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Palfinger AG Interim / Quarterly Report 2009

May 5, 2009

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Interim / Quarterly Report

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Q1Quartalsbericht

Der Weltmarkt

Der Weltmarktführer

Palfinger Quartalsbericht

09

Kennzahlen der PALFINGER Gruppe

in TEUR Q1 2009 Q1 2008 2
)
Q1 2007 Q1 2006 Q1 2005
Ergebnisse
Umsätze 140.392 208.944 162.396 140.108 121.736
EBITDA 1.956 34.333 27.203 20.687 19.707
EBITDA-Marge 1,4 % 16,4 % 16,8 % 14,8 % 16,2 %
EBIT (Operatives Ergebnis) – 3.208 29.504 23.969 17.468 17.107
EBIT-Marge – 2,3 % 14,1 % 14,8 % 12,5 % 14,1 %
Ergebnis vor Ertragsteuern – 4.671 29.500 26.682 17.447 17.033
Konzernergebnis – 4.109 22.167 19.646 12.547 12.835
Bilanz
Summe Vermögenswerte 631.097 574.144 451.404 389.280 334.060
Langfristiges operatives Vermögen 308.183 247.390 168.399 148.059 123.289
Net Working Capital (Stichtag) 167.503 123.020 95.081 80.503 68.305
Capital Employed (Stichtag) 475.686 370.410 263.480 228.562 191.594
Verbindlichkeiten 340.030 286.304 206.058 192.201 170.671
Eigenkapital 291.067 287.840 245.346 197.079 163.390
Eigenkapitalquote 46,1 % 50,1 % 54,4 % 50,6 % 48,9 %
Nettofinanzverschuldung 184.619 82.570 18.134 31.482 27.311
Gearing 63,4 % 28,7 % 7,4 % 16,0 % 16,7 %
Cashflow und Investitionen
Cashflow aus dem operativen Bereich 4.276 10.881 7.890 6.188 4.436
Free Cashflow 165 2.809 – 6.891 4.888 1.872
Investitionen in Sachanlagen 4.526 12.523 15.712 3.648 3.346
Abschreibungen und Impairment 5.164 4.829 3.234 3.219 2.600
Mitarbeiter
Mitarbeiterstand im Periodendurchschnitt 1
)
4.861 4.380 3.612 3.325 2.820

1) Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter und ohne geringfügig Beschäftigte.

Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Anpassung an das interne Reporting rückwirkend geändert.

2) Im Zuge der endgültigen Kaufpreisaufteilung für die MBB Gruppe wurden rückwirkende Anpassungen vorgenommen.

Quartalsbericht zum 31. März 2009

Wirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft war im 1. Quartal 2009 von einer Verstärkung des wirtschaftlichen Abschwungs geprägt. Während sie im Gesamtjahr 2008 trotz deutlicher Verlangsamung des Wachstums noch um rund 3,2 Prozent zunahm, erwartet der Internationale Währungsfonds IWF für 2009 nun einen erstmaligen Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts seit Jahrzehnten um 1,3 Prozent, der vor allem von den Industriestaaten getragen wird. Die Erwartungen, inwieweit die Zinssenkungen und Konjunkturpakete diesen Abwärtstrend abfedern können, sind divergent.

Der drastische BIP-Rückgang in den USA im 4. Quartal 2008 schwächte sich in den ersten drei Monaten 2009 leicht ab. Für das Gesamtjahr 2009 wird derzeit erwartet, dass die Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent schrumpft. In der Eurozone setzte sich im 1. Quartal 2009 die Abwärtsbewegung, die 2008 eingesetzt hatte, unvermindert fort. Auch hier zeigt sich jedoch auf Basis der beschlossenen Konjunkturpakete und der expansiven Geldpolitik eine leichte Stabilisierung. Für 2009 wurde die BIP-Prognose des IWF dennoch nach unten korrigiert, die Erwartung liegt derzeit bei einem Rückgang von 4,2 Prozent. Die im Vorjahr vergleichsweise stabilen Länder Osteuropas sind mittlerweile von dem Abschwung in einem solchen Ausmaß betroffen, dass er sich zum Teil auch in politischen Veränderungen niederschlägt. Einzelne Länder mussten darüber hinaus den IWF und die Europäische Union um Unterstützung bitten.

Auch in Asien schwächte sich das enorme Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre ab. China und Indien sind jedoch von den großen Wirtschaftsnationen weltweit die einzigen, die noch wachsen. Für das Jahr 2009 werden Steigerungsraten von 6,5 bzw. 4,5 Prozent erwartet. Die Länder Lateinamerikas zeigten sich 2008 im internationalen Vergleich noch stabil. Ende 2008 wurde jedoch auch dort eine deutliche Abschwächung spürbar, wenngleich die Perspektiven für das Jahr 2009 besser sind als jene in Europa. Für Brasilien wird ein Rückgang um 1,3 Prozent erwartet.

Der Euro verlor im 1. Quartal 2009 an Wert, per Ende März 2009 notierte er bei 1,33 USD, rund 5 Prozent unter dem Jahresultimo 2008. Die internationalen Aktienmärkte verzeichneten weitere Rückgänge, wobei sich zuletzt Anzeichen einer Konsolidierung zeigten. Der Ölpreis, der sich im Jahr 2008 nach Höchstständen zur Jahresmitte insgesamt mehr als halbierte, stieg zuletzt wieder an. Per 31. März 2009 lag er bei 47,64 USD für ein Barrel Brent.

Entwicklung des Konzerns

Die PALFINGER Gruppe konnte in diesem schwachen wirtschaftlichen Umfeld ihr Wachstum wie erwartet nicht weiter fortsetzen. Nach fünf Rekordjahren in Folge verzeichnete der Konzern im 1. Quartal 2009 Umsatz- und Ergebnisrückgänge. Der Umsatz lag mit 140,4 Mio EUR um 32,8 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 208,9 Mio EUR; dies entspricht dem Niveau des Jahres 2006. Die nach dem 1. Quartal 2008 konsolidierten Unternehmensgruppen WUMAG ELEVANT und Omaha Standard trugen mit knapp 20 Mio EUR zum Erreichen dieses Umsatzes bei. Würden diese Akquisitionen außer Acht gelassen, läge der Umsatz mehr als 40 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Umsatzeinbruch führte dazu, dass das EBIT mit – 3,2 Mio EUR nach 29,5 Mio EUR im 1. Quartal 2008 negativ ist. Aufgrund der frühzeitigen Reaktion und der implementierten Kosteneinsparungsmaßnahmen ist es PALFINGER dennoch gelungen, ein positives EBITDA zu erzielen.

Während der Abschwung in den USA für PALFINGER bereits 2007 spürbar war, ermöglichten die starken europäischen Märkte in Kombination mit einem hohen Auftragsbestand noch ein 1. Rekordhalbjahr 2008. Beginnend mit dramatischen Einbrüchen in Spanien und Großbritannien zeigten sich schließlich das Übergreifen der Finanzkrise auf Europa sowie die Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Der Geschäftsverlauf der PALFINGER Gruppe spiegelte diese Entwicklung mit einer deutlichen Abschwächung und Ergebnisrückgängen im 4. Quartal 2008 wider. In den vergangenen Monaten erfolgte darüber hinaus ein Marktbereinigungsprozess, insbesondere ein Lagerabbau bei den Händlern, der nun abgeschlossen ist. PALFINGER kann sich dadurch wieder direkt an dem sehr schwachen, aber sich mittlerweile stabilisierenden Markt orientieren.

Die unterschiedliche Entwicklung der einzelnen Produktbereiche zeigt deutlich, dass der primär von Bau- und Lkw-Industrie abhängige Kranbereich stärker von der derzeitigen makroökonomischen Situation betroffen ist als die Divisionen des Segments HYDRAULISCHE SYSTEME & SERVICES.

Der Knickarmkranbereich verzeichnete im 1. Quartal 2009 in den Märkten Spanien, Großbritannien, Irland, Griechenland sowie Russland nahezu keine Umsätze und in den zwei größten Märkten Deutschland und Frankreich deutliche Rückgänge. Während die allgemeine konjunkturelle Entwicklung in den vergangenen Monaten auch den südamerikanischen Markt erreichte, waren im US-amerikanischen Raum erste Anzeichen einer Erholung zu verzeichnen, die sich Ende des 1. Quartals 2009 bereits in steigenden Auftragseingängen zeigten.

Vor diesem Hintergrund wurde im 1. Quartal 2009 die Kurzarbeit an den österreichischen Standorten verlängert bzw. ausgeweitet. An anderen Standorten wurden im Rahmen der arbeitsrechtlichen Möglichkeiten ebenfalls entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die Personalmaßnahmen werden unter der strategischen Perspektive einer folgenden Erholung getroffen, kurzfristige Überkapazitäten werden daher weiterhin bewusst in Kauf genommen.

Die Einkaufspreise für Material, insbesondere Stahl, waren im Berichtszeitraum deutlich rückläufig. Aufgrund der Abnahmeverpflichtungen aus dem Jahr 2008 sowie des Rückgangs der produzierten Einheiten verfügt PALFINGER jedoch über ausreichend Vorräte bis etwa Anfang des 3. Quartals 2009. Die Materialpreissenkungen werden sich daher erst mit erheblicher Verzögerung in den Aufwendungen widerspiegeln. Andererseits wirkt sich der Abbau des Rohmateriallagers bereits vorzeitig positiv auf den Cashflow aus.

entwicklung (in TEUR)

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Eigenkapitalquote lag zu Quartalsende mit 46,1 Prozent (31.12.2008: 48,5 Prozent) weiterhin auf hohem Niveau. Dabei ist sowohl eine leichte Absenkung der Bilanzsumme um 7,2 Mio EUR auf 631,1 Mio EUR als auch ein durch das Konzernergebnis sowie die Dividendenausschüttungen bzw. Währungsumrechnungen gesunkenes Eigenkapital von 291,1 Mio EUR zu verzeichnen. Leichten Steigerungen im langfristigen Vermögen steht der Abbau des Net Working Capitals gegenüber. Anders als im 1. Quartal 2008 wurden die beschlossenen Dividenden bereits mit Ende März ausbezahlt und nicht mehr als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Damit ist das Capital Employed mit 475,7 Mio EUR nahezu identisch zu jenem per 31. Dezember 2008. Die erhöhten Nettofinanzverbindlichkeiten von 184,6 Mio EUR spiegeln diese Entwicklung wider und führten zu einer Erhöhung der Gearing Ratio auf 63,4 Prozent nach 53,8 Prozent Ende 2008.

Die Finanzierungsstruktur wurde verstärkt auf längerfristige Verbindlichkeiten ausgerichtet. Dies wird durch die erfolgreiche Platzierung des Schuldscheindarlehens, dessen Zuzählung Anfang April erfolgte, weiter forciert. Das gezielte Capital Employed Management wird zusätzlich weiter zu einem positiven Free Cashflow beitragen und ermöglichte bereits im 1. Quartal einen positiven operativen Cashflow von 4,3 Mio EUR.

Die Umsätze von 140,4 Mio EUR spiegeln die rückläufige Marktentwicklung gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres wider. Bei einem positiven EBITDA von 2,0 Mio EUR (Vorjahr: 34,3 Mio EUR) wurde ein EBIT von – 3,2 Mio EUR (Vorjahr: 29,5 Mio EUR) und ein Konzernergebnis von – 4,1 Mio EUR (Vorjahr: 22,2 Mio EUR) erzielt. Diese Ergebnisentwicklung ist hauptsächlich auf die Entwicklung des Segments KRANE zurückzuführen, dessen Segmentergebnis (vor Finanzergebnis, Steuern und Minderheiten) sich um 32,3 Mio EUR verschlechterte.

Weitere Ereignisse

Das 1. Quartal 2009 war geprägt von der Umsetzung weiterer Kostensenkungsmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen sowie Prozessoptimierungsprojekten. Die Auslastung der Produktionskapazitäten wird durch gezieltes Insourcing und Fertigung für Dritte unterstützt. Verstärkter Fokus wurde weiters auf die Reduktion des Capital Employed und Finanzierungsstrukturmanagement gelegt.

Nach Abschluss des großen Investitionsprogramms werden sich die Investitionen im Jahr 2009 auf ausgewählte Projekte beschränken. Sie sollten daher betragsmäßig deutlich unter den Abschreibungen liegen. Der Ausbau der Zylinderfertigung in Bulgarien wird im Rahmen des verstärkten Insourcing fortgesetzt. In diesem Zusammenhang ist auch die erfolgte Beteiligung an dem rumänischen Lieferanten Nimet Srl zu sehen. PALFINGER erwarb 40 Prozent an dem Produktionsunternehmen, das Closing fand am 1. April 2009 statt. Die in Südamerika 2008 begonnene Produktionserweiterung wurde im 1. Quartal abgeschlossen; sie wird zu bedeutenden Effzienz- und Qualitätssteigerungen führen.

Auf Basis der Akquisition der Omaha Standard Gruppe Ende 2008 wurde die weitere Entwicklung der Area Nordamerika forciert. Die gut etablierten Beschaffungs-, Produktions- und Vertriebsstrukturen des Unternehmens eröffnen zahlreiche Möglichkeiten zur Erhöhung der lokalen Wertschöpfung. Der Hubarbeitsbühnenbereich in Deutschland, der seit der Übernahme von WUMAG ELEVANT aus mehreren rechtlichen Einheiten bestand, wurde zur Vereinfachung der Gruppenstruktur im 1. Quartal 2009 in der Palfinger Platforms GmbH zusammengefasst.

Im April 2009 wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 56,5 Mio EUR erfolgreich über die Palfinger Finanzierungs-GmbH begeben. Die zwei Tranchen mit drei bzw. fünf Jahren Laufzeit wurden von institutionellen Investoren vor allem in Österreich und Deutschland gezeichnet. Die durchschnittliche Verzinsung liegt knapp unter 6 Prozent. PALFINGER kann dadurch verstärkt auf Fristenkongruenz in der Finanzierung achten und auch künftig sich bietende Wachstumschancen nutzen.

Die Hauptversammlung am 25. März 2009 beschloss die Ausschüttung einer Dividende von 0,39 EUR (Vorjahr: 0,70 EUR) je Aktie, das entspricht einer Dividendenrendite von 2,1 Prozent bezogen auf den Durchschnittskurs des Jahres 2008.

Die Betreuung der Investoren mittels Roadshows, Investorenkonferenzen, Börsetagen und Anlegermessen wurde auch im 1. Quartal 2009 mit großem Interesse angenommen. Der Aktienkurs entwickelte sich im Berichtszeitraum analog zu dem Börsenumfeld und schloss am 31. März 2009 mit 8,39 EUR. Mit 23. März 2009 wurde die PALFINGER Aktie aufgrund ihrer zu niedrigen Börsenumsätze wieder aus dem ATX, dem Leitindex der Wiener Börse, genommen.

Entwicklung der Segmente

Gemäß der Segmentberichterstattung nach IFRS 8 berichtet PALFINGER beginnend mit dem vorliegenden Quartalsbericht die Segmentergebnisse anstelle der bisherigen Angabe des EBIT. Das Segmentergebnis entspricht dabei dem EBIT zuzüglich des Ergebnisses aus assoziierten Unternehmen.

Segment KRANE

Die weltwirtschaftliche Entwicklung schlug sich insbesondere im Segment KRANE nieder. Der Umsatz ging im 1. Quartal 2009 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres um 45,0 Prozent von 143,7 Mio EUR auf 79,0 Mio EUR zurück. Bereinigt um den hier enthaltenen Umsatz von Omaha Standard, der mit 1. November 2008 erstmalig konsolidiert wurde, betrug der Rückgang rund 53 Prozent. Diese Halbierung des organischen Umsatzes führte zu einem Segmentergebnis von 0,2 Mio EUR nach 32,5 Mio EUR im 1. Quartal 2008. Der Produktmix, der derzeit von einfacheren Ausstattungsvarianten und einem höheren Anteil an Kleinkranen gekennzeichnet ist, wirkte sich ebenfalls negativ auf die Ergebnisentwicklung aus.

Die gesunkene Nachfrage führte in den Produktionswerken zur Reduzierung der notwendigen Schichten bis hin zu Einschichtbetrieb. Der damit verbundenen längeren Nutzbarkeit der Maschinen wurde durch die Verlängerung der erwarteten Abschreibungsdauern Rechnung getragen.

Im Bereich EPSILON war der Einbruch des Holz- und Recyclingmarktes spürbar; die letzten Monate 2008 zeigten bereits erste Anzeichen von Marktrückgängen, die sich Anfang 2009 in stark rückläufigen Auftragseingängen niederschlugen.

Der Bereich Madal Teleskopkrane war von der Abarbeitung bestehender Aufträge geprägt. Im Laufe des 1. Quartals wurde auch diese Division von einzelnen Stornierungen getroffen.

Omaha Standard wird seit der Erstkonsolidierung mit November 2008 dem Segment KRANE zugeordnet. Das 1. Quartal 2009 war geprägt von der schlechten konjunkturellen Situation in den USA, insbesondere von der darniederliegenden Lkw-Industrie. Im März konnte eine leichte Verbesserung des Auftragseingangs verzeichnet werden, die sich aufgrund der kurzen Lieferzeiten rasch im Ergebnis niederschlagen könnte.

Segment HYDRAULISCHE SYSTEME & SERVICES

Im Segment HYDRAULISCHE SYSTEME & SERVICES ging der Umsatz von 65,2 Mio EUR im 1. Quartal 2008 um nur 5,9 Prozent auf 61,4 Mio EUR zurück. Zu dieser – angesichts des aktuellen Umfelds – zufrieden stellenden Entwicklung trug der Umsatzanteil der im 3. Quartal 2008 übernommenen WUMAG ELEVANT Gruppe wesentlich bei. Das Segmentergebnis lag mit – 2,0 Mio EUR ebenfalls unter dem Vorjahreswert von – 1,2 Mio EUR. Die Ergebnisentwicklung zeigt jedoch deutlich, dass die Produkte dieses Segments, insbesondere der Bereich RAILWAY, andere Branchen ansprechen als die zurzeit kränkelnde Bau- und Lkw-Industrie.

Die Division PALIFT konnte trotz deutlichem Absatz- und Umsatzrückgang das Ergebnis auf Vorjahresniveau halten. Die Entwicklungen der letzten Monate deuten allerdings auf einen weiterhin sehr schwachen Auftragseingang hin. Das Management zieht daher auch in Frankreich ab dem 2. Quartal 2009 Kurzarbeit in Betracht, um einen Ergebnisrückgang in Grenzen zu halten.

Bei den TAIL LIFT Produkten zeigte die konsequente Wachstumsstrategie, insbesondere die Akquisition der MBB Gruppe, Wirkung. Trotz eines Umsatzrückgangs von rund 30 Prozent ermöglichten das strikte Kostenmanagement und das sich gut entwickelnde Servicegeschäft eine Ergebnisverbesserung gegenüber 2008.

Im Bereich RAILWAY konnten im 1. Quartal 2009 die Früchte der Projektarbeit der letzten Quartale geerntet werden. Dieser Bereich ist somit bis ins Jahr 2010 voll ausgelastet und stellt derzeit die erfolgreichste Produktdivision innerhalb des Segments dar.

Der Bereich CRAYLER entwickelte sich weiterhin in Europa und Nordamerika unterschiedlich. Während in Europa Erfolge im Key-Account-Geschäft verzeichnet wurden, war der nordamerikanische Markt nach wie vor nicht existent. Gezielte Kostensenkungsmaßnahmen hielten jedoch die Ergebnisauswirkung in Grenzen.

Im Hubarbeitsbühnenbereich konnte im 1. Quartal 2009 die Zusammenführung der verschiedenen Gesellschaften bewerkstelligt werden. Die Division, die nun die beiden Marken BISON und WUMAG beinhaltet, wurde in PLATFORMS umbenannt. Marktseitig sieht sich dieser Bereich auch von den Auswirkungen der strikteren Kreditvergabe betroffen. Dies führte bereits zu einigen Verschiebungen bei der Auslieferung und zur Stornierung von Aufträgen. Während das 1. Halbjahr 2009 von den vorhandenen Aufträgen geprägt sein wird, könnte sich die Umsatzund Ergebnissituation danach deutlich verschlechtern.

Im Bereich SERVICES fiel der Umsatzrückgang moderat aus, bei gleichzeitig stabilen Ergebnissen. Die sukzessive Einführung der neuen Kranreihe im Lkw-Knickarmkranbereich führt zu einer Ausweitung der Schulungsaktivitäten.

Segment VENTURES

PALFINGER sieht weiterhin großes Potenzial in dem sich entwickelnden indischen Markt; die Anstrengungen in dieser Region wurden daher im 1. Quartal 2009 fortgesetzt. Des Weiteren erfolgte in diesem Segment die Koordination des Projekts zur Stärkung der Ertrags- und Vermögensstruktur, inklusive der Erschließung von Fremdfertigung für Dritte.

Im 1. Quartal startete ein weltweites PALFINGER Organisationsprojekt, in dessen Rahmen die "Global PALFINGER Structure" entsprechend der fortgesetzten Internationalisierung und Diversifikation der Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren adaptiert wird. Dies soll die Flexibilität der PALFINGER Gruppe bewahren und wird den Konzern für die Zukunft weiter stärken. Im Laufe des Jahres 2009 sollen die organisatorischen und rechtlichen Weichen dafür festgelegt werden.

Die in diesem Segment enthaltenen Projekte generieren keine Umsätze, sondern sind hier mit ihren Kosten enthalten. Im 1. Quartal 2009 betrug das Ergebnis des Segments VENTURES – 0,8 Mio EUR und entspricht damit nahezu jenem von 2008.

Ausblick

Die Märkte bewegen sich weltweit auf niedrigem Niveau. Entsprechend den aktuellen Wirtschaftsprognosen ist zumindest im 1. Halbjahr 2009 keine Verbesserung der Umfeldbedingungen zu erwarten. Der generellen Unsicherheit der Märkte trägt das Management durch verstärktes Szenario-Denken Rechnung, um auf jegliche weitere Entwicklung vorbereitet zu sein. Aus heutiger Sicht kann kein verlässlicher Ausblick für das Gesamtjahr 2009 gegeben werden.

In Hinblick auf die Konjunkturentwicklung ist PALFINGER als Frühzykliker zu sehen; das Unternehmen spürt – positive wie negative – konjunkturelle Schwankungen bereits in einem sehr frühen Stadium. Die Umsetzung der weltweit angekündigten bzw. beschlossenen Infrastrukturprojekte sollte dementsprechend frühzeitig deutliche Impulse mit sich bringen. Erste positive Signale gehen bereits von den USA aus.

Die PALFINGER Gruppe ist aus einer starken Marktposition in dieses schwierige Jahr 2009 gegangen. Die solide Unternehmensbasis sowie die Produktqualität gemeinsam mit dem starken Service- und Händlernetzwerk erweisen sich besonders in Zeiten der Unsicherheit als enormer Wettbewerbsvorteil. Die erfolgte Stärkung der Finanzstruktur durch die Begebung des Schuldscheindarlehens unterstützt PALFINGER darüber hinaus dabei, potenzielle Marktchancen aktiv zu nutzen.

Konzernbilanz

in TEUR Erläuterung 31.3.2009 31.12.2008 31.3.2008
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 67.258 66.918 56.411
Sachanlagen 201.336 198.224 155.825
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.110 1.135 1.124
Anteile an assoziierten Unternehmen 1 14.246 13.633 12.879
Aktive latente Steuern 21.913 21.557 19.018
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.366 1.360 550
Sonstiges langfristiges Vermögen 2.320 2.278 2.133
309.549 305.105 247.940
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 2 181.999 185.612 167.013
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 114.514 119.665 137.194
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 4 15.449 17.424 16.551
Steuerforderungen 1.121 1.428 1.464
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 8.465 9.096 3.299
321.548 333.225 325.521
Zur Veräußerung gehaltenes langfristiges Vermögen 0 0 683
321.548 333.225 326.204
Summe Vermögenswerte 631.097 638.330 574.144
Eigenkapital
Grundkapital 35.730 35.730 37.135
Beschlossene, noch nicht durchgeführte Kapitalherabsetzung 0 0 – 1.405
Eigene Aktien – 1.730 – 1.730 – 6.893
Kapitalrücklagen 30.177 30.177 35.190
Gewinnrücklagen 5 233.577 251.582 227.382
Neubewertungsrücklage 0 – 112 – 112
Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39 99 – 124 789
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung – 9.965 – 12.104 – 7.445
287.888 303.419 284.641
Anteile anderer Gesellschafter 3.179 6.411 3.199
291.067 309.830 287.840
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 78.837 44.919 32.940
Langfristige Rückstellungen 23.524 22.428 21.601
Passive latente Steuern 9.048 10.144 8.977
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.869 1.763 1.080
Kurzfristige Schulden 113.278 79.254 64.598
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 116.372 132.337 54.234
Kurzfristige Rückstellungen 17.022 19.386 13.518
Steuerverbindlichkeiten 2.851 2.038 12.775
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6 90.507 95.485 141.179
226.752 249.246 221.706
Summe Eigenkapital und Schulden 631.097 638.330 574.144

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

in TEUR Erläuterung 1–3 2009 1–3 2008
Umsatzerlöse 140.392 208.944
Bestandsveränderung 2.842 11.936
Aktivierte Eigenleistungen 1.071 10
Sonstige operative Erträge 4.135 3.035
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen – 80.302 – 118.038
Personalaufwand – 42.437 – 43.698
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 5.164 – 4.829
Sonstige operative Aufwendungen – 23.745 – 27.856
Operatives Ergebnis – EBIT
(vor assoziierten Unternehmen)
– 3.208 29.504
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 592 1.050
Zinserträge 156 110
Zinsaufwendungen – 2.633 – 1.435
Sonstiges Finanzergebnis 422 271
Finanzergebnis – 2.055 – 1.054
Ergebnis vor Ertragsteuern – 4.671 29.500
Ertragsteuern 7 830 – 6.274
Ergebnis nach Ertragsteuern – 3.841 23.226
davon
Minderheitenanteile 268 1.059
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER
AG
(Konzernergebnis)
– 4.109 22.167
in EUR
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 5 – 0,12 0,63
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien 35.354.000 35.330.000

Konzernaufstellung aller erfassten Erträge und Aufwendungen

in TEUR 1–3 2009 1–3 2008
Ergebnis nach Ertragsteuern – 3.841 23.226
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 2.139 – 2.522
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Available-for-Sale-Wertpapieren
V
eränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–)
0 10
D
arauf entfallende latente Steuern
0 – 3
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge
V
eränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–)
– 458 571
D
arauf entfallende latente Steuern
116 – 146
R
ealisierte Gewinne (–)/Verluste (+)
753 – 216
D
arauf entfallende latente Steuern
– 188 54
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 2.362 – 2.252
Summe aller erfassten Erträge und Aufwendungen – 1.479 20.974
davon
Minderheitenanteile 268 1.059
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG – 1.747 19.915

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Den Anteilseignern der Palfinger AG zurechenbarer Anteil
in TEUR Erläuterung Grundkapital Beschlossene, noch
nicht durchgeführte
Kapitalherabsetzung
Eigene Aktien
Stand 1.1.2008 37.135 0 – 8.298
Summe aller erfassten Erträge und Aufwendungen 0 0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
D
ividenden
0 0 0
V
ereinfachte Kapitalherabsetzung
0 – 1.405 1.405
Ü
brige Veränderungen
0 0 0
0 – 1.405 1.405
Stand 31.3.2008 37.135 – 1.405 – 6.893
Stand 1.1.2009 35.730 0 – 1.730
Summe aller erfassten Erträge und Aufwendungen 0 0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
D
ividenden
5 0 0 0
Ü
brige Veränderungen
0 0 0
0 0 0
Stand 31.3.2009 35.730 0 – 1.730
Anteile Ausgleichsposten Bewertungs
anderer aus der Währungs rücklagen gemäß Neubewertungs
Eigenkapital Gesellschafter Summe umrechnung IAS 39 rücklage Gewinnrücklagen Kapitalrücklagen
295.056 5.640 289.416 – 4.923 519 – 112 229.905 35.190
1.059 19.915 – 2.522 270 0 22.167 0
– 28.231 – 3.500
0
– 24.731
0
0
0
0
0
0
0
– 24.731
0
0
0
0 41 0 0 0 41 0
– 3.500 – 24.690 0 0 0 – 24.690 0
3.199 284.641 – 7.445 789 – 112 227.382 35.190
6.411 303.419 – 12.104 – 124 – 112 251.582 30.177
268 – 1.747 2.139 223 0 – 4.109 0
– 3.500 – 13.788 0 0 0 – 13.788 0
0 4 0 0 112 – 108 0
– 3.500 – 13.784 0 0 112 – 13.896 0
3.179 287.888 – 9.965 99 0 233.577 30.177

Konzern-Cashflow-Statement

in TEUR 1–3 2009 1–3 2008
Ergebnis vor Ertragsteuern – 4.671 29.500
Cashflow aus dem operativen Bereich 4.276 10.881
Cashflow aus dem Investitionsbereich – 6.094 – 11.787
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich 1.052 1.678
Cashflow gesamt – 766 772
in TEUR 2009 2008
Finanzmittelbestand Stand 1.1. 9.096 2.559
Einfluss von Wechselkursänderungen 135 – 32
Cashflow gesamt – 766 772
Finanzmittelbestand Stand 31.3. 8.465 3.299

Segmentberichterstattung

Umsatz EBIT
(vor assoziierten
Unternehmen)
Segmentergebnis
in TEUR 1–3 2009 1–3 2008 1–3 2009 1–3 2008 1–3 2009 1–3 2008
KRANE 79.039 143.726 – 408 31.434 184 32.484
HYDRAULISCHE
SYSTEME & SERV
ICES
61.353 65.218 – 2.034 – 1.242 – 2.034 – 1.242
VEN
TURES
– 766 – 688 – 766 – 688
PALFINGER
Gruppe
140.392 208.944 – 3.208 29.504 – 2.616 30.554

Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

Allgemeines

Die PALFINGER AG mit Sitz in Salzburg ist ein börsenotiertes Unternehmen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, innovative Hebe-, Lade- und Handlinglösungen an den Schnittstellen der Transportkette zur Verfügung zu stellen.

Grundlagen der Berichterstattung

Für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss der PALFINGER AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. März 2009, der auf Basis des IAS 34 erstellt wird, werden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde im Einklang mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Für weitere Informationen zu den im Einzelnen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2008 verwiesen.

Der Konzernzwischenabschluss der PALFINGER AG wird vom Konzernabschlussprüfer, der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Nachfolgende IFRS und IFRIC, die erstmalig im Geschäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwenden sind, führten zu Änderungen im Konzernzwischenabschluss der PALFINGER AG bzw. zu Klarstellungen von konzernrelevanten Sachverhalten. Die überarbeitete Fassung des IAS 1 Presentation of Financial Statements soll den Anwendern die Analyse und den Vergleich von Abschlüssen erleichtern. Diese Änderung führt lediglich zu einer Änderung der Darstellung.

Die Änderungen von IFRS 2 Share-based Payment, IAS 23 Borrowing Costs, IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IAS 32 Financial Instruments: Presentation und IAS 1 Presentation of Financial Statements – Puttable Financial Instruments and Obligations Arising on Liquidation sowie des Sammelstandards Improvements to IFRS hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Berichtsperiode oder in den Vergleichsperioden. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Änderungen von Schätzungen

Aufgrund der mit der derzeitigen Wirtschaftslage zusammenhängenden Kapazitätsreduktion wurden im 1. Quartal 2009 die Nutzungsdauern der technischen Anlagen und Maschinen an die geänderten Verhältnisse angepasst. Diese Anpassung der Nutzungsdauern wirkte sich im 1. Quartal 2009 mit 1.102 TEUR positiv auf das operative Ergebnis bzw. mit 898 TEUR auf das Konzernergebnis aus.

Anpassungen im Konzernzwischenabschluss

Im Zuge der endgültigen Kaufpreisaufteilung im 4. Quartal 2008 für die MBB Gruppe wurden folgende rückwirkende Anpassungen der Konzernbilanz zum 31. März 2008 vorgenommen:

in TEUR 31.3.2008 Anpassung 31.3.2008
angepasst
Langfristiges Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 53.099 3.312 56.411
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern 5.569 3.408 8.977

Im Zuge der endgültigen Kaufpreisaufteilung im 4. Quartal 2008 für die MBB Gruppe wurden folgende rückwirkende Anpassungen der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung zum 31. März 2008 vorgenommen:

1–3 2008
in TEUR 1–3 2008 Anpassung angepasst
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen – 4.694 – 135 – 4.829
Ertragsteuern – 6.313 39 – 6.274
Ergebnis nach Ertragsteuern 23.322 – 96 23.226
davon
Minderheitenanteile 1.059 0 1.059
A
nteile der Gesellschafter der PALFINGER
(Konzernergebnis) 22.263 – 96 22.167

Konsolidierungskreis

Die Anzahl der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag durch die Umgründungen im WUMAG ELEVANT Bereich und durch den Erwerb der Palfinger Finanzierungs-GmbH (vormals VISION 311.Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH), Deutschland, verändert.

Zur Vereinfachung der internen Strukturen wurden im 1. Quartal 2009 über mehrere Umgründungsstufen die ELEVANT SERVICE GmbH & Co. KG, Deutschland, die ELEVANT FINANCE GmbH, Deutschland, die WUMAG MAGEBA GmbH, Deutschland, die WUMAG ELEVANT GmbH, Deutschland, und die ELEVANT Produktion GmbH, Deutschland, rückwirkend per 31. Dezember 2008 auf die Palfinger Platforms GmbH, Deutschland, zusammengeführt. In weiterer Folge erfolgte die Abspaltung des Bereichs "Service National" von der Palfinger Platforms GmbH, Deutschland, auf die Palfinger GmbH, Deutschland.

Am 24. Februar 2009 erfolgte der Erwerb von 100 Prozent an der Palfinger Finanzierungs-GmbH, Deutschland. Der Kaufpreis in Höhe von 25 TEUR wurde in bar beglichen und spiegelt das eingezahlte Stammkapital zum Erwerbszeitpunkt wider.

Im März 2009 wurde die Liquidation der MBB LIFTSYSTEMS Ltd, Großbritannien, eingeleitet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1. Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Entwicklung der Anteile an assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2009 2008
Stand 1.1. 13.633 11.951
Zugänge 0 124
Anteilige Periodenergebnisse 592 4.666
Dividenden 0 – 2.963
Währungsdifferenzen 21 – 145
Stand 31.3./31.12. 14.246 13.633

2. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.3.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 79.168 87.751
Unfertige Erzeugnisse 68.116 52.117
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 33.160 44.563
Geleistete Anzahlungen 1.555 1.181
Summe 181.999 185.612

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 7.991 TEUR (31.12.2008: 9.949 TEUR) enthalten.

Dem Insolvenzrisiko der dubiosen Kunden wird auf Basis von Erfahrungswerten durch eine Wertberichtigung in Höhe von 5.681 TEUR (31.12.2008: 5.005 TEUR) Rechnung getragen.

4. Sonstiges kurzfristiges Vermögen

Das sonstige kurzfristige Vermögen setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.3.2009 31.12.2008
Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten 144 144
Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern 8.242 10.781
Sonstige Forderungen 5.222 4.951
Aufwandsabgrenzungen 1.769 1.479
Wertpapiere 72 69
Summe 15.449 17.424

5. Eigenkapital

In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurde eine Gewinnausschüttung aus dem Ergebnis 2008 in Höhe von 13.788 TEUR beschlossen und am 31. März 2009 an die Aktionäre der PALFINGER AG ausgeschüttet. Dies entspricht einer Dividende von 0,39 EUR (2008: 0,70 EUR) je Aktie.

In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurden die Einrichtung eines Stock-Option-Programms in Form eines "equity settled" Plans für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie die Einräumung von 250.000 Aktienoptionen nach diesem Stock-Option-Programm an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn DI Alexander Exner, an das Aufsichtsratsmitglied Dr. Alexander Doujak sowie an die Vorstandsmitglieder DI Herbert Ortner, Ing. Wolfgang Pilz und DI Martin Zehnder, MBA beschlossen.

Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie zum Ausübungskurs von 10,12 EUR. Die Aktienoptionen können jeweils zur Hälfte zu zwei Ausübungszeitpunkten ausgeübt werden. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei einem jeden Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 3 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 1 im Jahr 2012 bzw. 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2014 betragen.

Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 3 Prozent bzw. 5 Prozent kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 3 Prozent bzw. 5 Prozent hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 3 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 7 Prozent bzw. 11 Prozent.

Auf Basis des Konzernergebnisses von – 4.109 TEUR (1–3 2008: 22.167 TEUR) beläuft sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf – 0,12 EUR (1–3 2008: 0,63 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht aufgrund des geringen Verwässerungseffekts des Stock-Option-Programms dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

6. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.3.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 50.970 62.320
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 1.083 937
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.985 2.351
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezeichneter Wechsel 231 139
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 17.495 16.267
Verbindlichkeiten im Rahmen der
sozialen Sicherheit und sonstige Steuern 11.997 9.476
Sonstige Verbindlichkeiten 5.064 3.280
Ertragsabgrenzungen 682 715
Summe 90.507 95.485

Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 1.083 TEUR (31.12.2008: 937 TEUR) resultieren mit 969 TEUR (31.12.2008: 825 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG 7. Ertragsteuern

Die effektive Steuerbelastung des Konzerns beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern 17,8 Prozent (1–3 2008: 21,3 Prozent).

in TEUR 1–3 2009 1–3 2008
Ergebnis vor Ertragsteuern – 4.671 29.500
Ertragsteuern 830 – 6.274
Effektivsteuersatz 17,8 % 21,3 %

EVENTUALFORDERUNGEN UND -VERBINDLICHKEITEN

Zum 31. März 2009 bestehen keine Eventualforderungen. Die Eventualverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2008 nicht wesentlich verändert. Für weitere Informationen wird auf den Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2008 verwiesen.

BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Bezüglich der Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich keine wesentlichen Änderungen zum 31. Dezember 2008 ergeben. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Für weitere Informationen zu den einzelnen Geschäftsbeziehungen wird auf den Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2008 verwiesen.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DER ZWISCHENBERICHTSPERIODE

Am 1. April 2009 erfolgte die Übernahme von 40 Prozent an der Nimet Srl, Rumänien, mittels einseitiger Kapitalerhöhung in Höhe von 1.226 TEUR durch PALFINGER.

PALFINGER hat zum 2. bzw. 7. April 2009 zwei Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 56,5 Mio EUR und einer Laufzeit von drei bzw. fünf Jahren begeben. Die Verzinsung ist zum Teil fix und zum Teil variabel, durch Sicherungsgeschäfte wird letztlich zur Gänze ein fixer Zinssatz von knapp unter 6 Prozent erreicht. Das Kapital wird zur längerfristigen Ausrichtung der Finanzierungsstruktur verwendet sowie zur Nutzung weiterer Wachstumschancen.

Bericht über die prüferische Durchsicht

Einleitung

Wir haben den beigefügten Konzernquartalsabschluss der PALFINGER AG, Salzburg, Österreich, für das Quartal vom 1. Jänner 2009 bis 31. März 2009 prüferisch durchgesehen. Dieser Konzernquartalsabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2009, die Konzern-Gewinnund-Verlust-Rechnung, die Konzernaufstellung aller erfassten Erträge und Aufwendungen, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2009 endende Quartal sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige erläuternde Angaben.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung des Konzernquartalsabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen Konzernquartalsabschluss abzugeben.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze sowie des International Standards on Review Engagements 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt. Nach diesen Grundsätzen sind wir verpflichtet, die prüferische Durchsicht in einer Weise zu planen und durchzuführen, die mittelhohe Sicherheit darüber bietet, ob der Abschluss frei von wesentlichen falschen Aussagen ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und analytische Prüfungshandlungen in Bezug auf finanzielle Daten und bietet deshalb weniger Sicherheit als eine Prüfung. Wir haben keine Prüfung durchgeführt und erteilen aus diesem Grund kein Prüfungsurteil.

Ergebnis der prüferischen Durchsicht

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Tatsachen bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte Konzernquartalsabschluss kein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Quartal vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. März 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt.

Bericht zum Quartalskonzernlagebericht

Der Quartalskonzernlagebericht ist darauf durchzusehen, ob er mit dem Konzernquartalsabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Tatsachen bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der Quartalskonzernlagebericht nicht in Einklang mit dem Konzernquartalsabschluss steht.

Salzburg, 23. April 2009

ERNST & YOUNG WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT MBH

Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Dr. Anna Flotzinger e.h. ppa Dr. Christoph Fröhlich e.h.

Anlagerelevante Kennzahlen

1. Quartal 2009

International Securities Identification Number (ISIN) AT0000758305
Anzahl der Aktien 35.730.000
Anzahl der eigenen Aktien 376.000
Kurs per 31.3.2009 8,39 EUR
Ergebnis je Aktie (Q1 2009) – 0,12 EUR
Marktkapitalisierung per 31.3.2009 (ohne eigene Aktien) 296.620 TEUR

Aktienkursentwicklung

Investor Relations

Hannes Roither Tel. +43 662 4684–2260, [email protected]

Daniela Werdecker

Tel. +43 662 4684–2219, [email protected]

Fax +43 662 4684–2280 www.palfinger.com

Unternehmenskalender

  1. August 2009 Veröffentlichung 1. Halbjahr 2009 5. November 2009 Veröffentlichung 1. –3. Quartal 2009

Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben im Zwischenbericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Worten wie "erwarten", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier dargestellten Erwartungen abweichen.

www.palfinger.com

Palfinger AG Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24 5101 Bergheim/Salzburg Österreich