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Paul Hartmann AG — Management Reports 2014
Jun 30, 2015
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Management Reports
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PAUL HARTMANN AG
Heidenheim an der Brenz
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Lagebericht
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell der HARTMANN GRUPPE
Die HARTMANN GRUPPE fokussiert ihre Geschäftstätigkeit auf Systemlösungen für professionelle Kunden in Medizin und Pflege. Geografisch sind wir mit unseren Gesellschaften weltweit in bedeutenden Absatzmärkten kundennah präsent. In der PAUL HARTMANN AG sind die wesentlichen organisatorischen Einheiten zusammengefasst, die die Konzernaktivitäten steuern.
Unternehmensstrategie fokussiert auf medizinische Systemangebote
Die HARTMANN GRUPPE ist einer der führenden europäischen Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten mit den Kompetenzschwerpunkten Wundbehandlung, Inkontinenzversorgung und Infektionsprophylaxe. Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte für die Kompressionstherapie, Immobilisation und Erste Hilfe sowie zur Selbstdiagnose. Unterstützende Dienstleistungen runden das Angebot für Medizin und Pflege ab.
Der Schwerpunkt liegt auf Systemangeboten für professionelle Verwender in Kliniken, in Arztpraxen sowie in Alten- und Pflegeheimen oder in der häuslichen Pflege. Wir arbeiten aber auch zunehmend mit den Trägern der Gesundheitssysteme zusammen, um die attraktive und kostengünstige Versorgung der Versicherten sicherzustellen, darunter beispielsweise auch bei der häuslichen Belieferung von Patienten mit absorbierenden Inkontinenzprodukten. Mit anwendergerechten Produkten und maßgeschneiderten Serviceleistungen bietet HARTMANN Komplettlösungen an, die dazu beitragen, die tägliche Versorgung der Patienten effektiv und wirtschaftlich zu gestalten. Diese Systemangebote basieren auf fundiertem medizinischem Wissen, langjähriger Praxiserfahrung und einem tiefen Verständnis der Anforderungen und Arbeitsabläufe unserer Kunden.
Als zuverlässiger Partner verfolgt HARTMANN das Ziel, dauerhafte Kundenbeziehungen aufzubauen und eine führende Position in den mit eigenen Gesellschaften bedienten Märkten einzunehmen. Neben den medizinischen Kernsortimenten für professionelle Zielgruppen in Medizin und Pflege führt HARTMANN auch endverbrauchernahe medizinische Sortimente, die über Apotheken und den Sanitätsfachhandel vertrieben werden.
Seit der im Jahr 2005 erfolgten Fokussierung der Geschäftsaktivitäten der HARTMANN GRUPPE auf medizinische Kernkompetenzfelder werden nach Sortimentsschwerpunkten gegliederte Geschäftssegmente ausgewiesen: Wund-, Inkontinenz- und Infektionsmanagement sowie das Segment Weitere Konzernaktivitäten, dem schwerpunktmäßig die Aktivitäten der Konzerngesellschaften Kneipp, KOB, CMC und NOGE zugeordnet sind.
HARTMANN ist mit eigenen Gesellschaften international marktnah aufgestellt
Die HARTMANN GRUPPE setzt sich aus der PAUL HARTMANN AG und Konzerngesellschaften in Deutschland sowie in ausländischen Absatzmärkten zusammen. Die Gesellschaften sind ergebnisverantwortlich und in sechs geografischen Regionen zusammengefasst, die länderübergreifende Steuerungsfunktionen übernehmen. Die Regionen werden von Regional-Direktoren geleitet. In enger Abstimmung mit den Geschäftsführern in der Region stellen sie die Umsetzung der Konzernstrategie sicher und bündeln die Aktivitäten unter Umsatz- und Ertragsgesichtspunkten sowie unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten.
Im Dezember 2014 sind wir mit einem Investor über den Verkauf des HARTMANN-Betriebs im österreichischen Grimmenstein, in dem Zellstoffprodukte hergestellt werden, einig geworden. Für die in Grimmenstein produzierten Nischensortimente geht das Unternehmen eine Lieferbeziehung mit dem Käufer ein, der weiterhin nach HARTMANN-Standards produziert. Der Verkauf ist ein weiterer Schritt, die Geschäftsaktivitäten im medizinischen Kerngeschäft auf die strategiekonformen Sortimente zu fokussieren.
Die im Geschäftssegment Weitere Konzernaktivitäten zusammengefassten Konzerngesellschaften berichten direkt an das jeweils zuständige Vorstandsmitglied.
PAUL HARTMANN AG steuert die Konzernaktivitäten
Die PAUL HARTMANN AG wird durch einen Vorstand geleitet, an dessen Spitze der Vorstandsvorsitzende steht. Der Vorstand bestimmt die Konzernstrategie, übernimmt die Steuerung der Regionen und Gesellschaften, legt das Produkt- und Dienstleistungsportfolio fest, organisiert die weltweite Lieferkette, betreibt das Führungskräftemanagement, ordnet die Ressourcen strategiekonform zu und ist verantwortlich für das Management der Finanzen.
Funktionsbereiche innerhalb der PAUL HARTMANN AG nehmen die Konzernsteuerung wahr. Der Bereich Business Development wurde neu aufgestellt. Seine Aufgaben sind das Entwickeln neuer Geschäftsmodelle, die generelle Identifizierung, Akquisition/Lizenzierung und Integration innovativer Produkte sowie noch nicht erschlossener Geschäftsfelder.
Mit dem Global Engagement Sounding Board hat der Vorstand ein Gremium ins Leben gerufen, das Führungskräfte sowie ausgewählte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Konzernzentrale und den Landesgesellschaften umfasst. Es setzt sich themenbezogen unterschiedlich zusammen. Seine Aufgabe ist es, die strategischen Botschaften des Vorstands auf verständliche Weise ins Unternehmen zu tragen und so die Veränderungsprozesse voranzutreiben.
PAUL HARTMANN AG ist keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des Aktiengesetzes
Das gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG setzt sich zum 31. Dezember 2014 unverändert aus insgesamt 3.572.424 Namensstückaktien zusammen. Mit Ausnahme der 20.682 eigenen Aktien sind sämtliche Aktien voll stimmberechtigt.
Ein Teil unserer Aktionäre hat sich zur Wahrung ihrer Interessen und zur Erhaltung eines stabilen Aktionärsstamms in der Schutzgemeinschaft von Aktionären der PAUL HARTMANN AG zusammengeschlossen. Vor Beschlussfassungen in Hauptversammlungen verständigen sich ihre Mitglieder über eine Stimmrechtsbindung. Übertragungen von Aktien der betreffenden Aktionäre finden vereinbarungsgemäß innerhalb der Schutzgemeinschaft statt.
Die HARTMANN-Aktie ist in den Handel des Entry Standard im Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Daher ist weder die PAUL HARTMANN AG eine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des Aktiengesetzes noch wird die HARTMANN-Aktie an einem organisierten Markt gehandelt. Demnach gelten allein die Mitteilungspflichten und Meldeschwellen nach §§ 20, 21 AktG, sodass wir von einer Veröffentlichung direkter oder indirekter Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, absehen.
Es bestehen weder Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, noch besteht eine Stimmrechtskontrolle gemäß § 289 Absatz 4 Ziffer 5 beziehungsweise § 315 Absatz 4 Ziffer 5 HGB.
Vorstandsmitglieder werden gemäß den Regelungen der §§ 84 und 85 AktG bestellt und abberufen. Weiterhin regelt die Satzung, dass der Aufsichtsrat der PAUL HARTMANN AG die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt und er ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden bestellen kann. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Zusammensetzung des Vorstands ist auf Seite 45 dargestellt. Eine Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien besteht derzeit nicht. Jedoch ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2010 bis zum 30. April 2015 ermächtigt, eigene Aktien für das Unternehmen bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben und wieder zu veräußern.
Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft mit dem Vorstand hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme oder hinsichtlich Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall einer Übernahme.
Änderungen der Satzung bedürfen gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.
Forschung und Entwicklung
Das Mitte 2014 in Betrieb genommene Medical Innovation Center in Heidenheim war eine wichtige Investition, um in einer hochmodernen Fertigung eine eng an Kundenbedürfnissen orientierte Produktentwicklung voranzutreiben. Im Segment Wundmanagement haben wir konzernweit die Entwicklungsarbeit noch stärker auf eine wissenschaftliche Basis gestellt. Gezielte Entwicklungsprojekte in den Kernsegmenten Inkontinenz- und Infektionsmanagement dienten auch im Berichtsjahr dazu, eine bestmögliche Patientenversorgung mit Kosteneffizienz in den Gesundheitssystemen in Einklang zu bringen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Jahr 2014 auf 49,2 Mio. EUR.
Medical Innovation Center unterstützt die kundenorientierte und fertigungsnahe Entwicklung
Am 7. Juli 2014 hat HARTMANN am Standort der Konzernzentrale in Heidenheim eine der weltweit modernsten Reinraumfertigungen für Wundauflagen und kundenindividuelle OP-Komplettsets offiziell in Betrieb genommen. Zwei völlig unabhängig voneinander funktionierende Fertigungen mit einer gemeinsamen Logistik zu verbinden, ist ein innovativer Ansatz bei der Herstellung von Medizinprodukten. Von Anfang an stand bei der Konzeption des Medical Innovation Centers neben schlanken Prozessen insbesondere der Kundendialog in der "Gläsernen Fertigung" im Vordergrund. In dem direkt angegliederten originalgetreuen Operationssaal können unsere Kunden neu entwickelte OP-Sets testen.
Das Medical Innovation Center mit seinen flexiblen Fertigungsstrukturen fungiert damit auch als Bindeglied zu den internen Entwicklungsfunktionen hinsichtlich künftiger Produktgenerationen. Innovative Produktideen lassen sich so frühzeitig auf technologische Realisierbarkeit untersuchen. Die räumliche Nähe ermöglicht eine effiziente Zusammenarbeit aller Beteiligten und verkürzt den Entwicklungsprozess bis zur Markteinführung neuer Produkte (Time to Market).
Profilierung von HARTMANN als Experte in der modernen Wundbehandlung
Im Geschäftsjahr 2014 hat HARTMANN sein internationales Kompetenznetzwerk weiter ausgebaut, um mithilfe klinischer Studien wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkmechanismen von Wundauflagen innerhalb der einzelnen Heilungsphasen zu gewinnen. So konnte beispielsweise in einer Studie mit Ärzten aus Klinik und niedergelassener Praxis nachgewiesen werden, dass sich HydroClean, die mit Ringerlösung aktivierte Kompresse für die Nasstherapie, über die Reinigungsphase hinaus auch für den Gewebeaufbau in der Granulationsphase eignet. Dies unterstützt den im Jahr 2013 von HARTMANN lancierten HydroTherapy-Ansatz, mit möglichst wenig unterschiedlichen Produkten chronische Wunden schneller zum Abheilen zu bringen.
Eine Studie befasste sich im Berichtsjahr damit, wann im Verlauf der Therapie schwer heilender Wunden ein Wechsel von der Vivano Unterdruck-Therapie zur Versorgung mit modernen, hydroaktiven Wundauflagen, etwa im Rahmen der Hydro-Therapy von HARTMANN, angezeigt sein kann. Ein Wechsel der Therapieform dient dem Wohl des Patienten, da damit auch ein Wechsel von stationäroperativer zu ambulanter Versorgung einhergehen kann. Darüber hinaus lassen sich für die Kunden in vielen Fällen auch wirtschaftliche Vorteile realisieren.
Ein Schwerpunktthema auf der 24. Konferenz der European Wound Management Association, die im Mai 2014 in Madrid stattfand, bildeten Nachweise, die neben der therapeutischen auch die ökonomische Nutzeneffizienz einer Behandlung belegen. Dort konnte HARTMANN aus der Kombination klinischer Daten mit Kostendaten die Wirtschaftlichkeit seiner Konzepte zur modernen Wundtherapie erneut belegen.
Schwerpunktprojekte im Bereich moderner Wundbehandlung
HARTMANN unterhält seit langem intensive Kontakte zu Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten, um in gemeinsamen Projekten die physiologischen Eigenschaften von Materialien für die Anwendung in der Wundbehandlung weiterzuentwickeln. Im Berichtsjahr befasste sich ein Projekt damit, wie neue in Wundauflagen eingesetzte Materialkombinationen zu verbesserten Heilungsverläufen beitragen können.
HARTMANN ist Partner eines EU-Projekts, in dem Mikrokapseln untersucht werden, die gezielt eine antimikrobielle Wirkung in der Wundbehandlung entfalten können, um so den störenden Einfluss von Bakterien auf die Wundheilung zu vermindern. Ebenso bekommt die Biokompatibilität als Entwicklungsschwerpunkt wachsende Bedeutung, etwa die Oberflächenbeschaffenheit von Wundauflagen, um den Heilungsverlauf begünstigende Faktoren zu steigern.
Als Alternative zur traditionell mit Salbenmasse beschichteten Kompresse Atrauman wurde im Jahr 2014 eine Wundkontaktauflage auf Silikonbasis auf den Markt gebracht, die beim Verbandwechsel zuverlässig ein Verkleben mit der Wunde verhindert. HydroTac comfort, ein selbsthaftender Schaumverband mit Gelbeschichtung, wurde im Berichtsjahr mit einem optimierten Applikationssystem ausgestattet, das ein einfacheres und sicheres Auflegen auf die Wunde ermöglicht.
Das seit 2011 unter der Marke Vivano angebotene Produktsystem zur Unterdruck-Therapie stößt international auf eine beachtliche Akzeptanz bei Klinikkunden. Kontinuierlich wurde das Sortiment weiterentwickelt, um den Kundenbedürfnissen und den therapeutischen Anforderungen bei unterschiedlichen Wundtypen gerecht zu werden. Im Berichtsjahr wurde das Gesamtsystem um einen so genannten Y-Connector ergänzt. Damit können die Wundverbände zweier Wunden gleicher Genese bei einem Patienten mit der Unterdruck-Therapieeinheit verbunden werden.
Absorbierende Inkontinenzprodukte gezielt weiterentwickelt
Im Geschäftsjahr 2014 hat HARTMANN sein gesamtes Sortiment an absorbierenden Inkontinenzprodukten überprüft, um künftig noch besser den sehr heterogenen und sich zunehmend differenzierenden Anforderungen in den einzelnen Gesundheitsmärkten und Nutzergruppen gerecht zu werden. Erste Projekte sind im Berichtsjahr angelaufen; im Fokus aller Produktentwicklungen stehen die Parameter Saugleistung und Handling ebenso wie Tragekomfort und Hautfreundlichkeit. Die saugstärkste Inkontinenzhose von HARTMANN, MoliCare super plus, wurde 2014 mit einem neu konzipierten Saugkörper und textilen, wäscheähnlichen Seitenteilen ausgestattet. Ein neues Verschlusssystem erleichtert Pflegepersonen das korrekte Anlegen des Produkts.
MoliCare Mobile, der Inkontinenzslip von HARTMANN für mobile Menschen, wurde im Berichtsjahr hinsichtlich anatomischer Passform speziell für die männliche Anatomie optimiert und zur Marktreife entwickelt. Damit entsprechen wir einem Markttrend hin zu geschlechtsspezifischen Inkontinenzprodukten.
Die von namhaften, in der EDANA (Europäischer Verband der Hersteller von Einweg-Hygieneartikeln und Vliesstoffprodukten) zusammengeschlossenen Herstellern, darunter auch HARTMANN, im Jahr 2012 vereinbarte einheitliche Testmethode hinsichtlich des Auslaufschutzes absorbierender Inkontinenzprodukte ("Absorption Before Leakage" = ABL) etabliert sich zunehmend als Standard bei der Produktbewertung auf Kundenseite. In immer mehr europäischen Ländern wird der ABL-Test inzwischen als Qualitätskriterium bei Ausschreibungen diskutiert und berücksichtigt. Hier kann HARTMANN mit dem innovativen Design seiner Produkte punkten.
Optimierte Sortimente begegnen den Anforderungen im OP-Betrieb
Um im stark vom Preis dominierten Ausschreibungsgeschäft bei OP-Abdeckmaterial weiterhin hochwertige und wettbewerbsfähige Produkte anbieten zu können, hat HARTMANN im Geschäftsjahr 2014 sein Sortiment weiter optimiert und gezielt ergänzt. Das eingesetzte, technologisch hochmoderne Vliesverbundmaterial zeichnet sich durch hohe Stabilität aus, erfüllt Anforderungen an eine wirksame Keimbarriere und lässt sich gut drapieren. Erfordert eine OP-Disziplin an bestimmten Stellen des Abdeckmaterials besonders stark absorbierende Zonen, etwa bei Hüft- oder Prostata-operationen, werden Verstärkungszonen als zusätzliche Materiallage appliziert. Die Einzelverpackungen der unter der Marke Foliodress angebotenen OP-Mäntel wurden im Berichtsjahr hinsichtlich Handling und Größenkennzeichnung optimiert. Neu sind darüber hinaus farbliche Differenzierungsmerkmale, um Funktionsgruppen im OP-Saal besser unterscheiden zu können. Die Entwicklung eines speziellen Unterziehhandschuhs, der farblich abgesetzt dem Operateur sofort eine Perforation des eigentlichen OP-Handschuhs aufzeigt, haben wir abgeschlossen. Er ergänzt ab 2015 gezielt unser überarbeitetes Peha-taft-Handschuhprogramm.
Einweg-OP-Instrumente der Marke Peha-instrument wurden 2014 mit einer deutlich erkennbaren Farbcodierung ausgestattet, damit sich Einweg- und Mehrweginstrumente besser voneinander unterscheiden lassen. Kunden schätzen den sicheren Auftrag und die toxikologische Unbedenklichkeit der Farbcodierung, die uns vom Wettbewerb unterscheidet.
Gezielte Entwicklungsprojekte für noch besseren Infektionsschutz
Die Durchführung einer Hautpflegestudie für den Produktklassiker Sterillium bildete einen Schwerpunkt der Aktivitäten im Bereich Händedesinfektion. Das Studiendesign simulierte eine praxisgerechte Produktanwendung über einen Zeitraum von zwei Wochen. Trotz hoher Anwendungshäufigkeit konnte erstmalig für ein flüssiges alkoholisches Händedesinfektionsmittel eine signifikant hautbefeuchtende Wirkung im Vergleich zur unbehandelten Hand nachgewiesen werden. Außerdem konnte die gute Hautverträglichkeit des Pflegekomplexes erneut wissenschaftlich bestätigt werden. Die Ergebnisse lassen sich auf den Klinikalltag übertragen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Compliance in der Händedesinfektion und haben somit einen direkten positiven Einfluss auf die Infektionshäufigkeit und die daraus resultierende Kostensituation der Kunden.
Als neues Produkt wurde Stellisept HD, ein antimikrobielles Händedekontaminationsprodukt, zur Marktreife entwickelt, das im Bereich der hygienischen Handwaschung in der Desinfektionsmittel-Liste des deutschen Verbunds für Angewandte Hygiene gelistet ist. Mit der Innovation wird unser Sortiment für den Industriesektor um ein hochwertiges und umfassend begutachtetes Produkt erweitert.
Im Bereich der Flächendesinfektion wurde Anfang des Geschäftsjahres die Entwicklungsarbeit an den gebrauchsfertigen Wischtüchern X-Wipes abgeschlossen, das aus aufgerollten Vliestüchern in einem Folienbeutel und einem Tuchspender besteht. Ein neuartiges Verschlusssystem macht die Aufbereitung des Spenders einfach und sicher, da die Anwendungslösung nicht mehr mit dem Tuchspender in Kontakt kommt. Damit setzt HARTMANN neue Maßstäbe in der Hygiene; das Produktsystem wurde zum Patent angemeldet.
Bodedex zyme, ein neu entwickelter enzymatischer Instrumentenreiniger für die manuelle Aufbereitung, entfernt selbsttätig organische Verunreinigungen von den Oberflächen medizinischer Instrumente. Der Reiniger setzt sich aus nachwachsenden Rohstoffen mit guter biologischer Abbaubarkeit zusammen. Manuelle Verfahren haben sich vor allem in kleineren Versorgungseinrichtungen, Labors oder Praxen etabliert, deren Budgets keine Investitionen in teure Maschinenparks erlauben. Die Produktzusammensetzung mit besonderen Eigenschaften zur Ablösung von Verunreinigungen wurde zum Patent angemeldet.
Online-Portal für einfache Blutdruck-Kontrolle
Das HARTMANN-Premiumprodukt unter den Oberarm-Blutdruckmessgeräten, Tensoval duo control, findet bei gesundheitsbewussten Endverbrauchern hohe Akzeptanz, weil durch die Verbindung der oszillometrischen Messmethode mit der von Ärzten angewandten Korotkoff-Methode besonders valide Messergebnisse erfasst werden. Seit Mitte 2014 wird auf der Tensoval-Website das Tool "cardio control online" angeboten, mit dem die persönliche Bluthochdruck-Historie elektronisch nachvollzogen werden kann. Dies erleichtert es Patienten, ihre Werte mit zugeordneten Kommentaren mit dem Hausarzt zu besprechen. HARTMANN unterstützt damit den Trend zum Selbstmonitoring von Vitalwerten.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft verzeichnete 2014 einen Aufschwung. Trotz der Sparanstrengungen in den Gesundheitssystemen entwickelte sich der Markt für Medizinprodukte weiterhin positiv. Der demografische Wandel, die Zunahme chronischer Erkrankungen und die wachsenden Bemühungen zur Bekämpfung von Krankenhausinfektionen führten zu einer steigenden Nachfrage nach Produkten in den Bereichen Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprophylaxe.
Positive Entwicklung der weltweiten Konjunktur
Trotz weltweiter Krisen und Konflikte beziffert die Weltbank das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2014 auf 2,6 %. Von der Erholung auf den Arbeitsmärkten und der lockeren Geldpolitik der Notenbanken profitierten besonders die USA und Großbritannien, während sich die Konjunktur in der Eurozone und in Japan nur sehr gering verbesserte. Die Entwicklungsländer sind im Berichtsjahr laut Weltbank überdurchschnittlich um 4,4 % gewachsen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts nahm das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland 2014 um 1,5 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft so stark gewachsen wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre nicht mehr. Die Exporte sowie die Investitionen legten jeweils um 3,7 % zu. Aufgrund einer hohen Beschäftigungsquote und gestiegener Löhne sorgte der private Konsum für zusätzliche Wachstumsimpulse. Nach einem schwungvollen Jahresauftakt 2014 und einer darauf folgenden Schwächephase im Sommer hat sich die konjunkturelle Lage in Deutschland zum Jahresende laut Statistischem Bundesamt wieder stabilisiert.
Energierohstoffe verbilligten sich 2014
Die Preisentwicklung der für HARTMANN wichtigen Rohstoffe verlief im Berichtsjahr gegenläufig. Während Baumwolle im Jahresdurchschnitt einen Preisrückgang von 6 % auf 1.830 USD pro Tonne verbuchte, stieg der Preis für Zellulose um knapp 10 % auf 1.028 USD pro Tonne. Der durchschnittliche Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar war nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr, sodass sich hieraus keine wesentlichen Effekte ergaben.
Der Preis für Rohöl hat sich im Jahr 2014 kräftig verbilligt. Gegen Jahresmitte setzten kräftige Preisrückgänge ein, in deren Verlauf der Ölpreis bis Ende 2014 um mehr als 50 % fiel. Auslöser für den Preisverfall war ein Angebotsüberschuss auf dem internationalen Ölmarkt. Entsprechend waren auch die Preise für auf Rohöl basierende Rohstoffe rückläufig.
Markt für Medizinprodukte entwickelte sich weiterhin positiv
Wachstumstreiber für den Markt für Medizinprodukte waren auch im Geschäftsjahr 2014 der medizinische Fortschritt, eine zunehmende Zahl immer älterer Menschen mit chronischen Erkrankungen in den Industriestaaten, der Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein der Menschen. Gemäß Berechnungen des Beratungsunternehmens Deloitte liegt das Wachstum der Gesundheitsausgaben in Westeuropa und Nordamerika bei 2,4 beziehungsweise 4,9 %, während es in Asien und Australien 8,1 % beträgt.
Nach Angaben des deutschen Bundesverbands Medizintechnologie e. V. belief sich der Weltmarkt für Medizintechnologien 2012 auf schätzungsweise 220 Mrd. EUR. Die USA hatten mit 90 Mrd. EUR mit Abstand den größten Weltmarktanteil. Der europäische Markt für Medizinprodukte wird auf rund 70 Mrd. EUR geschätzt; Deutschland war dort 2014 mit rund 22 Mrd. EUR erneut der größte Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Deloitte ging im Berichtsjahr für Deutschland von einem durchschnittlichen Wachstum der Gesundheitsausgaben von lediglich 2,8 % aus. Hauptursache hierfür ist der starke Preisdruck, der einerseits aus der wachsenden Marktmacht auf Kundenseite, andererseits aus sinkenden Erstattungen der Krankenkassen für Medizinprodukte resultierte.
Wundmanagement war auch 2014 interessanter Wachstumsmarkt
Das Marktvolumen aller Produktkategorien für das Wundmanagement belief sich im Jahr 2014 GlobalData zufolge weltweit auf knapp 17 Mrd. EUR; das jährliche Wachstum lag bei rund 4 %. Das Wachstum ist einerseits Folge der zunehmenden Zahl chronischer Wunden, etwa venöser oder diabetischer Ulcera, vor dem Hintergrund einer älterwerdenden Bevölkerung; andererseits ist es getrieben durch den technologischen Fortschritt bei innovativen Behandlungssystemen, wie zum Beispiel der Unterdruck-Therapie. Laut den Angaben von GlobalData ist zu beobachten, dass sich die Wachstumsraten bei klassischen Wundauflagen und modernen Therapiesystemen global auf einem Niveau von 2 bis 3 % annähern. Der Ausbau der Gesundheitsversorgung in den Schwellenländern und der Kostendruck in den Gesundheitssystemen der Industriestaaten sind hierfür wesentliche Einflussfaktoren. Überdurchschnittliches Wachstum von über 6 % wird laut GlobalData weltweit für den Bereich Kompressionstherapie prognostiziert.
Innerhalb des europäischen Marktes für Wundmanagement, der im abgelaufenen Geschäftsjahr laut GlobalData insgesamt ein Volumen von etwa 5,8 Mrd. EUR hatte und nach Nordamerika der zweitgrößte Absatzraum weltweit ist, war Deutschland erneut der größte Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Das Wachstum lag europaweit bei rund 4 %. Betrachtet man die BRIC-Staaten, ist China der größte Markt bei Produktsystemen zur modernen Wundbehandlung, gefolgt von Russland und Brasilien. Die Wachstumsraten liegen laut GlobalData bei 3 bis 5 %.
Unter den Anbietern von Produkten zur modernen Wundbehandlung konnte HARTMANN laut GlobalData seinen Marktanteil in Europa weiter ausbauen und belegt dort Platz 4; im Bereich der traditionellen Wundbehandlung ist HARTMANN in Europa und weltweit Marktführer.
Gutes Wachstumspotenzial für absorbierende Inkontinenzprodukte in Osteuropa
Nach Berechnungen der Unternehmensberatung Price Hanna Consultants (PHC) lag im Jahr 2014 das weltweite Absatzvolumen von absorbierenden Inkontinenzprodukten bei rund 38 Mrd. Einheiten. Im global dominierenden Markt, Europa, lag das Volumen im Berichtsjahr bei etwa 13 Mrd. Einheiten, was einem Mengenwachstum von rund 7 % entspricht. Deutschland bildete hier erneut den größten Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich und Großbritannien.
Die unterschiedlichen Wachstumspotenziale in Europa drücken sich auch in der Marktdurchdringung aus: Während etwa der Markt für absorbierende Inkontinenzprodukte in Schweden mit einem Wert von 95 % nahezu gesättigt ist, lag die Durchdringungsquote in Osteuropa im Berichtsjahr bei nur 7 %. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 15 % entwickelte sich der osteuropäische Markt für Inkontinenzprodukte entsprechend dynamisch. Ebenfalls kräftige Zuwächse prognostizierte PHC für Zentralasien und Süd-/Zentralamerika. Basierend auf den Absatzvolumina des Jahres 2013 belegte HARTMANN laut PHC weltweit den vierten, in Westeuropa den zweiten Platz in der Kategorie der absorbierenden Inkontinenzprodukte.
Insgesamt hat sich im Jahr 2014 in vielen Gesundheitssystemen der Trend fortgesetzt, dass sich die Versorgung mit Inkontinenzprodukten in der stationären Pflege wie im Homecare-Sektor nach zwei Verwenderkategorien aufspaltet: in einen qualitätsorientierten Teil mit hochwertigen Produkten, die neben einer guten Saugleistung auch einen bestmöglichen Hautschutz sicherstellen, und in einen preisorientierten Teil mit Produkten in Standardqualität. Unabhängig von diesen Tendenzen werden bei mobilen Menschen Inkontinenzhosen mit hohem Tragekomfort und wäscheähnlicher Materialanmutung als Produktkategorie immer beliebter.
Trend in Kliniken zu OP-Komplettsets hält an
Der demografische Wandel, vor allem eine älter werdende Bevölkerung in vielen Ländern, ist eine Ursache dafür, dass die Zahl der Operationen zunimmt und die Nachfrage nach Einwegprodukten im Bereich OP-Komplettsets, OP-Bekleidung, OP-Abdeckmaterialien sowie OP- und Untersuchungshandschuhe zunimmt. Hinzu kommt, dass Einwegprodukte im OP maßgeblich zur Patienten- und Personalsicherheit beitragen und Hygiene- und Infektionsrisiken reduzieren.
Der Weltmarkt für OP-Einwegprodukte belief sich laut GlobalData im Jahr 2014 auf einen Gesamtwert von rund 8,8 Mrd. EUR. Europa war, nach den USA, mit einem Anteil am Weltmarkt von 30 % die zweitgrößte Absatzregion für OP-Einwegprodukte. Innerhalb der Produktkategorien hatten weltweit OP-Komplettsets, gefolgt von OP-Handschuhen und OP-Abdeckmaterialien, den dominierenden Umsatzanteil. Prognosen gehen bei Einwegsets von einem jährlichen globalen Wachstum von rund 7 % aus. Immer mehr Gesundheitseinrichtungen schätzen die Vorteile, die ihnen kundenindividuell zusammengestellte Sets bei der Prozessoptimierung im OP-Betrieb bieten.
Der bedeutendste europäische Markt für Krankenhaus-Einmalprodukte im Berichtsjahr war Deutschland, gefolgt von Frankreich und Italien. Diese Märkte verzeichneten ein durchschnittliches Wachstum von rund 6 %. Laut Berechnungen von GlobalData war HARTMANN 2014 in unserem Kernabsatzmarkt Europa drittgrößter Kliniklieferant bei OP-Einwegprodukten.
Infektionsrisiken lassen Nachfrage nach Desinfektionsmitteln weiter anwachsen
Eine umfassende Infektionsvorbeugung durch wirksame Hygienemaßnahmen war auch im Jahr 2014 ein hochrelevantes Thema in stationären Gesundheitseinrichtungen, um Komplikationen durch antibiotikaresistente Keime wirksam zu begegnen. Zusätzlich wird der Aspekt Prophylaxe durch die steigende Infektionsanfälligkeit immer älterer Patienten zunehmend dringlicher. Nosokomialinfektionen stellen nicht nur ein medizinisch-pflegerisches Problem dar, sondern führen infolge erhöhter Behandlungskosten, längerer Verweildauer der Patienten sowie des Arbeitsausfalls zusätzlich zu einem großen volkswirtschaftlichen Schaden. Hygieneexperten gehen davon aus, dass sich mindestens ein Drittel aller in Gesundheitseinrichtungen erworbenen Infektionen durch adäquate Hygienemaßnahmen, allem voran durch eine wirksame Händedesinfektion, vermeiden ließe.
Darüber hinaus lässt sich der Trend beobachten, dass durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und steigende Reisetätigkeit der Menschen das Risiko von Pandemien mit der Gefahr weltweiter Ausbreitung zugenommen hat. Eine Steigerung der Compliance beim gezielten Einsatz von Desinfektionsmitteln kann nachhaltig dazu beitragen, das Infektionsrisiko bei Patienten und Beschäftigten im Gesundheitswesen zu senken.
Der weltweite Markt für Desinfektionsmittel, die in Gesundheitseinrichtungen verwendet werden, hatte im Jahr 2014 eigenen Schätzungen zufolge ein Volumen von rund 4,2 Mrd. EUR; das durchschnittliche jährliche Wachstum betrug etwa 5 %. Von gleichen Zuwächsen wird in Europa ausgegangen, einem Markt, dessen Volumen im Berichtsjahr bei knapp 1 Mrd. EUR lag und somit rund ein Viertel des Weltmarkts ausmacht. Innerhalb der Produktkategorien verzeichneten Händedesinfektionsmittel gegenüber Produkten zur Flächen- und Instrumentendesinfektion das stärkste Wachstum, da Hände der Hauptübertragungsweg für Infektionen sind.
Ertragslage
Mit einem organischen Plus von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, einen Rekordumsatz von 1.862 Mio. EUR zu erzielen. Das EBIT verbesserte sich sogar um 20,0 % auf 122,4 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 78,3 Mio. EUR und damit 25,4 % über dem Vorjahreswert.
Erfreuliches Wachstum trotz negativer Währungseffekte
Im Geschäftsjahr 2014 ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, die Umsatzerlöse weltweit auf 1.862,0 Mio. EUR zu steigern. Dies entspricht einem Plus von 3,8 % gegenüber dem Rekordumsatz des Vorjahres. Das Geschäft außerhalb des Euroraums war durch ungünstige Wechselkursveränderungen, insbesondere die Schwäche des Russischen Rubels und des Australischen Dollars, negativ tangiert. Ohne Währungs- und Akquisitionseffekte lag das organische Wachstum mit 4,8 % im Rahmen unserer Erwartungen und damit erneut über dem Marktwachstum.
Positive Entwicklung im Segment Wundmanagement
Im Geschäftssegment Wundmanagement verzeichnete HARTMANN im Berichtsjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse von 3,9 % auf 407,5 Mio. EUR. Dies entspricht einer organischen Zunahme um 4,8 %. In Deutschland stiegen die Umsätze um 2,8 % und in den ausländischen Absatzmärkten währungsbereinigt um 6,6 %.
Sortimentsbezogen betrachtet verzeichnete HARTMANN im Jahr 2014 ein dynamisches Wachstum mit dem unter der Marke Vivano angebotenen System zur Unterdruck-Wundtherapie. HydroTherapy, das innovative Behandlungskonzept von HARTMANN zur Versorgung schwer heilender Wunden, fand ebenfalls hohe Kundenakzeptanz. In der Kategorie der postoperativen Verbände konnten wir unseren langjährigen Wachstumskurs fortsetzen. Die Umsätze mit klassischen Verbandstoffen und vorkonfektionierten Sets für die Wundversorgung blieben hinter unseren Erwartungen zurück.
Segment Inkontinenzmanagement wächst insbesondere im Ausland
Konzernweit stiegen die Umsatzerlöse im Segment Inkontinenzmanagement um 1,0 % auf 627,3 Mio. EUR; das organische Wachstum lag bei 2,5 %. Mit einem Strukturanteil von 33,7 % war dieses 2014 erneut das umsatzstärkste Geschäftssegment der HARTMANN GRUPPE. Während die Umsätze in Deutschland infolge des starken Preiswettbewerbs stagnierten, erzielte HARTMANN im Ausland währungsbereinigt ein Plus von 4,1 %.
Im Geschäftsjahr 2014 konnten wir mit guten Zuwächsen den jahrelangen Erfolgskurs von MoliCare Mobile fortsetzen. Ebenfalls hohe Kundenakzeptanz fanden die Hygienesortimente für die Behandlungspflege sowie die speziell auf die Haut älterer Menschen abgestimmte Pflegeserie Menalind professional. Die Umsätze bei den Inkontinenzslips MoliCare und den Inkontinenzvorlagen MoliForm waren infolge des Preisdrucks im Markt und ungünstiger Wechselkursrelationen leicht rückläufig.
Solides Wachstum im Segment Infektionsmanagement
Im Geschäftssegment Infektionsmanagement stiegen die Umsatzerlöse 2014 konzernweit um 4,8 % auf 441,1 Mio. EUR. Das organische Wachstum betrug 5,5 % und resultierte sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland: Während die Umsätze in Deutschland um 6,8 % zunahmen, stiegen sie in den ausländischen Märkten währungsbereinigt um 5,1 %. HARTMANN konnte dabei in allen bedeutenden europäischen Absatzmärkten deutlich zulegen.
Bezogen auf unser Sortiment für eine ganzheitliche Infektionsprophylaxe verzeichneten die kundenindividuellen OP-Komplettsets unter der Marke CombiSet sowie OP-Bekleidung unter der Marke Foliodress ein gutes Wachstum. Das Sortiment von OP-Einweginstrumenten fand auch im Geschäftsjahr 2014 sowohl im klinischen als auch im ambulanten Bereich wachsende Kundenakzeptanz. Wir erzielten ein erfreuliches Umsatzplus bei Händedesinfektionsmitteln, darüber hinaus ist es uns gelungen, unsere Position im Bereich Flächendesinfektion auszubauen.
Weitere Konzernaktivitäten waren 2014 ein Wachstumsmotor im Konzern
Im Segment Weitere Konzernaktivitäten, dem die endverbrauchernahen Sortimente und Handelsaktivitäten zugeordnet sind, erzielte die HARTMANN GRUPPE Umsatzerlöse in Höhe von 386,1 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um 7,1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Kundenumsätze verbesserten sich im In- und Ausland: Während das Deutschlandgeschäft mit einem Plus von 3,8 % zunahm, konnte HARTMANN die Auslandsumsätze währungsbereinigt sogar um 11,0 % steigern.
Die in der NOGE-Gruppe zusammengefassten Handelsunternehmen in Deutschland bedienen den ambulanten und stationären Homecare-Markt und versorgen pflegebedürftige Menschen mit medizinischen Verbrauchsgütern sowie Reha- und Medizintechnik. Als anerkannter Anbieter eines breiten Sortiments von medizinischen Hilfsmitteln konnten die Handelsunternehmen auch im Berichtsjahr ihre Umsätze ausbauen. Dies ist insbesondere in Produktfeldern gelungen, deren Gesamtmarkt sich 2014 rückläufig entwickelt hat.
Die CMC-Gruppe, Hersteller von Handelsmarken in den Bereichen Cosmetic und Medical Care, konnte im Geschäftsjahr 2014 ihre Umsätze deutlich steigern. Neben dem Hauptabsatzmarkt Deutschland kamen wichtige Wachstumsimpulse aus Spanien und dem arabischen Raum. Mit Innovationen im Bereich Watteprodukte ist es der CMC gelungen, die Distribution im Einzelhandel auszubauen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit namhaften Markenanbietern bei feuchten Abschminkpads und -tüchern konnte fortgesetzt werden. Weitere Wachstumsimpulse kamen aus dem Bereich Erste Hilfe mit Pflastern, Fußschutzprodukten und Bandagen.
2014 war für die Kneipp-Gruppe das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte. Das dynamische Wachstum resultierte sowohl aus dem Hauptabsatzmarkt Deutschland als auch aus den europäischen Kernmärkten und Japan. In Frankreich ist es gelungen, mit den beiden Marken Kneipp und Cattier zu wachsen und Marktanteile auszubauen. Sortimentsbezogen betrachtet waren auch im Berichtsjahr Innovationen bei Badeprodukten die zentralen Wachstumstreiber. Hier hält Kneipp seit Jahren die führende Marktposition. Weitere Vertriebsschwerpunkte lagen in den Bereichen Duschen und Körperpflege.
Umsatzwachstum im In- und Ausland
Im Geschäftsjahr 2014 konnte HARTMANN sowohl im Heimatmarkt Deutschland als auch in den Auslandsmärkten seine Umsatzentwicklung verbessern. Während die Umsatzerlöse im Inland um 3,1 % auf 623,8 Mio. EUR zunahmen, stiegen sie im Ausland um 4,1 % auf 1.238,2 Mio. EUR. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte lag das Plus sogar bei 5,5 %. Der Auslandsanteil lag mit 66,5 % auf Vorjahresniveau.
In Europa verzeichnete die HARTMANN GRUPPE im Berichtsjahr Umsätze in Höhe von 1.654,8 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um 3,4 % gegenüber dem Vorjahr. In den europäischen Absatzmärkten ohne Deutschland verzeichneten wir ein organisches Wachstum um 5,3 % auf 1.031,0 Mio. EUR.
Solides organisches Wachstum in den Regionen Europas
In der Region Zentraleuropa nahmen die Kundenumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,7 % auf 781,0 Mio. EUR zu. Das Umsatzplus im Hauptabsatzmarkt Deutschland resultierte insbesondere aus der positiven Entwicklung in den Geschäftssegmenten Infektionsmanagement und Weitere Konzernaktivitäten. Im Segment Infektionsmanagement stießen wir wie bereits im Vorjahr mit kundenindividuellen OP-Komplettsets und Desinfektionsmitteln auf wachsende Kundenakzeptanz. Das Geschäft mit absorbierenden Inkontinenzprodukten war durch weiter sinkende Kostenerstattungen der Krankenkassen bei der Versorgung häuslich betreuter Patienten belastet. In Alten- und Pflegeheimen konnte HARTMANN seine führende Position bei absorbierenden Inkontinenzprodukten behaupten. Im Segment Wundmanagement fanden das Vivano Unterdruck-Therapiesystem sowie postoperative Verbände wachsende Kundenakzeptanz. Die Umsatzentwicklung in der Schweiz entsprach unseren Erwartungen.
In den Ländern West-/Südeuropas konnte HARTMANN seine Umsätze um 3,6 % auf 538,0 Mio. EUR steigern. In Frankreich, dem zweitgrößten Absatzmarkt im Konzern, verzeichneten wir ein solides Wachstum in den Segmenten Inkontinenz- und Infektionsmanagement. Rückgänge bei klassischen Verbandmitteln konnten durch Markterfolge im Bereich der modernen Wundbehandlung, beispielsweise mit der HydroTherapy von HARTMANN, kompensiert werden. In Belgien und den Niederlanden haben wir unsere Position im Segment Infektionsmanagement verbessert. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den Staaten Südeuropas ist es uns gelungen, ein solides Wachstum zu erzielen.
Unser Osteuropageschäft war geprägt von der massiven Abwertung des Russischen Rubels gegenüber dem Euro. Entsprechend gingen die Umsätze in der Region um 1,1 % zurück. Ohne Währungseffekte ergibt sich ein organisches Wachstum von 6,7 %. Insbesondere unsere beiden Gesellschaften in Russland, unserem größten Absatzmarkt in der Region, verzeichneten ein organisches Umsatzplus. Bereinigt um Währungseffekte erzielte HARTMANN auch in Tschechien Umsatzsteigerungen. Dort profitierten wir, wie auch in Polen und Ungarn, von einer guten Entwicklung im Segment Infektionsmanagement.
Marktposition außerhalb Europas weiter verbessert
In den Märkten außerhalb Europas erzielte die HARTMANN GRUPPE im Berichtsjahr Umsatzerlöse von 207,2 Mio. EUR; dies entspricht einem Zuwachs um 6,7 % gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblichen Anteil daran hatte die Region Amerika, die durch unsere neue Gesellschaft in Brasilien deutliche Wachstumsimpulse erfuhr: Die Umsätze nahmen um 15,8 % auf 63,8 Mio. EUR zu.
Der Umsatz in der Region Afrika, Asien, Ozeanien lag 2014 bei 143,4 Mio. EUR; das organische Wachstum betrug 7,8 %. Hier dominierten weiterhin unsere Aktivitäten im australischen Markt, wo wir insbesondere unsere Umsätze im Segment Inkontinenzmanagement steigern konnten. Unsere Kneipp-Tochtergesellschaft in Japan hat sich ebenfalls gut entwickelt.
Anhaltend hohe Volatilitäten bei wichtigen Währungen
Die anhaltende hohe Volatilität einer Vielzahl von Währungen gegenüber dem Euro stellte die HARTMANN GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr vor große Herausforderungen. Während in der zweiten Jahreshälfte eine generelle Schwäche des Euro gegenüber wichtigen Währungen der Handelspartner zu verzeichnen war, zeigte sich die Entwicklung in der Durchschnittsbetrachtung ausgeglichener. So lag der Kurs des Euro im Verhältnis zum US-Dollar am Jahresende 2014 mit 1,21 EUR/USD deutlich unter dem Vorjahreswert von 1,38 EUR/USD, in der Jahresdurchschnittsbetrachtung lag der Kurs hingegen auf Vorjahresniveau.
Eine Sonderrolle spielte 2014 der Russische Rubel. Infolge der westlichen Sanktionen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise sowie des deutlich rückläufigen Ölpreises schwächte sich die russische Währung im Jahresverlauf von 45 EUR/RUB auf 72 EUR/RUB ab. Dies verteuerte unsere Produkte für den wichtigen russischen Markt und belastete die Profitabilität entsprechend. Durch Gegenmaßnahmen, wie Währungssicherungen und Preiserhöhungen im Markt, konnten wir die negativen Auswirkungen auf unser Ergebnis auf etwa 6,0 Mio. EUR begrenzen.
Rohstoffpreise mit gegenläufigen Entwicklungen
Bei den für HARTMANN wichtigen Rohstoffen zeigte sich 2014 ein unterschiedliches Bild: Während sich die Preise für Zellulose im Jahresverlauf auf historischen Höchstständen stabilisierten, waren die Preise für rohölbasierte Vorprodukte in der zweiten Jahreshälfte rückläufig. Auch die Preise für Baumwolle tendierten im Berichtsjahr niedriger. Insgesamt hatte die Preisentwicklung für Rohstoffe nur einen geringen Einfluss auf die Ergebnissituation der HARTMANN GRUPPE.
Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung zeigen Wirkung
Die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Produktivität, wie beispielsweise die Reorganisation unserer Logistikstrukturen in Deutschland, wirkten sich im Geschäftsjahr 2014 positiv auf das Ergebnis aus. Optimierungspotenziale zu identifizieren und konsequent zu realisieren, bleibt bei HARTMANN permanentes Arbeitsprogramm, was im Berichtsjahr einmalige Belastungen zur Folge hatte. In diesem Zusammenhang führte die Vereinbarung zur Veräußerung des Produktionsstandorts im österreichischen Grimmenstein zu einem Buchverlust von 5,7 Mio. EUR.
EBIT und Konzernergebnis gemäß unseren Erwartungen zweistellig verbessert
Mit einem EBIT von 122,4 Mio. EUR konnte die HARTMANN GRUPPE das Vorjahresergebnis um 20,0 % verbessern. Neben der positiven Umsatzentwicklung trugen der erhöhte Absatz margenstärkerer Produkte sowie die erwähnten Produktivitätssteigerungen zur Ergebnisverbesserung bei. Damit ist es uns gelungen, die EBIT-Rendite von 5,7 % im Vorjahr auf 6,6 % zu steigern.
Das Finanzergebnis betrug -7,7 Mio. EUR gegenüber -7,0 Mio. EUR im Vorjahr. Hauptursache für den Anstieg waren Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung von langfristigen Zahlungsverpflichtungen. Der Steueraufwand belief sich auf 36,4 Mio. EUR gegenüber 32,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steuerquote verbesserte sich auf 31,7 %. Das Konzernergebnis lag bei 78,3 Mio. EUR; dies entspricht einem Anstieg um 25,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Insgesamt positive Ergebnisentwicklung in den Geschäftssegmenten
Im Segment Wundmanagement lag das Ergebnis im Berichtsjahr mit 45,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Positiv wirkte sich unter anderem die Vermarktung des Sortiments für hydroaktive Wundbehandlung aus. Im Bereich Personal Health Care lag das Ergebnis aufgrund des milden Winters 2014 mit entsprechendem Umsatzrückgang bei Fieberthermometern sowie eines verstärkten Wettbewerbsdrucks in den Apotheken unter Vorjahresniveau. Obwohl das unter der Marke Vivano angebotene System zur Unterdruck-Wundtherapie kräftig zum Umsatzwachstum im Segment beitrug, war das Ergebnis durch starken Preiswettbewerb im Markt belastet.
Das Segment Inkontinenzmanagement verzeichnete eine Ergebnisverbesserung um 15,2 Mio. EUR auf 49,8 Mio. EUR. Neben dem Wegfall einiger belastender Faktoren aus dem Vorjahr wirkten sich Produktivitätsverbesserungen in Produktion und Logistik ergebnisverbessernd aus.
Das Ergebnis im Segment Infektionsmanagement konnte um 5,8 Mio. EUR auf 24,4 Mio. EUR gesteigert werden. Die Verbesserung der Ertragslage resultierte insbesondere aus der positiven Ergebnisentwicklung im Bereich Desinfektion, denn neben einem erfreulichen Umsatzplus bei Händedesinfektionsmitteln ist uns im Berichtsjahr ein signifikanter Ausbau unserer Marktposition im Bereich Flächendesinfektion gelungen. Des Weiteren trugen niedrige Rohstoffpreise bei Untersuchungshandschuhen zu einer Ergebnisverbesserung bei.
Im Segment Weitere Konzernaktivitäten blieb das Ergebnis im Jahr 2014 mit 3,2 Mio. EUR knapp unter Vorjahr.
Finanzlage
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, die Nettoverschuldung vollständig zurückzuführen und eine Nettoliquidität in Höhe von 10,8 Mio. EUR aufzubauen. Neben der positiven Geschäftsentwicklung hat hierzu die weitere Optimierung der Net Working Capital-Struktur beigetragen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen dabei über dem Vorjahr. Insgesamt konnten wir damit unsere finanziellen Handlungsspielräume für weiteres organisches und anorganisches Wachstum ausbauen.
Free-Cash-Flow in Höhe von 101 Mio. EUR
Der operative Cash-Flow lag im Geschäftsjahr 2014 bei 170,5 Mio. EUR und damit 53,7 Mio. EUR über dem Vorjahr. Neben der verbesserten Ertragslage hat sich auch die Entwicklung des Net Working Capitals im Vorjahresvergleich positiv auf den Cash-Flow ausgewirkt.
Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben sich von 68,8 Mio. EUR um 3,7 Mio. EUR auf 72,5 Mio. EUR erhöht. Gegenläufig waren die um 3,7 Mio. EUR höheren Einzahlungen aus Desinvestitionen und die um 3,3 Mio. EUR geringeren Auszahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen. Damit lag der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit mit 69,4 Mio. EUR um 3,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert.
Insgesamt ergab sich daraus ein Free-Cash-Flow von 101,1 Mio. EUR, der um 57,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert lag. Für die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG wurden 20,2 Mio. EUR verwendet. Die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften beliefen sich insgesamt auf 1,6 Mio. EUR. Die finanziellen Verbindlichkeiten konnten um 41,9 Mio. EUR zurückgeführt werden. Die liquiditätswirksamen Zinsaufwendungen betrugen 5,7 Mio. EUR, was einem Anstieg um 0,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum 31. Dezember 2014 bei 89,1 Mio. EUR und damit 32,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Gegenüber dem Vorjahr höheres Investitionsvolumen
Das Investitionsvolumen der HARTMANN GRUPPE lag 2014 mit 72,9 Mio. EUR um 2,4 Mio. EUR über dem Vorjahr. Davon entfielen 67,5 Mio. EUR und damit 93 % auf Investitionen in Sachanlagen. Die restlichen 7 % in Höhe von 5,4 Mio. EUR resultierten im Wesentlichen aus Investitionen in Software.
Die Investitionsschwerpunkte im Berichtsjahr lagen erneut auf der Ausweitung unserer Produktionskapazitäten, der Modernisierung unserer Produktionsstandorte zur Erhöhung der Produktivität sowie der Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Mit einem Volumen von 41,8 Mio. EUR lag der Fokus auf Deutschland. Darüber hinaus hat HARTMANN an Standorten in Frankreich, der Schweiz, Spanien und den USA insgesamt 20,9 Mio. EUR investiert.
Bezogen auf die Geschäftssegmente entfiel mit 24,9 Mio. EUR das größte Investitionsvolumen auf das Segment Wundmanagement. HARTMANN investierte dabei weiterhin in den Aufbau hochmoderner Fertigungsstrukturen für Produkte zur modernen Wundbehandlung am Standort Deutschland. Darüber hinaus tätigte HARTMANN Investitionen in neue Fertigungstechnologien sowie in Produktivitätssteigerungen an Standorten in Frankreich und Spanien.
Mit 18,9 Mio. EUR setzte HARTMANN auch Investitionsschwerpunkte im Segment Inkontinenzmanagement. Wesentliche Investitionen erfolgten in den USA, um dort die Fertigungsstrukturen auszuweiten und zu modernisieren. Außerdem investierte HARTMANN in Produktionsanlagen und Produktivitätssteigerungen an Standorten in Deutschland und Frankreich.
Im Segment Infektionsmanagement lagen die Investitionen im Jahr 2014 bei 13,7 Mio. EUR. Der Schwerpunkt war hier der Aufbau moderner Fertigungsstrukturen für kundenindividuelle OP-Sets am Standort Deutschland.
Die Investitionen im Segment Weitere Konzernaktivitäten betrugen 15,4 Mio. EUR. Die Sanimed GmbH baute den Bereich Reha- und Medizintechnik weiter aus. Die CMC-Gruppe investierte insbesondere in die Vlies- und Wattefertigung in Deutschland und der Türkei.
Vollständiger Abbau der Nettoverschuldung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, eine Nettoliquidität von 10,8 Mio. EUR aufzubauen. Damit konnte die im Vorjahr noch bestehende Nettoverschuldung in Höhe von 59,0 Mio. EUR vollständig zurückgeführt werden. Dies entspricht einer Verbesserung unseres Finanzstatus gegenüber dem Vorjahr um 69,8 Mio. EUR.
Die Rückführung der Verschuldung verbessert in Verbindung mit unserer gestiegenen Ertragskraft und der hohen Eigenkapitalquote unsere finanziellen Handlungsspielräume für künftiges Wachstum sowie für weitere Investitionen und mögliche Akquisitionen.
Vermögenslage
Im Geschäftsjahr 2014 konnte die solide Bilanzstruktur weiter gestärkt werden. Die HARTMANN GRUPPE wies zum Jahresende eine gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte auf 55,4% verbesserte Eigenkapitalquote aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 60,4 Mio. EUR.
Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr weiter erhöht
Die Bilanzsumme der HARTMANN GRUPPE lag zum 31. Dezember 2014 bei 1.247,2 Mio. EUR und damit 60,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen wachstumsbedingt aus einer Erhöhung sowohl des langfristigen als auch des kurzfristigen Vermögens.
Langfristiges Vermögen gestiegen
Das langfristige Vermögen ist im Geschäftsjahr um 24,5 Mio. EUR auf 502,1 Mio. EUR gestiegen. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme ist mit 40,3 % gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben.
Das Sachanlagevermögen betrug zum Jahresende 347,6 Mio. EUR und lag damit 13,8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Investitionsvolumen in Höhe von 67,5 Mio. EUR lag 21,2 Mio. EUR über den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen. Gegenläufig wirkten sich Wertminderungen in Höhe von 5,8 Mio. EUR sowie Abgänge in Höhe von 1,2 Mio. EUR auf das Sachanlagevermögen aus.
Die immateriellen Vermögenswerte betrugen zum Jahresende 114,1 Mio. EUR und lagen damit 10,9 Mio. EUR über dem Vorjahr. Den Investitionen von 5,4 Mio. EUR standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 8,7 Mio. EUR gegenüber. Aus dem Erwerb der brasilianischen Gesellschaft Bace Comércio Internacional Ltda. resultierte ein Zugang von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 12,1 Mio. EUR.
Kurzfristiges Vermögen gestiegen
Zum 31. Dezember 2014 hat sich das kurzfristige Vermögen der HARTMANN GRUPPE um 38,8 Mio. EUR auf 745,1 Mio. EUR erhöht. Der Anteil an der Bilanzsumme ist mit 59,7 % gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben.
Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. EUR auf 301,0 Mio. EUR zurückgegangen. Die Vorratsreichweite reduzierte sich um 7,7 Tage auf 100,6 Tage. Zur Verbesserung der Lieferfähigkeit und bedingt durch den Aufbau von Produktionskapazitäten wurden an verschiedenen Standorten in der HARTMANN GRUPPE gezielt Bestände aufgebaut. Demgegenüber konnten in Deutschland, unter anderem durch die Optimierung der Logistikstrukturen, Bestände reduziert werden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren 2014 mit 298,4 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 55,1 Tagen um 2,7 Tage unter dem Vorjahresniveau, wobei sich die Entwicklung in den einzelnen Absatzmärkten sehr unterschiedlich darstellte: So war einerseits die Situation in einzelnen osteuropäischen Ländern infolge der angespannten finanziellen Lage in den Gesundheitssystemen weiterhin schwierig. Andererseits ermöglichten die Freigabe von staatlichen Budgets in Spanien und ein erfolgreiches Debitorenmanagement den Abbau von Forderungen.
Die kurzfristigen sonstigen Forderungen nahmen um 12,3 Mio. EUR auf 26,5 Mio. EUR ab, da im Vorjahr unter anderem eine Anzahlung für den Erwerb der brasilianischen Gesellschaft Bace Comércio Internacional Ltda. in diesem Posten enthalten war. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich im Wesentlichen infolge positiver Wertentwicklung derivativer Finanzinstrumente um 21,4 Mio. EUR auf 24,0 Mio. EUR erhöht. Der Bestand an Zahlungsmitteln ist im Konzern zum Bilanzstichtag im Rahmen der weiteren Entschuldung des Unternehmens um 32,2 Mio. EUR auf 89,1 Mio. EUR gestiegen.
Finanzierungsstruktur weiter gestärkt
Die langfristigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 12,3 Mio. EUR auf 268,2 Mio. EUR gestiegen. Dadurch ist der Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme mit 21,5 % gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 4,8 Mio. EUR auf 288,6 Mio. EUR. Ihr Anteil an der Bilanzsumme verringerte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 23,1 %.
Infolge des positiven operativen Cash-Flows konnte die Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie reduziert werden Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten konnten dadurch um 29,4 Mio. EUR auf 92,7 Mio. EUR abgebaut werden; die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich um 4,0 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich um 41,6 Mio. EUR auf 152,6 Mio. EUR. Die Erhöhung resultierte insbesondere aus der Bewertung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen mit einem geringeren Diskontierungszins aufgrund des deutlich niedrigeren Zinsniveaus.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 3,5 Mio. EUR auf 116,4 Mio. EUR ab. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich um 1,6 Tage auf 33,7 Tage.
Die Nettoverschuldung der HARTMANN GRUPPE konnte im Berichtszeitraum um 69,7 Mio. EUR und damit über unsere Erwartungen hinaus reduziert werden, sodass die HARTMANN GRUPPE zum Jahresende 2014 eine Nettoliquidität in Höhe von 10,8 Mio. EUR ausweist.
Eigenkapitalquote weiter gesteigert
Das Konzern-Eigenkapital inklusive Minderheitsanteilen stieg im Geschäftsjahr 2014 um insgesamt 43,3 Mio. EUR auf 690,4 Mio. EUR. Das Konzernergebnis in Höhe von 78,3 Mio. EUR führte zu einer entsprechenden Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals. Aus Währungsumrechnungen ergab sich ein negativer Effekt von 2,7 Mio. EUR. Ausschüttungen an die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG sowie an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften reduzierten das Eigenkapital um insgesamt 21,8 Mio. EUR.
Durch die erfolgsneutrale Abbildung von Bewertungsänderungen, insbesondere aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie aus dem Hedge Accounting, verringerte sich das Eigenkapital im Saldo um 15,9 Mio. EUR. Bei einer leicht erhöhten Bilanzsumme verbesserte sich damit die Eigenkapitalquote weiter von 54,5 % im Vorjahr auf 55,4% zum 31. Dezember 2014.
Mitarbeiter
Die HARTMANN GRUPPE hat es sich zum Ziel gesetzt, durch nachhaltig profitables Wachstum ein weltweit führender Anbieter von Medizinprodukten zu werden. Zentrale Faktoren für den Erfolg sind die Identifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen sowie die Besetzung von Positionen mit den richtigen Personen. Zur Verdeutlichung der strategischen Ausrichtung des Konzerns hat HARTMANN im Berichtsjahr weltweit eine Mitarbeiter-Engagement-Kampagne umgesetzt.
Zahl der Beschäftigten leicht unter Vorjahresniveau
Zum Jahresende 2014 lag die Zahl der Beschäftigten in der HARTMANN GRUPPE weltweit bei 10.216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; das waren 246 Personen weniger als Ende 2013. Davon arbeiteten 4.349 in Deutschland; 5.867 waren an Standorten im Ausland tätig. Dies entspricht einem Verhältnis von 42,6 % zu 57,4 %.
In Deutschland nahm die Anzahl der Beschäftigten per 31. Dezember 2014 um 8 Personen zu. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Zunahme der Beschäftigtenzahl der Kneipp-Gruppe, die im Berichtsjahr ein erfreuliches Umsatzwachstum verzeichnete.
An europäischen Standorten außerhalb Deutschlands betrug der Beschäftigtenzuwachs 24 Personen. Ein Personalaufbau erfolgte in Frankreich, am Standort der CMC-Gruppe in der Türkei sowie in Ungarn. Demgegenüber reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tschechien und Russland.
Außerhalb Europas sank die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um 278 Personen, maßgeblich bedingt durch die weitere Anpassung von Produktionskapazitäten in China und Indien. Erhöht wurde die Beschäftigtenzahl durch die Akquisition der brasilianischen Bace Comércio Internacional Ltda. sowie durch verstärkte Vertriebsaktivitäten in China.
Mitarbeiter-Engagement-Kampagne "Big Picture" international eingeführt
Die im Jahr 2013 angestoßenen Veränderungsprozesse mit der Ausrichtung auf Wachstumsziele haben wir auch im Berichtsjahr fortgeführt. In der gesamten HARTMANN GRUPPE unterstützt seit Anfang 2014 eine neue Mitarbeiter-Engagement-Kampagne, das so genannte Big Picture, diese Prozesse. Das Big Picture zeigt in einer leicht verständlichen Visualisierung den Gesamtzusammenhang der künftigen Ausrichtung von HARTMANN und ist damit Orientierungshilfe für die tägliche Arbeit. Ein zentrales Element des Big Pictures sind die Prinzipien von L.A.C.E. - Leadership (Führung), Accountability (Verantwortung), Commitment (Verbindlichkeit) und Execution (Umsetzung) - basierend auf den HARTMANN-Werten (Passion, Partnership, Professionalism).
In den Länderorganisationen und den Abteilungen der Konzernzentrale setzten Führungskräfte die Botschaften des Big Pictures, unterstützt durch eine Videobotschaft von Andreas Joehle, CEO der HARTMANN GRUPPE, in den lokalen und fachlichen Kontext. In Workshops diskutierten sie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Bedeutung, Auswirkung und Umsetzung von L.A.C.E. bei der täglichen Arbeit in der jeweiligen Länderorganisation sowie den Beitrag jedes Einzelnen zur Erreichung der Unternehmensziele. Dazu konnten die Mitarbeiter eigene Ideen einbringen.
Über den CEO-Blog im Intranet und durch viele Veranstaltungen vor Ort begleitete der Vorstandsvorsitzende die Einführung des Big Pictures im Berichtsjahr kontinuierlich in einem direkten Dialog mit den Mitarbeitern. Neben seinen Erfahrungen bei der Verankerung der L.A.C.E.-Prinzipien im Unternehmen kommunizierte er den Mitarbeitern Gedankenanstöße zu ihrer Umsetzung und hob gelungene Mitarbeiterbeispiele hervor, die vielfach auch durch direkte Antworten und Erfahrungsbeispiele von Seiten der Mitarbeiter ergänzt wurden.
Personalarbeit im Konzern strategisch ausgerichtet
Die Umsetzung des Prinzips "Die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den richtigen Positionen" stand auch im Berichtsjahr im Zentrum der strategischen Personalarbeit. Trends, wie ein zunehmend globaler Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter oder die Zunahme von Komplexität im Berufsalltag, sowie das Ziel, in einem globalen Umfeld zu wachsen, berücksichtigt HARTMANN bei seiner Arbeit im Bereich Human Resources (HR) ebenso.
Das Management von Schlüsselpositionen in der HARTMANN GRUPPE, begonnen 2013 mit der Identifikation dieser Positionen sowie der Bewertung der Stelleninhaber nach Leistung und Potenzial (Leadership Review), mündete 2014 in die Umsetzung individueller Entwicklungspläne. Den betreffenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern obliegt es, in hoher Eigenverantwortung ihren Entwicklungsplan voranzutreiben und den Lernerfolg sicherzustellen. Analog zum Leadership-Review-Prozess für die Schlüsselpositionen auf Gruppenebene wurde im Berichtsjahr dieses Vorgehen auf die Länderorganisationen in Russland, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik sowie auf Kneipp, CMC, NOGE/Sanimed und auf einen Bereich der Konzernzentrale übertragen und lokale Schlüsselpositionen wurden identifiziert. Auch für deren Inhaber werden individuelle Entwicklungspläne erarbeitet und umgesetzt.
Im Berichtsjahr wurden im Konzern mehrere strategische Initiativen zur Personalentwicklung vorangetrieben, darunter ein Konzept zur Identifikation und Weiterentwicklung von Talenten. Es ist geplant, dieses Konzept global und auf allen Ebenen umzusetzen. Außerdem wurde ein Konzept zur Nachfolgeplanung für ausgewählte Schlüsselpositionen bereits realisiert.
Vor dem Hintergrund eines sich in vielen Ländern verschärfenden Fachkräftemangels hat HARTMANN im Berichtsjahr neue Ansätze im Recruiting verfolgt, beispielsweise den verstärkten Auftritt in speziellen Stellenbörsen für den medizinischen Bereich, auf Social-Media-Plattformen und bei "Mitarbeiter werben Mitarbeiter"-Programmen. Ferner haben die HR-Bereiche der Konzernzentrale und der Länderorganisationen in enger Zusammenarbeit einen Prozess zur Einstellung und Integration von Inhabern von Schlüsselpositionen definiert.
Entwicklung der Mitarbeiterkompetenzen vielfältig gefördert
HARTMANN unterstützt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, Kompetenzen gemäß ihrem Aufgabenprofil zu erwerben oder auszubauen. Wo sinnvoll und erforderlich, können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Coachings in Anspruch nehmen.
Das Trainee-Programm am Standort der Konzernzentrale erfuhr 2014 eine Weiterentwicklung hin zu einer internationalen und stark funktionalen Ausrichtung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden so bereits frühzeitig auf ihre spätere Einstiegsposition vorbereitet. Die Attraktivität des Programms spiegelte sich in den hohen Bewerberzahlen wider.
Zahlreiche Länderorganisationen boten im Berichtsjahr Möglichkeiten der persönlichen und beruflichen Weiterbildung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurde beispielsweise in Spanien in Anlehnung an die Methoden des Leadership-Review-Prozesses für alle Mitarbeiter, die nicht Inhaber von Schlüsselpositionen sind, eine Bewertung durchgeführt. Ferner fanden an HARTMANN-Standorten Kommunikationstrainings für Vertriebsmitarbeiter mit den Schwerpunkten Mitarbeiterführung und Verkaufsgespräche statt. In mehreren Länderorganisationen wurden die internen Trainingsprogramme zu Fach- und Persönlichkeitsthemen weiterentwickelt, beispielsweise in Form von Trainings on the Job, Coaching-Programmen oder E-Learning-Tools.
Breites Angebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Die PAUL HARTMANN AG hat im Berichtsjahr am Standort Heidenheim/Herbrechtingen ihre familienbewusste Personalpolitik mit dem Maßnahmenschwerpunkt auf einer erleichterten Vereinbarkeit von Beruf und Familie fortgesetzt. Bereits 2012 hatte die PAUL HARTMANN AG das Zertifikat "audit berufundfamilie" der berufundfamilie gGmbH für ihre familienbewusste Personalpolitik erhalten. Da für Mitte 2015 eine Bestätigung des Zertifikats für weitere drei Jahre angestrebt wird, wurde im Berichtsjahr der Prozess der Re-Auditierung angestoßen. Er umfasste Workshops, in denen Führungskräfte und unterschiedliche Mitarbeitergruppen bestehende Maßnahmen diskutierten und Ideen sammelten, um künftige Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erarbeiten und zu optimieren. Es zeigte sich im Berichtsjahr, dass Bewerber zunehmend Wert auf die Zertifizierung legen. Das Zertifikat "audit berufundfamilie" dient damit der Steigerung der Arbeitgeberattraktivität auf dem externen Arbeitsmarkt, aber auch der Bindung und Zufriedenheit bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Zu den attraktiven Angeboten der PAUL HARTMANN AG zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie zählten im Berichtsjahr unter anderem 40 Betreuungsplätze für Mitarbeiterkinder in Krippe, Kindergarten und Hort der Einrichtung "Kinderwelt" nahe der Konzernzentrale. Auch bei Eintreten eines familiären Pflegefalls bietet die PAUL HARTMANN AG ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfangreiche Unterstützungsmöglichkeiten, beispielsweise durch individuelle Arbeitszeitregelungen sowie umfassendes Informationsmaterial, unter anderem über die Pflegestützpunkte der Region.
Hohe Qualität der beruflichen und akademischen Ausbildung
HARTMANN betrachtet die fachliche und persönliche Qualifikation junger Menschen als Element der Nachwuchssicherung und bietet daher attraktive Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Zum 1. Oktober 2014 wurde das Studienangebot an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim um den Studiengang International Business erweitert, bei dem die Hälfte der Vorlesungen auf Englisch stattfindet. Studierende absolvieren außerdem mindestens je ein Theorie- und Praxismodul im Ausland.
Ende 2014 waren 252 junge Menschen im Konzern in einer beruflichen Erstausbildung. 208 von ihnen bilden wir an deutschen Standorten in inzwischen 14 Ausbildungsberufen und zwölf Studiengängen an Dualen Hochschulen aus. Bei der PAUL HARTMANN AG waren zum Ende des Geschäftsjahres 2014 114 Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg tätig. Die Ausbildungsquote erhöhte sich auf 5,2 %. Daneben wurden durchschnittlich 65 Studierende anderer Hochschulen im Konzern beschäftigt .
Unser Erfolg bei der Ausbildung zeigte sich 2014 in der Platzierung von sieben Nachwuchskräften der PAUL HARTMANN AG aus dem kaufmännischen und gewerblich-technischen Bereich unter den besten Absolventen im Bezirk Ostwürttemberg der Industrie- und Handelskammer.
Im Berichtsjahr hat die PAUL HARTMANN AG zur weiteren Steigerung der Ausbildungsqualität und des Lernerfolgs zusätzlich zum bestehenden Ausbildungsbeurteilungssystem als Pilotprojekt einen ganzheitlichen Ausbildungsnachweis eingeführt. Damit erfolgt eine Kontrolle des aktuellen Standes der Vermittlung aller Lerninhalte gemäß dem Ausbildungsrahmenplan. Ein weiteres Element sind Zielvereinbarungs- und Feedbackgespräche zwischen den Auszubildenden und ihren Betreuern. Die Gespräche umfassen die Selbsteinschätzung der Nachwuchskräfte sowie eine Einschätzung durch die Betreuer.
Zahlreiche Schulkooperationen am Standort der Konzernzentrale hatten auch 2014 das Ziel, für die PAUL HARTMANN AG als attraktives Ausbildungsunternehmen zu werben. Schülerinnen und Schüler beteiligten sich beispielsweise an von HARTMANN initiierten IT-Projekttagen. Im Rahmen eines Projekts mit einer Heidenheimer Hauptschule förderte HARTMANN zehn Schülerinnen und Schüler ein ganzes Schuljahr lang. Bewerberinnen und Bewerber um Ausbildungsplätze bringen immer wieder zum Ausdruck, dass sie durch derartige Maßnahmen auf HARTMANN aufmerksam wurden. Das 2013 gestartete Programm zur Berufsorientierung mit Schnupperpraktika, "Xperience@HARTMANN", hat mittlerweile dazu geführt, dass viele Lehrkräfte ihren Schülerinnen und Schülern die PAUL HARTMANN AG als Praktikumsunternehmen empfehlen.
Maßnahmen des Hochschulmarketings der PAUL HARTMANN AG umfassten auch 2014 die Präsenz bei Studenten- und Absolventenmessen sowie die Fortführung bestehender und den Aufbau neuer Kooperationen mit Hochschulen. Durch eine Projektarbeit mit der Hochschule Neu-Ulm konnten zum Beispiel Studierende und Absolventen für Praktika, Masterarbeiten und Trainee-Stellen gewonnen werden. Der beste Absolvent des Bachelor-Studiengangs Gesundheitsmanagement der Hochschule Aalen erhielt im November den HARTMANN-Preis.
Juniorfirma als neuer Lernort im Rahmen der Ausbildung
Am Standort der Konzernzentrale nahm die Juniorfirma "Young Talents" Mitte 2014 ihren Betrieb auf. Nach dem Prinzip "Learning by Doing" werden Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zu Unternehmern im Unternehmen. Die Nachwuchskräfte sind unter anderem im Mitarbeitershop in Heidenheim mit Themen wie Sortimentsgestaltung, Einkauf und Prozessoptimierung beschäftigt.
Als Ergänzung zur Ausbildung in den Fachabteilungen ist "Young Talents" eine besonders handlungsorientierte und auf Eigenverantwortung basierende Lernmethode und stellt somit ein sehr attraktives Element dar. Die Auszubildenden und Studierenden übernehmen die wirtschaftliche Verantwortung für eigene Projekte unter Realbedingungen, eignen sich Fachwissen an und trainieren auf diese Weise Sozialkompetenz, unternehmerisches Denken sowie Selbstmanagement. Daneben sind Projektmanagement und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Wissensmanagements zentrale Lernziele der Auszubildenden und Studierenden in der Juniorfirma.
Bildungsförderung am Standort der Konzernzentrale
Im Hinblick auf potenzielle Auszubildende engagiert sich die PAUL HARTMANN AG für die außerschulische Bildung und Talentförderung. Das Unternehmen ist Kooperationspartner und Mitglied im Trägerverein der Zukunftsakademie Heidenheim. Deren Kursangebot mit dem Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) richtet sich an Kinder und Jugendliche und fördert das Interesse an diesen Wissensgebieten.
Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsmanagement
Im Jahr 2014 wurden sowohl das Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement (HSE-Management) als auch das Qualitätsmanagement der HARTMANN GRUPPE erfolgreich rezertifiziert. Mit sogenannten Medical Driver Licenses haben wir rund 250 Fach- und Führungskräfte weltweit im Hinblick auf nationale und internationale Anforderungen an die Qualität und Regulatorik von Medizinprodukten im Rahmen unserer kontinuierlichen globalen Weiterbildung geschult.
Medical Innovation Center setzt neue HSE-Standards
Das im Berichtsjahr in Betrieb genommene Medical Innovation Center in Heidenheim, in dem Sortimente für die Wundbehandlung und kundenindividuelle OP-Sets unter modernsten Reinraumbedingungen gefertigt werden, setzt auch in den Bereichen Umweltschutz, Energiemanagement und Arbeitssicherheit hohe Standards.
Bei der Konzeption der Räume spielten Helligkeit und Transparenz eine wichtige Rolle. Entsprechend wurde in den Fertigungs- und Bürobereichen die Tageslichtbeleuchtung maximiert und LED-Technik eingesetzt, um angenehm beleuchtete und stromsparende Arbeitsplätze zu schaffen. In den Fertigungsbereichen wurden aktuelle Standards in Bezug auf Arbeitssicherheit und Ergonomie berücksichtigt. Zur Steuerung von Temperatur und Partikelzahl verfügen die Reinräume über modernste, energieeffiziente Lüftungs- und Filtertechnik. Entsprechend positiv konnte das externe Überwachungsaudit nach ISO 14001, ISO 50001 und OHSAS 18001 in der Fertigung für moderne Wundauflagen abgeschlossen werden.
Externe Zertifizierungen erfolgreich bestanden
Entsprechend unserem Bestreben, die Lieferkette nachhaltig zu gestalten, wurden im Geschäftsjahr 2014 alle externen HSE-Zertifizierungen für HARTMANN-Standorte erneut bestätigt. Das gilt für alle zertifizierten Managementsysteme im Bereich Umweltmanagement (ISO 14001), Energie (ISO 50001) sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz (OHSAS 18001). Mit den Zertifizierungen trägt HARTMANN zur Absicherung seiner Unternehmenswerte bei, denn nachhaltige HSE-Maßnahmen dienen der Markenreputation, der Produktions- und Lieferfähigkeit, dem effizienten Einsatz unserer natürlichen Ressourcen sowie der Rechtskonformität. Zudem werden entsprechende Zertifikate immer häufiger von unseren Kunden gefordert.
Verbesserte HSE-Managementsysteme sorgen für Energieeinsparungen
Im Berichtsjahr lag ein Schwerpunkt der HSE-Aktivitäten erneut bei den Energiemanagementsystemen. Im Fokus standen insbesondere die Standorte in Deutschland aufgrund hoher Energiekosten und einer Vielfalt gesetzlicher Regulierungen, die Steuern und Umlagen betreffen. Obwohl unsere Verwaltungs- und Logistikstandorte weniger Energie als unsere Betriebe verbrauchen, streben wir auch hier konsequent eine Zertifizierung nach ISO 50001 an. Im Jahr 2014 haben wir hierfür die Vorbereitungen getroffen. So wurden am Standort Heidenheim Investitionen getätigt, um auch künftig mit lokaler Fernwärme aus einem Gaskraftwerk mit niedrigen Kohlendioxid-Emissionen versorgt werden zu können. Aber auch international befassen sich HARTMANN-Experten mit Verbesserungen bei unserer Energieversorgung. So wurde an unserem indischen Produktionsstandort in Coimbatore eine Solaranlage in Betrieb genommen, die einen Teil des dortigen Strombedarfs abdeckt und HARTMANN unabhängiger von der schwankenden Versorgung aus dem öffentlichen Netz macht.
Mit allen konzernweit ergriffenen Maßnahmen ist es uns gelungen, den spezifischen Energieverbrauch, verglichen mit der Entwicklung des Konzernumsatzes, gegenüber dem Vorjahr um über 10 % zurückzuführen. Bezogen auf das Jahr 2007, das Referenzjahr unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung, ergibt sich inzwischen eine Energieeinsparung um knapp 35 % und damit eine vergleichbar hohe Reduktion der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen. HARTMANN legt Wert auf eine langfristige Verbesserung seiner Kennzahlen im Energiebereich, und dies unabhängig davon, dass zum Jahresende 2014 sinkende Preise zu einer kurzfristigen Entspannung bei den Energiekosten geführt haben.
Operative Verbesserungen im Bereich Umweltschutz und Arbeitssicherheit
Bei Wasserverbrauch und Abfallaufkommen, zwei zentralen Umweltkennziffern, konnten wir 2014 trotz steigender Produktionsvolumina Fortschritte erzielen. Bezogen auf das Basisjahr 2007 ergab sich eine Verbesserung um etwa 25 %. Die umsatzindexierten Unfallzahlen in der HARTMANN GRUPPE konnten gegenüber dem Vorjahr weiter reduziert werden. Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2013 erreichten wir 2014 eine Reduktion um fast 10 %. Somit ergibt sich umsatzindexiert eine Verbesserung zum Referenzjahr 2007 um rund 25 %.
Wirksamer Brandschutz war ein Schwerpunkt unserer HSE-Aktivitäten
Im Jahr 2014 ging die Zahl kritischer Brandereignisse gegenüber dem Vorjahr zurück. Dennoch kam es zu vereinzelten Bränden, die von den Mitgliedern der Werkfeuerwehren und von Mitarbeitern beziehungsweise öffentlichen Feuerwehren rasch bekämpft werden konnten. Der vorbeugende Brandschutz hat sich auch im Berichtsjahr bewährt, und so können wir die Sicherheit unserer Mitarbeiter und die kontinuierliche Kundenversorgung sicherstellen. Standortbezogen haben wir in Herbrechtingen den Brandschutz durch ein neues Feuerwehrgebäude verbessert, wodurch Mitglieder der Werkfeuerwehr jetzt umgehend vor Ort Ausrüstung aufnehmen können. Außerdem wurde ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft.
Erfolgreiche Rezertifizierung unseres Qualitätsmanagements
Ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem ist die Voraussetzung für die CE-Kennzeichnung und somit für die internationale Verkehrsfähigkeit von HARTMANN-Medizinprodukten. Mit Zertifikaten nach den Qualitätsnormen ISO 9001 und ISO 13485 unterstützen wir unsere Kunden aktiv, da diese Nachweise immer häufiger im Rahmen von Ausschreibungen nachgefragt werden. Im Geschäftsjahr 2014 haben 37 Gesellschaften einschließlich Produktionsbetrieben und Logistikzentren die Zertifizierungsaudits durch Benannte Stellen erfolgreich bestanden. Für alle Medizinprodukte unter der Marke HARTMANN konnten Entwicklung, Herstellung und Vertrieb in Übereinstimmung mit den Normforderungen bestätigt werden.
Im Jahr 2013 hat die Europäische Kommission die Empfehlung 2013/473/EU zur Durchführung von Audits und Bewertungen von Medizinprodukten veröffentlicht, die unangekündigte Audits bei Herstellern und ihren Zulieferern einschließt. Demnach müssen Medizinproduktehersteller jederzeit auf eine überraschende Kontrolle durch ihre Benannte Stelle vorbereitet sein. Unangekündigte Audits können künftig über die weitere Zertifizierung eines Herstellers entscheiden. Als Vorbereitung auf unangekündigte Audits hat unser Corporate-Quality-Bereich ein zusätzliches internes Auditprogramm gestartet. Erste positive Ergebnisse hieraus liegen vor und sind Beweis für den hohen Standard des HARTMANN-Qualitätsmanagements
Medical Driving Licenses erfolgreich absolviert
Im Rahmen des Regulatory Affairs and Quality Boards wurden bereits im Geschäftsjahr 2013 so genannte Medical Driving Licenses ins Leben gerufen. Ziel der schwerpunktmäßig 2014 durchgeführten Trainings war es, rund 250 Fach- und Führungskräfte weltweit im Hinblick auf nationale und internationale Anforderungen an Medizinprodukte zu schulen und auf den jeweils aktuellen Wissensstand zu bringen. Dieses Ziel konnten wir im Berichtsjahr erfolgreich abschließen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der HARTMANN GRUPPE werden so kontinuierlich weitergebildet und für die Einhaltung regulatorischer und qualitätsbezogener Vorgaben sensibilisiert.
Hohe Produktqualität im Fokus
Die Qualität unserer Produkte und Systemangebote ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für unseren Erfolg am Markt und bildet die Basis für das Vertrauen unserer Kunden in HARTMANN. Im abgelaufenen Berichtsjahr standen Produktaudits und die konsequente Verbesserung des Reklamationsprozesses im Fokus. Die Produktaudits zeigten neben einem guten Qualitätsniveau der HARTMANN-Produkte auch Verbesserungspotenziale auf.
Die Potenziale wurden mittels systematischer Methoden des Qualitätsmanagements aufgegriffen und strukturiert in Verbesserungen überführt. Diese führen mittel- und langfristig zu einer Reduktion der Kundenreklamationen. Ein Schwerpunkt im Jahr 2014 lag auf der Optimierung der internen Reklamationsprozesse, ihrer Bearbeitungsgeschwindigkeit und inhaltlichen Güte. Diese Maßnahmen sind für das weitere globale Wachstum von HARTMANN von großer Bedeutung und stehen auch 2015 weiterhin im Fokus.
Chancen-, Risiko-, Prognosebericht
Chancen- und Risikobericht
Das Ergreifen von Chancen ist die Basis unternehmerischen Handelns. HARTMANN stellt sich erfolgreich den Herausforderungen sich wandelnder Märkte. Die damit verbundenen Risiken werden im Rahmen des unternehmensweiten Risikoreduktionsmanagements systematisch geprüft und überwacht sowie gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet. Unternehmensweit unterstützt ein einheitliches Risikomanagementsystem die Erkennung und das Management von möglichen Risiken. Hierbei ist Prävention das oberste Ziel. Auf Basis der aktuellen Informationen sehen wir den Fortbestand der HARTMANN GRUPPE als gesichert an.
Demografische Entwicklung, Wachstum in den Schwellenländern und innovative Behandlungsansätze als Chancen
Die globale demografische Entwicklung verursacht eine Zunahme des Bevölkerungsanteils der über 65-Jährigen. Für unseren Kernmarkt Europa gehen die Vereinten Nationen von einem Anstieg der Zahl der über 65-Jährigen um rund 6 % in den kommenden 15 Jahren aus. Wir helfen mit unseren Medizinprodukten insbesondere Patienten mit chronischen Erkrankungen, unter denen vorwiegend ältere Personen leiden, und sehen die demografische Entwicklung deshalb als bedeutende Chance, mit weiten Teilen unseres Portfolios die absehbar steigende Nachfrage befriedigen zu können.
Die Veränderung der gesellschaftlichen Altersstruktur ist nicht nur europaweit zu beobachten. In Schwellenländern wie Brasilien und China wird die Zahl der über 65-Jährigen laut UN-Angaben von 2015 bis 2030 sogar um rund 80 % steigen. Zudem erlaubt das Wirtschaftswachstum in Schwellenländern immer mehr Menschen einen Zugang zu einer besseren Gesundheitsversorgung, wenn auch auf der Basis eines niedrigen Ausgabenniveaus pro Kopf. Die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen führt wiederum zu einem Ausbau der nationalen Gesundheitssysteme und damit zu wachsenden Absatzmärkten für Medizinprodukte. Gleichzeitig sind die heute bereits vorhandenen Märkte zum Teil unvollständig erschlossen und bieten Raum für eine Expansion unseres Geschäftes. Wir sehen in der globalen demografischen Entwicklung und dem mittelfristigen Wirtschaftswachstum der Schwellenländer Möglichkeiten eigenen Wachstums und sind deshalb dort mit unseren Gesellschaften beziehungsweise mit Vertriebspartnern vertreten.
Darüber hinaus betrachten wir Innovationen als Chance zum Ausbau unseres Geschäfts. Beispiele hierfür sind unter anderem die von uns entwickelten umfassenden Konzepte für die moderne Wundbehandlung sowie für die Infektionsprophylaxe. HydroTherapy ist ein neues Therapiekonzept zur einfachen und wirksamen Behandlung von chronischen und schwer heilenden Wunden. Mit zwei perfekt aufeinander abgestimmten Produkten ermöglicht HydroTherapy einen optimierten Heilungsprozess. HydroClean reinigt die Wunde effektiv und schnell. HydroTac schützt sie und fördert die Heilung. Beide Produkte wirken aktiv und sorgen so für eine beschleunigte Wundheilung. Sie überzeugen darüber hinaus durch sichere Anwendbarkeit und klare Zuordnung zu den Heilungsphasen.
Die Unterdruck-Wundtherapie ist einer der innovativsten Ansätze, die heute in der Wundbehandlung zum Einsatz kommen, um das Wachstum von Zellgewebe insbesondere bei großen oder schwer heilenden Wunden zu stimulieren und die Wundheilung zu fördern. HARTMANN hat mit Vivano ein kompaktes System für die Unterdruck-Wundtherapie entwickelt, das eine sichere und intuitive Handhabung bietet und gleichzeitig einen hohen Patientenkomfort gewährleistet.
In Gesundheitseinrichtungen erworbene Infektionen und eine zunehmende Antibiotikaresistenz der Erreger stellen Medizin und Pflege vor große Herausforderungen. Eine Lösung liegt in der Infektionsprophylaxe, für die HARTMANN innovative Desinfektionsprodukte und Prozesse für deren Anwendung entwickelt. Unterstützt werden diese marktnahen Entwicklungen durch das BODE SCIENCE CENTER, dem es seit Gründung 2011 innerhalb kurzer Zeit gelungen ist, sich international bei Meinungsführern und Praktikern, aber auch bei den Fachmedien als wissenschaftlich fundierter Ansprechpartner rund um den Infektionsschutz zu positionieren.
Breit gestreute Aktivitäten reduzieren Risikoanhäufungen
Durch die Diversifizierung unserer Geschäftsaktivitäten in die Bereiche Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und Weitere Konzernaktivitäten, verbunden mit der Expansion in unterschiedliche Märkte mit dem Einsatz spezialisierter Vertriebskanäle, vermeiden wir gezielt Cluster-Risiken. Mithilfe unserer marktnah angesiedelten Vertriebsorganisation sind wir in der Lage, schnell und flexibel auf die Veränderungen in den sich zunehmend dynamisch wandelnden nationalen Gesundheitssystemen zu reagieren. Wir gehen dabei auf die zielgruppenspezifischen Anforderungen der Kunden kompetent ein, um eine bedarfsgerechte Versorgung mit unseren Produkten und Systemangeboten sicherzustellen. Auch die breite Diversifizierung im Segment Weitere Konzernaktivitäten führte zu einer zusätzlichen Risikostreuung.
Dynamischen Marktrisiken mit dynamischer Risikosteuerung begegnen
Die HARTMANN GRUPPE ist weltweit in Märkten tätig, die durch starken Wettbewerb und durch eine Verschärfung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den national geprägten Gesundheitssystemen gekennzeichnet sind. Mit einem klar gegliederten Portfolio aus Systemlösungen, einer kontinuierlichen Prozess- und Kostenoptimierung sowie einem eindeutigen Fokus auf medizinische Kompetenz und Kundenbedürfnisse wirken wir Marktrisiken entgegen. Die Ausrichtung des Produktportfolios an Kundenbedürfnissen, und damit die Generierung eines kundenbezogenen Mehrwerts, verschafft uns Wettbewerbsvorteile und fördert die kontinuierliche Erschließung zusätzlicher Marktpotenziale.
Laufende Analysen des Wettbewerbs und die systematische Identifikation von Markttrends tragen zu einer vorausschauenden Bearbeitung unserer Märkte bei. Basis hierfür sind die langjährige Erfahrung der HARTMANN GRUPPE in den Gesundheitsmärkten und die Anwendung differenzierter Instrumente zur Marktbeobachtung.
Absicherung der Finanzrisiken in turbulenten Zeiten
Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken werden durch ein für alle Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE verbindliches Corporate Treasury Management überwacht. Potenziell negative Auswirkungen, zum Beispiel durch die Volatilität von Währungen und Zinsen, werden durch geeignete Finanzinstrumente begrenzt. Diese Instrumente setzen wir unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikoeinschätzung ein, wobei wir die von uns definierten Standards zu deren Anwendung beachten. Weitere Informationen zu den Finanzinstrumenten und -risiken sind aus dem Konzernanhang ersichtlich.
Mögliche Risiken aus Akquisitionen prüfen wir im Vorfeld mittels Due Diligence und kontrollieren sie nach dem Zukauf durch ein permanentes Beteiligungscontrolling. So werden unbefriedigende Geschäftsentwicklungen von Gesellschaften frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet. Die zur Erweiterung des Konzerns notwendigen Investitionen werden abhängig von ihrer Bedeutung detailliert einer Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen.
Aktive Steuerung der Risiken aus dem operativen Geschäft
Die Beschaffung von Rohstoffen und Handelswaren unterliegt Risiken hinsichtlich Preis, Qualität und Liefertreue. Eine intensive Beobachtung der Beschaffungsmärkte, strenge Qualitätskontrollen, Zertifizierungen sowie Rahmenverträge reduzieren diese Risiken. Zur Absicherung der Versorgung betreiben wir, je nach Möglichkeit, eine gezielte Vorratspolitik, schließen mittelfristige Lieferverträge ab und setzen vorzugsweise auf Dual Sourcing. Zusätzlich werden Preisschwankungen bei für HARTMANN bedeutenden Rohstoffen oder Ausgangsprodukten durch das zentrale Corporate Treasury Management überwacht und, wo möglich und wirtschaftlich sinnvoll, durch geeignete Instrumente begrenzt.
Qualitäts-, Arbeitssicherheits-, Umwelt- und Unterbrechungsrisiken in Produktion und Logistik begegnen wir durch ständig verbesserte Verfahren sowie durch kontinuierliche prozessbegleitende Kontrollen zur Erfüllung eigener und internationaler Standards und Normen. Patentrisiken werden laufend verfolgt, analysiert und aktiv gesteuert.
Auch die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme sind grundlegend für die tägliche Arbeit und werden laufend systematisch überwacht sowie durch unterschiedliche Support-Levels sichergestellt. Der Einsatz modernster Hard- und Software gewährleistet dabei die Funktionsfähigkeit der IT-Infrastruktur. Gleichzeitig werden die Systeme durch ein kontinuierlich optimiertes IT-Sicherheitsmanagement geschützt.
Mit internationalen und länderspezifischen Versicherungsprogrammen sichert unser Corporate Insurance Management wesentliche Risikobereiche ab. Um das Schadenrisiko zu reduzieren, führen wir gemeinsam mit Versicherungsexperten regelmäßig Audits vor Ort durch. Risiken, die dabei identifiziert werden, begegnen wir mit adäquaten Präventionsmaßnahmen. Im ständigen Dialog mit den Versicherern werden die Versicherungsprogramme zeitnah an die sich ändernden Risikoverhältnisse angepasst.
Der Erfolg der HARTMANN GRUPPE ist nicht zuletzt in hohem Maß von der Gewinnung und Bindung qualifizierter Fach- und Führungskräfte abhängig. Generell begegnet HARTMANN Personalrisiken durch differenzierte, international ausgerichtete Qualifizierungsprogramme, attraktive Vergütungssysteme, eine Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber sowie durch eine offene interne Kommunikationspolitik.
Das Risikoreduktionsmanagementsystem hat sich bewährt
Das der Risikobewältigung zugrunde liegende Risikoreduktionsmanagementsystem unterstützt die Unternehmensführung bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen in der HARTMANN GRUPPE. Es entspricht den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und orientiert sich an den Vorgaben der ISO 31000. Das System trägt wesentlich dazu bei, dass alle Arten von Risiken rechtzeitig erkannt und zeitnah effiziente Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden.
Ausgehend von der strategischen Planung des Konzerns, in die auch die chancen- wie risikoorientierten Zukunftsanalysen des Risikoreduktionsmanagements einfließen, und der darauf aufbauenden kurz- und mittelfristigen Planung, erfolgt ein systematisches Risikocontrolling auf Ebene der Geschäftseinheiten, der Einzelgesellschaften, der Regionen und des Konzerns. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Konzernrevision als Teil unserer internen Kontrollsysteme. Die intensive Zusammenarbeit mit der Internen Revision und dem Beteiligungscontrolling sowie die systematische Einbindung interner Expertengremien sichern eine hohe Risikotransparenz, tragen zu einer ganzheitlichen Betrachtung potenzieller Risikoquellen bei und stärken so das Risikobewusstsein in der gesamten Organisation.
Darüber hinaus reduziert das verstärkte Augenmerk des Risikoreduktionsmanagements auf die Effektivität und Effizienz der Präventionsmaßnahmen potenzielle Schwachstellen. Die quantitativen Risikobewertungsverfahren nach der Value-at-Risk-Methode sowie zusätzlich nach der potenziellen Nettoschadenhöhe helfen, Risiken realistisch einzuschätzen und effektive Maßnahmen einzuleiten.
Systematischer Risikomanagementansatz
Halbjährlich erheben wir in der HARTMANN GRUPPE das Gesamtportfolio der Risiken und Präventionsmaßnahmen auf Bereichs-, Funktions- und Konzernebene. Zusätzlich werden jederzeit Ad-hoc-Risikomeldungen erfasst. Die ermittelten Ergebnisse werden auf verschiedenen Konzernebenen konsolidiert, durch das Risikoreduktionsmanagement auf Plausibilität geprüft, von Experten bewertet und anschließend an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Basis hierfür ist die aktuelle, konzernweit standardisierte Risikomanagementsoftware, die von der gesamten Risikoorganisation des Konzerns genutzt wird.
Prognosebericht
Im Berichtsjahr haben wir die Weichen gestellt, um in einem weiterhin attraktiven Marktumfeld den profitablen Wachstumskurs fortzusetzen und die HARTMANN GRUPPE mit stark an den Kundenbedürfnissen ausgerichteten Lösungen zu einem weltweit führenden Anbieter von Medizinprodukten in den Bereichen Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprävention zu machen.
Weiterhin solides Wachstum der Weltwirtschaft
In seinem Wirtschaftsausblick 2015 senkte der Internationale Währungsfonds (IWF) die Prognose für das globale Wirtschaftswachstum auf 3,8 %. Während der IWF für Deutschland ein Wachstum von 1,5 % erwartet, rechnet er in der Eurozone mit einem Plus von 1,3 %. In diesem Zusammenhang wird für Frankreich und Italien eine gemäßigte beziehungsweise schwache Konjunkturentwicklung vorhergesagt. Die spanische Wirtschaft hingegen sieht der IWF auf einem stabilen Weg.
Laut IWF wird gerade in den großen Volkswirtschaften Europas trotz niedriger Zinsen zu wenig investiert. Die Konsumneigung bleibt niedrig. Die Spätfolgen der Wirtschafts- und Währungskrise vor rund sechs Jahren seien gravierender als bislang angenommen. Auch die geopolitischen Krisen, etwa in Nahost oder in der Ukraine, könnten weit über die betroffenen Gebiete hinaus ökonomische Auswirkungen haben. Risiken werden zudem in einer möglichen Überhitzung der Finanzmärkte gesehen. Die hohen Börsenkurse spiegeln laut IWF nicht die Risiken in der wirtschaftlichen Entwicklung wider.
Große Probleme, unter anderem wegen der Sanktionen in Bezug auf die Ukraine-Krise, sieht der IWF weiterhin für die russische Wirtschaft. Auch der einstige Wachstumsmotor Brasilien kämpft mit einer noch schwächeren Konjunktur als zuletzt erwartet.
Demgegenüber sieht der Währungsfonds die US-amerikanische Wirtschaft auf einem robusten Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt soll im Jahr 2015 um 3,1 % wachsen. Unter den Schwellenländern bleibt China trotz abnehmender jährlicher Zuwächse weiterhin der Wachstumsgarant.
Für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erwartet der Währungsfonds im laufenden Jahr ein Wachstum von 7,1 %.
Markt für Medizinprodukte weiterhin auf Wachstumskurs
Der Ausblick für die globale Gesundheitswirtschaft ist generell positiv. Dennoch zeigt sich weltweit ein differenziertes Bild: Während die Gesundheitsausgaben in vielen Schwellenländern infolge des Bevölkerungswachstums und staatlicher Infrastrukturprogramme für eine medizinische Grundversorgung zweistellig zunehmen, fallen die Zuwächse in den westlichen Industriestaaten deutlich niedriger aus.
So prognostiziert die Beratungsgesellschaft Deloitte für die USA Ausgabensteigerungen von rund 4 %; in Westeuropa liegt der Zuwachs bei lediglich 2 %. Angesichts steigender Kosten im Gesundheitswesen stehen die Ausgaben permanent auf dem Prüfstand mit entsprechend hohem Preis- und Nutzenwettbewerb. Insbesondere in den Ländern Südeuropas haben Maßnahmen zur Sanierung der Staatshaushalte weiterhin Ausgabenkürzungen in den nationalen Gesundheitssystemen zur Folge. In den für uns relevanten Produktkategorien und für unsere europäischen Kernabsatzmärkte gehen wir gemäß Angaben des deutschen Bundesverbands Medizintechnologie e. V. und Deloitte sowie auf der Basis eigener Berechnungen von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 1,8 bis 2,4 % aus.
Maßgeblicher Einflussfaktor für die künftige Nachfrage nach Medizinprodukten ist, neben der jeweiligen nationalen Konjunkturentwicklung, der demografische Wandel und die damit einhergehende steigende Lebenserwartung, die sich insbesondere in Westeuropa, Japan und inzwischen auch in China bemerkbar machen. Laut einer Statistik der Vereinten Nationen verdreifacht sich die Zahl der über 60-Jährigen in den kommenden 50 Jahren auf weltweit zwei Milliarden Menschen. In diesem Zusammenhang ist es eine der größten Herausforderungen in den nationalen Gesundheitssystemen, die Belastungen durch chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Demenz in den Griff zu bekommen. Investitionen in Präventionsmaßnahmen und eine stärkere Kostenbeteiligung der Patienten werden Konsequenzen aus dieser Entwicklung sein.
Einfache Lösungen für eine effiziente Wundbehandlung
HARTMANN hat es sich zum Ziel gesetzt, seine in Europa führende Marktposition bei Wundauflagen mit einer profitablen Wachstumsstrategie, sowohl bei modernen Therapiekonzepten als auch bei klassischen Verbandstoffen, mittelfristig signifikant auszubauen und weiter zu internationalisieren. Wir wollen bei unseren Kunden künftig noch stärker als kompetenter Anbieter wahrgenommen werden, der es versteht, in der Anwendung einfache Lösungen zu entwickeln, die eine rasche und effektive Wundheilung bei möglichst geringen Behandlungskosten sicherstellen. Um hier den konkreten Nachweis erbringen zu können, setzen wir außer auf evidenzbasierte klinische Studien verstärkt auf Untersuchungen, die die positiven wirtschaftlichen Effekte der empfohlenen Behandlung für das Gesundheitssystem herausstellen.
Mit der Marke Vivano und dem Therapiekonzept HydroTherapy ist HARTMANN in den beiden weltweit stark wachsenden Produktkategorien Unterdruck-Wundtherapie und hydroaktive Wundbehandlung gut aufgestellt. Vivano und HydroTherapy, seit 2011 beziehungsweise 2013 im Markt, finden aufgrund der hohen therapeutischen Effizienz und der einfachen Anwendung inzwischen in immer mehr Absatzmärkten hohe Kundenakzeptanz. Im Jahr 2015 planen wir deshalb Markteinführungen in weiteren Ländern.
Zum Wohle des Patienten und gemäß der Devise "ambulant vor stationär" arbeiten wir an Konzepten, um die Durchgängigkeit der Behandlung, etwa im Entlassungsmanagement zwischen Klinik und niedergelassenem Arzt, besser sicherzustellen. Um neue Absatzmärkte und Kundensegmente nachhaltig zu erschließen, setzen wir auch künftig in den Ländern auf spezialisierte und fokussierte Vertriebsteams, die für den Verkauf und die Schulung komplexer, innovativer Wundbehandlungskonzepte qualifizert sind. Dabei werden wir unsere Kommunikation argumentativ noch stärker an den Kundengruppen, seien es Meinungsführer, Entscheider, Anwender oder Kostenträger, ausrichten.
Die Nachfrage nach Verbandstoffen steigt in vielen Ländern unter anderem auch durch einen wachsenden Selbstzahlermarkt, da dort die Kosten für viele Wundauflagen nicht vom Gesundheitssystem erstattet werden. Dieser so genannte semi-professionelle Bereich ist für HARTMANN als Teil des Apothekengeschäfts ein interessantes Wachstumssegment.
Markt für Inkontinenzprodukte verlangt nach neuen Marketingkonzepten
Der Markt für Inkontinenzprodukte steht zunehmend vor Herausforderungen: Einerseits ergeben sich aus dem demografischen Wandel auch weiterhin Wachstumspotenziale, andererseits nimmt der Kostendruck in den Gesundheitsmärkten mit entsprechenden Veränderungen bei der Erstattung durch die Versicherungssysteme zu. Überdies wird der Wettbewerb zwischen den Anbietern absorbierender Inkontinenzprodukte intensiver.
HARTMANN antizipiert diese Marktentwicklungen und hat im Berichtsjahr Marketing- und Vertriebskonzepte entwickelt, um auch künftig sowohl im Kerngeschäft mit Pflegeeinrichtungen und in der häuslichen Versorgung als auch im wachsenden Markt der selbstzahlenden Endverbraucher profitabel zu wachsen. Gefragt sind klar differenzierte Sortimente, die sich eng an den Kundenbedürfnissen hinsichtlich Produktausstattung und Preis orientieren. Im Jahr 2015 geht HARTMANN sukzessive mit gezielten Innovationen und neu strukturierten Sortimentslinien in den Markt, um sowohl das Premiumsegment als auch das preissensible Ausschreibungsgeschäft noch besser abdecken zu können.
Um mobile, von Inkontinenz betroffene Menschen zu erreichen, setzen wir aufgrund der hohen Beratungskompetenz auch weiterhin auf erfolgreiche Partnerschaften mit Apotheken. Im Zuge der wachsenden Bedeutung von E-Commerce unterliegt auch dieses Marktsegment einem raschen Wandel und verlangt nach innovativen Vertriebskonzepten. Unser Ziel ist es, das Apothekensortiment mit einem exzellenten Kundenservice vor Ort, kombiniert mit den Vorteilen eines unkomplizierten und sicheren Online-Bestellverfahrens, für Endverbraucher erlebbar zu machen.
Neue Konzepte für effizientere OP-Abläufe
Im Rahmen unserer globalen Wachstumsstrategie spielen auch in den kommenden Jahren kundenindividuelle und eingriffsspezifische OP-Komplettsets eine strategisch bedeutende Rolle. HARTMANN ist es gelungen, in dieser Produktkategorie schneller zu wachsen als der Markt und entsprechend Marktanteile auszubauen. Neben der hohen Beratungskompetenz bei der Konfiguration der OP-Sets punktet HARTMANN durch den Faktor "Time to Market". Umfassende Investitionen in interne Prozessverbesserungen, etwa durch die Schaffung hochmoderner Fertigungsstrukturen im Medical Innovation Center in Heidenheim, sorgen künftig für verkürzte Durchlaufzeiten vom Auftragseingang bis zur Auslieferung, kleinere Fertigungslosgrößen und eine noch schnellere Reaktion auf veränderte Kundenwünsche.
Um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, setzt HARTMANN im Rahmen seines Vermarktungskonzepts verstärkt auf maßgeschneiderte Leistungspakete, die in Breite und Tiefe exakt an den individuellen Kundenbedürfnissen hinsichtlich der Prozessoptimierung im OP ausgerichtet sind. Der Preis der Leistung orientiert sich unmittelbar am konkreten Kundennutzen.
Prävention von Nosokomialinfektionen im Fokus
Angesichts einer stetig steigenden Anzahl in Gesundheitseinrichtungen erworbener Infektionen sowie einer zunehmenden Resistenz von Keimen gegenüber Antibiotika ist die konsequente Umsetzung von Hygienemaßnahmen, insbesondere durch Hände- und Flächendesinfektion, unersetzlich. Ein stärkeres Bewusstsein hinsichtlich der Übertragungswege von Keimen einerseits und eine höhere Compliance bei der Anwendung von Hygienestandards andererseits helfen, vom Marktwachstum bei Desinfektionsmitteln international zu profitieren. Mit beiden Faktoren befasst sich das BODE SCIENCE CENTER (BSC), das bei der Entwicklung neuer Hygienestandards eng mit Kliniken und nationalen Hygieneinstituten kooperiert.
Am Beispiel einer häufigen medizinischen Verrichtung, des Legens eines peripheren Venenkatheters, konnte das BSC 2014 im Rahmen einer Studie nachweisen, wie unter Hygienegesichtspunkten der optimale Arbeitsablauf aussieht und bei welchen Teilschritten eine Händedesinfektion angezeigt ist. Der innovative Ansatz besteht darin, dass Händedesinfektion und andere Hygienemaßnahmen nicht mehr isoliert betrachtet werden, sondern zusammen mit allen Teilschritten in einer Pflegehandlung, die für den optimalen Ablauf sowie den Schutz von Patienten und Pflegepersonal relevant sind. Der Mehrwert für Gesundheitseinrichtungen: Überflüssige Hygienemaßnahmen können reduziert, die Sicherheit im Ablauf kann erhöht und die Compliance verbessert werden. Im Jahr 2015 werden diese Erkenntnisse in internationalen Implementierungsprojekten mit Pilotkrankenhäusern umgesetzt und auf weitere pflegerische und ärztliche Arbeitsabläufe übertragen.
Im Jahr 2015 ist Sterillium, der internationale Standard unter den Händedesinfektionsmitteln, 50 Jahre auf dem Markt. Anlässlich des Jubiläums startet der Geschäftsbereich Desinfektion die internationale Kommunikationskampagne "Fühle den Unterschied", die die wissenschaftlich nachgewiesene hautbefeuchtende Wirkung von Sterillium thematisiert. Der in der Rezeptur enthaltene Pflegekomplex verhindert ein Austrocknen der Haut, was letztlich zu einer verbesserten Compliance in der Händedesinfektion beiträgt.
Im laufenden Jahr wollen wir unseren erfolgreichen Wachstumskurs in den Bereichen Hände- und Flächendesinfektion fortsetzen und unsere Reputation als bevorzugter Partner unserer Kunden im Bereich Desinfektion international ausbauen. Erfolgsfaktoren sind ein klar strukturiertes Sortiment, ein enges Netzwerk mit Meinungsführern in den Ländern und Vermarktungskonzepte, die zu mehr Compliance in der täglichen Praxis beitragen.
Wachstumspotenziale in aufstrebenden Schwellenländern nutzen
Im Rahmen der geografischen Wachstumsstrategie der HARTMANN GRUPPE gewinnen die so genannten Schwellenländer zunehmend an Bedeutung. Erfahrungen aus Brasilien, China oder Russland zeigen, dass wir mit Geschäftsmodellen, die auf das jeweilige Gesundheitssystem und die Marktbedingungen zugeschnitten sind, erfolgreich im Markt agieren. In einem strukturierten Prozess wird HARTMANN nun weitere attraktive Absatzmärkte in den Regionen Lateinamerikas oder Asiens identifizieren und priorisieren.
Hier können wir auf eine fundierte Marktkenntnis zurückgreifen, die wir aus der jahrelangen Kooperation mit lokalen Vertriebspartnern gewonnen haben. Diese Zusammenarbeit wollen wir bei der Erschließung weiterer Wachstumspotenziale in den jeweiligen Ländern mit geeigneten Geschäftsmodellen intensivieren. HARTMANN möchte sich dort bei Entscheidern wie Anwendern als innovative, globale Marke mit fundierter Expertise positionieren, etwa in den Bereichen Wundbehandlung, Desinfektion oder OP-Risikoschutz.
Mitarbeiterentwicklung im Fokus der HR-Arbeit
Unseren über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Ebenen kommt eine zentrale Rolle beim Erreichen der Unternehmensziele zu. Das Leitprinzip unserer Human-Resources-Strategie ist es daher, sie in ihren Kompetenzen und Fähigkeiten so weiterzuentwickeln, dass die richtigen Personen für die richtigen Aufgaben eingesetzt werden und für künftige strategische und demografische Herausforderungen ausreichend qualifizierte Nachwuchskräfte bereitstehen.
Als einen Baustein der Personalentwicklung hat HARTMANN daher Anfang 2015 einen Talentmanagement-Prozess initiiert. Darüber werden im Laufe des Jahres ambitionierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit erster Führungserfahrung identifiziert, die das Potenzial haben, eine globale Schlüsselfunktion innerhalb der HARTMANN GRUPPE zu übernehmen. Die ausgewählten Talente werden dann über die Teilnahme an einem Talent-Development-Programm weiterentwickelt und sollen in zwei bis drei Jahren bereit und fähig sein, den nächsten Karriereschritt zu machen. Der Group-Leadership-Review-Prozess, das Management von Schlüsselpositionen in der HARTMANN GRUPPE mit der Identifikation dieser Positionen sowie der Bewertung der Stelleninhaber nach Leistung und Potenzial, geht zur Jahresmitte in die zweite Runde.
Das Projekt Performance-Management mit seinen Schwerpunkten Funktionenbewertung und Vergütungssysteme werden wir im laufenden Jahr weiter internationalisieren und konsequent auf die Unternehmensstrategie und die L.A.C.E.-Prinzipien - Leadership (Führung), Accountability (Verantwortung), Commitment (Verbindlichkeit) und Execution (Umsetzung) - ausrichten.
Grundlegende Modernisierungen am Sitz der Konzernzentrale
Im Vorstand fiel die Entscheidung für eine umfassende Bau- und Umbauphase am Standort Heidenheim im Zeitraum der nächsten fünf bis sieben Jahre. Dabei soll das derzeitige Mischareal aus Verwaltungs-, Produktions- und Logistikflächen klar gegliedert und zu einer modernen Konzernzentrale aufgewertet werden. Ein erster Schritt hierzu war im Berichtszeitraum die Konzentration der Produktion im Medical Innovation Center. Weitere Maßnahmen sind unter anderem die weitere Modernisierung von Büroflächen, die Neugliederung von Liefer-, Verkehrs- und Fußgängerwegen, die Erweiterung der Grünflächen und der Abbruch von ungenutzten Gebäuden. Ziel ist eine nachhaltige Aufwertung des Standorts unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Gesichtspunkte.
Moderates Umsatz- und Ergebnisplus erwartet
Vor dem Hintergrund der Chancen aus dem demografischen Wandel und der Entwicklung in aufstrebenden Schwellenländern, aber auch der Risiken aus den Veränderungen in den nationalen Gesundheitssystemen sieht sich HARTMANN gut aufgestellt, seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen. Die erheblichen Volatilitäten in den Rohstoff- und Währungsmärkten werden wir aktiv managen. Zur Absicherung unseres organischen Wachstums setzen wir gezielt Investitionsschwerpunkte in etablierten und neuen Märkten, um unsere Marktposition in Schlüsselsortimenten, zum Beispiel in der modernen Wundbehandlung oder Infektionsprävention, auszubauen. Hierzu tragen auch neu aufgelegte Schulungsprogramme in den Vertriebsorganisationen bei, die dazu dienen, unsere Angebote noch individueller auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten.
Die HARTMANN GRUPPE setzt in ihrem medizinischen Kerngeschäft auch weiterhin auf Akquisitionen und strategische Partnerschaften, um einerseits das Portfolio sinnvoll zu ergänzen und andererseits die Marktposition in den Absatzregionen zu verbessern.
Investitionen der vergangenen Jahre in interne Prozesse wirken sich sukzessive positiv auf die Ergebnisentwicklung der HARTMANN GRUPPE aus. Ein ständiges Arbeitsprogramm ist auch weiterhin die sorgfältige Überprüfung aller internen Prozesse und der damit verbundenen Kosten auf Produktivitätsreserven.
Wir gehen davon aus, dass sich die hohe Volatilität bei den Währungsrelationen im laufenden Jahr fortsetzen wird, was für HARTMANN sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Kurzfristig begegnen wir den Währungsrisiken durch Absicherungsmaßnahmen, die Schwankungen abfedern; mittel- und langfristig trägt die weitere Internationalisierung unseres Geschäfts zu einer stärkeren Risikostreuung bei. Auch bei den Rohstoffen sehen wir Volatilitäten, die eine Prognose erschweren. Wir beobachten die Entwicklungen genau und begegnen den Risiken mit nachhaltigen Effizienzsteigerungsprogrammen.
Für das Geschäftsjahr 2015 gehen wir davon aus, dass sich die geschilderten Schwerpunktprogramme und Maßnahmen positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken werden. Unter sorgfältiger Abwägung aller Einflussfaktoren sind wir für das Geschäftsjahr 2015 vorsichtig optimistisch, bei den Umsatzerlösen und beim EBIT ein moderates Plus zu erzielen. Auf Basis eines organischen Wachstums planen wir, den Nettofinanzstatus moderat zu verbessern.
Nachtragsbericht
Nach dem 31. Dezember 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HARTMANN GRUPPE zu erwarten ist.
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Konzernbilanz
der HARTMANN GRUPPE
Aktiva
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| in Tausend EUR | Anhang | 31. Dezember 2014 | 31. Dezember 2013 |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |||
| Sachanlagen | 1 | 347.568 | 333.775 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2 | 114.092 | 103.218 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 3 | 3.866 | 3.561 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 4 | 1.563 | 1.344 |
| Sonstige Forderungen | 5 | 3.628 | 5.047 |
| Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 6 | 5.727 | 8.293 |
| Aktive latente Steuern | 7 | 25.676 | 22.399 |
| 502.120 | 477.637 | ||
| Kurzfristiges Vermögen | |||
| Vorräte | 8 | 300.972 | 302.255 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 9 | 324.940 | 336.556 |
| Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 10 | 6.106 | 8.108 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 11 | 23.982 | 2.558 |
| Zahlungsmittel | 12 | 89.080 | 56.841 |
| 745.080 | 706.318 | ||
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 13 | 0 | 2.827 |
| Bilanzsumme Aktiva | 1.247.200 | 1.186.782 | |
| Passiva | |||
| in Tausend EUR | Anhang | 31. Dezember 2014 | 31. Dezember 2013 |
| Eigenkapital | 14 | ||
| Gezeichnetes Kapital | 91.328 | 91.328 | |
| Kapitalrücklage | 47.902 | 47.902 | |
| Eigene Anteile | -31 | -31 | |
| Gewinn- und andere Rücklagen | 449.935 | 424.687 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG | 73.551 | 57.412 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG | 662.685 | 621.298 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 27.685 | 25.744 | |
| 690.370 | 647.042 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 15 | 92.666 | 122.090 |
| Passive latente Steuern | 7 | 1.422 | 4.335 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16 | 144.236 | 102.128 |
| Sonstige Rückstellungen | 17 | 26.609 | 24.062 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 18 | 3.249 | 3.292 |
| 268.182 | 255.907 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 19 | 221.446 | 209.841 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 20 | 27.704 | 24.668 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 21 | 12.240 | 16.268 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16 | 8.327 | 8.843 |
| Sonstige Rückstellungen | 17 | 18.931 | 24.213 |
| 288.648 | 283.833 | ||
| Bilanzsumme Passiva | 1.247.200 | 1.186.782 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der HARTMANN GRUPPE
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| in Tausend EUR | Anhang | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.862.035 | 1.794.442 | |
| Bestandsveränderungen | 2.026 | 17.490 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.955 | 2.664 | |
| Gesamtleistung | 1.868.016 | 1.814.596 | |
| Sonstige Erträge | 22 | 39.644 | 32.650 |
| Materialaufwand | 23 | -814.245 | -820.246 |
| Personalaufwand | 24 | -467.332 | -449.675 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 25 | -60.828 | -56.650 |
| Sonstige Aufwendungen | 26 | -442.824 | -418.621 |
| Betriebsergebnis1 | 122.431 | 102.054 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -10.103 | -8.860 | |
| Finanzierungserträge | 1.331 | 1.229 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 1.093 | 841 | |
| Ergebnis aus Beteiligungen | 0 | -227 | |
| Finanzergebnis | 27 | -7.679 | -7.017 |
| Ergebnis vor Steuern | 114.752 | 95.037 | |
| Ertragsteuern | 28 | -36.405 | -32.560 |
| Konzernergebnis | 78.347 | 62.477 | |
| davon entfallen auf: | |||
| die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG | 73.551 | 57.412 | |
| die nicht beherrschenden Anteile | 4.796 | 5.065 | |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 29 | 20,71 | 16,16 |
1 Entspricht dem EBIT der HARTMANN GRUPPE
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
der HARTMANN GRUPPE
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | 78.347 | 62.477 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (vor Steuer) | -39.580 | -722 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern | 10.721 | 340 |
| Posten ohne Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung | -28.859 | -382 |
| Währungsumrechnung | 2.704 | -11.879 |
| Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (vor Steuer) | 18.210 | 6.508 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern | -5.204 | -2.004 |
| Posten mit Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 15.710 | -7.375 |
| Gesamtergebnis | 65.198 | 54.720 |
| davon entfallen auf: | ||
| die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG | 61.632 | 49.645 |
| die nicht beherrschenden Anteile | 3.566 | 5.075 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
der HARTMANN GRUPPE
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| in Tausend EUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Anteile | Gewinn- und andere Rücklagen | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinnrücklagen | Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste | Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte/ Verbindlichkeiten | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2013 | 91.328 | 47.902 | -31 | 417.807 | -23.220 | -10.848 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -570 | 4.504 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 31.244 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2013 | 91.328 | 47.902 | -31 | 449.051 | -23.790 | -6.344 |
| Stand 1. Januar 2014 | 91.328 | 47.902 | -31 | 449.051 | -23.790 | -6.344 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -27.073 | 13.006 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 37.167 | 0 | 0 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 91.328 | 47.902 | -31 | 486.218 | -50.863 | 6.662 |
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| in Tausend EUR | Ergebnisanteil der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG | Eigenkapital der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG | Nicht beherrschende Anteile | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Währungsumrechnung | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2013 | 17.472 | 51.134 | 591.543 | 22.130 | 613.673 |
| Gesamtergebnis | -11.701 | 57.412 | 49.645 | 5.075 | 54.720 |
| Dividendenzahlung | 0 | -19.890 | -19.890 | -1.461 | -21.351 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | -31.244 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2013 | 5.771 | 57.412 | 621.298 | 25.744 | 647.042 |
| Stand 1. Januar 2014 | 5.771 | 57.412 | 621.298 | 25.744 | 647.042 |
| Gesamtergebnis | 2.147 | 73.551 | 61.632 | 3.566 | 65.198 |
| Dividendenzahlung | 0 | -20.245 | -20.245 | -1.554 | -21.799 |
| Einstellung in Rücklagen | 0 | -37.167 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | -71 | -71 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 7.918 | 73.551 | 662.685 | 27.685 | 690.370 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
der HARTMANN GRUPPE
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 114.752 | 95.037 |
| Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte | 60.828 | 55.851 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) | 4.984 | 5.077 |
| Zinsergebnis | 8.772 | 7.631 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -29.931 | -22.917 |
| Gewinn (-)/Verlust (+) aus Abgängen von langfristigem Vermögen | -495 | 965 |
| Cash-Flow | 158.910 | 141.644 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte | 2.067 | -22.612 |
| Zunahme (-)/Abnahme (+) der kurz- und langfristigen Forderungen | 64 | -24.547 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der kurz- und langfristigen Rückstellungen | -1.294 | 6.602 |
| Zunahme (+)/Abnahme (-) der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten (ohne finanzielle Verbindlichkeiten) | 10.736 | 15.689 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit (operativer Cash-Flow) | 170.483 | 116.776 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -72.451 | -68.817 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 4.568 | 876 |
| Einzahlungen aus Dividenden aus finanziellen Vermögenswerten | 468 | 388 |
| Einzahlungen aus Zinsen | 1.172 | 1.051 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen (abzüglich übernommener Zahlungsmittel) | -3.181 | -6.446 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | -69.424 | -72.948 |
| Free-Cash-Flow | 101.059 | 43.828 |
| Zahlung der Dividende der PAUL HARTMANN AG | -20.245 | -19.890 |
| Zahlung der Dividende an Minderheitsgesellschafter | -1.554 | -1.461 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | 1.587 | 147.703 |
| Auszahlungen für die Tilgung von kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | -43.510 | -155.131 |
| Auszahlungen für Zinsen | -5.669 | -5.178 |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen bei bestehender Kontrolle | -71 | 0 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -69.462 | -33.957 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | 31.597 | 9.871 |
| Entwicklung des Finanzmittelbestands | ||
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 56.841 | 48.156 |
| Wechselkursbedingte Wertänderungen des Finanzmittelbestands | 642 | -1.186 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | 31.597 | 9.871 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 89.080 | 56.841 |
Konzernanhang
der HARTMANN GRUPPE
Allgemeine Angaben
Die PAUL HARTMANN AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Nr. HRB 661090 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist die Paul-Hartmann-Straße 12 in 89522 Heidenheim, Deutschland. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. September 2012. Die Firma der Gesellschaft lautet PAUL HARTMANN AG. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und/oder der Vertrieb von Produkten, die mit den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden im weitesten Sinne im Zusammenhang stehen. Gemeinsam mit prozessbegleitenden Dienstleistungen werden diese als Systemlösungen für Medizin und Pflege angeboten.
Herr Eduard Schleicher, Ulm, hat uns im August 2014 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihm eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Muttergesellschaft, der PAUL HARTMANN AG, gehört.
Der Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG, wurde nach den zum Bilanzstichtag zur Anwendung in der Europäischen Gemeinschaft ratifizierten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Daneben werden alle für das Geschäftsjahr 2014 ratifizierten Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet.
Die PAUL HARTMANN AG macht von der Vorschrift des § 315a, III HGB Gebrauch und erstellt und veröffentlicht einen Abschluss nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Darüber hinaus werden alle nach deutschem Handelsrecht verlangten Angaben und Erläuterungen veröffentlicht, auch wenn sie nach IFRS nicht verpflichtend sind. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt, die Wertangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend beziehungsweise in Millionen Euro. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet, was bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen kann.
Folgende in den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG einbezogene deutsche Tochtergesellschaften machten im Geschäftsjahr 2014 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Absatz 3 beziehungsweise § 264b HGB Gebrauch:
| ― | Bode Chemie GmbH, Hamburg |
| ― | CMC Consumer Medical Care GmbH, Düren |
| ― | DIG Dienstleistungen im Gesundheitswesen GmbH, Ibbenbüren |
| ― | HARTMANN Beteiligungen GmbH, Heidenheim |
| ― | Karl Otto Braun GmbH & Co. KG, Wolfstein |
| ― | Kneipp GmbH (früher: Kneipp-Werke Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co. KG), Würzburg |
| ― | QMService GmbH, Heidenheim |
| ― | Reha-Service Loose GmbH, Hamburg |
| ― | Reha und Rollstuhl Handels GmbH, Leipzig |
| ― | Sanimed GmbH, Ibbenbüren |
| ― | Vlesia GmbH, Heidenheim |
Die Bilanz wird gemäß IAS 1.60 ff. in langfristige und kurzfristige Posten untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Zusammensetzung einzelner Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wird im Anhang erläutert. Der Konzernabschluss ist auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum Marktwert bilanziert sind.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung der Werthaltigkeit nicht finanzieller Vermögenswerte, der Bestimmung des Fair Value bei einigen Finanzinstrumenten sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien.
Die von Annahmen und Schätzungen betroffenen Parameter umfassen vor allem die bei der Anwendung von Barwertmethoden verwendeten zukünftigen Cash-Flows, Abzinsungssätze und die Preisentwicklung bestimmter Rohstoffe. Bei der Bewertung von Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten besteht außerdem Unsicherheit in Bezug auf den Eintrittszeitpunkt und die Höhe des zu versteuernden Einkommens. Im Bereich der Rückstellungen werden Annahmen zur Bestimmung von Abzinsungssätzen, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und Rentensteigerungen sowie der Fluktuationsrate getroffen.
Obwohl diese Schätzungen und Annahmen mit größter Sorgfalt auf Basis aller verfügbaren Informationen vorgenommen beziehungsweise getroffen wurden, können die tatsächlichen Ergebnisse davon abweichen.
Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards
Erstmals angewendete Rechnungslegungsstandards
Im Geschäftsjahr 2014 fanden einige Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die im Dezember 2011 veröffentlichten Änderungen des IAS 32 beinhalten zusätzliche Leitlinien zur Anwendung des bestehenden Saldierungsmodells. Unter anderem wird klargestellt, dass der Anspruch auf Saldierung am Abschlussstichtag bestehen und sowohl im gewöhnlichen Geschäftsablauf als auch bei Insolvenz rechtlich durchsetzbar sein muss. Die Änderungen stellen zudem klar, dass die Bruttoabwicklungsmethode unter bestimmten Voraussetzungen effektiv der Nettoabwicklung entspricht und daher in diesen Fällen das Kriterium des IAS 32 erfüllt. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.
Mit Veröffentlichung der Änderungen zu IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten - Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht finanziellen Vermögenswerten" schränkt das IASB die Pflichtangabe des erzielbaren Betrags ein. Gleichzeitig wird jedoch der Umfang der für den Fall einer Wertminderung beziehungsweise Wertaufholung vorgesehenen Anhangangaben ausgeweitet. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.
Durch die im Juni 2013 veröffentlichte Änderung an IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften" wurde der Standard um eine Erleichterungsregelung ergänzt, wonach die Beendigung des Hedge Accounting nicht erforderlich ist, wenn die Novation eines Sicherungsinstruments mit einer zentralen Gegenpartei bestimmte Kriterien erfüllt. Insbesondere setzt die Ausnahmeregelung voraus, dass die Umstellung Folge einer regulatorischen oder gesetzlichen Regelung ist. Eine ähnliche Erleichterungsregelung wurde in IFRS 9 "Finanzinstrumente" aufgenommen. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.
Durch den im Mai 2011 veröffentlichten IFRS 10 "Konzernabschlüsse" wurde ein einheitliches Konsolidierungsmodell für sämtliche Unternehmen eingeführt, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Beherrschung ist dann gegeben, wenn das Mutterunternehmen die Verfügungsgewalt besitzt, variable Rückflüsse erhält und diese durch Ausübung der Verfügungsgewalt beeinflussen kann. Entsprechend wurden die im bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" sowie SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften" enthaltenen Konsolidierungsleitlinien ersetzt, sodass IAS 27 "Einzelabschlüsse (revised 2011)" nunmehr nur noch die Vorschriften zu Einzelabschlüssen enthält. Die Standards sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.
Der im Mai 2011 veröffentlichte IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und damit die Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen durch die zwingende Anwendung der Equity-Methode gemäß den Vorschriften des ebenfalls geänderten IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen". Der neue Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen entweder gemeinschaftliche Führung (Joint Control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt, wobei für die Klassifikation die wirtschaftliche Substanz der Vereinbarung und nicht deren rechtliche Form entscheidend ist. IAS 28 wurde um die Regelungen zur Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen sowie um die bisher in SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen" enthaltenen Richtlinien erweitert. Die Standards sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.
IFRS 12 "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" führt die Angabepflichten zu sämtlichen Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen sowie nicht konsolidierten strukturierten Gesellschaften in einem Standard zusammen, die bislang in IAS 27, IAS 31 und IAS 28 enthalten waren, und erweitert die Angabepflichten in Bezug auf den Konsolidierungskreis sowie wesentlichen Tochterunternehmen mit Minderheitsgesellschaftern. Ziel ist es, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei diesen Beteiligungsunternehmen verbunden sind, zu beurteilen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und hat keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.
Noch nicht anzuwendende neue beziehungsweise geänderte Rechnungslegungsstandards
| ― | IFRIC 21 "Abgaben"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. |
| ― | IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. |
| ― | IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IAS 16 und IAS 41 "Produzierende Pflanzen"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IAS 27 "Einzelabschlüsse - Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IAS 28 und IFRS 10 "Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen - Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. |
| ― | IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. |
| ― | IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung/Wertminderungen/Hedge Accounting"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. |
Des Weiteren werden sich diverse Standards im Zusammenhang mit dem Annual-Improvements-Project Zyklus 2010-2012, Zyklus 201 1-2013 (für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen) und Zyklus 2012-2014 (für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen) ändern.
Aus der Anwendung der genannten Standards werden sich nach derzeitiger Einschätzung für den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Es werden jedoch künftig erweiterte Anhangangaben erwartet.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:
Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden
Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob der Konzern eine andere Gesellschaft beherrscht, wird das Vorhandensein und der Effekt von potenziellen Stimmrechten, die jederzeit ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.
Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung vorliegt, und werden nicht mehr voll konsolidiert, wenn das Beherrschungsverhältnis endet. Für Akquisitionen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 nach der Methode der vollständigen Neubewertung (Erwerbsmethode), das heißt Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten, soweit sie die Ansatzkriterien des IFRS 3 erfüllen, werden mit ihren Fair Values zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Hierfür lagen entsprechende Zwischenabschlüsse vor. Ein verbleibender, auf den Konzern entfallender Unterschiedsbetrag wird als Goodwill im Anlagevermögen ausgewiesen und entsprechend IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 einem zumindest jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Beim sukzessiven Unternehmenserwerb erfolgt zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung zum Fair Value der bereits gehaltenen Anteile an dem erworbenen Unternehmen.
Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss der PAUL HARTMANN AG.
Eine Aufstellung der vollkonsolidierten Tochterunternehmen ist bei den sonstigen Erläuterungen enthalten.
Assoziierte Unternehmen und Joint Ventures
Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Bei Joint Ventures liegt eine gemeinschaftliche Führung vor, in der Regel mit einem Anteilsbesitz von 50 %. Als assoziierte Unternehmen werden diejenigen bezeichnet, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss besitzt und in der Regel zwischen 20 und 50 % der Stimmrechte hält, ohne das Unternehmen zu beherrschen. Die Erstbewertung der Anteile von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Beteiligungsbuchwerte enthalten den beim Anteilserwerb identifizierten Goodwill nach Abzug von Wertminderungen. Die Bilanzierung nach der Equity-Methode wird zum Zeitpunkt des Wegfallens des maßgeblichen Einflusses auf ein assoziiertes Unternehmen oder auf ein Joint Venture beendet. Wenn der Buchwert der Anteile an dem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture den Wert Null erreicht, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, dass der Konzern zusätzlich Verbindlichkeiten oder Garantien für das assoziierte Unternehmen übernommen hat.
Eine Aufstellung der nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen ist in den sonstigen Erläuterungen enthalten.
Konzerninterne Transaktionen
Alle konzerninternen Transaktionen und Salden sowie nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen innerhalb des Konzerns werden eliminiert. Nicht realisierte Verluste aus Transaktionen innerhalb des Konzerns werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, der Verlust resultiert aus einer zuvor erfolgten Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts.
Währungsumrechnung
Funktionale Währung und Berichtswährung
Die im Jahresabschluss jedes Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden in der Währung ermittelt, die die Währung des primären Wirtschaftsumfelds ist, in dem das Unternehmen tätig ist (funktionale Währung). Der Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro dargestellt, die gleichzeitig die funktionale Währung der PAUL HARTMANN AG ist.
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Gewinne und Verluste aus der Begleichung solcher Geschäftsvorfälle sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.
Die Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung enthalten auch Währungsdifferenzen aus Schuldverschreibungen und anderen monetären finanziellen Vermögenswerten, die zum Fair Value bewertet werden. Währungsdifferenzen aus zur Veräußerung verfügbaren, nicht-monetären Vermögenswerten werden im Bedarfsfall in der Gewinnrücklage im Eigenkapital erfasst.
Umrechnung der Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet. Die Bilanzposten werden zum Umrechnungskurs am 31. Dezember umgerechnet. Währungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Abgang einer ausländischen Gesellschaft werden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns beziehungsweise -verlusts berücksichtigt.
Der Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den Fair Value, die aus dem Erwerb einer ausländischen Gesellschaft resultieren, werden zu Stichtagskursen umgerechnet.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Es bestehen keine wesentlichen Rückbau- oder Rekultivierungsverpflichtungen. Die planmäßige Abschreibung wird für jeden Vermögenswert linear auf Basis der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berechnet.
Geschätzte Nutzungsdauer:
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| Gebäude | 25 - 40 Jahre |
| Maschinen und maschinelle Anlagen | 10 - 15 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge | 3 - 15 Jahre |
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die aus Veräußerungen resultierenden Gewinne und Verluste werden als Differenz zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten ermittelt und erfolgswirksam als Ertrag beziehungsweise Aufwand erfasst. Finanzierungskosten werden als Bestandteil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern diese direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden analog zu Sachanlagen zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bilanziert.
Geschätzte Nutzungsdauer:
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| Immobilien | 15 - 40 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte
Goodwill
Der Goodwill stellt die positive Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Fair Value des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Tochterunternehmens beziehungsweise des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs dar. Der Goodwill, der beim Erwerb von Tochterunternehmen am oder nach dem 1. Januar 1995 entstanden ist, wird unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Goodwill, der beim Erwerb von assoziierten Unternehmen am oder nach dem 1. Januar 1995 entstanden ist, ist im Beteiligungsbuchwert der assoziierten Unternehmen enthalten.
Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf "Cash Generating Units" (CGUs) verteilt.
In der HARTMANN GRUPPE werden innerhalb der Segmente Wundmanagement, Inkontinenzmanagement und Infektionsmanagement die operativen Geschäftsbereiche und im Segment Weitere Konzernaktivitäten die operativen Geschäftsfelder als CGU definiert.
Für den Goodwill wird eine unbestimmte Nutzungsdauer unterstellt, er unterliegt dementsprechend nicht der planmäßigen Abschreibung. Er wird vielmehr nach IAS 36 mindestens jährlich und zusätzlich bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dabei wird der Buchwert der CGUs mit dem jeweiligen erzielbaren Betrag, das heißt dem höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert der CGU höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in Höhe der Differenz ein Wertminderungsbedarf vor. In diesem Fall wird in einem ersten Schritt ein allokierter Goodwill abgeschrieben. Bei einem verbleibenden Restbetrag werden auch die zugeordneten einzelnen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht mehr aufgeholt.
Darüber hinaus existieren keine immateriellen Vermögenswerte, die nicht planmäßig abgeschrieben werden.
Forschung und Entwicklung
Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Entwicklungskosten werden sofort als Aufwand erfasst, sofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung nach IAS 38 nicht erfüllt sind. Sofern diese Voraussetzungen vorliegen, werden die Entwicklungskosten aktiviert und linear über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben.
Andere immaterielle Vermögenswerte
Erworbene Patente, Markenzeichen, Kundenbeziehungen und Lizenzen werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Geschätzte Nutzungsdauer:
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| Patente, Lizenzen, Schutzrechte, Marken, Kundenbeziehungen | 4 - 15 Jahre |
| Software | 3 - 5 Jahre |
Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden mindestens jährlich auf Wertminderungsbedarf geprüft oder wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert. Wenn die Bestimmung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, werden Vermögenswerte zur kleinsten Gruppe zusammengefasst, der unabhängige Mittelzuflüsse zugeordnet werden können (CGU).
Sind die Gründe für eine zuvor bei planmäßig abgeschriebenen Vermögenswerten erfasste außerplanmäßige Wertminderung entfallen, werden diese Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben. Diese Wertaufholung übersteigt nicht den fortgeführten Buchwert, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine außerplanmäßige Wertminderung erfasst worden wäre.
Finanzielle Vermögenswerte
Die Bilanzierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 39. Der Ansatz erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.
Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Fair Value. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folgezeit nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einbeziehung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.
Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von der Zuordnung zu den Bewertungskategorien im Sinne des IAS 39 und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value.
Die fortgeführten Anschaffungskosten finanzieller Vermögenswerte ermitteln sich unter Beachtung der Effektivzinsmethode als der Betrag, mit dem ein finanzieller Vermögenswert bei erstmaliger Erfassung bewertet wurde, vermindert um eventuelle Tilgungen, etwaige Wertminderungen oder Uneinbringlichkeiten.
Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Gemäß IFRS 13 werden Kontrahentenrisiken mithilfe des kontrahentenspezifischen Credit Default Swap Spreads berücksichtigt.
Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte zum Fair Value folgt einer dreistufigen Hierarchie, die die Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt beschreibt (vergleiche zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten im Abschnitt "Sonstige Erläuterungen").
Finanzielle Vermögenswerte gliedern sich abhängig von ihrem jeweiligen Erwerbszweck in nachstehende Kategorien:
| ― | erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte, |
| ― | bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte, |
| ― | Kredite und Forderungen, |
| ― | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. |
Die Zuordnung zu einer Kategorie hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, und wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dieser Bewertungskategorie werden die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus Derivaten zugeordnet, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Änderungen des Fair Value finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung beziehungsweise Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Die Fair Value-Option wird nicht genutzt.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, wenn die Absicht und Fähigkeit besteht, die finanziellen Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit zu halten und keine andere Kategorisierung vorgeschrieben ist. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sowohl im abgelaufenen als auch im Vorjahr hatte die HARTMANN GRUPPE keine bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte im Bestand.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen weiteren finanziellen Forderungen sowie die Zahlungsmittel zugeordnet. Im Konzern werden erfolgswirksame Wertminderungen vorgenommen, wenn es zu objektiven Hinweisen kommt. Objektive Hinweise können beispielsweise Analysen auf Basis standardisierter Altersstrukturlisten der zum Jahresende ausstehenden Beträge sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit sein. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden Wertberichtigungen auf Forderungen grundsätzlich auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechende wertberichtigte Forderung ausgebucht.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die entweder konkret dieser Kategorie zugeordnet sind, oder keiner anderen Kategorie zugeordnet werden können. Dies sind insbesondere Beteiligungen, Wertpapiere und verzinsliche Ausleihungen, die in den sonstigen Vermögenswerten enthalten sind. Die Folgebewertung erfolgt zum Fair Value. Existiert kein notierter Marktpreis, weil der Markt nicht aktiv ist, und kann keine verlässliche Schätzung des Fair Value vorgenommen werden, werden diese finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen) erfasst. Es ist nicht beabsichtigt, diese finanziellen Vermögenswerte in naher Zukunft zu veräußern. Änderungen des Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden unter Berücksichtigung von Steuereffekten erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt. Eine erfolgswirksame Erfassung des Fair Value erfolgt erst bei Veräußerung. Liegt der Fair Value über einen längeren Zeitraum oder wesentlich unter den Anschaffungskosten, wird eine Wertminderung erfolgswirksam erfasst. In Fällen, in denen der Marktpreis von Eigenkapital- und Schuldtiteln bestimmt werden kann, wird der Fair Value angesetzt.
Umkategorisierungen sind im Geschäftsjahr und in den Vorjahren nicht vorgenommen worden.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder übertragen wurden und der Konzern die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen hat. Die bei der Ausbuchung entstandenen Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, werden zu jedem Bilanzstichtag daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise einer Wertminderung vorliegen. Im Fall einer eingetretenen Wertminderung wird der dadurch entstehende Aufwand erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen des Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, werden aus dem Eigenkapital eliminiert und erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.
Finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden als langfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.
Leasingverhältnisse
Leasingverhältnisse über Sachanlagen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen getragen werden, werden als Finanzierungsleasing eingestuft. Sachanlagen aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum niedrigeren Wert aus dem Fair Value des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die entsprechenden Leasingverpflichtungen werden in gleicher Höhe unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Jede Leasingzahlung wird auf diese Weise in den Tilgungsanteil der Restschuld und die Finanzierungskosten aufgeteilt, um eine konstante Verzinsung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu erreichen. Der Zinsanteil der Leasingzahlungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aktivierte Sachanlagen aus Finanzierungsleasing werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjekts oder über die kürzere Leasingdauer abgeschrieben, wenn nicht hinreichend sicher ist, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergeht.
Leasingverhältnisse, bei denen wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating Leasing eingestuft. Zahlungen aus Operating Leasing werden unter Berücksichtigung von Incentives des Leasinggebers linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Die Herstellungskosten von fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthalten Rohstoffe, Fertigungslöhne, andere direkte Kosten und dem Produkt zurechenbare Gemeinkosten, die auf normaler Kapazitätsauslastung basieren. Nicht enthalten sind Finanzierungskosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Kosten für die Fertigstellung und den Vertrieb.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz in Höhe des Fair Value bilanziert. Die Folgebewertung wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich der Wertberichtigungen durchgeführt. Diese Wertberichtigungen basieren auf einer Durchsicht aller ausstehenden Beträge zum Jahresende und Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben, sobald der Zahlungsausfall feststeht. Gemäß konzerninterner Vorgaben werden die Wertansätze bei Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert.
Zahlungsmittel
Zahlungsmittel werden in der Bilanz zum Nominalwert ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung enthalten die Zahlungsmittel Bargeld, jederzeit abrufbare Guthaben bei Kreditinstituten und andere kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von höchstens drei Monaten.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird, statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte". Der Verkauf der langfristigen Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen ist höchst wahrscheinlich.
Eigenkapital
Externe Kosten, die direkt der Emission von neuen Aktien zugerechnet werden können, werden, sofern es sich nicht um Unternehmenserwerbe handelt, unter Berücksichtigung der Steuereffekte mit dem Eigenkapital verrechnet. Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Dividenden für Stammaktien werden in der Periode vom Eigenkapital abgezogen, in der sie beschlossen wurden.
Wenn die PAUL HARTMANN AG oder eines ihrer Tochterunternehmen eigene Aktien der PAUL HARTMANN AG kauft, wird die bezahlte Gegenleistung einschließlich zurechenbarer Transaktionskosten unter Berücksichtigung der Steuereffekte vom Eigenkapital abgezogen. Wenn solche Aktien später verkauft oder neu ausgegeben werden, wird die erhaltene Gegenleistung wieder im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 kam es nicht zu einem Erwerb eigener Aktien.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder der Kategorie erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet. Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten.
Dieser Bewertungskategorie werden die in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Derivaten zugeordnet, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Änderungen des Fair Value finanzieller Verbindlichkeiten dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung beziehungsweise Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Die Fair Value Option wird nicht genutzt.
Alle weiteren finanziellen Verbindlichkeiten werden der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in Höhe des erhaltenen Betrags unter Berücksichtigung von Transaktionskosten erfasst. In den Folgeperioden werden finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bilanziert. Differenzen zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden demnach über die Laufzeit des Kredits verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern die Konzerngesellschaft nicht das unbedingte Recht hat, die Begleichung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.
Ertragsteuern
Die Ertragsteuern umfassen sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Die Steuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet und berücksichtigen alle uns bekannten Sachverhalte.
Latente Steuern werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen, die aus Unterschieden zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und ihrem Buchwert im IFRS-Abschluss resultieren, sowie auf Konsolidierungsvorgänge erfasst. Die wesentlichen temporären Differenzen ergeben sich aus der Abschreibung auf Sachanlagen, derivativen Finanzinstrumenten und Rückstellungen sowie bei Unternehmenserwerben aus Unterschieden zwischen den Fair Values der erworbenen Vermögenswerte und deren steuerlichen Werten. Steuerliche Verlustvorträge, die wahrscheinlich zukünftig genutzt werden können, wurden in Höhe des latenten Steueranspruchs aktiviert.
Aktive latente Steuern sind grundsätzlich mit der Maßgabe angesetzt, dass ein künftiges zu versteuerndes Einkommen wahrscheinlich ist, mit dem die temporären Differenzen genutzt werden können. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit das Unternehmen ein Recht zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten hat und wenn sich die latenten Steueransprüche und latenten Steuerverbindlichkeiten auf die gleiche Steuerbehörde beziehen.
Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die nach der derzeitigen Rechtslage gültig oder für den Zeitpunkt angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich ausgleichen werden. Die latenten Steuern für inländische Unternehmen wurden mit einem Gesamtsteuersatz von 29,1 (2013: 29,2) % ermittelt. Hierbei wurden neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer von 13,3 % berücksichtigt. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze angewandt.
Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen aus Beteiligungen an Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen gebildet, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in der näheren Zukunft nicht umkehren.
Pensionsverpflichtungen und andere Leistungen
Pensionsverpflichtungen
Die Konzerngesellschaften haben weltweit eine Reihe von beitrags- und leistungsorientierten Versorgungsplänen abgeschlossen. Das diesen Plänen zugeordnete Vermögen wird normalerweise in unabhängige vermögensverwaltende Fonds oder bei externen Versicherern eingezahlt.
Die beitragsorientierten Pensionszusagen werden durch Zahlungen von Arbeitnehmern und den entsprechenden Konzernunternehmen gedeckt.
Die Zuwendungen von Konzernunternehmen zu beitragsorientierten Pensionsplänen werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu der sie gehören.
Bei den leistungsorientierten Plänen handelt es sich sowohl um betriebliche Altersversorgung als auch um gesetzlich begründete Ansprüche nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Leistungen umfassen im Wesentlichen Zahlungen in Form von Altersrenten sowie Einmalkapital- und Ratenzahlungen. Die Form der Zahlung kann bei einigen Plänen frei gewählt werden, was die Höhe der Verpflichtung entsprechend beeinflusst.
Der Pensionsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen wird anhand der Projected Unit Credit-Methode ermittelt. Die Gesamtkosten für diese Zusagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über den Zeitraum der von den Arbeitnehmern dafür zu erbringenden Arbeitsleistungen verteilt.
Die Pensionsverpflichtung sowie deren Sensitivität wird auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Zur Abzinsung werden Zinssätze von hochwertigen Unternehmensanleihen verwendet, die eine vergleichbare Fälligkeit wie die zugehörigen Verpflichtungen besitzen. Die für die Sensitivitätsanalyse relevanten Parameter wurden in Abstimmung mit den Versicherungsmathematikern ermittelt. Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt entsprechend der Methode zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung, wobei jeweils der betreffende Parameter verändert wird.
Die Neubewertung der Nettoverpflichtung sowie darauf entfallende latente Steuern werden erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Nettozinsaufwand wird im Finanzergebnis ausgewiesen, während die übrigen Aufwendungen aus Pensionen im Personalaufwand erfasst werden.
Die Beurteilung der Aktivierungsfähigkeit einer Überdeckung erfolgt gemäß IAS 19.64 in Verbindung mit IFRIC 14 anhand des Vergleichs zwischen dem künftigen Dienstzeitaufwand des Unternehmens und den zu erwartenden Mindestbeiträgen.
Altersteilzeit
Für Mitarbeiter der HARTMANN GRUPPE, die im Rahmen tarifvertraglicher Bestimmungen die Möglichkeit der Altersteilzeit nutzen, wird eine Rückstellung gebildet. Diese enthält den bereits erdienten Erfüllungsrückstand sowie den anteiligen Aufstockungsbetrag.
Jubiläen, Sterbegeld- und Überbrückungsgeldverpflichtungen
Einzelne Konzerngesellschaften gewähren nach einer bestimmten Betriebszugehörigkeit den Mitarbeitern Geldgeschenke sowie Sonderurlaubstage. Des Weiteren werden teilweise Sterbe- und Überbrückungsgelder geleistet. Über die Berechnung der Rückstellung liegen versicherungsmathematische Gutachten vor. Es werden Zinssätze herangezogen, die mit den Zinssätzen für die Berechnung von Pensionsverpflichtungen vergleichbar sind.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Staatliche Investitionszuschüsse für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen und durch die verringerte planmäßige Abschreibung über deren Nutzungsdauer in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Steuerfreie Investitionszulagen werden passivisch abgegrenzt, in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögenswerte verteilt und erfasst. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag dargestellt, oder von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen.
Rückstellungen
Rückstellungen werden bilanziert, wenn dem Konzern eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vergangenen Ereignissen entstanden ist, deren Erfüllung erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Wenn die Unternehmensleitung erwartet, dass eine Zahlungsverpflichtung von Dritten erstattet wird, zum Beispiel im Rahmen eines Versicherungsvertrags, wird der Erstattungsanspruch als eigenständiger Vermögenswert bilanziert, sofern die Erstattung so gut wie sicher ist.
Gewährleistungsverpflichtungen
Der Konzern bilanziert eine Rückstellung für den Austausch von Waren, die am Bilanzstichtag unter die Gewährleistungsverpflichtung fallen. Diese Rückstellung wird auf Basis von Erfahrungswerten der vergangenen Jahre in Bezug auf den Ersatz von Wirtschaftsgütern ermittelt.
Drohverlustrückstellungen
Der Konzern bilanziert eine Drohverlustrückstellung, wenn die erwarteten Erträge aus einem Vertrag unter den unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der Verpflichtung aus dem Vertrag liegen.
Restrukturierungsrückstellungen
Diese Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen an Arbeitnehmer. Sie werden erst bilanziert, nachdem ein Beschluss über die detaillierten Bedingungen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer getroffen wurde und die entsprechenden Arbeitnehmer oder Arbeitnehmervertreter über diesen Beschluss informiert worden sind. Für Kosten der künftigen Aktivitäten wird keine Rückstellung angesetzt.
Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Waren ausgeliefert wurden beziehungsweise wenn die Dienstleistung erbracht wurde. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen werden zum Fair Value abzüglich aller Erlösschmälerungen ohne Verbrauchsteuern und nach der Eliminierung von konzerninternen Verkäufen ausgewiesen. Erträge werden erfasst, wenn der Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und dessen Höhe verlässlich ermittelt werden kann. Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand beziehungsweise Ertrag erfasst. Dividendenerträge werden erfasst, wenn ein Dividendenbeschluss vorliegt.
Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte
Derivate
Derivative Finanzinstrumente, die nicht Teil einer Hedging-Beziehung sind, werden in der Bilanz bei der Ersterfassung sowie der Folgebewertung zu ihrem Fair Value bewertet. Wertänderungen auf derivative Finanzinstrumente werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IAS 39 werden angewendet, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Hedge Accounting
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die HARTMANN GRUPPE insbesondere Zins-, Fremdwährungs- und Rohstoffrisiken ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken mithilfe von Zinsswaps, Devisentermingeschäften und Rohstoffswaps im Rahmen von Hedge Accounting (Cash-Flow Hedges) auszuschließen und zu begrenzen.
Der effektive Teil von Änderungen des Fair Value von Derivaten, die für eine Absicherung des Cash-Flows bestimmt sind und als Cash-Flow Hedge eingestuft werden, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Im Eigenkapital abgegrenzte Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird (zum Beispiel zu dem Zeitpunkt, zu dem ein abgesicherter zukünftiger Verkauf stattfindet).
Der Gewinn beziehungsweise Verlust aus der effektiven Sicherung variabler verzinslicher Kredite mit Zinsswaps wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzierungserträgen beziehungsweise Finanzierungsaufwendungen erfasst. Gewinne beziehungsweise Verluste aus der effektiven Sicherung von Fremdwährungs- und Rohstoffpreisrisiken werden im Betriebsergebnis erfasst.
Die HARTMANN GRUPPE dokumentiert bei Beginn der Transaktion die Beziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, die Risikomanagementstrategien und das Vorgehen für Sicherungsaktionen. Ebenso wird die Überprüfung der Effektivität der Sicherung dokumentiert.
Wenn ein Sicherungsgeschäft ausläuft, veräußert wird oder nicht mehr die Kriterien zur Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllt, verbleibt der bis dahin im Eigenkapital kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die ursprünglich gesicherte, zukünftige Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.
Ermittlungsmethoden des Fair Value
Der Fair Value von Derivaten basiert auf Mark-to-Market-Bewertungen am Bilanzstichtag, die durch Bankbewertungen verifiziert werden. Der Fair Value von Zinsswaps, Rohstoffswaps, Devisenswaps und Devisentermingeschäften wird dabei als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet. Der Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten basiert auf Börsenkursen am Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Fair Values von finanziellen Vermögenswerten, sonstigen finanziellen Forderungen, Leasingverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die im Anhang anzugeben sind, erfolgt durch Abzinsung der künftigen, vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu aktuellen Marktzinssätzen, die der Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente erhalten würde.
Zur Ermittlung der Fair Values von immateriellen Vermögenswerten im Rahmen von Kaufpreisallokationen wurden je nach Art des Vermögenswerts, Komplexität der Wertermittlung und der Verfügbarkeit von Informationen unterschiedliche Bewertungstechniken herangezogen. Grundsätzlich kann man nach kosten-, marktpreis- und kapitalwertorientierten Verfahren unterscheiden. Dabei ist das kapitalwertorientierte Verfahren ("income approach"), das im Allgemeinen auf einer Prognose künftiger Zahlungsmittelflüsse beruht, hervorzuheben. So wurde bei der Bewertung der Marken die so genannte Lizenzpreis-Analogiemethode angewendet. Bei dieser Methode werden die Kosteneinsparungen geschätzt, die daraus resultieren, dass die HARTMANN GRUPPE Eigentümer der Marken und Patente ist und keine Gebühren an einen Lizenzgeber zahlen muss. Die hieraus resultierende Ersparnis ergibt nach Abzinsung den anzusetzenden Wert für den immateriellen Vermögenswert. Die Bewertung der Kundenbeziehungen wurde demgegenüber mittels der Residualwertmethode vorgenommen. Bei dieser Methode wird der Barwert der ausschließlich durch den zu bewertenden Vermögenswert generierten Zahlungsstroms ermittelt. Da die betreffenden Vermögenswerte ihre Zahlungsströme regelmäßig nur im Verbund mit anderen Vermögenswerten generieren, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse fiktive Auszahlungen für diese "unterstützenden" anderen Vermögenswerte (contributory asset charge) berücksichtigt. Die Bewertung der Grundstücke erfolgte auf Basis eines Marktpreisverfahrens. Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden auf Basis eines kostenorientierten Verfahrens bewertet. Die Vorräte wurden auf Basis der retrograden Methode bewertet.
Erläuterungen zur Konzernbilanz
1 Sachanlagen
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| in Tausend EUR | Grundstücke und Bauten | Maschinen, technische Anlagen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2013 | 300.659 | 416.588 | 263.073 | 15.267 | 995.587 |
| Zugänge | 5.460 | 14.583 | 27.490 | 17.373 | 64.906 |
| Umbuchungen | 4.070 | 4.499 | 2.116 | -10.985 | -300 |
| Abgänge | -1.091 | -11.199 | -14.206 | -191 | -26.687 |
| Umgliederungen aus zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | -5.668 | -48 | -3.283 | 0 | -8.999 |
| Währungsumrechnung | -3.488 | -3.479 | -3.031 | -176 | -10.174 |
| Stand 31. Dezember 2013 | 299.942 | 420.944 | 272.159 | 21.288 | 1.014.333 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2013 | 168.090 | 313.801 | 190.436 | 0 | 672.327 |
| Planmäßige Abschreibungen | 8.014 | 19.294 | 17.652 | 0 | 44.960 |
| Wertminderungen | 24 | 384 | 596 | 0 | 1.004 |
| Wertaufholung | 0 | -799 | 0 | 0 | -799 |
| Umbuchungen | -2 | -21 | 23 | 0 | 0 |
| Abgänge | -894 | -11.368 | -12.727 | 0 | -24.989 |
| Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | -3.332 | -48 | -2.793 | -6.173 | |
| Währungsumrechnung | -1.562 | -2.329 | -1.881 | 0 | -5.772 |
| Stand 31. Dezember 2013 | 170.338 | 318.914 | 191.306 | 0 | 680.558 |
| Restbuchwert am 31. Dezember 2013 | 129.604 | 102.030 | 80.853 | 21.288 | 333.775 |
Im Rahmen der im Vorjahr durchgeführten Impairmenttests wurden Wertminderungen bei Gebäuden, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt 1,0 Mio. EUR und Wertaufholungen bei Maschinen in Höhe von insgesamt 0,8 Mio. EUR vorgenommen. Die Wertminderungen erfolgten im Wesentlichen aufgrund einer Neuausrichtung der Logistikstrukturen in Deutschland.
In 2013 wurden Investitionszuschüsse bei Technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 0,3 Mio. EUR, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 0,2 Mio. EUR sowie bei Gebäuden in Höhe von 0,4 Mio. EUR von den Anschaffungskosten abgesetzt.
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| in Tausend EUR | Grundstücke und Bauten | Maschinen, technische Anlagen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungs-/ Herstellungskosten | |||||
| Stand 1. Januar 2014 | 299.942 | 420.944 | 272.159 | 21.288 | 1.014.333 |
| Zugänge | 14.621 | 9.508 | 22.651 | 20.740 | 67.520 |
| Umbuchungen | 5.264 | 7.886 | 2.167 | -15.725 | -408 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 14 | 169 | 0 | 183 |
| Abgänge | -1.139 | -8.760 | -17.265 | -105 | -27.269 |
| Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | -5.868 | -5.265 | -1.187 | 0 | -12.320 |
| Währungsumrechnung | 1.670 | 809 | -791 | 565 | 2.253 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 314.490 | 425.136 | 277.903 | 26.763 | 1.044.292 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2014 | 170.338 | 318.914 | 191.306 | 0 | 680.558 |
| Planmäßige Abschreibungen | 8.245 | 18.983 | 19.080 | 0 | 46.308 |
| Wertminderungen | 3.656 | 1.836 | 272 | 0 | 5.764 |
| Umbuchungen | 0 | 2 | -2 | 0 | 0 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 5 | 56 | 61 | |
| Abgänge | -1.106 | -8.539 | -16.397 | 0 | -26.042 |
| Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | -5.868 | -5.265 | -1.187 | 0 | -12.320 |
| Währungsumrechnung | 1.320 | 1.298 | -223 | 0 | 2.395 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 176.585 | 327.234 | 192.905 | 0 | 696.724 |
| Restbuchwert am 31. Dezember 2014 | 137.905 | 97.902 | 84.998 | 26.763 | 347.568 |
Im Rahmen der in 2014 durchgeführten Impairmenttests wurden Wertminderungen bei Gebäuden, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt 4,7 Mio. EUR vorgenommen. Die Wertminderungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Veräußerung des Produktionsstandortes Grimmenstein in Österreich, welche voraussichtlich in 2015 abgeschlossen wird. Weitere Informationen zur Veräußerung des Produktionsstandortes sind in Textziffer 13 enthalten. Auf Sachanlagen sind, unverändert zum Vorjahr, keine Grundpfandrechte eingetragen. Es bestehen übliche Vereinbarungen über Eigentumsvorbehalte. Des Weiteren bestehen am Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 12,4 (2013: 10,5) Mio. EUR.
Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Finanzierungskosten identifiziert, die die Ansatzkriterien des IAS 23 erfüllten.
Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten | 2.535 | 3.652 |
| Kumulierte Abschreibungen | -1.261 | -1.265 |
| Restbuchwert am 31. Dezember | 1.274 | 2.387 |
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um abgeschlossene Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Lagereinrichtungen.
2 Immaterielle Vermögenswerte
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| in Tausend EUR | Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte | Goodwill | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2013 | 114.437 | 90.220 | 2.550 | 207.207 |
| Zugänge | 5.430 | 0 | 143 | 5.573 |
| Umbuchungen | 2.840 | 0 | -2.540 | 300 |
| Abgänge | -1.924 | 0 | 0 | -1.924 |
| Währungsumrechnung | -1.044 | -1.932 | 0 | -2.976 |
| Stand 31. Dezember 2013 | 119.739 | 88.288 | 153 | 208.180 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2013 | 79.441 | 17.806 | 0 | 97.247 |
| Planmäßige Abschreibungen | 8.862 | 0 | 0 | 8.862 |
| Wertminderungen | 1.824 | 0 | 0 | 1.824 |
| Abgänge | -1.781 | 0 | 0 | -1.781 |
| Währungsumrechnung | -866 | -324 | 0 | -1.190 |
| Stand 31. Dezember 2013 | 87.480 | 17.482 | 0 | 104.962 |
| Restbuchwert am 31. Dezember 2013 | 32.259 | 70.806 | 153 | 103.218 |
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| in Tausend EUR | Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte | Goodwill | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand 1. Januar 2014 | 119.739 | 88.288 | 153 | 208.180 |
| Zugänge | 4.963 | 0 | 412 | 5.375 |
| Umbuchungen | 560 | 0 | -152 | 408 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 1.082 | 11.039 | 0 | 12.121 |
| Abgänge | -807 | 0 | 0 | -807 |
| Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | -315 | 0 | 0 | -315 |
| Währungsumrechnung | 931 | 1.651 | 0 | 2.582 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 126.153 | 100.978 | 413 | 227.544 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1. Januar 2014 | 87.480 | 17.482 | 0 | 104.962 |
| Planmäßige Abschreibungen | 8.749 | 0 | 0 | 8.749 |
| Wertminderungen | 7 | 0 | 0 | 7 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 28 | 0 | 0 | 28 |
| Abgänge | -788 | 0 | 0 | -788 |
| Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | -315 | -315 | ||
| Währungsumrechnung | 806 | 3 | 0 | 809 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 95.967 | 17.485 | 0 | 113.452 |
| Restbuchwert am 31. Dezember 2014 | 30.186 | 83.493 | 413 | 114.092 |
Am Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,1 (2013: 0,2) Mio. EUR. In 2013 wurden Investitionszuschüsse in Höhe von 0,1 Mio. EUR von den Anschaffungskosten abgesetzt.
Die im Jahr 2014 angefallenen Entwicklungskosten erfüllten wie im Vorjahr nicht die Aktivierungskriterien nach IFRS. Insgesamt wurden Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 49,2 (2013: 39,5) Mio. EUR aufwandswirksam erfasst.
Der Goodwill wurde im Rahmen eines Impairmenttests gemäß IAS 36 auf Werthaltigkeit überprüft. Bei der Zuteilung der wesentlichen Goodwills auf CGUs entfallen 28,9 (2013: 28,9) Mio. EUR auf Desinfektionsmanagement, 24,3 (2013: 23,1) Mio. EUR auf Inkontinenzmanagement, 22,1 (2013:1 0,6) Mio. EUR auf Wundmanagement und 8,2 (2013: 8,2) Mio. EUR auf übrige CGUs.
Der erzielbare Betrag der CGUs wurde auf Grundlage des Nutzungswerts bestimmt. Die Berechnung des Nutzungswerts basiert auf prognostizierten Cashflows, die aus der vom Vorstand verabschiedeten Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Dabei sind Erwartungen bezüglich der Marktentwicklungen in den einzelnen Produktsegmenten sowie Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung in den unterschiedlichen Absatzmärkten eingeflossen. Grundlage für diese Erwartungen sind sowohl Erfahrungen der Vergangenheit als auch externe Informationsquellen. Es wurde ein gewogener Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) vor Steuer in Höhe von 7,9 (2013: 8,5 %) zur Diskontierung der geplanten Free-Cash-Flows festgesetzt. Für die Extrapolation der Cashflows über den Detailplanungszeitraum hinaus wurden Wachstumsraten von 0,5 % verwendet, die das langfristige durchschnittliche Wachstum des Marktes nicht übersteigen. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills ergaben sich im Berichtsjahr keine Wertminderungen. Auch eine für möglich gehaltene Änderung wesentlicher Parameter ergab gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalysen keine Notwendigkeit für eine Wertminderung der Goodwills.
3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 3.561 | 3.356 |
| Anteiliges Ergebnis nach Steuern | 773 | 593 |
| Dividendenzahlung | -468 | -388 |
| Stand am 31. Dezember | 3.866 | 3.561 |
4 Finanzielle Vermögenswerte (langfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Beteiligungen | 11 | 11 |
| Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 1.217 | 1.333 |
| Derivative Finanzinstrumente | 335 | 0 |
| 1.563 | 1.344 |
Die Beteiligungen, verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere sind mit 1,2 Mio. EUR zu Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertberichtigungen) bewertet.
5 Sonstige Forderungen (langfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Langfristige sonstige Forderungen | ||
| gegen Fremde | 3.746 | 5.168 |
| darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen | -118 | -121 |
| 3.628 | 5.047 |
Die langfristigen Forderungen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach Berücksichtigung von Ausfallrisiken angesetzt.
Bei dem Wertminderungsbestand für langfristige sonstige Forderungen handelt es sich um Einzelwertberichtigungen. Diese entwickelten sich wie folgt:
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | -121 | -1.289 |
| Umbuchungen | 0 | 1.131 |
| Währungsumrechnung | 0 | 37 |
| Auflösung | 3 | 0 |
| Stand am 31. Dezember | -118 | -121 |
Die Umbuchungen im Vorjahr erfolgten in den Wertminderungsbestand für kurzfristige sonstige Forderungen.
6 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (langfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Körperschaftsteuerguthaben | 5.726 | 8.293 |
Bei den Erstattungsansprüchen aus Ertragsteuern handelt es sich im Wesentlichen um den langfristigen Anteil des Körperschaftsteuerguthabens der PAUL HARTMANN AG.
7 Latente Steuern
Die Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Ertragsteuern". Aktive latente Steuern werden für steuerliche Verlustvorträge in dem Maß berücksichtigt, in dem deren Verwertung durch zukünftige steuerbare Erträge wahrscheinlich ist.
Entwicklung der latenten Steuern (Nettobetrag aktiver latenter Steuern nach Abzug passiver latenter Steuern)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | 18.064 | 19.961 |
| Währungsumrechnung | -111 | -117 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste latente Steuern | 995 | -116 |
| Latente Steuern auf Posten des Eigenkapitals | 5.517 | -1.664 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -211 | 0 |
| Stand am 31. Dezember | 24.254 | 18.064 |
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 | ||
|---|---|---|---|---|
| aktiv | passiv | aktiv | passiv | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 2.544 | 11.646 | 1.124 | 13.991 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.318 | 4.499 | 2.572 | 3.615 |
| Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 3.873 | 8.234 | 4.156 | 1.922 |
| Vorräte | 5.657 | 843 | 5.328 | 1.052 |
| Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 39.852 | 2.333 | 33.037 | 5.338 |
| Verlustvorträge | 2.864 | 2.708 | ||
| Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | -5.299 | -4.943 | ||
| 51.809 | 27.555 | 43.982 | 25.918 | |
| Davon kurzfristig | (13.022) | (9.001) | (18.884) | (5.258) |
| Saldierung | -26.133 | -26.133 | -21.583 | -21.583 |
| Bilanzansatz | 25.676 | 1.422 | 22.399 | 4.335 |
Von den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 38,7 (2013: 31,9) Mio. EUR sind 20,7 (2013: 19,0) Mio. EUR zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 6,0 (2013: 4,9) Mio. EUR innerhalb der nächsten zehn Jahre und 12,0 (2013: 8,0) Mio. EUR innerhalb der nächsten 11 bis 20 Jahre zu verwenden sind. Von diesen Verlustvorträgen werden derzeit 26,8 (2013: 21,1) Mio. EUR als nicht realisierbar angesehen.
Auf abzugsfähige temporäre Differenzen wurden Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 5,3 (2013: 4,9) Mio. EUR gebildet, da hierfür künftig voraussichtlich kein ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird.
Auf temporäre Unterschiedsbeträge aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen in Höhe von 331,7 Mio. EUR (2013: 292,4 Mio. EUR) wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.
8 Vorräte
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 71.701 | 71.788 |
| Unfertige Erzeugnisse | 24.389 | 25.881 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 204.579 | 204.363 |
| Geleistete Anzahlungen für Vorräte | 303 | 223 |
| 300.972 | 302.255 |
Fertige Erzeugnisse und Waren wurden in Höhe von 21,1 (2013: 21,2) Mio. EUR zum Nettoveräußerungspreis bewertet. Die Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis beliefen sich auf 9,3 (2013: 9,4) Mio. EUR. Am Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen langfristigen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren.
9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| gegen Fremde | 302.509 | 304.046 |
| darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen | -19.369 | -21.978 |
| gegen assoziierte Unternehmen | 575 | 585 |
| aus Wechselforderungen | 14.680 | 15.088 |
| 298.395 | 297.741 | |
| Kurzfristige sonstige Forderungen | ||
| gegen Fremde | 15.818 | 27.062 |
| darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen | -853 | -1.252 |
| aus aktiver Rechnungsabgrenzung | 6.488 | 7.910 |
| aus Erstattungsansprüchen sonstiger Steuern | 5.092 | 5.095 |
| 26.545 | 38.815 | |
| 324.940 | 336.556 |
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind analog zum Vorjahr keine nach Ablauf von mehr als einem Jahr fällig.
Eine mögliche Anhäufung von Kreditrisiken im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die große Anzahl der Kunden im Konzern sowie mehrere Vertriebskanäle weitestgehend vermieden. Die Kunden stammen aus verschiedenen geographischen Regionen. Die Wertberichtigungen basieren auf einer Durchsicht aller ausstehenden Beträge zum Jahresende und Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit mit der Einbringlichkeit von Forderungen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben, sobald der Zahlungsausfall feststeht. Erkennbare Risiken wurden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus wurden zur Berücksichtigung von Ausfall-, Zins- und Skontoverlusten portfoliobasierende Wertberichtigungen vorgenommen. Diese basieren auf den Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit mit der Einbringlichkeit von Forderungen.
Wertminderungsbestand für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Stand am 1. Januar | -23.230 | -23.886 |
| Zuführung | -2.821 | -4.398 |
| Umbuchungen | 0 | -1.131 |
| Verbrauch | 3.209 | 1.891 |
| Auflösung | 2.462 | 3.917 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -69 | 0 |
| Währungsumrechnung | 227 | 377 |
| Stand am 31. Dezember | -20.222 | -23.230 |
Der Gesamtbestand der Zuführungen von 2,8 (2013: 4,4) Mio. EUR setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 2,6 (2013: 3,6) Mio. EUR und portfolio-basierenden Wertberichtigungen in Höhe von 0,2 (2013: 0,8) Mio. EUR. Im Rahmen der Auflösung wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,8 (2013: 2,4) Mio. EUR und portfolio-basierende Wertberichtigungen in Höhe von 0,7 (2013: 1,5) Mio. EUR berücksichtigt. Die Umbuchungen im Vorjahr erfolgten aus dem Wertminderungsbestand für langfristige sonstige Forderungen.
10 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (kurzfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 6.106 | 8.108 |
11 Finanzielle Vermögenswerte (kurzfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 193 | 158 |
| Derivative Finanzinstrumente | 23.789 | 2.400 |
| 23.982 | 2.558 |
Von den verzinslichen Ausleihungen und Wertpapieren sind 0,08 (2013: 0,05) Mio. EUR zu Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen) bewertet.
12 Zahlungsmittel
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kontokorrentkonten, Bargeld und Termineinlagen | 89.080 | 56.841 |
Es bestanden keine wesentlichen Verfügungsbeschränkungen.
13 Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
Mit dem Verkauf des Produktionsstandorts im österreichischen Grimmenstein, der voraussichtlich in 2015 abgeschlossen wird, schärft HARTMANN seinen Fokus weiter auf die strategisch maßgeblichen Produktsortimente. Entsprechend wurden Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Vorräte mit einem Buchwert von insgesamt 1 EUR als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen. Auf diese Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem Segment Inkontinenzmanagement zugeordnet sind, entfallen Wertminderungen in Höhe von 5,7 Mio. EUR, die innerhalb der Abschreibungen beziehungsweise im Materialaufwand ausgewiesen werden. Durch den Verkauf konnte die Schließung und damit verbundene zusätzliche Aufwendungen abgewendet werden.
Im Vorjahr wurde bei der Konzerngesellschaft PAUL HARTMANN S.A. (Frankreich) ein Grundstück und Gebäude mit Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 2,8 Mio. EUR als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen, das in 2014 verkauft wurde.
14 Eigenkapital
Das Gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG beträgt unverändert 91,3 Mio. EUR. Es ist in 3.572.424 voll eingezahlte Namensstückaktien eingeteilt. Davon werden 20.682 Stücke mit einem Buchwert von 0,03 Mio. EUR als eigene Aktien bei der PAUL HARTMANN AG gehalten. Die Kapitalrücklage mit 47,9 Mio. EUR stammt im Wesentlichen aus dem Agio aus Kapitalerhöhungen der PAUL HARTMANN AG. In den Gewinn- und anderen Rücklagen ist eine Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte nach IAS 39 mit 6,7 (2013: -6,3) Mio. EUR enthalten.
Des Weiteren beinhalten die Gewinn- und anderen Rücklagen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen in Höhe von -50,9 (2013: -23,8) Mio. EUR.
Den anderen Gewinnrücklagen der PAUL HARTMANN AG wurden gemäß § 270 Absatz 2 HGB 2,0 (2013: 5,0) Mio. EUR zugeführt.
15 Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Kreditinstituten | 72.421 | 106.826 |
| aus Finanzierungsleasing | 570 | 1.225 |
| aus derivativen Finanzinstrumenten | 6.265 | 6.196 |
| aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten | 13.410 | 7.843 |
| 92.666 | 122.090 | |
| Restlaufzeit der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne Finanzierungsleasing) | ||
| Zwischen einem und fünf Jahren | 86.395 | 115.315 |
| Mehr als fünf Jahre | 5.701 | 5.550 |
| 92.096 | 120.865 | |
| Restlaufzeit der langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | ||
| Zwischen einem und fünf Jahren | 570 | 1.225 |
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen) | ||
| Zwischen einem und fünf Jahren | 630 | 1.475 |
| Enthaltener Zinsanteil | -60 | -250 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 570 | 1.225 |
Die finanziellen Verbindlichkeiten enthalten, unverändert zum Vorjahr, keine abgesicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil einer gesetzlichen Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 7,9 (2013: 7,7) Mio. EUR für Mitarbeiter unserer französischen Gesellschaften.
16 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Beträge | ||
| Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen | 105.686 | 90.720 |
| Fair Value des Planvermögens | -91.506 | -84.941 |
| Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen | 14.180 | 5.779 |
| Barwert der nicht extern finanzierten Verpflichtungen | 138.352 | 104.324 |
| Gemäß IAS 19,57 (b) nicht als Vermögenswert erfasster Betrag | 0 | 834 |
| Zwischensumme1 | 152.532 | 110.937 |
| Umbuchung von Vermögenswerten aus leistungsorientiertem Plan | 31 | 34 |
| Verpflichtung in der Bilanz | 152.563 | 110.971 |
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Veränderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen | ||
| Stand am 1. Januar | 195.045 | 192.284 |
| Währungsumrechnung | 1.623 | -1.323 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 17 | 0 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 4.236 | 4.076 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | -1.327 |
| Zinsaufwand | 5.776 | 5.188 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demographischer Annahmen | 241 | 2.695 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen | 42.158 | -3.756 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 1.232 | 2.947 |
| Gezahlte Leistungen | -8.831 | -8.368 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 2.541 | 2.629 |
| Stand am 31. Dezember | 244.038 | 195.045 |
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Veränderung des Planvermögens | ||
| Stand am 1. Januar | 84.942 | 83.782 |
| Währungsumrechnung | 1.739 | -1.363 |
| Erträge aus Planvermögen | 2.008 | 1.507 |
| Neubewertung | 3.200 | 1.998 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 2.332 | 2.217 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 1.578 | 1.508 |
| Gezahlte Leistungen | -4.293 | -4.707 |
| Stand am 31. Dezember | 91.506 | 84.942 |
1 In dieser Summe sind 0,03 (2013: 0,03) Mio. EUR Guthaben nach IAS 19.64 und 19.65 enthalten. Die Korrektur erfolgte durch Umbuchung zu den langfristigen sonstigen Forderungen.
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Veränderung der Auswirkung der Vermögensobergrenze (Asset Ceiling) | ||
| Stand am 1. Januar | 834 | 0 |
| Währungsumrechnung | -2 | 0 |
| Zinsaufwand | 19 | 0 |
| Neubewertung | -851 | 834 |
| Stand am 31. Dezember | 0 | 834 |
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Veränderung des Barwerts der Nettoverpflichtung | ||
| Stand am 1. Januar | 110.937 | 108.502 |
| Währungsumrechnung | -99 | 39 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 18 | 0 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 4.236 | 4.076 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | -1.327 |
| Nettozinsaufwand | 3.768 | 3.681 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demographischer Annahmen | 241 | 2.695 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen | 42.158 | -3.756 |
| Neubewertung Planvermögen | -3.200 | -1.998 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 1.232 | 2.947 |
| Gezahlte Leistungen | -4.538 | -3.661 |
| Beiträge des Arbeitgebers | -2.332 | -2.217 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 962 | 1.122 |
| Gemäß IAS 19,57 (b) nicht als Vermögenswert erfasster Betrag | -851 | 834 |
| Stand am 31. Dezember | 152.532 | 110.937 |
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zusammensetzung des Planvermögens | ||
| Verzinsliche Wertpapiere | 55.001 | 51.522 |
| Aktien | 21.511 | 19.479 |
| Liquidität | 4.087 | 4.042 |
| Immobilienfonds | 5.094 | 4.982 |
| Sonstige Vermögenswerte | 5.813 | 4.917 |
| 91.506 | 84.942 |
Die Vermögenswerte befinden sich hauptsächlich in der Region Zentraleuropa, wobei überwiegend in konservative Anlageformen in Euro und Schweizer Franken investiert wurde. Eine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt besteht für verzinsliche Wertpapiere in Höhe von 53,2 (2013: 49,5) Mio. EUR, Aktien in Höhe von 21,5 (2013: 19,5) Mio. EUR, Immobilienfonds in Höhe von 5,1 (2013: 5,0) Mio. EUR sowie sonstige Anlageformen in Höhe von 2,5 (2013: 2,8) Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2015 werden Einzahlungen in das Planvermögen in Höhe von 3,8 Mio. EUR sowie Auszahlungen aus dem Planvermögen in Höhe von 4,0 Mio. EUR erwartet. Die Pläne werden teilweise durch Gremien von Stiftungen und Vereinen verwaltet.
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zukünftige Zahlungsströme | ||
| Voraussichtliche Auszahlung im Folgejahr | 7.825 | 7.796 |
| Summe der voraussichtlichen Auszahlungen in den Folgejahren 2 bis 5 | 32.511 | 29.944 |
| Summe der voraussichtlichen Auszahlungen in den Folgejahren 6 bis 10 | 44.977 | 41.261 |
Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Verpflichtung beträgt 16,5 (2013: 14,5) Jahre.
Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen (gewichtet)
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| in Prozent | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zinssatz | 1,77 | 2,99 |
| Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen | 2,41 | 2,36 |
| Erwartete Rentensteigerungen | 1,20 | 1,15 |
Die Lebenserwartung wurde anhand der im jeweiligen Land üblichen Richttafeln ermittelt.
Sensitivitäten
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| in Tausend EUR | verpflichtungserhöhende Veränderung | verpflichtungsmindernde Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Zinssatz | -0,5 % | 20.616 | +0,5 % | -18.161 |
| Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen | +0,5 % | 2.085 | -0,5 % | -2.202 |
| Erwartete Rentensteigerungen | +0,5 % | 9.370 | -0,5 % | -4.615 |
| Lebenserwartung | +1 Jahr | 5.536 | -1 Jahr | -5.601 |
17 Sonstige Rückstellungen
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| in Tausend EUR | Rückstellung für Vertriebsbereich | Rückstellung für Personalbereich | Übrige Rückstellungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2014 | 15.662 | 18.134 | 14.479 | 48.275 |
| Zuführung | 2.314 | 8.780 | 1.561 | 12.655 |
| Auflösung | -4.227 | -517 | -1.899 | -6.643 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst | -1.913 | 8.263 | -338 | 6.012 |
| Umgliederungen von/zu den sonstigen Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 248 | 248 |
| Verbrauch | -1.970 | -5.429 | -2.088 | -9.487 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 353 | 353 |
| Währungsumrechnung | -9 | 34 | 114 | 139 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 11.770 | 21.002 | 12.768 | 45.540 |
Aufgliederung der Rückstellungen nach ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme
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| in Tausend EUR | Rückstellung für Vertriebsbereich | Rückstellung für Personalbereich | Übrige Rückstellungen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2013 | ||||
| Später als ein Jahr | 10.607 | 9.794 | 3.661 | 24.062 |
| Innerhalb eines Jahres | 5.055 | 8.340 | 10.818 | 24.213 |
| 15.662 | 18.134 | 14.479 | 48.275 | |
| 2014 | ||||
| Später als ein Jahr | 9.582 | 12.542 | 4.485 | 26.609 |
| Innerhalb eines Jahres | 2.188 | 8.460 | 8.283 | 18.931 |
| 11.770 | 21.002 | 12.768 | 45.540 |
Rückstellungen für den Vertriebsbereich
Die Rückstellungen für den Vertriebsbereich enthalten im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen aus Gewährleistung sowie für Garantien und Lizenzen.
Rückstellungen für den Personalbereich
Die langfristigen Rückstellungen für den Personalbereich enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Zuwendungen für Arbeitsjubiläen, Restrukturierung sowie Altersteilzeit. Der kurzfristige Anteil betrifft überwiegend Verpflichtungen aus Restrukturierung sowie Abfindungen.
Übrige Rückstellungen
Die übrigen Rückstellungen enthalten erkennbare Risiken in verschiedenen Bereichen der allgemeinen Geschäftstätigkeit; insbesondere wurden Rückstellungen für laufende Rechtsstreitigkeiten gebildet.
18 Sonstige Verbindlichkeiten (langfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zwischen einem und fünf Jahren | 2.451 | 3.029 |
| Mehr als fünf Jahre | 798 | 263 |
| 3.249 | 3.292 |
Im Wesentlichen handelt es sich um passive Rechnungsabgrenzungsposten.
19 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| gegen Fremde | 114.385 | 117.839 |
| gegen assoziierte Unternehmen | 1.983 | 2.070 |
| Wechselverbindlichkeiten gegen Fremde | 53 | 51 |
| 116.421 | 119.960 | |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | ||
| gegen Fremde | 86.888 | 73.529 |
| für sonstige Steuern | 18.137 | 16.352 |
| 105.025 | 89.881 | |
| 221.446 | 209.841 |
Es sind keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nach Ablauf eines Jahres fällig. Der Marktwert der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.
20 Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 27.704 | 24.668 |
21 Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristige Posten)
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Kreditinstituten | 6.320 | 9.401 |
| aus Finanzierungsleasing | 645 | 1.068 |
| aus derivativen Finanzinstrumenten | 3.790 | 4.791 |
| aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten | 1.485 | 1.008 |
| 12.240 | 16.268 | |
| Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen) | ||
| Bis zu einem Jahr | 700 | 1.170 |
| Enthaltener Zinsanteil | -55 | -102 |
| Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 645 | 1.068 |
Die sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten den kurzfristigen Anteil einer gesetzlichen Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 1,3 (2013: 1,0) Mio. EUR für Mitarbeiter unserer französischen Gesellschaften. Der Marktwert der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
22 Sonstige Erträge
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kursgewinne | 17.006 | 11.879 |
| Erträge aus Schadensvergütungen | 2.393 | 2.624 |
| Erträge aus Veränderung des langfristigen Vermögens | 1.234 | 772 |
| Übrige Erträge | 19.011 | 17.375 |
| 39.644 | 32.650 |
Die übrigen sonstigen Erträge umfassen eine Vielzahl von Erträgen mit Wertansätzen, die im Einzelfall nur von untergeordneter Bedeutung sind.
23 Materialaufwand
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 787.857 | 795.423 |
| Aufwand für bezogene Leistungen | 26.388 | 24.823 |
| 814.245 | 820.246 |
24 Personalaufwand
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 384.280 | 370.695 |
| Soziale Abgaben und Unterstützung | 73.606 | 71.236 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - beitragsorientierte Pläne | 5.340 | 4.995 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - leistungsorientierte Pläne | 4.106 | 2.749 |
| 467.332 | 449.675 |
Die HARTMANN GRUPPE beschäftigte im Jahr 2014 durchschnittlich 10.327 (2013: 10.529) Mitarbeiter. Im Berichtsjahr waren 241 (2013: 225) Mitarbeiter in Ausbildung.
Im Personalaufwand sind 0,1 (2013: 0,1) Mio. EUR Zuwendungen der öffentlichen Hand berücksichtigt.
25 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Die Gesamtabschreibungen betragen 60,8 (2013: 56,7) Mio. EUR. Eine Aufteilung der Abschreibungen sowie der im Rahmen eines gemäß IAS 36 durchgeführten Impairmenttests vorgenommenen Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist den Erläuterungen der jeweiligen Positionen zu entnehmen.
26 Sonstige Aufwendungen
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ausgangsfrachten | 119.653 | 113.778 |
| Werbung und Werbekostenzuschüsse | 59.729 | 52.877 |
| Miete und Leasing | 42.455 | 40.493 |
| Gebühren, Beiträge, Beratung | 32.665 | 25.286 |
| Instandhaltung, Wartung, Reinigung | 29.362 | 29.811 |
| Kursverluste | 24.169 | 20.735 |
| Reise- und Repräsentationskosten | 23.558 | 23.483 |
| Kosten für Fremdpersonal | 18.298 | 15.374 |
| Sonstige Kosten im Personalbereich | 12.306 | 12.768 |
| Sonstige Steuern | 10.474 | 9.868 |
| Kommunikationskosten | 7.984 | 10.349 |
| Paletten | 6.330 | 6.234 |
| Versicherungen | 5.563 | 5.339 |
| Sachkosten für Entwicklung und Konstruktion | 4.244 | 2.948 |
| Büromaterial | 4.135 | 4.464 |
| Entsorgungskosten | 3.553 | 3.643 |
| Patent- und Lizenzkosten | 2.383 | 5.597 |
| Buchverluste im kurzfristigen Vermögen | 1.279 | 1.344 |
| Buchverluste im langfristigen Vermögen | 739 | 938 |
| Übrige Aufwendungen | 33.945 | 33.292 |
| 442.824 | 418.621 |
Die Buchverluste im kurzfristigen Vermögen enthalten Aufwendungen für Forderungswertberichtigungen in Höhe von 2,8 (2013: 4,4) Mio. EUR und Erträge aus Auflösung von Forderungswertberichtigungen von 2,5 (2013: 3,9) Mio. EUR sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 0,9 (2013: 0,8) Mio. EUR. Die übrigen sonstigen Aufwendungen umfassen eine Vielzahl von Aufwendungen, deren Wertansätze im Einzelnen nur von untergeordneter Bedeutung sind.
27 Finanzergebnis
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Finanzierungsaufwendungen | -10.103 | -8.860 |
| Finanzierungserträge | 1.331 | 1.229 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 1.093 | 841 |
| Ergebnis aus Beteiligungen | 0 | -227 |
| -7.679 | -7.017 |
Bei den Finanzierungsaufwendungen handelt es sich ausschließlich um Zinsaufwendungen. Diese beinhalten die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 3,8 (2013: 3,7) Mio. EUR. Die Finanzierungserträge bestehen in voller Höhe aus Zinserträgen. Die Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens ist darin mit 0,1 (2013: 0,2) Mio. EUR berücksichtigt. Der im Rahmen des Cash-Flow Hedge Accounting ermittelte ineffektive Anteil der Zinsswaps ist mit 0,022 (2013: 0,022) Mio. EUR enthalten. Weitere Zinsaufwendungen und -erträge wurden nach der Effektivzinsmethode berechnet. Bei dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen handelt es sich um das Ergebnis vor Steuern. Das Ergebnis aus Beteiligungen im Vorjahr betrifft Wertminderungen.
28 Ertragsteuern
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | 37.080 | 32.195 |
| Latenter Steuerertrag/im Vorjahr latenter Steueraufwand | -995 | 117 |
| Auf das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen entfallende Ertragsteuern | 320 | 248 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 36.405 | 32.560 |
| Überleitungsrechnung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand | ||
| Ergebnis vor Steuern | 114.752 | 95.037 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand 29,1 (2013: 29,2) % | 33.393 | 27.751 |
| Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge | -1.972 | -1.588 |
| Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Ausgaben | 2.200 | 2.021 |
| Auswirkungen abweichender nationaler Steuersätze | 876 | 690 |
| Auswirkungen aus Steuersatzänderungen | -3 | 81 |
| Abweichungen durch die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer | 195 | 184 |
| Steuereffekt aus der Änderung nicht aktivierter oder wertberichtigter latenter Steuern | 1.403 | 1.425 |
| Effekte aus Steuergutschriften | -1.963 | -1.710 |
| Sonstige Steuereffekte | 2.276 | 3.706 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 36.405 | 32.560 |
Für die Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird für das Geschäftsjahr 2014 ein Gesamtsteuersatz von 29,1 (2013: 29,2) % zugrunde gelegt. Dieser ergibt sich auf Basis eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 (2013: 15,0) % des Solidaritätszuschlags von 5,5 (2013: 5,5) % und eines durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes von 13,3 (2013: 13,4) %. Bei den sonstigen Steuereffekten sind periodenfremde Ertragsteuern in Höhe von 0,1 (2013: 3,7) Mio. EUR enthalten.
29 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie
Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird das den Aktionären zustehende Konzernergebnis durch die Anzahl (gewichteter Durchschnitt) der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt. Von Konzerngesellschaften gehaltene Stammaktien werden dabei nicht berücksichtigt. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Den Aktionären zustehendes Konzernergebnis in Tausend EUR | 73.551 | 57.412 |
| Dividendenberechtigte Stückaktien | 3.551.742 | 3.551.742 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 20,71 | 16,16 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis.
Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung wurde nach dem Standard IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Die vier Segmente sind: Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und Weitere Konzernaktivitäten.
Durch eine Änderung der internen Steuerung zum 1. Januar 2014 wurden die Geschäftsfelder sowie deren Zuordnung zu den Segmenten angepasst. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend vergleichbar dargestellt.
Das Segment Wundmanagement umfasst Wundauflagen, Produkte für die Kompressionstherapie sowie Immobilisation, Erste Hilfe und Diagnostik.
Im Segment Inkontinenzmanagement liegt unser Schwerpunkt auf körpernahen saugenden Produkten für die Inkontinenzhygiene. Daneben fallen hierunter Krankenunterlagen sowie Produkte für die Patientenhygiene und medizinische Hautpflege.
Im Segment Infektionsmanagement führen wir neben unseren Sortimenten OP-Komplettsets, OP-Abdeckungen, OP-Bekleidung sowie OP- und Untersuchungshandschuhe auch das Desinfektionsmittel-Sortiment.
Im Segment Weitere Konzernaktivitäten haben wir unsere Tätigkeit in den Bereichen Watteprodukte, Damenhygiene, Babyhygiene, medizinische Konsumgüter, Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel, Körperpflege- und Badeprodukte sowie das Handelsgeschäft zusammengefasst.
Im Jahr 2014 sind wie im Vorjahr alle Kosten der Konzernführung, der Ergebnisbeitrag der Servicebereiche sowie Effekte aus Konsolidierungsvorgängen im EBIT enthalten.
Die Segmentumsatzerlöse stammen ausschließlich aus Geschäftsvorfällen mit externen Kunden. Die Investitionen beziehen sich auf langfristiges Vermögen ohne Finanzanlagen.
Segmentberichterstattung nach Geschäftssegmenten
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| Wundmanagement | Inkontinenzmanagement | Infektionsmanagement | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 407.516 | 392.071 | 627.275 | 620.895 | 441.074 | 420.805 |
| EBIT | 45.112 | 45.338 | 49.751 | 34.535 | 24.407 | 18.600 |
| ./. Finanzergebnis | ||||||
| \= Ergebnis vor Steuern | ||||||
| ./. Ertragsteuern | ||||||
| \= Konzernergebnis | ||||||
| Segmentvermögen | 259.512 | 236.128 | 322.042 | 340.835 | 269.132 | 267.427 |
| Davon: Buchwerte Goodwill | (22.412) | (10.930) | (24.309) | (23.104) | (29.656) | (29.656) |
| Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | (0) | (346) | (0) | (1.967) | (0) | (469) |
| + Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | ||||||
| + nicht den Segmenten zugeordnetes Vermögen | ||||||
| \= Konzernvermögen | ||||||
| Segmentverbindlichkeiten | 92.574 | 65.452 | 146.156 | 118.721 | 121.749 | 123.373 |
| + nicht den Segmenten zugeordnete Verbindlichkeiten | ||||||
| \= Konzernverbindlichkeiten | ||||||
| Segmentinvestitionen | 24.902 | 17.379 | 18.861 | 20.593 | 13.688 | 10.343 |
| Planmäßige Segmentabschreibungen | 10.554 | 9.527 | 20.076 | 19.726 | 11.070 | 10.352 |
| Wertminderungen Segmente | 1.522 | 93 | 2.798 | 2.569 | 47 | 129 |
| Davon: auf Grundstücke und Bauten | (884) | (0) | (1.768) | (0) | (29) | (0) |
| Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (inkl. Anlagen im Bau) | (574) | (2) | (913) | (373) | (16) | (2) |
| Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung | (62) | (91) | (113) | (372) | (2) | (127) |
| Davon: auf Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte | (2) | (0) | (4) | (1.824) | (0) | (0) |
| \= Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen auf Konzernebene | ||||||
| Wertaufholungen Segmente | 0 | 799 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (inkl. Anlagen im Bau) | (0) | (606) | (0) | (0) | (0) | (50) |
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| Weitere Konzernaktivitäten | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 386.170 | 360.671 | 1.862.035 | 1.794.442 |
| EBIT | 3.161 | 3.581 | 122.431 | 102.054 |
| ./. Finanzergebnis | 7.679 | 7.017 | ||
| \= Ergebnis vor Steuern | 114.752 | 95.037 | ||
| ./. Ertragsteuern | 36.405 | 32.560 | ||
| \= Konzernergebnis | 78.347 | 62.477 | ||
| Segmentvermögen | 240.514 | 239.288 | 1.091.200 | 1.083.678 |
| Davon: Buchwerte Goodwill | (7.116) | (7.116) | (83.493) | (70.806) |
| Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | (0) | (45) | 0 | 2.827 |
| + Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 3.866 | 3.561 | ||
| + nicht den Segmenten zugeordnetes Vermögen | 152.134 | 99.543 | ||
| \= Konzernvermögen | 1.247.200 | 1.186.782 | ||
| Segmentverbindlichkeiten | 62.319 | 64.833 | 422.798 | 372.379 |
| + nicht den Segmenten zugeordnete Verbindlichkeiten | 134.032 | 167.361 | ||
| \= Konzernverbindlichkeiten | 556.830 | 539.740 | ||
| Segmentinvestitionen | 15.444 | 22.164 | 72.895 | 70.479 |
| Planmäßige Segmentabschreibungen | 13.357 | 14.217 | 55.057 | 53.822 |
| Wertminderungen Segmente | 1.404 | 37 | 5.771 | 2.828 |
| Davon: auf Grundstücke und Bauten | (975) | (24) | (3.656) | (24) |
| Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (inkl. Anlagen im Bau) | (333) | (7) | (1.836) | (384) |
| Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung | (95) | (6) | (272) | (596) |
| Davon: auf Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte | (0) | (0) | (0) | (1.824) |
| \= Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen auf Konzernebene | 60.828 | 56.650 | ||
| Wertaufholungen Segmente | 0 | 0 | 0 | 799 |
| Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (inkl. Anlagen im Bau) | (0) | (143) | (0) | (799) |
Segmentberichterstattung nach Regionen
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 780.979 | 753.328 |
| West-/Südeuropa | 537.953 | 519.461 |
| Osteuropa | 253.432 | 256.370 |
| Nordeuropa, Amerika | 146.286 | 126.201 |
| Asien, Afrika, Ozeanien | 143.385 | 139.082 |
| Segmentumsätze nach geographischem Sitz der Kunden | 1.862.035 | 1.794.442 |
| Zentraleuropa | 668.925 | 622.265 |
| West-/Südeuropa | 287.928 | 286.855 |
| Osteuropa | 145.393 | 150.164 |
| Nordeuropa, Amerika | 64.323 | 39.075 |
| Asien, Afrika, Ozeanien | 80.631 | 88.423 |
| Segmentvermögen nach geographischer Aufteilung | 1.247.200 | 1.186.782 |
| Zentraleuropa | 46.261 | 42.472 |
| West-/Südeuropa | 13.091 | 12.419 |
| Osteuropa | 5.107 | 13.745 |
| Nordeuropa, Amerika | 6.446 | 468 |
| Asien, Afrika, Ozeanien | 1.990 | 1.375 |
| Segmentinvestitionen nach geographischer Aufteilung | 72.895 | 70.479 |
Sonstige Erläuterungen
Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement
Finanzielle Risikofaktoren
Durch ihren Geschäftsbetrieb ist die HARTMANN GRUPPE einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisen- und Rohstoffmärkten und bei den Zinssätzen ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis zu begrenzen.
Das Risikomanagement für Finanzrisiken wird gemäß den vom Vorstand genehmigten Richtlinien der PAUL HARTMANN AG durchgeführt. Die Basis bildet die Risikostrategie, die vom Risikokomitee vorgegeben wird. Diese wird quartalsweise überprüft. Die aktuelle Risikostrategie steuert das Gesamtverlustlimit aus Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken im Verhältnis zum geplanten Ergebnis vor Steuern. Daraus werden für Einzelrisiken spezifische Sicherungsstrategien vorgegeben.
Die PAUL HARTMANN AG identifiziert die Finanzrisiken, bewertet sie, überwacht die Einhaltung der Verlustlimits und Sicherungsquoten und schließt gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab.
Marktrisiko
Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken werden durch eine Value-at-Risk-Berechnung gemessen. Auf Basis historischer Daten und Volatilitäten sowie einer Haltedauer von einem Jahr wird eine Normalverteilung berechnet. Das Konfidenzniveau wird mit 95 (2013: 95) % angesetzt. Dies bedeutet, dass der Wertverlust des entsprechenden Risikoportfolios im folgenden Geschäftsjahr mit dieser Wahrscheinlichkeit nicht höher als die folgenden Beträge liegen wird:
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| in Tausend EUR | 31. Dezember 2014 | 31. Dezember 2013 |
|---|---|---|
| Korrelierter Value-at-Risk aus Währungsexposures | 7.234 | 7.942 |
| Korrelierter Value-at-Risk aus Rohstoffen | 9.422 | 9.927 |
| Korrelierter Value-at-Risk aus Zins | 359 | 2.092 |
| Korrelierter Gesamt-Value-at-Risk | 11.657 | 8.724 |
Diese Werte werden dem geplanten Ergebnis vor Steuern der HARTMANN GRUPPE gegenübergestellt, um ihre Bedeutung für die Ertragssituation einzuschätzen. Es werden dabei Limits für Währungs- und Rohstoffpreisrisiken festgelegt, bei deren Überschreitung im Rahmen der Risikopolitik definierte Maßnahmen und Berichtspflichten ausgelöst werden.
Währungsrisiken
Die HARTMANN GRUPPE ist international tätig und daher in verschiedenen Währungen einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Die PAUL HARTMANN AG sichert die Währungsexposures im Rahmen der Risikostrategie durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, -optionen und -swaps ab.
Die HARTMANN GRUPPE hat zum Bilanzstichtag 64 (2013: 62) % ihres geplanten Nettobedarfs an US-Dollar für das Geschäftsjahr 2015 durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Der Nettobedarf an US-Dollar besteht im Wesentlichen aus dem geplanten Bedarf an Rohstoffen und Handelswaren.
Darüber hinaus hat der Konzern Cash-Flows in weiteren Währungen. Die wesentlichen Nettopositionen sind in Schweizer Franken, Russischen Rubeln, Britischen Pfund, Polnischen Zloty und Australischen Dollar, die auch zum Teil gesichert werden.
Zinsrisiken
Die HARTMANN GRUPPE hält keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Ziel des Konzerns ist es, dass mindestens 50 % des Kreditportfolios aus Darlehen mit Zinsfestschreibungen von mindestens einem Jahr oder geeigneten Sicherungen bestehen. Zum Jahresende 2014 lag dieser Anteil bei 79 (2013: 73) %.
Rohstoffrisiken
Das mit Abstand bedeutendste Preisrisiko beim Rohstoff Fluff Pulp ist im Jahr 2015 zu 8 (2013: 8) % durch Vereinbarung von Fixpreisanteilen in den Lieferantenverträgen und zu 40 (2013: 43) % durch Rohstoffswaps auf den RISI-Index gesichert. Für weitere Rohstoffe in der HARTMANN GRUPPE werden zum Teil ebenfalls Festpreiskontrakte mit Lieferanten und Rohstoffswaps abgeschlossen. Die Möglichkeiten sind jedoch aufgrund der hohen Illiquidität der entsprechenden Märkte stark begrenzt.
Kapitalrisiken
Die Ziele der HARTMANN GRUPPE im Hinblick auf die Kapitalausstattung liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Dividenden und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalquote.
Die HARTMANN GRUPPE überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote, berechnet aus dem Verhältnis vom bilanzierten Eigenkapital zur Bilanzsumme. Auch zukünftig strebt die HARTMANN GRUPPE eine Aufteilung zwischen Eigen- und Fremdkapital an, die es ermöglicht, die Wachstumsstrategie (sowohl organisch als auch durch Akquisitionen) fortzuführen und bestehende Covenant-Regelungen weiterhin einzuhalten.
Die Eigenkapitalquote stellte sich wie folgt dar:
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| in Tausend EUR | 31. Dezember 2014 | 31. Dezember 2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 690.370 | 647.042 |
| Bilanzsumme | 1.247.200 | 1.186.782 |
| Eigenkapitalquote | 55,4 % | 54,5 % |
Ausfallrisiken
Das theoretisch maximale Ausfallrisiko entspricht grundsätzlich den Buchwerten der betreffenden Vermögenswerte gegenüber den Vertragspartnern. Finanzderivate und andere relevante finanzielle Transaktionen werden nur mit Kernbanken oder vergleichbaren Partnerbanken geschlossen, deren Rating von Standard & Poors oder Fitch nicht unter "A" liegt. Es liegt keine Konzentration von Ausfallrisiken vor. Für mögliche Ausfälle bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei sonstigen Forderungen wurden in angemessenem Umfang Wertberichtigungen gebildet. Bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bestehen keine Anzeichen für Wertminderungsrisiken. Das Ausfallrisiko für Sicherungsgeschäfte liegt bei 24,1 (2013: 2,4) Mio. EUR.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 1 10,8 (2013: 107,1) Mio. EUR versichert. Im Geschäftsjahr wurden Zahlungskonditionen für nicht wertgeminderte Forderungen in Höhe von 0,7 (2013: 0,8) Mio. EUR neu verhandelt. Nach unserem Ermessen werden die weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen von unseren Schuldnern ausgeglichen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt das Ausfallrisiko der unter IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente:
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| in Tausend EUR | Buchwert zum 31. Dezember 2013 | davon: weder wertgemindert noch überfällig | davon: nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 4 bis 6 Monate | 7 bis 12 Monate | über 12 Monate | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.344 | 1.344 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen | 1.147 | 1.147 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 297.741 | 204.988 | 55.461 | 13.557 | 10.394 | 10.724 |
| Sonstige Forderungen | 14.079 | 13.821 | 258 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 2.558 | 2.558 | 0 | 0 | 0 | 0 |
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| in Tausend EUR | Buchwert zum 31. Dezember 2014 | davon: weder wertgemindert noch überfällig | davon: nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 4 bis 6 Monate | 7 bis 12 Monate | über 12 Monate | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | 1.563 | 1.563 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen | 1.210 | 1.210 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 298.395 | 216.253 | 58.421 | 9.759 | 6.294 | 5.692 |
| Sonstige Forderungen | 11.661 | 11.280 | 381 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 23.982 | 23.982 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Liquiditätsrisiken
Zu einem vorsichtigen Liquiditätsrisikomanagement gehören die Verfügbarkeit eines ausreichenden Bestands an Zahlungsmitteln, marktfähigen Wertpapieren oder von ausreichenden Kreditlinien sowie die Fähigkeit, Marktpositionen glatt zu stellen. Die HARTMANN GRUPPE hat die Flexibilität im finanziellen Bereich vor allem durch eine syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 330 (2013: 330) Mio. EUR gesichert. In Verbindung mit weiteren bilateralen Kreditlinien steht der HARTMANN GRUPPE damit ausreichend Liquidität zur Verfügung, um ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten, der derivativen Finanzinstrumente mit negativem Fair Value ersichtlich:
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| in Tausend EUR | Fälligkeitsanalyse der erwarteten Cash-Flows zum 31. Dezember 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 4 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) | ||||
| gegenüber Kreditinstituten | 108.899 | 1.700 | 6.521 | 0 |
| aus Finanzierungsleasing | 325 | 845 | 1.475 | 0 |
| aus derivativen Finanzinstrumenten | 2.092 | 5.074 | 4.172 | 145 |
| aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten | 3 | 1.005 | 5.314 | 3.174 |
| Verbindlichkeiten | ||||
| aus Lieferungen und Leistungen | 119.639 | 321 | 0 | 0 |
| aus sonstigen Verbindlichkeiten | 50.443 | 11.258 | 792 | 50 |
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| in Tausend EUR | Fälligkeitsanalyse der erwarteten Cash-Flows zum 31. Dezember 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| bis 3 Monate | 4 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) | ||||
| gegenüber Kreditinstituten | 73.530 | 1.557 | 4.192 | 0 |
| aus Finanzierungsleasing | 207 | 493 | 794 | 0 |
| aus derivativen Finanzinstrumenten | 1.957 | 3.055 | 4.733 | 413 |
| aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten | 225 | 1.260 | 10.922 | 3.247 |
| Verbindlichkeiten | ||||
| aus Lieferungen und Leistungen | 115.237 | 1.184 | 0 | 0 |
| aus sonstigen Verbindlichkeiten | 57.320 | 17.424 | 690 | 0 |
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2014 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren.
Die bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten den syndizierten Kredit, der aufgrund einer Refinanzierungsvereinbarung als langfristig zu klassifizieren ist. Im Gegensatz dazu werden im Liquiditätsrisiko die Zins- und Tilgungszahlungen gemäß tatsächlichem Eintreten im Zeitband bis 3 Monate ausgewiesen.
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| in Tausend EUR | Bilanz | Zuordnung zu den Kategorien des IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert zum 31. Dezember 2013 | davon nicht im Anwendungsbereich des IAS 39 bzw. keiner Kategorie zuordenbar | Zu Handelszwecken gehalten | Kredite und Forderungen | Zur Veräußerung verfügbar | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Beteiligungen | 11 | 11 | ||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 1.333 | 1.333 | ||||
| Sonstige Forderungen | 5.047 | 3.900 | 1.147 | |||
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 297.741 | 297.741 | ||||
| Sonstige Forderungen | 38.815 | 24.736 | 14.079 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 158 | 158 | ||||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 278 | 278 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 2.122 | 2.122 | ||||
| Zahlungsmittel | 56.841 | 56.841 | ||||
| Gesamte finanzielle Vermögenswerte | 402.346 | 30.758 | 278 | 369.808 | 1.502 | 0 |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 106.826 | 106.826 | ||||
| - Finanzierungsleasing | 1.225 | 1.225 | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 7.843 | 7.843 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 6.196 | 6.196 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.292 | 2.450 | 842 | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 119.960 | 119.960 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 89.881 | 28.180 | 61.701 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 9.401 | 9.401 | ||||
| - Finanzierungsleasing | 1.068 | 1.068 | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 1.008 | 1.008 | ||||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 1 | 1 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 4.790 | 4.790 | ||||
| Gesamte finanzielle Verbindlichkeiten | 351.491 | 43.909 | 1 | 0 | 0 | 307.581 |
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| in Tausend EUR | Einteilung in Klassen des IFRS 7 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| davon nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | davon zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet | davon zum Fair Value bewertet | Fair Value zum 31. Dezember 2013 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Beteiligungen | 11 | 11 | ||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 1.333 | 1.333 | ||||
| Sonstige Forderungen | 3.900 | 1.147 | 1.147 | |||
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 297.741 | - | ||||
| Sonstige Forderungen | 24.736 | 14.079 | - | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 55 | 103 | 103 | |||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 278 | 278 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 1.986 | 136 | 2.122 | |||
| Zahlungsmittel | 56.841 | - | ||||
| Gesamte finanzielle Vermögenswerte | 28.636 | 371.207 | 103 | 2.264 | 136 | |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 106.826 | 107.395 | ||||
| - Finanzierungsleasing | 1.225 | 1.225 | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 7.843 | 8.479 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 6.196 | 6.196 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.450 | 842 | 842 | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 119.960 | - | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28.180 | 61.701 | - | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 9.401 | - | ||||
| - Finanzierungsleasing | 1.068 | - | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 1.008 | - | ||||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 1 | 1 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 4.712 | 78 | 4.790 | |||
| Gesamte finanzielle Verbindlichkeiten | 30.630 | 309.874 | 0 | 10.909 | 78 |
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| in Tausend EUR | Bilanz | Zuordnung zu den Kategorien des IAS 39 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert zum 31. Dezember 2014 | davon nicht im Anwendungsbereich des IAS 39 bzw. keiner Kategorie zuordenbar | Zu Handelszwecken gehalten | Kredite und Forderungen | Zur Veräußerung verfügbar | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Beteiligungen | 11 | 11 | ||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 1.217 | 1.217 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 335 | 335 | ||||
| Sonstige Forderungen | 3.628 | 2.419 | 1.210 | |||
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 298.395 | 298.395 | ||||
| Sonstige Forderungen | 26.545 | 14.884 | 11.661 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 193 | 193 | ||||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 4.825 | 4.825 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 18.964 | 18.964 | ||||
| Zahlungsmittel | 89.080 | 89.080 | ||||
| Gesamte finanzielle Vermögenswerte | 443.193 | 36.602 | 4.825 | 400.346 | 1.421 | 0 |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 72.421 | 72.421 | ||||
| - Finanzierungsleasing | 570 | 570 | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 13.410 | 13.410 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 6.265 | 6.265 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.249 | 2.559 | 690 | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 116.421 | 116.421 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 105.025 | 30.280 | 74.744 | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 6.320 | 6.320 | ||||
| - Finanzierungsleasing | 645 | 645 | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 1.485 | 1.485 | ||||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 59 | 59 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 3.731 | 3.731 | ||||
| Gesamte finanzielle Verbindlichkeiten | 329.601 | 44.050 | 59 | 0 | 0 | 285.491 |
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| in Tausend EUR | Einteilung in Klassen des IFRS 7 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| davon nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 | davon zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet | davon zum Fair Value bewertet | Fair Value zum 31. Dezember 2014 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||||
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Beteiligungen | 11 | 11 | ||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 1.217 | 1.284 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 335 | 335 | ||||
| Sonstige Forderungen | 2.419 | 1.210 | 1.210 | |||
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 298.395 | - | ||||
| Sonstige Forderungen | 14.884 | 11.661 | - | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| - Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere | 84 | 109 | 109 | |||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 4.825 | 4.825 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 16.822 | 2.142 | 18.964 | |||
| Zahlungsmittel | 89.080 | - | ||||
| Gesamte finanzielle Vermögenswerte | 17.303 | 401.658 | 109 | 21.982 | 2.142 | |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 72.421 | 72.722 | ||||
| - Finanzierungsleasing | 570 | 549 | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 13.410 | 14.161 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 6.265 | 6.265 | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.559 | 690 | 690 | |||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 116.421 | - | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 30.280 | 74.744 | - | |||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| - gegenüber Kreditinstituten | 6.320 | - | ||||
| - Finanzierungsleasing | 645 | - | ||||
| - Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 1.485 | - | ||||
| - Derivate ohne Hedging-Beziehung | 59 | 59 | ||||
| - Derivate mit Hedging-Beziehung | 1.037 | 2.694 | 3.731 | |||
| Gesamte finanzielle Verbindlichkeiten | 32.839 | 286.706 | 0 | 7.361 | 2.694 |
Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten
Gemäß IFRS 13.93 sind die zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei sind die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:
Stufe 1: Bewertung anhand von notierten Marktpreisen aus aktiven Märkten für gleichartige Finanzinstrumente.
Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigen Marktpreise aus aktiven Märkten handelt, die aber entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachtbar sind.
Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen, denen nicht am Markt beobachtbare Inputdaten zugrunde liegen. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese halbjährlich umgegliedert. Die originären langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet sind, werden Stufe 2 zugeordnet.
Es gab keine Transfers von Finanzinstrumenten zwischen Stufe 1 und Stufe 2.
Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Instrumente in Stufe 3 für das am 31. Dezember 2014 beendete Jahr:
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Positive Fair Values derivativer Finanzinstrumente der Stufe 3 zum 1. Januar | 136 | 0 |
| Im operativen Ergebnis erfasste Gewinne (+) und Verluste (-) | 0 | 5 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) und Verluste (-) | 3.941 | 131 |
| Erhaltene Ausgleichszahlungen | -1.935 | 0 |
| Positive Fair Values derivativer Finanzinstrumente der Stufe 3 zum 31. Dezember | 2.142 | 136 |
| Im operativen Ergebnis erfasste Gewinne (+) und Verluste (-) derivativer Finanzinstrumente der Stufe 3, die zum 31. Dezember noch im Bestand sind | 0 | 5 |
| Negative Fair Values derivativer Finanzinstrumente der Stufe 3 zum 1. Januar | -78 | -2.472 |
| Im operativen Ergebnis erfasste Gewinne (+) und Verluste (-) | -1 | 51 |
| Im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) und Verluste (-) | -2.649 | 340 |
| Geleistete Ausgleichszahlungen | 34 | 2.003 |
| Negative Fair Values derivativer Finanzinstrumente der Stufe 3 zum 31. Dezember | -2.694 | -78 |
| Im operativen Ergebnis erfasste Gewinne (+) und Verluste (-) derivativer Finanzinstrumente der Stufe 3, die zum 31. Dezember noch im Bestand sind | -1 | 50 |
Die Rohstoffabsicherung in der HARTMANN GRUPPE erfolgt auf illiquiden Märkten. Sowohl die Grundgeschäfte als auch die Sicherungsgeschäfte basieren auf Indizes ohne beobachtbare Forwardkurven. Daher erfolgt eine Kategorisierung in Stufe 3. Für die Bewertung der Sicherungsgeschäfte werden die zukünftigen Zahlungsströme mithilfe einer flachen Forwardkurve ermittelt und mit der währungs- und laufzeitadäquaten Zinskurve abdiskontiert. Die zugrunde gelegten Schwankungen der Indizes liegen, je nach Rohstoff, bei 10 % beziehungsweise 20 % und würden sich insgesamt mit etwa 5,7 (2013: 5,4) Mio. EUR auf den Fair Value auswirken. Für die Sicherungsinstrumente und die Rohstoffeinkäufe wird Hedge Accounting angewendet.
Die folgende Tabelle stellt die berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind):
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zu Handelszwecken gehalten | 4.736 | -64 |
| Kredite und Forderungen | 237 | -143 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 21 | -212 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -18.268 | -8.914 |
| -13.274 | -9.333 |
Die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Fair Value-Veränderungen bei Derivaten in Höhe von 4,7 (2013: -0,1) Mio. EUR. Die Nettoverluste aus Krediten und Forderungen beinhalten Wertminderungen in Höhe von -1,2 (2013: -1,3) Mio. EUR, Währungsgewinne in Höhe von 0,3 (2013: 0,2) Mio. EUR sowie Zinserträge in Höhe von 1,1 (2013: 1,0) Mio. EUR. Die Nettogewinne der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten Zinserträge. Im Vorjahr waren im Wesentlichen Zinserträge und Wertberichtigungen enthalten. Die aus finanziellen Verbindlichkeiten erfassten Nettoverluste betreffen Zinsaufwendungen in Höhe von -3,3 (2013: -2,4) Mio. EUR und Währungsverluste in Höhe von -15,0 (2013: -6,5) Mio. EUR.
Die folgende Tabelle zeigt die Angaben zur Saldierung für das am 31. Dezember 2013 beendete Jahr:
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| in Tausend EUR | Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2013 | Bilanzielle Saldierung | Bilanzausweis | Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge | Fair Value finanzielle Sicherheiten | Nettobetrag zum 31. Dezember 2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate | 2.400 | 0 | 2.400 | 1.771 | 0 | 629 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 330.850 | 33.109 | 297.741 | 0 | 0 | 297.741 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate | 10.987 | 0 | 10.987 | 1.771 | 0 | 9.216 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 122.990 | 33.109 | 89.881 | 0 | 0 | 89.881 |
Die folgende Tabelle zeigt die Angaben zur Saldierung für das am 31. Dezember 2014 beendete Jahr:
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| in Tausend EUR | Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2014 | Bilanzielle Saldierung | Bilanzausweis | Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge | Fair Value finanzielle Sicherheiten | Nettobetrag zum 31. Dezember 2014 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivate | 24.124 | 0 | 24.124 | 5.199 | 0 | 18.925 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 327.983 | 29.588 | 298.395 | 0 | 0 | 298.395 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Derivate | 10.055 | 0 | 10.055 | 5.199 | 0 | 4.856 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 134.613 | 29.588 | 105.025 | 0 | 0 | 105.025 |
Aufgrund des deutschen Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte in Verbindung mit ISDA-Agreements können Derivate im Insolvenzfall verrechnet werden.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Abgrenzungen für Kundenboni gemäß IAS 32 bilanziell saldiert.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden in der HARTMANN GRUPPE zur Reduzierung des Währungs-, Zins- und Rohstoffrisikos eingesetzt.
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| in Tausend EUR | 31. Dezember 2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value | Nominalwert | Restlaufzeit des Nominalwerts | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamt | Gesamt | Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisensicherungsgeschäfte | -2.298 | 216.289 | 205.412 | 10.877 | 0 |
| Rohstoffsicherungsgeschäfte | 58 | 41.483 | 41.483 | 0 | 0 |
| Zinssicherungsgeschäfte | -6.347 | 85.000 | 7.500 | 52.500 | 25.000 |
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| in Tausend EUR | 31. Dezember 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value | Nominalwert | Restlaufzeit des Nominalwerts | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamt | Gesamt | Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisensicherungsgeschäfte | 21.109 | 230.008 | 217.653 | 12.355 | 0 |
| Rohstoffsicherungsgeschäfte | -552 | 58.159 | 58.159 | 0 | 0 |
| Zinssicherungsgeschäfte | -6.488 | 62.500 | 7.500 | 40.000 | 15.000 |
Cash-Flow Hedges
Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten hat die PAUL HARTMANN AG Zinsswaps abgeschlossen. Die Änderungen des Cash-Flows der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der EURIBOR-Sätze ergeben, werden durch die Änderungen der Cash-Flows der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern.
Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos von geplanten Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat die PAUL HARTMANN AG Termingeschäfte abgeschlossen. Ziel ist die Absicherung schwankender Währungskurse und dadurch die Begrenzung des Risikos schwankender zukünftiger Euro-Gegenwerte beim Kauf beziehungsweise Verkauf der Fremdwährung.
Cash-Flow-Risiken aus schwankenden Preisen von geplanten Rohstoffeinkäufen werden mit Swaps abgesichert. Ziel ist die Absicherung schwankender Rohstoffpreise und dadurch die Begrenzung des Risikos schwankender zukünftiger Kaufpreise.
In 2014 wurden -5,3 Mio. EUR aus Cash-Flow-Hedges vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung recycelt.
Die folgende Tabelle zeigt den voraussichtlichen Zeitpunkt der Zahlungen, zu dem im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste aus Cash-Flow Hedges in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden:
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| in Tausend EUR | 31. Dezember 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Fair Value Derivate im Eigenkapital | Periode der voraussichtlichen Zahlung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamt | Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisensicherungsgeschäfte | -2.574 | -2.452 | -122 | 0 |
| Rohstoffsicherungsgeschäfte | 2 | 2 | 0 | 0 |
| Zinssicherungsgeschäfte | -6.241 | -2.379 | -3.723 | -139 |
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| in Tausend EUR | 31. Dezember 2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Fair Value Derivate im Eigenkapital | Periode der voraussichtlichen Zahlung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamt | Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisensicherungsgeschäfte | 16.344 | 16.008 | 336 | 0 |
| Rohstoffsicherungsgeschäfte | -552 | -552 | 0 | 0 |
| Zinssicherungsgeschäfte | -6.395 | -1.587 | -4.407 | -401 |
Der Nachweis der prospektiven und retrospektiven Effektivität wird mithilfe regelmäßig durchgeführter Effektivitätstests erbracht. Zur Ermittlung der retrospektiven Effektivität kommt die so genannte "Dollar-Offset-Methode", bei Rohstoffswaps die Regressionsanalyse zur Anwendung. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung liegen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von einer hoch effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden kann. Der im Periodenergebnis erfasste ineffektive Teil der Absicherung von Zahlungsströmen beträgt 0,02 (2013: 0,08) Mio. EUR.
Ungewisse zukünftige Ereignisse
Zum 31. Dezember 2014 bestanden im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Form von Garantien und ähnlichen Verpflichtungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb in geringfügigem Umfang, von denen angenommen wird, dass daraus keine wesentlichen Zahlungsverpflichtungen entstehen. Darüber hinaus bestehen Risiken im Zusammenhang mit laufenden Rechtsstreitigkeiten.
Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen
Die Gesamtsumme der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 26.570 | 23.445 |
| Zwischen einem und fünf Jahren | 58.747 | 48.566 |
| Mehr als fünf Jahre | 35.480 | 15.281 |
| 120.797 | 87.292 |
Bei den im Rahmen von Operating-Leasing abgeschlossenen Verträgen handelt es sich im Wesentlichen um übliche Vereinbarungen im Bereich Gebäude und Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Wesentliche Vereinbarungen betreffen das Logistikzentrum in Belleville/Frankreich sowie den Betrieb und das Logistikzentrum bei Moskau/Russland.
Angaben zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HARTMANN GRUPPE im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Der operative Cash-Flow erhöhte sich sowohl aufgrund der verbesserten Ertragslage als auch der besseren Entwicklung im Net Working Capital gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 53,7 Mio. EUR auf 170,5 Mio. EUR.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag bei 69,4 (2013: 72,9) Mio. EUR und reduziert sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Mio. EUR. Diese Veränderung resultierte insbesondere aus den geringeren Auszahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen.
Der Free-Cash-Flow lag als Resultat dieser Entwicklung bei 101,1 (2013: 43,8) Mio. EUR.
Veränderung im Konsolidierungskreis
Zum 31. Dezember 2014 wurden in den Konzernabschluss neben der PAUL HARTMANN AG 21 (2013: 22) inländische und 67 (2013: 65) ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Drei Gesellschaften wurden nach der Equity-Methode bewertet.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2014 hat die PAUL HARTMANN do Brasil Participações Ltda. im Rahmen eines Share Deals 100 % der Anteile an der Bace Comércio Internacional Ltda. mit Sitz in São Paulo/Brasilien erworben. Hierbei handelt es sich um ein brasilianisches Healthcare-Unternehmen, das Produkte aus den Bereichen Wundbehandlung, Inkontinenz- und Patientenhygiene sowie OP-Risikoschutz vertreibt. Die Übernahme ermöglicht es uns schneller in dem attraktiven Markt Brasiliens zu wachsen. Der Kaufpreis beträgt 14,6 Mio. EUR, enthält variable Bestandteile und wird in liquiden Mitteln beglichen. Insgesamt wurden Vermögenswerte in Höhe von 5,0 Mio. EUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 1,4 Mio. EUR erworben. Darin enthalten sind Buchwertanpassungen bei den Vermögenswerten in Höhe von 2,0 Mio. EUR und bei den Verbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. EUR, die im Rahmen der Purchase Price Allocation vorgenommen wurden. Der Goodwill beträgt 11,0 Mio. EUR und resultiert im Wesentlichen aus der positiven Ergebniserwartung.
In Deutschland wurde mit Wirkung zum 1. September 2014 die Kneipp Verwaltungsgesellschaft mbH auf die Kneipp GmbH (früher: Kneipp-Werke Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co. KG) verschmolzen.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 wurden in Frankreich im Rahmen eines Share Deals 100 % an der Acti Médical Santé SAS/Frankreich akquiriert. Der Kaufpreis in Höhe von 0,5 Mio. EUR wurde in liquiden Mitteln beglichen. Insgesamt wurden Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio. EUR und Verbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. EUR erworben.
Diese Veränderungen im Konsolidierungskreis sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.
Wesentliche Beschränkungen
Beschränkungen der Möglichkeit des Zugangs zu Vermögenswerten der HARTMANN GRUPPE bestehen zum 31. Dezember 2014 im Wesentlichen im Zusammenhang mit lokalen Devisenverkehrsbeschränkungen in diversen Ländern.
Aufstellung über den Anteilsbesitz
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| Anteil in % |
||
|---|---|---|
| Inland | ||
| DE | Atemzentrum Bad Lippspringe GmbH, Bad Lippspringe | 51,0 |
| Atemzentrum Grafschaft GmbH, Schmallenberg | 51,0 | |
| Atemzentrum Großhansdorf GmbH, Ibbenbüren | 100,0 | |
| Balata GmbH, Heidenheim | 100,0 | |
| Bode Chemie GmbH, Hamburg | 100,0 | |
| CMC Consumer Medical Care GmbH, Düren | 100,0 | |
| DIG Dienstleistungen im Gesundheitswesen GmbH, Ibbenbüren | 100,0 | |
| Hans Braun GmbH, Wolfstein | 100,0 | |
| HARTMANN Beteiligungen GmbH, Heidenheim | 100,0 | |
| Karl Otto Braun GmbH & Co. KG, Wolfstein | 100,0 | |
| Kneipp GmbH (früher: Kneipp-Werke Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co. KG), Würzburg | 100,0 | |
| Kneipp Werbe-Agentur und Vertriebs GmbH, Würzburg | 100,0 | |
| KOB Medical Devices (Deutschland) GmbH, Wolfstein | 100,0 | |
| Medical Service und Logistik GmbH, Recklinghausen1 | 50,0 | |
| MEDICUS GmbH, Oberderdingen | 100,0 | |
| NOGE Gesellschaft für Medizinprodukte und -dienstleistungen mbH, Heidenheim | 100,0 | |
| PAUL HARTMANN AG & Co. Logistikzentrum Süd oHG, Heidenheim | 100,0 | |
| QMService GmbH, Heidenheim | 100,0 | |
| Reha-Service Loose GmbH, Hamburg | 100,0 | |
| Reha und Rollstuhl Handels GmbH, Leipzig | 100,0 | |
| Roth Grundstücksgesellschaft mbH, Saarbrücken1 | 30,0 | |
| Sanimed GmbH, Ibbenbüren | 100,0 | |
| Vlesia GmbH, Herbrechtingen | 100,0 | |
| Ausland | ||
| AE | PAUL HARTMANN Middle East FZE, Dubai | 100,0 |
| AT | PAUL HARTMANN Ges.mbH, Wiener Neudorf | 100,0 |
| AU | PAUL HARTMANN Pty. Ltd., Homebush, NSW | 100,0 |
| BE | N.V. PAUL HARTMANN S.A., Saintes | 100,0 |
| BR | Bace Comércio Internacional Ltda., São Paulo | 100,0 |
| PAUL HARTMANN do Brasil Participações Ltda, São Paulo | 100,0 | |
| CH | AIR Health Solution AG, Neuhausen | 66,3 |
| Funny Hygiene AG, Neuhausen | 66,3 | |
| IVF HARTMANN AG, Neuhausen | 66,3 | |
| IVF HARTMANN Holding AG, Neuhausen | 66,3 | |
| Kistler AG, Gommiswald | 66,3 | |
| Kneipp GmbH, Wallisellen | 100,0 | |
| CN | KOB (Qingdao) Medical Devices Co., Ltd., Qingdao | 100,0 |
| PAUL HARTMANN (Shanghai) Trade Co., Ltd., Shanghai | 100,0 | |
| CZ | HARTMANN-RICO a.s., Veverská Bítýška | 100,0 |
| SANICARE s.r.o., Brno | 100,0 | |
| DK | PAUL HARTMANN A/S, Hillerød | 100,0 |
| DZ | Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L., Roubia | 51,0 |
| ES | Farmaban S.A., Barcelona1 | 35,3 |
| Laboratorios HARTMANN S.A., Mataró | 100,0 | |
| PAUL HARTMANN España S.L.U., Mataró | 100,0 | |
| PAUL HARTMANN S.A., Mataró | 100,0 | |
| FR | Acti Médical Santé SAS, Talence | 100,0 |
| Aux Bons Soins S.A.R.L., Illkirch-Graffenstaden | 100,0 | |
| Aux Bons Soins Selestat S.A.R.L., Selestat | 100,0 | |
| Bode France SAS, Toulouse | 100,0 | |
| CMC France S.A.R.L., Châtenois | 100,0 | |
| Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L., Châtenois | 100,0 | |
| Max Lorne S.A., Châtenois | 100,0 | |
| PAUL HARTMANN S.A., Châtenois | 100,0 | |
| Pierre Cattier SAS, Paris | 100,0 | |
| Providom SAS, Châtenois | 100,0 | |
| STERIMA S.A., Villemaur-sur-Vanne | 100,0 | |
| Vivello France SAS, Châtenois | 100,0 | |
| GB | PAUL HARTMANN Ltd., Heywood | 100,0 |
| GR | PAUL HARTMANN Hellas A.E., Glyfada/Athina | 100,0 |
| HK | PAUL HARTMANN Asia-Pacific Ltd., Kowloon | 100,0 |
| HR | PAUL HARTMANN d.o.o., Sesvete | 100,0 |
| HU | HARTMANN-RICO Hungária Kft., Biatorbágy | 100,0 |
| HTS Medical Kereskedelmi és Szolgáltató Kft., Budapest | 100,0 | |
| IN | KOB Medical Textiles Private Ltd., Coimbatore | 100,0 |
| PAUL HARTMANN Medical Private Limited, Mumbai | 100,0 | |
| IT | Distributori Articoli Sanitari D.A.S. S.R.L. CON SOCIO UNICO, Torino | 100,0 |
| GENESI S.R.L. CON SOCIO UNICO, Bene Viagenna | 100,0 | |
| HARTMANN FOROMED S.R.L., Caivano (Napoli) | 100,0 | |
| HARTMANN Logistic S.R.L., Verona | 100,0 | |
| PAUL HARTMANN S.p.A., Verona | 100,0 | |
| JP | Kneipp Japan K.K., Tokyo | 100,0 |
| MA | PAUL HARTMANN S.A.R.L., Casablanca | 53,5 |
| NL | Kneipp Nederland B.V., Montfoort | 100,0 |
| PAUL HARTMANN B.V., Nijmegen | 100,0 | |
| PAUL HARTMANN Finance B.V., Nijmegen | 100,0 | |
| NO | PAUL HARTMANN AS, Oslo | 100,0 |
| PL | PAUL HARTMANN Polska Sp. z o.o., Pabianice | 100,0 |
| PT | PAUL HARTMANN LDA, Loures | 100,0 |
| Sterilliacare - Soluções em Higiene, LDA, Carnaxide | 100,0 | |
| RO | S.C. PAUL HARTMANN S.R.L., Târgu Mureș | 100,0 |
| RU | PAUL HARTMANN OOO, Moskwa | 100,0 |
| PAUL HARTMANN Siberia OOO, Novosibirsk | 100,0 | |
| SE | HARTMANN-ScandiCare AB, Anderstorp | 100,0 |
| SI | PAUL HARTMANN Adriatic d.o.o., Ljublijana | 100,0 |
| SK | HARTMANN-RICO spol. s r.o., Bratislava | 100,0 |
| TR | CMC CONSUMER MEDICAL CARE Pamuk Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti., Mersin | 100,0 |
| PAUL HARTMANN Ltd. Sti., Yeniköy/Istanbul | 100,0 | |
| US | HARTMANN USA, Inc., Rock Hill/South Carolina | 100,0 |
| Kneipp Corporation of America, Inc., Northvale/New Jersey | 100,0 | |
| PAUL HARTMANN Corp., Rock Hill/South Carolina | 100,0 | |
| ZA | HARTMANN-Vitamed (Pty) Ltd., Sandton | 100,0 |
1 At Equity konsolidierte Gesellschaften
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis zum 2. März 2015 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 geführt hätten.
Dividende je Aktie
Auf der Hauptversammlung am 8. Mai 2015 wird eine Dividende von 6,50 EUR je Stückaktie vorgeschlagen. Dividendenberechtigt sind 3.551.742 Stücke.
Die Gewinnausschüttung beläuft sich damit auf 23,1 Mio. EUR. Diese Dividende ist im vorliegenden Konzernabschluss als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Erfassung der Dividendenverbindlichkeit erfolgt im Geschäftsjahr 2015. Die Dividende im Vorjahr betrug 20,2 Mio. EUR (5,70 EUR je Aktie).
Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen
Als nahe stehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 ("Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen") müssen Personen und Unternehmen, die die HARTMANN GRUPPE beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden. Die Angabepflicht erstreckt sich hierbei auch auf Personen, die unmittelbar oder mittelbar einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der HARTMANN GRUPPE ausüben, einschließlich deren engerer Familienangehörigen oder zuzurechnender Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die HARTMANN GRUPPE kann durch Anteilsbesitz von 20 % oder mehr beziehungsweise Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat begründet werden.
Berichtspflichtige Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden nicht unterhalten. Im Zuge der Konsolidierung werden Geschäftsvorfälle zwischen den Konzerngesellschaften der HARTMANN GRUPPE eliminiert.
Mit assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wurden Transaktionen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit vorgenommen, die sich im Berichts- und Vorjahr bei diesen Gesellschaften wie folgt ausgewirkt haben:
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| in Tausend EUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Erträge | 22.707 | 20.390 |
| Aufwendungen | 1.954 | 2.161 |
| Forderungen | 1.983 | 2.070 |
| Verbindlichkeiten | 575 | 585 |
Darüber hinaus existieren keine wesentlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises.
Aufsichtsrat und Vorstand
Bezüge des Aufsichtsrats
Die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der PAUL HARTMANN AG beträgt 0,6 (2013: 0,5) Mio. EUR. Darüber hinaus haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen für die Ausübung weiterer Tätigkeiten in Höhe von 0,4 (201 3: 0,4) Mio. EUR bezogen. Weitere Informationen zur Vergütung der Aufsichtsräte sind im Bericht zur Corporate Governance enthalten, der Bestandteil des Geschäftsberichts ist.
Bezüge des Vorstands
Die Höhe der Vorstandsvergütung richtet sich nach den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen, der wirtschaftlichen Lage, der Entwicklung und der Zukunftsaussichten der HARTMANN GRUPPE sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Gesamtvergütung setzt sich in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die festen und die auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage bezogenen variablen Vergütungsanteile weisen betragsmäßig
Höchstgrenzen aus. Hinsichtlich der weiteren variablen Vergütungsanteile, die auf eine einjährige Bemessungsgrundlage abstellen, erfolgt eine Beschränkung des Anspruchs der Vorstandsmitglieder dadurch, dass eine Obergrenze des Zielwertes enthalten ist; die variablen Bestandteile umfassen in einem untergeordneten Umfang eine "mehrjährige Bemessungsgrundlage". Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr beliefen sich im Konzern auf 5,5 (2013: 6,3) Mio. EUR. Davon beträgt der variable Anteil 2,7 (2013: 2,8) Mio. EUR.
Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind insgesamt 14,0 (2013: 13,0) Mio. EUR zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands betrugen für das Berichtsjahr 0,9 (2013: 1,9) Mio. EUR.
Honorare des Abschlussprüfers
Die Honorare des Abschlussprüfers betrugen im Berichtsjahr insgesamt 0,8 (2013: 1,3) Mio. EUR. Dabei entfielen 0,4 (2013: 0,4) Mio. EUR auf Prüfungshonorare, 0,2 (2013: 0,6) Mio. EUR auf prüfungsnahe Dienstleistungen sowie 0,1 (2013: 0,3) Mio. EUR auf Steuerberatungshonorare.
Freigabe des Konzernabschlusses
Der Konzernabschluss wurde am 2. März 2015 vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.
PAUL HARTMANN AG
Joehle
Dr. Fremerey
Kuehn
Dr. Neumann
Schulz
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 19. März 2015
**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer
Jürgen Schwehr, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
neben der Wiederherstellung von Gesundheit gewinnt die Vorbeugung gegen Krankheit in der Gesellschaft als Megatrend an Bedeutung. Der demografische Wandel und die wachsende Gefahr, die von multiresistenten Keimen ausgeht, sind nur zwei Faktoren, die den Markt für Medizinprodukte auch in den kommenden Jahren zu einem Wachstumsmarkt machen werden. Gefragt sind hier innovative Lösungen, die einfach und effizient für Gesundheit sorgen und die dabei unterstützen, Medizin und Pflege auf hohem Versorgungsniveau bezahlbar zu halten.
Im Geschäftsjahr 2014 hat der HARTMANN-Vorstand in enger Zusammenarbeit mit der gesamten Belegschaft die Weichen dafür gestellt, den Konzern in einem Umfeld intensiven Wettbewerbs erfolgreich zu positionieren. Unter dem neuen Markenversprechen "Gesundheit ist unser Antrieb" will sich HARTMANN global zu einem führenden Anbieter von Gesundheitslösungen entwickeln, der mit wegweisenden Ideen für seine Kunden einen Schritt vorausdenkt. Konzepte für eine nachgewiesen effiziente Wundbehandlung, Hygienesortimente für eine eng an den Bedürfnissen inkontinenter Menschen orientierte Versorgung und Lösungen für eine bestmögliche Infektionsprophylaxe wurden im Berichtsjahr mit Nachdruck fortentwickelt. Daraus sind Vermarktungskonzepte entstanden, die inzwischen zum profitablen Wachstumskurs der HARTMANN GRUPPE beitragen. Dieser Erfolg beruht in hohem Maße darauf, dass Führungskräfte und Mitarbeiter gemeinsam die Themen Entscheidungsmentalität, Verbindlichkeit und Eigenverantwortung nachhaltig in der Unternehmenskultur verankern.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsentwicklung aufmerksam begleitet und unterstützt ausdrücklich die strategische Ausrichtung der HARTMANN GRUPPE. Er hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei wesentlichen Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Er hat sich durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informieren lassen. Hierzu gehörten monatliche Berichte über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Liquiditätslage sowie die Quartalsabschlüsse einschließlich der jeweiligen Plan-Ist-Abweichungen und der Vorschaurechnungen.
In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Alle Maßnahmen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen oder aufgrund der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats dessen Zustimmung erfordern, wurden dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten. Überdies führte der Aufsichtsratsvorsitzende ein jährliches Regelgespräch mit dem Chief Compliance Officer und dem Vice President Internal Audit and Risk Reduction Management der HARTMANN GRUPPE.
Schwerpunkte der Beratungen im Gesamtgremium
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2014 zu sechs Sitzungen - am 19. März, 20. März, 16. Mai, 25. Juni, 24. September und 10. Dezember - zusammengetreten. An fünf der Sitzungen nahmen die Mitglieder des Vorstands teil; ein Mitglied hatte sich für eine Sitzung entschuldigt. Am 19. März 2014 fand die Sitzung zur Effizienzprüfung statt, bei der der Vorstand nicht anwesend war. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums beziehungsweise des Ausschusses, in dem es vertreten ist, teilgenommen.
Die von den Aktionären und von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen in getrennten Besprechungen vorbereitet. Der Vorsitzende des Vorstands sowie themenbezogen weitere Mitglieder des Vorstands nahmen an diesen Vorbesprechungen teil. Ein Interessenkonflikt bestand bei keinem Aufsichtsratsmitglied. Auch bestanden - mit Ausnahme der Dienstverträge der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat - keine Verträge, durch die sich ein Mitglied des Aufsichtsrats gegenüber der Gesellschaft zu Beratungs- oder sonstigen Dienst- oder Werkleistungen verpflichtet hat. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands erörterte der Aufsichtsrat die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis im Konzern, die Rentabilität der einzelnen Geschäftssegmente sowie die Finanzlage und erhielt tiefer gehende Erläuterungen bei Plan-Ist-Abweichungen. Ausführlich diskutiert wurde die Geschäftslage einzelner Tochtergesellschaften. Außerdem wurden der Strategieansatz und die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung mit den Schwerpunkten Absatzmärkte, integrierte Systemangebote in den medizinischen Kernsegmenten und bei den weiteren Konzernaktivitäten sowie Themen aus den Bereichen Akquisitionen, Finanzen, Investitionen, Personal und Revision behandelt. Zu den Aufsichtsratssitzungen wurden themenbezogen unternehmensinterne Referenten als Gäste eingeladen.
In der Sitzung am 19. März 2014 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Effizienz seiner Tätigkeit und traf Festlegungen für die künftige Arbeit. Die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit mit entsprechender Schwerpunktbildung wurde überprüft. In der Sitzung am 20. März 2014 befasste sich das Gremium mit der Vorstandsvergütung, insbesondere den variablen Bestandteilen im Geschäftsjahr 2013 und Vorgaben für 2014. Die Sitzung am 16. Mai 2014 diente der Vorbereitung der Hauptversammlung, die an diesem Tag stattfand.
Der Aufsichtsrat informierte sich im Rahmen seiner Sitzungen auch über Einzelmaßnahmen der Strategieumsetzung in der HARTMANN GRUPPE, um das Unternehmen bei der strategischen Konzernentwicklung qualifiziert begleiten und beraten zu können. Ein Schwerpunkt lag auf der Erörterung der Projekte, mit denen das Unternehmen seinen langfristigen Wachstumskurs absichern will. In der Sitzung am 25. Juni 2014 gab der Vorstand einen Überblick über die profitable Ausrichtung des Geschäfts mit kundenindividuellen OP-Komplettsets. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die strategische Ausrichtung des Absatzpreis-Managements in der HARTMANN GRUPPE informieren. Am 25. Juni 2014 behandelte der Aufsichtsrat auch die Laufzeiten der Bestellungen sowie der Dienstverträge der ordentlichen Vorstandsmitglieder einschließlich ihrer Vergütung. Am 24. September 2014 hat der Aufsichtsrat hierzu Beschlüsse gefasst. Das Gremium befasste sich am 24. September außerdem mit den Strategien in den Geschäftsfeldern OP-Management und Desinfektion sowie mit der Geschäftslage der Unternehmensgruppen Bode und Kneipp.
Die Planung für das Jahr 2015 wurde nach Erörterung mit dem Vorstand am 10. Dezember 2014 genehmigt. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die strategische Ausrichtung der Marke HARTMANN sowie über die Entwicklung des Deutschland-Geschäfts informieren. Am selben Tag nahm der Aufsichtsrat außerhalb der Sitzung eine Weiterbildungsmaßnahme zum Compliance-Management aus der Sicht des Aufsichtsrats wahr.
Corporate Governance
Zur Corporate Governance wird gesondert berichtet (siehe Seite 78 bis 83).
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse: den Ausschuss für personelle Angelegenheiten des Vorstands (Präsidialausschuss), den Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG und den Nominierungsausschuss. Dem Präsidialausschuss und dem Vermittlungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Fritz-Jürgen Heckmann als Vorsitzender, Peter Donath, Eduard Schleicher sowie Wolfgang Schwarz (bis 30. Juni 2014) bzw. Christine Geppert (ab 24. September 2014) an. Der Präsidialausschuss tagte im Berichtszeitraum viermal (10. März, 16. Mai, 24. Juni, 10. Dezember) und hat sich unter anderem vorbereitend mit den Grundlagen der Zusammenarbeit mit den Vorständen, der Vergütung für die Vorstandsmitglieder im Rahmen des bestehenden Vergütungssystems sowie mit der Verlängerung der Bestellungen und Dienstverträge der ordentlichen Vorstandsmitglieder einschließlich ihrer Vergütung befasst.
Der Vermittlungsausschuss, der in der Besetzung identisch mit dem Präsidialausschuss ist, musste nicht tagen. Der Nominierungsausschuss, dem Fritz-Jürgen Heckmann und Eduard Schleicher angehören, ist im Geschäftsjahr 2014 am 3. Mai zur internen Abstimmung zusammengetreten.
Der Prüfungsausschuss kam im Jahr 2014 zu drei Sitzungen - am 10. März, 24. Juni und 23. September - zusammen, an denen jeweils auch Mitarbeiter des Abschlussprüfers teilnahmen. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Prüfung des Jahresabschlusses der PAUL HARTMANN AG und des Konzernabschlusses der HARTMANN GRUPPE, die Vorbereitung der Bilanzfeststellungssitzung sowie die Beratung des Vorstands in Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Außerdem waren die Erörterung und Festlegung der Prüfungsschwerpunkte im Rahmen der Abschlussprüfung, die Empfehlung über die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und die Überwachung seiner Unabhängigkeit Gegenstand ausführlicher Beratungen. Darüber hinaus beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit den Überwachungsaufgaben des Aufsichtsrats hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS). Weitere Sitzungsschwerpunkte waren der Risikoreduktionsbericht und der Compliancebericht der HARTMANN GRUPPE, die Ergebnisse der im Jahr 2014 durchgeführten Revisionen sowie die Überprüfung der Sicherstellung der Compliance in den Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE. Dem Prüfungsausschuss gehörten im Jahr 2014 unverändert Eduard Schleicher (Vorsitzender), Peter Donath, Fritz-Jürgen Heckmann und Ralf Willeck an.
Über die Arbeit der Ausschüsse wurde der gesamte Aufsichtsrat in der jeweils nachfolgenden Sitzung unterrichtet.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 und des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) sowie Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2014
Der Prüfungsausschuss hat sich zur Vorbereitung der Prüfung und Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat in einer Sitzung am 10. März 2015 in Anwesenheit des Abschlussprüfers eingehend mit dem vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns befasst. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, sie kritisch gewürdigt und ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert.
Der Prüfungsausschuss hat sich ferner in dieser Sitzung mit dem vom Vorstand aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG beschäftigt und ließ ihn sich von den Vertretern der Gesellschaft erläutern.
Der Abschlussprüfer berichtete in der Bilanzfeststellungssitzung am 19. März 2015 über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung, insbesondere hinsichtlich des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Zudem erläuterte er ausführlich die Prüfungsberichte. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auf Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und erörtert und sich mit dem Vorstand dazu beraten.
Grundlagen der Prüfungen des Aufsichtsrats waren auch der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers, der jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zugesandt wurde, und die Berichterstattung des Vorstands. Die von der Hauptversammlung gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat unter Einbeziehung der Buchführung den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG sowie den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Aufsichtsrat hat ferner auf Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und in Anwesenheit der Abschlussprüfer den vom Vorstand aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG geprüft und erörtert und sich mit dem Vorstand dazu beraten. Der Abschlussprüfer hat folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Berichtsjahr aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Vorprüfung des Prüfungsausschusses und der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG und den Konzernabschluss daher auf der Bilanzfeststellungssitzung am 19. März 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss 2014 der PAUL HARTMANN AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit einer Ausschüttung von 6,50 EUR pro Aktie schließt sich der Aufsichtsrat an.
Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis seiner Prüfung den Abhängigkeitsbericht gebilligt und schließt sich ferner dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats veränderte sich im Geschäftsjahr 2014 aufgrund der altersbedingten Beendigung der beruflichen Tätigkeit von Wolfgang Schwarz zum 30. Juni 2014. Als Ersatzkandidat rückte Joachim Bader zum 1. Juli 2014 nach. Im Übrigen blieb die Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr unverändert.
Die Zusammensetzung des Vorstands und dessen Geschäftsverteilung blieben im Geschäftsjahr 2014 unverändert.
Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Konzerngesellschaften der HARTMANN GRUPPE für ihr großes Engagement und ihre Leistung im erfolgreichen Geschäftsjahr 2014.
Mit freundlichen Grüßen
Heidenheim, den 19. März 2015
Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender