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Palfinger AG Annual Report 2017

Mar 2, 2018

753_10-k_2018-03-02_648c7687-6eca-4588-9416-d6333e5acc97.pdf

Annual Report

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Die Zukunft ist, neu zu denken.

Integrierter Jahresfinanzbericht 2017

INHALT

KENNZAHLEN DER PALFINGER GRUPPE CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
Erklärung gemäß §243c UGB und
ÜBER DIESEN BERICHT 6 §267b UGB
VORWORT DES VORSTANDS 7 Organe der Gesellschaft
Diversitätskonzept
DIE ZUKUNFT IST… 8 Vergütungsbericht
Faire Wirtschaft
PALFINGER AUF EINEN BLICK 19 Corporate Governance Kodex
WICHTIGE EREIGNISSE 20 KENNZAHLENDEFINITION
DIE NEUE VISION 22
KONZERNABSCHLUSS ZUM
IM GESPRÄCH MIT DEM VORSTAND 24 31. DEZEMBER 2017
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
INVESTOR RELATIONS 29 Gesamtergebnisrechnung
Konzernbilanz
KONZERNLAGEBERICHT 33 Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Strategie und Value Management 33 Konzern-Cashflow-Statement
Strategische Säulen und nachhaltige
Aspekte
35 Geschäftssegmente
Strategische Ziele 37 Erläuterungen zum Konzernabschluss
Allgemeines
Konzernweite Entwicklungsprogramme 38 Konsolidierungsgrundsätze
Stakeholdermanagement 40 Erstmalig bzw. zukünftig anzuwendende
Value Management 50 Standards und Interpretationen
Marktbericht 58 Verwendung von Schätzungen und
Regionen und Branchen nach Ermessensspielräumen
Segmenten 58 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und
Kunden und Händlernetzwerk 60 Verlust-Rechnung
PALFINGER und Mitbewerber 61 Erläuterungen zur Konzernbilanz
Lieferanten 62 Erläuterungen zum Konzern-Cashflow
Entwicklung der PALFINGER Gruppe 66 Statement
Geschäftsentwicklung 2017 66 Sonstige Angaben
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 67 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Wesentliche Veränderungen in der Fair-Value-Bewertung
PALFINGER Gruppe 71 Beteiligungsliste
Weitere gesellschaftsrechtliche
Veränderungen 72 VERTIEFENDE GRI- UND
Angaben gemäß §243a UGB 73 NACHHALTIGKEITS-INFORMATIONEN
Nicht-finanzielle Erklärung gemäß Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen
§267a UGB 74 Managementsysteme im Einsatz
Treasury 75 Berichtsstandards und Normen
Risikobericht 76 Auswirkungen der Nachhaltigkeitsthemen
Verantwortungsbewusster Arbeitgeber 84 entlang der Wertschöpfungskette
Forschung und Entwicklung 93 Nachhaltigkeitsprogramm
Qualitätsmanagement 97 Vertiefende Nachhaltigkeits-Informationen
Fertigung für Dritte 98 GRI-Inhaltsindex
Öko-effiziente Produktion 99
Entwicklung der Segmente 105 ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN
Segment LAND 106 VERTRETER
Segment SEA 107 BERICHTE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Bereich HOLDING 109 BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Ausblick 111 IMPRESSUM

113

122

145

148

151 160

251 252 260

PALFINGER GESELLSCHAFTEN FINANZKALENDER 2018

Sich immer wieder neu erfinden. Neu und in Lösungen denken. Nie stehen bleiben. Aber auch den Menschen nicht vergessen.

Die Zukunft ist, was denkbar ist.

Die digitale Version des integrierten Geschäftsberichts 2017 finden Sie auf i-report.palfinger.ag

KENNZAHLEN DER PALFINGER GRUPPE

in TEUR 2013 2014 2015 2016 2017
Ergebnisse
Umsatz 973.909 1.063.421 1.229.892 1.357.012 1.471.075
EBITDAn1) 100.692 104.637 154.370 172.452 185.982
EBITDAn-Marge1) 10,3% 9,8% 12,6% 12,7% 12,6%
EBITn1) 68.957 66.079 113.415 123.747 129.684
EBITn-Marge1) 7,1% 6,2% 9,2% 9,1% 8,8%
EBITDA 100.692 104.637 145.330 155.997 167.350
EBITDA-Marge 10,3% 9,8% 11,8% 11,5% 11,4%
EBIT (Operatives Ergebnis) 68.957 66.079 104.375 106.049 110.190
EBIT-Marge 7,1% 6,2% 8,5% 7,8% 7,5%
Ergebnis vor Ertragsteuern 56.037 54.165 92.974 93.213 88.519
Konzernergebnis 38.749 38.162 64.366 61.173 52.513
Bilanz
Current Capital (Durchschnitt) 268.036 286.513 310.195 356.518 390.473
Current Capital Ratio2) 27,5% 26,9% 25,2% 26,3% 26,5%
Capital Employed (Durchschnitt) 591.249 705.316 834.911 975.784 1.090.996
Eigenkapitalquote 45,3% 40,5% 42,1% 37,7% 37,3%
Nettofinanzverschuldung 219.980 356.600 347.913 513.077 513.282
Gearing 57,9% 78,4% 68,1% 88,5% 89,2%
Cashflow und Investitionen
Cashflow aus dem operativen Bereich 69.236 47.208 110.623 109.579 91.978
Free Cashflow 28.993 –159.525 54.704 –68.700 43.058
Nettoinvestitionen 31.723 175.855 60.440 71.359 68.301
Abschreibungen und Wertminderungen 31.735 38.558 40.955 49.948 57.160
Wertschaffung
ROCE 9,0% 7,4% 9,6% 8,1% 7,5%
ROE 11,7% 10,5% 14,8% 12,7% 11,3%
EVA 9.535 6.713 25.880 20.546 13.613
WACC 7,4% 6,5% 6,5% 6,0% 6,2%
Mitarbeiter
Mitarbeiterstand3) 6.490 8.225 9.1024) 9.8465) 10.212
Frauenanteil (Prozent) 10,0% 12,5% 12,9%4) 13,3%5) 13,1%
Fluktuation (Prozent) 10,3% 10,4% 14,2%4) 15,4%5) 18,7%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen
(% der Sollarbeitszeit)
0,18% 0,09% 0,12%4) 0,21%5) 0,18%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter6) 11,9 9,0 15,74) 15,65) 19,7
Umwelt
Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz 100,0% 95,5% 91,0% 94,8% 91,1%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz 100,0% 96,9% 93,6% 98,7% 90,4%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz 100,0% 103,2% 124,8% 157,7% 325,4%
Aktie
Marktkapitalisierung 1.030.810 789.082 994.342 1.075.167 1.280.050
Kurs per Jahresultimo (EUR) 28,85 20,99 26,45 28,60 34,05
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,09 1,04 1,73 1,63 1,40
Dividende je Aktie (EUR) 0,41 0,34 0,57 0,57 0,477)

1) Diese Werte ab 2015 sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten. 2) Current Capital (Durchschnitt) in Relation zum Umsatz der jeweils letzten 12 Monate. 5) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben. 6) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

3) Stichtagswerte von konsolidierten Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter. 4) Aufgrund von internen Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität haben sich Änderungen ergeben.

7) Vorschlag an die Hauptversammlung.

UMSATZ (in TEUR)

2013 2014 2015 2016 2017

MITARBEITER (Stichtag 31.12.)

INDEX: ENERGIE-VERBRAUCH BEZOGEN AUF UMSATZ

EBITDAn (in TEUR)

2013 2014 2015 2016 2017

FLUKTUATION (in Prozent)

INDEX: TREIBHAUSGAS-EMISSIONEN BEZOGEN AUF UMSATZ

OPERATIVER CASHFLOW (in TEUR)

2013 2014 2015 2016 2017

AUSFALLZEITEN AUFGRUND VON ARBEITSUNFÄLLEN (in Prozent)

INDEX: GEFÄHRLICHE ABFÄLLE BEZOGEN AUF UMSATZ

ÜBER DIESEN BERICHT

Das Geschäftsjahr 2017 war für PALFINGER ein sehr erfolgreiches Jahr. Der Umsatz erreichte einen neuen Höchstwert, das operative Ergebnis stieg ebenfalls an, blieb aber aufgrund von Einmaleffekten hinter den Erwartungen zurück. Das Geschäftsjahr 2017 war auch ein Jahr der Weichenstellungen. Konsolidierung und Restrukturierung sind die Basis für die erfolgreiche Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts, und sie ermöglichen Neues. Die Vision und Strategie für das digitale Zeitalter unterstützen das Ziel, auch in Zukunft Weltmarktführer zu sein.

Der Ihnen vorliegende integrierte Geschäftsbericht 2017 beinhaltet die finanzielle und die nicht-finanzielle Berichterstattung der PALFINGER Gruppe. PALFINGER ist überzeugt, dass die Auseinandersetzung mit den Chancen, Risiken und den Auswirkungen der eigenen Tätigkeit – auch in Zusammenhang mit der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette – den langfristigen Erfolg des Unternehmens bestimmt. Bereits im Jahr 2013 wurden daher die wirtschaftlichen und rechtlichen Informationen mit den Themen und Ergebnissen des nachhaltigen Managements auch in der Berichterstattung zusammengeführt.

Der Bericht entspricht den Rechnungslegungsstandards IFRS und wurde in Übereinstimmung mit den GRI-Standards: Option Kern erstellt. PALFINGER bekennt sich überdies zum UN Global Compact (UNGC), zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen und zu den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen. Der integrierten Strategie von PALFINGER folgend sind finanzielle und nicht-finanzielle Inhalte gemeinsam in den entsprechenden Kapiteln dargestellt. Der Lagebericht beinhaltet die Informationen über PALFINGER als verantwortungsbewusster Arbeitgeber, über nachhaltige Produkte (Forschung und Entwicklung) sowie öko-effiziente Produktion. Die Prinzipien zu fairer Wirtschaft sind ebenso Teil des Corporate-Governance-Berichts wie das Diversitätskonzept. In den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen sind weiterführende Daten zu den relevanten Nachhaltigkeitsthemen sowie der GRI-Inhaltsindex samt UNGC-Prinzipien zu finden. Die nicht-finanzielle Erklärung gemäß dem österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) ist ebenfalls Teil des Lageberichts. Sie enthält einen Überblick, wo die entsprechenden Inhalte in diesem Bericht thematisch zugeordnet sind.

Zur besseren Orientierung enthält der vorliegende Bericht Verweise:

Hinweis auf Informationen zu einer GRI-Angabe bzw. auf Informationen, die auch für das österreichische NaDiVeG relevant sind

Verweis zu einer anderen Textstelle im integrierten Geschäftsbericht

Verweis zu Detailinformationen im Internet

Der vollständige Bericht steht als Pdf-Datei auf der Website www.palfinger.ag zum Download zur Verfügung. Der gedruckte Bericht enthält – im Sinne von Effizienz, Umweltschutz und den unterschiedlichen Interessen der Stakeholder – weder den Konzernabschluss nach IFRS noch die vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen. Wichtige Inhalte des Geschäftsberichts sind auch als Web-Version vorhanden.

GRI 102-12, 102-54

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

www.palfinger.ag/de/newsroom/geschaeftsberichte; www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/publikationen/fortschrittsbericht-des-un-global-compact; i-report.palfinger.ag

VORWORT DES VORSTANDS

SEHR GEEHRTE LESERIN, SEHR GEEHRTER LESER!

Wir können Ihnen in diesem Geschäftsbericht 2017 der PALFINGER Gruppe von einem sehr erfolgreichen Jahr berichten, wie ein Blick auf die Kennzahlen zeigt. Erst auf den zweiten Blick ersichtlich sind die Veränderungen, mit denen wir PALFINGER auf weiteres nachhaltig profitables Wachstum in einer digitalen Zukunft vorbereitet haben.

Das Jahr 2017 war ein Jahr mit enormer Nachfrage und ebensolchen Auftragseingängen. Mit 1.471,1 Mio EUR erreichte der Umsatz bereits zum siebenten Mal in Folge einen neuen Höchstwert. Auch das operative Ergebnis stieg trotz umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen und negativ wirkender Einmaleffekte neuerlich an, blieb aber hinter unseren Erwartungen zurück. Bereinigt um die Restrukturierungskosten konnten wir das EBITDAn auf 186,0 Mio EUR heben, das entspricht einer EBITDAn-Marge von 12,6 Prozent. Engpässe in der Produktion führten dazu, dass wir zu Jahresende ein beträchtliches Volumen an Aufträgen nicht zeitgerecht fertigstellen konnten. Diese werden sich daher erst in den Zahlen des Jahres 2018 widerspiegeln.

2017 war auch ein Jahr der Konsolidierung. Erst im Vorjahr erfolgte die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte. Die Integration der weltweit tätigen Harding-Gruppe schreitet voran, und sie wird uns noch eine Weile beschäftigen. Bereits 2016 startete ein Restrukturierungsprogramm, um in allen Bereichen bzw. Regionen profitables Wachstum zu ermöglichen. In Nordamerika und im Marinebereich fanden in diesem Zusammenhang zahlreiche Veränderungen statt. Die durchgeführten Bereinigungen, Prozessverbesserungen und Konsolidierungen werden sich zunehmend positiv auf das Ergebnis auswirken, wir sehen jedoch die Evaluierung weiterer Maßnahmen als erforderlich an, um insbesondere im Marinegeschäft für einen zukünftigen Aufschwung gut positioniert zu sein.

Ebenso war 2017 ein Jahr der Weichenstellungen für die Zukunft. Wir haben die Vision für PALFINGER im digitalen Zeitalter erarbeitet. Die Basis dafür ist unser bewährter erfolgreicher Weg, den wir auch in Zukunft weitergehen werden. Seit geraumer Zeit befassen wir uns mit den Veränderungen durch die Digitalisierung. Künftig geben wir diesen Veränderungen bei PALFINGER eine neue Struktur und damit ausreichend Raum, um nicht nur Verbesserungen, sondern auch völlig neue Geschäftsmodelle entwickeln zu können. Unterstützt wird dieser Weg durch einige konzernweite Initiativen, die Zielrichtung wurde mit der strategischen Unternehmensplanung 2022 festgelegt.

Die Befragung unserer Stakeholder im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse gewährleistet, dass wir die Themen, die aus Ihrer Sicht relevant sind, berücksichtigen. Unsere Ziele sind finanzieller wie auch nicht-finanzieller Natur, sie beinhalten kurzfristige, aber auch langfristige Zielwerte. So haben wir 2017 als zusätzliches Langfristziel die Reduktion der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 25 Prozent definiert.

2017 war auch ein Jahr der Veränderungen im Vorstand. Nach Christoph Kaml verließ Herbert Ortner, seit 2008 Vorstandsvorsitzender, mit Jahresende den Vorstand der PALFINGER AG, um neue Herausforderungen anzunehmen. Wir danken ihnen für die hervorragende Zusammenarbeit und wünschen ihnen weiterhin alles Gute. Unser Blick ist nach vorne gerichtet. Wir freuen uns, dass Sie PALFINGER auf dem Weg in die Zukunft begleiten.

Felix Strohbichler Martin Zehnder GRI 102-14

Die Zukunft ist, sich immer wieder neu zu erfinden.

Was man als Weltmarktführer noch erreichen will? Alles. Unser Unternehmen steht für ständige Transformation. Die Offenheit Neuem gegenüber hat dafür gesorgt, dass wir in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gewachsen sind.

Nun befinden wir uns mitten im nächsten Umbruch. Die Digitalisierung hat alle Bereiche des Lebens erfasst, sie ist die Herausforderung und Chance der nächsten Jahre. Wir wollen unsere führende Position nützen, um aus dem erneuten Wettrennen als Sieger hervorzugehen.

Deshalb haben wir den drei Säulen, auf denen unser Unternehmenserfolg basiert – Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung – eine neue strategische Säule hinzugefügt: PALFINGER 21st.

Das Zusammenspiel dieser vier Säulen wird es uns auch in Zukunft ermöglichen, unsere Vision zu verwirklichen und unser Unternehmensziel zu erreichen:

TOGETHER WE ARE SHAPING THE FUTURE OF OUR CUSTOMERS' LIFTING SOLUTIONS.

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Die Zukunft ist, neu zu denken.

PALFINGER 21st ist mehr als ein Schlagwort. Es läutet eine neue Ära des unternehmerischen Denkens ein.

Ein neues Denken, bei dem von Anfang an die Digitalisierung im Fokus steht und das sich ganzheitlich über alle Bereiche spannt – von der Prozessplanung über die Produktion bis zur Gesamtlösung.

Diese Integration der Digitalisierung in die DNA von PALFINGER wird es in Zukunft möglich machen, Neues schneller zu entwickeln, zu testen und in verlässliche industrielle Geschäftsmodelle umzusetzen. Die Basis dafür bilden unsere bestehenden Prozesse, Produkte und Dienstleistungen, die in neue und umfassende Gesamtlösungen integriert werden und so zusätzliche Wertschöpfung schaffen.

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Die Zukunft ist, in Lösungen zu denken.

Nur wer die Bedürfnisse seiner Kunden kennt, kann am Markt bestehen. Denn in einer sich immer schneller verändernden Welt ist es wichtig, ständig zu wissen, was der Markt verlangt. Am besten, bevor der Markt selbst es weiß. Deshalb rücken wir überall auf der Welt näher an unsere Kunden. Um ihre Herausforderungen und Wünsche zu erkennen und ihnen dafür Lösungen anzubieten.

Der Mut zum ständigen Hinterfragen der eigenen Leistung ist unser Schlüssel für nachhaltigen Erfolg.

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Die Zukunft ist, nie stehen zu bleiben.

Der Erfolg von morgen liegt hinter dem Tellerrand. Deshalb ist es für ein Unternehmen besonders wichtig, sich die Neugier zu erhalten und in Bewegung zu bleiben. Erst so wird es möglich, neue und ungewöhnliche Lösungen zu entwickeln.

Unser neuer Standort im Startup-Hub in Wien wird neue Ideen und Konzepte einbringen, die wir auf ihre industrielle Umsetzbarkeit evaluieren. Mit der Hilfe von PALFINGER Process Excellence werden sich unsere Strukturen verändern. Unsere effiziente und flexible Organisation wird dadurch stets auf der Höhe der Zeit bleiben.

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Die Zukunft ist, den Menschen nicht zu vergessen.

Unsere Werte bilden den Kompass, der uns den Weg weist.

Egal, was sich auch verändert: Es gibt Dinge, die unumstößlich sind. Wie die Werte, an denen sich unsere Unternehmenskultur orientiert: Unternehmertum, Respekt und Lernen. Im Zentrum dieser Werte ist und bleibt der einzelne Mensch. Damit meinen wir unsere Mitarbeiter so wie alle anderen Stakeholder von PALFINGER.

WE VALUE PEOPLE. PEOPLE CREATE VALUE.

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PALFINGER LAND

STIFF BOOM KRANE

MITNAHMESTAPLER

LADEKRANE FORST & RECYCLINGKRANE

HUBARBEITSBÜHNEN LADEBORDWÄNDE

PERSONEN EINSTIEGSSYSTEME

INSPEKTIONSGERÄTE

TELESKOPKRANE MOBILKRANE

ABROLL & ABSETZKIPPER

BRÜCKEN EISENBAHNSYSTEME

PALFINGER SEA

RETTUNGS-AUSRÜSTUNG

KRANE WINDEN & HANDLING-LÖSUNGEN

INDUSTRIEKLETTERER

GRI 102-2

PALFINGER AUF EINEN BLICK

Die PALFINGER Gruppe umfasst 90 Gesellschaften in 35 Ländern mit insgesamt 10.212 Mitarbeitern. Der Hauptsitz befindet sich in Bergheim bei Salzburg, Österreich. PALFINGER gilt als Technologie- und Innovationsführer in seiner Branche.

Bei Ladekranen, Forst- und Recyclingkranen, Abroll- und Absetzkippern sowie Eisenbahnsystemen ist PALFINGER Weltmarktführer. Durch die Akquisition der weltweit tätigen Harding-Gruppe im Jahr 2016 erlangte das Unternehmen auch die Weltmarktführerschaft bei maritimen Rettungssystemen. Darüber hinaus zählt PALFINGER zu den führenden Anbietern von Ladebordwänden, Marine- und Windkranen sowie Mitnahmestaplern. PALFINGER hat den Anspruch, Service-Champion in der Branche zu sein.

Die Produktion erfolgt in 38 Fertigungs- und Montagewerken in Europa, GUS, Nord- und Südamerika sowie in Asien. Ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk mit mehr als 200 unabhängigen Generalimporteuren und rund 5.000 Stützpunkten in über 130 Ländern auf allen Kontinenten gewährleistet optimale Kundennähe.

Die PALFINGER Gruppe verzeichnet seit Jahren kontinuierliches Wachstum, auch durch Akquisitionen. Im Geschäftsjahr 2017 erreichte der Umsatz mit 1.471,1 Mio EUR erneut einen Rekordwert. Das EBITDAn (bereinigt um Restrukturierungskosten) beträgt 186,0 Mio EUR, das EBITn (bereinigt um Restrukturierungskosten) stieg auf 129,7 Mio EUR.

PALFINGER nimmt gesellschaftliche und ökologische Verantwortung wahr. Dies wird als wesentlicher Erfolgsfaktor gesehen, daher misst PALFINGER seine Wertsteigerung auch an Nachhaltigkeitskennzahlen. Die solide finanzielle Basis, die Qualität der Produkte und Dienstleistungen sowie der Nachhaltigkeitsfokus sind für PALFINGER die Basis des Erfolgs.

Im Jahr 2017 aktualisierte PALFINGER seine Vision und seine Strategie in Hinblick auf bereits bestehende und zukünftige Anforderungen im digitalen Zeitalter. In Wien wurde beispielsweise ein Entwicklungsstandort in einem Startup-Zentrum eröffnet, der neue Herangehensweisen und offene Innovation fördern soll. Das erklärte Ziel von PALFINGER ist, auch in Zukunft Weltmarktführer und Trendsetter bei der Digitalisierung zu sein. GRI 102-1, 102-2, 102-3, 102-7

NaDiVeG

www.palfinger.ag

WICHTIGE EREIGNISSE

Jänner 2017

BETEILIGUNG AN SKY STEEL SYSTEMS

PALFINGER erwirbt 20 Prozent an Sky Steel Systems. Das Unternehmen mit Sitz in Dubai produziert Fassadenbefahranlagen. PALFINGER sieht zahlreiche Synergien mit seinem Geschäftsbereich Eisenbahnsysteme, der auch Infrastruktur- und Bauwerksinstandhaltung umfasst.

Jänner 2017

Der bisherige Eigentümer des dänischen Vertriebspartners möchte sich auf sein Kerngeschäft fokussieren. PALFINGER übernimmt den Händler mit allen Mitarbeitern und führt das Geschäft weiter.

März 2017

VERKAUF EINES GESCHÄFTS-BEREICHS IN NORDAMERIKA

Im Rahmen der Restrukturierung verkauft PALFINGER in Nordamerika das Geschäft mit Aufbau und Vertrieb von Service Bodies.

März 2017

GRÖßTER HACKATHON ÖSTERREICHS

PALFINGER veranstaltet in Wien den bislang größten Hackathon Österreichs. Offene Innovation bedeutet, innovative Konzepte gemeinsam mit Externen zu entwickeln.

März 2017

EMISSION EINES SCHULDSCHEIN-DARLEHENS

PALFINGER begibt ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 200 Mio EUR. Die Tranchen haben Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren.

Mai 2017

ERÖFFNUNG DER PALFINGER WORLD

In Lengau eröffnet PALFINGER eine Erlebniswelt. Mit neuesten Technologien wird das Markenversprechen hier eindrucksvoll präsentiert. Sie beinhaltet auch das neue Übergabezentrum für Komplettfahrzeuge. oder

September 2017

START DES DIGITALEN ENTWICKLUNGSSTANDORTS

In Wien eröffnet das größte Gründerzentrum Zentral- und Osteuropas. PALFINGER ist als Partner-Unternehmen mit einem Entwicklungsstandort für IoT-Lösungen vertreten, der insbesondere von der Zusammenarbeit mit den Startups profitieren soll.

Oktober 2017

FELIX STROHBICHLER ÜBERNIMMT VON CHRISTOPH KAML

Im Juni kündigt Christoph Kaml, seit 2009 Finanzvorstand der PALFINGER AG, an, dass er sich ab September neuen beruflichen Aufgaben widmen wird. Im Oktober folgt ihm Felix Strohbichler nach. Er war bereits von 2000 bis 2015 in verschiedenen Managementfunktionen für PALFINGER tätig.

November 2017

HERBERT ORTNER KÜNDIGT ABSCHIED AN

Herbert Ortner, seit 2001 im Unternehmen und seit zehn Jahren Vorstandsvorsitzender, scheidet mit Jahresende 2017 aus privaten Gründen aus dem Vorstand aus. Bis zur Neubesetzung übernehmen ab Jänner 2018 die beiden anderen Vorstände seine Agenden.

VISION UND STRATEGIE FÜR DAS

DIGITALE ZEITALTER Die strategische Unternehmensplanung 2022 wird vom Vorstand bestätigt. Dezember 2017 GEWINNERWARTUNG REDUZIERT

Gemeinsam mit einer neuen Vision für das digitale Zeitalter und den konzernweiten Entwicklungsprogrammen weist sie den Weg für die nächsten Jahre. Aktuelle Zahlen und Schätzungen weisen darauf hin, dass das Konzernergebnis 2017 unter dem Vorjahreswert liegen wird. Gründe dafür sind Kapazitätsengpässe und mehrere Einmaleffekte im 4. Quartal 2017, die sich auf das operative Dezember 2017 GEWINNERWARTUNG REDUZIERT

Dezember 2017 Dezember 2017 Aktuelle Zahlen und Schätzungen weisen darauf hin, dass das Konzernergebnis

November 2017

GEWINNERWARTUNG REDUZIERT GEWINNERWARTUNG REDUZIERT GEWINNERWARTUNG REDUZIERT Ergebnis bzw. auf das Finanzergebnis auswirken. Aktuelle Zahlen und Schätzungen weisen darauf hin, dass das Konzernergebnis

Aktuelle Zahlen und Schätzungen weisen darauf hin, dass das Konzernergebnis 2017 unter dem Vorjahreswert liegen wird. Gründe dafür sind Kapazitätsengpässe und mehrere Einmaleffekte im 4. Quartal 2017, die sich auf das operative Ergebnis bzw. auf das Finanzergebnis auswirken. Aktuelle Zahlen und Schätzungen weisen darauf hin, dass das Konzernergebnis 2017 unter dem Vorjahreswert liegen wird. Gründe dafür sind Kapazitätsengpässe und mehrere Einmaleffekte im 4. Quartal 2017, die sich auf das operative Ergebnis bzw. auf das Finanzergebnis auswirken. Aktuelle Zahlen und Schätzungen weisen darauf hin, dass das Konzernergebnis 2017 unter dem Vorjahreswert liegen wird. Gründe dafür sind Kapazitätsengpässe und mehrere Einmaleffekte im 4. Quartal 2017, die sich auf das operative Ergebnis bzw. auf das Finanzergebnis auswirken. Ergebnis bzw. auf das Finanzergebnis auswirken.

Together we are shaping the future of our customers' lifting solutions.

DIE NEUE VISION

Die drei strategischen Säulen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung ermöglichten bereits in den vergangenen Jahren das weltweite profitable Wachstum der PALFINGER Gruppe. Sie werden auch in Zukunft konsequent weitergeführt.

Um die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation fokussiert wahrnehmen zu können, wurde die bewährte Strategie um eine vierte Säule ergänzt: PALFINGER 21st steht für neue Kernkompetenzen, neue Herangehensweisen, neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle im digitalen Zeitalter.

Die Mitarbeiter von PALFINGER und die gelebten Unternehmenswerte Respekt, Lernen und Unternehmertum sind zentral, um diese Vision umzusetzen. Wir werden künftig – noch mehr als bisher – die Kunden von PALFINGER in den Mittelpunkt aller Anstrengungen stellen. Gemeinsam mit diesen wird PALFINGER weiterhin neue Anforderungen erkennen und effiziente Lösungen entwickeln.

Strategie & Value Management, Seite 33

IM GESPRÄCH MIT DEM VORSTAND

STRATEGIEGESPRÄCH MIT DEM VORSTAND DER PALFINGER AG

HERBERT ORTNER (VORSITZENDER BIS 31.12.2017), FELIX STROHBICHLER UND MARTIN ZEHNDER

WO LIEGEN NACH SIEBEN REKORDJAHREN FÜR PALFINGER DIE GRENZEN DES WACHSTUMS?

Ortner: Man soll sich als Unternehmer keine Grenzen setzen, denn das Faszinierende ist, dass keiner weiß, was die Zukunft bringt – welche Märkte wachsen, welche schrumpfen oder gar verschwinden werden. Die Grenzen von PALFINGER sind nicht in Zahlen zu erfassen. Die Frage ist, ob es gelingt, die Weltmarktführerschaft zu halten oder auch auszubauen. Es gibt genügend Regionen und Produktbereiche, in denen PALFINGER noch nicht Nummer eins ist. Dort gibt es also Wachstumspotenzial.

WAS WAREN DIE GRUNDÜBERLEGUNGEN FÜR DIE NEUE STRATEGIE UND UNTERNEHMENSPLANUNG?

Zehnder: Es gibt zwei Fehler, die man als erfolgreiches Unternehmen machen kann: Entweder Sie leugnen aufgrund Ihrer Erfolge den Veränderungsbedarf, oder Sie verherrlichen in der aktuellen Aufbruchsstimmung das Disruptive, werfen das Bestehende über Bord und versuchen, das Rad neu zu erfinden. Wir waren im Vorstand der Meinung, dass wir für PALFINGER einen Mittelweg finden müssen. Dieser Mittelweg, der das Bestehende auf Neues vorbereitet und dies verbindet, zieht sich wie ein roter Faden durch unsere neue Vision, unsere Strategie und die strategische Unternehmensplanung bis 2022.

"Die Kundenähe ist von zentraler Bedeutung."

Felix Strohbichler

WIE ERREICHEN SIE DIESE VERBINDUNG?

Strohbichler: Die Erfolgsfaktoren, die für PALFINGER bisher entscheidend waren, werden auch in Zukunft die wichtigsten Erfolgsfaktoren sein. Deshalb bleiben Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung auch weiterhin wesentliche Bestandteile von Vision und Strategie. Den neuen Herausforderungen in Zusammenhang mit der digitalen Transformation werden wir – unter dem Titel PALFINGER 21st – mit neuen Kompetenzen und Lösungen und neuen Geschäftsmodellen in Verbindung mit unseren Produkten begegnen.

Die Kundennähe ist von zentraler Bedeutung, um für den Anwender einen Mehrwert, einen zusätzlichen Nutzen zu schaffen. Es geht auch nicht nur um gute Ideen, wir müssen uns auf die beste Idee fokussieren und diese schnell und zielgerichtet umsetzen.

WIE WICHTIG IST PALFINGER 21st?

Strohbichler: PALFINGER 21st ergänzt als neue, vierte strategische Säule die drei bestehenden, Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung. PALFINGER Lösungen müssen auch in der digitalen Zukunft den Anforderungen unserer Kunden entsprechen.

Daher haben wir einen eigenen Bereich PALFINGER 21st mit entsprechenden Ressourcen geschaffen, um Innovationen außerhalb unserer Regelorganisation zu ermöglichen. Neuartige Entwicklungen benötigen andere Strukturen, in denen Dinge schnell vorwärts getrieben werden. Die bestehende Organisation ist hingegen auf Prozesstreue, Qualität und Planungssicherheit ausgerichtet.

Wir können in Zusammenhang mit Digitalisierung einerseits Produkte besser machen, wir werden aber möglicherweise auch disruptive Geschäftsmodelle in Verbindung mit unseren Produkten entwickeln, die wir heute so noch gar nicht sehen. Vielleicht auch Risiken in Chancen und Geschäftsmodelle ummünzen. Im Reporting wird der Bereich PALFINGER 21st als Teil des Bereichs HOLDING abgebildet.

"Wir dürfen nicht in digitaler Euphorie alles über Bord werfen, was uns bisher stark und erfolgreich gemacht hat."

Martin Zehnder

WIE MUSS SICH PALFINGER VERÄNDERN, UM DER DIGITALEN TRANSFORMATION GERECHT ZU WERDEN?

Zehnder: Wir müssen agiler werden: agile Organisation, agile Strukturen, agiles Management. Es geht nicht darum, dass nur das Neue zählt. Wichtig ist eine rasche, aber sich fügende Verbindung und Ergänzung von bestehenden Strukturen, Prozessen und Produkten mit neuen Lösungen, neuen Sichtweisen und neuen Prozessen. Wir dürfen nicht in digitaler Euphorie alles über Bord werfen, was uns bisher stark und erfolgreich gemacht hat, sondern wir müssen auf dieser Basis zielgerichtet Neues entwickeln, testen und implementieren. Dabei wird auch Reibungsenergie entstehen, und es ist die Aufgabe der Managementteams, diese in effiziente Prozesse und Lösungen umzuwandeln. Das nennen wir agiles Management.

So wie wir auf der Produktebene unsere Lösungen auf Basis der bewährten Kompetenzen Mechanik, Hydraulik, Mechatronik mit digitalen Features zu smarten Produkten machen, werden wir bei der Gestaltung der internen Abläufe unsere bewährte Ordnung und Effizienz bewahren und um die Learnings aus PALFINGER 21st anreichern.

WIE KANN PALFINGER 21st ZUM ERGEBNIS VON PALFINGER BEITRAGEN? WAS BEDEUTET DAS FÜR – AUCH ZUKÜNFTIGE – MITARBEITER?

Strohbichler: Es muss allen klar sein, dass wir in den kommenden Jahren weiterhin mit unserem bestehenden Geschäft unsere Umsätze und Ergebnisse generieren werden. PALFINGER 21st ist im ersten Schritt eine Investition in die Zukunft. In diesem Bereich sollten neue Lösungen und Geschäftsmodelle entwickelt und zur Marktreife geführt werden. Danach werden diese Lösungen in die Segmente LAND und SEA eingesteuert.

Die Mitarbeiter sind auch zukünftig der entscheidende Faktor. Natürlich benötigen wir mehr Digital Natives und Mitarbeiter mit entsprechenden Kenntnissen. Aber die Fachkompetenz alleine macht nicht den Erfolg aus, mindestens ebenso entscheidend sind Soft Skills. Es ist die Kombination von Wissen, Erfahrung, Kommunikationsund Teamfähigkeit. Wir brauchen starke Persönlichkeiten, Mitarbeiter, die eigene Fehler und die der anderen akzeptieren und wegstecken können und durch das aus Fehlern Gelernte das Unternehmen voranbringen.

WAS ERWARTEN SIE SICH VOM ENTWICKLUNGSSTANDORT WIEN?

Zehnder: Unser Entwicklungsstandort in einem Wiener Innovation-Hub ist ein Bestandteil, der sich in das große Ganze fügt. Das ist ein starkes, weithin sichtbares Commitment, dass wir Neues entwickeln wollen. Wir sind dort gemeinsam mit anderen großen Industrieunternehmen in einem Zentrum der Startup-Szene angesiedelt, und wir werden von dem direkten Kontakt mit Talenten profitieren.

FÜRCHTEN SIE DISRUPTIVE ENTWICKLUNGEN ZUM NACHTEIL VON PALFINGER?

Zehnder: Ich sehe Disruption zunächst als Chance, nicht als Gefahr. Wir brauchen uns nicht davor zu fürchten. Disruption setzt Potenziale frei, die wir nutzen können. Natürlich wird es neue Mitbewerber geben, vor allem in einzelnen Nischen oder einzelne Technologien betreffend. Wir müssen darauf vorbereitet sein und selbst schauen, wie wir Chancen für uns nutzen können. Das ist die Strategie, die uns erfolgreich sein lässt.

"Ich gehe davon aus, dass wir aufgrund unserer starken Marktposition ein most-wanted Partner für solche Lösungen sein werden."

Martin Zehnder

WELCHE DIGITALISIERUNGSTHEMEN SEHEN SIE IN DEN KUNDENBRANCHEN?

Zehnder: Daten sind ein großes Thema für unsere Kunden und unser Branchenumfeld. Das englische Wort "Digitisation" heißt, Daten elektronisch zu sammeln. "Digitalisation" ist die Entwicklung von Kundenmehrwert aus dieser Datensammlung. Dafür braucht es eine Big-Data-Strategie: Erstens müssen wir genau wissen, welche Daten unsere Produkte generieren sollen. Zweitens müssen wir diese Daten sammeln. Dazu müssen wir Konnektivität für alle Produkte und Lösungen herstellen. Drittens können wir schließlich aus unseren Daten neue Produkte und neue Dienstleistungen generieren, die für die Kunden und für uns Mehrwert schaffen. Das ist eine Kernaufgabe von PALFINGER 21st.

Wir werden aber auch sehen, dass unsere Datenstrategie äußeren Einflüssen unterliegt, dass zum Beispiel umfassende Branchenlösungen nach unseren Daten verlangen. Ich gehe davon aus, das wir aufgrund unserer starken Marktposition ein most-wanted Partner für solche Lösungen sein werden. Dann haben wir auch die Chance, solche Plattformen mitzugestalten.

WIE ERHÖHEN SIE DEN KUNDENNUTZEN BEI NEUEN LÖSUNGEN? UND VERÄNDERN SICH NICHT AUCH DIE KUNDEN VON PALFINGER?

Zehnder: Wir haben schon bisher festgestellt, dass wir neuen Kundennutzen, den wir auch verkaufen können, nur durch Kundennähe erreichen. Wir müssen also insgesamt – nicht nur in PALFINGER 21st – näher an unsere Kunden heranrücken, um sie besser zu verstehen. Das ist ein wesentlicher Punkt für die Zukunft. In diese neue Kundennähe müssen wir auch unsere Händler miteinbeziehen.

Strohbichler: Ja, auch die Kunden verändern sich rasch und zum Teil umfassend. Dabei sprechen wir nicht nur von technologischem Wandel, sondern zunächst von Folgen der Branchenkonsolidierung, das Einkaufsund das Nutzungsverhalten ändern sich. Um dem zu entsprechen, benötigen wir neue Strukturen, Schnittstellen und Angebote. Wir werden uns künftig in der gesamten PALFINGER Gruppe – so wie es im Marinebereich bereits der Fall ist – viel stärker nach Kundenbranchen ausrichten.

"Wir werden uns künftig viel stärker nach Kundenbranchen ausrichten."

Felix Strohbichler

WELCHE INVESTITIONEN MÜSSEN MIT WELCHEN ZEITHORIZONTEN GETÄTIGT WERDEN, UM WETTBEWERBSFÄHIG ZU BLEIBEN?

Strohbichler: Wir werden überproportional in den Erwerb neuer Kompetenzen, also in PALFINGER 21st, investieren. Wir werden das durch Umschichtungen finanzieren und durch Einsparungen in unseren Prozessen. PALFINGER ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen, und wir sehen substanzielle Synergie- und Ergebnissteigerungspotenziale, die wir durch Neuordnung und Prozessoptimierung erzielen können.

Wir schaffen jetzt die Strukturen, um die Zukunft zu gestalten. Dafür benötigen wir einerseits das Commitment und den Einsatz unserer Mitarbeiter, eine starke Unternehmenskultur und Werte, die gelebt werden. Andererseits bedarf es Investitionen, und wir werden natürlich auch Lernschleifen ziehen, bis wir die richtigen Ideen und Ansätze gefunden haben.

HERR ORTNER, SIE HABEN DIESEN WEG IN DIE ZUKUNFT VON PALFINGER ENTSCHEIDEND MITGE-STALTET. WOHIN GEHT DIE REISE?

Ortner: Ich war 15 Jahre im Vorstand der PALFINGER AG, seit 2008, mit Beginn der Finanzkrise, als CEO. Ab dem Jahr 2010 stieg der Umsatz von PALFINGER wieder an, jedes Jahr aufs Neue. Auch die Profitabilität war rasch wieder auf einem guten Niveau. Das zeigt, dass unsere Strategie bisher erfolgreich war. Wir haben laufend Anpassungen gemacht, jetzt war es Zeit für eine größere Überarbeitung. PALFINGER ist mit seinen – jetzt vier – strategischen Säulen, mit dem Fokus auf die Kunden, mit den laufenden Initiativen und nicht zuletzt mit seinen motivierten Mitarbeitern sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Ich wünsche meinen Vorstandskollegen Martin Zehnder und Felix Strohbichler und dem zukünftigen Vorstandsvorsitzenden viel Erfolg und werde die Entwicklungen natürlich weiter mitverfolgen.

WIR BEDANKEN UNS FÜR DAS GESPRÄCH.

Investor Relations

INVESTOR RELATIONS

PALFINGER sieht transparente Kommunikation und kontinuierlichen Dialog als Basis seiner Investor-Relations-Aktivitäten. Kontinuierlich ist auch die Dividendenpolitik mit einer Ausschüttung von rund einem Drittel des Jahresgewinns. Unabhängige Analysen und Ratings, auch im Nachhaltigkeitsbereich, unterstützen die Transparenz der PALFINGER AG.

Der Vorstand und das Investor-Relations-Team stehen Investoren auf zahlreichen Roadshows und Investorenkonferenzen im In- und Ausland sowie bei Conference Calls für Gespräche zur Verfügung. Besuche im Headquarter, Führungen in der PALFINGER World und gleichzeitig im größten Werk in Lengau (AT) oder die Möglichkeit, Produkte im Democenter selbst zu bedienen, machen PALFINGER für Investoren und Analysten auch erlebbar. Die regelmäßige Teilnahme an Anleger- und Produktmessen, Aktionärsveranstaltungen, Börsentagen und der Besuch bei Aktienclubs fördern den Dialog mit Privataktionären. Seit einigen Jahren achtet PALFINGER speziell auf den Informationsbedarf nachhaltigkeitsorientierter Investoren. Im Jahr 2017 nahm PALFINGER darüber hinaus an Fachveranstaltungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen im deutschsprachigen Raum teil.

PALFINGER AKTIE

Die Aktien der PALFINGER AG sind an der Wiener Börse im Prime Market gelistet. In Deutschland notieren sie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München und Düsseldorf. Seit März 2005 besteht darüber hinaus ein ADR Level 1 Listing in New York. Die PALFINGER Aktie ist in den Indizes ATX Prime und ATX Global Players sowie in dem österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX enthalten.

Der Aktienkurs erhöhte sich im Berichtszeitraum deutlich, wobei der durchschnittliche Börsenumsatz sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelte. Ausgehend von einem Jahresultimokurs 2016 von 28,60 EUR erreichte die Aktie am 20. Juli 2017 mit 42,00 EUR den höchsten Wert des Jahres. Zum Jahresultimo am 29. Dezember 2017 lag der Kurs der PALFINGER Aktie bei 34,05 EUR, um 19,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit der Schweizer Bank UBS konnte PALFINGER auch ein weiteres Institut für Aktien-Research gewinnen.

Anlagerelevante Kennzahlen per 31. Dezember 2017

ISIN AT0000758305
Anzahl der Aktien 37.593.258
Eigene Aktien 0
Im Umlauf befindliche Aktien 37.593.258
Listing an der Wiener Börse Prime Market
Notiz im Freiverkehr New York, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Düsseldorf
Ticker-Symbole Reuters: PALF.VIE; Bloomberg: PALF:AV; Wiener Börse: PAL

Investor Relations spricht auch Privataktionäre sowie nachhaltigkeitsorientierte Investoren an

Der durchschnittliche Börsenumsatz 2017 verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr

in EUR 2015 2016 2017
Tiefstkurs 20,07 22,71 29,30
Höchstkurs 28,06 28,99 42,00
Durchschnittskurs 25,33 26,17 36,85
Kurs per Ultimo 26,45 28,60 34,05
Ergebnis je Aktie1) 1,73 1,63 1,40
Operativer Cashflow je Aktie1) 2,97 2,93 2,45
Dividende je Aktie 0,57 0,57 0,472)
Dividendenrendite bezogen auf den Durchschnittskurs 2,3% 2,2% 1,3%
Marktkapitalisierung per Ultimo in Mio EUR 994,34 1.075,17 1.280,05
1) Berechnet mit dem gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien.

2) Vorschlag an die Hauptversammlung.

KURSENTWICKLUNG 2017

RESEARCH REPORTS

  • Berenberg Bank
  • Deutsche Bank
  • Erste Group
  • GSC Research
  • Hauck & Aufhäuser

  • HSBC

  • Kepler Cheuvreux
  • Raiffeisen Centrobank
  • UBS

RATINGS

Die vorliegenden Nachhaltigkeitsbewertungen zeigen, dass PALFINGER als Best-in-Class bei nachhaltigkeitsorientierten Investoren gilt. Auf PALFINGER treffen keine ethischen Ausschlusskriterien zu, da beispielsweise die gefertigten Produkte keine Waffen für die Rüstungsindustrie oder Produkte für Atomkraft darstellen. Im Marinebereich werden dennoch Boote auch für die Küstenwache oder das Militär gefertigt, und bei Transporten kommen PALFINGER Abroll- und Absetzkipper oder Mitnahmestapler zum Einsatz.

Im Corporate Rating von Oekom wurde PALFINGER im Jahr 2016 mit B– (2014: B–) bewertet, das entspricht Prime Status. Als besonders positiv wurden umweltrelevante Produktmaßnahmen sowie Maßnahmen für Gesundheit und Sicherheit wahrgenommen. Eine Aktualisierung findet 2018 statt.

GREEN BRANDS bestätigte 2016 in der Re-Evaluierung PALFINGER als Green Brand Austria 2016/17 und zeichnete damit das ökologische und gesellschaftliche Engagement aus. Die nächste Evaluierung findet Mitte 2018 statt.

In dem Rating für den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX erhielt PALFINGER 2017 die Bewertung B+ (Vorjahr: A–) als nachhaltiges Unternehmen. Hervorgehoben wurden Strategie und Nachhaltigkeitsmanagement, die Stakeholderorientierung und die Unternehmensethik. Das Downgrading stand in Zusammenhang mit dem Ausbau des Marinegeschäfts, das aus Nachhaltigkeitssicht sensible Bereiche beinhaltet.

Zum zweiten Mal nahm PALFINGER im Jahr 2017 an der Erhebung des Carbon Disclosure Project (CDP) teil. Nachdem 2016 ein CDP-Climate-Scoring-Ergebnis von B und der Status als "Sector Leader DACH Region" in der Kategorie "Industrials" erreicht wurden, liegt für 2017 das Ergebnis C vor. PALFINGER befindet sich demnach in der "Awareness"-Kategorie und liegt im Industriedurchschnitt von "Electrical Equipment and Machinery". GRI 102-12

DIVIDENDE

Die PALFINGER AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass rund ein Drittel des Jahresgewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der Bilanzgewinn der PALFINGER AG im Jahr 2017 betrug 306,8 Mio EUR, der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,47 EUR je Aktie vor.

EIGENTUMSVERHÄLTNISSE

Die PALFINGER AG hat mit der Familie Palfinger, die direkt bzw. indirekt rund 59 Prozent der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär. Darüber hinaus besteht eine wechselseitige Kapitalverflechtung mit der SANY-Gruppe. Nachdem SANY Ende September 2017 900.000 PALFINGER Aktien zur Refinanzierung des europäischen Geschäfts verkaufte, betrug der Anteil per Ende Dezember 2017 rund 7,5 Prozent (Vorjahr: knapp 10 Prozent). Die übrigen rund 33,5 Prozent (Vorjahr: rund 31 Prozent) der Aktien befinden sich in Streubesitz. Nach Kenntnis des Unternehmens wird ein signifikanter Anteil des Free Float von privaten Aktionären gehalten, die Mehrheit befindet sich in den Portfolios institutioneller Investoren, primär aus Kontinentaleuropa. GRI 102-5

der Aktien

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Nachhaltigkeitsratings und -bewertungen zeigen, dass PALFINGER Best-in-Class ist

Die Familie Palfinger hält als Kernaktionär rund 59 Prozent

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 0,47 EUR je Aktie vor

KONZERNLAGEBERICHT

STRATEGIE UND VALUE MANAGEMENT

Die konsequente Umsetzung der Strategie ermöglichte PALFINGER das Wachstum der vergangenen Jahre. Die drei strategischen Säulen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung bleiben daher weiterhin im Fokus. Ergänzt werden sie nun mit PALFINGER 21st, einem Bereich für Innovationen und Geschäftsmodelle des digitalen Zeitalters. Diese strategische Weiterentwicklung folgt der Vision, gemeinsam mit den Kunden die Zukunft der Hebe-Lösungen zu gestalten.

PALFINGER strebt nachhaltig profitables Wachstum an. Das bedeutet, dass das Geschäftsmodell auf langfristige, kontinuierliche Umsatz- und Ertragssteigerung ausgerichtet ist. Jegliche Entscheidung wird wissensbasiert und unter langfristigen Aspekten in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen getroffen. Kurz- und mittelfristige Ziele sowie Strategien und Entwicklungsprogramme unterstützen die langfristige Ausrichtung.

Ziel ist, eine führende Position auf den Weltmärkten zu erlangen bzw. abzusichern. Das bedeutet, dass PALFINGER in allen Produkt- und Kundensegmenten eine Wettbewerbsposition unter den Top 3 anstrebt. Im Sinne einer globalen Ausgewogenheit sollen die drei Regionen EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), Nord- und Südamerika sowie Asien und Pazifik inklusive GUS mittelfristig je rund ein Drittel zum Konzernumsatz beitragen.

4,5% 5,5%

6,1%

3,5% 10,3%

4,0%

PALFINGER strebt in allen Produkt- und Kundensegmenten eine Marktposition unter den Top 3 an

Die Entwicklung der Unternehmensgruppe erfolgt sowohl durch organisches Wachstum als auch durch 2016 2017 50,8% Übriges Europa Mittel- u. Südamerika GUS Nordamerika Naher Osten u. Afrika Ferner Osten Europäische Union 6,1% 20,3% 3,3% 4,0% 8,2% 7,3% 6,2% 2,5% 8,8%

5,2%

23,3%

21,8%

Akquisitionen, Greenfield Investments und Joint Ventures. Jeder Wachstumsschritt basiert auf einer sorgfältigen Prüfung. Neben wirtschaftlichen Kriterien wie Umsatz, Kapitalrentabilität und Marktpotenzial werden auch strategische Gemeinsamkeiten, wie Arbeitsbedingungen oder die Einhaltung von Grundrechten, bei der Entscheidung berücksichtigt. Als einen entscheidenden Erfolgsfaktor sieht PALFINGER seinen Fokus auf lokaler Wertschöpfung unter globalen Gesichtspunkten. Dies ermöglicht die Entwicklung und Herstellung von Produkten, die den jeweiligen regionalen Kundenbedürfnissen entsprechen. Darüber hinaus bewirkt dies eine natürliche Währungsabsicherung, erhöht gruppenweit gesehen die Flexibilität entlang der Wertschöpfungskette und reduziert die Logistikkosten erheblich.

Zur Umsetzung seiner Ziele hat PALFINGER seine bewährten strategischen Säulen – Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung – im Jahr 2017 aktualisiert und ergänzt um PALFINGER 21st. Sie werden untermauert durch entsprechende finanzielle und nicht-finanzielle Erfolgsindikatoren. Die Planung und Umsetzung dieser Säulen erfolgt unter Berücksichtigung der wesentlichen Themen, die auf Basis einer Wesentlichkeitsanalyse definiert werden.

GRI 102-16

NaDiVeG

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42

UMSATZ NACH REGIONEN

(in Prozent)

47,6%

50,6%

2015

Die bewährten strategischen Säulen wurden erweitert um PALFINGER 21st

WIRTSCHAFTLICHKEIT ZUVERLÄSSIGKEIT INNOVATION

35

STRATEGISCHE SÄULEN UND NACHHALTIGE ASPEKTE

Innovation

Innovation ist die Basis, damit PALFINGER auch in Zukunft seine Weltmarktführerschaft erhalten kann. Sie bestätigt das Commitment, Technologie- und Service-Champion unter den Anbietern von Hebe-Lösungen zu sein. Innovation beinhaltet auch die Aktivitäten und Ziele im Bereich Digitalisierung und neue Technologien. Mit innovativen digitalen Lösungen wird PALFINGER seinen Kunden neue, bessere und passendere Produkte und Services anbieten.

PALFINGER strebt kontinuierlich danach, seine Produkte und Dienstleistungen ebenso wie interne Prozesse und die Organisation zu verbessern. Der Endkunde und seine Anforderungen stehen dabei im Mittelpunkt. Die hohen Sicherheits- und Bedienungsstandards werden eingehalten oder verbessert. Regelmäßige Endkundenund Mitarbeiterbefragungen zu Innovation, schlüsselfertigen Produkten und smarten Lösungen unterstützen die globale Innovationsstrategie.

Internationalisierung

Internationalisierung ermöglicht es PALFINGER, weltweit der bevorzugte Partner in der Hebe-Industrie zu sein und zu bleiben. Diese führende Position soll durch Akquisitionen mittelfristig weiter gestärkt werden. Das Ziel, je ein Drittel des Konzernumsatzes in den drei großen Marktregionen (EMEA, Amerikas, Asien und Pazifik und GUS) zu erzielen, bestätigt die angestrebte globale Ausgewogenheit der Geschäftstätigkeit.

PALFINGER ist mit eigenen Unternehmungen und strategischen Partnerschaften nahe bei seinen Kunden und kann diesen die jeweils beste Lösung anbieten. In Regionen, in denen PALFINGER noch nicht so präsent ist, ist mittelfristig eine weitere Expansion geplant. Das trifft vor allem auf China und den weltweiten Marinebereich zu. PALFINGER strebt an, auf Basis seines globalen und lokalen Know-hows innovative Lösungen für lokale Anforderungen zu erkennen und entwickeln.

Im Jahr 2017 lag die Priorität auf der Integration der in den Vorjahren akquirierten Unternehmen. Insbesondere die Übernahme der norwegischen, weltweit tätigen Harding-Gruppe im Jahr 2016 wird PALFINGER weiterhin beschäftigen. Die Kooperationen mit SANY in Asien und mit KAMAZ in Russland bzw. GUS wurden erfolgreich vertieft. Dennoch beobachtete PALFINGER auch 2017 den Markt hinsichtlich Chancen für internationale strategische Akquisitionen, um seine starke internationale Position auszubauen.

Flexibilisierung

Die Erhöhung der Flexibilität ist angesichts der volatilen Marktentwicklungen und Trends ein zentraler Erfolgsfaktor von PALFINGER. Sie ermöglicht es, die Ertragskraft des Konzerns abzusichern bzw. zu erhöhen. Dies betrifft alle Standorte, die Prozesse, aber auch die Organisation selbst – die gesamte Wertschöpfungskette.

Darüber hinaus tragen strategische Entwicklungsprogramme, wie PALFINGER Process Excellence, zur langfristigen Flexibilisierung von Prozessen und der Organisation bei.

PALFINGER 21st

PALFINGER 21st ergänzt in der neuen Vision die drei bewährten strategischen Säulen von PALFINGER. PALFINGER 21st steht als Überbegriff für die Vorbereitung neuer Themen – neue Kernkompetenzen, neue Herangehensweisen, neue Produkte und Geschäftsmodelle, insbesondere in Zusammenhang mit Digitalisierung.

Die strategische Säule PALFINGER 21st wurde organisatorisch als eigener Bereich definiert, der offen und flexibel digitale Ideen und Innovationen fördert und direkt dem Vorstandsvorsitzenden zugeordnet ist. Dieser Bereich beinhaltet neue – auch disruptive – Themen und gewährleistet damit, dass zusätzlich zu dem erfolgreichen Geschäft von PALFINGER Neues entstehen kann. Basis dafür ist die Bereitschaft, Ideen rasch auszuprobieren und dabei auch Fehler zu akzeptieren.

Innovation umfasst Produkte und Dienstleistungen, Prozesse und die Organisation

Internationalisierung ermöglicht es PALFINGER, weltweit nahe bei seinen Kunden zu sein

Flexibilisierung unterstützt die Gruppe in Zeiten volatiler Marktentwicklungen

PALFINGER 21st steht für die Vorbereitung neuer Themen, vor allem in Zusammenhang mit Digitalisierung

Im Jahr 2017 erweiterte PALFINGER seine Kooperationen und Partnerschaften, sowohl mit jungen innovativen Unternehmen als auch mit etablierten Institutionen. Die Kooperation mit Startups der digitalen Welt wird es zukünftig ermöglichen, auch Synergien zu nutzen. Externe Sichtweisen ergänzen somit die interne Innovationskompetenz. Im Jahr 2017 erweiterte PALFINGER seine Kooperationen und Partnerschaften, sowohl mit jungen innovativen Unternehmen als auch mit etablierten Institutionen. Die Kooperation mit Startups der digitalen Welt wird es

Wesentliche Erfolgsfaktoren in diesem Bereich sind neben Partnerschaften und Kooperationen digitale Weiterbildung und die Fähigkeit, viele Ideen zu kreieren. Im Jahr 2017 erfolgte bereits ein wesentlicher Schritt: So ist PALFINGER in dem größten Gründerzentrum Zentral- und Osteuropas weXelerate in Wien als Partner-Unternehmen vertreten. Das ermöglicht Kooperationen mit bzw. Investitionen in vielversprechende innovative Startups. Innovationskompetenz. Wesentliche Erfolgsfaktoren in diesem Bereich sind neben Partnerschaften und Kooperationen digitale Weiterbildung und die Fähigkeit, viele Ideen zu kreieren. Im Jahr 2017 erfolgte bereits ein wesentlicher Schritt: So ist PALFINGER in dem größten Gründerzentrum Zentral- und Osteuropas weXelerate in Wien als

Ziel ist, auch bei neuen Technologien Vorreiter zu sein Ziel ist, auch bei neuen

Mit PALFINGER 21st sollen durch tiefgehendes Kundenverständnis Produkte und Services von morgen entstehen. Die verschiedenen konzernweiten Entwicklungsprogramme und Strategien unterstützen diese Richtung. PALFINGER plant, auch bei neuen Technologien und Prozessen Vorreiter zu sein. innovative Startups. Mit PALFINGER 21st sollen durch tiefgehendes Kundenverständnis Produkte und Services von morgen entste-

Strategische Nachhaltigkeitsaspekte PALFINGER plant, auch bei neuen Technologien und Prozessen Vorreiter zu sein. DIE WICHTIGSTEN NACHHALTIGKEITSTHEMEN D

PALFINGER analysiert regelmäßig die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, die intern sowie extern von strategischer Bedeutung sind. Im Jahr 2017 gewannen Forschung und Entwicklung bei Produkten und Innovation in Produktionsprozessen sowie die Digitalisierung und Produktlebenszyklusbetrachtung an Bedeutung. Die relevantesten Themen für den Erfolg des Unternehmens und seine Stakeholder sind demnach: Strategische Nachhaltigkeitsaspekte PALFINGER analysiert regelmäßig die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, die intern sowie extern von strategischer Bedeutung sind. Im Jahr 2017 gewannen Forschung und Entwicklung bei Produkten und Innovation in

PRODUKTION

NACH-HALTIGKEITS-BEREICHE

FAIRE WIRTSCHAFT

vantesten Themen für den Erfolg des Unternehmens und seine Stakeholder sind demnach: Gesundheit & Sicherheit

PALFINGER schützt die Mitarbeiter vor Unfällen und fördert Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Sozialvorsorge proaktiv. Eine gute Work-Life-Balance trägt zum Wohlbefinden bei.

Mitarbeiterentwicklung

PALFINGER fördert die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter und bereitet diese frühzeitig auf Veränderungen in der Arbeitswelt vor (z. B. Industrie 4.0, Expertenentwicklung).

Attraktive Beschäftigung

PALFINGER gilt als attraktiver Arbeitgeber, fördert die Mitarbeiterbindung und schafft interne Entwicklungsmöglichkeiten (horizontal/vertikal).

Unternehmenskultur & -werte

PALFINGER Mitarbeiter, insbesondere Führungskräfte, leben die Unternehmenskultur vor und handeln auf Basis der Werte – Unternehmertum, Respekt und Lernen. Dies führt u. a. zu interkulturellem Verständnis, erhöhter Anerkennung und Wertschätzung sowie aktivem Wissensaustausch.

Innovation in der Produktion

PALFINGER forciert im Produktionsprozess nachhaltige Innovationen und Technologien, um die Effizienz zu erhöhen ("mehr Output mit weniger Input").

Energieeffizienz & Klimaschutz

PALFINGER strebt an, den Energieverbrauch und innerbetrieblichen Transport (z. B. On-demand-Logistik, E-drive-Induktionsschleifen) laufend zu optimieren, Kosten und Emissionen zu reduzieren und so aktiv zum Klimaschutz beizutragen. PALFINGER strebt höchste Gebäudeeffizienz nach regionalen Möglichkeiten an.

Rohstoffbedarf & -effizienz

In der Produktion setzt PALFINGER Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und ÖK Glasfaser effizient ein. O-EFFIZIENTE

Sicherheit der Produkte

PALFINGER Produkte zeichnen sich durch höchste Sicherheit aus. Die Vermeidung von Unfällen geht in der Anwendung über gesetzliche Anforderungen hinaus.

Produktforschung & -entwicklung

PALFINGER investiert verstärkt in die Produktforschung und -entwicklung und bietet neueste Technologien an.

Produktlebenszyklus

GRI 102-47 PALFINGER Produkte zeichnen sich durch Einsparungen im Produktgewicht, Energie- und Betriebsmittelbedarf über den gesamten Produktlebenszyklus aus. Die Produkte sind qualitativ hochwertig, zuverlässig, langlebig und wartungsarm konzipiert.

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211 GRI 102-47

  • NaDiVeG
  • Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

PRODUKTE NACHHALTIGE

VERANTWORTUNGSBEW. ARBEITGEBER

Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells

PALFINGER trägt dafür Sorge, sein Geschäftsmodell langfristig zukunftsfähig auszurichten und Trends (z. B. Urbanisierung, Leihen statt Besitzen, Kreislaufwirtschaft etc.) aktiv zu verfolgen. PALFINGER leistet einen Beitrag für die Gesellschaft.

Compliance mit rechtlichen & ethischen Standards

PALFINGER handelt ethisch korrekt: Gesetze werden eingehalten, Steuern werden korrekt bezahlt und Korruption wird gegengesteuert.

Industrie 4.0 & Digitalisierung

PALFINGER widmet sich verstärkt der Digitalisierung und Konnektivität von Maschinen bis hin zum Lieferanten (Open Sourcing). Dafür wird der verantwortungsbewusste Umgang mit Informationen, insbesondere höchster Datenschutz, gewährleistet.

STRATEGISCHE ZIELE

Im Jahr 2017 stellte PALFINGER seine strategische Unternehmensplanung bis zum Jahr 2022 fertig. Sie basiert auf der neuen Vision und den damit verbundenen Strategien und Entwicklungsprogrammen, die den Veränderungen insbesondere in Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung entsprechen. Grundsätzlich schließt diese umfassende Unternehmensplanung an die zuvor definierten Ziele 2017 bzw. 2018 an. Für PALFINGER ist sie eine Wegbeschreibung für die angestrebte Entwicklung, die die Ressourcenplanung und Fokussierung unterstützt. Sie enthält sowohl qualitative als auch quantitative Ziele.

Die folgende Übersicht zeigt die Schwerpunktthemen und Ziele, die bis ins Jahr 2020 definiert wurden. Nachhaltigkeitsprogramm, Seite 220

UMSETZUNG IM JAHR 2017 ZIELE BIS 2020
Weiteres Wachstum
mit Fokus auf BRIC
Länder
 Intensivierung der Zusammenarbeit mit SANY (Re
gion Asien und Pazifik) und KAMA (Region GUS)
 Aktualisierung der Marktanalyse für Afrika und In
dien
 Selektive Investitionen
 Weiteres Wachstum in allen Märkten
Aufbau Chinas zu
größtem Einzelmarkt
 Fertigstellung des lokalen Produktportfolios in der
Region Asien und Pazifik
 Entwicklung von Technologien und Produkten für lo
kale Kundenanforderungen
 Verbesserung der Vertriebsstrukturen in China und
Nachbarländern
Globale
Ausgewogenheit in
Bezug auf Produktion
und Absatzmärkte
 Integration von Palfinger Iberica (Spanien)
 Akquisition des dänischen Händlers
 Etablierung eines Aufbauzentrums für den nördli
chen Teil Europas
 Weitere Verstärkung der Kundennähe in allen Regio
nen
Stärkung der Position
im Geschäftsbereich
Marine
 Aufbau eines neuen Management-Teams im Seg
ment SEA
 Fortlaufende Integration der Harding-Gruppe (Ret
tungsausrüstung)
 Fokus auf Restrukturierung
 Nach Konsolidierung, Integration und Restrukturie
rung: Fokus auf Stärkung der Marktposition durch
Akquisitionen und Ausbau des Produktportfolios
Erhalt der
Innovationsführer
schaft in allen
Märkten
 Fortgesetzter Fokus auf Digitalisierung
 Konnektivität für neue smarte PALFINGER Produkte
hergestellt
 Kontinuierliche Produktinnovationen in allen Berei
chen (z.B. neuer Prototyp für Mitnahmestapler)
 Etablierung des Gründerzentrums weXelerate in
Wien als zukünftiger Startup-Accelerator für
PALFINGER
 Etablierung von PALFINGER 21st als "Querdenker"-
Innovationszentrum
 Fortlaufende Verbesserung des Angebots an smar
ten Lösungen
Erfüllung der
Erwartungen von
Kunden
 Kunden im Zentrum der neuen PALFINGER Vision
 Stärkung von Geschäftsmodellen durch Integration
von Service- und Lösungskonzepten
 Kundensegmentierung, um den Bedürfnissen ent
sprechende Lösungen anzubieten
 Weitere Etablierung von Kundensegmenten und
kundenzentrierten Lösungen in allen Märkten
 Mehr Kundennähe durch verbesserte interne Pro
zesse und Geschäftsmodelle
 Schlüsselfertige Lösungen
Sicherung der
Zukunftsfähigkeit
durch Übernahme
ökologischer und
gesellschaftlicher
Verantwortung
 Entwicklung eines Diversitätskonzepts mit Zielwer
ten bezüglich Nationalitäten und Geschlechter
 Etablierung der HR-Strategie 2020
 Anpassung der Berichterstattung an GRI-Standards
 Berücksichtigung neuer Verpflichtungen nach dem
österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitäts
verbesserungsgesetz (NaDiVeG)
 Definition einer absoluten 25-Prozent-CO2-Reduk
tion als langfristiges Ziel bis zum Jahr 2030
 Analyse der Sustainable Development Goals (SDGs)
anhand aller Nachhaltigkeitsthemen und Priorisie
rung auf fünf SDGs
 Stärkung und Nutzung der Vielfalt der Mitarbeiter
 Etablierung von Leitbildern und Leitlinien in der ge
samten Unternehmensgruppe
 Kontinuierliche Reduktion von Unfällen und Fluktua
tion bei Mitarbeitern
 Etablierung weiterer Personalzielwerte
 Durchgängige Einhaltung des weltweit gültigen
PALFINGER Code of Conduct und Einführung bei
neuen Standorten
 Weitere Umsetzung der PALFINGER Umweltschutz
richtlinie und Implementierung von kontinuierlichen
Verbesserungsprozessen
 Jährliche Verbesserung der Energieeffizienz und Re
duktion der gefährlichen Abfälle um jeweils 1,8 Pro
zentpunkte sowie Annäherung an den Zielwert für
CO2-Reduktion
 Innovationsführerschaft bei Produkten auch für öko
logische und soziale Zwecke
 Integration der Sustainable Development Goals in
die Nachhaltigkeits-Vision

KONZERNWEITE ENTWICKLUNGSPROGRAMME

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der PALFINGER Gruppe ist die Grundlage, um in Zukunft erfolgreich agieren zu können. Konzernweite Entwicklungsprogramme sowie die strategischen Zielsetzungen unterstützen diesen Anspruch.

Das Restrukturierungsprogramm in Nordamerika und dem Marinebereich soll die Profitabilität verbessern Im Jahr 2016 initiierte PALFINGER darüber hinaus ein Restrukturierungsprogramm für Nordamerika und den Marinebereich. Während in Nordamerika die Ergebnisse in den vergangenen Jahren nicht mit dem Umsatzwachstum mithalten konnten, stand das Erfordernis im Marinebereich einerseits in Zusammenhang mit der schwachen Entwicklung des Ölpreises und dem daraus resultierenden Rückgang in einigen Kundenbranchen sowie andererseits mit dem enormen Wachstum von PALFINGER, insbesondere durch die Übernahme der Harding-Gruppe. Durch die Neuordnung sollen Synergien und Strukturen entstehen, die PALFINGER in einem zukünftigen Aufschwung den angestrebten Wettbewerbsvorteil verschaffen. Aufgrund der bislang schwachen, sich aber nach wie vor verändernden Marktentwicklung im Marinebereich ist es erforderlich, weitere Restrukturierungsmaßnahmen und Synergieeffekte zwischen den Produktionsstätten bzw. eine stärkere Fokussierung des Produktportfolios zu evaluieren. Diese Prüfung erfolgt aktuell, die Umsetzung wird abhängig von der Geschäftsentwicklung und den Management-Ressourcen erfolgen. In Nordamerika sollten die Restrukturierungsmaßnahmen im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossen werden.

Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71; Entwicklung der Segmente, Seite 105

Current Capital

Das starke internationale Wachstum der PALFINGER Gruppe führte auch zu einer höheren Verschuldung und zu einem Anstieg der Kapitalbindung. Aktives Current-Capital-Management konnte einer übermäßigen Erhöhung entgegenwirken.

Zudem initiierte PALFINGER bereits im Jahr 2015 das konzernweite Projekt "Current Capital 25%". Ziel dieser Initiative ist, die Bindung des kurzfristigen Kapitals im Verhältnis zum Umsatz auf 25 Prozent zu senken und langfristig auf diesem Niveau zu halten. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung der Vorräte, beispielsweise durch die Reduktion von Werkstattbeständen, sowie Debitoren- und Kreditorenmanagement.

Nach Pilotprojekten im Jahr 2016 in den Geschäftseinheiten in Österreich, Deutschland, Norwegen, Nordamerika und Brasilien ging das Projekt mit Jahresbeginn 2017 konzernweit in die operative Phase über. Seither erarbeiteten alle Gesellschaften der PALFINGER Gruppe Maßnahmen zur Current-Capital-Reduktion, die laufend evaluiert werden. Die Initiative wurde somit im Berichtszeitraum abgeschlossen und in die Abteilung Corporate Controlling integriert. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen bereits erste Erfolge, ein übermäßiger Anstieg der Current Capital Ratio aufgrund der getätigten Akquisitionen konnte 2017 gebremst werden. Kennzahlen der PALFINGER Gruppe, Umschlag vorne; Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Seite 67

Digitalisierung

Digitalisierung wird die Präsentation, den Verkauf und die Nutzung von PALFINGER Produkten und Dienstleistungen verändern, digitale Lösungen werden die Produkte selbst verändern, und neue Geschäftsmodelle werden entstehen. PALFINGER sieht daher Adaptionen für die komplette Wertschöpfungskette – sowohl auf Lieferanten- als auch auf Nutzerseite. Sie wird in Zukunft schneller, smarter und sicherer.

So ermöglichen digitale Anwendungen die Kommunikation zwischen Mensch und PALFINGER Produkt und erhöhen damit den Kundennutzen. Telematik-Systeme, Cloud-Lösungen oder Apps und Tablets sind wesentliche Elemente auf diesem Weg. Der digitale Informationsfluss bedeutet für PALFINGER auch mehr Kundennähe durch neue Services, z.B. für Verantwortliche von Fahrzeugflotten, oder neue Geschäftsmodelle, z.B. Pay-per-use.

Die kurzfristige Kapitalbindung soll nicht mehr als 25 Prozent vom Umsatz betragen

Digitalisierung wird die komplette Wertschöpfungskette von PALFINGER verändern

Im Jahr 2016 begann PALFINGER mit dem Aufbau einer Digitalisierungseinheit. Im Berichtszeitraum wurde diese ausgebaut, zudem wurde ein Entwicklungsstandort für IoT(Internet of Things)-Themen in einem Startup-Zentrum in Wien eröffnet. Ein wesentlicher Meilenstein für die Zukunft war 2017 die Erarbeitung der neuen Vision mit der vierten strategischen Säule PALFINGER 21st, die alle neuen Themen in Zusammenhang mit Digitalisierung forcieren wird.

Vision, Seite 22; Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71; Forschung und Entwicklung, Seite 93

PALFINGER Process Excellence

Das Geschäft von PALFINGER ist von wesentlichen Veränderungen geprägt, die nur zum Teil in Zusammenhang mit der Digitalisierung stehen. So nahm in den vergangenen Jahren der Bedarf an regionen- und branchenspezifischen Lösungen zu. Anstelle einzelner Produkte werden darüber hinaus vermehrt komplette Lösungen nachgefragt. Im Segment SEA, aber auch im Segment LAND agieren Kunden zunehmend internationaler, dabei besteht der Wunsch nach einem zentralen Ansprechpartner bei PALFINGER. Die Interaktion mit Kunden und Anwendern wird sich durch die Digitalisierung ebenso verändern wie die operativen Geschäftsprozesse. Nicht zuletzt brachte das Wachstum der PALFINGER Gruppe auch ein Aufeinandertreffen heterogener Prozesse und Systeme mit sich, die noch Synergien und Potenziale bergen.

Diese Veränderungen erforderten auch neue Ansätze, um das weitere profitable Wachstum der Gruppe zu sichern. Im Rahmen von PALFINGER Process Excellence werden die Voraussetzungen dafür geschaffen. Ziel ist einerseits, den Kontakt zu Endkunden zu intensivieren. Mit dem "Ohr näher beim Kunden" kann sich PALFINGER noch stärker an den industriespezifischen Anforderungen der Kunden orientieren und auch komplette Lösungen für Endkunden anbieten. Andererseits sollen verstärkt PALFINGER-weit einheitliche Geschäftsprozesse, Tools und Datenstrukturen implementiert werden. Dabei ist es essenziell, dass auch standardisierte End-to-End-Prozesse die regionalen und branchenspezifischen Anforderungen berücksichtigen.

Das bedeutet auch, dass die Organisation der PALFINGER Gruppe adaptiert wird. Nur so kann sie in Zukunft den Erwartungen der Kunden an die Produkte und Services entsprechen. Das bestehende Vertriebsnetzwerk wird dabei weiterhin ein wesentlicher Bestandteil sein.

HR-Strategie 2020

PALFINGER beobachtet Veränderungen nicht nur in Bezug auf sein Geschäft. Trends wie die Digitalisierung, die Globalisierung, die neue Generation der Millennials und Digital Natives und nicht zuletzt Social Media und neue Technologien verändern das Leben und die Arbeit jedes Einzelnen. In diesem Zusammenhang adaptierte PALFINGER im Berichtszeitraum auch seine Personalstrategie. Die HR-Strategie 2020 berücksichtigt die neuen Anforderungen an die Mitarbeiter, aber auch an die Organisation und das Personalmanagement. PALFINGER setzt sich als Arbeitgeber dabei klare Ziele, um das zukünftige profitable Wachstum zu unterstützen. Die Attraktivität als Arbeitgeber zählt dazu ebenso wie eine agile und mobile, effektive und effiziente Organisation. Flexibilität, die richtigen Mitarbeiter mit den richtigen Kompetenzen zu haben, wann und wo sie benötigt werden, ist damit von zentraler Bedeutung.

Darauf aufbauend definierte PALFINGER zusätzlich zu den bestehenden Aktivitäten konkrete Vorhaben bis zum Jahr 2020. Bereits in Umsetzung befindet sich ein konzernweites Projekt für Job-Architektur und Mitarbeiterkompetenzen. In einem nächsten Schritt wird ein globales HR-Informationssystem (SAP SuccessFactors) eingeführt. Es wird konzernweit gültige Mindeststandards enthalten sowie Tools für Talente-Management, Nachfolgeplanung, Employer Branding und die interne Kommunikation. Bis zum Jahr 2020 plant PALFINGER zudem eine globale E-Learning-Plattform zu gestalten, um Schulungen einfach und für alle Mitarbeiter zugänglich zu machen. Ein Pilotprojekt in Nordamerika startete bereits 2017.

GRI 102-16

Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 84

Entsprechend den Veränderungen des Geschäfts verändert auch PALFINGER seine Ansätze

Mit der HR-Strategie 2020 setzt sich PALFINGER klare Ziele in der Mitarbeiterentwicklung

STAKEHOLDERMANAGEMENT

PALFINGER berücksichtigt die Auswirkungen der eigenen Tätigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette und bindet seine Stakeholder ein. Die wesentlichen Aspekte werden dabei zusammengefasst unter den Themen Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Öko-effiziente Produktion, Nachhaltige Produkte und Faire Wirtschaft.

PALFINGER zählt zu seinen Stakeholdern all jene juristischen oder natürlichen Personen, die von Unternehmensaktivitäten in der einen oder anderen Weise betroffen sind oder deren Entscheidungen Einfluss auf PALFINGER haben. Die einzelnen Interessen und Ansprüche werden möglichst ausgewogen berücksichtigt. In diesem Sinne führt PALFINGER regelmäßig – zuletzt im Berichtsjahr 2017 – eine umfassende Stakeholderbefragung im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse durch. Die wesentlichsten Stakeholder, die Kommunikation mit ihnen und ihre Einbindung werden nachfolgend kurz dargestellt. STAKEHOLDER

GRI 102-21, 102-40, 102-42, 102-43, 102-44

NaDiVeG

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42

Beschreibung der Stakeholder MITARBEITER UND BETRIEBSRÄTE

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind das wesentlichste Kriterium für den Unternehmenserfolg. PALFINGER ist daher bestrebt, seinen derzeitigen und potenziellen Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Die Unternehmenskultur basiert auf den Werten Respekt, Lernen und Unternehmertum. Sie fördert die Kommunikation über alle Ebenen hinweg, Partizipation und aktives Engagement der Mitarbeiter sind explizit erwünscht. Als Kommunikationskanäle dienen neben regelmäßigen Mitarbeitergesprächen das Intranet, der Corporate Blog, die Mitarbeiterzeitung PALFINGER Internal Newsletter (PIN) mit jährlich drei Ausgaben in vierzehn Sprachen und zunehmend auch neue Medien wie das Social-Media-Netzwerk Yammer. Mitarbeiterveranstaltungen fördern den aktiven Austausch ebenso wie regelmäßige Mitarbeiterbefragungen. Der kontinuierliche Dialog mit dem Betriebsrat findet je nach Standort in unterschiedlicher Ausprägung statt, PALFINGER sieht die partnerschaftliche Zusammenarbeit als gewinnbringend für Mitarbeiter und das Unternehmen.

Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 84

LIEFERANTEN UND PARTNERUNTERNEHMEN

Die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern ist Basis für den Erfolg und die Flexibilität von PALFINGER. Die Unternehmensgruppe strebt daher langfristige Beziehungen mit diesen an und fördert gemeinsame Entwicklungen. Mit strategischen Lieferanten bestehen Liefer- und Qualitätssicherungsvereinbarungen, auch in Bezug auf nachhaltige Aspekte. Zweijährlich veranstaltet PALFINGER einen internationalen Lieferantentag, an dem die aktuelle wirtschaftliche Situation und geplante Entwicklungen der PALFINGER Gruppe präsentiert werden. 2017 fand ein solcher statt. Die gezielte Einbindung und der Dialog tragen zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit bei und schaffen Bewusstsein für wesentliche Themen von PALFINGER. Lieferanten, Seite 62

KUNDEN UND HÄNDLER

Der Vertrieb der PALFINGER Produkte erfolgt über unabhängige Händler sowie eigene Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zu den Endkunden und neben diesen die wichtigste Kundengruppe für das Unternehmen. Jährlich findet eine internationale Händlertagung statt, um die Einbindung der Händler in das Geschäft von PALFINGER zu garantieren. Sie werden auch in die kontinuierlichen internen Verbesserungsmaßnahmen und in konzernweite Standards einbezogen. Jedes Jahr führt PALFINGER in dafür ausgewählten Produktbereichen umfangreiche Händlerbefragungen durch, deren Ergebnisse in Maßnahmen einfließen. Im Jahr 2017 wurden rund 25 Befragungen bei Endkunden, potenziellen Kunden, Händlern und Subhändlern in verschiedenen Ländern durchgeführt.

GRI 102-43

Kunden und Händlernetzwerk, Seite 60

INVESTOREN

PALFINGER legt seit dem Börsegang im Jahr 1999 großen Wert auf die kontinuierliche und transparente Kommunikation mit seinen Investoren. Der Vorstand und das Investor-Relations-Team nehmen an Investorenkonferenzen teil und führen darüber hinaus zahlreiche Einzelgespräche, auch im Rahmen von Fachveranstaltungen. Investor Relations, Seite 29

LOKALES UMFELD

PALFINGER möchte als verlässlicher Partner und attraktiver Arbeitgeber in den jeweiligen Regionen gesehen werden. In den einzelnen Marktregionen wird zunächst ein Vertriebsnetzwerk und bei entsprechendem Volumen in weiterer Folge lokale Wertschöpfung aufgebaut. Dabei setzt PALFINGER insbesondere auf lokale Lieferanten und Partnerunternehmen. Der Dialog mit diesen Partnern findet transparent und auf Augenhöhe statt. Lokale Entscheidungsträger schätzen den direkten Kontakt, auch lokale Medienarbeit und Veranstaltungen werden – als Teilnehmer oder auch Gastgeber – wahrgenommen. Freiwillige Investitionen in das Gemeinwohl werden auf lokaler Ebene durchgeführt. Dafür steht den Werksleitungen aller PALFINGER Standorte weltweit ein Budget zur Verfügung.

GRI 413-1

NaDiVeG

Engagement, Seite 48

PALFINGER bindet seine Stakeholder ein und berücksichtigt ihre Interessen

Wesentlichkeitsanalyse

Im Jahr 2017 führte PALFINGER erneut eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durch Im Jahr 2017 führte PALFINGER erneut eine

Aufgrund der Veränderungen der vergangenen Jahre im Unternehmen und im Umfeld führte PALFINGER im Jahr 2017 erneut eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durch. Damit wurden die wesentlichen ökonomischen, gesellschaftlichen, ökologischen und ethischen Aspekte überprüft und aktualisiert. Wesentlichkeitsanalyse Aufgrund der Veränderungen der vergangenen Jahre im Unternehmen und im Umfeld führte PALFINGER im Jahr 2017 erneut eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durch. Damit wurden die wesentlichen ökonomi-

In einem mehrstufigen Prozess wurden zunächst die wesentlichen Themenstellungen auf Basis der Rahmenwerke der Global Reporting Initiative (GRI) und des International Integrated Reporting Council (IIRC) sowie unter Berücksichtigung des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) definiert. Danach wurden diese mit Fachverantwortlichen überprüft und teilweise neu geclustert, sodass 38 Themen zur Bewertung standen. Im Anschluss führte PALFINGER eine quantitative Befragung bei ausgewählten internationalen Vertretern der wichtigsten Stakeholdergruppen durch, die die Themen nach ihrer Wichtigkeit und den langfristigen Auswirkungen (Impact) bewerteten. Auch das bisherige Engagement sowie die Wichtigkeit der 17 Ziele der Sustainable Development Goals (SDGs) wurden bewertet. schen, gesellschaftlichen, ökologischen und ethischen Aspekte überprüft und aktualisiert. In einem mehrstufigen Prozess wurden zunächst die wesentlichen Themenstellungen auf Basis der Rahmenwerke der Global Reporting Initiative (GRI) und des International Integrated Reporting Council (IIRC) sowie unter Berücksichtigung des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) definiert. Danach wurden diese mit Fachverantwortlichen überprüft und teilweise neu geclustert, sodass 38 Themen zur Bewertung standen. Im Anschluss führte PALFINGER eine quantitative Befragung bei ausgewählten internationalen Vertretern der wichtigsten Stakeholdergruppen durch, die die Themen nach ihrer Wichtigkeit und den langfristigen Auswirkungen (Impact) bewerteten. Auch das bisherige Engagement WESENTLICHKEITSANALYSE D

Die Rücklaufquote betrug 29 Prozent, wobei die Grundgesamtheit mit 625 Adressaten gegenüber der vorhergehenden Umfrage verdreifacht wurde. Dementsprechend erhöhte sich auch die Anzahl der tatsächlichen Rückmeldungen. Weiters wurde eine Gewichtung der unterschiedlichen Stakeholdergruppen definiert. sowie die Wichtigkeit der 17 Ziele der Sustainable Development Goals (SDGs) wurden bewertet. Die Rücklaufquote betrug 29 Prozent, wobei die Grundgesamtheit mit 625 Adressaten gegenüber der vorher-

Themen in den vier Nachhaltigkeitsfeldern Das Ergebnis bestätigt die bisherigen wesentlichen Themen in den vier Nachhaltigkeitsfeldern

zur Steuerung der einzelnen Themen erforderlich. Verändert hat sich die Reihenfolge innerhalb der Top-Themen, außerdem wurde deren Relevanz jeweils höher bewertet. PALFINGER erweiterte zudem die Anzahl der Top-Themen von 12 auf 13, diese wesentlichen Themen sind in der Wesentlichkeitsmatrix abgebildet. Das Ergebnis bestätigt die bisherigen wesentlichen Themen, die sich ausgewogen in den vier PALFINGER Nachhaltigkeitsfeldern widerspiegeln. Dadurch war keine Anpassung der internen und externen Kennzahlen zur Steuerung der einzelnen Themen erforderlich. Verändert hat sich die Reihenfolge innerhalb der Top-Themen, außerdem wurde deren Relevanz jeweils höher bewertet. PALFINGER erweiterte zudem die Anzahl der Top-Themen von 12 auf 13, diese wesentlichen Themen sind in der Wesentlichkeitsmatrix abgebildet.

Drei der neu definierten Themen wurden als wichtig bewertet und sind daher in den 13 wesentlichen Themen enthalten: Innovation bei Produktionsprozessen (Rang 3), Unternehmenskultur und -werte (Rang 11), Industrie 4.0 & Digitalisierung (Rang 13). Innerhalb der Top 13 gewannen insbesondere die Produktlebenszyklusbetrachtung und Mitarbeiterentwicklung an Wichtigkeit, während attraktive Beschäftigungsmöglichkeit in der Stakeholder-Bewertung am meisten an Wichtigkeit verlor. Die Themen effiziente und umweltfreundliche Produkte sowie korrekte Corporate Governance sind nicht mehr unter den Top-13-Themen. Indirekt finden sie sich in Aspekten wie Produktlebenszyklusbetrachtung (Rang 6) oder Compliance mit rechtlichen und ethischen Standards (Rang 12) dennoch wieder. Darüber hinaus stellt Nachhaltigkeit in der Lieferkette einen wichtigen Aspekt für PALFINGER dar, da dies langfristige Lieferantenbeziehungen und hohe Qualität gewährleistet.

GRI 102-46, 102-47, 102-48, 102-49, 103-1

NaDiVeG

Wertschöpfung, Seite 52; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

Sustainable Development Goals

Die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" der Vereinten Nationen enthält 17 globale Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die im September 2015 von der UN-Generalversammlung verabschiedet und auch von Österreich unterzeichnet wurden.

PALFINGER nahm die SDGs im Jahr 2017 in die Stakeholderbefragung mit auf, um auch die langfristigen Auswirkungen von nachhaltigen Themen stärker zu berücksichtigen. Die interne Erstanalyse der SDGs aus dem Jahr 2016 bestätigte sich dabei mit nur einer Ausnahme: SDG 4 – Hochwertige Bildung ist nicht mehr enthalten und wurde durch SDG 10 – Weniger Ungleichheiten ersetzt. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen von PALFINGER wurden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die SDGs analysiert. Die wichtigsten fünf SDGs werden zukünftig in der strategischen Ausrichtung von PALFINGER berücksichtigt:

  • SDG 12 Nachhaltiger Konsum und Produktion
  • SDG 13 Maßnahmen zum Klimaschutz
  • SDG 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
  • SDG 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur
  • SDG 10 Weniger Ungleichheiten

Impact-Tabelle, Seite 216

Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltigkeit ist in der Strategie der PALFINGER Gruppe verankert, und die Unternehmensführung bekennt sich zu einer konzernweit professionellen Umsetzung. Das Nachhaltigkeitsmanagement liegt im Zuständigkeitsbereich des Vorstandsvorsitzenden. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte ist Teil des Teams Corporate Communications & Investor Relations und berichtet direkt an den Vorstand.

WESENTLICH-KEITSANALYSE

KENNZAHLEN

  • Stakeholderbefragung durchführen
  • Wesentliche Themen identifizieren
  • Kennzahlen definieren, erheben und prüfen
  • Ergebnisse mit Management auswerten
  • Ziele definieren

MASSNAHMEN

Maßnahmenworkshops planen und durchführen:

  • Verantwortungsbewusster Arbeitgeber
  • Öko-effiziente Produktion
  • Nachhaltige Produkte • Faire Wirtschaft

VORSTANDS-FREIGABE

Nachhaltigkeitsprogramm beschließen

Die SDGs beziehen sich auf langfristige Auswirkungen der Geschäftstätigkeit

konzernweit professionell umgesetzt

Nachhaltigkeit ist in der Strategie verankert und wird Nachhaltigkeitsziele werden vom Vorstand beschlossen, 2017 wurden drei Langfristziele ergänzt Nachhaltigkeitsziele werden vom Vorstand beschlossen,

Der Vorstand erarbeitet gemeinsam mit Führungskräften die Unternehmensstrategie, -richtlinien und -werte. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse, auf denen die Nachhaltigkeitsberichterstattung und -Workshops beruhen, werden ebenso wie das Nachhaltigkeitsprogramm und Zielwerte vom Vorstand beschlossen. Im Mitarbeiterbereich hat PALFINGER seit 2016 zwei langfristige Ziele definiert: die Fluktuation unter 10 Prozent sowie Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen unter 0,11 Prozent zu halten. Bis zum Jahr 2022 werden zwei quantitative Ziele des Diversitätskonzepts angestrebt. Einerseits soll der Anteil von 20 Prozent Nicht-Österreicher im Headquarter erreicht werden. Andererseits soll der Frauenanteil in der oberen Managementebene dem der Gesamtbelegschaft entsprechen. Im Umweltbereich setzt sich PALFINGER seit 2014 eine jährliche Verbesserung der Energieeffizienz und eine jährliche Reduktion der gefährlichen Abfälle um jeweils 1,8 Prozentpunkte (gemessen am Index) zum Ziel. Als langfristiger Zielwert bis zum Jahr 2030 wurde im Berichtsjahr darüber hinaus eine CO2-Reduktion um 25 Prozent ausgehend von dem Basisjahr 2015 definiert. Der Vorstand erarbeitet gemeinsam mit Führungskräften die Unternehmensstrategie, -richtlinien und -werte. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse, auf denen die Nachhaltigkeitsberichterstattung und -Workshops beruhen, werden ebenso wie das Nachhaltigkeitsprogramm und Zielwerte vom Vorstand beschlossen. Im Mitarbeiterbereich hat PALFINGER seit 2016 zwei langfristige Ziele definiert: die Fluktuation unter 10 Prozent sowie Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen unter 0,11 Prozent zu halten. Bis zum Jahr 2022 werden zwei quantitative Ziele des Diversitätskonzepts angestrebt. Einerseits soll der Anteil von 20 Prozent Nicht-Österreicher im Headquarter erreicht werden. Andererseits soll der Frauenanteil in der oberen Managementebene dem der Gesamtbelegschaft entsprechen. Im Umweltbereich setzt sich PALFINGER seit 2014 eine jährliche Verbesserung der Energieeffizienz und eine jährliche Reduktion der gefährlichen Abfälle um jeweils NH-ZIELE D

natlich bzw. quartalsweise erhoben. Das Top-Management wird mindestens quartalsweise über die Kennzahlenentwicklungen sowie weitere relevante Entwicklungen informiert. Diese werden im Nachhaltigkeitsprogramm berücksichtigt, das nachfolgend in gekürzter Form abgebildet ist. Ziel ist, die Qualität der Informationsund Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen und Stakeholder weiter zu erhöhen. Corporate-Governance-Bericht, Diversitätskonzept, Seite 117 Die internen Reportingstrukturen und -systeme sowie Kennzahlen im nicht-finanziellen Bereich entsprechen den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse und sind in das Finanz-Reporting integriert. Die Daten werden monatlich bzw. quartalsweise erhoben. Das Top-Management wird mindestens quartalsweise über die Kennzahlenentwicklungen sowie weitere relevante Entwicklungen informiert. Diese werden im Nachhaltigkeitsprogramm berücksichtigt, das nachfolgend in gekürzter Form abgebildet ist. Ziel ist, die Qualität der Informationsund Entscheidungsgrundlagen für Unternehmen und Stakeholder weiter zu erhöhen.

Corporate-Governance-Bericht, Diversitätskonzept, Seite 117

Maßnahmen Status Ziel
Gesundheit & Sicherheit
Global einheitliche Definition
von Unfällen und deren
einheitliches Reporting
2019
Erweiterung PALfit 2019
"Gesundes Führen" 2017
Kriseninterventionsteam 2017
Attraktive Beschäftigung
Etablierung einer Employer
Branding-Strategie
2018
Personalmarketing 2019
Onboarding-Prozess 2019
HR-Strategie 2018
HR-System 2019
Job-Architektur 2019
Mitarbeiterentwicklung
Coaching für Führungskräfte 2019
Ausweitung der Mitarbeiterentwicklung 2020
Vielfalt & Chancengleichheit
PALversity-Projekt "Rekrutierung" 2019
PALversity-Projekt
"Arbeitsbedingungen"
2019
PALversity-Projekt
"Talentemanagement"
2019
Diversitätskonzept 2022
Mitarbeiterkommunikation
Erneuerung Intranet 2019
Unternehmenskultur & -werte
Forcierung der Unternehmenskultur
und Vision
2018

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER

NACHHALTIGE PRODUKTE

Maßnahmen Status Ziel
Produktlebenszyklus
Lebenszyklusbetrachtung 2019
Produktinformation & faires Marketing
Prüfung Händler-Standards 2018
Neue Website: Umwelt und Sicherheit
bei Produkten
2017
Bedienerleitfaden und -training 2019
Endkunden im System 2019

Neu In Bearbeitung Erledigt Ausgesetzt Gestrichen

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42; Ratings, Seite 30; Corporate-Governance-Bericht, Seite 113; Vertiefende GRI- und GRI 102-18, 102-19, 102-20, 102-32

Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211 NaDiVeG

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42; Ratings, Seite 30; Corporate-Governance-Bericht, Seite 113; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION

Maßnahmen Status Ziel
Energieeffizienz & Klimaschutz
Fortsetzung von Leuchtturmprojekten
für Energieeffizienz
2017
Best-Practice-Pool für Energieeffizienz 2017
Zertifizierte Umweltmanagementsysteme
an weiteren Standorten
2017
Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen 2018
Modernisierung und Ausbau der Werke 2019
Greenfield Investment Marine 2019
Energieeffizienz Russland 2018
E-Mobilität 2018
Umweltinformationsaustausch 2018
Photovoltaiksysteme 2020
Heizgradtage 2018
Abfall- & Gefahrenstoffe
Reduktion von gefährlichem Abfall 2018

FAIRE WIRTSCHAFT

Maßnahmen Status Ziel
Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
Marine als zweites Standbein 2020
Industrie 4.0 & Digitalisierung
Industrie 4.0 und Digitalisierung 2017
PALFINGER 21st 2019
Compliance mit rechtlichen
& ethischen Standards
Schulung Unternehmensethik
für neue Mitarbeiter
2018
Corporate Audit 2018
Regionale Beschaffung & Produktion
Regionale Beschaffung 2017

NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT

Maßnahmen Status Ziel
Gruppenkonferenz für Umwelt- und
Gesundheitsbeauftragte
2018
Gezielte Stakeholderkommunikation 2018
Sustainable Development Goals
und Science Based Targets
2018
Nachhaltigkeits-Vision 2018
Gebäudemanagement 2018

Finanzströme an Stakeholder

Die Stakeholder tragen zum Erfolg von PALFINGER bei, ebenso partizipieren Mitarbeiter, Lieferanten, Eigentümer, die öffentliche Hand und Banken an den Erträgen des Unternehmens. Die Einnahmen umfassen bei PALFINGER vor allem den Umsatz, aber auch sonstige Leistungen, Erträge aus Mieten und Anlagenverkauf sowie Zinserträge. Dieser direkt erzeugte monetäre Wert erhöhte sich von 1.362,2 Mio EUR im Vorjahr auf 1.476,3 Mio EUR im Geschäftsjahr 2017. Der wirtschaftliche Erfolg wirkte sich unterschiedlich auf die Stakeholder aus.

Zahlungen an Lieferanten stellten im Berichtszeitraum mit 926,9 Mio EUR den größten Finanzstrom dar. Dies betrifft unterschiedliche Leistungen wie Rohstoffe, Bauteile und Komponenten, Anlagen sowie Betriebsmittel und Energie.

Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bewirkten mit 400,2 Mio EUR den zweitgrößten Finanzstrom, der vor allem durch die Ausweitung der PALFINGER Produktion und die Akquisition neuer Gesellschaften um 11,1 Prozent anstieg.

PALFINGER verfolgt eine konstante Dividenden- und Zinspolitik, wobei rund ein Drittel des Jahresgewinns als Dividende ausgeschüttet wird. Im Berichtsjahr 2017 beliefen sich Zahlungen an Kapitalgeber auf 43,2 Mio EUR (Vorjahr: 34,0 Mio EUR).

Die Zahlungen an öffentliche Stellen umfassen ertragsunabhängige Steuern wie etwa die Grundsteuer oder ertragsabhängig die Körperschaftssteuer, abzüglich Subventionen für Investitionen oder Forschung und Entwicklung, und erhöhten sich 2017 um rund 33 Prozent. Im Berichtszeitraum stieg die Steuerleistung auf 33,8 Mio EUR (Vorjahr: 25,6 Mio EUR), die Subventionen erhöhten sich auf 2,7 Mio EUR (Vorjahr: 2,3 Mio EUR). PALFINGER sieht faire Steuerleistung als eine gesellschaftliche Verantwortung und transferiert keine Gewinne – beispielsweise durch gezielt gesteuerte Preisgestaltung für unternehmensinterne Lieferungen und Leistungen – in Länder mit niedrigeren Ertragsteuersätzen. Die gruppeninterne Preisgestaltung ist standardisiert, sie folgt den OECD-Standards für Verrechnungspreise und entspricht demnach den Marktpreisen. Es werden keine speziellen Zweckgesellschaften gebildet, um Steuerleistungen zu vermeiden. Einen wesentlichen Anteil der Steuerleistung erbringt PALFINGER in Österreich durch seine Wertschöpfung. Die Wertschöpfungskette und die logistischen Prozesse sind derart entscheidend, dass Subventionen zwar eine willkommene Unterstützung darstellen, jedoch Standort- oder Investitionsentscheidungen kaum beeinflussen.

Die Investitionen in das Gemeinwohl erhöhten sich um 24,3 Prozent. In Summe beliefen sich die Aufwände für Spenden und Sponsoring im Geschäftsjahr 2017 auf 834 TEUR (Vorjahr: 671 TEUR).

Diese Finanzströme stellen insgesamt den ausgeschütteten monetären Wert in der Höhe von 1.401,4 Mio EUR dar. Die Differenz aus den Einnahmen und den Zahlungsströmen an Stakeholder ergibt den in der Grafik ausgewiesenen einbehaltenen monetären Wert, der sich im Vorjahresvergleich um rund 25 Prozent reduzierte. Zu beachten ist, dass der einbehaltene monetäre Wert keine Erträge aus Equity-Bewertungen enthält, da es sich dabei nicht um Finanzströme handelt.

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

FINANZSTRÖME AN STAKEHOLDER1) (in TEUR)

Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert

1) Es handelt sich dabei ausschließlich um tatsächliche Finanzströme, abgeleitet aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, welche im jeweiligen Jahr geflossen sind. Daraus erklären sich etwaige Differenzen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung im integrierten Geschäftsbericht.

GRI 201-1

Das gesellschaftliche Engagement von PALFINGER zeigt sich in aktiver Mitgestaltung und Unterstützung

Engagement

PALFINGER nimmt eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Normen und Richtlinien bezüglich der Produkte ein, engagiert sich im Rahmen seiner Mitgliedschaft in Verbänden und kooperiert mit lokalen Ausbildungsstätten und Instituten. Als Klimabündnis-Betrieb unterstützt PALFINGER auch aktiv den Klimaschutz. Mit seinem Code of Conduct bekennt sich PALFINGER zur Einhaltung des UN Global Compact und verpflichtet sich damit den Prinzipien bezüglich Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Antikorruption. Im Rahmen seiner weltweiten Tätigkeit initiiert PALFINGER Ausbildungsprogramme, auch in Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen.

Seit vielen Jahren ist PALFINGER Partner von AMREF und von ICEP, dem "Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten", sowie dessen Initiative corporAid. Des Weiteren ist PALFINGER Mitglied im österreichischen Nachhaltigkeitsnetzwerk respACT. Seit dem Jahr 2000 ist PALINGER Mitglied im Cercle Investor Relations Austria (C.I.R.A.), von 2001 bis 2017 war der Konzernsprecher der PALFINGER AG, Hannes Roither, im Vorstand dieses Verbands.

Das Engagement von PALFINGER spiegelt sich unter anderem in Spenden- und Sponsoring-Aktivitäten wider. Diese erfolgen meist finanziell, im Jahr 2017 in Höhe von insgesamt 834.368 EUR. Bei der Unterstützung von Sport, Kultur und karitativen Initiativen legt PALFINGER Wert auf Kontinuität und langfristiges Engagement. GRI 102-12, 102-13

NaDiVeG

SPONSORING

PALFINGER setzt Sponsoring zur Steigerung der Markenbekanntheit, der Mitarbeitermotivation und zur Pflege von Kundenkontakten ein. Seit einigen Jahren bestehen Engagements mit den Sportlern Jochen Hahn (vierfacher Europameister im Truck-Racing), Heinz Ollesch (mehrfach stärkster Mann Deutschlands), dem Eishockey-Team EC Red Bull Salzburg (sechsfacher Liga-Meister) und Thomas Geierspichler (Paralympicssieger und mehrfacher Welt- und Europameister im Rennrollstuhl-Marathonsport).

PALFINGER spendet nicht an Parteien oder politische Organisationen

SPENDEN

Als Spenden definiert PALFINGER freiwillige Leistungen für das Gemeinwohl, denen keine Gegenleistung gegenübersteht, etwa die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Werksleiter erhalten ein Budget für Spenden in ihrem Umfeld. An Parteien, parteinahe oder sonstige politische Organisationen wird grundsätzlich nicht gespendet, dies ist ebenso in einer internen Konzernrichtlinie geregelt.

Bereits seit 25 Jahren unterstützt PALFINGER die Non-Profit Organisation AMREF (African Medical and Research Foundation). AMREF hat sich dem Ziel verschrieben, die medizinische Versorgung der ärmsten und am meisten benachteiligten Menschen in Afrika zu verbessern. Dafür entwickelt AMREF Gesundheitsprojekte in enger Zusammenarbeit mit afrikanischen Gemeinden. Seit mehr als zehn Jahren ist PALFINGER auch Partner der Kinderkrebshilfe Salzburg. Diese Organisation ist bemüht, die Situation krebskranker Kinder und ihrer Familien zu verbessern. Ein jährliches Highlight ist die bereits traditionelle Sportwagenausfahrt für und mit krebskranken Kindern, die 2017 zum 14. Mal stattfand. PALFINGER unterstützt diese Veranstaltung organisatorisch und finanziell.

Im Jahr 2017 organisierte PALFINGER gemeinsam mit dem Verein "Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich" eine Stammzellen-Typisierungsaktion für Mitarbeiter an österreichischen Standorten und übernahm die Typisierungskosten. Darüber hinaus spendete PALFINGER für Kinder und Jugendliche an weitere gemeinnützige Institutionen wie Caritas, Unicef, Jugend eine Welt, Ein Funken Wärme oder Licht ins Dunkel und unterstützte damit Projekte zur Gewährleistung von Grundbedürfnissen, wie Wasser, Nahrung oder medizinische Versorgung.

Spendengelder unterstützen die intendierten Zielgruppen direkt, der Aufwand für Verwaltung und Organisation soll gering und effizient sein. Engagement bedeutet für PALFINGER auch, dass der erfolgreiche Einsatz der Mittel geprüft wird. Die Mitarbeiter sollen auf das gesellschaftliche Engagement von PALFINGER stolz sein können. GRI 201-1, 413-1, 415-1

Finanzströme an Stakeholder, Seite 46

Auszeichnungen

Die Leistungen von PALFINGER für seine Stakeholder werden immer wieder mit nationalen wie internationalen Auszeichnungen gewürdigt.

PRODUKTE

Im Jahr 2017 wurde PALFINGER mit zwei Awards für seine Produkte ausgezeichnet: In Deutschland verlieh die Fachzeitschrift Verkehrsrundschau, die als das Sprachrohr des deutschen Nutzfahrzeuggewerbes gilt, den Image Award in der Kategorie "Ladekran" an PALFINGER. Basis war eine Befragung zu Ansehen und Bekanntheit der wichtigsten Anbieter, bewertet wurden Faktoren wie Produkt- und Servicequalität, Ehrlichkeit in der Kundenbeziehung und Kommunikationsqualität. PALFINGER konnte sich nach 2013 und 2015 bereits zum dritten Mal diesen begehrten Award sichern.

In Spanien erhielt der PALFINGER Kran PK 165.002 TEC 7 die Auszeichnung "Bester hydraulischer Knickarmkran" des führenden spanischen Nutzfahrzeug-Magazins Movicarga.

Einen Weltrekord stellte PALFINGER im Marinebereich mit dem größten Rettungsboot der Welt auf, das für die Kreuzfahrtindustrie hergestellt wird: Im ersten Echttest für das Boarding fanden innerhalb von fünf Minuten und 21 Sekunden 440 Personen Platz. Vorgesehen sind dafür zehn Minuten.

MITARBEITER

PALFINGER Epsilon erhielt im Jahr 2017 zum wiederholten Mal das "Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung (BFG)". Es ist die höchste österreichische Auszeichnung für vorbildliche und nachhaltige Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiter.

Die Wirtschaftskammer Salzburg verlieh PALFINGER den Award "Wirtschaft unterstützt Ehrenamt 2017". Der 3. Platz in der Kategorie "Freistellung für Ausbildungen und Einsätze" bestätigt, dass PALFINGER das Engagement seiner Mitarbeiter für Feuerwehr, Wasserrettung, Bergrettung, Höhlenrettung u.a. fördert.

WIRTSCHAFT UND KOMMUNIKATION

Auch die wirtschaftlichen Leistungen und die transparente Kommunikation von PALFINGER wurden 2017 erneut ausgezeichnet: Als herausragendes Wirtschaftsunternehmen Österreichs erhielt PALFINGER den Hermes.Wirtschafts.Preis in der Kategorie "Industrie". Der "Austria's Leading Companies (ALC)" Award bestätigt PALFINGER als eines der erfolgreichsten Salzburger Unternehmen. Darüber hinaus verlieh der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer das Salzburger Landeswappen an PALFINGER.

Bei dem Wiener Börse Preis wurde PALFINGER 2017 in der Kategorie "Small & Mid Cap" mit dem 3. Platz ausgezeichnet.

Die Show "Lifting Future" anlässlich der PALFINGER Händlertagung wurde bei den Austrian Event Awards mit Gold gewürdigt.

Auch der Geschäftsbericht wird seit Jahren national wie international prämiert. Der integrierte Geschäftsbericht 2017 erzielte zum vierten Mal in Folge den 1. Platz in der Kategorie "Integrierte Berichte" des Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA). Bei der internationalen Annual Report Competition (ARC) in New York erzielte der Bericht drei Gold-, vier Silber-Awards sowie einen Bronze-Award. Darüber hinaus konnte sich PALFINGER über zwei Grand Awards in den Kategorien "Coverphoto/Design" und "Written Text" freuen. https://www.palfinger.ag/de/ueber-uns/our-people-our-values/awards

Auch der Geschäftsbericht wird seit Jahren national und international prämiert

Im Jahr 2017 wurde PALFINGER mehrfach ausgezeichnet

VALUE MANAGEMENT

Die Wertsteigerung der PALFINGER Gruppe zeigt sich zunächst an operativer Profitabilität und Umsatzzuwachs. Für mittel- und langfristigen Erfolg sprechen weitere Indikatoren, wie gebundenes Kapital, die Gesundheit der Mitarbeiter und auch umweltbewusstes Wirtschaften. Die Wertschöpfungsstrukturen und die Marke PALFINGER sind dabei die Basis des Geschäfts.

Finanzielle und nichtfinanzielle Kennzahlen geben Auskunft über die Wertsteigerung

PALFINGER misst die Fortschritte in der Entwicklung des Konzerns sowie die Wertsteigerung anhand finanzieller und nicht-finanzieller Kennzahlen. Im Jahr 2016 wurden diese Kennzahlen entsprechend der Relevanz angepasst und erweitert. Ausgewählte Kenngrößen sind:

  • Umsatzzuwachs
  • EBITDAn-Marge
  • EBITn-Marge und EBIT-Marge
  • Current Capital Ratio
  • Return on Capital Employed (ROCE)
  • Ausfallzeiten von Mitarbeitern aufgrund von Arbeitsunfällen
  • Abwesenheiten aufgrund von Krankenständen, Berufserkrankungen und weiteren Ursachen
  • Energieverbrauch bezogen auf Umsatz

Die langfristige Entwicklung der Kennzahlen steht im Vordergrund

PALFINGER strebt nicht kurzfristige Erfolge, sondern nachhaltig profitables Wachstum an. Daher steht die langfristige Entwicklung dieser Kennzahlen im Fokus. Die wirtschaftlichen Kennzahlen zeigen seit dem schwierigen Jahr 2009 eine durchwegs positive Entwicklung. Im Jahr 2017 konnte das Umsatzvolumen nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre erneut um 8,4 Prozent gesteigert werden. Die (um Restrukturierungskosten bereinigte) EBITDAn-Marge verringerte sich minimal auf 12,6 Prozent. Die (bereinigte) EBITn-Marge sank auf 8,8 Prozent, die EBIT-Marge betrug 7,5 Prozent. Die Current Capital Ratio, die Auskunft über die Kapitalbindung gibt, stieg aufgrund der Akquisitionen geringfügig auf 26,5 Prozent. Der ROCE liegt aufgrund der Restrukturierungsaufwendungen und negativ wirkender Einmaleffekte mit 7,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die laufenden Initiativen sollen die Verbesserung dieser Kennzahlen, insbesondere der Profitabilität und Kapitalrentabilität, unterstützen.

Das integrierte Nachhaltigkeitsmanagement ist ein essenzieller Bestandteil des Value Managements, da es zur Reduktion von Risiken und Kosten beiträgt. Das zeigt sich exemplarisch an zwei Aspekten, deren finanzielle Auswirkungen PALFINGER messen kann: Gesundheit der Mitarbeiter und Energieeffizienz.

Die Abwesenheiten aufgrund von Krankenständen, Berufserkrankungen und weiteren Ursachen stiegen im Berichtsjahr auf 4,36 Prozent (Vorjahr: 4,19 Prozent) der Soll-Arbeitszeit an. Diese negative Veränderung bei Abwesenheiten von 0,17 Prozentpunkten bewirkte einen Mehraufwand von rund 2,3 Mio EUR im Vergleich zu 2016.

Der Energieverbrauchs-Index verbesserte sich nach der Erhöhung im Vorjahr wieder um 3,7 Prozentpunkte bezogen auf den Umsatz. Dies entspricht einer Kosteneinsparung bei Strom und Gas in Höhe von 170.000 EUR (Vorjahr: 90.000 EUR).

Wertschöpfung beginnt für PALFINGER beim Rohstoff und endet beim Produkt-

einsatz

Durch die globale Ausrichtung kann PALFINGER vorhandene Kapazitäten besser ausnutzen

Im Mittelpunkt stehen der Kunde von heute und morgen sowie die Verantwortung als Unternehmen

Lokale Wertschöpfung wird gemeinsam mit zentralen Kompetenzzentren verbessert

Wertschöpfung

PALFINGER betrachtet die Wertschöpfung nicht nur unternehmensintern, sondern entlang seiner gesamten Wertschöpfungskette. Das bedeutet, dass Chancen und Risiken ganzheitlich analysiert werden – vom Rohstoff bis zur Verwendung der Produkte durch den Endkunden.

GLOBALE AUSRICHTUNG

Die Kundenbedürfnisse stehen in der Wertschöpfungskette von PALFINGER im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Neben den Kunden sind auch lokal verfügbare Ressourcen und Mitarbeiter wesentliche Faktoren, um die Wertschöpfung nachhaltig entwickeln zu können.

Ein zentrales Strategieelement ist, in der Region des Absatzmarktes zu produzieren. Diese regionale Sicht mit den unterschiedlichen Anforderungen wird durch einen ganzheitlichen Optimierungsansatz aller Wertschöpfungsstufen ergänzt. Im Jahr 2017 beschäftigte sich PALFINGER intensiv mit der Flexibilität und dem Qualitätslevel seiner globalen Produktionsstrukturen, um in Zukunft die global verfügbaren Kapazitäten besser ausnutzen zu können. Während die lokale Herangehensweise Vorteile in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung länderspezifischer Produktvarianten bietet, ermöglicht die globale Orientierung, Produkte dort zu produzieren, wo Kapazitäten vorhanden sind bzw. die Kostensituation vorteilhaft ist. Wechselkurse können so bei regionsübergreifenden konzerninternen Lieferbeziehungen genutzt werden, gleichzeitig werden Wechselkursrisiken minimiert.

Die Wertschöpfungsprozesse werden stärker am Geschäftsmodell ausgerichtet und dadurch den globalen PALFINGER Production Footprint unterstützen. 2017 begann PALFINGER im Rahmen der Initiative PALFINGER Process Excellence, die Prozesse vom Absatzplan bis zur Produktauslieferung global zu definieren und zu standardisieren. Integriert in eine einheitliche Systemlandschaft wird dieser Schritt in den nächsten Jahren zu höherer Transparenz und geringeren Prozesskosten beitragen.

Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Lean Management ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensentwicklung. Das PALFINGER Production System (PPS) reicht aber noch weiter, es beinhaltet in diesem Kontext eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung aller Unternehmensbereiche. Der Fokus liegt dabei auf den Kunden von heute und morgen und umfasst auch gesellschaftliche und ökologische Verantwortung.

Dieses Commitment zur kontinuierlichen Verbesserung und der Reifegrad des Lean Managements ermöglichen es auch, Digitalisierung bzw. Industrie 4.0 umzusetzen – im Produktbereich ebenso wie in der Wertschöpfung. In mehreren Werken bzw. Bereichen werden in Pilotprojekten Industrie-4.0-Anwendungen getestet; das Spektrum dabei reicht von VR/AR-Technologie über gezielte Erfassung und Analyse von Maschinenund Prozessdaten bis zur Unterstützung der Produktionsmitarbeiter durch Produktions-Apps. Das Ziel ist, durch neue Technologien Ineffizienzen in den Prozessen schneller und einfacher zu identifizieren, Abweichungen vorzubeugen und gezielt Verbesserungen einbringen zu können.

LOKALE AUSRICHTUNG

Die Wertschöpfung wurde in den vergangenen Jahren in allen Geschäftsregionen durch Investitionen in Infrastruktur und Maschinenpark kontinuierlich ausgebaut bzw. modernisiert. Diese Investitionen werden von dem jeweiligen regionalen Area Management gemeinsam mit zentralen Unternehmenseinheiten umgesetzt, die über Shared-Service-Strukturen und Kompetenzzentren verfügen. Die Struktur der Kompetenzzentren trägt zur Leistungsverbesserung der Produktionsstandorte weltweit bei, und sie fördert Innovation wie auch Kostenreduktion bei Produkten und Prozessen in den Geschäftsbereichen.

Segment LAND

EMEA

Der größte Anteil der Wertschöpfung der PALFINGER Gruppe erfolgt nach wie vor in der Region EMEA. Die starke Nachfrage in vielen Produktbereichen stellte 2017 speziell die Komponentenwerke vor enorme Herausforderungen. PALFINGER verfolgt unverändert die Strategie, wenig komplexe bzw. repetitive Tätigkeiten und Komponentenfertigung in Niedriglohnländer zu verlagern. In erster Linie galt es im Berichtszeitraum jedoch, der Nachfrage gerecht zu werden und Prozesse zu stabilisieren. In Cherven Brjag (BG) wurde die Erweiterung der Produktionsfläche abgeschlossen und ein neues modernes Bearbeitungszentrum in Betrieb genommen. In den letzten Monaten 2017 konnte die erweiterte Produktion mit neuen Mitarbeitern die Nachfrage nicht mehr vollständig erfüllen, und es kam kurzfristig zu erheblichen Engpässen. Weitere Schwerpunktthemen sind die Produktionsplanung und -steuerung sowie Qualität. In Marburg (SI) wurde eine Lackieranlage für Großbauteile mit Schwerpunkt Marinelackierung fertiggestellt. Am Standort Tenevo (BG) ging die Produktion von Zylindern für Ladebordwände in Vollbetrieb. Für diesen Standort entwarf PALFINGER auch ein Zukunftskonzept, das dem erwarteten künftigen Volumen und den erwarteten Produktanforderungen gerecht wird. Der Bau einer Halle zur Kleinteilefertigung sowie eine Erweiterung der Lackieranlage wurden hierfür bereits beschlossen.

Die Werke in Österreich verzeichneten ebenfalls eine sehr gute Auslastung. In Lengau arbeitet PALFINGER stetig an innovativen Produktions- und Logistiklösungen, wie z.B. einer automatisierten Kleinteilebereitstellung für die Schweißarbeitsplätze. Die Pulverbeschichtungsanlage wurde erfolgreich in Betrieb genommen, und eine hochmoderne Lackierkabine für Gesamtfahrzeuge stellt einen weiteren wichtigen Faktor für das Aufbaukompetenzzentrum dar. Auch das Standortkonzept für Köstendorf wurde aufgrund vielversprechender Marktpotenziale, speziell im Bereich Eisenbahnsysteme, überarbeitet. Im Oktober 2017 begann ein umfangreicher Ausbau der Infrastruktur für Produktentwicklung und -tests.

GUS

Die Werke in der Region GUS waren 2017 bei volatiler Nachfrage gut ausgelastet. Die bislang relativ unabhängigen Standorte wachsen zunehmend zu einem Produktionsnetzwerk zusammen. Die Konsolidierung von Produktionsprozessen und Komponentenlieferungen zwischen den Standorten schritt voran, dadurch sind die Produktionskapazitäten besser verteilt. Im Werk Arkhangelsk (RU) konzentriert sich PALFINGER in Zukunft ausschließlich auf den Gießereibetrieb mit mechanischer Bearbeitung der Gussteile. Dafür wurde die Gebäudeinfrastruktur bereinigt, saniert und in eine Wiederaufbereitungsanlage für Gießsand investiert. In Velikiye Luki (RU) begann die Umsetzung des 2015/16 erarbeiteten Werkskonzepts. Im Zuge der Erneuerung des Maschinenparks wurde eine moderne 8-m-Abkantpresse in Betrieb genommen. Im Werk Ischimbai (RU) wird der Lagerbereich des Rohblechs umgestaltet und zusätzlich in Laserschneidkapazität investiert.

Das Zylinder-Joint-Venture mit KAMAZ in Neftekamsk (RU) entwickelt sich sehr gut, wodurch der Import von Zylindern bereits abnimmt. Das Joint Venture wird künftig großteils die Montagen in Velikiye Luki und Ischimbai beliefern sowie auch Werke in Europa. Im Jahr 2017 erarbeitete PALFINGER für die gesamte Region GUS auch eine Lackierstrategie für Stahlbaukomponenten und Zylinder. Diese beinhaltet eine Erweiterung der bestehenden Anlage in Ischimbai und einen Neubau in Velikiye Luki. Dadurch wird einerseits das Volumen an den zwei Montagestandorten gebündelt und anderseits das Qualitätsniveau deutlich gesteigert und an globale Anforderungen angeglichen.

Gegen Jahresende kam es kurzfristig zu erheblichen Engpässen

Amerikas

In Nordamerika waren die Produktionswerke ebenfalls mehrheitlich gut ausgelastet. Am Standort Council Bluffs (US) setzte PALFINGER zusätzlich auf Fertigung für Dritte, um die schwache Auslastung in Zusammenhang mit Pick-up-Aufbauten zu kompensieren.

In Südamerika kennzeichneten die anhaltend schwierigen Marktbedingungen auch das Bild bei PALFINGER. Um Fixkosten zu reduzieren, wurden Investitionen in die Wertschöpfung zurückgehalten. Das Jahr 2017 war geprägt von Kosteneinsparungen in allen Bereichen, gleichzeitig arbeitete PALFINGER an der Entwicklung eines marktgerechten Produktportfolios und der Stabilisierung der Wertschöpfungsprozesse. Künftig soll es auch möglich sein, von dem Standort in Caxias do Sul (BR) andere Regionen zu beliefern und so zum Kapazitätsausgleich beizutragen.

Asien und Pazifik

In Asien erfolgt die Wertschöpfung primär am Joint-Venture-Standort Rudong (CN), wo neben Ladekranen auch Abroll- und Absetzkipper sowie Scherenbühnen produziert werden. Dabei ist die gesamte Wertschöpfung – Stahlbau, Lackierung, Montage, Aufbau und Test – unter einem Dach. Die Erweiterung des Produktportfolios und neue Märkte in Asien versprechen zusätzliche Auslastung. Darüber hinaus hat PALFINGER in Chennai (IN) ein Montagewerk für Lkw-montierte Stiff Boom Krane, Abroll- und Absetzkipper sowie für den Aufbau von Komplettfahrzeugen und Gesamtlösungen.

Segment SEA

Im Segment SEA wird der globale Production Footprint hinsichtlich weiterer Synergien und Potenziale analysiert

Mit der Akquisition der Harding-Gruppe beinhaltet das Segment SEA sieben Produktionsstandorte. Marine-, Offshore- und Windkrane werden in Maribor (SI) und Gdynia (PL) gefertigt; Rettungsausrüstung in Olve (NO), Solej Kujawski (PL), Hanoi (VN), Qingdao (CN) und Harderwijk (NL). Während einige Werke 2017 mit guter Auslastung operierten, war an anderen Standorten die angespannte Marktlage zu spüren. In Maribor wurde in eine neue, hochmoderne Lackieranlage investiert. Im Zuge der Restrukturierung wurde im Berichtszeitraum die Produktion in den Niederlanden und Korea konsolidiert. Im Jahr 2018 wird der globale Production Footprint weiter analysiert, um Synergien zwischen den Standorten zu heben und Potenziale zu realisieren. GRI 102-9

NaDiVeG

Marke und Markenwelt

Die Marke PALFINGER steht für Innovation, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit, für das Versprechen den Kunden gegenüber: LIFETIME EXCELLENCE. Im Jahr 2017 eröffnete PALFINGER im oberösterreichischen Lengau eine "PALFINGER World", die dies zukunftsweisend präsentiert.

Auf drei Ebenen mit einer Gesamtfläche von mehr als 850 Quadratmeter wird das Markenversprechen hier spannend und interaktiv in Szene gesetzt. In einem 3D-Kino mit Wand- sowie Bodenprojektionen und Aktiv-Stereo-3D-Technik, auf einem Testgelände mit originalgetreuen PALFINGER Modellen im Maßstab 1:14 oder bei Virtual-Reality-Stationen erlebt der Besucher, was den Kern der Marke PALFINGER ausmacht.

Der Standort Lengau war schon bisher das weltweit größte Produktionswerk von PALFINGER, aufgrund des regen Interesses finden hier seit vielen Jahren Werksführungen statt. Die PALFINGER World, die in einem neuen Gebäude untergebracht ist, ist nun der Ausgangspunkt für diese Führungen.

Die PALFINGER World ist nicht nur Erlebniswelt, sie beinhaltet auch das neue Übergabe- und Auslieferungszentrum für PALFINGER-werksmontierte Komplettfahrzeuge. So kann die Übergabe an den Kunden mit Einschulung in einer professionellen Umgebung gestaltet werden.

Nicht zuletzt ist die PALFINGER World auch für Veranstaltungen der PALFINGER Gruppe geeignet. Zur Eröffnung fand bereits die internationale Händlertagung dort statt, auch die Hauptversammlung der PALFINGER AG für das Geschäftsjahr 2017 wird in diesem Umfeld als Green Event abgehalten.

Die neue PALFINGER World am Standort Lengau ist mehr als eine Erlebniswelt

ROHSTOFFE &
MATERIALIEN
ENERGIEBEZUG UNTERSTÜTZENDE AKTIVITÄTEN
RECY
CLING
ERZE ROHÖL ENERGIETRÄGER (STROM,
WÄRME, TREIBSTOFF)
• Anteil erneuerbare Energieträger
MITARBEITER
• Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
• Wahrung von Menschenrechten
• Versorgungssicherheit • Mitarbeiterentwicklung
• "PALversity" Vielfalt und Chancengleichheit
MATERIALPRODUKTION
V. A. STAHL, ALUMINIUM &
GLASFASER
ANTRANSPORT • Betriebliches Gesundheitsmanagement "PALfit"
• Faire Entlohnung und Hilfe bei Härtefällen
• Unternehmenskultur (Werte,
Mitarbeiter-Kommunikation etc.)
• CO2-Intensität in der Produktion
• Materialien mit geringem Gewicht
(hochfeste Stahlsorten, Anteil
Aluminium, Glasfaser etc.)
• Treibstoffverbrauch und Regionalität
(lokale Beschaffung)
• Transportmix
(Lkw, Bahn, Schiff, Flugzeug)
• Attraktive Beschäftigung (Mitarbeitereinbindung,
kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Anreizsystem,
zeitgemäßer Arbeitsplatz etc.)
• Recyclinganteil
• F&E für alternative Stoffe
(z.B. Carbon)
GEBÄUDE (WERKSHALLEN,
LAGER, BÜROS ETC.)
• Energieeffizienz bei Druckluft, Belüftung,
Heizen, Kühlen, Beleuchtung
HYDRAULIKÖLE &
SCHMIERMITTEL
ANLAGEN
• Biologische Abbaubarkeit FÜR PRODUKTION &
MONTAGE
EINKAUFSTEILE • Energieeffizienz
• Substitution gefährlicher Stoffe
als Betriebsmittel
• Reduktion von Rohstoffen,
• Treibstoffverbrauch und Regionalität
• Transportmix (Lkw, Bahn, Schiff, Flugzeug)
• Alternative Antriebssysteme
• Erhöhung der Sicherheit
der Endprodukte
Betriebsmitteln, Wasser und
Abwasser
• Geringes Gewicht
der Einkaufsteile
• Vermeidung von Lärm- und
Luftbelastung für Mitarbeiter
und Anrainer
• Wahrung von Menschenrechten
• Gesundheitsschutz und Arbeits
der Mitarbeiter in der Produktion • Sicherheit für Bediener FERTIGUNGSWERKE
Produktion sicherheit der Mitarbeiter in der SCHNEIDEN (LASER, PLASMA)
• Freiheit von Konfliktmineralien BETRIEBSMITTEL BIEGEN
SCHWEIßEN
HYDRAULIKKOMPONENTEN,
DIN- & NORMTEILE ,
ELEKTRONIK UND KABEL
LACKE
• Wasserlöslichkeit
ZERSPANEN
(DREHEN, FRÄSEN, BOHREN)

• Freiheit von Problemstoffen (REACh, RoHS etc.)

MECHANISCHE TEILE (SEILWINDEN, GETRIEBE ETC.)

• Beschichtung mit wasserlöslichen Lacken

MOTOREN & PUMPEN

• Effizienz der Motoren, Drehzahlregelung

  • Schwermetall- und
  • Chromatfreiheit
  • Ökologische Substitutionsprodukte

WEITERE BETRIEBSMITTEL

• Kühlmittel, Schweißgase und -drähte, Chemikalien für Galvanik

MITARBEITER

  • Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
  • Wahrung von Menschenrechten
  • Mitarbeiterentwicklung
  • "PALversity" Vielfalt und Chancengleichheit
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement "PALfit"
  • Faire Entlohnung und Hilfe bei Härtefällen
  • Unternehmenskultur (Werte, Mitarbeiter-Kommunikation etc.)
  • Attraktive Beschäftigung (Mitarbeitereinbindung, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, Anreizsystem, zeitgemäßer Arbeitsplatz etc.)

GEBÄUDE (WERKSHALLEN, LAGER, BÜROS ETC.)

TRANSPORT WERKSINTERN & ZWISCHEN WERKEN

  • Treibstoffverbrauch und Regionalität
  • Transportmix (Lkw, Bahn, Schiff, Flugzeug)
  • Alternative Antriebssysteme

FERTIGUNGSWERKE

FERTIGUNGSWERKE
SCHNEIDEN (LASER, PLASMA)
BIEGEN
ZERSPANEN
(DREHEN, FRÄSEN, BOHREN)
GIEßEN KLEBEN
GALVANIK
• Sicherheit: Schutz vor Unfällen
• Gesundheit: Augenschutz, Schutz vor
Luftemissionen und Lärm
Lärm
  • Chrom-VI-Freiheit bei Galvanik
  • Reduktion gefährlicher Abfälle
  • Reduktion von Verschnitt und Ausschuss

ABFÄLLE, MATERIALOUTPUT

• Sichere Lagerung am Standort

WERTSCHÖPFUNGSKETTE

FUHRPARK & DIENSTREISEN

  • Mobilitätsmix
  • Alternative Antriebe und Treibstoffeinsparung

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

  • Sicherheitsinnovationen
  • Ecodesign
  • Digitalisierung

GOVERNANCE

  • Unternehmensethik und
  • Korruptionsprävention
  • Datensicherheit
  • Compliance mit rechtlichen und ethischen Standards

TRANSPORT WERKSINTERN & ZWISCHEN WERKEN

  • Sicherheit: Schutz vor Unfällen
  • Kapazitätsoptimierung

MONTAGEWERKE

LACKIEREN

MONTIEREN

BEFÜLLEN, TESTEN, WASCHEN

• Energieeffizienz

  • Effizienz bei Betriebsmitteln und Wasser
  • Sichere Lagerung der Gefahrenstoffe und Vermeidung von Belastung in Wasser und Boden
  • Getrennte Erfassung

TRANSPORT VON PRODUKTEN & ERSATZTEILEN

  • Treibstoffverbrauch
  • Transportmix
  • Kapazitätsoptimierung

AUFBAU

REGION

Anrainer • Faires Versteuern • Spenden und Sponsoring • Stakeholdereinbindung

ENTSORGUNGS-UNTERNEHMEN

• Regionale Entwicklung und Beschäftigung

• Reduktion störender Effekte für

• Reduktion des Aufbaugewichts

INFORMATION & KOMMUNIKATION

  • Schulungen zu Sicherheit und Umwelt für Anwender
  • Faires Marketing

SECOND-HAND-MARKT

HÄNDLER ENDKUNDEN

  • Sicherheit in der Anwendung
  • Energieeffizienz bei Anwendung
  • und alternative Antriebe (z.B. Strom, Hybrid)
  • Treibstoffeinsparung im Transport durch geringeres Produktgewicht
  • Reduktion von Lärmbelastung und Emissionen
  • Vermeidung der Freisetzung von Hydrauliköl
  • Reduktion Betriebsmitteleinsatz (z.B. Schmiermittel)
  • Wartungsarmut und Langlebigkeit
  • Produktlebenszyklus

MARKT

  • Entwicklungs- und Schwellenländer
  • Produkte für ökologische/soziale Zwecke
  • Verwendung bei Zivilschutz und Militäreinsatz (Wahrung von Menschenrechten)

END OF LIFE

  • Trennbarkeit
  • Recyclierbarkeit

ALTMATERIAL- DEPONIE RECYCLING

• Ökologisch optimierte Entsorgung

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MARKTBERICHT

Die PALFINGER Gruppe ist weltweit tätig. Mit den verschiedenen Produktgruppen werden in den Regionen zahlreiche unterschiedliche Kundenbranchen angesprochen. Deren Entwicklung ist für PALFINGER ebenso wichtig wie die gute Zusammenarbeit mit den Lieferanten und dem Händler- und Servicenetzwerk.

PALFINGER unterteilt sein Geschäft in das Segment LAND, das Hebe-Lösungen für Nutzfahrzeuge (Lkws und Eisenbahnen) beinhaltet, und das Segment SEA, das das Geschäft in Zusammenhang mit Schiffen, Öl- und Gasplattformen, Windkraftanlagen sowie Industriekletterer umfasst.

REGIONEN UND BRANCHEN NACH SEGMENTEN

Segment LAND

EMEA

In der Region EMEA war das Marktumfeld für PALFINGER im Jahr 2017 sehr gut

Die Anforderungen der Kunden verändern sich In der Region EMEA sind die wichtigsten Kundenbranchen für die unterschiedlichen Produktgruppen von PALFINGER die Bauwirtschaft und Baustoffbranche, Forstwirtschaft, Recycling und Abfallwirtschaft, Transportlogistik, Eisenbahn-Infrastruktur, staatliche Einrichtungen sowie die (Schwer-)Industrie.

Im Jahr 2017 waren die europäischen Kernmärkte von immenser Bautätigkeit gekennzeichnet, in der deutschen Bauwirtschaft wurden Rekordauftragsstände verzeichnet. Die fortschreitende Urbanisierung zeigt sich auch in großen Städtestrukturprogrammen. Angesichts von Initiativen, wie geplanten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge, wird die Bedeutung alternativer Antriebssysteme zunehmen. Zudem ist bei Einsätzen im verbauten Bereich höhere Flexibilität der Produkte gefordert.

Die Konsolidierung und damit verbunden die Internationalisierung der Kunden setzte sich im Berichtszeitraum fort. Beschaffungsprozesse werden zunehmend zentralisiert, erste europaweite Ausschreibungen sind eine Folge davon. Vermehrt werden Gesamtlösungen nachgefragt, bei denen PALFINGER in einem Netzwerk mit Lkw-Herstellern und Aufbaupartnern optimierte Gesamtfahrzeugkonzepte ausarbeitet. Der Wunsch nach variablen Kosten begünstigt auch neue Geschäftsmodelle, wie z.B. Pay-per-use.

Herausfordernd für PALFINGER waren im Jahr 2017 nicht die Umfeldbedingungen, sondern Termintreue und Durchlaufzeiten. Ursachen dafür waren einerseits Kapazitäts- und Lieferengpässe angesichts der starken Nachfrage und andererseits der höhere Abstimmungsbedarf bei Gesamtfahrzeugen. Der Mangel an Fachkräften – auch bei Bedienern der PALFINGER Produkte – wird den Bedarf an Assistenzsystemen erhöhen.

Regularien, wie Gewichtsbeschränkungen, Zufahrtsbeschränkungen, Abgasnormen, Arbeitsschutzvorschriften, Sicherheitsnormen, aber auch die technologische Entwicklung der Lkw-Industrie stellen PALFINGER regelmäßig vor neue Herausforderungen. Die Digitalisierung und damit verbundene Themen, wie beispielsweise Konnektivität mit dem jeweiligen Trägerfahrzeug, werden die Produktentwicklung und Geschäftsmodelle in den nächsten Jahren nachhaltig verändern.

PALFINGER profitiert in der Region EMEA von der Qualität, Präzision und Zuverlässigkeit der Produkte, die mit hoher Verfügbarkeit verbunden sind. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind auch das dichte Servicenetz und insbesondere dessen Qualifikation.

AMERIKAS

In Nordamerika profitierte PALFINGER von einem guten Marktumfeld

In Nordamerika beliefert PALFINGER mehr als 20 Marktsegmente, hauptsächlich Bauwirtschaft und die Baustoffbranche, Telekommunikation und Versorgung, Forstwirtschaft, Eisenbahn, Öl- und Gasindustrie, Kommunen, Bergbau, Verleihfirmen und Hersteller von Lkw-Aufbauten. Für einzelne Produktgruppen sind darüber hinaus Windenergie, Abfallwirtschaft und Transportlogistik relevant.

Die Bauwirtschaft verzeichnete in Nordamerika 2017 weiteres Wachstum, auch niedrige Inflation und Zinsen sowie steigendes Verbrauchervertrauen wirkten sich unverändert positiv aus. Insbesondere im Bauzulieferbereich konnte PALFINGER seine Marktposition dadurch weiter ausbauen.

Die Marke PALFINGER steht in Nordamerika für Qualität und Verlässlichkeit. Maßgeschneiderte Produktlösungen, der hohe technologische Standard und ausgezeichneter Service sind die Erfolgsfaktoren dafür.

In Südamerika sind die Kernbranchen für PALFINGER traditionell die Bauwirtschaft, das Verleihgeschäft und der Bergbau. In dem aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfeld gewinnen Energieversorger und die Agrarwirtschaft an Bedeutung. Exportseitig sind die Bauwirtschaft in Argentinien und der Bergbau in Chile zu nennnen.

Am brasilianischen Markt schien 2017 nach den enormen Rückgängen der vergangenen Jahre die Talsohle erreicht. PALFINGER bietet hochtechnologische Lösungen und ist bemüht, das entsprechende Preisniveau zu halten. Der Trend in Brasilien geht zu branchenspezifischen Lösungen, auch Gesamtlösungen sind dabei ein Thema.

Die Kunden von PALFINGER in Südamerika schätzen die innovativen und hochwertigen Lösungen sowie das ausgezeichnete Kosten-Nutzen-Verhältnis. Darüber hinaus bewährt sich das umfassende Vertriebsnetzwerk mit Werkstätten und Service.

GUS

In Russland bzw. GUS beliefert PALFINGER vor allem die Bauwirtschaft, Forstwirtschaft, Recycling, Öl- und Gasindustrie, Energiewirtschaft und staatliche Einrichtungen.

Die Bauwirtschaft entwickelte sich 2017 schwächer als erwartet, insbesondere kleinere Unternehmen waren mit finanziellen Schwierigkeiten und hohen Zinssätzen belastet. Die Ausweitung der Wirtschaftssanktionen dämpfte zwar die Öl- und Gasindustrie, jedoch profitiert PALFINGER mit seiner lokalen Wertschöpfung insgesamt von den Importbeschränkungen. Insbesondere die Nachfrage von mehrheitlich staatlichen Unternehmen nahm deutlich zu. Die Holz- und Recyclingbranchen setzten zu einer Erholung an, die sich 2018 fortsetzen sollte. Mögliche Anpassungen des Steuersystems könnten sich jedoch auf alle Branchen negativ auswirken.

PALFINGER steht in GUS für hohe Qualität zu entsprechenden Preisen und verlässliche Lieferzeiten. Die schlüsselfertigen sowie die äußerst flexiblen Lösungen und das Servicenetzwerk sind die Basis, auf der PALFINGER von seiner lokalen Produktion profitiert.

ASIEN UND PAZIFIK

Die Bauwirtschaft, Transportlogistik, Bergbau, Forstwirtschaft und Landschaftsbau sowie Regierungen sind die wesentlichen Kundenbranchen von PALFINGER in Asien. Auch Energielieferanten, die Abfall-, Recyclingund die Papierindustrie zählen zu den Kunden.

Insbesondere in Indien und China ist die Digitalisierung bereits ein relevantes Thema. In China zeigte sich 2017 der politische Fokus darauf in ersten Alltagsanwendungen wie intelligenten Müllwägen. In Japan und in Südostasien steigt das Interesse an bedienerfreundlichen, komfortablen und sicheren Produkten.

Das Marktumfeld in dieser diversen Region war für PALFINGER im Jahr 2017 aus unterschiedlichen Gründen herausfordernd: Die Kunden in China erweisen sich als äußerst preissensitiv, dementsprechend hoch ist der Preiswettbewerb. In Indien und in Südostasien ist PALFINGER mit starkem Wettbewerb von lokalen wie auch internationalen Anbietern konfrontiert. In Südostasien sind die politische Instabilität einiger Länder und die schwache Wirtschaftssituation zusätzlich fordernd. In Japan gilt es zunächst, die Marktanforderungen kennenzulernen und das Markenimage aufzubauen.

Grundsätzlich hat PALFINGER in der Region Asien und Pazifik ein ausgezeichnetes Image und steht für Erfahrung und Qualität. Erfolgsfaktoren sind vor allem auch Vertrieb und Service.

Der südamerikanische Markt war weiterhin schwach

PALFINGER profitiert in GUS von seiner lokalen Wertschöpfung

Die Märkte in der Region Asien und Pazifik sind für PALFINGER herausfordernd Die Märkte im Segment SEA haben globale Strukturen. Die Situation war 2017 unverändert schwierig

Segment SEA

Im Segment SEA spricht PALFINGER mit den übergeordneten Branchen Offshore, Schifffahrt und Kreuzfahrt, Marine und Küstenwache sowie Windenergie sehr unterschiedliche Kundengruppen an. Insbesondere im Offshore- und im Marinebereich bedürfen die speziellen Anforderungen maßgeschneiderter Lösungen und Systeme. In der Schifffahrt kommen eher standardisierte Lösungen zum Einsatz. Im Windenergiebereich sind kundenspezifische Lösungen gefragt, die später in Serie gefertigt werden. Das Geschäft ist weitestgehend von globalen Strukturen gekennzeichnet.

Der insgesamt signifikante Marktrückgang seit dem Jahr 2014 zeigte sich kundenseitig in einer verstärkten Kostenorientierung und ist auch für PALFINGER eine große Herausforderung. In der Offshore-Branche (Öl und Gas, Hochseeschiffe) waren 2017 erste Signale einer Verbesserung zu erkennen; ob diese eintreten wird, bleibt abzuwarten.

Die Schifffahrtsbranche (Massengutschiffe, Tanker, Containerschiffe, Fähren, Arbeits- und Serviceboote) entwickelte sich 2017 unverändert schwach und lässt keine Verbesserung erwarten. Zudem werden diese Schiffe zunehmend in China gebaut und auch mit chinesischem Equipment ausgestattet. Der Bereich Fischerei und Fischzucht entwickelte sich stabil und zeigte global gesehen positive Tendenzen. PALFINGER würde von einem Aufschwung in Verbindung mit steigendem Ölpreis mit deutlicher zeitlicher Verzögerung profitieren, da die Ausrüstung der Schiffe erst am Ende der Bauzeit von rund zwei Jahren erfolgt.

Die Kreuzfahrtbranche (Kreuzfahrt, Fähren) entwickelte sich hingegen weiterhin gut, und die großen Werften sind voll ausgelastet. PALFINGER kann hier von der starken Nachfrage profitieren.

Für die Bereiche Marine und Küstenwache (Polizei, Spezialeinheiten, Feuerwehr, Küsten- und Hafenwache, Hochseepatrouillenboote) sowie Offshore-Windenergie (Windfarmen und Versorgungsboote, Crew-Transfer-Boote) ist PALFINGER verhalten positiv gestimmt. Die weiteren Entwicklungen sind schwer abzuschätzen, da beide Bereiche mit erheblichen staatlichen Investitionen eine hohe politsche Abhängigkeit aufweisen.

Mit der Übernahme der Harding-Gruppe im Jahr 2016 gelang PALFINGER ein bedeutender Schritt in Richtung eines integrierten Deckausrüsters. Neben dem umfassenden Produktportfolio – von Kranen über Winden und Handlinglösungen bis zu Rettungsausrüstung – bewährt sich das globale Servicenetzwerk der PALFINGER Gruppe. Mit seinen Servicestellen an 28 Standorten weltweit kann PALFINGER raschen und effizienten Service anbieten.

GRI 102-6

KUNDEN UND HÄNDLERNETZWERK

Der Vertrieb der PALFINGER Produkte erfolgt weltweit in mehr als 130 Ländern, großteils über die rund 200 Generalimporteure sowie Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit mehr als 5.000 Servicestützpunkten stellen sie ein umfassendes Netzwerk für die Endkunden dar. Das Händler- und Servicenetzwerk ist somit ein bedeutendes Bindeglied für PALFINGER zum Endkunden und daher neben diesem die wichtigste Kundengruppe.

Im Jänner 2017 übernahm PALFINGER seinen dänischen Vertriebspartner Palfinger Danmark. In der Region EMEA lag der Fokus 2017 darüber hinaus auf der Qualifizierung des unabhängigen Händlernetzwerks. Die Einführung von Händlerstandards und Schulungen im Rahmen der PALFINGER University unterstützen diese Bemühungen.

Das Händler- und Servicenetzwerk ist die wichtigste Kundengruppe und Bindeglied zum Endkunden

In Nordamerika wurden das Netzwerk und auch der mobile Service in Kernmärkten weiter ausgebaut. In Südamerika spüren die Händler von PALFINGER das schwierige Umfeld, Korruptionsskandale in staatsnahen Konzernen trugen das ihrige bei. Vermehrte Schulungen und Verkaufsunterstützung sollen in dieser Region die Qualität des Vertriebs- und Servicenetzwerks erhöhen.

In GUS wurden 2017 die Strukturen des Händlernetzwerks analysiert und konsolidiert, um diese zielgerichtet zu verbessern. PALFINGER verfolgt hier zunehmend die Strategie von Monobrand-Händlern. Die Kooperation mit KAMAZ erweist sich in vieler Hinsicht als vorteilhaft.

Auch in der Marktregion Asien und Pazifik unterzog PALFINGER sein Händlernetzwerk einer Evaluierung. Im Sinne einer engen Zusammenarbeit werden die Händler in ihren Strategien unterstützt. PALFINGER baut in dieser Region seine Marktpräsenz im Segment LAND aus, zuletzt mit eigenen Niederlassungen in Japan, Korea und Indonesien. Im Segment SEA wird vor allem die Präsenz in bestehenden Märkten verstärkt.

Es gibt keine Märkte, in denen PALFINGER Produkte oder Dienstleistungen verboten sind. GRI 102-2, 102-6 NaDiVeG

PALFINGER UND MITBEWERBER

Die Wettbewerbslandschaft von PALFINGER differiert je nach Produktgruppe und Region. Weltweit gesehen gab es im Jahr 2017 keine wesentlichen Veränderungen. PALFINGER ist Weltmarktführer bei Ladekranen, Forst- und Recyclingkranen, Abroll- und Absetzkippern sowie Eisenbahnsystemen. Der Hauptmitbewerber in diesen Produktgruppen ist HIAB, ein Unternehmen der finnischen Cargotec-Gruppe, und bei Ladekranen auch das italienische Unternehmen Fassi. Fassi ist vor allem in Europa und Nordamerika präsent, HIAB auch in den anderen Marktregionen. Veränderungen im Wettbewerbsumfeld standen 2017 vor allem in Zusammenhang mit Übernahmen bisher schwacher Mitbewerber durch starke Marktteilnehmer.

In GUS trifft PALFINGER zunehmend auf koreanische Kranproduzenten, die mit wettbewerbsfähigen Produkten in den Markt gehen und lokale Wertschöpfung anstreben. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass neue Produkte russischer Hersteller als "100 Prozent russisch" vom Staat gefördert werden. In Asien gibt es vor allem lokale Mitbewerber, aber auch HIAB ist dort vertreten. Der Wettbewerb in dieser Marktregion nimmt eindeutig zu.

Im Segment SEA gab es im Jahr 2017 angesichts der schwierigen Situation wenig Bewegung am Markt. Die Hauptmitbewerber sind im Krangeschäft NOV, Liebherr, TTS und MacGregor, ebenfalls Teil der Cargotec-Gruppe. Bei Winden und Rettungsausrüstung zählen Rolls Royce Marine und MacGregor zu den wesentlichen Marktteilnehmern. Eine weitere Konsolidierung des Marktes bei Winden ist zu erwarten, wie zuletzt durch die Akquisition von Rapp Marine durch MacGregor. In der Kreuzfahrtbranche konnte PALFINGER seine Marktposition 2017 stärken.

PALFINGER unterstützt seine Händler auch mit Schulungen

LIEFERANTEN

Basis für den Erfolg und die Flexibilität von PALFINGER ist die enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten. Das Unternehmen hat daher rund 200 Hauptlieferanten definiert, mit denen Liefer- und Qualitätssicherungsvereinbarungen in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Produkt, Umwelt und soziale Aspekte getroffen wurden. Die wesentlichen Einkaufsströme betreffen Rohstoffe (Stahl, Aluminium), Bauteile und Komponenten (Hydraulik, Elektronik, Kunststoffe), Anlagen (Gebäude, Maschinen), Betriebsmittel, Energie und ausgelagerte Fertigung. GRI 102-9, 102-10, 414-2

NaDiVeG

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2017 KONZERNLAGEBERICHT

Beschaffungsfaktoren, -märkte und -strategien

PALFINGER schließt mit seinen strategischen Hauptlieferanten grundsätzlich langfristige Verträge ab, die variable Jahresabnahmemengen beinhalten. Dies dient der Absicherung des erwarteten Bedarfs und ermöglicht gleichzeitig, rasch auf volatile Marktbedingungen zu reagieren. Im Jahr 2017 veränderte sich der Beschaffungsmarkt signifikant: Der deutliche Aufwärtstrend in der gesamten Branche führte zu enormen Preissteigerungen und zu einer Verknappung der Ressourcen. Die durchschnittlichen Lieferzeiten stiegen überproportional stark an. In diesem Umfeld bewährte sich die bereits vor Jahren begonnene Multiple-Sourcing-Strategie von PALFINGER. Diese Strategie sowie die rollierende Planung ermöglichten es, die Versorgung weitgehend abzusichern und die Anliefertreue beizubehalten. In den Monaten November und Dezember war PALFINGER dennoch mit Lieferschwierigkeiten konfrontiert. Dank der langjährigen Partnerschaften und der Bevorratungsstrategie gelang es, Preissteigerungen deutlich abzufedern.

Die hohe Nachfrage im Jahr 2017 führte zu Preissteigerungen und knappen Ressourcen

Rohstoffe sind mit rund 19 Prozent für den größten Teil der Beschaffungskosten verantwortlich. Der Rohstoffmarkt ist starken Schwankungen in Verfügbarkeit und Preis unterworfen, daher ist Flexibilität in der Beschaffung hier besonders wichtig.

Der Einsatz fortschrittlicher Technologien sowie Innovationen vor allem in den Bereichen Hydraulik, Elektronik und hochfeste Stähle sind essenziell für den Markterfolg von PALFINGER. Die Beschaffung solcher Bauteile und Komponenten konzentriert sich auf den EU-Markt, wobei durch den anhaltenden Preisdruck Lieferanten in Slowenien, Bulgarien, Rumänien und Kroatien an Bedeutung gewinnen. Der zunehmende Trend zur Digitalisierung und der damit steigende Anteil elektronischer Bauteile erhöhen die Komplexität der Beschaffung. PALFINGER setzt vermehrt elektronische Schnittstellen zu seinen Lieferanten ein, um die Flexibilität zu erhöhen.

Insgesamt ist PALFINGER bestrebt, lokal zu beschaffen; dies erhöht die Flexibilität, verkürzt Transportwege und trägt zur Belebung der lokalen Wirtschaft bei. Eine eigene Abteilung für Global Sourcing ist damit beschäftigt, das Potenzial neuer Beschaffungsmärkte für PALFINGER zu nutzen. Zuletzt erweiterte PALFINGER sein Lieferantenportfolio insbesondere in Asien, allen voran in China. Voraussetzung bei neuen Lieferanten ist, dass Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards, beispielsweise Menschenrechte und Korruptionsprävention, eingehalten werden. PALFINGER unterliegt nicht dem Conflict Mineral Act und verarbeitet keine dort angeführten Mineralien aufgrund der Produktspezifikationen.

PALFINGER pflegt langfristige Beziehungen zu seinen Hauptlieferanten und bindet sie aktiv ein

Im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und damit der Wettbewerbsfähigkeit strebt PALFINGER langfristige Beziehungen zu seinen Lieferanten an. Zur besseren Einbindung veranstaltet PALFINGER zweijährlich einen internationalen Lieferantentag, zuletzt im Oktober 2017. Strategisch wichtige Lieferanten werden darüber hinaus regelmäßig – zum Teil jährlich – einer Risikoanalyse und Audits unterzogen, um Veränderungen der wirtschaftlichen Stabilität frühzeitig zu erkennen. Gegebenenfalls erhalten die Lieferanten Unterstützung bei der Optimierung. GRI 308-1

Nachhaltigkeit bei den Lieferanten

PALFINGER führt bei all seinen strategischen Partnern und bei anderen umweltrelevanten Lieferanten, wie zum Beispiel Lackfirmen, Entsorgern, Putz- und Wäschefirmen, Befragungen bezüglich deren Umweltmanagement durch. Die Auswertung erfolgt nach einem Bewertungsschlüssel. Das Umweltmanagement der Lieferanten beeinflusst auch deren Ranking in der quartalsweisen Lieferantenbewertung, da ökologisches und soziales Bewusstsein sowie Korruptionsprävention für PALFINGER die Qualität der Lieferantenbeziehungen erhöhen.

Das Umweltmanagement der Lieferanten verbesserte sich laut deren Eigenbewertung in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Im Jahr 2017 wiesen 69 Prozent (Vorjahr: 69 Prozent) ein sehr gutes oder gutes Umweltmanagement (Eco1 und Eco2) auf, wobei sich der Anteil mit sehr gutem Umweltmanagement auf 47 Prozent erhöhte. Auch die Zahl der Rückmeldungen stieg 2017 auf 97 Prozent (Vorjahr: 96 Prozent). Diese positiven Trends bestätigen die erfolgreiche Bewusstseinsbildung durch PALFINGER in seiner Wertschöpfungskette.

UMWELTMANAGEMENT BEI STRATEGISCHEN UND SONSTIGEN UMWELTRELEVANTEN LIEFERANTEN (in Prozent)

Grundsätzlich werden alle neuen Lieferanten bei PALFINGER einem Erstaudit unterzogen. Knapp die Hälfte der 200 strategischen Lieferanten wurde darüber hinaus im Jahr 2017 von PALFINGER auditiert. Das Hauptaugenmerk lag auf der Qualitätsprüfung der Prozesse. Die Nachhaltigkeitsaspekte der Audit-Checkliste basieren auf dem PALFINGER Code of Conduct für alle strategischen Lieferanten, der folgende Themen beinhaltet:

  • Menschenrechte: Verbot von Kinderarbeit, freie Wahl der Beschäftigung, Diskriminierungsverbot, Vereinigungsfreiheit, Gesundheit und Sicherheit
  • Umweltstandards: Umweltverantwortung, umweltfreundliche Produktion, umweltfreundliche Produkte
  • Business-Ethik: Korruptionsbekämpfung, Geschenke, Bewirtungen und Einladungen

Ebenso werden in der Checkliste die Eigenangaben der Lieferanten bezüglich ihres Umweltmanagements geprüft.

PALFINGER Auditoren, die Prüfungen bei Lieferanten vornehmen, wurden in den vergangenen Jahren bezüglich Umwelt- und Menschenrechtsaspekte geschult. Im Berichtsjahr fand kein spezielles Training statt, ein genereller Austausch zum Thema Nachhaltigkeit fand bei internen Global Supplier Quality Meetings statt.

Die Nachhaltigkeitsprüfungen führten zu keinen Beanstandungen im ökologischen oder sozialen Bereich mit verpflichtenden Verbesserungsmaßnahmen. Es wurden keine groben Verfehlungen beobachtet, die zur Auflösung eines Lieferantenverhältnisses geführt hätten.

  • GRI 102-9, 102-10, 308-2, 414-1, 414-2
  • NaDiVeG
  • Öko-effiziente Produktion, Seite 99; Corporate-Governance-Bericht, Faire Wirtschaft, Seite 119

Umweltmanagement und der PALFINGER Code of Conduct sind wesentliche Kriterien für Lieferanten

EBITDAn-ENTWICKLUNG

ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

Das Geschäftsjahr 2017 verlief für die PALFINGER Gruppe operativ sehr erfolgreich. Die globale Entwicklung war divergent, aber insgesamt zufriedenstellend. Der Umsatz stieg um 8,4 Prozent auf einen neuen Rekordwert, auch das operative Ergebnis konnte verbessert werden. Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen, Kapazitäts- und Lieferengpässe sowie Sondereffekte insbesondere im Finanzergebnis belasteten jedoch die Ergebniszahlen. Das Konzernergebnis liegt daher unter dem Vorjahreswert. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende in Höhe von 0,47 EUR vor.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2017

Die PALFINGER Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2017 ihr Wachstum fortsetzen, und der Umsatz erreichte das siebente Jahr in Folge einen neuen Rekordwert. Der Umsatz der PALFINGER Gruppe stieg auf 1.471,1 Mio EUR. Verglichen mit dem Vorjahresumsatz von 1.357,0 Mio EUR entspricht das einer Steigerung um 8,4 Prozent.

Zu der Geschäftsausweitung trug einerseits die ausgezeichnete Entwicklung in Europa bei. Auch in Russland und China verzeichnete PALFINGER deutliche Steigerungen. Andererseits leisteten die Akquisitionen und Konsolidierungskreisänderungen in den Jahren 2016 und 2017 einen signifikanten Beitrag zu dem erzielten Geschäftszuwachs. Der Auftragsstand lag zum Jahresende 2017 auf Rekordniveau, aufgrund von Lieferschwierigkeiten konnten zudem Aufträge in beträchtlichem Volumen im Berichtszeitraum nicht mehr fertiggestellt werden. Diese werden somit erst 2018 umsatz- und ergebniswirksam. Das weltweite Marinegeschäft war 2017 jedoch weiterhin von einem äußerst schwierigen Marktumfeld gekennzeichnet. Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71; Entwicklung der Segmente, Seite 105

Trotz des weltweit gesehen divergenten Umfelds verbesserte sich die absolute Profitabilität des operativen Geschäfts gegenüber dem Vorjahr. Das um Restrukturierungskosten bereinigte EBITDAn erhöhte sich von 172,5 Mio EUR um 7,8 Prozent auf 186,0 Mio EUR. Die EBITDAn-Marge lag somit bei 12,6 Prozent nach 12,7 Prozent im Geschäftsjahr 2016.

Die Entwicklung im Quartalsverlauf der vergangenen beiden Jahre zeigt die kontinuierliche Steigerung von Umsatz und operativem Ergebnis. Die zweite Jahreshälfte ist stets von der geringeren Anzahl an Arbeitstagen durch den Betriebsurlaub im August (an den europäischen Standorten) und die Weihnachtsfeiertage beeinflusst. Im Jahr 2017 wurde der Betriebsurlaub aufgrund des hohen Auftragsstands verkürzt. GRI 102-7

UMSATZ- UND EBITDAn-ENTWICKLUNG (in Mio EUR)

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2017 um 8,4 Prozent auf 1.471,1 Mio EUR (Vorjahr: 1.357,0 Mio EUR). Regional gesehen war die Europäische Union weiterhin der wichtigste Markt für PALFINGER mit einem Umsatzanteil von 50,8 Prozent (Vorjahr: 50,6 Prozent). Die Region Nordamerika trug mit 20,3 Prozent (Vorjahr: 21,8 Prozent) zum Umsatz bei, im Fernen Osten wurde ein Anteil von 8,2 Prozent (Vorjahr: 8,8 Prozent) umgesetzt. In der Region GUS konnte PALFINGER den Umsatz im Berichtszeitraum auf 7,3 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent) des Konzernumsatzes erhöhen. In Mittel- und Südamerika führte eine Konsolidierungskreisänderung – die Vollkonsolidierung von Hidro-Grubert – zu einem Anstieg des Umsatzanteils auf 3,3 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent). Wechselkursveränderungen wirkten mit insgesamt –1,6 Mio EUR negativ auf die Umsatzentwicklung, hauptsächlich bedingt durch die Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro sowie den Kursrückgang der norwegischen Krone. Positiv wirkten in diesem Zusammenhang die im Vergleich zu 2016 stärkeren Kurse des russischen Rubel und des brasilianischen Real.

Im Jahr 2016 führte PALFINGER die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte durch: Die norwegische Harding-Gruppe ist seit Ende Juni 2016 Teil der PALFINGER Gruppe. In den zwölf Monaten 2017 trug Harding mit rund 101,6 Mio EUR zum Umsatz bei. Die 2017 erfolgte Akquisition von Palfinger Danmark und die Vollkonsolidierung von Hidro-Grubert leisteten mit rund 30,4 Mio EUR ebenfalls einen bedeutenden Beitrag zu dem erzielten Geschäftszuwachs.

in Mio EUR 1–12 2015 1–12 2016 1–12 2017
Umsatzerlöse 1.229,9 1.357,0 1.471,1
EBITDAn1) 154,4 172,5 186,0
EBITDAn-Marge1) 12,6% 12,7% 12,6%
EBITn1) 113,4 123,7 129,7
EBITn-Marge1) 9,2% 9,1% 8,8%
EBITDA 145,3 156,0 167,4
EBITDA-Marge 11,8% 11,5% 11,4%
EBIT (Operatives Ergebnis) 104,4 106,0 110,2
EBIT-Marge 8,5% 7,8% 7,5%
Konzernergebnis 64,4 61,2 52,5
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,73 1,63 1,40
Dividende je Aktie (in EUR) 0,57 0,57 0,472)
1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

KURZ-KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

2) Vorschlag an die Hauptversammlung.

Konzernabschluss, Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Seite 151

Die Umsatzkosten stiegen in Zusammenhang mit dem Wachstum von 1.023,0 Mio EUR auf 1.112,1 Mio EUR. Der Materialeinsatz blieb in etwa auf Vorjahresniveau. Die Personalkosten stiegen um 11,8 Prozent auf 159,5 Mio EUR, sie blieben damit in Relation zum Umsatz ebenfalls annähernd auf Vorjahresniveau. Das Bruttoergebnis erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 334,0 Mio EUR auf 359,0 Mio EUR, die Bruttoergebnismarge beträgt 24,4 Prozent (Vorjahr: 24,6 Prozent).

Die Strukturkosten, die die Kosten für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung beinhalten, erhöhten sich von 237,4 Mio EUR auf 261,2 Mio EUR. Zu dieser Steigerung trugen vor allem die getätigten Akquisitionen, Einmaleffekte im Bereich HOLDING durch die Änderungen im Managementteam sowie die Investitionen in den Ausbau des Bereichs Digitalisierung bei. In Relation zum Umsatz erhöhten sich die Strukturkosten um 0,3 Prozentpunkte.

Zu dem Rekordumsatz trug die Marktregion der Europäischen Union rund 51 Prozent bei

EBITn-ENTWICKLUNG

Aufgrund der Entwicklungen im 4. Quartal liegt die EBITn-Marge nur bei 8,8 Prozent

Das EBITDAn (um Restrukturierungskosten bereinigt) stieg von 172,5 Mio EUR in der Vorjahresperiode um 7,8 Prozent auf 186,0 Mio EUR. Die EBITDAn-Marge betrug somit 12,6 Prozent nach 12,7 Prozent im Vergleichszeitraum. Ermöglicht wurde diese Steigerung in absoluten Zahlen durch die signifikante Ergebnisverbesserung im Segment LAND. Das bereinigte EBIT (EBITn) erhöhte sich von 123,7 Mio EUR auf 129,7 Mio EUR, die EBITn-Marge sank jedoch von 9,1 Prozent im Vorjahr auf 8,8 Prozent. Wenngleich die EBITn-Marge hauptsächlich aufgrund der Entwicklungen im 4. Quartal um 1,2 Prozentpunkte unter der angestrebten 10-Prozent-Marke liegt, sieht sich PALFINGER hinsichtlich der Profitabilitätsverbesserung auf einem guten Weg.

Die Restrukturierungskosten betrugen im Berichtszeitraum 19,5 Mio EUR

Die Restrukturierungskosten betrugen im Berichtszeitraum 19,5 Mio EUR (Vorjahr: 17,7 Mio EUR). Sie betrafen in erster Linie Initiativen in Nordamerika und im Marinebereich. Als Restrukturierungskosten definiert PALFINGER Kosten für Geschäftsmodellanpassungen, Standortverlagerungen bzw. -schließungen, signifikante Kapazitätsanpassungen, Akquisitions- und Integrationskosten samt Prozess- und Systemumstellungen, Händlerablösen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Zusammenhang mit Reorganisationen.

Konzernweite Entwicklungsprogramme, Seite 38; Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71; Entwicklung der Segmente, Seite 105

Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich demnach um 3,9 Prozent, von 106,0 Mio EUR auf 110,2 Mio EUR. Es erreichte somit trotz der laufenden Restrukturierungsmaßnahmen einen Höchstwert in der Geschichte von PALFINGER. Die EBIT-Marge verringerte sich von 7,8 Prozent im Jahr 2016 auf 7,5 Prozent im Jahr 2017.

Das Finanzergebnis war 2017 durch die erforderliche Beendigung des Hedge-Accounting der Sicherungsgeschäfte in Zusammenhang mit einem Marine-Projekt belastet. Die Aufwendungen für Ertragsteuern blieben knapp unter dem Vorjahreswert und betrugen im Berichtszeitraum 23,3 Mio EUR nach 23,9 Mio EUR im Vorjahr, die Steuerquote stieg dadurch auf 26,3 Prozent. Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017 liegt mit 52,5 Mio EUR demnach um 14,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 61,2 Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie beträgt somit 1,40 EUR nach 1,63 EUR im Jahr 2016.

Gemäß der Dividendenpolitik von PALFINGER werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2017 eine Dividende in Höhe von 0,47 EUR (Vorjahr: 0,57 EUR) auszuschütten.

Dividende, Seite 31

Vermögenslage KURZKONZERNBILANZ

in Mio EUR 31.12.2015 31.12.20161) 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 708,9 921,2 894,6
Kurzfristige Vermögenswerte 503,5 614,7 650,4
Summe Vermögenswerte 1.212,4 1.535,8 1.545,0
Eigenkapital 510,7 579,9 575,7
Langfristige Schulden 395,5 525,3 576,1
Kurzfristige Schulden 306,2 430,6 393,3
Summe Eigenkapital und Schulden 1.212,4 1.535,8 1.545,0

1) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Akquisitionen 2016).

Konzernabschluss, Erläuterungen zur Konzernbilanz, Seite 160

Die Bilanzsumme erhöhte sich geringfügig von 1.535,8 Mio EUR per 31. Dezember 2016 um 0,6 Prozent auf 1.545,0 Mio EUR zum Stichtag 31. Dezember 2017.

Die langfristigen Vermögenswerte sanken von 921,2 Mio EUR auf 894,6 Mio EUR, die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen hingegen von 614,7 Mio EUR auf 650,4 Mio EUR, infolge der Geschäftsausweitung. Das durchschnittliche Current Capital in Relation zum Umsatz erhöhte sich geringfügig von 26,3 Prozent in der Vorjahresperiode auf 26,5 Prozent im Berichtszeitraum. Die fortgesetzte Optimierung von Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten konnte den Anstieg in Folge der signifikanten Geschäftsausweitung demnach nicht vollständig kompensieren.

Current Capital, Seite 38

Das Eigenkapital verringerte sich von 579,9 Mio EUR zum Vorjahresstichtag um 0,7 Prozent auf 575,7 Mio EUR. Der Rückgang ist vor allem auf das niedrigere Konzernergebnis 2017 zurückzuführen, mindernd wirkten zudem Dividendenzahlungen und Währungsumrechnungseffekte. Die Eigenkapitalquote ging auch aufgrund der Ausweitung der Bilanzsumme von 37,7 Prozent im Vorjahr auf 37,3 Prozent zurück.

Im März platzierte PALFINGER ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200 Mio EUR. Dies ermöglichte die langfristige Refinanzierung der Akquisition der Harding-Gruppe und anderer Akquisitionsprojekte. In diesem Zusammenhang stiegen die langfristigen Schulden von 525,3 Mio EUR auf 576,1 Mio EUR, die kurzfristigen Schulden gingen von 430,6 Mio EUR auf 393,3 Mio EUR zurück. Das gesamte Capital Employed ist zu 98,1 Prozent langfristig abgesichert.

Die Nettofinanzverschuldung stieg geringfügig von 513,1 Mio EUR auf 513,3 Mio EUR. Die Gearing Ratio betrug somit per 31. Dezember 2017 89,2 Prozent nach 88,5 Prozent zum Vorjahresstichtag.

Die Nettoinvestitionen in Höhe von 68,3 Mio EUR (Vorjahr: 71,4 Mio EUR) betrafen im Berichtszeitraum vor allem den Ausbau von Produktionskapazitäten und Ersatzinvestitionen.

Finanzlage

in Mio EUR 1–12 2015 1–12 2016 1–12 2017
Cashflow aus dem operativen Bereich 110,6 109,6 92,0
Cashflow aus dem Investitionsbereich –64,6 –187,7 –58,7
46,0 –78,1 33,3
Bereinigte Fremdkapitalzinsen nach Steuern 8,7 9,4 9,8
Free Cashflow 54,7 –68,7 43,1

Der Cashflow aus dem operativen Bereich sank von 109,6 Mio EUR im Geschäftsjahr 2016 auf 92,0 Mio EUR im Berichtszeitraum. Steigernd wirkten zwar die verbesserte operative Ergebnissituation und die Zunahme von Verbindlichkeiten; jedoch dämpften höhere Vorräte die Entwicklung. Der Cashoutflow aus dem Investitionsbereich ging im Wesentlichen aufgrund der höheren Kaufpreiszahlungen für die Akquisitionen im Jahr 2016 von –187,7 Mio EUR auf –58,7 Mio EUR im Berichtszeitraum zurück. Der Free Cashflow betrug somit 43,1 Mio EUR nach –68,7 Mio EUR im Vorjahr.

Die Akquisitionen und Restrukturierungsmaßnahmen spiegeln sich in den Kennzahlen der Wertschöpfung im Geschäftsjahr 2017 wider: Der Return on Equity sank von 12,7 Prozent zum Jahresende 2016 auf 11,3 Prozent per 31. Dezember 2017, der Return on Capital Employed lag mit 7,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 8,1 Prozent. Die durchschnittlichen Kapitalkosten Weighted Average Cost of Capital (WACC) lagen mit 6,2 Prozent aufgrund der höheren Marktkapitalisierung über dem Vorjahr (Vorjahr: 6,0 Prozent). Diese Entwicklungen führten zu einem Rückgang des Economic Value Added von 20,5 Mio EUR auf 13,6 Mio EUR.

EIGENKAPITAL UND VERSCHULDUNG (in Mio EUR)

Eigenkapital Gearing (in Prozent)

Der Free Cashflow war mit 43,1 Mio EUR wieder deutlich positiv

in Mio EUR 1–12 2015 1–12 2016 1–12 2017
EBIT (Operatives Ergebnis) 104,4 106,0 110,2
Bereinigte Ertragsteuern –24,3 –27,3 –28,7
NOPLAT 80,1 78,7 81,5
Vorräte 250,8 272,6 285,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 173,4 217,6 259,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen –93,3 –112,3 –129,6
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen –20,8 –21,4 –25,2
Current Capital 310,2 356,5 390,5
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 27,5 33,0 40,4
Ertragsteuerforderungen 2,9 3,5 3,0
Kurzfristige Rückstellungen –14,1 –17,1 –18,8
Kurzfristige Verbindlichkeiten –63,4 –91,3 –101,7
Ertragsteuerverbindlichkeiten –7,2 –8,7 –10,9
Net Working Capital1) 256,0 275,9 302,5
Langfristige operative Vermögenswerte 655,9 782,7 876,5
Langfristige Rückstellungen –42,0 –46,3 –47,9
Passive latente Steuern –7,6 –16,2 –18,8
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss –16,0 –5,9 –2,8
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten –11,3 –14,4 –18,4
Capital Employed1) 834,9 975,8 1.091,0
ROCE 9,6% 8,1% 7,5%
1) Jahresdurchschnitt

WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN IN DER PALFINGER GRUPPE

Fokus auf Konsolidierung und Restrukturierung

Die PALFINGER Gruppe führte in den vergangenen zwanzig Jahren rund 30 Akquisitionen durch, gründete Joint Ventures und Partnerschaften. Im Jahr 2016 erfolgte mit der norwegischen Harding-Gruppe die größte Akquisition in der Unternehmensgeschichte. Im Jahr 2017 lag der Fokus auf der Konsolidierung der Gruppe, Bereinigung von Strukturen und Nutzung der weltweiten Synergien, um zu gewährleisten, dass dieses Wachstum auch nachhaltig profitabel ist.

Bereits im Jahr 2016 initiierte PALFINGER spezifische Restrukturierungsmaßnahmen in Nordamerika und im Marinebereich. Erklärtes Ziel war, durch ein umfassendes Maßnahmenpaket die operative Profitabilität in den zweistelligen Bereich zu heben und sich auf weiteres Wachstum bzw. die Erholung der relevanten Marine-Branchen vorzubereiten.

Als wesentliche strukturelle Veränderungen verkaufte PALFINGER in Nordamerika das Geschäft mit Aufbau und Vertrieb von Service Bodies – das sind spezielle Aufbauten auf Klein-Lkws und Pick-ups – an vier Standorten von PalFleet an die Reading Truck Group. Das Closing erfolgte Ende März. Im Marinebereich umfassen die wesentlichen Maßnahmen eine organisatorische Kostenoptimierung, die Hebung von Synergien in der Vertriebs- und Servicestruktur sowie die Evaluierung der globalen Produktionsstandorte. In diesem Zusammenhang wurden die Standorte in Korea und den Niederlanden konsolidiert. Die Restrukturierung, insbesondere im Marinebereich, ist umfangreicher als erwartet und wird daher 2018 noch andauern. Konzernweite Entwicklungsprogramme, Seite 38; Entwicklung der Segmente, Seite 105

Akquisitionen

Dennoch nahm PALFINGER auch 2017 Wachstumschancen wahr, die den zukünftigen Erfolg unterstützen sollen. Im Jänner 2017 erwarb die Palfinger EMEA GmbH 20 Prozent an Sky Steel Systems LLC, Dubai. Darüber hinaus wurde eine Option auf weitere 29 Prozent vereinbart. Sky Steel Systems produziert Fassadenbefahranlagen, die primär bei der Wartung und Reinigung von Hochhaus-Fassaden eingesetzt werden. PALFINGER war mit seinem Geschäftsbereich Eisenbahnsysteme bereits zuvor in der Infrastruktur- und Bauwerksinstandhaltung aktiv und sieht hier zahlreiche Synergien. Im Jahr 2016 wurde auch schon ein gemeinsames Projekt mit Sky Steel Systems umgesetzt.

Am 31. Jänner 2017 erwarb die Palfinger EMEA GmbH sämtliche Anteile an der dänischen Palfinger Danmark AS. Der bisherige Eigentümer Stiholt Holding AS fokussiert sich künftig auf sein Kerngeschäft. PALFINGER übernahm alle Mitarbeiter und führt seither das gesamte Vertriebs- und Servicenetzwerk unter dem bewährten Managementteam weiter.

Entwicklungsstandort für IoT

Seit Herbst 2017 hat PALFINGER einen Entwicklungsstandort im neu eröffneten Startup-Hub weXelerate in Wien. Mit weXelerate entstand im Wiener Design Tower das größte Gründerzentrum Zentral- und Osteuropas, PALFINGER ist als Partner-Unternehmen vor Ort. Das PALFINGER Entwicklerteam wird eng mit den Startups zusammenarbeiten und neue Lösungen im Bereich Internet of Things (IoT) gestalten. Das eröffnet für PALFINGER komplett neuartige Geschäftsmodelle. So ist eine PALFINGER IoT-Plattform die technische Basis für vernetzte Produkte. Daten der PALFINGER Produkte werden hier gesammelt, analysiert und visualisiert. Dadurch kann PALFINGER den aktuellen Zustand des Produkts darstellen und seinen Kunden neue Services anbieten, wie beispielsweise eine proaktive und vorausschauende Wartung der Hebe-Lösungen. Forschung und Entwicklung, Seite 93

Änderungen im Vorstand

Seit 1. Oktober 2017 hat die PALFINGER AG einen neuen Finanzvorstand. Felix Strohbichler folgte Christoph Kaml nach, der das Unternehmen Ende August verlassen hat. Strohbichler war zuletzt Geschäftsführer der B&C Industrieholding GmbH, davor war er bereits 15 Jahre lang für die PALFINGER Gruppe in leitenden Funktionen verschiedener Geschäftseinheiten tätig.

Die Restrukturierungsmaßnahmen zeigen bereits Erfolge, sie sind allerdings noch nicht abgeschlossen

Der Fokus lag 2017 auf Konsolidierung der Gruppe, dennoch nahm PALFINGER Wachstumschancen wahr

PALFINGER eröffnete einen Entwicklungsstandort im größten Gründerzentrum Zentral- und Osteuropas

Seit Oktober 2017 ist Felix Strohbichler Finanzvorstand, für den Vorstandsvorsitz wird zurzeit ein geeigneter Nachfolger gesucht

Im November kündigte Herbert Ortner seinen Abschied als Vorstandsvorsitzender an. Ortner war seit 2003 im Vorstand und seit 2008 Vorsitzender dieses Gesellschaftsorgans. Er beendete seine Tätigkeit im Vorstand von PALFINGER mit 31. Dezember 2017 und steht dem Unternehmen seither beratend zur Seite. Der Aufsichtsrat beauftragte umgehend die Suche nach einem Nachfolger, dies wird voraussichtlich einige Monate in Anspruch nehmen. Die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden werden bis auf Weiteres von den beiden anderen Vorständen, Felix Strohbichler und Martin Zehnder, wahrgenommen. GRI 102-10

WEITERE GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERÄNDERUNGEN

Am 31. Jänner 2017 erwarb die slowenische PALFINGER proizvodnja d.o.o. 100 Prozent an der slowenischen CAPITAL INVESTMENT investicije, nepremičnine, svetovanje, d.o.o. Verkäuferin war die österreichische Capital Investment GmbH, eine Gesellschaft der Palfinger Privatstiftung. Die übernommene Gesellschaft ist Eigentümerin einer von der PALFINGER Gruppe gemieteten Liegenschaft am Standort Maribor und hat darüber hinaus keine Geschäftstätigkeit. Sie wurde am 2. Oktober 2017 auf die PALFINGER proizvodnja d.o.o. verschmolzen.

Im November verkaufte die Palfinger S. Units GmbH auf Basis der im Februar 2013 unterschriebenen Joint-Venture-Vereinbarung 3 Prozent der Anteile an Palfinger Platforms Italy s.r.l. an den Mitgesellschafter Sky Acess Srl.

Darüber hinaus führte PALFINGER im Jahr 2017 weitere Änderungen in der Gruppenstruktur durch, um diese zu vereinfachen und zu bereinigen:

Im März wurde die MBB Inter S.A.S., Frankreich, in Palfinger Hayons S.A.S. umbenannt. Ende August wurde die slowakische MBB Palfinger s.r.o. in Palfinger Tail Lifts s.r.o. umbenannt. Im September wurde die chinesische Palfinger (Shenzhen) Ltd. in Palfinger Equipment (Nantong) Co., Ltd. umbenannt.

Ebenfalls im September wurde die Palfinger North America GmbH auf die Palfinger South America GmbH verschmolzen und sodann in Palfinger Americas GmbH umbenannt. Auch im internen Reporting sind Nord- und Südamerika gebündelt.

Ab Februar 2017 wurde die norwegische Beteiligungsstruktur durch Verschmelzungen um die Gesellschaften Harding Holding I AS, Harding Holding II AS, Harding Safety Eiendom AS sowie Noreq Fender AS bereinigt, wobei am Ende eines teils mehrstufigen Umgründungsvorgangs die Palfinger Marine Safety AS sämtlichen dieser Gesellschaften rechtlich nachfolgte. Hierzu wurde im April 2017 zuletzt auch die Palfinger Harding Holding AS auf die Palfinger Marine Safety AS verschmolzen.

Im Zuge der Integration der Harding-Gesellschaften erfolgten im Jahr 2017 weitere Änderungen der Firmenwortlaute unter Verwendung des Firmenbestandteils "Palfinger Marine". Folgende Gesellschaften wurden umfirmiert: Harding Safety Denmark AS in Palfinger Marine DK AS, Harding Safety Poland sp.z.o.o. in Palfinger Marine LSE Poland sp.z.o.o., Harding Safety Czech s.r.o. in Palfinger Marine Czech s.r.o., Harding Safety USA Inc. in Palfinger Marine USA Inc., Harding Safety Canada Inc. in Palfinger Marine Canada Inc., Harding Safety Panama Inc. in Palfinger Marine Panama Inc., Harding Safety Hong Kong Limited in Palfinger Marine Hong Kong Limited, Harding Safety Korea Co. Ltd. in Palfinger Korea Co., Ltd., Harding Boatbuilding (Qingdao) Co. Ltd. in Palfinger Marine LSE (Qingdao) Co., Ltd. sowie Harding Safety (Shanghai) Co. Ltd. in Palfinger Marine Shanghai Co., Ltd.

Im September 2017 wurden sämtliche Anteile an der Harding Safety Italy Srl von der Harding Safety Spain SL an die Palfinger Marine Safety AS übertragen.

Im November 2017 wurden 100 Prozent der Anteile an der Heron Davits AS von der Palfinger Marine Safety AS erworben. Die Zielgesellschaft ist mit der Entwicklung einer neuen Generation von Davit-Kranen befasst und hält entsprechendes Know-how.

PALFINGER ist bestrebt, seine Gruppenstruktur laufend zu vereinfachen und bereinigen

Viele der Veränderungen stehen in Zusammenhang mit der Integration der Harding-Gruppe

Im Dezember 2017 wurde eine Verschmelzung der Harding Safety Singapore PTE Ltd. und der Noreq PTE. LTD jeweils auf die Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. durchgeführt.

ANGABEN GEMÄß § 243A UGB

Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 37.593.258 Euro und ist eingeteilt in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Zum 31. Dezember 2017 hielt die PALFINGER AG keine eigenen Aktien.

Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt. Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

Zum 31. Dezember 2017 war die Familie Palfinger direkt bzw. indirekt mit rund 59 Prozent an der PALFINGER AG beteiligt. Etwa 7,5 Prozent der Aktien werden von der chinesischen SANY-Gruppe gehalten, dies über die deutsche SANY Germany GmbH. Der sich im Streubesitz befindliche Anteil der PALFINGER Aktien betrug rund 33,5 Prozent.

In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt.

Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.

In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots. GRI 102-5

Das österreichische Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz sieht eine nichtfinanzielle Erklärung vor

NICHT-FINANZIELLE ERKLÄRUNG GEMÄß § 267A UGB

Nachhaltiges Wirtschaften ist für PALFINGER als gewachsenes Familienunternehmen eine Selbstverständlichkeit. Seit mehr als einem Jahrzehnt beschäftigt sich PALFINGER auch aktiv mit den relevanten Belangen und managt diese. Darüber hinaus unterstützt PALFINGER den UN Global Compact und die Sustainable Development Goals.

In einem mehrstufigen Prozess und unter Einbindung der Stakeholder definierte PALFINGER zuletzt im Berichtsjahr 2017 die wesentlichen Themen, die in vier Nachhaltigkeitsbereiche gegliedert sind:

  • Verantwortungsbewusster Arbeitgeber
  • Öko-effiziente Produktion
  • Nachhaltige Produkte
  • Faire Wirtschaft

Seit dem Jahr 2013 erstellt PALFINGER einen integrierten Geschäftsbericht, der die finanziellen und die nicht-finanziellen Informationen umfasst und nach Themen gliedert. Die einzelnen Nachhaltigkeitsbelange, -konzepte, deren Ergebnisse und entsprechende Kennzahlen – auch in Bezug auf das österreichische Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) – sind demnach thematisch den jeweiligen Kapiteln des vorliegenden integrierten Geschäftsberichts 2017 zugeordnet. Die Risikothemen sind im Risikobericht zusammengefasst.

Diese nicht-finanzielle Erklärung gibt mit der nachfolgenden Tabelle eine Übersicht über die Belange und Themen und verweist auf die entsprechenden Seiten des vorliegenden integrierten Geschäftsberichts 2017 der PALFINGER Gruppe.

Belange und Themen sowie deren Managementansätze Seite
Geschäftsmodell, Strategie und wesentliche Risiken von PALFINGER
PALFINGER auf einen Blick 19
Strategie und Value Management 33
Kunden und Händlernetzwerk 60
Lieferanten 62
Risikobericht 76
Wesentliche Themen
Wesentlichkeitsanalyse 42
Auswirkungen der Nachhaltigkeitsthemen entlang der Wertschöpfungskette 215
Umwelt
Sichere und effiziente Produkte 94
Öko-effiziente Produktion 99
Soziales und Arbeitnehmer
Stakeholdermanagement 40
Verantwortungsbewusster Arbeitgeber 84
Faire Wirtschaft 119
Menschenrechte
Unternehmenskultur 85
Faire Wirtschaft 119
Bekämpfung von Korruption und Bestechung
Faire Wirtschaft 119
Diversitätskonzept
Vielfalt und Chancengleichheit 91
Corporate-Governance-Bericht 117
NaDiVeG

sind in diesem integrierten Geschäftsbericht nach Themen geordnet

Die finanziellen und nichtfinanziellen Informationen

CORPORATE GOVERNANCE

Der Corporate-Governance-Bericht der PALFINGER AG für das Geschäftsjahr 2017 ist auch auf der Unternehmenswebsite verfügbar.

Corporate-Governance-Bericht, Seite 113

https://www.palfinger.ag/de/investor-relations/corporate-governance

TREASURY

In der Treasury-Abteilung werden die finanziellen Risiken und deren Berichterstattung koordiniert und gemanagt. Die Liquidität wird hier konzernweit zentral gesteuert. Der oberste Grundsatz ist, jederzeit ausreichend Liquidität sowohl für Zahlungsverpflichtungen als auch für das weitere Unternehmenswachstum sicherzustellen. Die wichtigste Finanzierungsquelle von PALFINGER sind Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Über das "In-House Bank"-Konzept deckt PALFINGER den Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften – soweit möglich – über interne Darlehen ab. Dabei werden überschüssige liquide Mittel von Konzernunternehmen genutzt, um den externen Finanzierungsbedarf und damit den Nettozinsaufwand zu reduzieren. Konzerninterne Transaktionen werden über Verrechnungskonten ausgeglichen, wodurch Banktransaktionen und -gebühren reduziert werden. Durch die zentrale Steuerung der Konzernfinanzierung kann die Gruppenbonität zur Finanzierung von Konzerngesellschaften genutzt und die erforderliche Liquidität kostengünstig gesichert werden.

Die Konzern-Treasury-Abteilung verantwortet darüber hinaus das effektive Management der Währungs- und Zinsrisiken und steuert globale Versicherungslösungen, wie beispielsweise Sach-, Haftpflicht- oder Transportversicherungen, zentral.

Das Finanzmanagement basiert auf weltweit einheitlichen Konzerngrundsätzen. Auf Ebene der Tochtergesellschaften verantworten die Finanzleiter die Einhaltung dieser Treasury-Richtlinien.

Cash- und Liquiditätsmanagement

Im täglichen Liquiditätsmanagement nutzt PALFINGER mithilfe von Cash-Management-Systemen Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzernunternehmen, um den Finanzbedarf anderer zu decken (Cash-Pooling). Darüber hinaus hat PALFINGER Zugang zu umfangreichen zugesagten Kreditlinien, die von den Kernbanken zur Verfügung gestellt werden. Dies sichert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit zusätzlich ab.

Zur Optimierung des Working Capital schlossen die PALFINGER AG bzw. ausgewählte österreichische und deutsche Tochtergesellschaften bereits im Jahr 2014 einen Factoring-Vertrag ab. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60 Mio EUR verkauft. Die derart verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 43,0 Mio EUR (Vorjahr: 37,9 Mio EUR) und wurden entsprechend den Regeln des IAS 39 aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht.

Zudem implementierte PALFINGER im Oktober 2017 gemeinsam mit einem österreichischen Kreditinstitut eine Reverse-Factoring-Struktur. Zum 31. Dezember 2017 waren davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 0,3 Mio EUR betroffen.

Im Jahr 2017 nutzte PALFINGER auch das günstige Zinsmarktumfeld, um die Finanzierungsstruktur weiter zu optimieren. Im März 2017 wurde ein Schuldscheindarlehen über insgesamt 200 Mio EUR mit einer Laufzeit von fünf, sieben und zehn Jahren begeben. Im 2. Quartal 2017 wurden Beteiligungsdarlehen über insgesamt 60 Mio EUR mit einer durchschnittlichen Laufzeit von sechs Jahren aufgenommen. Die Finanzierungen wurden abgeschlossen, um einerseits die syndizierten Darlehen, die 2016 zur Finanzierung der Akquisition der norwegischen Harding-Gruppe aufgenommen wurden, vorzeitig rückzuführen und andererseits die Laufzeit der Finanzverbindlichkeiten zu erhöhen.

Die Liquidität wird in der Treasury-Abteilung konzernweit gesteuert

PALFINGER nutzte das günstige Zinsmarktumfeld 2017 und optimierte seine Finanzierungsstruktur

RISIKOBERICHT

Risikomanagement beinhaltet das Erkennen von Risiken, aber auch von Chancen

PALFINGER ist sich bewusst, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und Ausbau von Wettbewerbsvorteilen leistet. Ziel ist, durch einen systematischen Ansatz Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, um rasch auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Das Risikomanagementsystem der PALFINGER Gruppe basiert auf konzernweit standardisierten Planungsund Kontrollprozessen sowie unternehmensübergreifenden Richtlinien und Berichtssystemen. Der Prozess des Risikomanagements ist in einer konzernweiten Richtlinie beschrieben und festgelegt. Seine Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit werden in regelmäßigen Abständen überprüft und hinterfragt.

Die unmittelbare Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Leitung der jeweiligen operativen Einheit. Auf dieser Ebene werden Risikothemen regelmäßig erfasst und bewertet. Das Corporate Risk Management berichtet direkt an den Vorstand, bei dem die Gesamtverantwortung liegt. NaDiVeG

Risikomanagementsystem

Das Management der Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten identifiziert und bewertet periodisch die wesentlichen Chancen und Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Dabei werden auch externe Faktoren berücksichtigt. Die Bewertung dieser Ereignisse hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis und der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt mit einer klar strukturierten und konzernweit einheitlichen Methode. Auf Basis dieser Analyse werden bestehende Maßnahmen dokumentiert sowie weitere Maßnahmen zur aktiven Steuerung vom verantwortlichen Management erarbeitet und umgesetzt.

Das Corporate Risk Management überwacht die Einhaltung der geforderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und der internen Gruppenrichtlinien. Zusätzlich unterstützt diese Konzernabteilung die frühzeitige Erkennung von Risiken, die eine Weiterführung des Unternehmens beeinträchtigen können.

Kurzfristige Risikothemen werden durch das monatliche Berichtswesen im Controlling sowie durch periodisch stattfindende Steering Committees der Geschäftsbereiche abgedeckt.

Risikothemen

Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER Gruppe ist von marktseitigen Entwicklungen geprägt. Das Wirtschaftswachstum in Europa, die Risiken in China sowie das volatile Umfeld in der Öl- und Gasindustrie wirken sich auf die Auftragslage aus. Die Integration akquirierter Unternehmen ist ein aufwendiger Prozess und stellt PALFINGER vor die Herausforderung, unterschiedliche Geschäftsgebiete und Kulturen zusammenzuführen. Der Auf- und Ausbau neuer Geschäftseinheiten birgt das Risiko, die Komplexität zu erhöhen. Eine solide Datenbasis ist daher essenziell für PALFINGER, um kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können.

Das konzernweite Risikomanagementsystem der PALFINGER AG strukturiert die Risikobereiche in vier Hauptkategorien:

  • externe Risiken,
  • strategische Risiken,
  • interne Risiken der Wertschöpfung und
  • interne Risiken der unterstützenden Prozesse.

PALFINGER strukturiert die Risikobereiche in vier Hauptkategorien

EXTERNE RISIKEN

Ökonomische Entwicklungen

Die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den Kernmärkten von PALFINGER wirken sich maßgeblich auf Auftragslage und Ergebnis aus. Das Wirtschaftswachstum in Europa verzeichnete nach einer Abkühlungsphase zuletzt wieder einen Aufschwung, wodurch Produktionsengpässe entstanden und entsprechend gemanagt wurden. Die Konsequenzen aus internationalen Ereignissen wie dem "Brexit", aber auch die stagnierenden Entwicklungen rund um das TTIP-Freihandelsabkommen könnten sich negativ auf die Auftragslage in betroffenen Regionen auswirken. Für wichtige volkswirtschaftliche Handelspartner, wie Brasilien, wird weiterhin eine nur schwache Erholung der Konjunkturdaten erwartet. Ähnliches gilt für die Regionen Afrika, Naher Osten und Südamerika insgesamt, wo sich die politischen Unsicherheiten auch 2017 negativ auf die Auftragslage auswirkten.

In der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wurde im Jahr 2017 ein steigendes Wirtschaftswachstum verzeichnet. Dies ist vor allem auf die erstarkte Wirtschaftsleistung in Russland zurückzuführen. In diesem Zusammenhang konnte PALFINGER in Russland durch die lokale Wertschöpfung negative Auswirkungen der Sanktionen abfedern.

Langfristig sieht PALFINGER in den BRIC-Staaten trotz der wirtschaftlichen Abkühlung zahlreiche Chancen. Die Region, angeführt vom Absatzmarkt China, eröffnet Potenziale, auch wenn das Wachstum langsamer erfolgt als ursprünglich erwartet. Die Zusammenarbeit mit SANY soll die Bearbeitung des chinesischen Marktes fördern und die Position von PALFINGER gegenüber chinesischen Mitbewerbern stärken. Die kontinuierliche Investition in diese Zusammenarbeit birgt jedoch auch ein strategisches Risiko.

Die Unsicherheiten am US-Markt bleiben bestehen. Insbesondere neue Gesetzgebungen, wie die Besteuerung von Importgütern, könnten sich negativ auf das Geschäft auswirken. Dies betrifft Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA sowie auch innerhalb der NAFTA-Region. Das Wirtschaftswachstum in der Region war 2017 gut, allerdings konnte PALFINGER Marktchancen und Ergebnismargen nicht in vollem Umfang realisieren. Entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen sind in Umsetzung.

Die Abhängigkeit von der Ölindustrie hat sich durch die Akquisitionen im Marinebereich weiter verstärkt. Die niedrige Auslastung der Schiffsflotten im Ölzulieferbereich wirkt sich auch auf das Marine-Service-Geschäft aus. In manchen Regionen führte die Erholung des Ölpreises wieder zu höheren Investitionen, insgesamt blieben die Investitionen jedoch, wie der Ölpreis selbst, 2017 noch weit unter dem Niveau vor der Krise. PALFINGER setzte Maßnahmen zur Integration der Akquisitionen und zur Restrukturierung seines Marinebereichs, um den Marktbedingungen gerecht zu werden.

Den aktuellen Entwicklungen hinsichtlich globaler Chancen und Risiken begegnet PALFINGER insgesamt mit hoher Flexibilität. Daher fokussiert das Controlling darauf, die strategischen Zielsetzungen durch mittelund kurzfristige Steuerungsinstrumente konsequent weiterzuverfolgen. Auf Grundlage einer rollierenden Prognose werden kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vorgenommen. Sämtliche Informationen der Marktteilnehmer – Kunden wie Lieferanten – werden in diese Planung einbezogen, um eine möglichst valide Datenbasis zu schaffen.

Risiken aus Energieversorgung und Klimawandel

Der Energiekostenanteil an den Gesamtkosten von PALFINGER ist relativ gering. Bei vielen PALFINGER Standorten macht die Gebäudekonditionierung, insbesondere die Beheizung, den größten Teil des Energiebedarfs aus. Die mit dem Klimawandel verbundenen intensiveren Hitze- und Kältephasen können hier starke Schwankungen der Energiekosten mit sich bringen. Um dieses Risiko und die Belastung der Umwelt zu minimieren, wurden in den vergangenen Jahren Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowie Audits in Verbindung mit der Energieeffizienzrichtlinie der EU und mit Umweltmanagementsystemen durchgeführt. Zum zweiten Mal nahm PALFINGER 2017 an der Erhebung des CDP teil. Ratings, Seite 30

Da Stahl und Aluminium eine hohe Energieintensität aufweisen und wesentliche PALFINGER Materialien darstellen, würden höhere Treibstoff- und Energiesteuern zu steigenden Beschaffungskosten führen. Verschnittoptimierung im Produktionsprozess sowie Bestrebungen in Richtung Gewichtsoptimierung und alternativer Materialien bei Produkten wirken diesem Risiko entgegen.

Die zunehmende Bedeutung von Klimaschutz kann zu stärkerer Besteuerung von fossiler Energie oder von CO2- Emissionen führen. In einigen Ländern mit PALFINGER Standorten werden zurzeit CO2-Steuern vorbereitet, so in Slowenien, Frankreich, Großbritannien, Polen und Südkorea. Eine moderate CO2-Steuer von nur 0,04 EUR bis 0,10 EUR für eine Tonne CO2 (Scope 1) in diesen Ländern würde Mehrkosten von 120.000 EUR bis 300.000 EUR für PALFINGER bedeuten. Darüber hinaus können mittelfristig auch auf Gesamt-EU-Ebene bzw. in anderen Ländern wie Brasilien und China oder in einzelnen Ländern der USA wie etwa Kalifornien CO2-Steuern oder höhere Energiesteuern vorgeschrieben werden. Im konzernweiten Monitoring werden die Emissionen mit einem fiktiven CO2-Preis von 30 EUR pro Tonne CO2-Äquivalente hinterlegt. Damit bereitet sich PALFINGER für eine zukünftige Besteuerung von CO2-Emissionen vor. In einigen Ländern wechselte PALFINGER seine Energielieferanten und bezieht Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen. Hier sind durch nationale CO2-Besteuerung keine höheren Stromkosten zu erwarten. Striktere Regulierungen im städtischen Verkehrsbereich haben darüber hinaus Einfluss auf Trägerfahrzeuge und somit auf den Produkteinsatz.

PALFINGER ist unter anderem ein Anbieter von Windkranen, Recyclingkranen sowie Abroll- und Absetzkippern. Alternative Energieerzeugung oder Recycling zählen zu den geförderten Branchen. Eine Zurücknahme der Klimaschutz- bzw. Förderpolitik könnte zu Umsatzeinbußen bei PALFINGER führen. Durch das breite Produktportfolio und die Internationalisierung ist das Risiko lokaler Förderschwankungen minimiert. Eine stärkere Besteuerung von fossiler Energie und CO2 bedeutet für diese Branchen ein besseres Umfeld, wodurch für PALFINGER Wachstumschancen entstehen.

GRI 201-2, 203-2

NaDiVeG

Regionale Akzeptanz und faires Wirtschaften

PALFINGER anerkennt seine Verantwortung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, soziale Themen entlang der Wertschöpfungskette und ökologische Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit. Dies wird mit der Umsetzung des PALFINGER Code of Conduct, insbesondere der fairen Versteuerung der Gewinne, dem regelmäßigen Dialog mit Belegschaftsvertretungen, der Bekämpfung und Prävention von Korruption, angemessenen Gehältern und sozialem Engagement in den Regionen deutlich. So soll die gesellschaftliche "Licence to operate" erhalten bleiben, und Rekrutierungs- und Akzeptanzrisiken sollen minimiert werden.

Der Code of Conduct regelt unter anderem die Einhaltung von Menschenrechtsaspekten und die Vermeidung von Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit, auch in der Lieferkette. In Zusammenhang mit dem Geschäftsgebaren von PALFINGER bestehen jedoch diesbezüglich keine wesentlichen Risiken.

PALFINGER ist auch in Regionen aktiv, in denen gemäß Corruption-Perception-Index ein erhöhtes Risiko für unethische Praktiken besteht. Seit dem Jahr 2010 enthalten Verträge mit Mitarbeitern sowie Händlern, Lieferanten und Partnern verbindliche Verweise auf den Code of Conduct. Für Mitarbeiter gibt darüber hinaus eine interne Richtlinie entsprechende Verhaltensregeln vor. Im Falle von Verstößen ist die Vorgehensweise definiert. NaDiVeG

Corporate-Governance-Bericht, Faire Wirtschaft, Seite 119

STRATEGISCHE RISIKEN

Strategie

Die strategischen Säulen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Berichtszeitraum um PALFINGER 21st erweitert. Nach den zahlreichen Unternehmenszukäufen der vergangenen Jahre liegt der Schwerpunkt zurzeit auf der Integration dieser Unternehmen. Die allgemeine Konsolidierung des Marktes verlangt verstärkt nach der Realisierung von Synergien, um dem Risiko von rückläufigen Margen entgegenwirken zu können. Dies birgt das Risiko von zusätzlichen Kosten für weitere Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen. Strategie und Value Management, Seite 33

Produktportfolio

Für die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns ist die Weiterführung der laufenden Integrationsprojekte in den entsprechenden Produktdivisionen entscheidend. Synergiepotenziale werden laufend identifiziert und gehoben.

Durch den Ausbau des volatilen Projektgeschäfts, insbesondere im Marinegeschäft und bei Eisenbahnsystemen, erhöhen sich die Projektrisiken. Um die Abhängigkeit vom Ölpreis im Marinebereich zu reduzieren, strebt PALFINGER den Eintritt in neue Märkte, wie etwa den Kreuzfahrtbereich, an. Hierbei gilt es, Eintrittsbarrieren zu überwinden.

Organisation und Kultur

Als Begleiterscheinung des Wachstumskurses sind die Strukturkosten angestiegen. Um dem höheren Kostenniveau entgegenzuwirken und Synergien zu heben, forciert PALFINGER konzernweite Initiativen sowie Integrationsprojekte. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Projekten zur Standardisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen, Konsolidierung von Strukturen und Erweiterung von Shared-Service-Aktivitäten. Lange Entscheidungsprozesse könnten die Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen verzögern, wodurch Effizienzsteigerungen verzögert oder nur eingeschränkt umgesetzt werden könnten. Bei Integrationsprojekten besteht das Risiko, dass geplante Synergien nicht zeitnah gehoben werden können bzw. Integrationskosten höher als geplant ausfallen.

Die Expansionsstrategie der vergangenen Jahre bringt für die Organisation auch kulturelle Herausforderungen mit sich. Dafür sind Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen und Kulturen zu erkennen, zu verstehen und vor allem zu akzeptieren, auf allen Ebenen nötig. Sprachliche Barrieren stellen eine zusätzliche Herausforderung dar.

Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung, Seite 86

INTERNE RISIKEN DER WERTSCHÖPFUNG

Entwicklung

PALFINGER steht vor der Herausforderung, seine Innovationsführerschaft laufend zu bestätigen. Forschung und Entwicklung sind daher Kernthemen, um kontinuierlich neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Das dynamische Umfeld und der hohe Konkurrenzdruck bringen einen immer kürzeren Produktlebenszyklus mit sich, dadurch steigt das Risiko von Qualitätsmängeln bei zu früh auf den Markt gebrachten Innovationen. Der Trend der Digitalisierung birgt für PALFINGER gleichermaßen zusätzliche Chancen und Risiken. Die kontinuierliche Kommunikation mit den Vertriebspartnern und Kunden von PALFINGER ist essenziell, um auch zukünftig kundenorientierte Lösungen entwickeln und damit Wettbewerbsvorteile am Markt generieren zu können. Zusätzlich gilt es, den Markt hinsichtlich disruptiver Technologien zu beobachten.

Beschaffung

In der Beschaffung hat sich der Fokus der Risikominimierung zuletzt von Liquiditätsthemen hin zum Thema Materialverfügbarkeit verschoben. Im Sinne seiner Multiple-Sourcing-Strategie achtet PALFINGER darauf, insbesondere bei strategisch wichtigen Materialien und Teilen zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.

Qualität und Preis waren auch 2017 von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden laufend dabei unterstützt, in Zukunft noch bessere Leistung zu erbringen und somit dem Risiko von Lieferausfällen vorzubeugen. Zur Überwachung der Leistungen hat PALFINGER spezielle Auswahlverfahren, Risikomanagement- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert.

Lieferanten, Seite 62

Produktion

Fertigung und Montage sind wesentliche Wertschöpfungsstufen von PALFINGER. Eine längere Produktionsunterbrechung an einem Standort würde daher das Ergebnis erheblich beeinflussen. Die derzeitige hohe Auslastung der europäischen Werke birgt darüber hinaus die Herausforderung, die Lieferkette stabil zu halten.

Detaillierte Analysen sowie daraus abgeleitete Maßnahmen, wie Erneuerung des Maschinenparks, Einführung von Total-Productive-Maintenance(TPM)-Prozessen und Optimierung des Produktionssystems, tragen dazu bei, dieses Risiko kontinuierlich zu minimieren. Die Position von PALFINGER als Marktführer basiert auf gleichbleibend hoher Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Das Unternehmen verfügt über ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Trotz dieser systematischen Gestaltung können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne der Kunden bereinigt. Möglicherweise aus Produkthaftung entstehende Verluste sind durch Versicherungen abgedeckt. Ein entstehender Imageschaden wäre allerdings ein beträchtliches Risiko für das Unternehmen.

Risiken bestehen in Hinblick auf Betriebsstörungen, wie Unterbrechungen in der Energieversorgung, technisches Versagen, Feuer, Explosion und sonstige Störfälle. Verluste aus derartigen Betriebsunterbrechungen sind ebenfalls durch Versicherungen angemessen abgedeckt. Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

Vertrieb und Service

Bei der Marktbearbeitung setzt PALFINGER auf ein Vertriebs- und Servicenetzwerk, das zu einem wesentlichen Teil aus externen Händlern besteht. Aufgrund der implizierten Abhängigkeit werden Händler als strategische Partner gesehen und unterstützt. Um die Marktbearbeitung laufend zu verbessern, werden gemeinsame Standards definiert. Deren Einhaltung wird durch Händleraudits sichergestellt.

Eine Veränderung des Marktumfelds hinsichtlich Distributionskanäle könnte zu Verlusten von Marktanteilen führen. Europäische Händler sehen sich häufig mit ungeklärten Nachfolgeregelungen konfrontiert. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, intensiviert PALFINGER die Zusammenarbeit mit Händlern und definiert Händlerstandards. Kunden und Händlernetzwerk, Seite 60

INTERNE RISIKEN DER UNTERSTÜTZENDEN PROZESSE

Finanz- und Rechnungswesen

Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Situation ist eine flexible Kapitalstruktur essenziell für PALFINGER. Eine weitere Verschärfung der Lage könnte Kapitalbeschaffungsaktivitäten am Finanzmarkt erschweren. Die Möglichkeit, wesentliche Wachstumsprojekte aus Eigenmitteln zu finanzieren, könnte sich daher als Wettbewerbsvorteil herausstellen.

In Zusammenhang mit der Wirtschaftsentwicklung in Europa, Südamerika und Asien muss auch zukünftig mit Forderungsausfällen gerechnet werden. Das Forderungsmanagement von PALFINGER hat das Ziel, mögliche Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf wirtschaftlichen Informationen über die Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden zusätzlich begrenzt, indem einzelne Forderungen durch Kreditversicherungen abgedeckt werden.

Die internationale Geschäftstätigkeit bewirkt komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.

Liquiditätsrisiko

Ein systemunterstütztes, unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um einen effizienten Einsatz der Finanzmittel steuern zu können. Die Mittel- bis Langfristplanung ermöglicht die frühzeitige Abstimmung des Bedarfs mit den Finanzierungspartnern.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über die Treasury-Abteilung. Durch Cash-Pooling und ein zentrales Clearing erfolgt ein konzerninterner Finanzausgleich. Der operative Cashflow dient zur Abdeckung des konzerninternen Finanzierungsbedarfs. Überschüssige Liquidität wird zur Reduktion von Finanzverbindlichkeiten verwendet. Als Liquiditätsreserve hält PALFINGER fest zugesagte Kreditlinien vor. Im Durchschnitt belaufen sich diese unausgenutzten Finanzierungsreserven auf über 20 Prozent der Nettofinanzverschuldung. Das langfristige Finanzierungsportfolio beinhaltet bilaterale Bankkredite, Schuldscheindarlehenstranchen und Beteiligungsfinanzierungen. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten sind abhängig von der Einschätzung der Zukunftsperspektive von PALFINGER. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt. Treasury, Seite 75

Fremdwährungsrisiko

Durch Verkäufe, Einkäufe und Finanzverbindlichkeiten in anderen Währungen als der Hauswährung entsteht für PALFINGER ein Fremdwährungsrisiko. Das hohe Ausmaß lokaler Wertschöpfung an den PALFINGER Standorten begrenzt dieses Fremdwährungsrisiko im Konzern. Des Weiteren sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung; diese reduzieren das Währungsrisiko zusätzlich.

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten aus Europa nach Nordamerika, Südamerika, Asien und Russland ergeben sich Risikopositionen vor allem im USD, BRL und RUB, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt sind. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Positionen werden Sicherungsstrategien erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert werden.

Projektbezogene Währungsrisiken vor allem im Marine- und Offshore-Bereich werden – sofern eine Fakturierung nicht in lokaler Währung möglich ist – auf Basis einer projektbezogenen Sicherungsstrategie an das zentrale Treasury weitergegeben und abgesichert.

Bei der Absicherung orientiert sich PALFINGER ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die von PALFINGER selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte und Währungsswaps zur Absicherung dieser Risiken eingesetzt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury zentral für die gesamte PALFINGER Gruppe gesteuert. Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps) begrenzt und in Finanzierungen mit fixen Zinsen getauscht. Die zentrale Treasury-Abteilung hat 2017 das niedrige Zinsniveau genutzt, um die Zins- und Kapitalbindung des Finanzierungsportfolios zu verlängern. Die im Jahr 2017 abgeschlossenen Finanzierungen und Schuldscheindarlehen wurden vorzugsweise mit Fixzinsvereinbarungen und langen Laufzeiten abgeschlossen.

Risiken in der Bilanzerstellung

Allgemeine Risiken

Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nichtfinanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die stetig steigenden Anforderungen der Kontrollorgane erhöhen den Komplexitätsgrad der Finanzberichterstattung.

Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die dabei erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko.

Durch ein einheitliches Konzernhandbuch, in dem die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze bei PALFINGER definiert sind, wird ein standardisierter Prozess sichergestellt und somit das Risiko unterschiedlicher Vorgehensweisen im Konzern minimiert.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert. Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip sind eingeführt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden.

Geschäftsbezogene Risiken

Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (vor allem immateriellen Vermögenswerten), Schulden und Eventualschulden getroffen. Zudem werden bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Zuge der Kaufpreisallokation Annahmen, vor allem über die Cashflows und den Diskontierungssatz, getroffen.

Bei einer dramatischen Verschlechterung der Marktsituation besteht das Risiko, dass einzelne immaterielle Wirtschaftsgüter an eine geänderte Bewertung (Impairment) angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht wie geplant amortisieren. Durch die Akquisition der Harding-Gruppe im Vorjahr wurde der Buchwert des Firmenwerts in der CGU Business Area Marine wesentlich erhöht und liegt per 31. Dezember 2017 bei 156,5 Mio EUR. Die Entwicklung des Firmenwerts in der CGU Business Area Marine hängt insbesondere von der Entwicklung des Off-shore-Marktes ab. Eine nachhaltige Verschlechterung könnte ein Impairment erforderlich machen.

Durch die in Verbindung mit SANY bestehenden Beteiligungen (SANY Automobile Hoisting Machinery, Sany Palfinger SPV Equipment und Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales) werden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 149,6 Mio EUR ausgewiesen. Die Anteile enthalten einen Firmenwert in Höhe von 87,3 Mio EUR. Die Werthaltigkeit der Anteile ist von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, dem Erfolg der Internationalisierungsstrategie und der wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte von Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales abhängig. In China ist insbesondere die Entwicklung der Bauwirtschaft wesentlich für die Werthaltigkeit dieser Anteile verantwortlich. Dabei spielen die voranschreitende Urbanisierung, die dadurch notwendigen Infrastrukturprojekte, die Steigerung der Lohnkosten und damit einhergehende zunehmende Wirtschaftlichkeit der Automatisierung von Hebe-, Lade- und Entladeabläufen eine maßgebliche Rolle. In den internationalen Märkten bestehen unterschiedliche politische und makroökonomische Risiken, die die Werthaltigkeit der Anteile in Zusammenhang mit der Partnerschaft mit SANY beeinflussen können.

Konzernabschluss, Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen, Seite 149

Durch die voranschreitende Internationalisierung und die steigende Volatilität auf den Währungsmärkten erhöhte sich das Fremdwährungsrisiko in der PALFINGER Gruppe. PALFINGER verfolgt hier eine konsequente Hedgingstrategie und versucht diese Währungsrisiken bestmöglich abzusichern. Bei der Absicherung müssen Einschätzungen über die zukünftigen Zahlungsströme getroffen werden, die mit Unsicherheiten behaftet sind. Bei der Bilanzierung von Hedges wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Die Bilanzierung von Hedges wird eingestellt, wenn mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet wird.

Personal

PALFINGER sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Aufgrund lokaler und demografischer Entwicklungen kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal eingeschränkt sein. Lehrlings- sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme, die Entwicklung von Führungskräften sowie flexible Arbeitszeitmodelle sollen die Attraktivität von PALFINGER als Arbeitgeber vor allem auch in Wachstumsregionen steigern. Immer kürzer werdende Veränderungszyklen durch disruptive Technologien bzw. Innovationen – Cloud, Social Media, Big Data und Analytics, Mobilität, Robotics oder künstliche Intelligenz – fordern auch die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter.

Die Veränderungen des Jahres 2017 im Vorstand bringen zusätzlich Unsicherheit für Mitarbeiter und andere Stakeholder mit sich.

Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 84

Informationstechnologie

Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. In Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung rückt das Thema IT-Security noch weiter ins Zen-trum.

PALFINGER implementierte technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren. EU-Verordnungen und landesspezifische Gesetze erfordern weitere Maßnahmen zum Thema Datenschutz, etwa im Bereich von personenbezogenen Daten.

Darüber hinaus steigt das Risiko von betrügerischen Handlungen und Manipulationen durch IT-Angriffe von Dritten (großangelegte Cyberattacken, wie z.B. Hacking und Phishing-E-Mails). PALFINGER forcierte in diesem Zusammenhang zusätzliche bewusstseinsbildende Maßnahmen wie Schulungen oder Newsletter, das interne Kontrollsystem und die unterstützende IT werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Zusammenfassung

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER Gruppe überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

GRI 102-15, 102-11, 203-2

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das Interne Kontrollsystem ist integraler Bestanteil des unternehmensweiten Risikomanagements. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.

KONTROLLUMFELD

Basis für das Interne Kontrollsystem sind die konzernweit gültigen Gruppenrichtlinien. Diese enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Vorstand, lokale Geschäftsführung, Prozessverantwortliche und Risk Management sind dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Gruppenrichtlinien überprüft wird.

RISIKOBEURTEILUNG

Das Risikomanagementsystem, die Risikoidentifikation und -beurteilung werden im Risikobericht erläutert. Risikobericht, Seite 76

KONTROLLMAßNAHMEN

Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Gruppenrichtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.

INFORMATION UND KOMMUNIKATION

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein gruppenweit standardisiertes monatliches Berichtssystem garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung der Gruppe. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.

ÜBERWACHUNG

Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher. Durch das enge Zusammenspiel zwischen Controlling und dem Rechnungswesen werden laufend Soll-Ist-Vergleiche und Abstimmungen durchgeführt. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.

Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Es wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt mittels regelmäßiger Berichterstattung im Prüfungsausschuss und Überprüfung durch das Corporate Risk Management, das eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet. Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Es wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt mittels regelmäßiger Berichterstattung im Prüfungsausschuss und Überprüfung durch das Corporate Risk Management, das eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet.

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER

10.212 Mitarbeiter aus 70 Nationen arbeiten weltweit in der PALFINGER Gruppe. Ihre Motivation, Qualifikation, Gesundheit und Sicherheit sind Voraussetzung für den Erfolg. PALFINGER fördert die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und die offene Kommunikation. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Vision für das digitale Zeitalter erarbeitet. Die HR-Strategie 2020 berücksichtigt dabei die neuen Anforderungen an die Mitarbeiter, die Organisation und das Personalmanagement. 10.212 Mitarbeiter aus 70 Nationen arbeiten weltweit in der PALFINGER Gruppe. Ihre Motivation, Qualifikation, Gesundheit und Sicherheit sind Voraussetzung für den Erfolg. PALFINGER fördert die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und die offene Kommunikation. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Vision für das digitale Zeitalter erarbeitet. Die HR-Strategie 2020 berücksichtigt dabei die neuen Anforderungen an die Mitarbeiter, die Organisation und das Personalmanagement.

HR-Strategie 2020 HR-Strategie 2020

Konzernweite Entwicklungsprogramme, Seite 38 Konzernweite Entwicklungsprogramme, Seite 38

Unternehmenskultur

Die Mitarbeiter von PALFINGER sind die Basis des Erfolgs. Die Unternehmenskultur steht unter dem Motto: "We value people. People create value." Insbesondere in einem dynamischen Umfeld geben Werte ein Gerüst und eine Orientierung, die den Rahmen gemeinsamen Handelns bilden. Aktuell sind Menschen aus 70 verschiedenen Nationen in der PALFINGER Gruppe tätig. Ziel ist eine Unternehmenskultur, die von einem respektvollen Umgang mit Vielfalt und Unterschiedlichkeiten geprägt ist.

GRI 102-16

NaDiVeG

Vielfalt und Chancengleichheit, Seite 91

Die zentralen Werte für PALFINGER sind seit vielen Jahren Respekt, Unternehmertum und Lernen. 2016 wurden diese Werte neu interpretiert und Handlungsmaximen definiert. Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt darin, diese Werte, Verhaltensweisen und Führungsgrundsätze im gesamten Unternehmen zu kommunizieren. Sie sind seither auch ein fixer Bestandteil von Integrationsprojekten, neuen strategischen Initiativen sowie Nachfolgeplanungen. An vielen Standorten werden dafür neue Medien und innovative Ideen eingesetzt. So wurden beispielsweise weltweit "Value Buddies" geehrt: Mitarbeiter, die in besonderer Weise die PALFINGER Werte leben. Auch in der Mitarbeiterbefragung 2016 waren die Werte bzw. deren Einhaltung ein Thema. Ziel ist, dass sie zu einem wesentlichen Element in Entscheidungsprozessen werden.

MENSCHENRECHTE

Die Einhaltung der Menschenrechte ist PALFINGER ein großes Anliegen. Der PALFINGER Code of Conduct definiert die wesentlichen Grundsätze, nach denen die Unternehmensgruppe – intern und nach außen – agiert. Regeln zur Geschenkannahme, Maßnahmen zur Vermeidung von Kinder-, Zwangs- oder Pflichtarbeit, die Achtung der Vereinigungsfreiheit und regelmäßige Lieferantenaudits sind nur einige Beispiele, wie sich PALFINGER für eine faire und gerechte Welt einsetzt. Seit vielen Jahren ist eine anonyme Integrity Line eingerichtet, damit Mitarbeiter mögliches Fehlverhalten melden können. Jeglichen Hinweisen wird nachgegangen. Lieferanten, Seite 62; Corporate-Governance-Bericht, Faire Wirtschaft, Seite 119

PALFINGER befürwortet die Kommunikation über alle Ebenen hinweg sowie interne Gremien für die Repräsentation von Mitarbeitern und Betriebsräten und spricht sich gegen jegliche Einschränkungen aus. Gemäß den Unternehmenswerten ist es PALFINGER ein Anliegen, jederzeit den aktiven Austausch zu ermöglichen und mit den artikulierten Bedürfnissen der Mitarbeiter sorgsam umzugehen. Prinzipiell besteht an Standorten die rechtliche Möglichkeit der Vereinigungsfreiheit und der Arbeitnehmervertretung, sofern dies im jeweiligen Land gesetzlich erlaubt ist.

Auch an den asiatischen PALFINGER Produktionsstandorten besteht Versammlungsfreiheit und die rechtliche Möglichkeit, Arbeitnehmervertreter zu benennen. Die Kommunikation an den vergleichsweise kleinen Standorten ist von flachen Hierarchien geprägt. Die geringen Fluktuationsraten an den asiatischen Standorten zeigen, dass unter anderem die Lohn- und sonstigen Arbeitsbedingungen gut akzeptiert werden. GRI 407-1, 408-1, 409-1

NaDiVeG

KOMMUNIKATION UND ENGLISCH ALS UNTERNEHMENSSPRACHE

Nachdem PALFINGER im Laufe des Jahres 2017 die neue Vision für das digitale Zeitalter entwickelt hat, gilt es Anfang 2018, diese effektiv an alle Stakeholder von PALFINGER zu kommunizieren. Das betrifft insbesondere auch die mehr als 10.000 Mitarbeiter weltweit. PALFINGER legt dabei neben Information der Stakeholder Wert auf deren Partizipation und aktives Engagement.

Vision, Seite 22

Ein weiteres zentrales Thema ist die gemeinsame Sprache in der PALFINGER Gruppe. Eine gemeinsame Gesprächsbasis vereinfacht das Arbeiten an Kundenlösungen, interkulturelles Verständnis sowie Netzwerke über Kulturen und Länder hinweg. In diesem Zusammenhang definierte PALFINGER 2017 Englisch als Unternehmenssprache. Konkrete Maßnahmen sollen die gemeinsame Sprache fördern: Geplant ist

Unternehmenskultur lautet "We value people. People create value."

Das Motto der

Kommunikation findet bei PALFINGER über alle Ebenen hinweg statt

Englisch wird als gemeinsame Sprache der weltweiten Unternehmensgruppe gefördert

unter anderem, das Angebot von Englischkursen in den verschiedenen Ländern auszubauen, Gruppenreports und -präsentationen in englischer Sprache zu standardisieren und Teile von Führungskräfte-Recruitings weltweit in Englisch abzuhalten.

GRI 402-1

NaDiVeG

Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung

PALFINGER ist bestrebt, seinen bestehenden und potenziellen Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze und spannende, sinnstiftende Arbeitsinhalte zu bieten. Basis dafür sind die Kernwerte Respekt, Unternehmertum und Lernen. Darüber hinaus sprechen Faktoren, wie die Möglichkeit, das eigene Arbeitsumfeld mitzugestalten, globale Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten oder auch ein stabiles Umfeld und eine vielversprechende Zukunftsperspektive, für PALFINGER – seit 85 Jahren.

Die Mitarbeiter bewerteten PALFINGER mit einer Zufriedenheit von 73 Prozent sehr gut

Flexible Arbeitszeitregelungen bieten Vorteile für die Mitarbeiter und für PALFINGER

Anfang 2017 lagen die Ergebnisse der globalen Mitarbeiterumfrage 2016 vor. Mit einer Beteiligungsquote von beachtlichen 73 Prozent und einer durchschnittlichen Mitarbeiterzufriedenheit von 73 Prozent stellten die Mitarbeiter der PALFINGER Gruppe ein sehr gutes Zeugnis aus. Gleichzeitig erhielt PALFINGER wertvolles Feedback, um die Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern. In den darauffolgenden Monaten wurden an allen Standorten Maßnahmen definiert, um Verbesserungen zu forcieren und Vorschläge der Mitarbeiter umzusetzen.

Employer Branding fördert die Motivation und Bindung bestehender Mitarbeiter und trägt dazu bei, neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern. Zufriedene Mitarbeiter sind die besten Markenbotschafter und das wirkungsvollste Employer Branding.

Die 2017 eröffnete PALFINGER World bietet nun zusätzlich eine völlig neue Möglichkeit, die Vorzüge von PALFINGER als Arbeitgeber aufzuzeigen. Für 2018 plant PALFINGER, eine konzernweite Employer-Branding-Strategie zu definieren, um die Attraktivität als Arbeitgeber an allen Standorten weltweit weiter zu steigern.

ARBEITSZEITEN UND ENTLOHNUNG

Im Sinne der unternehmerischen Flexibilität legt PALFINGER Wert auf flexible Arbeitszeitregelungen. Sofern die Tätigkeit dies zulässt, bestehen auch Home-Office-Regelungen. Gleitzeitmodelle und Selbstorganisation ermöglichen darüber hinaus bei schwankender Nachfrage hohe Produktivität. Dadurch kann PALFINGER seinen Mitarbeitern selbst in nachfrageschwächeren Perioden eine vergleichsweise hohe Arbeitsplatzsicherheit bieten.

PALFINGER bezahlt in der Regel Löhne, die über dem jeweiligen regionalen Standard liegen. Für 56,1 Prozent aller PALFINGER Mitarbeiter gelten Kollektivverträge. Darüber hinaus bietet PALFINGER an vielen Standorten spezifische freiwillige Sozialleistungen und Initiativen an, die nach lokalen Bedürfnissen variieren. Die Gehaltspolitik von PALFINGER beinhaltet zum Teil variable Vergütungsbestandteile, die zusätzlich zu den Basisgehältern attraktive Einkommensmöglichkeiten bieten. Im Jahr 2017 wurde das variable Vergütungsmodell einer sorgfältigen Analyse unterzogen und adaptiert. Seit Jahresbeginn 2018 gilt ein neues Bonusmodell, das einen definierten Standard für die gesamte PALFINGER Gruppe darstellt und somit höhere Transparenz und gemeinsame Ziele gewährleistet. GRI 102-41

NaDiVeG

MITARBEITERGESPRÄCHE

Mitarbeitergespräche gehören an vielen Standorten zu den Standard-Führungstools bei PALFINGER. Gruppenweit wurden im Berichtszeitraum 26,1 Prozent (Vorjahr: 40,4 Prozent) der Mitarbeiter mindestens einmal zu einem solchen Gespräch eingeladen. Insbesondere in den indirekt produktiven Bereichen werden zumindest jährlich Mitarbeitergespräche mit Vorgesetzten geführt. Häufig finden neben dem formalen Jahresgespräch auch Halbjahres-Reviews statt. Im produktiven Bereich finden Gespräche oft anlassbezogen und weniger systematisch statt, dadurch sind sie schwierig zu dokumentieren und zu konsolidieren. Mit dem neuen HR-System wird dieser Prozess in Zukunft auf einen gruppenweiten Standard gebracht, wodurch diese Kennzahl einfacher und klarer zu erheben sein wird.

NaDiVeG

87

GEMEINSCHAFTSAKTIVITÄTEN

An zahlreichen Standorten weltweit bietet PALFINGER seinen Mitarbeitern Aktivitäten an, die die Gemeinschaft stärken. Dazu zählen informelle Veranstaltungen, standortübergreifende Projekte und Schulungen, aber auch Sportangebote, Grillfeste oder Familientage. 2017 wurde zudem anlässlich des 25-Jahre-Jubiläums von Inman die GUS-weite Sportveranstaltung "PALFINGER HEROES" organisiert, bei der Mitarbeiter aller GUS-Standorte einen Hindernisparcours zu bewältigen hatten. In Salzburg starteten mehrere PALFINGER Teams beim Salzburger Business Lauf gegen die Teams anderer Unternehmen.

GRI 102-43

NaDiVeG

Beschäftigungsentwicklung

Die Anzahl der Mitarbeiter der PALFINGER Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2017 relativ stabil. Per 31. Dezember 2017 waren in den vollkonsolidierten Gesellschaften 10.212 Mitarbeiter tätig, um 3,7 Prozent bzw. 366 Personen mehr als im Vorjahr. Während in der Region EMEA, vor allem in Österreich, Bulgarien und Slowenien, die Anzahl der Mitarbeiter zunahm, führten die Restrukturierungsprojekte und erforderliche Einsparungen in Nordamerika, GUS sowie im Marinebereich zu einem deutlichen Rückgang in diesen Regionen. Die Vollkonsolidierung von Hidro-Grubert führte hingegen zu einem Beschäftigungsanstieg in Südamerika.

BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG ZUM 31.12

1) Mitarbeiterstand jeweils zum Stichtag 31.12. inklusive Mitarbeiter neuer Gesellschaften. 2) Anzahl der Mitarbeiter, die im betreffenden Jahr durch neue Gesellschaften hinzugekommen sind. 3) Leihmitarbeiter werden jeweils zum Stichtag 31.12. ausgewiesen.

Die Stammbelegschaft betrug 9.973, darüber hinaus beschäftigte PALFINGER 239 Lehrlinge und Praktikanten. In Summe sind 13,1 Prozent dieser 10.212 Mitarbeiter Frauen. Zum Ausgleich von Kapazitätsengpässen wurden zusätzlich 674 Leiharbeitnehmer eingesetzt, vor allem in Europa und in den USA. Nach Funktionen betrachtet brachten die Investitionen in Innovation, Forschung und Entwicklung sowie Konstruktion einen Anstieg um 54 Mitarbeiter mit sich. Auch in der Produktion stieg die Mitarbeiterzahl im Laufe des Geschäftsjahres 2017 um 206 Mitarbeiter. Die Zahl der Mitarbeiter im administrativen Bereich blieb weitgehend konstant und betrug 2017 1.077.

Der Frauenanteil beträgt 13,1 Prozent bei einer Mitarbeiterzahl von 10.212

GRI 102-8

  • NaDiVeG
  • Vielfalt und Chancengleichheit, Seite 91

ARTEN VON BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSEN

Seit 2017 werden auch Kennzahlen zu den Beschäftigungsverhältnissen bei PALFINGER erfasst. Als Maschinenbauunternehmen mit hoher Wertschöpfungstiefe hat PALFINGER einen hohen Anteil an Vollzeitbeschäftigten. Teilzeitverträge bestehen nur sehr eingeschränkt, im Jahr 2017 bei 5,0 Prozent aller Beschäftigten. Die meisten Mitarbeiter bei PALFINGER sind in unbefristeten Arbeitsverhältnissen tätig, da PALFINGER eine langfristige Bindung der qualifizierten und motivierten Mitarbeiter anstrebt. Befristungen kommen in der Regel bei Berufspraktika, in denen jungen Talenten die Möglichkeit zu ersten Berufserfahrungen geboten wird, und in besonderen Situationen zum Einsatz, z.B. bei befristeten Vertretungen, besonderen Projekten oder zur Abdeckung von Auslastungsspitzen. Der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse lag im Berichtszeitraum bei 4,4 Prozent.

GRI 102-8

NaDiVeG

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

Standortspezifische und regionale Gemeinschaftsveranstaltungen stärken das Miteinander

FLUKTUATION

FLUKTUATION

Die Mitarbeiterfluktuation der Stammbelegschaft stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Prozentpunkte und betrug im Berichtsjahr 2017 18,7 Prozent (Vorjahr: 15,4 Prozent). 1.868 (Vorjahr: 1.291) Mitarbeiter haben demnach PALFINGER während des Jahres 2017 verlassen. Diese Zahl beinhaltet sämtliche Abgänge inklusive Pensionierungen im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft ohne Leiharbeitnehmer. Die Fluktuationsrate bei Frauen war mit 236 Mitarbeiterinnen und demnach 18,0 Prozent geringer als der Gesamtwert in der PALFINGER Gruppe.

Gleichzeitig traten im Berichtszeitraum 1.882 Personen ein Dienstverhältnis bei PALFINGER an, davon 231 Frauen. Neue Mitarbeiter durch Akquisitionen bzw. Vollkonsolidierung werden hier nicht betrachtet.

PALFINGER definierte bereits im Vorjahr einen Jahres-Zielwert von maximal 10 Prozent Fluktuation. Mit dem Anstieg auf 18,7 Prozent hat sich die Fluktuationsrate im Jahr 2017 von diesem Zielwert entfernt. Dies ist vor allem auf Restrukturierungen in den Regionen Nord- und Südamerika, GUS und dem Marinebereich zurückzuführen. GRI 401-1

NaDiVeG

Value Management, Seite 50; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

Gesundheit und Sicherheit BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT GESUNDHEITSMANAGEMENT D

Das betriebliche Gesundheitsmanagement wird bei PALFINGER über die Initiative PALfit gelebt und getragen. Es beinhaltet Entwicklungsprogramme – auch zur persönlichen Entwicklung und Stärkung – und freiwillige Sozialleistungen. Großes Augenmerk legt PALFINGER darüber hinaus auf eine ausgewogene Work-Life-Balance, einen gesunden Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit. Im Rahmen von PALfit wird das Motto: "FIT im JOB – Gesund im LEBEN" in die Standorte getragen und somit die Gesundheit und Sicherheit an den Standorten ausgebaut.

Ende 2017 führte PALFINGER auch erstmals eine gruppenweite Umfrage zu Arbeitsgesundheit und Sicherheit durch. Der Fokus lag auf den Themen freiwillige Gesundheitsangebote (PALfit), Schulung und Entwicklung sowie freiwillige Sozialleistungen. Ziel für 2018 ist, einzelne Inhalte dieser Umfrage genau zu analysieren und die Standorte durch Wissenstransfer und Best-Practice-Beispiele bei der Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen.

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211 www.fit2work.at

ARBEITSSICHERHEIT UND VERMEIDUNG VON UNFÄLLEN

Die Bemühungen von PALFINGER um Unfallprävention zeigen Wirkung und führen zu geringen Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen. Im Geschäftsjahr 2017 ereigneten sich zwar 478 Arbeitsunfälle (Vorjahr: 170), die Ausfallzeiten reduzierten sich jedoch auf 0,18 Prozent der Soll-Arbeitszeit (Vorjahr: 0,21 Prozent). Das Ziel, die Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen unter 0,11 Prozent zu senken, wurde im Berichtszeitraum nicht erreicht.

Während dieser Rückgang der Ausfallzeiten sehr erfreulich ist, ereignete sich nach 2016 auch 2017 ein tödlicher Arbeitsunfall. In Dubai verstarb ein Industriekletterer auf einer Baustelle infolge der Missachtung mehrerer Sicherheitsbestimmungen. Das Management vor Ort leitete unmittelbar eine detaillierte Prüfung der Vorkommnisse ein und setzte Maßnahmen, um einen solchen Vorfall in Zukunft auszuschließen.

Ausfallzeiten werden derzeit weltweit nach unterschiedlichen Definitionen berichtet, wie sie im jeweiligen Land vorgeschrieben sind. Dies bedingt, dass die Werte nicht durchgängig vergleichbar sind. PALFINGER strebt bis 2019 eine weltweite Vereinheitlichung der Unfallkennzahlen und deren Gliederung nach dem Folgegrad an. Die Erfahrung hat gezeigt, dass konsequentes Reporting die Aufmerksamkeit für Unfallprävention erhöht und das Unfallrisiko weiter verringert.

Das Management von Arbeits-und Gesundheitsschutzaspekten ist bei PALFINGER unter anderem über die Zertifizierung nach OHSAS 18001 geregelt. 2017 arbeiteten 24 Prozent der Mitarbeiter an Standorten mit dieser Zertifizierung.

  • GRI 403-2
  • NaDiVeG

Value Management, Seite 50; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

ABWESENHEITSZEITEN

Die Abwesenheitszeiten aufgrund von Krankenständen und weiteren Ursachen waren bei PALFINGER in den vergangenen Jahren durchwegs rückläufig. Nach einer Erhöhung 2016 stiegen sie jedoch auch im Berichtsjahr an, auf 4,36 Prozent (Vorjahr: 4,19 Prozent), mit regional unterschiedlichen Werten und Tendenzen. Berufserkrankungen werden seit dem Jahr 2017 als weitere Teilkategorie bei dieser Kennzahl gesondert erhoben. Grundsätzlich sind in der Fertigungsbranche Ausfallzeiten zwischen 3 und 4 Prozent nicht ungewöhnlich und stellen einen vergleichsweise guten Wert dar.

PALFINGER führt die niedrigen Ausfallzeiten auf sein Gesundheitsengagement und die Gestaltung des Arbeitsumfelds auf das PALfit-Programm und weitere lokale Maßnahmen zurück. Gesunde und gut erholte Mitarbeiter sind PALFINGER ein großes Anliegen.

GRI 403-2

NaDiVeG

Value Management, Seite 50; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

2015 2016 2017

2015 2016 2017

ABWESENHEITEN AUFGRUND VON KRANKENSTÄNDEN, BERUFSERKRAN-KUNGEN UND WEITEREN URSACHEN

AUS- UND WEITER-BILDUNGSSTUNDEN (pro Mitarbeiter)

Qualifizierte Mitarbeiter

Die Verankerung des Lernens in den Kernwerten von PALFINGER veranschaulicht den Stellenwert, den Aus- und Weiterbildung bei PALFINGER weltweit hat. In den verschiedenen Ländern, in denen PALFINGER tätig ist, gibt es für Aus- und Weiterbildung jeweils unterschiedliche Standards. PALFINGER entspricht überall zumindest den nationalen Niveaus, zum Teil gehen die Maßnahmen deutlich weiter. Ziel ist, die Qualifikation der Mitarbeiter in allen Ländern zu fördern; daher werden die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen laufend weiter ausgebaut.

Neben etablierten regionalen Angeboten wie dem PALFINGER Kolleg in Österreich wurde 2017 in Nordamerika als Pilotprojekt eine E-Learning-Plattform eingeführt. Im Rahmen dieser "PALFINGER University" haben Mitarbeiter an mehreren Standorten Zugang zu Schulungsinhalten in unterschiedlichen Formaten. Im Berichtszeitraum wurde SAP SuccessFactors als zukünftiges ganzheitliches HR-Informationssystem ausgewählt. Dieses beinhaltet eine moderne digitale Lernplattform und wird somit ein weltweites Konzept für integriertes Lernen – Präsenzveranstaltungen kombiniert mit E-Learning – ermöglichen.

Die Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter haben sich im Jahr 2017 erhöht. GRI 404-1 Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

LEHRLINGE

Die Lehrlingsausbildung ist ein zentrales Qualifikationsthema bei PALFINGER. Im Geschäftsjahr 2017 wurden in Österreich 67 Lehrlinge ausgebildet, vor allem Maschinenbautechniker, Produktions- und Prozesstechniker, Mechatroniker, Konstrukteure und Industriekaufleute. 47 von ihnen absolvierten die Berufsschule mit Auszeichnung, im Rahmen des Lehrlingsaward Oberösterreich belegte ein Lehrling den 3. Platz. An dem Modell "Lehre mit Matura" nahmen 11 Mitarbeiter teil. Diese Investition in die Mitarbeiter ermöglicht eine Facharbeiterquote von 85 Prozent an den PALFINGER Produktionsstandorten in Österreich.

An mehreren Standorten außerhalb Österreichs setzt PALFINGER auf eigene Programme, um Fachkräfte auszubilden. So werden zum Beispiel in Bulgarien, Slowenien oder auch Brasilien in Kooperation mit lokalen technischen Fachschulen staatlich zertifizierte Ausbildungsmodelle forciert, die ähnlich der österreichischen Lehrlingsausbildung theoretisches Fachwissen mit einer mehrmonatigen Praxisausbildung direkt im Werk verbinden. In Deutschland baut PALFINGER die technische Lehrlingsausbildung weiter aus, um die Fachkräfte von morgen auf die verschiedenen Einsatzgebiete innerhalb des Konzerns vorzubereiten. In Bulgarien startete PALFINGER im Jahr 2016 eine Mechatronik-Ausbildung. Sie wurde 2017 weiter ausgebaut, und zehn zusätzliche Lehrlinge wurden aufgenommen. Außerdem nahm in Tenevo (BG) ein neues Trainingscenter den Betrieb auf. In dem chinesischen Joint Venture Sany Palfinger besteht seit 2016 ein staatlich anerkanntes Lehrlingsprogramm nach österreichischen Standards. Nach einer Schweißerklasse im Jahr 2016 startete im Herbst 2017 die erste Mechatronikklasse mit 15 Lehrlingen. In diesem Zusammenhang erhalten zurzeit zwei chinesische Mechatroniker eine sechsmonatige Weiterbildung in Lengau. Das in Österreich erworbene zusätzliche Wissen werden sie künftig als Lehrlingsausbildner in Rudong an die chinesischen Lehrlinge weitergeben.

Weltweit nahmen 2017 239 Mitarbeiter (Vorjahr: 188 Mitarbeiter) an Lehrlingsprogrammen oder lehreähnlichen Angeboten teil, 29 von ihnen waren Frauen.

FÜHRUNGSKRÄFTE

PALFINGER kann seit geraumer Zeit strategische Führungspositionen erfolgreich mit internen Kandidaten besetzen. Einen wesentlichen Anteil daran hat die interne Führungskräfteentwicklung. Die Teilnehmer können dabei in einem praxisorientierten Umfeld ihre Potenziale reflektieren und ausbauen. In allen Programmen stehen interne Entscheidungsträger aus dem Top-Management als Mentoren und Diskussionspartner zur Verfügung.

Das Global Leadership Program bereitet auf eine zukünftige Position im Top-Management vor, fördert strategische und innovative Kompetenzen sowie die eigenen Fähigkeiten als Change-Manager. Im Oktober 2017 schlossen zwölf Teilnehmer aus sieben Nationen diesen Lehrgang erfolgreich ab, diesmal war keine Frau dabei.

PALFINGER bildet Fachkräfte international auch in selbst initiierten Programmen aus

Führungspositionen werden oft mit internen Kandidaten besetzt

Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Company Leadership Program, dessen aktueller Jahrgang im Februar 2017 zu Ende ging. Schwerpunkte dieses Programms sind Leadership und Kommunikation als Führungsinstrument. Der Frauenanteil in diesem Lehrgang betrug 21 Prozent.

Im Juni 2017 wurde auch der aktuelle Management-Lehrgang Business Excellence abgeschlossen. Teilnehmer aus unterschiedlichen Fachbereichen können hier ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse praxisorientiert erweitern. Der Frauenanteil lag bei 15 Prozent.

Jeweils auf die lokalen Anforderungen abgestimmt bietet PALFINGER in einigen Ländern ein Team Leading Program an, um potenzielle Nachwuchsführungskräfte frühzeitig zu identifizieren und zu entwickeln. Dieses Programm fokussiert auf Themenblöcke wie Führung im Zusammenspiel mit Persönlichkeit, Kommunikation, Konfliktmanagement und Organisation.

Die Aktivitäten zur Vorbereitung zukünftiger Führungskräfte auf ihre Aufgabe wurden 2017 weiter ausgebaut. Im Headquarter in Bergheim fand von Juli bis November erstmals ein Basic Leadership Program mit den Schwerpunkten "Rolle Führungskraft", Mitarbeiterführung und Konfliktmanagement statt. Programme mit ähnlicher Zielsetzung bestehen seit Kurzem auch an anderen Standorten, jeweils ausgerichtet auf die lokalen Anforderungen.

Lebenslanges Lernen beinhaltet bei PALFINGER auch eine wesentliche Feedback-Komponente. Im Rahmen von 360-Grad-Gesprächen überprüfen zahlreiche Verantwortungsträger kritisch ihre Fähigkeiten und nutzen die persönlichen Auswertungen für individuelle Entwicklungsmaßnahmen. Darüber hinaus kommen vermehrt objektive Assessments in unterschiedlichen Formen zum Einsatz. Diese liefern eine zusätzliche, auf wissenschaflichen Kriterien basierte Einschätzung von Kandidaten, insbesondere bei wesentlichen Meilensteinen einer Karriere. Bei PALFINGER unterstützen sie beispielsweise das Recruiting von Führungskräften, die Standortbestimmung von Management-Teams sowie die Nachfolgeplanung.

INTERNATIONALE ASSIGNMENTS

Mindestens ebenso wichtig wie Off-the-job-Ausbildungen sind für PALFINGER Entwicklungsmöglichkeiten der Mitarbeiter on-the-job. Interne Beförderungen, herausfordernde neue Aufgaben und Assignments im Ausland gehören bei PALFINGER zum Alltag.

So entschieden sich 2017 49 Mitarbeiter für eine vorübergehende Tätigkeit im Ausland. PALFINGER hat dafür unterschiedliche Assignment-Typen geschaffen: den langfristigen Expatriate, den Flyer für "mittellange" Projekte oder 90- bis 180-Tage-Austauschprogramme. Alle diese Assignments sorgen für einen verstärkten Wissenstransfer zwischen dem Headquarter und lokalen Gesellschaften sowie zwischen den lokalen Gesellschaften untereinander. Sie erhöhen auch das Bewusstsein für Kulturunterschiede und erfolgreiche interkulturelle Zusammenarbeit. Ziel ist daher, diese Programme weiter auszubauen.

Vielfalt und Chancengleichheit

PALFINGER ist ein gewachsenes Familienunternehmen, das weltweit aktiv ist. Inzwischen haben 10.212 Mitarbeiter aus 70 verschiedenen Nationen ihren Arbeitsplatz bei PALFINGER. Dem großen Potenzial der globalen Geschäftstätigkeit stehen ebenso große Herausforderungen gegenüber.

Im Jahr 2017 erneuerte PALFINGER seine Diversitätsstrategie und definierte Ziele und Initiativen, um bis 2022 die Vielfalt innerhalb der Gruppe weiter zu erhöhen. Das Diversitätskonzept ist im Detail im Corporate-Governance-Bericht beschrieben.

HR-Strategie 2020, Seite 39; Corporate-Governance-Bericht, Diversitätskonzept Seite 117

Mitarbeiter bekommen die Möglichkeit, vorübergehend im Ausland zu arbeiten

Die Diversitätsstrategie soll die Vielfalt innerhalb der Gruppe erhöhen

In vielen Diversitäts-Dimensionen ist PALFINGER bereits gut positioniert. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Diskriminierungsvorfälle bei PALFINGER gemeldet. Die Vielfalt hinsichtlich Gender und Generationen wird explizit datenmäßig erfasst. Wie Mitarbeiter mit Behinderung integriert werden, ist in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen dargestellt.

GRI 406-1

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

GENDER

Der Frauenanteil in der PALFINGER Gruppe ist branchentypisch niedrig. Insgesamt war der Anteil weiblicher Beschäftigter mit 13,1 Prozent (Vorjahr: 13,3 Prozent) weitgehend stabil. Je nach Standort zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild: In vielen Regionen sind insbesondere an Fertigungsstandorten bei fertigungsnahen Tätigkeiten vorwiegend Männer beschäftigt.

In Führungspositionen konnte der Frauenanteil 2017 weiter leicht erhöht werden und liegt nun bei 17,7 Prozent (Vorjahr: 17,2 Prozent). Dazu zählen alle Vorstände, Business-Area-, Business-Unit- und Corporate-Functions-Leiter sowie alle Mitarbeiter in einer disziplinären Führungsrolle. Im Top-Management ist eine Frau vertreten, im Vorstand und Aufsichtsrat waren auch im Jahr 2017 keine Frauen.

PALFINGER ist seit dem Jahr 2012 gesetzlich verpflichtet, für seine österreichischen Gesellschaften Einkommensberichte vorzulegen. Darauf basierend werden die Kategoriezuordnungen überprüft, und das Arbeitsentgelt wird nach Frauen und Männern ausgewertet. In den vergangenen Jahren zeigten sich dabei keine signifikanten Unterschiede. Bei der Einstellung von Mitarbeitern wird hinsichtlich kollektivvertraglicher Einstufung nicht nach Geschlecht unterschieden.

GRI 102-8, 405-1

NaDiVeG

Corporate-Governance-Bericht, Diversitätskonzept, Seite 217; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

GENERATIONEN

Die durchschnittliche Altersstruktur in der PALFINGER Gruppe veränderte sich in den vergangenen Jahren vor allem in Zusammenhang mit den neuen Standorten. Im Berichtszeitraum adaptierte PALFINGER die Kategorisierung der Altersgruppen. Die Stammbelegschaft wird nun nach folgenden Altersgruppen erfasst: 0–29 Jahre, 30–50 Jahre und über 50 Jahre. Rund 19 Prozent der Mitarbeiter gehören der jüngsten Alterskategorie an. Rund 59 Prozent sind in der Kategorie 30–50 Jahre, und 22 Prozent sind über 50 Jahre alt. Details zu den regionalen Entwicklungen befinden sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen. Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

GENERATIONEN (in Prozent)

25,8% 20,9%
2015 53,2%
20,0% 22,5%
2016 57,5%
18,9% 22,0%
2017 59,1%
0–29 30–50
50+

Ein konzernweites Generationenmanagement gewährleistet, dass anstehende Pensionierungen aktiv gemanagt werden und das Know-how im Unternehmen erhalten bleibt. Ein regelmäßiger "Human Resources Review" für Managementfunktionen zeigt auf, welche Stellen in nächster Zeit wie nachbesetzt werden müssen und wie Übergaben optimal gestaltet werden können.

GRI 102-8, 405-1

NaDiVeG

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Forschung und Entwicklung sowie Innovationen erhöhen die Bedienerfreundlichkeit, Sicherheit und Effizienz der PALFINGER Produkte, aber auch Prozesse und die Organisation selbst stehen im Fokus der Aktivitäten. Die Digitalisierung bzw. Industrie 4.0 finden zunehmend Eingang in Produktlösungen und Produktionsprozesse. Kooperationen und offene Innovation unterstützen dabei neue Herangehensweisen.

Die Marke PALFINGER steht für innovative, zuverlässige und wirtschaftliche Hebe-Lösungen, deren Vorteile über den Lebenszyklus der Produkte hinweg für den Kunden errechenbaren monetären Mehrwert schaffen. Das Markenversprechen der PALFINGER Gruppe fasst dies in Worte: LIFETIME EXCELLENCE. Um seine führende Position in Technologie und Service zu erhalten bzw. auszubauen, forciert PALFINGER Forschung und Entwicklung (F&E) in Bezug auf Produkte, Systeme und Prozesse. F&E-Aktivitäten erfolgen zielgerichtet und langfristig orientiert.

Am österreichischen Standort Köstendorf befindet sich ein gruppenweites Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem mehrere F&E-Abteilungen sowie Kompetenzzentren untergebracht sind. So können Synergien besser genutzt werden. Weitere F&E-Abteilungen befinden sich an verschiedenen internationalen Standorten. Die Kompetenzzentren, eine globale Produktmanagement-Struktur sowie die Verwendung einheitlicher Produktionsstandards tragen dazu bei, dass PALFINGER auch bei Entwicklungsprojekten, die mehrere Geschäftseinheiten oder Marktregionen betreffen, in höchster Qualität optimal auf die Kundenbedürfnisse eingehen kann.

Im Jahr 2017 investierte PALFINGER 46,5 Mio EUR (Vorjahr: 39,8 Mio EUR) in Forschung und Entwicklung, das entspricht 3,2 Prozent vom Gesamtumsatz.

Mechatronik und Digitalisierung

Mechatronik ist unverändert ein wesentliches Thema in der Produktentwicklung. Im 1. Halbjahr 2017 wurde der gesamte Mechatronik-Bereich im Rahmen des strategischen Projekts PALFINGER Process Excellence einer detaillierten Organisations- und Prozessanalyse unterzogen. Basierend auf den Ergebnissen erarbeitete PALFINGER die Neuorganisation als Kompetenzzentrum, das direkt in die Geschäftsregion EMEA eingegliedert wird.

Das mittelfristige Ziel des Kompetenzzentrums Mechatronik EMEA ist eine Harmonisierung der mechatronischen Steuerungssysteme und der damit verbundenen Entwicklungsprozesse innerhalb der gesamten PALFINGER Gruppe. Die dezentralen Entwicklungsteams Mechatronik in den jeweiligen Produktbereichen werden sich auf die Serienentwicklung von zukünftigen Produktanwendungen und Produktfunktionalitäten fokussieren. Diese neue Struktur wurde mit November 2017 auch im Reporting umgesetzt.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Der Netzwerkverbund der zentralen und dezentralen Entwicklungsteams bei PALFINGER ist die Basis, um den aktuellen Heraus- und Anforderungen infolge der Digitalisierung entsprechen zu können.

Schwerpunktthemen der Digitalisierung sind für PALFINGER Automatisierung, Konnektivität sowie Daten und Analytics. In der Produktion nutzt PALFINGER punktuell bereits neue Technologien wie Virtual und Augmented Reality oder 3D-Druck. In Bezug auf Produkte bzw. Kunden sind smarte Produkte und Services sowie die Vernetzung der Produkte und Systeme wesentliche Themen. Neben neuen Funktionen und Anwendungen sieht PALFINGER großes Potenzial in Machine Learning. Erste Pilotprojekte wurden bereits umgesetzt, sie sind bei den wesentlichen Innovationen im Jahr 2017 beschrieben. Seit 2016 sind alle Digitalisierungsbestrebungen in einer Digitalisierungseinheit gebündelt, die laufend ausgebaut wird. Im Herbst 2017 eröffnete PALFINGER zudem einen Entwicklungsstandort für IoT-Lösungen in einem Startup-Zentrum in Wien.

Konzernweite Entwicklungsprogramme, Seite 38; Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71

Patente

Die PALFINGER Gruppe hält derzeit 64 (Vorjahr: 61) aktive Patente, Gebrauchsmuster sowie spezielle Designmuster zum Schutz von funktionellen Designs.

Sichere und effiziente Produkte

Wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte beeinflussen Forschung, Entwicklung und Innovationen

Die Sicherheit bei der Benutzung der Produkte wird laufend verbessert

Forschung, Entwicklung und Innovationen tragen auch zur Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von PALFINGER bei. Nicht nur der wirtschaftliche Vorteil für den Kunden bzw. Anwender steht im Mittelpunkt, sondern auch ökologische und gesellschaftliche Aspekte sind ausschlaggebend. Daher entwickelt PALFINGER qualitativ hochwertige und zuverlässige Lösungen, die hohe Sicherheit für die Anwender gewährleisten.

Der Fokus liegt auf kontinuierlicher Reduktion der Serviceaufwände bei gleichzeitiger Erhöhung der Langlebigkeit. Innovationen werden insbesondere in Bezug auf die Energieeffizienz im Produkteinsatz, alternative Antriebe, Reduktion von Betriebsmitteln sowie Produktlebenszyklusbetrachtungen forciert. Wertschöpfung, Seite 52; Öko-effiziente Produktion, Seite 99; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

PRODUKTSICHERHEIT UND VERMEIDUNG VON UNFÄLLEN

Zahlreiche Innovationen dienen der Sicherheit der Anwender, um Unfälle zu verhindern – auch solche, die durch Fehler bei der Bedienung entstehen können. PALFINGER Produkte entsprechen allen vorgeschriebenen Sicherheitsnormen, wobei sich PALFINGER auch international an europäischen Normen orientiert. Dadurch werden lokale Mindeststandards oftmals übererfüllt – insbesondere im asiatischen, arabischen und afrikanischen Raum. Alle PALFINGER Produkte werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit geprüft, und Verbesserungen werden umgesetzt. Ein Überblick über relevante Sicherheitsnormen findet sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen.

  • GRI 416-1
  • NaDiVeG

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

PALFINGER prüft alle Vorfälle, bei denen Personen zu Schaden kommen

Im Berichtsjahr gab es keine Verurteilungen aufgrund von Nichteinhaltung sicherheitsrelevanter Vorschriften. Unabhängig von der Verschuldensfrage prüft PALFINGER sämtliche Vorfälle mit PALFINGER Produkten, bei denen Personen zu Schaden kommen und die im Unternehmen bekannt werden. Zum Teil handelt es sich um Fehler in der Bedienung, die nicht über juristische Wege an PALFINGER herangetragen werden. In diesen Fällen sind ein gutes Netzwerk und ein sicherheitssensibles Verständnis in den jeweiligen Ländern Voraussetzung, damit PALFINGER davon erfährt. Alle unfallrelevanten Informationen werden intern ausgewertet, damit PALFINGER seine Produkte in Zukunft noch sicherer gestalten kann – auch über die gesetzliche Norm hinaus. GRI 416-2

NaDiVeG

Die Anzahl der gemeldeten Unfälle bei der Anwendung von PALFINGER Produkten, die zu Verletzungen unterschiedlichen Grades führten, ist im Berichtsjahr auf drei Verletzte gesunken. Bedauerlicherweise wurde ein Unfall mit Todesfolge in Nordamerika mit einem Mitnahmestapler gemeldet.

Unfälle mit PALFINGER Produkten 2015 2016 2017
Unfallmeldungen mit Todesfolge1) 8 1 1
Unfallmeldungen mit Verletzungen unterschiedlichen Grades1) 7 10 3
Gerichtlich festgelegte Strafzahlungen aufgrund von Unfällen 0 0 0
Anhängige Klagen (in Verhandlung) aufgrund von Unfällen mit Produkten
(Stichtag 31.12.)
4 4 4
Schuldsprüche 0 0 0
1) Unabhängig vom Verschulden.

PALFINGER produziert Hebe-Lösungen. Produkte wie Ladekrane, Abroll- und Absetzkipper, Mitnahmestapler und Boote werden auch vom Militär und Zivilschutz speziell im Logistikbereich nachgefragt. Der Umsatz mit Produkten, die im Militärbereich Verwendung finden, ist im Jahr 2017 aufgrund eines Projektauftrags für Abroll- bzw. Absetzkipper und Ladekrane und in Zusammenhang mit dem zunehmenden Marinegeschäft im Bereich Marine und Küstenwache auf 35,1 Mio EUR gestiegen. Dies entspricht einem Anteil von 2,4 Prozent am Konzernumsatz. PALFINGER produziert keine Waffensysteme und hält sich an alle Embargos, die von der EU oder der internationalen Gemeinschaft vereinbart wurden.

Wesentliche Innovationen im Jahr 2017

Die SOLID Kranreihe, die für einfache Ladetätigkeiten bei guter Hubleistung steht, wurde bis zu 19 Metertonne mit sechs neuen Modellen komplettiert. PALFINGER setzt dabei auf die bewährte hohe Qualität und Funktionalität.

Das Standsicherheitssystem HPSC für Krane wurde weiterentwickelt und bietet nun anwendungsorientierte Zusatzfunktionen im Baukastensystem. Nach dem Motto "das Beste noch besser machen" entwickelte PALFINGER mit der neuen PRO-Aluminiumöltank-Baureihe eine perfekt auf die Krane abgestimmte Lösung. Neben wesentlichen technischen Vorteilen zeichnen sich die Öltanks durch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Der einfache Anbau unterstützt darüber hinaus die PALFINGER Partner bei einem kostengünstigen Aufbau.

Bei Hubarbeitsbühnen erweiterte PALFINGER die Premium-Klasse mit der leistungsstarken und flexiblen Bühne P 370 KS. Sie ermöglicht bei einer maximalen Korblast von 500 Kilogramm eine Arbeitshöhe von bis zu 37 Metern und eine seitliche Reichweite von bis zu 31,5 Metern. Gleichzeitig bleibt sie mit einer Fahrzeuglänge von nur 8,35 Metern und dem patentierten Kurbelschwenktisch kompakt und wendig. Die P 370 KS vereint damit das Beste aus zwei Welten: die überzeugende Flexibilität aus der WT-Reihe und die kompakte Bauweise mit dem Kurbelschwenktisch der KS-Reihe.

Die neue Hubarbeitsbühne P 1000 der Top-Klasse ist bis dato die größte All-Terrain-Hubarbeitsbühne der Welt. Mit einer seitlichen Reichweite von 35 Metern können bei einer Korblast von 200 Kilogramm Arbeiten in 102,5 Metern Höhe erledigt werden. Die maximale Nennlast im Korb liegt bei 600 Kilogramm. Neben der großen Arbeitshöhe bietet sie auch zwei neue Assistenzsysteme zur Unterstützung des Fahrers: Die Funktionen ADAS Hands Free und Collision Protection sorgen für zusätzliche Bedienerfreundlichkeit und Sicherheit.

Die Funktionen der Jumbo-Klasse NX Hubarbeitsbühnen erweiterte PALFINGER mit einem innovativen Kranmodus. Diese neue Funktion erlaubt es, Lasten bis zu 900 Kilogramm am Lasthaken zu heben. An der zum System gehörenden Seilwinde beträgt die Traglast bis zu 460 Kilogramm. Eine Messeinrichtung verhindert, dass es zu Überlastungen kommt. Der Kranmodus macht die Hubarbeitsbühne flexibler und vielseitiger. Für einfache Hebearbeiten erübrigt sich damit ein zusätzlicher Kran auf der Baustelle.

Bei Holz-, Bau- und Recyclingkranen leitete PALFINGER eine neue Ära ein. Auf der Messe ELMIA Wood 2017 präsentierte PALFINGER erstmals einen Prototypen der neuen Q-Serie (Onroad). Die neue Serie ist bis zu 10 Prozent leichter, hat eine um 1,4 Meter größere Reichweite und ist bis zu 15 Prozent schneller als die Vorgängerserie.

Im Marinebereich wurde eine neue Generation des Rettungsbootes FRSQ 630 entwickelt. Das Boot vereint die Rettungssysteme der 2016 akquirierten Harding-Gruppe mit der Bootsexpertise von PALFINGER. Es verInnovationen 2017 betrafen neue Produktmodelle und -serien sowie Funktionen

fügt über innovatives Design und hervorragende Fähigkeiten, die eine hohe Stabilität und optimale Arbeitsbedingungen gewährleisten. Das Rettungsboot kann bis zu 34 Knoten erreichen und hat eine Kapazität von bis zu 15 Personen einschließlich Trage.

Darüber hinaus brachte PALFINGER das neueste Modell der Marine-Knickarmkran-Baureihe auf den Markt: Der neue PK 41002 M ist mit neuen Funktionen, wie einem zweiten Drehwerk, einfacherer Wartung der Schlauchführung und Ölrückführung, ein hochmoderner Kran.

Auszeichnungen, Seite 49; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

INNOVATIONEN BEI DIGITALISIERUNG SOWIE INDUSTRIE 4.0

Auch im Bereich der Digitalisierung erzielte PALFINGER 2017 erhebliche Fortschritte. Für Hubarbeitsbühnen (Hardware und Software) wurden in enger Zusammenarbeit der verschiedenen Konzernabteilungen die Aktivitäten zu Telematik-Anwendungen ausgeweitet. Telematik-Testungen fanden unter anderem auch an einem neu entwickelten Raupenkran statt. PALFINGER arbeitete aktiv im VDA(Verband der Automobilindustrie)-Arbeitskreis Truck-Telematik an der Definition zukünftiger Standards mit.

In einigen Bereichen setzt PALFINGER bereits Virtual-Reality-Anwendungen ein

Im Bereich Hubarbeitsbühnen setzte PALFINGER 2017 darüber hinaus ein Pilotprojekt unter Einsatz von Virtual-Reality(VR)-Technik um: Ein Arbeitskorb für den Baumbeschnitt wurde in dieser Form gemeinsam mit dem Kunden entwickelt. Gewöhnlich erfolgt auf Basis eines Lastenheftes eine 3D-CAD-Modellierung. Greifbar wurde die Konstruktion dennoch erst nach der Herstellung eines Prototyps. In der VR konnte der Kunde bereits nach dem ersten Entwurf die Details und Proportionen begutachten und Änderungswünsche nennen. Auch die Schweiß- und Montagearbeiten wurden mit virtuellen Werkzeugen überprüft und optimiert.

Im Marinebereich sind ebenfalls bereits VR-Anwendungen im Einsatz: Ein VR-Schiff wurde komplett mit Marineprodukten ausgestattet. Es wurden Hotspots definiert, zu denen sich der User virtuell beamen und wo er Produkte lebensecht sehen kann. Im Mai kam das VR-Schiff erstmals bei einer Fachmesse zum Einsatz. Es löst die Schwierigkeit, die gesamte Bandbreite an Marineprodukten – für Schiffe, Ölplattformen, Windräder – zu präsentieren. Zudem werden ähnlich wie bei Hubarbeitsbühnen VR-Stationen zunehmend zur frühzeitigen Präsentation bei Produktentwicklungen genutzt.

Eine neue Smart Inspection App ist ein praktisches Tool für alle PALFINGER Servicepartner. Im Rahmen jährlich verpflichtender Kontrollen am Gerät müssen zahlreiche Inspektionspunkte abgearbeitet und die Ergebnisse festgehalten und archiviert werden. Mit der neuen App wird dieser Prozess für die Servicewerkstätten einfacher und übersichtlicher. Die Smart Inspection App führt den Anwender durch den gesamten Inspektionsvorgang, nach Abschluss werden die Daten zur weiteren Bearbeitung direkt an PALDESK – eine Portallösung für Vertriebs- und Servicepartner sowie Mitarbeiter – übermittelt. Vorerst ist die App nur für Ladekrane verfügbar, die Funktionalität soll in den nächsten Versionen erweitert werden.

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgten auch neue Industrie-4.0-Anwendungen. Dazu zählen beispielsweise die Erstellung von 3D-Modellen, automatisierte Schadenserkennung mit Bilderkennungsverfahren, GPS-Verortung der Schadstellen sowie die Gutachtenerstellung und Lieferung der Zustandsklassen für die Verarbeitung in einem Asset-Management-System.

In China und in Indien bereitet PALFINGER für einige Produktgruppen Shared-economy-Geschäftsmodelle vor, die einen Pay-per-use-Ansatz verfolgen.

KOOPERATIONEN

Kooperationen tragen essenziell zur Entwicklung bei PALFINGER kooperiert mit Universitäten, Fachhochschulen und technischen Fachschulen sowie Einrichtungen für Entwicklungszusammenarbeit, um den Wissensaustausch, Forschungsarbeiten und auch die Entwicklung von bestehenden und potenziellen Mitarbeitern zu fördern. In den Bereichen Mechatronik, Maschinenbau, Materialtechnologie und Werkstoffkunde bestehen auch Kooperationen mit außeruniversitären Centers of Excellence.

Entwicklungsprozesse werden durch die enge Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und anderen Industrieunternehmen laufend weiter optimiert. Außerdem vertreten Mitarbeiter von PALFINGER die Unternehmensgruppe in Normierungsausschüssen und Interessenverbänden und teilen ihr Wissen und ihre Erfahrung als Lektoren in Ausbildungseinrichtungen im Sinne des Stakeholder-Engagements. Engagement, Seite 48

Im Herbst 2017 eröffnete PALFINGER einen IoT-Entwicklungsstandort in dem Startup-Zentrum weXelerate in Wien. PALFINGER sieht in der Zusammenarbeit von Startups, Coaches, Venture-Partnern, Investoren und Industriepartnern eine herausragende Möglichkeit, seine Päne zu realisieren. Das weXelerate Ökosystem bietet die Möglichkeit, im permanenten Austausch mit gleichgesinnten Technologieführern an den neuesten Themen zu arbeiten und eigene Ideen umzusetzen.

Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71

Im Sinne der zunehmenden Bedeutung offener Innovation veranstaltete PALFINGER im Jahr 2017 einen Hackathon – ein Forum zur gemeinsamen Entwicklung innovativer Konzepte für Hard- und Software. Mit mehr als 100 Teilnehmern war dies der bislang größte Hackathon Österreichs. Die 24 Teams erarbeiteten in zwei Tagen innovative Ideen zu vier vorgegebenen Zukunftsthemen von PALFINGER und präsentierten diese vor einer Jury. Die Siegerteams werden ihre Konzepte gemeinsam mit PALFINGER weiterentwickeln. Auch für 2018 plant PALFINGER eine ähnliche Entwicklungsveranstaltung.

QUALITÄTSMANAGEMENT

PALFINGER strebt einen kontinuierlichen Ausbau seiner Qualitätsführerschaft im internationalen Wettbewerb an. Die dreistufige Qualitätsstrategie unterstützt dieses Ziel: das präventive Qualitätsmanagement, das reaktive Qualitätsmanagement sowie Qualitäts-Governance und -Kultur.

Präventiv setzt PALFINGER bereits im Produktentwicklungsprozess an; Erfahrungen aus der gesamten Wertschöpfungskette fließen in neue Produkte und deren Tests vor Markteinführung ein. Sind Produkte am Markt, werden Fehlermeldungen laufend analysiert und ermöglichen so Rückschlüsse auf Verbesserungen, die wiederum in die Produkte einfließen. Unter Governance und Kultur versteht PALFINGER die Einbindung und Verantwortung jedes Mitarbeiters, seinen Beitrag zur Qualitätssteigerung zu leisten.

Der Erfolg dieser Strategie zeigt sich direkt in Form von rückgängigen Gewährleistungskosten im Verhältnis zum Umsatz. Im Jahr 2017 konnten diese trotz zunehmender Komplexität der Anwendungen weiter reduziert werden.

Der offene und lösungsorientierte Umgang mit Fehlern trägt dazu bei, Verbesserungen effizient und kundengerecht zu entwickeln. Der zunehmende Einsatz digitaler Technologien in PALFINGER Produkten wird großen Einfluss auf die Weiterentwicklung der Qualitätsbereiche haben, auch in Zusammenhang mit den entsprechenden Gesetzes- und Kundenanforderungen.

Per 31. Dezember 2017 arbeiteten 87 Prozent (Vorjahr: 86 Prozent) der Mitarbeiter an Standorten mit einem Qualitätsmanagementsystem nach oder vergleichbar mit ISO 9001. Die leicht positive Entwicklung ist primär auf die neu integrierten Marinestandorte zurückzuführen.

Im Jahr 2017 vollzogen acht Standorte in der Region EMEA und GUS den Umstieg auf die neuen Anforderungen der ISO 9001:2015 erfolgreich. Bis Ende 2018 ist dies für alle weiteren bisher zertifizierten Standorte ebenfalls geplant.

ISO 9001* (in Prozent der Mitarbeiter) *sowie andere vergleichbare

MANAGEMENTSYSTEM

Mehr als 100 junge Talente nahmen an dem PALFINGER Hackathon 2017 teil

Die Prozessqualität wird in enger Zusammenarbeit von Qualitäts- und Prozessmanagement durch Audits kontinuierlich verbessert. In den vergangenen Jahren lag der Auditschwerpunkt auf der Mechatronik-Entwicklung und den nachfolgenden Produktions-, Service- und Beschaffungsprozessen. Der Reifegrad der Organisation wurde in allen Bereichen deutlich erhöht. 2017 lag wie bereits im Vorjahr der Fokus auf dem Bereich Softwareerstellung und der durchgängigen Effizienz bei der Erarbeitung von neuen Produkten – dem Prototypen- und Erstmuster-Prozess. Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

FERTIGUNG FÜR DRITTE

Von dem Geschäftsmodell Fertigung für Dritte profitiert PALFINGER ebenso wie externe Kunden

PALFINGER stellt seine Produktionskapazitäten und das Produktions-Know-how auch externen Kunden zur Verfügung. Die Stärke von PALFINGER liegt in der Fertigung von komplexen lackierten Komponenten mit hohen Qualitätsanforderungen, wobei auch Produktionsstätten in Niedriglohnländern genutzt werden. Inzwischen produziert PALFINGER nicht nur die Produkte, sondern ist bereits in der Produktentwicklung in Design-to-Cost-Projekten gemeinsam mit den Kunden involviert. Im Berichtszeitraum wurde der Standort Lazuri (RO) erstmals in dieses Reporting einbezogen, er steuert einen bedeutenden Anteil zu dem Geschäftsmodell bei. Auch die Vorjahreszahl wurde entsprechend angepasst. Im Jahr 2017 erzielte PALFINGER demnach mit Fertigung für Dritte einen Umsatz von rund 69 Mio EUR. Dies ist verglichen mit dem angepassten Vorjahreswert von 52 Mio EUR erneut eine Steigerung um rund 32 Prozent.

Im Berichtszeitraum gab es enorme Kapazitätsengpässe in den Produktionswerken aufgrund der signifikanten Steigerungen in beinahe allen Bereichen – bei internen wie externen Kunden. Die Herausforderung lag somit vor allem darin, die Liefertreue stabil zu halten. Dieser Trend wird sich voraussichtlich auch 2018 fortsetzten, jedoch hat PALFINGER Strategien erarbeitet, um Kapazitäten besser ausgleichen zu können. PALFINGER bestätigte in dieser Situation, an dem Geschäftsmodell der Fertigung für Dritte festzuhalten, interne Kunden wurden angesichts der Kapazitätsengpässe nicht gegenüber externen bevorzugt.

Die Zufriedenheit und Treue einmal gewonnener Kunden zeigt sich auch in den Umsatzsteigerungen mit diesen. Für PALFINGER selbst werden durch die Fertigung für Dritte einerseits zusätzlicher Umsatz und Auslastung generiert, andererseits trägt der Vergleich mit dem freien Markt auch wesentlich zur internen Verbesserung von Prozessen bei.

ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION

PALFINGER ist sich bewusst, dass seine Tätigkeiten als produzierendes Unternehmen große Auswirkungen auf die Umwelt haben. Eine Umweltschutzrichtlinie gewährleistet konzernweite Standards an allen Standorten. Ziel ist zudem, die Kennzahlen für Energieeffizienz und gefährliche Abfälle jährlich um 1,8 Prozentpunkte zu verbessern sowie die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 25 Prozent zu reduzieren.

Effiziente Nutzung von Rohstoffen

Der Großteil der PALFINGER Produkte ist aus Stahl gefertigt, Aluminium wird in erster Linie bei Ladebordwänden eingesetzt. 2017 wurden zur Herstellung der Produkte 103.334 Tonnen Stahl und 2.201 Tonnen Aluminium eingesetzt, das sind 15 Prozent mehr bzw. 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Aufgrund der verstärkten Tätigkeit im Marinebereich finden nun auch zunehmend glasfaserverstärkte Kunststoffe Verwendung, die bei der Erstellung von Bootsrümpfen eingesetzt werden. Abhängig davon, wie sich diese Volumina weiter entwickeln, wird PALFINGER diese gegebenenfalls in das konzernweite Monitoring aufnehmen. Erneuerbare Materialien werden für die Herstellung von PALFINGER Produkten de facto nicht eingesetzt, auch biologisch abbaubares Hydrauliköl ist synthetisch hergestellt. GRI 301-1

Der effiziente Einsatz von Rohstoffen hat für PALFINGER wirtschaftliche und ökologische Bedeutung: Zum einen machen Rohstoffe rund 10 Prozent der Gesamtkosten aus. Zum anderen verursacht ihre vorgelagerte Rohstoff- und Materialerzeugung beträchtliche Umweltkosten. Abbau der Erze bzw. Förderung des Rohöls bedingen einen großen Flächen- und Naturverbrauch. Die Verarbeitung der Rohstoffe zu Stahl und Aluminium ist des Weiteren mit einer hohen Energieintensität verbunden und verursacht beträchtliche klimarelevante Emissionen – auch wenn sich der Kostenanteil für den Zertifikatehandel dieser Industriezweige im Geschäftsjahr 2017 noch im Rahmen hielt. Die für die Produktion von Stahl benötigte Energie und die daraus resultierenden Emissionen übersteigen bei weitem jene, die bei PALFINGER direkt anfallen.

Aus beiden Gesichtspunkten – aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht – ist effizienter Materialeinsatz daher ein wesentliches Thema. PALFINGER arbeitet an der kontinuierlichen Optimierung von Verschnitt und Ausschuss, um die Entstehung von Stahl- und Aluminiumschrott zu reduzieren. Verschnitt fällt nur in Produktionswerken an, hier liegt es in der Verantwortung der Werksleitung, die weitere Optimierung zu forcieren. Aufgrund des bereits hohen Niveaus der Verschnittoptimierung sind weitere Verbesserungen nur noch in Nuancen möglich. Bei der Entwicklung der Verschnittrate zeigte sich 2017 ein differenziertes Bild an den Standorten, Details sind in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen ersichtlich.

GRI 302-2

  • NaDiVeG
  • Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

ALUMINIUM-EINSATZ

Gefährliche Abfälle

Bei der Fertigung in den PALFINGER Werken entstehen vor allem folgende gefährliche Abfälle: Abfälle aus Lackieranlagen, Galvanikschlämme, Hydrauliköl sowie Schmier- und Kühlmittel. Die Verantwortung für Abfalloptimierung, korrekte Entsorgung und die Einhaltung lokaler Gesetze liegt bei den einzelnen Werken. In der Gruppenrichtlinie gibt PALFINGER konzernweit einen Mindeststandard vor, die Entwicklung gefährlicher Abfälle wird gemonitort und geprüft.

Die Produktionsstandorte mit den größten Mengen gefährlicher Abfälle sind in absteigender Reihenfolge: Lazuri (RO), Marburg (SI), Lengau (AT), Archangelsk (RU), Tenevo (BG) und Velikiye Luki (RU), wobei der Standort Lazuri nun erstmals diese Reihung anführt. Die Abfallmenge dieser Werke gemeinsam beträgt 88 Prozent der gesamten PALFINGER Gruppe. Es handelt sich dabei großteils um Standorte mit Lackieranlagen, Lazuri und Tenevo sind Fertigungsstandorte mit Galvanikanlagen. Im Jahr 2017 betrug die Menge gefährlicher Abfälle bei PALFINGER 5.248 Tonnen (Vorjahr: 3.880 Tonnen). An den genannten vier Standorten mit Lackieranlagen betrug das Gesamtgewicht der gefährlichen Abfälle rund 2.410 Tonnen, an den beiden Standorten mit Galvanikprozessen rund 2.209 Tonnen.

Die Entwicklung der gefährlichen Abfälle bei Lackieranlagen einerseits und bei Galvanikprozessen andererseits ergibt ein unterschiedliches Bild: An den oben erwähnten vier Standorten mit Lackierprozessen verbesserte sich der Index gefährlicher Abfälle bezogen auf den Umsatz – mit Ausnahme von Archangelsk (RU), wo die Gießerei die Steigerung der gefährlichen Abfälle verursachte. Grund der Verbesserung sind gezielte Optimierungen bei bestehenden Anlagen, 2017 wurden auch neue Anlagen mit Pulverbeschichtung in Betrieb genommen. Die absolute Menge gefährlicher Abfälle an Standorten mit Lackieranlagen konnte 2017 trotz Produktionssteigerung mit 2.410 Tonnen (Vorjahr: 2.399 Tonnen) konstant gehalten werden. Dies ist vor allem auf die Verbesserungen am Standort Marburg (SI) zurückzuführen, wo 2017 eine bestehende Anlage durch eine neue, effizientere ersetzt wurde. Für 2018 hat PALFINGER weitere Optimierungen bei Lackieranlagen geplant.

Anders sieht das Bild an den beiden Standorten mit Galvanikprozessen aus. Sowohl die absoluten Mengen gefährlicher Abfälle als auch die Intensität bezogen auf die Produktionsmenge nahmen zu. Der Index gefährlicher Abfälle an Standorten mit Galvanikprozessen verschlechterte sich dadurch erneut deutlich. Dies ist teilweise durch die Ausweitung der Produktion begründet, auch in Zusammenhang mit der Fertigung für Dritte. Am Standort Lazuri (RO) wird seit 2013 in einer eigenen Galvanikanlage zu über 80 Prozent für externe Kunden beschichtet. Gleichzeitig wurde auch die Wertschöpfungstiefe erhöht: Bauteile, die zuvor von Lieferanten beschichtet wurden, werden zunehmend von PALFINGER selbst behandelt. Dadurch stieg die Menge gefährlicher Abfälle überproportional im Vergleich zum Konzernumsatz. Für die Umwelt ist diese Entwicklung jedoch zumindest neutral, da diese Prozesse nun nicht mehr bei Lieferanten stattfinden. Ein weiterer wichtiger Grund für den Anstieg im Jahr 2017 ist, dass die Definition gefährlicher Abfälle am Standort ausgeweitet wurde. Die neu als gefährliche Abfälle eingestuften Fraktionen verdreifachen die im Vorjahr berichteten Mengen.

Die Mengen gefährlicher Abfälle am Standort Lazuri (RO) verfügen vor allem deshalb über so großes Gewicht, weil der Anteil an Wasser sehr hoch ist. Hier setzt eine Maßnahme für die Zukunft an: Es ist geplant, das Wasser aus gefährlichen Abfällen zu entfernen, wodurch Volumen und Gewicht reduziert werden. Die Umsetzung erfolgt sukzessive bis 2019.

Detaillierte Werte zu regionalen Entwicklungen sind den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen zu entnehmen.

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

GEFÄHRLICHE ABFÄLLE (in Tonnen)

Gefährliche Abfälle (Index) stiegen 2017 deutlich an

Der negative Trend an den Standorten mit Galvanikanlagen überlagert den positiven Trend an den Standorten mit großen Lackieranlagen, das Ziel einer jährlichen Reduktion der gefährlichen Abfälle um 1,8 Prozentpunkte bezogen auf den Umsatz (Index) wurde dadurch abermals verfehlt. Auch die absolute Menge der gefährlichen Abfälle stieg in den vergangenen Jahren deutlich an. Neben den bereits beschriebenen Maßnahmen für den Standort Lazuri (RO) ist für das Jahr 2018 daher eine eingehende Analyse der Stoffströme an den Standorten mit den größten Mengen gefährlicher Abfälle vorgesehen, um konzernweit wieder eine positive Entwicklung einzuleiten.

Als Alternative zu Lösungsmitteln in Lacken können mittlerweile für nahezu alle Produktanwendungen außer im Marinebereich lösungsmittelfreie Lacke eingesetzt werden. Diese bedingen allerdings meist Mehrkosten. PALFINGER wendet seit dem Jahr 2014 konzernweit ökologische Mindeststandards bei Ausschreibungen für neue Lackieranlagen an. Die Anlagen müssen auf die Eignung für lösungsmittelfreie Lacke überprüft und gegebenenfalls umgestellt werden. Die europäischen PALFINGER Standorte mit großen Lackieranlagen setzen durchwegs lösungsmittelfreie Lacke ein. Im Marinebereich werden aufgrund von marinespezifischen Vorschriften nur Lacke auf Lösungsmittelbasis verwendet. In GUS wäre der Einsatz wasserlöslicher Lacke aufgrund der tiefen Temperaturen im Winter mit einem hohen Qualitätsrisiko verbunden. In Caxias do Sul (BR) ist es derzeit aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, diese Lacke regional zu beziehen. Auch in den USA werden lösungsmittelbasierte Lacke eingesetzt. Insgesamt blieb der Anteil der bezogenen lösungsmittelfreien Lacke im Jahr 2017 bei PALFINGER mit 94 Prozent (Vorjahr: 95 Prozent) relativ konstant.

Ein Überblick zu ökologischen Standards für PALFINGER Galvanik- und Lackieranlagen findet sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen. Auch weitere Angaben zu gefährlichen Abfällen nach einzelnen Regionen sowie der Einsatz wasserlöslicher Lacke sind dort dargestellt. NaDiVeG

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

Energieeffizienz

Als metallverarbeitendes Unternehmen ist PALFINGER nicht Teil der energieintensiven Industrie. 2017 stiegen die Energiekosten der PALFINGER Gruppe auf 7,4 Mio EUR (Vorjahr: 6,7 Mio EUR), um 10 Prozent. Der Gesamtenergieverbrauch erhöhte sich 2017 auf 208 Mio kWh (Vorjahr: 198 Mio kWh) und fiel vorwiegend in Europa an. Eine detaillierte Aufstellung zur Energieeffizienz und zur Verteilung des Verbrauchs nach Energieträgern und Regionen findet sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen.

  • GRI 302-1
  • NaDiVeG

ENERGIEVERBRAUCH NACH ENERGIETRÄGERN(in MWh)

1) Beinhaltet den Verbrauch an Heizöl, Erdgas, Butan, Propan, Flüssiggas, Kohle und Fernwärme. 2) Beinhaltet den Verbrauch an Diesel, Benzin und Kerosin.

Nach Prozessen betrachtet verbrauchen die Lackier- und Galvanikanlagen die meiste Energie bei PALFINGER. Die größten Lackieranlagen befinden sich an den Standorten Lengau (AT), Marburg (SI) und Council Bluffs (USA). Der zweite energieintensive Produktionsprozess bei PALFINGER ist die Galvanik. Solche Anlagen sind in Lazuri (RO) und Tenevo (BG) im Einsatz. Der Standort Lazuri ist seit 2013 Teil der PALFINGER Gruppe. Dort werden seither Bauteile beschichtet, die vormals von Lieferanten bearbeitet wurden – vermehrt auch für externe Kunden. Nach dem Ausbau der vergangenen Jahre befinden sich am Standort Lazuri inzwischen neun Verchromungslinien. Die Produktion in Lazuri war 2017 unverändert der mit Abstand größte Stromverbraucher in der

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

PALFINGER Gruppe. Die Energieeffizienz im Berichtsjahr verbesserte sich zwar deutlich, jedoch hauptsächlich durch eine vorteilhaftere Preisstruktur des Produktportfolios. Am zweiten Standort mit galvanischer Beschichtung, in Tenevo (BG), ermöglichten Optimierungen ebenfalls eine effizientere Stromnutzung.

Abgesehen von Lackier- und Galvanikanlagen betreibt PALFINGER keine energieintensiven Prozesse. Druckluftanlagen, Prozesse zum Schneiden (Laser- und Plasmaschneidemaschinen), Schweißen sowie Befüllen und Testen der Produkte haben einen vergleichsweise moderaten Energieverbrauch. Daher wird an der Mehrzahl der PALFINGER Standorte ein Großteil der Energie für die Hallenkonditionierung, wie etwa das Heizen und Belüften, verbraucht. Das Bewusstsein für Energieeffizienz in der PALFINGER Gruppe ist hoch. Dies zeigt sich daran, dass im Berichtsjahr an den Standorten eine Vielzahl einzelner Maßnahmen umgesetzt wurde. Beispiele sind: LED-Beleuchtung, Optimierung von Druckluft- und Schweißprozessen, Abwärmenutzung oder Verbesserungen der thermischen Qualität der Gebäudehülle. Kumuliert hatte die Fülle an Maßnahmen einen deutlich positiven Effekt.

Das Ziel, die Energieeffizienz (Index) jährlich zu verbessern, wurde 2017 erreicht

2015 2016 2017 91,0% 91,1% (Menge 2013 = 100%) 94,8%

INDEX: ENERGIE-VERBRAUCH BEZOGEN AUF UMSATZ

Der Energieeffizienzindex zeigt, wie sich der Energieverbrauch im Verhältnis zum Umsatz über die Jahre verändert. Die Entwicklung des Index ist seit vielen Jahren positiv, lediglich im Jahr 2016 verursachten die Entwicklungen in Russland einen einmaligen Rückgang der Energieeffizienz. Im aktuellen Berichtszeitraum ging der Energieverbrauch bezogen auf den Umsatz um 3,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Jahr 2016 zurück. Das Ziel, die Energieeffizienz jährlich um 1,8 Prozentpunkte zu verbessern, wurde damit 2017 erreicht. Ausschlaggebend waren vor allem die Verbesserung der Effizienz des Stromverbrauchs in der Region EMEA und die Optimierung des Wärmeenergieverbrauchs in der Region GUS.

GRI 302-3, 302-4 NaDiVeG

Konsequentes Energiemanagement soll in Zukunft die weitere Stärkung der Energieeffizienz gewährleisten. Am Standort Velikiye Luki (RU) wurde im Jahr 2017 die Erneuerung der Heizanlage geprüft und in Angriff genommen, wodurch die Effizienz im Wärmebedarf ab dem kommenden Jahr voraussichtlich um rund 10 Prozent optimiert wird. Aufgrund der Relevanz des Standorts kann alleine diese Maßnahme zu Einsparungen von ungefähr 1,5 Prozent des Gesamtwärmebedarfs der PALFINGER Gruppe führen.

Die Energieeffizienz ist zum Teil von Effizienzmaßnahmen und zum Teil auch von der Produktionsauslastung abhängig. Insbesondere die erforderliche Energie für das Beheizen der Gebäude ist von Witterungsverhältnissen geprägt. Das führt dazu, dass der Energieverbrauch von PALFINGER seit der Konsolidierung von Standorten in Russland verstärkt mit der Kälte der russischen Winter zusammenhängt. Für das Jahr 2018 ist daher geplant, den Energiebedarf für das Beheizen der Gebäude innerhalb der PALFINGER Gruppe mit Heizgradtagen zu gewichten. Dies wird das Monitoring der Energieeffizienz weiter verbessern.

Der Transport ist bei PALFINGER an Logistikunternehmen ausgelagert. Es handelt sich dabei um die Anlieferung von Rohstoffen und Komponenten, den Verkehr zwischen den PALFINGER Werken und den Transport der Produkte zu den Kunden. Der Transportmix ist bestimmt von Lkw und Schiff. Für den Personentransport bei Dienstwegen wurde der Fuhrpark im Jahr 2017 vermehrt auf Elektromobilität umgestellt. Die österreichischen Standorte Bergheim, Köstendorf und Lengau sind bereits mit Stromtankstellen und einigen E-Fahrzeugen ausgestattet, in Caussade (FR) ist eine Anschaffung einiger E-Fahrzeuge für 2018 geplant. Zudem offerierte PALFINGER im Berichtsjahr allen Firmenwagenbesitzern in Österreich ein kombiniertes Spritspar- und Fahrsicherheitstraining, um das Bewusstsein zu erhöhen.

GRI 302-2

NaDiVeG

Die beiden meistverwendeten Rohmaterialien Stahl und Aluminium sind in ihrer Produktion sehr energie- und CO2 intensiv. Die für die Produktion von Stahl benötigte Energiemenge und die daraus resultierenden Emissionen an Treibhausgasen sind beträchtlich. Für die Produktion jener Menge an Stahl und Aluminium, die von PALFINGER im Jahr 2017 bezogen wurde, kann ein Energieverbrauch von etwa 2.000 Mio kWh angenommen werden. Der Energiebedarf der Rohstoffe übersteigt somit den Energiebedarf der PALFINGER Produktion um knapp das Zehnfache. Umso wichtiger sind für PALFINGER die Initiativen zur effizienten Nutzung der Rohstoffe. Effiziente Nutzung von Rohstoffen, Seite 99

Auch in der Anwendung der PALFINGER Produkte wird Energie benötigt. Informationen zur Optimierung des Energieverbrauchs in der Nutzungsphase finden sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen. Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

Klimaschutz

PALFINGER beschäftigt sich intensiv mit klimawirksamen Emissionen, die durch den eigenen Energieverbrauch entstehen, und nimmt nicht am Emissionszertifikatehandel teil. In die Berechnung mit einbezogen werden sämtliche Emissionen der PALFINGER Werke aus Erdgas, Diesel, Benzin, Kerosin, Flüssiggas, Butan, Propan und Kohle (Scope 1). Auch indirekte Emissionen aus dem Stromverbrauch und Fernwärme (Scope 2 "market based") und Scope-3-Emissionen aus den vorgelagerten Aktivitäten der Energielieferanten werden mit berücksichtigt. Insgesamt verursachte PALFINGER im Jahr 2017 dadurch 72.533 Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahr: 78.194 Tonnen). Damit gelang es PALFINGER die klimawirksamen Emissionen vom Energieverbrauch zu entkoppeln: Denn während der Energieverbrauch produktionsbedingt stieg, konnten im selben Zeitraum die CO2-Emissionen reduziert werden.

GRI 305-1, 305-2, 305-3

NaDiVeG

Die Reduktion der absoluten Treibhausgase bedingt auch eine deutliche Verbesserung der CO2-Intenstität. Bezogen auf den Umsatz verbesserte sich der CO2-Index um 8,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Diese Verbesserung ist insbesondere auf Optimierungen in den Regionen EMEA und GUS zurückzuführen. GRI 305-4

NaDiVeG

Zur Reduktion der klimawirksamen Emissionen trugen einige Initiativen bei PALFINGER bei: So wurde etwa der Umstieg auf Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen fortgesetzt. Während bereits im Jahr 2014 alle österreichischen Standorte auf "Grünstrom" gewechselt hatten, wählten 2017 auch die beiden bulgarischen Standorte Cherven Brjag und Tenevo CO2-freien Strom. Auch der Standort Caussade (FR) bezieht seit Jahresbeginn 2017 Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energieträgern. Für 2018 sind weitere Maßnahmen geplant: In Lengau werden Dachflächen für Photovoltaik-Anlagen zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wird geprüft, welche weiteren Flächen in der PALFINGER Gruppe für Photovoltaik-Nutzung geeignet sind.

Am Standort Velikiye Luki (RU) sind seit 2017 Energieträger mit geringeren CO2-Emissionen im Einsatz: Im Zuge der Erneuerung der Heizanlage erfolgt ein Umstieg von Kohle auf Erdgas, der voraussichtlich im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossen sein wird. Erdgas bewirkt im Betrieb wesentlich geringere CO2-Emissionen als Kohle. Darüber hinaus wird die neue Heizanlage aufgrund der Effizienzgewinne insgesamt einen geringeren Wärmebedarf aufweisen. Da die bisherige Heizanlage dieses Standorts im Jahr 2017 etwa 6 Prozent der Gesamtemissionen der PALFINGER Gruppe verursachte, wird diese Umstellung ab 2018 wesentlich zur Verbesserung des PALFINGER Corporate Carbon Footprints beitragen.

Die Treibhausgas-Emissionen, die durch den Energieverbrauch an den Standorten der PALFINGER-Gruppe verursacht werden, stellen nur einen kleinen Teil der insgesamt bewirkten klimarelevanten Emissionen dar. Ähnlich zur umfassenden Energiebilanz wiegen auch hier die Emissionen in der vorgelagerten Lieferkette weitaus schwerer, insbesondere jene von Stahl. PALFINGER bezieht in erster Linie Stahl und Aluminium aus Europa, somit können die daraus bedingten Scope-3-Emissionen auf ungefähr 543.000 Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt werden. Sie sind demnach knapp neunmal so hoch wie die klimarelevanten Emissionen durch den Energieverbrauch an PALFINGER Standorten.

PALFINGER geht davon aus, dass auch die CO2-Emissionen in der Anwendung der Produkte jene der PALFINGER Werke um ein Vielfaches übersteigen. Aufgrund der unterschiedlichen Produkte und Anwendungsmöglichkeiten können Klimaeffekte aus der Nutzungsphase aktuell nicht quantifiziert werden. Derzeit führt PALFINGER jedoch ein Projekt durch, in dem die Emissionen in der Produktanwendung im Kranbereich berechnet werden.

TREIBHAUSGAS-EMISSIONEN (in Tonnen CO2-

INDEX: TREIBHAUS-GAS-EMISSIONEN BEZOGEN AUF UMSATZ Bis zum Jahr 2030 plant PALFINGER, die CO2- Emissionen um 25 Prozent zu reduzieren

Details zu den spezifischen Treibhausgas-Emissionen nach Regionen sind den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen zu entnehmen. Darüber hinaus berichtet PALFINGER im Rahmen der CDP-Erhebung über Treibhausgas-Emissionen und Klimaschutzinitiativen. Bei Klimaschutzaktivitäten orientiert sich PALFINGER an den Science Based Targets. Es handelt sich dabei um eine Initiative für Unternehmen, die ihre CO2-Einsparungen in Einklang mit dem internationalen "2-Grad-Ziel" bringen wollen. Über die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wird bei PALFINGER auf Werksebene entschieden. Auf Gruppenebene wurde Ende 2017 das Ziel definiert, bis zum Jahr 2030 25 Prozent CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2015 einzusparen. Entsprechende Initiativen werden zentral koordiniert und unterstützt. Zusätzlich wurden die Emissionen im konzernweiten Monitoring mit einem fiktiven CO2-Preis von 30 EUR pro Tonne CO2-Äquivalente hinterlegt. Damit bereitet sich PALFINGER auf eine zukünftige Besteuerung von CO2 vor, die in einigen Ländern verstärkt auf der politischen Agenda steht.

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Ratings, Seite 30; Risikobericht, Seite 76; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

Umwelt- und Energiemanagement

Die PALFINGER Umweltschutzrichtlinie definiert konzernweit einheitliche Standards für ein umfassendes Umweltmanagement an allen Fertigungs-, Montage- und Vertriebsstandorten. Die Richtlinie umfasst die Bereiche Energie, Abfall, Wasser, Umweltrecht, Umwelt-Notfall-Vorsorge sowie umweltschutzbezogene Schulungen und Kommunikation. Grundsätzlich handelt es sich um Mindeststandards, die sich an der ISO 14001 orientieren. Die Richtlinie sieht vor, dass an jedem Standort eine Person mit der Hauptverantwortung für Umweltmanagement betraut ist. Diese Person ist für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Umweltperformance zuständig. Der Prozess beinhaltet die laufende Erfassung der Umweltkennzahlen, die Bewertung der Umweltleistung, die Erstellung eines lokalen Umweltprogramms sowie die Überwachung der Umsetzung. Die Prozessverantwortung liegt beim Konzern-Nachhaltigkeitsmanagement, für die Einhaltung der Gruppenrichtlinie ist das Risk Management verantwortlich. Mehrere Kontrollschleifen sowie interne und externe Audits gewährleisten zudem die konzernweite Einhaltung.

An den PALFINGER Produktionsstandorten wurden auf Basis der Richtlinie Umweltmaßnahmen definiert und an das Konzern-Nachhaltigkeitsmanagement berichtet. Dadurch wird die Umsetzung der konzernweiten Umweltziele – etwa zur jährlichen Verbesserung der Energieeffizienz und Reduktion gefährlicher Abfälle – gesteuert. Themen wie Wasserverbrauch, Transport und Biodiversität sind gemäß Wesentlichkeitsanalyse nicht von prioritärer Bedeutung und werden in der Umweltrichtlinie auch nicht zentral behandelt. Gemäß Gruppenrichtlinie kommt für alle Standorte der Water-Risk-Filter zur Anwendung. Demnach sind nur Standorte, die in Gebieten mit kritischer Verfügbarkeit oder Qualität von Wasser liegen, aufgerufen, Maßnahmen zur effizienten Wassernutzung zu setzen. Im Bereich Transport wird der Energieverbrauch nach Treibstoffen zentral gemonitort. Bei starken Veränderungen im Verbrauch werden die Standorte kontaktiert und Maßnahmen besprochen.

Anstelle der ursprünglich geplanten Gruppenkonferenz für Umweltbeauftragte fand im Jahr 2017 eine Webinar-Reihe für die Umweltverantwortlichen der PALFINGER Gruppe statt. Schwerpunktthemen waren unter anderem der Austausch von Best-Practice-Maßnahmen, Datenmanagement, Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Webinar-Reihe wurde international gut angenommen und trug dazu bei, das gemeinsame Verständnis für Umweltmanagement in der PALFINGER Gruppe zu erhöhen. PALFINGER-intern konnten im Jahr 2017 alle Fertigungs- und Montagestandorte umgesetzte Maßnahmen einreichen, von denen drei Best-Practice-Initiativen ausgezeichnet wurden.

Eine Umweltschutzrichtlinie legt einheitliche Standards für alle Fertigungs-, Montageund Vertriebsstandorte fest

UMWELTMANAGEMENT-SYSTEM ISO 14001 (in Prozent der Mitarbeiter)

In Ausschreibungsunterlagen für die Beschaffung von neuen Anlagen und Gebäuden definiert PALFINGER verbindliche umweltrelevante Mindeststandards. Das betrifft insbesondere Lackier- und Galvanikanlagen, Schweißgeräte, Motoren, Druckluftgeräte, Büros und Produktionshallen sowie Belüftungsanlagen.

Standorte mit zertifiziertem Umweltmanagementsystemen nach ISO 14001 und Energiemanagementsystemen gemäß ISO 50001 übererfüllen die Mindeststandards der PALFINGER Umweltschutzrichtlinie. Die Einführung zertifizierter Managementsysteme wird von der Konzernleitung begrüßt, die Entscheidung liegt jedoch bei den jeweiligen Standortleitern. Im Jahr 2017 wurde ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 in Elsbethen (AT) eingeführt. Der Anteil der Standorte mit zertifizierten Umwelt- und Energiemanagementsystemen erhöhte sich im Jahr 2017 leicht. In Summe arbeiteten zu Jahresende 2017 33 Prozent der PALFINGER Mitarbeiter an Standorten mit zertifiziertem Umweltmanagementsystem und 40 Prozent an Standorten mit zertifiziertem Energiemanagementsystem.

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Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

PALFINGER unterteilt sein Geschäft in die Segmente LAND und SEA sowie den Bereich HOLDING. Im Segment LAND ermöglichten das Kerngeschäft in Europa sowie die Strukturen in Russland und Asien weiteres Wachstum. Im Segment SEA führte die Akquisition der Harding-Gruppe 2016 zu einer signifikanten Geschäftsausweitung, das Marktumfeld war jedoch 2017 schwierig.

Aufgrund des enormen Wachstum des Marinegeschäfts in Zusammenhang mit der Akquisition der Harding-Gruppe adaptierte PALFINGER im vergangenen Jahr die Segmentberichterstattung. Seither bildet PALFINGER im Segment LAND das Geschäft mit Hebe-Lösungen ab, die bei Nutzfahrzeugen (Lkws und Eisenbahnen) Verwendung finden. Das Geschäft, das mit Schiffen, Offshore-Einrichtungen oder Windkraftanlagen in Verbindung steht, wird im Segment SEA zusammengefasst. Der Bereich HOLDING umfasst als Cost Center die Aufwendungen der Konzernverwaltung sowie strategische Zukunftsprojekte. GRI 102-6

Segmente 2017 LAND SEA HOLDING Konsolidierung PALFINGER
Gruppe
Umsatz in Mio EUR 1.230,2 240,9 1.471,1
Umsatz in % 83,6% 16,4%
EBITDAn in Mio EUR1) 201,4 3,2 –18,6 186,0
EBITDAn in % 16,4% 1,3% 12,6%
EBITn in Mio EUR1) 160,8 –9,4 –21,8 0,0 129,7
EBITn in % 13,1% –3,9% 8,8%
EBITDA in Mio EUR 188,9 –2,3 –19,3 167,4
EBITDA in % 15,4% –0,9% 11,4%
EBIT in Mio EUR 147,5 –14,8 –22,4 0,0 110,2
EBIT in % 12,0% –6,2% 7,5%

1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

ENERGIEMANAGEMENT-SYSTEM ISO 50001

PALFINGER unterteilt sein Geschäft in die Segmente LAND und SEA sowie den Bereich HOLDING

UMSATZENTWICKLUNG SEGMENT LAND (in TEUR)

(in TEUR) 147.870 201.352 175.628

2015 2016 2017

EBITDAn-ENTWICKLUNG SEGMENT LAND

Im Segment LAND profitierte PALFINGER von der starken Nachfrage in den Kernmärkten

SEGMENT LAND

Das Segment LAND umfasst die Geschäftsregionen EMEA, Amerikas, GUS sowie Asien und Pazifik. Es beinhaltet alle landseitigen Produktbereiche von PALFINGER in diesen Märkten: Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane, Teleskopkrane, Mobilkrane, Stiff Boom Krane, Hubarbeitsbühnen, Ladebordwände, Abroll- und Absetzkipper, Mitnahmestapler, Personeneinstiegssysteme, Brückeninspektionsgeräte und Eisenbahnsysteme.

Geschäftsentwicklung 2017

Im Geschäftsjahr 2017 erhöhte sich der Umsatz im Segment LAND von 1.153,9 Mio EUR auf 1.230,2 Mio EUR, das ist ein Zuwachs um 6,6 Prozent. Das Wachstum wurde vor allem in Europa erzielt, auch die Übernahme des dänischen Vertriebspartners Palfinger Danmark AS trug zu der Steigerung bei. Darüber hinaus entwickelte sich das Geschäft in Asien und GUS erfreulich. Das Segment LAND leistete im Berichtszeitraum einen Beitrag von 83,6 Prozent (Vorjahr: 85,0 Prozent) zum Konzernumsatz.

Das Segment-EBITDAn (um Restrukturierungskosten bereinigt) konnte überproportional von 175,6 Mio EUR um 14,6 Prozent auf 201,4 Mio EUR gesteigert werden. Die EBITDAn-Marge erhöhte sich von 15,2 Prozent auf 16,4 Prozent im Jahr 2017. Neben dem Erwerb des dänischen Händlers wirkte sich der Produktmix samt höheren Stückzahlen in Europa positiv aus. Das Segment-EBITn stieg von 138,4 Mio EUR auf 160,8 Mio EUR, die EBITn-Marge liegt somit bei 13,1 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahr. Die Restrukturierungskosten, die vor allem in der Region Nordamerika anfielen, betrugen im Berichtsjahr 13,3 Mio EUR nach 9,5 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Das Segment-EBIT stieg ebenfalls überproportional von 128,9 Mio EUR auf 147,5 Mio EUR.

Der Auftragseingang war im gesamten Jahr 2017 hoch, das hohe Niveau zum Jahresende lässt für das Jahr 2018 auf ein weiteres Wachstum in diesem Segment schließen.

in TEUR Q1 2016 Q2 2016 Q3 2016 Q4 2016 Q1 2017 Q2 2017 Q3 2017 Q4 2017
Umsatz 280.434 306.965 273.837 292.685 297.249 327.339 284.214 321.401
Segment
EBITDAn1)
44.103 51.576 39.291 40.658 51.694 54.792 47.320 47.546
Segment-EBITn1) 35.029 42.378 29.941 31.008 41.599 44.501 37.389 37.326
Segment-EBITDA 43.222 48.352 37.681 36.880 48.045 50.957 45.941 43.925
Segment-EBIT 34.148 39.154 28.332 27.234 37.951 40.666 36.010 32.842

1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

Operative Highlights

In der Region EMEA war 2017 die wirtschaftliche Erholung in Europa weiterhin spürbar. Vor allem im Bau- und im Infrastrukturbereich profitierte PALFINGER von der Aufholung erforderlicher Ersatzinvestitionen, die in den vergangenen Jahren zurückgehalten wurden. Hervorzuheben sind dabei die Kernmärkte und die zuletzt schwachen Märkte Südeuropas sowie produktseitig unverändert das Krangeschäft, das sich auch sehr erfreulich im Ergebnis widerspiegelt. Die anderen Produktbereiche entwickelten sich in Europa größtenteils ebenfalls gut.

In Nordamerika konnten bereits wesentliche Restrukturierungserfolge verzeichnet werden. Neben internen Organisationsadaptionen verkaufte PALFINGER im 1. Quartal 2017 das Geschäft mit Service Bodies. Die Überarbeitung des bestehenden Produktportfolios schreitet voran. Nicht profitable Produkte und Geschäftsbereiche wurden ausgesteuert, erste Neuentwicklungen standen zu Jahresende kurz vor der Markteinführung. Bei anhaltend guter Nachfrage nach Ladekranen sollte infolgedessen die Profitabilität in Nordamerika 2018 steigen, die Restrukturierungsmaßnahmen werden voraussichtlich im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossen. In Südamerika bewegte sich PALFINGER weiterhin in einem sehr schwierigen Marktumfeld, die Talsohle scheint jedoch erreicht.

In Asien, insbesondere in China, ist die Partnerschaft mit SANY die Basis für die gute Entwicklung. Das Joint Venture Sany Palfinger konnte den Umsatz im Berichtszeitraum signifikant erhöhen. In Russland bzw. GUS blieb das wirtschaftliche Umfeld schwierig, die lokale Wertschöpfung erwies sich hier unverändert als essenzieller Vorteil und ermöglichte weiteres Wachstum.

Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71

Segmentanteil am Konzernergebnis 2015 2016 2017 in % des
Konzerns
Ergebnisse
Außenumsatz in TEUR 1.056.965 1.153.921 1.230.203 83,6%
EBITDAn in TEUR1) 147.870 175.628 201.352 108,3%
EBITDA in TEUR 141.146 166.135 188.867 112,8%
Abschreibung in TEUR 34.202 37.267 41.398 72,4%
EBITn in TEUR1) 113.674 138.356 160.815 124,0%
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR 106.944 128.868 147.469 133,8%
Segmentvermögen in TEUR 959.232 1.034.433 1.009.285 65,3%
Segmentschulden in TEUR 343.539 402.564 257.906 26,6%
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen in TEUR
50.401 61.495 69.899 80,1%
EBITn-Marge1) 10,8% 12,0% 13,1%
EBIT-Marge 10,1% 11,2% 12,0%
Mitarbeiter
Mitarbeiterstand2) 7.6823) 7.7574) 8.224
Frauenanteil (Prozent) 13,0%3) 12,1%4) 11,8%
Fluktuation (Prozent) 14,6%3) 15,6%4) 18,7%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen
(% der Sollarbeitszeit)
0,14%3) 0,24%4) 0,17%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter5) 15,43) 15,74) 19,0
Umwelt6)
Index: Energieverbrauch bezogen auf den Umsatz 91,1% 95,2% 91,4%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf den
Umsatz
92,6% 98,0% 89,4%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf den Umsatz 125,3% 152,1% 328,0%

1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

2) Stichtagswerte von konsolidierten Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter.

3) Aufgrund von internen Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität haben sich Änderungen ergeben.

4) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben. 5) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

6) Menge 2013 = 100%.

SEGMENT SEA

Das Segment SEA beinhaltet global die maritimen Produktgruppen von PALFINGER: Marine-, Offshore- und Windkrane, Davits, Boote, Winden und Offshore-Ausrüstung sowie Service, aber auch Industriekletterer. Um Synergien in Entwicklung, Produktion und Vertrieb optimal zu nutzen, werden die Produktgruppen in vier globale Produktdivisionen zusammengefasst: Krane, Winden und Handlinglösungen, Rettungsausrüstung und die 2017 neu etablierte Division Produktion und Beschaffung. Der Bereich Service operiert über alle Produktgruppen. Industriekletterer, der Geschäftsbereich Megarme, wird als Investment geführt.

Geschäftsentwicklung 2017

Der Umsatz des Segments SEA stieg im Geschäftsjahr 2017 auf 240,9 Mio EUR an. Diese enorme Steigerung um 18,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahresumsatz von 203,1 Mio EUR ist im Wesentlichen auf das Geschäftsvolumen der Harding-Gruppe zurückzuführen. Harding war im Vorjahr erst ab Ende Juni 2016 konsolidiert und leistete im Jahr 2017 einen Umsatzbeitrag von 101,6 Mio EUR. Der Anteil des Segments SEA am Konzernumsatz 2017 betrug 16,4 Prozent (Vorjahr: 15,0 Prozent).

EBITn-ENTWICKLUNG

160.815

138.356

2015 2016 2017

UMSATZENTWICKLUNG SEGMENT SEA

Das Segment-EBITDAn (um Restrukturierungskosten bereinigt) verzeichnete einen Rückgang von 11,5 Mio EUR im Vorjahr auf 3,2 Mio EUR im Jahr 2017. Die EBITDAn-Marge des Segments liegt bei 1,3 Prozent nach 5,6 Prozent im Vorjahr. Der Rückgang zeigt einerseits das schwierige Umfeld, ist aber andererseits auch auf die Integration der Harding-Gruppe zurückzuführen. Das Segment-EBITn war mit –9,4 Mio EUR im Berichtszeitraum negativ, nach 2,9 Mio EUR im Geschäftsjahr 2016. Die EBITn-Marge betrug –3,9 Prozent nach 1,4 Prozent im Vorjahr. Die Restrukturierungskosten in diesem Segment beinhalteten hauptsächlich Akquisitions- und Integrationskosten in Zusammenhang mit Harding und betrugen im Berichtsjahr 5,5 Mio EUR verglichen mit 6,1 Mio EUR im Jahr 2016. Das Segment-EBIT ging von –3,2 Mio EUR im Vorjahr auf –14,8 Mio EUR im Berichtszeitraum zurück.

Der Auftragseingang in diesem Segment spiegelte im Jahr 2017 das schwierige Marktumfeld wider, mit einem kurzfristigen Aufschwung ist aus derzeitiger Sicht nicht zu rechnen. Zudem wird wahrscheinlich ein Großauftrag aus dem Jahr 2013, der die Auslieferung von insgesamt 28 Offshore-Kranen umfasst, nicht vollständig abgerufen werden.

in TEUR Q1 2016 Q2 2016 Q3 2016 Q4 2016 Q1 2017 Q2 2017 Q3 2017 Q4 2017
Umsatz 38.329 39.843 57.197 67.722 64.628 64.535 55.141 56.568
Segment
EBITDAn1)
2.804 2.417 2.367 3.882 2.121 3.812 –157 –2.556
Segment-EBITn1) 1.751 1.359 110 –303 –1.254 756 –3.256 –5.598
Segment-EBITDA 2.116 2.203 1.069 1.204 933 2.494 –1.733 –3.944
Segment-EBIT 1.064 1.144 –2.090 –3.328 –2.482 –520 –4.834 –6.986

(in TEUR) 19.901 3.220 11.470

2015 2016 2017

Das Wachstum im Segment SEA stand in Zusammenhang mit der Übernahme von Harding im Jahr 2016

EBITn-ENTWICKLUNG SEGMENT SEA

1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

Operative Highlights

Im Segment SEA sind mehrheitlich Produktgruppen enthalten, deren Kernkunden in Abhängigkeit zum Ölpreis stehen. Daher dämpfte der nach wie vor niedrige Ölpreis die Investitionsbereitschaft vieler Kernkundenbranchen deutlich. Nach einem sehr volatilen 1. Halbjahr war im 2. Halbjahr 2017 jedoch eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu erkennen.

Mit der Übernahme der weltweit tätigen Harding-Gruppe im Vorjahr erweiterte PALFINGER sein Marinegeschäft um neue Produkte im Bereich Rettungsausrüstung. Zusätzlich verfügt PALFINGER seither über ein weltweites Servicenetzwerk. Nicht zuletzt aufgrund der strengen regulatorischen Bestimmungen ist Service im Marinegeschäft ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Für PALFINGER war diese Akquisition deshalb ein enormer Wachstumsschritt und eine bedeutende strategische Weiterentwicklung. Im Jahr 2017 stellte die Integration dieser großen Akquisition jedoch auch ergebnisseitig eine signifikante Herausforderung dar.

Nach dem deutlichen organischen Geschäftsrückgang im Jahr 2016 verzeichnete PALFINGER im Berichtszeitraum exklusive der Akquisition von Harding nur geringe Umsatzrückgänge. In einigen Bereichen stieg der Auftragseingang an, dies deutet auf eine Stabilisierung der Marktlage hin. In der Kreuzfahrtbranche konnte PALFINGER durch einen erfreulichen Auftrag für Rettungsausrüstung und Krane seine Marktposition stärken.

PALFINGER plant, sich mit der zielgerichteten Restrukturierung des gesamten Marinebereichs für zukünftige Aufwärtstrends zu positionieren. Maßnahmen, wie die Konsolidierung von Geschäftsaktivitäten und Standorten in Korea und den Niederlanden, wurden bereits umgesetzt. Sie tragen auch dazu bei, Synergien zwischen dem angestammten Marinebereich und der Harding-Gruppe zu heben. Die Integration von Harding wird voraussichtlich noch einige Monate andauern. Die Umsetzung weiterer Restrukturierungsmaßnahmen wird zurzeit evaluiert. Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71

Segmentanteil am Konzernergebnis 2015 2016 2017 in % des
Konzerns
Ergebnisse
Außenumsatz in TEUR 172.927 203.091 240.872 16,4%
EBITDAn in TEUR1) 19.901 11.470 3.220 1,7%
EBITDA in TEUR 19.234 6.592 –2.250 –1,3%
Abschreibung in TEUR 4.227 9.802 12.572 22,0%
EBITn in TEUR1) 15.674 2.917 –9.352 –7,2%
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR 15.007 –3.210 –14.822 –13,5%
Segmentvermögen in TEUR 205.836 463.398 410.136 26,5%
Segmentschulden in TEUR 105.604 205.715 80.658 8,3%
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen in TEUR
7.445 10.853 10.921 12,5%
EBITn-Marge1) 9,1% 1,4% –3,9%
EBIT-Marge 8,7% –1,6% –6,2%
Mitarbeiter
Mitarbeiterstand2) 1.1693) 1.8274) 1.681
Frauenanteil (Prozent) 8,9%3) 14,9%4) 16,4%
Fluktuation (Prozent) 11,5%3) 14,5%4) 20,6%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen
(% der Sollarbeitszeit)
0,02%3) 0,23%4) 0,28%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter5) 18,23) 15,44) 29,2
Umwelt6)
Index: Energieverbrauch bezogen auf den Umsatz 77,6% 90,9% 97,7%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf den
Umsatz
119,2% 127,8% 132,6%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf den Umsatz 110,0% 329,6% 217,5%

1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

2) Stichtagswerte von konsolidierten Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter.

3) Aufgrund von internen Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität haben sich Änderungen ergeben.

4) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben. 5) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

6) Menge 2013 = 100%.

BEREICH HOLDING

Im Bereich HOLDING sind die in der Zentrale zusammengefassten Konzernfunktionen und die in der Holding anfallenden strategischen Projektkosten ausgewiesen.

Geschäftsentwicklung 2017

Das Bereichs-EBITDAn (um Restrukturierungskosten bereinigt) betrug im Geschäftsjahr 2017 –18,6 Mio EUR nach –14,6 Mio EUR im Vorjahr. Die höheren Kosten stehen im Wesentlichen in Zusammenhang mit den laufenden konzernweiten Initiativen, den außerordentlichen Aufwendungen aufgrund der Veränderungen im Management sowie dem Verkauf des Firmenflugzeugs. Das Bereichs-EBITn liegt mit –21,8 Mio EUR unter dem Vorjahreswert von –17,5 Mio EUR. Die diesem Bereich zugeordneten Restrukturierungskosten betreffen im Wesentlichen Integrationskosten und betrugen 0,7 Mio EUR verglichen mit 2,1 Mio EUR im Jahr 2016. Das Bereichs-EBIT ging von –19,6 Mio EUR im Vorjahr auf –22,4 Mio EUR im Berichtszeitraum zurück.

in TEUR Q1 2016 Q2 2016 Q3 2016 Q4 2016 Q1 2017 Q2 2017 Q3 2017 Q4 2017
Bereichs
EBITDAn1)
–4.033 –3.615 –3.816 –3.130 –2.957 –3.975 –5.062 –6.579
Bereichs-EBITn1) –4.740 –4.327 –4.544 –3.863 –3.720 –4.785 –5.898 –7.359
Bereichs-EBITDA –4.303 –4.794 –4.125 –3.457 –3.111 –4.084 –5.305 –6.750
Bereichs-EBIT –5.009 –5.507 –4.853 –4.189 –3.875 –4.893 –6.141 –7.531
1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

EBITDAn-ENTWICKLUNG HOLDING

EBITn-ENTWICKLUNG HOLDING

Die derzeit laufenden konzernweiten Initiativen mit Fokus auf Kundenorientierung, Digitalisierung und Optimierung von Prozessabläufen unterstützen die PALFINGER Gruppe, sich für die Herausforderungen der nächsten Jahre zu positionieren. In diesem Zusammenhang überarbeitete PALFINGER auch seine Unternehmensvision. Im November 2017 stellte PALFINGER seine strategische Unternehmensplanung bis zum Jahr 2022 fertig, die diese Themen ebenfalls miteinbezieht.

In Zukunft wird auch die neue strategische Säule bzw. Einheit PALFINGER 21st im Bereich HOLDING dargestellt. Die Eröffnung des Innovationsstandorts Ende September 2017 im Startup-Hub weXelerate in Wien war bereits ein wesentlicher Schritt für die geplanten Aktivitäten zur Nutzung des Internet of Things für neue Services.

Strategische Säulen und Nachhaltigkeitsaspekte, Seite 35; Konzernweite Entwicklungsprogramme, Seite 38; Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe, Seite 71

Anteil am Konzernergebnis 2015 2016 2017 in % des
Konzerns
Ergebnisse
EBITDAn in TEUR1) –13.426 –14.594 –18.573 –10,0%
EBITDA in TEUR –15.071 –16.679 –19.250 –11,5%
EBITn in TEUR1) –15.954 –17.474 –21.762 –16,8%
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR –17.597 –19.558 –22.440 –20,4%
Mitarbeiter
Mitarbeiterstand2) 2513) 2624) 307
Frauenanteil (Prozent) 29,9%3) 32,1%4) 31,2%
Fluktuation (Prozent) 13,8%3) 11,8%4) 8,6%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen
(% der Sollarbeitszeit)
0,00%3) 0,01%4) 0,00%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter5) 13,63) 13,64) 16,1
Umwelt
Index: Energieverbrauch bezogen auf den Umsatz 100,0% 79,8% 59,6%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf den
Umsatz
100,0% 81,7% 58,8%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf den Umsatz6) 0,0% 0,0% 0,0%

1) Die Werte sind bereinigt (n=normalized) um Restrukturierungskosten.

2) Stichtagswerte von konsolidierten Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter.

3) Aufgrund von internen Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität haben sich Änderungen ergeben.

4) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben. 5) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

6) Keine gefährlichen Abfälle im Bereich HOLDING vorhanden.

AUSBLICK

PALFINGER strebt eine Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses an. Neben den bewährten strategischen Säulen werden dafür Initiativen in Zusammenhang mit Digitalisierung in dem neuen Bereich PALFINGER 21st gebündelt. PALFINGER plant, auch bei digitalen Lösungen Vorreiter zu sein und damit seine führende Position am Weltmarkt zu festigen. Für 2018 rechnet das Management neuerlich mit einem Rekordumsatz und -ergebnis.

PALFINGER adaptierte im Jahr 2017 seine Unternehmensvision und Strategie in Hinblick auf die Herausforderungen und Chancen im digitalen Zeitalter. Die vierte strategische Säule PALFINGER 21st zeigt, dass die Entwicklung neuer – auch disruptiver – Produkte, Services und Geschäftsmodelle ein Schwerpunkt der nächsten Jahre sein wird. Um zu gewährleisten, dass Bewährtes fortgeführt wird und gleichzeitig neue Lösungen entstehen können, wird PALFINGER 21st organisatorisch als eigener Bereich aufgebaut.

Im Jahr 2018 gilt es, die Vision, den neuen Bereich und auch das IoT-Entwicklungszentrum in Wien in der Organisation zu verankern. Die konzernweiten Entwicklungsprogramme mit Fokus auf Kundenorientierung, Digitalisierung und Optimierung von Prozessabläufen unterstützen die PALFINGER Gruppe, sich für diese Veränderungen zu positionieren.

Die Auswahl bzw. Einstellung eines neuen Vorstandsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat – Herbert Ortner schied mit Jahresende 2017 aus dem Vorstand aus – kann noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die PALFINGER Sozial- und Umweltstandards werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter forciert. PALFINGER hält an den im Jahr 2014 bzw. 2016 quantifizierten Zielen fest. Zusätzlich wurde 2017 das Ziel einer 25-prozentigen CO2-Einsparung ausgehend vom Jahr 2015 bis 2030 ergänzt.

Mit der HR-Strategie 2020 definierte PALFINGER zusätzliche Maßnahmen, um auch in Zukunft auf qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zählen zu können. Quantifizierte Ziele sind dabei, den Anteil von Nicht-Österreichern im Headquarter sowie den Frauenanteil in den weltweiten Führungspositionen deutlich zu erhöhen.

Das Ziel, gefährliche Abfälle zu reduzieren, wurde im Jahr 2017 wiederholt nicht erreicht. 2018 plant PALFINGER eine umfassende Analyse, um Ursachen und Verbesserungspotenziale zu erheben. Energieverbrauch und CO2- Emissionen sollten 2018 weiter zurückgehen. Neben anderen Initiativen wird insbesondere die neue Heizanlage am Standort Velikiye Luki (RU) diese Verbesserung auch aus Gruppensicht ermöglichen. Am Standort Lengau (AT) wird eine erste Photovoltaik-Anlage installiert und künftig zur Reduktion klimarelevanter Emissionen beitragen; weitere Flächen sollen folgen.

PALFINGER wies Ende 2017 einen sehr hohen Auftragsstand aus und ist daher für die Geschäftsentwicklung 2018 optimistisch. Aufgrund kurzfristiger interner wie externer Lieferschwierigkeiten konnte ein wesentliches Volumen der Aufträge Ende 2017 nicht fertiggestellt werden, dies führt zu einer Verschiebung in das Jahr 2018. Es wird erwartet, dass die Produktionswerke weiterhin gut ausgelastet sind. Die zunehmend globale Betrachtung der Wertschöpfungsstrukturen wird dabei zum Ausgleich von Auslastungsspitzen beitragen.

Wenngleich die Rahmenbedingungen für das Jahr 2018 zahlreiche Unsicherheiten bergen, rechnet das Management aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2018 neuerlich mit einem Rekordumsatz. Die Restrukturierungsmaßnahmen in Nordamerika werden voraussichtlich im 1. Halbjahr 2018 abgeschlossen, im Marinebereich werden weitere Maßnahmen evaluiert. Die bereits 2017 durchgeführten und zusätzliche Veränderungen sollten eine überproportionale Ergebnissteigerung und somit auch ein Rekordergebnis ermöglichen.

Die neue Unternehmensvision und Strategie bereiten PALFINGER auf die digitale Zukunft vor

PALFINGER hat seine ökologischen und sozialen Ziele erneuert bzw. erweitert

Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet das Management mit einem Rekordumsatz und einer Ergebnissteigerung

Corporate-Governance-Bericht

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

ERKLÄRUNG GEMÄß § 243c UND § 267b UGB

PALFINGER bekennt sich zu den Richtlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex (www.corporate-governance.at) und erfüllt nahezu alle Bestimmungen. Das Bekenntnis wird jährlich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch einen externen Wirtschaftsprüfer evaluiert. Das Evaluierungsergebnis zeigt, dass Corporate Governance bei PALFINGER gelebt wird. Der Bericht über die Evaluierung der Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex steht allen Interessenten auf der Unternehmenswebsite (www.palfinger.ag) zur Verfügung.

PALFINGER bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex

www.palfinger.ag/de/investor-relations/corporate-governance; www.corporate-governance.at

ORGANE DER GESELLSCHAFT SOWIE ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT GEMÄß § 243c ABSATZ 2 UND § 267b UGB

Gemäß österreichischem Aktiengesetz leitet der Vorstand der PALFINGER AG die Gesellschaft unter eigener Verantwortung, wie es das Wohl des Unternehmens unter Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder erfordert. Kollegialität, Offenheit, ständiger Informationsaustausch und kurze Entscheidungswege zählen dabei zu den obersten Prinzipien. Der Vorstand führt das für die einzelnen Segmente bzw. Business Areas operativ verantwortliche Management. Der Vorstand ist darüber hinaus in der Geschäftsführung einzelner österreichischer PALFINGER Holdinggesellschaften vertreten; Martin Zehnder war 2017 auch Mitglied im Aufsichtsrat der Palfinger Europe GmbH.

Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und unterstützt den Vorstand bei wesentlichen Entscheidungen. Die offene Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie innerhalb dieser Organe hat bei PALFINGER lange Tradition. Die Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2017 waren die laufende Geschäftsentwicklung, die Auswirkungen der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Maßnahmen zur Senkung von Kosten und eingesetztem Kapital, Integrations-, Restrukturierungs- und Expansionsprojekte, Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem, Nachhaltigkeitsschwerpunkte und Diversitätskonzept, die Veränderungen im Vorstand sowie Perspektiven für das Jahr 2018.

Für die Auswahl der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder werden derzeit keine speziellen Nachhaltigkeitskriterien herangezogen. Über die Familie Palfinger als Haupteigentümer sowie die vom Betriebsrat delegierten Aufsichtsräte ist gewährleistet, dass nachhaltige Aspekte in diesem Gremium Beachtung finden. Eine unabhängige Bewertung der Governance von Nachhaltigkeit bzw. ein darauf bezogenes Vergütungssystem sind derzeit nicht in Kraft.

GRI 102-18, 102-19, 102-20, 102-22, 102-24

Nachhaltigkeitsmanagement, Seite 43

VORSTAND

Zu Jahresende 2017 bestand der Vorstand aus drei Personen

Der Vorstand der PALFINGER AG bestand im Geschäftsjahr 2017 aus drei bzw. zwei Personen; das ganze Jahr über waren Herbert Ortner und Martin Zehnder im Vorstand vertreten. Christoph Kaml schied mit August aus dem Vorstand aus, mit Oktober trat Felix Strohbichler seine Funktion als Vorstand für Finanzen an. Den Vorsitz hielt seit Juni 2008 Herbert Ortner, er verließ den Vorstand mit Jahresende 2017. Bis zur Bestellung eines Nachfolgers übernahmen Herr Strohbichler und Herr Zehnder seine Agenden.

Name Erstbestellung Ende der Funktionsperiode Diversitätsfaktoren1)
Herbert Ortner (Vorsitzender) 1.2.2003 31.12.2017 Männlich
geb. 1968
Österreich
Christoph Kaml (Finanzen) 1.1.2009 31.8.2017 Männlich
geb. 1974
Österreich
Felix Strohbichler (Finanzen) 1.10.2017 30.9.2022 Männlich
geb. 1974
Österreich
Martin Zehnder (Mitglied) 1.1.2008 31.12.2018 Männlich
geb. 1967
Schweiz

1) Diversitätsfaktoren beinhalten: Geschlecht, Alter, Staatszugehörigkeit.

GRI 405-1

Herbert Ortner

VORSTANDSVORSITZENDER (BIS 31.12.2017)

Geboren 1968, war Ortner bis 2001 bei der börsenotierten Semperit-Gruppe als weltweiter Geschäftsbereichsleiter für Industrieschläuche tätig. Von dort wechselte er zu PALFINGER, wo er das Ersatzteil-, Zubehörund Servicegeschäft ausbaute. Ab Februar 2003 konzentrierte sich Ortner als Vorstand für Marketing & Vertrieb auf die PALFINGER Produktbereiche Eisenbahnsysteme, Ladebordwände, Mitnahmestapler und Hubarbeitsbühnen sowie auf den weiteren Ausbau des Service- und Dienstleistungsgeschäfts. Als Vorsitzender des Vorstands zählten seit Juni 2008 Beschaffung, Recht, Personal, Kommunikation, Investor Relations, Nachhaltigkeitsmanagement und Marketing zu seinen Agenden. Herbert Ortner schied mit 31. Dezember 2017 aus persönlichen Gründen aus dem Vorstand aus.

Herbert Ortner ist Mitglied des Aufsichtsrats der ENGEL Austria GmbH und der ENGEL Holding GmbH.

Christoph Kaml

VORSTAND FÜR FINANZEN (BIS 31.8.2017)

Geboren 1974, begann Kaml seine Laufbahn bei Gemini Consulting. Bevor er im Jahr 2004 zur PALFINGER AG kam, war er zuletzt als Prokurist für ein M&A-Beratungsunternehmen in der Schweiz tätig. Vom PALFINGER Corporate Development wechselte er 2006 in die Geschäftsführung der Business Area Nordamerika mit Sitz in Niagara Falls, Kanada. Dort zeichnete er für Finanzen, Strategie und Business Development verantwortlich. Von Jänner 2009 bis August 2017 war Kaml Finanzvorstand der PALFINGER AG.

Christoph Kaml ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Putzmeister Holding GmbH.

Martin Zehnder

MITGLIED DES VORSTANDS UND PRESIDENT SEGMENT LAND

Geboren 1967, begann Zehnder seine berufliche Laufbahn 1984 bei der Alstom Schienenfahrzeuge AG. Von 2000 bis 2005 war er als Geschäftsführer bei Keystone Europe in Frankreich im Entwicklungs- und Produktionsbereich tätig. In der PALFINGER Gruppe war Zehnder ab 2005 als Global Manufacturing Manager für die Fertigungswerke verantwortlich. Seit Jänner 2008 untersteht ihm der weltweite Fertigungs- und Montagebereich, und er verantwortet das Produktmanagement und die Digitalisierung. Seit 2017 ist er President des Segments LAND.

Der Aufsichtsrat bestand zu Jahresende aus insgesamt neun Mitgliedern

Felix Strohbichler

VORSTAND FÜR FINANZEN UND PRESIDENT SEGMENT SEA (SEIT 1.10.2017)

Geboren 1974, übernahm Strohbichler im Jahr 2000 die Leitung der Rechtsabteilung der PALFINGER AG. In weiterer Folge verantwortete er in leitenden Positionen verschiedene Bereiche in der PALFINGER Gruppe und war zuletzt bis 2015 als Area Manager EMEA mit den Schwerpunkten Marketing, Vertrieb und Service sowie Finanzen und Controlling tätig. Von Mai 2015 bis September 2017 war er Geschäftsführer der B&C Industrieholding GmbH. Seit Oktober 2017 ist er als Finanzvorstand der PALFINGER AG verantwortlich für Controlling, Rechnungswesen, Treasury, Risk Management, Internal Audit sowie Informations- und Kommunikationstechnik. Darüber hinaus ist er President des Segments SEA.

Felix Strohbichler ist Mitglied des Aufsichtsrats der Lenzing AG sowie der Semperit AG Holding.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der PALFINGER AG bestand zum 31. Dezember 2017 aus sechs von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern und drei vom Betriebsrat entsandten Mitgliedern. Den Vorsitz führt Hubert Palfinger jun., seine Stellvertreter sind Gerhard Rauch und Hannes Palfinger.

Bericht des Aufsichtsrats, Seite 260

Name Erstbestellung Ende der Funktionsperiode Diversitätsfaktoren2)
Hubert Palfinger jun.
(Vorsitzender seit 10.12.2013)
13.4.2005 HV 2020 Männlich
geb. 1969
Österreich
Gerhard Rauch
(1. Stv. des Vorsitzenden seit 6.6.2016)
9.3.2016 HV 2021 Männlich
geb.1963
Österreich
Hannes Palfinger
(2. Stv. des Vorsitzenden seit
10.12.2013)
30.3.2011 HV 2021 Männlich
geb.1973
Österreich
Dawei Duan 9.3.2016 HV 2021 Männlich
geb. 1972
China
Heinrich Dieter Kiener 30.3.2011 HV 2021 Männlich
geb. 1956
Österreich
Hannes Bogner 8.3.2017 HV 2022 Männlich
geb. 1959
Österreich
Peter Pessenlehner 31.3.2010 8.3.2017 Männlich
geb.1970
Österreich
Johannes Kücher1) 6.2.2015 1) Männlich
geb.1963
Österreich
Alois Weiss1) 13.2.2006 1) Männlich
geb.1962
Österreich
Erwin Asen1) 20.12.2017 1) Männlich
geb. 1971
Österreich
Gerhard Gruber1) 15.5.2006 24.10.2017 1) Männlich
geb.1960
Österreich
1) Vom Betriebsrat entsandt.

2) Diversitätsfaktoren beinhalten: Geschlecht, Alter, Staatszugehörigkeit.

GRI 405-1

Folgende Veränderungen ergaben sich aus den Aufsichtsratswahlen der Hauptversammlung am 8. März 2017: Peter Pessenlehner schied mit Beendigung der Hauptversammlung 2017 auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat aus. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Hannes Bogner.

Hubert Palfinger jun.

AUFSICHTSRATSVORSITZENDER

Hubert Palfinger jun. war 15 Jahre lang in verschiedenen Gesellschaften der PALFINGER Gruppe tätig, 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Industrieholding GmbH. Er ist seit 2005 Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG. Ab September 2008 war er stellvertretender Vorsitzender, im Jahr 2013 wurde er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Hubert Palfinger jun. ist weiters Mitglied im Aufsichtsrat der Salzburger Flughafen GmbH sowie Geschäftsführer der IC International Consulting GmbH.

Gerhard Rauch

1. STELLVERTRETER DES VORSITZENDEN

Gerhard Rauch hat als geschäftsführender Gesellschafter der Walser-Gruppe umfassende Erfahrung im Karosserie- und Fahrzeugbau und kooperiert in diesem Geschäftsbereich seit Jahrzehnten mit der PALFINGER Gruppe. Weiters ist Rauch Miteigentümer der Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co OG. Seit 2016 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG und 1. Stellvertreter des Vorsitzenden.

Hannes Palfinger

2. STELLVERTRETER DES VORSITZENDEN

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie einer sportlichen Laufbahn war Hannes Palfinger drei Jahre als Wirtschaftsprüfungsassistent bei PricewaterhouseCoopers in Wien tätig. Von 2007 bis 2010 hatte er eine Führungsposition in der Palfinger systems GmbH inne. Hannes Palfinger ist Geschäftsführer der Clear Holding GmbH sowie der Audiodata Lautsprecher GmbH. Seit 2011 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG, seit 2013 stellvertretender Vorsitzender.

Weitere Funktionen von Mitgliedern des Aufsichtsrats

DAWEI DUAN

Director, Senior Vice President der SANY-Gruppe

HEINRICH DIETER KIENER

Geschäftsführer der Stieglbrauerei Aufsichtsratsmitglied der Schoellerbank Vorstandsmitglied der österreichischen Industriellenvereinigung sowie der Landesgruppe Salzburg Präsidiumsmitglied im Verband der Brauereien Österreichs Mitglied der Sektionsleitung der Sparte Industrie der WK Salzburg

HANNES BOGNER

Aufsichtsratsmitglied der STRABAG SE Aufsichtsratsmitglied der Wiener Börse AG Aufsichtsratsmitglied der CEESEG AG Aufsichtsratsmitglied der Casinos Austria AG Aufsichtsratsmitglied der Niederösterreichische Versicherung AG Aufsichtsratsvorsitzender der Wienwert AG

PETER PESSENLEHNER

Geschäftsführer der PwC Österreich GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

https://www.palfinger.ag/de/ueber-uns/our-people-our-values/aufsichtsrat

Abgesehen von Hubert Palfinger jun. und Hannes Palfinger ist kein Aufsichtsratsmitglied Anteilseigner oder Interessenvertreter einer Beteiligung von mehr als 10 Prozent.

Gemäß Regel Nr. 58 des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird darauf hingewiesen, dass Herr Dawei Duan aus terminlichen Gründen an keiner Sitzung teilnehmen konnte; der Vorstand hat Herrn Duan jedoch regelmäßig über die wesentlichen Entwicklungen auf Basis der Aufsichtsratsunterlagen informiert.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Prüfungsausschuss

Die Entscheidungsbefugnisse des Prüfungsausschusses entsprechen den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Im Jahr 2017 wurden drei Ausschusssitzungen abgehalten, in denen der Jahresabschluss 2016 sowie die Themen Internes Kontrollsystem, Risikomanagement, IFRS- bzw. Bilanzierungs-Themen und Interne Revision sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer behandelt wurden.

Mitglieder: Peter Pessenlehner (bis 8.3.2017; Finanzexperte, Vorsitzender), Hannes Bogner (ab 29.5.2017; Finanzexperte, Vorsitzender), Hubert Palfinger jun., Gerhard Rauch, Hannes Palfinger, Johannes Kücher

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist im Jahr 2017 regelmäßig zusammengetreten. Diskutiert wurden vor allem die Zusammenarbeit und Arbeitsweise des Vorstands. Wesentliche Themen waren im Juni der Rücktritt von Christoph Kaml und im November der Rücktritt von Herbert Ortner sowie die Suche bzw. Nachbesetzung dieser Vorstandpositionen.

Mitglieder: Hubert Palfinger jun. (Vorsitzender), Gerhard Rauch, Hannes Palfinger

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss hat sich in seinen regelmäßigen Sitzungen im Jahr 2017 mit dem Entgelt für die Vorstandsmitglieder befasst und Feedback-Gespräche mit ihnen durchgeführt. Mitglieder: Hubert Palfinger jun. (Vorsitzender), Gerhard Rauch, Hannes Palfinger

WIRTSCHAFTSPRÜFER

Die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, wurde als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss 2017 der PALFINGER AG vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 8. März 2017 gewählt.

DIVERSITÄTSKONZEPT

Im Jahr 2017 erneuerte PALFINGER seine Diversitätsstrategie für die gesamte Unternehmensgruppe. Unter Diversität werden dabei nicht nur die primären Dimensionen, wie Herkunft, kulturelle Hintergründe, Geschlecht oder Generationen, verstanden, sondern auch Sekundärdimensionen, wie z.B. Arbeitsstil, Werte, Kenntnisse oder Fertigkeiten von Einzelpersonen. PALFINGER ist überzeugt, dass Vielfalt als Teil der Unternehmenskultur zum Vorteil aller Stakeholder und nicht zuletzt der Mitarbeiter gereicht.

In diesem Zusammenhang wurden konkrete Ziele und Initiativen definiert, um bis zum Jahr 2022 die Vielfalt innerhalb der Gruppe weiter zu erhöhen. Dazu zählen die gemeinsame Konzernsprache Englisch, Internationalisierung und interkulturelles Verständnis der Mitarbeiter im Headquarter, familienfreundliche Rahmenbedingungen, globaler Wissenstransfer durch höhere Mobilität. Auch zwei quantitative Ziele bestärken das Diversitätskonzept.

Die Diversitätsstrategie von PALFINGER beinhaltet konkrete Ziele und Initiativen Damit PALFINGER von den zahlreichen Vorteilen eines diversen Umfelds stärker profitieren kann, soll sich der Anteil von Vertretern anderer Nationalitäten als Österreich im Headquarter deutlich erhöhen. Bis zum Jahr 2022 wird ein Anteil von 20 Prozent Nicht-Österreicher angestrebt. Das Bekenntnis zu den österreichischen Wurzeln von PALFINGER bleibt davon unberührt.

Der Frauenanteil in den oberen Managementebenen soll bis 2022 dem konzernweiten Frauenanteil entsprechen

Im Aufsichtsrat und Vorstand von PALFINGER sind derzeit keine Frauen, und in den weiteren Top-Management-Positionen ist eine Frau vertreten. In den darunterliegenden Ebenen ist der Anteil weiblicher Führungskräfte gering bzw. weitgehend auf kaufmännische Funktionen beschränkt. Dies soll sich mittelfristig ändern. PALFINGER präsentiert sich daher weiterhin auf Job-Messen und spricht gezielt weibliche Potenzialträger an. Bei Neu- und Nachbesetzungen von Führungspositionen wird versucht, verstärkt Frauen zu gewinnen. In diesem Sinne soll auch der Anteil weiblicher Führungskräfte in den PALFINGER Ausbildungsprogrammen weiter erhöht werden. Ziel ist, bis zum Jahr 2022 in den oberen Managementebenen zumindest den gleichen Frauenanteil zu erreichen, der in der Gruppe besteht. Im Jahr 2017 waren dies 13,1 Prozent.

GRI 405-1 NaDiVeG

Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 84; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 211

VERGÜTUNGSBERICHT

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder umfasst fixe und erfolgsabhängige Bestandteile und ist für ein Unternehmen dieser Größe und Komplexität angemessen. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile orientierten sich 2017 einerseits an persönlich mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern vereinbarten Zielen, andererseits an den wesentlichen Kennzahlen der PALFINGER Gruppe – Umsatzwachstum und EBIT – sowie langfristig an der Steigerung des Unternehmenswerts. Die variablen Bezüge der Vorstände machten 2017 im Durchschnitt rund 45 Prozent des Jahresgehalts aus. Detaillierte Angaben zu den Bezügen sind in den Erläuterungen zum Konzernabschluss dieses Berichts dargestellt.

Konzernabschluss, Angaben über Organe und Arbeitnehmer, Seite 199

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben seit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 9. März 2016 Anspruch auf folgende Bezüge:

Die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats ("Kapitalvertreter") erhalten für die physische Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats 2.500 EUR pro Sitzung. Zusätzlich erhalten sie ein jährliches Entgelt für das Geschäftsjahr 2016 und die Folgejahre (sofern eine künftige Hauptversammlung nichts anderes beschließt) wie folgt:

für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats 45.000 EUR
für den Stellvertreter des Vorsitzenden 20.000 EUR
für jedes Aufsichtsratsmitglied 7.000 EUR
weiters für jedes Ausschussmitglied je Ausschussmandat 2.000 EUR

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats bzw. eines Ausschusses dem Organ nicht während des ganzen Geschäftsjahres angehört haben, erfolgt die Auszahlung der Vergütung aliquot (berechnet auf Monatsbasis).

Die genannten Beträge für das Anwesenheitsentgelt und die feste Vergütung sind beginnend mit dem Geschäftsjahr 2017 (Basiszahl Jänner 2016) nach dem von der Statistik Austria verlautbarten Verbraucherpreisindex 2010 wertgesichert.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie für wesentliche Leitungspersonen der PALFINGER Gruppe besteht eine D&O-Versicherung, deren Prämien von der PALFINGER AG getragen werden.

Die Vergütung der Vorstände erfolgt auch erfolgsabhängig, sie orientiert sich an kurzund langfristigen Zielen

Die Vergütung der Aufsichtsräte wurde von der Hauptversammlung 2016 beschlossen

FAIRE WIRTSCHAFT

UNTERNEHMENSETHIK UND KORRUPTIONSPRÄVENTION

Menschenrechtsverletzungen und Korruption werden bei PALFINGER als moralisch untragbar gesehen. Sie widersprechen den Unternehmenswerten und schaden der Wirtschaft – und somit auch PALFINGER selbst. Bei Verdacht auf allfällige Unregelmäßigkeiten wird daher rasch gehandelt. Zur Vermeidung oder allenfalls zur Aufdeckung von Verstößen hat PALFINGER mehrstufige Maßnahmen implementiert. NaDiVeG

Konzernrichtlinien und Code of Conduct

Der PALFINGER Code of Conduct ergänzt die Gruppenrichtlinien, die wesentliche Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfungskette definieren. Der PALFINGER Code of Conduct regelt unter anderem die Einhaltung und Überprüfung von Menschenrechtsaspekten oder die Vermeidung von Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit auch in der Lieferkette. Darüber hinaus gibt es eine interne Richtlinie mit "Verhaltensregeln zur Verhinderung von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten".

Seit 2010 enthalten Verträge mit Mitarbeitern, Händlern, Lieferanten und Kooperationspartnern verbindliche Verweise auf den PALFINGER Code of Conduct. Der Code ist auch auf der Unternehmenswebsite zu finden, ebenso wie ein Video, das die Kommunikation unterstützt. Für den Berichtszeitraum 2017 ist nach vorliegenden Ergebnissen keine Kinder-, Zwangs- oder Pflichtarbeit an PALFINGER Standorten bekannt, noch sind junge Mitarbeiter einer gefährlichen Arbeit ausgesetzt. Auch an risikobehafteten Standorten, wie beispielsweise in Asien, ist die Einhaltung des Code of Conduct verpflichtend.

Im Falle schwerwiegender Verstöße gegen den Code of Conduct, die Verhaltensregeln oder andere Gruppenrichtlinien definiert die Abteilung Internal Audit in Abstimmung mit dem Vorstand eine Vorgehensweise für deren Analyse. Bei Bedarf werden externe Spezialisten herangezogen. Je nach Ergebnis dieser Analyse wird eine Entscheidung über die weiteren Schritte getroffen.

GRI 102-16, 102-17, 205-2, 408-1, 409-1

Risikobericht, Kontrollumfeld, Seite 83

www.palfinger.ag/de/Pages/code-of-conduct

Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung

Für Unterschriftsleistungen im Geschäftsverkehr mit Dritten und für interne Freigaben, sofern dadurch Rechte bzw. Verpflichtungen begründet sind, gilt das Vier-Augen-Prinzip. Das bedeutet, dass gemäß Konzernrichtlinie zwei Unterschriften von zuständigen vertretungsbefugten Personen der jeweiligen lokalen Einheit nötig sind. Detaillierte Unterschriftenregelungen, die lokale Prozesse sowie sinnvolle Wertgrenzen berücksichtigen, werden regelmäßig überprüft, angepasst bzw. laufend detailliert und aktualisiert.

PALFINGER legt auch in kleineren Unternehmenseinheiten Wert auf Funktionstrennung. Eine Person darf nicht mehrere kritische Funktionen gleichzeitig innehaben. Dieses Prinzip soll Fehler sowie die Wahrscheinlichkeit von Korruption reduzieren, vor allem aber auch die Mitarbeiter schützen. So kann beispielsweise eine Person nicht gleichzeitig eine Bestellung vornehmen und eine Rechnung einbuchen.

Im Jahr 2017 war PALFINGER erneut mit Phishing- und Betrugsversuchen via E-Mail konfrontiert, die jedoch keinen wesentlichen Schaden verursachten. Die Vorfälle wurden den zuständigen Behörden gemeldet und auch intern zur Bewusstseinsbildung kommuniziert; die internen Prozesse und Systeme werden zur Vermeidung von möglichen Schäden laufend verbessert.

Bereits seit 2016 beschäftigt sich PALFINGER verstärkt mit den erhöhten Anforderungen in Zusammenhang mit den europäischen Datenschutzbestimmungen (DSGVO). Die erforderlichen Maßnahmen und Investitionen wurden von den Bereichen Recht und Informationstechnologie gemeinsam mit den operativen Geschäftsbereichen definiert und werden sukzessive implementiert.

Der Code of Conduct ist für Mitarbeiter, Händler und Partner von PALFINGER verbindlich

Auch in kleineren Unternehmenseinheiten gelten Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung

PALFINGER schafft Bewusstsein für Compliance-Themen und informiert über Richtlinien und Prozesse

Information über Leitlinien und Unternehmensethik

Die Konzernabteilung Risk Management berichtet dem PALFINGER Management in einem Risk Management Newsletter regelmäßig über Neuigkeiten, insbesondere über Ratschläge zur Vermeidung bzw. Aufdeckung von Korruption durch Dritte. Gruppenrichtlinien werden über standardisierte Prozesse an das gesamte Management-Team und weiter an das jeweils lokale Management kommuniziert.

Neue Mitarbeiter erhalten Willkommensmappen und eine Onboarding-Schulung, in denen auch auf die PALFINGER Werte und die Maßnahmen zur Korruptionsvermeidung hingewiesen wird. Die Finanz- und Personalmitarbeiter sowie Geschäftsführungen erhalten von der Rechtsabteilung Informationsmaterial zu Compliance bei PALFINGER. Mit Vertriebsbereichen wurden im Berichtszeitraum Workshops hinsichtlich kartellrechtlicher Compliance abgehalten.

GRI 205-2

Interne Audits und Risk Management

Die Abteilung Corporate Risk Management führt laufend Prüfungen in den Unternehmen der PALFINGER Gruppe durch und spricht im Rahmen von Workshops mit den Mitarbeitern über Ethik und Korruption. Im Jahr 2017 wurden drei Audits in Österreich, Norwegen und den USA durchgeführt und abgeschlossen.

Die Integrity Line ist über die Unternehmenswebsite erreichbar

Eine Integrity Line ermöglicht die anonyme Einmeldung von möglichen Gesetzes- und Richtlinienverstößen in Verbindung mit Unternehmen der PALFINGER Gruppe. Sie ist über die Unternehmenswebsite erreichbar, die Meldungen gehen bei der firmeninternen Abteilung Corporate Risk Management ein. Im Berichtszeitraum gab es eine interne begründete, jedoch unwesentliche Meldung. Das Thema wurde mit entsprechenden Maßnahmen umgehend behoben.

COMPLIANCE-VERSTÖSSE

Compliance-Verstöße werden zentral in der Rechtsabteilung gemeldet. Im Jahr 2017 wurden bei PALFINGER wie in den Vorjahren keine wesentlichen Fälle von Korruption gemeldet. Drei intern begründeten, aber unwesentlichen Fällen wurde nachgegangen, und entsprechende Maßnahmen wurden gesetzt. Es wurden zwei Mitarbeiter entlassen. Es gab keine Vorfälle mit Geschäftspartnern. Es gab keine öffentlichen Klagen im Zusammenhang mit Korruption, die im Berichtszeitraum gegen die Organisation oder deren Angestellte eingeleitet wurden. Ebenso mussten keine wesentlichen Bußgelder wegen Verletzung von Rechtsvorschriften entrichtet werden. Es sind keine Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens anhängig. Umweltschutzgesetze und -verordnungen sowie Gesetze und Vorschriften im sozialen und wirtschaftlichen Bereich wurden eingehalten. Es gab auch keine Verstöße in Zusammenhang mit Gesundheits- und Sicherheitsauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen, mit Produkt- und Dienstleistungsinformationen oder der Kennzeichnung und auch nicht in Zusammenhang mit Marketing und Kommunikation.

GRI 102-17, 205-1, 205-3, 206-1, 307-1, 412-1, 412-2, 416-2, 417-2, 417-3, 419-1 NaDiVeG

CORPORATE GOVERNANCE KODEX

PALFINGER erfüllt die verbindlichen L-Regeln ("Legal Requirement") und hält sich an nahezu alle C-Regeln ("Comply or Explain") des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Jänner 2015. Folgende C-Regeln werden nicht erfüllt:

Regeln Nr. 39 und 53 (Unabhängigkeit des Aufsichtsrats sowie Unabhängigkeit der Ausschussmitglieder)

Die Regel Nr. 53 wird von der PALFINGER AG nicht in vollem Umfang erfüllt. Kriterien für die Unabhängigkeit wurden nicht festgelegt. Vielmehr werden seitens der PALFINGER AG Persönlichkeits- und Qualifikationsprofil der Aufsichtsratsmitglieder sowie allenfalls deren Unabhängigkeit einschränkende Umstände offengelegt. Anhand dieser Informationen kann sich jeder Aktionär und auch die breite Öffentlichkeit selbst ein Bild von der Qualifikation der Aufsichtsratsmitglieder machen und deren Eignung beurteilen.

Die bisherigen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats haben zu den Erfolgen der PALFINGER AG in den letzten Jahren beigetragen. Dabei waren die ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die umsichtige Auswahl der einzelnen Mitglieder nach fachlichen und persönlichen Merkmalen sowie deren Kenntnis des Unternehmens und der gesamten Branche von Bedeutung. Aus all diesen Gründen wird es nicht als notwendig erachtet, Kriterien für die Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern festzulegen.

Dies trifft auch auf die Ausschussmitglieder (Regel Nr. 39) zu.

Bergheim, am 31. Jänner 2018

Dr. Felix Strohbichler e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h.

Konzernabschluss, Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen, Seite 198

www.palfinger.ag/de/investor-relations/corporate-governance

KENNZAHLENDEFINITION

WIRTSCHAFT

Capital Employed spiegelt das investierte Kapital wider und ergibt sich aus:
 immateriellen Vermögenswerten
 zuzüglich Sachanlagen, Beteiligungen, Nettoumlaufvermögen
Current Capital Das Current Capital setzt sich aktivseitig aus Vorräten und Forderungen aus Lie
ferungen und Leistungen und passivseitig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen zusammen.
EBIT
EBITn
(Earnings before Interest and Taxes) ist das operative Ergebnis des Unterneh
mens. PALFINGER unterscheidet zwischen dem EBIT gemäß IFRS und dem um
Restrukturierungskosten bereinigten EBITn. Das "n" steht für "normalized"
EBITDA
EBITDAn
(Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) ist das operative Er
gebnis vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und
als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien. PALFINGER berechnet ein um Re
strukturierungskosten bereinigtes EBITDAn, wobei das "n" für "normalized" steht.
Ergebnis je Aktie ist das Verhältnis von Konzernergebnis zum gewichteten Durchschnitt der sich
im Umlauf befindenden Aktien.
EVA (Economic Value Added) gilt als Indikator für die Wertsteigerung des Unternehmens.
 ROCE abzüglich WACC
 multipliziert mit durchschnittlichem Capital Employed
Free Cashflow zeigt, wie viel flüssige Mittel zur Bedienung des zu verzinsenden Kapitals – des
eigenen oder fremden – übrig bleiben.
 Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
 zuzüglich Fremdkapitalverzinsung
 abzüglich Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen
Gearing Ratio ist die Kennzahl für die Verschuldung des Unternehmens.
 Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und Eigenkapital in Prozent
Nettofinanzverschuldung ergibt sich aus:
 lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
abzüglich
 lang- und kurzfristigen Wertpapieren
 langfristigen Ausleihungen
 Kassenbestand und kurzfristigen Finanzmitteln
NOPLAT (Net Operating Profit Less Adjusted Taxes) errechnet sich aus:
 EBIT
 abzüglich Steuern auf das EBIT
Restrukturierungskosten Als Restrukturierungskosten definiert PALFINGER Kosten für Geschäftsmodellanpas
sungen, Standortverlagerungen bzw. -schließungen, signifikante Kapazitätsanpas
sungen, Akquisitions- und Integrationskosten, Händlerablösen sowie außerplanmä
ßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Zusammenhang mit Reor
ganisationen.
ROCE (Return on Capital Employed) sagt aus, wie sich das im Unternehmen investierte
Kapital verzinst.
 Verhältnis von NOPLAT und
 durchschnittlichem Capital Employed (Stichtag Vorjahr zu Stichtag dieses Jah
res) in Prozent
ROE (Return on Equity) ist eine Kennziffer zur Ertragslage des Unternehmens, die das
Ergebnis im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt.
 Verhältnis von versteuertem Ergebnis und
 durchschnittlichem Eigenkapital in Prozent
WACC (Weighted Average Cost of Capital) drückt die durchschnittlichen Kosten des in
vestierten Kapitals (Eigenkapital und Fremdkapital) aus.
Working Capital zeigt den absoluten Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige
Fremdkapital.

MITARBEITER

Vollzeitäquivalent Das Vollzeitäquivalent ergibt sich aus den vertraglich geregelten Arbeitsstunden eines
Mitarbeiters. Diese wird in Relation zur Normalarbeitszeit einer Vollzeitkraft gestellt.
Fluktuation Mitarbeiterabgänge (Headcounts), die innerhalb eines Jahres das Unternehmen
verlassen. Die Fluktuation ist der Anteil der Abgänge in Prozent des gesamten
Personalstands im Jahresdurchschnitt. Mitarbeitereintritte sind in dieser Kenn
zahl nicht berücksichtigt.
Ausfallzeiten aufgrund von
Unfällen
Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen werden unmittelbar in Stunden berücksichtigt
und beinhalten jeglichen Unfallschweregrad. Diese werden in Relation zu den Nor
malarbeitszeiten und dem Vollzeitäquivalent der eigenen Mitarbeiter gestellt. Diese
Regelung gilt – unabhängig von den jeweils nationalen Berechnungsvorschriften –
als einheitlicher Berechnungsmodus.
Abwesenheitszeiten Abwesenheitszeiten werden in drei Kategorien erhoben: aufgrund von Krankenstän
den, Berufserkrankungen und weiteren Ursachen (Arztbesuche, freiwillige Dienste
etc). Berufserkrankungen werden seit dem Jahr 2017 als Teilkategorie bei dieser
Kennzahl gesondert erhoben. Abwesenheitszeiten werden in Stunden berücksich
tigt. Sie werden in Relation zu den Normalarbeitszeiten und dem Vollzeitäquivalent
der eigenen Mitarbeiter gestellt. Krankenstände, die nicht mehr durch das Unterneh
men, sondern durch staatlich bestimmte Leistungen abgegolten werden, sind von
dieser Erhebung ausgenommen. Diese Regelung gilt – unabhängig von den jeweils
nationalen Berechnungsvorschriften – als einheitlicher Berechnungsmodus.
Aus- und Weiterbildungs
stunden
Jegliche Art beruflicher Aus-und Weiterbildung, die nicht direkt am Arbeitsplatz statt
findet, aber intern sowie extern durchgeführt wird. Die Aus- und Weiterbildungsstun
den werden in Relation zu den Vollzeitäquivalenten der eigenen Mitarbeiter gesetzt.
Frauenanteil
in Führungsebene
Alle Mitarbeiterinnen mit disziplinären Führungsaufgaben werden in Relation zu
der Gesamtzahl an Führungskräften gesetzt.

UMWELT

Index: Energieverbrauch
bezogen auf Umsatz
Der Index zeigt die Effizienz der eingesetzten Energie bezogen auf den Umsatz
an. Erfasst werden dabei elektrischer Strom, Treibstoff (Benzin, Diesel und Kero
sin) und Heizenergie (Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Propan, Butan, Fernwärme und
Kohle). Die eingesetzte Energiemenge wird dabei auf den lokalen Umsatz des je
weiligen Standorts bezogen (Menge 2013 = 100 %). Für die Berechnung der
konzernweiten Indizes werden die verschiedenen Produktionsstandorte nach
der Menge der im Berichtsjahr verbrauchten Energie gewichtet. Der Index ist
nicht inflationsbereinigt.
Index: Gefährliche Abfälle
bezogen auf Umsatz
Der Index zeigt die Intensität des erzeugten gefährlichen Abfalls bezogen auf den
Umsatz an. Die Menge gefährlicher Abfälle wird dabei auf den lokalen Umsatz
des jeweiligen Standorts bezogen (Menge 2013 = 100 %). Für die Berechnung
der konzernweiten Indizes werden die verschiedenen Produktionsstandorte nach
der Menge des im Berichtsjahr verursachten Abfalls gewichtet. Der Index ist nicht
inflationsbereinigt.

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

in TEUR Erläuterung 1–12 2016 1–12 2017
Umsatzerlöse 15 1.357.012 1.471.075
Umsatzkosten 17, 23, 24, 25 –1.023.024 –1.112.105
Bruttoergebnis vom Umsatz 333.988 358.970
Sonstige operative Erträge 16 13.058 23.183
Forschungs- und Entwicklungskosten 18, 24, 25 –26.662 –29.369
Vertriebskosten 19, 24, 25 –97.368 –108.653
Verwaltungskosten 20, 24, 25 –113.396 –123.191
Sonstige operative Aufwendungen 21 –10.745 –22.353
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 22 7.174 11.603
Operatives Ergebnis – EBIT 106.049 110.190
Zinserträge 26 2.387 1.267
Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten 26 –11.824 –12.618
Sonstige Zinsaufwendungen 26 –2.187 –1.997
Währungsdifferenzen 26 –1.884 –8.049
Sonstiges Finanzergebnis 26 672 –274
Finanzergebnis –12.836 –21.671
Ergebnis vor Ertragsteuern 93.213 88.519
Ertragsteuern 27, 67 –23.931 –23.304
Ergebnis nach Ertragsteuern 69.282 65.215
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG (Konzernergebnis) 61.173 52.513
Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 8.109 12.702
in EUR
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 43 1,63 1,40

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 1–12 2016 1–12 2017
Ergebnis nach Ertragsteuern 69.282 65.215
Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert
werden
Neubewertung gemäß IAS 19 49 –2.308 –2.021
Darauf entfallende latente Steuern 622 394
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert
werden
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung ausländischer
Tochterunternehmen
20.432 –35.008
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von equity-bilanzierten
Unternehmen
31 –5.666 –9.972
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von langfristigen
Darlehen an ausländische Tochterunternehmen (gem. IAS 21.15)
5.700 –14.149
Darauf entfallende latente Steuern –483 2.091
Darauf entfallende tatsächliche Steuern –953 1.847
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 45
Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) –1.532 2.653
Darauf entfallende latente Steuern –592 –1.027
Darauf entfallende tatsächliche Steuern 822 295
Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) 5.701 10.980
Darauf entfallende latente Steuern –579 –1.644
Darauf entfallende tatsächliche Steuern –846 –955
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 20.318 –46.516
Gesamtergebnis 89.600 18.699
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG 79.673 7.832
Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 9.927 10.867

KONZERNBILANZ

in TEUR Erläuterung 31.12.20161) 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 1, 2, 3, 28, 58 380.112 368.171
Sachanlagen 2, 29, 59 312.314 312.106
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 30, 60 328 308
Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen 4, 22, 31 171.871 167.266
Sonstige langfristige Vermögenswerte 34 5.715 1.724
Aktive latente Steuern 8, 32, 67 18.128 14.890
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 13, 33, 54, 64 32.706 30.166
921.174 894.631
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 7, 35, 61 282.702 289.034
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5, 36, 54, 62, 64 251.672 266.890
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 38 35.152 43.777
Ertragsteuerforderungen 67 4.195 1.852
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 13, 37, 54, 64 5.137 9.098
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 39, 54, 64 33.922 39.756
612.780 650.407
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 29 1.893 0
614.673 650.407
Summe Vermögenswerte 1.535.847 1.545.038
Eigenkapital
Grundkapital 40 37.593 37.593
Kapitalrücklagen 41 86.844 86.844
Kumulierte Ergebnisse 43, 44, 45 418.180 460.037
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 42 11.851 –41.556
Summe Eigenkapital der Aktionäre der PALFINGER AG 554.468 542.918
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 46 25.452 32.796
Summe Eigenkapital 579.920 575.714
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 11, 44, 47, 54, 63, 64 3.004 2.580
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 48, 54, 64 431.918 492.957
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 12, 49, 54, 64 15.364 15.478
Langfristige Rückstellungen 9, 50, 65, 66 49.576 46.235
Passive latente Steuern 32, 67 22.795 14.798
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 51 2.621 4.025
525.278 576.073
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 54, 64 152.804 99.268
Kurzfristige Rückstellungen 10, 52, 66 18.973 18.829
Ertragsteuerverbindlichkeiten 27, 67 7.924 13.933
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
53, 54, 64 250.948 261.221
430.649 393.251
Summe Eigenkapital und Schulden 1.535.847 1.545.038

1) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Akquisitionen 2016).

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

in TEUR Erläuterung Grundkapital Kapitalrücklagen
Stand 1.1.2016 37.593 82.141
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 42 0 0
Neubewertung gemäß IAS 19 50 0 0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 45 0 0
0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden 44 0 0
Umgliederung Anteile ohne beherrschenden Einfluss 44, 47, 63 0 0
Zugang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Erwerb Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Verkauf eigener Anteile 0 4.573
Übrige Veränderungen 41 0 130
0 4.703
Stand 31.12.2016 37.593 86.844
Stand 1.1.2017 37.593 86.844
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 42 0 0
Neubewertung gemäß IAS 19 50 0 0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 45 0 0
0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden 44 0 0
Umgliederung Anteile ohne beherrschenden Einfluss 44, 47, 63 0 0
Zugang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Übrige Veränderungen 41 0 0
0 0
Stand 31.12.2017 37.593 86.844

Den Anteilseignern der PALFINGER AG

zurechenbarer Anteil

PALFINGER AG zurechenbarer Anteil Den Anteilseignern der
Kumulierte Ergebnisse
Eigene Aktien Andere
kumulierte
Ergebnisse
Neubewertung
gemäß IAS 19
Bewertungs
rücklagen gemäß
IAS 39
Ausgleichsposten
aus der
Währungs
umrechnung
Summe Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
Eigenkapital
–1.543 404.998 –8.464 –18.341 –5.372 491.012 19.646 510.658
0 61.173 0 0 0 61.173 8.109 69.282
0 0 0 0 17.223 17.223 1.807 19.030
0 0 –1.697 0 0 –1.697 11 –1.686
0 0 0 2.974 0 2.974 0 2.974
0 0 –1.697 2.974 17.223 18.500 1.818 20.318
0 61.173 –1.697 2.974 17.223 79.673 9.927 89.600
0 –14.551 0 0 0 –14.551 –6.816 –21.367
0 –4.476 0 0 0 –4.476 474 –4.002
0 0 0 0 0 0 3.480 3.480
0 –3.561 0 0 0 –3.561 –1.264 –4.825
1.543 0 0 0 0 6.116 0 6.116
0 125 0 0 0 255 5 260
1.543 –22.463 0 0 0 –16.217 –4.121 –20.338
0 443.708 –10.161 –15.367 11.851 554.468 25.452 579.920
0 443.708 –10.161 –15.367 11.851 554.468 25.452 579.920
0 52.513 0 0 0 52.513 12.702 65.215
0
0
0
0
0
–1.576
0
0
–53.407
0
–53.407
–1.576
–1.784
–51
–55.191
–1.627
0 0 0 10.302 0 10.302 0 10.302
0 0 –1.576 10.302 –53.407 –44.681 –1.835 –46.516
0 52.513 –1.576 10.302 –53.407 7.832 10.867 18.699
0 –21.428 0 0 0 –21.428 –8.818 –30.246
0 294 0 0 0 294 –12 282
0 0 0 0 0 0 5.223 5.223
0 1.752 0 0 0 1.752 84 1.836
0 –19.382 0 0 0 –19.382 –3.523 –22.905
0 476.839 –11.737 –5.065 –41.556 542.918 32.796 575.714

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

in TEUR Erläuterung 1–12 2016 1–12 2017
Ergebnis vor Ertragsteuern 93.213 88.519
Abschreibungen und Wertminderungen (+)/Zuschreibungen (–) auf langfristige Vermögenswerte 49.950 57.160
Gewinne (–)/Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 16, 21 50 3.713
Zinserträge (–)/Zinsaufwendungen (+) 26 11.624 13.348
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 31 –7.174 –11.603
Veränderung Kaufpreisverbindlichkeit 47 –642 –151
Übrige zahlungsunwirksame Erträge (–)/Aufwendungen (+) 378 15.836
Zunahme (–)/Abnahme (+) von Vermögenswerten 2.587 –68.138
Zunahme (+)/Abnahme (–) von Rückstellungen 5.080 –5.888
Zunahme (+)/Abnahme (–) von Verbindlichkeiten –8.758 23.862
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 146.308 116.658
Erhaltene Zinsen 1.976 912
Gezahlte Zinsen –12.135 –10.765
Erhaltene Dividenden von equity-bilanzierten Unternehmen 31 3.565 5.153
Gezahlte Ertragsteuern –30.135 –19.980
Cashflow aus dem operativen Bereich 109.579 91.978
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1.761 10.512
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –73.668 –82.187
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel* –114.109 –2.958
Auszahlungen aus dem Erwerb von equity-bilanzierten Unternehmen 31 –1.700 –1.626
Einzahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten 16 0 12.337
Anzahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen 55 –2.663 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 34 15
Auszahlungen aus dem Erwerb von Wertpapieren –24 –889
Einzahlungen für sonstige Vermögenswerte 4.466 6.475
Auszahlungen für sonstige Vermögenswerte –1.761 –363
Cashflow aus dem Investitionsbereich –187.664 –58.684
Dividenden an Aktionäre der PALFINGER AG 44 –14.551 –21.428
Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 46 –6.815 –9.105
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss* 46, 47 –4.164 –9.845
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Anteile 40 7.640 0
Einzahlungen von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss 256 0
Begebung Schuldscheindarlehen 48 0 200.000
Aufnahme von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe 100.000 60.000
Rückführung von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe –14.762 –2.000
Langfristige Refinanzierung von Tilgungen und abgereiften kurzfristigen Darlehen 20.000 0
Tilgung abgereifter/gekündigter Darlehen –94.295 –105.000
Aufnahme von kurzfristigen Überbrückungsfinanzierungen für Beteiligungserwerbe 90.000 0
Rückführung von kurzfristigen Überbrückungsfinanzierungen für Beteiligungserwerbe 0 –90.000
Tilgung abgereifter/gekündigter Leasingverbindlichkeiten 0 –10.012
Tilgung abgereifter/gekündigter Schuldscheindarlehen 0 –13.000
Rückführung kurzfristiger Finanzierungen 0 –12.507
Auszahlungen/Einzahlungen von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 48 5.701 –11.935
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich 89.010 –24.832
Cashflow gesamt 10.925 8.462

*Siehe Konsolidierungskreis

in TEUR 2016 2017
Finanzmittel Stand 1.1. 39 21.551 33.922
Einfluss von Wechselkursänderungen 1.446 –2.627
Cashflow gesamt 10.925 8.461
Finanzmittel Stand 31.12. 39 33.922 39.756

GESCHÄFTSSEGMENTE

Der Vorstand der PALFINGER AG steuert den Konzern anhand der anwendungsbezogenen Segmente LAND und SEA. Diese Struktur der Geschäftssegmente folgt sowohl der Strategie des Vorstands, den Marinebereich als zweites starkes Standbein der Gruppe aufzubauen, als auch den Organisations- bzw. Managementstrukturen und trennt die unterschiedlichen Kundenbranchen, Geschäftsmodelle und Branchenrisiken voneinander.

GESCHÄFTSSEGMENT SEA

Im Segment SEA wird das Geschäft zusammengefasst, das mit Schiffen, Offshore-Einrichtungen oder Windkraftanlagen in Verbindung steht. Das Geschäftssegment SEA beinhaltet die Business Area Marine. Darin enthalten sind die maritimen Produktgruppen von PALFINGER: Marinekrane, Offshore-Krane, Davits, Boote, Winden und Offshore-Ausrüstung, Windkrane, Service, aber auch Industriekletterer. Das Marinegeschäft ist weitestgehend von globalen Strukturen gekennzeichnet.

Das Segment SEA soll mit einem überproportional starken, wachsenden Servicegeschäft das zweite Standbein der Unternehmensgruppe werden. Der Serviceanteil hat durch die Akquisition der Harding-Gruppe stark an Bedeutung gewonnen. PALFINGER verfolgt im Segment SEA das strategische Ziel, eine führende Marktposition für das Marinegeschäft zu erlangen und ein integrierter Marine-Deckausrüster mit weltweiten eigenen Servicestandorten zu sein. PALFINGER will in Zukunft aus einer Hand weltweit alle maritimen Kundenbranchen mit wettbewerbsfähigen und diversifizierten Produkten und Dienstleistungen ansprechen und beliefern.

GESCHÄFTSSEGMENT LAND

Das Segment LAND umfasst das Geschäft mit Hebe-, Lade- und Handling-Lösungen, die bei Nutzfahrzeugen (Lkws und Eisenbahnen) Verwendung finden. Das Geschäftssegment LAND beinhaltet folgende Business Areas:

  • Business Area EMEA
  • Business Area Americas
  • Business Area Asien und Pazifik
  • Business Area GUS

Das Segment LAND umfasst die Business Units Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane, Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Abrollkipper und Absetzkipper, Mitnahmestapler, Eisenbahnsysteme, Produktion und die Vertriebsgesellschaften.

Im Segment LAND besteht bereits ein diversifiziertes Produktportfolio. In diesem Segment wird die Strategie verfolgt, die Markt- und Technologieführerschaft zu halten und in Areas, die noch im Aufbau und weniger entwickelt sind, die Kunden an die bestehenden Produkte heranzuführen, die Vertriebs- und Servicestrukturen weiter zu verstärken und die Marktanteile auszubauen.

GESCHÄFTSBEREICH HOLDING

Der Geschäftsbereich HOLDING bildet die Aufwendungen für gruppenweite Funktionen in der Konzernverwaltung und in der Holding anfallende Kosten für strategische Zukunftsprojekte ab. Im Bereich HOLDING werden keine Umsätze ausgewiesen.

Wertansätze

Das operative Ergebnis (EBIT) sowie das EBITn (um Restrukturierungskosten bereinigtes EBIT) werden als Segmentergebnis berichtet. Aufgrund der 2016 gestarteten Restrukturierungsmaßnahmen in der Region Nordamerika und im Marinebereich wird das EBIT um Restrukturierungskosten bereinigt (EBITn), um die operative Profitabilität transparent darzustellen. Der Vorstand steuert die Segmente nun anhand beider Kennzahlen, EBIT und EBITn.

Das Current Capital (im Periodendurchschnitt) setzt sich aktivseitig aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und passivseitig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen zusammen.

Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen grundsätzlich den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Eine Ausnahme bildet das EBITn, das entsprechend der internen Berichterstattung um Restrukturierungskosten bereinigt wird. Eine Überleitungsrechnung findet sich auf Seite 134.

Verrechnungspreise

Die Verrechnungspreise werden entsprechend den OECD-Richtlinien festgelegt. Das Gebot der Fremdüblichkeit und Transparenz steht bei der Festlegung der Verrechnungspreise an oberster Stelle. Um eine Fremdüblichkeit gewährleisten zu können, müssen für konzerninterne Liefer- und Leistungsbeziehungen schriftliche Verträge vorliegen.

Die Verrechnung von Lieferungen zwischen Tochterunternehmen erfolgt zu Herstellkosten auf Basis Normauslastung zuzüglich eines gemäß einer standardisierten Funktions- und Risikoanalyse abgeleiteten Aufschlags.

Leistungen werden in verschiedene Gruppen unterteilt und entweder auf Kostenbasis (Endverrechnung, Umlage, vereinbarte Pauschale) oder mit der Kostenaufschlagsmethode verrechnet. Ob ein Gewinnzuschlag verrechnet werden kann, hängt von der genauen Zuordenbarkeit ab und ob es sich um wiederkehrende Routinefunktionen handelt.

Nicht zugeordnete Beträge

Die Konzernfinanzierung und -veranlagung (Finanzforderungen und -verbindlichkeiten, Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel sowie Finanzaufwendungen und -erträge) und die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

LAND SEA HOLDING Konsolidierung Nicht
zugeordnete
Beträge
Summe
in TEUR 1–12 2016 1–12 2016 1–12 2016 1–12 2016 1–12 2016 1–12 2016
Außenumsatz 1.153.921 203.091 0 0 0 1.357.012
Innenumsatz 11.649 5.387 0 –17.036 0 0
Umsatz gesamt 1.165.570 208.478 0 –17.036 0 1.357.012
Abschreibungen –37.267 –9.802 –2.879 0 0 –49.948
davon
Wertminderung 0 –1.269 0 0 0 –1.269
Ergebnis aus equity-bilanzierten
Unternehmen
7.174 0 0 0 0 7.174
Operatives Ergebnis (EBIT) 128.868 –3.210 –19.558 –51 0 106.049
Restrukturierungskosten 9.487 6.126 2.085 0 0 17.698
EBITn 138.355 2.917 –17.474 –51 0 123.747
Segmentvermögen1) 1.034.433 463.398 286.637 –342.590 93.969 1.535.847
davon
Anteile an equity-bilanzierten
Unternehmen
171.871 0 0 0 0 171.871
Current Capital aktiv 373.447 125.676 0 0 –8.886 490.237
Segmentschulden 402.564 205.715 74.796 –342.590 615.942 956.427
davon
Current Capital passiv 87.356 40.750 0 0 5.614 133.720
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
61.495 10.853 3.562 0 0 75.910

1) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Akquisitionen 2016).

LAND SEA HOLDING Konsolidierung Nicht
zugeordnete
Beträge
Summe
in TEUR 1–12 2017 1–12 2017 1–12 2017 1–12 2017 1–12 2017 1–12 2017
Außenumsatz 1.230.203 240.872 0 0 0 1.471.075
Innenumsatz 14.131 6.914 0 –21.045 0 0
Umsatz gesamt 1.244.334 247.786 0 –21.045 0 1.471.075
Abschreibungen –41.398 –12.572 –3.190 0 0 –57.160
davon
Wertminderung –499 –30 0 0 0 –529
Ergebnis aus equity-bilanzierten
Unternehmen
11.603 0 0 0 0 11.603
Operatives Ergebnis (EBIT) 147.469 –14.822 –22.440 –17 0 110.190
Restrukturierungskosten 13.346 5.470 678 0 0 19.494
EBITn 160.815 –9.352 –21.762 –17 0 129.684
Segmentvermögen 1.009.285 410.136 31.873 –1.941 95.685 1.545.038
davon
Anteile an equity-bilanzierten
Unternehmen
167.266 0 0 0 0 167.266
Current Capital aktiv 401.333 153.522 0 0 –9.647 545.208
Segmentschulden 257.906 80.658 11.746 –1.941 620.955 969.324
davon
Current Capital passiv 98.584 49.644 0 0 6.538 154.766
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
69.899 10.921 6.496 0 0 87.316

Die Überleitung vom EBIT zum EBITn stellt sich wie folgt dar:

2016 2017
in TEUR LAND SEA HOLDING LAND SEA HOLDING
EBIT (Operatives Ergebnis) 128.868 –3.210 –19.558 147.469 –14.822 –22.440
Restrukturierungskosten
Geschäftsmodellanpassung 6.264 0 0 7.130 0 0
Standortverlagerungen bzw. -schließungen, signifikante
Kapazitätsanpassungen
443 2.490 0 3.402 0 0
M&A- und Integrationskosten (und damit verbundene
Projekte)
2.296 3.637 2.084 2.814 5.470 678
Kosten für Händlerablöse 484 0 0 0 0 0
EBITn 138.355 2.917 –17.474 160.815 –9.352 –21.762

Die Umsatzerlöse je Produktgruppe gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Ladekran 805.390 878.403
Hydraulische Systeme 551.622 592.672
Summe 1.357.012 1.471.075

Die Produktgruppe Ladekran beinhaltet im Wesentlichen die Produkte Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane sowie Marineund Windkrane und das dazugehörige Servicegeschäft. In der Produktgruppe Hydraulische Systeme sind unter anderem die Produkte Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Abrollkipper und Absetzkipper, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme sowie Marineprodukte wie Boote, Offshore-Ausrüstung und Winden und das dazugehörige Servicegeschäft enthalten.

Es gibt keinen einzelnen externen Kunden, der mehr als 10 Prozent zum externen Umsatz beiträgt.

Die Umsätze nach geografischen Gebieten sind in Erläuterung (15) enthalten.

INFORMATIONEN ÜBER GEOGRAFISCHE GEBIETE

Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.20161) 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte
Deutschland 37.288 37.224
Frankreich 16.736 16.600
Inland 56.540 63.959
Niederlande 4.401 4.056
Norwegen 169.695 157.027
Restliches Ausland 9.160 13.020
Rumänien 6.780 6.517
Russland 25.476 23.830
Spanien 7.224 6.529
USA 21.386 17.434
Vereinigte Arabische Emirate 25.426 21.975
380.112 368.171
Sachanlagen
Brasilien 12.103 9.711
Bulgarien 33.504 36.169
Deutschland 23.260 23.719
Frankreich 4.583 4.581
Inland 74.362 73.908
Kanada 5.924 4.872
Korea 6.722 5.939
Norwegen 6.853 6.002
Restliches Ausland
Rumänien
32.403
16.301
31.542
20.463
Russland 21.498 27.754
Slowenien 20.900 26.917
USA 53.901 40.529
312.314 312.106
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Deutschland 328 308
328 308
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Argentinien 0 118
Brasilien 387 313
Dänemark 0 76
Deutschland 95 76
Frankreich 903 72
Indien 64 58
Inland 816 493
Restliches Ausland 478 203
Russland 49 80
Slowenien 2.663 0
USA 260 235
5.715 1.724

1) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Akquisitionen 2016).

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ALLGEMEINES

Die PALFINGER AG mit Sitz in 5101 Bergheim, Salzburg, Österreich, Lamprechtshausener Bundesstraße 8, ist die börsenotierte Obergesellschaft einer Unternehmensgruppe mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, innovative Hebe-Lösungen zu produzieren und zu vertreiben, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen.

Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2017 wurde nach den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Gemäß § 245a UGB kommt diesem Konzernabschluss nach österreichischem Recht befreiende Wirkung zu, alle zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB sind erfüllt worden.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens, der PALFINGER AG, aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Eine Ausnahme bildet das assoziierte Unternehmen SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., da hier die notwendigen Informationen erst nach der Veröffentlichung des jeweiligen Konzernabschlusses von PALFINGER zur Verfügung stehen. Daher hat man sich entschlossen, immer das Quartalsergebnis, jeweils versetzt um ein Quartal, in den Konzernabschluss zu übernehmen. Sollten wesentliche Ereignisse zwischen dem in den Konzernabschluss einbezogenen Quartalsabschluss und dem aktuellen Abschlussstichtag eintreten, werden diese entsprechend berücksichtigt.

Im Konzern erfolgen die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie im Konzern-Cashflow-Statement Posten zusammengefasst und in den Erläuterungen nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert angeführt und erläutert.

Die Gliederung der Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Der Konzernabschluss und die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen veröffentlicht. Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2017 wurde von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, geprüft. Der Vorstand der PALFINGER AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 am 31. Jänner 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und mitzuteilen, ob er den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 billigt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Konsolidierungskreis

Die PALFINGER AG erstellt den Konzernabschluss für die PALFINGER Gruppe. In den Konzernabschluss werden der Abschluss der PALFINGER AG und die Abschlüsse der von der PALFINGER AG beherrschten Unternehmen zum 31. Dezember eines jeden Jahres einbezogen. Beherrschung ist gegeben, wenn das Unternehmen die Entscheidungsgewalt über die maßgebliche Tätigkeit besitzt, variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen generiert sowie diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches die PALFINGER AG durch die Teilhabe an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblichen Einfluss nehmen kann, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung vorliegt. Als widerlegbare Vermutung gilt dabei eine Beteiligung im Ausmaß von 20 bis 50 Prozent der Stimmrechte. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist die gemeinsame Vereinbarung zwischen PALFINGER und einem oder mehreren anderen Partnern, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über das Gemeinschaftsunternehmen ausüben, Rechte am Nettovermögen dieses Unternehmens besitzen.

Die 10-prozentige Beteiligung an SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. wird als assoziiertes Unternehmen mit der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der maßgebliche Einfluss begründet sich auf vertraglich definierte Rechte von PALFINGER wie zum Beispiel die Teilnahme an wesentlichen Entscheidungsprozessen einschließlich der Dividendenbestimmung, Veto-Rechte für einzelne wesentliche Entscheidungen, die Bereitstellung von technischem Know-how und die Vertretung im Aufsichtsorgan.

Der Konsolidierungskreis, einschließlich der PALFINGER AG als Muttergesellschaft, ist aus der Beteiligungsübersicht auf Seite 206 bis 209 ersichtlich.

BESCHRÄNKUNGEN IN ZUSAMMENHANG MIT ANTEILEN AN TOCHTERUNTERNEHMEN

PALFINGER räumte Herrn Palfinger sen. ein Vorkaufsrecht im Falle des Verkaufs der Palfinger systems units GmbH oder aller von PALFINGER gehaltenen Anteile an den Megarme-Gesellschaften ein.

UMGRÜNDUNGEN

Folgende Umgründungen hatten keine Auswirkung auf den Konsolidierungskreis:

Ab Februar 2017 wurde die norwegische Beteiligungsstruktur durch Verschmelzungen um die Gesellschaften Harding Holding I AS, Harding Holding II AS, Harding Safety Eiendom AS sowie Noreq Fender AS bereinigt, wobei am Ende eines teils mehrstufigen Umgründungsvorgangs die Palfinger Marine Safety AS sämtlichen dieser Gesellschaften rechtlich nachfolgte. Hierzu wurde im April 2017 zuletzt auch die Palfinger Harding Holding AS auf die Palfinger Marine Safety AS verschmolzen.

Im September 2017 wurde die Palfinger North America GmbH in die Palfinger South America GmbH per 31. Dezember 2016 verschmolzen und diese umbenannt in Palfinger Americas GmbH.

Im September 2017 wurden sämtliche Anteile an der Harding Safety Italy Srl von der Harding Safety Spain SL an die Palfinger Marine Safety AS übertragen.

Im Dezember 2017 wurde eine Verschmelzung der Harding Safety Singapore PTE Ltd. und der Noreq PTE. LTD jeweils auf die Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. durchgeführt.

AKQUISITIONEN 2017

Am 3. Jänner 2017 erfolgte das Closing zum Erwerb von 20 Prozent des Unternehmens Sky Steel Systems LLC. Es wurde zusätzlich eine Call-Option vereinbart, die PALFINGER mit 31. Dezember 2019 die Möglichkeit zum Erwerb weiterer 29 Prozent an Sky Steel Systems einräumt. Die Call-Option ist variabel ausgestaltet und basiert auf den durchschnittlichen Ergebnissen vor Zinsen und Steuern der letzten drei Jahre. Sky Steel Systems ist ein Produzent von Fassadenbefahranlagen, die primär bei der Wartung und Reinigung von Hochhaus-Fassaden eingesetzt werden. PALFINGER ist mit seinem Geschäftsbereich Eisenbahnsysteme bereits in der Infrastruktur- und Bauwerksinstandhaltung aktiv und sieht hier zahlreiche Synergien. Das Unternehmen wird als assoziiertes Unternehmen mit der Equity-Methode in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Ende Jänner 2017 übernahm PALFINGER seinen dänischen Händler Palfinger Danmark AS zur Gänze. Der bisherige Eigentümer fokussiert sich seither auf sein Kerngeschäft. PALFINGER übernahm alle Mitarbeiter und führt das gesamte Vertriebsund Servicenetzwerk unter dem bewährten Managementteam des Unternehmens weiter. Durch die Übernahme wird eine langfristig stabile Eigentümerstruktur in einem für PALFINGER strategisch wichtigen Markt gesichert. Palfinger Danmark, als Generalimporteur und Händler mehr als 20 Jahre für PALFINGER tätig, beschäftigt an zwei Standorten rund 20 Mitarbeiter und vertreibt vor allem Lkw-Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane sowie Abrollkipper und Absetzkipper. Dänemark ist ein hochentwickelter Markt für Hebe- und Ladegeräte mit auch zukünftig zu erwartenden stabilen Wachstumsraten.

Am 31. Jänner 2017 erwarb PALFINGER 100 Prozent an der Capital Investment d.o.o. Verkäuferin war die Capital Investment GmbH, eine Gesellschaft der Palfinger Privatstiftung. Die übernommene Gesellschaft ist Eigentümerin einer von der PALFINGER Gruppe gemieteten Liegenschaft am Standort Maribor und hat darüber hinaus keine Geschäftstätigkeit. Für den Kaufpreis wurde 2016 bereits eine Anzahlung in Höhe von 2.663 TEUR geleistet. Diese Gesellschaft wurde Anfang Oktober 2017 auf die PALFINGER proizvodnja d.o.o. verschmolzen.

An der argentinischen Gesellschaft Andrés N. Bertotto S.A.I.C. (Hidro-Grubert) bestand seit 2014 eine 30-prozentige At-Equity-Beteiligung. Hidro-Grubert produziert Hubarbeitsbühnen, hydraulische Knickarmkrane und Aufbauten. Aufgrund der 2017 bis 2019 jederzeit ausübbaren Call-Option von PALFINGER auf weitere 40 Prozent besteht aktuell die Möglichkeit zur Beherrschung, und Hidro-Grubert wird somit seit 1. Jänner 2017 vollkonsolidiert. Die Call-Option ist variabel ausgestaltet und basiert auf den durchschnittlichen Ergebnissen vor Zinsen und Steuern der letzten drei Jahre.

Aus der im Zuge der Erstkonsolidierung durchgeführten Bewertung der bisher gehaltenen 30 Prozent mit dem beizulegenden Zeitwert ergibt sich ein Ertrag in Höhe von 1.218 TEUR im Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen.

Im November wurden 100 Prozent der Anteile an der Heron Davit AS durch die Palfinger Marine Safety AS erworben, Die Zielgesellschaft ist mit der Entwicklung einer neuen Generation von Davit-Kranen befasst und hält entsprechendes Know-how. Darüber hinaus hat die Gesellschaft keine Geschäftstätigkeit. Vom gesamten Kaufpeis in Höhe von 2.086 TEUR wurden im Jahr 2017 bereits 626 TEUR bezahlt. Es handelt sich um keinen Unternehmenserwerb gemäß IFRS 3.

Die vorläufige Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zu den Erwerbszeitpunkten wie folgt dar:

in TEUR Sky Steel
Systems LLC1)
Palfinger
Danmark AS
Capital
Investment
d.o.o.2)
Hidro-Grubert Heron Davits
AS2)
Kaufpreis in bar beglichen 1.626 3.585 2.818 0 626
Noch nicht fälliger Kaufpreis 0 0 0 0 1.460
Beizulegender Zeitwert von bereits gehaltenen Anteilen 0 0 0 4.453 0
Anteiliges Nettovermögen von Anteilen ohne
beherrschenden Einfluss
0 0 0 5.223 0
Zwischensumme 1.626 3.585 2.818 9.676 2.086
Reinvermögen –29 –2.472 –2.818 –7.460 –2.086
Firmenwert 1.597 1.113 0 2.216 0

1) Sky Steel Systems LLC wird als assoziiertes Unternehmen mit der Equity-Methode konsolidiert. Das angegebene Reinvermögen stellt 20 Prozent des Reinvermögens dar. 2) Keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3.

Der im Rahmen der Akquisition von Sky Steel Systems LLC entstandene Firmenwert reflektiert im Wesentlichen die erwarteten Vorteile aus Synergien und Potenzialen im Bereich Infrastruktur- und Bauwerksinstandhaltung sowie dem Marktzugang. Die Firmenwerte aus den Akquisitionen von Palfinger Danmark AS sowie Hidro-Grubert reflektieren im Wesentlichen Potenziale aus der Markterweiterung in Dänemark beziehungsweise Argentinien sowie dem Mitarbeiter-Know-how. Die Firmenwerte sind steuerlich nicht nutzbar.

in TEUR Palfinger
Danmark AS
Capital
Investment
d.o.o.
Hidro-Grubert
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 1.618 0 2.740
Sachanlagen 191 2.638 3.059
Aktive latente Steuern 20 0 169
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2 0 0
1.831 2.638 5.968
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 795 0 4.465
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.842 30 2.512
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 31 3 1.470
Ertragsteuerforderungen 0 0 730
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 377 155 251
3.045 188 9.428
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 76 0 75
Passive latente Steuern 273 0 1.515
349 0 1.590
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 26 0 38
Kurzfristige Rückstellungen 115 0 409
Ertragsteuerverbindlichkeiten 136 3 870
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
1.778 5 5.029
2.055 8 6.346
Reinvermögen 2.472 2.818 7.460

Die übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Bruttowert in Höhe von 4.565 TEUR (Palfinger Danmark AS: 1.892 TEUR, Capital Investment d.o.o.: 30 TEUR, Hidro-Grubert: 2.643 TEUR) auf. Die Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen betragen gesamt 181 TEUR (Palfinger Danmark AS: 50 TEUR, Hidro-Grubert: 131 TEUR).

Der Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Palfinger
Danmark AS
Capital
Investment
d.o.o.
Hidro-Grubert
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –77 0 0
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen –3.585 –2.818 0
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 377 155 251
Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben –3.285 –2.663 251

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung trugen die Akquisitionen mit Umsatzerlösen von 30.422 TEUR (Palfinger Danmark AS: 17.337 TEUR, Hidro-Grubert: 13.085 TEUR) zum Konzernumsatz der PALFINGER AG bei und leisteten einen Beitrag von 362 TEUR (Palfinger Danmark AS: –57 TEUR, Hidro-Grubert: 319 TEUR, Capital Investment d.o.o.: 100 TEUR) zum Konzernergebnis.

Das Konzernergebnis hätte sich nicht wesentlich geändert, wären alle Akquisitionen bereits zum 1. Jänner 2017 erfolgt.

ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS

Im Dezember 2016 wurden die restlichen 30 Prozent an der Megarme Gruppe, Naher Osten, vom bisherigen Minderheitsaktionär zu einem Kaufpreis von 9.845 TEUR erworben, da der Minderheitsaktionär seine Put-Option auf diese Anteile ausgeübt hat. Der Kaufpreis wurde im Jänner 2017 bezahlt. Siehe dazu auch Erläuterung (47) und (53).

Im November verkaufte die Palfinger S. Units GmbH auf Basis der im Februar 2013 unterschriebenen Joint-Venture-Vereinbarung 3 Prozent der Anteile an Palfinger Platforms Italy S.r.l. an den Mitgesellschafter Sky Acess Srl um 1,5 TEUR.

AKQUISITIONEN 2016

Im Jahr 2016 wurden die Akquisitionen Harding-Gruppe und MYCSA Gruppe durchgeführt. Für Details dazu wird auf den Geschäftsbericht 2016 verwiesen. Die Kaufpreisaufteilung erfolgte auf Basis der vorläufigen beizulegenden Zeitwerte. Die Wertansätze des erworbenen Reinvermögens aus der MYCSA Akquisition blieben unverändert.

Die Wertansätze des erworbenen Reinvermögens aus der Akquisition der Harding-Gruppe wurden im 1. Halbjahr 2017, innerhalb des Bewertungszeitraums von 12 Monaten nach Erwerbszeitpunkt, nochmals angepasst. Es erfolgte eine Anpassung des Fair Value der immateriellen Vermögenswerte (Software) in Höhe von –1.955 TEUR.

in TEUR
vorläufig
endgültig
Kaufpreis in bar beglichen
115.032
115.032
Zwischensumme
115.032
115.032
Reinvermögen
–12.934
–11.468
Firmenwert
102.098
103.564
in TEUR Vorläufiger
Fair Value
Anpassungen
in 2017
Endgültiger
Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 44.082 –1.955 42.127
Sachanlagen 15.934 0 15.934
Aktive latente Steuern 4.177 0 4.177
Sonstige langfristige Vermögenswerte 269 0 269
64.462 –1.955 62.507
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 13.295 0 13.295
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 43.217 0 43.217
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 10.765 0 10.765
Ertragsteuerforderungen 95 0 95
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 4.636 0 4.636
72.008 0 72.008
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 56.144 0 56.144
Langfristige Rückstellungen 1.513 0 1.513
Passive latente Steuern 10.425 –489 9.936
68.082 –489 67.593
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 14.713 0 14.713
Kurzfristige Rückstellungen 583 0 583
Ertragsteuerverbindlichkeiten 2.046 0 2.046
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 38.112 0 38.112
55.454 0 55.454
Reinvermögen 12.934 –1.466 11.468

Für Informationen zu den Anpassungen im Jahr 2016 siehe integrierter Geschäftsbericht 2016, Seite 127–129.

Konsolidierungsmethode

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet die PALFINGER AG die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt die PALFINGER Gruppe ein Unternehmen, beurteilt sie die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der von der PALFINGER AG zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IFRS 3.58 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Der Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der bisher gehaltenen Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) werden in den Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um Verluste durch Wertminderungen angepasst werden. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, außer der Konzern trägt das wirtschaftliche Risiko. Der mit dem assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Konzerninterne Forderungen und Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung im Konzern

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der PALFINGER AG, aufgestellt.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.

Die Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse erfolgt gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden aus der funktionalen Währung in Euro erfolgt zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden den erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der ausländischen konsolidierten Unternehmen werden zu Durchschnittskursen der Periode umgerechnet.

Differenzen aus der Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam dargestellt. Währungsdifferenzen, die auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallen, werden mit den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss verrechnet.

Langfristige Finanzforderungen gegenüber ausländischen Tochterunternehmen, deren Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch erwartet wird, werden als Teil der Nettoinvestition in diese ausländischen Tochterunternehmen behandelt. Differenzen aus der Währungsumrechnung dieser Posten werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung der Nettoinvestition werden diese Währungsdifferenzen vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro entspricht 31.12.2016 31.12.2017 1–12 2016 1–12 2017
BRL 3,4305 3,9729 3,8571 3,6271
CAD 1,4188 1,5039 1,4630 1,4684
GBP 0,8562 0,8872 0,8159 0,8742
NOK 9,0863 9,8403 9,2888 9,3497
RMB 7,3202 7,8044 7,3199 7,6299
RUB 64,3000 69,3920 73,8756 66,0349
USD 1,0541 1,1993 1,1021 1,1307

ERSTMALIG BZW. ZUKÜNFTIG ANZUWENDENDE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB sowie Interpretationen des IFRS IC sind erstmalig im Geschäftsjahr 2017 verpflichtend anzuwenden. IAS 7 führt zu erweiterten Angaben zu Veränderungen von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten. Die restlichen Standards haben für den Konzernabschluss der PALFINGER AG keine Relevanz.

Standards/Interpretationen Verpflichtende
Anwendung in der EU
Endorsement Status
IAS 7 Disclosure Initiative (Veröffentlichung: Jänner 2016) 1. Jänner 2017 endorsed November 2017
IAS 12 Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealized Losses (Veröffentlichung: Jänner 2016) 1. Jänner 2017 endorsed November 2017
Improvements to IFRS (2014-2016) IFRS 12 Disclosure of Interests in Other Entities
(Veröffentlichung: Dezember 2016)
1. Jänner 2017 n/a

Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB und Interpretationen des IFRS IC mit möglicher Relevanz für PALFINGER sind bereits veröffentlicht, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. nicht von der Europäischen Kommission übernommen worden. Diese sind somit für diesen Konzernabschluss nicht relevant:

Standards/Interpretationen Verpflichtende
Anwendung
IAS 40 Transfers of Investment Property (Veröffentlichung: Dezember 2016) 1. Jänner 2018
IFRS 2 Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions (Veröffentlichung: Juni 2016) 1. Jänner 2018
IFRS 4 Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts (Veröffentlichung: September 2016) 1. Jänner 2018
IFRS 9 Financial Instruments (Veröffentlichung: Juli 2014) 1. Jänner 2018
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (Veröffentlichung: Mai 2014) 1. Jänner 2018
IFRIC 22 Foreign Currency Transactions and Advance Consideration (Veröffentlichung: Dezember 2016) 1. Jänner 2018
Clarifications to IFRS 15 Revenue from Contracts wirh Customers (Veröffentlichung: April 2016) 1. Jänner 2018
Improvements to IFRS (2014-2016) IFRS 1 First-time Adoption of IFRS (Veröffentlichung: Dezember 2016) 1. Jänner 2018
Improvements to IFRS (2014-2016) IFRS 28 Investments in Associates and Joint Ventures (Veröffentlichung: Dezember 2016) 1. Jänner 2018
IAS 28 Long-term Interests in Associates and Joint Ventures (Veröffentlichung: Oktober 2017) 1. Jänner 2019
IFRS 9 Prepayment Features with Negative Compensation (Veröffentlichung: Oktober 2017) 1. Jänner 2019
IFRS 16 Leases (Veröffentlichung: Jänner 2016) 1. Jänner 2019
IFRIC 23 Uncertainty over Income Tax Treatments (Veröffentlichung: Juni 2017) 1. Jänner 2019
IFRS 17 Insurance Contracts (Veröffentlichung: Mai 2017) 1. Jänner 2021
IFRS 10/IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (Veröffentlichung: September
2014)
n/a

Eine vorzeitige Anwendung der oben angeführten Standards ist derzeit nicht geplant.

IFRS 15 und IFRS 9 sind von PALFINGER mit 1. Jänner 2018 erstmalig anzuwenden. Die PALFINGER Gruppe hat eine vorläufige Beurteilung der erwarteten Auswirkungen der Übernahme von IFRS 15 und IFRS 9 auf den Konzernabschluss vorgenommen. Der tatsächliche Effekt aus der Erstanwendung könnte sich noch ändern und wird im Quartalsabschluss zum 31. März 2018 angegeben.

IFRS 15 REVENUE FROM CONTRACTS WITH CUSTOMERS

IFRS 15 regelt die Erlösrealisierung und ersetzt somit IAS 11 Construction Contracts, IAS 18 Revenue und die diesbezüglichen IFRIC-Interpretationen wie IFRIC 13 Customer Loyalty Programmes. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen fest, um festzustellen, ob, wie viel und wann Erlöse erfasst werden. IFRS 15 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden.

PALFINGER wird den neuen Standard ab 1. Jänner 2018 erstmalig anwenden. PALFINGER plant die Anwendung des modifizierten retrospektiven Ansatzes und wendet IFRS 15 somit nur ab dem Geschäftsjahr 2018 an. Der kumulierte Effekt der erstmaligen Anwendung wird per 1. Januar 2018 als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der kumulierten Ergebnisse erfasst. Bei diesem Ansatz wird IFRS 15 auf Verträge angewendet, die zum 1. Januar 2018 noch nicht erfüllt sind.

Die PALFINGER Gruppe hat eine Beurteilung der Auswirkungen der Übernahme von IFRS 15 auf den Konzernabschluss vorgenommen.

Verkauf von Produkten

Für den Verkauf von Serienprodukten werden Umsatzerlöse derzeit erfasst, wenn die damit verbundenen Risiken und Chancen des Eigentums entsprechend den Lieferkonditionen übertragen werden. Der Erlös wird zu diesem Zeitpunkt erfasst, unter der Voraussetzung, dass der Erlös und die Kosten verlässlich bestimmt werden können, die Gegenleistung wahrscheinlich erhalten wird und die Leistungsverpflichtung erfüllt ist.

Nach IFRS 15 werden Umsätze erfasst, wenn ein Kunde die Kontrolle über die Ware erhält. Für den Verkauf von Serienprodukten werden daraus keine wesentlichen Änderungen bei der Erfassung der Umsatzerlöse erwartet.

Bei manchen Verträgen handelt es sich um Mehr-Komponenten-Verträge, die neben dem Verkauf von Serienprodukten noch zusätzliche Leistungsverpflichtungen wie beispielsweise Garantieverlängerungen, Service und Wartung oder Kommissionierung enthalten. Gemäß IFRS 15 wird die Gegenleistung auf die Komponenten entsprechend der relativen Einzelveräußerungspreise aufgeteilt. Auch bisher wurden die Erlöse für eindeutig abgrenzbare Transaktionen wie Services und Wartung bereits getrennt vom Umsatz aus dem Verkauf von Gütern erfasst. Durch die detaillierteren Regelungen des IFRS 15 werden sich für den Konzernabschluss bezüglich Mehr-Komponenten-Verträgen keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 wird daher im Bereich Verkauf von Serienprodukten zu keinen Änderungen per 1. Jänner 2018 führen.

Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäfte

Im Projektgeschäft werden Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen derzeit nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage of Completion") erfasst. IFRS 15 definiert neue Kriterien für die Erfassung von Umsatzerlösen über einen bestimmten Zeitraum. Fast alle Verträge im Projektgeschäft werden voraussichtlich die Kriterien für eine Erfüllung der Leistungsverpflichtung über einen bestimmten Zeitraum erfüllen, da hier Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeit aufweisen, und PALFINGER das Recht auf Zahlung der bereits erbrachten Leistung hat. Das Projektgeschäft umfasst in der Area EMEA Projekte im Bereich Eisenbahnsysteme und in der Area Marine im Bereich Offshore-Krane, Winden, Boote und Marine- und Windkrane.

Bei einzelnen Verträgen wird das Kriterium "Recht auf Zahlung" nicht erfüllt, und daher erfolgt in diesen Fällen in Zukunft eine Umsatzrealisierung erst bei Übergang der Kontrolle an den Kunden. Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 wird daher zu einer Reduktion der kumulierten Ergebnisse per 1. Jänner 2018 in Höhe von 1.231 TEUR führen.

Im Bereich Windkrane in der Area Marine wird bei den derzeitigen Projekten das Kriterium "keine alternative Nutzungsmöglichkeit" nicht erfüllt. Per Jahresende bestehen jedoch keine offenen Verträge in diesem Bereich, und daher hat die erstmalige Anwendung von IFRS 15 per 1. Jänner 2018 keine Auswirkung.

Nach IFRS 15 iVm IAS 37 sind erwartete Verluste aus einem Vertrag sofort als Drohverlustrückstellung gemäß IAS 37.66 zu erfassen. Derzeit werden drohende Verluste in den Forderungen berücksichtigt. Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 wird daher zu einer Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 3.729 TEUR führen. Die kumulierten Ergebnisse werden sich dadurch nicht ändern.

Langfristige Dienstleistungsgeschäfte werden derzeit nach der Stage-of-Completion-Methode erfasst. Nach IFRS 15 werden auch weiterhin die Umsatzerlöse über einen bestimmten Zeitraum erfasst, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt, während diese erbracht wird. Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 wird hier zu keiner Anpassung führen.

IFRS 9 FINANCIAL INSTRUMENTS

IFRS 9 sieht Änderungen hinsichtlich der Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Impairment von finanziellen Vermögenswerten und Regelungen zum Hedge Accounting vor. IFRS 9 gilt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. PALFINGER wird den neuen Standard IFRS 9 zum 1. Jänner 2018 erstmalig anwenden.

Klassifizierung

IFRS 9 enthält einen neuen Klassifizierungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, der das Geschäftsmodell widerspiegelt, in dem Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Cashflow-Charakteristiken der finanzielle Vermögenswerte. IFRS 9 enthält drei Hauptkategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis (FVOCI) und zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam (FVTPL). PALFINGER ist der Auffassung, dass die neue Klassifizierung derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten hat. Die Klassifizierung für Finanzverbindlichkeiten bleibt in IFRS 9 unverändert. Zum 31. Dezember 2017 hält die PALFINGER Gruppe Eigenkapitalinstrumente, die als Available-for-Sale klassifiziert sind und langfristig gehalten werden, in Höhe von 1.608 TEUR. Diese werden unter IFRS 9 als FVOCI klassifiziert. Daher werden alle wesentlichen Fair-Value-Gewinne und -Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst und künftig nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

IFRS 9 ersetzt das Incurred-Loss-Modell von IAS 39 durch das zukunftsbezogene Expected-Loss-Modell. Das neue Modell ist auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder beizulegenden Zeitwerten im sonstigen Ergebnis (FVOCI) bewertet wird, anzuwenden, mit Ausnahme von Eigenkapitalinstrumenten. Nach IFRS 9 ist die Wertminderung entweder mit dem 12-Monats-Modell, bei dem erwartete Verluste von möglichen Ausfällen innerhalb der nächsten 12 Monate berücksichtigt werden, oder dem Lebenszeit-Modell, bei dem erwartete Verluste von möglichen Ausfällen während der gesamten Lebenszeit berücksichtigt werden, zu ermitteln. Das Lebenszeit-Modell ist jedenfalls anzuwenden, wenn sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts im Vergleich zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, und auf alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente.

Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt derzeit pauschal mittels einer länderspezifischen Bewertungsmatrix auf Basis der Überfälligkeit und des Länderrisikos auf Basis eines externen Ratings sowie bei Vorliegen eines Indikators mittels Einzelwertberichtigung. Die derzeitige Bewertungsmatrix wurde im Zuge der Analyse zu IFRS 9 aufgrund der Ergebnisse einer Vergangenheitsanalyse und der Einschätzung zukünftiger Entwicklungen angepasst. Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 führt zu einer geringfügigen Auflösung der pauschalen Einzelwertberichtigung und einer Erhöhung der kumulierten Ergebnisse per 1. Jänner 2018 in Höhe von bis zu 500 TEUR.

Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, sind im wesentlichen Umfang durch Sicherheiten abgedeckt, oder das Kreditrisiko hat sich seit der Ersterfassung nicht wesentlich verändert. Der erwartete Verlust zum 1. Jänner 2018 wird als unwesentlich erachtet. Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 wird daher in diesem Bereich zu keinen Änderungen per 1. Jänner 2018 führen.

Hedge Accounting

IFRS 9 enthält auch neue Anforderungen zum Hedge Accounting, die stärker der Praxis des Risikomanagements angenähert wurden. Die Regelungen des IFRS 9 zu Hedge Accounting sind prospektiv auf alle neuen Hedges anzuwenden. PALFINGER wendet Hedge Accounting (Cashflow Hedges) für Fremdwährungs- und Zinssicherungen an. Die Hedge-Accounting-Beziehungen erfüllen die Anforderungen des IFRS 9, es gibt somit keine Umstellungseffekte zum 1. Jänner 2018 hieraus, und es werden auch künftig keine wesentlichen Auswirkungen aus der Erstanwendung von IFRS 9 erwartet.

IFRS 16 LEASES

Nach IFRS 16, der IAS 17 ersetzt, wird die Bilanzierung von Leasingverhältnissen neu geregelt. Zukünftig werden Leasingnehmer Vermögenswerte (Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen) und Verbindlichkeiten für die meisten Leasingverhältnisse, unabhängig ob es sich dabei nach den Kriterien des bisherigen IAS 17 um Operating- oder Finanzierungsleasingverhältnisse handelt, in der Bilanz ansetzen müssen. Darüber hinaus ändert sich auch die Definition von Leasingverhältnissen. Für Leasinggeber werden sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zur Bilanzierung nach IAS 17 ergeben. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden.

PALFINGER hat begonnen, eine erste Einschätzung der möglichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss vorzunehmen. Bisher hat sich gezeigt, dass der wesentlichste Effekt auf den Konzernabschluss die neue Aktivierung der Vermögenswerte und Schulden für die Operating-Leasing- und Mietverhältnisse von Büro-, Produktions- und Lagergebäuden sein wird, die zu einer deutlichen Erhöhung der Bilanzsumme und einer Erhöhung der Nettofinanzverschuldung zum Erstanwendungszeitpunkt führt. Auch die Art der Aufwendungen in Zusammenhang mit diesen Leasing- und Mietverhältnissen wird sich ändern, da IFRS 16 die lineare Erfassung des Leasing- und Mietaufwands durch Abschreibung der Nutzungsrechte und Zinsaufwand für die Leasingverbindlichkeit ersetzt. Durch diese Verschiebung der Aufwendungen verbessern sich die Kennzahlen EBITDA und EBIT. Gleichzeitig wird sich auch der operative Cashflow verbessern, da die Miet- und Leasingzahlungen künftig in Tilgungszahlungen und Zinsen aufgeteilt werden, wobei Erstere im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich erfasst werden.

Die künftigen Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen sind in den Erläuterungen zu Sonstige Verpflichtungen und Risiken auf Seite 196 ersichtlich. Da diese Angabe jedoch nur die Verpflichtungen aus unkündbaren Zeiträumen von Operating-Leasingverhältnissen enthält, wird der Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 voraussichtlich höher sein.

PALFINGER beabsichtigt derzeit, IFRS 16 ab 1. Januar 2019 anzuwenden. Vorraussichtlich wird der modifizierte retrospektive Ansatz für die Erstanwendung gewählt werden. Demnach ist der kumulierte Effekt aus der Umstellung als Korrektur der Eröffnungsbilanz der Berichtsperiode darzustellen, ohne die Vergleichsperiode anzupassen. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen und die Nutzungsrechte wahlweise mit dem Wert, der sich bei retrospektiver Bilanzierung ergeben hätte, oder in Höhe der erfassten Leasingverbindlichkeit angesetzt. Wird diese Methode gewählt, hat der Leasingnehmer zusätzliche Angaben im Anhang zu machen.

Aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 erwartet die PALFINGER Gruppe keine Auswirkung auf die Einhaltung der in den derzeit bestehenden Schuldscheindarlehensverträgen und Kreditvereinbarungen enthaltenen Kreditklauseln.

VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSSPIELRÄUMEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

(1) Kaufpreisallokationen

Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (vor allem immateriellen Vermögenswerten), Schulden und Eventualschulden getroffen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Zuge der Kaufpreisallokation werden Annahmen, vor allem über die Cashflows und den Diskontierungssatz, getroffen. Weitere Details zu den Akquisitionen im Jahr 2017 finden sich auf Seite 139.

(2) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeitstests von PALFINGER in Bezug auf den Firmenwert, die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie nicht abgeschlossene aktivierte Entwicklungsprojekte basieren auf Berechnungen des Nutzungswerts, im Rahmen derer eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet wird. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten werden im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen. Weitere Details zu den Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten sind in den Erläuterungen (28) Immaterielle Vermögenswerte und (29) Sachanlagen ersichtlich.

(3) Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen Entwicklungsleistungen in den Bereichen Krane, Hubarbeitsbühnen, Ladebordwände, Services, Eisenbahnsysteme, Offshore-Krane, Davits und Boote. Der Werthaltigkeitstest stellt dabei auf den Nutzen des einzelnen Vermögenswerts ab, unabhängig von den Ertragserwartungen des Gesamtbereichs. Weitere Details zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in der Erläuterung (28) Immaterielle Vermögenswerte ersichtlich.

(4) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen

Bei Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen werden Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit getroffen. Die Werthaltigkeit der in Verbindung mit SANY bestehenden Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen (SANY Automobile Hoisting Machinery, Sany Palfinger SPV Equipment und Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales) ist von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, dem Erfolg der Internationalisierungsstrategie und der wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte von Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales abhängig. In China ist insbesondere die Entwicklung der Bauwirtschaft wesentlich für die Werthaltigkeit dieser Anteile verantwortlich. Dabei spielen die voranschreitende Urbanisierung, die dadurch notwendigen Infrastrukturprojekte, die Steigerung der Lohnkosten und damit einhergehende zunehmende Wirtschaftlichkeit der Automatisierung von Hebe-, Lade- und Entladeabläufen eine maßgebliche Rolle. In den internationalen Märkten bestehen unterschiedliche politische und makroökonomische Risiken, die die Werthaltigkeit der Anteile im Zusammenhang mit der Partnerschaft mit SANY beeinflussen können.

Das wirtschaftliche und marktbezogene Umfeld der Partnerunternehmen mit SANY ist gekennzeichnet durch den Wandel der chinesischen Wirtschaft, die sich in den vergangenen Jahren von zweistelligen Wachstumsraten wegbewegte. Die der Beurteilung der Werthaltigkeit des Anteils zugrunde gelegten Annahmen beruhen auf der Grundannahme, dass sich insbesondere der chinesische Baumaschinenmarkt in den nächsten Jahren wieder stabilisiert und ein erneutes Wachstum möglich ist. Der Markt für Krane in China war in den letzten Jahren durch eine starke Konsolidierung geprägt. Es gab nach dem Einbruch in 2012 in den weiteren Jahren eine Reduktion des Volumens um rund 20 Prozent p.a. Im Jahr 2016 konnte erstmalig wieder ein Anstieg erzielt werden, und auch im Jahr 2017 ist der Markt gegenüber dem Vorjahr deutlich gewachsen. PALFINGER geht davon aus, dass dieses hohe Niveau gehalten werde kann und der Gesamtbedarf in den nächsten Jahren weiter wachsen wird. Zudem wird mit einem Anstieg des Marktanteils beim Truck- und Crawler-Kran durch das Ausscheiden von Konkurrenten und durch die Internationalisierungs- sowie Diversifikationsstrategie gerechnet. Darüber hinaus entwickelt sich die Nachfrage von Mobil- und Crawler-Kranen in den Absatzregionen von Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales zunehmend positiv. Aus den oben genannten Gründen wird derzeit kein Anzeichen für eine Wertminderung der Anteile gesehen, somit bestand gemäß IFRS kein Bedarf, einen Werthaltigkeitstest durchzuführen. Die Buchwerte sowie weitere Details zu Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen sind in den Erläuterungen (31) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen ersichtlich.

(5) Forderungsbewertungen

Neben einer standardisierten Forderungsbewertung auf Grundlage von Erfahrungswerten hinsichtlich Überfälligkeit und Länderrisiko wird bei einer Einzelwertberichtigung die Wahrscheinlichkeit des Zahlungseingangs bewertet. Dabei wird insbesondere auf die Erfahrung mit den Kunden, deren Bonität sowie etwaige Sicherheiten Rücksicht genommen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen sind in der Erläuterung (36) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

(6) Umsatzrealisierung aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften

Umsätze aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften werden unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Hierbei schätzt PALFINGER den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Leistung am Gesamtumfang der Aufträge sowie die noch anfallenden Kosten der Aufträge. Drohende Verluste werden sofort als Aufwand realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. Vor allem bei technisch komplexen und anspruchsvollen Projekten besteht das Risiko, dass diese Einschätzung der Gesamtkosten von den tatsächlich angefallenen Kosten abweicht. Weitere Details zur Umsatzrealisierung aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften sind in den Erläuterungen (15) Umsatzerlöse und (36) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich.

(7) Vorratsbewertung

Zur Berücksichtigung des Obsoletrisikos wurde eine standardisierte Obsoletbewertung implementiert. Diese berücksichtigt neben Ist- und Planverbräuchen, Mindestbeständen und Reichweitenfestlegungen auch Alternativmaterialverwendungen. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft, und es werden etwaige zusätzliche Wertberichtigungen aufgrund langer Lagerdauer, eingeschränkter Absatzkanäle oder Qualitätsmängel

vorgenommen. Bei Fertigprodukten erfolgt zudem eine systematische Überprüfung in Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung, die im Wesentlichen von den Absatzpreiserwartungen, Währungsentwicklungen, dem Verkaufszeitpunkt und den noch zu erwartenden Kosten geprägt ist. Weitere Details zu den Wertberichtigungen auf Vorräte sind in der Erläuterung (35) Vorräte ersichtlich.

(8) Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird auf Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Details zu latenten Steuern sind in der Erläuterung (32) Aktive und passive latente Steuern ersichtlich.

(9) Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen sowie gesetzlichen Verpflichtungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und von Jubiläumsgeldansprüchen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohnund Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das entsprechende Land. Künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land. Weitere Details zu den verwendeten Annahmen sind in der Erläuterung (50) Langfristige Rückstellungen ersichtlich.

(10) Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen

Bei der Bildung der Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen werden anhand einer standardisierten Methode Garantieund Gewährleistungsverpflichtungen berücksichtigt. Diese Methode wird durch den zeitlichen Anfall der Gewährleistung, gezielte Austauschaktionen, Rückerstattungsquoten von Lieferanten, Entwicklung des sich in Gewährleistung befindlichen Umsatzes sowie Annahmen zu Bruttogewinnmargen aufgrund des implementierten Gewährleistungsprozesses wesentlich beeinflusst. Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen sind in der Erläuterung (52) Kurzfristige Rückstellungen ersichtlich.

(11) Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Diese Position enthält kündbare und befristete Eigenkapitalanteile mit Andienungsrechten, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Dieser Zeitwert ist abhängig von den Ergebnisentwicklungen der betroffenen Einheiten, daher kann eine von den Erwartungen abweichende Ergebnisentwicklung zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwerts führen. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe. Details sind in der Erläuterung (47) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (54) ersichtlich.

(12) Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben

Die langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben beinhalten noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile, die von den zukünftigen Ergebnisentwicklungen der erworbenen Einheiten abhängig sind. Daher kann eine Veränderung der erwarteten Basiswerte eine ergebniswirksame Anpassung der angesetzten Werte zur Folge haben. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe. Details sind in der Erläuterung (49) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (54) ersichtlich.

(13) Cashflow Hedge

Bei der Bilanzierung von Cashflow Hedges für zukünftige Zahlungsströme wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Die Bilanzierung von Cashflow Hedges wird eingestellt, wenn mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet wird. Details sind in der Erläuterung (54) Finanzinstrumente ersichtlich.

(14) Änderungen von Schätzungen

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine wesentlichen Änderungen von Schätzungen vorgenommen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

(15) Umsatzerlöse

in TEUR
1–12 2016
1–12 2017
Europäische Union
685.922
747.680
Ferner Osten
119.972
120.997
GUS
83.447
107.022
Mittel- und Südamerika
33.675
48.818
Mittlerer Osten und Afrika
53.569
58.942
Nordamerika
296.470
298.162
Übriges Europa
83.957
89.454
Summe
1.357.012
1.471.075

Die Aufteilung nach geografischen Gebieten erfolgt entsprechend dem Sitz des Kunden. Im Herkunftsland Österreich wurden Umsätze von 67.608 TEUR (Vorjahr: 68.674 TEUR) erzielt.

Die Umsätze in der Europäischen Union stiegen vor allem in Frankreich, Spanien und Kroatien. Die Steigerung im übrigen Europa betrifft vor allem die Türkei im Segment LAND. Die Umsätze in Mittel- und Südamerika stiegen vor allem durch die Vollkonsolidierung von Hidro-Grubert. Durch die konsequente Umsetzung der Internationalisierungsstrategie von PALFINGER nehmen die Umsätze außerhalb Europas kontinuierlich zu. In Nordamerika und GUS konnte PALFINGER den Umsatz erhöhen.

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Umsatzerlöse verrechnet 1.223.243 1.334.087
Umsatzerlöse Fertigungsaufträge und Dienstleistungsgeschäfte 133.769 136.988
Summe 1.357.012 1.471.075

Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen stiegen vor allem im Segment SEA. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungsgeschäften stammen aus den Megarme- sowie den Service-Gesellschaften in der Business Area Marine und betreffen Servicedienstleistungsgeschäfte, die anhand des Auftragsfortschritts realisiert wurden.

(16) Sonstige operative Erträge

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 232 845
Erträge aus Leistungsverrechnungen 2.828 3.011
Währungsdifferenzen 3.907 7.370
Versicherungsentschädigungen 213 947
Mieterträge 429 348
Erträge aus sonstigen Zuschüssen 221 1.248
Ertrag aus Abgang von Geschäftseinheiten 0 2.630
Übrige sonstige operative Erträge 5.228 6.784
Summe 13.058 23.183

Im Zuge der Restrukturierung in Nordamerika übertrug PALFINGER an vier Standorten von PalFleet das Geschäft mit Aufbau und Vertrieb von Service Bodies – das sind spezielle Aufbauten auf Klein-Lkws und Pick-ups – an die Reading Truck Group. Das Closing des Vertrags erfolgte Ende März, aus dem Abgang entstand ein sonstiger operativer Ertrag in Höhe von 2,6 Mio EUR.

Die Erlöse aus Leistungsverrechnungen resultieren vor allem aus Service- und Garantieleistungen.

Zu den Kursdifferenzen wird auf Erläuterung (54) Finanzinstrumente, Punkt 3 Fremdwährungsrisiko verwiesen.

(17) Umsatzkosten

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –7.297 2.952
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –667.904 –733.448
Personalaufwendungen –225.184 –250.726
Abschreibungen –35.457 –39.710
Ausgangsfrachten –18.785 –19.710
Garantien und Gewährleistungen –11.736 –12.404
Reparaturen und Instandhaltungen –11.269 –12.514
Mieten und Leasing –7.856 –8.219
Provisionen –4.263 –3.911
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –9.354 –9.920
Energieinfrastruktur –5.979 –6.660
Reisekosten –5.870 –5.525
Fuhrpark –3.116 –3.201
Beratungsleistungen –2.187 –1.825
Übrige sonstige Aufwendungen –6.767 –7.284
Summe –1.023.024 –1.112.105

Die Umsatzkosten stiegen relativ etwas mehr als die Umsatzerlöse. Die Bruttogewinnmarge verringerte sich daher von 24,6 Prozent auf 24,4 Prozent.

(18) Forschungs- und Entwicklungskosten

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 12.746 15.182
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –2.976 –3.905
Personalaufwendungen –30.846 –33.574
Abschreibungen –873 –1.445
Erträge aus Forschungszuschüssen 2.008 2.263
Beratungsleistungen –2.303 –2.465
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –1.452 –2.259
Reisekosten –915 –1.048
Übrige sonstige Aufwendungen –2.051 –2.118
Summe –26.662 –29.369

Diese Position beinhaltet Forschungskosten, nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten sowie das Produktmanagement.

Die Abschreibungen und Wertminderungen der Entwicklungskosten in Höhe von 8.555 TEUR (Vorjahr: 6.203 TEUR) werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betragen daher 37.924 TEUR (Vorjahr: 32.865 TEUR).

(19) Vertriebskosten

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –74 –26
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –1.178 –741
Personalaufwendungen –58.721 –66.120
Abschreibungen –6.685 –9.503
Werbung, Repräsentation und Marktkosten –10.403 –9.862
Reisekosten –7.168 –7.587
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –1.350 –1.027
Fuhrpark –2.780 –3.258
Transportkosten –1.707 –2.088
Beratungsleistungen –1.786 –1.767
Büro- und EDV-Aufwand –1.757 –1.782
Übrige sonstige Aufwendungen –3.759 –4.892
Summe –97.368 –108.653

(20) Verwaltungskosten

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –2 973
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –100 –57
Personalaufwendungen –63.501 –69.694
Abschreibungen –6.932 –6.503
Beratungsleistungen –10.268 –11.262
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –6.184 –6.897
Büro- und EDV-Aufwand –5.589 –7.082
Reisekosten –4.106 –4.178
Fuhrpark –2.799 –2.772
Werbung, Repräsentation und Marktkosten –1.978 –2.609
Mieten und Leasing –4.352 –3.970
Ertragsunabhängige Steuern und Abgaben –2.093 –2.592
Versicherungen –2.530 –3.001
Reparatur und Instandhaltung –1.586 –1.765
Bankspesen –1.069 –1.177
Übrige sonstige Aufwendungen –307 –605
Summe –113.396 –123.191

HONORARE DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Für die im Geschäftsjahr 2017 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. sowie der Gesellschaften des weltweiten Ernst & Young-Netzwerks sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Prüfung des Konzernabschlusses und damit zusammenhängende Bestätigungsleistungen (inklusive Reviews) –1.063 –1.109
davon Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. –315 –257
Steuerberatungsleistungen –128 –267
Sonstige Leistungen –35 –14
Summe –1.226 –1.390

(21) Sonstige operative Aufwendungen

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –322 –4.535
Forderungsverluste und Wertberichtigungen –942 –2.552
Währungsdifferenzen –2.837 –9.048
Schadensfälle –713 –444
Aufwendungen im Zusammenhang mit sonstigen Erträgen –947 –995
Dotierung Ausfallsreserve aus Factoring –272 0
Dotierung Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten –22 –229
Pönale –451 –97
Übrige sonstige operative Aufwendungen –4.239 –4.453
Summe –10.745 –22.353

Das Firmenflugzeug wurde im 4. Quartal 2017 veräußert. Daraus resultierte ein Veräußerungsverlust in Höhe von 1.751 TEUR (siehe dazu auch Erläuterung (54) auf Seite 196).

(22) Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Anteilige Periodenergebnisse 7.174 10.385
Ertrag aus der Aufwertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen aufgrund der Vollkonsolidierung 0 1.218
Summe 7.174 11.603

Aus der im Zuge der Erstkonsolidierung von Hidro-Grubert durchgeführten Bewertung der bisher gehaltenen 30 Prozent mit dem beizulegenden Zeitwert ergibt sich ein Ertrag in Höhe von 1.218 TEUR im Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen.

(23) Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Materialaufwendungen –622.952 –683.240
Aufwendungen für bezogene Leistungen –49.206 –54.911
Summe –672.158 –738.151

Hinsichtlich der in den Materialaufwendungen enthaltenen Wertminderungen auf Vorräte wird auf die Erläuterung (35) Vorräte verwiesen. Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen metallische Komponenten wie Bleche, Rohre und Profile sowie Einkaufsteile und Elektro- und Hydraulikkomponenten.

(24) Personalaufwendungen

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Löhne und Gehälter –291.854 –325.662
Aufwendungen für Abfertigungen –4.152 –4.206
Aufwendungen für Altersversorgung –3.579 –4.536
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge
–60.705 –65.762
Sonstige Sozialaufwendungen –17.962 –19.948
Summe –378.252 –420.114

Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 994 TEUR (Vorjahr: 1.515 TEUR). Darin enthalten sind Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 994 TEUR (Vorjahr: 813 TEUR).

Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 3.830 TEUR (Vorjahr: 3.224 TEUR).

(25) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Planmäßige Abschreibungen –48.679 –56.631
Wertminderungen –1.269 –529
Summe –49.948 –57.160

Hinsichtlich der Entwicklung der planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen wird auf die Erläuterungen (28) Immaterielle Vermögenswerte, (29) Sachanlagen und (30) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien verwiesen.

Die Wertminderungen im Jahr 2017 betreffen vor allem die außerplanmäßige Abschreibung eines Servicekranes in den USA.

Die Wertminderung im Jahr 2016 betrifft Anlagen in Bau in den Niederlanden, deren Bau im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Marine eingestellt wurde. Das Grundstück der Anlage wurde 2016 als zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswert ausgewiesen und 2017 veräußert. Es wird auf Erläuterung (29) verwiesen.

(26) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis

Das Zinsergebnis und das sonstige Finanzergebnis setzen sich wie folgt zusammen:

1–12 2016 Finanzinstrumente gem. IAS 39 in TEUR Gesamt Loans and Receivables Financial Liabilities at Amortized Cost Zinsertrag 2.387 2.039 0 Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten –11.824 0 –11.587 Sonstiger Zinsaufwand –2.187 0 0 Zinsergebnis –11.624 2.039 –11.587 Bewertung Finanzverbindlichkeiten 642 0 0 Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen 35 0 0 Verlust aus dem Abgang von Finanzvermögen –3 0 0 Zuschreibung zu Finanzvermögen 1 0 0 Wertminderung von Finanzvermögen –3 0 0 Währungsdifferenzen –1.884 –1.838 0 Nettoergebnis –1.212 –1.838 0 Finanzergebnis –12.836 201 –11.587

1–12 2017

Finanzinstrumente gem. IAS 39

Loans and Financial Liabilities at
in TEUR Gesamt Receivables Amortized Cost
Zinsertrag 1.268 1.268 0
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten –12.619 0 –12.507
Sonstiger Zinsaufwand –1.997 0 0
Zinsergebnis –13.348 1.268 –12.507
Bewertung Finanzverbindlichkeiten 151 0 0
Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen 37 0 0
Verlust aus dem Abgang von Finanzvermögen –56 0 0
Zuschreibung zu Finanzvermögen 4 0 0
Wertminderung von Finanzvermögen –409 –403 0
Währungsdifferenzen –8.050 –5.242 0
Nettoergebnis –8.323 –5.645 0
Finanzergebnis –21.671 –4.377 –12.507

Für Details zu Währungsdifferenzen im Finanzergebnis siehe Seite 192.

Available for Sale Held-for-Trading / Other
Derivatives
Sonstige langfristige
Rückstellungen und
Kaufpreisverbindlichkeiten
Langfristige
Rückstellungen gem.
IAS 19
Finanzierungsleasing
0 348 0 0 0
0 0 0 0 –237
0 0 –1.241 –946 0
0 348 –1.241 –946 –237
0 0 642 0 0
35 0 0 0 0
–3 0 0 0 0
1 0 0 0 0
–3 0 0 0 0
0 421 –467 0 0
30 421 175 0 0
30 769 –1.066 –946 –237

Finanzinstrumente gem. IAS 39

Finanzinstrumente gem. IAS 39

Finanzierungsleasing Langfristige
Rückstellungen gem.
IAS 19
Sonstige langfristige
Rückstellungen und
Kaufpreisverbindlichkeiten
Held-for-Trading / Other
Derivatives
Available for Sale
0 0 0 0 0
–112 0 0 0 0
0 –713 –1.284 0 0
–112 –713 –1.284 0 0
0 0 151 0 0
0 0 0 0 37
0 0 0 0 –56
0 0 0 0 4
0 0 0 0 –6
0 0 309 –3.116 0
0 0 460 –3.116 –21
–112 –713 –824 –3.116 –21

(27) Ertragsteuern

Der auf die Muttergesellschaft PALFINGER AG anwendbare Steuersatz beträgt unverändert zum Vorjahr 25 Prozent.

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) –21.926 –29.484
davon aus Vorjahren 1.088 30
davon aus der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge 325 483
Latenter Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) –2.005 6.180
davon aus der Erfassung von steuerlichen Verlustvorträgen aus Vorjahren 1.216 483
davon aufgrund von Steuersatzänderungen 407 921
davon aus der Abwertung von steuerlichen Verlustvorträgen –115 –209
Summe –23.931 –23.304

Die Differenz zwischen der rechnerischen Ertragsteuerbelastung und der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung errechnet sich wie folgt:

in TEUR
1–12 2016
1–12 2017
Ergebnis vor Ertragsteuern
93.213
88.519
Konzernsteuersatz
25,0%
25,0%
Rechnerische Ertragsteuern
23.303
22.130
Anpassung an ausländische Steuersätze
–917
345
Steuerminderungen aufgrund von
Forschungs- und Bildungsfreibeträgen
–424
–572
Investitionsförderungen
–378
–581
Steuersatzänderungen
–621
–976
steuerfreien Erträge aus der Equity-Bewertung
–1.794
–2.901
Auflösung von nicht steuerbaren Rückstellungen
–44
–109
übrigen steuermindernden Posten
–580
–2.041
Erfassung und Verbrauch von Verlustvorträgen aus Vorjahren
–1.216
–896
aperiodischen Steuern
–1.862
–1.818
Auflösung Wertberichtigungen latenter Steuern
–50
0
Anteilsbewertungen und gruppeninternen Forderungsbewertung
–1.305
–4.052
–8.274 –13.946
Steuermehrungen aufgrund von
Steuersatzänderungen
112
1.723
nicht aktivierten Verlustvorträgen
3.447
4.484
Wertberichtigungen auf Verlustvorträge
115
209
steuerlich nicht anerkannten Aufwendungen
2.463
5.220
Mindeststeuern
134
85
aperiodischen Steuern
1.932
1.625
nicht abzugsfähigen Quellensteuern
556
577
Konsolidierungseffekten
225
225
Übrigen steuermehrenden Posten
835
606
Wertberichtigungen latenter Steuern
0
21
9.819 14.775
Ertragsteuern
23.931
23.304

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(28) Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Firmenwerte1)
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2016 127.330
Unternehmenserwerbe 105.768
Zugänge 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung 7.684
Stand 31.12.2016 240.782
Stand 1.1.2017 240.782
Unternehmenserwerbe 3.330
Zugänge 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung –14.121
Stand 31.12.2017 229.991
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2016
0
Unternehmenserwerbe 0
Abschreibungen 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung 2
Stand 31.12.2016 2
Stand 1.1.2017 2
Unternehmenserwerbe 0
Abschreibungen 0
Abgänge 0
Währungsumrechnung –4
Stand 31.12.2017 –2
Buchwerte 31.12.2016 240.780
Buchwerte 31.12.2017 229.993

1) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Akquisitionen 2016).

Immaterielle Vermögenswerte
mit unbestimmter
Nutzungsdauer
Entwicklungs
kosten
Marken, Kundenstock
und Auftragsstand
Sonstige immaterielle Vermögenswerte1) Geleistete Anzahlungen Summe
28.192 48.478 60.075 19.575 34 283.684
0 23.737 25.744 5.414 0 160.663
0 13.186 0 1.444 71 14.701
0 –332 0 –38 –30 –400
0 203 0 –567 –30 –394
1.352 994 519 460 1 11.010
29.544 86.266 86.338 26.288 46 469.264
29.544 86.266 86.338 26.288 46 469.264
662 0 3.688 46 0 7.726
0 17.164 0 2.792 42 19.998
0 –642 0 –502 –15 –1.159
0 0 0 77 –51 26
–2.327 –2.933 –5.760 –877 0 –26.018
27.879 99.855 84.266 27.824 22 469.837
0 14.988 39.663 14.615 0 69.269
0 6.135 0 950 0 7.085
0 6.203 4.987 2.203 0 13.393
0 –257 0 –41 0 –298
0 25 0 –66 0 –41
0 283 –868 327 0 –256
0 27.377 43.782 17.988 0 89.152
0 27.377 43.782 17.988 0 89.152
0 0 0 40 0 40
0 8.555 6.972 2.228 0 17.755
0 –613 0 –460 0 –1.073
0 –1.075 –2.618 –511 0 –4.208
0 34.244 48.136 19.285 0 101.666
29.544 58.889 42.556 8.300 46 380.112
27.879 65.611 36.130 8.539 22 368.171

FIRMENWERTE

Die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Firmenwerte betreffen folgende "Cash Generating Units":

in TEUR 31.12.20161) 31.12.2017
Cash Generating Unit Business Area EMEA 47.917 48.881
Cash Generating Unit Business Area Marine 167.685 156.523
Cash Generating Unit Business Area GUS 17.028 15.778
Cash Generating Unit Business Area Americas 8.150 8.811
Summe 240.780 229.993

1) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Akquisitionen 2016).

ETI war bisher eine eigenständige CGU. Ende 2017 erfolgte eine Reorganisation in der Area Americas. Der Goodwill von ETI wird in Zukunft auf Ebene der CGU Americas gesteuert und überwacht. Daher erfolgte eine Neuzuordung des Goodwills. Die Integration von ETI schreitet weiter voran, und eine entsprechende Verflechtung ist Strategie des Vorstands. Die Steuerung, Vertriebs- und Service-Politik erfolgen zukünftig gemeinsam auf Ebene der Area Americas.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer resultieren aus Unternehmenszusammenschlüssen und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2016
31.12.2017
Business Area EMEA
Marke MBB
5.840
5.840
Marke Nimet
4.950
4.823
Business Area Marine
Marke Megarme
6.223
5.496
Business Area Americas
Marke OMAHA STANDARD
2.103
1.848
Marke American Roll-off
654
575
Marke ETI
5.403
4.748
Marke Hidro-Grubert
0
498
Business Area GUS
Marke INMAN
1.769
1.640
Marke Velmash
2.602
2.411
Summe
29.544
27.879

Da die fortwährende Nutzung der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Marken vom Management auf unbestimmte Zeit beabsichtigt ist und eine Nutzungsdauer somit nicht bestimmt werden kann, wurde diesen immateriellen Vermögenswerten eine unbestimmte Nutzungsdauer zugewiesen.

Die Werthaltigkeit der angesetzten immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer hat sich bei der Durchführung von Werthaltigkeitstests bestätigt.

Der erzielbare Betrag der "Cash Generating Units" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von fünf Jahren erstellt. Danach werden die Cashflows unter Heranziehung einer Wachstumsrate extrapoliert. Als Wachstumsraten wurden 2017 für die CGU Business Area EMEA 0,9 Prozent, für die CGU Business Area Marine 0,9 Prozent, für die CGU Business Area GUS 2 Prozent und für die CGU Business Area Americas 1,5 Prozent verwendet. Im Vorjahr wurden die Cashflows gleichbleibend extrapoliert. Die Cashflow-Prognosen basieren auf der Ende 2017 durchgeführten und vom Vorstand und Aufsichtsrat genehmigten strategischen Unternehmensplanung für die Jahre 2018 bis 2022.

Die angewandten Abzinsungssätze entsprechen den marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkosten auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten und stellen sich im Vergleich zu den korrespondierenden Abzinsungssätzen im Vorjahr wie folgt dar:

Abzinsungssatz vor Steuern
in Prozent
2016
2017
Cash Generating Unit Business Area EMEA
8,1
10,4
Cash Generating Unit Business Area Marine
8,7
10,5
Cash Generating Unit Business Area Americas
10,7 bzw.11,6
14,1
Cash Generating Unit Business Area GUS
16,6
17,1

Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1 Prozentpunkt die Buchwerte in den CGUs EMEA, Americas und GUS noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Bei der CGU Marine würde sich bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um mehr als 0,84 Prozentpunkt ein Abwertungsbedarf ergeben.

Zudem ergab die Sensitivitätsanalyse, dass bei einer Senkung der EBITs für die Jahre 2018 bis 2022 um 10 Prozent, bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter, die Buchwerte in den CGUs EMEA, Americas und GUS noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Bei der CGU Marine würde sich bei einer Senkung der EBITs für die Jahre 2018 bis 2022 um 8,1 Prozentpunkte ein Abwertungsbedarf ergeben.

Die Überdeckung in der CGU Marine beträgt 28 Mio EUR.

Für "Cash Generating Units", die keine Firmenwerte oder immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer beinhalten, wurde kein Werthaltigkeitstest durchgeführt, da kein Indikator auf Wertminderung vorlag.

Bei den der Berechnung des Nutzungswerts der "Cash Generating Units" zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten. Die Bruttogewinnmargen werden anhand der Werte ermittelt, die basierend auf den Erfahrungen des laufenden Jahres in die rollierende Planung einfließen. Die Unternehmensplanung basiert somit auf vergangenen Ergebnissen sowie den aktuellen Einschätzungen über die zukünftige Marktentwicklung.

ENTWICKLUNGSKOSTEN

Als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden von PALFINGER im Geschäftsjahr 2017 Entwicklungskosten in Höhe von 15.132 TEUR (Vorjahr: 13.186 TEUR) aktiviert.

Im Zuge der Akquisition Heron Davits AS wurden Entwicklungsleistungen in Höhe von 2.032 TEUR erworben (siehe dazu die Erläuterungen zu den Akquisitionen 2017).

MARKEN, KUNDENSTOCK UND AUFTRAGSSTAND

Im Zuge der Kaufpreisaufteilung der Akquisition von Palfinger Danmark und der Erstkonsolidierung von Hidro-Grubert wurden Kundenstock in Höhe von 2.913 TEUR und Auftragsstand in Höhe von 775 TEUR aktiviert.

Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf Kundenstöcke und Auftragsstände in Höhe von 5.766 TEUR (Vorjahr: 3.900 TEUR) durchgeführt.

(29) Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Grundstücke und
Bauten
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2016 192.528
Unternehmenserwerbe 19.759
Zugänge 5.711
Investitionsförderungen 0
Abgänge –1.544
Umgliederungen 1.659
Umgliederungen zur Veräußerung 0
Währungsumrechnung 5.707
Stand 31.12.2016 223.820
Stand 1.1.2017 223.820
Unternehmenserwerbe und -abgänge –2.207
Zugänge 10.179
Nachträgliche Anschaffungskosten 0
Abgänge –838
Umgliederungen 4.629
Währungsumrechnung –8.504
Stand 31.12.2017 227.079
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2016 52.481
Unternehmenserwerbe 9.233
Abschreibungen 6.756
Wertminderungen 6
Wertaufholungen 0
Abgänge –1.066
Umgliederungen –206
Währungsumrechnung 1.466
Stand 31.12.2016 68.670
Stand 1.1.2017 68.670
Unternehmenserwerbe und -abgänge –419
Abschreibungen 7.845
Wertminderungen 30
Wertaufholungen 0
Nachträgliche Anschaffungskosten 1.085
Abgänge
Umgliederungen
–570
130
Währungsumrechnung –2.589
Stand 31.12.2017 74.182
Buchwerte 31.12.2016 155.150
Buchwerte 31.12.2017 152.897
Unbebaute Grundstücke
Unbebaute Grundstücke
Technische Anlagen
Technische Anlagen
und Maschinen
und Maschinen
Andere Anlagen,
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts
Betriebs- und Geschäfts
ausstattung
ausstattung
Geleistete
Geleistete
Anzahlungen und
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Anlagen in Bau
Summe
Summe
2.014 190.030 99.767 12.764 497.103
2.014 190.030 99.767 12.764 497.103
0 7.858 7.156 0 34.773
0 7.858 7.156 0 34.773
0 16.177 13.323 26.000 61.211
0 16.177 13.323 26.000 61.211
0 95 28 0 123
0 95 28 0 123
0 –5.747 –8.416 –13 –15.720
0 –5.747 –8.416 –13 –15.720
0 10.824 1.284 –13.373 394
0 10.824 1.284 –13.373 394
0 0 0 –1.893 –1.893
0 0 0 –1.893 –1.893
18 5.987 2.346 681 14.739
18 5.987 2.346 681 14.739
2.032 225.224 115.488 24.166 590.730
2.032 225.224 115.488 24.166 590.730
2.032 225.224 115.488 24.166 590.730
2.032 225.224 115.488 24.166 590.730
0 –4.044 5.323 0 –928
0 –4.044 5.323 0 –928
4 15.678 17.041 24.416 67.318
4 15.678 17.041 24.416 67.318
0 127 0 0 127
0 127 0 0 127
–1 –7.791 –23.664 –1.319 –33.613
–1 –7.791 –23.664 –1.319 –33.613
0 6.979 2.313 –13.947 –26
0 6.979 2.313 –13.947 –26
–68 –8.243 –6.319 –604 –23.738
–68 –8.243 –6.319 –604 –23.738
1.967 227.930 110.182 32.712 599.870
1.967 227.930 110.182 32.712 599.870
–302 121.324 54.818 0 228.321
–302 121.324 54.818 0 228.321
0 4.658 4.822 0 18.713
0 4.658 4.822 0 18.713
21 16.646 11.849 0 35.272
21 16.646 11.849 0 35.272
5 0 2 1.256 1.269
5 0 2 1.256 1.269
0 –3 0 0 –3
0 –3 0 0 –3
0 –4.759 –5.447 0 –11.272
0 –4.759 –5.447 0 –11.272
0 177 70 0 41
0 177 70 0 41
–9 3.236 1.382 0 6.075
–9 3.236 1.382 0 6.075
–285 141.279 67.496 1.256 278.416
–285 141.279 67.496 1.256 278.416
–285 141.279 67.496 1.256 278.416
–285 141.279 67.496 1.256 278.416
0 –617 1.338 0 302
0 –617 1.338 0 302
20 17.926 13.066 0 38.857
20 17.926 13.066 0 38.857
0 27 470 0 527
0 27 470 0 527
0 0 –2 0 –2
0 0 –2 0 –2
0 84 81 0 1.250
0 84 81 0 1.250
0 –6.182 –12.502 –1.256 –20.510
0 –6.182 –12.502 –1.256 –20.510
0 158 –289 0 –1
0 158 –289 0 –1
34 –5.173 –3.347 0 –11.075
34 –5.173 –3.347 0 –11.075
–231 147.502 66.311 0 287.764
–231 147.502 66.311 0 287.764
2.317 83.945 47.992 22.910 312.314
2.317 83.945 47.992 22.910 312.314

Die Zugänge betreffen vor allem den Ausbau von Produktionskapazitäten in Österreich, Bulgarien, Rumänien und Slowenien und Ersatzinvestitionen.

In Grundstücke und Bauten sind Grundwerte bebauter Liegenschaften in der Höhe von 29.454 TEUR (Vorjahr: 31.174 TEUR) enthalten. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau enthalten zum Bilanzstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Höhe von 29.783 TEUR (Vorjahr: 21.605 TEUR).

Im Jahr 2012 wurde ein Optionsvertrag abgeschlossen, der PALFINGER verpflichtet bzw. berechtigt, weitere rund 19.000 m² neben dem Grundstück der neuen Konzernzentrale nach fünf bzw. zehn Jahren ab der geplanten Umwidmung der Grundstücke (somit erstmals im Oktober 2018) zu erwerben. Der Ausübungspreis der Option zum Erwerb dieser zusätzlichen Grundstücke beträgt 4.353 TEUR zuzüglich einer Inflationsabgeltung bis zum Ausübungszeitpunkt.

In der Berichtsperiode wurden wie im Vorjahr keine Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine Zuwendungen der öffentlichen Hand (Vorjahr: 123 TEUR) gemäß IAS 20 als Kürzung der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten berücksichtigt.

Per 31. Dezember 2017 sind keine Sachanlagen (Vorjahr: 916 TEUR) als Sicherheit für Schulden verpfändet.

Im Jahr 2016 zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.893 TEUR betreffen ein Grundstück im Segment SEA, das im Jahr 2017 veräußert wurde. Das Grundstück wurde mit dem vereinbarten Verkaufspreis abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die zugehörigen Anlagen in Bau wurden 2016 wertberichtigt (siehe Erläuterung (25)).

(30) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie hat zum 31. Dezember 2017 Anschaffungskosten in Höhe von 832 TEUR (Vorjahr: 832 TEUR) und einen Buchwert von 308 TEUR (Vorjahr: 328 TEUR). Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 20 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR). Zum 31. Dezember 2017 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie 507 TEUR (Vorjahr: 527 TEUR). Der beizulegende Zeitwert wird anhand intern erstellter Berechnungen ermittelt. Die Bewertung erfolgt mittels Level 3 Fair Values anhand von anerkannten Berechnungsmodellen. Die Berechnung basiert auf einem im Jahr 2005 von einem unabhängigen Sachverständigen erstellten Gutachten auf Basis von am Markt beobachteten Verkaufspreisen für ähnliche Immobilien. Der Bodenrichtwert hat sich seither nicht verändert. Die Gebäudewerte wurden entsprechend der Abnutzung angepasst.

Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 72 TEUR (Vorjahr: 63 TEUR) sowie direkt zurechenbare operative Aufwendungen von 20 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR).

(31) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen

Der Kreis der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in der Beteiligungsübersicht dargestellt.

in TEUR
2016
2017
Stand 1.1.
175.675
171.871
Zugänge
0
1.626
Zuschreibungen
0
313
Anteilige Periodenergebnisse
7.174
10.385
Dividenden
–5.312
–3.963
Währungsumrechnung
–5.666
–9.972
Änderung Konsolidierungsmethode
0
–2.994
Stand 31.12.
171.871
167.266

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern wesentlich sind, enthalten die nachfolgenden Tabellen, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 Prozent und nicht auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.

Palfinger France S.A.S. SANY Automobile Hoisting
Machinery Co.,Ltd.
Sany Palfinger SPV
Equipment Co., Ltd.1)
in TEUR 1–12 2016 1–12 2017 10 2015–
9 2016
10 2016–
9 2017
1–12 2016 1–12 2017
Umsatzerlöse 111.178 129.563 352.694 583.810 25.185 35.935
Ergebnis nach Ertragsteuern 6.201 7.634 13.394 –46.214 732 –241
Sonstiges Ergebnis nach
Ertragsteuern
0 0 –47.861 –82.363 –1.601 –2.743
Gesamtergebnis 6.201 7.634 –34.467 –128.577 –869 –2.984
in TEUR 31.12.2016 31.12.2017 30.09.2016 30.09.2017 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 2.533 3.627 345.742 300.801 9.660 10.070
Kurzfristige Vermögenswerte 46.257 55.262 315.080 376.009 54.823 56.464
Langfristige Schulden 0 2.521 2.824 5.538 108 143
Kurzfristige Schulden 21.226 25.454 286.195 367.809 20.107 25.022
Nettovermögen 27.563 30.914 371.802 303.463 44.268 41.369
in TEUR 2016 2017 2016 2017 2016 2017
Eigentumsanteil/Stimmrechte 49% 49% 10% 10% 50% 50%
Buchwert 1.1. 11.891 12.529 135.062 130.249 22.536 22.101
Zugänge 0 0 0 0 0 0
Anteilige Periodenergebnisse 3.038 3.740 1.339 6.951 366 –121
Währungsumrechnung 0 0 –4.786 –8.236 –801 –1.372
Dividenden –2.400 –2.400 –1.366 0 0 0
Buchwert 31.12. 12.529 13.869 130.249 128.964 22.101 20.608
Davon Firmenwert 0 0 93.069 87.295 0 0
Davon "Downstream"-Verkäufe –977 –1.279 0 0 –33 –77
Davon anteiliges Nettovermögen 13.506 15.148 37.180 41.669 22.134 20.685

1) Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag liquide Mittel von 3.660 TEUR (Vorjahr: 6.188 TEUR) und keine finanziellen Schulden sowie im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen von 545 TEUR (Vorjahr: 556 TEUR), Zinserträge von 595 TEUR (Vorjahr: 336 TEUR) und einen Steueraufwand von –397 TEUR (Vorjahr: –104 TEUR).

Die Palfinger France S.A.S. ist ein Händler für Produkte von PALFINGER in Frankreich. SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. ist ein strategischer Partner. Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd. ist die Produktions- und Vertriebsgesellschaft in China.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern nicht wesentlich sind, enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.

in TEUR
2016
2017
Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen
6.658
4.372
Ergebnis nach Ertragsteuern
2.221
680
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
–119
–348
Gesamtergebnis
2.102
332
in TEUR
2016
2017
Buchwerte der Anteile an Gemeinschaftsunternehmen
333
–547
Ergebnis nach Ertragsteuern
209
–865
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
39
–15
Gesamtergebnis
249
–880

(32) Aktive und passive latente Steuern

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte – unterschiedliche Nutzungsdauern 629 855
Immaterielle Vermögenswerte – steuerlich abzugsfähiger Firmenwert 1.187 471
Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern 1.914 1.679
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – steuerlich offene Abwertungen Finanzanlagen 968 4.852
Sonstige langfristige Vermögenswerte 117 105
4.815 7.962
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte – Zwischengewinneliminierung, steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten 5.531 6.887
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – steuerliche Bewertungsunterschiede Wertberichtigungen 1.290 1.206
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerlich offene Abfertigungszahlungen 332 467
7.153 8.560
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Personalrückstellungen IAS 19 8.263 8.634
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 3.489 3.936
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.047 1.257
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 3.747 956
12.310 9.891
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten – Leasingfinanzierungen 0 0
Kurzfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen 3.080 2.762
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.417 772
4.497 3.534
Summe aktive latente Steuern 28.775 29.947
in TEUR 31.12.20161) 31.12.2017
Passive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte – Unternehmenserwerbe, Entwicklungskosten –28.512 –27.633
Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern –9.383 –6.879
Langfristige finanzielle Vermögenswerte –5.119 –2.038
davon erfolgsneutrale latente Steuern –2.811 –363
–43.014 –36.550
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte – steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten –843 –495
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Auftragsfertigung (POC) –6.701 –9.499
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerliche Bewertungsunterschiede –2.927 –1.472
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 0 0
–10.471 –11.466
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten – steuerliche Bewertungsunterschiede –270 0
Langfristige Rückstellungen –107 –139
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern –2 –2
–379 –139
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen –481 –350
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten –746 –874
–1.227 –1.224
Summe passive latente Steuern –55.091 –49.379
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 21.649 19.524
Latente Steuern –4.667 92
davon
bilanzierte aktive latente Steuern 18.128 14.890
bilanzierte passive latente Steuern –22.795 –14.798

1) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Akquisitionen 2016).

In den latenten Steuern sind kumuliert im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern von 4.527 TEUR (Vorjahr: 4.423 TEUR) enthalten.

Die steuerlichen Verlustvorträge setzen sich wie folgt zusammen:

Nicht aktivierte Verlustvorträge Aktivierte Verlustvorträge
in TEUR 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Verfallbare Verlustvorträge
Ein Jahr 841 0 891 858
Zwei Jahre 25 519 933 0
Drei Jahre 0 206 0 1.359
Vier Jahre 220 1.599 1.406 0
Fünf Jahre 1.697 2.064 0 471
Mehr als fünf Jahre 38.272 30.252 29.053 33.123
Unverfallbare Verlustvorträge 26.812 43.974 40.334 47.629
Summe 67.867 78.614 72.617 83.440

Im Konzern wurden für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 78.614 TEUR (Vorjahr: 67.867 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist.

Für temporäre Differenzen in Höhe von 316.878 TEUR (Vorjahr: 283.491 TEUR) aus Beteiligungen an Tochterunternehmen und Joint Ventures bestanden zum 31. Dezember 2017 latente Steuerschulden in Höhe von 57.289 TEUR (Vorjahr: 53.505 TEUR). Dafür wurden gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet, da PALFINGER in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf zu steuern, und sich in absehbarer Zeit diese temporären Differenzen nicht auflösen werden.

Im Dezember 2017 wurde in den USA eine Steuerreform umgesetzt und damit in Kraft gesetzt, die ab 1. Jänner 2018 gültig ist. Der Bundeskörperschaftssteuersatz wird von bisher maximal 35 Prozent auf 21 Prozent gesenkt. Diese Änderung ergibt einen zusätzlichen Steueraufwand in Höhe von 1.927 TEUR aus der Neubewertung der aktivierten Verlustvorträge sowie sonstiger aktiver und passiver latenter Steuern per 31. Dezember 2017.

(33) Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Ausleihungen 3.830 5.152
Finanzforderungen gegenüber Related Parties 25.183 22.161
Wertpapiere 1.137 1.608
Guthaben bei Kreditinstituten 1.976 471
Sonstige Beteiligungen 119 77
Derivative Finanzinstrumente 461 697
Summe 32.706 30.166

Die Wertpapiere bestehen aus Anteilen an Investmentfonds und Schuldverschreibungen zur gesetzlich verpflichtenden Absicherung der Personalrückstellungen.

Die Forderungen gegenüber Related Parties in Höhe von 25.520 TEUR (Vorjahr: 28.759 TEUR) (davon 22.161 TEUR langfristig und 3.359 TEUR kurzfristig) bestehen gegenüber der Hubert Palfinger Technologies GmbH, und es besteht ein Ratenplan für die nächsten sieben Jahre. Die Erfüllung des Ratenplans wurde durch verschiedene Sicherheiten von anderen Related Parties (Garantien, Verpfändung von Mieterlösen), aber außerhalb der Hubert Palfinger Technologies GmbH hinterlegt, sodass die Werthaltigkeit der gesamten Forderungen in Höhe von 25.520 TEUR gewährleistet ist. Die Forderung wird fremdüblich verzinst und gemäß Ratenplan getilgt.

(34) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2016
31.12.2017
Geleistete Anzahlungen für Unternehmenserwerbe
2.663
0
Rückdeckungswerte und sonstige Forderungen
2.839
1.549
Aufwandsabgrenzungen
171
43
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte
42
132
Summe
5.715
1.724

Geleistete Anzahlungen für Unternehmenserwerbe 2016 betreffen den Erwerb der Capital Investment d.o.o. (siehe dazu Erläuterung (55)).

Rückdeckungswerte betreffen unter anderem Rückkaufsrechte für Lebensversicherungen, die die Voraussetzungen für eine Saldierung mit der Rückstellung für Pensionen gemäß IAS 19 nicht erfüllen.

(35) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2016
31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
111.910
114.155
Unfertige Erzeugnisse
83.683
87.629
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
84.429
84.855
Geleistete Anzahlungen
2.680
2.395
Summe
282.702
289.034

Vorräte in Höhe von 4.162 TEUR (Vorjahr: 576 TEUR) sind zum Nettoveräußerungswert bewertet.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 5.264 TEUR (Vorjahr: 2.880 TEUR) und Aufholungen von Wertminderungen aus Obsoletbewertungen auf Vorräte in Höhe von 2.792 TEUR (Vorjahr: 466 TEUR) vorgenommen und in den Umsatzkosten ausgewiesen.

(36) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften 67.699 76.844
Abgerechnete Forderungen 183.973 190.046
Summe 251.672 266.890

Ende 2014 wurde von der PALFINGER AG bzw. von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der PALFINGER Gruppe ein Factoring-Vertrag mit einem inländischen Kreditinstitut abgeschlossen. Im Rahmen des Factoring-Vertrags werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60.000 TEUR verkauft. Die in Zusammenhang mit dem bestehenden Factoring-Vertrag verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 42.978 TEUR (Vorjahr: 37.854 TEUR) und wurden entsprechend den Regelungen des IAS 39 aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt PALFINGER weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingten Ausfällen. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 beträgt das hieraus resultierende maximale Verlustrisiko 816 TEUR (Vorjahr: 699 TEUR) und entspricht dem maximalen Selbstbehalt. Das Gesamtrisiko aus dem Forderungsportfolio ist durch die Wertberichtigungen und die Rückstellung für die Ausfallsreserve bilanziell abgedeckt. Die aufwandswirksame Erfassung des erwarteten Verlusts stellt im Wesentlichen die Ergebniswirksamkeit der Berichtsperiode dar.

Die nach der Percentage-of-Completion-Methode erfassten Fertigungsaufträge setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Angefallene Kosten 268.092 242.685
Zusätzlich bisher erfasste Gewinne 86.709 75.366
Abzüglich bisher erfasste Verluste –1.913 –3.729
Teilabrechnungen –285.189 –237.478
Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften 67.699 76.844

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhten sich im Wesentlichen in der Business Area Marine, vor allem durch Projekte im Bereich Offshore-Krane und Rettungsausrüstung.

Dem Insolvenzrisiko der dubiosen Kunden wird auf Basis von Erfahrungswerten durch eine Wertberichtigung in Höhe von 10.057 TEUR (Vorjahr: 10.459 TEUR) Rechnung getragen. Die Entwicklung der Wertberichtigung stellt sich wie folgt dar:

Einzelwertberichtigung Standardisierte
Einzelwertberichtigung
in TEUR 2016 2017 2016 2017
Stand 1.1. 4.643 4.001 4.127 6.458
Veränderung Konsolidierungskreis 285 23 1.560 153
Dotierung 890 1.537 3.359 2.910
Verbrauch –1.230 –586 –272 –966
Auflösung –1.015 –559 –2.292 –2.239
Umgliederung 84 650 –84 –650
Währungsumrechnung 344 –253 60 –422
Stand 31.12. 4.001 4.813 6.458 5.244

(37) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2016
31.12.2017
Finanzierungsforderungen gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen
88
438
Derivative Finanzinstrumente
973
4.616
Forderungen Related Parties
3.595
3.359
Sonstige Finanzierungsforderungen
481
267
Wertpapiere
0
418
Summe
5.137
9.098

Zu den Forderungen Related Parties wird auf die Erläuterungen (33) verwiesen.

(38) Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern 11.269 15.171
Sonstige Forderungen 14.307 18.858
Aufwandsabgrenzungen und Entschädigungsleistungen 7.879 9.674
Forderungen gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen 1.697 74
Summe 35.152 43.777

Die sonstigen Forderungen enthalten Forderungen gegenüber dem Factor aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (36)).

(39) Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln und setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Kassenbestände 1.180 1.518
Guthaben bei Kreditinstituten 32.742 38.238
Summe 33.922 39.756

Zum 31. Dezember 2017 bestehen Verfügungsbeschränkungen über die Finanzmittel in Höhe von 1,3 Mio EUR (Vorjahr: 4,6 Mio EUR).

(40) Grundkapital

Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 37.593.258) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Zum 31. Dezember 2017 hält PALFINGER keine eigenen Aktien. Im Jahr 2016 wurden alle eigenen Aktien (282.756 Stück) über die Wiener Börse verkauft.

(41) Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen betreffen gebundene und ungebundene Kapitalrücklagen.

(42) Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

Die Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung nach Währungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
2016
2017
AED
1.132
–3.156
BRL
4.469
–2.954
GBP
–1.305
–223
NOK
3.415
–14.149
RMB
–5.737
–10.041
RUB
11.911
–5.065
USD
3.511
–15.042
Sonstige
–173
–2.777
Summe Veränderung
17.223
–53.407

(43) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie berechnet sich in Übereinstimmung mit IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. Der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 37.593.258 Stück (Vorjahr: 37.460.001 Stück).

Auf Basis des Konzernergebnisses von 52.513 TEUR (Vorjahr: 61.173 TEUR) beläuft sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 1,40 EUR (Vorjahr: 1,63 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

(44) Kumulierte Ergebnisse

Die kumulierten Ergebnisse erhöhten sich um 294 TEUR (Vorjahr: Erhöhung um 4.476 TEUR) durch die Umgliederung der kündbaren Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus den laufenden Ergebnissen der Gesellschaften. Für Details zu Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wird auf die Erläuterungen (11) und (47) verwiesen.

DIVIDENDE JE AKTIE

An die Aktionäre der PALFINGER AG wurden folgende Dividenden beschlossen und bezahlt:

Gesamt
in TEUR
Anzahl der
Aktien
Dividende
je Aktie
Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2016 (Hauptversammlung am 8. März 2017) 21.428 37.593.258 0,57
Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2015 (Hauptversammlung am 9. März 2016) 21.267 37.310.502 0,57

Die Verteilung des Bilanzgewinns 2017 im Jahresabschluss der PALFINGER AG nach öUGB ist wie folgt:

TEUR
Bilanzgewinn 2017 der PALFINGER AG 41.081
Gewinnvortrag aus 2016 265.669
Bilanzgewinn gesamt 306.750
Vorgeschlagene Dividende (0,47 EUR je Aktie) 17.669
Verbleibender Bilanzgewinn 289.081

Der Vorschlag für die Dividende erfolgt vom Vorstand an die Hauptversammlung am 7. März 2018 in Höhe von 0,47 EUR je Aktie.

(45) Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39

Die Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39 enthalten wie im Vorjahr nur Rücklagen aus Cashflow Hedges. Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage ist wie folgt (Positionen nach Steuern):

in TEUR 2016 2017
Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) –1.302 1.922
davon aus
Zinsswaps –980 –144
Devisentermingeschäften –322 2.066
Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) 4.276 8.380
davon aus
Zinsswaps 1.689 1.868
Devisentermingeschäften 2.587 6.512
Summe Veränderung 2.974 10.302

(46) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Die nachstehende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen vor konzerninternen Eliminierungen zu jedem Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss:

Andrés N.
Bertotto
(Hidro
Grubert) EPSILON Kran GmbH Palfinger Iberica Gruppe Nimet Srl Guima Palfinger S.A.S.
in TEUR 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 6.202 1.963 2.092 9.597 10.255 23.080 26.982 8.058 6.198
Kurzfristige Vermögenswerte 9.547 36.613 42.094 21.775 27.761 13.346 17.069 11.163 18.515
Langfristige Schulden 1.650 807 878 1.195 1.014 889 1.130 1.267 1.575
Kurzfristige Schulden 5.872 17.380 24.061 14.822 19.164 17.845 20.442 8.145 11.844
Reinvermögen 8.227 20.389 19.247 15.355 17.838 17.692 22.479 9.809 11.294
Eigentumsanteil/
Stimmrechte Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
70% 35% 35% 25% 25% 40% 40% 35% 35%
Buchwert der Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
4.593 7.324 6.925 3.847 4.581 6.625 8.550 3.379 3.898
in TEUR 1–12 2017 1–12 2016 1–12 2017 5–12 2016 1–12 2017 1–12 2016 1–12 2017 1–12 2016 1–12 2017
Cashflow aus dem operativen
Bereich
514 22.513 20.129 –105 –5.057 5.334 9.795 2.712 4.860
Cashflow aus dem
Investitionsbereich
–529 –9.946 –1.879 –2.294 –1.696 –4.821 –6.692 –508 –2.936
Cashflow aus dem
Finanzierungsbereich
320 12.568 –18.250 1.718 9.347 –911 –2.647 –2.281 –2.079
Anteiliger Gewinn/Verlust der
Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
932 6.318 5.995 367 837 1.726 3.295 782 1.322
Anteiliges sonstiges Ergebnis
der Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
–1.365 –11 –7 0 0 –26 –210 21 –44
Dividenden an Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
281 4.399 6.388 0 103 886 1.160 796 759

Das Reinvermögen der EPSILON Kran GmbH ist dahingehend beschränkt, dass eine Anteilsübertragung nur mit Zustimmung des Minderheitsgesellschafters erfolgen darf und von der bestehenden Vereinbarung hinsichtlich einer linearen Maximalausschüttung in Bezug auf die Eigenkapitalquote nur im Einvernehmen abgewichen werden darf.

Das Reinvermögen der Guima Palfinger S.A.S. ist dahingehend beschränkt, dass von der bestehenden Vereinbarung hinsichtlich einer Mindestausschüttung in Prozent des Jahresgewinns nur im Einvernehmen abgewichen werden darf.

Bei den restlichen nicht wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss bestehen ebenfalls Ausschüttungsvereinbarungen bzw. können Ausschüttungen nur im Einvernehmen mit den Minderheitsgesellschaftern beschlossen werden.

(47) Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2016 2017
Stand 1.1. 8.701 3.004
Zugang 2.857 0
Tilgung –604 0
Umgliederung zu sonstigen Verbindlichkeiten –9.701 0
Erhöhung direkt im Eigenkapital 1.761 270
Auflösung direkt im Eigenkapital –10 –694
Stand 31.12. 3.004 2.580

Der Zugang im Jahr 2016 betrifft eine neu vereinbarte Put-Option der Minderheitsgesellschafter der Palfinger Platforms Italy s.r.l. auf alle Anteile ohne beherrschenden Einfluss.

Im Dezember 2016 wurden die restlichen 30 Prozent an der Megarme Gruppe, Naher Osten, vom bisherigen Minderheitsaktionär zu einem Kaufpreis von 9.700 TEUR erworben, da der Minderheitsaktionär seine Put-Option auf die Anteile ausgeübt hat. Der Kaufpreis wurde Anfang 2017 bezahlt (siehe Erläuterung (53)).

Bei den Buchwerten handelt es sich um Level-3-bewertete Zeitwerte, wobei folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren angewandt wurden:

Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne
beherrschenden Einfluss
Bewertungsverfahren Inputfaktoren
Palfinger Platforms Italy s.r.l., Italien Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Zinssatz, Ergebnisse der
Unternehmensplanung in EUR

Sensitivitätsanalyse für bedeutende Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2017 und 2016:

Ergebnisneutrale Veränderung des beizulegenden Zeitwerts
bei Anstieg bei Verringerung
in TEUR Änderung der
Annahme
2016 2017 2016 2017
Zinssatz +/–1 BP –94 30 99 –30

(48) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Ende März 2017 platzierte PALFINGER ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 200 Mio EUR. Die Emission war deutlich überzeichnet, der Schuldschein wurde in drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren begeben. Mit dem Erlös wurde in erster Linie die Zwischenfinanzierung für die Akquisition der Harding-Gruppe langfristig refinanziert.

Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Der durchschnittliche Zinssatz stellt die Zinsbelastung zum 31. Dezember 2017 nach Berücksichtigung von Zinssicherungen in Prozent bezogen auf den Buchwert der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 dar und beträgt 1,78 Prozent (Vorjahr: 1,75 Prozent).

(49) Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben

Die Entwicklung der langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2016 2017
Stand 1.1. 8.715 15.364
Unternehmenserwerbe 6.218 0
Dotierung 129 0
Zinseffekt 901 1.156
Verbrauch –424 –414
Auflösung –642 –319
Währungsumrechnung 467 –309
Stand 31.12.
15.364
15.478

Die langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben enthalten zum 31. Dezember 2017 noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile aus dem Erwerb von Tochterunternehmen im Jahr 2014 und 2016. Die Kaufpreisanteile bestehen aus einer Put-/Call-Option über weitere 20 Prozent der Palfinger PM Holding, welche im Jahr 2019 ausübbar ist, sowie einer alinearen Dividende für die Jahre 2014 bis 2018. Zudem besteht seit 2016 eine bedingte Gegenleistung für die Akquisition der MYCSA Gruppe, die im Jahr 2021 fällig ist und von zukünftigen Ergebnissen vor Zinsen und Steuern der Einheiten abhängt. Der Höchstbetrag der Zahlung für diese bedingte Gegenleistung ist unbegrenzt. Ebenfalls enthalten ist die bedingte Gegenleistung aus dem Erwerb der restlichen 20 Prozent an der Palfinger Boats B.V.

Für die Level-3-Buchwerte wurden folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte angewandt:

Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten Bewertungsverfahren Inputfaktoren
PM-Gruppe Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Zinssatz, Ergebnisse der
Unternehmensplanung in RUB
MYCSA Gruppe Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Zinssatz, Ergebnisse der
Unternehmensplanung in EUR

Sensitivitätsanalyse für bedeutende Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2017 und 2016:

bei Anstieg bei Verringerung
in TEUR Änderung der
Annahme
2016 2017 2016 2017
Zinssatz +/–1 BP –271 –235 284 245
Prognostizierte Ergebnisgröße +/–10 % 790 790 –790 –789
EUR/RUB +/–10 % –213 –162 260 198

(50) Langfristige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Rückstellung für Pensionen 10.911 11.385
Rückstellung für Abfertigungen 26.483 27.209
Rückstellung für Jubiläumsgelder 5.974 6.422
Sonstige langfristige Rückstellungen 6.208 1.219
Summe 49.576 46.235

RÜCKSTELLUNG FÜR PENSIONEN

Aufgrund von einzelvertraglichen Regelungen besteht für PALFINGER die Verpflichtung, einigen Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Die Höhe dieser Pension wird nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt bemessen.

Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:

Pensionsantrittsalter Zinssatz (p.a.) Pensionserhöhungen (p.a.)
2016 2017 2016 2017 2016 2017
Österreich 65 Jahre 65 Jahre 1,50% –2,00% 1,50% –2,00% 1,5% 1,7%
Deutschland 63 Jahre 63 Jahre 1,25% –2,00% 1,00% –2,00% 1,5% 1,5%
Norwegen 67 Jahre 67 Jahre 2,50% 2,30% 0,4% 0,4%
Frankreich 62-63 Jahre 62-63 Jahre 1,50% 1,50% 2,0% 2,7%

Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten Marktverhältnisse.

Zum 31. Dezember 2017 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Pensionszusagen 13,40 Jahre (Vorjahr: 13,57 Jahre).

Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgte zum 31. Dezember 2017 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach IAS 19. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.

Als rechnerisches Pensionsalter in Österreich wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnerische Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.

Als rechnerisches Pensionsalter in Deutschland wurde das frühest mögliche Pensionsalter der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde gelegt; es kamen die Richttafeln 2005 G zur Anwendung.

Da die Pensionsverpflichtungen an den Verbraucherpreisindex angepasst werden, sind die Pensionspläne dem Inflationsrisiko ausgesetzt. Zudem bestehen Zinsrisiken und Risiken aufgrund der Veränderungen der Lebenserwartung für Pensionisten. Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt, wodurch ein geringes Kontrahentenrisiko gegenüber Versicherungsgesellschaften besteht.

RÜCKSTELLUNG FÜR ABFERTIGUNGEN

Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer sowie regelmäßig bei Pensionsantritt an Mitarbeiter bezahlt werden müssen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab.

Zinssatz (p.a.) Gehaltssteigerungen (p.a.) Fluktuationsabschlag (p.a.)
2016 2017 2016 2017 2016 2017
Österreich 1,25% –2,00% 1,50% –2,00% 3,0% 3,0% 2,0% dienstaltersbez.
0,2% bis 0,45%
Slowenien 1,75% 1,75% –2,00% 3,0% 3,0% 2,0% 2,0%
Bulgarien 1,25% 1,25% 5,0% 5,0% altersbez. 5% bis
20%
altersbez. 5% bis
20%
Südkorea 3,00% - 5,0% - altersbez. 7,1%
bis 27,1%
-
UAE und Katar 3,75% 3,75% 4,0% 4,0% dienstaltersbez.
3,5% bis 13,5%
dienstaltersbez.
5,0% bis 10,0%

Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:

Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten Marktverhältnisse.

Zum 31. Dezember 2017 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Abfertigungen 12,76 Jahre (Vorjahr: 13,23 Jahre).

Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf eine Abfertigung: wenn das Dienstverhältnis ununterbrochen drei Jahre gedauert hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber sowie bei vorzeitigem Austritt aus einem wichtigen Grund; und bei Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters, wenn das Dienstverhältnis mindestens ununterbrochen zehn Jahre gedauert hat. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses.

Bei Arbeitnehmern in Österreich, deren Dienstverhältnis ab dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst und belaufen sich auf 1,53 Prozent der Bezüge.

Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen stellen sich wie folgt dar:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Nettobarwert der Verpflichtung 11.983 12.121 26.483 27.209
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens –1.072 –736 0 0
Rückstellung 10.911 11.385 26.483 27.209
Pensionen Abfertigungen
in TEUR 2016 2017 2016 2017
Nettobarwert der Verpflichtung per 1.1. 9.905 11.983 24.077 26.483
Zugang durch Unternehmenserwerb 2.464 0 0 0
Umgliederung zu Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeiter 0 0 –519 –843
Dienstzeitaufwand 355 185 1.740 1.750
Zinsaufwand 263 189 600 449
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen 428 536 1.879 1.471
Tatsächliche Zahlungen –641 –456 –1.387 –1.814
Abgeltungen –834 –283 0 0
Währungsumrechnung 43 –33 93 –287
Nettobarwert der Verpflichtung per 31.12. 11.983 12.121 26.483 27.209

Das Planvermögen besteht aus einem Pensionsfonds bei einer namhaften Versicherungsgesellschaft.

in TEUR
2016
2017
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 1.1.
718
1.072
Zugang durch Unternehmenserwerb
951
0
Abgeltungen
–646
–183
Erwartete Erträge aus Planvermögen
31
19
Gewinne (+)/Verluste (-) aus Neubewertungen
10
–11
Beiträge der Teilnehmer des Plans
180
4
Gezahlte Versorgungsleistungen
–194
–134
Währungsumrechnung
22
–31
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 31.12.
1.072
736

Der tatsächliche Ertrag belief sich auf 8 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR).

Die Netto-Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen aus Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 1–12 2016 1–12 2017 1–12 2016 1–12 2017
Personalaufwendungen
Dienstzeitaufwand –355 –185 –1.740 –1.750
Zinsaufwendungen
Zinsaufwand –232 –170 –600 –449
Netto-Aufwendungen –587 –355 –2.340 –2.199

Die Neubewertungen setzen sich wie folgt zusammen:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 1–12 2016 1–12 2017 1–12 2016 1–12 2017
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen 418 547 1.879 1.471
davon erfahrungsbedingte Anpassungen –120 253 98 1.180
davon aus Veränderung demografischer Annahmen 0 0 –3 318
davon aus Veränderung finanzieller Annahmen 548 283 1.784 –27
davon aus Erträgen aus Planvermögen –10 11 0 0

Realistische Änderungen der folgenden, für die Berechnung des Pensions- und Abfertigungsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche als wesentlich erachteten versicherungsmathematischen Parameter zum Berichtszeitpunkt bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter würden zu folgenden Veränderungen des Nettobarwerts der Verpflichtung führen:

Veränderung des Nettobarwerts der Verpflichtung
Pensionen Abfertigungen
+ 1 % –1 % + 1 % –1 %
in TEUR 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017
Zinssatz –1.439 –1.459 1.778 1.792 –3.114 –3.087 3.743 3.692
Pensionserhöhungen/
Gehaltssteigerung
1.456 1.641 –1.232 –1.380 3.498 3.472 –2.982 –2.977

RÜCKSTELLUNG FÜR JUBILÄUMSGELDER

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund der kollektivvertraglichen Regelungen bzw. der Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen (mit Ausnahme des Fluktuationsabschlags) wie bei der Rückstellung für Abfertigungen vorgesorgt.

Die Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2016 2017
Stand 1.1. 5.295 5.974
Dotierung 746 609
Zinseffekt 114 85
Verbrauch –181 –246
Stand 31.12. 5.974 6.422

SONSTIGE LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2016 2017
Stand 1.1. 4.555 6.207
Veränderung Konsolidierungskreis 9 0
Dotierung 2.233 13
Zinseffekt 340 0
Verbrauch –843 –4.713
Auflösung 0 –245
Umgliederung –131 0
Währungsumrechnung 44 –43
Stand 31.12. 6.207 1.219

In den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind sonstige langfristige Personalrückstellungen in Höhe von 1.153 TEUR (Vorjahr: 6.140 TEUR) enthalten. Der Verbrauch im Jahr 2016 und 2017 betrifft unter anderem die Auszahlung von langfristigen Prämienvereinbarungen für Führungskräfte und Vorstände (siehe Erläuterung (56)).

(51) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie Rechnungsabgrenzungsposten.

(52) Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Garantie- und
Gewährleistungsrückstellung
in TEUR 2016 2017 2016 2017
Stand 1.1. 11.876 13.731 3.426 5.242
Veränderung Konsolidierungskreis 742 163 0 258
Dotierung 2.985 2.820 4.130 1.444
Verbrauch –1.688 –2.221 –434 –1.152
Auflösung –373 –600 –1.320 –56
Umgliederung 13 0 0 0
Währungsumrechnung 176 –386 –560 –414
Stand 31.12. 13.731 13.507 5.242 5.322

(53) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 118.929 136.529
Verbindlichkeiten gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen 1.698 2.626
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 21.462 28.135
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 35.599 38.982
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern 17.367 20.318
Verbindlichkeit aus ausgeübten Put-Optionen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss 9.701 0
Sonstige Verbindlichkeiten 45.203 33.066
Ertragsabgrenzungen 989 1.565
Summe 250.948 261.221

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 38.982 TEUR (Vorjahr: 35.599 TEUR) beinhalten Abgrenzungen für nicht konsumierte Urlaube, Leistungsprämien und Zeitausgleichsguthaben sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsaufwendungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt 33.066 TEUR (Vorjahr: 45.203 TEUR) betreffen kreditorische Debitoren, Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor aus Zahlungseingängen für verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (36)) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeit aus ausgeübten Put-Optionen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss im Jahr 2016 betrifft den Erwerb der restlichen 30 Prozent an der Megarme Gruppe im Dezember 2016 und wurde im Jänner 2017 bezahlt.

Ende 2017 startete PALFINGER bei einzelnen Lieferanten ein Reverse-Factoring-Programm zur Finanzierung ihrer Forderungen gegenüber PALFINGER. Die Lieferanten dürfen dabei Vertragsbanken mit vorzeitigen Bezahlungen der Forderungen beauftragen. Das Programm soll 2018 ausgeweitet werden. Bei den Vereinbarungen wird PALFINGER nicht von der ursprünglichen Verpflichtung entbunden, und es kommt aufgrund der quantitativen und qualitativen Prüfung zu keiner signifikanten Änderung der Vertragsbedingungen. Deshalb kommt es zu keiner Änderung im Ausweis in der Konzernbilanz. Die Verbindlichkeit wird weiterhin unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im operativen Cashflow ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2017 waren davon insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 261 TEUR betroffen.

(54) Finanzinstrumente

Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IAS 39 auf die Fair Values stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Buchwert
31.12.2017
Kein Finanz
instrument/
Erfassung gem.
IFRS 10
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Langfristige Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 30.166 0 0
davon Level 1 Fair Value
davon Level 2 Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 266.890 76.844 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 9.098 0 0
davon Level 2 Fair Value
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 43.777 25.370 0
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 39.756 0 0
Summe Vermögenswerte 389.687 102.214 0
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 2.580 2.580 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 492.957 0 0
davon Level 2 Fair Value
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 15.478 0 0
davon Level 3 Fair Value
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.025 3.963 0
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 99.268 0 0
davon Level 2 Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
261.221 89.000 0
Summe Schulden 875.529 95.543 0

Bewertung nach IAS 17

Bewertung nach IAS 39
zum Fair Value zu fortgeführten Anschaffungskosten
erfolgswirksam erfolgsneutral
Buchwert der
Finanzinstrumente
31.12.2017
Held-for-Trading / Other
Derivatives
Hedging Derivatives Available-for-Sale At Amortized Cost Loans and Receivables
30.166 0 697 1.608 77 27.784
1.608
697
190.046 0 0 0 0 190.046
9.098 4.201 415 418 0 4.064
4.201 415 418
18.407 0 0 0 0 18.407
39.756 0 0 0 0 39.756
287.473 4.201 1.112 2.026 77 280.057
0 0 0 0 0 0
492.957 0 1.701 0 491.256 0
0 1.701 0
15.478 8.496 0 0 6.982 0
8.496
62 0 0 0 62 0
99.268 1.034 2.721 0 95.513 0
1.034 2.721 0
172.221 0 0 0 172.221 0
779.986 9.530 4.422 0 766.034 0

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2017 KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2017

Bewertung nach IAS 17

in TEUR Buchwert
31.12.2016
Kein Finanz
instrument/
Erfassung gem.
IFRS 10
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Langfristige Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 32.706 0 0
davon Level 1 Fair Value
davon Level 2 Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 251.672 67.699 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 5.137 0 0
davon Level 2 Fair Value
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 35.152 19.606 0
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 33.922 0 0
Summe Vermögenswerte 358.589 87.305 0
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 3.004 3.004 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 431.918 0 0
davon Level 2 Fair Value
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 15.364 0 0
davon Level 3 Fair Value
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.621 2.621 0
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 0 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 152.804 0 10.397
davon Level 2 Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
250.948 85.118 0
Summe Schulden 856.659 90.743 10.397

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Bei Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme basierend auf aktuellen Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten ermittelt. Wertpapiere werden mit dem aktuellen Kurs am Stichtag bewertet.

Bewertung nach IAS 39
zu fortgeführten Anschaffungskosten zum Fair Value
erfolgsneutral erfolgswirksam
Loans and Receivables At Amortized Cost Available-for-Sale Hedging Derivatives Held-for-Trading / Other
Derivatives
Buchwert der
Finanzinstrumente
31.12.2016
30.989 119 1.137 461 0 32.706
1.137
461 0
183.973 0 0 0 0 183.973
4.164 0 0 216 757 5.137
0 216 757
15.546 0 0 0 0 15.546
33.922 0 0 0 0 33.922
268.594 119 1.137 677 757 271.284
0 0 0 0 0 0
0 425.634 0 6.284 0 431.918
0 6.284 0
0 6.889 0 0 8.475 15.364
8.475
0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
0 137.165 0 4.706 536 152.804
0 4.706 536
0 165.830 0 0 0 165.830
0 735.518 0 10.990 9.011 765.916

Wesentliche Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Ratings als Abschlag vom berechneten Wert berücksichtigt.

Der Buchwert der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden entspricht dem Marktwert, da sie entweder kurzfristig fällig oder variabel verzinst sind. Ausfallrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Buchwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 492.957 TEUR (Vorjahr: 431.918 TEUR) entsprechen auch in etwa den Marktwerten (Level 2) in Höhe von 495.678 TEUR (Vorjahr: 433.890 TEUR), da diese überwiegend variabel verzinst sind. Die Marktwerte wurden auf Basis beobachtbarer aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen mittels Discounted-Cashflow-Methode berechnet. Zur Zinssicherung gehaltene Zinsswaps sind mit dem Marktwert bilanziert.

Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 37 TEUR (Vorjahr: 36 TEUR) und sind im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen (siehe Erläuterung (26) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis).

Die Entwicklung der Level 3 Fair Values stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2016 2017
Stand 1.1. 2.602 8.475
Zugang durch Unternehmenserwerb 5.534 0
Aufzinsung 809 1.063
Tilgung –424 –414
Auflösung ergebniswirksam –642 –319
Erhöhung ergebniswirksam 129 0
Ergebniswirksame Kursdifferenzen 467 –309
Stand 31.12. 8.475 8.496
Ergebnis in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1–12 2016 1–12 2017
Sonstiger Zinsaufwand –809 –1.063
Sonstiges Finanzergebnis 642 151
Sonstiger operativer Aufwand/Ertrag –129 168
Währungsdifferenzen des Finanzergebnisses –467 309
Nicht realisierter Gewinn/Verlust für Finanzinstrumente vorhanden am Abschlussstichtag
–763

Per 31. Dezember 2017 bestehen die Level 3 Fair Values aus der Verbindlichkeit in Zusammenhang mit der alinearen Dividende der Palfinger PM Holding und der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit aus der Akquisition der MYCSA Gruppe.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung von PALFINGER ist es, die finanzielle Flexibilität, den Spielraum für wertsteigernde Investitionen und die Beibehaltung solider Bilanzrelationen zu sichern.

Eine starke Eigenkapitalstruktur sichert das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes und gewährleistet eine solide Kapitalbasis für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Die Nettofinanzverschuldung von PALFINGER wird zentral in Abstimmung mit dem Corporate Treasury gesteuert. Die Hauptaufgaben der Abteilung Corporate Treasury liegen in der langfristigen Liquiditätssicherung zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit, einer effizienten Inanspruchnahme von Bank- und Finanzdienstleistungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung von Ertrag und Kosten.

PALFINGER steuert seine Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der fixierten strategischen Projekte und der internen Zielsetzungen zu Eigenkapitalquote und Gearing Ratio. Als langfristige Orientierung gelten dabei eine Eigenkapitalquote von 40 bis 50 Prozent sowie eine Gearing Ratio (entspricht dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital) von 50 bis 60 Prozent als erstrebenswert. Derzeit beträgt die Eigenkapitalquote 37,3 Prozent (Vorjahr: 37,7 Prozent) und die Gearing Ratio liegt bei 89,2 Prozent (Vorjahr: 88,5 Prozent). Die Nettofinanzverschuldung in Höhe von 513.282 TEUR (Vorjahr: 513.077 TEUR) umfasst das lang- und kurzfristige Finanzvermögen und den Cash-Bestand sowie die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital entspricht dem ausgewiesenen Eigenkapital nach IFRS in Höhe von 575.714 TEUR (Vorjahr: 579.920 TEUR).

Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur erfolgt eine stete Dividendenpolitik, die sich am Konzernergebnis des Vorjahres orientiert. Gemäß der langfristigen Dividendenpolitik, rund ein Drittel des Bilanzgewinns an die Aktionäre auszuschütten, wurde im Jahr 2017 für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 0,57 EUR (Vorjahr: 0,57 EUR) je Aktie ausgeschüttet.

Finanzrisiken

Entsprechend den Treasury-Richtlinien von PALFINGER wird das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die finanziellen Risiken zu begrenzen. Aufgrund der verstärkten Internationalisierung der PALFINGER Gruppe reduziert sich die Risikokonzentration im Konzern. Dahingehend relevante Kenngrößen werden periodisch überwacht und aktiv gesteuert. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für PALFINGER neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen auch derivative Finanzinstrumente, wie Devisentermingeschäfte und Zins- und Währungsswaps, eingesetzt. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken abgeschlossen. In der Folge wird auf die einzelnen Risiken im Detail eingegangen.

1. LIQUIDITÄTSRISIKO

Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit ausreichend Liquidität sowohl für Zahlungsverpflichtungen als auch für das weitere Unternehmenswachstum sicherzustellen. Die Aufgabe liegt daher in der Analyse des Liquiditätsrisikos sowie in der konsequenten Sicherung der Liquidität durch Liquiditätsplanung, Vereinbarung ausreichender Kreditlinien und ausreichende Diversifizierung der Kreditgeber.

Das Management des Liquiditätsrisikos ist Aufgabe des Corporate Treasury, das dafür effiziente Cash-Management-Systeme einsetzt. Ein unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um eine gezielte Steuerung der finanziellen Mittel vornehmen zu können. Mittel- bis Langfristplanungen ermöglichen es, einen eventuellen Finanzbedarf frühzeitig zu erkennen und mit den Bankpartnern abzustimmen. Durch die konzerninterne Finanzierungsstruktur und den Einsatz von Cash-Pooling-Lösungen in Europa und Amerika sind eine effiziente Steuerung und Verteilung der benötigten Liquidität gewährleistet.

Die 2017 abgereiften Finanzierungen wurden entweder zurückgeführt oder langfristig verlängert. Die syndizierte Finanzierung, die zur Akquisition der norwegischen Harding-Gruppe 2016 abgeschlossen wurde, wurde im Jahr 2017 zur Gänze durch den Emissionserlös des 200-Mio-EUR-Schuldscheindarlehens abgelöst. Um das attraktive Zinsniveau zu nutzen und das Fälligkeitenprofil der Finanzverbindlichkeiten zu erhöhen, wurden des Weiteren im Juni 2017 Beteiligungsfinanzierungen über insgesamt 60 Mio EUR mit einer durchschnittlichen Laufzeit von sechs Jahren abgeschlossen. Die bestehenden Schuldscheindarlehensverträge und Kreditvereinbarungen enthalten Kreditklauseln, welche die Einhaltung einer Eigenkapitalquote von mindestens 25 Prozent vorsehen. Zum Jahresende lag die Eigenkapitalquote bei 37,3 Prozent und damit weit oberhalb des extern vorgegebenen Schwellenwerts.

Ein weiterer Baustein in der Liquiditätssicherung ist die Aufrechterhaltung von langfristigen, unausgenutzten Kreditrahmen mit den Bankpartnern. Die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren. Im Durchschnitt belaufen sich diese nicht ausgenutzten Finanzierungsreserven auf über 20 Prozent der Nettofinanzverschuldung und liegen zum Stichtag 31. Dezember 2017 bei über 120 Mio EUR.

Die vertraglichen Restlaufzeiten der undiskontierten Cashflows gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2016 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 599.901 168.757 425.437 5.707
Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges 13.743 7.674 5.096 973
Verbindlichkeiten aus Derivaten Held-for-Trading 534 534 0 0
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 19.715 445 19.270 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 120.134 120.134 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente 45.696 45.696 0 0
165.830 165.830 0 0
Summe 799.723 343.240 449.803 6.680
in TEUR 31.12.2017 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 621.231 136.951 300.141 184.139
Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges 6.581 2.373 3.421 787
Verbindlichkeiten aus Derivaten Held-for-Trading 983 983 0 0
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 18.344 267 18.077 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 139.031 138.969 62 0
Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente 33.252 33.252 0 0
172.283 172.221 62 0
Summe 819.422 312.795 321.701 184.926

2. KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls von Vertragspartnern. Durch die auf Basis von Bonitätsanalysen durchgeführte Einrichtung von internen Limits für Vertragspartner und den Abschluss von entsprechenden Versicherungen wird diesem Risiko begegnet. Das Kreditrisiko ist mit dem bilanziellen Wert der nicht versicherten Forderungen begrenzt.

Sämtliche überfällige Forderungen werden im Rahmen der standardisierten pauschalen Einzelwertberichtigung einer Wertminderung unterzogen.

Im Rahmen eines Factoring-Vertrags werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60.000 TEUR verkauft (siehe dazu die Ausführungen in Erläuterung (36).

Die Gliederung der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2017
Noch nicht fällige Forderungen 190.769 209.385
Wertberichtigte Forderungen
Weniger als 30 Tage überfällig 35.894 33.715
Mehr als 30 Tage, aber weniger als 60 Tage überfällig 10.192 10.331
Mehr als 60 Tage, aber weniger als 90 Tage überfällig 6.451 4.800
Mehr als 90 Tage, aber weniger als 120 Tage überfällig 1.612 2.289
Mehr als 120 Tage überfällig 6.754 6.370
60.903 57.505
Summe 251.672 266.890

Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird auf beste Bonität geachtet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.

3. FREMDWÄHRUNGSRISIKO

Das Fremdwährungsrisiko wird durch Wechselkursschwankungen hervorgerufen. Der Wert eines Finanzinstruments kann sich aufgrund von Bewegungen im Wechselkurs ändern.

Die Internationalität in der Gruppe führt zu Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen. Durch lokale Wertschöpfung werden Überhänge in Fremdwährungspositionen minimiert (natürlicher Hedge). Das sich ergebende wesentliche Fremdwährungs-Exposure wird mittels geeigneter Hedging-Instrumente gesichert. Die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Fremdwährungs-Cashflows werden mit Devisentermingeschäften gesichert ("Cashflow Hedge").

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten in Fremdwährungsländer ergibt sich eine Risikoposition, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt ist. Die laufenden Analysen dieser Position sind die Basis für die Erarbeitung der Sicherungsstrategie, die in regelmäßigen Meetings evaluiert wird.

Finanzgeschäfte dürfen nur auf Basis entsprechender Grundgeschäfte abgeschlossen werden. Spekulationsgeschäfte (Geschäfte ohne zugrunde liegende operative Position) sind untersagt.

Fremdwährungsdifferenzen auf Einzelabschlussebene werden je nach Verursachung im operativen Ergebnis bzw. Finanzergebnis erfasst.

Die Fremdwährungsdifferenzen hatten folgende Effekte auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung:

in TEUR 1–12 2016 1–12 2017
Währungsdifferenzen Erträge 3.907 7.370
Währungsdifferenzen Aufwand –2.837 –9.048
Währungsdifferenzen im At-Equity-Ergebnis 199 241
Operatives Ergebnis – EBIT 1.269 –1.437
Währungsdifferenzen des Finanzergebnisses –1.884 –8.049
Ergebnis aus Währungsdifferenzen –615 –9.486

Aus der Beendigung von Hedge-Accounting aufgrund der nicht mehr gegebenen hohen Wahrscheinlichkeit der Zahlungsströme wurden Kursverluste in Höhe von 5,7 Mio EUR aus dem sonstigen Ergebnis ins Finanzergebnis umgebucht.

Sensitivitätsanalyse Währungsrisiko:

Auswirkungen aus Fremdwährungsrisiken können sich aus Transaktionen ergeben, die in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung durchgeführt werden. Bei Fair Value und Cashflow Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinnund-Verlust-Rechnung aus. Demzufolge sind diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse dargestellt. Im Rahmen dieser Analyse wird eine Veränderung der wesentlichen Wechselkurse gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 Prozent bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Faktoren angenommen. Die Auswirkungen einer Aufwertung bzw. Abwertung der wichtigsten Währungen gegenüber dem Euro um 10 Prozent werden nachfolgend dargestellt:

31.12.2016 +10% –10%
in TEUR ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
USD –698 –36 –734 853 44 897
GBP –212 –16 –228 259 20 279
BRL –125 –1.786 –1.911 153 2.183 2.336
SGD –375 0 –375 459 0 459
CNY 60 0 60 –74 0 –74
RUB –784 –848 –1.632 958 1.037 1.995
INR 0 –65 –65 0 79 79
CAD –84 0 –84 103 0 103
NOK 1.130 –8.015 –6.885 –1.381 9.796 8.415
SEK 3 0 3 –4 0 –4
HRK 72 0 72 –88 0 –88
JPY 45 0 45 –55 0 –55
PLN –36 0 –36 44 0 44
AED –39 0 –39 48 0 48
RON –654 0 –654 800 0 800
KRW 0 –480 –480 0 586 586
DKK –123 0 –123 150 0 150
CZK 560 0 560 –684 0 –684
HKD 14 0 14 –17 0 –17
Währungssensitivitäten –1.246 –11.246 –12.492 1.524 13.745 15.269
31.12.2017 +10% –10%
in TEUR ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
USD –298 –4.149 –4.447 365 5.071 5.436
GBP –175 –28 –203 214 34 248
BRL –7 –2.229 –2.236 8 2.724 2.732
SGD 79 0 79 –97 0 –97
CNY –105 0 –105 128 0 128
RUB –696 –786 –1.482 850 961 1.811
INR –303 0 –303 370 0 370
CAD 167 156 323 –204 –191 –395
NOK 275 –2.574 –2.299 –336 3.146 2.810
SEK 4 0 4 –5 0 –5
HRK 99 0 99 –121 0 –121
JPY –57 0 –57 69 0 69
VND 0 0 0 0 0 0
PLN 316 0 316 –386 0 –386
AED –32 0 –32 40 0 40
RON –627 0 –627 766 0 766
KRW –70 –512 –582 86 625 711
DKK 1 0 1 –1 0 –1
CZK 466 0 466 –569 0 –569
HKD 10 0 10 –12 0 –12
Währungssensitivitäten –953 –10.122 –11.075 1.165 12.370 13.536

Die Berechnung erfolgt auf Basis der originären und derivativen Finanzinstrumente in Fremdwährung in nicht funktionaler Währung zum Abschlussstichtag, und es erfolgt eine Betrachtung vor Steuern. Fremdwährungseffekte aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden ergebniswirksam berücksichtigt, Effekte aus langfristigen konzerninternen Forderungen, die als Bestandteil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (IAS 21.15) gelten, und allfällige Veränderungen der Cashflow-Hedge-Rücklage wurden eigenkapitalwirksam berücksichtigt. Translationsbezogene Fremdwährungseffekte aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro werden nicht berücksichtigt.

4. ZINSRISIKO

Sich ändernde Zinssätze haben Einfluss auf den Wert von Finanzinstrumenten (vor allem bei langfristiger Zinsbindung) und auf das Zinsergebnis (Aufwendungen oder Ertrag), das aus den Finanzinstrumenten resultiert. Dieser Einfluss beschreibt das Zinsrisiko in seinen beiden Ausprägungsformen Wertänderungs- und Zinsergebnisrisiko.

Das Wertänderungsrisiko wirkt sich in einer Abwertung von Finanzanlagen oder einer Aufwertung von Finanzverbindlichkeiten aus. Wertänderungen wirken sich bei langen Zinsbindungen stärker aus als bei variabler Zinsbindung.

Das Zinsergebnisrisiko wird durch höhere Zinsaufwendungen bei Finanzverbindlichkeiten oder einen niedrigeren Zinsertrag bei Finanzanlagen deutlich. Das Risiko betrifft vor allem Finanzinstrumente mit variabler (kurzer) Zinsbindung.

Die Zinsrisikoüberwachung und -steuerung ist Bestandteil des laufenden Treasury-Reporting im Konzern. Die variablen Finanzierungen sind mit Zinsswaps im Ausmaß von 140,0 Mio EUR (Vorjahr: 190,0 Mio EUR) gesichert.

Die Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten durchgeführt. Eine hypothetische Veränderung der variablen Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. 1 Prozentpunkt pro Jahr würde zu einer Veränderung der Zinsaufwendungen um 738 TEUR (Vorjahr: 2.061 TEUR) führen. Eine hypothetische Erhöhung der Zinssätze um 100 Basispunkte würde zu einer Erhöhung des sonstigen Ergebnisses um 4.323 TEUR (Vorjahr: 6.132 TEUR) führen; eine Verringerung um 100 Basispunkte würde zu einer Verringerung des sonstigen Ergebnisses um 4.687 TEUR (Vorjahr: 6.479 TEUR) führen.

Sicherungsmaßnahmen

SICHERUNG ZUKÜNFTIGER CASHFLOWS ("CASHFLOW HEDGE")

Die Fremdwährungsrisiken der PALFINGER AG resultieren primär aus Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gegenüber Konzerngesellschaften und aus dem internationalen Projektgeschäft. Diese Risiken werden zum überwiegenden Teil durch ein konzerninternes Fremdwährungsnetting reduziert oder mit Devisentermingeschäften gesichert.

Der Verkauf von Fremdwährungen über Devisentermingeschäfte stellt eine Sicherungsposition zu den operativen Fremdwährungseingängen dar. Dem Ergebnis aus dem Grundgeschäft steht ein Ergebnis mit umgekehrtem Vorzeichen aus dem Devisentermingeschäft gegenüber. Die offenen Sicherungsgeschäfte werden laufend bewertet (Mark-to-Market-Bewertung) und auf ihr Risiko hin analysiert. Die Sicherung von Fremdwährungsrisiken betrifft jeweils Cashflows, die innerhalb von maximal zwölf Monaten erwartet werden oder auf die Projektlaufzeit abgestimmt sind.

Die bestehenden Zinsswaps sichern das Zinsänderungsrisiko bei variabel verzinsten Krediten. Durch diese Zinssicherungsmaßnahme werden Belastungen des Finanzergebnisses durch unvorhersehbare Zinssatzschwankungen begrenzt.

Nominale in
Kontraktwährung
Mark-to-Market-Bewertung
in EUR
in Tausend 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Devisentermingeschäfte
USD-Verkauf/EUR-Kauf USD 12.000 USD 4.500 –612 –35
EUR-Verkauf/NOK-Kauf EUR 18.610 EUR 18.155 305 –834
USD-Verkauf/NOK-Kauf USD 67.584 USD 20.765 –5.242 347
GBP-Verkauf/NOK-Kauf GBP 1.849 GBP 1.729 371 88
CAD-Verkauf/NOK-Kauf CAD 0 CAD 2.580 0 –36
Zinsswaps EUR 190.000 EUR 140.000 –5.136 –2.838
Summe –10.314 –3.308

Der Marktwert der Sicherungsgeschäfte wird gemäß IAS 39 als "Cashflow Hedge" verbucht. Bewertungsgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag sind demnach im Eigenkapital darzustellen. Sobald die zugrunde liegenden Geschäfte realisiert werden, erfolgt die Auflösung der kumulierten Gewinne bzw. Verluste im sonstigen Ergebnis und die erfolgswirksame Übertragung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Die im sonstigen Ergebnis erfassten sowie die realisierten Beträge für die "Cashflow Hedges" sind aus der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich.

SICHERUNG VON FINANZMITTELN ("HELD-FOR-TRADING")

Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Finanzmitteln und Fremdwährungsrisiken eingesetzt werden und die die Voraussetzungen für "Hedge Accounting" nach IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität nicht erfüllen, werden als "Held-for-Trading" klassifiziert. Änderungen des Fair Value dieser Finanzinstrumente erfolgen erfolgswirksam über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Nominale in
Kontraktwährung
Mark-to-Market-Bewertung
in EUR
in Tausend 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Währungsswaps
USD-Verkauf/EUR-Kauf USD 48.350 USD 59.400 –475 468
JPY-Verkauf/EUR-Kauf JPY 35.000 JPY 325.000 5 66
NOK-Verkauf/EUR-Kauf NOK 470.000 NOK 505.000 752 2.677
AED-Verkauf/EUR-Kauf AED 16.930 AED 31.000 –39 71
PLN-Verkauf/EUR-Kauf PLN 11.491 PLN 34.400 –21 –222
DKK-Verkauf/EUR-Kauf DKK 0 DKK 34.000 0 4
GBP-Verkauf/EUR-Kauf GBP 0 GBP 1.250 0 –59
SGD-Verkauf/EUR-Kauf SGD 0 SGD 5.000 0 –16
USD-Verkauf/NOK-Kauf USD 0 USD 6.932 0 178
Summe 222 3.167

Die Wertänderungen aus den Währungsswaps betragen 2.945 TEUR (Vorjahr:421 TEUR) und sind in den Währungsdifferenzen in Höhe von 2.945 TEUR (Vorjahr: 421 TEUR) im Finanzergebnis enthalten.

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

OPERATIVES LEASING UND MIETVERHÄLTNISSE

Verpflichtungen für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Anlagen (Gebäude, Produktionsanlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung) bestehen voraussichtlich in Höhe von 14.735 TEUR (Vorjahr: 11.597 TEUR) für das Geschäftsjahr 2018, in Höhe von voraussichtlich 27.880 TEUR (Vorjahr: 30.876 TEUR) für die darauffolgenden vier Jahre und in Höhe von voraussichtlich 25.505 TEUR (Vorjahr: 23.305 TEUR) in mehr als fünf Jahren. Hierin enthalten sind auch Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Aufgrund der Analyse zu IFRS 16 hat sich die Angabe um Mietverhältnisse erweitert, die Vorjahreszahlen wurden dementsprechend angepasst.

In der Berichtsperiode wurden Mindestzahlungen aus operativen Leasing- und Mietverhältnissen in Höhe von 13.254 TEUR (Vorjahr: 9.461 TEUR) aufwandswirksam erfasst.

FINANZIERUNGSLEASING

Mit Ende Mai 2017 wurde das Finanzierungsleasing abgelöst, die Leasingverbindlichkeit getilgt und das Eigentum am Firmenflugzeug (Buchwert Vorjahr: 7.517 TEUR) erworben. Das Firmenflugzeug wurde im 4. Quartal 2017 veräußert. Daraus resultierte ein Veräußerungsverlust in Höhe von 1.751 TEUR.

Mindestleasingzahlungen Barwert
Mindestleasingzahlungen
in TEUR 31.12.2016 31.12.2016
Bis zu einem Jahr 10.849 10.397
Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahre 0 0
Über fünf Jahre 0 0
Summe 10.849 10.397
Abzüglich zukünftiger Finanzierungskosten –452
Barwert der Leasingverpflichtungen 10.397

Übrige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2017 und 2016 bestehen keine Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten.

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für die Darstellung des Konzern-Cashflow-Statements wurde für den Cashflow aus dem operativen Bereich die indirekte Methode gewählt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln.

Der Cashflow aus dem operativen Bereich sank vor allem aufgrund des niedrigeren Ergebnisses sowie des Aufbaus von Working Capital.

Die übrigen zahlungsunwirksamen Erträge bzw. Aufwendungen enthalten Währungsdifferenzen und Bewertungseffekte.

Der Cashflow aus dem Investitionsbereich verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund der geringeren Akquisitionstätigkeiten im Jahr 2017.

Die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen enthalten nicht zahlungswirksame Investitionen in Höhe von 3.864 TEUR (Vorjahr: 3.810 TEUR).

Die Überleitung der Veränderungen zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Schuldschein
darlehen
Beteiligungs
finanzierung
Finanzierungs
leasing
verbindlichkeit
Sonstige
Finanzierungen
Summe
Stand 1.1.2017 119.000 257.514 10.626 186.052 573.192
Veränderungen aus Cashflow aus dem
Finanzierungsbereich
Begebung Schuldscheindarlehen 200.000 0 0 0 200.000
Aufnahme von Darlehensfinanzierung für
Beteiligungserwerbe
0 60.000 0 0 60.000
Rückführung von Darlehensfinanzierung für
Beteiligungserwerbe
0 –2.000 0 0 –2.000
Langfristige Refinanzierung von Tilgungen und
abgereiften kurzfristigen Darlehen
0 0 0 0 0
Tilgung abgereifter/gekündigter Darlehen 0 –100.000 0 –5.000 –105.000
Rückführung von kurzfristigen
Überbrückungsfinanzierungen für
Beteiligungserwerbe
0 –90.000 0 0 –90.000
Tilgung abgereifter/gekündigter
Schuldscheindarlehen
–13.000 0 0 0 –13.000
Tilgung abgereifter/gekündigter
Leasingverbindlichkeiten
0 0 –10.012 0 –10.012
Rückführung von kurzfristigen Finanzierungen 0 0 0 –12.507 –12.507
Auszahlungen/Einzahlungen von sonstigen
Finanzverbindlichkeiten
0 0 0 –11.935 –11.935
Unternehmenserwerb/Konsolidierungskreisänderung 0 0 0 215 215
Währungsumrechnung 0 0 –614 –3.490 –4.104
Zinsabgrenzungen 1.916 0 0 0 1.916
Stand 31.12.2017 307.916 125.514 0 153.335 586.765

Die Summenspalte in der o.a. Tabelle entspricht der Summe aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten exklusive derivativer Finanzinstrumente.

SONSTIGE ANGABEN

(55) Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die nahestehenden Unternehmen und Personen werden bei PALFINGER in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen), Key Management und Sonstige gruppiert. Die assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind aus dem Beteiligungsspiegel ersichtlich. Unter Key Management werden Aufsichtsrat und Vorstand der PALFINGER AG subsumiert. Zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen zählen im Wesentlichen Unternehmen, die vom Key Management beherrscht werden.

Die Transaktionen mit assoziierten Unternehmen, Joint Ventures und Unternehmen, die auf assoziierte Unternehmen einen beherrschenden Einfluss ausüben, resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch. Die Transaktionen mit dem Aufsichtsrat resultieren aus Beratungsleistungen sowie seit 2016 aus den Bezügen für ihre Tätigkeit als Aufsichtsrat gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. März 2016. Die Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen vorwiegend Warenlieferungen, Mieten und Beratungsleistungen.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu fremdüblichen Bedingungen.

In der folgenden Aufstellung werden Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu 100 Prozent angegeben. Transaktionen mit Vorständen sind in der folgenden Aufstellung nicht enthalten, und es wird auf die Erläuterung "Angaben über Organe und Arbeitnehmer", Seite 199 bis 200, verwiesen.

Assoziierte Unternehmen Joint Ventures Aufsichtsrat Sonstige
in TEUR 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Forderungen 10.320 7.334 1.661 1.889 0 0 33.115 26.775
Verbindlichkeiten 159 53 1.539 2.573 143 139 1.635 243
Umsatzerlöse 78.113 90.056 1.902 3.478 0 0 6.425 6.128
Sonstige operative Erträge 129 112 322 306 0 0 569 515
Bezogene Leistungen 0 0 –1.327 –819 –224 –180 –5.165 –2.624
Materialaufwendungen –1 –7 0 –3.923 0 0 –97 –8
Zinserträge 0 0 10 13 0 0 412 356

In den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.211 TEUR (Vorjahr: 9.696 TEUR) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures in Höhe von 2.626 TEUR (Vorjahr: 1.698 TEUR) resultieren 2.440 TEUR (Vorjahr: 1.205 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

Für Forderungen gegenüber Related Parties in Höhe von 25.520 TEUR (Vorjahr: 28.759 TEUR) betreffend die Hubert Palfinger Technologies GmbH besteht ein Ratenplan für die nächsten sieben Jahre, und es bestehen ausreichend Sicherheiten anderer Related Parties (siehe dazu auch Erläuterung (33)). Die Forderung wird fremdüblich verzinst und gemäß Ratenplan getilgt.

Im Dezember 2016 hat die PALFINGER proizvodnja d.o.o. (Sl) einen Vertrag zum Erwerb von 100 Prozent an der Capital Investment d.o.o. von der Capital Investment GmbH (einer Gesellschaft der Palfinger Privatstiftung) unterschrieben. Diese Gesellschaft ist Eigentümer einer von der PALFINGER-Gruppe gemieteten Liegenschaft am Standort Maribor und entfaltet darüber hinaus keinerlei Geschäftstätigkeit. Die finale Übernahme der Anteile an der Capital Investment d.o.o. erfolgte am 31. Jänner 2017. Forderungen gegenüber Related Parties im Jahr 2016 in Höhe von 2.663 TEUR betreffen die geleistete Anzahlung für diesen Erwerb. Der restliche Kaufpreis in Höhe von 155 TEUR wurde 2017 beglichen.

Die PALFINGER AG mietet die Konzernzentrale in Bergheim bei Salzburg, Österreich, von einer Gesellschaft der Palfinger Privatstiftung. Der Mietvertrag wurde auf die Dauer von 20 Jahren abgeschlossen, wobei der Mietvertrag nach Ablauf der 20

Jahre jeweils zum Jahresende unter Einhaltung einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist von der PALFINGER AG gekündigt werden kann. Die Miete wurde auf Basis eines Fremdverkehrswertgutachtens ermittelt. Die PALFINGER AG hat ein Vorkaufsrecht auf diese Immobilie.

Zu Beschränkungen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wird auf Seite 138 verwiesen.

(56) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

ARBEITNEHMER

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer für den Konzern gemessen als Vollzeitäquivalent betrug im Geschäftsjahr einschließlich des Vorstands 9.713 Personen (Vorjahr: 9.580 Personen). Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Arbeitnehmer in der PALFINGER Gruppe 10.212 Personen (Vorjahr: 9.846 Personen).

AUFSICHTSRAT

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2017 folgende Personen bestellt bzw. vom Betriebsrat delegiert:

  • Ing. Hubert Palfinger jun., Vorsitzender1)
  • Gerhard Rauch, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden1)
  • Ing. Mag. Hannes Palfinger, 2. Stellvertreter des Vorsitzenden1)
  • Dr. Heinrich Dieter Kiener
  • Mag. Hannes Bogner2)
  • Dawei Duan
  • Johannes Kücher (Betriebsrat)2)
  • Alois Weiss (Betriebsrat)
  • Erwin Asen (Betriebsrat)

1) Mitglied des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses 2) Mitglied des Prüfungsausschusses

Mag. Peter Pessenlehner schied mit Beendigung der Hauptversammlung am 8. März 2017 aus dem Aufsichtsrat aus. Mag. Hannes Bogner wurden in der Hauptversamlung am 8. März 2017 neu in den Aufsichtsrat gewählt. Gerhard Gruber (Betriebsrat) ist mit 24. Oktober 2017 ebenfalls aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

VORSTAND

  • Dr. Felix Strohbichler, Vorstand für Finanzen
  • DI Martin Zehnder, MBA, Mitglied des Vorstands

Der Finanzvorstand Mag. Christoph Kaml ist mit 31. August 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden. Mit 1. Oktober 2017 hat Dr. Felix Strohbichler die Funktion als neuer Finanzvorstand übernommen. Der Vorstandsvorsitzende der PALFINGER AG, DI Herbert Ortner, ist mit 31. Dezember 2017 aus dem Vorstand ausgeschieden.

Die laufenden kurzfristigen Bezüge des Vorstands bestehen aus mehreren Komponenten und gliedern sich wie folgt:

Kurzfristige Bezüge
erfolgsunabhängig
Kurzfristige Bezüge
erfolgsabhängig
in TEUR 1–12 2016 1–12 2017 1–12 2016 1–12 2017
Herbert Ortner 543 550 483 450
Christoph Kaml 422 285 465 149
Felix Strohbichler 0 104 0 83
Wolfgang Pilz 338 0 357 0
Martin Zehnder 344 390 357 407
Summe 1.647 1.329 1.662 1.089

Für kurzfristige erfolgsabhängige Bezüge der Vorstände bestehen Verbindlichkeitenin Höhe von 482 TEUR (Vorjahr: 1.434 TEUR).

Zudem bestehen folgende langfristige erfolgsabhängige Bezüge:

Frühere Prämienvereinbarungen mit dem Vorstand liefen im Februar 2014 bzw. Ende des Jahres 2015 aus. Im Geschäftsjahr 2016 wurden dafür 295 TEUR ausbezahlt. Um einen nahtlosen Anschluss zu gewährleisten, wurde Mitte 2015 eine neue Vereinbarung abgeschlossen, die sich wiederum an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts orientiert. Die neue Vereinbarung bezieht sich auf die Unternehmenswertsteigerung von 2016 bis zum Jahr 2018. Im Geschäftsjahr wurden dafür Vorsorgen in Höhe von 679 TEUR ergebniswirksam erfasst. Ein Teil der Prämie für die Wertsteigerung bis Ende 2017 wurde im September 2017 in Höhe von 1.220 TEUR an DI Herbert Ortner und 815 TEUR an DI Martin Zehnder ausbezahlt. Die Prämie für Martin Zehnder für die Wertsteigerung bis Ende 2018 wird bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen im Jahr 2019 zur Auszahlung gelangen. Die anteilige Wertsteigerungsprämie in Höhe von 450 TEUR wurde im Zuge des Ausscheidens an Mag. Christoph Kaml ausbezahlt.

Im Zuge des Ausscheidens von DI Herbert Ortner mit 31. Dezember 2017 wurden 3.139 TEUR ergebniswirksam im Jahr 2017 erfasst. Die gesamte Verbindlichkeit beträgt per 31. Dezember 2017 3.561 TEUR und beinhaltet verschiedene variable und fixe Vergütungskomponenten zuzüglich Lohnnebenkosten bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit zum 31. Dezember 2018. Die Auszahlung erfolgt im Jahr 2018.

Für Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wurden im Geschäftsjahr 44 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR) an Dienstzeitaufwand erfasst. Dies betrifft einerseits Abfertigungsverpflichtungen für DI Herbert Ortner und andererseits einzelvertragliche Pensionszusagen für Ing. Wolfgang Pilz.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen betrugen in der PALFINGER AG für den Vorstand und leitende Angestellte 113 TEUR (Vorjahr: –275 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmer 941 TEUR (Vorjahr: 1.870 TEUR).

Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Beiträge an beitragsorientierte Versorgungspläne für den Vorstand in Höhe von 47 TEUR (Vorjahr: 23 TEUR).

(57) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns geführt hätten.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die zur Erstellung des Konzernabschlusses der PALFINGER Gruppe herangezogen werden, erläutert.

Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
(58) Immaterielle Vermögenswerte
Mit bestimmter Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten IAS 38
Nutzungsdauer Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer: IAS 36
Allgemein
2–15 Jahre
Aktivierte Kundenbeziehungen
5–10 Jahre
Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der
Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den
fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Mit unbestimmter
Nutzungsdauer und in
Entwicklung befindliche
immaterielle Vermögenswerte
Impairment-only-Ansatz: Es erfolgt keine planmäßige Abschreibung, sondern es wird
jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen von Wertminderungen ein Werthaltigkeitstest
durchgeführt. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende
Wertaufholungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
IAS 38
IAS 36
Firmenwerte Impairment-only-Ansatz (siehe oben) IFRS 3
Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den "Cash Generating
Units" zugeordnet. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit
als "Cash Generating Unit" wird deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur
Erzielung von Einnahmen herangezogen. Der Wertminderungsbedarf der "Cash Generating
Unit" wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive des
zugeordneten Firmenwerts) mit dem höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert errechnet.
IAS 36
Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags werden Annahmen über die zukünftige
Entwicklung und Einschätzungen getroffen, die möglicherweise nicht eintreffen.
Der Nutzungswert wird als Barwert der zugehörigen zukünftigen geschätzten Cashflows vor
Steuern der nächsten vier bis fünf Jahre aufgrund der Daten einer mittelfristigen
Unternehmensplanung ermittelt. Die mittelfristige Unternehmensplanung wird alle zwei bis
drei Jahre erstellt. In Jahren, in denen keine mittelfristige Unternehmensplanung erfolgt,
wird mittels Abweichungsanalyse eine Anpassung der geschätzten Cashflows
vorgenommen. Die letzte strategische Unternehmensplanung wurde Ende 2017
durchgeführt. Nach dem Detailplanungszeitraum wird basierend auf den Annahmen des
letzten Jahres mit einer ewigen Rente gerechnet. Der Diskontierungssatz wird aus einem
marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkostensatz
auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten abgeleitet. Bei der Bestimmung des
gewogenen Kapitalkostensatzes wurden extern verfügbare Kapitalmarktdaten verwendet.
Sofern der ermittelte Betrag den Buchwert unterschreitet, ist in Höhe dieser Differenz eine
Wertminderung vorrangig auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender
Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der "Cash Generating
Units" im Verhältnis zum Buchwert zu verteilen.
Der Werthaltigkeitstest wird für den gesamten aktivierten Firmenwert vorgenommen.
Werden beim Unternehmenserwerb die Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit dem
Zeitwert angesetzt, werden Wertminderungen auf die einzelnen Gesellschaftergruppen
aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt hierbei nach demselben Schlüssel, nach dem auch die
Ergebnisse des betrachteten Tochterunternehmens zwischen den Gesellschaftern verteilt
werden, wenn das betrachtete Tochterunternehmen selbst eine "Cash Generating
Unit" darstellt, der ein Firmenwert zugerechnet ist.
Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden
gemäß IAS 36 in späteren Perioden nicht mehr zugeschrieben.
Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes
oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch
und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen
zuverlässig bewertbar sind und PALFINGER über ausreichende Ressourcen zur
Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen
werden sofort ergebniswirksam erfasst.
IAS 38
IAS 36
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu
Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein
Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der
Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu
weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein
könnte.
Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
(59) Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten IAS 16
Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und
Fertigungsgemeinkosten sowie bei qualifizierten Vermögenswerten Fremdkapitalkosten.
Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.
IAS 36
Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer:
Eigene Baulichkeiten und Investitionen in fremde Gebäude
20–50 Jahre
Maschinelle und technische Anlagen
3–15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3–10 Jahre
Bei Anlagenabgängen wird die Differenz zwischen den Buchwerten und dem
Nettoveräußerungserlös erfolgswirksam in den sonstigen operativen Erträgen oder in den
sonstigen operativen Aufwendungen erfasst.
Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der
Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den
fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Zuwendungen der öffentlichen Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Investitionszuschüssen IAS 20
Hand Zuwendungen für Forschung werden als Erträge in den Forschungs- und
Entwicklungskosten erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene
Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die
Zuwendungen gewährt werden.
Leasing als Leasingnehmer Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem
Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem
Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind
IAS 17
Finanzierungsleasing:
Aktivierung des Leasingobjekts mit beizulegendem Zeitwert oder
dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum
Anschaffungszeitpunkt; Abschreibung linear über
Nutzungsdauer
Operatives Leasing:
Mietzahlungen in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer
verteilt werden als Aufwand im operativen Ergebnis erfasst.
Fremdkapitalkosten Aktivierung bei Erwerb oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts IAS 23
(60) Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der
Wertsteigerung gehalten werden, werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibung des Gebäudes erfolgt linear über 25 Jahre.
IAS 40
IAS 36
IFRS 13
(61) Vorräte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (siehe (59) Sachanlagen) oder niedrigerer
Nettoveräußerungspreis am Bilanzstichtag
IAS 2
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
sowie Handelswaren:
gleitendes Durchschnittspreisverfahren
Unfertige und fertige Erzeugnisse:
Standardherstellungskosten, welche regelmäßig
überprüft und ggf. angepasst werden
(62) Auftragsfertigung und
Dienstleistungsgeschäfte
Umsatzrealisierung erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage
of Completion") anhand der "Cost-to-Cost"-Methode oder der Meilenstein-Methode. Bei
der Cost-to-Cost-Methode werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der
tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst.
Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der
tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher Basis verfügbar. Bei der Meilenstein
Methode wird der Anarbeitungsgrad aufgrund der Erreichung bestimmter definierter
Meilensteine ermittelt. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der
verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine
Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten
Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste werden sofort als Aufwand realisiert, wenn
wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen
werden.
IAS 11
IAS 18
(63) Verbindlichkeiten aus kündbaren
Anteilen ohne beherrschenden
Einfluss
Kündbare oder befristete Eigenkapitalanteile an Tochterunternehmen mit
Andienungsrechten, die von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss gehalten
werden, stellen finanzielle Verbindlichkeiten dar. Die Ersterfassung der Verbindlichkeit
erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert des
Anteils des Gesellschafters ohne beherrschenden Einfluss am Tochterunternehmen zum
Zeitpunkt des Abschlusses der Verpflichtung entspricht. Die Berechnung wird intern
anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von
laufzeitadäquaten Marktzinsen erstellt. Konkret wird von der strategischen
Unternehmensplanung der zu zahlende Betrag abgeleitet und auf den Bilanzstichtag
abgezinst.
IFRS 10
IFRS 13
IAS 32
IAS 39
Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
Soweit die Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss gegenwärtig wirtschaftliche
Eigentümer der Anteile sind, werden die Ergebnisse und die Ausschüttungen weiterhin den
Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugerechnet, und die Erfassung erfolgt gemäß IFRS
10. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es die Absicht von PALFINGER und dem
Minderheitsaktionär ist, langfristig als Minderheitsaktionär zu verbleiben und an den
Wertsteigerungen der Einheit zu profitieren. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umgliederung
zu den Verbindlichkeiten, etwaige Differenzen zwischen den Anteilen ohne beherrschenden
Einfluss und der Verpflichtung werden in den kumulierten Ergebnissen dargestellt.
Sind die Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss hingegen nicht die wirtschaftlichen
Eigentümer, erfolgt eine Darstellung als vorgezogener Erwerb und eine Erfassung gemäß
IAS 39/IAS 32. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es die Intention des Minderheits
gesellschafters und/oder von PALFINGER ist, das Andienungsrecht auszuüben. Die
Folgebewertung wird ergebniswirksam durchgeführt.
Per 31. Dezember 2017 und 2016 enthalten diese Verbindlichkeiten nur kündbare Anteile,
bei denen die Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss die wirtschaftlichen
Eigentümer der Anteile sind.
(64) Finanzinstrumente Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet erfasst werden, werden darüber hinaus
Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte
zuzurechnen sind.
IAS 32
IAS 39
IFRS 7
IFRS 13
Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden
Marktinformationen ermittelt. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier
aufgeführten Werte von den später realisierten Werten abweichen.
Der beizulegende Zeitwert finanzieller Vermögenswerte und Schulden spiegelt die
Auswirkung des Risikos der Nichterfüllung von Seiten der Gegenpartei wider. Bei der
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines finanziellen Vermögenswerts wird das
Kreditrisiko der Banken anhand deren Ratings berücksichtigt. Bei der Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts einer finanziellen Schuld wird das eigene Kreditrisiko anhand des
Ratings durch Banken berücksichtigt.
Für alle derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere liegen Marktwerte vor, für die
sonstigen Finanzinstrumente erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand
der diskontierten erwarteten Cashflows.
Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden am Handelstag erfasst.
Wertminderungen werden für alle Finanzinstrumente erfolgswirksam erfasst. Bei Entfall des
Wertminderungsgrunds wird eine Wertaufholung erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme von
Eigenkapitalinstrumenten "Available-for-Sale", die erfolgsneutral zugeschrieben werden.
Wertpapiere und sonstige "Available-for-Sale": Folgebewertung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zum
Beteiligungen beizulegenden Zeitwert
Bei Veräußerung wird der bisher erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust
ergebniswirksam im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Ausleihungen "Loans and Receivables": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter
Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderung
Forderungen "Loans and Receivables": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich
etwaiger Wertminderung auf Wertberichtigungskonten
Kassabestand und kurzfristige
Finanzmittel
Tageswerte ("Mark-to-Market")
Verbindlichkeiten Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode
Langfristige
Kaufpreisverbindlichkeiten aus
Unternehmenserwerben
Die langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben werden zum
beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Berechnung wird intern anhand von anerkannten
Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von laufzeitadäquaten Marktzinsen erstellt.
Konkret wird von der strategischen Unternehmensplanung der zu zahlende Betrag
abgeleitet und auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Kriterien des IAS 39 für "Hedge
Accounting" nicht erfüllt werden, werden gemäß IAS 39 als "Held-for-Trading" klassifiziert
und erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst.
Cashflow Hedge Zur Minimierung des Risikos künftiger Einzahlungsschwankungen werden erwartete
Fremdwährungserlöse und Zinsrisiken bei PALFINGER durch den Abschluss von
Devisenterminkontrakten und Zinsswaps abgesichert. Zur Herstellung der
periodengerechten Kompensation der Auswirkungen der abgesicherten Transaktion und
des Sicherungsinstruments in der Erfolgsrechnung werden die besonderen Bestimmungen
des IAS 39 über "Hedge Accounting" angewendet. Die sich zum Bilanzstichtag
ergebenden Marktwerte werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und unter den Rücklagen gemäß IAS 39
ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt nach Maßgabe der künftigen
Realisation im entsprechenden Geschäftsjahr.
Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
(65) Langfristige
Personalverpflichtungen
IAS 19
Leistungsorientierte Pläne Leistungsorientierte Pläne betreffen Pensionszusagen in Österreich, Frankreich, Norwegen
und Deutschland sowie Abfertigungsverpflichtungen in Österreich, Slowenien, Bulgarien,
Südkorea, Katar sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) durch einen Aktuar zum
jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Der
laufzeitadäquate Abzinsungssatz wird auf Basis der Rendite erstrangiger, festverzinslicher
Industrieanleihen, d. h. ein Rating von AA oder besser, bestimmt.
Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Pensionen und
pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungsverpflichtungen erfolgsneutral im
sonstigen Ergebnis erfasst.
Beitragsorientierte Pläne Beitragsorientierte Pläne bestehen bei verschiedenen Konzerngesellschaften aufgrund
gesetzlicher Verpflichtungen, darüber hinaus wurden einzelvertragliche
Pensionsvereinbarungen abgeschlossen. Die Beiträge werden in der Periode als
Aufwendungen erfasst, für die sie entrichtet werden.
Sonstige langfristige
Personalrückstellungen
Die sonstigen langfristigen Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen
kollektivvertragliche Zusagen für Zahlungen von dienstzeitabhängigen Jubiläumsgeldern für
Dienstnehmer der österreichischen und slowenischen Gesellschaften sowie
Prämienvereinbarungen mit Vorstand und weiteren Führungskräften.
Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für
Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst.
(66) Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden zum erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt; bei langfristigen
Rückstellungen wird der Barwert angesetzt.
IAS 37
(67) Ertragsteuern Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie
gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und ein Aufrechnungsanspruch
vorhanden ist.
IAS 12
Latente Steuern werden nach der Liability-Methode angesetzt. Für die Berechnung der
latenten Steuern wird der jeweils gültige Landessteuersatz angewendet. Aktive latente
Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die
entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden.
Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze, die bei der Umkehr der
temporären Differenzen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwarten sind,
herangezogen. Veränderungen der Steuern führen grundsätzlich zu Steueraufwendungen
bzw. -erträgen. Steuern auf im sonstigen Ergebnis erfasste Sachverhalte werden im
sonstigen Ergebnis erfasst. Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Sachverhalte werden
erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt.
(68) Ertrags- und
Aufwandsrealisierung
Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus
dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus
Dienstleistungen betreffen kurzfristige Serviceleistungen, die mit der Erbringung der
Leistung erfasst werden.
IAS 11
IAS 18
Operative Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum
Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst.
Zu Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften siehe Erläuterung (6).

FAIR-VALUE-BEWERTUNG

PALFINGER bewertet Finanzinstrumente wie beispielsweise Derivate und bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wiederkehrend mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, werden in der Erläuterung "Finanzinstrumente" angeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist als Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld bezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt, falls kein Hauptmarkt vorhanden ist. PALFINGER bemisst den beizulegenden Zeitwert anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

PALFINGER wendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen, wobei wenn möglich beobachtbare Inputfaktoren verwendet werden.

Die bilanzierten bzw. angegebenen beizulegenden Zeitwerte werden, basierend auf dem niedrigsten Level der verwendeten Inputfaktoren, folgenden Kategorien zugeordnet:

Level 1 – in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte Preise.

Level 2 – andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 aufgenommenen Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind.

Level 3 – Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind.

BETEILIGUNGSLISTE

Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
(in Prozent)
Indirekte
Beteiligung3)
(in Prozent)
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2016 2017 2016 2017
Vollkonsolidierte Unternehmen
PALFINGER AG, Bergheim (AT) EUR
Andrés N. Bertotto S.A.I.C., Río Tercero (AR)
(Erstkonsolidierung: 1.1.2017) PAM 30,00 30,00 30,00 30,00 ARS5)
Elesa centro de montaje y sercivios S.A, Madrid (ES) PIB 100,00 100,00 75,00 75,00 EUR
EPSILON Kran GmbH, Salzburg (AT) EMEA 65,00 65,00 65,00 65,00 EUR
Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) PUSA 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
FairWind Renewable Energy Services, LLC, Lawton (US) PUSA 51,00 51,00 51,00 51,00 USD
Guima Palfinger S.A.S., Caussade (FR) EMEA 65,00 65,00 65,00 65,00 EUR
Harding Holding I AS, Seimsfoss (NO) PHH 100,00 - 100,00 - NOK
Harding Holding II AS, Seimsfoss (NO) HH1 100,00 - 100,00 - NOK
Harding Safety Brazil Ltda., Niteroi (BR) PALM
AS/PALM US
100,00 100,00 100,00 100,00 BRL
Harding Safety Eiendom AS, Seimsfoss (NO) PALM AS 100,00 - 100,00 - NOK
Harding Safety Italy Srl, Livorno (IT) PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Harding Safety Singapore PTE Ltd., Singapur (SG) PALM AS 100,00 - 100,00 - SGD
Harding Safety Spain SL, Cádiz (ES) PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Heron Davits AS, Seimsfoss (NO)
(Kauf: 1.11.2017)
PALM AS - 100,00 - 100,00 EUR
Holding Company Podyomnie Maschini AO, Arkhangelsk (RU) VMS/PMH 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
INMAN AO, Ischimbai (RU) PCIS 100,00 100,00 100,00 100,00 RUB
Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) PAM 99,72 99,73 99,72 99,73 BRL
MBB Interlift N.V., Erembodegem (BE) PTL DE 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Mega Repairing Machinery Equipment LLC, Dubai (AE) PSYSU 100,00 100,00 100,00 100,00 AED
Megarme General Contracting Company LLC, Abu Dhabi (AE) PSYSU 100,00 100,00 100,00 100,00 AED
Megarme Inspection & Engineering Services LLC, Dubai (AE) PSYSU 100,00 100,00 100,00 100,00 AED6)
Megarme Qatar WLL, Doha (QA) PSYSU 100,00 100,00 100,00 100,00 QAR
Nimet Srl, Lazuri (RO) PPT 60,00 60,00 60,00 60,00 RON
Noreq BV, Houten (NL) PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Noreq Fender AS, Husnes (NO) PALM AS 100,00 - 100,00 - NOK
Noreq LLC, Houston (US) PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Noreq PTE. LTD, Singapur (SG) PALM AS 100,00 - 100,00 - SGD
Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) PUSA 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
PalAir GmbH, Salzburg, (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Americas GmbH, Salzburg (AT)
(vormals: Palfinger South America GmbH)
PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Boats B.V., Harderwijk (NL) PM NL 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Boats Vietnam Co., Ltd., Hung Yen (VN) BOATS 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Canarias Maquinaria S.L., Las Palmas de Gran Canaria
(ES)
PIB 100,00 100,00 75,00 75,00 EUR
Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger comércio e aluguer de máquinas S.A., Samora Correira
(PT)
PIB 60,00 60,00 45,00 45,00 EUR
Palfinger Crane Rus OOO, St. Petersburg (RU) PARUS 100,00 100,00 100,00 100,00 RUB
Palfinger Cranes India Pvt. Ltd., Chennai (IN) PAUG/PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 INR
Palfinger Danmark AS, Middelfart (DK)
(Erstkonsolidierung 31.1.2017)
EMEA - 100,00 - 100,00 DKK
Palfinger EMEA GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
(in Prozent)
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2016 2017 2016 2017
Vollkonsolidierte Unternehmen
Palfinger Equipment (Nantong) Co., Ltd., Nantong (CN)
(vormals: Palfinger (Shenzhen) Ltd. )
PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 CNY
Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) EMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger GmbH, Ainring (DE) PP/PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Gru Idrauliche S.r.l., Bozen (IT) PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Harding Holding AS, Seimsfoss (NO) PALMA 100,00 - 100,00 - NOK
Palfinger Hayons S.A.S., Silly en Gouffern (FR)
(vormals: MBB Inter S.A.S.)
EMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Ibérica Maquinaria S.L., Madrid (ES) EMEA 75,00 75,00 75,00 75,00 EUR
Palfinger Japan K.K., Yokohama (JP) PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 JPY
Palfinger Kama Cylinders OOO, Neftekamsk (RU) PCIS 51,00 51,00 51,00 51,00 RUB
Palfinger Korea Co., Ltd., Geoje-si (KO)
(vormals: Harding Safety Korea Co. Ltd.)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 KRW
Palfinger Liftgates, LLC, Cerritos (US) PUSA 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Lifting Technology (Nantong) Co., Ltd., Nantong (CN) PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 CNY
Palfinger Marine Canada Inc., Langley (CA)
(vormals: Harding Safety Canada Inc.)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 CAD
Palfinger Marine Czech s.r.o., Slaný (CZ)
(vormals: Harding Safety Czech s.r.o.)
PALM EU 100,00 100,00 100,00 100,00 CZK
Palfinger Marine d.o.o., Maribor, Marburg (SI) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine DK AS, Odense SØ (DK)
(vormals: Harding Safety Denmark AS)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 DKK
Palfinger Marine Do Brasil Ltda., Rio de Janeiro (BR) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 BRL
Palfinger Marine Europe B.V., Schiedam (NL) PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine Germany GmbH, Dägeling (DE) PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine Hong Kong Limited, Hongkong (CN)
(vormals: Harding Safety Hong Kong Limited)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 HKD
Palfinger Marine Korea Ltd., Sacheon-si (KR) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 KRW
Palfinger Marine LSE (Qingdao) Co., Ltd., Qingdao (CN)
(vormals: Harding Boatbuilding (Qingdao) Co. Ltd.)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 CNY
Palfinger Marine LSE Poland sp.z.o.o., Solec Kujawski (PL)
(vormals: Harding Safety Poland Spółka z o.o.)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 PNL
Palfinger Marine Montagens Industriais do Brasil Ltda., Porto
Alegre (BR) PALM BR 99,00 99,00 99,00 99,00 BRL
Palfinger Marine Netherlands B.V., Barneveld (NL)
Palfinger Marine Norway AS, Bergen (NO)
PALMA
PALMA
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
100,00
EUR
NOK
Palfinger Marine Panama Inc., Panama Stadt (PAN)
(vormals: Harding Safety Inc. (Panama))
PALM US 100,00 100,00 100,00 100,00 PAB
Palfinger Marine Poland sp. z.o.o., Gdynia (PL) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 PLN
Palfinger Marine Safety AS, Seimsfoss (NO)
(vormals: Harding Safety AS)
PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 NOK
Palfinger Marine Shanghai Co., Ltd., Shanghai (CN)
(vormals: Harding Safety (Shanghai) Co. Ltd.)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 CNY
Palfinger Marine UK Limited, Gosport Hampshire (GB) PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 GBP
Palfinger Marine USA Inc., New Iberia (US)
(vormals: Harding Safety USA Inc.)
PALM AS 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Marine Vietnam Co., Ltd., Hung Yen (VN) PM NL 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger North America GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 - 100,00 - EUR
Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) PTL DE/PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Platforms Italy s.r.l., Bozen (IT) PSUG 80,00 77,00 80,00 77,00 EUR
Palfinger PM Holding GmbH, Salzburg (AT) PCIS 60,00 60,00 60,00 60,00 EUR
Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) EMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
(in Prozent)
Indirekte
Beteiligung3)
(in Prozent)
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2016 2017 2016 2017
Vollkonsolidierte Unternehmen
Palfinger proizvodna tehnologija Hrvatska d.o.o., Delnice (HR) EMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 HRK
PALFINGER Proizvodnja d.o.o., Marburg (SI) EMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Projects B.V., Harderwijk (NL) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) PCIS 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger systems units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Tail Lifts GmbH, Ganderkesee-Hoykenkamp (DE) EMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Tail Lifts Limited, Welwyn Garden City (UK) EMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 GBP
Palfinger Tail Lifts s.r.o., Bratislava (SK)
(vormals: MBB Palfinger s.r.o.)
PTL DE 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai (CN) PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 CNY
Palfinger USA, Inc., Council Bluffs (US) PAM 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger, Inc., Niagara Falls (CA) PAM 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda, Caxias
do Sul (BR)
MP 100,00 100,00 99,72 99,73 BRL
PalFleet Truck Equipment Company, LLC, Tiffin (US) OSP 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Podyomnie Maschini AO, Velikiye Luki (RU) PMH 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
SMZ OOO, Arkhangelsk (RU) PM/HKPM 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU) PM/HKPM 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
(in Prozent)
Indirekte
Beteiligung3)
(in Prozent)
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2016 2017 2016 2017
Equity-bilanzierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen
Alu1 Norge AS, Husnes (NO) PALM AS 34,00 34,00 34,00 34,00 NOK6)
Crane Center Kamaz OOO, Nabereschnye Tschelny (RU) PCIS 49,00 49,00 49,00 49,00 RUB
Dreggen (Hong Kong) Company Limited, Hongkong (CN) PM NO 33,00 33,00 33,00 33,00 HKD6)
Palfinger France S.A.S., Étoile sur Rhône (FR) EMEA 49,00 48,94 49,00 48,94 EUR
SANY Automobile Hoisting Machinery Co.,Ltd., Changsha (CN) PAP 10,00 10,00 10,00 10,00 CNY
STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H., Elsbethen (AT) EMEA 45,00 45,00 45,00 45,00 EUR
Sky Steel Systems LLC, Dubai (AE) EMEA - 20,00 - 20,00 AED
Gemeinschaftsunternehmen
Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH, Salzburg
(AT)
PSUG 50,00 50,00 50,00 50,00 EUR
PALFINGER SANY Cranes OOO, Moskau (RU) PSV 100,00 100,00 50,00 50,00 RUB
Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd., Nantong (CN) PAP 50,00 50,00 50,00 50,00 CNY
Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
(in Prozent)
Indirekte
Beteiligung3)
(in Prozent)
Gesellschaft, Sitz 2016 2017 2016 2017
Sonstige Beteiligungen
Rosendal Hamn Eigedom AS, Rosendal (NO) PALM AS 3,00 3,00 3,00 3,00 NOK
Rosendal Utvikling AS, Rosendal (NO) PALM AS 8,50 8,50 8,50 8,50 NOK
Sunnhordlandsdiagonalen AS, Valen (NO) PALM AS 4,54 4,54 4,54 4,54 NOK
Atheno AS, Stord (NO) PALM AS 6,20 6,20 6,20 6,20 NOK

1) Obergesellschaft:

BOATS = Palfinger Boats B.V., Haderwijk (NL) PCIS = Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) EMEA = Palfinger EMEA GmbH, Salzburg (AT) PEU = Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) ETI = Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) PHH = Palfinger Harding Holding AS, Seimsfoss (NO) HH1 = Harding Holding I AS, Seimsfoss (NO) PIB = Palfinger Ibérica Maquinaria S.L., Madrid (ES) HKPM = Holding Company Podyomnie Maschini AO, Arkhangelsk (RU) PM = Podyomnie Maschini AO, Velikiye Luki (RU) MP = Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) PM NL = Palfinger Marine Netherlands B.V., Barneveld (NL) OSP = Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) PM NO = Palfinger Marine Norway AS, Bergen (NO) PAG = PALFINGER AG, Bergheim (AT) PMH = Palfinger PM Holding GmbH, Salzburg (AT) PALM AS = Palfinger Marine Safety AS, Seimsfoss (NO) PP = Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) PALM BR = Palfinger Marine Do Brasil Ltda., Rio de Janeiro (BR) PPT = Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) PALM EU = Palfinger Marine Europe B.V., Schiedam (NL) PSUG = Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT) PALM US = Palfinger Marine USA Inc., New Iberia (US) PSV = Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH, Salzburg (AT) PALMA = Palfinger Marine GmbH, Salzburg (AT) PSYSU = Palfinger systems units GmbH, Salzburg (AT) PAM = Palfinger Americas GmbH, Salzburg (AT) PTL DE = Palfinger Tail Lifts GmbH, Ganderkesee (DE) PAP = Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PUSA = Palfinger USA, Inc., Tiffin (US) PARUS = Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) VMS = Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU) PAUG = Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT)

2) Aus Sicht der Obergesellschaft

3) Aus Sicht der PALFINGER AG

4) FW = funktionale Währung

5) Beherrschung wegen Option auf weitere 40%, daher vollkonsolidiert

6) Gesellschaft wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert

Bergheim, am 31. Jänner 2018

Der Vorstand der PALFINGER AG

Vorstand für Finanzen Mitglied des Vorstands

Dr. Felix Strohbichler e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h.

Vertiefende GRI- & Nachhaltigkeits-Informationen

VERTIEFENDE GRI- UND NACHHALTIGKEITS-INFORMATIONEN

NACHHALTIGKEITSBERICHTSPROFIL UND -GRENZEN

Seit dem Jahr 2013 veröffentlicht PALFINGER jährlich einen integrierten Geschäftsbericht, der die Nachhaltigkeitsberichterstattung beinhaltet. Auch in dem vorliegenden integrierten Geschäftsbericht 2017 werden alle Aspekte der Unternehmensführung – die ökonomischen ebenso wie die sozialen und ökologischen – gesamthaft dargestellt. Die Auswahl der berichteten Themen erfolgte nach den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse und orientiert sich an den vier Nachhaltigkeitsbereichen bei PALFINGER. Der GRI-Inhaltsindex gibt einen Überblick über die Nachhaltigkeitsthemen, auch gemäß UN Global Compact, und verweist auf die jeweiligen Seiten im Bericht. Zur besseren Orientierung wird im Gegenzug auf diesen Seiten auf die jeweils relevanten GRI-Angaben, aber auch auf andere zusätzliche Informationen verwiesen.

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42; GRI-Inhaltsindex, Seite 242

Zahlenangaben des Jahres 2017 werden stets mit den Vorjahreswerten verglichen, Kennzahlen (KPIs) sind im Drei-Jahres-Vergleich angegeben. Im Konzernlagebericht werden vorwiegend aggregierte Kennzahlen auf Gruppenebene berichtet; die detailliertere Berichterstattung erfolgt in diesem Kapitel.

Grundsätzlich sind alle vollkonsolidierten Gesellschaften der PALFINGER Gruppe, wie in der Beteiligungsliste angeführt, auch in der Nachhaltigkeitsberichterstattung berücksichtigt. Standorte mit weniger als 80 Mitarbeitern können die Ausnahmeregelung bei Mitarbeiterkennzahlen, die über die Beschäftigungsentwicklung hinausgehen, geltend machen. In diesem Fall bleibt es ihnen freigestellt, ob sie spezifische Mitarbeiterkennzahlen wie Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen oder Abwesenheitszeiten und Trainingsstunden berichten. Diese Ausnahmeregelung bei spezifischen Mitarbeiterkennzahlen wird derzeit nur von vier Standorten in Anspruch genommen: Palfinger Tail Lifts s.r.o., Palfinger Hayons S.A.S., Palfinger Danmark AS und Palfinger Marine Korea Ltd. In Zusammenhang mit der Adjustierung der Berichtsgrenzen, der Einführung der GRI-Standards und der Verbesserung der internen Kontrollschleifen kam es zu unwesentlichen Änderungen einzelner Vorjahreskennzahlen. Konzernabschluss, Beteiligungsliste, Seite 206

Umweltbezogene Kennzahlen werden aufgrund ihrer Wesentlichkeit verpflichtend von Fertigungs- und Montagestandorten berichtet. Die Standorte Bergheim (AT) und Ainring (DE) wurden als Unternehmenssitz bzw. Aufbaustandort aufgrund ihrer Größe im Reporting mitberücksichtigt. Eine vollständige Auflistung aller Standorte, die im Jahr 2017 umweltbezogene Daten berichteten, befindet sich auf den nächsten Seiten im Kapitel "Managementsysteme im Einsatz". Die Standorte Sacheon (KR), Nantong (CN) und Barneveld (NL) wurden geschlossen und sind daher nicht mehr enthalten. Im Gegenzug kamen folgende drei neuen Standorte hinzu: Olve (NO), Solec Kujawski (PL), Qingdao (CN).

Eine Scope-Differenzierung von direkten und indirekten CO2-Äquivalenten wurde 2014 implementiert. Die Umrechnung ab dem 1. Jänner 2014 basiert auf der Datenbank Ecoinvent Version 3.01. Diese inkludiert alle Treibhausgase, die in der Methode CML 2001 berücksichtigt wurden; dies sind sieben im Kyoto-Protokoll definierte Treibhausgase und einige weitere. Die direkten Emissionen (Scope 1) von Benzin und Diesel stammen vom Umweltbundesamt. Im Jahr 2016 wurden aufgrund neuer Standorte zwei weitere Energieträger im Reporting implementiert: Kohle und Fernwärme. Die Umrechnung basiert auf dem Kohlenstoffgehalt der Kohle (Scope 1) und der Datenbank Ecoinvent 3.2 (Scope 3). Die Fernwärme-Umrechnungsfaktoren sind länderspezifisch und kommen ebenfalls aus der Ecoinvent-Datenbank oder direkt vom Provider. Für die Indexdarstellung wurde im Berichtsjahr das Basisjahr 2013 beibehalten, wodurch eine bessere Vergleichbarkeit über einen längeren Zeitraum gewährleistet wird.

Gesellschaften bzw. Standorte, die im Laufe des Berichtsjahres erworben oder gegründet wurden, sind erst zu Beginn des Folgejahres verpflichtet, umweltbezogene sowie erweiterte Mitarbeiterdaten zu berichten. Die Mitarbeiteranzahl wird hingegen sofort und stammdatenbezogene Basisdaten werden per Jahresende berücksichtigt.

Bedingt durch die große Anzahl an Standorten ist es in dem vorliegenden Bericht nicht möglich, die Daten für jeden einzelnen Standort anzuführen. Die Angaben erfolgen nach den geografischen Regionen Europäische Union, Übriges Europa, GUS, Mittelund Südamerika, Nordamerika, Naher Osten und Afrika sowie Ferner Osten bzw. für die gesamte PALFINGER Gruppe. Im Bereich öko-effiziente Produktion befinden sich keine Standorte in der Region Naher Osten und Afrika, daher wird diese nicht angeführt. Durch die Aufnahme des Standorts Olve in Norwegen ist die Region Übriges Europa seit dem Jahr 2017 relevant. GRI 102-46, 102-48, 102-50, 102-51, 102-52

MANAGEMENTSYSTEME IM EINSATZ

Der Fokus von PALFINGER liegt auf der ständigen Verbesserung des Managements von Qualitätssicherung, Umweltstandards sowie Produkt- und Arbeitssicherheit auf der Ebene der Produktionsstandorte. Externe Zertifizierungen können von den jeweiligen Einheiten bzw. Gesellschaften eigenverantwortlich angestrebt und nach lokalen Anforderungen eingeführt werden, sie sind aber nicht unabdingbar. Der Ablauf des Managementsystems ist ein allgemein gültiger lokaler Prozess, die Qualitätssicherung und das zentrale Qualitätsmanagement werden konzernweit vom Produktionsstandort Lengau (AT) gelenkt.

Der prozentuelle Anteil aller Zertifizierungen bei PALFINGER konnte bezogen auf die Anzahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum gesteigert werden.

Rund 87 Prozent (Vorjahr: 86 Prozent) aller Mitarbeiter waren per 31. Dezember 2017 an Standorten beschäftigt, die ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001 aufweisen. Für 2018 ist eine Einführung am russischen Standort Neftekamsk geplant. Hohe Qualitätsstandards gelten auch für die Schweißprozesse. Rund 43 Prozent (Vorjahr: 41 Prozent) aller Mitarbeiter waren zum Stichtag an Standorten beschäftigt, die mit landestypischen Zertifizierungen bei Schweißtätigkeiten ausgestattet sind. Weiters gibt es konzernweite Qualitätsmanagement-Richtlinien, die Garantieverrechnungen, unternehmensweite Mindeststandards betreffend Qualität sowie Definitionen von Garantiefällen und Garantiekosten festlegen.

Viele Aspekte des Qualitätsmanagements sind auch für den Umweltschutz relevant. Im Gegensatz zum Qualitätsmanagement sind mit 33 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent) verhältnismäßig wenige Mitarbeiter in Werken beschäftigt, die nach ISO 14001 zertifiziert sind. Am österreichischen Standort Elsbethen wurde 2017 die Erstzertifizierung erfolgreich abgeschlossen. Alle PALFINGER Standorte entsprechen den Mindestanforderungen eines Umweltmanagements, die durch die interne Umweltschutzrichtlinie definiert sind. Im Rahmen dieser Richtlinie werden auch lokale Verbesserungsmaßnahmen gesteuert. Umwelt- und Energiemanagement, Seite 104

Aufgrund der EU-Energieeffizienzrichtlinie unterliegen Standorte in Österreich, Deutschland, Slowenien, Rumänien und Bulgarien seit 2015 entsprechenden nationalen Gesetzesanforderungen. Der Anteil von Mitarbeitern, die an Standorten mit einem Energiemanagementsystem nach ISO 50001 beschäftigt sind, blieb in etwa konstant 40 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent).

Das Management von Arbeits- und Gesundheitsschutzaspekten erfolgt bei PALFINGER unter anderem über die Zertifizierung OHSAS 18001. Der Anteil der davon betroffenen Mitarbeiter konnte marginal auf 24 Prozent (Vorjahr: 23 Prozent) verbessert werden. An einem deutschen Standort ist die Einführung für 2018 geplant.

Zertifizierungen Qualität Umwelt Sicherheit
Standort bzw. jeweiliger
Gesellschaftssitz
Gesellschaft Mitarbeiter
-anzahl
ISO 90011) Schweiß
zertifizie
rungen2)
ISO 14001 ISO 50001 OHSAS
18001
Ainring (DE) Palfinger GmbH 232 X X X
Archangelsk (RU) SMZ OOO 167 X
Bergheim (AT) PALFINGER AG 287
Cadelbosco Sopra (RE) (IT) Palfinger Gru Idrauliche S.r.l. 75 X
Caussade (FR) Guima Palfinger S.A.S. 194 X X X X
Caxias do Sul - Madal (BR) Madal 216 X
Cherven Brjag (BG) PPT-Bulgarien Cherven Briag 620 X X
Council Bluffs (US) OSP 176
Delnice (HR) Palfinger proizvodna
tehnologija Hrvatska d.o.o.
84 X X
Elsbethen (AT) EPSILON Kran GmbH 109 X X
Ganderkesee (DE) Palfinger Tail Lifts GmbH 217 X X X
Gdynia (PL) Palfinger Marine Poland sp.
z.o.o.
22 X
Hanoi (VN) Palfinger Marine Vietnam
Co.,Ltd.
64 X
Harderwijk - Boats (NL) Palfinger Boats B.V. 23 X
Hung Yen (VN) Palfinger Boats Vietnam Co.,
Ltd.
42 X
Ischimbai (RU) INMAN AO 483 X
Köstendorf (AT) Palfinger Europe GmbH 394 X X X X
Krefeld (DE) Palfinger Platforms GmbH 113 X X X
Lazuri (RO) Nimet Srl 544 X X X
Lengau (AT) Palfinger Europe GmbH 786 X X X X X
Löbau (DE) Palfinger Platforms GmbH 186 X X
Maribor (SI) PALFINGER proizvodnja d.o.o. 559 X X X
Maribor - Palfinger Marine (SI) Palfinger Marine d.o.o., Maribor 98 X X
Modena (IT) Palfinger Platforms Italy s.r.l. 28 X
Neftekamsk (RU) Palfinger Kama Cylinders OOO 193 Plan 2018
Niagara Falls (CA) Palfinger, Inc. 92
Oklahoma (US) Equipment Technology, LLC 264
Olve (NO) Palfinger Marine Safety AS 216 X
Porto Alegre (BR) Palfinger Marine Montagens
Industriais do Brasil Ltda.
8
Qingdao (CN) Palfinger Marine LSE (Qingdao)
Co., Ltd.
56 X
Seifhennersdorf (DE) Palfinger Platforms GmbH 45 X X X Plan 2018
Solec Kujawski (PL) Palfinger Marine LSE Poland
sp.z.o.o.
79 X
Tenevo (BG) PPT-Bulgarien Tenevo 656 X X X X
Trenton / New Jersey (US) PARO 70
Velikiye Luki (RU) Velmash-S OOO 634 X
Welwyn Garden City (GB) Palfinger Tail Lifts Limited 101 X
Summe Mitarbeiter 8.133 7.043 3.506 2.683 3.286 1.918
Anteil Nutzung (in % der Mitarbeiteranzahl) 87% 43% 33% 40% 24%

1) Sowie andere vergleichbare Qualitätsmanagement-Standards.

2) Nach einer der folgenden Zertifizierungen: ZL EN729, EN3834-2, Schweiß-ZL GL, BS 4872 oder EN287 auf einzelne Personen; bei amerikanischen Standorten durch eine Zertifizierung über TSSA, ASTM A36, A514 T1 oder HNSI/AWS D1.1 auf einzelne Personen.

BERICHTSSTANDARDS UND NORMEN

GRI-STANDARDS

Die Zuordnung der Nachhaltigkeitsthemen von PALFINGER zu den jeweiligen GRI-Angaben ist durch Verweise gekennzeichnet. Darüber hinaus werden die Auswirkungen eines Themas, insbesondere der Beitrag von PALFINGER an dieser Auswirkung, anhand der Wertschöpfungskette und der vier Nachhaltigkeitsbereiche dargestellt. Die nachfolgende Impact-Tabelle gibt einen Überblick, wo in der Wertschöpfungskette – Lieferkette, intern im Unternehmen oder bei der Anwendung der Produkte – es direkte oder indirekte Auswirkungen gibt und welchem der vier PALFINGER Nachhaltigkeitsbereiche sie zuzuordnen sind. Die Beschreibung von Auswirkungen, ihrer Messung und etwaiger Verbesserungsmaßnahmen erfolgt in den entsprechenden Kapiteln des vorliegenden Berichts.

NACHHALTIGKEITS- UND DIVERSITÄTSVERBESSERUNGSGESETZ (NADIVEG)

In der nachfolgenden Impact-Tabelle werden die Nachhaltigkeitsthemen von PALFINGER auch den Bestimmungen des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) zugeordnet, das erstmals für dieses Berichtsjahr zur Anwendung kommt. Dies verdeutlicht die Umsetzung der NaDiVeG-Anforderungen bei PALFINGER in Verbindung mit der Wertschöpfungskette und weiteren Richtlinien wie GRI, UNGC und den SDGs.

SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS (SDG)

PALFINGER vertiefte 2017 seine Analyse zu den Sustainable Development Goals (SDG) und konkretisierte den direkten oder indirekten Einfluss der eigenen Handlungen auf einzelne SDGs. In der nachfolgenden Impact-Tabelle wird im Detail dargestellt, welches Nachhaltigkeitsthema eine direkte Auswirkung auf ein nachhaltiges Entwicklungsziel hat.

Die 13 Top-Nachhaltigkeitsthemen von PALFINGER haben einen direkten Einfluss auf neun SDGs. Die wesentlichsten Auswirkungen zeigen sich auf die fünf nachfolgend beschriebenen Ziele in absteigender Reihenfolge. Diese fünf stehen oftmals in Wechselwirkung zueinander und unterstützen sich gegenseitig. Sie werden künftig in der Berichterstattung berücksichtigt.

SDG 12: Verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster

PALFINGER übernimmt Verantwortung, indem Rohstoffe effizient eingesetzt werden. Die Reduktion des Energieeinsatzes sowie von gefährlichen Abfällen wird im gesamten Wertschöpfungsbereich forciert. Mit sicheren, effizienten, betriebsmittelarmen und lärmschonenden Produkten stellt PALFINGER Hebe-Lösungen her, die dem aktuellen Stand der Forschung und dem Bedarf am Markt entsprechen. Produktlebenszyklusbetrachtungen berücksichtigen Anwendungs- und Produktionsmuster vom Lieferanten bis zum Endkunden.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

PALFINGER bekennt sich zum Klimaschutz und strebt die laufende Optimierung von Energieverbrauch und innerbetrieblichen Transporten an, die durch Produktionstätigkeiten sowie beim Produkteinsatz verursacht werden. Dadurch werden Kosten und Emissionen reduziert. Beispiele dafür sind Hybrid- oder Elektrolösungen, oder auch der Umstieg auf erneuerbare Energien, wobei ein entsprechendes Angebot seitens Energielieferanten vorhanden sein muss. Konkrete Ziele und Maßnahmen zu Energieverbrauch und CO2-Belastung sollen zum Klimaschutz beitragen. Des Weiteren sollen nach regionalen Möglichkeiten Gebäude wie auch Produktionsprozesse höchste Effizienz aufweisen.

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells hat einen hohen Stellenwert bei PALFINGER und trägt zum Wirtschaftswachstum bei. Relevante Trends, wie beispielsweise die Digitalisierung, werden aktiv verfolgt. Ebenso wichtig ist es, für Mitarbeiter eine attraktive Beschäftigung auf Basis gelebter Unternehmenskultur und -werte zu gewährleisten. Darin inkludiert sind rechtliche und ethische Standards, aber auch Diversitätsaspekte, Weiterbildungsmöglichkeiten und freiwillige Sozialleistungen für PALFINGER Mitarbeiter. Die Steuerung über entsprechende Managementsysteme wie OHSAS 18001 unterstützt zudem sichere Arbeitsplatzbedingungen und wird auch bei der Auswahl und kontinuierlichen Beurteilung von Lieferanten berücksichtigt.

SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

PALFINGER ist bestrebt, sein Geschäftsmodell stets an aktuellen Trends auszurichten, und investiert demnach in Forschung und Entwicklung, um weiterhin zukunftsfähig aufgestellt zu sein. Mithilfe von Innovationen verbessert PALFINGER Produktionsprozesse sowie die Sicherheit seiner Produkte, beispielsweise durch den Einsatz von Virtual-Reality-Anwendungen. Ein weiterer Fokus ist der effiziente Umgang mit Rohstoffen wie Stahl oder Aluminium.

SDG 10: Weniger Ungleichheiten

Rechtliche und ethische Standards einzuhalten, sieht PALFINGER als eine gesellschaftliche Verpflichtung an. Die Übererfüllung regionaler Standards macht PALFINGER auch zu einem attraktiven Arbeitgeber. PALFINGER handelt ethisch korrekt: Gesetze werden eingehalten, Steuern sind transparent und werden korrekt bezahlt, und der Korruption wird entgegengesteuert. Zu den Themen zählen neben der Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit in Verbindung mit beispielsweise Talentemanagement auch faire Arbeitsbedingungen, zeitgemäße Arbeitsplätze sowie faire Entlohnung.

UN GLOBAL COMPACT

Seit vier Jahren unterstützt PALFINGER den UN Global Compact und bekennt sich zu dessen zehn Prinzipien. Anstelle des Fortschrittsberichts erfolgt 2017 die Verknüpfung der Nachhaltigkeitstthemen mit den UN-Prinzipien in der nachfolgenden Impact-Tabelle.

AUSWIRKUNGEN DER NACHHALTIGKEITSTHEMEN ENTLANG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Die Impact-Tabelle verdeutlicht, welche Nachhaltigkeitsthemen als wesentlich für PALFINGER angesehen werden, in welcher Phase der Wertschöpfungskette ihre Effekte auftreten und welchen Bereichen die Auswirkungen zugeordnet werden. Die Reihung der wesentlichen Themen entspricht der langfristigen Auswirkung und gleichzeitig der Gesamtrelevanz, die ihnen interne wie externe Stakeholder 2017 gegeben haben. Dargestellt sind alle 38 bewerteten Themen aus der Wesentlichkeitsanalyse. Änderungen zu vorhergehenden Berichten sind in der Legende bzw. im Kapitel Wesentlichkeitsanalyse angeführt. Die Abdeckung von Richtlinien, Berichterstattungsstandards und Steuerungskennzahlen ist ebenfalls angeführt. Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42

Verantwortungsbewusster Arbeitgeber Öko-effiziente Produktion Nachhaltige Produkte Faire Wirtschaft

IMPACT-TABELLE

Position Wert
schöpfungskette
Ranking Wesentliche Themen Lieferkette Unternehmen
Intern im
der Produkte
Anwendung
Abdeckung von Richtlinien
GRI-Angaben
NaDiVeG SDG UNGC
Intensität des Reportings
1 Sicherheit der Produkte
PALFINGER Produkte sollen sich durch höchste
Sicherheit auszeichnen. Die Vermeidung von
Unfällen soll in der Anwendung über gesetzliche
Anforderungen hinausgehen.
• GRI: 416-1, 416-2 Quantitative Darstellung etwaiger
Produktunfälle sowie Beschreibung
der Sicherheitsinnovationen bei
Produkten
2 Produktforschung und -entwicklung1)
PALFINGER soll verstärkt in die Produktforschung
und -entwicklung investieren und neueste
Technologien anbieten.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• NaDiVeG
• SDG: 9, 13
Quantitative Darstellung der Investition
in Forschung und Entwicklung
3 Innovationen in der Produktion1)
PALFINGER soll im Produktionsprozess nachhaltige
Innovationen und Technologien forcieren, um die
Effizienz zu erhöhen ("mehr Output mit weniger
Input").
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• NaDiVeG
• SDG: 9, 13
Quantitative Darstellung der Investition
in Forschung und Entwicklung
4 Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
PALFINGER soll dafür Sorge tragen, sein
Geschäftsmodell langfristig zukunftsfähig
auszurichten und Trends (z.B. Urbanisierung, Leihen
statt Besitzen, Kreislaufwirtschaft etc.) aktiv zu
verfolgen. PALFINGER soll einen Beitrag zur
Gesellschaft leisten.
• GRI: 201-1, 201-2
• SDG: 8, 9
Quantitative Darstellung von Finanz
strömen an Stakeholder,
Managementsystemen sowie
Darstellung im Rahmen der
Lageberichterstattung, Risiko
management, wirtschaftliche Leistung,
Organisationsprofil
5 Gesundheit und Sicherheit
PALFINGER soll die Mitarbeiter vor Unfällen
schützen, Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und
Sozialvorsorge proaktiv fördern. Eine gute Work-Life
Balance soll zum Wohlbefinden beitragen.
• GRI: 403-2
• NaDiVeG
• SDG: 3
Quantitative Darstellung von Unfällen,
Todesfällen, Ausfallzeiten in der
eigenen Produktion, Abwesenheits
zeiten und Managementsystemen
sowie Beschreibung von Initiativen
6 Produktlebenszyklus2)
PALFINGER Produkte sollen sich durch
Einsparungen im Produktgewicht, Energie- und
Betriebsmittelbedarf über den gesamten
Produktlebenszyklus auszeichnen. Produkte sollen
qualitativ hochwertig, zuverlässig, langlebig und
wartungsarm konzipiert sein.
• GRI: 301-1, 302-1, 302-2,
302-3, 305-1, 305-2,
305-3, 305-4
• NaDiVeG
• SDG: 12
• UNGC: 7-9
Quantitative Beschreibung der
Gewährleistungskosten und Verschnitt
sowie qualitative Beschreibung der
Produktinnovationen zur Qualitäts
verbesserung sowie von sicheren und
effizienten Produkten
7 Mitarbeiterentwicklung3)
PALFINGER soll die Aus- und Weiterbildung seiner
Mitarbeiter fördern und soll diese frühzeitig auf
Veränderungen in der Arbeitswelt vorbereiten (z.B.
Industrie 4.0, Expertenentwicklung).
• GRI: 404-1
• NaDiVeG
• SDG: 4, 8
Quantitative Darstellung von Aus- und
Weiterbildungsstunden und
Mitarbeitergesprächen sowie
qualitative Beschreibung der
Entwicklungs-programme
8 Energieeffizienz und Klimaschutz
PALFINGER soll anstreben, den Energieverbrauch
und innerbetrieblichen Transport (z.B. On-demand
Logistik, E-drive-Induktionsschleifen) laufend zu
optimieren, Kosten und Emissionen zu reduzieren,
und so aktiv zum Klimaschutz beitragen. PALFINGER
soll höchste Gebäudeeffizienz nach regionalen
Möglichkeiten anstreben.
• GRI: 302-1, 302-2, 302-3,
305-1, 305-2, 305-3,
305-4
• NaDiVeG
• SDG: 13
• UNGC: 7-9
Quantitative Indikatoren und
Managementsysteme sowie qualitative
Beschreibung der Energieeffizienz und
des Klimaschutzes
9 Rohstoffbedarf und -effizienz
In der Produktion soll PALFINGER Rohstoffe wie
Stahl, Aluminium und Glasfaser effizient einsetzen.
• GRI: 301-1
• NaDiVeG
• SDG: 12
• UNGC: 7-9
Quantitative Darstellung von Rohstoff
bedarf, Verschnitt und gefährlichem
Abfall sowie qualitative Beschreibung
von Rohstoffbedarf und -effizienz
10 Attraktive Beschäftigung4)
PALFINGER soll als attraktiver Arbeitgeber gelten, die
Mitarbeiterbindung fördern und interne
Entwicklungsmöglichkeiten (horizontal/vertikal)
schaffen.
• GRI: 102-8, 401-1
• NaDiVeG
• SDG: 4, 5, 8
• UNGC: 3-6
Quantitative Darstellung der
Mitarbeiterentwicklung, Fluktuation
und Vielfalt, sowie qualitative
Beschreibung der Attraktivität des
Arbeitgebers
Position Wert
schöpfungskette
Ranking Wesentliche Themen Lieferkette Unternehmen
Intern im
der Produkte
Anwendung
Abdeckung von Richtlinien
GRI-Angaben
NaDiVeG SDG UNGC
Intensität des Reportings
11 Unternehmenskultur und -werte5)
PALFINGER Mitarbeiter, insbesondere
Führungskräfte, sollen die Unternehmenskultur
vorleben und auf Basis der Werte Unternehmertum,
Respekt, Lernen handeln. Dies soll u.a. zu
interkulturellem Verständnis, zu erhöhter
Anerkennung, Wertschätzung und erhöhtem
Wissensaustausch führen.
• GRI: 102-16, 102-17
• NaDiVeG
• SDG: 8
• UNGC: 10
Quantitative Darstellung der
Mitarbeiterumfrage sowie qualitative
Beschreibung der Unternehmens
kultur und -werte
12 Compliance mit rechtlichen und ethischen
Standards
PALFINGER soll ethisch korrekt handeln: Gesetze
werden eingehalten, Steuern werden korrekt bezahlt,
und der Korruption wird entgegengesteuert.
• GRI: 102-16, 102-17,
205-1, 205-2, 205-3,
206-1, 307-1, 419-1
• NaDiVeG
• SDG: 5, 8, 10, 16
• UNGC: 7-10
Darstellung etwaiger Verstöße und
Beschreibung der Initiativen im
Rahmen der Unternehmensethik und
Korruptionsprävention
13 Industrie 4.0 und Digitalisierung5)
PALFINGER soll sich vermehrt der Digitalisierung und
Konnektivität von Maschinen bis hin zum Lieferanten
(Open Sourcing) widmen. Dafür soll der verant
wortungsbewusste Umgang mit Informationen,
insbesondere höchster Datenschutz, gewährleistet
werden.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• NaDiVeG
• SDG: 9, 13
Qualitative Beschreibung der
Digitalisierung und Industrie 4.0
Position Wert
schöpfungskette
Ranking Weitere Themen Lieferkette Unternehmen
Intern im
der Produkte
Anwendung
Abdeckung von Richtlinien
GRI-Angaben
NaDiVeG SDG UNGC
Intensität des Reportings
14 Alternative Antriebssysteme
PALFINGER soll alternative Antriebssysteme (z.B.
elektrisch, hybrid) anbieten.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• SDG: 13
Qualitative Beschreibung der
Produktinnovationen
15 Abfall und Gefahrenstoffe
An seinen Standorten soll PALFINGER Abfälle und
potenziell gefährliche Stoffe vermeiden, sicher lagern
und umweltgerecht entsorgen oder gegebenenfalls
wiederverwenden.
• Keine GRI-Angaben
berichtet
• SDG: 12
Darstellung von Verschnitt und
Entwicklung bei gefährlichen Abfällen,
Beschreibung des technischen Stands
von Galvanik- und Lackieranlagen,
Beschreibung von Produkt
innovationen
16 Arbeitsbedingungen5)
PALFINGER soll einheitliche Mindeststandards
schaffen, um weltweit gültige Arbeitsbedingungen für
seine Mitarbeiter zu garantieren. Dies soll sichere und
gesunde Arbeitsplätze schaffen.
• GRI: 403-2, 412-1, 412-2
• NaDiVeG
• SDG: 3, 8, 10
• UNGC: 1-6
Quantitative Darstellung von
Gesundheit und Sicherheit,
Menschenrechtsthemen sowie
qualitative Beschreibung der
Arbeitsbedingungen
17 Umweltfreundliche Produkte6)
PALFINGER Produkte sollen bei der Anwendung
Lärm und Emissionen vermeiden, frei von Problem
stoffen sein (z.B. Chrom VI), Varianten mit biologisch
abbaubarem Hydrauliköl anbieten und somit
mögliche Risiken für Mensch und Umwelt
vermeiden.
• GRI: 305-1, 305-2, 305-3,
305-4
• NaDiVeG
• SDG: 12, 13
• UNGC: 7-9
Quantitative Indikatoren und
qualitative Beschreibung der
Emissionen, der Produktinnovationen
zur Qualitätsverbesserung, des
technischen Stands von Galvanik- und
Lackieranlagen sowie Darstellung von
Verschnitt und Entwicklung bei
gefährlichen Abfällen
18 Gesamtleistung5)
PALFINGER soll verstärkt zum Komplettanbieter
werden. Dadurch sollen Gesamtlösungen aus einer
Hand angeboten werden.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
Qualitative Beschreibung der
Gesamtleistung von PALFINGER
19 Faire Entlohnung
PALFINGER soll faire Bezahlung bieten
– unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und
anderen Diversitätsfaktoren – sowie lokale
Mindestlöhne gewährleisten.
• Keine GRI-Angaben
berichtet
• NaDiVeG
• SDG: 5, 10
Qualitative Beschreibung des
Lohnniveaus
Position Wert
schöpfungskette
Ranking Weitere Themen Lieferkette Unternehmen
Intern im
der Produkte
Anwendung
Abdeckung von Richtlinien
GRI-Angaben
NaDiVeG SDG UNGC
Intensität des Reportings
20 Mitarbeitermotivation5)
PALFINGER soll ein Umfeld bereitstellen, das seine
Mitarbeiter zusätzlich motiviert. Innovative
Anreizsysteme, besonders für agile Teams, sollen
dies unterstützen.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
Qualitative Beschreibung der
Mitarbeitermotivation
21 Regionale Verantwortung
PALFINGER Standorte sollen sich aktiv in die
Regionen einbringen und Investitionen in das
Gemeinwohl (z.B. Spenden, Sponsoring,
Entwicklungsprogramme) tätigen. Mit den Anrainern
soll es ein gutes Einvernehmen geben.
• GRI: 203-2
• NaDiVeG
Qualitative Beschreibung der
regionalen Verantwortung
22 Vielfalt und Chancengleichheit
PALFINGER soll Vielfalt fördern und allen
Mitarbeitern gleiche Chancen bieten unabhängig
von Alter, Geschlecht, Herkunft und anderen
Diversitätsfaktoren. Diskriminierung soll aktiv
verhindert werden.
• GRI: 405-1, 406-1
• NaDiVeG
• SDG: 5, 10
• UNGC: 3-6
Quantitative Darstellung von
Frauenanteil, Generationen und
Diskriminierungsvorfällen sowie
qualitative Beschreibung von
Diversitätsstrategie, Mitarbeitern mit
Behinderung und der Initiativen
23 Korrekte Corporate Governance
Die Unternehmensführung soll korrekt handeln
und die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats,
Einbeziehung der Aktionäre und transparente
Entlohnung des Top-Managements garantieren. Das
Handeln nach klar definierten Unternehmenswerten
soll forciert werden.
• GRI: 102-18, 102-19,
102-20, 102-21, 102-22,
102-24, 102-32, 415-1
• NaDiVeG
• SDG: 10
• UNGC: 10
Darstellung des Compliance
Managements und etwaiger Verstöße
24 Nachhaltigkeit in der Lieferkette: Lieferanten7)
PALFINGER soll sich für den Umweltschutz und
soziale Verantwortung bei Lieferanten einsetzen. Für
dieses Engagement sollen die Lieferanten Vorteile bei
PALFINGER haben.
• GRI: 308-1, 308-2, 407-1,
408-1, 409-1, 414-1,
414-2
• NaDiVeG
• SDG: 8, 12, 13
• UNGC: 1-9
Anzahl der Audits bei Lieferanten
und deren Ergebnisse
25 Recyclierbarkeit der Produkte
PALFINGER Produkte sollen bereits im
Entwicklungsprozess so konzipiert werden, dass sie
am Ende des Lebenszyklus gut außer Betrieb gesetzt
(Decomissioning) und recycliert werden können.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• SDG: 12
Darstellung von Verschnitt und
Entwicklung bei gefährlichen Abfällen,
Beschreibung des technischen Stands
von Galvanik- und Lackieranlagen,
Beschreibung von Produkt
innovationen
26 Mitarbeiterkommunikation
Jeder Mitarbeiter soll über wesentliche
Unternehmensentwicklungen zeitnah informiert sein.
Die Kommunikation mit und zwischen den
Mitarbeitern soll international auf hohem Niveau und
von gemeinsamen Werten getragen sein.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• SDG: 10
Qualitative Beschreibung der
Kommunikation mit den Mitarbeitern
27 Zeitgemäße Arbeitsplätze5)
PALFINGER soll Strukturen, Prozesse und Rahmen
bedingungen schaffen, um flexible, agile sowie
mobile Arbeitsplätze zu gewährleisten. Diese sollen
die Interessen heutiger und zukünftiger Mitarbeiter
(Arbeitszeitmodelle, Home Office, Elternzeit, Expat
Regelungen etc.) berücksichtigen.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• SDG: 5, 8, 10
Qualitative Beschreibung der
zeitgemäßen Arbeitsplätze
28 Nachhaltigkeit in der Lieferkette: Händler7)
PALFINGER soll sich für den Umweltschutz und
soziale Verantwortung bei Händlern einsetzen. Für
dieses Engagement sollen die Händler Vorteile bei
PALFINGER haben.
• GRI: 308-1, 308-2, 407-1,
408-1, 409-1, 414-1,
414-2
• NaDiVeG
• UNGC: 1-9
Qualitative Darstellung der Händler
29 Umweltfreundlicher Transport
Der Transport von Rohstoffen, Komponenten und
PALFINGER Produkten soll kurz und umwelt
freundlich erfolgen.
• GRI: 305-1, 305-2, 305-3,
305-4
• NaDiVeG
• UNGC: 7-9
Qualitative Beschreibung des
Transports
30 Lösungen für Entwicklungs-/Schwellenländer
PALFINGER soll seine Produkte an die Bedürfnisse in
weniger entwickelten Ländern anpassen, damit sie
leistbar sind und körperliche Arbeit erleichtern.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
• SDG: 1, 8
Qualitative Beschreibung der
Hebe-Lösungen für Entwicklungs
und Schwellenländer
Position Wert
schöpfungskette
Ranking Weitere Themen Lieferkette Unternehmen
Intern im
der Produkte
Anwendung
Abdeckung von Richtlinien
GRI-Angaben
NaDiVeG SDG UNGC
Intensität des Reportings
31 Effizienz von Wasserverbrauch5)
Der Wasserverbrauch in der PALFINGER Produktion
soll stetig reduziert werden.
• Keine GRI-Angaben
berichtet
• NaDiVeG
• SDG: 6
Qualitative Beschreibung der
effizienten Nutzung von Wasser
32 Produktinformation und faires Marketing8)
Den Anwendern sollen Produktinformationen
und Schulungen bereitgestellt werden. Damit sollen
Sicherheit und Umweltschutz bei der Nutzung der
PALFINGER Produkte unterstützt werden. Die
Bewerbung der Produkte soll ehrlich und
transparent erfolgen.
• GRI: 102-1, 102-2, 102-3,
102-4, 102-5, 102-6,
102-7, 102-8, 102-9,
102-10, 102-11, 102-12,
102-13, 417-2, 417-3
• NaDiVeG
• UNGC: 3-9
Qualitative Beschreibung der
Produktinformation und des
Marketings
33 Produkte für ökologische/soziale Einsätze
PALFINGER soll Produktinnovationen für Umwelt
und Sozialeinsätze vermehrt anstreben – wie es etwa
schon bei Kranen für Windkraftanlagen, Einstiegs
hilfen für Menschen mit Behinderung oder Davit
Systems (Rettungsboote) gelungen ist.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
Qualitative Beschreibung der
Produktinnovationen
34 Regionale Beschaffung und Produktion9)
PALFINGER soll regional beschaffen und in der
Region produzieren, in der die Produkte auf den
Markt kommem.
• Keine GRI-Angaben
berichtet
Qualitative Beschreibung der
regionalen Beschaffung und
Produktion
35 Vereinigungsfreiheit10)
PALFINGER soll die Vereinigungsfreiheit achten
und freie Meinungsäußerung gewährleisten.
• GRI: 402-1, 407-1
• NaDiVeG
• UNGC: 1-6
Qualitative Beschreibung der
Vereinigungsfreiheit
36 Stakeholder-Einbindung
PALFINGER soll Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter
sowie alle weiteren Kooperationspartner offen
informieren und in die Entwicklung des
Unternehmens entsprechend einbeziehen.
• GRI: 102-40, 102-41,
102-42, 102-43, 102-44
• NaDiVeG
• UNGC: 3-6
Darstellung im Rahmen des
Stakeholdermanagements
37 Biodiversität5)
PALFINGER soll Naturschutz, insbesondere die
Biodiversität, an Standorten wahren.
• Keine GRI-Angaben
berichtet
• NaDiVeG
• SDG: 14, 15
Qualitative Darstellung des Schutzes
von Biodiversität
38 Second-Hand-Markt
PALFINGER soll zukünftig in Zusammenarbeit mit
seinen Händlern den Second-Hand-Markt von
Produkten forcieren und somit die Kontrolle und ein
mögliches Upgrade von Gebrauchtprodukten
fördern.
• Keine GRI-Angaben
vorhanden
Qualitative Darstellung des
Second-Hand-Markts von PALFINGER

Veränderungen zur letzten Wesentlichkeitsanalyse:

1) Detaillierte Darstellung des früheren Themas: Forschung und Entwicklung

2) Frühere Bezeichnung: Langlebigkeit der Produkte; Zusammenführung der Themen: Effiziente und umweltfreundliche Produkte, Geringes Produktgewicht

3) Frühere Bezeichnung: Aus- und Weiterbildung 4) Frühere Bezeichnung: Attraktive Beschäftigungsmöglichkeit

5) Neues Thema

6) Zusammenführung der Themen: Vermeidung von Lärm und Emissionen, Biologisch abbaubares Hydrauliköl, Produkte ohne Problemstoffbelastung

7) Detaillierte Darstellung des früheren Themas: Nachhaltigkeit in der Lieferkette

8) Zusammenführung der Themen: Produktinformation, Faires Marketing

9) Frühere Bezeichnung: Regionale Beschaffung 10) Frühere Bezeichnung: Versammlungsfreiheit

GRI 103-1

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 42

NACHHALTIGKEITSPROGRAMM

In der folgenden Tabelle sind die einzelnen Maßnahmen des Nachhaltigkeitsprogramms – gegliedert nach den vier Nachhaltigkeitsbereichen von PALFINGER – beschrieben und mit dem jeweiligen Status sowie einem Zeithorizont angeführt. Diese Maßnahmen sollen zur Erreichung der qualitativen und quantitativen Ziele beitragen, die sich PALFINGER gesetzt hat, und die wesentlichen fünf SDGs unterstützen.

Neu In Bearbeitung Erledigt Ausgesetzt Gestrichen
----- ---------------- ---------- ------------ ------------

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER Status Ziel

PALFINGER setzt sich seit dem Jahr 2016 die Reduktion der Fluktuation unter 10 Prozent sowie der Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen unter 0,11 Prozent zum Ziel. Bis zum Jahr 2022 werden zwei quantitative Ziele des Diversitätskonzepts angestrebt. Einerseits soll der Anteil von 20 Prozent Nicht-Österreichern im Headquarter erreicht werden. Andererseits soll der Frauenanteil in der oberen Managementebene dem der Gesamtbelegschaft entsprechen.

Gesundheit und Sicherheit
Global einheitliche Definition
von Unfällen und deren
einheitliches Reporting
Neben Abwesenheitszeiten werden gruppenweit zukünftig auch einzelne Unfälle nach einheitlicher
Definition in Bezug auf den Schweregrad berichtet. Dies wird die lokalen kontinuierlichen
Verbesserungsprozesse unterstützen. Dieser Prozess wird bis 2018 aufgeschoben. Die Überprüfung
der Daten wurde im Jahr 2017 begonnen, um die nationalen Standards zu evaluieren.
2019
Erweiterung PALfit Das betriebliche Gesundheitsmanagement PALfit wurde in einige Länder, z.B. Kroatien und China,
ausgeweitet. In Deutschland wurde das Projekt aufgrund anderer Prioritäten einstweilig
aufgeschoben. In Zukunft soll PALfit an weiteren Standorten etabliert werden.
2019
"Gesundes Führen" Durch Vorträge von Betriebspsychologen (Fokus: Krisenkommunikation) wird das Bewusstsein der
Mitarbeiter hierfür gestärkt; weitere Maßnahmen sollen umgesetzt werden. Das österreichische
Projekt wurde an anderen Standorten eingeführt, zurzeit ist kein weiterer Ausbau geplant.
2017
Kriseninterventionsteam In Österreich wurde ein Kriseninterventionsteam ausgebildet, um bestmögliches Krisenmanagement
zu gewährleisten.
2017
Attraktive Beschäftigung
Etablierung einer Employer
Branding-Strategie
Im Jahr 2018 wird eine gruppenweite Employer-Branding-Strategie definiert. Ein Ziel dieser Strategie
ist die Stärkung der Attraktivität von PALFINGER als Arbeitgeber an allen Standorten des
Unternehmens weltweit.
2018
Personalmarketing PALFINGER nutzte zusätzlich neue Medien für Personalmarketing, um die Attraktivität als
Arbeitgeber aktiv zu fördern. In diesem Zusammenhang wird ein Projekt für eine gruppenweite
Rekrutierungs-Plattform mit dem neuen HR-System lanciert.
2019
Onboarding-Prozess In Zukunft sollen zusätzliche Initiativen auf verschiedensten Gebieten durchgeführt werden, um die
Integration von neuen Mitarbeitern zu verbessern.
2019
LEGENDE NH-PROGRAMM E
HR-Strategie
PALFINGER legte 2017 eine neue HR-Strategie sowie HR-Ziele fest. Zukünftige HR-Prozesse werden
daran ausgerichtet. Zunächst werden ein HR-System sowie die Kompetenzen einzelner Positionen
im Unternehmen definiert.
2018
HR-System Im Jahr 2017 wählte PALFINGER einen Anbieter für ein neues HR-System. Dieses wird in den
nächsten drei Jahren implementiert. Es wird Themen, wie beispielsweise Stammdaten,
Talentemanagement, Rekrutierung, Ausbildung und Kommunikation, abdecken.
2019
Job-Architektur Als Teil der HR-Strategie lancierte PALFINGER das Projekt Job-Architektur zur Definition von
Kompetenzen. Ein Pilotprojekt startete im Marinebereich.
2019
Mitarbeiterentwicklung
Coaching für Führungskräfte Im Jahr 2017 wurden weiterhin Coaching-Programme für Führungskräfte etabliert und aktiv
kommuniziert. Weitere Maßnahmen sowie ein neuer diesbezüglicher Ansatz sind für die Zukunft geplant.
2019
Ausweitung der
Mitarbeiterentwicklung
Das Kolleg-Programm wurde in Österreich und Nordamerika ausgebaut. Die Idee des PALFINGER
Kollegs wird in das neue HR-System integriert und zu einer globalen Lernplattform.
2020
Vielfalt und Chancengleichheit
PALversity-Projekt
"Rekrutierung"
Alle Mitarbeiter haben Zugang zu sämtlichen Social-Media-Plattformen. Darüber hinaus wird das
neue HR-System ein Rekrutierungs-Tool beinhalten.
2019
PALversity-Projekt
"Arbeitsbedingungen"
New
In preparation
PALFINGER agiert an den jeweiligen Standorten als "Employer of Choice" und will durch entsprechende
mitarbeiterfreundliche Maßnahmen die besten Mitarbeiter einstellen. Die Verantwortung für
bestmögliche Arbeitsbedingungen liegt hierbei regional in den einzelnen Geschäftsregionen.
Completed
Deferred
Cancelled
2019
PALversity-Projekt
"Talentemanagement"
Das Projekt zielt darauf ab, gruppenweit Bewusstsein für Talentemanagement zu schaffen. Danach
sollen Unternehmensziele definiert und die HR-Anforderungen für ein entsprechendes Tool
gesammelt und evaluiert werden. Auch dieses Tool wird Teil des HR-Systems sein.
2019
Diversitätskonzept PALFINGER etabliert ein Diversitätskonzept unter Berücksichtigung der neuen österreichischen
Gesetzgebung für nicht-finanzielle Berichterstattung. Die Umsetzung sowie weitere Maßnahmen
werden 2018 stattfinden.
2022
VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER Status Ziel
Mitarbeiterkommunikation
Erneuerung Intranet Um die interne Kommunikation zu verbessern, soll das bestehende Intranet themenspezifisch durch
ein modernes Tool ersetzt werden. Dieses wird Teil des neuen HR-Systems sein.
2019
Unternehmenskultur und -werte
Forcierung Unternehmens
kultur und Vision
Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur soll zur Erhöhung der Transparenz beitragen.
Insbesondere die Mitarbeiterbefragung gibt Einblick in diese Thematik. Der Fokus liegt auf der
Kommunikation der Werte und Vision von PALFINGER.
2018
ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION Status Ziel
PALFINGER setzt sich seit dem Jahr 2014 eine jährliche Verbesserung der Energieeffizienz und eine jährliche Reduktion der gefährlichen Abfälle (Index) um
jeweils 1,8 Prozentpunkte zum Ziel. 2017 wurde zusätzlich das Ziel einer 25-prozentigen CO2-Reduktion bis zum Jahr 2030 (Basisjahr 2015) definiert.
Energieeffizienz und Klimaschutz
Fortsetzung von Leucht
turmprojekten für
Energieeffizienz
Auch zukünftig legt PALFINGER einen Schwerpunkt auf öko-effiziente Produktion und Facility
Management: Energieeffizientzbemühungen wurden eingeleitet und auf die Linienstruktur umgelegt.
2017
Best-Practice-Pool für
Energieeffizienz
Informationen zu erfolgreich umgesetzten Energieeffizienz-Initiativen wurden gruppenweit den
jeweils lokal Verantwortlichen elektronisch zur Verfügung gestellt. Nachdem der Sharepoint-Server
nicht ausreichend als Vernetzungsplattform genutzt wurde, setzt PALFINGER verstärkt auf
persönliche Kommunikation. Im Jahr 2017 wurde eine Webinar-Serie zu wesentlichen Themen für
alle lokalen Umweltbeauftragten und Reporting-Verantwortlichen durchgeführt.
2017
Zertifizierte Umwelt
managementsysteme an
weiteren Standorten
Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 wurde 2017 am Standort Elsbethen
(AT) eingeführt.
2017
Lackier- und Pulver
beschichtungsanlagen
Bestehende Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen in der Region EMEA werden optimiert bzw.
durch neue Anlagen ersetzt. Für 2018 ist die Inbetriebnahme neuer Lackier- und
Pulverbeschichtungsanlagen geplant.
2018
Modernisierung und Ausbau
der Werke
Die Modernisierung von österreichischen Standorten hat im Rahmen des Ausbaus der
Gebäudeleittechnik stattgefunden. An den bulgarischen sowie russischen Standorten wurde mit dem
Ausbau der Werke bereits begonnen und Modernisierungsprogramme wurden gestartet.
2019
Greenfield Investment Marine Die Möglichkeit von Greenfield Investments wird im Zuge der Integration der Harding-Standorte geprüft.
Diese Standorte sollen dann mit der bestmöglichen Energiebilanz sowie erneuerbaren Energiequellen
ausgestattet werden. Diese Maßnahme wurde aufgrund der Marktbedingungen aufgeschoben.
2019
Energieeffizienz Russland Die Optimierung der russischen Werke in Hinblick auf deren Energieeffizienz wird geprüft. Im
Jahr 2017 wurde am Standort Velikiye Luki (RU) der Wechsel von Kohle auf Erdgas eingeleitet.
2018
E-Mobilität Der Einsatz von E-Mobilität an den Standorten oder in Verbindung mit Produkten von PALFINGER
wird gefördert. An fünf Standorten ist die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gegeben: Bergheim
(AT), Kasern (AT), Köstendorf (AT), Lengau (AT) und Ainring (DE).
2018
Umweltinformations
austausch
PALFINGER wird Austauschtreffen zwischen lokalen Umweltverantwortlichen organisieren. Die Themen
hierbei werden sich verschiedensten Umweltaspekten widmen, z.B. Energie, Abfall, Wasser etc.
2018
Photovoltaiksysteme Analysen zur weitreichenden Installation von Photovoltaiksystemen an Standorten in der Region
EMEA finden statt.
2020
Heizgradtage Die Beheizung hat großen Einfluss auf die genutzte Energie. Um die Kennzahlen diesbezüglich besser
interpretieren zu können, sollen Heizgradtage im Rahmen der Indexkalkulation in Betracht gezogen werden.
2018
Abfall- und Gefahrenstoffe
Reduktion von gefährlichem
Abfall
PALFINGER wird die Werke mit dem meisten gefährlichen Abfall analysieren und Lösungen zur
Reduktion dieser Abfälle erarbeiten.
2018
NACHHALTIGE PRODUKTE Status Ziel
Produktlebenszyklus
Lebenszyklusbetrachtung Im Jahr 2017 wurde das Projekt der Lebenszykluskostenbetrachtung gestartet, in dem die
Lebenszykluskosten von PALFINGER Produkten überwacht und analysiert werden. Das Projekt wird
vorerst für einzelne Produktgruppen umgesetzt.
2019
Produktinformation und faires Marketing
Prüfung Händler-Standards Die Prüfung internationaler Händler-Standards soll die sichere Anwendung der Produkte
unterstützen und Produktqualität sowie Langlebigkeit verbessern. Der Evaluierungsprozess wird
hierbei laufend auf weitere Regionen und Produktgruppen ausgedehnt. In Zukunft wird die
Einhaltung von Händler-Standards durch Schulungen gefördert.
2018
Neue Website: Umwelt und
Sicherheit bei Produkten
Eine allgemeine Beschreibung aller PALFINGER Produkte ist bereits auf der neuen responsiven
Website zu finden. Intern wurde beschlossen, dass die Beschreibungen nicht um eine Darstellung
der Umwelt- und Sicherheitsvorteile ergänzt werden.
2017
Bedienerleitfaden PALFINGER wird die Bedienerleitfäden seiner Produkte prüfen und Bedienertrainings anbieten, um 2019

in Zukunft ordnungsgemäße Übergaben sicherzustellen.

und -training

NACHHALTIGE PRODUKTE Status Ziel
Endkunden im System In Zukunft wird PALFINGER Endkunden im Unternehmenssystem vermerken, um ein besseres
Geschäftspartner-Management sicherzustellen. Das Netzwerk zwischen Kunden und PALFINGER
wird eine nachhaltige Geschäftsbeziehung fördern.
2019
FAIRE WIRTSCHAFT Status Ziel
Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
Marine als zweites Standbein Der Marinebereich von PALFINGER soll zum zweiten Standbein aufgebaut werden. Die Akquisition
von Harding im Jahr 2016 war bereits ein wesentlicher Schritt dafür. Der strategische Fokus auf das
Marinegeschäft wird durch die fortlaufende Konsolidierung verstärkt.
2020
Industrie 4.0 und Digitalisierung
Industrie 4.0 und
Digitalisierung
Die Digitalisierung wird als entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells von
PALFINGER und somit als Bestandteil der Unternehmensstrategie gesehen. PALFINGER 21st ist
eine neue strategische Säule, die die Vision für eine digitale Zukunft unterstützt. Im Jahr 2017
konzentrierte sich die neue Digitalisierungseinheit auf die Etablierung einer Online-Verbindung der
PALFINGER Produkte und intelligente Produktionsprozesse.
2017
PALFINGER 21st PALFINGER hat eine neue Vision erarbeitet, mit dem neuen Geschäftsmodell PALFINGER 21st. Auch
nachhaltige Themen werden in diesem Modell berücksichtigt werden.
2019
Compliance mit rechtlichen und ethischen Standards
Schulung Unternehmens
ethik für neue Mitarbeiter
Im Jahr 2017 wurden in China Schulungen durchgeführt, um das Bewusstsein für Unternehmensethik
zu erhöhen. Darüber hinaus wurde ein Erklär-Video zum Code of Conduct international verteilt und in
19 Sprachen übersetzt. Ein Schulungskonzept zu Compliance-Themen ist bereits in Entwicklung.
2018
Corporate Audit Die Weiterentwicklung des Corporate-Audit-Ansatzes wird evaluiert und zu Beginn des Jahres 2018
angepasst. Außerdem wurde die Anzahl der Mitarbeiter im Jahr 2017 erhöht und wird auch im Jahr
2018 weiter steigen.
2018
Regionale Beschaffung und Produktion
Regionale Beschaffung Mithilfe der konzernweiten Initiative "Current Capital 25%", die 2015 zur Optimierung der internen
Prozesse gestartet wurde, reduzierte PALFINGER aktiv die Lagerbestände. Die Initiative wurde 2017
abgeschlossen und in die Abteilung Corporate Controlling integriert. Darüber hinaus wurden auf
regionaler Ebene zusätzliche Initiativen zur lokalen Beschaffung eingeführt.
2017
NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT Status Ziel
Gruppenkonferenz für
Umwelt- und Gesundheits
beauftragte
Alle lokalen Umweltbeauftragten wurden zu einer Serie von Webinaren eingeladen. Darin wurden
Erfahrungen und Ideen zu einer Vielzahl von Umweltthemen ausgetauscht. Die Webinare zielten
unter anderem darauf ab, eine gemeinsame Nachhaltigkeitskultur zu schaffen, Definitionen zu
standardisieren, das Reporting zu optimieren und den Erfahrungsaustausch zwischen den
Reportingverantwortlichen zu verbessern. Im Jahr 2018 wird die Webinar-Serie auf Gesundheits- und
Sicherheitsthemen ausgeweitet.
2018
Gezielte Stakeholder
kommunikation
Im Jahr 2017 wurde eine weitere Nachhaltigkeitsanalyse in Form einer Stakeholder-Befragung
durchgeführt. Auf Basis der Erkenntnisse werden nun Maßnahmen zur gezielten Steuerung der
Kommunikationsstrategien erfolgen.
2018
Sustainable Development
Goals und Science Based
Targets
Im Jahr 2017 führte PALFINGER eine tiefgehende interne Analyse der Sustainable Development
Goals (SDGs) durch und befragte auch externe Stakeholder nach den wichtigsten SDGs für
PALFINGER. Im Zuge dessen wurden fünf SDGs mit besonderer Auswirkung identifiziert. Die
Evaluierung der Science Based Targets wurde begonnen und wird im Jahr 2018 fortgesetzt. Diese
wird als Basis für die Definition von Zielen für wichtige Umweltindikatoren dienen.
2018
Nachhaltigkeits-Vision Das Nachhaltigkeitsteam wird die Nachhaltigkeits-Vision von PALFINGER aktualisieren und neue
Trends berücksichtigen.
2018
Gebäudemanagement Im Jahr 2018 liegt der Fokus des Nachhaltigkeitsteams auf der Verbindung der strategischen und
operativen Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements.
2018

GRI 103-2, 205-2

VERTIEFENDE NACHHALTIGKEITS-INFORMATIONEN

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER

Übersicht Mitarbeiter

20151) 20162) 2017
PALFINGER Gruppe Stammbelegschaft (aktuell) 8.911 9.658 9.973
Auszubildende & Praktikanten 191 188 239
TOTAL 9.102 9.846 10.212
Regionen Europäische Union 4.879 5.484 6.009
Ferner Osten 310 423 374
GUS 1.843 1.742 1.575
Mittel- und Südamerika 297 259 458
Naher Osten und Afrika 609 611 521
Nordamerika 1.081 1.019 957
Übriges Europa 83 308 318
Geschlecht Weiblich 12,9% 13,3% 13,1%
Männlich 87,1% 86,7% 86,9%
Generationen3) 0–29 25,8% 20,0% 18,9%
30–50 53,2% 57,5% 59,1%
50+ 20,9% 22,5% 22,0%
Mitarbeitertyp Vollzeit 4)
-
96,9% 95,0%
Teilzeit 4)
-
3,1% 5,0%
Mitarbeitervertrag Permanent -
4)
93,3% 95,6%
Temporär 4)
-
6,7% 4,4%

1) Aufgrund von Anpassungen der Berechnungsbasis haben sich die Personalkennzahlen rückwirkend verändert. 2) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben.

3) Alterskategorien wurden marginal verändert. Die Darstellung von 2015 basiert auf Näherungswerten zur Aufrechterhaltung der Vergleichbarkeit.

4) Die Kennzahl ist für 2015 nicht verfügbar. Die Personalkennzahlen wurden erst ab 2016 rückwirkend an den GRI-Standard angepasst.

Beschäftigungsentwicklung

Die Mitarbeiteranzahl der PALFINGER Gruppe stieg im Vorjahresvergleich an, per Jahresende waren 10.212 Personen bei PALFINGER beschäftigt. Unternehmenszu- und -verkäufe verursachten in Summe einen Anstieg der Mitarbeiterzahl um mehr als 350 Personen. Der Beschäftigungszuwachs in der Europäischen Union und dem übrigen Europa steht großteils in Zusammenhang mit der guten Auftragslage, insbesondere bei den Kernprodukten, und der daraus resultierenden Erhöhung der Kapazitäten. Das führte in der Europäischen Union zu einer Zunahme der Beschäftigten um mehr als 500 Personen. Auch in den beiden Amerikas sind über 130 Personen mehr beschäftigt als im Vorjahr, dies ist vor allem auf die diesjährige Vollkonsolidierung von Hidro-Grubert in Argentinien zurückzuführen. In der Region GUS sowie an den weltweiten Marinestandorten erfolgte restrukturierungsbedingt eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl um rund 150 Personen. Leiharbeiter sind vorwiegend in der Europäischen Union im Einsatz, die Anzahl stieg im Berichtsjahr auf 674 Mitarbeiter (Vorjahr: 529 Mitarbeiter). Dieser Anstieg erfolgte parallel zu dem Anstieg eigener Mitarbeiter in dieser Region.

FLUKTUATION

Im Geschäftsjahr 2017 stieg die Mitarbeiterfluktuation von 15,4 Prozent auf 18,7 Prozent. Regional höhere Fluktuationsraten sind auf einzelne Standortentwicklungen zurückzuführen: Umstrukturierungen in Nordamerika, Brasilien und Russland waren hier die größten Einflussfaktoren.

GRI 401-1

Beschäftigungsentwicklung (Anzahl / in Prozent) 20151) 20162) 2017
PALFINGER Gruppe Mitarbeitereintritte 1.419 / 15,9% 1.198 / 13,3% 1.882 / 18,9%
Fluktuation 1.218 / 14,2% 1.291 / 15,4% 1.868 / 18,7%
Stammbelegschaft (aktuell) 8.911 9.658 9.973
davon Mitarbeiter neuer Gesellschaften 204 815 148
Auszubildende & Praktikanten 191 188 239
Leiharbeiter 496 529 674
TOTAL 9.598 10.375 10.886
Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Mitarbeitereintritte Generationen3) 0–29 - - - 101 / 44,3% 697 / 42,0%
30–50 - - - 107 / 13,5% 811 / 15,9%
50+ - - - 23 / 8,0% 143 / 7,5%
Regionen Europäische
Union
641 / 13,6% 61 / 10,8% 569 / 11,9% 114 / 18,0% 1.071 / 20,5%
Ferner Osten 96 / 32,1% 4 / 4,6% 21 / 6,3% 20 / 24,4% 46 / 15,8%
GUS 330 / 18,2% 55 / 14,6% 236 / 17,6% 54 / 15,9% 149 / 12,2%
Mittel- und
Südamerika
30 / 10,1% 9 / 28,1% 53 / 25,2% 12 / 24,5% 91 / 28,1%
Naher Osten
und Afrika
94 / 15,4% 2 / 8,7% 102 / 17,3% 1 / 4,3% 64 / 12,9%
Nordamerika 220 / 20,4% 8 / 8,1% 75 / 8,2% 26 / 28,0% 217 / 25,1%
Übriges Europa 8 / 9,6% 0 / 0,0% 3 / 1,4% 4 / 4,3% 13 / 5,8%
SUMME 1.419 / 15,9% 139 / 12,2% 1.059 / 13,5% 231 / 17,6% 1.651 / 19,1%
Fluktuation Generationen3) 0–29 - - - 67 / 29,4% 527 / 31,7%
30–50 - - - 110 / 13,9% 828 / 16,2%
50+ - - - 59 / 20,4% 277 / 14,6%
Regionen Europäische
Union
417 / 9,2% 33 / 6,6% 332 / 7,5% 73 / 11,6% 759 / 14,5%
Ferner Osten 33 / 11,1% 5 / 21,7% 9 / 7,1% 18 / 22,0% 76 / 26,0%
GUS 326 / 18,9% 110 / 29,1% 275 / 20,5% 94 / 27,6% 278 / 22,7%
Mittel- und
Südamerika
80 / 21,5% 18 / 60,0% 94 / 49,5% 10 / 20,4% 112 / 34,6%
Naher Osten
und Afrika
86 / 15,8% 0 / 0,0% 96 / 17,1% 1 / 4,3% 141 / 28,3%
Nordamerika 255 / 24,4% 31 / 46,3% 276 / 42,7% 33 / 35,5% 254 / 29,4%
Übriges Europa 21 / 21,6% 2 / 10,5% 10 / 13,2% 7 / 7,6% 12 / 5,3%
SUMME 1.218 / 14,2% 199 / 19,2% 1.092 / 14,8% 236 / 18,0% 1.632 / 18,8%
Stammbelegschaft
(aktuell)
Generationen4) 0–29 2.246 / 25,8% 228 / 2,4% 1.706 / 17,7% 228 / 2,3% 1.660 / 16,6%
30–50 4.627 / 53,2% 739 / 7,6% 4.816 / 49,8% 794 / 8,0% 5.100 / 51,1%
50+ 1.821 / 20,9% 304 / 3,1% 1.865 / 19,3% 289 / 2,9% 1.902 / 19,1%
Regionen Europäische
Union
4.726 / 51,9% 566 / 5,7% 4.771 / 48,5% 632 / 6,2% 5.234 / 51,3%
Ferner Osten 299 / 3,3% 87 / 0,9% 336 / 3,4% 82 / 0,8% 292 / 2,9%
GUS 1.817 / 20,0% 378 / 3,8% 1.343 / 13,6% 340 / 3,3% 1.225 / 12,0%
Mittel- und
Südamerika
297 / 3,3% 32 / 0,3% 210 / 2,1% 49 / 0,5% 324 / 3,2%
Naher Osten
und Afrika
609 / 6,7% 23 / 0,2% 588 / 6,0% 23 / 0,2% 498 / 4,9%
Nordamerika 1.080 / 11,9% 99 / 1,0% 920 / 9,3% 93 / 0,9% 863 / 8,5%
Übriges Europa 83 / 0,9% 86 / 0,9% 219 / 2,2% 92 / 0,9% 226 / 2,2%
SUMME 8.911 / 97,9% 1.271 / 12,9% 8.387 / 85,2% 1.311 / 12,8% 8.662 / 84,8%
Auszubildende & Praktikanten 191 / 2,1% 34 / 0,3% 154 / 1,6% 29 / 0,3% 210 / 2,1%
Leiharbeiter 496 / 5,5% 10 / 0,1% 519 / 5,3% 55 / 0,5% 619 / 6,1%

1) Aufgrund von Anpassungen der Berechnungsbasis haben sich die Personalkennzahlen rückwirkend verändert.

2) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben. 3) Die Kennzahl ist für 2015 und 2016 nicht verfügbar. Die Abfrage der neuen Altersstruktur erfolgt ganzjährig mit 2017.

4) Alterskategorien wurden marginal verändert. Die Darstellung von 2015 basiert auf Näherungswerten zur Aufrechterhaltung der Vergleichbarkeit.

ARTEN VON BESCHÄFTIGUNGSVERHÄLTNISSEN

Die meisten Beschäftigten in der PALFINGER Gruppe haben eine Vollzeitstelle. Im Geschäftsjahr 2017 waren nur rund 5 Prozent der Mitarbeiter teilzeitbeschäftigt. Während in den Regionen Europäische Union und Übriges Europa der größte Anteil an Teilzeitmitarbeitern beschäftigt ist, sind in den restlichen Regionen kaum Teilzeitbeschäftigte tätig.

Mitarbeitertyp (Anzahl)1) 20152) 20163) 2017
PALFINGER Gruppe Vollzeit
-
7.996 9.476
Teilzeit
-
252 497
TOTAL 8.248 9.973
Vollzeit Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union - 358 3.909 472 4.932
Ferner Osten - 74 277 82 292
GUS - 379 1.361 337 1.217
Mittel- und Südamerika - 30 188 49 324
Naher Osten und Afrika - 19 561 23 498
Nordamerika - 75 765 93 856
Übriges Europa - 0 0 81 220
PALFINGER Gruppe - 935 7.061 1.137 8.339
Teilzeit Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union - 119 120 154 308
Ferner Osten - 0 1 0 0
GUS - 0 6 3 8
Mittel- und Südamerika - 0 1 0 0
Naher Osten und Afrika - 0 0 0 0

Nordamerika - 0 5 0 7 Übriges Europa - 0 0 10 7

PALFINGER Gruppe - 119 133 167 330

1) Die Kennzahl basiert auf Grundlage der Stammbelegschaft (exkl. Auszubildende und Praktikanten). 2) Die Kennzahl ist für 2015 nicht verfügbar. Die Personalkennzahlen wurden erst ab 2016 rückwirkend an den GRI-Standard angepasst.

3) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben.

Bei PALFINGER gibt es grundsätzlich keine Scheinselbständigkeit und keine saisonale Fluktuation. PALFINGER verfügt in der Regel über fest angestellte Mitarbeiter. Befristete Arbeitsverträge über eine Probezeit hinaus sind nicht üblich – abgesehen von einigen Projektarbeiten und Berufspraktika, in denen PALFINGER gezielt jungen Talenten die Möglichkeit bietet, erste Berufserfahrungen in einem internationalen Umfeld zu erwerben. Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten von rund 96 Prozent arbeitet unbefristet für PALFINGER.

Mitarbeitervertrag (Anzahl)1) 20152) 20163) 2017
PALFINGER Gruppe Permanent - 7.698 9.532
Temporär - 550 441
TOTAL 8.248 9.973
Permanent Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union - 460 3.835 612 5.024
Ferner Osten - 69 239 76 244
GUS - 373 1.354 332 1.216
Mittel- und Südamerika - 30 189 49 324
Naher Osten und Afrika - 11 293 19 368
Nordamerika - 75 770 92 863
Übriges Europa - 0 0 91 222
PALFINGER Gruppe - 1.018 6.680 1.271 8.261
Temporär Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union - 17 194 14 216
Ferner Osten - 5 39 6 48
GUS - 6 13 8 9
Mittel- und Südamerika - 0 0 0 0
Naher Osten und Afrika - 8 268 4 130
Nordamerika - 0 0 1 0
Übriges Europa - 0 0 0 5
PALFINGER Gruppe - 36 514 33 408

1) Die Kennzahl basiert auf Grundlage der Stammbelegschaft (exkl. Auszubildende und Praktikanten).

2) Die Kennzahl ist für 2015 nicht verfügbar. Die Personalkennzahlen wurden erst ab 2016 rückwirkend an den GRI-Standard angepasst. 3) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben.

GRI 102-8

Gesundheit und Sicherheit

Die Sicherheit der Mitarbeiter hat bei PALFINGER stets einen hohen Stellenwert. Dennoch verunglückte auch im Jahr 2017 ein Mitarbeiter bei einem Arbeitsunfall in Dubai tödlich. Die Gesamtanzahl der Unfälle im Geschäftsjahr 2017 beläuft sich auf 478. Insbesondere im europäischen Raum werden deutlich mehr Arbeitsunfälle als in den anderen Regionen gemeldet, das deutet auf ein unterschiedliches Bewusstsein für Sicherheit hin: Innerhalb Europas befinden sich die größten Produktionsstandorte, an denen ein umfassenderes Prozessbewusstsein für Gesundheit und Sicherheit vorhanden ist. Arbeitssicherheit und Vermeidung von Unfällen, Seite 89

Unfälle und Todesfälle (Anzahl / in Prozent) 20151) 20162) 2017
PALFINGER Gruppe Mitarbeiter - 146 / 0,001% 432 / 0,002%
Leiharbeiter - 25 / 0,003% 47 / 0,003%
TOTAL - 171 / 0,001% 479 / 0,002%
Mitarbeiter Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union - 2 / 0,000% 120 / 0,001% 7 / 0,001% 350 / 0,003%
Ferner Osten - 0 / 0,000% 4 / 0,001% 0 / 0,000% 2 / 0,000%
GUS - 1 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000%
Mittel- und Südamerika - 0 / 0,000% 5 / 0,001% 1 / 0,001% 11 / 0,002%
Naher Osten und Afrika - 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 1 / 0,000%
Nordamerika - 1 / 0,001% 13 / 0,001% 3 / 0,002% 53 / 0,003%
Übriges Europa - 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 4 / 0,001%
PALFINGER Gruppe - 4 / 0,000% 142 / 0,001% 11 / 0,000% 421 / 0,002%
Leiharbeiter Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union - 0 / 0,000% 18 / 0,002% 2 / 0,010% 43 / 0,005%
Ferner Osten - 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000%
GUS - 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000%
Mittel- und Südamerika - 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000%
Naher Osten und Afrika - 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000%
Nordamerika - 0 / 0,000% 7 / 0,004% 0 / 0,000% 2 / 0,001%
Übriges Europa - 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000% 0 / 0,000%
PALFINGER Gruppe - 0 / 0,000% 25 / 0,003% 2 / 0,006% 45 / 0,003%

1) Die Kennzahl ist für 2015 nicht verfügbar. Die Personalkennzahlen wurden erst ab 2016 rückwirkend an den GRI-Standard angepasst. 2) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben.

Die Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen lagen in den vergangenen Jahren auf niedrigem Niveau und gingen im Geschäftsjahr 2017 weiter zurück auf 0,18 Prozent (Vorjahr: 0,21 Prozent) der Soll-Arbeitszeit. Diese guten Werte bestätigen die Wirkung der seit Jahren getroffenen Maßnahmen an allen Standorten.

Abwesenheitszeiten werden in drei Kategorien bei PALFINGER erfasst: aufgrund von Krankenständen, Berufserkrankungen und weiteren Gründen. Von 4,19 Prozent im Vorjahr erhöhte sich dieser Wert 2017 auf 4,36 Prozent. In GUS sind die Abwesenheitszeiten weitestgehend unverändert. Auffällig ist, dass die Krankheitsfälle in Nordamerika deutlich zugenommen haben. Eine Erklärung dafür können mit den Restrukturierungsmaßnahmen verbundene Veränderungen sein.

Ausfall- und Abwesenheitszeiten
(in Prozent der Soll-Arbeitszeit)
20151) 20162) 2017
PALFINGER Gruppe Ausfallzeiten 0,12% 0,21% 0,18%
Abwesenheitszeiten 4,00% 4,19% 4,36%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen Weiblich &
Männlich
Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union 0,19% 0,04% 0,15% 0,02% 0,21%
Ferner Osten 0,15% 0,00% 0,62% 0,00% 0,20%
GUS 0,00% 0,02% 0,01% 0,00% 0,00%
Mittel- und Südamerika 0,12% 0,00% 0,04% 0,02% 0,09%
Naher Osten und Afrika 0,00% 0,00% 0,00% 0,00% 0,00%
Nordamerika 0,09% 0,08% 0,03% 0,12% 0,64%
Übriges Europa 0,04% 0,00% 0,00% 0,00% 0,03%
PALFINGER Gruppe 0,12% 0,03% 0,09% 0,02% 0,19%
Abwesenheitszeiten aufgrund von Krankenständen,
Berufserkrankungen und weiteren Ursachen
Weiblich &
Männlich
Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Europäische Union 4,65% 3,92% 2,30% 5,75% 4,26%
Ferner Osten 5,40% 2,20% 0,88% 17,43% 5,63%
GUS 4,35% 5,15% 3,93% 5,99% 3,91%
Mittel- und Südamerika 1,23% 1,34% 0,21% 4,84% 1,58%
Naher Osten und Afrika 0,69% 0,00% 0,05% 0,67% 0,31%
Nordamerika 2,70% 1,17% 1,13% 4,51% 5,32%
Übriges Europa 3,72% 0,00% 0,00% 37,87% 16,19%
PALFINGER Gruppe 4,00% 4,00% 2,27% 6,56% 4,05%

1) Diese Personalkennzahlen wurden erst mit Ende 2016 geschlechtsspezifisch erfasst. Aufgrund von Anpassungen der Berechnungsbasis haben sich die Personalkennzahlen rückwirkend verändert. 2) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben.

GRI 403-2

Seit geraumer Zeit ist im europäischen Raum die psychische Belastung eine der häufigsten Ausfallursachen von Mitarbeitern. Der Auslöser von Krankenständen liegt zu rund 60 Prozent im privaten Bereich. An den Produktionsstandorten legt PALFINGER Augenmerk auf die Vermeidung körperlicher Belastung und die Verbesserung der Ergonomie der Arbeitsplätze. Grundsätzlich gilt es, im Rahmen des Gesundheitsmanagements für Mitarbeiter in der Produktion – das sind rund 75 Prozent der Gesamtbelegschaft – Risiken durch insbesondere folgende Belastungen zu vermeiden: Lärm, Emissionen und Strahlung beim Schweißen und bei Beschichtungsprozessen, Chemikalien bei Beschichtungsprozessen, Hantieren mit schweren Lasten sowie schwierige Körperhaltung. PALFINGER ist bestrebt, durch präventive Maßnahmen die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern.

In Österreich wird seit der Änderung im gesetzlichen Arbeitnehmerschutz (Novelle 2013) verstärkt die psychische Belastung am Arbeitsplatz untersucht bzw. evaluiert. Dies ist ein fortwährender Prozess, der entweder nach zwei bis drei Jahren oder nach Veränderung des Arbeitsplatzes wiederholt wird. Wichtig sind dabei vier Dimensionen: 1. Aufgabenanforderungen und Tätigkeiten, 2. Organisationsklima, 3. Arbeitsumgebung und 4. Arbeitsabläufe und -organisation. Aus diesem Evaluierungsprozess werden auch weitere für die Arbeitsplatzgestaltung wichtige Erkenntnisse gewonnen und fortlaufend umgesetzt. In der Produktion kann PALFINGER oftmals mit zusätzlichen Arbeitsmitteln unterstützen. Prozesse werden mit dem Team und der jeweiligen Führungskraft durchdacht und verbessert. Durch das Zuhören und Wahrnehmen der Bedürfnisse werden bereits sehr viele Belastungen gelöst.

Die fit2work-Abschlussbefragung im 4. Quartal 2017 ergab durchwegs sehr gute Ergebnisse an allen österreichischen Standorten und zeigt, dass die Wiedereingliederungsteilzeit gut im Unternehmen gefestigt ist. Im Zuge des Projekts wurde an jedem Standort ein Team eingerichtet, das die nötige Ausbildung und das Wissen für die Wiedereingliederung nach einem langen Krankenstand hat. So kann sich der betroffene Mitarbeiter während des Krankenstands freiwillig und vertraulich an dieses Team wenden, das seine schnelle Rückkehr und einen guten Wiedereinstieg fördert und unterstützt.

Qualifizierte Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum wurden die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an vielen PALFINGER Standorten weiterentwickelt. An regionenübergreifenden Führungskräfte- und Managementtrainings nahmen 46 Personen aus elf Nationen teil, darunter waren sieben Frauen. An den österreichischen Standorten ist seit Jahren das PALFINGER Kolleg etabliert. Dieses Weiterbildungskonzept basiert im Wesentlichen auf dem Wissenstransfer interner Experten, ergänzt durch Schulungen und Trainings externer Spezialisten. In Zukunft soll der Fokus vermehrt auf Sprachen und interkulturelle Trainings gelegt werden. In Nordamerika wurde 2017 mit der PALFINGER University ein Pilotprojekt gestartet, bei dem im Sinne eines integrierten Konzepts neben Präsenzunterricht eine Vielzahl an E-Learning-Modulen angeboten wird. Dies ermöglicht dem Bedarf angepasste Weiterbildung der Mitarbeiter zeit- und ortsunabhängig. Per Jahresende war diese neue Lernplattform beispielsweise an Standorten in Kanada, Iowa und Kalifornien verfügbar.

Aus- und Weiterbildung (in Stunden) 20151) 20162) 2017
PALFINGER Gruppe COGS direkt3) 12,8 13,2 21,6
Strukt. Kosten - Produktion 14,4 14,0 13,9
F&E 16,5 11,5 21,9
Sales, Service & Marketing 23,2 20,1 17,5
Administration 25,5 30,8 23,4
TOTAL 15,7 15,6 19,7
Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Kategorien COGS direkt3) 12,8 48,9 8,1 48,1 20,9
Strukt. Kosten - Produktion 14,4 8,6 10,3 13,3 14,0
F&E 16,5 4,2 7,4 18,8 22,1
Sales, Service & Marketing 23,2 6,0 8,0 16,1 17,9
Administration 25,5 13,4 8,7 22,0 24,7
Regionen Europäische Union 16,3 4,6 4,2 13,8 11,5
Ferner Osten 11,4 38,5 24,0 20,7 14,6
GUS 19,4 29,6 27,9 35,4 52,9
Mittel- und Südamerika 24,5 2,1 1,2 10,1 17,9
Naher Osten und Afrika 25,2 0,0 1,5 0,0 24,8
Nordamerika 1,2 1,1 1,0 1,4 5,1
Übriges Europa 0,6 0,0 0,0 30,7 37,4
PALFINGER Gruppe 15,7 14,7 8,6 21,0 19,6

1) Diese Personalkennzahlen wurden erst mit Ende 2016 geschlechtsspezifisch erfasst. Aufgrund von Anpassungen der Berechnungsbasis haben sich die Personalkennzahlen rückwirkend verändert.

2) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben. 3) COGS = Costs of Goods Sold. Hierbei handelt es sich um auftragsbezogene Mitarbeiter.

GRI 404-1

Vielfalt und Chancengleichheit

Diversität (in Prozent) 20151) 20162) 2017
PALFINGER GRUPPE Generationen 0–29 25,8% 20,0% 18,9%
30–50 53,2% 57,5% 59,1%
50+ 20,9% 22,5% 22,0%
Ebene Führungsposition 8,9% 9,5% 9,6%
Kategorien COGS direkt3) 52,0% 51,5% 52,4%
Strukt. Kosten - Produktion 24,0% 24,0% 22,3%
F&E 5,5% 5,3% 5,7%
Sales, Service & Marketing 9,1% 9,7% 10,0%
Administration 9,4% 9,4% 9,6%
Ebene Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
Führungsposition 0–29 0,5% 0,2% 0,7% 0,1% 0,3%
30–50 5,9% 1,1% 5,0% 1,3% 5,5%
50+ 2,4% 0,4% 2,1% 0,3% 2,1%
TOTAL 8,9% 1,6% 7,9% 1,7% 7,9%
Funktion Weiblich & Männlich Weiblich Männlich Weiblich Männlich
COGS direkt3) 0–29 15,5% 0,2% 11,8% 0,2% 11,1%
30–50 27,1% 0,7% 28,4% 0,8% 29,3%
50+ 9,4% 0,4% 10,2% 0,5% 10,5%
SUMME 52,0% 1,3% 50,3% 1,5% 50,9%
Strukt. Kosten - Produktion 0–29 4,8% 0,8% 2,8% 0,7% 2,3%
30–50 12,8% 2,7% 11,3% 2,6% 11,0%
50+ 6,3% 1,3% 5,3% 1,0% 4,7%
SUMME 24,0% 4,7% 19,3% 4,3% 18,0%
F&E 0–29 1,8% 0,1% 1,4% 0,1% 1,5%
30–50 2,7% 0,2% 2,7% 0,2% 2,9%
50+ 1,0% 0,1% 0,8% 0,1% 0,9%
SUMME 5,5% 0,4% 4,9% 0,4% 5,3%
Sales, Service & Marketing 0–29 1,8% 0,5% 1,3% 0,5% 1,2%
30–50 5,4% 1,1% 4,8% 1,2% 5,0%
50+ 1,9% 0,3% 1,8% 0,3% 1,8%
SUMME 9,1% 1,9% 7,8% 2,0% 8,0%
Administration 0–29 1,8% 0,8% 0,5% 0,8% 0,5%
30–50 5,2% 3,0% 2,8% 3,1% 2,9%
50+ 2,4% 1,1% 1,2% 1,0% 1,2%
SUMME 9,4% 4,9% 4,5% 5,0% 4,6%

1) Alterskategorien wurden marginal verändert. Die Darstellung von 2015 basiert auf Näherungswerten zur Aufrechterhaltung der Vergleichbarkeit. Aufgrund von Anpassungen der Berechnungsbasis haben sich die Personalkennzahlen rückwirkend verändert.

2) Aufgrund von Anpassungen der Personalkennzahlen an den GRI-Standard haben sich rückwirkend Änderungen ergeben 3) COGS = Costs of Goods Sold. Hierbei handelt es sich um auftragsbezogene Mitarbeiter.

GRI 102-8, 405-1

GENDER

Der Frauenanteil in der Stammbelegschaft von 9.973 ohne Auszubildende und Praktikanten blieb im Geschäftsjahr 2017 weitgehend konstant bei 12,8 Prozent (Vorjahr: 12,9 Prozent), dieser niedrige Prozentsatz ist branchentypisch. Der Frauenanteil in Führungspositionen liegt mit 17,7 Prozent über dem der Gesamtbelegschaft und über dem Vorjahreswert von 17,2 Prozent. Speziell in den Regionen GUS, Mittel- und Südamerika sowie in Norwegen ist ein höherer Frauenanteil in Führungspositionen regional typisch. In Österreich nahmen 2017 35 Mitarbeiter Elternzeit in Anspruch, davon 18 die Väterkarenz. 17 Mitarbeiter kehrten nach dieser Zeit an ihren Arbeitsplatz zurück.

GRI 405-1, 406-1

GENERATIONEN

Im Berichtsjahr adaptierte PALFINGER die Berichtsstruktur bezüglich Generationen. Ab sofort werden die drei Altersklassen bis 29, 30–50 und über 50 Jahre berichtet. Rund 19 Prozent der Mitarbeiter gehören der jüngsten Alterskategorie an. Rund 59 Prozent sind in der Kategorie 30–50 Jahre, und 22 Prozent sind über 50 Jahre alt. Regional gesehen gibt es in der Kategorie der Über-50-jährigen deutliche Unterschiede: Nahezu 10 Prozent in Asien zeigen, dass das Team vergleichsweise jung ist – ausschlaggebend dafür ist die Demografie. In GUS gehören hingegen 27 Prozent dieser Kategorie an. Hier werden Positionen nun gezielt mit jüngeren Mitarbeitern besetzt. In Nordamerika führt der Trend, dass Menschen länger arbeiten und die Branche bisher wenig attraktiv für jüngere Personen ist, zu einem Anteil von mehr als 30 Prozent der Über-50-jährigen. Grundsätzlich ist die Altersstruktur an den Standorten beeinflusst von externen Faktoren wie der demografischen Entwicklung und dem Einzugsgebiet.

GRI 405-1

MITARBEITER MIT BEHINDERUNG

PALFINGER möchte Mitarbeitern mit besonderen Bedürfnissen eine sinnvolle Beschäftigung und Integration in Teams bieten. In Österreich erfüllt PALFINGER die vorgesehene Beschäftigungsquote von 4 Prozent der Belegschaft nicht und muss daher Ausgleichstaxen entrichten. Bezüglich Barrierefreiheit von Räumlichkeiten setzt PALFINGER alle gesetzlichen Vorschriften um, damit eine Arbeitsaufnahme möglich ist. Mit dem 2017 erfolgten Relaunch der PALFINGER Webseiten im Raum EMEA stellt PALFINGER auch barrierefreie Webinhalte zur Verfügung.

ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION

Effiziente Nutzung von Rohstoffen

Verschnitt – und somit Stahl- und Aluminiumschrott – fällt bei PALFINGER ausschließlich an Fertigungs- und Montagestandorten an, meist sind nur noch marginale Verbesserungen möglich. Die Höhe der Verschnittrate variiert aufgrund der unterschiedlichen Prozesse und Wertschöpfungstiefe stark zwischen den einzelnen Standorten. So fallen etwa bei Drehteilen die höchsten Verschnittwerte mit bis zu 37 Prozent an, bei optimierten Plattenzuschnittprozessen hingegen liegt die Verschnittrate beispielsweise bei lediglich 6 Prozent.

Vor allem an den russischen Standorten konnte überwiegend eine Reduktion der Verschnittrate um bis zu 7 Prozentpunkte erzielt werden. Auch am südamerikanischen Standort Caxias do Sul (BR) gelang eine Optimierung, indem die Verschachtelung der Bauteile auf den Stahlplatten weiter forciert wurde. An europäischen Standorten gab es wenig Veränderung bei den Werten, die Standorte in Caussade (FR) und Lengau (AT) haben leicht höhere Raten, in Cherven Brjag (BG), Tenevo (BG), Marburg (SI) und Lazuri (RO) konnte die kontinuierliche Verbesserung fortgesetzt werden. In Welwyn Garden City (UK) gab es 2017 hohe einmalige Metallmengen aufgrund von Aufräumarbeiten.In Amerika werden Verschnittraten auf Basis von Musterkalkulationen berechnet, die stabil sind. Für 2018 ist eine Re-Evaluierung der Berichterstattung an amerikanischen Standorten geplant.

Neben Stahl und Aluminium setzt PALFINGER als Rohstoffe glasfaserverstärkten Kunststoff und Hydrauliköle ein, die jedoch vergleichsweise kleine Mengen darstellen. Bei der Produktion von Rettungsbooten fällt praktisch kein Verschnitt an, da glasfaserverstärkter Kunststoff passgenau geformt werden kann. Hydrauliköle werden in der Produktion nicht weiterbearbeitet, sondern fließen von PALFINGER unbehandelt in gefertigte Produkte ein. GRI 301-1

Verschnitt an Fertigungs- und Montagestandorten (in Prozent) 2015 2016 2017
Archangelsk (RU) 21,9% 26,8% 19,2%
Caussade (FR) 28,7% 31,1% 32,4%
Caxias do Sul - Madal (BR) 25,9% 24,0% 22,4%
Cherven Brjag (BG) 26,3% 25,8% 25,7%
Council Bluffs (US) 15,0% 15,0% 15,0%
Hanoi (VN) 16,3% 18,6% 17,5%
Hung Yen (VN) 15,5% 12,2% 14,5%
Ischimbai (RU) 31,1% 28,9% 25,7%
Lazuri (RO) 11,5% 14,1% 13,1%
Lengau (AT) 23,7% 23,8% 23,9%
Maribor (SI) 29,2% 29,5% 28,7%
Neftekamsk (RU)1) - 38,1% 30,9%
Oklahoma (US)1) - 10,3% 10,3%
Tenevo (BG) 3,0% 6,8% 5,6%
Velikiye Luki (RU) 34,5% 30,5% 37,3%
Welwyn Garden City (UK) 11,0% 8,6% 31,0%

1) Keine Daten für das Jahr 2015 verfügbar.

Gefährliche Abfälle

Im Geschäftsjahr 2017 stieg die Menge der gefährlichen Abfälle erneut auf 5.248 Tonnen (Vorjahr: 3.880 Tonnen) an, vorwiegend aufgrund der Ausweitung der Produktion sowie in Zusammenhang mit dem geänderten Reportingprozess in Lazuri (RO).

An den Standorten in der Europäischen Union fallen die größten Mengen gefährlicher Abfälle an, sie erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 4.127 Tonnen (Vorjahr: 2.763 Tonnen). Während in Marburg (SI) aufgrund einer neuen Lackieranlage sowie Prozessverbesserungen beim Aktivieren des KTL-Beckens eine Reduktion möglich war, stiegen die berichteten Mengen in Lengau (AT) und vor allem in Lazuri (RO) deutlich an. Der Hauptgrund für den Anstieg in Lazuri auf 1.841 Tonnen (Vorjahr: 578 Tonnen) im Jahr 2017 war, dass die Definition gefährlicher Abfälle am Standort ausgeweitet wurde. Die neu als gefährliche Abfälle eingestuften Fraktionen verdreifachen die im Vorjahr berichteten Mengen. In Lengau ist der Anstieg teilweise dadurch bedingt, dass seit Oktober 2016 eine neue, zusätzliche Pulverbeschichtungsanlage in Betrieb ist. Somit werden Beschichtungen, die zuvor von Lieferanten durchgeführt wurden, nun bei PALFINGER selbst hergestellt.

GUS ist die Region mit den zweitgrößten Mengen gefährlicher Abfälle in der PALFINGER Gruppe. Verglichen mit dem Vorjahr blieben die Mengen stabil, die gefährlichen Abfälle betrugen in Russland 928 Tonnen (Vorjahr: 913 Tonnen), mit Archangelsk und Velikiye Luki als größten Verursachern. Die geplante Erneuerung der Lackieranlage in Velikiye Luki wurde auf 2018 verschoben. Am Standort Archangelsk (RU) verursacht neben der Lackieranlage auch der Gießereisand aus Formen, die zur Herstellung von Bauteilen verwendet werden, gefährliche Abfälle. Im Laufe des Berichtsjahres wurde eine Wiederaufbereitungsanlage für diese Gießsande installiert, wodurch die Abfälle daraus um bis zu 60 Prozent reduziert werden können. Die tatsächlichen erzielten Einsparungen werden aufgrund der Produktionsausweitung erst 2018 sichtbar werden. Ebenso führten eine verbesserte Reinigung und damit Wiederverwendung von gebrauchtem Öl zu einer Reduktion des Verbrauchs um bis zu 40 Prozent.

In Nordamerika sank die absolute Menge der gefährlichen Abfälle aufgrund der geringeren Auslastung der Werke und als Folge der Restrukturierungsprozesse auf 34 Tonnen (Vorjahr: 38 Tonnen). In Südamerika blieben die Mengen mit 104 Tonnen (Vorjahr: 98 Tonnen) beinahe konstant.

Die Werte im Fernen Osten sanken signifikant auf 52 Tonnen (Vorjahr: 68 Tonnen). Der Grund ist die Schließung des Standorts Sacheon (KR), wodurch kaum noch gefährliche Abfälle in dieser Region verursacht werden. Der im Berichtsjahr integrierte Standort Olve (NO) ist der einzige Standort in der Region Übriges Europa, hier fallen aber keine nennenswerten Mengen gefährlichen Abfalls an.

Innerhalb der PALFINGER Gruppe wird jede Lackieranlage individuell entworfen, für den Prozess gelten jedoch konzernweite Prinzipien:

Streben nach Energieeffizienz durch Isolierung, Wärmerückgewinnung, energieeffiziente Motoren und Brenner

Schonung der Umwelt durch Verwendung von umweltfreundlichen Materialien und Technologien, die Einsatzmöglichkeit von lösungsmittelfreien Lacken u.ä. sowie Trocknung bei niedrigen Temperaturen

Ressourcenschonung durch modernsten Technologieeinsatz (z.B. Luftrückführung, Abwasservermeidung, Ergonomie etc.)

Gefährliche Abfälle (in Tonnen) 2015 2016 2017
Europäische Union 2.538 2.763 4.127
Ferner Osten 84 68 52
GUS 656 913 928
Mittel- und Südamerika 133 98 104
Nordamerika 24 38 34
Übriges Europa 0 0 2
Summe 3.434 3.880 5.248

Die Indexdarstellung ermöglicht eine um die Umsatzentwicklung bereinigte Betrachtungsweise. Das Ziel einer jährlichen Reduktion der gefährlichen Abfälle um 1,8 Prozentpunkte wurde mit einem Gruppenindexwert von 323 Prozent (Vorjahr: 158 Prozent) im Berichtszeitraum erneut verfehlt. Ursachen dafür waren die Erhöhung der Wertschöpfungstiefe und damit verbunden die Zunahme von Beschichtungsprozessen. Ein weiterer wesentlicher Grund für den Anstieg im Jahr 2017 ist, dass die Definition gefährlicher Abfälle

am Standort Lazuri (RO) ausgeweitet wurde, wodurch im Berichtsjahr große Mengen zusätzlich berichtet wurden. Dieser Einmaleffekt sowie die Produktionsausweitung für die Fertigung für Dritte, mit der eine Erhöhung der Wertschöpfungstiefe verbunden ist, sind deutlich im Ergebnis der Region Europäische Union und der PALFINGER Gruppe sichtbar. Würde man die Performance aller Standorte ohne Lazuri (RO) betrachten, wäre eine positive Entwicklung zum Vorjahr sichtbar und der Gruppenindex im Berichtsjahr läge bei 111 Prozent. Innerhalb der Region GUS belastete der Standort Archangelsk (RU) den Index aufgrund der vermehrten Herstellung von Gussteilen, wobei große Mengen gefährlichen Abfalls entstehen. Der Indexwert stieg in dieser Region auf 145 Prozent (Vorjahr: 136 Prozent). Die neue Wiederaufbereitungsanlage für den Gießsand wird der Zunahme gefährlicher Abfälle künftig entgegenwirken. Während sich in der Region Nordamerika der Index leicht verbesserte, stieg der Wert in Mittel- und Südamerika weiter an. Grund dafür war vor allem der fehlende Umsatz am Standort Porto Alegre, der den Index negativ beeinflusste.Im Fernen Osten kam es nach dem außerordentlich hohen Wert im Jahr 2016 wieder zu einer Normalisierung auf 103 Prozent (Vorjahr: 481 Prozent) aufgrund der Schließung des Standorts in Sacheon (KR), an dem die größten Mengen gefährlichen Abfalls entstanden.

Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz (in Prozent)1) 2015 2016 2017
Europäische Union 134,2% 158,8% 372,6%
Ferner Osten 126,9% 480,9% 102,9%
GUS 95,3% 135,9% 145,2%
Mittel- und Südamerika 91,9% 125,7% 247,0%
Nordamerika 116,8% 107,3% 106,0%
Übriges Europa 0,0% 0,0% 100,0%
PALFINGER Gruppe 124,8% 157,7% 325,4%

1) Menge 2013=100 %.

EINSATZ VON PROBLEMSTOFFEN

Nicht nur Produktionsprozesse werden hinsichtlich ihrer Gefahrenstoffe betrachtet. Produktinnovationen setzen neue umweltfreundliche Technologien ein, die den Ressourcen- und Energieverbrauch im Einsatz bzw. potenzielle Problemstoffe reduzieren. PALFINGER Produkte sollen bei der Anwendung Lärm und Emissionen vermeiden, frei von Problemstoffen sein und Varianten mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl ermöglichen. Somit können mögliche Risiken für Mensch und Umwelt verringert werden.

Bei Ladekranen, Hubarbeitsbühnen und anderen Produkten haben Kunden die Möglichkeit, die Systeme mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl zu betreiben – dieses Angebot wird 2018 zunehmend ausgeweitet.

Bei Ladekranen verringert der Einsatz der neuen Gleitpakettechnologie die Wartungsintensität des Krans und verbessert die Umweltverträglichkeit, da die Schubsysteme nur zu Beginn der Nutzungsphase einmalig eingefettet werden und diese Schmiermittel vollständig biologisch abbaubar sind.

Bei den Hydraulikverschraubungen und den Befestigungs-Normteilen setzt PALFINGER chrom-VI-freie Produkte ein.

Bei Holz-, Bau- und Recyclingkranen wurde im Berichtsjahr die neue Q-Serie entwickelt. Sie verfügt über eine reduzierte Zylinderfläche und wird daher mit weniger Öl betrieben. Der Serienstart ist für 2018 geplant.

Insbesondere bei Innenlacken für PALPro-Aufbauten erfolgte ein Umstieg auf wasserlösliche Lacke. Auch bei PALFINGER Händlern beispielsweise in Spanien ist geplant, innerhalb der nächsten zwei Jahre auf wasserbasierte Lacke umzusteigen. Dies ist nicht nur umweltschonend, es erhöht auch die Produktqualität.

Die Einkaufsmengen von Lacken stiegen im Berichtsjahr um 13 Prozent; der Anteil an wasserlöslichen, lösungsmittelfreien Lacken blieb dabei mit 94 Prozent im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant.

Einkaufsmenge von Lacken (in Tonnen) 2015 2016 2017
Menge an Lacken wasserlöslich 229 248 280
Menge an Lacken lösungsmittelbasiert 12 14 17
Summe 241 262 297

Energieeffizienz

Im Berichtsjahr stieg der Gesamtenergieverbrauch auf 208 Mio kWh (Vorjahr: 198 Mio kWh) an; dies entspricht einem Anstieg um 5 Prozent, vorwiegend aufgrund des starken Wachstums an den größten Standorten in Europa sowie drei neu integrierter Standorte im Marinebereich.

Strom ist mit 50 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent) der meistverwendete Energieträger bei PALFINGER. Der absolute Verbrauch von Strom stieg produktionsbedingt auf 103 Mio kWh (Vorjahr: 94 Mio kWh), dies entspricht einem Anstieg um 11 Prozent. Den höchsten Energieverbrauch in der PALFINGER Gruppe hatte der Standort Lazuri (RO) in Zusammenhang mit der neuen größeren Galvanikanlage, gefolgt von den großen Produktionswerken mit stromintensiven Prozessen in Lengau (AT), Tenevo (BG) und Marburg (SI). Diese vier Standorte sind gemeinsam für 55 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in der PALFINGER Gruppe verantwortlich.

Der Bedarf an Wärme- und Prozessenergie nahm nur unwesentlich auf 88 Mio kWh (Vorjahr: 87 Mio kWh) zu und ist stark abhängig von den Witterungsbedingungen und der Länge des Winters in den jeweiligen Regionen. Der Erdgasverbrauch war mit 59 Mio kWh (Vorjahr: 55 Mio kWh) bzw. einem Anteil am Gesamtenergieverbrauch von 29 Prozent (Vorjahr: 28 Prozent) konstant. Am meisten Erdgas wurde an den Standorten Lengau (AT), Council Bluffs (US) und Marburg (SI) aufgrund des hohen Wärmebedarfs der KTL-Lackieranlagen verbraucht. Kohle kommt ausschließlich in Velikiye Luki (RU) zum Einsatz, hier erfolgt mit der Erneuerung der Heizanlage ein Umstieg auf den Energieträger Gas. Das Projekt wird 2018 abgeschlossen sein, der Anteil von Kohle am Gesamtenergieverbrauch ging im Berichtszeitraum bereits auf 5 Prozent (Vorjahr: 8 Prozent) zurück. Die übrigen Energieträger in dieser Kategorie spielen gemessen am Gesamtenergieverbrauch eine untergeordnete Rolle.

Der Treibstoffverbrauch verringerte sich auf 16 Mio kWh (Vorjahr: 18 Mio kWh), im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs des Firmenflugzeugs und damit verbundener Kerosineinsparungen in der Höhe von 43 Prozent sowie aufgrund der Schließung des Standorts Sacheon (KR), an dem Diesel für das Testen von Marine-Anwendungen verwendet wurde. Diesel hat mit 7 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent) den größten Anteil der Treibstoffe am Gesamtenergieverbrauch. Der zunehmende Umstieg auf erdgas- und elektrobetriebene Poolfahrzeuge wird sich positiv auf die Treibstoffbilanz auswirken.

Energieverbrauch nach Energieträgern (in MWh) 2015 2016 2017
Elektrizität Elektrizität 88.007 93.504 103.394
Wärme Erdgas 54.994 55.276 59.847
Propan 2.896 3.161 3.934
Butan 582 856 1.216
Flüssiggas 3.153 3.256 3.777
Heizöl 1.151 30 234
Fernwärme 4.412 7.913 7.777
Kohle 11.592 16.537 11.318
Treibstoffe Diesel 11.166 14.218 13.563
Benzin 2.158 2.066 2.020
Kerosin 1.084 1.607 911
Summe 181.195 198.423 207.992

Mit 64 Prozent wird der Großteil der Energie in der Europäischen Union verbraucht, wobei der Anteil dieser Standorte im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 Prozentpunkte anstieg. Im Gegenzug nahm der Anteil der Standorte in Russland ab, sie wurden mit einem Anteil von 21 Prozent im Jahr 2017 zum zweitstärksten Energieverbraucher der PALFINGER Gruppe. Der Wärmebedarf in Russland hat sich nach dem kalten Winter des Vorjahres wieder normalisiert und lag demnach unter dem Vorjahr. Der Anteil Nordamerikas am Gesamtenergieverbrauch ging aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen auf 11 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) leicht zurück. Die übrigen Regionen verhielten sich im anteiligen Gesamtenergieverbrauch konstant.

Energieverbrauch nach Kategorien (in MWh) 2015 2016 2017
Europäische Union Elektrizität 64.895 67.520 74.373
Wärme (inkl. Prozesswärme) 41.736 42.253 47.684
Treibstoffe 8.973 11.868 11.459
Ferner Osten Elektrizität 900 676 663
Wärme (inkl. Prozesswärme) 167 77 268
Treibstoffe 545 686 181
GUS Elektrizität 10.634 13.149 14.282
Wärme (inkl. Prozesswärme) 19.567 28.743 25.636
Treibstoffe 4.469 4.766 4.173
Mittel- und Südamerika Elektrizität 2.115 1.894 2.042
Wärme (inkl. Prozesswärme) 842 722 504
Treibstoffe 274 253 213
Nordamerika Elektrizität 9.464 10.265 9.448
Wärme (inkl. Prozesswärme) 16.469 15.233 14.012
Treibstoffe 146 318 331
Übriges Europa Elektrizität 0 0 2.586
Wärme (inkl. Prozesswärme) 0 0 0
Treibstoffe 0 0 137
Summe Elektrizität 88.007 93.504 103.394
Wärme (inkl. Prozesswärme) 78.780 87.029 88.104
Treibstoffe 14.408 17.891 16.494
Gesamtsumme Energie 181.195 198.423 207.992

Nach einem einmalig negativen Trend im Vorjahr konnte die positive Entwicklung der Energieeffizienz in der PALFINGER Gruppe im Jahr 2017 wieder fortgesetzt werden. Bezogen auf den Umsatz sank der Energieverbrauchsindex um 3,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Das Ziel, die Energieeffizienz jährlich um 1,8 Prozentpunkte zu verbessern, wurde damit im Berichtszeitraum erreicht.

Einen positiven Beitrag zu diesem Gruppenergebnis lieferte die Region Europäische Union, hier verbesserte sich der Index um 2,9 Prozentpunkte auf 86 Prozent (Vorjahr: 89 Prozent). Ebenfalls verbessern konnte sich die Region Ferner Osten, primär durch Effekte von Standortverlagerungen und -zusammenlegungen, auf 106 Prozent (Vorjahr:123 Prozent), wobei der absolute Energieverbrauch mit rund 1 Mio kWh auf sehr niedrigem Niveau ist. Auch in der Region GUS normalisierte sich nach einem starken Anstieg im Vorjahr der Energieindex wieder, durch einen milderen Winter und gutes Wachstum trug diese Region mit einem Indexwert von 95 Prozent (Vorjahr: 105 Prozent) positiv zum Gruppenergebnis bei. Die beiden Regionen Amerikas entwickelten sich weiter negativ: In Nordamerika stieg der Index um 7,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr, in Mittel- und Südamerika stieg er um 11,9 Prozentpunkte. In beiden Regionen ist vor allem die niedrigere Auslastung und der damit verbundene fehlende Umsatz der Grund für diese Entwicklung.

Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz (in Prozent)1) 2015 2016 2017
Europäische Union 90,0% 89,0% 86,1%
Ferner Osten 83,2% 122,9% 106,1%
GUS 95,6% 105,4% 94,8%
Mittel- und Südamerika 88,2% 107,9% 119,8%
Nordamerika 90,2% 99,6% 107,2%
Übriges Europa 0,0% 0,0% 100,0%
PALFINGER Gruppe 91,0% 94,8% 91,1%
1) Menge 2013=100 %.

GRI 302-1, 302-3

Klimaschutz

Die absoluten Treibhausgas-Emissionen berechnen sich auf Basis des Energieverbrauchs. Im Geschäftsjahr 2017 reduzierten sie sich auf 72.533 Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahr: 78.194 Tonnen). Die direkt erzeugten Emissionen in Scope 1 mit einem Anteil von rund 30,4 Prozent blieben mit 22.030 Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahr: 22.666 Tonnen) relativ stabil. Den größten Teil bilden die indirekten Scope-2-Emissionen mit 41.132 Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahr: 45.797 Tonnen). Die indirekten, durch Dritte verursachten Scope-3-Emissionen sind mit 9.371 Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahr: 9.731 Tonnen) relativ gering. Die hier angegebenen Scope-3-Emissionen beinhalten nur Energieträger wie beispielsweise Elektrizität oder Erdgas, jedoch nicht Emissionen aus vorgelagerten Materialien wie Stahl oder Aluminium oder nachgelagerten Aktivitäten in der Nutzungsphase der Produkte.

2017 konnten die Treibhausgas-Emissionen im Gegensatz zu dem Anstieg des Energieverbrauchs verringert werden. Grund dafür war das stärkere Wachstum an den europäischen Standorten, an denen der Energiemix grundsätzlich weniger CO2-intensiv ist. Weiters wurde an den zwei bulgarischen Standorten Tenevo und Cherven Brjag sowie in Caussade (FR) der Stromanbieter gewechselt; die neuen "grünen Provider" liefern CO2-neutralen Strom aus erneuerbaren Energien. Der Anteil an Grünstrom der Standorte in Bulgarien, Frankreich und Österreich am Gruppenstromverbrauch betrug im Berichtsjahr 30 Prozent (Vorjahr: 15 Prozent).

Die fünf Standorte mit den höchsten CO2-Emissionen in der PALFINGER Gruppe waren 2017 Lazuri (RO), Velikiye Luki (RU), Council Bluffs (US), Marburg (SI) und Ischimbai (RU), die gemeinsam für einen Anteil von 59 Prozent verantwortlich waren.

nach Scope 1, 2 und 3 (in t CO2-Äquivalenten) 2015 2016 2017
Scope 1 Elektrizität 0 0 0
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
16.676 18.061 17.785
Treibstoffe 3.706 4.605 4.245
Scope 2 Elektrizität 41.279 44.858 40.201
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
544 939 931
Treibstoffe 0 0 0
Scope 3 Elektrizität 4.704 5.015 4.600
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
3.657 3.906 4.033
Treibstoffe 662 810 738
Summe 71.228 78.194 72.533

Treibhausgas-Emissionen durch Energieverbrauch

Die spezifischen Treibhausgas-Emissionen bezogen auf den Umsatz verringerten sich um 8,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Ergebnis ist damit noch besser als das der Energieeffizienz.

Der positive Effekt kam dabei aus den Regionen Europäische Union und GUS. Im Fernen Osten war die CO2-Entwicklung gegenläufig zur Energieentwicklung, dies ist auf den hohen Anteil an Elektrizität zurückzuführen, die eine schlechtere CO2-Bilanz verursacht als die übrigen Energieträger. Die Regionen Nord- und Südamerika entwickelten sich dem Index der Energieeffizienz folgend negativ.

Index: Spezifische Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz
(in Prozent)1)
2015 2016 2017
Europäische Union 91,8% 91,8% 77,7%
Ferner Osten 153,4% 199,0% 230,9%
GUS 97,8% 108,2% 102,7%
Mittel- und Südamerika 96,6% 118,1% 130,0%
Nordamerika 88,2% 100,7% 107,5%
Übriges Europa 0,0% 0,0% 100,0%
PALFINGER Gruppe 93,6% 98,7% 90,4%

1) Menge 2013=100 %.

GRI 305-1, 305-2, 305-3, 305-4

NACHHALTIGE PRODUKTE

Sicherheitsprüfung und Kennzeichnung der Produkte

PALFINGER ist führend bei der Kombination von Bedienungsfreundlichkeit und höchster Sicherheit seiner Produkte. Alle PALFINGER Produkte am internationalen Markt werden entsprechend den jeweils geltenden länderspezifischen Normen angeboten. In Europa sind die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und die zugehörigen Produktnormen, wie beispielsweise die Norm EN 12999 für Ladekrane oder bei Eisenbahnsystemen die Normen EN ISO 13849 – Funktionale Sicherheit und EN 50128 – Sicherheitsrelevante Software für Eisenbahnanwendungen, maßgebend.

Bei Ladebordwänden sind rutschhemmende Oberflächen ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Anwender. PALFINGER erreicht durch neue Produktionseinrichtungen in der Region EMEA bei Aluminium-Plattformen des Typs AluLite seit 2017 eine höhere Klassifizierung der Plattform-Oberflächen (rutschhemmende Eigenschaften) gemäß DIN 51130.

Die Integration neuer Anforderungen wird bei PALFINGER durch die aktive Mitarbeit an der Erstellung von Grundlagendokumenten zum Thema Sicherheit unterstützt. Ein Beispiel dafür ist die Mitarbeit am Positionspapier für Kamera-Monitor-Systeme zur Überwachung von Hubladebühnen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Entscheidend ist jedoch die bedienungsfreundliche Umsetzung der Sicherheitsbestimmungen. Sonst könnte der Anwender die Sicherheitsfeatures als einschränkend empfinden und sie möglicherweise deaktivieren. Alle PALFINGER Produkte werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit geprüft, Verbesserungspotenzial wird stetig realisiert. Im Geschäftsjahr 2017 wurden zahlreiche kundenspezifische Produktkomponenten zur Erhöhung der Arbeitssicherheit etabliert. Bei der Pioneer-Version der Abrollkipper wurde ein Fehlbedienungsschutz eingebaut, und für Ladebordwände entwickelte PALFINGER zusätzliche optionale Sicherheitseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Kunden.

Sämtliche Informationen für den Anwender werden in den technischen Unterlagen dokumentiert. Neben technischen Features ist das richtige Nutzerverhalten von zentraler Bedeutung für die Sicherheit. PALFINGER bietet eine Vielzahl an Informationen und Trainings an, auch hier gab es 2017 erhebliche Neuerungen. Beispielsweise wurde im Bereich der Eisenbahnsysteme das Railway-Demo- und Schulungszentrum für Servicetechniker und Endkunden in Salzburg eröffnet. Im Bereich Ladebordwände führte PALFINGER individuelle Endkundenschulungen zum Thema Bedienerschutz durch und entwickelte daraus resultierend gemeinsam zusätzliche Schutzeinrichtungen. Bei den Hubarbeitsbühnen wurden virtuelle Bedienereinweisungen entwickelt, sogenannte "Smart Instructions". In Indien plant PALFINGER 2018 den Beitritt zur ICEMA (Indian Construction Equipment Manufacturers Association), um als Teil der nationalen "Skill India"-Initiative Anwender von Knickarmkranen zu schulen. Bei Forst- und Recyclingkranen fand 2017 eine Pilot-Schulungsinitiative mit UPM in Deutschland für Lkw-Fahrer zum Thema Ladungssicherung statt.

Auf der iberischen Halbinsel, in Italien sowie in China lag das Hauptaugenmerk der Schulungen bei den Händlern und Verkäufern, damit diese bei der Übergabe an den Endkunden die fachgerechte Bedienung vermitteln können. Wie in Europa bereits bewährt, wird nun auch im asiatischen Markt den Endkunden standardmäßig eine detaillierte Checkliste zur sicheren Bedienung sowie ein Service- und Wartungsheft übergeben. GRI 416-1

Produktinnovationen zur Sicherheit der Bediener

Im Jahr 2017 entwickelte PALFINGER eine Reihe von Innovationen zur Unfallvermeidung weiter. Bei den Ladekranen wurde HPSC-Plus-LOAD, eine neigungsabhängige Standsicherheitsüberwachung mit indirekter Beladungserkennung, weltweit ausgerollt. Es gewährleistet, dass in jeder Situation die beste Leistung des Krans bei voller Standsicherheit erreicht wird. Im chinesischen Markt wurden 2017 Funk-Fernbedienungssysteme für Ladekrane eingeführt. Mit dem an den Markt angepassten neuen Funk-Fernbedienungssystem für Sany Palfinger Stiff Boom Krane können beispielsweise einige Abläufe des Kran-Falt- sowie -Schwenkvorgangs automatisch ausgeführt werden.

Bei Abrollkippern wurde eine Funk-Fernsteuerung eingeführt, die die Arbeitssicherheit erhöht: Der Anwender kann seinen Standort bei der Bedienung frei wählen, seine Position verändern und hat somit einen besseren Überblick.

Bei elektrohydraulisch gesteuerten, Lkw-montierten Hubarbeitsbühnen erfolgten 2017 ebenfalls einige Neuerungen, die die Sicherheit der Nutzer erhöhen: Automatisches Fahren "hands free", eine Kollisionssicherung des Arbeitskorbs über Ultraschallsystem, elektrische Zweitsteuerung bzw. Notbedienung über Display, Stützenbedienung vom Boden und ein neues modulares Bedienpult zählen dazu. Für selbstfahrende Scherenhubbühnen wurde für den chinesischen Markt ebenfalls eine neue Steuerungseinheit entwickelt, die sicherheitsrelevante Aspekte entscheidend verbessert. GRI 416-1

Öko-effiziente Produktinnovationen

Kunden berücksichtigen zunehmend die Total Cost of Ownership bei ihren Kaufentscheidungen. Eine Reduktion der Kosten in der Nutzungsphase macht ein Produkt zunehmend attraktiver, weshalb im Berichtsjahr die Erneuerung des Best-Preis-Beweises dahingehend gestartet wurde. Im Jahr 2017 fokussierten Innovationen für Öko-Effizienz vor allem auf Leichtbauweise, bedarfsorientierte Regelung der Motorleistung und die Vermeidung von Emissionen.

Eine Gewichtseinsparung bei PALFINGER Produkten reduziert den Materialeinsatz, vermindert den Treibstoffbedarf während der Fahrt bzw. ermöglicht es, mehr Nutzlast mit den Fahrzeugen zu transportieren. PALFINGER setzt laufend Maßnahmen zur Gewichtsoptimierung in allen Produktgruppen und arbeitet weiterhin an der Vorbereitung gewichtsoptimierter Modelle.

Vor dem Hintergrund der Einführung der Euro-6-Norm und der damit verbundenen Steigerung des Lkw-Eigengewichts wurden alle Lkw-montierten Hubarbeitsbühnen einer Gewichtsprüfung unterzogen. Durch moderne Leichtbau-Methoden, wie beispielsweise den Einsatz hochfester Stähle und optimierter Alu-Strangpressprofile, konnte bei den Light- und Smart-Bühnen das Aufbaugewicht reduziert und parallel die Leistungsdaten gesteigert werden (z.B. Smart-Klasse: Korblast von 230 auf 250 kg, und Light-Klasse: Arbeitshöhe von 26 auf 28 m). Bei Forst- und Recyclingkranen legte PALFINGER in seiner Umweltpolitik fest, dass ein neues Produkt grundsätzlich einen geringeren Ressourcenbedarf haben muss bzw. dass bei gleichem Ressourceneinsatz die Leistungsfähigkeit steigen muss. Dies spiegelt sich in den Modellen, die 2018 vorgestellt werden, wider. Die Gewichtseinsparung erfolgt hier durch den vermehrten Einsatz hochwertiger Stahlsorten. Bei Ladekranen wurde ein weiteres P-Profil-Modell am europäischen Markt eingeführt, der PK 135.002 TEC 7.

Ein wirksamer Ansatz bei der Reduktion des Dieselbedarfs und der damit verbundenen Kosten und Emissionen in der Nutzungsphase ist die bedarfsorientierte Regelung der Motorleistung. Dazu wurde bei Hubarbeitsbühnen der Light-Klasse eine Motor-Drehzahlreduktion bei hydraulischen Einzelbewegungen eingeführt. Auch in China wurde Anfang 2017 ein Auto-RPM-System eingeführt, das die Drehzahl des Lkw-Motors automatisch je nach Kranleistung regelt.

Im Bereich Energieeffizienz gab es bei dem neu vorgestellten Hubarbeitsbühnen-Modell P 370 KS Verbesserungen durch den Einsatz eines Doppelpumpen-Load-Sensing-Systems, das die Motorleistung verbrauchsoptimiert abruft. In Hinblick auf die Reduktion der CO2-Emissionen bei der Nutzung erfüllen im Bereich Eisenbahnsysteme Dieselmotoren für Raupenkrane serienmäßig die EU-Stage-IV-Anforderungen und auf Wunsch bereits die EU-Stage-V-Anforderungen, die erst 2019 bzw. 2020 in Kraft treten.

Im Bereich Ladekrane wurden intensive Untersuchungen zur Energieeffizienz gestartet, durch Kooperationen mit Technologiepartnern werden alternative Antriebe forciert. Bei Abrollkippern wurde am chinesischen Markt eine elektronische Steuereinheit, der Power Pack, eingeführt. Alternative Antriebe ermöglichen neue energieeffiziente Lösungen ohne Emissionen vor Ort. PALFINGER setzt bereits seit mehreren Jahren Hybrid-Aggregate ein, die den elektro-hydraulischen und damit fast lautlosen und emissionsfreien Kranbetrieb ermöglichen.

Hinsichtlich Lärmemissionen wurden 2017 in die neue Abrollsicherung der AluLite Aluminium-Ladebordwände Komponenten zur Geräuschreduzierung während des Schließvorgangs eingebaut.

Bei vollhydraulisch gesteuertern, Lkw-montierten Hubarbeitsbühnen vermindert die Verbesserung der Qualität von Lackierung und Schweißnähten den Wartungsaufwand. Parallel dazu wurde eine hydraulische Bremse am Auslegerzylinder der Modelle P200AXE und P240AXE eingeführt, um Ermüdungseffekte an der Hauptstruktur zu verringern. Bei Forst- und Recyclingkranen erfolgten Feldtests, um längere Wartungsintervalle zu ermöglichen.

PALFINGER Produkte im Einsatz für Mensch und Umwelt

Das Produktportfolio von PALFINGER umfasst Hebe-Lösungen, die auch ökologischen und sozialen Zwecken dienen. Eisenbahnsysteme kommen im emissionsarmen Bahnverkehr zum Einsatz, Windkrane werden auf Windkraftwerken installiert, Rettungsboote finden in maritimen Notsituationen ihren Einsatz, Forstkrane werden in der Forstwirtschaft, für Biomasse oder im Recyclingbereich eingesetzt. Ebenfalls überwiegend im Recyclingbereich finden die Abroll- und Absetzkipper Verwendung. Hier erfolgten 2017 spezifische Anpassungen für den Einsatz bei Feuerwehren, wodurch die Einsatzbereiche erweitert wurden. PALFINGER Einstiegshilfen ermöglichen Menschen in Rollstühlen den leichteren Zugang zu Transportmitteln wie Bussen oder Eisenbahn.

FAIRE WIRTSCHAFT

Steuern nach Ländern

2017 werden erstmalig auch die Zahlungen an öffentliche Stellen nach Ländern und Regionen aufgeschlüsselt. Sie umfassen ertragsunabhängige Steuern wie etwa die Grundsteuer oder ertragsabhängig die Körperschaftssteuer, abzüglich Subventionen für Investitionen oder Forschung und Entwicklung

Öffentliche Stellen - Steuern abzüglich Subventionen (in Euro) 2015 2016 2017
Belgien (BE) 0 0 0
Bulgarien (BG) 739.299 –173.297 129.821
Dänemark (DK) 0 0 20.682
Deutschland (DE) 1.600.464 2.075.736 3.074.560
Frankreich (FR) 849.396 1.101.223 1.579.657
Italien (IT) 194.342 175.877 361.222
Niederlande (NL) 453.882 –361.476 114.764
Österreich (AT) 7.626.308 12.488.827 13.861.824
Polen (PL) 4.355 74.693 155.857
Portugal (PT) 0 48.419 142.916
Rumänien (RO) 937.041 1.077.897 1.869.994
Slowakei (SK) 6.299 11.483 5.213
Slowenien (SI) 1.060.815 1.032.793 1.353.667
Spanien (ES) 0 484.508 1.082.816
Tschechien (CZ) 0 1.443 6.208
Ungarn (HR) 23.264 130.502 76.812
Vereinigtes Königreich (GB) 144.368 123.652 6.600
Europäische Union 13.639.833 18.292.280 23.842.614
China (CN) 128.615 67.483 110.964
Indien (IN) 10.274 14.586 15.857
Japan (JP) 0 2.601 37.019
Korea (KR) 21.453 25.508 20.134
Singapur (SG) 333.863 84.728 46.807
Vietnam (VN) 80.033 21.044 33.298
Ferner Osten 574.238 215.950 264.080
Russland (RU) 859.654 1.812.433 2.376.233
GUS 859.654 1.812.433 2.376.233
Argentinien (AR) 0 0 1.175.876
Brasilien (BR) 270.325 492.439 524.770
Mittel- und Südamerika 270.325 492.439 1.700.646
Katar (QA) 414.868 290.048 179.022
Vereinigte Arabische Emirate (AE) 0 26.764 67.734
Naher Osten und Afrika 414.868 316.812 246.756
Kanada (CA) 2.080.346 2.558.389 3.630.446
Vereinigte Staaten (US) –1.527.207 2.024.789 1.638.996
Nordamerika 553.139 4.583.178 5.269.443
Norwegen (NO) 14.799 –84.114 92.113
Übriges Europa 14.799 –84.114 92.113
SUMME 16.326.856 25.628.978 33.791.883

GRI 201-1

GRI-INHALTSINDEX

Im Geschäftsjahr 2017 erfolgte bei PALFINGER die Überleitung von GRI-G4-Richtlinien auf die GRI-Standards. Gemäß den Anforderungen der Global Reporting Initiative (Option: Kern) werden in diesem Bericht die allgemeinen Angaben sowie die ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen für die laut Wesentlichkeitsanalyse relevanten Themen anhand von GRI-Angaben beschrieben. Die jeweiligen Verweise sind im nachfolgenden GRI-Inhaltsindex zu dem entsprechenden Kapitel mit Seitenangabe angeführt und im gesamten integrierten Geschäftsbericht durch das entsprechende Symbol gekennzeichnet. PALFINGER bekennt sich seit 2013 auch zur Einhaltung der zehn Prinzipien des UN Global Compact und verdeutlicht den Fortschritt gemeinsam mit einer GRI-Verknüpfung in der Impact-Tabelle.

GRI 102-55

Impact-Tabelle, Seite 216

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/publikationen/fortschrittsbericht-des-un-global-compact

GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
GRUNDLAGEN
GRI 101: Grundlagen 2016
ALLGEMEINE ANGABEN
Organisationsprofil
GRI 102: Allgemeine
Angaben 2016
102-1: Name der Organisation PALFINGER auf einen Blick S. 19
102-2: Aktivitäten, Marken,
Produkte und Dienstleistungen
PALFINGER auf einen Blick S. 19; Kunden und
Händlernetzwerk S. 60
102-3: Ort des Hauptsitzes PALFINGER auf einen Blick S. 19
102-4: Betriebsstätten Gesellschaften der PALFINGER Gruppe
Umschlag hinten
102-5: Eigentum und Rechtsform Eigentumsverhältnisse S. 31; Angaben gemäß
§243a UGB S. 73
102-6: Bediente Märkte Regionen und Branchen nach Segmenten S. 58;
Kunden und Händlernetzwerk S. 60;
Entwicklung der Segmente S. 105
102-7: Größenordnung der
Organisation
PALFINGER auf einen Blick S. 19; Entwicklung
der PALFINGER Gruppe S. 66
102-8: Informationen über
Angestellte und andere Mitarbeiter
UNGC 3-6
Beschäftigungsentwicklung S. 87; Vielfalt und
Chancengleichheit S. 91;
Beschäftigungsentwicklung (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 223; Vielfalt und Chancengleichheit
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 230
102-9: Lieferkette Wertschöpfung S. 52; Lieferanten S. 62;
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 64
102-10: Signifikante Änderungen in
der Organisation und ihrer
Lieferkette
Lieferanten S. 62; Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 64; Wesentliche Veränderungen
in der PALFINGER Gruppe S. 71
102-11: Vorsorgeprinzip oder
Vorsichtsmaßnahmen
UNGC 7-9
Risikobericht S. 76
102-12: Externe Initiativen Über diesen Bericht S. 6; Ratings S. 30;
Engagement S. 48
102-13: Mitgliedschaft in Verbänden Engagement S. 48
Strategie
GRI 102: Allgemeine
Angaben 2016
102-14: Aussagen der Führungs
kräfte
Vorwort des Vorstands S. 7
102-15: Wichtigste Auswirkungen,
Risiken und Chancen
Risikobericht S. 76
Ethik und Integrität
GRI 102: Allgemeine
Angaben 2016
102-16: Werte, Richtlinien,
Standards und Verhaltensnormen
UNGC 10
Strategie und Value Management S. 33; HR
Strategie 2020 S. 39; Unternehmenskultur
S. 85; Konzernrichtlinien und Code of Conduct
S. 119
GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
102-17: Verfahren für ethische
Beratung und Bedenken
UNGC 10
Konzernrichtlinien und Code of Conduct S. 119;
Interne Audits und Risk Management S. 120
Führung
GRI 102: Allgemeine
Angaben 2016
102-18: Führungsstruktur Nachhaltigkeitsmanagement S. 43; Organe der
Gesellschaft sowie Arbeitsweise von Vorstand
und Aufsichtsrat gemäß §243c Absatz 2 UGB
und §267b UGB S. 113
102-19: Befugniserteilende Stelle Nachhaltigkeitsmanagement S. 43; Organe der
Gesellschaft sowie Arbeitsweise von Vorstand
und Aufsichtsrat gemäß §243c Absatz 2 UGB
und §267b UGB S. 113
102-20: Verantwortung der
Führungsebene für ökonomische,
ökologische und soziale Themen
Nachhaltigkeitsmanagement S. 43; Organe der
Gesellschaft sowie Arbeitsweise von Vorstand
und Aufsichtsrat gemäß §243c Absatz 2 UGB
und §267b UGB S. 113
102-21: Einbindung der Stakeholder
bei ökonomischen, ökologischen
und sozialen Themen
Stakeholdermanagement S. 40
102-22: Die Zusammensetzung des
höchsten Kontrollorgans und seiner
Gremien
Organe der Gesellschaft sowie Arbeitsweise von
Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §243c Absatz
2 UGB und §267b UGB S. 113
102-24: Nominierung und Wahl des
höchsten Kontrollorgans
Organe der Gesellschaft sowie Arbeitsweise von
Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §243c Absatz
2 UGB und §267b UGB S. 113
102-32: Die Rolle des höchsten
Kontrollorgans bei der Nach
haltigkeitsberichterstattung
Nachhaltigkeitsmanagement S. 43
Stakeholdereinbeziehung
GRI 102: Allgemeine
Angaben 2016
102-40: Liste der Stakeholder
Gruppen
Stakeholdermanagement S. 40
102-41: Tarifverhandlungen
UNGC 3-6
Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung
S. 86
102-42: Bestimmen und Auswählen
von Stakeholdern
Stakeholdermanagement S. 40
102-43: Ansatz für die
Stakeholdereinbeziehung
Stakeholdermanagement S. 40; Attraktive
Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung S. 86
102-44: Schlüsselthemen und
Anliegen
Stakeholdermanagement S. 40
Berichtspraktiken
GRI 102: Allgemeine
Angaben 2016
102-45: Entitäten, die in den
Konzernabschlüssen erwähnt
werden
Gesellschaften der PALFINGER Gruppe
Umschlag hinten
102-46: Bestimmung von
Berichtsinhalt und Themen
abgrenzung
Wesentlichkeitsanalyse S. 42;
Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 211
102-47: Liste der wesentlichen
Themen
Strategische Säulen und nachhaltige Aspekte
S. 35; Wesentlichkeitsanalyse S. 42;
Auswirkungen der Nachhaltigkeitsthemen
entlang der Wertschöpfungskette
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 215
102-48: Neuformulierung der
Informationen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42;
Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 211
102-49: Änderungen bei der
Berichterstattung
Wesentlichkeitsanalyse S. 42
102-50: Berichtszeitraum Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 211
102-51: Datum des aktuellsten
Berichts
Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 211
102-52: Berichtszyklus Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 211
102-53: Kontaktangaben bei Fragen
zum Bericht
Impressum Umschlag hinten
GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
102-54: Aussagen zu Bericht
erstattung in Übereinstimmung mit
den GRI-Standards
Über diesen Bericht S. 6
102-55: GRI-Inhaltsindex GRI-Inhaltsindex (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 242
102-56: Externe Prüfung Unabhängiger Bestätigungsbericht S. 257
WESENTLICHE THEMEN & ZUSÄTZLICHE THEMEN
GRI 200: Ökonomische Themen
Wesentliches Thema: Produktforschung und -entwicklung
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Risikobericht
S. 76; Forschung und Entwicklung S. 93;
Auswirkungen der Nachhaltigkeitsthemen
entlang der Wertschöpfungskette
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Risikobericht S. 76; Forschung und Entwicklung
S. 93; Nachhaltige Produkte (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 238
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
PALFINGER KPI: Forschungs- und
Forschung und Entwicklung S. 93; Nachhaltige
Produkte (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 238
Forschung und Entwicklung S. 93
Wesentliches Thema: Innovation in der Produktion Entwicklungskosten
GRI 103: 103-1: Erklärung der wesentlichen Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Forschung und
Managementansatz 2016 Themen und ihre Abgrenzungen Entwicklung S. 93; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Forschung und Entwicklung S. 93
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Forschung und Entwicklung S. 93
PALFINGER KPI: Forschungs- und
Entwicklungskosten
Forschung und Entwicklung S. 93
Wesentliches Thema: Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Strategische Säulen und nachhaltige Aspekte
S. 35; Konzernweite Entwicklungsprogramme
S. 38; Wesentlichkeitsanalyse S. 42;
Auswirkungen der Nachhaltigkeitsthemen
entlang der Wertschöpfungskette
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Strategische Säulen und nachhaltige Aspekte
S. 35; Konzernweite Entwicklungsprogramme
S. 38; Nachhaltigkeitsprogramm
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Strategische Säulen und nachhaltige Aspekte
S. 35; Konzernweite Entwicklungsprogramme
S. 38; Finanzströme an Stakeholder S. 46
GRI 201: Wirtschaftliche
Leistung 2016
201-1: Direkt erwirtschafteter und
verteilter wirtschaftlicher Wert
Finanzströme an Stakeholder S. 46;
Engagement S. 48; Faire Wirtschaft
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 241
201-2: Durch den Klimawandel
bedingte finanzielle Folgen und
andere Risiken und Chancen
Risikobericht S. 76
PALFINGER KPI:
Managementsysteme
Qualitätsmanagement S. 97;
Managementsysteme im Einsatz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 212
Wesentliches Thema: Compliance mit rechtlichen und ethischen Standards
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Risikobericht
S. 76; Faire Wirtschaft S. 119; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Risikobericht S. 76; Faire Wirtschaft S. 119;
Nachhaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Faire Wirtschaft S. 119
GRI 205: Korruptions
bekämpfung 2016
205-1: Geschäftsstandorte, die in
Hinblick auf Korruptionsrisiken
geprüft wurden
UNGC 10
Interne Audits und Risk Management S. 120
205-2: Informationen und
Schulungen zu Strategien und
Maßnahmen zur Korruptions
bekämpfung
UNGC 10
Konzernrichtlinien und Code of Conduct S. 119;
Informationen über Leitlinien und
Unternehmentsethik S. 120;
Nachhaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
Informationen stehen nicht zur
Verfügung: Schulungen in Form
von E-Learning sind geplant.
205-3: Bestätigte Korruptions
vorfälle und ergriffene Maßnahmen
UNGC 10
Interne Audits und Risk Management S. 120
GRI 206:
Wettbewerbswidriges
Verhalten 2016
206-1: Rechtsverfahren aufgrund
von wettbewerbswidrigem Verhalten
oder Kartell- und Monopolbildung
Interne Audits und Risk Management S. 120
GRI 307: Umwelt
Compliance 2016
307-1: Nichteinhaltung von
Umweltschutzgesetzen und
-verordnungen
UNGC 7-9
Interne Audits und Risk Management S. 120
GRI 419: Sozioökonomische
Compliance 2016
419-1: Nichteinhaltung von
Gesetzen und Vorschriften im
sozialen und wirtschaftlichen
Bereich
Interne Audits und Risk Management S. 120
Wesentliches Thema: Industrie 4.0 und Digitalisierung
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Digitalisierung S. 38; Wesentlichkeitsanalyse
S. 42; Auswirkungen der Nachhaltigkeitsthemen
entlang der Wertschöpfungskette
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Digitalisierung S. 38; Mechatronik und
Digitalisierung S. 93; Wesentliche Innovationen
im Jahr 2017 S. 95; Nachhaltigkeitsprogramm
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Digitalisierung S. 38; Mechatronik und
Digitalisierung S. 93; Wesentliche Innovationen
im Jahr 2017 S. 95
Indirekt ökonomische Auswirkungen
GRI 203: Indirekte
ökonomische
Auswirkungen 2016
203-2: Erhebliche indirekte
ökonomische Auswirkungen
Risikobericht S. 76
GRI 300: Ökologische Themen
Wesentliches Thema: Produktlebenszyklus
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Forschung und
Entwicklung S. 93; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Forschung und Entwicklung S. 93
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Forschung und Entwicklung S. 93
PALFINGER KPI: Verschnitt Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 99;
Effiziente Nutzung von Rohstoffen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 232
PALFINGER KPI:
Gewährleistungskosten
Qualitätsmanagement S. 97
GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
Wesentliches Thema: Energieeffizienz und Klimaschutz
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Energieeffizienz
S. 101; Klimaschutz S. 103; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Energieeffizienz S. 101; Klimaschutz S. 103;
Nachhaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Energieeffizienz S. 101; Klimaschutz S. 103;
Energieeffizienz (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 235; Klimaschutz (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 237
GRI 302: Energie 2016 302-1: Energieverbrauch innerhalb
der Organisation
UNGC 7-9
Energieeffizienz S. 101; Energieeffizienz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 235
302-2: Energieverbrauch außerhalb
der Organisation
UNGC 7-9
Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 99;
Energieeffizienz S. 101
302-3: Energieintensität
UNGC 7-9
Energieeffizienz S. 101; Energieeffizienz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 235
GRI 305: Emissionen 2016 305-1: Direkte THG-Emissionen
(Scope 1)
UNGC 7-9
Klimaschutz S. 103; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 237
Nicht zutreffend: PALFINGER
produziert keine biogenen CO2-
Emissionen.
305-2: Indirekte energiebedingte
THG-Emissionen (Scope 2)
UNGC 7-9
Klimaschutz S. 103; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 237
305-3: Sonstige indirekte THG
Emissionen (Scope 3)
UNGC 7-9
Klimaschutz S. 103; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 237
305-4: Intensität der THG
Emissionen
UNGC 7-9
Klimaschutz S. 103; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 237
Nicht zutreffend: PALFINGER
produziert keine biogenen CO2-
Emissionen.
PALFINGER KPI:
Managementsysteme
Umwelt- und Energiemanagement S. 104;
Managementsysteme im Einsatz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 212
Wesentliches Thema: Rohstoffbedarf und -effizienz
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Effiziente Nutzung
von Rohstoffen S. 99; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 99
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 99;
Effiziente Nutzung von Rohstoffen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 232
GRI 301: Materialien 2016 301-1: Eingesetzte Materialien nach
Gewicht oder Volumen
UNGC 7-9
Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 99;
Effiziente Nutzung von Rohstoffen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 232
Nicht zutreffend: PALFINGER
verwendet keine erneuerbaren
Materialien.
PALFINGER KPI: Verschnitt Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 99;
Effiziente Nutzung von Rohstoffen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 232
PALFINGER KPI: Gefährlicher Abfall Gefährlicher Abfall S. 100; Gefährlicher Abfall
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 233
Umweltbewertung der Lieferanten
GRI 308: Umweltbewertung
der Lieferanten 2016
308-1: Neue Lieferanten, die
anhand von Umweltkriterien
überprüft wurden
UNGC 7-9
Beschaffungsfaktoren, -märkte und -strategien
S. 63
308-2: Negative Umwelt
auswirkungen in der Lieferkette und
ergriffene Maßnahmen
UNGC 7-9
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 64
GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
GRI 400: Soziale Themen
Wesentliches Thema: Sicherheit der Produkte
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Sichere und
effiziente Produkte S. 94; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Sichere und effiziente Produkte S. 94; Interne
Audits und Risk Management S. 120;
Nachhaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Sichere und effiziente Produkte S. 94; Interne
Audits und Risk Management S. 120;
Sicherheitsprüfung und Kennzeichnung der
Produkte (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 238;
Produktinnovationen zur Sicherheit der
Bediener (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 239
GRI 416: Kundengesundheit
und Kundensicherheit 2016
416-1: Beurteilung der
Auswirkungen verschiedener
Produkt- und Dienstleistungs
kategorien auf die Gesundheit und
Sicherheit
Sichere und effiziente Produkte S. 94;
Nachhaltige Produkte (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 238
416-2: Verstöße im Zusammenhang
mit den Gesundheits- und
Sicherheitsauswirkungen von
Produkten und Dienstleistungen
Sichere und effiziente Produkte S. 94; Interne
Audits und Risk Management S. 120
Wesentliches Thema: Gesundheit und Sicherheit
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Gesundheit und
Sicherheit S. 88; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Gesundheit und Sicherheit S. 88;
Nachhaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Gesundheit und Sicherheit S. 88; Gesundheit
und Sicherheit (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 227
GRI 403: Arbeitssicherheit
und Gesundheitsschutz 2016
403-2: Art und Rate der
Verletzungen, Berufskrankheiten,
Arbeitsausfalltage und Abwesenheit
sowie Zahl der arbeitsbedingten
Todesfälle
Gesundheit und Sicherheit S. 88; Gesundheit
und Sicherheit (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 227
PALFINGER KPI:
Managementsysteme
Gesundheit und Sicherheit S. 88; Gesundheit
und Sicherheit (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 227
Wesentliches Thema: Mitarbeiterentwicklung
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42; Attraktive
Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung S. 86;
Qualifizierte Mitarbeiter S. 90; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung
S. 86; Qualifizierte Mitarbeiter S. 90;
Nachhaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung
S. 86; Qualifizierte Mitarbeiter S. 90; Qualifizierte
Mitarbeiter (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 229
GRI 404: Aus- und
Weiterbildung 2016
404-1: Durchschnittliche Stunden
zahl für Aus- und Weiterbildung pro
Jahr und Angestellten
Qualifizierte Mitarbeiter S. 90; Qualifizierte
Mitarbeiter (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 229
PALFINGER KPI:
Mitarbeitergespräche
Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung
S. 86
GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
Wesentliches Thema: Attraktive Beschäftigung
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
HR-Strategie 2020 S. 39;
Wesentlichkeitsanalyse S. 42;
Unternehmenskultur S. 85; Attraktive
Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung S. 86;
Auswirkungen der Nachhaltigkeitsthemen
entlang der Wertschöpfungskette
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
HR-Strategie 2020 S. 39; Unternehmenskultur
S. 85; Attraktive Arbeitsplätze mit
Eigenverantwortung S. 86;
Nachaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Unternehmenskultur S. 85; Attraktive
Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung S. 86;
Beschäftigungsentwicklung S. 87;
Beschäftigungsentwicklung (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 223
GRI 401:
Beschäftigung 2016
401-1: Neu eingestellte Angestellte
und Angestelltenfluktuation
UNGC 3-6
Beschäftigungsentwicklung S. 87;
Beschäftigungsentwicklung (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 223
GRI 405: Vielfalt und
Chancengleichheit 2016
405-1: Vielfalt in Leitungsorganen
und der Angestellten
UNGC 3-6
Vielfalt und Chancengleichheit S. 91; Vorstand
S. 114; Aufsichtsrat S. 115; Diversitätskonzept
S. 117; Vielfalt und Chancengleichheit
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 230
Wesentliches Thema: Unternehmenskultur und -werte
GRI 103:
Managementansatz 2016
103-1: Erklärung der wesentlichen
Themen und ihre Abgrenzungen
Wesentlichkeitsanalyse S. 42;
Unternehmenskultur S. 85; Auswirkungen der
Nachhaltigkeitsthemen entlang der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 215
103-2: Der Managementansatz und
seine Komponenten
Unternehmenskultur S. 85;
Nachhaltigkeitsprogramm (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 220
103-3: Prüfung des Management
ansatzes
Unternehmenskultur S. 85
PALFINGER KPI:
Mitarbeiterumfrage
Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung
S. 86
Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis
GRI 402: Arbeitnehmer
Arbeitgeber-Verhältnis 2016
402-1: Mindestmitteilungsfrist für
betriebliche Veränderungen
Unternehmenskultur S. 85
Gleichbehandlung
GRI 406:
Gleichbehandlung 2016
406-1: Diskriminierungsvorfälle und
ergriffene Abhilfemaßnahmen
Vielfalt und Chancengleichheit S. 91
Vereinigungsfreiheit und Kollektivvereinbarungen
GRI 407: Vereinigungsfreiheit
und Tarifverhand
lungen 2016
407-1: Geschäftsstandorte und
Lieferanten, bei denen das Recht auf
Vereinigungsfreiheit und Tarif
verhandlungen bedroht sein könnte
UNGC 1-6
Unternehmenskultur S. 85
Kinderarbeit
GRI 408: Kinderarbeit 2016 408-1: Geschäftsstandorte und
Lieferanten mit einem erheblichen
Risiko für Vorfälle von Kinderarbeit
UNGC 1-6
Unternehmenskultur S. 85; Konzernrichtlinien
und Code of Conduct S. 119
Zwangs- oder Pflichtarbeit
GRI 409: Zwangs- oder
Pflichtarbeit 2016
409-1: Geschäftsstandorte und
Lieferanten mit einem erheblichen
Risiko für Vorfälle von Zwangs- oder
Pflichtarbeit
UNGC 1-6
Unternehmenskultur S. 85; Konzernrichtlinien
und Code of Conduct S. 119
GRI-Standard GRI-Angaben
UN Global Compact
Seitenangaben Auslassung
Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte
GRI 412: Prüfung auf
Einhaltung der Menschen
rechte 2016
412-1: Geschäftsstandorte, an
denen eine Prüfung auf Einhaltung
der Menschenrechte oder eine
menschenrechtliche Folgen
abschätzung durchgeführt wurde
UNGC 1-6
Interne Audits und Risk Management S. 120
412-2: Schulungen für Angestellte
zu Menschenrechtspolitik und
-verfahren
UNGC 1-6
Interne Audits und Risk Management S. 120 Informationen stehen nicht zur
Verfügung: Schulungen in Form
von E-Learning sind geplant.
Lokale Gemeinschaften
GRI 413: Lokale
Gemeinschaften 2016
413-1: Geschäftsstandorte mit
Einbindung lokaler Gemeinschaften,
Folgenabschätzungen und
Förderprogrammen
Stakeholdermanagement S. 40; Engagement
S. 48
Nicht zutreffend: kein
wesentliches Thema, demnach
qualitative Beschreibung von
Engagement mit lokalen
Gemeinschaften ausreichend.
Soziale Bewertung der Lieferanten
GRI 414: Soziale Bewertung
der Lieferanten 2016
414-1: Neue Lieferanten, die
anhand von sozialen Kriterien
überprüft wurden
UNGC 1-6
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 64
414-2: Negative soziale Aus
wirkungen in der Lieferkette und
ergriffene Maßnahmen
UNGC 1-6
Lieferanten S. 62; Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 64
Politik
GRI 415: Politische
Einflussnahme 2016
415-1: Parteispenden
UNGC 10
Engagement S. 48
Marketing und Kennzeichnung
GRI 417: Marketing und
Kennzeichnung 2016
417-2: Verstöße im Zusammenhang
mit den Produkt- und Dienst
leistungsinformationen und der
Kennzeichnung
Interne Audits und Risk Management S. 120
417-3: Verstöße im Zusammenhang
mit Marketing und Kommunikation
Interne Audits und Risk Management S. 120

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Berichte des Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrats

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2017 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der PALFINGER AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht zum 31. Dezember 2017 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Bergheim, am 31. Jänner 2018

Der Vorstand der PALFINGER AG

Vorstand für Finanzen Mitglied des Vorstands

Dr. Felix Strohbichler e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h.

BERICHTE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Konzernabschluss der

PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg,

und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzerngeldflussrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

BESONDERS WICHTIGE PRÜFUNGSSACHVERHALTE

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzen und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Bewertung von Firmenwerten – Werthaltigkeitstest gem. IAS 36

Titel Bewertung von Firmenwerten – Werthaltigkeitstest gem. IAS 36
Risiko PALFINGER verfügt in allen wesentlichen "Cash Generating Units – CGUs" über Firmenwerte aus
Unternehmenszusammenschlüssen in Höhe von 230,0 Mio EUR (Vorjahr: 240,8 Mio EUR).
Im Rahmen des jährlichen Werthaltigkeitstests nach IAS 36 haben die gesetzlichen Vertreter we
sentliche Annahmen und Schätzungen des Nutzungswertes (Value-in-use), die mittels einer Dis
counted-Cashflow-Methode ermittelt wird, zu treffen. Der erzielbare Betrag ist dabei stark abhän
gig vom verwendeten Diskontierungssatz (WACC) sowie von den erwarteten und geplanten Mittel
zuflüssen in der Mittelfristplanung und in der Ewigen Rente. Das wesentliche Risiko besteht in der
Schätzung dieser zukünftigen Cashflows und der zeitlichen Umsetzung der Restrukturierungsmaß
nahmen in der CGU Marine sowie in der Ableitung des Diskontierungssatzes.
Die Angaben zu den Erläuterungen der Firmenwerte und deren Bewertungen sind im Konzernan
hang in den Erläuterungen (28) enthalten.
Adressierung im
Rahmen der Ab
schlussprüfung
Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen des Managements
kritisch hinterfragt und dabei unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:
 Prüfung der angewandten Methodik, der rechnerischen Richtigkeit der vorgelegten Unterlagen
und Berechnungen sowie Plausibilisierung der Diskontierungssätze unter Beiziehung von unseren
Bewertungsspezialisten
 Durchsicht der Planungsunterlagen sowie Plausibilisierung und Analyse der wesentlichen Wert
treiber (Umsatz, Aufwendungen, Investitionen und Veränderungen im Working Capital), um die An
gemessenheit dieser Planungen zu verifizieren
 Durchsicht der im Rahmen des Restrukturierungsprojektes definierten und bewerteten Maßnah
men und Abstimmung mit den Planungsgrundlagen für den Impairmenttest
 Prüfung der Übereinstimmung der prognostizierten Umsätze und Ergebnisse sowie der Investiti
onen für die CGUs mit den dem Aufsichtsrat vorgelegten Plänen sowie deren Überleitung auf die
Erfordernisse des IAS 36
 Durchführung einer Risikoanalyse in Form von Sensitivitätsanalysen und Downside-Bewertungs
szenarien und Abweichungsanalysen

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Konzernabschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.

Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und sofern einschlägig damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortung zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich im Widerspruch zum Konzernabschluss steht oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheint.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

URTEIL

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

ERKLÄRUNG

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

SONSTIGE INFORMATIONEN

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder ob sie sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ARTIKEL 10 DER EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. März 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit Geschäftsjahr 2008 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Konzernabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

AUFTRAGSVERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Diether Dämon.

Salzburg, am 31. Jänner 2018

Ernst & Young

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Gerhard Schwartz e.h. Mag. Diether Dämon e.h.

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

1) Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

UNABHÄNGIGER BESTÄTIGUNGSBERICHT

Unabhängige Prüfung der Aussagen und Daten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2017 der PALFINGER AG

Der deutsche Text des unterschriebenen Bestätigungsberichtes, welcher sich auf die deutsche Version des integrierten Geschäftsberichts 2017 bezieht, stellt die ausschließliche rechtverbindliche Fassung dar. Die englische Übersetzung hat keinerlei Rechtswirkung, insbesondere kann sie nicht zur Interpretation des deutschen Textes herangezogen werden.

AUFTRAGSGEGENSTAND

Wir wurden von der PALFINGER AG mit der Durchführung einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit (nachfolgend "Prüfung") der Aussagen und Daten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2017 (nachfolgend "Berichterstattung") der PALFINGER AG nach den GRI-Standards KERN-Option erstellt, beauftragt.

Die Prüfung umfasste die Berichterstattung wie folgt:

"Integrierter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2017" im pdf-Format, bezüglich der Angaben im und Verweise vom GRI-Index in die Berichterstattung.

Im Bericht wurden die im GRI Content Index angeführten Verweise, jedoch nicht darüber hinaus gehende weitere (Web-)Verweise, geprüft.

Unsere Prüfungshandlungen wurden gesetzt, um eine begrenzte Prüfsicherheit als Grundlage für unsere Beurteilung zu erlangen. Der Umfang der Prüfungshandlungen zur Einholung von Prüfungsnachweisen ist geringer als jener für hinreichende Prüfsicherheit (wie beispielsweise bei einer Jahresabschlussprüfung), sodass ein geringerer Grad an Prüfsicherheit gegeben ist.

EINSCHRÄNKUNGEN DES PRÜFAUFTRAGS

Der Prüfumfang auf operativer Ebene umfasste Standortbegehungen innerhalb Österreichs am Standort in Bergheim.

Zahlen, die aus externen Studien entnommen wurden, wurden nicht geprüft. Es wurde lediglich die korrekte Übernahme der relevanten Angaben und Daten in die Berichterstattung überprüft.

Gegenstand unseres Auftrags war weder eine Abschlussprüfung noch eine prüferische Durchsicht von Abschlüssen. Die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüften Leistungsindikatoren und Aussagen sowie Informationen aus dem Corporate-Governance-Bericht und der Risikoberichterstattung wurden von uns keiner weiteren Prüfung unterzogen. Wir überprüften die GRI-konforme Darstellung dieser Informationen in der Berichterstattung.

Die Prüfung zukunftsbezogener Angaben war nicht Gegenstand unseres Auftrags.

Ebenso war weder die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. Unterschlagungen oder sonstiger doloser Handlungen, noch die Beurteilung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung Gegenstand unseres Auftrags.

KRITERIEN

Wir beurteilten die Informationen in der Berichterstattung auf Basis der folgenden für das Geschäftsjahr 2017 maßgeblichen Kriterien (nachfolgend "die Kriterien"):

GRI-Standards1) in Verbindung mit dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG).

Wir gehen davon aus, dass diese Kriterien für die Durchführung unseres Prüfauftrags angemessen sind.

VERANTWORTUNG DES MANAGEMENTS

Das Management der PALFINGER AG ist für die Erstellung der Berichterstattung sowie für die darin enthaltenen Informationen, in Übereinstimmung mit den oben genannten Kriterien, verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Entwicklung, Implementierung und Sicherstellung von internen Kontrollen. Diese sind für die Erstellung der Berichterstattung maßgeblich, um wesentliche falsche Angaben auszuschließen.

UNSERE VERANTWORTUNG

Unsere Verantwortung besteht darin, ein Urteil über die Informationen in der Berichterstattung auf Basis einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit abzugeben.

Wir haben unseren Prüfauftrag unter Beachtung des "International Federation of Accountants' ISAE 3000"2)-Standards sowie des von der "International Federation of Accountants" (IFAC) herausgegebenen "Code of Ethics for Professional Accountants" – worin Regelungen zu unserer Unabhängigkeit enthalten sind – geplant und durchgeführt.

Gegenstand unserer Leistung ist es nicht, Interessen spezifischer Dritter zu berücksichtigen. Sie dient daher ausschließlich dem Auftraggeber und nur für dessen Zwecke. Sie ist somit nicht darauf ausgerichtet und dazu bestimmt, Dritten als Entscheidungsgrundlage zu dienen.

Gemäß der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe"3) ist unsere Haftung beschränkt. Demnach haftet der Berufsberechtigte nur für vorsätzliche und grob fahrlässig verschuldete Verletzungen der übernommenen Verpflichtungen. Im Falle grober Fahrlässigkeit beträgt die maximale Haftungssumme gegenüber der PALFINGER AG und etwaigen Dritten insgesamt EUR 726.730.

UNSERE VORGEHENSWEISE

Wir haben alle erforderlichen Prüfungshandlungen durchgeführt, um eine ausreichende und geeignete Basis für unser Urteil sicherzustellen. Die Prüfung wurde am Hauptsitz der Gesellschaft in Bergheim durchgeführt. Wesentliche Prüfungshandlungen von uns waren:

  • Erlangung eines Gesamtüberblicks zur Unternehmenstätigkeit sowie zur Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens;
  • Durchführung von Interviews mit Unternehmensverantwortlichen, um relevante Systeme, Prozesse und interne Kontrollen, welche die Erhebung der Informationen für die Berichterstattung unterstützen, zu identifizieren und zu verstehen;
  • Durchsicht der relevanten Dokumente auf Konzern-, Vorstands- und Managementebene, um Bewusstsein und Priorität der Themen in der Berichterstattung zu beurteilen und um zu verstehen, wie Fortschritte überwacht werden;
  • Erhebung der Risikomanagement- und Governance-Prozesse in Bezug auf Nachhaltigkeit und kritische Evaluierung der Darstellung in der Berichterstattung;
  • Durchführung analytischer Prüfungshandlungen auf Unternehmensebene;
  • Durchführung von Standortbegehungen am Standort in Bergheim, um Nachweise zu Leistungskennzahlen zu erhalten. Darüber hinaus führten wir stichprobenartige Datenprüfungen auf Standortebene hinsichtlich Vollständigkeit, Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Aktualität durch;
  • Stichprobenartige Überprüfung der Daten und Prozesse, um zu erheben, ob diese auf Konzernebene angemessen übernommen, konsolidiert und berichtet worden sind. Dies umfasste die Beurteilung, ob die Daten in genauer, verlässlicher und vollständiger Art und Weise berichtet worden sind;
  • Bewertung der Berichterstattung zu wesentlichen Themen, welche im Rahmen von Stakeholderdialogen angesprochen worden sind, über welche in externen Medien Bericht erstattet worden ist und zu welchen wesentliche Wettbewerber in ihren ökologischen und gesellschaftlichen Berichten Bezug nehmen;
  • Evaluierung der Wesentlichkeitsanalyse unter Einbeziehung von branchenspezifischen Megatrends sowie Aspekten von IIRC4) und GRI;
  • Beurteilung, ob die NaDiVeG-Anforderungen angemessen adressiert wurden;
  • Stichprobenartige Überprüfung der Aussagen in der Berichterstattung auf Basis der GRI-Standards Berichtsgrundsätze;

Beurteilung, ob für die KERN-Option die GRI-Standards konform angewendet wurden und

Überprüfung der Vollständigkeit der Berichterstattung gemäß den in den GRI-Leitlinien angeführten Gemeinsamkeiten mit den "Zehn Prinzipien" des Global Compact der Vereinten Nationen.5)

UNSERE BESTÄTIGUNG

Auf Grundlage unserer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Prüfsicherheit sind uns keine Sachverhalte bekannt, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Informationen in der Berichterstattung nicht in Übereinstimmung mit den oben definierten Kriterien sind.

Wien, 31. Jänner 2018

ERNST & YOUNG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Stefan Uher e.h. ppa. Christine Jasch e.h

GRI 102-56

1) https://www.globalreporting.org/standards/

2) International Federation of Accountants' International Standard for Assurance Engagements Other than Audits or reviews of Historical Financial Information (ISAE3000) Revised, effective for assurance statements dated on or after December 15, 2015.

3) Fassung vom 21. Februar 2011, herausgegeben von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Kapitel 8, http://www.kwt.or.at/PortalData/1/Resources/aab/AAB_2011.pdf 4) http://www.theiirc.org/international-ir-framework/

5) https://www.globalreporting.org/resourcelibrary/UNGC-G4-linkage-publication.pdf

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und ist in vier Sitzungen am 7. Februar, 29. Mai, 19. September und 18. Dezember 2017 unter Teilnahme des Vorstands zusammengekommen. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend schriftlich und mündlich über den Geschäftsgang und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in Kontakt und diskutierte mit ihm die Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikolage des Unternehmens.

Neben der aktuellen Entwicklung und Planung befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Strategie in den einzelnen Segmenten, Akquisitionsprojekten, größeren Investitionsentscheidungen, ökonomischen, ökologischen wie gesellschaftlichen Risiken, den Entwicklungen im gruppenweiten Nachhaltigkeitsmanagement sowie der Kooperation mit der chinesischen SANY-Gruppe. Die Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschüsse traten im Geschäftsjahr regelmäßig zusammen. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns sowie die Neubesetzungen und Zusammenarbeit im Vorstand.

Der Jahresabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2017 und der Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, geprüft. Die Prüfung ergab, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, sodass für 2017 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Dies gilt auch für den Konzernabschluss. Der nach IFRS (wie in der EU anzuwenden) aufgestellte Konzernabschluss ist um den Konzernlagebericht und weitere Erläuterungen gemäß § 245a UGB ergänzt worden.

Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017. Der Jahresabschluss 2017 der PALFINGER AG ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat erklärt sich mit dem gemäß § 244 ff UGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht einverstanden. Den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat geprüft und gebilligt.

Der Aufsichtsrat spricht allen Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeitern von PALFINGER Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die hervorragenden Leistungen im Geschäftsjahr 2017 aus.

Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich vor allem Herbert Ortner und Christoph Kaml für ihren enormen Beitrag zum Wachstum der PALFINGER Gruppe und für die langjährige gute Zusammenarbeit. Christoph Kaml war neun Jahre lang unser Finanzvorstand und schied im August aus. Herbert Ortner war insgesamt 15 Jahre im Vorstand, davon fast zehn Jahre als Vorstandsvorsitzender. Er verließ den Vorstand mit Jahresende. Sie beide haben die Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren geprägt und auch den Schritt in die digitale Zukunft eingeleitet. Wir wünschen ihnen weiterhin alles Gute.

Bergheim, am 8. Februar 2018

Ing. Hubert Palfinger jun. e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrats

IMPRESSUM

PALFINGER AG

Lamprechtshausener Bundesstraße 8 5101 Bergheim Österreich www.palfinger.ag

KONTAKT

Investor Relations

Tel. +43 662 2281-81101 Fax +43 662 2281-81070 www.palfinger.ag

Felix Strohbichler, Vorstand für Finanzen DW 81008, [email protected]

Hannes Roither, Konzernsprecher DW 81100, [email protected]

Daniela Werdecker, Nachhaltigkeitsmanagement DW 81105, [email protected] GRI 102-53

Beratung und inhaltliches Konzept

Scholdan & Company Doris Gstatter . IR & mehr (Textredaktion)

Beratung Nachhaltigkeitsaspekte Denkstatt GmbH

Konzept und Gestaltung

Rahofer Werbeagentur

Satz

Inhouse produziert mit firesys

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie "erwarten", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier dargestellten Erwartungen abweichen. Ebenso können sich in Einzelfällen aufgrund interner Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität Änderungen in den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Vorjahre ergeben haben.

Veröffentlicht am 8. Februar 2018 Druck- und Satzfehler vorbehalten.

PALFINGER AG Österreich, Bergheim

100%
Palfinger EMEA GmbH
Österreich, Bergheim
Nimet Srl
100% 60% 100% 100% 75% 60% 100% 100%
EPSILON Kran GmbH
Österreich, Salzburg
35% Steindl Holding GmbH
STEPA Farmkran GmbH
55% STEINDL KRANTECHNIK GmbH
Österreich, Elsbethen
Palfinger Europe GmbH
Österreich, Salzburg
Palfinger Gru Idrauliche S.r.l.
Italien, Bozen
Deutschland, Ganderkesee-Hoykenkamp
Palfinger Tail Lifts GmbH
Palfinger Tail Lifts s.r.o.
Slowakei, Bratislava
Belgien, Erembodegem
MBB Interlift N.V.
Palfinger Platforms GmbH
10% Palfinger Europe GmbH
Deutschland, Krefeld
10% Palfinger Europe GmbH
Deutschland, Ainring
Palfinger GmbH
Frankreich, Silly en Gouffern
Palfinger Hayons S.A.S.
Guima Palfinger S.A.S.
35% Compagnie générale Vincent
Frankreich, Caussade
Frankreich, Étoile sur Rhône
Palfinger France S.A.S.
51,06% Group Vincent
65% 45% 100% 100% 100% 100% 100% 90% 90% 100% 65% 48,94%

Vollkonsolidierung

Bewertung nach Equity und sonstige Beteiligungen

20%

Vollkonsolidierung Bewertung nach Equity und sonstige Beteiligungen

Anteile teilweise treuhänderisch gehalten

Stand per 31. Dezember 2017

JAHRESABSCHLUSS

UND LAGEBERICHT

ZUM 31. DEZEMBER 2017

DER

PALFINGER AG, BERGHEIM BEI SALZBURG

B I L A N Z ZUM 31. DEZEMBER 2017

Stand Stand Stand Stand
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR TEUR EUR
EUR
EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Eingefordertes und eingezahltes Grundkapital 37.593.258,00 37.593
Konzessionen, Rechte 3.150.060,00 2.068 Übernommenes Grundkapital EUR 37.593.258,00 (2015 TEUR 37.593)
II. Sachanlagen II. Kapitalrücklagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, 1. Gebundene 90.087.230,78 90.087
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 26.107.049,76 20.778 2. Nicht gebundene 514.345,75 514
davon Grundwert EUR 5.666.830,76 (2016 TEUR 5.667) 90.601.576,53 90.601
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.206,00 9 III. Gewinnrücklagen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.313.642,00 5.024 1. Gesetzliche Rücklage 290.691,34 291
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.524.001,03 3.776 2. Andere (freie) Rücklagen 2.613.505,77 2.614
34.950.898,79 29.587 2.904.197,11 2.905
III. Finanzanlagen IV. Bilanzgewinn 306.750.283,38 287.097
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.877.150,97 265.877 davon Gewinnvortrag EUR 265.669.065,29 (2016 TEUR 238.786)
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 81.546.418,36 141.074 437.849.315,02 418.196
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 1.074.139,50 643
4. Sonstige Ausleihungen 25.519.588,43 28.759 C. RÜCKSTELLUNGEN
374.017.297,26 436.353 1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.047.289,28 4.368
412.118.256,05 468.008 2. Rückstellungen für Pensionen 2.234.221,91 1.937
3. Steuerrückstellungen 5.217.568,25 3.530
B. UMLAUFVERMÖGEN davon latente Steuerrückstellungen EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
I. Vorräte 4. Sonstige Rückstellungen 9.903.909,25 17.332
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 175.315,05 175 21.402.988,69 27.167
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 762.457,19 691
937.772,24 866 D. VERBINDLICHKEITEN
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 573.611.028,11 529.537
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 541.200,67 390 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 114.261.028,11 (2016 TEUR 116.020)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 459.350.000,00 (2016 TEUR 413.517)
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 786.071.383,16 629.856 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.790.264,47 3.484
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 4.790.264,47 (2016 TEUR 3.484)
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 950.890,48 589 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 173.081.585,86 124.922
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 500.000,00 (2016 TEUR 500) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 173.081.585,86 (2016 TEUR 124.922)
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.676.414,00 1.174 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 269.184,11 (2016 TEUR 280) 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
789.239.888,31 632.009 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 792,70 0 *)
III. Wertpapiere und Anteile davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 792,70 (2016 TEUR 0)
Sonstige Wertpapiere und Anteile 230,70 0 *) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
IV. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 9.873.674,46 236 5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.928.376,23 3.285
800.051.565,71 633.111 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 7.912.711,23 (2016 TEUR 3.270)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 15.665,00 (2016 TEUR 15)
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.818.212,32 2.763 davon aus Steuern EUR 806.481,99 (2016 TEUR 470)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 806.481,99 (2016 TEUR 470)
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.676.317,00 2.709 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 512.033,04 (2016 TEUR 444)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 512.033,04 (2016 TEUR 444)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
Summe Verbindlichkeiten 759.412.047,37 661.228
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 300.046.382,37 (2016 TEUR 247.696)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 459.365.665,00 (2016 TEUR 413.532)
1.218.664.351,08 1.106.591 1.218.664.351,08 1.106.591
A K T I V A P A S S I V A
Stand Stand Stand Stand
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR TEUR EUR EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Eingefordertes und eingezahltes Grundkapital 37.593.258,00 37.593
Konzessionen, Rechte 3.150.060,00 2.068 Übernommenes Grundkapital EUR 37.593.258,00 (2015 TEUR 37.593)
II. Sachanlagen II. Kapitalrücklagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, 1. Gebundene
90.087.230,78
90.087
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 26.107.049,76 20.778 2. Nicht gebundene
514.345,75
514
davon Grundwert EUR 5.666.830,76 (2016 TEUR 5.667) 90.601.576,53 90.601
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.206,00 9 III. Gewinnrücklagen
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.313.642,00 5.024 1. Gesetzliche Rücklage
290.691,34
291
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.524.001,03 3.776 2. Andere (freie) Rücklagen
2.613.505,77
2.614
34.950.898,79 29.587 2.904.197,11 2.905
III. Finanzanlagen IV. Bilanzgewinn 306.750.283,38 287.097
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.877.150,97 265.877 davon Gewinnvortrag EUR 265.669.065,29 (2016 TEUR 238.786)
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 81.546.418,36 141.074 437.849.315,02 418.196
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 1.074.139,50 643
4. Sonstige Ausleihungen 25.519.588,43 28.759 C. RÜCKSTELLUNGEN
374.017.297,26 436.353 1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.047.289,28 4.368
412.118.256,05 468.008 2. Rückstellungen für Pensionen 2.234.221,91 1.937
3. Steuerrückstellungen 5.217.568,25 3.530
B. UMLAUFVERMÖGEN davon latente Steuerrückstellungen EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
I. Vorräte 4. Sonstige Rückstellungen 9.903.909,25 17.332
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 175.315,05 175 21.402.988,69 27.167
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 762.457,19 691
937.772,24 866 D. VERBINDLICHKEITEN
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 573.611.028,11 529.537
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 541.200,67 390 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 114.261.028,11 (2016 TEUR 116.020)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 459.350.000,00 (2016 TEUR 413.517)
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 786.071.383,16 629.856 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.790.264,47 3.484
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 4.790.264,47 (2016 TEUR 3.484)
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 950.890,48 589 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 173.081.585,86 124.922
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 500.000,00 (2016 TEUR 500) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 173.081.585,86 (2016 TEUR 124.922)
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.676.414,00 1.174 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 269.184,11 (2016 TEUR 280) 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
789.239.888,31 632.009 mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 792,70 0 *)
III. Wertpapiere und Anteile davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 792,70 (2016 TEUR 0)
Sonstige Wertpapiere und Anteile 230,70 0 *) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
IV. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 9.873.674,46 236 5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.928.376,23 3.285
800.051.565,71 633.111 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 7.912.711,23 (2016 TEUR 3.270)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 15.665,00 (2016 TEUR 15)
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.818.212,32 2.763 davon aus Steuern EUR 806.481,99 (2016 TEUR 470)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 806.481,99 (2016 TEUR 470)
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.676.317,00 2.709 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 512.033,04 (2016 TEUR 444)
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 512.033,04 (2016 TEUR 444)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
Summe Verbindlichkeiten 759.412.047,37 661.228
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 300.046.382,37 (2016 TEUR 247.696)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 459.365.665,00 (2016 TEUR 413.532)
1.218.664.351,08 1.106.591 1.218.664.351,08 1.106.591
  • 800.051.565,71 633.111 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 7.912.711,23 (2016 TEUR 3.270) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 15.665,00 (2016 TEUR 15)
  • davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 806.481,99 (2016 TEUR 470)
  • davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 512.033,04 (2016 TEUR 444) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr EUR 512.033,04 (2016 TEUR 444) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (2016 TEUR 0)

*) Kleinbetrag

G E W I N N - U N D V E R L U S T R E C H N U N G

FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER 2017 BIS 31. DEZEMBER 2017

2 0 1 7 2 0 1 6
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 26.349.503,83 26.151
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen -1.862,96 1
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 971.498,11 0 *)
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen 2.777,67 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 181.751,09 23
c) Übrige 3.739.818,42 3.924.347,18 2.012 2.035
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 789.823,76 814
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 878,69 -790.702,45 1 -815
6. Personalaufwand
a) Löhne 3.063,80 15
b) Gehälter 25.053.106,47 23.949
c) Soziale Aufwendungen 7.942.528,20 7.961
davon Aufwendungen für Altersversorgung EUR 131.090,08 (2016 TEUR 192)
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen EUR 827.243,78 (2016 TEUR 1.267)
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge EUR 5.559.049,28 (2016 TEUR 4.926) -32.998.698,47 -31.925
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.370.570,29 -4.152
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen 38.367,96 58
b) Übrige 41.123.251,14 -41.161.619,10 33.229 -33.287
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) -48.078.104,15 -41.992
10. Erträge aus Beteiligungen 70.002.602,70 70.003
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 70.000.000,00 (2016 TEUR 70.000)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (2016 TEUR 0)
25.045,26 23
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 17.449.371,79 (2016 TEUR 13.462)
32.872.433,39 25.982
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens 0,00 9.315
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und -1.562.162,93 -118
aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
davon Abschreibungen EUR 1.562.162,93 (2016 TEUR 117)
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.560.800,53 (2016 TEUR 0)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19.246.745,59 -24.788
davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 156.793,12 (2016 TEUR 16.485)
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 82.091.172,83 80.417
17. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 9 und Z 16) 34.013.068,68 38.425
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.068.149,41 9.886
davon latente Steuern EUR 33.056,00 (2016 TEUR 2.709)
davon Steuerumlageverrechnung EUR 20.562.100,00 (2016 TEUR 21.514)
19. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss = Jahresgewinn 41.081.218,09 48.311
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 265.669.065,29 238.786
21. Bilanzgewinn 306.750.283,38 287.097

A N H A N G

zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 13. Oktober 1988 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ist beim Handelsgericht Salzburg unter der Firmenbuchnummer FN 33393 h eingetragen.

Der Jahresabschluss der PALFINGER AG wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Unter Bezugnahme auf § 221 Abs. 1 UGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft sowie um ein Unternehmen von öffentlichem Interesse gemäß § 189 a Z 1 UGB.

In der Hauptversammlung vom 8. März 2017 wurde beschlossen vom Bilanzgewinn 2016 in Höhe von EUR 287.096.880,35 (Vorjahr: EUR 253.336.809,29) eine Dividende in Höhe von EUR 21.427.815,06 (Vorjahr: EUR 14.550.861,78) auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 265.669.065,29 (Vorjahr: EUR 238.785.947,51) wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Weiters wurde der Vorstand in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere EUR 10.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.

Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

  • wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h., Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder
  • wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse erfolgt, oder
  • um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder
  • um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 27. Jänner 2014 beschlossen und der Aufsichtsrat hat am 17. Februar 2014 diesem Beschluss zugestimmt, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 35.730.000,00 durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals um EUR 1.863.258,00 auf EUR 37.593.258,00 durch Ausgabe von 1.863.258 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, je mit Stimmrecht und mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1 je Stückaktie, gegen Sacheinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der übrigen Aktionäre zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 14. Mai 2014 ins Firmenbuch eingetragen.

Die neuen Aktien wurden ausschließlich an SANY Europe GmbH, Köln, Deutschland, ausgegeben und diese ist ausschließlich zu deren Zeichnung zugelassen. Sie sind mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Jänner 2014 ausgestattet.

Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage zum Zweck des Erwerbs der 10 Prozent am SANY Lifting Business. Der gesamte Nennbetrag der Erhöhung des Grundkapitals von EUR 1.863.258,00 sowie der gesamte Ausgabebetrag der neuen Aktien von EUR 54.034.482,00 sind vollständig aufgebracht.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht eine langfristige Prämienvereinbarung für Führungskräfte, die bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen zum Teil in 2017 und in 2018 zur Auszahlung gelangt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden dafür Auszahlungen in Höhe von TEUR 2.139,2 (Vorjahr: TEUR 0,0) vorgenommen.

Am 19. Dezember 2014 wurde von der PALFINGER AG und von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der PALFINGER Gruppe, ein Factoring-Vertrag mit einem inländischen Kreditinstitut abgeschlossen. Im Rahmen des Factoring-Vertrages werden 2-wöchentlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von insgesamt TEUR 60.000,0 verkauft.

Die PALFINGER AG in ihrer Eigenschaft als Garantiegeber garantiert unbedingt und unmittelbar, dass die Forderungsverkäufer jederzeit ihre Verpflichtungen unter diesem Factoringvertrag erfüllen werden und dass insbesondere die Fakturierungs-, Kreditund Einziehungspraktiken der angekauften Forderungen nicht zum Nachteil des Factors geändert werden.

Die PALFINGER AG wird für Schäden aus Pflichtverletzungen der Forderungsverkäufer auf Anforderung des Factors, noch vor endgültiger Klärung des Schadensfalls, Entschädigung leisten. Über den tatsächlichen Eintritt des Garantiefalls ist abschließend erst in einem etwaigen Rückforderungsprozess zu befinden.

Diese Garantie ist eine selbstständige Garantie und keine Bürgschaft und wurde zum Stichtag mit TEUR 36.410,5 (Vorjahr: TEUR 31.753,0) bewertet und ist unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesen.

Die PALFINGER AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG (Antrag vom 1. Dezember 2005), welche die Palfinger Europe GmbH, die Palfinger Marine GmbH, die EPSILON Kran GmbH, die Palfinger CIS GmbH, die Palfinger Russland GmbH, die PalAir GmbH, die Palfinger S. Units GmbH, die Palfinger Area Units GmbH, die Palfinger Americas GmbH, die Palfinger EMEA GmbH sowie die Palfinger Systems Units GmbH umfasst.

Zwischen dem Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
Körperschaftsteuer aus der Gruppenbesteuerung 12.530,6 14.289,0
Verlustvortrag der Steuergruppe 0,0 0,0
Latenter Steueraufwand 33,1 -2.709,4
Steuerumlagen der Gruppenmitglieder -25.228,8 -24.442,9
Steuerumlagen an Gruppenmitglieder 4.666,7 2.929,3
Nicht anrechenbare Quellensteuer 39,4 20,4
Körperschaftsteuer für Vorperioden 890,8 27,2
Summe -7.068,2 -9.886,4

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode, bewertet.

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungssatz in
%
Lizenzen und EDV-Software 3 bis 5 33 bis 20

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

2. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern und Abschreibungssätze berechnet:

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungssatz
in %
Grundstücke und Bauten
Andere Anlagen, Betriebs- und
20 bis 25 5 bis 4
Geschäftsausstattung 4 bis 10 25 bis 10

Für die Zugänge des Geschäftsjahres wurde ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung eine monatliche Abschreibung berechnet (pro rata temporis).

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungskosten bis EUR 400,00) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang gezeigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

3. Finanzanlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert.

In den Finanzanlagen sind Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit Buchwerten in Höhe von TEUR 81.546,4 (Vorjahr: TEUR 141.073,3) enthalten. Auf Grund der Fremdwährungsbewertung der britischen Pfund, der russischen Rubel und der norwegischen Kronen zum Stichtag waren Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.560,8 vorzunehmen. Weiters wurden Ausleihungen gegenüber der Palfinger Marine Safety AS, Seimsfoss, zu Buchwerten in Höhe von TEUR 57.256,6 an die Palfinger Marine GmbH, Salzburg, übertragen.

In den Finanzanlagen sind Ausleihungen gegenüber Dritten mit Buchwerten in Höhe von TEUR 25.519,6 (Vorjahr: TEUR 28.758,9) enthalten. Für diese Ausleihung wurden Sicherheiten in voller Höhe von dritter Seite bestellt. Darüber hinaus wurde ein Zahlungsplan zur Rückzahlung bis ins Jahr 2024 erstellt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Zinsen in Höhe von TEUR 355,6 verrechnet und Rückzahlungen in Höhe von TEUR 3.594,9 getätigt. Die Ausleihungen mit einer Laufzeit < 1 Jahr betragen TEUR 3.644,2 (Vorjahr: TEUR 3.594,9).

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens lagen die Kurswerte zum 31. Dezember 2017 teilweise über den Buchwerten. In diesen Fällen wurden Zuschreibungen bis maximal zu den historischen Anschaffungswerten vorgenommen. In Fällen in denen die Kurswerte unter den historischen Anschaffungskosten lagen, wurden Abschreibungen der Buchwerte auf die niedrigeren Kurswerte vorgenommen.

Die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen ist im Beteiligungsspiegel (Anlage) dargestellt.

4. Vorräte

Die mengenmäßige Erfassung der Vorräte erfolgte im Zuge von permanenten Inventuren sowie für einzelne Bereiche in Form einer vorgelagerten Stichtagsinventur welche bis spätestens 22. Dezember 2017 abzuschließen war.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen und bei von Konzernunternehmen gelieferten Materialen zu Standardpreisen.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Retrograde Bewertungen und Obsoletabschläge für Gebrauchswertminderungen und lange Lagerdauern wurden entsprechend den Parametern bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen vorgenommen. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte im Geschäftsjahr 2017 zu Herstellungskosten und die Handelswaren (Werbemittel) mit Einstandswerten.

5. Forderungen

Forderungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem jeweiligen Devisengeldkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt. Die Forderungen aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis werden verzinst.

  1. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Stichtagkurs aktiviert.

7. Rückstellungen

Rückstellung für Abfertigung, Rückstellung für den Abfertigungen ähnlichen Verpflichtungen (Jubiläumsgeld) und Pensionen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen, Jubiläumsgelder und Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2017 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IAS 19 revised 2011). Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.

Die Berechnungen basieren auf einem Rechnungszinssatz von 1,5 % p.a. (Vorjahr: 1,5 % p.a.) und einer Gehaltssteigerung von 3,0 % p.a. (Vorjahr: 3,0 % p.a.). Die Valorisierung der zukünftigen Pensionsansprüche wurde mit 1,7 % p.a. angenommen. Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gem. Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zu Grunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt. Die Abfertigungsansprüche wurden bis zum jeweiligen Ausscheiden, gewichtet nach Wahrscheinlichkeiten (maximal bis zum Pensionsalter), verteilt. Die Fluktuation bei der Jubiläumsgeldrückstellung wurde in Form von jährlichen Ausscheidewahrscheinlichkeiten, welche aus den Ausscheidedaten der Jahre 2012 bis 2016 ermittelt wurden, berücksichtigt.

Jährliche Fluktuation nach vollen Dienstjahren und in Prozent für Jubiläumsgeld: 0 bis 2 - 5,52 %, 3 bis 4 - 8,82 %, 5 bis 9 - 3,70 %, 10 bis 14 - 3,27 %, 15 bis 19 - 1,42 %, 20 bis 24 - 1,42 %, 25 bis 99 - 1,03 %; Jährliche Fluktuation nach vollen Dienstjahren und in Prozent für Abfertigungen: 0 bis 10 - 0,00 %, 11 bis 15 - 0,45 %, 16 bis 25 - 0,20 %, 26 bis 99 - 0,00 %;

Bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung wurden Lohnnebenkosten in Höhe von 7,32 % (Vorjahr: 7,92 %) zuzüglich Sozialversicherung berücksichtigt. Die Zinsen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

8. Sonstige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder, Leistungsprämien, Rückstellungen für Zinsswaps und Fremdwährungsderivate, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten.

Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden gemäß dem Höchstwertprinzip mit dem Devisenbriefkurs des Entstehungszeitpunktes bzw. den höheren Devisenbriefkursen am Stichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen werden verzinst.

10. Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Zweck der Absicherung von geplanten operativen Positionen abgeschlossen. Finanzgeschäfte, denen keine operativen Positionen gegenüberstehen, werden nicht getätigt.

Es werden Währungssicherungsgeschäfte zum Hedging von operativen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung und zur Sicherung von Fremdwährungsfinanzierungen von Konzerngesellschaften in USD, NOK, PLN, JPY, DKK, GBP und AED eingesetzt. Zinssicherungen werden ebenfalls durchgeführt.

Die variablen Finanzierungen wurden im Geschäftsjahr 2017 mit Zinsswaps im Ausmaß von TEUR 140.000,0 (Vorjahr: TEUR 190.000,0) gesichert.

Der Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 sind pro Währungspaar soldiert in folgender Tabelle dargestellt:

TEUR Nominalbetrag
Währung Kauf
Markt-to-Market
Bewertung in EUR
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswaps)
EUR-Kauf / USD-Verkauf extern EUR
3.706,9
-35,3
USD-Kauf / NOK-Verkauf intern USD 19.082,1 -268,7
NOK-Kauf / USD-Verkauf extern NOK 158.252,0 269,8
CAD-Kauf / NOK-Verkauf intern CAD
2.608,8
36,9
NOK-Kauf / CAD-Verkauf extern NOK 16.438,7 -36,4
GBP-Kauf / NOK-Verkauf intern GBP
880,0
31,4
NOK-Kauf / GBP-Verkauf extern NOK
9.401,3
-31,2
NOK-Kauf / USD-Verkauf extern NOK 51.459,3 405,0
NOK-Kauf / USD-Verkauf intern NOK
8.568,0
-52,6
DTG Finanzierungen
EUR 129.926,9 2.989,0
Zinsswaps EUR 140.000,0 -2.837,6
Gesamt 470,3

Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 sind pro Währungspaar soldiert in folgender Tabelle dargestellt:

TEUR Nominalbetrag Markt-to-Market
Währung Kauf Bewertung in EUR
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswaps)
EUR-Kauf / USD-Verkauf extern EUR
10.731,2
-612,4
USD-Kauf / NOK-Verkauf intern USD
34.169,1
1.306,5
NOK-Kauf / USD-Verkauf extern NOK 280.189,3 -1.291,3
Devisentermingeschäfte
Finanzierungen EUR 104.323,8 220,9
Zinsswaps EUR 190.000,0 -5.135,9
Gesamt -5.512,2

Die Bewertung erfolgt nach der "markt-to-market Methode". Es wird das Ergebnis berechnet, das bei Auflösung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert würde. Zum Bilanzstichtag ergaben sich positive Marktwerte in Höhe von TEUR 4.783,4 (Vorjahr: TEUR 2.327,7) und negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 4.313,1 (Vorjahr: TEUR 7.667,3).

Die angeführten Werte sind Barwerte (Present Value).

11. Sonstige Pflichtangaben

Verpflichtungen für die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Anlagen bestehen für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von TEUR 2.228,5 (Vorjahr: TEUR 2.211,6) und in Höhe von TEUR 10.643,3 (Vorjahr: TEUR 10.518,9) für die nächsten fünf Jahre. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine derartigen Verpflichtungen.

Zum Stichtag 31.12.2017 haften keine Verbindlichkeiten, für die dingliche Sicherheiten begeben wurden, aus.

Die in der Bilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betragen TEUR 2.676,3 (Vorjahr: TEUR 2.709,4). Für die Berechnung der latenten Steuern kam ein Steuersatz von 25 % zur Anwendung.

Die aktiven latenten Steuern entwickelten sich im laufenden Geschäftsjahr wie folgt:

TEUR
Stand aktiver latenter Steuern zum 31.12.2016 2.709,4
Veränderung Abfertigungsrückstellungen 10,7
Veränderung Pensionsrückstellungen 40,4
Veränderung Jubiläumsgeldrückstellungen 12,8
Veränderung pauschale Forderungswertberichtigungen -6,1
Veränderung Sachanlagevermögen 43,0
Veränderung langfristige Rückstellungen -146,8
Veränderung Finanzanlagen 12,9
Stand aktiver latenter Steuern zum 31.12.2017 2.676,3

C. Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage) dargestellt.

2. Vorräte

Im Geschäftsjahr 2017 waren bei den Vorräten keine Obsoletbewertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit vorzunehmen.

3. Forderungen

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 786.071,4 (Vorjahr: TEUR 629.856,3) stammen mit TEUR 655.841,0 (Vorjahr: TEUR 520.627,9) aus Finanzierung und Clearing, mit TEUR 58.431,4 (Vorjahr: TEUR 38.108,5) aus Steuerumlageverrechnungen, mit TEUR 70.000,0 (Vorjahr: TEUR 70.000,0) aus phasenkongruenter Gewinnausschüttung 2017 und mit TEUR 1.799,0 (Vorjahr: TEUR 1.119,9) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 950,9 (Vorjahr: TEUR 588,5) stammen in Höhe von TEUR 13,1 (Vorjahr: TEUR 12,4) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 937,8 (Vorjahr: TEUR 576,1) aus Finanzierung.

In dem Posten Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

4. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine eigenen Aktien im Umlaufvermögen gehalten.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 37.593.258) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Andere Aktiengattungen bestehen nicht. Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 2017 TEUR 90.087,3 (Vorjahr: TEUR 90.087,3).

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten mit TEUR 4.047,3 (Vorjahr: TEUR 4.367,9) Vorsorgen für Abfertigungen und mit TEUR 2.234,2 (Vorjahr: TEUR 1.937,4) Vorsorgen für Pensionen.

Für Körperschaftsteuer war im Jahr 2017 eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 5.217,6 (Vorjahr: TEUR 3.530,0) zu bilden.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.903,9 (Vorjahr: TEUR 17.332,3) enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Zinsswaps zur Absicherung von Finanzierungen in Höhe von TEUR 2.837,6 (Vorjahr: TEUR 5.135,9), Rückstellungen für Wechselkursderivaten in Höhe von TEUR 33,5 (Vorjahr: TEUR 597,2), Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 998,1 (Vorjahr: TEUR 896,1), nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 1.004,5 (Vorjahr: TEUR 778,9), Prämien in Höhe von TEUR 3.409,4 (Vorjahr: TEUR 8.303,8) sowie ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.401,0 (Vorjahr: TEUR 1.424,2).

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten zum 31. Dezember 2017 Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 306.000,0 (Vorjahr: TEUR 119.000,0). Im laufenden Geschäftsjahr wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 200.000,0 neu aufgenommen und Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 13.000,0 rückgeführt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 173.081,6 (Vorjahr: TEUR 124.922,1) betreffen mit TEUR 172.918,9 (Vorjahr: TEUR 124.821,4) Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing und in Höhe von TEUR 162,7 (Vorjahr: TEUR 100,7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In dem Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.874,7 (Vorjahr: TEUR 3.255,6) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 82.375,7 (Vorjahr TEUR 106.129,5) resultieren aus Bürgschaften und Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 81.407,8 (Vorjahr: TEUR 105.238,3).

D. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2017
TEUR
2016
TEUR
Umsatzerlöse Inland
Umsatzerlöse EU
Umsatzerlöse Drittland
15.870,9
6.489,1
3.989,5
26.349,5
15.449,2
6.903,1
3.798,5
26.150,8

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen weiterverrechnete Konzerndienstleistungen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 3.739,8 (Vorjahr: TEUR 2.012,0) beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne in Höhe von TEUR 3.597,1 (Vorjahr: TEUR 1.919,1).

3. Personalaufwand

Die Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgelder im Posten Löhne betragen TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 0,1) und im Posten Gehälter TEUR 55,1 (Vorjahr: TEUR 112,6).

Der aus der Bewertung der Personalrückstellungen entstehende Zinsaufwand wird im Finanzergebnis erfasst.

Die Aufwendungen für Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 255,3 (Vorjahr: TEUR 219,2).

4. Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 4.370,6 (Vorjahr: TEUR 4.152,5) und enthalten TEUR 63,6 (Vorjahr: TEUR 60,3) für geringwertige Vermögensgegenstände. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 41.123,3 (Vorjahr: TEUR 33.229,5) beinhalten im Wesentlichen Beratungs- und Consultingleistungen in Höhe von TEUR 7.483,2 (Vorjahr: TEUR 7.320,2), Aufwand für Werbung, Messen und Ausstellungen in Höhe von TEUR 2.710,8 (Vorjahr: TEUR 4.039,3), Versicherungsaufwand in Höhe von TEUR 1.428,8 (Vorjahr: TEUR 1.074,4), Mieten und Leasing in Höhe von TEUR 2.576,0 (Vorjahr: TEUR 2.604,9), Reisekosten in Höhe von TEUR 2.375,9 (Vorjahr: TEUR 2.651,4), Fremdleistungen Konzern in Höhe von TEUR 8.807,1 (Vorjahr: TEUR 4.095,4), sonstige Fremdleistungen in Höhe von

TEUR 4.391,0 (Vorjahr: TEUR 4.054,7), Kursverluste in Höhe von TEUR 4.112,0 (Vorjahr: TEUR 1.967,4) sowie Wartungsaufwand und sonstige EDV-Gebühren in Höhe von TEUR 5.040,3 (Vorjahr: TEUR 4.268,1).

Die Aufwendungen des Abschlussprüfers 2017 werden im Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31.12.2017 angegeben.

E. Sonstige Angaben

1. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, welche einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens hatten.

2. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der PALFINGER AG, Bergheim, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

3. Konsolidierungskreis

Die PALFINGER AG, Bergheim, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der entsprechende Konzernabschluss ist beim Landesgericht Salzburg hinterlegt.

4. Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres:

2017 2016
Vorstände 3 4
Angestellte 272 244
Arbeiter 1 1
276 249

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich im Jahr 2017 wie folgt:

Aufwendungen für
Abfertigungen
(inkl. Mitarbeiter
vorsorgekasse)
Pensionen
TEUR TEUR
Vorstände und leitende Angestellte 28,1 84,8
andere Arbeitnehmer 863,1 78,0
891,2 162,8

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich im Jahr 2016 wie folgt:

Aufwendungen für
Abfertigungen
(inkl. Mitarbeiter
vorsorgekasse)
Pensionen
TEUR TEUR
Vorstände und leitende Angestellte -331,6 57,1
andere Arbeitnehmer 1.695,3 175,1
1.363,7 232,2

Die laufenden Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 4.902,3 (Vorjahr: TEUR 3.309,7). Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2017 Bezüge in Höhe von TEUR 179,6 (Vorjahr: TEUR 216,9).

Für kurzfristige erfolgsabhängige Bezüge der Vorstände bestehen Rückstellungen in Höhe von TEUR 482 (Vorjahr: TEUR 1.434).

Zudem bestehen folgende langfristige erfolgsabhängige Bezüge:

Frühere Prämienvereinbarungen mit dem Vorstand liefen im Februar 2014 bzw. Ende des Jahres 2015 aus. Im Geschäftsjahr 2016 wurden dafür TEUR 295 ausbezahlt. Um einen nahtlosen Anschluss zu gewährleisten, wurde Mitte 2015 eine neue Vereinbarung abgeschlossen, die sich wiederum an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswerts orientiert. Die neue Vereinbarung bezieht sich auf die Unternehmenswertsteigerung von 2016 bis zum Jahr 2018. Im Geschäftsjahr wurden dafür Vorsorgen in Höhe von TEUR 679 (Vorjahr: TEUR 1.850) ergebniswirksam erfasst.

Ein Teil der Prämie für die Wertsteigerung bis Ende 2017 wurde im September 2017 in Höhe von TEUR 1.220 an DI Herbert Ortner und TEUR 815 an DI Martin Zehnder ausbezahlt. Die Prämie für DI Martin Zehnder für die Wertsteigerung bis Ende 2018 wird bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen im Jahr 2019 zur Auszahlung gelangen. Die anteilige Wertsteigerungsprämie in Höhe von TEUR 450 wurde im Zuge des Ausscheidens an Mag. Christoph Kaml ausbezahlt.

Im Zuge des Ausscheidens von DI Herbert Ortner mit 31.12.2017 wurden TEUR 3.139 ergebniswirksam in 2017 erfasst. Die gesamte Verbindlichkeit beträgt per 31.12.2017 TEUR 3.561 und beinhaltet verschiedene variable und fixe Vergütungskomponenten zuzüglich Lohnnebenkosten bis zum Ende der ursprünglichen Vertragslaufzeit zum 31.12.2018. Die Auszahlung erfolgt in 2018.

Vorstände waren im Geschäftsjahr 2017

DI Herbert ORTNER (Vorstand und Vorsitzender bis 31. Dezember 2017) DI Martin ZEHNDER, MBA Mag. Christoph KAML (bis 31. August 2017) Dr. Felix STROHBICHLER (ab 1. Oktober 2017)

Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2017 waren folgende Herren:

Ing. Hubert PALFINGER jun., Bergheim (Vorsitzender) Gerhard RAUCH, Dornbirn (1. Stellvertreter des Vorsitzenden) Ing. Mag. Hannes PALFINGER, Salzburg (2. Stellvertreter des Vorsitzenden) Mag. Peter PESSENLEHNER, Wien (bis 8. März 2017) Mag. Dr. Heinrich Dieter KIENER, Salzburg Duan DAWEI, Peking Mag. Hannes BOGNER, Seeboden (ab 8. März 2017)

sowie vom Betriebsrat delegiert:

Johannes KÜCHER, Schalchen Gerhard GRUBER, Grödig (bis 24. Oktober 2017) Alois WEISS, Mattsee Erwin ASEN, Schneegattern (ab 20. Dezember 2017)

Salzburg, den 31. Jänner 2018

Der Vorstand:

Dr. Felix STROHBICHLER e.h. DI Martin ZEHNDER, MBA e.h.

A n s c h a f f u n g s - bzw. H e r s t e l l u n g s k o s t e n Buchwert Buchwert
Vortrag
1.1.2017
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
31.12.2017
Vortrag
1.1.2017
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2017
31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte 10.340.020,03 2.068.719,80 18.387,82 0,00 12.427.127,65 8.271.955,03 1.005.112,62 0,00 9.277.067,65 3.150.060,00 2.068.065,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
a) Bebaute Grundstücke
aa) mit Geschäfts- oder Fabriksgebäuden
oder anderen Baulichkeiten
Grundwert 4.474.289,25 0,00 0,00 0,00 4.474.289,25 0,00 0,00 0,00 0,00 4.474.289,25 4.474.289,25
Gebäudewert 44.603.309,03 4.086.618,44 2.647.032,79 0,00 51.336.960,26 29.492.203,03 1.404.538,23 0,00 30.896.741,26 20.440.219,00 15.111.106,00
b) Unbebaute Grundstücke 1.192.541,51 0,00 0,00 0,00 1.192.541,51 0,00 0,00 0,00 0,00 1.192.541,51 1.192.541,51
50.270.139,79 4.086.618,44 2.647.032,79 0,00 57.003.791,02 29.492.203,03 1.404.538,23 0,00 30.896.741,26 26.107.049,76 20.777.936,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 113.505,75 0,00 0,00 0,00 113.505,75 104.141,75 3.158,00 0,00 107.299,75 6.206,00 9.364,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.097.694,25 2.143.890,79 1.110.257,86 92.046,63 14.259.796,27 6.073.334,46 1.957.761,44 84.941,63 7.946.154,27 6.313.642,00 5.024.359,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 3.775.678,47 2.524.001,03 -3.775.678,47 0,00 2.524.001,03 0,00 0,00 0,00 0,00 2.524.001,03 3.775.678,47
65.257.018,26 8.754.510,26 -18.387,82 92.046,63 73.901.094,07 35.669.679,24 3.365.457,67 84.941,63 38.950.195,28 34.950.898,79 29.587.339,02
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 265.877.150,97 0,00 0,00 0,00 265.877.150,97 0,00 0,00 0,00 0,00 265.877.150,97 265.877.150,97
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 142.934.137,37 0,00 0,00 57.966.090,23 84.968.047,14 1.860.828,25 1.560.800,53 0,00 3.421.628,78 81.546.418,36 141.073.309,12
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 643.453,37 432.390,00 0,00 0,00 1.075.843,37 341,47 1.362,40 0,00 1.703,87 1.074.139,50 643.111,90
4. Sonstige Ausleihungen 28.758.854,88 355.590,39 0,00 3.594.856,84 25.519.588,43 0,00 0,00 0,00 0,00 25.519.588,43 28.758.854,88
438.213.596,59 787.980,39 0,00 61.560.947,07 377.440.629,91 1.861.169,72 1.562.162,93 0,00 3.423.332,65 374.017.297,26 436.352.426,87
513.810.634,88 11.611.210,45 0,00 61.652.993,70 463.768.851,63 45.802.803,99 5.932.733,22 84.941,63 51.650.595,58 412.118.256,05 468.007.830,89

A N L A G E N S P I E G E L GEMÄSS § 226 (1) UGB PER 31. DEZEMBER 2017

Beteiligungsspiegel zum 31. Dezember 2017

Beteili-
gung
Wäh-
rung
Eigen-
kapital
Jahres
ergebnis
Gesellschaft, Sitz, Land % TEUR TEUR
Palfinger Marine GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 28.813,9 -4.778,8
Palfinger S. Units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -167,6 -95,8
Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 165.195,7 -1.267,9
PalAir GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -114,1 18,4
Palfinger systems units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 36.824,2 166,2
Palfinger Projects B.V., Barneveld, Niederlande 100,00 EUR 9,6 -2,5
Palfinger EMEA GmbH, Salzburg 100,00 EUR 76.058,4 71.052,6

L A G E B E R I C H T

zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

A. Bericht über den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche Lage

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Im Jahr 2017 waren die Kernmärkte von immenser Bautätigkeit gekennzeichnet, in der deutschen Bauwirtschaft wurden Rekordauftragsstände verzeichnet. Die fortschreitende Urbanisierung zeigt sich auch in großen Städtestrukturprogrammen. Angesichts von Initiativen, wie geplanten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge, wird die Bedeutung alternativer Antriebssysteme zunehmen. Zudem ist bei Einsätzen im verbauten Bereich höhere Flexibilität der Produkte gefordert.

Die Konsolidierung und damit verbunden die Internationalisierung der Kundensegmente setzte sich im Berichtszeitraum fort. Beschaffungsprozesse werden zunehmend zentralisiert, erste europaweite Ausschreibungen sind eine Folge davon. Vermehrt werden Gesamtlösungen nachgefragt, bei denen die PALFINGER AG in einem Netzwerk aus Lkw-Hersteller und Aufbaupartner optimierte Gesamtfahrzeugkonzepte ausarbeitet.

Die PALFINGER AG spricht im Segment Sea mit den übergeordneten Branchen Offshore, Schifffahrt und Kreuzfahrt, Marine und Küstenwache sowie Windenergie sehr unterschiedliche Kundengruppen an. Insbesondere im Offshore- und im Marinebereich bedürfen die speziellen Anforderungen maßgeschneiderter Lösungen und Systeme. In der Schifffahrt und im Windenergiebereich kommen eher standardisierte Lösungen zum Einsatz. Das Geschäft ist weitestgehend von globalen Strukturen gekennzeichnet.

Die PALFINGER AG, in ihrer Funktion als Holding der Palfinger Gruppe, zeichnet sich für die strategische, organisatorische und finanzielle Ausrichtung des Konzerns verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltig profitables Wachstum durch die strategischen Stoßrichtungen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung, sowie der vierten Säule PALFINGER 21st. Die Corporate Functions "Controlling & Accounting", "Risk Management / Internal Audit / Compliance", "Treasury und SSC", "Marketing", "Communications", "Counsels", "HR Management", "ICT & PCM", "Development & Ventures" und "Supplier Management" sind neben dem Vorstand direkt der PALFINGER AG zugeordnet.

Zu der Geschäftsausweitung trug einerseits die ausgezeichnete Entwicklung in Europa bei. Auch in Russland und China verzeichnete die PALFINGER AG deutliche Steigerungen. Andererseits leisteten die Akquisitionen und Konsolidierungskreisänderungen in den Jahren 2016 und 2017 einen signifikanten Beitrag zu dem erzielten Geschäftszuwachs. Der Auftragsstand lag zum Jahresende 2017 auf hohem Niveau.

Die Entwicklung der PALFINGER Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auf den integrierten Geschäftsbericht 2017 verwiesen.

2. Zweigniederlassungen

Zum 31. Dezember 2017 hatte die PALFINGER AG Zweigniederlassungen in Kasern bei Salzburg (Franz – Wolfram – Schererstraße 24, 5020 Salzburg), sowie in Wien (Praterstraße 1, 1020 Wien).

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis, Ertragslage

Die Entwicklung der PALFINGER AG im Einzelabschluss stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2015 2016 2017
Umsatzerlöse 22.584,00 26.150,80 26.349,50
Betriebserfolg -35.332,50 -41.992,30 -48.078,10
Finanzerfolg 151.709,40 80.416,70 82.091,17
Ergebnis vor Steuern 116.376,90 38.424,40 34.013,07
Jahresüberschuss 125.901,10 48.313,10 41.081,22

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2017 aufgrund der weiterverrechneten Konzerndienstleistungen geringfügig auf 26.349,5 TEUR (Vorjahr: 26.150,8 TEUR) erhöht. Dies resultiert aus dem Projekt "internen Leistungsverrechnung neu", welches 2017 wiederum ausgebaut wurde und die Leistungsverrechnungen innerhalb des PALFINGER Konzerns regelt. Der Betriebserfolg hat sich im Geschäftsjahr 2017 durch eine Erhöhung der Strukturkosten und Sondereffekten, hauptsächlich im Personalbereich verschlechtert. Der Finanzerfolg bewegt sich zum Ultimo 2017 auf ähnlichem Niveau zum Vorjahr. Ebenfalls hat sich dadurch das Ergebnis vor Steuern von 38.424,4 TEUR auf 34.013,0 TEUR verschlechtert.

Finanzlage

Der Cash-Flow der PALFINGER AG stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2015 2016 2017
Netto-Geldfluss aus
laufender Geschäftstätigkeit
-24.314,00 -35.300,00 -48.877,00
Netto-Geldfluss aus
Investitionstätigkeit
23.038,00 -154.221,00 -12.229,00
Netto-Geldfluss aus
Finanzierungstätigkeit
1.974,00 188.263,00 70.744,00
Veränderung Finanzmittel 698,00 -1.258,00 9.638,00

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit veränderte sich im Wesentlichen aufgrund höherer gezahlter Ertragssteuern in 2017.

Die Veränderungen im Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit ergeben sich im Wesentlichen aufgrund des im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Erwerbes von Unternehmensanteilen an der Herkules Harding Holding AS in Höhe von 115,0 Mio. EUR, wobei im Geschäftsjahr 2017 keine vergleichbare Investitionstätigkeit stattgefunden hat. Durch eine aufgenommene Finanzierung für den Kauf der Herkules Harding Holding AS Anteile ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein Sondereffekt im Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit. Das Geschäftsjahr 2017 beinhaltet eine Refinanzierung und Umstrukturierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang des Erwerbs der Harding Gruppe im Geschäftsjahr 2016.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der PALFINGER AG spiegelt sich in den Bilanzpositionen und der Eigenkapitalquote wider:

TEUR 2015 2016 2017
Anlagenzugänge:
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.487,30 532,70 2.068,70
Sachanlagen 3.899,60 5.303,40 8.754,50
Finanzanlagen 4.324,60 123.017,90 788,00
Summe der Investitionen 9.711,50 128.854,00 11.611,20
Anlagevermögen 352.010,20 468.007,83 412.118,26
Umlaufvermögen 515.957,30 633.111,38 800.051,56
Rechnungsabgrenzungsposten 1.769,90 2.762,86 3.818,21
Aktive latente Steuern 0,00 2.709,20 2.676,32
AKTIVA 869.737,40 1.106.591,45 1.218.664,35
Eigenkapital 384.435,80 418.195,90 437.849,31
Eigenkapitalquote 44,20% 37,80% 35,93%
Rückstellungen 27.837,80 27.167,60 21.402,99
Verbindlichkeiten 457.463,80 661.227,93 759.412,05
PASSIVA 869.737,40 1.106.591,45 1.218.664,35

Im Zuge des Investitionsprogramms wurden im Geschäftsjahr 2017 in Summe 8.754,5 TEUR (VJ 5.303,4 TEUR) zur Erweiterung der österreichischen Standorte, sowie dem Bau der Palfinger Markenwelt investiert, welche im Jahr 2017 fertiggestellt wurde.

Die Finanzanlagen verringerten sich in 2017, hauptsächlich aufgrund der Verringerung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf 84,9 Mio. EUR (VJ 142,9 Mio. EUR). Daneben beliefen sich zum Jahresultimo die Ausleihungen gegenüber Dritte auf 25,5 Mio. EUR (VJ 28,8 Mio. EUR).

Das Umlaufvermögen hat sich im Wesentlichen durch die Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen auf Mio. 800,1 EUR (VJ 633,1 Mio. EUR) erhöht.

Die Eigenkapitalquote verringert sich durch den geringeren Jahresgewinn 2017 sowie der Steigerung der Verbindlichkeiten auf 35,9% (VJ 37,8%).

Die Höhe der Rückstellungen veränderte sich hauptsächlich aus der Auflösung und Verwendung für Prämienrückstellungen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Kreditinstituten.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch die unterschiedlichen Bereiche der PALFINGER AG werden zur Steuerung des Unternehmens bereichsspezifische nicht finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Übergeordnet finden vor allem die Kennzahlen zur Personalentwicklung betreffend Mitarbeiterstand sowie Fortbildung Verwendung.

Umweltbelange

Die Maßnahmen der PALFINGER AG betreffend Umweltbelange sind seitens des Konzerns angeführt und erläutert. In dem aktuellen integrierten Geschäftsbericht 2017 wird Nachhaltigkeit vollintegriert im Finanzbericht dargestellt.

Arbeitnehmerbelange

Der Personalstand der PALFINGER AG zeigt folgendes Bild:

Personalstand im Ø 2015 2016 2017
produktiv 0 0 0
indirekt produktiv 244 249 276

Die Entwicklung des Know-Hows der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung hat bei PALFINGER höchste Priorität, die Fortbildungskosten für Personal stellen sich in der PALFINGER AG wie folgt dar:

Ausgaben für Fortbildung 2015 2016 2017
TEUR 280,9 391,3 470,3
Aus,- und Weiterbildungsstunden 2015 2016 2017
pro Mitarbeiter 36,5 14,2 16,7

PALFINGER AG, Bergheim

Im Jahr 2017 wurden 4.619 Stunden für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der PALFINGER AG aufgewendet. Die Ausgaben für die Fortbildung belaufen sich 2017 auf 470,3 TEUR (VJ 391,3 TEUR).

B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und der Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die kontinuierliche Weiterentwicklung der PALFINGER AG ist die Grundlage, um in Zukunft erfolgreich agieren zu können und auf die strategischen Ziele hinzuarbeiten. Konzernweite Entwicklungsprogramme unterstützen diesen Anspruch.

Im Jahr 2016 initiierte die PALFINGER AG darüber hinaus ein Restrukturierungsprogramm für Nordamerika und den Marinebereich. Während in Nordamerika die Ergebnisse in den vergangenen Jahren nicht mit dem Umsatzwachstum mithalten konnten, stand das Erfordernis im Marinebereich in Zusammenhang mit der schwachen Entwicklung einiger Kundenbranchen sowie dem enormen Wachstum, insbesondere durch die Übernahme der Harding-Gruppe. Durch die Neuordnung sollen Synergien und Strukturen entstehen, die die PALFINGER AG in einem zukünftigen Aufschwung den angestrebten Wettbewerbsvorteil verschaffen

Current Capital

Das starke internationale Wachstum der PALFINGER AG führte auch zu einer höheren Verschuldung und zu einem Anstieg der Kapitalbindung. Aktives Current-Capital-Management konnte einer übermäßigen Erhöhung entgegenwirken.

Zudem initiierte die PALFINGER AG bereits im Jahr 2015 das konzernweite Projekt "Current Capital 25%". Ziel dieser Initiative ist, die Bindung des kurzfristigen Kapitals im Verhältnis zum Umsatz auf 25 Prozent zu senken und langfristig auf diesem Niveau zu halten. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung der Vorräte, beispielsweise durch die Reduktion von Werkstattbeständen, sowie Debitoren- und Kreditorenmanagement.

Nach Pilotprojekten im Jahr 2016 in den Geschäftseinheiten in Österreich, Deutschland, Norwegen, Nordamerika und Brasilien ging das Projekt mit Jahresbeginn 2017 konzernweit in die operative Phase über. Seither erarbeiteten alle Gesellschaften der PALFINGER AG Maßnahmen zur Current-Capital-Reduktion, die laufend evaluiert werden. Die eingeleiteten Maßnahmen zeigen bereits erste Erfolge, der Anstieg der Current Capital Ratio konnte 2017 trotz der Geschäftsausweitung und den getätigten Akquisitionen leicht verbessert werden.

Digitalisierung

Digitalisierung wird die Präsentation, den Verkauf und die Nutzung von PALFINGER Produkten und Dienstleistungen verändern, digitale Lösungen werden die Produkte selbst verändern und neue Geschäftsmodelle werden entstehen. Die PALFINGER AG sieht daher Adaptionen für die komplette Wertschöpfungskette – sowohl auf Lieferanten, als auch auf Nutzerseite. Sie wird in Zukunft schneller, smarter und sicherer. So ermöglichen digitale Anwendungen die Kommunikation zwischen Mensch und PALFINGER Produkt, und erhöhen damit den Kundennutzen. Telematik-Systeme, Cloud-Lösungen oder Apps für Mobiltelefone und Tablets sind wesentliche Elemente auf diesem Weg. Der digitale Informationsfluss bedeutet für die PALFINGER AG auch mehr Kundennähe durch neue Services, z.B. für Verantwortliche von Fahrzeugflotten, oder neue Geschäftsmodelle, z.B. Pay-per-use.

Im Jahr 2016 begann PALFINGER mit dem Aufbau einer Digitalisierungseinheit. Im Berichtszeitraum wurde diese ausgebaut, zudem wurde ein Entwicklungsstandort für IoT(Internet of Things)-Themen in einem Startup- Zentrum in Wien eröffnet. Ein wesentlicher Meilenstein für die Zukunft war 2017 die Erarbeitung der neuen Vision mit der vierten strategischen Säule PALFINGER 21st, die alle neuen Themen in Zusammenhang mit Digitalisierung forcieren wird.

2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

PALFINGER ist sich bewusst, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und Ausbau von Wettbewerbsvorteilen leistet. Ziel ist, durch einen systematischen Ansatz Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, um rasch auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.

Das Risikomanagementsystem der PALFINGER Gruppe basiert auf konzernweit standardisierten Planungs- und Kontrollprozessen sowie unternehmensübergreifenden Richtlinien und Berichtssystemen. Der Prozess des Risikomanagements ist in einer konzernweiten Richtlinie beschrieben und festgelegt. Seine Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit werden in regelmäßigen Abständen überprüft und hinterfragt. Die unmittelbare Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Leitung der jeweiligen operativen Einheit. Auf dieser Ebene werden Risikothemen regelmäßig erfasst und bewertet. Das Corporate Risk Management berichtet direkt an den Vorstand, bei dem die Gesamtverantwortung liegt.

Risikomanagementsystem

Das Management der Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten identifiziert und bewertet periodisch die wesentlichen Chancen und Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Dabei werden auch externe Faktoren berücksichtigt. Die Bewertung dieser Ereignisse hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis und der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt mit einer klar strukturierten und konzernweit einheitlichen Methode. Auf Basis dieser Analyse werden bestehende Maßnahmen dokumentiert sowie weitere Maßnahmen zur aktiven Steuerung vom verantwortlichen Management erarbeitet und umgesetzt.

Das Corporate Risk Management überwacht die Einhaltung der geforderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und der internen Gruppenrichtlinien. Zusätzlich unterstützt diese Konzernabteilung die frühzeitige Erkennung von Risiken, die eine Weiterführung des Unternehmens beeinträchtigen können.

Kurzfristige Risikothemen werden durch das monatliche Berichtswesen im Controlling sowie durch periodisch stattfindende Steering Committees der Geschäftsbereiche abgedeckt.

Risikothemen

Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER Gruppe ist von marktseitigen Entwicklungen geprägt. Das Wirtschaftswachstum in Europa, die steigenden Risiken in China sowie das volatile Umfeld in der Öl- und Gas-Industrie wirken sich auf die Auftragslage aus. Die Integration akquirierter Unternehmen ist ein aufwendiger Prozess und stellt PALFINGER vor die Herausforderung, unterschiedliche Geschäftsgebiete und Kulturen zusammenzuführen. Der Auf- und Ausbau neuer Geschäftseinheiten birgt das Risiko, die Komplexität zu erhöhen. Eine solide Datenbasis ist daher essenziell für PALFINGER, um kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können.

Das konzernweite Risikomanagementsystem der PALFINGER AG strukturiert die Risikobereiche in vier Hauptkategorien:

  • externe Risiken,
  • strategische Risiken,
  • interne Risiken der Wertschöpfung und
  • interne Risiken der unterstützenden Prozesse.

EXTERNE RISIKEN

Ökonomische Entwicklungen

Die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den Kernmärkten von PALFINGER wirken sich maßgeblich auf Auftragslage und Ergebnis aus. Das Wirtschaftswachstum in Europa verzeichnete nach einer Abkühlungsphase zuletzt wieder einen Aufschwung, wodurch Produktionsengpässe entstehen könnten und entsprechend gemanagt werden müssen. Die Konsequenzen aus internationalen Ereignissen wie dem

"Brexit", aber auch die stagnierenden Entwicklungen rund um das TTIP-Freihandelsabkommen könnten sich negativ auf die Auftragslage in betroffenen Regionen auswirken. Für wichtige volkswirtschaftliche Handelspartner, wie Brasilien, wird weiterhin eine nur schwache Erholung der Konjunkturdaten erwartet. Ähnliches gilt für die Regionen Afrika, Naher Osten und Südamerika insgesamt, wo sich die politischen Unsicherheiten auch 2017 negativ auf die Auftragslage auswirkten.

In der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) wurde im Jahr 2017 ein steigendes Wirtschaftswachstum verzeichnet. Dies ist vor allem auf die erstarkte Wirtschaftsleistung in Russland zurückzuführen. In diesem Zusammenhang konnte PALFINGER in Russland durch die lokale Wertschöpfung negative Auswirkungen der Sanktionen abfedern.

Langfristig sieht PALFINGER in den BRIC-Staaten trotz der wirtschaftlichen Abkühlung zahlreiche Chancen. Die Region, angeführt vom Absatzmarkt China, eröffnet Potenziale, auch wenn das Wachstum langsamer erfolgt als ursprünglich erwartet und der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA ein nachhaltiges Wachstum gefährden könnte. Die Zusammenarbeit mit SANY soll die Bearbeitung des chinesischen Marktes fördern und die Position von PALFINGER gegenüber chinesischen Mitbewerbern stärken. Die kontinuierliche Investition in diese Zusammenarbeit birgt jedoch auch ein strategisches Risiko.

Die Unsicherheiten am US-Markt bleiben bestehen. Insbesondere neue Gesetzgebungen, wie die Besteuerung von Importgütern, könnten sich negativ auf das Geschäft auswirken. Dies betrifft Handelsbeziehungen zwischen Europa und den USA sowie auch innerhalb der NAFTA-Region. Das Wirtschaftswachstum in der Region war 2017 gut, allerdings konnte PALFINGER Marktchancen und Ergebnismargen nicht in vollem Umfang realisieren. Entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen sind in Umsetzung.

Die Abhängigkeit von der Öl-Industrie hat sich durch die Akquisitionen im Marinebereich weiter verstärkt. Die niedrige Auslastung der Schiffsflotten im Ölzulieferbereich wirkt sich auch auf das Marine-Service-Geschäft aus. In manchen Regionen führte die Erholung des Ölpreises wieder zu höheren Investitionen, insgesamt blieben die Investitionen jedoch, wie der Ölpreis selbst, 2017 noch unter dem Niveau vor der Krise. PALFINGER setzte Maßnahmen zur Integration der Akquisitionen und zur Restrukturierung seines Marinebereichs, um den Marktbedingungen gerecht zu werden.

Den aktuellen Entwicklungen hinsichtlich globaler Chancen und Risiken begegnet PALFINGER insgesamt mit hoher Flexibilität. Daher fokussiert das Controlling darauf, die strategischen Zielsetzungen durch mittel- und kurzfristige Steuerungsinstrumente konsequent weiterzuverfolgen. Auf Grundlage einer rollierenden Prognose werden kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vorgenommen. Sämtliche Informationen der Marktteilnehmer - Kunden wie Lieferanten - werden in diese Planung einbezogen, um eine möglichst valide Datenbasis zu schaffen.

STRATEGISCHE RISIKEN

Strategie

Die strategischen Säulen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Berichtszeitraum um PALFINGER 21st weiterentwickelt. Nach den zahlreichen Unternehmenszukäufen der vergangenen Jahre liegt der Schwerpunkt zurzeit auf der Integration dieser Unternehmen. Die allgemeine Konsolidierung des Marktes verlangt verstärkt nach der Realisierung von Synergien, um dem Risiko von rückläufigen Margen entgegenwirken zu können. Dies birgt das Risiko von zusätzlichen Kosten für weitere Integrations- und Restrukturierungsmaßnahmen.

Produktportfolio

Für die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns ist die Weiterführung der laufenden Integrationsprojekte in den entsprechenden Produktdivisionen entscheidend. Synergiepotenziale werden laufend identifiziert und gehoben.

Durch den Ausbau des volatilen Projektgeschäfts, insbesondere im Marinegeschäft und bei Eisenbahnsystemen, erhöhen sich die Projektrisiken. Um die Abhängigkeit vom Ölpreis im Marinebereich zu reduzieren, strebt PALFINGER den Eintritt in neue Märkte, wie etwa den Kreuzfahrtschiffsbereich, an. Hierbei gilt es Eintrittsbarrieren zu überwinden.

Organisation und Kultur

Als Begleiterscheinung des Wachstumskurses sind die Strukturkosten angestiegen. Um dem höheren Kostenniveau entgegenzuwirken und Synergien zu heben, forciert PALFINGER konzernweite Initiativen sowie Integrationsprojekte. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Projekten zur Standardisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen, Konsolidierung von Strukturen und Erweiterung von Shared-Service-Aktivitäten.

Lange Entscheidungsprozesse könnten die Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen verzögern, wodurch Effizienzsteigerungen verzögert oder nur eingeschränkt umgesetzt werden könnten. Bei Integrationsprojekten besteht das Risiko, dass geplante Synergien nicht zeitnah gehoben werden können bzw. Integrationskosten höher als geplant ausfallen.

Die Expansionsstrategie der vergangenen Jahre bringt für die Organisation auch kulturelle Herausforderungen mit sich. Dafür sind Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen und Kulturen zu erkennen, zu verstehen und vor allem zu akzeptieren auf allen Ebenen nötig. Sprachliche Barrieren stellen eine zusätzliche Herausforderung dar.

INTERNE RISIKEN DER WERTSCHÖPFUNG

Entwicklung

PALFINGER steht vor der Herausforderung, seine Innovationsführerschaft laufend zu bestätigen. Forschung und Entwicklung sind daher Kernthemen, um kontinuierlich neue Produkte und Dienstleistungen anbieten zu können. Das dynamische Umfeld und der hohe Konkurrenzdruck bringen einen immer kürzeren Produktlebenszyklus mit sich, dadurch steigt das Risiko von Qualitätsmängeln bei zu früh auf den Markt gebrachten Innovationen. Der Trend der Digitalisierung birgt für PALFINGER gleichermaßen zusätzliche Chancen und Risiken. Die kontinuierliche Kommunikation mit den Vertriebspartnern und Kunden von PALFINGER ist essenziell, um auch zukünftig kundenorientierte Lösungen entwickeln und damit Wettbewerbsvorteile am Markt generieren zu können. Zusätzlich gilt es, den Markt hinsichtlich disruptiver Technologien zu beobachten.

Beschaffung

In der Beschaffung hat sich der Fokus der Risikominimierung zuletzt von Liquiditätsthemen hin zum Thema Exklusivität verschoben. Im Sinne seiner Multiple-Sourcing-Strategie achtet PALFINGER darauf, insbesondere bei strategisch wichtigen Materialien und Teilen zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.

Qualität und Preis waren auch 2017 von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden laufend dabei unterstützt, in Zukunft noch bessere Leistung zu erbringen und somit dem Risiko von Lieferausfällen vorzubeugen. Zur Überwachung der Leistungen hat PALFINGER spezielle Auswahlverfahren, Risikomanagement- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert

Produktion

Fertigung und Montage sind wesentliche Wertschöpfungsstufen von PALFINGER. Eine längere Produktionsunterbrechung an einem Standort würde daher das Ergebnis erheblich beeinflussen. Die derzeitige hohe Auslastung der europäischen Werke birgt darüber hinaus die Herausforderung, die Lieferkette stabil zu halten.

Detaillierte Analysen sowie daraus abgeleitete Maßnahmen, wie Erneuerung des Maschinenparks, Einführung von Total-Productive-Maintenance(TPM)-Prozessen und Optimierung des Produktionssystems, tragen dazu bei, dieses Risiko kontinuierlich zu minimieren. Die Position von PALFINGER als Marktführer basiert auf gleichbleibend hoher Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Das Unternehmen verfügt über ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Trotz dieser systematischen Gestaltung können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne der Kunden bereinigt. Möglicherweise daraus entstehende Verluste sind durch Versicherungen abgedeckt. Ein entstehender Imageschaden wäre allerdings ein beträchtliches Risiko für das Unternehmen.

Risiken bestehen in Hinblick auf Betriebsstörungen, wie Unterbrechungen in der Energieversorgung, technisches Versagen, Feuer, Explosion und sonstige Störfälle. Verluste aus derartigen Betriebsunterbrechungen sind ebenfalls durch Versicherungen angemessen abgedeckt.

INTERNE RISIKEN DER UNTERSTÜTZENDEN PROZESSE

Finanz- und Rechnungswesen

Aufgrund der wirtschaftlich angespannten Situation ist eine flexible Kapitalstruktur essenziell für PALFINGER. Eine weitere Verschärfung der Lage könnte Kapitalbeschaffungsaktivitäten am Finanzmarkt erschweren. Die Möglichkeit, wesentliche Wachstumsprojekte aus Eigenmitteln zu finanzieren, könnte sich daher als Wettbewerbsvorteil herausstellen.

In Zusammenhang mit der Wirtschaftsentwicklung in Europa, Südamerika und Asien muss auch zukünftig mit Forderungsausfällen gerechnet werden. Das Forderungsmanagement von PALFINGER hat das Ziel, mögliche Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf wirtschaftlichen Informationen über die Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden zusätzlich begrenzt, indem einzelne Forderungen durch Kreditversicherungen abgedeckt werden.

Die internationale Geschäftstätigkeit bewirkt komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.

Liquiditätsrisiko

Ein systemunterstütztes, unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um einen effizienten Einsatz der Finanzmittel steuern zu können. Die Mittel- bis Langfristplanung ermöglicht die frühzeitige Abstimmung des Bedarfs mit den Finanzierungspartnern.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über die Treasury-Abteilung. Durch Cash-Pooling und ein zentrales Clearing erfolgt ein konzerninterner Finanzausgleich. Der operative Cashflow dient zur Abdeckung des konzerninternen Finanzierungsbedarfs. Überschüssige Liquidität wird zur Reduktion von Finanzverbindlichkeiten verwendet. Als Liquiditätsreserve hält PALFINGER fest zugesagte Kreditlinien vor. Im Durchschnitt belaufen sich diese um ausgenutzten Finanzierungsreserven auf über 20 Prozent der Nettofinanzverschuldung. Das langfristige Finanzierungsportfolio beinhaltet bilaterale Bankkredite, Schuldscheindarlehenstranchen und Beteiligungsfinanzierungen. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten sind abhängig von der Einschätzung der Zukunftsperspektive von PALFINGER. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt.

Fremdwährungsrisiko

Durch Verkäufe, Einkäufe und Finanzverbindlichkeiten in anderen Währungen als der Hauswährung entsteht für PALFINGER ein Fremdwährungsrisiko. Das hohe Ausmaß lokaler Wertschöpfung an den PALFINGER Standorten begrenzt dieses Fremdwährungsrisiko im Konzern. Des Weiteren sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung; diese reduzieren das Währungsrisiko zusätzlich.

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten aus Europa nach Nordamerika, Südamerika, Asien und Russland ergeben sich Risikopositionen vor allem im USD, BRL und RUB, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt sind. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Positionen werden Sicherungsstrategien erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert werden.

Projektbezogene Währungsrisiken vor allem im Marine- und Offshore-Bereich werden – sofern eine Fakturierung nicht in lokaler Währung möglich ist – auf Basis einer projektbezogenen Sicherungsstrategie an das zentrale Treasury weitergegeben und abgesichert.

Bei der Absicherung orientiert sich PALFINGER ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die von PALFINGER selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte und Währungsswaps zur Absicherung dieser Risiken eingesetzt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury zentral für die gesamte PALFINGER Gruppe gesteuert. Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps) begrenzt und in Finanzierungen mit fixen Zinsen getauscht. Die zentrale Treasury-Abteilung hat 2017 das niedrige Zinsniveau genutzt, um die Zins- und Kapitalbindung des Finanzierungsportfolios zu verlängern. Die im Jahr 2017 abgeschlossenen Finanzierungen und Schuldscheindarlehen wurden vorzugsweise mit Fixzinsvereinbarungen und langen Laufzeiten abgeschlossen.

Risiken in der Bilanzerstellung

Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht-finanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die stetig steigenden Anforderungen der Kontrollorgane erhöhen den Komplexitätsgrad der Finanzberichterstattung.

PALFINGER AG, Bergheim

Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die dabei erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko.

Durch ein einheitliches Konzernhandbuch, in dem die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze bei PALFINGER definiert sind, wird ein standardisierter Prozess sichergestellt und somit das Risiko unterschiedlicher Vorgehensweisen im Konzern minimiert.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert. Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip sind eingeführt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden.

Geschäftsbezogene Risiken

Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (vor allem immateriellen Vermögenswerten), Schulden und Eventualschulden getroffen. Zudem werden bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Zuge der Kaufpreisallokation Annahmen, vor allem über die Cashflows und den Diskontierungssatz, getroffen.

Bei einer dramatischen Verschlechterung der Marktsituation besteht das Risiko, dass einzelne immaterielle Wirtschaftsgüter an eine geänderte Bewertung (Impairment) angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht wie geplant amortisieren. Durch die Akquisition der Harding-Gruppe im Vorjahr wurde der Buchwert des Firmenwerts auf 166 Mio. EUR erhöht. Die Entwicklung des Firmenwerts in der CGU Business Area Marine hängt insbesondere von der Entwicklung des Offshore-Marktes ab. Eine nachhaltige Verschlechterung könnte ein Impairment erforderlich machen.

Durch die in Verbindung mit SANY bestehenden Beteiligungen (SANY Automobile Hoisting Machinery, Sany Palfinger SPV Equipment und Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales) werden zum Bilanzstichtag 30. Juni 2017 Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 145,5 Mio. EUR ausgewiesen. Die Anteile enthalten einen Firmenwert in Höhe von 88,0 Mio. EUR. Die Werthaltigkeit der Anteile ist von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft, dem Erfolg der Internationalisierungsstrategie und der wirtschaftlichen Entwicklung der Absatzmärkte von Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales abhängig. In China ist insbesondere die Entwicklung der Bauwirtschaft wesentlich für die Werthaltigkeit dieser Anteile verantwortlich. Dabei spielen die voranschreitende Urbanisierung, die dadurch notwendigen Infrastrukturprojekte, die Steigerung der Lohnkosten und damit einhergehende zunehmende Wirtschaftlichkeit der Automatisierung von Hebe-, Lade- und Entladeabläufen eine maßgebliche Rolle. In den internationalen Märkten bestehen unterschiedliche politische und makroökonomische Risiken, die die Werthaltigkeit der Anteile in Zusammenhang mit der Partnerschaft mit SANY beeinflussen können.

Durch die voranschreitende Internationalisierung und die steigende Volatilität auf den Währungsmärkten erhöhte sich das Fremdwährungsrisiko in der PALFINGER Gruppe. PALFINGER verfolgt hier eine konsequente Hedgingstrategie und versucht diese Währungsrisiken bestmöglich abzusichern. Bei der Absicherung müssen Einschätzungen über die zukünftigen Zahlungsströme getroffen werden, die mit Unsicherheiten behaftet sind. Bei der Bilanzierung von Hedges wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Die Bilanzierung von Hedges wird eingestellt, wenn mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion nicht mehr gerechnet wird.

Personal

PALFINGER sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Aufgrund lokaler und demografischer Entwicklungen kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal eingeschränkt sein. Lehrlings- sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme, die Entwicklung von Führungskräften sowie flexible Arbeitszeitmodelle sollen die Attraktivität von PALFINGER als Arbeitgeber vor allem auch in Wachstumsregionen steigern. Immer kürzer werdende Veränderungszyklen durch disruptive Technologien bzw. Innovationen – Cloud, Social Media, Big Data und Analytics, Mobilität, Robotics oder künstliche Intelligenz – fordern auch die Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter.

Die Veränderungen des Jahres 2017 im Vorstand bringen zusätzlich Unsicherheit für Mitarbeiter und andere Stakeholder mit sich. Fehlende Kontinuität und aufgeschobene Entscheidungen für wesentliche Projekte könnten das Resultat sein.

Informationstechnologie

Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. Ein erhöhtes Engagement in Zusammenhang mit Digitalisierung in China rückt das Thema IT-Security noch weiter ins Zentrum. PALFINGER implementierte technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren. EU-Verordnungen und landesspezifische Gesetze erfordern weitere Maßnahmen zum Thema Datenschutz, etwa im Bereich von personenbezogenen Daten.

Darüber hinaus steigt das Risiko von betrügerischen Handlungen und Manipulationen durch IT-Angriffe von Dritten (großangelegte Cyberattacken, wie z.B. Hacking und Phishing-E-Mails). PALFINGER forcierte in diesem Zusammenhang zusätzliche bewusstseinsbildende Maßnahmen wie Schulungen oder Newsletter, das interne Kontrollsystem und die unterstützende IT werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Zusammenfassung

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER Gruppe überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

C. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Der österreichische Standort Köstendorf der Palfinger Europe GmbH wurde als Forschungsund Entwicklungszentrum definiert. Aus diesem Grund gibt es in der PALFINGER AG keinen Bericht bezüglich Forschung und Entwicklung.

D. Bericht über IKS und RMS im Hinblick auf Rechnungslegungsprozesse

Das Interne Kontrollsystem ist integraler Bestanteil des unternehmensweiten Risikomanagements. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.

KONTROLLUMFELD

Basis für das Interne Kontrollsystem sind die konzernweit gültigen Gruppenrichtlinien. Diese enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Vorstand, lokale Geschäftsführung, Prozessverantwortliche und Risk Management sind dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Gruppenrichtlinien überprüft wird.

RISIKOBEURTEILUNG

Die Identifikation von Risiken mit den entsprechend definierten Risiken und deren Beurteilung werden im Risikobericht erläutert.

KONTROLLMASSNAHMEN

Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Gruppenrichtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.

INFORMATION UND KOMMUNIKATION

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein gruppenweit standardisiertes monatliches Berichtssystem mit automatischer Schnittstelle aus SAP garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung der Gruppe. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.

ÜBERWACHUNG

Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher. Durch das enge Zusammenspiel zwischen Controlling und dem Rechnungswesen werden laufend Soll- Ist-Vergleiche und Abstimmungen durchgeführt. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.

Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Es wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt mittels regelmäßiger Berichterstattung im Prüfungsausschuss und Überprüfung durch das Corporate Risk Management, das eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet.

E. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 37.593.258 Euro und ist eingeteilt in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Zum 31. Dezember 2017 hielt die PALFINGER AG keine eigenen Aktien.

Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt. Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

Zum 31. Dezember 2017 war die Familie Palfinger direkt bzw. indirekt mit rund 59 Prozent an der PALFINGER AG beteiligt. Etwa 7,5 Prozent der Aktien werden von der chinesischen SANY-Gruppe gehalten, dies über die deutsche SANY Germany GmbH. Der sich im Streubesitz befindliche Anteil der PALFINGER Aktien betrug rund 33,5 Prozent.

In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt.

Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.

In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Salzburg, am 31. Jänner 2018

Der Vorstand

Dr. Felix STROHBICHLER e.h. DI Martin ZEHNDER, MBA e.h.

An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg

Wir haben die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2017 der

PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg (im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt),

abgeschlossen und erstatten über das Ergebnis dieser Prüfung den folgenden Bericht:

1. PRÜFUNGSVERTRAG UND AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 8. März 2017 der PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg, wurden wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 gewählt bzw. bestellt. Die Gesellschaft, vertreten durch den Aufsichtsrat, schloss mit uns einen Prüfungsvertrag, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht gemäß den §§ 269 ff UGB zu prüfen. Über die ebenfalls vereinbarte Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017 berichten wir mittels gesonderten Berichtes.

Bei der geprüften Gesellschaft handelt es sich um ein Unternehmen von öffentlichen Interesse gemäß § 189a UGB und unterliegt der Verpflichtung zur Einrichtung eines Aufsichtsrates.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Gesellschaft iSd § 221 UGB.

Bei der gegenständlichen Prüfung handelt es sich um eine Pflichtprüfung.

Diese Prüfung erstreckte sich darauf, ob bei der Erstellung des Jahresabschlusses und der Buchführung die gesetzlichen Vorschriften und die ergänzenden Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Der Lagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Weiters ist festzustellen, ob ein Corporate Governance-Bericht (§ 243c UGB) aufgestellt wurde.

Für die Berichterstattung zu Artikel 11 der Verordnung (EU) 537/2014 (EU-VO) wird auf den gesonderten Bericht an den Prüfungsausschuss verwiesen; die Berichterstattung zu Artikel 11 der genannten Verordnung ist nicht Gegenstand dieses Berichts.

Bei unserer Prüfung beachteten wir die in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und die berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer Durchführung von Abschlussprüfungen. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der internationalen Prüfungsstandards (International Standards on Auditing (ISA)). Wir weisen darauf hin, dass die Abschlussprüfung mit hinreichender Sicherheit die Richtigkeit des Abschlusses gewährleisten soll. Eine absolute Sicherheit lässt sich nicht erreichen, weil jedem internen Kontrollsystem die Möglichkeit von Fehlern immanent ist und auf Grund der stichprobengestützten Prüfung ein unvermeidbares Risiko besteht, dass wesentliche falsche Darstellungen im Jahresabschluss unentdeckt bleiben. Die Prüfung erstreckte sich nicht auf Bereiche, die üblicherweise den Gegenstand von Sonderprüfungen bilden.

Wir führten die Prüfung mit Unterbrechungen im Zeitraum von September bis November 2017 (Vorprüfung) sowie von Dezember 2017 bis Jänner 2018 (Hauptprüfung) überwiegend in den Räumen der Gesellschaft in Bergheim bei Salzburg durch. Die Prüfung wurde mit dem Datum dieses Berichtes materiell abgeschlossen.

Für die ordnungsgemäße Durchführung des Auftrages ist Herr Mag. Diether Dämon, Wirtschaftsprüfer, verantwortlich.

Grundlage für unsere Prüfung ist der mit der Gesellschaft abgeschlossene Prüfungsvertrag, bei dem die von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Abschlussprüfungen" (Beilage 2) einen integrierten Bestandteil bilden. Diese Auftragsbedingungen gelten nicht nur zwischen der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer, sondern auch gegenüber Dritten. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

2. AUFGLIEDERUNG UND ERLÄUTERUNG VON WESENTLICHEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Alle erforderlichen Aufgliederungen und Erläuterungen von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses sind im Anhang des Jahresabschlusses und Lagebericht enthalten. Wir verweisen daher auf die entsprechenden Angaben des Vorstandes im Anhang des Jahresabschlusses und im Lagebericht.

3. ZUSAMMENFASSUNG DES PRÜFUNGSERGEBNISSES

3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und zum Lagebericht sowie zum Corporate Governance-Bericht

Bei unseren Prüfungshandlungen stellten wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, ergänzenden Bestimmungen der Satzung und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung fest.

Im Rahmen unseres risiko- und kontrollorientierten Prüfungsansatzes haben wir – soweit wir dies für unsere Prüfungsaussage für notwendig erachteten – die internen Kontrollen in Teilbereichen des Rechnungslegungsprozesses in die Prüfung einbezogen.

Hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes verweisen wir auf unsere Ausführungen im Bestätigungsvermerk.

Die Gesellschaft hat einen Corporate Governance-Bericht gemäß § 243c UGB aufgestellt. Eine materielle Prüfung dieses Berichtes war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

3.2. Erteilte Auskünfte

Die gesetzlichen Vertreter erteilten die von uns verlangten Aufklärungen und Nachweise. Eine von den gesetzlichen Vertretern unterfertigte Vollständigkeitserklärung haben wir zu unseren Akten genommen.

3.3. Stellungnahme zu Tatsachen nach § 273 Abs 2 und Abs 3 UGB (Ausübung der Redepflicht)

Bei Wahrnehmung unserer Aufgaben als Abschlussprüfer haben wir keine Tatsachen festgestellt, die den Bestand der geprüften Gesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen. Wesentliche Schwächen bei der internen Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses sind uns nicht zur Kenntnis gelangt. Die Voraussetzungen für die Vermutung eines Reorganisationsbedarfs (§ 22 Abs 1 Z 1 URG) sind nicht gegeben.

4. BESTÄTIGUNGSVERMERK *)

Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

PALFINGER AG, Bergheim bei Salzburg,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung Anteile, Ausleihungen und Finanzforderungen gegenüber verbundene Unternehmen

Titel Bewertung von Anteilen, Ausleihungen und Finanzforderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
Risiko Im Jahresabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2017 sind die
Anteile an verbundenen Unternehmen (266 Mio €), Konzernausleihun
gen (82 Mio €) und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
(786 Mio €) ausgewiesen.
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Anteilen an verbundenen Unternehmen,
Ausleihungen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erfor
dert wesentliche Annahmen und Schätzungen der gesetzlichen Vertreter zur
Beurteilung, ob eine Wertminderung zum Geschäftsjahresende vorliegt sowie
gegebenenfalls zur Quantifizierung solcher Wertminderungen.
Das wesentliche Risiko besteht dabei in der Schätzung der zukünftigen Cash
Flows der Tochterunternehmen, welche zur Feststellung der Werthaltigkeit die
ser Bilanzpositionen herangezogen werden. Diese Cash-Flow Schätzungen be
inhalten Annahmen, die von zukünftigen Markt- und Wirtschaftsentwicklungen
beeinflusst werden.
Die Angaben der Gesellschaft zu Anteilen, Ausleihungen und Forderungen ge
genüber verbundenen Unternehmen sind im Jahresabschluss der PALFINGER
AG im Anhang in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, in den Erläute
rungen der Bilanz sowie im Anlagespiegel zum 31. Dezember 2017 erläutert.
Adressierung
im Rahmen
der Abschluss
Um dieses Risiko zu adressieren, haben wir die Annahmen und Schätzungen
des Managements kritisch hinterfragt und dabei unter anderem die folgenden
Prüfungshandlungen durchgeführt:
prüfung Durchsicht der genehmigten Planungsunterlagen sowie Plausibilisierung
und Analyse der wesentlichen Werttreiber (Umsatz, Aufwendungen, In
vestitionen und Veränderungen im Working Capital), um die Angemes
senheit dieser Planungen zu prüfen
Durchführung einer Risikoanalyse in Form von Sensitivitätsanalysen
und Downside-Bewertungsszenarien und Abweichungsanalysen
Überprüfung, ob Indikatoren auf eine mögliche Wertminderung
vorliegen

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit - sofern einschlägig - anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • ·Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und - sofern einschlägig - damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. März 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit Geschäftsjahr 2008 Abschlussprüfer.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt "Bericht zum Jahresabschluss" mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht.

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Diether Dämon.

Salzburg, am 31. Jänner 2018

__________

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Gerhard Schwartz eh Mag. Diether Dämon eh Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

*) Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

FINANZKALENDER 2018

25. Februar 2018 Record Date Hauptversammlung
7. März 2018 Hauptversammlung
9. März 2018 Ex-Dividendentag
12. März 2018 Record Date Dividende
13. März 2018 Dividendenzahltag
30. April 2018 Veröffentlichung 1. Quartal 2018
30. Juli 2018 Veröffentlichung 1. Halbjahr 2018
29. Oktober 2018 Veröffentlichung 1.–3. Quartal 2018

Weitere Termine wie Messen oder Roadshows werden im Finanzkalender auf der Website angekündigt. www.palfinger.ag/de/investor-relations/financial-calendar

Investoren und Interessenten, die regelmäßig über Neuigkeiten der PALFINGER Gruppe informiert werden wollen, haben auf der Website (www.palfinger.ag) die Möglichkeit, sich für das Infoservice zu registrieren. Die PALFINGER Investor Relations App steht ebenfalls auf der Website sowie in den gängigen App Stores zum Download zur Verfügung. www.palfinger.ag/de/investor-relations/ir-services

Unter der Domain i-report.palfinger.ag finden Sie die digitale Version des integrierten Geschäftsberichts sowie die Möglichkeit zum Download. i-report.palfinger.ag

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