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Palfinger AG Interim / Quarterly Report 2013

Aug 8, 2013

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Interim / Quarterly Report

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UNSERE STRATEGIE bewährt sich weiterhin

Bericht über das 1. HALBJAHR 2013

Kennzahlen der Palfinger Gruppe

in Teur 1. HJ 2013 1. HJ 2012 1. HJ 2011 1. HJ 2010 1. HJ 2009
Ergebnisse
Umsatz 475.103 465.073 414.270 297.402 269.169
EBITDA 54.027 52.158 50.138 24.896 6.811
EBITDA-Marge 11,4% 11,2% 12,1% 8,4% 2,5%
EBIT (Operatives Ergebnis) 39.118 37.171 35.992 14.546 –4.197
EBIT-Marge 8,2% 8,0% 8,7% 4,9% –1,6%
Ergebnis vor Ertragsteuern 32.205 31.827 30.068 11.901 –8.516
Konzernergebnis 24.688 23.859 22.571 7.271 –8.013
Bilanz
Summe Vermögenswerte 865.233 798.759 723.662 629.349 629.797
Net Working Capital (Durchschnitt) 176.390 156.930 114.341 135.610 162.169
Capital Employed (Durchschnitt) 599.587 542.237 487.642 457.510 469.131
Eigenkapital 375.574 360.707 327.886 313.309 288.435
Eigenkapitalquote 43,4% 45,2% 45,3% 49,8% 45,8%
Nettofinanzverschuldung 239.742 194.505 163.411 157.901 170.787
Gearing 63,8% 53,9% 49,8% 50,4% 59,2%
Cashflow und Investitionen
Cashflow aus dem operativen Bereich 23.751 11.807 15.138 23.405 18.568
Free Cashflow 9.495 –8.148 4.710 4.283 14.668
Nettoinvestitionen 16.682 20.238 10.056 6.647 7.123
Abschreibungen und Impairment 14.909 14.987 14.146 10.350 11.008
Mitarbeiter
Mitarbeiterstand im Periodendurchschnitt* 6.303 6.071 5.449 4.400 4.658

*Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter.

Konzernlagebericht zum 30. Juni 2013

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum blieb im 1. Halbjahr 2013 schwach. Die leichte Erholung verlor an Schwung, da sich die bestehenden Risiken tendenziell verstärkt haben bzw. neue hinzugekommen sind. Diese betreffen insbesondere das schwache BIP-Wachstum in den wichtigen Schwellenländern, die Rezession in der Eurozone und die zurückhaltende Wirtschaftsentwicklung in den USA. Der Internationale Währungsfonds (IWF) reduzierte im Juli 2013 auf dieser Basis erneut seine Prognosen und erwartet derzeit ein globales BIP-Wachstum von 3,1 Prozent im Jahr 2013 und 3,8 Prozent 2014.

In Europa war die Konjunktur in den vergangenen sechs Monaten von den Turbulenzen in der Eurozone gekennzeichnet, verursacht durch die enorme Verschuldung einzelner Staaten. Die Rezession fiel dabei stärker aus als erwartet. Für das Jahr 2013 prognostiziert der IWF demnach in der Eurozone ein Schrumpfen der Wirtschaft um 0,6 Prozent, 2014 sollte die Wirtschaftsleistung wieder um 0,9 Prozent zunehmen.

Die Länder Zentral- und Osteuropas sind ebenfalls von der Schuldenproblematik betroffen, weil sie aufgrund der wirtschaftlichen und finanziellen Verflechtungen mit der Eurozone stark von deren Entwicklung abhängig sind. Die Erwartungen des IWF für das Wirtschaftswachstum dieser Region liegen unverändert bei 2,2 Prozent im Jahr 2013 und 2,8 Prozent im Jahr 2014. Russland profitiert von seinen Rohstoffvorkommen, insbesondere Erdöl, die restriktive Geld- und Fiskalpolitik verringerte jedoch die Inlandsnachfrage. Insgesamt ließ die Konjunkturdynamik zuletzt nach, liegt aber immer noch über dem Durchschnitt der großen Industrienationen.

In den USA expandierte die Wirtschaft weniger als erwartet. Während sich die Situation bei den Unternehmen und am Arbeitsmarkt verbesserte, lasteten die Anfang März verordneten Ausgabenkürzungen im Staatshaushalt auf der Konjunktur. Der IWF reduzierte daher seine Erwartungen für das Wirtschaftswachstum auf 1,7 Prozent für 2013 und 2,7 Prozent für 2014.

Lateinamerikas Konjunktur war im 1. Halbjahr 2013 von der anhaltenden Wachstumsschwäche des wirtschaftlich bedeutsamen Staates Brasilien gekennzeichnet. Während die Investitionen zunahmen, verlief der private Konsum – zuvor eine tragende Säule der brasilianischen Wirtschaft – schleppend. Die BIP-Prognosen für 2013 und 2014 wurden in diesem Zusammenhang auf ein moderates Wachstum im Ausmaß von 2,5 Prozent bzw. 3,2 Prozent reduziert.

Auch in den Emerging Markets in Asien blieb das Wirtschaftswachstum im Berichtszeitraum hinter den Erwartungen zurück. Zwar gilt insbesondere China seit geraumer Zeit als Konjunkturlokomotive für die Weltwirtschaft, jedoch bremsten einerseits Strukturprobleme und andererseits die schwache Auslandsnachfrage die Dynamik merkbar. Der IWF revidierte seine Konjunkturprognosen für China in den Jahren 2013 und 2014 auf immer noch beachtliche 7,8 Prozent bzw. 7,7 Prozent.

Die globalen Finanzmärkte verzeichneten im 1. Halbjahr 2013 einen leichten Aufwärtstrend, wobei im 2. Quartal die Volatilität wieder deutlich zunahm. Die Indizes der internationalen Aktienmärkte konnten überwiegend an Wert zulegen, an den europäischen Börsen war die Entwicklung jedoch divergent. An den internationalen Rohstoffmärkten drückte die schwächere Nachfrage aus dem wichtigen Markt China auf die Preise, vor allem bei Industriemetallen. Die Ölpreise reduzierten sich nach einem kurzfristigen

Anstieg im Februar in weiterer Folge ebenfalls. Per 30. Juni 2013 lag der Preis für ein Barrel Brent mit 102,10 USD um rund 8 Prozent unter dem Jahresultimowert.

Die anhaltenden Unsicherheiten in der Eurozone führten dazu, dass der Euro im 1. Halbjahr 2013 gegenüber dem US-Dollar und dem chinesischen Yuan leicht an Wert verlor. Im Verhältnis zum brasilianischen Real konnte er hingegen um rund 8 Prozent zulegen. Per 30. Juni 2013 lag der Eurokurs bei 1,30 USD, 7,98 CNY bzw. 2,90 BRL.

Entwicklung der PALFINGER Gruppe

Die PALFINGER Gruppe konnte im 1. Halbjahr 2013 trotz der vor allem in Europa schwierigen Wirtschaftslage ihr Geschäft weiter ausbauen. Mit einem moderaten Umsatzzuwachs verzeichnete PALFINGER im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern eine überdurchschnittliche Entwicklung und konnte seine führende Marktposition festigen. Basis dafür waren die konstant positive Entwicklung der Areas außerhalb Europas sowie die starke Performance der Business Area Marine. Das Ergebnis konnte ausgehend von dem erfreulichen Vorjahresniveau ebenfalls leicht gesteigert werden.

Auch für die Zukunft werden die Potenziale vor allem in den BRIC-Ländern und dem globalen Produktbereich Marine gesehen. PALFINGER hat bereits wesentliche Schritte zur Positionierung in diesen Märkten gesetzt und verfolgt diese Strategie weiterhin konsequent. Die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Sany zeigte im Berichtszeitraum erste operative Erfolge, sowohl in China als auch bei der Vermarktung der Sany Mobilkrane in GUS.

Das konsequente Fixkosten- und Capital-Employed-Management sowie die Erhöhung der Flexibilität in allen Wertschöpfungsstufen tragen zu den stabilen Ergebnissen bei. Diese Themen bleiben daher weiterhin im Fokus der PALFINGER Gruppe und sollen auch für die Zukunft nachhaltig profitables Wachstum gewährleisten.

Der Umsatz des 1. Halbjahres 2013 erreichte mit 475,1 Mio EUR neuerlich einen Rekordwert und liegt um 2,2 Prozent über dem Umsatz des 1. Halbjahres 2012 von 465,1 Mio EUR. Das Wachstum wurde dabei zu einem Großteil in den Areas außerhalb Europas und in der Business Area Marine erwirtschaftet. Insbesondere die 2012 erfolgte Akquisition von Palfinger Dreggen konnte die Umsatzrückgänge in den europäischen Stammmärkten kompensieren.

Das EBIT der ersten sechs Monate 2013 beträgt 39,1 Mio EUR. Im Vergleich mit dem operativen Ergebnis des 1. Halbjahres 2012 in Höhe von 37,2 Mio EUR bedeutet dies eine Steigerung um 5,2 Prozent. Den Rückgängen in Europa standen signifikante Ergebniszuwächse im Segment AREA UNITS und in der Business Area Marine gegenüber. Zusätzlich bewirkte die Aufstockung der Beteiligung an dem Produktionsunternehmen Nimet Srl in Rumänien einen positiven Einmaleffekt. Die EBIT-Marge konnte somit von 8,0 Prozent auf 8,2 Prozent gesteigert werden. Das Konzernergebnis liegt mit 24,7 Mio EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres von 23,9 Mio EUR.

2011 2012 2013 Umsatzentwicklung

(in TEUR)

  1. HJ 2011 1. HJ 2012 1. HJ 2013 EBIT-Entwicklung

(in TEUR)

Die Entwicklung im Quartalsverlauf seit 2011 zeigt das leichte, aber kontinuierliche Wachstum der PALFINGER Gruppe.

(in Mio EUR)

Umsatz EBIT

Das Geschäft in den europäischen Kernmärkten verlief im 1. Halbjahr 2013 in Summe schwächer als im Vorjahr, wobei die Entwicklung der Länder uneinheitlich war: Während in den beiden umsatzstärksten Märkten Deutschland und Frankreich Rückgänge verzeichnet wurden, präsentierten sich Norwegen, Irland, Dänemark und Großbritannien sehr positiv.

Weiterhin sehr erfreulich waren die bereits seit mehreren Quartalen zunehmende Nachfrage in Nordamerika und Südamerika sowie das hohe Niveau in Russland. Durch bevorstehende weitere Investitionen in Infrastruktur, in Brasilien vor allem in Zusammenhang mit der Fußballweltmeisterschaft 2014 und den olympischen Sommerspielen 2016, aber auch durch die Einführung weiterer Produktgruppen in diesen Areas erwartet PALFINGER eine Fortsetzung dieses Trends.

Auch in Asien entwickelte sich der Geschäftsverlauf gut. Nach der erfolgreichen Händlerkonferenz in Ningxiang konnte PALFINGER im Rahmen des chinesischen Joint Ventures mit Sany die ersten Krane verkaufen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Seit Beginn des Geschäftsjahres 2013 erfolgt die Darstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Umsatzkostenverfahren. Da die Mehrzahl der Branchenunternehmen diese Darstellung anwendet, trägt dies angesichts der zunehmenden Internationalisierung der PALFINGER Gruppe zu einer besseren Vergleichbarkeit bei. Die Vorjahreszahlen werden ebenfalls in der Umsatzkostenstruktur dargestellt, die Erläuterungen zum Konzernhalbjahresabschluss enthalten eine Überleitungsrechnung.

Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des 1. Halbjahres 2013 mit 43,4 Prozent weiterhin auf hohem Niveau und leicht unter dem Wert zum Ende des 1. Halbjahres 2012 (30.6.2012: 45,2 Prozent). Das Eigenkapital erhöhte sich trotz der Dividendenauszahlung im 1. Quartal aufgrund des positiven Ergebnisses von 360,7 Mio EUR per 30. Juni 2012 auf 375,6 Mio EUR per 30. Juni 2013. Die Ausweitung der Bilanzsumme im Vergleich zum 1. Halbjahr 2012 von 798,8 Mio EUR auf 865,2 Mio EUR ist vor allem auf die 2012 getätigten Akquisitionen der Unternehmen Tercek und Palfinger Dreggen, das Joint Venture Platforms Italy sowie die Aufstockung der Anteile bei Nimet Srl zurückzuführen.

Das durchschnittliche Net Working Capital stieg vor allem in Zusammenhang mit dem notwendigen Bestandsaufbau in den Wachstumsmärkten der Area Units sowie den getätigten Akquisitionen von 156,9 Mio EUR im 1. Halbjahr 2012 auf 176,4 Mio EUR per Ende Juni 2013 an. Das durchschnittliche Capital Employed stieg um 57,4 Mio EUR auf 599,6 Mio EUR, an der weiteren Optimierung wird durch gezieltes konzernweites Capital-Employed-Management gearbeitet.

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich vor allem durch die Akquisition von Dreggen und die vorzeitige Ablöse der Earn-out-Verpflichtung aus der Akquisition von Palfinger Marine im 4. Quartal 2012, Kapazitätsinvestitionen in den Area Units sowie die Dividendenzahlung für 2012. Finanziert wurden diese Investitionen durch die Emission eines Schuldscheindarlehens in der Höhe von 77,5 Mio EUR im Oktober 2012 und die Refinanzierung ausreifender Darlehen in Höhe von 50 Mio EUR. Somit erhöhte sich die Nettofinanzverschuldung gegenüber dem Vorjahr um 23,3 Prozent auf 239,7 Mio EUR per Halbjahresende (30.6.2012: 194,5 Mio EUR), und die Gearing Ratio stieg auf 63,8 Prozent (30.6.2012: 53,9 Prozent).

In Zusammenhang mit dem emittierten Schuldscheindarlehen erfolgte eine Umschichtung von kurzfristigen in langfristige Finanzverbindlichkeiten, das gesamte Capital Employed von PALFINGER ist somit zu 92,1 Prozent langfristig abgesichert.

Der operative Cashflow erhöhte sich im 1. Halbjahr 2013 auf 23,8 Mio EUR (1–6 2012: 11,8 Mio EUR), dazu trug vor allem der Effekt aus dem geringeren Aufbau des Net Working Capital im Verhältnis zum Vorjahr bei. Der Free Cashflow betrug 9,5 Mio EUR und zeigt die anhaltende Finanzierungsstärke von PALFINGER.

Der Umsatz liegt mit 475,1 Mio EUR leicht über dem Niveau des 1. Halbjahres 2012 von 465,1 Mio EUR. Im 2. Quartal erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem 1. Quartal 2013 um 23,6 Mio EUR (Q1: 225,8 Mio EUR; Q2: 249,3 Mio EUR).

Das EBIT von 39,1 Mio EUR (1–6 2012: 37,2 Mio EUR) und das Konzernergebnis von 24,7 Mio EUR (1–6 2012: 23,9 Mio EUR) zeigen, dass sich PALFINGER weiterhin auf Wachstumskurs befindet. Zu dieser positiven Ergebnisentwicklung trug neben dem Segment AREA UNITS auch die Business Area Marine bei. Zusätzlich entstand im 2. Quartal ein Sondereffekt aus der Aufwertung von Minderheitsanteilen im Segment EUROPEAN UNITS.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten im 2. Halbjahr 2013

Die Risikosituation im 2. Halbjahr 2013 wird weiterhin von den sehr volatilen Märkten geprägt sein. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten, vor allem auch in Wachstumsregionen, kann daher ein weiterer Rückgang des Auftragseingangs nicht ausgeschlossen werden. Durch eine rollierende Planung kann PALFINGER jedoch flexibel auf aktuelle Anforderungen reagieren.

PALFINGER verfolgt weiterhin eine Wachstumsstrategie mit dem Fokus auf Internationalisierung bzw. die Einführung bestehender Produkte in neue Märkte. Das daraus resultierende breitere Portfolio soll die Abhängigkeit von einzelnen Regionen und Industrien weiter reduzieren. Gleichzeitig erhöht sich dadurch jedoch die Komplexität der internen Abläufe.

Darüber hinaus können für die Business Units weitere spezifische Risiken entstehen:

  • • Die Integration der in den letzten Jahren getätigten Akquisitionen ist in Teilbereichen noch nicht abgeschlossen. Dadurch können zusätzliche Kosten für Integration und Marktbearbeitung entstehen.
  • • Neben Einmalinvestitionen beinhalten Markteintritte die Herausforderung, unterschiedlichen lokalen rechtlichen Erfordernissen zu entsprechen.
  • • Der angestrebte Absatz von Produkten in neuen Regionen könnte aufgrund begrenzter Kapazitäten und spezifischer Marktbedürfnisse nicht ausgeschöpft werden. Dadurch entsteht das Risiko, dass Zielvorgaben nicht erreicht werden.
  • • Um Lieferzeiten möglichst gering zu halten, wurden in einzelnen Areas (z. B. Indien, Russland) zusätzliche Lagerbestände aufgebaut. Dies bringt das Risiko übermäßiger Kapitalbindung mit sich.
  • • Durch das steigende Auftragsvolumen im Projektgeschäft erhöhen sich auch die Projektrisiken, wobei PALFINGER nur begrenzt auf Erfahrungswerte zurückgreifen kann. Bei Großprojekten könnten darüber hinaus auch Klumpenrisiken auftreten.

Um das große Potenzial und das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum in China nutzen zu können, wurde im Jahr 2012 ein Joint Venture mit Sany gegründet. Die aktuellen Entwicklungen in China zeigen jedoch eine deutliche Abkühlung des Wachstums. Daraus entsteht das Risiko, dass PALFINGER seine Absatzziele in diesem Markt entsprechend anpassen muss. PALFINGER sieht dennoch vor allem in den BRIC-Ländern erhebliches Wachstumspotenzial und setzt die Expansionsstrategie fort.

Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage in Europa steigt auch das Risiko von Forderungsausfällen und Finanzierungsbedarf der Händler und Lieferanten. Mangelnder Informationsaustausch mit diesen Stakeholdern kann zum Verlust von Marktanteilen einerseits und Problemen in der Materialbeschaffung andererseits führen.

Da wesentliche Wertschöpfungsstufen in der Fertigung und Montage liegen, würde eine längere Produktionsunterbrechung an einem Standort das Ergebnis von PALFINGER erheblich beeinflussen.

Im Bereich Entwicklung besteht die Herausforderung, die Innovationsführerschaft laufend zu bestätigen. Forschung & Entwicklung ist daher ein Kernthema für PALFINGER, um kontinuierlich Innovationen auf den Markt bringen zu können. Das dynamische Umfeld und der hohe Konkurrenzdruck fordern jedoch einen immer schnelleren Produktzyklus und erhöhen somit auch das Risiko von Qualitätsmängeln, wenn die Markteinführung zu früh erfolgt. Die enge und zeitnahe Kommunikation mit den Vertriebspartnern ist für PALFINGER essenziell, um auch zukünftig kundenorientierte Lösungen entwickeln und damit Wettbewerbsvorteile am Markt generieren zu können.

Aufgrund des energischen – auch anorganischen – Wachstums wird es im 2. Halbjahr 2013 weiterhin von großer Bedeutung sein, die Organisationsstrukturen anzupassen, um noch effizienter und flexibler zu werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf weiteren Maßnahmen zur Standardisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen, um die geplanten Synergien und Kosteneinsparungen realisieren zu können. Lange Entscheidungsprozesse könnten die Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen verzögern, wodurch Effizienzgewinne erst später oder nicht gehoben werden könnten.

Risiken in der Bilanzerstellung

Durch Fehleinschätzung von Potenzialen kann eine entsprechende Anpassung von aktivierten Entwicklungskosten notwendig werden.

Die notwendige Anwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der immateriellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertung, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage.

Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die damit erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko.

PALFINGER stellt durch ein sich ständig weiterentwickelndes, unternehmensweit einheitlich organisiertes Risikomanagement- und -kontrollsystem sicher, dass entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung erarbeitet und umgesetzt werden. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Weitere Ereignisse

Die strategischen Projekte der vergangenen Jahre wurden im Berichtszeitraum fortgeführt. Die Internationalisierung bleibt weiterhin im Fokus, da eine geografisch ausgewogene Diversifikation ein essenzieller Erfolgsfaktor ist. Nächste Schritte werden insbesondere in China, Brasilien, Russland und in der Business Area Marine forciert, dabei werden sowohl organisches Wachstum als auch Partnerschaften oder Akquisitionen erwogen.

Das gezielte Capital-Employed-Management sowie die weitere Optimierung der Fixkostenstruktur werden ebenfalls fortgesetzt und sollen die Umsetzung weiterer Investitionsvorhaben ermöglichen, die das geplante Wachstum unterstützen.

Im Berichtszeitraum wurde eine Lean-Administration-Initiative gestartet, mit der die Lean-Management-Prinzipien aus Wertschöpfungsprozessen auch im Verwaltungsbereich Einsatz finden werden.

Die Beteiligung an dem rumänischen Unternehmen Nimet Srl, das auf Nickel- und -Chrom-Beschichtungen spezialisiert ist und Stangen, Rohre und Hydraulikzylinder produziert, wurde mit Kaufvertrag vom 13. Juni 2013 von 40 Prozent auf 60 Prozent aufgestockt. Dieser Schritt trägt zur Stabilisierung der Wertschöpfungsprozesse in der Komponentenfertigung sowie zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der Fertigungstechnologie bei und schafft zukünftig notwendige Ressourcen.

Die im Geschäftsjahr 2011 begonnene Reorganisation der gesellschaftsrechtlichen Konzernstruktur wurde fortgesetzt. Im 1. Halbjahr 2013 wurde die Umwandlung der amerikanischen Tochtergesellschaften Interlift, Inc., Omaha Standard, Inc. und Palfleet Truck Equipment, Co. in die Gesellschaftsform LLC vorbereitet und per 1. Juli 2013 umgesetzt. Gleichzeitig wurde die Interlift, Inc. in Palfinger Liftgates, LLC umbenannt.

Mit Wirkung April 2013 hat der Vorstand der PALFINGER AG für das Executive Team der PALFINGER Gruppe erstmals ein fünfjähriges Incentive-Programm beschlossen, das an die Umsatz- und Profitabilitätsziele bis Ende 2017 gekoppelt ist. Es soll dazu beitragen, die Managementleistung auf langfristige Konzernziele zu fokussieren und die Bindung und Motivation des Key Managements zu erhöhen.

Für den Neubau der Konzernzentrale in Bergheim bei Salzburg sollten in Kürze alle notwendigen Genehmigungen vorliegen. Baubeginn ist im Herbst dieses Jahres geplant, der Umzug soll im Jahr 2015 erfolgen.

Der Vorstand und das Investor-Relations-Team von PALFINGER nahmen im 1. Halbjahr 2013 an zahlreichen internationalen Roadshows und Investorenkonferenzen teil, um dem nach wie vor großen Investoreninteresse entgegenzukommen.

Die PALFINGER Aktie verzeichnete im Berichtszeitraum erneut eine signifikante Kurssteigerung. Ausgehend von einem Jahresultimokurs 2012 von 16,44 EUR stieg der Wert um 33,8 Prozent auf 22,00 EUR zu Ende des 1. Halbjahres an. Die Aktie zählte damit zu den Top-Performern an der Wiener Börse und verzeichnete eine deutlich bessere Entwicklung als der Leitindex der Wiener Börse ATX. Seit Mai 2013 ist die PALFINGER Aktie auch im ATX-Global-Players-Index der Wiener Börse enthalten.

Der Wiener Börse Preis 2013 zeichnete PALFINGER als besten Small- & Mid-Cap-Wert an der Wiener Börse aus. Darüber hinaus erhielt das Unternehmen Anerkennungspreise beim Exportpreis der Wirtschaftskammer Österreich und dem Global Player Award.

Entwicklung der Segmente

Die Segmentberichterstattung der PALFINGER Gruppe erfolgt nach den Segmenten EUROPEAN UNITS, AREA UNITS und dem Bereich VENTURES.

Umsatzentwicklung nach Segmenten* (in TEUR)

EUROPEAN UNITS AREA UNITS

Segment EUROPEAN UNITS

Das Segment EUROPEAN UNITS umfasst die Area EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), in der die Business Units Ladekrane, EPSILON Forst- und Recyclingkrane, Hubladebühnen, Hubarbeitsbühnen, Containerwechselsysteme, Mitnahmestapler, Eisenbahnsysteme, Produktion, die Vertriebsgesellschaft in Deutschland und die assoziierten Tochtergesellschaften zusammengefasst sind, sowie die überregionale Business Area Marine mit den fünf Business Units Marinekrane, Windkrane, Offshore-Krane, Launch & Recovery Systems sowie After Sales & Service.

Im 1. Halbjahr 2013 wurde im Segment EUROPEAN UNITS ein Umsatz in Höhe von 320,9 Mio EUR erzielt, das entspricht verglichen mit dem Wert des 1. Halbjahres 2012 von 316,0 Mio EUR einer Erhöhung um 1,5 Prozent.

Die Steigerung gelang in erster Linie in der globalen Business Area Marine, auch die Business Units Eisenbahnsysteme und Produktion trugen dazu bei. Die anderen Business Units verzeichneten sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig leichte Rückgänge.

Das Segment-EBIT liegt mit 44,7 Mio EUR über dem Ergebnis des 1. Halbjahres 2012 von 43,5 Mio EUR. Die Segment-EBIT-Marge befindet sich mit 13,9 Prozent nach wie vor auf hohem Niveau.

Business Unit Ladekrane

In der Business Unit Ladekrane war das 1. Halbjahr 2013 von Rückgängen in den umsatzstarken Märkten Deutschland, Frankreich und Schweden gekennzeichnet. Südeuropa blieb unverändert auf dem sehr niedrigen Niveau. Eine positive Entwicklung wurde in Norwegen, Irland, der Schweiz und Dänemark verzeichnet. Das Geschäft in Osteuropa und Österreich bewegte sich im Berichtszeitraum auf Vorjahresniveau. Insgesamt sind die Marktaussichten für das 2. Halbjahr 2013 aufgrund des angespannten wirtschaftlichen Umfelds verhalten. Die Umstellung auf die neue Lkw-Abgasnorm Euro 6, die ab 2014 für alle neu zugelassenen Lkws bindend ist, sollte dem entgegensteuern.

Business Unit EPSILON Forst- und Recyclingkrane

Auch die Business Unit EPSILON Forst- und Recyclingkrane verzeichnete im 1. Halbjahr 2013 Umsatzrückgänge. Das Ergebnis befindet sich weiterhin auf überdurchschnittlich gutem Niveau. Einen positiven Ergebnisbeitrag liefern bereits seit einigen Quartalen auch die für diese Produktgruppe jungen Märkte Brasilien, Russland und Nordamerika. In Zusammenarbeit mit den entsprechenden Business Areas werden Strategien für die weitere Marktbearbeitung entwickelt. Im 2. Halbjahr 2013 wird in der neue Harvesterkran im skandinavischen und deutschsprachigen Raum auf den Markt gebracht. Die ersten Rückmeldungen auf Basis der Prototypen sind sehr vielversprechend.

Business Unit Hubladebühnen

In der Business Unit Hubladebühnen wurde im 1. Halbjahr 2013 ebenfalls ein Umsatzrückgang verzeichnet. Die bestehende Produktpalette wurde weiterentwickelt, um den Anforderungen des Marktes besser gerecht zu werden. Im 3. Quartal werden zwei neue Produkte am Markt präsentiert. Die Umstellung auf die Euro-6-Norm sollte im 2. Halbjahr den Markt vor allem in Deutschland beleben.

Business Unit Hubarbeitsbühnen

Umsatzrückgänge gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verbuchte auch die Business Unit Hubarbeitsbühnen. Auf der Fachmesse bauma in München präsentierte PALFINGER neue Produkte, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Zusätzlich sollte sich das im 1. Halbjahr gegründete Joint Venture in Italien zur Bearbeitung des mittleren Marktsegments für Klein-Lkws positiv auswirken. PALFINGER sieht hier auch Potenzial in anderen Regionen, wie z. B. in GUS.

Business Unit Containerwechselsysteme

In der Business Unit Containerwechselsysteme konnte trotz der schwierigen Marktsituation und des Umsatzrückgangs ein positiver Ergebnisbeitrag erzielt werden. Damit bestätigt sich, dass der Turnaround nachhaltig Bestand hat. Auf der bauma wurde erstmals das neue Produkt City einem internationalen Publikum präsentiert.

Business Unit Mitnahmestapler

In der Business Unit Mitnahmestapler lagen Umsatz und Ergebnis im 1. Halbjahr 2013 auf Vorjahresniveau. Durch die unsichere Marktentwicklung im Hauptmarkt Deutschland blieb jedoch der Auftragseingang unter den Erwartungen. Um diese Produktgruppe weiter zu forcieren und die Volatilität einzelner geografischer Märkte auszugleichen, arbeitet PALFINGER an der Verbreiterung der Kundenbasis auch außerhalb Deutschlands.

Business Unit Eisenbahnsysteme

In der Business Unit Eisenbahnsysteme, die für PALFINGER hinsichtlich Innovation und Technologieentwicklung richtungsweisend ist, konnte im 1. Halbjahr 2013 eine Umsatzsteigerung erreicht werden. Vor allem international sieht PALFINGER erhebliches Wachstumspotenzial. Hier sind vor allem China, Russland und der arabische Raum im Fokus. Aber auch im Segment EUROPEAN UNITS sollten die erwarteten Investitionen im öffentlichen Bereich sowie Produktweiterentwicklungen und verstärkte Servicekompetenzen weiteres Wachstum ermöglichen.

Business Area Marine

Die Business Area Marine mit ihren fünf Produktbereichen erzielte im Berichtszeitraum das erwartete Umsatzwachstum und gute operative Ergebnisse. Dazu trug vor allem die Business Unit Offshore-Krane mit der Akquisition von Palfinger Dreggen im Herbst 2012 bei. In diesem Bereich liegt derzeit die Herausforderung in der operativen Abwicklung der zu Jahresbeginn gewonnenen Großaufträge. Die dafür vor Ort notwendigen Strukturen in Europa und Übersee werden aufgebaut.

Business Unit Produktion

Trotz einer leicht rückläufigen Auslastung leistete die Business Unit Produktion einen erfreulichen Ergebnisbeitrag. Die geplante Konsolidierung der Produktionsstandorte und Optimierung der Komponentenfertigung sollen künftig Effizienz und Effektivität weiter steigern.

Segment AREA UNITS

Das Segment AREA UNITS besteht aus den Business Areas Nordamerika, Südamerika, Asien und Pazifik, Indien sowie GUS mit ihren jeweiligen regionalen Business Units.

Die Areas außerhalb Europas befinden sich großteils noch im Aufbau, der durch eigene Initiativen und Akquisitionen forciert wird. Die anhaltende Schwäche des europäischen Marktumfelds zeigt die Bedeutung dieser Internationalisierung für die PALFINGER Gruppe. Der Anteil der Areas außerhalb Europas am Konzernumsatz erhöhte sich im 1. Halbjahr 2013 auf 32,5 Prozent. Mittelfristig ist es das Ziel, zwei Drittel des Konzernumsatzes in diesen Regionen zu erzielen.

Der Umsatz des Segments AREA UNITS konnte von 149,0 Mio EUR im 1. Halbjahr 2012 um 3,5 Prozent auf 154,2 Mio EUR im Berichtszeitraum gesteigert werden. Dazu trugen vor allem die Regionen Asien und Südamerika bei.

Die nachhaltig positive Entwicklung führte dazu, dass das Segment AREA UNITS nun bereits seit dem 4. Quartal 2011 ein operativ positives Ergebnis ausweist. Im 1. Halbjahr 2013 stieg das Segment-EBIT trotz weiterer Investitionen in die noch wenig entwickelten Areas wie Indien oder Asien und Pazifik von 3,0 Mio EUR in der Vorjahresperiode um 27,4 Prozent auf 3,8 Mio EUR.

Business Area Nordamerika

In Nordamerika konnte das gute Umsatzniveau der Vorquartale beinahe gehalten werden, obwohl die Entwicklung durch den verheerenden Wirbelsturm in Oklahoma negativ beeinflusst war. Im Berichtszeitraum gelang die Produkteinführung von Großgeräten im Kran- und im Hubarbeitsbühnenbereich mit ersten Erfolgen. Auf Basis der starken Nachfrage in allen Produktbereichen erwartet PALFINGER, dass sich der positive Ausblick auch für das 2. Halbjahr 2013 bestätigt.

Business Area Südamerika

Südamerika bestätigte sich insbesondere im 2. Quartal wieder als Wachstumsmarkt. Sowohl umsatzals auch ergebnisseitig konnten Steigerungen erzielt werden. Zusätzliches Wachstum ist unter anderem aufgrund der kommenden sportlichen Großereignisse in Brasilien zu erwarten. Darüber hinaus setzt PALFINGER konsequent die Markteinführung weiterer Produkte wie etwa EPSILON Forst- und Recyclingkrane, Hubladebühnen und Hubarbeitsbühnen und Personeneinstiegssysteme sowie die Weiterentwicklung der lokalen Ladekranreihe fort. Die ersten Rückmeldungen auf die neu eingeführten Produkte sind sehr positiv.

Business Area Asien und Pazifik

In der Business Area Asien und Pazifik konnte eine enorme Umsatzsteigerung erzielt werden, wenngleich sich die Umsätze nach wie vor auf niedrigem Niveau befinden. Der Geschäftsaufbau des chinesischen Joint Ventures mit Sany verläuft plangemäß. Er wird das Ergebnis noch einige Quartale belasten, für die weitere Entwicklung erwartet PALFINGER jedoch vor allem auf Basis des Marktpotenzials in China und den angrenzenden Märkten einen deutlich positiven Trend. Zusätzlich wird die Markteinführung weiterer Produktsegmente erwogen.

Business Area Indien

In Indien konnte der Umsatz aufgrund des schwierigen Marktumfelds nicht weiter erhöht werden. Die Abschwächung des Wirtschaftswachstums und Liquiditätsengpässe bei Infrastrukturprojekten waren im 1. Halbjahr deutlich spürbar. PALFINGER ist weiterhin bemüht, die lokale Wertschöpfung am Standort Chennai auszubauen und die Vertriebsorganisation auf die lokalen Anforderungen auszurichten.

Business Area GUS

Nach der enormen Umsatzsteigerung im Jahr 2012 konnte das hohe Niveau im Berichtszeitraum gehalten werden, die Produktivität stieg weiter an. Der Auftragseingang verspricht eine weiterhin positive Entwicklung. Neben neuen lokalen Produktentwicklungen im Bereich der Ladekrane wurde auch die Einführung aller anderen PALFINGER Produkte auf dem russischen Markt beschlossen. Die Baumaßnahmen zur Verdopplung der Produktionskapazitäten bei INMAN werden noch im 2. Halbjahr beginnen.

Bereich VENTURES

Der Bereich VENTURES beinhaltet alle wesentlichen strategischen Zukunftsprojekte der PALFINGER Gruppe bis zu ihrer operativen Reife. Die in diesem Bereich enthaltenen Projekte generieren keine Umsätze, sie sind hier mit ihren Kosten enthalten.

Im 1. Halbjahr 2013 lag der Fokus auf Projekten zur weiteren Internationalisierung der PALFINGER Gruppe. Insbesondere die Weiterentwicklung der Regionen Indien, Südamerika, Russland und der Business Area Marine sowie damit verbundene mögliche Akquisitionen bzw. Partnerschaften standen im Mittelpunkt. Das Bereichs-EBIT für das 1. Halbjahr 2013 beträgt – 8,8 Mio EUR nach – 7,6 Mio EUR im 1. Halbjahr 2012.

Ausblick

Das seit Beginn der Weltwirtschaftskrise veränderte Marktumfeld bestätigt die Bedeutung der drei strategischen Säulen der PALFINGER Gruppe – Internationalisierung, Innovation und Flexibilisierung. Ohne deren langjährige konsequente Forcierung wäre das Wachstum des Konzerns nicht möglich gewesen. Die langfristige Konzernstrategie wird daher unverändert weiterverfolgt, um auch in Zukunft nachhaltig profitables Wachstum zu generieren. Nächste Wachstumsschritte werden insbesondere in Brasilien und Russland bzw. in der Business Area Marine erwogen. Die Etablierung des Joint Ventures in China sollte ebenfalls bereits im Laufe des Jahres 2013 erste Erfolge zeigen.

Die Flexibilisierung wird in allen Bereichen weiter ausgebaut. Durch die laufende Ausweitung der auftragsbezogenen Beschaffung, Fertigung und Montage ist PALFINGER bereits in der Lage, schnell auf Auftragsschwankungen zu reagieren, ohne dabei das Risiko überhöhter Kapitalbindung durch Bestandsaufbau einzugehen. Dieser Weg wird konsequent fortgesetzt und auch in den akquirierten Unternehmen verankert.

Angesichts der Vielfalt der Produkte, der erfolgten Erweiterung des Konzerns durch Akquisitionen sowie der zunehmenden Internationalisierung ist Komplexitätsmanagement von großer Bedeutung. PALFINGER setzt daher das 2012 initiierte konzernübergreifende Wertschöpfungsprojekt fort. Es soll den wesentlichen Wettbewerbsvorteil der globalen Organisation für die Zukunft verstärken.

Im Geschäftsjahr 2013 erfolgt auch die zweite Phase der gesellschaftsrechtlichen Neustrukturierung. Zielsetzung ist, die rechtliche Struktur an die Organisationsstruktur anzupassen. Dadurch soll intern die Komplexität verringert und nach außen die Transparenz erhöht werden.

Die Visibilität des Geschäfts von PALFINGER – und damit die Planungssicherheit – ist in Zusammenhang mit der Unsicherheit an den Märkten nach wie vor eingeschränkt. Wenngleich sich die Wirtschaftsaussichten zur Jahresmitte eingetrübt haben und die Erholung in Europa nicht im erwarteten Ausmaß einzutreten scheint, lässt das Trendmonitoring von PALFINGER weiterhin auf eine positive Entwicklung schließen. Das Management erwartet daher unverändert für das Gesamtjahr 2013 ein leichtes Umsatzwachstum, das von den Areas außerhalb Europas bzw. der Business Area Marine getragen sein wird. Zudem wird eine weitere Erhöhung des Ergebnisbeitrags aus diesen Bereichen erwartet.

Bis zum Jahr 2017 sieht PALFINGER das Potenzial, den Konzernumsatz auf rund 1,8 Mrd EUR zu verdoppeln. Dies soll vor allem dadurch erreicht werden, dass die gesamte Produktpalette verstärkt in den BRIC-Märkten eingeführt wird. Auch die Business Area Marine birgt enorme Wachstumschancen. Das Management plant, dieses langfristige Umsatzziel durch organisches, aber auch anorganisches Wachstum zu erreichen.

Konzernzwischenabschluss 30. Juni 2013

in TEUR Erläuterung 4–6 2013 4–6 2012 1–6 2013 1–6 2012
Umsatzerlöse 249.332 241.164 475.103 465.073
Umsatzkosten –192.711 –184.821 –359.895 –352.411
Bruttoergebnis vom Umsatz 56.621 56.343 115.208 112.662
Sonstige operative Erträge 2 2.246 3.933 6.655 8.349
Forschungs- und Entwicklungskosten –6.221 –5.446 –12.232 –10.990
Vertriebskosten –19.123 –17.045 –37.236 –34.019
Verwaltungskosten –17.644 –16.919 –37.533 –36.812
Sonstige operative Aufwendungen –2.408 –2.741 –4.016 –4.644
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 3 7.591 1.328 8.272 2.625
Operatives Ergebnis – EBIT 21.062 19.453 39.118 37.171
Zinserträge 208 100 398 196
Zinsaufwendungen –3.290 –2.332 –6.065 –5.337
Währungsdifferenzen –1.356 –110 –1.246 –203
Finanzergebnis –4.438 –2.342 –6.913 –5.344
Ergebnis vor Ertragsteuern 16.624 17.111 32.205 31.827
Ertragsteuern –1.974 –2.299 –5.566 –5.358
Ergebnis nach Ertragsteuern 14.650 14.812 26.639 26.469
davon
Anteile der Gesellschafter
der PALFINGER AG(Konzernergebnis)
13.666 13.188 24.688 23.859
Anteile der Gesellschafter
ohne beherrschenden Einfluss
984 1.624 1.951 2.610
in EUR
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 6 0,39 0,37 0,70 0,67
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien 35.396.841 35.376.609 35.396.841 35.376.609

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung*

*Die Gliederung wurde angepasst (siehe dazu Erläuterung "Rückwirkende Anpassungen" sowie Erläuterung 1 zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung).

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR 4–6 2013 4–6 2012 1–6 2013 1–6 2012
Ergebnis nach Ertragsteuern 14.650 14.812 26.639 26.469
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus der Währungsumrechnung
–8.712 1.634 –4.711 1.261
Darauf entfallende latente Steuern 276 0 –107 0
Darauf entfallende tatsächliche Steuern 172 0 171 0
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–)
aus Cashflow Hedge
Veränderung der unrealisierten
Gewinne (+)/Verluste (–)
1.033 –761 1.220 –273
Darauf entfallende latente Steuern 289 –8 435 30
Darauf entfallende tatsächliche Steuern –517 198 –710 38
Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) 441 –158 225 –249
Darauf entfallende latente Steuern –7 –6 –73 –6
Darauf entfallende tatsächliche Steuern –103 45 17 68
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern –7.128 944 –3.533 869
Gesamtergebnis 7.522 15.756 23.106 27.338
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG 6.790 14.127 21.226 24.561
Anteile der Gesellschafter ohne
beherrschenden Einfluss
732 1.629 1.880 2.777

KONZERNBILANZ

in TEUR Erläuterung 30.6.2013 31.12.2012 30.6.2012
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 176.144 165.440 150.685
Sachanlagen 4 217.540 208.776 195.694
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 378 387 395
Anteile an assoziierten Unternehmen 5 12.166 14.977 14.061
Aktive latente Steuern 22.453 25.112 22.238
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.934 5.910 5.635
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.621 1.401 1.794
Kurzfristige Vermögenswerte 432.236 422.003 390.502
Vorräte 223.460 202.519 218.470
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 169.043 141.240 143.177
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 22.705 20.040 24.674
Steuerforderungen 3.205 3.287 1.506
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 14.584 24.476 12.468
432.997 391.562 400.295
Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Vermögen 0 0 7.962
432.997 391.562 408.257
Summe Vermögenswerte 865.233 813.565 798.759
Eigenkapital
Grundkapital
Kapitalrücklagen
35.730
30.726
35.730
30.616
35.730
30.600
Eigene Aktien –1.790 –1.858 –1.858
Kumulierte Ergebnisse 6 312.614 299.895 293.622
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung –10.534 –5.983 –1.972
366.746 358.400 356.122
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 8.828 6.474 4.585
375.574 364.874 360.707
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht
beherrschenden Anteilen 7 16.872 18.999 13.210
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 191.003 204.777 131.386
Langfristige Rückstellungen 8 34.816 34.610 48.578
Passive latente Steuern 8.124 7.388 7.742
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.866 3.019 3.428
Kurzfristige Schulden 253.681 268.793 204.344
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 65.388 44.463 83.973
Kurzfristige Rückstellungen 12.591 13.046 13.517
Steuerverbindlichkeiten 2.721 3.609 5.136
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 155.278 118.780 125.253
235.978 179.898 227.879
Schulden zurechenbar zum zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögen 0 0 5.829
235.978 179.898 233.708
Summe Eigenkapital und Schulden 865.233 813.565 798.759

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Den Anteilseignern der Palfinger AG zurechenbarer Anteil Den Anteilseignern der Palfinger AG zurechenbarer Anteil

in TEUR
Erläuterung
Grundkapital Kapitalrücklagen
Stand 1.1.2012 35.730 30.477
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 0 0
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden 0 0
Umgliederung Anteile ohne Beherrschung
7
0 0
Abgang Anteile ohne Beherrschung 0 0
Übrige Veränderungen 0 123
0 123
Stand 30.6.2012 35.730 30.600
Stand 1.1.2013 35.730 30.616
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 0 0
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden
6
0 0
Umgliederung Anteile ohne Beherrschung
7
0 0
Zugang Anteile ohne Beherrschung 0 0
Abgang Anteile ohne Beherrschung 0 0
Übrige Veränderungen 0 110
0 110
Kumulierte Ergebnisse
Eigene Aktien Andere
kumulierte
Ergebnisse
Versicherungs
mathematische
Gewinne/Verluste
gemäß IAS 19
Bewertungs
rücklagen
gemäß IAS 39
Ausgleichsposten
aus der Währungs
umrechnung
Summe Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
Eigenkapital
–2.009 287.194 –1.054 –664 –3.065 346.609 6.171 352.780
0 23.859 0 0 0 23.859 2.610 26.469
0 0 0 0 1.094 1.094 167 1.261
0 0 0 –392 0 –392 0 –392
0 23.859 0 –392 1.094 24.561 2.777 27.338
0 –13.437 0 0 0 –13.437 –3.850 –17.287
0 –1.822 0 0 0 –1.822 –389 –2.211
0 0 0 0 0 0 –116
151 –62 0 0 –1 211 –8
151 –15.321 0 0 –1 –15.048 –4.363 –19.411
–1.858 295.732 –1.054 –1.056 –1.972 356.122 4.585 360.707
–1.858 305.879 –3.093 –2.891 –5.983 358.400 6.474 364.874
0 24.688 0 0 0 24.688 1.951
0 0 0 0 –4.576 –4.576 –71 –4.647
0 0 0 1.114 0 1.114 0
0 24.688 0 1.114 –4.576 21.226 1.880
0 –13.448 0 0 0 –13.448 –3.500 –16.948
0 1.262 0 0 0 1.262 –331
0 0 0 0 0 0 4.701
0 –870 0 0 24 –846 –384 –1.230
68 –27 0 0 1 152 –12
68 –13.083 0 0 25 –12.880 474 –12.406
–1.790 317.484 –3.093 –1.777 –10.534 366.746 8.828 375.574

Den Anteilseignern der Palfinger AG zurechenbarer Anteil Den Anteilseignern der Palfinger AG zurechenbarer Anteil

Konzern-Cashflow-Statement

in TEUR 1–6 2013 1–6 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern 32.205 31.827
Cashflow aus dem operativen Bereich 23.751 11.807
Cashflow aus dem Investitionsbereich –18.751 –23.886
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich –14.666 9.373
Cashflow gesamt –9.666 –2.706
Free Cashflow 9.495 –8.148
in TEUR 2013 2012
Finanzmittel Stand 1.1. 24.476 15.137
Einfluss von Wechselkursänderungen –226 37
Cashflow gesamt –9.666 –2.706
Finanzmittel Stand 30.6. 14.584 12.468

Segmentberichterstattung

Außenumsatz
Innenumsatz
EBIT
in TEUR 1–6 2013 1–6 2012 1–6 2013 1–6 2012 1–6 2013 1–6 2012
EUROPEAN UNITS 320.904 316.047 68.548 33.762 44.652 43.471
AREA UNITS 154.199 149.026 27 28 3.847 3.019
VENTURES –8.753 –7.554
Segmentkonsolidierung –68.575 –33.790 –628 –1.765
PALFINGER Gruppe 475.103 465.073 0 0 39.118 37.171

Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

Allgemeines

Die PALFINGER AG mit Sitz in Salzburg ist ein börsenotiertes Unternehmen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, innovative Hebe-Lösungen zu produzieren und zu vertreiben, die auf Nutzfahrzeugen und Schiffen zum Einsatz kommen.

Grundlagen der Berichterstattung

Für den vorliegenden verkürzten Konzernzwischenabschluss der PALFINGER AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2013, der auf Basis des IAS 34 erstellt wird, werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde im Einklang mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Für weitere Informationen zu den im Einzelnen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2012 verwiesen.

Der Konzernzwischenabschluss der PALFINGER AG wurde vom Konzernabschlussprüfer, der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

IFRS 13 Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert ist mit 1. Jänner 2013 erstmalig anzuwenden. IFRS 13 fasst die Anforderungen an die Ermittlung des Fair Value zusammen und hat keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernzwischenabschluss. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 13 ergeben sich zusätzliche Anhangangaben.

Der geänderte IAS 1 Darstellung des Abschlusses führt zu einer überarbeiteten Darstellung der Gesamtergebnisrechnung. Die einzelnen Bestandteile des sonstigen Ergebnisses sind in Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden, und Posten, die bei Vorliegen bestimmter Bedingungen in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden, zu unterteilen. Die Gesamtergebnisrechnung wurde entsprechend angepasst.

Im 1. Halbjahr 2013 wurden keine weiteren Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Rückwirkende Anpassungen

Die PALFINGER AG ist ein international tätiges Produktionsunternehmen. Im internationalen Vergleich hat die Darstellung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Umsatzkostenverfahren vor allem bei Produktionsunternehmen eine wesentlich höhere Bedeutung und Aussagekraft. Nun wurde diesem Umstand Rechnung getragen und die Darstellung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgestellt. Die neue Darstellung führt somit zu einem zuverlässigeren und relevanteren Bild der Ertragslage der PALFINGER AG. Eine Überleitung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkosten- und Umsatzkostenverfahren ist in den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthalten.

Konsolidierungskreis

Am 12. Februar 2013 wurde die Palfinger Platforms Italy S.r.l., Bozen, Italien, gegründet. Die Palfinger European Units GmbH, Salzburg, hält 80 Prozent der Anteile an der Gesellschaft.

Am 19. Februar 2013 hat die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH die restlichen 40 Prozent an der Palfinger Marine Pte. Ltd, Singapur, zu einem Kaufpreis von 1.230 TEUR gekauft. Die Palfinger Marineund Beteiligungs-GmbH ist somit Alleingesellschafter. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Anpassung der nicht beherrschenden Anteile wurde in Höhe von 870 TEUR unmittelbar im Eigenkapital in den Gewinnrücklagen erfasst.

Im Zuge der Optimierung der Konzernstruktur, die bereits im Jahr 2012 begonnen wurde, wird die gesellschaftsrechtliche Organisation an die derzeitige Managementstruktur angepasst sowie eine Aufgliederung in Beteiligungsgesellschaften und operative Gesellschaften durchgeführt.

Die MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee, Deutschland, hat mit 1. Jänner 2013 100 Prozent der Anteile der Interlift, Inc., Cerritos, USA, in die Palfinger USA, Tiffin, USA, eingebracht. Diese Transaktion hatte keine Auswirkung auf den Konsolidierungskreis.

Akquisition Nimet Srl

PALFINGER war bisher im Besitz von 40 Prozent der nach der Equity-Methode bilanzierten Gesellschaft Nimet Srl. Am 13. Juni 2013 konnten weitere 20 Prozent der Anteile vom bisherigen Mehrheitseigentümer erworben werden, womit nun PALFINGER mit 60 Prozent den beherrschenden Einfluss auf die Nimet Srl ausübt.

Die Kaufpreisaufteilung auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2013
Kaufpreis in bar beglichen 1.560
Einseitige Kapitalerhöhung 2.600
Beizulegender Zeitwert von bereits gehaltenen Anteilen 8.320
Anteiliges Nettovermögen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 4.287
Zwischensumme 16.767
Reinvermögen –10.717
Firmenwert 6.050

Die endgültige Bewertung der Kaufpreisaufteilung wird innerhalb von 12 Monaten ab Erwerbszeitpunkt abgeschlossen, sobald alle Grundlagen für die Ermittlung der Zeitwerte, insbesondere des Kundenstocks und der Marke, im Detail analysiert wurden.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht nutzbar.

Aus der Bewertung der bisher gehaltenen 40 Prozent ergibt sich ein Ertrag in Höhe von 7.162 TEUR. Dieser Ertrag ist im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 6.567
Sachanlagen 7.618
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1
14.186
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 3.325
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.176
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 447
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 85
9.033
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 5.445
Passive latente Steuern 1.032
6.477
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 475
Kurzfristige Rückstellungen 151
Steuerverbindlichkeiten 41
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 5.359
6.025
Reinvermögen 10.717

Die übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Bruttowert in Höhe von 5.259 TEUR auf. Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen beträgt 83 TEUR.

Der im Rahmen der Akquisition entstandene Firmenwert reflektiert im Wesentlichen den erwarteten Vorteil aus Synergien, Potenzialen aus der Markterweiterung sowie Mitarbeiter-Know-how.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2013
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –78
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen –1.560
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 85
Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben –1.553

Pro-forma-Angaben

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung trug Nimet Srl mit Umsatzerlösen von 2.387 TEUR zum Konzernumsatz der PALFINGER AG bei und leistete einen Beitrag von – 6 TEUR zum Konzernergebnis.

Das Konzernergebnis der PALFINGER AG hätte sich wie folgt dargestellt, wenn die Transaktion zum 1. Jänner 2013 erfolgt wäre:

in TEUR 1–6 2013
ausgewiesen
1–6 2013
pro forma
Umsatzerlöse 475.103 487.205
Ergebnis nach Ertragsteuern 26.639 26.896
Ergebnis je Aktie in EUR 0,70 8.0,70

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

(1) Überleitung Ergebnis nach Umsatzkosten- und Gesamtkostenverfahren

Seit dem Geschäftsjahr 2013 erfolgt die Darstellung der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung nicht mehr nach dem Gesamtkostenverfahren, sondern nach dem Umsatzkostenverfahren. Der Zusammenhang der beiden Verfahren stellt sich wie folgt dar:

1–6 2012

Bestands
veränderung
Materialauf
wendungen und
Aufwendungen
in Teur und aktivierte
Eigenleistungen
für bezogene
Leistungen
Personal
aufwendungen
Abschreibungen Sonstige Erträge Sonstige
Aufwendungen
Gesamt
Umsatzkosten 15.572 –254.932 –75.242 –8.539 110 – 29.380 – 352.411
Sonstige operative Erträge 0 0 0 0 8.507 – 158 8.349
Forschungs- und
Entwicklungskosten 2.593 –619 –9.555 –1.514 589 – 2.484 – 10.990
Vertriebskosten –59 –945 –20.462 –2.047 0 – 10.506 – 34.019
Verwaltungskosten 8 –395 –18.843 –2.887 0 – 14.695 – 36.812
Sonstige operative Aufwendungen 0 0 0 0 0 – 4.644 – 4.644
Summe 18.114 –256.891 –124.102 –14.987 9.206 – 61.867 – 430.527

1–6 2013

in Teur Bestands
veränderung
und aktivierte
Eigenleistungen
Materialauf
wendungen und
Aufwendungen
für bezogene
Leistungen
Personal
aufwendungen
Abschreibungen Sonstige Erträge Sonstige
Aufwendungen
Gesamt
Umsatzkosten 10.954 –255.233 –78.412 –9.167 0 –28.037 –359.895
Sonstige operative Erträge 0 0 0 0 6.655 0 6.655
Forschungs- und
Entwicklungskosten 3.386 –461 –11.162 –1.738 528 –2.785 –12.232
Vertriebskosten –89 –543 –22.124 –2.151 0 –12.329 –37.236
Verwaltungskosten 0 –265 –19.634 –1.853 0 –15.781 –37.533
Sonstige operative Aufwendungen 0 0 0 0 0 –4.016 –4.016
Summe 14.251 –256.502 –131.332 –14.909 7.183 –62.948 –444.257

(2) Sonstige operative Erträge

Die sonstigen operativen Erträge betreffen in Höhe von 1.678 TEUR die Auflösung einer Kaufpreisverbindlichkeit aus Unternehmenserwerben, da mit einer Beanspruchung aufgrund der lokalen Ergebnisse der Einheit nicht zu rechnen ist.

(3) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 1–6 2013 1–6 2012
Anteilige Periodenergebnisse 1.029 2.456
Erträge aus abgegangenen assoziierten Unternehmen 81 169
Erträge aus der Aufwertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen
aufgrund des Unternehmenserwerbs
7.162 0
Summe 8.272 2.625

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(4) Sachanlagen

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 durch die Zugänge bei Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 973 TEUR (Vorjahr bis 30.6.2012: 2.977 TEUR), technischen Anlagen, Maschinen und Werkzeugen in Höhe von 2.282 TEUR (Vorjahr bis 30.6.2012: 1.355 TEUR) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 3.875 TEUR (Vorjahr bis 30.6.2012: 3.381 TEUR) und Anlagen in Bau in Höhe von 4.999 TEUR (Vorjahr bis 30.6.2012: 6.649 TEUR).

(5) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Entwicklung der Anteile an assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2013 2012
Stand 1.1. 14.977 13.060
Zugänge 0 18
Anteilige Periodenergebnisse 1.029 4.327
Dividenden –2.863 –2.380
Währungsumrechnung 12 –48
Abgänge –989 0
Stand 30.6./31.12. 12.166 14.977

(6) Eigenkapital

In der Hauptversammlung am 6. März 2013 wurde eine Gewinnausschüttung aus dem Ergebnis 2012 in Höhe von 13.448 TEUR (Vorjahr: 13.437 TEUR) beschlossen und am 12. März 2013 an die Aktionäre der PALFINGER AG ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende von 0,38 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,38 EUR je Aktie).

Am 12. März 2013 wurden 3.500 TEUR (Vorjahr: 3.850 TEUR) an die Anteilsinhaber ohne beherrschenden Einfluss der EPSILON Kran GmbH ausgeschüttet.

Die Entwicklung der sich im Umlauf befindenden Aktien stellt sich wie folgt dar:

Stück 2013 2012
Stand 1.1. 35.389.410 35.361.160
Rückkauf eigener Aktien 0 –500
Ausübung Optionsrecht 12.500 28.750
Stand 30.6./31.12. 35.401.910 35.389.410

Auf Basis des Konzernergebnisses von 24.688 TEUR (1–6 2012: 23.859 TEUR) beläuft sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 0,70 EUR (1–6 2012: 0,67 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht aufgrund des geringen Verwässerungseffekts des Stock-Option-Programms dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

(7) Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen

Zum 31. Dezember 2012 hielt PALFINGER 100 Prozent des Vorzugskapitals und 90 Prozent des Stammkapitals der NDM-Gruppe, demnach 99 Prozent des Gesellschaftskapitals. Die Stimmrechte der restlichen 10 Prozent des Stammkapitals wurden über eine Treuhandkonstruktion von PALFINGER gehalten. Am 26. März 2013 wurden weitere 2 Prozent und Anfang April die restlichen 8 Prozent des Stammkapitals der NDM-Gruppe erworben.

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2013 2012
Stand 1.1. 18.999 16.045
Aufzinsung 154 251
Tilgung –1.364 –3.384
Auflösung ergebniswirksam 0 –787
Erhöhung direkt im Eigenkapital 162 6.874
Auflösung direkt im Eigenkapital –1.079 0
Stand 30.6./31.12. 16.872 18.999

(8) Langfristige Rückstellungen

Zum Bilanzstichtag bestehen bedingte Gegenleistungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, die im Jahr 2012 vereinbart wurden. Die Gegenleistungen sind von künftigen Ergebnissen vor Abschreibungen und Zinsen der Einheiten abhängig. Diese Kaufpreisanteile werden voraussichtlich im Jahr 2014 sowie im Jahr 2019 zur Auszahlung gebracht.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Jahresabschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Für den Konzernzwischenabschluss werden diese Werte fortgeschrieben.

Finanzinstrumente

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, die nicht zum Fair Value bewertet werden, weichen nur unwesentlich von deren Fair Value ab und stellen somit einen angemessenen Näherungswert dar.

Zum 30. Juni 2013 hielt der Konzern folgende Klassen von zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten:

in TEUR Fair Value
30.6.2013
Level 2
Fair Value
Level 3
Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.120 1.120 0
Kurzfristige Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 724 724 0
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren
nicht beherrschenden Anteilen
3.370 0 3.370
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.488 1.488 0
Langfristige Rückstellungen (bedingte Kaufpreiszahlungen) 2.574 0 2.574
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.508 1.508 0

Die Überleitung der nach Level 3 bewerteten Buchwerte stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2013
Stand 1.1. 7.650
Aufzinsung 235
Tilgung –204
Auflösung ergebniswirksam –1.678
Währungsdifferenzen –59
Stand 30.6. 5.944

Die Level 2 Fair Values werden anhand von beobachtbaren Marktdaten ermittelt. Anhand beobachtbarer Währungs- und Zinsdaten wird intern mittels Discounted-Cashflow-Berechnung der Fair Value der Finanzinstrumente ermittelt. Die Level 3 Fair Values werden intern anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von laufzeitäquivalenten Marktzinsen und impliziten Volatilitäten ermittelt. Die Berechnung erfolgt mittels Discounted-Cashflow-Berechnung auf Basis strategischer Planungen.

Eventualforderungen und -verbindlichkeiten

Zum 30. Juni 2013 bestehen keine Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten.

Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich keine wesentlichen Änderungen zum 31. Dezember 2012 ergeben. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2012 verwiesen.

STOCK-OPTION-PROGRAMM

In der PALFINGER AG bestehen Stock-Option-Programme, die sich wie folgt entwickelten:

DI Herbert
Ortner
Kaml Mag. Christoph Ing. Wolfgang
Pilz
DI Martin
Zehnder, MBA
DI Alexander
Exner
Dr. Alexander
Doujak
Gesamt
Entwicklung
Aktienoptionen
2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012 2013 2012
Stand 1.1. 40.000 80.000 50.000 50.000 25.000 50.000 25.000 50.000 0 10.000 15.000 30.000 155.000 270.000
Ausgeübte Optionen 0 –10.000 –12.500 0 0 –6.250 0 –6.250 0 –2.500 0 –3.750 –12.500 –28.750
Verfallene Optionen 0 –30.000 –12.500 0 0 –18.750 0 –18.750 0 –7.500 0 –11.250 –12.500 –86.250
Stand 30.6./31.12. 40.000 40.000 25.000 50.000 25.000 25.000 25.000 25.000 0 0 15.000 15.000 130.000 155.000
Ausübungspreis der
ausgeübten Optionen
10,12 16,57 10,12 10,12 10,12 10,12
Aktienkurs am Tag
der Ausübung
18,01 20,46 18,01 18,01 19,71 17,72

Für weitere Informationen zu diesen Stock-Option-Programmen wird auf den Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2012 verwiesen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Im 1. Halbjahr 2013 wurde die Umwandlung der amerikanischen Tochtergesellschaften Interlift, Inc., Omaha Standard, Inc. und Palfleet Truck Equipment, Co. in die Gesellschaftsform LLC vorbereitet und per 1. Juli 2013 umgesetzt. Gleichzeitig wurde die Interlift, Inc. in Palfinger Liftgates, LLC umbenannt. Dadurch wurde die Bildung einer Steuergruppe ermöglicht und die Werthaltigkeit der Verlustvorträge sichergestellt.

Nach Ende der Zwischenberichtsperiode sind keine weiteren wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse aufgetreten.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäss § 87 (1) Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Salzburg, am 24. Juli 2013

Vorstandsvorsitzender Vorstand für Finanzen

Ing. Wolfgang Pilz e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h. Vorstand für Marketing & Vertrieb Vorstand für Produktion

DI Herbert Ortner e.h. Mag. Christoph Kaml e.h.

Bericht über die prüferische Durchsicht

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013 der PALFINGER AG, Salzburg, für die Periode vom 1. Jänner 2013 bis 30. Juni 2013 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die verkürzte Konzernbilanz zum 30. Juni 2013, die verkürzte Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung, das verkürzte Konzern-Cashflow-Statement und die verkürzte Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Periode vom 1. Jänner 2013 bis zum 30. Juni 2013 sowie den Anhang, der die wesentlichsten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", durchgeführt.

Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäSS § 87 BörseG

Wir haben den Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs. 1. Z. 3. BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Salzburg, am 24. Juli 2013

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Mag. Thomas Haerdtl e.h. ppa Mag. Elisabeth Völker e.h.

Anlagerelevante Kennzahlen

1. HJ 2013

International Securities Identification Number (ISIN) AT0000758305
Anzahl der Aktien 35.730.000
davon Anzahl der eigenen Aktien 328.090
Kurs per 28.6.2013 22,00 EUR
Ergebnis je Aktie (1. HJ 2013) 0,70 EUR
Marktkapitalisierung per 28.6.2013 786.060,0 TEUR

AktienKursentwicklung

Palfinger AG ATX

Investor Relations

Hannes Roither

Tel. +43 662 4684-2260 Fax +43 662 4684-2280 [email protected]

www.palfinger.ag

Unternehmenskalender

8. November 2013 Veröffentlichung 1.–3. Quartal 2013
17. Februar 2014 Bilanzpressekonferenz
12. März 2014 Hauptversammlung
14. März 2014 Ex-Dividendentag
18. März 2014 Dividendenzahltag
7. Mai 2014 Veröffentlichung 1. Quartal 2014
7. August 2014 Veröffentlichung 1. Halbjahr 2014
7. November 2014 Veröffentlichung 1.–3. Quartal 2014

Weitere Termine wie Messen oder Roadshows werden im Finanzkalender auf der Homepage angekündigt.

gedruckt auf

Arctic Volume

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Worten wie "erwarten", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier dargestellten Erwartungen abweichen.

Veröffentlicht am 8. August 2013.

Coverbild: Sandra Höfer, PALFINGER Rechtsabteilung, Salzburg/Österreich Druck- und Satzfehler vorbehalten.

www.PALFINGER.AG

PALFINGER AG Franz-Wolfram-Scherer-StraSSe 24 5020 Salzburg Österreich