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Paul Hartmann AG Management Reports 2010

Jul 15, 2010

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Management Reports

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PAUL HARTMANN Aktiengesellschaft

Heidenheim/Brenz

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009

Lagebericht

Strategie und Organisation

Die HARTMANN GRUPPE fokussiert ihre Geschäftstätigkeit auf Systemlösungen für professionelle Kunden in Medizin und Pflege. Geographisch sind wir mit unseren Gesellschaften in strategisch bedeutenden Absatzmärkten kundennah präsent. In der PAUL HARTMANN AG sind die wesentlichen organisatorischen Einheiten zusammengefasst, die die Konzernaktivitäten steuern.

Unternehmensstrategie fokussiert auf medizinische Systemangebote

Die HARTMANN GRUPPE ist einer der führenden europäischen Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten mit den Kompetenzschwerpunkten Wundbehandlung, Inkontinenzversorgung und Infektionsprophylaxe. Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte für die Kompressionstherapie, Immobilisation, Erste Hilfe sowie zur Selbstdiagnose. Unterstützende Dienstleistungen runden das Angebot für Medizin und Pflege ab.

Der Schwerpunkt liegt auf Produkten und Dienstleistungen für professionelle Verwender in Kliniken, in Arztpraxen sowie in Alten- und Pflegeheimen oder in der häuslichen Pflege. Mit anwendergerechten Produkten und maßgeschneiderten Serviceleistungen bietet HARTMANN Komplettlösungen an, die dazu beitragen, die tägliche Arbeit zum Wohl der Patienten effektiv und wirtschaftlich zu gestalten. Diese Systemangebote basieren auf fundiertem medizinischem Wissen, langjähriger Praxiserfahrung und einem tiefen Verständnis der Arbeitsabläufe unserer Kunden.

Als zuverlässiger Partner verfolgt HARTMANN das Ziel, dauerhafte Kundenbeziehungen aufzubauen und eine führende Position in den mit eigenen Tochtergesellschaften bedienten Märkten einzunehmen.

Neben den medizinischen Kernsortimenten für professionelle Zielgruppen in Medizin und Pflege führt HARTMANN auch endverbrauchernahe medizinische Sortimente, die über Apotheken und den Sanitätsfachhandel vertrieben werden.

Seit der im Jahr 2004 erfolgten Fokussierung der Geschäftsaktivitäten der HARTMANN GRUPPE auf medizinische Kernkompetenzfelder werden nach Sortimentsschwerpunkten gegliederte Geschäftssegmente ausgewiesen: Wund-, Inkontinenz-, Infektionsmanagement sowie das Segment Weitere Konzernaktivitäten, dem schwerpunktmäßig die Aktivitäten von Kneipp, CMC und NOGE zugeordnet sind.

HARTMANN ist mit eigenen Gesellschaften international marktnah aufgestellt

Die HARTMANN GRUPPE setzt sich aus der PAUL HARTMANN AG und Tochtergesellschaften in Deutschland sowie in ausländischen Absatzmärkten zusammen. Organisatorisch sind die Tochtergesellschaften in fünf geographischen Regionen zusammengefasst, in denen die operative Umsatz- und Ergebnisverantwortung marktnah in den Tochtergesellschaften angesiedelt ist. Den Regionen steht jeweils ein Regional-Direktor vor. In enger Abstimmung mit den Geschäftsführern in der Region stellt er die Umsetzung der Konzernstrategie sicher und bündelt die Aktivitäten unter Umsatz- und Ertragsgesichtspunkten sowie unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Die unter den weiteren Konzernaktivitäten zusammengefassten Tochtergesellschaften berichten direkt an den Vorstand.

Die Zuordnung der einzelnen Tochtergesellschaften zu den Regionen Zentraleuropa, West-/Südeuropa, Osteuropa, Nordeuropa und Amerika sowie Afrika, Asien, Ozeanien ist aus der Aufstellung über den Anteilsbesitz im Konzernanhang ersichtlich (siehe Seite 130 bis 132).

PAUL HARTMANN AG steuert die Konzernaktivitäten

Die PAUL HARTMANN AG wird durch einen Vorstand geleitet, an dessen Spitze der Vorstandsvorsitzende steht. Der Vorstand bestimmt die Konzernstrategie, übernimmt die Steuerung der Regionen und Tochtergesellschaften, legt das Produkt- und Dienstleistungsportfolio fest, organisiert die weltweite Lieferkette, betreibt das Führungskräftemanagement, ordnet die Ressourcen strategiekonform zu und ist verantwortlich für das Finanzmanagement.

Ein durch den Vorstandsvorsitzenden geleitetes internationales Group Management Team stellt die internationale Koordination und Umsetzung der konzernweit gültigen Unternehmensstrategie sicher. Dem Gremium gehören neben dem Vorstand die Regional-Direktoren und Verantwortliche der einzelnen Zentralfunktionen an.

Funktionsbereiche innerhalb der PAUL HARTMANN AG nehmen die Konzernsteuerung von Produktentwicklung, Marketing, Sourcing, Supply Chain Management und IT wahr.

PAUL HARTMANN AG ist keine börsennotierte Gesellschaft

Das gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG setzt sich zum 31. Dezember 2009 unverändert aus insgesamt 3.572.424 Namensstückaktien zusammen. Mit Ausnahme der 20.682 eigenen Aktien sind sämtliche Aktien voll stimmberechtigt.

Ein Teil unserer Aktionäre hat sich zur Wahrung ihrer Interessen und zur Erhaltung eines stabilen Aktionärsstamms in der Schutzgemeinschaft von Aktionären der PAUL HARTMANN AG zusammengeschlossen. Vor Beschlussfassungen in Hauptversammlungen verständigen sich deren Mitglieder über eine Stimmrechtsbindung. Übertragungen von Aktien der betreffenden Aktionäre finden vereinbarungsgemäß innerhalb der Schutzgemeinschaft statt.

Da die PAUL HARTMANN AG keine börsennotierte Gesellschaft ist, sehen wir von einer Veröffentlichung direkter oder indirekter Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, ab.

Es bestehen weder Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, noch besteht eine Stimmrechtskontrolle gemäß § 289 Abs. 4 Ziffer 5 bzw. § 315 Abs. 4 Ziffer 5 HGB.

Vorstandsmitglieder werden gemäß den Regelungen der §§ 84 und 85 AktG bestellt und abberufen. Weiterhin regelt die Satzung, dass der Aufsichtsrat der PAUL HARTMANN AG die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt und er ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden bestellen kann. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Zusammensetzung des Vorstands ist auf Seite 33 dargestellt. Änderungen der Satzung bedürfen gemäß der geltenden gesetzlichen Bestimmungen einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Eine Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe oder zum Rückkauf von Aktien besteht derzeit nicht. Auch bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots oder hinsichtlich Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall eines Übernahmeangebots.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Trotz einer leichten konjunkturellen Erholung konnte die Weltwirtschaft im Berichtsjahr noch nicht an die Wachstumsraten vor der Finanzmarktkrise 2008 anschließen. Obwohl Budgetrestriktionen zugenommen haben, entwickelten sich die Märkte für Medizinprodukte auch 2009 weiterhin positiv. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in den Industrieländern und der damit einhergehenden Multimorbidität der Patienten stieg die Nachfrage nach medizinische Einwegprodukten in den Kategorien Wundauflagen, Inkontinenzprodukte und Infektionsmanagement.

Stabilisierung der Weltwirtschaft im Verlauf des Jahres 2009

Nach dem Tiefpunkt der Weltwirtschaft im ersten Quartal 2009 war im weiteren Jahresverlauf eine leichte konjunkturelle Erholung zu beobachten. Dieser positive Trend konnte jedoch den globalen Einbruch der Wirtschaftsleistung nicht kompensieren; sie nahm weltweit gegenüber dem Vorjahr um 1,1 % ab. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung war in den verschiedenen Wirtschaftsregionen unterschiedlich dynamisch ausgeprägt. Während in der Europäischen Union und den USA die Wirtschaftsleistung zwischen 2,5 und 4,0 % sank, wiesen die asiatischen Schwellenländer ein Wachstum zwischen 4,0 und 8,5 % aus. Wesentliche Faktoren für die Stabilisierung der Weltwirtschaft waren die Senkung der Leitzinsen durch die Notenbanken und eine Vielzahl von weltweiten massiven geld- und steuerpolitischen Stabilisierungsmaßnahmen. Unterstützend wirkte auch die positive wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer.

In Deutschland nahm die Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % ab und lag unter dem Durchschnitt der Länder der Europäischen Union von –4,0 %. Während die Exporte und Investitionen deutlich um 14,7 beziehungsweise 8,6 % zurückgingen, stiegen die staatlichen und privaten Ausgaben um 2,7 beziehungsweise 0,4 %. Aufgrund arbeitsmarkt- und konjunkturpolitischer Maßnahmen konnten die Auswirkungen des Wirtschaftseinbruchs auf den Arbeitsmarkt begrenzt werden. Die Arbeitslosenquote stieg 2009 in Deutschland moderat um 0,4 Prozentpunkte auf 8,2 %.

Die Zinsentwicklung im Euro-Raum war von den Folgen der Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft geprägt. In der ersten Hälfte des Jahres senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins in vier Schritten von 2,5 auf 1,0 %. Neben der Senkung des Leitzinses ergriff die Europäische Zentralbank ein Bündel von Maßnahmen, die eine Erhöhung der Liquidität zur Folge hatten.

Nach den starken Schwankungen des Vorjahres stieg der Rohölpreis 2009 von einer niedrigeren Ausgangsbasis aus leicht an. Dieser Anstieg hatte somit keine negativen Auswirkungen auf die weltweite Konjunkturentwicklung im zweiten Halbjahr 2009. Der durchschnittliche Rohölpreis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 35 USD pro Barrel.

Das Jahr 2009 war nach den Devisenmarktturbulenzen in der zweiten Hälfte des Vorjahres durch eine gewisse Beruhigung geprägt. Der durchschnittliche Wechselkurs des US-Dollars lag mit 1,39 USD je Euro 5,4 % unter dem Durchschnittswert des Vorjahres.

Schnell wachsender Markt für Medizinprodukte

Nach Schätzung des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Frost & Sullivan belief sich der Weltmarkt für Medizinprodukte im Jahr 2009 auf rund 250 Mrd. USD und ist mit einem prognostizierten Wachstum von 9 % jährlich einer der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte. Derzeit liegen die Hauptabsatzmärkte für Medizinprodukte in den Industrieländern der nördlichen Hemisphäre, insbesondere in Nordamerika und Europa mit 45 % beziehungsweise 30 % Anteil. Innerhalb der anderen Weltregionen liegt Japan an der Spitze.

Deutschland war 2009 laut Schätzungen des Informationsdiensts Espicom mit rund 18 Mrd. USD wie in den Vorjahren der bedeutendste nationale Einzelmarkt für Medizinprodukte in Europa, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Mit einem Anteil von 6 % am Weltmarkt rangiert Deutschland auf Platz 3 nach den USA und nach Japan.

Markt für Medizinprodukte in Europa wächst trotz vielfältiger Restriktionen

In den europäischen Staaten unterliegen die Gesundheitssysteme aufgrund steigender Gesundheitsausgaben ständigen Veränderungsprozessen. Der demographische Wandel mit zunehmender Multimorbidität der Patienten stellt eine große Herausforderung an die Finanzierbarkeit von Gesundheitsleistungen dar. Chronische Krankheiten wie Diabetes, Inkontinenz oder Veneninsuffizienz, die besonders ältere Menschen betreffen, verursachen europaweit rund 60 % der Gesundheitsausgaben. Eine Folge dieser Entwicklungen sind regulative Eingriffe in die nationalen Gesundheitssysteme, die unter anderem mit Budgetrestriktionen und der Begrenzung des Erstattungsniveaus einhergehen. Konzentrationsprozesse auf Kundenseite sorgen für wachsenden Wettbewerb der Leistungserbringer mit entsprechendem Preisdruck. Trotz dieser Einschränkungen wächst der westeuropäische Markt für Medizinprodukte um 4 bis 5 % jährlich.

Auch in Deutschland war die Entwicklung trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise und der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen weiterhin positiv. Das Ausgabenplus lag im Herbst 2009 gegenüber dem Frühjahr bei knapp 4 %.

Markt für Wundmanagement wächst mit Alterung der Bevölkerung

Der europäische Markt für Produkte für das Wundmanagement hat nach internen Schätzungen ein Volumen von rund 4,4 Mrd. USD. Das Wachstum in diesem Markt ist eine Folge der Zunahme operativer Eingriffe und des vermehrten Auftretens chronischer Wunden. Treiber dieser Entwicklung sind die Alterung der Bevölkerung und die Zunahme von Diabetes. Produkte zur modernen Wundbehandlung sind mit rund 40 % Kernfelder dieses Marktes. Dabei sind silberhaltige Wundauflagen oder Produktsysteme zur Vakuumtherapie Wachstumstreiber. In unserem Kernabsatzmarkt Deutschland sind vergleichbare Entwicklungen zu beobachten.

Wachstumsreserven in Osteuropa bei absorbierenden Inkontinenzprodukten

Das Absatzvolumen in Europa bei absorbierenden Inkontinenzprodukten lag im Jahr 2008 laut einer Erhebung der Unternehmensberatung John R. Starr bei 8,84 Mrd. Einheiten; dies entspricht einem Anteil von etwa 34 % des Weltmarktes. Das durchschnittliche Marktwachstum für den Zeitraum von 2008 bis 2013 wurde mit durchschnittlich knapp 5 % vorhergesagt. Osteuropa weist innerhalb des Kontinents mit rund 12 % die höchste Wachstumsrate auf. Der deutsche Markt für absorbierende Inkontinenzprodukte wächst laut Starr-Report 2009 im gleichen Betrachtungszeitraum jährlich um durchschnittlich knapp 3 %.

Trend zu Einweg-Produktsystemen im OP hält an

Der europäische Markt für OP-Einwegprodukte, der die Produktkategorien OP-Bekleidung, OP-Abdeckungen und OP-Handschuhe umfasst, ist 2009 gegenüber dem Vorjahr europaweit um 3,7 % gewachsen und liegt nach Schätzungen von Frost & Sullivan bei knapp 900 Mio. USD. Das umsatzstärkste Land war Deutschland, gefolgt von Frankreich, Großbritannien und Italien. Das Marktwachstum bei OP-Einwegprodukten in Deutschland lag im Jahr 2009 bei rund 2,5 %, das von Frost & Sullivan geschätzte Marktvolumen bei knapp 260 Mio. USD.

Wachsender Bedarf an Desinfektionsmitteln

Eine umfassende Infektionsprophylaxe ist im stationären Bereich nach wie vor ein hoch relevantes Thema. Vor dem Hintergrund, dass laut Frost & Sullivan europaweit jährlich rund 30 Mio. chirurgische Eingriffe stattfinden und dabei etwa 400.000 bis 650.000 Menschen von einer bei einem Eingriff verursachten Infektion betroffen sind, wird Infektionsverhütung immer dringlicher. Krankenhausinfektionen sind nicht nur ein medizinisches Thema. Auch volkswirtschaftlich stellen sie ein großes Problem dar, da sich die Verweildauer im Krankenhaus für die betroffenen Patienten um durchschnittlich 10 Tage erhöht und damit die Ausfallzeiten im Beruf sowie die Krankenhauskosten steigen. Die Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen erreichten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Neuen Grippe weltweit eine neue Dimension. Das Hygienebewusstsein nahm im pflegerischen, privaten und öffentlichen Bereich stark zu.

Der von Frost & Sullivan für 2009 prognostizierte europaweite Umsatz von rund 190 Mio. USD mit einem Wachstum von 6 % gegenüber dem Vorjahr im Produktsegment Chirurgische Desinfektion, zu dem die Bereiche Händedesinfektion, Wunddesinfektion sowie Haut- und Schleimhautdesinfektion zählen. Unserer Einschätzung nach wird diese Prognose infolge der Neuen Grippe übertroffen. Der im Jahr 2009 für den deutschen Markt vorhergesagte Umsatz lag bei rund 75 Mio. USD; dies ist ein Plus von rund 6 % gegenüber 2008. Das Wachstum wurde auch in Deutschland infolge der Neuen Grippe übertroffen. In diesem Zusammenhang ist zum Beispiel der um über 100 % gestiegene Absatz von Hautdesinfektionsmitteln in deutschen Apotheken zu sehen.

Ertragslage

Mit einer Steigerung des operativen EBIT um 38,1 % auf 97,0 Mio. EUR und einer Zunahme des operativen Konzernergebnisses um 40,9 % auf 59,1 Mio. EUR konnte die HARTMANN GRUPPE im Geschäftsjahr 2009 trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise ihre Ertragskraft signifikant verbessern. Die Umsatzerlöse nahmen weltweit insgesamt um 13,3 % zu, in den drei medizinischen Kernsegmenten sogar um 15,8 %.

Konzernumsatz nahm trotz Wirtschaftskrise zweistellig zu

Mit Umsatzerlösen in Höhe von 1.560,5 Mio. EUR erreichte die HARTMANN GRUPPE im Geschäftsjahr 2009 ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 13,3 %. Währungseffekte haben dabei die Umsatzentwicklung um 1,3 % negativ beeinflusst. Hier wirkten sich vor allem die gegenüber dem Euro schwächeren Währungen in den osteuropäischen Absatzmärkten Russland, Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien sowie in Großbritannien und Schweden belastend aus. Die gegen Ende 2008 beziehungsweise zum Jahreswechsel 2008/2009 getätigten Akquisitionen Whitestone Acquisition Corp./USA und BODE Chemie GmbH/Deutschland konnten mit 9,1 % zur Umsatzentwicklung im Berichtsjahr beitragen. Damit ergab sich insgesamt ein organisches Wachstum von 5,5 %.

Anteil des medizinischen Kerngeschäfts weiter gestiegen

Organisches und anorganisches Wachstum führten 2009 in den drei medizinischen Kernsegmenten Wund-, Inkontinenz- und Infektionsmanagement zu Umsatzerlösen von 1.318,6 Mio. EUR; dies entspricht einem Plus von 15,8 %. Das medizinische Kerngeschäft macht inzwischen 84,5 % des Gesamtumsatzes aus. Dies stellt eine Steigerung zum Vorjahr um 1,8 Prozentpunkte dar.

Differenzierte Entwicklung im Segment Wundmanagement

Im Segment Wundmanagement verzeichneten wir im Geschäftsjahr 2009 ein moderates Wachstum von 1,2 % auf 415,4 Mio. EUR. Bereinigt um belastende Währungseffekte wuchs HARTMANN organisch um 2,7 %.

Bezogen auf unsere Absatzregionen konnten wir insbesondere unsere Position in West-/Südeuropa verbessern, dort vor allem im Hauptabsatzmarkt Frankreich. Sortimentsbezogen hat HARTMANN über alle Regionen hinweg vor allem bei Produkten für die moderne Wundbehandlung und bei postoperativen Verbänden zugelegt. Auch die vorkonfektionierten Sets für die Behandlungspflege fanden weiterhin hohen Kundenanklang, ebenso wie unsere Sortimente zur Immobilisation im Rahmen einer funktionellen Therapie. In Osteuropa ergaben sich Zuwächse bei der Etablierung eines von HARTMANN in Kliniken vertriebenen Vakuum-Wundverschluss-Systems.

Inkontinenzmanagement mit stabilem Wachstumstrend

Mit Umsatzerlösen von 564,6 Mio. EUR erwies sich das Segment Inkontinenzmanagement wiederum als das stärkste; der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr lag bei 9,9 %. Der Strukturanteil des Segments lag bei 36,2 %.

Das Umsatzwachstum im Jahr 2009 war maßgeblich vom Auslandsgeschäft getragen. Hier punktete die Region Nordeuropa/Amerika mit einem kräftigen Umsatzplus von 30,5 % im Zuge der Erstkonsolidierung des US-amerikanischen Herstellers Whitestone. In den umsatzstärksten Regionen Zentral- und West-/Südeuropa konnte HARTMANN seine Marktposition mit einem soliden Wachstum verbessern. Mit der Umsatzentwicklung in Deutschland sind wir vor dem Hintergrund des preissensiblen Geschäfts mit gesetzlichen Krankenversicherungen zur häuslichen Versorgung inkontinenter Menschen zufrieden.

Im Jahr 2009 profitierten wir von guten Zuwächsen bei den insbesondere von mobilen Menschen nachgefragten Inkontinenzhosen MoliCare Mobile und den unter den Marken MoliForm und MoliMed angebotenen Einlagen zur Versorgung bei mittlerer und leichter Inkontinenz. Zufrieden sind wir ebenfalls mit der Umsatzentwicklung der anderen diesem Geschäftssegment zugeordneten Sortimente.

Umsatzsprung im Segment Infektionsmanagement

Das Geschäftssegment Infektionsmanagement war im Jahr 2009 mit einer Steigerung um 58,2 % auf 338,6 Mio. EUR erneut Wachstumssieger in der HARTMANN GRUPPE. Betrachtet man hierbei das organische Geschäft mit HARTMANN-Produkten für den OP-Risikoschutz, also unter Abzug akquisitionsbedingter Effekte durch den Erwerb von BODE sowie von Währungseffekten, lag das Umsatzplus bei 14,0 %. Infolge des Erwerbs von BODE erfuhren die deutschen Segmentumsätze ein kräftiges Umsatzplus. Auch in den Auslandsmärkten war das Segmentwachstum deutlich zweistellig.

Auf Regionenebene betrachtet konnte HARTMANN seine Segmentumsätze in Zentraleuropa nahezu verdoppeln. Aber auch in West-/Südeuropa und Osteuropa war die Entwicklung sehr dynamisch.

Bezogen auf die Kundenumsätze in den einzelnen Sortimenten verzeichneten wir neben einem akquisitionsbedingten Umsatzplus bei Desinfektionsmitteln interessante Zuwächse bei HARTMANN-Produkten für den OP-Risikoschutz. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines gestiegenen Hygienebewusstseins im Zusammenhang mit der Neuen Grippe waren 2009 unsere differenzierten Sortimente zum persönlichen Infektionsschutz in Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen besonders nachgefragt. Die unter der Marke Foliodrape angebotenen OP-Komplettsets und OP-Abdecksets fanden ebenfalls gute Kundenakzeptanz; kräftige Zuwächse resultierten aus Zentral- und Osteuropa.

Leichtes Wachstum bei den weiteren Konzernaktivitäten

Bei den weiteren Konzernaktivitäten, denen die endverbrauchernahen Sortimente und Handelsaktivitäten zugeordnet sind, erzielte HARTMANN Umsatzerlöse von 241,9 Mio. EUR. Hinter diesem moderaten Wachstum von 1,3 % steht eine differenzierte Entwicklung bei den diesem Geschäftssegment zugeordneten Tochtergesellschaften.

Die CMC Consumer Medical Care GmbH verbuchte im Berichtsjahr weitgehend stabile Umsätze. Grund hierfür war der Verzicht auf ergebnisbelastendes Geschäft durch margenschwache Umsätze.

Der Kneipp-Gruppe ist es gelungen, ihre Umsatzbasis im In- und Ausland trotz einer konjunkturbedingt gedämpften Gesamtmarktentwicklung weiter zu verbessern. Hierzu beigetragen haben eine bei Handel und Endverbrauchern erfolgreiche Markenstrategie, eine hohe Innovationsquote sowie eine konsequente Internationalisierung des Geschäfts.

Die auf dem deutschen Markt agierende NOGE-Gruppe mit den Unternehmen Sanimed und MEDICUS konnte ihre Marktposition als medizinischer Fachhändler und Leistungserbringer im Home Care-Markt trotz eines schwierigen Marktumfelds stabilisieren.

Zweistelliges Wachstum im In- und Ausland

Im Geschäftsjahr 2009 verzeichnete die HARTMANN GRUPPE sowohl im Heimatmarkt Deutschland als auch in den ausländischen Absatzmärkten ein zweistelliges Umsatzplus. Während die Umsatzerlöse in Deutschland um 17,4 % auf 548,7 Mio. EUR zunahmen, stiegen sie im Ausland um 11,2 % auf 1.011,8 Mio. EUR. Damit reduzierte sich der Auslandsanteil am Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozentpunkte auf 64,8 %. In den Auslandsmärkten Europas nahmen die Kundenumsätze um 8,4 % auf 862,3 Mio. EUR zu.

Deutschlandgeschäft profitierte von Infektionsprophylaxe

Das dynamische Wachstum im Hauptabsatzmarkt Deutschland war geprägt von der erfolgreichen Integration des Geschäfts mit Desinfektionsmitteln von BODE in unsere Konzernstruktur. In diesem Zusammenhang stellte der Erhalt der Lieferfähigkeit aufgrund der erhöhten Nachfrage wegen der Neuen Grippe eine zusätzliche Herausforderung dar. Auch unsere Umsätze bei absorbierenden Inkontinenzprodukten, OP-Einwegbedarf und modernen Wundauflagen entwickelten sich erfreulich. An der Vergabe von Verträgen der gesetzlichen Krankenversicherungen zur häuslichen Versorgung inkontinenter Menschen konnte HARTMANN im Geschäftsjahr 2009 erfolgreich partizipieren und überzeugte durch hohe Produktqualität sowie eine zuverlässige Patientenbetreuung und -belieferung.

Wachstumskurs in Europa erfolgreich fortgesetzt

In Europa nahmen die Umsatzerlöse um 11,7 % auf 1.410,9 Mio. EUR zu. In der Region Zentraleuropa verzeichneten wir neben dem starken Umsatzplus in Deutschland ebenfalls erfreuliche Zuwächse in der Schweiz, hier insbesondere in den Segmenten Inkontinenz- und Infektionsmanagement. In unserer österreichischen Tochtergesellschaft haben wir die Vertriebsstruktur zukunftsorientiert aufgestellt.

In der Region West-/Südeuropa stiegen die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr um 8,7 % auf 497,4 Mio. EUR. In Frankreich, unserem bedeutendsten Markt in der Region, verzeichneten wir ein solides Wachstum in den drei medizinischen Geschäftssegmenten. Bei den unter der Marke MediSet angebotenen Behandlungssets für die ambulante Patientenversorgung konnten wir unsere führende Marktposition festigen. MoliCare und MoliCare Mobile fanden in Pflegeeinrichtungen hohe Kundenakzeptanz. Spanien war im Jahr 2009 stark von der Neuen Grippe betroffen. Entsprechend war das Umsatzplus getragen von Zuwächsen bei Produkten für den persönlichen Gesundheitsschutz und Desinfektionsmitteln. Das Geschäft unserer Tochtergesellschaften in Belgien, Portugal und Griechenland entwickelte sich ebenfalls positiv.

In Osteuropa war das organische Wachstum durch Währungseffekte in Russland, Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien negativ beeinflusst. Unter Berücksichtigung dieser Währungseffekte nahmen die Umsatzerlöse im Jahr 2009 dennoch um 5,2 % auf 180,9 Mio. EUR zu. Bezogen auf die Geschäftssegmente verzeichnete Infektionsmanagement im Zuge der Umstellung von Mehrweg- auf Einweglösungen für den OP das stärkste Umsatzwachstum. Erneut ist es uns gelungen, unsere Position in Russland mit erfreulichen Zuwachsraten zu verbessern. Unsere Tochtergesellschaft in Tschechien, die größte Gesellschaft in der Region, profitierte vom Absatzplus bei Systemangeboten für den OP-Risikoschutz. Die Umsätze in Polen und Ungarn waren in den Landeswährungen positiv. Die Entwicklung in der Slowakei und in Rumänien war erfreulich.

Auch in Nordeuropa ergaben sich 2009 ungünstige Währungsrelationen, sodass die Kundenumsätze lediglich um 1,5 % auf 58,8 Mio. EUR gesteigert werden konnten. Während wir in Großbritannien bei absorbierenden Inkontinenzprodukten Zuwächse erzielen konnten, gestaltete sich das Geschäft in Skandinavien schwierig.

Marktposition in den USA ausgebaut

In den Absatzregionen außerhalb Europas erzielte HARTMANN Umsatzerlöse in Höhe von 149,6 Mio. EUR; dies entspricht einem Plus von 31,0 % gegenüber dem Vorjahr. Maßgeblichen Anteil an dieser dynamischen Entwicklung hatte das im November 2008 akquirierte Unternehmen Whitestone/USA. Dadurch hat sich unsere Umsatzbasis auf dem amerikanischen Kontinent auf 65,6 Mio. EUR gesteigert; dies entspricht einem Plus von 75,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Mit einem Umsatzzuwachs von 9,5 % auf 83,9 Mio. EUR hat HARTMANN seine Position auch in der Region Afrika, Asien, Ozeanien 2009 weiter verbessert. Während die Umsätze im Hauptabsatzmarkt Australien moderat zunahmen, ist es unserer südafrikanischen Tochtergesellschaft gelungen, ihre Marktposition mit zweistelligem Wachstum weiter zu festigen.

Operatives EBIT kräftig gestiegen

Im Jahr 2009 ist es uns gelungen, die Profitabilität der HARTMANN GRUPPE weiter zu verbessern. Mit einem operativen EBIT von 97,0 Mio. EUR haben wir das Vorjahresergebnis um 38,1 % übertroffen und eine EBIT-Marge von 6,2 % erzielt. Die Ergebnisverbesserung war sowohl vom organischen als auch vom anorganischen Wachstum getragen. BODE und Whitestone, die beiden wesentlichen Akquisitionen des Jahres 2008, haben bereits in ihrem ersten Jahr der Konzernzugehörigkeit einen positiven Ergebnisbeitrag geleistet.

Maßgeblich zur Steigerung unserer Ertragskraft trugen verschiedene Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Rahmen unseres Programms HARTMANN 2011 bei. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Konjunktur haben sich zudem die in den Vorjahren deutlich gestiegenen Rohstoffpreise im Jahresdurchschnitt etwas reduziert, sodass sich hieraus eine Kostenentlastung ergab. Der niedrigere Rohölpreis sorgte darüber hinaus bei den Fracht- und Energiekosten für eine Entspannung.

Das Finanzergebnis belief sich 2009 auf –10,2 Mio. EUR gegenüber –7,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere durchschnittliche Verschuldung hat das Finanzergebnis belastet, während das insgesamt rückläufige Zinsniveau entlastend wirkte.

Nach dem durch Sondereffekte beeinflussten Vorjahr ist die Steuerquote 2009 auf 31,6 % zurückgegangen. Die operative Steuerquote ohne Sondereffekte reduzierte sich im Vorjahresvergleich von 32,9 % um 1,4 Prozentpunkte auf 31,5 %.

Das operative Konzernergebnis stieg um 40,9 % auf 59,1 Mio. EUR. Dies entspricht einer Verbesserung um 17,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr und führte zu einer Umsatzrendite von 3,8 % gegenüber 3,0 % im Vorjahr.

Sondereffekte wirkten sich im Saldo kaum auf das Konzernergebnis aus

Nach dem von starken Sondereffekten beeinflussten Vorjahresergebnis kam es 2009 im Saldo zu keinen nennenswerten Auswirkungen auf das Konzernergebnis. Wesentliche Effekte im Berichtsjahr betrafen Restrukturierungsmaßnahmen sowie Erträge aus der Veräußerung von Immobilien. Darüber hinaus führen wir die Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen, die wir aus der so genannten Kaufpreisallokation nach IFRS 3 aus den Akquisitionen des Vorjahres vornehmen müssen, unter den Sondereffekten. Insgesamt ergab sich ein negativer Ergebnisbeitrag von 0,5 Mio. EUR nach einer entsprechenden Belastung von 16,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Konzernergebnis inklusive Sondereffekten belief sich auf 58,6 Mio. EUR. Dies ist ein Anstieg um 32,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Das entsprechende Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) betrug 96,3 Mio. EUR, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 44,7 Mio. EUR bedeutet. Damit erzielte die HARTMANN GRUPPE eine EBIT-Marge von 6,2 % gegenüber 3,7 % im Vorjahr; die Umsatzrendite verbesserte sich von 1,9 auf 3,8 %.

Überleitung vom operativen Konzernergebnis auf das Konzernergebnis

in Mio. EUR

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2009 2008
Operatives Konzernergebnis 59,1 42,0
Sondereffekte nach Positionen der Gewinn-
und Verlustrechnung:
Sonstige betriebliche Erträge 6,7 3,6
Materialaufwand/Bestandsveränderung –2,5 –0,4
Personalaufwand –0,8 –0,7
Abschreibungen auf Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte –3,0 –7,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –1,1 –13,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 2,3
Konzernergebnis 58,6 25,7
Summe Sondereffekte –0,5 –16,3

Ergebnisentwicklung vom Inkontinenz- und Infektionsmanagement getragen

Im Segment Wundmanagement ging das operative EBIT im Berichtsjahr um 6,0 % auf 45,8 Mio. EUR zurück. Das moderate Umsatzwachstum führte bei gleichzeitig gestiegenen Aufwendungen für die Entwicklung und den Vertrieb zu einer Ergebnisbelastung. Auch wirkten sich Wechselkurseffekte negativ auf die Ertragslage des Segments aus.

Das Ergebnis im Segment Inkontinenzmanagement lag mit 45,0 Mio. EUR um 23,4 Mio. EUR über dem Vorjahr. Nachdem sich 2008 ungünstige Rahmenbedingungen ergebnisbelastend ausgewirkt hatten, war die Situation an den Rohstoffmärkten 2009 zumindest vorübergehend günstiger. Auch der optimierte Produktmix und Produktivitätsverbesserungen in allen Bereichen des Unternehmens im Rahmen des Programms HARTMANN 2011 wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Zusätzlich schlug sich die Akquisition von Whitestone in den USA bereits im ersten Jahr positiv im Segmentergebnis nieder.

Mit einem Ergebnis von 17,2 Mio. EUR erzielte das im Produktportfolio erweiterte Segment Infektionsmanagement einen Ergebnissprung von 11,0 Mio. EUR. Hierzu trug BODE im ersten Jahr der Konzernzugehörigkeit maßgeblich bei. Insgesamt konnte HARTMANN in diesem Segment vom gestiegenen Hygienebewusstsein profitieren. Das Segment Weitere Konzernaktivitäten wies 2009 einen Verlust von 11,0 Mio. EUR aus. Die weiterhin schwierige Situation bei Watteprodukten sowie im konsumnahen Medicalbereich wirkte sich belastend aus. Wertberichtigungen und Rückstellungen bei unseren Handelsaktivitäten führten darüber hinaus zu einer im Vorjahresvergleich negativen Ergebnisentwicklung.

Finanzlage

Während die Verschuldung 2008 akquisitionsbedingt auf einem höheren Niveau lag, ist es uns im Berichtsjahr gelungen, diese wieder signifikant zurückzuführen. Dazu haben neben der positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung Strukturverbesserungen im Working Capital beigetragen. Damit verfügt die HARTMANN GRUPPE über eine günstige finanzielle Basis für weiteres organisches und anorganisches Wachstum.

Free-Cash-Flow auf Rekordniveau

Die Cash-Flow-Entwicklung war durch die Ertragslage im Geschäftsjahr positiv geprägt. Mit 123,2 Mio. EUR lag der Cash-Flow um 26,8 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Mit einem Rückgang von 8,1 Mio. EUR war die Entwicklung des Working Capitals 2009 günstiger als im Vorjahr. Insbesondere im Vorratsmanagement erzielten wir Fortschritte, die sich mit einem Rückgang der Vorräte um 18,8 Mio. EUR in der Cash-Flow-Rechnung positiv niederschlugen. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 17,0 Mio. EUR resultierte weit gehend aus dem organischen Umsatzplus. Damit ergab sich ein operativer Cash-Flow in Höhe von 131,3 Mio. EUR. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 71,5 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2009 auf 33,2 Mio. EUR. Hierin waren neben den Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen sowie immateriellen Werten in Höhe von 47,1 Mio. EUR Einzahlungen aus Desinvestitionen in Höhe von 17,4 Mio. EUR enthalten. Zwei strategisch nicht bedeutsame Immobilien in Deutschland wurden veräußert. Im Berichtsjahr kam es zu keinen nennenswerten Auszahlungen für Akquisitionen. Im ersten Quartal 2009 erhöhten wir unseren Anteil an der börsennotierten IVF HARTMANN AG in der Schweiz um 6,3 % auf 66,3 %.

Der Free-Cash-Flow stieg aufgrund dieser Entwicklung auf 98,1 Mio. EUR, nachdem er im Vorjahr infolge der Akquisitionen noch mit 61,7 Mio. EUR negativ war. Nach den Auszahlungen für Zinsen und der Dividende haben wir den verbleibenden Betrag für die Reduzierung der Verschuldung genutzt. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Jahresende bei 37,6 Mio. EUR gegenüber 46,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Signifikanter Abbau der Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung der HARTMANN GRUPPE betrug zum Ende des Geschäftsjahrs 140,0 Mio. EUR. Nach dem akquisitionsbedingten Anstieg im Vorjahr konnten wir die Nettoverschuldung im Berichtsjahr wieder um 70,5 Mio. EUR abbauen.

Mit unseren Bankpartnern stehen wir in ständigem Kontakt. Aufgrund der soliden Finanzierungsstruktur und der positiven Cash-Flow-Entwicklung war HARTMANN von den Auswirkungen der Finanzkrise an den Kreditmärkten kaum betroffen. Vielmehr stellen wir fest, dass HARTMANN aufgrund dieser Situation ein bevorzugter Partner für die Banken ist und bleibt. Unsere mittelfristig ausgerichtete syndizierte Kreditlinie gibt uns bis 2013 einen stabilen Finanzierungsrahmen. Durch die Rückführung der Verschuldung im Berichtsjahr in Verbindung mit der Steigerung der Ertragskraft sehen wir die HARTMANN GRUPPE für anstehende Investitionen wie auch für weitere Akquisitionen finanziell gut gerüstet.

Investitionen verstärkt in Sachanlagevermögen getätigt

Das Investitionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2009 bei 48,0 Mio. EUR und damit um 35,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Auf vergleichbarer Basis, also ohne den akquisitionsbedingten Zugang des Goodwills im Vorjahr, erhöhten sich die Investitionen in das Anlagevermögen um 3,9 Mio. EUR. Schwerpunkte bildeten Investitionen in Anlagen und Maschinen sowie diesbezügliche Anzahlungen. Bei den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte handelte es sich überwiegend um Software-Anschaffungen.

Unsere Investitionen haben wir sowohl in Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung als auch zur gezielten Kapazitätserweiterung getätigt. Regionale Investitionsschwerpunkte waren wie im Vorjahr unsere Betriebe in Frankreich und Deutschland.

Bezogen auf die Geschäftssegmente lagen die Investitionsschwerpunkte mit 19,9 Mio. EUR im Segment Inkontinenzmanagement und mit 16,6 Mio. EUR im Segment Wundmanagement. Im Segment Inkontinenzmanagement fielen hierunter in erster Linie Investitionen in neue Fertigungstechnologien und Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung an unseren deutschen und französischen Produktionsstandorten. Außerdem schlugen sich hier Investitionen in den Bereichen Logistik und Verwaltung nieder. Im Segment Wundmanagement haben wir bei unserer Tochtergesellschaft Karl Otto Braun in neue Fertigungstechnologien investiert. In Spanien nahmen wir Investitionen in neue Maschinen zur Erhöhung der Fertigungstiefe vor.

Die Investitionen im Segment Infektionsmanagement lagen bei 4,8 Mio. EUR. Hierzu zählten Investitionen zur Erweiterung der Produktionskapazitäten bei BODE infolge der deutlichen Nachfragesteigerung nach Desinfektionsmitteln sowie Ersatzinvestitionen in unsere tschechische Fertigung für OP-Einwegprodukte.

Im Segment Weitere Konzernaktivitäten betrug das Investitionsvolumen 6,6 Mio. EUR. Bei der Sanimed haben wir Investitionen in Reha- und Medizintechnik getätigt; bei Kneipp haben wir Investitionen zur Produktivitätssteigerung sowie für eine Software-Umstellung vorgenommen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der HARTMANN GRUPPE hat sich im Jahr 2009 um 2,5 % auf 1.016 Mio. EUR reduziert. Dabei ist das langfristige Vermögen nahezu unverändert geblieben, das kurzfristige Vermögen nahm um 3,2 % zu. Die Eigenkapitalquote lag zum Jahresende 2009 bei 49,3 % und damit 5,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Bilanzsumme leicht zurückgegangen

Die Bilanzsumme der HARTMANN GRUPPE lag zum 31. Dezember 2009 bei 1.016,2 Mio. EUR und damit um 26,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Dabei konnten insbesondere im Bereich des Working Capitals Fortschritte erzielt werden. Strukturelle Veränderungen ergaben sich aufgrund des geänderten Ausweises verschiedener Vermögens- und Schuldenpositionen, die im Vorjahr gemäß IFRS 5 als „Zur Veräußerung bestimmt“ ausgewiesen wurden. Nachdem wir die Veräußerungsabsicht für die CMC Consumer Medical Care GmbH im Jahresverlauf aufgegeben haben, sind im Geschäftsjahr 2009 Teile aus dieser Position wieder in den korrespondierenden Bilanzpositionen des lang- und kurzfristigen Vermögens ausgewiesen.

Langfristiges Vermögen weit gehend auf Vorjahresniveau

Das langfristige Vermögen ist um 4,7 Mio. EUR auf 439,7 Mio. EUR zum Jahresende 2009 zurückgegangen. Das Sachanlagevermögen lag mit 307,6 Mio. EUR um 1,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Nach den akquisitionsbedingten strukturellen Veränderungen im Vorjahr kam es 2009 zu Veränderungen in den einzelnen Positionen, die aus planmäßigen Investitionen und Abschreibungen resultierten. Dabei beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 42,5 Mio. EUR. Dem standen planmäßige Abschreibungen und saldierte Wertminderungen und Wertaufholungen in nahezu gleicher Höhe gegenüber.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen betrugen die Investitionen 5,5 Mio. EUR. Hier kam es 2009 zu Abschreibungen und Wertminderungen von insgesamt 7,6 Mio. EUR. Dabei sind die Abschreibungen insbesondere aufgrund der Zugänge an immateriellen Werten aus den Akquisitionen des Jahres 2008 gestiegen. Der ausgewiesene Goodwill ist im Wesentlichen unverändert geblieben.

Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 43,3 % gestiegen.

Kurzfristiges Vermögen moderat gestiegen

Zum 31. Dezember 2009 betrug das kurzfristige Vermögen 573,4 Mio. EUR. Dies ist ein Anstieg um 17,5 Mio. EUR oder 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil an der Bilanzsumme lag bei 56,4 % gegenüber 53,3 % im Vorjahr. Die Vorräte sind gegenüber 2008 um 6,3 Mio. EUR auf 248,4 Mio. EUR zurückgegangen. Die Vorratsreichweite konnte reduziert werden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtsjahr um 11,7 % auf 253,2 Mio. EUR gestiegen. Rund die Hälfte dieser Zunahme ist auf die Umgliederung von zuvor unter „Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“ ausgewiesenen Forderungen zurückzuführen. Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnte reduziert werden. Der Bestand an Zahlungsmitteln ist im Konzern zum Bilanzstichtag um 9,1 Mio. EUR auf 37,6 Mio. EUR zurückgegangen.

Aufgabe der Veräußerungsabsicht der CMC Consumer Medical Care GmbH

Im Geschäftsjahr 2008 sind Vermögenswerte von insgesamt 42,4 Mio. EUR als „Zur Veräußerung bestimmt“ ausgewiesen worden. Dies betraf vor allem die im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung der CMC Consumer Medical Care GmbH stehenden Vermögenswerte. Nachdem wir die Veräußerungsabsicht 2009 aufgegeben haben, sind die entsprechenden Vermögenswerte wieder in die ursprünglichen Bilanzposten umgegliedert worden, insbesondere in Vorräte sowie in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die im Geschäftsjahr 2009 als „Zur Veräußerung bestimmt“ verbleibenden Positionen beziehen sich auf verschiedene Immobilien.

Rückführung von Finanzverbindlichkeiten

Die langfristigen Schulden konnten 2009 um 66,2 Mio. EUR auf 251,6 Mio. EUR reduziert werden. Der Anteil der langfristigen Schulden an der Bilanzsumme ist dadurch um 5,7 Prozentpunkte auf 24,8 % zurückgegangen. Damit konnten wir die akquisitionsbedingte Zunahme der Verschuldung im Jahr 2008 bereits wieder signifikant reduzieren. Die Rückführung wurde insbesondere im Rahmen der flexiblen Strukturierung des 2007 mit unseren Hausbanken abgeschlossenen syndizierten Kreditvertrags vorgenommen. Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen haben sich um 3,4 Mio. EUR auf 63,3 Mio. EUR erhöht.

Die kurzfristigen Schulden sind um 4,4 Mio. EUR auf 263,3 Mio. EUR gestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 25,9 %. Während die kurzfristigen finanziellen Schulden um 8,7 Mio. EUR auf 54,2 Mio. EUR abgebaut wurden, sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten um 8,1 Mio. EUR auf 166,2 Mio. EUR gestiegen. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat sich stichtagsbezogen leicht reduziert. Die Verbindlichkeiten für Ertragsteuern sind um 4,5 Mio. EUR auf 26,9 Mio. EUR gestiegen. Die Zunahme resultierte in erster Linie aus der verbesserten Ertragslage der Konzernunternehmen.

Eigenkapitalquote liegt wieder bei fast 50 %

Durch das höhere Konzernergebnis einerseits und die leicht rückläufige Bilanzsumme andererseits erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 43,9 % im Jahr 2008 auf jetzt 49,3 %. Dabei stieg das Eigenkapital inklusive Minderheitsanteilen auf 501,4 Mio. EUR; dies ist ein Plus von 43,3 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember 2008. Damit erzielte die HARTMANN GRUPPE eine Eigenkapitalrendite von 11,7 % im Vergleich zu 5,6 % im Vorjahr.

Mitarbeiter

Der Personalstand war trotz des dynamischen Wachstums im Jahr 2009 leicht rückläufig. HARTMANN sichert seine Zukunft durch gezielte Fortbildungsmaßnahmen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie durch Investitionen in den Nachwuchs. Dies geschieht sowohl extern im Rahmen von Personalmarketingmaßnahmen als auch intern durch die Weiterentwicklung von Mitarbeitern, zum Beispiel im Rahmen des Talent-Management-Programms. Die Integration der Unternehmen Whitestone und BODE in den Konzern kommt zügig voran.

Zahl der Beschäftigten leicht zurückgegangen

Im Jahr 2009 ging die Zahl der Beschäftigten in der HARTMANN GRUPPE leicht zurück. Sie lag mit 9.515 um 67 Personen unter dem Stand des Vorjahresendes; das entspricht einem Rückgang von 0,7 %. In Deutschland arbeiteten zum Jahresende 2009 3.770 Beschäftigte, an den ausländischen Standorten waren es 5.745. Dies entspricht einem Verhältnis von 39,6 % zu 60,4 %. In unseren europäischen Tochtergesellschaften außerhalb Deutschlands nahm die Belegschaft um 178 auf 3.827 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab.

In Deutschland sorgte die gute Auftragslage vor allem in der PAUL HARTMANN AG, aber auch bei BODE für einen leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl. Auch im Handelsgeschäft der NOGE-Gruppe erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter. In der KOB-Gruppe ist am Produktionsstandort Coimbatore/Indien die Mitarbeiterzahl auftragsbedingt weiter gestiegen. Zu einer weiteren Reduzierung der Belegschaft im Produktionsbereich kam es bei unserer Tochtergesellschaft in Tschechien.

Verstärktes Engagement in der Ausbildung

HARTMANN investiert intensiv in die berufliche und akademische Ausbildung junger Menschen. Für Schulabgänger stellen wir neben so genannten Schnupperpraktika vor allem ein breites Angebot an kaufmännischen und technischen Ausbildungsplätzen bereit. Abiturienten bieten wir Studienplätze im Rahmen der dualen Hochschulausbildung an. Im Berichtsjahr haben 202 Personen eine berufliche Erstausbildung oder ein duales Hochschulstudium bei HARTMANN abgeschlossen, davon 171 in Deutschland.

Aktive Ansprache des akademischen Nachwuchses

Für Studierende stellt HARTMANN Praktika und praxisrelevante Themen für Studienabschlussarbeiten zur Verfügung. Im Bereich des akademischen Nachwuchses haben im Berichtsjahr so 287 Studierende die HARTMANN GRUPPE näher kennen gelernt.

An Hochschulen betreiben wir darüber hinaus ein intensives Personalmarketing. HARTMANN ist auf Hochschulmessen vertreten und nutzt somit einen bewährten Weg, um das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber bei Studierenden aller Fachrichtungen bekannt zu machen. Dass dies gelingt, zeigt zum Beispiel das Ranking von HARTMANN auf Platz 3. bei der Wahl zu „Studis Liebling“ auf der Firmenkontaktmesse Bonding in München im Januar 2009. Auch der im Dezember 2009 in Heidenheim ausgerichtete 2. Inhouse Career Day zog etwa 120 Studierende zu HARTMANN.

Dass HARTMANN als Arbeitgeber nicht nur bekannt ist, sondern auch gut ankommt, belegt die Zahl der Bewerbungen nicht nur von Nachwuchskräften. Im Berichtsjahr sind etwa 7.000 Bewerbungen in Deutschland eingegangen, darunter ein hoher und im Vergleich zum Vorjahr gestiegener Anteil an Initiativbewerbungen.

Die Mitarbeiter fit machen für die Zukunft

HARTMANN konzentriert sich gezielt auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Diese zu motivieren, weiterzuentwickeln und im Unternehmen zu halten, ist einer unserer wichtigsten Erfolgsfaktoren für die künftige Entwicklung des Unternehmens. Dazu haben wir die entsprechenden Personalinstrumente zur Mitarbeiterführung und -entwicklung geschaffen und verfeinern diese laufend. Im Rahmen des Kompetenzmanagements werden bei außertariflichen Angestellten mindestens einmal im Jahr Gespräche zwischen Führungskraft und Mitarbeiter durchgeführt. Dabei werden die unterschiedlichen Felder wie fachliche, methodische und Führungskompetenzen sowohl von der Führungskraft als auch vom Mitarbeiter selbst bewertet. Anschließend wird der persönliche Entwicklungsplan für das kommende Jahr für den Mitarbeiter vereinbart. Zudem erhält der Mitarbeiter die Möglichkeit, der Führungskraft Rückmeldung über ihr Führungsverhalten zu geben.

Darüber hinaus hat die PAUL HARTMANN AG bereits vor zwei Jahren das Programm „Talent Management“ eingeführt. Ziel dieses Programms ist es, in allen Funktionsbereichen des Unternehmens Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu identifizieren, die Potenzial für eine weiter führende Aufgabe in ihrem Bereich oder in einer anderen Position im Unternehmen haben. Für diejenigen Personen, die nach einem detaillierten Auswahlprozess in das Programm aufgenommen werden, werden dann individuell zusammengestellte mittelfristige Entwicklungspläne erarbeitet. Das Programm hat sich als großer Erfolg erwiesen: Über die Hälfte der Absolventen dieses Programms hat bereits den nächsten Karriereschritt hin zu einer Führungsfunktion oder einer erweiterten Spezialistenfunktion gemacht.

Gelungene Integration von BODE und Whitestone

Die Integration der akquirierten Gesellschaften Whitestone/USA und BODE/Deutschland in die HARTMANN GRUPPE kommt zügig voran. Im Rahmen des Integrationsprozesses fanden verschiedene Konferenzen und Workshops zu fachlichen Themen zusammen mit Whitestone und BODE statt, in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Ebenen eingebunden waren. Ein weiteres wichtiges Ziel dieser Veranstaltungen war die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses der Werte, die die kooperative Unternehmenskultur der HARTMANN GRUPPE ausmachen. Die Integration war unter anderem im Vertriebsbereich zum Jahresende 2009 weitestgehend abgeschlossen. Das ermöglicht uns, gemeinsam und einheitlich bei unseren Kunden aufzutreten und ihnen das gesamte Spektrum unserer Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand anzubieten. Durch die gewonnene Kompetenz bei Integrationsprozessen sehen wir uns in der Lage, auch künftige Akquisitionen erfolgreich zu bewältigen.

Alternsgerechte Arbeitsplätze für die Zukunft schaffen

Seit 2007 befasst sich HARTMANN im Rahmen eines Demographie-Projekts mit der Frage der alternsgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen. Am Standort Brück wurden in diesem Zusammenhang Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb und im Logistikzentrum befragt und ihre Arbeitsplätze unter ergonomischen und arbeitsmedizinischen Gesichtspunkten analysiert. Ziel der Untersuchung war es, einseitige Belastungen zu minimieren und Arbeitsplätze auch inhaltlich so zu gestalten, dass sie den Anforderungen einer alternden Belegschaft Rechnung tragen. Aufgrund der Ergebnisse haben wir das Schichtmodell verändert und eine Reihe technischer Maßnahmen identifiziert, deren Umsetzungsmöglichkeiten wir zurzeit prüfen.

Erfolgsprämie für tarifliche Mitarbeiter

Der Vorstand hat für alle Tarifmitarbeiter der PAUL HARTMANN AG Ende 2009 ein System der Erfolgsprämie beschlossen, das sich am Unternehmensergebnis orientiert. Diese Prämie ist eine freiwillige, übertarifliche Leistung. Sie wird jährlich ausbezahlt, wenn die HARTMANN GRUPPE ihr geplantes Ergebnisziel übertroffen hat. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung wurde am 18. Dezember 2009 unterzeichnet.

Vorstand dankt allen Beschäftigten

Der Erfolg von HARTMANN ist nur möglich dank des engagierten Einsatzes unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gemeinsam und über Ländergrenzen hinweg haben sie im Jahr 2009 dieses hervorragende Ergebnis erarbeitet. Der Vorstand dankt allen Beschäftigten sowie den Belegschaftsvertretern für das Engagement und die geleistete Arbeit.

Forschung und Entwicklung

Im Berichtsjahr haben wir erneut Studien in den Bereichen Wundheilung und Hautschutz durchgeführt, mit denen die Effizienz und Praxistauglichkeit unserer Produkte nachgewiesen werden konnte. Wichtige Entwicklungsprojekte in unseren medizinischen Kernsortimenten beschäftigten sich mit neuen wirtschaftlichen Lösungen, die dem Ziel einer adäquaten Patientenversorgung trotz finanzieller Restriktionen in den Gesundheitssystemen Rechnung tragen. Mit der Integration von BODE bündelt die HARTMANN GRUPPE in einer einzigartigen Kombination Entwicklungskompetenzen in Sachen Hygiene und Infektionsmanagement. Insbesondere im Bereich der Händedesinfektion konnte BODE durch wissenschaftliche Aktivitäten den Standard gemäß neuester Erkenntnisse anheben und Akademiker wie Praktiker überzeugen.

Enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Praxis

Im Jahr 2009 haben wir unser internationales Kompetenznetzwerk weiter ausgebaut, um mithilfe klinischer Studien wichtige Erkenntnisse für unsere Produkte und Entwicklungsprojekte in den medizinischen Kernsortimenten zu gewinnen. Das am Standort Heidenheim angesiedelte Medizinische Kompetenzzentrum pflegte intensive Kontakte zu Meinungsbildnern in Wissenschaft und Praxis. In diesem Zusammenhang haben wir in unseren Kernabsatzmärkten eine Reihe aufschlussreicher Studien durchgeführt.

Einen Schwerpunkt der Aktivitäten bildeten Untersuchungen hinsichtlich eines adäquaten Hautschutzes bei älteren inkontinenten Menschen. Die veränderten physiologischen Eigenschaften der Haut und die damit einhergehende deutlich eingeschränkte Regenerationsfähigkeit erfordern eine angepasste Pflege. In Studien konnte HARTMANN aufzeigen, dass unsere MoliCare Inkontinenzslips und MoliForm Inkontinenzvorlagen nicht nur den natürlichen pH-Wert der Haut stabilisieren, sondern sogar dazu beitragen, den bei geschädigter Haut häufig veränderten pH-Wert wieder in den physiologisch normalen, leicht sauren Bereich zu verschieben. An diesem Beispiel lässt sich belegen, dass unsere Produkte die Barrierefunktion der Haut stärken und für eine sehr gute Hautverträglichkeit sorgen.

Die wissenschaftliche Begleitung des Markteinführungsprozesses neuer Wundauflagen mit klinischen Studien gehörte auch 2009 zu unserem ständigen Arbeitsprogramm. Zu bereits erfolgreich am Markt etablierten Produkten haben wir darüber hinaus vertiefende Studien durchgeführt, teilweise in Form vergleichender Untersuchungen. Wie in den Vorjahren hat es sich bewährt, dabei eng mit den HARTMANN-Tochtergesellschaften zusammenzuarbeiten. Die Ergebnisse dieser Studien liefern uns wichtige Erkenntnisse zur Akzeptanz unserer Wundauflagen bei unseren Kunden in den jeweiligen nationalen Gesundheitsmärkten. Die Vorstellung wichtiger Ergebnisse in Fachzeitschriften und auf Tagungen trägt dazu bei, unsere medizinische Kompetenz auf internationaler Ebene darzustellen.

Angebot an Wundauflagen kundenorientiert weiterentwickelt

Zu den Kernkompetenzen von HARTMANN zählt traditionell die Entwicklung therapeutisch effizienter und praxistauglicher Produkte für die phasengerechte Wundbehandlung. Im Berichtsjahr haben wir unseren Ansatz intensiviert, Entscheider und Anwender in alle Phasen der Entwicklung einzubeziehen und durch innovative Materialkombinationen zu Produkten mit neuen Therapieoptionen zu kommen. Zur Marktreife entwickelt wurde beispielsweise eine Wundauflage zur Behandlung schwach nässender Wunden.

Im Bereich der postoperativen Verbände hat HARTMANN seine erfolgreich unter der Marke Cosmopor angebotene Produktreihe mit gezielten Neuentwicklungen ergänzt. Im Fokus stand die Optimierung der Saugkraft sowie die Verbesserung der atraumatischen, also beim Verbandwechsel keine Schmerzen verursachenden, und antibakteriellen Eigenschaften des Wundkissens. Auch bei der Weiterentwicklung praxisgerechter Verbände zur Kanülenfixierung hat HARTMANN konsequent Kundenwünsche hinsichtlich einfacher Inspektion der Einstichstelle sowie sicherer Fixierung der Kanüle in neue Produktideen umgesetzt. Piktogramme auf den Applikationsfolien ermöglichen eine einfache und sichere Anwendung der neuen Produktgeneration.

Ein übergreifendes Entwicklungsprojekt befasste sich mit der sukzessiven Umstellung latexhaltiger Produkte und Verpackungsmaterialien auf latexfreie Lösungen. In diesem Zusammenhang führte HARTMANN eine latexfreie Aufmachung für die seit langem im Markt etablierte kohäsive, elastische Fixierbinde Pehahaft ein.

Die neue MoliCare Mobile war Entwicklungsfokus bei Inkontinenzprodukten

Der Schwerpunkt unserer Produktentwicklung lag auf der Verbesserung der HARTMANN-Inkontinenzhilfsmittel hinsichtlich Atmungsaktivität, Saugfähigkeit und Tragekomfort. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die Neukonzeption unserer international erfolgreichen Inkontinenzhose MoliCare Mobile umgesetzt. Umfangreiche Anwenderbefragungen und -tests lieferten wichtige Erkenntnisse, wie sich unsere Kunden ein verbessertes Produkt vorstellen. Die inzwischen erfolgreich im Markt platzierte Produktgeneration wurde in wesentlichen Eigenschaften optimiert: Ein veränderter Schnitt mit verbesserter Passform, verbunden mit einer Überarbeitung der elastischen Bündchen an Bund und Beinen sowie einem körpergerecht geformten Saugkörper sorgt für mehr Tragekomfort und eine höhere Produktsicherheit. MoliCare Mobile verfügt nun ebenfalls über den bei anderen Produktsystemen bewährten Nässeindikator. Das Produkt fühlt sich dank eines neuen Vliesmaterials insgesamt weicher und sehr wäscheähnlich an.

Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2009 die Premium-Variante der in der institutionellen Pflege beliebten anatomisch geformten Inkontinenzvorlage MoliForm in den Produkteigenschaften verbessert. Durch den Einsatz einer neuen textilartigen Vlieshülle konnten die Produkthaptik und der Tragekomfort wesentlich verbessert werden.

Neuentwicklungen für differenzierten OP-Risikoschutz

Im ersten Halbjahr 2009 haben wir die Entwicklungs-arbeiten für eine neue Generation von OP-Abdeckungen erfolgreich abgeschlossen. Das neue Materialkonzept beinhaltet einen innovativen Vlies-Folien-Verbund mit besonders saugfähigen Verstärkungszonen. Es wurde inzwischen unter der Marke Foliodrape Protect Plus erfolgreich international eingeführt. Die verwendeten Materialien haben einen textilen Charakter, sind leicht drapierbar und verfügen über sehr gute Klebeeigenschaften.

Wichtiger Meilenstein unserer Entwicklungsarbeit im Bereich OP-Risikoschutz war die Angebotserweiterung um hochwertige chirurgische Einweginstrumente. Das inzwischen unter der Marke Pehainstrument international eingeführte, umfangreiche Sortiment besteht aus sterilen chirurgischen Scheren, Pinzetten, Klemmen, Nadelhaltern und Ergänzungsprodukten, die in Zusammenarbeit mit fachkundigen Spezialisten entwickelt wurden.

Im Bereich OP-Bekleidung haben wir innovative Produktideen auf technologische Machbarkeit untersucht und in Konzepttests mit Kunden auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Die nun zur Marktreife weiterentwickelten Produkte weisen wesentliche Verbesserungen im Hinblick auf Tragekomfort und Handling auf.

Ein weiterer Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit lag auf der Definition eines latexfreien Untersuchungshandschuhs auf Nitrilbasis, der hohe Materialelastizität mit mechanischer Beständigkeit zum Schutz gegen Chemikalien vereint. Inzwischen ist es uns gelungen, für diese Untersuchungshandschuhe eine Doppelqualifizierung als Medizinprodukt und als Teil der persönlichen Schutzausrüstung zu erlangen.

Umfassende Entwicklungskompetenz bei Infektionsschutz integriert

Mit der Integration von BODE Chemie bündelt die HARTMANN GRUPPE in einer einzigartigen Kombination Entwicklungskompetenzen in Sachen Hygiene und Infektionsmanagement. Die medizinische Kompetenz von HARTMANN bezüglich Physiologie, Technologie und Prozessen wird um die spezifische wissenschaftliche Kompetenz von BODE auf den Gebieten Mikrobiologie, Chemie und Pharmazie ergänzt. Asepsis und Antisepsis treffen aufeinander und ermöglichen eine optimale Bekämpfung von Keimen in Medizin und Pflege.

In Deutschland ist 2009, basierend auf einer WHO-Initiative, die Aktion „Saubere Hände“ umgesetzt worden, die das Hygienebewusstsein und die Verwendung von Händedesinfektionsmitteln in Medizin und Pflege deutlich erhöht hat. Wir haben mit einer Vielzahl von Publikationen in anerkannten Fachzeitschriften und Vorträgen auf Kongressen dazu beigetragen, das Wissen um die richtige Händehygiene zu verbessern.

Eine Innovation, die wir in diesem Jahr eingeführt haben, war die Veränderung der Einreibetechnik. Sie reduziert Benetzungslücken und führt zur verbesserten Einhaltung der Einreiberegeln bei der alkoholischen Händedesinfektion. In umfangreichen Grundlagenuntersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass bei professionellen Anwendern die eigenverantwortliche Einreibung zu besseren Benetzungsergebnissen führt als das bisher praktizierte schematische Sechs-Schritt-Verfahren gemäß EN 1500. Diese Ergebnisse wurden auf verschiedenen Kongressen vorgestellt und nach anfänglicher Skepsis von den Meinungsbildnern und Anwendern immer häufiger übernommen.

Ein wissenschaftlicher Höhepunkt des abgelaufenen Geschäftsjahrs war die Veranstaltung „Prevention above all“, die von unserem US-amerikanischen Vertriebspartner in Washington D.C. organisiert wurde. International anerkannte Wissenschaftler präsentierten leitenden Mitarbeitern aus der Krankenpflege die gravierenden Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen hochprozentigen alkoholischen Händedesinfektionsmitteln, wie sie sich immer mehr durchsetzen, und den in den USA noch am Markt verbreiteten Produkten mit niedrigeren Alkoholkonzentrationen.

Die Vervollständigung des Produktportfolios stand auch 2009 im Mittelpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten im Bereich Desinfektion. Für die internationalen Märkte konnten mit Sterillium med und Manusept soft zwei neue Händedesinfektionsmittel bereitgestellt werden. Im Bereich Flächendesinfektion war im Geschäftsjahr 2009 im Zuge des wachsenden Hygienebewusstseins ein Trend zu einfacherer Handhabung zu beobachten. Wir haben bei der Entwicklung von desinfizierenden Einmaltüchern besondere Sorgfalt darauf verwendet, dass die Produkte neben einer einfachen Handhabung auch eine sichere und zuverlässige desinfizierende Wirkung bieten. Entstanden ist ein Gesamtsystem aus Tüchern in speziell geeigneter Materialzusammenstellung, einem praktischen Spender und einer Empfehlung für verschiedene von uns geprüfte Desinfektionsmittel, die eine individuelle bedarfsgerechte Anwendung erlauben. Dieses Angebot kommt dem Bedürfnis unserer Kunden nach einer schnellen, einfachen, aber trotzdem sicheren Lösung entgegen und findet inzwischen gute Marktakzeptanz. Eine Sortimentsabrundung erfolgte zur Jahresmitte 2009 mit der Einführung der X-Wipes-Dose, einem kleineren Spender für spezielle Kundengruppen. Mit der Einführung der Bacillol Wipes als fertige Kombination wurde der Komfortgedanke konsequent weiterentwickelt.

In der Instrumentenaufbereitung haben wir im Bereich der maschinellen Aufbereitung das Portfolio um Dismoclean 42 alka erweitert, ein materialschonendes alkalisches Reinigungs- und Entkalkungsmittel für die Aufbereitung von Steckbecken. Mitte 2009 wurde im Kernmarkt Deutschland Bomix plus eingeführt, ein aldehydfreies Instrumenten-Desinfektionsmittel, das insbesondere zur desinfizierenden Vorreinigung bei der maschinellen Aufbereitung von flexiblen Endoskopen, aber auch bei anderen Medizinprodukten Anwendung findet.

Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsmanagement

Unsere Managementsysteme zur Entwicklung von HARTMANN-Standorten hinsichtlich Sicherheit und Umwelt haben sich im Jahr 2009 erneut bewährt. Gerade vor dem Hintergrund der Neuen Grippe hat sich gezeigt, dass wir schnell und gezielt in der Lage sind, geeignete Strukturen und Abläufe zur Sicherstellung unserer allgemeinen Funktions- sowie Produktions- und Lieferfähigkeit zu aktivieren. Im Qualitätsmanagement haben wir die Anforderungen der Medizinprodukte-Änderungsrichtlinie 2007/47/EG frühzeitig umgesetzt und erfüllt. Regulatorische Anforderungen aus Nicht-EU-Staaten sollen künftig in unser Qualitätsmanagementsystem integriert werden.

HSE-Risiken mit bewährten Bewertungsverfahren erfolgreich begegnet

Durch ein effizientes Management im Bereich Health, Safety and Environment (HSE) ist HARTMANN gut aufgestellt, um die Produktions- und Lieferfähigkeit durch die Vermeidung von Betriebsstillständen infolge von Brand, Unfall oder Störfall sowie durch die Einhaltung der Rechtskonformität auf Basis von ISO 14001 (Umwelt) sowie OHSAS 18001 (Arbeitssicherheit) abzusichern. Darüber hinaus konnte ein Beitrag zur Ressourceneffizienz bei unseren Herstell- und Logistikprozessen geleistet werden. Unser HSE-Management wurde inzwischen durch unabhängige Gutachter im Rahmen der Umweltzertifizierung an 17 HARTMANN-Standorten in acht Ländern bestätigt.

Im Rahmen so genannter HSE Compliance Assessments haben wir unsere Produktions- und Lagerstandorte daraufhin überprüft, wie umfassend und effizient sie die landesspezifischen rechtlichen Anforderungen umsetzen. Dies erfolgte im Berichtsjahr an 21 HARTMANN-Standorten. Die bewerteten Standorte wiesen ein gutes Ergebnis auf. Bei anstehenden Akquisitionen identifizieren, bewerten und quantifizieren wir im Rahmen der Due Diligence mögliche HSE-Risken. Dadurch werden rechtlich bedingte Anforderungen sowie umwelt- und sicherheitsrelevante Folgekosten in eine Kaufentscheidung einbezogen.

Präventionsplan zur Neuen Grippe war erfolgreich

Mit einem gezielten Präventionsplan haben wir uns im Berichtsjahr auf mögliche negative Auswirkungen der Neuen Grippe hinsichtlich der Lieferfähigkeit und des Gesundheitsschutzes unserer Mitarbeiter vorbereitet. Zur Steuerung der konzernweiten Aktivitäten wurde ein Team, bestehend aus Vertretern der wesentlichen Konzernfunktionen und unterstützt von Tochterunternehmen, eingerichtet, an das Pandemiebeauftragte unserer Konzerngesellschaften berichteten. Im Vordergrund unserer Präventionsmaßnahmen stand neben der Sicherstellung der Produktions- und Lieferfähigkeit insbesondere der Schutz unserer Mitarbeiter. Auch nahm die Mitarbeiterkommunikation mithilfe der konzernweiten Intranetplattform zur Neuen Grippe einen breiten Raum ein. Außendienstmitarbeiter oder Mitarbeiter auf Dienstreisen erhielten ein Präventionsset mit Produkten zum persönlichen Gesundheitsschutz. Im Fall einer Verschärfung der Pandemie war die Ausgabe der Sets an alle HARTMANN-Mitarbeiter vorgesehen.

Mit unseren Präventionsplänen sehen wir uns gut aufgestellt, auch bei künftigen Pandemien die Funktionsfähigkeit der HARTMANN GRUPPE bestmöglich sicherzustellen. Dabei berücksichtigen wir die hohe Ansteckungsfähigkeit sowie das weiterhin bestehende Risiko einer Virusmutation mit einem potenziell höheren Gefährdungsgrad.

Energiesparprogramm weiter ausgebaut

Im Jahr 2009 haben wir unser konzernweit angelegtes Energiesparprogramm fortgesetzt. Wir haben Verbräuche systematisch erfasst, bewertet und Sparpotenziale identifiziert sowie erste Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt. Diese liegen insbesondere in den Bereichen Beleuchtung, Heizungs- und Warmwasseraufbereitung, Lüftung, Druckluft und Elektromotoren.

In Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg wurden mit einer fliegenden Wärmebildkamera erstmals thermographische Aufnahmen über dem Betriebsgelände in Heidenheim gemacht. Das vorliegende Bildmaterial wird nun ausgewertet, um durch Folgemaßnahmen die Energieeffizienz zu verbessern. Aufgrund ihrer hohen Praxistauglichkeit wird die fliegende Wärmebildkamera künftig auch an anderen HARTMANN-Standorten eingesetzt.

Ersthelferprojekt setzt Maßstäbe

HARTMANN verfügt in Deutschland über eine effiziente Organisation von rund 300 freiwilligen Ersthelfern. Um schnellstmöglich auf den nächsten verfügbaren Ersthelfer zugreifen zu können, hat HARTMANN ein Alarmierungssystem entwickelt, das in Sekundenschnelle die in unmittelbarer Nähe verfügbaren Ersthelfer und Betriebssanitäter aktiviert, um medizinische Hilfe für Mitarbeiter und Besucher sicherzustellen.

Konformität nach der Änderungsrichtlinie für Medizinprodukte frühzeitig erklärt

Am 21. März 2010 wurde mit Inkrafttreten des geänderten Medizinproduktegesetzes die Richtlinie 2007/47/EG ohne Übergangsfristen umgesetzt. Sie stellt eine signifikante Änderung der ursprünglichen Medizinprodukte-Richtlinie 93/42/EWG dar. Die modifizierten und teilweise neuen regulatorischen Vorgaben haben wir frühzeitig bereits im Berichtsjahr erfüllt und die Konformität unserer Produkte mit den verschärften Anforderungen zum 1. Oktober 2009 erklärt. Sämtliche Änderungen wurden systematisch in das HARTMANN-Qualitätsmanagement integriert.

Unsere Benannte Stelle, TÜV Süd Product Service, konnte sich bereits im Juni 2009 im Rahmen ihres jährlichen Überwachungsaudits davon überzeugen, dass wir unsere Maßnahmen zur Implementierung der Änderungsrichtlinie rechtzeitig geplant haben und ihre Umsetzung sogar noch vor dem Stichtag sicherstellen würden. Die EG-Zertifikate zum Nachweis der CE-Konformität behalten auch weiterhin ihre Gültigkeit. Die Maßnahmen zur Implementierung beinhalteten eine Überprüfung der Inhalte der technischen Dokumentationen, die unter anderem alle Daten zum Nachweis der Sicherheit unserer Produkte umfassen. Hierzu zählen Risikoanalysen sowie Ergebnisse zu den grundlegenden Sicherheitsanforderungen oder die klinischen Bewertungen. Weitere Anpassungen betrafen die Kennzeichnung unserer Produkte. Dass im Rahmen der Implementierung der neuen Richtlinie keinerlei Änderungen an unseren Produkten erforderlich waren, bestätigt erneut unseren hohen Sicherheitsstandard.

Erweiterung unseres Qualitätsmanagements für Anforderungen außerhalb der EU

Im Zuge der strategiekonformen Erschließung von Absatzmärkten außerhalb der Europäischen Union überprüfen wir systematisch die Ausrichtung und die Schwerpunkte unseres Qualitätsmanagements. Dieses ist in vollem Umfang auf die Anforderungen zur Verkehrsfähigkeit in der Europäischen Union ausgerichtet. Deren Einhaltung weist HARTMANN durch die Einhaltung der Qualitätsnorm EN ISO 13485 mit entsprechender Zertifizierung nach.

Während sich inzwischen viele Drittländer an die europäischen Normen angepasst haben und diese mit kleineren Modifikationen akzeptieren, sind die Anforderungen in anderen Ländern wie beispielsweise den USA anders und teilweise auch höher. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir eine sorgfältige Analyse durchgeführt, um die regulatorischen Unterschiede bezüglich des Qualitätsmanagements zu erfassen und die Differenzen zu unserem internen Managementsystem zu bewerten.

Produktqualität weiter auf anerkannt hohem Niveau

Ein effektives und präventiv angewandtes Qualitätsmanagement sichert nachhaltig die hohe Qualität von HARTMANN-Medizinprodukten und bildet die Basis für das Vertrauen und die Zufriedenheit unserer Kunden. Kennzahlen zur Produktqualität entlang der Lieferkette schaffen eine hohe Transparenz, sodass wir den Qualitätsstatus jederzeit überprüfen können. Regelmäßige interne Audits sorgen dafür, dass die Prozesse zur Sicherstellung der Produktqualität durchgängig eingehalten und kontinuierlich verbessert werden.

Darüber hinaus erfasst HARTMANN Kundenreklamationen und bewertet diese sorgfältig; die daraus abgeleiteten Verbesserungsmaßnahmen werden zeitnah umgesetzt und an unsere Kunden zurückgemeldet. Die Beanstandungsquote liegt seit Jahren bei fast allen Produktgruppen im Bereich von nur wenigen Produkten pro Million (ppm). Statistiken zeigen, dass die Zweckbestimmung sowie der Anwender- und Patientennutzen unserer Medizinprodukte nicht infrage gestellt werden. Medizinisch relevante Beanstandungen oder Unverträglichkeiten sind äußerst selten und werden in jedem Einzelfall bewertet. Im Jahr 2009 gab es keine Marktrückrufe von Produkten aus dem von uns produzierten und konzernweit angebotenen HARTMANN-Portfolio.

Risikoreduktionsmanagement

Unternehmerisches Handeln basiert auf dem Ergreifen von Chancen. Die damit verbundenen Risiken kontrollieren und überwachen wir gezielt im Rahmen des Risikoreduktionsmanagements. HARTMANN stellt sich erfolgreich den Herausforderungen seiner komplexen, sich stark wandelnden weltweiten Märkte und geht mit verbleibenden Risiken, gestützt durch ein unternehmensweites Risikomanagementsystem, verantwortungsvoll um. Hierbei ist Risikoprävention unser oberstes Ziel. Auf Basis aktueller Informationen sehen wir den Fortbestand der HARTMANN GRUPPE als gesichert an.

Risikoreduktionsmanagement agiert konzernweit

Nach einer grundlegenden Umgestaltung des Risikomanagements der HARTMANN GRUPPE im Jahr 2007 hat sich das neue Risikoreduktionsmanagement auch 2009 bewährt. Die intensive Zusammenarbeit mit der Internen Revision und dem Beteiligungscontrolling sowie die systematische Einbindung interner Expertengremien sichern eine hohe Risikotransparenz.

Die ganzheitliche Betrachtung potenzieller Risikoquellen trägt dazu bei, den Grad des Risikobewusstseins in der gesamten Organisation zu verbessern. Darüber hinaus reduziert das verstärkte Augenmerk des Risikomanagements auf die Effektivität und Effizienz der Präventionsmaßnahmen potenzielle Schwachstellen. Die quantitativen Risikobewertungsverfahren nach dem Value-at-Risk sowie zusätzlich nach der potenziellen Schadenhöhe helfen, Risiken realistisch einzuschätzen.

Die zugrunde liegende Risikopolitik beeinflusst die Unternehmensführung und die Gestaltung der Geschäftsprozesse in der HARTMANN GRUPPE. Ausgehend von der strategischen Planung des Konzerns, in die auch die Zukunftsanalysen des Risikoreduktionsmanagements einfließen, und der darauf aufbauenden kurz- und mittelfristigen Planung, erfolgt ein systematisches Controlling auf Ebene der Geschäftseinheiten, der Einzelgesellschaften, der Regionen und des Konzerns. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Konzernrevision mit internationaler Überwachung im Rahmen unserer internen Kontrollsysteme.

Systematische Identifikation und Bewertung von

Risiken

Neben Ad-hoc-Berichten zu wesentlichen neuen Risiken erheben wir zweimal jährlich Risiken und Präventionsmaßnahmen auf bereichs-, funktions- und konzernübergreifender Ebene. Die Ergebnisse werden auf verschiedenen Konzernebenen konsolidiert, durch das Risikoreduktionsmanagement auf Plausibilität kontrolliert, von Experten gegengeprüft und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Hierzu bedienen wir uns einer aktuellen, konzernweit standardisierten Risk Management-Software, auf die die gesamte Risikoorganisation des Konzerns weltweit online Zugriff hat.

Das Risikomanagementsystem entspricht den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) und berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards DRS 5. Es trägt wesentlich dazu bei, dass wir alle Arten von Risiken rechtzeitig erkennen und zeitnah effiziente Maßnahmen zur Gegensteuerung ergreifen können.

Starke Kundennähe reduziert Marktrisiken

Die HARTMANN GRUPPE ist weltweit auf Märkten tätig, die durch starken Wettbewerb und derzeit durch rhebliche Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den national geprägten Gesundheitssystemen gekennzeichnet sind. Mit einem klar gegliederten Portfolio aus Systemlösungen, einer professionellen Markenführung, einer kontinuierlichen Kostenoptimierung sowie einem eindeutigen Fokus auf unsere medizinische Kompetenz und die Bedürfnisse unserer Kunden wirken wir Marktrisiken entgegen. Gleichzeitig bieten wir mit unseren innovativen Produkten, vor allem aber mit unseren Systemangeboten, interessante Mehrwertpotenziale, die uns Wettbewerbsvorteile verschaffen und uns kontinuierlich helfen, zusätzliche Marktpotenziale zu erschließen. Darüber hinaus stärken wir unsere Wettbewerbsposition durch gezielte Akquisitionen.

Laufende Analysen des Wettbewerbs und die systematische Identifikation von Markttrends unterstützen uns darin, unsere Märkte vorausschauend zu bearbeiten. Gerade unsere langjährige Erfahrung in den Gesundheitsmärkten und die Verwendung differenzierter Instrumente zur Marktbeobachtung sehen wir als solide Basis, den Marktrisiken wirksam zu begegnen.

Finanzrisiken konzernweit abgesichert

Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken überwachen wir durch ein für alle Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE verbindliches Corporate Treasury Management. Potenziell negative Auswirkungen, zum Beispiel durch die Volatilität von Währungen und Zinsen, werden durch geeignete Finanzinstrumente zur Absicherung der Planergebnisse begrenzt. Die hierfür genutzten Instrumente setzen wir unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikoeinschätzung ein, wobei wir unsere selbst gesetzten Standards zur Anwendung dieser Instrumente beachten.

Zur Stärkung der Wettbewerbsposition unseres Unternehmens tätigen wir gezielt Akquisitionen. Mögliche finanzielle Risiken aus Zukäufen prüfen wir im Vorfeld mittels Due Diligence und minimieren sie nach der Akquisition durch ein permanentes Beteiligungscontrolling. So erkennen wir frühzeitig eine unbefriedigende Geschäftsentwicklung von Beteiligungsgesellschaften und können diese Entwicklungen korrigieren.

Die zur Durchführung unseres Geschäfts notwendigen Investitionen werden abhängig von ihrer Bedeutung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen. Zur Absicherung von Haftungsrisiken und Schadensfällen betreiben wir ein gruppenweites Versicherungsmanagement, das organisatorisch in das Risikoreduktionsmanagement integriert ist.

Sicherung von Risiken aus dem operativen Geschäft

Die Beschaffung von Rohstoffen unterliegt Risiken hinsichtlich Preis, Qualität und Liefertreue. Eine intensive Beobachtung der Beschaffungsmärkte, strenge Qualitätskontrollen, Zertifizierungen sowie Rahmenverträge reduzieren die Risiken, die bei einem Ausfall von Lieferanten entstehen würden. Zur Absicherung unserer Rohstoffversorgung setzen wir je nach Möglichkeit eine gezielte Vorratspolitik und verschiedene mittelfristige Lieferverträge sowie Dual Sourcing ein. Zusätzlich werden Rohstoffpreisschwankungen durch das zentrale Corporate Treasury Management überwacht und, wenn möglich, durch geeignete Instrumente begrenzt.

Qualitäts-, Arbeitssicherheits-, Umwelt- und Unterbrechungsrisiken in Produktion und Logistik begegnen wir durch ständig verbesserte Verfahren sowie durch kontinuierliche prozessbegleitende Kontrollen zur Erfüllung eigener Standards und internationaler Normen. Patentrisiken werden laufend verfolgt und analysiert.

Auch die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz unserer IT-Systeme sind grundlegend wichtig für unsere tägliche Arbeit. Durch den Einsatz modernster Hard- und Software gewährleisten wir die Funktionsfähigkeit dieser Systeme und schützen sie durch ein umfassendes, ständig optimiertes IT-Sicherheitsmanagement.

Der Erfolg der HARTMANN GRUPPE ist nicht zuletzt in hohem Maß davon abhängig, wie gut es uns gelingt, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Generell begegnen wir Personalrisiken durch differenzierte, international ausgerichtete Qualifizierungsprogramme, attraktive Vergütungssysteme, eine Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber sowie eine offene interne Kommunikationspolitik.

Ausblick

Trotz der Sparzwänge im Gesundheitswesen im Zuge des Schuldenabbaus in den Staatshaushalten gehen wir weiterhin davon aus, dass die Gesundheitsbranche bezogen auf unsere Sortimente relativ robust gegen Konjunkturschwankungen ist. Mit kundenindividuellen Systemangeboten in den Kernsegmenten, gestärkt um Angebote zur Infektionsprophylaxe, sehen wir uns im Konzern gut aufgestellt, um unsere Marktposition weiter zu verbessern und den profitablen Wachstumskurs fortzusetzen. Außerhalb Europas haben wir hierfür die Weichen in ausgewählten Märkten mit hohem Wachstumspotenzial gestellt.

Konjunktur kommt 2010 nur langsam in Schwung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auch im Jahr 2010 von den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise bestimmt sein. Prognosen gehen momentan in unserem Kernmarkt Europa von einem Wachstum von lediglich 0,7 % aus. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern ist dabei sehr unterschiedlich. Vorhersagen des Sachverständigenrats der deutschen Bundesregierung für die Länder der Europäischen Union liegen in einer Bandbreite zwischen –0,6 und +2,0 %. Aufgrund der im Jahr 2009 gesunkenen Wirtschaftsleistung und des damit verbundenen Kapazitätsabbaus wird die Nachfragebelebung im laufenden Jahr zu steigenden Rohstoffpreisen führen.

Bezogen auf Deutschland gehen Konjunkturexperten ebenfalls davon aus, dass die Volkswirtschaft auch 2010 von den Folgen der Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft geprägt sein wird. Nach dem starken Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 rechnet die Bundesregierung im Jahreswirtschaftsbericht für das laufende Geschäftsjahr mit einem moderaten Wachstum von 1,4 %. Im Gegensatz zu den im Vorjahr bestehenden Unsicherheiten liegt diese Prognose im Rahmen der bereits früher veröffentlichten Vorhersagen des Sachverständigenrats der Bundesregierung und des Internationalen Währungsfonds.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird 2010 im Wesentlichen durch eine steigende Exportnachfrage mit einem Wachstum von rund 5 % getragen. Zurückhaltender sind die Erwartungen für die Entwicklung der Inlandsnachfrage. Während für die Staatsausgaben, entsprechend dem Trend der Vorjahre, ein Anstieg von etwa 2 % erwartet wird, liegen die Prognosen für den privaten Konsum 0,5 % unter dem Vorjahreswert. Für 2010 wird damit gerechnet, dass aufgrund von Kapazitätsanpassungen die Zahl der Erwerbstätigen zurückgehen wird. Die erwartete Arbeitslosenquote liegt mit 8,9 % um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Systempartnerschaft mit maßgeschneiderten Lösungen

Im Ringen der nationalen Gesundheitssysteme und der darin agierenden Leistungserbringer um eine bestmögliche Patientenversorgung bei begrenzten Budgets sind verstärkt zwei Tendenzen zu beobachten: Einerseits nehmen im Rahmen des Konzentrationsprozesses auf Kundenseite Einkaufsbündelungen und Ausschreibungen mit immer größeren Volumina bei den Sachleistungen zu. Andererseits gewinnt die Betreuung des einzelnen Patienten im Rahmen direkter Versorgungsverträge zwischen Krankenkassen und Herstellern an Bedeutung.

In diesem Spannungsfeld tritt die HARTMANN GRUPPE auf internationaler Ebene zunehmend erfolgreich auf, weil wir große Mengen an qualitativ hochwertigen Medizinprodukten bereitstellen können und uns gleichzeitig eine hohe Kompetenz hinsichtlich der Versorgungsprozesse aufgebaut haben.

Gerade im Bereich der Versorgung inkontinenter Menschen im häuslichen Umfeld agiert HARTMANN mit wachsendem Erfolg, weil wir die Marktentwicklung frühzeitig antizipiert haben. In dem Maße, wie Krankenversicherer Leistungspakete zusammenfassen, gewinnen komplette Systemlösungen auf Herstellerseite an Bedeutung, die – wie etwa unsere Angebote – eine zuverlässige Organisation des Logistik- und Abrechnungsprozesses sowie eine kundenfreundliche Callcenter-Struktur mit hoher Beratungsqualität einbeziehen. HARTMANN wird auch im laufenden Geschäftsjahr geeignete Konzepte entwickeln, um den sich wandelnden Marktstrukturen erfolgreich zu begegnen.

Profilierung als Partner für professionelle Hygiene

Mit der Integration des Geschäfts mit Desinfektionsmitteln in die HARTMANN-Organisation können wir nun umfassenden Infektionsschutz aus einer Hand anbieten: Produkte, die als Keimbarriere fungieren, werden ergänzt durch Produkte zur hoch effizienten Keimreduktion. Die starke Vertriebskraft von HARTMANN in den medizinisch-pflegerischen Absatzkanälen in Verbindung mit der anerkannt hohen Hygienekompetenz von BODE versetzt uns in die Lage, bestmögliche Hygienestandards bei unseren Kunden zu etablieren. In diesem Zusammenhang unterstützen wir nationale Initiativen wie die Aktion „Saubere Hände“ in Deutschland, die zur Steigerung der Compliance in der Händedesinfektion und damit zur Verringerung nosokomialer Infektionen beitragen.

Die Integration des BODE-Außendienstes im Hauptabsatzmarkt Deutschland in den HARTMANN-Vertrieb erweist sich bereits jetzt als gelungener Schritt, um Synergieeffekte zu nutzen. Im Zuge der sukzessiven Internationalisierung unserer Konzepte für ein umfassendes Infektionsmanagement wollen wir mit unserer Fachkompetenz Hygieneexperten und Anwender in Medizin und Pflege beraten, um bestmögliche Hygienestandards zu etablieren. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass Pandemien wie SARS oder die Neue Grippe insgesamt das Hygienebewusstsein anheben und damit zu einer erhöhten Verwendung vorbeugender Produkte auch im Alltagsleben führen werden.

Märkte außerhalb Europas verstärkt im Blick

Der Fokus unserer Vertriebsaktivitäten wird auch weiterhin auf den Gesundheitsmärkten in Europa liegen. Darüber hinaus gehen wir in den anderen Weltregionen gezielt Länder an, die ein interessantes Potenzial für weiteres Wachstum bieten.

Mit der Übernahme von Whitestone im November 2008 sind wir in der Lage, unser Engagement in den USA im Bereich der absorbierenden Inkontinenzprodukte zu intensivieren und die Aktivitäten unserer HARTMANN-Tochtergesellschaft beim Vertrieb klassischer Verbandmittel zu ergänzen. Durch die Akquisition wurden die USA nach Deutschland und Frankreich für HARTMANN zum drittgrößten Absatzmarkt. Die im Berichtsjahr zusammengeführten Außendienste ermöglichen eine flächendeckende geographische Kundenbetreuung. Im ersten Jahr der Integration ist es uns gelungen, das angestammte Whitestone-Geschäft mit einem breiten Sortiment für wirtschaftliche und fachgerechte Pflege erfolgreich fortzuführen.

Im Zuge der weiteren Internationalisierung der HARTMANN GRUPPE liegt ein wichtiger Fokus auf Australien, einem interessanten Markt, in dem HARTMANN seit 2002 mit einer eigenen Tochtergesellschaft erfolgreich agiert. Mit Wirkung zum 30. April 2010 hat HARTMANN im Februar die Übernahme des OP-Set-Geschäfts von Unomedical unterzeichnet. Mit dieser Akquisition verstärken wir unser Engagement in Kliniken und weiten unser Produktportfolio auf dem Kontinent über Inkontinenzprodukte und Wundauflagen hinaus aus.

Intensiv beobachten wir auch die weitere Entwicklung im Wachstumsmarkt Russland, wo HARTMANN in Moskau und in Sibirien präsent ist. Es ist uns dort gelungen, in den letzten fünf Geschäftsjahren deutlich zweistellig zu wachsen. HARTMANN ist in Russland inzwischen gut etabliert und genießt eine hohe Marktbedeutung. Die Größe des Landes und die langen Transportwege stellen uns angesichts unseres Wachstumskurses vor große Herausforderungen in der Produktversorgung. Der Vorstand hat deshalb beschlossen, in Russland in eine Fertigung für medizinische Produkte und in ein Logistikzentrum zu investieren. Diese sollen voraussichtlich in den Jahren 2011/2012 den Betrieb aufnehmen.

Im Zuge unserer Potenzialanalysen in wachstumsstarken und bevölkerungsreichen Schwellenländern prüfen wir laufend Marktchancen.

Wettbewerbsfähigkeit mit Programm HARTMANN 2011 weiterhin abgesichert

Für die Jahre 2010 und 2011 erwarten wir steigende Rohstoffpreise sowie Budgetkürzungen in den nationalen Gesundheitssystemen. Um in diesem zunehmend schwierigen Umfeld nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen wir das Effizienzsteigerungsprogramm HARTMANN 2011 konsequent um. Es verfolgt seit 2008 das Ziel, Produktivitätsreserven in allen internen Prozessen zu realisieren. Zwischenzeitlich konnten wir eine Reihe wichtiger Projekte im Hinblick auf eine Optimierung unserer Fertigungs- und Logistikstrukturen, aber auch in Vertrieb und Verwaltung umsetzen. Wesentliche Maßnahmen waren unter anderem Anstrengungen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe in Deutschland und Tschechien.

Wir werden auch weiterhin unser Arbeitsprogramm fortsetzen, das Unternehmen entlang der kundenorientierten Prozesslinien profitabel aufzustellen. In diesem Zusammenhang wollen wir unser breites Vertriebsnetz noch stärker auf das Angebot integrierter Systemlösungen konzentrieren und durch Instrumente wie Telesales oder webbasierte Bestellsysteme entlasten. Mit diesem Maßnahmenpaket und der wachsenden Internationalisierung sieht sich HARTMANN für die Zukunft gut gerüstet.

Profitables Wachstum trotz anhaltender Wirtschaftskrise angestrebt

Sowohl das kräftige Umsatzplus als auch die überproportionale Ergebnisverbesserung im Geschäftsjahr 2009 zeigen, dass sich HARTMANN mit der mittlerweile im fünften Jahr konsequent umgesetzten Strategie FOCUS auf dem richtigen Weg befindet. Wir haben Schritt für Schritt daran gearbeitet, uns bei unseren Kunden als der bevorzugte Anbieter von bedarfsgerechten Systemangeboten beim Wund-, Inkontinenz- und Infektionsmanagement zu positionieren.

An diesem Kurs halten wir auch im laufenden Jahr fest. Wir konzentrieren uns auf profitables organisches Wachstum mit unseren Vertriebsorganisationen, die aufgrund ihrer Fachkompetenz und geographischen Nähe zu unseren Kunden eine fundierte und partnerschaftliche Kundenbetreuung ermöglichen. Im Rahmen der Solution-Partnerschaft wollen wir unseren Kunden mit innovativen Kombinationen aus Produkten und Dienstleistungen einen echten Mehrwert bieten. Unser Produktportfolio werden wir auch im Jahr 2010 um wichtige praxistaugliche Lösungen erweitern. Im Rahmen unseres breiten Angebots setzen wir weiterhin auf hochwertige Beratungsleistungen, etwa bei der Verbesserung von OP-Abläufen mit Einweg-Komplettsets oder bei der Entwicklung individueller Hygienepläne, oder durch umfangreiche Schulungsprogramme rund um eine effiziente wie effektive medizinisch-pflegerische Patientenversorgung. Immer mehr werden unsere Logistik- und IT-Experten Ansprechpartner unserer Kunden, um beispielsweise maßgeschneiderte Lösungen für Warenwirtschaftssysteme in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen zu etablieren. Damit ist HARTMANN gut gerüstet, seinen Kunden gegenüber als Systemanbieter in den drei Kernkompetenzfeldern Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprophylaxe aufzutreten.

Auch im laufenden Jahr prüfen wir sorgfältig Möglichkeiten, um mit Akquisitionen unsere Position in ausgewählten Märkten zu verbessern oder unser Produktportfolio sinnvoll zu ergänzen. Angesichts der hohen Eigenkapitalquote und einer im Geschäftsjahr 2009 signifikant reduzierten Nettoverschuldung verfügt die HARTMANN GRUPPE über ein solides finanzielles Fundament für weiteres anorganisches Wachstum.

Trotz der sich nur leicht aufhellenden Weltkonjunktur sind wir vorsichtig optimistisch, unseren Wachstumskurs im medizinischen Kerngeschäft auch im Jahr 2010 fortzusetzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir erneut beobachten, dass sich die Gesundheitsbranche bezogen auf unsere Sortimente als relativ unabhängig gegen Konjunkturschwankungen erweist. Zwar gehen wir auch 2010 von einer Fortsetzung dieser Entwicklung aus, erwarten jedoch aufgrund der hohen Verschuldung vieler Staaten infolge der Konjunkturprogramme und einer steigenden Arbeitslosigkeit einen stärkeren Sparzwang in den nationalen Gesundheitssystemen mit entsprechendem Preisdruck. Überdies rechnen wir mit steigenden Rohstoffpreisen infolge reduzierter Kapazitäten. Die Umsetzung des Programms HARTMANN 2011 wird uns helfen, die Produktivität unserer internen Strukturen weiter zu erhöhen. Bei den weiteren Konzernaktivitäten wollen wir die Ertragssituation weiter verbessern. Bei der CMC Consumer Medical Care GmbH stellen wir derzeit die Weichen für eine Sanierung.

Für das laufende Geschäftsjahr sehen wir uns trotz des schwieriger werdenden Marktumfelds gut aufgestellt. Auch wenn in den ersten Monaten des Jahres 2010 die pandemiebedingt erhöhten Lagerbestände unserer Kunden erst noch abgebaut werden müssen, gehen wir für das laufende Jahr von weiterem Wachstum aus. Unter Abwägung aller Einflussfaktoren sind wir vorsichtig optimistisch, unser operatives Konzernergebnis weiter zu erhöhen.

Konzernbilanz

Aktiva

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in Tausend EUR Anhang 31.12.2009 31.12.2008
Langfristiges Vermögen
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1 0 1.225
Sachanlagen 1 307.629 308.666
Immaterielle Vermögenswerte 2 93.705 94.131
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 3 2.269 2.084
Finanzielle Vermögenswerte 4 1.276 1.047
Sonstige Forderungen 5 3.073 3.605
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 5 16.287 19.574
Aktive latente Steuern 6 15.444 14.050
439.683 444.382
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 7 248.400 254.698
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 8 279.866 250.034
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 8 6.347 4.225
Finanzielle Vermögenswerte 9 1.239 248
Zahlungsmittel 10 37.557 46.661
573.409 555.866
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 11 3.121 42.384
Bilanzsumme Aktiva 1.016.213 1.042.632

Passiva

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in Tausend EUR Anhang 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital 12
Gezeichnetes Kapital 91.328 91.328
Kapitalrücklage 48.897 50.828
Eigene Anteile 31 31
Gewinn- und andere Rücklagen 288.947 277.694
Ergebnisanteil der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 54.994 21.742
Eigenkapital der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 484.135 441.561
Minderheitsanteile 17.228 16.493
501.363 458.054
Langfristige Schulden
Finanzielle Schulden 13 143.932 211.474
Passive latente Steuern 6 6.131 11.351
Rückstellungen für Pensionen 14 63.281 59.860
Sonstige Rückstellungen 15 35.893 33.292
Sonstige Verbindlichkeiten 16 2.356 1.822
251.593 317.799
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 17 166.208 158.120
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 17 26.919 22.468
Finanzielle Schulden 18 54.222 62.950
Rückstellungen für Pensionen 14 2.016 2.018
Sonstige Rückstellungen 15 13.892 13.330
263.257 258.886
Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten 11 0 7.893
Bilanzsumme Passiva 1.016.213 1.042.632

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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in Tausend EUR Anhang 2009 2008
Umsatzerlöse 1.560.499 1.376.981
Bestandsveränderungen 7.113 7.156
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.147 2.695
Gesamtleistung 1.556.533 1.386.832
Sonstige betriebliche Erträge 19 50.155 49.444
Materialaufwand 20 694.337 638.945
Personalaufwand 21 375.667 332.686
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 22 53.001 51.462
Sonstige betriebliche Aufwendungen 23 387.829 362.057
Betriebsergebnis 95.854 51.126
Finanzierungsaufwendungen 12.490 10.612
Finanzierungserträge 1.872 2.999
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 400 459
Ergebnis aus Beteiligungen 0 15
Finanzergebnis 24 10.218 7.169
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 85.636 43.957
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 25 27.074 18.243
Konzernergebnis 58.562 25.714
davon entfallen auf:
die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 54.994 21.742
die Minderheitsgesellschafter 3.568 3.972
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 26 15,48 6,12

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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in Tausend EUR 2009 2008
Konzernergebnis 58.562 25.714
Währungsanpassungen 2.569 1.802
Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte (vor Steuer) 23 1.443
Direkt im Eigenkapital verrechnete Ertragsteuern 7 414
Gesamtergebnisrechnung 61.115 26.487
davon entfallen auf:
die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 57.560 21.149
die Minderheitsgesellschafter 3.555 5.338

Konzern-Kapitalflussrechnung

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in Tausend EUR 31.12.2009 31.12.2008
Ergebnis vor Steuern 85.636 43.957
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (–) auf Sachanlagen,
immaterielle Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte 51.399 51.462
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (–) 8.417 9.193
Zinsergebnis 10.618 7.613
Gezahlte Ertragsteuern 27.301 11.997
Gewinn (–)/Verlust (+) aus Abgängen von langfristigem Vermögen 5.553 3.860
Cash-Flow 123.216 96.368
Zunahme (–)/Abnahme (+) der Vorräte 18.824 23.267
Zunahme (–)/Abnahme (+) der kurz- und langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte 17.018 25.656
Zunahme (+)/Abnahme (–) der kurz- und langfristigen Rückstellungen 4.095 6.708
Zunahme (+)/Abnahme (–) der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) 2.209 19.139
Veränderung Working Capital 8.110 36.492
Mittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit (operativer Cash-Flow) 131.326 59.876
Einzahlungen aus Abgängen, Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 17.374 6.322
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte 2 22
Einzahlungen aus Abgängen aus finanziellen Vermögenswerten 39 5
Einzahlungen aus Dividenden aus finanziellen Vermögenswerten 109 30
Einzahlungen aus Zinsen 980 2.016
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 47.091 43.281
Einzahlungen aus dem Abgang von Konzernunternehmen (abzgl. abgegebener Zahlungsmittel) 0 537
Auszahlungen aus dem Erwerb von Konzernunternehmen (abzgl. übernommener Zahlungsmittel) 4.606 86.077
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 33.197 121.544
Free-Cash-Flow 98.129 61.668
Zahlung der Dividende der PAUL HARTMANN AG 12.786 12.431
Zahlung der Dividende von Konzerngesellschaften an andere Gesellschafter 877 741
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzschulden 9.448 136.877
Auszahlungen für die Tilgung von kurz- und langfristigen Finanzschulden 91.179 37.979
Auszahlungen für Zinsen 12.856 10.670
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 108.250 75.056
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 10.121 13.388
Entwicklung des Finanzmittelbestands
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 46.661 33.699
Wechselkursbedingte Wertänderungen des Finanzmittelbestands 346 245
Umgliederungen in/aus zur Veräußerung bestimmte/n Vermögenswerte/n 671 671
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 10.121 13.388
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 37.557 46.661

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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in Tausend EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile
Stand 1. Januar 2008 91.328 50.828 31
Gesamtergebnisrechnung 0 0 0
Dividendenzahlung 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0
Stand 31. Dezember 2008 91.328 50.828 31
Stand 1. Januar 2009 91.328 50.828 31
Gesamtergebnisrechnung 0 0 0
Dividendenzahlung 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 1.931 0
Stand 31. Dezember 2009 91.328 48.897 31

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in Tausend EUR Gewinnrücklagen
Konzern- Gewinnrücklagen Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte Währungsdifferenz
--- --- --- ---
Stand 1. Januar 2008 256.161 423 1.102
Gesamtergebnisrechnung 0 1.029 436
Dividendenzahlung 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 21.380 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 68 0 0
Stand 31. Dezember 2008 277.609 1.452 1.538
Stand 1. Januar 2009 277.609 1.452 1.538
Gesamtergebnisrechnung 0 16 2.582
Dividendenzahlung 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 8.956 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 269 0 0
Stand 31. Dezember 2009 286.296 1.468 4.120

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in Tausend EUR Ergebnisanteil der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG Eigenkapital der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG Minderheitsanteile Gesamt
Stand 1. Januar 2008 33.811 432.775 12.252 445.027
Gesamtergebnisrechnung 21.742 21.149 5.338 26.487
Dividendenzahlung 12.431 12.431 741 13.172
Einstellung in Rücklagen 21.380 0 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 68 356 288
Stand 31. Dezember 2008 21.742 441.561 16.493 458.054
Stand 1. Januar 2009 21.742 441.561 16.493 458.054
Gesamtergebnisrechnung 54.994 57.560 3.555 61.115
Dividendenzahlung 12.786 12.786 877 13.663
Einstellung in Rücklagen 8.956 0 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 2.200 1.943 4.143
Stand 31. Dezember 2009 54.994 484.135 17.228 501.363

Konzernanhang

Allgemeine Angaben

Die PAUL HARTMANN AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Nr. HRB 661090 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Heidenheim, Deutschland. Die Satzung besteht in der Fassung vom 11. Juli 2003. Die Firma der Gesellschaft lautet PAUL HARTMANN Aktiengesellschaft. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und/oder der Vertrieb von Produkten in den Bereichen Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprophylaxe. Gemeinsam mit prozessbegleitenden Dienstleistungen werden diese als Systemlösungen für Medizin und Pflege angeboten.

Der Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG wurde nach den zum Bilanzstichtag zur Anwendung in der Europäischen Gemeinschaft ratifizierten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Daneben werden alle für das Geschäftsjahr 2009 ratifizierten Interpretationen des International Financial Interpretation Committee (IFRIC) beachtet.

Die PAUL HARTMANN AG macht von der Vorschrift des § 315a, III HGB Gebrauch und erstellt und veröffentlicht einen Abschluss nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Darüber hinaus werden alle nach deutschem Handelsrecht verlangten Angaben und Erläuterungen veröffentlicht, auch wenn sie nach IFRS nicht verpflichtend sind. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt.

Folgende in den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG einbezogene deutsche Tochtergesellschaften machten im Geschäftsjahr 2009 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB Gebrauch:

Bode Chemie GmbH
CMC Consumer Medical Care GmbH
HARTMANN Beteiligungen GmbH
Sanimed GmbH
Vivello GmbH
Vlesia GmbH
Karl Otto Braun GmbH & Co. KG
Kneipp-Werke Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co. KG

Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts für den Teil-konzern Karl Otto Braun GmbH & Co. KG besteht nach § 291 i.V.m. § 264a HGB nicht, da die Karl Otto Braun GmbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG, Heidenheim/Brenz, einbezogen werden und kein Antrag von Minderheitsgesellschaftern zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB vorliegt.

Die Bilanz wird gemäß IAS 1.60 ff. in langfristige und kurzfristige Posten untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Zusammensetzung einzelner Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wird im Anhang erläutert. Der Konzernabschluss ist auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum Marktwert bilanziert sind.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cash-Flows im Rahmen von Impairmenttests, der Bestimmung des Fair Value bei einigen Finanzinstrumenten sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien.

Obwohl diese Schätzungen und Annahmen mit größter Sorgfalt auf Basis aller verfügbaren Informationen vorgenommen bzw. getroffen wurden, können die tatsächlichen Ergebnisse davon abweichen.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Erstmals angewendete Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2009 fanden einige Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

IFRS 8 „Geschäftssegmente“ wurde im November 2006 veröffentlicht und ersetzt IAS 14 „Segmentberichterstattung“. Die Anerkennung dieses Standards durch die Europäische Union erfolgte im November 2007. Durch IFRS 8 wird die Segmentberichterstattung kapitalmarktorientierter Unternehmen vom so genannten „risk and reward

approach“ des IAS 14 auf den „management approach“ in Bezug auf die Segmentidentifikation umgestellt. Maßgeblich sind dabei die Informationen, die dem so genannten „chief operating decision maker“ regelmäßig für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden. IFRS 8 ist verpflichtend auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Die Anwendung von IFRS 8 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Segmentberichterstattung.

IAS 23 „Fremdkapitalkosten“ wurde im März 2007 vom IASB veröffentlicht. Mit dem IAS 23 wird das bisherige Wahlrecht der sofortigen aufwandswirksamen Erfassung von Fremdkapitalzinsen, die direkt der Anschaffung oder Herstellung so genannter qualifizierter Vermögenswerte zugerechnet werden können, abgeschafft. Mit Anwendung des überarbeiteten IAS 23 sind diese Fremdkapitalkosten verpflichtend als Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Der überarbeitete Standard ist, auf Fremdkapitalkosten bezogen, auf qualifizierte Vermögenswerte anzuwenden, mit deren Aktivierung am oder nach dem 1. Januar 2009 begonnen wird. Durch die Anwendung von IAS 23 ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

IAS 1 „Darstellung des Abschlusses – überarbeitete Darstellung“ wurde im September 2007 durch das IASB veröffentlicht. Diese beinhaltet Vorschläge zur Umbenennung der einzelnen Abschlussbestandteile, die Pflicht, unter bestimmten Bedingungen eine Eröffnungsbilanz für das Vorjahr offen zu legen, eine getrennte Darstellung von Eigenkapitaltransaktionen mit Gesellschaftern von Eigenkapitalveränderungen aufgrund von Transaktionen mit Nicht-Gesellschaftern, den separaten Ausweis der ertragswirksamen Erfassung der vorher im Eigenkapital erfassten Beträge pro Komponente sowie die Ertragsteuerauswirkungen pro Komponente der „Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen“. Der überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2009 anzuwenden. Der Standard hat Auswirkungen auf die Darstellung des Abschlusses, jedoch nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses der PAUL HARTMANN AG.

IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung” wurde im Januar 2008 vom IASB veröffentlicht. Mit dem IFRS 2 wird zum einen der Begriff „vesting conditions“ (Ausübungsbedingungen) genauer definiert. Es regelt auch die Annullierung anteilsbasierter Vergütung durch andere Personen als dem Unternehmen. Zu den Vesting Conditions zählen gemäß IFRS 2 nur Dienstbedingungen, die die Ableistung einer bestimmten Dienstzeit erfordern, und Leistungsbedingungen, die die Erfüllung bestimmter Erfolgsziele umfassen. Der überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2009 verpflichtend anzuwenden. Hieraus ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

IAS 32 „Finanzinstrumente: Darstellung“ wurde im Februar 2008 als überarbeiteter Standard veröffentlicht. Nach der Neuregelung können kündbare Finanzinstrumente (puttable financial instruments) und Finanzinstrumente, die bei Liquidation des Unternehmens eine Verpflichtung auf den anteiligen beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des Unternehmens auslösen, bei Erfüllung bestimmter Kriterien als Eigenkapital klassifiziert werden. Ferner sind umfangreiche Angaben im Anhang offen zu legen. Die Übernahme der Neufassung in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Der überarbeitete Standard ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2009 verpflichtend anzuwenden. Aus der Änderung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses der PAUL HARTMANN AG.

Im Mai 2008 veröffentlichte das IASB im Rahmen des Projekts zu Kosten von Investitionen in Tochterunter-nehmen bei erstmaliger Anwendung der IFRS die Änderungen an den Standards IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der IFRS“ und IAS 27 „Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS“. Die Änderungen regeln, dass die Erstbewertung von Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen entweder zum Fair Value (gemäß IAS 39) oder mit dem Buchwert aus der vorherigen Rechnungslegung (at cost) erfolgen kann. Gemäß IAS 27 wird die Definition der Anschaffungskostenmethode eliminiert und durch die Vorschrift ersetzt, dass Dividenden von Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss als Erträge erfasst werden müssen, wenn der Dividendenbeschluss vorliegt. Wird ein Mutterunternehmen aufgrund einer Neustrukturierung gegründet, so richtet sich die Bewertung der Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Neustrukturierung nach der Beteiligung am ursprünglichen Mutterunternehmen und dem Buchwertanteil an dessen Eigenkapital. Die Änderungen an IFRS 1 und IAS 27 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

IFRIC 13 „Kundenbindungsprogramme“ regelt die Bilanzierung und Bewertung von Umsatzerlösen aus Verkaufsprozessen und damit im Zusammenhang stehenden Aufwendungen für Verpflichtungen, die aus Kundenbindungsprogrammen (z.B. Prämien-, Bonus- bzw. Treueprogramme) resultieren, die von den Herstellern bzw. Dienstleistungsanbietern selbst oder durch Dritte betrieben werden. Die Interpretation wurde im Juni 2007 veröffentlicht und ist für Geschäftsjahre beginnend mit dem oder nach dem 1. Juli 2008 verpflichtend anzuwenden. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

IFRIC 15 „Vereinbarungen zum Bau von Immobilien“ regelt die Bilanzierung von Immobilienverkäufen, bei denen es vor Abschluss der Bauarbeiten zum Vertragsabschluss mit dem Erwerber kommt. Die Interpretation regelt, dass IAS 11 (Fertigungsaufträge) nur dann angewendet werden darf, wenn die Definition eines Fertigungsauftrags nach IAS 11.3 erfüllt ist. IFRIC 15.11 stellt heraus, dass diese Definition nur dann erfüllt ist, wenn der Käufer vor Baubeginn wesentliche Elemente des Baus bestimmen darf oder während des Baus wesentliche Element spezifizieren kann, unabhängig davon, ob er von dieser Möglichkeit Gebrauch macht oder nicht. Bauverträge, bei denen der Käufer nur eingeschränkte Mitwirkungsrechte hat, z.B. nur das Recht, zwischen bestimmten vorgegebenen Elementen zu wählen, sind nach IAS 18 zu bilanzieren. Die Interpretation wurde im Juli 2008 veröffentlicht und ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Interpretation hat keinen Einfluss auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

IFRIC 16 „Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb“ wurde im Juli 2008 veröffentlicht. Die Interpretation regelt, dass nur Transaktionsrisiken absicherungsfähig sind und die Umrechnung in die Darstellungswährung kein Risiko darstellt, das mithilfe des Hedge Accounting abgesichert werden kann. Des Weiteren können von jedem Unternehmen im Konzern Hedge-Instrumente gehalten werden. Bezüglich der Bilanzierung und Bewertung bei Verkauf der Investition ist IAS 39 für das Sicherungsgeschäft und IAS 21 für abgesicherte Geschäfte, d.h. das Grundgeschäft anzuwenden. IFRIC 16 ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Oktober 2008 verpflichtend anzuwenden und wirkt sich nicht auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG aus.

Die Änderung zu IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ wurde im Juli 2008 veröffentlicht und beinhaltet die Ergänzung der Grundsätze zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen um weitere Spezialvorschriften. Die Neuregelungen betreffen vorwiegend die Anwendungsleitlinien sowie die Erläuterungen zu den Schlussfolgerungen und sollen verdeutlichen, ob und inwieweit sich ein abzusicherndes Risiko oder Bestandteile von Zahlungsströmen für eine Designation als Grundgeschäft eignen. Die Neuregelungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Hieraus ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

Im Oktober 2008 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ sowie zu IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“. Diese Änderungen regeln bzw. erlauben folgende Umkategorisierungen: Umkategorisierung von Finanzinstrumenten (außer Derivaten) aus der Trading-Kategorie unter gewissen

Bedingungen; Umkategorisierungen von Darlehens- und sonstigen finanziellen Forderungen in die Kategorie „Kredite und Forderungen“ und somit eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, sofern die Absicht und Fähigkeit besteht, die Finanzinstrumente für eine absehbare Zeit zu halten; Umkategorisierung von Fremdkapitaltiteln in die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“ und somit eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, sofern die Absicht und Fähigkeit besteht, die Finanzinstrumente bis zur Endfälligkeit zu halten. Nicht erlaubt ist eine Umkategorisierung, sofern zuvor die Fair Value-Option oder eine Designation als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gewählt wurde. Die Änderungen können rückwirkend zum 1. Juli 2008 angewendet werden, haben jedoch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

Eine überarbeitete Version des IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“ wurde im November 2008 veröffentlicht. Die Änderungen beziehen sich lediglich auf die Struktur des Standards, um das Lesen und Verstehen des Standards zu vereinfachen und zukünftige Änderungen besser in den Standard ein-bauen zu können. Die überarbeitete Version des IFRS 1 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden und hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

Im März 2009 veröffentlichte das IASB das Amendment zu IFRS 7 „Finanzinstrumente: Angaben“. Die Angaben zur Fair Value-Ermittlung werden dahingehend spezifiziert, dass eine tabellarische Aufgliederung für jede Klasse von Finanzinstrumenten anhand einer dreistufigen Fair Value-Hierarchie eingeführt und der Umfang der Angabepflichten erweitert wird. Darüber hinaus werden die Angaben zum Liquiditätsrisiko erweitert. Diese Änderungen sind verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, haben jedoch keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG.

Das IASB hat im März 2009 Änderungen zu IFRIC 9 „Neubeurteilung eingebetteter Derivate“ und IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ mit dem Titel „Embedded Derivatives“ veröffentlicht. Demnach hat ein Unternehmen zu prüfen, ob ein in einen Basisvertrag eingebettetes Derivat von diesem zu trennen ist, wenn das gesamte hybride Finanzinstrument aus der Kategorie zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte umklassifiziert wird. Eine Umgliederung des hybriden Finanzinstruments ist nicht möglich, wenn der Fair Value eines trennungspflichtigen eingebetteten Derivats nicht verlässlich bestimmbar ist. Diese Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 30. Juni 2009 enden, und haben für den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG keine Bedeutung.

Nicht angewendete neue beziehungsweise geänderte Rechnungslegungsstandards

IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“ als auch der überarbeitete Standard IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse nach IFRS“ wurde im Januar 2008 veröffentlicht. Die Neuerungen bzw. Änderungen betreffen folgende Bereiche: Kosten des Unternehmenserwerbs (nur Kosten im Zusammenhang mit der Ausgabe von Eigen- oder Fremdkapital können angesetzt werden; alle anderen Anschaffungsnebenkosten sind als Aufwand zu erfassen), Behandlung von bedingten Anschaffungskosten (Folgebewertung wirkt sich nicht auf den Goodwill aus), Full-Goodwill-Methode (optional anwendbar), Bilanzierung von sukzessiven Anteilserwerben (erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile zum Zeitpunkt der Erlangung der Kontrolle; Wert der neu bewerteten alten Anteile zuzüglich Kaufpreis für neue Anteile abzüglich Nettovermögen des erworbenen Unternehmens entspricht Goodwill), Bilanzierung von Änderungen des Anteils am Tochterunternehmen ohne Kontrollverlust (Bilanzierung als Eigenkapitaltransaktion) sowie Anwendungsbereich von IFRS 3. Neben den Änderungen von IFRS 3 und IAS 27 ergeben sich Folgeänderungen bei IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen“. Alle Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden.

IFRIC 17 „Sachausschüttungen an Eigentümer“ wurde im November 2008 veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Sachdividenden. Eine Dividende muss zu dem Zeitpunkt erfasst werden, zu dem sie autorisiert wurde und nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. Des Weiteren muss ein Unternehmen die zu zahlende Dividende mit dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts, der an die Anteilseigner als Dividende gegeben wird, bewerten. Die Differenz zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts, der an die Anteilseigner als Dividende gegeben wird, muss erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Wenn der Vermögenswert, der als Dividende ausgegeben wird, die Definitionskriterien für eine Klassifizierung „als zur Veräußerung gehalten“ erfüllt, müssen zusätzliche Angaben offen gelegt werden. Die Interpretation IFRIC 17 ist prospektiv für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, anzuwenden.

Im Januar 2009 wurde IFRIC 18 „Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden“ veröffentlicht. IFRIC 18 erläutert, unter welchen Umständen ein unter den Anwendungsbereich fallender Vermögenswert vorliegt und wie dessen Ansatz und erstmalige Bewertung erfolgen soll. Weiterhin regelt die Interpretation die Identifizierung von einzelnen bestimmbaren Dienstleistungen im Austausch für den übertragenen Vermögenswert, die Umsatzrealisierung und die Bilanzierung bei einer Übertragung von Zahlungsmitteln durch einen Kunden. IFRIC 18 ist prospektiv auf Übertragungen von Vermögenswerten anzuwenden, die das Unternehmen am oder nach dem 1. Juli 2009 erhält.

Aus der Anwendung der genannten Standards werden sich für den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Konsolidierungs kreis und Konsolidierungsmethoden

Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob der Konzern eine andere Gesellschaft beherrscht, wird das Vorhandensein und der Effekt von potenziellen Stimmrechten, die jederzeit ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.

Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung vorliegt, und werden nicht mehr voll konsolidiert, wenn das Beherrschungsverhältnis endet. Für Akquisitionen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 nach der Methode der vollständigen Neubewertung (Erwerbsmethode), d.h. Vermögenswerte und Schulden sowie Eventualschulden, soweit sie die Ansatzkriterien des IFRS 3 erfüllen, werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Hierfür lagen entsprechende Zwischenabschlüsse vor. Ein verbleibender, auf den Konzern entfallender Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert im Anlagevermögen ausgewiesen und entsprechend IFRS 3 i.V.m. IAS 36 einem zumindest jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam vereinnahmt.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss der PAUL HARTMANN AG.

Eine Aufstellung der voll konsolidierten Tochterunternehmen ist bei den sonstigen Erläuterungen enthalten.

Assoziierte Unternehmen und Joint Ventures

Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Bei Joint Ventures liegt eine gemeinschaftliche Führung vor, in der Regel mit einem Anteilsbesitz von 50 %. Als assoziierte Unternehmen werden diejenigen bezeichnet, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss besitzt und in der Regel zwischen 20 und 50 % der Stimmrechte hält, ohne das Unternehmen zu beherrschen. Die Erstbewertung der Anteile von assoziierten Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Beteiligungsbuchwerte der assoziierten Unternehmen enthalten den beim Anteilserwerb identifizierten Goodwill nach Abzug von Wertminderungen. Die Bilanzierung nach der Equity-Methode wird mit dem Zeitpunkt des Wegfallens des maßgeblichen Einflusses auf ein assoziiertes Unternehmen beendet. Wenn der Buchwert der Anteile an dem assoziierten Unternehmen den Wert Null erreicht, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, dass der Konzern zusätzlich Verbindlichkeiten oder Garantien für das assoziierte Unternehmen übernommen hat.

Konzerninterne Transaktionen

Alle konzerninternen Transaktionen und Salden sowie nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen innerhalb des Konzerns werden eliminiert. Nicht realisierte Verluste aus Transaktionen innerhalb des Konzerns werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, der Verlust resultiert aus einer zuvor erfolgten Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts.

Währungs umrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Jahresabschluss jedes Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden in der Währung ermittelt, die am besten die wirtschaftliche Realität der zugrunde liegenden Ereignisse und Umstände bezogen auf dieses Unternehmen widerspiegelt (funktionale Währung). Der Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro dargestellt, die gleichzeitig die funktionale Währung der PAUL HARTMANN AG ist.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Gewinne und Verluste aus der Begleichung solcher Geschäftsvorfälle sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

Die Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung enthalten auch Währungsdifferenzen aus Schuldverschreibungen und anderen monetären finanziellen Vermögenswerten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Währungsdifferenzen aus nicht-monetären Posten, wie Eigenkapitaltiteln, die zu Handelszwecken gehalten werden, gehen in die Gewinne oder Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ein. Währungsdifferenzen aus zur Veräußerung verfügbaren, nicht-monetären Vermögenswerten werden im Bedarfsfall in der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital erfasst.

Umrechnung der Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet. Die Bilanzposten werden zum Umrechnungskurs am 31. Dezember umgerechnet. Währungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Abgang einer ausländischen Gesellschaft werden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns bzw. -verlusts berücksichtigt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert und Anpassungen der Vermögenswerte und Schulden an den beizulegenden Zeitwert, die aus dem Erwerb einer ausländischen Gesellschaft resultieren, werden zu Stichtagskursen umgerechnet.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Es bestehen keine wesentlichen Abbau- oder Rekultivierungsverpflichtungen. Die planmäßige Abschreibung wird für jeden Vermögenswert linear auf Basis der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berechnet.

Geschätzte Nutzungsdauer:

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Gebäude 25 – 40 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 10 – 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Fahrzeuge 3 – 15 Jahre

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die aus Veräußerungen resultierenden Gewinne und Verluste werden als Differenz zwischen den Veräußerungs-erlösen und den Buchwerten ermittelt und erfolgswirksam als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Finanzierungskosten werden nicht als Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert, sofern diese nicht direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können.

Als Finanzinvesti tion gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden analog zu Sachanlagen zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bilanziert.

Geschätzte Nutzungsdauer:

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Immobilien 15 – 40 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte

Goodwill

Der Goodwill stellt die positive Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Tochterunternehmens bzw. des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs dar. Der Goodwill, der beim Erwerb von Tochterunternehmen am oder nach dem 1. Januar 1995 entstanden ist, wird unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Goodwill, der beim Erwerb von assoziierten Unternehmen am oder nach dem 1. Januar 1995 entstanden ist, ist im Beteiligungsbuchwert der assoziierten Unternehmen enthalten.

Goodwill, der beim Erwerb von Tochterunternehmen vor dem 1. Januar 1995 entstanden ist, wurde in voller Höhe mit dem Eigenkapital verrechnet. Dieser Goodwill wurde nicht nachträglich aktiviert.

Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf Zahlungsmittel generierende Einheiten verteilt.

Bei Goodwill wird eine unbestimmte Nutzungsdauer unterstellt. Dementsprechend unterliegt er gemäß IFRS 3 nicht der planmäßigen Abschreibung. Er wird vielmehr nach IAS 36 mindestens jährlich und zusätzlich bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

Darüber hinaus existieren keine immateriellen Vermögenswerte, die nicht planmäßig abgeschrieben werden.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden sofort als Aufwand erfasst. Ausgaben, die bei Entwicklungsprojekten in Zusammenhang mit dem Design oder der Prüfung neuer Produkte angefallen sind, werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, soweit die Voraussetzungen nach IAS 38 erfüllt werden. Andere Entwicklungskosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Andere immaterielle Vermögenswerte

Ausgaben für erworbene Patente, Markenzeichen, Kundenbeziehungen und Lizenzen werden aktiviert und über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geschätzte Nutzungsdauer:

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Patente, Lizenzen, Schutzrechte, Marken, Kundenbeziehungen 4 – 15 Jahre
Software 3 – 5 Jahre

Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden mindestens jährlich auf Wertminderungsbedarf hin geprüft oder wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert. Wenn die Bestimmung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, werden Vermögenswerte zur kleinsten Gruppe zusammengefasst, der unabhängige Mittelzuflüsse zugeordnet werden können (Zahlungsmittel generierende Einheit).

Sind die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen, werden diese Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben, wobei diese Wertaufholung nicht den Buchwert übersteigen darf, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderung erfasst worden wäre.

Finanzielle Vermögenswerte

Die im Konzern gehaltenen finanziellen Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien eingeteilt:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (diese Kategorie beinhaltet in der HARTMANN GRUPPE ausschließlich zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente),
bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sowie
Kredite und Forderungen.

Die Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Zeitpunkt des Erwerbs auf Basis des beabsichtigten Verwendungszwecks und wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Erstbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Als Kredite und Forderungen werden finanzielle Vermögenswerte kategorisiert, die aus der direkten Bereitstellung von Bargeld, Waren oder Dienstleistungen an einen Schuldner resultieren. Finanzinvestitionen, die in erster Linie erworben werden, um einen Gewinn aus kurzfristigen Kursänderungen zu erzielen, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte eingestuft.

Finanzinvestitionen mit festgelegtem Rückzahlungstermin, bei denen die Unternehmensleitung die Entscheidung trifft, diese bis zur Endfälligkeit zu halten und dazu auch in der Lage ist, werden als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen eingestuft.

Beteiligungen, Wertpapiere und sonstige Ausleihungen, die für eine unbestimmte Dauer gehalten werden, sind als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zu kategorisieren.

Alle üblichen Käufe und Verkäufe von Finanzinvestitionen werden zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird, gebucht. Beim Erwerb anfallende Transaktionskosten werden in die Anschaffungskosten einbezogen.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sowie Kredite und Forderungen werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bewertet. Eine Wertminderung wird erfasst, wenn der Buchwert des finanziellen Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt.

Zu Handelszwecken gehaltene und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da kein aktiver Markt vorliegt und der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Unrealisierte Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten resultieren, werden unter Berücksichtigung der Steuereffekte ergebnisneutral in einem gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Zeitpunkt der Veräußerung oder bei Feststellung einer Wertminderung. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinvestitionen werden in der Periode ergebniswirksam erfasst, in der sie entstehen.

Die Kredite und Forderungen sowie die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden im langfristigen Vermögen ausgewiesen, es sei denn, der Fälligkeitszeitpunkt liegt innerhalb von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag oder die Unternehmensleitung hat die Absicht, den finanziellen Vermögenswert innerhalb von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag zu verkaufen.

Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum Zeitpunkt des Verkaufs (Handelstag) oder bei Erlöschen des Anspruchs. Eine Ausbuchung wird auch dann vorgenommen, wenn das Recht, das einer Forderung zugrunde liegt, erlischt. Die bei der Ausbuchung entstandenen Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam behandelt.

Sowohl im abgelaufenen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr hatte der Konzern keine bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestition und, mit Ausnahme von Derivaten, keine zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte im Bestand.

Leasing verhältnisse

Leasingverhältnisse über Sachanlagen, bei denen der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen trägt, werden als Finanzierungsleasing eingestuft. Sachanlagen aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die entsprechenden Leasingverpflichtungen werden in gleicher Höhe unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Jede Leasingzahlung wird in der Weise in den Tilgungsanteil der Restschuld und die Finanzierungskosten aufgeteilt, um eine konstante Verzinsung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu erreichen. Der Zinsanteil der Leasingzahlungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aktivierte Sachanlagen aus Finanzierungsleasing werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder über die kürzere Leasingdauer abgeschrieben, wenn nicht hinreichend sicher ist, dass das Eigentum an dem Vermögenswert auf den Leasingnehmer übergeht.

Leasingverhältnisse, bei denen wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating Leasing eingestuft. Zahlungen aus Operating Leasing werden unter Berücksichtigung von Incentives des Leasinggebers linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten von Waren werden auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Die Herstellungskosten von fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthalten Rohstoffe, Fertigungslöhne, andere direkte Kosten und dem Produkt zurechenbare Gemeinkosten, die auf normaler Kapazitätsauslastung basieren. Nicht enthalten sind Finanzierungskosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Kosten für die Fertigstellung und den Vertrieb.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erstmalig in Höhe des Fair Value bilanziert. Die Folgebewertung wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich der Wertberichtigungen durchgeführt. Diese Wertberichtigungen basieren auf einer Durchsicht aller ausstehenden Beträge zum Jahresende und Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben, sobald der Zahlungsausfall feststeht.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel werden in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung enthalten die Zahlungsmittel Bargeld, jederzeit abrufbare Guthaben bei Kreditinstituten und andere kurzfristige hoch-liquide Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von höchstens drei Monaten.

Zur Veräußerung bestimmte Ver mögenswerte und Verbindlichkeiten

Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Schulden) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird, statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als „zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte“. Der Verkauf der langfristigen Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen ist höchstwahrscheinlich.

Eigenkapital

Externe Kosten, die direkt der Emission von neuen Aktien zugerechnet werden können, werden, sofern es sich nicht um Unternehmenserwerbe handelt, unter Berücksichtigung der Steuereffekte mit dem Eigenkapital verrechnet. Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Dividenden für Stammaktien werden in der Periode vom Eigen-kapital abgezogen, in der sie beschlossen wurden.

Wenn die PAUL HARTMANN AG oder eines ihrer Tochterunternehmen eigene Aktien der PAUL HARTMANN AG kauft, wird die bezahlte Gegenleistung einschließlich zurechenbarer Transaktionskosten unter Berücksichtigung der Steuereffekte vom Eigenkapital abgezogen. Wenn solche Aktien später verkauft oder neu ausgegeben werden, wird die erhaltene Gegenleistung wieder im Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2009 kam es nicht zu einem Erwerb eigener Aktien.

Finanzielle Schulden

Finanzielle Schulden werden erstmalig in Höhe des erhaltenen Betrags unter Berücksichtigung von Transaktionskosten erfasst. In den Folgeperioden werden finanzielle Schulden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bilanziert. Differenzen zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden demnach über die Laufzeit des Kredits verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern die Konzerngesellschaft nicht das unbedingte Recht hat, die Begleichung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Die Steuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet und berücksichtigen alle uns bekannten Sachverhalte.

Latente Steuern werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen, die aus Unterschieden zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Schulden und ihrem Buchwert im IFRS-Abschluss resultieren, sowie auf Konsolidierungsvorgänge erfasst. Die wesentlichen temporären Differenzen ergeben sich aus der Abschreibung auf Sachanlagen, der Bewertung von Wertpapieren, derivativen Finanzinstrumenten und Pensionsrückstellungen sowie bei Unternehmenserwerben aus Unterschieden zwischen den beizulegenden Werten der erworbenen Vermögenswerte und deren steuerlichen Werten. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf zukünftig nutzbare steuerliche Verluste gebildet.

Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die am Bilanzstichtag gelten oder faktisch beschlossen sind.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen aus Beteiligungen an Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen gebildet, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in der näheren Zukunft nicht umkehren.

Pensions verpflichtungen und andere Leistungen

Pensionsverpflichtungen

Die Konzerngesellschaften haben weltweit eine Reihe von beitrags- und leistungsorientierten Versorgungsplänen abgeschlossen. Das diesen Plänen zugeordnete Vermögen wird normalerweise in unabhängige vermögensverwaltende Fonds oder bei externen Versicherern eingezahlt.

Die beitragsorientierten Pensionszusagen werden in der Regel durch Zahlungen von Arbeitnehmern und den entsprechenden Konzernunternehmen gedeckt, jeweils unter Berücksichtigung der Empfehlungen von unabhängigen qualifizierten Versicherungsmathematikern.

Die Zuwendungen von Konzernunternehmen zu beitragsorientierten Pensionsplänen werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu der sie gehören.

Der Pensionsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen wird anhand der Projected Unit Credit-Methode ermittelt. Die Gesamtkosten für diese Zusagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über den Zeitraum der von den Arbeitnehmern dafür zu erbringenden Arbeitsleistungen verteilt.

Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert der voraussichtlichen zukünftigen Auszahlungen auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Zur Abzinsung werden Zinssätze von erstrangigen Industrieanleihen verwendet, die eine vergleichbare Fälligkeit wie die zugehörigen Verpflichtungen besitzen.

Die Anhangsangaben für Pensionsrückstellungen wurden im Bereich der Vorjahreswerte angepasst. Es ergab sich dadurch eine aussagekräftigere Darstellung der Anhangsangaben, jedoch keine Bilanz- und Ergebniswirkung.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden über die durchschnittliche Restdienstzeit der Arbeitnehmer verteilt, soweit sie zu Beginn eines Geschäftsjahres 10 % des höheren Betrags aus der Pensionsverpflichtung oder dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens zu diesem Zeitpunkt übersteigen.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Änderungen des Pensionsplans hängen vom Verbleib des Mitarbeiters im Unternehmen für einen festgelegten Zeitraum ab (Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit). In diesem Fall wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst.

Altersteilzeit

Für Mitarbeiter der HARTMANN GRUPPE, die im Rahmen tarifvertraglicher Bestimmungen die Möglichkeit der Altersteilzeit nutzen, wird eine Rückstellung gebildet. Diese enthält den anteiligen Erfüllungsrückstand während der Arbeitsphase im abgelaufenen Kalenderjahr sowie den Aufstockungsbetrag für die gesamte Altersteilzeitphase.

Jubiläen, Sterbegeld- und Überbrückungsgeldverpflichtungen

Aufgrund der Betriebsvereinbarungen vom 31. August 2006 gewähren die PAUL HARTMANN AG und die CMC Consumer Medical Care GmbH für 25-, 40- und 50-jährige Betriebszugehörigkeit jeweils ein Geldgeschenk sowie drei Tage Sonderurlaub. Des Weiteren gewährt die PAUL HARTMANN AG aufgrund dieser Betriebsvereinbarungen Sterbegeld und aufgrund von Manteltarifverträgen Überbrückungsgeld. Über die Berechnung der Rückstellung liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten vor. Es werden Zinssätze herangezogen, die mit den Zinssätzen für die Berechnung von Pensionsverpflichtungen vergleichbar sind.

Investitions zuschüsse und Investitionszulagen für Sachanlagen

Staatliche Investitionszuschüsse für Sachanlagen werden als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen und durch die verringerte planmäßige Abschreibung über die Nutzungsdauer der Sachanlagen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Steuerfreie Investitionszulagen werden passivisch abgegrenzt, in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögenswerte verteilt und erfasst.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn dem Konzern eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vergangenen Ereignissen entstanden ist, deren Erfüllung erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Wenn die Unternehmensleitung erwartet, dass eine Zahlungsverpflichtung von Dritten erstattet wird, zum Beispiel im Rahmen eines Versicherungsvertrags, wird der Erstattungsanspruch als eigenständiger Vermögenswert bilanziert, sofern die Erstattung so gut wie sicher ist.

Gewährleistungsverpflichtungen

Der Konzern bilanziert eine Rückstellung für den Austausch von Waren, die am Bilanzstichtag unter die Gewährleistungsverpflichtung fallen. Diese Rückstellung wird auf Basis von Erfahrungswerten der vergangenen Jahre in Bezug auf Ersatz von Wirtschaftsgütern ermittelt.

Drohverlustrückstellungen

Der Konzern bilanziert eine Drohverlustrückstellung, wenn die erwarteten Erträge aus einem Vertrag unter den unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der Verpflichtung aus dem Vertrag liegen. Dabei werden die unvermeidbaren Kosten zu Vollkosten angesetzt.

Restrukturierungsrückstellungen

Diese Rückstellungen beinhalten Leistungen an Arbeitnehmer. Sie werden erst bilanziert, nachdem ein Beschluss über die detaillierten Bedingungen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer getroffen wurde und die entsprechenden Arbeitnehmer oder Arbeitnehmervertreter über diesen Beschluss informiert worden sind. Für Kosten der künftigen Aktivitäten wird keine Rückstellung angesetzt.

Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Waren ausgeliefert wurden bzw. wenn die Dienstleistung erbracht wurde. Die Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen abzüglich aller Erlösschmälerungen ohne Verbrauchsteuern und nach der Eliminierung von konzerninternen Verkäufen ausgewiesen. Die HARTMANN GRUPPE erfasst Erträge, wenn der Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und dessen Höhe verlässlich ermittelt werden kann. Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand beziehungsweise Ertrag erfasst. Dividendenerträge werden erfasst, wenn ein Dividendenbeschluss vorliegt.

Derivative F inanzinstrumente und Sicherungs geschäfte

Derivate

Derivative Finanzinstrumente, die nicht Teil einer Hedging-Beziehung sind, werden in der Bilanz bei der Ersterfassung sowie der Folgebewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertänderungen auf derivative Finanzinstrumente werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IAS 39 werden angewendet, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Hedge Accounting

Die HARTMANN GRUPPE sichert Zinsrisiken aus Verbindlichkeiten mithilfe von Zinsswaps sowie Fremdwährungsrisiken aus geplanten Verbindlichkeiten mithilfe von Devisentermingeschäften im Rahmen von Hedge Accounting (Cash-Flow Hedges) ab.

Der effektive Teil von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die für eine Absicherung des Cash-Flows bestimmt sind und als Cash-Flow Hedge eingestuft werden, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung netto erfasst.

Im Eigenkapital abgegrenzte Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird (z.B. zu dem Zeitpunkt, zu dem ein abgesicherter zukünftiger Verkauf stattfindet). Der Gewinn beziehungsweise Verlust aus der effektiven Sicherung variabler verzinslicher Kredite mit Zinsswaps wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzierungserträgen beziehungsweise Finanzierungsaufwendungen erfasst. Gewinne beziehungsweise Verluste aus der effektiven Sicherung von Devisen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst.

Die PAUL HARTMANN AG dokumentiert bei Beginn der Transaktion die Beziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, die Risikomanagementstrategien und das Vorgehen für Sicherungsaktionen. Ebenso wird die Überprüfung der Effektivität der Sicherung dokumentiert.

Wenn ein Sicherungsgeschäft ausläuft, veräußert wird oder nicht mehr die Kriterien zur Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllt, verbleibt der bis dahin im Eigenkapital kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die ursprünglich gesicherte, zukünftige Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste sofort in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Ermittlungs methoden des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert von Derivaten und zu Handelszwecken gehaltenen oder zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten basiert auf Mark-to-Market-Bewertungen am Bilanzstichtag, die, soweit möglich, durch interne Bewertungen verifiziert werden. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps, Rohstoffswaps und Devisentermingeschäften wird dabei als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet. Der beizulegende Zeitwert von Devisenoptionen wird mithilfe der Black-Scholes-Methode ermittelt.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte, sonstigen finanziellen Forderungen, Leasingverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Schulden, die im Anhang anzugeben sind, erfolgt durch Abzinsung der künftigen, vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu aktuellen Marktzinssätzen, die der Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente erhalten würde.

Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von immateriellen Vermögenswerten im Rahmen von Kaufpreisallokationen wurden je nach Art des Vermögenswerts, Komplexität der Wertermittlung und der Verfügbarkeit von Informationen unterschiedliche Bewertungstechniken herangezogen. Grundsätzlich kann man nach kosten-, marktpreis- und kapitalwertorientierten Verfahren unterscheiden. Dabei ist das kapitalwertorientierte Verfahren („income approach“), das im Allgemeinen auf einer Prognose künftiger Zahlungsmittelflüsse beruht, hervorzuheben. So wurde bei der Bewertung der Marken die so genannte Lizenzpreis-Analogiemethode angewendet. Bei dieser Methode werden die Kosteneinsparungen geschätzt, die daraus resultieren, dass die PAUL HARTMANN AG Eigentümer der Marken und Patente ist und keine Gebühren an einen Lizenzgeber zahlen muss. Die hieraus resultierende Ersparnis ergibt nach Abzinsung den anzusetzenden Wert für den immateriellen Vermögenswert. Die Bewertung der Kundenbeziehungen wurde demgegenüber mittels der Residualwertmethode vorgenommen. Bei dieser Methode wird der Barwert der ausschließlich durch den zu bewertenden Vermögenswert generierten Zahlungsmittel ermittelt. Da die betreffenden Vermögenswerte ihre Zahlungsmittel regelmäßig nur im Verbund mit anderen Vermögenswerten generieren, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse fiktive Auszahlungen für diese „unterstützenden“ anderen Vermögenswerte (contributory asset charge) berücksichtigt. Die Bewertung der Grundstücke erfolgte auf Basis eines Marktpreisverfahrens. Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden auf Basis eines kostenorientierten Verfahrens bewertet. Die Vorräte wurden auf Basis der retrograden Methode bewertet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

1 Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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in Tausend EUR Grundstücke und Bauten Maschinen, technische Anlagen Betriebs- und

Geschäfts-

ausstattung
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2008 265.663 351.596 245.803 6.033 869.095
Zugänge 962 7.259 11.755 17.988 37.964
Umbuchungen 309 3.716 63 4.173 85
Veränderung im Konsolidierungskreis 9.399 5.926 1.893 573 17.791
Abgänge 960 17.469 13.758 169 32.356
Umgliederungen in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 17.703 37.065 16.636 181 71.585
Währungsumrechnung 3.493 2.186 125 106 5.910
Stand 31. Dezember 2008 261.163 316.149 229.245 20.177 826.734
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 125.103 257.103 183.168 0 565.374
Planmäßige Abschreibungen 7.700 17.793 13.985 0 39.478
Wertminderungen 1.184 5.186 1.205 181 7.756
Umbuchungen 62 161 230 0 7
Veränderung im Konsolidierungskreis 200 577 887 0 1.664
Abgänge 892 16.860 13.186 0 30.938
Umgliederungen in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 12.735 36.658 16.295 181 65.869
Währungsumrechnung 1.941 1.849 148 0 3.938
Stand 31. Dezember 2008 122.163 227.997 167.908 0 518.068
Restbuchwert am 31. Dezember 2008 139.000 88.152 61.337 20.177 308.666

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Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2009 261.163 316.149 229.245 20.177 826.734
Zugänge 5.497 11.899 10.887 14.200 42.483
Umbuchungen 1.057 16.185 1.622 18.722 142
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 420 0 420
Abgänge 4.343 5.436 18.549 16 19.658
Umgliederungen in/aus zur Veräußerung bestimmte/n Vermögenswerte/n 101 33.029 14.817 181 48.128
Währungsumrechnung 140 96 358 1 313
Stand 31. Dezember 2009 272.021 371.922 238.800 15.819 898.562
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 122.163 227.997 167.908 0 518.068
Planmäßige Abschreibungen 8.486 19.105 13.933 0 41.524
Wertminderungen 1.023 1.127 413 0 2.563
Wertaufholung 1.184 8 317 0 1.509
Umbuchungen 131 0 0 0 131
Abgänge 4.122 4.932 17.505 0 18.315
Umgliederungen in/aus zur Veräußerung bestimmte/n Vermögenswerte/n 101 33.210 14.860 0 48.171
Währungsumrechnung 40 43 297 0 300
Stand 31. Dezember 2009 134.802 276.542 179.589 0 590.933
Restbuchwert am 31. Dezember 2009 137.219 95.380 59.211 15.819 307.629

Mit der Entscheidung, die Veräußerungsgruppe der CMC Consumer Medical Care GmbH nicht zu veräußern (siehe Ziffer 11), sondern einer Sanierung zu unterziehen, wurde die im Vorjahr vorgenommene Klassifizierung nach IFRS 5 im Berichtsjahr zurückgenommen mit der Folge, dass sich im Rahmen eines Impairmenttests gemäß IAS 36 Wertaufholungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR im Berichtsjahr ergaben.

Auf Sachanlagen sind Grundpfandrechte mit einem Betrag von 2,7 (2008: 3,0) Mio. EUR eingetragen. Daneben bestehen übliche Vereinbarungen über Eigentumsvorbehalte. Des Weiteren bestehen am Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 6,5 (2008: 8,6) Mio. EUR und für Reparaturen und Ersatzteile in Höhe von 4,3 (2008: 0) Mio. EUR.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Sachanlagen:

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in Tausend EUR Grundstücke und Bauten Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten 5.812 3.446 9.258
Kumulierte Abschreibungen 2.408 2.058 4.466
Restbuchwert am 31. Dezember 2008 3.404 1.388 4.792
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten 5.650 3.043 8.693
Kumulierte Abschreibungen 2.480 2.198 4.678
Restbuchwert am 31. Dezember 2009 3.170 845 4.015

Ein wesentlicher Finanzierungsleasingvertrag betrifft die Konzerngesellschaft HARTMANN USA, Inc., die ein Produktions- und Lagergebäude geleast hat. Der Vertrag hat eine Leasinglaufzeit bis 2033. Es besteht eine Ankaufsverpflichtung für das Jahr 2010.

Bei Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um abgeschlossene Leasingverträge im Bereich EDV-Hardware und Kraftfahrzeuge.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

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in Tausend EUR 2009 2008
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1. Januar 18.024 26.219
Umbuchungen 434 0
Abgänge 13.085 128
Umgliederungen in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 4.505 8.067
Stand am 31. Dezember 0 18.024
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1. Januar 16.799 16.859
Umbuchungen 130 0
Planmäßige Abschreibungen 58 631
Abgänge 13.085 128
Umgliederungen in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 3.642 563
Stand am 31. Dezember 0 16.799
Restbuchwert am 31. Dezember 0 1.225

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Immobilien mit einem Restbuchwert von 0,9 Mio. EUR aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert. Immobilien mit einem Restbuchwert von 0,3 Mio. EUR werden seit August 2009 selbst genutzt. Aus diesen Immobilien wurden insgesamt Mieteinnahmen in Höhe von 0,01 (2008: 0,04) Mio. EUR erzielt. Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 0,05 (2008: 0,06) Mio. EUR im Zusammenhang mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien an.

2 Immaterielle Vermögenswerte

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in Tausend EUR Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte Geschäfts- oder Firmenwert, Goodwill Geleistete Anzahlungen Gesamt
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2008 59.492 31.762 85 91.339
Zugänge 3.056 40.013 2.261 45.330
Umbuchungen 165 0 81 84
Veränderung im Konsolidierungskreis 26.299 191 257 26.365
Abgänge 727 0 0 727
Umgliederungen in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 28 0 7 35
Währungsumrechnung 101 1.241 0 1.342
Stand 31. Dezember 2008 88.156 70.343 2.515 161.014
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2008 49.032 15.056 0 64.088
Planmäßige Abschreibungen 3.577 0 0 3.577
Wertminderungen 14 0 7 21
Umbuchungen 7 0 0 7
Veränderung im Konsolidierungskreis 24 119 0 95
Abgänge 719 0 0 719
Umgliederungen in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 28 0 7 35
Währungsumrechnung 105 46 0 151
Stand 31. Dezember 2008 51.754 15.129 0 66.883
Restbuchwert am 31. Dezember 2008 36.402 55.214 2.515 94.131

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Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2009 88.156 70.343 2.515 161.014
Zugänge 3.964 507 1.008 5.479
Umbuchungen 1.701 0 1.409 292
Abgänge 3.135 0 0 3.135
Umgliederungen in/aus zur Veräußerung bestimmte/n Vermögenswerte/n 28 0 7 35
Währungsumrechnung 74 1.494 0 1.420
Stand 31. Dezember 2009 90.640 72.344 2.121 165.105
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2009 51.754 15.129 0 66.883
Planmäßige Abschreibungen 6.377 0 0 6.377
Wertminderungen 193 1.009 0 1.202
Wertaufholung 86 0 7 93
Abgänge 3.048 0 0 3.048
Umgliederungen in/aus zur Veräußerung bestimmte/n Vermögenswerte/n 28 0 7 35
Währungsumrechnung 73 29 0 44
Stand 31. Dezember 2009 55.291 16.109 0 71.400
Restbuchwert am 31. Dezember 2009 35.349 56.235 2.121 93.705

Mit der Entscheidung, die Veräußerungsgruppe der CMC Consumer Medical Care GmbH nicht zu veräußern (siehe Ziffer 11), sondern einer Sanierung zu unterziehen, wurde die im Vorjahr vorgenommene Klassifizierung nach IFRS 5 im Berichtsjahr zurückgenommen.

Goodwill wurde im Rahmen eines Impairmenttests gemäß IAS 36 auf Werthaltigkeit überprüft (siehe Ziffer 22).

Am Bilanzstichtag bestehen vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 2,1 (2008: 0,7) Mio. EUR.

Die im Jahr 2009 angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten erfüllten wie bereits im Vorjahr nicht die Aktivierungskriterien nach IFRS. Insgesamt wurden Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 32,2 (2008: 26,1) Mio. EUR aufwandswirksam verrechnet.

3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

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in Tausend EUR 2009 2008
Stand am 1. Januar 2.084 1.801
Zugänge 294 313
Abgänge 109 30
Stand am 31. Dezember 2.269 2.084

Die Anteile der HARTMANN GRUPPE an ihren assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR 2008
Sitz der

Gesellschaft
Vermögen Schulden Erlöse Gewinn/

Verlust
Gehaltene

Anteile
--- --- --- --- --- --- ---
Roth Grundstücksgesellschaft mbH Deutschland 449 4 185 129 30,0%
Medical Service und Logistik GmbH Deutschland 3.191 2.447 29.545 66 50,0%
Farmaban S.A. Spanien 6.938 2.116 8.571 726 31,6%
10.578 4.567 38.301 921

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in Tausend EUR 2009
Sitz der

Gesellschaft
Vermögen Schulden Erlöse Gewinn/

Verlust
Gehaltene

Anteile
--- --- --- --- --- --- ---
Roth Grundstücksgesellschaft mbH Deutschland 443 1 180 124 30,0%
Medical Service und Logistik GmbH Deutschland 3.357 2.542 29.421 67 50,0%
Farmaban S.A. Spanien 8.573 3.237 8.576 669 31,6%
12.373 5.780 38.177 860

4 Finanzielle Vermögenswerte (langfristige Posten)

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in Tausend EUR 2009 2008
Beteiligungen 238 236
Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere 826 789
Geleistete Anzahlungen auf verbundene Unternehmen 0 22
Derivative Finanzinstrumente 212 0
1.276 1.047

5 Sonstige Forderungen

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in Tausend EUR 2009 2008
Langfristige sonstige Forderungen
gegen Fremde 5.639 6.171
darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 2.566 2.566
3.073 3.605
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 16.287 19.574

Die langfristigen Forderungen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach Berücksichtigung von Ausfallrisiken angesetzt. Die langfristigen Forderungen beinhaltet ein Pensionsguthaben in Höhe von 1,8 (2008: 1,6) Mio. EUR, das zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde. Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten.

Bei den Erstattungsansprüchen aus Ertragsteuern handelt es sich um den langfristigen Anteil der Aktivierung des Körperschaftsteuerguthabens der PAUL HARTMANN AG.

Bei dem Wertminderungsbestand für langfristige sonstige Forderungen handelt es sich um Einzelwertberichtigungen. Diese entwickelten sich wie folgt:

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in Tausend EUR 2009 2008
Stand am 1. Januar 2.566 1.401
Zuführung 0 1.165
Stand am 31. Dezember 2.566 2.566

6 Latente Steuern

Die Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 („Ertragsteuern“). Der Berechnung der latenten Steuern liegen die in den Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Entwicklung der latenten Steuern

(Nettobetrag passiver latenter Steuern nach Abzug aktiver latenter Steuern)

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in Tausend EUR 2009 2008
Stand am 1. Januar 2.699 2.367
Währungsdifferenzen 19 143
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste latente Steuern 6.621 4.521
Latente Steuern auf Posten des Eigenkapitals 7 414
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 279
Umgliederungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 5 5
Stand am 31. Dezember 9.313 2.699

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn bei tatsächlichen Steuerforderungen und Steuerschulden ein gesetzlicher Aufrechnungsanspruch besteht und die latenten Steuern bei der gleichen Steuerbehörde entstanden sind.

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen

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in Tausend EUR 31.12.2009 31.12.2008
aktiv passiv aktiv passiv
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 2.814 17.477 2.243 20.984
Immaterielle Vermögenswerte 4.122 2.832 4.095 2.189
Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 5.566 728 3.205 760
Vorräte 1.056 1.641 364 2.307
Schulden und Rückstellungen 15.276 3.416 12.910 1.979
Verlustvorträge 8.710 0 8.367 0
Wertberichtigung auf aktive latente Steuern 5.223 0 3.413 0
Steuerlatenzen aus der Konsolidierung 3.828 742 4.413 1.266
36.149 26.836 32.184 29.485
Davon kurzfristig 14.247 2.894 9.891 3.248
Saldierung 20.705 20.705 18.134 18.134
Bilanzansatz 15.444 6.131 14.050 11.351

Aktive latente Steuern werden für steuerliche Verlustvorträge in dem Maß berücksichtigt, in dem deren Verwertung durch zukünftige steuerbare Erträge wahrscheinlich ist.

Von den bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 26,8 (2008: 26,6) Mio. EUR sind 18,6 (2008: 15,4) Mio. EUR zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 1,2 (2008: 11,2) Mio. EUR innerhalb der nächsten zehn Jahre und 7,0 Mio. EUR innerhalb der nächsten 18 Jahre zu verwenden sind. Von den nutzbaren Verlustvorträgen werden derzeit 18,2 (2008: 13,8) Mio. EUR als nicht realisierbar angesehen. Dies bedeutet, dass auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 8,7 (2008: 8,4) Mio. EUR eine Wertberichtigung von 4,9 (2008: 3,4) Mio. EUR vorgenommen wurde. Daneben bestehen im Berichtsjahr wie im Vorjahr keine nicht nutzbaren Verlustvorträge.

Des Weiteren existieren im Berichtsjahr Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern aus temporären Differenzen in Höhe von 0,4 (2008: 0) Mio. EUR.

7 Vorräte

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in Tausend EUR 2009 2008
Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe 66.264 73.160
Unfertige Erzeugnisse 18.985 21.358
Fertige Erzeugnisse und Waren 162.581 158.538
Geleistete Anzahlungen für Vorräte 570 1.642
248.400 254.698

Fertige Erzeugnisse und Waren wurden in Höhe von 16,5 (2008: 16,0) Mio. EUR zum Nettoveräußerungspreis bewertet. Die Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis beliefen sich auf 5,6 (2008: 4,4) Mio. EUR. Des Weiteren bestehen am Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren in Höhe von 59,2 (2008: 65,2) Mio. EUR.

8 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

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in Tausend EUR 2009 2008
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegen Fremde 259.497 231.546
darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 20.986 15.564
gegen assoziierte Unternehmen 548 533
aus Wechselforderungen 14.145 10.157
darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 7 10
253.197 226.662
Kurzfristige sonstige Forderungen
gegen Fremde 22.004 17.657
darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 1.298 1.310
gegen beteiligte Unternehmen 300 300
darauf Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 300 300
aus aktiver Rechnungsabgrenzung 3.564 3.447
aus Erstattungsansprüchen sonstiger Steuern 2.399 3.578
26.669 23.372
279.866 250.034
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 6.347 4.225

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind 2,1 (2008: 4,9) Mio. EUR nach Ablauf von mehr als einem Jahr fällig.

Eine mögliche Anhäufung von Kreditrisiken im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die große Anzahl von Kunden des Konzerns sowie mehrere Distributionskanäle weitestgehend vermieden. Die Kunden stammen aus verschiedenen geographischen Regionen. Die Wertberichtigungen basieren auf einer Durchsicht aller ausstehenden Beträge zum Jahresende und Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit mit der Einbringlichkeit von Forderungen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben, sobald der Zahlungsausfall feststeht. Erkennbare Risiken wurden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus wurden zur Berücksichtigung von Ausfall, Zins- und Skontoverlusten pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Diese basieren auf den Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit mit der Einbringlichkeit von Forderungen.

Der Wertminderungsbestand auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen entwickelte sich wie folgt:

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in Tausend EUR 2009 2008
Stand am 1. Januar 17.184 14.821
Zuführung 6.879 5.532
Verbrauch 553 635
Auflösung 1.422 1.994
Veränderung im Konsolidierungskreis 2 244
Umgliederungen in/aus zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 359 359
Währungsumrechnung 142 63
Stand am 31. Dezember 22.591 17.184

Der Gesamtbestand der Zuführungen von 6,9 (2008: 5,5) Mio. EUR setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 5,5 (2008: 5,2) Mio. EUR und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,4 (2008: 0,3) Mio. EUR. Im Rahmen der Auflösung wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,1 (2008: 1,6) Mio. EUR und pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,3 (2008: 0,4) Mio. EUR berücksichtigt.

9 Vermögenswerte (kurzfristige Posten)

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in Tausend EUR 2009 2008
Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere 233 248
Derivative Finanzinstrumente 1.006 0
1.239 248

10 Zahlungsmittel

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in Tausend EUR 2009 2008
Kontokorrentkonten, Bargeld und Termineinlagen 37.557 46.661

Es bestanden keine Verfügungsbeschränkungen.

11 Zur Veräußerung bestimmte Vermögens werte und Verbindlichkeiten

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in Tausend EUR 2009 2008
Zur Veräußerung bestimmte Sachanlagen 3.121 14.248
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe 0 28.136
Zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe 0 7.893
3.121 34.491

Bei der PAUL HARTMANN AG wurden Produktions- und Lagergebäude mit Wirkung zum 1. Juni 2009 verkauft. Es entstand aus dem Verkauf ein Veräußerungsgewinn vor Steuern von 5,8 Mio. EUR.

Bei der Konzerngesellschaft Karl Otto Braun GmbH & Co. KG werden Grundstücke und Gebäude infolge des erwarteten Verkaufs von Werkswohnungen als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Die Werkswohnungen werden dem Segment Weitere Konzernaktivitäten zugeordnet und voraussichtlich im Jahr 2010 veräußert.

Bei der tschechischen Konzerngesellschaft HARTMANN-RICO a.s. werden aufgrund von Umstrukturierungen nicht mehr benötigte Sachanlagen voraussichtlich im Jahr 2010 veräußert. Die Sachanlagen betreffen das Segment Wundmanagement.

Bei der Konzerngesellschaft Kneipp-Werke Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co. KG werden Grundstücke und Gebäude als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen, die voraussichtlich im Jahr 2010 veräußert werden. Diese Grundstücke und Gebäude sind dem Segment Weitere Konzernaktivitäten zugeordnet.

Die Veränderung bei den zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten betrifft ausschließlich die Veräußerungsgruppe der CMC Consumer Medical Care GmbH. Im Geschäftsjahr 2009 wurde nach intensiven Untersuchungen, Abwägung der zur Verfügung stehenden Alternativen sowie Verhandlungen mit verschiedenen Interessenten entschieden, die Veräußerungsgruppe der CMC Consumer Medical Care GmbH nicht zu veräußern, sondern einer Sanierung zu unterziehen. Es wurde deshalb die im Jahr 2008 vorgenommene Klassifizierung nach IFRS 5 im Jahr 2009 zurückgenommen mit der Folge, dass sich Wertaufholungen in Höhe von 1,5 Mio. EUR ergaben.

12 Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG beträgt unverändert 91,3 Mio. EUR. Es ist eingeteilt in 3.572.424 Namensstückaktien. Davon werden 20.682 Stücke mit einem Buchwert von 0,03 Mio. EUR als eigene Aktien bei der PAUL HARTMANN AG gehalten. Die Kapitalrücklage mit 48,9 Mio. EUR stammt mit 50,8 Mio. EUR aus dem Agio aus Kapitalerhöhungen der PAUL HARTMANN AG und mit -1,9 Mio. EUR aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen an der IVF HARTMANN Holding AG, Schweiz. In den Gewinn- und anderen Rücklagen ist eine Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte nach IAS 39 mit -1,5 (2008: -1,5) Mio. EUR enthalten. Dieser Betrag betrifft im Wesentlichen die Hedging-Reserve, die sich wie folgt aufteilt: Zuführung 2,1 (2008: 1,0) Mio. EUR, Auflösung -1,5 (2008: -0,5) Mio. EUR, Bewertungsänderung 0 (2008: -0,5) Mio. EUR und latente Steuer -0,6 (2008: -0,6) Mio. EUR. Des Weiteren sind zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte enthalten, die sich im Wert nicht verändert haben.

Den Anderen Gewinnrücklagen der PAUL HARTMANN AG wurden gemäß § 270 Abs. 2 HGB 12,5 (2008: 3,0) Mio. EUR zugeführt.

13 Finanzielle Schulden (langfristige Posten)

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in Tausend EUR 2009 2008
Langfristige finanzielle Schulden
gegenüber Kreditinstituten 130.838 197.623
aus Finanzierungsleasing 345 5.362
aus derivativen Finanzinstrumenten 3.299 0
aus sonstigen verzinslichen Schulden 9.450 8.489
143.932 211.474
Restlaufzeit der langfristigen finanziellen Schulden (ohne Finanzierungsleasing)
Zwischen einem und fünf Jahren 140.150 200.353
Mehr als fünf Jahre 3.437 5.759
143.587 206.112
Restlaufzeit der langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Zwischen einem und fünf Jahren 345 1.064
Mehr als fünf Jahre 0 4.298
345 5.362
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen)
Zwischen einem und fünf Jahren 361 1.334
Mehr als fünf Jahre 0 4.298
Enthaltener Zinsanteil 16 270
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 345 5.362
Gewichteter Zinssatz für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6,78% 6,55%

Die finanziellen Schulden enthalten abgesicherte Verbindlichkeiten wie Leasingverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,6 (2008: 7,7) Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden zum Teil mit Grundstücken und Gebäuden des Konzerns gesichert.

Die Veränderung bei den finanziellen Schulden aus Finanzierungsleasing beinhaltet im Wesentlichen eine Ausweisänderung zu den kurzfristigen finanziellen Schulden.

14 Rückstellungen für Pensionen

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in Tausend EUR 2009 2008
Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Beträge
Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen 74.849 75.700
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 71.191 65.924
Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen 3.658 9.776
Barwert der nicht extern finanzierten Verpflichtungen 67.247 56.882
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste 6.989 6.469
Plankürzungen 421 56
Gemäß IAS 19.58 (b) nicht als Vermögenswert erfasster Betrag 49 0
59.886 50.469
Zwischensumme 1) 63.544 60.245
Korrektur durch Umbuchung Vermögenswert aus leistungsorientiertem Plan 1.753 1.633
Verpflichtung in der Bilanz 65.297 61.878

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Zusammensetzung der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträge
Laufender Dienstzeitaufwand 3.046 2.585
Zinsaufwand 5.771 4.875
Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 2.135 2.274
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 305 149
Auswirkung von Plankürzungen oder -abgeltungen 27 569
Gemäß IAS 19.58 (b) nicht als Vermögenswert erfasster Betrag 50 0
Währungsumrechnung 21 0
Gesamtaufwand (im Personalaufwand enthalten) 6.989 4.766

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Veränderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen
Stand am 1. Januar 132.582 129.264
Währungsumrechnung 114 10
Veränderung im Konsolidierungskreis 83 9.792
Laufender Dienstzeitaufwand 3.046 2.585
Zinsaufwand 5.771 4.875
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 6.702 149
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 162
Gezahlte Leistungen 8.109 7.821
Auswirkung von Plankürzungen oder -abgeltungen 3 5.583
Beiträge der Teilnehmer des Plans 878 823
Umgliederungen aus den zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten 1.032 1.032
Stand am 31. Dezember 142.096 132.582

1) In dieser Summe sind 1,8 (2008: 1,6) Mio. EUR Guthaben nach IAS 19.58 und 19.59 enthalten. Die Korrektur erfolgte durch Umbuchung zu den sonstigen langfristigen Forderungen.

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in Tausend EUR 2009 2008
Veränderung des Planvermögens
Stand am 1. Januar 65.924 75.136
Währungsumrechnung 102 10
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 1.394
Erwartete Erträge aus Planvermögen 2.135 2.352
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 5.686 7.874
Beiträge des Arbeitgebers 1.479 2.475
Beiträge der Teilnehmer des Plans 880 889
Gezahlte Leistungen 5.015 4.823
Auswirkung von Plankürzungen oder -abgeltungen 0 3.615
Stand am 31. Dezember 71.191 65.924

Der tatsächliche Erfolg des Planvermögens beträgt 7,8 (2008: -5,8) Mio. EUR. Das Planvermögen besteht im Wesentlichen aus verzinslichen Wertpapieren (64,8 %), Aktien (19,7 %) und Liquidität (12,2 %). Im Vorjahr bestand das Planvermögen zu 61,2 % aus verzinslichen Wertpapieren, zu 18,2 % aus Liquidität und zu 13,9 % aus Aktien. Im Geschäftsjahr 2010 werden voraussichtlich 1,5 Mio. EUR in den Pensionsplan eingezahlt werden.

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in Tausend EUR 2009 2008
Zusammensetzung der ausgewiesenen Verpflichtung
Auszahlung voraussichtlich innerhalb eines Jahres 2.016 2.018
Auszahlung voraussichtlich später als ein Jahr 63.281 59.860
Verpflichtung in der Bilanz 65.297 61.878

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in Tausend EUR 2009 2008 2007 2006 2005
Finanzierungsstatus
Barwert der Verpflichtungen 142.096 132.582 129.264 68.838 66.416
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 71.191 65.924 75.136 10.576 11.048
70.905 66.658 54.128 58.262 55.368

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Erfahrungsbedingte Anpassungen
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Schulden des Plans 1.287 1.590 1.210 976 0
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Vermögenswerte des Plans 5.591 7.623 160 13 0
4.304 9.213 1.370 989 0

Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen

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in Prozent 2009 2008
Gewichteter Abzinsungssatz 4,99 5,81
Erwartete Rendite auf das Planvermögen 3,00 5,60 3,25 6,30
Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen 1,50 4,25 1,50 4,50
Erwartete Rentensteigerungen 0,50 5,00 0,50 5,75
Fluktuationsrate 0,00 4,00 3,00 8,00

15 Sonstige Rückstellungen

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in Tausend EUR Rückstellung für Vertriebsbereich Rückstellung für Personalbereich Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Sonstige Rückstellungen Gesamt
Stand 1. Januar 2009 12.445 28.377 714 5.086 46.622
Zuführung 2.694 10.559 3.715 4.210 21.178
Auflösung 212 1.088 0 1.232 2.532
Aufzinsung 0 253 0 0 253
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 2.482 9.724 3.715 2.978 18.899
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 132 132
Umgliederungen aus den zur Veräußerung bestimmten Verbindlichkeiten 188 812 7 64 1.071
Verbrauch 3.021 10.965 483 2.437 16.906
Währungsumrechnung 31 5 5 2 33
Stand 31. Dezember 2009 12.063 27.953 3.948 5.821 49.785

Aufgliederung der Rückstellungen nach ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme

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in Tausend EUR Rückstellung für Vertriebsbereich Rückstellung für Personalbereich Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Sonstige Rückstellungen Gesamt
31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Später als ein Jahr 11.982 20.357 35 918 33.292
Innerhalb eines Jahres 463 8.020 679 4.168 13.330
12.445 28.377 714 5.086 46.622
31.12.2009
Später als ein Jahr 11.619 19.946 2.012 2.316 35.893
Innerhalb eines Jahres 444 8.007 1.936 3.505 13.892
12.063 27.953 3.948 5.821 49.785

Rückstellungen für den Vertriebsbereich

Die Rückstellungen für den Vertriebsbereich enthalten im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen aus Gewährleistung sowie für Garantien und Lizenzen.

Rückstellungen für den Personalbereich

Die Rückstellungen aus dem Personalbereich enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Altersteilzeit, Restrukturierung sowie Zuwendungen für Arbeitsjubiläen.

Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften

In den Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sind Verpflichtungen aus nachteiligen Kunden- und Lieferantenverträgen enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten erkennbare Risiken im Produktions- und Finanzbereich; des Weiteren wurden Rückstellungen für laufende Rechtstreitigkeiten gebildet.

16 Sonstige Verbindlichkeiten

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in Tausend EUR 2009 2008
Zwischen einem und fünf Jahren 2.356 1.822
2.356 1.822

Im Wesentlichen handelt es sich im um passive Rechnungsabgrenzungsposten.

17 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

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in Tausend EUR 2009 2008
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegen Fremde 82.608 90.369
gegen assoziierte Unternehmen 229 200
Wechselverbindlichkeiten gegen Fremde 108 154
82.945 90.723
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
gegen Fremde 68.303 54.488
für sonstige Steuern 14.960 12.909
83.263 67.397
166.208 158.120
Verbindlichkeiten für Ertragsteuern 26.919 22.468

Es sind keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nach Ablauf eines Jahres fällig. Der Marktwert der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

18 Finanzielle Schulden (kurzfristige Posten)

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in Tausend EUR 2009 2008
Kurzfristige finanzielle Schulden
gegenüber Kreditinstituten 47.224 59.888
aus Finanzierungsleasing 5.020 670
aus derivativen Finanzinstrumenten 1.012 1.410
aus sonstigen verzinslichen Schulden 966 982
54.222 62.950
Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen)
Bis zu einem Jahr 5.241 963
Enthaltener Zinsanteil 221 293
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5.020 670

Die sonstigen verzinslichen Schulden beinhalten den kurzfristigen Anteil einer Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 0,8 (2008: 0,6) Mio. EUR, die für Mitarbeiter unserer französischen Gesellschaften gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Marktwert der kurzfristigen finanziellen Schulden entspricht dem Buchwert.

Die Veränderung bei den finanziellen Schulden aus Finanzierungsleasing beinhaltet im Wesentlichen eine Ausweisänderung von den langfristigen finanziellen Schulden.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

19 Sonstige betriebliche Erträge

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in Tausend EUR 2009 2008
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.532 8.191
Erträge aus Veränderung des langfristigen Vermögen 7.584 4.333
Kursgewinne 20.620 19.092
Erträge aus Schadensvergütungen und sonstigen Rückerstattungen 1.480 582
Miet- und Pachterträge 1.148 1.593
Übrige sonstige betriebliche Erträge 16.791 15.653
50.155 49.444

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge umfassen eine Vielzahl von Erträgen mit Wertansätzen, die im Einzelfall nur von untergeordneter Bedeutung sind.

20 Materialaufwand

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in Tausend EUR 2009 2008
Materialaufwand 674.048 616.568
Aufwand für bezogene Leistungen 20.289 22.377
694.337 638.945

21 Personalaufwand

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in Tausend EUR 2009 2008
Löhne und Gehälter 305.375 269.817
Soziale Abgaben und Unterstützung 61.497 57.118
Pensionsverpflichtungen – beitragsorientierte Pensionszusagen 1.806 985
Pensionsverpflichtungen – leistungsorientierte Pensionszusagen 6.989 4.766
375.667 332.686

Die HARTMANN GRUPPE beschäftigte im Jahr 2009 durchschnittlich 9.512 (2008: 9.053) Mitarbeiter. Zusätzlich waren im Berichtsjahr 188 (2008: 171) Mitarbeiter in Ausbildung.

22 Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Überprüfung der Buchwerte von Vermögenswerten im Rahmen eines Impairmenttests gemäß IAS 36 auf Werthaltigkeit ergab Wertminderungen, die sich wie folgt verteilen:

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in Tausend EUR 2009 2008
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.023 1.184
Maschinen, technische Anlagen (inkl. Anlagen im Bau) 1.127 5.367
Betriebs- und Geschäftsausstattung 413 1.205
2.563 7.756
Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte 193 21
Geschäfts- oder Firmenwert, Goodwill 1.009 0
1.202 21
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 1.277 0
5.042 7.777

Im Rahmen der Segmentberichterstattung sind die Wertminderungen den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

Die Werthaltigkeitsprüfung wurde entweder für den Vermögenswert selbst oder auf Ebene der „Cash Generating Unit“ (CGU), der der betreffende Vermögenswert zuzuordnen ist, durchgeführt. Der Goodwill ist dagegen ausschließlich auf der Ebene der CGU geprüft worden. Dazu sind die vorhandenen Goodwill-Buchwerte zum 1. Januar 2005 gemäß historischer Informationen auf die jeweiligen CGUs verteilt worden.

In der HARTMANN GRUPPE wurden die operativen Geschäftsfelder, die eine Berichtsebene unterhalb der primären Segmente angesiedelt sind, als CGU identifiziert.

Im Rahmen der Überprüfung wurden die Restbuchwerte der einzelnen Vermögenswerte oder CGUs mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, das heißt dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungs-kosten (fair value less costs to sell) und seinem Nutzungswert (value in use) verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert des Vermögenswerts oder der CGU höher als sein erzielbarer Betrag war, wurde in Höhe der Differenz eine Impairmentabschreibung vorgenommen.

Auf Ebene CGU wurden hierzu die zugeordneten einzelnen Vermögenswerte geprüft und gegebenenfalls wert-berichtigt. Aus diesem Grund wurden keine über den Goodwill hinaus gehenden pro-rata Abwertungen vorgenommen. In der HARTMANN GRUPPE wurden als erzielbarer Betrag sowohl beizulegende Zeitwerte als auch Nutzungswerte verwendet. Die beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte sind auf Basis von Marktgegebenheiten sachverständig ermittelt worden. Grundlage für die Ermittlung des Nutzungswerts waren die vom Vorstand verabschiedeten Planungsrechnungen für die jeweilige CGU. Die Planungen der CGUs beziehen sich auf den Zeitraum 2010 bis 2014. Dabei sind Erwartungen bezüglich der Marktentwicklungen in den einzelnen Produktsegmenten sowie Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung in den unterschiedlichen Absatzmärkten eingeflossen. Für die Währungsumrechnung in der Planung werden die entsprechenden Forwardkurse der Devisenterminmärkte herangezogen.

Für die Impairmenttests der jeweiligen CGUs wurde ein gewogener Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) vor Steuer von 10,1 % (2008: 10,3 %) zur Diskontierung der geplanten Free-Cash-Flows festgesetzt. Das nachhaltige Ergebnis wurde um Wachstumsabschläge bis zu 0,5 % korrigiert, das das langfristige durchschnittliche Wachstum des Marktes und der Produkte nicht überschreitet.

Die im WACC enthaltene Kapitalstruktur sowie der Beta-Faktor zur Ermittlung des spezifischen Risikozuschlags wurden aus der für die HARTMANN GRUPPE definierten Peer Group abgeleitet. Der risikolose Basiszinssatz von 4,25 % wurde unter Berücksichtigung der Zinsstrukturdaten ermittelt.

Auf Basis aktueller Wettbewerbsanalysen wurde die Peer Group gegenüber dem Vorjahr entsprechend angepasst.

23 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Tausend EUR 2009 2008
Buchverluste im langfristigen Vermögen 429 473
Buchverluste im kurzfristigen Vermögen 8.175 8.059
Kursverluste 25.618 26.900
Ausgangsfrachten 104.414 103.352
Werbung und Werbekostenzuschüsse 51.840 46.598
Instandhaltung, Wartung, Reinigung 24.812 21.943
Miete und Leasing (operating lease) 30.313 25.703
Entsorgungskosten 4.032 3.159
Versicherungen 3.523 3.806
Kommunikationskosten 9.830 8.912
Gebühren, Beiträge, Beratung 22.440 18.556
Reise- und Repräsentationskosten 19.274 18.262
Sonstige Steuern 8.573 7.960
Büromaterial 3.415 3.240
Patent- und Lizenzkosten 3.218 1.351
Sachkosten für Entwicklung und Konstruktion 2.842 1.728
Kosten für Fremdpersonal 9.669 10.545
Sonstige Kosten im Personalbereich 6.859 7.115
Paletten 6.768 6.641
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 41.785 37.754
387.829 362.057

Die Buchverluste im kurzfristigen Vermögen enthalten Aufwendungen für Forderungswertberichtigungen in Höhe von 6,9 (2008: 6,7) Mio. EUR sowie Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 1,3 (2008: 1,4) Mio. EUR. Die übrigen sonstigen Aufwendungen umfassen eine Vielzahl von Aufwendungen, deren Wertansätze im Einzelnen nur von untergeordneter Bedeutung sind.

24 Finanzergebnis

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in Tausend EUR 2009 2008
Finanzierungsaufwendungen
Zinsaufwendungen 12.490 10.612
Finanzierungserträge
Zinserträge 1.872 2.999
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
Ergebnis vor Steuern 400 459
Ergebnis aus Beteiligungen
Abschreibungen auf Beteiligungen 0 15
10.218 7.169

Der ineffektive Anteil der Zinsswaps in Höhe von 0,04 (2008: 0,03) Mio. EUR sowie die Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR sind in den Zinsaufwendungen enthalten. Die Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens ist in Höhe von 0,9 (2008: 0,9) Mio. EUR in den Zinserträgen enthalten. Der Rest entfällt auf Zinsaufwendungen und Zinserträge, die nach der Effektivzinsmethode berechnet sind.

25 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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in Tausend EUR 2009 2008
Tatsächlicher Steueraufwand 33.588 22.619
Latenter Steuerertrag 6.621 4.521
Auf das Ergebnis aus Anteilen an assoziierten Unternehmen entfallende Ertragsteuern 107 145
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 27.074 18.243
Überleitungsrechnung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
Konzernjahresüberschuss vor Ertragsteuern 85.636 43.957
Erwarteter Ertragsteueraufwand 28,7 (2008: 28,7) % 24.578 12.616
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge 1.779 1.292
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Ausgaben 2.505 3.640
Auswirkungen abweichender nationaler Steuersätze 650 588
Auswirkungen aus Steuersatzänderungen 218 331
Abweichungen durch die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer 560 638
Steuerlatenzen aus der Konsolidierung 390 409
Steuereffekt aus dem Nichtansatz bzw. der Wertberichtigung von Verlustvorträgen 1.810 1.725
Sonstige Steuereffekte 302 250
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 27.074 18.243

Für die Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird für das Geschäftsjahr 2009 ein Gesamtsteuersatz von 28,7 (2008: 28,7) % zugrunde gelegt. Dieser ergibt sich auf Basis eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 (2008: 15,0) %, des Solidaritätszuschlags von 5,5 (2008: 5,5) % und eines durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes von 12,9 (2008: 12,9) %.

26 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie

Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird das den Aktionären zustehende Konzernergebnis durch die Anzahl (gewichteter Durchschnitt) der während des Jahres im Umlauf befindlichen Stammaktien geteilt. Von Konzerngesellschaften gehaltene Stammaktien werden dabei nicht berücksichtigt.

Das Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

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2009 2008
Den Aktionären zustehendes Konzernergebnis in Tausend EUR 54.994 21.742
Dividendenberechtigte Stückaktien 3.551.742 3.551.742
Ergebnis je Aktie in EUR 15,48 6,12

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wurde im Geschäftsjahr 2009 nach dem Standard IFRS 8 „Geschäftssegmente“ aufgestellt, der den bisherigen Standard IAS 14 „Segmentberichterstattung“ ersetzt. IFRS 8 folgt in der Segmentberichterstattung dem „Management Approach“. Hiernach ist die wesentliche Ergebnisgröße der Segmentberichterstattung seit 2009 das operative EBIT anstelle des bisher berichteten Segmentergebnisses nach IAS 14. Auch nach IFRS 8 bleiben die bisherigen vier Segmente bestehen: Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und Weitere Konzernaktivitäten. Im Rahmen der Integration der Bode Chemie GmbH wurde jedoch das Segment OP-Management in Infektionsmanagement umbenannt. Im Jahr 2009 hat die HARTMANN GRUPPE die interne Regionen- und Berichtsstruktur umgestellt. Dementsprechend wurde in der Segmentberichterstattung die Aufteilung geändert. Daher entsprechen die Werte für 2008 in der vorliegenden Segmentberichterstattung nicht den im Vorjahresbericht enthaltenen Segmentdaten.

Das Segment Wundmanagement umfasst Wundauflagen, Produkte für die Kompressionstherapie sowie Immobilisation, Erste Hilfe und Diagnostik. Im Segment Inkontinenzmanagement liegt unser Schwerpunkt auf körpernahen saugenden Produkten für die Inkontinenzhygiene. Daneben fallen hierunter Krankenunterlagen sowie Produkte für die Patientenhygiene und medizinische Hautpflege. Im Segment Infektionsmanagement führen wir neben unseren Sortimenten OP-Komplettsets, OP-Abdeckungen, -Bekleidung sowie OP- und Untersuchungshandschuhe auch das Desinfektionsmittel-Sortiment. Im Segment Weitere Konzernaktivitäten haben wir unsere Tätigkeit in den Bereichen Watteprodukte, Damenhygiene, Babyhygiene, medizinische Konsumgüter, Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel, Körperpflege- und Badeprodukte sowie das Handelsgeschäft zusammengefasst.

Im Jahr 2009 sind alle Kosten der Konzernführung, der Ergebnisbeitrag der Servicebereiche, das Wechselkursergebnis sowie Effekte aus Konsolidierungsvorgängen im operativen EBIT enthalten.

Sondereffekte haben das Konzernergebnis im Saldo mit 0,6 (2008: 16,3) Mio. EUR negativ beeinflusst. Dabei wirkten sich im Berichtsjahr Rückstellungen für die Restrukturierung der Fertigungsstandorte für Inkontinenzprodukte und die kaufpreisbedingten Abschreibungen aus der Akquisition der Gesellschaften Bode Chemie GmbH und Whitestone Acquisition Corp. belastend aus. Buchgewinne aus dem Verkauf von Immobilien und die Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen hatten einen positiven Effekt.

Im Jahr 2008 waren die Sondereffekte im Wesentlichen auf zwei Einflussfaktoren zurückzuführen: Zum einen mussten im Zuge der geplanten Veräußerung der CMC Consumer Medical Care GmbH langfristige Vermögenswerte der CMC neu bewertet werden, was zu Wertminderungen geführt hat. Zum anderen wurden im Geschäftsjahr 2008 konkrete Maßnahmen zur mittelfristigen Steigerung der Profitabilität gestartet, die das Ergebnis durch Restrukturierungsaufwendungen belastet haben.

Zwischen den Segmenten besteht kein Leistungsaustausch. Die Investitionen beziehen sich auf langfristiges Vermögen ohne Finanzanlagen.

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Wundmanagement Inkontinenzmanagement
in Tausend EUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 415.380 410.455 564.558 513.682
Operatives EBIT 45.768 48.670 44.956 21.507
./. Finanzergebnis
\= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
./. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Operatives Konzernergebnis
./. Sondereffekte
Konzernergebnis
Segmentvermögen 261.201 267.197 301.581 309.877
Davon: Buchwerte Goodwill (4.123) (4.114) (16.054) (16.036)
Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögens-werte (1.463) (5.540) (0) (4.600)
+ Anteile an assoziierten Unternehmen
+ nicht den Segmenten zugeordnetes Vermögen
Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
\= Konzernvermögen
Segmentschulden 75.660 76.456 112.945 106.487
Davon: zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten (0) (0) (0) (0)
+ nicht den Segmenten zugeordnete Schulden
Davon: zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten
\= Konzernschulden

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Infektionsmanagement Weitere Konzernaktivitäten
in Tausend EUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 338.618 214.038 241.943 238.806
Operatives EBIT 17.234 6.263 10.975 6.230
./. Finanzergebnis
\= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
./. Steuern vom Einkommen und Ertrag
Operatives Konzernergebnis
./. Sondereffekte
Konzernergebnis
Segmentvermögen 232.935 227.400 140.079 150.269
Davon: Buchwerte Goodwill (28.797) (28.851) (0) (0)
Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögens-werte (0) (1.619) (1.658) (29.938)
+ Anteile an assoziierten Unternehmen
+ nicht den Segmenten zugeordnetes Vermögen
Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte
\= Konzernvermögen
Segmentschulden 63.198 57.604 31.844 35.786
Davon: zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten (0) (0) (0) (7.882)
+ nicht den Segmenten zugeordnete Schulden
Davon: zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten
\= Konzernschulden

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Konzern
in Tausend EUR 2009 2008
--- --- ---
Umsatzerlöse 1.560.499 1.376.981
Operatives EBIT 96.983 70.209
./. Finanzergebnis 10.618 7.658
\= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 86.365 62.551
./. Steuern vom Einkommen und Ertrag 27.223 20.579
Operatives Konzernergebnis 59.142 41.972
./. Sondereffekte 580 16.258
Konzernergebnis 58.562 25.714
Segmentvermögen 935.796 954.743
Davon: Buchwerte Goodwill (48.974) (49.001)
Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögens-werte (3.121) (41.697)
+ Anteile an assoziierten Unternehmen 2.269 2.084
+ nicht den Segmenten zugeordnetes Vermögen 78.148 85.805
Davon: zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (0) (688)
\= Konzernvermögen 1.016.213 1.042.632
Segmentschulden 283.647 276.333
Davon: zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten (0) (7.882)
+ nicht den Segmenten zugeordnete Schulden 231.203 308.245
Davon: zur Veräußerung bestimmte Verbindlichkeiten (0) (11)
\= Konzernschulden 514.850 584.578

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Wundmanagement Inkontinenzmanagement
in Tausend EUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Segmentinvestitionen 16.643 10.291 19.937 32.535
Planmäßige Segmentabschreibungen 11.626 11.921 20.349 19.948
Wertminderungen Segment 845 79 93 0
Davon: auf Grundstücke und Bauten (151) (0) (59) (0)
Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (618) (79) (13) (0)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (74) (0) (8) (0)
Davon: auf Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte (2) (0) (13) (0)
Davon: auf Geschäfts- oder Firmenwert, Goodwill (0) (0) (0) (0)
\= Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen auf Konzernebene
Wertaufholungen Segmente 0 0 0 0
Davon: auf Grundstücke und Bauten (0) (0) (0) (0)
Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (0) (0) (0) (0)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (0) (0) (0) (0)
Davon: auf Software und geleistete Anzahlungen (0) (0) (0) (0)

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Infektionsmanagement Weitere Konzernaktivitäten
in Tausend EUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Segmentinvestitionen 4.763 32.258 6.620 8.210
Planmäßige Segmentabschreibungen 7.272 5.235 5.730 6.527
Wertminderungen Segment 1.691 0 2.413 230
Davon: auf Grundstücke und Bauten (1.135) (0) (955) (0)
Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (51) (0) (445) (220)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (32) (0) (299) (10)
Davon: auf Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte (0) (0) (178) (0)
Davon: auf Geschäfts- oder Firmenwert, Goodwill (473) (0) (536) (0)
\= Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen auf Konzernebene
Wertaufholungen Segmente 84 0 1.517 0
Davon: auf Grundstücke und Bauten (0) (0) (1.184) (0)
Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (0) (0) (8) (0)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (0) (0) (317) (0)
Davon: auf Software und geleistete Anzahlungen (84) (0) (8) (0)

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Konzern
in Tausend EUR 2009 2008
--- --- ---
Segmentinvestitionen 47.963 83.294
Planmäßige Segmentabschreibungen 44.977 43.631
Wertminderungen Segment 5.042 309
Davon: auf Grundstücke und Bauten (2.300) (0)
Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (1.127) (299)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (413) (10)
Davon: auf Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte (193) (0)
Davon: auf Geschäfts- oder Firmenwert, Goodwill (1.009) (0)
\= Planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen auf Konzernebene 50.019 43.940
Wertaufholungen Segmente 1.601 0
Davon: auf Grundstücke und Bauten (1.184) (0)
Davon: auf technische Anlagen und Maschinen (8) (0)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (317) (0)
Davon: auf Software und geleistete Anzahlungen (92) (0)

Segmentberichterstattung nach Regionen

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Konzern
in Tausend EUR 2009 2008
--- --- ---
Zentraleuropa 673.874 575.477
West-/Südeuropa 497.439 457.564
Osteuropa 180.864 171.921
Nordeuropa, Amerika 124.366 95.321
Asien, Afrika, Ozeanien 83.956 76.698
Segmentumsätze nach geographischem Sitz der Kunden 1.560.499 1.376.981
Zentraleuropa 551.746 585.966
West-/Südeuropa 250.503 244.507
Osteuropa 107.815 107.268
Nordeuropa, Amerika 46.579 47.225
Asien, Afrika, Ozeanien 59.570 57.666
Segmentvermögen nach geographischer Aufteilung 1.016.213 1.042.632
Zentraleuropa 24.879 47.423
West-/Südeuropa 14.464 17.593
Osteuropa 3.696 4.578
Nordeuropa, Amerika 342 10.820
Asien, Afrika, Ozeanien 4.582 2.880
Segmentinvestitionen nach geographischer Aufteilung 47.963 83.294

Sonstige Erläuterungen

Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement

Finanzielle Risikofaktoren

Durch ihren Geschäftsbetrieb ist die HARTMANN GRUPPE einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisen- und Rohstoffmärkten und bei den Zinssätzen ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis zu begrenzen.

Das Risikomanagement wird von der zentralen Treasury-Abteilung der PAUL HARTMANN AG gemäß den vom Vorstand genehmigten Richtlinien durchgeführt. Die Basis bildet die Risikostrategie, die vom Risikokomitee vorgegeben wird. Die aktuelle Risikostrategie steuert das Gesamtverlustlimit aus Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken im Verhältnis zum Plan-EBT. Daraus werden für Einzelrisiken wie USD-Exposure, variable Zinsposition und Planbedarf am Rohstoff Fluff Pulp spezifische Sicherungsstrategien vorgegeben.

Die Treasury-Abteilung identifiziert die Finanzrisiken, bewertet sie, überwacht die Einhaltung der Verlustlimits und Sicherungsquoten und schließt gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab.

Marktrisiko

Währungs, Zins- und Rohstoffpreisrisiken werden durch eine Value-at-Risk-Berechnung gemessen. Auf Basis historischer Daten und Volatilitäten sowie einer Haltedauer von einem Jahr wird eine Normalverteilung berechnet. Das Konfidenzniveau wird mit 95 % angesetzt. Dies bedeutet, dass der Wertverlust des entsprechenden Risikoportfolios im folgenden Geschäftsjahr mit dieser Wahrscheinlichkeit nicht höher als die folgenden Beträge liegen wird:

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Korrelierter Value-at-Risk aus Währungsexposures 23,5 (2008: 18,5) Mio. EUR
Korrelierter Value-at-Risk aus Rohstoffen 17,5 (2008: 20,8) Mio. EUR
Korrelierter Value-at-Risk aus Zins 2,3 (2008: 3,8) Mio. EUR

Diese Werte werden dem geplanten EBT der HARTMANN GRUPPE gegenübergestellt, um ihre Bedeutung für die Ertragssituation einzuschätzen. Es werden dabei Limits für Währungs- und Rohstoffpreisrisiken festgelegt, bei deren Überschreitung im Rahmen der Risikopolitik vordefinierte Maßnahmen und Berichtspflichten ausgelöst werden.

Währungsrisiken

Die HARTMANN GRUPPE ist international tätig und daher in verschiedenen Währungen einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Die Treasury-Abteilung sichert die Währungsexposures im Rahmen der Risikostrategie durch den Abschluss von Devisentermingeschäften und -optionen ab.

Die HARTMANN GRUPPE hat zum Bilanzstichtag 56 % ihres geplanten Nettobedarfs an US-Dollar für das Geschäftsjahr 2010 durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Der Nettobedarf an US-Dollar besteht im Wesentlichen aus dem geplanten Bedarf an Rohstoffen und Handelswaren. Die Liquiditätsplanung 2010 geht von einer weit gehend linearen Verteilung des US-Dollar-Cash-Flows aus.

Darüber hinaus hat der Konzern Cash-Flows in 21 weiteren Währungen. Die wesentlichen Nettopositionen sind in Schweizer Franken, Russischen Rubeln, Britischen Pfund, Polnischen Zloty, Australischen Dollar, Ungarischen Forint und Chinesischen Yuan, die auch zum Teil gesichert werden.

Zinsrisiken

Die HARTMANN GRUPPE ist Nettoschuldner und hält keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Ziel des Konzerns ist es, dass mindestens 50 % des Kreditportfolios aus Darlehen mit Zinsfestschreibungen von mindestens einem Jahr oder geeigneten Sicherungen bestehen. Zum Jahresende 2009 lag dieser Anteil bei 51 %. Die mittel- und langfristigen Darlehen einschließlich Zinsswaps machen 50,1 % des Kreditportfolios aus. Für weitere 0,9 % wurde zusätzlich die Zinsobergrenze durch Caps gesichert.

Rohstoffrisiken

Das mit Abstand bedeutendste Preisrisiko beim Rohstoff Fluff Pulp ist im Jahr 2010 zu 10,4 % durch Vereinbarung von Fixpreisanteilen in den Lieferantenverträgen und zu 21,3 % durch Rohstoffswaps auf den RISI-Index gesichert. Bei der Tochtergesellschaft Karl Otto Braun GmbH & Co. KG bestehen für 2010 weitere Lieferantenverträge für Baumwollmull mit Festpreisvereinbarungen in Höhe von 25 % des aktuellen Bedarfs. Sicherungen für andere Rohstoffe wurden nicht abgeschlossen.

Kapitalrisiken

Die Ziele der PAUL HARTMANN AG im Hinblick auf die Kapitalausstattung liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Dividenden und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalquote.

Die PAUL HARTMANN AG überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote, berechnet aus dem Verhältnis vom bilanzierten Eigenkapital zur Bilanzsumme. Auch zukünftig strebt die PAUL HARTMANN AG eine Aufteilung zwischen Eigen- und Fremdkapital an, die es ermöglicht, die Wachstumsstrategie (sowohl operativ als auch durch Akquisitionen) fortzuführen und bestehende Covenant-Regelungen einzuhalten. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2009 und zum 31. Dezember 2008 stellte sich wie folgt dar:

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in Tausend EUR 2009 2008
Eigenkapital 501.363 458.054
Bilanzsumme 1.016.213 1.042.632
Eigenkapitalquote in % 49,3 43,9

Ausfallrisiken

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in Tausend EUR Buchwert zum

31. Dezember 2008
Davon: weder wertgemindert noch überfällig Davon: nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
bis 3 Monate 4 bis 6 Monate 7 bis 12 Monate über 12 Monate
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 1.047 1.047 0 0 0 0
Sonstige Forderungen 3.605 3.099 1 0 7 498
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 226.662 169.117 31.848 14.919 6.303 4.475
Sonstige Forderungen 23.372 22.656 660 36 20 0
Finanzielle Vermögenswerte 248 248 0 0 0 0

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in Tausend EUR Buchwert zum 31. Dezember 2009 Davon: weder wertgemindert noch überfällig Davon: nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
bis 3 Monate 4 bis 6 Monate 7 bis 12 Monate über 12 Monate
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 1.276 1.276 0 0 0 0
Sonstige Forderungen 1) 2) 506 506 0 0 0 0
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 253.197 186.441 42.966 13.884 6.511 3.395
Sonstige Forderungen 2) 3) 20.706 20.325 161 63 89 68
Finanzielle Vermögenswerte 1.239 1.239 0 0 0 0

1) Ohne Vermögenswert aus Versorgungsplänen nach IAS 19

2) Ohne Rechnungsabgrenzungsposten

3) Ohne sonstige Steuern

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 76,1 (2008: 67,0) Mio. EUR versichert. Im Geschäftsjahr wurden Zahlungskonditionen für nicht wertgeminderte Forderungen in Höhe von 0,5 (2008: 0,5) Mio. EUR neu verhandelt. Das Ausfallrisiko für Sicherungsgeschäfte liegt bei 1,2 (2008: 1,6) Mio. EUR.

Das Ausfallrisiko bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls des Vertragspartners. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko entspricht grundsätzlich den Buchwerten der betreffenden Vermögenswerte gegenüber denselben Vertragspartnern. Finanzderivate und andere relevante finanzielle Transaktionen werden nur mit Kernbanken oder vergleichbaren Partnerbanken geschlossen, deren Rating von Standard & Poors oder Fitch nicht unter „A-“ liegt. Es liegt keine Konzentration von Ausfallrisiken vor.

Hinsichtlich des Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Forderungen deuten zum Abschlussstichtag über die bereits vorgenommenen Wertberichtigungen hinaus keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bestehen keine Anzeichen für Wertminderungsrisiken.

Liquiditätsrisiken

Zu einem vorsichtigen Liquiditätsrisikomanagement gehören die Verfügbarkeit eines ausreichenden Bestands an Bargeld, marktfähigen Wertpapieren oder von ausreichenden Kreditlinien sowie die Fähigkeit, Marktpositionen glatt zu stellen. Die HARTMANN GRUPPE hat die Flexibilität im finanziellen Bereich vor allem durch eine syndizierte Kreditlinie mit vierjähriger Restlaufzeit und einem Volumen von 250 Mio. EUR gesichert. Davon sind zum 31. Dezember 2009 noch 100 Mio. EUR frei verfügbar.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten, der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegendem Zeitwert sowie von Finanzgarantien ersichtlich:

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in Tausend EUR Cash-Flows per 31.12.2008
bis 3 Monate 4 Monate bis ein Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Finanzielle Schulden (lang- und kurzfristig)
gegenüber Kreditinstituten 251.738 4.615 13.964 4.210
aus Finanzierungsleasing 211 752 1.335 4.297
aus sonstigen verzinslichen Schulden 1.738 654 8.605 185

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in Tausend EUR Cash-Flows per 31.12.2009
bis 3 Monate 4 Monate bis ein Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Finanzielle Schulden (lang- und kurzfristig)
gegenüber Kreditinstituten 165.274 2.234 8.929 3.632
aus Finanzierungsleasing 244 4.997 361 0
aus derivativen Finanzinstrumenten
- Mittelzufluss 7.736 24.735 1.020 125
- Mittelabfluss 8.388 26.581 3.121 106
Netto 652 1.846 2.101 19
aus sonstigen verzinslichen Schulden 8 958 9.639 175
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 81.275 1.670 0 0
aus sonstigen Verbindlichkeiten 1) 35.513 29.060 578 0
Finanzgarantien 2)
aus Bürgschaften 329 0 0 0
aus Gewährleistungsverträgen 867 0 0 0

1) Ohne Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Steuern

2) Nicht bilanzierte Finanzgarantien

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2009 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren.

Die bilanzierten finanziellen Schulden gegenüber Kreditinstituten beinhalten den syndizierten Kredit, der aufgrund einer Refinanzierungsvereinbarung als langfristig zu klassifizieren ist. Im Gegensatz dazu werden im Liquiditätsrisiko die Zins- und Tilgungszahlungen gemäß tatsächlichem Eintreten in den Zeitbändern bis 3 Monate und 4 Monate bis ein Jahr ausgewiesen.

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Folgende Tabellen stellen die Buchwerte, Wertansätze und beizulegenden Zeitwerte nach Bewertungskategorien dar:

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in Tausend EUR Bewertungskategorie

nach IAS 39
Buchwert zum 31. Dezember 2008 Wertansatz nach IAS 39
Fortgeführte

Anschaffungskosten
Anschaffungskosten
--- --- --- --- ---
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte lfr.
- Beteiligungen ZVvfV 236 236
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere ZVvfV 789 789
- Geleistete Anzahlungen auf verbundene Unternehmen ZVvfV 22 22
Sonstige Forderungen lfr. 1) KuF 1.978 1.978
Finanzielle Vermögenswerte kfr.
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere ZVvfV 248 160
Forderungen kfr.
- Forderungen aus LuL KuF 226.662 226.662
- Sonstige Forderungen KuF 23.372 23.372
Zahlungsmittel kfr. KuF 46.661 46.661
Passiva
Finanzielle Schulden lfr.
- Gegenüber Kreditinstituten FinVerb 197.623 197.623
- Leasing n.a. 5.362
- Sonstige Verzinsliche FinVerb 8.489 8.489
Sonstige Verbindlichkeiten lfr. FinVerb 1.822 1.822
Finanzielle Schulden kfr.
- Laufende Bankkonten FinVerb 19.623 19.623
- Gegenüber Kreditinstituten FinVerb 40.265 40.265
- Leasing n.a. 670
- Sonstige Verzinsliche FinVerb 981 981
- Derivate ohne Hedge Accounting ZHg 668
- Derivate mit Hedge Accounting n.a. 2.079
Verbindlichkeiten kfr.
- Verbindlichkeiten aus LuL FinVerb 90.723 90.723
- Sonstige Verbindlichkeiten FinVerb 67.397 67.397
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (ZVvfV) 1.295 1.207
Zu Handelszwecken gehalten (ZHg) 668
Kredite und Forderungen (KuF) 298.673 298.673
Finanzielle Verbindlichkeiten (FinVerb) 426.923 426.923

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in Tausend EUR Wertansatz nach IAS 39 Wertansatz nach IAS 17 - Leasing Fair Value zum 31. Dezember 2008
Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- ---
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte lfr.
- Beteiligungen 236
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere 789
- Geleistete Anzahlungen auf verbundene Unternehmen 22
Sonstige Forderungen lfr. 1) 1.992
Finanzielle Vermögenswerte kfr.
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere 88 248
Forderungen kfr.
- Forderungen aus LuL 226.662
- Sonstige Forderungen 23.372
Zahlungsmittel kfr. 46.661
Passiva
Finanzielle Schulden lfr.
- Gegenüber Kreditinstituten 198.378
- Leasing 5.362 5.745
- Sonstige Verzinsliche 8.210
Sonstige Verbindlichkeiten lfr. 1.822
Finanzielle Schulden kfr.
- Laufende Bankkonten 19.623
- Gegenüber Kreditinstituten 40.265
- Leasing 670 670
- Sonstige Verzinsliche 981
- Derivate ohne Hedge Accounting 668 668
- Derivate mit Hedge Accounting 2.079 2.079
Verbindlichkeiten kfr.
- Verbindlichkeiten aus LuL 90.723
- Sonstige Verbindlichkeiten 67.397
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (ZVvfV) 88 1.295
Zu Handelszwecken gehalten (ZHg) 668 668
Kredite und Forderungen (KuF) 298.687
Finanzielle Verbindlichkeiten (FinVerb) 427.399

1) Ohne Vermögenswert aus Versorgungsplan nach IAS 19

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in Tausend EUR Bewertungskategorie

nach IAS 39
Buchwert zum 31. Dezember 2009 Wertansatz nach IAS 39
Fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- ---
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte lfr.
- Beteiligungen ZVvfV 238
- Verzinsliche Ausleihungen ZVvfV 503
- Wertpapiere ZVvfV 323
- Derivate mit Hedge Accounting n.a. 212
Sonstige Forderungen lfr. 1) 2) KuF 506 506
Finanzielle Vermögenswerte kfr.
- Verzinsliche Ausleihungen ZVvfV 79
- Wertpapiere ZVvfV 154
- Derivate ohne Hedge Accounting ZHg 174
- Derivate mit Hedge Accounting n.a. 832
Forderungen kfr.
- Forderungen aus LuL KuF 253.197 253.197
- Sonstige Forderungen 2) 3) KuF 20.706 20.706
Zahlungsmittel kfr. KuF 37.557 37.557
Passiva
Finanzielle Schulden lfr.
- Gegenüber Kreditinstituten FinVerb 130.838 130.838
- Leasing n.a. 345
- Sonstige Verzinsliche FinVerb 9.450 9.450
- Derivate mit Hedge Accounting n.a. 3.299
Sonstige Verbindlichkeiten lfr. 2) FinVerb 578 578
Finanzielle Schulden kfr.
- Laufende Bankkonten FinVerb 7.627 7.627
- Gegenüber Kreditinstituten FinVerb 39.597 39.597
- Leasing n.a. 5.020
- Sonstige Verzinsliche FinVerb 966 966
- Derivate ohne Hedge Accounting ZHg 1.012
Verbindlichkeiten kfr.
- Verbindlichkeiten aus LuL FinVerb 82.945 82.945
- Sonstige Verbindlichkeiten 2) 3) FinVerb 64.573 64.573
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (ZVvfV) 1.297
Zu Handelszwecken gehalten (ZHg)
- davon finanzielle Vermögenswerte 174
- davon finanzielle Schulden 1.012
Kredite und Forderungen (KuF) 311.966 311.966
Finanzielle Verbindlichkeiten (FinVerb) 336.574 336.574

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in Tausend EUR Wertansatz nach IAS 39 Wertansatz nach IAS 17 - Leasing bzw. IAS 39 Hedge Accounting Fair Value zum 31. Dezember 2009
Anschaffungskosten Fair Value erfolgswirksam
--- --- --- --- ---
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte lfr.
- Beteiligungen 238 238
- Verzinsliche Ausleihungen 503 503
- Wertpapiere 323 323
- Derivate mit Hedge Accounting 212 212
Sonstige Forderungen lfr. 1) 2) 506
Finanzielle Vermögenswerte kfr.
- Verzinsliche Ausleihungen 79 79
- Wertpapiere 64 90 154
- Derivate ohne Hedge Accounting 174 174
- Derivate mit Hedge Accounting 832 832
Forderungen kfr.
- Forderungen aus LuL 253.197
- Sonstige Forderungen 2) 3) 20.706
Zahlungsmittel kfr. 37.557
Passiva
Finanzielle Schulden lfr.
- Gegenüber Kreditinstituten 131.431
- Leasing 345 345
- Sonstige Verzinsliche 9.072
- Derivate mit Hedge Accounting 3.299 3.299
Sonstige Verbindlichkeiten lfr. 2) 578
Finanzielle Schulden kfr.
- Laufende Bankkonten 7.627
- Gegenüber Kreditinstituten 39.597
- Leasing 5.020 5.020
- Sonstige Verzinsliche 966
- Derivate ohne Hedge Accounting 1.012 1.012
Verbindlichkeiten kfr.
- Verbindlichkeiten aus LuL 82.945
- Sonstige Verbindlichkeiten 2) 3) 64.573
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (ZVvfV) 1.207 90 1.297
Zu Handelszwecken gehalten (ZHg)
- davon finanzielle Vermögenswerte 174 174
- davon finanzielle Schulden 1.012 1.012
Kredite und Forderungen (KuF) 311.966
Finanzielle Verbindlichkeiten (FinVerb) 336.789

1) Ohne Vermögenswert aus Versorgungsplan nach IAS 19

2) Ohne Rechnungsabgrenzungsposten

3) Ohne sonstige Steuern

Die folgende Tabelle stellt die berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind):

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in Tausend EUR 2009 2008
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (ZVvfV) 12 3
Zu Handelszwecken gehalten (ZHg) 1.571 575
Kredite und Forderungen (KuF) 9.506 3.887
Finanzielle Verbindlichkeiten (FinVerb) 9.216 10.490
20.281 14.955

Die Nettogewinne bzw. -verluste der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte ergeben sich aus Zinserträgen in Höhe von 0,01 (2008: 0,01) Mio. EUR. Im Vorjahr sind hier außerdem Wertminderungen in Höhe von -0,02 Mio. EUR sowie Fair Value-Veränderungen bei Wertpapieren in Höhe von 0,01 Mio. EUR enthalten. Die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte umfassen Zinsen in Höhe von -0,06 (2008: 0,05) Mio. EUR und Fair Value-Veränderungen bei Derivaten in Höhe von -1,5 (2008: -0,6) Mio. EUR. Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten Zinsen in Höhe von 0,9 (2008: 2,9) Mio. EUR, Währungsverluste in Höhe von -3,5 (2008: -0,1) Mio. EUR sowie Wertminderungen in Höhe von -6,9 (2008: -6,7) Mio. EUR. Die aus finanziellen Verbindlichkeiten erfassten Nettogewinne bzw. -verluste betreffen Zinsen in Höhe von -9,9 (2008: -10,6) Mio. EUR und Währungsgewinne in Höhe von 0,7 (2008: 0,1) Mio. EUR.

Die zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente lassen sich wie folgt der dreistufigen Fair Value-Hierarchie zuordnen:

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in Tausend EUR Level 1 Level 2 Level 3
Bewertung anhand von Marktpreisen für das spezifische Finanzinstrument Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Finanzinstrumente Bewertung anhand von Inputfaktoren, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen
--- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere lfr. 90 0 0
Derivate lfr. 0 212 0
Derivate kfr. 0 1.006 0
90 1.218 0
Finanzielle Schulden
Derivate lfr. 0 3.299 0
Derivate kfr. 0 1.012 0
0 4.311 0

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der HARTMANN GRUPPE zur Reduzierung des Währungs-, Zins- und Rohstoffrisikos eingesetzt.

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in Tausend EUR 31.12.2008
Fair Value Nominalwert Restlaufzeit des Nominalwerts
--- --- --- --- --- ---
Gesamt Gesamt Bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Devisenoptionen 718 20.000 20.000 0 0
Devisentermingeschäft mit Chance 862 20.000 20.000 0 0
Devisenswaps 25 2.425 2.425 0 0
Rohstoffswaps 2.437 11.636 11.050 586 0
Zinsswaps 2.660 50.000 10.000 10.000 30.000
Zinsswap CMS mit Cap 110 15.000 0 15.000 0
Zinscaps 0 2.301 767 1.534 0

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in Tausend EUR 31.12.2009
Fair Value Nominalwert Restlaufzeit des Nominalwerts
--- --- --- --- --- ---
Gesamt Gesamt Bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 55 114.980 114.980 0 0
Devisenswaps 9 6.989 6.989 0 0
Rohstoffswaps 71 11.966 11.966 0 0
Zinsswaps 3.086 75.000 0 37.500 37.500
Zinscaps 0 1.534 767 767 0

Cash-Flow Hedges

Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos variabler verzinslicher Verbindlichkeiten hat die HARTMANN GRUPPE Zinsswaps abgeschlossen. Die Änderungen des Cash-Flow der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der EURIBOR-Sätze ergeben, werden durch die Änderungen der Cash-Flows der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern.

Die folgende Tabelle zeigt die vertragliche Endfälligkeit der Sicherungsgeschäfte, bis zu welcher die Zahlungsströme erfolgswirksam werden:

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Fälligkeit Nominalvolumen in Tausend

EUR
Fair Value in Tausend

EUR
2011 10.000 70
2012 10.000 103
2013 10.000 619
2014 7.500 648
2015 22.500 2.020
2016 5.000 30
2017 5.000 9
2018 5.000 12

Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos von geplanten Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat die HARTMANN GRUPPE Termingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2009 waren Devisentermingeschäfte in Höhe von 120 Mio. USD als Sicherungsinstrumente mit einem positiven Marktwert in Höhe von 0,8 Mio. EUR im Rahmen von Cash-Flow Hedges designiert. Die HARTMANN GRUPPE erwartet, dass innerhalb der nächsten zwölf Monate mit Eintritt der Zahlungen im Eigenkapital erfasste Gewinne in Höhe von 0,8 Mio. EUR in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden. Die Sicherungsbeziehung ist zu 100 % effektiv.

Der Nachweis der prospektiven und retrospektiven Effektivität wird mithilfe regelmäßig durchgeführter Effektivitätstests erbracht. Zur Ermittlung der retrospektiven Effektivität kommt die so genannte „Dollar-Offset-Methode“ zur Anwendung. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung liegen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von einer hoch effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden kann. Zur Erfassung ineffektiver Teile siehe Ziffer 24.

Ungewisse zukünftige Ereignisse

Zum 31. Dezember 2009 bestanden im Konzern Eventualschulden in Form von Bankgarantien und ähnlichen

Verpflichtungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb, von denen angenommen wird, dass daraus keine wesentlichen Zahlungsverpflichtungen entstehen.

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in Tausend EUR 2009 2008
Bürgschaften 329 333
Gewährleistungsverträge 867 415

Der Zeitpunkt einer möglichen Inanspruchnahme ist derzeit nicht abschätzbar.

Bei der Gesellschaft Bode Chemie GmbH hat sich Ende Dezember ein Brand ereignet. Eine zuverlässige Einschätzung der Schadenshöhe ist derzeit noch nicht möglich. Der Schaden ist jedoch grundsätzlich bis auf einen geringen Selbstbehalt durch Versicherungsleistungen gedeckt.

Verpflichtungen aus Operating Leasing-Verträgen

Gesamtsumme der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating Leasing-Verträgen

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in Tausend EUR 2009 2008
Bis zu einem Jahr 8.320 9.216
Zwischen einem und fünf Jahren 9.929 12.758
Mehr als fünf Jahre 4.126 6.512
22.375 28.486

Bei den im Rahmen von Operating Leasing abgeschlossenen Verträgen handelt es sich im Wesentlichen um übliche Vereinbarungen im Bereich Gebäude und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HARTMANN GRUPPE im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach Geschäfts, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Der Cash-Flow konnte gegenüber dem Vorjahreswert um 26,8 Mio. EUR auf 123,2 Mio. EUR gesteigert werden. Durch geringere Auszahlungen für Unternehmenskäufe im Geschäftsjahr 2009 wurde der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit auf 33,2 Mio. EUR reduziert und lag damit um 88,3 Mio. EUR unter dem Vorjahr.

Der Free-Cash-Flow beläuft sich auf 98,1 Mio. EUR und ist im Vorjahresvergleich um 159,8 Mio. EUR gestiegen. Bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Zahlungsmittel um 9,1 Mio. EUR wurde der Free-Cash-Flow zum Abbau der finanziellen Schulden genutzt.

Veränderung im Konsolidierungs kreis

Zum 31. Dezember 2009 wurden in den Konzernabschluss neben der PAUL HARTMANN AG 24 (2008: 22) inländische und 68 (2008: 66) ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen (siehe Aufstellung über Anteilsbesitz). Wie im Vorjahr wurden drei Gesellschaften nach der Equity-Methode bewertet (siehe Ziffer 3).

Im Berichtsjahr wurden die Gesellschaften PAUL HARTMANN Medical Private Limited/Indien und die PAUL HARTMANN España SLU/Spanien gegründet.

In Deutschland wurden im Rahmen von Share Deals die Gesellschaften Balata GmbH, Heidenheim, mit Wirkung zum 1. Januar 2009 und die Reha-Service Loose GmbH, Hamburg, mit Wirkung zum 31. Dezember 2009 mit jeweils 100 % der Anteile akquiriert.

Des Weiteren wurden im Berichtsjahr bei den bereits vollkonsolidierten Konzerngesellschaften Steriliacare – Soluces em Higiene, LDA/Portugal die restlichen Minderheitsanteile in Höhe von 49 % und bei der IVF HARTMANN Holding AG/Schweiz weitere Minderheitsanteile in Höhe von 6,3 % erworben. Der dabei den Buchwert der Minderheitsanteile übersteigende Anteil des Kaufpreises in Höhe von 1,9 Mio. EUR wurde in der Kapitalrücklage erfasst.

Diese Veränderungen im Konsolidierungskreis sind für die Vermögens, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Aufstellung über den Anteilsbesitz

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Anteil

in %
Region Zentraleuropa
DE CMC Consumer Medical Care GmbH 100,0
HARTMANN Beteiligungen GmbH 100,0
PEHA Produktions- und Vertriebsgesellschaft mbH 100,0
Vlesia GmbH 100,0
Vivello GmbH 100,0
Balata GmbH 100,0
PAUL HARTMANN AG & Co. Logistikzentrum Süd oHG 100,0
QMService GmbH 100,0
Karl Otto Braun GmbH & Co. KG 94,9 1)
Hans Braun GmbH 94,9 1)
KOB Medical Devices (Deutschland) GmbH (früher: HARTMANN Pardes GmbH) 94,9 1)
Sanimed GmbH 100,0
NOGE Gesellschaft für Medizinprodukte und -dienstleistungen mbH 100,0
DIG Dienstleistungen im Gesundheitswesen GmbH 100,0
MEDICUS GmbH 60,0
Reha-Service Loose GmbH 100,0
Kneipp-Werke Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co. KG 100,0
Sebastian Kneipp Gesundheitsmittel-Verlag GmbH 100,0
Kneipp-Werbe-Agentur u. Vertriebs GmbH 100,0
Kneipp Verwaltungsgesellschaft mbH 100,0
Kneipp International GmbH 100,0
Bode Chemie GmbH (früher: Bode Chemie GmbH & Co. KG) 100,0
Bode Verwaltung GmbH 100,0
RY-Chemie Vertriebs-GmbH 100,0
AT PAUL HARTMANN Ges.mbH 100,0
CH IVF HARTMANN Holding AG 66,3
Vlesia AG 66,3
IVF HARTMANN AG 66,3
Kistler AG 66,3
IVF Technology AG 66,3
AIR Health Solution AG 66,3
Kneipp GmbH 100,0
Bode AG 66,3
Region West-/Südeuropa
BE N.V. PAUL HARTMANN S.A. 100,0
DZ Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L. 51,0
ES PAUL HARTMANN S.A. 100,0
Laboratorios HARTMANN S.A. 100,0
PAUL HARTMANN Espana SLU 100,0

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Anteil

in %
FR PAUL HARTMANN S.A. 100,0
Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L. 100,0
HYGIENE PARTNERS S.A.R.L. 100,0
STERIMA S.A. 100,0
Providom SAS 100,0
Kneipp France S.A.R.L. 100,0
Max Lorne S.A. 100,0
Aux Bons Soins S.A.R.L. 100,0
Vivello France SAS 100,0
Bode France SAS 100,0
GR PAUL HARTMANN Hellas A.E. 100,0
IT PAUL HARTMANN S.p.A. 100,0
FORO.MED. Production s.r.l. 100,0
D.A.S. Distributori Articoli Sanitari s.r.l. 100,0
Genesi s.r.l. 100,0
MA PAUL HARTMANN S.A.R.L. 55,0
NL PAUL HARTMANN B.V. 100,0
PAUL HARTMANN Finance B.V. 100,0
Kneipp Nederland B.V. 100,0
PT PAUL HARTMANN LDA 100,0
Steriliacare - Soluces em Higiene, LDA 100,0
Region Osteuropa
CZ HARTMANN-RICO a.s. 100,0
SANICARE s.r.o. 100,0
Bode s.r.o. 100,0
HR PAUL HARTMANN d.o.o. 100,0
HU HARTMANN-RICO Hungária Kft. 100,0
HTS Medical Kereskedelmi és Szolgáltató Kft. 100,0
PL PAUL HARTMANN Polska Sp. z o.o. 100,0
RO S.C. PAUL HARTMANN S.R.L. 100,0
RU PAUL HARTMANN OOO 100,0
PAUL HARTMANN Siberia OOO 100,0
SI PAUL HARTMANN Adriatic d.o.o. 100,0
SK HARTMANN-RICO spol. s.r.o. 100,0
TR Hygiene Cotton Industries Pamuk Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi (früher: HCI HARTMANN Cotton Invest Ltd. Sti.) 100,0
PAUL HARTMANN Ltd. Sti. 100,0

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Anteil

in %
Region Nordeuropa, Amerika
DK PAUL HARTMANN A/S 100,0
GB PAUL HARTMANN Ltd. 100,0
NO PAUL HARTMANN AS 100,0
SE HARTMANN-ScandiCare AB 100,0
US PAUL HARTMANN Corp. 100,0
HARTMANN USA, Inc. (früher: HARTMANN-Conco, Inc.) 100,0
Kneipp Corporation of America, Inc. 100,0
Whitestone Acquisition Corp. 100,0
Humanicare International, Inc. 100,0
The Just For You Company, LLC 100,0
Region Asien, Afrika, Ozeanien
AE PAUL HARTMANN Middle East FZE 100,0
AU PAUL HARTMANN Pty. Ltd. 100,0
CN KOB (Qingdao) Medical Devices Co., Ltd. 99,3
PAUL HARTMANN (Shanghai) Trade Co., Ltd. 100,0
HK PAUL HARTMANN Asia-Pacific Ltd. 100,0
IN KOB Medical Textiles Private Ltd. 94,9 1)
PAUL HARTMANN Medical Private Limited 100,0
JP Kneipp Japan K.K. 100,0
ZA HARTMANN-Vitamed (Pty) Ltd. 100,0

1) Minderheitsanteile sind wirtschaftliches Eigentum der HARTMANN GRUPPE

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 ist die Vivello GmbH mit Sitz in Ulm verkauft worden und mit Wirkung zum 30. April 2010 ist im Rahmen eines Asset Deals das Geschäft mit kundenindividuellen OP-Sets von Unomedical in Australien erworben worden. Es ergeben sich hieraus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PAUL HARTMANN AG.

Darüber hinaus ergaben sich bis zum 25. Februar 2010 keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 31. Dezember 2009 geführt hätten.

Dividende je Aktie

Auf der Hauptversammlung am 7. Mai 2010 wird eine Dividende von 4,90 EUR je Stückaktie vorgeschlagen. Dividendenberechtigt sind 3.551.742 Stücke. Die Gewinnausschüttung beläuft sich damit auf 17,4 Mio. EUR. Diese

Dividende ist im vorliegenden Konzernabschluss als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Erfassung der Dividendenverbindlichkeit erfolgt im Geschäftsjahr 2010. Die Dividende im Vorjahr betrug 12,8 Mio. EUR (3,60 EUR je Aktie).

Transaktionen mit nahe stehenden Personen

Als nahe stehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 („Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen“) müssen Personen und Unternehmen, die die HARTMANN GRUPPE beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden. Die Angabepflicht erstreckt sich hierbei auch auf Personen, die unmittelbar oder mittelbar einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der HARTMANN GRUPPE ausüben, einschließlich deren engerer Familienangehörigen oder zuzurechnender Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die HARTMANN GRUPPE kann durch Anteilsbesitz von 20 % oder mehr beziehungsweise Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat begründet werden.

Berichtspflichtige Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden ebenfalls nicht unterhalten.

Im Zuge der Konsolidierung werden Geschäftsvorfälle zwischen den Konzerngesellschaften der HARTMANN GRUPPE eliminiert.

Mit assoziierten Unternehmen, die at-equity bilanziert werden, wurden Transaktionen im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit getätigt, die sich im Berichts- und Vorjahr wie folgt ausgewirkt haben:

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in Tausend EUR 2009 2008
Erträge 16.920 16.488
Aufwendungen 500 546
Forderungen 1.728 1.594

Darüber hinaus existieren keine wesentlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises.

Aufsichtsrat und Vorstand

Bezüge des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der PAUL HARTMANN AG erhielt satzungsgemäß eine Vergütung von insgesamt 0,4 (2008: 0,4) Mio. EUR. Weitere Informationen zur Vergütung der Aufsichtsräte sind im Corporate Governance Bericht enthalten, der ebenfalls Bestandteil des Geschäftsberichts ist.

Bezüge des Vorstands

Die Höhe der Vorstandsvergütung richtet sich nach den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seinen Leistungen und der Entwicklung der HARTMANN GRUPPE unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds. Die Gesamtvergütung setzt sich in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen; die variablen Vergütungsbestandteile haben aber weder überwiegend eine mehrjährige Bemessungsgrundlage noch eine Begrenzung für außergewöhnliche Entwicklungen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr beliefen sich im Konzern auf 4,1 (2008: 3,1) Mio. EUR. Davon beträgt der variable Anteil 2,2 (2008: 1,6) Mio. EUR.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind insgesamt 10,9 (2008: 11,2) Mio. EUR zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands betrugen für das Berichtsjahr 0,9 (2008: 1,1) Mio. EUR.

Gebühren des Abschlussprüfers

Die Gebühren des Abschlussprüfers betrugen im Berichtsjahr insgesamt 0,8 Mio. EUR. Dabei entfielen 0,5 Mio. EUR auf Prüfungshonorare, 0,2 Mio. EUR auf prüfungsnahe Dienstleistungen sowie 0,1 Mio. EUR auf Steuerberatungshonorare.

Freigabe des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde am 25. Februar 2010 vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

25. Februar 2010

PAUL HARTMANN AG

Dr. Riguzzi

Dr. Fremerey

Kuehn

Dr. Neumann

Schulz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der PAUL HARTMANN Aktiengesellschaft, Heidenheim/Brenz, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 8. März 2010

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Franz Wagner, Wirtschaftsprüfer

Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

Überblick

Mit einer klaren Fokussierung auf Systemangebote für Medizin und Pflege, die sich eng an den Kundenbedürfnissen orientieren, setzte die HARTMANN GRUPPE im Geschäftsjahr 2009 ihren profitablen Wachstumskurs erfolgreich fort. In den drei Kerngeschäftssegmenten Wund-, Inkontinenz- und Infektionsmanagement ist HARTMANN erneut über dem Markt gewachsen, und dies trotz der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

Zwar erwies sich der Gesundheitssektor, verglichen mit anderen Branchen, insgesamt als robuster, dennoch war das Unternehmen auch im Jahr 2009 mit den Reformbemühungen in den nationalen Krankenversicherungssystemen und den damit einher gehenden Konzentrationsprozessen auf Kundenseite mit entsprechendem Preisdruck konfrontiert.

Durch die konsequente Umsetzung der seit 2004 verfolgten Strategie FOCUS verbesserte die HARTMANN GRUPPE im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Marktposition weiter. Mit einem breiten Mix aus medizinischen Einwegprodukten sowie produktnahen Dienstleistungen bietet HARTMANN seinen Kunden einen echten Mehrwert, auf dessen Basis langfristige Partnerschaften entstehen. Hinzu kommt, dass HARTMANN mit dem zum Jahreswechsel 2008/2009 akquirierten Unternehmen BODE Chemie eine ganzheitliche Infektionsprophylaxe

aus einer Hand anbieten kann. Mit der Übernahme von Whitestone, einem Hersteller absorbierender Inkontinenzprodukte in den USA, konnten wir im weltgrößten Markt für Medizinprodukte verstärkt Fuß fassen. Die verbreiterte Umsatzbasis, verbunden mit Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Produktivitätssteigerung in den internen Prozessen, resultierte in einer überproportionalen Ergebnisverbesserung der HARTMANN GRUPPE.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsentwicklung aufmerksam begleitet und unterstützt ausdrücklich die strategische Ausrichtung der HARTMANN GRUPPE. Er hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei wesentlichen Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Er hat sich durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informieren lassen. Hierzu gehörten monatliche Berichte über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Liquiditätslage einschließlich der Plan/Ist-Abweichungen und der jeweiligen Vorschaurechnung sowie die Quartalsabschlüsse.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Alle Maßnahmen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen oder aufgrund der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats die Zustimmung des Aufsichtsrats erfordern, wurden dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorgelegt.

Schwerpunkte der Beratungen im Gesamtgremium

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2009 zu sechs Sitzungen zusammengetreten (23. März, 24. März, 8. Mai, 30. Juni, 17. September, 8. Dezember). An fünf dieser Sitzungen nahmen die Mitglieder des Vorstands teil; am 23. März 2009 fand eine gesonderte Sitzung zur Effizienzprüfung statt, bei der der Vorstand nicht anwesend war. Ein Aufsichtsratsmitglied war an zwei Sitzungen und ein Aufsichtsratsmitglied war an einer Sitzung entschuldigt verhindert. Im Übrigen tagte das Gremium vollzählig.

Die von den Aktionären und von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen in getrennten Vorbesprechungen vorbereitet. Der Vorsitzende des Vorstands und/oder andere Vorstandsmitglieder nahmen an diesen Vorbesprechungen teil. Ein Interessenkonflikt bestand bei keinem Aufsichtsratsmitglied. Auch bestanden keine Berater- oder sonstigen Dienst- oder Werkverträge zwischen einem Mitglied des Aufsichtsrats und der Gesellschaft.

Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands erörterte der Aufsichtsrat die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis im Konzern, die Rentabilität der einzelnen Geschäftssegmente sowie die Finanzlage und erhielt tiefer gehende Erläuterungen bei Plan/Ist-Abweichungen. Ausführlich diskutiert wurde die Geschäftslage einzelner Tochtergesellschaften. Außerdem wurden der Strategieansatz und die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung mit den Schwerpunkten Absatzmärkte, integrierte Systemangebote sowie Personal, Finanzen und Investitionen behandelt. Die Planung für das Jahr 2010 wurde nach Erörterung mit dem Vorstand am 8. Dezember 2009 genehmigt.

Der Aufsichtsrat informierte sich im Rahmen seiner Sitzungen auch über Einzelmaßnahmen der Strategieumsetzung in der HARTMANN GRUPPE, um das Unternehmen bei der strategischen Konzernentwicklung qualifiziert begleiten und beraten zu können. Aus diesem Grund ließ sich der Aufsichtsrat im Beisein des Vorstands am 30. Juni 2009 von Führungskräften und Mitarbeitern aus Vertrieb, Marketing sowie Forschung und Entwicklung über innovative Lösungen bei Produkten und Dienstleistungen in den Kerngeschäftssegmenten unterrichten.

Im Rahmen der Sitzung am 17. September 2009 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Stand der Integration der neu akquirierten Tochterunternehmen BODE/ Deutschland und Whitestone/USA. In den Sitzungen am 24. März 2009 und 17. September 2009 informierte sich der Aufsichtsrat über die Geschäftslage und Perspektiven der CMC Consumer Medical Care GmbH. In der Sitzung am 8. Dezember 2009 hat sich der Aufsichtsrat mit den Änderungen der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Aktiengesellschaften befasst und hat, soweit erforderlich, seine eigene Arbeit entsprechend neu organisiert.

In einer gesonderten Sitzung am 23. März 2009 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in Abwesenheit des Vorstands mit der Effizienz seiner Tätigkeit und traf Festlegungen für die künftige Arbeit. Die Umsetzung der im Vorjahr vorgeschlagenen Maßnahmen wurde eingehend beleuchtet und die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit mit entsprechender Schwerpunktbildung überprüft.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Die freiwillige Entsprechenserklärung in Anlehnung an § 161 AktG wurde am 19. März 2010 auf Basis der neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 18. Juni 2009 abgegeben.

Ausschüsse haben in regelmäßigen Sitzungen getagt

Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse: den Ausschuss für personelle Angelegenheiten des Vorstands (Präsidialausschuss), den Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG und den Nominierungsausschuss. Dem Präsidialausschuss und dem Vermittlungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Fritz-Jürgen Heckmann als Vorsitzender, Andreas Strobel als stellvertretender Vorsitzender sowie Eduard Schleicher und Wolfgang Schwarz an. Der Präsidialausschuss tagte im Berichtszeitraum viermal (9. März, 23. März, 17. September, 8. Dezember) und hat sich unter anderem mit den Zielen und der Vergütung für die Vorstandsmitglieder im Rahmen des bestehenden Vergütungssystems befasst.

Der Vermittlungsausschuss musste nicht zusammentreten. Der Nominierungsausschuss, dem Fritz-Jürgen Heckmann und Eduard Schleicher angehören, ist im Geschäftsjahr 2009 ebenfalls nicht zusammengetreten.

Der Prüfungsausschuss kam im Jahr 2009 zu zwei Sitzungen am 9. März und am 16. September zusammen, an denen jeweils auch Mitarbeiter des Abschlussprüfers teilnahmen. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Prüfung des Jahresabschlusses der PAUL HARTMANN AG und des Konzernabschlusses der HARTMANN GRUPPE, die Vorbereitung der Bilanzfeststellungssitzung sowie die Beratung des Vorstands in Fragen der Rechnungslegung und der Strukturierung des Risikomanagements. Außerdem waren die Erörterung und Festlegung der Prüfungsschwerpunkte im Rahmen der Abschlussprüfung, die Empfehlung über die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und die Überwachung seiner Unabhängigkeit Gegenstand ausführlicher Beratungen. Darüber hinaus behandelte der Prüfungsausschuss Maßnahmen zur Sicherstellung der Compliance und zur Verhinderung unlauteren Verhaltens in Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE sowie die Ergebnisse der im Jahr 2009 durchgeführten Revisionen. Ferner hat er sich mit den Strukturen und der Organisation des Konzerns befasst und diese ausführlich diskutiert. Dem Prüfungsausschuss gehören unverändert Eduard Schleicher (Vorsitzender), Peter Donath, Fritz-Jürgen Heckmann und Andreas Strobel an. Über die Arbeit der Ausschüsse wurde der gesamte Aufsichtsrat in der jeweils nachfolgenden Sitzung unterrichtet.

Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2009 gebilligt

Der Aufsichtsrat hat auf der Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft, erörtert und mit dem Vorstand beraten. Grundlagen der Prüfungen des Aufsichtsrats waren auch der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers, der jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zugesandt wurde, und die Berichterstattung des Vorstands. Die von der Hauptversammlung gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat unter Einbeziehung der Buchführung den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG sowie den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Mitarbeiter des Abschlussprüfers nahmen an der Bilanzfeststellungssitzung am 19. März 2010 teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Zudem erläuterten sie in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 8. März 2010 ausführlich den Prüfungsbericht.

Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Vorprüfung des Prüfungsausschusses und der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG und den Konzernabschluss daher auf der heutigen Bilanzfeststellungssitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2009 der PAUL HARTMANN AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit einer Ausschüttung von 4,90 EUR pro Aktie schließt sich der Aufsichtsrat an.

Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht)

Der Vorstand hat seinen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2009 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG aufgestellt und zusammen mit dem hierzu vom Wirtschaftsprüfer gemäß § 313 AktG erstatteten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat fristgerecht vorgelegt.

Der Abschlussprüfer hat folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Zur Vorbereitung der Prüfung und Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat hat sich zunächst der Prüfungsausschuss eingehend mit dem Abhängigkeits- und dem Prüfungsbericht befasst. Der Prüfungsausschuss ließ sich den Abhängigkeitsbericht von den Vertretern der Gesellschaft erläutern. Der an der Sitzung ebenfalls teilnehmende Abschlussprüfer hat über seine Prüfung, insbesondere die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, berichtet sowie seinen Prüfungsbericht erläutert. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und sie ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.

Ehrenvorsitzender des Hauses HARTMANN verstorben

Am 11. August 2009 verstarb der Ehrenvorsitzende des Hauses HARTMANN, Dr. Friedrich-Wilhelm v. Seydlitz-Kurzbach, kurz nach Vollendung seines 95. Lebensjahrs. Er war mehr als 40 Jahre mit der PAUL HARTMANN AG verbunden. 1974 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden bestellt, von 1980 bis 1993 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Mit großer unternehmerischer Weitsicht hat Dr. Friedrich-Wilhelm v. Seydlitz-Kurzbach wesentlich zur Entwicklung der HARTMANN GRUPPE zum internationalen Konzern beigetragen. Wir werden dieser hoch angesehenen Persönlichkeit ein ehrendes Gedenken bewahren.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats blieb im Geschäftsjahr 2009 unverändert.

Zum 3. August 2009 wurde Stephan Schulz zum ordentlichen Vorstandsmitglied und Chief Financial Officer (CFO) der PAUL HARTMANN AG bestellt. Sein Ressort umfasst die Bereiche Finanzen, Controlling, Human Resources, Investor Relations sowie interne Revision und Risikoreduktionsmanagement. Bis zu seiner Bestellung führten Dr. Wolfgang Neumann und Dr. Felix Fremerey den Finanz- bzw. Personalbereich kommissarisch.

Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Konzerngesellschaften der HARTMANN GRUPPE für ihr großes Engagement und ihre Leistung im erfolgreichen Geschäftsjahr 2009.

Heidenheim, 19. März 2010

Für den Aufsichtsrat

Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender