnahme des Anteils von Frauen im Aufsichtrat) nach Ziffer 5.4.1. Abs. 2 des Kodex ab.

7. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 des Kodex):

Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 1 sollen bei der Festlegung der Aufsichtsratvergütung der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.

Die heutige Vergütungsstruktur sieht die erhöhte Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats vor, allerdings nicht für den stellvertretenden Vorsitz und auch nicht für die Tätigkeit in Ausschüssen. Auf Grund der Unternehmensgröße und der damit verbundenen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit drei Mitgliedern wurde nur ein Ausschuss nämlich ein Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, in dem alle Aufsichtsratsmitglieder tätig sind. Mit der für sie vorgesehenen Aufsichtsratsvergütung ist die Mitarbeit im Audit Committee berücksichtigt.

Eine erfolgsorientierte Vergütung soll auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein (Ziffer 5.4.6 Abs. 2).

Der Aufsichtsrat hat derzeit neben einer festen Vergütung auch Anspruch auf ein Sitzungsgeld und eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich am erreichten EBIT der Gesellschaft orientiert und die damit nur mittelbar auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist.

Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die heutige Vergütungsstruktur der Größe und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entspricht.

Düsseldorf, im Februar 2016

pferdewetten.de AG

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Konzernbilanz zum 31.12.2015

Vermögenswerte

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Anhang 31.12.15

31.12.14

Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.1. 2.587.788,96 2.332
Sachanlagen 3.2. 170.353,81 102
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 33. 516.612,20 0
Latente Steuern 3.4. 1.386.230,00 515
4.660.984,97 2.949
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.5. 102.163,06 150
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.5. 2.675.036,79 1.435
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 3.5. 70.950,02 96
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.6. 3.217.657,20 2.665
6.065.807,07 4.346
Summe Vermögenswerte 10.726.792,04 7.295

Eigenkapital und Schulden

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Anhang 31.12.15

31.12.14

T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.7. 3.603.865,00 3.604
Kapitalrücklage 3.7. 360.386,50 360
Rücklage für in Eigenkapital zu erfüllende 3.7.
Arbeitnehmervergütungen 3.7. 149.900,00 105
Konzernbilanzgewinn 3.7. 3.745.237,64 1.002
7.859.389,14 5.071
Langfristige Schulden
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 39. 62.578,00 38
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.8. 1.888.819,80 1.399
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 39. 385.547,42 330
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 39. 251.560,76 268
Ertragsteuerverbindlichkeiten 3.10. 196.828,92 112
Rückstellungen 3.11. 82.068,00 77
2.804.824,90 2.186
Summe Eigenkapital und Schulden 10.726.792,04 7.295

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung** vom 01.01. bis 31.12.2015

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Anhang 2015

2014

T€
Brutto-Gesamtleistung* 75.003.559,41 49.082
davon vermittelte Wetteinsätze* 17.873.546,97 11.969
davon eigenes Wettgeschäft* 54.547.848,31 35.187
Wettauszahlungen* -47.555.948,63 -25.590
1. 1. Umsatzerlöse 4.1
a) Umsatzerlöse Wettgeschäft 4.729.334,59 4.028
b) Sonstige Umsatzerlöse 27.103,05 108
c) Erhaltene Wettprovisionen 1.936.417,28 1.184
6.692.854,92 5.320
3. 2. Sonstige betriebliche Erträge 4.2 263.866,71 362
6.956.721,63 5.682
4. 3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 4.3 -28.097,68 -34
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.4 -1.762.175,11 -1.527
-1.790.272,79 -1.561
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.5 -1.358.010,99 -1.152
b) Soziale Abgaben 4.5 -164.698,75 -114
-1.522.709,74 -1.266
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4.6 -291.171,78 -300
5.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.7 -1.421.791,02 -1.093
7. Betriebsergebnis 1.930.776,30 1.462
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 -9
9. Zinserträge 96.316,77 83
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 93.466,65, Vorjahr TEUR 80)
10. Finanzergebnis 4.8 96.316,77 73
6. 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.027.093,07 1.535
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.9 698.613,53 -270
13. Sonstige Steuern 4.10 16.969,80 -96
14. Konzerngesamtergebnis 2.742.676,40 1.169
Vom Konzerngesamtergebnis entfallen auf Minderheitsgesellschafter 0,00 0
11. Aktionäre der pferdewetten.de AG 2.742.676,40 1.169
Ergebnis je Aktie
14. Unverwässert 4.11 0,76 0,32
Verwässert 4.11 0,71 0,31

* Weder die Brutto-Gesamtleistung noch die Zahlungen aus dem Wettgeschäft repräsentieren Umsatzerlöse im Sinne der IFRS. Die Posten spiegeln jedoch die Zusammensetzung der gesamten vom pferdewetten.de AG-Konzern angenommenen und vermittelten Wetten wider.

** Die dargestellte Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der Gesamtergebnisrechnung unter Berücksichtigung nicht angefallener Bestandteile des sonstigen Ergebnisses ("Other Comprehensive Income") im Sinne der IFRS.

Konzernkapitalflussrechnung vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

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Anhang Geschäftsjahr

T€
Vorjahr

T€
Periodenergebnis 2.743 1.169
-/+ Saldo Zinserträge und -aufwendungen -96 -73
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 298 300
+ Zunahme /- Abnahme der Rückstellungen 5 1
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4 0
+ Ertragsteuern -699 270
+ Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 99 210
- Abnahme/- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48 -57
- Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -339 -183
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 490 408
+ Zunahme/-Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 160 -700
- gezahlte Zinsen 0 -9
+ erhaltene Zinsen 45 3
- gezahlte Ertragsteuern -87 -8
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5. 2.671 1.331
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -130 -22
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -488 -651
+ Einzahlungen aus Abgängen von lfr. finanziellen Vermögenswerten 248 0
- Auszahlungen für Investitionen in lfr. finanzielle Vermögenswerte - 746 0
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -1.000 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 5. - 2.116 - 673
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 555 658
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.662 2.004
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.217 2.662

Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2014

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Anschaffungs-, Herstellungskosten
Anlagevermögen Anhang 01.01.2014

Zugänge

Abgänge

31.12.2014

--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 3.1. 932.567,44 10.203,10 487,00 942.283,54
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.1. 730.329,18 0,00 0,00 730.329,18
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.1. 1.604.827,39 0,00 0,00 1.604.827,39
4. Geleistete Anzahlungen 3.1. 155.468,94 640.959,21 0,00 769.428,15
Summe immaterielle Vermögenswerte 3.423.192,95 651.162,31 487,00 4.073.868,26
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.2. 470.376,66 21.450,48 10.684,00 481.143,14
Summe Sachanlagen 470.376,66 21.450,48 10.684,00 481.143,14
Summe Anlagevermögen 3.893.569,61 672.612,79 11.171,00 4.555.011,40

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kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen 01.01.2014 Geschäftsjahr

Abgänge

31.12.2014

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 773.610,40 21.440,10 486,00 794.564,50
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 457.003,18 219.634,00 0,00 676.637,18
3. Geschäfts- oder Firmenwert 270.745,43 0,00 0,00 270.745,43
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögenswerte 1.501.359,01 241.074,10 486,00 1.741.947,11
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 331.013,68 58.784,73 10.449,00 379.349,41
Summe Sachanlagen 331.013,68 58.784,73 10.449,00 379.349,41
Summe Anlagevermögen 1.832.372,69 299.858,83 10.935,00 2.121.296,52

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Buchwert
Anlagevermögen 31.12.14

--- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 147.719,04
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 53.692,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.334.081,96
4. Geleistete Anzahlungen 796.428,15
Summe immaterielle Vermögenswerte 2.331.921,15
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.793,73
Summe Sachanlagen 101.793,73
Summe Anlagevermögen 2.433.714,88

Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2015

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Anschaffungs-, Herstellungskosten
Anlagevermögen Anhang 01.01.2015

Zugänge

Umgliederung

Abgänge

31.12.2015

--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 3.1. 942.283,54 152.199,88 7.500,00 4.756,00 1.097.227,42
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.1. 730.329,18 165.971,73 958.490,43 247.657,73 1.607.133,61
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.1. 1.604.827,39 0,00 0,00 0,00 1.604.827,39
4. Geleistete Anzahlungen 3.1. 796.428,15 169.562,28 -965.990,43 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögenswerte 4.073.868,26 487.733,89 0,00 252.413,73 4.309.188,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.2. 481.143,14 129.838,78 0,00 113.411,11 497.570,81
Summe Sachanlagen 481.143,14 129.838,78 0,00 113.411,11 497.570,81
Summe Anlagevermögen 4.555.011,40 617.572,67 0,00 365.824,84 4.806.759,23

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kumulierte Abschreibungen
Anlagevermögen 01.01.2015 Geschäftsjahr

Abgänge

31.12.2015

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 794.564,50 37.585,92 4.752 827.398,42
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 676.637,18 194.273,16 247.654,73 623.255,61
3. Geschäfts- oder Firmenwert 270.745,43 0,00 0,00 270.745,43
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögenswerte 1.741.947,11 231.859,08 252.406,73 1.721.399,46
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.349,41 59.312,70 111.445,11 327.217,00
Summe Sachanlagen 379.349,41 59.312,70 111.445,11 327.217,00
Summe Anlagevermögen 2.121.296,52 291.171,78 363.851,84 2.048.616,46

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Buchwert
Anlagevermögen 31.12.15

--- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 269.829,00
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 983.878,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.334.081,96
4. Geleistete Anzahlungen 0,00
Summe immaterielle Vermögenswerte 2.587.788,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.3534,81
Summe Sachanlagen 170.3534,81
Summe Anlagevermögen 2.758.142,77

Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

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Anhang Gezeichnetes Kapital

T€
Kapital-

rücklage

T€
Rücklage (für in Eigenkapital zu erfüllender Arbeitnehmer-

vergütungen)

T€
Bilanzverlust/

-gewinn

T€
Anteile Aktionäre (der pferdewetten.de AG)

T€
Gesamt

T€
Stand 31. Dezember 2013 3.603,9 360,4 60,4 -166,8 3.857,9 3.857,9
Konzerngesamtergebnis 0,0 0,0 0,0 1.169,3 1.169,3 1.169,3
Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen 0,0 0,0 44,2 0,0 44,2 44,2
Stand 31. Dezember 2014 3.603,9 360,4 104,6 1.002,5 5.071,4 5.071,4
Konzerngesamtergebnis 0,0 0,0 0,0 2.742,7 2.742,7 2.742,7
Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen- 0,0 0,0 45,3 0,0 45,3 45,3
Stand 31. Dezember 2015 3.603,9 360,4 149,9 3.745,2 7.859,4 7.859,4

Konzernanhang nach IFRS zum 31.12.2015

I. Allgemeine Erläuterungen

1. Gegenstand des Unternehmens und der Tochtergesellschaften

Unter der Firmierung pferdewetten.de AG, Düsseldorf, verfolgt die Gesellschaft als Unternehmensgegenstand die Wahrnehmung der Holdingfunktion für Unternehmen jeder Art und unterschiedlicher Rechtsformen durch Beteiligung, Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung anderer Unternehmen sowie von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere solcher Unternehmen, deren Geschäftszweck die Durchführung und Veranstaltung von Sport- und Pferdewetten im In- und Ausland ist, sowie die Erbringung von Marketing- und Consultingleistungen im Segment Pferdewetten. Sitz der Gesellschaft ist die Kaistraße 4 in 40221 Düsseldorf, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der HRB 66533 eingetragen. Mutterunternehmen und zugleich oberstes Mutterunternehmen ist die mybet Holding SE in Kiel.

Die pferdewetten.de AG bietet als Mutterunternehmen über ihre Tochtergesellschaften im In- und Ausland die Veranstaltung von Pferdewetten sowie die Vermittlung solcher Wetten an. Dabei erfolgt die Vermittlung der Wetten über mehrere Vertriebskanäle. Kunden der pferdewetten.de AG und ihrer Tochtergesellschaften (in der Folge auch "pferdewetten.de AG" oder "Konzern" genannt) können Wettgeschäfte im konzerneigenen Ladengeschäft in Deutschland, über das Telefon und über das Internet abschließen. Innerhalb des Konzerns werden Pferdewetten hauptsächlich von einer in Deutschland ansässigen Tochtergesellschaft, der pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf, vermarktet. Buchmacher ist die netX Betting Ltd., Malta.

2. Anwendung neuer und geänderter Rechnungslegungsvorschriften

Folgende durch den IASB verabschiedete Änderungen sind im Geschäftsjahr 2015 erstmalig anzuwenden.

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Standard / Interpretation Titel des Standards / der Interpretation bzw. der Überarbeitung
IFRIC 21 Abgaben
Jährliche Verbesserungen Zyklus 2011 - 2013 Änderungen und Klarstellungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40

Es ergaben sich aus der erstmaligen Anwendung der Änderungen an Standards und Interpretationen keine oder keine wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Zuge einer Verbesserung der Darstellung der Bilanz wurden diverse Posten umbenannt bzw. umgegliedert oder zusammengefasst. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Änderungen sind unter Tz. 2.a) erläutert. Die Ausweisänderungen haben weder Einfluss auf das Eigenkapital noch auf das Periodenergebnis.

Folgende Standards und Interpretationen sind vom IASB bereits beschlossen, aber erst ab dem Geschäftsjahr 2016 ff. verpflichtend anzuwenden und werden durch den Konzern nicht vorzeitig angewendet:

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Standard / Interpretation Titel des Standards / der Interpretation bzw. der Überarbeitung Erstmalige Anwendung
IFRS 143 Regulatorische Abgrenzungsposten 1.1.2016
IFRS 112 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit 1.1.2016
IAS 16 und IAS 382 Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden 1.1.2016
IAS 16 und IAS 412 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 1.1.2016
IAS 272 Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen 1.1.2016
IFRS 10 und IAS 283 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziiertem Unternehmen auf unbestimmte Zeit verschoben
Änderungen an IFRS 10 IFRS 12 und IAS 273 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme 1.1.2016
Änderungen an IAS 12 Darstellung von Abschlüssen 1.1.2016
Änderungen an IAS 19 Arbeitnehmerbeiträge 1.2.2015
Änderungen an IAS 73 Angabeninitiative- Überleitung von Schulden aus Finanzierungstätigkeiten 1.1.2017
Änderungen an IAS 123 Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 1.1.2017
Änderungen und Klarstellungen zu IFRS 2,
Jährliche Verbesserungen Zyklus 2010 - 2012 IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38 1.2.2015
Jährliche Verbesserungen Zyklus 2012 - 20142 Änderungen und Klarstellungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 1.1.2016
IFRS 93 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten 1.1.2018
IFRS 153 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.1.2018
IFRS 163 Leasing 1.1.2019

1 Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen. Sofern kein EU-Endorsement vorliegt wird die Erstmalige Pflichtanwendung gem. IASB angegeben.

2 Das EU-Endorsement ist bis zum 31. Dezember 2015 erfolgt.

3 Ein EU-Endorsement ist derzeit noch nicht erfolgt.

IFRS 9 Finanzinstrumente - Klassifizierung und Bewertung

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. In der Fassung vom Juli 2014 wurden die zuvor noch fehlenden bzw. zu überarbeitenden Kapitel zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und zu Wertminderungen eingefügt. Daneben enthält der Standard die bereits in 2013 veröffentlichten Vorschriften zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen. Ebenso enthält dieser ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Gegenüber dem bisherigen Standard IAS 39 sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und zur Ein- und Ausbuchung von Finanzinstrumenten weitestgehend unverändert. Derzeit prüft das Management der Gesellschaft, inwiefern und in welchem Ausmaß der neue Standard Auswirkungen auf Prozesse, IT und Konzernabschluss entfalten wird. Das Management geht davon aus, dass bezüglich der meisten Finanzinstrumente eine Klassifizierung nach IFRS 9 keine Änderung der Bewertung gegenüber IAS 39 zur Folge hat. Auch werden hinsichtlich der Wertminderungen aus dem "expected-loss"- Modell nach IFRS 9 keine Änderungen erwartet. Grundsätzlich geht das Management davon aus, dass die Anhangangaben zu Finanzinstrumenten punktuell angesichts detaillierterer Vorschriften auszuweiten sind.

IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Der neue Standard sieht ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Wesentliche Ausnahmen bilden Verträge über Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. Das Management geht derzeit davon aus, dass sich aus der Anwendung des IFRS 15 neben evtl. ausgeweiteten Anhangangaben keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Erlösrealisierung im Konzern ergeben.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den Vorgängerstandard IAS 17. Nach dem neuen Standard besteht nunmehr eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer künftig das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Dabei sind die Regelungen des IFRS 16 auf jeden Vertrag einzeln anzuwenden. Leasinggeber und Leasingnehmer haben allerdings unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, anstelle einer Einzelbetrachtung Portfolien anzuwenden, auf die dann die Regelungen des IFRS 16 angewendet werden. Zudem bestehen einzelne Erleichterungswahlrechte für Leasingnehmer in Hinblick auf kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Vereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte. Für Leasinggeber besteht auch nach dem neuen Standard unverändert eine Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasingverträgen. IFRS 16 sieht neben Änderungen in der Bilanzierung auch eine Ausweitung der Angabepflichten sowohl für Leasinggeber als auch für Leasingnehmer vor. Das Management prüft derzeit welche Änderungen sich zukünftig aus der Anwendung des IFRS 16 für den Konzern ergeben.

Auf eine weitere detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards bzw. Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.

3. Konsolidierung

a) Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss sind neben der pferde-wetten.de AG diejenigen Unternehmen einbezogen worden, bei denen die pferdewetten.de AG zum Bilanzstichtag die Bestimmungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Bestimmungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die pferdewetten.de AG besitzt an allen einbezogenen Unternehmen die Mehrheit die Stimmrechte. Sie hat daher die Bestimmungsmacht, über die sie die Möglichkeit hat, die Rückflüsse aus der Beteiligung zu beeinflussen.

Beteiligungsunternehmen, bei denen die pferde-wetten.de AG zwar keine Stimmrechtsmehrheit oder Stimmrechte besitzt, dennoch die Möglichkeit hat, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmen aufgrund anderer substanzieller Rechte zu bestimmen, werden konsolidiert, sofern derartige substanzielle Rechte am Bilanzstichtag vorhanden sind. Zum Bilanzstichtag ergaben sich hieraus keine weiteren zu konsolidierenden Unternehmen.

Die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 10 erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Ansatzfähige Vermögenswerte und Schulden werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Zeitwerten angesetzt.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zwischengesellschaftliche Salden und Transaktionen einschließlich zwischengesellschaftlicher Gewinne und Verluste wurden eliminiert. Auf temporäre Differenzen werden latente Steuern angesetzt.

Die Einzelabschlüsse der verbundenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

b) Konsolidierungskreis

Die nachfolgenden Gesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Bis auf die netX International Ltd., netX Betting Ltd., netX Services Ltd. und netX Casino Ltd., die ihren Sitz auf Malta haben, sind alle übrigen Tochtergesellschaften in Deutschland ansässig.

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Zeitpunkt Erstkonsolidierung Kapitalanteil 2015

%
Eigenkapital 31.12.2015

T€
Jahresergebnis* 2015

T€
pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf 12.08.03 100,00 25 700
netX International Ltd., Malta 01.04.05 100,00 825 -2
netX Services Ltd., Malta 01.04.05 100,00 -442 37
netX Betting Ltd., Malta 01.04.05 100,00 33 71
netX Casino Ltd. i. L. , Malta 01.04.05 100,00 -1 0
Accendere GmbH, Mülheim a.d. Ruhr 01.03.09 100,00 -132 -5

* Angaben entsprechend IFRS

Die netX Betting Ltd., netX Services Ltd. und netX Casino Ltd. sind zu über 99% Tochtergesellschaften der netX International Ltd.

Die pferdewetten-service.de GmbH hält an den maltesischen Gesellschaften jeweils einen Kapitalanteil von einem Euro, der einer Beteiligung von unter 1% entspricht.

Die Geschäftstätigkeit der pferdewetten-service. de GmbH umfasst vor allem die Wettvermittlung und das Wettgeschäft im Wettbüro München. Für die Betreuung und Anbindung weiterer Kooperationspartner an der Wettsoftware ist die Accendere GmbH zuständig. Sie erzielt vor allem Erträge aus der Erbringung von Telekommunikations- und IT-Dienstleistungen. Über den Buchmacher, die netX Betting Ltd., wird vor allem das Online-Wettgeschäft abgewickelt. Die netX Service Ltd. ist für die Wettvermittlung auf Malta zuständig. Die netX International Ltd. ist die Holdinggesellschaft der maltesischen Tochtergesellschaften. Sie verfolgt keine eigene Geschäftstätigkeit.

Die maltesische Gesellschaft netX Casino Ltd. befindet sich in Liquidation und ist nicht mehr operativ tätig.

Die PLB Poker Lounge Baden GmbH i. L., Iffezheim, wurde aus Gründen der Unwesentlichkeit in 2011 entkonsolidiert. Sie ist nicht mehr operativ tätig. Zum 31. Dezember 2011 wurde für dieses Tochterunternehmen die finale Bilanz erstellt. Die Steuerveranlagungen für 2011 erfolgten im Jahr 2013, die endgültige Löschung der Gesellschaft im Handelsregister steht derzeit weiterhin noch aus.

II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, wurde im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt. Er wird nach den IFRS aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss entspricht den verpflichtend in Kraft getretenen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss der pferdewetten.de AG für das Geschäftsjahr 2015 wurde durch den Vorstand am 9. März 2016 zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben (Freigabe zur Veröffentlichung). Der Aufsichtsrat wird den Konzernabschluss voraussichtlich in seiner Sitzung am 21. März 2016 billigen. Nach nationalem Recht darf der IFRS-Konzernabschluss nach Billigung durch den Aufsichtsrat nur in Ausnahmefällen geändert werden.

Folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden bei der Erstellung des Konzernjahresabschlusses der pferdewetten.de AG angewandt.

a) Darstellungsmethode

Mit Ausnahme der Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgte die Erstellung des Abschlusses unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

In Abweichung zum Vorjahr wurden der im Vorjahr separat dargestellte Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" (2015: 1.931 T€; 2014: 853 T€) zum 31. Dezember 2015 mit in dem Posten "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" dargestellt. Der Posten "Übrige finanzielle Vermögenswerte" wurde in "Sonstige finanzielle Vermögenswerte" umbenannt. Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Auf der Passivseite wurde der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" (2015: 64 T€; 2014: 62 T€) zum 31. Dezember 2015 mit in dem Posten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" dargestellt. Die Veränderungen führen zu einer höheren Klarheit und Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

b) Berichtswährung

Alle Konzerngesellschaften bilanzieren in Euro. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nicht anderweitig angegeben, sind alle Beträge gerundet in Tausend Euro (T€) aufgeführt.

c) Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte sind anfänglich zu ihren Anschaffungskosten bewertet, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 zu ihren Herstellungskosten.

Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und dass Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Forschungsaufwendungen werden nicht aktiviert, sondern in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.

In der Folgebewertung werden die immateriellen Vermögenswerte zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte, erworbene und selbst erstellte, werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bestimmt sich nach der Laufzeit der Lizenzen und Rechte, der betriebsgewöhnlichen Nutzung bei erworbener Software und bei selbst erstellter Software nach dem Zeitraum, über den Umsätze mit dieser erzielt werden können. Der Abschreibungszeitraum und die -methode werden jährlich zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft. Vermögenswerte werden zum Bilanzstichtag zusätzlich außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegt. Eine Zuschreibung erfolgt bei Fortfall der Gründe einer in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert betrachtet, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren linear abgeschrieben.

Die selbst erstellten und die übrigen erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden über sechs bis zehn Jahre abgeschrieben.

d) Geschäfts- oder Firmenwert

Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs, zum Tage des Kaufs, über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte des erworbenen Unternehmens verstanden. Er wird in der Bilanz als Vermögenswert angesetzt und seit 2005 nicht mehr abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenserwerb werden in Übereinstimmung mit IFRS 3 (Business Combinations) ermittelt und aktiviert. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich nach IAS 36, bei Vorliegen bestimmter Anzeichen auch häufiger, einem Impairment Test unterzogen. Zu diesem Zweck werden die Geschäfts- oder Firmenwerte im Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus dem Unternehmenszusammenschluss ziehen. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit für Zwecke des Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte unterscheidet der Konzern die Zahlungsmittel generierenden Einheiten "Wettgeschäft" und "IT-Dienstleistung".

Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.216 T€ wurden dabei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Wettgeschäft" zugeordnet, welche sämtliche Tochtergesellschaften des Konzerns mit Ausnahme der Accendere GmbH umfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Accendere GmbH in Höhe von 118 T€ wurde daher der zweiten zahlungsmittelgenerierenden Einheit "IT-Dienstleistung" zugeordnet.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert.

Für Zwecke des jährlichen Impairment Tests ermittelt der Konzern den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Die Ermittlung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis geplanter zukünftiger Cashflows, die mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert werden. Diesen Berechnungen liegen detaillierte Planungen, wie sie auch für interne Zwecke verwendet werden, für die nächsten fünf Geschäftsjahre (Detailplanungsphase) zugrunde. Für die Zeit danach wird das EBIT des fünften Jahres als ewige Rente ermittelt (Ewige-Rente-Phase). Für den Barwert der ewigen Rente wurde keine Wachstumsrate unterstellt.

Der Diskontierungszinssatz spiegelt die Kapitalkosten wider. Sie werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet, wobei der Anteil am Gesamtkapital ausschlaggebend ist.

Der Basiszinssatz repräsentiert eine risikofreie und fristadäquate Alternativanlage. Für die Bestimmung des Basiszinssatzes wurde von der Zinsstrukturkurve für Staatsanleihen ausgegangen, da die aus der Zinsstrukturkurve abgeleiteten fristadäquaten Zerobondfaktoren die Einhaltung der Laufzeitäquivalenz gewährleisten (sogenannte Svensson Methodik).

Die Berechnung der kapitalmarktorientierten Marktrisikoprämie erfolgt durch Bildung der Differenzrendite zwischen Anlagen in ein repräsentatives Marktportfolio, bestehend aus Unternehmensanteilen (Aktien), und risikolosen Anlagen.

Der Betafaktor wird anhand von historischen Betafaktoren (z. B. auf Basis von Bloomberg- Daten) von relevanten Peer-Group-Unternehmen ermittelt. Als Peer-Group-Unternehmen wurden börsennotierte Gesellschaften mit vergleichbaren Produkt- und Dienstleistungsgruppen sowie Absatzmärkten herangezogen.

Zur Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurde der Zinssatz für eine laufzeitäquivalente europäische Anleihe verwendet.

Der zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen herangezogene Vorsteuerzinssatz beträgt 8,1% und 9,1% (Vorjahr 10,2%). Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte betrug zum 31. Dezember 2015 insgesamt 1.334 T€ (2014: 1.334 T€).

Die zur Bestimmung des Nutzungswertes der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Wettgeschäft" unterstellten Cashflows wurden der aktuellen Unternehmensplanung entnommen. In dieser gehen wir von einer Steigerung der absoluten Wettmargen und der Vermittlungsprovisionen durch die Zunahme der aktiven Wettkunden aus. Sie berücksichtigt Erfahrungen des Managements, insbesondere die Wettmarge (Hold) der vorangegangenen Periode und des aktuellen Berichtjahres, sowie zukünftige Erwartungen. Für die Cashflow-Prognosen für den Wettbereich wurden Wachstumsraten von durchschnittlich 12,5 % (Vorjahr: 15 % - 20 %) bezogen auf die Wetteinsätze zugrunde gelegt. Etwaige betragliche Beschränkungen im Wetteinsatz von Kunden, die in Deutschland ansässig sind, wurden auf der Basis der derzeitigen Verhandlungen mit der zuständigen Behörde, die für die Erteilung der Lizenz zum Anbieten von Pferdewetten im Internet und deren Auflagen in Deutschland zuständig ist, und unseren Kenntnissen über Ausnahmegenehmigungen bei unseren Mitbewern berücksichtigt. Daneben wurden die mit der Erteilung der Lizenz zusammenhängenden Kosten, wie Lizenzgebühren und Kosten einer ISO-Zertifizierung, in der Planung erfasst. Zum Ausbau des Kundenstamms investiert pferdewetten.de AG stetig in die Weiterentwicklung, Aktualität und Benutzerfreundlichkeit der Wettplattform. Die hierfür erforderlichen Investitionen wurden bei der Ermittlung der Cashflows eingeplant. Zudem wurden Kundengewinnungskosten, die sich vor allem in der Gewährung von Kundenboni äußern, mit einer proportionalen Steigerung zu den Umsatzerlösen berücksichtigt.

Da der Nutzungswert je zahlungsmittelgenerierende Einheit, der sich auf Basis der angewandten Zinssätze ergibt, deutlich oberhalb der Buchwerte liegt, besteht ein geringes Risiko im Wesentlichen darin, dass die Planannahmen bezüglich des Kundenwachstums nicht erreicht werden, höhere Kundengewinnungskosten eintreten könnten als geplant oder die Auflagen der deutschen Behörden betreffend der beantragten Lizenz zum Anbieten von Pferdewetten im Internet anders festgesetzt werden, als dies bisher im Rahmen der Unternehmensplanung kalkuliert wurde und erwartet wird. Mithin könnte sich die Nichterteilung der beantragten Lizenz zum Anbieten von Pferdewetten im Internet in Deutschland deutlich negativ auf das Geschäftsmodell des Konzerns auswirken, da ca. 53% der Umsätze in Deutschland erzielt werden.

Die Verminderung der unterstellten Cashflows um minus 10 % oder eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 5%-Punkte hätten zu keinem Abwertungsbedarf geführt. Bei einem unterstellten Cashflow in der Unternehmensplanung in Höhe des Istwertes des aktuellen Geschäftsjahres in der Detailplanungsphase 2016 bis 2020 und der Ewigen-Rente-Phase hätte sich ebenso kein Abwertung der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Wettgeschäft ergeben.

Aus heutiger Sicht ist das Management der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung der Nutzungswerte getroffenen Grundannahme dazu führen könnte, dass eine Wertberichtigung der Geschäfts- oder Firmenwerte wahrscheinlich ist.

e) Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird linear über drei bis dreizehn Jahre abgeschrieben. Einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgeht, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Buchwerte aus der Bilanz eliminiert und der aus ihrem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis und alle direkt zurechenbaren Kosten dafür, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und an den Standort seiner beabsichtigten Verwendung zu bringen. Aufwendungen, die nachträglich entstehen, nachdem der Wert des Sachanlagevermögens angesetzt wurde, wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, werden in der Periode erfolgswirksam ausgewiesen, in der die Kosten entstanden sind.

In Fällen, in denen eindeutig nachgewiesen werden kann, dass die Aufwendungen zu einem Anstieg des zukünftig zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzens aus dem Gebrauch des Vermögenswertes gegenüber dessen ursprünglichen Leistungsgrad führen, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten aktiviert.

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

f) Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten sind zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird.

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte zusammen.

Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem Konzern ein ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit den beizulegenden Zeitwerten (in der Regel Rückzahlungsbetrag am Handelstag) zzgl. der Transaktionskosten angesetzt. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Im Zeitpunkt des Zugangs erfolgt nach Art und Verwendungszweck des finanziellen Vermögenswerts eine Kategorisierung, die die Folgebewertung und den Ausweis der finanziellen Vermögenswerte bestimmt.

Der Konzern hält ausschließlich finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Kredite und Forderungen" (KuF) und "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte ("available for sale"; AfS).

Kredite und Forderungen sind nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind und werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "AfS" sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden. Sie werden grundsätzlich erfolgsneutral mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fallen die unter den langfristigen "Sonstigen finanziellen Vermögenswerten" ausgewiesene börsennotierte Anteile an zwei Investmentfonds (Mischfonds) in Höhe von TEUR 490. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes basiert auf dem am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Börsenkurs, Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie).

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Konzernunternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht. Erkennbaren Einzelrisiken wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen und Wertminderungen werden vorgenommen.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn das Konzernunternehmen eine vertragliche Verpflichtung hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen.

Der erstmalige Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode. Sofern sie unverzinslich und langfristig sind, erfolgt der Ausweis zum Barwert.

Der Konzern klassifiziert seine finanzielle Verbindlichkeiten in die Kategorie "sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" (SfV).

Wertminderungen oder -erhöhungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Neben den "Krediten und Forderungen", den Finanzinstrumenten der Kategorie "AfS" und den "sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten" bilanziert der Konzern Derivate.

Derivate werden in der Bilanz als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert erfasst und in der Folge ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sicherungsbeziehungen, in denen Derivate als Sicherungsinstrument für verschiedene zugrundeliegende Geschäfte eingesetzt werden können, werden im Konzern grundsätzlich nicht gebildet. Allerdings gelten Wettgeschäfte als derivative Finanzinstrumente. In diesem Zusammenhang werden Marktwertänderungen aus den Wetten in der Regel als Umsatz ausgewiesen (Details siehe Abschnitt 2 Buchstabe l "Ertragsrealisierung"). Wegen der kurzfristigen zeitlichen Struktur der Wettplatzierungen im Pferdesport bestehen zum Bilanzstichtag regelmäßig keine bzw. keine nennenswerten offenen Positionen an derivativen Finanzinstrumenten.

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31.12.2015 Kategorie1 Buchwert davon bewertet zu
T€ IFRS 7 31.12.2015 fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value erfolgswirksam Gewinn (+) / Verlust (-) aus Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Ifr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte AfS 490 490 -9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KuF 102 102 0
krzf. und lfr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte2 KuF 2.702 2.702 -52
Zahlungsmittel KuF 3.218 3.218 0
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten SfV 1.889 1.889 -10
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten4 SfV 448 448 3

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31.12.2014 Kategorie Buchwert davon bewertet zu
T€ IFRS 7 31.12.2014 fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value erfolgswirksam Gewinn (+) / Verlust (-) aus Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KuF 150 150 -29
Sonstige finanzielle Vermögenswerte2 KuF 1.435 1.435 -14
Zahlungsmittel KuF 2.665 2.665 3
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten SfV 0 0 -1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen3 SfV 1.399 1.399 -27
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten SfV 368 368 0

Die Buchwerte der Kategorie "KuF" und "SfV" entsprechen wegen der kurzen Laufzeit sowie niedrigen Zinssätzen den beizulegenden Zeitwerten per 31.12.2015. Zum 31.12.2014 entsprechen diese mit Ausnahme eines gewährten Darlehens an die mybet Holding SE (Buchwert 31.12.2014: 668 T€) ebenso den beizulegenden Zeitwerten der Finanzinstrumente. Der beizulegende Zeitwert der Darlehensforderungen gegen die mybet Holding SE beträgt zum 31.12.2014: 680 T€ (Bewertung nach Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie).

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum 31.12.2015 die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.931 T€ (Vorjahr 853 T€) sowie langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 27 T€ und kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 744 T€ (Vorjahr 582 T€).Wegen der kurzen Laufzeit sowie niedrigen Zinssätzen entsprechen die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten neben den Verbindlichkeiten gegenüber Dritten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 64 T€ (Vorjahr 62 T€).

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Sie berücksichtigen auch die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 63 T€ (Vorjahr 38 T€).

Die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten betreffen Zinserträge und Zinsaufwendungen der Kategorie KuF bzw. SfV (vgl. Tz. 4.8.), Wertberichtigungen und Ausfälle auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Tz. 3.5.), die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind (vgl. Tz. 4.7.), Bewertungsergebnisse von AfS-Wertpapieren (vgl. Tz. 4.7.) sowie Kursgewinne und -verluste aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (vgl. Tz. 4.2. und Tz. 4.7.).

g) Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Im Berichtsjahr waren im Konzern nur operative Leasingverträge, in denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, vorhanden.

Einnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden gemäß IAS 17.50 linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Anfängliche Kosten, die direkt den Verhandlungen und dem Abschluss eines Leasingverhältnisses zugerechnet werden können, sind dem Buchwert des geleasten Vermögenswertes zuzurechnen und linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu verteilen.

Mietzahlungen aus operativen Leasingverträgen werden gemäß IAS 17.33 linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.

Für den Fall, dass Anreizleistungen erhalten wurden, um ein Operating-Leasingverhältnis einzugehen, sind solche Anreizleistungen als Verbindlichkeit zu erfassen. Der kumulierte Nutzen ist linear als eine Verminderung der Mietzahlungen zu erfassen, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf aus dem geleasten Vermögenswert.

h) Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige Verpflichtung (gesetzlich oder faktisch) aus einem vergangenen Ereignis gegenüber einem Dritten hat und es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen ergibt, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern und der Erfüllungsbetrag verlässlich ermittelt werden kann. Der als Rückstellung angesetzte Betrag wird mit der bestmöglichen Schätzung bewertet.

i) Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind auf vergangenen Ereignissen beruhende Verpflichtungen, deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten zukünftiger unsicherer Ereignisse erst noch bestätigt wird bzw. auf vergangenen Ereignissen beruhende gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden gemäß IAS 37 grundsätzlich nicht angesetzt. Entsprechend sind Eventualforderungen mögliche Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, noch bestätigt werden muss. Eventualforderungen werden gemäß IAS 37 solange nicht angesetzt, wie der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens und damit die Realisation von Erträgen nicht "so gut wie sicher" ist.

j) Latente Steuern

Nach IFRS besteht eine Passivierungs- bzw. Aktivierungspflicht für latente Steuern, die sich aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der IFRS-Bilanz und deren Steuerbasis ergeben.

Es besteht eine Aktivierungspflicht für erwartete Steueransprüche auf in Zukunft mit steuerlichen Gewinnen verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträgen. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, und wenn erforderlich, angepasst.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen werden nur in dem Maße erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht und davon ausgegangen werden kann, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Die Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlustes stehen.

Für die Berechnung der latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverpflichtungen wurde ein Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von ca. 31% zugrunde gelegt. Der Steuersatz von 31% setzt sich aus 15,8% inländischer Körperschaftsteuer inklusive Ergänzungsabgaben und 15,2% inländischer Gewerbesteuer zusammen.

k) Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstrumentes am Tag der Gewährung bewertet. Weitere Informationen über die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der anteilsbasierten Vergütungen sind in Tz. 6.3. dargestellt.

Der im Zeitpunkt der Gewährung ermittelte beizulegende Zeitwert wird linear über die Wartezeit (sog. "vesting period") aufwandswirksam erfasst und im Eigenkapital dargestellt. Zu jedem Abschlussstichtag hat eine Überprüfung der Schätzungen bezüglich der Anzahl der Aktienoptionen, die unverfallbar werden, zu erfolgen. Änderungen sind über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam zu erfassen.

l) Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit dem entsprechenden Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen an das Unternehmen fließt und in der Höhe der Erträge verlässlich bemessen werden kann. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenen Gegenleistung abzüglich der allgemeinen Umsatzsteuer sowie etwaiger Preisnachlässe und Mengenrabatte bewertet.

Wettumsätze werden nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Wetteinsätze erfasst, sofern die zugrunde liegenden Wetten bereits entschieden sind. Wetteinsätze, die vor dem Bilanzstichtag den Spielern von deren Verrechnungskonten abgebucht wurden, bei denen jedoch die dem Einsatz zugrunde liegenden Ereignisse erst nach dem Bilanzstichtag stattfinden, werden abgegrenzt. Wegen der Unwesentlichkeit der auf Grund der kurzfristigen zeitlichen Struktur der Wettplatzierungen im Pferdesport offenen Positionen an Wetten wird auf eine Bilanzierung der zum Bilanzstichtag bestehenden Derivate zu deren beizulegenden Zeitwert verzichtet. Die Nettogewinne aus der Realisation der Gewinne und Verluste aus den Wetten entsprechen gemäß IAS 39 dem Umsatzerlös Wettgeschäft (Nettodarstellung).

Erlöse aus Provisionen resultieren aus der Vermittlung von Pferdewetten an Rennvereinen oder deren Verbände. Dabei erfolgt die Vermittlung der Wetten über mehrere Vertriebskanäle. Kunden der pferdewetten.de AG und ihrer Tochtergesellschaften können Wettgeschäfte im konzerneigenen Ladengeschäft in Deutschland, über das Telefon und über das Internet abschließen. Die Provisionen sind verdient, wenn der Wetteinsatz erfolgt und die diesem zugrunde liegende Wette entschieden ist.

Erlöse aus dem Verkauf von Gütern werden erfasst, wenn die Lieferung stattgefunden hat und die Übertragung der Eigentumsrisiken und -chancen abgeschlossen ist.

Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades erfasst. Dienstleistungserträge für Einrichtungsgebühren werden nach Maßgabe des Anteils an der gesamten für die Installation erwarteten Zeit, die am Abschlussstichtag verstrichen war, erfasst. Dienstleistungserträge, die im Preis des verkauften Produktes enthalten sind, werden nach Maßgabe ihres Anteils an der gesamten Dienstleistung des verkauften Produktes erfasst. Dienstleistungserträge aus auf Zeit- und Materialkostenbasis abgerechneten Verträgen werden zu den vertraglich vereinbarten Sätzen für erbrachte Arbeitsstunden und direkt entstandenen Kosten erfasst.

Erträge aus Nutzungsentgelten werden auf jährlicher Basis in Übereinstimmung mit der wirtschaftlichen Substanz der relevanten Vereinbarung erfasst. Nutzungsentgelte auf zeitlicher Basis werden linear über den Zeitraum der Vereinbarung erfasst. Vereinbarungen über Nutzungsentgelte, die auf Produktion, Verkäufen oder anderen Maßen beruhen, werden nach Maßgabe der zugrunde liegenden Vereinbarung erfasst.

m) Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte sind - soweit vorhanden - in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, sind als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in denen sie entstanden sind, erfasst.

n) Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind solche Fremdkapitalkosten, die vermieden worden wären, wenn die Ausgaben für den qualifizierten Vermögenswert nicht getätigt worden wären. Wenn ein Unternehmen speziell für die Beschaffung eines bestimmten qualifizierten Vermögenswerts Mittel aufnimmt, können die Fremdkapitalkosten, die sich direkt auf diesen qualifizierten Vermögenswert beziehen, ohne weiteres bestimmt werden. Diese Fremdkapitalkosten werden den Anschaffungs- und Herstellungskosten hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr 2015 lagen derartige Fremdkapitalkosten nicht vor.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

o) Segmente

Grundsätzlich werden nach IFRS 8 Segmente nach der internen Berichterstattung über Konzernbereiche abgegrenzt, die regelmäßig dem Hauptentscheidungsträger der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesen Segmenten und der Bewertung der Ertragskraft überprüft wird. Einziges Segment gemäß dem Management Reporting des Konzerns ist die Annahme von Wetten auf Pferderennen.

p) Annahmen und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Richtlinien des IASB erfordert, dass in gewissem Umfang Annahmen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, sowie Erträge und Aufwendungen, auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Werthaltigkeitstests für die Firmenwerte (1.334 T€, Vorjahr 1.334 T€), den erworbenen Kundenstamm "equi8" (122 T€, Vorjahr 139 T€) und "lotos-wetten" (140 T€, Vorjahr 0 T€), die Buchmacher-Software (984 T€, Vorjahr 53 T€) und die Bewertung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (1.222 T€, Vorjahr 339 T€).

In allen Fällen beziehen sich die Annahmen auf zukunftsbezogene Betrachtungen aufgrund der Einschätzung der Verhältnisse am Bilanzstichtag. Hierbei wurde die zukünftige Entwicklung des Marktumfeldes realistisch mit einbezogen.

Die Darstellung der erforderlichen Annahmen und Schätzungen im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt unter dem Abschnitt 2 Buchstabe d "Geschäfts- oder Firmenwerte". Da der erworbene Kundenstamm "equi8" sowie der Kundenstamm "lotos-wetten" und die Buchmachersoftware Teil der Zahlungsmittel generierenden Einheit "Wettgeschäft" sind, wird insoweit auch auf die Erläuterungen unter Abschnitt 2 Buchstabe d "Geschäfts- oder Firmenwerte" verwiesen.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verluste tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine Schätzung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Die Darstellung der erforderlichen Annahmen und Schätzungen im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern erfolgt innerhalb der Erläuterungen zu den aktiven latenten Steuern (siehe Anhangangabe 3.4.).

Des Weiteren sind Annahmen und Schätzungen für die Feststellung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, von Nutzungsdauern des Anlagevermögens und für die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen erforderlich.

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

q) Ergebnis je Aktie - Berechnungsmethode

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der pferdewetten AG zurechenbaren Periodenergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien.

III. Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Konzernbilanz

3.1 Immaterielle Vermögenswerte

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31.12.2015 31.12.2014
T€ T€
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.334 1.334
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 984 54
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 270 148
Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 0 796
2.588 2.332

Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte und übrigen immateriellen Vermögenswerte ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Von wesentlicher Bedeutung sind die Firmenwerte der pferdewetten-service.de GmbH in Höhe von 608 T€ und der Firmenwert der netX Betting Ltd. in Höhe von 608 T€, die denen des Vorjahres entsprechen. Daneben besteht der Geschäfts- oder Firmenwert der Accendere GmbH unverändert zum Vorjahr in Höhe von 118 T€.

Unter dem Posten "Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte" werden die Investitionsausgaben für die Weiterentwicklung der Buchmachersoftware (Wettplattform) erfasst. Sie wurde im Frühjahr 2015 in Betrieb genommen. Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt 1.124 T€. Hierin enthalten sind die geleisteten Anzahlungen des Vorjahres in Höhe von 788 T€. Die Nutzungsdauer beträgt sechs Jahre, so dass sich der verbleibende Abschreibungszeitraum auf ca. fünf Jahre erstreckt. Der Buchwert beträgt zum Jahresende 984 T€. Die Abgänge des Geschäftsjahres betreffen das Videoarchiv 2008 bis 2010.

Die Zugänge zum Posten "Software, Lizenzen und andere Rechte" stehen in Zusammenhang mit dem Kauf der "lotos-wetten.de"-Plattform in Höhe von 150 T€ von der Lotos Sport- und Pferdewetten GmbH zu Beginn des Geschäftsjahres 2015. Der Buchwert des im Geschäftsjahr 2013 erworbenen Kundenstammes "equi8" beträgt 122 T€ (Vorjahr 138 T€).

3.2 Sachanlagevermögen

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31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170 102

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

3.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

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31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
Wertpapiere 490 0
Kautionsforderungen 27 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 517 0

Unter den Wertpapieren werden Anteile an zwei Investmentfonds (Mischfonds) ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte mit dem Börsenwert am Stichtag. Hieraus resultierte eine Abwertung in Höhe von 7 T€ (vgl. Tz. 4.9.). Darüber hinaus kam es im Geschäftsjahr zu Abgangsverlusten in Höhe von 2 T€. Die Kautionsforderungen bestehen gegenüber dem Vermieter der Büroräume Kaistrasse 4 in Düsseldorf.

3.4 Aktive latente Steuern

Nach IFRS besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern, die sich aus erwarteten Vorteilen aus steuerlichen Verlustvorträgen ergeben.

Infolge steuerlicher Gewinne der pferdewetten. de AG und der pferdewetten-service.de GmbH wurden latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 339 T€ (Vorjahr 419 T€) genutzt. Auf die verbleibenden, voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge von insgesamt 3.942 T€ (Vorjahr 1.094 T€) wurden latente Steuern in Höhe von 1.222 T€ (Vorjahr 339 T€) aktiviert. Die Aktivierung resultiert im Wesentlichen aus der positiven Entwicklung der pferdewetten-service.de GmbH und der pferdewetten.de AG sowie dem im Geschäftsjahr abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag zwischen der pferdewetten.de AG und der pferdewetten-service.de GmbH, der eine zeitnahe Nutzung von Verlustvorträgen auf Ebene der pferde-wetten.de AG erwarten lässt. Der Gewinnabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2015 für eine Dauer von mindestens fünf Jahren abgeschlossen. Auf Verlustvorträge in Höhe von 6.799 T€ (Vorjahr 11.158 T€) werden keine Steueransprüche aktiviert, da die Wahrscheinlichkeit deren Nutzung in der Zukunft derzeit nicht genau beziffert werden kann. Die nicht aktivierten Verlustvorträge entfallen auf die pferdewetten.de AG in Höhe von 6.194 T€, auf die pferdewetten-service.de GmbH in Höhe von 567 T€ und auf die Accendere GmbH in Höhe von 38 T€.

Des Weiteren besteht nach IFRS eine Ansatzpflicht für latente Steuern, die sich aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der IFRS-Bilanz und deren Steuerbasis ergeben. Die Differenzen ergeben sich im Wesentlichen aus der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten in der IFRS-Bilanz und aus nach IFRS nicht zulässigen Firmenwertabschreibungen sowie aus steuerlich nicht zulässigen Rückstellungen.

Die passiven latenten Steuern wurden mit aktiven latenten Steuern des gleichen Steuersubjekts verrechnet, soweit diese von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und die Gesellschaft einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der Steuererstattungsansprüche gegen die Steuerschulden hat. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen unter Tz. 4.10.

Bis auf einen noch nicht fälligen Betrag in Höhe von 25 T€ wurden sämtliche Ertragsteuern der Vorjahre bezahlt. Für das Geschäftsjahr 2015 sind insoweit Ertragsteuerverbindlichkeiten erfasst worden, wie die Verlustverrechnungsbeschränkung (Mindestbesteuerung) in Deutschland greift oder keine steuerlichen Verlustvorträge mehr bestanden.

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Entwicklung aktive latente Steuern T€
Stand 31. Dezember 2013 666
Veränderung der latenten Steuern auf Verlustvorträge -315
Veränderung der latenten Steuern auf temporäre Bewertungsunterschiede 164
Stand 31. Dezember 2014 515
Veränderung der latenten Steuern auf Verlustvorträge 883
Veränderung der latenten Steuern auf temporäre Bewertungsunterschiede -12
Stand 31. Dezember 2015 1.386

3.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

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31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.675 1.435
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102 150
Sonstige nicht-finanzielle-Vermögenswerte 71 96
2.848 1.681

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten vor allem Forderungen gegen verbundene Unternehmen (1.931 T€, Vorjahr 853 T€), Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsdienstleister (559 T€, Vorjahr 446 T€) sowie Forderungen gegen Mitarbeiter (105 T€, Vorjahr T€ 5).

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist die Gewährung von zwei Darlehen an die mybet Holding SE in Höhe von insgesamt 1.685 T€ (Vorjahr 668 T€) enthalten. Aufgrund der vertraglichen Regelungen kann das in 2013 gewährte Darlehen in Höhe von 685 T€ (Vorjahr 668 T€) jederzeit durch die mybet Holding SE bis zum 29. November 2016 zurückgezahlt werden (vgl. Tz. 6.11.). Die Veränderung dieser Darlehensforderung zum Vorjahr in Höhe von 17 T€ resultiert aus der ratierlichen Ansammlung des Unterschiedsbetrages zwischen dem ausgegebenen Darlehen und dem Rückzahlungsbetrag über eine Laufzeit von 36 Monaten. Das zweite Darlehen in Höhe von 1.000 T€ wurde im Juli 2015 gewährt und ist am 30. April 2016 zur Rückzahlung fällig. Daneben sind für diese beiden Darlehen Zinsforderungen in Höhe von 119 T€ zum Bilanzsstichtag erfasst.

Die Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsdienstleister (559 T€; Vorjahr 446 T€) resultieren aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Rahmen der Wettgeschäfte. Sie sind wie auch die Forderungen gegen Mitarbeiter und sonstigen finanziellen Vermögenswerte in der Regel kurzfristig zwischen 30 und 90 Tagen oder innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach 30 Tagen fällig. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, nimmt der Konzern in der Regel eine Wertminderung vor.

Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Umsatzsteuerguthaben in Höhe von 57 T€ (Vorjahr 80 T€).

Altersstruktur der überfälligen, aber nicht wertgeminderten Forderungen

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31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
31 bis 90 Tage 0 50
91 bis 360 Tage 0 12
Summe 13 62

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die oben aufgeführten überfälligen Forderungen wurden nicht wertgemindert, da die Bonität keinen wesentlichen Veränderungen unterlag und die Einbringlichkeit der ausstehenden Beträge weiterhin als gegeben angesehen wird.

Im Berichtsjahr wurden mithin sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 62 T€ (Vorjahr 93 T€) wertberichtigt und in Höhe von 85 T€ abgeschrieben. Es mussten im Geschäftsjahr keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgeschrieben werden (Vorjahr 41 T€).

Veränderungen der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
Stand zum Beginn des Jahres 0 12
Aufgrund von Uneinbringlichkeit während des Geschäftsjahres abgeschriebene Forderungen 0 0
Auflösung von Wertberichtigungen 0 -12
Stand zum Ende des Jahres 0 0

3.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Posten enthält Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 3.167 T€ (Vorjahr 2.630 T€) und Kassenbestände in Höhe von 51 T€ (Vorjahr 35 T€). Von den Bankguthaben sind 950 T€ (Vorjahr 689 T€) nicht frei verfügbar, da es sich hierbei um Kundengelder (916 T€) und um verpfändete Festgeldanlagen (34 T€), die zur Sicherung von Bankavalen dienen, handelt. Die Kassenbestände beinhalten Bestände in Höhe von 42 T€ (Vorjahr 14 T€), die zur Auszahlung von potenziellen Wettgewinnen bereitgehalten werden.

3.7 Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der pferdewetten.de AG beträgt zum 31. Dezember 2015 3.603.865,00 €. Es ist aufgeteilt in 3.603.865 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je 1,00 €.

b) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Satzung vom 19. Juli 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juli 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.800.000,00 € durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Geschäftsjahr, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011) und dabei gemäß § 3 Abs. 4 der Satzung eine vom Gesetz abweichende Gewinnbeteiligung zu bestimmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a. soweit dies zum Ausgleich von Spitzenbeträgen erforderlich ist;

b. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn die Kapitalerhöhung 10 vom Hundert des Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenpreis gilt der rechnerische Durchschnitt der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse (bzw. im Falle einer Umgestaltung der Börsensegmente im Handelssegment der Börse, in dem die Aktie der Gesellschaft gehandelt wird) während der letzten fünf Börsentage vor Beschlussfassung des Vorstandes über die Ausgabe der neuen Aktien. Im Sinne dieser Ermächtigung gilt als Ausgabebetrag bei Übernahme der neuen Aktien durch einen Emissionsmittler unter gleichzeitiger Verpflichtung des Emissionsmittlers, die neuen Aktien einem oder mehreren von der Gesellschaft bestimmten Dritten zum Erwerb anzubieten, der Betrag, der von dem oder den Dritten zu zahlen ist.

c. zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen Vermögensgegenständen;

d. zur Ausgabe von Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Gesellschaft oder mit dieser verbundener Unternehmen oder

e. in sonstigen Fällen, die im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Ausgabe neuer Aktien festzusetzen.

c) Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um 360.000,00 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Vorgenanntes entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Am 17. Mai 2012 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 2011/I ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten. de AG und ihren Tochtergesellschaften 360.000 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von 360.000 € gewährt. Am 31. Dezember 2015 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 360.000 Stück Stammaktien führen, was 10% des Grundkapitals entspricht.

Das Grundkapital ist um 1.440.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.440.000 nennbetragslosen Stammaktien (Stückaktien) bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 8 der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 beschlossenen Ermächtigung! ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen und soweit die Gesellschaft nicht eigene Aktien zur Bedienung dieser Rechte zur Verfügung stellt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten entstehen, am Gewinn teil. Wandelschuldverschreibungen, die nicht von bezugsberechtigten Aktionären erworben werden, können vom Vorstand Investoren zur Zeichnung angeboten werden. Die Wandelschuldverschreibungen können von einem Kreditinstitut oder einem Bankenkonsortium übernommen werden mit der Maßgabe, dass sie nach Weisung des Vorstandes ausschließlich von den Berechtigten erworben werden können. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand wird ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Anleihebedingungen sowie die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandelschuldverschreibungen festzusetzen, insbesondere Zinssatz, Ausgabekurs, Laufzeit und Stückelung, Wandlungspreis und Wandlungszeitraum. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Vorgenanntes entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

1 Ermächtigung bis 18. Juli 2016

d) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage des Konzerns umfasst die Kapitalrücklage der pferdewetten.de AG in Höhe von 360 T€.

e) Rücklage für in Eigenkapital zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen

Die Rücklage erfasst den bis zum Bilanzstichtag erfassten Zeitwert der am 17. Mai 2012 gewährten Bezugsrechte (Aktienoptionsplan mit Erfüllung aus bedingtem Kapital) in Höhe von 150 T€ (Vorjahr: 105 T€). Details siehe Tz. 6.3.

f) Entwicklung des Bilanzverlustes zum 31.12.2015

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T€
Bilanzverlust zum 31.12.2013 -167
Konzerngesamtergebnis 1.169
Bilanzverlust zum 31.12.2014 1.002
Konzerngesamtergebnis 2.743
Bilanzgewinn zum 31.12.2015 3.745

3.8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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31.12.2015 31.12.2014

T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.825 1.337
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 64 62
1.889 1.399

Sämtliche Verbindlichkeiten haben jeweils eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel innerhalb von 30 Tagen fällig.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge in Höhe von 203 T€ (Vorjahr 188 T€) enthalten, die für die Jahresabschlussprüfung und -erstellung und für bereits erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen von Dritten passiviert wurden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verpflichtungen aus abgerechneten Leistungen diverser verbundener Unternehmen des mybet-Konzerns.

3.9 Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten sowie Ertragsteuerverbindlichkeiten

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31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 63 38
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 385 330
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 252 268
700 636

Am Bilanzstichtag bestehende langfristige Tantiemeverpflichtungen in Höhe von 63 T€ (Vorjahr 38 T€) werden im Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG für das Geschäftsjahr 2017 durch den Aufsichtsrat zur Zahlung fällig. Sie wurden daher unter den langfristigen Schulden ausgewiesen.

In den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind insgesamt Beträge in Höhe von 349 T€ (Vorjahr 342 T€) enthalten, die im Wesentlichen für Tantiemen, Aufsichtsratvergütungen und für Beiträge zur Berufsgenossenschaft gebildet wurden.

Außer den zuvor erwähnten langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, sind die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten üblicherweise innerhalb von 30 bis 90 Tagen fällig.

Die sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten enthalten vor allem kurzfristige Steuerschulden in Höhe von 104 T€ (Vorjahr 55 T€) für in Deutschland und in Malta zu zahlende Wettsteuern, Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 49 T€ (Vorjahr 118 T€) und Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 26 T€ (Vorjahr 17 T€).

3.10 Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten resultieren vor allem aus dem laufenden Geschäftsjahr und entfallen in Höhe von 115 T€ auf die pferdewetten.de AG (Vorjahr 0 T€), in Höhe von 25 T€ auf die pferdewettenservice de. GmbH (Vorjahr 25 T€) und in Höhe von 57 T€ auf die maltesischen Tochtergesellschaften (Vorjahr 87 T€).

3.11 Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen und Risiken des Konzerns abzudecken. Dabei wird jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts als der Wahrscheinlichste ergibt und somit die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag erforderlichen Ausgaben darstellt.

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01.01.2015

T€
Verbrauch

T€
Auflösung

T€
Zuführung1

T€
31.12.2015

T€
Prozesskosten 5 0 5 0 0
Sonstige 72 0 10 20 82
77 0 15 20 82

1 Umgliederung von kurzfristig sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Bußgelder für zwei noch nicht abgeschlossene Verfahren der BaFin, über die noch nicht entschieden wurde.

IV. Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Konzern-Gewinn und -Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Wettumsätze 4.729 4.028
Provisionen 1.937 1.184
Nebenleistung Wettgeschäft 27 50
Erlöse IT Dienstleistungen 0 58
6.693 5.320

4.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten für technische Dienstleistungen 146 284
Periodenfremde Erträge 60 39
Sonstige betriebliche Erträge 43 27
Erträge Auflösung Rückstellung 15 0
Ertrag Herabsetzung Wertberichtigungen 0 12
264 362

Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von in Vorjahren zurückgestellten sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 58 T€ (Vorjahr 26 T€). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Kursgewinne von 0,5 T€ (Vorjahr 1 T€).

4.3 Aufwendungen für bezogene Waren

Die Aufwändungen für bezogene Waren setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Waren 21 28
Zeitschriften 7 6
28 34

Die Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Waren für das im Wettcenter geführte Bistro.

4.4 Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Werbekosten 683 443
Informationsdienstleistungen 435 420
Aufwand Zahlungsverkehr 246 176
Provisionen 243 329
Infoversorgung und Fremdleistungen 121 94
Sonstige Leistungen 34 65
1.762 1.527

4.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Gehälter 986 804
Vergütung des Vorstandes 372 348
Sozialabgaben 165 114
1.523 1.266

In den Vergütungen für den Vorstand ist eine Tantieme für das Jahr 2015 enthalten, die zum wesentlichen Teil erst mit Feststellung des Jahresabschlusses fällig wird. In den Gehaltsaufwendungen sind Kosten für Mitarbeiteroptionsprogramme in Höhe von 45 T€ (Vorjahr 44 T€) enthalten.

Im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland und auf Malta sind im Geschäftsjahr 2015 für die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 72 T€ (Vorjahr 53 T€) vom Arbeitgeber an den Rentenversicherungsträger gezahlt worden (Arbeitgeberanteil) und in den Sozialabgaben enthalten.

4.6 Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 232 108
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 59 59
Außerplanmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte 0 133
291 300

4.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 254 234
Mieten, Pachten, Leasing 220 161
Wartung und Instandhaltung technische Anlagen 203 93
Marketing- und Reisekosten 178 104
Provisionen und Fremdleistungen 144 118
Aufwendungen aus Wertminderungen und Abschreibungen von kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 146 134
Übrige 277 249
1.422 1.093

Die Aufwendungen aus Wertminderungen und Abschreibungen von kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ist der Kategorie "KuF" (vgl. Tz. 1.3. Buchstabe f und Tz. 3.5.) zuzuordnen.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Fahrzeuge, Erstellung der Buchführung, Sachkosten der Verwaltung, Kursdifferenzen und Versicherungen. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen auf Finanzinstrumente der Kategorie "AfS" in Höhe von 9 T€ (Vorjahr: 0 T€) und auf die Kategorie "SfV" in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 28 T€).

4.8 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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2015

T€
2014

T€
Zinserträge 96 83
Zinsaufwendungen 0 -10
Netto-Finanzergebnis 96 73

Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen aus der Gewährung eines Darlehens an die mybet Holding SE in Höhe von 93 T€ (Vorjahr 80 T€; vgl. Tz 6.11). Die Zinsaufwendungen im Vorjahr resultierten aus Umsatzsteuernachzahlungen und gestundeten Umsatzsteuerzahlungen in Höhe von 8,6 T€ sowie Kontokorrentzinsen in Höhe von 0,8 T€.

4.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ausweis der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft im Inland Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie den Solidarbeitrag und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare Steuern.

Im Geschäftsjahr 2015 resultiert aufgrund der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung ein Steueraufwand von 115 T€ auf Ebene der pferdewetten AG, (Vorjahr 25 T€ auf Ebene der pferdewetten-service de. GmbH) und in Höhe von 57 T€ (Vorjahr 94 T€) auf Ebene der Tochtergesellschaften in Malta. Zudem enthält die Position den latenten Steuerertrag aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie den latenten Steueraufwand aus der Veränderung der sich ergebenden temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen des IFRS-Konzernabschlusses und den entsprechenden Steuerbilanzwerten.

Auf Unterschiede zwischen dem im Konzern erfassten Nettovermögen der Tochtergesellschaften und den Beteiligungsbuchwerten in der Steuerbilanz ("outside basis differences") in Höhe von 824 T€ wurden keine latente Steuern passiviert, da die pferdewetten.de AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.

Die Überleitung des zu erwartenden Ertragsteueraufwands auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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2015

T€
2014

T€
Jahresergebnis vor Ertragsteuern 2.044 1.439
Erwarteter Ertragsteueraufwand (31%) 634 446
steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 23 21
sonstige steuerfreie Erträge -4 -4
Effekte aus Steuerdifferenzen ausländischer Steuerhoheiten 7 11
Aufwand aus Nichtansatz von Verlustvorträgen 2 8
Effekte auf temporäre Bewertungsunterschiede infolge der Änderung von Steuerbuchwerten im Rahmen von Betriebsprüfungen 0 -111
Nutzung von Verlustvorträgen, auf die zuvor keine latente Steuern gebildet worden sind -141 -110
Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge -1.222 0
Sonstiges 2 9
Ertragsteuerertrag / -aufwand -699 270
Aufgliederung des Ertragsteueraufwandes/-ertrages
laufender Steueraufwand Steueraufwand der laufenden Periode 172 119
latente Steuern
aus temporären Differenzen 12 -164
aus Inanspruchnahme von Verlustvorträgen 339 419
aus Aktivierung auf Verlustvorträge -1.222 -104

Bestand an latenten Steuern

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Endbestand 31.12.2015 erfolgswirksam in der GuV vereinnahmt Endbestand 31.12.2014 / Anfangsbestand 01.01.2015 erfolgswirksam in der GuV vereinnahmt Anfangsbestand 01.01.2014
Temporäre Differenzen
Immaterielle Vermögenswerte 145 -15 160 171 -11
Sachanlagen 0 -2 2 -2 4
Rückstellungen 19 5 14 -4 19
Steuerliche Verlustvorträge 1.222 883 229 -315 654

4.10 Sonstige Steuern

Die im Geschäftsjahr erfassten sonstigen Steuererträge (17 T€) resultierten insbesondere aus der Minderung einer Umsatzsteuerverbindlichkeit aus dem Jahr 2004 aufgrund des im Berichtsjahr abgeschlossenen Rechtsbehelfsverfahrens.

4.11 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist mittels Division des den Stammaktionären zustehenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien ermittelt worden.

Unverwässertes Ergebnis je Aktien

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2015

2014

Ergebnis nach Steuern in € 2.742.676,40 1.169.372,55
Anzahl der Aktien (gewichtet) 3.603.865 3.603.865
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,76 0,32

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ist mittels Division des den Stammaktionären zustehenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien zzgl. der potenziellen Stammaktien aus der im Geschäftsjahr 2012 gewährten Aktienoptionen an Mitarbeiter (siehe Erläuterungen unter Tz. 28) ermittelt worden.

Verwässertes Ergebnis je Aktien

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2015 2014
Ergebnis nach Steuern in € 2.742.676,40 1.168.372,55
Anzahl der Aktien (gewichtet) unverwässert 3.603.865 3.603.865
Anzahl der Aktien Mitarbeiteroptionen ohne Entgelt 271.800 226.800
Anzahl der Aktien (gewichtet) verwässert 3.875.665 3.830.665
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 0,71 0,31

V. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Cash Flow Statement) wie sich Zahlungsmittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds umfasst den Bestand an Zahlungsmitteln aus Kassenbeständen sowie kurzfristige Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

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31.12.15

T€
31.12.14

T€
Liquide Mittel 3.218 2.665
Kreditkartenverbindlichkeiten -1 -3
Finanzmittelfonds1 3.217 2.662

1 In Höhe von 950 T€ (Vorjahr 689 T€) ist der Finanzmittelfonds nicht frei verfügbar, da er der Sicherung von Kundengelder (916 T€) und von Bankavalen (34 T€) dient.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich aus dem Konzernergebnis. Dieser Betrag wird korrigiert um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge. Diese nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge in Höhe von insgesamt 99 T€ betreffen vor allem Einzelwertberichtigungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten (146 T€, Vorjahr 93 T€), Aufwendungen aus gewährten Aktienoptionen (45 T€, Vorjahr 44 T€), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Verpflichtungen und Rückstellungen (73 T€; Vorjahr 0 T€) sowie Erträge aus sonstigen Steuern (19 T€, Vorjahr Aufwendungen 43 T€).

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von 2.671 T€ (Vorjahr 1.331 T€). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthält keine gezahlte Zinsen (Vorjahr 9 T€), sondern nur erhaltene Zinsen in Höhe von 45 T€ (Vorjahr 3 T€). Auszahlungen für Ertragsteuern fielen in Höhe von 87 T€ (Vorjahr 8 T€) an.

Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ergibt sich im Berichtsjahr ein Mittelabfluss von 2.116 T€ (Vorjahr 673 T€). Dieser resultiert aus den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Finanzanlagen (Anteile an zwei Investmentfonds) und in das Sachanlagevermögen sowie aus einem der mybet Holding SE gewährten kurzfristigen Darlehen in Höhe von 1.000 T€.

Insgesamt hatte der Konzern im laufenden Geschäftsjahr eine Zunahme des Finanzmittelfonds in Höhe von 555 T€ (Vorjahr 658 T€) zu verzeichnen.

VI. Sonstige Angaben

6.1. Segmentberichterstattung

Umsätze erzielt die pferdewetten.de AG mit der Annahme von Wetten auf Pferderennen. Eine Segmentberichterstattung wurde im Einklang mit den IFRS nicht erstellt, weil alle übrigen Aktivitäten der Haupttätigkeit unterliegen bzw. unwesentlich sind und daher nicht separat einer Berichterstattung an den Vorstand unterliegen. Alle relevanten Daten sind somit aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich.

Dem Management Approach des IFRS 8 folgend wird, da eine Segmentberichterstattung bei einem Ein-Segmentunternehmen keinen Informationsmehrwert besitzt, in der Gewinn- und Verlustrechnung der Nettosaldo der Spieleinsätze und der Spielgewinne abzüglich Erlösschmälerungen wie z.B. Wettsteuern und Bonuszahlungen als Umsatz ausgewiesen (Nettodarstellung). Die wichtigste Steuerungsgröße für das operative Geschäft stellen die Umsatzerlöse und das EBIT dar. Die Umsatzerlöse beinhalten die Umsätze aus dem Wettgeschäft, d.h. die Wettumsätze aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenbonus (sog. "Hold"), die Umsätze aus den Wettprovisionen für die Vermittlung von Wetten und die sonstigen Umsatzerlöse. Das EBIT entspricht dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Betriebsergebnis.

Entwicklung der Wettmarge

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31.12.15

T€
31.12.14

T€
Wettumsätze abzgl. Wettsteuer und Kundenbonus 52.285 33.618
Wettgewinnauszahlungen 47.556 29.590
Umsatzerlöse aus dem Wettgeschäft 4.729 4.028
Marge (Hold) in % 9,0% 12,0%

Segmentübergreifende Angaben

Von den Umsatzerlösen im Geschäftsjahr entfallen 711 T€ auf Umsätze mit einem einzelnen Kunden des Konzerns. Im Vorjahr hat kein einzelner Kunde 10% oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.

Umsatzerlöse werden in Höhe von € 3,6 Mio. (Vorjahr € 2,4 Mio.) mit in Deutschland ansässigen Kunden erzielt. Die verbleibenden Umsatzerlöse werden mit Kunden im Ausland, vorwiegend in Europa, generiert. Sämtliche Umsatzangaben erfolgen nach dem Wohnort des Wettkunden.

Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu geographischen Regionen erfolgt nach dem Sitzland der jeweiligen Konzerngesellschaft, die die Vermögenswerte aktiviert hat. Danach sind die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns bei den deutschen Gesellschaften aktiviert.

6.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaften des Konzerns haben diverse Operating-Leasing-Verträge, insbesondere für Büroeinrichtungen, Personenkraftfahrzeuge und Software, abgeschlossen. Die Leasingraten sind gemäß IAS 17.33 in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Im Berichtsjahr sind hieraus Leasingraten von 89 T€ (Vorjahr 56 T€) geleistet worden. Bedingte Mietzahlungen und Zahlungen aus Untermietverhältnissen sind nicht erfolgt.

Die aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Miet- und Leasingverträgen sowie Dienstleistungsverträgen künftig zu leistenden Zahlungen betragen insgesamt 933 T€ (Vorjahr 819 T€). Die Dienstleistungsverträge betreffen Verpflichtungen gegenüber technischen Dienstleistern für das Streaming von Liveübertragungen und der Videoarchive, Verpflichtungen für Bildrechte sowie Verpflichtungen zur Erstellung der laufenden Buchhaltungen, Quartals- und Jahresabschlüsse.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufwendungen, die aufgrund der Laufzeiten und Kündigungsfristen der Verträge mindestens anfallen.

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31.12.15

T€
31.12.14

T€
Dienstleistungsverträge
Laufzeit bis 1 Jahr 384 427
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 0 168
Mietverträge
Laufzeit bis 1 Jahr 159 78
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 360 76
Leasingverträge
Laufzeit bis 1 Jahr 54 30
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 67 40

Wesentliche Mietvereinbarungen bestehen in Form der Anmietung der Räumlichkeiten für das Wettcenter in München durch die pferdewetten-service.de GmbH und die Räumlichkeiten in Düsseldorf am Unternehmenssitz. Der Vertrag zum Wettcenter in München ist unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2016 zu kündigen, ansonsten verlängert er sich jeweils um ein Jahr. Der Vertrag für die Mieträume am Unternehmenssitz läuft bis zum 31. Oktober 2020 (Festmietzeit) und sieht eine Staffelmiete in der Festmietzeit für die Nettokaltmiete vor. Eine einmalige Option zur Verlängerung besteht für fünf Jahre. Die Option muss sechs Monate vor Ende der Festmietzeit angeübt werden. Für beide Verträge besteht eine Mietpreisanpassungsklausel. Demnach wird, falls und so oft sich der Verbraucherpreisindex für Deutschland gemäß den Feststellungen des Statistischen Bundesamtes erhöht oder ermäßigt, die Nettomiete verändert, ohne dass es einer besonderen Erklärung bedarf.

6.3. Aktienoptionspläne

Die pferdewetten AG hat für Mitarbeiter der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 ein Aktienoptionsprogramm mit Erfüllung aus dem bedingten Kapital (so. "Equity-settled-based transaction") aufgelegt. Bezugsrechte können nur an Personen ausgegeben werden, die in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis zur Gesellschaft oder zu einem verbundenen Unternehmen stehen.

Von dem Höchstumfang auszugebender Bezugsrechte in Höhe von 360.000 Stammaktien können bis zu 60 Prozent an die Mitglieder des Vorstandes, bis zu 60 Prozent an die Geschäftsführer von Tochtergesellschaften und bis zu 80 Prozent an Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften ausgegeben werden. Bezugsrechte dürfen innerhalb der Laufzeit der Ermächtigung laufend begeben werden.

Mitarbeiter können die Bezugsrechte während der Dauer der Ermächtigung nach einem entsprechenden Angebot in der in dem Angebot gesetzten Frist erwerben. Erwerbe sind jedoch ausgeschlossen innerhalb von zwei Wochen vor Veröffentlichung von Zwischenberichten, Halbjahres- und Jahresfinanzberichten oder ggfs. vor diesem Bericht veröffentlichten (vorläufigen) Geschäftsergebnissen.

Die Bezugsrechte dürfen erst nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ab der Gewährung ausgeübt werden (Sperrfrist). Die Ausübung der Bezugsrechte kann in den auf den Ablauf der Sperrfrist folgenden zwei Jahren erfolgen. Danach verfallen nicht wirksam ausgeübte Bezugsrechte.

Die Bezugsrechte können nach Ablauf der Sperrfrist jeweils in einem Zeitraum von drei Wochen nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte für das zweite und dritte Quartal sowie nach Abhaltung der ordentlichen Hauptversammlung ausgeübt werden (Ausübungszeiträume). Der Vorstand und - sofern es die Mitglieder des Vorstands betrifft - der Aufsichtsrat können bei Bedarf die genannten Ausübungszeiträume angemessen verlängern oder verkürzen. Im Übrigen müssen die Berechtigten die Beschränkungen beachten, die aus allgemeinen Rechtsvorschriften, wie z. B. dem Wertpapierhandelsgesetz (Insiderrecht), folgen.

Jeweils ein Bezugsrecht berechtigt im Falle seiner Ausübung zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis ist der Kurs der Aktie bei Begebung. Dabei ist der "Kurs der Aktie" der gewichtete Durchschnittskurs der der Begebung vorangegangenen drei Monate. Die Optionen können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Aktie bei Ausübung mindestens 115 vom Hundert des Kurses der Aktie bei Begebung erreicht. Dabei ist ebenfalls der gewichtete Durchschnittkurs der vorangegangenen drei Monate maßgeblich.

Die Bezugsrechte wurden als Entgelt für Arbeitsleistungen zukünftiger Perioden gewährt. Insoweit erfolgt die Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der insgesamt gewährten Bezugsrechte zeitanteilig über die Sperrfrist von vier Jahren. Die Aufwendungen hieraus werden als Personalaufwand erfasst. Da die gewährten Optionen zum Erwerb von Stammaktien an der pferdewetten.de AG berechtigen und nicht in bar beglichen werden, erhöht die Buchung des Personalaufwands das Eigenkapital (Rücklage für in Eigenkapital zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen, vgl. Tz. 3.7. Buchstabe e)).

Die Optionen sind mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zum Börsenkurs bei Begebung bewertet worden. Bei der Bewertung wurde die Ausübungshürde, die Sperrfrist und wie im Vorjahr keine Fluktuation bei den Mitarbeitern berücksichtigt.

Die wesentlichen Parameter für die Optionspreisberechnung sind nachfolgend dargestellt:

Parameter

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Datum der Gewährung 17.05.12
Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt 1,14 €
Ausübungspreis 1,11 €
Erwartete Volatilität 50,46%
Sperrfrist in Jahren 4
Risikofreie Verzinsung 1,00%
Beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt 0,41 €

Die erwartete Volatilität wurde aus den Kursen der letzten drei Monate vor Gewährung der Aktienoptionen ermittelt.

Nachfolgend die Darstellung der Entwicklung der zu berücksichtigenden Optionen:

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2014 2013
Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis
--- --- --- --- ---
Ausstehende Optionen zum 01.01. 360.000 1,11 € 360.000 1,11
Gewährt in der Periode - - - -
Verfallen in der Periode - - - -
Ausgeübt in der Periode - - - -
Ausgelaufen in der Periode - - - -
Ausstehende Optionen 31.12. 360.000 1,11 360.00 1,11
Ausgeübte Optionen 31.12. - - - -
Ausübbare Optionen 31.12. - - - -

6.4. Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

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2015 2014
Vorstand 1 1
Geschäftsführer 2 3
Angestellte 16 9
Aushilfen 4 6
Insgesamt 23 19

6.5. Vorstand

Dem Vorstand gehörten während des Geschäftsjahres an:

Pierre Hofer, Kaufmann (seit 15. Juli 2010) Köln

Der Vorstand erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2015 (Vorjahreswerte in Klammern) folgende Bezüge:

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Feste Vergütung Erfolgsbezogene Vergütung Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung Geldwerte Vorteile aus Sachbezügen bzw. Car Allowance Gesamt
Gehalt

Tantieme

Aktienoptionen Stück Zeitwert

Sachbezug

--- --- --- --- --- --- ---
Pierre Hofer 180.000 164.934 0 0 23.919 368.853
(180.000) (149.056) (0) (0) (19.426) (348.482)

Die auf das Geschäftsjahr 2015 entfallende Tantieme für den Vorstand Herrn Hofer in Höhe von 165 T€ (Vorjahr 149 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG in Höhe von 140 T€ (Vorjahr 125 T€) zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag in Höhe von 25 T€ (Vorjahr 24 T€) wird im Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG für das Geschäftsjahres 2017 durch den Aufsichtsrat zur Zahlung fällig.

Im Rahmen der am 17. Mai 2012 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften wurden dem Vorstand insgesamt 165.000 Bezugsrechte gewährt.

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Anzahl
Ausstehende Optionen zum 01.01.15 165.000,0
Gewährte Optionen in 2015 0,0
Ausgeübte Optionen in 2015 0,0
Ausstehende Optionen zum 31.12.2015 165.000,0
Ausübbare Optionen zum 31.12.2015 0,0
Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren 0,4
Ausübungspreis in € je Aktie 1,11

Der auf dem Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen beträgt 21 T€ (Vorjahr 20 T€).

Details zu den Vergütungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Sätze 5 bis 8 HGB sind im zusammengefassten Konzernlagebericht, der Bestandteil des Konzernabschlusses ist, angegeben.

6.6. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren:

Markus A. Knoss

(seit 22. August 2014) Betriebswirt, Ludwigsburg

Manager Corporate Trading & Corporate Sales der BankM - Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, Frankfurt am Main

-Vorsitzender-

Sergey Lychak

(seit 18. Juni 2013) CFA, CIIA, MMgt, Eidg. dipl. Finanzanalytiker und Vermögensverwalter, Zürich

-Stellvertreter-

Ivo Brinck

(seit 22. August 2014 bis 2. Dezember 2015) Betriebswirt (BA), Hamburg Vorstand der mybet Holding SE, Kiel (bis zum 31. Juli 2015)

Markus Peuler

(seit 6. Januar 2016), Diplom-Kaufmann, Kleinmachnow Finanzvorstand der mybet Holding SE, Kiel

Für das Geschäftsjahr 2015 wurde für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von insgesamt 19 T€ (Vorjahr 21 T€) erfasst.

Die Mitglieder des Aufsichtrats haben darüber hinaus folgende Mandate in anderen Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Markus A. Knoss:

Mitglied des Aufsichtsrates der mybet Holding SE, Kiel

Sergey Lychak:

Mitglied des Verwaltungsrates der SIGNIA FINANCIAL MANAGEMENT AG, Zürich/Schweiz

6.7. Bestände an Aktien und Aktienoptionen der Organmitglieder

Zum 31. Dezember 2015 waren Vorstand, Mitglieder des Aufsichtsrats und die Mitglieder des Managements der Gesellschaft wie folgt beteiligt:

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Aktien 31.12.2015 Optionen 31.12.2015 Aktien 31.12.2015 Optionen 31.12.2014
Vorstand
Pierre Hofer 21.333 165.000 21.333 165.000
Aufsichtsrat
Markus A. Knoss 1.666 Keine Keine Keine
Sergej Lychak 70.731 Keine 70.731 Keine
Markus Peuler k.A. k.A. k.A. k.A.
Ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrat
Sven Ivo Brinck k. A. k. A. Keine Keine

6. 8. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit gerichtlichem Beschluss vom 6. Januar 2016 wurde Herr Markus Peuler, Diplom-Kaufmann, Kleinmachnow, zum Mitglied des Aufsichtsrates bestellt. Die Bestellung ist befristet bis zum Ablauf der nächsten Hauptversammlung. Am 19. Februar 2016 erfolgte der Antrag auf erneute Erteilung der Buchmacherlizenz bei der Malta Gaming Authority.

6.9. Risikomanagement und Angaben zum Kapitalmanagement

Risikomanagement

Der Konzern pferdewetten AG unterliegt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken des Marktes, rechtlichen und regulatorischen Risiken oder beispielsweise technologischen Risiken. Die wesentlichen Risiken der künftigen Entwicklung sind im Lagebericht angegeben. Die möglichen Auswirkungen von Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements als Bestandteil des periodischen Berichtswesens analysiert und bewertet. Weiterer Bestandteil des Risikomanagements ist das Erfordernis einer Genehmigung durch den Aufsichtsrat für bestimmte Maßnahmen.

Die Risiken aus Wechselkursveränderungen werden als geringfügig eingestuft. Im operativen Bereich werden Transaktionen fast ausschließlich in Euro abgerechnet und Fremdwährungstransaktionen innerhalb einer so kurzen Zeitspanne abgewickelt, die - auch aufgrund des Volumens dieser Transaktionen - lediglich ein geringfügiges Risiko enthalten.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus der Veränderungen des Zinssatzes erfahren können.

Durch die erstmals im Geschäftsjahr erfolgte Investition von finanziellen Mitteln in Anteile an Investmentfonds (Buchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 490) ist der Konzern auch Preisänderungsrisiken (Aktienkurse) ausgesetzt. Diese können sich auf die Bewertung der unter den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Anteile an zwei Investmentfonds auswirken. Ausgehend von der Fondsstruktur der gehaltenen Fondsanteile (vorwiegend Investitionen in europäische Anleihen mit bester Bonität und durchschnittlich 25% Aktienquote) und der bisherigen Wertenwicklung in Höhe von 1,95% bis 3,44% p.a. (Angaben per 31. Dezember 2015) wird das Preisänderungsrisiko als gering eingestuft. Es wird daher nicht erwartet, dass die am Bilanzstichtag erfolgte Abwertung von 7 T€ auf den Börsenkurs am 30. Dezember 2015 von Dauer ist. Für den Investmentfonds selbst können abhängig von deren Anlagestrategie Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Kontrahentenrisiken, Risiken aus dem Derivateneinsatz, operationelle Risiken und Verwahrrisiken von Bedeutung sein. Ziel der Investitionen ist eine sicherheitsorientierte mittelfristige bis langfristige Anlage von frei verfügbaren überschüssigen finanziellen Mitteln in alternative Anlageformen mit einer mittelfristig erwarteten positiven Rendite aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes. Die Entscheidung zur Anlage von frei verfügbaren finanziellen Mitteln erfolgt durch den Vorstand der pferdewetten.de AG auf Basis der aktuellen Liquiditätslage des Konzerns. Bei einer Veränderung des Börsenkurses um +5 % bzw.-5 % im Vergleich zum Börsenkurs der Fonds am 31. Dezember 2015 würde sich eine Aufwertung um 25 T€ bzw. eine Abwertung von 25 T€ ergeben.

Risiken bezüglich des Zahlungsausfalls von wesentlichen Forderungen werden fortlaufend überwacht und gesteuert. Das maximale Risiko für Zahlungsausfälle wird in der Bilanz anhand der zum Buchwert angesetzten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte abgebildet. Darüber hinaus bestehen umfangreiche Sicherungsrechte in Bezug auf die gewährten Darlehen an die mybet Holding SE in Höhe von insgesamt 1.804 T€ (Vorjahr 751 T€), die unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Insoweit sind die Darlehensforderungen ausreichend besichert.

Risiken etwaiger Liquiditätsengpässe werden mittels periodischen Liquiditätsplanungen überwacht.

Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement soll den Konzern in die Lage versetzen, eine positive Cashflow-Entwicklung zu erzielen und die Finanzierung des operativen Geschäfts zu gewährleisten. Gemanagt wird ein Eigenkapital von 7.859 T€ per 31. Dezember 2015 (Vorjahr 5.071 T€) bei einer Eigenkapitalquote von 73 % (Vorjahr 70 %). Ziel des Kapitalmanagements ist die finanzielle Substanzerhaltung und -erweiterung. Dies erfolgt unter der Maßgabe, dass Chancen bei der Erschließung von Märkten und neuen Produkten genutzt werden können und sollen. Einsparungspotenziale werden permanent untersucht und entsprechende Aktivitäten nach abgeschlossener Prüfung umgesetzt. Insgesamt soll das Kapitalmanagement den Konzern in die Lage versetzen, eine positive Geschäftsentwicklung zu erreichen.

Liquiditätsmanagement

Die Liquiditätslage des Konzerns wird laufend überwacht und stetig in einen konkreten Liquiditätsplan aller erwarteten zukünftigen Ein- und Auszahlungen überführt. Zum Abschlussstichtag verfügt der Konzern über freie liquide Mittel in Höhe von 2.267 T€ (unter der Berücksichtigung von kurzfristigen Kreditkartenverbindlichkeiten von insgesamt 1 T€). Damit hat sich die Liquiditätssituation im Vergleich zum Vorjahr mit damals frei verfügbaren Mitteln in Höhe von 1.973 T€ verbessert.

Der aufgestellte Liquiditätsplan weist über einen 12-Monatszeitraum ab dem Stichtag der Abschlussaufstellung jederzeit Zahlungsmittelüberschüsse aus, so dass die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzern gesichert ist.

6.10. Honorar der Abschlussprüfung

Als Honorar für die Abschlussprüfung wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Aufwand von insgesamt 75 T€ (Vorjahr 95 T€) erfasst. In Höhe von 2 T€ entfiel dieser Aufwand auf die Abschlussprüfung des Jahres 2014.

Durch die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden keine weiteren Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen in Anspruch genommen.

6.11. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Mehrheitsaktionärin mybet Holding SE und die pferdewetten.de AG schlossen am 29. November 2013 einen Domainübertragungs- und Domainlizensierungsvertrag ab. Gegenstand des Vertrages ist die entgeltliche Übertragung sämtlicher Rechte an den Domains "www.sportwetten.com" und "www.sportwetten.de" mit Wirkung zum 28. November 2013 und die anschließende Nutzungsüberlassung der Domains an die mybet Holding SE über eine Laufzeit von 36 Monaten. Zugleich wurde der mybet Holding SE das Recht eingeräumt, während des Nutzungszeitraums die Domains zu einem vorab festgelegten Kaufpreis jederzeit zurückzuerwerben (Call-Option). Aufgrund der vorab vereinbarten Rückkaufoption der mybet Holding SE verbleiben die wesentlichen Chancen und Risiken und damit das wirtschaftliche Eigentum an den Domains bei der mybet Holding SE. Der gezahlte Kaufpreis an die mybet Holding SE wurde daher als Kreditgewährung bilanziert und die vereinbarten Entgelte für die Kapitalüberlassung als Zinserträge erfasst. Im Geschäftsjahr resultierten hieraus Zinserträge in Höhe von 60 T€ (Vorjahr 63 T€). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem gezahlten Kaufpreis und dem Rückkaufpreis wird ratierlich über die Laufzeit von 36 Monaten aktiviert. Im Geschäftsjahr resultierten hieraus Zinserträge in Höhe von 17 T€ (Vorjahr 17 T€).

Mit Vertrag im Juli 2015 wurde der mybet Holding SE ein zweites Darlehen in Höhe von 1.000 T€ gewährt. Die Laufzeit des Darlehens endet zum 30. April 2016. Im Geschäftsjahr resulieren aus der Darlehensgewährung Zinserträge in Höhe von 17 T€. Als Sicherheit hat die mybet Holding SE insgesamt 360.000 Stück Aktien (WKN A1KO5B), die diese an der pferdewetten.de AG hält, ein Pfandrecht eingeräumt. Ausgehend vom Schlusskurs an der Börse Berlin am 30. Dezember 2015 (€ 4,25 je Aktie) beträgt der Fair Value der mit einem Pfandrecht ausgestatteten Aktien zum 31. Dezember 2015 1.530 T€. Die Möglichkeit der Inpfandnahme der Aktien ist durch die Hauptversammlung vom 18. Juni 2015 genehmigt. Die Verzinsung des Darlehens erfolgt mit 4 % p.a.

Zudem bestehen folgende Geschäftsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften der mybet Holding SE und Tochtergesellschaften der pferdewetten.de AG:

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Betrag des Geschäftsvorfalles 2015 Betrag des Geschäftsvorfalles 2014
Dienstleistungen Zahlungsverkehr der C4U Ltd. Malta an die netX Betting Ltd. 192.245,38 € 99.589,19 €
Provisionen der pferdewetten-service.de GmbH an die Personal Exchange International Ltd. 3.304,15 € 13.080,19 €
Weiterberechnung Beratungskosten der mybet Holding SE an die pferdewetten.de AG 1.775,47 € 45.725,04 €
Servicegebühren der Personal Exchange International Ltd. an die pferdewetten-service.de GmbH 77,81 € 0,00 €
Weiterberechnung Beratungskosten der mybet Holding SE an die pferdewetten-service.de GmbH 0,00 € 899,92 €

Die folgenden Salden waren am Ende der Berichtsperiode ausstehend:

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31.12.15

T€
31.12.14

T€
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen
mybet Holding SE 1.805 751
Tochtergesellschaften der mybet Holding SE 126 101
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
mybet Holding SE 56 55
Tochtergesellschaften der mybet Holding SE 8 7

Sonstige Dienstleistungen gegenüber anderen nahestehenden Personen wurden weder erbracht noch bezogen.

Sämtliche Preise sind marktgerecht gestaltet. Die Leistungen werden entsprechend marktüblicher Stundensätze und den üblichen Konzernpreisen berechnet.

Die Forderungen gegen die mybet Holding SE resultieren in Höhe von 685 T€ (Vorjahr: 668 T€) aus dem Domainübertragungs- und Domainlizensierungsvertrag vom 29. November 2013. Bei Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen besteht das Recht auf Übertragung der Rechte und Pflichten an den Domains "www.sportwetten.com" und "www.sportwetten.de". In Höhe von 1.000 T€ resultieren die Forderungen gegen die mybet Holding SE aus der Darlehensgewährung im Juli 2015. Bei Nichterfüllung der vertraglichen Verpflichtungen besteht das Recht auf Verwertung des bestellten Pfandrechtes an 360.000 Stück Aktien, die die mybet Holding SE an der pferdewetten.de AG hält.

Die Forderungen gegen Tochtergesellschaften der mybet Holding SE sind unbesichert.

Es wurden keine Wertberichtigungen für Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen im aktuellen oder vorherigen Geschäftsjahr vorgenommen.

6.12. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Eine nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum deutschen Corporate Governance Codex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Homepage der pferdewetten.de AG (www.pferdewetten.ag) öffentlich zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 9. März 2016

Pierre Hofer, Vorstand

Unternehmenskalender 2016

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12.05.2016 Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres 2016
11.08.2016 Jahreshauptversammlung
11.08.2016 Veröffentlichung Halbjahresbericht 2016
10.11.2016 Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. Halbjahres 2016

Bilanzeid

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 9. März 2016

Pierre Hofer, Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfer

Wir haben den von der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 9. März 2016

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Reiher, Wirtschaftsprüfer

Presser, Wirtschaftsprüferin

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Pferdewetten.de AG

Kaistr. 4

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Internet: www.pferdewetten.ag

Vorstand: Pierre Hofer

Aufsichtsrat: Markus A. Knoss (Vorsitz)