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Paul Hartmann AG — Audit Report / Information 2012
Jun 21, 2013
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Audit Report / Information
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PAUL HARTMANN AG
Heidenheim
Jahresabschluss zum 31.12.2012
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012
der PAUL HARTMANN AG, Heidenheim/Brenz
Strategie und Organisation
Die HARTMANN GRUPPE fokussiert ihre Geschäftstätigkeit auf Systemlösungen für professionelle Kunden in Medizin und Pflege. Geographisch sind wir mit unseren Gesellschaften weltweit in bedeutenden Absatzmärkten kundennah präsent. In der PAUL HARTMANN AG sind die wesentlichen organisatorischen Einheiten zusammengefasst, die die Konzernaktivitäten steuern.
Unternehmensstrategie fokussiert auf medizinische Systemangebote
Die HARTMANN GRUPPE ist einer der führenden europäischen Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten mit den Kompetenzschwerpunkten Wundbehandlung, Inkontinenzversorgung und Infektionsprophylaxe. Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte für die Kompressionstherapie, Immobilisation, Erste Hilfe sowie zur Selbstdiagnose. Unterstützende Dienstleistungen runden das Angebot für Medizin und Pflege ab.
Der Schwerpunkt liegt auf Systemangeboten für professionelle Verwender in Kliniken, in Arztpraxen sowie in Alten- und Pflegeheimen oder in der häuslichen Pflege. Mit anwendergerechten Produkten und maßgeschneiderten Serviceleistungen bietet HARTMANN Komplettlösungen an, die dazu beitragen, die tägliche Arbeit zum Wohl der Patienten effektiv und wirtschaftlich zu gestalten. Diese Systemangebote basieren auf fundiertem medizinischem Wissen, langjähriger Praxiserfahrung und einem tiefen Verständnis der Arbeitsabläufe unserer Kunden.
Als zuverlässiger Partner verfolgt HARTMANN das Ziel, dauerhafte Kundenbeziehungen aufzubauen und eine führende Position in den mit eigenen Tochtergesellschaften bedienten Märkten einzunehmen. Neben den medizinischen Kernsortimenten für professionelle Zielgruppen in Medizin und Pflege führt HARTMANN auch endverbrauchernahe medizinische Sortimente, die über Apotheken und den Sanitätsfachhandel vertrieben werden.
Seit der im Jahr 2005 erfolgten Fokussierung der Geschäftsaktivitäten der HARTMANN GRUPPE auf medizinische Kernkompetenzfelder werden nach Sortimentsschwerpunkten gegliederte Geschäftssegmente ausgewiesen: Wund-, Inkontinenz-, Infektionsmanagement sowie das Segment Weitere Konzernaktivitäten, dem schwerpunktmäßig die Aktivitäten der Tochtergesellschaften Kneipp, CMC und NOGE zugeordnet sind.
HARTMANN ist mit eigenen Gesellschaften international marktnah aufgestellt
Die HARTMANN GRUPPE setzt sich aus der PAUL HARTMANN AG und Tochtergesellschaften in Deutschland sowie in ausländischen Absatzmärkten zusammen. Die Tochtergesellschaften sind ergebnisverantwortlich und in fünf geographischen Regionen zusammengefasst, die länderübergreifende Steuerungsfunktionen übernehmen. Die Regionen werden von Regional-Direktoren geleitet. In enger Abstimmung mit den Geschäftsführern in der Region stellen sie die Umsetzung der Konzernstrategie sicher und bündeln die Aktivitäten unter Umsatz- und Ertragsgesichtspunkten sowie unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Die unter den weiteren Konzernaktivitäten zusammengefassten Tochtergesellschaften berichten direkt an das jeweils zuständige Vorstandsmitglied.
Die Zuordnung der einzelnen Tochtergesellschaften zu den Absatzregionen ist aus der Aufstellung über den Anteilsbesitz im Anhang ersichtlich.
PAUL HARTMANN AG steuert die Konzernaktivitäten
Die PAUL HARTMANN AG wird durch einen Vorstand geleitet, an dessen Spitze der Vorstandsvorsitzende steht. Der Vorstand bestimmt die Konzernstrategie, übernimmt die Steuerung der Regionen und Tochtergesellschaften, legt das Produkt- und Dienstleistungsportfolio fest, organisiert die weltweite Lieferkette, betreibt das Führungskräftemanagement, ordnet die Ressourcen strategiekonform zu und ist verantwortlich für das Management der Finanzen.
Ein durch den Vorstandsvorsitzenden geleitetes internationales Group Management Team stellt die internationale Koordination und Erreichung der konzernweit gültigen Unternehmensziele sicher. Dem Gremium gehören neben dem Vorstand die Regional-Direktoren und Verantwortliche der einzelnen Zentralfunktionen an.
Funktionsbereiche innerhalb der PAUL HARTMANN AG nehmen die Konzernsteuerung von Produktentwicklung, Marketing, Sourcing, Supply Chain Management, Finanzen, Human Resources, Qualitätsmanagement und IT wahr. Die Zuordnung der Funktionsbereiche wurde im Oktober 2012 mit dem Start des Konzernprogramms BENCHMARK reorganisiert und eine Geschäftsbereichsorganisation mit den Geschäftsbereichen "Medical" und "Hygiene" eingeführt.
PAUL HARTMANN AG ist keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des Aktiengesetzes
Das gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG setzt sich zum 31. Dezember 2012 unverändert aus insgesamt 3.572.424 Namensstückaktien zusammen. Mit Ausnahme der 20.682 eigenen Aktien sind sämtliche Aktien voll stimmberechtigt.
Ein Teil unserer Aktionäre hat sich zur Wahrung ihrer Interessen und zur Erhaltung eines stabilen Aktionärsstamms in der Schutzgemeinschaft von Aktionären der PAUL HARTMANN AG zusammengeschlossen. Vor Beschlussfassungen in Hauptversammlungen verständigen sich deren Mitglieder über eine Stimmrechtsbindung. Übertragungen von Aktien der betreffenden Aktionäre finden vereinbarungsgemäß innerhalb der Schutzgemeinschaft statt.
Die HARTMANN-Aktie ist in den Handel des Entry Standard im Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Daher ist weder die PAUL HARTMANN AG eine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des Aktiengesetzes noch wird die HARTMANN-Aktie an einem organisierten Markt gehandelt. Demnach gelten allein die Mitteilungspflichten und Meldeschwellen nach §§ 20, 21 AktG, so dass wir von einer Veröffentlichung direkter oder indirekter Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, absehen.
Es bestehen weder Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, noch besteht eine Stimmrechtskontrolle gemäß § 289 Absatz 4 Ziffer 5 bzw. § 315 Absatz 4 Ziffer 5 HGB.
Vorstandsmitglieder werden gemäß den Regelungen der §§ 84 und 85 AktG bestellt und abberufen. Weiterhin regelt die Satzung, dass der Aufsichtsrat der PAUL HARTMANN AG die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt und er ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden bestellen kann. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Zusammensetzung des Vorstands ist im Anhang dargestellt. Eine Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien besteht derzeit nicht. Jedoch ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2010 bis zum 30. April 2015 ermächtigt, eigene Aktien für das Unternehmen bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben und wieder zu veräußern.
Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft mit dem Vorstand hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme oder hinsichtlich Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall einer Übernahme.
Änderungen der Satzung bedürfen gemäß der geltenden gesetzlichen Bestimmungen einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Obwohl die Gesundheitssysteme in immer mehr Ländern an die Grenzen der staatlichen Finanzierbarkeit gelangen, entwickelte sich der Markt für Medizinprodukte nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung weiterhin positiv. HARTMANN ist mit seinem Produktportfolio und seiner internationalen Marktpräsenz gut aufgestellt, um an den Steigerungsraten in den Bereichen Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprophylaxe teilzuhaben.
Rückläufiges Wirtschaftswachstum in Europa
Die deutsche Wirtschaft wuchs 2012 um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr.
Der Außenhandel hat dazu mit einer Steigerung von 1,1% beigetragen, deutlich mehr als im Vorjahr mit 0,6 %. Die anziehende Nachfrage aus den USA und Asien insbesondere im ersten Halbjahr konnte die Nachfrageschwäche aus den von Rezession betroffenen Euroländern mehr als ausgleichen. Infolge der gestiegenen Beschäftigung und höherer Löhne trug der private Konsum ebenfalls positiv zum Wachstum in Deutschland bei.
Im Vergleich dazu schrumpfte die Wirtschaft in der EU nach vorläufiger Schätzung der EU-Kommission um 0,4 %, während die Weltwirtschaft im Jahr 2012 gemäß vorläufiger Schätzung des IWF um 3,2 % wuchs. Die von hoher Unsicherheit geprägte wirtschaftliche Situation führte zu einer starken Zurückhaltung bei den Investitionen. Die Euro-Krise und die Zuspitzung um eine Schuldenbremse in den USA haben die wirtschaftliche Entwicklung belastet.
Uneinheitliche Rohstoffpreisentwicklung im Jahr 2012
Insgesamt sind die Rohstoffpreise 2012 leicht zurückgegangen, wobei die Entwicklung einzelner Rohstoffe sehr unterschiedlich war. Der Ölpreis unterlag kräftigen Schwankungen. Zu Anfang des Jahres bestimmte der Streit zwischen dem Iran und den westlichen Ländern um das iranische Atomprogramm den Ölmarkt. Der Preis für das Brent-Öl stieg im März auf über 127 USD pro Barrel. Schlechtere Konjunkturaussichten und eine damit verbundene sinkende Ölnachfrage beeinflussten zunehmend den Preis. Im Juni notierte er bei 90 USD pro Barrel, in den zwei Folgemonaten stieg er wieder an. Im Jahresdurchschnitt bewegte sich der Ölpreis mit 111,6 USD pro Barrel auf dem Niveau des Vorjahres.
Für HARTMANN ist insbesondere die Preisentwicklung bei Zellulose bedeutend. Zellulose blieb im Jahr 2012 mit einem Durchschnittspreis von 930 USD pro Tonne weit gehend stabil.
Markt für Medizinprodukte entwickelte sich positiv
Laut Zahlen des Marktforschungsunternehmens Espicom hatte der Weltmarkt für Medizinprodukte, der neben Verbrauchsgütern auch Medizintechnik umfasst, ein Volumen von rund 230 Mrd. EUR. Während viele Weltregionen ein dynamisches Wachstum verzeichneten, entwickelte sich der Markt in der Eurozone infolge der Sparbemühungen in den nationalen Gesundheitssystemen deutlich schwächer. Gute Wachstumsaussichten haben Asien, Südamerika und Osteuropa. Damit bleibt der Markt für Medizinprodukte weiterhin ein attraktiver Wachstumsmarkt, getrieben von der demographischen Entwicklung und der Zunahme chronischer Erkrankungen, aber auch durch den medizinischen Fortschritt und den wachsenden Wohlstand in den Schwellenländern.
Deutschland war 2012 laut Espicom mit rund 18 Mrd. EUR (220 EUR pro Kopf) erneut der weltweit drittgrößte Markt für Medizinprodukte (inklusive Medizintechnik) nach den USA und Japan. Laut Bundesverband Medizintechnik (BVMed) war das Wachstum (inklusive Medizintechnik) 2012 mit 4,4 % um 0,9 Prozentpunkte geringer als im Vorjahr. Obwohl sich die Gesundheitsausgaben mit rund 11,7 % des Bruttoinlandsprodukts auf einem hohen Niveau befinden, bleibt der Markt infolge des hohen Preisdrucks angespannt.
Ein ganz anderes Bild zeigt Russland. Laut Espicom hatte der Medicalmarkt 2012 dort gerade einmal ein Volumen von 4 Mrd. EUR (30 EUR pro Kopf). Obwohl das von der Regierung gestartete nationale Reformprogramm für das Gesundheitswesen inzwischen zu einer leichten Verbesserung des medizinischen Standards geführt hat, gilt das Gesundheitssystem immer noch als bürokratisch und ineffizient. Aufgrund des teilweise niedrigen Versorgungsniveaus spielt in Russland die Bezahlung von Medizinprodukten aus privatem Einkommen eine große Rolle. Auch in den kommenden Jahren wird das Land aufgrund der geringen Wettbewerbsfähigkeit der eigenen Medicalindustrie auf den Warenbezug von ausländischen Unternehmen angewiesen sein. Dennoch stellen Importzölle eine Barriere für das Geschäft ausländischer Unternehmen in Russland dar. Deswegen investiert HARTMANN vor Ort in eine eigene Fertigung für den lokalen Markt.
Markt für Wundmanagement wächst mit Alterung der Bevölkerung
Das Marktvolumen aller Produktkategorien für das Wundmanagement lag im Jahr 2012 Global Data zufolge bei 15 Mrd. EUR. Treiber dieser Entwicklung sind die Alterung der Bevölkerung, die Zunahme von Diabetes sowie eine wachsende Zahl von in Gesundheitseinrichtungen erworbenen Wundinfektionen nach chirurgischen Eingriffen. In den kommenden Jahren ist laut Global Data von einem jährlichen Wachstum von rund 5 % auszugehen. Für die Kategorie der Unterdrucktherapie wird trotz eines zu beobachtenden Preisverfalls ein jährliches Plus von rund 10 % prognostiziert. Nach Schätzung von Global Data hatte der europäische Markt für Wundmanagement 2012 ein Volumen von rund 5 Mrd. EUR. Deutschland war erneut führender Markt in Europa, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Auch in Europa wird für die Unterdrucktherapie das größte Wachstum aller Produktkategorien vorhergesagt. Während die Kategorie der Produkte für die moderne Wundbehandlung,in den kommenden Jahren europaweit um rund 5 % wächst, werden für klassische Verbandstoffe rückläufige Umsätze prognostiziert.
Osteuropa bleibt Wachstumstreiber bei absorbierenden Inkontinenzprodukten
Nach Berechnung der Unternehmensberatung Price Hanna Consultants (PHC) lag 2012 das weltweite Absatzvolumen bei absorbierenden Inkontinenzprodukten bei etwa 31 Mrd. Einheiten. Im dominierenden europäischen Markt lag das Volumen bei etwa 11 Mrd. Einheiten mit Deutschland als dem größten Einzelmarkt. Während Westeuropa laut PHC mit einem Weltmarktanteil von 33 % bis 2017 langsamer wächst, werden für Osteuropa bei einem noch geringen Marktanteil von 3,5 % kräftige Zuwächse prognostiziert. In Nordamerika, nach Europa und Asien-Pazifik dem drittgrößten Absatzraum für absorbierende Inkontinenzprodukte, liegt das Wachstumstempo unter dem Europas.
OP-Einwegprodukte profitieren vom Wachstum bei OP-Komplettsets
Der Weltmarkt für OP-Komplettsets, OP-Bekleidung, OP-Abdeckmaterialien sowie OP- und Untersuchungshandschuhe ist gemäß Global Data gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und hatte 2012 einen Gesamtwert von rund 8 Mrd. EUR. Nordamerika und Europa waren erneut die beiden größten Absatzregionen. Bei OP-Einwegprodukten lag das größte Wachstum in der Kategorie der kundenindividuellen Komplettsets; hier gehen Prognosen auch künftig von einem jährlichen Wachstum von etwa 7 % aus. Immer mehr Kliniken und ambulante OP-Einrichtungen schätzen die Vorteile, die ihnen diese eingriffsspezifisch zusammengestellten Einwegsets bei der Prozessoptimierung bieten.
Für Europa, mit einer Marktgröße von 2,5 Mrd. EUR weltweit erneut die zweitgrößte Absatzregion bei Einwegprodukten im OP, werden weiterhin gute Wachstumschancen vorausgesagt. Deutschland als größter Einzelmarkt hatte 2012 einen Marktwert von rund 600 Mio. EUR, gefolgt von Frankreich und Italien. Diese drei Länder verzeichnen laut Global Data auch die höchsten Wachstumsraten für OP-Komplettsets in Europa.
Wachsendes Hygienebewusstsein sorgt für steigende Nachfrage nach Desinfektionsmitteln
Die zunehmende Zahl der in medizinischen Einrichtungen erworbenen Infektionen hat das Hygienebewusstsein des medizinischen und pflegerischen Personals erhöht und die Infektionsprophylaxe dort zu einem zentralen Thema gemacht. In der Europäischen Union erkranken jährlich noch immer etwa vier Millionen Menschen an Klinikinfektionen. Nicht zuletzt wegen der Zunahme des Anteils resistenter Keime sowie des zunehmenden Alters und der damit verbundenen Infektionsanfälligkeit der Patienten erfordert die Vermeidung solcher Komplikationen besondere Aufmerksamkeit. Hygieneexperten gehen davon aus, dass sich mindestens 30 % aller nosokomialen Infektionen durch adäquate Hygiene vermeiden ließen. Hierbei ist die Händedesinfektion die mit Abstand wichtigste Maßnahme zum Schutz von Patienten und Personal vor Krankheitserregern.
Ein gestiegenes Hygienebewusstsein, das sukzessive zu höheren Standards in der Hygiene führt, und die wachsende Zahl an Operationen führen zu einer gesteigerten Nachfrage nach Desinfektionsmitteln. Gemäß einer Studie von BCC Research lag im Jahr 2011 das weltweite Marktvolumen für alle Kategorien der Desinfektionsmittel bei 3,2 Mrd. EUR. Auf der Basis eines jährlichen Wachstums von 11 % liegt der Gesamtmarkt 2016 bei 5,5 Mrd. EUR. Europa stellt mit 1 Mrd. EUR den größten Absatzraum nach den USA mit 1,2 Mrd. EUR dar.
Umsatz- und Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2012 stiegen die Umsatzerlöse der PAUL HARTMANN AG um 0,5 % auf 748,3 Mio. EUR. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung war dabei durch Einmaleffekte belastet. Trotz des schwierigen Marktumfelds ist es uns gelungen, in einzelnen Sortimenten innerhalb der drei medizinischen Kernsegmente gute Umsatzzuwächse zu erzielen.
Anstieg der Umsatzerlöse um 3,5 Mio. EUR
Im Berichtsjahr stiegen die Umsatzerlöse der PAUL HARTMANN AG um 3,5 Mio. EUR auf 748,3 Mio. EUR. Im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland lagen die Kundenumsätze unter unseren Erwartungen: Sie gingen um 1,9 % auf 418,4 Mio. EUR zurück. Einerseits war die PAUL HARTMANN AG mit zwei Rückrufen bei einigen Medizinprodukten und einem damit verbundenen Lieferengpass konfrontiert, insbesondere im Geschäft mit Kliniken und niedergelassenen Ärzten. Andererseits waren die Umsätze im Geschäft mit absorbierenden Inkontinenzprodukten im Rahmen der Verträge der gesetzlichen Krankenkassen zur Belieferung häuslich versorgter Patienten rückläufig.
Geschäftssegment Wundmanagement
Die Umsatzerlöse im Segment Wundmanagement nahmen um 4,6 % auf 170,0 Mio. EUR zu. Dieses Wachstum wurde im Wesentlichen durch das Geschäft mit anderen Konzerngesellschaften getragen. Die Kundenumsätze in Deutschland lagen mit 87 Mio. EUR insgesamt auf Vorjahresniveau.
Innerhalb der umsatzstarken Sortimente ist es uns im Berichtsjahr gelungen, erneut bei Produkten für die moderne Wundbehandlung und bei postoperativen Verbänden über dem Markt zu wachsen. Produkte für die Kompressionstherapie fanden gute Kundenakzeptanz. Der Umsatz mit Vivano, unserem System zur Unterdruck-Wundtherapie, entwickelte sich 2012 im ersten vollen Geschäftsjahr seit der Markteinführung sehr positiv. Das Geschäft mit klassischen Verbandstoffen war infolge des Rückrufs einiger Mullprodukte negativ tangiert.
Geschäftssegment Inkontinenzmanagement
In unserem umsatzstärksten Geschäftssegment lagen die Umsatzerlöse bei 336,4 Mio. EUR, dies entspricht einem Rückgang um 1 %. Den Umsatzverlust im Geschäft mit gesetzlichen Krankenkassen zur Belieferung häuslich versorgter Patienten sowie die gesunkenen Umsätze in unserem Direktexportgeschäft konnten wir nur teilweise durch gestiegene Umsätze mit Konzerngesellschaften kompensieren.
Im Geschäftsjahr 2012 profitierte HARTMANN in Deutschland erneut von guten Zuwächsen bei den verstärkt nachgefragten Inkontinenzhosen MoliCare Mobile. Nicht zuletzt aufgrund des zunehmenden Kostendrucks beobachten wir einen Trend von einteiligen hin zu zweiteiligen Produktsystemen. Hiervon profitierten unsere unter der Marke MoliForm angebotenen Vorlagen, die zusammen mit einem Fixiersystem wie beispielsweise MoliPants angelegt werden. Die auf die Haut älterer Menschen abgestimmte Pflegeserie Menalind professional fand auch im Berichtsjahr hohe Kundenakzeptanz.
Geschäftssegment Infektionsmanagement
Im Segment Infektionsmanagement lagen die Umsatzerlöse mit 232,6 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Während die Umsatzerlöse in Deutschland um 1,4 % auf 167,9 Mio. EUR zurückgingen, nahm das Geschäft mit Konzerngesellschaften um 6,4 % auf 62,6 Mio. EUR zu.
Bezogen auf unser Sortiment für eine ganzheitliche Infektionsprophylaxe verzeichneten die kundenindividuellen OP-Komplettsets unter der Marke Foliodrape CombiSet ein gutes Wachstum. Neben einer weiterhin guten Entwicklung bei Händedesinfektionsmitteln ist es HARTMANN im Berichtsjahr gelungen, seine Marktposition im Bereich der Flächendesinfektion weiter auszubauen. Das Sortiment an OP-Einweginstrumenten fand in Kliniken und ambulanten OP-Einrichtungen hohe Akzeptanz. Infolge einer Rückrufaktion waren die Umsätze bei OP-Verbandstoffen im Geschäftsjahr 2012 rückläufig. Bei Untersuchungshandschuhen hat HARTMANN zugunsten der Profitabilität auf nicht rentable Umsätze verzichtet.
Geschäftssegment Weitere Konzernaktivitäten
Bei den endverbrauchernahen Sortimenten gingen die Umsatzerlöse planmäßig um 31,6 % auf 4,9 Mio. EUR zurück. Der Umsatzrückgang betraf im Wesentlichen das nichtstrategische Geschäft der PAUL HARTMANN AG mit Konzerngesellschaften.
Jahresüberschuss betrug 26,6 Mio. EUR
Der Jahresüberschuss der PAUL HARTMANN AG ging im Geschäftsjahr 2012 um 7,6 Mio. EUR auf 26,6 Mio. EUR zurück. Neben gestiegenen Rohstoff- und Handelswarenpreisen wirkten sich auch der Rückruf einiger Medizinprodukte sowie ein geringeres Finanzergebnis negativ auf den Jahresüberschuss aus.
Die Materialaufwendungen reduzierten sich im Geschäftsjahr um 6,3 Mio. EUR auf 491,3 Mio. EUR. Trotz gestiegener Rohstoff- und Handelswarenpreise ging damit die an der Gesamtleistung gemessene Materialquote um 1,8 Prozentpunkte auf 65,5 % zurück. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf gegenüber dem Vorjahr geringere Inventurabwertungen zurückzuführen. Negativ wirkten sich jedoch zusätzliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ersatzbeschaffung von Medizinprodukten im Rahmen der Rückrufe aus.
Der Anstieg der Personalaufwendungen um 7,7 % auf 133,9 Mio. EUR resultiert vor allem aus der gestiegenen Mitarbeiterzahl in der PAUL HARTMANN AG sowie aus der im Oktober 2011 in Kraft getretenen Tariferhöhung. Zusätzliche Erfolgsbeteiligungen für Mitarbeiter führten im Jahr 2012 zu einem Mehraufwand von 2,2 Mio. EUR.
Im Berichtsjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,1 Mio. EUR auf 154,1 Mio. EUR. Während einerseits Einsparungen im Logistikbereich erzielt werden konnten, stiegen andererseits die Aufwendungen für den Bezug von Energie zu Handelszwecken. Zusätzliche Aufwendungen entstanden durch den Rückruf einiger Medizinprodukte und die damit verbundenen Kostenerstattungen.
Das Finanzergebnis sank im Berichtsjahr um 6,6 Mio. EUR auf 8,9 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Dividendenerträge in Höhe von 4,7 Mio. EUR zurückzuführen. Der planmäßige Verzicht auf Gewinnausschüttungen diente zur Stärkung der Eigenkapitalbasis von Konzerngesellschaften. Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen auf Beteiligungen in Höhe von 8,4 Mio. EUR vorgenommen. Diese konnten durch erforderliche Zuschreibungen sowie durch die Auflösung von im Vorjahr gebildeten Risikovorsorgen kompensiert werden. Das Zinsergebnis lag aufgrund der gesunkenen Bankverbindlichkeiten 1,6 Mio. EUR unter Vorjahr.
Vermögens- und Finanzlage
Die PAUL HARTMANN AG konnte im Geschäftsjahr die Bilanzstruktur weiter stärken. Neben dem Abbau von Forderungen leistete die weitere Optimierung der Vorratsbestände hierzu einen wesentlichen Beitrag. Die durch geringere Kapitalbindung freigesetzten Finanzmittel wurden zur Reduzierung der Bankverbindlichkeiten eingesetzt. Die Eigenkapitalquote stieg um 3,6 Prozentpunkte auf 46,0 %.
Forderungen um 30,4 Mio. EUR reduziert
Die Forderungen nahmen im Geschäftsjahr um 30,4 Mio. EUR auf 201,8 Mio. EUR ab. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf gesunkene Forderungen der PAUL HARTMANN AG gegenüber Konzerngesellschaften zurückzuführen. Diese reduzierten sich um 29,2 Mio. EUR auf 152,8 Mio. EUR. Neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere gegenüber Konzerngesellschaften in Griechenland und Spanien, konnten auch die Forderungen aus Darlehen und dem konzerninternen Cash-Pooling zurückgeführt werden.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen vor Zuschüssen betrugen im Berichtsjahr 13,6 Mio. EUR und lagen somit 1,2 Mio. EUR über den Abschreibungen. Den Schwerpunkt der Investitionen bildete der im Geschäftsjahr 2011 begonnene Ausbau unseres Logistik- und Produktionsstandorts in Brück.
Weitere Optimierung des Working Capital
Im Geschäftsjahr ist es uns gelungen, durch gezielte Maßnahmen das Working Capital um 18,5 % auf 135,7 Mio. EUR weiter zurückzuführen. Die im Vorjahr eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Vorratsbestände wurden 2012 erfolgreich fortgeführt. Trotz der anhaltend hohen Rohstoffpreise konnten wir unsere Vorratsbestände weiter verringern. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine Bestandsreduzierung von 16,6 Mio. EUR auf 98,3 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Fremden lagen mit 28,3 Mio. EUR und einer durchschnittlichen Laufzeit von 22,7 Tagen auf Vorjahresniveau.
Rückgang der Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten der PAUL HARTMANN AG gingen im Geschäftsjahr um 51,7 Mio. EUR auf 248,4 Mio. EUR zurück. Dabei konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 61,1 Mio. EUR auf 88,5 Mio. EUR reduziert werden. Der Anteil der Bankverbindlichkeiten an der Bilanzsumme ist dadurch um 7,7 Prozentpunkte auf 12,9 % zurückgegangen.
Durch die Rückführung der Verschuldung verbesserten sich unsere konzernweiten finanziellen Spielräume aus dem syndizierten Kredit sowie aus bilateralen Linien. Aufgrund der Ertragskraft, der positiven Entwicklung des Cash-Flows sowie der hohen Eigenkapitalquote zeigen unsere Bankpartner großes Interesse, uns bei der Anschlussfinanzierung des im Oktober 2013 auslaufenden syndizierten Kredits zu begleiten. Die gute Bonitätseinstufung sichert darüber hinaus den Zugang zu weiteren finanziellen Mitteln für anstehende Investitionen sowie mögliche Akquisitionen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften erhöhten sich im Berichtsjahr um 6,5 Mio. EUR auf 131,0 Mio. EUR. Während die Verbindlichkeiten aus dem konzerninternen Cash Pooling im Geschäftsjahr 2012 um 18,3 Mio. EUR stiegen, sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Verpflichtungen um 11,8 Mio. EUR auf 62,6 Mio. EUR.
Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um 7,1 Mio. EUR auf 315,4 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag wies die PAUL HARTMANN AG eine um 3,6 Prozentpunkte auf 46,0 % verbesserte Eigenkapitalquote aus.
Eigenkapitalentwicklung in Mio. EUR
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| Eigenkapital zum 31. Dezember 2011 | 308,3 |
| Dividendenausschüttung | - 19,5 |
| Jahresüberschuss 2012 | + 26,6 |
| Eigenkapital zum 31. Dezember 2012 | 315,4 |
Mitarbeiter
Mit gezielten strategischen Programmen für den Bereich Human Resources sind wir gut darauf vorbereitet, unser geplantes Wachstum zu realisieren und den Herausforderungen des demographischen Wandels zu begegnen. In diesem Zusammenhang ist die Zahl der Mitarbeiter gestiegen. Die Nachwuchssicherung im Unternehmen sowie die Rekrutierung von Hochschulabgängern und Young Professionals, aber auch die Stärkung der Arbeitgebermarke waren im Berichtsjahr zentrale Schwerpunkte.
HR-Projekte unterstützen Programm BENCHMARK
Das im Jahr 2012 verabschiedete Konzept für den Bereich Human Resources wurde in konkrete Projekte umgesetzt.
Diese dienen dazu, die demographische Entwicklung - älter werdende Belegschaften einerseits und der Wettbewerb um Nachwuchskräfte in einem immer enger werdenden Arbeitsmarkt andererseits - mit den ambitionierten Wachstumszielen der HARTMANN GRUPPE in Einklang zu bringen. Weil exzellentes Personalmanagement zunehmend zu einem kritischen Erfolgsfaktor wird, widmet sich ein Projekt des Konzernprogramms BENCHMARK gezielt diesem Thema. Neben der langfristigen Personalplanung befasst sich dieses Programm mit den Aspekten Employer Branding, Talentmanagement und Führungskräfteentwicklung. Im Rahmen des im Jahr 2012 institutionalisierten internationalen "Human Resources Executive Meetings" wird sichergestellt, dass diese Programme konzernweit implementiert und Synergien zwischen den Konzerngesellschaften genutzt werden.
Employer Branding in den Online-Medien intensiviert
Im Wettbewerb um Arbeitskräfte kommt der Online-Präsenz von Unternehmen eine immer größere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund haben wir die Karriere-Seiten auf der Konzern-Website von HARTMANN grundlegend überarbeitet. Nach einer Nutzungsanalyse mithilfe einer Tracking-Software ist die Navigation nun intuitiver und die Suche nach Inhalten einfacher geworden. Mit einer Online-Befragung, die seit Überarbeitung der Karriere-Seiten läuft und 2013 wiederholt wird, evaluieren wir die Akzeptanz unseres neuen Auftritts, um die Effektivität in der Ansprache unserer Zielgruppen weiter zu verbessern.
Um vor allem junge Nachwuchskräfte, die so genannte "Generation Y" der nach 1980 Geborenen, noch besser anzusprechen, haben wir unsere Präsenz in den Social Media verstärkt. Diese neuen Medien ergänzen die weiterhin genutzten klassischen Anspracheformen, wie Anzeigen in Print- und Online-Medien oder die Teilnahme an Hochschulmessen.
HARTMANN als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert
Um sich im demographiebedingt enger werdenden Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, hat HARTMANN vor allem am Standort der Konzernzentrale in den vergangenen Jahren ein breites Angebot zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie etabliert. Unsere familienfreundliche Personalpolitik wurde Mitte 2012 nach einem im Vorjahr am Standort Heidenheim begonnenen Auditierungsprozess einer unabhängigen Stelle mit dem Siegel "berufundfamilie" bestätigt. Dabei gingen die Handlungsfelder Arbeitszeit, Arbeitsort, Arbeitsorganisation, Informations- und Kommunikationspolitik, Führungskompetenz, Personalentwicklung, Entgeltbestandteile und geldwerte Leistungen sowie der Service für Familien in die Bewertung ein. Das Angebot für die Mitarbeiter umfasst unter anderem flexible Arbeitszeiten, Home Office-Arbeitsplätze, ein Eltern-Kind-Arbeitszimmer und Belegplätze in Krippen und Ganztagskindergärten.
Im Herbst 2012 eröffnete die "Kinderwelt - forschen, leben, lernen", ein Kooperationsprojekt der Stadt Heidenheim gemeinsam mit HARTMANN und einem weiteren Großunternehmen, ihre Pforten. Die Einrichtung vereint unter ihrem Dach Kinderkrippe, Kindergarten, Grundschule und einen Hort für Schulkinder. Von 165 Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren sind 30 für HARTMANN reserviert. Ein ähnliches Modell bietet HARTMANN in Frankreich an. Am Standort Châtenois/Frankreich stellt unsere Tochtergesellschaft gemeinsam mit einem ortsansässigen Unternehmen Betreuungsplätze für Mitarbeiterkinder in einem Kindergarten eines privaten Trägers zur Verfügung.
Betriebliches Gesundheitsmanagement mit Exzellenz-Siegel ausgezeichnet
Als Unternehmen der Medizinbranche fühlen wir uns der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besonders verpflichtet und bieten ein nachhaltiges Programm zur Prävention und Rehabilitation für verschiedene Mitarbeitergruppen an.
Für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement wurde die PAUL HARTMANN AG im Rahmen des Corporate Health Award 2012 mit dem Exzellenz-Siegel ausgezeichnet. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Ziel der Initiatoren ist es, bei Unternehmen der deutschen Wirtschaft die Einsicht in die Notwendigkeit von Investitionen in betriebliche Gesundheitssysteme zu stärken.
Die Jury würdigte den strategischen Ansatz unseres Gesundheitsmanagements, das im Berichtsjahr operativ durch Trainings bei Führungskräften, Außendienstmitarbeitern sowie in der Fertigung ergänzt wurde.
Berufliche und akademische Ausbildung auf hohem Niveau fortgeführt
Die berufliche Ausbildung junger Menschen im gewerblichen und kaufmännischen Bereich sowie die akademische Qualifizierung von Nachwuchskräften durch ein duales Studium hatten auch im Berichtsjahr eine große Bedeutung in unserem Unternehmen. Wir sehen dies als einen unverzichtbaren Beitrag in die Zukunftsfähigkeit von HARTMANN und Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Zum Jahresende 2012 befanden sich konzernweit 221 junge Menschen in einer beruflichen Erstausbildung, 186 davon an HARTMANN-Standorten in Deutschland.
Bei der PAUL HARTMANN AG waren zum Ende des Berichtsjahrs 74 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Berufsausbildung, 28 Personen studierten an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Unser Ziel, die Ausbildungsquote bis 2014 auf 5 % der Belegschaft zu erhöhen, haben wir im Berichtsjahr mit 5,2 % übertroffen.
261 Studierende anderer deutscher Hochschulen nutzten konzernweit die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika und Studienabschlussarbeiten die HARTMANN GRUPPE in verschiedenen Funktionsbereichen kennen zu lernen. Im Geschäftsjahr 2012 hat HARTMANN sein Personalmarketing bei der Zielgruppe Hochschulabsolventen fortgeführt und nahm wie im Vorjahr an relevanten Messen für akademische Nachwuchskräfte teil. Die Rekrutierungsquote bei Hochschulabsolventen belegt, dass HARTMANN zunehmend als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird. Hochschulkooperationen mit Studiengängen wie Gesundheitsmanagement und Textiltechnik haben wir im Jahr 2012 mit Exkursionsangeboten zu HARTMANN für Studenten und Vorträgen von Mitarbeitern fortgeführt. Mit einer Stiftungsprofessur an der Dualen Hochschule Heidenheim unterstützt HARTMANN den Aufbau des Studiengangs Angewandte Gesundheitswissenschaften und stellt damit den Zugang zu qualifiziertem Fach- und Führungskräftenachwuchs auf eine breitere Basis.
Internationale Praktika werden immer stärker nachgefragt
Als international agierendes Unternehmen bieten wir allen DHBW-Studenten die Möglichkeit, Praxisphasen im Ausland bei einer HARTMANN-Tochtergesellschaft zu verbringen. Diese Möglichkeit ist ein Aspekt, der ein Duales Studium bei HARTMANN für junge Leute besonders attraktiv macht. Auslandsaufenthalte, die bislang dem akademischen Nachwuchs vorbehalten waren, wurden im Geschäftsjahr 2012 erstmals auch jungen Auszubildenden im Rahmen des europäischen Programms für berufliche Bildung "Leonardo da Vinci" angeboten und von diesen begeistert aufgenommen.
Entwicklung der Sozialkompetenz ins Ausbildungskonzept integriert
Auch im Berichtsjahr waren Auszubildende und DH-Studenten in Behinderteneinrichtungen und in einem Kindergarten, um dort ausbildungsbegleitend soziale Projekte zu absolvieren. Die Arbeit mit den Menschen aller Altersgruppen ermöglicht nicht nur einen Perspektivenwechsel, sondern bietet den Nachwuchskräften Gelegenheit, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern. Für die Präsentation ihrer Erfahrungen wählten die Teilnehmer im Geschäftsjahr 2012 erstmals eine völlig neue Darstellungsform: ein Theaterstück, das sie selbst erarbeitet hatten.
Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2012 hat HARTMANN eine Vielzahl von Projekten dazu genutzt, die Entwicklungsarbeit noch stärker auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen. Das Medical Competence Center in Heidenheim und das BODE SCIENCE CENTER in Hamburg sind unsere konzernweit agierenden Einrichtungen, die dazu beitragen, die wissenschaftlich-medizinische Kompetenz von HARTMANN international zu steigern. Gezielte Entwicklungsprojekte in den drei medizinischen Kernsegmenten dienten auch im Jahr 2012 dazu, eine bestmögliche Patientenversorgung mit Kosteneffizienz in den Gesundheitssystemen in Einklang zu bringen.
Enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Praxis
Im Berichtsjahr hat HARTMANN sein internationales Kompetenznetzwerk weiter ausgebaut, um mithilfe klinischer Studien wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkmechanismen bei der Behandlung chronischer Wunden, etwa des venösen Unterschenkelgeschwürs (Ulcus cruris venosum) zu erhalten. Das Medical Competence Center befasste sich unter anderem mit den Möglichkeiten, heilungshemmende Einflussfaktoren gezielt zu reduzieren, um so die Stagnation im Heilungsverlauf zu überwinden und die Grundlage für einen guten Wundverschluss zu erzielen.
Stark vertreten war HARTMANN auf der 22. Konferenz der European Wound Management Association, die im Mai 2012 in Wien stattfand. Im Zentrum unseres neuen Messeauftritts unter dem Motto "Sicherheit. Und Einfachheit." stand die Präsentation unseres Unterdruck-Therapiesystems Vivano. Im Rahmen der wissenschaftlichen Beiträge präsentierte sich das Medical Competence Center mit Symposien. Thema des großen Satelliten-Symposiums mit 450 Zuhörern waren die überzeugenden Produkteigenschaften des VivanoMed Schaums hinsichtlich einer erfolgreichen Wundbehandlung.
Ein Schwerpunkt der Anwendungsbeobachtungen in Zusammenarbeit mit Ärzten lag auf dem Heilungsverlauf von TenderWet plus, eines von HARTMANN weiterentwickelten, gebrauchsfertig mit Ringerlösung aktivierten Wundkissens für die Nasstherapie. Es wirkt antibakteriell, fördert die Heilung von chronischen Wunden bei stagnierendem Heilungsprozess und kann bis zu 72 Stunden auf der Wunde verbleiben. Studien wiesen die positiven Eigenschaften des Produkts bei chronischen und infizierten Wunden in der Reinigungsphase hinsichtlich Handhabung, Wechselintervallen und Patientencompliance nach.
Neben Studien, die die therapeutische Effizienz von Produkten beleuchten, befasste sich HARTMANN 2012 verstärkt mit deren ökonomischer Nutzeneffizienz. Ziel dieser Studien ist es, angesichts von Budgetrestriktionen die Wirtschaftlichkeit einer qualitativ guten Versorgung mit Medizinprodukten nachzuweisen.
BODE SCIENCE CENTER bereitet Wissenschaft anwendergerecht auf
Nosokomiale Infektionen und eine zunehmende Antibiotikaresistenz von Erregern stellen Medizin und Pflege vor große Probleme. Die Lösung heißt schlichtweg Vorbeugung. Das BODE SCIENCE CENTER hat 2012 im ersten Jahr seines Bestehens seine Aktivitäten intensiviert, um wissenschaftliche Erkenntnisse der BODE-Forschung im Bereich Infektionsvorbeugung für die Praxis erlebbar zu machen und so die Patienten- und Personalsicherheit zu verbessern. Dem BODE SCIENCE CENTER ist es innerhalb kurzer Zeit gelungen, sich bei Meinungsführern, Praktikern und Fachmedien als Ansprechpartner mit wissenschaftlich fundierter Kompetenz zu profilieren. Alle Hilfestellungen für unsere Kunden zielen auf die Lösung konkreter Probleme, etwa wie ein vorliegender Erreger spezifisch bekämpft werden kann. Das BODE SCIENCE CENTER wird in den kommenden Jahren ein wesentlicher Eckpfeiler sein, um HARTMANN mittelfristig als kompetente Marke bei Fragen rund um den Infektionsschutz zu positionieren.
Vivano war Entwicklungsschwerpunkt im Bereich Wundbehandlung
Das seit Mitte 2011 unter der Marke Vivano angebotene Produktsystem zur Unterdrucktherapie stieß bereits im Berichtsjahr international auf eine beachtliche Akzeptanz bei Klinikkunden. Auf dem 2. Vivano-Kongess 2012 in Budapest vertiefte HARTMANN gemeinsam mit Kunden die medizinischwissenschaftlichen Aspekte des Unterdruck-Therapiesystems und initiierte ein Kompetenznetzwerk für den internationalen Austausch der Vivano-Anwender.
Diesem positiven Trend in einem rasch wachsenden Marktsegment entsprechend legte HARTMANN einen Entwicklungsschwerpunkt 2012 auf den weiteren Ausbau des Vivano-Sortiments, um mit einem innovativen Gesamtsystem den breiten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. So wurde unter VivanoMed ein Behandlungsset für großflächige Wunden in Verbindung mit chirurgischen Eingriffen im Bauchraum entwickelt, das einen einzigartigen vorübergehenden Schutz der inneren Organe nach dem Eingriff bietet. Unser patentiertes VivanoMed Abdominalkit enthält neben dem Schaum, der Wundauflage Hydrofilm zum Abdichten des Schaums über der Wunde und dem Port zum Ableiten der Flüssigkeit eine mikroperforierte Organschutzfolie. Diese Folie ist mit Applikationstaschen versehen, die dem Chirurgen ein einfaches und sicheres Einbringen in den Bauchraum ermöglichen. Das Abdominalkit ist ein Spezialprodukt im Rahmen der Unterdrucktherapie und unterstreicht die hohe medizinische Kompetenz im Bereich Wundbehandlung.
Absorbierende Inkontinenzprodukte gezielt weiterentwickelt
Entsprechend dem Trend in der ambulanten und stationären Pflege, der zweiteiligen Produktsystemen gegenüber einteiligen den Vorzug gibt, hat HARTMANN im Berichtsjahr eine innovative Produktlösung zur Fixierung von MoliForm Inkontinenzeinlagen entwickelt. Das inzwischen unter der Marke MoliBelt angebotene Produkt gleicht einem Gürtel, der die Einlage sicher positioniert und durch die Kombination von wiederverschließbaren Klettverschlüssen und elastischen Zonen einen sicheren Sitz und hohen Tragekomfort bietet. MoliBelt dient insbesondere der Versorgung bettlägeriger Menschen. Anders als bei anderen Produktsystemen muss der Patient beim Einlagenwechsel nicht mehr gewendet werden, was den Patientenkomfort verbessert. Überdies konnten wir im Rahmen einer Ergonomiestudie nachweisen, dass der Einlagenwechsel für Pflegekräfte körperlich weniger anstrengend ist.
Im Berichtsjahr haben namhafte, auf europäischer Ebene in der EDANA (Europäischer Verband der Hersteller von Vliesstoffprodukten und Einweg-Hygieneartikeln) zusammengeschlossene Hersteller, darunter auch HARTMANN, die Entwicklung eines neuen Leistungstests für absorbierende Inkontinenzprodukte abgeschlossen. Die Testmethode stellt anstelle der reinen Materialmenge den Patientennutzen hinsichtlich Auslaufschutz in den Fokus der Produktbewertung ("Absorption before leakage"). Damit unterstützen die EDANA-Mitglieder den Ansatz, mit innovativem Produktdesign bestmögliche Patientenversorgung mit dem Thema Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.
Optimierter Materialeinsatz begegnet Kostendruck bei OP-Einwegprodukten
Um im stark vom Preis dominierten Ausschreibungsgeschäft bei OP-Abdeckmaterial weiterhin qualitativ hochwertige und wettbewerbsfähige Produkte anbieten zu können, hat HARTMANN im Geschäftsjahr 2012 ein zweiteiliges Basismaterial zur Marktreife entwickelt, das saugfähiges Vlies und die als Schutzschicht dienende Folie thermisch miteinander verbindet. Erfordert eine Operation an bestimmten Stellen des Abdeckmaterials eine besonders stark absorbierende Zone, wird diese dort als Verstärkungsschicht appliziert.
Die laufenden Forschungsprojekte mit dem Universitätsklinikum Tübingen und der Hochschule für Gestaltung in Schwäbisch Gmünd haben wir im Berichtsjahr fortgesetzt. Prozessschritte im OP und die damit verbundenen ergonomischen Aspekte wurden dort eingehend analysiert, um Impulse für die Produktentwicklung bei OP-Einwegprodukten zu bekommen, die das Arbeiten noch einfacher und zeitsparender machen. Nachdem wir im Vorjahr die unter der Marke Foliodress angebotenen OP-Mäntel mit einem neuartigen Verschlusssystem ausgestattet hatten, lag der Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr auf der Anpassung des Produktdesigns im Rückenbereich, um den Tragekomfort weiter zu verbessern.
Als proaktive Maßnahme für mehr Arbeitssicherheit unserer Kunden haben wir konsequent gepuderte Latexhandschuhe aufgrund ihres allergenen Potenzials aus dem Sortiment genommen. Entsprechend haben wir in den letzten Jahren als Alternative unser Sortiment an Nitrilhandschuhen ausgeweitet und im Berichtsjahr um eine weitere sterile Variante ergänzt.
Forschung und Entwicklung für noch besseren Infektionsschutz
Im Bereich der Flächendesinfektionsmittel ist es BODE im Berichtsjahr gelungen, das hoch wirksame Dismozon plus auf Basis eines besonderen Sauerstoffabspalters (MMPP) als Wirkstoff erfolgreich zur Marktreife zu entwickeln. Die neuartige, patentgeschützte Rezeptur ist bereits ab einer sehr geringen Anwendungskonzentration von nur 0,4 % ausreichend wirksam, und dies bei gleichzeitig hoher Materialverträglichkeit. Zudem verfügt Dismozon plus im Vergleich zu anderen Produkten dieser Wirkstoffklasse über einen angenehmen Geruch.
Unter Convenience-Aspekten sind gebrauchsfertige Desinfektionstücher in wiederverschließbaren Folienverpackungen, so genannten Flow-Packs, besonders anwenderfreundlich. Sie sind einfach und sicher in der Handhabung und stellen somit eine zeitgemäße Antwort auf hohe Hygieneansprüche in der Flächendesinfektion dar. Die patentierte Systemlösung der Flow-Packs wurde um drei weitere Einwegtücher mit jeweils spezifischem Wirkspektrum ergänzt: Baccalin Tissues zur desinfizierenden Reinigung von Sanitärbereichen, Kohrsolin FF Tissues zur prophylaktischen Desinfektion auch bei Noroviren-Ausbrüchen und Kohrsolin extra Tissues mit umfassendem Wirkungsspektrum einschließlich voller Wirksamkeit gegen Viren. Sie verfügen neben ihrer sicheren Wirksamkeit über eine sehr gute Materialverträglichkeit und stellen eine sinnvolle Erweiterung des HARTMANN-Sortiments im Bereich Desinfektion dar.
Designpreis für Tensoval duo control
Das im Jahr 2011 weiterentwickelte Premium-Blutdruckmessgerät von HARTMANN, Tensoval duo control, wurde im Berichtsjahr mit dem iF product design award 2012 ausgezeichnet. Den Ausschlag gaben viele benutzerfreundliche Verbesserungen, insbesondere für ältere Anwender. Durch die ergonomische Form und einen Abstandshalter ist es fast unmöglich, die neue Manschette falsch anzulegen. Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigten, dass die Hauptursache für falsche Messwerte das falsche Anlegen der Manschette war.
Sicherheits-, Umwelt- und Qualitätsmanagement
Im Geschäftsjahr wurden sowohl das Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement (HSE-Management), als auch unser Qualitätsmanagement der HARTMANN GRUPPE rezertifiziert. Wir haben im Berichtsjahr eine Reihe von organisatorischen Maßnahmen in die Wege geleitet, um den Qualitätssicherungsprozess bei eigengefertigten Produkten und bei Handelswaren weiter zu verbessern.
HSE-Datenbank ermöglicht Erstellung einer konzernweiten CO2-Bilanz
Um einen Gesamtüberblick über die Energieverbräuche im Konzern zu bekommen, erfassen wir diese seit 2008 systematisch in einer HSE-Datenbank, werten die Daten aus und konsolidieren sie auf Gruppenebene. Die Transparenz der Verbräuche ermöglicht es uns, gezielt Einsparungsprogramme einzuleiten und deren Erfolg über Jahre hinweg zu messen. Die Zahlen zeigen, dass der Energieverbrauch, bezogen auf den Konzernumsatz, in den letzten vier Jahren um rund 25 % reduziert werden konnte.
Die HSE-Datenbank wurde im Berichtsjahr erweitert und umfasst inzwischen 47 Betriebe und Läger in 17 Ländern. Sie enthält nicht nur die Energieverbräuche, sondern ermöglicht auch die Berechnung der damit entstehenden CO2 -Emissionen, die entweder direkt bei HARTMANN oder indirekt bei den Energielieferanten entstanden sind. Dazu wurden die bei HARTMANN eingesetzten Energieträger, wie zum Beispiel Strom, Erdgas oder Heizöl, ermittelt und diesen die entsprechenden CO2 -Emissionswerte zugeordnet. Damit haben wir eines der in der HARTMANN-Nachhaltigkeitsbroschüre kommunizierten HSE-Ziel erfüllt. Es wird auch künftig unser permanentes Arbeitsprogramm sein, den CO2 -Ausstoß zu überwachen und durch gezielte Programme weiter zu reduzieren.
Einsatz regenerativer Energie Schritt für Schritt erhöht
Erneuerbare Energien erfordern je nach Verfügbarkeit von Sonne, Wind oder Biomasse unterschiedliche Nutzungskonzepte. Auch in diesem Bereich ist HARTMANN aktiv, etwa durch eigene Anlagen wie das Blockheizkraftwerk bei der IVF HARTMANN AG in der Schweiz, wo aus kommunalem Klärschlamm Biogas gewonnen und als Energieträger einsetzt wird. In unserem Betrieb in Chätenois/Frankreich wird mittels Erdwärme Warmwasser erzeugt. In Deutschland setzt HARTMANN indirekt über seine Stromlieferanten durchschnittlich bereits 20 % regenerative Energie ein, hauptsächlich aus Wasser- und Windkraft. In unserem österreichischen Betrieb sind dies bereits 100 %.
HSE-Kennzahlen weiter verbessert
Neben Energie und CO2 -Emissionen erfasst und bewertet HARTMANN konzernweit auch Wasserverbräuche, Abfallvolumina sowie Unfallzahlen. Bezogen auf den Konzernumsatz konnten wir seit 2007 die Abfallmenge um rund 30 % und die Abwassermenge um etwa 20 % reduzieren. Die Unfallzahlen gingen in diesem Zeitraum dank gezielter Präventionsmaßnahmen um etwa 5 % zurück.
Bei unserer Tochtergesellschaft in Coimbatore/Indien konnten wir beispielsweise seit 2007 die Frisch- und Abwassermenge durch eine neu installierte Abwasseraufbereitungsanlage um rund 12 % reduzieren. In unserer tschechischen Fertigung ist es uns in den letzten Jahren gelungen, Ausschussquote und Abfallmenge jährlich um etwa 5 % zu verringern. Den Prozesswasserverbrauch konnten wir ebenfalls sukzessive zurückführen.
Energiemonitoring internationalisiert
Energierecht und Emissionshandel haben in Europa heute schon wirtschaftliche Auswirkungen auf bestimmte Industriebranchen. Auch in außereuropäischen Ländern ist diese Entwicklung zu erwarten. Um unsere Reaktionsfähigkeit auf ein sich immer schneller veränderndes Regulierungsumfeld im Energiebereich zu erhöhen, beobachten und bewerten wir dieses seit Sommer 2012 in Zusammenarbeit mit einem dafür spezialisierten Dienstleister quartalsmäßig an allen unseren Produktionsstandorten in Europa, Asien, Australien, China, Indien und den USA.
Umweltzertifizierung an 19 Standorten erfolgreich
Ein funktionsfähiges HSE-Management und eine wirksame HSE-Organisation dienen der Absicherung von Unternehmenswerten wie der Markenreputation, der Produktions- und Lieferfähigkeit, dem effizienten Ressourceneinsatz sowie der Einhaltung der lokalen Rechtskonformität.
Die HSE-Leistung der HARTMANN GRUPPE wurde im Berichtsjahr durch unabhängige Gutachter im Rahmen der Umweltzertifizierung nach ISO 14001 an 19 HARTMANN-Standorten in zehn Ländern bestätigt.
Zertifizierung unserer Arbeits- und Gesundheitsschutzsysteme
Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind uns wichtig. Deshalb hat HARTMANN seit 2002 sukzessive ein effektives Arbeits- und Gesundheitsmanagement auf Basis der internationalen Norm OHSAS 18001 an seinen Produktions- und Logistikstandorten aufgebaut. So stellen wir Rechtskonformität sicher, vor allem aber reduzieren wir arbeitsplatzbedingte Risiken mithilfe von Gefährdungsbeurteilungen.
Im Jahr 2010 haben wir mit der formalen Zertifizierung von Betrieben nach OHSAS 18001 begonnen. Im Geschäftsjahr waren bereits acht Produktionsstandorte in China, Deutschland, Spanien und Tschechien erfolgreich zertifiziert. Damit sind wir unserem Ziel, bis 2015 die Hälfte aller Standorte mit integrierter Produktion und Logistik zu zertifizieren, einen großen Schritt näher gekommen.
HSE-Mitarbeiterschulung mit innovativem Tool
Führungskräfte sind rechtlich verpflichtet, ihre Mitarbeiter auf HSE-Risiken hinzuweisen und eine entsprechende Schulung sicherzustellen. In einem Pilotprojekt am Standort Heidenheim wurden im Berichtsjahr Initialgespräche mit den Vorgesetzten geführt und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem speziell auf ihre Belange zugeschnittenen HSE eLearning-Tool geschult. Es behandelt beispielsweise Themen wie Verhalten bei einem Notfall, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sowie Ressourcenschonung. Das Tool wird sukzessive in anderen Konzerngesellschaften implementiert.
Compliance Assessments mit gutem Ergebnis
Im Rahmen so genannter Compliance Assessments haben wir im Berichtsjahr 20 Produktions- und Lagerstandorte daraufhin überprüft, wie umfassend und effizient deren HSE-Managementsysteme und -organisationen die landesspezifischen rechtlichen Anforderungen und internationalen Industriestandards umsetzen. Alle rechtlichen Vorgaben wurden eingehalten, alle Standorte wiesen ein durchgängig gutes Ergebnis auf.
Erfolgreiche Zertifizierung durch Benannte Stelle für Medizinprodukte
Basis für die Verkehrsfähigkeit unserer Medizinprodukte im In- und Ausland ist ein effektives Qualitätsmanagementsystem. Mitte 2012 hat HARTMANN diesen Nachweis in Form der Zertifizierung erneut erfolgreich absolviert.
Die Zertifizierung durch die Benannte Stelle TÜV Süd Product Service GmbH umfasste die Überprüfung der Einhaltung der Qualitätsnormen ISO 9001, ISO 13485 für Medizinprodukte sowie der Konformität mit der Medizinprodukterichtlinie MDD/93/42/EWG.
Die Auditoren haben den hohen Stand unseres Managementsystems anerkannt und die Zertifikate uneingeschränkt verlängert. Ebenfalls haben im Berichtsjahr 19 Betriebs- und Logistikstandorte sowie Vertriebsgesellschaften in 15 Ländern ihre Zertifizierungsaudits bestanden.
Optimierung des Qualitätssicherungsprozesses vor Ort
Ein im Oktober 2011 eröffnetes Qualitätssicherungslabor in Schanghai wurde im Berichtsjahr in die zentrale Labor-Organisation der HARTMANN GRUPPE integriert. Im neuen Labor werden Musterprüfungen der in China zugekauften Handelswaren, etwa OP-Einwegprodukte, im Land durchgeführt. Alle hierfür notwendigen technischen Einrichtungen für visuelle, physikalische und mikrobiologische Prüfungen stehen dort zur Verfügung.
Das Labor in Schanghai wurde im August 2012 nach den Qualitätsnormen ISO 9001 und ISO 13485 im ersten Anlauf erfolgreich zertifiziert. Die Benannte Stelle TÜV Süd Product Service GmbH hat die Übereinstimmung der Wareneingangsprüfung der in China eingekauften Handelswaren mit den harmonisierten europäischen Normen bestätigt und die Zertifikate verlängert. Damit haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur nachhaltigen Qualitätssicherung getan.
Reorganisation im Bereich Qualitätssicherung
Im Zuge der Reorganisation der Zentralfunktionen im Oktober 2012 wurde das in Heidenheim ansässige Zentrallabor mit den Funktionen Qualitätssicherung für Handelswaren, Entwicklungsunterstützung, Mikrobiologisches Labor und Entwicklungslabor für Inkontinenzprodukte in den Bereich Konzernqualitätsmanagement integriert. Durch diese Bündelung erwarten wir unter anderem eine effizientere interne Kommunikation sowie die Vereinheitlichung von Prüfmethoden und deren kontinuierliche Weiterentwicklung.
Risikoreduktionsmanagement
Das Ergreifen von Chancen ist die Basis unternehmerischen Handelns. HARTMANN stellt sich erfolgreich den Herausforderungen sich wandelnder Märkte. Die damit verbundenen Risiken werden im Rahmen des Risikoreduktionsmanagements systematisch geprüft, überwacht und es werden gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet. Unterstützt durch ein unternehmensweit einheitliches Risikomanagementsystem, geht HARTMANN mit Risiken verantwortungsvoll um. Hierbei ist Prävention oberstes Ziel. Auf Basis der aktuellen Informationen sehen wir den Fortbestand der HARTMANN GRUPPE als gesichert an.
Das Risikomanagementsystem hat sich bewährt
Das Risikomanagement der HARTMANN GRUPPE hat sich auch in der schwierigen Lage der europäischen Finanzmärkte bewährt. Die intensive Zusammenarbeit mit der Internen Revision und dem Beteiligungscontrolling sowie die systematische Einbindung interner Expertengremien sichern eine hohe Risikotransparenz.
Die ganzheitliche Betrachtung potenzieller Risikoquellen trägt dazu bei, den Grad des Risikobewusstseins in der gesamten Organisation zu verbessern. Darüber hinaus reduziert das verstärkte Augenmerk des Risikomanagements auf die Effektivität und Effizienz der Präventionsmaßnahmen potenzielle Schwachstellen. Die quantitativen Risikobewertungsverfahren nach der Value-at-Risk-Methode sowie zusätzlich nach der potenziellen Nettoschadenhöhe helfen, Risiken realistisch einzuschätzen.
Das zugrunde liegende Risikoreduktionsmanagement-System unterstützt die Unternehmensführung bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen in der HARTMANN GRUPPE. Ausgehend von der strategischen Planung des Konzerns, in die auch die Zukunftsanalysen des Risikoreduktionsmanagements einfließen, und der darauf aufbauenden kurz- und mittelfristigen Planung, erfolgt ein systematisches Controlling auf Ebene der Geschäftseinheiten, der Einzelgesellschaften, der Regionen und des Konzerns. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Konzernrevision als Teil unserer internen Kontrollsysteme.
Systematischer Risikomanagementansatz
Neben Ad-hoc-Berichten erheben wir halbjährlich das Gesamtportfolio der Risiken und Präventionsmaßnahmen auf Bereichs-, Funktions- und Konzernebene. Die Ergebnisse werden auf verschiedenen Konzernebenen konsolidiert, durch das Risikoreduktionsmanagement auf Plausibilität geprüft, von Experten bewertet und an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Basis hierfür ist die aktuelle, konzernweit standardisierte Risikomanagementsoftware, die durch die gesamte Risikoorganisation des Konzerns genutzt wird.
Das Risikomanagementsystem entspricht den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie des Bilanzrechts-Modernisierungs-Gesetzes (BilMoG) und berücksichtigt die Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungsstandards DRS 5. Es trägt wesentlich dazu bei, dass alle Arten von Risiken rechtzeitig erkannt und zeitnah effiziente Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden.
Absicherung der Finanzrisiken in turbulenten Zeiten
Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken werden durch ein für alle Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE verbindliches Corporate Treasury Management überwacht. Potenziell negative Auswirkungen, zum Beispiel durch die Volatilität von Währungen und Zinsen, werden durch geeignete Finanzinstrumente begrenzt. Die hierfür genutzten Instrumente setzen wir unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikoeinschätzung ein, wobei wir die selbst definierten Standards zur Anwendung dieser Instrumente beachten.
Mögliche Risiken aus Akquisitionen prüfen wir im Vorfeld mittels Due Diligence und kontrollieren sie nach der Akquisition durch ein permanentes Beteiligungscontrolling. So werden unbefriedigende Geschäftsentwicklungen von Beteiligungsgesellschaften frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet. Die zur Durchführung des Geschäfts notwendigen Investitionen werden abhängig von ihrer Bedeutung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen. Weitere Informationen zu den Finanzinstrumenten sind aus dem Konzernanhang ersichtlich.
Breit gestreute Aktivitäten reduzieren Risikoanhäufungen
Durch die Diversifizierung unserer Geschäftsaktivitäten in die drei Geschäftssegmente Wundmanagement, Inkontinenzmanagement und Infektionsmanagement sowie die Expansion in unterschiedliche Märkte und Vertriebskanäle vermeiden wir gezielt Cluster-Risiken. Mit spezialisierten Vertriebskanälen geht die HARTMANN GRUPPE auf die zielgruppenspezifischen Anforderungen ihrer Kunden kompetent ein und stellt eine bedarfsgerechte Versorgung mit Systemangeboten bei reduziertem Wettbewerbsrisiko sicher. Mithilfe der marktnah angesiedelten Vertriebsorganisation ist HARTMANN in der Lage, schnell und flexibel auf die Veränderungen in den sich zunehmend dynamisch entwickelnden nationalen Gesundheitssystemen zu reagieren.
Dynamischen Marktrisiken mit dynamischer Risikosteuerung begegnet
Die HARTMANN GRUPPE ist weltweit in Märkten tätig, die durch starken Wettbewerb und derzeit durch erhebliche Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den national geprägten Gesundheitssystemen gekennzeichnet sind. Mit einem klar gegliederten Portfolio aus Systemlösungen, einer kontinuierlichen Kostenoptimierung sowie einem eindeutigen Fokus auf die medizinische Kompetenz und die Bedürfnisse der Kunden wirken wir Marktrisiken entgegen. Gleichzeitig bietet HARTMANN mit seinen innovativen Produkten, vor allem aber mit seinen Systemangeboten, einen interessanten Mehrwert für die Kunden, der dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschafft und kontinuierlich hilft, zusätzliche Marktpotenziale zu erschließen. Zum Ausbau dieser Potenziale stärken wir unsere Wettbewerbsposition durch gezielte Akquisitionen.
Laufende Analysen des Wettbewerbs und die systematische Identifikation von Markttrends unterstützen die vorausschauende Bearbeitung der Märkte. Basis hierfür ist die langjährige Erfahrung der HARTMANN GRUPPE in den Gesundheitsmärkten und die Verwendung differenzierter Instrumente zur Marktbeobachtung.
Aktive Steuerung der Risiken aus dem operativen Geschäft
Die Beschaffung von Rohstoffen unterliegt Risiken hinsichtlich Preis, Qualität und Liefertreue. Eine intensive Beobachtung der Beschaffungsmärkte, strenge Qualitätskontrollen, Zertifizierungen sowie Rahmenverträge reduzieren die Risiken, die bei einem Ausfall von Lieferanten entstehen würden. Zur Absicherung der Rohstoffversorgung betreiben wir, je nach Möglichkeit, eine gezielte Vorratspolitik, schließen mittelfristige Lieferverträge ab und betreiben Dual Sourcing. Zusätzlich werden Preisschwankungen bei für HARTMANN bedeutenden Rohstoffen oder Ausgangsprodukten durch das zentrale Corporate Treasury Management überwacht und, wenn möglich, durch geeignete Instrumente begrenzt.
Qualitäts-, Arbeitssicherheits-, Umwelt- und Unterbrechungsrisiken in Produktion und Logistik begegnen wir durch ständig verbesserte Verfahren sowie durch kontinuierliche prozessbegleitende Kontrollen zur Erfüllung eigener und internationaler Standards und Normen. Die wesentlichen Leistungs- und Qualitätskennzahlen werden permanent erhoben und dienen der Steuerung der kontinuierlichen Verbesserungsprogramme. Patentrisiken werden laufend verfolgt, analysiert und aktiv gesteuert.
Auch die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der IT-Systeme ist grundlegend für die tägliche Arbeit und wird laufend systematisch überwacht sowie durch unterschiedliche Support-Levels sichergestellt. Der Einsatz modernster Hard- und Software gewährleistet dabei die Funktionsfähigkeit dieser Systeme. Gleichzeitig werden die Systeme durch ein IT-Sicherheitsmanagement geschützt.
Mit internationalen und länderspezifischen Versicherungsprogrammen sichert unser Corporate Insurance Management wesentliche Risikobereiche ab. Um das Schadenrisiko zu reduzieren, führen wir gemeinsam mit Experten unserer Versicherer regelmäßige Audits vor Ort durch. Risiken, die dabei identifiziert werden, begegnen wir mit Präventionsmaßnahmen. Im ständigen Dialog werden die Versicherungsprogramme zeitnah an die sich ändernden Risikoverhältnisse angepasst.
Der Erfolg der HARTMANN GRUPPE ist nicht zuletzt in hohem Maß davon abhängig, wie gut es gelingt, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. Generell begegnet HARTMANN Personalrisiken durch differenzierte, international ausgerichtete Qualifizierungsprogramme, attraktive Vergütungssysteme, eine Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber sowie eine offene interne Kommunikationspolitik.
Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Zusammenfassend erklären wir hiermit, dass die PAUL HARTMANN AG und ihre Tochtergesellschaften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielten und durch Maßnahmen, die getroffen oder unterlassen wurden, keine Nachteile erlangt haben."
Ausblick
Mit dem Konzernprogramm BENCHMARK stellt HARTMANN die Weichen, um trotz eines zunehmend schwierigen Marktumfelds die mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele zu erreichen. Die weitere Implementierung unseres bereits gut vom Markt aufgenommenen Vivano-Systems zur Unterdruck-Wundtherapie ist nur eines der Schwerpunktthemen im Jahr 2013. Unsere Positionierung als Systemanbieter forcieren wir durch die Weiterentwicklung von Dienstleistungen, die Kernprozesse unserer Kunden wirkungsvoll unterstützen.
Anhaltende Euro-Staatsschuldenkrise und Abkühlung der weltweiten Konjunktur
Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2013 zurückgenommen. Für 2013 rechnet man in Deutschland inzwischen mit einem Wirtschaftswachstum von 0,4 %, nachdem die Experten im Herbst 2012 noch von einem Wachstum von 1,0 % ausgingen. Hauptgründe für die Absenkung der Prognose sind die anhaltende europäische Staatsschuldenkrise und die schwächere Entwicklung der Weltwirtschaft.
Mit einer Steigerung der Zahl der Erwerbstätigen um 15.000 Menschen im Jahresdurchschnitt entwickelt sich der deutsche Arbeitsmarkt weiterhin positiv. Für Ende 2013 rechnet die Bundesregierung mit 2,9 Millionen Arbeitslosen.
Für Europa sehen die Wachstumsprognosen für 2013 verhalten aus. Die Europäische Zentralbank rechnet mit einem Wirtschaftswachstum, das zwischen einem Minus von 0,9 % und einem Plus von 0,3 % liegen wird.
Die Weltbank prognostiziert der Eurozone ein leicht schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt von 0,1 %.
Für China prognostiziert die Weltbank ein Wachstum von 8,4 %, die Vorhersage für die USA liegt bei 1,9 %. Die Prognose für die Weltwirtschaft wurde seitens der Weltbank für 2013 von 3,0 % auf 2,5 % gesenkt. Die Gründe hierfür sind neben der anhaltenden Wirtschaftskrise in den Industriestaaten die schwächeren Konjunkturaussichten für die Schwellenländer, deren Wachstum 2013 voraussichtlich bei 5,5 % liegen wird.
Weiterhin schwieriges Marktumfeld
Die anhaltende Wirtschaftskrise wird auch im laufenden Jahr, insbesondere in den südeuropäischen Ländern, zu einer weiteren Erhöhung der Staatsverschuldung führen. Die Rohstoffpreise verharren trotz nachlassender Konjunktur im Durchschnitt weiterhin auf hohem Niveau. Die Volatilität bei den Währungsrelationen wird sich fortsetzen, woraus sich für HARTMANN Chancen wie Risiken ergeben können.
Im Zuge der Anstrengungen der Länder, ihre Haushalte zu sanieren, werden auch die Ausgaben für die nationalen Gesundheitssysteme auf dem Prüfstand stehen. Die Defizite in der Gesundheitsfinanzierung führen zu Änderungen in den Erstattungssystemen und einem wachsenden Preisdruck mit verstärkter Nachfrage nach günstigeren Produkten. In einigen südeuropäischen Ländern beobachten wir, dass medizinische Einrichtungen ihre Leistungen rationieren und Zahlungen an Lieferanten verzögern, um dem von den Regierungen geforderten Schuldenabbau nachzukommen.
Dennoch sieht HARTMANN weiterhin Wachstumspotenziale. Während in den Industriestaaten im Zuge der Sparanstrengungen im Gesundheitswesen immer mehr Menschen bereit sind, qualitativ hochwertige Medizinprodukte privat zu finanzieren, steigt in den prosperierenden Schwellenländern das Versorgungsniveau der staatlichen Gesundheitssysteme. Auch dort werden zunehmend höherwertige Produkte privat bezahlt.
Programm BENCHMARK sichert profitablen Wachstumskurs der HARTMANN GRUPPE
HARTMANN hat das Ziel, in den kommenden Jahren auf Basis der Strategie FOCUS schneller und profitabler zu wachsen. Deshalb hat der Vorstand im Jahr 2012 das Konzernprogramm BENCHMARK gestartet. Die unter BENCHMARK zusammengefassten sortimentsbezogenen Projekte beziehen sich auf die drei medizinischen Kernsegmente und sollen einen wesentlichen Beitrag leisten, die Konzernstrategie FOCUS auch künftig erfolgreich umzusetzen. Das Programm hat drei Ziele: HARTMANN in den kommenden Jahren noch wettbewerbsfähiger zu machen, Marktanteile zu gewinnen und die Profitabilität der Umsätze zu verbessern.
HARTMANN verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Entwicklung innovativer Produktkonzepte auf der Basis medizinisch-wissenschaftlicher Studien. So befasst sich ein BENCHMARK-Projekt im Segment Wundmanagement mit der Sortimentsentwicklung und Implementierung des im Jahr 2012 bereits gut vom Markt aufgenommenen Vivano-Systems zur Unterdruck-Wundtherapie. Wir sehen uns mit Vivano, aber auch einem überzeugenden Produktkonzept für die hydroaktive Wundbehandlung gut aufgestellt, um am attraktiven Marktwachstum in diesem Produktsegment in den kommenden Jahren international erfolgreich zu partizipieren.
Im Markt für Inkontinenzprodukte beobachten wir eine heterogene Entwicklung: Einerseits führen Änderungen in den nationalen Erstattungssystemen und Budgetkürzungen in Pflegeeinrichtungen und Kliniken zu einer wachsenden Nachfrage nach günstigeren Produkten. Andererseits nimmt die Zahl der Endverbraucher zu, die bereit sind, für qualitativ hochwertige und auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte absorbierende Inkontinenzprodukte selbst zu bezahlen beziehungsweise Zuzahlungen zu leisten. BENCHMARK greift diese Tendenzen mit gezielten Projekten auf, die sich mit Sortimentsstruktur, Prozessoptimierung und Vermarktungskonzepten befassen.
Im Segment Infektionsmanagement liegt einer der Schwerpunkte von BENCHMARK auf dem weiteren profitablen Wachstum von HARTMANN bei Desinfektionsmitteln. Ein stärkeres Bewusstsein hinsichtlich Keimübertragung und eine höhere Compliance bei den Hygienestandards helfen uns, vom Marktwachstum in dieser Produktkategorie zu profitieren. Mit Unterstützung des BODE SCIENCE CENTERS, das bei der Entwicklung von Hygienestandards eng mit dem deutschen Robert-Koch-Institut und anderen nationalen Institutionen zusammenarbeitet, ist Anfang 2013 eine Kampagne angelaufen, die sich mit dem Thema Compliance in der Händedesinfektion befasst. So erfahren unsere Kunden beispielsweise mittels E-Learning, in welchen konkreten pflegerischen Anwendungssituationen eine Händedesinfektion durchzuführen ist. Ein weiterer Schwerpunkt im laufenden Jahr befasst sich mit Flächendesinfektion.
Investitionen in die Infrastruktur
Die HARTMANN GRUPPE investiert weiterhin, um Kapazitäten im Rahmen des Wachstumskurses anzupassen und die Produktivität zu steigern. Ein Schwerpunkt im Jahr 2013 wird die Modernisierung des Betriebs am Stammsitz der Unternehmensgruppe in Heidenheim sein. Im Rahmen des vor zwei Jahren verabschiedeten Konzepts zur Standortsicherung wird ein vorhandenes Gebäude umgestaltet, um dort in schlanken Fertigungsstrukturen unter modernsten Reinraumbedingungen kundenindividuelle OP-Komplettsets sowie das Sortiment zur modernen Wundbehandlung herzustellen. Bei der Konzeption spielten verschiedene Präsentationsplattformen für einen intensiven Kundendialog eine zentrale Rolle, mit denen HARTMANN seine fertigungstechnologische Kompetenz unter Beweis stellt. Architektonisch wird das Gebäude durch hohe Transparenz und eine intelligente Nutzung von natürlichem Licht auffallen und ein attraktives Arbeitsumfeld bieten. Die Aufnahme des Betriebs ist für Anfang 2014 geplant.
Im Herbst 2013 werden wir unseren neuen Produktionsstandort zur Fertigung von absorbierenden Inkontinenzprodukten und ein Logistikzentrum zur Belieferung des russischen Markts in Betrieb nehmen. Verkehrsgünstig an einen Autobahnknotenpunkt angebunden, verfügt dieser HARTMANN-Standort im Großraum Moskau dann über die erforderlichen Kapazitäten, um seine Kunden in diesem dynamischen Markt noch besser bedienen zu können.
Weitere Profilierung als Anbieter von Systemangeboten
Angesichts einer steigenden Zahl von Behandlungsfällen und sinkender Budgets gewinnt die Optimierung interner Prozesse bei unseren Kunden an Bedeutung. Deshalb unterstützt HARTMANN seine Kunden international mit einem inzwischen sehr breiten Angebot an prozessvereinfachenden Dienstleistungen, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gesundheitsmärkte und der einzelnen Kundengruppen abgestimmt sind. Mittlerweile erzielt HARTMANN im Medicalgeschäft im Hauptabsatzmarkt Deutschland die Hälfte seines Umsatzes mit Kunden, die neben Produkten und den damit verbundenen Schulungen auch Lösungen zur Prozessoptimierung in den Bereichen Controlling, Bestellwesen und Logistik in Anspruch nehmen.
Um der hohen Prozesskomplexität in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen begegnen zu können, werden wir auch im laufenden Jahr gemeinsam mit unseren Kunden neue Zusatzangebote zur Marktreife bringen, die bereits etablierte Systemangebote sinnvoll ergänzen und unsere Kunden wirkungsvoll entlasten. So geht HARTMANN beispielsweise in ambulanten OP-Zentren mit einem internetbasierten System zur OP-Kapazitätsplanung und zur Kalkulation der damit verbundenen Kosten an den Start. Der operierende Arzt terminiert und bucht den OP-Saal, das benötigte Personal sowie den medizinischen Sachbedarf. Das System ergänzt somit das seit 2007 etablierte Warenwirtschaftssystem HARTMANN Order Management Portal (HOMP).
Exzellenz im Personalmanagement sichert Erfolg des Programms BENCHMARK ab
Ein Schlüsselfaktor, um die Ziele von BENCHMARK zu erreichen, sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung der Belegschaft richten wir das Human Resources Management auf diese Entwicklung aus. Das Projekt "Exzellenz im Personalmanagement" soll sicherstellen, dass konzernweit auch künftig auf allen Ebenen die Mitarbeiterkapazitäten in benötigtem Umfang und mit der erforderlichen Qualifikation zur Verfügung stehen. Bausteine des Projekts befassen sich mit der Stärkung der Managementbasis, der Förderung des Berufsnachwuchses und mit der Stärkung von HARTMANN als Arbeitgebermarke.
Kontinuierliche Verbesserung von Effizienz und Umweltverträglichkeit unserer Produkte
HARTMANN möchte seine Kunden mit durchdachten Lösungen zum Wohle des Menschen überzeugen. Dafür optimieren wir kontinuierlich unsere Produkte und Lösungen im Hinblick auf die Arbeitsprozesse der Anwender, den Patientenkomfort und den Behandlungserfolg. Bei der Umsetzung der sortimentsbezogenen Projekte im Rahmen des Programms BENCHMARK richten wir ein besonderes Augenmerk darauf, medizinische Wirksamkeit, ökonomischen Nutzen und Ressourceneffizienz in Einklang zu bringen.
Über Fortschritte beim Material- und Ressourceneinsatz wollen wir Verbräuche und Umweltbelastungen weiter reduzieren. Denn Rohstoffe stellen für HARTMANN den größten Kostenblock dar, und sie wirken sich am stärksten auf die Umweltbilanz unserer Produkte aus. Unsere Entwicklungsarbeit in Richtung Funktionalität und Anwendungsfreundlichkeit verbinden wir künftig noch stärker mit materialsparendem Design und energieeffizienten Herstellungsverfahren. Damit verbessern wir laufend die Umweltverträglichkeit unserer Produkte im Hinblick auf deren gesamten Lebenszyklus.
Umsatz und Ergebnis über dem Vorjahresniveau angestrebt
Den schwierigen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2012 hat HARTMANN erfolgreich standgehalten. Mit unserer marktnah aufgestellten Vertriebsorganisation und einem am Kundennutzen orientierten Portfolio von Produkten und Dienstleistungen verfügt HARTMANN als ein führender europäischer Anbieter über eine solide Basis.
Vor dem Hintergrund der Chancen aus dem demographischen Wandel, aber auch den Risiken aus den Veränderungen in den Gesundheitssystemen wird das Programm BENCHMARK dazu beitragen, dass HARTMANN den divergierenden Marktentwicklungen noch erfolgreicher begegnet und seine mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele erreicht. Zur Absicherung unseres organischen Wachstums legen wir unsere geographischen Investitionsschwerpunkte nicht nur auf neue Märkte, sondern fördern im Jahr 2013 gezielt Projekte zum Ausbau unserer Position in etablierten Märkten, etwa bei der Einführung unseres Vivano Unterdruck-Therapiesystems. HARTMANN setzt auch weiterhin auf Akquisitionen im medizinischen Kerngeschäft, um einerseits sein Portfolio sinnvoll zu ergänzen und andererseits seine Marktposition in ausgewählten Absatzmärkten zu verbessern.
Als permanentes Arbeitsprogramm werden wir auch im laufenden Jahr ständig die Effizienz unserer Prozesse im Auge behalten und Maßnahmen ableiten, die zur Kostenreduktion und Ergebnisverbesserung beitragen. Die Nettoverschuldung wollen wir 2013 weiter zurückführen.
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein organisches Umsatzwachstum in der Größenordnung der Steigerung des Jahres 2012. Unter Abwägung aller Einflussfaktoren und sofern sich keine unerwarteten Einmaleffekte ergeben, sind wir zuversichtlich, EBIT und Konzernergebnis weiter zu erhöhen. Unter der Prämisse, dass die Umsetzung des Programms BENCHMARK nach Plan verläuft, erwarten wir für das Jahr 2014 weiteres Wachstum und eine weiter verbesserte Ertragskraft der HARTMANN GRUPPE.
Jahresabschluss 2012 der PAUL HARTMANN AG
Bilanz
der PAUL HARTMANN AG
Aktiva
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| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 5 | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 6 | 10.167 | 10.586 |
| II. Sachanlagen | 7 | 76.608 | 76.423 |
| III. Finanzanlagen | 8 | 286.537 | 286.368 |
| 373.313 | 373.377 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | 9 | 98.321 | 114.934 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 10 | 201.801 | 232.239 |
| III. Wertpapiere | 12 | 12 | |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks | 11 | 11.105 | 4.721 |
| 311.240 | 351.906 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 12 | 1.289 | 1.394 |
| 685.841 | 726.677 | ||
| Passiva | |||
| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 13 | 91.328 | 91.328 |
| abzüglich Eigene Anteile | -529 | -529 | |
| II. Kapitalrücklage | 14 | 50.828 | 50.828 |
| III. Gewinnrücklagen | 15 | 152.069 | 145.069 |
| IV. Bilanzgewinn | 21.701 | 21.619 | |
| 315.396 | 308.314 | ||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 517 | 323 | |
| C. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16 | 56.853 | 54.548 |
| 2. Übrige Rückstellungen | 17 | 64.673 | 63.365 |
| 121.526 | 117.912 | ||
| D. Verbindlichkeiten | 18 | 248.402 | 300.099 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 28 | |
| 685.841 | 726.677 |
Gewinn und Verlustrechnung
der PAUL HARTMANN AG
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| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 23 | 748.314 | 744.769 |
| 2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 24 | -1.165 | -9.181 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.124 | 3.515 | |
| 4. Gesamtleistung | 749.273 | 739.104 | |
| 5. Sonstige betriebliche Erträge | 25 | 67.418 | 70.704 |
| 6. Materialaufwand | 26 | -491.335 | -497.683 |
| 7. Personalaufwand | 27 | -133.902 | -124.288 |
| 8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 28 | -16.170 | -16.045 |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 29 | -154.053 | -148.917 |
| 10. Finanzergebnis | 30 | 8.917 | 15.545 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 30.147 | 38.420 | |
| 12. Außerordentliche Erträge | 0 | 0 | |
| 13. Außerordentliche Aufwendungen | 0 | 0 | |
| 14. Außerordentliches Ergebnis | 0 | 0 | |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 32 | -2.743 | -2.914 |
| 16. Sonstige Steuern | 33 | -788 | -1.304 |
| 17. Jahresüberschuss | 34 | 26.617 | 34.203 |
| 18. Entnahme aus/Einstellung in Gewinnrücklagen | -7.000 | -15.000 | |
| 19. Gewinnvortrag | 2.084 | 2.416 | |
| 20. Bilanzgewinn | 21.701 | 21.619 |
Anhang
der PAUL HARTMANN AG
1 Allgemeine Bemerkungen
Der Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Um eine übersichtlichere Darstellung zu erreichen, wurden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Gesamtkostenverfahren gewählt.
2 Währungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit den zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Devisenkursen erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.
3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Erhaltene und auf Anlagegegenstände direkt zuordenbare Investitionszuschüsse werden unmittelbar von den Anschaffungskosten abgesetzt (Nettomethode).
Die planmäßigen Abschreibungen des immateriellen Anlagevermögens werden linear, die des Sachanlagevermögens linear oder degressiv berechnet; soweit in den Folgejahren beim beweglichen Anlagevermögen die lineare Abschreibung die degressive Abschreibung übersteigt, wird auf die lineare Methode übergegangen. Für Gebäude wurde die lineare Abschreibung beziehungsweise bei einer Anschaffung bis zum 31. Dezember 2009 die Abschreibung gemäß § 7 Abs. 5 EStG in Anspruch genommen.
Die Nutzungsdauern des immateriellen Anlagevermögens betragen im Wesentlichen zwischen drei und fünf Jahre. Bei Verwaltungs-, Fabrik- und anderen Bauten wurde grundsätzlich eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren zugrunde gelegt. Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen im Wesentlichen acht bis zehn Jahre, bei anderen Anlagen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wesentlichen drei bis dreizehn Jahre.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von nicht mehr als 1.000 EUR wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren wurden mit den gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten oder - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - mit den niedrigeren Tageswerten am Abschlussstichtag bewertet. Die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten, soweit nicht zur Beachtung des Niederstwertprinzips ein niedrigerer Wertansatz geboten war. Die Herstellungskosten entsprechen den nach § 255 Abs. 2 Satz 2 und Satz 3 HGB aktivierungsfähigen Einzel- und Gemeinkosten.
Bei der Bewertung von Vorräten wurden branchenbedingte Wagnisse und Überalterungen, hervorgerufen durch technologischen oder medizinischen Fortschritt, ebenso wie bestehende Vertriebsrisiken in angemessener Weise berücksichtigt.
Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgte zum Nennwert oder zu dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert. Im Rahmen der Bewertung wurde erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße Rechnung getragen. Zusätzlich wurden das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Weise berücksichtigt.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten; Abwertungen auf den handelsrechtlichen Niederstwert waren nicht erforderlich. Flüssige Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.
Erhaltene Investitionszuschüsse, die am Bilanzstichtag nicht einem Anlagegegenstand direkt zurechenbar sind, werden in einem Sonderposten für Investitionszuschüsse ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt über eine unmittelbare Absetzung von den Anschaffungskosten bei der Aktivierung des Anlagegegenstandes.
Die Bewertung von Pensionsrückstellungen für Direktzusagen erfolgte nach einem modifizierten Teilwertverfahren unter Berücksichtigung einer Finanzierung ab Beginn des Dienstverhältnisses, der am Bilanzstichtag vorliegenden Informationen über den Verlauf des biometrischen Risikos und des Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Unmittelbare Pensionszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge ("Bausteinmodell") wurden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren ("PUC") unter Berücksichtigung des Rechnungszinses, der sich bei Annahme einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, bewertet. Beim PUC-Verfahren wird der Barwert erwarteter künftiger Zahlungen ermittelt, die erforderlich sind, um die aufgrund von Arbeitnehmerleistungen bis zum Bilanzstichtag entstandenen Verpflichtungen abgelten zu können.
Pensionsrückstellungen für Direktzusagen und Pensionsrückstellungen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge wurden auf der Basis der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck von 2005 G und eines Rechnungszinsfußes von 5,06 % angesetzt. Des Weiteren wurden folgende grundlegende Bewertungsannahmen getroffen:
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| Gehaltserhöhungen p.a. | 3 % |
| Rentenanpassungen p.a. | 1 % - 2 % |
| Fluktuationsrate | 5 % |
| Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenze p.a. | 3 % |
Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Teilwert auf der Basis der Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck von 2005 G und eines Rechnungszinsfußes von 3,83 % angesetzt.
In den Sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Latente Steuern werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen, die aus Unterschieden zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Schulden und ihrem Buchwert im HGB-Abschluss resultieren, erfasst. Aktive und passive Latenzen werden verrechnet; ein aktivischer Überhang wird bilanziell nicht erfasst. Im Abschluss der PAUL HARTMANN AG werden die temporären Differenzen aller Organgesellschaften berücksichtigt.
Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die am Bilanzstichtag gelten oder faktisch beschlossen sind.
4 Wesentliche Veränderungen bei Tochterunternehmen und Assoziierten Unternehmen
Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 hat die IVF HARTMANN AG, Schaffhausen im Rahmen eines Share Deals 100 % der Anteile an der Funny Hygiene AG mit Sitz in Maur/Schweiz erworben.
Bei PAUL HARTMANN Hellas A.E., Glyfada/Athina und PAUL HARTMANN (Shanghai) Trade Co., Ltd., Shanghai wurden im Geschäftsjahr 2012 Kapitalerhöhungen durchgeführt.
Erläuterungen zur Bilanz
5 Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens der PAUL HARTMANN AG ist im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.
6 Immaterielle Vermögensgegenstände
Der aktivierte Betrag umfasst erworbene EDV-Software, Patente, Marken, Kundenstämme und Lizenzen.
7 Sachanlagen
Die Investitionen im Sachanlagevermögen betrugen brutto 13,6 Mio. EUR. Von den Anschaffungskosten wurden erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von 1,0 Mio. EUR abgezogen.
8 Finanzanlagen
Der Anteilsbesitz ist in einer gesonderten Übersicht in Anlage 2 zum Anhang dargestellt.
9 Vorräte
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| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 30.970 | 34.255 |
| Unfertige Erzeugnisse | 1.915 | 1.336 |
| Fertige Erzeugnisse | 24.358 | 26.102 |
| Waren | 41.077 | 53.216 |
| Anzahlungen für Vorräte | 0 | 24 |
| 98.321 | 114.934 |
10 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
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| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 28.326 | 28.870 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 152.751 | 181.913 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | (62.441) | (73.1 70) |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 1 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | (0) | (1) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 20.725 | 21.455 |
| 201.801 | 232.239 |
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind kurzfristige Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pooling in Höhe von 38,4 Mio. EUR sowie Darlehen enthalten. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben 20,9 Mio. EUR eine Laufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: 26,7 Mio. EUR).
11 Flüssige Mittel
Der Bestand an Flüssigen Mitteln stieg um Tausend EUR 6.384 auf Tausend EUR 11.105.
12 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten transitorische Abgrenzungen, insbesondere für Disagio, einmalige Bereitstellungs- und Arrangierungsgebühren für Kreditrahmen sowie Lizenz- und Wartungsgebühren für Software. Die Abgrenzungen für Disagio betragen im Berichtsjahr Tausend EUR 103 (Vorjahr: Tausend EUR 135).
13 Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital beträgt unverändert 91.327.569,38 EUR. Es ist eingeteilt in 3.572.424 Namensstückaktien. Die Gesellschaft besitzt 20.682 eigene Namensstückaktien (= 0,6 % der Gesamtzahl) mit einem rechnerischen Nennwert von 528.726,85 EUR. Diese Aktien wurden 1959 zur Abgeltung von ausländischen Forderungen erworben.
14 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 50,8 Mio. EUR.
15 Gewinnrücklagen
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| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gesetzliche Rücklage | 471 | 471 |
| Rücklage für Werkserhaltung | 7.828 | 7.828 |
| Andere Gewinnrücklagen | 143.770 | 136.770 |
| 152.069 | 145.069 |
Bei Aufstellung des Jahresabschlusses 2012 wurden 7,0 Mio. EUR den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.
16 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
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| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Direktzusagen | 31.389 | 31.390 |
| Rückstellungen für Pensionszusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge ("Bausteinmodell", Unterstützungskasse) | 12.755 | 12.191 |
| Rückstellungen für Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge ("Bausteinmodell") | 12.709 | 10.967 |
| 56.853 | 54.548 |
Für Verpflichtungen aus mittelbaren Pensionszusagen, die über das Vermögen der Unterstützungskasse in Höhe von 4,9 Mio. EUR hinausgehen, wurde eine Rückstellung in Höhe von 2,5 Mio. EUR gebildet.
17 Übrige Rückstellungen
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| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Steuerrückstellungen | 14.290 | 11.145 |
| Sonstige Rückstellungen | 50.383 | 52.220 |
| davon Rückstellungen Personalbereich | (21.865) | (22.042) |
| davon Rückstellungen Vertriebsbereich | (15.452) | (14.944) |
| davon sonstige Verpflichtungen | (13.067) | (15.234) |
| 64.673 | 63.365 |
Die Rückstellungen für den Personalbereich enthalten Verpflichtungen aus Altersteilzeit, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, variablen Gehaltsansprüchen, Restrukturierung sowie Zuwendungen für Arbeitsjubiläen. Verpflichtungen aus wertpapiergebundenen Versorgungszusagen wurden entsprechend § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Vermögensgegenstände verrechnet. Zum 31. Dezember 2012 betrugen der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen sowie der Zeitwert des Deckungsvermögens Tausend EUR 2.386; die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände betrugen Tausend EUR 2.412.
Die Rückstellungen für den Vertriebsbereich enthalten im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen aus Gewährleistung sowie für Garantien und Lizenzen.
Rückstellungen für Sonstige Verpflichtungen wurden im Wesentlichen für Einkaufsrisiken und ausstehende Eingangsrechnungen gebildet.
18 Verbindlichkeiten
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| davon mit einer Restlaufzeit | davon mit einer Restlaufzeit | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in Tausend EUR | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 88.501 | (86.001) | (0) | 149.578 | (1.063) | (0) |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0 | (0) | (0) | 0 | (0) | (0) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21.685 | (21.685) | (0) | 16.718 | (16.718) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 130.956 | (130.956) | (0) | 124.430 | (124.430) | (0) |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | (31.699) | (31.699) | (0) | (33.817) | (33.817) | (0) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | (0) | (0) | 0 | (0) | (0) |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.261 | (7.261) | (0) | 9.374 | (9.374) | (0) |
| davon aus Steuern | (4.334) | (4.334) | (0) | (4.052) | (4.052) | (0) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| 248.402 | (245.902) | (0) | 300.099 | (151.584) | (0) |
Durch Grundpfandrechte oder ähnliche dingliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag nicht.
19 Passive latente Steuern
Passive latente Differenzen basieren ausschließlich auf dem steuerlichen Sonderposten mit Rücklagenanteil. Aktive latente Differenzen resultieren im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen, den Rückstellungen, der Vorratsbewertung sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Rahmen der saldierten Betrachtung ergibt sich zum 31. Dezember 2012 ein aktiver Überhang, der gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht angesetzt wurde.
20 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
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| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Bürgschaften | 44.522 | 21.042 |
| davon für verbundene Unternehmen | (44.519) | (21.039) |
| Gewährleistungsverträge | 5.441 | 4.197 |
| davon für verbundene Unternehmen | (5.441) | (4.197) |
Für Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB sind im Jahr 2013 voraussichtlich 58,1 Mio. EUR in der AG für Leasing und Bestellobligo aufzuwenden. Die durchschnittliche Laufzeit der Verträge beträgt zwischen zwei und drei Jahre.
Die Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen betreffen Patronats- und Garantieerklärungen zugunsten von Tochtergesellschaften und Dritten.
Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der PAUL HARTMANN AG oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die PAUL HARTMANN AG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.
21 Derivative Finanzierungsinstrumente
Durch ihren Geschäftsbetrieb ist die HARTMANN GRUPPE einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisen- und Rohstoffmärkten und bei den Zinssätzen ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis zu begrenzen.
Das Risikomanagement für Finanzrisiken wird von der zentralen Treasury-Abteilung der PAUL HARTMANN AG gemäß den vom Vorstand genehmigten Richtlinien durchgeführt. Die Basis bildet die Risikostrategie, die vom Risikokomitee vorgegeben wird. Die Risikostrategie wird quartalsweise überprüft. Die aktuelle Risikostrategie benennt neben Gesamtverlustlimits aus Währungs- und Rohstoffrisiken im Verhältnis zum Plan-EBT auch Sicherungszielgrößen für Einzelrisiken wie USD-Exposure, Planbedarf an Rohstoff Fluff Pulp und variable Zinspositionen.
Die Treasury-Abteilung identifiziert die Finanzrisiken, bewertet sie, überwacht die Einhaltung der Verlustlimits und Sicherungsquoten und schließt gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab. Gesichert werden Portfolios und Netto-Exposures (Macro-Hedges). Derivative Finanzkontrakte werden nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen und sind auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzpositionen:
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| Nominalvolumen | Marktwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 199.419 | 160.945 | -3.424 | 3.859 |
| Devisenswaps | 12.177 | 21.718 | -83 | 362 |
| Rohstoffswaps | 44.561 | 38.945 | -2.472 | -2.477 |
| Zinsswaps | 85.000 | 142.500 | -9.568 | -7.988 |
| Summe | 341.157 | 364.108 | -15.547 | -6.244 |
Für Finanzpositionen mit einem negativen Marktwert, wurden im Jahresabschluss Rückstellungen gebildet, wenn eine Zuordnung zu Bewertungseinheiten nicht möglich war. Der Gesamtbetrag der Rückstellung beläuft sich auf Tausend EUR 4.775.
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktpreisen, die den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte stellen dabei die Aufwendungen beziehungsweise Erträge bei einer hypothetischen Glattstellung der Derivatkontrakte zum Bilanzstichtag dar.
Der beizulegende Zeitwert von börsennotierten Derivaten und zu Handelszwecken gehaltenen oder zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten basiert auf internen Mark-to-Market-Bewertungen am Bilanzstichtag, die durch externe Bewertungen verifiziert werden. Der beizulegende Zeitwert wird dabei auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.
Für die Sicherungsgeschäfte (Nominalvolumen) bestehen zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten:
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | Gesamt | bis 1 Jahr | über 1 Jahr | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 188.050 | 11.369 | 199.419 | 150.975 | 9.970 | 160.945 |
| Devisenswaps | 12.177 | 0 | 12.177 | 21.718 | 0 | 21.718 |
| Rohstoffswaps | 41.191 | 3.370 | 44.561 | 36.207 | 2.738 | 38.945 |
| Zinsswaps | 0 | 85.000 | 85.000 | 17.500 | 125.000 | 142.500 |
| Summe | 241.418 | 99.739 | 341.157 | 226.400 | 137.708 | 364.108 |
22 Bewertungseinheiten
Entsprechend der gesetzlichen Regelungen können Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen oder Cash-Flows mit Finanzinstrumenten zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst werden. Zum 31. Dezember 2012 wurden folgende Bewertungseinheiten gebildet:
Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos von bis 2014 geplanten Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung hat die PAUL HARTMANN AG Termingeschäfte abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2012 waren Devisentermingeschäfte in Höhe von 199,4 Mio. EUR als Sicherungsinstrumente mit einem negativen Marktwert von 3,4 Mio. EUR im Rahmen von Cash-Flow-Hedges designiert. Cash-Flow-Risiken aus schwankenden Preisen für bis 2014 geplante Einkäufe von Rohstoffen wurden über Rohstoffswaps abgesichert. Zum 31. Dezember 2012 waren Rohstoffswaps in Höhe von 44,6 Mio. EUR als Sicherungsinstrumente mit einem negativen Marktwert von 2,5 Mio. EUR abgeschlossen. Der Nachweis der prospektiven und retrospektiven Effektivität wird mithilfe regelmäßig durchgeführter Effektivitätstests erbracht. Zur Ermittlung der retrospektiven Effektivität kommt die so genannte "Dollar-Offset-Methode", bei Rohstoffswaps die Regressisonsanalyse zur Anwendung. Die Ergebnisse der retrospektiven Effektivitätsmessung liegen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von einer hoch effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden kann. Per 31. Dezember 2012 waren Ineffektivitäten in Höhe von Tausend EUR 21 zu verbuchen.
Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos aus variabel verzinslichen Verbindlichkeiten hat die PAUL HARTMANN AG Zinsswaps abgeschlossen. Die Änderungen des Cash-Flows der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen des EURIBOR-Satzes ergeben, werden durch die Änderung des Cash-Flows der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern.
Die folgende Tabelle zeigt die vertragliche Endfälligkeit der Zinssicherungsgeschäfte, bis zu welcher die Zahlungsströme erfolgswirksam werden:
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| Fälligkeit | Nominalvolumen in Tausend EUR |
Marktwerte in Tausend EUR |
|---|---|---|
| 2017 | 5.000 | -389 |
| 2018 | 10.000 | -1.089 |
| 2019 | 10.000 | -1.225 |
| 2020 | 10.000 | -1.351 |
| 2021 | 5.000 | -822 |
| 40.000 | -4.876 |
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
23 Umsatzerlöse
Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse um 0,5 %.
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| in Tausend EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach Geschäftssegmenten: | ||
| Wundmanagement | 170.039 | 162.523 |
| Inkontinenzmanagement | 336.399 | 339.888 |
| Infektionsmanagement | 232.624 | 233.129 |
| Weitere Konzernaktivitäten | 4.930 | 7.208 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 4.322 | 2.021 |
| Umsatzerlöse | 748.314 | 744.769 |
| Aufgliederung nach Regionen: | ||
| Deutschland | 425.611 | 433.833 |
| Europa | 267.665 | 256.285 |
| Außerhalb Europas | 55.038 | 54.651 |
| Umsatzerlöse | 748.314 | 744.769 |
In den Kerngeschäftssegmenten stiegen die Umsatzerlöse um 0,5 % auf 739,1 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse mit Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE stiegen im Geschäftsjahr um 13,9 Mio. EUR auf 300,0 Mio. EUR.
24 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gingen um 1,2 Mio. EUR zurück.
25 Sonstige betriebliche Erträge
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| in Tausend EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.777 | 2.749 |
| Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 60 | 1.551 |
| Übrige Erträge | 64.581 | 66.404 |
| 67.418 | 70.704 |
Die Höhe der übrigen Erträge wird wesentlich durch Konzernfunktionen der AG bestimmt. Im Einzelnen setzen sich die übrigen Erträge aus folgenden Positionen zusammen:
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| in Tausend EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Verrechnung von Leistungen an verbundene Unternehmen | 18.755 | 23.354 |
| Kursgewinne | 19.204 | 29.969 |
| Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen | 9.402 | 0 |
| Erlöse aus dem Weiterverkauf von Energie | 6.392 | 2.996 |
| Weiterberechnete Kosten der AG für Investitions- und Kostenprojekte von verbundenen Unternehmen | 4.290 | 4.343 |
| Sonstige Erträge Vorjahre | 984 | 800 |
| Mieterträge | 491 | 468 |
| Sonstiges | 5.062 | 4.475 |
| 64.581 | 66.404 |
26 Materialaufwand
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| in Tausend EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 486.559 | 494.364 |
| Bezogene Leistungen | 4.776 | 3.318 |
| 491.335 | 497.683 |
27 Personalaufwand
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| in Tausend EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 113.410 | 105.224 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 18.660 | 17.639 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.832 | 1.425 |
| 133.902 | 124.288 |
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (nach § 285 Ziffer 7 HGB):
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 1.273 | 1.236 |
| Arbeiter | 699 | 690 |
| Arbeitnehmer i. S. von § 267 Abs. 5 HGB | 1.972 | 1.926 |
| Auszubildende | 89 | 81 |
28 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2012 sind im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang ersichtlich.
29 Sonstige betriebliche Aufwendungen
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| in Tausend EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens sowie Wertberichtigungen des Umlaufvermögens | 1.077 | 2.767 |
| Ausgangsfrachten | 42.567 | 46.076 |
| Werbung und Werbekostenzuschüsse | 11.163 | 10.342 |
| Instandhaltung, Wartung, Reinigung | 10.961 | 10.369 |
| Miete und Leasing | 7.330 | 7.043 |
| Recht und Beratung, Gebühren und Beiträge | 9.761 | 7.156 |
| Aufwendungen für den Handelswarenbezug von Energie | 6.340 | 2.989 |
| Kursverluste und Kurssicherungsmaßnahmen | 23.299 | 23.586 |
| Weiterberechnete Aufwendungen von Tochtergesellschaften | 5.021 | 3.867 |
| Übrige Aufwendungen | 36.534 | 34.722 |
| 154.053 | 148.917 |
Im Geschäftsjahr wurden Pauschal- und Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf ausgegebene Darlehen in Höhe von Tausend EUR 995 gebildet.
30 Finanzergebnis
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| in Tausend EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | +20.805 | +25.463 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (20.805) | (25.463) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | +5.154 | +4.172 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (2.963) | (3.262) |
| davon aus beteiligten Unternehmen | (0) | (0) |
| davon Zinsanteil aus Rückstellungsveränderung | (0) | (0) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -9.765 | -10.337 |
| davon an verbundene Unternehmen | (611) | (635) |
| davon Zinsanteil aus Rückstellungsveränderung | (3.072) | (3.032) |
| Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen | 0 | +708 |
| Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen | -3.197 | -3.487 |
| Zuschreibungen auf Finanzanlagen | +4.389 | +3.000 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -8.470 | -3.975 |
| 8.917 | 15.545 |
31 Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen
Im Geschäftsjahr bestanden Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge zwischen der PAUL HARTMANN AG als herrschender Gesellschaft und der CMC Consumer Medical Care GmbH, der HARTMANN Beteiligungen GmbH sowie der Bode Chemie GmbH.
32 Steuern vom Einkommen und Ertrag
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Einkommen- und Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Vorjahre.
33 Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern in Höhe von Tausend EUR 788 betreffen im Wesentlichen den Bezug von Energie (Tausend EUR 388) sowie Grundsteuer (Tausend EUR 203).
34 Jahresüberschuss, Zuführung zu den Gewinnrücklagen, Bilanzgewinn
Der Jahresüberschuss beträgt Tausend EUR 26.617. Den Anderen Gewinnrücklagen wurden gemäß § 270 Abs. 2 HGB Tausend EUR 7.000 zugeführt, sodass sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von Tausend EUR 2.084 ein Bilanzgewinn von Tausend EUR 21.701 ergibt.
35 Mitteilungen nach § 20 Abs. 4 AktG
Die SCHWENK Limes GmbH & Co. KG, Ulm, hat uns Anfang März 2008 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft, der PAUL HARTMANN AG, gehört.
36 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Der Aufwand für die Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr beträgt Tausend EUR 564, die darin enthaltene Rückstellung für die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütung kommt für 2012 nicht zur Auszahlung und wird in 2013 aufgelöst.
Die Höhe der Vorstandsvergütung richtet sich nach den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen, der wirtschaftlichen Lage, der Entwicklung und der Zukunftsaussichten der HARTMANN GRUPPE sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Gesamtvergütung setzt sich in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen; der variable Bestandteil enthält in einem untergeordnetem Umfang eine "mehrjährige Bemessungsgrundlage". Für außerordentliche Entwicklungen wurde eine Begrenzungsmöglichkeit vereinbart. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr beliefen sich auf Tausend EUR 3.557 (davon fix: Tausend EUR 1.675, variabel: Tausend EUR 1.882).
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt 10,1 Mio. EUR zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr Tausend EUR 810.
Die Namen der Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in Anlage 3 zum Anhang angegeben.
37 Gebühren des Abschlussprüfers
Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Anhang des Konzernabschlusses der PAUL HARTMANN AG.
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns:
Der Hauptversammlung der PAUL HARTMANN AG wird vorgeschlagen, wie folgt über die Verwendung des Bilanzgewinns zu beschließen:
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| in Tausend EUR | ||
|---|---|---|
| Bilanzgewinn | 21.701 | |
| An die Aktionäre werden auf das Grundkapital ausgeschüttet: | ||
| 5,60 EUR je Namensstückaktie auf die dividendenberechtigten 3.551.742 Namensstückaktien | 19.890 | |
| Gewinnvortrag | 1.811 | 21.701 |
Heidenheim an der Brenz, den 21. Februar 2013
PAUL HARTMANN AG
Dr. Riguzzi
Dr. Fremerey
Joehle
Kuehn
Dr. Neumann
Schulz
Anlagenspiegel
der PAUL HARTMANN AG
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| in Tausend EUR | kumulierte Anschaffungs-/Herstellungswerte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | Stand 1.1.2012 |
Zugänge*) | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 52.996 | 1.389 | 307 | 19 | 54.673 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Immaterielle Vermögensgegenstände im Bau | 821 | 1.929 | -307 | 0 | 2.444 |
| 53.817 | 3.318 | 0 | 19 | 57.117 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 90.207 | 5.423 | 218 | 0 | 95.848 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 166.899 | 1.378 | 118 | 4.658 | 163.737 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 102.915 | 5.096 | 853 | 3.641 | 105.223 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.307 | 743 | -1.189 | 2 | 4.858 |
| 365.328 | 12.639 | 0 | 8.301 | 369.666 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 374.111 | 4.250 | 0 | 0 | 378.361 |
| 2. Beteiligungen | 2.660 | 0 | 0 | 0 | 2.660 |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 376.771 | 4.250 | 0 | 0 | 381.021 | |
| Summe I-III | 795.917 | 20.207 | 0 | 8.320 | 807.804 |
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| in Tausend EUR | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | Stand Abschreibungen 1.1.2012 |
Abschreibungen | Zuschreibungen | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 43.232 | 3.737 | 0 | 0 | 19 | 46.949 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Immaterielle Vermögensgegenstände im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 43.232 | 3.737 | 0 | 0 | 19 | 46.949 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 62.139 | 2.270 | 0 | 0 | 0 | 64.409 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 138.897 | 5.935 | 0 | 0 | 4.658 | 140.173 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 87.871 | 4.228 | 0 | 0 | 3.623 | 88.476 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 288.906 | 12.433 | 0 | 0 | 8.281 | 293.058 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 88.238 | 8.470 | 4.389 | 0 | 0 | 92.319 |
| 2. Beteiligungen | 2.164 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.164 |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 90.403 | 8.470 | 4.389 | 0 | 0 | 94.483 | |
| Summe I-III | 422.540 | 24.640 | 4.389 | 0 | 8.300 | 434.491 |
scroll
| in Tausend EUR | Restbuchwerte | Restbuchwerte |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | Stand 1.1.2012 |
Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 9.764 | 7.723 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Immaterielle Vermögensgegenstände im Bau | 821 | 2.444 |
| 10.586 | 10.167 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 28.069 | 31.439 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 28.003 | 23.564 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.044 | 16.748 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.307 | 4.858 |
| 76.423 | 76.608 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 285.872 | 286.041 |
| 2. Beteiligungen | 496 | 496 |
| 3. Geleistete Anzahlungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 |
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 |
| 286.368 | 286.537 | |
| Summe I-III | 373.377 | 373.313 |
*) abzüglich erhaltener Investitionszuschüsse
Anteilsbesitz
der PAUL HARTMANN AG
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| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital Tausend EUR1) | Ergebnis Tausend EUR1) | ||
|---|---|---|---|---|
| Region Zentraleuropa | ||||
| DE | Bode Chemie GmbH, Hamburg | 100,0 | 4.5395) | 02)5) |
| CMC Consumer Medical Care GmbH, Düren | 100,0 | 8.293 | 02)5) | |
| DIG Dienstleistungen im Gesundheitswesen GmbH, Ibbenbüren | 100,0 | 14 | 05)7) | |
| HARTMANN Beteiligungen GmbH, Heidenheim | 100,0 | 67 | 02)5) | |
| Karl Otto Braun GmbH & Co. KG, Wolfstein | 100,0 | 13.6135) | -7035) | |
| Kneipp-Werke Kneipp-Mittel-Zentrale GmbH & Co. KG, Würzburg | 100,0 | 25.745 | 4.107 | |
| KOB Medical Devices (Deutschland) GmbH, Wolfstein | 100,0 | 315) | 04) | |
| MEDICUS GmbH, Oberderdingen | 100,0 | 2.479 | 05)6) | |
| NOGE Gesellschaft für Medizinprodukte und -dienstleistungen mbH. Heidenheim | 100,0 | -19.609 | 957 | |
| PAUL HARTMANN AG & Co. Logistikzentrum Süd oHG, Heidenheim | 100,0 | 1.446 | 905 | |
| QMService GmbH, Heidenheim | 100,0 | -532 | 03)5) | |
| Reha-Service Loose GmbH, Hamburg | 100,0 | 640 | 05)7) | |
| Reha und Rollstuhl Handels GmbH, Leipzig | 100,0 | 261 | 8 | |
| Sanimed GmbH, Ibbenbüren | 100,0 | 6.190 | 03)5) | |
| Vlesia GmbH, Heidenheim | 100,0 | 52 | 03)5) | |
| Atemzentrum Bad Lippspringe GmbH, Bad Lippspringe | 51,0 | 288 | 215 | |
| Atemzentrum Grafschaft GmbH, Schmallenberg | 51,0 | 148 | 122 | |
| AT | PAUL HARTMANN Ges.mbH, Wiener Neudorf | 100,0 | 11.482 | 1.888 |
| CH | Kneipp GmbH, Wallisellen | 100,0 | 681 | 334 |
| AIR Health Solution AG, Neuhausen | 66,3 | 140 | 10 | |
| Funny Hygiene AG, Maur | 66,3 | 3.263 | 1.297 | |
| IVF HARTMANN AG, Schaffhausen | 66,3 | 57.630 | 11.077 | |
| IVF HARTMANN Holding AG, Neuhausen | 66,3 | 27.001 | 3.768 | |
| IVF Technology AG, Neuhausen | 66,3 | 2.652 | 175 | |
| Kistler AG, Gommiswald | 66,3 | 2.352 | 175 | |
| Region West-/Südeuropa | ||||
| BE | N.V. PAUL HARTMANN S.A., Saintes | 100,0 | 90.010 | 4.378 |
| DZ | Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L., Roubia | 51,0 | 4.691 | 1.090 |
| ES | Laboratorios HARTMANN S.A., Mataró | 100,0 | 13.693 | 2.452 |
| PAUL HARTMANN España S.L.U., Mataró | 100,0 | 46.682 | 591 | |
| PAUL HARTMANN S.A., Mataró | 100,0 | 7.987 | 771 | |
| FR | Aux Bons Soins S.A.R.L., Illkirch-Graffenstaden | 100,0 | -880 | -165 |
| Aux Bons Soins Sélestat S.A.R.L., Sélestat | 100,0 | -60 | 11 | |
| Bode France SAS, Toulouse | 100,0 | -784 | -99 | |
| CMC France S.A.R.L., Châtenois | 100,0 | 415 | 14 | |
| Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L., Châtenois | 100,0 | 4.411 | 167 | |
| Max Lorne S.A., Châtenois | 100,0 | 634 | 1 | |
| PAUL HARTMANN S.A., Châtenois | 100,0 | 95.094 | 19.246 | |
| Pierre Cattier SAS, Paris | 100,0 | 3.3705) | -5155) | |
| Providom SAS, Châtenois | 100,0 | 278 | 75 | |
| STERIMA S.A., Villemaur-sur-Vanne | 100,0 | 4.035 | 309 | |
| Vivello France SAS, Châtenois | 100,0 | 14 | 1 | |
| GR | PAUL HARTMANN Hellas A.E., Glyfada/Athina | 100,0 | 6.644 | -1.666 |
| IT | Distributori Articoli Sanitari D.A.S. S.R.L. CON SOCIO UNICO, Torino | 100,0 | 2.658 | 228 |
| HARTMANN FOROMED S.R.L., Caivano (Napoli) | 100,0 | -167 | -284 | |
| HARTMANN Logistic S.R.L., Verona | 100,0 | 32 | 12 | |
| GENESI S.R.L. CON SOCIO UNICO, Bene Viagenna | 100,0 | 302 | 34 | |
| PAUL HARTMANN S.p.A., Verona | 100,0 | 12.190 | 1.688 | |
| MA | PAUL HARTMANN S.A.R.L., Casablanca | 53,5 | 587 | 111 |
| NL | Kneipp Nederland B.V., Montfoort | 100,0 | 3.056 | 224 |
| PAUL HARTMANN B.V., Nijmegen | 100,0 | 6.445 | 866 | |
| PAUL HARTMANN Finance B.V., Nijmegen | 100,0 | 35.650 | -15.765 | |
| PT | PAUL HARTMANN LDA, Loures | 100,0 | 4.570 | 936 |
| Steriliacare - Soluces em Higiene, LDA, Carnaxide | 100,0 | -49 | -10 | |
| Region Osteuropa | ||||
| CZ | HARTMANN-RICO a.s., Veverská Bityska | 100,0 | 63.828 | 7.592 |
| SANICARE s.r.o., Brno | 100,0 | 1.588 | 449 | |
| HR | PAUL HARTMANN d.o.o., Sesvete | 100,0 | 949 | -259 |
| HU | HARTMANN-RICO Hungária Kft., Biatorbagy | 100,0 | 6.551 | 517 |
| HTS Medical Kereskedelmi és Szolgáltató Kft., Budapest | 100,0 | 15 | 5 | |
| PL | PAUL HARTMANN Polska Sp. z o.o., Pabianice | 100,0 | 6.855 | 1.758 |
| RO | S.C. PAUL HARTMANN S.R.L., Targu Mures | 100,0 | 2.706 | 730 |
| RU | PAUL HARTMANN OOO, Moskwa | 100,0 | 4.217 | 747 |
| PAUL HARTMANN Siberia OOO, Novosibirsk | 100,0 | 1.478 | 2 | |
| SI | PAUL HARTMANN Adriatic d.o.o., Ljublijana | 100,0 | 316 | -246 |
| SK | HARTMANN-RICO spol. s r.o., Bratislava | 100,0 | 10.141 | 3.695 |
| TR | CMC CONSUMER MEDICAL CARE Pamuk Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti., Mersin | 100,0 | 1.846 | 113 |
| PAUL HARTMANN Ltd. Sti., Yeniköy/Istanbul | 100,0 | 2.258 | -622 | |
| Region Nordeuropa, Amerika | ||||
| DK | PAUL HARTMANN A/S, Hillerød | 100,0 | -199 | -301 |
| GB | PAUL HARTMANN Ltd., Heywood | 100,0 | 667 | -820 |
| NO | PAUL HARTMANN AS, Oslo | 100,0 | -138 | 80 |
| SE | HARTMANN-ScandiCare AB, Anderstorp | 100,0 | 2.975 | -414 |
| US | HARTMANN USA, Inc., Rock Hill/South Carolina | 100,0 | 5.740 | -826 |
| Kneipp Corporation of America, Inc., Northvale/New Jersey | 100,0 | -3 | 0 | |
| PAUL HARTMANN Corp., Rock Hill/South Carolina | 100,0 | 9.108 | 97 | |
| Region Asien, Afrika, Ozeanien | ||||
| AE | PAUL HARTMANN Middle East FZE, Dubai | 100,0 | 4.474 | 1.300 |
| AU | PAUL HARTMANN Pty. Ltd., Homebush, NSW | 100,0 | 9.056 | 776 |
| CN | KOB (Qingdao) Medical Devices Co., Ltd., Qingdao | 99,3 | 16.279 | -1.035 |
| PAUL HARTMANN (Shanghai) Trade Co., Ltd., Shanghai | 100,0 | 1.733 | -438 | |
| HK | PAUL HARTMANN Asia-Pacific Ltd., Kowloon | 100,0 | 1.363 | 503 |
| IN | KOB Medical Textiles Private Ltd., Coimbatore | 100,0 | 3.273 | 690 |
| PAUL HARTMANN Medical Private Limited, Mumbai | 100,0 | -30 | -81 | |
| JP | Kneipp Japan K.K., Tokyo | 100,0 | 2.355 | 589 |
| ZA | HARTMANN-Vitamed (Pty) Ltd., Sandton | 100,0 | 3.652 | 1.984 |
1) Angaben nach IFRS
2) Ergebnisabführungsvertrag mit PAUL HARTMANN AG
3) Ergebnisabführungsvertrag mit HARTMANN Beteiligungen GmbH
4) Ergebnisabführungsvertrag mit Karl Otto Braun GmbH & Co. KG
5) Werte nach Local GAAP
6) Ergebnisabführungsvertrag mit NOGE Gesellschaft für Medizinprodukte und -dienstleistungen mbH
7) Ergebnisabführungsvertrag mit Sanimed GmbH
Aufsichtsrat, Vorstand, Group Management Team, Beirat
Aufsichtsrat
Fritz-Jürgen Heckmann
Wirtschaftsjurist
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Andreas Strobel*
früherer erster Bevollmächtigter der IG Metall Heidenheim
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Helmut Althammer
Geschäftsführender Gesellschafter der Althammer GmbH u. Co. KG
Dr. Werner Casper*
Regional-Direktor
Leiter Customer Solution Management
Peter Donath*
IG Metall Vorstand Bereichsleiter
Betriebs- und Mitbestimmungspolitik
Ulrich Gärtner
früherer Geschäftsführer der Telegärtner Karl Gärtner GmbH
Christine Geppert*
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Gerhard Hirth
Geschäftsführer der Unternehmensgruppe SCHWENK
Roland Lanzinger*
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Joachim E. Schielke
früheres Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg und früherer Vorsitzender des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank
Eduard Schleicher
Persönlich haftender Gesellschafter der SCHWENK Zement KG
Wolfgang Schwarz*
Freigestellter Gesamtbetriebsratsvorsitzender
* Arbeitnehmervertreter
Vorstand
Dr. Rinaldo Riguzzi
Chief Executive Officer
Dr. Felix Fremerey
Chief Hygiene Officer
Andreas Joehle
Mitglied des Vorstands ab 1. Januar 2013
Michel Kuehn
Chief Operations Officer
Dr. Wolfgang Neumann
Chief Medical Officer
Stephan Schulz
Chief Financial Officer und Arbeitsdirektor
Group Management Team
Dr. Michael Banz
Leiter Corporate Legal
Werner Benz
Regional-Direktor
Dieter Buschmann
Regional-Direktor
Leiter HARTMANN Deutschland
Dr. Werner Casper
Regional-Direktor Leiter
Customer Solution
Management
Dr. Ralf Fenske
Leiter Corporate Accounting
Treasury Tax
Andreas Gisler
Geschäftsführer der IVF HARTMANN GRUPPE
Schweiz
Peter Halbauer
Leiter Incontinence Purchasing & Supplier Management
Krzysztof-Daniel Malowaniec
Leiter Strategic Development und Corporate Communications
Gabriele Müller
Leiterin Human Resources
Management
L'ubomir Pálenik
Regional-Direktor
Geschäftsführer
HARTMANN-RICO a.s.
Tschechische Republik
Jürgen Rauter
Stellvertretender Regional-Direktor
Wolfgang Röhrl
Leiter Geschäftsbereich
Incontinence Management
Dr. Hendrik Rosenboom
Leiter Process Excellence
Management
Dr. Klaus Ruhnau
Leiter Geschäftsbereich Wound Management, Corporate Marketing Services und Corporate Branding
Christian Stenske
Leiter Group Controlling
Beirat
Fritz-Jürgen Heckmann
Wirtschaftsjurist
Vorsitzender des Beirats
Wolfgang Feil
früherer Hofkammerdirektor des Hauses Württemberg
Hans Kahlich
früheres Vorstandsmitglied der PAUL HARTMANN AG
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 5. März 2013
**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer
Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrats
Überblick
Das schwierige Marktumfeld des Vorjahres setzte sich auch im Geschäftsjahr 2012 fort. Die Wirtschafts- und Währungskrise im Euroraum wirkte sich nicht nur auf die gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen einzelner Staaten negativ aus, sondern tangierte insbesondere in den südeuropäischen Ländern die weitere Entwicklung der nationalen Gesundheitssysteme. Weiterhin hohe Rohstoffpreise und volatile Kursrelationen, aber auch ein stark gestiegener Preisdruck auf die Anbieter von Medizinprodukten und die Beschränkung von Gesundheitsleistungen haben zu einem für die HARTMANN GRUPPE ungünstigen Umfeld geführt. Intern war das Unternehmen zudem zeitweise mit Qualitätsproblemen bei einigen Medizinprodukten konfrontiert.
Trotz dieser Belastungen ist es der HARTMANN GRUPPE im Berichtsjahr gelungen, ihr Umsatzwachstum fortzusetzen und das Ergebnis aus dem regulären Geschäft gegenüber dem Vorjahr zu verbessern. HARTMANN hat investive Aufwendungen in die Zukunft getätigt, sowohl in neue Produktsysteme und deren Vermarktungskonzepte als auch in die strategische Entwicklung in lange bestehenden oder neueren Märkten, um dort die Position als ein führender Anbieter von Medizinprodukten auszubauen.
Durch die konsequente Umsetzung der seit 2004 verfolgten Strategie FOCUS und durch einen breiten Mix aus Einwegprodukten sowie produktnahen Dienstleistungen ist die HARTMANN GRUPPE gut aufgestellt, um auch weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu wachsen. Das im Jahr 2012 gestartete Konzernprogramm BENCHMARK umfasst eine Vielzahl von Innovations- und Kostenoptimierungsprojekten, die dazu dienen, die Profitabilität und das Umsatzwachstum von HARTMANN in den Kerngeschäftssegmenten Wund-, Inkontinenz- und Infektionsmanagement weiter zu steigern.
Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsentwicklung aufmerksam begleitet und unterstützt ausdrücklich die strategische Ausrichtung der HARTMANN GRUPPE. Er hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei wesentlichen Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Er hat sich durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle informieren lassen. Hierzu gehörten monatliche Berichte über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Liquiditätslage sowie die Quartalsabschlüsse einschließlich der jeweiligen Plan/Ist-Abweichungen und der Vorschaurechnungen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Kontakt und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Alle Maßnahmen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen oder aufgrund der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats die Zustimmung des Aufsichtsrats erfordern, wurden dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Schwerpunkte der Beratungen im Gesamtgremium
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2012 zu sieben Sitzungen zusammengetreten (15. März, 16. März, 4. Mai, 20. Juni, 23. Juni, 13. September, 12. Dezember). Am 15. März 2012 fand eine gesonderte Sitzung zur Effizienzprüfung statt, bei der der Vorstand nicht anwesend war. Ein Aufsichtsratsmitglied war an einer Sitzung entschuldigt verhindert. Im Übrigen tagte das Gremium vollzählig.
Die von den Aktionären und von den Arbeitnehmern gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Sitzungen in getrennten Besprechungen vorbereitet. Der Vorsitzende des Vorstands nahm an diesen Vorbesprechungen teil. Ein Interessenkonflikt bestand bei keinem Aufsichtsratsmitglied. Auch bestanden - mit Ausnahme der Dienstverträge der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat - keine Berater- oder sonstigen Dienst- oder Werkverträge zwischen einem Mitglied des Aufsichtsrats und der Gesellschaft. Auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands erörterte der Aufsichtsrat die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis im Konzern, die Rentabilität der einzelnen Geschäftssegmente sowie die Finanzlage und erhielt tiefer gehende Erläuterungen bei Plan/Ist-Abweichungen. Ausführlich diskutiert wurde die Geschäftslage einzelner Tochtergesellschaften. Außerdem wurden der Strategieansatz und die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung mit den Schwerpunkten Absatzmärkte, integrierte Systemangebote in den medizinischen Kernsegmenten sowie Personal, Finanzen und Investitionen behandelt.
In einer gesonderten Sitzung am 15. März 2012 beschäftigte sich der Aufsichtsrat - wie bereits erwähnt - in Abwesenheit des Vorstands mit der Effizienz seiner Tätigkeit und traf Festlegungen für die künftige Arbeit. Die Umsetzung der im Vorjahr vorgeschlagenen Maßnahmen wurde eingehend beleuchtet und die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit mit entsprechender Schwerpunktbildung überprüft. In der Sitzung am 16. März 2012 befasste sich das Gremium mit der Vorstandsvergütung. Die Sitzung am 4. Mai 2012 diente der Vorbereitung der Hauptversammlung. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat über die im Berichtsjahr aufgetretenen Qualitätsprobleme einiger Medizinprodukte unterrichten.
Der Aufsichtsrat informierte sich im Rahmen seiner Sitzungen auch über Einzelmaßnahmen der Strategieumsetzung in der HARTMANN GRUPPE, um das Unternehmen bei der strategischen Konzernentwicklung qualifiziert begleiten und beraten zu können. Ein Schwerpunkt lag auf der Erörterung der Projekte des Programms BENCHMARK, mit denen das Unternehmen seinen langfristigen Wachstumskurs absichern will. In der Sitzung am 20. Juni 2012 befasste sich der Aufsichtsrat im Beisein des Vorstands mit der Einbeziehung der Aktien in den Teilbereich Entry Standard des Open Markets der Frankfurter Wertpapierbörse. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat über die Neuausrichtung des Human Resources Managements, den Umsetzungsstand des Konzepts zur Sicherung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Heidenheim, den Status des Investitionsvorhabens für Fertigungs- und Logistikstrukturen in Russland sowie den Stand der Integration der im Vorjahr getätigten Akquisitionen informieren. In der außerordentlichen Sitzung am 23. Juni 2012 beschäftigte sich das Gremium mit dem Wechsel im Vorstandsvorsitz der PAUL HARTMANN AG im Jahr 2013. Im Rahmen der Sitzung am 13. September 2012 befasste sich der Aufsichtsrat mit den Finanzierungsstrukturen des Konzerns sowie der strategischen Ausrichtung und dem Stand der Sanierung der CMC Consumer Medical GmbH.
Die Planung für das Jahr 2013 wurde nach Erörterung mit dem Vorstand am 12. Dezember 2012 genehmigt. Am selben Tag nahm der Aufsichtsrat außerhalb der Sitzung eine Weiterbildungsmaßnahme über die Vorgehensweisen und insbesondere die Bewertungen bei Unternehmenserwerben wahr.
Corporate Governance und Entsprechenserklärung
Die freiwillige Entsprechenserklärung in Anlehnung an § 161 AktG wurde am 14. März 2013 auf Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 15. Mai 2012 abgegeben (siehe Seite 42 bis 47).
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse: den Ausschuss für personelle Angelegenheiten des Vorstands (Präsidialausschuss), den Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG und den Nominierungsausschuss. Dem Präsidialausschuss und dem Vermittlungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Fritz-Jürgen Heckmann als Vorsitzender, Andreas Strobel als stellvertretender Vorsitzender sowie Eduard Schleicher und Wolfgang Schwarz an. Der Präsidialausschuss tagte im Berichtszeitraum viermal (6. März, 16. Juni, 12. September, 12. Dezember) und hat sich unter anderem vorbereitend mit den Zielen und der Vergütung für die Vorstandsmitglieder im Rahmen des bestehenden Vergütungssystems sowie mit der Vorbereitung der Neubesetzung des Vorstandsvorsitzes der PAUL HARTMANN AG im Jahr 2013 befasst.
Der Vermittlungsausschuss musste nicht tagen. Der Nominierungsausschuss, dem Fritz-Jürgen Heckmann und Eduard Schleicher angehören, ist im Geschäftsjahr 2012 ebenfalls nicht zusammengetreten.
Der Prüfungsausschuss kam im Jahr 2012 zu zwei Sitzungen am 6. März und am 12. September zusammen, an denen jeweils auch Mitarbeiter des Abschlussprüfers teilnahmen. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Prüfung des Jahresabschlusses der PAUL HARTMANN AG und des Konzernabschlusses der HARTMANN GRUPPE, die Vorbereitung der Bilanzfeststellungssitzung sowie die Beratung des Vorstands in Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Außerdem waren die Erörterung und Festlegung der Prüfungsschwerpunkte im Rahmen der Abschlussprüfung, die Empfehlung über die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und die Überwachung seiner Unabhängigkeit Gegenstand ausführlicher Beratungen. Darüber hinaus beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit den Überwachungsaufgaben des Aufsichtsrats hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS). Weitere Sitzungsschwerpunkte waren die Finanzstrategie sowie das Working Capital Management im Konzern, die Ergebnisse der im Jahr 2012 durchgeführten Revisionen sowie die Sicherstellung der Compliance in den Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE. Dem Prüfungsausschuss gehören unverändert Eduard Schleicher (Vorsitzender), Peter Donath, Fritz-Jürgen Heckmann und Andreas Strobel an.
Über die Arbeit der Ausschüsse wurde der gesamte Aufsichtsrat in der jeweils nachfolgenden Sitzung unterrichtet.
Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahrs 2012 gebilligt
Der Aufsichtsrat hat auf der Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft, erörtert und mit dem Vorstand beraten. Grundlagen der Prüfungen des Aufsichtsrats waren auch der Prüfungsbericht des Wirtschaftsprüfers, der jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zugesandt wurde, und die Berichterstattung des Vorstands. Die von der Hauptversammlung gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat unter Einbeziehung der Buchführung den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG sowie den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Mitarbeiter des Abschlussprüfers nahmen an der Bilanzfeststellungssitzung am 14. März 2013 teil und berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Zudem erläuterten sie in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 5. März 2013 ausführlich den Prüfungsbericht.
Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Vorprüfung des Prüfungsausschusses und der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG und den Konzernabschluss daher auf der Bilanzfeststellungssitzung am 14. März 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss 2012 der PAUL HARTMANN AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns mit einer Ausschüttung von 5,60 EUR pro Aktie schließt sich der Aufsichtsrat an.
Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht)
Der Vorstand hat seinen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG aufgestellt und zusammen mit dem hierzu vom Wirtschaftsprüfer gemäß § 313 AktG erstatteten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat fristgerecht vorgelegt.
Der Abschlussprüfer hat folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Zur Vorbereitung der Prüfung und Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat hat sich zunächst der Prüfungsausschuss eingehend mit dem Abhängigkeits- und dem Prüfungsbericht befasst. Der Prüfungsausschuss ließ sich den Abhängigkeitsbericht von den Vertretern der Gesellschaft erläutern. Der an der Sitzung ebenfalls teilnehmende Abschlussprüfer hat über seine Prüfung, insbesondere die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung, berichtet sowie seinen Prüfungsbericht erläutert. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und sie ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats blieb im Geschäftsjahr 2012 unverändert.
Im Rahmen der Reorganisation der Zentralfunktionen zum 1. Oktober 2012 wurden zwei Vorstandsressorts neu zugeschnitten, um mit klarer Verantwortung für das Kerngeschäft von HARTMANN die Umsetzung des im Berichtsjahr gestarteten Programms BENCHMARK sicherzustellen. Herr Dr. Wolfgang Neumann ist als Chief Medical Officer (CMO) insbesondere für die Bereiche Wund- und Infektionsmanagement verantwortlich. Herr Dr. Felix Fremerey verantwortet als Chief Hygiene Officer (CHO) schwerpunktmäßig die Bereiche Inkontinenzmanagement sowie das an Endverbraucher gerichtete HARTMANN-Medicalsortiment.
Zum 1. Januar 2013 wurde Herr Andreas Joehle zum ordentlichen Vorstandsmitglied der PAUL HARTMANN AG bestellt. Nach Einarbeitung wird er zum 1. Juli 2013 den Vorsitz des Vorstands übernehmen und Herrn Dr. Rinaldo Riguzzi ablösen, der altershalber aus dem Vorstand ausscheidet. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung am 3. Mai 2013 vorschlagen, Herrn Dr. Riguzzi ab seinem Ausscheiden aus dem Vorstand in den Aufsichtsrat zu wählen.
Im Übrigen blieb die Zusammensetzung des Vorstands im Berichtsjahr unverändert.
Wir danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Konzerngesellschaften der HARTMANN GRUPPE für ihr großes Engagement und ihre Leistung im erfolgreichen Geschäftsjahr 2012.
Heidenheim, 14. März 2013
Für den Aufsichtsrat
Fritz-Jürgen Heckmann, Vorsitzender
Beschluss über die Ergebnisverwendung
Die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 3. Mai 2013 hat beschlossen, den im festgestellten Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 21.700.496,78 EUR wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von 5,60 EUR je Stückaktie auf die 3.551.742 dividendenberechtigten Stückaktien (19.889.755,20 EUR).
Vortrag des danach verbleibenden restlichen Bilanzgewinns von 1.810.741,58 EUR auf die Rechnung des neuen Geschäftsjahres.