Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Paul Hartmann AG Annual Report 2015

Mar 23, 2016

5442_10-k_2016-03-23_d295a122-4007-4321-9840-637b198b2024.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Gesundheit ist unser Antrieb Going further for health

Geschäftsbericht 2014 der HARTMANN GRUPPE 2015 der

Die HARTMANN GRUPPE

HARTMANN ist ein international führender Hersteller von Medizin- und Pflegeprodukten. In einer Welt, in der das Thema Gesundheit immer umfassender thematisiert und professioneller gehandhabt wird, bieten wir unseren Kunden einfache und effiziente Lösungen zum Wohl der Patienten. Dies bringen wir mit unserem Markenversprechen "Going further for health" zum Ausdruck. Den Kern unseres Portfolios bilden professionelle Systemangebote für Wundbehandlung, Inkontinenzhygiene und Infektionsprophylaxe.

Die Jahre 2011 bis 2015 im Überblick

Vorwort des Vorstands ________ 2
Der Vorstand der PAUL HARTMANN AG ______ 6
HARTMANN-Aktie ____________ 8

Lagebericht

Grundlagen der HARTMANN GRUPPE _______ 10
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen _______ 13
Ertragslage ___________ 15
Finanzlage ___________ 20
Vermögenslage _______ 22
Mitarbeiter ___________ 24
Nachhaltigkeit ________ 26
Chancen- und Risikobericht _________ 28
Prognosebericht _______ 31
Aufsichtsrat, Vorstand, Beirat ________ 33
Bericht des Aufsichtsrats ______ 34
Standorte weltweit __________ 38
Konzernbilanz _________ 40
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ______ 42
Konzern-Gesamtergebnisrechnung __________ 43
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals ______ 44
Konzern-Kapitalflussrechnung ________ 46
Konzernanhang ________ 47

lassen Sie uns mit diesem Geschäftsbericht gemeinsam zurückblicken auf das Jahr 2015, in dem wir weitere entscheidende Schritte im Rahmen unserer strategischen Neuausrichtung vollzogen haben, die auf einer etablierten und soliden Basis in unseren Märkten und Unternehmen gründet. Ein Geschäftsjahr, in dem wir unsere stets ehrgeizigen Ziele und Strategien konsequent verfolgt und die Rahmenbedingungen weiter optimiert haben, um auch in Zukunft das Wachstum der HARTMANN GRUPPE zu fördern. Unser Anspruch war und bleibt ehrgeizig: Wir wollen in unseren Märkten weltweit eine führende Rolle einnehmen und unser Markenversprechen "Gesundheit ist unser Antrieb" mit Ideenreichtum, kosteneffizientem Handeln und einem kontinuierlichen Dialog zwischen Führungskräften und Mitarbeitern jeden Tag aufs Neue in die Tat umsetzen.

Gesundheitssysteme stehen weltweit vor großen Herausforderungen. Wir erkennen darin jedoch auch Möglichkeiten – allen voran die Chance, die Entwicklung des Gesundheitswesens entscheidend voranzutreiben. Denn es ist Zeit für einen ganzheitlichen, nachhaltigen und strategischen Ansatz in der Gesundheitsversorgung. Deshalb bieten wir Lösungen und Produkte an, die Abläufe verbessern und verstärkt wirtschaftliches Denken und Handeln in die Gesundheitsversorgung einbringen.

"Es ist Zeit für einen ganzheitlichen, nachhaltigen und strategischen Ansatz in der Gesundheitsversorgung."

Auf den Kostendruck im Gesundheitswesen, die größte Herausforderung, reagieren wir daher mit wirtschaftlichen Lösungen. Ganz konkret heißt dies, dass wir unsere Marktposition im Sortiment für Händehygiene

stärken sowie eine einfach anzuwendende, effiziente und wirtschaftliche Wundversorgung anbieten. Das Geschäft mit Komplettsets für den OP haben wir weiter optimiert. Außerdem richten wir unser Geschäft im Bereich der stationären Inkontinenzversorgung verstärkt auf das Geschäft im Bereich der ambulanten Inkontinenzversorgung aus und haben gezielt unsere Aktivitäten im Bereich Consumer-Marketing/Apotheke intensiviert, insbesondere mittels der effektiveren Nutzung von evidenzbasierten Daten.

In Zukunft werden uns sicher auch Entwicklungen wie die immer älter werdende Bevölkerung, die Auflösung von lokalen Grenzen und Unterschieden in der Behandlung von Patienten sowie die Nutzung von neuen Technologien im Gesundheitswesen weiter beschäftigen.

Dem Wandel im Gesundheitswesen begegnen wir, indem wir uns selbst weiterentwickeln, kontinuierlich nach neuen Perspektiven und Lösungen suchen und unsere strategische Richtung konsequent beibehalten. Dabei ist unser oberstes Gebot: Alle Investitionen müssen unsere Strategie unterstützen, klare Ziele haben und in ihrer Wirkung überprüft werden. Kosteneffizienz ist ein Treiber für profitables Wachstum, und genau daran möchten wir weiterhin gemeinsam arbeiten, dabei Prioritäten setzen und konsequent handeln. Ich freue mich darüber, dass die Unternehmenskennzahlen des Jahres 2015 die Richtigkeit unserer konsequenten Haltung widerspiegeln.

Mit einem Wachstum von 4,2% gegenüber dem Vorjahr ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, einen Umsatz von 1.941,0 Mio. EUR zu erzielen. Das EBIT verbesserte sich um 8,4% auf 132,7 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 84,8 Mio. EUR und damit 8,2% über dem Vorjahreswert. Im Jahr 2015 ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, die Finanzverbindlichkeiten weiter zurückzuführen und dadurch die Nettoliquidität zu erhöhen. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich zum 31. Dezember 2015 auf 59,4 %. Damit haben wir auch unsere finanziellen Handlungsspielräume für weiteres organisches und anorganisches Wachstum erweitert.

Neben Neuentwicklungen gehören permanente Sortimentsaktualisierungen zum ständigen Entwicklungsprogramm von HARTMANN. Damit streben wir an, den sich zunehmend differenzierenden Anforderungen in den nationalen Gesundheitsmärkten und denen ihrer jeweiligen Kundengruppen gerecht zu werden, den sich verändernden regulatorischen Anforderungen zu genügen und Kostenvorteile zu generieren.

Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeit der HARTMANN GRUPPE ist, eine auf den modernsten medizinisch-pflegerischen Standards basierende Patientenversorgung mit Forderungen nach Kosteneffizienz in den Gesundheitssystemen in Einklang zu bringen. Zum einen arbeiten wir eng mit unseren Kunden in Medizin, Pflege und Distribution zusammen, um ihre Bedürfnisse hinsichtlich der Entwicklung von Produkteigenschaften und -anwendungen herauszuarbeiten. Zum anderen stehen wir mit führenden Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen in engem Austausch, um in unseren Technologiefeldern richtungweisende Lösungen zu erarbeiten und zu erproben. Im Rahmen unserer Entwicklungsarbeit legen wir den Fokus sowohl auf die Einführung von Produkten mit Verbesserungen bezüglich therapeutisch-pflegerischer Eigenschaften als auch auf die Vereinfachung der Arbeitsprozesse unserer Kunden und die Reduktion der Gesamtkosten einer Behandlung.

"Dem Wandel im Gesundheitswesen begegnen wir, indem wir uns selbst weiterentwickeln, kontinuierlich nach neuen Perspektiven und Lösungen suchen und unsere strategische Richtung konsequent beibehalten."

Im Segment Wundmanagement unterstützt ein im Jahr 2015 weiterentwickelter Schaumverband mit einer innovativen Hydrogel-Technologie als Teil unseres HydroTherapy-Behandlungskonzepts die schnellere Heilung von schwer heilenden Wunden. Darüber hinaus haben wir unsere Hydrogel-Verbände weiter optimiert, um einen möglichst schmerzfreien Verbandwechsel zu gewährleisten.

Im Geschäftsjahr wurden im Segment Inkontinenzmanagement die Sortimente überarbeitet und neu ausgerichtet, das Fundament für Innovationen bei Produkten und Produktionsprozessen gelegt sowie die Kostenoptimierung vorangetrieben.

Im Segment Infektionsmanagement hat HARTMANN den Relaunch seines OP-Handschuh-Sortiments erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein neues OP-Abdeckmaterial mit signifikanten Vorteilen hinsichtlich der textilen Eigenschaften und der Aufnahme von Flüssigkeiten. Innovationen bei Produkten zur Hände- und Flächendesinfektion ermöglichen unseren Kunden eine noch bessere Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen. In Kooperation mit Universitätskliniken haben wir digitale Anwendungshilfen entwickelt, die dazu beitragen, die Übertragung pathogener Keime zu minimieren.

Ich bin überzeugt, dass wir vor dem Hintergrund unserer Aktivitäten im Geschäftsjahr 2015 gut aufgestellt sind, um dem Wandel im Gesundheitswesen sowie dem daraus resultierenden, anhaltenden Innovations- und Preisdruck zu begegnen.

Der Erfolg der HARTMANN GRUPPE ist natürlich im entscheidenden Maße auf unsere Mitarbeiter zurückzuführen, die unseren Veränderungsprozess unterstützen und den Mut sowie die Empathie haben, Prozesse immer wieder aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und dabei die Anforderungen unserer Kunden miteinzubeziehen. So wird die Basis dafür geschaffen, vorausschauend bessere Lösungen als unsere Mitbewerber anbieten zu können. Wir sind überzeugt, dass die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz der entscheidende Schlüssel zum Erreichen unserer Geschäftsziele sind. Deshalb setzen wir auf die Förderung unserer Mitarbeiter und betrachten sie als eine entscheidende Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Wir unterstützen Führungskräfte und Mitarbeiter auf allen Ebenen in ihrer Weiterentwicklung, indem wir sie bewerten, ihnen Feedback geben und ihre individuelle Entwicklung nachhaltig fördern.

Ein Beispiel dafür ist der Leadership Review, der dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand – ein standardisierter Bewertungs-, Feedback- und Entwicklungsprozess, in dem die Leistungen und das Potenzial der Inhaber von globalen Schlüsselpositionen bewertet werden und ein individueller Entwicklungsplan erstellt wird.

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für die Personalarbeit bei HARTMANN besteht darin, die eigenen Talente im Unternehmen zu kennen und diese gezielt zu entwickeln, damit eine zielgerichtete Nachfolgeplanung möglich wird. Im Jahr 2015 startete daher erstmals ein weltweiter Talent-Nominierungsprozess, in dessen Rahmen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ein globales Talent-Entwicklungsprogramm bewerben konnten. In einem strukturierten Evaluierungsprozess wurden die Teilnehmer an diesem Programm ausgewählt. Dies ist ein komplett neuer Ansatz, bei dem wir großen Wert auf die Eigeninitiative der Mitarbeiter legen. Wir glauben daran, dass die Verantwortung für die eigene Entwicklung auch bei den Mitarbeitern selbst liegt. Um

den Ansatz noch weiter zu stärken, arbeiten wir daran, einen global konsistenten Mitarbeiterentwicklungsprozess zu etablieren.

Entscheidend ist für uns außerdem, die internationale Zusammenarbeit zu fördern. Teil unseres Entwicklungsprozesses ist die immer stärkere Vernetzung der Arbeitswelt bei HARTMANN, die neue Synergien schafft und vermehrt den Austausch untereinander ermöglicht. Diversität ist hier das große Stichwort, denn Vielfalt fördert Innovation. Wir setzen auf Vielfalt bei unseren Mitarbeitern – dank vieler unterschiedlicher Sichtweisen, kultureller und sozialer Hintergründe und der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen entsteht Bewegung, neue Ideen haben die Chance, zu wachsen und somit auch Verbesserungen und Innovationen zu ermöglichen.

Internationalisierung ist und bleibt ein wichtiges Schlüsselwort. Denn uns zeichnet aus, dass wir nicht nur in traditionellen Märkten wie Europa, sondern auch in Asien seit vielen Jahren etabliert sind. So feierte HART-MANN Asia-Pacific dieses Jahr sein zwanzigjähriges Jubiläum – ein schöner Erfolg. Außerdem haben wir dieses Jahr die personellen Voraussetzungen im Management dafür geschaffen, unser Geschäft weg vom direkten Export aus Heidenheim und regional näher zu den lokalen Märkten und den Kunden zu bringen sowie die Zulassung der Produkte für die Region

"Internationalisierung ist und bleibt ein wichtiges Schlüsselwort."

zu beschleunigen. Dies gilt zum einen für den nord- und südostasiatischen Markt mit der Zentrale Hongkong und zum anderen für den lateinamerikanischen Markt, den wir zukünftig von Chile aus bearbeiten werden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir mit unserem Veränderungsprozess eine gute Grundlage für unser nachhaltiges Wachstum geschaffen haben. Auch dieses Jahr sind wir wieder einen entscheidenden Schritt weitergekommen bei der Erreichung unserer Ziele, in unseren Märkten führender Anbieter zu werden, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und einen ganzheitlichen strategischen Ansatz in der Gesundheitsversorgung voranzutreiben.

Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, danke ich für das große Vertrauen, mit dem Sie die Entwicklung des Unternehmens auch im Geschäftsjahr 2015 begleitet haben. Durch Ihr Interesse an einer langfristigen Kapitalanlage, wie sie die HARTMANN-Aktie bietet, geben Sie uns die Chance, die Zukunft der HARTMANN GRUPPE weiter zu gestalten und das Gesundheitswesen neu zu denken.

Andreas Joehle Chief Executive Officer

Der Vorstand der PAUL HARTMANN AG

Andreas Joehle

Chief Executive Officer ― (Mitte rechts)

Joehle, Jahrgang 1961, leitet das Unternehmen seit 1. Juli 2013. Der international erfahrene Manager war sein gesamtes Berufsleben in der Medicalbranche tätig. Sein Ziel: HARTMANN zu einem weltweit führenden Unternehmen weiterzuentwickeln.

Dr. Raymund Heinen

Chief Process Officer ― (Unten rechts)

Das Ressort des promovierten Maschinenbauingenieurs, Jahrgang 1958, vereint die Ressourcen zur Analyse und Optimierung von Geschäftsprozessen. Dazu gehören unter anderem Qualitätsmanagement sowie IT, Logistik und Einkauf. Außerdem obliegt Dr. Heinen die funktionale Steuerung der HARTMANN-Betriebe weltweit sowie die Verantwortung für die Supply Chain und KOB.

Michel Kuehn

Chief Operations Officer ― (Oben links)

Der Wirtschaftsingenieur, Jahrgang 1954, verantwortet die Führung und die Steuerung des operativen Geschäfts der internationalen HARTMANN-Gesellschaften, das Vertriebscontrolling, die Länderund Regionenstrategien und die operative Umsetzung der Geschäftsfeldstrategien sowie die NOGE.

Dr. Wolfgang Neumann Chief Medical Officer ― (Unten links)

Der promovierte Kaufmann, Jahrgang 1963, zeichnet für die medizinischen Kernsegmente von HARTMANN, Wundmanagement, Inkontinenzmanagement und Infektionsmanagement, sowie für die Emerging Markets verantwortlich.

Stephan Schulz

Chief Financial Officer und Arbeitsdirektor ― (Oben rechts)

Das Ressort des Bankkaufmanns und diplomierten Kaufmanns, Jahrgang 1965, umfasst die Bereiche Finanzen, Controlling, Human Resources, Business Development, Investor Relations sowie interne Revision und Risikomanagement. Darüber hinaus ist er operativ für die Kneipp-Gruppe und die CMC-Gruppe verantwortlich.

HARTMANN-Aktie

Kursentwicklung der HARTMANN-Aktie

PAUL HARTMANN AG

EURO STOXX 50

HARTMANN-Aktie erreicht zum Jahresende ein neues Allzeithoch

Die positive Kursentwicklung der HARTMANN-Aktie setzte sich im Geschäftsjahr 2015 weiter fort. Im ersten Quartal erhöhte sich der Kurs moderat und entwickelte sich im Jahresverlauf auf erhöhtem Niveau fort. In den letzten Monaten des Jahres 2015 setzte sich die HART-MANN-Aktie deutlich von der Entwicklung des EURO STOXX 50 ab und durchbrach am 28. Dezember 2015 die 400-EUR-Marke. Zum Jahresende erreichte die Aktie mit 430,00 EUR je Stück ihren höchsten Schlusskurs des Geschäftsjahres im Segment Open Market (Entry Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse. Dieser Kurs

Die HARTMANN-Aktie zeigte im Geschäftsjahr 2015 weiterhin eine positive Kursentwicklung. Mit einer Kurssteigerung von 35,2% konnte sie sich von der Entwicklung des EURO STOXX 50 absetzen, durchbrach kurz vor Jahresende die 400-EUR-Marke und erreichte mit einem Kurs von 430,00 EUR vorübergehend ein neues Allzeithoch. Mit einem um rund 3% auf 6,70 EUR je Aktie erhöhten Dividendenvorschlag lässt HARTMANN seine Aktionäre erneut am Unternehmenserfolg teilhaben

markiert den bis dahin höchsten Stand in der Geschichte der HARTMANN-Aktie und somit ein neues Allzeithoch. Der Jahresschlusskurs lag 35,2% über dem Kurs am 31. Dezember 2014. Der EURO STOXX 50 schloss das Jahr 2015 mit einem Plus von 3,9% ab. Der EURO STOXX 50 ist ein führendes europäisches Börsenbarometer, das Unternehmen mit einem Fokus auf Absatzmärkte in Europa abbildet.

Die positive Unternehmensentwicklung wirkte sich im Geschäftsjahr 2015 auch vorteilhaft auf die Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen der HARTMANN-Aktie aus. Die Marktkapitalisierung der PAUL HART-MANN AG erreichte zum Jahresende einen Wert von 1.536,1 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung von 35,2% gegenüber dem Vorjahr.

Das im Verhältnis zum Grundkapital der PAUL HARTMANN AG weiterhin niedrige Handelsvolumen im Open Market (Entry Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse werten wir als Ausdruck eines stabilen Aktionärskreises.

Dividendenvorschlag wie in den Vorjahren von Kontinuität geprägt

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 13. Mai 2016 vorschlagen, die Dividende von 6,50 EUR auf 6,70 EUR pro Aktie zu erhöhen. Dies entspricht einer Steigerung von 3,1% gegenüber dem Vorjahr. Der Vorschlag leitet sich wie in den Vorjahren aus dem Grundsatz des Unternehmens ab, etwa ein Drittel des Konzernergebnisses als Dividende auszuschütten und zwei Drittel den Rücklagen zuzuführen und damit die Substanz der HARTMANN GRUPPE nachhaltig zu stärken. Die Ausschüttungssumme erhöht sich auf 23,8 Mio. EUR. Mit diesem Gewinnverwendungsvorschlag liegt die Dividendenrendite, bezogen auf den Jahresendkurs 2015, bei 1,6%.

Erneut beeindruckende Zustimmung in der Hauptversammlung

Die 101. Hauptversammlung fand am 8. Mai 2015 im HARTMANN-Kommunikationszentrum in Heidenheim statt. Das Interesse unserer Aktionäre war erneut hoch, die rund 300 Anwesenden repräsentierten etwa 86 % des Grundkapitals der PAUL HARTMANN AG.

Unsere Aktionäre haben allen zur Beschlussfassung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit einer beeindruckenden Mehrheit von nahezu 100% ihre deutliche Zustimmung erteilt und damit erneut ihr Vertrauen in die Unternehmensführung und die Entwicklung der HARTMANN GRUPPE bekräftigt.

Basisinformationen zur HARTMANN-Aktie
WKN 747404
ISIN DE0007474041
Handelsplatz Wertpapierbörse Frankfurt
Segment Open Market (Entry Standard)
Aktienart Girosammelverwahrte Namensstückaktien
Grundkapital 91,3 Mio. EUR
Anzahl Aktien 3.572.424 Stück, davon 20.682 Stück eigene Aktien
2011 2012 2013 2014 2015
185,40 221,00 263,50 318,00 430,00
-49,60 35,60 42,50 54,50 112,00
5,40 5,50 5,60 5,70 6,50
-44,20 41,10 48,10 60,20 118,50
-18,8 22,2 21,8 22,8 37,3
5,50 5,60 5,70 6,50 6,70 3
18,85 14,40 16,16 20,71 22,21
38,38 32,61 39,65 44,48 47,07
171,41 171,78 181,12 193,25 212,49
244,99 229,90 278,12 340,00 430,00
182,00 180,00 221,05 263,35 321,71
3,572 3,572 3,572 3,572 3,572
662,3 789,5 941,3 1.136,0 1.536,1
19,5 19,9 20,2 23,10 23,8 3
9,8 15,4 16,3 15,4 19,4
3,0 2,5 2,2 2,0 1,6 3

Summe aus Dividendenzufluss und Kursentwicklung

3 Entspricht dem Dividendenvorschlag

2 Bezogen auf den Vorjahresendkurs 4 Schlusskurse im Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse

Grundlagen der HARTMANN GRUPPE

HARTMANN bietet Komplettlösungen für Medizin und Pflege

Die HARTMANN GRUPPE ist einer der führenden europäischen Anbieter von Medizin- und Pflegeprodukten mit den Kompetenzschwerpunkten Wundbehandlung, Inkontinenzversorgung und Infektionsprophylaxe. Ergänzt wird das Portfolio durch Produkte für die Kompressionstherapie, Immobilisation und Erste Hilfe sowie zur Selbstdiagnose. Unterstützende Dienstleistungen runden das Angebot für Medizin und Pflege ab.

Der Schwerpunkt liegt auf Systemangeboten für professionelle Verwender in Kliniken, Arztpraxen, Altenund Pflegeheimen oder in der häuslichen Pflege, Apotheken sowie im medizinischen Fachhandel. Wir arbeiten aber auch zunehmend mit den Trägern der Gesundheitssysteme zusammen, um die attraktive und kostengünstige Versorgung der Versicherten sicherzustellen, darunter beispielsweise auch bei der häuslichen Belieferung von Patienten mit absorbierenden Inkontinenzprodukten. Mit anwendergerechten Produkten und maßgeschneiderten Serviceleistungen bietet HARTMANN Komplettlösungen an, die dazu beitragen, die tägliche Versorgung der Patienten effektiv und wirtschaftlich zu gestalten. Diese Systemangebote basieren auf fundiertem medizinischem Wissen, langjähriger Praxiserfahrung und einem tiefen Verständnis der Anforderungen und Arbeitsabläufe unserer Kunden.

Als zuverlässiger Partner verfolgt HARTMANN das Ziel, dauerhafte Kundenbeziehungen aufzubauen und eine führende Position in den mit eigenen Gesellschaften bedienten Märkten einzunehmen. Neben den medizinischen Kernsortimenten für professionelle Zielgruppen in Medizin und Pflege führt HARTMANN auch endverbrauchernahe medizinische Sortimente, die über Apotheken und den Sanitätsfachhandel vertrieben werden. Zunehmend wichtiger werden auch der Markt für Selbstzahler und im Einzelhandel angebotene Sortimente.

Die Geschäftsaktivitäten der HARTMANN GRUPPE werden in nach Sortimentsschwerpunkten gegliederten Geschäftssegmenten ausgewiesen: Wund-, Inkontinenzund Infektionsmanagement sowie das Segment Weitere Konzernaktivitäten, dem schwerpunktmäßig die Aktivitäten der Konzerngesellschaften Kneipp, KOB, CMC und NOGE zugeordnet sind.

Die HARTMANN GRUPPE fokussiert ihre Geschäftstätigkeit auf Systemlösungen für professionelle Kunden in Medizin und Pflege. In der PAUL HARTMANN AG sind die wesentlichen organisatorischen Einheiten zusammengefasst, die die Konzernaktivitäten steuern.

Konzepte für eine differenzierte Gesundheitsversorgung

HARTMANN hat es sich zum Ziel gesetzt, seine in Europa führende Marktposition bei Wundauflagen mit einer profitablen Wachstumsstrategie, sowohl bei modernen Therapiekonzepten als auch bei klassischen Verbandstoffen, mittelfristig signifikant auszubauen und weiter zu internationalisieren. Wir wollen bei unseren Kunden künftig noch stärker als kompetenter Anbieter wahrgenommen werden, der es versteht, in der Anwendung einfache Lösungen zu entwickeln, die eine rasche und effektive Wundheilung bei möglichst geringen Behandlungskosten sicherstellen.

Der Markt für Inkontinenzprodukte steht zunehmend vor Herausforderungen durch demografischen Wandel und Kostendruck in den Gesundheitsmärkten mit entsprechenden Veränderungen bei der Erstattung durch die Versicherungssysteme. HARTMANN antizipiert diese Marktentwicklungen und hat im Berichtsjahr Marketing- und Vertriebskonzepte entwickelt, um auch künftig sowohl im Kerngeschäft mit Pflegeeinrichtungen und in der häuslichen Versorgung als auch im wachsenden Markt der selbstzahlenden Endverbraucher profitabel zu wachsen.

Um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit bei OP-Einwegprodukten zu sichern, setzt HARTMANN im Rahmen seines Vermarktungskonzepts verstärkt auf maßgeschneiderte Leistungspakete, die in Breite und Tiefe exakt an den individuellen Kundenbedürfnissen hinsichtlich der Prozessoptimierung im OP ausgerichtet sind.

Ein stärkeres Bewusstsein hinsichtlich der Übertragungswege von Keimen einerseits und eine höhere Compliance bei der Anwendung von Hygienestandards andererseits helfen, vom Marktwachstum bei Desinfektionsmitteln international zu profitieren. Mit beiden Faktoren befasst sich HARTMANN, indem wir bei der Entwicklung neuer Hygienestandards eng mit Kliniken und nationalen Hygieneinstituten kooperieren.

Gezielte Entwicklungsprojekte für effiziente Lösungen in Medizin und Pflege

Neben Neuentwicklungen gehören permanente Sortimentsaktualisierungen zum ständigen Entwicklungsprogramm von HARTMANN, um den sich zunehmend differenzierenden Anforderungen in den nationalen Gesundheitsmärkten und Kundengruppen gerecht zu werden, den sich verändernden regulatorischen Anforderungen zu genügen und Kostenvorteile zu generieren.

Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeit der HARTMANN GRUPPE ist, eine auf den modernsten medizinisch-pflegerischen Standards basierende Patientenversorgung mit Forderungen nach Kosteneffizienz in den Gesundheitssystemen in Einklang zu bringen. Nur mit Lösungen, die Kunden überzeugen, gelingt es HARTMANN, seine in vielen Ländern führende Marktposition weiter auszubauen beziehungsweise in neuen Absatzmärkten ein dynamisches Wachstum zu erzielen. Dafür steht unser Markenversprechen "Going further for health". Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Jahr 2015 auf 53,7 Mio. EUR.

Auf internationaler Ebene setzt die HARTMANN GRUPPE auf ein breit gefächertes Kompetenznetzwerk. Zum einen arbeiten wir eng mit unseren Kunden in Medizin und Pflege zusammen, um ihre Bedürfnisse hinsichtlich der Entwicklung von Produkteigenschaften und -anwendungen herauszuarbeiten. Zum anderen stehen wir mit führenden Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen in engem Austausch, um in unseren Technologiefeldern richtungweisende Lösungen zu erarbeiten und zu erproben.

Im Rahmen unserer Entwicklungsarbeit legen wir den Fokus sowohl auf die Einführung von Produkten mit Verbesserungen bezüglich therapeutisch-pflegerischer Eigenschaften als auch auf die Vereinfachung der Arbeitsprozesse unserer Kunden und die Reduktion der Gesamtkosten einer Behandlung.

Im Segment Wundmanagement unterstützt ein im Jahr 2015 weiterentwickelter Schaumverband mit einer innovativen Hydrogel-Technologie als Teil unseres HydroTherapy-Behandlungskonzepts die schnellere Heilung von schwer heilenden Wunden. Darüber hinaus haben wir unsere Hydrogel-Verbände weiter optimiert, um einen möglichst schmerzfreien Verbandwechsel zu gewährleisten.

Im Geschäftsjahr wurden im Segment Inkontinenzmanagement die Sortimente überarbeitet und neu ausgerichtet, das Fundament für Innovationen bei Produkten und Produktionsprozessen gelegt sowie die Kostenoptimierung vorangetrieben.

Im Segment Infektionsmanagement hat HARTMANN den Relaunch seines OP-Handschuhsortiments erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden ein neues OP-Abdeckmaterial mit signifikanten Vorteilen hinsichtlich der textilen Eigenschaften und der Aufnahme von Flüssigkeiten. Innovationen bei Produkten zur Hände- und Flächendesinfektion ermöglichen unseren Kunden eine noch bessere Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen. In Kooperation mit Universitätskliniken haben wir digitale Anwendungshilfen entwickelt, die dazu beitragen, die Übertragung pathogener Keime zu minimieren.

HARTMANN ist mit eigenen Gesellschaften international marktnah aufgestellt

Die HARTMANN GRUPPE setzt sich aus der PAUL HARTMANN AG und Konzerngesellschaften in Deutschland sowie in ausländischen Absatzmärkten zusammen. Die Gesellschaften sind ergebnisverantwortlich und in sechs geografischen Regionen zusammengefasst, die länderübergreifende Steuerungsfunktionen übernehmen.

PAUL HARTMANN AG steuert die Konzernaktivitäten

Die PAUL HARTMANN AG wird durch einen Vorstand geleitet, an dessen Spitze der Vorstandsvorsitzende steht. Der Vorstand bestimmt die Konzernstrategie, übernimmt die Steuerung der Regionen und Gesellschaften, legt das Produkt- und Dienstleistungsportfolio fest, organisiert die weltweite Lieferkette, betreibt das Führungskräftemanagement, ordnet die Ressourcen strategiekonform zu und ist verantwortlich für das Management der Finanzen.

Funktionsbereiche innerhalb der PAUL HARTMANN AG nehmen die Konzernsteuerung wahr. Der Bereich Business Development wurde neu aufgestellt. Seine Aufgaben sind das Entwickeln neuer Geschäftsmodelle und die generelle Identifizierung, Akquisition/Lizenzierung und Integration innovativer Produkte sowie noch nicht erschlossener Geschäftsfelder.

PAUL HARTMANN AG ist keine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des Aktiengesetzes

Das gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG setzt sich zum 31. Dezember 2015 unverändert aus insgesamt 3.572.424 Namensstückaktien zusammen. Mit Ausnahme der 20.682 eigenen Aktien sind sämtliche Aktien voll stimmberechtigt.

Die HARTMANN-Aktie ist in den Handel des Entry Standard im Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Daher ist weder die PAUL HARTMANN AG eine börsennotierte Gesellschaft im Sinne des Aktiengesetzes, noch wird die HARTMANN-Aktie an einem organisierten Markt gehandelt. Demnach gelten allein die Mitteilungspflichten und Meldeschwellen nach §§ 20 und 21 AktG, sodass wir von einer Veröffentlichung direkter oder indirekter Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, absehen.

Es bestehen weder Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, noch besteht eine Stimmrechtskontrolle gemäß § 289 Absatz 4 Ziffer 5 beziehungsweise § 315 Absatz 4 Ziffer 5 HGB.

Vorstandsmitglieder werden gemäß den Regelungen der §§ 84 und 85 AktG bestellt und abberufen. Weiterhin regelt die Satzung, dass der Aufsichtsrat der PAUL HARTMANN AG die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt und er ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden bestellen kann. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. Eine Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Aktien besteht derzeit nicht. Jedoch ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Mai 2015 bis zum 30. April 2020 ermächtigt, eigene Aktien für das Unternehmen in Höhe von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben und wieder zu veräußern.

Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft mit dem Vorstand hinsichtlich eines Kontrollwechsels infolge einer Übernahme oder hinsichtlich Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft für den Fall einer Übernahme.

Änderungen der Satzung bedürfen gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft setzte sich 2015 fort. Der Markt für Medizinprodukte entwickelte sich weiterhin positiv. Wachstumstreiber waren neben dem medizinischen Fortschritt die zunehmende Zahl älterer Menschen, der Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein.

Weltweit moderates wirtschaftliches Wachstum

Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2015 laut Internationalem Währungsfonds (IWF) um nur 3,1%, verglichen mit 3,4% im Vorjahr. Grund dafür war unter anderem das moderate Wachstum in den hochentwickelten Volkswirtschaften. In den Entwicklungs- und Schwellenländern ging es im fünften Jahr in Folge zurück. Dennoch trugen sie mehr als 70% zum weltweiten Wachstum bei. Wesentliche Einflussfaktoren für die Weltwirtschaft waren die geldpolitische Lockerung in der Eurozone und in Japan und die Erhöhung des Leitzinses der US-Notenbank Federal Reserve.

Für 2015 erwartet der IWF ein leichtes Wachstum in der Eurozone von 1,5%, gegenüber 0,9% im Vorjahr, während es in den USA mit 2,5%. annähernd stabil bleiben soll. Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2015 so stark gewachsen wie seit drei Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um 1,7%, gegenüber 1,5% im Vorjahr. Vor allem der private Konsum und staatliche Ausgaben haben die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr wieder gestützt. China hingegen legte mit einem Wirtschaftswachstum von 6,9% im Jahr 2015 (Vorjahr: 7,3%) den schwächsten Wert seit 25 Jahren vor.

Energierohstoffe zum Jahresende stark unter Druck

Der Ölmarkt blieb auch zum Jahresende stark unter Druck und es wurden mehrjährige Tiefstände erreicht. Der Monatsdurchschnittspreis für Brent-Öl fiel im Dezember 2015 auf 39,04 USD pro Barrel. Diese Entwicklung setzte sich teilweise auch bei den für HARTMANN relevanten Rohstoffen durch. Der Jahresdurchschnittspreis für Baumwolle fiel um 15%. Der Preis für Zellulose blieb im Jahresdurchschnitt annähernd konstant.

Markt für Medizinprodukte entwickelte sich weiterhin positiv

Wachstumstreiber für den Markt für Medizinprodukte waren auch im Geschäftsjahr 2015 der medizinische Fortschritt, die zunehmende Zahl älterer Menschen in den Industriestaaten, die oftmals an chronischen Erkrankungen und häufig an mehreren gleichzeitig leiden, der Ausbau der Gesundheitssysteme in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein der Menschen.

Am Beispiel der Pflegebedürftigkeit in Deutschland kann dieses Wachstumspotenzial verdeutlicht werden: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird die Anzahl der Pflegebedürftigen von rund 2,6 Mio. Personen im Jahr 2013 bis 2030 auf voraussichtlich 3,5 Mio. zunehmen. Die Zahl der Pflegefälle in der Altersklasse der 80- bis 89-Jährigen wird um mehr als ein Viertel auf 1,3 Mio. Menschen steigen, bei den 90-Jährigen und Älteren ist sogar von einer Verdopplung auf ca. 900.000 auszugehen.

Nach Angaben von GlobalData belief sich der Weltmarkt für Medizintechnologien 2015 auf ein Volumen von schätzungsweise 298 Mrd. EUR. Die USA hatten mit 118 Mrd. EUR mit Abstand den größten Weltmarktanteil. Der europäische Markt für Medizinprodukte wird auf rund 74 Mrd. EUR geschätzt; Deutschland war hier mit rund 19 Mrd. EUR erneut der größte Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich, Großbritannien und Italien.

Wundmanagement war auch 2015 wieder ein interessanter Wachstumsmarkt

Das Marktvolumen aller Produktkategorien für das Wundmanagement belief sich GlobalData zufolge im Jahr 2015 weltweit auf knapp 20 Mrd. EUR; das jährliche Wachstum lag bei rund 4%. Dieses Wachstum ist einerseits eine Folge der älter werdenden Bevölkerung mit einer zunehmenden Zahl chronischer Wunden wie venöser oder diabetischer Ulcera; andererseits ist es getrieben vom technologischen Fortschritt innovativer Behandlungssysteme.

Innerhalb des europäischen Marktes für Wundmanagement, der im abgelaufenen Geschäftsjahr laut GlobalData insgesamt ein Volumen von rund 5,9 Mrd. EUR hatte und nach Nordamerika der zweitgrößte Absatzraum weltweit ist, war Deutschland erneut der größte Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Das Wachstum lag europaweit bei 4 %.

Gutes Wachstumspotenzial für absorbierende Inkontinenzprodukte in Osteuropa

Nach Berechnungen der Unternehmensberatung Price Hanna Consultants (PHC) lag das weltweite Absatzvolumen von absorbierenden Inkontinenzprodukten im Jahr 2015 bei rund 41,7 Mrd. Einheiten. Im global dominierenden europäischen Markt lag das Volumen im Berichtsjahr bei etwa 14 Mrd. Einheiten, was einem Mengenwachstum von 7,5 % entspricht. Deutschland bildete erneut den größten Einzelmarkt, gefolgt von Frankreich und Großbritannien.

Unterschiedliche Wachstumspotenziale in Europa ergeben sich auch bei der Marktdurchdringung: Während etwa der Markt für absorbierende Inkontinenzprodukte in Schweden mit einem Wert von 95 % nahezu gesättigt ist, lag die Durchdringungsquote in Zentral- und Osteuropa im Berichtsjahr bei nur 7 %. Mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund 15 % entwickelte sich der osteuropäische Markt für Inkontinenzprodukte laut Price Hanna Consultants entsprechend dynamisch.

Der deutsche Ausschreibungsmarkt für aufsaugende Inkontinenzprodukte ist 2015 in Bewegung gekommen. Neben dem Preis rücken Forderungen nach besserer Qualität und Sicherheit immer mehr in den Vordergrund.

Trend in Kliniken zu OP-Komplettsets hält an

Die älter werdende Bevölkerung in vielen Ländern ist eine Ursache dafür, dass die Zahl der Operationen und die Nachfrage nach Einwegprodukten im OP-Bereich zunehmen. Hinzu kommt, dass Einwegprodukte im OP maßgeblich zur Patienten- und Personalsicherheit beitragen und Hygiene- und Infektionsrisiken reduzieren.

Der Weltmarkt für OP-Einwegprodukte belief sich laut GlobalData im Jahr 2015 auf ein Gesamtvolumen von rund 9,3 Mrd. EUR. Europa war, nach den USA, mit einem Anteil am Weltmarkt von 30 % die zweitgrößte Absatzregion für OP-Einwegprodukte. Innerhalb der Produktkategorien hatten OP-Komplettsets, gefolgt von OP-Handschuhen und OP-Abdeckmaterialien, weltweit den größten Umsatzanteil. Prognosen gehen bei Einwegsets von einem jährlichen globalen Wachstum von 7,3 % aus.

Die bedeutendsten europäischen Märkte für Krankenhaus-Einmalprodukte im Berichtsjahr waren Deutschland und dahinter Frankreich und Italien. Diese Märkte verzeichneten laut GlobalData ein durchschnittliches Wachstum von rund 6 %.

Infektionsrisiken lassen Nachfrage nach Desinfektionsmitteln weiter steigen

Weltweit stellen nosokomiale Infektionen Gesundheitseinrichtungen vor große Herausforderungen: Allein in Europa erkranken laut European Center for Disease Prevention and Control (ECDC) rund 4,1 Mio. Patienten an einer im Laufe ihrer Behandlung erworbenen Infektion. 37.000 Patienten sterben als direkte Folge der Infektionen. Bei 25.000 Patienten sind multiresistente Erreger die Ursache. Das ist besonders vor dem Hintergrund wachsender Antibiotikaresistenzen ein brisantes Problem. Allerdings wären geschätzte 30 % der Infektionen durch eine verbesserte Hygiene vermeidbar.

Im Jahr 2015 ging das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) daher das Thema Infektionsprävention an. Im Rahmen des "10-Punkte-Plans zur Bekämpfung resistenter Erreger" stellte das BMG insgesamt 365 Mio. EUR bereit, um die Hygienestandards in Gesundheitseinrichtungen weiter auszubauen.

Der weltweite Markt für Desinfektionsmittel, die in Gesundheitseinrichtungen verwendet werden, hatte im Jahr 2015 eigenen Schätzungen zufolge ein Volumen von rund 4,5 Mrd. EUR; das durchschnittliche jährliche Wachstum betrug etwa 5 %. Von gleichen Zuwächsen wird in Europa ausgegangen, einem Markt, dessen Volumen im Berichtsjahr bei knapp 1 Mrd. EUR lag und somit rund ein Viertel des Weltmarkts ausmachte. Diese Wachstumsrate erwarten wir auch für 2016.

Ertragslage

Mit einem Wachstum von 4,2% gegenüber dem Vorjahr ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, einen Umsatz von 1.941,0 Mio. EUR zu erzielen. Das EBIT verbesserte sich um 8,4% auf 132,7 Mio. EUR. Das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 84,8 Mio. EUR und damit 8,2% über dem Vorjahreswert.

Erfreuliches Umsatzwachstum von 4,2%

Im Geschäftsjahr 2015 ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, die Umsatzerlöse weltweit auf 1.941,0 Mio. EUR zu steigern. Dies entspricht einem Plus von 4,2% gegenüber dem Umsatz des Vorjahres. Das Geschäft außerhalb des Euroraums war durch unterschiedliche Wechselkursveränderungen beeinflusst, wobei insbesondere die Stärke des Schweizer Frankens, des US-Dollars und des Britischen Pfunds die Schwäche des Russischen Rubels überkompensierte. Ohne Währungs-, Desinvestitions- und Akquisitionseffekte lag das organische Wachstum mit 4,0% im Rahmen unserer Erwartungen und damit erneut über dem Marktwachstum.

Umsatzwachstum im In- und Ausland

Im Geschäftsjahr 2015 konnte HARTMANN sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten seine Umsätze steigern. Während sich die Umsatzerlöse im Inland um 5,4 % auf 657,4 Mio. EUR erhöhten, stiegen sie im Ausland um 3,7 % auf 1.283,6 Mio. EUR. Das organische Wachstum lag im Inland bei 5,9 % und im Ausland bei 3,3 %. Der Auslandsanteil lag mit 66,1 % leicht unter dem Vorjahresniveau.

In Europa verzeichnete die HARTMANN GRUPPE im Berichtsjahr Umsätze in Höhe von 1.718,1 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr. In den europäischen Absatzmärkten ohne Deutschland verzeichneten wir ein organisches Wachstum um 3,4 % auf 1.060,7 Mio. EUR.

Solides organisches Wachstum in den Regionen Europas

In der Region Zentraleuropa stiegen die Kundenumsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,3% auf 830,0 Mio. EUR. Das Umsatzplus im Hauptabsatzmarkt Deutschland resultierte insbesondere aus der positiven Entwicklung in den Geschäftssegmenten Infektionsmanagement und Weitere Konzernaktivitäten.

Einflussgrößen auf das Umsatzwachstum der HARTMANN GRUPPE im Jahr 2015 in Prozent

In der Schweiz übertraf die Umsatzentwicklung aufgrund der Stärke des Schweizer Frankens unsere Erwartungen.

In den Ländern West- und Südeuropas konnte HARTMANN seine Umsätze um 3,3% auf 555,7 Mio. EUR steigern. In Frankreich, dem zweitgrößten Absatzmarkt des Konzerns, verzeichneten wir ein erfreuliches Wachstum im Segment Wundmanagement. In Belgien haben wir unsere Position im Segment Infektionsmanagement deutlich verbessert. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den Staaten Südeuropas ist es insbesondere in Spanien, Italien und Portugal gelungen, ein solides Wachstum zu erzielen.

Anteile der Regionen am Gesamtumsatz in Mio. EUR und Prozent

Unser Osteuropageschäft war geprägt von der massiven Abwertung des Russischen Rubels gegenüber dem Euro. Entsprechend gingen die Umsätze in der Region um 1,9% zurück. Ohne Währungseffekte ergibt sich ein organisches Wachstum von 6,8%. Dies ist insbesondere auf den russischen Markt zurückzuführen, aber auch in Tschechien, Polen, und Rumänien konnten erfreuliche Umsatzsteigerungen erzielt werden.

Umsätze außerhalb Europas weiter verbessert

In den Märkten außerhalb Europas erzielte die HARTMANN GRUPPE im Berichtsjahr Umsatzerlöse von 222,9 Mio. EUR; dies entspricht einem Zuwachs von 7,5% gegenüber dem Vorjahr. Die Region Amerika profitierte von einem starken US-Dollar und konnte die Umsätze um 5,5% auf 67,3 Mio. EUR erhöhen.

In der Region Afrika, Asien, Ozeanien wuchs der Umsatz um 8,5% auf 155,5 Mio. EUR. Hier dominierten weiterhin unsere Aktivitäten im australischen Markt mit erfreulichen Wachstumsbeiträgen im Segment Inkontinenzmanagement. Daneben hat sich auch unser Geschäft in Afrika positiv entwickelt.

Aufwertung des US-Dollars verteuert Einkäufe bei Rohstoffen und Handelswaren

2015 hat sich der US-Dollar gegenüber dem Euro im Jahresverlauf von 1,21 EUR/USD auf 1,09 EUR/USD aufgewertet und damit die im 2. Halbjahr 2014 begonnene Entwicklung fortgesetzt. Diese Entwicklung endete bei einem Tiefstkurs von 1,05 EUR/USD im April; seitdem schwankt der US-Dollar gegenüber dem Euro in einer engeren Bandbreite von 1,05–1,15 EUR/USD. Bei der Betrachtung der Jahresdurchschnittskurse 2015 zeigt sich im Vorjahresvergleich die Abwertung des Euro von 1,33 EUR/USD im Jahr 2014 auf nur noch 1,11 EUR/USD 2015. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass sich verschiedene in US-Dollar gehandelte Rohstoffe und Handelswaren für die HARTMANN GRUPPE spürbar verteuert haben.

Die von uns im Jahr 2014 abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte konnten die daraus resultierenden negativen Auswirkungen für HARTMANN im Geschäftsjahr 2015 begrenzen.

Bei den übrigen für HARTMANN wichtigen Währungen waren 2015 insbesondere beim Russischen Rubel und beim Schweizer Franken signifikante Volatilitäten zu verzeichnen. Insgesamt überwogen die negativen Veränderungen auf der Währungsseite, insbesondere aus dem US-Dollar und dem Russischen Rubel.

Rohstoffpreise mit unterschiedlichen Entwicklungen

Bei den für HARTMANN wichtigen Rohstoffen zeigte sich 2015 ein uneinheitliches Bild: Während bei den US-Dollar Preisen für Zellulose im Jahresverlauf nur eine geringe Volatilität zu verzeichnen war, schwankten die Preise für verschiedene rohölbasierte Vorprodukte im Jahresverlauf sehr stark. Getrieben von temporären Produktionsausfällen bei einigen Lieferanten kam es zu Jahresbeginn 2015 – trotz rückläufigem Rohölpreis – zunächst zu einer deutlichen Verteuerung, die sich im weiteren Jahresverlauf nur sukzessive abbaute. Die Preise für Baumwolle waren im Berichtsjahr tendenziell niedriger.

Weitere Optimierungspotenziale realisiert

Die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Aktivitäten zur Verbesserung der Produktivität entlang der gesamten Wertschöpfungskette haben auch 2015 zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Daneben kam es infolge einer strategischen Neuausrichtung der Produktion zu Wertminderungen in Höhe von 7,3 Mio. EUR, die im Wesentlichen im Segment Wundmanagement angefallen sind.

EBIT und Konzernergebnis gemäß unseren Erwartungen moderat verbessert

Mit einem EBIT von 132,7 Mio. EUR konnte die HARTMANN GRUPPE das Vorjahresergebnis um 10,2 Mio. EUR verbessern. Die Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen auf die positive Umsatzentwicklung zurück zu führen. Damit wurde eine EBIT-Rendite von 6,8% erzielt nach 6,6% im Vorjahr.

Das Finanzergebnis betrug -6,6 Mio. EUR gegenüber -7,7 Mio. EUR im Vorjahr. Neben der Verbesserung des Finanzstatus waren niedrigere Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Aufzinsung von langfristigen Zahlungsverpflichtungen ursächlich für diesen Rückgang. Der Steueraufwand belief sich auf 41,3 Mio. EUR gegenüber 36,4 Mio. EUR im Vorjahr. Die Steuerquote betrug damit 32,8%. Das Konzernergebnis lag bei 84,8 Mio. EUR; dies entspricht einem Anstieg um 8,2% gegenüber dem Vorjahr.

Positive Entwicklung im Segment Wundmanagement

Konzernweit stiegen die Umsatzerlöse im Segment Wundmanagement um 5,2% auf 425,1 Mio. EUR. Dies entspricht einem organischen Wachstum von 5,1%.

Im Geschäftsjahr 2015 verzeichnete HARTMANN mit dem innovativen Behandlungskonzept HydroTherapy und dem unter der Marke Vivano angebotenen System zur Unterdruck-Wundtherapie für die Versorgung schwer heilender Wunden zweistellige Umsatzzuwächse. Im Bereich der postoperativen Verbände wurde der langjährige Erfolgskurs fortgesetzt. Mit den Sortimenten klassischer Verbandstoffe und vorkonfektionierter Wundversorgungs-Sets wurden in einem stagnierenden Markt leicht steigende Umsätze realisiert. Hauptumsatztreiber im wachsenden Bereich Personal Health Care waren Thermometer, deren Sortiment im August erfolgreich um ein kontaktloses Thermometer für Babys ergänzt wurde.

Das Ergebnis im Segment Wundmanagement konnte um 1,7 Mio. EUR auf 46,5 Mio. EUR gesteigert werden. Der hohe Preiswettbewerb im Sortiment der Unterdruck-Wundtherapie und die strategische Neuausrichtung der Produktion wirkten ergebnisbelastend. Diese negativen Effekte konnten durch Umsatzsteigerungen bei margenstarken Sortimenten überkompensiert werden.

Anteile der Geschäftssegmente am Gesamtumsatz in Mio. EUR und Prozent

Positive Wachstumsentwicklung im Segment Inkontinenzmanagement

Das Segment Inkontinenzmanagement verzeichnete im Berichtsjahr konzernweit eine Steigerung der Umsatzerlöse von 2,8% auf 644,4 Mio. EUR; das organische Wachstum lag mit 2,6% über Vorjahresniveau.

Sortimentsbezogen betrachtet konnte 2015 der dynamische Wachstumskurs der Vorjahre bei MoliCare Mobile fortgesetzt werden. Eine weiterhin hohe Kundenakzeptanz fand die Hautpflegeserie Menalind, die sich im Berichtsjahr überproportional entwickelt hat. Auch Inkontinenzslips und Inkontinenzvorlagen zeigten ein erfreuliches Umsatzplus im Berichtsjahr.

Im Segment Inkontinenzmanagement lag das Ergebnis im Berichtsjahr mit 47,7 Mio. EUR um 2,0 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Dies lag vor allem an negativen externen Einflüssen wie steigenden Bezugspreisen von in US-Dollar gehandelten Rohstoffen, hohem marktseitigem Preisdruck und den Wechselkurseffekten in Russland. Ein Großteil der negativen Einflüsse konnte durch gestiegene Umsätze und weitere Gegenmaßnahmen wie Produktivitätsverbesserungen in der Wertschöpfungskette kompensiert werden.

Deutliches Wachstum im Segment Infektionsmanagement

Im Geschäftssegment Infektionsmanagement stiegen die Umsatzerlöse 2015 konzernweit um 5,7% auf 466,0 Mio. EUR. Das organische Wachstum betrug 5,6%.

Im Rahmen unseres Sortiments für eine ganzheitliche Infektionsprophylaxe verzeichneten die kundenindividuellen OP-Komplettsets sowie die spezifischen Einwegsets für die Patientenpflege ein gutes Wachstum. Eine hohe Kundenakzeptanz im Markt fanden auch das Sortiment der OP-Einweginstrumente sowie der Relaunch des OP-Handschuh-Sortiments. Darüber hinaus verbesserten unsere strategischen Initiativen zur Erhöhung der Hygienecompliance in der Hände- und Flächendesinfektion signifikant die bereits starke Marktposition unserer Sortimente. Besonders in Krankenhäusern tragen wir damit präventiv zum Patientenschutz bei. Starkes Wachstum wurde auch durch Applikationssysteme erreicht.

Das Ergebnis im Segment Infektionsmanagement erhöhte sich um 4,8 Mio. EUR auf 29,2 Mio. EUR. Die negative Belastung des Ergebnisses durch Währungseffekte im Bereich des Rohstoff- und Handelswareneinkaufs konnte durch eine deutliche Steigerung margenstarker Sortimente überkompensiert werden.

Weitere Konzernaktivitäten blieben auf Wachstumskurs

Im Segment Weitere Konzernaktivitäten, dem die endverbrauchernahen Sortimente und Handelsaktivitäten zugeordnet sind, erzielte die HARTMANN GRUPPE Umsatzerlöse in Höhe von 405,5 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um 4,0% gegenüber dem Vorjahr. Das organische Wachstum betrug 4,2%.

Die in der NOGE-Gruppe zusammengefassten Handelsunternehmen in Deutschland bedienen den ambulanten und stationären Homecare-Markt und versorgen pflegebedürftige Menschen mit medizinischen Verbrauchsgütern sowie Reha- und Medizintechnik. Als anerkannter Anbieter eines breiten Angebots an medizinischen Hilfsmitteln konnten die Handelsunternehmen auch im Berichtsjahr ihre Umsätze ausbauen. Von zentraler Bedeutung für das Wachstum waren dabei das Angebot von attraktiven Partnerkonzepten sowie die Teilnahme an nationalen Ausschreibungen.

Bei der CMC-Gruppe, Hersteller von Handelsmarken in den Bereichen Cosmetic und Medical Care, stiegen die Umsätze im Geschäftsjahr 2015 leicht an. Positiv entwickelte sich vor allem das Pflastersortiment im Rahmen von Aktionen bei Discountern.

Das dynamische Wachstum der Kneipp-Gruppe resultierte aus der erfolgreichen Umsetzung der Strategie unter dem Markenkern "Kneipp wirkt. Natürlich." sowohl auf dem Hauptabsatzmarkt Deutschland als auch in den europäischen Kernmärkten und in Japan. Sortimentsbezogen betrachtet hält Kneipp seit Jahren die führende Marktposition bei Badeprodukten. Des Weiteren konnte der Bereich Körperpflege mit Artikeln für Duschen und Schaumduschen erneut ausgebaut werden.

Im Segment Weitere Konzernaktivitäten konnte HARTMANN einen Ergebnissprung um 5,8 Mio. EUR auf 9,2 Mio. EUR realisieren.

Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr führte die positive Geschäftsentwicklung zu einer Steigerung der Nettoliquidität um 33,8 Mio. EUR auf 44,6 Mio. EUR. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen dabei über dem Vorjahr. Insgesamt ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, die finanziellen Handlungsspielräume für organisches und anorganisches Wachstum weiter auszubauen.

Free-Cash-Flow in Höhe von 64 Mio. EUR

Der operative Cash-Flow lag im Geschäftsjahr 2015 bei 136,8 Mio. EUR und damit 33,7 Mio. EUR unter dem Cash-Flow des Vorjahres. Die verbesserte Ergebnisentwicklung wirkte sich positiv auf den Cash-Flow aus. Die Mittelbindung im Net Working Capital stieg proportional zum Umsatz.

Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte haben sich um 1,4 Mio. EUR auf 73,8 Mio. EUR erhöht. Die um 2,4 Mio. EUR geringeren Einzahlungen aus Desinvestitionen sowie um 2,7 Mio. EUR höhere Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte wurden teilweise durch niedrigere Auszahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen in Höhe von 3,0 Mio. EUR ausgeglichen.

Insgesamt ergab sich daraus ein Free-Cash-Flow von 63,7 Mio. EUR, der um 37,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert lag.

Als Dividende für das Geschäftsjahr 2014 wurden 23,1 Mio. EUR an die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG ausgezahlt. Die Dividendenzahlungen an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften beliefen sich insgesamt auf 1,8 Mio. EUR. Die finanziellen Verbindlichkeiten konnten um 34,7 Mio. EUR zurückgeführt werden. Die liquiditätswirksamen Zinsaufwendungen betrugen 5,1 Mio. EUR, was einem Rückgang um 0,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum 31. Dezember 2015 bei 90,5 Mio. EUR und damit 1,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Gegenüber dem Vorjahr höheres Investitionsvolumen

Das Investitionsvolumen der HARTMANN GRUPPE lag 2015 mit 74,5 Mio. EUR um 1,6 Mio. EUR über dem Vorjahr. Davon entfielen 69,2 Mio. EUR und damit 93% auf Investitionen in Sachanlagen. Die restlichen 7% in Höhe von 5,3 Mio. EUR resultierten im Wesentlichen aus Investitionen in Software.

Die Investitionsschwerpunkte im Berichtsjahr lagen weiterhin auf der Ausweitung unserer Produktionskapazitäten, der Modernisierung unserer Produktionsstandorte zur Erhöhung der Produktivität sowie der Weiterentwicklung unseres Produktportfolios. Mit einem Volumen von 42,0 Mio. EUR entfiel der größte Teil der Investitionen auf die Standorte in Deutschland. Darüber hinaus hat HARTMANN an Standorten in Frankreich, der Schweiz, den USA und in Tschechien insgesamt 22,8 Mio. EUR investiert.

Bezogen auf die Geschäftssegmente investierte HARTMANN 16,8 Mio. EUR in das Segment Wundmanagement. Der Schwerpunkt lag hier auf dem Aufbau innovativer Fertigungsstrukturen in Deutschland für unsere Produkte im Bereich der modernen Wundbehandlung. Darüber hinaus tätigte HARTMANN Investitionen zur Produktivitätssteigerung und Kapazitätsausweitung an den Standorten Frankreich und Spanien.

Mit 22,9 Mio. EUR setzte HARTMANN 2015 auch Investitionsschwerpunkte im Segment Inkontinenzmanagement. Wesentliche Investitionen erfolgten in Deutschland und Frankreich, um die Fertigungskapazitäten auszuweiten und die Produktivität zu steigern. Außerdem investierte HARTMANN in Produktionsanlagen am Standort in den USA.

Im Segment Infektionsmanagement lagen die Investitionen im Jahr 2015 bei 10,1 Mio. EUR. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen der Bode Chemie GmbH zur Erweiterung der Kapazitäten und Modernisierung der Fertigung.

Das Investitionsvolumen im Segment Weitere Konzernaktivitäten belief sich 2015 auf 24,6 Mio. EUR. Während die CMC-Gruppe in Deutschland und der Türkei in hochmoderne Vliesanlagen investierte, baute die Sanimed GmbH den Bereich Reha- und Medizintechnik weiter aus.

Entwicklung Investitionen, planmäßige Abschreibungen und operativer Cash-Flow in Mio. EUR

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Operativer Cash-Flow

Finanzielle Handlungsspielräume weiter ausgebaut

Im Jahr 2015 ist es der HARTMANN GRUPPE gelungen, die Finanzverbindlichkeiten weiter zurückzuführen und dadurch die Nettoliquidität zu erhöhen. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Finanzstatus um 33,8 Mio. EUR auf 44,6 Mio. EUR.

In Verbindung mit der gestiegenen Ertragskraft und unserer hohen Eigenkapitalquote konnte HARTMANN dadurch die finanziellen Handlungsspielräume für künftiges Wachstum sowie für weitere Investitionen und mögliche Akquisitionen ausweiten.

Vermögenslage

Bilanzsumme und Bilanzstruktur in Mio. EUR und Prozent

Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr wachstumsbedingt erhöht

Die Bilanzsumme der HARTMANN GRUPPE lag zum 31. Dezember 2015 bei 1.278,6 Mio. EUR und damit 31,4 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Wachstum während des Geschäftsjahres, wobei sowohl das langfristige als auch das kurzfristige Vermögen gestiegen ist.

Im Geschäftsjahr 2015 konnte die Bilanzstruktur weiter gestärkt werden. Die HARTMANN GRUPPE wies zum Jahresende eine gegenüber dem Vorjahr um 4,0 Prozentpunkte auf 59,4% verbesserte Eigenkapitalquote aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 31,4 Mio. EUR.

Sachanlagevermögen erhöhte sich durch Investitionen

Das langfristige Vermögen ist im Geschäftsjahr um 8,0 Mio. EUR auf 510,1 Mio. EUR gestiegen. Der Anteil des langfristigen Vermögens an der Bilanzsumme ist mit 39,9% gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben.

Das Sachanlagevermögen betrug zum Jahresende 363,2 Mio. EUR und lag damit 15,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert. Das Investitionsvolumen in Höhe von 69,2 Mio. EUR lag 20,7 Mio. EUR über den planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen. Gegenläufig wirkten sich Wertminderungen in Höhe von 8,5 Mio. EUR sowie Abgänge in Höhe von 1,6 Mio. EUR auf das Sachanlagevermögen aus.

Die immateriellen Vermögenswerte betrugen zum Jahresende 109,3 Mio. EUR und lagen damit 4,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Den Investitionen von 5,3 Mio. EUR standen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 8,8 Mio. EUR sowie Wertminderungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR gegenüber.

Kurzfristiges Vermögen gestiegen

Zum 31. Dezember 2015 hat sich das kurzfristige Vermögen der HARTMANN GRUPPE um 23,4 Mio. EUR auf 768,5 Mio. EUR erhöht. Der Anteil an der Bilanzsumme ist mit 60,1% gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um 23,2 Mio. EUR auf 324,2 Mio. EUR gestiegen. Die Vorratsreichweite erhöhte sich um 1,5 Tage auf 102,1 Tage. Wachstumsbedingt, zur Absicherung der Lieferfähigkeit sowie im Rahmen von strategischen Maßnahmen wurden an einzelnen Standorten in der HARTMANN GRUPPE gezielt Bestände aufgebaut.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 1,8% und damit unterproportional zum Umsatz auf 303,6 Mio. EUR gestiegen. Die Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit 54,1 Tagen um 1,0 Tage unter dem Vorjahresniveau, wobei sich die Entwicklung in den einzelnen Absatzmärkten sehr unterschiedlich darstellte: So war die Situation in einzelnen osteuropäischen Ländern infolge der angespannten finanziellen Situation in den Gesundheitssystemen weiterhin schwierig. Andererseits ermöglichten die Freigabe von staatlichen Budgets in Spanien, Ungarn und Portugal sowie ein weiter optimiertes Debitorenmanagement den Abbau von Forderungen.

Die kurzfristigen sonstigen Forderungen stiegen um 4,7 Mio. EUR auf 31,3 Mio. EUR. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich im Wesentlichen infolge der Entwicklung derivativer Finanzinstrumente um 11,7 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR reduziert. Der Bestand an Zahlungsmitteln ist im Konzern zum Bilanzstichtag um 1,4 Mio. EUR auf 90,5 Mio. EUR gestiegen.

Finanzierungsstruktur weiter gestärkt

Die langfristigen Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 48,1 Mio. EUR auf 228,4 Mio. EUR gesunken. Dadurch hat sich der Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme um 4,3 Prozentpunkte auf 17,9% verringert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 10,8 Mio. EUR auf 291,2 Mio. EUR. Ihr Anteil an der Bilanzsumme erhöhte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 22,8%.

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten konnten um 34,1 Mio. EUR auf 58,6 Mio. EUR abgebaut werden; die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten verringerten sich um 1,3 Mio. EUR auf 11,0 Mio. EUR.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen reduzierten sich um 9,3 Mio. EUR auf 143,2 Mio. EUR. Die Reduzierung resultierte insbesondere aus der Bewertung der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen mit einem höheren Diskontierungszins aufgrund des im Vorjahresvergleich leicht höheren Zinsniveaus im Euroraum zum Bilanzstichtag.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 4,6 Mio. EUR auf 121,0 Mio. EUR. Die Laufzeit der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierte sich um 0,8 Tage auf 32,9 Tage.

Die Nettoliquidität der HARTMANN GRUPPE konnte im Berichtszeitraum um 33,8 Mio. EUR und damit gemäß unseren Erwartungen erhöht werden, sodass die HARTMANN GRUPPE zum Jahresende 2015 eine Nettoliquidität in Höhe von 44,6 Mio. EUR ausweist.

Eigenkapitalquote weiter gesteigert

Das Eigenkapital stieg im Geschäftsjahr 2015 um insgesamt 68,7 Mio. EUR auf 759,1 Mio. EUR. Das Konzernergebnis in Höhe von 84,8 Mio. EUR führte zu einer entsprechenden Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals. Aus Währungsumrechnungen ergab sich ein positiver Effekt von 6,3 Mio. EUR. Ausschüttungen an die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG sowie an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften reduzierten das Eigenkapital um insgesamt 24,9 Mio. EUR.

Durch die erfolgsneutrale Abbildung von Bewertungsänderungen, insbesondere aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie aus dem Hedge Accounting, erhöhte sich das Eigenkapital im Saldo um 2,5 Mio. EUR. Bei einer leicht erhöhten Bilanzsumme verbesserte sich damit die Eigenkapitalquote weiter von 55,4% im Vorjahr auf 59,4% zum 31. Dezember 2015.

Mitarbeiter

Die HARTMANN GRUPPE hat es sich zum Ziel gesetzt, durch nachhaltig profitables Wachstum ein weltweit führender Anbieter von Medizinprodukten zu werden. Zentraler Erfolgsfaktor dabei ist, die richtigen Mitarbeiter und Führungskräfte auf den richtigen Positionen einzusetzen und sie auf die Anforderungen, die mit den ehrgeizigen Wachstumszielen einhergehen, vorzubereiten. Dabei steht ihre individuelle und kontinuierliche Entwicklung im Vordergrund.

In Deutschland stieg die Anzahl der Beschäftigten um 78 Personen im Vergleich zum Vorjahresende. Einerseits wurden die Konzernfunktionen verstärkt. Höhere Anforderungen an das Qualitätsmanagement sowie die professionelle Umsetzung strategischer Programme erforderten einen Ausbau dieser Kompetenzen. Andererseits trug das dynamische Wachstum insgesamt zum Beschäftigtenzuwachs bei.

In den europäischen Kernmärkten nahm die Belegschaft um 178 Personen zu. Als Hauptgründe hierfür sind sowohl produktionsbedingte Anpassungen in Tschechien und der CMC Türkei als auch der Ausbau von Vertriebsfunktionen in Frankreich, Spanien und der Schweiz zu nennen. Die Veräußerung des österreichischen Betriebes Grimmenstein wirkte gegenläufig.

Außerhalb Europas führte die weitere Anpassung von Produktionskapazitäten zu einer Reduzierung der Beschäftigtenzahl in China.

Zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres standen konzernweit 259 Personen in einem Ausbildungsverhältnis. 211 junge Menschen wurden im Rahmen eines Ausbildungsberufes oder Dualen Studiums an deutschen Standorten ausgebildet, davon 119 Personen bei der PAUL HARTMANN AG. Die Ausbildungsquote konnte auf 5,8% gesteigert werden. Zusätzlich nahmen durchschnittlich 66 Studierende anderer Hochschulen die Möglichkeit wahr, ein Praktikum in der HARTMANN GRUPPE zu absolvieren oder eine Abschlussarbeit zu schreiben.

Strategische internationale Projekte der Personalarbeit in der Umsetzung

Bereits 2013 wurden die wichtigsten Funktionen im Unternehmen, die so genannten globalen Schlüsselpositionen, identifiziert. Im aktuellen Berichtsjahr haben wir auf dieser Grundlage bereits zum zweiten Mal unsere Führungskräfte in einem standardisierten Bewertungs-, Feedback- und Entwicklungsprozess, dem sogenannten Lea-

Mitarbeiterzahl in der HARTMANN GRUPPE jeweils zum 31. Dezember

Zahl der Beschäftigten hat 2015 zugenommen

Zum Jahresende 2015 arbeiteten weltweit 10.346 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der HARTMANN GRUPPE, 130 Personen mehr als im Jahr zuvor. Davon entfielen 4.427 Beschäftigte auf Deutschland, 5.919 waren an ausländischen Standorten tätig. Mit einem Verhältnis von 42,8% zu 57,2% blieb die Relation von Mitarbeitern in Deutschland und im Ausland nahezu auf Vorjahresniveau.

dership Review, bewertet. Im Rahmen dieses Prozesses wurden die Leistung und das Potenzial der Inhaber von globalen Schlüsselpositionen beurteilt, gefolgt von der Erstellung eines individuellen Entwicklungsplans für jeden Schlüsselfunktionsträger. Nach der gleichen Methode wurden im Berichtsjahr nun auch die nachfolgenden Ebenen, die der lokalen und funktionalen Schlüsselpositionen, beleuchtet und anschließend individuelle Entwicklungspläne erstellt. International gesehen lag der Fokus 2015 auf Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Portugal, Russland, Skandinavien, und der Tschechischen Republik sowie auf unseren deutschen Gesellschaften KOB und BODE. Einen weiteren, funktional basierten Fokus bildete der Finanzbereich. Damit wurde der Leadership Review als Standardprozess im Konzern weiter ausgerollt.

Um globale Transparenz in Hinblick auf die Stellenstruktur bei HARTMANN zu schaffen, wurde 2015 ein weltweit einheitliches Stellenbewertungssystem entwickelt und für die globalen Schlüsselpositionen bereits implementiert. Darüber hinaus wurde in diesem Jahr damit begonnen, die neue Struktur in der PAUL HARTMANN AG sowie in Spanien einzuführen. Für das Jahr 2016 sind Projekte in weiteren großen Landesgesellschaften geplant, um mittelfristig eine einheitliche Stellenbewertungsmethodik innerhalb der gesamten Gruppe zu implementieren. Ergänzend dazu wurde der neue globale Bonusplan weiter ausgerollt.

Talent-Management als zentraler Prozess der Nachfolgeplanung

Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor für die Personalarbeit bei HARTMANN besteht darin, die eigenen Talente im Unternehmen zu kennen und diese gezielt zu entwickeln. Im Januar startete daher erstmals ein weltweiter Talent-Nomination-Prozess, in dessen Rahmen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ein globales Talent-Entwicklungsprogramm bewerben konnten. In einem strukturierten Evaluierungsprozess wurden die Teilnehmer an diesem Programm ermittelt. Die ausgewählten Talente werden 2016 und 2017 das erste globale Talent-Entwicklungsprogramm durchlaufen. Es wird die Talente in verschiedenen Modulen auf ihre Rolle als zukünftige Inhaber von Schlüsselpositionen vorbereiten. Unabhängig von ihrer Teilnahme an diesem Programm erhielten alle Kandidaten, die sich im Rahmen dieses Prozesses beworben hatten, ein Feedback zu ihrer Bewerbung und einen individuellen Plan zu den Entwicklungsmöglichkeiten in ihrer aktuellen Position. Mit dessen Hilfe können sie sich persönlich weiterentwickeln und somit ihre Karriere auch außerhalb des Talent-Programms weiter vorantreiben. Dieser Weg der Talent-Identifikation soll als standardisierte Methode in Zukunft auch auf die Auswahl von Talenten in den einzelnen Ländergesellschaften und auf nachfolgende Ebenen angewandt werden.

Internationale Zusammenarbeit fordern und fördern

Die Arbeitswelt bei HARTMANN vernetzt sich immer stärker – auch international. Dies bedeutet viele Veränderungen für alle Bereiche im Unternehmen, es schafft neue Synergien und ermöglicht einen vermehrten Austausch untereinander. Vor diesem Hintergrund trafen sich im November 2015 Kollegen aus den Personalbereichen vieler Ländergesellschaften zu den "HR Training Days" in Heidenheim. Die Trainingstage haben das gemeinsame Verständnis der gesetzten Ziele für die weltweite Personalarbeit gefördert sowie Austausch und Lernen zu aktuellen Projekten und Herausforderungen ermöglicht. Neue internationale Arbeitsgruppen wurden im Nachgang gegründet. Damit wurde die Grundlage für eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit als übergeordnetes Ziel geschaffen.

Auch bei den internen Nachwuchskräften wird zunehmend ein besonderer Fokus auf die internationale Zusammenarbeit gelegt. Das "International Graduate Program" bietet ihnen bereits seit 2014 die Möglichkeit, vier Monate lang an einem internationalen Standort von HARTMANN an herausfordernden Projekten zu arbeiten. Zusätzlich wurden 2015 zum ersten Mal Kandidaten rekrutiert, die ein länderübergreifendes "International Graduate Program" im Bereich Supply Chain Management durchlaufen werden. Hierbei wurde aus Spanien, der Schweiz und Deutschland je ein Kandidat ausgewählt. Die Teilnehmer werden innerhalb verschiedener Projekte über mehrere Länder rotieren und so die Supply-Chain-Welt aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenlernen.

Die Studenten der Dualen Hochschule (DH) von HARTMANN haben weiterhin die Möglichkeit, mindestens eine Praxisphase an einem internationalen Standort von HARTMANN zu absolvieren. So können sie bereits während ihrer Ausbildung internationale Erfahrungen sammeln und Kontakte vor Ort knüpfen. Damit wird früh die Basis dafür gelegt, dass wir unsere Ziele der internationalen Zusammenarbeit in allen Fachbereichen erreichen – von Beginn an.

Nachhaltigkeit

Mit Blick auf die sich verändernden gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Rahmenbedingungen arbeiten wir beständig daran, unser Angebot zu verbessern. Hochwertige, zuverlässige Produkte und umfassende Systempartnerschaften können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen des Behandlungs- und Pflegealltags zu bewältigen, das Personal von administrativen und organisatorischen Aufgaben zu entlasten und den Bedürfnissen von Endverbrauchern gerecht zu werden.

Qualitätsmanagement erfolgreich zertifiziert

Basis für die Verkehrsfähigkeit unserer Medizinprodukte im In- und Ausland ist ein effektives Qualitätsmanagementsystem. Mitte 2015 hat HARTMANN dies in Form einer Zertifizierung erneut nachgewiesen. Die Zertifizierung durch die Benannte Stelle umfasste die Überprüfung der Einhaltung der Qualitätsnormen ISO 9001 und ISO 13485 für Medizinprodukte sowie der Konformität mit der Medizinprodukterichtlinie MDD/93/42/EWG. Die Auditoren haben den hohen Standard unseres Managementsystems anerkannt und die Zertifikate uneingeschränkt verlängert. Ebenfalls haben im Berichtsjahr 38 Betriebs- und Logistikstandorte sowie Vertriebsgesellschaften in 21 Ländern ihre Zertifizierungsaudits bestanden.

Unsere Benannte Stelle ist entsprechend der EU-Empfehlung 2013/473/EU ihrer Verpflichtung nachgekommen und hat bei uns Anfang September ein unangekündigtes Audit an einem unserer Hauptstandorte durchgeführt. Auch diese Kontrolle bestätigte unseren hohen Qualitätsstandard.

Neuorganisation der Bereiche Regulatory Affairs und Qualitätsmanagement

Für ein international agierendes Unternehmen wie HARTMANN ist eine leistungsstarke Qualitätsmanagement- und Regulatory-Affairs-Organisation entscheidend. Um sicherzustellen, dass diesen Fachbereichen die erforderliche Aufmerksamkeit und Führung zuteilwird, haben wir ihre Leitung zusammengelegt. Zudem hat der Vorstand der PAUL HARTMANN AG Mitte 2015 die Einführung eines global vereinheitlichten und zentral gelenkten Qualitätsmanagements unter der Verantwortung von Corporate Quality beschlossen.

Mit dem neuen QM-System werden wir Prozesse harmonisieren, effizienter gestalten und weltweit noch systematischer lenken.

Zudem entwickeln wir das weltweit agierende Team weiter und führen Instrumente und Prozesse zur Optimierung in diesem Bereich ein.

Produktqualität weiter auf hohem Niveau

Kundenzufriedenheit und das Vertrauen unserer Kunden in die hohe Qualität der HARTMANN-Medizinprodukte stehen im Zentrum unseres nachhaltigen und proaktiven Qualitätsmanagements. Effektive Prozesse, deren kontinuierliche Überwachung und ständige Verbesserung sowie regelmäßige interne Audits bildeten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Basis für unsere hohe Produktqualität. Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung des HARTMANN-Systems der Validierung und Qualifizierung zur nachhaltigen Sicherstellung der Regulatory Compliance.

Ein wesentlicher Maßstab für Qualität und Kundenzufriedenheit ist die Reklamationsquote. Die konsequente weltweite Erfassung von Produktreklamationen, deren sorgfältige Bearbeitung und die schnelle Rückmeldung an unsere Kunden sowie die zeitnahe Umsetzung der daraus abgeleiteten Verbesserungsmaßnahmen sind seit Jahren etabliert. Die Beanstandungsquote lag 2015 erfreulicherweise erneut bei nur wenigen Produkten je einer Million (ppm).

Ökobilanzen von Kunden gewünscht

Wir sehen in immer mehr Märkten ein Kundeninteresse an nachhaltigeren Produkten. Bereits in den Vorjahren wurden in einzelnen Ausschreibungen nichtfinanzielle Aspekte höher gewichtet. Kunden erwarten zunehmend allgemeine Informationen zu Umweltvorteilen unserer Produkte. Die Umweltmanagementsysteme an verschiedenen Produktionsstandorten liefern hier bereits eine Datenbasis. Im Berichtsjahr haben wir darüber hinaus mehr Wert auf quantitative Daten zu Umweltauswirkungen der Produkte im gesamten Lebenszyklus gelegt. Ökobilanzen sind dafür das beste Werkzeug. Regelmäßig zeigt sich, dass der Schwerpunkt der Umweltauswirkungen unserer Produkte in der Bereitstellung der Rohstoffe liegt. Unsere eigenen Fertigungen und die Logistik haben nur eine geringe Auswirkung, die wir trotzdem weiter optimieren. Bei der Entsorgung zeigen sich unterschiedliche Effekte. Die Umweltauswirkungen der Entsorgung liegen aber in der Regel deutlich unter denen der Rohstoffbereitstellung. Im Berichtsjahr waren entsprechend Ökobilanzen zu erstellen, beispielsweise bei Inkontinenzprodukten. Die Kommunikation und Erläuterung der gesamtheitlichen Umweltauswirkungen werden wir in Zukunft fortführen.

Arbeitssicherheit und Ressourceneffizienz

Bei der Weiterentwicklung unserer Betriebe hat Arbeitssicherheit weiterhin einen hohen Stellenwert. Wir werden darüber noch intensiver aufklären und die Prävention verstärken. Unsere Anstrengungen für besseres Produktdesign und internes Recycling zahlen sich sichtbar aus. So konnten wir beim umsatzindizierten Abfallaufkommen die Situation weiter deutlich verbessern. Diese Ressourceneffizienz schont die Umwelt doppelt, weil weniger Ressourcen für die Rohstoffgewinnung notwendig sind und weniger Abfall entsorgt werden muss. Zudem sparen die HARTMANN GRUPPE und unsere Kunden Entsorgungskosten.

Weitere Einsparungen im Energiebereich durch Zertifizierungen und Best-Practice-Lösungen

Im Berichtsjahr setzten sich unsere Aktivitäten im Energiebereich fort: Weitere Zertifizierungen wurden erfolgreich abgeschlossen. Sowohl in der Logistik als auch in der Verwaltung in Heidenheim haben wir ein Managementsystem nach ISO 50001 eingeführt. Weitere

Standorte wurden erfolgreich zertifiziert, unter anderem nach EMAS.

Unser interner Erfahrungsaustausch und die Anwendung von Best-Practice-Lösungen helfen dabei besonders, Ansätze schnell an anderen Standorten zu übernehmen.

Diese Anstrengungen wurden 2015 mit einer weiteren Reduzierung des Energieverbrauchs belohnt. Wir erwarten derzeit, dass wir auch in den Folgejahren Energieeinsparungen realisieren werden. Allerdings hängen diese Einsparpotentiale auch von externen Faktoren wie rechtlichen Rahmenbedingungen und Energiepreisen ab.

Gesellschaftliche Verantwortung

Gesundheit ist unser Antrieb – dieses Versprechen drücken wir nicht nur mit unseren Produkten und Dienstleistungen aus, sondern auch mit der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Auf internationaler Ebene kooperiert HARTMANN mit der Hilfsorganisation CARE. Der Fokus liegt auf Projekten in Entwicklungsund Schwellenländern, die dazu beitragen, Menschen Zugang zu Gesundheitsleistungen zu gewähren.

An unseren internationalen Standorten arbeiten wir eng mit Lieferanten zusammen und bieten eine Reihe von Bildungs- und Schulungsprojekten an, die in direktem Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit stehen. Eines davon ist "Learn and Earn" im pakistanischen Sialkot. Dort werden unsere OP-Einwegprodukte der Marke Peha-instrument hergestellt. Da Kinderarbeit in Pakistan weit verbreitet ist und wir dies nicht hinnehmen wollen, haben wir uns zum Ziel gesetzt, sie im gesamten Produktionsprozess zu verhindern. Gemeinsam mit der Organisation Sudhaar fördern wir die schulische Ausbildung von Kindern. Kinder unter 15 Jahren, die bei Subunternehmern unserer Vertragspartner beschäftigt waren, erhalten ein Stipendium sowie freie Gesundheitsversorgung. Auch Geschwisterkinder können an diesem Programm teilnehmen.

Als Hersteller von Wundversorgungsprodukten und Desinfektionsmitteln sehen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung auch darin, schnell und pragmatisch humanitäre Hilfe zu leisten, zum Beispiel im Fall von Naturkatastrophen. Hierzu greifen wir auf ein bewährtes Netzwerk von Partnern im Bereich der humanitären Hilfe zurück.

Chancen- und Risikobericht

Demografische Entwicklung, Wachstum in den Schwellenländern und innovative Behandlungsansätze als Chancen

Die globale demografische Entwicklung führt zu einer Zunahme des Bevölkerungsanteils der über 65-Jährigen. Für unseren Kernmarkt Europa gehen die Vereinten Nationen von einem Zuwachs bei dieser Altersgruppe von mehr als 39 Millionen (5,5%) in den kommenden 15 Jahren aus. Mit zahlreichen unserer Medizinprodukte leisten wir insbesondere Hilfe bei chronische Erkrankungen, unter denen vorwiegend ältere Menschen leiden. Daher sehen wir die demografische Entwicklung als bedeutende Chance, mit weiten Teilen unseres Portfolios die absehbar steigende Nachfrage befriedigen zu können.

Die Veränderung der gesellschaftlichen Altersstruktur ist nicht nur europaweit zu beobachten. In Schwellenländern wie Brasilien und China wird die Zahl der über 65-Jährigen laut UN-Angaben von 2015 bis 2030 sogar um rund 90% steigen. Zudem eröffnet das Wirtschaftswachstum in solchen Ländern mittelfristig immer mehr Menschen den Zugang zu einer besseren Gesundheitsversorgung, wenn auch auf der Basis eines niedrigen Ausgabenniveaus pro Person. Die steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen führt wiederum zu einem Ausbau der nationalen Gesundheitssysteme und

Das Ergreifen von Chancen ist die Basis des unternehmerischen Handelns der HARTMANN GRUPPE. Die damit verbundenen Risiken werden im Rahmen des unternehmensweiten Risikoreduktionsmanagements systematisch identifiziert, bewertet, überwacht und, wenn nötig, Gegenmaßnahmen eingeleitet. Unternehmensweit unterstützt ein einheitliches Risikomanagementsystem diesen Prozess. Hierbei ist Prävention das oberste Ziel. Auf Basis der aktuellen Informationen sehen wir den Fortbestand der HARTMANN GRUPPE als gesichert an.

damit zu wachsenden Absatzmärkten für Medizinprodukte. Gleichzeitig bieten die vorhandenen Märkte Raum für eine weitere Expansion unseres Geschäftes. In der globalen demografischen Entwicklung und dem mittelfristigen Wirtschaftswachstum der Schwellenländer sehen wir Möglichkeiten für unser eigenes Wachstum. Deshalb sind wir in diesen Ländern mit eigenen Niederlassungen beziehungsweise mit Vertriebspartnern vertreten.

Innovationen sind essentieller Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Beispiele hierfür sind unter anderem die von uns entwickelten umfassenden Konzepte für die Infektionsprophylaxe.

In Gesundheitseinrichtungen erworbene Infektionen und eine zunehmende Antibiotikaresistenz der Erreger stellen Medizin und Pflege vor große Herausforderungen. Eine Lösung liegt in der Infektionsprophylaxe, für die HARTMANN innovative Desinfektionsprodukte und -systeme sowie Anwendungsprozesse entwickelt. Unterstützt werden diese marktnahen Innovationen durch das BODE SCIENCE CENTER, dem es nach der Gründung 2011 innerhalb kurzer Zeit gelungen ist, sich international bei Meinungsführern und Praktikern, aber auch bei den Fachmedien als wissenschaftlich fundierter Ansprechpartner rund um den Infektionsschutz zu positionieren.

Risikoreduktion durch Diversifizierung

Durch die Diversifizierung unserer Geschäftsaktivitäten in die Bereiche Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und Weitere Konzernaktivitäten, verbunden mit der vertriebsgesteuerten Expansion in unterschiedliche Märkte, vermeiden wir Risikohäufungen. Mithilfe unserer marktnah angesiedelten Vertriebsorganisation sind wir in der Lage, schnell und flexibel auf die Veränderungen in sich zunehmend dynamisch wandelnden nationalen Gesundheitssystemen zu reagieren.

Marktrisiken mit dynamischer Risikosteuerung begegnen

Die HARTMANN GRUPPE ist weltweit in Märkten tätig, die durch starken Wettbewerb und durch eine Verschärfung der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den national geprägten Gesundheitssystemen gekennzeichnet sind. Mit einem klar gegliederten Portfolio aus Systemlösungen, einer kontinuierlichen Prozess- und Kostenoptimierung sowie einem eindeutigen Fokus auf medizinische Kompetenz und Kundenbedürfnisse wirken wir Marktrisiken entgegen. Die Ausrichtung des Produktportfolios an Kundenbedürfnissen – und damit die Generierung eines kundenbezogenen Mehrwerts – verschafft uns Wettbewerbsvorteile und fördert die kontinuierliche Erschließung zusätzlicher Marktpotenziale.

Laufende Analysen des Wettbewerbs und die systematische Identifikation von Markttrends stellen sicher, dass wir uns zukunftsorientiert auf unsere Schlüsselmärkte ausrichten. Basis hierfür sind die langjährigen Erfahrungen der HARTMANN GRUPPE in den Gesundheitsmärkten und die Anwendung differenzierter Instrumente zur Marktbeobachtung.

Absicherung der Finanzrisiken in Zeiten hoher Volatilität

Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken werden durch ein für alle Gesellschaften der HARTMANN GRUPPE verbindliches Corporate Treasury Management überwacht. Potenziell negative Auswirkungen, zum Beispiel durch die Volatilität von Währungen und Zinsen, werden durch geeignete Finanzinstrumente begrenzt. Diese Instrumente setzen wir unter Berücksichtigung der jeweiligen Risikoeinschätzung ein, wobei wir unsere internen Standards zu ihrer Anwendung beachten. Weitere Informationen zu den Finanzinstrumenten und -risiken sind dem Konzernanhang zu entnehmen.

Mögliche Risiken aus Akquisitionen prüfen wir im Vorfeld mittels Due Diligence und beobachten sie nach dem Zukauf durch ein permanentes Beteiligungscontrolling. So werden unplanmäßige Geschäftsentwicklungen von Gesellschaften frühzeitig erkannt und Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet. Die zur Erweiterung des Konzerns notwendigen Investitionen werden in Abhängigkeit von ihrer Bedeutung einer detaillierten Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen.

Aktive Risikosteuerung im operativen Geschäft

Die Beschaffung von Rohstoffen und Handelswaren unterliegt Risiken hinsichtlich Preis, Qualität und Liefertreue. Eine intensive Beobachtung der Beschaffungsmärkte, strenge Qualitätskontrollen, Zertifizierungen sowie Rahmenverträge reduzieren unsere Risiken. Zur Absicherung der Versorgung haben wir ein entsprechendes Bestandsmanagement installiert, wir schließen, wo sinnvoll und möglich, mittelfristige Lieferverträge ab und setzen vorzugsweise auf Dual Sourcing. Zusätzlich werden Preisschwankungen bei für HARTMANN relevanten Rohstoffen oder Ausgangsprodukten durch das zentrale Corporate Treasury Management überwacht und – wo möglich und wirtschaftlich sinnvoll – durch geeignete Instrumente begrenzt.

Qualitäts-, Arbeitssicherheits-, Umwelt- und Unterbrechungsrisiken in Produktion und Logistik begegnen wir durch ständig verbesserte Verfahren sowie durch kontinuierliche prozessbegleitende Kontrollen zur Erfüllung eigener und internationaler Standards und Normen. Patentrisiken werden laufend verfolgt, analysiert und aktiv gesteuert.

Auch Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz unserer IT-Systeme sind grundlegend für unsere tägliche Arbeit. Sie werden systematisch überwacht sowie durch unterschiedliche Support-Levels sichergestellt. Der Einsatz modernster Hard- und Software gewährleistet dabei die Funktionsfähigkeit der IT-Infrastruktur. Gleichzeitig werden die Systeme durch ein kontinuierlich optimiertes IT-Sicherheitsmanagement geschützt.

Mit internationalen und länderspezifischen Versicherungsprogrammen sichert unser Corporate Insurance Management wesentliche Risikobereiche ab. Um das Schadenrisiko zu reduzieren, führen wir gemeinsam mit Versicherungsexperten regelmäßig Audits vor Ort durch. Risiken, die dabei identifiziert werden, begegnen wir mit adäquaten Präventionsmaßnahmen. Im ständigen Dialog mit den Versicherern werden die Versicherungsprogramme zeitnah an die sich ändernden Risikoverhältnisse angepasst.

Der Erfolg der HARTMANN GRUPPE ist nicht zuletzt in hohem Maß von der Gewinnung und Bindung qualifizierter Fach- und Führungskräfte abhängig. Generell begegnet HARTMANN Personalrisiken durch differenzierte, international ausgerichtete Qualifizierungsprogramme, attraktive Vergütungssysteme, eine Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber sowie durch eine offene interne Kommunikationspolitik.

Das Risikoreduktionsmanagementsystem hat sich bewährt

Das der Risikobewältigung zugrunde liegende Risikoreduktionsmanagementsystem unterstützt die Unternehmensführung bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen in der HARTMANN GRUPPE. Es entspricht den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sowie des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und orientiert sich an den Vorgaben der Norm ISO 31000. Das System trägt wesentlich dazu bei, dass alle relevanten Risiken rechtzeitig erkannt und zeitnah effiziente Maßnahmen zur Gegensteuerung ergriffen werden.

In die strategische Planung des Konzerns fließen auch die chancen- wie risikoorientierten Zukunftsanalysen des Risikoreduktionsmanagements ein. Hiervon und von der darauf aufbauenden kurz- und mittelfristigen Planung ausgehend erfolgt ein systematisches Risikocontrolling auf Ebene der Geschäftseinheiten, der Einzelgesellschaften, der Regionen und des Konzerns. Ergänzt werden diese Aktivitäten durch die Konzernrevision als Teil unserer internen Kontrollsysteme. Die intensive Zusammenarbeit mit der Internen Revision und dem Beteiligungscontrolling sowie die systematische Einbindung interner Expertengremien sichern eine hohe Risikotransparenz und tragen zu einer ganzheitlichen Betrachtung potenzieller Risikoquellen bei. So stärken sie das Risikobewusstsein in der gesamten Organisation.

Indem das Risikoreduktionsmanagement sein Augenmerk verstärkt auf die Effektivität und Effizienz der Präventionsmaßnahmen richtet, reduziert es darüber hinaus potenzielle Schwachstellen. Die quantitativen Risikobewertungsverfahren nach der Value-at-Risk-Methode sowie zusätzlich nach der potenziellen Nettoschadenhöhe helfen, Risiken realistisch einzuschätzen und effektive Maßnahmen einzuleiten.

Ganzheitlicher Risikomanagementansatz

Halbjährlich erheben wir in der HARTMANN GRUPPE das Gesamtportfolio der Risiken und Präventionsmaßnahmen auf Bereichs-, Funktions- und Konzernebene. Zusätzlich werden jederzeit Ad-hoc-Risikomeldungen erfasst. Die ermittelten Ergebnisse werden auf verschiedenen Konzernebenen konsolidiert, durch das Risikoreduktionsmanagement auf Plausibilität geprüft, von Experten bewertet und anschließend an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Basis hierfür ist die aktuelle, konzernweit standardisierte Risikomanagementsoftware, die von der gesamten Risikoorganisation des Konzerns genutzt wird.

Prognosebericht

Nach wie vor ist der Gesundheitsmarkt stark getrieben von der Alterung der Bevölkerung und der Zunahme chronischer Erkrankungen. Eine wesentliche Herausforderung der Zukunft wird es sein, in diesem Markt patientengerechte und kostenoptimierte Produkte und Services anzubieten. Hier ist die HARTMANN GRUPPE mit ihren stark an den Kundenbedürfnissen orientierten Lösungen auf einem guten Weg.

Wachstumsrückgang in den Schwellenländern

Der schwächere Konjunkturverlauf in einer Reihe von Schwellenländern hat die Weltbank dazu veranlasst, die Prognose für das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 auf 2,9 % zu senken.

Im Euroraum wird ein moderates Wachstum erwartet. Die Europäische Kommission prognostiziert für 2016 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 %. Mögliche Risiken werden jedoch auch hier in der Belastung des weltweiten Handels durch die Abschwächung in den Schwellenländern gesehen.

Die deutsche Wirtschaft wird laut OECD im Jahr 2016 um 1,9 % wachsen. Gestützt wird diese Prognose durch den nach wie vor robusten Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen, den schwachen Euro und einen rückläufigen Ölpreis. Wichtigste Stütze wird auch 2016 der private Konsum bleiben. Insgesamt herrscht für 2016 in Deutschland trotz Flüchtlingskrise, Terrorgefahr und China-Schwäche Optimismus vor.

Robustes Wachstum wird laut OECD auch für die USA in Aussicht gestellt. Laut Prognose soll dort die Wirtschaft um 2,5 % wachsen. Für China prognostiziert die OECD 6,5 % Wachstum.

Markt für Medizinprodukte weiterhin auf Wachstumskurs

Der Ausblick für die globale Gesundheitswirtschaft ist insgesamt positiv. Das leichte Wachstum der globalen Gesundheitsausgaben im Jahr 2015 wird sich nach Aussagen der Unternehmensberatung Deloitte auch 2016 weiter fortsetzen. Nach wie vor besteht eine große Diskrepanz zwischen den Industrie- und Schwellenländern.

Wesentliche Einflussfaktoren für die zukünftige Nachfrage nach Medizinprodukten sind weiterhin die nationale Konjunkturentwicklung und der demografische Wandel.

Deloitte sieht die Alterung der Bevölkerung als langanhaltenden Wachstumsfaktor sowohl in Westeuropa und Japan als auch in Ländern wie Argentinien und China, wo gleichzeitig ein starker Rückgang bei der Anzahl jüngerer Menschen zu beobachten ist. 2019 werden zum Beispiel in Europa etwa 21 % der Bevölkerung 65 Jahre und älter sein.

Zunehmende chronische Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck, aber auch Demenz sind dabei große Herausforderungen für alle nationalen Gesundheitssysteme. Die International Diabetes Federation schätzt die Anzahl der Menschen mit Diabetes auf 387 Mio. weltweit und erwartet bis zum Jahr 2035 eine Zunahme auf 592 Mio. Besonders China und Indien werden von dieser Entwicklung stark betroffen sein.

Vor allem in den Schwellenländern, insbesondere in Asien und im Mittleren Osten, erweist sich zudem die Zunahme der Haushalte mit hohem Einkommen (mehr als 25.000 USD jährlich) als zusätzlicher Wachstumstreiber. Laut Deloitte wird diese Zahl bis 2019 auf über 540 Mio. weltweit steigen. Der Anteil Asiens wird daran mehr als die Hälfte betragen.

Moderat steigende Umsatzerlöse und leichtes Ergebnisplus erwartet

Vor dem Hintergrund der Chancen aus dem demografischen Wandel und der Entwicklung in aufstrebenden Schwellenländern, aber auch der Risiken, die sich aus den Veränderungen in den nationalen Gesundheitssystemen ergeben, sieht sich HARTMANN gut aufgestellt, seinen profitablen Wachstumskurs fortzusetzen. Die erheblichen Volatilitäten in den Rohstoff- und Währungsmärkten werden wir aktiv managen. Zur Absicherung unseres organischen Wachstums setzen wir gezielt Investitionsschwerpunkte in etablierten und neuen Märkten, um unsere Marktposition in Schlüsselsortimenten, zum Beispiel in der modernen Wundbehandlung oder Infektionsprävention, auszubauen.

Die HARTMANN GRUPPE setzt in ihrem medizinischen Kerngeschäft auch weiterhin auf Akquisitionen und strategische Partnerschaften, um einerseits das Portfolio sinnvoll zu ergänzen und andererseits die Marktposition in den Absatzregionen zu verbessern.

Investitionen der vergangenen Jahre in interne Prozesse wirken sich sukzessive positiv auf die Ergebnisentwicklung der HARTMANN GRUPPE aus. Ein ständiges Arbeitsprogramm ist auch weiterhin die sorgfältige Überprüfung aller internen Prozesse und der damit verbundenen Kosten auf Produktivitätsreserven.

Wir gehen davon aus, dass sich die hohe Volatilität bei den Währungsrelationen im laufenden Jahr fortsetzen wird, was für HARTMANN sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Kurzfristig begegnen wir den Währungsrisiken durch Absicherungsmaßnahmen, die Schwankungen abfedern; mittel- und langfristig trägt die weitere Internationalisierung unseres Geschäfts zu einer stärkeren Risikostreuung bei. Auch bei den Rohstoffen sehen wir Volatilitäten, die eine Prognose erschweren. Wir beobachten die Entwicklungen genau und begegnen den Risiken mit nachhaltigen Effizienzsteigerungsprogrammen.

Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir davon aus, dass sich die geschilderten Schwerpunktprogramme und Maßnahmen positiv auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken werden. Unter sorgfältiger Abwägung aller Einflussfaktoren sind wir für das Geschäftsjahr 2016 vorsichtig optimistisch, mit moderat steigenden Umsatzerlösen ein leichtes Plus beim EBIT zu erzielen. Auf Basis eines organischen Wachstums planen wir, den Nettofinanzstatus moderat zu verbessern.

Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HARTMANN GRUPPE zu erwarten ist.

Aufsichtsrat, Vorstand, Beirat

Aufsichtsrat

Fritz-Jürgen Heckmann Wirtschaftsjurist Vorsitzender des Aufsichtsrats

Ralf Willeck* Erster Bevollmächtigter der IG Metall Heidenheim Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats ab 10. Dezember 2015

Peter Donath* Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 30. September 2015

Helmut Althammer Geschäftsführender Gesellschafter der Althammer GmbH u. Co. KG

Joachim Bader* Freigestellter Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Yvonne Brix* Betriebsratsmitglied der BODE Chemie GmbH

Dr. Werner Casper* Leiter Customer Solution Management

Christine Geppert* Freigestellte Betriebsratsvorsitzende der Karl Otto Braun GmbH & Co. KG

Gerhard Hirth Geschäftsführer der SCHWENK Geschäftsführungs GmbH

Horst Mund* Gewerkschaftssekretär beim Vorstand der IG Metall ab 1. Oktober 2015

Dr. Rinaldo Riguzzi früherer Chief Executive Officer und Vorsitzender des Vorstands der PAUL HARTMANN AG

Joachim E. Schielke früheres Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg und früherer Vorsitzender des Vorstands der Baden-Württembergischen Bank

Eduard Schleicher Persönlich haftender Gesellschafter der SCHWENK Zement KG

Vorstand

Andreas Joehle Chief Executive Officer und Vorsitzender des Vorstands

Dr. Felix Fremerey Chief Process Officer bis 31. August 2015

Dr. Raymund Heinen Chief Process Officer ab 1. Oktober 2015

Michel Kuehn Chief Operations Officer

Dr. Wolfgang Neumann Chief Medical Officer

Stephan Schulz Chief Financial Officer und Arbeitsdirektor

Beirat

Fritz-Jürgen Heckmann Wirtschaftsjurist Vorsitzender des Beirats

Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann Professorin für Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement der Technischen Universität Chemnitz

Wolfgang Feil früherer Hofkammerdirektor des Hauses Württemberg

Ulrich Gärtner früherer Geschäftsführer der Telegärtner Karl Gärtner GmbH bis 30. Juni 2015

Hans Kahlich früheres Vorstandsmitglied der PAUL HARTMANN AG

Bericht des Aufsichtsrats

Fritz-Jürgen Heckmann Vorsitzender des Aufsichtsrats der PAUL HARTMANN AG

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, das steigende Bewusstsein für die eigene Gesundheit ist ein nicht nachlassender Trend in der Gesellschaft. Menschen wünschen sich im Krankheitsfall eine optimale Versorgung und möchten zugleich Krankheiten so gut wie möglich vorbeugen. Die immer älter werdende Bevölkerung, die Nutzung von neuen Technologien wie Gesundheits-Apps sowie die Nivellierung von lokalen Unterschieden in der Behandlung von Patienten sind außerdem nur einige weitere Faktoren, die Bewegung in das Gesundheitswesen bringen und den Markt für Medizinprodukte auch in den kommenden Jahren wachsen lassen werden. Gefragt sind ganzheitliche, nachhaltige und innovative Lösungen, die dabei helfen, Medizin und Pflege auf hohem Versorgungsniveau bezahlbar zu halten. Dabei kommt es darauf an, offen für neue Ideen zu bleiben und die Anforderungen der Kunden mit den wirtschaftlichen Erfordernissen zu verknüpfen.

Im Geschäftsjahr 2015 hat der HARTMANN-Vorstand in enger Zusammenarbeit mit der Belegschaft weitere entscheidende Schritte im Rahmen der strategischen Neuausrichtung vollzogen. Der Anspruch ist und bleibt ehrgeizig: Das Unternehmen möchte weltweit eine führende Rolle als Anbieter von Gesundheitsversorgungen einnehmen und zugleich das Markenversprechen "Gesundheit ist unser Antrieb" jeden Tag aufs Neue in die Tat umsetzen. Um das Wachstum der HARTMANN GRUPPE weiter voranzutreiben, wurden neue Ziele und Strategien konsequent umgesetzt und die Rahmenbedingungen im Konzern weiter optimiert.

Im Berichtsjahr wurde mit Nachdruck an der Fortentwicklung von einfach anzuwendenden und effizienten Wundbehandlungsmethoden sowie an einer verstärkten Ausrichtung auf die ambulante Inkontinenzversorgung gearbeitet. Außerdem wurden die Consumer-Marketing-Aktivitäten in Apotheken intensiviert. Die Umsetzung der neuen Konzepte trägt inzwischen zum profitablen Wachstumskurs der HARTMANN GRUPPE bei. Dieser Erfolg ist in hohem Maße darauf zurückzuführen, dass Führungskräfte und Mitarbeiter gemeinsam die Themen Entscheidungsmentalität, Verbindlichkeit und Eigenverantwortung nachhaltig in der Unternehmenskultur verankern und Veränderungsprozesse mit vereinten Kräften angehen

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2015 aufmerksam begleitet und die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand sorgfältig und regelmäßig überwacht und ihn bei wesentlichen Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Er hat sich durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands regelmäßig, zeitnah und ausführlich über die Lage des Unternehmens und über wichtige Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Hierzu gehörten monatliche Berichte über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Liquiditätslage sowie die Quartalsabschlüsse einschließlich der jeweiligen Plan-Ist-Abweichungen und der Vorschaurechnungen.

In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Alle Maßnahmen, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsgemäßer Bestimmungen oder der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats dessen Zustimmung erforderten, wurden dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung vorgelegt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorsitzenden des Vorstands in ständigem Dialog und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten. Überdies führte der Aufsichtsratsvorsitzende Regelgespräche mit dem Chief Compliance Officer und dem Vice President Internal Audit and Risk Reduction Management der HARTMANN GRUPPE.

Schwerpunkte der Beratungen im Gesamtgremium

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 sechs Sitzungen – am 18. März, 19. März, 8. Mai, 19. Juni, 18. September und 10. Dezember – abgehalten.

Wesentlicher Bestandteil aller Aufsichtsratssitzungen war die Erörterung der Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns, die auf der Grundlage der Berichterstattung des Vorstands geführt wurde. Bei allen Sitzungen wurden außerdem die Rentabilität einzelner Geschäftssegmente sowie die Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung und der Finanzlage thematisiert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden dem Gremium vom Vorstand im Einzelnen erläutert. Ausführlich diskutiert wurden auch die Entwicklungen der Rohstoff- und Währungsmärkte und ihre Auswirkung auf den Geschäftsverlauf sowie die Geschäftslage einzelner Konzerngesellschaften. Darüber hinaus wurden der Strategieansatz und die kurz- und mittelfristige Unternehmensplanung mit den Schwerpunkten Absatzmärkte und integrierte Systemangebote in den medizinischen Kernsegmenten und bei den weiteren Konzernaktivitäten behandelt sowie weitere Themen aus den Bereichen Compliance, Akquisitionen, Finanzen, Investitionen, Personal und Revision. Zu den Aufsichtsratssitzungen wurden themenbezogen unternehmensinterne Referenten als Gäste eingeladen.

In der Sitzung am 18. März 2015 beschäftigte sich der Aufsichtsrat in Abwesenheit des Vorstands mit der Effizienz seiner Tätigkeit und traf Festlegungen für die künftige Arbeit. Die Effizienz der Aufsichtsratstätigkeit mit entsprechender Schwerpunktbildung wurde überprüft.

Wesentlicher Gegenstand der Sitzung am 19. März 2015 war die Billigung bzw. Feststellung des Jahres- und Konzernjahresabschlusses 2014. Daneben ließ sich der Aufsichtsrat über das Talent-Management informieren; ein strategisches Programm, das konzernweit die unternehmensinterne, qualifizierte Besetzung von Schlüsselpositionen fördern soll. Das Gremium befasste sich zudem mit der Vorstandsvergütung, insbesondere mit den variablen Bestandteilen für das Geschäftsjahr 2014 und den Vorgaben für 2015, und beschloss die Verlängerung der Amtszeit von Herrn Andreas Joehle als Vorsitzendem des Vorstands.

Die Sitzung am 8. Mai 2015 diente der Vorbereitung der Hauptversammlung, die an diesem Tag stattfand.

In der Sitzung am 19. Juni 2015 beschäftigte sich das Gremium – in Fortführung der Beratungen aus dem Jahr 2014 – mit Projekten, mit denen das Unternehmen seinen langfristigen Wachstumskurs absichern will. Der Aufsichtsrat fasste an diesem Tag den Beschluss über die künftige Besetzung des Vorstandsressorts des Chief Process Officers durch Herrn Dr. Raymund Heinen, einschließlich der Laufzeit seiner Bestellung zum Vorstand, des Dienstvertrages sowie der Vergütung. Am selben Tag nahm der Aufsichtsrat außerhalb der Sitzung eine Weiterbildungsmaßnahme zur Marktmissbrauchsverordnung der Europäischen Union wahr.

Schwerpunkte der Beratungen des Gremiums am 18. September 2015 waren zum einen die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand der PAUL HARTMANN AG, zum anderen die Erörterung der Strategie des Geschäftssegments Inkontinenz sowie der Strategie für den US-amerikanischen Markt.

Die Planung für das Jahr 2016 wurde nach Erörterung mit dem Vorstand am 10. Dezember 2015 genehmigt. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die strategische Ausrichtung der Kneipp-Gruppe und der CMC-Gruppe informieren. Am selben Tag nahm der Aufsichtsrat außerhalb der Sitzung an einer Weiterbildungsmaßnahme zu den Kennziffern zur Beurteilung des Unternehmens teil.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat vier Ausschüsse: den Ausschuss für personelle Angelegenheiten des Vorstands (Präsidialausschuss), den Prüfungsausschuss, den Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG und den Nominierungsausschuss.

Sowohl dem Präsidialausschuss als auch dem Vermittlungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende FritzJürgen Heckmann als Vorsitzender sowie Christine Geppert, Eduard Schleicher und Ralf Willeck (ab 10. Dezember 2015) bzw. Peter Donath (bis 30. September 2015) an. Der Präsidialausschuss tagte im Berichtszeitraum viermal (10. März, 26. Mai, 18. September, 10. Dezember) und hat sich unter anderem vorbereitend mit den Grundlagen der Zusammenarbeit mit den Vorständen und der Vergütung für die Vorstandsmitglieder im Rahmen des bestehenden Vergütungssystems befasst. Weitere Themen waren die Vorbereitung der Beschlüsse im Zusammenhang mit den Veränderungen im Vorstand und die Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Vorstandsvorsitzenden.

Der Vermittlungsausschuss, der wie erläutert in der Besetzung identisch mit dem Präsidialausschuss ist, hat 2015 nicht getagt. Der Nominierungsausschuss, dem FritzJürgen Heckmann und Eduard Schleicher angehören, ist im Geschäftsjahr 2015 ebenfalls nicht zusammengetreten.

Dem Prüfungsausschuss gehörten im Jahr 2015 Eduard Schleicher (Vorsitzender), FritzJürgen Heckmann, Horst Mund (ab 10. Dezember 2015) bzw. Peter Donath (bis 30. September 2015) und Ralf Willeck an. Der Prüfungsausschuss kam im Jahr 2015 zu drei Sitzungen – am 10. März, 18. Juni und 17. September – zusammen, an denen jeweils auch Mitarbeiter des Abschlussprüfers teilnahmen. Schwerpunkte seiner Tätigkeit waren die Prüfung des Jahresabschlusses der PAUL HARTMANN AG und des Konzernabschlusses der HARTMANN GRUPPE, die Vorbereitung der Bilanzfeststellungssitzung sowie die Beratung des Vorstands in Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Außerdem waren die Erörterung und Festlegung der Prüfungsschwerpunkte im Rahmen der Abschlussprüfung, die Empfehlung über die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und die Überwachung seiner Unabhängigkeit Gegenstand ausführlicher Beratungen. Darüber hinaus beschäftigte sich der Prüfungsausschuss mit den Überwachungsaufgaben des Aufsichtsrats hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses und der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS). Weitere Sitzungsschwerpunkte waren der Risikoreduktionsbericht sowie die Ergebnisse der im Jahr 2015 durchgeführten Revisionen.

Über die Arbeit der Ausschüsse wurde der gesamte Aufsichtsrat in der jeweils nachfolgenden Sitzung unterrichtet.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2015 und des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) sowie Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2015

Der Prüfungsausschuss hat sich zur Vorbereitung der Prüfung und Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat in einer Sitzung am 7. März 2016, in Anwesenheit des Abschlussprüfers, eingehend mit dem vom Vorstand aufgestellten und erläuterten Jahresabschluss und Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, dem Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie dem Vorschlag

des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns befasst. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk mit dem Abschlussprüfer diskutiert.

Der Prüfungsausschuss hat sich ferner in dieser Sitzung mit dem vom Vorstand aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG beschäftigt.

Der Abschlussprüfer berichtete in der Bilanzfeststellungssitzung am 15. März 2016 über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Zudem erläuterte er ausführlich die Prüfungsberichte. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auf Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der PAUL HARTMANN AG, den Konzernabschluss und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörtert. Grundlagen der Prüfungen des Aufsichtsrats waren die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers, die jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zugesandt wurden, und die Berichterstattung des Vorstands.

Die von der Hauptversammlung gewählte PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat unter Einbeziehung der Buchführung den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG sowie den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat hat ferner, auf Basis der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss und in Anwesenheit der Abschlussprüfer, den vom Vorstand aufgestellten und erläuterten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 (Abhängigkeitsbericht) gemäß § 312 AktG geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer hat folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, 3. bei den im Berichtsjahr aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Die Berichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Vorprüfung des Prüfungsausschusses und der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher am 15. März 2016 den Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG und den Konzernabschluss auf der Bilanzfeststellungssitzung gebilligt. Der Jahresabschluss 2015 der PAUL HARTMANN AG ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, einschließlich der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 6,70 EUR pro Aktie, schließt sich der Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis seiner Prüfung den Abhängigkeitsbericht gebilligt und schließt sich ferner dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Zum 30. September 2015 schied Peter Donath aufgrund der altersbedingten Beendigung seiner beruflichen Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats aus dem Gremium aus. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 wurde Horst Mund gerichtlich als Vertreter der Gewerkschaften im Aufsichtsrat bestellt. Aufgrund des Ausscheidens von Peter Donath waren auch dessen Nachfolger in den Funktionen des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats zu bestimmen. Mit Wirkung zum 10. Dezember 2015 wählte der Aufsichtsrat Ralf Willeck zum stellvertretenden Vorsitzenden und damit zugleich zum Mitglied des Ausschusses nach § 27 MitbestG und des Präsidialausschusses. Horst Mund wurde ebenfalls mit Wirkung zum 10. Dezember 2015 zum Mitglied des Prüfungsausschusses gewählt. Die PAUL HARTMANN AG dankt Herrn Donath, der dem Aufsichtsrat seit dem 11. Juli 2003 angehört hatte, für die vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit, insbesondere für den äußerst kompetenten Rat und die nachhaltige Unterstützung, die er dem Aufsichtsrat und auch dem Vorstand zur Verfügung gestellt hat. Im Übrigen blieb die Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Berichtsjahr unverändert.

Nach neun erfolgreichen Jahren als Vorstandsmitglied der PAUL HARTMANN AG und Chief Process Officer der HARTMANN GRUPPE hat sich Dr. Felix Fremerey entschieden, das Unternehmen zu verlassen, und schied zum 31. August 2015 aus dem Vorstand aus, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen. Die PAUL HARTMANN AG bedankt sich bei ihm für seinen wertvollen Beitrag zur positiven Unternehmensentwicklung, bedauert sein Ausscheiden sehr und wünscht ihm für seine weitere berufliche Zukunft alles Gute. Zum 1. Oktober 2015 wurde Dr. Raymund Heinen zum ordentlichen Vorstandsmitglied der PAUL HARTMANN AG und Chief Process Officer bestellt. Daneben blieb die Zusammensetzung des Vorstands im Berichtsjahr unverändert. Im Zuge der personellen Veränderungen im Vorstand und organisatorischer Umgestaltungen wurde zum 1. Oktober 2015 bzw. mit Wirkung zum 1. Januar 2016 die Geschäftsverteilung des Vorstands fortentwickelt.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Konzerngesellschaften der HARTMANN GRUPPE sowie der Unternehmensleitung für ihren persönlichen Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2015.

Mit freundlichen Grüßen

FritzJürgen Heckmann Vorsitzender

Heidenheim, den 15. März 2016

Standorte weltweit

Wesentliche Länderorganisationen in der HARTMANN GRUPPE

DE

BODE Chemie GmbH Melanchthonstraße 27

22525 Hamburg Telefon +49 40 540060 GF: Dr. Klaus Ruhnau

Karl Otto Braun

GmbH & Co. KG Lauterstraße 50 67752 Wolfstein Telefon +49 6304 740 GF: Dr. Philipp Stradtmann

CMC Consumer Medical Care GmbH

Eichendorffstraße 12-14 89567 Sontheim an der Brenz Telefon +49 7325 92440 GF: Dr. Rainer Mangold

Kneipp GmbH

Winterhäuser Straße 85 97084 Würzburg Telefon +49 931 80020 GF: Christoph Hirschmann

Sanimed GmbH

Gildestraße 68 49479 Ibbenbüren Telefon +49 5451 9230 GF: Till Hortmann

AE

PAUL HARTMANN Middle East FZE

Al Tawar Road Dubai Airport Free Zone West Wing 3, Office 222 Dubai Telefon +971 4 2996996 GF: Alexander Burger

AT

PAUL HARTMANN Ges.mbH

IZ-NÖ-SÜD, Straße 3 2355 Wiener Neudorf Telefon +43 2236 646300 GF: Michal Krejsa

AU

PAUL HARTMANN Pty. Ltd. Level 5,

1 Thomas Holt Drive Macquarie Park NSW 2113 Telefon +61 2 87627000 GF: Mark Summerville

BE

N.V. PAUL HARTMANN S.A.

1, Avenue Paul Hartmann 1480 Saintes Telefon +32 2 3914444 GF: Marc Vander Gucht

BR

Bace Comércio Internacional Ltda.

Av. Presidente Kennedy, n° 2.299, parte D Jardim Marieta – Osasco São Paulo, Brazil CEP 06298-190 Telefon +5511 3168 0226 GF: Ronald Lorentziadis

CH

IVF HARTMANN AG Victor-von-Bruns-Strasse 28 8212 Neuhausen Telefon +41 52 6743111 GF: Dr. Claus Martini

CN

KOB (Qingdao) Medical Devices Co., Ltd.

71, Zhufeng Street, Jiaonan Qingdao 266400 Telefon +86 532 86185805 GF: Ian Rawcliffe

PAUL HARTMANN (Shanghai) Trade Co., Ltd.

Rm. 1001-1003, Block A, New Caohejing International Business Center 391, Gui Ping Road Shanghai 200233 Telefon +86 21 54263500 GF: Glen Wang

CZ

HARTMANN-RICO a.s.

Masarykovo nám. 77 66471 Veverská Bítýška Telefon +420 549 456229 GF: Tomáš Groh

DK

PAUL HARTMANN A/S

Arne Jacobsens Allé 7, 5. s. Center Boulevard 2300 København Telefon +45 48 220400 GF: Joakim Eurenius

DZ

Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L.

Villa № 10 Lotissement communal № 3 Rouiba Telefon +213 21 855330 GF: Mohamed Achaibou

ES

Laboratorios HARTMANN S.A.

Polígono Industrial Pla d'en Boet II Carrasco i Formiguera, 48 08302 Mataró Telefon +34 93 7417100 GF: Marc Pérez Pey

FR

PAUL HARTMANN S.A.

9, Route de Sélestat Châtenois 67607 Sélestat Cedex Telefon +33 3 88824343 GF: Michel Kuehn

GB

PAUL HARTMANN Ltd.

Heywood Distribution Park Pilsworth Road Heywood/Lancashire OL10 2TT Telefon +44 1706 363200 GF: Olaf Heinzel

GR PAUL HARTMANN Hellas A.E.

L. Vouliagmenis 140 16674 Glyfada/Athina Telefon +30 210 8986630 GF: Dr. Panos Koronakis

HK

PAUL HARTMANN

Asia-Pacific Ltd. Suite 2501, 25th Floor Manhattan Place 23 Wang Tai Road Kowloon Bay, Kowloon Hong Kong/China Telefon +852 29537100 GF: Jerome Besnard

HR

PAUL HARTMANN d.o.o.

Karlovačka cesta 4 F 10020 Zagreb Telefon +385 1 4812844 GF: Alfred Racek

HU

HARTMANN-RICO Hungária Kft. Budapark, Paul Hartmann u. 8 2051 Biatorbágy Telefon +36 23 530900 GF: László Hornyák

IN

PAUL HARTMANN Medical Private Ltd.

Administrative Office No. 119 & 120, Trichy Road Onipudur Coimbatore – 641016 Telefon +91 422 200433 GF: Dr. Aravamudhan Shanmugavasan

IT

PAUL HARTMANN S.p.A.

Via della Metallurgia, 12 - ZAI 2 37139 Verona Telefon +39 045 8182411 GF: Dr. Giovanni Renna

MA

PAUL HARTMANN S.A.R.L. 7, rue Ibn El Jaouzi 20100 Casablanca Telefon +212 22 483923 GF: Rachid El Meskouri

NL

PAUL HARTMANN B.V.

Kerkenbos 11-03d 6546 BC Nijmegen Telefon +31 24 7112000 GF: Rudolf Marinus Krouwel

PL

PAUL HARTMANN Polska Sp. z o.o.

ul. Partyzancka 133/151 95-200 Pabianice Telefon +48 42 2252260 GF: Grażyna Żeromska-Tiszler

PT

PAUL HARTMANN LDA

Av. Severiano Falcão, 22 - 2° 2685-378 Prior Velho Telefon +351 21 9409920 GF: José Manuel Toscano De Mendonça

RO

S.C. PAUL HARTMANN S.R.L.

Str. Arany Janos, nr. 46, et. 1 540045 Târgu Mureş Telefon +40 265 2109280 GF: Dr. Cristina Popp

RU

PAUL HARTMANN OOO

Kozhevnicheskaya Ulitsa 7-1 Moskwa 115114 Telefon +7 495 7969961 GF: Jury Wiktorowitsch Kalabin

SE

HARTMANN-ScandiCare AB

Depågatan 2 33421 Anderstorp Telefon +46 371 587400 GF: Joakim Eurenius

SI

PAUL HARTMANN Adriatic d.o.o.

Letališka cesta 3c 1000 Ljubljana Telefon +386 1 5484581 GF: Alfred Racek

SK

HARTMANN-RICO spol. s r.o.

Einsteinova 24 85101 Bratislava Telefon +421 268 299101 GF: Tomáš Groh

TR

PAUL HARTMANN Ltd. Sti.

Barbaros M. Dereboyu C. Feslegen S. Uphill Towers A1-A Blok D:9 34746 Batı Ataşehir Ataşehir/Istanbul Telefon +90 216 6885370 GF: Ercüment Bilgen

US

HARTMANN USA, Inc.

481 Lakeshore Parkway Rock Hill, SC 29730 Telefon +1 803 3257600 GF: Mark Lacerte

ZA

HARTMANN-Vitamed (Pty) Ltd.

Northlands Production Park Corner New Market / Epsom Avenue Northriding 2068 Randburg Telefon +27 11 7047420 GF: Bill Kelly

Konzernbilanz der HARTMANN GRUPPE

in Tausend EUR Anhang 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 1 347.568 363.211
Immaterielle Vermögenswerte 2 114.092 109.254
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 3 3.866 4.447
Finanzielle Vermögenswerte 4 1.563 2.233
Sonstige Forderungen 5 3.628 2.955
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 6 5.727 2.969
Aktive latente Steuern 7 25.676 25.052
502.120 510.121
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 8 300.972 324.201
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9 324.940 334.911
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 10 6.106 6.678
Finanzielle Vermögenswerte 11 23.982 12.238
Zahlungsmittel 12 89.080 90.470
745.080 768.498
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0 0
Bilanzsumme Aktiva 1.247.200 1.278.619
in Tausend EUR Anhang 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015
Passiva
Eigenkapital 13
Gezeichnetes Kapital 91.328 91.328
Kapitalrücklage 47.902 47.902
Eigene Anteile -31 -31
Gewinn- und andere Rücklagen 449.935 508.780
Ergebnisanteil der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 73.551 78.872
Eigenkapital der Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 662.685 726.851
Nicht beherrschende Anteile 27.685 32.247
690.370 759.098
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten 14 92.666 58.594
Passive latente Steuern 7 1.422 1.361
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 15 152.563 143.233
Sonstige Rückstellungen 16 26.609 22.460
Sonstige Verbindlichkeiten 17 3.249 2.721
276.509 228.369
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten 18 221.446 228.349
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 19 27.704 34.441
Finanzielle Verbindlichkeiten 20 12.240 10.962
Sonstige Rückstellungen 16 18.931 17.400
280.321 291.152
Bilanzsumme Passiva 1.247.200 1.278.619

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der HARTMANN GRUPPE

in Tausend EUR Anhang 2014 2015
Umsatzerlöse 1.862.035 1.941.004
Bestandsveränderungen 2.026 -772
Andere aktivierte Eigenleistungen 3.955 4.605
Gesamtleistung 1.868.016 1.944.837
Sonstige Erträge 21 39.644 90.604
Materialaufwand 22 -814.245 -869.469
Personalaufwand 23 -467.332 -483.999
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 24 -60.828 -66.757
Sonstige Aufwendungen 25 -442.824 -482.555
Betriebsergebnis 1 122.431 132.661
Finanzierungsaufwendungen -10.103 -9.042
Finanzierungserträge 1.331 1.129
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.093 1.335
Finanzergebnis 26 -7.679 -6.578
Ergebnis vor Steuern 114.752 126.083
Ertragsteuern 27 -36.405 -41.305
Konzernergebnis 78.347 84.778
davon entfallen auf:
die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 73.551 78.872
die nicht beherrschenden Anteile 4.796 5.906
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 28 20,71 22,21

1 Entspricht dem EBIT der HARTMANN GRUPPE

Konzern-Gesamtergebnisrechnung der HARTMANN GRUPPE

in Tausend EUR 2014 2015
Konzernergebnis 78.347 84.778
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen und ähnlichen
Verpflichtungen (vor Steuer)
-39.580 11.579
Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern 10.721 -4.328
Posten ohne Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung -28.859 7.251
Währungsumrechnung 2.704 6.310
Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (vor Steuer) 18.210 -6.684
Direkt im Eigenkapital erfasste latente Steuern -5.204 1.980
Posten mit Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung 15.710 1.606
Gesamtergebnis 65.198 93.635
davon entfallen auf:
die Aktionäre der PAUL HARTMANN AG 61.632 87.252
die nicht beherrschenden Anteile 3.566 6.383

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals der HARTMANN GRUPPE

in Tausend EUR Kapitalrücklage
Gezeichnetes
Kapital
Eigene Anteile
Stand 1. Januar 2014 91.328 47.902 -31
Gesamtergebnis 0 0 0
Dividendenzahlung 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0
Stand 31. Dezember 2014 91.328 47.902 -31
Stand 1. Januar 2015 91.328 47.902 -31
Gesamtergebnis 0 0 0
Dividendenzahlung 0 0 0
Einstellung in Rücklagen 0 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0
Stand 31. Dezember 2015 91.328 47.902 -31
Gesamt Nicht
beherrschende
Eigenkapital der
Aktionäre
Ergebnisanteil
der Aktionäre
Gewinn- und andere Rücklagen
Anteile der PAUL
HARTMANN AG
der PAUL
HARTMANN AG
Währungs
umrechnung
Marktbewertung
finanzieller
Vermögenswerte/
Verbindlichkeiten
Versicherungs
mathematisch
eGewinne und
Verluste
Konzern
Gewinn
rücklagen
647.042 25.744 621.298 57.412 5.771 -6.344 -23.790 449.051
65.198 3.566 61.632 73.551 2.147 13.006 -27.073 0
-21.799 -1.554 -20.245 -20.245 0 0 0 0
0 0 0 -37.167 0 0 0 37.167
-71 -71 0 0 0 0 0 0
690.370 27.685 662.685 73.551 7.918 6.662 -50.863 486.218
690.370 27.685 662.685 73.551 7.918 6.662 -50.863 486.218
93.635 6.383 87.252 78.872 3.969 -4.704 9.115 0
-24.932 -1.846 -23.086 -23.086 0 0 0 0
0 0 0 -50.465 0 0 0 50.465
25 25 0 0 0 0 0 0
759.098 32.247 726.851 78.872 11.887 1.958 -41.748 536.683

Konzern-Kapitalflussrechnung der HARTMANN GRUPPE

in Tausend EUR 2014 2015
Ergebnis vor Steuern 114.752 126.083
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (–) auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und
finanzielle Vermögenswerte
60.828 66.317
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (–) 4.984 3.476
Zinsergebnis 8.772 7.913
Gezahlte Ertragsteuern -29.931 -35.159
Gewinn (–)/Verlust (+) aus Abgängen von langfristigem Vermögen -495 -478
Cash-Flow 158.910 168.152
Zunahme (–)/Abnahme (+) der Vorräte 2.067 -21.426
Zunahme (–)/Abnahme (+) der kurz- und langfristigen Forderungen 64 -10.411
Zunahme (+)/Abnahme (–) der kurz- und langfristigen Rückstellungen -1.294 -4.330
Zunahme (+)/Abnahme (–) der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten (ohne finanzielle
Verbindlichkeiten)
10.736 4.826
Mittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit (operativer Cash-Flow) 170.483 136.811
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -72.451 -73.819
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 4.568 2.164
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte 0 -2.689
Einzahlungen aus Dividenden aus finanziellen Vermögenswerten 468 390
Einzahlungen aus Zinsen 1.172 1.021
Auszahlungen für den Erwerb von Konzernunternehmen (abzüglich übernommener
Zahlungsmittel)
-3.181 -193
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -69.424 -73.126
Free-Cash-Flow 101.059 63.685
Zahlung der Dividende der PAUL HARTMANN AG -20.245 -23.086
Zahlung der Dividende an Minderheitsgesellschafter -1.554 -1.846
Einzahlungen aus der Aufnahme von kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten 1.587 1.123
Auszahlungen für die Tilgung von kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten -43.510 -35.806
Auszahlungen für Zinsen -5.669 -5.051
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen bei bestehender Kontrolle -71 0
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -69.462 -64.666
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 31.597 -981
Entwicklung des Finanzmittelbestands
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 56.841 89.080
Wechselkursbedingte Wertänderungen des Finanzmittelbestands 642 2.371
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 31.597 -981
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 89.080 90.470

Konzernanhang der HARTMANN GRUPPE

Allgemeine Angaben

Die PAUL HARTMANN AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm unter der Nr. HRB 661090 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist die Paul-Hartmann-Straße 12 in 89522 Heidenheim, Deutschland. Die Satzung besteht in der Fassung vom 13. September 2012. Die Firma der Gesellschaft lautet PAUL HARTMANN AG. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Gegenstand des Unternehmens sind die Herstellung und/oder der Vertrieb von Produkten, die mit den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden im weitesten Sinne im Zusammenhang stehen. Gemeinsam mit prozessbegleitenden Dienstleistungen werden diese als Systemlösungen für Medizin und Pflege angeboten.

Herr Eduard Schleicher, Ulm, hat uns im August 2014 gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihm eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Muttergesellschaft, der PAUL HARTMANN AG, gehört.

Der Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG, wurde nach den zum Bilanzstichtag zur Anwendung in der Europäischen Gemeinschaft ratifizierten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Daneben werden alle für das Geschäftsjahr 2015 ratifizierten Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet.

Die PAUL HARTMANN AG macht von der Vorschrift des § 315a, III HGB Gebrauch und erstellt und veröffentlicht einen Abschluss nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Darüber hinaus werden alle nach deutschem Handelsrecht verlangten Angaben und Erläuterungen veröffentlicht, auch wenn sie nach IFRS nicht verpflichtend sind. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt, die Wertangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend beziehungsweise in Millionen Euro. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet, was bei der Addition zu geringfügigen Abweichungen führen kann.

Folgende in den Konzernabschluss der PAUL HARTMANN AG einbezogene deutsche Tochtergesellschaften machten im Geschäftsjahr 2015 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Absatz 3 beziehungsweise § 264b HGB Gebrauch:

  • Bode Chemie GmbH, Hamburg
  • CMC Consumer Medical Care GmbH, Düren
  • DIG Dienstleistungen im Gesundheitswesen GmbH, Ibbenbüren
  • HARTMANN Beteiligungen GmbH, Heidenheim
  • Karl Otto Braun GmbH & Co. KG, Wolfstein
  • Kneipp GmbH, Würzburg
  • QMService GmbH, Heidenheim
  • Reha-Service Loose GmbH, Hamburg
  • Reha und Rollstuhl Handels GmbH, Leipzig
  • Sanimed GmbH, Ibbenbüren
  • Vlesia GmbH, Herbrechtingen

Die Bilanz wird gemäß IAS 1.60 ff. in langfristige und kurzfristige Posten untergliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren dargestellt. Die Zusammensetzung einzelner Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wird im Anhang erläutert. Der Konzernabschluss ist auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum Marktwert bilanziert sind.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung der Werthaltigkeit nicht finanzieller Vermögenswerte, der Bestimmung des Fair Value bei einigen Finanzinstrumenten sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien.

Die von Annahmen und Schätzungen betroffenen Parameter umfassen vor allem die bei der Anwendung von Barwertmethoden verwendeten zukünftigen Cash-Flows, Abzinsungssätze und die Preisentwicklung bestimmter Rohstoffe. Bei der Bewertung von Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten besteht außerdem Unsicherheit in Bezug auf den Eintrittszeitpunkt und die Höhe des zu versteuernden Einkommens. Im Bereich der Rückstellungen werden Annahmen zur Bestimmung von Abzinsungssätzen, künftiger Lohn- und Gehaltssteigerungen, der Sterblichkeitsrate und Rentensteigerungen sowie der Fluktuationsrate getroffen.

Obwohl diese Schätzungen und Annahmen mit größter Sorgfalt auf Basis aller verfügbaren Informationen vorgenommen beziehungsweise getroffen wurden, können die tatsächlichen Ergebnisse davon abweichen.

Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Erstmals angewendete Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2015 fanden einige Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die im Mai 2013 veröffentlichte Interpretation IFRIC 21 "Abgaben" beschäftigt sich mit der Bilanzierung öffentlicher Abgaben, die keine Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 "Ertragsteuern" oder Beträge sind, die nur stellvertretend für eine staatliche Behörde abgeführt werden. Insbesondere wird klargestellt, wann Verpflichtungen zur Zahlung derartiger Abgaben im Abschluss als Verbindlichkeiten oder Rückstellungen zu erfassen sind. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen, und hat keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.

Im Rahmen seines Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen veröffentlichte der IASB im Dezember 2013 den Änderungsstandard "Annual Improvements to IFRS 2011-2013 Cycle". Dieser enthält Klarstellungen zu den Standards IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS", IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" und IAS 40 "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien", welche entsprechend überarbeitet wurden. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, und haben keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE.

Noch nicht anzuwendende neue beziehungsweise geänderte Rechnungslegungsstandards

Neue Rechnungslegungsstandards

  • IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
  • IFRS 9 "Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung/Wertminderungen/Hedge Accounting"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.

Geänderte Rechnungslegungsstandards

  • IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen.
  • IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
  • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
  • IAS 16 und IAS 41 "Produzierende Pflanzen"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
  • IAS 27 "Einzelabschlüsse Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
  • IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
  • IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen Erwerb von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit"; frühestens anzuwenden für alle Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.

Des Weiteren werden sich diverse Standards im Zusammenhang mit dem Annual-Improvements-Project Zyklus 2010-2012 (für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen) und Zyklus 2012-2014 (für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen) ändern.

Aus der Anwendung der genannten Standards werden sich nach derzeitiger Einschätzung für den Konzernabschluss der HARTMANN GRUPPE keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. Es werden jedoch künftig erweiterte Anhangangaben erwartet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses angewendet wurden, dargestellt:

Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden Tochterunternehmen

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen (inklusive Zweckgesellschaften), bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanzund Geschäftspolitik innehat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob der Konzern eine andere Gesellschaft beherrscht, wird das Vorhandensein und der Effekt von potenziellen Stimmrechten, die jederzeit ausübbar oder wandelbar sind, berücksichtigt.

Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung vorliegt, und werden nicht mehr voll konsolidiert, wenn das Beherrschungsverhältnis endet. Für Akquisitionen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 nach der Methode der vollständigen Neubewertung (Erwerbsmethode), das heißt Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten, soweit sie die Ansatzkriterien des IFRS 3 erfüllen, werden mit ihren Fair Values zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Hierfür lagen entsprechende Zwischenabschlüsse vor. Ein verbleibender, auf den Konzern entfallender Unterschiedsbetrag wird als Goodwill im Anlagevermögen ausgewiesen und entsprechend IFRS 3 in Verbindung mit IAS 36 einem zumindest jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Ein verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird sofort erfolgswirksam vereinnahmt. Beim sukzessiven Unternehmenserwerb erfolgt zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung zum Fair Value der bereits gehaltenen Anteile an dem erworbenen Unternehmen.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss der PAUL HARTMANN AG.

Eine Aufstellung der vollkonsolidierten Tochterunternehmen ist bei den sonstigen Erläuterungen enthalten.

Assoziierte Unternehmen und Joint Ventures

Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Bei Joint Ventures liegt eine gemeinschaftliche Führung vor, in der Regel mit einem Anteilsbesitz von 50 %. Als assoziierte Unternehmen werden diejenigen bezeichnet, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss besitzt und in der Regel zwischen 20 und 50 % der Stimmrechte hält, ohne das Unternehmen zu beherrschen. Die Erstbewertung der Anteile von assoziierten Unternehmen und Joint Ventures erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Beteiligungsbuchwerte enthalten den beim Anteilserwerb identifizierten Goodwill nach Abzug von Wertminderungen. Die Bilanzierung nach der Equity-Methode wird zum Zeitpunkt des Wegfallens des maßgeblichen Einflusses

auf ein assoziiertes Unternehmen oder auf ein Joint Venture beendet. Wenn der Buchwert der Anteile an dem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture den Wert Null erreicht, werden keine weiteren Verlustanteile erfasst, es sei denn, dass der Konzern zusätzlich Verbindlichkeiten oder Garantien für das assoziierte Unternehmen übernommen hat.

Eine Aufstellung der nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen ist in den sonstigen Erläuterungen enthalten.

Konzerninterne Transaktionen

Alle konzerninternen Transaktionen und Salden sowie nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen innerhalb des Konzerns werden eliminiert. Nicht realisierte Verluste aus Transaktionen innerhalb des Konzerns werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, der Verlust resultiert aus einer zuvor erfolgten Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts.

Währungsumrechnung

Funktionale Währung und Berichtswährung

Die im Jahresabschluss jedes Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden in der Währung ermittelt, die die Währung des primären Wirtschaftsumfelds ist, in dem das Unternehmen tätig ist (funktionale Währung). Der Konzernabschluss wird in der Berichtswährung Euro dargestellt, die gleichzeitig die funktionale Währung der PAUL HARTMANN AG ist.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Gewinne und Verluste aus der Begleichung solcher Geschäftsvorfälle sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

Die Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung enthalten auch Währungsdifferenzen aus Schuldverschreibungen und anderen monetären finanziellen Vermögenswerten, die zum Fair Value bewertet werden. Währungsdifferenzen aus zur Veräußerung verfügbaren, nicht-monetären Vermögenswerten werden im Bedarfsfall in der Gewinnrücklage im Eigenkapital erfasst.

Umrechnung der Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in die Berichtswährung des Konzerns umgerechnet. Die Bilanzposten werden zum Umrechnungskurs am 31. Dezember umgerechnet. Währungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung ergeben, werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Beim Abgang einer ausländischen Gesellschaft werden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil des Veräußerungsgewinns beziehungsweise -verlusts berücksichtigt.

Der Goodwill und Anpassungen der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den Fair Value, die aus dem Erwerb einer ausländischen Gesellschaft resultieren, werden zu Stichtagskursen umgerechnet.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Es bestehen keine wesentlichen Rückbau- oder Rekultivierungsverpflichtungen. Die planmäßige Abschreibung wird für jeden Vermögenswert linear auf Basis der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berechnet.

Geschätzte Nutzungsdauer:
Gebäude 15 – 40 Jahre
Maschinen und maschinelle Anlagen 8 – 15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie
Fahrzeuge
3 – 15 Jahre

Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die aus Veräußerungen resultierenden Gewinne und Verluste werden als Differenz zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten ermittelt und erfolgswirksam als Ertrag beziehungsweise Aufwand erfasst. Finanzierungskosten werden als Bestandteil der Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten aktiviert, sofern diese direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden analog zu Sachanlagen zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bilanziert.

Geschätzte Nutzungsdauer:

Immobilien 15 – 40 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte Goodwill

Der Goodwill stellt die positive Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Fair Value des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Tochterunternehmens beziehungsweise des assoziierten Unternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs dar. Der Goodwill, der beim Erwerb von Tochterunternehmen am oder nach dem 1. Januar 1995 entstanden ist, wird unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Der Goodwill, der beim Erwerb von assoziierten Unternehmen am oder nach dem 1. Januar 1995 entstanden ist, ist im Beteiligungsbuchwert der assoziierten Unternehmen enthalten.

Der Goodwill wird zum Zweck des Werthaltigkeitstests auf "Cash Generating Units" (CGUs) verteilt.

In der HARTMANN GRUPPE werden innerhalb der Segmente Wundmanagement, Inkontinenzmanagement und Infektionsmanagement die operativen Geschäftsbereiche und im Segment Weitere Konzernaktivitäten die operativen Geschäftsfelder als CGU definiert.

Für den Goodwill wird eine unbestimmte Nutzungsdauer unterstellt, er unterliegt dementsprechend nicht der planmäßigen Abschreibung. Er wird vielmehr nach IAS 36 mindestens jährlich und zusätzlich bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dabei wird der Buchwert der CGUs mit dem jeweiligen erzielbaren Betrag, das heißt dem höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert der CGU höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in Höhe der Differenz ein Wertminderungsbedarf vor. In diesem Fall wird in einem ersten Schritt ein allokierter Goodwill abgeschrieben. Bei einem verbleibenden Restbetrag werden auch die zugeordneten einzelnen Vermögenswerte auf Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand wird in den nachfolgenden Perioden nicht mehr aufgeholt.

Darüber hinaus existieren keine immateriellen Vermögenswerte, die nicht planmäßig abgeschrieben werden.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden sofort als Aufwand erfasst. Die Entwicklungskosten werden sofort als Aufwand erfasst, sofern die Voraussetzungen für eine Aktivierung nach IAS 38 nicht erfüllt sind. Sofern diese Voraussetzungen vorliegen, werden die Entwicklungskosten aktiviert und linear über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben.

Andere immaterielle Vermögenswerte

Erworbene Patente, Markenzeichen, Kundenbeziehungen und Lizenzen werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und über ihre Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geschätzte Nutzungsdauer:
Patente, Lizenzen, Schutzrechte, Marken,
Kundenbeziehungen
3 – 15 Jahre
Software 3 – 5 Jahre

Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, werden nicht planmäßig abgeschrieben. Sie werden mindestens jährlich auf Wertminderungsbedarf geprüft oder wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem Nettoveräußerungspreis und dem Nutzungswert. Wenn die Bestimmung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, werden Vermögenswerte zur kleinsten Gruppe zusammengefasst, der unabhängige Mittelzuflüsse zugeordnet werden können (CGU).

Sind die Gründe für eine zuvor bei planmäßig abgeschriebenen Vermögenswerten erfasste außerplanmäßige Wertminderung entfallen, werden diese Vermögenswerte erfolgswirksam zugeschrieben. Diese Wertaufholung übersteigt nicht den fortgeführten Buchwert, der bestimmt worden wäre, wenn in den früheren Perioden keine außerplanmäßige Wertminderung erfasst worden wäre.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Bilanzierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte erfolgt gemäß den Vorschriften des IAS 39. Der Ansatz erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.

Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum Fair Value. Bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folgezeit nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung unter Einbeziehung von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von der Zuordnung zu den Bewertungskategorien im Sinne des IAS 39 und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value.

Die fortgeführten Anschaffungskosten finanzieller Vermögenswerte ermitteln sich unter Beachtung der Effektivzinsmethode als der Betrag, mit dem ein finanzieller Vermögenswert bei erstmaliger Erfassung bewertet wurde, vermindert um eventuelle Tilgungen, etwaige Wertminderungen oder Uneinbringlichkeiten.

Der Fair Value entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Fair Value mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt. Gemäß IFRS 13 werden Kontrahentenrisiken mithilfe des kontrahentenspezifischen Credit Default Swap Spreads berücksichtigt.

Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte zum Fair Value folgt einer dreistufigen Hierarchie, die die Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt beschreibt (vergleiche zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten im Abschnitt "Sonstige Erläuterungen").

Finanzielle Vermögenswerte gliedern sich abhängig von ihrem jeweiligen Erwerbszweck in nachstehende Kategorien:

  • erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte,
  • bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte,
  • Kredite und Forderungen,
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Die Zuordnung zu einer Kategorie hängt vom jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden, und wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Dieser Bewertungskategorie werden die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Forderungen aus Derivaten zugeordnet, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Änderungen des Fair Value finanzieller

Vermögenswerte dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung beziehungsweise Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Die Fair Value-Option wird nicht genutzt.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, wenn die Absicht und Fähigkeit besteht, die finanziellen Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit zu halten und keine andere Kategorisierung vorgeschrieben ist. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sowohl im abgelaufenen als auch im Vorjahr hatte die HARTMANN GRUPPE keine bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte im Bestand.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen Forderungen ausgewiesenen weiteren finanziellen Forderungen sowie die Zahlungsmittel zugeordnet. Im Konzern werden erfolgswirksame Wertminderungen vorgenommen, wenn es zu objektiven Hinweisen kommt. Objektive Hinweise können beispielsweise Analysen auf Basis standardisierter Altersstrukturlisten der zum Jahresende ausstehenden Beträge sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit sein. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden Wertberichtigungen auf Forderungen grundsätzlich auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechende wertberichtigte Forderung ausgebucht.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die entweder konkret dieser Kategorie zugeordnet sind, oder keiner anderen Kategorie zugeordnet werden können. Dies sind insbesondere Beteiligungen, Wertpapiere und verzinsliche Ausleihungen, die in den sonstigen Vermögenswerten enthalten sind. Die Folgebewertung erfolgt zum Fair Value. Existiert kein notierter Marktpreis, weil der Markt nicht aktiv ist, und kann keine verlässliche Schätzung des Fair Value vorgenommen werden, werden diese finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen) erfasst. Es ist nicht beabsichtigt, diese finanziellen Vermögenswerte in naher Zukunft zu veräußern. Änderungen des Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden unter Berücksichtigung von Steuereffekten erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt. Eine erfolgswirksame Erfassung des Fair Value erfolgt erst bei Veräußerung. Liegt der Fair Value über einen längeren Zeitraum oder wesentlich unter den Anschaffungskosten, wird eine Wertminderung erfolgswirksam erfasst. In Fällen, in denen der Marktpreis von Eigenkapital- und Schuldtiteln bestimmt werden kann, wird der Fair Value angesetzt.

Umkategorisierungen sind im Geschäftsjahr und in den Vorjahren nicht vorgenommen worden.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder übertragen wurden und der

Konzern die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen hat. Die bei der Ausbuchung entstandenen Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten sind, werden zu jedem Bilanzstichtag daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise einer Wertminderung vorliegen. Im Fall einer eingetretenen Wertminderung wird der dadurch entstehende Aufwand erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen des Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden, werden aus dem Eigenkapital eliminiert und erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten werden als langfristige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse über Sachanlagen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an dem Leasingobjekt verbundenen Risiken und Chancen getragen werden, werden als Finanzierungsleasing eingestuft. Sachanlagen aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum niedrigeren Wert aus dem Fair Value des Leasingobjekts und dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die entsprechenden Leasingverpflichtungen werden in gleicher Höhe unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Jede Leasingzahlung wird auf diese Weise in den Tilgungsanteil der Restschuld und die Finanzierungskosten aufgeteilt, um eine konstante Verzinsung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu erreichen. Der Zinsanteil der Leasingzahlungen wird in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Aktivierte Sachanlagen aus Finanzierungsleasing werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjekts oder über die kürzere Leasingdauer abgeschrieben, wenn nicht hinreichend sicher ist, dass das Eigentum auf den Leasingnehmer übergeht.

Leasingverhältnisse, bei denen wesentliche mit dem Eigentum verbundene Risiken und Chancen beim Leasinggeber verbleiben, werden als Operating Leasing eingestuft. Zahlungen aus Operating Leasing werden unter Berücksichtigung von Incentives des Leasinggebers linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus den Anschaffungsoder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden auf Basis des gleitenden Durchschnittspreises ermittelt. Die Herstellungskosten von fertigen und unfertigen Erzeugnissen enthalten Rohstoffe, Fertigungslöhne, andere direkte Kosten und dem Produkt zurechenbare Gemeinkosten, die auf normaler Kapazitätsauslastung basieren. Nicht enthalten sind Finanzierungskosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der Kosten für die Fertigstellung und den Vertrieb.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz in Höhe des Fair Value bilanziert. Die Folgebewertung wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich der Wertberichtigungen durchgeführt. Diese Wertberichtigungen basieren auf einer Durchsicht aller ausstehenden Beträge zum Jahresende und Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben, sobald der Zahlungsausfall feststeht. Gemäß konzerninterner Vorgaben werden die Wertansätze bei Forderungen grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert.

Zahlungsmittel

Zahlungsmittel werden in der Bilanz zum Nominalwert ausgewiesen. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung enthalten die Zahlungsmittel Bargeld, jederzeit abrufbare Guthaben bei Kreditinstituten und andere kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von höchstens drei Monaten.

Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Langfristige Vermögenswerte (oder Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten) werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert und zum niedrigeren Wert aus Buchwert oder Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet, wenn ihr Buchwert im Wesentlichen durch einen Verkauf erlöst wird, statt durch fortgesetzte betriebliche Nutzung. Die planmäßige Abschreibung von Vermögenswerten endet mit der Einstufung als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte". Der Verkauf der langfristigen Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen ist höchst wahrscheinlich.

Eigenkapital

Externe Kosten, die direkt der Emission von neuen Aktien zugerechnet werden können, werden, sofern es sich nicht um Unternehmenserwerbe handelt, unter Berücksichtigung der Steuereffekte mit dem Eigenkapital verrechnet. Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Dividenden für Stammaktien werden in der Periode vom Eigenkapital abgezogen, in der sie beschlossen wurden.

Wenn die PAUL HARTMANN AG oder eines ihrer Tochterunternehmen eigene Aktien der PAUL HARTMANN AG kauft, wird die bezahlte Gegenleistung einschließlich zurechenbarer Transaktionskosten unter Berücksichtigung der Steuereffekte vom Eigenkapital abgezogen. Wenn solche Aktien später verkauft oder neu ausgegeben werden, wird die erhaltene Gegenleistung wieder im

Eigenkapital erfasst. Im Geschäftsjahr 2015 kam es nicht zu einem Erwerb eigener Aktien.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder der Kategorie erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet. Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten.

Dieser Bewertungskategorie werden die in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Derivaten zugeordnet, die nicht in einer bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen. Änderungen des Fair Value finanzieller Verbindlichkeiten dieser Kategorie werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung beziehungsweise Wertminderung erfolgswirksam erfasst. Die Fair Value Option wird nicht genutzt.

Alle weiteren finanziellen Verbindlichkeiten werden der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz in Höhe des erhaltenen Betrags unter Berücksichtigung von Transaktionskosten erfasst. In den Folgeperioden werden finanzielle Verbindlichkeiten grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten gemäß der Effektivzinsmethode bilanziert. Differenzen zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden demnach über die Laufzeit des Kredits verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Darlehensverbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern die Konzerngesellschaft nicht das unbedingte Recht hat, die Begleichung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Die Steuerverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen für in- und ausländische Ertragsteuern. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet und berücksichtigen alle uns bekannten Sachverhalte.

Latente Steuern werden gemäß der Verbindlichkeitsmethode auf temporäre Differenzen, die aus Unterschieden zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und ihrem Buchwert im IFRS-Abschluss resultieren, sowie auf Konsolidierungsvorgänge erfasst. Die wesentlichen temporären Differenzen ergeben sich aus der Abschreibung auf Sachanlagen, derivativen Finanzinstrumenten und Rückstellungen sowie bei Unternehmenserwerben aus Unterschieden zwischen den Fair Values der erworbenen Vermögenswerte und deren steuerlichen Werten. Steuerliche Verlust- und Zinsvorträge, die wahrscheinlich zukünftig genutzt werden, wurden in Höhe des latenten Steueranspruchs aktiviert.

Aktive latente Steuern sind grundsätzlich mit der Maßgabe angesetzt, dass ein künftiges zu versteuerndes Einkommen wahrscheinlich ist, mit dem die temporären Differenzen genutzt werden können. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit das Unternehmen ein Recht zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerverbindlichkeiten hat und wenn sich die latenten Steueransprüche und latenten Steuerverbindlichkeiten auf die gleiche Steuerbehörde beziehen.

Zur Berechnung der latenten Steuern werden die Steuersätze verwendet, die nach der derzeitigen Rechtslage gültig oder für den Zeitpunkt angekündigt sind, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich ausgleichen werden. Die latenten Steuern für inländische Unternehmen wurden mit einem Gesamtsteuersatz von 29,1 (2014: 29,1) % ermittelt. Hierbei wurden neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer von 13,3 % berücksichtigt. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze angewandt.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen aus Beteiligungen an Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen gebildet, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in der näheren Zukunft nicht umkehren.

Pensionsverpflichtungen und andere Leistungen Pensionsverpflichtungen

Die Konzerngesellschaften haben weltweit eine Reihe von beitragsund leistungsorientierten Versorgungsplänen abgeschlossen. Das diesen Plänen zugeordnete Vermögen wird normalerweise in unabhängige vermögensverwaltende Fonds oder bei externen Versicherern eingezahlt.

Die beitragsorientierten Pensionszusagen werden durch Zahlungen von Arbeitnehmern und den entsprechenden Konzernunternehmen gedeckt.

Die Zuwendungen von Konzernunternehmen zu beitragsorientierten Pensionsplänen werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu der sie gehören.

Bei den leistungsorientierten Plänen handelt es sich sowohl um betriebliche Altersversorgung als auch um gesetzlich begründete Ansprüche nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Leistungen umfassen im Wesentlichen Zahlungen in Form von Altersrenten sowie Einmalkapital- und Ratenzahlungen. Die Form der Zahlung kann bei einigen Plänen frei gewählt werden, was die Höhe der Verpflichtung entsprechend beeinflusst.

Der Pensionsaufwand für leistungsorientierte Pensionszusagen wird anhand der Projected Unit Credit-Methode ermittelt. Die Gesamtkosten für diese Zusagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über den Zeitraum der von den Arbeitnehmern dafür zu erbringenden Arbeitsleistungen verteilt.

Die Pensionsverpflichtung sowie deren Sensitivität wird auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Zur Abzinsung werden Zinssätze von hochwertigen Unternehmensanleihen verwendet, die eine vergleichbare Fälligkeit wie die zugehörigen Verpflichtungen besitzen. Die für die Sensitivitätsanalyse relevanten Parameter wurden in Abstimmung mit den Versicherungsmathematikern ermittelt. Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt entsprechend der Methode zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung, wobei jeweils der betreffende Parameter verändert wird.

Die Neubewertung der Nettoverpflichtung sowie darauf entfallende latente Steuern werden erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Nettozinsaufwand wird im Finanzergebnis ausgewiesen, während die übrigen Aufwendungen aus Pensionen im Personalaufwand erfasst werden.

Die Beurteilung der Aktivierungsfähigkeit einer Überdeckung erfolgt gemäß IAS 19.64 in Verbindung mit IFRIC 14 anhand des Vergleichs zwischen dem künftigen Dienstzeitaufwand des Unternehmens und den zu erwartenden Mindestbeiträgen.

Altersteilzeit

Für Mitarbeiter der HARTMANN GRUPPE, die im Rahmen tarifvertraglicher Bestimmungen die Möglichkeit der Altersteilzeit nutzen, wird eine Rückstellung gebildet. Diese enthält den bereits erdienten Erfüllungsrückstand sowie den anteiligen Aufstockungsbetrag.

Jubiläen, Sterbegeld- und Überbrückungsgeldverpflichtungen

Einzelne Konzerngesellschaften gewähren nach einer bestimmten Betriebszugehörigkeit den Mitarbeitern Geldgeschenke sowie Sonderurlaubstage. Des Weiteren werden teilweise Sterbe- und Überbrückungsgelder geleistet. Über die Berechnung der Rückstellung liegen versicherungsmathematische Gutachten vor. Es werden Zinssätze herangezogen, die mit den Zinssätzen für die Berechnung von Pensionsverpflichtungen vergleichbar sind.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Staatliche Investitionszuschüsse für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten ausgewiesen und durch die verringerte planmäßige Abschreibung über deren Nutzungsdauer in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst. Steuerfreie Investitionszulagen werden passivisch abgegrenzt, in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögenswerte verteilt und erfasst. Erfolgsbezogene Zuwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag dargestellt, oder von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn dem Konzern eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vergangenen Ereignissen entstanden ist, deren Erfüllung erwartungsgemäß mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Wenn die Unternehmensleitung erwartet, dass eine Zahlungsverpflichtung von Dritten erstattet wird, zum Beispiel im Rahmen eines Versicherungsvertrags, wird der Erstattungsanspruch als eigenständiger Vermögenswert bilanziert, sofern die Erstattung so gut wie sicher ist.

Gewährleistungsverpflichtungen

Der Konzern bilanziert eine Rückstellung für den Austausch von Waren, die am Bilanzstichtag unter die Gewährleistungsverpflichtung fallen. Diese Rückstellung wird auf Basis von Erfahrungswerten der vergangenen Jahre in Bezug auf den Ersatz von Wirtschaftsgütern ermittelt.

Drohverlustrückstellungen

Der Konzern bilanziert eine Drohverlustrückstellung, wenn die erwarteten Erträge aus einem Vertrag unter den unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der Verpflichtung aus dem Vertrag liegen.

Restrukturierungsrückstellungen

Diese Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen an Arbeitnehmer. Sie werden erst bilanziert, nachdem ein Beschluss über die detaillierten Bedingungen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer getroffen wurde und die entsprechenden Arbeitnehmer oder Arbeitnehmervertreter über diesen Beschluss informiert worden sind. Für Kosten der künftigen Aktivitäten wird keine Rückstellung angesetzt.

Ertragsrealisierung

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn die Waren ausgeliefert wurden beziehungsweise wenn die Dienstleistung erbracht wurde. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen werden zum Fair Value abzüglich aller Erlösschmälerungen ohne Verbrauchsteuern und nach der Eliminierung von konzerninternen Verkäufen ausgewiesen. Erträge werden erfasst, wenn der Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und dessen Höhe verlässlich ermittelt werden kann. Zinsen werden periodengerecht unter Anwendung der Effektivzinsmethode als Aufwand beziehungsweise Ertrag erfasst. Dividendenerträge werden erfasst, wenn ein Dividendenbeschluss vorliegt.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsgeschäfte Derivate

Derivative Finanzinstrumente, die nicht Teil einer Hedging-Beziehung sind, werden in der Bilanz bei der Ersterfassung sowie der Folgebewertung zu ihrem Fair Value bewertet. Wertänderungen auf derivative Finanzinstrumente werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IAS 39 werden angewendet, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.

Hedge Accounting

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die HARTMANN GRUPPE insbesondere Zins-, Fremdwährungs- und Rohstoffrisiken ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken mithilfe von Zinsswaps, Devisentermingeschäften und Rohstoffswaps im Rahmen von Hedge Accounting (Cash-Flow Hedges) auszuschließen und zu begrenzen.

Der effektive Teil von Änderungen des Fair Value von Derivaten, die für eine Absicherung des Cash-Flows bestimmt sind und als Cash-Flow Hedge eingestuft werden, wird im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil derartiger Wertänderungen wird dagegen direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Im Eigenkapital abgegrenzte Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht und als Ertrag oder Aufwand erfasst, in der das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird (zum Beispiel zu dem Zeitpunkt, zu dem ein abgesicherter zukünftiger Verkauf stattfindet).

Der Gewinn beziehungsweise Verlust aus der effektiven Sicherung variabler verzinslicher Kredite mit Zinsswaps wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzierungserträgen beziehungsweise Finanzierungsaufwendungen erfasst. Gewinne beziehungsweise Verluste aus der effektiven Sicherung von Fremdwährungs- und Rohstoffpreisrisiken werden im Betriebsergebnis erfasst.

Die HARTMANN GRUPPE dokumentiert bei Beginn der Transaktion die Beziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, die

Risikomanagementstrategien und das Vorgehen für Sicherungsaktionen. Ebenso wird die Überprüfung der Effektivität der Sicherung dokumentiert.

Wenn ein Sicherungsgeschäft ausläuft, veräußert wird oder nicht mehr die Kriterien zur Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllt, verbleibt der bis dahin im Eigenkapital kumulierte Gewinn oder Verlust im Eigenkapital und wird erst dann erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn die ursprünglich gesicherte, zukünftige Transaktion eintritt. Wird der Eintritt der zukünftigen Transaktion nicht länger erwartet, werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne oder Verluste sofort in die Gewinnund Verlustrechnung umgebucht.

Ermittlungsmethoden des Fair Value

Der Fair Value von Derivaten basiert auf Mark-to-Market-Bewertungen am Bilanzstichtag, die durch Bankbewertungen verifiziert werden. Der Fair Value von Zinsswaps, Rohstoffswaps, Devisenswaps und Devisentermingeschäften wird dabei als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet. Der Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten basiert auf Börsenkursen am Bilanzstichtag.

Die Ermittlung der Fair Values von finanziellen Vermögenswerten, sonstigen finanziellen Forderungen, Leasingverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die im Anhang anzugeben sind, erfolgt durch Abzinsung der künftigen, vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu aktuellen Marktzinssätzen, die der Konzern für vergleichbare Finanzinstrumente erhalten würde.

Zur Ermittlung der Fair Values von immateriellen Vermögenswerten im Rahmen von Kaufpreisallokationen wurden je nach Art des Vermögenswerts, Komplexität der Wertermittlung und der Verfügbarkeit von Informationen unterschiedliche Bewertungstechniken herangezogen. Grundsätzlich kann man nach kosten-, marktpreisund kapitalwertorientierten Verfahren unterscheiden. Dabei ist das kapitalwertorientierte Verfahren ("income approach"), das im Allgemeinen auf einer Prognose künftiger Zahlungsmittelflüsse beruht, hervorzuheben. So wurde bei der Bewertung der Marken die so genannte Lizenzpreis-Analogiemethode angewendet. Bei dieser Methode werden die Kosteneinsparungen geschätzt, die daraus resultieren, dass die HARTMANN GRUPPE Eigentümer der Marken und Patente ist und keine Gebühren an einen Lizenzgeber zahlen muss. Die hieraus resultierende Ersparnis ergibt nach Abzinsung den anzusetzenden Wert für den immateriellen Vermögenswert. Die Bewertung der Kundenbeziehungen wurde demgegenüber mittels der Residualwertmethode vorgenommen. Bei dieser Methode wird der Barwert der ausschließlich durch den zu bewertenden Vermögenswert generierten Zahlungsstroms ermittelt. Da die betreffenden Vermögenswerte ihre Zahlungsströme regelmäßig nur im Verbund mit anderen Vermögenswerten generieren, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse fiktive Auszahlungen für diese "unterstützenden" anderen Vermögenswerte (contributory asset charge) berücksichtigt. Die Bewertung der Grundstücke erfolgte auf Basis eines Marktpreisverfahrens. Gebäude, technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden auf Basis eines kostenorientierten Verfahrens bewertet. Die Vorräte wurden auf Basis der retrograden Methode bewertet.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

1 Sachanlagen

in Tausend EUR Maschinen, Betriebs- und Geleistete
Anzahlungen
Grundstücke
und Bauten
technische
Anlagen
Geschäfts
ausstattung
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Kumulierte Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2014 299.942 420.944 272.159 21.288 1.014.333
Zugänge 14.621 9.508 22.651 20.740 67.520
Umbuchungen 5.264 7.886 2.167 -15.725 -408
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 14 169 0 183
Abgänge -1.139 -8.760 -17.265 -105 -27.269
Umgliederungen aus zur Veräußerung
bestimmten Vermögenswerten
-5.868 -5.265 -1.187 0 -12.320
Währungsumrechnung 1.670 809 -791 565 2.253
Stand 31. Dezember 2014 314.490 425.136 277.903 26.763 1.044.292
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 170.338 318.914 191.306 0 680.558
Planmäßige Abschreibungen 8.245 18.983 19.080 0 46.308
Wertminderungen 3.656 1.836 272 0 5.764

Umbuchungen 0 2 -2 0 0 Veränderung im Konsolidierungskreis 0 5 56 0 61 Abgänge -1.106 -8.539 -16.397 0 -26.042

Vermögenswerte -5.868 -5.265 -1.187 0 -12.320 Währungsumrechnung 1.320 1.298 -223 0 2.395 Stand 31. Dezember 2014 176.585 327.234 192.905 0 696.724 Restbuchwert am 31. Dezember 2014 137.905 97.902 84.998 26.763 347.568

Im Rahmen der im Vorjahr durchgeführten Impairmenttests wurden Wertminderungen bei Gebäuden, Maschinen sowie Betriebsund Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt 5,8 Mio. EUR vorgenommen. Die Wertminderungen erfolgten im Wesentlichen

Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte

im Zusammenhang mit der Veräußerung des Produktionsstandortes Grimmenstein in Österreich, welche in 2015 abgeschlossen wurde.

in Tausend EUR Grundstücke
und Bauten
Maschinen,
technische
Anlagen
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
im Bau
Gesamt
Kumulierte Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2015 314.490 425.136 277.903 26.763 1.044.292
Zugänge 6.081 23.755 28.298 11.047 69.181
Umbuchungen 3.553 15.519 4.510 -23.909 -327
Abgänge -2.200 -22.154 -12.376 -5 -36.735
Währungsumrechnung 6.100 4.211 2.197 951 13.459
Stand 31. Dezember 2015 328.024 446.467 300.532 14.847 1.089.870
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2015 176.585 327.234 192.905 0 696.724
Planmäßige Abschreibungen 8.548 18.393 21.565 0 48.506
Wertminderungen 3.608 1.762 3.148 0 8.518
Wertaufholung 0 -390 -50 0 -440
Umbuchungen 1 -267 204 0 -62
Abgänge -1.759 -21.877 -11.480 0 -35.116
Währungsumrechnung 3.597 3.454 1.478 0 8.529
Stand 31. Dezember 2015 190.580 328.309 207.770 0 726.659
Restbuchwert am 31. Dezember 2015 137.444 118.158 92.762 14.847 363.211

Im Rahmen der in 2015 durchgeführten Impairmenttests wurden Wertminderungen bei Gebäuden, Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von insgesamt 8,5 Mio. EUR vorgenommen. Die Wertminderungen resultieren im Wesentlichen aus einer strategischen Neuausrichtung der Produktion im Segment Wunde.

In 2015 wurden Investitionszuschüsse bei Technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 0,7 (2014: 0,0) Mio. EUR von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Auf Sachanlagen sind, unverändert zum Vorjahr, keine Grundpfandrechte eingetragen. Es bestehen übliche Vereinbarungen über Eigentumsvorbehalte. Des Weiteren bestehen am Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 13,9 (2014: 12,4) Mio. EUR.

Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Finanzierungskosten identifiziert, die die Ansatzkriterien des IAS 23 erfüllten.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing genutzte Betriebs- und Geschäftsausstattung

in Tausend EUR 2014 2015
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten 2.535 2.413
Kumulierte Abschreibungen -1.261 -1.228
Restbuchwert am 31. Dezember 1.274 1.185

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um abgeschlossene Leasingverträge für Kraftfahrzeuge und Lagereinrichtungen.

2 Immaterielle Vermögenswerte

in Tausend EUR Konzessionen,
Schutzrechte
und ähnliche
Werte
Goodwill Geleistete
Anzahlungen
Gesamt
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2014 119.739 88.288 153 208.180
Zugänge 4.963 0 412 5.375
Umbuchungen 560 0 -152 408
Veränderung im Konsolidierungskreis 1.082 11.039 0 12.121
Abgänge -807 0 0 -807
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte -315 0 0 -315
Währungsumrechnung 931 1.651 0 2.582
Stand 31. Dezember 2014 126.153 100.978 413 227.544
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 87.480 17.482 0 104.962
Planmäßige Abschreibungen 8.749 0 0 8.749
Wertminderungen 7 0 0 7
Veränderung im Konsolidierungskreis 28 0 0 28
Abgänge -788 0 0 -788
Umgliederung in zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte -315 0 0 -315
Währungsumrechnung 806 3 0 809
Stand 31. Dezember 2014 95.967 17.485 0 113.452
Restbuchwert am 31. Dezember 2014 30.186 83.493 413 114.092
in Tausend EUR Konzessionen,
Schutzrechte
und ähnliche Geleistete
Werte Goodwill Anzahlungen Gesamt
Kumulierte Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2015 126.153 100.978 413 227.544
Zugänge 4.426 0 868 5.294
Umbuchungen 740 0 -413 327
Abgänge -2.117 0 0 -2.117
Währungsumrechnung 1.239 -756 0 483
Stand 31. Dezember 2015 130.441 100.222 868 231.531
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2015 95.967 17.485 0 113.452
Planmäßige Abschreibungen 8.780 0 0 8.780
Wertminderungen 953 0 0 953
Umbuchungen 63 0 0 63
Abgänge -2.050 0 0 -2.050
Währungsumrechnung 1.087 -8 0 1.079
Stand 31. Dezember 2015 104.800 17.477 0 122.277
Restbuchwert am 31. Dezember 2015 25.641 82.745 868 109.254

Am Bilanzstichtag bestanden vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,1 (2014: 0,1) Mio. EUR.

Die im Jahr 2015 angefallenen Entwicklungskosten erfüllten wie im Vorjahr nicht die Aktivierungskriterien nach IFRS. Insgesamt wurden Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 53,7 (2014: 49,2) Mio. EUR aufwandswirksam erfasst.

Der Goodwill wurde im Rahmen eines Impairmenttests gemäß IAS 36 auf Werthaltigkeit überprüft. Bei der Zuteilung der wesentlichen Goodwills auf CGUs entfallen 28,9 (2014: 28,9) Mio. EUR auf Desinfektionsmanagement, 26,3 (2014: 24,3) Mio. EUR auf Inkontinenzmanagement, 19,3 (2014: 22,1) Mio. EUR auf Wundmanagement und 8,2 (2014: 8,2) Mio. EUR auf übrige CGUs.

Der erzielbare Betrag der CGUs wurde auf Grundlage des Nutzungswerts bestimmt. Die Berechnung des Nutzungswerts basiert auf prognostizierten Cashflows, die aus der vom Vorstand verabschiedeten Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Dabei sind

Erwartungen bezüglich der Marktentwicklungen in den einzelnen Produktsegmenten sowie Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung in den unterschiedlichen Absatzmärkten eingeflossen. Grundlage für diese Erwartungen sind sowohl Erfahrungen der Vergangenheit als auch externe Informationsquellen. Es wurde ein gewogener Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) vor Steuer in Höhe von 7,6 (2014: 7,9) % zur Diskontierung der geplanten Free-Cash-Flows festgesetzt. Für die Extrapolation der Cashflows über den Detailplanungszeitraum hinaus wurden Wachstumsraten von 0,5 % verwendet, die das langfristige durchschnittliche Wachstum des Marktes nicht übersteigen. Aus der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills ergaben sich im Berichtsjahr keine Wertminderungen. Auch eine für möglich gehaltene Änderung wesentlicher Parameter ergab gemäß der durchgeführten Sensitivitätsanalysen keine Notwendigkeit für eine Wertminderung der Goodwills.

3 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

in Tausend EUR
2014
2015
Stand am 1. Januar
3.561
3.866
Anteiliges Ergebnis nach Steuern
773
971
Dividendenzahlung
-468
-390
Stand am 31. Dezember
3.866
4.447

4 Finanzielle Vermögenswerte (langfristige Posten)

1.563 2.233
Derivative Finanzinstrumente
335
209
Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere
1.217
2.014
Beteiligungen
11
10
in Tausend EUR
2014
2015

Die Beteiligungen, verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere sind mit 2,0 (2014: 1,2) Mio. EUR zu Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertberichtigungen) bewertet.

5 Sonstige Forderungen (langfristige Posten)

in Tausend EUR
2014
2015
Langfristige sonstige Forderungen
gegen Fremde
3.746
2.995
Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen
-118
-40
3.628 2.955

Die langfristigen Forderungen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach Berücksichtigung von Ausfallrisiken angesetzt.

Bei dem Wertminderungsbestand für langfristige sonstige Forderungen handelt es sich um Einzelwertberichtigungen. Diese entwickelten sich wie folgt:

in Tausend EUR 2014 2015
Stand am 1. Januar -121 -118
Verbrauch 0 78
Auflösung 3 0
Stand am 31. Dezember -118 -40

6 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (langfristige Posten)

in Tausend EUR 2014 2015
Körperschaftsteuerguthaben 5.727 2.969

Bei den Erstattungsansprüchen aus Ertragsteuern handelt es sich im Wesentlichen um den langfristigen Anteil des Körperschaftsteuerguthabens der PAUL HARTMANN AG.

7 Latente Steuern

Die Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Ertragsteuern". Aktive latente Steuern werden für steuerliche Verlustvorträge in dem Maß berücksichtigt, in dem

deren Verwertung durch zukünftige steuerbare Erträge wahrscheinlich ist.

Entwicklung der latenten Steuern (Nettobetrag aktiver latenter Steuern nach Abzug passiver latenter Steuern)

in Tausend EUR
2014
2015
Stand am 1. Januar
18.064
24.254
Währungsumrechnung
-111
-233
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste latente Steuern
995
2.018
Latente Steuern auf Posten des Eigenkapitals
5.517
-2.348
Veränderung im Konsolidierungskreis
-211
0
Stand am 31. Dezember
24.254
23.691

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen

in Tausend EUR 2014 2015
aktiv passiv aktiv passiv
Sachanlagen 2.544 11.646 2.093 11.133
Immaterielle Vermögenswerte 2.318 4.499 4.228 4.860
Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 3.873 8.234 6.046 4.187
Vorräte 5.657 843 5.355 1.330
Verbindlichkeiten und Rückstellungen 39.852 2.333 33.208 1.813
Verlustvorträge 2.864 1.402
Wertberichtigung auf aktive latente Steuern -5.299 -5.318
51.809 27.555 47.014 23.323
Davon kurzfristig (13.022) (9.001) (12.978) (5.007)
Saldierung -26.133 -26.133 -21.962 -21.962
Bilanzansatz 25.676 1.422 25.052 1.361

Von den bestehenden steuerlichen Verlust- und Zinsvorträgen in Höhe von 58,1 (2014: 38,7) Mio. EUR sind 27,6 (2014: 20,7) Mio. EUR zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 5,2 (2014: 6,0) Mio. EUR innerhalb der nächsten zehn Jahre und 25,3 (2014: 12,0) Mio. EUR innerhalb der nächsten 11 bis 20 Jahre zu verwenden sind. Von diesen Verlust- und Zinsvorträgen werden

derzeit 52,3 (2014: 26,8) Mio. EUR als nicht realisierbar angesehen.

Auf abzugsfähige temporäre Differenzen wurden Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in Höhe von 5,3 (2014: 5,3) Mio. EUR gebildet, da hierfür künftig voraussichtlich kein ausreichend zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird.

Auf Unterschiedsbeträge aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen in Höhe von 363,3 (2014: 331,7) Mio. EUR wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die hierauf entfallenden temporären Differenzen in Höhe von 15,2 (2014: 16,2) Mio. EUR in absehbarer Zeit umkehren werden.

8 Vorräte

300.972 324.201
303
Geleistete Anzahlungen für Vorräte
383
Fertige Erzeugnisse und Waren
204.579
211.862
Unfertige Erzeugnisse
24.389
29.271
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
71.701
82.685
in Tausend EUR
2014
2015

Fertige Erzeugnisse und Waren wurden in Höhe von 29,3 (2014: 21,1) Mio. EUR zum Nettoveräußerungspreis bewertet. Die Abschreibungen auf den Nettoveräußerungspreis beliefen sich auf

9,8 (2014: 9,3) Mio. EUR. Am Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen langfristigen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren.

9 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

in Tausend EUR
2014
2015
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegen Fremde
302.509
306.431
gegen assoziierte Unternehmen
575
683
aus Wechselforderungen
14.680
13.840
Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen
-19.369
-17.321
298.395 303.633
Kurzfristige sonstige Forderungen
gegen Fremde
15.818
18.685
aus aktiver Rechnungsabgrenzung
6.488
7.627
aus Erstattungsansprüchen sonstiger Steuern
5.092
5.832
Wertberichtigung auf uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen
-853
-866
26.545 31.278
324.940 334.911

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind analog zum Vorjahr keine nach Ablauf von mehr als einem Jahr fällig.

Eine mögliche Anhäufung von Kreditrisiken im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch die große Anzahl der Kunden im Konzern sowie mehrere Vertriebskanäle weitestgehend vermieden. Die Kunden stammen aus verschiedenen geographischen Regionen. Die Wertberichtigungen basieren auf einer Durchsicht aller ausstehenden Beträge zum

Jahresende und Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit mit der Einbringlichkeit von Forderungen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben, sobald der Zahlungsausfall feststeht. Erkennbare Risiken wurden einzelwertberichtigt. Darüber hinaus wurden zur Berücksichtigung von Ausfall-, Zins- und Skontoverlusten portfoliobasierende Wertberichtigungen vorgenommen. Diese basieren auf den Erfahrungen des Konzerns aus der Vergangenheit mit der Einbringlichkeit von Forderungen.

Wertminderungsbestand für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

in Tausend EUR 2014 2015
Stand am 1. Januar -23.230 -20.222
Zuführung -2.821 -2.704
Verbrauch 3.209 2.099
Auflösung 2.462 2.514
Veränderung im Konsolidierungskreis -69 0
Währungsumrechnung 227 126
Stand am 31. Dezember -20.222 -18.187

Der Gesamtbestand der Zuführungen von 2,7 (2014: 2,8) Mio. EUR setzt sich zusammen aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 2,1 (2014: 2,6) Mio. EUR und portfoliobasierenden Wertberichtigungen in Höhe von

0,6 (2014: 0,2) Mio. EUR. Im Rahmen der Auflösung wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,6 (2014: 1,8) Mio. EUR und portfolio-basierende Wertberichtigungen in Höhe von 0,9 (2014: 0,7) Mio. EUR berücksichtigt.

10 Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern (kurzfristige Posten)

in Tausend EUR
2014
2015
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern
6.106
6.678

11 Finanzielle Vermögenswerte (kurzfristige Posten)

in Tausend EUR
2014
2015
Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere
193
2.022
Derivative Finanzinstrumente
23.789
10.216
23.982 12.238

Von den verzinslichen Ausleihungen und Wertpapieren sind 1,9 (2014: 0,08) Mio. EUR zu Anschaffungskosten (gegebenenfalls abzüglich Wertminderungen) bewertet.

12 Zahlungsmittel

.

in Tausend EUR
2014
2015
89.080
Kontokorrentkonten, Bargeld und Termineinlagen
90.470

13 Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der PAUL HARTMANN AG beträgt unverändert 91,3 Mio. EUR. Es ist in 3.572.424 voll eingezahlte Namensstückaktien eingeteilt. Davon werden 20.682 Stücke mit einem Buchwert von 0,03 Mio. EUR als eigene Aktien bei der PAUL HART-MANN AG gehalten. Die Kapitalrücklage mit 47,9 Mio. EUR stammt im Wesentlichen aus dem Agio aus Kapitalerhöhungen der PAUL HARTMANN AG. In den Gewinn- und anderen Rücklagen ist eine Marktbewertung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

nach IAS 39 mit 2,0 (2014: 6,7) Mio. EUR enthalten.

Des Weiteren beinhalten die Gewinn- und anderen Rücklagen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionen in Höhe von -41,7 (2014: -50,9) Mio. EUR.

Den anderen Gewinnrücklagen der PAUL HARTMANN AG wurden gemäß § 270 Absatz 2 HGB 15,0 (2014: 2,0) Mio. EUR zugeführt.

14 Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristige Posten)

in Tausend EUR
2014
2015
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
72.421
gegenüber Kreditinstituten
43.437
570
aus Finanzierungsleasing
600
aus derivativen Finanzinstrumenten
6.265
4.349
aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten
13.410
10.208
92.666 58.594
Restlaufzeit der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten
(ohne Finanzierungsleasing)
Zwischen einem und fünf Jahren
86.395
54.250
Mehr als fünf Jahre
5.701
3.744
92.096 57.994
Restlaufzeit der langfristigen Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing
Zwischen einem und fünf Jahren
570
600
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
(Mindestleasingzahlungen)
Zwischen einem und fünf Jahren
630
690
Enthaltener Zinsanteil
-60
-90
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
570
600

Die finanziellen Verbindlichkeiten enthalten, unverändert zum Vorjahr, keine abgesicherten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten

beinhalten im Wesentlichen den langfristigen Anteil einer gesetzlichen Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 7,7 (2014: 7,9) Mio. EUR für Mitarbeiter unserer französischen Gesellschaften.

15 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

in Tausend EUR
2014
2015
Zusammensetzung der in der Bilanz ausgewiesenen Beträge
Barwert der extern finanzierten Verpflichtungen
105.686
121.025
Fair Value des Planvermögens
-91.506
-101.568
Das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen
14.180
19.457
Barwert der nicht extern finanzierten Verpflichtungen
138.352
123.776
Zwischensumme 1
152.532
143.233
31
Umbuchung von Vermögenswerten aus leistungsorientiertem Plan
0
Verpflichtung in der Bilanz
152.563
143.233
in Tausend EUR 2014 2015
Veränderung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen
Stand am 1. Januar 195.045 244.038
Währungsumrechnung 1.623 9.991
Veränderung im Konsolidierungskreis 17 -566
Laufender Dienstzeitaufwand 4.236 6.004
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -108
Zinsaufwand 5.776 4.377
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demographischer
Annahmen
241 -1.229
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen 42.158 -13.182
Erfahrungsbedingte Anpassungen 1.232 2.645
Gezahlte Leistungen -8.831 -10.093
Beiträge der Teilnehmer des Plans 2.541 2.924
Stand am 31. Dezember 244.038 244.801
in Tausend EUR 2014 2015
Veränderung des Planvermögens
Stand am 1. Januar 84.942 91.506
Währungsumrechnung 1.739 9.350
Erträge aus Planvermögen 2.008 1.324
Neubewertung 3.200 1.057
Beiträge des Arbeitgebers 2.332 2.540
Beiträge der Teilnehmer des Plans 1.578 1.701
Gezahlte Leistungen -4.293 -5.910
Stand am 31. Dezember 91.506 101.568

1 In dieser Summe waren im Vorjahr 0,03 Mio. EUR Guthaben nach IAS 19.64 und 19.65 enthalten. Die Korrektur erfolgte durch Umbuchung zu den langfristigen sonstigen Forderungen.

Stand am 31. Dezember
152.532
143.233
Neubewertung Vermögensbegrenzung
-851
0
Beiträge der Teilnehmer des Plans
962
1.223
Beiträge des Arbeitgebers
-2.332
-2.540
Gezahlte Leistungen
-4.538
-4.183
Erfahrungsbedingte Anpassungen
1.232
2.645
Neubewertung Planvermögen
-3.200
-1.057
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung finanzieller Annahmen
42.158
-13.182
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Veränderung demographischer
241
Annahmen
-1.229
Nettozinsaufwand
3.768
3.053
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand
0
-108
4.236
Laufender Dienstzeitaufwand
6.004
Veränderung im Konsolidierungskreis
18
-566
Währungsumrechnung
-99
641
Stand am 1. Januar
110.937
152.532
Veränderung des Barwerts der Nettoverpflichtung
in Tausend EUR
2014
2015
in Tausend EUR
2014
2015
Zusammensetzung des Planvermögens
Verzinsliche Wertpapiere
55.001
58.387
Aktien
21.511
21.373
Liquidität
4.087
3.894
Immobilienfonds
5.094
7.092
Sonstige Vermögenswerte
5.813
10.822
91.506 101.568

Die Vermögenswerte befinden sich hauptsächlich in der Region Zentraleuropa, wobei überwiegend in konservative Anlageformen in Euro und Schweizer Franken investiert wurde. Eine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt besteht für verzinsliche Wertpapiere in Höhe von 56,6 (2014: 53,2) Mio. EUR, Aktien in Höhe von 21,4 (2014: 21,5) Mio. EUR, Immobilienfonds in Höhe von 7,1

(2014: 5,1) Mio. EUR sowie sonstige Anlageformen in Höhe von 7,5 (2014: 2,5) Mio. EUR. Für das Geschäftsjahr 2016 werden Einzahlungen in das Planvermögen in Höhe von 4,1 (2014: 3,8) Mio. EUR sowie Auszahlungen aus dem Planvermögen in Höhe von 4,8 (2014: 4,0) Mio. EUR erwartet. Die Pläne werden teilweise durch Gremien von Stiftungen und Vereinen verwaltet.

in Tausend EUR
2014
2015
Zukünftige Zahlungsströme
Voraussichtliche Auszahlung im Folgejahr
7.825
8.959
Summe der voraussichtlichen Auszahlungen in den Folgejahren 2 bis 5
32.511
36.366
Summe der voraussichtlichen Auszahlungen in den Folgejahren 6 bis 10
44.977
49.600

Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen (gewichtet)

in Prozent 2014 2015
Zinssatz 1,77 1,84
Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen 2,41 2,02
Erwartete Rentensteigerungen 1,20 0,94

Die Lebenserwartung wurde anhand der im jeweiligen Land üblichen Richttafeln (Sterbetafeln) ermittelt.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit (Duration) der Verpflichtung beträgt 15,3 (2014: 16,5) Jahre.

Sensitivitäten

in Tausend EUR 2014
verpflichtungserhöhende
Veränderung
verpflichtungsmindernde
Veränderung
Zinssatz -0,5 % 20.616 +0,5 % -18.161
Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen +0,5 % 2.085 -0,5 % -2.202
Erwartete Rentensteigerungen +0,5 % 9.370 -0,5 % -4.615
Lebenserwartung +1 Jahr 5.536 -1 Jahr -5.601
in Tausend EUR 2015
verpflichtungserhöhende
Veränderung
verpflichtungsmindernde
Veränderung
Zinssatz -0,5 % 19.326 +0,5 % -17.078
Erwartete Lohn- oder Gehaltssteigerungen +0,5 % 2.115 -0,5 % -2.057
Erwartete Rentensteigerungen +0,5 % 9.621 -0,5 % -3.736
Lebenserwartung +1 Jahr 4.915 -1 Jahr -4.951

16 Sonstige Rückstellungen

in Tausend EUR Rückstellung für
Vertriebsbereich
Rückstellung für
Personalbereich
Übrige
Rückstellungen
Gesamt
Stand 1. Januar 2015 11.770 21.002 12.768 45.540
Zuführung 2.964 4.425 964 8.353
Auflösung -428 -1.801 -2.937 -5.166
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst 2.536 2.624 -1.973 3.187
Umgliederungen von/zu den sonstigen Verbindlichkeiten 0 11 -693 -682
Umbuchungen 0 246 -246 0
Verbrauch -2.354 -4.980 -1.109 -8.443
Währungsumrechnung 29 153 76 258
Stand 31. Dezember 2015 11.981 19.056 8.823 39.860

Aufgliederung der Rückstellungen nach ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme

in Tausend EUR Rückstellung für
Vertriebsbereich
Rückstellung für
Personalbereich
Übrige
Rückstellungen
Gesamt
2014
Später als ein Jahr 9.582 12.542 4.485 26.609
Innerhalb eines Jahres 2.188 8.460 8.283 18.931
11.770 21.002 12.768 45.540
2015
Später als ein Jahr 9.646 11.191 1.623 22.460
Innerhalb eines Jahres 2.335 7.865 7.200 17.400
11.981 19.056 8.823 39.860

Rückstellungen für den Vertriebsbereich

Die Rückstellungen für den Vertriebsbereich enthalten im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen aus Gewährleistung sowie für Garantien und Lizenzen.

Rückstellungen für den Personalbereich

Die langfristigen Rückstellungen für den Personalbereich enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Zuwendungen für Arbeitsjubiläen, Restrukturierung sowie Altersteilzeit. Der kurzfristige Anteil betrifft überwiegend Verpflichtungen aus Restrukturierung sowie Abfindungen.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen enthalten erkennbare Risiken in verschiedenen Bereichen der allgemeinen Geschäftstätigkeit; insbesondere wurden Rückstellungen für laufende Rechtsstreitigkeiten gebildet.

17 Sonstige Verbindlichkeiten (langfristige Posten)

in Tausend EUR 2014 2015
Zwischen einem und fünf Jahren 2.451 2.046
Mehr als fünf Jahre 798 675
3.249 2.721

Im Wesentlichen handelt es sich um passive Rechnungsabgrenzungsposten.

18 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

in Tausend EUR
2014
2015
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
gegen Fremde
114.385
117.853
gegen assoziierte Unternehmen
1.983
3.139
Wechselverbindlichkeiten gegen Fremde
53
27
116.421 121.019
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
gegen Fremde
86.888
90.752
für sonstige Steuern
18.137
16.578
105.025 107.330
221.446 228.349

Es sind keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nach Ablauf eines Jahres fällig. Der Marktwert der kurzfristigen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

19 Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

in Tausend EUR
2014
2015
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
27.704
34.441

20 Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristige Posten)

in Tausend EUR 2014 2015
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 6.320 4.743
aus Finanzierungsleasing 645 535
aus derivativen Finanzinstrumenten 3.790 4.396
aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten 1.485 1.288
12.240 10.962
Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (Mindestleasingzahlungen)
Bis zu einem Jahr 700 580
Enthaltener Zinsanteil -55 -45
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 645 535

Die sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten den kurzfristigen Anteil einer gesetzlichen Mitarbeiterbeteiligung in Höhe von 1,1 (2014: 1,3) Mio. EUR für Mitarbeiter unserer französischen Gesellschaften. Der Marktwert der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

21 Sonstige Erträge

in Tausend EUR
2014
2015
Kursgewinne
17.006
53.961
Erträge aus Schadensvergütungen
2.393
13.735
Erträge aus Veränderung des langfristigen Vermögens
1.234
1.931
Übrige Erträge
19.011
20.977
39.644 90.604

In den Erträgen aus Schadensvergütungen sind Versicherungsentschädigungen für Brandschäden an Sachanlagen in Höhe von 2,1 Mio. EUR enthalten.

Die übrigen sonstigen Erträge umfassen eine Vielzahl von Erträgen mit Wertansätzen, die im Einzelfall nur von untergeordneter Bedeutung sind.

22 Materialaufwand

in Tausend EUR 2014 2015
Materialaufwand 787.857 836.562
Aufwand für bezogene Leistungen 26.388 32.907
814.245 869.469

23 Personalaufwand

in Tausend EUR
2014
2015
Löhne und Gehälter
384.280
396.417
Soziale Abgaben und Unterstützung
73.606
76.529
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – beitragsorientierte Pläne
5.340
5.157
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen – leistungsorientierte Pläne
4.106
5.896
467.332 483.999

Die HARTMANN GRUPPE beschäftigte im Jahr 2015 durchschnittlich 10.294 (2014: 10.327) Mitarbeiter. Im Berichtsjahr waren 245 (2014: 241) Mitarbeiter in Ausbildung.

Im Personalaufwand sind 0,2 (2014: 0,1) Mio. EUR Zuwendungen der öffentlichen Hand berücksichtigt.

24 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Gesamtabschreibungen betragen 66,8 (2014: 60,8) Mio. EUR. Eine Aufteilung der Abschreibungen sowie der im Rahmen eines gemäß IAS 36 durchgeführten Impairmenttests vorgenommenen

Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist den Erläuterungen der jeweiligen Positionen zu entnehmen.

25 Sonstige Aufwendungen

in Tausend EUR
2014
2015
Ausgangsfrachten
119.653
126.291
Werbung und Werbekostenzuschüsse
59.729
63.611
Miete und Leasing
42.455
43.347
Kursverluste
24.169
35.922
Gebühren, Beiträge, Beratung
32.665
35.865
Instandhaltung, Wartung, Reinigung
29.362
28.930
Reise- und Repräsentationskosten
23.558
25.175
Kosten für Fremdpersonal
18.298
22.701
Sonstige Kosten im Personalbereich
12.306
14.287
Sonstige Steuern
10.474
11.812
Kommunikationskosten
7.984
8.137
Patent- und Lizenzkosten
2.383
6.459
Versicherungen
5.563
6.015
Paletten
6.330
5.548
Entsorgungskosten
3.553
4.648
Sachkosten für Entwicklung und Konstruktion
4.244
4.312
Büromaterial
4.135
4.162
1.279
Buchverluste im kurzfristigen Vermögen
1.530
739
Buchverluste im langfristigen Vermögen
1.013
Übrige Aufwendungen
33.945
32.790
442.824 482.555

Die Buchverluste im kurzfristigen Vermögen enthalten Aufwendungen für Forderungswertberichtigungen in Höhe von 2,7 (2014: 2,8) Mio. EUR und Erträge aus Auflösung von Forderungswertberichtigungen von 2,5 (2014: 2,5) Mio. EUR sowie Aufwendungen

aus der Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 1,3 (2014: 0,9) Mio. EUR. Die übrigen sonstigen Aufwendungen umfassen eine Vielzahl von Aufwendungen, deren Wertansätze im Einzelnen nur von untergeordneter Bedeutung sind.

26 Finanzergebnis

in Tausend EUR
2014
2015
Finanzierungsaufwendungen
-10.103
-9.042
Finanzierungserträge
1.331
1.129
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
1.093
1.335
-7.679 -6.578

Bei den Finanzierungsaufwendungen handelt es sich ausschließlich um Zinsaufwendungen. Diese beinhalten die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 3,1 (2014: 3,8) Mio. EUR.

Die Finanzierungserträge bestehen in voller Höhe aus Zinserträgen. Die Aufzinsung des Körperschaftsteuerguthabens ist darin mit 0,1 (2014: 0,1) Mio. EUR berücksichtigt.

Im Rahmen des Cash-Flow Hedge Accounting wurde keine Ineffektivität aus den Zinsswaps ermittelt (2014: 0,022 Mio. EUR).

Weitere Zinsaufwendungen und -erträge wurden nach der Effektivzinsmethode berechnet. Bei dem Ergebnis aus assoziierten Unternehmen handelt es sich um das Ergebnis vor Steuern.

27 Ertragsteuern

2014 2015
37.080 42.956
-995 -2.018
320 367
36.405 41.305
114.752 126.083
33.393 36.690
-1.972 -1.538
2.200 2.273
876 -749
-3 -162
195 97
1.403 8.354
-1.963 -2.148
2.276 -1.512
36.405 41.305

Für die Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird für das Geschäftsjahr 2015 ein Gesamtsteuersatz von 29,1 (2014: 29,1) % zugrunde gelegt. Dieser ergibt sich auf Basis eines Körperschaftsteuersatzes von 15,0 (2014: 15,0) % des Solidaritätszuschlags von

28 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie

Um das unverwässerte Ergebnis je Aktie zu erhalten, wird das den Aktionären zustehende Konzernergebnis durch die Anzahl (gewichteter Durchschnitt) der während des Jahres im Umlauf befindlichen 5,5 (2014: 5,5) % und eines durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes von 13,3 (2014: 13,3) %. Bei den sonstigen Steuereffekten sind periodenfremde Ertragsteuern in Höhe von 0,1 (2014: 0,1) Mio. EUR enthalten.

Stammaktien geteilt. Von Konzerngesellschaften gehaltene Stammaktien werden dabei nicht berücksichtigt. Das Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

2014 2015
Den Aktionären zustehendes Konzernergebnis in Tausend EUR 73.551 78.872
Dividendenberechtigte Stückaktien 3.551.742 3.551.742
Ergebnis je Aktie in EUR 20,71 22,21

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wurde nach dem Standard IFRS 8 "Geschäftssegmente" aufgestellt. Die vier Segmente sind: Wundmanagement, Inkontinenzmanagement, Infektionsmanagement und Weitere Konzernaktivitäten. Die Auswahl der Segmente erfolgte entsprechend der Unternehmenssteuerung der HARTMANN GRUPPE.

Im Jahr 2015 hat die HARTMANN GRUPPE die interne Berichtsstruktur weiterentwickelt. Dementsprechend wurde in der Segmentberichterstattung die Aufteilung geändert. Die Vorjahreszahlen werden vergleichbar dargestellt.

Das Segment Wundmanagement umfasst Wundauflagen, Produkte für die Kompressionstherapie sowie Immobilisation, Erste Hilfe und Diagnostik.

Im Segment Inkontinenzmanagement liegt unser Schwerpunkt auf körpernahen saugenden Produkten für die Inkontinenzhygiene. Daneben fallen hierunter Krankenunterlagen sowie Produkte für die Patientenhygiene und medizinische Hautpflege.

Im Segment Infektionsmanagement führen wir neben unseren Sortimenten OP-Komplettsets, OP-Abdeckungen, OP-Bekleidung sowie OP- und Untersuchungshandschuhe auch das Desinfektionsmittel-Sortiment.

Im Segment Weitere Konzernaktivitäten haben wir unsere Tätigkeit in den Bereichen Watteprodukte, Damenhygiene, Babyhygiene, medizinische Konsumgüter, Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel, Körperpflege- und Badeprodukte sowie das Handelsgeschäft zusammengefasst.

Im Jahr 2015 sind wie im Vorjahr alle Kosten der Konzernführung, der Ergebnisbeitrag der Servicebereiche sowie Effekte aus Konsolidierungsvorgängen im EBIT enthalten.

Die Segmentumsatzerlöse stammen ausschließlich aus Geschäftsvorfällen mit externen Kunden.

Die Investitionen beziehen sich auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie auf akquisitionsbedingte Zugänge.

in Tausend EUR 2014 2015
Zentraleuropa 780.979 830.023
West-/Südeuropa 537.953 555.748
Osteuropa 253.432 248.518
Nordeuropa, Amerika 146.286 151.176
Asien, Afrika, Ozeanien 143.385 155.539
Umsätze nach geographischem Sitz der Kunden
1.862.035
Zentraleuropa 286.615 294.162
West-/Südeuropa 83.441 89.788
Osteuropa 38.667 36.748
Nordeuropa, Amerika 37.762 39.648
Asien, Afrika, Ozeanien 27.522 21.456
Langfristiges Vermögen nach geographischer Aufteilung 1 474.007 481.802

Segmentberichterstattung nach Regionen

1 Das Langfristige Vermögen beinhaltet gemäß IFRS 8.33 (b) alle langfristigen Vermögenswerte des Konzerns, ausgenommen Finanzinstrumente, latente Steueransprüche, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Rechte aus Versicherungsverträgen.

Segmentberichterstattung nach Geschäftssegmenten

Wundmanagement Inkontinenzmanagement
in Tausend EUR 2014 2015 2014 2015
Umsatzerlöse 404.005 425.051 627.093 644.384
EBIT 44.803 46.504 49.750 47.715
./. Finanzergebnis
= Ergebnis vor Steuern
./. Ertragsteuern
= Konzernergebnis
Segmentvermögen 255.167 267.850 322.096 326.301
+ nicht den Segmenten zugeordnetes Vermögen
= Konzernvermögen
Segmentinvestitionen 36.458 16.831 19.084 22.921
Planmäßige Segmentabschreibungen 10.389 14.253 20.073 18.676
Wertminderungen Segmente 1.492 5.553 2.778 1.126
Davon: auf Grundstücke und Bauten (873) (1.919) (1.756) (768)
Davon: auf technische
Anlagen und Maschinen (inkl. Anlagen im Bau) (556) (1.242) (906) (0)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (61) (1.964) (112) (215)
Davon: auf Konzessionen, Schutzrechte und ähnliche Werte (2) (428) (4) (143)
= Planmäßige Abschreibungen
und Wertminderungen auf Konzernebene
Wertaufholungen Segmente 0 440 0 0
Davon: auf technische Anlagen und
Maschinen (inkl. Anlagen im Bau)
(0) (390) (0) (0)
Davon: auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (0) (50) (0) (0)
Infektionsmanagement Weitere Konzernaktivitäten Konzern
2014 2015 2014 2015 2014 2015
441.073 466.045 389.864 405.524 1.862.035 1.941.004
24.407 29.197 3.471 9.245 122.431 132.661
7.679 6.578
114.752 126.083
36.405 41.305
78.347 84.778
269.297 274.827 244.640 265.554 1.091.200 1.134.532
156.000 144.087
1.247.200 1.278.619
13.775 10.105 15.882 24.618 85.199 74.475
11.070 11.319 13.525 13.038 55.057 57.286
47 578 1.454 2.214 5.771 9.471
(29) (188) (998) (733) (3.656) (3.608)
(16) (99) (358) (421) (1.836) (1.762)
(2) (232) (98) (737) (273) (3.148)
(0) (59) (0) (323) (6) (953)
60.828 66.757
0 0 0 0 0 440
(0) (0) (0) (0) (0) (390)
(0) (0) (0) (0) (0) (50)

Sonstige Erläuterungen

Finanzinstrumente und finanzielles Risikomanagement Finanzielle Risikofaktoren

Durch ihren Geschäftsbetrieb ist die HARTMANN GRUPPE einer Reihe finanzieller Risiken wie Auswirkungen von Veränderungen auf den Devisen- und Rohstoffmärkten und bei den Zinssätzen ausgesetzt. Das Risikomanagementsystem des Konzerns ist darauf ausgerichtet, die potenziellen Auswirkungen auf das Konzernergebnis zu begrenzen.

Das Risikomanagement für Finanzrisiken wird gemäß den vom Vorstand genehmigten Richtlinien der PAUL HARTMANN AG durchgeführt. Die Basis bildet die Risikostrategie, die vom Risikokomitee vorgegeben wird. Diese wird quartalsweise überprüft. Die aktuelle Risikostrategie steuert das Gesamtverlustlimit aus Währungs-, Zins- und Rohstoffrisiken im Verhältnis zum geplanten Ergebnis vor Steuern. Daraus werden für Einzelrisiken spezifische Sicherungsstrategien vorgegeben.

Die PAUL HARTMANN AG identifiziert die Finanzrisiken, bewertet sie, überwacht die Einhaltung der Verlustlimits und Sicherungsquoten und schließt gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit operativen Einheiten geeignete Sicherungsgeschäfte ab.

Marktrisiko

Währungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken werden durch eine Value-at-Risk-Berechnung gemessen. Auf Basis historischer Daten und Volatilitäten sowie einer Haltedauer von einem Jahr wird eine Normalverteilung berechnet. Das Konfidenzniveau wird mit 95 (2014: 95) % angesetzt. Dies bedeutet, dass der Wertverlust des entsprechenden Risikoportfolios im folgenden Geschäftsjahr mit dieser Wahrscheinlichkeit nicht höher als die folgenden Beträge liegen wird:

in Tausend EUR 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015
Korrelierter Value-at-Risk aus Währungsexposures 7.234 19.437
Korrelierter Value-at-Risk aus Rohstoffen 9.422 19.494
Korrelierter Value-at-Risk aus Zins 359 491
Korrelierter Gesamt-Value-at-Risk 11.657 30.477

Diese Werte werden dem geplanten Ergebnis vor Steuern der HARTMANN GRUPPE gegenübergestellt, um ihre Bedeutung für die Ertragssituation einzuschätzen. Es werden dabei Limits für Währungs- und Rohstoffpreisrisiken festgelegt, bei deren Überschreitung im Rahmen der Risikopolitik definierte Maßnahmen und Berichtspflichten ausgelöst werden.

Währungsrisiken

Die HARTMANN GRUPPE ist international tätig und daher in verschiedenen Währungen einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Die PAUL HARTMANN AG sichert die Währungsexposures im Rahmen der Risikostrategie durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, -optionen und -swaps ab.

Die HARTMANN GRUPPE hat zum Bilanzstichtag 74 (2014: 64) % ihres geplanten Nettobedarfs an US-Dollar für das Geschäftsjahr 2015 durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Der Nettobedarf an US-Dollar besteht im Wesentlichen aus dem geplanten Bedarf an Rohstoffen und Handelswaren.

Darüber hinaus hat der Konzern Cash-Flows in weiteren Währungen. Die wesentlichen Nettopositionen sind in Schweizer Franken, Russischen Rubeln, Britischen Pfund, Polnischen Zloty und Australischen Dollar, die auch zum Teil gesichert werden.

Zinsrisiken

Die HARTMANN GRUPPE hält keine wesentlichen verzinslichen Vermögenswerte. Ziel des Konzerns ist es, dass mindestens 50 % des Kreditportfolios aus Darlehen mit Zinsfestschreibungen von

mindestens einem Jahr oder geeigneten Sicherungen bestehen. Zum Jahresende 2015 lag dieser Anteil bei 81 (2014: 79) %.

Rohstoffrisiken

Das mit Abstand bedeutendste Preisrisiko beim Rohstoff Fluff Pulp ist im Jahr 2016 zu 10 (2015: 8) % durch Vereinbarung von Fixpreisanteilen in den Lieferantenverträgen und zu 44 (2015: 40) % durch Rohstoffswaps auf den RISI-Index gesichert. Für weitere Rohstoffe in der HARTMANN GRUPPE werden zum Teil ebenfalls Festpreiskontrakte mit Lieferanten und Rohstoffswaps abgeschlossen. Die Möglichkeiten sind jedoch aufgrund der hohen Illiquidität der entsprechenden Märkte stark begrenzt.

Ausfallrisiken

Das theoretisch maximale Ausfallrisiko entspricht grundsätzlich den Buchwerten der betreffenden Vermögenswerte gegenüber den Vertragspartnern. Finanzderivate und andere relevante finanzielle Transaktionen werden nur mit Kernbanken oder vergleichbaren Partnerbanken geschlossen, deren Rating von Standard & Poors oder Fitch in der Regel nicht unter "A-" liegt. Es liegt keine Konzentration von Ausfallrisiken vor. Für mögliche Ausfälle bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei sonstigen Forderungen wurden in angemessenem Umfang Wertberichtigungen gebildet. Bei zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bestehen keine Anzeichen für Wertminderungsrisiken.

Das Ausfallrisiko für Sicherungsgeschäfte liegt bei 10,4 (2014: 24,1) Mio. EUR.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 130,1 (2014: 110,8) Mio. EUR versichert. Im Geschäftsjahr wurden Zahlungskonditionen für nicht wertgeminderte Forderungen in

Höhe von 0,8 (2014: 0,7) Mio. EUR neu verhandelt. Nach unserem Ermessen werden die weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen von unseren Schuldnern ausgeglichen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt das Ausfallrisiko der unter IFRS 7 fallenden Finanzinstrumente:

in Tausend EUR Buchwert zum
31. Dezember
2014
davon: weder
wertgemindert
noch überfällig
davon: nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
bis 3 Monate 4 bis 6 Monate 7 bis
12 Monate
über
12 Monate
Langfristige
Vermögenswerte
Finanzielle
Vermögenswerte
1.563 1.563 0 0 0 0
Sonstige Forderungen 1.210 1.210 0 0 0 0
Kurzfristige
Vermögenswerte
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
298.395 216.253 58.421 9.759 6.294 5.692
Sonstige Forderungen 11.661 11.280 381 0 0 0
Finanzielle
Vermögenswerte
23.982 23.982 0 0 0 0
in Tausend EUR Buchwert zum
31. Dezember
2015
davon: weder
wertgemindert
noch überfällig
davon: nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
bis 3 Monate 4 bis 6 Monate 7 bis
12 Monate
über
12 Monate
Langfristige
Vermögenswerte
Finanzielle
Vermögenswerte
2.233 2.233 0 0 0 0
Sonstige Forderungen 1.242 1.242 0 0 0 0
Kurzfristige
Vermögenswerte
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
303.633 229.267 51.422 10.691 6.871 2.668
Sonstige Forderungen 14.306 13.891 365 0 0 0
Finanzielle
Vermögenswerte
12.238 12.238 0 0 0 0

Liquiditätsrisiken

Zu einem vorsichtigen Liquiditätsrisikomanagement gehören die Verfügbarkeit eines ausreichenden Bestands an Zahlungsmitteln, marktfähigen Wertpapieren oder von ausreichenden Kreditlinien sowie die Fähigkeit, Marktpositionen glatt zu stellen. Die HART-MANN GRUPPE hat die Flexibilität im finanziellen Bereich vor allem durch eine syndizierte Kreditlinie mit einem Gesamtvolumen von 330 (2014: 330) Mio. EUR gesichert. In Verbindung mit weiteren

bilateralen Kreditlinien steht der HARTMANN GRUPPE damit ausreichend Liquidität zur Verfügung, um ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente mit negativem Fair Value ersichtlich:

in Tausend EUR Fälligkeitsanalyse der erwarteten Cash-Flows zum 31. Dezember 2014
4 Monate bis mehr als
bis 3 Monate 1 Jahr 1 bis 5 Jahre 5 Jahre
Finanzielle Verbindlichkeiten (lang- und kurzfristig)
gegenüber Kreditinstituten 73.530 1.557 4.192 0
aus Finanzierungsleasing 207 493 794 0
aus derivativen Finanzinstrumenten 1.957 3.055 4.733 413
aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten 225 1.260 10.922 3.247
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 115.237 1.184 0 0
aus sonstigen Verbindlichkeiten 57.320 17.424 690 0
in Tausend EUR
Fälligkeitsanalyse der erwarteten Cash-Flows zum 31. Dezember 2015
bis 3 Monate 4 Monate bis
1 Jahr
1 bis 5 Jahre mehr als
5 Jahre
Finanzielle Verbindlichkeiten (lang- und kurzfristig)
gegenüber Kreditinstituten 44.814 1.102 2.565 0
aus Finanzierungsleasing 218 362 690 0
aus derivativen Finanzinstrumenten 2.190 3.272 3.198 193
aus sonstigen verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten 187 1.101 8.172 2.806
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 120.823 196 0 0
aus sonstigen Verbindlichkeiten 65.485 12.474 574 0

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2015 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren.

Die bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten den syndizierten Kredit, der aufgrund einer Refinanzierungsvereinbarung als langfristig zu klassifizieren ist. Im Gegensatz dazu werden im Liquiditätsrisiko die Zins- und Tilgungszahlungen gemäß tatsächlichem Eintreten im Zeitband bis 3 Monate ausgewiesen.

Kapitalrisiken

Die Ziele der HARTMANN GRUPPE im Hinblick auf die Kapitalausstattung liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Dividenden und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer angemessenen Eigenkapitalquote.

Die HARTMANN GRUPPE überwacht ihr Kapital auf Basis der Eigenkapitalquote, berechnet aus dem Verhältnis vom bilanzierten Eigenkapital zur Bilanzsumme. Auch zukünftig strebt die HART-MANN GRUPPE eine Aufteilung zwischen Eigen- und Fremdkapital an, die es ermöglicht, die Wachstumsstrategie (sowohl organisch als auch durch Akquisitionen) fortzuführen und bestehende Covenant-Regelungen weiterhin einzuhalten.

Die Eigenkapitalquote stellte sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015
Eigenkapital 690.370 759.098
Bilanzsumme 1.247.200 1.278.619
Eigenkapitalquote 55,4 % 59,4 %
davon nicht im
Anwendungsbereich
Buchwert zum
des IAS 39 bzw.
Zu
31. Dezember
keiner Kategorie
Handelszwecken
Kredite und
2014
zuordenbar
gehalten
Forderungen
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Finanzielle Vermögenswerte
- Beteiligungen
11
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere
1.217
- Derivate mit Hedging-Beziehung
335
335
Sonstige Forderungen
3.628
2.419
1.210
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
298.395
298.395
Sonstige Forderungen
26.545
14.884
11.661
Finanzielle Vermögenswerte
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere
193
- Derivate ohne Hedging-Beziehung
4.825
4.825
- Derivate mit Hedging-Beziehung
18.964
18.964
Zahlungsmittel
89.080
89.080
Gesamte finanzielle Vermögenswerte
443.193
36.602
4.825
400.346
Passiva
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten
72.421
- Finanzierungsleasing
570
570
- Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten
13.410
- Derivate mit Hedging-Beziehung
6.265
6.265
Sonstige Verbindlichkeiten
3.249
2.559
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
116.421
Sonstige Verbindlichkeiten
105.025
30.280
Finanzielle Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten
6.320
- Finanzierungsleasing
645
645
- Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten
1.485
- Derivate ohne Hedging-Beziehung
59
59
- Derivate mit Hedging-Beziehung
3.731
3.731
Gesamte finanzielle Verbindlichkeiten
329.601
44.050
59
0
Einteilung in Klassen des IFRS 7
Fair Value
zum
31. Dezember
2014
davon zum Fair Value bewertet davon zu
(fortgeführten)
Anschaffungs
kosten
bewertet
davon nicht im
Anwendungs
bereich des IFRS 7
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertete
finanzielle
Verbindlichkeiten
Zur
Veräußerung
verfügbar
Stufe 3 Stufe 2 Stufe 1
11 11 11
1.284 1.217 1.217
335 335
1.210 1.210 2.419
- 298.395
- 11.661 14.884
109 109 84 193
4.825 4.825
18.964 2.142 16.822
- 89.080
2.142 21.982 109 401.658 17.303 0 1.421
72.722 72.421 72.421
549 570
14.161 13.410 13.410
6.265 6.265
690 690 2.559 690
-
-
116.421
74.744
30.280 116.421
74.744
- 6.320 6.320
- 645
- 1.485 1.485
59 59
3.731 2.694 1.037
2.694 7.361 0 286.706 32.839 285.491 0
in Tausend EUR Bilanz
Buchwert zum
31. Dezember
2015
davon nicht im
Anwendungsbereic
h des IAS 39 bzw.
keiner Kategorie
zuordenbar
Zu
Handelszwecken
gehalten
Kredite und
Forderungen
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Finanzielle Vermögenswerte
- Beteiligungen 10
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere 2.014
- Derivate mit Hedging-Beziehung 209 209
Sonstige Forderungen 2.955 1.713 1.242
Kurzfristiges Vermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 303.633 303.633
Sonstige Forderungen 31.278 16.972 14.306
Finanzielle Vermögenswerte
- Verzinsliche Ausleihungen und Wertpapiere 2.022
- Derivate ohne Hedging-Beziehung 42 42
- Derivate mit Hedging-Beziehung 10.174 10.174
Zahlungsmittel 90.470 90.470
Gesamte finanzielle Vermögenswerte 442.807 29.068 42 409.651
Passiva
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten 43.437
- Finanzierungsleasing 600 600
- Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 10.208
- Derivate mit Hedging-Beziehung 4.349 4.349
Sonstige Verbindlichkeiten 2.721 2.147
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121.019
Sonstige Verbindlichkeiten 107.330 29.371
Finanzielle Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten 4.743
- Finanzierungsleasing 535 535
- Sonstige verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten 1.288
- Derivate ohne Hedging-Beziehung 842 842
- Derivate mit Hedging-Beziehung 3.554 3.554
Gesamte finanzielle Verbindlichkeiten 300.626 40.556 842 0
Einteilung in Klassen des IFRS 7
Zur
Veräußerung
verfügbar
Zu fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertete
finanzielle
Verbindlichkeiten
davon nicht im
Anwendungs
bereich des
IFRS 7
davon zu
(fortgeführten)
Anschaffungs
kosten
bewertet
davon zum Fair Value bewertet Fair Value
zum
31. Dezember
2015
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
10 10 10
2.014 2.014 1.963
209 209
1.713 1.242 1.242
303.633 -
16.972 14.306 -
2.022 1.914 108 108
42 42
8.330 1.844 10.174
90.470 -
4.046 0 18.685 413.589 108 8.581 1.844
43.437 43.437 43.568
600 542
10.208 10.208 10.972
4.349 4.349
574 2.147 574 574
121.019 121.019 -
77.959 29.371 77.959 -
4.743 4.743 -
535 -
1.288 1.288 -
842 842
659 2.895 3.554
0 259.228 31.518 260.363 0 5.850 2.895

Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten

Gemäß IFRS 13.93 sind die zum Fair Value bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Dabei sind die einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung anhand von notierten Marktpreisen aus aktiven Märkten für gleichartige Finanzinstrumente.

Stufe 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigen Marktpreise aus aktiven Märkten handelt, die aber entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachtbar sind. Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen, denen nicht am Markt beobachtbare Inputdaten zugrunde liegen. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese halbjährlich umgegliedert. Die originären langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7, die zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet sind, werden Stufe 2 zugeordnet.

Es gab keine Transfers von Finanzinstrumenten zwischen Stufe 1 und Stufe 2.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Instrumente in Stufe 3 für das am 31. Dezember 2015 beendete Jahr:

2014 2015
136 2.142
0 203
3.941 1.292
-1.935 -1.793
2.142 1.844
0 203
-78 -2.694
-1 -369
-2.649 -1.941
34 2.109
-2.694 -2.895
-1 -369

Die Rohstoffabsicherung in der HARTMANN GRUPPE erfolgt auf illiquiden Märkten. Sowohl die Grundgeschäfte als auch die Sicherungsgeschäfte basieren auf Indizes ohne beobachtbare Forwardkurven. Daher erfolgt eine Kategorisierung in Stufe 3. Für die Bewertung der Sicherungsgeschäfte werden die zukünftigen Zahlungsströme mithilfe einer flachen Forwardkurve ermittelt und mit der währungs- und laufzeitadäquaten Zinskurve abdiskontiert. Die -ugrunde gelegten Schwankungen der Indizes liegen, je nach

Rohstoff, bei 10 % beziehungsweise 20 % und würden sich insgesamt mit etwa 5,9 (2014: 5,7) Mio. EUR auf den Fair Value auswirken. Für die Sicherungsinstrumente und die Rohstoffeinkäufe wird Hedge Accounting angewendet.

Die folgende Tabelle stellt die berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar (ohne derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind):

-13.274 -181
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -18.268 4.043
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 21 24
Kredite und Forderungen 237 -576
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 4.736 -3.672
in Tausend EUR 2014 2015

Die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Fair Value-

Veränderungen bei Derivaten in Höhe von -3,7 (2014: 4,7) Mio. EUR. Die Nettoverluste aus Krediten und Forderungen beinhalten Wertminderungen in Höhe von -1,5 (2014: -1,2) Mio. EUR, Währungsverluste in Höhe von -0,04 (2014: 0,3) Mio. EUR sowie Zinserträge in Höhe von 1,0 (2014: 1,1) Mio. EUR. Wie im Vorjahr

beinhalten die Nettogewinne der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte Zinserträge. Die aus finanziellen Verbindlichkeiten erfassten Nettoverluste betreffen Zinsaufwendungen in Höhe von -2,6 (2014: -3,3) Mio. EUR und Währungsgewinne in Höhe von 6,7 (2014: -15,0) Mio. EUR.

Die folgende Tabelle zeigt die Angaben zur Saldierung für das am 31. Dezember 2014 beendete Jahr:

in Tausend EUR Nicht
Bruttobuch bilanziell Nettobetrag
wert zum saldierungs Fair Value zum
31. Dezember
2014
Bilanzielle
Saldierung
Bilanzausweis fähige
Beträge
finanzielle
Sicherheiten
31. Dezember
2014
Finanzielle Vermögenswerte
Derivate 24.124 0 24.124 5.199 0 18.925
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 327.983 29.588 298.395 0 0 298.395
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate 10.055 0 10.055 5.199 0 4.856
Sonstige Verbindlichkeiten 134.613 29.588 105.025 0 0 105.025

Die folgende Tabelle zeigt die Angaben zur Saldierung für das am 31. Dezember 2015 beendete Jahr:

in Tausend EUR Bruttobuchwert zum 31. Dezember 2015 Bilanzielle Saldierung Bilanzausweis Nicht bilanziell saldierungsfähige Beträge Fair Value finanzielle Sicherheiten Nettobetrag zum 31. Dezember 2015 Finanzielle Vermögenswerte Derivate 10.425 0 10.425 3.369 0 7.056 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 336.048 32.415 303.633 0 0 303.633 Finanzielle Verbindlichkeiten Derivate 8.745 0 8.745 3.369 0 5.376 Sonstige Verbindlichkeiten 139.745 32.415 107.330 0 0 107.330

Aufgrund des deutschen Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte in Verbindung mit ISDA-Agreements können Derivate im Insolvenzfall verrechnet werden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit Abgrenzungen für Kundenboni gemäß IAS 32 bilanziell saldiert.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der HARTMANN GRUPPE zur Reduzierung des Währungs-, Zins- und Rohstoffrisikos eingesetzt.

in Tausend EUR
31. Dezember 2014
Fair Value Nominalwert Restlaufzeit des Nominalwerts
Gesamt Gesamt Bis zu einem
Jahr
1 bis 5 Jahre mehr als
5 Jahre
Devisensicherungsgeschäfte 21.109 230.008 217.653 12.355 0
Rohstoffsicherungsgeschäfte -552 58.159 58.159 0 0
Zinssicherungsgeschäfte -6.488 62.500 7.500 40.000 15.000
in Tausend EUR 31. Dezember 2015
Fair Value Nominalwert Restlaufzeit des Nominalwerts
Gesamt Gesamt Bis zu einem
Jahr
1 bis 5 Jahre mehr als
5 Jahre
Devisensicherungsgeschäfte 6.863 266.835 242.445 15.707 8.683
Rohstoffsicherungsgeschäfte -1.051 62.019 62.019 0 0
Zinssicherungsgeschäfte -4.132 35.000 0 30.000 5.000

Cash-Flow Hedges

Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten hat die PAUL HARTMANN AG Zinsswaps abgeschlossen. Die Änderungen des Cash-Flows der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der EURIBOR-Sätze ergeben, werden durch die Änderungen der Cash-Flows der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen in festverzinsliche Finanzverbindlichkeiten zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern.

Zur Sicherung des Cash-Flow-Risikos von geplanten Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat die PAUL HARTMANN AG Termingeschäfte abgeschlossen. Ziel ist die Absicherung schwankender Währungskurse

und dadurch die Begrenzung des Risikos schwankender zukünftiger Euro-Gegenwerte beim Kauf beziehungsweise Verkauf der Fremdwährung.

Cash-Flow-Risiken aus schwankenden Preisen von geplanten Rohstoffeinkäufen werden mit Swaps abgesichert. Ziel ist die Absicherung schwankender Rohstoffpreise und dadurch die Begrenzung des Risikos schwankender zukünftiger Kaufpreise.

In 2015 wurden 12,8 (2014: -5,3) Mio. EUR aus Cash-Flow-Hedges vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung recycelt.

Die folgende Tabelle zeigt den voraussichtlichen Zeitpunkt der Zahlungen, zu dem im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste aus Cash-Flow Hedges in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden:

in Tausend EUR 31. Dezember 2014
Fair Value
Derivate im
Eigenkapital
Periode der voraussichtlichen Zahlung
Gesamt Bis zu
einem Jahr
1 bis 5 Jahre mehr als
5 Jahre
Devisensicherungsgeschäfte 16.344 16.008 336 0
Rohstoffsicherungsgeschäfte -552 -552 0 0
Zinssicherungsgeschäfte -6.395 -1.587 -4.407 -401
in Tausend EUR 31. Dezember 2015
Fair Value
Derivate im
Eigenkapital
Periode der voraussichtlichen Zahlung
Gesamt Bis zu einem
Jahr
1 bis 5 Jahre mehr als
5 Jahre
Devisensicherungsgeschäfte 7.662 7.670 105 -113
Rohstoffsicherungsgeschäfte -885 -885 0 0
Zinssicherungsgeschäfte -4.106 -1.027 -3.001 -78

Der Nachweis der prospektiven und retrospektiven Effektivität wird mithilfe regelmäßig durchgeführter Effektivitätstests erbracht. Zur Ermittlung der retrospektiven Effektivität kommt die so genannte "Dollar-Offset-Methode", bei Rohstoffswaps die Regressionsanalyse zur Anwendung. Die Ergebnisse der retrospektiven

Effektivitätsmessung liegen dabei in einer Bandbreite von 80 % bis 125 %, sodass von einer hoch effektiven Sicherungsbeziehung ausgegangen werden kann. Der im Periodenergebnis erfasste ineffektive Teil der Absicherung von Zahlungsströmen beträgt 0,001 (2014: 0,02) Mio. EUR.

fang, von denen angenommen wird, dass daraus keine wesentlichen Zahlungsverpflichtungen entstehen. Darüber hinaus bestehen Risiken im Zusammenhang mit laufenden Rechtsstreitigkeiten.

Ungewisse zukünftige Ereignisse

Zum 31. Dezember 2015 bestanden im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Form von Garantien und ähnlichen Verpflichtungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb in geringfügigem Um-

Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen

Die Gesamtsumme der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellt sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2014 2015
Bis zu einem Jahr 26.570 25.606
Zwischen einem und fünf Jahren 58.747 54.746
Mehr als fünf Jahre 35.480 17.391
120.797 97.743

Bei den im Rahmen von Operating-Leasing abgeschlossenen Verträgen handelt es sich im Wesentlichen um übliche Vereinbarungen im Bereich Gebäude und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Wesentliche Vereinbarungen betreffen das Logistikzentrum in Belleville/Frankreich sowie den Betrieb und das Logistikzentrum bei Moskau/Russland

Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HARTMANN GRUPPE im Laufe des Berichtsjahrs durch Mittelzuund Mittelabflüsse verändert haben. Dabei sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Der operative Cash-Flow reduziert sich im Wesentlichen aufgrund der höheren Kapitalbindung im Working Capital gegenüber dem Vorjahr um 33,7 Mio. EUR auf 136,8 Mio. EUR.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag bei 73,1 (2014: 69,4) Mio. EUR und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Mio. EUR. Diese Veränderung resultierte insbesondere aus den höheren Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie den geringeren Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten.

Der Free-Cash-Flow lag als Resultat dieser Entwicklung bei 63,7 (2014: 101,1) Mio. EUR.

Veränderung im Konsolidierungskreis

Zum 31. Dezember 2015 wurden in den Konzernabschluss neben der PAUL HARTMANN AG 23 (2014: 21) inländische und 67 (2014: 67) ausländische Tochterunternehmen einbezogen.

Drei Gesellschaften wurden nach der Equity-Methode bewertet.

Mit Wirkung zum 1. Mai 2015 wurde die brasilianische Gesellschaft PAUL HARTMANN do Brasil Participações Ltda. auf die Bace Comércio Internacional Ltda. verschmolzen.

Ferner wurde mit Wirkung zum 1. Juli 2015 die Französische Gesellschaft Acti Médical Santé SAS auf die Providom SAS verschmolzen.

Im Berichtszeitraum wurden die Gesellschaften Hilfsmittel-Center Lamberti GmbH/Deutschland, Hilfsmittel-Center Aplicus GmbH/Deutschland, Kneipp Austria GmbH/Österreich sowie die CMC Consumer Medical Care Iberica S.L./Spanien gegründet und vollkonsolidiert.

Diese Veränderungen im Konsolidierungskreis sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Wesentliche Beschränkungen

Beschränkungen der Möglichkeit des Zugangs zu Vermögenswerten der HARTMANN GRUPPE bestehen zum 31. Dezember 2015 im Wesentlichen im Zusammenhang mit lokalen Devisenverkehrsbeschränkungen in diversen Ländern.

Aufstellung über den Anteilsbesitz

Anteil in %
Inland
DE Atemzentrum Bad Lippspringe GmbH, Bad Lippspringe 51,0
Atemzentrum Grafschaft GmbH, Schmallenberg 51,0
Atemzentrum Großhansdorf GmbH, Ibbenbüren 100,0
Balata GmbH, Heidenheim 100,0
Bode Chemie GmbH, Hamburg 100,0
CMC Consumer Medical Care GmbH, Sontheim 100,0
DIG Dienstleistungen im Gesundheitswesen GmbH, Ibbenbüren 100,0
Hans Braun GmbH, Wolfstein 100,0
HARTMANN Beteiligungen GmbH, Heidenheim 100,0
Hilfsmittel-Center Lamberti GmbH, Ibbenbüren 51,0
Hilfsmittel-Center Alpicus GmbH, Ibbenbüren 51,0
Karl Otto Braun GmbH & Co. KG, Wolfstein 100,0
Kneipp GmbH, Würzburg 100,0
Kneipp Werbe-Agentur und Vertriebs GmbH, Würzburg 100,0
KOB Medical Devices (Deutschland) GmbH, Wolfstein 100,0
Medical Service und Logistik GmbH, Recklinghausen 1 50,0
MEDICUS GmbH, Oberderdingen 100,0
NOGE Gesellschaft für Medizinprodukte und -dienstleistungen mbH, Heidenheim 100,0
PAUL HARTMANN AG & Co. Logistikzentrum Süd oHG, Heidenheim 100,0
QMService GmbH i.L., Heidenheim 100,0
Reha-Service Loose GmbH, Hamburg 100,0
Reha und Rollstuhl Handels GmbH, Leipzig 100,0
Roth Grundstücksgesellschaft mbH, Saarbrücken 1 30,0
Sanimed GmbH, Ibbenbüren 100,0
Vlesia GmbH, Herbrechtingen 100,0
Ausland
AE PAUL HARTMANN Middle East FZE, Dubai 100,0
AT PAUL HARTMANN Gesellschaft mbH, Wiener Neudorf 100,0
Kneipp Austria GmbH, Wiener Neudorf 100,0
AU PAUL HARTMANN Pty. Ltd., Homebush, NSW 100,0
BE N.V. PAUL HARTMANN S.A., Saintes 100,0
BR Bace Comércio Internacional Ltda., São Paulo 100,0
CH AIR Health Solution AG, Neuhausen 66,3
Funny Hygiene AG, Neuhausen 66,3
IVF HARTMANN AG, Neuhausen 66,3
IVF HARTMANN Holding AG, Neuhausen 66,3
Kistler AG, Gommiswald 66,3
Kneipp GmbH, Wallisellen 100,0

1 At Equity konsolidierte Gesellschaften

Anteil in %
CN KOB (Qingdao) Medical Devices Co., Ltd., Qingdao 100,0
PAUL HARTMANN (Shanghai) Trade Co., Ltd., Shanghai 100,0
CZ HARTMANN-RICO a.s., Veverská Bítýška 100,0
SANICARE s.r.o., Brno 100,0
DK PAUL HARTMANN A/S, København 100,0
DZ Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L., Roubia 51,0
ES Consumer Medical Care Iberia S.L., Barcelona 100,0
Farmaban S.A., Barcelona 1 35,3
Laboratorios HARTMANN S.A., Mataró 100,0
PAUL HARTMANN España S.L.U., Mataró 100,0
PAUL HARTMANN S.A., Mataró 100,0
FR Aux Bons Soins S.A.R.L., Illkirch-Graffenstaden 100,0
Aux Bons Soins Sélestat S.A.R.L., Sélestat 100,0
Bode France S.A.S., Toulouse 100,0
CMC France S.A.R.L., Châtenois 100,0
Laboratoires PAUL HARTMANN S.A.R.L., Châtenois 100,0
Max Lorne S.A.S., Châtenois 100,0
PAUL HARTMANN S.A., Châtenois 100,0
Pierre Cattier S.A.S., Paris 100,0
Providom S.A.S., Châtenois 100,0
Sterima S.A.S., Villemaur-sur-Vanne 100,0
Vivello France S.A.S., Châtenois 100,0
GB PAUL HARTMANN Ltd., Heywood 100,0
GR PAUL HARTMANN Hellas A.E., Glyfada/Athina 100,0
HK PAUL HARTMANN Asia-Pacific Ltd., Kowloon 100,0
HR PAUL HARTMANN d.o.o., Zagreb 100,0
HU HARTMANN-RICO Hungária Kft., Biatorbagy 100,0
HTS Medical Kereskedelmi és Szolgáltató Kft., Budapest 100,0
IN KOB Medical Textiles Private Ltd., Coimbatore 100,0
PAUL HARTMANN Medical Private Limited, Mumbai 100,0
IT Distributori Articoli Sanitari D.A.S. S.R.L. CON SOCIO UNICO, Bene Vagienna 100,0
GENESI S.R.L. CON SOCIO UNICO, Bene Vagienna 100,0
HARTMANN FOROMED S.R.L., Caivano (Napoli) 100,0
HARTMANN Logistic S.R.L., Verona 100,0
PAUL HARTMANN S.p.A., Verona 100,0
JP Kneipp Japan K.K., Tokyo 100,0
MA PAUL HARTMANN S.A.R.L., Casablanca 53,5

1 At Equity konsolidierte Gesellschaften

Anteil in %
Kneipp Nederland B.V., Montfoort 100,0
PAUL HARTMANN B.V., Nijmegen 100,0
PAUL HARTMANN Finance B.V., Nijmegen 100,0
PAUL HARTMANN AS, Oslo 100,0
PAUL HARTMANN Polska Sp. z o.o., Pabianice 100,0
PAUL HARTMANN LDA, Loures 100,0
Sterilliacare - Soluções em Higiene, LDA, Carnaxide 100,0
S.C. PAUL HARTMANN S.R.L., Targu Mures 100,0
PAUL HARTMANN OOO, Moskwa 100,0
PAUL HARTMANN Siberia OOO, Novosibirsk 100,0
HARTMANN-ScandiCare AB, Anderstorp 100,0
PAUL HARTMANN Adriatic d.o.o., Ljublijana 100,0
HARTMANN-RICO spol. s r.o., Bratislava 100,0
CMC CONSUMER MEDICAL CARE Pamuk Sanayi ve Ticaret Ltd. Sti., Mersin 100,0
PAUL HARTMANN Ltd. Sti., Yeniköy/Istanbul 100,0
HARTMANN USA, Inc., Rock Hill/South Carolina 100,0
Kneipp Corporation of America, Inc., Northvale/New Jersey 100,0
PAUL HARTMANN Corp., Rock Hill/South Carolina 100,0
HARTMANN-Vitamed (Pty) Ltd., Sandton 100,0

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zum 29. Februar 2016 ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 geführt hätten.

Dividende je Aktie

Auf der Hauptversammlung am 13. Mai 2016 wird eine Dividende von 6,70 EUR je Stückaktie vorgeschlagen. Dividendenberechtigt sind 3.551.742 Stücke.

Die Gewinnausschüttung beläuft sich damit auf 23,8 Mio. EUR. Diese Dividende ist im vorliegenden Konzernabschluss als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Erfassung der Dividendenverbindlichkeit erfolgt im Geschäftsjahr 2016. Die Dividende im Vorjahr betrug 23,1 Mio. EUR (6,50 EUR je Aktie).

Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen

Als nahe stehende Personen und Unternehmen im Sinne des IAS 24 ("Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen") müssen Personen und Unternehmen, die die

HARTMANN GRUPPE beherrschen oder von ihr beherrscht werden, angegeben werden. Die Angabepflicht erstreckt sich hierbei auch auf Personen, die unmittelbar oder mittelbar einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der HARTMANN GRUPPE ausüben, einschließlich deren engerer Familienangehörigen oder zuzurechnender Unternehmen. Ein maßgeblicher Einfluss auf die HARTMANN GRUPPE kann durch Anteilsbesitz von 20 % oder mehr beziehungsweise Sitz im Vorstand oder Aufsichtsrat begründet werden.

Berichtspflichtige Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden nicht unterhalten. Im Zuge der Konsolidierung werden Geschäftsvorfälle zwischen den Konzerngesellschaften der HART-MANN GRUPPE eliminiert.

Darüber hinaus existieren keine wesentlichen wirtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises.

Mit assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wurden Transaktionen im Rahmen der normalen

Geschäftstätigkeit vorgenommen, die sich im Berichts- und Vorjahr bei diesen Gesellschaften wie folgt ausgewirkt haben:

in Tausend EUR 2014 2015
Erträge 22.707 24.319
Aufwendungen 1.954 2.855
Forderungen 1.983 3.139
Verbindlichkeiten 575 683

Aufsichtsrat und Vorstand

Bezüge des Aufsichtsrats

Die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats der PAUL HARTMANN AG beträgt 0,6 (2014: 0,6) Mio. EUR. Darüber hinaus haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen für die Ausübung weiterer Tätigkeiten in Höhe von 0,5 (2014: 0,4) Mio. EUR bezogen.

Bezüge des Vorstands

Die Höhe der Vorstandsvergütung richtet sich nach den Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seinen persönlichen Leistungen, der wirtschaftlichen Lage, der Entwicklung und der Zukunftsaussichten der HARTMANN GRUPPE sowie der Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Die Gesamtvergütung setzt sich in Übereinstimmung mit den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" aus einem fixen und einem variablen Bestandteil zusammen. Die festen und die auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage bezogenen variablen Vergütungsanteile weisen betragsmäßig Höchstgrenzen aus. Hinsichtlich der weiteren variablen Vergütungsanteile, die auf eine einjährige Bemessungsgrundlage abstellen, erfolgt eine Beschränkung des Anspruchs der Vorstandsmitglieder dadurch, dass eine Obergrenze des Zielwertes enthalten ist; die variablen Bestandteile umfassen in einem untergeordneten Umfang eine "mehrjährige Bemessungsgrundlage". Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr beliefen sich im Konzern auf 5,8 (2014: 5,5) Mio. EUR. Davon beträgt der variable Anteil 2,8 (2014: 2,7) Mio. EUR.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind insgesamt 13,4 (2014: 14,0) Mio. EUR zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands betrugen für das Berichtsjahr 0,9 (2014: 0,9) Mio. EUR.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers betrugen im Berichtsjahr insgesamt 0,7 (2014: 0,8) Mio. EUR. Dabei entfielen 0,4 (2014: 0,4) Mio. EUR auf Prüfungshonorare, 0,1 (2014: 0,2) Mio. EUR auf prüfungsnahe Dienstleistungen sowie 0,2 (2014: 0,1) Mio. EUR auf Steuerberatungshonorare.

Freigabe des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde am 29. Februar 2016 vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

PAUL HARTMANN AG

Joehle Dr. Heinen Kuehn Dr. Neumann Schulz

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 15. März 2016

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Neubarth Jürgen Schwehr

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Ihre Ansprechpartner bei HARTMANN Termine

Investor Relations

Monika Faber Telefon +49 7321 36-1105 Telefax +49 7321 36-3606 E-Mail: [email protected]

Public Relations

Jeremy Whittaker Telefon +49 7321 36-1313 Telefax +49 7321 36-3678 E-Mail: [email protected]

23. März 2016 Bilanzpressekonferenz

13. Mai 2016 102. ordentliche Hauptversammlung in Heidenheim

17. Mai 2016 Dividendenzahlung

5. Mai 2017 103. ordentliche Hauptversammlung in Heidenheim

Impressum

Herausgeber PAUL HARTMANN AG, Heidenheim

Redaktion

Jeremy Whittaker, PAUL HARTMANN AG Anja Krey, PAUL HARTMANN AG

Fotos

Seite 2, 34: KD Busch Seite 7: Jens Kramer

Druck

frey+mareis - druck+medien GmbH, Ulm

Der Geschäftsbericht der HARTMANN GRUPPE erscheint in deutscher und englischer Sprache (gekürzte Fassung), der Jahresabschluss der PAUL HARTMANN AG in deutscher Sprache. Alle Versionen stehen auch im Internet unter www.hartmann.info zum Download bereit.

Die HARTMANN GRUPPE im Fünfjahresüberblick

in Tausend EUR 2011 2012 2013 2014 2015 Veränderung
zum Vorjahr
in %
Ergebnis
Umsatzerlöse 1.699.404 1.758.377 1.794.442 1.862.035 1.941.004 4,2
davon Auslandsanteil in % 65,6 66,6 66,3 66,5 66,1 -0,6
Konzernergebnis 70.762 55.838 62.477 78.347 84.778 8,2
Nettoumsatzrendite in % 4,2 3,2 3,5 4,2 4,4 3,8
Materialaufwand 789.581 808.174 820.246 814.245 869.469 6,8
Personalaufwand 400.020 430.272 449.675 467.332 483.999 3,6
EBITDA 159.766 148.447 157.905 183.259 198.978 8,6
EBITDA-Rendite in % 9,4 8,4 8,8 9,8 10,3 4,6
Abschreibung auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
52.574 57.745 56.650 60.828 66.757 9,7
EBIT 107.611 90.703 102.054 122.431 132.661 8,4
EBIT-Rendite in % 6,3 5,2 5,7 6,6 6,8 3,6
Cash-Flow 137.118 116.484 141.644 158.910 168.152 5,8
Free-Cash-Flow 71.413 95.071 43.828 101.059 63.685 -37,0
Bilanz
Bilanzsumme 1.136.580 1.138.587 1.186.782 1.247.200 1.278.619 2,5
Langfristiges Vermögen 464.194 475.897 477.637 502.120 510.121 1,6
Investitionen in Sachanlagen und immat
erielle Vermögenswerte 2
64.132 58.197 70.479 72.895 74.475 2,2
Kurzfristiges Vermögen 672.386 662.690 706.318 745.080 768.498 3,1
Eigenkapital 612.347 613.673 647.042 690.370 759.098 10,0
Eigenkapitalquote in % 53,9 53,9 54,5 55,4 59,4 7,2
Eigenkapitalrendite in % 11,6 9,1 9,7 11,3 11,2 -1,2
Nettofinanzstatus -132.807 -71.873 -58.967 10.781 44.609 313,8
Mitarbeiterzahl am 31. Dezember 1 9.966 10.220 10.462 10.216 10.346 1,3

1 Ohne Mitarbeiter in Elternzeit und Vorstandsmitglieder der PAUL HARTMANN AG

2 Ohne akquisitionsbedingte Zugänge wie beispielsweise Goodwill

PAUL HARTMANN AG Paul-Hartmann-Strasse 12 89522 Heidenheim P.O. Box 14 20 89504 Heidenheim Germany

Phone + 49-7321-36-0 Fax + 49-7321-36-3636 [email protected] www.hartmann.info