Annual Report • Mar 17, 2025
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
PALFINGER Die wichtigsten Entwicklungen und Einblicke 2024

| KENNZAHLEN DER PALFINGER GRUPPE | 3 |
|---|---|
| PALFINGER AUF EINEN BLICK | 4 |
| WICHTIGE EREIGNISSE | 6 |
| VORWORT DES VORSTANDS | 7 |
| INVESTOR RELATIONS | 8 |
| KONZERNLAGEBERICHT Strategie und Unternehmenssteuerung Strategie Strategische Ziele Unternehmenssteuerung Finanzielle und nicht-finanzielle Highlights |
12 12 12 15 17 21 |
| Bericht über den Geschäftsverlauf Makroökonomische Rahmenbedingungen Sales und Service Einkauf und Supply Chain Management Produktion Forschung und Entwicklung Sonstige wesentliche Änderungen in der |
22 22 23 26 27 29 |
| PALFINGER Gruppe Bericht über finanzielle Leistungsindikatoren Geschäftsentwicklung 2024 Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage Segmentberichterstattung Segment Sales und Service Segment Operations Sonstige nicht berichtspflichtige |
30 31 31 32 36 36 37 |
| Segmente Risikobericht Risikomanagementsystem Risikoposition Weitere rechtliche Angaben Angaben gemäß § 243a UGB Voraussichtliche Entwicklung des |
37 38 38 39 43 43 |
| Unternehmens Konsolidierte Nicht-Finanzielle Erklärung Allgemeine Information Umweltinformation Information über Soziales Information zur Unternehmensführung |
44 45 46 78 106 146 |
| KONSOLIDIERTER CORPORATE | |
|---|---|
| GOVERNANCE-BERICHT | 156 |
| Erklärung gemäß §243c UGB und §267b | |
| UGB | 156 |
| Organe der Gesellschaft sowie Arbeitsweisen | |
| von Vorstand und Aufsichtsrat | 157 |
| Diversitätskonzept | 162 |
| Förderung von Frauen im Vorstand, im | 162 |
| Aufsichtsrat und in leitenden Stellen | |
| Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat | 163 |
| Externe Evaluierung | 163 |
| KENNZAHLENDEFINITION | 164 |
| KONZERNABSCHLUSS ZUM | |
| 31. DEZEMBER 2024 | 167 |
| Konzern-Gewinn-und Verlust-Rechnung | 167 |
| Gesamtergebnisrechnung | 168 |
| Konzernbilanz | 169 |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 170 |
| Konzern-Cashflow-Statement | 172 |
| Erläuterungen zum Konzernabschluss | 173 |
| Allgemeines | 173 |
| Konsolidierungsgrundsätze | 174 |
| Geschäftssegmente | 177 |
| Informationen über geografische | 180 |
| Gebiete | |
| Erstmalig bzw. künftig anzuwendende | 181 |
| Standards und Interpretationen Verwendung von Schätzungen und |
|
| Ermessensspielräumen | 182 |
| Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und | |
| Verlust-Rechnung | 186 |
| Erläuterungen zur Konzernbilanz | 196 |
| Erläuterungen zum Konzern-Cashflow | |
| Statement | 238 |
| Sonstige Angaben | 241 |
| Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 244 |
| Fair-Value-Bewertung | 250 |
| Beteiligungsliste | 251 |
| ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN | |
| VERTRETER | 255 |
| BERICHTE DES ABSCHLUSSPRÜFERS | 256 |
| BERICHT DES AUFSICHTSRATS | 267 |
| IMPRESSUM | |
| PALFINGER GESELLSCHAFTEN (ORGANIGRAMM) |
FINANZKALENDER 2025
| in TEUR | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ergebnisse | |||||
| Umsatz | 1.533.864 | 1.841.533 | 2.226.241 | 2.445.852 | 2.359.843 |
| EBITDA | 188.664 | 243.702 | 229.555 | 302.873 | 277.045 |
| EBITDA-Marge | 12,3% | 13,2% | 10,3% | 12,4% | 11,7% |
| EBIT (Operatives Ergebnis) | 100.288 | 155.023 | 150.399 | 210.195 | 185.628 |
| EBIT-Marge | 6,5% | 8,4% | 6,8% | 8,6% | 7,9% |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 85.095 | 143.602 | 133.682 | 173.370 | 141.967 |
| Konzernergebnis | 49.789 | 86.563 | 71.372 | 107.673 | 100.018 |
| Bilanz | |||||
| Net Working Capital (Durchschnitt) | 348.278 | 361.991 | 423.408 | 489.540 | 485.581 |
| Capital Employed (Durchschnitt) | 1.084.139 | 1.051.982 | 1.187.463 | 1.334.080 | 1.400.592 |
| Eigenkapital | 616.449 | 613.857 | 674.873 | 715.517 | 753.067 |
| Eigenkapitalquote | 39,6% | 36,3% | 34,5% | 34,7% | 35,3% |
| Nettofinanzverschuldung | 397.088 | 476.569 | 609.627 | 668.083 | 662.419 |
| Gearing | 64,4% | 77,6% | 90,3% | 93,4% | 88,0% |
| Cashflow und Investitionen | |||||
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 224.669 | 87.408 | 46.148 | 186.661 | 228.003 |
| Free Cashflow | 173.319 | -42.097 | -29.443 | 46.521 | 119.520 |
| Nettoinvestitionen1) | 68.171 | 121.820 | 129.038 | 173.539 | 155.783 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 88.376 | 88.679 | 79.156 | 92.678 | 91.417 |
| Wertschaffung | |||||
| ROCE | 6,9% | 11,2% | 9,4% | 11,5% | 10,3% |
| ROE | 10,1% | 17,6% | 15,4% | 18,1% | 15,1% |
| EVA | 10.776 | 51.623 | 45.492 | 74.288 | 65.810 |
| WACC | 5,9% | 6,3% | 5,6% | 6,0% | 5,6% |
| Mitarbeitende | |||||
| Mitarbeiterstand2) | 10.824 | 11.733 | 12.210 | 12.728 | 12.358 |
| Frauenanteil5) | 13,7% | 13,3% | 13,6% | 12,9% | 13,2% |
| Fluktuation5) | 14,7% | 17,1% | 16,5% | 15,5% | 15,4% |
| Umwelt | |||||
| Interne produktionsbedingte CO2 Emissionen in Tonnen 6) | 35.564 | 37.392 | 37.155 | 36.695 | 30.250 |
| Direkte Emissionen aus Brenn- und Treibstoffen (Scope 1) | 18.419 | 20.160 | 18.850 | 19.019 | 18.885 |
| Indirekte Emissionen aus Strom und zugekauften | 17.145 | 17.232 | 18.305 | 17.676 | 11.365 |
| Energieträgern (Scope 2) 6) | |||||
| Aktie | |||||
| Marktkapitalisierung4) | 973.665 | 1.293.208 | 889.081 | 947.350 | 739.835 |
| Kurs per Jahresultimo (EUR) | 25,90 | 34,40 | 23,65 | 25,20 | 19,68 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,32 | 2,31 | 2,05 | 3,10 | 2,88 |
| Dividende je Aktie (EUR) | 0,45 | 0,77 | 0,77 | 1,05 | 0,903) |
| 1) Inklusive Zugänge aus Leasing (IFRS 16). |
2) Stichtagswerte von konsolidierten Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne überlassene Arbeitskräfte.
3) Vorschlag an die Hauptversammlung.
4) Berechnung auf Basis gesamter Aktienanzahl.
5) Exklusive CIS Region 6) Rückwirkende Korrektur der Werte 2020-2023 (siehe Nichtfinanzielle Erklärung E1-6)
Hauptsitz in Bergheim bei Salzburg, Österreich
als Familienunternehmen gegründet
Bestes flächendeckendes Vertriebs- und Servicenetzwerk & optimale Lösungen Technologie- & Innovationsführer in seiner Branche
Seit 1999 an der Börse

Länder ≈ unabhängige Generalimporteure >130 200

LADEKRANE

LADEBORD-WÄNDE

HUBARBEITSBÜHNEN MITNAHMESTAPLER EISENBAHNSYSTEME

FORST- & RECYCLING-KRANE

SCHLÜSSELFERTIGE LÖSUNGEN

ABROLL- UND ABSTÜTZKIPPER

PERSONENEIN-STIEGSSYSTEME


DIGITAL SOLUTIONS

MARINE KRANE

DAVITS

OFFSHORE KRANE

BOOTE WINDEN

WINDKRANE


Mit 8. Jänner übernahm Maria Koller als Chief Human Resources Officer (CHRO) im Vorstandsteam die Agenden Personal und Recht. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Mitarbeiterentwicklung, Aus- und Weiterbildung sowie Change-Management.

Im Rahmen des Ausbaus des europäischen Produktionsnetzwerks, eröffnete PALFINGER Anfang 2024 das erweiterte Werk für Hubarbeitsbühnen in Löbau, Deutschland. Im Sommer wurde der Teilbetrieb des neuen Standorts Niš in Serbien gestartet und im Dezember eine Absichtserklärung über die Errichtung eines zweiten Fertigungsstandortes in Slowenien unterzeichnet.

Am 4. Juni jährte sich der Börsengang (IPO) von PALFINGER zum 25. Mal. Dieser Schritt ermöglichte es PALFINGER, die Finanzierungsbasis deutlich zu erweitern und die strategischen Ziele zu erreichen. Seit dem IPO 1999 hat sich der Aktienkurs der PALFINGER-Aktie mehr als vervierfacht. Neue Wege wurden auch im Rahmen des Capital Markets Day im Dezember 2024 beschritten. Der Austausch mit Investoren und Analysten konnte in kleineren Fokusgruppen vertieft werden.

Im Juni fand die Event Week in Salzburg, Österreich, statt. Unter dem Motto "building our way forward" wurde in diesem Rahmen mit mehr als 300 Konferenzteilnehmern aus 60 Ländern die bisher größte Global Sales Conference von PALFINGER gehalten. Darüber hinaus nutzte PALFINGER Leitmessen wie die "IAA-Transportation" in Hannover oder die "Shipbuilding, Machinery & Marine Technology" in Hamburg (beide Deutschland), um Produktneuheiten der Öffentlichkeit zu präsentieren und den direkten Kontakt mit Kunden zu intensivieren.

2024 konnte PALFINGER Marine eine Reihe großer und attraktiver Aufträge sichern. Im Bereich Offshore Wind liefert PALFINGER Krane und Rettungsequipment für die Umspannwerke des RWE-Nordseeclusters. Die neuen Mehrzweckschiffe der Singapore Navy stattet Marine mit Slipway Systemen aus. Und gemeinsam mit Partner RelyOn bietet PALFINGER Marine den weltweit ersten virtuellen Trainingssimulator für komplexe Situationen im Offshore-Windbereich an.
an Herausforderungen mangelte es im Jahr 2024, wie erwartet, nicht. Gleichzeitig war es ein Jahr, in dem sich Optimierung des Working Capitals, länder- und funktionsübergreifendes Zusammenarbeiten, stringentes Investitions-Management sowie gezielte Kostenreduktionen als erfolgreiches Maßnahmenbündel erwiesen. Bewährt hat sich auch unser Wertschöpfungsprinzip "in der Region für die Region", dem wir in der Produktion ebenso wie in unseren Lieferketten folgen. Auf dieser Basis verzeichnete PALFINGER im Jahr 2024 einen Umsatz von 2,36 Mrd. EUR, ein EBIT von 185,6 Mio. EUR, eine EBIT-Marge von 7,9 Prozent sowie einen Free Cashflow von 119,5 Mio. EUR.
Das hohe Maß an Resilienz, welches sich im Ergebnis 2024 spiegelt, ist das Resultat einer langfristigen Strategie. Wir haben die Volatilitäten und Umbrüche seit 2020 zum Anlass genommen, unsere globale Organisation noch effizienter und schlagkräftiger aufzustellen. Angesichts der herrschenden geopolitischen Situation erweist sich unser bereits angesprochenes globales Wertschöpfungsprinzip als wesentlicher Faktor. Aufgrund unserer Präsenz vor Ort können wir in den verschiedenen Regionen die jeweiligen Wettbewerbsvorteile bestmöglich nutzen. Dadurch konnte die Region NAM die Schwäche der europäischen Kernmärkte teilweise kompensieren. Gleiches gilt für den Marinebereich, der durch die weltweite steigende Nachfrage im Offshore-Bereich eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung aufwies.
Vorausschauendes Planen betrifft in diesem Zusammenhang auch unser europäisches Produktionsnetzwerk. Indem wir die Vorteile von Best-Cost-Standorten gezielt nutzen und die Arbeitsteilung zwischen unseren Werken optimieren, können wir Wettbewerbsvorteile realisieren. In diesem Zusammenhang sind der neue Produktionsstandort in Niš in Serbien sowie die Investition in einen zweiten Produktionsstandort in Slowenien zu sehen.
Das Jahr 2024 stand auch im Zeichen der Kundennähe, die wir mit unserer Präsenz auf der "IAA-Transportation" in Hannover sowie auf der Marinemesse "Shipbuilding, Machinery & Marine Technology" in Hamburg (beide Deutschland) und anderen Messen untermauert haben. Ein besonderes Highlight war auch die Event Week im Juni in Salzburg, Österreich. Neben der Global Sales und Service Conference sowie dem Supplier Day lud PALFINGER unter dem Motto "Building our way forward" zusätzlich auch Mitarbeitende, Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Interessierte ein, um Einblicke in die Zukunft unseres Unternehmens zu geben.
Eine Stabilisierung der weltweiten Volatilität ist noch immer nicht absehbar, allerdings zeigt sich bereits eine Erholung der europäischen Kernmärkte. Wir haben PALFINGER gut darauf vorbereitet und bleiben unserer Strategie der zukunftsfähigen Strukturen, des Fokus auf Forschung und Entwicklung sowie der Mitarbeitendenförderung treu. Wie schon in den letzten Monaten liegt auch im neuen Geschäftsjahr unser Augenmerk darauf, unsere Resilienz weiter zu erhöhen. Angesichts der Rahmenbedingungen haben wir unsere mittelfristigen Finanzziele adaptiert: bis 2027 streben wir einen Umsatz von 2,7 Mrd. EUR, eine EBIT-Marge von 10 Prozent und einen ROCE von über 12 Prozent an.
Mit Zuversicht und Engagement blicken wir in die Zukunft und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen unseren erfolgreichen Weg weiterzugehen.
Ing. Andreas Klauser e.h. Vorstandsvorsitzender
Dr. Felix Strohbichler e.h. Vorstandsmitglied
Dr. Alexander Susanek e.h. Vorstandsmitglied
Mag. Maria Koller e.h. Vorstandsmitglied
PALFINGER legt höchsten Wert auf transparente Kommunikation und kontinuierlichen Dialog mit seinen Investoren und der nationalen und internationalen Finanz-Community.
Über das gesamte Jahr 2024 hinweg informierten der Vorstand und das Investor-Relations (IR)-Team im Rahmen zahlreicher IR-Calls Investoren und Analysten. Investorenkonferenzen und Roadshows (physisch und digital) in Europa und Nordamerika rundeten die IR-Aktivitäten 2024 ab. PALFINGER nutzte zudem die Börseninformationstage der Börse Wien, um über seine Geschäftsentwicklung zu berichten. Des Weiteren war PALFINGER auf der Invest in Stuttgart, Deutschland, der Gewinnmesse in Wien, Österreich, und am Geldtag der Oberösterreichischen Nachrichten in Linz, Österreich, vertreten und stand dort zahlreichen Privataktionären Rede und Antwort.
Der PALFINGER Capital Markets Day 2024 fand am 6. Dezember in Wien statt. Neben den Präsentationen des Vorstands erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit zu Deep-Dive-Sessions mit dem Vorstand und dem Top Management. In ihren Ausführungen behandelten die Vortragenden die zentralen Herausforderungen, Ziele und Chancen, die sich für PALFINGER im aktuellen Marktumfeld bieten. Durch das neue Format mit den Deep-Dive-Sessions fand der Austausch mit Investoren, Analysten und Bankern zielgerichteter als bisher statt.
Die Aktien der PALFINGER AG sind an der Wiener Börse im Prime Market gelistet. In Deutschland notieren sie in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München und Düsseldorf im Freiverkehr. Die PALFINGER-Aktie ist in den Indizes ATX Prime und ATX Global Players sowie im österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX enthalten. Seit 2018 sind die Aktien der PALFINGER AG im MSCI Global Small Cap Index vertreten.
Die Maßnahmen der großen Notenbanken beeinflussten die Aktienmärkte im Jahr 2024 stark. Auf Basis einer rückläufigen Inflation kam es zu Zinssenkungen, wobei die europäische Zentralbank (EZB) vor der US-Notenbank FED den Leitzins im Juni 2024 erstmals senkte. Dies weckte Erwartungen auf einen anhaltenden Zinssenkungszyklus. Der erhoffte globale Aufschwung blieb jedoch aus – die Wachstumsaussichten erwiesen sich als bestenfalls moderat. Hemmende Faktoren wie Bürokratie, volatile Energiepreise, geopolitische Spannungen und Chinas wirtschaftliche Schwäche belasteten die Weltwirtschaft. Der Handelskonflikt der Volksrepublik mit Europa und den USA überschattete zudem erste Fortschritte bei der Stabilisierung des chinesischen Immobilienmarktes, die vom Kapitalmarkt grundsätzlich positiv aufgenommen wurden. Insgesamt sorgten schwache Konjunkturdaten für Verunsicherung.
Die PALFINGER-Aktie startete mit einem Anfangskurs von 25,20 EUR in das Jahr 2024 und erreichte am 2. Jänner 2024 mit einem Schlusskurs von 25,35 EUR ihr Jahreshoch. Aufgrund der Unsicherheiten in europäischen Kernmärkten und der rückläufigen Erwartungen für das Jahr 2024 gab der Kurs der PALFINGER-Aktie jedoch ab Mitte März bis Mitte Mai deutlich nach. Es folgte eine Hochphase bis Ende Juni, die von den positiven Stimmungen auf den Kapitalmärkten und den erwarteten ersten Zinssenkungsschritten getrieben wurde. In der zweiten Jahreshälfte prägte der unsichere Ausblick für die europäischen Kernmärkte für 2024 und 2025 die weitere Kursentwicklung von PALFINGER. Mit 18,52 EUR wurde am 20. Dezember 2024 der Tiefstkurs verzeichnet. Nach dem 20. Dezember 2024 zog der Kurs wieder leicht an.
Das Börsenjahr beendete die PALFINGER-Aktie am 30. Dezember 2024 mit einem Schlusskurs von 19,68 EUR. Dies entspricht auf Jahressicht einem Kursverlust von 21,9 Prozent. Der ATX beendete das Aktienjahr hingegen mit einem Kursanstieg von 6,6 Prozent.
| ISIN | AT0000758305 |
|---|---|
| Anzahl der Aktien | 37.593.258 |
| Eigene Aktien | 2.826.516 |
| Im Umlauf befindliche Aktien | 34.766.742 |
| Listing an der Wiener Börse | Prime Market |
| Notiz im Freiverkehr | Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Düsseldorf |
| Ticker-Symbole | Reuters: PALF.VIE; Bloomberg: PALF:AV; Wiener Börse: PAL |
| in EUR | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Tiefstkurs | 18,78 | 19,92 | 18,52 |
| Höchstkurs | 35,50 | 32,85 | 25,35 |
| Durchschnittskurs | 24,94 | 26,44 | 22,33 |
| Kurs per Ultimo | 23,65 | 25,20 | 19,68 |
| Ergebnis je Aktie1) | 2,05 | 3,10 | 2,88 |
| Operativer Cashflow je Aktie1) | 1,33 | 5,37 | 6,56 |
| Dividende je Aktie | 0,77 | 1,05 | 0,902 |
| Dividendenrendite bezogen auf den Durchschnittskurs | 3,1% | 4,0% | 4,0% |
| Marktkapitalisierung per Ultimo in Mio. EUR3) | 889,08 | 947,35 | 739,84 |
| 1) Berechnet mit dem gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. |
2) Vorschlag an die Hauptversammlung. 3) Berechnung auf Basis gesamter Aktienanzahl.

Zum Stichtag 31. Dezember 2024 deckten sechs Analysten die Aktie der PALFINGER AG ab. Ihr Konsens zum Kursziel lag per Jahresende bei 25,58 EUR. Im Zuge dieser Analysen wurden drei "Kauf-Empfehlungen", zwei "Hold-Empfehlungen" sowie eine "Sell-Empfehlung" für die PALFINGER Aktie ausgesprochen. Seit Februar 2025 covert auch die ODDO BHF die PALFINGER Aktie.
Die regelmäßigen Bewertungen renommierter ESG-Ratingagenturen weisen PALFINGER als Investment für nachhaltigkeitsorientierte Investoren aus.
Der Nachhaltigkeitsindex VÖNIX weist PALFINGER 2023/24 mit B als nachhaltiges Unternehmen aus. Die Erhebung des Carbon Disclosure Project (CDP) 2024 ergab die Bewertung B.
Die PALFINGER AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Diese sieht vor, dass rund ein Drittel des Jahresgewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Im Jahr 2024 betrug der Konzerngewinn der PALFINGER AG 100,0 Mio. EUR. Auf dieser Basis schlagen PALFINGER Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 3. April 2025 eine Dividende von 0,90 EUR (2023: 1,05 EUR) je Aktie vor.
Die PALFINGER AG hat mit der Familie Palfinger, die direkt bzw. indirekt rund 56,5 Prozent der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär, der auch im Aufsichtsrat vertreten ist. PALFINGER hält eigene Aktien im Ausmaß von 7,5 Prozent. Die übrigen 36,0 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz. Nach Kenntnis des Unternehmens halten private Aktionäre einen signifikanten Anteil des Streubesitzes. Die Mehrheit der Streubesitz-Aktien befindet sich in den Portfolios primär kontinentaleuropäischer institutioneller Investoren. Einer der größten Investoren ist in Montreal, Kanada, ansässig.

Das Mission Statement von PALFINGER lautet: Lifting Value - Creating Momentum. PALFINGER bietet seinen Kunden zukunftsfähige Lösungen auf höchstem Niveau – verantwortungsbewusst und mit nachhaltigen Auswirkungen auf die Menschen, den Planeten und den Erfolg von PALFINGER. Als innovatives Technologieunternehmen schafft PALFINGER aus den Herausforderungen seiner Kunden gezielt Mehrwert für diese.
Globale Megatrends stellen PALFINGER dabei stetig vor neue Herausforderungen. Als besonders relevant für das Unternehmen und seine Kunden wurden Nachhaltigkeit, der gesellschaftliche Wandel sowie die Digitalisierung identifiziert.
PALFINGER nutzt die sich verändernden Marktbedingungen seit Jahrzehnten proaktiv und erfolgreich, um seine Position als innovativer Technologieführer auszubauen. Mit der Vision und Strategie 2030 formuliert PALFINGER Antworten auf aktuelle und künftige Herausforderungen.
Die PALFINGER Strategie 2030 ist wesentlich durch drei Kernbereiche definiert. Der organisatorische Rahmen "Organizational Frame, Leadership & Sustainability" bildet das Fundament, auf dem die beiden strategischen Säulen "Go for Solutions" und "Go Digital" beruhen. Die strategischen Säulen fungieren als Treiber für die Weiterentwicklung von PALFINGER, parallel wird auch der organisatorische Rahmen weiterentwickelt. Die Strategie beschreibt den Weg, produktübergreifende Umsatz- und Ertragssteigerungen in allen Kundensegmenten und Regionen zu erzielen. Damit stärkt PALFINGER seine Position als global führender Hersteller innovativer Kran- und Hebelösungen und implementiert die Voraussetzung für nachhaltig profitables Wachstum.
Die konsequente Umsetzung der Strategie wird im Rahmen von regelmäßigen Reviews durch das Top-Management und die verantwortlichen Stakeholder sichergestellt. Dies gewährleistet nicht nur kontinuierliche Fortschritte in den funktionsübergreifenden strategischen Programmen, sondern auch frühzeitiges Gegensteuern bei auftretenden Verzögerungen oder Konflikten. Die Reviews kombiniert mit stringentem Programm- und Projektmanagement ermöglichen eine strukturierte Vorgehensweise und letztlich die Erreichung der strategischen Ziele von PALFINGER.
PALFINGER ist ein äußerst wertbeständiges und stabiles Unternehmen:
Diese fundierte Basis ermöglicht PALFINGER, die Strategie 2030 umzusetzen und die dafür notwendigen signifikanten Investitionen zu tätigen. Neben der Stärkung des Kerngeschäfts in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) setzt PALFINGER auf den strategisch bedeutenden Wachstumsmarkt Nordamerika (NAM) und die Märkte der Regionen Lateinamerika (LATAM) sowie Asien und Pazifik (APAC), weiters auf das weitere Wachstum des Bereichs Marine. Das langjährig erprobte Wertschöpfungsprinzip "in der Region für die Region" ermöglicht PALFINGER bestmöglich in den Beschaffungs-, Produktions- und Absatzmärkten zu agieren.
Als Global Player erwirtschaftet PALFINGER 5 Prozent seiner Konzernumsätze im Raum der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (CIS). Seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine agiert die Region CIS autonom. PALFINGER erfüllt alle Sanktionsbestimmungen betreffend Russland. Die geopolitische Lage insbesondere im Hinblick auf regulatorische Einschränkungen wird laufend evaluiert.
Go for Solutions: Im Rahmen der Strategie 2030 treibt PALFINGER die Entwicklung des Unternehmens zu einem Komplettlösungsanbieter mit noch stärkerer Kundenorientierung konsequent voran. Dies bedeutet eine fundamentale Weiterentwicklung des Konzerns in allen Funktionen (Entwicklung, Einkauf, Produktion, Vertrieb etc.) und führt auch zu einer substanziellen Evolution der Marke PALFINGER. Die strategische Säule "Go for Solutions" lässt sich in acht zentrale Handlungsfelder unterteilen:
Maximaler Kundenfokus: Durch sein breites und qualitativ hochwertiges Vertriebsnetzwerk ist PALFINGER nahe an seinen Kunden und steht ihnen als zentraler Ansprechpartner für alle Schritte im Produktlebenszyklus zur Verfügung.
Hebelösungen, denen Kunden vertrauen: "Lifetime Excellence" steht für die kompromisslose Leistungsfähigkeit der Lösungen im Sinne von Qualität, Effizienz, Zuverlässigkeit und Kosteneffektivität.
Digitale Customer Journey: Digitale Tools tragen dazu bei, den unmittelbaren und direkten Kontakt mit Kunden zu gewährleisten, um rasche Reaktionszeiten und bestmögliche Servicequalität zu ermöglichen.
Hard- und Software aus einer Hand: Kombinationen physischer und digitaler Bestandteile bringen innovative Lösungen auf den Markt. Diese Lösungen sollen den Betriebsablauf vereinfachen und effizienter gestalten.
Reibungsloses Zusammenspiel von Fahrzeug-/stationären Installationen und Hebelösung: Um den Nutzen bei neuen Antriebstechnologien zu maximieren, ist die optimale Verbindung aller Systeme der Komplettlösung entscheidend.
Autonome Funktionen: Assistenzsysteme und autonome Funktionen erhöhen nicht nur die Produktivität der Kunden, sie maximieren auch die Sicherheit.
Öko-effiziente Lösungen: In Verbindung mit nachhaltigen Antriebsarten liefern die Lösungen von PALFINGER einen wichtigen Beitrag für eine emissionsfreie Zukunft.
Ein starkes Ökosystem aus Partnern: Um die anspruchsvollen Ziele zu erreichen, sind vertrauensvolle Partnerschaften entlang einer kundenorientierten, anpassungs- und widerstandsfähigen Wertschöpfungskette unerlässlich.
Go Digital: Die zweite strategische Säule von PALFINGER ist mit der ersten eng verbunden. Sie hat die digitale Transformation der Lösungen, Services und Geschäftsprozesse zum Gegenstand. Im Mittelpunkt der Digitalisierungsinitiativen stehen auch hier Kunden, Partner und Mitarbeitende.
Die Digitalisierung eröffnet PALFINGER eine Vielzahl an Möglichkeiten, die organisatorische Effizienz weiter zu erhöhen. Dabei stehen digitale Prozesse ebenso im Fokus wie eine Datenarchitektur, die die Grundlage für ein effektives Informationsmanagement und für sämtliche Digitalisierungsinitiativen in der Organisation darstellt. Diesen Anspruch erhebt PALFINGER für die gesamte Wertschöpfungskette.
Zentraler Anwendungsbereich für Digitalisierung ist neben den internen Prozessen das breite Portfolio an Lösungen und dazugehörigen Services. Durch Produkt- sowie Prozessinnovationen bietet PALFINGER seinen Kunden intelligentere, leichter bedienbare und sicherere Lösungen.
PALFINGER sucht proaktiv und systematisch nach neuen Technologien, deren wirtschaftliche Nutzung einen strategischen Mehrwert für das Portfolio des Konzerns verspricht, beispielsweise für datenbasierte Geschäftsmodelle oder smarte Serviceleistungen. Der Fokus liegt hier vor allem im Service- und Ersatzteilbereich mit dem Ziel, ungeplante Wartungs- und Reparaturarbeiten zu vermeiden und die Verfügbarkeit der Geräte zu maximieren.
Organizational Frame, Leadership & Sustainability: Um die Ziele beider strategischen Säulen möglichst effizient zu erfüllen, sind ein der Situation angepasster organisatorischer Rahmen und professionelle Führung erforderlich. Die GLOBAL PALFINGER ORGANIZATION (GPO), durch welche die einzelnen Geschäftsbereiche von PALFINGER in einer globalen Matrixstruktur zusammengefasst sind, wird dabei laufend weiterentwickelt. So werden sowohl die funktionsübergreifende Zusammenarbeit verbessert und Synergien auf globaler Ebene realisiert als auch Entscheidungen so nah wie möglich am Kunden lokal vor Ort getroffen.
Essenziell für die Umsetzung der Strategie sind zudem die Mitarbeitenden. Entsprechend gewinnen Employer Branding, ergebnisorientierte Führung, ein umfassendes Talentmanagement und Weiterqualifizierungen an Bedeutung. Darüber hinaus gilt es, die Kooperation mit strategischen Partnern entlang der gesamten Lieferkette auszubauen und das Produktionsnetzwerk zu stärken. In diesem Zusammenhang werden auch die vielfältigen Initiativen im Nachhaltigkeitsbereich strategisch gesteuert und in das Set-up von PALFINGER integriert. Dabei wird Nachhaltigkeit als potenzieller Wettbewerbsvorteil bei Lösungen, Wachstumschance und Einsparungspotenzial gesehen und nimmt in der gesamten Organisation zentrale Bedeutung ein.
Neben der standardmäßigen Fortschrittskontrolle der Umsetzung der Strategie 2030 finden bei PALFINGER ebenso regelmäßige Überprüfungen der strategischen Ausrichtung selbst statt. Aufgrund der in den letzten Jahren hohen Dynamik in den Märkten und Geschäftsbereichen hat der Vorstand Mitte 2024 entschieden, einen strukturierten Prozess zur Überprüfung und Adaption der Vision & Strategie 2030 durchzuführen. Dabei werden in unterschiedlichen Workstreams das aktuelle Set-up sowie externe Umfeldfaktoren analysiert und strategische Stoßrichtungen vor dem Hintergrund der langfristigen Nutzenmaximierung hinterfragt, ergänzt und erneuert. Die konzernstrategische Planung beinhaltet auch eine finanzielle Mehrjahresprognose mit unterschiedlichen Szenarien sowie ambitionierte nichtfinanziellen Ziele.
Nach derzeitigem Planungsstand wird der Prozess zur Überarbeitung der Strategie Mitte 2025 abgeschlossen. In weiterer Folge erfolgen eine Kaskadierung und Operationalisierung in die organisationalen Einheiten.
Die strategischen Säulen finden sich in den vier Geschäftsmodellen von PALFINGER wieder. Diese Geschäftsmodelle werden zunehmend digitalisiert, spezifizieren die Wertschöpfung und gehen auf unterschiedliche Markt-, Kunden- und Anwendungsbedürfnisse ein:
Der Fokus auf eigene Stärken und die Nutzung von Synergien sichern die Position als globale Nummer 1 für innovative Kran- und Hebelösungen. Bei Wachstumsprodukten und in Wachstumsregionen wird die Marktposition weiter ausgebaut. Um das optimale Synergiepotenzial unter Berücksichtigung übergreifender Standards und höchster Qualitätsansprüche zu erzielen, werden Verbesserungen in allen Produktbereichen mit einem globalen Ansatz vorangetrieben.
Organisches Wachstum: PALFINGER setzt seinen Wachstumskurs in den nächsten Jahren trotz der schwierigen Rahmenbedingungen fort. Aufgrund des angespannten wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds wurde aber das Umsatzziel bis 2027 adaptiert und von 3,0 Mrd. EUR auf 2,7 Mrd. EUR reduziert.
10% EBIT-Marge: Bis 2027 strebt PALFINGER die Erreichung einer EBIT-Marge von 10 Prozent an trotz reduzierter Umsatzerwartung. Wesentliche Faktoren dafür sind die Nutzung von Synergien durch die GPO, die weitere Standardisierung von Prozessen und Systemen sowie die Weiterentwicklung von Shared-Service-Centern. Zudem stellen professionalisierte Prozesse wie auch die Bündelung von Kompetenzen in Centers of Excellence (CoE) das erfolgreiche Agieren von PALFINGER als führendem Anbieter im globalen Umfeld sicher.
Über 12% ROCE: PALFINGER betreibt stringentes Current-Capital-Management sowie ein auf das Kerngeschäft fokussiertes Investitionsprogramm. Dies gewährt den optimalen Einsatz lang- und kurzfristiger Vermögenswerte und dient dazu, bis 2027 einen Return on Capital Employed von über 12 Prozent zu erreichen.
Im Jahr 2024 wurden eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt, die Nachhaltigkeitsstrategie "Lifting Positive Impact" angepasst sowie fünf strategischen Handlungsfelder definiert. Im Bereich Umwelt liegt im Handlungsfeld Klimaschutz der Fokus auf einer Reduzierung des Energieverbrauchs und der Emissionen sowohl im Unternehmen als auch entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Das Handlungsfeld zirkuläre Wertschöpfungsketten (Kreislaufwirtschaft) fokussiert auf die Optimierung der Wertschöpfungsketten und -kreisläufe. Die Sicherheit der PALFINGER Produkte und Anwendungen und der Schutz der Menschen, die mit PALFINGER Produkten arbeiten, ist ein weiterer wesentlicher Bereich. Im Handlungsfeld Menschen, Werte und Kultur stellen die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden, Gewinnung und Bindung von Talenten, Vielfalt und gerechte Arbeitspraktiken zentrale Themen dar. Der Bereich Governance und Compliance umfasst die Einhaltung von Vorschriften, die Minimierung von Risiken sowie Ziele zur Korruptionsbekämpfung und Unternehmensführung.
PALFINGER hat spezifische Ziele und Maßnahmen definiert, um die Nachhaltigkeitsziele global zu erreichen. Zwei der wesentlichsten Ziele betreffen die Reduktion von Emissionen sowie die Sicherheit der Mitarbeitenden: Ziel ist es, die eigenen Emissionen Scope 1 und 2 bis 2030 um jährlich 1 Prozent bezogen auf das Referenzjahr 2022 zu reduzieren. Ein Ziel die Mitarbeitenden betreffend ist die Unfallrate Total Recordable Injury Rate (TRIR) bis 2030 auf einen Wert kleiner 10,2 zu senken.
Go for Solutions: Neben den Investitionen in Technologie und Marktabdeckung verfolgt PALFINGER 2024 eine Reihe von Wachstumsprogrammen: Eine Asienstrategie, um die Möglichkeiten der stark wachsenden Märkte in APAC optimal auszuschöpfen; die Umsetzung einer Netzwerk- und Servicestrategie, um die Kundenzufriedenheit und Kundennähe weiter zu erhöhen; der Ausbau der eigenen Serviceflotte in NAM, um die schnelle, direkte Kundenbetreuung zu gewährleisten.
Die Umsetzung dieser Säule erfordert zudem ein sehr hohes Investitionsniveau. Um die Marktführerschaft nachhaltig auszubauen, werden im globalen Innovations- und Entwicklungszentrum Köstendorf und anderen regionalen Entwicklungsstandorten langfristige Produktentwicklungsprojekte vorangetrieben. 2024 wurde darauf fokussiert, das Hubarbeitsbühnen-Portfolio zu modernisieren sowie die Produktqualität und Produktionsprozesse zu verbessern.
Go Digital: Um ein Maximum an Kundennutzen über den Produktlebenszyklus hinweg zu generieren, werden in allen Produktlinien digitale Features in bestehende und neue Lösungen eingebettet. Ein Programm zur digitalen Customer Journey wird weiter vorangetrieben, um durch Digitalisierung und nahtlose Verbindung aller Kontaktpunkte ein einheitliches Kundenerlebnis zu schaffen. Mit Blick auf Aspekte wie Automatisierung, Elektrifizierung sowie Entwicklung eines durchgängigen Daten- und Simulationsmodels der Gesamtlösung wird das Produktportfolio von PALFINGER auf eine nachhaltige Zukunft ausgerichtet. Zur Stärkung der Grundlage für digitale Geschäftsmodelle wurde beschlossen, PALFINGER Connected ab Jänner 2025 als Standard ab Werk für eine breite Palette an Hebelösungen zu integrieren.
Darüber hinaus sind die Sicherung der Datenverfügbarkeit und die Cybersicherheit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zentrale Voraussetzung zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Dazu zählt eine integrierte System- und Applikationsarchitektur mit einem intelligenten Mix aus Cloud- und On-Premise-Systemen. Unter anderem kann so sicheres ortsunabhängiges Arbeiten ermöglicht werden. Weiters wurde eine Reihe globaler Projekte aufgesetzt, die Prozesse und Datenarchitektur im Konzern weiter digitalisiert und die organisationale Effizienz erhöht.
Um das zukünftige Wachstum von PALFINGER abzusichern, werden die Investitionsaktivitäten fortgesetzt. Im Rahmen von "Go Digital" sowie "Go for Solutions" stehen bis 2027 unter anderem folgende Schwerpunkte im Mittelpunkt:
Die GPO ermöglicht die zentrale funktionale Führung im Konzern. Die Steuerung erfolgt über Global und Corporate Functions, welche vom Vorstand der PALFINGER AG geleitet werden. Global Functions umfassen die Bereiche Sales & Service, Operations, Procurement, Controlling & Regional Finance, Human Resources und Product Line Management & Engineering (PLM&E). Corporate Functions decken die Bereiche Corporate Governance, Risk & Compliance/Group Accounting & Taxes, Process & Quality Management, Treasury & Insurance, Information & Communication Technology & Global Business Services, Legal Counsels, Corporate Strategy & Sustainability, Investor Relations & Sponsoring, Marketing & Communications, PALFINGER21st/Digital Transformation, Sales & Operations Planning sowie Supply Chain Management ab.
Global Functions führen direkt mit disziplinärer Verantwortung bis in die Regionen und lokalen Einheiten. Corporate Functions fungieren als Centers of Excellence und übernehmen damit gruppenweite Governance und fachliche Vorgaben bis in die lokalen Einheiten. Alle Functions entwickeln und verantworten innerhalb ihres Verantwortungsbereichs Strategien, Richtlinien, Prozesse und Tools, um global einheitliche Standards zu gewährleisten. Die globale Wertschöpfungsstruktur wird produkt- und regionsübergreifend genutzt.
Die PALFINGER Prozessorganisation legt die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten für die Abläufe innerhalb der Gruppe mit dem Ziel fest, Prozesse und Systeme kontinuierlich zu standardisieren, zu optimieren und zu automatisieren. Mit der Enterprise Architektur wurden die Strukturen und Zusammenhänge von Geschäftsprozessen definiert und festgelegt. Damit wurden Standardabläufe konzernweit digital beschrieben. Der konzernweite Rollout des SAP S/4 HANA ERP Systems wurde 2024 fortgesetzt. Go-Lives erfolgten in Deutschland und Kanada.
Um die Qualität aller PALFINGER Produkte und Lösungen nachhaltig zu steigern, setzt PALFINGER mit der strategischen Initiative "Lifting Quality" einen Schwerpunkt auf präventives Qualitätsmanagement. Der Transferprozess für Multi-Site-Zertifizierungen wurde 2024 fortgesetzt. In diesem Rahmen wurden ISO-Zertifizierungen in den Bereichen Qualitätsmanagement, Umweltmanagement und Arbeitssicherheit für die PALFINGER AG erreicht. Bis Ende des Jahres wurden insgesamt 14 Gesellschaften mit 30 Standorten in den Regionen EMEA und LATAM zertifiziert.
Bei PALFINGER dienen permanent eingerichtete fachliche Gremien als zusätzliches Steuerungsinstrument. Die interdisziplinär besetzten Gremien diskutieren und entscheiden definierte Themenkomplexe. So werden etwa im Sustainability Council die Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und entsprechende Maßnahmen in der Organisation vorangetrieben. Die Go Digital Steuerungsgruppe wiederum definiert gemeinsam mit dem Vorstand die Digitalstrategie von PALFINGER, steuert das Projektportfolio, initiiert die frühzeitige Evaluierung neuer Technologien und unterstützt die Implementierung bereichsübergreifender operationaler Initiativen.
Um die strategischen Ziele zu erreichen, wurde ein mehrphasiger Planungsprozess etabliert. Dabei wird zwischen kurzfristiger Planung sowie mittel- und langfristigen Planungsinstrumenten unterschieden.
Die strategische Planung erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren. Im Zuge dieses Prozesses werden Markttrends analysiert, Geschäftsmodelle innerhalb einer Region definiert oder angepasst und Änderungen im Rahmen der Gesamtstrategie von PALFINGER durchgeführt. Der strategische Planungsprozess erfolgt alle zwei Jahre und wird von Controlling & Regional Finance und Corporate Strategy & Sustainability koordiniert. Aktualisierungen der strategischen Planung werden unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktentwicklungen jährlich vorgenommen.
Die mittelfristige Planung erfolgt über die jährliche Budgeterstellung auf Basis der Sales & Operations Planung. Dabei werden die Geschäftsentwicklung der Produktlinien und Regionen sowie die Kostenentwicklungen essenzieller Treiber wie Material, Lohn und Inflation und aller laufenden Projekte und Initiativen der einzelnen Functions berücksichtigt. Die daraus gewonnen Planungsprämissen und Zielsetzungen für das jeweils folgende Jahr werden im Zeitraum Juli bis September erarbeitet. Die Planung und operative Umsetzung erfolgen auf Basis des 3. Quartalsabschlusses im Oktober.
Die kurzfristige Planung erfolgt monatlich durch die Simulation der Umsatz- und Ergebnisentwicklung des laufenden Jahres auf Basis der globalen Vertriebs- und Produktionsplanung. Zusätzlich werden periodisch die zentrale Simulation und die Simulationsparameter wie Durchschnittspreise auf lokaler Ebene validiert und aktualisiert.
Das PALFINGER Risikomanagement identifiziert, bewertet und überwacht Risiken und stellt die Definition von Mitigationsmaßnahmen und deren Monitoring sicher. Der Risikomanagementprozess unterstützt somit aktiv die Zielerreichung bei PALFINGER. Die Abteilung Governance, Risk & Compliance (GRC) steuert und koordiniert das Risikomanagementsystem und den -prozess. Design und Angemessenheit des gruppenweiten Risikomanagements werden jährlich von einem externen Auditor überprüft und beurteilt.
PALFINGER definiert Risiko als die Möglichkeit einer positiven oder negativen Abweichung von geplanten Ergebnissen. Daher werden Risiken als Planabweichungen bewertet und priorisiert. Das Monitoring der festgelegten Mitigationsmaßnahmen erfolgt für alle wesentlichen Risiken zentral durch GRC und wird quartalsweise an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.
Darüber hinaus steuert GRC das Krisenmanagement. PALFINGER definiert eine Krise als schwerwiegenden Vorfall, dessen potenzielle Auswirkungen auf den Konzern beträchtlich sind. In Krisensituationen wird die Regelorganisation durch die Krisenorganisation abgelöst und eine Krisen-Taskforce übernimmt die Steuerung in den betroffenen Teilbereichen. Dadurch wird eine effektive Steuerung des Konzerns auch in Ausnahmesituationen gewährleistet. Die Ausrufung einer Krise obliegt dem Vorstand, welcher GRC den Auftrag zur Bildung einer Krisen-Taskforce erteilt. Im Jahr 2024 gab es keinen Anlassfall zur Bildung einer Krisen-Taskforce.
Die gesetzten Unternehmensziele auf Grundlage von Unternehmensvision und -werten zu erreichen ist oberste Priorität von PALFINGER. Dabei gewährleistet PALFINGER eine transparente Unternehmensführung, die den internen und externen Anforderungen entspricht.
Als zentrale Plattform bildet das PALFINGER Group Policy System eine wesentliche Basis des Governance-Modells der PALFINGER Gruppe einschließlich des Internen Kontrollsystems. GRC stellt die Aufrechterhaltung des Systems sowie die inhaltliche Qualität der Gruppenrichtlinien sicher und unterstützt die Global / Corporate Functions bei deren Erarbeitung. Die Gruppenrichtlinien werden zentral publiziert und durch GRC an die Mitarbeitenden kommuniziert. Das jeweilige Management ist für Inhalt, Aktualität und Implementierung der Gruppenrichtlinien verantwortlich. Corporate Internal Audit überprüft risikoorientiert Design und Umsetzung der Richtlinien.
Auf Basis der Richtlinien werden Prozesse definiert sowie Prozessrisiken und -kontrollen adressiert. Um sicherzustellen, dass wesentliche Schlüsselkontrollen in allen Gesellschaften und Prozessen implementiert sind, erfolgt im Zuge des Quartalsreportings auch ein Reporting über die Implementierung rechnungslegungsrelevanter Kontrollen.
Die PALFINGER Organisation handelt nach den Grundsätzen des Vier-Augen-Prinzips und der Funktionstrennung. Der interne Freigabeprozess sowie externe Zeichnungsberechtigungen werden von einer eigenen Gruppenrichtlinie geregelt.
PALFINGER strebt nach profitablem und nachhaltigem Wachstum und stellt als global agierendes Unternehmen sicher, dass sämtliche Geschäftstätigkeiten weltweit einheitlichen Standards entsprechen. Im Jahr 2024 veröffentlichte PALFINGER zwei neue Verhaltenskodizes – einen für Mitarbeitende und einen für Geschäftspartner. Diese Kodizes legen verbindliche rechtliche, ethische und moralische Standards in den Bereichen Menschenrechte, Geschäftsethik und Umweltschutz fest. Mitarbeitende sowie Geschäftspartner, darunter Lieferanten und Händler, sind verpflichtet, die Prinzipien dieser Kodizes zu befolgen. Beide Verhaltenskodizes sind auf der Unternehmenswebsite von PALFINGER veröffentlicht. Ergänzend spezifizieren weiterführende Gruppenrichtlinien ausgewählte Themen.
Interne Schulungen erhöhen das Bewusstsein für Compliance-relevante Sachverhalte. GRC bedient sich der bestehenden internen Kommunikationskanäle, um aktuelle Themen und Neuerungen zur Compliance im Unternehmen zu kommunizieren und zu schulen.
Zur Vermeidung und Aufdeckung von Verstößen gegen Gesetze und Gruppenrichtlinien definiert PALFINGER einen mehrstufigen Maßnahmenkatalog. Eine "Integrity Line" ermöglicht über die Unternehmenswebsite die namentliche oder anonyme Meldung möglicher Verstöße. Entsprechende Meldungen werden durch GRC und Internal Audit evaluiert. Bei festgestelltem Fehlverhalten werden gemeinsam mit dem verantwortlichen Management konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung der Compliance vereinbart.
Corporate Internal Audit fungiert als zentraler Ansprechpartner für den Vorstand bzw. als Organ unabhängiger und objektiver Prüfungen der Wirksamkeit der konzernweiten Risikomanagement-, Kontroll- und Steuerungsprozesse sowie der Ablauforganisation. Diese Tätigkeiten zielen darauf ab, organisatorische und prozessuale Verbesserungen nachhaltig zu fördern. PALFINGER folgt dabei einer standardisierten Revisionsmethodik.
Die wichtigsten Auditprioritäten werden jährlich aus dem Risikoportfolio abgeleitet und priorisiert. Neben dem durch den Prüfungsausschuss genehmigten jährlichen Audit Plan führt Corporate Internal Audit im Anlassfall auch Ad-hoc Audits bzw. Sonderprüfungen gemäß dem strukturierten Audit-Prozess durch.
Die Ergebnisse werden dem verantwortlichen operativen Management vorgelegt, und gemeinsam werden Verbesserungsmaßnahmen definiert. Die Implementierung der Maßnahmen wird durch Corporate Internal Audit überwacht. Das Reporting zu Auditergebnissen und Maßnahmen erfolgt an den Vorstand und den Prüfungsausschuss.
Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems für den Rechnungslegungsprozess liegt in der Verantwortung des Vorstandes der PALFINGER AG. Dieser hat dazu konzernweit verbindlich anzuwendende Gruppenrichtlinien verabschiedet und ein entsprechendes Rechnungswesen sowie ein Internes Kontrollsystem installiert. Dabei sind Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip wesentliche Bestandteile. Risiken der Bilanzerstellung sowie Maßnahmen zu deren Minimierung werden im Risikobericht beschrieben.
Die global zuständige zentrale Funktion Group Accounting verantwortet die Rechnungslegung im Konzern, definiert Standards und die Anwendung und Auslegung der Rechnungslegungsvorschriften IFRS im Konzern sowie Gruppenrichtlinien und unterstützt die lokal verantwortlichen Finance Business Partner sowie Global Business Services-Funktionen bei der Umsetzung. Das IFRS-Konzernhandbuch legt einheitliche Regelungen zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen im Rahmen der Erstellung von Jahresabschlüssen fest. Damit ist die Umsetzung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß IFRS-Standards im Konzern gesichert. Das Konzernhandbuch wird laufend durch Group Accounting aktualisiert und ist von den einzelnen Konzerngesellschaften anzuwenden und umzusetzen.
In den IT-Systemen sind die Grundsätze des Internen Kontrollsystems wie z.B. eine angemessene Vergabe von Benutzerzugriffsrechten berücksichtigt. Der Zugang zu sensiblen Daten wird auf jene Gruppe von Mitarbeitenden beschränkt, die diese Daten zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.
Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats verantwortet das Monitoring des Rechnungslegungsprozesses und die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Vorstand präsentiert in den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats die wichtigsten Entwicklungen, Erkenntnisse und Optimierungsmaßnahmen. So wird sichergestellt, dass der Aufsichtsrat alle nötigen Informationen erhält und über das laufende Geschäft in regelmäßigen Abständen informiert wird.
PALFINGER strebt langfristig profitables Wachstum an und misst die Fortschritte in der Entwicklung der Gruppe anhand finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen. Die Wertsteigerung zeigt sich bei der trotz großer Herausforderungen guten Profitabilität. Für mittel- und langfristigen Erfolg sprechen Indikatoren wie gebundenes Kapital, Gesundheit der Mitarbeitenden und umweltbewusstes Wirtschaften. Die wesentlichen Kennzahlen für PALFINGER im Jahr 2024 waren:
Im Berichtsjahr 2024 sank das Umsatzvolumen, vor allem aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Kernmärkten, um -3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während sich der Auftragseingang in EMEA reduzierte, konnte im Marinebereich eine zweistellige Wachstumsrate erzielt werden. Die EBIT-Marge sank auf 7,9 Prozent. Das durchschnittliche Capital Employed erhöhte sich aufgrund des Investitionsprogramms auf 1.400,6 Mio. EUR. Der ROCE erreichte im Berichtszeitraum 10,3 Prozent. Der Free Cashflow erhöhte sich im Jahr 2024 deutlich auf 119,5 Mio. EUR von 46,5 Mio. EUR im Jahr 2023. Die Reduktion des Working Capital wirkte sich positiv auf die Nettofinanzverschuldung aus, diese sank daher im Vergleich zum Vorjahr leicht von 668,1 Mio. EUR auf 662,4 Mio. EUR im Jahr 2024.
Im Berichtsjahr blieb der absolute Energieverbrauch mit 214,5 Mio. kWh in 2024 konstant im Vergleich zum Vorjahr mit 214,3 Mio. kWh. Die internen produktionsbezogenen CO2-Emissionen (Scope 1 und 2) sanken deutlich von 36.695 t CO2e in 2023 auf 30.250 t CO2e im Jahr 2024. Der Intensitätsquotient der Treibhausgasemissionen für Scope 1 und 2 betrug im Berichtsjahr 2024 12.819 t CO2e/Mrd. EUR Umsatz (2023 15.003 t CO2e/Mrd. EUR Umsatz). Die Unfallrate TRIR reduzierte sich deutlich auf 8,43 (2023: 11,55). Die freiwillige Fluktuation blieb konstant bei 5,0 Prozent (2023: 5,2 Prozent).
Die Weltwirtschaft zeigte auch im Jahr 2024 Resilienz und stabilisierte sich mit einem Wachstum von 3,2 Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr. Die Stabilisierung erfolgte jedoch auf einem Niveau unter dem Vor-Pandemie-Durchschnitt, begründet durch schwache Investitionen, langsames Produktivitätswachstum und hohe Schuldenniveaus. Zudem kämpfte die Weltwirtschaft weiterhin mit geopolitischen Spannungen und handelspolitischen Unsicherheiten, die globale Lieferketten störten und Handelsströme neu ordneten. Für 2025 wird erwartet, dass das globale Wirtschaftswachstum stabil, aber gedämpft bei 2,8 Prozent bleibt.
In den Industrieländern wurde ein erheblicher Unterschied zwischen der Eurozone und den USA verzeichnet. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone erreichte laut der Europäischen Kommission im Jahr 2024 einen Wert von 0,8 Prozent. Getragen wurde das Wachstum vor allem von südeuropäischen Ländern wie Spanien und Italien. Deutschland verzeichnete einen Rückgang von 0,1 Prozent, Österreich einen Rückgang von 0,6 Prozent. Die USA erzielten im Vergleich ein Wirtschaftswachstum von rund 2,8 Prozent.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern lag das BIP-Wachstum im Durchschnitt bei 4,3 Prozent. Die Hauptwachstumstreiber blieben weiterhin Indien mit 6,8 Prozent und China mit 4,6 Prozent. Einige asiatische Länder, wie Vietnam und die Philippinen, konnten besonders hohe Wachstumsraten erzielen. Dagegen hatten Länder wie Mexiko und Südafrika nur geringe Zuwächse zu verzeichnen.
Im Jahr 2024 prägten wichtige Wahlen die politische Landschaft in Europa. Bei den Wahlen zum europäischen Parlament blieben die Konservativen (EVP) stärkste Kraft, während progressive und liberale Parteien Sitzverluste hinnehmen mussten. In Österreich gewann die rechts-konservative FPÖ mit 28,8 Prozent die Nationalratswahl, was zu komplexen Koalitionsverhandlungen führte. Hinzu kamen innenpolitische Unsicherheiten in Frankreich und Deutschland, die zu vorgezogenen Parlaments- bzw. Bundestagswahlen führten.
In den USA wurde Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt. Dadurch ist mit einem verstärkten Protektionismus zu rechnen. Der neu gewählte Präsident kündigte bereits die Wiedereinführung von Handelszöllen und eine "America First"-Politik an.
Die globale Geschäftstätigkeit von PALFINGER führt zu Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen. Die größte Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung von PALFINGER hat der amerikanische US-Dollar (USD). Der USD-Kurs bewegte sich in den ersten drei Quartalen 2024 im Vergleich zum Euro (EUR) zwischen 1,06 und 1,12. Seit Anfang Oktober 2024 legte der USD gegenüber dem EUR wieder deutlich zu und lag Ende des Jahres bei 1,04.
Neben den Einkaufspreisen von Primärstahl werden weitere essenzielle Rohstoffe in USD bepreist. So notiert z.B. Kupfer an der London Metal Exchange in USD pro Tonne. Der Preis für Stahl sank im Jahresverlauf 2024 kontinuierlich von 760 EUR pro Tonne auf 550 EUR pro Tonne. Eisenerz notierte im Dezember 2024 bei rund 102 USD pro Tonne und lag damit um 25 Prozent unter dem Dezember-Wert 2023 (137 USD pro Tonne).
Die globale Gesamtinflation fiel von durchschnittlich 6,7 Prozent im Jahr 2023 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024. Die Inflationsraten in Deutschland und Österreich lagen im Jahr 2024 bei 2,6 bzw. 2,9 Prozent und damit weiterhin über dem 2-Prozent-Stabilitätsziel der europäischen Zentralbank (EZB). In den USA betrug die Inflation 2,9 Prozent. Für 2025 wird eine globale Inflation von 4,3 Prozent prognostiziert. Dabei werden die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihre Inflationsziele voraussichtlich früher erreichen als die Schwellen- und Entwicklungsländer.
Im Jahr 2024 war die Zinssituation von mehreren Senkungen geprägt, sowohl in Europa als auch in den USA. Die EZB senkte die Leitzinsen insgesamt viermal im Laufe des Jahres, zuletzt im Dezember 2024 um 0,25 Prozentpunkte. Der wichtigste Leitzins für den Euro-Raum, der Zinssatz für Einlagen, lag Ende 2024 bei 3,0 Prozent. In den USA senkte die Federal Reserve (Fed) die Zinsen ebenfalls mehrfach. Der Leitzins in den USA lag Ende 2024 in einer Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent.
Die Global Function Sales und Service verantwortet bei PALFINGER den Vertrieb sowie das Servicegeschäft und ist in Regionen organisiert. Der Vertrieb erfolgt über eigene sowie unabhängige Generalvertreter und Händler. Das weltweite, flächendeckende PALFINGER Vertriebs- und Servicepartnernetz in mehr als 130 Ländern umfasst rund 200 Generalimporteure und Händler.
Ziel von Sales und Service ist die bestmögliche Betreuung der Kunden vom ersten Kontakt mit PALFINGER bis hin zum After Sales Service der Produkte. Neben den einzelnen Produktlösungen werden mit PalDrive sofort verfügbare Komplettfahrzeuge angeboten – das sind Gesamtpakete bestehend aus Lkw, PALFINGER Produkt und Aufbaulösung.
Die Digitalisierung der Sales- und Service-Prozesse wird laufend ausgebaut. Aufträge werden von Händlern bzw. Generalimporteuren vermehrt über den Produktkonfigurator an PALFINGER übermittelt. Damit werden die Komplexität der Kundenanfragen gemanagt und Fehler in der Angebotserstellung vermieden. Darüber hinaus verkürzt das Tool die Zeit von der Anfrage bis zur Auftragserfassung. Die Applikation PALFINGER Connected wiederum unterstützt das Fuhrparkmanagement der Endkunden. Basierend auf Telematikdaten ermöglichen es die Applikationen Flottenmanagern sowie Maschinenbedienern, die PALFINGER Flotte und ihren Betriebszustand managen zu können.
Das Jahr 2024 begann mit einem guten Auftragsstand, der sich im Verlauf des Jahres abschwächte. Aus heutiger Sicht reicht der Auftragsstand bis in das 3. Quartal 2025 und bietet gute Visibilität. Die volatile wirtschaftliche Lage und andauernde Rezession der Bauindustrie in Kernmärkten wie Deutschland, Frankreich und Skandinavien wirkte sich negativ auf den Auftragsstand in EMEA aus. In der 2. Jahreshälfte kam es dank stärkerer Nachfrage vor allem in Spanien, Italien und im Nahen Osten zu einer leichten Erholung. NAM verzeichnete im Vorfeld der Präsidentschaftswahl einen Nachfragerückgang. LATAM wies aufgrund positiver Entwicklungen in Brasilien und Argentinien leichtes Wachstum auf. APAC erwies sich, mit Ausnahme Chinas, durchwegs als Wachstumsregion. MARINE zeigte über alle Produktbereiche hinweg eine gute Performance und konnte die Profitabilität deutlich steigern. Vor diesem Hintergrund verzeichnete PALFINGER einen Umsatz von 2,36 Mrd. EUR.
Wie bereits im Vorjahr erwies sich das Servicegeschäft im Jahr 2024 als wesentlicher Stabilitätsfaktor, Umsatz- und Ergebnisbringer. PALFINGER verzeichnete im aktuellen Geschäftsjahr, unter anderem aufgrund der Maßnahmen zur Implementierung und Ausbau des Bereichs eCommerce, überproportionales Wachstum und Profitabilität in allen Regionen.
PALFINGER konnte seine Liefertreue 2024 weiter verbessern. Wegen Engpässen bei Aufbaukapazitäten kam es unterjährig zu höheren Lagerbeständen an Fertiggeräten. Im Berichtsjahr wurden einige Initiativen gestartet, um die Lagerbestände nachhaltig zu verbessern. Dabei wurden unter anderem die Kapazitäten von externen Aufbauern in die Sales & Operations Planung integriert. Durch diese Maßnahmen konnten die Lagerbestände vor allem gegen Jahresende deutlich reduziert werden.
2024 war PALFINGER auf einer Reihe wichtiger Messen vertreten und präsentierte neue Produktreihen. Besonderer Fokus wurde auf die Teilnahme an der "Internationalen Automobilausstellung" (IAA-Transportation) und der "Shipbuilding Machinery & Marine Technology" (SMM) gelegt.
Im Rahmen der PALFINGER Global Sales und Service Conference kamen mehr als 300 Teilnehmende aus mehr als 60 Ländern in Salzburg, Österreich, zusammen. Unter dem Motto "Building our way forward" wurden Zukunftsthemen wie Kundennähe, Innovation und Nachhaltigkeit präsentiert.
Zusätzlich zum Generalvertreter- und Händlervertreternetzwerk werden manche Produkte und Lösungen für Erstausrüster (OEM) und Key Accounts direkt vertrieben. Die Kernbranchen in der Region EMEA sind Transport und Logistik, Vermietung und Leasing, Land- und Forstwirtschaft, Entsorgungswirtschaft, Eisenbahn und staatliche Organisationen sowie Infrastruktur und Bauwirtschaft.
2024 war durch einen schwachen Auftragseingang geprägt, der sich auf niedrigem Niveau stabilisierte und ab dem 4. Quartal eine leichte Aufwärtsbewegung aufwies. Letztere Entwicklung war in erster Linie auf Spanien und dem Nahen Osten zurückzuführen, die im Vergleich zu den europäischen Kernmärkten Zuwächse erzielten. Deutschland, Frankreich und Skandinavien hingegen erwiesen sich weiterhin als herausfordernd. Eine rasche Erholung ist dabei nicht in Sicht.
In diesem Umfeld gelang es PALFINGER, mit der neuen FLS-Modellreihe der Mitnahmestapler ein wettbewerbsfähiges Produkt für die gesamte Region zu lancieren. Das große, flächendeckende Interesse an der FLS-Reihe reduziert die bisherige Abhängigkeit von den zwei Kernmärkten in Zentraleuropa für diese Produktgruppe.
Durch gestiegener Auftragseingänge verzeichnete auch der Bereich Defence Solutions eine positive Entwicklung.
In Madrid wurde ein Grundstück für den neuen Sales und Service-Hub erworben, womit vier Standorte und ihre Aktivitäten zusammengeführt werden. Der neue Hub bündelt Synergien und erzielt Kosteneinsparungen.
Unter dem Motto "Go for Solution P" stellte PALFINGER auf der IAA-Transportation in Hannover, Deutschland, die neuen TEC-Ladekrane, TEC-Hubarbeitsbühnen sowie FLS-Mitnahmestapler und smarte Softwarelösungen wie Connected plus+ vor. Auf der SMM in Hamburg, ebenfalls Deutschland, stand die Markteinführung des neuen Schwerlastkrans für Service- und Arbeitsschiffe im Mittelpunkt.
PALFINGER besitzt und betreibt neben den unabhängigen Generalvertretern und Händlern in den USA ein eigenes Händlernetzwerk, das weite Teile des Mittleren Westens und des Südostens abdeckt. Das Produkt- und Serviceangebot von PALFINGER umfasst dort unter anderem eine mobile Flotte von fast 100 Servicefahrzeugen an über 10 Standorten und ermöglicht einen guten Marktzugang. Die wichtigsten Branchen sind Entsorgungswirtschaft, Energieversorgungsund die Telekommunikationsindustrie sowie Infrastruktur und Bauwirtschaft.
Auf Basis des hohen Auftragseingangs des Vorjahres, entwickelte sich NAM im 1. Halbjahr 2024 solide. Der Ausblick auf einen ungewissen Ausgang der Präsidentschaftswahlen im November führte im 2. Halbjahr 2024 zu abwartendem Verhalten und damit gebremster Nachfrage.
Weiterhin überzeugen konnten der Servicekran und die Mitnahmestapler. Für das neue Modell der Mittelsitz-Mitnahmestapler lud PALFINGER ausgewählte Händler zu einem Sneak Preview. Der offizielle Launch erfolgt 2025. Im September fand unter dem Motto "Building our way forward" eine Händlerkonferenz in NAM im 2023 eröffneten Headquarter in Schaumburg, USA, statt.
Die Branchen Bergbau, Energieversorgung, Land- und Forstwirtschaft sowie Infrastruktur und Bauwirtschaft stellen den Hauptmarkt in LATAM für PALFINGER dar. Die Kernmärkte sind Brasilien, Argentinien, Chile und Peru.
Bereits im 1. Halbjahr 2024 zeichnete sich durch die Erholung Brasiliens eine positive Tendenz ab, wo in der Bergbauindustrie zusätzliche Aufträge gewonnen werden konnten. Die grundlegend neue Finanz- und Wirtschaftspolitik der argentinischen Regierung führte zu einem erheblichen Rückgang der Inflation und deutlichem Wirtschaftswachstum. Diese Entwicklung wirkte sich ebenfalls positiv auf die Auftragslage von PALFINGER aus.
Die wichtigsten Branchen der Region sind Transport und Logistik, Eisenbahn, Entsorgungswirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, staatliche Organisationen sowie Infrastruktur und Bauwirtschaft.
Wie bereits 2023 verzeichneten alle Wirtschaftssektoren der Region auch 2024 gutes Wachstum. Die Ausnahme blieb weiterhin China. Trotz aller Maßnahmen, die die Regierung in Beijing zur Stärkung der Wirtschaftsentwicklung setzte, blieben Investitionen auf sehr niedrigem Niveau. Vor allem die anhaltend schwache Inlandsnachfrage trifft die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt empfindlich und damit verbunden auch den Auftragseingang.
Im Gegensatz dazu entwickelten sich die anderen Länder der Region positiv. Neben Vietnam und Indonesien überzeugte vor allem Indien mit Wachstum und konnte die Schwäche Chinas zum Teil kompensieren.
PALFINGER bedient mit seinem Produktportfolio vor allem die Branchen Offshore (Öl, Gas und Wind), Passagier- und Kreuzfahrt, Navy und Küstenwache, Aquakultur und Fischerei sowie Handel und Transport.
Die anhaltenden geopolitischen Spannungen und die terroristischen Angriffe auf den internationalen Frachtverkehr am Horn von Afrika zogen 2024 teils veränderte, teils längere Handelsrouten nach sich. Insgesamt nahm der Seetransport zu. Auf Wachstumskurs befand sich auch die Kreuzfahrtbranche. Das globale Streben nach Energiesicherheit induzierte verstärkte Nachfrage, die sich im deutlichen Wachstum der Offshore Branche manifestierte.
In diesem äußerst vielfältigen Marktumfeld performte PALFINGER, mit Ausnahme der Fischerei, über alle Produktbereiche hinweg sehr gut. Insgesamt registrierte MARINE eine deutliche Stärkung des Service- und Ersatzteilgeschäfts, baute das gute Niveau bei Marine- und Windkranen aus und konnte in den Bereichen Offshore Business, Kreuzfahrt und staatliche Organisationen deutlich zulegen.
2024 gewann PALFINGER den Auftrag, sechs neue Mehrzweckschiffe der Singapore Navy mit Slipway-Systemen auszustatten und sicherte sich zudem die Lieferung von Rettungsbooten und Davits der Polarklasse an die kanadische Küstenwache.
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine im Februar 2022 führte zu erheblichen wirtschaftlichen Verwerfungen. PALFINGER entspricht allen Sanktionsbestimmungen. Die Region agiert autark und eigenständig und bedient den russischen Markt ausschließlich durch die lokal gefertigten Produkte unter Beibehaltung der finanziellen Berichterstattung.
Die globalen geopolitischen und handelspolitischen Rahmenbedingungen bleiben volatil. Für 2025 wird für Europa eine verhaltene Konjunkturerholung prognostiziert. In NAM ist mit der neuen Trump-Administration mit einer stärkeren Binnenkonjunktur und damit mit einem höheren Auftragseingang zu rechnen, was sich bereits gegen Ende des 4. Quartals 2024 manifestierte. In LATAM ist auf Basis der Wirtschaftsentwicklung in Brasilien und Argentinien von weiterem Wachstum auszugehen. In APAC zeichnen sich vor allem Indien und Vietnam als Wachstumstreiber aus.
Die Global Function "Procurement" besteht aus den Kategorien Raw Material, Cylinder, Control Systems & Mechatronic, Hydraulic & Equipment, Drawing & Standard Parts, Chassis sowie Indirect Spend & Investment und verantwortet das gesamte Einkaufsvolumen von PALFINGER. Die Corporate Function "Supply Chain Management" plant, koordiniert und überwacht alle Aktivitäten entlang der Lieferkette, um einen reibungslosen und effizienten Ablauf sicherzustellen.
PALFINGER stuft 700 seiner weltweit 7.000 Lieferanten als strategische Partner ein. Im Rahmen langfristiger Lieferverträge werden jährliche Bedarfsplanungen erarbeitet. Dadurch können Kosten fixiert und die Verfügbarkeit zukünftiger Volumina, vor allem bei kritischen Komponenten, sichergestellt werden. Um die Komplexität bei der Beschaffung von Bauteilen zu reduzieren, Prozesskosten zu senken und vor allem auch die Flexibilität zu erhöhen, setzt PALFINGER vermehrt digitale Schnittstellen zu seinen Lieferanten ein.
PALFINGER ergreift im Einkauf Maßnahmen, um das Risiko instabiler Lieferketten zu reduzieren. Die Praxis des "double/multiple sourcing" minimiert das Risiko eines Lieferantenausfalls. Über das Beschaffungsprinzip "in der Region, für die Region" durch lokale Partnerschaften mit vorzugsweise global agierenden Lieferanten vermindert PALFINGER zudem seinen ökologischen Fußabdruck und trägt zur lokalen Wertschöpfung bei.
Aufgrund des diversifizierten Lieferantenportfolios auf Basis des Beschaffungsprinzips "in der Region, für die Region" konnten Auswirkungen geopolitischer Konflikte, wie die Angriffe der Huthi auf den internationalen Frachtverkehr, großteils vermieden werden. Die Auswirkungen großer Naturkatastrophen, wie das Hochwasser in Brasilien im Mai 2024, wurden effizient minimiert. Damit war die Verfügbarkeit von Rohmaterialien und Komponenten in allen Regionen gesichert und stabil.
Im ersten Halbjahr 2024 sanken die Rohmaterialkosten und stabilisierten sich auf einem niedrigen Niveau. Auch die Energiekosten sanken im Jahresverlauf und blieben ebenfalls niedrig. Durch das regionale Beschaffungsprinzip konnten die seit dem Vorjahr gesunkenen Transport- und Frachtkosten gering gehalten werden. Allerdings standen personalintensive Komponenten aufgrund von Lohnerhöhungen unter zunehmendem Preisdruck und blieben kostenintensiv.
Im Jahr 2024 wurde der Lagerbestand an Rohmaterialien und Komponenten im Vergleich zu seinem Höchststand deutlich reduziert. Aufgrund der verbesserten Liefersituation konnten insbesondere die Sicherheitsbestände an Stahlblechen und Stahlrohren weiter gezielt abgebaut werden. Der schwache Konjunkturverlauf und der rückläufige Marktbedarf vor allem in EMEA wirkten sich im 2. Halbjahr 2024 allerdings dämpfend auf das Produktionsvolumen und damit auf den weiteren Abbau der Lagerbestände aus.
In NAM konnte PALFINGER seine Lieferkette mit der gezielten Erweiterung des Lieferantenportfolios stärken. Durch einen neuen strategischen Partner in Mexiko sicherte sich PALFINGER Kosten- und Transportvorteile.
Um Lieferzeiten und Kosten zu optimieren, werden strategische Partner frühzeitig in den Entwicklungsprozess eingebunden. Das Projekt "PALFINGER Supply Alliance" unterstützt Lieferanten, in den Bereichen Qualität, Kosten, Prozesse und Entwicklung Optimierungspotenziale für beide Seiten zu finden und zu nutzen. Das Projekt wurde 2024 in EMEA gestartet. Bis Jahresende wurden sechs Lieferanten in das Programm eingebunden.
Der EMEA-Supplier Day, ein intensiver Austausch mit den wichtigsten Lieferanten, fand im Juni in Salzburg, Österreich, statt. Dabei wurden vor allem strategische Erwartungen sowie die zunehmende Verrechtlichung in der Lieferkette diskutiert. Die "Corporate Sustainability Due Diligence Directive" (CS3D) oder der "Carbon Border Adjustment Mechanism" (CBAM) sollen unter anderem für Transparenz, Vermeidung von Menschenrechtsmissbräuchen und
Umweltschutz in der Lieferkette sorgen. Unter diesem Gesichtspunkt führte PALFINGER 2024 zusätzlich einen eigenständigen Verhaltenskodex für Geschäftspartner ein. Zudem wurden Projekte zur Sicherstellung von ethischen Standards entlang der Lieferkette gestartet.
2025 werden die Bestände weiter optimiert. Parallel dazu erfolgt der Ausbau der Lieferantenkapazitäten mit dem Ziel, die Voraussetzung für künftiges Wachstum zu schaffen und Investitionsbedarfe in der eigenen Fertigung zu reduzieren. Über das gesamte Jahr hinweg werden die Prozesse im Supply Chain Management weiter digitalisiert.
Die Produktion bei PALFINGER wird von der Global Function "Operations" verantwortet. Diese umfasst alle Produktionswerke der PALFINGER Gruppe und ist in Regionen organisiert. Mit 5.200 Mitarbeitenden stellt Operations die größte Function von PALFINGER dar.
Innerhalb der Function treibt die global ausgerichtete Abteilung "Operations Excellence" gemeinsam mit den Werken die Standardisierung und Optimierung von Herstellungs- und weiteren Geschäftsprozessen voran. Zusätzlich wird die digitale Transformation entlang der Wertschöpfungskette zentral gesteuert, erprobt und im Produktionsnetzwerk realisiert.
Das Wertschöpfungsprinzip "in der Region, für die Region" forciert die kundennahe Fertigung regionaler Produkte und Lösungen. Damit stellt PALFINGER eine geografische Nähe zu seinen Kunden sicher, profitiert optimal von den kürzeren Lieferwegen sowie Kostenvorteilen in Best-Cost-Ländern und ermöglicht überdies die rasche Reaktion auf veränderte Marktvolumina. Mit seinem weltweiten Produktionsnetzwerk sieht sich PALFINGER auch für mögliche Handelsbeschränkungen wie z.B. hohe Zölle gut aufgestellt.
Das Jahr 2024 war in EMEA, und ab der 2. Jahreshälfte 2024 auch in NAM, von Kapazitätsanpassungen geprägt. Damit trug PALFINGER dem niedrigen Auftragseingang infolge der Konjunkturschwäche sowie der zurückhaltenden Stimmung im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen Rechnung. In LATAM hingegen wurde eine leichte Steigerung des Outputs verzeichnet. In APAC wurden Optimierungsfortschritte im Produktionsprozess erzielt. MARINE verzeichnete gute Auslastungen in Hanoi, Vietnam, und Qingdao, China.
PALFINGER setzte im Jahr 2024 seine Lean-Initiative fort und trieb Verbesserungen auf Basis eines überarbeiteten PALFINGER Produktionssystems (PPS) voran. Das PPS dient als Motor für Effizienzsteigerung und Kundenorientierung im gesamten Unternehmen. In Kombination mit einem umfangreichen LEAN-Leadership Training von über 50 Führungskräften in EMEA, LATAM und NAM konnte das LEAN-Fundament gestärkt werden.
Die Werke in der Region EMEA sind das zentrale Element im globalen Produktionsnetzwerk. 2024 stand im Zeichen der weiteren Optimierung des Produktions-Footprints. Dazu wurden Teile des Stahlbaus sowohl intern wie auch extern in Best-Cost-Länder verlegt. Innerhalb des Produktionsnetzwerks wurden durch strategische Verlagerungen Kostenvorteile, Technologien und Expertise an den betroffenen Standorten bestmöglich genutzt.
Am neuen Standort Niš, Serbien, wurde im 3. Quartal die Produktion gestartet. Mit der laufenden Qualifizierung der Mitarbeitenden wurden und werden Kompetenzen auf- und ausgebaut. Mit der Modernisierung und Erweiterung des Standorts Löbau, Deutschland, wurde die gesamte deutsche Montage aller vier Hubarbeitsbühnenklassen an einem Ort konzentriert. Im Mai 2024 erfolgte die offizielle Eröffnung. Im Sinne der Produktionsoptimierung und Verbesserung wurde der Standort Elsbethen, Österreich, von stationärer Montage auf Linienmontage umgestellt.
Der laufende Change- und Digitalisierungsprozess der Produktion in Lengau, Österreich, wurde im November 2024 von der Zeitschrift "Industriemagazin" mit dem 1. Platz in der Kategorie "Smart Factory" ausgezeichnet.
Im Jahr 2024 verzeichneten die Produktionsstandorte in NAM ein leichtes und, aufgrund der Präsidentschaftswahlen, ab der 2. Jahreshälfte gebremstes Wachstum. Die Kapazitäten in Oklahoma City, USA, und Council Bluffs, ebenfalls USA, wurden entsprechend angepasst und weitere Schritte zur Optimierung innerhalb des Netzwerks gesetzt.
Dabei kam es durch interne Verlagerungen und Bündelung von Technologien und Fachwissen zu besserer Nutzung von Synergien sowie Effizienzsteigerungen. In Council Bluffs etwa wurden die Fertigung von Bodies und Servicekranen zusammengefasst. Teile der Tail Lifts Produktion wurden nach Cerritos, USA, verlagert. In Oklahoma City wurde bei den Hubarbeitsbühnen von Stationärmontage auf Linienmontage umgestellt, wodurch die Effizienz deutlich gesteigert werden konnte.
Brasilien und Argentinien sorgten durch die verbesserte wirtschaftliche und politische Situation für steigende Nachfrage, diese führte in LATAM zu einer leichten Steigerung im Output.
Im argentinischen Rio Tercero wurde eine neue Lackieranlage in Betrieb genommen und die Standardisierung der Produktion weiter fortgesetzt. Die Folgen des Hochwassers im Mai in Brasilien konnten von dem lokalen Team gut gemeistert werden.
Aufgrund der andauernden schwachen Wirtschaftsentwicklung in China blieb die Auslastung 2024, wie im Vorjahr, auf niedrigem Niveau. Diese schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen forcierten weitere Schritte zur Strukturund Organisationsoptimierung.
Die Produktion in Hanoi und Qingdao verzeichnete eine sehr gute Auslastung, die mit Prozessoptimierungen einherging. In Hanoi wurde die Windenproduktion aufgrund neuer Aufträge ausgebaut und die Kapazität für Davits erweitert. In Qingdao wurde eine neue Produktionsreihe größerer Boote gestartet.
Aufgrund der Kriegssituation in der Ukraine und den damit einhergehenden Sanktionen agiert die Produktion in CIS autonom und eigenständig.
PALFINGER fokussiert 2025 weiterhin auf die Optimierung seines Footprints und die Steigerung von Produktivität, Qualität und Liefertreue in den Werken. Weiters wird ein aktives Kapazitätsmanagement forciert, um Marktschwankungen frühestmöglich zu erkennen und bestmöglich auszugleichen.
Forschung und Entwicklung tragen wesentlich zur Positionierung von PALFINGER als weltweit innovatives Technologieunternehmen bei. Die Global Function Product Line Management & Engineering bündelt sämtliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und zählt an 24 Standorten rund 700 Mitarbeitende. Centers of Excellence fokussieren auf Bereiche wie "System Management & Engineering", "Mechatronics" sowie "Vehicle Integration". 2024 tätigte PALFINGER für Forschung und Entwicklung Aufwendungen (Cash-Out) in Höhe von 99,6 Mio. EUR (2023: 95,9 Mio. EUR), das entspricht 4,2 Prozent des Gesamtumsatzes (2023: 3,9 Prozent).
Als eigenständige, explorative Unternehmenseinheit ergänzt P21st die Innovationsaktivitäten des Unternehmens. Mit dem Fokus auf externe Marktentwicklungen und deren Auswirkung auf zukünftige Bedürfnisse der Endkunden sowie der Entwicklung neuer Lösungen mit disruptivem Potenzial schafft P21st nachhaltigen strategischen Wert und Wachstumspotenzial für PALFINGER. In enger Zusammenarbeit mit den internen Forschungs- und Entwicklungsteams treibt P21st Themen wie Technologie-Scouting, Kundenorientierung, Kompetenzaufbau im Umfeld neuer Technologien sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle voran. Zudem fördert P21st die Innovationskultur im Unternehmen und die Zusammenarbeit zwischen PALFINGER und externen Partnern und Forschungseinrichtungen.
Im Jahr 2024 wurden drei neue Modelle im Bereich der Schwerlastkrane vorgestellt. Sie sind speziell für Arbeiten in steilen Positionen und für maximale Reichweite bei schweren Hebearbeiten konzipiert. Die Betriebseffizienz wird durch Assistenzsysteme und eine verbesserte Kontrolle über die Verladung schwerer Lasten maximiert. Darüber hinaus wurde in NAM ein neuer Servicekran eingeführt. Dieser bietet unter anderem eine höhere Betriebssicherheit und eine eigens entwickelte Funkfernsteuerung für höhere Effizienz im Windenbetrieb.
In einem Center of Excellence werden eigene Power- und Batteriepacks für alle Produktlinien entwickelt. Auf der IAA wurde den Kunden ein Prototyp eines eigenständigen elektrischen Antriebssystems für den Kranbetrieb vorgestellt, um das Kunden-Feedback in die Entwicklung einfließen zu lassen. Das System wechselt je nach Bedarf zwischen Dieselund Elektrobetrieb und gewährleistet einen geräuscharmen Einsatz in lärm- und emissionssensiblen Bereichen und kann je nach Bedarf auf verschiedenen Lkw eingesetzt werden.
Die überarbeitete TEC-Baureihe der Hubarbeitsbühnen bietet zahlreiche Verbesserungen. Performance und Betriebseffizienz werden, unter anderem durch Modifikationen in Benutzerfreundlichkeit, Wartung und Nutzlastkapazität, gesteigert. Die Telematiklösung PALFINGER Connected wird für faktenbasierte Entscheidungsfindung, proaktive Wartungsinformationen und Fernsupport eingesetzt. Alle Modelle der neuen TEC-Serie können zudem mit einem Batteriepack für den Elektroantrieb ausgestattet werden. Die Bühnen können dadurch ohne Stromanschluss und Verbrennungsmotor einen gesamten Arbeitstag betrieben werden.
Auf der IAA wurde die neue Seitensitz-Baureihe der Mitnahmestapler vorgestellt. Die neue Reihe verfügt über wesentliche Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit, Komfort und Zuverlässigkeit. Darüber hinaus bietet der Elektro-Mitnahmestapler eine vollelektrische Variante für geräusch- und emissionsarme Einsätze im urbanen Umfeld.
Mit neuen Maßstäben in der Automatisierung und drei Kameras für mehr Sicherheit präsentierte PALFINGER die neue TEC-Baureihe der Abrollkipper auf der IAA. Dabei kommen ein interaktives Display und eine verbesserte Systemüberwachung zur Anwendung. Weiters werden durch eine spezielle Kabinensteuerung den Bedienenden eine flexible Konfiguration und intuitive Bedienung ermöglicht.
Zwei neue Absetzkipper zeichnen sich durch ein optimiertes Design für verbesserte Sicht, Zugänglichkeit und Installation aus. Die Modelle ermöglichen durch Funkfernsteuerung ein höheres Maß an Kontrolle und Sicherheit. Ein optionaler Silent-Modus reduziert die Geräuschemissionen für Arbeiten in urbanen Gebieten deutlich.
Im Bereich Marine stellte PALFINGER im Jahr 2024 einen Schwerlastkran vor. Dieser wurde für maritime Anwendungen wie Serviceboote und Aquakulturen entwickelt und bietet eine Reichweite von bis zu 29 Metern und eine Tragfähigkeit von über 4.000 kg. Sein kompaktes, leichtes Design spart Platz auf dem Deck, während die überarbeitete Hydraulik einen multifunktionalen Betrieb ermöglicht.
PALFINGER entwickelt seit 2023 in enger Zusammenarbeit mit Aker BP vollelektrische Krane für den Offshore-Einsatz. Im Jahr 2024 wurde mit der Auslieferung von zwei Auslegerkranbasen ein erster Meilenstein erreicht. Die Montage der Krane wird im Lauf des nächsten Jahres fertiggestellt.
Die Produktlinie Digital Solutions ergänzt und erweitert das bestehende Portfolio von PALFINGER durch innovative digitale Produkte und Services mit datengetriebenen Geschäftsmodellen. PALFINGER Connected ist die Plattform, um Hebelösungen mit digitalen Services auf Basis der Nutzungs- und Maschinendaten zu ergänzen. Seit Anfang 2024 ermöglichen virtuelle Realitätstrainings-Simulatoren das Üben grundlegender und komplexer Szenarien in einer risikofreien Umgebung.
PALFINGER pflegt Partnerschaften und Kooperationen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Partnern aus der Industrie, um neue Technologien, Innovationen und integrierte Lösungen zu entwickeln. So kann PALFINGER seinen Kunden die effizientesten, innovativsten und besten Produktlösungen anbieten. Durch das Innovationsnetzwerk steigert PALFINGER seine Attraktivität als Arbeitgeber für qualifizierte Fachkräfte.
Hauptpartner sind die Technischen Universitäten Wien und Graz sowie das Austrian Institute of Technology (AIT) in Wien. Mit letzterem arbeitet PALFINGER am Projekt "go autonomous" für Forst- und Recyclingkrane. Zu den laufenden Projekten mit den Partnerinstitutionen gehören "Digitale Simulationsmodelle", die Zusammenarbeit mit Studierenden in Bereichen wie Digitalisierung, Elektrifizierung, Mechatronik, Maschinenbau und Nachhaltigkeit sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Automatisierung. Im Jahr 2024 wurde mit der TU Graz ein "Produktinnovationsprojekt" für die Produktlinie Ladekran umgesetzt.
Auf Basis des Wertschöpfungsprinzip "in der Region, für die Region" wird im Jahr 2025 des Ausbau des globalen Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks vorangetrieben. Der Fokus liegt auf dem Aufbau eigener Zentren in den Best-Cost-Ländern in LATAM und APAC. Auf der bauma 2025 werden Neuheiten aus den Bereichen Ladekran, Hubarbeitsbühne und Absetzkipper vorgestellt.
Mit Wirkung zum 8. Jänner 2024 wurde Frau Maria Koller als viertes Vorstandsmitglied für die Agenden Personal und Recht bestellt.
Im Februar 2024 wurde die Palfinger Vietnam Co Ltd mit Sitz in Ho Chi Minh City, Vietnam, gegründet.
Im April 2024 wurde die Palfinger Duisburg GmbH auf die Palfinger GmbH verschmolzen.
Im Juli 2024 wurde eine Verschmelzung der Equipdraulic S.L.U. auf die Palfinger Ibérica Maquinaria S.L.U. durchgeführt.
Das Jahr 2024 war von einer schwachen Konjunkturentwicklung in den europäischen Kernmärkten und einem Wachstum insbesondere in NAM, APAC und dem Bereich Marine geprägt. Aufgrund der regionalen Diversifikation konnte PALFINGER trotz leichtem Umsatzrückgang das zweitbeste Jahr der Unternehmensgeschichte erzielen. Gründe dafür waren die Profitabilitätssteigerungen in den Wachstumsbereichen und Kapazitätsanpassungen in den Produktionswerken in EMEA. Aufgrund der beschriebenen Effekte erzielte PALFINGER in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld einen Umsatz von 2.359,8 Mio. EUR. Verglichen mit dem Umsatz 2023 von 2.445,9 Mio. EUR entspricht dies einem Rückgang von -3,5 Prozent.
Der Auftragsstand reduzierte sich in den ersten drei Quartalen aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes. Im 4. Quartal konnte ein Aufschwung bei den Auftragseingängen verzeichnet werden, was gleichzeitig mit den Kapazitätsanpassungen zu einer Stabilisierung des Auftragsstandes geführt hat.
Die Profitabilität des operativen Geschäfts von PALFINGER sank, trotz Steigerungen im Bereich Marine, in NAM und im Segment Tail Lifts aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in EMEA auf 185,6 Mio. EUR. Das EBITDA reduzierte sich von 302,9 Mio. EUR auf 277,0 Mio. EUR und die EBITDA-Marge lag bei 11,7 Prozent nach 12,4 Prozent im Geschäftsjahr 2023.

| in Mio. EUR | 31.12.2022 | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| Langfristige Vermögenswerte | 878,9 | 937,2 | 1.017,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.079,2 | 1.123,9 | 1.117,0 |
| 1.958,2 | 2.061,1 | 2.134,5 | |
| Eigenkapital und Schulden | |||
| Eigenkapital | 674,9 | 715,5 | 753,1 |
| Langfristige Schulden | 620,6 | 661,3 | 752,9 |
| Kurzfristige Schulden | 662,7 | 684,3 | 628,5 |
| 1.958,2 | 2.061,1 | 2.134,5 |
Konzernabschluss, Konzernbilanz, Seite 91, Erläuterungen zur Konzernbilanz, Seite 120
Die Bilanzsumme erhöhte sich von 2.061,1 Mio. EUR per 31. Dezember 2023 auf 2.134,5 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen von 937,2 Mio. EUR auf 1.017,5 Mio. EUR. Hauptursache dafür war das Investitionsprogramm. Die Reduktion der kurzfristigen Vermögenswerte von 1.123,9 Mio. EUR in 2023 auf 1.117,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2024 resultierte aus der Verbesserung des Working Capitals.
Das Eigenkapital stieg vor allem aufgrund des Konzernergebnisses von 715,5 Mio. EUR auf 753,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024. Das gestiegene Eigenkapital spiegelt sich auch im Anstieg der Eigenkapitalquote von 34,7 Prozent auf 35,3 Prozent zum Bilanzstichtag wider.
Die langfristigen Schulden stiegen von 661,3 Mio. EUR in der Vorjahresperiode auf 752,9 Mio. EUR Ende 2024 aufgrund der langfristigen Refinanzierung abreifender Darlehen und der Finanzierung des Investitionsprogramms. Die kurzfristigen Schulden zur Finanzierung des Working Capitals reduzierten sich von 684,3 Mio. EUR auf 628,5 Mio. EUR. Das gesamte Capital Employed war zum Stichtag 31. Dezember 2024 zu 101,9 Prozent nach 95,6 Prozent Ende 2023 langfristig abgesichert. Die Nettofinanzverschuldung konnte von 668,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 662,4 Mio. EUR reduziert werden.
Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) betrug zum Stichtag 31. Dezember 2024 88,0 Prozent nach 93,4 Prozent zum Vorjahresstichtag. Die Nettoinvestitionen betrugen im Berichtszeitraum 155,8 Mio. EUR und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 173,5 Mio. EUR.
| in Mio. EUR | 1–12 2022 | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 46,1 | 186,7 | 228,0 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | -85,8 | -165,7 | -141,2 |
| -39,7 | 20,9 | 86,8 | |
| Bereinigte Fremdkapitalzinsen nach Steuern | 10,2 | 25,6 | 32,8 |
| Free Cashflow | -29,4 | 46,5 | 119,5 |
Konzernabschluss, Konzern-Cashflow-Statement, Seite 94
Der Cashflow aus dem operativen Bereich stieg im Jahr 2024 deutlich auf 228,0 Mio. EUR von 186,7 Mio. EUR in 2023. Hauptursache dafür war die Reduktion des Working Capitals. Der Cashflow aus dem Investitionsbereich betrug 2024 -141,2 Mio. EUR nach -165,7 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. Der Free Cashflow erhöhte sich deutlich zum Berichtsstichtag auf 119,5 Mio. EUR von 46,5 Mio. EUR im Jahr 2023.
Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich betrug 2024 -27,7 Mio. EUR nach 2,6 Mio. EUR in der Vorjahresperiode. Der Return on Equity sank von 18,1 Prozent zum Jahresende 2023 auf 15,1 Prozent per 31. Dezember 2024. Der Return on Capital Employed lag mit 10,3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 11,5 Prozent. Die durchschnittlichen Kapitalkosten "Weighted Average Cost of Capital" (WACC) lagen 2024 mit 5,6 Prozent unter dem Vorjahreswert (2023: 6,0 Prozent). Diese Entwicklungen führten zu einer Reduktion des Economic Value Added von 74,3 Mio. EUR auf 65,8 Mio. EUR in der Berichtsperiode 2024.
| in Mio. EUR | 1–12 2022 | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|---|
| NOPLAT | |||
| EBIT (Operatives Ergebnis) | 150,4 | 210,2 | 185,6 |
| Bereinigte Ertragssteuern | -39,0 | -56,3 | -41,3 |
| 111,4 | 153,9 | 144,4 | |
| Capital Employed1) | |||
| Vorräte | 512,5 | 599,9 | 620,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 319,4 | 341,7 | 304,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -233,5 | -246,6 | -226,6 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -44,3 | -54,7 | -63,0 |
| Current Capital | 554,1 | 640,3 | 636,2 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 78,8 | 80,5 | 82,8 |
| Ertragssteuerforderungen | 6,7 | 6,1 | 4,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen | -39,4 | -46,5 | -46,2 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -162,6 | -175,0 | -174,9 |
| Ertragssteuerverbindlichkeiten | -14,1 | -15,9 | -16,6 |
| Net Working Capital1) | 423,4 | 489,5 | 485,6 |
| Langfristige operative Vermögenswerte | 840,0 | 899,9 | 972,4 |
| Langfristige Rückstellungen | -57,4 | -42,9 | -43,3 |
| Passive latente Steuern | -7,3 | -6,8 | -8,9 |
| Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | -0,2 | - | - |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | -11,1 | -5,7 | -5,2 |
| 1.187,4 | 1.334,1 | 1.400,6 | |
| ROCE | 9,4% | 11,5% | 10,3% |
1) Jahresdurchschnitt.
Corp. Treasury folgt dem Grundsatz der jederzeitigen Sicherstellung ausreichender Liquidität für Zahlungsverpflichtungen wie auch für das weitere Unternehmenswachstum. Die wichtigste Finanzierungsquelle stellen Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit dar. Die Liquiditätsplanung ist ein zentrales Steuerungsinstrument für PALFINGER.
Liquidität sowie Währungs- und Zinsrisiken von PALFINGER werden zentral durch Corp. Treasury gesteuert. Das Finanzmanagement basiert auf weltweit einheitlichen Konzerngrundsätzen. Auf Ebene der Tochtergesellschaften verantworten die lokalen Finance Manager die Einhaltung der Treasury-Richtlinien.
Innerhalb der PALFINGER Gruppe gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. So weit wie möglich wird der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften über das "In-House Bank"-Konzept und interne Darlehen abgedeckt. PALFINGER nutzt überschüssige liquide Mittel zur Reduktion des externen Finanzierungsbedarfs und des Nettozinsaufwands. Über Verrechnungskonten werden gruppeninterne Transaktionen ausgeglichen, wodurch Banktransaktionen und -gebühren reduziert werden. Durch die zentrale Steuerung der Konzernfinanzierung kann die Gruppenbonität zur Finanzierung von Konzerngesellschaften genutzt und die erforderliche Liquidität kostengünstig gesichert werden.
Im täglichen Liquiditätsmanagement nutzt PALFINGER mithilfe von Cash-Management-Systemen Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzernunternehmen, um den Finanzbedarf anderer zu decken (Cash-Pooling). Im Jahr 2024 wurden die automatisierten Cash-Pooling-Systeme erweitert. Zudem wurde zur Risikodiversifizierung in den USA mit der Implementierung einer zusätzlichen Bank- und Cash-Pooling-Struktur mit einem lokalen amerikanischen Bankpartner begonnen.
PALFINGER hat Zugang zu umfangreichen zugesagten Kreditlinien, die von Kernbanken zur Verfügung gestellt werden. Das sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit von PALFINGER zusätzlich ab. Der Finanzierungsbedarf wurde im Jahr 2024 durch die Platzierung eines ESG-linked Schuldscheindarlehens über insgesamt 160 Mio. EUR gedeckt. Die Finanzierungslinien, die als Liquiditätsreserve gehalten und auch zur Finanzierung des Working Capital verwendet werden, lagen zum Jahresende bei über 300 Mio. EUR.
Factoring-Programme bestehen in Europa, den USA und Kanada. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 betrugen die derart verkauften Forderungen insgesamt 77,0 Mio. EUR (2023: 104,0 Mio. EUR). Die mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken wurden weder vollständig übertragen noch zurückbehalten. Nach IFRS sind Forderungen, bei denen Risiken und Chancen nicht vollständig übertragen bzw. zurückbehalten wurden, zu einem bestimmten Prozentsatz im Unternehmen zu bilanzieren. Die Forderungen wurden daher nicht vollständig ausgebucht. Die Beurteilung der aus den verkauften Forderungen resultierenden Risiken basiert grundsätzlich auf dem Ausfallsrisiko und dem Spätzahlungsrisiko.
In die bestehende Reverse-Factoring-Struktur wurden in 2024 weitere Gesellschaften und Lieferanten eingebunden. Zum 31. Dezember 2024 waren davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 30,1 Mio. EUR (2023: 46,0 Mio. EUR) betroffen.
Die Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2024 um 3,5 Prozent auf 2.359,8 Mio. EUR (2023: 2.445,9 Mio. EUR). Der stärkste Rückgang wurde in EMEA mit 12 Prozent verzeichnet. Im Gegensatz dazu konnte der Bereich Marine ein Wachstum von 18 Prozent aufweisen. Wechselkursänderungen wirkten sich mit -20,2 Mio. EUR negativ auf die Umsatzentwicklung aus.
| in Mio. EUR | 1–12 2022 | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.226,2 | 2.445,9 | 2.359,8 |
| EBITDA | 229,6 | 302,9 | 277,0 |
| EBITDA-Marge | 10,3% | 12,4% | 11,7% |
| EBIT (Operatives Ergebnis) | 150,4 | 210,2 | 185,6 |
| EBIT-Marge | 6,8% | 8,6% | 7,9% |
| Konzernergebnis | 71,4 | 107,7 | 100,0 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 2,05 | 3,10 | 2,88 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 0,77 | 1,05 | 0,901 |
1) Vorschlag an die Hauptversammlung.
Konzernabschluss, Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Seite 167, Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Seite 186
Durch den rückläufigen Umsatz sanken die Umsatzkosten von 1.818,4 Mio. EUR auf 1.759,7 Mio. EUR, wobei der relative Materialeinsatz unter dem Vorjahresniveau lag. Die variablen Personalkosten stiegen aufgrund der Inflation von 250,8 Mio. EUR auf 252,6 Mio. EUR und lagen in Relation zum Umsatz leicht über dem Niveau von 2023. Das Bruttoergebnis reduzierte sich im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode somit von 627,4 Mio. EUR auf 600,2 Mio. EUR. Die Bruttoergebnismarge betrug zum Stichtag 25,4 Prozent und lag leicht unter dem Wert von 2023 von 25,7 Prozent.
Die Strukturkosten (Kosten für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung beinhaltend) stiegen von 426,3 Mio. EUR auf 433,9 Mio. EUR. Im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöhten sich die Strukturkosten in Relation zum Umsatz von 17,4 Prozent auf 18,4 Prozent. Zum Anstieg der Kosten 2024 trugen vor allem Inflationseffekte und darüber hinaus die strukturelle Weiterentwicklung der Organisation für künftiges Wachstum sowie die Ausgaben für gruppenweite zukunftsorientierte Projekte bei. Gruppenweite Projekte zur Steigerung der Effizienz leisteten einen wesentlichen Beitrag, den inflationsbedingten Kostenanstieg in Teilen zu kompensieren.
Das EBITDA reduzierte sich von 302,9 Mio. EUR im Jahr 2023 um 8,5 Prozent auf 277,0 Mio. EUR im Jahr 2024. Der Rückgang ist eine Auswirkung der geringeren Auslastung in den Produktionswerken und der inflationären Effekte bei den Personalkosten. Die EBITDA-Marge betrug 11,7 Prozent nach 12,4 Prozent im Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde ebenfalls durch die oben genannten Faktoren wesentlich beeinflusst und sank von 210,2 Mio. EUR im Jahr 2023 auf 185,6 Mio. EUR im Jahr 2024. Die EBIT-Marge reduzierte sich ebenfalls von 8,6 Prozent im Jahr 2023 auf 7,9 Prozent im Jahr 2024.
Im Vergleich zum Vorjahr sank das Finanzergebnis von -36,8 Mio. EUR um 6,8 Mio. EUR auf -43,7 Mio. EUR. Diese Entwicklung begründet sich hauptsächlich mit dem gestiegenen Zinsniveau. Trotz des hohen Investitionsvolumens konnte die Nettofinanzverschuldung aufgrund der Verbesserung des Working Capitals von 668,1 Mio. EUR um 0,9 Prozent auf 662,4 Mio. EUR reduziert werden. Die absoluten Aufwendungen für Ertragsteuern lagen deutlich unter dem Vorjahreswert und betrugen im Berichtszeitraum 31,2 Mio. EUR nach 47,4 Mio. EUR im Jahr 2023. Die Steuerquote sank somit deutlich auf 22,0 Prozent nach 27,4 Prozent im Jahr 2023. Das Konzernergebnis lag für das Jahr 2024 mit 100,0 Mio. EUR um 7,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 107,7 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie sank von 3,10 EUR im Vorjahr auf 2,88 EUR im Berichtszeitraum. Gemäß der Dividendenpolitik von PALFINGER werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende in Höhe von 0,90 EUR (2023: 1,05 EUR) auszuschütten.
PALFINGER unterteilt sein Geschäft in die berichtspflichtigen Segmente Sales und Service sowie Operations. Die anderen Segmente beinhalten das nicht berichtspflichtige Segment Tail Lifts sowie den Geschäftsbereich Holding. Der Bereich Holding dient als Kostenpool für die Konzernverwaltung und strategische Zukunftsprojekte.
| in TEUR | SALES & SERVICE | OPERATIONS1) | Andere Segmente | PALFINGER Gruppe |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2.121.314 | 133.641 | 104.887 | 2.359.843 |
| Umsatzanteil | 89,9% | 5,7% | 4,4% | - |
| EBITDA | 217.329 | 81.464 | -21.747 | 277.045 |
| EBITDA-Marge | 10,2% | 11,7% | ||
| EBIT | 194.261 | 35.568 | -44.200 | 185.628 |
| EBIT-Marge | 9,2% | 7,9% |
1) Keine Darstellung der Margen in Operations aufgrund untergeordneter externer Umsätze.
Das Segment Sales und Service umfasst die Verkaufs- und Serviceeinheiten.
Der Segmentumsatz sank von 2.237,5 Mio. EUR 2023 auf 2.121,3 Mio. EUR im Berichtszeitraum 2024. Die negative Entwicklung resultierte einerseits aus der Segmentänderung der Produktlinie Tail und Passenger Lifts in NAM und andererseits dem niedrigen Auftragseingang in der Region EMEA. Das Segment EBITDA sank von 232,8 Mio. EUR auf 217,3 Mio. EUR, die EBIT-Marge lag mit 9,2 Prozent im Jahr 2024 unter dem Wert von 9,3 Prozent im Jahr 2023.
| in TEUR | Q1 2023 | Q2 2023 | Q3 2023 | Q4 2023 | Q1 2024 | Q2 2024 | Q3 2024 | Q4 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 529.963 | 566.386 | 533.142 | 608.027 | 513.282 | 532.250 | 509.320 | 566.462 |
| EBITDA | 50.400 | 55.085 | 60.292 | 67.012 | 64.642 | 68.238 | 55.887 | 28.562 |
| EBIT | 44.602 | 49.257 | 54.454 | 59.345 | 59.627 | 63.094 | 51.019 | 20.520 |
Die beste Entwicklung verzeichnete der Bereich Marine dank der hohen Nachfrage vor allem nach Boats & Davits und Marine Handling Solutions. EMEA verzeichnete einen Rückgang der Auftragseingänge aufgrund der generellen Marktentwicklung insbesondere in den ersten drei Quartalen in der Bauwirtschaft.
| in TEUR | 2023 | 2024 | in % des Konzerns |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2.237.518 | 2.121.314 | 89,9% |
| EBITDA | 232.789 | 217.329 | 78,4% |
| Abschreibungen | 25.131 | 23.068 | 25,2% |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 207.658 | 194.261 | 104,7% |
| EBIT-Marge | 9,3% | 9,2% |
Das Segment Operations beinhaltet die Produktionsstandorte bzw. den jeweiligen Produktionsanteil einer Gesellschaft.
Der externe Segmentumsatz lag im Jahr 2024 mit 133,6 Mio. EUR deutlich unter dem Wert der Vorjahresperiode von 155,3 Mio. EUR aufgrund des reduzierten Umsatzes von Nimet Srl. Das Segment-EBITDA sank von 107,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2023 auf 81,5 Mio. EUR im Berichtszeitraum aufgrund der geringeren Auslastung. Das Segment-EBIT erreichte 35,6 Mio. EUR nach 61,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023.
| in TEUR | Q1 2023 | Q2 2023 | Q3 2023 | Q4 2023 | Q1 2024 | Q2 2024 | Q3 2024 | Q4 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 47.522 | 43.841 | 37.949 | 26.024 | 38.164 | 35.052 | 34.277 | 26.148 |
| EBITDA | 27.506 | 39.279 | 31.602 | 9.119 | 23.264 | 16.648 | 18.695 | 22.855 |
| EBIT | 17.128 | 28.788 | 18.673 | -2.783 | 11.485 | 4.335 | 6.530 | 13.218 |
Aufgrund des geringeren Auftragseinganges zu Beginn des Jahres wurde die Auslastung in den PALFINGER Werken im Laufe des Jahres reduziert. Im Zuge dessen wurde ein Kurzarbeitsmodell insbesondere im Segment Operations in Österreich eingeführt. Bei den Materialpreisen und internen Lieferketten kam es zu einer Stabilisierung im Vergleich zum Vorjahr.
| in TEUR | 2023 | 2024 | in % des Konzerns |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 155.336 | 133.641 | 5,7% |
| EBITDA | 107.505 | 81.464 | 29,4% |
| Abschreibungen | 45.699 | 45.896 | 50,2% |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 61.806 | 35.568 | 19,2% |
Im Segment Sonstige nicht berichtspflichtige Segmente sind die in der Zentrale zusammengefassten Gruppenfunktionen, die in der Holding anfallenden strategischen Projektkosten sowie die Produktlinie Tail und Passenger Lifts ausgewiesen.
Das EBITDA in den sonstigen nicht berichtspflichten Segmenten betrug 2024 -21,7 Mio. EUR nach -37,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Das Segment-EBIT lag bei -44,2 Mio. EUR nach -59,3 Mio. EUR in der Berichtsperiode des Vorjahres. Der erfolgreiche Kurs und die gruppenweiten Initiativen aus den Vorjahren wurden fortgesetzt. Im Fokus lagen dabei Digitalisierung und Innovation sowie die Ausrichtung der Organisation auf weiteres Wachstum.
| in TEUR | Q1 2023 | Q2 2023 | Q3 2023 | Q4 2023 | Q1 2024 | Q2 2024 | Q3 2024 | Q4 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 14.098 | 13.110 | 12.908 | 12.883 | 27.055 | 29.633 | 26.012 | 22.189 |
| EBITDA | -8.343 | -6.070 | -16.339 | -6.669 | -11.338 | -5.040 | -6.034 | 665 |
| EBIT | -12.797 | -15.715 | -19.421 | -11.336 | -16.424 | -9.956 | -11.037 | -6.784 |
| in TEUR | 2023 | 2024 | in % des Konzerns |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 52.999 | 104.887 | 4,4% |
| EBITDA | -37.421 | -21.747 | -7,8% |
| Abschreibungen | 21.848 | 22.453 | 24,6% |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -59.269 | -44.200 | -23,8% |
Das PALFINGER Risikomanagement dient der frühzeitigen und umfassenden Identifikation, Bewertung und Überwachung von Risiken innerhalb der PALFINGER Gruppe sowie der Sicherstellung der Definition und Implementierung entsprechender Mitigationsmaßnahmen. Das Risikomanagement unterstützt die Erreichung strategischer und operativer Ziele. GRC steuert und koordiniert den Risikomanagementprozess und berichtet direkt an den Vorstand. Der Prozess ist in einer gruppenweit gültigen Gruppenrichtlinie dokumentiert.
Risikoidentifikation: Als Risiko versteht PALFINGER die Möglichkeit einer positiven oder negativen Abweichung von geplanten Ergebnissen. Alle wesentlichen strategischen und operativen Risiken werden zwischen GRC und dem verantwortlichen Management sowie Experten besprochen, identifizierte Risken werden in einem standardisierten Katalog dokumentiert.
Risikobewertung: Die Bewertung der Risiken erfolgt im Austausch mit den globalen und zentralen Functions sowie Experten der jeweiligen Bereiche. Die Bewertungsdimensionen umfassen die mögliche finanzielle Auswirkung auf das Konzern-EBIT sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit. Auf dieser Basis wird die Relevanz einzelner Risiken für die PALFINGER Gruppe ermittelt.
Risikoreporting: Die Risikoposition des Konzerns wird dem Management als Teil des Planungsprozesses berichtet. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die wesentlichen Risiken der Gruppe informiert.
Risikosteuerung und Überwachung: Die Entscheidung über Mitigation oder Akzeptanz basiert auf monetären Überlegungen unter Einbeziehung des für PALFINGER ermittelten Gesamtrisikos bzw. der Auswirkungen auf die langfristige Marktposition. Das verantwortliche Management definiert gemeinsam mit GRC die notwendigen Mitigationsmaßnahmen. Um die Umsetzung dieser Maßnahmen und die Steuerung der Risiken zu gewährleisten, erfolgt ein zentrales Monitoring durch GRC.
1 Dieser Abschnitt erfüllt die Offenlegungsanforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die in der Konsolidierten Nichtfinanziellen Erklärung als Teil des Lageberichts von Palfinger Anwendung finden (ESRS 2-GOV-5.36a, ESRS 2-IRO-1.53e).
Die Risikoposition ist von der Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Konjunkturentwicklung geprägt. Die nach wie vor gedämpfte konjunkturelle Entwicklung, insbesondere in EMEA, sowie die geopolitische Situation führen zu verhaltenen Aussichten. Die Auswirkungen auf PALFINGER hängen maßgeblich von Ausmaß und Dauer der Konjunkturschwäche ab. Zur Risikominimierung werden Strukturkosten stringent gesteuert und Vertriebsmaßnahmen gesetzt.
Die Effekte des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stellen PALFINGER weiterhin vor große Herausforderungen. Es ist nach wie vor schwierig, das weitere Verhalten der russischen Regierung gegenüber ausländischen Investoren einzuschätzen. Nach Enteignungen ausländischer Investoren bzw. Zwangsverkäufen in strategischen Bereichen ist es nicht ausgeschlossen, dass es zur breiteren Anwendung solcher Maßnahmen kommt. Darüber hinaus besteht das Risiko einer Entkonsolidierung aufgrund einer Änderung der herrschenden Meinung der Fachexperten zur Vollkonsolidierung russischer Tochterunternehmen.
Ein weiteres geopolitisches Risiko besteht in Hinblick auf das Verhältnis zwischen China und Taiwan, wodurch sich im Bereich der Elektronikkomponenten potenziell Auswirkungen auf globale Lieferketten ergeben können. Zudem können die Konflikte im Mittleren Osten ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf die globalen Lieferketten, insbesondere die Schifffahrt, haben.
Für PALFINGER ist es essentiell, die Wettbewerbsfähigkeit seines Produktportfolios auch künftig zu gewährleisten. Es besteht das Risiko, bei einzelnen Produkten bzw. Produktlinien den Vorsprung auf den Mitbewerb einzubüßen oder im Preis-Leistungs-Verhältnis zurückzufallen.
Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden stellt ein weiteres strategisches Risiko dar, welches sich mittel- bis langfristig negativ auswirken kann.
Die im Zuge des Enterprise-Risk-Management-Prozesses identifizierten und bewerteten Risiken werden in folgende Kategorien zusammengefasst: Politik, Wirtschaft, Soziales, Technologie, Umwelt, Recht sowie interne Risiken.
Risiken der Nachhaltigkeit werden im Prozess und im Reporting miteinbezogen, um sicherzustellen, dass Klima- und Umweltschutz, sozial- und arbeitsrechtliche Belange, Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption systematisch erhoben und deren Auswirkungen in der gesamthaften Risikoposition berücksichtigt werden. Im Zuge des Risikomanagementprozesses wurden auch Implikationen in den Einzelrisiken berücksichtigt, welche aus dem Klimawandel resultieren. Infolge der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wurden auch Langfrist-Risiken erhoben, die über den Zeitraum der strategischen Finanzplanung hinausreichen.
Die wesentlichen strategischen und operativen Risiken der PALFINGER Gruppe werden in der anschließenden Tabelle näher beschrieben:
| Risikokategorie | Risikobeschreibung | Maßnahmen zur Risikominimierung | ||
|---|---|---|---|---|
| Politik | ||||
| Enteignung des Russlandgeschäfts Entkonsolidierung des Russlandgeschäfts |
Im Zusammenhang mit der Situation in Russland besteht das Risiko, dass die russischen Gesellschaften infolge gesetzlicher Regelungen vom russischen Staat übernommen werden können. Aufgrund einer möglichen Änderung der herrschenden Meinung zur Vollkonsolidierung russischer Tochterunternehmen besteht ferner das Risiko einer Entkonsolidierung. |
Die Unabhängigkeit des russischen Geschäfts wird weiterhin aufrechterhalten. Hinsichtlich des Entkonsolidierungsrisikos wird die Situation beobachtet. |
||
| China / Taiwan Eskalation Geopolitische Auswirkungen auf Lieferketten |
Eine mögliche Eskalation der Situation zwischen China und Taiwan könnte zu Sanktionen, einer Blockade oder einem Krieg führen. Dies würde besonders internationale Lieferketten in der Elektronikindustrie betreffen, was sich wiederum negativ auf nachgelagerte Produktionsschritte auswirken würde. Als international tätiges Unternehmen ist PALFINGER langfristig dem Risiko potenzieller weiterer geopolitischer Konflikte ausgesetzt, die sich ebenfalls negativ auf die Lieferketten auswirken können. |
Neben einer EU-Initiative zum Ausbau der Kapazitäten für die Produktion elektrischer Komponenten in der EU setzt PALFINGER auf Multiple Sourcing in verschiedenen Regionen, um das Risiko weiter zu reduzieren. |
||
| Wirtschaft | ||||
| Konjunkturelle Entwicklung Absatzmarkt |
Die negative konjunkturelle Entwicklung (insbesondere in EMEA) hat zu einem geringeren Auftragseingang geführt, der sich deutlich auf Umsatz und Ergebnis auswirken kann. Mittel- bis langfristig bringt der Konjunkturzyklus in allen wesentlichen Märkten, in denen PALFINGER aktiv ist, signifikante Unsicherheit (positiv sowie negativ) hinsichtlich der Zielerreichung mit sich. |
Zur Risikominimierung werden Strukturkosten stringent gesteuert, der Output angepasst sowie Vertriebsmaßnahmen forciert. Kurzfristige Steuerung ermöglicht der S&OP Zyklus. Langfristig führt die Erschließung von Wachstumsmärkten zur Risikomitigation durch geografische Diversifikation. |
||
| Forderungsausfall | PALFINGER räumt den Kunden Zahlungsziele ein. Die negative wirtschaftliche Entwicklung in bestimmten Regionen erhöht das Risiko von Forderungsausfällen kurz- und mittelfristig. |
Als Maßnahme wurden der Prozess der Kreditlimit und Forderungsüberwachung gruppenweit standardisiert sowie die Group Policies aktualisiert. Die Finanzzahlen der Händler werden jährlich planmäßig und unterjährig ad-hoc überprüft. |
||
| Einkaufspreise für Komponenten | Während für 2025 gute Visibilität bezüglich Einkaufspreisentwicklung besteht, ist die Prognose für 2029 vage. Preisabweichungen können zu erheblichen Risiken führen, sofern die Mehrkosten nicht oder nur teilweise an Kunden weitergegeben werden können. |
Die relevanten Einkaufsmärkte werden laufend analysiert. Verträge mit strategischen Partnern werden langfristig gestaltet. Durch Multiple Sourcing ergibt sich eine verbesserte Verhandlungsposition. |
||
| Wechselkursrisiko | Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist PALFINGER dem Risiko von Wechselkursschwankungen ausgesetzt, wobei das Währungspaar EUR/USD am wesentlichsten ist. |
Im Rahmen des Financial Risk Management überwacht und steuert Corp. Treasury wechselkursbezogene Risiken laufend. |
||
| Soziales | ||||
| Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden |
Für PALFINGER sind seine Mitarbeitenden ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Durch einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden wird das Wachstum des Unternehmens gehemmt und die Position als Markt- und Innovationsführer gefährdet. Mehrere langfristige Trends wirken sich auf dieses strategische Risiko aus – Kampf um Talente; manuelle Tätigkeiten weniger attraktiv; Pensionierung geburtenstarker Jahrgänge. |
Maßnahmen wie Employer-Branding-Aktivitäten, Ausbau des Ausbildungsprogramms, standardisierter Beurteilungsprozess, Benefit-Programme (z.B. PALfit) sowie laufende Mitarbeiterschulungen reduzieren das Risiko. Darüber hinaus wird mittelfristig eine strategische Nachfolgeplanung als wesentliches Steuerungsinstrument etabliert. |
| Risikokategorie | Risikobeschreibung | Maßnahmen zur Risikominimierung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Technologie | |||||
| Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios |
Produktentwicklungsprojekte können kostenintensiv und komplex sein oder höhere Vorlaufkosten sowie längere Entwicklungszeit erfordern. Ebenso können Änderungen der gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen, auch die Nachhaltigkeit betreffend, die Produktentwicklung verzögern oder zusätzliche Entwicklungskosten verursachen. Der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit in einzelnen Produktlinien könnte zu einem strategischen Nachteil führen und die Marke PALFINGER schädigen. |
Maßnahmen wie der PALFINGER Development Process, eine klare Strategie (Go for Solutions, Go Digital) und signifikante Investitionen in Forschung und Entwicklung wirken dem Risiko entgegen. |
|||
| Cyberkriminalität Verlust sensibler Informationen |
Das Risiko von Cyberkriminalität bleibt durch die zunehmende Digitalisierung auf einem hohen Niveau und wird von seiner Bedeutung her mittelfristig weiter steigen. Als international tätiges Unternehmen ist PALFINGER ein potenziell interessantes Ziel und wurde bereits Opfer eines solchen Angriffs. Langfristig wird besonders der Einfluss von Industriespionage als Ursache für Cyberkriminalität zunehmen, was für PALFINGER aufgrund des umfangreichen technologischen Know-hows langfristig als bedeutendes Risiko eingestuft wird. |
Zur Risikominderung wurden technische Präventionsmaßnahmen implementiert. Die technischen sowie betrieblichen Präventionsmaßnahmen werden laufend verstärkt, etwa durch die derzeitige Implementierung der Anforderungen nach der NIS2-Richtlinie. |
|||
| Produktmängel / Gewährleistung | Ein unterschiedlicher Reifegrad bei der Umsetzung von Qualitätssicherungsstandards und -prozessen stellt ein wesentliches Risiko in Bezug auf Gewährleistung und Garantiekosten dar. Längerfristig führt zudem die Outsourcing Strategie zu steigenden Mengen und höherer Abhängigkeit von externen Lieferanten. Es besteht das Risiko, dass die Umsetzung von Qualitätssicherungsstandards und -prozessen hinter den Erwartungen zurückbleibt. Mängel in der Produktqualität bedeuten auch ein Reputationsrisiko für die Marke PALFINGER. |
Die PALFINGER Produktionsstandorte sind in das konzernweite Qualitätsmanagement integriert. In dessen Rahmen wird die Zertifizierung der Standorte kontinuierlich ausgerollt, so z.B. nach den ISO Standards 9001 (Qualität) sowie 3834x (Schweißtechnik). Strategisch relevante Lieferanten werden in einem spezifischen Freigabeprozess ausgewählt und laufenden Audits unterzogen. |
| CO2-Fußabdruck | Sowohl durch regulatorische Vorgaben (v.a. in der | Nachhaltigkeit wird als eines der strategischen |
|---|---|---|
| EU) als auch steigende Anforderungen | Programme von PALFINGER verstanden. Im | |
| bestimmter Stakeholder-Gruppen (z.B. | Anschluss an eine 2023/24 gruppenweit | |
| Investmentfonds, Banken und bestimmte | durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse wurden die für | |
| Kundengruppen) steigt der Druck, den CO2- | PALFINGER relevanten Nachhaltigkeitsaspekte | |
| Fußabdruck in der eigenen Produktion sowie der | identifiziert und werden diese im Rahmen von | |
| gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. | Projekten verfolgt. Dazu gehört auch die | |
| Dies umfasst auch die mögliche Teilnahme an | systematische Reduktion von | |
| Initiativen, die das Pariser Klimaziel (1,5°) zum | Treibhausgasemissionen. | |
| Inhalt haben. Das Risiko beschreibt die | ||
| langfristige Unsicherheit, inwieweit die bei | ||
| PALFINGER umgesetzten Bestrebungen | ||
| entweder hinter den genannten Erwartungen | ||
| zurückbleiben und somit ein wirtschaftliches | ||
| sowie Reputationsrisiko eintritt, oder sich | ||
| PALFINGER gegenüber seinen Mitbewerbern als | ||
| Anbieter überdurchschnittlich nachhaltiger | ||
| Lösungen etablieren kann. |
| Risikokategorie | Risikobeschreibung | Maßnahmen zur Risikominimierung | |
|---|---|---|---|
| Interne Risiken | |||
| Fraud & Lücken im IKS | Erkenntnisse aus internen Audits sowie Betrugsermittlungen und Beispiele aus der Vergangenheit zeigen Verbesserungspotenzial im Internen Kontrollsystem (IKS), einschließlich End to-End-Prozessen wie Procure-to-Pay, Order-to Cash und Record-to-Report. |
Konzernrichtlinien, standardisierte Prozesse und Systeme sowie die Umsetzung von empfohlenen Maßnahmen aus internen Audits stärken die Governance, Prozess-Compliance und Transparenz. |
|
| Recht | |||
| Rechtsstreitigkeiten | Die Konfliktbereitschaft zwischen Aktives Vertragsmanagement mit Geschäftspartnern Wirtschaftsteilnehmern nimmt weltweit zu, auf Vertriebs- sowie Einkaufsseite mitigiert das Risiko insbesondere in den Regionen NAM und EMEA, in Abhängigkeit der jeweiligen Verhandlungsposition. darüber hinaus bspw. auch in China und Indien. Diese Entwicklung könnte langfristig zu erheblichen finanziellen und reputationsbezogenen Risiken führen und die Zielerreichung beeinträchtigen. |
||
| Immaterialgüterrechtliche Beschränkungen |
Die Produktentwicklung ist zunehmend mit bestehenden Immaterialgüterrechten (Patenten udgl.) konfrontiert. Bereits patentierte Erfindungen können nicht oder nur mit Mehrkosten (Lizenzen) verwendet werden. Die zunehmende Digitalisierung führt vermehrt zu Softwarepatenten anderer Marktteilnehmer mit ungleich höheren Entwicklungsbudgets auf diesem Gebiet. |
Aktives IP-Management (intellectual property) im Rahmen der Function PLM&E dient dem Schutz eigener Entwicklungen sowie dem frühzeitigen Erkennen bereits registrierter Immaterialgüterrechte. Ein eigenes IP-Council wurde eingerichtet, um die Thematik strategisch zu steuern. |
|
| Compliance-Verstöße Als international agierendes Unternehmen unterliegt PALFINGER einer Vielzahl von lokalen Gesetzen, internationalen Normen und Rechtsprechungen. Wesentliche Compliance Themen sind für PALFINGER u.a. Betrug und Korruption, Sanktionen und Exportkontrolle, Kartellrecht, Datenschutz, Kapitalmarkt Compliance, Menschenrechte, Umweltstandards. Verstöße können Konsequenzen wie Bußgelder und Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. |
Die wesentlichen Compliance-Risiken werden regelmäßig im Rahmen von Risk Assessments auf regionaler Ebene erhoben. Ein verbindlicher Code of Conduct bildet die Basis für Mitarbeitende und PALFINGER Partner. Die Umsetzung spezifischer Compliance-Angelegenheiten (z.B. Anti-Korruption, Sanktions-Compliance sowie Kartellrecht) wird durch eigene Gruppenrichtlinien forciert. Ein gruppenweites Compliance-Schulungsprogramm dient der Bewusstseinsbildung der Mitarbeitenden. |
||
| Impairment Firmenwerte | Bei Verschlechterung der Marktsituation besteht das Risiko, dass einzelne Wirtschaftsgüter aus rechtlichen Gründen an eine geänderte Bewertung angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht amortisieren. |
Planungs- und Steuerungsprozesse wurden verbessert. Kosten und Output werden laufend angepasst. Die Situation wird laufend hinsichtlich Anhaltspunkten für notwendige Abschreibungen überwacht. |
Das Grundkapital der PALFINGER AG belief sich zum 31. Dezember 2024 auf 37.593.258 EUR und war in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme in der Hauptversammlung.
PALFINGER hält eigene Aktien in der Höhe von 2.826.516. Das entspricht 7,5 Prozent des Grundkapitals.
| Stand per 31.12.2023 |
Zugänge | Abgänge | Stand per 31.12.2024 |
|
|---|---|---|---|---|
| Eigene Aktien | 2.826.516 | - | - | 2.826.516 |
| Anteil am Grundkapital in % | 7,5 | - | - | 7,5 |
| Anteil am Grundkapital in TEUR | 2.827 | - | - | 2.827 |
Gem § 65 Abs 5 AktG stehen der Gesellschaft aus den eigenen Aktien keine Rechte zu.
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung – auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionärinnen und Aktionären – sind der PALFINGER AG nicht bekannt. Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
In der PALFINGER Gruppe bestehen weder ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm noch ein System der Kapitalbeteiligung, bei dem Mitarbeitende das Stimmrecht für ihre Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausüben.
Es gibt weiters keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.
In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln inbegriffen.
Im Fall eines "Change of Control" haben die Vorstandsmitglieder weiters ein Rücktrittsrecht und Kündigungsrecht ihrer Anstellungsverträge. In diesem Fall gebührt dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe von bis zu zwei Jahresgesamtvergütungen, maximal jedoch im Umfang der noch offenen Laufzeit des Anstellungsvertrages.
Das wirtschaftliche Umfeld bleibt vor allem aufgrund von geo- und handelspolitischen Unsicherheiten herausfordernd. Der Auftragsstand reicht aktuell bis in das 3. Quartal 2025. Bis Ende des Jahres besteht jedoch eine eingeschränkte Visibilität. Wie im Vorjahr fokussiert PALFINGER 2025 einerseits auf eine weitere Steigerung der Resilienz durch Optimierung des Working Capitals, ein stringentes Investitions-Management sowie gezielte Kostenreduktion und andererseits auf das Nutzen der sich bietenden Chancen in den Absatzmärkten.
In Europa ist für 2025 eine verhaltene Konjunkturerholung erkennbar. Durch die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der neuen US-Administration ist in den USA mit einer erhöhten Binnennachfrage und entsprechend hohen Auftragseingängen zu rechnen. Getragen von der wirtschaftlichen Erholung in Argentinien und Brasilien wird in LATAM weiteres Wachstum erwartet. In APAC entwickeln sich vor allem Indien und Vietnam sehr positiv und positionieren sich für PALFINGER als Wachstumstreiber. Weiteres Wachstumspotenzial bietet aufgrund des weltweit starken Offshore-Bereichs und des anziehenden Servicegeschäfts für Kreuzfahrtschiffe auch der Marinebereich.
Für 2025 erwartet PALFINGER einen stabilen Umsatz bei solider Profitabilität. Bis 2027 strebt PALFINGER einen Umsatz von 2,7 Mrd. EUR, eine EBIT-Marge von 10 Prozent sowie einem Return on Capital Employed (ROCE) von über 12 Prozent an.
Die vorliegende konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung wurde gemäß dem österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG), das die EU-Richtlinie 2014/95/EU umsetzt, erstellt. Sie behandelt die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen von PALFINGER.
Gemäß §267a des Unternehmensgesetzbuchs (UGB) müssen bestimmte Themen in der nichtfinanziellen Erklärung behandelt werden, sofern sie für das Verständnis der Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten relevant sind. In diesem Bericht werden diese Themen in den folgenden Kapiteln behandelt: E1 und E5 (Umweltbelange), S1 und S2 (Arbeitnehmerbelange), sowie S1 und S2 (Achtung der Menschenrechte) und G1 (Bekämpfung von Korruption und Bestechung).
Der konsolidierte Nachhaltigkeitsbericht wurde gemäß Artikel 29a der Bilanzrichtlinie (B-RL) erstellt und entspricht den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) sowie der EU-Taxonomie-Verordnung.
Die konsolidierte Nachhaltigkeitserklärung wurde in Übereinstimmung mit den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) und dem österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG, § 267a UGB) erstellt. PALFINGER ist im Berichtsjahr 2024 noch nicht zur Berichterstattung nach ESRS verpflichtet, da die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD ) in österreichisches Recht noch nicht erfolgt ist, wendet diese jedoch bereits freiwillig an.
In der Nachhaltigkeitserklärung sind alle vollkonsolidierten Gesellschaften der PALFINGER Gruppe, wie in der Beteiligungsliste im Konzernabschluss angeführt, berücksichtigt.
Bei der Analyse der Wesentlichkeit der Auswirkungen, Risiken und Chancen wurde auch die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette betrachtet. In der vorgelagerten Wertschöpfungskette lag der Fokus auf der Stahlproduktion und der Stahlverarbeitung in Bezug auf Emissionen, Ressourcennutzung und Arbeitskräfte in der Wertschöfungskette. In der nachgelagerten Wertschöpfungskette wurden sowohl die Händler als auch die Endkunden betrachtet. Hier lag der Schwerpunkt auf Auswirkungen, Risiken und Chancen aus der Produktnutzung sowie zirkulären Geschäftsmodellen und Arbeitskräften in der Wertschöfungskette.
Konzepte, Maßnahmen und Ziele erstrecken sich auf die eigene Organisation und nicht auf die gesamte Wertschöpfungskette. Die Ausnahme stellt der Code of Conduct für Business Partner dar, der alle Geschäftspartner von PALFINGER betrifft.
Kennzahlen betreffen mit Ausnahme der Scope 3 Emissionen nur die PALFINGER Gruppe.
Es werden die Standarddefinitionen von Kurz-, Mittel- und Langfrist entsprechend ESRS 1 Abschnitt 6.4 angewendet. Kurzfrist beschreibt einen Zeithorizont bis zu einem Jahr. Mittelfrist bezieht sich auf einen Zeithorizont zwischen einem und fünf Jahren. Von langfristigem Zeithorizont wird gesprochen, wenn sich die entsprechende Frist über fünf Jahre zieht.
In Fällen, in denen keine realen Daten verfügbar sind, werden fundierte Schätzungen und Annahmen herangezogen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.
Bei der Ermittlung der Scope 3 Emissionswerte werden Sekundärdaten und Schätzungen zu ausgaben-basierten Emissionsfaktoren sowie Betriebszeiten und Lebensdauer der Produkte verwendet (siehe E1-6). Für die Ermittlung der Kennzahlen zur Kreislaufwirtschaft (E5-4 und E5-5) wurden, sofern keine Primärdaten verfügbar waren, Schätzungen zu Gewicht und Recyclingquoten herangezogen. Eine detaillierte Erläuterung, zu allfälligen Schätzungen, erfolgen direkt bei den betreffenden Kennzahlen.
Schätzungen wurden auch bei der Erstellung der Klimarisikoanalyse angewendet, wodurch sich Ergebnisunsicherheiten ergeben (siehe dazu E1 SMB-3).
Aufgrund der erstmaligen Berichterstattung nach ESRS ergibt sich eine begrenzte Vergleichbarkeit zum Vorjahr.
Die Emissionswerte wurden für Scope 2 im Jahr 2022 und 2023 ungenau ausgewiesen. Für die gemeldeten Werte eines Standorts konnte der Bezug von erneuerbarer Energie nicht nachgewiesen werden. Die Berechnung wurde rückwirkend korrigiert. Die korrigierten Werte und Details dazu finden sich im Kapitel E1-6.
PALFINGER macht von der Möglichkeit Gebrauch, Informationen mittels Verweis gemäß Abschnitt 9.1 im ESRS 1, miteinzubeziehen. Die folgende Tabelle listet jene Offenlegungsanforderungen auf, welche mittels Verweis miteinbezogen werden.
| Offenlegungsanforderung | Datenpunkt | Verweis |
|---|---|---|
| GOV-1 – Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und | ESRS 2-GOV-1.21a&b | Corp. Governance Bericht auf Seite 157 ff. |
| Aufsichtsorgane | ESRS 2-GOV-1.21c | Konzernabschluss auf Seite 242-243 |
| ESRS 2-GOV-AR 5 | ||
| G1-GOV 1.5b | ||
| GOV-5 – Risikomanagement und interne | ESRS 2-GOV-5.36a | Lagebericht (Risikobericht) auf Seite 38 |
| Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung | ||
| SBM-1 – Strategie, Geschäftsmodell und | ESRS 2-SBM-1.42a | Lagebericht (Einkauf und Supply Chain |
| Wertschöpfungskette | ESRS 2-SBM-1.42b | Management, Strategie) auf Seite 12-15 |
| und 26-27 | ||
| IRO-1 – Beschreibung des Verfahrens zur | ESRS 2-IRO-1.53e | Lagebericht (Risikobericht) auf Seite 38 |
| Ermittlung und Bewertung der wesentlichen | ||
| Auswirkungen, Risiken und Chancen | ||
| S1-1 – Konzepte im Zusammenhang mit den | S1-1.24a & b | Corp. Governance Bericht auf Seite 162 |
| Arbeitskräften des Unternehmens |
Die Zusammensetzung und Diversität der Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrates wird im Corp. Governance Bericht im Kapitel Vorstand und Aufsichtsrat sowie im Konzernabschluss in Erläuterung (59) erläutert.
Nach Ende der Funktionsperiode von zwei Mitarbeitendenvertretern war zwischen Ende März 2023 und Mitte August 2023 nur ein Aufsichtsratsmitglied vom Betriebsrat entsendet. Die Entsendung weiterer Mitglieder fand erneut mit Wirkung vom 16.8.2023 statt, sodass seither wieder drei Mitglieder vom Betriebsrat entsendet sind. Den Vorsitz im Aufsichtsrat führte Hubert Palfinger. Gerhard Rauch und Hannes Palfinger wurden zu den stellvertretenden Aufsichtsratvorsitzenden ernannt.
Weitere Details zur Anzahl der geschäftsführenden und nicht geschäftsführenden Mitglieder sind im Corp. Governance Bericht zu finden.
Prinzipiell ist die Aufstellung der Mitglieder im Aufsichtsrat nach Funktionen gegliedert.
| Name | Vorstand / Aufsichtsrat | Sektor Expertise | Produkt Expertise | Geografische Expertise |
|---|---|---|---|---|
| Andreas Klauser | Vorstandsvorsitzender | Maschinenbau und Industrie | gesamtes Produktspektrum | Global, zuvor EMEA, USA |
| Felix Strohbichler | Vorstand für Finanzen | Maschinenbau und Industrie | gesamtes Produktspektrum | Global, zuvor EMEA |
| Alexander Susanek | Vorstand für Entwicklung und Produktion |
Maschinenbau und Fahrzeugindustrie |
gesamtes Produktspektrum | Global |
| Maria Koller | Vorständin für Personal und Recht |
Fahrzeugindustrie | gesamtes Produktspektrum | Global |
| Hubert Palfinger | Aufsichtsratsvorsitzender | Industrie, Immobilien | gesamtes Produktspektrum | Global |
| Gerhard Rauch | 1. Stellvertreter des Vorsitzenden |
Karosserie- und Fahrzeugbau | gesamtes Produktspektrum | Österreich und Schweiz |
| Hannes Palfinger | 2. Stellvertreter des Vorsitzenden |
Industrie, Immobilien | gesamtes Produktspektrum | Global |
Weitere Funktionen von Mitgliedern des Aufsichtsrats befinden sich im Corp. Governance Bericht.
Im Vorstand von PALFINGER ist mit Maria Koller seit Jänner 2024 eine Frau vertreten. Damit steigt der Frauenanteil im Vorstand auf 25 Prozent. Im Aufsichtsrat waren im Jahr 2024 drei Frauen engagiert, das entspricht einem Anteil von 33 Prozent.
Die C-Regeln Nr. 39 und Nr. 53 (Unabhängigkeit des Aufsichtsrats sowie Unabhängigkeit der Ausschussmitglieder) werden, unter Zugrundelegung der Kriterien für die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats gemäß Anhang 1 des Corp. Governance Kodex, nicht erfüllt. Im Jahr 2024 waren 78 Prozent der Mitglieder des Aufsichtsrates unabhängig.
Der Vorstand und Aufsichtsrat sind für die Überwachung der Auswirkungen, Chancen und Risiken in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen zuständig. Gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats kann der Aufsichtsrat durch Beschluss aus seiner Mitte Ausschüsse für besondere Aufgaben bilden. Der Prüfungsausschuss ist für die Überwachung der Nachhaltigkeitsberichterstattung als Teil des Lageberichts verantwortlich.
Nachhaltigkeit ist in der Gesamtverantwortung des Vorstands. Laut Geschäftsordnung des Vorstands liegt die Abteilung Nachhaltigkeitsmanagement im Resort des Vorstandsvorsitzenden, die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Resort des Finanzvorstands.
In Bezug auf das Fachwissen des Vorstands und Aufsichtsrates wird auf die Beschreibungen zum Vorstand und Aufsichtsrat im Corp. Governance Bericht verwiesen.
Um das Thema Nachhaltigkeit sowie dessen Auswirkungen, Risiken und Chancen bereichsübergreifend in der Organisation zu steuern, wurde ein Sustainability Council als interdisziplinäres Steering Committee für das Thema Nachhaltigkeit etabliert. Diesem gehören die Leiter der Global und Corp. Functions People Development, Product Line Management & Engineering, Marketing and Communications, Process & Quality Management, Strategy & Sustainability und GRC/Group Accounting & Taxes an. Das Sustainability Council berichtet direkt an den Vorstand. Dieser informiert den Aufsichtsrat quartalsweise über aktuelle Nachhaltigkeitsthemen und den Fortschritt der Nachhaltigkeitsaktivitäten. Dadurch nimmt der Aufsichtsrat seine Kontrollfunktion wahr.
Kernaufgaben des Sustainability Councils sind die Ausarbeitung der mit der Geschäftsstrategie eng verwobenen Nachhaltigkeitsstrategie, die Definition von Zielen, die Festlegung von Maßnahmen sowie die Maßnahmensteuerung. Die Beschlüsse des Sustainability Councils sind Grundlage für die Entscheidungsvorlagen an den Vorstand. Für die Implementierung der definierten Maßnahmen sind die jeweiligen Global und Corp. Functions verantwortlich.
Auf Basis der Vorschläge des Sustainability Councils entscheidet der Vorstand über die Festlegung von Zielen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen. Der Vorstand wird quartalsweise von Sustainability Management und Sustainability Reporting Team über die Aktivitäten und Beschlüsse des Sustainability Councils und über den Fortschritt bei der Erreichung der Ziele informiert.
Das Gremium Sustainability Council berichtet an den gesamten Vorstand. Durch die Genehmigung der Nachhaltigkeitsstrategie, der Unternehmensrichtlinien und der Ziele stellt der Vorstand sicher, dass Auswirkungen, Risiken und Chancen entsprechend adressiert werden. Der Vorstand wird laufend von Fachexpert:innen im Nachhaltigkeitsmanagement und -Reporting beraten, ist im regelmäßigen Austausch mit externen Stakeholdern zum Thema Nachhaltigkeit und erhält laufend Informationen von internen und externen Expert:innen zu Nachhaltigkeitsthemen, -standards und Best Practices.
Der Prüfungsausschuss ist auch für die Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung zuständig. Der Prüfungsausschuss erhält Informationen und Updates von externen Beratern zu Nachhaltigkeitsthemen.
Der Vorstand führt das für die einzelnen Segmente, Produktlinien bzw. Geschäftsbereiche und Funktionen operativ verantwortliche Management. Der Vorstand ist darüber hinaus in der Geschäftsführung einzelner österreichischer und deutscher PALFINGER Holding-Gesellschaften vertreten. Der Aufsichtsrat der PALFINGER AG überwacht die Geschäftsführung und berät den Vorstand bei wesentlichen Entscheidungen. Die Grundlage für eine den Grundsätzen guter Corp. Governance folgende Unternehmensführung bilden offene Diskussionen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie innerhalb dieser Organe, die bei PALFINGER lange Tradition haben.
Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt in der Verantwortung des Vorstandes der PALFINGER AG. Dieser hat dazu konzernweit verbindlich anzuwendende Gruppenrichtlinien verabschiedet und ein entsprechendes internes Kontrollsystem installiert. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats verantwortet das Monitoring des Rechnungslegungsprozesses und die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Vorstand präsentiert in den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats die wichtigsten Entwicklungen, Erkenntnisse und Optimierungsmaßnahmen.
Die Corp. Internal Audit ist ein wichtiges Instrument des Vorstands zur Überwachung der Unternehmensprozesse. Sie prüft und bewertet im Rahmen einer risikoorientierten Prüfungsplanung die internen Kontrollen und die Governance-Prozesse. Corp. Internal Audit berichtet direkt an den Vorstand und hilft, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungen vorzuschlagen.
Der Vorstand stellt sicher, dass das Unternehmen alle relevanten gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien einhält. Dies beinhaltet die Implementierung eines Compliance-Management-Systems, das darauf abzielt, Rechtsverstöße zu verhindern und potenzielle Haftungsrisiken zu minimieren. Der Vorstand ist auch dafür verantwortlich, eine Unternehmenskultur zu fördern, die auf Integrität und ethischem Verhalten basiert. Als globales Unternehmen stellt PALFINGER durch den Code of Conduct sicher, dass alle eigenen Geschäftstätigkeiten demselben Verhaltenskodex entsprechen. In weiterführenden Gruppenrichtlinien wird der Code of Conduct zu ausgewählten Themen spezifiziert.
Tabellen und Beschreibungen zum Vorstand und Aufsichtsrat befinden sich im Corp. Governance Bericht.
Das Sustainability Council berichtet quartalsweise an den Vorstand über wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen, die Umsetzung der Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit und die Ergebnisse und Wirksamkeit der beschlossenen Konzepte, Maßnahmen, Kennzahlen und Ziele. Der Vorstand berichtet ebenfalls quartalsweise an den Aufsichtsrat über die oben genannten Themen.
Weitere Inhalte diesbezüglich sind dem GOV-1.22c zu entnehmen.
In den Entscheidungen zu wichtigen Transaktionen wird von Corp. Strategy & Sustainability eine Due Dilligence erstellt, die um die spezifische Berücksichtigung von Nachhaltigkeitserfordernissen erweitert wurde. Die Auswirkungen werden mit den Verwaltungs- und Leitungsorganen bewertet und diskutiert. Im Rahmen des jährlichen Risikomanagementprozesses werden die finanziellen Chancen und Risiken bewertet und an den Vorstand berichtet.
Der Vorstand hat sich im aktuellen Berichtszeitraum vor allem mit folgenden wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen befasst:
Die monetäre Vergütung des Vorstandes wird aus mehreren unterschiedlichen Komponenten gebildet. Neben der fixen Vergütung (Grundgehalt) gibt es einen kurzfristigen variablen Leistungsbonus (Short-Term Incentive; STI) sowie einen langfristengen variablen Leistungsbonus (Long-Term Incentive, LTI).
Die monetäre Vergütung des Vorstandes wird aus mehreren unterschiedlichen Komponenten gebildet. Neben der fixen Vergütung (Grundgehalt) gibt es einen kurzfristigen variablen Leistungsbonus (Short-Term Incentive; STI) sowie einen langfristengen variablen Leistungsbonus (Long-Term Incentive, LTI).
Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer Grundvergütung für die Aufsichtsratstätigkeit und zusätzlich für die Ausschussmitgliedschaft sowie einem Anwesentheitsentgelt für die Teilnahme an Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen.
Der langfristige Anreiz (LTI) des Vorstands basiert auf finanziellen und nicht-finanziellen Leistungskriterien. Das finanzielle Leistungskriterium wird 2024 mit 80 Prozent und das nichtfinanzielle Leistungskriterium (Nachhaltigkeitsziel), mit 20 Prozent gewichtet, wobei zwei Kennzahlen (Unfallrate und Scope 1 und 2 Emissionen) definiert wurden. Die Vergütungskriterien des Aufsichtsrats sind nicht an nicht-finanzielle Leistungskriterien gebunden.
Die Vergütungspolitik wurde von der Hauptversammlung genehmigt.
PALFINGER hat ein THG-Emissionsreduktionsziel für Scope 1 und 2 definiert und dieses in die Vergütung der Mitglieder des Vorstands integriert. Zehn Prozent des langfristigen variablen Leistungsbonus sind mit klimabezogenen Erwägungen verknüpft. Die Leistung wurde anhand der unter E1-6 berichteten THG-Emissionsziele bewertet. Weitere Details zu den Zielen sind unter E1-4 zu finden.
(ESRS 2-GOV-4.30; 32):
| Kernelemente der Sorgfaltspflicht | Absätze in der Nachhaltigkeitserklärung |
|---|---|
| Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell |
ESRS 2 GOV-2: Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Unternehmens befassen |
| ESRS 2 GOV-3: Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme | |
| ESRS 2 SBM-3: Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr | |
| Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | |
| Einbindung betroffener Interessenträger in alle | ESRS 2 GOV-2: Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die |
| wichtigen Schritte der Sorgfaltspflicht | Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Unternehmens befassen |
| ESRS 2 SBM-2: Interessen und Standpunkte der Interessensträger | |
| ESRS 2 IRO-1: Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der | |
| wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | |
| ESRS 2 MDR-P: Konzepte zum Umgang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten | |
| Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen | ESRS 2 IRO-1: Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der |
| wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | |
| ESRS 2 SBM-3: Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr | |
| Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | |
| Maßnahmen gegen diese negativen Auswirkungen | ESRS 2 MDR-A: Maßnahmen und Mittel in Bezug auf wesentliche |
| Nachhaltigkeitsaspekte | |
| Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser | ESRS 2 MDR-M: Kennzahlen in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte |
| Bemühungen und Kommunikation | ESRS 2 MDR-T: Nachverfolgung der Wirksamkeit von Konzepten und Maßnahmen |
| durch Zielvorgaben |
Die Adressierung der Risiken und Chancen, die sich aus dem Thema Nachhaltigkeitsberichterstattung ergeben, ist in den operativen Betrieb und die bestehenden Risikomanagementprozesse und -strukturen des Unternehmens eingebunden. Informationen zu den Risikomanagementsystemen und -prozessen sind im Risikobericht beschrieben.
Das interne Kontrollsystem definiert Risken und Kontrollen zu den folgenden Teilschritten:
Um die Prozessrisiken zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu adressieren, finden sowohl bei quantitativen als auch bei qualitativen Datenpunkten Kontrollmechanismen durch Anwendung des Vier-Augen-Prinzips entlang der oben formulierten Teilschritte statt. Lokale Datenexpert:innen stellen die entsprechenden ESG-Daten bereit, wobei die Datenqualität von der entsprechenden Function durch den Group Key Performance Indicator (KPI)-Verantwortlichen auf Konzernebene sichergestellt wird. Anschließend validieren die Functions die Daten, erstellen bei Bedarf Abweichungsanalysen oder fordern entsprechende Nachweise an. Danach bestätigt der Group KPI-Verantwortliche die Vollständigkeit und Fehlerfreiheit der Daten.
Es besteht das Risiko, dass wesentliche ESRS-Themen aufgrund von Veränderungen im Geschäftsbetrieb oder -umfeld unwesentlich werden, was zu falschen Angaben und Falschdarstellungen führen kann. Um dies zu verhindern, wird die Wesentlichkeitsanalyse jährlich überprüft und angepasst. Zudem besteht das Risiko, dass falsche oder unangemessene ESRS-Unterthemen identifiziert werden. Dieses Risiko wird durch die Prüfung und Genehmigung der Wesentlichkeitsanalyse durch das Sustainabilitiy Council und den Vorstand minimiert. Weiteres besteht das Risiko, dass ESG-Konzepte die in der Wesentlichkeitsanalyse definierten Auswirkungen, Risiken und Chancen nicht abdecken. Um dies zu verhindern, werden ESG-Konzepte, -Maßnahmen und -Ziele regelmäßig überprüft. Schließlich besteht das Risiko, dass Konzepte, Maßnahmen und Ziele offengelegt werden, die nicht alle Mindestanforderungen an die Offenlegung abdecken. Außerdem könnten falsche qualitative und quantitative Datenpunkte in die Nachhaltigkeitsberichterstattung einfließen, wodurch das Risiko besteht, dass Berichtsinhalte falsch dargestellt werden. Auch hier sorgt eine regelmäßige Überprüfung dafür, dass diese korrekt und angemessen sind.
Zur kontinuierlichen Verbesserung des ESG Internen Kontrollsystems (IKS) wurden Teilprozesse (unter anderem die in § 36a formulierten Teilschritte) definiert und damit einhergehende Prozessrisiken identifiziert. Darauf basierend werden im Geschäftsjahr 2024/2025 Verbesserungsmaßnahmen definiert und das Projekt mit einer vollständigen Prozessdokumentation komplettiert.
Die Ergebnisse der internen Kontrollen im Zuge externer ESG-Berichterstattung werden vom Group Accounting & Non-Financial Reporting an die Leitung der Function GRC/Group Accounting & Taxes berichtet.
PALFINGER unterteilt sein Geschäft in die Segmente Sales und Service sowie Operations. Das Segment Sales und Service umfasst die Verkaufs- und Serviceeinheiten. Das Segment Operations beinhaltet die Produktionsstandorte bzw. den jeweiligen Produktionsanteil einer Gesellschaft.
PALFINGER ist weltweit tätig und unterteilt seine Märkte in die Regionen EMEA, NAM, LATAM, CIS und APAC. Die Region EMEA ist mit einem Umsatz von 57,8 Prozent in 2024 die bedeutendste Region. Der Bereich-Marine ist keiner Region zugeordnet und weltweit tätig.
Im Berichtsjahr gab es weder Änderungen von Produkten noch Produktverbote. PALFINGER bietet folgende Produktlinien und Dienstleistungen an:
Das Stammprodukt von PALFINGER ist der hydraulische Ladekran. In diesem Segment ist das Unternehmen mit über 100 Modellen Weltmarktführer.
PALFINGER EPSILON Krane sind Hochleistungsprodukte für die Forst-, Recycling- und Bauwirtschaft. Sie zeichnen sich vor allem durch hohe Arbeitsgeschwindigkeiten und Funktionalitäten aus.
PALFINGER ist Hersteller von Containerwechselsystemen. Auf Lkw montiert, erleichtern die Abroll- und Absetzkipper den schnellen und materialschonenden Austausch von Containern.
Ladebordwände erleichtern das sichere Be- und Entladen vom Lkw und bedeuten für den Verwender Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Bedienkomfort.
Die Hubarbeitsbühnen bieten Arbeitshöhen von 13 bis 90 Metern und sind vielseitig einsetzbar, z.B. im Vermietgeschäft, bei Kommunen, im Landschaftsbau, in der Energieversorgung, bei der Reinigung von Bauwerken und in der Wartung von Windkraftanlagen.
PALFINGER Mitnahmestapler sind spezielle Gabelstapler, die direkt am Lkw mitgenommen werden können.
Die breite Palette von Eisenbahnsystemen von PALFINGER kommt bei Bau und Instandhaltung von Gleisanlagen und Fahrleitungssystemen zum Einsatz. Spezialkrane, Hubarbeitsbühnen und Positionierer erfüllen die Anforderungen millimetergenauer Präzision und höchster Sicherheitsstandards.
PALFINGER entwickelt und fertigt Einstiegssysteme. Das bedeutet Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr für mobilitätseingeschränkte Menschen im Rollstuhl. Weltweit sind die Personeneinstiegssysteme in Bussen, Straßenbahnen und Zügen montiert.
PALFINGER bietet eine breite Palette an Knickarm-, Stiffboom- und Teleskopkranen für vielfältige Anwendungen. Die Produkte von PALFINGER sind für extrem hohe Belastungen konzipiert – so erfüllen sie bestehende Sicherheitsstandards und bewähren sich in den extremen Umweltbedingungen der Marine-Industrie.
PALFINGER MARINE produziert Deckwinden, Lifting und Handling Equipment, Bulk und Bunker Handling Equipment für die Öl- und Gasindustrie sowie im Marinebereich.
PALFINGER MARINE ist langjähriger Produzent kundenspezifischer Offshore- und Marinekrane und vertreibt diese weltweit in der Öl- und Gas-, sowie Offshore- und Marineindustrie.
Davit Systeme sind für den Langzeitbetrieb unter den besonders schwierigen Bedingungen im hochkorrosiven Marinebereich ausgelegt.
Bei PALFINGER werden alle Boote und Außenbordmotoren als Teil eines kompletten Rettungssystems entworfen, wobei auch die Davits, der Bootseinstieg und die Aussetzung des Bootes berücksichtigt werden.
PALFINGER produziert Windkrane für Gondeln, Plattformen und Umspann-/Versorgungsstationen.
Für Kunden und Händler ist der Bereich Service, neben Preis und Produktqualität, der entscheidende Wettbewerbsfaktor.
| Zahl der Arbeitnehmer (Personenzahl) | 2023 | 2024 | % |
|---|---|---|---|
| EMEA | 7.258 | 6.734 | 54,5% |
| NAM | 1.092 | 1.005 | 8,1% |
| LATAM | 754 | 744 | 6,0% |
| APAC | 315 | 128 | 1,0% |
| CIS | 1.620 | 1.536 | 12,4% |
| MARINE | 1.120 | 1.368 | 11,1% |
| HOLDING | 569 | 843 | 6,8% |
| PALFINGER Gruppe | 12.728 | 12.358 | 100,0% |
Es gibt keine produkt- und dienstleistungsbezogenen Nachhaltigkeitsziele, alle Nachhaltigkeitsziele beziehen sich auf Unternehmensebene.
Die Nachhaltigkeitsstrategie ist Teil der allgemeinen Unternehmensstrategie. PALFINGER hat spezifische Ziele und Maßnahmen definiert, um die Nachhaltigkeitsziele global zu erreichen: Ziel ist es, die eigenen Emissionen Scope 1 und 2 bis 2030 um jährlich ein Prozent bezogen auf das Referenzjahr 2022 zu reduzieren. Ein Ziel in Bezug auf Mitarbeitende ist, die Unfallrate TRIR bis 2030 auf einen Wert von 10,2 zu senken. Die Nachhaltigkeitsziele werden aktuell nicht auf Produkte, Kundenkategorien, geographische Gebiete und Beziehungen zu Interessensträger bezogen.
Nachhaltigkeit kommt in der Vision und Strategie 2030 großer Stellenwert zu. Die wichtigsten Grundlagen der Nachhaltigkeitsstrategie bilden die Analyse der Wertschöpfungskette sowie die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Sie ist Teil der strategischen Säulen und wurde als eigenes strategisches Programm "Lifting Positive Impact" definiert. Im folgenden wird das Narrativ der Nachhaltigkeitsstrategie wiedergegeben:
In Sachen Nachhaltigkeit setzt PALFINGER dort an, wo die größte Wirkung erzielt werden kann. Durch die Wesentlichkeitsanalyse hat PALFINGER fünf strategische Handlungsfelder definiert. Das Nachhaltigkeitsprogramm "Lifting Positive Impact" ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie und der laufenden Transformation. Es liegt in der Verantwortung von PALFINGER, nachhaltiges Handeln in allen Geschäftsprozessen von PALFINGER zu verankern, um Umweltbelastungen zu minimieren und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern.
Das Denken und Handeln in Wertschöpfungsketten und -kreisläufen ist für PALFINGER entscheidend. Das betrifft Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Produktion sowie die Nutzungs- und Entsorgungsphase der Produkte. Ziel ist es, die Kunden über den gesamten Lebenszyklus eines Produktes zu begleiten. Dies erfordert ein hohes Maß an Vernetzung mit den Partnern in der globalen Wertschöpfungskette und ein Verständnis für die praktische Anwendung beim Kunden vor Ort. Die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft ist eine zentrale Aufgabe für PALFINGER. PALFINGER muss seinen Ressourcenverbrauch kontinuierlich reduzieren. Die Themen Kreislaufwirtschaft und Lieferantenmanagement sind zwei wichtige Schwerpunkte.
Das Thema Kreislaufwirtschaft wurde neu in die Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen. Im nächsten Jahr sollen konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeitet werden (siehe E5-1, E5-2 und E5-3). Herausforderungen bestehen sowohl in der Komplexität der Wertschöpfungskette sowie im Produktdesign und den technologischen Anforderungen.
PALFINGER Lösungen müssen die sichersten der Welt sein. Dieser Anspruch wird konsequent verfolgt. Der Schutz der Menschen, die mit den Produkten arbeiten, hat oberste Priorität. Produktsicherheit bedeutet auch, dafür zu sorgen, dass die Produkte keine schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt haben. Zur Sicherheit der Produkte wurden bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt und Policies implementiert (siehe dazu S2-1 und S2-4).
Mit "Go Digital" treibt PALFINGER die Digitalisierung entlang seiner gesamten Produktions- und Wertschöpfungskette voran und kombiniert physische und digitale Lösungen zu smarten, vernetzten Maschinen. Damit sind Nachhaltigkeit und Digitalisierung eng miteinander verknüpft. Der Schutz der digitalen Informationen von Nutzern, Mitarbeitenden und Prozessen wird immer wichtiger. Sicherheit umfasst alle Maßnahmen zum Schutz von Informationen vor unbefugtem Zugriff, Datenmanipulation oder Diebstahl.
Die Arbeitskultur von PALFINGER wird durch wertschätzende und gesunde Arbeitsplätze unterstützt. Diese Kultur ist geprägt von Teamgeist mit dem Anspruch, gemeinsam langfristig erfolgreich zu sein. Die Gewinnung und Bindung leidenschaftlicher Talente ermöglicht es, Grenzen zu überschreiten, Kreativität freizusetzen und die Produktivität zu steigern.
PALFINGER ist davon überzeugt, dass vielfältige Teams mit inklusiven und gerechten Arbeitspraktiken das Unternehmen stärker machen. Durch die Förderung von Frauen und Menschen unterschiedlicher Herkunft stärkt PALFINGER seine Organisation. So kann PALFINGER seine Kunden besser unterstützen und Wertschätzung und Zugehörigkeit fördern.
Zur Implementierung der Strategie wurden Policies im Bereich Unternehmenskultur, Gesundheit und Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung, Lernen und Entwicklung implementiert und Maßnahmen und Ziele gesetzt (siehe S1-1, S1-4, S1-5 und G1-1). Herausforderungen und Risiken bestehen insbesondere im Zusammenhang mit der mangelnden Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeitender (siehe dazu S1-SBM3).
Die Verantwortung von PALFINGER für die Reduzierung von THG-Emissionen reicht weit über die Werkstore hinaus. PALFINGER hat zum Ziel, nicht nur die direkten Emissionen, wie sie beispielsweise aus der Produktion resultieren, zu reduzieren, sondern auch die indirekten Emissionen, die durch die Gewinnung von Rohstoffen und den Einsatz der Produkte entstehen. Um seinen C02-Fußabdruck noch weiter abzusenken, nutzt PALFINGER weitere Einsparpotenziale.
Die globale Gemeinschaft kann den Klimawandel, der sich bereits vollzieht (die Häufung von Extremwetterereignissen macht dies bewusst), bremsen. Es ist entscheidend, dass sich PALFINGER auf veränderte klimatische Bedingungen vorbereitet und die Resilienz der Infrastruktur, Technologien und Wertschöpfungsketten weiter erhöht. So gestaltet PALFINGER die Chancen und Risiken, die mit dem Klimawandel verbunden sind, proaktiv, um seine Geschäftsmodelle langfristig zu sichern. Maßnahmen zur Emissionsreduktion wurden bereits initiiert bzw. implementiert (siehe E1-3). Herausforderungen bestehen besonders in der Reduktion der Scope 3 Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöfpungskette, da hier die Kooperation mit Kunden bzw. Lieferanten essenziell ist. Zudem lassen sich im Marktumfeld noch keine klaren Nachfragesignale erkennen.
Governance und Compliance im Nachhaltigkeitsmanagement bedeutet, dass PALFINGER Vorschriften einhält, einschließlich des Schutzes der Umwelt, der Gesellschaft und der Wirtschaft. Governance und Compliance gelten als grundlegende Voraussetzung für "gute Unternehmensführung" in Bezug auf Transparenz, Entscheidungsfindung, organisatorische Struktur und Risikomanagement für die gesamte Gruppe. Es ist von entscheidender Bedeutung, die Gesetze in Bezug auf die Nachhaltigkeit zu verstehen, einschließlich der Vorschriften zur Abfallreduzierung, zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur nachhaltigen Beschaffung sowie zur Transparenz in der Berichterstattung.
Ein weiteres Ziel ist es, verbindliche Richtlinien zu schaffen, die Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozesse bei PALFINGER definieren. Auf diese Weise schafft PALFINGER klare Strukturen, welche die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen unterstützen.
Zur Implementierung der Strategie wurden die in Kapitel G1 beschriebenen Policies und Maßnahmen implementiert.
Wesentliche Inputs bei PALFINGER sind Rohmaterial (v.a. Stahl, Aluminium) und Einkaufsteile wie Zylinder, Steuerungssysteme und -mechatronik, Hydraulikkomponenten und -ausrüstung, DIN- und Normteile, Elektronik und Kabel, Fahrgestelle, Mechanische Teile, Motoren und Pumpen. Der Einkaufsprozess findet standardisiert durch strategische Lieferanten (strategische Partner) und weitere Lieferantengruppen statt.
Die vorgelagerte Wertschöpfungskette umfasst folgende Bereiche:
o Transport und Anlieferung der Rohstoffe und Komponenten.
Die eigene Wertschöpfungskette umfasst folgende Bereiche:
o Verpackung und Versand: Vorbereitung der Produkte für den Transport
Weitere Informationen zur Wertschöpfungskette sind im Kapitel "Einkauf und Supply Chain Management" im Lagebericht zu finden.
Das Mission Statement von PALFINGER lautet: Lifting Value - Creating Momentum. PALFINGER bietet seinen Kunden zukunftsfähige Lösungen auf höchstem Niveau, verantwortungsbewusst und mit nachhaltigen Auswirkungen auf die Menschen, den Planeten und den Erfolg von PALFINGER. Als innovatives Technologieunternehmen schafft PALFINGER aus den Herausforderungen seiner Kunden gezielt Mehrwert für diese. Eine weitere Beschreibung des Geschäftsmodells ist im Kapitel Strategie im Lagebericht zu finden. Weitere Informationen zum Thema Outputs finden sich in SBM-1.40a.
Die nachgelagerte Wertschöpfungskette umfasst folgende Bereiche:
PALFINGER stuft 700 seiner weltweit 7.000 Lieferanten als strategische Partner ein. Das Beschaffungsprinzip "in der Region, für die Region" wird durch lokale Partnerschaften mit vorzugsweise global agierenden Lieferanten umgesetzt. Damit reduziert PALFINGER seinen ökologischen Fußabdruck und trägt zur lokalen Wertschöpfung bei.
Der Vertrieb erfolgt über zur PALFINGER-Gruppe gehörige sowie unabhängige Generalvertreter und Händler. Das weltweite PALFINGER Vertriebs- und Servicepartnernetz in mehr als 130 Ländern umfasst rund 200 Generalimporteure und Händler sowie ein flächendeckendes Sales- und Service-Netzwerk.
Ziel von Sales & Service ist die bestmögliche Betreuung der Kunden vom ersten Kontakt bis hin zum After-Sales-Service der Produkte.
PALFINGER bietet Produkte für Hoch- oder Tiefbau, Gerüst- oder Straßenbau an. Das Produktportfolio von PALFINGER umfasst Lösungen für den Baustoffhandel, für Dachdecker- und Steinmetzarbeiten oder den Bereich Fenster und Glas.
PALFINGER bietet individuellen Lösungen im Bereich Futtermittel, Landschaftspflege oder Holzverarbeitung an.
PALFINGER bietet maßgeschneiderte Lösungen für die Segmente Wasserbau, Bergbau oder Maschinenbau an.
Die Arbeit im Bereich der Gebäudereinigung geht mit teils erheblichen Risiken einher. Deshalb bietet PALFINGER Geräte mit besonderem Sicherheitsfokus, die nach strengsten Normen gefertigt wurden und mit speziellen Arbeitskörben ausgestattet sind.
PALFINGER bietet Produkte im Bereich Brückeninspektion, Schienenbau und Instandhaltung an (Brückeninspektionsgeräte, Hubarbeitsbühnen und marktführende Eisenbahnsysteme).
Aufgrund der langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Kommunen bietet PALFINGER maßgeschneiderte Lösungen für diese Anforderungen.
Großkrane von PALFINGER eignen sich für den schnellen und sicheren Transport von Schwerlastgütern sowie für effiziente Containerverladung.
Die Recyclingkrane, Abroll- und Absetzkipper sowie Mitnahmestapler von PALFINGER werden in allen Bereichen der Abfallwirtschaft eingesetzt.
PALFINGER Marine verfügt über ein breites Angebot an Decksausrüstungen und Handlinglösungen für alle Arten von Schiffen sowie feste und schwimmende Installationen im Zusammenhang mit der Offshore-Förderung von Öl und Gas.
PALFINGER Marine bietet eine breite Palette an Produkten für Handels- und Serviceschiffe.
PALFINGER Marine bietet eine breite Palette von Produkten, die speziell für den Kreuzfahrt-, Fähr- und Yachtmarkt entwickelt wurden, darunter Krane, Rettungsgeräte, Handhabungslösungen, Fender und globale Dienstleistungen.
PALFINGER Marine beliefert die Windbranche seit Jahren mit einer Reihe von Produkten für Windturbinen, Umspannwerke und Windpark-Supportschiffe und bietet maßgeschneiderte Hebe- und Handhabungslösungen speziell für die Windindustrie.
PALFINGER bietet Marinekrane im Bereich Aquakulturen an.
PALFINGER ist ein innovatives Technologieunternehmen, das sich auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Hebe- und Handhabungslösungen spezialisiert hat. Zu den wichtigsten Tätigkeiten gehören Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Produktion, Marketing und Vertrieb, Distributionslogistik sowie Serviceleistungen wie Installation, Wartung und Reparatur. Die wesentlichen Ressourcen umfassen Rohmaterialien wie Stahl und Aluminium sowie verschiedene Einkaufsteile, darunter Zylinder, Steuerungssysteme, Hydraulikkomponenten und Elektronik. Der Vertrieb erfolgt über ein globales Netzwerk von Generalvertretern und Händlern in mehr als 130 Ländern, unterstützt von einem flächendeckenden Sales- und Servicenetzwerk. PALFINGER bedient diverse Kundensegmente, darunter Bauwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Industrie, Infrastruktur, Eisenbahn, staatliche Organisationen, Transport und Logistik, Entsorgungswirtschaft, Offshore | Öl und Gas, Handelsschifffahrt, Passagier- und Kreuzfahrtschiffe, Windindustrie und Aquakultur.
Wichtige Geschäftsbeziehungen bestehen zu rund 7.000 Lieferanten weltweit, von denen 700 als strategische Partner eingestuft sind. Durch das Beschaffungsprinzip "in der Region, für die Region" fördert PALFINGER lokale Partnerschaften und reduziert seinen ökologischen Fußabdruck. Die Kundenbeziehungen zeichnen sich durch umfassende Betreuung vom ersten Kontakt bis zum After-Sales-Service aus, unterstützt durch ein weitreichendes Vertriebs- und Servicenetzwerk.
Stakeholder sind juristische oder natürliche Personen, die von Unternehmensaktivitäten betroffen sind oder deren Wirken Einfluss auf PALFINGER hat. Ihre einzelnen Interessen und Ansprüche werden möglichst ausgewogen berücksichtigt. Dazu steht PALFINGER in laufendem Dialog mit den Stakeholdern. Die Interessen des Top-Managements sowie der Mitarbeitenden von PALFINGER werden im Zuge von Mitarbeitendengesprächen und -befragungen, Performance & Development Reviews, Jour Fixes mit der Führungskraft etc. miteinbezogen. Mit Anteilseignern und Fremdkapitalgebern erfolgt eine kontinuierliche und transparente Kommunikation im Rahmen von Veranstaltungen sowie Gesprächsterminen. Zu Kunden und Händlern wird auf internationalen Händlertagungen und Messen ebenso wie über Befragungen und den direkten Dialog Kontakt gepflegt. Zudem werden sie über Newsletter auf dem aktuellen Stand gehalten und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess eingebunden. Der Dialog mit Lieferanten, OEMs sowie strategischen Kooperationspartnern wird auf Tagungen und im direkten Kontakt geführt, Liefer- und Qualitätsmanagementvereinbarungen getroffen, sowie die Lieferantenstandorte besichtigt. Im Gegenzug wird ihnen der Besuch von PALFINGER Standorten ermöglicht. Mit seinem lokalen Umfeld und der Gesellschaft steht PALFINGER durch lokale Medienarbeit sowie im Rahmen von Veranstaltungen und Werksbesichtigungen in regelmäßigem Austausch. Weitere Informationen sowie Zweck und Ergebnisse der Einbindung der verschiedenen Interessengruppen finden sich in den themenspezifischen Angaben zu E1, S1 und S2.
Die Interessen und Standpunkte der wichtigsten Interessenträger im Zusammenhang mit der Strategie und dem Geschäftsmodell wurden ergänzend zum laufenden Dialog mittels Stakeholderbefragung ermittelt. Zunächst erfolgte die Ermittlung der wesentlichen Stakeholder von PALFINGER durch eine Stakeholderanalyse, wobei die wichtigsten Stakeholder identifiziert und priorisiert wurden.
Auf Basis einer Treiberanalyse wurden entlang der gesamten Wertschöpfungskette, unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben, globaler Trends und Benchmarks die relevanten Themen identifiziert, definiert sowie die Auswirkungen, Risiken und Chancen ausgearbeitet. Darauf aufbauend wurden qualitative Interviews sowie eine Online-Befragung mit Vertretern interner und externer Stakeholder zur Bedeutung und Bewertung der Themen aus ihrer Sicht durchgeführt. Zudem konnten auch zusätzliche Themen, Auswirkungen, Risiken und Chancen gemeldet werden. Es wurden Vorstand, Aufsichtsrat, Top-Management und Mitarbeitende, Anteilseigner und Fremdkapitalgeber, Kunden und Händler, Lieferanten sowie OEMs befragt.
Die Bewertung der durchgeführten Stakeholder-Befragung 2023 identifizierte den Themenblock zu Kreislaufwirtschaft und Produktlebenszyklus-Verantwortung als zusätzliches wesentliches Thema. Weiters wurden verstärkt soziale Themen sowie verantwortungsvoller Umgang mit IT als wichtig erachtet. Die Ergebnisse flossen in die Ausarbeitung der neuen Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie "Circular value chains (circular economy)" und "People, value and culture" ein. Das Handlungsfeld "Circular value chains" wurde aufgrund der Stakeholder-Befragung neu implementiert und der Fokus auf Produktlebenzyklus-Verantwortung und zikuläres Design gelegt. Im Handlungsfeld "People, value and culture" wurden die Themen Fair Pay und Employee Engagement zusätzlich ergänzt. Für diese neu identifizierten Handlungsfelder werden 2025 Maßnahmen und Ziele definiert.
Das Sustainability Council berichtete die Ergebnisse der Stakeholderbefragung sowie deren Auswirkung auf die Nachhaltigkeitsstrategie an den Vorstand. Zudem wurde der Prüfungsausschuss über die Ergebnisse informiert.
PALFINGER Produkte und Dienstleistungen basieren auf dem Einsatz vieler Menschen. Der Erfolg von PALFINGER hängt von gesunden und fair behandelten Mitarbeitenden ab. PALFINGER schützt die Rechte der Mitarbeitenden und folgt den Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen sowie der "International Labor Organization" (ILO). PALFINGER bekennt sich sowohl im Code of Conduct wie auch in der Gruppenrichtlinie zu Human Rights, die Interessen, Standpunkte und Rechte der Belegschaft, einschließlich die Achtung ihrer Menschenrechte, zu sichern. Dies wird insbesondere durch das explizite Recht zu Versammlungsfreiheit, Mitgliedschaft in Gewerkschaften und Gründung von Betriebsräten gewährleistet.
Das Mitspracherecht der Mitarbeitenden hinsichtlich der Geschäftsentwicklung und Strategie von PALFINGER wird durch verschiedene Initiativen z.B. Mitarbeitendenbefragungen, Innovation Challenge oder Europäischer Betriebsrat gefördert. Für nähere Informationen zu Verfahren zur Einbeziehung siehe Abschnitt S1-2.
PALFINGER ist sich bewusst, dass die Interessen, Ansichten und Rechte der Mitarbeitenden in der Wertschöpfungskette integraler Bestandteil der Geschäftstätigkeit und der Nachhaltigkeitsziele sind. PALFINGER identifiziert die Mitarbeitenden der Wertschöpfungskette als eine Schlüsselgruppe von Stakeholdern, die von seinen Aktivitäten wesentlich beeinflusst werden könnten. Diese Mitarbeitenden tragen zu den verschiedenen Stufen der Lieferkette bei, von der Rohstoffgewinnung bis zum Verkauf der Produkte. Ihr Wohlergehen ist für den langfristigen Geschäftserfolg von entscheidender Bedeutung.
Im Einklang mit der Verpflichtung zur Wahrung international anerkannter Menschenrechte, einschließlich der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen, integriert PALFINGER Überlegungen für Beschäftigte in der Wertschöpfungskette in seine Nachhaltigkeitsstrategie. Dies geschieht vor allem als Teil der "Strategischen Handlungsfelder" für Nachhaltigkeit, insbesondere unter Governance.
Beschäftigte in der Wertschöpfungskette können von PALFINGER auf verschiedene Weise erheblich beeinflusst werden, insbesondere wenn es um ihre Arbeitsbedingungen, Rechte und ihr allgemeines Wohlbefinden geht. Diese Auswirkungen können sich aus den Entscheidungen und Praktiken von PALFINGER in Bezug auf Lieferanten, Produktionsprozesse und Marktanforderungen ergeben.
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen (IROs), die im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse identifiziert wurden, werden in der folgenden Tabelle beschrieben. Positive Auswirkungen werden im Folgenden mit (+) gekennzeichnet, negative Auswirkungen mit (-). Für Chancen wurde das Symbol () verwendet, für Risiken ().
| Art des IROs | Wertschöpfungs kette |
Zeithorizont | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nachhaltig keitsaspekt |
Auswirkungen, Risiko und Chance (IRO) | Tatsächlich | Potentiell | Vorgelagert | Geschäftsbereich Eigener |
Nachgelagert | Kurze Frist | Mittlere Frist | Lange Frist |
| E1 - Klimaschutz | |||||||||
| Klimaschutz | (-) Emissionen von Treibhausgasen (THG) durch die Nutzung von Energieträgern für den Eigenverbrauch (z.B. Heizung und Lüftung eigener Gebäude) |
x | x | x | x | x | |||
| (-) Emissionen von THG durch die Nutzung fossiler Primärenergieträger für die Strom und Wärmeerzeugung für die Produktion |
x | x | x | x | x | ||||
| (-) Emissionen von THG aufgrund von Landnutzungsänderungen (z. B. neue Immobilien) |
x | x | x | x | x | ||||
| (-) Emissionen von THG durch die Nutzung fossiler Primärenergieträger für die Mobilität der Mitarbeitende |
x | x | x | x | x | ||||
| (-) Emissionen von THG durch die Verwendung verkaufter Produkte |
x | x | x | x | x | ||||
| () Chance zum Etablierung als Anbieter von überdurchschnittlich nachhaltigen Lösungen durch Reduktion des CO e 2 Fußabdrucks |
x | x | x | x | |||||
| () Regulatorische und Stakeholder Anforderungen in Bezug auf Reduktion des CO2e-Fußabdrucks (Ökonomisches und Reputationsrisiko) |
x | x | x | x | |||||
| Energie | (-) Hoher Energieverbrauch in den eigenen Aktivitäten (z.B. Produktion) |
x | x | x | x | x | |||
| (-) Hoher Energieverbrauch in der Lieferkette durch den Einsatz energieintensiver Halbzeuge |
x | x | x | x | x | ||||
| E5 - Kreislaufwirtschaft | |||||||||
| Resourcenzuflüsse, einschließlich |
(-) Verbrauch natürlicher Ressourcen im Betrieb und in der Lieferkette |
x | x | x | x | x | x | x | |
| Ressourcennutzung | (+) Integration der Zirkularität in Produktdesign und Innovationsentwicklung |
x | x | x | x | x | |||
| (+) Einsatz von recycelten und ressourceneffizienten Produkten und Materialien im Betrieb und in der Lieferkette |
x | x | x | ||||||
| (+) Anpassung an die Zirkularität eröffnet und fördert Chancen für neue Geschäftsmodelle |
x | x | x | x | x | x | |||
| Resourcenabflüsse, im Zusammenhang mit Produkten und Dienst leistungen |
(+) Geschäftsaktivitäten, die die Kreislaufwirtschaft direkt fördern (z. B. Sharing, Wiederverwendung, Reparaturdienstleistungen, Vermietung) |
x | x | x | x | x | x |
| Art des IROs | Wertschöpfungs kette |
Zeithorizont | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nachhaltig keitsaspekt |
Auswirkungen, Risiko und Chance (IRO) | Tatsächlich | Potentiell | Vorgelagert | Geschäftsbereich Eigener |
Nachgelagert | Kurze Frist | Mittlere Frist | Lange Frist |
| S1 - Arbeitskräfte des Unternemens |
|||||||||
| Gesundheitsschutz und | (-) Arbeitsbedingungen, die zu psychischen | ||||||||
| Sicherheit | Gesundheitsproblemen führen können | x | x | x | x | x | |||
| (Arbeitsbedingungen) | |||||||||
| Gesundheitsschutz und Sicherheit |
(-) Arbeitsbedingungen, die zu physischen Gesundheitsproblemen führen können |
x | x | x | x | x | |||
| (Arbeitsbedingungen) | |||||||||
| Gesundheitsschutz und | (+) Sicherstellung von Gesundheit und | ||||||||
| Sicherheit | Sicherheit am Arbeitsplatz (z.B. H&S | x | x | x | x | x | |||
| (Arbeitsbedingungen) | System, Arbeitsschutzausrüstung) | ||||||||
| Gesundheitsschutz und | (+) Unfallverhütung durch präventive | ||||||||
| Sicherheit | Maßnahmen (z. B. Schulungen) | x | x | x | x | x | |||
| (Arbeitsbedingungen) | |||||||||
| Vereinbarkeit von Berufs | (-) Demotivation der Mitarbeitenden z.B. | ||||||||
| und Privatleben | durch unflexible Arbeitsbedingungen, | x | x | x | x | x | |||
| (Arbeitsbedingungen) | Arbeitszeiten | ||||||||
| Vereinigungsfreiheit (Arbeitsbedingungen) |
(+) Bereitstellung sicherer Arbeitsplätze durch Vereinigungsfreiheit und |
x | x | x | x | x | |||
| Gewerkschaften | |||||||||
| Tarifverhandlungen | (+) Bereitstellung sicherer Arbeitsplätze | ||||||||
| (Arbeitsbedingungen) | durch Tarifverhandlungen | x | x | x | x | x | |||
| Sozialer Dialog | (+) Bereitstellung sicherer Arbeitsplätze | ||||||||
| (Arbeitsbedingungen) | durch Ermöglichung des sozialen Dialogs, | ||||||||
| der Existenz von Betriebsräten, der | x | x | x | x | |||||
| Unterrichtung, Anhörung und der | |||||||||
| Mitwirkungsrechte der MitarbeitendenMitarbeitenden |
|||||||||
| Weiterbildung und | (+) Schaffung attraktiver Arbeitsplätze | ||||||||
| Kompetenzentwicklung | durch Aus- und | x | x | x | x | x | |||
| (Gleichbehandlung und | Weiterbildungsmöglichkeiten | ||||||||
| Chancengleichheit für | () Mangel an qualifizierten | x | x | x | |||||
| alle) | Mitarbeitenden | ||||||||
| Vielfalt | (+) Schaffung attraktiver Arbeitsplätze | ||||||||
| (Gleichbehandlung und | durch Vielfalt in den eignen Arbeitskräften | x | x | x | |||||
| Chancengleichheit für alle) |
und als Teil der Unternehmenskultur | ||||||||
| Beschäftigung und | (-) Benachteiligung von | ||||||||
| Inklusion von Menschen | Mitarbeitendengruppen (z.b. | ||||||||
| mit Behinderungen | beeinträchtigte Personen) | ||||||||
| (Gleichbehandlung und | x | x | x | x | x | ||||
| Chancengleichheit für | |||||||||
| alle) | |||||||||
| Maßnahmen gegen | (-) Arbeitsumfeld, das zu Gewalt und/oder | ||||||||
| Gewalt und Belästigung | Belästigung am Arbeitsplatz führt | ||||||||
| am Arbeitsplatz (Gleichbehandlung und |
x | x | x | x | x | ||||
| Chancengleichheit für | |||||||||
| alle) | |||||||||
| Angemessene Löhne | (+) Sicherstellung fairer Löhne (z.B. | ||||||||
| (Arbeitsbedingungen) | Einhaltung gesetzlicher Mindestlöhne oder | x | x | x | x | x | |||
| Tarifverträge) |
| Art des IROs | Wertschöpfungs kette |
Zeithorizont | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nachhaltig keitsaspekt |
Auswirkungen, Risiko und Chance (IRO) | Tatsächlich | Potentiell | Vorgelagert | Geschäftsbereich Eigener |
Nachgelagert | Kurze Frist | Mittlere Frist | Lange Frist |
| S2 - Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette |
|||||||||
| Gesundheitsschutz und Sicherheit (Arbeitsbedingungen) |
(-) Arbeitsbedingungen, die zu psychischen oder physischen Gesundheitsproblemen führen können |
x | x | x | x | x | x | ||
| (-) Körperliche Schädigung von Kunden durch mangelnde Produktsicherheit (Downstream) |
x | x | x | x | x | ||||
| (+) Zugang zu (Qualitäts-)Informationen (Kennzeichnung und aktive Informationen) (Downstream) |
x | x | x | x | x | ||||
| Kinderarbeit (Sonstige arbeitsbezogene Rechte) |
(-) Verletzung der Menschenrechte von Mitarbeitenden in der Wertschöpfungskette (Upstream & Downstream) |
x | x | x | x | x | x | ||
| Zwangsarbeit (Sonstige arbeitsbezogene Rechte) |
(-) Verletzung der Menschenrechte von Mitarbeitenden in der Wertschöpfungskette (Upstream) |
x | x | x | x | x | |||
| G1 - Unternehmensführung |
|||||||||
| Unternehmenskultur | (+) Beitrag zur Unternehmenskultur durch gemeinsame Werte, Mission und Verhaltenskodex |
x | x | x | x | x | |||
| (+) Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Regelverstößen (z.B. Compliance Management) |
x | x | x | ||||||
| (+) Bekenntnis zu etablierten Standards und Prinzipien (z.B. SBTi, ISO, SASB, UNGC, SDGs etc.) |
x | x | x | x | |||||
| (+) Transparente und zugängliche Informationen für gute Stakeholder:innen Beziehungen |
x | x | x | x | x | ||||
| () Risiken aus Compliance-Verstößen | x | x | x | x | x | ||||
| Management der Beziehungen zu |
(+) Positive Auswirkungen fairer Geschäftsbeziehungen auf Innovation, |
x | x | x | |||||
| Lieferanten | Effizienz und Nachhaltigkeit (+) Geschäftsbeziehungen mit strengen Sozial- und Umweltkriterien für Lieferanten (z.B. Verpflichtung zur Einhaltung eines Verhaltenskodex für Lieferanten) |
x | x | x | x | ||||
| Korruption und Bestechung |
(+) Etablierung und Förderung von Meldeprozessen zur Aufdeckung und effizienten Behandlung von Korruptions und Bestechungsvorfällen |
x | x | x | x |
Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie von PALFINGER wurden wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen identifiziert, die das Geschäftsmodell, die Wertschöpfungskette, die Strategie und die Entscheidungsfindung des Unternehmens beeinflussen. Diese Erkenntnisse führen zu einer Reihe von Anpassungen und geplanten Maßnahmen, auf welche in den themenspezifischen Kapiteln näher eingegangen wird. So schafft es PALFINGER, auf Auswirkungen, Risiken und Chanen zu reagieren und neue Geschäftsmöglichkeiten zu nutzen.
Die Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz eröffnet nach der Einschätzung von PALFINGER Marktchancen durch neue Technologien, innovative Ideen und neue Arbeitsweisen. Durch den Bedarf an nachhaltigen Lösungen und Dienstleistungen ergeben sich Entwicklungspotenziale, die PALFINGER auf der Grundlage der strategischen Handlungsfelder und des bestehenden Geschäftsmodells nutzen will.
Um diesen Chancen gerecht zu werden, arbeitet PALFINGER daran, seine Strategie und sein Geschäftsmodell entsprechend anzupassen. Dies umfasst die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in alle Geschäftsprozesse und die Implementierung von Maßnahmen zur Reduktion der eigenen Emissionen wie beispielweise hybride Antriebssysteme oder Produkt Eco Efficiency Scoping. Zudem werden kontinuierlich neue Technologien und innovative Ansätze erforscht und implementiert, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Basierend auf einer Analyse des kurz-, mittel und langfristigen Einflusses von Klimarisiken und der eigenen Klimaziele des Unternehmens sowie aufgrund des Risikos eines Mangels an qualifizierten Mitarbeitenden und Compliance Verstößen wurden keine beträchtlichen Risiken oder bedeutenden mit Unsicherheit behafteten Zukunftsannahmen identifiziert, die sich auf die Bilanzierung und Bewertung einzelner Abschlussposten, die Widerstandsfähigkeit der Strategie oder das Geschäftsmodell auswirken. Diese Erkenntnisse ergeben sich aus der Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse der physischen Risiken und Übergangsrisiken, sowie aus dem Geschäftsmodells und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Die methodische Vorgehensweise und Ergerbnisse der Szenarioanalyse werden in Kapitel ESRS 2-E1-IRO-1 und E1-SBM-3 näher beschrieben.
Alle identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen sind durch Offenlegungsanforderungen der ESRS abgedeckt. Im S2 gibt es unternehmensspezifische Kennzahlen.
Die Ermittlung, Bewertung und Priorisierung der potenziellen und tatsächlichen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt wurden konzernweit für alle Tätigkeiten und geografischen Gebiete durchgeführt. In der vorgelagerten Wertschöpfungskette wurde spezieller Fokus auf die Stahlindustrie gelegt, da hier ein erhöhtes Risiko nachteiliger Auswirkungen besteht. Dies wurde im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse auf Basis von Einschätzungen von Expert:innen und Recherchen festgestellt.
Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse ermittelte PALFINGER zunächst die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Fragen in seiner eigenen Geschäftstätigkeit und in seiner vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.
Ausgangspunkt für die Identifikation der Auswirkungen war die in ESRS 1 Absatz AR 16 zusammengefasste Liste der Themen und Unterthemen sowie die Ergebnisse der vorangegangen Wesentlichkeitsanalysen gemäß GRI. Auf Basis einer Treiberanalyse wurden entlang der gesamten Wertschöpfungskette, unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben, globaler Trends und Benchmarks Auswirkungen, Risiken und Chancen ermittelt.
Die Einbeziehung der betroffenen Interessengruppen ist ein wichtiger Bestandteil der Wesentlichkeitsbewertung. Dafür wurde auf die Ergebnisse einer eigenen Stakeholderbefragung zugegriffen (siehe dazu SBM-2).
Bei der Ermittlung der Auswirkungen wurden auch solche berücksichtigt, an denen durch eigene Tätigkeiten oder Geschäftsbeziehungen eine Beteiligung besteht.
Das Ergebnis ist eine Long-List von Auswirkungen für die weitere Bewertung und Analyse.
Die identifizierten Auswirkungen wurden entsprechend der Kriterien für den Schweregrad der Auswirkungen bewertet. Bei den Kriterien handelt es sich um das Ausmaß, den Umfang und die Behebbarkeit tatsächlicher negativer Auswirkungen. Bei potenziellen negativen Auswirkungen schätzt das Unternehmen auch die Wahrscheinlichkeit des Auftretens der Auswirkung. Für tatsächliche positive Auswirkungen sind die Kriterien Ausmaß und Umfang, für potenzielle positive Auswirkungen schätzt das Unternehmen zusätzlich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens. Die Bewertung erfolgt getrennt für den kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizont. Die Bewertungsskala für die Gesamtbeurteilung reichte von 0 bis 4, wobei ein Wert von 2,5 als Wesentlichkeitsgrenze definiert wurde.
Für die Bewertung wurden Workshops mit den jeweiligen intern zuständigen Global Functions und bei Bedarf mit dem regionalen Management durchgeführt. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse durchgeführter Analysen (Klimarisikoanalyse, Wasserstressanalyse), intern verfügbare Daten und Kennzahlen, Meldungen über die Integrity Line sowie Online-Recherchen für die Bewertung herangezogen.
Eine Priorisierung der höchstbewerteten Auswirkungen erfolgt im Rahmen der Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie.
Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse in Bezug auf Auswirkungen wurden vom Sustainability Council begutachtet und genehmigt und danach vom Vorstand freigegeben und im Prüfungsausschuss präsentiert. Die wesentlichen Auswirkungen werden von den jeweiligen Functions überwacht.
Die Identifikation der Risiken und Chancen erfolgte analog zu den Auswirkungen (siehe IRO-1.53b). Risiken und Chancen wurden nur in jenen Bereichen identifiziert, in denen auch Auswirkungen vorhanden sind. Zusätzlich wurde ein Abgleich und ein Mapping der Sub-Themen zum bestehenden Risikoinventar und den Ergebnissen des Compliance Risk Assessments durchgeführt. Als Risiko versteht PALFINGER die Möglichkeit einer positiven oder negativen Abweichung von geplanten Ergebnissen. Alle wesentlichen strategischen und operativen Risiken werden zwischen der Abteilung Corporate Governance, Risk & Compliance (GRC) und dem verantwortlichen Management sowie Expert:innen besprochen und identifizierte Risken in einem standardisierten Katalog dokumentiert.
Die Bewertung der Risiken erfolgt im Austausch mit den globalen und zentralen Funktionen sowie mit Expert:innen der jeweiligen Bereiche. Die Bewertungsdimensionen umfassen für kurz- und mittelfristige Risiken und Chancen die mögliche finanzielle Auswirkung auf das Konzernergebnis sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit. Langfriste Risiken und Chancen werden anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und auf der Grundlage ihrer möglichen erheblichen Auswirkungen auf die folgenden Kriterien qualitativ bewertet: Strategie, Reputation, operativer Betrieb, Geschäftspartner. Alle langfristigen Risiken, deren Auswirkungen bei mindestens drei der vier Kriterien als erheblich eingestuft wurden, wurden als wesentlich definiert. Auf dieser Basis wird die Relevanz einzelner Risiken für die PALFINGER Gruppe ermittelt.
Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse in Bezug auf Risiken und Chancen wurden vom Sustainability Council begutachtet und genehmigt und danach vom Vorstand freigegeben und im Prüfungsausschuss präsentiert.
Alle Risiken werden bei PALFINGER gleichermaßen betrachtet, unabhängig davon, ob es sich um ein allgemeines Risiko oder ein Risiko im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsthemen handelt. Das verantwortliche Management definiert gemeinsam mit der Abteilung Corp. GRC die notwendigen Mitigationsmaßnahmen.
Das Kontrollverfahren besteht zum einen aus der Entscheidung und der Freigabe durch den Vorstand. Zusätzlich erhält der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Kontrollfunktion viermal jährlich ein Reporting über die Gesamtrisikoposition.
Die Ermittlung, Bewertung und Management von Risiken und Chancen wurden vollumfänglich im allgemeinen bestehenden Risikomanagementprozess integriert. Weitere Informationen finden sich im Kapitel "Risikomanagementsystem" im Lagebericht.
Der Prozesses zur Ermittlung, Bewertung und zum Management von Chancen erfolgt analog zum Risikoprozess.
Inputkennzahlen für die Wesentlichkeitsanalyse umfassen alle Kennzahlen des bestehenden ESG-Reportings und deren Auswirkungen auf das Konzernergebnis, wie Energie- und Emissionswerte, Kennzahlen zu Abfall und Wasser, HR- und Compensation-Kennzahlen, Kennzahlen aus dem Legal-Reporting, Unfallmeldungen sowie Integrity Line Meldungen.
Die Wesentlichkeitanalyse wurde in 2024 erstmals gem. ESRS durchgeführt und entsprechend den Bewertungskategorien des ESRS 1 ermittelt. Die Wesentlichkeitsanalyse wird jährlich überprüft und bei wesentlichen Abweichungen erneuert.
Die als wesentlich identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden den Sub-(sub-)Themen der ESRS zugeordnet und basierend darauf die zu berichtenden Datenpunkte aus den themenspezifischen Standards ermittelt.
Wesentliche Auswirkungen auf den Klimawandel entstehen im Scope 1 und 2 bei PALFINGER vorwiegend aus der Nutzung fossiler Energieträger für Heizung und in der Produktion sowie durch den Treibstoffverbrauch des Fuhrparks. Für Scope 1 und 2 wurden die THG-Emissionen 2022, 2023 und 2024 publiziert. Im Scope 3 sind die wesentlichen Auswirkungen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen (vor allem Stahl und Aluminium), der Nutzung der verkauften Produkte sowie vorgelagerter Transport und Vertrieb enthalten. In den Jahren 2022, 2023 und 2024 wurden auch alle Scope 3 Kategorien veröffentlicht.
Die Aktivitäten wurden überprüft, um tatsächliche und potenzielle künftige THG-Emissionsquellen und gegebenenfalls Ursachen für andere klimabezogene Auswirkungen zu ermitteln, indem für Scope 1, 2 und 3 die THG-Bilanz berechnet wurde. Betreffend Scope 1 und 2 erfolgten folgende Schritte zur Berechnung:
Die Bewertung der damit verbundenen THG-Emissionen fand durch Berechnungen statt. Weitere Informationen sind in der THG-Bilanzierung unter E1-6 zu finden.
Tatsächliche Auswirkungen wurden durch die Verwendung des GHG Protokolls bewertet. Für die potenziellen Auswirkungen wurden im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse Annahmen hinsichtlich Auswirkungen aus Klimarisken sowie Verfügbarkeit und Nachfrage von emissionsarmen Rohstoffen getroffen. Diese werden laufend evaluiert.
Im Rahmen einer Klimarisikoanalyse hat PALFINGER klimabezogene physische Gefahren sowohl für eigene Standorte als auch für Standorte von Geschäftspartnern der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette mittels Szenarioanalyse über ein Jahr, fünf Jahre und 30 Jahre identifiziert. Verwendet wurden die Representative Concentration Pathway (RCP) Szenarien RCP 2.6, RCP 4.5, RCP 6.0, und RCP 8.5, wobei RCP 8.5 ein Szenario mit hohem Emissionsausstoß darstellt. Die mittleren RCP-Szenarien, RCP 4.5 und RCP 6.0 wurden mit einer doppelten Wahrscheinlichkeit gewichtet, da PALFINGER auf Basis interner Expert:innenmeinungen das Eintreten dieser Szenarien als wahrscheinlicher ansieht. Abgedeckt von der Klimarisikoanalyse sind ein Großteil der Klimarisiken, welche in Anlage A der EU-Taxonomie aufgelistet sind. Die verwendeten Daten kommen aus öffentlich zugänglichen und anerkannten Datenquellen wie unter anderem Copernicus, Weltbank, ISIMIP, und dem World Ressource Institut.
Im Rahmen einer Vulnerabilitätsanalyse wurde die Anfälligkeit der physischen Vermögenswerte sowie operativer Geschäftseinheiten von PALFINGER, einschließlich Bürogebäuden und Produktionsstätten, durch Expert:innen im Rahmen von Workshops bewertet. Dort bewerteten Expert:innen von PALFINGER, ob die verschiedenen Klimarisiken ohne bereits implementierte Anpassungslösungen potenziell materielle Schäden an den Vermögenswerten und der Geschäftstätigkeit von PALFINGER verursachen könnten. Dabei wurden folgende physische Klimarisiken identifiziert, die an den Standorten von PALFINGER vermehrt auftreten und für die physischen Vermögenswerte an diesen Standorten von Relevanz sind:
Im Rahmen der Klimarisikoanalyse hat PALFINGER Klimarisiken über verschiedene Zeithorizonte hinweg identifiziert: ein Jahr, fünf Jahre und dreißig Jahre. Der langfristige Zeitraum entspricht der Lebensdauer der Vermögenswerte, und die mittel- und langfristigen Zeiträume sind für die strategische Planung von PALFINGER von Relevanz. Da die Analyse über die nächsten dreißig Jahre die größten Klimarisiken aufzeigt, wurden die Ergebnisse dieser langfristigen Betrachtung als Grundlage der Vulnerabilitätsbewertung und für die Identifikation notwendiger Anpassungslösungen herangezogen. Die langfristige Betrachtung der Klimarisiken über die nächsten dreißig Jahre entspricht zudem dem Prinzip der Unternehmensfortführung und stellt sicher, dass PALFINGER auch in Zukunft widerstandsfähig gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels bleibt. Durch diese vorausschauende Planung können proaktiv Maßnahmen ergriffen werden, um die Auswirkungen von Klimarisiken zu minimieren und die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeiten zu gewährleisten.
Die zugrundeliegenden Daten für die Klimarisikoanalyse bewerten Klimarisiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schweregrad, wobei die Risiken über mindestens einen der beiden Parameter gestresst werden. Beispielsweise wird das Risiko von Hagel anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und Schweregrad des Hagelereignisses bewertet und anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit gestresst. Das Risiko von Wind wird etwa über die erwartete Windgeschwindigkeit eingeschätzt.
Um die Auswirkungen dieser Klimarisiken auf die Geschäftstätigkeiten an den Standorten zu minimieren, wurden bereits für einen Großteil der identifizierten Klimarisiken Anpassungsmaßnahmen implementiert. Zu den umgesetzten Lösungen gehören beispielsweise die Klimatisierung von Gebäuden zur Bewältigung von Hitzestress sowie der Einsatz von Hagelnetzen, die Gebäude und Güter bei Hagelereignissen vor Schäden schützen. Für einzelne Standorte, die noch nicht ausreichend gegen die identifizierten physischen Klimarisiken geschützt sind, werden zusätzliche Anpassungsmaßnahmen evaluiert. Hierbei handelt es sie im Wesentlichen um Standorte mit Hitzestress-Risiken.
Für die Identifikation von physischen Klimarisiken in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, insbesondere an den Standorten von Lieferanten und Kunden, wurde die gleiche Methodologie angewandt. Dabei wurde in einem ersten Schritt Lieferanten mit dem größten Einkaufsvolumen sowie die umsatzstärksten Kunden herangezogen und analysiert. Die Analyse wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Die Vulnerabilität der physischen Assets sowie bereits implementierte Anpassungslösungen wurden von den Geschäftspartnern analysiert.
Die Analyse physischer klimabedingter Risiken für eigene Standorte und ausgewählte Hauptkunden und Lieferanten erfolgte auf Basis standortspezifischer geografischer Koordinaten, während die Analyse der gesamten vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette auf allgemeineren nationalen oder regionalen Daten basiert.
Im Rahmen einer Klimarisikoanalyse hat PALFINGER klimabedingte Übergangsrisiken im eigenen Betrieb identifiziert. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette wurde nicht von der Analyse der Übergangsrisiken abgedeckt. Als Basis für die Ermittlung und Bewertung wurden die Szenarien der Internationalen Energieagentur berücksichtigt. Es wurde eine Long-List an potenziellen politischen und rechtlichen Risiken, technologischen Risiken, Marktrisiken, sozioökonomischen Risiken sowie Reputationsrisiken ermittelt. Die Bewertung, inwieweit die Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten von PALFINGER im Hinblick auf die Entstehung von Übergangsrisiken oder -chancen diesen klimabedingten Übergangsereignissen ausgesetzt sein können, erfolgte durch Expert:innen der jeweiligen Functions und Product Lines.
Übergangsrisiken wurden für kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte geprüft. Bei langfristigen Zeithorizonten handelt es sich um das Jahr 2050 und bei kurz- und mittelfristigen Zeithorizonten um 2030 bzw. 2040. Folgende Szenarien der Internationalen Energieagentur wurden bei der Beurteilung berücksichtigt:
Dieses Szenario basiert auf den energiepolitischen Maßnahmen und Verpflichtungen, die die Regierungen bereits angekündigt haben oder an deren Umsetzung sie aktiv arbeiten. Bei STEPS steigt die weltweite Energienachfrage weiter an, aber die Fortschritte in Richtung Netto-Null-Emissionen sind langsam und fossile Brennstoffe bleiben ein wichtiger Bestandteil des Energiemixes.
In diesem Szenario werden alle angekündigten Klimazusagen und -ziele von Ländern auf der ganzen Welt, einschließlich der Netto-Null-Emissionsziele, fristgerecht und vollständig umgesetzt. Dies führt zu einem viel schnelleren Übergang zu sauberer Energie, einer Verringerung des Einsatzes fossiler Brennstoffe und einem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Auch wenn die Emissionen deutlich zurückgehen, bleibt es eine Herausforderung, das Ziel des Pariser Abkommens, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, zu erreichen.
Dieses Szenario geht davon aus, dass die Welt energische und sofortige Maßnahmen ergreift, um bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Es erfordert rasche und weitreichende Veränderungen, einschließlich einer starken Reduzierung der Nutzung fossiler Brennstoffe, massiver Investitionen in erneuerbare Energien und einer Umstellung auf sauberere Technologien in allen Sektoren. Dieser Weg ist am ehesten mit einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5°C vereinbar und erfordert eine beispiellose Zusammenarbeit und einen Politikwechsel.
Die Analyse der Übergangsrisiken wurde 2024 gestartet. Es handelt sich hierbei um einen laufenden Prozess. Unter der Annahme, dass die gesamte Wirtschaft, und somit auch die Kunden und Lieferanten von PALFINGER, das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2050 gemeinsam verfolgen, wurden im laufenden Prozess bisher keine Aktivitäten identifiziert, die mit dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft unvereinbar sind. Aus dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft werden sich Nachfrageverschiebungen innerhalb der Kundensegmente vor allem im Marine-Bereich ergeben, die jedoch zu einem gewissen Ausgleich führen. Die Analyse wird in 2025 fortgeführt und eine Detailanalyse der Übergangsrisiken erstellt.
Zur Identifikation von physischen Klimarisiken über mehrere Zeithorizonte und Klimaszenarien wird eine Szenarioanalyse angewandt. Verwendet wurden die Representative Concentration Pathway (RCP) Szenarien RCP 2.6, RCP 4.5, RCP 6.0, und RCP 8.5, und alle Klimarisiken wurden für den Zeitraum von einem Jahr, fünf Jahren und 30 Jahren betrachtet, um die Veränderung der Klimarisiken sowie die Auswirkungen auf die langfristige Geschäftstätigkeit von PALFINGER verstehen zu können.
Die verwendeten Klimaszenarien sind mit den kritischen klimabezogenen Annahmen in den Abschlüssen vereinbar (siehe dazu ESRS 2-SBM-3.48d). Siehe dazu auch Kapitel "Verwendung von Schätzungen und Ermessensspielräumen" im Konzernabschluss.
Für die Analyse von Auswirkungen, Risiken und Chancen zum Thema Umweltverschmutzung wurde mit einer groben Analyse der Daten zu Emissionen und Schadstoffen für Luft-, Wasser und Bodenverschmutzung für PALFINGER gestartet sowie interne Expert:innen befragt. In den folgenden Jahren ist eine Fortführung der Analyse zu Auswirkungen, Risiken und Chancen zum Thema Umweltverschmutzung angedacht. Einzelne PALFINGER Standorte wurden diesbezüglich nicht analysiert, da das Thema auf konsolidierter Ebene als nicht wesentlich eingestuft wurde. Daher wurden auch keine Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften durchgeführt.
Für die Analyse von Auswirkungen, Risiken und Chancen zum Thema Wasser- und Meeresressourcen fand der WWF Water Risk Filter Anwendung. An den PALFINGER Produktionsstandorten werden Wasserverbrauch und Wasserabgabe erfasst. Eine Analyse von Niederschlagsmustern und Extremereignissen wie Überflutungen und Dürren wurden im Rahmen der Klimarisikoanalysen durchgeführt und ergaben weder für PALFINGER noch innerhalb seiner Wertschöpfungskette wesentlichen Risiken. Die Analysen ergaben keine Hinweise auf wesentliche negative Einflüsse auf umliegende Gemeinschaften durch die Geschäftstätigkeit von PALFINGER. Eine direkte Befragung der betroffenen Gemeinschaften fand nicht statt.
Für die Analyse der Auswirkungen, Risiken, Abhängigkeiten und Chancen im Bereich der biologischen Vielfalt wurde mit der Erarbeitung einer Standortanalyse begonnen. Im ersten Schritt identifizieren Unternehmen Standorte und Betriebsstätten, die in oder in der Nähe von biodiversitätssensiblen Gebieten liegen. Ein erstes Pilotprojekt zur Analyse der geografischen Daten, um zu bestimmen, wo die Risiken für Biodiversität am größten sind, wurde anhand von einigen PALFINGER Standorten gestartet. Die Analyse wird mithilfe eines GIS-Datensatzes durchgeführt, in den biodiversitätssensible Gebiete integriert wurden. Die Abhängigkeiten des Unternehmens von der biologischen Vielfalt und den Leistungen der Ökosysteme wurden vorläufig nicht festgestell. Zukünftig soll der Prozess allerdings mit robusteren Analysen unterlegt werden. Physische Risiken sowie Chancen im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und den Ökosystemen werden basierend auf den identifizierten Auswirkungen und Abhängigkeiten analysiert, während Risiken und Chancen umfasst werden, die sich aus Veränderungen in den Ökosystemen ergeben. Systemische Risiken und andere wesentliche Risiken und Chancen wurden derzeit nicht identifiziert, jedoch erfolgt eine kontinuierliche Überwachung und Bewertung potenzieller Entwicklungen, die die Geschäftstätigkeit beeinflussen könnten. Eine direkte Befragung der betroffenen Gemeinschaften fand nicht statt.
Der Prozess zur Identifizierung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft umfasst die Analyse von Ressourcenzu- und abflüssen sowie Abfallströmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu den identifizierten Geschäftsbereichen mit wesentlichen Auswirkungen gehören die Produktion mit hohem Energie- und Ressourcenverbrauch, die Logistik mit Emissionen durch Transport und Verpackungsabfälle, und der Vertrieb mit der Nutzung von Verkaufsverpackungen und der Rücknahme von Altprodukten.
PALFINGER hat eine Überprüfung der Geschäftsaktivitäten (v.a. Beschaffung, Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Logistik und Vertrieb) durchgeführt, um wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft zu identifizieren. Diese Überprüfung umfasste sowohl die eigenen Aktivitäten als auch die Wertschöpfungskette, einschließlich der Tier 1 Lieferanten und Kunden.
Es wurden Potenziale zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in den Produktionsprozessen identifiziert, was zu Kosteneinsparungen und einer Verringerung der Umweltauswirkungen führen könnte, wie beispielsweise verringerte Ressourcennutzung und damit einhergehende Emissionsreduktionen.
Die Ressourcennutzung und negative Auswirkungen konzentrieren sich in der vorgelagerten Wertschöpfungskette vor allem auf die Stahl- und Aluminiumproduktion. Auch in der eigenen Produktion erfolgt ein hoher Rohstoffeinsatz.
Geschäftsbereiche mit wesentlichen Auswirkungen:
Wesentlichen Auswirkungen der Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft betreffen alle Produkte im Bereich hydraulischer Kran- und Hebetechnik für den Land- und maritimen Bereich und das dazugehörigen Servicegeschäft.
Energie hat höchste Priorität, da diese für alle Geschäftsbereiche essenziell ist. Rohstoffe haben zweithöchste Priorität, da sie für die Produktentwicklung essentiell sind.
Der Großteil der PALFINGER Produkte wird aus Stahl gefertigt, darüber hinaus kommt Aluminium zum Einsatz. Daher wurden diese Rohstoffe in der Bewertung priorisiert. Neben Stahl und Aluminium setzt PALFINGER Hydrauliköle und Schmierstoffe und glasfaserverstärkten Kunststoff als Rohstoff ein.
Im folgenden werden die Stufen der Wertschöpfungskette, auf die Ressourcennutzung, Risiken und negative Auswirkungen konzentriert sind, beschrieben:
Bei der Analyse wurden keine Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften durchgeführt
Die Ermittlung der Auswirkungen, Risiken und Chancen zu G1 Unternehmensführung erfolgte auf Basis der Ergebnisse der Stakeholderanalyse, einer Treiber- und Benchmarkanalyse sowie der Analyse interner Informationen. Die Bewertung der IROs erfolgte durch GRC, Procurement und Sustainability Management und wurde zentral auf Gruppenebene durchgeführt. Basis für die Bewertung waren intern verfügbare Daten zu Rechtsvorfällen aus dem Legal-Reporting und Daten zu Meldungen im Whistelblowing-System "Integrity Line". Das Whistleblowing-System ist eine webbasierte Anwendung, die den Meldern sowohl eine Meldung namentlich als auch anonym ermöglicht. Die Abhandlung der Fälle erfolgt objektiv und unabhängig gemäß einem präzise definierten internen Prozess.
Zudem wurde der Prozess durch Informationen aus den Due-Diligence-Prozessen von PALFINGER, durch eine Überprüfung der internen Richtlinien und Verfahren, dem Lieferantenmanagement und dem Risikoinventar des ERM-Systems gestützt.
Auch die Erkenntnisse aus dem Compliance Risk Assessment, in dem die größten Compliance Risiken je Region jährlich in Workshops durch Anleitung von GRC und Einbeziehung lokaler Ansprechpersonen erhoben werden, wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Zudem erfolgte eine Analyse der Standorte von PALFINGER mittels Corruption Perception Index.
(ESRS 2-IRO-2.56):
| Liste an wesentlichen Offenlegungsanforderungen | Seitenverweis |
|---|---|
| ESRS 2 – General Disclosures | |
|---|---|
| BP-1 General basis for preparation of the sustainability statement | Seite 46 |
| BP-2 Disclosures in relation to specific circumstances | Seite 46 |
| GOV-1 The role of the administrative, management and supervisory bodies | Seite 48 |
| GOV-2 Information provided to and sustainability matters addressed by the undertaking's administrative, | Seite 50 |
| management and supervisory bodies | |
| GOV-3 Integration of sustainability-related performance incentive schemes | Seite 50 |
| GOV-4 Statement of due diligence | Seite 51 |
| GOV-5 Risk management and internal controls over sustainability reporting | Seite 52 |
| SBM-1 Strategy, business model and value chain | Seite 53 |
| SBM-2 Interests and views of stakeholders | Seite 60 |
| SBM-3 Material impacts, risks and opportunities and their interaction with strategy and business model | Seite 62 |
| IRO-1 Description of the processes to identify and assess material impacts, risks and opportunities | Seite 66 |
| IRO-2 Disclosure requirements in ESRS covered by the undertaking's sustainability statement | Seite 74 |
| ESRS E1 – Climate Change | |
| E1-1 Transition plan for climate change mitigation | Seite 88 |
| ESRS 2 SBM-3-E1 Material impacts, risks and opportunities and their interaction with strategy and business model | Seite 88 |
| ESRS 2 IRO-1-E1 Description of the processes to identify and assess material impacts, risks and opportunities | Seite 68 |
| E1-2 Policies related to climate change mitigation and adaption | Seite 89 |
| E1-3 Actions and resources in relation to climate change policies | Seite 90 |
| E1-4 Targets related to climate change mitigation and adaption | Seite 97 |
| E1-5 Energy consumption and mix | Seite 98 |
| E1-6 Gross Scopes 1, 2, 3 and total GHG emissions | Seite 100 |
| ESRS E5 – Resource Use and Circular Economy | |
| ESRS 2 IRO-1-E5 Description of the processes to identify and assess material impacts, risks and opportunities | Seite 71 |
| E5-1 Policies related to resource use and circular economy | Seite 102 |
| E5-2 Actions and resources related to resource use and circular economy | Seite 102 |
| E5-3 Targets related to resource use and circular economy | Seite 103 |
| E5-4 Resource inflows | Seite 103 |
| E5-5 Resource outflows | Seite 104 |
| ESRS S1 – Own Workforce | |
| ESRS 2 SBM-3-S1 Material impacts, risks and opportunities and their interaction with strategy and business model | Seite 106 |
| S1-1 Policies related to own workforce | Seite 107 |
| S1-2 Processes for engaging with own workforce and workers' representatives about impacts | Seite 116 |
| S1-3 Processes to remediate negative impacts and channels for own workforce to raise concerns | Seite 118 |
| S1-4 Taking action on material impacts on own workforce, and approaches to managing material risks and pursuing | Seite 119 |
| material opportunities related to own workforce, and effectiveness of those actions | |
| S1-5 Targets related to managing material negative impacts, advancing positive impacts, and managing material risks and | Seite 127 |
| opportunities | |
| S1-6 Characteristics of the undertaking's employees | Seite 130 |
| S1-7 Characteristics of non-employees in the undertaking's own workforce | Seite 131 |
| S1-8 Collective bargaining coverage and social dialogue | Seite 131 |
| S1-9 Diversity metrics | Seite 132 |
| S1-10 Adequate wages | Seite 132 |
| S1-11 Social protection | Seite 133 |
| S1-13 Training and skills development metrics | Seite 133 |
| S1-14 Health and safety metrics | Seite 134 |
| S1-15 Work-life balance metrics | Seite 134 |
| S1-16 Remuneration metrics (pay gap and total remuneration) | Seite 135 |
| Liste an wesentlichen Offenlegungsanforderungen | |
|---|---|
| ESRS S2 – Workers in the value chain | |
| ESRS 2 SBM-3-S2 Material impacts, risks and opportunities and their interaction with strategy and business model | Seite 136 |
| S2-1 Policies related to value chain workers | Seite 138 |
| S2-2 Processes for engaging with value chain workers about impacts | Seite 140 |
| S2-3 Processes to remediate negative impacts and channels for value chain workers to raise concerns | Seite 140 |
|---|---|
| S2-4 Taking action on material impacts on value chain workers, and approaches to managing material risks and | Seite 141 |
| pursuing material opportunities related to value chain workers, and effectiveness of those actions | |
| S2-5 Targets related to managing material negative impacts, advancing positive impacts, and managing material | Seite 145 |
| risks and opportunities | |
| ESRS G1 – Business Conduct | |
| ESRS 2 GOV-1-G1 The role of the administrative, management and supervisory bodies | Seite 49 |
| ESRS 2 IRO-1-G1 Description of the processes to identify and assess material impacts, risks and opportunities | Seite 73 |
G1-2 Management of relationships with suppliers Seite 150 G1-3 Prevention and detection of corruption and bribery Seite 152
G1-4 Incidents of corruption or bribery Seite 154
G1-6 Payment practices Seite 154
| Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt | wesentlich / nicht wesentlich | Seite |
|---|---|---|
| ESRS 2 GOV-1 | wesentlich | Seite 48 |
| Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen Absatz 21 Buchstabe d | ||
| ESRS 2 GOV-1 | wesentlich | Seite 48 |
| Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind, Absatz 21 Buchstabe e | ||
| ESRS 2 GOV-4 | wesentlich | Seite 51 |
| Erklärung zur Sorgfaltspflicht Absatz 30 | ||
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen Absatz 40 | ||
| Buchstabe d Ziffer i | ||
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien | ||
| Absatz 40 Buchstabe d Ziffer ii | ||
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen Absatz 40 | ||
| Buchstabe d Ziffer iii | ||
| ESRS 2 SBM-1 | nicht wesentlich | |
| Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von | ||
| Tabak Absatz 40 Buchstabe d Ziffer iv | ||
| ESRS E1-1 | wesentlich | Seite 88 |
| Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 Absatz 14 | ||
| ESRS E1-1 | wesentlich | Seite 88 |
| Unternehmen, die von den Paris abgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind | ||
| Absatz 16 Buchstabe g | ||
| ESRS E1-4 | wesentlich | Seite 97 |
| THG-Emissionsreduktionsziele Absatz 34 | ||
| ESRS E1-5 | wesentlich | Seite 98 |
| Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur | ||
| klimaintensive Sektoren) Absatz 38 | ||
| ESRS E1-5 Energieverbrauch und Energiemix Absatz 37 | wesentlich | Seite 98 |
| ESRS E1-5 | wesentlich | Seite 99 |
| Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren | ||
| Absätze 40 bis 43 | ||
| ESRS E1-6 | wesentlich | Seite 100 |
| THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen | ||
| Absatz 44 | ||
| ESRS E1-6 | wesentlich | Seite 101 |
| Intensität der THG-Bruttoemissionen Absätze 53 bis 55 | ||
| ESRS E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und CO2-Zertifikate Absatz 56 | nicht wesentlich | |
| ESRS E1-9 | nicht wesentlich | |
| Risikoposition des Referenzwert-Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen | ||
| Risiken Absatz 66 |
| Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt | wesentlich / nicht wesentlich | Seite |
|---|---|---|
| ESRS E1-9 | nicht wesentlich | |
| Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko | ||
| Absatz 66 Buchstabe a ESRS E1-9 Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit | ||
| wesentlichem physischen Risiko befinden Absatz 66 Buchstabe c | ||
| ESRS E1-9 Aufschlüsselungen des Buchwerts seiner Immobilien nach | nicht wesentlich | |
| Energieeffizienzklassen Absatz 67 Buchstabe c | ||
| ESRS E1-9 | nicht wesentlich | |
| Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen Absatz 69 | ||
| ESRS E2-4 | nicht wesentlich | |
| Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europäisches | ||
| Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in | ||
| Luft, Wasser und Boden emittiert wird, Absatz 28 | ||
| ESRS E3-1 | nicht wesentlich | |
| Wasser- und Meeresressourcen Absatz 9 | ||
| ESRS E3-1 | nicht wesentlich | |
| Spezielles Konzept Absatz 13 | ||
| ESRS E3-1 | nicht wesentlich | |
| Nachhaltige Ozeane und Meere Absatz 14 | ||
| ESRS E3-4 | nicht wesentlich | |
| Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers Absatz 28 | ||
| Buchstabe c | ||
| ESRS E3-4 | nicht wesentlich | |
| Gesamtwasserverbrauch in m3 je Nettoerlös aus eigenen Tätigkeiten Absatz 29 | ||
| ESRS 2 – SBM-3 – E4 | nicht wesentlich | |
| Absatz 16 Buchstabe a Ziffer i | ||
| ESRS 2 – SBM-3 – E4 | nicht wesentlich | |
| Absatz 16 Buchstabe b | ||
| ESRS 2 – SBM-3 – E4 | nicht wesentlich | |
| Absatz 16 Buchstabe c | ||
| ESRS E4-2 | nicht wesentlich | |
| Nachhaltige Verfahren oder Kon zepte im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft | ||
| Absatz 24 Buchstabe b | ||
| ESRS E4-2 | nicht wesentlich | |
| Nachhaltige Verfahren oder Kon zepte im Bereich Ozeane/Meere Absatz 24 Buchstabe | ||
| c | ||
| ESRS E4-2 | nicht wesentlich | |
| Konzepte für die Bekämpfung der Entwaldung Absatz 24 Buchstabe d | ||
| ESRS E5-5 | nicht wesentlich | |
| Nicht recycelte Abfälle Absatz 37 Buchstabe d | ||
| ESRS E5-5 | nicht wesentlich | |
| Gefährliche und radioaktive Abfälle Absatz 39 | ||
| ESRS 2 SBM3 – S1 | wesentlich | Seite 107 |
| Risiko von Zwangsarbeit Absatz 14 Buchstabe f | ||
| ESRS 2 SBM3 – S1 Risiko von Kinderarbeit Absatz 14 Buchstabe g | wesentlich | Seite 107 |
| ESRS S1-1 | wesentlich | Seite 107 |
| Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik Absatz 20 | ||
| ESRS S1-1 | wesentlich | Seite 107 |
| Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden | ||
| Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz | ||
| 21 | ||
| ESRS S1-1 | wesentlich | Seite 108 |
| Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels Absatz 22 | ||
| ESRS S1-1 | wesentlich | Seite 108 |
| Konzept oder Managementsystem für die Verhütung von Arbeitsunfällen Absatz 23 | ||
| ESRS S1-3 | wesentlich | Seite 118 |
| Bearbeitung von Beschwerden Absatz 32 Buchstabe c | ||
| ESRS S1-14 | wesentlich | Seite 134 |
| Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle Absatz 88 Buchstaben b und | ||
| c | ||
| ESRS S1-14 | wesentlich | Seite 134 |
| Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten | ||
| Ausfalltage Absatz 88 Buchstabe e | ||
| ESRS S1-16 | wesentlich | Seite 135 |
| Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle Absatz 97 Buchstabe a | ||
| ESRS S1-16 | wesentlich | Seite 135 |
| Überhöhte Vergütung von Mitgliedern der Leitungsorgane Absatz 97 Buchstabe b |
| Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt | wesentlich / nicht wesentlich | Seite |
|---|---|---|
| ESRS S1-17 | wesentlich | Seite 135 |
| Fälle von Diskriminierung Absatz 103 Buchstabe a | ||
| ESRS S1-17 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft | wesentlich | Seite 136 |
| und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 104 Buchstabe a | ||
| ESRS 2 SBM3 – S2 Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der | wesentlich | Seite 136 |
| Wertschöpfungskette Absatz 11 Buchstabe b | ||
| ESRS S2-1 | wesentlich | Seite 138 |
| Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik Absatz 17 | ||
| ESRS S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette | wesentlich | Seite 138 |
| Absatz 18 | ||
| ESRS S2-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und | wesentlich | Seite 138 |
| Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 19 | ||
| ESRS S2-1 | wesentlich | Seite 138 |
| Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden | ||
| Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden, Absatz | ||
| 19 | ||
| ESRS S2-4 | wesentlich | Seite 143 |
| Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und | ||
| nachgelagerten Wertschöpfungskette Absatz 36 | ||
| ESRS S3-1 | nicht wesentlich | |
| Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz 16 | ||
| ESRS S3-1 | nicht wesentlich | |
| Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und | ||
| Menschenrechte, der Prinzipien der IAO oder der OECD-Leitlinien Absatz 17 | ||
| ESRS S3-4 | nicht wesentlich | |
| Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 36 | ||
| ESRS S4-1 Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern Absatz 16 | nicht wesentlich | |
| ESRS S4-1 | nicht wesentlich | |
| Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und | ||
| Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 17 | ||
| ESRS S4-4 | nicht wesentlich | |
| Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 35 | ||
| ESRS G1-1 | nicht wesentlich | |
| Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption Absatz 10 Buchstabe b | ||
| ESRS G1-1 | nicht wesentlich | |
| Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) Absatz 10 Buchstabe d | ||
| ESRS G1-4 | wesentlich | Seite 154 |
| Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften Absatz 24 | ||
| Buchstabe a | ||
| ESRS G1-4 | wesentlich | Seite 154 |
| Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung Absatz 24 Buchstabe b |
Nach Identifikation der wesentlichen Themen wurden die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte den entsprechenden qualitativen und quantitativen Offenlegungsanforderungen des ESRS 1 Abschnitt 3.2 im Zuge einer Gap Analyse zugeordnet. Unternehmensspezifische Informationen werden durch Konzepte, Maßnahmen und Ziele entsprechend der Struktur der ESRS offengelegt.
Die EU-Taxonomie-Verordnung ist ein Klassifizierungssystem zur Definition von "ökologisch nachhaltigen" Geschäftstätigkeiten. Sie ist ein Grundstein des Aktionsplans der Europäischen Kommission, der darauf abzielt, die Kapitalströme zu einer nachhaltigeren Wirtschaft umzulenken. Als Teil der umfassenderen Strategie zur Erreichung der Kohlenstoffneutralität bis 2050 spielt diese Verordnung eine zentrale Rolle bei der Ausrichtung der wirtschaftlichen Aktivitäten auf die Umweltziele der EU.
PALFINGER ist ein Nicht-Finanzunternehmen, welches der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach NaDiVeG unterliegt und daher verpflichtet ist, über bestimmte Leistungsindikatoren gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung zu berichten. Im folgenden Abschnitt werden die Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung) dargestellt.
Mit der EU-Taxonomie sollen folgende sechs Umweltziele erreicht werden: (1) Klimaschutz (CCM), (2) Anpassung an den Klimawandel (CCA), (3) nachhaltige Nutzung und Schutz der Wasser- und Meeresressourcen (WTR), (4) Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft (CE), (5) Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (PPC) sowie (6) Schutz und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme (BIO).
Eine taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeit bezieht sich auf eine Wirtschaftstätigkeit, die in den delegierten Verordnungen zur Ergänzung der Taxonomie-Verordnung in den jeweiligen Umweltzielen beschrieben ist, unabhängig davon, ob sie eines oder alle der festgelegten technischen Bewertungskriterien erfüllt.
Eine Wirtschaftstätigkeit ist taxonomiekonform, wenn sie die festgelegten technischen Bewertungskriterien erfüllt und unter Einhaltung der Mindestschutzvorschriften in Bezug auf Menschen- und Mitarbeitendenrechte, Verbraucherrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung, Besteuerung und fairen Wettbewerb ausgeübt wird.
Um die technischen Bewertungskriterien zu erfüllen, muss eine Wirtschaftstätigkeit einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung eines oder mehrerer der Umweltziele leisten, ohne eines oder mehrere der Umweltziele erheblich zu beeinträchtigen.
Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten sind solche, die vom Unternehmen ausgeübt werden, aber in den delegierten Verordnungen nicht beschrieben sind.
PALFINGER ist ein Unternehmen, das sich auf Technologie und Maschinenbau spezialisiert hat. Zu den Hauptprodukten gehören hydraulische Krane und Hebetechnik, die sowohl für den Land- als auch für den maritimen Bereich entwickelt wurden. Das Hauptgeschäftsmodell von PALFINGER ist nicht in der Taxonomieverordnung abgedeckt.
PALFINGER übt keine Wirtschaftsaktivitäten im Zusammenhang mit Erdgas und Kernenergie aus.
| Tätigkeiten im Bereich Kernenergie | |
|---|---|
| Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. |
NEIN |
| Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Techniken tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. |
NEIN |
| Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme - auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung - sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. |
NEIN |
| Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas | |
| Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. |
NEIN |
| Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. |
NEIN |
| Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. |
NEIN |
Im Zuge der Vorbereitung der Berichterstattung nach der Taxonomie-Verordnung wurden potenziell taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten identifiziert. Die Beurteilung erfolgte auf Basis einer Betroffenheitsanalyse und Erhebung der Kennzahlen je Tätigkeit unter Einbeziehung der jeweiligen Fachabteilungen.
Für die Umweltziele (1) Klimaschutz und (2) Anpassung an den Klimawandel wurden keine Wirtschaftstätigkeiten identifiziert, mit denen externe Umsätze erzielt wurden.
Für die Umweltziele 3 bis 6 wurden im Berichtsjahr 2024 wirtschaftliche Tätigkeiten im Umweltziel "Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft" identifiziert, mit denen externe Umsätze erzielt wurden. Die betreffenden Umsätze werden den Wirtschaftstätigkeiten "5.1 Reparatur, Wiederaufarbeitung und Wiederaufbereitung", "5.2 Verkauf von Ersatzteilen" und "5.5 Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle" zugeordnet und im Geschäftsjahr 2024 als taxonomiefähig ausgewiesen. Die taxonomiefähigen Umsatzerlöse im Umweltziel Kreislaufwirtschaft entsprechen im Geschäftsjahr 2024 15 Prozent (2023: 13,6 Prozent) des konsolidierten Konzernumsatzes von 2.359.843 TEUR (2023: 2.445.852 TEUR).
Doppelzählungen zwischen den Umweltzielen sind nicht gegeben, da Wirtschaftsaktivitäten immer nur in einem Umweltziel ausgewiesen werden. Es wurden keine Maßnahmen identifiziert, die einen wesentlichen Beitrag zu mehr als einem Umweltziel leisten können.
| Taxonomie-Aktivität | Beschreibung | Geschäftstätigkeit des Unternehmens |
|---|---|---|
| CE 5.1 Reparatur, Wiederaufarbeitung und Wiederaufbereitung |
Reparatur, Wiederaufarbeitung und Wiederaufbereitung von Waren, die zuvor von einem Kunden (natürliche oder juristische Person) bestimmungsgemäß verwendet wurden. |
Reparatur und Service von PALFINGER Produkten |
| CE 5.2 Verkauf von Ersatzteilen |
Verkauf von Ersatzteilen. | Verkauf von Ersatzteilen |
| CE 5.5 Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle |
Bereitstellung des Produktzugangs von Kunden (natürliche oder juristische Personen) durch Dienstleistungsmodelle, bei denen es sich entweder um nutzungsorientierte Dienstleistungen handelt, bei denen das Produkt nach wie vor zentral ist, aber im Eigentum des Anbieters verbleibt und das Produkt geleast, geteilt, gemietet oder gebündelt wird, oder um ergebnisorientierte Dienstleistungen, bei denen die Zahlung im Voraus festgelegt und das vereinbarte Ergebnis (d. h. Bezahlung pro Dienstleistungseinheit) erbracht wird. |
Vermietung von PALFINGER Produkten |
Für das Umweltziel (1) Klimaschutz erfolgte die Erhebung der taxonomiefähigen Investitionen mithilfe des konzernweiten Reporting Systems. Die taxonomiefähigen CapEx-Einzelmaßnahmen sind dabei den wirtschaftlichen Tätigkeiten "7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten", "7.4. Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen)", "7.5. Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" sowie "7.6 Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien" zuzuordnen. Für das Umweltziel (4) wurde im Berichtsjahr 2024 taxonomiefähige Investitionen aus Querschnittsaktivität (CapEx c) in der Tätigkeit CE 1.2 "Herstellung von elektrischen und elektronischen Geräten" ausgewiesen. Für die Umweltziele (3), (5) und (6) wurden im Berichtsjahr 2024 keine CapEx-relevanten wirtschaftlichen Tätigkeiten identifiziert.
Im Berichtsjahr ergaben sich somit geeignete taxonomiefähige Investitionen aus Einzelmaßnahmen in Sachanlagevermögen in Höhe von 4.535 TEUR (2023: 1.969 TEUR), das entspricht einem Anteil von 2,73 Prozent (2023: 1,09 Prozent) der Gesamtzugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten inkl. Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 der Gruppe. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich aus einem Anstieg des Investitionsvolumens in Hinblick auf Einzelmaßnahmen.
| Taxonomie-Aktivität | Beschreibung | Geschäftstätigkeit des Unternehmens |
|---|---|---|
| CCM 7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten |
Einzelne Renovierungsmaßnahmen, die in der Installation, Wartung oder Reparatur von energieeffizienten Geräten bestehen. |
Lokale Sanierungsmaßnahmen an und in Gebäuden, d.h. Aufwendungen für Fenster, Türen, Erneuerung von Gebäudeisolierungen, Leuchtmitteln und Heizungen bzw. Heizungsleitungen. |
| CCM 7.4 Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen) |
Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen). |
Aufwendungen für neu installierte Ladestationen in Österreich, Deutschland, Slowenien, Schweden |
| CCM 7.5 Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden |
Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden |
Aufwendungen für neue Luftfilter- und Ventilationssysteme sowie Steuerungselemente für die Energieeinsparungen. |
| CCM 7.6 Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien |
Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien vor Ort. |
Installation einer neuen PV-Anlage in Bulgarien und Kroatien |
| CE 1.2 | Herstellung von elektrischen und elektronischen Geräten |
Kauf von elektrischen und elektronischen Geräten (Querschnittsaktivität, CapEx c) |
Die Konformität der Wirtschaftstätigkeiten hängt von den spezifischen Merkmalen und der Art der ausgeübten Tätigkeiten ab. Die Konformität wird auf der Grundlage der technischen Bewertungskriterien der Taxonomie-Verordnung und der dazugehörigen delegierten Verordnungen bewertet, insbesondere im Hinblick auf den wesentlichen Beitrag zu den Umweltzielen und die Erfüllung des Grundsatzes der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen (DNSH).
Für die Beurteilung der Taxonomiekonformität wurden in den Ländern die jeweiligen potenziell taxonomiefähigen Umsätze, CapEx und OpEx erhoben und auf Konzernebene dahingehend geprüft, ob eine Taxonomiefähigkeit gegeben ist. In einem weiteren Schritt wurde die Zuordnung zu einem der Umweltziele vorgenommen und die Einhaltung der technischen Bewertungskriterien sowie der "Do No Significant Harm"-Kriterien auf Konzernebene mit Unterstützung der jeweiligen Fachbereiche geprüft.
Ein "Do No Significant Harm"-Kriterium, das bei allen relevanten Aktivitäten erforderlich ist, ist die Durchführung einer Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse gemäß Anhang A der einschlägigen delegierten Verordnungen. PALFINGER hat eine Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse durchgeführt, denen das Worst-Case-Klimaszenario RCP 8.5 sowie das RCP4.5-Klimaszenario zugrunde gelegt wurden. Wesentliche Risiken für die vorliegenden Wirtschaftstätigkeiten, die entsprechende Pläne für Anpassungslösungen erforderlich machen würden, wurden nicht identifiziert.
Abschließend wurden die konzernweite Einhaltung des Mindestschutzes sowie der bestehende Due Diligence Prozess analysiert. Zur Sicherstellung der Einhaltung des Mindestschutzes gem. Art. 18 (EU) 2020/852 wurde der bei PALFINGER standardmäßig implementierte Due Diligence Prozess analysiert. Unternehmensintern kamen die bereits im Corp. Governance Bericht sowie die in der nicht-finanziellen Erklärung beschriebenen Prozesse zur Anwendung. Für die Gewährleistung der Einhaltung des Mindestschutzes in der Lieferkette wurde ein mehrstufiges Verfahren eingeführt. Gemäß den allgemeinen Einkaufsbedingungen (EKB) von PALFINGER sind Lieferanten durch vertragliche Zustimmung zu den EKB verpflichtet, sich an den auf der Website veröffentlichten Code of Conduct zu halten. Zudem installierte PALFINGER auf der Website ein Hinweisgebersystem ("Integrity Line"), über das etwaige Missstände entlang der Lieferkette auch von Dritten gemeldet werden können. Die eingegangenen Hinweise werden in weiterer Folge durch Corp. GRC einer Evaluierung unterzogen und, sofern die Sachlage es erfordert, einer Untersuchung durch Corp. Internal Audit zugeführt. Auf Basis eines jährlichen risikobasierten Prüfplanes führt PALFINGER regelmäßig Lieferantenaudits durch, in denen neben Qualitäts- und Beschaffungsfragen auch die Nachhaltigkeitsaspekte wie Umwelt, Menschenrechte und Arbeitssicherheit einer Prüfung unterzogen werden. Zusätzlich erfolgen anlassbezogene Lieferantenaudits. Mit dem beschriebenen Maßnahmenpaket stellt PALFINGER die Einhaltung des Mindestschutzes innerhalb des Unternehmens und entlang der gesamten Lieferkette sicher. Im abgelaufenen Berichtsjahr wurden keine Verstöße gegen die sozialen Mindestschutzesstandards im Konzern festgestellt.
Die Taxonomiekonformität konnte für die Wirtschaftstätigkeit CE 5.1 Reparatur, Wiederaufarbeitung und Wiederaufbereitung sowie CE 1.2 Herstellung von elektrischen und elektronischen Geräten mangels der erforderlichen Nachweise zur Erfüllung der Kriterien für den wesentlichen Beitrag nicht erreicht werden. Die Taxonomiekonformität konnte für die Wirtschaftstätigkeit CE 5.2 Verkauf von Ersatzteilen und CE 5.5 Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle mangels der erforderlichen Nachweise zur Erfüllung der technischen Bewertungskriterien, insbesondere im Hinblick auf die Erfüllung des Grundsatzes der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen (DNSH), nicht erreicht werden.
Für die wirtschaftlichen Tätigkeiten CCM 7.4, CCM 7.5 und CCM 7.6 wurden die Kriterien für den wesentlichen Beitrag erfüllt. Ebenso wurden die zur Vermeidung der erheblichen Beeinträchtigung des zweiten Umweltziels notwendigen standortbezogenen Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalysen durchgeführt. Weitere "Do No Significant Harm"-Kriterien waren für die wirtschaftlichen Tätigkeiten CCM 7.4, CCM 7.5 und CCM 7.6 nicht erforderlich, da in der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 keine entsprechenden Vorgaben angeführt werden.
Die Taxonomiekonformität konnte für die Wirtschaftstätigkeit CCM 7.3 mangels der erforderlichen Nachweise zur Erfüllung der technischen Bewertungskriterien (wesentlicher Beitrag und DNSH) nicht erreicht werden.
Für die Umweltziele (1) und (2) wurden keine wirtschaftlichen Tätigkeiten identifiziert, mit denen externe Umsätze erzielt wurden, die einen wesentlichen Beitrag zu einem der beiden Umweltziele leisten. Für das Berichtsjahr 2024 wurde daher wie bereits im Vorjahr kein taxonomiekonformer oder taxonomiefähiger Umsatz ausgewiesen.
Für die Umweltziele (3) bis (6) wurden 2024 wirtschaftliche Tätigkeiten im Umweltziel (4) Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft identifiziert, mit denen externe Umsätze erzielt wurden. Die Erhebung der taxonomiefähigen Umsätze erfolgte mithilfe des konzernweiten Reporting Systems. Die taxonomiefähigen Umsatzerlöse im Umweltziel (4) Kreislaufwirtschaft entsprechen im Berichtsjahr 15,0 Prozent (2023: 13,6 Prozent) des konsolidierten Konzernumsatzes von 2.359.843 TEUR (2023: 2.445.852 TEUR). Es wurde kein taxonomiekonformer Umsatz im Umweltziel (4) ausgewiesen.
Basierend auf den Vorgaben der Taxonomie-Verordnung sind bei der Umsatzkennzahl die Umsätze aus taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Verhältnis zum Gesamtumsatz des Konzerns gemäß IAS 1.82a auszuweisen (siehe Erläuterung (16) Umsatzerlöse im Konzernabschluss 2024).
| 20 24 |
Jah r |
Kri ien ter |
fü r ei nen we |
tlic hen sen |
itra Be g |
("K | ein rhe e e |
SH DN - K blic he |
rite rien Be ein |
tric htu ng |
") | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wi cha fts ig kei t (1 ) rts tät |
) 2 e( d o C |
) 3 ( tz a s m U |
) 4 ( tz a s m U l ei t n A |
) 5 ( tz u h c s a m i Kl |
) 6 ( el d n a w a m i Kl n e d n a g n u s s a p n A |
) 7 ( r e s s a W |
) 8 ( g n u tz u m h c rs e v t el w m U |
) 9 ( ft a h c ts ir w f u la is re K |
) 0 (1 t al lf ie V e h c s gi o ol Bi |
1) 1 ( tz u h c s a m i Kl |
el d n a w a m i Kl n ) e 2 d (1 n a g n u s s a p n A |
) 3 (1 r e s s a W |
) 4 (1 g n u tz u m h c rs e v t el w m U |
) 5 1 ( ft a h c ts ir w f u la is re K |
) 6 (1 t al lf ie V e h c s gi o ol Bi |
) 7 1 ( tz u h c s st e d in M |
.) .1 .) A .2 ( r A e ) ( r m 8 e 1 r g o ( hi f 3 n fä 2 o 0 k ie 2 ie m tz m o a o n s n o m o x x a U a t r l t e ei d t o n A |
t ei k g ti ä T e d n e h ) ic 9 (1 gl ö m r e e ri o g e t a K |
) 0 2 ( t ei k g ti ä st g n a rg e b Ü e ri o g e t a K |
| TE UR |
% | J; N; N/E |
L J N; N/E ; |
L J N; N/E ; |
L J N; N/E ; |
L J N; N/E L J ; |
N; N/E L ; |
J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % E |
T | |||
| A. Tax mie fäh ige Tä tig kei ten ono |
(taxonomiekonform)
| Um sat z ö kol isc h n ach hat ige r Tä tig kei ten og |
- | 0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
N | N | N | N | N | N | J | 0, 00 % |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (ta iek onf ) (A .1) xon om orm |
||||||||||||||||||
| Dav lich end e T ätig kei ög ten on erm |
- | 0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
N | N | N | N | N | N | J | 0, 00% |
E | |
| Üb Dav stä tig kei ten on erg ang |
- | 00% 0, |
00% 0, |
N | N | N | N | N | N | J | 00% 0, |
T |
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht
ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht
| EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CE 5. 1. R rat Sa nie nd epa ur, run g u |
CE 5. 1. |
128 .39 4 |
44 % |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
EL | N/E L |
4, |
| Wie der auf ber eitu ng |
5, | |||||||||
| CE 5.2 . Ve rka uf v Ers atz teil on en |
CE 5.2 |
22 2.3 26 |
% 9, 42 |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
EL | N/E L |
9, |
| CE -Se 5.5 . Pr odu kt-a rvic nd and s-a e u ere |
CE 5.5 |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
EL | N/E L |
0, 28 |
||
| zirk ulä utz nd ebn iso rien tie rte re n ung s- u erg |
3.9 97 |
17% 0, |
||||||||
| Se rvic ode lle em |
||||||||||
| iefä hig ich Um sat z ta abe t xon om er, r n |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
03 % 15, |
0, 00 % |
13, 57 |
|||
| öko log isc h n ach hal tig er T ätig kei ten (n ich t |
35 4.7 17 |
% 15, 03 |
||||||||
| tax mie kon for Tä tig kei ten ) (A .2) ono me |
||||||||||
| Um sat z ta iefä hig er T ätig kei ten xon om (A1 +A 2) |
35 4.7 17 |
15, 03 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
15, 03 % |
0, 00 % |
13, 57 |
|
| B. Nic ht t iefä hig e T ätig kei ten axo nom |
| 4.18% |
|---|
| 9,11% |
| 0,28% |
| 13,57% |
| 13,57% |
| iefä Um sat ich t ta hig er T ätig kei ten z n xon om |
2.0 05 .12 5 |
84 97 % , |
|---|---|---|
| Ge t sam |
2.3 59 .84 3 |
% 100 00 , |
Für die Berechnung der CapEx-Kennzahl sind im Nenner die gesamten Zugänge (vor Abschreibungen, Wertminderungen und Neubewertungen) immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen inklusive Zugänge von Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 entsprechend dem Anlagenspiegel berücksichtigt (siehe Erläuterung 29 bis 32 im Konzernabschluss 2024). Zugänge im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen werden in die CapEx miteinbezogen. Im Zähler finden sich neben den aktivierten Ausgaben für Vermögenswerte aus taxonomiefähigen Umsätzen auch Ausgaben für den Erwerb von Produkten aus taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten und einzelne Maßnahmen zur Reduktion der THG-Emissionen, die innerhalb von 18 Monaten implementiert und in Betrieb genommen wurden. Ein CapEx-Plan gem. delegierter Verordnung (EU) 2021/2178, Anhang I, Punkt 1.1.2.2. war im Berichtszeitraum 2024 nicht vorhanden.
Für das Umweltziel (1) erfolgte die Erhebung der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Investitionen mithilfe des konzernweiten Reporting Systems. Bei allen taxonomiefähigen und taxonomiekonformen CapEx handelt es sich um Zugänge zu den Sachanlagen. Für das Umweltziel (2) "Anpassung an den Klimawandel" werden keine taxonomiefähigen oder taxonomiekonformen Investitionen ausgewiesen. Für das Umweltziel (4) "Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft" werden taxonomiefähigen Investitionen ausgewiesen.
Für die Umweltziele (3), (5) und (6) wurden 2024 keine CapEx-relevanten wirtschaftlichen Tätigkeiten identifiziert.
Im Berichtsjahr ergaben sich somit konforme Investitionen aus Einzelmaßnahmen ausschließlich in Sachanlagevermögen (IAS 16) in Höhe von 1.330 TEUR (2023: 1.125 TEUR), das entspricht einem Anteil von 0,8 Prozent (2023: 0,62 Prozent) der Gesamtzugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten inkl. Leasingverhältnisse gemäß IFRS 16 der Gruppe. Die Veränderung zum Vorjahr ergibt sich aus einem Anstieg des Investitionsvolumens in Hinblick auf Einzelmaßnahmen.
| 202 4 |
Jah r |
Krit erie n fü |
("K | ein e e |
DN SH - K rhe blic he |
rite rien Bee intr |
ich tun |
") g |
|||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wir tsc haf tstä tig kei t (1 ) |
) (2 e d o C |
) (3 x E p a C |
) (4 x E p a C l ei nt A |
) (5 z ut h c s a m i Kl |
6) ( el d n a w a m i Kl n e d n a g n u s s a p n A |
7) ( er s s a W |
) (8 g n u z ut m h c s er tv el w m U |
) (9 t af h c ts ir w uf a isl re K |
0) (1 lt fa el Vi e h c s gi o ol Bi |
1) (1 z ut h c s a m i Kl |
2) 1 ( el d n a w a m i Kl n e d n a g n u s s a p n A |
) 3 1 ( er s s a W |
) 4 (1 g n u z ut m h c s er tv el w m U |
5) (1 t af h c ts ir w uf a isl re K |
6) (1 lt fa el Vi e h c s gi o ol Bi |
7) (1 z ut h c s st e d in M |
er d o ) 1. ) A. 2. ( A. 8) er ( (1 m er 3 or g 2 hi nf 0 fä o 2 k x ie ie E m m p o a o n C n o o x x ta a l t ei nt A |
e d n e h 9) ic (1 gl t ö m ei k r e ig ie ät or T g e at K |
0) (2 t ei k ig ät st g n a g er b Ü ie or g e at K |
| TEU R |
% | J; N; N/E L J |
N; N/E L J ; |
N; N/E L J ; |
N; N/E L J ; |
N; N/E L J ; |
N; N/E L ; |
J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | E | T | ||
| A. T iefä hig e T ätig kei ten axo nom |
|||||||||||||||||||
| Öko A.1 log isc h n ach hal tige Tä tig kei ten (tax for m) mie kon ono |
|||||||||||||||||||
| 7.4 . In llat ion Wa und Re sta rtu atu ng par r vo n , Lad est atio für Ele ktro fah in Ge bäu den (un d a uf nen rze uge Ge en) bäu den hör end Par kp lätz ge en zu |
CC M 7.4 |
97 | 06% 0, |
J | N | N/E L |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
J | J | J | J | J | J | J | 08% 0, |
E | |
| 7.5 . In llat ion Wa und Re n G für die sta rtu atu erä ten ng par r vo , Me Re lun nd Ste de ng, ge g u ung ssu uer r Ges iee ffzi n G ebä ude ten am erg enz vo n |
CC M 7.5 |
25 | 02% 0, |
J | N | N/E L |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
J | J | J | J | J | J | J | 00% 0, |
E | |
| 7.6 . In sta llat ion Wa rtu und Re atu n T ech nol ien ng og par r vo , für rba re E ien ern eue ner g |
CC M 7.6 |
1.2 07 |
0, 73% |
J | N | N/E L |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
J | J | J | J | J | J | J | 0, 43% |
E | |
| Cap Ex öko log isc h n ach hat ige r Tä tig kei ten (tax mie kon for m) (A. 1) ono |
1.3 30 |
0, 80% |
0, 80% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
J | J | J | J | J | J | J | 0, 62% |
|||
| Dav ög lich end e T ätig keit on erm en |
1.3 30 |
0, 80% |
0, 80% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
J | J | J | J | J | J | J | 0, 51% |
E | ||
| Üb Dav tig keit stä on erg ang en |
- | 0, 00% |
0, 00% |
J | J | J | J | J | J | J | 0, 00% |
T | |||||||
| A.2 . Ta iefä hig ber nic ht ö kol isc h n ach hal tige xon om e, a og |
|||||||||||||||||||
| Tät ig kei ten (ni cht tax mie kon for Tä tig kei ten ) ono me |
L | L | L | L | L | L | 00% | ||||||||||||
| 7.3 . In llat ion Wa und Re sta rtu atu ng par r vo n , ffzi |
CC M |
769 | 46% 0, |
EL; N/E EL |
EL; N/E EL |
EL; N/E N/E L |
EL; N/E N/E L |
EL; N/E N/E L |
EL; N/E N/E L |
0, 46% 0, |
|||||||||
| iee Ge ent räte ene rg en n 1.2 . He llun lekt risc hen d e lekt isch rste g vo n e un ron en Ge räte |
7.3 CE 1.2 |
2.4 36 |
47% 1, |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
N/E L |
EL | N/E L |
00% 0, |
|||||||||
| n Cap Ex mie fäh ige ber nic ht ö kol isc h tax ono r, a og hha ltig er T ätig kei ten (ni cht tax mie kon for nac ono me Tät ig kei ) (A .2) ten |
3.2 05 |
1, 93% |
0, 46% |
0, 46% |
0, 00% |
0, 00% |
1, 47% |
0, 00% |
0, 47% |
||||||||||
| Cap Ex tax mie fäh ige r Tä tig kei ten (A 1+A 2) ono |
4.5 35 |
2, 73% |
1, 26% |
0, 46% |
0, 00% |
0, 00% |
1, 47% |
0, 00% |
1, 09% |
||||||||||
| B. N ich t ta iefä hig e T ätig kei ten xon om |
|||||||||||||||||||
| Cap Ex nic ht t iefä hig er T ätig kei ten axo nom |
161 .65 4 |
97, 27% |
|||||||||||||||||
| Ges t am |
166 .19 0 |
100 00% , |
Bei der Ermittlung der OpEx Kennzahl sind im Nenner die nicht aktivierten direkten Ausgaben für Forschung und Entwicklung, Gebäuderenovierungen, kurzfristige Leasingverhältnisse, Wartung und Instandhaltung sowie sämtliche anderen direkten Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens heranzuziehen. Der Zähler ist analog jenem der CapEx für nicht aktivierte Ausgaben zu ermitteln.
Gemäß EU-Taxonomie sind jene Betriebsausgaben nicht zu berücksichtigen, welche für das Geschäftsmodell des Unternehmens unerheblich sind. Auf Basis der sehr eng gefassten Definition des OpEx-Begriffs wurde ermittelt, dass die relevanten Betriebsausgaben laut EU-Taxonomie 1,5 Prozent der gesamten konsolidierten Aufwendungen 2024 in Höhe von 2.218 Mio. EUR betragen. Eine Berechnung des Zählers je Wirtschaftstätigkeit wurde daher aus Wesentlichkeitsgründen entsprechend den Erleichterungsbestimmungen unterlassen, da OpEx im Sinne der EU-Taxonomie für das Geschäftsmodell für PALFINGER unwesentlich ist.
Der OpEx-Nenner betrifft mit 27.013 TEUR Aufwendungen für Wartung und Reparatur sowie 6.759 TEUR für Forschung und Entwicklung.
| 20 24 |
DN SH Kri ter ien – Jah Kri ter ien fü r ei tlic hen Be itra r nen we sen g ("K ein rhe blic he Be ein tric htu ") e e ng |
||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wi cha fts ig kei t (1 ) rts tät |
) 2 ( e d o C |
) 3 ( x E p O |
) 4 ( x E p O l ei t n A |
) 5 ( tz u h c s a m i Kl |
n ) e 6 d ( n el a d g n n a u w s a s m a p i Kl n A |
) 7 ( r e s s a W |
) 8 ( g n u tz u m h c rs e v t el w m U |
) 9 ( ft a h c ts ir w f u la is re K |
) 0 (1 t al lf ie V e h c s gi o ol Bi |
1) 1 ( tz u h c s a m i Kl |
n ) 2 e d 1 n ( el a g d n n a u w s s a a m p i n Kl A |
) 3 (1 r e s s a W |
) 4 (1 g n u tz u m h c rs e v t el w m U |
) 5 1 ( ft a h c ts ir w f u la is re K |
) 6 (1 t al lf ie V e h c s gi o ol Bi |
) 7 1 ( tz u h c s st e d in M |
.) .1 .) A .2 ( r A e ( r ) m e 8 r g o 1 hi f ( n fä 3 o 2 k ie 0 ie m 2 m x o o E n n o p o x O x a a t r l t e ei d t o n A |
e d n e h ) ic 9 (1 gl ö t m ei r k e g e ti ri ä o T g e t a K |
) 0 2 ( t ei k g ti ä st g n a rg e b Ü e ri o g e t a K |
| TE UR |
% | J; N; N/E L |
J; N; N/E L |
J; N; N/E L |
J; N; N/E L |
J; N; N/E L |
J; N; N/E L |
J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | J/N | % | E | T |
| Op Ex öko log isc h n ach hat ige r Tä tig kei ten |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (ta iek onf ) (A .1) xon om orm |
- | 0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
| Dav lich end e T ätig kei ög ten on erm |
- | 0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
| Üb Dav tig kei stä ten on erg ang |
- | 0, 00% |
0, 00% |
0, 00% |
||||
| A.2 . Ta iefä hig ber nic ht xon om e, a |
||||||||
| öko log isc h n ach hal tig e T ätig kei ten (n ich t |
||||||||
| tax mie kon for Tä tig kei ten ) ono me |
||||||||
| EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
EL; N/E L |
|||
| Op Ex tax mie fäh ige ber nic ht ono r, a |
||||||||
| öko log isc h n ach hal tig er T ätig kei ten (n ich t |
||||||||
| mie kon for Tä tig kei ) (A .2) tax ten ono me |
- | 0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
| Op Ex mie fäh ige r Tä tig kei (A 1+A 2) tax ten ono |
- | 0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
0, 00 % |
| B. Nic ht t iefä hig e T ätig kei ten axo nom |
||||||||
| Op Ex nic ht t iefä hig er T ätig kei ten axo nom |
- | 0, 00 % |
||||||
| Ge t sam |
33 .77 2 |
100 00 % , |
| 0,00% | ||
|---|---|---|
| 0,00% | E | |
| 0,00% | T |
| 0,00% |
|---|
| 0,00% |
Wegen der Besonderheit der Wertschöpfungskette von PALFINGER – die meisten Emissionen sind dem Produktionsprozess vor- beziehungsweise nachgelagert – wurde bisher von einer Einreichung eines Übergangsplans abgesehen. Dennoch treibt das Unternehmen den Prozess konsequent voran und nutzt die bereits gewonnenen Erkenntnisse, um alle erkannten Einsparungspotenziale aktiv zu nutzen. Im Jahr 2025 wird ein Projekt zum Thema Übergangsrisiken und Transition Plan gestartet.
PALFINGER hat ein wesentliches klimabezogenes Risiko im Zuge seiner Wesentlichkeitsanalyse identifiziert: Regulatorische und Stakeholder-Anforderungen in Bezug auf Reduktion der CO2e-Emissionen (Ökonomisches und Reputationsrisiko). Hierbei handelt es sich um ein Übergangsrisiko. Sowohl durch regulatorische Vorgaben (v.a. in der EU) als auch steigende Anforderungen bestimmter Stakeholder-Gruppen (z.B. Investmentfonds, Banken und bestimmte Kundengruppen) steigt der Druck, die CO2e-Emissionen in der eigenen Produktion sowie der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Das Risiko beschreibt die langfristige Unsicherheit, inwieweit die bei PALFINGER umgesetzten Bestrebungen hinter den genannten Erwartungen zurückbleiben und somit ein wirtschaftlicher sowie Reputationsschaden eintritt.
Eine Resilienzanalyse der Strategie, des Geschäftsmodells und der eigenen Aktivität wurde 2024 gestartet und wird 2025 fortgeführt und verfeinert. Es handelt sich um einen laufenden Prozess. Ausgangspunkt waren die durchgeführte Analyse der Auswirkungen von PALFINGER aufgrund von CO2e-Emissionen sowie der physischen Klimarisiken mittels klimabezogener Szenarioanalyse (siehe dazu ESRS 2-IRO-1). Gestartet wurde auch eine Analyse der Übergangsrisiken, die 2025 verfeinert wird. Erste Ergebnisse wurden als Basis für die Resilienzanalyse herangezogen. Dabei wurden die Zeithorizonte kurzfristig (ein Jahr), mittelfristig (ein bis fünf Jahre) sowie langfristig (über fünf Jahre) verwendet. Die verwendeten Szenarien und kritischen Annahmen sind in ESRS 2-IRO-1 dargestellt.
Die erwarteten zukünftigen finanziellen Effekte wurden aufgrund der möglichen Übergangsbestimmung 2024 ausgelassen und sind demnach im Zuge der Resilienzanalyse noch nicht berücksichtigt. Es wurden derzeit auch keine notwendigen Mitigationsmaßnahmen identifiziert, die im Widerspruch mit einem 1,5 Grad Ziel stehen.
Trotz der Identifikation eines klimabezogenen Übergangsrisikos in der Wesentlichkeitsanalyse, hat dieses Risiko keine erhebliche Auswirkung auf die Strategie und das Geschäftsmodell, sowie die Aktivitäten von PALFINGER. Dies gilt unter der Annahme, dass die gesamte Wirtschaft, und somit auch die Kunden und Lieferanten von PALFINGER, das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft bis 2050 gemeinsam verfolgen. Im laufenden Prozess wurden bisher keine Aktivitäten identifiziert, die mit dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft nicht vereinbar sind. Es wird erwartet, dass sich die Investitionen in die Umstellung auf erneuerbare Energien auszahlen und die Fähigkeit von PALFINGER zur Bewältigung der oben genannten Risiken verbessert. Auch die Klimarisikoanalyse identifizierte keine physischen Risiken, die sich wesentlich auf die Strategie, das Geschäftsmodell und die eigenen Aktivität auswirken. Die Resilienzanalye wurde 2024 erstmals gestartet und ist daher noch mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Eine umfassende Resilienzanalyse ist 2025 geplant.
Die Angaben zur Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung der Auswirkungen, Risiken und Chancen zum E1 sind im ESRS 2 zu finden.
Im Konzept 1 werden folgende global gültige Group Policies zusammengefasst:
Die Policy Zertifizierungsanforderungen für PALFINGER Standorte definiert unter anderem die Anforderung zur Einführung eines zertifizierten Energie- und Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 Umweltmanagement und ISO 50001 Energiemanagement. 2024 arbeiteten, exklusive Region CIS, 59 Prozent (2023: 53 Prozent) der Mitarbeitenden an Standorten mit einer ISO 14001 und/oder ISO 50001 Zertifizierung.
Die Group Policies Energiemanagement und Umweltschutz definieren unter anderem die Ausrollung globaler Programme (HSE Aktionsplan) mit lokalen Zielen. Mit Fokus Energieeffizienz und CO2e-Reduktion wurden 2024 folgende Ziele in Angriff genommen:
Die Zielwerte des Aktionsplans werden standortspezifisch angewendet. Die Maßnahmen tragen zur Reduktion des Energieverbrauchs und der damit verbunden Treibhausgas- (THG) Emissionen bei. Die Überwachung erfolgt zentral über die Dokumentation der Maßnahmen in der HSE Management-Software.
Folgende wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen werden mit dem Konzept adressiert:
Die Group Policies addressieren Klimaschutz direkt durch die zentrale Spezifikation und Verfolgung von lokalen Zielen zur Reduktion des Energieverbrauchs sowie zur Dekarbonisierung (siehe dazu E1-3 Maßnahme 3 "Maßnahmen im Bereich Reduktion des Strom- und Wärmeverbrauchs sowie der CO2e -Emissionen"). Zusätzlich wird Klimaschutz indirekt über die Verpflichtung zu ISO-Zertifizierungen im Bereich 14001 und 50001 addressiert, indem Standorte zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Energie- und Umweltbezogenen Leistung angehalten werden und somit ihren CO2e -Ausstoß reduzieren.
Klimawandelanpassung ist nicht Ziel des Konzepts.
Die Gruppenrichtlinie Energiemanagement addressiert Klimaschutz durch die beiden oben genannten Ziele zur Umsetzung von Effizienzmaßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs sowie des Heizenergieverbrauchs. Dies beinhaltet vorrangig Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz (siehe dazu E1-3 Maßnahme 3 "Maßnahmen im Bereich Reduktion des Strom- und Wärmeverbrauchs sowie der CO2e -Emissionen").
Das Ziel zur Reduktion der CO2e -Emissionen wird einerseits über Maßnahmen zur Energieeinsparung erreicht, andererseits werden Maßnahmen zur Integration erneuerbarer Energien, bzw. der Beschaffung von Grünstrom entsprechend der Beschaffungsrichtlinie umgesetzt. Es werden in der Policy keine sonstigen Themen behandelt.
Die Gruppenrichtlinien Energiemanagment und Umweltschutz sowie die Richtlinie Zertifizierungsanforderungen gelten gruppenweit. Anwendungsbereich der standortspezifischen Programme ist die jeweilige Standorteinheit. Aktionspläne werden für alle Produktions- und größeren Sales & Service Organisationen global den Regionen (EMEA, APAC, CIS, NAM, LATAM) aufgelegt. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ist nicht abgedeckt. Der Fokus liegt auf den produktionsbedingten Energieeinsätzen.
Für die Umsetzung verantwortlich sind die Standortleitenden. Die Überwachung der Zielerreichung erfolgt durch Corp. HSE Management. Die Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
Maßnahmen, um wesentliche negative Auswirkungen zu verhindern oder zu mindern:
Maßnahmen, um positive Auswirkungen zu erreichen:
Eine Darstellung nach Dekarbonisierungshebeln ist derzeit nicht möglich.
Zu den wichtigsten Initiativen des Berichtsjahres zählt die Durchführung von Energieeffizienzanalysen der PALFINGER Produktionsstandorte sowie der größeren Sales & Serviceeinrichtungen. Es handelt sich hierbei um eine im Geschäftsjahr ergriffene Maßnahme.
Die Ergebnisse der Standortanalyse sind:
Die Initiative wird durch Corp. HSE geleitet und wurde 2023 unter Einbeziehung externer Expertinnen und Experten an vier Standorten in der Region EMEA gestartet sowie an fünf weiteren Standorten in der Region mit internen Ressourcen fortgeführt. 2024 wurden weitere sechs Standorte in EMEA und Nordamerika (Region NAM) analysiert. Die kontinuierliche und wiederkehrende Analyse der Standorte wird in den Folgejahren unter Einbeziehung aller globalen Produktions- sowie größerer Sales&Service-Einheiten fortgesetzt. Im Rahmen der Initiative werden Potenziale identifiziert und bewertet. Die Entscheidung über die Umsetzung ausgewählten Maßnahmen erfolgt in nachgelagerten Schritten.
Die Durchführung der Maßnahme trägt durch das Aufdecken von Energieeffizienzpotenzialen maßgeblich zur Verwirklichung der Vorgaben und Ziele der Gruppenrichtlinien "Energiemanagement" und "Umweltschutz" sowie zum Emissionsreduktionsziel bei.
Der Fokus der Standortanalysen liegt auf der Identifikation und Bewertung von Energieeffizienzpotenzialen. Diese Maßnahme ist ein Analyseinstrument, aus dessen Ergebnissen weitere Maßnahmen mit THG-Reduktionspotenzial abgeleitet wurden (siehe Maßnahme 2 und 3). So ist etwa die Identifikation und Bewertung von Maßnahmen zur Integration erneuerbarer Energieträger (z.B.: PV-Anlagen) mit dem Ziel, fossile Energieträger zu substituieren, ein weiteres Ergebnis der Standortanalysen. Die Standortanalyse ist von personellen und technischen Ressourcen abhängig.
Die Maßnahme enthält keine wesentlichen CapEx und OpEx Geldbeträge, wobei für diese sowie alle weiteren Maßnahmen die Wesentlichkeitsgrenze mit fünf Mio. Euro definiert wurde.
Aktuell deckt die Maßnahme 13 Standorte in EMEA sowie 2 Standorte in NAM ab. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ist nicht mitabgedeckt.
(MDR-c):
Es handelt sich hierbei um eine kontinuierliche und jährliche Initiative die laufend fortgeführt wird.
Diese Maßnahme wird aktuell umgesetzt. In den Jahren 2023 und 2024 wurden folgende PV-Anlagen errichtet.
Die Durchführung der Maßnahme trägt maßgeblich zur Implementierung der internen Vorgaben und Realisierung der Ziele der Gruppenrichtlinien Energiemanagement und Umweltschutz von PALFINGER bei.
PALFINGER hat in den letzten Jahren kontinuierlich in Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) zur Erzeugung von erneuerbarem Strom für seine Produktionsanlagen investiert. Derzeit verfügt PALFINGER über PV-Anlagen mit einer Gesamt-Spitzenleistung von rund 9,3 Megawatt. Die selbst genutzte Strommenge aus den PV-Anlagen entsprach im Jahr 2024 knapp 7,5 Prozent des gesamten Stromverbrauchs, ergänzend dazu wird der Überschuss ins lokale Netz eingespeist.
Da alle 2023 und 2024 errichteten Anlagen an Standorten mit Grünstrombezug stehen, kann im market-based Ansatz keine Reduktion von THG-Emissionen ausgewiesen werden. Die Nutzung von Grünstrom, bzw. die Einspeisung von PV-Überschussstrom ins öffentliche Netz tragen zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei. Der kontinuierliche Ausbau dieser Kapazitäten hat eine hohe Priorität.
Die Maßnahme enthält keine erheblichen CapEx und OpEx Geldbeträge.
Im Jahr 2024 bezieht sich die Maßnahme auf Standorte in Bulgarien und Kroatien. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ist nicht mitabgedeckt.
Die 2024 ausgebauten Anlagen wurden im selben Jahr in Betrieb genommen.
Aktionspläne wurden 2024 für 33 Standorte global (EMEA, NAM, LATAM, APAC) ausgerollt. Bei dieser Maßnahme handelt es sich um eine bereits verabschiedete Maßnahme, wobei weitere Einzelmaßnahmen geplant sind.
Im Berichtsjahr wurden folgende Maßnahmen seitens der Standorte in den Aktionsplan eingemeldet:
Es wurden standortspezifische Maßnahmen zur Einsparung von Strom, Gas, Heizöl, Fernwärme und Kraftstoffen umgesetzt. Die Umsetzung der Maßnahmen führt zu einem geringen Energieverbrauch, bzw. verminderten CO2e - Emissionen. Dadurch wird ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung der aus der Energiepolicy abgeleiteten Zielwerte erreicht. Die Zielwerte für die in 2024 eingemeldeten Maßnahmen aus dem HSE Aktionsplan resultieren aus den unter MDR-a angeführten Energiereduktionen und belaufen sich auf:
Zu den umfangreichsten Maßnahmen zählen die Einführung neuer effizienterer Lackierprozesse in Nordamerika, die Nachrüstung adiabater Hallenkonditionierung, die Erneuerung von Druckluftkompressoren, die Erneuerung des Maschinenparks, die Optimierung von Regelungen (zB Heizungsregelung), die Modernisierung von Hallenbeleuchtung (LED, Regelung) sowie die Modernisierung der Staplerflotte und Umstellung auf E-Antrieb. Die angegebene Energie- und Emissionsreduktion stellt das ermittelte jährliche Potenzial dar.
Die Kosten wurden 2024 nicht zentral erfasst, wobei die Kosten im Gesamten unwesentlich sind, da es sich um viele kleine Einzelmaßnahmen handelt.
Die Maßnahme des HSE Aktionsplans bezieht sich auf alle PALFINGER-Standorte weltweit. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ist nicht abgedeckt.
Der HSE Aktionsplan Energie- und Emissionsreduktion wird gruppenweit jährlich reviewed und adaptiert, wodurch auf Seiten der Produktionsstandorte eine kontinuierliche Verbesserung durch jährliche Effizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen angestoßen wird. Die Festlegung der Zielwerte auf Standortebene sowie die Verfolgung der Zielerreichung erfolgt global. Die Identifikation, Umsetzung und Bewertung obliegt der lokalen Verantwortung der Standorte.
Die Maßnahme wurde 2024 erstmalig ausgerollt. Sie wird jährlich reevaluiert und gegebenenfalls weitergeführt.
Diese Maßnahme wird kontinuierlich implementiert. Um THG-Emissionen zu reduzieren, investiert PALFINGER in die Produktforschung und -entwicklung und bietet neueste Technologien an. Forschung und Entwicklung sowie Innovationen und digitale Lösungen zielen darauf ab, die Effizienz der PALFINGER Produkte zu erhöhen. Zur Bündelung sämtlicher Aktivitäten im Bereich neuer mechatronischer und digitaler Produkte und Produktfunktionen wurden Arbeitsprogramme aufgesetzt.
Im Rahmen des Eco Efficiency Scoping führte PALFINGER einen strukturierten Prozess zur Verringerung der Auswirkungen der Produkte im Bereich Emissionen ein, der gemäß den Grundsätzen für Scope 3 "product in use" aufgesetzt wurde. Nach einer gründlichen Analyse der vergangenen Jahre werden die Ergebnisse, um das Portfolio Schritt für Schritt zu optimieren, in die Produktentwicklungsstrategie integriert. Dies unterstützt die Kunden, ihren CO2e - Fußabdruck und ihre Gesamtbetriebskosten zu reduzieren.
Ein weiterer großer Hebel entlang der Wertschöpfungskette sind die CO2e -Emissionen in der Kategorie "Eingekaufte Waren und Dienstleistungen". Hier entsteht ein wesentlicher Teil der Emissionen in der Stahlproduktion. Um diese Emissionen zu reduzieren, werden die Potenziale von grünem Stahl bewertet. Gleichzeitig lassen sich im Marktumfeld noch keine klaren Nachfragesignale erkennen.
Der Fokus des Produkt Eco Efficiency Scopings liegt auf der Identifikation und Bewertung von produktbezogenen Dekarbonisierungshebeln und -maßnahmen. Diese Maßnahme stellt somit ein reines Analyseinstrument dar, auf dessen Ergebnisse weitere Maßnahmen mit THG-Reduktionspotenzial abgeleitet wurden (siehe folgende Maßnahmen 5 bis 9).
Es sind keine wesentlichen CapEx und OpEx für die Durchführung der Maßnahme erforderlich.
Bei der Maßnahme handelt es sich um eine globale Initiative von PALFINGER, die für alle Produktlinien gilt. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ist nicht abgedeckt.
Die Maßnahme wurde 2022 erstmalig ausgerollt und seither jährlich reevaluiert und angepasst.
PALFINGER hat die Load Sensing Technologie für Hydrauliksysteme bei zahlreichen Hebelösungen (etwa 23 % der in 2024 verkauften Ladekrane und 17% der Forst- und Recyclingkrane) integriert, um den Energieverbrauch basierend auf dem tatsächlichen Energiebedarf zu optimieren. Der Ausbau der Verwendung von Load Sensing Hydraulikpumpen in Hebelösungen trägt zur Reduzierung des Energieverbrauchs und damit zur Minderung der Umweltbelastung bei. Dieses System passt die hydraulische Leistungsabgabe dem Bedarf an und verhindert damit Energieverschwendung. Der Kraftstoffverbrauch des Lkws wird reduziert und der Ausstoß von THG gesenkt. Die Load Sensing Technologie wird auf das gesamte Produkt-Portfolio von PALFINGER ausgerollt. Aktuell ist die Maßnahme noch keinem übergeordneten Ziel oder Konzept zuordenbar.
Die Maßnahme führt zu einer signifikanten Reduzierung der CO2e -Emissionen im Betrieb pro verkauftem Produkt. Die tatsächliche Einsparung hängt davon ab, auf welchem dieselbetriebenen Lkw-Modell die jeweilige Hebelösung montiert ist und wie diese im Jahresverlauf genutzt wird – insbesondere in Bezug auf die Betriebsstunden, die Art der Hebearbeiten und die ausgeführten Einsätze. Als Beispiel liegt die durchschnittliche Einsparung für einen Ladekran mit einem maximalen Hubmoment von 20 mt bei 3 t CO2e pro Betriebsjahr im Vergleich zur Ausstattung mit Konstantpumpe. Bei einem 50 mt Kran mit ähnlicher Nutzungsdauer beträgt die Einsparung im Durchschnitt 4 t CO2e pro Betriebsjahr.
Es sind keine wesentlichen CapEx und OpEx für die Durchführung der Maßnahme erforderlich.
Die global durchgeführte Maßnahme bezieht sich auf die folgenden Produkte: Ladekran (KBC) und Forst- und Recyclingkran (T&R). Die Scope 3 CO2e -Emissionseinsparungen entstehen durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette ist durch diese Maßnahme nicht abgedeckt.
(MDR-c):
Diese Maßnahme wird laufend implementiert und das Ziel ist, diese bis zum Jahr 2030 abzuschließen.
Die Verbesserung der hydraulischen Effizienz der Produkte reduziert Energieverluste in den Hydrauliksystemen, sodass Hebelösungen die gleichen Aufgaben mit weniger Energieeinsatz ausführen können. Dies führt zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und reduziert die Emission von CO2e während des Betriebs. Die Optimierung der hydraulischen Leistung trägt dazu bei, die Umweltauswirkungen zu minimieren und unterstützt nachhaltigere industrielle Anwendungen. Aktuell ist die Maßnahme noch keinem übergeordneten Ziel oder Konzept zuordenbar.
Je nach Modell und Konzept werden unterschiedliche Auswirkungen erwartet, die eine Reduktion der CO2e -Emissionen um zehn bis 40 Prozent bei mobilen Hebelösungen auf dieselbetriebenen Lkw ermöglichen können.
Die Maßnahme enthält keine erheblichen CapEx und OpEx Geldbeträge.
Die globale Maßnahme bezieht sich auf folgende Produkte: Ladekran (KBC) und Forst- und Recyclingkran (T&R), Hubarbeitsbühnen (AWP). Die Scope 3 CO2e -Emissionseinsparungen entstehen durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette ist durch diese Maßnahme nicht abgedeckt.
Betroffene Interessengruppen:
Die Maßnahme wurde 2022 gestartet und soll bis 2030 abgeschlossen sein.
Hybride Lösungen kombinieren herkömmliche kraftstoffangetriebene Systeme mit elektrischen oder batteriebetriebenen Alternativen. Als Brückentechnologie werden modulare elektrische Energiesysteme eingesetzt, welche die Hydraulikpumpe der Hebelösungen antreiben. Dadurch kann die Hebelösung, bei Bedarf mit sauberer Energie betrieben werden, was den Kraftstoffverbrauch und die CO2e -Emission verringert. Aktuell ist die Maßnahme noch keinem übergeordneten Ziel oder Konzept zuordenbar.
Die Maßnahme führt im Betrieb der Hebelösung zu einer THG Reduktion von 75 bis 100 Prozent.
Die Maßnahme enthält keine erheblichen CapEx und OpEx Geldbeträge.
Die globale Maßnahme bezieht sich auf folgende Produkte: Ladekran (KBC) und Hubarbeitsbühne (AWP). Die Scope 3 CO2e -Emissionseinsparungen entstehen durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette ist durch diese Maßnahme nicht abgedeckt.Betroffene Interessengruppen:
Die Entwicklung der ersten Hybridlösungen findet zwischen 2023 und 2025 statt. Danach werden weitere Varianten und Ausrollungen geprüft.
Direkt elektrisch betriebene Hydraulikpumpen nutzen die Batterie des E-Trucks als Energiequelle. Dies ermöglicht es der Hebelösung, dauerhaft mit saubereren Energiequellen zu arbeiten. Damit entfällt der Kraftstoffverbrauch und die THG-Emissionen werden reduziert. Aktuell ist die Maßnahme noch keinem übergeordneten Ziel oder Konzept zuordenbar.
Durch den Einsatz dieser Technologie kommt es während der Nutzungsphase im Vergleich zu einem herkömmlichen dieselbetriebenen Lkw zu einer Einsparung von bis zu 100 Prozent Emissionen (abhängig von Erzeugung des genutzten Stroms).
Die Maßnahme enthält keine erheblichen CapEx und OpEx Geldbeträge.
Die globale Maßnahme bezieht sich auf die folgenden Produkte: Ladekran (KBC) und Hubarbeitsbühne (AWP). Die Scope 3 CO2e -Emissionseinsparungen entstehen durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette ist durch diese Maßnahme nicht abgedeckt.
Betroffene Interessengruppen:
Die Maßnahme findet von 2022 bis 2030 beziehungsweise so lange statt, als neue Non-Diesel Truck-Lösungen am Markt lanciert werden.
Bei dieser Maßnahme handelt es sich um die Serienentwicklung und - einführung eines modularen Konzepts zum elektrischen Antrieb für Lkw-Mitnahmestapler der FLx Serie. Die Entwicklung dieser Produktserie bietet eine Alternative zur verbrennerbasierten Mobilität. Aktuell ist die Maßnahme noch keinem übergeordneten Ziel oder Konzept zuordenbar.
Durch den Einsatz dieser Technologie kommt es im Vergleich zu verbrennerbasierten Fahrzeugen zu einer Einsparung von bis zu 100 Prozent während der Nutzungsphase (abhängig von Erzeugung des genutzten Stroms; Definition der Nutzungsphase lt. GHGP Kat. Scope 3.11).
Die Maßnahme enthält keine erheblichen CapEx und OpEx Geldbeträge.
Die Maßnahme wird global durchgeführt. Die Scope 3 CO2e -Emissionseinsparungen entstehen durch eine Reduzierung des Energieverbrauchs in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette ist durch diese Maßnahme nicht abgedeckt.
Betroffene Interessengruppen:
Die Maßnahme wird in den Jahren 2022-2025 bzw. bis zum ersten Marktrelease durchgeführt. Danach werden weitere Konzepte und Systeme entwickelt.
PALFINGER hat ein THG-Emissionsreduktionsziel für Scope 1 und 2 definiert und auch in die Vorstandsvergütung integriert. Das Basisjahr ist 2022 mit 31.578 t CO2e vor rückwirkender Fehlerkorrektur bzw. 37.155 t CO2e nach rückwirkender Fehlerkorrektur (siehe dazu (ESRS 2-BP-2.14). Der Zielwert für 2030 beträgt eine absolute Emissionsreduktion in Höhe von 2.668 t CO2e (500 t CO2e im Scope 1 und 2.168 t CO2e im Scope 2) auf 29.091 t CO2e 2030. Daraus ergibt sich ein Zielwert von 8.136 t CO2e pro Mrd. EUR Umsatz für 2030. Das Ziel ist nicht im Einklang mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C. Es wurde nicht auf wissenschaftlicher Basis ermittelt. Die Berechnung erfolgte mittels market-based Ansatz. Für Scope 3 gibt es aktuell kein Ziel.
Erwartete Dekarbonisierungshebel sind zum einen der vermehrte Bezug erneuerbarer Energie sowie Einsparungspotenziale aufgrund gesteigerter Energieeffizienz. Die erwarteten Reduktion im Scope 2 in Höhe von 2.168 t CO2e kommt im Wesentlichen aus erneuerbarer Energie. Der erwartete Hebel für die Reduktion im Scope 1 in Höhe von 500 t CO2e kommt im Wesentlichen aus gesteigerter Energieeffizienz. Aktuell wird bei der Bestimmung des THG-Emissionsreduktionsziels kein Klimaszenario berücksichtigt.
Zum Gesamtbeitrag THG Emissionsreduktionspotenzial: siehe E1-4.34a-e
Die Reduzierung der CO2e Emissionen in Scope 1 und 2 trägt zur Erfüllung der Zielvorgaben der Group Policy Umweltschutz bei. Für mehr Details zu den Zielen der Group Policy siehe E1-2.
Das Ziel ist ein absolutes Ziel in t CO2e (Siehe E1-4.34a-e): Der Zielwert für 2030 benennt eine absolute Emissionsreduktion in Höhe von 2.668 t CO2e auf 29.091 t CO2e 2030.
Das Ziel bezieht sich auf die PALFINGER Gruppe und ihre vollkonsolidierten Gesellschaften. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ist nicht abgedeckt.
Der Fortschritt wird in Bezug auf das Jahr 2022 mit 31.758 t CO2e vor rückwirkender Fehlerkorrektur bzw. 37.155 t CO2e nach rückwirkender Fehlerkorrektur gemessen. Weitere Informationen hierzu sind im E1-4.34a-e zu finden.
Das Ziel bezieht sich auf den Zeitraum 2024-2030.
Die Festlegung des Ziels beruht auf internen Analysen der Dekarbonierungshebel wie der Energieeffizienzanalyse (siehe E1-3). Eine Analyse weiterer Dekarboniserungshebel ist geplant.
Die Ziele basieren nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es handelt sich um eine potenzialbasierte Zielsetzung, wobei die Grundsätze von SBTi berücksichtigt wurden.
Die Interessensträger wurden für die Festlegung des Ziels nicht miteingebunden.
Es haben bis dato keine Zieländerungen oder -anpassungen stattgefunden.
Das Ziel wird laufend im Rahmen des Emissionsreportings und der jährlichen Aktualisierung der CO2e -Bilanz überwacht und der Status dem Sustainability Council, Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. In 2024 konnte der Zielwert von 31.377 t CO2e bereits deutlich unterschritten werden.
| in MWh | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen | - | - |
| Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen | 19.860 | 18.392 |
| Brennstoffverbrauch aus Erdgas | 58.196 | 61.744 |
| Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen | 8.081 | 7.385 |
| Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus fossilen | 46.346 | 24.041 |
| Quellen | ||
| Gesamtverbrauch fossiler Energie | 132.483 | 111.562 |
| Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | 61,8% | 52,0% |
| Verbrauch aus nuklearen Quellen | n.b. | 5.700 |
| Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | n.b. | 2,7% |
| Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse | - | - |
| Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren | 75.456 | 88.373 |
| Quellen | ||
| Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt | 6.368 | 8.907 |
| Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie | 81.824 | 97.280 |
| Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) | 38,2% | 45,3% |
| Gesamtenergieverbrauch | 214.307 | 214.542 |
Der absolute Energieverbrauch im Berichtsjahr entspricht mit rund 214,5 Mio. kWh (2023: 214,3 Mio. kWh) in etwas dem des Vorjahres. Der größte Teil des Energieverbrauchs fiel mit 61 Prozent in der Region EMEA an.
Zu den wesentlichen Energieverbrauchern der PALFINGER Produktionsstandorte zählen die Lackier- und Galvanikanlagen sowie die Anlagen zur Konditionierung der Produktionshallen. Der Treibstoffverbrauch des Fuhrparks fließt ebenfalls in den Energieverbrauch ein und macht rund 8 Prozent des Gesamtverbrauchs aus. Das Gros der produktionsbezogenen Transporte ist an Logistikunternehmen ausgelagert (Scope 3), wobei der Transport hauptsächlich durch Lkw und Schiffe erfolgt. Der Anteil an Grünstrom am Gesamtstromverbrauch beträgt 2024 80 Prozent. Der Anteil der PV-Anlagen am Gesamtstromverbrauch liegt bei ca. 7,5 Prozent.
| in MWh | 2023 | 2024 | in % |
|---|---|---|---|
| Erzeugung nicht erneuerbarer Energie | - | - | |
| Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen | 6.368 | 8.907 | 39,9% |
| in MWh / Mio. EUR | 2023 | 2024 | in % |
|---|---|---|---|
| Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren je Nettoeinnahme | 87,6 | 91,0 | 3,9% |
| aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren |
| in TEUR | 2023 | 2024 | in % |
|---|---|---|---|
| Nettoumsatzerlöse aus Aktivitäten in Sektoren mit hoher Klimaauswirkung | 2.445.852 | 2.359.842 | -3,5% |
| Nettoumsatzerlöse (Sonstige) | - | - | |
| Gesamterlöse (Abschluss/finanzielle Berichterstattung) | 2.445.852 | 2.359.842 |
(E1-6.AR 48); (E1-6.44-52):
| in Tonnen CO2e | Basis Jahr 2022 | 2023 | 2024 | % N/N-1 |
|---|---|---|---|---|
| Scope-1-Treibhausgasemissionen | ||||
| Scope-1- THG-Bruttoemissionen | 18.850 | 19.019 | 18.885 | -0,7% |
| Prozentsatz der Scope-1 Treibhausgasemissionen aus regulierten | - | - | - | |
| Emissionshandelssystemen (in %) | ||||
| Scope-2-Treibhausgasemissionen | ||||
| Standortbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | n.b. | n.b. | 33.978 | |
| Marktbezogene Scope-2- THG-Bruttoemissionen | 18.305 | 17.676 | 11.365 | -35,7% |
| Signifikante Scope-3-Treibhausgasemissionen | ||||
| Gesamte indirekte (Scope-3-) THG-Bruttoemissionen | 3.685.055 | 3.551.875 | 3.042.731 | -14,3% |
| 1 Erworbene Waren und Dienstleistungen | 1.171.672 | 909.262 | 762.692 | -16,1% |
| 2 Investitionsgüter | 11.662 | 11.662 | 11.662 | - |
| 3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht | 13.509 | 13.509 | 13.509 | - |
| in Scope 1 oder Scope 2 enthalten) | ||||
| 4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb | 69.022 | 59.866 | 60.279 | 0,7% |
| 5 Abfallaufkommen in Betrieben | 65.246 | 65.246 | 65.246 | - |
| 6 Geschäftsreisen | 2.029 | 2.029 | 2.029 | - |
| 7 Pendelnde Mitarbeiter | 9.425 | 9.425 | 9.425 | - |
| 9 Nachgelagerter Transport | 6.902 | 5.989 | 6.028 | 0,7% |
| 11 Verwendung verkaufter Produkte | 2.315.918 | 2.455.217 | 2.090.085 | -14,9% |
| 12 Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer | 16.473 | 16.473 | 16.473 | - |
| 15 Investitionen | 3.197 | 3.197 | 5.303 | 65,9% |
| THG-Emissionen insgesamt | ||||
| THG-Emissionen ingesamt (standortbezogen) | n.b. | n.b. | 3.095.594 | |
| THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) | 3.722.210 | 3.588.570 | 3.072.981 | -14,4% |
n.b. = nicht berichtet
Es gibt keine biogenen CO2e -Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse im Scope 1 und 2. Auch bei den Scope 3-Emissionen wird angenommen, dass aufgrund der Branche die biogenen Emissionen minimal bis gar nicht vorhanden sind.
Die Berechnungs- und Emissionsfaktoren werden jährlich festgelegt und bei Bedarf aktualisiert. Emissionsdaten enthalten Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) sowie den Korrekturwert für Import und Export. Die restlichen Kyoto-Gase entstehen bei der direkten Verbrennung nicht, daher können die Zahlen als vollständig betrachtet werden.
Die Umrechnung direkter und indirekter CO2-Äquivalente sowie der Anteile erneuerbarer und nuklearer Quellen für Strom basiert auf unterschiedlichen Datenbanken, zB. IEA & Ecoinvent (2020), Climate-Transparency, Electricity Maps (2023). Die direkten Emissionsfaktoren (Scope 1) von Benzin, Diesel, Flüssiggas, Propan/Butan sowie Fernwärme und Heizöl stammen vom Umweltbundesamt Österreich, bzw. vom Schweizer Fachverband Flüssiggas. Die Berechnung der Scope 1 und Scope 2 Emissionen erfolgt in der HSE-Software für die von den Standorten gemeldeten Energieverbräuche nach Energieträgern durch Multiplikation mit dem jeweiligen Emissionsfaktor.
Die Emissionswerte wurden für marked-based Scope 2 im Jahr 2022 und 2023 falsch ausgewiesen. Ein Standort konnte den Bezug von erneuerbarer Energie nicht nachweisen. Die Berechnung wurde rückwirkend wie folgt korrigiert:
| in Tonnen CO2e | 2022 | 2023 |
|---|---|---|
| Scope 2 THG-Emissionen (berichtet) | 12.908 | 12.894 |
| Fehlerkorrektur | 5.397 | 4.782 |
| Scope 2 THG-Emissionen (korrigiert) | 18.305 | 17.676 |
Die Berechnung der Scope 3 Emissionen erfolgt mittels Tabellenkalkulationsprogramm. Emissionsfaktoren und Referenzwerte zur Berechnung der Scope 3 Emissionen wurden wissenschaftlichen Datenquellen entnommen:
Signifikante Scope-3-Kategorien, die für das Unternehmen Prioritäten darstellen, sind die Kategorie 3.1 Erworbene Waren und Dienstleistungen sowie 3.11 Verwendung verkaufter Produkte.
Die Berechnung der Scope 3 Emissionen der Kategorie 3.1 Erworbene Waren und Dienstleistungen erfolgt mittles ausgaben-basierter Methode, wobei das Einkaufsvolumen an Gütern und Dienstleistungen mit einem ausgabenbasierten Emissionsfaktor multipliziert wird. Limitationen dieser Methode ergeben sich aus der Abhängigkeit von Sekondärdaten. Die Daten zum Einkaufsvolumen werden aus den lokalen ERP-Systemen für Grundmetalle und verarbeitetes Metall, elektrische und optische Geräte, Maschinen und Ausrüstung, Kraftfahrzeuge, Gummi und Kunststoff, Chemikalien und chemische Produkte, Post und Telekommunikation und anderen gemeinschaftlichen, sozialen und persönlichen Dienstleistungen erhoben. Die Datenerhebung erfolgt zentral auf Konzernebene.
Die Emissionen der Kategorie 3.11 Verwendung verkaufter Produkte werden durch Multiplikation der verkauften Mengen verschiedener Produkte pro Produktlinie berechnet. Die Berechnung basiert auf Produktaktivitätsdaten (Epump-Mech pro Betriebsstunde, ⴄPowertrain) und Verkaufsaufzeichnungen, die aus internen Datensystemen abgeleitet wurden. Bei einigen Produkten wie dem Ladekran wird eine Unterscheidung zwischen Load-Sensing und Konstantpumpe berücksichtigt. Für die Emissionsberechnung wurde der Emissionsfaktor für Diesel sowie der erforderliche Energieverbrauch während der Nutzungsphase herangezogen. Abschließend wurden zur Extrapolation der Ergebnisse Annahmen zu Betriebsstunden und Produktlebensdauer (standardisierter Nutzungszyklus) getroffen.
Rund 1,24 Prozent der Scope 3-Emissionen werden anhand von Primärdaten von Lieferanten oder anderen Partnern in der Wertschöfpungskette berechnet.
| Tonnen CO2 pro Mio. EUR | 2023 | 2024 | % |
|---|---|---|---|
| Treibhausgasintensität je Nettoerlöse | |||
| THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) je Nettoeinnahme | - | 1.312 | |
| THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) je Nettoeinnahme | 1.467 | 1.302 | -11,2% |
Die Nettoeinahmen entsprechen den Umsätzen gem. Konzernabschluss.
Die Angaben zur Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung der Auswirkungen, Risiken und Chancen zum E5 sind im ESRS 2 zu finden.
Der verantwortungvolle Ressourceneinsatz und die Langlebigkeit der eingesetzten Materalien sind aus ökonomischer Perspektive in der operativen Tätigkeit von PALFINGER fest verankert. Hierfür gibt es zum jetztigen Zeitpunkt jedoch noch kein übergeordnetes Konzept. PALFINGER arbeitet in den folgenden Jahren daran, ein übergeordnetes Konzept zum Thema Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft zu erstellen.
Maßnahmen zur Verlängerung der Produktlebensdauer umfassen präventive Wartung, Inspektionen, Reparaturen und Ersatzteilmanagement. Ersatzteile und Reparaturdienste werden durch ein globales Servicenetzwerk und moderne Technologien wie die "Smart Inspection"-App bereitgestellt, um Kunden bei der langfristigen Wartung und Instandhaltung zu unterstützen.
Dieses Maßnahmenbündel zielt darauf ab, die ökologischen Auswirkungen während der Nutzung und Wartung von Produkten zu minimieren und hat folgende Ergebnisse:
Die Maßnahmen tragen zur Anwendung kreislauforientierter Geschäftspraktiken insbesondere zur Werterhaltung durch Wartung, Reparatur, Aufarbeitung, Wiederaufarbeitung bei. Durch die Förderung von Reparatur wird eine Verlängerung der Nutzungsdauer der Produkte angestrebt. Die Themen "Verwendung von recyceltem Material" oder "kreislauforientiertes Design" werden durch die Maßnahme nicht abgedeckt, da sich diese auf Lebensdauerverlängerung bezieht.
Reparatur, Wartung und Ersatzteile werden über das globale Service-Netzwerk angeboten. Sie werden von PALFINGER selbst oder von Geschäftspartnern angeboten. Die vorgelagerte Wertschöpfungskette wird von dem Konzept nicht abgedeckt.
Es handelt sich um eine laufende Maßnahme.
Das Thema Kreislaufwirtschaft wurde durch die aktuelle Wesentlichkeitsanalyse als neues wesentliches Thema identifiziert und 2024 als seperates Handlungsfeld in die Nachhaltigkeitsstrategie aufgenommen. Ziele werden im nächsten Geschäftsjahr definiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet sowie ein Prozess zur Beurteilung der Effektivität der Maßnahmen implementiert.
Wesentliche Inputs sind Rohmaterial (v.a. Stahl, Aluminium) und Einkaufsteile wie Zylinder, Steuerungssysteme & mechatronik, Elektronik und Kabel, Hydraulikkomponenten & -ausrüstung sowie Motoren und Pumpen, DIN- & Normteile und mechanische Teile. Über das Beschaffungsprinzip "in der Region, für die Region" durch lokale Partnerschaften mit vorzugsweise global agierenden Lieferanten vermindert PALFINGER zudem seinen ökologischen Fußabdruck und trägt zur lokalen Wertschöpfung bei. Weitere Informationen zur PALFINGER Wertschöpfungskette sind bei SBM-1 im ESRS 2 zu finden.
| in Tonnen | 2024 |
|---|---|
| Rohmaterial | 114.207 |
| Hydraulikkomponenten & -ausrüstung | 1.653 |
| Zylinder | 4 |
| Steuerungssysteme & -mechatronik | 117 |
| DIN- & Normteile | 565 |
| Gesamtgewicht | 116.546 |
Das Gesamtgewicht wurde auf Basis der verbuchten Wareneingänge im Berichtsjahr ermittelt. Für Gesellschaften, die kein Gewicht im lokalen ERP-System hinterlegt haben, wurde das Gewicht anhand des Wareneingangs in EUR geschätzt.
| in Tonnen | 2024 |
|---|---|
| Gesamtgewicht von sekundären, wiederverwendeten oder recycelten Komponenten, Zwischenprodukten oder Materialien im Berichtszeitraum verwendeter Materialien |
46.450 |
| Menge an sekundären, wiederverwendeten oder recycelten Materialien in % | 39,9% |
Der Anteil an wiederverwendeten oder recycelten sekundären Materialien wurde auf Basis von Abfragen bei Lieferanten ermittelt. Für Komponenten oder Materialien, für die keine Werte ermittelt werden konnten, erfolgte eine Schätzung auf Basis ähnlicher Produkte oder Lieferanten.
PALFINGER hat Ressourcenabflüsse in Form von hergestellten Produkten. Produkte beinhalten Ladekrane, Forst-und Recyclingkrane, Abroll-und Absetzkipper, Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Mitnahmestapler, Eisenbahnsysteme, Personeneinstiegsysteme, Marine Krane, Winden und Offshore Equipment, Offshore Krane, Davit Systeme, Boote, Wind Krane.
Im Zuge der Kreislaufwirtschaft führt PALFINGER Wartung und Reparatur zur Instandhaltung von Produkten durch. Weitere Informationen zu PALFINGER Produkten sind bei SBM-1 im ESRS 2 zu finden.
| Haltbarkeit der Produkte in Jahren | 2024 |
|---|---|
| Ladekran | 10-15 |
| Forst- und Recyclingkrane | 11-12 |
| Abroll- und Absetzkipper | 15-16 |
| Ladebordwände | 10 |
| Kleine Hubarbeitsbühnen | 12 |
| Große Hubarbeitsbühnen | 20 |
| Mitnahmestapler | 10 |
| Marine- und Windkrane | 15 |
| Winden und Offshore Equipment | 20 |
| Offshorekrane | 25 |
| Davit Systeme | 20 |
| Boote | 20 |
Aktuell liegen noch keine Branchendaten zur Haltbarkeit vergleichbarer Produkte vor, daher können Vergleiche dazu noch nicht berichtet werden.
Die angegebene Haltbarkeit in Jahren wird auf Basis der angegebenen Anzahl an Lastzyklen mit einem gewissen Prozentsatz der maximalen Belastbarkeit über die Lebensdauer der Produkte geschätzt. Die tatsächliche Haltbarkeit kann je nach Nutzung, Umgebung und anderen Faktoren variieren. Diese Zahlen basieren auf internen Tests und dienen nur zu Informationszwecken. Sie stellen keine Gewährleistung oder Garantie jeglicher Art dar.
Die Bewertung der Reparierbarkeit der Produkte wurde auf Basis der Empfehlungen der EN 45554:2020 "Allgemeine Verfahren zur Bewertung der Reparier-, Wiederverwend- und Upgradebarkeit energieverbrauchsrelevanter Produkte" durchgeführt. Es wurden priorisierte Teile und Kompenenten ermittelt und diese anhand der Kriterien Gesamtreparaturzeit, notwendige Werkzeuge, notwendige Arbeitsumgebung, Fähigkeitsniveau der Reparierenden und Verfügbarkeit von Ersatzteilen bewertet. Die Bewertungsskala reichte von A (sehr einfache Reparatur) bis E (sehr schwierige Reparatur). Alle Produkte von PALFINGER wurden mit B oder C bewertet, was einer guten Reparierbarkeit entspricht. Die meisten Teile und Komponenten sind einfach zu reparieren, nur bei manchen Teilen ist die Reparatur komplexer.
(E5-5.36c):
| in Tonnen | 2024 |
|---|---|
| Gesamtgewicht der Produkte und Verpackung | 116.546 |
| Gewicht des recycelbaren Anteils des Produktes und der Verpackung | 112.952 |
| Recycelbarer Anteil in den Produkten und Verpackung in % | 96,9% |
Der Anteil an recycelbaren Produkten wurde auf Basis von Abfragen bei Lieferanten ermittelt. Für Komponenten oder Materialien, für die keine Werte ermittelt werden konnten, erfolgte eine Schätzung auf Basis ähnlicher Produkte oder Lieferanten.
Die Auswirkungen im Bereich Gesundheit und Sicherheit sind branchenbedingt. Als produzierendes Unternehmen ergeben sich Risiken im Produktionsprozess. Sie beeinflussen die Nachhaltigkeitstrategie im Handlungsfeld "People, Values and Culture", in dem "Gesundheit und Sicherheit" ein Fokusbereich ist.
Das Risiko der mangelnden Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeitender hat wesentlichen Einfluss auf die Strategie von PALFINGER. Mehrere langfristige Trends wirken sich auf dieses strategische Risiko aus - Kampf um Talente, geringere Attraktivität von Arbeiterjobs, Ruhestand der Babyboomer. Maßnahmen wie Employer-Branding-Aktivitäten, Ausbau des Ausbildungsprogramms, standardisierte Beurteilungsprozesse, Benefit-Programme (z.B. PALfit) und laufende Qualifizierungen reduzieren das Risiko. Darüber hinaus wird mittelfristig eine strategische Nachfolgeplanung als wesentliches Managementinstrument etabliert.
Das Risiko der mangelnden Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitenden hängt stark mit den Auswirkungen im Zusammenhang mit Aus- und Weiterbildung, Arbeitszeit, Vielfalt und faire Entlohnung zusammen. Die Schaffung eines attraktiven Arbeitsplatzes ist dabei sowohl für das Risiko als auch für die Auswirkungen essenziell.
Die Mitarbeitenden von PALFINGER teilen sich in zwei wesentliche Gruppen auf, in sogenannte direkte und indirekte Mitarbeitende. Direkte Mitarbeitende sind Personen, die direkt an den PALFINGER Produkten tätig sind. Zur Abdeckung von Kapazitätsspitzen werden in diesen Bereichen externe Leasingkräfte von Drittunternehmen bereitgestellt. Direkte Mitarbeitende sind besonders von möglichen negativen Auswirkungen hinsichtlich ihrer physischen Gesundheit und Demotivation durch inflexible Arbeitszeiten betroffen. Für diese Berufsgruppe gibt es spezielle Präventivmaßnahmen, um Arbeitsunfälle zu verhindern und Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Indirekte Mitarbeitende sind Personen, welche üblicherweise Bürotätigkeiten ausüben. Durch die Natur der Tätigkeit sind diese Mitarbeitenden eher von Arbeitsbedingungen betroffen, die zu mentalen Gesundheitsproblemen führen können. Positive Auswirkungen zeigen sich für diese Personengruppe z.B. bei der Schaffung von attraktiven Arbeitsplätzen durch Trainings und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Negative Auswirkungen im Zusammenhang mit unflexiblen Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten sowie psychischen und physischen Belastungen ergeben sich global aufgrund der Branche in der PALFINGER als produzierendes Unternehmen tätig ist. Daher können die negativen Auswirkungen als weitverbreitet und systemisch angesehen werden.
Die negativen Auswirkungen in Bezug auf Gewalt, Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz betreffen einzelne individuelle Vorfälle.
Alle PALFINGER Mitarbeitenden können grundsätzlich von positiven Auswirkungen hinsichtlich Versammlungsfreiheit, Kollektivverhandlungen, sozialem Dialog, Gleichbehandlung und fairer Bezahlung profitieren.
Das Risiko bezüglich des Mangels an qualifizierten Mitarbeitenden ergibt sich unter anderem aus den Auswirkungen im Zusammenhang mit unflexiblen Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten und dem Mangel an Vielfalt, der die Attraktivität und den Erfolg des Unternehmens beeinträchtigen kann.
Es bestehen keine wesentlichen Auswirkungen auf eigene Mitarbeitende aus Übergangsplänen zur Verringerung negativer Umweltauswirkungen.
Es gibt keine Tätigkeiten mit erheblichem Risiko in Bezug auf Zwangsarbeit bei den eigenen Arbeitskräften.
Weiters gibt es keine Tätigkeiten mit erheblichem Risiko in Bezug auf Kinderarbeit bei den eigenen Arbeitskräften.
Durch die jahrelange Erfahrung und das Wissen um die Arbeitsweisen im Unternehmen ist sich PALFINGER bewusst, dass unterschiedliche Berufsgruppen im Unternehmen unterschiedlichen Anforderungen an das Arbeitsumfeld und auch unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt sind. Insbesondere direkte Mitarbeitende sind aufgrund ihrer Tätigkeiten verstärkt physischen Belastungen ausgesetzt. Weitere spezifische Gruppen, die stärker von negativen Auswirkungen betroffen sein könnten, sind Frauen, junge Mitarbeitende (unter 30), ältere Mitarbeitende (über 50), Mitarbeitende mit Behinderungen, ethnische Minderheiten, LGBTQ+ Mitarbeitende. Beispiele für wesentliche negative Auswirkungen für Frauen sind Belästigung und Diskriminierung und/oder Probleme bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Es gibt keine wesentlichen Risiken und Chancen für PALFINGER, die sich auf bestimmte Personengruppen und nicht auf die gesamten Arbeitskräfte des Unternehmens beziehen.
Die Konzepte gelten zum Großteil nur für die eigenen Mitarbeitenden. Dies ist dadurch bedingt, dass für die Einsicht in die Konzepte und entsprechende Maßnahmen ein Zugang zu den PALFINGER Systemen notwendig ist. Dieser ist nur Mitarbeitenden in einem aktiven Dienstverhältnis mit PALFINGER möglich. Die Konzepte zur Arbeitssicherheit und Gesundheit sowie der Code of Coduct für Mitarbeitende gelten auch für Leiharbeitskräfte.
Neben der Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben zur Achtung der Menschenrechte orientiert sich PALFINGER an internationalen Standards und Konventionen. Dies ist im Code of Conduct verankert. Seit 2013 unterstützt PALFINGER den UN Global Compact und bekennt sich zu dessen zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. PALFINGER bekennt sich zu den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen und folgt den Prinzipien der ILO.
Die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen enthält 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs). PALFINGER bezieht die SDGs in seine Geschäftstätigkeit ganzheitlich mit ein. Direkte und indirekte Auswirkungen der Agenden von PALFINGER auf die 17 SDGs wurden evaluiert. Die wesentlichsten Auswirkungen, die die strategische Ausrichtung des Nachhaltigkeitsmanagements beeinflussen, sieht PALFINGER bei vier Entwicklungszielen: SDG 5 – Geschlechtergerechtigkeit, SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum, SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion, SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz.
Im Steering Committee für die Erstellung des Code of Conduct wurde die Personalabteilung als Vertreter der eigenen Belegschaft miteinbezogen. Bei den anderen Konzepten wurden die eigenen Mitarbeitenden in den in S1-2 beschriebenen Formen miteinbezogen. Details dazu finden sich bei den Angaben zu den jeweiligen Konzepten.
Die im ESRS S1-3 dargestellten Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die eigene Belegschaft Bedenken äußern kann, können bei Bedarf auch genutzt werden, um Abhilfe bei Auswirkungen auf Menschenrechte der Mitarbeitenden zu schaffen.
Menschenhandel oder Sklaverei sind illegal. Jeder Hinweis auf derartige Praktiken wird unverzüglich verfolgt und sichergestellt, dass diese sofort beendet werden. PALFINGER achtet darauf, dass Mitarbeitende wie Geschäftspartner diese Verbrechen weder direkt noch indirekt fördern oder unterstützen. Kinderarbeit ist strikt untersagt. PALFINGER hält sich an die Konventionen der "International Labour Organisation" zum Mindestalter für Beschäftigung. Diese Altersgrenze garantiert Kindern und Jugendlichen ihre volle körperliche und geistige Entwicklung. Zwangs- oder Pflichtarbeit ist illegal. Mitarbeitende können bei PALFINGER ihr Arbeitsverhältnis jederzeit mit angemessener Vorankündigung beenden.
Arbeitssicherheit hat für PALFINGER einen besonders hohen Stellenwert. Aus diesem Grund verfügt PALFINGER über ein Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie daraus resultierende Konzepte. Das Management von Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz bei PALFINGER erfolgt auf Basis der ISO 45001 Arbeitssicherheitsmanagement. Durch die neue Group Policy Certification Requirements for PALFINGER Sites and Audit Management besteht zukünftig für alle Standorte über 100 Mitarbeitende die Verpflichtung zur Einführung eines ISO 45001 Arbeitssicherheitsmanagementsystem.
PALFINGER duldet keine Diskriminierung, Belästigung oder Mobbing aufgrund ethnischer oder sozialer Herkunft, nationaler Abstammung, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Religion, politischer Orientierung, Mitgliedschaft in legalen Vereinigungen oder anderer persönlicher Merkmale. Bei PALFINGER gelten Chancengleichheit und Gleichbehandlung: Alle haben das Recht auf ein sicheres und respektvolles Arbeitsumfeld. Dies wird auch im Code of Conduct festgehalten. Als Konzept zur Förderung der Chancengleichheit wurde die Diversitätsstrategie, welche sich auf Aufsichtsrat und Vorstand bezieht, definiert. Sie wird im Corp. Governance Bericht im Kapitel Diversitätskonzept näher erläutert.
In Österreich ist PALFINGER verpflichtet, eine gesetzlich vorgegebene Behindertenquote zu erreichen. Diese Quote wurde eingeführt, um die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt zu fördern. Wird diese Quote nicht erfüllt, sind Ausgleichszahlungen zu leisten. Darüber hinaus hält sich PALFINGER in allen Ländern, in denen das Unternehmen tätig ist, strikt an die gesetzlichen Vorgaben und demonstriert so sein Engagement für rechtliche und ethische Standards weltweit.
Die Verhinderung von Diskriminierung wird bei PALFINGER konzernweit durch Konzepte wie den Code of Conduct, die Anti-Harassment & Anti-Discrimination Policy und die Recruiting Policy gewährleistet. Belästigung oder Mobbing aufgrund ethnischer oder sozialer Herkunft, nationaler Abstammung, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Religion, politischer Orientierung, Mitgliedschaft in legalen Vereinigungen oder anderer persönlicher Merkmale wird nicht geduldet.
(MDR-a):
Der aktuelle PALFINGER Code of Conduct definiert die wesentlichen rechtlichen und ethischen Prinzipien als Basis jeder unternehmerischen Tätigkeit. Verstöße gegen die Gesetze und den Verhaltenskodex werden sanktioniert und können strafrechtliche Konsequenzen haben. Folgende Inhalte werden zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen im Code of Conduct behandelt:
Im Code of Conduct werden alle wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu den Nachhaltigkeitsthemen Arbeitsbedingungen und Gleichbehandlung und Chancengleichheit adressiert.
Zur Einhaltung des Code of Conduct hat PALFINGER Maßnahmen und Prozesse eingeführt, wie z.B. zielgerichtete Schulungen, die sicherstellen, dass die jeweils geltenden rechtlichen Anforderungen bekannt sind und eingehalten werden. Diese Schulungen sind für alle PALFINGER Mitarbeitenden verpflichtend.
Fehlverhalten kann bei der Führungskraft, der Personalabteilung und der Integrity Line gemeldet werden. Gemeldete potenzielle Verstöße gegen den Code of Conduct oder andere Gruppenrichtlinien werden laufend evaluiert. Sofern sich Verdachtsfälle erhärten, werden sie von GRC und Corp. Internal Audit untersucht und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen mit dem verantwortlichen Management festgelegt.
Die Umsetzung und Einhaltung der Standards des Code of Conduct wird von allen Mitarbeitenden und Fremdarbeitskräften in der eigenen Belegschaft gefordert. Er gilt für alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften, die weltweit zur PALFINGER Gruppe gehören und an denen die Gruppe beherrschenden Einfluss ausübt.
Der Vorstand hat den Code of Conduct unterzeichnet und ist für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich. Für die Erstellung, die Überwachungsprozesse und die Durchführung der Schulungen im Zusammenhang mit dem Code of Conduct ist die Abteilung Governance, Risk & Compliance verantwortlich.
Der Erfolg des Unternehmens hängt von gesunden und fair behandelten Mitarbeitenden ab. Daher schützt PALFINGER ihre Rechte und folgt den Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen sowie der "International Labor Organization".
Für die Erstellung des Code of Conduct wurde ein Steering Committee bestehend aus GRC, Personalabteilung, Einkauf und Händlernetzentwicklung eingerichtet, um die drei wesentlichen Adressaten der Regelungen des Code of Conduct einzubinden. Der Vorstand ist im Rahmen der finalen Freigabe des Code of Conduct in die Festlegung eingebunden.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden Befragungen der wichtigsten Stakeholder (siehe ESRS 2 SBM-2.45a) durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Erstellung des Code of Conduct ein.
Der Code of Conduct ist für Mitarbeitende über das Intranet über das Group Policy System sowie über die Unternehmenswebsite von PALFINGER zugänglich.
(MDR-a):
Die Implementierung von Prinzipien des Gesundheitsmanagements und einer präventiven betrieblichen Gesundheitsvorsorge zur Sicherstellung der Gesundheit der Mitarbeitenden und eines sicheren Arbeitsumfeldes ist in der Health Management Policy adressiert.
Eine gruppenweite Health Management Policy regelt den Umfang der arbeitsmedizinischen Betreuung abhängig von der Anzahl der Mitarbeitenden an den Standorten und definiert den Leistungskatalog sowie die Einsatzzeiten. Damit ist gewährleistet, dass weltweit für alle PALFINGER Mitarbeitende eine standardisierte und von nationalen gesetzlichen Vorgaben unabhängige laufende arbeitsmedizinische Betreuung gesichert ist.
Die Policy regelt auch die verpflichtende Durchführung von Sitzungen des Health & Safety Committees und die Miteinbeziehung von Mitarbeitendenvertretern. Durch die Policy wird ein ganzheitlicher Gesundheitsmanagementzugang forciert. Ein abgestimmtes Vorgehen der drei Bereiche Arbeitsschutz, Wiedereingliederung nach längerer Krankheit und präventiv ausgerichtete betriebliche Gesundheitsförderung (PALfit-Programm) sind hier entscheidend. PALFINGER bezieht sich dabei auf den Gesundheitsbegriff der World Health Organization, die Gesundheit als Einheit von körperlichen, sozialen und mentalen Anteilen sieht. Darüber hinaus wird der psychischen Gesundheit ein hoher Stellenwert eingeräumt, um die Arbeitsfähigkeit in Anbetracht der steigenden psychischen Belastungen bestmöglich zu unterstützen.
Um eine standardisierte, regelmäßige Berichterstattung und Nachverfolgung von standortspezifischen Aktivitäten sicherzustellen, sind detaillierte Informationen zu den Maßnahmen dem Health & Safety Committee vorzulegen.
Corp. Internal Audit ist berechtigt, Prüfungen zur Beurteilung der Ausgestaltung und Wirksamkeit dieser Konzernrichtlinie durchzuführen, und unterstützt so die Überwachungsfunktion des Vorstands und Aufsichtsrats. Auf Anfrage sind alle Informationen an Corp. Internal Audit zu übermitteln.
Dieses Konzept gilt für alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften, die weltweit zur PALFINGER Gruppe gehören oder an denen die Gruppe beherrschenden Einfluss ausübt. Sie gilt für direkte und indirekte Mitarbeitende sowie Leiharbeitskräfte.
Für die Umsetzung der Policy ist die Chief Human Resources Officer (CHRO) sowie Global Human Resources (HR) verantwortlich. Die Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
PALFINGER steht in laufendem Dialog mit den Stakeholdern. Die Abteilung Human Resources ist in regelmäßigem Austausch mit den Mitarbeitenden. 2024 gab es eine PALfit-Gesundheitsbefragung mit dem Work Ability Index Plus (WAI+) für alle Mitarbeitenden an den österreichischen und deutschen Standorten. Bei den regelmäßigen jährlich verpflichtenden Health & Safety Committee-Sitzungen werden Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner, Human Resources und der Betriebsrat beigezogen, um die Interessen der Mitarbeitenden zu vertreten und deren Beteiligung zu gewährleisten.
Die Health Management Policy ist für Mitarbeitende über das Intranet über das Group Policy System zugänglich.
(MDR-a):
Die neue Group Policy Certification Requirements for PALFINGER Sites and Audit Management verpflichtet alle Standorte über 100 Mitarbeitende zur Einführung und Zertifizierung eines ISO 45001
Arbeitssicherheitsmanagementsystems, sodass dessen Verbreiterung in den kommenden drei Jahren erhöht wird. Basierend auf dieser Group Policy führte PALFINGER 2024 das Globale PALFINGER Management System (GPMS) am Standort Bergheim ein, das die Bereiche Qualität, Arbeitssicherheit, Umwelt und Energie (QHSE) integriert. Das externe Zertifizierungsaudit im Dezember 2024 wurde mit Erlangung der ISO Zertifizierungen für ISO 45001, 14001 und 50001 erfolgreich absolviert.
2024 arbeiteten 39 Prozent (2023: 36 Prozent) der Mitarbeitenden - exklusive CIS - an Standorten mit einer ISO 45001 Zertifizierung.
Das GPMS wird in den kommenden Jahren global in der PALFINGER Organisation entsprechend der Group Policy Certification Requirements ausgerollt.
Die Überwachung des Konzepts erfolgt durch die Function Process & Quality Management mittels definierten Umsetzungsplan und Reporting.
Corp. Internal Audit ist berechtigt, Prüfungen zur Beurteilung der Ausgestaltung und Wirksamkeit dieser Konzernrichtlinie durchzuführen, und unterstützt so die Überwachungsfunktion des Vorstands und Aufsichtsrats.
Das PALFINGER HSE Managementsystem und die darin enthaltenen internen Arbeitnehmerschutzstandards gelten global für alle Mitarbeitenden. Die externe Zertifizierungsverpflichtung nach ISO Standard 45001 gilt für Standorte über 100 Mitarbeitende.
Für die Umsetzung des Konzeptes ist die Function Process & Quality Management gemeinsam mit Corp. HSE Management verantwortlich. Die Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
Das Unternehmen hat sich im Rahmen der Umsetzung des Konzepts zur Einhaltung des Standard ISO 45001 verpflichtet.
Bei der Festlegung des Konzeptes wurden insbesondere die Interessen der Mitarbeitenden sowie Lieferanten, Kunden, Versicherer und Banken aufgrund von Anfragen und Gesprächen berücksichtigt. Diese Interessenträger erwarten, dass PALFINGER ein zertifziertes Arbeitnehmerschutzmanagement betreibt.
Die Group Policy Certification Requirements for PALFINGER Sites and Audit Management ist für Mitarbeitende über das Intranet über das Group Policy System zugänglich.
(MDR-a):
Die Zielsetzung der Group Policy Occupational Health & Safety Management ist die Einführung und Aufrechterhaltung eines globalen Standards für das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement, um Rechtssicherheit im Arbeitnehmerschutz sicherzustellen, Arbeitssicherheits- und Gesundheitsrisiken zu minimieren, arbeitsbezogene Unfälle zu vermeiden, Gefährdungen und Belastungen zu reduzieren um für sichere und gesunde Arbeitsplätze zu sorgen.
Die Group Policy beschreibt das Arbeitssicherheitsmanagementsystem inklusive Rechtssicherheitsmanagement, die Arbeitssicherheitsorganisation, HSE-Audits und Verbesserungsmaßnahmen.
Zusätzlich verweist sie auf die global geltenden PALFINGER Arbeitsschutzrichtlinien, die folgende Arbeitssicherheitsbereiche im Detail regeln:
Jeder Standort bewertet mithilfe eines global verfügbaren Rechtsinformationssystems für Arbeitnehmerschutzvorschriften laufend die Übereinstimmung mit den länderspezifischen Arbeitnehmerschutzgesetzen. Damit wird die Rechtssicherheit im Arbeitnehmerschutz gewährleistet.
Die Standorte und ihre Arbeitssicherheitsmanager bewerten jährlich die Umsetzung, Einhaltung und Sicherstellung dieser Arbeitsschutzrichtlinien in Form von internen Arbeitssicherheitsaudits. Corp. Und Regional HSE Management führt ergänzende HSE-Audits durch. Die Ergebnisse werden in Auditberichten dokumentiert und bei festgestellten Verbesserungsmöglichkeiten oder Abweichungen mit Korrekturmaßnahmen hinterlegt, womit sowohl eine kontinuierliche Verbesserung als auch die Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien sichergestellt wird.
Corp. Internal Audit ist berechtigt, Prüfungen zur Beurteilung der Ausgestaltung und Wirksamkeit dieser Konzernrichtlinie durchzuführen, und unterstützt so die Überwachungsfunktion des Vorstands und Aufsichtsrats.
Dieses Konzept gilt für alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften, die weltweit zur PALFINGER Gruppe gehören oder an denen die Gruppe beherrschenden Einfluss (laut IFRS Reporting) ausübt.
Für die Umsetzung des Konzepts ist Corp. HSE Management verantwortlich. Die Group Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
Das Unternehmen hat sich im Rahmen der Umsetzung des Konzepts zur Einhaltung der Standards ISO 9001 und ISO 45001 verpflichtet.
Bei der Festlegung des Konzeptes wurden insbesondere die Interessen der Mitarbeitenden sowie Lieferanten, Kunden, Versicherer und Banken berücksichtigt. Diese Interessenträger erwarten, dass PALFINGER entsprechende globale Standards für Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement umsetzt.
Die Group Policy Occupational Health & Safety Management ist für Mitarbeitende über das Intranet über das Group Policy System zugänglich. Die Arbeitsschutzrichtlinien sind tagesaktuell für alle PALFINGER Standorte online in der HSE-Managementsoftware verfügbar.
(MDR-a):
Aus- und Weiterbildung ist bei PALFINGER ein wichtiger Bestandteil zur Sicherung aller notwendigen technischen und sozialen Kompetenzen für die Zukunft. Lernen ist einer der wesentlichen Werte von PALFINGER und belegt, wie wichtig dem Unternehmen die Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeitenden ist, um deren persönliche Entwicklung und das Wachstum des Unternehmens sicherzustellen. Ziel der Group Policy Learning ist es globale Rahmenbedingungen für alle formalen Lern- und Entwicklungsmaßnahmen zu schaffen und Orientierung für Entscheidungen geben.
Um das Lernen auf globaler Ebene strategisch zu verankern und die Zusammenarbeit funktionsübergreifend zu steuern, verfügt jede Global Function und Corp. Function über einen eigenen Learning Guide. Der Learning Guide unterstützt die laufende Evaluierung des Schulungsbedarfs innerhalb der jeweiligen Function. PALFINGER ist bestrebt eine unternehmensspezifische Lernkultur zu fördern und PALFINGER als digital lernende Organisation zu stärken.
Die Learning Policy ermöglicht es Mitarbeitenden, monatlich bis zu zwei Stunden während der regulären Arbeitszeit für digitale Lerninhalte zu arbeitsbezogenen und auch ergänzenden Themen eigenverantwortlich aufwenden zu können. Dabei handelt es sich sowohl um verpflichtende als auch freiwillige Lerninhalte. Bei Bedarf kann der leitende Functional Manager die Anzahl der Stunden pro Monat erhöhen.
Durch die Entwicklung globaler Standards und Tools für Schulungs- und Entwicklungsmaßnahmen wird eine unternehmensspezifische Lernkultur gefördert und PALFINGER als digital lernende Organisation gestärkt.
Auswertungen und Analysen zu den absolvierten Trainings & Weiterbildungen finden im Human Resources Bereich Learning & Development statt. Corp. Internal Audit ist berechtigt, Audits zur Überprüfung der Ausgestaltung und der tatsächlichen Umsetzung der Gruppenrichtlinie Learning durchzuführen, und unterstützt so die Überwachungsfunktion des Vorstands und Aufsichtsrats.
Dieses Konzept gilt für alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften, die weltweit zur PALFINGER Gruppe gehören oder an denen die Gruppe beherrschenden Einfluss ausübt.
Für die Umsetzung des Konzepts und das Setzen entsprechender Maßnahmen ist der Bereich Center of Excellence People Development & Culture im Global Human Resources zuständig. Die Group Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
In Hinblick auf die Gruppenrichtlinie Learning steht PALFINGER in laufendem Dialog mit den Stakeholdern. Die Interessen des Top-Managements sowie der Mitarbeitenden von PALFINGER werden im Zuge von Mitarbeitendengesprächen und -befragungen, Performance & Development Reviews, Jour Fixes mit der Führungskraft etc. miteinbezogen.
Die Gruppenrichtlinie Learning ist für Mitarbeitende über das Intranet über das Group Policy System zugänglich.
Die Mitarbeitenden von PALFINGER sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Daher fördert PALFINGER ein Arbeitsumfeld, das berufliche und persönliche Weiterentwicklung ermöglicht. Das Unternehmen ist bestrebt Talente und qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen und bietet Entwicklungsmöglichkeiten sowie Karrierepfade, indem es Fachwissen aufbaut und erhält. PALFINGER ist bestrebt, attraktive Arbeitsmöglichkeiten anzubieten und unterstützt die Gestaltung des eigenen Arbeitsumfeldes sowie langfristige Zukunftsperspektiven. Um allen Bewerbenden gleiche Chancen zu bieten, basiert der Rekrutierungsprozess auf Transparenz, Kommunikation, Fair Play, Vielfalt, Qualität und Vertraulichkeit.
Ein standardisierter Rekrutierungsprozess gewährleistet, dass jede Bewerbung gleiche Chancen und Transparenz im Bewerbungsprozess vorfindet. Dadurch schafft PALFINGER die Voraussetzungen für eine Belegschaft, welche sich durch Diversität und Inklusion auszeichnet. Die Bezahlung von adäquaten Gehältern, welche den Fähigkeiten und Qualifikationen der Mitarbeitenden entsprechen, ist für PALFINGER wichtig und stellt sicher, dass das Gehaltsniveau den gesetzlichen und kollektivvertraglichen Rahmenbedingungen entspricht.
Für die Überwachung der Einhaltung der Group Policy ist Global HR verantwortlich und in 2024 wurden dazu vermehrt Schulungen durchgeführt. Corp. Internal Audit ist berechtigt, Prüfungen zur Beurteilung der Ausgestaltung und Wirksamkeit dieser Konzernrichtlinie durchzuführen, und unterstützt so die Überwachungsfunktion des Vorstands und Aufsichtsrats.
Dieses Konzept gilt für alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften, die weltweit zur PALFINGER Gruppe gehören oder an denen die Gruppe beherrschenden Einfluss ausübt. Die bestehende Recruiting Policy ist in ihrer aktuellen Form gültig. An einer Weiterentwicklung hinsichtlich genauerer Vorgaben zu Rollen, Ablauf und Freigabeprozessen wird aktuell gearbeitet.
Das jeweilige funktionale Management ist dafür verantwortlich die Group Policy umzusetzen, die darin festgelegten Standards einzuhalten und sie ihren Mitarbeitenden zur Kenntnis zu bringen. Für die Erstellung, Wartung und Adaptierung der Group Policy ist Global HR verantwortlich. Die Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
Die Recruiting Policy ist für Mitarbeitende, welche die betroffenen Interessenträger der Policy darstellen, über das Intranet über das Group Policy System zugänglich. Externe Interessenträger haben auf diese Policy keinen Zugriff.
(MDR-a):
Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz verletzen nicht nur die grundlegenden Menschenrechte und verursachen schwerwiegende Gesundheitsprobleme, sondern stören auch die Produktivität, senken die Arbeitsmoral und können zu schwerwiegenden rechtlichen Konsequenzen für den Einzelnen und das Unternehmen führen. Diese Policy zielt daher darauf ab, einen Arbeitsplatz zu schaffen und zu erhalten, der frei von Belästigung, Mobbing und Diskriminierung ist und gewährleistet, dass alle Mitarbeitenden mit Würde und Respekt behandelt werden. Sie ist unerlässlich, um die ethischen Standards von PALFINGER aufrechtzuerhalten, ein sicheres Arbeitsumfeld zu fördern und die Einhaltung der globalen und regionalen rechtlichen Rahmenbedingungen zu gewährleisten.
Diese Policy steht im Einklang mit internationalen Arbeitsgesetzen und anderen geltenden Gesetzen in den Regionen, in denen PALFINGER tätig ist. Über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus gehend sind Respekt, Integrität und Zusammenarbeit die zentralen Werte von PALFINGER.
Diese Policy steht im Einklang mit dem PALFINGER Code of Conduct und unterstreicht eine Null-Toleranz-Haltung gegenüber jeder Form von Belästigung oder Diskriminierung. Sie deckt alle Formen der Belästigung ab, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, sexuelle Belästigung, Mobbing und Diskriminierung.
Diese Group Policy trägt dazu bei den negativen Auswirkungen auf Mitarbeitende hinsichtlich Diskriminierung und Gewalt am Arbeitsplatz entgegenzuwirken. Die Vermeidung von Belästigung verhindert, dass es zur Entwicklung einer toxischen Arbeitsumgebung, sinkender Arbeitsmoral und erhöhtem Absentismus kommt.
Teamarbeit und Vertrauen sind besonders für PALFINGER entscheidend, da das Vorhandensein von Belästigungen auch die Sicherheitsstandards beinträchtigen kann und letztendlich zu Unfällen und Verletzungen führt. Durch die Einhaltung der Group Policy entsteht somit ein positiver Einfluss auf die Mitarbeitenden im Sinne einer erhöhten Arbeitssicherheit und Arbeitsunfallprävention.
Mitarbeitende, die von Belästigung oder Diskriminierung betroffen oder Zeuge davon sind, sind angehalten den Vorfall ihrer direkten Führungskraft, der Personalabteilung oder über das anonyme Whistleblower-Meldesystem des Unternehmens (Integrity Line) zu melden. Alle PALFINGER-Führungskräfte haben eine zusätzliche Sorgfaltspflicht, wenn es darum geht, jede Form von Belästigung und/oder Diskriminierung am Arbeitsplatz einzudämmen, zu melden und zu beseitigen.
Dieses Konzept gilt für alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften, die weltweit zur PALFINGER Gruppe gehören oder an denen die Gruppe beherrschenden Einfluss ausübt.
Verstöße gegen diese Group Policy führen zu angemessenen Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Vergeltungsmaßnahmen gegen Personen, die Belästigung und/oder Diskriminierung melden, oder gegen Personen, die an der Bearbeitung von Belästigungs- und/oder Diskriminierungsfällen beteiligt sind, sind streng verboten und werden ebenfalls disziplinarisch geahndet.
Die CHRO ist verantwortlich für die Etablierung und Pflege dieser Group Policy sowie ihrer zugrundeliegenden Prozesse. Die Einhaltung der festgelegten Standards wird von allen Mitarbeitenden innerhalb der Organisation verlangt. Die Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
Die Group Policy ist für Mitarbeitende über das Intranet über das Group Policy System zugänglich. Zusätzlich wurden alle Mitarbeitenden über einen Email Newsletter über die neue Policy im Dezember 2024 informiert.
Durch verschiedene, fest etablierte Formate fließen die Sichtweisen der Mitarbeitenden sowohl direkt als auch indirekt, über die Einbeziehung von Arbeitnehmervertretenden, in die Entscheidungen und Handlungen von PALFINGER ein. PALFINGER ist sich der wichtigen Rolle der Belegschaft für die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens bewusst, fördert den aktiven Austausch mit dem Management und dadurch positive Auswirkungen wie die Sicherstellung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz durch das Health&Safety-System, die Schaffung und Förderung sicherer Arbeitsplätze ebenso wie durch Vereinigungsfreiheit, Gewerkschaften und Tarifverhandlungen sowie durch sozialen Dialog und Betriebsräte.
Außerdem ist PALFINGER bestrebt, frühzeitig potenzielle, negative Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden zu erkennen und zu reduzieren. Hierzu zählen Arbeitsbedingungen, die zu psychischen und physischen Gesundheitsproblemen führen können oder aber auch die Diskriminierung von gewissen Gruppen an Mitarbeitenden sowie Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz.
Die Einbeziehung der Mitarbeitenden erfolgt sowohl auf Organisations- als auch auf Standortebene. Die Ebene der Einbeziehung ist abhängig von den unten beschriebenen Formen der Einbeziehung.
• Betriebsversammlungen
Die einzelnen Interessen und Ansprüche der eigenen Arbeitskräfte werden möglichst ausgewogen berücksichtigt. Dazu steht PALFINGER in laufendem Dialog mit den Stakeholdern. Konzepte und Maßnahmen sollen keine bestimmte Gruppe von Mitarbeitenden bevorzugen bzw. benachteiligen.
Rückmeldungen werden über die unter Punkt S1-2.27b angeführten Formate erfasst. Insbesondere die direkten Einbeziehungsmöglichkeiten spielen hier eine wichtige Rolle. Durch die vorhandenen Formate möchte PALFINGER eine kontinuierliche Feeback-Kultur fördern. Die gesammelten Rückmeldungen werden in verschiedenen Meetings oder speziellen Gremien diskutiert und ausgewertet. Je nach Relevanz und Umsetzbarkeit fließen diese dann in die Entscheidungsprozesse mit ein. Werden Ideen von Mitarbeitenden umgesetzt, erfolgt eine direkte Kommunikation an die Ideengeber.
Eine Zuordnung interner Ressourcen sowohl personell als auch finanziell findet im Zuge der Evaluierung und Planung einzelner Maßnahmen statt. Dabei wird darauf geachtet, dass ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, um die Maßnahmen erfolgreich umzusetzen. Wird externe Unterstützung benötigt, wird diese anlassbezogen ebenfalls berücksichtigt.
Dialoge zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden und Betriebsversammlungen werden gänzlich mit internen Ressourcen abgewickelt. Bei Mitarbeitendenbefragungen werden interne und externe Ressourcen verwendet. Die Steuerung und Durchführung des Prozesses findet intern statt. Für die Bereitstellung des Umfragetools und etwaige Auswertungen werden externe Ressourcen herangezogen.
Aktuell ergeben sich durch Reduktion der CO2e-Emissionen oder dem Übergang zu umweltfreundlicheren und klimaneutralen Tätigkeiten für Arbeitskräfte des Unternehmens keine Auswirkungen. Um jedoch Mitarbeitende in die Maßnahmenerstellung zum Klimaschutz miteinzubinden, bestand die Möglichkeit für Mitarbeitende im Zuge der "Innovation Challenge" Vorschläge zur Reduktion des CO2e-Fußabdruchs sowie der Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz einzureichen.
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Einbeziehung aller Mitarbeitenden, der Bereich Human Resources steuert und unterstützt den Prozess.
Seit 2013 unterstützt PALFINGER den UN Global Compact und bekennt sich zu dessen zehn Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruptionsbekämpfung. PALFINGER bekennt sich auch zu den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen. Siehe dazu (S1-1.20a).
Alle Vereinbarungen, welche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretenden verhandelt und abgeschlossen werden, haben als oberstes Ziel, die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden zu verbessern und die Achtung der Menschenrechte sicherzustellen. Durch die Einbeziehung der Interessenvertretung der Mitarbeitenden ist gewährleistet, dass die Sichtweisen und Interessen der Mitarbeitenden in etwaige Vereinbarungen einfließen.
Auf Basis der Erfahrungswerte von PALFINGER sind die unter 27 b) genannten Dialogformate wirksame Instrumente, um die Sichtweisen und Anforderungen der Mitarbeitenden in die Entscheidungen und Tätigkeiten des Unternehmens einfließen zu lassen.
Der aktuelle PALFINGER Code of Conduct definiert die wesentlichen rechtlichen und ethischen Prinzipien als Basis jeder unternehmerischen Tätigkeit. Über die "Integrity Line" können potenzielle Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien bzw. Fehlverhalten gemeldet werden. Dadurch können Sorgen und Beschwerden zu negativen Auswirkungen wie Arbeitsbedingungen, die zu körperlichen und psychischen Gesundheitsproblemen führen können, sowie zu Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz und Diskriminierung gemeldet und entsprechende Abhilfemaßnahmen ergriffen werden. Abhilfemaßnahmen reichen von Gesprächen und Bewusstseinsschaffung, angemessenen Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Auf die konkreten Maßnahmen wird in Abschnitt S1-4 eingegangen.
Nach der Auffassung und Erfahrung von PALFINGER sind die unter Punkt 27b) genannten Formate zur direkten und indirekten Einbeziehung der Mitarbeitenden wirksame Verfahren, um die möglichen negativen Auswirkungen auf die PALFINGER Mitarbeitenden zu erkennen und entsprechend Maßnahmen zur Reduktion bzw. Vermeidung der Auswirkungen zu initiieren.
Die folgenden Kanäle wurden von PALFINGER selbst eingerichtet:
Über die "Integrity Line" können potenzielle Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien bzw. Fehlverhalten gemeldet werden. Gemeldete potenzielle Verstöße gegen das Gesetz, den Code of Conduct oder andere Gruppenrichtlinien wurden laufend evaluiert. Sofern sich Verdachtsfälle erhärteten, wurden sie von Corp. Internal Audit untersucht und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen mit dem verantwortlichen Management festgelegt.
Schulungen und technischer Support sind verfügbar, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitende die oben genannten Kanäle effektiv nutzen können.
Die Kanäle und Formate, mit denen die Mitarbeitenden ihre Anliegen und Bedürfnisse äußern können, z.B. die Integrity Line, welche im G1 unter anderem unter MDR-P e) und f) des Konzepts in Bezug auf Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung beschrieben wird, sind etablierte Tools, welche auch durch Schulungen bzw. andere interne Kommunikationsmaßnahmen, den Mitarbeitenden bekannt sind. Zusätzlich gibt es Möglichkeiten zum Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden, welche einem definierten Rhythmus folgen. Aufgrund dieser Regelmäßigkeit ist sichergestellt, dass die vorgebrachten Probleme adressiert werden und die Mitarbeitendeninteressen einbezogen werden. Feedback-Schleifen in Form von internen Kommunikationsplattformen, Newsletter oder Meetings stellen sicher, die Interessensträger zum Status ihrer eingereichten Themen upzudaten und Transparenz herzustellen.
Jeder PALFINGER Mitarbeitende hat eine verpflichtende Schulung zum Code of Conduct zu absolvieren. Darin wird auf alle Kanäle, über die Anliegen oder Beschwerden gemeldet werden können, aufmerksam gemacht. Damit stellt PALFINGER sicher, dass alle Mitarbeitende die Kanäle kennen und die Wirksamkeit dieser Kanäle gewährleistet wird.
Der Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen gegen Einzelpersonen wird sichergestellt, indem die Meldung in der Integrity Line auch anonym erfolgen kann. Das ermöglicht Mitarbeitenden, Meldungen zu Fehlverhalten oder Beschwerden ohne Angst vor Repressalien zu äußern.
Jeder Vorwurf gemeldeten Fehlverhaltens wird untersucht. Ein definierter Prozess sowie Transparenz darüber zeigen Mitarbeitenden, dass jede Meldung ernst genommen und mit großer Sorgfalt überprüft wird. Sofern sich Verdachtsfälle erhärten, werden sie von Internal Audit untersucht und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen mit dem verantwortlichen Management festgelegt.
Code of Conduct sowie das darin beschriebene Melde- und Beschwerdeverfahren.
Die Wirksamkeit der Maßnahmen und Initiativen wird durch den jeweils verantwortlichen Fachbereich im Rahmen von Regelprozessen nachverfolgt und bewertet.
Bei PALFINGER besteht ein umfassendes und langjähriges Verständnis des Geschäftsmodells des Unternehmens und die bestehenden Branchenstandards. Die jeweiligen Abteilungen und die von den Mitarbeitenden genutzten Kommunikationskanäle tragen dazu bei, dass angemessene Maßnahmen gesetzt, kontinuierlich evaluiert und nachverfolgt werden.
Einen standardisierten Prozess zur Maßnahmenentwicklung gibt es nicht, da sich nicht alle Maßnahmen auf dieselben wesentlichen Auswirkungen beziehen. Die Erstellung der Maßnahmen geschieht daher auf Basis der wesentlichen Auswirkungen.
Das Risiko eines Mangels an qualifizierten Mitarbeitenden wird von der Recruiting Policy oder auch der Learning und Anti-Harassment & Anti-Discrimination Policy abgedeckt. Um folglich das Ziel einer freiwilligen Fluktuation im Ausmaß von sechs Prozent zu erreichen werden Maßnahmen wie beispielsweise Mobiles Arbeiten, Learning Management System oder Performance & Development Reviews umgesetzt.
Durch den laufenden Austausch mit Mitarbeitenden und die Kenntnis des Geschäftsmodells sowie der Prozesse von PALFINGER ist sichergestellt, dass die Maßnahmen die negativen Auswirkungen für die Mitarbeitenden bestmöglich minimieren. Es gibt Reportings zu Themen wie beispielsweise Fluktuation, Performance & Development Reviews, Ausund Weiterbildung, Unfälle, welche die ESG-Kennzahlen aufzeigen.
Jede Maßnahme wird in Bezug auf ihr erwartetes Ziel evaluiert. Dafür werden personelle und finanzielle Ressourcen bereitgestellt. Das gewährleistet eine erfolgreiche Umsetzung der Maßnahme. Personelle Ressourcen stellen die von den Maßnahmen betroffenen Abteilungen Health Management, Safety, Betriebsrat, Learning & Development zur Verfügung.
Die Health & Safety Initiative wurde gemeinsam von PALfit und Corp. HSE Management durchgeführt. Ziel der Initiative war es, das Bewusstsein für mögliche Gefahren und die Ursachen von Beschwerden zu erhöhen und einen präventiven Effekt in Bezug auf negative Auswirkungen im Bereich physischer Gesundheit zu erzielen. Die Health & Safety Initiative trägt zur Einhaltung der Ziele der Health Management Policy sowie der Group Policy Occupational Health & Safety Management und PALFINGER Arbeitsschutzrichtlinien bei. Diese Initiative diente als Präventionsmaßnahme und beinhaltete zwei Schwerpunktprogramme:
Das Programm "2 Hands 10 Friends" von Corp. HSE zielt auf die Prävention von Hand- und Fingerverletzungen ab, da diese fast die Hälfte aller Arbeitsunfälle bei PALFINGER ausmachen.
Das Programm "Power Up" von PALfit legte den Fokus auf Muskel- und Skeletterkrankungen, sowie die Prävention von damit zusammenhängenden Rückenbeschwerden.
Das Programm wurde global an allen Produktions- sowie den größeren Sales&Service-Standorten für alle Mitarbeitenden ausgerollt. Die Standortverantwortlichen stellten sicher, dass alle Mitarbeitenden – mittels Poster, Videos oder Unterweisungen - erreicht wurden.
Die beiden globalen Health & Safety Initiativen wurden 2023 gestartet und in 2024, wenn auch nicht mehr als Schwerpunkt, fortgeführt. Videos und Infomaterialen werden weiterhin für Trainings etc. verwendet.
Die globale Kampagne "PALfit Active Moments" dient der Förderung der Gesundheit der Mitarbeitenden. PALFINGER Mitarbeitende werden jährlich im Vorfeld über E-Mail und im Intranet über die Maßnahme informiert. Im gesamten Monat Oktober sammelten Mitarbeitende global Bewegungsminuten. Mitarbeitende wurden ein Monat lang gezielt für ihre Gesundheit sensibilisiert. Die Maßnahme trägt zur Einhaltung der Ziele der Health Management Policy bei.
Das Verfahren zur Ermittlung der oben beschriebenen Maßnahme basiert auf den Empfehlungen der WHO, der OHS und des Netzwerks Betriebliche Gesundheitsförderung.
Das gesetzte Ziel für 2024 von 1.000 Teilnehmenden und mehr als 1.1 Millionen gesammelten Bewegungsminuten wurde übertroffen. PALFINGER spendete angesichts dieser Leistung EUR 10.000,00 an "Ärzte ohne Grenzen". Insgesamt nahmen 1.119 Mitarbeitende aus 47 verschiedenen Nationen weltweit an der Aktion teil und stärkten ihre Gesundheit mit in Summe 1.153.596 Bewegungsminuten. Des Weiteren sollen die zur Verfügung gestellten Gesundheitsinformationen (zum Beispiel zu Bewegungspausen, Trainingspläne für Walken und Laufen, Rumpfstabilitätsprogramme und Ernährungstipps) dazu beitragen, insgesamt ein besseres Verständnis für die positiven Auswirkungen von regelmäßiger Bewegung bei den Mitarbeitenden zu schaffen.
Es gibt keine regionale Einschränkung bei dieser Maßnahme. Alle PALFINGER Mitarbeitende weltweit können an den PALfit Active Moments teilnehmen.
"PALfit Active Moments" ist eine Maßnahme, die jährlich stattfindet.
Es handelt sich um eine Präventionsmaßnahme ausschließlich für den eigenen Geschäftsbereich.
Die Maßnahme findet bereits zum fünften Mal statt. Die Zahl der Teilnehmenden hat sich von 2020 mit 600 auf 2024 mit 1.119 gesteigert.
Im Jahr 2024 wurden über eine Million Bewegungsminuten gesammelt, womit das durchschnittliche Ziel von 150 Minuten Bewegung/Woche der WHO pro Teilnehmendem mehr als erreicht wurde.
Derzeit verfügt PALFINGER über ca. 750 Online-Sicherheitsvideos und Sicherheitsunterweisungen in 15 Sprachen, die von allen Standorten und Mitarbeitenden jederzeit bedarfsgerecht abgerufen werden können. Eine Festlegung, welche Trainings für die Mitarbeiter verpflichtend oder freiwillig sind, erfolgt durch die Standorte aufgrund der Tätigkeiten bzw. Gefährdungen.
Durch Online-Sicherheitstrainings soll vor allem die Gefahren- und Risikoeinschätzung sowie das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeitenden verbessert werden, um Arbeitsunfälle zu vermeiden. Die Maßnahme trägt zur Einhaltung der Ziele der Health Management Policy sowie der Group Policy Occupational Health & Safety Management und PALFINGER Arbeitsschutzrichtlinien bei. Außerdem führt die Maßnahme zur Erreichung der Group Policy Certification Requirements for PALFINGER Sites and Audit Management. Die Trainings decken dabei folgende große Themenbereiche ab:
Die Sicherheitstrainings werden global eingesetzt und dienen vor allem der Mitarbeitendenunterweisung aber auch der Unterweisung von Besuchern und Auftragnehmern.
Die Online-Sicherheitstrainings werden seit 2022 angeboten und laufend ergänzt.
Die Zielgruppe der Trainings sind vor allem Mitarbeitende in den Produktionsstandorten, die manuelle Tätigkeiten durchführen und die am häufigsten von Unfällen betroffen sind.
Im Berichtszeitraum wurden 126 globale Trainingsvideos erstellt sowie 422 standortbezogene Trainings im System hochgeladen und für die Verwendung bei Unterweisungen zu Verfügung gestellt.
Arbeitsunfälle sowie Beinaheunfälle werden über ein globales Unfallmeldesystem tagesaktuell erfasst und die Unfallraten statistisch ausgewertet.
Jeder Unfall wird dokumentiert und einer Unfallursachenanalyse unterzogen. Auf Basis dieser Analysen werden Verbesserungs- und Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Unfälle abgeleitet, umgesetzt und Gefährdungsanalysen aktualisiert. Die Maßnahme trägt zur Einhaltung der Ziele der Health Management Policy sowie der Group Policy Occupational Health & Safety Management und der PALFINGER Arbeitsschutzrichtlinien bei. Außerdem führt die Maßnahme zur Erreichung der Group Policy Certification Requirements for PALFINGER Sites and Audit Management.
Das übergeordnete Ziel besteht darin, die Unfallursachen besser zu verstehen und dadurch gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um die Anzahl der Unfälle so gering wie möglich zu halten.
Das Unfallmeldesystem erfasst alle PALFINGER Standorte.
Die Maßnahme wurde im Jahr 2022 initiiert und wird seither kontinuierlich fortgeführt.
Durch das Unfallmeldesystem und Untersuchungen werden Maßnahmen abgeleitet, um betroffene Mitarbeitende vor zukünftigen Unfällen zu schützen.
Im Jahr 2024 wurden bei 203 Unfällen zusätzlich zu den integrierten Standard-Unfallanalysen 138 erweiterte Unfalldetailuntersuchungen durchgeführt.
Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen es, dass die Arbeitsleistung auch außerhalb der Betriebsstätten von PALFINGER erbracht werden kann. Im Sinne einer freien und zweckmäßigen Gestaltung und Organisation der Tätigkeit ist mobiles Arbeiten in bestimmten Fällen sinnvoll und förderlich, bedarf aber eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer.
Mobiles Arbeiten soll den Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, Beruf und Familie sowie private Interessen besser in Einklang zu bringen. Zudem soll eine größere Selbstständigkeit bei der Erfüllung der Aufgaben gefördert werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden zu erhöhen und die Attraktivität von PALFINGER auf dem Arbeitsmarkt zu steigern.
Mobiles Arbeiten ist daher eine Ergänzung zur Arbeitsleistung im Betrieb, welche bis zu einem maximal festgelegten und individuell vereinbarten zeitlichen Ausmaß genutzt werden kann. Durch diese bewusst gesetzte zeitliche Limitierung soll das betriebliche Sozialgefüge weiterhin gefördert werden, was sowohl für die Qualität der Arbeit als auch für die soziale Einbindung der Mitarbeitenden essenziell ist.
In den globalen Prinzipien für mobiles Arbeiten sind folgende Aspekte festgelegt:
Durch die Homeoffice Vereinbarung werden negative Auswirkungen, insbesondere Demotivation von Mitarbeitenden aufgrund inflexibler Arbeitszeiten oder zu langer Arbeitszeiten minimiert.
Die Maßnahme trägt dazu bei die Mitarbeitendenbindung und- zufriedenheit zu steigern. Zufriedene Mitarbeitende sind loyaler und engagierter, was sich positiv auf die Unternehmenskultur auswirkt.
Des Weiteren fördert mobiles Arbeiten Diversität und Inklusion. Es ermöglicht Mitarbeitenden mit Betreuungspflichten, pflegenden Angehörigen oder Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben teilzunehmen.
Generell gelten die Prinzipien für mobiles Arbeiten für die gesamte PALFINGER Organisation und sind umzusetzen, sofern nicht durch lokale Vorschriften Anpassungen erforderlich sind. Die lokalen HR-Manager sind verpflichtet, die Umsetzung an den Standorten zu gewährleisten. Lokale Anpassungen oder Spezifizierungen werden in Local Policies dokumentiert.
Die lokalen HR-Manager beurteilen in Abstimmung mit den regionalen HR-Managern, ob Anpassungen der definierten Prinzipien für die in ihrem Zuständigkeitsbereich befindlichen Standorte erforderlich sind. Durch die Abstimmung mit den regionalen HR-Managern soll ein einheitliches Vorgehen in einem Land und in den einzelnen Regionen gewährleistet werden. Mobiles Arbeiten bedarf einer Zusatzvereinbarung zwischen Mitarbeitenden und Führungskraft. Bei gewissen Berufsgruppen ist mobiles Arbeiten aufgrund der Tätigkeit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.
In den folgenden Fällen können Anpassungen erforderlich und auf Basis von Fakten in einer Local Policy dokumentiert sein:
Es handelt sich dabei um eine laufende Maßnahme.
Die Group Policy zum Mobilen Arbeiten wurde im Zuge der Covid-19-Pandemie eingeführt, um negative Auswirkungen zu minimieren.
Zu Stärkung der Interessen der Mitarbeitenden im PALFINGER Konzern wurde im Jahr 2022 ein Europäischer Betriebsrat gegründet. Der Europäische Betriebsrat fördert einen jährlichen Austausch der Delegierten mit den Vorstandsmitgliedern von PALFINGER. Zusätzlich gibt es Arbeitsgruppen zwischen Mitgliedern des europäischen Betriebsrates und den globalen HR-Abteilungen.
Der europäische Betriebsrat fördert den sozialen Dialog und ermöglicht einen intensiveren Wissensaustausch zwischen den einzelnen Ländern, was zur Anhebung der sozialen Standards an den verschiedenen Standorten beiträgt. Der europäische Betriebsrat bietet den Mitarbeitenden eine Möglichkeit zur indirekten Mitsprache im Unternehmen und eine zusätzliche Plattform zum Informationsaustausch hinsichtlich der Geschäftsentwicklung und Strategie von PALFINGER. So trägt die Maßnahme zur Einhaltung der Prinzipien des Code of Conducts bei.
Bei den jährlichen Treffen des europäischen Betriebsrates werden verschiedene Arbeitspakete bewertet und ihre Auswirkungen auf die Belegschaft untersucht. Beispiele für konkrete Initiativen des Europäischen Betriebsrates sind:
Grundsätzlich beziehen sich die Initiativen des Europäischen Betriebsrates auf standortübergreifende Themen, zu denen je nach Maßnahme mehrere Standorte kollaborieren. Kernelement aller Initiativen des Europäischen Betriebsrates sind eine positive Entwicklung für die Mitarbeitenden und die Vermeidung negativer Auswirkungen.
Anhand des Umfangs werden die Arbeitspakete in folgende Kategorien gegliedert:
Der europäische Betriebsrat ist eine umgesetzte Maßnahme, für die etablierte Regelprozesse existieren. Die Initiativen des Europäischen Betriebsrates haben unterschiedliche Zeithorizonte, die üblicherweise zwischen sechs und 36 Monaten liegen.
Die Maßnahme zur Gründung eines europäischen Betriebsrates wurde initial als Präventionsmaßnahme definiert, um den Mitarbeitenden eine weitere Möglichkeit zur Mitsprache zu ermöglichen. Konkrete Aktivitäten des europäischen Betriebsrates können sowohl Präventions- als auch Abhilfemaßnahmen sein. Nach ihrer Implementierung werden Ergebnisse ausgewertet und verglichen. Dies passiert individuell je nach gesetzter Maßnahme des Europäischen Betriebsrates. Alle Maßnahmen sind mit dem Vorstand koordiniert und es findet ein regelmäßiger Austausch statt.
Um Mitarbeitende langfristig zu halten und neue Talente zu gewinnen, setzt PALFINGER auf Mitarbeitendenentwicklung und umfassende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Dazu werden im Rahmen eines global standardisierten Performance & Development Reviews (PDR) neben Jahreszielen auch individuelle Entwicklungsziele vereinbart und deren Umsetzung am Ende des Jahres evaluiert.
Das Sicherstellen einer beständigen Performance und ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung sind wesentliche Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg des Unternehmens. Um beide Bereiche zu fördern, wurde mit der Implementierung des PDR Review Prozesses ein erster Schritt in Richtung eines globalen Performance- und Talent-Managements in der PALFINGER Organisation gesetzt. Das Entwickeln und Aktuell-Halten individueller Fähigkeiten, sowie die Planung und Evaluierung der individuellen Performance bilden die beiden Kernelemente des jährlichen PDR Prozesses.
Ziel des PDR ist es, individuelle Performance zu steuern und die Entwicklung jeder und jedes Einzelnen zu fördern. Die Maßnahme zahlt auf die Anti-Harassment & Anti-Discrimination Policy sowie indirekt durch die Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfeldes auch auf die Recruiting Policy ein. Der standardisierte Prozess unterstützt:
Die Ziel- und Entwicklungsvereinbarung ist der erste Schritt im Rahmen des jährlichen PDR Zyklus. Darin werden jobbezogene Ziele vereinbart und festgelegt, welches Führungs-/Initiativverhalten im Fokus steht. Das Halbjahresgespräch dient in erster Linie dazu, eine Statusüberprüfung der vereinbarten job- und entwicklungsbezogenen Ziele vorzunehmen. Die Jahresendbeurteilung dient der Evaluierung und Besprechung der Zielerreichung und des Führungs-/Initiativverhaltens. Sie bietet zudem die Gelegenheit für gegenseitiges Feedback und eine abschließende Statusüberprüfung der geplanten Entwicklungsmaßnahmen.
Zielgruppe der PDR sind alle indirekten Mitarbeitenden der gesamten PALFINGER Gruppe, die in einem aktiven Beschäftigungsverhältnis stehen. Nicht in den Prozess einbezogen sind:
Klare Ziele und Feedback sind jedoch auch für diese Personengruppen wichtig und werden daher außerhalb des PDR Prozesses sichergestellt. Direkte Mitarbeitende erhalten regelmäßig Feedback und es werden jobspezische Entwicklungsmöglichkeiten und Ausbildungen angeboten. Bei Auszubildenden und Trainees gibt es im Rahmen der Ausbildung einen konkreten Lehrplan und regelmäßig Feedback während der Ausbildung. Praktikanten erhalten am Ende des Praktikums ein Feedback von der direkten Führungskraft. Leiharbeitskräfte sind bei einer externen Firma angestellt, somit besteht keine Weisungsbefugnis seitens PALFINGER. Im täglichen Arbeitsumfeld gibt es dennoch Feedback zur laufenden Arbeit.
Diese Maßnahme bezieht sich auf den eigenen Geschäftsbereich, wobei die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette nicht mitbetrachtet wurde.
Der jährliche PDR Prozess ist unter Einhaltung der entsprechenden Fristen durchzuführen. Es handelt sich dabei um eine jährlich wiederkehrende Maßnahme.
Mit Ende März 2024 wurde der jährliche PDR-Prozess wieder ganzheitlich durchlaufen und mit einer Abschlussrate von 86,4 Prozent (2023: 82,8 Prozent) der Mitarbeitenden im Anwendungsbereich im System erfasst.
Die Einführung eines globalen Learning Management System schafft den Rahmen für digitales Lernen, erfordert allerdings auch einheitliche und standardisierte Prozesse. Als technische Grundlage unterstützt das globale Learning Management System dabei alle Lern- und Entwicklungsmaßnahmen in einer Systemumgebung. Eine Plattform unterstützt das Verwalten, Konzipieren und Dokumentieren von Schulungsmaßnahmen innerhalb der PALFINGER Gruppe. Darüber können die folgenden Schulungen angeboten werden:
Um eine entsprechende Dokumentation sicherzustellen, müssen alle Schulungen über diese Plattform angeboten und durchgeführt werden. Die Maßnahme trägt zur Einhaltung der Ziele der Group Policy Learning bei.
Zusätzlich haben Mitarbeitende Zugang zur Lernplattform mit über 14.000 verfügbaren E-Lernangeboten.
Zielgruppe des Learning Management Systems sind alle PALFINGER Mitarbeitenden global. Diese Maßnahme bezieht sich auf den eigenen Geschäftsbereich, wobei die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette nicht mitbetrachtet wurde.
Es handelt sich um eine ergriffene Maßnahme. Das Learning Management System wurde im Jahr 2021 implementiert. An einer Ausweitung des Schulungsangebotes wird kontinuierlich gearbeitet.
Die Abteilung People Development & Culture führt regelmäßig Auswertungen zu den absolvierten Trainings durch. Anhand dieser Auswertungen kann nachvollzogen werden, wer welche Trainings durchgeführt hat und wie viele Trainings insgesamt bei PALFINGER absolviert wurden. Dadurch ergeben sich Erkenntnisse, welche Schulungen für bestimmte Bereiche besonders von Interesse sind, um entsprechend neue Schulungsmöglichkeiten anzubieten. Zudem werden auf Basis der Auswertungen gezielt Schwerpunkte für Führungskräftetrainings oder Expert:innenlehrgänge gesetzt. Somit kann eine zielgerichtete Bereitstellung von Trainings gewährleistet werden.
PALFINGER hat sich gruppenweit zum Ziel gesetzt, die freiwillige Fluktuation im rollierenden Durchschnitt der letzten zwölf Monate bei etwa sechs Prozent zu halten.
Durch Maßnahmen in den Bereichen Arbeitszeit wie z.B. Homeoffice Vereinbarung und Work-Life Balance wird den negativen Auswirkungen auf die Mitarbeitenden hinsichtlich Demotivation sowie dem Risiko eines Mangels an qualifizierten Arbeitskräften entgegengewirkt. Auch die Maßnahmen PDR und Learning Management System tragen zu einer höheren Arbeitszufriedenheit bei und unterstützen das Ziel einer reduzierten Fluktuation.
Die Fluktuation wird monatlich auf Basis der vorhandenen Daten ermittelt und ist sowohl auf regionaler als auch funktioneller Ebene über das HR Reporting Tool ersichtlich sowie analysierbar. Dies ermöglicht eine nachvollziehbare Überprüfung des Ziels und bietet die Möglichkeit, gegebenenfalls Steuerungsmaßnahmen zu initiieren. Arbeitende und deren Vertreter wurden in die Festlegung des Ziels nicht miteingebunden.
Um die Fluktuation zu senken bzw. auf dem angestrebten Zielniveau zu halten, zielt die bestehende Recruiting Policy darauf ab durch einen standardisierten, transparenten Prozess das passende Personal zu finden, um die Fluktuation möglichst gering zu halten.
Ebenso trägt der Code of Conduct dazu bei, dass neben den wirtschaftlichen Faktoren auch die sozialen und ethischen Aspekte der Arbeitswelt berücksichtigt werden. Dies trägt dazu bei ein Arbeitsumfeld zu schaffen, welches positive Auswirkungen auf die Fluktuation ermöglicht.
Das festgelegte Zielniveau ist sechs Prozent freiwilliger Fluktuation als rollierender Durchschnitt der letzten zwölf Monate.
Das Ziel ist für die gesamte PALFINGER Gruppe definiert. In die Berechnung der Fluktuationsquote fließen Daten aus allen Standorten ein.
Bezugswert ist immer der Vorjahreswert. Bei PALFINGER wird die Fluktuationsquote monatlich im Vergleich zur Fluktuationsquote des Vorjahres bzw. des Vormonats analysiert.
Das Ziel gilt dauerhaft, die Zielerreichung wird jährlich überprüft.
Das Ziel beruht auf PALFINGER-internen Erfahrungswerten aus der Analyse der Vergangenheitswerte und einem Anspannungsgrad, um die Fluktuation zu senken.
Das Ziel wurde in Abstimmung zwischen Human Resources und Vorstand definiert, sowie dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme präsentiert.
Es wurde 2024 eine Änderung in der Zieldefinition durchgeführt mit Fokussierung auf die freiwillige Fluktuation, da diese als steuerungsrelevanter erachtet wird. Zuvor war die Zieldefinition auf die allgemeine Fluktuation bezogen und betrug 15 Prozent.
Die Fluktuation wird monatlich auf Basis der vorhandenen Daten ermittelt und ist sowohl auf regionaler als auch funktioneller Ebene über das HR Reporting Tool ersichtlich sowie analysierbar.
Das Fluktuationsziel konnte 2024 wieder erreicht werden und die freiwillige Fluktuation betrug 5,0 Prozent.
PALFINGER bekennt sich zu messbaren Diversitätszielen und beobachtet die entsprechenden Kennzahlen. Ziel ist die Angleichung des Frauenanteils im Top-Management (Global Management Team) an den allgemeinen Frauenanteil in der PALFINGER Gruppe. Das Global Management Team umfasst den Vorstand, die Leitenden der Global und Corp. Functions, Leitenden der Prokuktlinien, Leitenden der Einkaufs-Categories sowie regionale Funktionsleitenden. Die allgemeine Frauenquote 2024 lag bei 14,9 Prozent.
Der Prozentanteil an Frauen in Managementpositionen wird monatlich auf Basis der vorhandenen Daten ermittelt und ist sowohl auf regionaler als auch funktioneller Ebene über das HR Analysis Reporting Tool ersichtlich sowie analysierbar. Arbeitende und deren Vertreter wurden in die Festlegung des Ziels nicht miteingebunden.
Die Zielvorgabe des Diversitätskonzeptes gemäß dem Corp. Governance Bericht hinsichtlich der Ausgewogenheit nach diversitätsbezogenen Aspekten spiegelt sich in der Zielvorgabe des Frauenanteils im Top-Management wider.
Ziel ist, den Frauenanteil im Top-Management an den allgemeinen Frauenanteil in der PALFINGER Gruppe anzugleichen. Das bedeutet, dass der Frauenanteil im Top Management gleich dem Frauenanteil der Gesamtbelegschaft ist, der 2024 14,9 Prozent betrug. Dieses Ziel wurde als fortlaufendes Ziel definiert.
Das Ziel ist für die gesamte PALFINGER Gruppe definiert. In die Berechnung des Frauenanteil in Managementpositionen fließen Daten aus allen Regionen ein.
Das Ziel ist ein jährliches Ziel, welches kein fixes Enddatum besitzt. Der Referenzwert ist die allgemeine Frauenquote der PALFINGER Gruppe.
Das Ziel wurde PALFINGER intern definiert. Historisch bedingt, operiert PALFINGER in einer männerdominierten Branche und auch der Vorstand sowie das Top Management (ein bis zwei Ebenen unterhalb der Vorstandsebene) sind vorwiegend mit Männern besetzt. PALFINGER schätzt die enormen Vorteile einer zunehmend diversen Belegschaft und fördert daher diese Diversität auch in den obersten Führungsebenen.
Das Ziel wurde in Abstimmung zwischen Human Resources und Vorstand definiert, sowie dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme präsentiert.
Es wurden 2024 keine Änderungen an der Zieldefinition durchgeführt.
Der Prozentanteil von Frauen in Managementpositionen wird monatlich auf Basis der vorhandenen Daten ermittelt und ist sowohl auf regionaler als auch funktioneller Ebene über das HR Reporting Tool ersichtlich sowie analysierbar.
Zum Jahresende 2024 wurden im Global Management Team 7,1 Prozent (2023: 6,2 Prozent) der Positionen von Frauen gehalten. Dieser Wert lag damit unter der allgemeine Frauenquote 2024 von 14,9 Prozent (2023: 12,9 Prozent). Aktuell gibt es keine gezielten globalen Maßnahmen diesbezüglich. Dies ist jedoch in den Folgejahren angedacht und an einer Vorbereitung dazu wird gearbeitet.
Im Bereich Arbeitssicherheit hat sich PALFINGER das Ziel gesetzt, arbeitsbedingte Unfälle mit Verletzungen sukzessive auf ein Minimum zu reduzieren. Die Steuerung erfolgt anhand der Total Recordable Injury Rate (TRIR), mit der arbeitsbedingte Unfälle mit Verletzungen pro einer Million Arbeitsstunden gemessen werden. In der Berechnung der TRIR werden bereits leichte medizinischen Behandlungsfälle ab einer Stunde Ausfallzeit berücksichtigt, sowie alle darüberhinausgehenden Verletzungen und Ausfallszeiten.
Die TRIR wird global und standortbezogen laufend verfolgt und PALFINGER setzt Maßnahmen, wie beispielsweise zusätzliche Health & Safety Trainings, Sicherheitsbegehungen oder die Health & Safety Initiative, falls die Unfallraten über dem Zielwert liegen oder negative Trends erkennbar sind. Arbeitende und deren Vertreter wurden in die Festlegung des Ziels nicht miteingebunden.
Die Reduzierung der Unfallrate trägt zur Erfüllung der Zielvorgaben der Group Policy Occupational Health & Safety Management und der PALFINGER Arbeitsschutzrichtlinien bei.
Das TRIR-Ziel für 2024 lag bei 11,1 Unfällen pro einer Million Arbeitsstunden. Für das Jahr 2030 wurde der Zielwert der TRIR mit 10,2 definiert.
Beim TRIR-Zielwert handelt es sich um einen globalen Zielwert für die gesamte PALFINGER Gruppe. Zusätzlich werden Ziele für Regionen und Standorte ausgegeben und mittels monatlichem Bericht an die regionalen Operations und HSE Manager sowie den Vorstand für Entwicklung und Produktion überwacht.
Der Bezugswert für die TRIR ist das Jahr 2018 mit 26,7. Die TRIR-Ziele bzw. der Zielpfad sind bis 2030 festgelegt und werden zeitgerecht für die Folgejahre angepasst.
Die TRIR misst den Status Quo der Unfallhäufigkeit und die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Unfallprävention und ist somit die wichtigste Kenngröße zur Minimierung der Anzahl an Unfällen. Gemäß dem U.S. Buraeau of Labor Statistics hatte die produzierende Industrie (Manufacturing) 2020 eine durchschnittliche TRIR von 15,5 und die Sparte Maschinenbau (Machinery manufacturing) eine durchschnittliche TRIR von 13. Diese Kennzahl, sowie der US-Vergleich sind daher relevant für die Zielsetzung. Weitere Informationen zur Berechnungsmethode der TRIR sind im Abschnitt Kennzahlen bei S1-14.88a-e zu finden.
Bei der Festlegung des Ziels wurden Vorstand, Global Operations, HSE Mangement, GRC, Sustainability Management sowie Finanzinstitute miteinbezogen.
Es wurden 2024 keine Änderungen der Zieldefinition durchgeführt.
Die TRIR wird laufend im Zuge eines globalen Systems zur Unfallmeldung und Unfalluntersuchung erfasst und sowohl global, regional als auch standortbezogen berechnet. Die TRIR kann tagesaktuell abgerufen werden, zusätzlich wird der rollierende Zwölfmonatstrend überwacht, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen bei steigender Unfallrate einzuleiten.
Der Zielwert für 2024 konnte mit 8,43 (2023: 11,56) deutlich unterschritten werden. Dies ist auf die Umsetzung der Maßnahmen zur Arbeitssicherheit wie beispielsweise die Health & Safety Trainings oder dem globalen Unfallmeldesystem sowie auf die geringe Produktionsauslastung zurückzuführen.
Die Zahl der Mitarbeitenden wird in den folgenden Tabellen immer in Personenzahl und mittels Stichtagsbetrachtung angegeben. Einzige Ausnahme bildet die Fluktuation, welche im Verhältnis zum durchschnittlichem Personalstand der Berichtsperiode berechnet wird.
| Personenzahl | 2024 |
|---|---|
| Geschlecht | |
| Männlich | 10.517 |
| Weiblich | 1.841 |
| Divers | - |
| Keine Angaben | - |
| Gesamtzahl der Mitarbeitenden | 12.358 |
Die Beschäftigtenzahl in Ländern, in denen PALFINGER mindestens 50 Mitarbeitende hat, die mindestens 10 Prozent der Gesamtzahl der Mitarbeitenden ausmachen, stellt sich wie folgt dar:
| Personenzahl 2023 |
2024 |
|---|---|
| Land | |
| Österreich 2.833 |
2.707 |
| Russland 1.620 |
1.536 |
| Bulgarien 1.591 |
1.414 |
| Personenzahl | 2024 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Männlich | Weiblich | Sonstige Keine Angaben | Insgesamt | ||
| Zahl der Mitarbeitenden | 10.517 | 1.841 | - | - | 12.358 |
| Zahl der Mitarbeitenden mit unbefristeten | 10.289 | 1.768 | - | - | 12.057 |
| Arbeitsverträgen | |||||
| Zahl der Mitarbeittenden mit befristeten | 228 | 73 | - | - | 301 |
| Arbeitsverträgen | |||||
| Zahl der Abrufkräfte | - | - | - | - | - |
PALFINGER verfügt in der Regel über unbefristet angestellte Mitarbeitende. Befristete Arbeitsverträge (über eine lokal definierte Probezeit hinaus) sind abgesehen von wenigen Projektarbeiten und Berufspraktika nicht üblich.
(S1-6.50c):
| Anzahl und % | 2024 |
|---|---|
| Gesamtanzahl der Austritte | 2.383 |
| Quote der Mitarbeiterfluktuation | 19,0% |
Die Fluktuation berücksichtigt alle Mitarbeiterabgänge (in Personenanzahl), die innerhalb eines Jahres das Unternehmen verlassen haben und umfassen freiwillige Austritte, Entlassungen, Pensionierungen und Tod. Die Fluktuation ist der Anteil der Austritte in Prozent des durchschnittlichen Personalstands derselben Berichtsperiode. Mitarbeitereintritte sind in dieser Kennzahl nicht berücksichtigt.
| Personenzahl | 2023 | 2024 | % |
|---|---|---|---|
| Art der Beschäftigung | |||
| Leiharbeitskräfte | 346 | 207 | -40,2% |
| Selbständige | - | - | |
| Gesamtzahl der Fremdarbeitskräfte innerhalb der eigenen Belegschaft | 346 | 207 |
An PALFINGER Standorten werden überlassene Arbeitskräfte (Leasingpersonal) primär in den Fertigungsprozessen eingesetzt. Die Anzahl wird in Personenzahl per 31.12.2024 angegeben.
| Prozent | 2023 | 2024 | % |
|---|---|---|---|
| Prozentualer Anteil aller Mitarbeitenden, die von Tarifverträgen abgedeckt sind | 56,7% | 61,8% | 5,1% |
Praktikanten und Leiharbeitskräfte werden in der Berechnung nicht berücksichtigt.
| 2024 | ||
|---|---|---|
| Tarifvertragliche Abdeckung | Sozialer Dialog | |
| Arbeitnehmer – EWR (für Länder mit >50 | Vertretung am Arbeitsplatz (nur EWR) (für | |
| Arbeitnehmern, die >10 % der Gesamtzahl | Länder mit >50 Arbeitnehmern, die >10 % | |
| ausmachen) | der Gesamtzahl ausmachen) | |
| 0-19% | Bulgarien | Bulgarien |
| 20-39% | ||
| 40-59% | ||
| 60-79% | ||
| 80-100% | Österreich | Österreich |
PALFINGER hat einen Europäischen Betriebsrat und 63,9% der Arbeitnehmer:innen sind davon abgedeckt. Dieser ist verantwortlich für die folgenden Länder: Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Slowenien, Italien, Österreich, Deutschland, Slowakei, Tschechien, Polen, Norwegen, Dänemark, Schweden, Frankreich, Spanien, Portual und Serbien.
| 2023 | 2024 | |||
|---|---|---|---|---|
| Zahl der Mitarbeitenden Anteil der Mitarbeitenden auf der obersten auf der obersten |
Zahl der Mitarbeitenden auf der obersten |
Anteil der Mitarbeitenden auf der obersten |
||
| Führungsebene | Führungsebene in % | Führungsebene | Führungsebene in % | |
| Männlich | 61 | 93,8% | 65 | 92,9% |
| Weiblich | 4 | 6,2% | 5 | 7,1% |
| Divers | - | - | - | - |
| Keine Angaben | - | - | - | - |
| Gesamt | 65 | 100,0% | 70 | 100% |
Die oberste Führungsebene bei der PALFINGER AG ist das Global Management Team. Dieses umfasst den Vorstand, die Leitenden der Global und Corp. Functions, Leitenden der Produktlinien, Leitenden der Einkaufs-Categories sowie regionale Funktionsleitenden.
| Personenzahl und Prozent | 2024 | |
|---|---|---|
| Zahl der Mitarbeitenden | Anteil der Mitarbeitenden in % | |
| unter 30 Jahren | 2.069 | 16,7% |
| 30-50 Jahre | 7.430 | 60,1% |
| über 50 Jahre | 2.859 | 23,1% |
| Gesamt | 12.358 | 100,0% |
Alle Arbeitnehmer erhalten eine angemessene Entlohnung, die im Einklang mit geltenden Referenzwerten stehen. Berechnungsgrundlage ist der vertraglich vereinbarte monatliche brutto Grundlohn (ohne variable Komponenten wie Überstunden und Anreizvergütung und ohne Zulagen). Als Referenzwert gilt die niedrigste Lohngruppe (ohne Lehrlinge/Praktikanten) des gesetzlichen bzw. tariflichen/ kollektivvertraglich geregelten Mindestlohns. Für Singapur, Norwegen und die Vereinigten Emirate, ist kein gesetzlicher oder kollektivvertraglicher Mindestlohn vorgegeben entsprechend ESRS S1-10 wurden für diese Länder Referenzwerte festgelegt.
| 2024 | ||
|---|---|---|
| Sind alle Mitarbeitende durch öffentliche Programme oder durch vom Unternehmen angebotene Leistungen gegen Verdienstverluste sozial abgesichert? |
JA/NEIN | Anteil Absicherung |
| a) Krankheit | NEIN | 99,8% |
| b) Arbeitslosigkeit ab dem Zeitpunkt, zu dem die Arbeitskraft des Unternehmens für dieses tätig ist | NEIN | 94,8% |
| c) Arbeitsunfälle und Erwerbsunfähigkeit | NEIN | 98,0% |
| d) Elternurlaub | NEIN | 99,2% |
| e) Ruhestand | JA | 100,0% |
| 2024 | ||
|---|---|---|
| Land | Art der Mitarbeitenden | Art des Ereignisses |
| Indien | alle Mitarbeitenden | Krankheit, Arbeitslosigkeit, Elternzeit |
| Serbien | alle Mitarbeitenden | Arbeitslosigkeit |
| Singapur | alle Mitarbeitenden | Arbeitslosigkeit |
| UAE | alle Mitarbeitenden | Arbeitslosigkeit |
| Katar | direkte Mitarbeitende | Arbeitslosigkeit, Arbeitsunfall |
| USA | alle Mitarbeitenden | Elternzeit |
| in Prozent 2023 |
|
|---|---|
| Männlich n.b. |
27,8% |
| Weiblich n.b. |
54,4% |
| Divers - |
- |
| Keine Angabe - |
- |
| Gesamtzahl der Mitarbeitenden 24,3% |
31,7% |
Im Jahr 2024 nahmen 31,7 Prozent der gesamten Mitarbeitenden der Gruppe am PDR-Prozess Teil. Der PDR-Prozess wird nur für indirekte Mitarbeitende durchgeführt. Mit Ende März 2024 wurde der jährliche PDR-Prozess wieder durchlaufen und mit einer Abschlussrate von 86,4 Prozent (2023: 82,8 Prozent) der Mitarbeitenden im Anwendungsbereich im System erfasst.
| Durchschnittliche Anzahl der Schulungsstunden je Geschlecht | |
|---|---|
| Männlich | 7,3 Stunden |
| Weiblich | 8,9 Stunden |
| Divers | - |
| Keine Angabe | - |
| Gesamtzahl der Mitarbeitenden | 7,5 Stunden |
| (S1-14.88a-e): | ||||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl und Prozent | 2023 | 2024 | % | |
| Prozentsatz der Arbeitskräfte des Unternehmens, die vom Gesundheits- und Sicherheitsmanagmentsystem des Unternehmens abgedeckt sind |
- | 34,0% | ||
| Zahl der Todesfälle infolge von arbeitsbedingten Verletzungen und arbeitsbedingten Erkrankungen |
- | - | ||
| Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle | 284 | 203 | -28,5% | |
| Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total recordable injuriy rate - TRIR) | 11,56 | 8,43 | -27,1% | |
| Zahl der Fälle meldepflichtiger arbeitsbedingter Erkrankungen, vorbehaltlich gesetzlicher Einschränkungen bei der Erhebung von Daten |
12 | 2 | -83,3% | |
| Zahl der Ausfalltage, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen, auf arbeitsbedingte Erkrankungen und auf Todesfälle infolge von Erkrankungen zurückzuführen sind |
6.197 | 3.400 | -45,1% |
Die Total Recordable Injury Rate (TRIR) ist die Anzahl arbeitsbedingter Unfälle mit Verletzungen (TRI) im Verhältnis zu 1 Million geleisteter Arbeitsstunden. Die Gesamtzahl der meldepflichtigen Verletzungen ist die Anzahl der arbeitsbedingten Unfälle, die zu Verletzungen geführt haben (Todesfälle, Unfälle mit Ausfallzeit, Unfälle mit medizinischer/ärztlicher Behandlung, Unfälle mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit). Die Anzahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden entspricht den geplanten Arbeitsstunden (regelmäßige Arbeitszeit pro Mitarbeiter). Wenn eine direkte Berechnung nicht möglich ist, erfolgt eine Schätzung auf Basis der Standardarbeitsstunden auf Basis des Vollzeitäquivalents. Dabei werden bezahlte Urlaubstage und Feiertage berücksichtigt.
Die Anzahl der Ausfalltage wird vom ersten vollen Tag bis zum letzten Tag der Abwesenheit gezählt. Bei der Berechnung werden Kalendertage berücksichtigt, d. h. Tage, an denen die betroffene Person nicht zur Arbeit eingeplant ist (z. B. Wochenenden, Feiertage), gelten als Ausfalltage.
Die Reduzierung der Unfälle und der Unfallrate ist auf die Umsetzung der Maßnahmen sowie auf die geringere Produktionsauslastung zurückzuführen.
2024 arbeiteten 39 Prozent (2023: 36 Prozent) der Mitarbeitenden - exklusive CIS - an Standorten mit einer ISO 45001 Zertifizierung, inklusive CIS waren es 34 Prozent.
Mitarbeitende mit Anspruch auf Arbeitsfreistellungen aus familiären Gründen
| in Prozent | 2024 |
|---|---|
| Geschlecht | |
| Männlich | 96,0% |
| Weiblich | 96,0% |
| Sonstige | - |
| Divers | - |
| Gesamtzahl der Mitarbeitenden | 96,0% |
Die Kennzahl umfasst alle Mitarbeitenden, die Anspruch auf Urlaub aus familiären Gründen haben (Mutterschafts-, Vaterschafts- und Elternurlaub sowie Pflegefreistellungen). Praktikanten und Leiharbeitskräfte werden in der Kennzahl nicht berücksichtigt.
geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle (Gender-Pay-Gap) 13,9%
Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst weiblicher Arbeitnehmerinnen ist um 13,9 % niedriger als der von männlichen Arbeitnehmern. Die Kennzahl repräsentiert den unbereinigten Gender Pay Gap. Aussagen über geschlechtsspezifische Diskriminierung bei "gleichwertiger Arbeit" können zum aktuellen Zeitpunkt nicht getroffen werden. Dies wird mit der Implementierung der globalen Job Architektur möglich.
Inkludiert sind neben dem Grundlohn oder -gehalt auch andere vertraglich festgelegten Vergütungen in Form von Geldoder Sachleistungen, die der Arbeitnehmer direkt oder indirekt für die Beschäftigung erhält.
Die Kennzahl wird pro Land und aufgeteilt nach direkten und indirekten Mitarbeitenden berechnet und anschließend mittels statistischer Gewichtung nach Headcount zu einer globalen Kennzahl aggregiert. Externe oder inaktive Mitarbeitende, Lehrlinge, Praktikanten sind ausgenommen.
| Verhältnis | 2024 |
|---|---|
| Remuneration Ratio / Verhältnis der Gesamtvergütung | 68:1 |
Die jährliche Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Person steht im Verhältnis 68:1 zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller eigenen Arbeitnehmenden. Externe oder inaktive Mitarbeitende, Lehrlinge, Praktikanten sind von der Kennzahl ausgenommen.
Die jährliche Gesamtvergütung inkludiert neben dem Grundlohn oder -gehalt auch alle anderen vertraglich festgelegten Vergütungen in Form von Geld- oder Sachleistungen, die der Arbeitnehmende direkt oder indirekt für die Beschäftigung erhält. Teilzeitbeschäftigte werden auf ein Vollzeitäquivalent extrapoliert.
| Anzahl und TEUR | |
|---|---|
| Gesamtanzahl der gemeldeten Fälle von Diskriminierung einschließlich Belästigung | 14 |
| Gesamtzahl der Beschwerden, die über alle verfügbaren Kanäle, eingereicht wurden | 10 |
| Gesamtbetrag der wesentlichen Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen iZm den genannten Vorfällen in TEUR |
| Anzahl und TEUR | 2024 |
|---|---|
| Gesamtanzahl der gemeldeten Fälle schwerwiegender Vorfälle iZm Menschenrechten | - |
| davon die Anzahl der Vorfälle, die gegen die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die IAO-Erklärung über | - |
| grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstoßen | |
| Gesamtbetrag der Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen | - |
| iZm den oben genannten Vorfällen |
Aus der Strategie und dem Geschäftsmodell von PALFINGER könnnen sich tatsächliche und potenzielle Auswirkungen auf die Mitarbeitenden in der Wertschöpfungskette ergeben, insbesondere in Bezug auf Entscheidungen und Praktiken betreffend Lieferanten, Produktionsprozesse und Marktanforderungen. Diese Auswirkungen können Arbeitsbedingungen, Löhne und Rechte in der gesamten Lieferkette betreffen.
Die Anerkennung der materiellen Bedeutung dieser Auswirkungen hat den Ansatz von PALFINGER geprägt, was dazu führte, dass "Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette" als wesentliches Thema identifiziert wurde. Daher hat PALFINGER dieses Thema in die Nachhaltigkeitsstrategie integriert. In Zukunft will PALFINGER das Verständnis der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Wertschöpfungskette vertiefen und diese Erkenntnisse nutzen, um die Strategie anzupassen und sicherzustellen, dass die Abläufe stärker an ethischen Arbeitspraktiken ausgerichtet sind und zum Wohlergehen der Arbeitskräfte in der gesamten Wertschöpfungskette beitragen.
Die Mitarbeitenden in der Wertschöpfungskette wurden als wesentliches Thema identifiziert und als solches in der Nachhaltigkeitsstrategie integriert. PALFINGER arbeitet aktiv daran, konkrete Ziele und KPIs zu diesem Thema zu setzen. Die Nachhaltigkeitsstrategie ist ein integraler Bestandteil der gesamten Unternehmensstrategie und spiegelt das Engagement für ethische Lieferkettenpraktiken und langfristige Wertschöpfung wider.
Zu den Arbeitnehmenden in der Wertschöpfungskette, die von PALFINGER wesentlich betroffen sein könnten, gehören auch diejenigen, die bei Unternehmen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette beschäftigt sind. Dabei handelt es sich vor allem um Arbeitende im Bergbau, die an der Rohstoffgewinnung beteiligt sind, sowie um Arbeitende in den Stahl-Wertschöpfungsketten, die für die Verarbeitung und Herstellung von Schlüsselmaterialien verantwortlich sind. Aufgrund der Art ihrer Branche sind diese Arbeitnehmenden besonders Risiken in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Sicherheit und Arbeitsrechte ausgesetzt. Das macht sie zu einer Schlüsselgruppe, die potenziell von der Geschäftstätigkeit von PALFINGER betroffen ist.
Darüber hinaus könnten Arbeitende in der nachgelagerten Wertschöpfung, insbesondere die Anwender der Produkte von PALFINGER, erheblich betroffen sein. Aufgrund der Art der Arbeit besteht bei Produkten von PALFINGER immer die Gefahr von Unfällen, die technisch nicht vollständig gesichert und vermieden werden können.
Regionen mit erheblichem Risiko an Kinderarbeit, Zwangsarbeit oder Pflichtarbeit sind China, Brasilien, Türkei, Indien, Russland, Ukraine, Bosnien und Herzegowina, wobei dies vor allem die Rohstoffe Eisenerz und Stahl betrifft.
Zwangsarbeit, Kinderarbeit und andere Menschenrechtsverletzungen, insbesondere im Zusammenhang mit unsicheren und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, sind in der Bergbauindustrie verbreitete Probleme. Unfälle mit PALFINGER Produkten sind Einzelereignisse. Dies bedeutet, dass Unfälle, bei denen PALFINGER Produkte involviert sind, nicht häufig vorkommen und es sich dabei um kein systemisches oder wiederkehrendes Problem handelt.
Im Rahmen der Nachhaltigkeits- und Beschaffungsstrategie sind ausgewählte strategische Lieferanten verpflichtet, bestimmte Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen, darunter robuste Menschenrechtsstandards. Um dies zu unterstützen, hat PALFINGER damit begonnen, seine Lieferanten mit umfassenden Nachhaltigkeitsrichtlinien auszustatten, die detaillierte, umsetzbare Schritte zum Umgang mit Menschenrechten enthalten. PALFINGER arbeitet aktiv mit seinen Lieferanten zusammen, um die Einhaltung dieser Kriterien sicherzustellen und sie bei der praktischen Umsetzung der Richtlinien zu unterstützen. Dabei fördert PALFINGER einen kooperativen Ansatz, der darauf abzielt, positive Ergebnisse für alle Beteiligten zu erzielen.
Im Jahr 2024 hat PALFINGER begonnen, mit seinen Partnern in der Stahlwertschöpfungskette zusammenzuarbeiten, Vor-Ort-Besuche durchzuführen, die Arbeitsbedingungen der Arbeitskräfte vor Ort zu überprüfen, Gespräche über die Herausforderung und Förderung von Verbesserungen zu führen und die Veränderungen und Auswirkungen eines gerechten Übergangs für die Arbeitenden in den Stahlproduktionsstätten zu erörtern. Dazu wurde ein Pilot gestartet. Mit Blick auf das Jahr 2025 plant PALFINGER, dieses Engagement auszuweiten, um die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in der Wertschöpfungskette weiter zu verbessern.
Es bestehen keine wesentlichen Risiken und Chancen in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöfungskette.
Die wichtigsten Arten von Arbeitnehmenden, welche negativ betroffen sein könnten, sind Beschäftigte in der Stahlwertschöpfungskette, insbesondere Beschäftigte in der Bergbauindustrie. Sowohl Kunden als auch Lieferanten wurden bei der Wesentlichkeitsanalyse miteingebunden.
Das Verständnis wurde hauptsächlich durch Desktop-Forschung entwickelt. Es wurden Studien und Berichte von Organisationen wie dem Business & Human Rights Resource Centre, Human Rights Watch, der Internationalen Föderation für Menschenrechte usw. verwendet.
Arbeitende in der Stahlwertschöpfungskette, insbesondere in der Bergbauindustrie in den in §11b genannten Ländern, sind besonders betroffen. In der 2024 durchgeführten Wesentlichkeitsanalyse wurden keine wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette ergeben, identifiziert. In den kommenden Jahren wird das Thema Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette weiterentwickelt und damit auch die Analyse, ob es Auswirkungen gibt, welche sich nur auf bestimmte Gruppen von Arbeitskräften beziehen.PALFINGER nutzt die Standorte seiner größten Stahllieferanten und recherchiert deren Rohstoffgewinnungsländer. Diese Länder wurden dann anhand von Indizes wie dem IGB Global Rights Index 2024, dem Global Slavery Index 2023 (Prävalenz) und dem Global Slavery Index 2023 (Vulnerabilität) priorisiert.
Der Code of Conduct ist Bestandteil der Verträge mit Geschäftspartnern. Explizit geht es um Menschenhandel, Zwangsund Pflichtarbeit sowie Kinderarbeit. PALFINGER folgt den Prinzipien der Initiative Global Compact der Vereinten Nationen und der Internationalen Arbeitsorganisation. Bei der Auseinandersetzung mit diesem Thema orientiert sich PALFINGER an den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Menschenrechte, der OECD und der ILO.
Da S2-2 Stakeholder Engagement derzeit nicht berücksichtigt wird, hat PALFINGER außer der Integrity Line keine Prozesse in Bezug auf die direkte Zusammenarbeit mit Arbeitenden der Wertschöpfungskette oder Maßnahmen zur Abhilfe bei Auswirkungen auf die Menschenrechte.
Wie in SBM 3.13 beschrieben, wird in den kommenden Jahren eine umfassende Analyse des Themas Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette durchgeführt, weshalb aktuell noch keine Maßnahmen, um Abhilfe bei Auswirkungen auf die Menschenrechte zu schaffen, implementiert wurden.
Der Verhaltenskodex für Geschäftspartner bezieht sich auf die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der ILO und die Unterstützung der Prinzipien der UN Global Compact Initiative. Sowohl die ILO als auch der UN Global Compact folgen der Internationalen Charta der Menschenrechte.
Bisher wurden keine Fälle von Nichteinhaltung dieser Prinzipien, die Beschäftigte in der Wertschöpfungskette betreffen, über die Integrity Line gemeldet.
Durch die Befolgung der im Verhaltenskodex dargelegten Regeln und Prinzipien, legt PALFINGER aktiv die grundlegenden Richtlinien seines Verhaltens fest.
Verstöße gegen diese Vorschriften oder die Verhaltenskodizes sind sanktioniert und können strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. PALFINGER verhält sich integer und in Übereinstimmung mit allen relevanten Gesetzen. Diese Richtlinie beschreibt unter anderem die Menschenrechte und Arbeitsbedingungen.
Weitere Einzelheiten zu den Inhalten und Überwachungsprozessen finden sich in der Offenlegung G1-1 MDR-P a).
Der Geltungsbereich der Richtlinie erstreckt sich auf alle Lieferanten und Händler, die durch ihre vertraglichen Vereinbarungen an den PALFINGER Verhaltenskodex gebunden sind.
Für die Umsetzung dieses Konzepts ist die Leitung der Global Function Procurement sowie die Leitung der Händlernetzentwicklung verantwortlich. Die Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
Im Rahmen der Umsetzung dieses Konzepts verpflichtet sich PALFINGER zur Einhaltung der ILO-Normen sowie der UN Global Compact Initiative.
Der Code of Conduct für Business Partner wird auf der Unternehmenswebsite von PALFINGER veröffentlicht.
Das Konzept fokussiert auf die Einhaltung höchster Anforderungen im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit für Geschäftspartner und Endnutzer. Ziel ist die strikte Umsetzung aller relevanten Normen, Gesetze und Maschinenrichtlinien sowie ISO-Zertifizierungen zu bestehen. Die Produkte und Prozesse von PALFINGER sind darauf ausgelegt die gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Alle relevanten Normen und Gesetze der jeweiligen Länder und Regionen werden bei der Entwicklung von PALFINGER Produkten berücksichtigt.
Die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG der EU ist ein zentraler Bestandteil des Konzepts und stellt sicher, dass alle Maschinen die notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllen. PALFINGER stellt die Einhaltung der Mindestanforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG durch ein strukturiertes Policy- und Maßnahmen-Framework sicher, das Teil des PALFINGER-Development-Prozess (PDP, Stage-Gate-Prozess) für die Produktentwicklung ist. In jeder Phase werden Risikobewertungen und Sicherheitsprüfungen durchgeführt, bevor der Übergang zur nächsten Phase freigegeben wird. Dies gewährleistet eine systematische Integration der Sicherheitsanforderungen. Zusätzlich zur EU-Maschinenrichtlinie berücksichtigt PALFINGER alle relevanten Normen und Gesetze der Länder und Regionen, in denen die Produkte eingesetzt werden. Dies umfasst die verpflichtende Marktbeobachtung, bei der alle gemeldeten Vorfälle von Händlern regelmäßig bewertet werden. Diese Marktrückmeldungen werden analysiert und evaluiert sowie entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Das Spektrum der beschlossenen Maßnahmen reicht von Produktverbesserungen und Marktaktionen sowie bei schwerwiegenden Fällen bis hin zu Rückrufaktionen. Die Gremien der produktlinienspezifischen Q-Zirkel tagen in regelmässigen Abständen, um sicherzustellen, dass kontinuierlich kunden- bzw. lieferantenseitiges Feedback in die Produktentwicklung eingeht. Weiters ist damit gewährleistet, dass etwaige Nichtkonformitäten umgehend erkannt, analysiert und abgestellt werden. Die Arbeit der Q-Zirkel folgt der 8D Methodik. Sie wird digital dokumentiert und nachverfolgt. Die 8D-Methodik ist ein strukturierter Problemlösungsansatz aus acht Schritten, die von der Problemanalyse über Sofortmaßnahmen bis hin zur nachhaltigen Beseitigung der Ursachen reichen.
Das Unternehmen hält sich an die folgenden internationalen Normen und Zertifizierungen, um Produktqualität und sicherheit sicherzustellen:
Diese Normen sind Bestandteil der Verpflichtung von PALFINGER, weltweit geltende Gesetze und regulatorische Anforderungen vollständig einzuhalten und zu übertreffen. Dies umfasst nicht nur internationale Vorschriften, sondern auch alle gültigen Gesetze, Normen und Standards, die für Unternehmen verpflichtend sind. PALFINGER stellt sicher, dass regionale Gesetze und Standards in den jeweiligen Ländern, in denen PALFINGER Produkte vertrieben und verkauft werden, berücksichtigt und eingehalten werden.
Durch dieses Konzept wird sichergestellt, dass physische Schäden, welche durch mangelnde Produktsicherheit entstehen können, bestmöglich vermieden werden. Zusätzlich schafft es Zugang zu qualitativen Informationen (Kennzeichnung und aktive Informationen) zu Produktnutzung und Sicherheit.
Die kontinuierliche Marktbeobachtung und die Rückmeldung von Vorfällen durch Händler sind integraler Bestandteil der Überwachungsprozesse. Vorfälle werden entsprechend der Group Policy "Q-Circle" in Qualitätszirkeln bewertet sowie entsprechende Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Funktion Process- and Quality Management (PQM) ist für die Orchestrierung der Q-Zirkel verantwortlich. Die in den Q-Zirkeln beschlossenen Maßnahmen werden in den dafür zuständigen Funktionen umgesetzt und verantwortet. Rückrufaktionen sind durch eine konzernweite Richtlinie (Group Policy "Recall") klar geregelt. Die Schulungsaktivitäten werden regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass alle Partner und Endkunden den Sicherheitsanforderungen entsprechen.
Corp. Internal Audit ist berechtigt, Prüfungen zur Beurteilung der Ausgestaltung und Wirksamkeit dieser Konzernrichtlinie durchzuführen, und unterstützt so die Überwachungsfunktion des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Prinzipiell gilt das Konzept konzernweit für alle PALFINGER Standorte, wobei die CE Zertifizierung und die Maschinenrichtlinie in der EU gelten und in den anderen Ländern auch an die dortigen Regulatorien angepasst werden. Die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ist nicht vom Konzept umfasst.
Für die Umsetzung des Konzepts ist der Bereich Process and Quality Management (PQM) verantwortlich. Die Policy wurde vom Vorstand freigegeben.
Im Rahmen der Umsetzung dieses Konzepts verpflichtet sich PALFINGER zur Einhaltung der ISO 9001 Standards.
Die Interessen von Geschäftspartnern und Endnutzern wurden über Befragungen und den direkten Dialog mit Händlern sowie über Informationen aus dem weltweitem PALFINGER Service-Netzwerk miteinbezogen.
Derzeit gibt es kein Verfahren zur direkten Beteiligung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette.
Mitarbeitende der Wertschöpfungskette sowie andere Interessengruppen und Dritte können anonym oder nicht anonym über die Integrity Line auf der Unternehmenswebsite Meldungen einreichen. Die Meldungen werden innerhalb des Unternehmens bearbeitet und es werden Ermittlungen durchgeführt. Der Zweck einer Untersuchung besteht darin, Fakten zu sammeln, um festzustellen, ob die Bedenken begründet sind. Weitere Informationen dazu finden sich im Abschnitt S1-3.32a. Die Wirksamkeit dieser Kanäle kann noch nicht beurteilt werden, da bisher noch keine Meldungen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette eingegangen sind.
Unabhängig von der Verschuldensfrage prüft PALFINGER sämtliche von Geschäftsparntern gemeldeten Vorfälle mit PALFINGER Produkten, bei denen Personen zu Schaden kommen. Ein gutes Netzwerk und ein sicherheitssensibles Verständnis in den jeweiligen Ländern sind Voraussetzung dafür, dass PALFINGER von diesen Vorfällen erfährt. Alle unfallrelevanten Informationen werden unternehmensintern ausgewertet.
Die Integrity Line ist ein externes Tool, das von PALFINGER implementiert wurde und auch von PALFINGER betrieben wird.
Der Verhaltenskodex bezieht sich auf die Integrity Line und informiert über die Möglichkeit, Bedenken zu äußern. Es gibt keine spezielle Kommunikation zu Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette.
Gemeldete potenzielle Verstöße werden laufend evaluiert. Sofern sich Verdachtsfälle erhärten, werden sie von Corp. Internal Audit untersucht. Verbesserungsmaßnahmen werden mit dem verantwortlichen Management festgelegt. Zur Wirksamkeitsüberwachung siehe S2-3.27a.
Wenn ein Problem gemeldet wird, werden die bereitgestellten Informationen nur an Personen weitergegeben, die davon wissen müssen, um das Problem zu untersuchen oder zu lösen. Meldungen können anonym oder nicht anonym eingereicht werden. PALFINGER verbietet strengstens jede Form von Vergeltungsmaßnahmen gegen Personen, die sich in gutem Glauben äußern oder bei einer Untersuchung kooperieren. Dies ist auch im Code of Conduct festgehalten. Vergeltungsmaßnahmen sind ein Verstoß gegen den Verhaltenskodex und führen zu Disziplinarmaßnahmen. Aktuell gibt es noch keine Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Vertrauen in diese Prozesse haben.
MAßNAHME 1: NACHHALTIGKEITSKRITERIEN UND LEITFADEN FÜR AUSGEWÄHLTE, STRATEGISCHE LIEFERANTEN
Der Verhaltenskodex ist Teil des Lieferantenvertrags und ist von den Lieferanten zu unterzeichnen. Seine Umsetzung trägt zur Einhaltung der Menschenrechte und der Standards für Arbeitsbedingungen bei.
Die Touchpoints und die Leitlinien sorgen für eine effektive Umsetzung der Menschenrechte.
Der Verhaltenskodex sowie die Nachhaltigkeitskriterien und der Leitfaden für ausgewählte, strategische Lieferanten soll die negativen Auswirkungen der vorgelagerten Wertschöfpungskette minimieren. Dabei handelt es sich zum einen um Verletzungen der Menschenrechte von Mitarbeitenden in der Wertschöpfungskette und zum anderen um Arbeitsbedingungen, die zu psychischen oder physischen Gesundheitsproblemen führen können.
Darüber hinaus sind ausgewählte strategische Lieferanten im Rahmen der PALFINGER Nachhaltigkeits- und Beschaffungsstrategie verpflichtet, bestimmte Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen, darunter robuste Menschenrechtsstandards. Die Maßnahme wurde mit einem Pilotprojekt in 2024 gestartet und soll auf weitere strategische Lieferanten ausgeweitet werden. Um dies zu unterstützen, stattet PALFINGER seine Lieferanten mit umfassenden Nachhaltigkeitsrichtlinien aus, die detaillierte, umsetzbare Schritte zum Umgang mit Menschenrechten enthalten. PALFINGER hat begonnen, aktiv mit seinen Lieferanten zusammenzuarbeiten, um die Einhaltung dieser Kriterien sicherzustellen und sie bei der praktischen Umsetzung der Richtlinien zu unterstützen. PALFINGER fördert einen kooperativen Ansatz, der darauf abzielt, positive Ergebnisse für alle Beteiligten zu erzielen. Die Kriterien und die Leitlinien unterstützen eine wirksame Umsetzung der Menschenrechte.
Die Wirksamkeit wird von Fall zu Fall bewertet, da sie auf der Zusammenarbeit zwischen PALFINGER und dem Lieferanten beruht. Sollte der Lieferant Unterstützung bei der Umsetzung benötigen und sich die bereitgestellten Richtlinien als unzureichend erweisen, engagiert PALFINGER sich aktiv und bietet Unterstützung an.Die Bewertung der Wirksamkeit erfolgt auf verschiedene Weise, darunter Selbstbewertungen, Besuche bei Lieferanten vor Ort, Desktop-Recherchen und Anfragen nach unterstützenden Nachweisen, um nur einige Methoden zu nennen.
Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, Arbeitsbedingungen, die zu psychischen oder physischen Gesundheitsproblemen führen, zu verhindern. Außerdem ist es PALFINGER ein Anliegen, Verletzungen der Menschenrechte von Mitarbeitenden in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu vermeiden. Die beschriebenen Maßnahmen für beide negativen Auswirkungen zur vorgelagerten Wertschöpfungskette folgen einem stufenweisen Ansatz: Dieser Ansatz basiert auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt. PALFINGER hält sich bei der Zusammenarbeit mit den Lieferanten an die folgenden Grundsätze:
PALFINGER legt Wert auf Offenheit und fördert Transparenz. Lieferanten werden nicht bestraft, wenn sie nicht alle Kriterien erfüllen. Stattdessen schätzt PALFINGER ihre Ehrlichkeit während des Bewertungsprozesses. Auch in der nachgelagerten Lieferkette kommuniziert PALFINGER transparent an seine Händler.
PALFINGER arbeitet partnerschaftlich mit seinen Lieferanten zusammen und bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Praktiken in Einklang mit den PALFINGER Nachhaltigkeitsstandards zu verbessern.
Um Verbesserungen zu erleichtern, stellt PALFINGER den Lieferanten einen detaillierten Leitfaden zur Verfügung, in dem konkrete Maßnahmen zur Berücksichtigung relevanter Kriterien und der damit verbundenen Risiken aufgeführt sind. Wenn möglich, teilt PALFINGER zusätzliche Ressourcen oder bietet direkte Unterstützung an, um Lieferanten bei den notwendigen Verbesserungen zu unterstützen.
Ist ein Lieferant nicht bereit, Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, behält PALFINGER sich das Recht vor, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Diese können als Verbesserungsmaßnahmen für den Lieferanten sowie auch als Beendigung der Geschäftsbeziehung ausgestaltet sein.
Da PALFINGER aktuell noch keine schwerwiegenden Vorfälle gemeldet wurden, gibt es zum jetztigen Zeitpunkt noch keine Maßnahmen zur Überprüfung der Wirksamkeit der Abhilfemaßnahmen.
Es bestehen keine Maßnahmen, die Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette adressieren.
Wie im letzten Absatz in S2-4.33 beschrieben, wurden zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Maßnahmen ergriffen, da noch keine schwerwiegenden Vorfälle gemeldet wurden.
Bisher wurden PALFINGER keine derartigen Fälle gemeldet.
Bei der Bewältigung der wesentlichen Auswirkungen setzt PALFINGER sowohl über das Nachhaltigkeitsmanagement als auch über die Einkaufsabteilung dedizierte Ressourcen ein.
Dieser funktionsübergreifende Ansatz ermöglicht ein Management der wesentlichen Auswirkungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.
Zu den wichtigsten Maßnahmen von PALFINGER zur Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette gehören unter anderem:
Code of Conduct: Die Umsetzung und Einhaltung der Standards des Code of Conduct ist für PALFINGER wichtig und wird von allen Geschäftspartnern gleichermaßen gefordert.
Nachhaltigkeitskriterien: Diese werden speziell auf ausgewählte, strategische Lieferanten angewendet. Aktuell wurde dazu mit einem Pilotprojekt begonnen.
Die Zeithorizonte für die wichtigsten Maßnahmen von PALFINGER sind fortlaufend und kontinuierlich. Wenn neue Lieferanten in den Geltungsbereich eintreten und sich die Geschäftsanforderungen ändern, werden diese Maßnahmen regelmäßig aktualisiert und angepasst. Die Nachhaltigkeitskriterien werden im Zuge der weiteren Einführung regelmäßig aktualisiert. Dieser kontinuierliche Prozess ermöglicht es PALFINGER, die wesentlichen Auswirkungen im Laufe der Zeit effektiv zu managen, auf Veränderungen in der Wertschöpfungskette zu reagieren und bei Bedarf neue Stakeholder einzubeziehen.
In Bezug auf den Zugang zu Rechtsbehelfen hält PALFINGER sich an die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs). Bisher wurden keine Fälle identifiziert, die Abhilfe erfordern. Abhilfemaßnahmen werden in Zukunft stattfinden.
Die Zurverfügungstellung sicherheitsrelevanter Dokumentationen und technischer Informationen sowie Schulungen für Händler und Endkunden dienen als präventive Maßnahme, um Unfälle mit PALFINGER Produkten zu vermeiden.
Durch umfassende Bereitstellung von Informationen und Schulungen zum Umgang mit PALFINGER Produkten können negative Auswirkungen in Bezug auf die physische Gesundheit der Bediener mitigiert werden. Zum Großteil handelt es sich bei den Unfällen um Fehler in der Bedienung, die durch gezielte Schulungen und Informationen verhindert werden können.
Die Schulungsaktivitäten werden regelmäßig überprüft, um sicherzustellen, dass alle Partner und Endkunden den Sicherheitsanforderungen entsprechen.
Die produktlinienspezifischen Qualitätszirkel tagen in regelmäßigen Abständen meist monatlich. Durch die Zusammensetzung der Qualitätszirkel ist sichergestellt, dass etwaige Nichtkonformitäten aus Sicht des Kunden, der Lieferanten und der internen Wertschöpfungskette umgehend erkannt, analysiert und abgestellt werden. Die in den Q-Zirkeln beschlossenen Maßnahmen werden in den dafür zuständigen Funktionen umgesetzt und verantwortet.
Es bestehen keine Maßnahmen, die Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette adressieren.
Bisher wurden PALFINGER keine derartigen Fälle zu schwerwiegende Menschenrechtsproblemen und Vorfälle im Zusammenhang mit seiner vor- und nachgelagerten Wertschöpfung gemeldet.
Für das Management der Auswirkungen stellt PALFINGER sowohl im Produktlinien-Qualitätsmanagement als auch in der Vertriebs- und Serviceabteilung interne Ressourcen zur Verfügung. Dieser funktionsübergreifende Ansatz ermöglicht ein umfassendes Management der Materialauswirkungen über die gesamte Wertschöpfungskette.
Diese Maßnahme bezieht sich auf alle Händler und Endkunden (downstream value chain).
Es handelt sich um eine fortlaufend und kontinuierlich Maßnahme.
Entschädigungen auf Basis von produktbezogenen Fehlern finden im bestätigten Einzelfall auf monetärer Basis bei Schadenersatzklagen statt. Dies gilt sowohl für Geschäftspartner als auch für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette.
(ESRS 2.81):
Aktuell hat PALFINGER keine messbaren Ziele in diesem Bereich definiert und evaluiert gerade die Möglichkeiten.
| Unfälle mit PALFINGER Produkten | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Unfallmeldungen | 13 | 7 | 8 |
| Todesfälle1) | 6 | 1 | 2 |
| Verletzungen unterschiedlichen Grades1) | 11 | 8 | 9 |
| Rechtskräftige, gerichtlich festgelegte Strafzahlungen aufgrund von Unfällen | - | - | - |
| Anhängige Klagen (in Verhandlung) aufgrund von Unfällen mit Produkten (Stichtag | 6 | 6 | 6 |
| 31.12.) | |||
| Rechtskräftige Schuldsprüche | - | - | - |
1) Unabhängig vom Verschulden.
In die korrespondierende Kennzahl fließen alle dem Unternehmen bekannten Unfälle ein, in die PALFINGER-Produkte involviert waren, wenn bei dem Unfall ein Personenschaden verursacht wurde (exklusive Arbeitsunfälle). Diese werden unabhängig von einer Verschuldensfrage erfasst. Im Berichtsjahr wurden 8 Unfälle (2023: 7) im Feld mit PALFINGER Produkten gemeldet. Daraus resultierten 9 Verletzungen (2023: 8) unterschiedlichen Grades und 2 Unfälle mit Todesfolge (2023: 1).
Die PALFINGER Mitarbeitenden leben täglich die Unternehmenswerte "Unternehmertum, Respekt und Lernen". Der aktuelle PALFINGER Code of Conduct definiert die wesentlichen rechtlichen und ethischen Prinzipien als Basis jeder unternehmerischen Tätigkeit. Um dem gesellschaftlichen Wandel gerecht zu werden, gelten die Anforderungen nachhaltigen Wirtschaftens. PALFINGER setzt dafür hohe Berichtsstandards und eine transparente Herangehensweise im Geschäftsleben ein.
Zur Einhaltung des Code of Conduct hat PALFINGER Maßnahmen und Prozesse eingeführt, die sicherstellen, dass die jeweils geltenden rechtlichen Anforderungen bekannt sind und eingehalten werden. Schulungen sind für PALFINGER Mitarbeitende verpflichtend. Fehlverhalten kann bei der Führungskraft, der Personalabteilung und der Integrity Line gemeldet werden. Gemeldete potenzielle Verstöße gegen das Gesetz, den Code of Conduct oder andere Gruppenrichtlinien werden laufend evaluiert. Sofern sich gemeldete Verdachtsfälle erhärteten, werden sie von Corp. Internal Audit untersucht und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen mit dem verantwortlichen Management festgelegt.
Die Einhaltung der rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen hat hohe Priorität, der Code of Conduct adressiert als wesentlichstes Rahmenwerk folgende Auswirkungen, Risiken und Chancen (Weitere Informationen zu den Auswirkungen, Risiken und Chancen sind dem SBM-3 im ESRS 2 zu entnehmen):
Bei allen Aktivitäten von PALFINGER ist Integrität von größter Bedeutung. Die Umsetzung und Einhaltung der Standards des Code of Conduct ist für PALFINGER wichtig und wird von allen Mitarbeitenden eingefordert. Er gilt für alle Bereiche, Standorte und Gesellschaften, die weltweit zur PALFINGER Gruppe gehören und an denen die Gruppe beherrschenden Einfluss ausübt.
Der Vorstand hat den Code of Conduct unterzeichnet und ist für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich. Erstellung, Definition von Prozessen und Schulungen zum Code of Conduct erfolgen durch die Abteilung GRC.
Der Erfolg des Unternehmens hängt von gesunden und fair behandelten Mitarbeitenden ab. Daher schützt PALFINGER ihre Rechte und folgt den Prinzipien der "Global Compact"-Initiative der Vereinten Nationen sowie der "International Labor Organization".
Für den Code of Conduct wurde ein Steering Committee bestehend aus GRC, Personalabteilung, Einkauf und Händlernetzentwicklung eingerichtet, um die drei wesentlichen Adressaten der Regelungen des Code of Conduct berücksichtigt zu haben. Die Freigabe erfolgte durch den Vorstand.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden Stakeholderbefragungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bei der Erstellung des Code of Conduct berücksichtigt.
Verträge beinhalten verbindliche Verweise auf den PALFINGER Code of Conduct. Dieser ist auf der Unternehmenswebsite von PALFINGER veröffentlicht.
PALFINGER unterstützt seine Mitarbeitenden gemäß dem Motto: "We value people. People create value." Die für alle geltenden und durch alle zu lebenden PALFINGER Kernwerte lauten: Unternehmertum, Respekt und Lernen. Bei PALFINGER gelten für alle Führungskräfte die Leadership-Prinzipien: DRIVE. FOCUS. INSPIRE. EMPOWER. DEVELOP. DELIVER.
Über die "Integrity Line" können potenzielle Verstöße gegen Gesetze und interne Richtlinien bzw. Fehlverhalten gemeldet werden. Whistleblowing über die Integrity Line ist auch für externe Stakeholder möglich.
PALFINGER hat interne Meldekanäle eingerichtet, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden potenzielle Verstöße gegen Gesetze, den Code of Conduct oder andere Gruppenrichtlinien melden können. Zu diesen Kanälen gehören die "Integrity Line", direkte Kontaktaufnahme mit Governance, Risk & Compliance sowie Sprechstunden des Betriebsrats und Meldungen über Führungskräfte oder HR-Verantwortliche der Regionen. Um die Effektivität dieser Meldekanäle zu gewährleisten, sind alle Mitarbeitenden verpflichtet, an zielgerichteten Schulungen teilzunehmen, die sicherstellen, dass die jeweils geltenden rechtlichen Anforderungen bekannt sind und eingehalten werden. Diese Schulungen umfassen auch Informationen über die Nutzung der Meldekanäle und die Bedeutung der Meldung von Fehlverhalten. Mitarbeitende, die Meldungen entgegennehmen, werden speziell geschult, um sicherzustellen, dass sie in der Lage sind, die Meldungen angemessen zu bearbeiten und die Vertraulichkeit der Hinweisgeber zu wahren.
Außerdem hat PALFINGER Maßnahmen implementiert, um den Schutz von Hinweisgebern vor Vergeltungsmaßnahmen zu gewährleisten. Meldungen können anonym über die "Integrity Line" erfolgen, was den Mitarbeitenden ermöglicht, Fehlverhalten zu melden oder Beschwerden ohne Angst vor Repressalien zu äußern.
Der Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen ist ein zentraler Bestandteil des Code of Conduct von PALFINGER. Es ist strengstens verboten, Vergeltungsmaßnahmen gegen Personen zu ergreifen, die in gutem Glauben Meldungen machen oder bei Untersuchungen kooperieren. Verstöße gegen dieses Verbot führen zu Disziplinarmaßnahmen.
Darüber hinaus werden alle gemeldeten Vorfälle untersucht, und es wird sichergestellt, dass die Identität der Hinweisgeber geschützt bleibt. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/1937 des Europäischen Parlaments und des Rates.
Gemeldete potenzielle Verstöße gegen das Gesetz, den Code of Conduct oder andere Gruppenrichtlinien wurden laufend evaluiert. Sofern sich Verdachtsfälle erhärteten, wurden sie von GRC und Corp. Internal Audit untersucht und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen mit dem verantwortlichen Management festgelegt.
Wesentliche Trainings betreffend Governance und Compliance werden allen Mitarbeitenden sowie risikobasiert ausgewählten Personengruppen zugewiesen. Für direkte Mitarbeitende, die keinen Zugang zum IT-System haben, wird ein Konzept zur Schulung ausgearbeitet, welches 2025 umgesetzt werden soll. Es finden laufend Trainings statt, sodass Mitarbeitende mehrfach jährlich in compliance-relevanten Themen geschult werden. Der Umfang der Trainings variiert je nach Thema und Zielgruppe. Die Absolvierung der Trainings wird dokumentiert und zu Reportingzwecken verwendet.
Eine erhöhte Gefährdung besteht für Personen in unternehmensleitender Funktion, Mitarbeitende der globalen Funktionen Sales & Service sowie Procurement.
Der aktuelle PALFINGER Code of Conduct für Business Partner definiert die wesentlichen rechtlichen und ethischen Prinzipien als Basis jeder unternehmerischen Tätigkeit in der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Händlern. Um dem gesellschaftlichen Wandel gerecht zu werden, gelten die Anforderungen nachhaltigen Wirtschaftens. PALFINGER setzt dafür hohe Berichtsstandards und eine transparente Herangehensweise im Geschäftsleben ein.
Folgende Inhalte werden im Code of Conduct für Business Partner behandelt:
Gemeldete potenzielle Verstöße gegen das Gesetz oder den Code of Conduct für Business Partner werde evaluiert. Sofern sich Verdachtsfälle erhärteten, wurden sie von Corp. Internal Audit untersucht und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen mit dem verantwortlichen Management festgelegt. Darüber hinaus behält sich PALFINGER das Recht vor, die Einhaltung dieses Code of Conduct regelmäßig zu überprüfen. PALFINGER kann Audits durchführen oder andere geeignete Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass seine Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nachkommen.
Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurde offenbart, dass Governance-Themen für PALFINGER wesentlich sind. Die Einhaltung der rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen hat hohe Priorität, der Code of Conduct für Business Partner adressiert als wesentliches Rahmenwerk die damit verbundenen wesentlichen Auswirkungen und Risiken in der Wertschöpfungskette:
Die Umsetzung und Einhaltung der Standards des Code of Conduct für Business Partner ist für PALFINGER wichtig und wird von allen Geschäftspartnern gleichermaßen gefordert. Verträge beinhalten verbindliche Verweise auf den PALFINGER Code of Conduct.
Für die operative Umsetzung dieses Konzepts ist die Leitung der globalen Funktion Einkauf sowie die Leitung der Händlernetzentwicklung verantwortlich. Das Konzept wurde vom Vorstand freigegeben.
Im Code of Conduct für Business Partner wird auf die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der ILO sowie die Unterstützung der Prinzipien der "Global Compact"-Initiative verwiesen.
Für den Code of Conduct für Business Partner wurde ein Steering Committee bestehend aus GRC, Einkaufs- und Händlernetzentwicklung eingerichtet, um die zwei wesentlichen Adressaten der Regelungen des Code of Conduct berücksichtigt zu haben. Im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse wurden Stakeholderbefragungen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden bei der Erstellung des Code of Conduct für Business Partner berücksichtigt.
Der PALFINGER Code of Conduct für Business Partner ist auf der Unternehmenswebsite von PALFINGER veröffentlicht.
Siehe dazu die Beschreibung der Unternehmenskultur in G1-1.9 im Konzept 1.
Über die "Integrity Line" können potenzielle Verstöße gegen Gesetze, den Code of Conduct für Business Partner bzw. Fehlverhalten gemeldet werden.
Gemeldete potenzielle Verstöße gegen das Gesetz sowie den Code of Conduct für Business Partner wurden evaluiert. Sofern sich Verdachtsfälle erhärteten, wurden sie von GRC und Corp. Internal Audit untersucht und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen mit dem verantwortlichen Management festgelegt.
Organisationsinterne Schulungen spielen beim Code of Conduct für Business Partner keine Rolle.
Interne Personengruppen spielen beim Code of Conduct für Business Partner keine Rolle.
Der Code of Conduct für Business Partner definiert die wesentlichen rechtlichen und ethischen Prinzipien, die von Lieferanten einzuhalten sind.
Zusätzlich definieren interne Richtlinien die Leitprinzipien sowie die Aufgaben, Verantwortlichkeiten und den "Source-to-Pay-Prozess" für alle Materialien, Dienstleistungen und Investitionen. Durch die Festlegung des Rahmens werden die damit verbundenen Risiken gemindert. Darüber hinaus können im Bereich der Beschaffung Synergien, Potenziale und Bündelungsmöglichkeiten global genutzt, Qualitätsanforderungen langfristig gesichert und die Lieferfähigkeit gewährleistet werden.
Der Überwachungsprozess zur Einhaltung des Konzepts umfasst mehrere Schritte und Prinzipien, die sicherstellen, dass alle Beschaffungsaktivitäten korrekt und effizient durchgeführt werden. Ein zentraler Aspekt ist der bidirektionale Abgleich als Prüfprozess im Rahmen der Rechnungsverarbeitung. Dabei werden zwei Schlüsseldokumente, die Bestellung und die Rechnung, miteinander verglichen, um die Genauigkeit und Gültigkeit vor der Genehmigung der Zahlung sicherzustellen. Bei Abweichungen zwischen Rechnung und Bestellung muss die Abweichung gemäß der Delegation of Authorities (DoA) und dem 4-Augen-Prinzip genehmigt werden.
Der Anwendungsbereich des Konzepts umfasst die direkten Lieferanten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette.
Für die Umsetzung dieses Konzepts ist die Leitung der globalen Funktion Einkauf verantwortlich. Das Konzept wurde vom Vorstand freigegeben.
Der Austausch mit Lieferanten findet regemäßig statt und demnach werden die Bedürfnisse laufend abgestimmt.
PALFINGER verwendet standardisierte Zahlungskonditionen. Zudem hat PALFINGER für Lieferanten mit einem bestimmten jährlichen Volumen ein Reverse-Factoring-Programm zur Finanzierung ihrer Forderungen gegenüber PALFINGER eingeführt. Die Lieferanten dürfen dabei Vertragsbanken mit vorzeitigen Bezahlungen der Forderungen beauftragen. Dieses Programm ist auch für KMUs zugängig und trägt zur Verhinderung von Zahlungsverzug bei.
Das Konzept beschreibt mehrere Leitprinzipien und Prozesse, die darauf abzielen, eine effektive und transparente Zusammenarbeit zu gewährleisten:
Vor der Erteilung einer ersten Bestellung müssen erforderliche Lieferantenaudits für definierte Lieferanten durchgeführt und dokumentiert werden. In den Lieferantenaudits werden neben Qualitäts- und Beschaffungsfragen auch Nachhaltigkeitsaspekte wie Umwelt, Menschenrechte und Arbeitssicherheit einer Prüfung unterzogen.
Korruptionsprävention nimmt bei PALFINGER einen wichtigen Stellenwert ein und ist daher auch explizit im Code of Conduct geregelt. Darüber hinaus sieht eine eigens dafür geschaffene Gruppenrichtlinie detaillierte Regelungen vor. Die wesentlichen Inhalte der Group Policy Anti-Korruption sind das Verbot von illegalen Zuwendungen und Geschenken sowie Kickbacks und das Thema Interessenskonflikte.
• Zur Vermeidung und zur Aufdeckung von Korruptionsverstößen definierte PALFINGER einen mehrstufigen Maßnahmenkatalog.
PALFINGER exportiert weltweit in eine Vielzahl an Ländern. Auch öffentliche Auftraggeber zählen vielfach zu den Kunden. Es ergibt sich daraus ein gewisses Risiko betreffend Korruption, wie es sich auch als Risiko gemäß der Wesentlichkeitsanalyse gezeigt hat. Mit dem vorliegenden Konzept wird dem Risiko entgegengewirkt. Folgende wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen werden mit dem Konzept abgedeckt:
Die Umsetzung und Einhaltung der Standards des Code of Conduct ist für PALFINGER wichtig und wird von allen Mitarbeitenden und Geschäftspartner gleichermaßen gefordert. Die Gruppenrichtlinie zur Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung ist von alle Mitarbeitenden der PALFINGER Gruppe anzuwenden.
Der Vorstand hat den Code of Conduct unterzeichnet und ist für die Umsetzung des Konzepts verantwortlich. Für Erstellung, Prozesse und Ausrollung von Schulungen zum Code of Conduct und der Gruppenrichtlinie Anti-Korruption ist die Abteilung GRC verantwortlich.
Basis für die internen Regelungen zur Korruptionsprävention ist das geltende Recht. Ferner unterstützt PALFINGER den UN Global Compact.
Beschwerden können zu allen wahrgenommenen Fehlverhalten gemacht werden. Der Beschwerdemechanismus steht sowohl Mitarbeitenden zur Verfügung wie auch Lieferanten, Händlern, Endkunden, Investoren und Fremdkapitalgebern sowie allen weiteren internen und externen Interessensträgern. Darauf wird auch im Code of Conduct verwiesen.
Die Abwicklung einer Meldung erfolgt in einem ersten Schritt zentral über GRC in Zusammenarbeit mit Corp. Internal Audit. Je nach konkreten Vorwürfen erfolgt die weitere Fallbearbeitung durch GRC, Internal Audit oder Human Resources.
Das Whistleblowing-System ist für alle Personen innerhalb sowie außerhalb des Unternehmens verfügbar, es umfasst somit alle möglichen Stakeholdergruppen. Das System ist sowohl über die Website als auch das Intranet verfügbar.
Zur Vermeidung und zur Aufdeckung von Korruptionsverstößen definierte PALFINGER einen mehrstufigen Maßnahmenkatalog:
Der Prozess sieht zur Vermeidung von Interessenkonflikten Vertretungsregelungen vor. Die Untersuchungsbeauftragten sind von der involvierten Management-Kette getrennt.
Ein Bericht über die Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung ergeht jährlich an den Aufsichtsrat, der damit seiner Kontrollfunktion nachkommt.
Verträge beinhalten verbindliche Verweise auf den PALFINGER Code of Conduct. Dieser ist auf der Unternehmenswebsite von PALFINGER veröffentlicht.
Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Schulungsaktivitäten zum Thema Korruption und Bestechung. 2025 wird ein verpflichtendes Schulungsprogramm implementiert. Das Schulungsprogramm basiert auf einem E-Learning, das die Inhalte der Gruppenrichtline zum Thema Anti-Korruption behandelt. Es befasst sich mit der Frage, welche Verhaltensweisen als Korruption gesehen werden können und auch mit den rechtlichen Folgen eines Verstoßes. Das Training erörtert ferner den Prozess zur Korruptionsvermeidung in der Praxis.
Eine systematische Erhebung der von Mitarbeitenden absolvierten Schulungen wurde im Berichtsjahr nicht durchgeführt, sondern erfolgt 2025 nach Ausrollung des verpflichtenden E-Learnings.
Mitglieder des Vorstands werden regelmäßig seitens GRC über Risiken in Zusammenhang mit Korruption informiert, die Berichterstattung erfolgt auch an den Aufsichtsrat. Im Zuge des Reportings werden aktuelle Schwerpunkte angesprochen sowie Fragen seitens Vorstand bzw. Aufsichtsrat beantwortet. Eine Schulung für Vorstand und Aufsichtsrat gab es in 2024 nicht. Diese erfolgt in 2025 mit der Ausrollung des verpflichtenden E-Learnings.
(G1-4.24):
| Fälle von Korruption oder Bestechung | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Anzahl der rechtskräftigen Verurteilungen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften | - | - |
| Höhe der Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften | - | - |
Informationen zu Anti-Korruptionsmaßnahmen sind unter G1-3.18a zu finden.
(G1-6.33):
| 2024 | |
|---|---|
| Anzahl der durchschnittlichen Tage bis zur Bezahlung einer Rechnung ab Beginn der vertraglichen oder gesetzlichen Zahlungsfrist |
56 |
| Anzahl der derzeitigen anhängigen Gerichtsverfahren gegen PALFINGER wegen Zahlungsverzugs | - |
PALFINGER bekennt sich zu den Richtlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex (www.corporategovernance.at), erfüllt die verbindlichen L-Regeln ("Legal Requirement"-Regeln) und hält sich an alle C-Regeln ("Comply or Explain"-Regeln), mit den nachfolgend beschriebenen Ausnahmen.
Einzig die C-Regeln Nr. 39 und Nr. 53 (Unabhängigkeit des Aufsichtsrats sowie Unabhängigkeit der Ausschussmitglieder) werden nicht erfüllt, unter Zugrundelegung der Kriterien für die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats gemäß Anhang 1 des Corporate Governance Kodex.
Die PALFINGER AG hat mit der Familie Palfinger, die direkt bzw. indirekt rund 56,5 Prozent der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär, der auch im Aufsichtsrat vertreten ist. Die HP Immobilien GmbH ist eine 100 Prozent-Tochtergesellschaft der PALFINGER Privatstiftung. Hubert Palfinger und Hannes Palfinger sind Begünstigte der PALFINGER Privatstiftung. Die PALFINGER AG mietet Geschäftsflächen am Standort Kasern von der HP Immobilien GmbH und vermietet Räumlichkeiten am Standort Bergheim an dieselbe und steht mit dieser Gesellschaft folglich in einem Geschäftsverhältnis.
Gerhard Rauch ist geschäftsführender Gesellschafter der Walser GmbH und Verwaltungsratspräsident der Walser Schweiz AG. Die Walser Schweiz AG ist PALFINGER-Vertragshändler für die Schweiz und Liechtenstein.
Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der PALFINGER AG wurden durch die Hauptversammlung gewählt. Die bisherigen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats haben zu den Erfolgen der PALFINGER AG in den vergangenen Jahren wesentlich beigetragen. Dabei waren die ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die umsichtige Auswahl der einzelnen Mitglieder nach fachlichen und persönlichen Merkmalen sowie deren Kenntnis des Unternehmens und der gesamten Branche von großer Bedeutung.
Geraten Aufsichtsratsmitglieder in Interessenkonflikte, haben sie dies gemäß Regel 46 ÖCGK unverzüglich dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats offen zu legen. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine Interessenkonflikte gemeldet.
Diese Vorgehensweise bzw. Sichtweise trifft auch auf die Auswahl der Ausschussmitglieder (Regel Nr. 39) zu.
Im Jahr 2024 wurden dem Aufsichtsrat keine Vereinbarungen gemäß Regel Nr. 48 zur Genehmigung vorgelegt.
www.palfinger.ag/de/investoren/corporate-governance; www.corporate-governance.at
Gemäß österreichischem Aktiengesetz leitet der Vorstand der PALFINGER AG die Gesellschaft unter eigener Verantwortung zum Wohle des Unternehmens und unter Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder. Kollegialität, Offenheit, ständiger Informationsaustausch sowie kurze Entscheidungswege zählen dabei zu den obersten Prinzipien. Der Vorstand führt das für die einzelnen Segmente, Produktlinien bzw. Geschäftsbereiche und Funktionen operativ verantwortliche Management. Der Vorstand ist darüber hinaus in der Geschäftsführung einzelner österreichischer und deutscher PALFINGER Holding-Gesellschaften vertreten.
Der Aufsichtsrat der PALFINGER AG überwacht die Geschäftsführung und unterstützt den Vorstand bei wesentlichen Entscheidungen. Die Grundlage für eine den Grundsätzen guter Corporate Governance folgende Unternehmensführung bilden offene Diskussionen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie innerhalb dieser Organe, die bei PALFINGER lange Tradition haben.
Gemäß Regel 36 ÖCGK befasst sich der Aufsichtsrat jährlich mit der Effizienz seiner Tätigkeit, insbesondere mit seiner Organisation und Arbeitsweise (Selbstevaluierung).
Der Vorstand der PALFINGER AG besteht seit dem 8. Jänner 2024 aus vier Personen (zuvor drei).
| Name | Erstbestellung | Ende der Funktionsperiode |
Diversitätsfaktoren1) | |
|---|---|---|---|---|
| Andreas Klauser | (CEO) | 01.06.2018 | 31.05.2028 | männlich; geb. 1965; AT |
| Felix Strohbichler | (CFO) | 01.10.2017 | 31.12.2027 | männlich; geb. 1974; AT |
| Alexander Susanek | (COO) | 01.07.2023 | 30.06.2028 | männlich; geb. 1975; DE |
| Maria Koller | (CHRO) | 08.01.2024 | 07.01.2029 | weiblich; geb. 1972; AT |
1) Diversitätsfaktoren beinhalten: Geschlecht, Alter und Nationalität.
CHIEF EXECUTIVE OFFICER (SEIT 1. JUNI 2018)
Geboren 1965, begann Andreas Klauser seine Karriere bei STEYR Landmaschinentechnik in Oberösterreich. Bis 2015 verantwortete er in Turin, Italien, als COO von CNH Industrial für die Region EMEA die Integration von zwölf Marken und neun Teilorganisationen. Zuletzt war Klauser von den USA aus als Vorstandsmitglied von CNH Industrial sowie Global Brand President von Case IH und STEYR weltweit tätig. Seit Juni 2018 ist Andreas Klauser Chief Executive Officer (CEO) der PALFINGER AG. In dieser Funktion zählen die folgenden Themen zu seinen Agenden: Sales und Service, Strategy & Sustainability, P21st/Digitale Transformation, Marketing und Kommunikation sowie Investor Relations und Sponsoring.
Andreas Klauser ist überdies Vorsitzender des Aufsichtsrats der Trivest AG.
2 Dieser Abschnitt erfüllt die Offenlegungsanforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die in der Konsolidierten Nichtfinanziellen Erklärung als Teil des Lageberichts von Palfinger Anwendung finden (ESRS 2-GOV-1.21a, ESRS 2-GOV-AR5, G1-GOV-1.5b).
Geboren 1974, übernahm Strohbichler im Jahr 2000 die Leitung der Rechtsabteilung der PALFINGER AG. In weiterer Folge verantwortete er in leitenden Positionen verschiedene Bereiche innerhalb der PALFINGER Gruppe und war zuletzt bis 2015 Regional Manager EMEA mit den Schwerpunkten Marketing, Vertrieb und Service sowie Finanzen und Controlling. Von Mai 2015 bis September 2017 war Strohbichler Geschäftsführer der B&C Industrieholding GmbH. Seit Oktober 2017 ist er als Chief Financial Officer (CFO) der PALFINGER AG für die Agenden Controlling, Rechnungswesen, Steuern, Treasury, Risk Management, Internal Audit, Compliance, Sales und Operations Planning, Prozess- und Qualitätsmanagement, Informations- und Kommunikationstechnik, das Segment Tail Lift sowie Global Business Services verantwortlich.
Geboren 1975, begann Alexander Susanek seine Karriere bei MAN Trucks & Bus SE in München. Nach verschiedenen Fach- und Führungspositionen leitete er dort von 2011 bis 2014 als General Manager das Montagewerk für schwere Lkw im polnischen Niepolomice. 2014 wechselte er zur BMW Group. Nach Stationen als Leiter des Prototypenbaus Pkw in München und Montageleiter im Werk Regensburg übernahm er 2020 als Geschäftsführer der BMW Motoren GmbH die Leitung des weltweit größten Motorenwerks der BMW Group in Steyr. Seit November 2022 war er für die weltweite Antriebsproduktion bei BMW verantwortlich. Seit Juli 2023 ist Susanek als Chief Operating Officer (COO) verantwortlich für die Bereich Produktion, Produktlinien-Management, Forschung & Entwicklung, Einkauf, Health / Safety und Environment (HSE) sowie Supply Chain Management.
Alexander Susanek ist überdies Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Bayerische EliteAkademie.
Geboren 1972, begann die Wirtschaftspsychologin Maria Koller 1998 ihre berufliche Laufbahn als HR-Expertin bei Alcatel in Österreich. Anschließend wechselte sie zu NextiraOne nach Stuttgart und wirkte dort ab 2002 als Human Resources Director für Deutschland. Ihre internationale Erfahrung baute sie 2004 bis 2006 in Paris bei Platinum Equity, dem Eigentümer von NextiraOne, als Human Resources Director für Europa aus. 2007 übernahm sie in der Danaher Gruppe leitende HR-Funktionen in Großbritannien und Deutschland. 2017 übernahm sie die Rolle der Executive Vice President Global HR bei JENOPTIK AG. Seit Jänner 2024 fungiert Maria Koller als Chief Human Resources Officer (CHRO) der PALFINGER AG. Sie verantwortet dabei die Agenden Personal und Recht.
Im Bereich Nachhaltigkeit besteht eine gesamthafte Verantwortung des Vorstandes. Ebenso berichten die Funktionen des Konzern-Datenschutzbeauftragten und des Emittenten-Compliance-Verantwortlichen an den Gesamtvorstand.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat, Seite 243
Der Aufsichtsrat der PALFINGER AG bestand im Jahr 2024 aus sechs von der Hauptversammlung gewählten und drei vom Betriebsrat entsandten Mitgliedern. Den Vorsitz im Aufsichtsrat führte Hubert Palfinger. Seine Stellvertreter waren Gerhard Rauch und Hannes Palfinger.
Es fanden im Jahr 2024 vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Die Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2024 waren: der Jahresabschluss 2023, wichtige Standort- und Investitionsprojekte, die laufende Geschäftsentwicklung sowie die Auswirkungen der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Zins- und Konjunkturlandschaft und der geopolitischen Lage. Weiters im Fokus standen Maßnahmen zur Kostensenkung, Restrukturierungs- und Expansionsprojekte, das Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem sowie Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung, Nachhaltigkeitsschwerpunkte sowie die strategische Ausrichtung der PALFINGER Gruppe für die nächsten Jahre.
Bericht des Aufsichtsrats, Seite 267
| Name | Erstbestellung | Ende der Funktionsperiode |
Diversitätsfaktoren2) |
|---|---|---|---|
| Hubert Palfinger | 13.04.2005 | HV 2025 | männlich; geb. 1969; AT |
| (Vorsitzender seit 10.12.2013) | |||
| Gerhard Rauch | 09.03.2016 | HV 2026 | männlich; geb.1963; AT |
| (1. Stv. des Vorsitzenden seit 6.6.2016) | |||
| Hannes Palfinger | 30.03.2011 | HV 2026 | männlich; geb.1973; AT |
| (2. Stv. des Vorsitzenden seit 10.12.2013) | |||
| Hannes Bogner | 08.03.2017 | HV 2027 | männlich; geb. 1959; AT |
| Isabel Diaz Rohr | 05.08.2020 | HV 2025 weiblich; geb. 1967; ES/DE | |
| Sita Mazumder | 07.04.2021 | HV 2026 | weiblich; geb. 1970; CH |
| Johannes Kücher1) | 06.02.2015 | 1) | männlich; geb.1963; AT |
| Claudia Weindl1) | 16.08.2023 | 1) | weiblich; geb. 1991; AT |
| Erwin Asen1) | 20.12.2017 | 1) | männlich; geb.1971; AT |
1) Vom Betriebsrat entsandt. 2) Diversitätsfaktoren beinhalten: Geschlecht, Alter und Nationalität.
Hubert Palfinger war 15 Jahre lang in verschiedenen Gesellschaften der PALFINGER Gruppe tätig. 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Industrieholding GmbH. Seit 2005 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG. Ab September 2008 war er stellvertretender Vorsitzender. Im Jahr 2013 wurde er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Hubert Palfinger ist weiters Geschäftsführer der HP Immobilien GmbH.
Gerhard Rauch verfügt als geschäftsführender Gesellschafter der Walser-Gruppe über umfassende Erfahrung im Karosserie- und Fahrzeugbau und kooperiert in diesem Geschäftsbereich seit Jahrzehnten mit der PALFINGER Gruppe. Herr Rauch ist geschäftsführender Gesellschafter der Walser GmbH und Verwaltungsratspräsident der Walser Schweiz AG (Generalvertretung Palfinger). Weiters ist er Verwaltungsratspräsident der Walser Zizers AG und geschäftsführender Gesellschafter jeweils der Kulhay Yachtwerft GmbH, der G.R. Liegenschafts GmbH, der Rauch Power Sports GmbH und der Coger GmbH, sowie Mitgesellschafter der GDR Admin GmbH. Herr Rauch ist überdies Miteigentümer der Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG. Weiters ist Herr Rauch wirtschaftlicher Miteigentümer der Rauch Privatstiftung und wirtschaftlicher Eigentümer der E.R. Privatstiftung. Seit 2016 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG und 1. Stellvertreter des Vorsitzenden.
3 Dieser Abschnitt erfüllt die Offenlegungsanforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die in der Konsolidierten Nichtfinanziellen Erklärung als Teil des Lageberichts von Palfinger Anwendung finden (ESRS 2-GOV-1.21a, ESRS 2-GOV-AR5, G1-GOV-1.5b).
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie einer sportlichen Laufbahn war Hannes Palfinger drei Jahre als Wirtschaftsprüfungsassistent bei PricewaterhouseCoopers in Wien tätig. Von 2007 bis 2010 hatte er eine Führungsposition in der Palfinger Systems GmbH inne. Hannes Palfinger ist aktuell Geschäftsführer der Clear Holding GmbH, der HP Immobilien GmbH, der Industrieholding GmbH sowie der Acoustic Design Salzburg GmbH. Seit 2011 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG und seit 2013 2. Stellvertreter des Vorsitzenden.
Hannes Bogner hält neben seiner Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG Aufsichtsratsmandate bei der Oberbank AG, der BKS Bank AG sowie der Bank für Tirol und Vorarlberg AG.
Isabel Diaz Rohr ist neben ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG weiters Mitglied des Gesellschafterausschusses der Voith Management GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates der Voith GmbH & Co. KGaA sowie seit 1. Jänner 2024 Beiratsmitglied bei der Arburg GmbH + Co KG.
Neben ihrer Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG ist Frau Mazumder Mitglied des Aufsichtsrats der Josef Manner & Comp AG (Wien), wo sie dem Digitalisierungsausschuss vorsteht, Mitglied des Aufsichtsrats der Rhomberg Gruppe (Bregenz) und Mitglied der Eidg. Elektrizitätskommission ElCom (Bern), wo sie den Vorsitz im Ausschuss Marktüberwachung führt. Ferner ist Frau Mazumder Mitglied des Verwaltungsrates und des Nominationsund Kompensationskomitees der Clientis AG (Bern), wo sie dem Strategie-Ausschuss vorsteht, Vize-Präsidentin des Verwaltungsrates der Hiltl AG (Zürich) sowie Mitglied des Verwaltungsrates der Helsana AG, wo sie im Innovations- /Digitalausschuss den Vorsitz führt. Überdies ist Frau Mazumder Professorin für IT + Business an der Hochschule Luzern.
Mit Ausnahme von Hubert Palfinger und Hannes Palfinger ist kein Aufsichtsratsmitglied Anteilseigner oder Interessenvertreter einer Beteiligung von mehr als 10 Prozent an der PALFINGER AG.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat, Seite 243 www.palfinger.ag/de/unternehmen/management
Gemäß der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats kann der Aufsichtsrat durch Beschluss aus seiner Mitte Ausschüsse für besondere Aufgaben bilden.
Die Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse des Prüfungsausschusses der PALFINGER AG entsprechen den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Im Jahr 2024 wurden drei Ausschusssitzungen abgehalten, in denen insbesondere der Konzern- und Jahresabschluss, das Interne Kontrollsystem, das Risikomanagement, IFRS- bzw. Bilanzierungsthemen, die Interne Revision, die Anforderungen an die Nachhaltigkeits-Berichterstattung und deren Umsetzung im Unternehmen sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer behandelt wurden.
Mitglieder des Prüfungsausschusses im Jahr 2024 waren: Hannes Bogner (Vorsitzender, Finanzexperte), Hubert Palfinger, Gerhard Rauch, Hannes Palfinger sowie Johannes Kücher.
4 Dieser Abschnitt erfüllt die Offenlegungsanforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die in der Konsolidierten Nichtfinanziellen Erklärung als Teil des Lageberichts von Palfinger Anwendung finden (ESRS 2-GOV-1.21c).
Der Wahl in den Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung geht ein Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung voraus. Dieser Wahlvorschlag beruht auf einer Nominierung durch den Nominierungsausschuss. Die Aufsichtsratsmitglieder werden, falls sie nicht für eine kürzere Funktionsperiode gewählt werden, für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt, wobei das Geschäftsjahr, in dem gewählt wurde, nicht mitgerechnet wird. Bei der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern hat die Hauptversammlung gemäß § 87 Abs 2a AktG auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Mitglieder sowie auf eine im Hinblick auf die Struktur und das Geschäftsfeld der Gesellschaft fachlich ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu achten. Weiters sind Aspekte der Diversität des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur sowie im Hinblick auf die Internationalität der Mitglieder angemessen zu berücksichtigen. Es ist auch darauf zu achten, dass niemand zum Aufsichtsratsmitglied gewählt wird, der rechtskräftig wegen einer gerichtlich strafbaren Handlung verurteilt worden ist, die seine berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt.
Der Nominierungsausschuss ist im Jahr 2024 zu einer Sitzung zusammengetreten und war mit Fragen der Besetzung und Nachfolge im Aufsichtsrat befasst.
Mitglieder des Nominierungsausschusses im Jahr 2024 waren: Hubert Palfinger (Vorsitzender), Gerhard Rauch, Hannes Palfinger, Hannes Bogner sowie Isabel Diaz Rohr.
Der Vergütungsausschuss trat im Jahr 2024 zu einer Sitzung zusammen. Er war mit dem Entgelt für die Vorstandsmitglieder befasst und hat Feedback-Gespräche mit den Vorstandsmitgliedern durchgeführt. Weiters war der Vergütungsausschuss mit einer Abänderung der Vergütungspolitik sowie mit der Aufstellung des Vergütungsberichts für die Hauptversammlung 2024 befasst.
Mitglieder des Vergütungsausschusses im Jahr 2024 waren: Hubert Palfinger (Vorsitzender), Gerhard Rauch, Hannes Palfinger, Hannes Bogner sowie Isabel Diaz Rohr.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat, Seite 243
Der Projektausschuss ist mit der vertieften Auseinandersetzung mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie zur Vorbereitung von hiermit zusammenhängenden Berichts- und Beschlusspunkten für den Aufsichtsrat betraut. Im Jahr 2024 fand keine Sitzung des Projektausschusses statt.
Mitglieder des Projektausschusses im Jahr 2024 waren: Hubert Palfinger (Vorsitzender), Hannes Palfinger, Isabel Diaz Rohr sowie Johannes Kücher.
Der Digitalausschuss befasst sich vertieft mit digitalen Technologien und der Vorbereitung von hiermit zusammenhängenden Berichts- und Beschlusspunkten für den Aufsichtsrat. In den zwei Sitzungen im Jahr 2024 wurden im Digitalausschuss insbesondere ein laufendes Monitoring der bestehenden Projekte und Digitalisierungsinitiativen in den verschiedenen Unternehmensbereichen vorgenommen und die strategische Säule "Go Digital", der Unternehmensbereich P21st, die Digitalisierung am Produkt sowie die Cyber-Security Strategie beleuchtet.
Mitglieder des Digitalausschusses im Jahr 2024 waren: Sita Mazumder (Vorsitzende), Isabel Diaz Rohr, Hannes Palfinger sowie Johannes Kücher.
Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien, wurde als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss 2024 der PALFINGER AG seitens des Aufsichtsrats vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 10. April 2024 gewählt.
Berichte des Abschlussprüfers, Seite 256
Unter Diversität versteht PALFINGER zusätzlich zu den primären Dimensionen wie Herkunft, kultureller Hintergrund, Geschlecht und Generation auch Sekundärdimensionen wie Arbeitsstil, Werte, Kenntnisse oder Fertigkeiten von Einzelpersonen. PALFINGER ist überzeugt, dass Vielfalt als Teil der Unternehmenskultur zum Vorteil aller Stakeholder und Mitarbeitenden ist und bezieht daher aktuelle Studienergebnisse und den wissenschaftlichen Diskurs zum Thema zur Maßnahmenentwicklung aktiv mit ein. Dafür wurde eine abteilungsübergreifende Arbeitsgruppe Diversität installiert.
Bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zur Besetzung von Aufsichtsratsmandaten und bei der Nominierung von Vorstandsmitgliedern wird darauf geachtet, nach fachlichen und diversitätsbezogenen Aspekten eine Ausgewogenheit herzustellen. Diese Vorgehensweise trägt dazu bei, eine professionelle und erfolgreiche Arbeit von Aufsichtsrat und Vorstand zu gewährleisten. Neben der fachlichen und persönlichen Qualifikation werden auch Kriterien wie Altersstruktur, Herkunft, Geschlecht, Ausbildung und Erfahrungshintergrund berücksichtigt.
Im Vorstand von PALFINGER ist mit Maria Koller seit Jänner 2024 eine Frau vertreten. Damit steigt der Frauenanteil auf 25 Prozent im Vorstand. Im Aufsichtsrat waren im Jahr 2024 drei Frauen engagiert, was einem Anteil von 33 Prozent entspricht. Im Global Management Team wurden fünf Top-Management-Positionen von Frauen gehalten. Im Jahr 2024 betrug der Frauenanteil in der Gruppe 14,9 Prozent (2023: 12,9 Prozent, ohne CIS und Rumänien), verglichen mit einem Anteil an Frauen von 7,1 Prozent (2023: 6,2 Prozent) im Top-Management. In den darunterliegenden Ebenen entspricht der Anteil weiblicher Führungskräfte in etwa dem Geschlechterverhältnis der gesamten Gruppe. Bei Neuund Nachbesetzungen von Führungspositionen wird verstärkt versucht, Frauen zu gewinnen.
5 Dieser Abschnitt erfüllt die Offenlegungsanforderungen der European Sustainability Reporting Standards (ESRS), die in der Konsolidierten Nichtfinanziellen Erklärung als Teil des Lageberichts von Palfinger Anwendung finden (ESRS S1-1.24a & b).
In der Hauptversammlung am 5. August 2020 wurde die Vergütungspolitik der PALFINGER AG beschlossen. Änderungen der Vergütungspolitik wurden am 30. März 2023 sowie am 10. April 2024 der Hauptversammlung vorgelegt und beschlossen.
Weiters wurde in der Hauptversammlung am 5. August 2020 die Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2020 und die Folgejahre neu geregelt. Eine weitere Anpassung der Aufsichtsratsvergütung erfolgte in der Hauptversammlung vom 7. April 2021.
Die Vergütungspolitik sowie der Vergütungsbericht gemäß § 78c und § 98a AktG stehen allen Interessenten auf der Unternehmenswebsite (www.palfinger.ag) zur Verfügung.
www.palfinger.ag/de/investoren/corporate-governance
Gemäß C-Regel 62 ÖCGK hat die Gesellschaft regelmäßig, mindestens jedoch alle drei Jahre, eine externe Institution mit der Evaluierung zur Einhaltung der C-Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex zu beauftragen. PALFINGER hat die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH mit der Evaluierung des Corporate Governance Berichtes 2024, mit der Ausnahme von Regel 77 bis Regel 83, beauftragt. Die Einhaltung der Regeln 77 bis 83, soweit es sich um C-Regeln handelt, wurde von der Schönherr Rechtsanwälte GmbH evaluiert.
Als Ergebnis der Evaluierung wurde festgestellt, dass PALFINGER sich mit Ausnahme der oben genannten Regelungen Nr. 39 und Nr. 53 an alle C-Regeln ("Comply or Explain"-Regeln) des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Jänner 2024 hält.
Die Berichte über die externen Evaluierungen gemäß Regel 62 ÖCGK sind ebenfalls auf der Unternehmenswebseite (www.palfinger.ag) abrufbar.
Bergheim, am 5. März 2025
Der Vorstand der PALFINGER AG
Ing. Andreas Klauser e.h. Dr. Felix Strohbichler e.h. Dr. Alexander Susanek e.h. Mag. Maria Koller e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Konzernabschluss, Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen, Seite 241 www.palfinger.ag/de/investoren/corporate-governance
| Capital Employed | spiegelt das investierte Kapital wider und ergibt sich aus: • immateriellen Vermögenswerten zuzüglich Sachanlagen, Beteiligungen, Net Working Capital • |
|---|---|
| Current Capital | Das Current Capital setzt sich aktivseitig aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und passivseitig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen zusammen. |
| EBT | (Earnings before Taxes) ist das Ergebnis vor Ertragsteuern des Unternehmens. |
| EBIT | (Earnings before Interest and Taxes) ist das operative Ergebnis des Unternehmens. |
| EBITDA | (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) ist das operative Ergebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. |
| Ergebnis je Aktie | ist das Verhältnis von Konzernergebnis zum gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. |
| EVA | (Economic Value Added) gilt als Indikator für die Wertsteigerung des Unternehmens. ROCE abzüglich WACC multipliziert mit durchschnittlichem Capital Employed |
| Free Cashflow | zeigt, wie viel flüssige finanzielle Mittel zur Bedienung des zu verzinsenden Kapitals – des eigenen oder fremden – übrigbleiben. • Cashflow aus dem operativen Bereich und aus dem Investitionsbereich zuzüglich Fremdkapitalverzinsung • abzüglich Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen • |
| Gearing Ratio | ist die Kennzahl über die Verschuldung des Unternehmens. Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und Eigenkapital in Prozent |
| Nettofinanz verschuldung |
ergibt sich aus: lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten • abzüglich • lang- und kurzfristigen Wertpapieren • langfristigen Ausleihungen • Kassenbestand und kurzfristigen Finanzmitteln |
| Nettoinvestitionen | sind die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Beteiligungen abzüglich Abgänge. |
| CAPEX | (Capital Expenditure) bezeichnet kapitalisierte Ausgaben, d.h. Investitionsausgaben für Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen. |
Net Working Capital zeigt den absoluten Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremdkapital.
| NOPLAT | (Net Operating Profit Less Adjusted Taxes) errechnet sich aus: • EBIT abzüglich Steuern auf das EBIT • |
|---|---|
| ROCE | (Return on Capital Employed) sagt aus, wie sich das im Unternehmen investierte Kapital verzinst. Verhältnis von NOPLAT und durchschnittlichem Capital Employed (Stichtag Vorjahr zu Stichtag dieses Jahres) in Prozent |
| ROE | (Return on Equity) ist eine Kennziffer zur Ertragslage des Unternehmens, die das Ergebnis im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt. Verhältnis von versteuertem Ergebnis und durchschnittlichem Eigenkapital (Stichtag Vorjahr zu Stichtag dieses Jahres) in Prozent |
| WACC | (Weighted Average Cost of Capital) drückt die durchschnittlichen Kosten des investierten Kapitals (Eigenkapital und Fremdkapital) aus. |
| Vollzeitäquivalent | Das Vollzeitäquivalent ergibt sich aus den vertraglich geregelten Arbeitsstunden eines Mitarbeitenden. Diese werden in Relation zur Normalarbeitszeit einer Vollzeitkraft gestellt. |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Fluktuation | Mitarbeiterabgänge (in Headcounts), die innerhalb eines Jahres das Unternehmen verlassen inklusive Pensionierungen. Die Fluktuation ist der Anteil der Abgänge in Prozent des durchschnittlichen Personalstands derselben Berichtsperiode. Mitarbeitereintritte sind in dieser Kennzahl nicht berücksichtigt. |
||||
| TRIR (Total | Die Anzahl der arbeitsbedingten Unfälle mit Verletzungen (Todesfälle, Unfälle mit Ausfallzeit, | ||||
| Recordable Injury | Unfälle mit medizinischer/ärztlicher Behandlung, Unfälle mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit) | ||||
| Rate) | in Relation zu 1 Million geleisteten Arbeitsstunden. | ||||
| Frauenanteil im Top | Alle Mitarbeiterinnen, die dem Global Management Team angehören, werden in Relation zu der | ||||
| Management | Gesamtzahl an Mitgliedern des Global Management Teams gesetzt. |
produktionsbezogene CO2-Emissionen Interne produktionsbezogene CO2-Emissionen umfassen direkte Emissionen aus Brennstoffen (Scope 1) und indirekte Emissionen aus Strom und Fernwärme (Scope 2).
der THG-Emissionen Gesamte interne produktionsbezogene CO2-Emissionen in Tonnen je Milliarde Euro Umsatz.

| in TEUR | Erläuterung | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 16, 70 | 2.445.852 | 2.359.843 |
| Umsatzkosten | 18, 24, 25, 26 | -1.818.410 | -1.759.658 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 627.442 | 600.185 | |
| Sonstige operative Erträge | 17 | 37.741 | 41.371 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 19, 25, 26 | -70.089 | -66.931 |
| Vertriebskosten | 20, 25, 26 | -173.947 | -177.864 |
| Verwaltungskosten | 21, 25, 26 | -182.290 | -189.094 |
| Sonstige operative Aufwendungen | 22 | -43.593 | -40.046 |
| Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen | 23 | 14.931 | 18.007 |
| Operatives Ergebnis – EBIT | 210.195 | 185.628 | |
| Zinserträge | 27 | 3.598 | 2.817 |
| Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten | 27 | -34.920 | -41.987 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 27 | -1.548 | -1.643 |
| Währungsdifferenzen | 27 | -3.997 | -2.924 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 27 | 43 | 76 |
| Finanzergebnis | -36.824 | -43.661 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 173.371 | 141.967 | |
| Ertragsteuern | 28, 69 | -47.419 | -31.217 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 125.952 | 110.750 | |
| davon Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG (Konzernergebnis) | 107.673 | 100.018 | |
| davon Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss | 18.279 | 10.732 | |
| in EUR | |||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) | 46 | 3,10 | 2,88 |
| in TEUR | Erläuterung | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 125.952 | 110.750 | |
| Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung | |||
| umgegliedert werden | |||
| Neubewertung gemäß IAS 19 | 52 | 9 | -879 |
| darauf entfallende latente Steuern | -3 | 179 | |
| 6 | -700 | ||
| Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden |
|||
| Unrealisierte Gewinne (+) / Verluste (–) aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen |
-36.439 | -18.234 | |
| Unrealisierte Gewinne (+) / Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von equity bilanzierten Unternehmen |
33 | -4.155 | -2.897 |
| Unrealisierte Gewinne (+) / Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von zur | - | 401 | |
| Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | |||
| Unrealisierte Gewinne (+) / Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von langfristigen | -1.170 | 3.326 | |
| Darlehen an ausländische Tochterunternehmen (gem. IAS 21.15) | |||
| darauf entfallende latente Steuern | 488 | -719 | |
| darauf entfallende tatsächliche Steuern | -384 | 82 | |
| Gewinne (+) / Verluste (–) aus Cashflow Hedge | 48 | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne (+) / Verluste (–) | -6.658 | -1.593 | |
| darauf entfallende latente Steuern | 1.727 | -216 | |
| darauf entfallende tatsächliche Steuern | -188 | 535 | |
| Realisierte Gewinne (–) / Verluste (+) | 2.094 | -3.448 | |
| darauf entfallende latente Steuern | -642 | 784 | |
| darauf entfallende tatsächliche Steuern | 187 | 33 | |
| -45.140 | -21.946 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | -45.134 | -22.646 | |
| Gesamtergebnis | 80.818 | 88.104 | |
| davon Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG 68.566 |
79.815 | ||
| davon Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 12.252 |
8.289 |
| in TEUR | Erläuterung | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1, 2, 3, 29, 61 | 249.570 | 253.417 |
| Sachanlagen | 2, 30, 32, 62 | 595.301 | 649.108 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 31 | - | 1.592 |
| Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen | 5, 23, 33 | 62.362 | 71.303 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 36 | 4.639 | 4.126 |
| Aktive latente Steuern | 9, 34, 69 | 20.030 | 33.048 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 35, 57, 66 | 5.304 | 4.897 |
| 937.206 | 1.017.491 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 8, 37, 64 | 619.862 | 621.971 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6, 38, 57, 38, 66 | 318.862 | 251.089 |
| Vertragsvermögenswerte aus Kundenverträgen | 38, 66 | 17.246 | 22.685 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 40 | 83.797 | 76.004 |
| Ertragsteuerforderungen | 28, 69 | 1.788 | 6.579 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 13, 39, 57, 66 | 5.803 | 1.124 |
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 41, 57, 66 | 76.538 | 131.803 |
| 1.123.896 | 1.111.255 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 29, 30, 38 | - | 5.779 |
| 1.123.896 | 1.117.034 | ||
| Vermögenswerte | 2.061.102 | 2.134.525 | |
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 42 | 34.767 | 34.767 |
| Kapitalrücklagen | 43 | 86.844 | 86.844 |
| Eigene Aktien | 44 | -96.667 | -96.667 |
| Kumulierte Ergebnisse | 46, 47, 48 | 723.083 | 781.999 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | 45 | -92.583 | -108.184 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der PALFINGER AG | 655.444 | 698.759 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 49 | 60.073 | 54.308 |
| 715.517 | 753.067 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4, 31, 50, 57, 66 | 607.362 | 692.033 |
| Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben | 12, 51, 57, 66 | 938 | 24 |
| Langfristige Rückstellungen | 10, 52, 67, 68 | 42.384 | 44.146 |
| Passive latente Steuern | 34, 69 | 6.038 | 11.762 |
| Langfristige Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen | 56 | 4.047 | 4.641 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 53 | 520 | 342 |
| 661.289 | 752.948 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 4, 57, 66 | 148.190 | 108.037 |
| Kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben | 12, 51, 57, 67 | 821 | 1.161 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 11, 54, 68 | 44.400 | 46.044 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 28, 69 | 18.896 | 14.212 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
55, 57, 67 | 405.862 | 387.894 |
| Kurzfristige Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen | 56 | 66.127 | 69.130 |
| 684.296 | 626.478 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Schulden | 52, 56 | - | 2.032 |
| 684.296 | 628.510 | ||
| Eigenkapital und Schulden | 2.061.102 | 2.134.525 |
| Den Anteilseignern der PALFINGER AG zurechenbarer Anteil | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Erläuterung | Grundkapital | Kapitalrücklagen | Eigene Aktien | |
| Stand 1.1.2023 | 34.767 | 86.844 | -96.667 | ||
| Gesamtergebnis | |||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | - | - | - | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung | 45 | - | - | - | |
| Neubewertung gemäß IAS 19 | 52 | - | - | - | |
| Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge | 48 | - | - | - | |
| - | - | - | |||
| - | - | - | |||
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||
| Dividenden | 47 | - | - | - | |
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - | ||
| Übrige Veränderungen | - | - | - | ||
| - | - | - | |||
| Stand 31.12.2023 | 34.767 | 86.844 | -96.667 | ||
| Stand 1.1.2024 | 34.767 | 86.844 | -96.667 | ||
| Gesamtergebnis | |||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | - | - | - | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung | 45 | - | - | - | |
| Neubewertung gemäß IAS 19 | 52 | - | - | - | |
| Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge | 48 | - | - | - | |
| - | - | - | |||
| - | - | - | |||
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||
| Dividenden | 47 | - | - | - | |
| Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss | - | - | - | ||
| Übrige Veränderungen | - | - | - | ||
| - | - | - | |||
| Stand 31.12.2024 | 34.767 | 86.844 | -96.667 |
| Den Anteilseignern der PALFINGER AG zurechenbarer Anteil | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Ergebnisse | Summe | Eigenkapital | ||||
| Andere kumulierte Ergebnisse |
Neubewertung gemäß IAS 19 |
Bewertungs rücklagen gemäß IFRS 9 |
Ausgleichsposten aus der Währungs umrechnung |
Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
||
| 648.231 | -7.655 | 5.069 | -56.951 | 613.638 | 61.235 | 674.873 |
| 107.673 | - | - | - | 107.673 | 18.279 | 125.952 |
| - | - | - | -35.632 | -35.632 | -6.029 | -41.661 |
| - | 4 | - | - | 4 | 2 | 6 |
| - | - | -3.479 | - | -3.479 | - | -3.479 |
| - | 4 | -3.479 | -35.632 | -39.107 | -6.027 | -45.134 |
| 107.673 | 4 | -3.479 | -35.632 | 68.566 | 12.252 | 80.818 |
| -26.770 | - | - | - | -26.770 | -13.404 | -40.175 |
| 11 | - | - | - | 11 | -11 | - |
| - | - | - | - | - | 1 | 1 |
| -26.760 | - | - | - | -26.760 | -13.414 | -40.174 |
| 729.144 | -7.651 | 1.590 | -92.583 | 655.444 | 60.073 | 715.517 |
| 729.144 | -7.651 | 1.590 | -92.583 | 655.444 | 60.073 | 715.517 |
| 100.018 | - | - | - | 100.018 | 10.732 | 110.750 |
| - | - | - | -15.601 | -15.601 | -2.439 | -18.040 |
| - - |
-696 - |
- -3.905 |
- - |
-696 -3.905 |
-5 - |
-701 -3.905 |
| - | -696 | -3.905 | -15.601 | -20.202 | -2.444 | -22.646 |
| 100.018 | -696 | -3.905 | -15.601 | 79.816 | 8.288 | 88.104 |
| -36.505 | - | - | - | -36.505 | -14.049 | -50.554 |
| 4 | - | - | - | 4 | -4 | -0 |
| - | - | - | - | - | - | - |
| -36.501 | - | - | - | -36.501 | -14.053 | -50.554 |
| 792.661 | -8.347 | -2.315 | -108.184 | 698.759 | 54.308 | 753.067 |
| in TEUR | Erläuterung | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem operativen Bereich | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 173.371 | 141.967 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen (+) / Zuschreibungen (–) auf langfristige | 92.646 | 91.402 | |
| Vermögenswerte | |||
| Gewinne (–) / Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 17, 22 | -593 | -1.818 |
| Zinserträge (–) / Zinsaufwendungen (+) | 27 | 32.870 | 40.813 |
| Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen | 23, 33 | -14.931 | -18.008 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderung Kaufpreisverbindlichkeit | 51, 55 | 131 | -641 |
| Übrige zahlungsunwirksame Erträge (–) / Aufwendungen (+) | 12.346 | 7.859 | |
| Zunahme (–) / Abnahme (+) von Vermögenswerten | -74.262 | 53.041 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (–) von Rückstellungen | 8.386 | 889 | |
| Zunahme (+) / Abnahme (–) von Verbindlichkeiten | 6.510 | -9.131 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 236.474 | 306.373 | |
| Erhaltene Zinsen | 3.598 | 2.817 | |
| Gezahlte Zinsen | -28.809 | -37.677 | |
| Erhaltene Dividenden von equity-bilanzierten Unternehmen | 33 | 6.283 | 4.201 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen aus Vorjahren | 51, 55 | -1.238 | - |
| Gezahlte Ertragsteuern | -29.647 | -47.711 | |
| 186.661 | 228.003 | ||
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | |||
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 2.538 | 9.338 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -155.488 | -151.784 | |
| Anzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen | - | 93 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen1) | -2.280 | - | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen aus Vorjahren | 51, 55 | -11.212 | -60 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen | 33 | -100 | - |
| Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen und sonstigen Finanzanlagen | -1.014 | -261 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 10 | 830 | |
| Einzahlungen für sonstige Vermögenswerte | 1.833 | 607 | |
| -165.713 | -141.237 | ||
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | |||
| Dividenden an Aktionäre der PALFINGER AG | 47 | -26.770 | -36.505 |
| Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss | 49 | -13.399 | -12.720 |
| Rückführung von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe | -38.783 | - | |
| Aufnahme langfristiger Finanzierungen | 154.000 | 160.000 | |
| Tilgung abgereifter/gekündigter Darlehen | -31.733 | -1.733 | |
| Tilgung abgereifter/gekündigter Schuldscheindarlehen | -8.000 | -118.000 | |
| Rückführung von kurzfristigen Finanzierungen | -147.617 | -12.330 | |
| Tilgung Leasingverbindlichkeiten | -15.147 | -16.365 | |
| Aufnahme kurzfristiger Finanzierungen | 130.000 | 10.000 | |
| 2.551 | -27.653 | ||
| Cashflow gesamt | 23.499 | 59.113 | |
| Free Cashflow2) | 46.521 | 119.520 |
1) Siehe Konsolidierungskreis
2) Summe aus dem operativen Cashflow und dem Invest-Cashflow zuzüglich Fremdkapitalverzinsung abzüglich Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen.
| in TEUR | Erläuterung | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Finanzmittel Stand 1.1. | 41 | 61.120 | 76.538 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | -8.081 | -3.848 | |
| Cashflow gesamt | 23.499 | 59.113 | |
| Finanzmittel Stand 31.12. | 41 | 76.538 | 131.803 |
Die PALFINGER AG mit Sitz in 5101 Bergheim, Salzburg, Österreich, Lamprechtshausener Bundesstraße 8, ist die börsennotierte Obergesellschaft einer Unternehmensgruppe mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, innovative Kran- und Hebelösungen zu produzieren und zu vertreiben, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen.
Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2024 wurde nach den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Gemäß § 245a UGB kommt diesem Konzernabschluss nach österreichischem Recht befreiende Wirkung zu, alle zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB sind erfüllt worden.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens, der PALFINGER AG, aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Im Konzern erfolgen die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie im Konzern-Cashflow-Statement Posten zusammengefasst und in den Erläuterungen nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert angeführt und erläutert.
Die Gliederung der Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Der Konzernabschluss und die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen veröffentlicht. Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2024 wurde von der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wien, Österreich, geprüft. Der Vorstand der PALFINGER AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 am 5. März 2025 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und mitzuteilen, ob er den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 billigt.
Die PALFINGER AG erstellt den Konzernabschluss für die PALFINGER Gruppe. In den Konzernabschluss werden der Abschluss der PALFINGER AG und die Abschlüsse der von der PALFINGER AG beherrschten Unternehmen zum 31. Dezember eines jeden Jahres einbezogen. Beherrschung ist gegeben, wenn das Unternehmen die Entscheidungsgewalt über die maßgebliche Tätigkeit besitzt, variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen generiert sowie diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.
Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches die PALFINGER AG durch die Teilhabe an dessen finanzund geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblichen Einfluss nehmen kann, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung vorliegt. Als widerlegbare Vermutung gilt dabei eine Beteiligung im Ausmaß von 20 bis 50 Prozent der Stimmrechte. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist die gemeinsame Vereinbarung zwischen PALFINGER AG und einem oder mehreren anderen Partnern, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über das Gemeinschaftsunternehmen ausüben, Rechte am Nettovermögen dieses Unternehmens besitzen.
Der Konsolidierungskreis einschließlich der PALFINGER AG als Muttergesellschaft ist aus der Beteiligungsübersicht ersichtlich.
Mit Wirkung zum 1. Jänner 2024 wurde die Palfinger Duisburg GmbH, Deutschland, auf die Palfinger GmbH, Deutschland, verschmolzen.
Mit Wirkung zum 1. Jänner 2024 wurde die Equipdraulic S.L., Spanien, auf die Palfinger Ibérica Maquinaria S.L., Spanien, verschmolzen.
Am 20. Februar 2024 wurde die Palfinger Vietnam Co Ltd, Vietnam, als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Palfinger Asia Pacific Pte Ltd, Singapur, neu gegründet.
Am 23. Dezember 2024 wurde eine Vereinbarung mit Franchetti S.p.A. unterzeichnet und eine neue Gesellschaft gegründet, an der PALFINGER einen Minderheitsanteil von 27,4 Prozent halten wird. Diese Gesellschaft wird in einem nächsten Schritt die Vermögenswerte und das operative Geschäft der STRUCINSPECT GmbH übernehmen. Das Closing der Transaktion fand im Februar 2025 statt.
Am 30. Juli 2024 erfolgte das Signing für den Verkauf der Mega Repairing Machinery Equipment LLC, Dubai, der Megarme General Contracting Company LLC, Abu Dhabi und der Megarme Inspection & Engineering Services LLC, Dubai. Der Kaufpreis beträgt 900 TEUR. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen Abschlussbedingungen und wird voraussichtlich im ersten Quartal 2025 abgeschlossen sein.
Die Unternehmen werden zum Stichtag gemäß IFRS 5 als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt. Die Bilanzierung erfolgt mit dem Buchwert. In diesem Zusammenhang wurden keine Wertminderungsaufwendungen erfasst. Die Unternehmen sind dem Segment "Sales & Service" zugewiesen.
Zum 31. Dezember 2024 umfasste die Veräußerungsgruppe folgende Vermögenswerte und Schulden:
| in TEUR | 2024 |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 67 |
| Sachanlagen | 49 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 22 |
| 138 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Vorräte | 471 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.849 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 321 |
| 5.641 | |
| Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen | 5.779 |
| in TEUR | 2024 |
|---|---|
| Langfristige Schulden | |
| Langfristige Rückstellungen | 346 |
| 346 | |
| Kurzfristige Schulden | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 939 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 747 |
| 1.686 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Schulden | 2.032 |
Der kumulierte Wert, der im sonstigen Ergebnis erfassten Ergebnisse aus der Währungsumrechnung, beträgt für die beiden Gesellschaften 3.829 TEUR.
Konzernabschluss, Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe; Beteiligungsliste, Seite 251
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet PALFINGER die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.
Erwirbt die PALFINGER Gruppe ein Unternehmen, beurteilt sie die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.
Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der von PALFINGER zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IFRS 3.58 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Der Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, welche sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der bisher gehaltenen Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
Wenn ein Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.
Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) werden in den Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um Verluste durch Wertminderungen angepasst werden. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, außer der Konzern trägt das wirtschaftliche Risiko. Der mit dem assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen.
Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Konzerninterne Forderungen und Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden vollständig eliminiert.
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der PALFINGER AG, aufgestellt.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.
Die Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse erfolgt gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden aus der funktionalen Währung in Euro erfolgt zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden den erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der ausländischen konsolidierten Unternehmen werden zu Durchschnittskursen der Periode umgerechnet.
Differenzen aus der Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam dargestellt. Währungsdifferenzen, die auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallen, werden mit den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss verrechnet.
Langfristige Finanzforderungen gegenüber ausländischen Tochterunternehmen, deren Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch erwartet wird, werden als Teil der Nettoinvestition in diese ausländischen Tochterunternehmen behandelt. Differenzen aus der Währungsumrechnung dieser Posten werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung der Nettoinvestition werden diese Währungsdifferenzen vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| 1 Euro entspricht | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
| BRL | 5,3618 | 6,4253 | 5,4128 | 5,8500 |
| CAD | 1,4642 | 1,4948 | 1,4606 | 1,4820 |
| NOK | 11,2405 | 11,7950 | 11,3950 | 11,6181 |
| CNY | 7,8509 | 7,5257 | 7,6589 | 7,7275 |
| RUB | 99,3757 | 117,7854 | 92,1794 | 101,4406 |
| SEK | 11,0960 | 11,4590 | 11,4563 | 11,4226 |
| USD | 1,1050 | 1,0389 | 1,0816 | 1,0826 |
Der Vorstand der PALFINGER AG steuert den Konzern anhand der Segmente Sales & Service, Operations und Tail Lift. Diese Struktur der Geschäftssegmente folgt sowohl der Strategie des Vorstands als auch den Organisations- bzw. Managementstrukturen und trennt die unterschiedlichen Kundensegmente und Geschäftsmodelle voneinander.
PALFINGER unterteilt sein Geschäft in die berichtspflichtigen Segmente Sales & Service und Operations. Die anderen Segmente beinhalten das nicht berichtspflichtige Segment Tail Lift sowie den Geschäftsbereich Holding. Der Bereich Holding dient als Kostenpool für die Konzernverwaltung und strategische Zukunftsprojekte.
Mit Wirkung zum 1. Jänner 2024 kam es zu einer Übertragung der Vermögenswerte und Schulden, die im Zusammenhang mit der Produktlinie Tail Lifts stehen, von der Palfinger USA, LLC im Segment Sales & Service auf die Palfinger Interlift, LLC. Die Palfinger Interlift, LLC ist Teil des Segments Tail Lift und unter den sonstigen nicht berichtspflichtigen Segmenten ausgewiesen. Eine retrospektive Anpassung der Vorperiode nach IFRS 8.29 wurde nicht vorgenommen, da die erforderlichen Informationen nicht verfügbar sind und die Kosten für ihre Erstellung übermäßig hoch wären.
Konzernlagebericht, Entwicklung der Segmente, Seite 36
Das Segment Sales & Service umfasst die Verkaufs- und Serviceeinheiten.
Im Segment Sales & Service besteht ein diversifiziertes Produktportfolio. In diesem Segment wird die Strategie verfolgt, die Marktführerschaft zu halten und in Regionen, die noch im Aufbau und weniger entwickelt sind, die Kunden an die bestehenden Produkte heranzuführen, die Vertriebs- und Servicestrukturen weiter zu verstärken und die Marktanteile auszubauen.
Das Segment Operations beinhaltet die Produktionsstandorte bzw. den jeweiligen Produktionsanteil einer Gesellschaft.
Die anderen Segmente beinhalten das nicht berichtspflichtige Segment Tail Lift sowie den Bereich Holding.
Das Segment Tail Lift umfasst die Produktion und den Vertrieb von Ladebordwänden in Europa und den USA.
Der Geschäftsbereich Holding bildet die Aufwendungen für gruppenweite Funktionen in der Konzernverwaltung und in der Holding anfallende Kosten für strategische Zukunftsprojekte ab. Im Bereich Holding werden keine Umsätze ausgewiesen.
Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das operative Ergebnis (EBIT) wird als Segmentergebnis berichtet.
PALFINGER setzt zur Unternehmenssteuerung auf Konzernebene das Capital Employed und dessen Einflussfaktoren bzw. den Return on Capital Employed (ROCE) ein. Das Capital Employed (Stichtag) setzt sich aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen, langfristigen operativen Vermögenswerten sowie Nettoumlaufvermögen zusammen.
Konzernlagebericht, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Seite 35
Die Verrechnungspreise werden entsprechend den OECD-Richtlinien festgelegt. Das Gebot der Fremdüblichkeit und Transparenz steht bei der Festlegung der Verrechnungspreise an oberster Stelle. Um eine Fremdüblichkeit gewährleisten zu können, müssen für konzerninterne Liefer- und Leistungsbeziehungen schriftliche Verträge vorliegen.
Die Verrechnung von Lieferungen zwischen Tochterunternehmen erfolgt zu Herstellkosten auf Basis einer Normauslastung zuzüglich eines gemäß einer standardisierten Funktions- und Risikoanalyse abgeleiteten Aufschlags.
Leistungen werden in verschiedene Gruppen unterteilt und entweder auf Kostenbasis (Endverrechnung, Umlage, vereinbarte Pauschale) oder mit der Kostenaufschlagsmethode verrechnet. Ob ein Gewinnzuschlag verrechnet werden kann, hängt einerseits von der genauen Zuordenbarkeit ab und andererseits davon, ob es sich um wiederkehrende Routinefunktionen handelt.
| in TEUR | SALES & SERVICE |
OPERATIONS | Andere Segmente |
Konsolidierung | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 2.237.518 | 155.336 | 52.999 | - | 2.445.852 |
| Innenumsatz | - | 1.517.726 | 19.799 | -1.537.524 | - |
| Umsatz gesamt | 2.237.518 | 1.673.061 | 72.798 | -1.537.524 | 2.445.852 |
| Abschreibungen | -25.131 | -45.699 | -21.848 | - | -92.678 |
| davon Wertminderung | -1.945 | -3.176 | -3.565 | - | -8.686 |
| Umsatzkosten | -1.786.642 | -1.509.037 | -60.256 | 1.537.524 | -1.818.410 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -21.775 | -48.313 | - | - | -70.089 |
| Vertriebskosten | -173.947 | - | - | - | -173.947 |
| Verwaltungskosten | -54.913 | -57.426 | -69.950 | - | -182.290 |
| Sonstige operative Erträge und Aufwendungen | -7.442 | 3.450 | -1.861 | - | -5.852 |
| Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen | 14.863 | 68 | - | - | 14.931 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 207.658 | 61.806 | -59.269 | - | 210.195 |
| Zugänge langfristige Vermögenswerte | 44.868 | 100.049 | 34.685 | - | 179.601 |
| Segmentvermögen | 1.317.190 | 1.029.010 | 998.124 | -1.283.222 | 2.061.102 |
| davon Anteile equity-bilanzierte Unternehmen | 42.432 | 19.930 | - | - | 62.362 |
| Segmentschulden | 743.824 | 716.397 | 1.151.358 | -1.265.994 | 1.345.585 |
| SALES & | Andere | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | SERVICE | OPERATIONS | Segmente | Konsolidierung | Summe |
| Außenumsatz | 2.121.314 | 133.641 | 104.887 | - | 2.359.843 |
| Innenumsatz | - | 1.263.477 | 553 | -1.264.029 | -0 |
| Umsatz gesamt | 2.121.314 | 1.397.118 | 105.440 | -1.264.029 | 2.359.843 |
| Abschreibungen | -23.068 | -45.896 | -22.453 | - | -91.417 |
| davon Wertminderung | -1 | -128 | -2.085 | - | -2.214 |
| Umsatzkosten | -1.674.145 | -1.271.497 | -92.351 | 1.278.335 | -1.759.658 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -21.856 | -45.075 | - | - | -66.931 |
| Vertriebskosten | -177.864 | - | - | - | -177.864 |
| Verwaltungskosten | -69.305 | -46.072 | -73.717 | - | -189.094 |
| Sonstige operative Erträge und Aufwendungen | -2.102 | 1.304 | 2.122 | - | 1.324 |
| Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen | 18.218 | -210 | - | - | 18.008 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 194.261 | 35.568 | -44.200 | - | 185.628 |
| Zugänge langfristige Vermögenswerte | 37.647 | 85.961 | 43.067 | - | 166.675 |
| Segmentvermögen | 1.204.582 | 977.997 | 957.209 | -1.005.263 | 2.134.525 |
| davon Anteile equity-bilanzierte Unternehmen | 50.736 | 20.567 | - | - | 71.303 |
| Segmentschulden | 708.981 | 596.877 | 1.081.784 | -1.006.185 | 1.381.458 |
Die Umsatzerlöse nach Produktgruppen gliedern sich wie folgt auf:
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Kran | 1.386.705 | 1.327.379 |
| Hydraulische Systeme | 566.321 | 535.481 |
| Service | 336.760 | 362.403 |
| Auftragsfertigung | 155.336 | 133.641 |
| Sonstige | 730 | 939 |
| Umsatzerlöse | 2.445.852 | 2.359.843 |
Die Produktgruppe Kran beinhaltet im Wesentlichen die Produkte Ladekran, Teleskopkran, Forst- und Recyclingkrane sowie Marine- und Windkrane. In der Produktgruppe hydraulische Systeme sind unter anderem die Produkte Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Abroll- und Absetzkipper, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme sowie Marineprodukte wie Davits, Boote und Offshore. Im Bereich Service ist das Servicegeschäft für alle Produktgruppen zusammengefasst. Die Auftragsfertigung entspricht dem im Segment Operations ausgewiesenen Außenumsatz.
Es gibt keinen einzelnen externen Kunden, der mehr als 10 Prozent zum externen Umsatz beiträgt.
Die Umsätze nach geografischen Gebieten sind in Erläuterung (16 ) enthalten.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, (16 ) Umsatzerlöse, Seite 186
Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR 31.12.2023 |
31.12.2024 |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | |
| Dänemark 1.675 |
1.674 |
| Deutschland 26.198 |
29.383 |
| Frankreich 16.391 |
16.336 |
| Inland 108.075 |
115.195 |
| Kroatien 1.289 |
1.296 |
| Niederlande 9.793 |
6.719 |
| Norwegen 32.285 |
30.269 |
| Restliches Ausland 3.643 |
3.796 |
| Rumänien 5.477 |
5.452 |
| Russland 11.879 |
10.436 |
| Schweden 7.606 |
6.785 |
| Spanien 3.892 |
3.350 |
| USA 6.762 |
7.235 |
| Vereinigte Arabische Emirate 14.604 |
15.491 |
| 249.570 | 253.417 |
| Sachanlagen | |
| Brasilien 14.448 |
12.830 |
| Bulgarien 73.205 |
74.046 |
| Dänemark 3.106 |
3.101 |
| Deutschland 67.830 |
75.251 |
| Frankreich 5.316 |
4.952 |
| Inland 183.421 |
195.827 |
| Italien 8.047 |
8.296 |
| Kanada 4.233 |
4.461 |
| Kroatien 5.922 |
5.857 |
| Niederlande 3.549 |
5.527 |
| Polen 14.396 |
14.310 |
| Restliches Ausland 12.043 |
12.884 |
| Rumänien 47.788 |
58.126 |
| Russland 31.346 |
27.925 |
| Schweden 7.886 |
8.128 |
| Serbien 8.383 |
26.750 |
| Slowenien 36.306 |
36.431 |
| Spanien 2.806 |
11.147 |
| USA 65.273 |
64.852 |
| 595.301 Sonstige langfristige Vermögenswerte |
650.699 |
| Brasilien 2.951 |
2.302 |
| China 514 |
511 |
| Dänemark 64 |
62 |
| Frankreich 74 |
74 |
| Indien 60 |
63 |
| Inland 188 |
178 |
| Restliches Ausland 115 |
97 |
| Russland 253 |
178 |
| Singapur 173 |
271 |
| Spanien 175 |
316 |
| USA 72 |
75 |
| 4.639 | 4.126 |
Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB sowie Interpretationen des IFRS IC sind erstmalig im Geschäftsjahr 2024 verpflichtend anzuwenden. Die neuen Regelungen führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
| Standards/Interpretationen | Verpflichtende Anwendung in der EU |
Endorsement Status |
|---|---|---|
| Amendments to IAS 7 Statement of Cash Flows and IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures: Supplier Finance Arrangements (Veröffentlichung Mai 2023) – siehe Note 55 |
1. Jänner 2024 | 15. Mai 2024 |
| Amendments to IAS 1 Presentation of Financial Statements: Classification of Liabilities as Current or Non-current (Veröffentlichung Jänner 2020); Classification of Liabilities as Current or Non-current - Deferral of Effective Date (Veröffentlichung Juli 2020); and Non-current Liabilities with Covenants (Veröffentlichung Oktober 2022) – siehe Note 57 Finanzinstrumente |
1. Jänner 2024 | 19. Dezember 2023 |
| Amendments to IFRS 16 Leases: Lease Liability in a Sale and Leaseback (Veröffentlichung September 2022) |
1. Jänner 2024 | 20. November 2023 |
Verschiedene neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden veröffentlicht, sind jedoch für die Berichtsperiode bis 31. Dezember 2024 nicht verpflichtend und wurden nicht vorzeitig angewendet. Die Auswirkungen dieser neuen Regelungen auf die künftigen Berichtsperioden sowie absehbare künftige Transaktionen werden zeitnah analysiert.
Diese sind somit für diesen Konzernabschluss nicht relevant:
| Standards/Interpretationen | Verpflichtende Anwendung |
|---|---|
| Amendments to IAS 21 The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates: Lack of Exchangeability (Veröffentlichung August 2023) |
1. Jänner 2025 |
| Amendments to the Classification and Measurement of Financial Instruments (Amendments to IFRS 9 and IFRS 7) (Veröffentlichung Mai 2024) |
1. Jänner 2026 |
| IFRS 18 Presentation and Disclosure in Financial Statements (Veröffentlichung April 2024) | 1. Jänner 2027 |
| IFRS 19 Subsidiaries without Public Accountability: Disclosures (Veröffentlichung Mai 2024) | 1. Jänner 2027 |
| Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 - Contracts referencing nature-dependent electricity (Veröffentlichung Dezember 2024) | 1. Jänner 2026 |
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.
Risiken, welche aus dem Klimawandel resultieren können, sind in den betreffenden Einzelpositionen zu berücksichtigen. Aufgrund einer Analyse des kurz-, mittel und langfristigen Einflusses von Klimarisiken und der eigenen Klimaziele des Unternehmens wurden keine beträchtlichen Risiken oder bedeutenden mit Unsicherheit behafteten Zukunftsannahmen identifiziert, welche sich auf die Bilanzierung und Bewertung einzelner Abschlussposten auswirken. Diese Erkenntnisse ergeben sich zum einen aus der Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse der physischen Risiken und Übergangsrisiken, sowie aufgrund des Geschäftsmodells und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Palfinger ist als Unternehmen aufgrund seiner Geschäftstätigkeit nicht besonders stark vom Klimawandel betroffen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten – aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird – werden nachstehend erläutert.
Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (vor allem immateriellen Vermögenswerten), Schulden und Eventualschulden getroffen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Zuge der Kaufpreisallokation werden Annahmen vor allem über die Cashflows und den Diskontierungssatz herangezogen.
Die Werthaltigkeitstests von PALFINGER in Bezug auf den Firmenwert, die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie nicht abgeschlossene aktivierte Entwicklungsprojekte basieren auf Berechnungen des Nutzungswerts, im Rahmen derer eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet wird. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten werden gemäß Umsatzkostenstruktur ausgewiesen. Weitere Details zu den Wertminderungen von nichtfinanziellen Vermögenswerten sind in den Erläuterungen (29) Immaterielle Vermögenswerte und (30) Sachanlagen ersichtlich.
Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen Entwicklungsleistungen in den Bereichen Krane, Hubarbeitsbühnen, Ladebordwände, Services, Eisenbahnsysteme sowie Marine- und Offshore-Krane. Der Werthaltigkeitstest stellt dabei auf den Nutzen des einzelnen Vermögenswerts ab, unabhängig von den Ertragserwartungen des Gesamtbereichs. Weitere Details zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in der Erläuterung (29) Immaterielle Vermögenswerte ersichtlich.
Der Konzern bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit des Leasingverhältnisses sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass PALFINGER diese Option ausüben wird oder der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass PALFINGER diese Option nicht ausüben wird. PALFINGER hat mehrere Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten. Bei der Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung bzw. zur Kündigung des Leasingverhältnisses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, werden Ermessensentscheidungen getroffen. Das heißt, PALFINGER zieht alle relevanten Faktoren in Betracht, die einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, die Verlängerungs- oder die Kündigungsoption auszuüben. Diese Ermessensentscheidungen müssen anlassbezogen hinterfragt und neu evaluiert werden, was zu einer Anpassung der Leasingdauer und damit zu Anpassungen der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts führen kann. Nach dem Bereitstellungsdatum bestimmt der Konzern die Laufzeit des Leasingverhältnisses erneut, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine Änderung von Umständen eintritt, das bzw. die innerhalb seiner Kontrolle liegt und sich darauf auswirkt, ob PALFINGER die Option zur Verlängerung bzw. zur Kündigung des Leasingverhältnisses ausüben wird oder nicht (z.B. Durchführung von wesentlichen Mietereinbauten oder wesentliche Anpassung des zugrunde liegenden Vermögenswerts). Bei Gebäudemieten werden die Verlängerungsoptionen in der Regel voll angesetzt, weil ein frühzeitiger Wechsel der Immobilien aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll ist. Darüber hinaus werden die Verlängerungsoptionen bei Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge nicht in die Leasinglaufzeit einbezogen, da der Konzern die Fahrzeuge in der Regel für einen Zeitraum von maximal fünf Jahren anmietet und infolgedessen keine Verlängerungsoptionen ausübt. Ferner werden die Zeiträume, die sich aus einer Kündigungsoption ergeben, nur dann in die Leasinglaufzeit einbezogen, wenn hinreichend sicher ist, dass die Option nicht ausgeübt wird. Ist der Austausch eines Nutzungsrechts mit hohem Aufwand oder Kosten verbunden, wird eine Ausnützung der Verlängerungsoption in der Regel als hinreichend sicher betrachtet.
Für Einzelheiten zu den möglichen künftigen Leasingzahlungen für Zeiträume nach dem Ausübungszeitpunkt der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die nicht in der Leasinglaufzeit berücksichtigt sind, wird auf Erläuterung (32) Leasingverhältnisse verwiesen.
Leasingzahlungen werden mit jenem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden impliziten Zinssatz abgezinst, sofern dieser ohne Weiteres bestimmbar ist. Andernfalls – und dies ist in der Regel im Konzern der Fall – erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers, d.h. dem Zinssatz, den der jeweilige Leasingnehmer zahlen müsste, wenn er Mittel aufnehmen müsste, um in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld einen Vermögenswert mit einem vergleichbaren Wert für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit zu erwerben.
Bei Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen werden Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit getroffen. Die Werthaltigkeit der in Verbindung mit SANY bestehenden Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen (Sany Palfinger SPV Equipment Co. Ltd und Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH) ist von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, dem Erfolg der Internationalisierungsstrategie und der wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte von Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales abhängig. In China ist insbesondere die Entwicklung der Bauwirtschaft wesentlich für die Werthaltigkeit dieser Anteile verantwortlich. Dabei spielen die voranschreitende Urbanisierung, die dadurch notwendigen Infrastrukturprojekte, die Steigerung der Lohnkosten und die damit einhergehende zunehmende Wirtschaftlichkeit der Automatisierung von Hebe-, Lade- und Entladeabläufen eine maßgebliche Rolle. In den internationalen Märkten bestehen unterschiedliche politische und makroökonomische Risiken, die die Werthaltigkeit der Anteile im Zusammenhang mit der Partnerschaft mit SANY beeinflussen können. Bei den Anteilen der in Verbindung mit SANY bestehenden equity-bilanzierten Unternehmen (Sany Palfinger SPV Equipment Co. Ltd., Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH) handelt es sich um Gemeinschaftsunternehmen, die Führung über die Unternehmen wird gemeinschaftlich ausgeübt und es sind keine Schutzrechte vorhanden. Die Buchwerte sowie weitere Details zu Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen sind in der Erläuterung (33) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen ersichtlich.
Neben einer standardisierten Forderungsbewertung auf Grundlage einer Vergangenheitsanalyse und der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen unter Berücksichtigung von Überfälligkeit und Länderrisiko wird bei einer Einzelwertberichtigung die Wahrscheinlichkeit des Zahlungseingangs bewertet. Dabei wird insbesondere auf die Erfahrung mit den Kunden, deren Bonität sowie etwaige Sicherheiten Rücksicht genommen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen und Vertragsvermögen sind in der Erläuterung (38) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögen aus Kundenverträgen ersichtlich. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.
Umsätze aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften werden unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion- Methode bilanziert. Hierbei schätzt PALFINGER den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Leistung am Gesamtumfang der Aufträge sowie die noch anfallenden Kosten der Aufträge. Weitere Details zur Umsatzrealisierung aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften sind in den Erläuterungen (16) Umsatzerlöse und (38) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögen aus Kundenverträgen ersichtlich.
Zur Berücksichtigung des Obsoletrisikos wurde eine standardisierte Obsoletbewertung implementiert. Diese berücksichtigt neben Ist- und Planverbräuchen, Mindestbeständen und Reichweitenfestlegungen auch Alternativmaterialverwendungen. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft, und es werden etwaige zusätzliche Wertberichtigungen aufgrund langer Lagerdauer, eingeschränkter Absatzkanäle oder Qualitätsmängel vorgenommen. Bei Fertigprodukten erfolgt zudem eine systematische Überprüfung in Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung, die im Wesentlichen von den Absatzpreiserwartungen, Währungsentwicklungen, dem Verkaufszeitpunkt und den noch zu erwartenden Kosten geprägt ist. Weitere Details zu den Wertberichtigungen auf Vorräte sind in der Erläuterung (37) Vorräte ersichtlich.
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird auf Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Details zu latenten Steuern sind in der Erläuterung (34) Aktive und passive latente Steuern ersichtlich.
Die Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen sowie gesetzlichen Verpflichtungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und von Jubiläumsgeldansprüchen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das PALFINGER Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das entsprechende Land. Künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land. Weitere Details zu den verwendeten Annahmen sind in der Erläuterung (52) Langfristige Rückstellungen ersichtlich.
Bei der Bildung der Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen werden anhand einer standardisierten Methode Garantien und Gewährleistungsverpflichtungen berücksichtigt. Diese Methode wird durch den zeitlichen Anfall der Gewährleistung, gezielte Austauschaktionen, Rückerstattungsquoten von Lieferanten, Entwicklung des sich in Gewährleistung befindlichen Umsatzes sowie Annahmen zu Bruttogewinnmargen aufgrund des implementierten Gewährleistungsprozesses wesentlich beeinflusst. Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen sind in der Erläuterung (54) Kurzfristige Rückstellungen ersichtlich.
Die Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben beinhalten noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile, die von den zukünftigen Ergebnisentwicklungen der erworbenen Einheiten abhängig sind. Daher kann eine Veränderung der erwarteten Basiswerte eine ergebniswirksame Anpassung der angesetzten Werte zur Folge haben. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe. Details sind in den Erläuterungen (51) Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben sowie (57) Finanzinstrumenten ersichtlich.
Bei der Bilanzierung von Cashflow Hedges für zukünftige Zahlungsströme wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Die Bilanzierung von Cashflow Hedges wird eingestellt, wenn mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet wird. Details sind in der Erläuterung (57) Finanzinstrumente ersichtlich.
Bei der Entscheidung, ob die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Reverse-Factoring-Programm als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder als Finanzverbindlichkeit auszuweisen sind, werden Ermessensentscheidungen getroffen. PALFINGER hat nach quantitativer und qualitativer Prüfung festgestellt, dass es zu keiner signifikanten Änderung der Vertragsbedingungen gekommen ist und somit der Ausweis als Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weiterhin sachgerecht ist. Im Cashflow-Statement werden die Zahlungen weiterhin im Operativen Cashflow dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine wesentlichen Änderungen von Schätzungen vorgenommen.
| in TEUR | Sales & Service | Operations | Andere Segmente PALFINGER Gruppe | |
|---|---|---|---|---|
| EMEA | 1.293.916 | 118.514 | 52.501 | 1.464.930 |
| NAM | 585.464 | 13.749 | - | 599.214 |
| LATAM | 120.361 | 6.834 | 173 | 127.368 |
| CIS | 103.490 | 11.295 | 3 | 114.787 |
| APAC | 129.390 | 4.944 | 322 | 134.656 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) | 2.232.621 | 155.336 | 52.999 | 2.440.955 |
| Umsatz sonstige | 4.898 | 0 | - | 4.898 |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.237.518 | 155.336 | 52.999 | 2.445.852 |
| in TEUR | Sales & Service | Operations | Andere Segmente PALFINGER Gruppe | |
|---|---|---|---|---|
| EMEA | 1.220.642 | 98.534 | 45.252 | 1.364.428 |
| NAM | 557.608 | 13.845 | 57.354 | 628.807 |
| LATAM | 108.967 | 6.729 | 192 | 115.888 |
| CIS | 115.139 | 9.360 | - | 124.498 |
| APAC | 114.952 | 5.174 | 2.090 | 122.215 |
| Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) | 2.117.308 | 133.641 | 104.887 | 2.355.837 |
| Umsatz sonstige | 4.005 | - | - | 4.005 |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.121.314 | 133.641 | 104.887 | 2.359.843 |
Die Aufteilung nach geografischen Gebieten erfolgt entsprechend dem Sitz des Kunden. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten vor allem Umsätze aus dem Vermietungsgeschäft. Im Herkunftsland Österreich wurden Umsätze von 98.621 TEUR (Vorjahr: 113.568 TEUR) erzielt.
Erwartete künftige Umsatzerlöse für zum Berichtszeitpunkt nicht erfüllte (oder teilweise nicht erfüllte) Leistungsverpflichtungen aus bestehenden Verträgen betragen:
| in TEUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Innerhalb von einem Jahr | 16.805 | 20.905 |
| Mehr als ein Jahr | 441 | 1.780 |
| Erwartete künftige Umsatzerlöse | 17.246 | 22.685 |
| Operations | Sales & Service | Andere Segmente |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 | 1–12 2023 | 1–12 2024 | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten |
155.336 | 133.641 | 2.184.130 | 2.049.704 | 52.999 | 104.887 |
| Umsatzerlöse Fertigungsaufträge | - | - | 53.388 | 71.610 | - | - |
| und Dienstleistungsgeschäfte | ||||||
| Umsatzerlöse | 155.336 | 133.641 | 2.237.518 | 2.121.314 | 52.999 | 104.887 |
Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungsgeschäften stammen aus den Megarme- sowie den Service-Gesellschaften im Segment Sales & Service und betreffen Servicedienstleistungsgeschäfte, die anhand des Auftragsfortschritts realisiert wurden.
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 2.168 | 2.152 |
| Erträge aus Leistungsverrechnungen | 2.022 | 1.081 |
| Währungsdifferenzen | 18.177 | 13.529 |
| Versicherungsentschädigungen | 1.334 | 381 |
| Mieterträge | 356 | 525 |
| Erträge aus dem Verkauf von Chassis | 4.259 | 7.065 |
| Erträge aus Mietgeräteverkauf | - | 6.345 |
| Erträge aus Geschäftsfällen mit Personal | 1.456 | 2.062 |
| Erträge aus sonstigen Zuschüssen | 1.648 | 896 |
| Erstattung sonstige Steuern | 71 | 381 |
| Übrige sonstige operative Erträge | 6.249 | 6.953 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 37.741 | 41.371 |
Zu den Kursdifferenzen wird auf Erläuterung (57) Finanzinstrumente, Punkt 3 Fremdwährungsrisiko verwiesen.
Im Zuge des Verkaufs des Vermietgeschäfts in den USA wurde ein Großteil der Mietgeräte (Hubarbeitsbühnen) in einer Transaktion veräußert. Der Erlös aus dem Verkauf betrug 6.345 TEUR und der saldierte Ertrag aus dem Abgang betrug 343 TEUR.
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen | 28.921 | 11.589 |
| Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.252.288 | -1.174.207 |
| Personalaufwendungen | -392.323 | -405.325 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -56.518 | -53.582 |
| Ausgangsfrachten | -32.806 | -31.499 |
| Garantien und Gewährleistungen | -27.105 | -25.431 |
| Reparaturen und Instandhaltungen | -20.066 | -18.718 |
| Mieten und Leasing | -5.074 | -4.903 |
| Provisionen | -3.459 | -3.084 |
| Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen | -12.250 | -15.352 |
| Energiekosten | -22.322 | -17.134 |
| Reisekosten | -4.092 | -4.077 |
| Fuhrpark | -3.649 | -3.200 |
| Beratungsleistungen | -4.334 | -3.728 |
| Büro- und EDV-Aufwand | -3.762 | -3.323 |
| Versicherungen | -2.132 | -2.768 |
| Ertragsunabhängige Steuern und Abgaben | -2.486 | -2.444 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | -2.666 | -2.474 |
| Umsatzkosten | -1.818.410 | -1.759.658 |
Die Umsatzerlöse sanken etwas mehr als die Umsatzkosten. Die Bruttogewinnmarge sank leicht auf 25 Prozent (Vorjahr: 26 Prozent).
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen | 15.473 | 18.451 |
| Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.937 | -2.789 |
| Personalaufwendungen | -72.164 | -72.339 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -1.996 | -2.007 |
| Erträge aus Forschungszuschüssen | 4.704 | 3.960 |
| Beratungsleistungen | -6.070 | -5.581 |
| Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen | -2.765 | -2.029 |
| Reisekosten | -2.036 | -1.704 |
| Büro- und EDV-Aufwand | -1.312 | -1.152 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | -1.986 | -1.741 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -70.089 | -66.931 |
Die Forschungs- und Entwicklungskosten beinhalten Forschungskosten, nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten sowie das Produktmanagement.
Die Abschreibungen und Wertminderungen der Entwicklungskosten in Höhe von 16.936 TEUR (Vorjahr: 19.465 TEUR) werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen daher 83.867 TEUR (Vorjahr: 89.554 TEUR).
| in TEUR 1–12 2023 |
1–12 2024 |
|---|---|
| Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen -157 |
-3 |
| Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.201 |
-1.472 |
| Personalaufwendungen -115.953 |
-121.577 |
| Abschreibungen und Wertminderungen -13.836 |
-13.024 |
| Werbung, Repräsentation und Marktkosten -9.976 |
-12.934 |
| Reisekosten -7.320 |
-7.649 |
| Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen -5.343 |
-4.879 |
| Fuhrpark -3.139 |
-2.976 |
| Transportkosten -633 |
-397 |
| Beratungsleistungen -5.987 |
-1.099 |
| Provisionsaufwendungen -870 |
-684 |
| Büro- und EDV-Aufwand -2.637 |
-2.476 |
| Mieten und Leasing -1.055 |
-797 |
| Reparatur und Instandhaltung -1.737 |
-1.837 |
| Versicherungsaufwendungen -1.523 |
-2.262 |
| Übrige sonstige Aufwendungen -1.582 |
-3.797 |
| Vertriebskosten -173.947 |
-177.864 |
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen | 9.345 | 9.831 |
| Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen | -277 | -263 |
| Personalaufwendungen | -97.779 | -103.304 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | -20.329 | -22.804 |
| Beratungsleistungen | -20.484 | -19.385 |
| Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen | -14.755 | -14.838 |
| Büro- und EDV-Aufwand | -9.316 | -5.445 |
| Reisekosten | -3.697 | -3.367 |
| Patente und Lizenzen | -6.507 | -10.302 |
| Werbung, Repräsentation und Marktkosten | -4.065 | -5.305 |
| Mieten und Leasing | -1.143 | -1.437 |
| Ertragsunabhängige Steuern und Abgaben | -2.125 | -2.072 |
| Versicherungen | -4.727 | -5.079 |
| Bankspesen | -1.983 | -1.771 |
| Reparatur und Instandhaltung | -2.549 | -2.013 |
| Übrige sonstige Aufwendungen | -1.897 | -1.540 |
| Verwaltungskosten | -182.290 | -189.094 |
Für die im Geschäftsjahr 2024 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers PwC Wirtschaftsprüfung GmbH sowie der Gesellschaften des weltweiten PwC-Netzwerks sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Prüfung des Konzernabschlusses und damit zusammenhängende Bestätigungsleistungen (inklusive Reviews) |
-787 | -1.022 |
| davon PwC Wirtschaftsprüfung GmbH | -426 | -550 |
| Steuerberatungsleistungen | -11 | -37 |
| Sonstige Leistungen | -41 | - |
| Honorare des Konzernabschlussprüfers | -839 | -1.059 |
Enthalten sind auch Honorare für die Prüfung lokaler Abschlüsse durch PwC, die nicht für die Prüfung des Konzernabschlusses relevant sind.
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -1.586 | -886 |
| Forderungsverluste und Wertberichtigungen | -6.148 | -3.155 |
| Währungsdifferenzen | -22.971 | -13.324 |
| Schadensfälle | -929 | -221 |
| Materialaufwendungen aus Mietgeräteverkauf | - | -6.002 |
| Aufwand für Rechtsstreitigkeiten | -187 | -3.130 |
| Pönale, Strafen | -548 | -318 |
| Materialaufwendungen aus Chassis | -4.196 | -8.152 |
| Mitgliedsbeiträge und Abos | -401 | -914 |
| Übrige sonstige operative Aufwendungen | -6.627 | -3.945 |
| Sonstige operative Aufwendungen | -43.593 | -40.046 |
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR 1–12 2023 |
1–12 2024 |
|---|---|
| Anteilige Periodenergebnisse 14.931 |
18.007 |
| Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 14.931 |
18.007 |
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Materialaufwendungen | -1.121.660 | -1.084.869 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -102.543 | -93.460 |
| Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.224.203 | -1.178.329 |
Hinsichtlich der in den Materialaufwendungen enthaltenen Wertminderungen auf Vorräte wird auf die Erläuterung (37) Vorräte verwiesen. Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen metallische Komponenten wie Bleche, Rohre und Profile sowie Einkaufsteile und Elektro- und Hydraulikkomponenten.
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -525.152 | -544.211 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | -5.788 | -5.450 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -3.097 | -3.032 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | -111.810 | -119.687 |
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | ||
| Sonstige Sozialaufwendungen | -32.371 | -30.165 |
| Personalaufwendungen | -678.219 | -702.545 |
Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 2.309 TEUR (Vorjahr: 2.496 TEUR). Darin enthalten sind Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 2.309 TEUR (Vorjahr: 2.496 TEUR).
Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 2.810 TEUR (Vorjahr: 2.954 TEUR).
| in TEUR 1–12 2023 |
1–12 2024 |
|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen -83.993 |
-89.203 |
| Wertminderungen -8.686 |
-2.214 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und -92.678 als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
-91.417 |
Hinsichtlich der Entwicklung der planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen wird auf die Erläuterungen (29) Immaterielle Vermögenswerte, (30) Sachanlagen und (32) Leasingverhältnisse verwiesen.
Die Wertminderungen 2024 betreffen vor allem aktivierte Entwicklungskosten. Die Wertminderungen im Jahr 2023 betreffen die Produktlinie Tail und Passenger Lifts sowie aktivierte Entwicklungskosten.
Das Zinsergebnis und das sonstige Finanzergebnis setzen sich wie folgt zusammen:
| 1–12 2023 | Finanzinstrumente gem. IFRS 9 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Financial Asset at Amortized Cost |
Financial Liabilities at Amortized Cost |
|
| Zinsertrag | 3.598 | 3.588 | - | |
| Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten | -34.920 | - | -32.575 | |
| Sonstiger Zinsaufwand | -1.548 | - | - | |
| Zinsergebnis | -32.870 | 3.588 | -32.575 | |
| Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen | 19 | - | - | |
| Zuschreibung zu Finanzvermögen | 39 | - | - | |
| Wertminderung von Finanzvermögen | -15 | - | - | |
| Währungsdifferenzen | -3.997 | -6.020 | - | |
| Nettoergebnis | -3.954 | -6.020 | - | |
| Finanzergebnis | -36.824 | -2.432 | -32.575 |
| 1–12 2024 | Finanzinstrumente gem. IFRS 9 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Financial Asset at Amortized Cost |
Financial Liabilities at Amortized Cost |
|
| Zinsertrag | 2.817 | 2.625 | - | |
| Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten | -41.987 | - | -39.343 | |
| Sonstiger Zinsaufwand | -1.643 | - | - | |
| Zinsergebnis | -40.813 | 2.625 | -39.343 | |
| Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen | 74 | - | - | |
| Zuschreibung zu Finanzvermögen | 10 | - | - | |
| Wertminderung von Finanzvermögen | -8 | - | - | |
| Währungsdifferenzen | -2.924 | 1.134 | - | |
| Nettoergebnis | -2.849 | 1.134 | - | |
| Finanzergebnis | -43.661 | 3.759 | -39.343 |
Für Details zu Währungsdifferenzen im Finanzergebnis siehe Seite 233
| Finanzinstrumente gem. IFRS 9 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Fair Value through OCI | Fair Value through P&L/ Other Derivatives |
Kaufpreisverbindlichkeit | Langfristige Rückstellungen gem. IAS 19 |
Leasingverhältnisse gem. IFRS 16 |
| - | - | - | - | 10 |
| - | - | - | - | -2.345 |
| - | - | -280 | -1.268 | - |
| - | - | -280 | -1.268 | -2.335 |
| - | 19 | - | - | - |
| - | 39 | - | - | - |
| - | -15 | - | - | - |
| - | 2.023 | - | - | - |
| - | 2.066 | - | - | - |
| - | 2.066 | -280 | -1.268 | -2.335 |
| Finanzinstrumente gem. IFRS 9 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Fair Value through OCI | Fair Value through P&L/ Other Derivatives |
Kaufpreisverbindlichkeit | Langfristige Rückstellungen gem. IAS 19 |
Leasingverhältnisse gem. IFRS 16 |
| - | 164 | - | - | 28 |
| - | - | - | - | -2.644 |
| - | - | -126 | -1.517 | - |
| - | 164 | -126 | -1.517 | -2.616 |
| - | 74 | - | - | - |
| - | 10 | - | - | - |
| - | -8 | - | - | - |
| - | -4.058 | - | - | - |
| - | -3.983 | - | - | - |
| - | -3.819 | -126 | -1.517 | -2.616 |
Der auf die Muttergesellschaft PALFINGER AG anwendbare Steuersatz betrug bis 2022 25 Prozent. Basierend auf der in 2022 beschlossenen ökosozialen Steuerreform wurde der Körperschaftssteuersatz in 2023 auf 24 Prozent gesenkt und in 2024 erfolgte eine weitere Reduktion des Steuersatzes auf 23 Prozent. Somit beträgt der auf das Jahr 2024 anwendbare Steuersatz 23 Prozent.
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand (–) / -ertrag (+) | -44.961 | -39.873 |
| davon aus Vorjahren | 270 | 453 |
| davon aus der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge | 4.535 | 6.249 |
| Latenter Ertragsteueraufwand (–) / -ertrag (+) | -2.458 | 8.656 |
| davon aus Vorjahren | 188 | 4.138 |
| davon aufgrund von Steuersatzänderungen | -137 | -79 |
| davon aus der Wertberichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen | -314 | -49 |
| Ertragsteuern | -47.419 | -31.217 |
Die Differenz zwischen der rechnerischen und der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung errechnet sich wie folgt:
| in TEUR 1–12 2023 |
1–12 2024 |
|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern 173.370 |
141.967 |
| Konzernsteuersatz 24,0% |
23,0% |
| Rechnerische Ertragsteuern 41.609 |
32.652 |
| Anpassung an ausländische Steuersätze -322 |
2.838 |
| Steuerminderungen aufgrund von | |
| Forschungs- und Bildungsfreibeträgen -1.203 |
-1.002 |
| Investitionsförderungen und andere staatliche Förderungen -994 |
-224 |
| Steuersatzänderungen -1.751 |
-889 |
| Steuerfreien Erträgen aus der Equity-Bewertung -3.584 |
-4.142 |
| Auflösung von nicht steuerbaren Rückstellungen | - -1.521 |
| Übrigen steuermindernden Posten -1.652 |
-1.251 |
| Erfassung und Verbrauch von Verlustvorträgen aus Vorjahren -4.829 |
-6.249 |
| Aperiodischen Steuern -3.033 |
-7.861 |
| Sonstigen Steuereffekten (Währungsumrechnung) | - -489 |
| Auflösung Wertberichtigungen latenter Steuern | -1 -4.813 |
| Anteilsbewertungen und gruppeninternen Forderungsbewertungen -1.453 |
-315 |
| -18.498 | -28.755 |
| Steuermehrungen aufgrund von | |
| Steuersatzänderungen 1.843 |
516 |
| Nicht aktivierten Verlustvorträgen 8.657 |
10.138 |
| Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 314 |
49 |
| Steuerlich nicht anerkannten Aufwendungen 4.495 |
4.945 |
| Dotierung von nicht steuerbaren Rückstellungen 1.278 |
327 |
| Mindeststeuern 81 |
886 |
| Aperiodischen Steuern 2.341 |
3.269 |
| Nicht abzugsfähigen Quellensteuern 2.209 |
3.441 |
| Anteilsbewertungen und gruppeninternen Forderungsbewertungen 98 |
- |
| Unterschiedlichem Steuersatz 451 |
660 |
| Übrigen steuermehrenden Posten 249 |
- |
| Wertberichtigungen latenter Steuern 2.615 |
249 |
| 24.630 | 24.481 |
| Ertragsteuern 47.419 |
31.217 |
PALFINGER als multinationale Unternehmensgruppe mit weltweiten Konzernumsätzen von über 750 Mio. EUR fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen zur globalen Mindeststeuer (Pillar Two bzw. auch Säule-2- Ertragsteuer genannt). Am 30.12.2023 wurde das Mindestbesteuerungsgesetz in Österreich veröffentlicht, welches mit 31.12.2023 in Kraft getreten ist. Die Regelungen sind somit auf Wirtschaftsjahre, welche ab dem 31. Dezember 2023 beginnen, erstmalig anwendbar.
PALFINGER mit Sitz der obersten Muttergesellschaft in Österreich weist einen zusätzlichen Steueraufwand für Säule-2- Ertragsteuern in Höhe von 184 TEUR aus.
PALFINGER erstellt einen qualifizierten länderbezogenen Bericht (CbCR) und nimmt somit die temporären Safe-Harbour Regelungen für die vereinfachte Berechnung der Safe-Harbour Tests in Anspruch. Für alle Geschäftseinheiten in Steuerhoheitsgebieten, welche einen oder mehrere Tests erfüllen, ergibt sich somit eine Reduktion des Ergänzungssteuerbetrags auf null. Für Geschäftseinheiten in Steuerhoheitsgebieten, welche keinen der Safe-Harbour Tests erfüllen, kommt es zur Berechnung der Ergänzungssteuer im Vollanwendungsbereich des Mindestbesteuerungesetzes.
Die Vollanwendung kommt auf Gesellschaften, welche in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur tätig sind, zur Anwendung:
| in TEUR1) | Mindeststeuer Gewinn 2024 (GloBE Income2) |
Angepasste erfasste Steuern 2024 |
Ermittelter Ergänzungssteu erbetrag (abzüglich Substanzfreibet rag) |
|---|---|---|---|
| Singapur | 8.591 | 1.452 | - |
| - Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. | |||
| Vereinigte Arabische Emirate (VAE) | 3.783 | 342 | 184 |
| - Palfinger Marine Europe B.V. - Dubai Branch | |||
| - Mega Repairing Machinery Equipment LLC | |||
| - Megarme General Contracting Company LLC |
1) Der Gewinn vor Steuern enthält eine steuerfreie Beteiligungsveräußerung innerhalb des Konzerns.
2) Global Anti-Base Erosion
In Singapur ergibt sich keine Säule-2-Ergänzungssteuer (Top-up Tax), da in diesen Steuerhoheitsgebieten Steuergutschriften aus Vorjahren anfallen, welche für die GloBE/Mindeststeuer-Berechnungen nicht angesetzt werden dürfen.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch keine gesetzlichen Regelungen zur nationalen Säule-2-Ergänzungssteuer, aus diesem Grund greifen die Regelungen der Primär-Ergänzungssteuern des Steuerhoheitsgebiets der jeweiligen zwischengeschalteten Muttergesellschaft (Palfinger AG) der niedrigbesteuerten Geschäftseinheiten.
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| Immaterielle Vermögenswerte mit | ||
|---|---|---|
| in TEUR | Firmenwert | unbestimmter Dauer |
| Anschaffungskosten | ||
| Stand 1.1.2023 | 225.625 | 28.329 |
| Zugänge | - | - |
| Investitionsförderung | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen | - | - |
| Währungsumrechnung | -11.168 | -1.438 |
| Stand 31.12.2023 | 214.457 | 26.891 |
| Stand 1.1.2024 | 214.457 | 26.891 |
| Zugänge | - | - |
| Investitionsförderung | - | - |
| Abgänge | - | - |
| Umgliederungen Umgliederung als zur Veräußerung gehalten |
-0 -67 |
- - |
| Währungsumrechnung | -5.246 | 439 |
| Stand 31.12.2024 | 209.145 | 27.330 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1.1.2023 | 77.279 | 23.789 |
| Abschreibungen | 0 | 12 |
| Wertminderungen | - | - |
| Abgänge | 0 | -11 |
| Währungsumrechnung | -4.928 | -1.415 |
| Stand 31.12.2023 | 72.351 | 22.375 |
| Stand 1.1.2024 | 72.351 | 22.375 |
| Abschreibungen | - | - |
| Wertminderungen | - | - |
| Abgänge | -0 | - |
| Währungsumrechnung | -3.389 | 438 |
| Stand 31.12.2024 | 68.961 | 22.812 |
| Buchwerte | ||
| Stand 31.12.2023 | 142.107 | 4.516 |
| Stand 31.12.2024 | 140.183 | 4.517 |
| Entwicklungskosten | Marken, Kundenstock und Auftragsstand |
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände |
Geleistete Anzahlungen |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 158.597 | 90.302 | 40.136 | 68 | 543.057 |
| 24.748 | - | 2.067 | - | 26.815 |
| -65 | - | -163 | - | -228 |
| -6.541 | -925 | -1.254 | -51 | -8.771 |
| - | - | 423 | -2 | 420 |
| -736 | -1.647 | -482 | - | -15.471 |
| 176.002 | 87.730 | 40.726 | 15 | 545.821 |
| 176.002 | 87.730 | 40.726 | 15 | 545.821 |
| 28.286 | - | 1.325 | - | 29.612 |
| - | - | - | - | - |
| -21.965 | - | -1.171 | - | -23.136 |
| - - |
- - |
593 - |
- - |
593 -67 |
| -290 | 483 | -375 | - | -4.989 |
| 182.033 | 88.213 | 41.099 | 15 | 547.834 |
| 80.211 | 74.697 | 29.330 | - | 285.306 |
| 13.548 | 4.409 | 3.245 | -135 | 21.079 |
| 5.917 | - | 70 | 150 | 6.137 |
| -5.833 | -929 | -1.010 | - | -7.783 |
| -332 | -1.473 | -340 | 0 | -8.488 |
| 93.512 | 76.704 | 31.294 | 15 | 296.250 |
| 93.512 | 76.704 | 31.294 | 15 | 296.250 |
| 14.803 | 3.137 | 3.421 | - | 21.361 |
| 2.133 | - | - | - | 2.133 |
| -21.571 | - | -1.015 | - | -22.586 |
| -111 | 610 | -291 | - | -2.744 |
| 88.766 | 80.452 | 33.410 | 15 | 294.415 |
| 82.490 | 11.025 | 9.432 | -0 | 249.570 |
| 93.267 | 7.761 | 7.689 | -0 | 253.417 |
Die aus den Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Firmenwerte betreffen folgende Gruppen von "Cash Generating Units":
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Sales & Service | 108.560 | 107.090 |
| Operations | 33.547 | 33.093 |
| Firmenwerte | 142.107 | 140.183 |
Der erzielbare Betrag der Gruppen von "Cash Generating Units" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von fünf Jahren erstellt. Danach werden die Cashflows unter Heranziehung einer Wachstumsrate extrapoliert. Als Wachstumsraten wurden 2024 für Sales & Service 1,23 Prozent (Vorjahr: 1,54 Prozent) und für Operations 1,25 Prozent (Vorjahr: 1,44 Prozent) verwendet. Im Jahr 2024 wurde eine Mittelfristplanung erstellt.
Die auf jede der Schlüsselannahmen entfallenden Werte wurden vom Management wie folgt ermittelt:
| Annahme: | Zur Wertermittlung verwendeter Ansatz: |
|---|---|
| Absatzmengen | Die Stückzahlen basieren auf dem in der Organisation gut etablierten Sales & Operations Planning Prozess. Hierbei wird in monatlichen Zyklen der Vertriebs- und Produktionsplan anhand der zur Verfügung stehenden Ressourcen abgestimmt. Im Zyklus 9 (September) wird die Basis für die Stückzahlen für das Budget des Folgejahres gelegt. Parallel zum Zyklus 9 werden für weitere 4 Jahre nach dem Budgetjahr Stückzahlen auf Gesamtjahresesbene je Produktlinie und Region über den Prozess von Sales & Operations Planning geplant. Diese Stückzahlen werden zum Teil risikoadjustiert auf Basis der Lieferperformance der vergangenen Perioden, um von einer motivierten Absatz- und Produktionsplanung zu stabilen Budget Werten bzw. Werten für die Mehrjahresplanung zu kommen. Geschäftsmodelle, welche nicht stückzahlengetrieben sind (z. B. Service), wurden mit der Erfahrung aus der Vergangenheit und den Erwartungen des Managements für die Zukunft berücksichtigt. |
| Absatzpreis | Die berücksichtigten Wachstumsraten je Produktlinie / Vertriebsregion sind zum Planungszeitpunkt bereits bekannt, da Preiserhöhungen eine relativ lange Vorlaufzeit haben. Die Preisentwicklung kann daher relativ genau geplant werden. |
| Deckungsbeiträge | Die Annahmen basieren auf den für das Jahr 2025 budgetierten Verkaufspreisen, zu erwartenden Kostensteigerungen beim Personal und vom Einkauf vorhergesagten Materialpreisveränderungen. |
| Strukturkosten | Auf Basis von Runrates, Prognosen und bekannten Projektplänen werden Limits für alle GPO Functions für das Budget definiert. In der Mehrjahresplanung werden Annahmen zur Inflation je Land auf die Kostenbasis des Budgets aufgeschlagen. Für die Segmente Sales & Service und Operations werden zusätzliche stückzahlenabhängige Wachstumsraten je Region auf die Kostenbasis angewendet. |
| CAPEX | Das Investitionsvolumen wird im Verhältnis zum Konzernumsatz geplant. Im Budget ist das Investitionsvolumen mit einzelnen Projekten hinterlegt, in den Folgejahren werden die mehrjährigen Großprojekte in der Planung fortgeführt. |
Aufgrund der Planungsunsicherheit wurden in die Berechnung des Nutzungswertes drei Szenarien einbezogen, wobei das realistische Szenario der genehmigten Planung entspricht. Das optimistische Szenario geht von einer konstant leichten Overperformance bei Umsatz und Bruttomarge bei leicht erhöhten Strukturkosten aus. Im pessimistischen Szenario geht man von deutlich negativen Auswirkungen auf Umsatz und Bruttomarge, insbesondere in der Region EMEA, in den nächsten beiden Jahren aus, die sich zum Ende der Mittelfristplanung abflachen. Die Strukturkosten können dabei nicht im entsprechenden Ausmaß reduziert werden.
| Szenarien | Gewichtung | CAGR externer Umsatz Durchschnitt 2025 bis 2029 |
EBIT Marge Sales & Service Durchschnitt 2025 bis 2029 |
EBIT Marge Operations Durchschnitt 2025 bis 2029 |
|---|---|---|---|---|
| Optimistisch | 10% | 5,8% | 6,3% | 5,4% |
| Realistisch | 65% | 4,8% | 5,9% | 4,9% |
| Pessimistisch | 25% | 2,9% | 4,7% | 3,1% |
Die angewandten Abzinsungssätze entsprechen den marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkosten auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten und stellen sich im Vergleich zu den korrespondierenden Abzinsungssätzen im Vorjahr wie folgt dar:
| Abzinsungssatz vor Steuern | ||
|---|---|---|
| in Prozent | 2023 | 2024 |
| Operations | 11,0 | 11,2 |
| Sales & Service | 10,6 | 11,4 |
Eine Sensitivitätsanalyse ergab, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um zwei Prozentpunkte die Buchwerte im Segment Sales & Service noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Im Segment Operations würde eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um zwei Prozentpunkte zu einem Abwertungsbedarf in Höhe von 127,3 Mio. EUR führen, bei einer Erhöhung um 0,39 Prozentpunkte entspricht die Bewertung dem Buchwert.
Zudem zeigte die Sensitivitätsanalyse, dass bei einer Senkung der EBITs um 20 Prozent, bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter, die Buchwerte im Segment Sales & Service weiterhin gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.
Die Überdeckung im Segment Operations beträgt 39,3 Mio. EUR. Im Segment Operations würde eine Senkung der EBITs um 20 Prozent über die gesamte Planungsperiode, bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter, zu einem Abwertungsbedarf in Höhe von 136,4 Mio. EUR führen, bei einer Senkung um 4,47 Prozent entspricht die Bewertung dem Buchwert.
Weiters deckte die Sensitivitätsanalyse auf, dass bei Wegfall der Wachstumsrate in der ewigen Rente die Buchwerte im Segment Sales & Service noch immer gedeckt sind. Im Segment Operations würde der Wegfall der Wachstumsrate zu einem Abwertungsbedarf in Höhe von 48,2 Mio. EUR führen.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer resultieren aus Unternehmenszusammenschlüssen und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Operations | ||
| Marke Nimet | 4.516 | 4.517 |
| 4.516 | 4.517 | |
| Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer | 4.516 | 4.517 |
Da die fortwährende Nutzung der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Marke Nimet vom Management auf unbestimmte Zeit beabsichtigt ist und eine Nutzungsdauer somit nicht bestimmt werden kann, wurde diesem immateriellen Vermögenswert eine unbestimmte Nutzungsdauer zugewiesen.
Als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden von PALFINGER im Geschäftsjahr 2024 Entwicklungskosten in Höhe von 28.286 TEUR (Vorjahr: 24.748 TEUR) aktiviert.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit von Entwicklungsprojekten wurden Werthaltigkeitstests für aktivierte Entwicklungskosten durchgeführt. Diese daraus resultierenden Wertminderungen betragen 2.133 TEUR (Vorjahr: 5.917 TEUR) und betreffen im Wesentlichen Softwareentwicklungen (2.007 TEUR) in den sonstigen nichtberichtspflichtigen Segmenten. Im Vorjahr betrafen die größten Posten die Produktlinien AWP und Self Propelled Lifting Solutions (3.176 TEUR) und New Business Solutions (1.672 TEUR) in den Segmenten Sales & Service, Operations und andere Segmente.
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
| Nutzungsrechte aus | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Grundstücke und Bauten | Leasingverträgen | ||
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 1.1.2023 | 349.982 | 77.908 | ||
| Konsolidierungskreisänderung | 2.280 | - | ||
| Zugänge | 33.119 | 26.054 | ||
| Investionsförderung | -755 | - | ||
| Abgänge | -598 | -8.952 | ||
| Umgliederungen | 15.611 | - | ||
| Währungsumrechnung | -5.420 | -1.337 | ||
| Stand 31.12.2023 | 394.218 | 93.673 | ||
| Stand 1.1.2024 | 394.218 | 93.673 | ||
| Konsolidierungskreisänderungen | - | - | ||
| Zugänge | 16.717 | 15.946 | ||
| Investitionsförderung | -0 | - | ||
| Abgänge | -2.559 | -8.040 | ||
| Umgliederung innerhalb des Sachanlagevermögens | 10.213 | - | ||
| Umgliederung als zur Veräußerung/als Finanzinvestitionen gehaltene Vermögenswerte | -1.455 | - | ||
| Währungsumrechnung | -847 | 553 | ||
| Stand 31.12.2024 | 416.287 | 102.132 | ||
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1.1.2023 | 112.291 | 32.470 | ||
| Abschreibungen | 12.365 | 13.448 | ||
| Wertminderungen | 22 | 121 | ||
| Abgänge | -486 | -6.565 | ||
| Umgliederungen | - | - | ||
| Währungsumrechnung | -2.028 | -631 | ||
| Stand 31.12.2023 | 122.164 | 38.844 | ||
| Stand 1.1.2024 | 122.164 | 38.844 | ||
| Abschreibungen | 13.662 | 14.347 | ||
| Wertminderungen | 3 | 78 | ||
| Abgänge | -2.459 | -6.225 | ||
| Zuschreibung | - | -0 | ||
| Umgliederung innerhalb des Sachanlagevermögens | 0 | - | ||
| Umgliederung als zur Veräußerung/als Finanzinvestitionen gehaltene Vermögenswerte | -860 | - | ||
| Währungsumrechnung | -274 | 361 | ||
| Stand 31.12.2024 | 132.236 | 47.404 | ||
| Buchwerte | ||||
| Stand 31.12.2023 | 272.054 | 54.829 | ||
| Stand 31.12.2024 | 284.051 | 54.727 |
| Unbebaute Grundstücke |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| 2.069 | 329.086 | 159.217 | 59.500 | 977.762 |
| - | 0 | - | 0 | 2.280 |
| 17 | 20.674 | 18.953 | 52.847 | 151.665 |
| - | -356 | -283 | - | -1.394 |
| - | -4.827 | -7.458 | -55 | -21.890 |
| -63 | 31.658 | 8.173 | -55.798 | -420 |
| - | -10.301 | -2.757 | -2.044 | -21.860 |
| 2.023 | 365.934 | 175.845 | 54.449 | 1.086.144 |
| 2.023 - |
365.934 - |
175.845 - |
54.449 - |
1.086.144 - |
| 13.840 | 19.103 | 18.495 | 52.471 | 136.572 |
| - | -8 | - | - | -9 |
| - | -8.904 | -22.022 | -2 | -41.527 |
| - | 22.124 | 6.577 | -39.507 | -594 |
| - | -1.849 | -1.450 | -580 | -5.334 |
| - | -4.068 | 1.397 | -1.064 | -4.030 |
| 15.863 | 392.331 | 178.842 | 65.767 | 1.171.221 |
| 84 | 202.384 | 105.091 | 1.036 | 453.356 |
| - | 19.037 | 18.055 | 10 | 62.914 |
| - | 1.335 | 1.050 | 21 | 2.549 |
| - | -4.402 | -6.383 | - | -17.836 |
| - | -12 | 12 | - | - |
| - | -5.661 | -1.876 | 54 | -10.141 |
| 84 | 212.682 | 115.948 | 1.120 | 490.841 |
| 84 | 212.682 | 115.948 | 1.120 | 490.841 |
| - | 20.781 | 18.942 | - | 67.732 |
| - | 0 | - | - | 81 |
| - | -8.634 | -14.353 | - | -31.671 |
| - | - | -2 | - | -2 |
| - | -17 | 44 | -28 | -0 |
| - - |
-1.360 -1.783 |
-1.416 645 |
- -181 |
-3.636 -1.231 |
| 84 | 221.669 | 119.809 | 912 | 522.114 |
| 1.939 | 153.253 | 59.897 | 53.329 | 595.301 |
| 15.779 | 170.662 | 59.033 | 64.855 | 649.108 |
Die Zugänge betreffen vor allem den Ausbau von Produktionskapazitäten in Österreich, Deutschland, Serbien und Rumänien, sowie die Zukäufe von Grundstücken in Spanien und Österreich.
In Grundstücke und Bauten sind Grundwerte bebauter Liegenschaften in der Höhe von 67.047 TEUR (Vorjahr: 67.058 TEUR) enthalten. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau enthalten zum Bilanzstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Höhe von 62.676 TEUR (Vorjahr: 48.748 TEUR).
Im Jahr 2012 wurde ein Optionsvertrag abgeschlossen, der PALFINGER berechtigt, weitere rund 19.000 m² neben dem Grundstück der Konzernzentrale nach fünf bzw. zehn Jahren ab der geplanten Umwidmung der Grundstücke (somit erstmals im Oktober 2018) zu erwerben. Der Ausübungspreis der Option zum Erwerb dieser zusätzlichen Grundstücke beträgt 4.353 TEUR zuzüglich einer Inflationsabgeltung bis zum Ausübungszeitpunkt. Die Option wurde im Oktober 2023 ausgeübt und der Kaufvertrag wurde im Jahr 2024 abgeschlossen und somit die Verfügungsgewalt durch PALFINER erlangt. Das Grundstück wurde im Wert von 5.997 TEUR aktiviert.
In der Berichtsperiode wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 9 TEUR (Vorjahr: 1.394 TEUR) gemäß IAS 20 als Kürzung der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten berücksichtigt.
Im Zuge der Herauslösung der Produktlinie Tail und Passenger Lifts aus der GPO wurde im ersten Halbjahr 2023 ein Werthaltigkeitstest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Tail Lifts durchgeführt. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis der Berechnung des Nutzungswerts unter der Verwendung von Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von 5 Jahren erstellt. Danach wurden Cashflows unter Heranziehung einer Wachstumsrate extrapoliert. Die angewandten Abzinsungssätze entsprachen den marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkosten auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten. Der Abzinsungssatz vor Steuern betrug 7,47 Prozent. Bei den der Berechnung des Nutzungswerts zugrundeliegenden Annahmen bestehen Schätzunsicherheiten. Die Bruttomargen wurden anhand der Werte ermittelt, die basierend auf den Erfahrungen des laufenden Jahres in die rollierende Planung eingeflossen sind. Der Werthaltigkeitstest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Tail Lifts ergab einen negativen Nutzungswert und eine daraus resultierende Wertberichtigung im Jahr 2023 in Höhe von 3.033 TEUR, die im wesentlichen technische Anlagen und Maschinen mit 1.335 TEUR sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit 1.050 TEUR betrafen.
Per 31. Dezember 2024 sind keine Sachanlagen (Vorjahr: keine) als Sicherheit für Schulden verpfändet.
| in TEUR | 2024 |
|---|---|
| Buchwert 1.1. | - |
| Abschreibungen | -110 |
| Zugänge | 6 |
| Umgliederungen aus Sachanlagen | 1.649 |
| Währungsumrechnung | 47 |
| Buchwert 31.12. | 1.592 |
In 2024 wurde eine Grundstück und Gebäude aus dem Sachanlagevermögen zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert, da der Betrieb dort eingestellt wurde und die Immobilie jetzt vermietet wird.
Zum 31. Dezember 2024 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1.656 TEUR.
Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge in Höhe von 282 TEUR sowie direkt zurechenbare operative Aufwendungen in Höhe von 10 TEUR.
Die nach IFRS 16 bilanzierten Nutzungsrechte sind in der Bilanz unter den Sachanlagen ausgewiesen. Die Leasingverbindlichkeiten sind in der Bilanz unter den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Für die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden folgende Veränderungen erfasst:
| Gebäude und | Anlagen und | Betriebs- und | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Grundstücke | Maschinen | Geschäftsausstattung | Fahrzeuge | Summe |
| Stand 1.1.2023 | 39.031 | 385 | 1.064 | 4.957 | 45.437 |
| Zugänge | 20.092 | 256 | 1.186 | 4.520 | 26.054 |
| Abschreibung | -9.724 | -395 | -383 | -3.067 | -13.569 |
| Abgänge | -2.005 | - | - | -383 | -2.388 |
| Währungsumrechnungen | -692 | -3 | -7 | -3 | -705 |
| Stand 31.12.2023 | 46.702 | 243 | 1.860 | 6.024 | 54.829 |
| Gebäude und | Anlagen und | Betriebs- und | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Grundstücke | Maschinen | Geschäftsausstattung | Fahrzeuge | Summe |
| Stand 1.1.2024 | 46.702 | 243 | 1.860 | 6.024 | 54.829 |
| Zugänge | 9.295 | 617 | 746 | 5.288 | 15.946 |
| Abschreibung | -10.021 | -378 | -463 | -3.562 | -14.424 |
| Abgänge | -1.353 | -2 | -12 | -448 | -1.815 |
| Währungsumrechnungen | 193 | 3 | 10 | -15 | 191 |
| Stand 31.12.2024 | 44.816 | 483 | 2.141 | 7.287 | 54.727 |
Für die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten werden folgende Veränderungen erfasst:
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 46.718 |
56.911 |
| Währungsdifferenz -881 |
351 |
| Zugänge 26.054 |
15.946 |
| Abgänge -2.141 |
-1.922 |
| Zinsaufwendungen 2.308 |
2.587 |
| Zahlungen -15.147 |
-16.365 |
| Stand 31.12. 56.911 |
57.508 |
| davon kurzfristig 13.708 |
15.410 |
| davon langfristig 43.203 |
42.098 |
Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält folgende Beträge aus Leasingverhältnissen:
| in TEUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Abschreibung auf Nutzungsrechte | -13.569 | -14.425 |
| Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten | -2.308 | -2.587 |
| Aufwand für Leasingverhältnisse von geringem Wert, bilanziert nach IFRS 16.6 | -359 | -468 |
| Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse, bilanziert nach IFRS 16.6 | -1.865 | -1.500 |
| Aufwand für variable Leasingzahlungen, nicht enthalten in der Leasingverbindlichkeit | -18 | -69 |
| Erträge aus Unterleasing von Nutzungsrechten | 128 | 141 |
| Erfolgswirksam erfasste Beträge | -17.991 | -18.908 |
Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen im Geschäftsjahr 2024 18.402 TEUR (Vorjahr: 17.388 TEUR).
Bei den für Leasingaktivitäten ausgewiesenen Nutzungsrechten handelt es sich im Wesentlichen um Mieten für verschiedene Büro-, Produktions- und Lagergebäude, Grundstücke sowie Dienstfahrzeuge. Die Vertragslaufzeiten sind abhängig vom zugrunde liegenden Nutzungsrecht und enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Die Leasingzahlungen für solche Optionen sind in der Leasingverbindlichkeit enthalten, sofern eine Verlängerung hinreichend sicher ist oder eine Ausübung des Kündigungsrechts unwahrscheinlich ist.
Die möglichen zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse aus nicht berücksichtigten Verlängerungsoptionen in den nächsten fünf bzw. zehn Jahren beziehen sich auf Optionen bei Grundstücks- und Gebäudemieten.
| 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
|---|---|---|
| Bis 5 Jahre | 5.165 | 5.233 |
| Bis 10 Jahre | 10.882 | 9.276 |
Die Ausübung der Verlängerungsoptionen ist zum 31. Dezember 2024 nicht hinreichend sicher.
Es gibt keine wesentlichen Restwertgarantien oder Beschränkungen bei Nutzungsrechten aus Leasingverträgen.
Der Kreis der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in der Beteiligungsübersicht dargestellt.
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 57.768 |
62.362 |
| Kapitalerhöhung 100 |
225 |
| Anteilige Periodenergebnisse 14.931 |
18.007 |
| Dividenden -6.282 |
-6.394 |
| Währungsumrechnung -4.155 |
-2.898 |
| Stand 31.12. 62.362 |
71.303 |
Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern wesentlich sind, enthalten die nachfolgenden Tabellen, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 Prozent und nicht auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.
| Palfinger France S.A.S. | Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd.1) |
|||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
| Umsatzerlöse Gesamtergebnis |
227.211 | 248.637 | 50.091 | 38.733 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 11.502 | 15.511 | 137 | -1.035 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | - | - | -2.670 | 1.696 |
| 11.502 | 15.511 | -2.533 | 662 |
| Palfinger France S.A.S. | Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd.1) |
|||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
| Langfristige Vermögenswerte | 12.654 | 15.486 | 15.981 | 13.089 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 141.471 | 153.155 | 56.688 | 52.052 |
| Langfristige Schulden | 8.097 | 17.497 | -79 | -24 |
| Kurzfristige Schulden | 86.710 | 83.842 | 32.853 | 24.004 |
| Nettovermögen | 59.318 | 67.302 | 39.895 | 41.161 |
| Sany Palfinger SPV | ||||
|---|---|---|---|---|
| Palfinger France S.A.S. | Equipment Co., Ltd.1) | |||
| in TEUR | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 |
| Eigentumsanteil/Stimmrechte | 49% | 49% | 50% | 50% |
| Buchwert 1.1. | 22.766 | 23.604 | 21.198 | 19.931 |
| Wertminderung | - | - | - | - |
| Anteilige Periodenergebnisse | 5.636 | 7.600 | 68 | -210 |
| Währungsumrechnung | - | - | -1.335 | 848 |
| Dividenden | -4.798 | -4.144 | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | - |
| Buchwert 31.12. | 23.604 | 27.060 | 19.931 | 20.569 |
| davon Firmenwert | - | - | - | - |
| davon "Downstream"-Verkäufe | -4.547 | -4.766 | -20 | -13 |
| davon anteiliges Nettovermögen | 28.151 | 31.826 | 19.951 | 20.582 |
1) Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag liquide Mittel von 13,165 TEUR (Vorjahr: 10,182 TEUR) und keine finanziellen Schulden sowie im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen von 1,049 TEUR (Vorjahr: 924 TEUR), Zinserträge von 118 TEUR (Vorjahr: 172 TEUR) und einen Steueraufwand von 94 TEUR (Vorjahr: 105 TEUR).
Die Palfinger France S.A.S. ist ein Händler für Produkte von PALFINGER in Frankreich. Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd. ist die Produktions- und Vertriebsgesellschaft in China.
Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern nicht wesentlich sind, enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.
| Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 |
| Buchwerte der Anteile | 11.190 | 12.146 | 7.637 | 11.528 |
| Gesamtergebnis | ||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 3.357 | 4.584 | 5.870 | 6.034 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | -1.901 | -1.603 | -919 | -2.143 |
| 1.456 | 2.981 | 4.951 | 3.891 |
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte – unterschiedliche Nutzungsdauern | 1.223 | 2.238 |
| Immaterielle Vermögenswerte – steuerlich abzugsfähiger Firmenwert | 556 | 64 |
| Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern | 1.050 | 979 |
| Sachanlagen – IFRS 16 Effekt | 75 | 65 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte – steuerlich offene Abwertungen Finanzanlagen | 12.007 | 6.280 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 9 | 7 |
| 14.920 | 9.633 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte – Zwischengewinneliminierung, steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten | 13.935 | 14.180 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – steuerliche Bewertungsunterschiede Wertberichtigungen | 2.451 | 3.832 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerlich offene Abfertigungszahlungen | 404 | 502 |
| 16.790 | 18.515 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten – Leasingverbindlichkeiten | 4.235 | 4.418 |
| Langfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Personalrückstellungen IAS 19 | 7.407 | 7.361 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 43 | 208 |
| 11.685 | 11.987 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten – im Wesentlichen Leasingfinanzierungen | 8.858 | 8.832 |
| Kurzfristige Rückstellungen – im Wesentlichen unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen | 2.536 | 3.166 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 4.934 | 8.638 |
| 16.328 | 20.636 | |
| Aktive latente Steuern | 59.723 | 60.771 |
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte – Unternehmenserwerbe, Entwicklungskosten | -26.225 | -29.273 |
| Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern | -8.809 | -8.254 |
| Sachanlagen – IFRS 16 Effekt | -12.302 | -12.219 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | -3.413 | -3.891 |
| -50.749 | -53.637 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte – steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten | -194 | -231 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Auftragsfertigung (POC) | -1.162 | -2.448 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerliche Bewertungsunterschiede | -2.435 | -1.778 |
| -3.791 | -4.457 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten – steuerliche Bewertungsunterschiede | - | - |
| Langfristige Rückstellungen | -759 | -793 |
| -759 | -793 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | - | - |
| Kurzfristige Rückstellungen – im Wesentlichen unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen | -573 | -588 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -506 | -1.460 |
| -1.079 | -2.048 | |
| Passive latente Steuern | -56.378 | -60.936 |
| in TEUR 31.12.2023 |
31.12.2024 |
|---|---|
| Aktive latente Steuern 59.723 |
60.771 |
| Passive latente Steuern -56.378 |
-60.936 |
| Wertberichtigung auf latente Steuern (temporäre Differenzen) -4.387 |
-142 |
| Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 15.034 |
21.593 |
| Latente Steuern 13.992 |
21.286 |
| davon bilanzierte aktive latente Steuern 20.030 |
33.048 |
| davon bilanzierte passive latente Steuern -6.038 |
-11.762 |
Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 anzuwendende österreichische Körperschaftssteuerrecht sieht einen gesetzlichen Steuersatz von 23 Prozent vor. Daher werden latente Steuern inländischer Gesellschaften zum 31. Dezember 2024 mit einem Gesamtsteuersatz von 23 Prozent bewertet. Die für ausländische Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragssteuersätze liegen zwischen 7,70 Prozent und 35,96 Prozent.
Die vorübergehende, verpflichtende Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern aus der Mindestbesteuerung (Pillar II) wird angewendet. Sie wird als laufende Einkommensteuer gebucht, wenn sie anfällt.
Der in der Gesamtergebnisrechnung (Gewinn-und-Verlust-Rechnung bzw. sonstigem Ergebnis) erfasste latente Steueraufwand/-ertrag nach IAS 12.81 g) ii) ermittelt sich wie folgt:
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 14.816 |
13.992 |
| Belastet/Gutgeschrieben | |
| dem Gewinn oder Verlust -2.458 |
8.656 |
| dem sonstigen Ergebnis 1.631 |
-1.305 |
| direkt dem Eigenkapital 3 |
-57 |
| Erwerb eines Tochterunternehmens (Erstkonsolidierung) - |
- |
| Stand 31.12. 13.992 |
21.286 |
Die steuerlichen Verlustvorträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Nicht aktivierte Verlustvorträge | Aktivierte Verlustvorträge | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
| Ein Jahr | 3.791 | 6.542 | - | - |
| Zwei Jahre | 7.684 | 5.903 | 272 | - |
| Drei Jahre | 10.813 | 5.357 | 417 | - |
| Vier Jahre | 11.043 | 11.538 | 509 | - |
| Fünf Jahre | 22.092 | 8.042 | 304 | - |
| Mehr als fünf Jahre | 33.661 | 33.523 | - | 7.742 |
| Verfallbare Verlustvorträge | 89.084 | 70.905 | 1.502 | 7.742 |
| Unverfallbare Verlustvorträge | 141.400 | 178.086 | 60.565 | 82.448 |
| 230.484 | 248.991 | 62.067 | 90.190 |
Im Konzern werden für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 248.991 TEUR (Vorjahr: 230.484 TEUR) keine darauf entfallenden aktiven latenten Steuern in Höhe von 59.598 TEUR (Vorjahr: 56.356 TEUR) angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist. Davon entfallen im Wesentlichen nicht aktivierte latente Steuern auf die Steuergruppe in Österreich mit 16.730 TEUR (Vorjahr: 2.530 TEUR), die Steuergruppe in den USA mit 14.527 TEUR (Vorjahr: 21.308 TEUR), die von der Steuerkonsolidierung in Norwegen umfassten Gesellschaften mit 4.721 TEUR (Vorjahr: 8.929 TEUR) und die niederländischen Gesellschaften mit 15.460 TEUR (Vorjahr: 14.643 TEUR). Substanzielle Hinweise über ein ausreichend zu versteuerndes Einkommen in Folge von Verlusten in den vorangegangenen Geschäftsjahren können zum Abschlussstichtag nicht mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden.
Für temporäre Differenzen in Höhe von 820.450 TEUR (Vorjahr: 735.241 TEUR) aus Beteiligungen an Tochterunternehmen und Joint Ventures bestehen zum 31. Dezember 2024 latente Steuerschulden in Höhe von 143.839 TEUR (Vorjahr: 129.161 TEUR). Dafür werden gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet, da PALFINGER in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf zu steuern und sich in absehbarer Zeit diese temporären Differenzen nicht auflösen werden.
Die Aktivierung latenter Steuern in Höhe von 14.297 TEUR (Vorjahr: 115 TEUR) auf Verlustvorträge und Zinsvorträge von insgesamt 62.382 TEUR (Vorjahr: 409 TEUR) erfolgt in Höhe der zu versteuernden temporären Differenzen, die in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde und das gleiche Steuersubjekt vorliegen. Die daraus entstehenden zukünftigen steuerpflichtigen Einkommen können voraussichtlich mit Verlust- oder Zinsvorträgen verrechnet werden. Für alle anderen aktivierten latenten Steuern auf Verlust- und Zinsvorträge ist aufgrund der in der Zukunft durch Planungsrechnungen prognostizierten zu versteuernden Ergebnissen davon auszugehen, dass diese Verlust- und Zinsvorträge vor deren Verfall genutzt werden können.
Für steuerliche Verluste in Höhe von 27.807 TEUR (Vorjahr 61.656 TEUR) und temporäre Differenzen werden latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 7.296 TEUR (Vorjahr: 14.919 TEUR) aktiviert, ohne dass diesen passive latente Steuern in entsprechender Höhe gegenüberstehen. Die betroffenen Gesellschaften erwarten nach Verlusten im aktuellen Geschäftsjahr oder im Vorjahr in Zukunft positive steuerliche Einkünfte. PALFINGER geht davon aus, dass die zukünftigen steuerpflichtigen Einkünfte der Gesellschaften ausreichen werden, um diese aktiven latenten Steuern wahrscheinlich realisieren zu können. Davon entfallen latente Steuern in Höhe von 2.700 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf die Steuergruppe in den USA, 2.075 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf die von der norwegischen Steuerkonsolidierung erfassten Gesellschaften und 2.454 TEUR (Vorjahr: 2.417 TEUR) auf Verlustvorträge in Brasilien, da auf Grundlage von Planungsrechnungen mit ausreichend positiv zu versteuerndem Einkommen zu rechnen ist und in vorangegangenen Besteuerungszeiträumen bereits steuerliche Gewinne erzielt wurden.
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Ausleihungen | 2.234 | 2.905 |
| Wertpapiere | 2.329 | 1.818 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 33 | - |
| Sonstige Beteiligungen | 176 | 174 |
| Zinsswaps aus dem CF Hedge | 533 | - |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.304 | 4.897 |
Die Wertpapiere bestehen aus Anteilen an Investmentfonds und Schuldverschreibungen zur gesetzlich verpflichtenden Absicherung der Personalrückstellungen.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR 31.12.2023 |
31.12.2024 |
|---|---|
| Rückdeckungswerte und sonstige Forderungen 3.977 |
3.537 |
| Aufwandsabgrenzungen 657 |
585 |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 4 |
4 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte 4.639 |
4.126 |
Rückdeckungswerte betreffen unter anderem Rückkaufsrechte für Lebensversicherungen, die die Voraussetzungen für eine Saldierung mit der Rückstellung für Pensionen gemäß IAS 19 nicht erfüllen.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 244.948 | 253.412 |
| Unfertige Erzeugnisse | 210.479 | 201.952 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 155.204 | 157.187 |
| Geleistete Anzahlungen | 9.232 | 9.420 |
| Vorräte | 619.862 | 621.971 |
Vorräte in Höhe von 408 TEUR (Vorjahr: 614 TEUR) sind zum Nettoveräußerungswert bewertet.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 12.521 TEUR (Vorjahr: 6.309 TEUR) und Aufholungen von Wertminderungen aus Obsoletbewertungen auf Vorräte in Höhe von 1.053 TEUR (Vorjahr: 1.888 TEUR) vorgenommen und in den Umsatzkosten ausgewiesen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften | 17.246 | 22.685 |
| Abgerechnete Forderungen | 318.862 | 251.089 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögen aus Kundenverträgen | 336.108 | 273.774 |
Seit 2014 besteht ein Factoring-Vertrag von der PALFINGER AG bzw. von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der PALFINGER Gruppe mit einem inländischen Kreditinstitut. Dieser Vertrag wurde 2019 um ausgewählte spanische, portugiesische und rumänische Tochtergesellschaften und im Jahr 2022 um die französische Tochtergesellschaft erweitert. Das europäische Factoring-Programm wurde im Jahr 2020 durch ein vergleichbares Programm in Nordamerika erweitert, in welches vier amerikanische und eine kanadische Gesellschaft integriert sind. Zur Umsetzung des amerikanischen Programms wurde eine österreichische Kreditinstitutsgruppe mandatiert. Im Rahmen des Factoring-Vertrags werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 110.000 TEUR (Vorjahr: 110.000 TEUR) bzw. 50.000 TUSD (Vorjahr: 50.000 TUSD) verkauft. Die in Zusammenhang mit dem bestehenden Factoring-Vertrag verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 109.221 TEUR (Vorjahr: 123.104 TEUR). Die Forderungen wurden nicht vollständig ausgebucht, da alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden. Die Beurteilung der aus den verkauften Forderungen resultierenden Risiken basiert grundsätzlich auf dem Ausfallsrisiko und dem Spätzahlungsrisiko. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt PALFINGER weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingten Ausfällen. PALFINGER bilanziert die verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin in Höhe ihres anhaltenden Engagements in Höhe von 2.820 TEUR (Vorjahr: 3.165 TEUR) und passiviert eine korrespondierende, als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene verbundene Verbindlichkeit in Höher von 2.820 TEUR (Vorjahr: 3.165 TEUR).
Die aufwandswirksame Erfassung des erwarteten Verlustes stellt im Wesentlichen die Ergebniswirksamkeit der Berichtsperiode dar.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gemäß IFRS 15 in Höhe von 250.921 TEUR (Vorjahr: 318.173 TEUR).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben üblicherweise Zahlungsziele von bis zu 120 Tagen, bei Vertragsvermögen aus Kundenverträgen bestehen üblicherweise Zahlungspläne mit Meilensteinzahlungen. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften, die gemäß IFRS 15 der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung unterliegen, werden aufgrund der Vorschriften von IFRS 15 separat unter dem Posten "Vertragsvermögen aus Kundenverträgen" in der Bilanz ausgewiesen.
PALFINGER wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen. Demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen.
Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst. Die Vertragsvermögenswerte betreffen noch nicht fakturierte laufende Arbeiten und weisen im Wesentlichen die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. PALFINGER geht daher davon aus, dass die erwarteten Verlustquoten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen angemessenen Näherungswert der Verlustquoten für Vertragsvermögenswerte darstellen.
Die Entwicklung der Vertragsvermögenswerte aus Kundenverträgen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 36.250 |
17.342 |
| Zugang aufgrund PoC-Fortschritt 52.153 |
70.574 |
| Teilabrechnungen -70.076 |
-63.631 |
| Kumulierte Anpassung - |
-181 |
| Umbuchung als zur Veräußerung gehalten - |
-805 |
| Währungsumrechnung -985 |
-194 |
| Stand 31.12. 17.342 |
23.105 |
| Erfasste Wertminderung -96 |
-420 |
| Vertragsvermögenswerte inkl. Wertminderungen 17.246 |
22.685 |
Dem Risiko aus erwarteten Verlusten wird durch eine Wertberichtigung in Höhe von 17.460 TEUR (Vorjahr: 17.812 TEUR) Rechnung getragen. Die Wertberichtigung betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögen aus Kundenverträgen. Die Entwicklung der Wertberichtigung stellt sich wie folgt dar:
| Einzelwertberichtigung | Standardisierte Einzelwertberichtigung |
|||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 |
| Stand 1.1. | 7.643 | 10.101 | 6.445 | 7.711 |
| Dotierung | 4.210 | 2.414 | 4.834 | 4.130 |
| Verbrauch | -1.057 | -344 | -154 | -439 |
| Auflösung | -351 | -199 | -2.928 | -3.756 |
| Umgliederung | -3 | 117 | 3 | -117 |
| Umgliederung IFRS 5 | - | - | - | -1.656 |
| Währungsumrechnung | -341 | -250 | -489 | -252 |
| Stand 31.12. | 10.101 | 11.839 | 7.711 | 5.621 |
Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente | 5.716 | 1.085 |
| Sonstige Finanzierungsforderungen | 87 | 39 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.803 | 1.124 |
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern | 36.546 | 30.282 |
| Sonstige Forderungen | 29.200 | 27.511 |
| Aufwandsabgrenzungen und Entschädigungsleistungen | 17.950 | 18.129 |
| Forderungen gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen | 101 | 82 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 83.797 | 76.004 |
Die sonstigen Forderungen enthalten unter anderem Forderungen gegenüber dem Factor aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (38)) sowie Forderungen gegenüber öffentlichen Stellen.
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln und setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Kassenbestände | 267 | 124 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 76.271 | 131.679 |
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 76.538 | 131.803 |
Zum 31. Dezember 2024 bestehen Verfügungsbeschränkungen über Finanzmittel in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR).
Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 37.593.258 ) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.
Die Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien stellt sich wie folgt dar:
| Stück | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 34.766.742 | 34.766.742 |
| Erwerb eigener Anteile | - | - |
| Stand 31.12. | 34.766.742 | 34.766.742 |
Die Kapitalrücklagen betreffen gebundene und ungebundene Kapitalrücklagen.
Zum 31. Dezember 2024 beträgt der Bestand an eigenen Aktien 2.826.516 Stück (Vorjahr: 2.826.516 Stück).
Der Vorstand wurde durch die ordentliche Hauptversammlung vom 7. April 2021 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab 20. September 2021 sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 10 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 100 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Falle des außerbörslichen Erwerbs kann dieser auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts durchgeführt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionärinnen und Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Im Ausgleichsposten sind sowohl die Währungsumrechnung der vollkonsolidierten Gesellschaften, als auch jene der atequity konsolidierten Unternehmen enthalten. Die Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung nach Währungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| AED | -436 | 819 |
| BRL | 2.527 | -6.764 |
| NOK | 877 | -1.847 |
| CNY | -1.633 | 956 |
| RUB | -25.655 | -18.985 |
| SEK | 84 | -1.061 |
| USD | -4.650 | 9.601 |
| Sonstige | -6.746 | 1.680 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | -35.632 | -15.601 |
Das Ergebnis je Aktie berechnet sich in Übereinstimmung mit IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. Der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 34.766.742 Stück (Vorjahr: 34.766.742 Stück).
Auf Basis des Konzernergebnisses von 100.018 TEUR (Vorjahr: 107.673 TEUR) beläuft sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 2,88 EUR (Vorjahr: 3,10 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
An die Aktionäre der PALFINGER AG wurden folgende Dividenden beschlossen und bezahlt:
| in TEUR | Gesamt in TEUR |
Anzahl der Aktien |
Dividende je Aktie |
|---|---|---|---|
| Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2023 (Hauptversammlung am 10. April 2024) | 36.505 34.766.742 | 1,05 | |
| Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2022 (Hauptversammlung am 30. März 2023) | 26.770 34.766.742 | 0,77 |
Die Verteilung des Bilanzgewinns 2024 im Jahresabschluss der PALFINGER AG nach öUGB ist wie folgt:
| in TEUR | |
|---|---|
| Jahresüberschuss 2024 der PALFINGER AG | 81.259 |
| Gewinnvortrag aus 2023 | 165.710 |
| Bilanzgewinn gesamt | 246.969 |
| Vorgeschlagene Dividende (0,9 EUR je Aktie) | -31.290 |
| Verbleibender Bilanzgewinn | 215.679 |
Der Vorschlag für die Dividende erfolgt vom Vorstand und Aufsichtsrat an die Hauptversammlung am 3. April 2025 in Höhe von 0,90 EUR je dividenberechtigter Aktie.
Die Bewertungsrücklagen gemäß IFRS 9 enthalten wie im Vorjahr nur Rücklagen aus Cashflow Hedges und umfassen Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus einem Sicherungsgeschäft wird erst dann in die Gewinn- und Verlust-Rechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst. Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage stellt sich wie folgt dar (Positionen nach Steuern):
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 5.069 |
1.590 |
| Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) | |
| Zinsswaps 5.475 |
315 |
| Devisentermingeschäfte -10.594 |
-1.589 |
| -5.119 | -1.274 |
| Veränderung der realisierten Gewinne (–)/Verluste (+) | |
| Zinsswaps -1.755 |
-2.658 |
| Devisentermingeschäfte 3.395 |
27 |
| 1.640 | -2.631 |
| Veränderung -3.479 |
-3.905 |
| Stand 31.12. 1.590 |
-2.315 |
Die nachstehende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen vor konzerninternen Eliminierungen zu jedem Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss:
| Andrés N. Bertotto | EPSILON | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | (Hidro-Grubert) | Kran GmbH | Nimet Srl | PM Gruppe |
| Reinvermögen | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 1.832 | 22.531 | 53.273 | 26.654 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 7.868 | 79.846 | 38.547 | 41.044 |
| Langfristige Schulden | 14 | 870 | 1.646 | 1.982 |
| Kurzfristige Schulden | 7.619 | 55.585 | 17.474 | 9.228 |
| 2.067 | 45.922 | 72.700 | 56.488 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | ||||
| Eigentumsanteil/Stimmrechte | 30% | 35% | 40% | 25% |
| Buchwert | 325 | 17.653 | 28.663 | 12.731 |
| in TEUR | Andrés N. Bertotto (Hidro-Grubert) |
EPSILON Kran GmbH |
Nimet Srl | PM Gruppe |
|---|---|---|---|---|
| Reinvermögen | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 3.700 | 21.964 | 63.581 | 30.623 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 16.080 | 69.295 | 32.073 | 34.200 |
| Langfristige Schulden | 11 | 952 | 1.290 | 1.522 |
| Kurzfristige Schulden | 15.554 | 56.514 | 22.918 | 8.565 |
| 4.215 | 33.793 | 71.447 | 54.736 | |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | ||||
| Eigentumsanteil/Stimmrechte | 30% | 35% | 40% | 25% |
| Buchwert | 971 | 12.373 | 28.161 | 12.513 |
| in TEUR | Andrés N. Bertotto | EPSILON | ||
|---|---|---|---|---|
| (Hidro-Grubert) | Kran GmbH | Nimet Srl | PM Gruppe | |
| Cashflow | ||||
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 8.091 | 37.019 | 16.272 | 3.602 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | -3.258 | -20.779 | -6.483 | -9.384 |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | -517 | -16.240 | -9.477 | 6.953 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | ||||
| Anteiliger Gewinn/Verlust | 836 | 12.808 | 4.141 | 1.541 |
| Anteiliges sonstiges Ergebnis | -2.292 | 2 | -130 | -3.398 |
| Dividenden | 150 | 8.945 | 4.303 | - |
| in TEUR | Andrés N. Bertotto (Hidro-Grubert) |
EPSILON Kran GmbH |
Nimet Srl | PM Gruppe |
|---|---|---|---|---|
| Cashflow | ||||
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 1.401 | 28.570 | 10.986 | 5.035 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | -2.303 | 4.583 | -11.111 | -13.652 |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | -5 | -33.153 | -371 | 55 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | ||||
| Anteiliger Gewinn/Verlust | 767 | 7.443 | 818 | 2.061 |
| Anteiliges sonstiges Ergebnis | -120 | -4 | 8 | -2.279 |
| Dividenden | - | 12.719 | 1.328 | - |
Das Reinvermögen der EPSILON Kran GmbH ist dahingehend beschränkt, dass eine Anteilsübertragung nur mit Zustimmung des Minderheitsgesellschafters erfolgen darf und von der bestehenden Vereinbarung hinsichtlich einer linearen Maximalausschüttung in Bezug auf die Eigenkapitalquote nur im Einvernehmen abgewichen werden darf.
Bei der PM Gruppe und den restlichen nicht wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss bestehen ebenfalls Ausschüttungsvereinbarungen bzw. können Ausschüttungen nur im Einvernehmen mit den Minderheitsgesellschaftern beschlossen werden.
| in TEUR | 31.12.2023 | Restlaufzeiten |
|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 77.000 | 1 - 4 Jahre |
| Schuldscheindarlehen ESG-linked | 154.000 | 3 - 7 Jahre |
| Beteiligungsfinanzierungen und bilaterale Darlehen | 51.930 | 2 - 5 Jahre |
| ESG Darlehen (sustainability linked loan) | 280.000 | 3 - 5 Jahre |
| Leasingverbindlichkeiten | 43.203 | 1 - 25 Jahre |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.229 | - |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 607.362 |
| in TEUR | 31.12.2024 | Restlaufzeiten |
|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 48.000 | 1 - 3 Jahre |
| Schuldscheindarlehen ESG-linked | 314.000 | 2 - 6 Jahre |
| Beteiligungsfinanzierungen und bilaterale Darlehen | 5.198 | 1 - 4 Jahre |
| ESG Darlehen (sustainability linked loan) | 280.000 | 2 - 4 Jahre |
| Leasingverbindlichkeiten | 42.098 | 1 - 25 Jahre |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.737 | - |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 692.033 |
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen | 122.511 | 35.024 |
| Beteiligungsfinanzierungen und bilaterale Darlehen | 2.819 | 50.943 |
| Leasingverbindlichkeiten | 13.708 | 15.409 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 9.152 | 6.661 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 148.190 | 108.037 |
Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten eine Verbindlichkeit in Höhe 2.820 TEUR (Vorjahr: 3.165 TEUR) für das anhaltende Engagement aus dem Factoring und die Verbindlichkeiten aus den passivseitigen Derivaten in Höhe 2.740 TEUR (Vorjahr: 642 TEUR).
Für mehr Informationen über PALFINGER Darlehen siehe dazu die Ausführungen Cash- und Liquiditätsmanagement S.34.
Der durchschnittliche Zinssatz stellt die Zinsbelastung zum 31. Dezember 2024 nach Berücksichtigung von Zinssicherungen in Prozent bezogen auf den Buchwert der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2024 dar und beträgt 3,76 Prozent (Vorjahr: 3,85 Prozent).
Die Entwicklung der Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 14.238 |
1.759 |
| Dotierung - |
- |
| Auflösung -511 |
-641 |
| Zinseffekt 280 |
126 |
| Tilgung -12.451 |
-60 |
| Abgang -438 |
- |
| Zugang 641 |
- |
| Stand 31.12. 1.759 |
1.184 |
Es bestehen bedingte Gegenleistungen für die Minderheitsakquisition von Palfinger Portugal (Palfinger comércio e aluguer de máquinas, S.A.). Der Auszahlungsbetrag hängt von zukünftigen Ergebnissen vor Zinsen und Steuern der Einheit ab und wird 2025 getilgt. Die Kaufpreisverbindlichkeit für Iberica in Höhe von 641 TEUR wurde 2024 vollständig aufgelöst. Bei Equipdraulic besteht zudem eine gestundete Kaufpreisforderung, die bis 2026 bezahlt wird.
Der Buchwert zum Stichtag beträgt 120 TEUR für Equipdraulic (Vorjahr: 180 TEUR), 0 TEUR für den nachträglichen Kaufpreis für Palfinger Iberica (Vorjahr: 641 TEUR) und 1.040 TEUR für Palfinger Portugal (Vorjahr: 915 TEUR).
Für die Level-3-Buchwerte wurden folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte angewandt:
| Kaufpreisverbindlichkeiten | Bewertungsverfahren | Inputfaktoren | |
|---|---|---|---|
| Minderheiten Palfinger Portugal | Discounted-Cashflow-Methode | Risikoadäquater Zinssatz, Ergebnisse der | |
| Unternehmensplanung in EUR |
Sensitivitätsanalyse für bedeutende Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2023 und 2024:
| bei Anstieg | bei Verringerung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Änderung der Annahme |
2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| Zinssatz | +/- 1 % | -12 | -5 | 12 | 5 | |
| Prognostiziertes EBIT | +/- 10% | - | - | - | - |
Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Rückstellung für Pensionen | 7.872 | 7.574 |
| Rückstellung für Abfertigungen | 25.324 | 26.380 |
| Rückstellung für Jubiläumsgelder | 8.627 | 9.607 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 562 | 584 |
| Langfristige Rückstellungen | 42.384 | 44.146 |
Aufgrund von einzelvertraglichen Regelungen besteht für PALFINGER AG die Verpflichtung, einigen Mitarbeitenden ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Die Höhe dieser Pension wird nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt bemessen.
Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:
| Pensionsantrittsalter | Zinssatz (p.a.) | Pensionserhöhungen (p.a.) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| Deutschland | 65-67 Jahre | 65-67 Jahre | 3,49% - 3,91% | 2,81% - 3,28% | 1,50% - 3,00% | 1,50% - 3,00% |
| Frankreich | 65 Jahre | 65 Jahre | 3,80% | 3,25% | 4,30% | 2,8% |
| Österreich | 65 Jahre | 65 Jahre | 3,65% - 3,94% | 3,10% - 3,33% | 2024: 5,00% | 1,7% |
| 2025+: 1,70% |
Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten Marktverhältnisse.
Zum 31. Dezember 2024 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Pensionszusagen 10,19 Jahre (Vorjahr: 10,49 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2025 werden Beiträge in die Verpflichtungen aus Pensionen in Höhe von 106 TEUR (Vorjahr: 151 TEUR) erwartet.
Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgt zum 31. Dezember 2024 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach IAS 19. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.
Als rechnerisches Pensionsalter in Österreich wird das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wird das rechnerische Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung werden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2018-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.
Als rechnerisches Pensionsalter in Deutschland wird das frühest mögliche Pensionsalter der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde gelegt; es kommen die Richttafeln 2018 G zur Anwendung.
Da die Pensionsverpflichtungen an den Verbraucherpreisindex angepasst werden, sind die Pensionspläne dem Inflationsrisiko ausgesetzt. Zudem bestehen Zinsrisiken und Risiken aufgrund der Veränderungen der Lebenserwartung für Pensionisten. Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt, wodurch ein geringes Kontrahentenrisiko gegenüber Versicherungsgesellschaften besteht.
Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Kündigung sowie regelmäßig bei Pensionsantritt an Mitarbeitende bezahlt werden müssen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Die Rückstellungen für Abfertigungen werden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab.
| Zinssatz (p.a.) | Gehaltssteigerungen (p.a.) | Fluktuationsabschlag (p.a.) | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | |
| Österreich | 3,65% - 3,88% | 3,04% - 3,28% | 2024: 5,00%; | 3,00% | dienstaltersbez. | dienstaltersbez. |
| Slowenien | 3,91% | 3,31% | 2025+: 3,00% 2024: 5,00%; |
3,00% | 0,27% bis 0,60% 2,00% |
0,26% bis 0,70% 2,00% |
| 2025+: 3,00% | ||||||
| Bulgarien | 3,54% - 3,97% | 2,97% - 3,37% | 2024: 5,00% - | 2025: 4,00% - | altersbez. 2,00% - | altersbez. 2,00% - |
| 7,80%; | 5,00%; | 18,00% | 18,00% | |||
| 2025+: 5,00% | 2026+: 3,00% - | |||||
| 5,00% | ||||||
| VAE und Katar | 4,60% - 5,40% | 5,20% | 2,00% - 3,00% | 3,00% | dienstaltersbez. | dienstaltersbez. |
| 5,00% bis 10,00% | 5,00% bis 10,00% |
Die Bewertung erfolgt unter Zugrundelegung folgender Parameter:
Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten Marktverhältnisse.
Zum 31. Dezember 2024 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Abfertigungen 9,99 Jahre (Vorjahr: 10,16 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2024 werden Beiträge in die Verpflichtungen aus Abfertigungen in Höhe von 1.182 TEUR (Vorjahr: 1.219 TEUR) erwartet.
Mitarbeitende, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf eine Abfertigung: wenn das Dienstverhältnis ununterbrochen drei Jahre gedauert hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber sowie bei vorzeitigem Austritt aus einem wichtigen Grund; und bei Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters, wenn das Dienstverhältnis mindestens ununterbrochen zehn Jahre gedauert hat. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses.
Bei Mitarbeitende in Österreich, deren Dienstverhältnis ab dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst und belaufen sich auf 1,53 Prozent der Bezüge.
Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen stellen sich wie folgt dar:
| Pensionen | Abfertigungen | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
| Nettobarwert der Verpflichtung | 8.674 | 8.371 | 25.324 | 26.380 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -802 | -797 | - | - |
| Rückstellung | 7.872 | 7.574 | 25.324 | 26.380 |
| Pensionen | Abfertigungen | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 |
| Nettobarwert der Verpflichtung per 1.1. | 8.897 | 8.674 | 26.848 | 25.324 |
| Dienstzeitaufwand | 143 | 224 | 1.392 | 1.819 |
| Zinsaufwand | 270 | 307 | 778 | 948 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen | -158 | -361 | 135 | 1.212 |
| Tatsächliche Zahlungen | -452 | -472 | -3.597 | -2.635 |
| Abgeltungen | -20 | 4 | -177 | -17 |
| Umbuchung als zur Veräußerung gehalten | - | - | - | -349 |
| Währungsumrechnung | -6 | -5 | -55 | 78 |
| Nettobarwert der Verpflichtung per 31.12. | 8.674 | 8.371 | 25.324 | 26.380 |
Das Planvermögen besteht aus einem Pensionsfonds bei einer namhaften Versicherungsgesellschaft.
| in TEUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 1.1. | 802 | 802 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 22 | 26 |
| Gewinne (+)/Verluste (-) aus Neubewertungen | -14 | -26 |
| Währungsumrechnung | -8 | -5 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 31.12. | 797 |
Der tatsächliche Ertrag belief sich auf 0 TEUR (Vorjahr: 8 TEUR).
Die Netto-Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen aus Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:
| Pensionen | Abfertigungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 | 1–12 2023 | 1–12 2024 | |
| Personalaufwendungen | |||||
| Dienstzeitaufwand | -143 | -224 | -1.392 | -1.819 | |
| Zinsaufwendungen | |||||
| Zinsaufwand | -248 | -281 | -778 | -948 | |
| Netto-Aufwendungen | -391 | -505 | -2.170 | -2.767 |
Die Neubewertungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Pensionen | Abfertigungen | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1-12 2023 | 1-12 2024 | 1-12 2023 | 1-12 2024 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen | 4 | -123 | 897 | -183 |
| Veränderung demografischer Annahmen | - | - | 124 | 46 |
| Veränderung finanzieller Annahmen | -162 | -238 | -886 | 1.349 |
| Erträge aus Planvermögen | 14 | 27 | - | - |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen | -144 | -334 | 135 | 1.212 |
Realistische Änderungen der folgenden, für die Berechnung des Pensions- und Abfertigungsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche als wesentlich erachteten versicherungsmathematischen Parameter zum Berichtszeitpunkt bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter würden zu folgenden Veränderungen des Nettobarwerts der Verpflichtung führen:
| Pensionen | Abfertigungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| +1% | – 1% | +1% | – 1% | |||||
| in TEUR | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 |
| Zinssatz | -804 | -782 | 951 | 827 | -2.272 | -2.319 | 2.639 | 2.682 |
| Pensionserhöhungen/Gehaltssteigerung | 885 | 774 | -768 | -755 | 2.536 | 2.560 | -2.228 | -2.259 |
Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund der kollektivvertraglichen Regelungen bzw. der Betriebsvereinbarungen bestehen, wird unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen wie bei der Rückstellung für Abfertigungen vorgesorgt.
Die Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 7.879 | 8.627 |
| Dotierung | 933 | 1.144 |
| Zinseffekt | 232 | 301 |
| Verbrauch | -417 | -465 |
| Stand 31.12. | 8.627 | 9.607 |
Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2023 | 2024 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 531 | 562 |
| Dotierung | 366 | 301 |
| Zinseffekt | 17 | - |
| Verbrauch | -235 | -281 |
| Auflösung | -93 | - |
| Umgliederung | - | - |
| Währungsumrechnung | -24 | 2 |
| Stand 31.12. | 562 | 584 |
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sowie Abgrenzungsposten.
Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| Garantie- und Gewährleistungsrückstellung |
Sonstige kurzfristige Rückstellungen |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | ||
| Stand 1.1. | 20.907 | 27.770 | 13.691 | 16.630 | ||
| Dotierung | 12.051 | 5.624 | 20.637 | 20.012 | ||
| Verbrauch | -5.293 | -5.885 | -16.613 | -18.386 | ||
| Auflösung | - | -13 | -955 | -84 | ||
| Währungsumrechnung | 105 | 247 | -130 | 129 | ||
| Stand 31.12. | 27.770 | 27.743 | 16.630 | 18.301 |
Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Mitarbeitende in Höhe von 3.290 TEUR (Vorjahr: 1.722 TEUR). Diese umfassen vor allem Verpflichtungen für medizinische Versorgung der Mitarbeitenden in den USA und kurzfristige Abfertigungsansprüche.
Zudem enthalten die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen Drohverlustrückstellungen für erwartete Verluste aus Kundenverträgen in Höhe von 3.920 TEUR (Vorjahr: 6.577 TEUR).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 240.999 | 210.173 |
| Verbindlichkeiten gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen | 909 | 2.231 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 75.585 | 68.289 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern | 40.847 | 37.834 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 47.521 | 69.367 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 405.862 | 387.894 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitenden in Höhe von 68.289 TEUR (Vorjahr: 75.585 TEUR) beinhalten Abgrenzungen für nicht konsumierte Urlaube, Leistungsprämien und Zeitausgleichsguthaben sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsaufwendungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt 69.367 TEUR (Vorjahr: 47.521 TEUR) betreffen kreditorische Debitoren, Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor aus Zahlungseingängen für verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (38)) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten.
Seit 2017 hat PALFINGER bei einzelnen Lieferanten ein Reverse-Factoring-Programm zur Finanzierung ihrer Forderungen gegenüber PALFINGER. Die Lieferanten dürfen dabei Vertragsbanken mit vorzeitigen Bezahlungen der Forderungen beauftragen.
PALFINGER hat Vereinbarungen zu folgenden Bedingungen getroffen:
Bei den Vereinbarungen wird PALFINGER nicht von der ursprünglichen Verpflichtung entbunden und es kommt aufgrund der quantitativen und qualitativen Prüfung zu keiner signifikanten Änderung der Vertragsbedingungen. Deshalb kommt es zu keiner Änderung im Ausweis in der Konzernbilanz. Die Verbindlichkeit wird weiterhin unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im operativen Cashflow ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2024 waren davon insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 36.671 TEUR (Vorjahr: 45.989 TEUR) betroffen.
Die Buchwerte zum Stichtag sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich:
| in TEUR | 31.12.2024 |
|---|---|
| Ausgewiesen unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten | 36.671 |
| davon haben Lieferanten als Zahlung erhalten | 30.080 |
| Ausgewiesen unter Finanzverbindlichkeiten | |
| davon haben Lieferanten als Zahlung erhalten | 0 |
Die Bandbreiten der Laufzeiten ergeben sich wie folgt:
| 2024 | |
|---|---|
| Verbindlichkeiten, die Teil der Vereinbarung sind | 90 bis 120 Tage |
| Vergleichbare Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die nicht Teil einer Vereinbarung sind | 30 bis 180 Tage |
In der Berichtsperiode der erstmaligen Anwendung der Änderungen zu Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen wurde von der Erleichterung Gebrauch gemacht (Änderungen an IAS 7 und IFRS 7), wobei Vergleichsperioden nicht angegeben wurden.
Unter den Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen werden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sowie Umsatzabgrenzungen ausgewiesen. Die Entwicklung der Vertragsverpflichtungen aus Kundenverträgen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 55.006 |
70.174 |
| Zugang 47.146 |
61.119 |
| Als Umsatz erfasst -24.144 |
-54.901 |
| Umbuchung als zur Veräußerung gehalten - |
-134 |
| Kumulierte Anpassungen -1.491 |
- |
| Währungsumrechnung -6.343 |
-2.486 |
| Stand 31.12. 70.174 |
73.772 |
Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IFRS 9 stellt sich wie folgt dar:
| Bewertung gem. IFRS 16 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kein Finanzinstrument/ | ||||
| Buchwert | Erfassung | |||
| in TEUR | 31.12.2023 | gem. IFRS 10 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.304 | - | - | |
| davon Level 1 Fair Value | ||||
| davon Level 2 Fair Value | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 318.862 | - | - | |
| davon Level 3 Fair Value | ||||
| Vertragsvermögenswerte aus Kundenverträgen | 17.246 | 17.246 | - | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.803 | - | - | |
| davon Level 2 Fair Value Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte |
83.797 | 54.894 | - | |
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 76.538 | - | ||
| Vermögenswerte | 507.549 | 72.140 | - | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne | - | - | - | |
| beherrschenden Einfluss | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 564.159 | - | ||
| davon Level 2 Fair Value | ||||
| Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus | 938 | - | - | |
| Unternehmenserwerben | ||||
| davon Level 3 Fair Value | ||||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 520 | 520 | - | |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 43.203 | 43.203 | ||
| Langfristige Vertragsverpflichtungen aus | 4.046 | 4.046 | ||
| Kundenverträgen | ||||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 134.482 | - | ||
| davon Level 2 Fair Value | ||||
| Kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus | 821 | - | - | |
| Unternehmenserwerben | ||||
| davon Level 3 Fair Value | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | 405.862 | 116.433 | - | |
| sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 13.708 | 13.708 | ||
| Kurzfristige Vertragsverpflichtungen aus | 66.127 | 66.127 | ||
| Kundenverträgen | ||||
| Schulden | 1.233.866 | 187.126 | 56.911 |
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | erfolgsneutral | Bewertung gem. IFRS 9 zum Fair Value erfolgswirksam |
||
|---|---|---|---|---|
| Financial Asset at Amortized Cost |
Financial Liabilities at Amortized Cost |
Hedging Derivatives /Fair value OCI |
At Fair Value through Profit or Loss / Other Derivatives |
Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2023 |
| 2.267 | 533 | 2.504 | 5.304 | |
| - | 2.329 | |||
| 533 | 176 | |||
| 134.217 | 184.645 | - | 318.862 | |
| 184.645 | - | |||
| - 86 |
- 2.703 |
- 3.014 |
5.803 | |
| 2.703 | 3.014 | |||
| 28.903 | - | - | 28.903 | |
| 76.538 | - | - | 76.538 | |
| 242.010 | 187.881 | 5.518 | 435.409 | |
| - | - | - | - | - |
| - | 564.159 | - | - | 564.159 |
| - | ||||
| - | 24 | - | 914 | 938 |
| 914 | ||||
| - | - | - | - | - |
| 43.203 | ||||
| - | 133.840 | - | 642 | 134.482 |
| - | 642 | |||
| - | 821 | - | - | 821 |
| - | ||||
| - | 289.429 | - | - | 289.429 |
| 13.708 | ||||
| - | 988.273 | - | 1.556 | 1.046.739 |
| Bewertung gem. IFRS 16 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kein Finanzinstrument/ | ||||
| Buchwert | Erfassung | |||
| in TEUR | 31.12.2024 | gem. IFRS 10 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 4.897 | - | - | |
| davon Level 1 Fair Value | ||||
| davon Level 2 Fair Value | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 251.089 | - | - | |
| davon Level 3 Fair Value | - | |||
| Vertragsvermögenswerte aus Kundenverträgen | 22.685 | 22.685 | - | |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.124 | - | - | |
| davon Level 2 Fair Value | ||||
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte | 76.004 | 48.815 | - | |
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 131.803 | - | ||
| Vermögenswerte | 487.602 | 71.500 | - | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne | - | - | - | |
| beherrschenden Einfluss | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 649.935 | - | ||
| davon Level 2 Fair Value | ||||
| Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus | 24 | - | - | |
| Unternehmenserwerben | ||||
| davon Level 3 Fair Value | ||||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 342 | 322 | - | |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 42.098 | 42.098 | ||
| Langfristige Vertragsverpflichtungen aus | 4.641 | 4.641 | ||
| Kundenverträgen | ||||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 92.627 | - | ||
| davon Level 2 Fair Value | ||||
| Kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus | 1.160 | - | - | |
| Unternehmenserwerben | ||||
| davon Level 3 Fair Value | - | - | - | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | 387.894 | 106.123 | - | |
| sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 15.409 | 15.409 | ||
| Kurzfristige Vertragsverpflichtungen aus | 69.130 | 69.130 | ||
| Kundenverträgen | ||||
| Schulden | 1.263.260 | 180.216 | 57.507 |
Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Bei Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme basierend auf aktuellen Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten ermittelt. Wertpapiere werden mit dem aktuellen Kurs am Stichtag bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird unter Berücksichtigung der Ausfallswahrscheinlichkeit und potenziellen Ausfallshöhe dieser kurzfristigen Vermögenswerte bestimmt.
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | erfolgsneutral | |||
|---|---|---|---|---|
| Financial Asset at Amortized Cost |
Financial Liabilities at Amortized Cost |
Hedging Derivatives /Fair value OCI |
At Fair Value through Profit or Loss / Other Derivatives |
Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2024 |
| 2.905 | - - |
1.991 1.818 |
4.897 | |
| - | 174 | |||
| 126.447 | 124.642 | - | 251.089 | |
| - | 124.642 | - | ||
| - 38 |
- 986 |
- 100 |
- 1.124 |
|
| 986 | 100 | |||
| 27.189 | - | - | 27.189 | |
| 131.803 | - | - | 131.803 | |
| 288.382 | 125.628 | 2.091 | 416.102 | |
| - | - | - | - | - |
| - | 647.900 | 2.035 | - | 649.935 |
| - | 24 | 2.035 - |
- | 24 |
| - | 20 | - | - - |
20 |
| 42.098 | ||||
| - | 89.887 | 756 756 |
1.984 1.984 |
92.627 |
| - | 120 | - | 1.040 | 1.160 |
| - - |
- 281.771 |
- - |
1.040 - |
281.771 |
| 15.409 | ||||
| - | 1.019.722 | 2.791 | 3.024 | 1.083.044 |
Wesentliche Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Ratings als Abschlag vom berechneten Wert berücksichtigt. Der Buchwert der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden, die in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, entspricht dem Marktwert, da sie entweder kurzfristig fällig oder variabel verzinst sind. Ausfallsrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Buchwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 649.935 TEUR (Vorjahr: 564.159 TEUR) entsprechen auch in etwa den Marktwerten (Level 2) in Höhe von 651.785 TEUR (Vorjahr: 562.204 TEUR).
Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren belaufen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 74 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) und sind im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen (siehe Erläuterung (27) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis).
Die Entwicklung der Level 3 Fair Values stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR 2023 |
2024 |
|---|---|
| Stand 1.1. 13.236 |
915 |
| Zugang - |
- |
| Aufzinsung 280 |
126 |
| Tilgung -12.091 |
- |
| Auflösung ergebniswirksam -511 |
- |
| Erhöhung ergebniswirksam - |
- |
| Stand 31.12. 915 |
1.040 |
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Sonstiger Zinsaufwand | -45 | -126 |
| Sonstiger operativer Aufwand/Ertrag | - | - |
| Nicht realisierter Gewinn/Verlust für Finanzinstrumente vorhanden am Abschlussstichtag | -45 | -126 |
Per 31. Dezember 2024 bestehen die Level 3 Fair Values aus der Verbindlichkeit in Zusammenhang mit den bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten aus der Minderheitsakquisition bei Palfinger Portugal siehe auch Erläuterung (51) Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben.
Ziel der Kapitalsteuerung von PALFINGER ist es, die finanzielle Flexibilität, den Spielraum für wertsteigernde Investitionen und die Beibehaltung solider Bilanzrelationen zu sichern. Eine starke Eigenkapitalstruktur sichert das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes und gewährleistet eine solide Basis für eine positive Geschäftsentwicklung.
Die Nettofinanzverschuldung von PALFINGER wird zentral in Abstimmung mit dem Corporate Treasury gesteuert. Die Hauptaufgaben der Abteilung Corporate Treasury liegen in der Liquiditätssteuerung und langfristigen Liquiditätssicherung zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit, einer effizienten Inanspruchnahme von Bank- und Finanzdienstleistungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung von Ertrag und Kosten.
PALFINGER steuert seine Kapitalstruktur unter Berücksichtigung volatiler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen mit dem Ziel, die Umsetzung von strategischen Projekten zu ermöglichen, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer erstklassigen Bonität. Zur langfristigen Orientierung starker Bilanzrelationen gelten eine Eigenkapitalquote von größer als 40 Prozent sowie eine Gearing Ratio (entspricht dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital) von unter 70 Prozent als Richtwert. Ende 2024 betrug die Eigenkapitalquote 35,28 Prozent (Vorjahr: 34,72 Prozent). Die Gearing Ratio lag aufgrund des gestiegenen Konzerneigenkapitals und der leicht gesunkenen Nettofinanzverschuldung bei 87,96 Prozent (Vorjahr: 93,37 Prozent). Die Nettofinanzverschuldung ist aufgrund der Verbesserung im Working Capital auf 662.419 TEUR gesunken (Vorjahr: 668.083 TEUR) und umfasst das lang- und kurzfristige Finanzvermögen und den Cash-Bestand sowie die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (inklusive Leasing gemäß IFRS 16). Das Eigenkapital entspricht dem ausgewiesenen Eigenkapital nach IFRS in Höhe von 753.067 TEUR (Vorjahr: 715.517 TEUR).
Zur Aufrechterhaltung einer starken Kapitalstruktur erfolgt eine stetige Dividendenpolitik, die sich am Konzernergebnis des Vorjahres orientiert. Gemäß der langfristigen Dividendenpolitik, rund ein Drittel des Bilanzgewinns an die Aktionärinnen und Aktionäre auszuschütten, wurde für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende in Höhe von 0,90 EUR (Vorjahr: 1,05 EUR) je Aktie vorgeschlagen.
Entsprechend den Treasury-Richtlinien von PALFINGER wird das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die finanziellen Risiken zu begrenzen. Aufgrund der verstärkten Internationalisierung der PALFINGER Gruppe reduziert sich die Risikokonzentration im Konzern. Dahingehend relevante Kenngrößen werden periodisch überwacht und aktiv gesteuert. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für PALFINGER neben dem Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen und der Liquiditätsplanung auch derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte und Zins- und Währungsswaps, eingesetzt. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken abgeschlossen. In der Folge wird auf die einzelnen Risiken im Detail eingegangen.
Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit ausreichend Liquidität sowohl für Zahlungsverpflichtungen als auch für das weitere Unternehmenswachstum sicherzustellen. Die Aufgabe liegt daher in der Analyse des Liquiditätsrisikos sowie in der konsequenten Sicherung der Liquidität – unterstützt durch eine monatlich zu aktualisierende Liquiditätsplanung –,der Vereinbarung ausreichender Kreditlinien und einer ausreichenden Diversifizierung der Kreditgeber.
Das Management des Liquiditätsrisikos ist eine Kernaufgabe des Corporate Treasury, das dafür effiziente Cash-Management-Systeme einsetzt. Ein unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um eine gezielte Steuerung der finanziellen Mittel vornehmen zu können. Mittel- bis Langfristplanungen ermöglichen es, einen eventuellen Finanzbedarf frühzeitig zu erkennen und mit den Bankpartnern abzustimmen. Durch die konzerninterne Finanzierungsstruktur und den Einsatz von Cash-Pooling-Lösungen in Europa und Amerika ist eine effiziente Steuerung und Verteilung der benötigten Liquidität gewährleistet.
Die bestehenden Schuldscheindarlehensverträge und Kreditvereinbarungen enthalten vertragliche Vereinbarungen zur Einhaltung von Finanzkennzahlen (Financial Covenants), welche die Einhaltung einer Konzerneigenkapitalquote nach IFRS von mindestens 25 Prozent vorsehen. Die Nichteinhaltung dieser Finanzkennzahl berechtigt den Kreditgeber zur Kündigung des jeweiligen Finanzierungsvertrags. Zum Jahresende 2024 lag die Eigenkapitalquote bei 35,28 Prozent (Vorjahr: 34,72 Prozent) und damit weit oberhalb des extern vorgegebenen Schwellenwerts. Die Einhaltung des Covenants wird jährlich zum 31. Dezember überprüft. Der Buchwert der Kreditverbindlichkeiten, die zum Stichtag von Covenants betroffen sind, betragen 716 Mio EUR.
Zur Refinanzierung fälliger Darlehen und zur Finanzierung des gestiegenen Working Capital Bedarfs wurde in 2024 ein Schuldscheindarlehen über 160 Mio. EUR begeben. Die Tranchen mit einer Laufzeit von durchschnittlich 5 und 7 Jahren sind mit 2 Nachhaltigkeits KPI's versehen (KPI 1: Reduktion von CO2 Treibhausgasemissionen in Relation zum Umsatz, KPI 2: Reduktion der jährlichen Unfallrate gemessen als Total Recordable Injury Rate). Für beide KPI's wurden Zielwerte definiert, wobei bei jährlicher Messung der Zielerreichung eine Unter- oder Überschreitung zu einer Konditionsanpassung von +/- 0,025 Prozent führt.
Ein weiterer Baustein in der Liquiditätssicherung ist die Aufrechterhaltung von langfristigen, unausgenutzten Kreditrahmen mit den Bankpartnern. Die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen sind auf mehrere Kernbankpartner verteilt und haben aktuell eine durchschnittliche Laufzeit von größer als einem Jahr.
Die vertraglichen Restlaufzeiten der undiskontierten Cashflows gliedern sich wie folgt:
| 2023 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | < 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2023 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 241.740 | - | - | 241.740 |
| Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente | 47.690 | - | - | 47.690 |
| 289.430 | - | - | 289.430 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 165.389 | 572.635 | 70.957 | 808.981 |
| Leasingverbindlichkeiten | 13.984 | 30.364 | 26.188 | 70.536 |
| Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges | 97 | - | - | 97 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten Held-for-Trading | 922 | - | - | 922 |
| Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben | 724 | 1.220 | - | 1.944 |
| Undiskontierte Cashflows | 470.546 | 604.219 | 97.145 | 1.171.910 |
| in TEUR | < 1 Jahr | 1–5 Jahre | > 5 Jahre | 31.12.2024 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 211.535 | - | - | 211.535 |
| Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente | 70.236 | - | - | 70.236 |
| 281.771 | - | - | 281.771 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 119.282 | 601.762 | 120.821 | 841.866 |
| Leasingverbindlichkeiten | 15.746 | 31.058 | 24.860 | 71.665 |
| Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges | 1.073 | 357 | 73 | 1.503 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten Held-for-Trading | 3.463 | - | - | 3.463 |
| Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben | 1.184 | 60 | - | 1.244 |
| Undiskontierte Cashflows | 422.520 | 633.237 | 145.754 | 1.201.512 |
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls von Vertragspartnern. Durch die auf Basis von Bonitätsanalysen durchgeführte Einrichtung von internen Limits für Vertragspartner und den Abschluss von entsprechenden Versicherungen wird diesem Risiko begegnet. Das Kreditrisiko ist mit dem bilanziellen Wert der nicht versicherten Forderungen begrenzt.
Sämtliche überfälligen Forderungen werden im Rahmen der standardisierten pauschalen Einzelwertberichtigung einer Wertminderung unterzogen. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage zusammengefasst.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ausgebucht, wenn nach angemessener Einschätzung keine Realisierbarkeit mehr gegeben ist.
Im Rahmen eines Factoring-Vertrags werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 110.000 TEUR und 50.000 TUSD verkauft (siehe dazu die Ausführungen in Erläuterung (38).
Die Gliederung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2023 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buchwert | Bruttobuchwert | Wertberichtigung | erwartete Verlustquote |
| Noch nicht fällige Forderungen | 214.888 | 217.914 | 3.024 | 1% |
| Fällige Forderungen | ||||
| Weniger als 30 Tage überfällig | 61.685 | 62.520 | 835 | 1% |
| Mehr als 30 Tage, aber weniger als 60 Tage überfällig | 18.395 | 18.814 | 419 | 2% |
| Mehr als 60 Tage, aber weniger als 90 Tage überfällig | 13.731 | 14.031 | 301 | 2% |
| Mehr als 90 Tage, aber weniger als 120 Tage überfällig | 5.237 | 5.497 | 261 | 5% |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 22.172 | 34.364 | 12.192 | 35% |
| 121.220 | 135.226 | 14.008 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögen | 336.108 | 353.140 | 17.032 |
| 31.12.2024 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Buchwert | Bruttobuchwert | Wertberichtigung | erwartete Verlustquote |
| Noch nicht fällige Forderungen | 186.191 | 188.716 | 2.525 | 1% |
| Fällige Forderungen | ||||
| Weniger als 30 Tage überfällig | 47.232 | 47.926 | 694 | 1% |
| Mehr als 30 Tage, aber weniger als 60 Tage überfällig | 16.265 | 16.551 | 285 | 2% |
| Mehr als 60 Tage, aber weniger als 90 Tage überfällig | 7.921 | 8.402 | 480 | 6% |
| Mehr als 90 Tage, aber weniger als 120 Tage überfällig | 4.486 | 4.887 | 401 | 8% |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 11.679 | 24.059 | 12.380 | 51% |
| 87.584 | 101.824 | 14.240 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögen |
273.774 | 290.539 | 16.765 |
Die restlichen Wertberichtigungen entfallen auf sonstige Forderungen.
Cash-Bestände werden dazu verwendet, um die Finanzverschuldung zu reduzieren und werden in Ausnahmefällen nur kurzfristig bei Banken mit guter Bonität veranlagt. Aufgrund des hohen Liquiditätszuflusses im Dezember wurden im Geldmarkt über den Jahresultimo 60 Mio. EUR kurzfristig veranlagt. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.
Das Fremdwährungsrisiko wird durch Wechselkursschwankungen hervorgerufen. Der Wert eines Finanzinstruments kann sich aufgrund von Bewegungen im Wechselkurs ändern.
Die Internationalität in der Gruppe führt zu Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen. Durch lokale Wertschöpfung werden Überhänge in Fremdwährungspositionen minimiert (natürlicher Hedge). Das sich ergebende wesentliche Fremdwährungs-Exposure wird mittels geeigneter Hedging-Instrumente gesichert. Die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Fremdwährungs-Cashflows werden teils mit Devisentermingeschäften gesichert ("Cashflow Hedge").
Durch die konzerninterne Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten in Fremdwährungsländer ergibt sich eine Risikoposition, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt ist. Die laufenden Analysen dieser Position sind die Basis für die Erarbeitung der Sicherungsstrategie, die in regelmäßigen Meetings evaluiert wird.
Finanzgeschäfte dürfen nur auf Basis entsprechender Grundgeschäfte abgeschlossen werden. Spekulationsgeschäfte (Geschäfte ohne zugrunde liegende operative Position) sind untersagt.
Fremdwährungsdifferenzen auf Einzelabschlussebene werden je nach Verursachung im operativen Ergebnis bzw. Finanzergebnis erfasst.
Die Fremdwährungsdifferenzen haben folgende Effekte auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung:
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen Erträge | 18.177 | 13.529 |
| Währungsdifferenzen Aufwand | -22.971 | -13.324 |
| Währungsdifferenzen im at Equity-Ergebnis | -4.151 | -1.896 |
| Operatives Ergebnis – EBIT | -8.945 | -1.691 |
| Währungsdifferenzen des Finanzergebnisses | -3.997 | -2.924 |
| Ergebnis aus Währungsdifferenzen | -12.942 | -4.615 |
Auswirkungen auf Fremdwährungsrisiken können sich aus Transaktionen ergeben, die in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung durchgeführt werden. Bei Fair Value und Cashflow Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Demzufolge sind diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.
Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse dargestellt. Im Rahmen dieser Analyse wird eine Veränderung der wesentlichen Wechselkurse gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 Prozent bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Faktoren angenommen. Die Auswirkungen einer Aufwertung bzw. Abwertung des Euro um 10 Prozent gegenüber den wichtigsten Währungen werden nachfolgend dargestellt:
| 31.12.2023 | +10% | –10% | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ergebnis | eigenkapital | Gesamt | ergebnis | eigenkapital wirksam |
Gesamt auswirkung |
| wirksam | wirksam | auswirkung | wirksam | |||
| AED | -32 | - | -32 | 39 | - | 39 |
| ARS | 1 | - | 1 | -1 | - | -1 |
| AUD | 1 | - | 1 | -1 | - | -1 |
| BRL | -330 | -792 | -1.122 | 404 | 968 | 1.371 |
| CAD | -426 | - | -426 | 521 | - | 521 |
| CNY | 901 | - | 901 | -1.101 | - | -1.101 |
| CZK | 36 | - | 36 | -43 | - | -43 |
| DKK | -350 | - | -350 | 427 | - | 427 |
| GBP | -183 | -209 | -392 | 224 | 256 | 481 |
| HKD | -4 | - | -4 | 4 | - | 4 |
| INR | -127 | - | -127 | 156 | - | 156 |
| JPY | 55 | - | 55 | -67 | - | -67 |
| KRW | 0 | -32 | -32 | - | 39 | 38 |
| VND | 43 | - | 43 | -52 | - | -52 |
| NOK | 415 | -1.343 | -928 | -507 | 1.641 | 1.135 |
| PLN | 242 | - | 242 | -296 | - | -296 |
| RON | - | - | - | - | - | - |
| RUB | -252 | - | -252 | 308 | - | 308 |
| SEK | -1 | - | -1 | 1 | - | 1 |
| SGD | -156 | 71 | -85 | 190 | -87 | 104 |
| USD | -4.527 | -2.413 | -6.940 | 5.533 | 2.949 | 8.481 |
| Währungssensitivitäten | -4.694 | -4.718 | -9.412 | 5.739 | 5.766 | 11.505 |
| 31.12.2024 | +10% | –10% | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ergebnis | eigenkapital wirksam |
Gesamt | ergebnis | eigenkapital wirksam |
Gesamt auswirkung |
| wirksam | auswirkung | wirksam | ||||
| AED | 30 | - | 30 | -37 | - | -37 |
| ARS | -1 | - | -1 | 1 | - | 1 |
| AUD | -19 | - | -19 | 23 | - | 23 |
| BRL | 112 | -451 | -339 | -136 | 551 | 415 |
| CAD | -231 | - | -231 | 282 | - | 282 |
| CNY | 378 | -173 | 205 | -462 | 211 | -251 |
| CZK | 43 | - | 43 | -52 | - | -52 |
| DKK | -303 | - | -303 | 371 | - | 371 |
| GBP | -167 | - | -167 | 204 | - | 204 |
| HKD | -2 | - | -2 | 2 | - | 2 |
| INR | -119 | - | -119 | 146 | - | 146 |
| JPY | 29 | - | 29 | -35 | - | -35 |
| KRW | - | -31 | -31 | - | 38 | 38 |
| VND | 28 | - | 28 | -34 | - | -34 |
| NOK | -136 | -950 | -1.086 | 166 | 1.162 | 1.328 |
| PLN | 34 | - | 34 | -42 | - | -42 |
| RON | - | - | - | - | - | - |
| RUB | -340 | - | -340 | 416 | - | 416 |
| SEK | 29 | - | 29 | -35 | - | -35 |
| SGD | -153 | - | -153 | 187 | - | 187 |
| USD | -3.843 | -3.544 | -7.387 | 4.696 | 4.331 | 9.027 |
| Währungssensitivitäten | -4.631 | -5.149 | -9.780 | 5.661 | 6.293 | 11.954 |
Die Berechnung erfolgt auf Basis der originären und derivativen Finanzinstrumente in Fremdwährung in nicht funktionaler Währung zum Abschlussstichtag, und es erfolgt eine Betrachtung vor Steuern. Fremdwährungseffekte aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten werden ergebniswirksam berücksichtigt, Effekte aus langfristigen konzerninternen Forderungen, die als Bestandteil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (IAS 21.15) gelten, und allfällige Veränderungen der Cashflow-Hedge-Rücklage werden eigenkapitalwirksam berücksichtigt. Translationsbezogene Fremdwährungseffekte aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro werden nicht berücksichtigt.
Sich ändernde Zinssätze haben Einfluss auf den Wert von Finanzinstrumenten (vor allem bei langfristiger Zinsbindung) und auf das Zinsergebnis (Aufwendungen oder Ertrag), das aus den Finanzinstrumenten resultiert. Dieser Einfluss beschreibt das Zinsrisiko in seinen beiden Ausprägungsformen Wertänderungs- und Zinsergebnisrisiko.
Das Wertänderungsrisiko wirkt sich in einer Abwertung von Finanzanlagen oder einer Aufwertung von Finanzverbindlichkeiten aus. Wertänderungen wirken sich bei langen Zinsbindungen stärker aus als bei variabler Zinsbindung.
Das Zinsergebnisrisiko wird durch höhere Zinsaufwendungen bei Finanzverbindlichkeiten oder einen niedrigeren Zinsertrag bei Finanzanlagen deutlich. Das Risiko betrifft vor allem Finanzinstrumente mit variabler (kurzer) Zinsbindung.
Die variablen Finanzierungen sind mit Zinsswaps im Ausmaß von 235,0 Mio. EUR (Vorjahr: 155,0 Mio. EUR) gesichert.
Die Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten durchgeführt. Eine hypothetische Veränderung der variablen Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. 1 Prozentpunkt pro Jahr würde zu einer Veränderung der Zinsaufwendungen um 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) führen. Eine hypothetische Erhöhung der Zinssätze um 100 Basispunkte würde zu einer Erhöhung des sonstigen Ergebnisses um 5.634 TEUR (Vorjahr: 6.824 TEUR) führen; eine Verringerung um 100 Basispunkte würde zu einer Verringerung des sonstigen Ergebnisses um 7.523 TEUR (Vorjahr: 2.407 TEUR) führen.
Die Fremdwährungsrisiken der PALFINGER AG resultieren primär aus Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gegenüber Konzerngesellschaften und aus dem internationalen Projektgeschäft. Diese Risiken werden zum überwiegenden Teil durch ein konzerninternes Fremdwährungsnetting reduziert oder mit Devisentermingeschäften und Währungs-Swaps gesichert. Bei der Absicherung orientiert sich PALFINGER ausschließlich am Grundgeschäft. Sowohl das eigene Kreditrisiko als auch das Kreditrisiko der Kontrahenten haben keine Auswirkung auf den beizulegenden Zeitwert von Devisentermingeschäften und Währungsswaps und sind daher ebenfalls keine Quelle für Ineffektivität.
Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten primär von EMEA nach NAM, LATAM und APAC ergeben sich Risikopositionen vor allem im USD und BRL, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt sind. Diese Risikopositionen werden analysiert, überwacht und durch die Umsetzung der entsprechenden Sicherungsstrategie limitiert. In regelmäßigen Meetings mit dem Finanzvorstand wird die Sicherungsstrategie besprochen und bei Bedarf angepasst.
Projektbezogene Währungsrisiken vor allem im Marine- und Offshore-Bereich werden – sofern eine Fakturierung nicht in lokaler Währung möglich ist – auf Basis einer projektbezogenen Sicherungsstrategie an das zentrale Treasury weitergegeben und abgesichert.
Der Verkauf von Fremdwährungen über Devisentermingeschäfte stellt eine Sicherungsposition zu den operativen Fremdwährungseingängen dar. Dem Ergebnis aus dem Grundgeschäft steht ein Ergebnis mit umgekehrtem Vorzeichen aus dem Devisentermingeschäft gegenüber. Die offenen Sicherungsgeschäfte werden laufend bewertet (Mark-to-Market-Bewertung) und auf ihr Risiko hin analysiert. Die Sicherung von Fremdwährungsrisiken betrifft jeweils Cashflows, die innerhalb von maximal zwölf Monaten erwartet werden oder auf die Projektlaufzeit abgestimmt sind.
Die bestehenden Zinsswaps sichern das Zinsänderungsrisiko bei variabel verzinsten Krediten. Durch diese Zinssicherungsmaßnahme werden Belastungen des Finanzergebnisses durch unvorhersehbare Zinssatzschwankungen begrenzt.
Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury zentral für die gesamte PALFINGER Gruppe gesteuert. Durch die gestiegene Volatilität an den internationalen Finanzmärkten erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps) begrenzt und in Finanzierungen mit fixen Zinsen getauscht. Auch im Jahr 2024 wurden derivative Finanzinstrumente zur Steuerung und Absicherung des Zinsänderungsrisikos abgeschlossen.
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von als Cashflow-Hedge klassifizierten Zinsswaps werden erfolgsneutral im Eigenkapital als Bewertungsrücklage erfasst. Mit Eintreten der Zinszahlungen aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgt eine Reklassifizierung von der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage zur erfolgswirksamen Erfassung im Zinsergebnis.
| Mark-to-Market-Bewertung in | Maximale | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nominale in Kontraktwährung | EUR | Laufzeit | |||
| in Tausend | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| Devisentermingeschäfte | |||||
| SGD-Verkauf/EUR-Kauf | SGD 1.135 | SGD 0 | 1 | - | |
| EUR-Verkauf/NOK-Kauf | EUR 0 | EUR 10.360 | - | -140 | 19.12.2025 |
| EUR-Verkauf/CNY-Kauf | EUR 6.720 | EUR 1.955 | -60 | 47 | 17.09.2025 |
| NOK-Verkauf/EUR-Kauf | NOK 0 | NOK 16.855 | - | 19 | 21.07.2025 |
| USD-Verkauf/EUR-Kauf | USD 44.546 | USD 34.174 | 735 | -802 | 20.06.2025 |
| USD-Verkauf/NOK-Kauf | USD 6.120 | USD 2.180 | 298 | -148 | 25.04.2025 |
| 974 | -1.024 | ||||
| Zinsswaps | EUR 155.000 | EUR 235.000 | 2.262 | -780 | 24.04.2030 |
| Cashflow Hedge | 3.236 | -1.804 |
Der Marktwert der Sicherungsgeschäfte wird gemäß IFRS 9 als "Cashflow Hedge" verbucht. Bewertungsgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag sind demnach im Eigenkapital darzustellen. Sobald die zugrunde liegenden Geschäfte realisiert werden, erfolgt die Auflösung der kumulierten Gewinne bzw. Verluste im sonstigen Ergebnis und die erfolgswirksame Übertragung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter Kursverlusten bzw. Kursgewinnen in den sonstigen Erträgen und Aufwendungen.
Die im sonstigen Ergebnis erfassten sowie die realisierten Beträge für die "Cashflow Hedges" sind aus der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich. Weitere Details sind in Note (48) Bewertungsrücklage gemäß IFRS 9 ersichtlich.
Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Finanzmitteln und Fremdwährungsrisiken eingesetzt werden und die die Voraussetzungen für "Hedge Accounting" nach IFRS 9 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität nicht erfüllen, werden als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" klassifiziert. Änderungen des Fair Value dieser Finanzinstrumente erfolgen erfolgswirksam über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
| Mark-to-Market-Bewertung in | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Nominale in Kontraktwährung | EUR | Laufzeit | |||
| in Tausend | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | |
| AED-Verkauf/EUR-Kauf | AED 63.500 | AED 0 | 335 | - | |
| CAD-Verkauf/EUR-Kauf | CAD 0 | CAD 4.100 | - | 12 | 20.06.2025 |
| CNY-Verkauf/EUR-Kauf | CNY 27.700 | CNY 27.500 | 1 | -145 | 13.03.2025 |
| GBP-Verkauf/EUR-Kauf | GBP 800 | GBP 2.615 | 8 | -4 | 13.03.2025 |
| JPY-Verkauf/EUR-Kauf | JPY 547.000 | JPY 725.000 | - | 57 | 19.06.2025 |
| NOK-Verkauf/EUR-Kauf | NOK 102.000 | NOK 147.000 | 94 | -120 | 13.03.2025 |
| PLN-Verkauf/EUR-Kauf | PLN 55.700 | PLN 17.000 | -20 | 8 | 20.06.2025 |
| SEK Kauf/EUR-Verkauf | SEK 59.800 | SEK 151.300 | 78 | 8 | 19.06.2025 |
| USD-Verkauf/EUR-Kauf | USD 106.200 | USD 61.800 | 1.875 | -1.503 | 20.06.2025 |
| EUR-Verkauf/BRL Kauf | EUR 803 | EUR 3.153 | -17 | -138 | 16.05.2025 |
| USD-Verkauf/BRL-Kauf | USD 527 | USD 785 | 1 | -60 | 11.04.2025 |
| Währungsswaps | 2.355 | -1.885 |
Die Wertänderungen aus den Währungsswaps betragen -4.240 TEUR (Vorjahr: 2.021 TEUR) und sind in den Währungsdifferenzen in Höhe von -4.240 TEUR (Vorjahr: 2.021 TEUR) im Finanzergebnis enthalten.
Zum 31. Dezember 2024 besteht eine Verpflichtung zur Verlustabdeckung der JETFLY Airline GmbH bis zur Mindestkapitalisierung von 300 TEUR im Ausmaß der Beteiligung von 33,33 Prozent. Die anteilige Verpflichtung beträgt zum Stichtag 143 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR).
Für die Darstellung des Konzern-Cashflow-Statements wird für den Cashflow aus dem operativen Bereich die indirekte Methode gewählt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln.
Der Cashflow aus dem operativen Bereich erreichte im Jahr 2024 228,0 Mio. EUR nach 186,7 Mio. EUR in 2023. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den Abbau des Working Capitals im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.
Die übrigen zahlungsunwirksamen Erträge bzw. Aufwendungen enthalten Währungsdifferenzen und Bewertungseffekte.
Die Zahlung aus der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit für die Akquisitionen von Hinz und Equipdraulic im Jahr 2021 in Höhe von 12.091 TEUR wurde im Ausmaß des ursprünglichen Kaufpreisanteils zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in Höhe von 10.852 TEUR im Cashflow aus dem Investitionsbereich dargestellt. Der darüber hinaus gehende Betrag in Höhe von 1.238 TEUR wird in 2023 im Cashflow aus dem operativen Bereich ausgewiesen.
Die positive Veränderung des Cashflows aus dem Investitionsbereich ist auf einen Rückgang der Auszahlungen für den Erwerb von Vermögenswerten im Vergleich zum Vorjahr bei gleichzeitigem Anstieg der Einzahlungen aus der Veräußerung einer Mietflotte im Geschäftsjahr 2024 zurückzuführen.
Die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen enthalten nicht zahlungswirksame Investitionen in Höhe von 6.815 TEUR (Vorjahr: 8.352 TEUR).
Die Überleitung der Veränderungen zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:
| Leasing | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Schuldschein darlehen |
Beteiligungs finanzierung |
ESG Darlehen | verbindlichkeite n |
Sonstige Finanzierungen |
Summe |
| Stand 1.1.2023 | 205.000 | 53.788 | 281.760 | 46.718 | 96.085 | 683.351 |
| Neue Leasingverträge | - | - | - | 26.054 | - | 26.054 |
| Abgänge Leasingverträge | - | - | - | -2.141 | - | -2.141 |
| Veränderungen aus Cashflow aus | ||||||
| dem | ||||||
| Finanzierungsbereich | ||||||
| Begebung Schuldscheindarlehen | 154.000 | - | - | - | - | 154.000 |
| Aufnahme von | - | - | - | - | - | - |
| Darlehensfinanzierung für | ||||||
| Beteiligungserwerbe | ||||||
| Aufnahme von ESG Darlehen | - | - | - | - | - | - |
| Rückführung von | - | -38.783 | - | - | - | -38.783 |
| Darlehensfinanzierung für | ||||||
| Beteiligungserwerbe | ||||||
| Langfristige Refinanzierung von | - | - | - | - | - | - |
| Tilgungen und | ||||||
| abgereiften kurzfristigen Darlehen | ||||||
| Tilgung abgereifter/gekündigter | - | - | - | - | -31.733 | -31.733 |
| Darlehen | ||||||
| Rückführung von kurzfristigen | - | - | - | - | - | - |
| Überbrückungsfinanzierungen für | ||||||
| Beteiligungserwerbe | ||||||
| Tilgung abgereifter/gekündigter | -8.000 | - | - | - | - | -8.000 |
| Schuldscheindarlehen | ||||||
| Tilgung abgereifter/gekündigter | - | - | - | -15.147 | - | -15.147 |
| Leasingverbindlichkeiten | ||||||
| Aufnahme von kurzfristigen | - | - | - | - | 130.000 | 130.000 |
| Finanzierungen | ||||||
| Rückführung von kurzfristigen | - | - | - | - | -147.616 | -147.616 |
| Finanzierungen | ||||||
| 146.000 | -38.783 | - | -15.147 | -49.349 | 42.721 | |
| Unternehmenserwerb/Konsolidier | - | - | - | - | - | - |
| ungskreisänderung | ||||||
| Währungsumrechnung | - | - | - | -881 | -98 | -979 |
| Zinsabgrenzungen | 2.511 | -1 | 2.241 | 2.308 | -1.155 | 5.904 |
| Stand 31.12.2023 | 353.511 | 15.004 | 284.001 | 56.911 | 45.483 | 754.910 |
| Schuldschein | Beteiligungs | Leasing verbindlichkeite |
Sonstige | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | darlehen | finanzierung | ESG Darlehen | n | Finanzierungen | Summe |
| Stand 1.1.2024 | 353.511 | 15.004 | 284.001 | 56.911 | 45.483 | 754.910 |
| Neue Leasingverträge | - | - | - | 15.946 | - | 15.946 |
| Abgänge Leasingverträge | - | - | - | -1.922 | - | -1.922 |
| Veränderungen aus Cashflow aus | ||||||
| dem | ||||||
| Finanzierungsbereich | ||||||
| Begebung Schuldscheindarlehen | 160.000 | - | - | - | - | 160.000 |
| Aufnahme von | - | - | - | - | - | - |
| Darlehensfinanzierung für | ||||||
| Beteiligungserwerbe | ||||||
| Aufnahme von ESG Darlehen | - | - | - | - | - | - |
| Rückführung von | - | - | - | - | - | - |
| Darlehensfinanzierung für | ||||||
| Beteiligungserwerbe | ||||||
| Langfristige Refinanzierung von | - | - | - | - | - | - |
| Tilgungen und | ||||||
| abgereiften kurzfristigen Darlehen | ||||||
| Tilgung abgereifter/gekündigter | - | - | - | - | -1.733 | -1.733 |
| Darlehen | ||||||
| Rückführung von kurzfristigen | - | - | - | - | - | - |
| Überbrückungsfinanzierungen für | ||||||
| Beteiligungserwerbe | ||||||
| Tilgung abgereifter/gekündigter | -118.000 | - | - | - | - | -118.000 |
| Schuldscheindarlehen | ||||||
| Tilgung abgereifter/gekündigter | - | - | - | -16.365 | - | -16.365 |
| Leasingverbindlichkeiten | ||||||
| Aufnahme von kurzfristigen | - | - | - | - | 10.000 | 10.000 |
| Finanzierungen | ||||||
| Rückführung von kurzfristigen | - | - | - | - | -12.330 | -12.330 |
| Finanzierungen | ||||||
| 42.000 | - | - | -16.365 | -4.063 | 21.572 | |
| Unternehmenserwerb/Konsolidier | - | - | - | - | - | - |
| ungskreisänderung | ||||||
| Währungsumrechnung | - | - | - | 351 | 41 | 392 |
| Zinsabgrenzungen | 1.513 | -3 | -573 | 2.587 | 872 | 4.396 |
| Stand 31.12.2024 | 397.024 | 15.001 | 283.428 | 57.508 | 42.333 | 795.294 |
Die Summenspalte in der o. a. Tabelle entspricht der Summe aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten exklusive derivativer Finanzinstrumente.
Die nahestehenden Unternehmen und Personen werden bei PALFINGER in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen), Key Management und Sonstige gruppiert. Die assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind aus dem Beteiligungsspiegel ersichtlich. Unter Key Management werden Aufsichtsrat und Vorstand der PALFINGER AG subsumiert. Die Angaben zu den Bezügen des Vorstandes sind in der Erläuterung (59) Angaben über Organe und Arbeitnehmer enthalten. Zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen zählen im Wesentlichen Unternehmen, die vom Key Management beherrscht werden.
Die Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch. Die Transaktionen mit dem Aufsichtsrat resultieren aus den Bezügen für ihre Tätigkeit als Aufsichtsrat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 10. April 2024. Die Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen vorwiegend Warenlieferungen und Mieten.
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu fremdüblichen Bedingungen.
In der folgenden Aufstellung werden Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu 100 Prozent angegeben. Transaktionen mit Vorständen sind in der folgenden Aufstellung nicht enthalten, und es wird auf die Erläuterung "Angaben über Organe und Arbeitnehmer" verwiesen.
| Assoziierte Unternehmen | Joint Ventures | Aufsichtsrat | Sonstige | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 | 31.12.2023 | 31.12.2024 |
| Forderungen | 8.379 | 6.975 | 953 | 1.548 | - | 5 | 1.141 | 988 |
| Verbindlichkeiten | 171 | 828 | 1.825 | 2.340 | 539 | 442 | 3.033 | 2.326 |
| Umsatzerlöse | 147.448 | 123.746 | 1.591 | 2.452 | - | - | 24.494 | 21.849 |
| Sonstige operative Erträge | 1 | 302 | 372 | 242 | - | 13 | 75 | 71 |
| Bezogene Leistungen | - | - | -245 | -60 | -539 | -459 | -946 | -1.030 |
| Materialaufwendungen | -78 | -26 | -4.092 | -5.631 | - | - | - | - |
| Zinserträge / - | 2 | 8 | 10 | - | - | - | -15 | -12 |
| aufwendungen | ||||||||
| Wertberichtigungen | -87 | - | - | - | - | - | - | - |
In den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7.941 TEUR (Vorjahr: 8.818 TEUR) enthalten.
Im Rahmen der 33,33-prozentigen Beteiligung der PALFINGER AG an der JETFLY Airline GmbH hat sich die PALFINGER AG dazu verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, etwaige im Jahresabschluss des jeweiligen Geschäftsjahres ausgewiesene Verluste der JETFLY Airline GmbH durch die Zufuhr von Eigenkapital, und/oder durch die Gewährung von qualifiziert nachrangigen Gesellschafterdarlehen längstens bis zum 30.06. des jeweils darauffolgenden Geschäftsjahres insofern und insoweit auszugleichen, als die Mindestkapitalisierung von zumindest 300 TEUR unterschritten wird. Für die PALFINGER AG besteht diese Verpflichtung zur Verlustabdeckung anteilig mit 33,33 Prozent. Per 30. November 2024 weist die JETFLY Airline GmbH ein Eigenkapital von -130 TEUR (Vorjahr: 249 TEUR) aus. Es besteht daher eine anteilige Verpflichtung zur Kapitalzufuhr in Höhe von 143 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR).
Von den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures in Höhe von 3.168 TEUR (Vorjahr: 1.996 TEUR) resultieren 1.382 TEUR (Vorjahr: 740 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.
Im Dezember 2022 wurde der Abschluss eines neuen Standard-Händlervertrages mit der Walser Schweiz AG vom Aufsichtsrat genehmigt. Gerhard Rauch ist geschäftsführender Gesellschafter der Walser GmbH und Verwaltungsratspräsident der Walser Schweiz AG. Im Händlervertrag ist keine Entgeltlichkeit im engeren Sinn vereinbart, jedoch wird einem PALFINGER-Vertragshändler üblicherweise ein Händlerrabatt bei Einkauf von Vertragswaren eingeräumt, worin eine Entgeltlichkeit erblickt werden könnte.
Die durchschnittliche Anzahl der eigenen Mitarbeitenden inklusive Auszubildende und Praktikanten für den Konzern beträgt im Geschäftsjahr 2024 12.574 Personen (Vorjahr: 12.560 Personen). Zum Bilanzstichtag beträgt die Anzahl der eigenen Mitarbeitenden in der PALFINGER Gruppe 12.358 Personen (Vorjahr: 12.728 Personen).
Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2024 folgende Personen bestellt bzw. vom Betriebsrat delegiert:
1) Mitglied des Nominierungs- und Vergütungsausschusses 2) Mitglied des Prüfungsausschusses 3) Mitglied des Digitalausschusses 4) Mitglied des Projektauschusses
Die laufenden kurzfristigen Bezüge des Vorstands bestehen aus mehreren Komponenten und gliedern sich wie folgt:
| Erfolgsunabhängig | Erfolgsabhängig | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1–12 2023 | 1–12 2024 | 1–12 2023¹⁾²⁾ | 1–12 2024¹⁾ |
| Andreas Klauser | 768 | 806 | 574 | 663 |
| Felix Strohbichler | 573 | 608 | 489 | 567 |
| Alexander Susanek | 298 | 588 | 222 | 501 |
| Maria Koller | - | 468 | - | 385 |
| Martin Zehnder | 602 | - | 1.578 | - |
| Kurzfristige Bezüge | 2.241 | 2.470 | 2.863 | 2.116 |
1) Entspricht der Höhe der Rückstellung. 2) Enthält Sonderzahlungen im Rahmen des Austritts von Martin Zehnder
Für kurzfristige erfolgsabhängige Bezüge der Vorstände bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.116 TEUR (Vorjahr: 1.285 TEUR).
Für ein ausscheidendes Vorstandsmitglied wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Sonderzahlung in Höhe von TEUR 1.578 geleistet.
Zudem bestehen folgende langfristige erfolgsabhängige Bezüge:
Im Jahr 2023 wurde eine Prämienvereinbarung mit dem Vorstand abgeschlossen. Neben finanziellen Kennzahlen basiert diese auch auf Nachhaltigkeitszielen, welche auf Grundlage einer längerfristigen Planung abgeleitet werden. Die Auszahlung erfolgt in jährlichen Tranchen. Im Geschäftsjahr 2024 werden dafür Vorsorgen in Höhe von 2.952TEUR ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen betragen in der PALFINGER AG für den Vorstand und leitende Angestellte 58 TEUR (Vorjahr: 63 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 1.316 TEUR (Vorjahr: 987 TEUR).
Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Beiträge an beitragsorientierte Versorgungspläne für den Vorstand in Höhe von 120 TEUR (Vorjahr: 271 TEUR).
Es sind nach dem Ende des Geschäftsjahres 2024 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns geführt hätten.
Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die zur Erstellung des Konzernabschlusses der PALFINGER AG Gruppe herangezogen werden, erläutert.
| Note | Bilanzposten | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | Standard |
|---|---|---|---|
| (61) | Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Mit bestimmter Nutzungsdauer | Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer: Allgemein 2–15 Jahre Aktivierte Kundenbeziehungen 5–10 Jahre |
IAS 36 IAS 38 |
|
| Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. |
|||
| Mit unbestimmter Nutzungsdauer und in Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte |
Impairment-only-Ansatz: Es erfolgt keine planmäßige Abschreibung, sondern es wird jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen von Wertminderungen ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. |
IAS 36 IAS 38 |
|
| Firmenwerte | Impairment-only-Ansatz (siehe oben) | IFRS 3 | |
| Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte Gruppen von "Cash Generating Units" zugeordnet. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifi kation einer Erzeugungseinheit als "Cash Generating Unit" wird deren techni sche und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen heran gezogen. Der Wertminderungsbedarf der Gruppe von "Cash Generating Units" wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive des zugeordneten Firmenwerts) mit dem höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert errechnet. |
IAS 36 | ||
| Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags werden Annahmen über die zu künftige Entwicklung und Einschätzungen getroffen, die möglicherweise nicht eintreffen. |
|||
| Der Nutzungswert wird als Barwert der zugehörigen zukünftigen geschätzten Cashflows vor Steuern der nächsten vier bis fünf Jahre aufgrund der Daten einer mittelfristigen Unternehmensplanung ermittelt. Die mittelfristige Unternehmensplanung wird aufgrund des volatilen Marktumfelds jährlich erstellt. Jährlich werden somit die zugrundeliegenden Annahmen plausibilisiert und aktualisiert und darauf basierend eine Anpassung der geschätzten Cashflows vorgenommen. In die jährlich aktualisierte Mittelfristplanung fließen die in der strategischen Unternehmensplanung definierten Initiativen mit ein. Nach dem Detailplanungszeitraum von 5 Jahren wird basierend auf den Annahmen des letzten Jahres mit einer ewigen Rente gerechnet. Der Diskontierungssatz wird aus einem marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkostensatz auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten abgeleitet. Bei der Bestimmung des gewogenen Kapitalkostensatzes wurden extern verfügbare Kapitalmarktdaten verwendet. Sofern der ermittelte Betrag den Buchwert unterschreitet, ist in Höhe dieser Differenz eine Wertminderung vorrangig auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein |
|||
| darüber hinausgehender Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der "Cash Generating Units" im Verhältnis zum Buchwert zu verteilen. |
|||
| Der Werthaltigkeitstest wird für den gesamten aktivierten Firmenwert vorgenommen. Werden beim Unternehmenserwerb die Anteile ohne beherr schenden Einfluss mit dem Zeitwert angesetzt, werden Wertminderungen auf die einzelnen Gesellschaftergruppen aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt hierbei nach demselben Schlüssel, nach dem auch die Ergebnisse des betrachteten Tochterunternehmens zwischen den Gesellschaftern verteilt werden. |
|||
| Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden gemäß IAS 36 in späteren Perioden nicht mehr zugeschrieben. |
| Note | Bilanzposten | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | Standard |
|---|---|---|---|
| Forschung und Entwicklung | Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarkt bar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und PALFINGER über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. |
IAS 36 IAS 38 |
|
| (62) | Sachanlagen | ||
| Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten |
Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie bei qualifizierten Vermögenswerten Fremdkapitalkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer: Eigene Baulichkeiten und Investitionen in fremde Gebäude 20–50 Jahre Maschinelle und technische Anlagen 3–15 Jahre Betriebs- und Geschäftsausstattung 3–10 Jahre Bei Anlagenabgängen wird die Differenz zwischen den Buchwerten und dem Nettoveräußerungserlös erfolgswirksam in den sonstigen operativen Erträgen oder in den sonstigen operativen Aufwendungen erfasst. Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. |
IAS 16 IAS 36 |
|
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Investitionszuschüssen. Zuwendungen für Forschung werden als Erträge in den Forschungs- und Entwicklungskosten erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. |
IAS 20 | |
| Leasing als Leasingnehmer | Vermögenswerte (Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen) und Verbindlichkeiten werden nach IFRS 16 in der Bilanz angesetzt. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der verbleibenden Leasing zahlungen und die Nutzungsrechte in Höhe der erfassten Leasingverbindlichkeit angesetzt, angepasst um Vorauszahlungen und abgegrenzte Leasingzahlungen. Geringwertige Leasinggegenstände (Drucker, Laptops, Mobiltelefone und andere Büroausstattung) und kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit unter zwölf Monaten werden entsprechend der Ausnahmemöglichkeit nicht aktiviert, sondern linear als Aufwand gebucht. IFRS 16 wird zudem nicht auf immaterielle Vermögenswerte angewendet. Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten. Der Konzern teilt das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis des relativen Einzelveräußerungspreises der Leasingkomponente und des aggregierten Einzelveräußerungspreises der Nichtleasingkomponente auf die einzelnen Leasingkomponenten auf. Bei der Anmietung von Grundstücken macht der Konzern von dem praktischen Behelf Gebrauch, auf eine Aufteilung von Nichtleasing- und Leasingkomponente zu verzichten und stattdessen jede Leasing- und alle damit verbundenen Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren. |
IFRS 16 | |
| Fremdkapitalkosten | Aktivierung bei Erwerb oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts. | IAS 23 | |
| (63) | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der Wertsteigerung gehalten werden, werden zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer |
IAS 40 IAS 36 IFRS 13 |
| Note | Bilanzposten | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | Standard | ||
|---|---|---|---|---|---|
| (64) | Vorräte | ||||
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (siehe (62) Sachanlagen) oder niedrigerer Nettoveräußerungspreis am Bilanzstichtag. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren: gleitendes Durchschnittspreisverfahren Unfertige und fertige Erzeugnisse: Standardherstellungskosten, welche regelmäßig überprüft und ggf. angepasst werden. |
IAS 2 | ||||
| (65) | Vertragsvermögen aus Kundenverträgen | ||||
| Umsatzrealisierung erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage of Completion") anhand der "Cost-to-Cost"-Methode. Bei der Cost-to-Cost-Methode werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher Basis verfügbar. |
IFRS 15 | ||||
| Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste werden sofort als Aufwand realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. |
|||||
| (66) | Finanzinstrumente | ||||
| Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet erfasst werden, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zuzurechnen sind. |
IFRS 7 IFRS 9 IFRS 13 IAS 32 |
||||
| Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Angesichts variierender Einflussfak toren können die hier aufgeführten Werte von den später realisierten Werten abweichen. |
|||||
| Der beizulegende Zeitwert finanzieller Vermögenswerte und Schulden spiegelt die Auswirkung des Risikos der Nichterfüllung von Seiten der Gegenpartei wider. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines finanziellen Vermögens werts wird das Kreditrisiko der Banken anhand deren Ratings berücksichtigt. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einer finanziellen Schuld wird das eigene Kreditrisiko anhand des Ratings durch Banken berücksichtigt. |
|||||
| Für alle derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere liegen Marktwerte vor, für die sonstigen Finanzinstrumente erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand der diskontierten erwarteten Cashflows. |
|||||
| Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden am Handelstag erfasst. |
|||||
| Wertminderungen werden für alle Finanzinstrumente erfolgswirksam erfasst. Bei Entfall des Wertminderungsgrunds wird eine Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. |
|||||
| Beteiligungen | Wertpapiere und sonstige | "Fair value through P&L": Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert |
|||
| Ausleihungen | "At amortized cost": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderung |
| Note | Bilanzposten | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | Standard |
|---|---|---|---|
| Forderungen | "At amortized cost": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderung auf Wertberichtigungskonten |
||
| "Fair value through OCI": Betrifft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Forderungsportfolios, wo noch ungewiss ist, welche Forderungen wann an den Factor verkauft werden sollen |
|||
| PALFINGER wendet das vereinfachte Wertminderungsmodell für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte aus Kundenver trägen an, in dem erwartete Verluste während der Gesamtlaufzeit berücksichtigt werden. Die standardisierte Einzelwertberichtigung erfolgt auf Grundlage einer Bewertungsmatrix, die basierend auf einer Vergangenheitsanalyse der Ausfällle der letzten fünf Jahre und der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen unter Berücksichtigung von Überfälligkeit und Länderrisiko erstellt wurde. |
|||
| Bei der Einzelwertberichtigung wird die Wahrscheinlichkeit des Zahlungseingangs bewertet. |
|||
| Dabei wird insbesondere auf die Erfahrung mit den Kunden, deren Bonität sowie etwaige Sicherheiten Rücksicht genommen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. |
|||
| Finanzmittel | Kassabestand und kurzfristige | Tageswerte ("Mark-to-Market") | |
| Verbindlichkeiten | "At amortized cost": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode |
||
| Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben |
Gestundete Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Berechnung wird intern anhand von an erkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von laufzeitadäquaten Marktzinsen erstellt. Konkret wird von der strategischen Unternehmensplanung der zu zahlende Betrag abgeleitet und auf den Bilanzstichtag abgezinst. |
||
| Derivative Finanzinstrumente | Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Kriterien des IFRS 9 für "Hedge Accounting" nicht erfüllt werden, werden gemäß IFRS 9 als "Fair value through P&L" klassifiziert und erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst. |
||
| Cashflow Hedge | Zur Minimierung des Risikos künftiger Einzahlungsschwankungen werden er wartete Fremdwährungserlöse und Zinsrisiken bei PALFINGER durch den Ab schluss von Devisenterminkontrakten und Zinsswaps abgesichert. Zur Herstell ung der periodengerechten Kompensation der Auswirkungen der abgesicherten Transaktion und des Sicherungsinstruments in der Erfolgsrechnung werden die besonderen Bestimmungen des IFRS 9 über "Hedge Accounting" angewendet. Die sich zum Bilanzstichtag ergebenden Marktwerte werden unter Berücksich tigung von latenten Steuern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und unter den Rücklagen gemäß IFRS 9 ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflö sung erfolgt nach Maßgabe der künftigen Realisation im entsprechenden Geschäftsjahr. |
| Note | Bilanzposten | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | Standard |
|---|---|---|---|
| (67) | Langfristige Personalverpflichtungen | IAS 19 | |
| Leistungsorientierte Pläne | Leistungsorientierte Pläne betreffen Pensionszusagen in Österreich, Frankreich, Norwegen und Deutschland sowie Abfertigungsverpflichtungen in Österreich, Slowenien, Bulgarien, Südkorea, Katar sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten. |
||
| Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Ver pflichtungen sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) durch einen Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versich erungsmathematischen Gutachtens. Der laufzeitadäquate Abzinsungssatz wird auf Basis der Rendite erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen, d. h. ein Rating von AA oder besser, bestimmt. |
|||
| Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungsverpflichtungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. |
|||
| Beitragsorientierte Pläne | Beitragsorientierte Pläne bestehen bei verschiedenen Konzerngesellschaften aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen, darüber hinaus wurden einzelvertrag liche Pensionsvereinbarungen abgeschlossen. Die Beiträge werden in der Periode als Aufwendungen erfasst, für die sie entrichtet werden. |
||
| Sonstige langfristige Personalrückstellungen |
Die sonstigen langfristigen Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen kollektivvertragliche Zusagen für Zahlungen von dienstzeitabhängigen Jubi läumssgeldern für Dienstnehmer der österreichischen und slowenischen Gesellschaften sowie Prämienvereinbarungen mit Vorstand und weiteren Führungskräften. |
||
| Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Jubiläums geldverpflichtungen erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst. |
|||
| (68) | Sonstige Rückstellungen | ||
| Rückstellungen werden zum erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt; bei langfristigen Rückstellungen wird der Barwert angesetzt. |
IAS 37 | ||
| (69) | Ertragsteuern | ||
| Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und ein Aufrechnungsanspruch vorhanden ist. |
IAS 12 | ||
| Latente Steuern werden nach der Liability-Methode angesetzt. Für die Berech nung der latenten Steuern wird der jeweils gültige Landessteuersatz angewen det. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahr scheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. |
|||
| Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze, die bei der Umkehr der temporären Differenzen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwar ten sind, herangezogen. Veränderungen der Steuern führen grundsätzlich zu Steueraufwendungen bzw. -erträgen. Steuern auf im sonstigen Ergebnis erfasste Sachverhalte werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Steuern auf direkt im Eigen kapital erfasste Sachverhalte werden erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt. |
| Note | Bilanzposten | Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | Standard |
|---|---|---|---|
| (70) | Umsatzrealisierung | ||
| Verkauf von Produkten | Für den Verkauf von Serienprodukten werden Umsatzerlöse erfasst, wenn der Kunde die Kontrolle über die Ware entsprechend den Lieferkonditionen erhält. Der Erlös wird zu diesem Zeitpunkt erfasst, unter der Voraussetzung, dass der Erlös und die Kosten verlässlich bestimmt werden können, die Gegenleistung wahrscheinlich erhalten wird und die Leistungsverpflichtung erfüllt ist. Die Leistungsverpflichtung ist normalerweise bei Eigentumsübergang entsprechend den INCOTERMS erfüllt. |
IFRS 15 | |
| Bei manchen Verträgen handelt es sich um Mehr-Komponenten-Verträge, die neben dem Verkauf von Serienprodukten noch zusätzliche Leistungsverpflich tungen wie beispielsweise Garantieverlängerungen und erweiterte Garantien (service type warranty), Service und Wartung oder Kommissionierung enthalten. Gemäß IFRS 15 wird die Gegenleistung auf die Komponenten entsprechend der relativen Einzelveräußerungspreise aufgeteilt. |
|||
| Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäfte |
Im Projektgeschäft wurden Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungs aufträgen in der Vergangenheit nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungs grades ("Percentage of Completion") erfasst. IFRS 15 definiert Kriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen über einen bestimmten Zeitraum. Fast alle Verträge im Projektgeschäft erfüllen die Kriterien für eine Erfüllung der Leistungsverpflichtung über einen bestimmten Zeitraum, da hier Vermögens werte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeit aufweisen, und PALFINGER während der Laufzeit des jeweiligen Vertrages jederzeit das Recht auf Zahlung der bereits erbrachten Leistung hat. Das Projektgeschäft umfasst die Bereiche Eisenbahnsysteme sowie Marine (Offshorekräne, Slipway Systeme, Winden, Boote und Davits). Bei langfristigen Dienstleistungsgeschäften werden die Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt, während diese erbracht wird. Wesentliche Finanzierungskomponenten bei Laufzeiten von über zwölf Monaten werden getrennt vom Umsatz bilanziert. Hierzu bestehen meist Ratenzahlungs vereinbarungen. |
||
| Wesentliche Vertragsanbahnungskosten werden nur bei einer Vertragsdauer von über zwölf Monaten aktiviert. Derzeit bestehen keine wesentlichen Vertrags anbahnungskosten. Variable Gegenleistungen sowie Rücknahmeverpflichtungen gibt es nur in |
PALFINGER bewertet Finanzinstrumente wie beispielsweise Derivate und bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wiederkehrend mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, werden in der Erläuterung "Finanzinstrumente" angeführt.
Der beizulegende Zeitwert ist als Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld bezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt, falls kein Hauptmarkt vorhanden ist. PALFINGER bemisst den beizulegenden Zeitwert anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.
Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nichtfinanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.
PALFINGER wendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen, wobei wenn möglich beobachtbare Inputfaktoren verwendet werden.
Die bilanzierten bzw. angegebenen beizulegenden Zeitwerte werden, basierend auf dem niedrigsten Level der verwendeten Inputfaktoren, folgenden Kategorien zugeordnet:
| Oberge sellschaft1) |
Direkte Beteiligung2) (in Prozent) |
Indirekte Beteiligung3) (in Prozent) |
FW4) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | ||
| Vollkonsolidierte Unternehmen | ||||||
| PALFINGER AG, Bergheim (AT) | EUR | |||||
| Andrés N. Bertotto S.A.I.C., Río Tercero (AR) | PAM | 70,00 | 70,00 | 70,00 | 70,00 | ARS |
| Elesa centro de montaje y servicios S.A, Madrid (ES) | PIB | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| EPSILON Kran GmbH, Salzburg (AT) | EMEA | 65,00 | 65,00 | 65,00 | 65,00 | EUR |
| Equipdraulic SL, Barcelona (ES) | EMEA | 100,00 | - | 100,00 | - | EUR |
| Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) | PUSH | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Guima Palfinger S.A.S., Caussade (FR) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Handelsbolaget Bunsön 7:1, Borlänge (SE) | HINZ | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | SEK |
| Harding Safety Panama, Panama City (PA) | PALM US | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Hinz Fastighets AB, Borlänge (SE) | HINZ | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | SEK |
| INMAN AO, Ischimbai (RU) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | RUB |
| Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) | PAM | 99,91 | 99,91 | 99,91 | 99,91 | BRL |
| Mega Repairing Machinery Equipment LLC, Dubai (AE) | PSYSU | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | AED |
| Megarme Inspection & Engineering Services LLC, Dubai (AE) | PSYSU | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | AED6) |
| Megarme General Contracting Company LLC, Abu Dhabi (AE) | PSYSU | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | AED |
| Nimet Srl, Lazuri (RO) | PPT BG | 60,00 | 60,00 | 60,00 | 60,00 | RON |
| Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) | PUSH | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger AB, Borlänge (SE) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | SEK |
| Palfinger Americas GmbH, Salzburg (AT) | PAUG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) | PAUG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Canarias Maquinaria S.L., Las Palmas de Gran Canaria (ES) | PIB | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger comércio e aluguer de máquinas S.A., Samora Correira (PT) | PIB | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Crane Rus OOO, St. Petersburg (RU) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | RUB |
| Palfinger India Pvt. Ltd., Chennai (IN) | PAUG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | INR |
| Palfinger Danmark AS, Middelfart (DK) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | DKK |
| Palfinger Deutschland Beteiligungs GmbH, Ganderkesee-Hoykenkamp (DE)5) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Duisburg GmbH, Ainring (DE)5) | PD | 100,00 | - | 100,00 | - | EUR |
| Palfinger EMEA GmbH, Bergheim (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Equipment (Nantong) Co. Ltd., Nantong (CN) | PTS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | CNY |
| Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger GBS Bulgaria EOOD, Sofia (BG) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger GmbH, Ainring (DE)5) | PP | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Hayons S.A.S., Silly en Gouffern (FR) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Ibérica Maquinaria S.L., Madrid (ES) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Interlift LLC, Cerritos (US) | PUSH | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger Japan K.K., Yokohama (JP) Palfinger Kama Cylinders OOO, Neftekamsk (RU) |
PAP EMEA |
100,00 51,00 |
100,00 51,00 |
100,00 51,00 |
100,00 51,00 |
JPY RUB |
| Palfinger Korea Co., Ltd., Seongnam-si (KR) | PAP | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | KRW |
| Palfinger Lifting Solutions Italy S.r.l., Bozen (IT) | PEU | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine Australia PTY Ltd, Winthrop (AU) | PAP | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | AUD |
| Palfinger Marine Canada Inc., Langley (CA) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | CAD |
| Palfinger Marine Czech s.r.o., Slaný (CZ) | PALM EU | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | CZK |
| Palfinger Marine DK AS, Munkebo (DK) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | DKK |
| Palfinger Marine Do Brasil Ltda., Rio de Janeiro (BR) | PALMA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | BRL |
| Palfinger Marine Doha WLL, Doha (QU) | PSYSU | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | QAR |
| Palfinger Marine Europe B.V., Schiedam (NL) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine Germany GmbH, Dägeling (DE) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine GmbH, Salzburg (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine Hong Kong Limited, Hong Kong (CN) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | HKD |
| Palfinger Marine Italy Srl, Livorno (IT) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine LSE (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao City (CN) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | CNY |
| Oberge sellschaft1) |
Direkte Beteiligung2) Beteiligung3) (in Prozent) (in Prozent) |
Indirekte | FW4) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | ||
| Vollkonsolidierte Unternehmen | ||||||
| Palfinger Marine Montagens Industriais do Brasil Ltda., Porto Alegre (BR) | PALM BR | 99,00 | 99,00 | 99,00 | 99,00 | BRL |
| Palfinger Marine Netherlands B.V., Haderwijk (NL) | PALMA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine Norway AS, Nesttun (NO) | PM HO | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | NOK |
| Palfinger Marine Norway Holding AS, Nesttun (NO) | PALMA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | NOK |
| Palfinger Marine Poland sp. z.o.o., Gdynia (PL) | PALMA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | PLN |
| Palfinger Marine Rus OOO, St. Petersburg (RU) | PALMA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | RUB |
| Palfinger Marine Safety AS, Seimsfoss (NO) | PM HO | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | NOK |
| Palfinger Marine Spain, S.L., Cádiz (ES) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine UK Limited, Gosport Hampshire (UK) | PALM AS | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | GBP |
| Palfinger Marine USA LLC, New Iberia (US) | PUSH | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger Marine Vietnam Co., Ltd., Hung Yen (VN) | PM NL | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger North America, LCC, Schaumburg (US) | PUSH | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger Platforms GmbH, Löbau (DE)5) | PDB | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Poland sp.z.o.o., Solec Kujawski (PL) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | PLN |
| Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger proizvodna tehnologija Hrvatska d.o.o., Delnice (HR) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| PALFINGER proizvodnja d.o.o., Marburg (SI) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger proizvodnja d.o.o. Nis, Nis (RS) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | RSD |
| Palfinger S.r.l., Bozen (IT) | PSUG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| STRUCINSPECT GmbH, Wien (AT) | PAG | 82,18 | 82,18 | 82,18 | 82,18 | EUR |
| Palfinger systems units GmbH, Salzburg (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Tail Lifts GmbH, Ganderkesee-Hoykenkamp (DE)5) | PDB | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Tail Lifts Limited, Welwyn Garden City (UK) | EMEA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | GBP |
| Palfinger Tail Lifts s.r.o., Bratislava (SK) | PALMA | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Taiwan Co., Ltd., Taipei City (TW) | PAP | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | TWD |
| Palfinger Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai (CN) | PAP | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | CNY |
| Palfinger US Holdings, Inc., Schaumburg (US) | PAM | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger USA Operations, LLC, Wilmington (US) | PUSH | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger, Inc., Niagara Falls (CA) | PAM | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger USA, LLC, Tiffin (US) | OSP | 100,00 | 100,00 | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger Vietnam Co Ltd., Ho Chi Minh City (VN) | PAP | - | 100,00 | - | 100,00 | VND |
| Podyomnie Maschini AO, Velikiye Luki (RU) | EMEA | 75,03 | 75,03 | 75,03 | 75,03 | RUB |
| SMZ OOO, Arkhangelsk (RU) | PM | 100,00 | 100,00 | 75,03 | 75,03 | RUB |
| Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU) | PM | 100,00 | 100,00 | 75,03 | 75,03 | RUB |
| Oberge sellschaft1) |
Direkte Beteiligung2) (in Prozent) |
Indirekte Beteiligung3) (in Prozent) |
FW4) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz | 2023 | 2024 | 2023 | 2024 | ||
| Equity-bilanzierte Unternehmen | ||||||
| Assoziierte Unternehmen | ||||||
| Crane Center Kamaz OOO, Nabereschnye Tschelny (RU) | EMEA | 49,00 | 49,00 | 49,00 | 49,00 | RUB |
| Palfinger France S.A.S., Étoile sur Rhône (FR) | EMEA | 48,94 | 48,94 | 48,94 | 48,94 | EUR |
| STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H., Elsbethen (AT) | EMEA | 45,00 | 45,00 | 45,00 | 45,00 | EUR |
| JETFLY Airline GmbH, Hörsching (AT) | PAG | 33,30 | 33,30 | 33,30 | 33,30 | EUR |
| Gemeinschaftsunternehmen | ||||||
| Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd., Nantong (CN) | PTS | 50,00 | 50,00 | 50,00 | 50,00 | CNY |
| Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH, Salzburg (AT) | PSUG | 50,00 | 50,00 | 50,00 | 50,00 | EUR |
| PALFINGER SANY Cranes OOO, Moskau (RU) | PSV | 100,00 | 100,00 | 50,00 | 50,00 | RUB |
| Palfinger Neptune Marine Equipment Technology (Shanghai) Co., Ltd., | PM NL | 50,00 | 50,00 | 50,00 | 50,00 | CNY |
| Shanghai (CN) | ||||||
| Sonstige Beteiligungen | ||||||
| Atheno AS, Stord (NO) | PALM AS | 6,20 | 6,20 | 6,20 | 6,20 | NOK |
| KESTRELEYE GmbH, Klagenfurt (AT) | PAG | 10,00 | 10,00 | 10,00 | 10,00 | EUR |
| Rosendal Hamn Eigedom AS, Rosendal (NO) | PALM AS | 3,00 | 3,00 | 3,00 | 3,00 | NOK |
| Rosendal Utvikling AS, Rosendal (NO) | PALM AS | 8,50 | 8,50 | 8,50 | 8,50 | NOK |
| Sunnhordlandsdiagonalen AS, Valen (NO) | PALM AS | 4,54 | 4,54 | 4,54 | 4,54 | NOK |
| 1) Obergesellschaft: EMEA = Palfinger EMEA GmbH, Bergheim (AT) HKPM = Holding Company Podyomnie Maschini AO, Arkhangelsk (RU) HINZ = Palfinger AB, Borlänge (SE) MP = Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) OSP = Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) PAG = PALFINGER AG, Bergheim (AT) PALM AS = Palfinger Marine Safety AS, Seimsfoss (NO) PALM BR = Palfinger Marine Do Brasil Ltda., Rio de Janeiro (BR) PALM EU = Palfinger Marine Europe B.V., Schiedam (NL) PALM US = Palfinger Marine USA Inc., New Iberia (US) PALMA = Palfinger Marine GmbH, Salzburg (AT) PAM = Palfinger Americas GmbH, Salzburg (AT) PAP = Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PAUG = Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) PD = Palfinger GmbH, Ainring (DE) 2) Aus Sicht der Obergesellschaft 3) Aus Sicht der PALFINGER AG |
PDB = Palfinger Deutschland Beteiligungs GmbH, Ganderkesee (DE) PEU = Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) PIB = Palfinger Ibérica Maqiunaria S.L., Madrid (ES) PM = Podyomnie Maschini AO, Velikiye Luki (RU) PM HO = Palfinger Marine Norway Holding AS, Nesttun (NO) PM NL = Palfinger Marine Netherlands B.V., Harderwijk (NL) PM NO = Palfinger Marine Norway AS, Nesttun (NO) PP = Palfinger Platforms GmbH, Löbau (DE) PPT = Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) PSUG = Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT) PSV = Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH, Salzburg (AT) PSYSU = Palfinger systems units GmbH, Salzburg (AT) PTL DE =Palfinger Tail Lifts GmbH, Ganderkesee (DE) PTS = Palfinger Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai (CN) PUSH = Palfinger US Holdings, Inc., Schaumburg (US) VMS = Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU) |
6) Gesellschaft wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert
5) Für diese Gesellschaften wurde § 264 (3) dHGB bzw. § 264b dHGB in Anspruch genommen.
Bergheim, am 5. März 2025
4) FW = funktionale Währung
Der Vorstand der PALFINGER AG
Ing. Andreas Klauser e.h. Dr. Felix Strohbichler e.h. Dr. Alexander Susanek e.h. Mag. Maria Koller e.h.
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorständsmitglied

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Wir bestätigen weiters nach bestem Wissen und Gewissen, dass der Konzernlagebericht inklusive der nichtfinanziellen Erklärung zum 31. Dezember 2024 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, sowie dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen zudem nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 der PALFINGER AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht zum 31. Dezember 2024 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, sowie dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Bergheim, am 5. März 2025
Der Vorstand der PALFINGER AG
Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Ing. Andreas Klauser e.h. Dr. Felix Strohbichler e.h. Dr. Alexander Susanek e.h. Mag. Maria Koller e.h.
Wir haben den Konzernabschluss der PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Konzernbilanz, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals und dem Konzern-Cashflow-Statement für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
Im Konzernabschluss der Palfinger AG sind Firmenwerte in Höhe von TEUR 140.183 (Vorjahr: TEUR 142.107) ausgewiesen. Die Firmenwerte sind den operativen Segmenten "Sales und Service" in Höhe von TEUR 107.090 (Vorjahr: TEUR 108.560) sowie dem Segment "Operations" in Höhe von TEUR 33.094 (Vorjahr: TEUR 33.547) zugeordnet. Die Überdeckung im Segment Operations ist im Vergleich zum Vorjahr auf 39,3 Mio. EUR gesunken. Wir haben daher die Werthaltigkeit des Firmenwertes im Segment Operations sowie die Werthaltigkeit der Buchwerte zahlungsmittelgenerierender Einheiten als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt definiert.
Der Konzern führt mindestens einmal jährlich bzw. bei Vorliegen von Anhaltspunkten, dass eine Wertminderung vorliegt, einen Wertminderungstest (Impairment Test) nach den Vorschriften des IAS 36 für die Firmenwerte sowie zahlungsmittelgenerierende Einheiten durch.
Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, soweit der Buchwert des Segments bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Segments bzw. einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Bei der Beurteilung, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, sind externe und interne Informationsquellen zu berücksichtigen.
Der Konzern ermittelt den Nutzungswert des Segments bzw. der zahlungsmittelgenerierender Einheiten mittels eines Discounted Cashflow-Modells. Aufgrund der Planungsunsicherheit wurden in die Berechnung des Nutzungswertes drei Szenarien einbezogen, wobei das realistische Szenario der vom Aufsichtsrat genehmigten Planung entspricht. Neben Prognosen der zukünftigen Cashflows ist insbesondere auch der Abzinsungssatz vor Steuern als stark ermessensbehaftet einzustufen. Da sich bereits geringfügige Änderungen im Cashflow in der ewigen Rente als auch im Abzinsungsfaktor wesentlich auf den Nutzungswert und damit den erzielbaren Betrag auswirken können, bestehen im Hinblick auf die Ermittlung des Nutzungswerts erhebliche Schätzunsicherheiten. Im Segment Operations würde eine Senkung der EBITs um 20 Prozent über die gesamte Planungsperiode, bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter, zu einem Abwertungsbedarf in Höhe von TEUR 136.400 führen, bei einer Senkung um 4,47 Prozent entspricht die Bewertung dem Buchwert.
Es besteht somit das Risiko für den Konzernabschluss, dass eine bestehende Wertminderung nicht oder nicht angemessener Höhe identifiziert wird. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit im Zusammenhang stehenden Anhangangaben nicht sachgerecht sind.
• Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Unter Einbeziehung unserer internen Bewertungsspezialisten haben wir die Angemessenheit der im Bewertungsmodell hinterlegten Annahmen zu den zukünftigen Cashflows und die Annahmen zu den wesentlichen Bewertungsparametern der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beurteilt.
Wir haben nachvollzogen, ob die in der Planungsrechnung verwendeten Annahmen in Bezug auf das realistische Szenario mit der vom Vorstand aufgestellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung übereinstimmen und die wesentlichen Treiber für die künftige Entwicklung (wie Umsatzerwartungen, Auszahlungen für Aufwendungen, Investitionen, Veränderungen im Working Capital) analysiert und kritisch gewürdigt. Insbesondere haben wir nachvollzogen, ob die aufgrund der Marktentwicklung in der Bauwirtschaft bestehenden Unsicherheiten in den Planungsannahmen angemessen berücksichtigt wurden. Die Prognosegüte vergangener Planungsrechnungen haben wir gewürdigt, indem wir die historischen Planwerte mit den tatsächlichen eingetretenen Werten verglichen haben und wesentlichen Abweichungen nachgegangen sind. Die Annahmen in Bezug auf Diskontierungszinssatz und Wachstumsrate haben wir überprüft. Die Angaben zum Wertminderungstest im Konzernanhang haben wir auf ihre rechnerische Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit hin beurteilt. Wir haben die Prüfungshandlungen in Bezug auf die Beurteilung der Werthaltigkeit des Firmenwertes des operativen Segmentes Operations sowie die
Werthaltigkeit der Buchwerte zahlungsmittelgenerierender Einheiten unter teilweiser Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten durchgeführt.
Das vom Konzern eingesetzte Bewertungsmodell ist geeignet, um einen IFRS-konformen Werthaltigkeitstest (Impairment Test nach IAS 36) durchzuführen. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Bewertungsparameter sind vertretbar. Die von IAS 36 geforderten Anhangangaben sind vollständig und sachgerecht.
• Verweis auf weitergehende Informationen
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2024 unter Anhangangabe 29 – "Immaterielle Vermögenswerte" in Unterpunkt – "Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer" sowie Anhangangabe – "Verwendung von Schätzungen und Ermessensspielräumen".
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nicht-finanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. April 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Peter Pessenlehner.
Wien 5. März 2025
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer
An den Vorstand und die Mitglieder des Aufsichtsrats der PALFINGER AG Lamprechtshausener Bundesstraße 8 5101 Bergheim bei Salzburg
Wir haben eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der im Konzernlagebericht im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" enthaltenen konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung der Palfinger AG, Bergheim bei Salzburg, für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr durchgeführt.
Auf der Grundlage unserer durchgeführten Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die im Konzernlagebericht im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" enthaltene konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht in allen wesentlichen Belangen mit den Anforderungen des Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU übereinstimmt, einschließlich:
Wir haben unsere Prüfung mit begrenzter Sicherheit unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der österreichischen berufsüblichen Grundsätze zu sonstigen Prüfungen und ergänzender Stellungnahmen, sowie des für derartige Aufträge geltenden International Standard on Assurance Engagements (ISAE 3000 (Revised)) – sofern im Prüfungsvertrag so vereinbart, durchgeführt. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, so dass dementsprechend eine geringere Prüfungssicherheit gewonnen wird.
Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Prüfers der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung" unseres Zusicherungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Unser Prüfungsbetrieb unterliegt den Bestimmungen der KSW-PRL 2022, die im Wesentlichen den Anforderungen gemäß ISQM 1 entspricht, und wendet ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem an, einschließlich dokumentierter Richtlinien und Verfahren zur Einhaltung ethischer Anforderungen, professioneller Standards sowie geltender gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Zusicherungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere zusammenfassende Beurteilung zu diesem Datum zu dienen.
Angaben zum Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden keiner vergleichbaren Prüfung unterzogen.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht und im Geschäftsbericht 2024, ausgenommen die "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" und unseren Zusicherungsvermerk.
Unsere zusammenfassende Beurteilung über die im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" aufgenommene konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung der im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" aufgenommenen konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob sie wesentliche Unstimmigkeiten zur im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" aufgenommenen Nachhaltigkeitsberichterstattung oder zu unseren bei der Prüfung mit begrenzter Sicherheit erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung der Nachhaltigkeitserklärung einschließlich der Entwicklung und Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse gemäß den geltenden Anforderungen und Standards verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit umfasst
Diese Verantwortlichkeit umfasst weiters die Auswahl und Anwendung geeigneter Methoden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind.
Bei der Berichterstattung über zukunftsgerichtete Informationen ist die Gesellschaft verpflichtet, diese zukunftsgerichteten Informationen auf der Grundlage offengelegter Annahmen über Ereignisse, die in der Zukunft eintreten könnten, sowie möglicher zukünftiger Maßnahmen des Konzerns zu erstellen. Wahrscheinlich wird es zu Abweichungen kommen, da erwartete Ereignisse häufig nicht wie angenommen eintreten.
Bei der Festlegung der Angaben gemäß der EU-Taxonomie-VO sind die gesetzlichen Vertreter verpflichtet, unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Unbestimmte Rechtsbegriffe können, auch hinsichtlich der Rechtskonformität ihrer Auslegung, unterschiedlich ausgelegt werden und unterliegen dementsprechend Unsicherheiten.
Bei der Berichterstattung über Treibhausgasemissionen spielt die wissenschaftliche Grundlage eine entscheidende Rolle. Dies kann jedoch auch zu Herausforderungen führen, insbesondere wenn es um die Bestimmung von Emissionsfaktoren geht, vor allem wenn diese Faktoren erforderlich sind, um die Emissionen verschiedener Gase zu kombinieren und in einer einheitlichen Maßeinheit, wie z. B. CO2-Äquivalenten, auszudrücken. Unvollständige wissenschaftliche Erkenntnisse können daher zu Unsicherheiten in der Berichterstattung führen.
Unsere Aufgabe ist die Planung und Durchführung einer Prüfung, um begrenzte Sicherheit darüber zu erlangen, ob die im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" enthaltene konsolidierte Nachhaltigkeitsberichterstattung einschließlich des darin dargestellten Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse und der Berichterstattung nach der EU-Taxonomie-VO frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, und darüber einen Vermerk zu erstellen, der unsere zusammenfassende Beurteilung enthält. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf Grundlage der Nachhaltigkeitserklärung getroffenen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Während der gesamten Prüfung mit begrenzter Sicherheit üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Zu unseren Verantwortlichkeiten gehören:
Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit erfordert die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Nachweisen über die im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" enthaltene Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die Art, der Zeitpunkt und der Umfang der ausgewählten Prüfungshandlungen hängen von pflichtgemäßem Ermessen ab, einschließlich der Identifizierung von Angaben in der Nachhaltigkeitserklärung, bei denen wesentliche falsche Darstellungen wahrscheinlich sind, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtum.
Bei der Durchführung unserer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit in Bezug auf die im Abschnitt "konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung" enthaltene Nachhaltigkeitsberichterstattung gehen wir wie folgt vor:
Bei der Prüfung der Nachhaltigkeitserklärung mit begrenzter Sicherheit handelt es sich um eine freiwillige Prüfung. Vereinbarungsgemäß ist im Haftungsfall ein allfälliges Mitverschulden der geprüften Gesellschaft, ihrer gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen zu berücksichtigen. Da unser Bericht ausschließlich im Auftrag und im Interesse der Gesellschaft erstellt wird, bildet er keine Grundlage für ein allfälliges Vertrauen dritter Personen auf seinen Inhalt. Ansprüche dritter Personen können daher daraus nicht abgeleitet werden.
Diesen Zusicherungsvermerk erstatten wir auf Grundlage des mit dem Auftraggeber geschlossenen Prüfungsvertrags, dem auch mit Wirkung gegenüber Dritten die beigelegten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe (AAB 2018) zugrunde liegen.
Abweichend von Punkt 7. Abs. 2 der AAB 2018 ist unsere Haftung für grobe Fahrlässigkeit gegenüber der Gesellschaft entsprechend den Größenmerkmalen der Gesellschaft unter Zugrundelegung der Größenklassen des § 221 UGB in Anwendung des der Größenklasse der Gesellschaft entsprechenden Haftungshöchstbetrages des § 275 Abs. 2 UGB mit dessen Hälfte auf EUR 6 Mio. begrenzt.
Der für die Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Peter Pessenlehner, Wirtschaftsprüfer.
Wien
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2024 wahr und kam zu vier ordentlichen Sitzungen am 6. März, 14. Juni, 25. September und 12. Dezember 2024 zusammen. Der Vorstand nahm an sämtlichen Sitzungen teil. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend über den Geschäftsgang und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstand – auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen – regelmäßig in Kontakt und diskutierte mit ihm die Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikolage des Unternehmens.
Neben der aktuellen Geschäftsentwicklung und Planung befasste sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2024 vor allem mit den folgenden Themen: den geopolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, etwa im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise und den Herausforderung infolge der Konjunktur-, Preis- und Zinsentwicklungen, größeren Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen, strategischen Partnerschaften, verschiedenen Integrations-, Restrukturierungs- und Expansionsprojekten, der Strategie in den einzelnen Segmenten, der Nachhaltigkeitsstrategie und -berichterstattung, den Entwicklungen im gruppenweiten Risikomanagement sowie den damit einhergehenden ökonomischen, ökologischen sowie gesellschaftlichen Risiken.
Ferner wurden im Jahr 2024 drei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss 2024, dem Internen Kontrollsystem, dem Risikomanagement, IFRS- bzw. Bilanzierungsthemen, der Internen Revision, den Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Umsetzung im Unternehmen sowie der Überwachung der Abschlussprüfung befasst.
Der Nominierungsausschuss hat sich im Jahr 2024 in einer Sitzung vor allem mit der Zusammenarbeit und Arbeitsweise des Vorstands sowie mit Fragen der Besetzung und Nachfolge im Aufsichtsrat befasst.
Der Vergütungsausschuss hat sich im Jahr 2024 in einer Sitzung schwerpunktmäßig mit dem Entgelt für die Vorstandsmitglieder, einer Abänderung der Vergütungspolitik sowie der Aufstellung des Vergütungsberichts für die Hauptversammlung 2024 befasst.
Der Digitalausschuss befasst sich vertieft mit digitalen Technologien und der Vorbereitung von hiermit zusammenhängenden Berichts- und Beschlusspunkten für den Aufsichtsrat und trat in 2024 zu zwei Sitzungen zusammen.
Für weitere Details der Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse wird auf den Corporate-Governance-Bericht 2024 verwiesen.
Der Jahresabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2024 und der Lagebericht 2024 gemäß § 267a UGB wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der PwC Wirtschaftsprüfung GmbH geprüft. Die Prüfung ergab, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht der PALFINGER AG den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Nach ihrem abschließenden Ergebnis gab die Prüfung keinen Anlass zu Beanstandungen, sodass für 2024 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk seitens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilt wurde. Dies gilt auch für den Konzernabschluss 2024. Der nach IFRS (wie in der EU anzuwenden) aufgestellte Konzernabschluss wurde um den Konzernlagebericht und weitere Erläuterungen gemäß § 245a UGB ergänzt.
Der Aufsichtsrat billigte den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 samt Lagebericht und Corporate-Governance-Bericht für das Geschäftsjahr 2024. Der Jahresabschluss 2024 der PALFINGER AG ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat erklärte sich mit dem gemäß § 244 ff UGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2024 einverstanden. Der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2024 wurde seitens des Aufsichtsrats geprüft und gebilligt.
Die Evaluierung der Einhaltung der Regeln des ÖCGK durch die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 führte die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH durch. Es wurde festgestellt, dass die abgegebene Erklärung der PALFINGER AG zur Einhaltung des Corporate Governance Kodex den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht. Die Einhaltung der Regeln 77 bis 83, soweit es sich um C-Regeln handelt, wurde von der Schönherr Rechtsanwälte GmbH evaluiert.
Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeitenden von PALFINGER Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die hervorragenden Leistungen im Geschäftsjahr 2024 aus.
Bergheim, am 5. März 2024
Ing. Hubert Palfinger e.h.
Lamprechtshausener Bundesstraße 8 5101 Bergheim Österreich www.palfinger.ag
Andreas Klauser, CEO – Chief Executive Officer DW 81008, [email protected]
Felix Strohbichler, CFO – Chief Financial Officer DW 81006, [email protected]
Hannes Roither, Konzernsprecher DW 81100, [email protected]
Grayling Austria GmbH UKcom Finance
Strichpunkt Design
Satz
Inhouse produziert mit SmartNotes
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie "erwarten", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier dargestellten Erwartungen abweichen. Ebenso können sich in Einzelfällen aufgrund interner Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität Änderungen in den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Vorjahre ergeben haben.
Veröffentlicht am 5. März 2025
Druck- und Satzfehler vorbehalten


Südkorea, Seongnam-si

Bewertung nachEquity undsonstige Beteiligungen
Stand per 31.Dezember 202
100%
| 100% PALFINGER Marine NetherlandsB.V. Niederlande, Harderwijk |
|---|
| 100% PALFINGER Marine Vietnam Co., Ltd. Vietnam, Hung Yen |
| 50% Palfinger Neptune Marine Equipment Technology (Shanghai)Co., Ltd. China, Shanghai 50% Jiangyin Neptune Marine Appliance Co. Ltd. (CN) |
| 100% PALFINGER Marine Poland sp. z.o.o. Polen, Gdynia |
| 96,65% PALFINGER Marine Do Brasil Ltda. Brasilien, Rio de Janeiro 3,35% PALFINGER Marine Safety AS |
| 99% PALFINGER Marine Montagens Industriais do Brasil Ltda. Brasilien, Porto Alegre 1% Koch Metalúrgica Ltda. |
| 100% PALFINGER Marine Rus OOO Russland, St. Petersburg |
| 100% PALFINGER Tail Lifts s.r.o. Slowakei, Bratislava |
| 100% PALFINGER Marine Norway Holding AS Norwegen, Nesttun |
| 100% PALFINGER Marine Norway AS Norwegen, Nesttun |
| 100% PALFINGER Marine Safety AS Norwegen, Seimsfoss |
| 100% PALFINGER Marine Canada Inc. Kanada, Langley |
| 100% PALFINGER Marine LSE (Qingdao) Co., Ltd. China, Qingdao |
| 100% PALFINGER Marine Hong Kong Limited China, Hongkong |
| 100% PALFINGER Marine UK Limited Vereinigtes Königreich, Gosport Hampshire |
| 100% PALFINGER Marine DK AS Dänemark, Munkebo |
| 100% PALFINGER Marine Spain SL Spanien, Cádiz |
| 100% PALFINGER Marine Italy Srl Italien, Livorno |
| 100% PALFINGER Marine Germany GmbH Deutschland, Dägeling |
| 100% PALFINGER Marine Europe B.V. Niederlande, Schiedam |
| 100% PALFINGER Marine Czech s.r.o. Tschechische Republik, Slaný |
Stand per 31.Dezember 202
100%

ZUM 31. DEZEMBER 2024
DER
PALFINGER AG, BERGHEIM BEI SALZBURG
| 31/12/2024 | 31/12/2023 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | ||
| A. Anlagevermögen | |||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände 1. |
|||||
| Konzessionen, Rechte | 5.246.758,00 | 6.859 | |||
| 11. Sachanlagen |
|||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und | |||||
| Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem | |||||
| Grund | 84.472.884,19 | 80.862 | |||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 29.388.00 | 30 | |||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- | |||||
| ausstattung | 10.505.679,00 | 11.185 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 16.022.877,59 | 6.453 | |||
| 111.030.828,78 | 98.530 | ||||
| III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
450.121.602,59 | 411.122 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 68.961.482,28 | 71.681 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 68.961.482,28 | 71.681 | |||
| 3. Beteiligungen | 129.940,25 | 130 | |||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein | |||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 846.055.62 | 621 | |||
| 5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 403.931,17 | 843 | |||
| 520.463.011,91 | 484.397 | ||||
| 636.740.598,69 | 589.786 | ||||
| B. | Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | |||||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 101.611,38 | 550 | |||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 76.964,21 | 68 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
0,00 | 669.565.211,06 | 0 | 795.623 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 162.000.000,00 | 172.000 | |||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen | |||||
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 813.633,79 | 668 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 500.000,00 | 500 | |||
| 4. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 8.179.625,76 | 8.202 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 101.322,79 | 107 | |||
| 678.635.434,82 | 804.561 | ||||
| III. Wertpapiere und Anteile | 230.70 | 0 | |||
| sonstige Wertpapiere und Anteile | |||||
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 69.689.381,76 | 14.880 | |||
| 748.426.658,66 | 819.991 | ||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 7.959.867,97 | 6.450 | |||
| D. Aktive latente Steuern | 15.200.449,13 | 13.630 | |||
| 1.408.327.574.45 | 1.429.857 |
| 31/12/2024 | 31/12/2023 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | ||
| A. | Eigenkapital | ||||
| 1. Grundkapital |
37.593.258,00 | 37.593 | |||
| Nennbetrag eigener Anteile | -2.826.516,00 | -2.826 | |||
| ausgegebenes Kapital | 34.766.742,00 | 34.767 | |||
| 11. Kapitalrücklagen |
|||||
| gebundene | 90.087.230,78 | 90.087 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 290.691,34 | 291 | |||
| 2. Rücklage für eigene Anteile | 2.826.516,00 | 2.827 | |||
| 3.117.207,34 | 3.118 | ||||
| IV. Bilanzgewinn | 246.969.369,17 | 202.215 | |||
| davon Gewinnvortrag | 165.710.345,89 | 205.897 | |||
| 374.940.549,29 | 330.187 | ||||
| B. Rückstellungen | |||||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 3.470.611,60 | 3.195 | |||
| 1.330 | |||||
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 1.642.274,35 | ||||
| 3. sonstige Rückstellungen | 28.186.378,79 | 24.415 | |||
| 33.299.264,74 | 28.940 | ||||
| ﻥ | Verbindlichkeiten | ||||
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 352.646.788,31 | 507.611 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 647.276.123,63 | 563.119 | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 732.482.128,05 | 690.639 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
85.284.628,05 | 127.709 | |||
| 647.197.500,00 | 562.930 | 12.681 | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr |
16.129.403,20 | 16.129.403,20 | 12.681 | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 363.591 | ||||
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 247.951.281,31 | 247.951.281,31 | 363.591 | ||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit | |||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 783.821,16 | 1.087 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 783.821,16 | 1.087 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 | |||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 2.576.278,22 | 2.732 | |||
| davon aus Steuern | 1.146.468,25 | 1.063 | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 1.183.998,43 | 1.199 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | 2.497.654,59 | 2.543 | |||
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 78.623,63 | 189 | |||
| 999.922.911,94 | 1.070.730 | ||||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 164.848,48 | 0 | |||
| 1.408.327.574.45 | 1.429.857 |
| 2024 | 2023 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | ||
| 1. Umsatzerlöse | 61.308.055,67 | 41.490 | |||
| 2. sonstige betriebliche Erträge | |||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | |||||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 8,08 | 2 | |||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 419.747,75 | 710 | |||
| 7.708 | |||||
| c) übrige | 3.872.790,31 | ||||
| 4.292.546,14 | 8.420 | ||||
| 3. Aufwendungen für Material | -199.387,09 | -206 | |||
| 4. Personalaufwand | |||||
| a) Löhne | -21.002,73 | 0 | |||
| Gehälter b) |
-58.770.326,04 | -54.937 | |||
| c) soziale Aufwendungen | -15.445.885,74 | -14.149 | |||
| davon Aufwendungen für Altersversorgung | -88.810,49 | -15 | |||
| davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche | |||||
| Mitarbeitervorsorgekassen | -1.117.664,88 | -900 | |||
| davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | -11.333 | ||||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | -12.370.106,21 | ||||
| -74.237.214,51 | -69.086 | ||||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | |||||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | -10.196.528,28 | -9.577 | |||
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | -88.206.241,52 | -87.980 | |||
| davon Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 fallen | -103.627,40 | -141 | |||
| 7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 | -107.238.769,59 | -116.939 | |||
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 183.176.918,81 | 95.005 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen | 183.172.425,00 | 95.000 | |||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des | |||||
| Finanzanlagevermögens | 408.293,79 | 14 | |||
| 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 55.730.934,05 | 52.495 | |||
| davon aus verbundenen Unternehmen | 40.501.735,17 | 38.858 | |||
| 11. Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 86.828,54 | 8.180 | |||
| 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren | |||||
| des Umlaufvermögens | -425.443,27 | -10.998 | |||
| davon Abschreibungen | 425.443,27 | -10.998 | |||
| davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | 425.443,28 | -10.998 | |||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -60.321.306,08 | -55.184 | |||
| davon betreffend verbundene Unternehmen | -8.180.492,10 | -7.774 | |||
| 14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 | 178.656.225,84 | 89.512 | |||
| 15. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 7 und Z 14) | 71.417.456,25 | -27.427 | |||
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9.841.567,03 | 23.745 | |||
| davon latente Steuern | 1.570.888,29 | 411 | |||
| 17. Ergebnis nach Steuern | 81.259.023,28 | -3.682 | |||
| 18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 81.259.023,28 | -3.682 | |||
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 165.710.345,89 | 205.897 | |||
| 20. Bilanzgewinn | 246.969.369,17 | 202-215 |
Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 13. Oktober 1988 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ist beim Handelsgericht Salzburg unter der Firmenbuchnummer FN 33393 h eingetragen.
Der Jahresabschluss der PALFINGER AG wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung erstellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.
Unter Bezugnahme auf § 221 Abs. 1 UGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 246.969,4 (Vorjahr: TEUR 202.215,4) einen Betrag von TEUR 31.290,1 (Vorjahr: TEUR 36.505,1) auszuschütten und den verbleibenden Betrag von TEUR 215.679,3 (Vorjahr: TEUR 165.710,4) auf neue Rechnung vorzutragen.
Weiters wurde der Vorstand in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere EUR 10.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.
Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
Der Vorstand der Gesellschaft hat am 27. Jänner 2014 beschlossen und der Aufsichtsrat hat am 17. Februar 2014 diesem Beschluss zugestimmt, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 35.730.000,00 durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals um EUR 1.863.258,00 auf EUR 37.593.258,00 durch Ausgabe von 1.863.258 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, je mit Stimmrecht und mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1 je Stückaktie, gegen Sacheinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der übrigen Aktionäre zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 14. Mai 2014 ins Firmenbuch eingetragen.
Der Vorstand wurde durch die ordentliche Hauptversammlung vom 7. April 2021 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab 20. September 2021 sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 10 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 100 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Im Falle des außerbörslichen Erwerbs kann dieser auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Veräußerungsrechts durchgeführt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, unter sinngemäßer Anwendung der Regelungen über den Bezugsrechtsausschluss der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden.
Für das Geschäftsjahr 2023 bestand eine Prämienvereinbarung mit Führungskräften, die nach Eintritt der vereinbarten Kennzahlen im Jahr 2024 zur Auszahlung gelangte.
Für das Geschäftsjahr 2024 besteht wiederum eine Prämienvereinbarung mit Führungskräften, die bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen im Jahr 2025 zur Auszahlung gelangt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden dafür Vorsorgen in Höhe von TEUR 742,8 (Vorjahr: TEUR 1.702,5) ergebniswirksam erfasst.
Zur Optimierung des Working Capital schlossen die PALFINGER AG bzw. ausgewählte österreichische und deutsche Tochtergesellschaften bereits im Jahr 2014 einen Factoring-Vertrag ab. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von TEUR 60.000 verkauft. In den Jahren 2019 und 2022 wurde das maximale Volumen auf TEUR 110.000 erhöht und weitere europäische Tochtergesellschaften eingebunden.
Die PALFINGER AG in ihrer Eigenschaft als Garantiegeber garantiert unbedingt und unmittelbar, dass die Forderungsverkäufer jederzeit ihre Verpflichtungen unter diesem Factoring-Vertrag erfüllen werden und dass insbesondere die Fakturierungs-, Kredit- und Einziehungspraktiken der angekauften Forderungen nicht zum Nachteil des Faktors geändert werden.
Die PALFINGER AG wird für Schäden aus Pflichtverletzungen der Forderungsverkäufer auf Anforderung des Faktors, noch vor endgültiger Klärung des Schadensfalls, Entschädigung leisten. Über den tatsächlichen Eintritt des Garantiefalls ist abschließend erst in einem etwaigen Rückforderungsprozess zu befinden.
Diese Garantie ist eine selbstständige Garantie und keine Bürgschaft und wurde zum Stichtag mit TEUR 55.816,7 (Vorjahr: TEUR 80.855,2) bewertet. Die Garantie wird im Bericht unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesen.
Weiters fungiert die PALFINGER AG auch als Garantiegeber unbedingt und unmittelbar für die Factoring-Vereinbarungen von amerikanischen Tochtergesellschaften mit einem maximalen Volumen in Höhe von TUSD 50.000,0 (Vorjahr: TUSD 50.000,0). Diese Garantie wird zum Stichtag mit TUSD 12.558,1 (Vorjahr: TUSD 13.891,6) bewertet.
Darüber hinaus besteht seit dem Jahr 2017 für ausgewählte Lieferanten von österreichischen und europäischen Tochtergesellschaften die Möglichkeit, an einem Reverse-Factoring-Programm zur Finanzierung ihrer Forderungen gegenüber PALFINGER teilzunehmen. Das maximale Volumen dieses Programms beläuft sich auf TEUR 70.000,0 (Vorjahr: TEUR 70.000,0). Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der PALFINGER AG hieraus Garantien in Höhe von TEUR 30.080,3 (Vorjahr: TEUR 45.988,6) übernommen.
Zwischen den Konzerngesellschaften und der PALFINGER AG gib es einen Vertrag zur Betriebsmittelfinanzierung, welcher in beiden Gesellschaften über ein sogenanntes Clearingkonto in der Bilanz dargestellt wird.
Die PALFINGER AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG (Antrag vom 1. Dezember 2005), welcher die Palfinger Europe GmbH, die Palfinger Marine GmbH, die EPSILON Kran GmbH, die Palfinger S. Units GmbH, die Palfinger Area Units GmbH, die Palfinger Americas GmbH, die Palfinger EMEA GmbH, die Palfinger systems units GmbH sowie die STRUCINSPECT GmbH (vormals: Palfinger Structural Inspection GmbH) angehören.
Zwischen dem Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.
Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzt sich wie folgt zusammen
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Aufwand Gruppenbesteuerung / Mindest-KöSt | 17,7 | 0,0 |
| Lat. Steuerertrag/Steueraufwand inkl. Verlustvortrag | -1.570,9 | -411,5 |
| Steuerumlagen von Gruppenmitgliedern | -16.214,7 | -32.252,5 |
| Steuerumlagen an Gruppenmitglieder | 7.858,5 | 8.658,2 |
| Nicht anrechenbare Quellensteuer | 119,8 | 67,9 |
| Körperschaftsteuer für Vorperioden | -52,0 | 192,9 |
| Summe | -9.841,6 | -23.745,0 |
PALFINGER als multinationale Unternehmensgruppe mit weltweiten Konzernumsätzen von über 750 Mio. EUR fällt in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen zur globalen Mindeststeuer (Pillar Two bzw. auch Säule-2- Ertragsteuer genannt).
Am 30.12.2023 wurde das Mindestbesteuerungsgesetz in Österreich veröffentlicht, welches mit 31.12.2023 in Kraft getreten ist. Die Regelungen sind somit auf Geschäftsjahre, welche ab dem 31. Dezember 2023 beginnen, erstmalig anwendbar.
PALFINGER mit Sitz der obersten Muttergesellschaft in Österreich weist einen zusätzlichen Steueraufwand für Säule-2- Ertragsteuern iHv TEUR 184 aus.
PALFINGER erstellt einen qualifizierten länderbezogenen Bericht (CbCR) und nimmt somit die temporären Safe-Harbour-Regelungen für die vereinfachte Berechnung der Safe-Harbour-Tests in Anspruch.
Für alle Geschäftseinheiten in Steuerhoheitsgebieten, welche einen oder mehrere Tests erfüllen, ergibt sich somit eine Reduktion des Ergänzungssteuerbetrags auf null.
Für Geschäftseinheiten in Steuerhoheitsgebieten, welche keinen der Safe-Harbour-Tests erfüllen, kommt es zur Berechnung der Ergänzungssteuer im Vollanwendungsbereichs des Mindestbesteuerungsgesetzes.
Die Vollanwendung kommt auf Gesellschaften, welche in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Singapur tätig sind, zur Anwendung:
| in TEUR | Mindeststeuer Gewinn 2024 (GloBE-Income) |
Angepasste erfasste Steuern 2024 |
Ermittelter Ergänzungssteuer betrag (abzüglich Substanzfreibetrag) |
|---|---|---|---|
| Singapur | 8.591 | 1.452 | - |
| - Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. | |||
| Vereinigte Arabische Emirate (VAE) | 3.783 | 342 | 184 |
| -Palfinger Marine Europe B.V.-Dubai Branch | |||
| - Mega Repairing Machinery Equipment LLC | |||
| - Megarme General Contracting Company LLC |
In Singapur ergibt sich keine Säule-2-Ergänzungssteuer (Top-up Tax), da in diesem Steuerhoheitsgebiet Steuergutschriften aus Vorjahren anfallen, welche für die GloBE/Mindeststeuer-Berechnungen nicht angesetzt werden dürfen.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten gibt es zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch keine gesetzlichen Regelungen zur nationalen Säule-2-Ergänzungssteuer, aus diesem Grund greifen die Regelungen der Primär-Ergänzungssteuern des Steuerhoheitsgebiets der jeweiligen zwischengeschalteten Muttergesellschaft (PALFINGER AG) der niedrigbesteuerten Geschäftseinheiten.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.
Schätzungen beruhen auf einer umsichtigen Beurteilung. Soweit statistische ermittelbare Erfahrungen aus gleich gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat das Unternehmen diese bei den Schätzungen berücksichtigt.
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode, bewertet.
| Nutzungsdauer | |||
|---|---|---|---|
| in Jahren Abschreibungssatz in % |
|||
| Lizenzen und EDV-Software | 3 bis 5 | 33 bis 20 |
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.
Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern und Abschreibungssätze berechnet:
| Nutzungsdauer in Jahren Abschreibungssatz in % |
||
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 20 bis 25 | 5 bis 4 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4 bis 10 | 25 bis 10 |
Für die Zugänge des Geschäftsjahres wurde ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung eine monatliche Abschreibung berechnet (pro rata temporis).
Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungskosten bis EUR 1.000,00 (Vorjahr EUR 1.000,00)) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang gezeigt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert.
Wenn Anhaltspunkte für einen wesentlich gesunkenen beizulegenden Wert vorliegen, ist dieser im Rahmen der Prüfung der Notwendigkeit einer verpflichtenden Abschreibung wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung zu ermitteln. Liegt der ermittelte beizulegende Wert unter dem Beteiligungsbuchwert, ist von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen. Liegen diese Anhaltspunkte für einen wesentlich gesunkenen beizulegenden Wert nicht mehr vor oder ergeben sich aus anderen Ursachen Anhaltspunkte für einen nach Vornahme einer Abschreibung gestiegenen beizulegenden Wert, hat eine Zuschreibung zu erfolgen.
Die Prüfung der Notwendigkeit einer verpflichtenden Abschreibung sowie die Bewertung basieren auf dem subjektiven Unternehmenswert, der nach anerkannten Bewertungsverfahren im Rahmen einer Discounted-Cashflow-Methode ermittelt wurde. Der beizulegende Wert ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen.
Mittels Gesellschafterbeschluss vom 31. März 2024 und vom 11. Dezember 2024 wurde der JETFLY Airline GmbH, Hörsching, ein Zuschuss in Höhe von insgesamt EUR 225.000,00 gewährt.
Mittels Gesellschafterbeschluss vom 16. Juli 2024 wurde der Palfinger S. Units GmbH, Salzburg, ein Zuschuss in Höhe von EUR 4.000.000,00 gewährt.
Mittels Gesellschafterbeschluss vom 28. August 2024 wurde der Palfinger Marine GmbH, Salzburg, ein Zuschuss in Höhe von EUR 35.000.000,00 gewährt.
Weiters sind in den Finanzanlagen Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit Buchwerten in Höhe von TEUR 68.961,5 (Vorjahr: TEUR 71.680,9) enthalten. Auf Grund der Fremdwährungsbewertung der britischen Pfund und der norwegischen Kronen waren im Geschäftsjahr 2024 Zuschreibungen in Höhe von TEUR 86,8 (Vorjahr: TEUR 46,1) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 418,2 (Vorjahr: TEUR 614,9) vorzunehmen.
Lagen bei den Wertpapieren des Anlagevermögens die Kurswerte zum 31. Dezember 2024 über den Buchwerten, wurden Zuschreibungen der Buchwerte auf die höheren Kurswerte, bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten, vorgenommen. In Fällen, in denen die Kurswerte unter den historischen Anschaffungskosten lagen, wurde eine Abschreibung der Buchwerte auf die niedrigeren Kurswerte vorgenommen.
Die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen ist im Beteiligungsspiegel (Beilage 2) dargestellt.
Die mengenmäßige Erfassung der Vorräte erfolgte im Zuge von permanenten Inventuren sowie für einzelne Bereiche in Form einer vorgelagerten Stichtagsinventur, welche bis spätestens 23. Dezember 2024 abzuschließen war.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen und bei von Konzernunternehmen gelieferten Materialen zu Standardpreisen.
Forderungen sind zum Nennwert angesetzt.
Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem jeweiligen Devisengeldkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.
Die Forderungen aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis werden verzinst.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Stichtagkurs aktiviert.
Rückstellung für Abfertigung, Rückstellung für den Abfertigungen ähnlichen Verpflichtungen (Jubiläumsgeld) und Pensionen
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2024 unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 27 "Rückstellungen für Pensions-, Abfertigungs-, Jubiläumsgeld- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches" (Juni 2022) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IAS 19 revised 2011). Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.
Die Berechnungen basieren auf einem Rechnungszinssatz von 3,04% p.a. (Vorjahr: 3,65% p.a.) für Abfertigungen, 3,21% p.a. (Vorjahr: 3,75% p.a.) für Jubiläumsgelder und 3,10% p.a. (Vorjahr: 3,65% p.a.) für Pensionen. Für Abfertigungen und Jubiläumsgelder wurde eine Gehaltssteigerung von 3,0% p.a. (Vorjahr: 5,0%) für 2025 und 3,0% für die Jahre ab 2026 (Vorjahr: 3,0% p.a.) angenommen.
Die Valorisierung der zukünftigen Pensionsansprüche wurde mit 1,7% für das Jahr 2025 (Vorjahr: 5,0%) und für die Jahre ab 2026 mit 1,7% p.a. (Vorjahr: 1,7% p.a.) angenommen.
Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die Alterspension gem. Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zu Grunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2018-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. Die Abfertigungsansprüche wurden bis zu jeweiligen Ausscheiden, gewichtet nach Wahrscheinlichkeiten (maximal bis zum Pensionsalter), verteilt.
Beim verwendeten Rechnungszinssatz handelt es sich um einen Stichtagszinssatz. Der Stichtagszinssatz ist jener Zinssatz, zu dem sich ein Unternehmen mit hochklassiger Bonitätseinstufung am Abschlussstichtag der durchschnittlichen Restlaufzeit der Verpflichtungen im Wesentlichen entsprechendes Fremdkapital beschaffen kann.
Die Fluktuation bei der Jubiläumsgeldrückstellung wurde in Form von jährlichen Ausscheidewahrscheinlichkeiten, welche aus den Ausscheidedaten der Jahre 2019 bis 2023 ermittelt wurden, berücksichtigt.
Jährliche Fluktuation nach vollen Dienstjahren und in Prozent für Jubiläumsgeld: 0 bis 2 – 7,72%, 3 bis 4 – 7,62%, 5 bis 9 – 6,01%, 10 bis 14 – 2,92%, 15 bis 19 - 2,35%, 20 bis 24 - 2,95%, 25 bis 99 – 1,59%;
Jährliche Fluktuation nach vollen Dienstjahren und in Prozent für Abfertigungen: 0 bis 10 - 0,00%, 11 bis 15 – 0,00%, 16 bis 25 - 0,70%, 26 bis 99 - 0,26%;
Bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung wurden Lohnnebenkosten in Höhe von 7,06% (Vorjahr: 7,09%) berücksichtigt. Die Zinsen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Bei der Berechnung wurden die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ-2018-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.
Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder, Leistungsprämien, Rückstellungen für Fremdwährungsderivate, Cash-Flow-Hedges, Zinsswaps, Garantierückstellungen, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten.
Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden gemäß dem Höchstwertprinzip mit dem Devisenbriefkurs des Entstehungszeitpunktes bzw. den höheren Devisenbriefkursen am Stichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen werden verzinst.
Derivative Finanzinstrumente
Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Zweck der Absicherung von geplanten operativen Positionen abgeschlossen. Finanzgeschäfte, denen keine operativen Positionen gegenüberstehen, werden nicht getätigt.
Es werden Währungssicherungsgeschäfte zum Hedging von operativen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung und zur Sicherung von Fremdwährungsfinanzierungen von Konzerngesellschaften in USD, CAD, NOK, SEK, JPY, CNY, PLN und GBP eingesetzt. Zinssicherungen werden ebenfalls durchgeführt.
Die variablen Finanzierungen wurden im Geschäftsjahr 2024 mit Zinsswaps im Ausmaß von TEUR 235.000,0 (Vorjahr: TEUR 155.000,0) gesichert.
Der Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 ist in folgender Tabelle dargestellt:
| TEUR | Nominalbetrag | Markt-to-Market-Bewertung in |
|---|---|---|
| Währung Kauf | EUR | |
| Devisentermingeschäfte (inkl. |
||
| Devisenswaps) | ||
| EUR-Kauf / USD-Verkauf extern | EUR 31.969,8 |
-801,5 |
| USD-Kauf / NOK-Verkauf intern | USD 2.180,0 |
148,3 |
| NOK-Kauf / USD-Verkauf extern | NOK 22.998,6 |
-148,3 |
| EUR-Kauf / NOK-Verkauf intern | EUR 10.360,0 |
139,3 |
| NOK-Kauf / EUR-Verkauf extern | NOK 122.080,6 |
-140,4 |
| NOK-Kauf / EUR-Verkauf intern | NOK 16.855,2 |
-19,1 |
| EUR-Kauf / NOK-Verkauf extern | EUR 1.435,0 |
18,9 |
| EUR-Kauf / CNY-Verkauf intern | EUR 1.954,9 |
-46,9 |
| CNY-Kauf / EUR-Verkauf extern | CNY 15.000,0 |
46,8 |
| USD-Kauf / EUR-Verkauf intern | USD 3.174,0 |
56,4 |
| DTG-Finanzierungen | EUR 68.960,1 |
-1.687,2 |
| Zinsswaps | EUR 235.000,0 |
-780,4 |
| Gesamt | -3.214,1 |
Der Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ist in folgender Tabelle dargestellt:
| TEUR | Nominalbetrag | Markt-to-Market-Bewertung in |
|---|---|---|
| Währung Kauf | EUR | |
| Devisentermingeschäfte (inkl. |
||
| Devisenswaps) | ||
| EUR-Kauf / USD-Verkauf extern | EUR 40.915,3 |
735,2 |
| USD-Kauf / NOK-Verkauf intern | USD 6.120,0 |
-297,6 |
| NOK-Kauf / USD-Verkauf extern | NOK 65.516,5 |
297,7 |
| SGD-Kauf / EUR-Verkauf intern | EUR 780,4 |
-1,0 |
| EUR-Kauf / SGD-Verkauf extern | SGD 1.135,0 |
1,0 |
| EUR-Kauf / CNY-Verkauf intern | EUR 6.719,9 |
59,8 |
| CNY-Kauf / EUR-Verkauf extern | CNY 52.000,0 |
-60,2 |
| USD-Kauf / EUR-Verkauf intern | USD 5.549,0 |
-99,0 |
| DTG-Finanzierungen | EUR 127.534,9 |
2.383,7 |
| Zinsswaps | EUR 155.000,0 |
2.262,2 |
| Gesamt | 5.281,8 | |
Die Bewertung erfolgt nach der "markt-to-market-Methode". Es wird das Ergebnis berechnet, das bei Auflösung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert würde. Zum Bilanzstichtag ergaben sich positive Marktwerte in Höhe von TEUR 2.633,7 (Vorjahr: TEUR 7.857,6) und negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 5.847,8 (Vorjahr: TEUR 2.575,8).
Die angeführten Werte sind Barwerte (Present Value).
Verpflichtungen für die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Anlagen bestehen für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von TEUR 2.949,8 (Vorjahr: TEUR 2.413,4) und in Höhe von TEUR 13.106,4 (Vorjahr: TEUR 10.543,0) für die nächsten fünf Jahre. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine derartigen Verpflichtungen.
Zum Stichtag 31.12.2024 haften keine Verbindlichkeiten, für die dingliche Sicherheiten begeben wurden, aus.
Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betragen TEUR 15.200,5 (Vorjahr: TEUR 13.629,6) und beziehen sich auf Differenzen zwischen unternehmensrechtlichem und steuerrechtlichem Bilanzansatz der Personalrückstellungen, Rückstellungen, Sachanlagen, Finanzanlagen sowie den Forderungen. Für die Berechnung der latenten Steuern kam ein Steuersatz von 23 % zur Anwendung.
Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt:
| TEUR | |
|---|---|
| Stand aktiver latenter Steuern zum 31.12.2023 | 13.629,6 |
| Veränderung Abfertigungsrückstellungen | 82,3 |
| Veränderung Pensionsrückstellungen | 29,7 |
| Veränderung Jubiläumsgeldrückstellungen | 24,8 |
| Veränderung pauschale Forderungswertberichtigungen | 0,0 |
| Veränderung Sachanlagevermögen | 40,2 |
| Veränderung langfristige Rückstellungen | 37,4 |
| Veränderung Finanzanlagen | -0,4 |
| Veränderung pauschale Garantierückstellungen | 417,7 |
| Veränderung steuerliche Verteilung sonstiger Kosten | -20,9 |
| Veränderung latente Steuern auf Verlustvortrag | 15.159,9 |
| Wertberichtigung Verlustvortrag | -14.199,8 |
| Stand aktiver latenter Steuern zum 31.12.2024 | 15.200,5 |
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Beilage 1) dargestellt.
Im Geschäftsjahr 2024 waren bei den Vorräten keine Obsoletbewertungen vorzunehmen.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 669.565,2 (Vorjahr: TEUR 795.622,9) stammen mit TEUR 552.626,5 (Vorjahr: TEUR 664.413,8) aus Finanzierung und Clearing, mit TEUR 42.917,5 (Vorjahr: TEUR 33.438,1) aus Steuerumlageverrechnungen, mit TEUR 70.000,0 (Vorjahr: TEUR 95.000,0) aus phasenkongruenter Gewinnausschüttung 2024 und mit TEUR 4.021,2 (Vorjahr: TEUR 2.771,0) aus Lieferungen und Leistungen.
Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 813,6 (Vorjahr: TEUR 668,3) stammen in Höhe von TEUR 313,6 (Vorjahr: TEUR 168,3) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 500,0 (Vorjahr: TEUR 500,0) aus Finanzierung.
In dem Posten Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine eigenen Aktien im Umlaufvermögen gehalten.
Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 37.593.258) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.
Auf Grund der vertraglich vereinbarten Rücknahme von eigenen Aktien hat sich das Grundkapital im Geschäftsjahr 2021 in Höhe des Nennwerts dieser eigenen Aktien von TEUR 37.593,3 auf TEUR 34.766,7 reduziert.
Der Erwerb eigener Anteile hatte nachfolgende Auswirkungen auf die Rücklagen:
| 2022 | |
|---|---|
| EUR | |
| Nennbetrag eigener Aktien | 2.826.516,00 |
| Aktienkurs | 35,20 |
| Anschaffungskosten | 99.493.363,20 |
Andere Aktiengattungen bestehen nicht. Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 2024 TEUR 90.087,3 (Vorjahr: TEUR 90.087,3).
Ein Bilanzgewinn bis zu einer Höhe von TEUR 15.200,5 (Vorjahr: TEUR 13.629,6) ist gemäß § 235 UGB ausschüttungsgesperrt.
Die Rückstellungen beinhalten mit TEUR 3.470,6 (Vorjahr: TEUR 3.195,2) Vorsorgen für Abfertigungen und mit TEUR 1.642,3 (Vorjahr: TEUR 1.330,1) Vorsorgen für Pensionen.
Für Körperschaftsteuer war im Jahr 2024 eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,0) zu bilden.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 28.186,4 (Vorjahr: TEUR 24.415,1) enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Wechselkursderivate in Höhe von TEUR 1.984,4 (Vorjahr: TEUR 641,9), Rückstellungen für Cash-Flow-Hedges in Höhe von 746,5 (Vorjahr: TEUR 0,0), Rückstellung für Zinsswaps in Höhe von TEUR 1.747,5 (Vorjahr: TEUR 0,0), Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 1.442,2 (Vorjahr: TEUR 1.214,6), nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 3.221,1 (Vorjahr: TEUR 3.905,5), Prämien in Höhe von TEUR 12.042,0 (Vorjahr: TEUR 11.732,1), Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.816,0 (Vorjahr: TEUR 0,0) sowie ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 4.336,4 (Vorjahr: TEUR 5.959,2).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten zum 31. Dezember 2024 Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 391.000,0 (Vorjahr: TEUR 349.000,0). Im laufenden Geschäftsjahr wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 118.000,0 (Vorjahr: TEUR 8.000,0) rückgeführt und Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 160.000,0 (Vorjahr: TEUR 154.000,0) neu begeben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 247.951,3 (Vorjahr: TEUR 363.591,4) betreffen mit TEUR 247.530,3 (Vorjahr: TEUR 362.811,2) Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing und in Höhe von TEUR 421,0 (Vorjahr: TEUR 780,2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
In dem Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.406,9 (Vorjahr: TEUR 2.673,4) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Im laufenden Geschäftsjahr bestanden Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren in Höhe von TEUR 115.015,7 (Vorjahr: TEUR 65.015,7).
Die Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 284.521,7 (Vorjahr TEUR 319.171,6) resultieren aus Bürgschaften und Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von
TEUR 283.700,3 (Vorjahr: TEUR 318.350,2).
Die PALFINGER AG hat sich im November 2024 bereit erklärt für die bis zum 31. Dezember 2024 eingegangenen Verpflichtungen der Palfinger GmbH, der Palfinger Platforms GmbH, der Palfinger Tail Lifts GmbH und der Palfinger Deutschland Beteiligungs GmbH im folgenden Geschäftsjahr (d.h. bis 31. Dezember 2025) einzustehen und sohin sicherzustellen, dass die Gesellschaften mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet sind, diesen Verpflichtungen im genannten Zeitraum vollumfänglich nachkommen zu können.
Im Rahmen der 33,33%igen Beteiligung der PALFINGER AG an der JETFLY Airline GmbH; FN 173725 t, hat sich die PALFINGER AG dazu verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, etwaige im Jahresabschluss des jeweiligen Geschäftsjahres ausgewiesene Verluste der JETFLY Airline GmbH durch die Zufuhr von Eigenkapital, und/oder durch die Gewährung von qualifiziert nachrangigen Gesellschafterdarlehen längstens bis zum 30.06. des jeweils darauffolgenden Geschäftsjahres insofern und insoweit auszugleichen, als die Mindestkapitalisierung von zumindest EUR 300.000, unterschritten wird. Für PALFINGER AG besteht diese Verpflichtung zur Verlustabdeckung anteilig mit 33,33%.
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse Inland | 35.686,5 | 23.543,4 |
| Umsatzerlöse EU | 14.492,6 | 11.981,0 |
| Umsatzerlöse Drittland | 11.129,0 | 5.966,1 |
| 61.308,1 | 41.490,5 |
Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen weiterverrechnete Konzerndienstleistungen.
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.872,8 (Vorjahr: TEUR 7.707,6) beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne in Höhe von TEUR 3.599,0 (Vorjahr: TEUR 7.675,1).
Die Aufwendungen für Jubiläumsgeldrückstellung im Posten Gehälter betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 206,5 (Vorjahr: TEUR 89,6).
Der aus der Bewertung der Personalrückstellungen entstehenden Zinsaufwand wird im Finanzergebnis erfasst.
Die Aufwendungen für Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 828,8 (Vorjahr: TEUR 719,6).
Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 10.196,5 (Vorjahr: TEUR 9.576,3) und enthalten TEUR 159,0 (Vorjahr: TEUR 238,6) für geringwertige Vermögensgegenstände. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 88.206,2 (Vorjahr: TEUR 87.980,0) beinhalten im Wesentlichen:
| 31.12.2024 | 31.12.2023 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Beratungs- und Consultingleistungen | 18.996,0 | 20.989,8 |
| Werbe-, Messe-, Ausstellungs-, Sponsoringkosten | 9.109,5 | 5.369,7 |
| Versicherungskosten | 3.317,1 | 2.925,8 |
| Miete-, Leasing- und KfZ Kosten | 4.015,1 | 3.605,8 |
| Reisekosten | 2.789,8 | 3.017,1 |
| Fremdleistungen vU | 14.106,5 | 11.986,4 |
| ICT und sonstige Fremdleistungen | 11.227,3 | 11.473,9 |
| Kursverluste | 6.215,6 | 8.444,4 |
| Büro- und sonstige EDV-Kosten | 3.682,8 | 7.555,5 |
| Lizenzgebühren | 11.434,0 | 7.088,0 |
| Reparaturen und Instandhaltung | 865,7 | 1.265,0 |
| Schulungs- und Fortbildungskosten | 805,3 | 1.195,9 |
Die Aufwendungen des Abschlussprüfers 2024 werden im Konzernabschluss der PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg, zum 31.12.2024 angegeben.
Die Erträge aus Beteiligungen betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 183.176,9 (Vorjahr: TEUR 95.005,2) und betreffen im Wesentlichen eine phasenkongruente Ausschüttung von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 70.000,0 (Vorjahr: TEUR 95.000,0) sowie eine Dividendenausschüttung der Palfinger Area Units GmbH in Höhe von TEUR 113.172,4 (Vorjahr: TEUR 0,0).
Es sind nach Abschluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg, geführt hätten.
Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.
Die rechtlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Abs. 1 Z 20 UGB werden nicht angegeben, da sie dem Unternehmen oder einem verbundenen Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen könnten.
Die PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Industrieholding GmbH, Bergheim bei Salzburg, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der entsprechende Konzernabschluss ist beim Landesgericht Salzburg hinterlegt.
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres:
| 2024 | 2023 | |
|---|---|---|
| Vorstände | 4 | 3 |
| Angestellte | 583 | 539 |
| Arbeiter | 1 | 0 |
| 588 | 542 |
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich im Jahr 2024 wie folgt:
| Aufwendungen für | ||
|---|---|---|
| Abfertigungen (inkl. MVK) | Pensionen | |
| TEUR | TEUR | |
| Vorstände und leitende Angestellte | 163,2 | 19,0 |
| andere Arbeitnehmer | 1.194,4 | 121,4 |
| 1.357,6 | 140,4 |
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich im Jahr 2023 wie folgt:
| Aufwendungen für | ||
|---|---|---|
| Abfertigungen (inkl. MVK) | Pensionen | |
| TEUR | TEUR | |
| Vorstände und leitende Angestellte | 285,4 | 5,4 |
| andere Arbeitnehmer | 934,5 | 52,7 |
| 1.219,9 | 58,1 |
Die laufenden Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 2.515,3 (Vorjahr: TEUR 2.161,7). Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2024 Bezüge in Höhe von TEUR 441,9 (Vorjahr: TEUR 538,7).
Für kurzfristige erfolgsabhängige Bezüge der Vorstände bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.116,5 (Vorjahr: TEUR 1.284,8).
Zudem bestehen folgende weitere erfolgsabhängige Bezüge:
Für das laufenden Geschäftsjahr wurde eine Prämienvereinbarung mit dem Vorstand getroffen und dafür Vorsorgen in Höhe von TEUR 2.952,1 (Vorjahr: TEUR 3.534,3) ergebniswirksam erfasst.
Es wurden keine Vorschüsse und / oder Kredite an Organe der Gesellschaft gewährt.
Vorstände waren im Geschäftsjahr 2024
Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Geschäftsjahr 2024
sowie vom Betriebsrat in den Aufsichtsrat delegiert
Bergheim bei Salzburg, am 5. März 2025
Der Vorstand:
Ing. Andreas KLAUSER e.h.
Dr. Felix STROHBICHLER e.h. Mag. Maria KOLLER e.h. Dr. Alexander SUSANEK e.h.
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1/1/2024 |
Zugänge Abgänge |
Umbuchungen | Stand 31/12/2024 |
||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| Konzessionen. Rechte | 25.294.985,59 | 940.518.98 | 7.000.00 | 527.445,20 | 26.755.949.77 | ||
| II. | Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und | |||||||
| Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem | |||||||
| Grund | 125.893.777.52 | 6.126.796.00 | 0.00 | 1.079.161.17 | 133.099.734.69 | ||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 72.646.53 | 1.753.24 | 0,00 | 0.00 | 74.399,77 | ||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- | |||||||
| ausstattung *) | 31.120.222.12 | 2.694.803.08 | 188.970.34 | 156.915.96 | 33.782.970.82 | ||
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 6.453.200,47 | 11.333.199.45 | 0.00 | -1.763.522.33 | 16.022.877.59 | ||
| 163.539.846.64 | 20.156.551,77 | 188.970,34 | -527.445,20 | 182.979.982.87 | |||
| 111. | Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 433.583.011.67 | 39.000.000.00 | 0.00 | 0.00 | 472.583.011.67 | ||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 73.860.625.44 | 0.00 | 2.420.569.10 | 0,00 | 71.440.056.34 | ||
| Beteiligungen 3. |
129.940,25 | 0,00 | 0.00 | 0.00 | 129.940.25 | ||
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein | |||||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 621.055.62 | 225.000,00 | 0.00 | 0,00 | 846.055.62 | ||
| 5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 926.297.75 | 0.00 | 432.390,00 | 0.00 | 493.907.75 | ||
| 509.120.930,73 | 39.225.000.00 | 2.852.959.10 | 0.00 | 545.492.971.63 | |||
| 697.955.762,96 | 60.322.070,75 | 3.048.929,44 | 0.00 | 755.228.904.27 |
| kumulierte Abschreibungen | Restbuchwerte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | Stand | Stand | Stand | |
| 1/1/2024 | 31/12/2024 | 31/12/2024 | 31/12/2023 | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| Konzessionen. Rechte | 18.435.715.59 | 3.076.393,18 | 2.917.00 | 0.00 | 21.509.191.77 | 5.246.758,00 | 6.859.270,00 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und | |||||||
| Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem | |||||||
| Grund | 45.031.926,27 | 3.594.924,23 | 0,00 | 0,00 | 48.626.850,50 | 84.472.884,19 | 80.861.851,25 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 42.406.53 | 2.605,24 | 0.00 | 0,00 | 45.011,77 | 29.388,00 | 30.240,00 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- | |||||||
| ausstattung *) | 19.935.785.12 | 3.522.605,63 | 181.098.93 | 0.00 | 23.277.291.82 | 10.505.679,00 | 11.184.437.00 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 0,00 | 0.00 | 16.022.877,59 | 6.453.200,47 |
| 65.010.117.92 | 7.120.135.10 | 181.098.93 | 0,00 | 71.949.154.09 | 111.030.828.78 | 98.529.728.72 | |
| Finanzanlagen | |||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 22.461.409.08 | 0.00 | 0.00 | 0,00 | 22.461.409.08 | 450.121.602,59 | 411.121.602.59 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 2.179.679,31 | 418.232,69 | 32.509.40 | 86.828,54 | 2.478.574.06 | 68.961.482,28 | 71.680.946,13 |
| 3. Beteiligungen | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 129.940.25 | 129.940.25 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein | |||||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 0.00 | 846.055,62 | 621.055.62 |
| 5. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 82.765.99 | 7.210.59 | 0.00 | 0.00 | 89.976.58 | 403.931.17 | 843.531.76 |
| 24.723.854,38 | 425.443,28 | 32.509.40 | 86.828,54 | 25.029.959.72 | 520.463.011.91 | 484.397.076.35 | |
| 108.169.687.89 | 10.621.971.56 | 216.525.33 | 86.828.54 | 118.488.305.58 | 636.740.598.69 | 589.786.075.07 |
| Beteili- gung |
Wäh- rung |
Eigen- kapital |
Jahres- ergebnis |
|
|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz, Land | % | TEUR | TEUR | |
| Palfinger Marine GmbH, Salzburg, Osterreich | 100,00 | EUR | 40.567,1 | 2.072,1 |
| Palfinger S. Units GmbH, Salzburg, Osterreich | 100,00 | EUR | 2.644.7 | -988.0 |
| Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, Osterreich | 100.00 | EUR | 166.201,7 | 69.251,4 |
| Palfinger systems units GmbH, Salzburg, Osterreich | 100.00 | EUR | -3.792.6 | -17.895.5 |
| STRUCINSPECT GmbH, Wien, Osterreich | 82.18 | EUR | 48.1 | -500.9 |
| Palfinger EMEA GmbH, Bergheim, Osterreich | 100,00 | EUR | 102.627,7 | 73.443.4 |
| JETFLY Airline GmbH, Hörsching, Osterreich | 33.33 | EUR | -129,7 | -459.1 |
| KESTRELEYE GmbH, Klagenfurt, Osterreich | 10,00 | EUR | 130,5 | 63.4 |
Die Weltwirtschaft zeigte auch im Jahr 2024 Resilienz und stabilisierte sich mit einem Wachstum von 3,2 Prozent nach 3,1 Prozent im Vorjahr. Die Stabilisierung erfolgte jedoch auf einem Niveau unter dem Vor-Pandemie-Durchschnitt, begründet durch schwache Investitionen, langsames Produktivitätswachstum und hohe Schuldenniveaus. Zudem kämpfte die Weltwirtschaft weiterhin mit geopolitischen Spannungen und handelspolitischen Unsicherheiten, die globale Lieferketten störten und Handelsströme neu ordneten. Für 2025 wird erwartet, dass das globale Wirtschaftswachstum stabil, aber gedämpft bei 2,8 Prozent bleibt.
In den Industrieländern wurde ein erheblicher Unterschied zwischen der Eurozone und den USA verzeichnet. Das Wirtschaftswachstum der Eurozone erreichte laut der Europäischen Kommission im Jahr 2024 einen Wert von 0,8 Prozent. Getragen wurde das Wachstum vor allem von südeuropäischen Ländern wie Spanien und Italien. Deutschland verzeichnete einen Rückgang von 0,1 Prozent, Österreich einen Rückgang von 0,6 Prozent. Die USA erzielten im Vergleich ein Wirtschaftswachstum von rund 2,8 Prozent.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern lag das BIP-Wachstum im Durchschnitt bei 4,3 Prozent. Die Hauptwachstumstreiber blieben weiterhin Indien mit 6,8 Prozent und China mit 4,6 Prozent. Einige asiatische Länder, wie Vietnam und die Philippinen, konnten besonders hohe Wachstumsraten erzielen. Dagegen hatten Länder wie Mexiko und Südafrika nur geringe Zuwächse zu verzeichnen.
Im Jahr 2024 prägten wichtige Wahlen die politische Landschaft in Europa. Bei den Wahlen zum europäischen Parlament blieben die Konservativen (EVP) stärkste Kraft, während progressive und liberale Parteien Sitzverluste hinnehmen mussten. In Österreich gewann die rechts-konservative FPÖ mit 28,8 Prozent die Nationalratswahl, was zu komplexen Koalitionsverhandlungen führte. Hinzu kamen innenpolitische Unsicherheiten in Frankreich und Deutschland, die zu vorgezogenen Parlaments- bzw. Bundestagswahlen führten.
In den USA wurde Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt. Dadurch ist mit einem verstärkten Protektionismus zu rechnen. Der neu gewählte Präsident kündigte bereits die Wiedereinführung von Handelszöllen und eine "America First"-Politik an.
Die globale Geschäftstätigkeit von PALFINGER führt zu Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen. Die größte Auswirkung auf die Geschäftsentwicklung von PALFINGER hat der amerikanische US-Dollar (USD). Der USD-Kurs bewegte sich in den ersten drei Quartalen 2024 im Vergleich zum Euro (EUR) zwischen 1,06 und 1,12. Seit Anfang Oktober 2024 legte der USD gegenüber dem EUR wieder deutlich zu und lag Ende des Jahres bei 1,04.
Neben den Einkaufspreisen von Primärstahl werden weitere essenzielle Rohstoffe in USD bepreist. So notiert z.B. Kupfer an der London Metal Exchange in USD pro Tonne. Der Preis für Stahl sank im Jahresverlauf 2024 kontinuierlich von 760 EUR pro Tonne auf 550 EUR pro Tonne. Eisenerz notierte im Dezember 2024 bei rund 102 USD pro Tonne und lag damit um 25 Prozent unter dem Dezember-Wert 2023 (137 USD pro Tonne).
Die globale Gesamtinflation fiel von durchschnittlich 6,7 Prozent im Jahr 2023 auf 5,8 Prozent im Jahr 2024. Die Inflationsraten in Deutschland und Österreich lagen im Jahr 2024 bei 2,6 bzw. 2,9 Prozent und damit weiterhin über dem 2-Prozent-Stabilitätsziel der europäischen Zentralbank (EZB). In den USA betrug die Inflation 2,9 Prozent. Für 2025 wird eine globale Inflation von 4,3 Prozent prognostiziert. Dabei werden die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ihre Inflationsziele voraussichtlich früher erreichen als die Schwellen- und Entwicklungsländer.
Im Jahr 2024 war die Zinssituation von mehreren Senkungen geprägt, sowohl in Europa als auch in den USA. Die EZB senkte die Leitzinsen insgesamt viermal im Laufe des Jahres, zuletzt im Dezember 2024 um 0,25 Prozentpunkte. Der wichtigste Leitzins für den Euro-Raum, der Zinssatz für Einlagen, lag Ende 2024 bei 3,0 Prozent. In den USA senkte die Federal Reserve (Fed) die Zinsen ebenfalls mehrfach. Der Leitzins in den USA lag Ende 2024 in einer Spanne von 4,25 bis 4,5 Prozent.
Das Jahr 2024 war von einer schwachen Konjunkturentwicklung in den europäischen Kernmärkten und einem Wachstum insbesondere in NAM, APAC und dem Bereich Marine geprägt. Aufgrund der regionalen Diversifikation konnte PALFINGER trotz leichtem Umsatzrückgang das zweitbeste Jahr der Unternehmensgeschichte erzielen. Gründe dafür waren die Profitabilitätssteigerungen in den Wachstumsbereichen und Kapazitätsanpassungen in den Produktionswerken in EMEA. Aufgrund der beschriebenen Effekte erzielte PALFINGER in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld einen Umsatz von 2.359,8 Mio. EUR. Verglichen mit dem Umsatz 2023 von 2.445,9 Mio. EUR entspricht dies einem Rückgang von 3,5 Prozent.
Der Auftragsstand reduzierte sich in den ersten drei Quartalen aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes. Im 4. Quartal konnte ein Aufschwung bei den Auftragseingängen verzeichnet werden, was gleichzeitig mit den Kapazitätsanpassungen zu einer Stabilisierung des Auftragsstandes geführt hat.
Die Profitabilität des operativen Geschäfts von PALFINGER sank, trotz Steigerungen in NAM und im Bereich Marine, aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in EMEA auf 185,6 Mio. EUR. Das EBITDA reduzierte sich von 302,9 Mio. EUR auf 277,0 Mio. EUR und die EBITDA-Marge lag bei 11,7 Prozent nach 12,4 Prozent im Geschäftsjahr 2023.
Zum 31. Dezember 2024 hatte die PALFINGER AG Zweigniederlassungen in Kasern bei
Salzburg (Franz-Wolfram-Schererstraße 24, 5020 Salzburg), sowie in Wien (Jakov-Lind-Straße 5, 1020 Wien).
| TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 61.308 | 41.490 |
| Betriebserfolg | -107.239 | -116.939 |
| Finanzerfolg | 178.657 | 89.512 |
| Ergebnis vor Steuern | 71.418 | -27.427 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 81.259 | -3.682 |
| TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus lfd. Geschäftstätigkeit | -92.879 | -101.552 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit | 318.612 | 118.251 |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | -170.926 | -2.528 |
| Veränderung Finanzmittel | 54.807 | 14.171 |
| TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| AKTIVA | 1.408.328 | 1.429.857 |
| Eigenkapital | 374.941 | 330.187 |
| Eigenkapitalquote | 26,6% | 23,1% |
| PASSIVA | 1.408.328 | 1.429.857 |
| TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 941 | 1.432 |
| Sachanlagen | 20.157 | 12.795 |
| Finanzanlagen | 39.225 | 94.932 |
| Summe der Investitionen | 60.322 | 109.159 |
Durch die unterschiedlichen Bereiche der PALFINGER AG werden zur Steuerung des Unternehmens bereichsspezifische nicht finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Übergeordnet finden vor allem die Kennzahlen zur Personalentwicklung betreffend Mitarbeiterstand sowie Fortbildung Verwendung. Die Entwicklung des Know-hows der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung hat bei der PALFINGER AG höchste Priorität, die Anzahl der durchschnittlichen Mitarbeiter sowie die Fortbildungskosten für Personal stellen sich in der PALFINGER AG wie folgt dar:
| TEUR | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| 0 | 0 | |
| produktiv | 588 | 509 |
| indirekt produktiv Summe Personalstand |
588 | 509 |
| Ausgaben für Fortbildung | 805 | 989 |
Die Palfinger Gruppe ist sich bewusst, dass seine Tätigkeiten als produzierendes Unternehmen große Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Dabei sieht die sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber. Darunter
Die Group Policy Energiemanagement sowie die Group Policy Umweltschutz definieren in der Palfinger-Gruppe unter anderem die Ausrollung globaler Programme (HSE-Aktionsplan) mit globalen Zielen. Mit Fokus Energieeffizienz und CO2-Reduktion wurden 2024 folgende Ziele ausgerollt:
Weiterführende Maßnahmen der PALFINGER AG betreffend Umweltbelange sind seitens des Konzerns angeführt und erläutert. Im Geschäftsbericht des Konzerns ist jährlich die Nachhaltigkeitsberichterstattung integriert.
PALFINGER legt höchsten Wert auf die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter.
In der GPO ist das globale Gesundheitsprogramm PALfit in der Global Function Human Resources verankert, während die übrigen Sicherheitsthemen im Bereich HSE in der Global Function Operations verankert sind. Das Management von Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzaspekten bei PALFINGER wird nach ISO 45001 (OHSAS 18001) und den entsprechenden Zertifizierungen geregelt. 2024 arbeiteten 36 Prozent exklusive CIS (2023: 37 Prozent) der Mitarbeitenden an Standorten mit einer ISO 45001 Zertifizierung.
Im Bereich Sicherheit hat sich PALFINGER das Ziel gesetzt, arbeitsbedingte Unfälle mit Verletzungen auf ein Minimum zu reduzieren. Die Steuerung erfolgt anhand der Total Recordable Injury Rate (TRIR), mit der arbeitsbedingte Unfälle mit Verletzungen pro 1 Million Arbeitsstunden gemessen werden.
Bei Arbeitsbeginn erhalten Mitarbeiter im Zuge der allgemeinen Einschulung eine dokumentierte Sicherheitsunterweisung über Gefahren und Risiken am Arbeitsplatz. Diese Sicherheitsunterweisungen werden in regelmäßigen Abständen, bei Änderung von Verfahren und Arbeitsplätzen sowie anlassbezogen, z.B. bei Unfällen, wiederholt.
Derzeit verfügt PALFINGER über ca. 750 Online-Sicherheitsvideos und Sicherheitsunterweisungen in 15 Sprachen, die von allen Standorten und Mitarbeitenden jederzeit bedarfsgerecht abgerufen werden können. Eine Festlegung, welche Trainings für die Mitarbeiter verpflichtend oder freiwillig sind, erfolgt durch die Standorte aufgrund der Tätigkeiten bzw. Gefährdungen.
Bei den regelmäßigen Arbeitssicherheits-Ausschuss-Sitzungen werden Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmediziner und der Betriebsrat beigezogen, um die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten und deren Beteiligung sicherzustellen. Eine gruppenweite Health Management Policy regelt den Umfang der arbeitsmedizinischen Betreuung abhängig von der Anzahl der Mitarbeitenden an den Standorten und definiert den Leistungskatalog sowie die Einsatzzeiten. Damit ist gewährleistet, dass weltweit für alle PALFINGER Mitarbeitenden eine standardisierte und von nationalen gesetzlichen Vorgaben unabhängig laufende arbeitsmedizinische Betreuung gesichert ist.
Das Gewinnen und Halten von Experten/Talenten sowie Aus- und Weiterbildung sind für PALFINGER wichtige Aspekte. Die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter, vor allem in technischen Berufen wie Schweißer, ist weltweit eine Herausforderung. Demnach spielen Fluktuation sowie Beschäftigungsstruktur eine wesentliche Rolle.
PALFINGER hat sich grundsätzlich gruppenweit zum Ziel gesetzt, die freiwillige Fluktuation im rollierenden Durchschnitt von 3 Jahren bei etwa 6 Prozent zu halten.
Um Experten zu finden und langfristig zu halten, setzt PALFINGER auf Mitarbeiterentwicklung und umfassende Ausund Weiterbildungsmaßnahmen. Dazu gehört ein Performance-&-Development-Review-Prozess in einem einheitlichen Tool.
Zusätzlich besteht ein umfangreiches E-Sprachlernangebot für alle Mitarbeiter sowie das global ausgerollte Lernmanagementsystem als technische Grundlage, die alle zukünftigen Lern-, Entwicklungsaktivitäten und maßnahmen in einer Systemumgebung bündelt. Für jeden Mitarbeiter von PALFINGER besteht die Möglichkeit, monatlich zwei Stunden der Arbeitszeit für digitale und das Unternehmen relevante Lerninhalte aufzuwenden. Bei umfassenderen Weiterbildungsmaßnahmen erfolgt dies in Abstimmung mit der jeweiligen Führungskraft. Zudem gibt es maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme für Führungskräfte. Die Möglichkeit des mobilen Arbeitens ermöglichen ein höheres Maß an Flexibilität für Mitarbeiter und trägt so zu einer besseren Work-Life-Balance bei.
Besonderen Wert legt PALFINGER auf die Lehrlingsausbildung sowohl in als auch außerhalb von Österreich. Palfinger bietet an seinen Ausbildungsstandorten sowie am Campus Lengau technische Weiterbildungen für seine Mitarbeitenden an. Um die Erfolgsgeschichte der PALFINGER-Lehrlingsausbildung fortzuschreiben, soll die Zahl der Lehrlinge deutlich erhöht werden. Weiters gibt es in Österreich das Ausbildungsprogramm "Study and Work", welches Mitarbeiter ermöglicht, neben der beruflichen Tätigkeit eine akademische Ausbildung zu absolvieren.
Im Sommer 2024 wurde eine neue, schlagkräftige Einheit innerhalb der europäischen HR-Organisation geschaffen. Diese fokussierte Einheit hat die Aufgabe, den Großteil der offenen Positionen an den europäischen Standorten effizient zu besetzen. Der Bereich Talent Acquisition konzentriert sich vordergründig auf Recruiting und setzt dabei auf innovative digitale Tools, insbesondere für Active Sourcing. So können gezielt und effektiv die besten Talente am Markt angesprochen werden.
PALFINGER sucht für jede Position die passende Person. Dabei spielen Diversität und Chancengleichheit eine wesentliche Rolle. Die Mitarbeitenden von PALFINGER sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Daher fördert PALFINGER ein Arbeitsumfeld, das berufliche und persönliche Weiterentwicklung ermöglicht. Das Unternehmen ist bestrebt Talente und qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen und bietet Entwicklungsmöglichkeiten sowie Karrierepfade, indem es Fachwissen aufbaut und erhält. PALFINGER ist bestrebt attraktive Arbeitsmöglichkeiten anzubieten und unterstützt die Gestaltung des eigenen Arbeitsumfeldes sowie langfristige Zukunftsperspektiven. Um allen Bewerbenden gleiche Chancen zu bieten, basiert der Rekrutierungsprozess auf Transparenz, Kommunikation, Fair Play, Vielfalt, Qualität und Vertraulichkeit.
PALFINGER bekennt sich zu messbaren Diversitätszielen und beobachtet die entsprechenden Kennzahlen. Ziel ist die Angleichung des Frauenanteils im Top-Management (Global Management Team) an den allgemeinen Frauenanteil in der PALFINGER-Gruppe.
Das wirtschaftliche Umfeld bleibt vor allem aufgrund von geo- und handelspolitischen Unsicherheiten herausfordernd. Der Auftragsstand reicht aktuell bis in das 3. Quartal 2025. Bis Ende des Jahres besteht jedoch eine eingeschränkte Visibilität. Wie im Vorjahr fokussiert PALFINGER 2025 einerseits auf eine weitere Steigerung der Resilienz durch Optimierung des Working Capitals, ein stringentes Investitions-Management sowie gezielte Kostenreduktion und andererseits auf das Nutzen der sich bietenden Chancen in den Absatzmärkten.
In Europa ist für 2025 eine verhaltene Konjunkturerholung erkennbar. Durch die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der neuen US-Administration ist in den USA mit einer erhöhten Binnennachfrage und entsprechend hohen Auftragseingängen zu rechnen. Getragen von der wirtschaftlichen Erholung in Argentinien und Brasilien wird in LATAM weiteres Wachstum erwartet. In APAC entwickeln sich vor allem Indien und Vietnam sehr positiv und positionieren sich für PALFINGER als Wachstumstreiber. Weiteres Wachstumspotenzial bietet aufgrund des weltweit starken Offshore-Bereichs und des anziehenden Servicegeschäfts für Kreuzfahrtschiffe auch der Marinebereich.
Für 2025 erwartet PALFINGER einen stabilen Umsatz bei solider Profitabilität. Bis 2027 strebt PALFINGER einen Umsatz von 2,7 Mrd. EUR, eine EBIT-Marge von 10 Prozent sowie einem Return on Capital Employed (ROCE) von über 12 Prozent an.
Das PALFINGER Risikomanagement dient der frühzeitigen und umfassenden Identifikation, Bewertung und Überwachung von Risiken innerhalb der PALFINGER Gruppe sowie der Sicherstellung der Definition und Implementierung entsprechender Mitigationsmaßnahmen. Das Risikomanagement unterstützt die Erreichung strategischer und operativer Ziele. GRC steuert und koordiniert den Risikomanagementprozess und berichtet direkt an den Vorstand. Der Prozess ist in einer gruppenweit gültigen Gruppenrichtlinie dokumentiert.
Als Risiko versteht PALFINGER die Möglichkeit einer positiven oder negativen Abweichung von geplanten Ergebnissen. Alle wesentlichen strategischen und operativen Risiken werden zwischen GRC und dem verantwortlichen Management sowie Experten besprochen, identifizierte Risken werden in einem standardisierten Katalog dokumentiert.
Die Bewertung der Risiken erfolgt im Austausch mit den globalen und zentralen Functions sowie Experten der jeweiligen Bereiche. Die Bewertungsdimensionen umfassen die mögliche finanzielle Auswirkung auf das Konzern-EBIT sowie die Eintrittswahrscheinlichkeit. Auf dieser Basis wird die Relevanz einzelner Risiken für die PALFINGER Gruppe ermittelt.
Die Risikoposition des Konzerns wird dem Management als Teil des Planungsprozesses berichtet. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die wesentlichen Risiken der Gruppe informiert.
Die Entscheidung über Mitigation oder Akzeptanz basiert auf monetären Überlegungen unter Einbeziehung des für PALFINGER ermittelten Gesamtrisikos bzw. der Auswirkungen auf die langfristige Marktposition. Das verantwortliche Management definiert gemeinsam mit GRC die notwendigen Mitigationsmaßnahmen. Um die Umsetzung dieser Maßnahmen und die Steuerung der Risiken zu gewährleisten, erfolgt ein zentrales Monitoring durch GRC.
Risikoposition
Die Risikoposition ist von der Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Konjunkturentwicklung geprägt. Die nach wie vor gedämpfte konjunkturelle Entwicklung, insbesondere in EMEA, sowie die geopolitische Situation führen zu verhaltenen Aussichten. Die Auswirkungen auf PALFINGER hängen maßgeblich von Ausmaß und Dauer der Konjunkturschwäche ab. Zur Risikominimierung werden Strukturkosten stringent gesteuert und Vertriebsmaßnahmen gesetzt.
Die Effekte des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stellen PALFINGER weiterhin vor große Herausforderungen. Es ist nach wie vor schwierig, das weitere Verhalten der russischen Regierung gegenüber ausländischen Investoren einzuschätzen. Nach Enteignungen ausländischer Investoren bzw. Zwangsverkäufen in strategischen Bereichen ist es nicht ausgeschlossen, dass es zur breiteren Anwendung solcher Maßnahmen kommt. Darüber hinaus besteht das Risiko einer Entkonsolidierung aufgrund einer Änderung der herrschenden Meinung der Fachexperten zur Vollkonsolidierung russischer Tochterunternehmen.
Ein weiteres geopolitisches Risiko besteht in Hinblick auf das Verhältnis zwischen China und Taiwan, wodurch sich im Bereich der Elektronikkomponenten potenziell Auswirkungen auf globale Lieferketten ergeben können. Zudem können die Konflikte im Mittleren Osten ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf die globalen Lieferketten, insbesondere der Schifffahrt, haben.
Für PALFINGER ist es essentiell, die Wettbewerbsfähigkeit seines Produktportfolios auch künftig zu gewährleisten. Es besteht das Risiko, bei einzelnen Produkten bzw. Produktlinien den Vorsprung auf den Mitbewerb einzubüßen oder im Preis-Leistungs-Verhältnis zurückzufallen.
Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden stellt ein weiteres strategisches Risiko dar, welches sich mittel- bis langfristig negativ auswirken kann.
Die im Zuge des Enterprise-Risk-Management-Prozesses identifizierten und bewerteten Risiken werden in folgende Kategorien zusammengefasst: Politik, Wirtschaft, Soziales, Technologie, Umwelt, Recht sowie interne Risiken.
Risiken der Nachhaltigkeit werden im Prozess und im Reporting miteinbezogen, um sicherzustellen, dass Klima- und Umweltschutz, sozial- und arbeitsrechtliche Belange, Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption systematisch erhoben und deren Auswirkungen in der gesamthaften Risikoposition berücksichtigt werden. Im Zuge des Risikomanagementprozesses wurden auch Implikationen in den Einzelrisiken berücksichtigt, welche aus dem Klimawandel resultieren. Infolge der Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wurden auch Langfrist-Risiken erhoben, die über den Zeitraum der strategischen Finanzplanung hinausreichen.
Die wesentlichen strategischen und operativen Risiken der PALFINGER-Gruppe werden in der anschließenden Tabelle näher beschrieben:
| Risikokategorie | Risikobeschreibung | Maßnahmen zur Risikominimierung |
|---|---|---|
| Politik | ||
| Enteignung des Russlandgeschäfts Entkonsolidierung des Russlandgeschäfts |
Im Zusammenhang mit der Situation in Russland besteht das Risiko, dass die russischen Gesellschaften infolge gesetzlicher Regelungen vom russischen Staat übernommen werden können. Aufgrund einer möglichen Änderung der herrschenden Meinung zur Vollkonsolidierung russischer Tochterunternehmen besteht ferner das Risiko einer Entkonsolidierung. |
Die Unabhängigkeit des russischen Geschäfts wird weiterhin aufrechterhalten. Hinsichtlich des Entkonsolidierungsrisikos wird die Situation beobachtet. |
| China / Taiwan Eskalation Geopolitische Auswirkungen auf Lieferketten |
Eine mögliche Eskalation der Situation zwischen China und Taiwan könnte zu Sanktionen, einer Blockade oder einem Krieg führen. Dies würde besonders internationale Lieferketten in der Elektronikindustrie betreffen, was sich wiederum negativ auf nachgelagerte Produktionsschritte auswirken würde. Als international tätiges Unternehmen ist PALFINGER langfristig dem Risiko potenzieller weiterer geopolitischer Konflikte ausgesetzt, die sich ebenfalls negativ auf die Lieferketten auswirken können. |
Neben einer EU-Initiative zum Ausbau der Kapazitäten für die Produktion elektrischer Komponenten in der EU setzt PALFINGER auf Multiple Sourcing in verschiedenen Regionen, um das Risiko weiter zu reduzieren. |
| Wirtschaft | ||
| Konjunkturelle Entwicklung Absatzmarkt |
Die negative konjunkturelle Entwicklung (insbesondere in EMEA) hat zu einem geringeren Auftragseingang geführt, der sich deutlich auf Umsatz und Ergebnis auswirken kann. Mittel- bis langfristig bringt der Konjunkturzyklus in allen wesentlichen Märkten, in denen PALFINGER aktiv ist, signifikante Unsicherheit (positiv sowie negativ) hinsichtlich der Zielerreichung mit sich. |
Zur Risikominimierung werden Strukturkosten stringent gesteuert, der Output angepasst sowie Vertriebsmaßnahmen forciert. Kurzfristige Steuerung ermöglicht der S&OP Zyklus. Langfristig führt die Erschließung von Wachstumsmärkten zur Risikomitigation durch geografische Diversifikation. |
| Forderungsausfall | PALFINGER räumt den Kunden Zahlungsziele ein. Die negative wirtschaftliche Entwicklung in bestimmten Regionen erhöht das Risiko von Forderungsausfällen kurz- und mittelfristig. |
Als Maßnahme wurden der Prozess der Kreditlimit und Forderungsüberwachung gruppenweit standardisiert sowie die Group Policies aktualisiert. Die Finanzzahlen der Händler werden jährlich planmäßig und unterjährig ad-hoc überprüft. |
| Einkaufspreise für Komponenten |
Während für 2025 gute Visibilität bezüglich Einkaufspreisentwicklung besteht, ist die Prognose für 2029 vage. Preisabweichungen können zu erheblichen Risiken führen, sofern die Mehrkosten nicht oder nur teilweise an Kunden weitergegeben werden können. |
Die relevanten Einkaufsmärkte werden laufend analysiert. Verträge mit strategischen Partnern werden langfristig gestaltet. Durch Multiple Sourcing ergibt sich eine verbesserte Verhandlungsposition. |
| Wechselkursrisiko | Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist PALFINGER dem Risiko von Wechselkursschwankungen ausgesetzt, wobei das Währungspaar EUR/USD am wesentlichsten ist. |
Im Rahmen des Financial Risk Management überwacht und steuert Corp. Treasury wechselkursbezogene Risiken laufend. |
| Soziales | ||
| Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden |
Für PALFINGER sind seine Mitarbeitenden ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Durch einen Mangel an qualifizierten Mitarbeitenden wird das Wachstum des Unternehmens gehemmt und die Position als Markt- und Innovationsführer gefährdet. Mehrere langfristige Trends wirken sich auf dieses strategische Risiko aus – Kampf um Talente; manuelle Tätigkeiten weniger attraktiv; Pensionierung geburtenstarker Jahrgänge. |
Maßnahmen wie Employer-Branding-Aktivitäten, Ausbau des Ausbildungsprogramms, standardisierter Beurteilungsprozess, Benefit-Programme (z.B. PALfit) sowie laufende Mitarbeiterschulungen reduzieren das Risiko. Darüber hinaus wird mittelfristig eine strategische Nachfolgeplanung als wesentliches Steuerungsinstrument etabliert. |
| Technologie | |||
|---|---|---|---|
| Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios |
Produktentwicklungsprojekte können kostenintensiv und komplex sein oder höhere Vorlaufkosten sowie längere Entwicklungszeit erfordern. Ebenso können Änderungen der gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen, auch die Nachhaltigkeit betreffend, die Produktentwicklung verzögern oder zusätzliche Entwicklungskosten verursachen. Der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit in einzelnen Produktlinien könnte zu einem strategischen Nachteil führen und die Marke PALFINGER schädigen. |
Maßnahmen wie der PALFINGER Development Process, eine klare Strategie (Go for Solutions, Go Digital) und signifikante Investitionen in Forschung und Entwicklung wirken dem Risiko entgegen. |
|
| Cyberkriminalität | Das Risiko von Cyberkriminalität bleibt durch die | Zur Risikominderung wurden technische | |
| Verlust sensibler Informationen | zunehmende Digitalisierung auf einem hohen Niveau und wird von seiner Bedeutung her mittelfristig weiter steigen. Als international tätiges Unternehmen ist PALFINGER ein potenziell interessantes Ziel und wurde bereits Opfer eines solchen Angriffs. Langfristig wird besonders der Einfluss von Industriespionage als Ursache für Cyberkriminalität zunehmen, was für PALFINGER aufgrund des umfangreichen technologischen Know-hows langfristig als bedeutendes Risiko eingestuft wird. |
Präventionsmaßnahmen implementiert. Die technischen sowie betrieblichen Präventionsmaßnahmen werden laufend verstärkt, etwa durch die derzeitige Implementierung der Anforderungen nach der NIS2-Richtlinie. |
|
| Produktmängel / Gewährleistung | Ein unterschiedlicher Reifegrad bei der Umsetzung von Qualitätssicherungsstandards und -prozessen stellt ein wesentliches Risiko in Bezug auf Gewährleistung und Garantiekosten dar. Längerfristig führt zudem die Outsourcing Strategie zu steigenden Mengen und höherer Abhängigkeit von externen Lieferanten. Es besteht das Risiko, dass die Umsetzung von Qualitätssicherungsstandards und -prozessen hinter den Erwartungen zurückbleibt. Mängel in der Produktqualität bedeuten auch ein Reputationsrisiko für die Marke PALFINGER. |
Die PALFINGER Produktionsstandorte sind in das konzernweite Qualitätsmanagement integriert. In dessen Rahmen wird die Zertifizierung der Standorte kontinuierlich ausgerollt, so z.B. nach den ISO Standards 9001 (Qualität) sowie 3834x (Schweißtechnik). Strategisch relevante Lieferanten werden in einem spezifischen Freigabeprozess ausgewählt und laufenden Audits unterzogen. |
| CO2-Fußabdruck | Sowohl durch regulatorische Vorgaben (v.a. in der | Nachhaltigkeit wird als eines der strategischen |
|---|---|---|
| EU) als auch steigende Anforderungen | Programme von PALFINGER verstanden. Im | |
| bestimmter Stakeholder-Gruppen (z.B. | Anschluss an eine 2023/24 gruppenweit | |
| Investmentfonds, Banken und bestimmte | durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse wurden die für | |
| Kundengruppen) steigt der Druck, den CO2- | PALFINGER relevanten Nachhaltigkeitsaspekte | |
| Fußabdruck in der eigenen Produktion sowie der | identifiziert und werden diese im Rahmen von | |
| gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. | Projekten verfolgt. Dazu gehört auch die | |
| Dies umfasst auch die mögliche Teilnahme an | systematische Reduktion von | |
| Initiativen, die das Pariser Klimaziel (1,5°) zum | Treibhausgasemissionen. | |
| Inhalt haben. Das Risiko beschreibt die | ||
| langfristige Unsicherheit, inwieweit die bei | ||
| PALFINGER umgesetzten Bestrebungen | ||
| entweder hinter den genannten Erwartungen | ||
| zurückbleiben und somit ein wirtschaftliches | ||
| sowie Reputationsrisiko eintritt, oder sich | ||
| PALFINGER gegenüber seinen Mitbewerbern als | ||
| Anbieter überdurchschnittlich nachhaltiger | ||
| Lösungen etablieren kann. |
| Risikokategorie | Risikobeschreibung | Maßnahmen zur Risikominimierung |
|---|---|---|
| Interne Risiken | ||
| Fraud & Lücken im IKS | Erkenntnisse aus internen Audits sowie Betrugsermittlungen und Beispiele aus der Vergangenheit zeigen Verbesserungspotenzial im Internen Kontrollsystem (IKS), einschließlich End to-End-Prozessen wie Procure-to-Pay, Order-to Cash und Record-to-Report. |
Konzernrichtlinien, standardisierte Prozesse und Systeme sowie die Umsetzung von empfohlenen Maßnahmen aus internen Audits stärken die Governance, Prozess-Compliance und Transparenz. |
| Recht | ||
| Rechtsstreitigkeiten | Die Konfliktbereitschaft zwischen Wirtschaftsteilnehmern nimmt weltweit zu, insbesondere in den Regionen NAM und EMEA, darüber hinaus bspw. auch in China und Indien. Diese Entwicklung könnte langfristig zu erheblichen finanziellen und reputationsbezogenen Risiken führen und die Zielerreichung beeinträchtigen. |
Aktives Vertragsmanagement mit Geschäftspartnern auf Vertriebs- sowie Einkaufsseite mitigiert das Risiko in Abhängigkeit der jeweiligen Verhandlungsposition. |
| Immaterialgüterrechtliche Beschränkungen |
Die Produktentwicklung ist zunehmend mit bestehenden Immaterialgüterrechten (Patenten udgl.) konfrontiert. Bereits patentierte Erfindungen können nicht oder nur mit Mehrkosten (Lizenzen) verwendet werden. Die zunehmende Digitalisierung führt vermehrt zu Softwarepatenten anderer Marktteilnehmer mit ungleich höheren Entwicklungsbudgets auf diesem Gebiet. |
Aktives IP-Management (intellectual property) im Rahmen der Function PLM&E dient dem Schutz eigener Entwicklungen sowie dem frühzeitigen Erkennen bereits registrierter Immaterialgüterrechte. Ein eigenes IP-Council wurde eingerichtet, um die Thematik strategisch zu steuern. |
| Compliance-Verstöße | Als international agierendes Unternehmen unterliegt PALFINGER einer Vielzahl von lokalen Gesetzen, internationalen Normen und Rechtsprechungen. Wesentliche Compliance Themen sind für PALFINGER u.a. Betrug und Korruption, Sanktionen und Exportkontrolle, Kartellrecht, Datenschutz, Kapitalmarkt Compliance, Menschenrechte, Umweltstandards. Verstöße können Konsequenzen wie Bußgelder und Schadensersatzforderungen nach sich ziehen. |
Die wesentlichen Compliance-Risiken werden regelmäßig im Rahmen von Risk Assessments auf regionaler Ebene erhoben. Ein verbindlicher Code of Conduct bildet die Basis für Mitarbeitende und PALFINGER Partner. Die Umsetzung spezifischer Compliance-Angelegenheiten (z.B. Anti-Korruption, Sanktions-Compliance sowie Kartellrecht) wird durch eigene Gruppenrichtlinien forciert. Ein gruppenweites Compliance-Schulungsprogramm dient der Bewusstseinsbildung der Mitarbeitenden. |
| Impairment Firmenwerte | Bei Verschlechterung der Marktsituation besteht das Risiko, dass einzelne Wirtschaftsgüter aus rechtlichen Gründen an eine geänderte Bewertung angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht amortisieren. |
Planungs- und Steuerungsprozesse wurden verbessert. Kosten und Output werden laufend angepasst. Die Situation wird laufend hinsichtlich Anhaltspunkten für notwendige Abschreibungen überwacht. |
Forschung und Entwicklung tragen wesentlich zur Positionierung von PALFINGER als weltweit innovatives Technologieunternehmen bei. Die Global Function Product Line Management & Engineering bündelt sämtliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und zählt an 24 Standorten rund 700 Mitarbeitende. Centers of Excellence fokussieren auf Bereiche wie "System Management & Engineering", "Mechatronics" sowie "Vehicle Integration". 2024 tätigte PALFINGER für Forschung und Entwicklung Aufwendungen (Cash-Out) in Höhe von 99,6 Mio. EUR (2023: 95,9 Mio. EUR), das entspricht 4,2 Prozent des Gesamtumsatzes (2023: 3,9 Prozent).
Als eigenständige, explorative Unternehmenseinheit ergänzt der Corporate Incubator P21st die Innovationsaktivitäten des Unternehmens. Mit dem Fokus auf externe Marktentwicklungen und deren Auswirkung auf zukünftige Bedürfnisse der Endkunden sowie der Entwicklung neuer Lösungen mit disruptivem Potenzial schafft P21st nachhaltigen strategischen Wert und Wachstumspotenzial für PALFINGER. In enger Zusammenarbeit mit den internen Forschungsund Entwicklungsteams treibt P21st Themen wie Technologie-Scouting, Kundenorientierung, Kompetenzaufbau im Umfeld neuer Technologien sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle voran. Zudem fördert P21st die Innovationskultur im Unternehmen und die Zusammenarbeit zwischen PALFINGER und externen Partnern und Forschungseinrichtungen.
Im Jahr 2024 wurden drei neue Modelle im Bereich der Schwerlastkrane vorgestellt. Sie sind speziell für Arbeiten in steilen Positionen und für maximale Reichweite bei schweren Hebearbeiten konzipiert. Die Betriebseffizienz wird durch Assistenzsysteme und eine verbesserte Kontrolle über die Verladung schwerer Lasten maximiert. Darüber hinaus wurde in NAM ein neuer Servicekran eingeführt. Dieser bietet unter anderem eine höhere Betriebssicherheit und eine eigens entwickelte Funkfernsteuerung für höhere Effizienz im Windenbetrieb.
In einem Center of Excellence werden eigene Power- und Batteriepacks für alle Produktlinien entwickelt. Auf der IAA wurde den Kunden ein Prototyp eines eigenständigen elektrischen Antriebssystems für den Kranbetrieb vorgestellt, um das Kunden-Feedback in die Entwicklung einfließen zu lassen. Das System wechselt je nach Bedarf zwischen Dieselund Elektrobetrieb und gewährleistet einen geräuscharmen Einsatz in lärm- und emissionssensiblen Bereichen und kann je nach Bedarf auf verschiedenen Lkw eingesetzt werden.
Die überarbeitete TEC-Baureihe der Hubarbeitsbühnen bietet zahlreiche Verbesserungen. Performance und Betriebseffizienz werden, unter anderem durch Modifikationen in Benutzerfreundlichkeit, Wartung und Nutzlastkapazität, gesteigert. Die Telematiklösung PALFINGER Connected wird für faktenbasierte Entscheidungsfindung, proaktive Wartungsinformationen und Fernsupport eingesetzt. Alle Modelle der neuen TEC-Serie können zudem mit einem Batteriepack für den Elektroantrieb ausgestattet werden. Die Bühnen können dadurch ohne Stromanschluss und Verbrennungsmotor einen gesamten Arbeitstag betrieben werden.
Auf der IAA wurde die neue Seitensitz-Baureihe der Mitnahmestapler vorgestellt. Die neue Reihe verfügt über wesentliche Verbesserungen in Bezug auf Sicherheit, Komfort und Zuverlässigkeit. Darüber hinaus bietet der Elektro-Mitnahmestapler eine vollelektrische Variante für geräusch- und emissionsarme Einsätze im urbanen Umfeld.
Mit neuen Maßstäben in der Automatisierung und drei Kameras für mehr Sicherheit präsentierte PALFINGER die neue TEC-Baureihe der Abrollkipper auf der IAA. Dabei kommen ein interaktives Display und eine verbesserte Systemüberwachung zur Anwendung. Weiters werden durch eine spezielle Kabinensteuerung den Bedienenden eine flexible Konfiguration und intuitive Bedienung ermöglicht.
Zwei neue Absetzkipper zeichnen sich durch ein optimiertes Design für verbesserte Sicht, Zugänglichkeit und Installation aus. Die Modelle ermöglichen durch Funkfernsteuerung ein höheres Maß an Kontrolle und Sicherheit. Ein optionaler Silent-Modus reduziert die Geräuschemissionen für Arbeiten in urbanen Gebieten deutlich.
Im Bereich Marine stellte PALFINGER im Jahr 2024 einen Schwerlastkran vor. Dieser wurde für maritime Anwendungen wie Serviceboote und Aquakulturen entwickelt und bietet eine Reichweite von bis zu 29 Metern und eine Tragfähigkeit von über 4.000 kg. Sein kompaktes, leichtes Design spart Platz auf dem Deck, während die überarbeitete Hydraulik einen multifunktionalen Betrieb ermöglicht.
PALFINGER entwickelt seit 2023 in enger Zusammenarbeit mit Aker BP vollelektrische Krane für den Offshore-Einsatz. Im Jahr 2024 wurde mit der Auslieferung von zwei Auslegerkranbasen ein erster Meilenstein erreicht. Die Montage der Krane wird im Lauf des nächsten Jahres fertiggestellt.
Die Produktlinie Digital Solutions ergänzt und erweitert das bestehende Portfolio von PALFINGER durch innovative digitale Produkte und Services mit datengetriebenen Geschäftsmodellen. PALFINGER Connected ist die Plattform, um Hebelösungen mit digitalen Services auf Basis der Nutzungs- und Maschinendaten zu ergänzen. Seit Anfang 2024 ermöglichen virtuelle Realitätstrainings-Simulatoren das Üben grundlegender und komplexer Szenarien in einer risikofreien Umgebung.
PALFINGER pflegt Partnerschaften und Kooperationen mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Partnern aus der Industrie, um neue Technologien, Innovationen und integrierte Lösungen zu entwickeln. So kann PALFINGER seinen Kunden die effizientesten, innovativsten und besten Produktlösungen anbieten. Durch das Innovationsnetzwerk steigert PALFINGER seine Attraktivität als Arbeitgeber für qualifizierte Fachkräfte.
Hauptpartner sind die Technischen Universitäten Wien und Graz sowie das Austrian Institute of Technology (AIT) in Wien. Mit letzterem arbeitet PALFINGER am Projekt "go autonomous" für Forst- und Recyclingkrane. Zu den laufenden Projekten mit den Partnerinstitutionen gehören "Digitale Simulationsmodelle", die Zusammenarbeit mit Studierenden in Bereichen wie Digitalisierung, Elektrifizierung, Mechatronik, Maschinenbau und Nachhaltigkeit sowie die Zusammenarbeit im Bereich der Automatisierung. Im Jahr 2024 wurde mit der TU Graz ein "Produktinnovationsprojekt" für die Produktlinie Ladekran umgesetzt.
Auf Basis des Wertschöpfungsprinzip "in der Region, für die Region" wird im Jahr 2025 der Ausbau des globalen Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks vorangetrieben. Der Fokus liegt auf dem Aufbau eigener Zentren in den Best-Cost-Ländern in LATAM und APAC. Auf der bauma 2025 werden Neuheiten aus den Bereichen Ladekran, Hubarbeitsbühne und Absetzkipper vorgestellt.
Das interne Kontrollsystem ist ein integraler Bestanteil des unternehmensweiten Risikomanagements bei PALFINGER. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.
In der Konzernzentrale ist die global zuständige Corporate Function für Group Accounting eingerichtet. Sie verantwortet die Rechnungslegung im Konzern, setzt konzernweite Standards und Gruppenrichtlinien fest und unterstützt die lokale Geschäftsführung. Zusätzlich ist die Corporate Function Global Controlling & Regional Finance für das monatliche finanzielle Reporting der Einzelgesellschaften zuständig. Parallel dazu definiert der Code of Conduct die wichtigsten ethischen und moralischen Leitlinien und Werte von PALFINGER. Er ist von den Mitarbeitern, Lieferanten, Händlern und Geschäftspartnern verpflichtend einzuhalten.
Das PALFINGER Internal Control System (P-ics) umfasst ein quartalsweises Reporting rechnungslegungsrelevanter Kontrollen in allen Gesellschaften und Prozessen. Damit werden die Effektivität des operativen Geschäfts sowie die Befolgung interner wie auch externer Vorschriften und Gesetze gesichert, zusätzlich erhöht es die Zuverlässigkeit der Buchhaltungssysteme und der Finanzberichterstattung. In den internen IT-Systemen sind die IKS-Grundsätze wie z.B. eine angemessene Vergabe von Benutzerzugriffsrechten berücksichtigt. Der Zugang zu sensiblen Daten wird auf jene Gruppe von Mitarbeitern, die diese Daten zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen, beschränkt (Minor-Rights-Prinzip). Direkt im System eingerichtete automatisierte Geschäftsprozesskontrollen gewährleisten die Ordnungsmäßigkeit dieser IT-Systeme.
Das IFRS-Konzernhandbuch legt einheitliche Regelungen zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen im Rahmen der Erstellung von Jahresabschlüssen fest. Damit ist die Umsetzung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß IFRS Standards im Konzern gesichert. Das Konzernhandbuch wird laufend durch Group Accounting aktualisiert und ist von den einzelnen Konzerngesellschaften eigenständig anzuwenden und umzusetzen.
Die konzerneinheitlichen Gruppenrichtlinien reduzieren die Risiken der Geschäftsprozesse – von der Beschaffung bis zur Zahlung – auf ein Minimum. Sie schreiben Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung vor wie das Vier-Augenprinzip und Funktionstrennungen, um das Risiko von Fehlern und Schäden durch eigenes Personal oder Dritte zu minimieren.
Der Bereich Corporate GRC & Internal Audit überwacht die Einhaltung der Gruppenrichtlinien und die Implementierung der internen Kontrollen. Basierend auf dem von Aufsichtsrat der PALFINGER AG genehmigten Audit Plan führt Corp. GRC & Internal Audit regelmäßig Ad-hoc-Prüfungen durch. Die Ergebnisse der Prüfungen werden an den Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der PALFINGER AG berichtet. PALFINGER arbeitet kontinuierlich daran, die Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu verbessern.
Durch das enge Zusammenspiel zwischen Controlling und dem Rechnungswesen werden laufend Ist-Vergleiche durchgeführt, und es besteht eine gegenseitige Kontrolle und Abstimmung. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.
Das Grundkapital der PALFINGER AG belief sich zum 31. Dezember 2024 auf 37.593.258 EUR und war in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme in der Hauptversammlung.
PALFINGER hält eigene Aktien in der Höhe von 2.826.516. Das entspricht 7,5 Prozent des Grundkapitals.
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung – auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionärinnen und Aktionären – sind der PALFINGER AG nicht bekannt. Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
Die PALFINGER AG hat mit der Familie Palfinger, die direkt bzw. indirekt rund 56,5 Prozent der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär, der auch im Aufsichtsrat vertreten ist. PALFINGER hält eigene Aktien im Ausmaß von 7,5 Prozent. Die übrigen 36,0 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz. Nach Kenntnis des Unternehmens halten private Aktionäre einen signifikanten Anteil des Streubesitzes. Die Mehrheit der Streubesitz-Aktien befindet sich in den Portfolios primär kontinentaleuropäischer institutioneller Investoren. Einer der größten Investoren ist in Montreal, Kanada, ansässig.
In der PALFINGER-Gruppe bestehen weder ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm noch ein System der Kapitalbeteiligung, bei dem Mitarbeitende das Stimmrecht für ihre Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausüben.
Es gibt weiters keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.
In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln inbegriffen.
Im Fall eines "Change of Control" haben die Vorstandsmitglieder weiters ein Rücktrittsrecht und Kündigungsrecht ihrer Anstellungsverträge. In diesem Fall gebührt dem Vorstandsmitglied eine Abfindung in Höhe von bis zu zwei Jahresgesamtvergütungen, maximal jedoch im Umfang der noch offenen Laufzeit des Anstellungsvertrages.
Der Vorstand
Ing. Andreas Klauser e.h.
Dr. Felix Strohbichler e.h. Dr. Alexander Susanek e.h. Mag. Maria Koller e.h.
Wir haben den Jahresabschluss der PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:
• Sachverhalt
Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 450.121.602,59 (Vorjahr EUR 411.121.602,59) stellen einen wesentlichen Anteil an den Aktiva der Gesellschaft dar. Gemäß § 204 Abs. 2 UGB sind Anteile an verbundenen Unternehmen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abzuschreiben. Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr EUR 10.382.656,01) vorgenommen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf einen möglichen Wertminderungsbedarf überprüft. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfordert wesentliche Schätzungen des Managements über die künftige Marktentwicklung im Planungszeitraum. Die Schätzungen der gesetzlichen Vertreter sind mit erheblichen Unsicherheiten und Ermessensspielräumen verbunden, insbesondere in Bezug auf die verwendeten Planungsannahmen und die Wachstumsrate für die ewige Rente.
Für den Abschluss besteht aufgrund dieser Schätzunsicherheiten das Risiko, dass mögliche Abwertungserfordernisse der Anteile an verbundenen Unternehmen nicht identifiziert und erfasst werden, weshalb dies als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt identifiziert wurde.
• Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben im Zusammenhang mit der Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen, bei denen ein Risiko eines möglichen Abwertungserfordernisses identifiziert wurde, das entsprechende Bewertungsmodell geprüft. Dabei haben wir die von den gesetzlichen Vertretern verwendete Bewertungsmethode überprüft sowie die verwendeten Parameter (geplante Zahlungsströme, Wachstumsraten und Diskontierungszinsätze) beurteilt. Wir haben untersucht, ob die verwendeten Modelle anerkannten Bewertungsgrundsätzen entsprechen und ob die verwendeten Annahmen plausibel und angemessen sind.
Die von der Gesellschaft eingesetzten Bewertungsmodelle sind für die Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen geeignet. Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen und Bewertungsparameter sowie der ermittelte Abschreibungsbedarf und die damit verbundenen Angaben sind vertretbar.
• Verweis auf weitergehende Informationen
Weitergehende Informationen zu diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt finden sich im Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024 unter Anhangangabe 3 – "Finanzanlagevermögen" unter Abschnitt B "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. April 2024 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. April 2024 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 Abschlussprüfer.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Peter Pessenlehner.
Wien
PwC Wirtschaftsprüfung GmbH
Mag. Peter Pessenlehner Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Weitere Termine wie Messen werden im Finanzkalender auf der Website angekündigt.
Investoren und Interessenten, die regelmäßig über Neuigkeiten der PALFINGER Gruppe informiert werden wollen, haben auf der Website (www.palfinger.ag) die Möglichkeit, sich für das Infoservice zu registrieren.
Die PALFINGER Investor Relations App steht ebenfalls auf der Website.
sowie in den gängigen App Stores zum Download zur Verfügung. www.palfinger.ag/de/investoren; www.palfinger.ag/de/investoren/ir-service

PALFINGER AG Lamprechtshausener Bundesstraße 8 5101 Bergheim, Österreich www.palfinger.ag
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.