Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Palfinger AG Annual Report 2015

Feb 5, 2016

753_10-k_2016-02-05_1b586b4a-95d0-4edd-a6bf-420f9896225c.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

INHALT

KENNZAHLEN DER PALFINGER GRUPPE

HOW TO USE 6 MISSION STATEMENT 7 VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN 8

PALFINGER AUF EINEN BLICK 12 HIGHLIGHTS 2015 14 STRATEGIE UND VALUE MANAGEMENT 16

Innovation, Internationalisierung und
Flexibilisierung unter nachhaltigen Aspekten 20
Strategische Ziele 2017 21
Konzernweite Entwicklungsprogramme 23
Value Management 24

STAKEHOLDERMANAGEMENT 34

Investor Relations 40
Reporting 44
Engagement 44
Auszeichnungen 45

KONZERNLAGEBERICHT 46

Marktbericht 48 Regionen und Branchen 48 Kunden und Händlernetzwerk 51 PALFINGER und Mitbewerber 51 Lieferanten 52 Entwicklung der Segmente 55 Segment EUROPEAN UNITS 56 Segment AREA UNITS 58 Bereich VENTURES 60 Entwicklung der PALFINGER Gruppe 61 Geschäftsentwicklung 2015 61 Wesentliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe 62 Angaben gemäss § 243a UGB 64 Entwicklung der Key Financials, der Vermögenslage und der Bilanzstruktur 65 Treasury 69 Risikobericht 70 Verantwortungsbewusster Arbeitgeber 77 Forschung und Entwicklung 84 Qualitätsmanagement 88 Fertigung für Dritte 89 Öko-effiziente Produktion 89 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 94 Ausblick 95

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT 98
Erklärung gemäß § 243b UGB 98
Organe der Gesellschaft 98
Vergütungsbericht 102
Faire Wirtschaft 103
Corporate Governance Kodex 105
KENNZAHLENDEFINITION 108
STANDORTE DER PALFINGER GRUPPE
STICHWORTVERZEICHNIS
110
112
KONZERNABSCHLUSS
ZUM 31. DEZEMBER 2015 114
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 115
Gesamtergebnisrechnung 116
Konzernbilanz 117
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 118
Konzern-Cashflow-Statement 120
Geschäftssegmente 121
Erläuterungen zum Konzernabschluss 126
Allgemeines 126
Konsolidierungsgrundsätze 127
Fair-Value-Bewertung 140
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 141
Verwendung von Schätzungen und
Ermessensspielräumen 151
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung 154
Erläuterungen zur Konzernbilanz 164
Sonstige Angaben 204
VERTIEFENDE GRI- UND
NACHHALTIGKEITS-INFORMATIONEN 208
Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen 210
Nachhaltigkeitsprogramm 2015/16 211
Wesentliche GRI-Aspekte in der
Wertschöpfungskette 215
Managementsysteme im Einsatz 219
Vertiefende Nachhaltigkeitsinformationen 221
GRI-Index 233
ERKLÄRUNG ALLER
GESETZLICHEN VERTRETER 238
BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS 241
BERICHT DES AUFSICHTSRATS 246
GESELLSCHAFTEN DER PALFINGER GRUPPE
IMPRESSUM
Willkommen! سلامت داتڠ Welcome!
¡Bienvenidos! Bienvenu! Dobrodošel!
Welkom! Добре дошли Vitajte!
Benvenuto! $\sqrt{\frac{2}{10}}$ Hoş geldiniz
நல்வர بكم 欢迎!
Dobrodošli! Bun venit! Boas-Vindas!
स्वागत Powitanie! 화영합니다
Velkommen! Sự tiếp đãi Haykuykuy!

KENNZAHLEN DER PALFINGER GRUPPE

in TEUR 2011 2012 2013 2014 2015
Ergebnisse
Umsatz 845.677 935.215 973.9096) 1.063.421 1.229.892
EBITDA 96.764 97.950 100.6926) 104.637 145.330
EBITDA-Marge 11,4% 10,5% 10,3%6) 9,8% 11,8%
EBIT (Operatives Ergebnis) 67.5286) 68.0396) 68.9576) 66.0796) 104.375
EBIT-Marge 8,0%6) 7,3%6) 7,1%6) 6,2%6) 8,5%
Ergebnis vor Ertragsteuern 56.6116) 53.3106) 56.0376) 54.1656) 92.974
Konzernergebnis 41.7106) 40.1496) 38.7496) 38.1626) 64.366
Bilanz
Summe Vermögenswerte 738.4496) 811.8546) 837.2876) 1.122.4256) 1.212.364
Net Working Capital (Durchschnitt) 119.1866) 151.8556) 170.7466) 174.4966) 178.969
Capital Employed (Durchschnitt) 500.0046) 551.2576) 591.2496) 705.3166) 834.911
Eigenkapital 351.9486) 363.7996) 379.6956) 454.6506) 510.658
Eigenkapitalquote 47,7%6) 44,8%6) 45,3%6) 40,5%6) 42,1%
Nettofinanzverschuldung 166.876 217.565 219.9806) 356.600 347.913
Gearing 47,4%6) 59,8%6) 57,9%6) 78,4%6) 68,1%
Cashflow und Investitionen
Cashflow aus dem operativen Bereich 37.662 55.394 69.2366) 47.208 110.623
Free Cashflow 11.695 –3.103 28.9936) –159.5256) 54.704
Nettoinvestitionen 23.673 40.799 31.7236) 175.855 60.440
Abschreibungen und Wertminderungen 29.2376) 29.9116) 31.7356) 38.5586) 40.955
Wertschaffung
ROCE 11,1% 10,2% 9,0%6) 7,4% 9,6%
ROE 14,0%6) 12,6%6) 11,7%6) 10,5%6) 14,8%
EVA 20.4036) 18.8636) 9.5356) 6.7136) 25.880
WACC 7,0% 6,8%6) 7,4% 6,5% 6,5%
Umwelt
Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz 100,0% 95,7% 95,8%2) 91,6%2) 87,4%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz 100,0% 95,8% 95,6%2) 91,1%2) 89,0%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz 100,0% 99,9% 94,4%2) 91,4%2) 110,5%
Lieferanten mit sehr gutem und gutem Umweltmanagement 32,0% n.a.4) 62,0% 64,0% 67,0%
Mitarbeiter
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt1) 5.600 6.175 6.4902) 8.030 8.995
Fluktuation 9,5% 11,4% 10,3% 10,0% 13,6%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen
(% der Sollarbeitszeit)
0,22% 0,20% 0,18% 0,11% 0,13%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter3) 8,6 8,5 11,9 12,0 15,0
Aktie
Anzahl der Aktien (Stück) 35.730.000 35.730.000 35.730.000 37.593.258 37.593.258
Marktkapitalisierung 440.551 587.401 1.030.810 789.082 994.342
Kurs per Jahresultimo (EUR) 12,33 16,44 28,85 20,99 26,45
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,186) 1,136) 1,096) 1,046) 1,73
Operativer Cashflow je Aktie (EUR) 1,06 1,57 1,966) 1,26 2,97
Dividende je Aktie (EUR) 0,38 0,38 0,41 0,34 0,575)

1) Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen. 3) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

4) Eine Bewertung der Lieferanten fand 2012 nicht statt.

5) Davon 0,18 EUR bereits im Dezember 2015 als Zwischendividende ausbezahlt.Vorschlag an die Hauptversammlung erfolgt in Höhe von 0,39 EUR. 6) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

ANZAHL MITARBEITER (Durchschnitt)

INDEX: ENERGIE-VERBRAUCH BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011 = 100%)

FLUKTUATION (in Prozent)

INDEX: TREIBHAUSGAS-

EMISSIONEN BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011 = 100%)

OPERATIVER CASHFLOW (in TEUR)

AUSFALLZEITEN AUFGRUND VON ARBEITSUNFÄLLEN (in Prozent)

INDEX: GEFÄHRLICHE ABFÄLLE BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011 = 100%)

WIRTSCHAFT

HOW TO USE

Der Ihnen vorliegende integrierte Geschäftsbericht 2015 ist der dritte integrierte Bericht der PALFINGER Gruppe. Er umfasst die wirtschaftlichen und rechtlichen Informationen und beschreibt die Aspekte und Ergebnisse des nachhaltigen Managements. Sie sind nicht separat in einem Kapitel gebündelt, sondern in den jeweils entsprechenden Kapiteln integriert zu finden. Der Bericht entspricht den Rechnungslegungsstandards IFRS und den Leitlinien G4 der Global Reporting Initiative (GRI). Der vollständige Bericht ist als Pdf-Datei auf der Website www.palfinger.ag abrufbar. Aus Gründen der Sparsamkeit und der zielgerichteten Kommunikation mit den Stakeholdern enthält der gedruckte Bericht weder Konzernabschluss nach IFRS noch die vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen.

Die Informationen über PALFINGER als verantwortungsbewussten Arbeitgeber sind im Konzernlagebericht ab Seite 77 enthalten. Nachhaltige Produkte entstehen aus Forschung und Entwicklung (ab Seite 84) und ökoeffiziente Produktion ist ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung bei PALFINGER (ab Seite 89). Die Prinzipien zu fairer Wirtschaft sind unter anderem Teil des Corporate-Governance Berichts (ab Seite 98). In den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen (ab Seite 208) sind weiterführende Daten zu den relevanten nachhaltigen Themenbereichen in diesem Bericht zu finden.

Zur besseren Orientierung gibt es im vorliegenden Bericht Verweise:

  • Hinweis auf Angaben zu einem GRI-Indikator
  • Verweis zu einer anderen Textstelle im integrierten Geschäftsbericht
  • Verweis zu Detailinformationen auf der Webseite www.palfinger.ag
  • GRI G4-22: Neudarstellung in der Berichterstattung
  • www.palfinger.ag/de/newsroom/finanzberichte

MISSION STATEMENT

PALFINGER steht weltweit für die innovativsten, zuverlässigsten und wirtschaftlichsten Hebe-Lösungen, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen. Mit technologischer Expertise und erfahrenen Mitarbeitern setzen wir Qualitätsstandards in unseren Branchen. Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Ressourcennutzung stehen dabei im Mittelpunkt unseres Handelns. Hohe Flexibilität und Kompetenz in der Produktion sowie ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk sichern uns den entscheidenden Wettbewerbsvorteil und unseren Kunden LIFETIME EXCELLENCE.

Innovation ist das Ergebnis unserer Leidenschaft für die ständige Verbesserung von Produkt, Prozess und Organisation. Innovationen sichern PALFINGER die Marktführerschaft und eröffnen neue Anwendungsfelder, die die Geschäftsbasis verbreitern.

Internationalisierung sichert unseren Kunden auf allen Kontinenten marktkonforme Produkte und unserem Unternehmen die maximale Unabhängigkeit von regionalen Konjunkturschwankungen. Gleichzeitig werden neue Wachstumspotenziale erschlossen.

Flexibilisierung ermöglicht uns, jeglichen Marktentwicklungen durch rasche Anpassung unserer Ressourcen und Kapazitäten zu entsprechen und damit unseren Geschäftserfolg auch in Zeiten hoher Volatilität abzusichern.

VORWORT DES VORSTANDSVORSITZENDEN

SEHR GEEHRTE LESERIN, SEHR GEEHRTER LESER!

Die PALFINGER Gruppe hat im Geschäftsjahr 2015 ihren Wachstumskurs fortgesetzt – ein kontinuierlicher Wachstumskurs, der auf unserer integrierten Strategie basiert. Daher veröffentlicht PALFINGER nun bereits zum dritten Mal einen integrierten Geschäftsbericht, der die wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekte unseres Handelns beinhaltet.

Wir haben mit 1,2 Mrd EUR erneut einen Rekordumsatz erzielt und das Ergebnis überproportional gesteigert – ebenfalls auf ein Rekordniveau. Die EBIT-Marge nähert sich wieder der angestrebten Zweistelligkeit. Wir sind also auf dem richtigen Weg – marktseitig ebenso wie mit unseren internen Initiativen. Die Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte in der gesamten Wertschöpfungskette, vom Einkauf bis hin zur Verwendung unserer Produkte, unterstützt den langfristigen Erfolg der PALFINGER Gruppe.

Im Geschäftsjahr 2015 haben wir uns auf die Integration der in den vergangenen Jahren akquirierten Unternehmen konzentriert. Gleichzeitig haben wir die strategischen Schwerpunkte vorangetrieben und beispielsweise die lokale Wertschöpfung weiter ausgebaut, vor allem in Russland und China. Unser Marinegeschäft wächst, obwohl die Ölindustrie schwächelt – in Form von Großaufträgen, aber auch durch eine Akquisition, mit der wir neue Kundengruppen ansprechen.

Als weltweit tätige Unternehmensgruppe sehen wir zunehmend, dass die Kundenanforderungen zwischen den Regionen stark differieren. Umso wichtiger ist es, spezifische und maßgeschneiderte Kundenlösungen anbieten zu können. Ziel ist die globale Ausgewogenheit in Bezug auf Produktion und Kundennähe.

Wichtig dafür sind nicht nur neue Entwicklungen, Industrie 4.0 oder regionale Innovationsschwerpunkte, sondern vor allem auch Komplexitätsmanagement, um die Erfolgskriterien der gesamten PALFINGER Gruppe zu erhalten. Dazu zählen Profitabilität, Qualität und Service, aber auch konzernweite Standards in Bezug auf faire Wirtschaft, nachhaltige Produkte, öko-effiziente Produktion und nicht zuletzt unsere Mitarbeiter – damit unser Wachstum nachhaltig profitabel ist. Die Entwicklung der Gruppe messen wir an klar definierten wirtschaftlichen und nachhaltigen Kennzahlen.

Daher verfolgen wir auch konsequent die interne Weiterentwicklung, wie durch unser jüngstes Programm "Current Capital 25%". Dadurch soll nicht nur eine kurzfristige Optimierung, sondern die dauerhafte Verbesserung durch neue Denkansätze und Verhaltensänderungen erreicht werden.

Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigster Erfolgsfaktor. Ihre Begeisterung, Motivation und ihre Sicherheit sind uns ein Anliegen. Deswegen sind Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen eine wesentliche Kennzahl bei PALFINGER. Aus- und Weiterbildung, vom Lehrling bis zur Führungskraft, sind ebenso relevante Zukunftsthemen wie Unternehmenskultur und Diversity. Nur wenn wir weltweit entsprechend unseren gemeinsamen PALFINGER Werten agieren und dabei die Vielfalt in unserer Gruppe anerkennen und nutzen, können wir voneinander profitieren und auch zukünftige Wachstumschancen wahrnehmen.

Im Namen des gesamten Vorstands, der Familie Palfinger und aller Aktionäre danke ich allen Mitarbeitern für ihren Beitrag zum Erfolg von PALFINGER.

Herbert Ortner

GRI G4-1: Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers

PALFINGER AUF EINEN BLICK

Die PALFINGER Gruppe umfasste per 31. Dezember 2015 67 Gesellschaften in 25 Ländern mit insgesamt 9.131 Mitarbeitern. Der Hauptsitz befindet sich in Salzburg, Österreich. Die Produktion erfolgt in 34 Fertigungs- und Montagewerken in West- und Osteuropa, Nord- und Südamerika sowie in Asien. Darüber hinaus gewährleistet ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk mit mehr als 200 unabhängigen Generalimporteuren und rund 5.000 Stützpunkten in über 130 Ländern auf allen Kontinenten optimale Kundennähe.

PALFINGER gilt als Technologie- und Innovationsführer. Bei Ladekranen, Forst- und Recyclingkranen, Marinekranen, Windkranen und Hooklifts ist PALFINGER Weltmarktführer. Darüber hinaus ist das Unternehmen führend bei Ladebordwänden und bei Eisenbahnsystemen im High-Tech-Bereich. PALFINGER hat den Anspruch, Service-Champion in der Branche zu sein.

Die konsequente Internationalisierung ermöglichte der PALFINGER Gruppe im Jahr 2015 die Fortsetzung ihres Wachstumskurses. Der Umsatz erreichte mit 1.229,9 Mio EUR einen Rekordwert, das operative Ergebnis verzeichnete eine überproportionale Steigerung auf 104,4 Mio EUR und liegt damit ebenfalls auf Rekordniveau.

PALFINGER verfügt über eine solide Kapitalstruktur; die Eigenkapitalquote beträgt 42,1 Prozent, die Gearing Ratio ist im Berichtszeitraum auf 68,1 Prozent mehrheitlich aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung zurückgegangen. Der Cashflow aus dem operativen Bereich erreichte 2015 110,6 Mio EUR. Der Return on Capital Employed (ROCE) für das Geschäftsjahr 2015 beträgt 9,6 Prozent.

GRI G4-3, GRI G4-5, GRI G4-9: Organisationsprofil

www.palfinger.ag/de/produkte

MOBILKRANE

GRI G4-4: Überblick der Produkte LADEBORDWÄNDE

INDUSTRIEKLETTERER

HIGHLIGHTS 2015

JÄNNER 2015

PALFINGER nimmt neues Produktionswerk in Rudong, China, in Betrieb

Zu Jahresbeginn nimmt das in Rekordzeit errichtete Werk in Rudong nahe Shanghai den Betrieb auf. Dort werden in erster Linie Ladekrane für das Joint Venture Sany Palfinger produziert. Im Jahresverlauf wird auch die Hooklifts-Produktion von Shenzhen nach Rudong verlagert.

JÄNNER 2015

PALFINGER übernimmt Norwegian Deck Machinery AS

Zur Komplettierung des Produktangebots im Marinebereich übernimmt PALFINGER den Hersteller von speziellen Winden und Ladesystemen. Durch diese Übernahme erhält PALFINGER Zugang zu Kundengruppen, die bislang nicht angesprochen wurden.

MÄRZ 2015

Ordentliche Hauptversammlung

Die Hauptversammlung der PALFINGER AG beschließt für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 0,34 EUR je Aktie. Die Dividendenausschüttung in Höhe von insgesamt 12,7 Mio EUR erfolgt Mitte März 2015.

MÄRZ 2015

Joint Ventures mit KAMAZ nehmen den operativen Betrieb auf

Die beiden Joint Ventures mit dem größten russischen Hersteller von Lkws, KAMAZ, nehmen den operativen Betrieb auf. Eines der beiden Gemeinschaftsunternehmen spezialisiert sich auf Herstellung und Vertrieb von Lkw-Aufbauten, das andere auf die Produktion von Zylindern. PALFINGER erweitert damit seine lokale Wertschöpfung in dem wichtigen Markt Russland signifikant.

JUNI 2015

PALFINGER gründet Joint Venture für den amerikanischen Windkraftmarkt

Die neue Gesellschaft FairWind Renewable Energy Services, LLC ist auf die Servicierung von Windkraftanlagen spezialisiert. Die Effizienz der Servicearbeiten kann durch die Verwendung von großen Hubarbeitsbühnen enorm gesteigert werden.

JUNI 2015 PALFINGER MARINE erhält Großauftrag in Norwegen

PALFINGER erhält den Zuschlag für die Ausrüstung eines norwegischen Öl- und Gasfelds mit Marine-Großkranen. Ausschlaggebend sind unter anderem die nachweislich günstigeren Kosten über den Produktlebenszyklus bei vergleichbaren Spezifikationen.

JULI 2015

PALFINGER verdoppelt die Produktionskapazität von INMAN

Das Fertigungswerk von INMAN in Baschkortostan wurde neu errichtet, mit Juli steht die doppelte Kapazität zur Verfügung. Die Auslastung der erweiterten Produktion ist in weiterer Folge rasch gesichert.

SEPTEMBER 2015

Eröffnung des neuen Headquarters

Zu Herbstbeginn wird das neue Global Headquarter der PALFINGER Gruppe in Bergheim bei Salzburg, Österreich, feierlich eröffnet. Erstmals sind alle zentralen Abteilungen unter einem Dach vereint. Bezüglich Energieeffizienz und Arbeitsqualität wurden höchste Standards angewendet.

NOVEMBER 2015

PALFINGER verabschiedet Gruppen-Umweltschutzrichtlinie

Die neue Richtlinie für Umweltschutz setzt bei allen PALFINGER Standorten einheitliche Standards für das Umweltmanagement.

DEZEMBER 2015

PALFINGER schüttet Zwischendividende aus

Am 21. Dezember 2015 schüttet die PALFINGER AG an ihre Aktionäre eine Zwischendividende in Höhe von 0,18 EUR je Aktie aus. Diese stellt eine Abschlagszahlung auf die Jahresdividende 2015 dar. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 9. März 0,39 EUR als Dividende je Aktie vorschlagen. Die Gesamtdividende für 2015 würde damit 0,57 EUR betragen.

STRATEGIE UND VALUE MANAGEMENT

Die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie hat wesentlich zu Wachstum und Erfolg der PALFINGER Gruppe in den vergangenen Jahren beigetragen. Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung unterstützen das Ziel, eine bestimmende Position auf den Weltmärkten zu erlangen bzw. abzusichern. Das Nachhaltigkeitsmanagement wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoffeinkauf bis zum Ende des Produktlebenszyklus aus. Den Fortschritt misst PALFINGER anhand wirtschaftlicher und nachhaltiger Kriterien.

PALFINGER strebt nachhaltig profitables Wachstum an. Das bedeutet, dass das Geschäftsmodell auf langfristige, kontinuierliche Ertragssteigerung ausgerichtet ist. Jegliche Entscheidung wird wissensbasiert und unter langfristigen Aspekten in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen getroffen. Kurz- und mittelfristige Ziele sowie Strategien und Entwicklungsprogramme entsprechen den jeweiligen Umfeldbedingungen und unterstützen die langfristige Ausrichtung.

In allen Segmenten wird eine Top-3-Position angestrebt

Ziel ist, eine bestimmende Position auf den Weltmärkten aus eigener Kraft zu erlangen bzw. abzusichern. Das bedeutet, dass PALFINGER in allen Produkt- und Kundensegmenten eine Wettbewerbsposition unter den Top 3 anstrebt. Im Sinne einer ausgewogenen Umsatzstruktur sollen die drei Regionen EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), Nord- und Südamerika sowie Asien und Pazifik (inkl. GUS) mittelfristig je ein Drittel zum Konzernumsatz beitragen.

UMSATZ NACH REGIONEN

Die Entwicklung der Unternehmensgruppe erfolgt sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen, Greenfield Investments und Joint Ventures. Bei jedem Wachstumsschritt werden neben wirtschaftlichen Faktoren wie Umsatz, Profitabilität, Kapitalbindung und Marktpotenzial auch Umweltverträglichkeit, die Einhaltung von Grundrechten sowie Arbeitsmethoden von Entscheidungsträgern im Rahmen des Kaufprüfungsprozesses (Due Diligence) hinterfragt und bei der Entscheidung berücksichtigt. GRI G4-56: Code of Conduct; GRI G4-HR 1: Menschenrechte bei Investitionen

Als einen entscheidenden Erfolgsfaktor sieht PALFINGER seinen Fokus auf lokale Wertschöpfung. Dies ermöglicht eine natürliche Währungsabsicherung, erhöht die Flexibilität und sichert vor allem die Entwicklung und Herstellung von Produkten, die den jeweiligen regionalen Kundenbedürfnissen entsprechen.

Zur Umsetzung seiner Ziele hat PALFINGER drei strategische Säulen definiert: Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung. Deren Planung und Umsetzung erfolgt unter Berücksichtigung nachhaltiger Aspekte auf Basis einer Wesentlichkeitsanalyse. Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36

Fokus auf lokale Wertschöpfung ist Erfolgsfaktor

Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung sind Säulen der Strategie

INNOVATION, INTERNATIONALISIERUNG UND FLEXIBILISIERUNG UNTER NACHHALTIGEN ASPEKTEN

INNOVATION

PALFINGER hat den Anspruch, Technologie- und Service-Champion unter den Anbietern von Hebe-Lösungen zu sein. Die kontinuierliche Innovation umfasst sämtliche Produkte und Services, aber auch die internen Prozesse und die Organisation.

Im Jahr 2015 lag unter dem Aspekt "Industrie 4.0" das Hauptaugenmerk auf der Frage, wie PALFINGER das Potenzial der Digitalisierung bestmöglich nutzen kann, um die Leistungskraft und den Kundennutzen der Produkte und Services zu steigern. Zahlreiche Produkte wurden mit erweiterter Digitalisierung auf den Markt gebracht, sie zeichnen sich durch höhere Leistungsfähigkeit bei geringerem Eigengewicht aus. Um die Innovationskraft weiter zu stärken, investierte PALFINGER in den Ausbau der Kernkompetenzen Mechatronik, Hydraulik und Stahlbau. Die sichtbarste Innovation ist das neuartige P-Profil der Ausschübe: Anstelle eines Sechskantprofils wird die Geometrie des Vielecks genutzt, um das Eigengewicht bei gleichzeitig höherer Belastbarkeit zu senken. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden erweitert und miteinander vernetzt, um Synergien zwischen den einzelnen Produktgruppen zu heben. PALFINGER entwickelt sich in den jeweiligen Marktregionen, um den Kundenbedürfnissen und auch dem lokalen Preisgefüge besser zu entsprechen.

INTERNATIONALISIERUNG

Durch die konsequente Internationalisierung wurde PALFINGER zu einem Global Player, der weltweit als bevorzugter Partner der Hebe-Industrie gilt. Der Ausbau lokaler Wertschöpfungs-, Vertriebs- und Service-Strukturen macht PALFINGER zunehmend unabhängiger von regionalen Wirtschaftszyklen und ermöglicht es, zusätzliche Wachstumschancen wahrzunehmen. In diesem Zusammenhang strebt PALFINGER auch die Komplettierung der Produktpalette in allen Marktregionen an.

2015 lag der Schwerpunkt auf der Integration der in den Vorjahren erworbenen Unternehmen in die PALFINGER Gruppe, die jeweiligen Prozesse wurden an die Standards der Unternehmensgruppe angepasst. Darüber hinaus erwarb PALFINGER für den Marinebereich die Norwegian Deck Machinery AS (NDM) und gründete in den USA ein Joint Venture mit dem Unternehmen Fairwind, das im Sinne der Vorwärtsintegration am nordamerikanischen Markt Windkraftanlagen serviciert. In Russland haben die beiden Joint Ventures mit KAMAZ die operative Geschäftstätigkeit aufgenommen und in China ging der neue Produktionsstandort in Rudong in Betrieb.

FLEXIBILISIERUNG

Flexibilisierung wurde im Jahr 2009 als dritte Säule der Strategie definiert und entwickelte sich angesichts der Volatilität der Märkte zu einem zentralen Erfolgsfaktor des Konzerns. PALFINGER überprüft und verbessert daher konsequent die Flexibilität aller Standorte, um die Ertragskraft abzusichern und zu erhöhen.

Flexibilisierung ist Basis der Ertragsstärke

Im Jahr 2014 wurde ein systematischer konzernweiter Prozess initiiert, um für jede unternehmerische Einheit messbare Flexibilitätsparameter festzulegen. 2015 lag der Fokus auf den Bereichen Mitarbeiter, Einkauf, Finanzen und Prozesse. Auch im administrativen Bereich sieht PALFINGER das Potenzial, durch Flexibilisierung die Kosten zu senken und die Effizienz zu erhöhen.

Komplettierung der Produktpalette in allen Regionen als mittelfristiges Ziel

Die Digitalisierung steigert Kundennutzen und Leistungskraft der Produkte

STRATEGISCHE NACHHALTIGKEITSASPEKTE

Im Berichtsjahr analysierte PALFINGER erneut in einem umfangreichen, mehrstufigen Prozess die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, die aus interner und externer Sicht aktuell von strategischer Bedeutung sind. Die relevantesten Themen für den Erfolg des Unternehmens und seine Stakeholder sind demnach:

  • GRI G4-19: Wesentliche Aspekte
  • Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36
  • STRATEGISCHE ZIELE 2017

Im Jahr 2012 definierte PALFINGER seine strategischen Ziele bis zum Jahr 2017. Quantitativ wurde die Verdoppelung des Umsatzniveaus auf rund 1,8 Mrd EUR im Jahr 2017 als Ziel formuliert, wobei eine Vollkonsolidierung der Joint Ventures in China und Russland und eine vorhersehbare Entwicklung der Weltwirtschaft angenommen wurden. Zur Konkretisierung erarbeitete PALFINGER Schwerpunktthemen mit Maßnahmen und Grundstrategien, deren schrittweise Umsetzung die Zielerreichung gewährleisten soll. Im Herbst 2015 wurden auf Basis des zwischenzeitlich Erreichten die Maßnahmen und Ziele für die kommenden Jahre aktualisiert.

Nachhaltigkeitsprogramm 2015/16, Seite 211

1,8 Mrd EUR als Umsatzziel für 2017

Die folgende Aufstellung gibt eine Übersicht über die wichtigsten Fortschritte des Jahres 2015 sowie über die weiteren Ziele für das Jahr 2017.

UMSETZUNG 2015 ZIELE BIS 2017
Weiteres Wachstum
mit Fokus auf BRIC-Länder
• Aufbau von zwei Joint Ventures mit KAMAZ in Russland
• Erfolgreiche Integration der PM-Group, hoher
Marktanteil in GUS
• Umsetzung von Lean-Management-Strukturen in GUS
• Vertiefung der Zusammenarbeit mit SANY
• Ausbau der Kooperation mit KAMAZ
• Komplettierung des Produktportfolios in den Marktregionen
• Fortgesetzte Integration der Akquisitionen
• Integration von Sozial- und Umweltstandards sowie
Enforcement des Code of Conduct entlang der gesamten
Wertschöpfungskette
• Umsatz (inkl. Joint Ventures) rund 1,8 Mrd EUR
Aufbau Chinas zu
zweitem Heimmarkt
• Inbetriebnahme des neuen Werks in Rudong
• Großer Tenderauftrag sichert Auslastung
• Verlagerung der Produktion von Hooklifts nach Rudong
• Markterfolge mit Hubarbeitsbühnen
• Einführung einer Lehrlingsausbildung bei Sany Palfinger
• Entwicklung von Technologien und Produkten,
um Kundenwünschen zu entsprechen
• Steigerung der Marktanteile
• Eintritt in den japanischen Markt
• Verbesserung der Vertriebsstrukturen
Globale Ausgewogenheit
in Bezug auf Produktion
und Kundennähe
• Aufbau eines Joint Ventures für den nordameri
kanischen Windkraft-Servicemarkt
• Vertiefung der lokalen Wertschöpfung in den
Marktregionen
• Aufwertung der lokalen F&E-Einheiten
• Weiterer Ausbau der Kundennähe
• Einheitlicher weltweiter High-End-Standard für
Produkte und Services
• Weiterentwicklung des konzernweiten Markenprojekts
Stärkung der Position
im Marine- und
Offshore-Bereich
• Akquisition von Norwegian Deck Machinery (NDM)
• Neue Vertriebsstützpunkte in Europa, den USA,
Brasilien, China und dem Nahen Osten
• Großaufträge für Marinekrane und Windkrane
• Globaler Rollout der Produktpalette, vor allem in Russland,
Brasilien, China und Korea
• Stärkung der Marktposition durch weitere Akquisitionen
• Positionierung als integrierter Deckausrüster für Marine,
Offshore- und Windkraft-Industrie
• Globale Präsenz durch die Errichtung weiterer Vertriebs
und Servicestandorte
Erhalt der
Innovationsführerschaft
in allen Märkten
• Fokus auf Mechatronik
• Kooperationen mit Forschungsinstituten zur
Entwicklung neuer Fertigungstechnologien
und Werkstoffe
• Vernetzung aller F&E-Einheiten der
PALFINGER Gruppe
• Stärkere Verankerung von Innovation in die
Unternehmenskultur
• Centers of Excellence für F&E-Schwerpunkte
• Förderung von Synergien im Innovationsbereich
zwischen den Geschäftseinheiten
• Zusätzliche Investitionen in neue Technologien und Prozesse
• Innovation für mehr Produktsicherheit und
Umweltverträglichkeit
Erfüllung der Kunden
erwartungen durch maß
geschneiderte Lösungen
• Entwicklung neuer Produkte für lokale Märkte
• Adaptierung bestehender Produkte an Marktan
forderungen in GUS, China und Südamerika
• Mehr Ausstattungsvarianten, um "customized"
anbieten zu können
• Integration von Services in das Geschäftsmodell
• Erweiterte Kundenansprache durch modulare
Konstruktion der Produkte
• Engere Beziehung zu Endkunden, um
Innovationen bedürfnisnah zu entwickeln
Anpassung von Produktions
standorten und
-technologien in Europa
• Anpassung der langfristigen Wertschöpfungsstrategie
• Beginn der Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten
• Steigerung der Automatisierung in der Produktion
• Start der Erweiterung der Produktionskapazitäten in
Bulgarien
• Verknüpfung der neuesten Produktionstechnologien mit
den Standards von Industrie 4.0
• Weiterentwicklung der technologischen Kernkompetenzen
• Verlagerung von Low-Tech-Prozessen in Niedriglohnländer
• Wissensmanagement unter Berücksichtigung lokaler
Technologien
Sicherung der Zukunfts
fähigkeit durch Übernahme
ökologischer und
gesellschaftlicher
Verantwortung
• Weitere Umsetzung der Initiative PALversity mit
den Schwerpunkten internationale Mobilität,
Unternehmenskultur und Leadership Excellence
• Launch des firmeninternen Social Media-Kanals Yammer
• Verbesserung der Energieeffizienz und überwiegende
Reduktion von gefährlichen Abfällen
• Energieaudits im Rahmen des Energieeffizienz
gesetzes in Österreich und Bulgarien
• Schärfung des Bewusstseins und der Kommunikation
für Ethik und Compliance
• Durchgängige Einhaltung der weltweit gültigen
Code-of-Conduct-Kriterien und Einführung bei neuen
Standorten
• Kulturelle Weiterentwicklung im Umgang mit Diversity
sowie Entwicklung standardisierter Arbeitsbedingungen
durch PALversity
• Kontinuierliche Verminderung der Ausfallzeiten von
Mitarbeitern aufgrund von Arbeitsunfällen
• Innovationsführerschaft auch bei Produkten für
ökologische und soziale Zwecke
• Lokale Umsetzung der PALFINGER Umweltschutzrichtlinie
sowie Implementierung von kontinuierlichen
Verbesserungsprozessen
• Einführung von ISO 50001 in Deutschland und Slowenien
• Abfalloptimierung in Österreich, Slowenien, Bulgarien
und Rumänien
• Jährliche Verbesserung der Energieeffizienz und Reduktion
der gefährlichen Abfälle um jeweils 1,8 Prozentpunkte

KONZERNWEITE ENTWICKLUNGSPROGRAMME

ENTWICKLUNG DER UNTERNEHMENSKULTUR

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Unternehmenskultur, insbesondere zur Weiterentwicklung des Umgangs mit Vielfalt und Unterschiedlichkeiten, wurde im Jahr 2014 das gruppenweite Projekt PALversity ins Leben gerufen.

Im Rahmen von PALversity erarbeiten Mitarbeiter aus allen Einheiten und Regionen der Gruppe gemeinsam konkrete Maßnahmen, unter anderem in den Teilprojekten Unternehmenskultur und Internationale Mobilität.

Als Beispiel für eine bereits umgesetzte Idee kann der temporäre Einsatz von Mitarbeitern aus zentralen Gruppenfunktionen in den lokalen Business Units (und vice versa) genannt werden, wo sie alltäglich in einer anderen Kultur leben und mit Kollegen zusammenarbeiten. Somit wird sichergestellt, dass an allen Standorten der PALFINGER Gruppe das Verständnis für die Vielfalt steigt und die Vernetzung vorangetrieben wird.

Eine andere konkrete Maßnahme bezog sich im Jahr 2015 auf die seit vielen Jahren gelebten Kernwerte Unternehmertum, Respekt und Lernen: die regionale Entwicklung von "key behaviours" für alle Mitarbeiter und von "leadership principles" für die Führungskräfte. Ziel ist es nunmehr, diese Grundsätze als wesentliche Bestandteile von Feedbackgesprächen und Leistungsbeurteilungen zu etablieren.

Bei PALFINGER arbeiten Menschen aus 71 Nationen

Kernwerte sind Unternehmertum, Respekt und Lernen

CURRENT CAPITAL

Prozessoptimierung und neue Denkweisen werden Kapitalbindung reduzieren

Das Wachstum der PALFINGER Gruppe war in den vergangenen Jahren von Internationalisierung, lokaler Wertschöpfung und Erfüllung regionaler Kundenbedürfnisse in den einzelnen Marktregionen geprägt. Dieses Wachstum führte gleichzeitig zu höherer Verschuldung und trotz aktivem Capital-Employed-Management zu steigender Kapitalbindung, insbesondere im kurzfristigen Bereich. Aus diesem Grund initiierte PALFINGER im Jahr 2015 die konzernweite Initiative "Current Capital 25%" zur Optimierung der internen Prozesse. Ziel ist, die Bindung des kurzfristigen Kapitals im Verhältnis zum Umsatz auf 25 Prozent zu senken und langfristig auf diesem Niveau zu halten. Die gestaffelte Umsetzung begann in Geschäftseinheiten in Deutschland, Nordamerika und Brasilien, sie ermöglichte bereits im Berichtszeitraum eine sichtbare Verbesserung.

Neben Prozess- und Strategieveränderungen strebt PALFINGER auch eine Veränderung von Denkweisen und Führungsstilen an, um die Auswirkungen alltäglicher Entscheidungen auf das Capital Employed zu berücksichtigen.

INDUSTRIE 4.0

PALFINGER setzt seit vielen Jahren auf die Prinzipien von Lean Production und konnte damit jene stabilen und leistungsfähigen Prozesse implementieren, die jetzt das Fundament für Industrie 4.0-Anwendungen bilden. Im Jahr 2014 wurde die Transparenz erarbeitet, um zu verstehen, welche Projekte im Kontext der Digitalisierung bei Prozessen, Produkten und Geschäftsmodellen bereits in der Unternehmensgruppe laufen und welche Partner zur Weiterentwicklung eingebunden werden könnten.

Industrie 4.0 wird "aus der Region für die Region" entwickelt

Im Jahr 2015 wurde festgelegt, dass die Entwicklung von Industrie 4.0-Projekten gemäß der Internationalisierungs- und Flexibilierungsstrategie jeweils unter regionaler Führung "aus der Region für die Region" – jedoch mit Unterstützung durch das Headquarter – stattfinden wird. Nach innen liegt der Fokus auf Lieferkette, Fertigung und Montage, nach außen auf Vertrieb, Service und Marketing.

Bereits umgesetzt wurden die integrierte Herstellung von Produktkomponenten durch die Vernetzung von Fertigungsanlagen und die Reduktion der Herstellungskosten mittels horizontaler Integration der Lieferkette. Weiters konnten Servicedienstleistungen auf Grundlage der von den Produktsensoren übermittelten Daten für das Flottenmanagement und zur vorbeugenden Instandhaltung am Markt erfolgreich eingeführt werden. Die grundsätzliche und proaktive Auseinandersetzung mit den Chancen der Digitalisierung stellt einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil dar, der die weitere Flexibilisierung und die Profitabilität der dezentral strukturierten Unternehmensgruppe unterstützt.

VALUE MANAGEMENT

PALFINGER misst Fortschritte bei der Entwicklung des Konzerns und die Wertsteigerung anhand vier wirtschaftlicher Kennzahlen, im Jahr 2015 wurden diese um zwei weitere, nachhaltige Kriterien ergänzt:

  • Umsatzwachstum
  • EBIT-Marge
  • Return on Capital Employed (ROCE)
  • Net Working Capital
  • Ausfallzeiten von Mitarbeitern aufgrund von Arbeitsunfällen
  • Energieverbrauch bezogen auf Umsatz

Ausschlaggebend für PALFINGER ist die langfristige Entwicklung dieser Kennzahlen, da die Unternehmensgruppe nicht kurzfristige Erfolge, sondern nachhaltig profitables Wachstum anstrebt. Die vier wirtschaftlichen Kennzahlen zeigten seit dem schwierigen Jahr 2009 stets eine hervorragende Entwicklung. Das Umsatzvolumen konnte nach dem starken Umsatzwachstum der vergangenen Jahre im Jahr 2015 erneut um 15,7 Prozent gesteigert werden. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 8,5 Prozent und der ROCE beträgt 9,6 Prozent. Trotz der deutlichen Ausweitung der Umsätze im Jahr 2015 erhöhte sich das Net Working Capital nur geringfügig, dazu trugen auch die ersten Erfolge der "Current Capital 25%"-Initiative bei. Somit ging die Kapitalbindung auf 14,6 Prozent (Vorjahr: 16,4 Prozent) zurück. Die laufenden Initiativen und Flexibilisierungsmaßnahmen sollen auch zur weiteren Verbesserung dieser Kennzahlen beitragen.

Das integrierte Nachhaltigkeitsmanagement liefert wesentliche Beiträge zum Value Management, indem Kosten und Risiken reduziert werden. Das zeigt sich exemplarisch an zwei Aspekten, bei denen bereits Kostensenkungen feststellbar sind: Gesundheit der Mitarbeiter und Energieeffizienz.

Die Steigerung der Energieeffizienz bewirkt deutliche Kosteneinsparungen

Die Ausfallzeiten der Mitarbeiter aufgrund von Arbeitsunfällen konnten in den vergangenen Jahren durch das Arbeitsplatz-Sicherheitsmanagement reduziert werden. Im Jahr 2015 entwickelte sich die Ausfallzeit jedoch negativ auf 0,13 Prozent (Vorjahr: 0,11 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr konnten damit keine Kosten eingespart werden. Hingegen konnte die Energieeffizienz verglichen mit dem Jahr 2014 deutlich verbessert werden. Der Energieverbrauch-Index ging im Jahr 2015 um 4,25 Prozent bezogen auf den Umsatz zurück. Unter der Annahme gleichbleibender Energiekosten ergibt sich dadurch eine Einsparung bei Strom und Gas gegenüber 2014 in Höhe von 186.000 EUR.

GRI G4-EC 8: Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen

Nachhaltigkeitsmanagement, Seite 37

WERTSCHÖPFUNG

PALFINGER berücksichtigt Nachhaltigkeitskriterien nicht nur unternehmensintern, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Chancen und Risiken werden dadurch ganzheitlich analysiert und die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen miteinbezogen – vom Rohstoffeinkauf bis zur Verwendung der Produkte durch den Endkunden. PALFINGER strebt den Blick auf den gesamten Global Production Footprint an.

GRI G4-12: Beschreibung der Lieferkette; GRI G4-20: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte innerhalb der Organisation; GRI G4-21: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte außerhalb der Organisation

Nachhaltigkeit bei den Lieferanten, Seite 54; Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 77; Sichere und effiziente Produkte, Seite 85; Öko-effiziente Produktion, Seite 89

Im Bereich der Wertschöpfung wurde im Jahr 2015 das Hauptaugenmerk auf das Thema Industrie 4.0 gelegt. Nach der Sondierungsphase im Jahr 2014 wurden 2015 die Themen mit dem größten Potenzial evaluiert und entsprechende Projekte in die Organisation eingesteuert. Die Geschäftseinheit Ladekrane und insbesondere der Standort Lengau in Österreich spielen dabei eine maßgebliche Rolle als Pilotprojekte – hier wurden und werden die ersten Initiativen gemeinsam mit Partnern umgesetzt.

Die Investition in neue Technologien wie Laser-Hybrid-Schweißen und automatisierte Fertigungsstraßen sowie das permanente Optimieren und Digitalisieren von Fertigungsprozessen sind für PALFINGER seit jeher Teil der Wertschöpfungsstrategie. So wurde auch heuer wieder an vielen Standorten in Maschinen, Automatisierung und neue Technologien investiert.

Eine Leitlinie der Wertschöpfungsstrategie ist der Aufbau lokaler Produktion in den einzelnen Marktregionen. Dies mindert die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf die lokale Preisgestaltung, unterstützt die Entwicklung länderspezifischer Modelle und schützt vor handelspolitischen Restriktionen. Außerdem werden Transporte der Komponenten bzw. der Produkte dadurch eingespart. Einige Länder legen sogar Wert auf einen hohen Anteil lokaler Wertschöpfung oder fordern dies auch explizit ein.

In den Jahren 2014 und 2015 investierte PALFINGER stark in den Aufbau der Wertschöpfung in China und Russland. In Rudong (CN) wurde ein großes Produktionswerk errichtet und in Betrieb genommen. Dort werden die Produkte des Joint Ventures Sany Palfinger produziert, und die bisherige Produktion von Hooklifts für den chinesischen Markt wurde von Shenzhen dorthin verlagert.

In Russland wurden die Fertigungskapazitäten von INMAN verdoppelt. Im Rahmen der Mehrheitsübernahme der PM-Group Lifting Machines wurden auch die beiden Produktionsstandorte in Velikiye Luki und Archangelsk in die Wertschöpfungskette von PALFINGER integriert. Darüber hinaus vertiefen bzw. erweitern seit 2015 die beiden Joint Ventures mit KAMAZ die Wertschöpfung in Russland. Der Fokus liegt nun auf der weiteren Integration und der Effizienzsteigerung der neuen Wertschöpfungseinheiten und Joint Ventures.

In Südamerika baute PALFINGER eine Fertigungslinie für Forst- und Recyclingkrane am Standort in Brasilien auf. Im Marinebereich wurden die Montagestandorte für Offshore-Krane in Polen und Brasilien erweitert, um die Montage- und Test-Kapazitäten zu erhöhen und die Arbeitsprozesse effizienter zu gestalten.

Gemäß dem strategischen Ziel, Low-Tech-Prozesse in Niedriglohnländer zu verlagern, wurden auch 2015 Wertschöpfungsinhalte vor allem an osteuropäische Standorte verlagert. Gleichzeitig werden die Kapazitäten dem zukünftigen Bedarf angepasst: In Cherven Brjag (BG) startete die Erweiterung des Produktionswerks. Die Fertigung und Montage von Windkranen wurde nach Marburg (SI) verlagert, dort wurde auch der Grundstein für den Bau einer Lackieranlage für Großbauteile sowie hochseefeste Lackierung von Marinegeräten geschaffen. Der Standort Tenevo (BG) wird seine Kompetenzen im Kleinzylinderbereich erweitern. Mit den laufenden Investitionen in diese Standorte geht bei PALFINGER auch die konstante Weiterentwicklung der Kompetenzen vor Ort einher – ein wichtiger Schritt zur permanenten Steigerung von Produktivität, Liefertreue und vor allem Qualität.

Die Struktur der Kompetenzzentren in Europa leistet einen großen Beitrag zur Steigerung der Produktivität und der Liefertreue der osteuropäischen Produktionsstandorte. Die Innovationen von Produkten und Prozessen werden zu einem großen Teil in Österreich entwickelt, die Umsetzung erfolgt gemeinsam jeweils vor Ort. Die Vernetzung zwischen den Entwicklungsabteilungen, mit der Fertigung und dem Einkauf wurde intensiviert, um frühzeitig im Entwicklungsprozess die Bedürfnisse und Möglichkeiten aller Beteiligten berücksichtigen zu können. Die Folge davon sind in der Regel Qualitätsverbesserungen bei gleichzeitiger Kostenreduktion.

Eine weitere Leitlinie der Wertschöpfungsstrategie ist die Konzentration auf auftragsbezogene Fertigung. Diese trägt zur Verkürzung der Durchlaufzeiten, zur Reduktion der Bestände und zur Vermeidung des Obsoletrisikos bei. Der Erfolg der entsprechenden Maßnahmen kann vor allem an den stetig sinkenden Werkstattbeständen, aber auch an der Reduktion des kurzfristig eingesetzten Kapitals, des Current Capital, gemessen werden.

Auch die laufende Weiterentwicklung des PALFINGER ProduktionsSystems als firmeninterne Umsetzung von Lean Production trägt zur kontinuierlichen Verbesserung der Wertschöpfung bei.

In den vergangenen Jahren wurde in den Aufbau der lokalen Wertschöpfung in China und Russland investiert

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2015

Low-Tech-Prozesse werden in Niedriglohnländer verlagert

MARKE

Die Marke PALFINGER erleichtert die Erschließung neuer Märkte

Ein einheitlicher Markenauftritt mit Wiedererkennungswert ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg von PALFINGER. Er stärkt die Marke in bestehenden Märkten und erleichtert die Erschließung neuer Märkte beziehungsweise den Einstieg in neue Produktbereiche. Die Dachmarke PALFINGER steht für höchste Qualität und Innovationsführerschaft. Die Markenwerte – Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Innovation – stellen den Nutzen der Produkte und der gesamten Unternehmensgruppe dar.

Das Markenversprechen wird im Claim LIFETIME EXCELLENCE auf den Punkt gebracht, formuliert die Qualitätsführerschaft von PALFINGER über den gesamten Lebenszyklus und positioniert das Unternehmen im Markt als Premiumanbieter. Sicherheit und Öko-effizienz unterstützen das Qualitätsversprechen.

Im Jahr 2015 wurde in Hinblick auf die fortschreitende Internationalisierung entschieden, auch EPSILON in die Dachmarke PALFINGER zu integrieren, jedoch als Produktbezeichnung weiter zu verwenden.

Auch in Russland werden die beiden vor Ort gut eingeführten Kranmarken Velmash und Solombalsky zu Produktbezeichnungen, wie dies auch mit INMAN geschah. Diese Produktbezeichnungen werden der Dachmarke PALFINGER zur Seite gestellt, beispielsweise PALFINGER IM (INMAN Maniupulator) oder PALFINGER IT (INMAN Teleskopik). Joint Ventures mit Beteiligung von PALFINGER firmieren im Regelfall mit den beiden Markenlogos der Joint-Venture-Partner. Jener Partner mit der Anteilsmehrheit wird erstgereiht. Dies trifft auch für die beiden Joint Ventures Mounting und Cylinder mit KAMAZ zu: KAMAZ PALFINGER und PALFINGER KAMAZ.

STAKEHOLDERMANAGEMENT

PALFINGER übernimmt Verantwortung in den Regionen, in denen die Unternehmensgruppe agiert. Im Mittelpunkt stehen neben öko-effizienter Produktion, nachhaltigen Produkten und fairer Wirtschaft insbesondere die eigenen Mitarbeiter. PALFINGER bindet seine Stakeholder ein und berücksichtigt die Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Rohstoffeinkauf bis zum Betrieb der PALFINGER Produkte.

STAKEHOLDERMANAGEMENT

PALFINGER zählt zu seinen Stakeholdern all jene juristischen oder natürlichen Personen, die von den Unternehmensaktivitäten in der einen oder anderen Weise betroffen sind oder deren Entscheidungen Einfluss auf PALFINGER haben. Im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung achtet PALFINGER darauf, auf die einzelnen Interessen und Ansprüche ausgewogen und aktiv einzugehen und führt regelmäßig – zuletzt im Sommer 2015 – eine Stakeholderbefragung durch. Die wesentlichen Stakeholder sowie die Kommunikation mit ihnen und ihre Einbindung werden nachfolgend kurz dargestellt.

GRI G4-24: Liste der Stakeholder; GRI G4-25: Auswahl der Stakeholder; GRI G4-26: Einbindung der Stakeholder; GRI G4-27: Ergebnisse der Einbindung; GRI G4-37: Konsultationsverfahren

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36

BESCHREIBUNG DER STAKEHOLDER

Mitarbeiter und Betriebsräte

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind das wesentlichste Kriterium für den Unternehmenserfolg. PALFINGER ist daher bestrebt, seinen derzeitigen und potenziellen Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Die Unternehmenskultur fördert hohe Eigenverantwortung und bietet den Mitarbeitern weitreichende Möglichkeiten, mit eigenen Ideen beizutragen. Weiterbildungsmaßnahmen werden in großer Zahl angeboten und in Anspruch genommen. Als Kommunikationskanäle dienen neben regelmäßigen Mitarbeitergesprächen das Intranet, der Corporate Blog, die Mitarbeiterzeitung PALFINGER Internal Newsletter (PIN), die aufgrund der regen Nachfrage auf jährlich drei Ausgaben in vierzehn Sprachen erweitert wurde, und seit 2015 auch das interne Social-Media-Netzwerk Yammer.

2014 wurde die konzernweite Initiative PALversity mit fünf Themenschwerpunkten – internationale Mobilität, Talentemanagement, Unternehmenskultur, Rekrutierung und Arbeitsbedingungen – gestartet, um die internationale Weiterentwicklung des Unternehmens im Umgang mit Vielfalt und Unterschiedlichkeit sicherzustellen. Als besonders wertvoll schätzt PALFINGER hierbei den persönlichen Erfahrungsaustausch. Dementsprechend liegt der Fokus auf direkter Kommunikation zwischen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Regionen und Bereichen. Auch das private Umfeld der Mitarbeiter wird beispielsweise bei Familientagen mit einbezogen. Der kontinuierliche Austausch mit dem Betriebsrat ist gegeben, dieser ist in alle wesentlichen Agenden involviert.

Unternehmenskultur, Seite 23; Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 77

Lieferanten und Partnerunternehmen

PALFINGER pflegt zu seinen Lieferanten langfristige Beziehungen, um die Wettbewerbsfähigkeit auch unter volatilen Marktbedingungen zu sichern und vermehrt Komponenten gemeinsam zu entwickeln. Mit rund 155 strategischen Lieferanten bestehen Lieferverträge, die auch ökologische und gesellschaftliche Themen sowie Korruptionsbekämpfung beinhalten. Die Einhaltung wird im Rahmen von Audits durch PALFINGER überprüft. Reputations- und Ausfallrisiken etwa aufgrund von Nichteinhaltung umweltrechtlicher Auflagen durch Lieferanten wird dadurch vorgebeugt. Zweijährlich veranstaltet PALFINGER einen internationalen Lieferantentag, an dem die aktuelle wirtschaftliche Situation und die geplanten Entwicklungen der PALFINGER Gruppe präsentiert werden. Diese gezielte Einbindung und der kritische Dialog tragen zum positiven Feedback bei und schärfen das Bewusstsein für die Bedeutung von gesellschaftlicher Verantwortung.

Kunden und Händler

Der Vertrieb der Produkte erfolgt über unabhängige Händler sowie eigene Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit den Servicestützpunkten stellen sie ein umfassendes Netzwerk für die Endkunden dar. Die Händler sind das wichtigste Bindeglied zum Endkunden und die wichtigste Kundengruppe für das Unternehmen. Jährlich findet eine internationale Händlertagung statt, um die Einbindung der Händler in das Geschäft von PALFINGER zu garantieren. Die Händler werden auch in die kontinuierlichen internen Verbesserungsmaßnahmen und in konzernweite Standards einbezogen. Jährlich führt PALFINGER in dafür ausgewählten Business Units umfangreiche Händlerbefragungen durch. Deren Ergebnisse fließen in Maßnahmen ein. Im Jahr 2015 wurden ingesamt 12 Kundenbefragungen bei Händlern, Subhändlern und Werkstätten in verschiedenen Ländern durchgeführt.

GRI G4-PR 5: Befragung zur Kundenzufriedenheit

Investoren

PALFINGER legt seit dem Börsegang im Jahr 1999 großen Wert auf die kontinuierliche und transparente Übermittlung von Informationen an seine Investoren. Der Vorstand und das Investor-Relations-Team nehmen an zahlreichen Investorenkonferenzen teil und führen darüber hinaus zahlreiche Single-Stakeholderdialoge, auch im Rahmen von Fachveranstaltungen.

Investor Relations, Seite 40

PALversity sichert die Weiterentwicklung der global aktiven Unternehmensgruppe

Lokales Umfeld

PALFINGER will als verlässlicher Partner und attraktiver Arbeitgeber in den jeweiligen Regionen anerkannt werden. In den einzelnen Marktregionen wird zunächst ein Vertriebsnetzwerk und in weiterer Folge lokale Wertschöpfung aufgebaut. Dabei kommen lokale Lieferanten und Partnerunternehmen verstärkt zum Einsatz. Der Dialog mit diesen Partnern findet transparent, situativ und auf Augenhöhe statt. Lokale Entscheidungsträger nutzen unter Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips den direkten Kontakt. Auch lokale Medienarbeit und die Teilnahme an bzw. Gastgeberschaft für Veranstaltungen zählen zu den Kommunikationsmaßnahmen.

WESENTLICHKEITSANALYSE

Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sind den Stakeholdern am wichtigsten Im Jahr 2015 analysierte PALFINGER zum wiederholten Mal in einem mehrstufigen Prozess die wesentlichen ökonomischen, gesellschaftlichen, ökologischen und ethischen Aspekte, die aus interner und externer Sicht von strategischer Bedeutung für das Unternehmen sind. Die wesentlichen Themenstellungen wurden entsprechend den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI), des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) und des International Integrated Reporting Council (IIRC) evaluiert. In weiterer Folge führte PALFINGER eine quantitative Befragung von ausgewählten internationalen Vertretern der wichtigsten Stakeholdergruppen durch. Die Rücklaufquote betrug 44 Prozent.

Die erhobenen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen wurden schließlich nach der Relevanz für das Unternehmen (Farbe) und für Stakeholder (Y-Achse) sowie der langfristigen Auswirkung (Impact) auf die Gesellschaft (X-Achse) bewertet. Zukünftige Stakeholderdialoge werden auf diesen Ergebnissen aufbauen.

Die Wesentlichkeit der Themen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung wurde aus einer hohen Relevanz für die Stakeholder und aus einer hohen Auswirkung auf Umwelt oder Mensch abgeleitet. Die 12 wesentlichsten Themen von 32 bewerteten sind in der aktuellen Wesentlichkeitsmatrix abgebildet und spiegeln sich im vorliegenden integrierten Geschäftsbericht 2015 sowie im internen Berichtswesen wider.

Bei der diesjährigen Stakeholderbefragung wurden die Themen attraktive Beschäftigungsmöglichkeit, Corporate Governance, Energieeffizienz, Klimaschutz sowie effiziente Produkte höher bewertet als in den vergangenen Jahren und scheinen daher erstmalig unter den Top-12-Themen auf. Als Thema mit der höchsten Relevanz hat sich Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter (bisher Rang 9) herauskristallisiert. Die Kundenzufriedenheit, die bisher als wichtigstes Kriterium galt, stellt für PALFINGER jetzt einen selbstverständlichen Anspruch dar und wurde daher aus dem Fragebogen gestrichen. Die übrigen Themen haben sich innerhalb der Rangliste nur marginal verschoben. Neue Produkte für ökologische und soziale Zwecke (Rang 27) sowie die Verwendung von biologisch abbaubarem Hydrauliköl (Rang 28) wurden als unwesentlich bewertet. Die entsprechenden Kennzahlen werden daher in Zukunft nicht mehr berichtet. Grundsätzlich werden bei allen PALFINGER Produkten ökologische und soziale Anwendungszwecke forciert und bei der Produktentwicklung beachtet. Biologisch abbaubares Hydrauliköl steht ebenfalls in allen Bereichen als Zusatzausstattung optional zur Verfügung. Überdies stellt Nachhaltigkeit in der Lieferkette ebenso einen wichtigen Aspekt für PALFINGER dar. Dies garantiert langfristige Lieferantenbeziehungen und hohe Qualitätsansprüche.

GRI G4-18: Festlegung der Berichtsinhalte; GRI G4-19: Wesentliche Aspekte; GRI G4-22: Neudarstellung in der Berichterstattung; GRI G4-23: Änderungen in Umfang und in den Grenzen der Aspekte

Wertschöpfung, Seite 26; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT

Die Integration von Nachhaltigkeit in die Strategie der PALFINGER Gruppe gewährleistet konzernweit professionelles Nachhaltigkeitsmanagement. Gleichzeitig ist Nachhaltigkeit ein integrativer Teil des Commitments der Unternehmensführung.

Das Nachhaltigkeitsmanagement liegt im Zuständigkeitsbereich des Vorstandsvorsitzenden. Die Nachhaltigkeitsbeauftragte ist Teil des Teams Corporate Communications & Investor Relations und berichtet indirekt an den Vorstand. In ihrem Verantwortungsbereich liegt auch die Stakeholderkommunikation.

Für die Auswahl der Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder werden derzeit keine speziellen Nachhaltigkeitskriterien herangezogen. Über die Familie Palfinger als Haupteigentümer sowie die vom Betriebsrat delegierten Aufsichtsräte ist gewährleistet, dass nachhaltig soziale Aspekte in diesem Gremium Beachtung finden. Eine unabhängige Bewertung der Governance von Nachhaltigkeit bzw. ein nachhaltigkeitsbezogenes Vergütungssystem sind derzeit nicht in Kraft.

Der Vorstand erarbeitet gemeinsam mit Führungskräften in regelmäßigen Executive Team Meetings die Unternehmensstrategie, -richtlinien und -werte. Die Führungskräfte setzen sich aktiv für die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts der Organisation ein. Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse für ökologische, soziale, ethische und wirtschaftliche Themen, auf denen die Nachhaltigkeitsberichterstattung beruht, werden ebenso wie das Nachhaltigkeitsprogramm vom Vorstand beschlossen und freigegeben. Im Rahmen der Erstellung des integrierten Geschäftsberichts werden die Entwicklung der Kennzahlen sowie weitere relevante Entwicklungen an den Vorstand kommuniziert, damit diese im Nachhaltigkeitsprogramm berücksichtigt werden.

Der bewährte Nachhaltigkeitsprozess wurde aufgrund der Integration des Nachhaltigkeitsberichts in den Geschäftsbericht und der damit einjährigen Berichtsperiode mit dem Rhythmus des Finanzreporting akkordiert und Daten werden in einem gemeinsamen softwaregestützten System erhoben. Die Kennzahlen sowie das Maßnahmenprogramm 2015/16 wurden im Rahmen der Workshops "Verantwortungsbewusster Arbeitgeber", "Öko-effiziente Produktion", "Nachhaltige Produkte" und "Faire Wirtschaft" diskutiert, weiterentwickelt sowie vom Vorstand verabschiedet.

WESENTLICHKEITS
ANALYSE
KENNZAHLEN
• Stakeholderbefragung
durchführen
• Wesentliche Themen
identifi zieren
• Kennzahlen defi nieren,
erheben und prüfen
• Ergebnisse mit
Management auswerten
VORSTANDS
FREIGABE
Nachhaltigkeitsprogramm
beschließen
MASSNAHMEN
Maßnahmenworkshops
planen und durchführen:
• Verantwortungsbewusster
Arbeitgeber
• Öko-effi ziente Produktion
• Nachhaltige Produkte
• Faire Wirtschaft

GRI G4-33: Externe Prüfung; G4-34: Führungsstruktur und Kontrollorgane; GRI G4-35: Rolle des höchsten Kontrollorgans; GRI G4-36: Zuständigkeit des höchsten Kontrollorgans; GRI G4-48: Höchste Position, die den Nachhaltigkeitsbericht prüft, bewilligt und sicherstellt

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36; Corporate-Governance-Bericht, Seite 96; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

FINANZSTRÖME AN STAKEHOLDER

PALFINGER sieht faire Steuerzahlung als Teil der gesellschaftlichen Verantwortung

Die Stakeholder tragen zum Erfolg von PALFINGER bei, ebenso partizipieren Mitarbeiter, Lieferanten, Eigentümer, die öffentliche Hand und Banken an den Erträgen des Unternehmens. Die Einnahmen umfassen bei PALFINGER vor allem den Umsatz, aber auch sonstige Leistungen, Erträge aus Mieten und Anlagenverkauf sowie Zinserträge. Dieser direkt erzeugte monetäre Wert erhöhte sich von 1.068 Mio EUR im Vorjahr auf 1.235 Mio EUR im Geschäftsjahr 2015. Der wirtschaftliche Erfolg wirkte sich auch positiv auf die Stakeholder aus.

Zahlungen an Lieferanten stellten im Berichtszeitraum mit 766,9 Mio EUR den größten Finanzstrom dar. Dies betrifft unterschiedliche Leistungen wie Rohstoffe, Bauteile und Komponenten, Anlagen sowie Betriebsmittel und Energie.

Löhne und Gehälter der Mitarbeiter bewirkten mit 314,6 Mio EUR den zweitgrößten Finanzstrom, der vor allem durch die Ausweitung der PALFINGER Produktion und die Akquisition neuer Gesellschaften um 10,8 Prozent anstieg.

Die konstante Dividenden- und Zinspolitik von PALFINGER führte entsprechend der positiven Geschäftsentwicklung und der im Dezember ausbezahlten Zwischendividende in der Höhe von 0,18 EUR zu einem Anstieg der Zahlungen an Kapitalgeber von 33,2 Mio EUR auf 36,6 Mio EUR im Jahr 2015.

Die Zahlungen an öffentliche Stellen umfassen ertragsunabhängige Steuern wie etwa die Grundsteuer oder ertragsabhängig die Körperschaftssteuer, abzüglich Subventionen für Investitionen oder Forschung und Entwicklung. Im Berichtszeitraum stiegen sowohl die Steuerleistungen auf 13,9 Mio EUR (Vorjahr: 10,2 Mio EUR) als auch die Subventionen auf 2.386 TEUR (Vorjahr: 925 TEUR) an. PALFINGER sieht faire Steuerleistung als eine gesellschaftliche Verantwortung und transferiert keine Gewinne – beispielsweise durch gezielt gesteuerte Preisgestaltung für unternehmensinterne Lieferungen und Leistungen – in Länder mit niedrigeren Ertragsteuersätzen. Die Preisgestaltung ist standardisiert, sie folgt den OECD-Standards für Verrechnungspreise und entspricht demnach den Marktpreisen. Es werden keine speziellen Zweckgesellschaften gebildet, um Steuerleistungen zu vermeiden. Einen wesentlichen Anteil der Steuerleistung erbringt PALFINGER in Österreich durch seine Wertschöpfung. Die Wertschöpfungskette und die logistischen Prozesse sind derart entscheidend, dass Subventionen zwar eine willkommene Unterstützung darstellen, jedoch Standort- oder Investitionsentscheidungen nicht beeinflussen.

Die Investitionen in das Gemeinwohl konnten 2015 leicht erhöht werden. In Summe beliefen sich die Aufwände für Spenden und Sponsoring im Geschäftsjahr 2015 auf 682 TEUR (Vorjahr: 567 TEUR).

Die Differenz aus den Einnahmen und den Zahlungsströmen an Stakeholder stellt den in der Grafik ausgewiesenen einbehaltenen monetären Wert dar. Zu beachten ist, dass der einbehaltene monetäre Wert keine Erträge aus Equity-Bewertungen enthält, da es sich nicht um Finanzströme handelt.

FINANZSTRÖME AN STAKEHOLDER1) (in TEUR) Direkt erwirtschafteter und verteilter wirtschaftlicher Wert

1) Es handelt sich dabei ausschließlich um tatsächliche Finanzströme, abgeleitet aus der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, welche im jeweiligen Jahr geflossen sind. Daraus erklären sich etwaige Differenzen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung im integrierten Geschäftsbericht. Zusätzlich wurde die Darstellung an die Definition des Berichtsstandards der Global Reporting Initiative G4 angepasst.

GRI G4-EC 1: Direkt erwirtschafteter Wert und verteilter wirtschaftlicher Wert; GRI G4-EC 4: Finanzielle Unterstützung seitens der Regierung

INVESTOR RELATIONS

Kontinuierlicher Dialog und transparente Kommunikation sind wesentliche Schwerpunkte der Investor-Relations-Aktivitäten bei PALFINGER. Im Jahr 2015 standen der Vorstand und das Investor-Relations-Team von PALFINGER Investoren auf zahlreichen Roadshows und Investorenkonferenzen im In- und Ausland für persönliche Gespräche zur Verfügung. Die Teilnahme an Anlegermessen, Aktionärsveranstaltungen und Börsentagen förderte den Dialog mit Privataktionären, ebenso wurde bei all diesen Gesprächen auf den Informationsbedarf nachhaltigkeitsorientierter Investoren geachtet. PALFINGER nahm auch an Fachveranstaltungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen wie dem Impact Forum in Salzburg oder den österreichischen Nachhaltigkeitstagen von respACT teil.

PALFINGER AKTIE

Die PALFINGER Aktie ist in den Indizes ATX Prime, VÖNIX und ATX Gobal Players enthalten

Die Aktien der PALFINGER AG sind an der Wiener Börse im Prime Market gelistet. In Deutschland notieren sie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München und Düsseldorf. Seit März 2005 besteht darüber hinaus ein ADR Level 1 Listing in New York. Die PALFINGER Aktie ist seit 1999 im ATX-Prime-Index, in dem österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX seit 2005 und seit 2013 in dem neu geschaffenen Index ATX Global Players der Wiener Börse enthalten.

Der Kurs der PALFINGER Aktie verzeichnete in den ersten zwei Monaten des Jahres 2015 einen Anstieg um fast 30 Prozent. Nach einem Rückgang im März und April legte die Aktie im 2. Quartal wieder an Wert zu und erreichte am 1. Juli den Jahreshöchstwert von 28,06 EUR. Zum Jahresultimo am 31. Dezember 2015 lag der Kurs der PALFINGER Aktie bei 26,45 EUR, um 26,0 Prozent über dem Vorjahreswert von 20,99 EUR.

Anlagerelevante Kennzahlen per 31. Dezember 2015

ISIN AT0000758305
Anzahl der Aktien 37.593.258
Eigene Aktien 282.756
Im Umlauf befindliche Aktien 37.310.502
Listing an der Wiener Börse Prime Market
Notiz im Freiverkehr New York, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Düsseldorf
Ticker-Symbole Reuters: PALF.VIE; Bloomberg: PALF:AV; Wiener Börse: PAL
in EUR 2013 2014 2015
Tiefstkurs 17,01 17,02 20,07
Höchstkurs 29,11 33,90 28,06
Durchschnittskurs 24,18 25,55 25,33
Kurs per Ultimo 28,85 20,99 26,45
Ergebnis je Aktie1) 1,093) 1,043) 1,73
Operativer Cashflow je Aktie1) 1,963) 1,26 2,97
Dividende je Aktie 0,41 0,34 0,572)
Dividendenrendite bezogen auf den Durchschnittskurs 1,7% 1,3% 2,3%
Marktkapitalisierung per Ultimo in Mio EUR 1.030,81 789,08 994,34
1) Berechnet mit dem gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien.

2) Davon 0,18 EUR bereits im Dezember 2015 als Zwischendividende ausbezahlt.Vorschlag an die Hauptversammlung erfolgt in Höhe von 0,39 EUR. 3) Werte wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

KURSENTWICKLUNG 2015

RESEARCH REPORTS

  • Deutsche Bank
  • Erste Group
  • Hauck & Aufhäuser

  • HSBC

  • Kepler Cheuvreux
  • Raiffeisen Centrobank

RATINGS

PALFINGER gilt als Best-in-Class bei nachhaltigkeitsorientierten Investoren. Das Rating für den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX wurde 2015 von B+ auf A– angehoben. Wegen der Grundsätze zu gesellschaftlicher Verantwortung wurde PALFINGER ein sehr gutes Nachhaltigkeitsrating attestiert. Bei dem zuletzt 2013 erfolgten Corporate Rating der Oekom erhielt PALFINGER ein B–, das entspricht Prime Status. Ein aktuelles Rating wird gerade erstellt und im Verlauf des 1. Halbjahres 2016 veröffentlicht. Im Jahr 2014 wurde PALFINGER nach einer dreistufigen Evaluierung als erstes österreichisches Industrieunternehmen im Rahmen von GREEN BRANDS Austria 2014/15 bewertet. Auf PALFINGER treffen keine ethischen Ausschlusskriterien zu, da beispielsweise keine Spezialentwicklungen für die Rüstungsindustrie erzeugt werden. Der Konzern wendet die Nachhaltigkeitsrichtlinie GRI G4 an und bekennt sich zum UN Global Compact und den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen.

GRI G4-15: Selbstverpflichtung zu freiwilligen Initiativen

Sichere und effiziente Produkte, Seite 85

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/publikationen/united-nations-global-compact

DIVIDENDE

Die PALFINGER AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass rund ein Drittel des Jahresgewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der Bilanzgewinn der PALFINGER AG im Jahr 2015 betrug 253,3 Mio EUR, der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende von 0,39 EUR je Aktie vor. Nach der Zwischendividende von 0,18 EUR im Dezember würde damit die Gesamtdividende für 2015 0,57 EUR betragen (Vorjahr: 0,34 EUR).

VERKAUF EIGENER AKTIEN

Die PALFINGER AG führte von 21. August 2015 bis 24. Dezember 2015 ein Veräußerungsprogramm für jene Aktien durch, die im Besitz der Gesellschaft standen bzw. stehen. Da die von der Hauptversammlung 2009 und 2010 beschlossenen Aktienoptionsprogramme ausgelaufen waren und eigene Aktien in der Vergangenheit nicht für Akquisitionen genutzt werden konnten, beschloss der Vorstand, die eigenen Aktien zu verkaufen. Veräußert wurden 806 Stück Aktien zu einem Gegenwert von 26,97 EUR je Aktie. GRI G4-13: Veränderungen in der Aktionärsstruktur

EIGENTUMSVERHÄLTNISSE

Die PALFINGER AG hat mit der Familie Palfinger, die direkt bzw. indirekt rund 59 Prozent der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär. Durch die wechselseitige Kapitalverflechtung mit der SANY-Gruppe hält diese einen Anteil von rund 10 Prozent. Zum 31. Dezember 2015 hielt die PALFINGER AG knapp 1 Prozent der Aktien. Die übrigen rund 30 Prozent befinden sich in Streubesitz. Nach Kenntnis des Unternehmens wird ein signifikanter Anteil des Free Float von privaten Aktionären gehalten, die Mehrheit befindet sich in den Portfolios institutioneller Investoren, primär aus Kontinentaleuropa.

GRI G4-7: Eigentumsverhältnisse und Rechtsform

AKTIONÄRSSTRUKTUR

FINANZKALENDER 2016

9. März 2016 Hauptversammlung
11. März 2016 Ex-Dividendentag
14. März 2016 Record Date
15. März 2016 Dividendenzahltag
27. April 2016 Veröffentlichung 1. Quartal 2016
27. Juli 2016 Veröffentlichung 1. Halbjahr 2016
27. Oktober 2016 Veröffentlichung 1.–3. Quartal 2016

Weitere Termine wie Messen oder Roadshows werden im Finanzkalender auf der Website angekündigt.

Investoren und Interessenten, die regelmäßig über Neuigkeiten der PALFINGER Gruppe informiert werden wollen, haben auf der Website (www.palfinger.ag) die Möglichkeit, sich für das Infoservice zu registrieren. Impressum, Umschlag hinten

www.palfinger.ag/de/investor-relations/financial-calender; www.palfinger.ag/de/investor-relations/ir-services

REPORTING

PALFINGER veröffentlicht bereits zum dritten Mal einen integrierten Geschäftsbericht PALFINGER veröffentlicht mit diesem Bericht bereits zum dritten Mal einen integrierten Geschäftsbericht, der das Reporting finanzieller und nicht-finanzieller Leistungsindikatoren vereint. In Zukunft wird der Schwerpunkt der Berichterstattung auf der Qualitätssteigerung, beispielsweise durch Beschreibung nicht-monetärer Leistungsindikatoren und deren Zusammenhang mit der finanziellen Performance, liegen. PALFINGER ist überzeugt, dass die bewusste Auseinandersetzung mit den Chancen, Risiken und den Auswirkungen der eigenen Tätigkeit auf die gesamte Wertschöpfungskette den zukünftigen Erfolg des Unternehmens bestimmt.

Ziel des Reportings ist es, die Qualität der Informations- und Entscheidungsunterlagen für Unternehmen und Stakeholder zu erhöhen und langfristig ein ganzheitliches Anreizsystem im Unternehmen aufzubauen. Diesbezüglich wurden interne Nachhaltigkeits-Reportingstrukturen und -systeme sowie Kennzahlen auf Basis der Wesentlichkeitsanalyse inhaltlich angepasst und zeitlich mit dem Finanzwesen vereinheitlicht. Damit wird der zugrundeliegenden Idee der Integration auch in den internen Prozessen Rechnung getragen.

ENGAGEMENT

PALFINGER nimmt grundsätzlich eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Normen und Richtlinien bezüglich der Produkte und bei seiner Mitgliedschaft in Verbänden ein. Die PALFINGER Aktie ist im Nachhaltigkeitsindex VÖNIX enthalten, als Klimabündnis-Betrieb unterstützt PALFINGER aktiv den Klimaschutz. Mit seinem Code of Conduct bekennt sich PALFINGER zur Einhaltung der zehn Prinzipien des UN Global Compact und verpflichtet sich damit zur Einhaltung seiner Schwerpunkte Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umweltschutz und Antikorruption.

PALFINGER kooperiert seit Jahren mit lokalen Ausbildungsstätten und Instituten, ist Partner von AMREF und von ICEP, dem "Institut zur Cooperation bei Entwicklungs-Projekten", sowie dessen Initiative corporAID. Des Weiteren ist PALFINGER Mitglied im österreichischen Nachhaltigkeitsnetzwerk respACT. Seit dem Jahr 2000 ist PALFINGER ordentliches Mitglied im Cercle Investor Relations Austria (C.I.R.A.) und zählt außerdem zu den freiwilligen Mitgliedern des Public Relations Verband Austria (PRVA). GRI G4-15: Selbstverpflichtung zu freiwilligen Initiativen; GRI G4-16: Aktive Mitgliedschaften www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsmanagement/engagement

SPONSORING

PALFINGER setzt Sponsoring zur Steigerung der Markenbekanntheit, der Mitarbeitermotivation und zur Kundenkontaktpflege ein. Derzeit bestehen Engagements mit den Sportlern Jochen Hahn (dreifacher Europameister im Truck-Racing), Heinz Ollesch (mehrfach stärkster Mann Deutschlands), dem Eishockey-Team EC Red Bull Salzburg (mehrfacher österreichischer Meister) und Thomas Geierspichler (Paralympicssieger und mehrfacher Welt- und Europameister im Rennrollstuhl-Marathonsport). Bei der Unterstützung von Sport, Kultur und karitativen Initiativen legt PALFINGER Wert auf Kontinuität und langfristiges Engagement.

SPENDEN

Als Spenden sind bei PALFINGER freiwillige Leistungen für das Gemeinwohl definiert, denen keine Gegenleistung gegenübersteht, etwa die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen. Werksleiter erhalten ein Budget für Spenden in ihrem Umfeld, die zu 100 Prozent bei den Bedürftigen ankommen müssen. Meist erfolgen Spenden finanziell, in diesem Berichtsjahr über eine Gesamtsumme von 681.517 EUR. Im Einzelfall leistet PALFINGER Sachspenden, etwa im Jahr 2015 an das Flüchtlingsauffanglager in Wals, Österreich. Auch die Mitarbeiter halfen den Flüchtlingen mit eigenen Sachspenden.

Spendenprojekte im sozialen Bereich sind beispielsweise PALFINGER for Africa. Unter diesem Titel wird seit 1992 die Non-Profit-Organisation AMREF unterstützt. AMREF hat sich dem Ziel verschrieben, die medizinische Versorgung der ärmsten und am meisten benachteiligten Menschen in Afrika nachhaltig zu verbessern. Dabei entwickelt AMREF Gesundheitsprojekte in enger Zusammenarbeit mit afrikanischen Gemeinden. Seit über zehn Jahren ist PALFINGER auch Partner der Kinderkrebshilfe Salzburg. Diese Organisation ist bemüht, die Situation krebskranker Kinder und ihrer Familien zu verbessern. Ein jährliches Highlight ist die bereits traditionelle Sportwagenausfahrt für und mit krebskranken Kindern. Diese Veranstaltung wird von PALFINGER organisatorisch und finanziell unterstützt.

Spendengelder unterstützen die intendierten Zielgruppen direkt, der Aufwand für Verwaltung und Organisation soll gering und effizient sein. Engagement bedeutet für PALFINGER, dass der erfolgreiche Einsatz der Mittel geprüft wird. Die Mitarbeiter sollen auf das gesellschaftliche Engagement von PALFINGER stolz sein können. An Parteien, parteinahe oder sonstige politische Organisationen wurde und wird nicht gespendet. GRI G4-EC 1: Direkt erwirtschafteter Wert und verteilter wirtschaftlicher Wert

Finanzströme an Stakeholder, Seite 38

AUSZEICHNUNGEN

Die Leistungen von PALFINGER für Stakeholder werden immer wieder mit nationalen wie internationalen Auszeichnungen gewürdigt. So wurde der nachhaltige unternehmerische Erfolg der PALFINGER Gruppe mit dem Salzburger Wirtschaftspreis 2015 in der Kategorie "Verantwortungsvolles Unternehmertum" honoriert. PALFINGER ist seit Anbeginn im österreichischen Nachhaltigkeitsindex Mitglied und wurde daher als VÖNIX All-Time-Index-Member 2005–2015 ausgezeichnet. Für Produkte bzw. Innovationen erhielt PALFINGER im Berichtsjahr ebenfalls mehrere Auszeichnungen, zum Beispiel für die Entwicklung der neuen Hubarbeitsbühne P480 die Auszeichnung "Produkt des Jahres 2015" von International Awards for Powered Access (IAPAs). Ebenso wurde das neue Komfort- und Sicherheitskonzept des Master Drive samt EPSHOOD – ein neuartiger Bedienstand mit Steuerungstechnik basierend auf hydraulischer Vorsteuerung – im Rahmen der Austrofoma-Preisverleihung mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Der PALFINGER Geschäftsbericht wird seit Jahren national wie international prämiert. Im Jahr 2015 belegte PALFINGER zum wiederholten Mal den 1. Platz in der Kategorie "Integrierte Berichte" des Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA). Ausschlaggebend war die strukturierte Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in den Bericht.

Forschung und Entwicklung, Seite 84

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsmanagement/auszeichnungen

2015 wurde PALFINGER mit dem ASRA für den besten integrierten Bericht ausgezeichnet

KONZERNLAGEBERICHT

MARKTBERICHT

PALFINGER ist eine global agierende Unternehmensgruppe, bei der Beschaffung, Entwicklung und Produktion zunehmend regional erfolgen. Das Marinegeschäft ist aufgrund seiner Struktur weltweit organisiert. Aktuelle Entwicklungen in den unterschiedlichen Regionen und Branchen sind für PALFINGER ebenso relevant wie die gute Zusammenarbeit mit den Lieferanten und das weltweite Händler- und Servicenetzwerk.

REGIONEN UND BRANCHEN

Europa

Europa stellt für PALFINGER mit 52,8 Prozent Umsatzanteil die größte Marktregion dar. Mit seinen unterschiedlichen Produktgruppen beliefert PALFINGER eine Vielzahl von Branchen. Die wichtigsten sind Bauwirtschaft, Transportlogistik, Kommunen, Entsorgung, Forst- und Landwirtschaft, Eisenbahn-Infrastruktur. Das Marinegeschäft beliefert in erster Linie weltweit die Hochseeschiffahrt sowie die Öl- und Gasindustrie.

Die europäische Bauwirtschaft konnte 2015 auf breiter Front wachsen

Generell zeichnete sich in Europa im Jahr 2015 in allen relevanten Branchen eine leichte Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds ab. Speziell in der Bauwirtschaft gab es in einigen Ländern deutliche Zuwachsraten. In England wurde ein regelrechter Boom, insbesondere im Straßenbau, verzeichnet. Erstmals seit der Finanzkrise war auch in Spanien, Italien und Irland ein Aufwärtstrend erkennbar. Eine steigende Entwicklung gab es in der EU laut dem Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) auch bei der Neuzulassung von Lkws über 3,5 Tonnen.

In der Bauwirtschaft und der Transportlogistik ist zu erkennen, dass Beschaffungsprozesse zentralisiert werden und Kunden internationaler agieren. Dies steht in direktem Zusammenhang mit zunehmendem Flottenmanagement. Ebenso steigt die Nachfrage nach multifunktionalen Geräten aus einer Hand, nach One-Stop-Shop-Lösungen. Gesamtlösungen und auch umfassende Wartungsverträge gewinnen an Bedeutung.

PALFINGER profitiert in Europa von seinem branchenübergreifend starken Markennamen sowie dem dichten Vertriebs- und Servicenetzwerk. Weitere Erfolgsfaktoren sind Produktqualität, Innovationen, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit über alle Produktgruppen hinweg sowie die Innovationskraft und Flexibilität. PALFINGER kann vom Standardprodukt bis hin zur maßgeschneiderten Lösung alle Kundenwünsche erfüllen und verfügt über die umfassendste Produktpalette unter den Anbietern.

Nordamerika

In Nordamerika spricht PALFINGER mehr als 20 Branchen an. Die bedeutendsten sind die Bauwirtschaft, Verleihfirmen, Versorger, Kommunen und Hersteller von Aufbauten. Die Abfallwirtschaft, die Baustoffbranche und die Transportwirtschaft sind in dieser Region nur für einzelne Produktgruppen relevant.

Die Bauwirtschaft hat im Jahr 2015 auch in Nordamerika Wachstum verzeichnet, die Verkaufszahlen von Lkws nahmen in allen Klassen zu.

Jedoch zeigt sich in nahezu allen Branchen großer Konsolidierungsdruck, auch unter den Anbietern von Hebe-Lösungen. Der Rückgang der Öl- und Gaspreise hat die Marktteilnehmer in zahlreichen Branchen zum Teil heftig getroffen und Investitionen wurden massiv gekürzt. Für einige Kundenbranchen mit Wachstumspotenzial, wie z.B. Windkraft-Serviceunternehmen, ist die Finanzierung problematisch.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor in Nordamerika sind umfassende Services – "nationwide" von Küste zu Küste, unverzüglich, bei gleichbleibender Qualität und wettbewerbsfähigem Preis. Ähnlich wie in Europa konzentrieren große Einkäufer ihren Lieferantenstamm auf einige wenige Anbieter. Das trifft ebenso auf Flottenservicierung zu.

PALFINGER kann sich in Nordamerika auf die starke Marke, den hohen Service-Level und die überlegene Technologie stützen, die anspruchsvolle Anwendungen ermöglicht. Außerdem konnten Nischen besetzt und Flottenmanager einiger Branchen als Kunden gewonnen werden.

Südamerika

In Südamerika kommen die meisten Kunden von PALFINGER aus dem Verleihgeschäft, der Bauwirtschaft und der Elektrizitätsversorgung. Großes Potenzial besteht in der industrialisierten Landwirtschaft.

Die anhaltende wirtschaftliche Schrumpfung zeigt sich in allen Branchen, unter anderem in geringen Investitionen. Verstärkt wurde dies durch die Reduktion der staatlichen Finanzierungsförderung in Brasilien. Die Abwertung der Währungen ist für alle Importprodukte eine zusätzliche Hürde. Einzig die Agrarindustrie verzeichnete eine gute Entwicklung, und für 2016 erwartet man für die Versorger und die Energie- und Abfallbranche eine Erholung.

Speziell in Brasilien suchen alle Marktteilnehmer angesichts des starken Marktrückgangs nach neuen Geschäftschancen und neuen Differenzierungsmerkmalen, der Preiskampf erhöhte sich in diesem Zusammenhang. PALFINGER profitiert von den niedrigen Produktionskosten vor Ort sowie von seinem Vertriebs- und Servicenetzwerk.

GUS

Die wichtigsten Abnehmerbranchen in Russland sind Bauindustrie, Abfallwirtschaft, Transportlogistik und Forstwirtschaft.

Die russische Wirtschaft war 2015 von der schwachen Währung und anhaltender Zurückhaltung bei Investitionen geprägt. Die Sanktionen der EU waren ein wesentlicher Faktor der ungünstigen Konjunktur. In der Bauwirtschaft reduzierten sich im Jahr 2015 die Investitionen um 40 Prozent, im gleichen Ausmaß gingen die Zulassungszahlen für Lkws zurück. Für 2016 wird – abgesehen von der Forstwirtschaft – mit weiteren Rückgängen gerechnet.

Die lokale Produktion ist für PALFINGER – auch in Anbetracht der EU-Sanktionen und der Reaktion russischer Unternehmen darauf – der Erfolgsfaktor schlechthin. Die Service-Qualität von PALFINGER ist ebenfalls ein wichtiger Vorteil.

In den USA herrscht in vielen Branchen Konsolidierungsdruck

In Südamerika schrumpfte der Markt um bis zu 40 Prozent

In Russland boomte die Nachfrage nach Forstkranen

Asien und Pazifik

In Asien werden vor allem die Bauindustrie, die Transportwirtschaft, Kommunen, Bergbauunternehmen und Baustoffhersteller beliefert. Energieversorger, Abfallwirtschaft und Papierindustrie zählen ebenfalls zu den Abnehmern der PALFINGER Produkte.

China ist von der Verlangsamung des Wachstums geprägt In China erfasste die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums alle Kundenbranchen. Neben dem starken lokalen Mitbewerb stellte die Veränderung der Währungsrelationen im Exportgeschäft eine zusätzliche Hürde dar. In Südostasien sind zusätzlich aufgrund des niedrigen Ölpreises die Investitionen nahezu zum Erliegen gekommen. Insbesondere im Hooklifts-Geschäft zeigt sich, dass die Kunden von PALFINGER sehr preissensibel agieren.

Erfolgsfaktoren für PALFINGER in diesem Raum sind die starke Marke – in China gemeinsam mit SANY –, die hohe Qualität der Produkte, starke Vertriebsorganisationen und die Möglichkeit, wettbewerbsfähige Preise anzubieten.

Marinegeschäft

PALFINGER MARINE verkauft weltweit an die Öl- und Gasindustrie, die Hochseeschifffahrt, an Marine und Küstenwache, an Fischerei und Fischzucht, Boote und Windkraftbranche. In nahezu allen Branchen bzw. Kundensegmenten werden viele Produkte für unterschiedlichste Anwendungen eingesetzt. Aus diesem Grund werden anwendungsbezogene Lösungen und Systeme angeboten, nicht Standardprodukte.

Der niedrige Ölpreis bremst die Offshore-Investitionen

Im Jahr 2015 litt die Ölindustrie weltweit unter dem niedrigen Ölpreis. Dies führte zu einem fast vollständigen Investitionsstopp in dieser Branche, der trotz der OPEC-Prognose einer Stabilisierung des Ölpreises unvermindert anhielt. Sehr dynamisch entwickelten sich hingegen die Windkraft sowie die Fischerei und Fischzucht. Als großen Trend sieht PALFINGER MARINE die Verlegung des Schiffsbaus von Europa nach Korea, Singapur, Japan und China. In Europa bestehen lediglich die spezialisierten Anbieter.

PALFINGER MARINE profitiert einerseits von der weltweiten Präsenz, gerade angesichts der speziellen Lösungen ist die Kundennähe ein großer Erfolgsfaktor. Andererseits bewährte sich 2015 bereits der jüngste Wachstumsschritt, mit dem sich PALFINGER in Richtung eines integrierten High-End-Deckausrüsters entwickelte.

GRI G4-8: Märkte

KUNDEN UND HÄNDLERNETZWERK

Der Vertrieb der PALFINGER Produkte erfolgt weltweit in mehr als 130 Ländern, großteils über die rund 200 Generalimporteure sowie Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit mehr als 5.000 Servicestützpunkten stellen sie ein umfassendes Netzwerk für die Endkunden dar. Das Händler- und Servicenetzwerk ist somit ein bedeutendes Bindeglied für PALFINGER zum Endkunden und daher die wichtigste Kundengruppe für das Unternehmen.

GRI G4-8: Märkte

PALFINGER UND MITBEWERBER

Die Wettbewerbslandschaft von PALFINGER differiert je nach Produktgruppe und Region, wobei es im Jahr 2015 keine wesentlichen Veränderungen gab.

Mit seinem Hauptprodukt, dem Ladekran, dominiert PALFINGER bereits seit vielen Jahren als Innovationsführer den Weltmarkt. Die wesentlichen Wettbewerber auf globalem Niveau sind HIAB, ein Unternehmen der finnischen Cargotec-Gruppe, und Fassi aus Italien. In dem bedeutenden russischen Markt konnte PALFINGER durch die Akquisitionen und Partnerschaften der vergangenen Jahre ebenfalls eine starke Position aufbauen. In einzelnen Regionen gibt es darüber hinaus gut etablierte lokale Player, in China beispielsweise XCMG.

Auch bei Forst- und Recyclingkranen ist PALFINGER stark am Weltmarkt vertreten. Die Akquisition der russischen PM-Group im Jahr 2014 trug zu dieser Position bei. Der übrige Markt teilt sich auf zahlreiche lokale Anbieter auf. Bei Hooklifts ist PALFINGER ebenfalls ein wesentlicher Player am Weltmarkt. HIAB zählt auch in diesen Produktbereichen zu den großen Mitbewerbern.

Bei Marinelösungen ist MacGregor – Teil der finnischen Cargotec-Gruppe – einer der größten Mitbewerber von PALFINGER. Daneben stellt die 2013 formierte norwegische HARDING-Gruppe einen relevanten Marktteilnehmer für Hebe-Lösungen im Life-Saving-Bereich dar. Europäische Anbieter wie Sormec, HS Marine oder Huisman sind ebenfalls am Markt vertreten. Nicht zuletzt durch die Akquisition der Norwegian Deck Machinery AS konnte PALFINGER trotz des schwierigen Umfelds im Jahr 2015 wachsen, während andere globale Player wie NOV, Rolls Royce Marine oder TTS Teile der Belegschaft abbauen mussten.

Mit dem Ladekran dominiert PALFINGER den Weltmarkt

Auch bei Forst- und Recyclingkranen ist PALFINGER stark vertreten

LIEFERANTEN

Basis für den Erfolg und die Flexibilität von PALFINGER ist die enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten. Das Unternehmen hat daher 155 strategische Lieferanten definiert, mit denen Lieferverträgein Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Produkt, Umwelt und soziale Aspekte getroffen wurden. Die wesentlichen Einkaufsströme betreffen Rohstoffe (Stahl, Aluminium), Bauteile und Komponenten (Hydraulik, Elektronik, Kunststoffe), Anlagen (Gebäude, Maschinen), Betriebsmittel, Energie und ausgelagerte Fertigung.

GRI G4-12: Beschreibung der Lieferkette; GRI G4-13: Veränderungen in der Organisation, Aktionärsstruktur, Lieferkette; GRI G4-21: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte außerhalb der Organisation; GRI G4-SO 10: Auswirkungen auf die Gesellschaft in der Lieferkette

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36

Beschaffungsfaktoren, -märkte und -strategien

Eines der strategischen Hauptziele von PALFINGER ist auch im Einkauf, schnell und flexibel auf die volatilen Marktbedingungen reagieren zu können. Zur Absicherung des erwarteten Bedarfs schließt PALFINGER grundsätzlich langfristige Verträge mit seinen strategischen Hauptlieferanten ab, die variable Jahresabnahmemengen beinhalten. Verfügbarkeit und Lieferzeiten kritischer Teile haben sich im Jahr 2015 als stabil dargestellt.

Rohstoffe machen mit etwa 30 Prozent der Beschaffungskosten den größten Anteil aus. Der Rohstoffmarkt ist starken Schwankungen in Verfügbarkeit und Preis unterworfen, daher ist Flexibilität in der Beschaffung hier besonders wichtig. Im Jahr 2015 konnte PALFINGER die durchschnittlichen Kosten reduzieren und gleichzeitig die Anliefertreue erhöhen.

Hochwertige Technologien werden vor allem in Europa eingekauft

Der Markterfolg der PALFINGER Gruppe hängt auch vom Einsatz fortschrittlicher Technologien sowie Innovationen vor allem in den Bereichen Hydraulik, Elektronik und hochfeste Stähle ab. Deren Beschaffung konzentriert sich in erster Linie auf den EU-Markt. Durch den anhaltenden Preisdruck gewinnt die Beschaffung in Slowenien, Kroatien, Rumänien und Bulgarien an Bedeutung. Der zunehmende Trend zur Mechatronik und der damit steigende Anteil elektronischer Bauteile erhöht die Komplexität der Beschaffung. Um dennoch hohe Flexibilität gewährleisten zu können, sind immer mehr Lieferanten über eine elektronische Schnittstelle an PALFINGER angebunden.

Insgesamt ist PALFINGER bestrebt, lokal zu beschaffen, um zu größerer Flexibilität, kürzeren Transportwegen und zur Belebung der lokalen Wirtschaft beizutragen. Eine eigene Abteilung für Global Sourcing ist damit beschäftigt, das Potenzial neuer Beschaffungsmärkte für PALFINGER zu nutzen.

In Asien, allen voran in China, entwickeln sich neue Beschaffungsmärkte, die das Lieferantenportfolio von PALFINGER erweitern. Voraussetzung bei neuen Lieferanten ist, dass Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards, beispielsweise Menschenrechte und Korruptionsprävention, eingehalten werden.

Im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und damit der Wettbewerbsfähigkeit strebt PALFINGER langfristige Beziehungen zu seinen Lieferanten an und hat Liefervereinbarungen mit 155 strategischen Lieferanten. Diese Lieferanten werden regelmäßig – zum Teil jährlich – einer Risikoanalyse unterzogen, um Veränderungen der wirtschaftlichen Stabilität frühzeitig zu erkennen. Gegebenenfalls erhalten die Lieferanten Unterstützung bei der Optimierung. Diese strategischen Lieferanten werden mit Beginn der Geschäftsbeziehung und anschließend quartalsweise nach den Aspekten Qualität, Liefertreue, Kosten sowie Nachhaltigkeit bewertet.

Zur Einbindung der Lieferanten in die Aktivitäten hält PALFINGER zweijährlich einen internationalen Lieferantentag ab. 2015 standen aktuelle Themen wie Liefertreue, geplante Entwicklungen und Industrie 4.0 unter dem Motto "Lifetime Excellence" im Fokus.

Nachhaltigkeit bei den Lieferanten

PALFINGER führt sowohl bei all seinen strategischen Partnern als auch bei sonstigen Lieferanten wie zum Beispiel Lackfirmen, Entsorgern, Putz- und Wäschefirmen Befragungen bezüglich deren Umweltmanagement durch. Das Umweltmanagement der Lieferanten beeinflusst auch deren Ranking in der quartalsweisen Lieferantenbewertung, da ökologisches und soziales Bewusstsein sowie Korruptionsprävention für PALFINGER die Qualität der Lieferantenbeziehungen erhöhen. Deshalb fanden 2015 zusätzlich Schulungen zu Menschenrechtsthemen von PALFINGER Auditoren für Lieferanten statt. GRI G4-HR 2: Schulungsstunden zu Menschenrechtspolitik und -verfahren

Knapp die Hälfte der 155 strategischen Lieferanten wurde im Berichtszeitraum von PALFINGER auditiert, Hauptaugenmerk lag dabei auf der Qualitätsprüfung der Prozesse. Weitere Prüfungsinhalte waren ökologische, ethische und soziale Aspekte, Menschenrechte und Korruptionsprävention. Es wurden keine groben Verfehlungen beobachtet, die zur Auflösung eines Lieferantenverhältnisses geführt hätten.

Die wichtigsten Lieferanten werden in das Nachhaltigkeitsmanagement von PALFINGER mit einbezogen Die Nachhaltigkeitsaspekte der Audit-Checkliste basieren auf dem PALFINGER Code of Conduct für alle strategischen Lieferanten. Ebenso werden in der Checkliste die Eigenangaben der Lieferanten bezüglich ihres Umweltmanagements geprüft. Im September 2015 wurde die bestehende Audit-Checkliste intern evaluiert und adaptiert.

UMWELTMANAGEMENT BEI STRATEGISCHEN UND SONSTIGEN UMWELTRELEVANTEN LIEFERANTEN (in Prozent)

Insgesamt verbesserte sich das Umweltmanagement der strategischen und sonstigen umweltrelevanten Lieferanten laut deren Eigenbewertung seit 2013 deutlich. Im Jahr 2015 wiesen bereits 67 (Vorjahr: 64 Prozent) Prozent der Lieferanten ein sehr gutes oder gutes Umweltmanagement (Eco1 und Eco2) auf. Auch die Zahl der Rückmeldungen mit 96 Prozent im Jahr 2015 (Vorjahr: 92 Prozent) – ein Indiz für erfolgreiche Bewusstseinsbildung in der Wertschöpfungskette – stieg erfreulich an.

GRI G4-12: Beschreibung der Lieferkette; GRI G4-13: Veränderungen in der Lieferkette; GRI G4-21: Abgrenzungen der wesentlichen Aspekte außerhalb der Organisation; GRI G4-EN 32, GRI G4-EN 33: Lieferkette in Bezug zu Ökologie; GRI G4-LA 14, GRI G4-LA 15: Lieferkette in Bezug zu Arbeitspraktiken; GRI G4-HR 10, GRI G4-HR 11: Lieferkette in Bezug zu Menschenrechten; GRI G4-SO 9: Prüfung von gesellschaftlichen Auswirkungen in der Lieferkette

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

Im Jahr 2015 verzeichnete PALFINGER in den beiden Segmenten EUROPEAN UNITS und AREA UNITS starkes Wachstum. In der Region EMEA entwickelte sich vor allem das Geschäft mit Ladekranen sehr erfreulich, ebenso das weltweite Marinegeschäft. Außerhalb Europas erzielte PALFINGER insbesondere in Nordamerika und in Russland bedeutende Erfolge.

Die PALFINGER Organisationsstruktur ist regional ausgerichtet. Die Segmentberichterstattung erfolgt dementsprechend nach den Segmenten EUROPEAN UNITS und AREA UNITS sowie dem Bereich VENTURES. Innerhalb der beiden Segmente verantworten die einzelnen Einheiten ihr Geschäft mit großer Eigenständigkeit, um den Anforderungen des jeweiligen Marktes bestmöglich zu entsprechen. Dies unterstützt einerseits die weitere Internationalisierung des Konzerns und die tiefere Erschließung der jeweiligen Marktregionen, andererseits kann den lokalen Rahmenbedingungen entsprechend verstärktes Augenmerk auf Kundenwünsche und die Flexibilisierung aller Prozesse entlang der jeweiligen Wertschöpfungskette gelegt werden. GRI G4-8: Märkte

PALFINGER ist nach Regionen segmentiert, um kundennah und flexibel agieren zu können

Segmente 2015 Umsatz in Mio EUR Umsatz in % EBIT in Mio EUR EBIT in %
EUROPEAN UNITS 833,8 67,8% 107,0 102,5%
AREA UNITS 396,1 32,2% 14,0 13,4%
VENTURES –16,0 –15,3%
Konsolidierung –0,6 –0,6%
PALFINGER Gruppe 1.229,9 100,0% 104,4 100,0%

SEGMENT EUROPEAN UNITS

Die Geschäftseinheiten im Segment EUROPEAN UNITS bearbeiten die Märkte in Europa, im Nahen Osten, in Afrika und in Australien. In diesem Segment werden – in erster Linie für diese Märkte – Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane, Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Hooklifts, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme entwickelt, produziert, vertrieben und gewartet. Das weltweite Marinegeschäft sowie die Produktionsgesellschaften in Europa und die Vertriebsgesellschaft in Deutschland werden ebenfalls in diesem Segment abgebildet.

Geschäftsentwicklung 2015

Im Geschäftsjahr 2015 wurde im Segment EUROPEAN UNITS ein Umsatz von 833,8 Mio EUR erzielt, das entspricht 67,8 Prozent des Konzernumsatzes. Verglichen mit dem Vorjahresumsatz von 720,3 Mio EUR ist dieser Zuwachs um 15,7 Prozent einerseits auf eine deutlich belebte Nachfrage in Europa zurückzuführen, andererseits auf das Wachstum des Marinegeschäfts. Hierbei wirkte sich vor allem die Akquisition von Norwegian Deck Machinery AS positiv aus, die 15,2 Prozent zum Segmentwachstum beitrug. Über dieses Unternehmen konnte PALFINGER auch neue Kundenschichten gewinnen.

Das Segment-EBIT liegt mit 107,0 Mio EUR um 42,8 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres von 75,0 Mio EUR. Diese überproportionale Steigerung des Segment-EBIT war vor allem durch das starke Krangeschäft in Europa und die damit verbundene gute Auslastung der Produktions- und Montagestandorte möglich. Die EBIT-Marge des Segments erhöhte sich von 10,4 Prozent auf 12,8 Prozent. Wesentliche Veränderungen, Seite 62

2013 2014 2015

UMSATZENTWICKLUNG EUROPEAN UNITS

833.771

in TEUR Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015
Umsatz 191.877 185.705 169.234 173.524 200.666 213.643 198.426 221.036
Segment-EBIT 26.007 20.797 15.347 12.814 26.189 26.933 23.174 30.725

Operative Highlights

Das Geschäft mit Ladekranen verzeichnete in der Region EMEA eine deutliche Absatz- und Umsatzsteigerung, die sich auch in der Verbesserung der Ergebnisse widerspiegelt. Vor allem in Belgien, Dänemark, Großbritannien, Italien, Österreich, Spanien, der Tschechischen Republik sowie in Südafrika und Neuseeland wurden überproportionale Steigerungen erzielt. Hervorzuheben sind auch die Markteinführung eines neuen Großkrans und die Inbetriebnahme einer Laser-Hybrid-Anlage in Österreich, mit der die Fertigung des neu entwickelten P-Profils für Schubsysteme möglich ist.

Der Umsatz mit Forst- und Recyclingkranen konnte im Jahr 2015 im Vergleich zu einem starken Vorjahr um weitere 11,7 Prozent erhöht werden. In Elsbethen bei Salzburg wurde eine neue Montagehalle in Betrieb genommen, die weiteres Wachstum auf diesem hohen Profitabilitätsniveau ermöglicht. Highlight war die beginnende Markteinführung der neuen M-Serie in Europa, bei der erstmals sämtliche Leitungen innenliegend ausgeführt sind und das neue Hochsitzkonzept eine noch direktere Bedienung des Krans ermöglicht.

Der Umsatz mit Hubarbeitsbühnen stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich an. Die initiierten Maßnahmen zur Stärkung der Ertragskraft sollten im nächsten Jahr wirksam werden. Palfinger Platforms Italy, das auf kompakte Bühnen für Klein-Lkws spezialisierte Joint Venture in Italien, konnte seine Marktposition weiter ausbauen. Märkte für diese Produktgruppe entwickeln sich auch in anderen Marktregionen.

Bei Ladebordwänden zeigte sich die Nachfrage ähnlich wie im Vorjahr schwach, wobei die Profitabilität leicht erhöht werden konnte. Bei Hooklifts trugen neue Produkte dazu bei, dass PALFINGER trotz des schwierigen Marktumfelds ein leichtes Wachstum und einen zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag erzielen konnte.

Der Umsatz mit Eisenbahnsystemen konnte im Jahr 2015 nach einem deutlichen Anstieg im Jahr 2014 nochmals um rund 30 Prozent gesteigert werden. Die komplexen Systeme zur Errichtung und Erhaltung von Infrastruktur der Eisenbahnstrecken sind für PALFINGER richtungsweisend hinsichtlich Innovation und Technologieentwicklung. PALFINGER sieht weltweit signifikantes Wachstumspotenzial für diese Produktgruppe. Neben den hoch innovativen Eisenbahnprodukten konnte sich auch der Bereich Building Maintenance etablieren. Die Projektgruppen, die bereits bisher Produkte und Lösungen für die Wartung von extrem hohen und technologisch anspruchsvollen Hochbauten entwickelten, wurden in diese Geschäftseinheit eingegliedert.

Die Auslastung der Produktionseinheiten ist in erster Linie vom Erfolg der kundennahen Einheiten abhängig; dementsprechend erhöhten sich die Produktionsleistung und die Kapazitätsnutzung gegenüber dem Vorjahr. Das Hauptaugenmerk im Jahr 2015 lag auf der Erhöhung der Flexibilität. Am bulgarischen Standort Cherven Brjag ist die Errichtung von weiteren Produktionshallen geplant, um weiterhin von der hohen Produktivität und den niedrigen Lohnkosten dieses Standorts zu profitieren.

Auch die Fertigung für Dritte – für Unternehmen, die nicht zur PALFINGER Gruppe gehören – gewann weiter an Bedeutung. Sie trägt konstant zur Auslastung der Kapazitäten bei und fördert die Innovation, die Flexibilität und die Lernfähigkeit bei PALFINGER. Mit diesen Produktionsaufträgen wird auch automatisch die Wettbewerbsfähigkeit der konzerneigenen Produktionsunternehmen gefördert und überprüft.

Im weltweiten Marinegeschäft steigerte PALFINGER den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 26 Prozent. Zu diesem Wachstum trugen abgesehen von der im 1. Quartal 2015 erworbenen NDM-Gruppe (Norwegian Deck Machinery AS) Markterfolge der Launch & Recovery Systems, Offshore und der unter Megarme Group firmierenden Industriekletterer bei. Im Juni 2015 erhielt PALFINGER im Offshore-Bereich einen Großauftrag in Höhe von rund 33 Mio EUR. Der norwegische, mehrheitlich staatliche Ölkonzern Statoil hatte die Ausrüstung für ein neues Öl- und Gasfeld ausgeschrieben und den Zuschlag für Marine-Großkrane an PALFINGER erteilt. Zusätzlich konnten im Windkran-Bereich im 3. Quartal Aufträge im Ausmaß von rund 10 Mio EUR für Windfarmen in Deutschland und Großbritannien lukriert werden. Einer der ausschlaggebenden Faktoren für diese Erfolge gegen die internationalen Mitbewerber waren die nachweislich günstigeren Kosten über den Produktlebenszyklus.

EBIT-ENTWICKLUNG EUROPEAN UNITS (in TEUR)

Die starke Nachfrage nach Ladekranen in Europa prägte den Geschäftsverlauf

Im Marinegeschäft konnte das Wachstumstempo gehalten werden

Segmentanteil am Konzernergebnis 2013 2014 2015 in % des
Konzerns
Außenumsatz in TEUR 651.4164) 720.340 833.771 67,8%
EBITDA in TEUR 102.5024) 104.971 135.895 93,5%
Abschreibung in TEUR 24.5654) 30.006 28.874 70,5%
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR 77.9374) 74.965 107.021 102,5%
Segmentvermögen in TEUR 617.8014) 710.0474) 753.123 62,1%
Segmentschulden in TEUR 157.3084) 174.158 221.882 31,6%
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen in TEUR
27.754 41.035 37.018 60,7%
EBIT-Marge 12,0%4) 10,4% 12,8%
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt1) 4.341 5.445 5.578
Fluktuation 6,3% 6,9% 9,2%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen
(% der Sollarbeitszeit)
0,20% 0,11% 0,16%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter3) 9,2 10,4 15,4
Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz 96,6%2) 87,8%2) 87,3%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz 96,4%2) 89,1%2) 89,0%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz 95,2%2) 91,9%2) 116,2%

1) Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter.

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen. 3) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

4) Die Werte 2013 und 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

SEGMENT AREA UNITS

Das Segment AREA UNITS bearbeitet die Marktregionen GUS, Nordamerika, Südamerika sowie Asien und Pazifik, mit ihren jeweiligen regionalen Geschäftseinheiten.

PALFINGER forciert die kontinuierliche Weiterentwicklung der Marktregionen außerhalb Europas durch eigene Initiativen, Partnerschaften oder Akquisitionen. In den kommenden Jahren ist das Ziel, die Produktpalette in jeder einzelnen Marktregion möglichst zu komplettieren und einen relevanten Marktanteil für PALFINGER zu erarbeiten.

Geschäftsentwicklung 2015

Der Umsatz des Segments AREA UNITS konnte von 343,1 Mio EUR im Geschäftsjahr 2014 um 15,5 Prozent auf 396,1 Mio EUR im Berichtszeitraum gesteigert werden. Der Anteil der Areas außerhalb Europas am Konzernumsatz beträgt somit 32,2 Prozent. Insbesondere die Regionen Nordamerika sowie GUS trugen mit weitgehend allen Produktbereichen zu diesem Wachstum bei. Die Hälfte des Zuwachses wurde organisch erzielt, der Rest ist vornehmlich den in Russland akquirierten Unternehmen zuzuordnen.

Das Segment-EBIT stieg von 10,0 Mio EUR im Vorjahr um 40,0 Prozent auf 14,0 Mio EUR. Diese Verbesserung war insbesondere auf das Wachstum und die Steigerung der Profitabilität in Nordamerika zurückzuführen. Die EBIT-Marge erhöhte sich damit von 2,9 Prozent im Vorjahr auf 3,5 Prozent im Jahr 2015.

in TEUR Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015
Umsatz 72.104 81.484 82.072 107.421 91.641 100.247 94.301 109.932
Segment-EBIT1) –1.012 4.025 3.522 3.493 1.359 6.303 4.706 1.631

UMSATZENTWICKLUNG AREA UNITS (in TEUR)

396.121

322.492 343.081

2013 2014 2015

Operative Highlights

In Nordamerika konnte PALFINGER den Umsatz um mehr als 29 Prozent erhöhen. Rund ein Drittel des Zuwachses ist organisches Umsatzwachstum, rund zwei Drittel sind durch Kurssteigerungen des US-Dollar verursacht. Die am Markt etablierten Produktbereiche Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane, Ladebordwände, Hooklifts und Hubarbeitsbühnen erwirtschafteten im Vergleich zum Vorjahr signifikante Steigerungen, die sich auch im Ergebnis widerspiegeln. Der Auftragseingang für diese Produkte ist konstant hoch, sodass eine Fortsetzung des positiven Trends erwartet werden kann.

Sehr positiv verlief auch die Einführung der neuen Holzladekranbaureihe "A-Line", deren Konstruktion speziell auf die Anforderungen nordamerikanischer Kunden abgestimmt ist. Nach der sehr erfolgreichen Präsentation auf der North Eastern Forest Products Equipment Expo in Bangor, Maine, im Mai konnten in der zweiten Jahreshälfte bereits Krane an Endkunden ausgeliefert werden.

Anfang Juli wurde gemeinsam mit Fairwind Holdings LLC die Joint-Venture-Gesellschaft FairWind Renewable Energy Services LLC, Lawton, USA gegründet. Palfinger USA, Inc. ist daran mit 51 Prozent beteiligt. Die neue Gesellschaft spezialisiert sich auf die Servicierung von Windkraftanlagen.

In Südamerika verzeichnete PALFINGER aufgrund der Konjunkturschwäche eine Verringerung des Geschäftsvolumens. In Brasilien kam es durch den weitgehenden Entfall der staatlichen Finanzierungsförderung zu erheblichen Absatz- und Umsatzrückgängen. Insgesamt schrumpfte das Volumen des südamerikanischen Marktes um rund 35 Prozent, PALFINGER konnte in diesem Umfeld seine Marktanteile trotz der Absatzrückgänge ausbauen.

In Russland bzw. GUS erzielte PALFINGER einen Zuwachs in Umsatz und Marktanteilen, wenngleich der Markt von den Wirtschaftssanktionen und der Rubelschwäche geprägt war. Der Absatz der von PALFINGER lokal produzierten Produkte konnte den Ausfall der Exporte in diese Region mehr als kompensieren. Insbesondere die im 4. Quartal 2014 akquirierte PM-Group Lifting Machines trug zu dem Wachstum bei, aber auch bei INMAN konnte der Umsatz deutlich erhöht werden. Der Ausbau der Produktionskapazität bei INMAN ist abgeschlossen, am 24. Juli fand die feierliche Werkseröffnung statt. Im März 2015 wurde darüber hinaus die Errichtung der beiden Joint Ventures mit dem führenden russischen Lkw-Hersteller KAMAZ behördlich genehmigt und der operative Betrieb wurde aufgenommen. Eines der beiden Joint Ventures stellt Lkw-Aufbauten her und stattet die Nutzfahrzeuge mit Kranen, Hooklifts und anderen Hebe-Systemen aus. Das andere Joint Venture produziert Zylinder für PALFINGER in GUS und für KAMAZ.

Die Entwicklung in der Marktregion Asien und Pazifik ist vor allem von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit SANY geprägt. Trotz der schwierigen Wirtschaftslage in China konnten erfreuliche Ergebnisbeiträge durch einen gemeinsam abgewickelten Tenderauftrag erzielt werden. Die Auslieferung aus dem neuen Werk in Rudong nördlich von Shanghai wurde im Geschäftsjahr 2015 kontinuierlich erhöht. Auch die Produktion der lokalen Hooklifts wurde im Berichtszeitraum von Shenzhen nach Rudong verlagert. Dies spiegelt sich positiv im Segment-EBIT wider.

EBIT-ENTWICKLUNG AREA UNITS (in TEUR)

Die Zuwächse in Nordamerika und Russland sorgten für das starke Wachstum des Segments

Das neue Werk in China nahm 2015 den Betrieb auf

in % des
Konzerns
322.4924) 343.081 396.121 32,2%
18.4204) 18.580 26.080 17,9%
7.1714) 8.5524) 12.081 29,5%
11.2494) 10.0284) 13.999 13,4%
240.1644) 443.1984) 492.068 40,6%
112.0274) 179.077 163.125 23,2%
10.6744) 19.828 23.990 39,3%
3,5%4) 2,9%4) 3,5%
2.1472) 2.073 2.133
19,2% 22,5% 20,7%
0,06% 0,04% 0,06%
13,4 9,1 7,7
93,7% 101,2% 87,5%
93,8% 96,0% 89,1%
89,6% 87,7% 93,1%
2013 2014 2015

1) Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter.

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen. 3) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

4) Die Werte 2013 und 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

BEREICH VENTURES

Der Bereich VENTURES bearbeitet alle wesentlichen strategischen Zukunftsprojekte der PALFINGER Gruppe bis zu ihrer operativen Reife. Die Projekte dieses Bereichs generieren keine Umsätze, es werden lediglich die Kosten dargestellt.

Geschäftsentwicklung 2015

Nach den zahlreichen strategischen Akquisitionen der vergangenen Jahre lag das Augenmerk im Berichtszeitraum auf der Konsolidierung der Strukturen und der vollständigen Integration der neuen Einheiten in die PALFINGER Gruppe. Dies zeigt sich auch im EBIT des Bereichs VENTURES, das – 16,0 Mio EUR für 2015 nach – 19,0 Mio EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres beträgt.

Wesentliche Projekte waren der Abschluss des Erwerbs von Norwegian Deck Machinery AS und das Joint Venture FairWind Renewable Energy Services, LLC in Nordamerika, die Entwicklung der beiden Joint Ventures mit KAMAZ und die Integration der PM-Group Lifting Machines.

Außerdem wurde die Integration des Vertriebs in Spanien in die PALFINGER Gruppe vorbereitet. Zum Jahresende wurde mit den Mehrheitseigentümern der MYCSA-Gruppe eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Gegen Ende des 1. Quartals 2016 wird – die behördlichen Genehmigungen vorausgesetzt – mit rund 80 Mitarbeitern das Vertriebs- und Servicegeschäft in Spanien und Portugal von der neu zu gründenden PALFINGER Iberica durchgeführt.

Wesentliche Veränderungen, Seite 62

EBIT-ENTWICKLUNG VENTURES (in TEUR)

in TEUR Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Q1 2015 Q2 2015 Q3 2015 Q4 2015
Bereichs-EBIT –4.743 –3.690 –3.952 –6.626 –3.541 –3.852 –4.216 –4.403
Anteil am Konzernergebnis 2013 2014 2015 in % des
Konzerns
EBITDA in TEUR –19.7293) –19.011 –16.012 –11,0%
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR –19.7293) –19.011 –16.012 –15,3%
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt1) 2 512 1.285
Fluktuation 0,0% 5,6% 21,1%
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen
(% der Sollarbeitszeit)
0,16% 0,11% 0,16%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter2) 9,2 10,4 15,4

1) Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter.

2) Abweichende Berichtsgrenzen aufgrund von Standorten, die diese Kennzahlen nicht berichten.

3) Die Werte 2013 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

2015 war erneut ein Rekordjahr für die PALFINGER Gruppe. Der Umsatz stieg um 15,7 Prozent, und die Ertragslage konnte überproportional gestärkt werden. Das Konzernergebnis stieg auf 64,4 Mio EUR, und wird sich dadurch auch positiv auf die Dividende 2015 auswirken.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2015

Die Geschäftsentwicklung der PALFINGER Gruppe war im Jahr 2015 insgesamt von starkem Wachstum geprägt. Der Umsatz wurde um 15,7 Prozent ausgeweitet und stieg auf 1.229,9 Mio EUR nach 1.063,4 Mio EUR im Jahr 2014. Das stellt einen neuen Rekordwert dar. Das operative Ergebnis EBIT erhöhte sich überproportional um 58,0 Prozent, von 66,1 Mio EUR auf 104,4 Mio EUR. Dies bedeutet auch eine deutliche Verbesserung der EBIT-Marge, die von 6,2 Prozent im Vorjahr auf 8,5 Prozent anstieg. Das Konzernergebnis für 2015 liegt mit 64,4 Mio EUR um 68,7 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres von 38,2 Mio EUR.

Rekordumsatz und Rekordergebnis

UMSATZENTWICKLUNG (in TEUR)

104.375

Zusammengefasst trugen zu dieser erfreulichen Entwicklung einerseits starke Zuwächse im Bereich der Ladekrane in Europa bei, andererseits erzielte PALFINGER enorme Fortschritte außerhalb Europas. In den USA ermöglichten die gute Wirtschaftslage und der stärkere US-Dollar signifikante Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis. In Russland bzw. GUS bewährten sich die strategischen Investitionen in lokale Wertschöpfung, sie ermöglichten das signifikante Wachstum in dieser Marktregion. In Asien entwickelte sich die Zusammenarbeit mit SANY erfolgreich. Im Marinegeschäft dämpfte zwar der niedrige Ölpreis die Investitionsbereitschaft der Kunden, PALFINGER konnte aber mit einer Umsatzausweitung um rund 26 Prozent das kontinuierliche Wachstum fortsetzen. Lediglich in Südamerika mussten vor dem Hintergrund der allgemein schwachen Konjunktur und der stark reduzierten Investitionsbereitschaft weitere Umsatzeinbußen verzeichnet werden, wenngleich die Marktanteile von PALFINGER in dem rückläufigen Markt stiegen. Die Ergebnisbeiträge des Segments EUROPEAN UNITS sowie des Segments AREA UNITS stiegen im Geschäftsjahr 2015 deutlich.

Der derzeitige Auftragseingang lässt eine Fortsetzung der erfreulichen Entwicklung auch für die ersten Monate 2016 erwarten. In Europa ist die Visibilität nach wie vor gering, sie hat sich jedoch in den letzten Monaten stabilisiert. Die Investitionsneigung der Kunden ist in Europa – trotz spürbar positiver Tendenz – noch verhalten, während in Nordamerika, vor allem in den USA, die Zuversicht in die Entwicklung der Konjunktur stärker ausgeprägt ist. Konzernweit beträgt die durchschnittliche Planbarkeit der Auslastung derzeit bereits wieder rund drei Monate.

Die Entwicklung im Quartalsverlauf zeigt die kontinuierliche Steigerung von Umsatz und Ergebnis in den vergangenen beiden Jahren. Die zweite Jahreshälfte ist stets von der geringeren Anzahl an Arbeitstagen durch den zweiwöchigen Betriebsurlaub im August (an den europäischen Standorten) und die Weihnachtsfeiertage beeinflusst.

WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN IN DER PALFINGER GRUPPE

Weiterentwicklung des Marinegeschäfts

Am 14. Jänner 2015 wurde die Norwegian Deck Machinery AS (NDM), Os, Norwegen, durch die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH von der bisherigen Alleingesellschafterin, der VNS Holding AS, Stavanger, Norwegen, zu 100 Prozent erworben. NDM wurde 1989 gegründet und hat sich mit der Entwicklung spezieller Winden sowie mit Hebe- und Ladesystemen für Hochseeschiffe, mit Hochsee-Versorgungsschiffen und mit Öl- und Gasbohrplattformen eine bedeutende Marktposition erarbeitet. Die von NDM entwickelten Systeme zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie den Wellengang automatisch kompensieren und somit Lasten effizienter und sicherer bewegen.

Mit NDM werden neue Kundengruppen erschlossen

2013 2014 2015

(in TEUR)

68.957 66.079

EBIT-ENTWICKLUNG

63

NDM fokussiert sich mit einer schlanken Organisation auf Produktentwicklung, Projektmanagement und Verkauf; die Produktion ist an externe Produktionsdienstleister vergeben. Der Schwerpunkt der Vertriebsstruktur liegt in den Hauptmärkten USA, Brasilien, Europa, Naher Osten sowie China.

Erweiterung der lokalen Wertschöpfung in GUS

Im März 2015 wurde die Errichtung der zwei Joint-Venture-Gesellschaften, die PALFINGER im August 2014 mit der russischen KAMAZ-Gruppe vereinbart hatte, im russischen Firmenregister wirksam vollzogen. Damit konnte die operative Umsetzung der Zusammenarbeit zwischen der PALFINGER Gruppe und der OJSC KAMAZ beginnen. KAMAZ ist der größte russische Lkw-Produzent und liegt auf Platz elf der weltweit größten Hersteller. Die Lkws werden für den russischen Heimmarkt produziert und zum Teil auch nach Asien und Lateinamerika exportiert.

Das Joint Venture Mounting, Crane Center Kamaz OOO, wird zu 49 Prozent von der PALFINGER Gruppe und zu 51 Prozent von der KAMAZ-Gruppe gehalten und spezialisiert sich auf Lkw-Aufbauten. Die von diesem Joint Venture ausgestatteten Lkws werden mit Lade- und Handlinggeräten ausgerüstet. Zusätzlich zum bestehenden Vertriebsnetz von KAMAZ soll ein eigenes Netz an Händlern und Servicestellen aufgebaut werden. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Nabereschnyje Tschelny in Tatarstan, nahe dem Firmensitz der KAMAZ-Gruppe. Bis zum Jahr 2019 sollen jährlich mehr als 3.000 Aufbauten ausgeliefert werden.

Das Joint Venture Cylinder, Palfinger Kama Cylinders OOO, wird zu 51 Prozent von PALFINGER gehalten. PALFINGER und KAMAZ gründeten gemeinsam dieses Unternehmen in Neftekamsk in der Region Baschkortostan (in dieser Region befindet sich auch das neue INMAN Kranwerk von PALFINGER). Bis zum Jahr 2019 sollen dort bis zu 80.000 Zylinder jährlich für Krane, Lkws und Baumaschinen hergestellt werden.

Erschließung des Hubarbeitsbühnen-Marktes in Nordamerika

Anfang Juli wurde gemeinsam mit Fairwind Holdings LLC die Joint-Venture-Gesellschaft FairWind Renewable Energy Services, LLC, Lawton, Oklahoma, USA, gegründet. Palfinger USA, Inc. ist daran mit 51 Prozent beteiligt. Die Gesellschaft spezialisiert sich auf die Servicierung von Windrädern zur Energieerzeugung.

Die Windkraft-Serviceindustrie wächst in den USA und in Kanada signifikant. Insgesamt sind an Land mehr als 60.000 Windräder installiert, die regelmäßig Reinigung, Service und Kontrollen benötigen. Vermehrt werden in den USA dafür große Hubarbeitsbühnen verwendet, da sie eine Effizienzsteigerung um das Zwei- bis Dreifache ermöglichen. Bisher kamen vorwiegend Arbeitskörbe oder seilgesicherte Industriekletterer zum Einsatz.

Der 49-Prozent-Gesellschafter Fairwind Holdings LLC ist ein junges und dynamisches Unternehmen, das rund 25 Experten für das Servicegeschäft für Wind- und Ölförderanlagen beschäftigt. PALFINGER stellt für das Joint Venture in einem ersten Schritt Hubarbeitsbühnen sowie die für langfristige Verträge unerlässliche Stabilität und Finanzkraft zur Verfügung.

Weitere gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Im Jänner 2015 wurde die Megarme Inspection & Engineering Services LLC mit Sitz in Dubai gegründet. Die Beteiligung der Palfinger systems units GmbH in Höhe von 70 Prozent wird zum Teil über eine Treuhandlösung verwirklicht. Die übrigen Gesellschafter sind die Geschäftsführer Billy Harkin und William Patrick Harkin.

Am 19. Februar 2015 wurde die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, in Palfinger Marine GmbH umbenannt.

Am 3. März 2015 wurden jene Anteile, die die Palfinger Dreggen AS, Norwegen, an der Palfinger Dreggen Do Brasil, Brasilien, gehalten hat, von der Palfinger Marine GmbH, Salzburg, übernommen. Weiters erwarb die Palfinger South America GmbH, Salzburg, am gleichen Tag eine Aktie von Halldor Rongve, dem Geschäftsführer der Palfinger Dreggen AS.

Am 12. März 2015 wurde die Palfinger Argentina S.A. an Rolando Romeo verkauft.

Deutliche Vertiefung der Wertschöpfung in GUS

Per 30. März 2015 wurde eine Aktie der Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda, Caxias do Sul, Brasilien, von Jörg Schopferer an die Palfinger South America GmbH, Salzburg, verkauft.

Mit 1. April 2015 verkaufte die Palfinger systems units GmbH ihre restlichen Anteile an der Palfinger systems GmbH (26 Prozent) an die Marine Systems Overseas Pte.Ltd.

Im April 2015 wurde die Palfinger Trading (Shanghai) Co., Ltd. mit Sitz in Shanghai, China, als 100-prozentige Tochter der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. gegründet.

Mit 15. Mai 2015 hat die Palfinger USA, Inc. die restlichen Anteile (20 Prozent) an der Equipment Technology, LLC (USA) von den bisherigen Mitgesellschaftern übernommen.

Per 17. Juni 2015 wurde Palfinger Lifting Technology (Nantong) Co., Ltd mit Sitz in Rudong, Nantong, China, als 100-prozentige Tochter der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. gegründet.

Ebenfalls im Juni 2015 wurde die Palfinger Dreggen Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur als 100-prozentige Tochter der Palfinger Marine GmbH aufgelöst.

Per 28. August 2015 wurden die russischen Gesellschaften PM Engineering OOO sowie Velmash ZAO auf Velmash-S OOO verschmolzen.

Per 1. Oktober 2015 wurden die singapurischen Gesellschaften Palfinger SLS Holding Pte. Ltd und Palfinger Marine Pte. Ltd. auf die Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. verschmolzen.

Per 15. Oktober 2015 wurden sämtliche Anteile an Palfinger Marine Services B.V., Niederlande, von der Palfinger Marine GmbH durch die PALFINGER AG erworben. Palfinger Marine Services B.V. wurde sodann in Palfinger Projects B.V. umbenannt.

Am 4. November.2015 wurde die Norwegian Deck Machinery Ulsteinvik AS in die Norwegian Deck Machinery AS verschmolzen, nachdem Anfang Juli die restlichen 17,3 Prozent vom Minderheitsgesellschafter erworben wurden.

Mit Dezember 2015 wurden sämtliche Anteile an der NDM Poland Sp.z.o.o. von der Norwegian Deck Machinery AS an das lokale Management abgetreten.

Anfang Dezember 2015 wurde die brasilianische Palfinger Dreggen do Brasil Ltda in Palfinger Marine do Brasil Ltda umbenannt.

Im Dezember 2015 wurden sämtlichen Anteile an der französischen MBB Inter SAS von MBB Palfinger GmbH, Deutschland, an die Palfinger EMEA GmbH, Österreich, übertragen.

Mit Dezember 2015 hat die Equipment Technology, LLC die restlichen Anteile an Composite Works, LLC übernommen und hält daher nunmehr 100 Prozent der Anteile.

Im Dezember 2015 wurde die russische Gesellschaft SMZ OAO auf die SMZ OOO verschmolzen. GRI G4-13: Veränderungen in der Organisation

ANGABEN GEMÄSS § 243A UGB

Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 37.593.258 Euro und ist eingeteilt in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Zum 31. Dezember 2015 hielt die PALFINGER AG eigene Aktien im Ausmaß von 282.756 Stück.

Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt. Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

Zum 31. Dezember 2015 war die Familie Palfinger direkt bzw. indirekt mit rund 59 Prozent an der PALFINGER AG beteiligt. Etwa 10 Prozent der Aktien (3.726.516 Stück) werden von der chinesischen SANY-Gruppe gehalten, dies über die deutsche SANY Germany GmbH. Der sich im Streubesitz befindliche Teil der PALFINGER Aktien betrug rund 30 Prozent.

In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt.

Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.

In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots. GRI G4-7: Eigentumsverhältnisse und Rechtsform; GRI G4-LA 2: Betriebliche Leistungen, die nur Vollzeitbeschäftigten gewährt werden

ENTWICKLUNG DER KEY FINANCIALS, DER VERMÖGENSLAGE UND DER BILANZSTRUKTUR

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2015 um 15,7 Prozent auf 1.229,9 Mio EUR (Vorjahr: 1.063,4 Mio EUR), wobei in beiden Segmenten EUROPEAN UNITS und AREA UNITS ein Wachstum von rund 15 Prozent verzeichnet werden konnte. Die Europäische Union war weiterhin der wichtigste Absatzmarkt mit einem Umsatzanteil von 47,6 Prozent (Vorjahr: 49,1 Prozent). Der Anteil von Nordamerika betrug im Geschäftsjahr 2015 23,3 Prozent (Vorjahr: 20,6 Prozent), allerdings stammt lediglich ein Drittel des Umsatzzuwachses aus operativer Geschäftstätigkeit, rund zwei Drittel sind Folge des gegenüber dem Euro stärkeren US-Dollars. In der Region GUS konnte durch die erfolgreiche Marktbearbeitung der im Jahr 2014 akquirierten PM-Group Lifting Machines ein Anteil von 5,5 Prozent erreicht werden. In Mittel- und Südamerika musste im Jahr 2015 – bei steigenden Marktanteilen – eine Reduktion des Umsatzes verzeichnet werden; der Anteil Lateinamerikas am Gesamtumsatz beträgt 3,5 Prozent. Die Verschiebungen der Währungsrelationen wirkten mit 2,7 Prozent insgesamt positiv auf die Umsatzentwicklung, der stärkere US-Dollar in Verbindung mit einem höheren Umsatzanteil überkompensierte die Schwäche des Rubels und anderer asiatischer und lateinamerikanischer Währungen.

Die Umsatzkosten erhöhten sich von 817,0 Mio EUR aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit auf 930,7 Mio EUR. Das Bruttoergebnis erhöhte sich von 23,2 Prozent auf 24,3 Prozent. Diese Entwicklung ist vor allem auf den Effekt einer Fixkostendegression in den Strukturkosten der Herstellung zurückzuführen.

Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 2015 331,1 Mio EUR und liegen damit 10,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 298,9 Mio EUR. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf den Aufbau von Mitarbeitern sowie die inflationsbedingten Gehaltsanpassungen zurückzuführen.

Der Materialeinsatz im Verhältnis zum Umsatz bewegt sich auf dem Niveau des Vorjahres, es konnten jedoch Einsparungen vor allem im Bereich Rohmaterialeinkauf erzielt werden.

Die Strukturkosten, die sich aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung zusammensetzen, erhöhten sich von 192,2 Mio EUR auf 202,6 Mio EUR. Die Ursache dieser Steigerung liegt vor allem in den Akquisitionen der vergangenen Jahre. Gemessen in Prozent vom Umsatz konnte die Strukturkostenquote sogar um 1,6 Prozent gesenkt werden.

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug im Geschäftsjahr 2015 104,4 Mio EUR (Vorjahr: 66,1 Mio EUR). Dies ist vor allem auf die Steigerung des Geschäftsvolumens und eine entsprechende Profitabilitätssteigerung in beinahe allen Produktbereichen zurückzuführen.

Als operativer Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2015 ist eine Wertberichtigung auf Umlaufvermögen in Nordamerika in der Höhe von rund 5,0 Mio EUR verzeichnet worden.

Die EBIT-Marge erhöhte sich von 6,2 Prozent im Jahr 2014 auf 8,5 Prozent im Jahr 2015.

Die Aufwendungen für Ertragsteuern stiegen von 10,3 Mio EUR im Jahr 2014 auf 21,4 Mio EUR im Jahr 2015. Dieser starke Anstieg ist auf die Erhöhung des zu versteuernden Ergebnisses in den EUROPEAN UNITS und in in der Area Nordamerika sowie auf den Anstieg des latenten Steueraufwands zurückzuführen.

Gemäß der Dividendenpolitik von PALFINGER wird der Vorstand auf Basis der Ergebnissituation der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von einem Drittel des Jahresüberschusses auszuschütten. Da per 21. Dezember 2015 bereits die Ausschüttung einer Zwischendividende in der Höhe von 0,18 EUR je Aktie erfolgte, wird der Vorstand eine Schlussdividende von 0,39 EUR je Aktie vorschlagen. Die Höhe der Gesamtdividende 2015 beträgt damit – vorbehaltlich des Beschlusses der Hauptversammlung – 0,57 EUR je Aktie.

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,0 Prozent und betrug zum 31. Dezember 2015 1.212,4 Mio EUR (Vorjahr: 1.122,4 Mio EUR). Dies ist vor allem auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens und die erfolgten Akquisitionen Norwegian Deck Machinery AS, den Aufbau des operativen Betriebs der zwei Joint Ventures mit KAMAZ in Russland sowie die Gründung des Joint Ventures FairWind Renewable Energy Services, LLC in Nordamerika zurückzuführen.

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 40,2 Mio EUR auf 708,9 Mio EUR (Vorjahr: 668,7 Mio EUR) im Wesentlichen durch Investitionen in Produktionsanlagen in Russland, Erweiterungen im Service- und Flottengeschäft in Nordamerika sowie durchErsatz- und Erweiterungsinvestitionen in Österreich. Zusätzlich trugen aktivierte Enwicklungskosten, die in 2015 getätigten Akquisitionen und der Anstieg der Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen zu dieser Erhöhung bei. Auch der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte von 453,8 Mio EUR um 49,7 Mio EUR bzw. 11,0 Prozent auf 503,5 Mio EUR ist eine Folge der erfreulichen Steigerung des Geschäftsvolumens.

Das durchschnittliche Net Working Capital in Relation zum Umsatz verringerte sich aufgrund gezielter Maßnahmen zur Verbesserung der Kennzahl Current Capital mit besonderem Augenmerk auf Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Jahr 2015 verringerte sich das Niveau von 16,4 Prozent im Vorjahr auf 14,6 Prozent.

Das Eigenkapital stieg von 454,7 Mio EUR im Vorjahr um 12,3 Prozent auf 510,7 Mio EUR. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf das positive Ergebnis nach Ertragssteuern in Höhe von 71,6 Mio EUR zurückzuführen, mindernd wirkte die Dividendenausschüttung. Die Eigenkapitalquote beträgt 42,1 Prozent (Vorjahr: 40,5 Prozent).

Im Geschäftsjahr 2015 wurden langfristige Finanzverbindlichkeiten im Volumen von 86,4 Mio EUR neu aufgenommen, um fällige Finanzierungen zu refinanzieren bzw. vorzeitig zu tilgen. Die langfristigen Schulden verringerten sich aufgrund der neuen Fristigkeiten der restlichen langfristigen Verbindlichkeiten des Vorjahres von 408,7 Mio EUR auf 395,5Mio EUR. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im Gegenzug von 259,0 Mio EUR auf 306,2 Mio EUR. Das gesamte Capital Employed ist zu 98,1 Prozent langfristig abgesichert.

EIGENKAPITAL UND VERSCHULDUNG

Eigenkapital Gearing (in Prozent) Die Nettofinanzverschuldung verringerte sich durch die Reduktion der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Somit verbesserte sich die Gearing Ratio von 78,4 Prozent zum Vorjahresstichtag auf 68,1 Prozent per 31. Dezember 2015.

Die Investitionen in materielle und immaterielle Wirtschaftsgüter im Jahr 2015 beliefen sich auf 61,0 Mio EUR (Vorjahr: 60,9 Mio EUR), davon sind 10,1 Mio EUR aktivierte Entwicklungskosten. Die Investitionen umfassten im Wesentlichen die Produktionserweiterung in Russland, die Erweiterung des Service- und Flottengeschäfts in Nordamerika sowie den Ausbau einer Produktions- und Servicestätte im Bereich Marine. Daneben wurden Modernisierungen an österreichischen Standorten durchgeführt.

Der Cashflow aus dem operativen Bereich belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 110,6 Mio EUR nach 47,2 Mio EUR im Vorjahr. Die Steigerung ergibt sich vor allem aus dem deutlich besseren Ergebnis vor Steuern sowie aus noch nicht bedienten Verbindlichkeiten aus der Forderungszession gegenüber dem Factoring-Partner.

Der Cashflow aus dem Investitionsbereich entwickelte sich im Wesentlichen aufgrund des geringeren Akquisitionsvolumens gegenüber dem Vorjahr von –217,4 Mio EUR auf –64,6 Mio EUR.

Die beschriebenen Effekte aus den operativen und investitionsbedingten Cashflows ergeben einen positiven Free Cashflow von 54,7 Mio EUR im Geschäftsjahr 2015 nach –159,5 Mio EUR im Jahr 2014.

Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich ist mit –43,9 Mio EUR rückläufig im Vergleich zu 178,4 Mio EUR im Vorjahr. Die Veränderung in der Höhe von –222,3 Mio EUR beinhaltet grundsätzlich eine erhöhte Tilgung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und Darlehensfinanzierungen für Beteiligungserwerbe im Geschäftsjahr 2015 sowie die Begebung eines Schuldscheindarlehens und die Kapitalerhöhung im Vorjahr.

Erfreulich entwickelten sich die Kennzahlen der Wertschöpfung: Der Return on Equity stieg von 10,5 Prozent zum Jahresende 2014 auf 14,8 Prozent per 31. Dezember 2015, der Return on Capital Employed konnte von 7,4 Prozent auf 9,6 Prozent gesteigert werden, während sich die durchschnittlichen Kapitalkosten Weighted Average Cost of Capital (WACC) auf dem selben Niveau im Vergleich zum Vorjahr in der Höhe von 6,5 Prozent bewegen. Diese Entwicklungen führten zu einer deutlichen Steigerung des Economic Value Added von 6,7 Mio EUR im Vorjahr auf 25,9 Mio EUR.

Kurzkonzernbilanz

in Mio EUR 31.12.20131) 31.12.20141) 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte 428,7 668,7 708,9
Kurzfristige Vermögenswerte 408,5 453,8 503,5
Summe Vermögenswerte 837,3 1.122,4 1.212,4
Eigenkapital 379,7 454,7 510,7
Langfristige Schulden 251,8 408,7 395,5
Kurzfristige Schulden 205,8 259,0 306,2
Summe Eigenkapital und Schulden 837,3 1.122,4 1.212,4

1) Die Werte 2013 und 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

Konzernabschluss, Erläuterungen zur Konzernbilanz, Seite 164

NETTOINVESTITIONEN (in TEUR)

in Mio EUR 1–12 20131) 1–12 20141) 1–12 2015
Cashflow aus dem operativen Bereich 69,2 47,2 110,6
Cashflow aus dem Investitionsbereich –48,8 –217,4 –64,6
20,4 –170,2 46,0
Bereinigte Fremdkapitalzinsen nach Steuern 8,6 10,7 8,7
Free Cashflow 29,0 –159,5 54,7

1) Die Werte 2013 und 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

Kurz-Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

in Mio EUR 1–12 20132) 1–12 20142) 1–12 2015
Umsatzerlöse 974,0 1.063,4 1.229,9
EBITDA 100,7 104,6 145,3
EBITDA-Marge 10,3% 9,8% 11,8%
EBIT (Operatives Ergebnis) 69,0 66,1 104,4
EBIT-Marge 7,1% 6,2% 8,5%
Konzernergebnis 38,7 38,2 64,4
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,09 1,04 1,73
Dividende je Aktie (in EUR)1) 0,41 0,34 0,57

1) Davon 0,18 EUR bereits im Dezember 2015 als Zwischendividende ausbezahlt.Vorschlag an die Hauptversammlung erfolgt in Höhe von 0,39 EUR. 2) Die Werte 2013 und 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

Konzernabschluss, Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Seite 154

in Mio EUR 1–12 20132) 1–12 20142) 1–12 2015
EBIT (Operatives Ergebnis) 69,0 66,1 104,4
Bereinigte Ertragsteuern –15,8 –13,6 –24,3
NOPLAT 53,2 52,5 80,1
Langfristige Vermögenswerte 424,) 548,7 688,8
Langfristige finanzielle Vermögenswerte –4,0 –17,9 –32,8
Langfristige operative Vermögenswerte1) 420,5 530,8 655,9
Vorräte 206,8 225,1 250,8
Kurzfristige Forderungen und sonstige kurz
fristige Vermögenswerte
169,6 184,9 201,0
Ertragsteuerforderungen 3,2 3,1 2,9
Lang- und kurzfristige Rückstellungen –48,0 –51,0 –56,0
Passive latente Steuern –6,8 –6,3 –7,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten –4,4 –5,0 –7,2
Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten –151,2 –176,3 –204,9
Net Working Capital1) 169,2 174,5 179,0
Capital Employed1) 589,7 705,3 834,9
ROCE 9,0% 7,4% 9,6%

1) Jahresdurchschnitt

-

2) Die Werte 2013 und 2014 wurden rückwirckend angepasst (siehe dazu Erläuterung 14 im Anhang).

69

TREASURY

In der Treasury-Abteilung wird konzernweit die Liquidität gesteuert und die Finanzrisiken werden überwacht. Oberster Grundsatz ist, jederzeit ausreichend Liquidität sowohl für Zahlungsverpflichtungen als auch für das weitere Unternehmenswachstum sicherzustellen.

Die wichtigste Finanzierungsquelle von PALFINGER sind Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Über das "In-House Bank"-Konzept von PALFINGER wird der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften – soweit möglich – über interne Darlehen abgedeckt. Dabei werden überschüssige liquide Mittel von Konzernunternehmen genutzt, um den externen Finanzierungsbedarf und damit den Nettozinsaufwand zu reduzieren. Konzerninterne Transaktionen werden über Verrechnungskonten ausgeglichen, wodurch Banktransaktionen und -gebühren reduziert werden. Durch die zentrale Steuerung der Konzernfinanzierung kann die Gruppenbonität zur Finanzierung von Konzerngesellschaften genutzt und die erforderliche Liquidität kostengünstig gesichert werden.

Weitere Aufgaben der Konzern-Treasury-Abteilung liegen im effektiven Management der Währungs- und Zinsrisiken und in der zentralen Steuerung von globalen Versicherungslösungen wie beispielsweise Sach-, Haftpflicht- oder Transportversicherungen.

Das Finanzmanagement basiert auf weltweit einheitlichen Konzerngrundsätzen. Auf Ebene der Tochtergesellschaften verantworten die Finanzleiter die Einhaltung dieser Treasury-Richtlinien.

Cash- und Liquiditätsmanagement

Im täglichen Liquiditätsmanagement nutzt PALFINGER mithilfe von Cash-Management-Systemen Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzernunternehmen, um den Finanzbedarf anderer zu decken (Cash-Pooling).

Aufgrund des wachsenden Geschäftsvolumens und zur verstärkten Absicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wurden zusätzliche Liquiditätsreserven geschaffen. Neue bestätigte Kreditlinien wurden abgeschlossen und auslaufende Finanzierungslinien verlängert. Akquisitionen und Joint-Venture-Vereinbarungen wurden im Jahr 2015 entweder durch langfristige Finanzierungsvereinbarungen oder durch Beteiligungsfinanzierungen im Rahmen des Exportfinanzierungsverfahrens der Oesterreichischen Kontrollbank AG finanziert.

Durch die bereits im Oktober 2014 durchgeführte vorzeitige Prolongation und Aufstockung der Schuldscheinemission aus dem Jahr 2012 stellte PALFINGER eine ausreichende Liquiditätsversorgung für 2015 und die Folgejahre sicher.

Im Dezember 2014 schlossen die PALFINGER AG bzw. ausgewählte österreichische und deutsche Tochtergesellschaften einen Factoring-Vertrag ab. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60 Mio EUR verkauft. Die derart verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 34,9 Mio EUR (Vorjahr: 14,8 Mio EUR) und werden entsprechend den Regeln des IAS 39 aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht.

Die zentrale Steuerung der Cashflows sichert die Bonität der Gruppe

Factoring sichert Teil der Liquidität

RISIKOBERICHT

PALFINGER ist sich bewusst, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit liefert. Ziel ist es, durch einen systematischen Ansatz frühzeitig Chancen und Risiken zu erkennen, um auf neue Rahmenbedingungen rasch reagieren zu können.

Die Basiskomponenten des Risikomanagementsystems der PALFINGER Gruppe sind standardisierte konzernweite Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme. Der Prozess des Risikomanagements ist in einer konzernweiten Richtlinie beschrieben und festgelegt. Seine Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit werden in regelmäßigen Abständen überprüft und hinterfragt.

Die unmittelbare Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Geschäftsleitung der jeweiligen operativen Einheit. Auf dieser Ebene werden Risikothemen regelmäßig erfasst und bewertet. Das Corporate Risk Management berichtet direkt an den Vorstand, der die Gesamtverantwortung trägt.

Risikomanagementsystem

Das Management der Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten identifiziert und bewertet periodisch die wesentlichen Chancen und Risiken entlang der Wertschöpfungskette auch unter Nachhaltigkeitsaspekten. Dabei werden auch externe Faktoren berücksichtigt. Die Bewertung dieser Ereignisse hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis und der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt nach einer konzernweit einheitlichen Methode. Auf Basis dieser Analyse werden bestehende Maßnahmen dokumentiert sowie zusätzliche Maßnahmen zur aktiven Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Die Interne Revision überwacht die Einhaltung der geforderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und der internen Konzernrichtlinien. Zusätzlich prüft sie die grundsätzliche Funktionalität des Risikomanagementsystems zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die eine Weiterführung des Unternehmens beeinträchtigen können. Kurzfristige Risikothemen werden über das monatliche Berichtswesen im Controlling sowie über periodisch stattfindende Steering Committees der Geschäftsbereiche abgedeckt.

Risikothemen

Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER Gruppe ist stark von den marktseitigen Entwicklungen geprägt. Die unsichere wirtschaftliche Situation in Europa und China sowie der fallende Ölpreis haben negative Auswirkungen auf die Auftragslage. Die Internationalisierung stellt PALFINGER vor die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen und kulturellen Erfordernissen nachkommen zu müssen. Der Auf- und Ausbau neuer Geschäftseinheiten, die Akquisition von Unternehmen oder der Erwerb von Anteilen sowie die Gründung von Joint Ventures und das Eingehen von Partnerschaften bergen das Risiko, die Komplexitätskosten zu erhöhen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für PALFINGER ist es, ökonomische, ökologische sowie soziale und ethische Risken zu vermeiden und auf Basis solider Daten kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können.

EXTERNE RISIKEN

Ökonomische Entwicklungen

Die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den Kernmärkten von PALFINGER bringen Unsicherheiten mit sich. Die Konjunkturdaten der Europäischen Union, aber auch wichtiger volkswirtschaftlicher Handelspartner wie China, Russland und Brasilien wurden nach unten revidiert. In Russland konnte zwar die lokale Produktion die Auswirkungen der EU-Sanktionen abfedern, jedoch reduziert die deutliche Abkühlung des Wirtschaftswachstums das Investitionsvolumen und somit den Absatzmarkt.

Ähnliches gilt für die Märkte Afrika, Naher Osten und Südamerika, wo sich die aktuellen politischen Unsicherheiten und der Ölpreisverfall negativ auf die Auftragslage auswirken. Eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten würde zu einer weiteren Destabilisierung der Region führen und birgt somit das Risiko zunehmender negativer Folgen für aktuelle und potenzielle Märkte.

Das wirtschaftliche Umfeld in den USA entwickelte sich zuletzt sehr positiv. Die aktuellen Konjunkturdaten signalisieren eine Fortsetzung der guten Bedingungen in diesem Kernmarkt.

In den BRIC-Staaten sieht PALFINGER langfristig große Chancen, wenngleich sich das wirtschaftliche Umfeld zuletzt abkühlte. Allen voran werden im Absatzmarkt China weitere Potenziale für die Zukunft gesehen. Die Intensivierung der Partnerschaft mit SANY soll die Bearbeitung des chinesischen Marktes fördern und die Position von PALFINGER gegenüber chinesischen Mitbewerbern stärken.

PALFINGER begegnet dem aktuell schwierigen Umfeld mit größtmöglicher Flexibilität. Zusätzlich werden durch selektive Akquisitionen und andere Wachstumsinitiativen neue Märkte ausgebaut, um die Abhängigkeit von einzelnen Kernmärkten zu reduzieren und nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen. Auf Grundlage regelmäßiger Prognosen werden kurzfristige Anpassungen vorgenommen. Sämtliche relevante Informationen auf Kunden- und Lieferantenseite werden in diese Planung miteinbezogen, um eine möglichst valide Datenbasis zu schaffen.

Risiken aus Energieversorgung und Klimawandel

Energiekosten haben nur einen geringen Anteil an den Gesamtkosten von PALFINGER. Eine Kombination aus steigenden Energiepreisen und extremer Witterung könnte diesen Anteil jedoch überproportional steigen lassen. Mittelfristig kann eine intensivere Klimapolitik auch die Kosten für fossile Energie und Strom erhöhen. Um dieses Risiko und die Belastung der Umwelt zu minimieren, wurden in den vergangenen Jahren Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt. Damit wurden auch Compliance-Risiken in Verbindung mit der Energieeffizienzrichtlinie der EU vermieden.

Die Klimaschutzpolitik fördert Branchen wie alternative Energieerzeugung oder Recycling. In diesen Bereichen ist PALFINGER ein Anbieter, beispielsweise von Windkranen, Recyclingkranen und Hooklifts. Eine Änderung der Förder- und Subventionspolitik könnte zu Umsatzeinbußen bei PALFINGER führen. GRI G4-EC 2: Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen sowie Chancen und Risiken

Regionale Akzeptanz

PALFINGER positioniert sich nicht nur in Österreich, sondern an allen Standorten als Unternehmen, das bewusst die Verantwortung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, soziale Themen entlang der Wertschöpfungskette und die ökologischen Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit wahrnimmt. Konkret äußert sich dies in der Umsetzung des Code of Conduct, insbesondere faire Versteuerung der Gewinne, regelmäßiger Dialog mit den Belegschaftsvertretungen, Bekämpfung und Prävention von Korruption, angemessene Gehälter und soziales Engagement in der Region. So sollen die gesellschaftliche "Licence to operate" erhalten bleiben sowie Rekrutierungs- und Akzeptanzrisiken minimiert werden. PALFINGER ist in Regionen aktiv, in denen gemäß Corruption-Perception-Index ein höheres Risiko für unethische Praktiken besteht. Auch diesbezüglich gewährleistet die Umsetzung des Code of Conduct eine korrekte Unternehmensführung.

STRATEGISCHE RISIKEN

Strategie

Die strategischen Säulen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Berichtszeitraum weiterentwickelt. PALFINGER nutzt weiterhin Marktchancen, um attraktive Akquisitionsziele nach eingehender Prüfung zu übernehmen. Die Entwicklung der vergangenen Geschäftsjahre bestätigt die Bedeutung dieser strategischen Ausrichtung, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen und Industrien zu reduzieren. Dies birgt jedoch das Risiko einer Erhöhung der Komplexität in den Administrationsprozessen.

Die Integration der in den vergangenen Jahren getätigten Akquisitionen ist in Teilbereichen noch nicht abgeschlossen, daher können zusätzliche Kosten für Integration und Marktbearbeitung entstehen. Der Markteintritt und die Marktpenetration in neuen Regionen beinhalten neben Einmalinvestitionen die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen Erfordernissen nachzukommen und Eintrittsbarrieren zu überwinden.

Produktportfolio

Für die erfolgreiche Entwicklung der Gruppe ist die Integration akquirierter Unternehmen entscheidend. Synergiepotenziale werden laufend erhoben und realisiert. Mit dem Erwerb der Unternehmen im Marinebereich schuf PALFINGER eine Verankerung in einem neuen Kundensegment, das die Abwicklung von Projekten mit Dienstleistungskomponenten nachfragt. Dadurch können sich die Risiken aus dem Projektgeschäft erhöhen.

Organisation und Kultur

Die kontinuierliche Expansion der PALFINGER Gruppe insbesondere in Länder wie Brasilien, Russland, Indien und China bringt auch kulturelle Herausforderungen mit sich, deren Bewältigung über den nachhaltigen Erfolg entscheidet. Die Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen anzuerkennen, zu verstehen und zu akzeptieren, ist auf allen Ebenen und in allen Dimensionen eine unabdingbare Notwendigkeit. Unternehmenskultur, Seite 23

INTERNE RISIKEN DER WERTSCHÖPFUNG Entwicklung

PALFINGER steht vor der Herausforderung, seine Technologieführerschaft in der Branche regelmäßig zu beweisen und Produkte an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Märkte anzupassen. Kundenorientierte und effiziente Lösungen der Mitbewerber können zu einem Marktvorteil für diese führen und für PALFINGER einen Verlust von Marktanteilen nach sich ziehen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb sowie die stark regionale Orientierung der Entwicklungsprojekte sollen gewährleisten, dass PALFINGER seinen Status als Innovationsführer hält und weiter ausbaut.

Die Entwicklungsarbeit hat grundlegende Auswirkungen auf die Kostenstruktur zukünftiger Serienfertigung. Hohe Komplexität der Produkte bedeutet auch hohe Komplexität in der Wertschöpfung und damit hohe Kosten. Prozessoptimierung beginnt bei PALFINGER bereits in der Entwicklungsphase durch das Zusammenspiel mit den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen Beschaffung und Produktion und mit der durchgängigen Fokussierung auf Komplexitätsmanagement.

Patente sichern wichtige Innovationen. Außerdem sind sämtliche vertrauliche Informationen im Unternehmen vor unerlaubtem Zugriff bestmöglich geschützt.

Beschaffung

Hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich Beschaffung hat sich der Fokus von Liquiditätsthemen hin zum Thema Double Sourcing verschoben. PALFINGER achtet darauf, vor allem bei strategisch wichtigen Materialien und Komponenten zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.

Unverändert sind Qualität und Preis von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden aktiv unterstützt, um in Zukunft noch bessere Leistung zu erbringen und dem Risiko von Lieferausfällen vorzubeugen. Zur Überwachung der Leistungen hat PALFINGER spezielle Auswahlverfahren sowie Risikomanagement- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert.

Die Erfahrung zeigt, dass Lieferanten mit gutem Umweltmanagement auch über eine höhere Qualität in der Fertigung verfügen. PALFINGER konnte den Anteil von Lieferanten mit gutem und sehr gutem Umweltmanagement in den vergangenen Jahren sukzessive steigern. Darüber hinaus beugen ökologische und soziale Beschaffungskriterien zukünftigen regulatorischen Risiken vor.

Nachhaltigkeit bei den Lieferanten, Seite 52

Produktion

Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen von PALFINGER liegen in der Fertigung und Montage der Produkte. Das Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis wurde in einer Risikoanalyse identifiziert. Durch diese Analyse und die abgeleiteten Maßnahmen wie Erneuerung des Maschinenparks, Einführung von Total-Productive-Maintenance (TPM)-Prozessen und Weiterentwicklung des PALFINGER ProduktionsSystems wird dieses Risiko kontinuierlich reduziert.

PALFINGER unterstützt seine Position als Marktführer durch gleichbleibend hohe Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Das Unternehmen verfügt über ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Trotz dieser systematischen Gestaltung können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese kundenfreundlich behoben. Daraus entstehende Verluste sind teilweise durch Versicherungen abgedeckt. Ein Imageschaden wäre allerdings ein beträchtliches Risiko für das Unternehmen.

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

Risiken bestehen in Hinblick auf Betriebsstörungen wie Unterbrechungen in der Energieversorgung, technisches Versagen, Feuer, Explosion und sonstige Störfälle. Verluste aus derartigen Betriebsunterbrechungen sind ebenfalls durch Versicherungen angemessen abgedeckt.

Um dem Risiko schwerwiegender Zwischenfälle und Störungen präventiv zu begegnen, wurde die Notfallvorsorge verstärkt und in der PALFINGER Umweltschutzrichtlinie festgehalten. Alle Standorte sind angehalten, Vorfälle mit ihren möglichen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu bewerten und Vermeidungs- bzw. Eindämmungsmaßnahmen zu entwickeln.

Altlasten von Problemstoffen haben enorme negative Auswirkungen sowohl auf die Umwelt als auch auf die Ertragslage von PALFINGER, weil sie kostenintensive Sanierungsmaßnahmen erfordern. Bei Akquisitionen werden im Rahmen der Due Diligence potenzielle Problemfelder erhoben. Das Risiko von Verunreinigungen entsteht vor allem durch Galvanik, Lackierung, Hydrauliköl und Schmiermittel. Diesem wird durch Einhaltung modernster Standards in der Beschaffung von Anlagen begegnet.

Vertrieb und Service

Bei der Marktbearbeitung setzt PALFINGER auf ein Vertriebs- und Servicenetzwerk, das zum überwiegenden Teil aus externen Händlern besteht. Aufgrund der impliziten Abhängigkeit werden Händler als strategische Partner gesehen und auch bei eventuellen finanziellen Engpässen unterstützt. Um die Marktbearbeitung laufend zu verbessern, wurden gemeinsame Standards definiert. Deren Einhaltung wird durch jährliche Händleraudits sichergestellt.

Europäische Händler sind zunehmend mit ungeklärten Nachfolgeregelungen konfrontiert, was zu einer möglichen Veränderung der Distributionskanäle und damit zu Verlusten von Marktanteilen führen könnte. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, wird die Zusammenarbeit mit Händlern weiter vertieft.

Kunden und Händlernetzwerk, Seite 51

INTERNE RISIKEN DER UNTERSTÜTZENDEN PROZESSE

Finanz- und Rechnungswesen

Aufgrund der Nachwirkungen der Finanzkrise in Europa und den USA ist es für PALFINGER nach wie vor essenziell, eine flexible Kapitalstruktur aufzuweisen. Eine Verschlechterung der Lage an den Finanzmärkten könnte den Zugang zu Eigen- bzw. Fremdkapital erschweren oder gar unmöglich machen. Die Fähigkeit, Wachstumsprojekte aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln zu finanzieren, stellt einen Wettbewerbsfaktor dar.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung muss mit Forderungsausfällen gerechnet werden. Das bestehende Forderungsmanagement hat die Aufgabe, mögliche Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf Informationen über die wirtschaftliche Situation der Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden auch durch Kreditversicherungen gedeckt.

Durch die internationale Geschäftstätigkeit bestehen komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.

Liquiditätsrisiko

Ein systemunterstütztes, unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um einen effizienten Einsatz der Finanzmittel steuern zu können. Die Mittel- bis Langfristplanung ermöglicht die frühzeitige Abstimmung des Bedarfs mit den Finanzierungspartnern.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über die Treasury-Abteilung. Durch Cash-Pooling und ein zentrales Clearing wird der konzerninterne Finanzausgleich durchgeführt. Der operative Cashflow dient zur Abdeckung des konzerninternen Finanzierungsbedarfs. Überschüssige Liquidität wird zur Reduktion von Finanzverbindlichkeiten verwendet. Als Liquiditätsreserve werden bestätigte langfristige Kreditlinien vorgehalten. Im Durchschnitt belaufen sich diese unausgenutzten Finanzierungsreserven auf über 20 Prozent der Nettofinanzverschuldung.

Der langfristige Finanzierungsbedarf wird über bilaterale Bankkredite mit einer Reihe von internationalen, aber auch jeweils lokalen Kernbanken und über die Emission von Schuldscheindarlehen abgedeckt. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive von PALFINGER. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit die Finanzierungspartner jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage haben.

Fremdwährungsrisiko

Durch die lokale Wertschöpfung an den PALFINGER Standorten sind die Fremdwährungspositionen im Konzern begrenzt. Es sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung.

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten aus Europa nach Nordamerika, Südamerika, Asien und Russland ergeben sich Risikopositionen vor allem im USD, BRL und RUB, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt sind. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Positionen werden Sicherungsstrategien erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert werden.

Projektbezogene Währungsrisiken vor allem im Marine- und Offshore-Bereich werden – sofern eine Fakturierung nicht in Euro möglich ist – auf Basis einer projektbezogenen Sicherungsstrategie abgesichert.

Bei der Absicherung orientiert sich PALFINGER ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die von PALFINGER selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte zur Absicherung eingesetzt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury aus einer Hand für die gesamte PALFINGER Gruppe gesteuert. Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente (Zinsswaps) begrenzt und in Finanzierungen mit fixen Zinsen getauscht.

Risiken in der Bilanzerstellung

Allgemeine Risiken

Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nichtfinanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die stetig steigenden Anforderungen der Kontrollorgane erhöhen den Komplexitätsgrad der Finanzberichterstattung.

Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die dabei erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko.

Ein einheitliches Konzernhandbuch, in dem die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze bei PALFINGER definiert sind, stellt einen standardisierten Prozess sicher und minimiert somit das Risiko unterschiedlicher Vorgehensweisen im Konzern.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert, Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip werden angewandt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert werden.

Geschäftsbezogene Risiken

Durch die Verschlechterung der Marktsituation besteht das Risiko, dass einzelne immaterielle Wirtschaftsgüter an eine geänderte Bewertung (Impairment) angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht wie geplant amortisieren.

Durch die Beteiligung an dem SANY-Lifting-Business im Jahr 2014 besteht zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 ein Anteil an einem equity-bilanzierten Unternehmen in Höhe von 135,1 Mio EUR mit einem immanenten Firmenwert in Höhe von 96,5 Mio EUR. Der Firmenwert ist von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und dem Erfolg der Internationalisierungsstrategie des Geschäftsfelds abhängig. In China ist insbesondere die Entwicklung der Bauwirtschaft wesentlich für die Werthaltigkeit dieses Anteils. Dabei spielen die voranschreitende Urbanisierung der chinesischen Bevölkerung und die dadurch notwendigen Infrastrukturprojekte eine maßgebliche Rolle. In den internationalen Märkten bestehen unterschiedliche politische und makroökonomische Risiken, die die Werthaltigkeit des Anteils an dem SANY-Lifting-Business beeinflussen können.

(19) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen, Seite 152

Durch die voranschreitende Internationalisierung und die steigende Volatilität auf den Währungsmärkten ist das Fremdwährungsrisiko in der PALFINGER Gruppe gestiegen. PALFINGER verfolgt hier eine konsequente Hedgingstrategie und versucht, Währungsrisiken bestmöglich abzusichern. Bei der Absicherung müssen Einschätzungen über die zukünftigen Zahlungsströme getroffen werden, die mit Unsicherheiten behaftet sind. Bei der Bilanzierung von Cashflow Hedges wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden.

Personal

PALFINGER sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Eine spezielle Planung, laufende Mitarbeiterbeurteilungen und -programme sichern die Heranbildung des notwendigen Führungsnachwuchses. In Zusammenhang mit den anhaltend volatilen Märkten ist die

Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen weiterhin ein wichtiges Thema. Ein Fokus bei der weiteren Flexibilisierung liegt darauf, gutes Personal zu halten. Aufgrund lokaler und demografischer Gegebenheiten kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal für Wertschöpfungsstandorte eingeschränkt sein. PALFINGER versucht, durch entsprechende Lehrlingsprogramme ausreichend Fachkräfte auszubilden. Wachstumsprojekte in Asien erfordern die Mobilität von qualifiziertem Personal aus den Stammwerken. Um dies erfolgreich zu gestalten, gibt es entsprechende Entsendungsprogramme inklusive Betreuung nach der Rückkehr.

PALFINGER setzt auch gruppenweit laufend Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter um. Ausfälle aufgrund von Krankheit und Unfällen sind seit Jahren auf niedrigem Niveau. Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 77

Informationstechnologie

Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko für PALFINGER dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. Das zunehmende internationale Engagement erhöht die Bedeutung von IT-Security. PALFINGER hat technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren.

Systemintegrationen schaffen Transparenz, die erforderlichen Prozessanpassungen können jedoch zu Reibungsverlusten und zu erhöhten Kosten für Schulungs- und Beratungsbedarf führen sowie schlimmstenfalls vorübergehende Umsatzeinbußen nach sich ziehen.

Darüber hinaus steigt das Risiko von betrügerischen Handlungen und Manipulationen durch IT-Angriffe von Dritten (Hacking-Versuche, Fraud- und Phishing-E-Mails). Daher wurden zusätzliche bewusstseinsbildende Maßnahmen (Schulungen, Newsletter etc.) forciert, und das Interne Kontrollsystem und die unterstützende IT werden kontinuierlich weiterentwickelt.

ZUSAMMENFASSUNG

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER Gruppe überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

GRI G4-2: Wichtigste nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen; GRI G4-14: Vorsorgeprinzip; GRI G4-EC 8: Art und Umfang erheblicher indirekter wirtschaftlicher Auswirkungen

Wesentliche Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das Interne Kontrollsystem ist integraler Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements bei PALFINGER. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.

KONTROLLUMFELD

Basis für das Interne Kontrollsystem sind die konzernweit gültigen Konzernrichtlinien. Diese enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Der Vorstand, die lokalen Geschäftsführungen, die Prozessverantwortlichen und das Risk Management sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Konzernrichtlinien überprüft wird.

RISIKOBEURTEILUNG

Die Identifikation von Risiken, die entsprechend definierten Risiken und deren Beurteilung sind im Risikobericht erläutert.

Risikobericht, Seite 70

KONTROLLMASSNAHMEN

Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Konzernrichtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.

INFORMATION UND KOMMUNIKATION

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein konzernweit standardisiertes monatliches Berichtssystem mit automatischer Schnittstelle aus SAP garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung des Konzerns. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.

ÜBERWACHUNG

Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher. Durch das enge Zusammenspiel von Controlling und Rechnungswesen werden laufend Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, und es besteht eine gegenseitige Kontrolle und Abstimmung. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.

Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Dennoch wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch regelmäßige Berichterstattung im Prüfungsausschuss und durch Überprüfung durch die Interne Revision, die eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet. Wenngleich der Prüfungsausschuss die Gestaltung des Internen Kontrollsystems als angemessen beurteilte, wurden zur weiteren Optimierung schwerpunktbezogene Maßnahmen angeordnet.

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER

Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor von PALFINGER. Ihre Motivation, Qualifikation, vor allem aber Gesundheit und Sicherheit haben daher hohe Priorität. Ein Schwerpunktprojekt widmet sich auch der weiteren Entwicklung der Unternehmenskultur, um das Potenzial aus der Diversität der globalen Gruppe zu heben. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Berichtsjahr vor allem durch die Aktivitäten in Russland um rund 3 Prozent auf mehr als 9.000 Beschäftigte.

Beschäftigungsentwicklung

Die Anzahl der Mitarbeiter der PALFINGER Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2015 vor allem durch Akquisitionen weiter an. Per 31. Dezember 2015 waren in den vollkonsolidierten Gesellschaften 9.131 Mitarbeiter tätig. Das entspricht gegenüber 2014 einem Zuwachs von 2,7 Prozent bzw. 238 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG

3) Leiharbeiter werden in FTEs, nicht in Headcounts ausgewiesen (ein FTE wird als ein Mitarbeiter gewertet).

Sie werden unabhängig vom Gründungsdatum eines Standorts ausgewiesen.

Im Jahresdurchschnitt waren 8.995 Mitarbeiter bei PALFINGER beschäftigt, davon 12,6 Prozent Frauen. Um Kapazitätsengpässe auszugleichen, wurden zusätzlich 496 Leiharbeitnehmer (Durchschnitt) eingesetzt. Die Zahl der Mitarbeiter im administrativen Bereich betrug 953.

GRI G4-10: Beschäftigungsprofil

Diversity und Chancengleichheit, Seite 83

FLUKTUATION

Die Mitarbeiterfluktuationsrate betrug im Berichtsjahr 2015 13,6 Prozent und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahreswert um 3,6 Prozentpunkte. Darin inkludiert sind sämtliche Abgänge inklusive Pensionierungen im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft ohne Leiharbeitnehmer. Die Fluktuationsrate bei Frauen war mit 12,6 Prozent niedriger als der gruppenweite Gesamtwert.

GRI G4-LA 1: Gesamtzahl der Mitarbeiter und Fluktuation

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

Fluktuation1) 2013 2014 2015
Gesamtanzahl der Mitarbeiter, die PALFINGER während des Jahres
verlassen haben
671 886 1.240
davon Frauen 77 131 145
Abgänge in % der Gesamtbelegschaft 10,3% 10,0% 13,6%

1) Headcounts jeweils zum Stichtag 31.12. inkl. Pensionierungen, ohne Leiharbeiter .

Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung

PALFINGER ist bestrebt, seinen Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Die Unternehmenskultur fördert hohe Eigenverantwortung und gibt den Mitarbeitern weitreichende Möglichkeiten, mit eigenen Ideen zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess beizutragen. An nahezu allen Fertigungs- und Montagestandorten sind die Arbeitsabläufe nach den Prinzipien des Lean Management organisiert.

Es wurde konzernweit eine Initiative zur Stärkung der HR-Prozesse gestartet. In dieser Initiative werden Synergien zu Kernfragen dieser Prozesse identifiziert und mit der Unternehmensstrategie abgestimmt, um zukunftsgerichtet Maßnahmen ableiten zu können. Gemeinsam mit lokal verantwortlichen Geschäftsführern und Personalverantwortlichen werden die HR-Prozesse evaluiert und Optimierungen unterstützt.

Entsprechend den Unternehmenswerten beachtet PALFINGER auch über den Arbeitsplatz hinausgehende Bedürfnisse seiner Mitarbeiter. So gibt es regional spezifische Maßnahmen, um Mitarbeiter bei ihrer Pensionsvorsorge oder Krankenversicherung sowie in besonderen Härtefällen zu unterstützen.

Hohe Eigenverantwortung fördert die Motivation

VERSAMMLUNGSFREIHEIT

PALFINGER erkennt die aktive Kommunikation über alle Ebenen hinweg sowie die interne Organisation von Gremien für die Repräsentation von Mitarbeitern und Betriebsräten an und spricht sich gegen jedwede Repressionen dieser Versammlungsfreiheit aus. Gemäß den PALFINGER Werten, welche auch die Open-Door-Policy umfassen, ist es PALFINGER ein Anliegen, jederzeit den aktiven Austausch zu ermöglichen und mit den artikulierten Bedürfnissen der Mitarbeiter sorgsam umzugehen. Prinzipiell besteht an Standorten die rechtliche Möglichkeit der Versammlungsfreiheit und der Arbeitnehmervertretung, sofern dies im jeweiligen Land gesetzlich erlaubt ist.

Lediglich an den asiatischen Standorten in China, Vietnam und Singapur besteht diese rechtliche Möglichkeit nur in eingeschränktem Maße. Die Kommunikation an den bisher vergleichsweise kleinen Standorten mit insgesamt 310 Mitarbeitern ist noch von flachen Hierarchien geprägt. Die geringen Fluktuationsraten an den asiatischen Standorten zeigen, dass unter anderem die Lohn- und sonstigen Arbeitsbedingungen gut akzeptiert werden.

GRI G4-HR 4: Standorte mit gefährdeter Versammlungsfreiheit

ARBEITSZEITEN UND GEHÄLTER

Die hohe unternehmerische Flexibilität zeigt sich an vielen PALFINGER Standorten auch bei den Arbeitszeitregelungen. Durch Gleitzeitmodelle und die Anwendung von Bandbreiten ist selbst bei schwankender Nachfrage hohe Produktivität gewährleistet. PALFINGER kann seinen Mitarbeitern dadurch auch in nachfrageschwächeren Perioden eine im Branchenvergleich hohe Arbeitsplatzsicherheit bieten.

Die Anzahl der Überstunden stieg im Jahr 2015 auf durchschnittlich 92 Stunden pro Mitarbeiter und Jahr an. Überstunden fallen überwiegend in stark projektbezogenen Bereichen, wie etwa im Marinegeschäft, und in asiatischen Ländern an. Der durchschnittliche Resturlaub verringerte sich gegenüber 2014 von 73 auf 63 Stunden pro Mitarbeiter per 31. Dezember 2015.

Ein wesentlicher Baustein für eine attraktive Arbeitsplatzgestaltung ist die Gehaltspolitik. Bei PALFINGER beinhaltet sie zum Teil auch variable Vergütungsbestandteile, die zusätzlich zu den Basisgehältern attraktive Einkommensmöglichkeiten bieten. Solche Vereinbarungen sind sowohl an den Erfolg des Unternehmens als auch an die Erreichung individueller Ziele gekoppelt.

Der Schwerpunkt im PALversity-Projekt "Arbeitsbedingungen" wurde auf allgemeine Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Umweltbereich gelegt. Ausgenommen wurden lediglich Living Wages, denn es erwies sich als praktisch nicht umsetzbar, hier einheitliche internationale Mindeststandards zu finden. An den PALFINGER Standorten werden Löhne bezahlt, die über dem jeweiligen regionalen Standard liegen.

Kollektivverträge gelten grundsätzlich für 55 Prozent aller PALFINGER Mitarbeiter. Neben der Open-Door-Policy, aufgrund der Mitarbeiter stets die Möglichkeit haben, sich zu artikulieren und hierarchieübergreifend zu kommunizieren, bietet PALFINGER an vielen Standorten spezifische freiwillige Sozialleistungen und Initiativen an.

GRI G4-11: Anteil der Mitarbeiter mit Kollektivverträgen

MITARBEITERGESPRÄCHE

Im nicht produktiven Bereich der Produktion, in F&E-Abteilungen und im Produktmanagement sowie in den Fachbereichen Vertrieb, Service, Marketing und in der allgemeinen Administration wird das Instrument des Mitarbeitergesprächs seit Jahren zunehmend genutzt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 56,5 Prozent der indirekten Mitarbeiter mindestens einmal von ihren Vorgesetzten zu einem Gespräch eingeladen. Mitarbeiter aus dem direkt produktiven Bereich von PALFINGER sind bei der Erhebung dieser Kennzahl derzeit noch nicht einbezogen.

GRI G4-LA 11: Mitarbeiter mit regelmäßiger Beurteilung

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

Flexibilität sichert Arbeitsplätze

Im Berichtszeitraum führte PALFINGER darüber hinaus eine Umfrage an ausgewählten Standorten aller Geschäftsregionen zum Thema Unternehmenskultur durch, um zukünftige Schwerpunkte der Personalarbeit abzuleiten. Im Zuge der Initiative PALversity wurden ausgewählte Führungskräfte zu dem Talente-Management befragt.

GRI G4-26: Einbindung von Stakeholdern

GEMEINSCHAFTSAKTIVITÄTEN

Einige Standorte bieten ihren Mitarbeitern auch Aktivitäten an, die die Gemeinschaft stärken. Im Rahmen des Gesundheitsprogramms PALfit gibt es verschiedene Sportangebote, bei Familientagen können Mitarbeiter ihren Angehörigen die Stätte ihres Wirkens präsentieren. Eine Initiative an nordamerikanischen Standorten sind Social Committees. Sie bestehen aus Vertretern unterschiedlicher Abteilungen und organisieren Mitarbeiterveranstaltungen wie Familientage, Grillpartys oder interne Wettbewerbe. Diese Angebote fördern den informellen Austausch der Mitarbeiter untereinander und sind eine willkommene Abwechslung zur täglichen Routine. Stärkung des Gemeinschaftssinns und Erhöhung der Mitarbeitermoral sind nur einige der positiven Auswirkungen.

GRI G4-26: Einbindung von Stakeholdern

Gesundheit und Sicherheit BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

PALFINGER initiiert und unterstützt die Umsetzung von langfristigen Initiativen zur Gesundheitsförderung an jedem Standort über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Ein wesentlicher Beitrag in dem gruppenweiten Programm ist die Einbindung und Eigeninitiative der Mitarbeiter. PALFINGER stellt die Rahmenbedingungen und die Ressourcen durch PALfit mit der betriebliche Gesundheitsförderung bereit.

Im Rahmen von PALfit gehen drei Initiativen Hand in Hand: Human Resources, betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Arbeitstechnik, -sicherheit und -gesundheit. PALfit wird durch das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Unternehmenszentrale koordiniert, auf Standortebene gibt es zudem ein PALfit Support-Team. Dieses ist fünf Wochenstunden im Auftrag von PALfit aktiv und übernimmt die individuelle Planung und Umsetzung am jeweiligen Standort. Im Jahr 2015 haben sich die Standorte Cadelbosco (IT), Welwyn Garden City (UK) und Rudong (CN) erstmals aktiv mit PALfit-Initiativen auseinandergesetzt. GRI G4-LA 8: Formelle Vereinbarungen mit Gewerkschaften bzgl. Gesundheits- und Sicherheitsthemen

ARBEITSSICHERHEIT UND VERMEIDUNG VON UNFÄLLEN

Die Bemühungen von PALFINGER um Unfallprävention zeigen Wirkung. Die Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen konnten in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Im Geschäftsjahr 2015 erhöhten sie sich jedoch auf 0,13 Prozent der Soll-Arbeitszeit (Vorjahr: 0,11 Prozent), vorwiegend getrieben durch europäische Standorte. Seit 2006 verunglückte kein Mitarbeiter tödlich.

Weltweit werden Unfallkennzahlen nach unterschiedlichen Definitionen berichtet, die im jeweiligen Land vorgeschrieben sind. Dies bedingt, dass die Werte nicht durchgängig vergleichbar sind, da zum Beispiel manche Werke Pendlerunfälle inkludieren. PALFINGER strebt eine weltweite Vereinheitlichung der Unfallkennzahlen an und deren Gliederung nach dem Folgegrad. Die Erfahrung der vorbildlichen Standorte hat gezeigt, dass konsequentes Reporting die Aufmerksamkeit für Unfallprävention weiter steigert.

GRI G4-LA 6: Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Ausfalltage

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

GESUNDHEIT UND ALLGEMEINE AUSFALLZEITEN

Die generellen Ausfallzeiten bei PALFINGER zeigten in den vergangenen Jahren durchwegs eine positive Tendenz. Sie lagen im Berichtsjahr 2015 konzernweit bei 3,85 Prozent (Vorjahr: 4,19 Prozent). Dabei gibt es regional unterschiedliche Werte und Tendenzen. Allgemein ist festzuhalten, dass in der Fertigungsbranche Ausfallzeiten zwischen 3 und 4 Prozent nicht ungewöhnlich sind und einen vergleichsweise guten Wert darstellen.

PALFINGER führt die konstant niedrigen Ausfallzeiten auf sein Gesundheitsengagement und die Gestaltung des Arbeitsumfelds zurück. Dem Management-Team von PALFINGER sind gut erholte Mitarbeiter ein großes Anliegen.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist unter anderem über die Initiative PALfit bei PALFINGER etabliert. Es beinhaltet Entwicklungsprogramme und freiwillige Sozialleistungen, die gemeinsam mit den Initiativen zur Erhöhung der Arbeitsplatzsicherheit und der Arbeitsmedizin verbunden sind.

Seit dem Jahr 2012 wird darauf geachtet, auch außerhalb Österreichs PALfit an Standorten der Unternehmensgruppe einzuführen und zu fördern. So wurde beispielsweise im Jahr 2015 am chinesischen Standort Rudong ein großer Schritt unternommen und es wurden Kantinenmenüs, Gesundheitschecks, Teambuilding und Ähnliches angeboten.

GRI G4-LA 6: Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Ausfalltage

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

AUSFALLZEITEN AUFGRUND VON ARBEITSUNFÄLLEN

AUS- UND WEITER-BILDUNGSSTUNDEN PRO MITARBEITER

Auch international bildet PALFINGER seine Mitarbeiter dual aus

Qualifizierte Mitarbeiter

Für Aus- und Weiterbildung gibt es in den verschiedenen Ländern, in denen PALFINGER tätig ist, jeweils unterschiedliche Standards. PALFINGER entspricht überall zumindest den nationalen Niveaus, zum Teil gehen die Maßnahmen deutlich weiter. Ziel ist, die Qualifikation der Mitarbeiter in allen Ländern zu fördern; daher wurden im Jahr 2015 die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an einigen Standorten gezielt ausgebaut. Im Vergleich zum Jahr 2014 haben sich die Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter um 25,8 Prozent erhöht.

GRI G4-LA 9: Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

LEHRLINGE

Im Geschäftsjahr 2015 wurden in Österreich 62 Lehrlinge ausgebildet, vor allem Maschinenbautechniker, Produktions-/Prozesstechniker, Mechatroniker, Konstrukteure und Industriekaufleute. 47 davon absolvierten die Berufsschule mit ausgezeichnetem Erfolg, im Rahmen des Lehrlingsaward Oberösterreich belegten die Mitarbeiter mehrere Spitzenplätze. Sehr erfolgreich entwickelte sich seit 2009 auch das Modell "Lehre mit Matura" mit derzeit 25 Teilnehmern.

Auch an den internationalen Standorten setzt PALFINGER auf die Vermittlung eigenen Know-hows, um Fachkräfte auszubilden. So werden zum Beispiel in Bulgarien, Slowenien, Brasilien oder auch in den USA in Kooperation mit lokalen technischen Fachschulen staatlich zertifizierte Ausbildungsmodelle forciert, die ähnlich dem Erfolgsmodell der österreichischen Lehrlingsausbildung theoretisches Fachwissen mit einer mehrmonatigen Praxisausbildung direkt im Werk verbinden. Auch in Deutschland wurde die technische Lehrlingsausbildung erweitert, sodass nunmehr an beinahe allen Standorten Facharbeiter ausgebildet werden. Weltweit nahmen 2015 191 Mitarbeiter (Vorjahr: 178 Mitarbeiter) an Lehrlingsprogrammen oder lehreähnlichen Angeboten teil. In dem Joint Venture Sany Palfinger in China wird derzeit gemeinsam mit einer lokalen Schule ein Lehrlingsprogramm vorbereitet.

FÜHRUNGSKRÄFTE

Das PALFINGER Global Leadership Program stellt als Instrument der internen Führungskräfte-Entwicklung sicher, dass Mitarbeiter mit Managementpotenzial auf ihren zukünftigen Einsatz im Top-Management vorbereitet werden. An dem Lehrgang, der im September 2015 abgeschlossen wurde, nahmen 13 Teilnehmer aus sieben verschiedenen Nationen teil, darunter eine Frau.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Company Leadership Program, dessen zweiter Lehrgang ebenfalls 2015 abgeschlossen wurde. Schwerpunkte sind Leadership (Selbstführung sowie Führung von Mitarbeitern und Teams) und Kommunikation als Führungsinstrument. Der Frauenanteil in diesem Lehrgang betrug 23 Prozent (Vorjahr: 17 Prozent). Ein neuerlicher Lehrgang ist für 2016 geplant.

Bereits zum dritten Mal fand im Jahr 2015 der Management-Lehrgang Business Excellence statt. Teilnehmer aus unterschiedlichen Fachbereichen konnten hier ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse sehr praxisorientiert erweitern. Der Frauenanteil im Programm lag bei 20 Prozent (Vorjahr: 14 Prozent).

Jeweils auf die lokalen Anforderungen abgestimmt wird in einigen Ländern ein Team Leading Program angeboten, um auch potenzielle Nachwuchsführungskräfte möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu entwickeln. Dieses Programm fokussiert auf Themenblöcke wie Führung im Zusammenspiel mit Persönlichkeit, Kommunikation, Konfliktmanagement und Organisation. Um dem starken Wachstum im Marinebereich und auf den asiatischen Märkten Rechnung zu tragen, wurden im Jahr 2015 darüber hinaus ein eigenes Marine Leadership Program sowie ein Lehrgang für Asien entwickelt und durchgeführt.

Bei sämtlichen Führungskräftelehrgängen wird auch darauf geachtet, die PALFINGER Unternehmenswerte im Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern zu vermitteln, die auf Respekt und Wertschätzung beruhen.

Lebenslanges Lernen spielt auch im Top-Management bei PALFINGER eine wichtige Rolle. Im Rahmen von 360-Grad-Feedback-Gesprächen überprüften zahlreiche hochrangige Verantwortungsträger kritisch ihre Fähigkeiten und nutzten die persönlichen Auswertungen für individuelle Entwicklungsmaßnahmen. Die Methode hat sich inzwischen so sehr bewährt, dass der verstärkten Nachfrage durch Zertifizierung interner 360- Grad-Feedback-Coaches Rechnung getragen wurde.

43 eingesetzte Expatriates und 3 Fly-ins sorgten 2015 für einen umfangreichen Wissenstransfer zwischen Headquarter und lokalen Gesellschaften sowie zwischen den lokalen Gesellschaften untereinander. GRI G4-LA 10: Programme für Kompetenzmanagement

Diversity und Chancengleichheit

PALFINGER ist ein gewachsenes Familienunternehmen, das global aktiv ist. Inzwischen haben 9.131 Mitarbeiter aus 71 verschiedenen Nationen ihren Arbeitsplatz bei PALFINGER. Dem großen Potenzial der Geschäftstätigkeit auf fünf Kontinenten und sieben Weltmeeren stehen ebenso große Herausforderungen gegenüber.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit wurde im Jahr 2014 unter der Schirmherrschaft des Vorstandsvorsitzenden Herbert Ortner die konzernweite Initiative PALversity gestartet. PALFINGER sieht die internationale Weiterentwicklung des Unternehmens im Umgang mit Unterschiedlichkeiten als eine Grundvoraussetzung für die Effizienz der unternehmerischen Strategie. PALversity wurde zu einem konzernweiten Projekt mit hoher Relevanz erklärt. Als Ziel gilt die Integration von Diversity in die Unternehmenskultur.

Unternehmenskultur, Seite 23

Durch die Internationalisierung der PALFINGER Gruppe wie auch zahlreiche Akquisitionen erhöhte sich die Vielfalt innerhalb des Konzerns. Wahrnehmung und Verhalten innerhalb des Konzerns sind demnach von einer Vielzahl unterschiedlicher Sprachen, Kulturen, Traditionen, Einstellungen und Bildungsstandards geprägt. Für die Initiative PALversity wurde folgende Vision entwickelt:

"Wir wollen weltoffen mit der Vielfalt in unserer Gruppe und bei unseren Kunden umgehen und uns von den Unterschieden inspirieren lassen. So können wir neue Chancen wahrnehmen und mehr Nutzen für unsere Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Aktionäre schaffen. Unsere Werte Unternehmertum, Respekt und Lernen unterstützen uns dabei."

Die Vielfalt hinsichtlich Generationen und Gender wird bei PALFINGER datenmäßig erfasst. Wie Mitarbeiter mit Behinderung integriert werden und PALFINGER dem Menschenrecht auf Inklusion in Zukunft Rechnung tragen wird, ist in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen dargestellt.

GRI G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

ANTEIL DER ÜBER-56-JÄHRIGEN (in Prozent)

GENERATIONEN

Die durchschnittliche Altersstruktur in der PALFINGER Gruppe veränderte sich in den vergangenen Jahren vor allem in Zusammenhang mit den neuen Standorten. Die Zahl der Mitarbeiter im 56-Plus-Segment nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte zu. Details zu den regionalen Entwicklungen befinden sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen.

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

PALFINGER pflegt ein konzernweites Generationenmanagement, um anstehende Pensionierungen berücksichtigen und das Know-how im Unternehmen halten zu können. Eine regelmäßige "Human Resources Review" für Managementfunktionen beschäftigt sich damit, welche Stellen in nächster Zeit wie nachbesetzt werden müssen und wie Übergaben optimal gestaltet werden können. Alle diese Positionen werden in einen Monitor aufgenommen.

GENDER

Der Frauenanteil in der PALFINGER Gruppe ist branchentypisch niedrig. In den vergangenen Jahren hatte der Anteil weiblicher Beschäftigter eine leicht steigende Tendenz. Je nach Standort zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild: An Fertigungsstandorten sind insbesondere bei fertigungsnahen Tätigkeiten vorwiegend Männer beschäftigt. Aufgrund des Ausbaus der Fertigung war daher zuletzt ein deutlicher Rückgang des Frauenanteils in Nordamerika und Asien zu verzeichnen. An Büro- und Vertriebsstandorten ist der Frauenanteil hingegen mit knapp 14,1 Prozent (Vorjahr: 13,7 Prozent) überdurchschnittlich hoch.

Der Frauenanteil in Managementpositionen blieb konstant und beträgt mittlerweile 16,5 Prozent. In Vorstand und Aufsichtsrat gab es jedoch auch im Jahr 2015 keine Frau. In den Ausbildungsprogrammen für das Management waren in den vergangenen Jahren meist auch Frauen vertreten, in den Lehrlingsprogrammen oder lehreähnlichen Angeboten 2015 waren weltweit 31 der 191 Teilnehmer Frauen. An den Führungskräftetrainings nahmen insgesamt 60 Personen teil, 9 davon waren Frauen. In Zukunft soll der Anteil weiblicher Führungskräfte in den PALFINGER Ausbildungsprogrammen weiter erhöht werden.

Frauenanteil 2013 2014 2015
Gesamt 10,0% 12,5% 12,6%
In Führungsebene1) 13,0%2) 16,7% 16,5%

1) Zu Mitarbeitern in Führungspositionen zählen alle Vorstände, Business-Area-, Business-Unit- und Corporate-Functions-Leiter sowie alle Mitarbeiter in einer disziplinären Führungsrolle. 2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-10: Beschäftigungsprofil

PALFINGER ist seit dem Jahr 2012 gesetzlich verpflichtet, für seine österreichischen Gesellschaften Einkommensberichte vorzulegen. Darauf basierend werden die Kategoriezuordnungen überprüft, und das Arbeitsentgelt wird nach Frauen und Männern ausgewertet. In den vergangenen Jahren zeigten sich dabei keine signifikanten Unterschiede. Bei Neueinstellungen von Mitarbeitern wird hinsichtlich kollektivvertraglicher Einstufung nicht nach Geschlecht unterschieden.

GRI G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Auch bei Forschung und Entwicklung achtet PALFINGER zunehmend auf regional unterschiedliche Bedürfnisse. Das konzernweite Zentrum für F&E befindet sich in Österreich, durch die enge Vernetzung mit regionalen Zentren und durch die Verwendung von einheitlichen Standards ist es dennoch möglich, effizient auf individuelle bzw. regionale Kundenbedürfnisse einzugehen.

Die Marke PALFINGER steht für innovative, zuverlässige und wirtschaftliche Hebe-Lösungen, deren Vorteile über den Lebenszyklus der Produkte hinweg tatsächlich rechenbar sind. Dies wird im Markenversprechen von PALFINGER zum Ausdruck gebracht: LIFETIME EXCELLENCE. Um die führende Position in Technologie und Service weiter auszubauen, forciert PALFINGER die Forschung und Entwicklung (F&E) in Bezug auf Produkte, Systeme und Prozesse.

Im Jahr 2015 investierte PALFINGER 34,3 Mio EUR (Vorjahr: 33,6 Mio EUR) in Forschung und Entwicklung, das entspricht 2,8 Prozent vom Gesamtumsatz.

Am österreichischen Standort Köstendorf befindet sich ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem mehrere F&E-Abteilungen und einige Kompetenzzentren untergebracht sind. Durch die räumliche Nähe können Synergien besser genutzt werden. Weitere F&E-Abteilungen befinden sich an verschiedenen internationalen Standorten. Die Kompetenzzentren, die globale Produktmanagement-Struktur sowie die Verwendung einheitlicher Fertigungs- und Montagestandards ermöglichen PALFINGER auch bei Entwicklungsprojekten, die mehrere Geschäftseinheiten oder Marktregionen betreffen, effizient auf individuelle bzw. lokale Kundenbedürfnisse einzugehen.

Im Jahr 2015 wurde ein neues Kompetenzzentrum für Innovation gegründet. Die wesentlichen Aufgaben dieses Kompetenzzentrums sind, die Entwicklungsprozesse weiterzuentwickeln und die Synergien zwischen den F&E-Abteilungen zu heben. Des Weiteren wird das Kompetenzzentrum dazu beitragen, das Know-how von dem F&E-Zentrum in Köstendorf in die lokalen Einheiten zu transferieren.

Mechatronik

Mechatronik war im Geschäftsjahr 2015 in der Produktentwicklung und der Organisation unverändert ein wesentliches Thema. Die Leistungsfähigkeit der mechatronischen Lösungen kann am besten anhand neuer High-Tech-Produkte wie dem Großkran PK 165.002 TEC 7 veranschaulicht werden.

Speziell für die High-Tech-Märkte werden die künftigen Produkte immer mehr eine Entwicklung von elektronischen Systemen hin zu intelligenten und vernetzten Systemen durchlaufen. PALFINGER wird bei diesen Entwicklungen auch in Zukunft vorne dabei sein und investierte im Jahr 2015 viel in die Produktintelligenz; dieser Pfad wird auch in den kommenden Jahren intensiv weiterverfolgt.

Patente

Die PALFINGER Gruppe hält derzeit 63 aktive Patente, Gebrauchsmuster sowie spezielle Designmuster zum Schutz von funktionellen Gestaltungselementen.

Sichere und effiziente Produkte

Forschung, Entwicklung und Innovationen tragen zur Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von PALFINGER bei, indem nicht nur auf den wirtschaftlichen Vorteil für den Kunden bzw. Anwender, sondern auch auf ökologische und gesellschaftliche Aspekte geachtet wird. Dies gelingt nur mit qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Lösungen, die gleichzeitig hohe Sicherheit für die Anwender gewährleisten.

Innovationen werden insbesondere in Bezug auf Energieeffizienz während des Produkteinsatzes, alternative Antriebe und Reduktion von Betriebsmitteln forciert. Die kontinuierliche Reduktion der Serviceaufwände bei gleichzeitiger Erhöhung der Langlebigkeit steht unverändert im Mittelpunkt.

GRI G4-EN 7: Senkung des Energiebedarfs bei Produkten; GRI G4-EN 27: Reduktion ökologischer Auswirkungen von Produkten

Wertschöpfung, Seite 26; Öko-effiziente Produktion, Seite 89; Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

PRODUKTSICHERHEIT UND VERMEIDUNG VON UNFÄLLEN

Zahlreiche Innovationen dienen der Sicherheit der Anwender, um Unfälle zu verhindern – auch solche, die durch Fehler bei der Bedienung entstehen können. Für gefährliche Einsätze werden spezielle Lösungen erarbeitet, die höheren Sicherheitskriterien entsprechen.

Im Berichtsjahr wurde eine innovative Einsatzmöglichkeit für Ladekrane entwickelt. Der "Fall Protection Mode" sichert am Kran rasch und unkompliziert Personen, die auf hoch gelegenen Stellen Arbeiten verrichten. Einheitliche Standards ermöglichen effiziente Vernetzung und Wissenstransfer

Dies kann beispielsweise bei Reparaturen an Dächern erfolgen, bei denen der Aufbau eines Sicherheitsgerüsts zu aufwändig wäre. Die Anwendung wurde 2015 in Abstimmung mit lokalen Behörden für Österreich, Deutschland, Südtirol und die Schweiz ermöglicht. Darüber hinaus wurde im Jahr 2015 eine Reihe von Innovationen zur Unfallvermeidung weiterentwickelt.

Produkte entsprechen allen vorgeschriebenen Sicherheitsnormen, wobei sich PALFINGER auch international an europäischen Normen orientiert. Dadurch werden vielfach lokale Mindeststandards, sofern vorhanden, übererfüllt – insbesondere im asiatischen, arabischen und afrikanischen Raum. Alle PALFINGER Produkte werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit geprüft, Verbesserungspotenzial wird stetig realisiert. Ein Überblick über relevante Sicherheitsnormen findet sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeitsinformationen auf Seite 208.

GRI G4-PR 1: Produkt- und Dienstleistungskategorien, deren Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit geprüft werden

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

Im Berichtsjahr gab es keine Verurteilungen aufgrund von Nichteinhaltung sicherheitsrelevanter Vorschriften. Unabhängig von der Verschuldensfrage prüft PALFINGER sämtliche Vorfälle mit PALFINGER Produkten, bei denen Personen zu Schaden kommen und die im Unternehmen bekannt werden. Da es sich hierbei mitunter um Fehler in der Bedienung handelt, die nicht über juristische Wege an PALFINGER herangetragen werden, sind ein gutes Netzwerk und eine sicherheitssensible Kultur in den jeweiligen Ländern Voraussetzung, damit PALFINGER davon erfährt. Alle unfallrelevanten Informationen werden intern ausgewertet, Adaptionen machen PALFINGER Produkte in Zukunft noch sicherer – auch über die gesetzliche Norm hinaus. GRI G4-PR 2: Fälle von Nichteinhaltung sicherheitsrelevanter Vorschriften

Die Anzahl der gemeldeten Unfälle bei der Anwendung von PALFINGER Produkten, die zu Verletzungen unterschiedlichen Grades führten, ist im Berichtsjahr gestiegen. Bedauerlicherweise wurden 8 Unfälle mit Todesfolge gemeldet.

Unfälle mit PALFINGER Produkten 2013 2014 2015
Unfallmeldungen mit Todesfolge1) 2 2 8
Unfallmeldungen mit Verletzungen unterschiedlichen Grades1) 5 3 7
Gerichtlich festgelegte Strafzahlungen aufgrund von Unfällen 0 0 0
Anhängige Klagen (in Verhandlung) aufgrund von Unfällen mit Produkten
(Stichtag 31.12.)
5 4 4
Schuldsprüche 0 0 0

1) Unabhängig vom Verschulden

PALFINGER entwickelt keine Produkte für die Militärindustrie. Standardhebelösungen werden aber auch von Militär und Zivilschutz nachgefragt. Der Umsatz mit Produkten, die im Militärbereich Verwendung finden, blieb über die letzten Berichtsjahre in Relation zum Gesamtumsatz konstant und war mit 836.000 EUR im Jahr 2015 gering. PALFINGER hält sich an alle Embargos, die von der EU oder der internationalen Gemeinschaft vereinbart wurden.

WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN IM JAHR 2015

Die neue Kran-Generation ist leichter und leistungsfähiger

Mit dem Ladekran PK 165.002 TEC 7 brachte PALFINGER 2015 eine neue Kran-Generation an den Start. Konzipiert für Trägerfahrzeuge mit einem maximal zulässigen Gesamtgewicht von 32 Tonnen erreicht der PK 165.002 TEC 7 hinsichtlich der Gewichteinsparung eine neue Dimension. Der Kran ist eine Tonne leichter als das Vorgängermodell, hat aber eine um bis zu 15 Prozent höhere Traglast. Am neu konzipierten Fly-Jib erhöht sich die Traglast sogar um bis zu 20 Prozent. Dies macht sich für die Nutzer bezahlt: Der Kran kann schwerere Lasten heben und dennoch auf ein 32-Tonnen-Chassis aufgebaut werden. Durch die Zulassung als Standard-Lkw werden die Anschaffungskosten, Betriebskosten und die Effizienz im Einsatz optimiert. Routenbeschränkungen oder Begleitfahrzeuge sind nicht erforderlich.

Im Jahr 2015 wurden zwei Modellreihen bei Ladekranen eingeführt. Künftig wird zwischen der TEC(Technologie)-Reihe und der SLD(Solid)-Reihe unterschieden. Die TEC-Reihe setzt konzeptmäßig das neue Schubsystem des PK 165.002 TEC 7 mit P-Profil ein, die SLD-Reihe verwendet das bewährte Sechskantprofil. In den Areas außerhalb Europas wurde eine Vielzahl neuer – auf die Bedürfnisse der lokalen Märkte angepasster – Kranmodelle entwickelt und am Markt eingeführt.

Bei Hubarbeitsbühnen wurde im Berichtsjahr die Jumbo-NX-Reihe um die Bühne P550 mit einer Arbeitshöhe von 55 Metern erweitert. Das Konzept der Jumbo-NX-Reihe bzw. das Modell P480 wurde im März 2015 mit einer der begehrtesten Auszeichnungen für Hubarbeitsbühnen prämiert: Es wurde von der Jury der International Awards for Powered Access (IAPAs) zum "Produkt des Jahres 2015" gewählt.

In der Smart-Klasse, die seit 2013 in Italien produziert wird, stellte PALFINGER die erste auf Pick-Up aufgebaute Bühne mit 13 mt Arbeitshöhe sowie eine neue 28-mt-Bühne vor. Letztere besticht vor allem durch ihre kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht, wodurch sie auch in beengten Einsatzgebieten verwendet werden.

Die Eröffnung des neuen Innovationszentrums in Elsbethen ermöglicht den Ausbau und die Intensivierung von Forschung und Entwicklung von Forst- und Recyclingkranen. 2015 standen vor allem Produkteinführungen in Europa und auch Nordamerika im Fokus. So wurde im Herbst der speziell für den nordamerikanischen Markt entwickelte A-Line Kran M13A präsentiert – die Symbiose eines nordamerikanischen Krankonzepts mit europäischer Spitzentechnologie. Auf dem europäischen Markt wurde mit großem Erfolg die neue Kranserie "The NEXT EPSILON" eingeführt. In der Entwicklung dieser Kranserie wurden speziell die Bedürfnisse des Kranbedieners hinsichtlich Ergonomie und Arbeitssicherheit in den Mittelpunkt gerückt. Das Ergebnis, ein vollkommen neuartiger Bedienstand mit Steuerungstechnik basierend auf hydraulischer Vorsteuerung, genannt MASTERDRIVE, wurde auf der Austrofoma mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.

Das Highlight bei den Hooklifts war 2015 die Einführung der neuen Baureihe von PS-Absetzkippern, die mit neuester elektronischer Steuerung inklusive Funkfernsteuerung ausgestattet ist. Auf die Bedürfnisse der Emerging Markets zugeschnitten wurde ein spezieller Hooklift zum Handling von ISO-Containern entwickelt. Die Markteinführung fand Ende 2015 statt. Dieses Gerät zeichnet sich durch seine robuste Bauweise und die einfache Handhabung aus. In Nordamerika wurde der Schwerpunkt auf die Überarbeitung der Roll-Off-Baureihen gelegt. Dabei war die Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion das wichtigste Kriterium.

Bei Ladebordwänden gelangen im Jahr 2015 mehrere Neuentwicklungen. Neben einer unterziehbaren Ladebordwand für Semi-Trailer mit einem geänderten Antriebskonzept sowie der Weiterentwicklung einer 500 kg-Ladebordwand für Kastenwagen mit verschiedenen Plattformausführungen wurde erstmals auch eine Ladebordwand speziell für Rettungsfahrzeuge präsentiert. Damit erschließt PALFINGER ein neues Kundensegment. Des Weiteren wurde ein Vertikallift mit 1.500 kg Tragkraft vorgestellt, der bei Doppelstock-Sattelaufliegern eine größere Öffnung im Heckbereich ermöglicht. Im Bereich der Einstiegssysteme wurde die Entwicklung einer neuen Kassettenrampe für Niederflurfahrzeuge abgeschlossen.

Für Eisenbahnsysteme wurden 2015 ein Kran und eine Arbeitsbühne eigens für Instandhaltungsarbeiten bei laufendem Bahnbetrieb im Schweizer Gotthardtunnel entwickelt. Im neu geschaffenen Bereich Building Maintenance wurden im Berichtsjahr die Servicekrane PK 2400 TK auf dem Royal Clocktower in Mekka in einer Höhe von 472 m über dem Erdboden montiert. Zusätzlich wurde eine auf Schienen verfahrbare Vertikalbühne entwickelt, die zur Wartung und Instandhaltung der neu errichteten Minarette in Mekka dient.

Im Marinebereich wurde im Jahr 2015 ein hochkomplexer AHC-Kran am Markt eingeführt. Die bei diesem Kran eingesetzte sogenannte Active Heave Compensation (AHC) ist ein elektronisch gesteuertes System, das bei Marinekranen und auf Schiffen montierten Winden die Kompensation des Wellengangs ermöglicht. Die Geschäftseinheit Boats entwarf unter anderem einen neuartigen Typ eines Arbeitsbootes, der insbesondere zum Eindämmen von ins Meer ausgetretenem Rohöl eingesetzt werden kann.

Die Elektronik im Marinekran kompensiert den Wellengang Im Servicebereich lag der Schwerpunkt im Jahr 2015 auf der Kommunikation mit den Endkunden und deren engerer Bindung an PALFINGER. Mit PALCODE wurde eine Software entwickelt, die den Kunden online über den aktuellen Betriebsstatus seines Produktes informiert. Mit der Onlineanwendung PALIPEDIA wurde das externe Dokumentenmanagement konzernweit neu aufgesetzt. Damit gibt es für alle Generalvertreter, Servicepartner und lizenzierten Endkunden von PALFINGER eine über die Seriennummer des Produktes ansteuerbare Informationsplattform.

Beginnend in Nordamerika bietet PALFINGER den Endkunden zunehmend auch direkt Service- und Wartungsverträge an, um die Kundenbindung zu erhöhen. Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

FORSCHUNGSKOOPERATIONEN

PALFINGER kooperiert mit Universitäten, Fachhochschulen und technischen Fachschulen, um den Wissensaustausch, den Know-how-Transfer, Forschungsarbeiten und auch die Entwicklung von Mitarbeitern zu fördern. In den Bereichen Mechatronik, Maschinenbau, Materialtechnologie und Werkstoffkunde wird auch mit außeruniversitären Centers of Excellence zusammengearbeitet. Die Optimierung der Entwicklungsprozesse erfolgt über die enge Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und anderen Industrieunternehmen. Außerdem vertreten Mitarbeiter von PALFINGER die Unternehmensgruppe in Normierungsausschüssen und Interessenverbänden und teilen ihr Wissen und ihre Erfahrung als Lektoren in Ausbildungseinrichtungen im Sinne des Stakeholder Engagements.

QUALITÄTSMANAGEMENT

Der zunehmenden Bedeutung von Software und Mechatronik entsprechend investiert PALFINGER auch im Personalbereich sowie in Analysen und Tests. Die Optimierung der Prozessqualität erfolgt in enger Zusammenarbeit der Entwicklungs- und Beschaffungsabteilungen. Diese Anstrengungen spiegeln sich direkt in den rückgängigen Gewährleistungsfällen für die Bereiche Elektronik, Sensorik, Steuerungstechnik und Software wider. Mit diesem Ausbau der Qualitätsführerschaft im internationalen Wettbewerb schafft PALFINGER für seine Kunden höhere Verfügbarkeit und Effizienz.

Die absoluten marktseitigen Qualitätskosten konnten 2015 um 3,0 Prozent gesenkt werden, womit nach dem Jahr 2013 ein neuer Rekordwert erreicht wurde.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Produktionsstandorte in Österreich, Bulgarien, Slowenien, Kroatien und Brasilien sowie die Standorte Krefeld und Löbau in Deutschland gemäß Konzernrichtlinie auditiert. Des Weiteren waren die beiden Standorte der PM-Group in Russland, Velikiye Luki und Archangelsk, Gegenstand der diesjährigen Audits, ebenso wie das Joint Venture in Rudong, China. Einer der Audit-Schwerpunkte war die Effizienzsteigerung in den qualitätsbezogenen Prozessen. Ziel ist, die lokalen Qualitätsmanagementsysteme auf maximalen Kundennutzen unter Berücksichtigung der Geschäftsmodelle auszurichten. Alle auditierten Standorte sind nach ISO 9001:2008 zertifiziert und konnten ein funktionierendes Managementsystem nachweisen.

Ein Schwerpunkt im Jahr 2016 wird die Revision der zertifizierten ISO-Normen sein. Neue Anforderungen sind unter anderem die Beurteilung der Stakeholderinteressen und der Risiken der Geschäftsprozesse. PALFINGER sieht sich mit seinem prozessorientierten Ansatz im Wertschöpfungs- und im administrativen Bereich und der stetigen Verbesserung bzw. Anpassung an die Geschäftsmodelle gut darauf vorbereitet. GRI G4-SO 3: Geprüfte Geschäftsstandorte

FERTIGUNG FÜR DRITTE

Seit dem Jahr 2009 stellt PALFINGER einen Teil seiner Produktionskapazitäten und das Produktions-Knowhow auch externen Kunden zur Verfügung. Die Stärke von PALFINGER liegt in der Fertigung von komplexen, lackierten Komponenten mit hohen Qualitätsanforderungen, wobei auch Produktionsstätten in Niedriglohnländern genutzt werden. Die Kombination aus Liefertreue, Qualität und Kosten ist ein großer Vorteil für die externen Kunden. Die Herausforderung bei diesem Angebot besteht vor allem darin, industrielle Großkunden zu einem Lieferantenwechsel zu bewegen. Die Zufriedenheit und Treue einmal gewonnener Kunden zeigt sich in den Umsatzsteigerungen, die in den vergangenen Jahren bis zu 75 Prozent betrugen. Für PALFINGER selbst werden durch die Fertigung für Dritte einerseits zusätzlicher Umsatz und Auslastung generiert, andererseits trägt der Vergleich mit dem freien Markt auch wesentlich zur internen Verbesserung von Prozessen bei.

Umsatzsteigerungen bei Drittkunden um bis zu 75 Prozent

ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION

Effiziente Nutzung von Rohstoffen

Rohstoffe machen bei PALFINGER rund 9 Prozent der Gesamtkosten aus, ihre effiziente Nutzung ist daher wesentlich für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Der Großteil der Produkte ist aus Stahl gefertigt, Aluminium wird in erster Linie bei Ladebordwänden eingesetzt. 2015 wurden zur Herstellung von PALFINGER Produkten 82.818 Tonnen Stahl und 1.781 Tonnen Aluminium eingesetzt.

GRI G4-EN 1: Eingesetzte Materialien nach Gewicht

Gründe für den hohen Gesamtkostenanteil von Stahl und Aluminium sind unter anderem die hohe Energieintenstität bei deren Herstellung bzw. die damit verbundene Entstehung von Treibhausgasen, sofern die Produktion in Ländern mit Emissionshandel stattfindet. Deshalb ist die effiziente Nutzung aus ökologischer und wirtschaftlicher Sicht wichtig. Die für die Produktion von Stahl benötigte Energie und die daraus resultierenden Emissionen übersteigen bei weitem jene, die bei PALFINGER direkt anfallen. GRI G4-EN 4: Energieverbrauch außerhalb der Organisation

PALFINGER arbeitet an der kontinuierlichen Optimierung von Verschnitt und Ausschuss, um die Entstehung von Stahlschrott zu reduzieren. Verschnitt fällt nur in Produktionswerken an, eine weitere Optimierung ist nur noch in Nuancen möglich. Die Entwicklung der Verschnittrate befindet sich im Kapitel zu den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen.

GRI G4-EN 23: Abfall und Entsorgung

GEFÄHRLICHE ABFÄLLE

(in Tonnen)

2013 2014 2015 94,4% 91,4%110,5%

INDEX: GEFÄHRLICHE ABFÄLLE BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011 = 100%)

Gefährliche Abfälle

Bei der Fertigung in den PALFINGER Werken entstehen vor allem folgende gefährliche Abfälle: Abfälle aus Lackieranlagen, Galvanikschlämme, Hydrauliköl sowie Schmier- und Kühlmittel. Die Menge der gefährlichen Abfälle stieg in den vergangenen Jahren an. Dies ist nur zum Teil durch die Ausweitung der Produktion begründet. Entscheidend ist, dass bei PALFINGER auch die Wertschöpfungstiefe erhöht wurde. Dadurch stieg die Menge gefährlicher Abfälle überproportional im Vergleich zum Konzernumsatz. Die Fertigung für Dritte erhöhte die absolute Menge insbesondere am rumänischen Standort Lazuri, an dem zu über 80 Prozent für Kunden außerhalb der PALFINGER Gruppe und seit 2013 in einer eigenen Galvanikanlage beschichtet wird.

Mittlerweile gehört Lazuri (RO) neben Marburg (SI) und Lengau (AT) zu jenen drei Standorten der PALFINGER Gruppe mit der größten absoluten Menge an gefährlichen Abfällen. Im Jahr 2015 wurden in diesem Werk umfassende Modernisierungsmaßnahmen getroffen, sodass die Galvanikanlage gute Standards bezüglich Effizienz und Umweltschutz aufweist. Das neue Verfahren der Durchlaufverchromung reduziert sowohl die benötigte Menge an Elektrolytflüssigkeit als auch die Konzentration an Chrom VI. Das Abwasser wird zusammengeführt und aufbereitet. Ebenso werden am Standort nun auch Schmier- und Schleifmittel einer Aufbereitung zugeführt. Bezogen auf den Umsatz erhöhte sich die Menge gefährlicher Abfälle in Lazuri deutlich, durch die weitere Modernisierung des Betriebs sollte sie im Jahr 2016 bezogen auf den Umsatz wieder abnehmen.

An den anderen europäischen Standorten mit hohen Mengen gefährlicher Abfälle fallen diese vor allem in Lackierprozessen an. Hier wiesen die übrigen Werke im Jahr 2015 stabile Werte auf. In Südamerika konnte durch bessere Abfalltrennung die Menge gefährlicher Abfälle deutlich reduziert werden. An den Standorten in Nordamerika und Asien gibt es keine Prozesse, die größere Mengen gefährlicher Abfälle mit sich bringen. In Ischimbai, Russland, nahm die absolute Menge aufgrund von Absatzsteigerungen und der Verschiebung des Produktmixes von Kran bis hin zu Lkws mit aufgebautem Kran und Plattformen zu. Mit den beiden neuen russischen Standorten Archangelsk und Velikiye Luki kamen zudem zwei Werke mit vergleichsweise hohen Mengen gefährlicher Abfälle infolge von Lackierprozessen in den Konzern. Dies belastete die Indexentwicklung. Detaillierte Werte zu regionalen Entwicklungen sind den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen zu entnehmen. Für 2016 sind Optimierungen von Lackieranlagen und eine Forcierung der lösungsmittelfreien Bauteilreinigung geplant.

Durch die Vertiefung der Wertschöpfung in Rumänien und Russland konnte PALFINGER im Jahr 2015 sein Ziel einer jährlichen Reduktion der gefährlichen Abfälle um 1,8 Prozentpunkte bezogen auf den Umsatz nicht erreichen. Für 2016 wird dies jedoch wieder angestrebt. Das Ziel der Reduktion gefährlicher Abfälle sollte auch zur Senkung der Kosten beitragen.

GRI G4-EN 23: Abfall und Entsorgung

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

Als Alternative zu Lösungsmitteln in Lacken können mittlerweile für nahezu alle Produktanwendungen wasserlösliche Lacke eingesetzt werden, sie bedingen allerdings in der Regel Mehrkosten. PALFINGER wendet seit dem Jahr 2014 ökologische Mindeststandards bei Ausschreibungen für Lackieranlagen an. Bei Neuinvestitionen müssen Anlagen auf die Eignung für den Einsatz mit wasserbasierten Lacken überprüft und gegebenenfalls umgestellt werden.

Die europäischen PALFINGER Standorte mit großen Lackieranlagen setzen durchwegs lösungsmittelfreie Lacke ein. Im Marinebereich werden aufgrund von marinespezifischen Vorschriften nur Lacke auf Basis von Lösungsmitteln verwendet. In GUS wäre der Einsatz wasserlöslicher Lacke aufgrund der tiefen Temperaturen im Winter mit einem hohen Qualitätsrisiko verbunden. In Caxias do Sul, Brasilien, ist es derzeit aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, diese Lacke regional zu beziehen. Auch an dem chinesischen Standort in Rudong und in den USA werden lösungsmittelbasierte Lacke eingesetzt. Im Jahr 2015 blieb die Menge der bezogenen Lacke wasserbasiert bzw. wasserverdünnbar mit 95 Prozent trotz gestiegener Absolutwerte konstant. Weitere Angaben zu gefährlichen Abfällen nach einzelnen Regionen sowie zum Einsatz wasserlöslicher Lacke sind in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen dargestellt.

Energieeffizienz

Als metallverarbeitendes Unternehmen ist PALFINGER nicht Teil der energieintensiven Industrie. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist dennoch Bestandteil der laufenden Optimierung der Produktion. 2015 betrugen die Energiekosten der PALFINGER Gruppe 6,7 Mio EUR (Vorjahr: 5,8 Mio EUR). Der Energieeffizienzindex zeigt, wie sich das Verhältnis Energieverbrauch pro Umsatz über die Jahre verbesserte. Ziel ist es, die Energieeffizienz jährlich um 1,8 Prozentpunkte zu verbessern. Dieses Ziel wurde 2015 mit 4,25 Prozentpunkten um ein Vielfaches übertroffen.

GRI G4-EN 5: Energieintensität; GRI G4-EN 6: Verringerung des Energieverbrauchs

Der Gesamtenergieverbrauch stieg 2015 auf 165 Mio kWh (Vorjahr: 152 Mio kWh). Ursachen waren die Aufnahme neuer Standorte in die PALFINGER Gruppe und ein Anstieg der Produktion. Die größten Energieverbraucher sind Lackier- und Galvanikanlagen, Heizungsanlagen von Hallen und Büros, Druckluftanlagen, Prozesse zum Schneiden (Laser-, Plasmaschneidemaschinen), Schweißen, Beleuchtungen, Befüllen und Testen der Krane. Der Hauptverbrauch erfolgt nach wie vor in Europa mit 70,0 Prozent und Nordamerika mit 15,8 Prozent, der Anteil in GUS stieg im Berichtsjahr auf 11,3 Prozent. Eine detaillierte Aufstellung zur Energieeffizienz und zur Verteilung des Verbrauchs nach Energieträgern und Regionen findet sich in den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen.

GRI G4-EN 3: Energieverbrauch innerhalb der Organisation

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

ENERGIEVERBRAUCH NACH ENERGIETRÄGERN (in MWh)

1) Beinhaltet den Verbrauch an Heizöl, Erdgas, Butan, Propan und Flüssiggas. 2) Beinhaltet den Verbrauch an Diesel, Benzin und Kerosin.

Die Steigerung der Energieeffizienz im Jahr 2015 hat im Wesentlichen drei Ursachen: bessere Auslastung der PALFINGER Werke, Energiesparmaßnahmen sowie geringerer Heizbedarf durch einen vergleichsweise warmen Winter in Europa und Nordamerika. Energiesparmaßnahmen basieren auf einer genauen Analyse der einzelnen Standorte, deren Ergebnisse weltweit von den PALFINGER Energieexperten verglichen werden. Auf Basis dieser Best Practice werden Verbesserungen konzipiert und umgesetzt.

Die meiste Energie innerhalb der PALFINGER Gruppe wird an den europäischen Standorten verbraucht. Im Vergleich zu allen PALFINGER Produktionsstandorten beträgt der Anteil der wertschöpfungsintensivsten europäischen Standorte – Lengau, Marburg, Tenevo, Cherven Brjag und Lazuri – am Energieverbrauch rund 45,2 Prozent (Vorjahr: 42,1 Prozent). An diesen Standorten forcieren lokale Energiebeauftragte den kontinuierlichen Verbesserungsprozess beispielsweise durch Optimierung der Lackieranlagen und der Heizsysteme. Durch das EU-Energieeffizienzgesetz rücken in Zukunft auch verstärkt Standorte mittlerer Größe in den Fokus der Betrachtung – insbesondere die Standorte in Deutschland.

Im Jahr 2015 wies der Standort in Lazuri auch den größten Energieverbrauch der PALFINGER Gruppe aus. Dieser Standort betreibt eine Verchromungslinie, deren Produktion im Berichtsjahr deutlich ausgeweitet wurde. Die Anlage wurde auf neun Verchromungslinien vergrößert, in denen Aluminiumbauteile beschichtet werden. Die Modernisierung soll eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz bewirken. Weitere Prozessoptimierungen sollen im Jahr 2016 ebenso einen effizienteren Energieeinsatz gewährleisten.

INDEX: ENERGIE-VERBRAUCH BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011 = 100%)

Auch in Nordamerika, der Region mit dem zweitgrößten Energieverbrauch, wurden Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt. Aufgrund der niedrigen Energiepreise rechnen sich allerdings umfassende Investitionen derzeit nicht. Die neuen Klimaziele der USA, die 2015 auf der Klimakonferenz in Paris vereinbart wurden, könnten in Nordamerika im Jahr 2016 die Rahmenbedingungen allerdings ändern – etwa durch verstärkte fiskalische Anreize. In diesem Fall könnten sich bereits identifizierte Maßnahmen rentieren. In Südamerika steigerte PALFINGER die Energieeffizienz deutlich.

Die PALFINGER Standorte in Russland machen zwar noch immer einen kleinen Anteil am Gesamtenergieverbrauch des Konzerns aus, jedoch nahm ihr Anteil im Jahr 2015 zu: Der Energieverbrauch verdreifachte sich durch die Akquisition der Standorte in Archangelsk und Velikiye Luki. Gleichzeitig wurde ein Standort mit schlechten Energiewerten in Salavat geschlossen und durch den neuen, energieeffizienten Standort Ischimbai, Jurmati ersetzt.

Im Jahr 2015 wurde auch die neue Firmenzentrale in Bergheim bei Salzburg, Österreich, eröffnet. Das Gebäude erreicht einen Heizbedarf von 27,6 kWh/m2 , im Kühl- und Heizsystem kommt eine wirtschaftliche und umweltfreundliche Wärmepumpe zum Einsatz. Für Autos und Fahrräder sind Stromtankstellen eingerichtet. Automatisch gesteuerte Jalousien an der Gebäudehülle sowie hochgedämmte wartungsfreie Fassadenoberflächen sorgen dafür, dass es im Sommer angenehm kühl bleibt.

Der Transport ist bei PALFINGER an Logistikunternehmen ausgelagert. Es handelt sich dabei um die Anlieferung von Rohstoffen und Komponenten, den Verkehr zwischen den PALFINGER Werken und den Transport der Produkte zum Kunden. Der Transportmix ist bestimmt von Lkw und Schiff. Für 2016 ist geplant, den Lkw-Einsatz in Europa und GUS weiter zu optimieren. Darüber hinaus wirkt die kontinuierliche Erhöhung von lokaler Beschaffung transportminimierend.

GRI G4-EN 4: Energieverbrauch außerhalb der Organisation

Die beiden meistverwendeten Rohmaterialien Stahl und Aluminium sind in ihrer Produktion sehr energie- und CO2-intensiv. Die für die Produktion von Stahl benötigte Energiemenge und die daraus resultierenden Emissionen an Treibhausgasen sind beträchtlich. Für die Produktion jener Menge an Stahl und Aluminium, die von PALFINGER im Jahr 2015 bezogen wurde, kann ein Energieverbrauch von etwa 1.540 Mio kWh angenommen werden. Der Energiebedarf der Rohstoffe übersteigt somit den Energiebedarf der PALFINGER Produktion um etwa das Neunfache. Umso wichtiger sind für PALFINGER die Initiativen zur effizienten Nutzung der Rohstoffe. Effiziente Nutzung von Rohstoffen, Seite 89

Auch in der Anwendung der PALFINGER Produkte wird Energie benötigt. Mehr zur Optimierung des Energieverbrauchs in der Nutzungsphase finden sich im Kapitel Forschung und Entwicklung. Sichere und effiziente Produkte, Seite 85

Klimaschutz

PALFINGER analysiert die klimawirksamen Emissionen, die durch den eigenen Energieverbrauch bewirkt werden. Mit einbezogen werden demnach sämtliche Emissionen der PALFINGER Werke aus Elektrizität, Erdgas, Diesel, Benzin, Flüssiggas, Butan, Propan und anderen Energiequellen (exklusive Kohle). Insgesamt verursachte PALFINGER 2015 rund 66.590 Tonnen CO2-Äquivalente (Vorjahr: rund 57.907 Tonnen).

Die klimarelevanten Emissionen entwickeln sich durchwegs parallel zum Energieverbrauch. Im Jahr 2015 stiegen die Emissionen allerdings stärker als der Gesamtenergieverbrauch. Dies liegt hauptsächlich an der Energieversorgung der neu aufgenommenen Standorte in Russland. Zukünftig wird der Standort in Velkiye Luki (RU) die Emissionsentwicklung negativ belasten, da die Gebäudewärme mit einem Kohleheizkraftwerk bereit gestellt wird. 2015 betrug der Bedarf an Kohle 1.300 Tonnen. Durch die hohe Klimawirksamkeit von Kohle in der Verbrennung wurden 4.500 Tonnen CO2-Äquivalente bewirkt. Dies entspricht circa 7 Prozent der produktionsbedingten klimawirksamen Emissionen bei PALFINGER. Für 2016 ist eine Analyse geplant, wie das Kohleheizkraftwerk optimiert werden kann.

Diese Rahmenbedingungen erklären, weshalb sich die spezifischen Treibhausgas-Emissionen nicht parallel zur Energieeffizienz entwickelten. Bezogen auf den Umsatz verbesserten sich die Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozentpunkte. Abgesehen von Russland entwickelte sich der PALFINGER Treibhausgas-Index in allen Regionen positiv, weil die Energieeffizienzmaßnahmen Wirkung zeigten. Details zu den spezifischen Treibhausgas-Emissionen nach Regionen sind den vertiefenden GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen zu entnehmen.

Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

Die hier dargestellten Treibhausgas-Emissionen, die durch den Energieverbrauch in der Produktion bei PALFINGER Werken verursacht werden, stellen nur einen kleinen Teil der insgesamt bewirkten klimarelevanten Emissionen dar. Ähnlich zur umfassenden Energiebilanz wiegen auch hier die vorgelagerten Emissionen in der Lieferkette weitaus schwerer, insbesondere jene von Stahl – jenem Material, aus dem der Großteil der PALFINGER Produkte hergestellt wird. Berücksichtigt man, dass PALFINGER in erster Linie europäischen Stahl bezieht, können die stahlbedingten Scope-3-Treibhausgas-Emissionen auf ungefähr 390.000 Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt werden. Somit sind sie rund sechsmal so hoch wie die klimarelevanten Emissionen bedingt durch den Energieverbrauch an PALFINGER Standorten. Effiziente Rohstoffnutzung ist aus ökologischer Sicht daher auch ein wichtiger Beitrag für nachhaltige Entwicklung. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch die CO2-Emissionen in der Anwendung der PALFINGER Produkte jene der Emissionen der PALFINGER Werke um ein Vielfaches übersteigen. Aufgrund der Vielzahl der Produkte und der unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten kann jedoch keine quantitative Abschätzung der Klimaeffekte aus der Anwendungsphase gegeben werden.

GRI G4-EN 15: Direkte THG-Emissionen (Scope 1); GRI G4-EN 16: Indirekte THG-Emissionen (Scope 2); GRI G4-EN 17: Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3); GRI G4-EN 18: Intensität der THG-Emissionen

Umwelt- und Energiemanagement

Im Jahr 2015 trat die PALFINGER Umweltschutzrichtlinie in Kraft, die konzernweit einheitliche Standards definiert. Sie garantiert, dass an allen Fertigungs-, Montage- und Vertriebsstandorten ein umfassendes Umweltmanagement etabliert ist. Die Richtlinie reguliert folgende Bereiche: Energie, Abfall, Wasser, Umweltrecht, Umwelt-Notfall-Vorsorge sowie umweltschutzbezogene Schulung und Kommunikation. Grundsätzlich handelt es sich um Minimumstandards, die sich an der ISO 14001 orientieren und das Plan-Do-Check-Act-Prinzip berücksichtigen. Die Richtlinie sieht vor, dass an jedem Standort eine Person mit der Hauptverantwortung für Umweltmanagement betraut ist. Diese Person ist für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Umweltperformance zuständig. Der Prozess beinhaltet die laufende Erfassung der Umweltkennzahlen, die Bewertung der Umweltleistung, die Erstellung eines lokalen Umweltprogramms sowie die Überwachung der Umsetzung der darin definierten Maßnahmen. Die Verantwortung für die Umsetzung der Umweltschutzrichtlinie liegt beim Konzern-Nachhaltigkeitsmanagement.

INDEX: TREIBHAUSGAS-EMISSIONEN BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011 = 100%)

UMWELT-MANAGEMENTSYSTEME (ISO 14001/EMAS) (in Prozent der Mitarbeiter)

ENERGIE-MANAGEMENTSYSTEME (ISO 50001) (in Prozent der Mitarbeiter)

.

Umweltkennzahlen werden teils auf monatlicher, teils auf vierteljährlicher Basis gemeldet und sind Teil des internen Reportings, das vom jeweiligen Area Management freigegeben wird. Mehrere Kontrollschleifen werden in Zukunft die konzernweite Einhaltung der Richtlinie gewährleisten: Daten- und Rechnungsprüfung durch das Konzern-Nachhaltigkeitsmanagement, Plausibilisierungen gemeinsam mit dem Area Management sowie interne und externe Audits. Beginnend mit dem Jahr 2016 wird jeder Standort Umweltmaßnahmen definieren und an das Konzern-Nachhaltigkeitsmanagement berichten. Dadurch kann die Umsetzung der konzernweiten Umweltziele – etwa zur jährlichen Verbesserung von Energieeffizienz und Reduktion gefährlicher Abfälle – gesteuert werden.

In Ausschreibungsunterlagen für die Beschaffung von neuen Anlagen und Gebäuden definiert PALFINGER verbindliche umweltrelevante Mindeststandards. Das betrifft insbesondere Lackier- und Galvanikanlagen, Schweißgeräte, Motoren, Druckluftgeräte, Büros und Produktionshallen sowie Belüftungsanlagen.

Standorte mit Umweltmanagementsystemen gemäß ISO 14001 und Energiemanagementsystemen gemäß ISO 50001 übererfüllen die Mindeststandards der PALFINGER Umweltschutzrichtlinie. Die Einführung zertifizierter Managementsysteme wird von der Konzernleitung begrüßt, die Entscheidung liegt jedoch bei den jeweiligen Standortleitern. In Summe arbeiteten zu Jahresende 2015 31 Prozent der PALFINGER Mitarbeiter an Standorten mit zertifiziertem Umweltmanagementsystem und 21 Prozent an Standorten mit zertifiziertem Energiemanagementsystem. Für 2016 ist geplant, dass die beiden PALFINGER Standorte in Marburg, Slowenien, sowie sämtliche Standorte in Deutschland erstmals gemäß ISO 50001 zertifiziert sein sollen. Ziel ist somit, dass 38 Prozent der PALFINGER Mitarbeiter bis Ende 2016 an Standorten mit Energiemanagementsystem arbeiten.

Im Jahr 2015 trat in den Ländern der Europäischen Union die jeweils nationale Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie in Kraft. PALFINGER war aufgrund der Anzahl der Mitarbeiter bzw. der Umsatzhöhe in Österreich, Deutschland, Bulgarien, Slowenien und Rumänien von den Änderungen betroffen. An den meisten Standorten werden die neuen Vorgaben durch zertifizierte Energiemanagementsysteme erfüllt. An den österreichischen Standorten Elsbethen und Bergheim sowie in Bulgarien wurden 2015 Energieaudits durch externe, akkreditierte Experten durchgeführt.

GRI G4-DMA: Umwelt- und Energiemanagementsysteme, Qualitätsmanagementsysteme + Schweißzertifizierungen Vertiefende GRI- und Nachhaltigkeits-Informationen, Seite 208

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns geführt hätten.

AUSBLICK

PALFINGER plant eine Fortsetzung des Wachstumskurses. Die langfristige Strategie mit den integrierten Nachhaltigkeitsaspekten bestätigt sich zunehmend und wird dieses Ziel unterstützen. Bis 2017 soll der Umsatz des Konzerns inklusive der Joint Ventures auf 1,8 Mrd EUR steigen. Dies soll durch organisches und anorganisches Wachstum erreicht werden.

PALFINGER sieht unverändert das Potenzial, bis zum Jahr 2017 den Umsatz inklusive der Joint Ventures in China und Russland auf rund 1,8 Mrd EUR auszuweiten. Dies soll erreicht werden, indem die Produktpalette in den Marktregionen außerhalb Europas komplettiert wird. Deutliche Wachstumsraten werden 2016 in Nordamerika und dem weltweiten Marinegeschäft erwartet.

Nachhaltiges Wachstum erfordert Leadership und eine starke Unternehmenskultur mit gemeinsamen und gelebten Werten. Deshalb werden die zahlreichen Initiativen zur Förderung des Führungsnachwuchses und zur bewussten Wahrnehmung und Nutzung der Vielfalt innerhalb der Unternehmensgruppe zielgerichtet fortgesetzt.

Die geplanten Investitionen auch in Europa in die notwendigen Produktionsressourcen sollen das nachhaltig profitable Wachstum sicherstellen. Die konsequente Ausrichtung auf effiziente und ökologisch verträgliche Produktion trägt zum wirtschaftlichen Erfolg der PALFINGER Gruppe bei. Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der unternehmerischen Haltung ist demnach ein wichtiger Erfolgsfaktor. Ziele bleiben die Reduktion der eingesetzten Energie bezogen auf den Umsatz und die Reduktion der gefährlichen Abfälle sowie die kontinuierliche Verminderung der Ausfallzeiten von Mitarbeitern aufgrund von Arbeitsunfällen.

Die nach wie vor uneinheitliche und volatile Entwicklung der globalen Konjunktur bestätigt die Relevanz der drei strategischen Säulen der PALFINGER Gruppe. Ohne Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wäre der kontinuierliche Wachstumskurs nicht möglich gewesen. Die Konzernstrategie wird daher unverändert unter langfristigen Gesichtspunkten weiterverfolgt.

Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf der Flexibilisierung aller Geschäftseinheiten der Unternehmensgruppe, insbesondere auch in den kürzlich akquirierten Unternehmen. Auftragsbezogene Beschaffung, Fertigung und Montage ermöglichen umgehendes Reagieren auf Nachfrageschwankungen und reduzieren die Kapitalbindung, die durch auftragsunabhängigen Bestandsaufbau entstehen könnte. Die konzernweite Initiative zur Reduktion des kurzfristig eingesetzten Kapitals wird gestaffelt fortgesetzt. Sie soll mit neuen Denkansätzen zu langfristigen Erfolgen führen. Ebenso trägt die permanente Kontrolle der Fixkosten dazu bei, dass PALFINGER stets offensiv am Markt agieren kann.

In Zukunft wird die Auseinandersetzung mit den Folgen der Digitalisierung auf die gesamte Wertschöpfungskette wettbewerbsentscheidend sein. Unter dem Begriff "Industrie 4.0" entwickeln derzeit Teams aus allen Bereichen der Unternehmensgruppe Innovationen, um mit intelligenten Produkten und Lösungen, aber auch mit an die Digitalisierung angepassten Prozessen die Wettbewerbsposition von PALFINGER auszubauen. Die absehbaren Folgen der Digitalisierung werden auch in die strategische Unternehmensplanung für den Zeitraum bis zum Jahr 2021 einfließen, die bis zum Herbst 2016 abgeschlossen wird.

Für das Jahr 2016 erwartet das Management anhaltend hohe Volatilität sowohl der konjunkturellen Entwicklungen sowie auf den Währungsmärkten. Auch plötzlich auftretende politische Spannungen werden nicht ausgeschlossen. Die Visibilität beträgt zu Jahresbeginn – wie im Vorjahr – zwischen zwei und vier Monaten. Aus heutiger Sicht gibt es aber keine Anzeichen dafür, dass der Wachstumskurs der PALFINGER Gruppe nicht fortgesetzt werden könnte.

Produktpalette in den Regionen außerhalb Europas wird komplettiert

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

ERKLÄRUNG GEMÄSS § 243B UGB

PALFINGER bekennt sich zu den Richtlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex (www.corporate-governance.at) und erfüllt nahezu alle Bestimmungen. Das Bekenntnis wird jährlich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch einen externen Wirtschaftsprüfer evaluiert. Das Evaluierungsergebnis zeigt, dass Corporate Governance bei PALFINGER gelebt wird. Der geprüfte Fragebogen steht allen Interessenten auf der Unternehmenswebsite (www.palfinger.ag) zur Verfügung. www.palfinger.ag/de/investor-relations/corporate-governance

ORGANE DER GESELLSCHAFT SOWIE ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT GEMÄSS § 243B ABSATZ 2 UGB

Gemäß österreichischem Aktiengesetz leitet der Vorstand der PALFINGER AG die Gesellschaft unter eigener Verantwortung, wie es das Wohl des Unternehmens unter Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder erfordert. Kollegialität, Offenheit, ständiger Informationsaustausch und kurze Entscheidungswege zählen dabei zu den obersten Prinzipien. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und unterstützt den Vorstand bei wesentlichen Entscheidungen. Die offene Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie innerhalb dieser Organe hat bei PALFINGER lange Tradition. Die Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2015 waren die laufende Geschäftsentwicklung, die Auswirkungen von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Maßnahmen zur Senkung von Kosten und eingesetztem Kapital, Integrations-, Akquisitions- und Expansionsprojekte (insbesondere die vertiefte Kooperation mit SANY), Risikomanagement und das Interne Kontrollsystem, Nachhaltigkeitsschwerpunkte sowie Perspektiven für das Jahr 2016.

GRI G4-34: Führungsstrukur und Kontrollorgane; GRI G4-35: Rolle des höchsten Kontrollorgans; GRI G4-36: Zuständigkeit des höchsten Kontrollorgans

Nachhaltigkeitsmanagement, Seite 37

In Aufsichtsrat, Vorstand und in den Geschäftsführungen von PALFINGER sind derzeit keine Frauen vertreten. In den darunterliegenden Ebenen ist der Anteil weiblicher Führungskräfte gering bzw. auf kaufmännische Funktionen beschränkt. Dies soll sich mittelfristig ändern. PALFINGER präsentiert sich daher weiterhin auf Job-Messen und spricht gezielt weibliche Potenzialträger an. Bei Neu- und Nachbesetzungen von Führungspositionen wird versucht, verstärkt Frauen zu gewinnen. Als Hürde erweist sich jedoch, dass die überwiegende Anzahl der Führungspositionen bei PALFINGER eine technische Ausbildung erfordert. Das Potenzial an weiblichen Technikern ist äußerst gering, daher gibt es häufig keine Bewerberinnen. PALFINGER hat seine Bemühungen intensiviert, um die Präsenz von Frauen im (Nachwuchs-)Management zu stärken und damit dem Grundgedanken von Diversität besser zu entsprechen. Die konzernweite Initiative PALversity soll auch unternehmensintern den Nutzen der Verschiedenartigkeit bewusst machen, um Diversität stärker zu fördern und davon besser zu profitieren.

GRI G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

Verantwortungsbewusster Arbeitgeber, Seite 77

VORSTAND

Der Vorstand der PALFINGER AG besteht aus vier Personen; den Vorsitz hält seit Juni 2008 Herbert Ortner.

Name Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Herbert Ortner (Vorsitzender) 1.2.2003 31.12.2018
Christoph Kaml (Finanzen) 1.1.2009 31.12.2018
Wolfgang Pilz (Marketing & Vertrieb) 1.2.2003 31.12.2018
Martin Zehnder (Produktion) 1.1.2008 31.12.2018

Herbert Ortner

VORSTANDSVORSITZENDER

Geboren 1968, war Ortner bis 2001 bei der börsenotierten Semperit-Gruppe als weltweiter Geschäftsbereichsleiter für Industrieschläuche tätig. Von dort wechselte er zu PALFINGER, wo er das Ersatzteil-, Zubehörund Servicegeschäft ausbaute. Ab Februar 2003 konzentrierte sich Ortner als Vorstand für Marketing & Vertrieb auf die Business Units PALFINGER Eisenbahnsysteme, Ladebordwände, Mitnahmestapler und Hubarbeitsbühnen sowie auf den weiteren Ausbau des Service- und Dienstleistungsgeschäfts. Als Vorsitzender des Vorstands zählen seit Juni 2008 Beschaffung, Recht, Personal, Kommunikation, Investor Relations und Nachhaltigkeitsmanagement zu seinen Agenden.

Christoph Kaml

VORSTAND FÜR FINANZEN

Geboren 1974, begann Kaml seine Laufbahn bei Gemini Consulting. Bevor er im Jahr 2004 zur PALFINGER AG kam, war er zuletzt als Prokurist für ein M&A-Beratungsunternehmen in der Schweiz tätig. Vom PALFINGER Corporate Development wechselte er 2006 in die Geschäftsführung der Business Area Nordamerika mit Sitz in Niagara Falls, Kanada. Dort zeichnete er für Finanzen, Strategie und Business Development verantwortlich. Seit Jänner 2009 ist Kaml Finanzvorstand der PALFINGER AG. Von August 2012 bis Juni 2015 verlegte er gemeinsam mit seiner Familie den Wohn- und Dienstort nach China, um die Kooperation mit SANY vor Ort zu steuern und auszubauen. Seit Juli 2015 ist Kaml wieder in Österreich.

Wolfgang Pilz

VORSTAND FÜR MARKETING & VERTRIEB

Geboren 1959, ist Pilz seit 1984 bei PALFINGER im Krangeschäft tätig. Ab 1997 war er als Leiter des Geschäftsbereichs Lkw-Krantechnik für Marketing & Vertrieb verantwortlich. Seit Februar 2003 ist Pilz als Vorstand für Marketing & Vertrieb für den Absatz der PALFINGER Produkte zuständig.

Martin Zehnder

VORSTAND FÜR PRODUKTION

Geboren 1967, begann Zehnder seine berufliche Laufbahn 1984 bei der Alstom Schienenfahrzeuge AG. Von 2000 bis 2005 war er als Geschäftsführer bei Keystone Europe in Frankreich im Entwicklungs- und Produktionsbereich tätig. In der PALFINGER Gruppe war Zehnder ab 2005 als Global Manufacturing Manager für die Fertigungswerke verantwortlich, seit Jänner 2008 untersteht ihm als Vorstand für Produktion der weltweite Fertigungs- und Montagebereich.

AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der PALFINGER AG bestand zum 31. Dezember 2015 aus fünf von der Hauptversammlung gewählten und drei vom Betriebsrat entsandten Mitgliedern. Den Vorsitz führt Hubert Palfinger jun., sein Stellvertreter ist Hannes Palfinger.

Bericht des Aufsichtsrats, Seite 246

Name Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Hubert Palfinger jun.
(Vorsitzender seit 10.12.2013) geb. 1969 13.4.2005 HV 2020
Hannes Palfinger
(Stv. des Vorsitzenden seit 10.12.2013) geb. 1973 30.3.2011 HV 2016
Jian Qi geb. 1960 12.3.2014 HV 2017
Wolfgang Anzengruber geb. 1956 31.3.2010 16.6.2015
Peter Pessenlehner geb. 1970 31.3.2010 HV 2018
Heinrich Dieter Kiener geb. 1956 30.3.2011 HV 2016
Johann Mair * geb. 1951 24.5.2005 5.2.2015
Johannes Kücher * geb. 1963 6.2.2015 *
Alois Weiss * geb. 1962 13.2.2006 *
Gerhard Gruber * geb. 1960 15.5.2006 *

* Vom Betriebsrat entsandt

Hubert Palfinger jun.

AUFSICHTSRATSVORSITZENDER

Hubert Palfinger jun. war 15 Jahre lang in verschiedenen Gesellschaften der PALFINGER Gruppe tätig, 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Industrieholding GmbH. Seit 2005 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG, seit September 2008 war er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Im Jahr 2013 wurde er zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt.

Hannes Palfinger

STELLVERTRETER DES VORSITZENDEN

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie einer sportlichen Laufbahn war Hannes Palfinger drei Jahre als Wirtschaftsprüfungsassistent bei PricewaterhouseCoopers in Wien tätig. Zahlreiche Praktika bei PALFINGER verbinden ihn mit dem Unternehmen. Von 2007 bis 2010 hatte Hannes Palfinger eine Führungsposition in der Palfinger systems GmbH inne. Seit 2011 ist er Mitglied des Aufsichtsrats, seit 2013 der stellvertretende Vorsitzende.

Abgesehen von Hubert Palfinger jun. und Hannes Palfinger ist kein Aufsichtsratsmitglied Anteilseigner oder Interessenvertreter einer Beteiligung von mehr als 10 Prozent.

Wolfgang Anzengruber legte seine Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats am 16. Juni 2015 mit sofortiger Wirkung nieder, da es ihm aufgrund seiner terminlichen Situation nicht mehr möglich war, seiner Funktion in entsprechendem Umfang nachzukommen.

Gemäß Regel Nr. 58 des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird darauf hingewiesen, dass Wolfgang Anzengruber aus terminlichen Gründen an den ersten beiden Aufsichtsratssitzungen nicht teilnehmen konnte. Jian Qi hat an zwei Aufsichtsratssitzungen per Videokonferenz teilgenommen.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Prüfungsausschuss

Die Entscheidungsbefugnisse des Prüfungsausschusses entsprechen den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Im Jahr 2015 wurden zwei Ausschusssitzungen abgehalten, in denen der Jahresabschluss 2014 sowie die Themen Internes Kontrollsystem, Risikomanagement und Interne Revision sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer behandelt wurden. Mitglieder: Hubert Palfinger jun., Hannes Palfinger, Peter Pessenlehner (Finanzexperte), Johann Mair (bis 5.2.2015), Johannes Kücher (ab 6.2.2015).

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist im Jahr 2015 regelmäßig zusammengetreten. Diskutiert wurden vor allem die Zusammenarbeit und Arbeitsweise des Vorstands. Mitglieder: Hubert Palfinger jun., Hannes Palfinger.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss hat sich in seinen regelmäßigen Sitzungen im Jahr 2015 mit dem Entgelt für die Vorstandsmitglieder befasst und Feedback-Gespräche mit den Vorstandsmitgliedern durchgeführt. Mitglieder: Hubert Palfinger jun., Hannes Palfinger.

WIRTSCHAFTSPRÜFER

Die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, wurde als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss 2015 der PALFINGER AG vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 11. März 2015 gewählt.

VERGÜTUNGSBERICHT

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder umfasst fixe und erfolgsabhängige Bestandteile und ist für ein Unternehmen dieser Größe und Komplexität angemessen. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile orientieren sich einerseits an persönlich mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern vereinbarten Zielen, andererseits an den wesentlichen Kennzahlen der PALFINGER Gruppe – Umsatzwachstum, Ergebnis vor Steuern und ROCE – sowie langfristig an der Steigerung des Unternehmenswertes. Die variablen Bezüge der Vorstände machten 2015 im Durchschnitt rund 44 Prozent des Jahresgehalts aus.

Mit dem von der Hauptversammlung 2009 und 2010 beschlossenen Aktienoptionsprogramm und den darin normierten Leistungskriterien wurde insbesondere langfristiger Erfolg honoriert. Dieses Programm ist 2015 ausgelaufen. Detaillierte Angaben zu den Bezügen, Aktienoptionen sowie Sonderprämien sind in den Erläuterungen zum Konzernabschluss dieses Berichts dargestellt.

Konzernabschluss, Angaben über Organe und Arbeitnehmer, Seite 204

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2015 keine Bezüge.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie für wesentliche Leitungspersonen der PALFINGER Gruppe besteht eine D&O-Versicherung, deren Prämien von der PALFINGER AG getragen werden.

FAIRE WIRTSCHAFT

UNTERNEHMENSETHIK UND KORRUPTIONSPRÄVENTION

Menschenrechtsverletzungen und Korruption werden bei PALFINGER als moralisch untragbar gesehen. Sie widersprechen den Unternehmenswerten und schaden der Wirtschaft – und somit auch PALFINGER selbst. Bei Verdacht auf allfällige Unregelmäßigkeiten wird daher rasch gehandelt. Zur Vermeidung oder allenfalls zur Aufdeckung von Verstößen hat PALFINGER mehrstufige Maßnahmen implementiert. GRI G4-57: Compliance und Integrität

Konzernrichtlinien und Code of Conduct

Der PALFINGER Code of Conduct ergänzt die Konzernrichtlinien, die wesentliche Geschäftsprozesse entlang der Wertschöpfungskette definieren. Hier sind Themen bis hin zur Einhaltung und Überprüfung von Menschenrechtsaspekten oder der Vermeidung von Kinder-, Zwangs- und Pflichtarbeit auch in der Lieferkette enthalten. Für 2015 ist nach vorliegenden Ergebnissen keine Kinder-, Zwangs- oder Pflichtarbeit an PALFINGER Standorten bekannt.

Seit 2010 enthalten Verträge mit Mitarbeitern, Händlern, Lieferanten und Kooperationspartnern verbindliche Verweise auf den PALFINGER Code of Conduct, der auch auf der Unternehmenswebsite zu finden ist. Darüber hinaus gibt es eine interne Richtlinie mit "Verhaltensregeln zur Verhinderung von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten".

Im Falle schwerwiegender Verstöße gegen den Code of Conduct, die Verhaltensregeln oder andere Gruppenrichtlinien definiert die Abteilung Internal Audit in Abstimmung mit dem Vorstand eine Vorgehensweise für deren Analyse. Bei Bedarf werden externe Spezialisten herangezogen. Je nach Ergebnis dieser Analyse wird eine Entscheidung über die weiteren Schritte getroffen.

GRI G4-56: Code of Conduct; G4-HR 5: Risiko von Kinderarbeit; GRI G4-HR 6: Risiko von Zwangs- oder Pflichtarbeit

Risikobericht, Kontrollumfeld , Seite 76

www.palfinger.ag/de/Pages/code-of-conduct

Vier-Augen-Prinzip und Funktionstrennung

Für Unterschriftsleistungen im Geschäftsverkehr mit Dritten, sofern dadurch Rechte bzw. Verpflichtungen begründet sind, gilt das Vier-Augen-Prinzip. Das bedeutet, dass gemäß Konzernrichtlinie zwei Unterschriften von zuständigen vertretungsbefugten Personen der jeweiligen lokalen Einheit nötig sind. Detaillierte Unterschriftenregelungen, die lokale Prozesse sowie sinnvolle Wertgrenzen berücksichtigen, werden regelmäßig überprüft bzw. angepasst.

PALFINGER legt auch in kleineren Unternehmenseinheiten Wert auf Funktionstrennung. Eine Person darf nicht mehrere kritische Funktionen gleichzeitig innehaben. Dieses Prinzip soll Fehler sowie die Wahrscheinlichkeit von Korruption reduzieren, vor allem aber auch die Mitarbeiter schützen. So kann beispielsweise eine Person nicht gleichzeitig eine Bestellung vornehmen und eine Rechnung einbuchen.

Information über Leitlinien und Unternehmensethik

Die Konzernabteilung Risk Management berichtet dem PALFINGER Management in einem Risk Management Newsletter regelmäßig über Neuigkeiten, insbesondere über Ratschläge zur Vermeidung bzw. Aufdeckung von Korruption durch Dritte. Konzernrichtlinien werden über standardisierte Prozesse an das gesamte Management-Team und weiter an das jeweils lokale Management kommuniziert.

Neue Mitarbeiter erhalten Willkommensmappen und eine Onboarding-Schulung, in denen verstärkt auf die PALFINGER Werte und die Maßnahmen zur Korruptionsvermeidung hingewiesen wird. Die Finanz- und Personalmitarbeiter sowie Geschäftsführungen erhielten im Geschäftsjahr 2015 von der Rechtsabteilung Informationsmaterial zu Compliance bei PALFINGER. In der Konzernzentrale fanden zudem Schulungen statt, um das Bewusstsein zu stärken.

Interne Audits und Risk Management

Interne Revision, Risk Management bzw. Konzerncontrolling führen laufend Prüfungen in den Unternehmen der PALFINGER Gruppe durch und sprechen im Rahmen von Workshops mit den Mitarbeitern intensiv über Ethik und Korruption. Von den 67 Gesellschaften des Konzerns wurden vier im Jahr 2015 einer allgemeinen Revision unterzogen.

Eine Integrity Line ermöglicht die anonyme Einmeldung von möglichen Gesetzes- und Richtlinienverstößen in Verbindung mit Unternehmen der PALFINGER Gruppe. Sie ist über die Unternehmenswebsite erreichbar, Meldungen gehen generell bei der firmeninternen Abteilung Corporate Risk Management ein. Im Berichtszeitraum gab es keine begründeten Meldungen.

GRI G4-58: Meldung von Bedenken zu Integrität

COMPLIANCE-VERSTÖSSE

Compliance-Verstöße werden zentral in der Rechtsabteilung gemeldet. Im Jahr 2015 wurden bei PALFINGER wie in den Vorjahren keine wesentlichen Fälle von Korruption gemeldet oder festgestellt. Ebenso mussten keine wesentlichen Bußgelder wegen Verletzung von Rechtsvorschriften entrichtet werden. Es sind keine Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens anhängig.

GRI G4-SO 3: Geprüfte Geschäftsstandorte; GRI G4-SO 4: Information zur Korruptionsprävention; GRI G4-SO 5: Korruptionsfälle; GRI G4-SO 7: Wettbewerbsrecht; GRI G4-SO 8: Signifikante Bußgelder

CORPORATE GOVERNANCE KODEX

PALFINGER erfüllt die verbindlichen L-Regeln ("Legal Requirement") und hält sich an nahezu alle C-Regeln ("Comply or Explain") des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Jänner 2015. Folgende C-Regeln werden nicht erfüllt:

Regeln Nr. 39, 48 und 53 (Unabhängigkeit des Aufsichtsrats sowie Unabhängigkeit der Ausschussmitglieder)

Die Regel Nr. 53 wird von der PALFINGER AG nicht in vollem Umfang erfüllt. Kriterien für die Unabhängigkeit wurden nicht festgelegt. Vielmehr werden seitens der PALFINGER AG Persönlichkeits- und Qualifikationsprofil der Aufsichtsratsmitglieder sowie allenfalls deren Unabhängigkeit einschränkende Umstände auf der PALFINGER Website offengelegt. Anhand dieser Informationen kann sich jeder Aktionär und auch die breite Öffentlichkeit selbst ein Bild von der Qualifikation der Aufsichtsratsmitglieder machen und deren Eignung beurteilen.

Die bisherigen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats haben zu den Erfolgen der PALFINGER AG in den letzten Jahren beigetragen. Dabei waren die ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die umsichtige Auswahl der einzelnen Mitglieder nach fachlichen und persönlichen Merkmalen sowie deren Kenntnis des Unternehmens und der gesamten Branche von Bedeutung. Aus all diesen Gründen wird es nicht als notwendig erachtet, Kriterien für die Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern festzulegen.

Dies trifft auch auf die Ausschussmitglieder (dritter Absatz Regel Nr. 39) zu.

Angaben über zustimmungspflichtige Verträge gem. Regel Nr. 48 sind in den Erläuterungen zum Konzernabschluss und auf der Website www.palfinger.ag veröffentlicht.

Konzernabschluss, Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen, Seite 202

www.palfinger.ag/de/investor-relations/corporate-governance

Salzburg, am 28. Jänner 2016

DI Herbert Ortner e.h. Ing. Wolfgang Pilz e.h.

Mag. Christoph Kaml e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h.

KENNZAHLENDEFINITION

WIRTSCHAFT

Capital Employed spiegelt das investierte Kapital wider und ergibt sich aus:
immateriellen Vermögenswerten
zuzüglich Sachanlagen, Beteiligungen, Nettoumlaufvermögen
EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ist das operative Ergebnis des Unternehmens.
Ergebnis je Aktie ist das Verhältnis von Konzernergebnis zum gewichteten Durchschnitt der sich im
Umlauf befindenden Aktien.
EVA (Economic Value Added) gilt als Indikator für die Wertsteigerung des Unternehmens.
ROCE abzüglich WACC
multipliziert mit durchschnittlichem Capital Employed
Free Cashflow zeigt, wie viel flüssige Mittel zur Bedienung des zu verzinsenden Kapitals – des eige
nen oder fremden – übrig bleiben.
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
zuzüglich Fremdkapitalverzinsung
abzüglich Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen
Gearing Ratio ist die Kennzahl für die Verschuldung des Unternehmens.
Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und Eigenkapital in Prozent
Nettofinanzverschuldung ergibt sich aus:
lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
abzüglich
lang- und kurzfristige Wertpapiere
langfristige Ausleihungen
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel
NOPLAT (Net Operating Profit Less Adjusted Taxes) errechnet sich aus:
EBIT
abzüglich Taxes on EBIT
ROCE (Return on Capital Employed) sagt aus, wie sich das im Unternehmen investierte Ka
pital verzinst.
Verhältnis von NOPLAT und
durchschnittlichem Capital Employed (Stichtag Vorjahr zu Stichtag dieses Jahres)
in Prozent
ROE (Return on Equity) ist eine Kennziffer zur Ertragslage des Unternehmens, die das Er
gebnis im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt.
 Verhältnis von versteuertem Ergebnis und
 durchschnittlichem Eigenkapital in Prozent
WACC (Weighted Average Cost of Capital) drückt die durchschnittlichen Kosten des inves
tierten Kapitals (Eigenkapital und Fremdkapital) aus.
Working Capital zeigt den absoluten Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremd
kapital.

MITARBEITER

Vollzeitäquivalent Das Vollzeitäquivalent ergibt sich aus den vertraglich geregelten Arbeitsstunden eines
Mitarbeiters. Diese wird in Relation zur Normalarbeitszeit einer Vollzeitkraft gestellt.
Fluktuation Mitarbeiterabgänge (Headcounts), die innerhalb eines Jahres das Unternehmen ver
lassen. Die Fluktuation ist der Anteil der Abgänge in Prozent des gesamten Personal
stands im Jahresdurchschnitt.
Ausfallzeiten
aufgrund von Unfällen,
Krankheiten und von sons
tigen Ursachen
Abwesenheiten aufgrund von Unfällen, Krankheiten und von sonstigen Ursachen
(Arztbesuche, freiwillige Dienste etc.) werden in Stunden berücksichtigt. Diese wer
den in Relation zu den Normalarbeitszeiten und dem Vollzeitäquivalent der eigenen
Mitarbeiter gestellt. Krankenstände, die nicht mehr durch das Unternehmen, sondern
durch staatlich bestimmte Leistungen abgegolten werden, sind von dieser Erhebung
ausgenommen.
Weiterbildungsstunden Jegliche Art beruflicher Weiterbildung, die nicht direkt am Arbeitsplatz stattfindet,
aber intern sowie extern durchgeführt wird. Die Weiterbildungsstunden werden in
Prozent zum gesamten Personalstand der eigenen Mitarbeiter berechnet.
Frauenanteil
in Führungsebene
Alle Mitarbeiterinnen mit disziplinären Führungsaufgaben werden in Relation zu der
Gesamtzahl an Führungskräften gesetzt.

UMWELT

Index: Energieverbrauch
bezogen auf Umsatz
Der Index zeigt die Effizienz der eingesetzten Energie bezogen auf den Umsatz an.
Erfasst werden dabei elektrischer Strom, Treibstoff (Benzin, Diesel und Kerosin) und
Heizenergie (Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Propan und Butan). Die eingesetzte Ener
giemenge wird dabei auf den lokalen Umsatz des jeweiligen Standorts bezogen
(Menge 2011 = 100 %). Für die Berechnung der konzernweiten Indizes werden die
verschiedenen Produktionsstandorte nach der Menge der im Berichtsjahr verbrauch
ten Energie gewichtet. Der Index ist nicht inflationsbereinigt
Index: Gefährliche Abfälle
bezogen auf Umsatz
Der Index zeigt die Intensität des erzeugten gefährlichen Abfalls bezogen auf den
Umsatz an. Die Menge gefährlicher Abfälle wird dabei auf den lokalen Umsatz des
jeweiligen Standorts bezogen (Menge 2011 = 100 %). Für die Berechnung der kon
zernweiten Indizes werden die verschiedenen Produktionsstandorte nach der Menge
des im Berichtsjahr verursachten Abfalls gewichtet. Der Index ist nicht inflations
bereinigt.

STANDORTE DER PALFINGER GRUPPE

ÖSTERREICH

PALFINGER AG

• Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Lamprechtshausener Bundesstraße 8, 5101 Bergheim

EPSILON Kran GmbH

• Christophorusstraße 30, 5061 Elsbethen/Glasenbach • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg

PalAir GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger Area Units GmbH

  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger CIS GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger EMEA GmbH

Lamprechtshausener Bundesstraße 8, 5101 Bergheim • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg

  • Palfinger Europe GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Moosmühlstraße 1, 5203 Köstendorf
  • Kapellenstraße 18, 5211 Friedburg
  • Palfinger S. Units GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger GmbH
  • Betriebsstraße I/Objekt 9, 2482 Münchendorf • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger Marine GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger North America GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger PM Holding GmbH • Franz-Wolfram-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger Russland GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger South America GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger systems units GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H.
  • Christophorusstraße 28, 5061 Elsbethen/Glasenbach

ARGENTINIEN

Andrés N. Bertotto S.A.I.C.

• Provincial Rute Nº 6, Km 5.5, X580XAB Río Tercero, Córdoba • Colectora Este esquina Ituzaingo, 1611 Don Torcuato, Buenos Aires

BELGIEN

MBB Interlift N.V.

• Industrielaan 4, 3e Industriezone, 9320 Erembodegem

BRASILIEN

Madal Palfinger S.A.

  • Rua Flavio Francisco Bellini 350, CEP 95098–170, Caxias do Sul • Estrada do Embu, 485 – Jardim São Vicente, CEP 06713–100, Cotia Palfinger Marine Do Brasil Ltda
  • Lauro Muller 116, NBIO/Suite 2405, Torre do Rio Sul, Botafogo CEP
  • 22290-160, Rio de Janeiro Palfinger Koch Montagens Industriais Ltda.

• Av. Tancredo Neves 470 A, Distrito Industrial, CEP 94930-540, Cachoeirinha

Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda • Rua Flavio Francisco Bellini 350, CEP 95098–170, Caxias do Sul

BULGARIEN

Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD

• 5980 Cherven Brjag • 8672 Tenevo

CHINA

Dreggen (Hong Kong) Company Limited

• Room 1603, Kwong Kin Trade Center, 5 Kin Fat Street, Tuen Mun, N.T., Hong Kong

PALFINGER AG Shanghai Rep Office

• Room 1802, No 555 Loushanguan Road, Changning District, Shanghai Palfinger (Shenzhen) Ltd.

• Block 5, Northern Yongfa Technological Park, Zone B, Chuandong Industrial Park, Chaoyang Road, Yanchuan Songgang Street, Bao'aAn,

Shenzhen Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd.

• No. 189 Huanghe Road, Economic Development Zone, Rudong Nantong, Jiangsu

SANY Automobile Hoisting Machinery Co., LTD

• No. 168 West Jinzhou Road, Jinzhou New Area, Ningxiang, Changsha, Hunan

Palfinger Trading (Shanghai) Co., Ltd.

• Room 231, 2/F, No 2299 Yan' an Road West, Changning District,

Shanghai Palfinger Lifting Technology (Nantong) Co., Ltd.

• No. 189 Huanghe Road, Economic Development Zone, Rudong, Nantong, Jiangsu

DÄNEMARK

Palfinger Marine Denmark Filial af Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Austria

• Kystvejen 100, a4, 5330 Munkebo

DEUTSCHLAND

MBB Palfinger GmbH

  • Fockestraße 53, 27777 Ganderkesee-Hoykenkamp Palfinger GmbH
  • Feldkirchener Feld 1, 83404 Ainring
  • Rauheckstraße 4, 74232 Abstatt
  • Industriestraße 4, 89188 Merklingen
  • Düsseldorfer Straße 100, 47809 Krefeld
  • Johann-Andreas-Schubert-Straße 6, 02730 Ebersbach

  • Düsseldorfer Straße 100, 47809 Krefeld

  • Äußere Bautzner Straße 47, 02708 Löbau
  • Halbendorfer Straße 4, 02782 Seifhennersdorf
  • Johann-Andreas-Schubert-Straße 6, 02730 Ebersbach

FRANKREICH

A.C.I. S.A.S. • Avenue Descartes, 33370 Artigues près Bordeaux Caridro Atlantique Sarl • 9, Rue James Joule, 44400 Rezé Caridro Centre Sarl • 28, Rue Emile Leconte, 45140 Ingré Caridro Ouest S.A.S. • ZA de la Longueraie, 56140 Saint Abraham Guima Herblay Sarl • 4, Rue Édouard Branly, 95220 Herblay Guima Palfinger S.A.S. • 29A, Avenue des Tourondes, 82300 Caussade Guima Provence Sarl • Route de Marseille, 83170 Brignoles Guima Sud Ouest S.A.S. • 277, Chemin de Bordevielle, 31790 Saint Sauveur MASCHE Sarl • 20 Avenue de l'escouvrier, 95200 Sarcelles MBB Inter S.A.S. • Rue de l'Eglise, 61310 Silly en Gouffern Nord Benne SARL • Avenue Kuhlmann – BP 106, 59373 Loos Cedex Palfinger France S.A.S. • 125 rue de la roche colombe, 26800 Étoile sur Rhône Cedex Palfinger Service Annecy S.A.S. • 329, Route de Valparc, 74330 Poisy Palfinger Service Paris S.A.S. • 24 Avenue Condorcet, 91240 Saint Michel sur Orge

GROSSBRITANNIEN

Ratcliff Palfinger Ltd.

• Bessemer Road, Welwyn Garden City, Herts AL7 1ET

• Köthener Straße 33a, 06118 Halle/Saale • Dirnismaning 34, 85748 Garching • Bullerdeich 59, 20537 Hamburg • Rudolfstraße 16c, 10245 Berlin • Merowingerstraße 16, 85551 Kirchheim Palfinger Platforms GmbH

INDIEN

Palfinger Cranes India Pvt. Ltd. • 37, Varadarajapuram, Nazarathpet, Poonamallee, Chennai – 600 123

ITALIEN

Palfinger Gru Idrauliche S.r.l. • Piazza Verdi Nr. 43, 39100 Bolzano •Via Dante Aleghieri 50, 42023 Cadelbosco di Sopra Palfinger Platforms Italy s.r.l. • Piazza Verdi Nr. 43, 39100 Bolzano • Via Enrico De Nicola Nr. 31, 41122 Modena

KANADA

Palfinger, Inc. • 7942 Dorchester Road, Niagara Falls, Ontario L2E 6V6

KATAR Megarme Qatar WLL

• Al Qadeem Street, Al Rayyan, Doha

KROATIEN

Palfinger Proizvodna Tehnologija Hrvatska d.o.o. • Lučićka Cesta 1, 51300 Delnice

NIEDERLANDE

Palfinger Boats B.V. • Pasteurdijk 8, 3846 BS Harderwijk Palfinger Projects B.V. • Ambachtsweg 10, 3771 MG Barneveld Palfinger Ned-Deck B.V. • Ambachtsweg 10, 3771 MG Barneveld

NORWEGEN

Palfinger Dreggen AS • Hegrenesveien 17A, 5042 Bergen Norwegian Deck Machinery AS • Ulvenvegen 34, 5210 Os, Norwegen • Brendehaugen 6, 6065 Ulsteinvik

POLEN

Palfinger Dreggen Poland sp. z o.o. • Kontenerowa 71, 81-155 Gdynia

RUMÄNIEN

Nimet Srl • Strada Targului 103, 137121 Lazuri, Dambovita

RUSSLAND

INMAN AO

• 69 Pervomayskaya Street, City of Salavat, 453250, Respublika Bashkortostan • 2 Pervootkryvateley Baschkirskoy Nefti, 453210, Ischimbai, Respublika Bashkortostan Palfinger Crane Rus LLC • Parkovaya Ulitza, 7, 196084, St. Petersburg PALFINGER SANY Cranes OOO • Fabriciusa 42, bld. 1, 125363 Moskau Podjomnie Maschini ZAO • 6, Kornienko street Velikiye Luki, Pskov region Holding Company Lifting Machines ZAO • Parkovaya Ulitza, 7, 196084, St. Petersburg SMZ OOO • 77, Nikolsky prospect, Archangelsk, Archangelsk region Velmash-S OOO • 6, Kornienko street Velikiye Luki, Pskov region Konvek OOO • 6, Kornienko street, Velikiye Luki, Pskov region Palfinger Kama Cylinders OOO • Yanaulskaya ul. 3, building 9, Neftekamsk, 452680, Republic of Bashkortostan

Crane Center Kamaz OOO

• Proizvodstvennyi proezd, 45, Nabereschnyie Tschelny, 423800, Republic of Tatarstan

SINGAPUR

Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd.

• 3 International Business Park #05-25/26 Nordic European Centre, Singapore 609927 • 79 Joo Koon Circle, Singapore 629107

SLOWAKEI

MBB Palfinger s.r.o. • Gogolova 18, 85101 Bratislava

SLOWENIEN

Palfinger Marine d.o.o., Maribor • Špelina Ulica 22, 2000 Maribor Palfinger Proizvodnja d.o.o. • Jaskova 18, 2001 Maribor

SÜDKOREA

Palfinger Dreggen Korea Limited

• 20, Waeguk-kiup-ro, Sanam-myeon, Sacheon-si, Gyeongsangnam-do

TÜRKEI

Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH Irtibat Bürosu • Hakkı Yeten Cad. Selenium Plaza 10C Kat:6, 34349 Fulya, Beşiktaş, Istanbul

USA

Composite Works, LLC

  • 341 NW 122nd Street, Oklahoma City, OK 73114, Oklahoma Equipment Technology, LLC
  • 341 NW 122nd Street, Oklahoma City, OK 73114, Oklahoma
  • Palfinger Liftgates, LLC • 15939 Piuma Avenue, Cerritos, CA 90703, Kalifornien
  • 572 Whitehead Road, Suite 301, Trenton, NJ 08619, New Jersey
  • Omaha Standard, LLC
  • 3501 South 11th Street, Council Bluffs, IA 51501, Iowa • 572 Whitehead Road, Suite 301, Trenton, NJ 08619, New Jersey Palfinger, Inc.
  • 14359 Miramar Parkway, Unit 353, Miramar, FL 33027
  • Palfinger USA, Inc.
  • 4151 West State Route 18, Tiffin, OH 44883, Ohio
  • PalFleet Truck Equipment Company, LLC
  • 4151 West State Route 18, Tiffin, OH 44883, Ohio
  • 1420 Hildegarde Drive, Birmingham, AL 35215, Alabama • 5178 Old Dixie Highway, Forest Park, Atlanta, GA 30297, Georgia
  • 4101 Trailer Drive, Charlotte, NC 28269, North Carolina
  • 3030 Irving Boulevard, Dallas, TX 75247, Texas
  • 2770 Bluff Road, Indianapolis, IN 46225, Indiana
  • 5620 Fern Valley Road, Louisville, KY 40228, Kentucky
  • 2109 South 35th Street, Council Bluffs, IA 51501, Iowa
  • 1801 Lebanon Pike, Nashville, TN 37210, Tennessee

• 572 Whitehead Road, Suite 301, Trenton, NJ 08619, New Jersey

  • Fair Wind Renewable Energy Services LLC
  • 6862 NW Meers Porter Hill Road, Lawton, OK 73507, Oklahoma

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Megarme General Contracting Company LLC • Office # 101, Pizza Hut Building Sheikh Suroor Building, Khaleefa Street,

PO Box 43814, Abu Dhabi Mega Repairing Machinery Equipment LLC

• Office No. 320, Bruben Business Centre, Bur Dubai, Dubai Investment Park, PO Box 6396, Dubai

Megarme Inspection & Engineering Services LLC

Office No. 320, Bruben Business Centre, Bur Dubai, Dubai Investment Park, PO Box 6396, Dubai

VIETNAM

Palfinger Boats Vietnam Co. Ltd.

• Road 206, Section A, Pho Noi A Industrial Park, Van Lam District, Hung Yen

Palfinger Ned-Deck Vietnam Co. Ltd.

  • 7 Phan Huy Chu, Hoan Kiem, Hanoi
  • Road D2, Area D, IZ Pho Noi A, Hung Yen

per 31.12.2015

GRI G4-6: Überblick der Standorte

STICHWORTVERZEICHNIS

Abfälle, gefährliche Umschlag vorne, 58, 60, 90, 109, 226f
Akquisition 51, 56, 58, 60, 69, 131f
Aktie Umschlag vorne, 14f, 40ff, 178ff
Aktionärsstruktur 42
Aufsichtsrat 206, 246
Ausblick 95
Ausfallzeiten Umschlag vorne, 26, 58, 60f, 81, 223
Ausschüsse des Aufsichtsrats 101, 206, 246
Bereich VENTURES 60f, 122
Bericht des Abschlussprüfers 241f
Bilanz Umschlag vorne, 65ff, 117, 164ff
Cashflow Umschlag vorne, 68, 120f
Chancengleichheit 83f, 224f
Code of Conduct 55, 103
Corporate Governance 97ff
Diversity 83f
Dividende Umschlag vorne, 38, 42, 66, 68, 118ff, 180, 195
Eigenkapital Umschlag vorne, 66f, 117ff, 147f, 195
Finanzkalender 43
Flexibilisierung 7, 18, 20, 43
Frauenanteil 82, 84, 224f
Gewinn-und-Verlust-Rechnung Umschlag vorne, 115, 154ff
Innovation 7, 20, 45, 85ff, 231f
Internationalisierung 7, 20
Investitionen Umschlag vorne, 62, 66ff
Investor Relations 40ff
Klimaschutz 92f, 230f
Liquidität 69, 196f
Marine, Business Area 121, 154, 166f
Mitarbeiter Umschlag vorne, 77ff, 103, 121ff
Öko-effiziente Produktion 89ff, 225ff
Produktsicherheit 85f
Qualität 26f, 30, 88
Risikomanagement 70ff
Segment AREA UNITS 55f, 58ff, 121f
Segment EUROPEAN UNITS 55ff, 121f
Stakeholder 32ff
Standorte 19, 53f, 111
Strategie 10ff, 16ff
Umwelt Umschlag vorne, 52ff, 93f, 219, 227, 243ff
Unabhängiger Bestätigungsbericht 243ff
Unfälle Umschlag vorne, 81, 85f, 223
Unternehmensethik 103f
Vergütung 38, 79, 101f, 158
Vorstand 10f, 99, 204
Weiterbildung Umschlag vorne, 82f, 227
Wertschöpfung 26ff, 52ff, 72, 216ff
Wesentlichkeitsanalyse 36f

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

in TEUR Erläuterung 1–12 20141) 1–12 2015
Umsatzerlöse 30 1.063.421 1.229.892
Umsatzkosten 32, 38, 39, 40 –816.974 –930.735
Bruttoergebnis vom Umsatz 246.447 299.157
Sonstige operative Erträge 31 23.511 16.920
Forschungs- und Entwicklungskosten 33, 39, 40 –25.250 –24.221
Vertriebskosten 34, 39, 40 –76.287 –83.889
Verwaltungskosten 35, 39, 40 –90.634 –94.498
Sonstige operative Aufwendungen 36 –15.848 –17.056
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 37 4.140 7.962
Operatives Ergebnis – EBIT 66.079 104.375
Zinserträge 41 763 1.730
Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten 41 –12.467 –10.882
Sonstige Zinsaufwendungen 41 –2.089 –1.553
Währungsdifferenzen 41 577 –732
Sonstiges Finanzergebnis 41 1.302 36
Finanzergebnis –11.914 –11.401
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.165 92.974
Ertragsteuern 10, 42 –10.327 –21.393
Ergebnis nach Ertragsteuern 43.838 71.581
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG (Konzernergebnis) 38.162 64.366
Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 5.676 7.215
in EUR
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 59 1,04 1,73

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 1–12 20141) 1–12 2015
Ergebnis nach Ertragsteuern 43.838 71.581
Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert
werden
Neubewertung gemäß IAS 19 66 –5.577 –465
Darauf entfallende latente Steuern 1.446 –7
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert
werden
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung ausländischer
Tochterunternehmen
–9.980 –3.119
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von equity-bilanzierten
Unternehmen
46 15.998 8.150
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von langfristigen
Darlehen an ausländische Tochterunternehmen (gem. IAS 21.15)
2.736 4.018
Darauf entfallende latente Steuern –1.504 –1.450
Darauf entfallende tatsächliche Steuern 911 501
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 61
Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) –19.468 –11.612
Darauf entfallende latente Steuern 3.112 1.904
Darauf entfallende tatsächliche Steuern 1.972 778
Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) 2.706 5.901
Darauf entfallende latente Steuern 14 –304
Darauf entfallende tatsächliche Steuern –696 –1.171
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern –8.330 3.124
Gesamtergebnis 35.508 74.705
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG 30.085 66.723
Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 5.423 7.982

KONZERNBILANZ

in TEUR Erläuterung 1.1.20141) 31.12.20141) 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 1, 16, 17, 18, 43 166.730 201.383 214.415
Sachanlagen 2, 17, 44 218.027 251.010 268.782
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3, 45 369 351 348
Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen 19, 37, 46 20.052 160.514 175.675
Sonstige langfristige Vermögenswerte 49 1.745 3.129 2.866
Aktive latente Steuern 10, 23, 47 19.704 18.627 14.784
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 7, 28, 48 2.121 33.656 32.003
428.748 668.670 708.873
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 4, 22, 50 211.034 239.180 262.519
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5, 7, 20, 51 159.642 163.274 183.581
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 53 20.926 26.007 29.040
Ertragsteuerforderungen 10 3.093 3.131 2.723
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7, 28, 52 468 1.406 4.077
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 7, 54 13.376 20.757 21.551
408.539 453.755 503.491
Summe Vermögenswerte 837.287 1.122.425 1.212.364
Eigenkapital
Grundkapital 55 35.730 37.593 37.593
Kapitalrücklagen 11, 56 30.727 82.056 82.141
Eigene Aktien 57 –1.790 –1.593 –1.543
Kumulierte Ergebnisse 59, 60, 61 324.679 332.372 378.193
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 58 –20.853 –12.631 –5.372
Summe Eigenkapital der Aktionäre der PALFINGER AG 368.493 437.797 491.012
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 62 11.202 16.853 19.646
Summe Eigenkapital 379.695 454.650 510.658
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
6, 7, 26, 60, 63 17.370 23.372 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 7, 64 184.431 327.291 331.472
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 7, 27, 65 2.534 8.521 8.715
Langfristige Rückstellungen 8, 9, 24, 66 36.028 40.865 43.114
Passive latente Steuern 10, 47 6.888 5.615 9.648
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 67 4.561 3.062 2.569
251.812 408.726 395.518
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 6, 7, 26, 60, 63 0 0 8.701
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 7 51.219 85.130 74.070
Kurzfristige Rückstellungen 9, 25, 68 12.351 12.813 15.302
Ertragsteuerverbindlichkeiten 10 5.160 4.902 9.472
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
7, 69 137.050 156.204 198.643
205.780 259.049 306.188
Summe Eigenkapital und Schulden 837.287 1.122.425 1.212.364

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Den Anteilseignern der PALFINGER AG
zurechenbarer Anteil
in TEUR Erläuterung Grundkapital Kapitalrücklagen
Stand 1.1.2014 wie berichtet 35.730 30.727
Anpassung gem. IAS 8 0 0
Stand 1.1.2014 angepasst 35.730 30.727
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern1) 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 68 0 0
Neubewertung gemäß IAS 19 66 0 0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 61 0 0
0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Kapitalerhöhung 1.863 51.192
Dividenden 60 0 0
Umgliederung Anteile ohne beherrschenden Einfluss 6, 60, 63 0 0
Zugang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Übrige Veränderungen 7, 57 0 137
1.863 51.329
Stand 31.12.20141) 37.593 82.056
Stand 1.1.20151) 37.593 82.056
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 68 0 0
Neubewertung gemäß IAS 19 66 0 0
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 61 0 0
0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden 60 0 0
Umgliederung Anteile ohne beherrschenden Einfluss 6, 60, 63 0 0
Zugang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Erwerb Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Übrige Veränderungen 7, 57 0 85
0 85
Stand 31.12.2015 37.593 82.141
Den Anteilseignern der PALFINGER
AG zurechenbarer Anteil
Kumulierte Ergebnisse
Eigene Aktien Andere
kumulierte
Ergebnisse
Neubewertung
gemäß IAS 19
Bewertungs
rücklagen gemäß
IAS 39
Ausgleichsposten
aus der
Währungs
umrechnung
Summe Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
Eigenkapital
–1.790 336.616 –4.126 –1.477 –20.929 374.751 11.163 385.914
0 –6.333 0 0 75 –6.258 39 –6.219
–1.790 330.283 –4.126 –1.477 –20.854 368.493 11.202 379.695
0 38.162 0 0 0 38.162 5.676 43.838
0 0 0 0 8.223 8.223 –62 8.161
0 0 –3.940 0 0 –3.940 –191 –4.131
0 0 0 –12.360 0 –12.360 0 –12.360
0 0 –3.940 –12.360 8.223 –8.077 –253 –8.330
0 38.162 –3.940 –12.360 8.223 30.085 5.423 35.508
0
0
0
–14.515
0
0
0
0
0
0
53.055
–14.515
0
–4.912
53.055
–19.427
0 1.397 0 0 0 1.397 –2.820 –1.423
0 –971 0 0 0 –971 6.757 5.786
0 0 0 0 0 0 1.211 1.211
197 –81 0 0 0 253 –8 245
197 –14.170 0 0 0 39.219 228 39.447
–1.593 354.275 –8.066 –13.837 –12.631 437.797 16.853 454.650
–1.593 354.275 –8.066 –13.837 –12.631 437.797 16.853 454.650
0 64.366 0 0 0 64.366 7.215 71.581
0 0 0 0 7.259 7.259 841 8.100
0 0 –398 0 0 –398 –74 –472
0 0 0 –4.504 0 –4.504 0 –4.504
0 0 –398 –4.504 7.259 2.357 767 3.124
0 64.366 –398 –4.504 7.259 66.723 7.982 74.705
0
0
–19.398
1.999
0
0
0
0
0
0
–19.398
1.999
–5.858
–2.651
–25.256
–652
0 –51 0 0 0 –51 3.466 3.415
0 3.804 0 0 0 3.804 –135 3.669
50 3 0 0 0 138 –11 127
50 –13.643 0 0 0 –13.508 –5.189 –18.697
–1.543 404.998 –8.464 –18.341 –5.372 491.012 19.646 510.658

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

in TEUR Erläuterung 1–12 20141) 1–12 2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.165 92.974
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (–) auf langfristige Vermögenswerte 38.254 40.959
Gewinne (–)/Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 31, 36 –600 –622
Zinserträge (–)/Zinsaufwendungen (+) 41 13.793 10.705
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 46 –4.140 –7.962
Aufwendungen für Stock-Option-Programm 11 11 2
Veränderung Verbindlichkeit aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 63 –1.230 0
Übrige zahlungsunwirksame Erträge (–)/Aufwendungen (+) –9.886 27
Zunahme (–)/Abnahme (+) von Vermögenswerten –34.715 –44.071
Zunahme (+)/Abnahme (–) von Rückstellungen –7.118 2.704
Zunahme (+)/Abnahme (–) von Verbindlichkeiten 14.626 29.892
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 63.160 124.608
Erhaltene Zinsen 763 1.246
Gezahlte Zinsen –13.226 –10.935
Erhaltene Dividenden von equity-bilanzierten Unternehmen 46 3.032 3.968
Gezahlte Ertragsteuern –6.521 –8.264
Cashflow aus dem operativen Bereich 13 47.208 110.623
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2.222 3.109
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –60.843 –57.691
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener
Zahlungsmittel2)
–35.179 –8.224
Auszahlungen für Anteile von equity-bilanzierten Unternehmen2) 46 –122.742 –1.317
Einzahlungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen abzüglich abgehender
Zahlungsmittel2)
–67 –21
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 41 40
Einzahlungen für sonstige Vermögenswerte 144 836
Auszahlungen für sonstige Vermögenswerte –1.022 –1.369
Cashflow aus dem Investitionsbereich –217.446 –64.637
Kapitalerhöhung abzüglich Begebungskosten 55 52.729 0
Dividenden an Aktionäre der PALFINGER AG 60 –14.515 –19.398
Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 62 –4.856 –5.725
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss2) 63 –2.635 –11.723
Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Anteile 0 22
Einzahlungen von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss 202 0
Einzahlungen aus der Ausübung im Rahmen des Stock-Option-Programms 11 366 139
Aufnahme von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe 45.250 36.350
Rückführung von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe –5.389 –20.342
Langfristige Refinanzierung von Tilgungen und abgereiften kurzfristigen Darlehen 80.000 50.000
Tilgung abgereifter/gekündigter Darlehen 0 –60.000
Begebung Schuldscheindarlehen 64 105.000 0
Tilgung abgereifter/gekündigter Schuldscheindarlehen –72.500 –4.500
Auszahlungen/Einzahlungen von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 64, 65, 66 –5.269 –8.759
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich 178.383 –43.936
Cashflow gesamt 8.145 2.050

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen). 2) Siehe Konsolidierungskreis.

in TEUR 20141) 2015
Finanzmittel Stand 1.1. 54, 13 13.376 20.757
Einfluss von Wechselkursänderungen –764 –1.256
Cashflow gesamt 8.145 2.050
Finanzmittel Stand 31.12. 54, 13 20.757 21.551

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

GESCHÄFTSSEGMENTE

Der Vorstand der PALFINGER AG steuert den Konzern anhand der regionalen Geschäftssegmente EUROPEAN UNITS und AREA UNITS sowie des Geschäftsbereichs VENTURES. Die Struktur der Geschäftssegmente folgt der Strategie des Vorstands und vereint verschiedene "Cash Generating Units", die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Merkmale, wie erwartete langfristige Margen, Wettbewerbsposition, Produkte etc., vergleichbar sind.

GESCHÄFTSSEGMENT EUROPEAN UNITS

Das Geschäftssegment EUROPEAN UNITS beinhaltet folgende "Cash Generating Units":

  • Business Area EMEA
  • Business Area Marine

Das Segment EUROPEAN UNITS umfasst die Business Area EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), in der die Business Units Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane, Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Hooklifts, Mitnahmestapler, Eisenbahnsysteme, Produktion und die Vertriebsgesellschaft in Deutschland zusammengefasst sind. Diese Area umfasst die bereits etablierten Märkte und Business Units.

Zudem enthält das Segment die überregionale Business Area Marine mit den Business Units Marinekrane, Windkrane, Offshore-Krane, Winches & Offshore Equipment, Launch & Recovery Systems, Boats, Dealers sowie die Business Unit Rope Access.

Das Segment EUROPEAN UNITS wird von Europa aus gesteuert und bedient vorwiegend entwickelte Märkte. Der Großteil der Wertschöpfung findet in Europa statt, und es gilt, die modernsten und leistungsstärksten Produkte zu entwickeln. Dementsprechend stehen die Weiterentwicklung der Produkte und eine kostengünstige und flexible Wertschöpfungskette im Vordergrund. Die strategischen Säulen Innovation und Flexibilisierung werden besonders in diesem Segment vereint.

GESCHÄFTSSEGMENT AREA UNITS

Das Geschäftssegment AREA UNITS beinhaltet folgende "Cash Generating Units":

  • Business Area Nordamerika (ohne ETI)
  • ETI*
  • Business Area Südamerika

  • Business Area Asien und Pazifik

  • Business Area GUS

* ETI = Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US).

Im Segment AREA UNITS steht die strategische Säule Internationalisierung im Vordergrund. Die Märkte außerhalb Europas befinden sich großteils noch im Aufbau, und somit soll durch eigene Initiativen, Partnerschaften oder Akquisitionen das Wachstum vorangetrieben werden. Strategisch geht es um das Heranführen der Kunden an die PALFINGER Produkte, das heißt, in diesen Märkten soll die Technologie von PALFINGER etabliert und eine geeignete Vertriebsstruktur aufgebaut werden.

GESCHÄFTSBEREICH VENTURES

Im Geschäftsbereich VENTURES bündelt PALFINGER alle strategischen Zukunftsprojekte in deren Entwicklungsphase. Durch die Trennung dieses Bereichs vom operativen Geschäft sollen die gezielte Konzentration auf den Aufbau neuer Geschäftsfelder und die weitere Marktentwicklung gewährleistet werden. Im Bereich VENTURES werden keine Umsätze ausgewiesen.

Wertansätze

Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das operative Ergebnis (EBIT) wird als Segmentergebnis berichtet.

Das Current Capital setzt sich aktivseitig aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und passivseitig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen zusammen.

Verrechnungspreise

Die Verrechnungspreise werden entsprechend den OECD-Richtlinien festgelegt. Das Gebot der Fremdüblichkeit und Transparenz steht bei der Festlegung der Verrechnungspreise an oberster Stelle. Um eine Fremdüblichkeit gewährleisten zu können, müssen für konzerninterne Liefer- und Leistungsbeziehungen schriftliche Verträge vorliegen.

Die Verrechnung von Lieferungen zwischen Tochterunternehmen erfolgt zu Herstellkosten auf Basis Normauslastung zuzüglich eines gemäß einer standardisierten Funktions- und Risikoanalyse abgeleiteten Aufschlags.

Leistungen werden in verschiedene Gruppen unterteilt und entweder auf Kostenbasis (Endverrechnung, Umlage, vereinbarte Pauschale) oder mit der Kostenaufschlagsmethode verrechnet. Ob ein Gewinnzuschlag verrechnet werden kann, hängt von der genauen Zuordenbarkeit ab und ob es sich um wiederkehrende Routinefunktionen handelt.

Nicht zugeordnete Beträge

Die Konzernfinanzierung und -veranlagung (Finanzforderungen und -verbindlichkeiten, Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel sowie Finanzaufwendungen und -erträge) und die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

EUROPEAN
UNITS
AREA UNITS VENTURES Konsolidierung Nicht
zugeordnete
Beträge
Summe
in TEUR 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014
Außenumsatz 720.340 343.081 0 0 0 1.063.421
Innenumsatz 87.737 34 0 –87.771 0 0
Umsatz gesamt 808.077 343.115 0 –87.771 0 1.063.421
Abschreibungen1) –30.006 –8.552 0 0 0 –38.558
davon
Wertminderungen –2.124 –385 0 0 0 –2.509
Ergebnis aus equity-bilanzierten
Unternehmen
2.913 1.227 0 0 0 4.140
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 74.965 10.028 –19.011 97 0 66.079
Segmentvermögen1) 710.047 443.198 0 –108.398 77.578 1.122.425
davon
Anteile an equity-bilanzierten
Unternehmen
12.312 148.202 0 0 0 160.514
Current Capital aktiv 245.778 165.725 0 0 –9.050 402.453
Segmentschulden1) 174.158 179.077 0 –108.398 422.938 667.775
davon
Current Capital passiv 73.887 24.644 0 0 4.178 102.709
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
41.035 19.828 0 0 0 60.863
EUROPEAN
UNITS
AREA UNITS VENTURES Konsolidierung Nicht
zugeordnete
Beträge
Summe
in TEUR 1–12 2015 1–12 2015 1–12 2015 1–12 2015 1–12 2015 1–12 2015
Außenumsatz 833.771 396.121 0 0 0 1.229.892
Innenumsatz 78.308 837 0 –79.145 0 0
Umsatz gesamt 912.079 396.958 0 –79.145 0 1.229.892
Abschreibungen –28.874 –12.081 0 0 0 –40.955
davon
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Ergebnis aus equity-bilanzierten
Unternehmen
3.626 4.336 0 0 0 7.962
Operatives Ergebnis (EBIT) 107.021 13.999 –16.012 –633 0 104.375
Segmentvermögen 753.123 492.068 0 –107.962 75.135 1.212.364
davon
Anteile an equity-bilanzierten
Unternehmen
13.287 162.388 0 0 0 175.675
Current Capital aktiv 267.551 185.196 0 0 –6.646 446.101
Segmentschulden 221.882 163.125 0 –107.962 424.661 701.706
davon
Current Capital passiv 95.192 25.249 0 0 5.014 125.455
Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
37.018 23.990 0 0 0 61.008

Die Umsatzerlöse je Produktsegment gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Ladekran 652.727 703.572
Hydraulische Systeme 410.694 526.320
Summe 1.063.421 1.229.892

Das Produktsegment Ladekran beinhaltet im Wesentlichen die Produkte Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane sowie Marineund Windkrane und das dazugehörige Servicegeschäft. In der Produktgruppe Hydraulische Systeme sind unter anderem die Produkte Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Hooklifts, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme sowie Marine-Produkte wie Boats, Offshore Equipment und Winches enthalten.

Es gibt keinen einzelnen externen Kunden, der mehr als 10 Prozent zum externen Umsatz beiträgt.

Die Umsätze nach geografischen Gebieten sind in Erläuterung (30) enthalten.

INFORMATIONEN ÜBER GEOGRAFISCHE GEBIETE

Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.20141)
in TEUR
31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte
Inland
48.401
52.562
Deutschland
36.565
36.644
Vereinigte Arabische Emirate
22.986
25.047
Nordamerika1)
20.126
21.804
Russland
23.632
20.753
Norwegen
10.235
18.994
Frankreich
16.968
16.880
Restliches Ausland
10.078
10.030
Rumänien1)
7.117
6.950
Niederlande
5.275
4.751
201.383 214.415
Sachanlagen
Inland
66.439
69.958
Nordamerika
39.202
53.002
Bulgarien
27.918
27.545
Restliches Ausland
18.156
21.723
Deutschland
20.456
20.832
Slowenien
21.914
20.126
Russland
16.093
15.667
Rumänien
12.566
13.196
Brasilien
11.696
9.643
Korea
6.516
6.866
Kanada
5.573
6.124
Frankreich
4.480
4.099
251.009
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
268.782
Deutschland
351
348
351 348
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Inland
1.188
935
Frankreich
824
900
Restliches Ausland
268
471
Brasilien
493
372
Deutschland
67
103
Indien
110
64
Russland
179
21
3.129 2.866

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ALLGEMEINES

Die PALFINGER AG mit Sitz in 5020 Salzburg, Österreich, Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, ist ein börsenotiertes Unternehmen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, innovative Hebe-Lösungen zu produzieren und zu vertreiben, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen.

Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2015 wurde nach den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Gemäß § 245a UGB kommt diesem Konzernabschluss nach österreichischem Recht befreiende Wirkung zu, alle zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB sind erfüllt worden.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens, der PALFINGER AG, aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Eine Ausnahme bildet das assoziierte Unternehmen SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., da hier die notwendigen Informationen erst nach der Veröffentlichung des jeweiligen Konzernabschlusses von PALFINGER zur Verfügung stehen. Daher hat man sich entschlossen, immer das Quartalsergebnis, jeweils versetzt um ein Quartal, in den Konzernabschluss zu übernehmen. Sollten wesentliche Ereignisse zwischen dem in den Konzernabschluss einbezogenen Quartalsabschluss und dem aktuellen Abschlussstichtag eintreten, werden diese entsprechend berücksichtigt.

Im Konzern erfolgen die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie im Konzern-Cashflow-Statement Posten zusammengefasst und in den Erläuterungen nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert angeführt und erläutert.

Die Gliederung der Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Der Konzernabschluss und die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen veröffentlicht. Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2015 wurde von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, geprüft. Der Vorstand der PALFINGER AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 am 28. Jänner 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und mitzuteilen, ob er den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 billigt.

KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Konsolidierungskreis

Die PALFINGER AG erstellt den Konzernabschluss für die PALFINGER Gruppe. In den Konzernabschluss werden der Abschluss der PALFINGER AG und die Abschlüsse der von der PALFINGER AG beherrschten Unternehmen zum 31. Dezember eines jeden Jahres einbezogen. Beherrschung ist gegeben, wenn das Unternehmen die Entscheidungsgewalt über die maßgebliche Tätigkeit besitzt, variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen generiert sowie diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches die PALFINGER AG durch die Teilhabe an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblichen Einfluss nehmen kann, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung vorliegt. Als widerlegbare Vermutung gilt dabei eine Beteiligung im Ausmaß von 20 bis 50 Prozent der Stimmrechte. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist die gemeinsame Vereinbarung zwischen PALFINGER und einem oder mehreren anderen Partnern, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über das Gemeinschaftsunternehmen ausüben, Rechte am Nettovermögen dieses Unternehmens besitzen.

Die 10-prozentige Beteiligung an SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. wird als assoziiertes Unternehmen mit der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der maßgebliche Einfluss begründet sich auf vertraglich definierte Rechte von PALFINGER wie zum Beispiel die Teilnahme an wesentlichen Entscheidungsprozessen einschließlich der Dividendenbestimmung, Veto-Rechte für einzelne wesentliche Entscheidungen, die Bereitstellung von technischem Know-how und die Vertretung im Aufsichtsorgan.

BESCHRÄNKUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT ANTEILEN AN TOCHTERUNTERNEHMEN

PALFINGER räumte Herrn Palfinger sen. ein Vorkaufsrecht im Falle des Verkaufs der Palfinger systems units GmbH oder aller von PALFINGER gehaltenen Anteile an den Megarme-Gesellschaften ein. Zudem erhielt Herr Palfinger sen. ein Optionsrecht zum Erwerb von 19 Prozent (des Gesamtkapitals der Megarme-Gesellschaften) der von PALFINGER an den Megarme-Gesellschaften gehaltenen Anteilen auf Basis des Fair Value bis spätestens 31. Dezember 2016.

Der Konsolidierungskreis, einschließlich der PALFINGER AG als Muttergesellschaft, ist aus der Beteiligungsübersicht ersichtlich.

Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
in Prozent
Indirekte
Beteiligung3)
in Prozent
Gesellschaft, Sitz 2014 2015 2014 2015
Vollkonsolidierte Unternehmen
PALFINGER AG, Salzburg, (AT) EUR
Composite Works, LLC, Oklahoma City (US) ETI 63,48 100,00 50,78 100,00 USD
EPSILON Kran GmbH., Salzburg (AT) PEMEA 65,00 65,00 65,00 65,00 EUR
Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) PUSA 80,00 100,00 80,00 100,00 USD
FairWind Renewable Energy Services, LLC, Oklahoma
(US)
(Erstkonsolidierung: 1. Juli 2015) PUSA - 51,00 - 51,00 USD
Guima Palfinger S.A.S., Caussade (FR) PEMEA 65,00 65,00 65,00 65,00 EUR
Holding Company Podyomnie Maschini ZAO,
Archangelsk (RU)
VMS/PMH 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
INMAN AO, Ischimbai (RU) PCIS 100,00 100,00 100,00 100,00 RUB
Konvek OOO, Velikiye Luki (RU) VMS/PM 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) PSAG 99,64 99,64 99,64 99,64 BRL
Mega Repairing Machinery Equipment LLC, Dubai (AE) PSYSU 70,00 70,00 70,00 70,00 AED
Megarme General Contracting Company LLC, Abu
Dhabi (AE)
PSYSU 70,00 70,00 70,00 70,00 AED
Megarme Inspection & Engineering Services LLC, Dubai
(AE)
(Erstkonsolidierung: Jänner 2015) PSYSU - 70,00 - 70,00 AED
Megarme Qatar WLL, Katar (QA) PSYSU 70,00 70,00 70,00 70,00 QAR
MBB Palfinger s.r.o., Bratislava (SK) MBB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
MBB Inter S.A.S., Silly en Gouffern (FR) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
MBB Interlift N.V., Erembodegem (BE) MBB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee (DE) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Nimet Srl, Lazuri (RO) PPT 60,00 60,00 60,00 60,00 RON
Norwegian Deck Machinery AS, Os (NO)
(Erstkonsolidierung: 14. Jänner 2015)
PALMA - 100,00 - 100,00 NOK
Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) PUSA 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
PalAir GmbH, Salzburg, (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Boats B.V., Harderwijk (NL) PND 80,00 80,00 80,00 80,00 EUR
Palfinger Boats Vietnam Co., Ltd., Hung Yen (VN) BOATS 100,00 100,00 80,00 80,00 USD
Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Crane Rus LLC, St. Petersburg (RU) PARUS 100,00 100,00 100,00 100,00 RUB
Palfinger Cranes India Pvt. Ltd., Chennai (IN) PAUG/PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 INR
Palfinger Dreggen AS, Bergen (NO) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 NOK
Palfinger Marine Do Brasil Ltda, Rio de Janeiro (BR) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 BRL
Palfinger Dreggen Korea, Limited, Sacheon (KR) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 KRW
Palfinger Dreggen Poland sp. z.o.o., Gdynia (PL) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 PLN
Palfinger Dreggen Pte. Ltd., Singapur (SG) PALMA 100,00 - 100,00 - SGD
Palfinger EMEA GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger GmbH, Ainring (DE) PP/PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
in Prozent
Indirekte
Beteiligung3)
in Prozent
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2014 2015 2014 2015
Vollkonsolidierte Unternehmen
Palfinger Gru Idrauliche S.r.l., Cadelbosco di Sopra (IT) PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger, Inc., Niagara Falls (CA) PNAG 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Kama Cylinders OOO, Neftekamsk (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. März 2015)
PCIS - 51,00 - 51,00 RUB
Palfinger Koch Montagens Industrialis Ltda.,
Cachoeirinha (BR)
PDB 60,00 60,00 60,00 60,00 BRL
Palfinger Liftgates, LLC, Cerritos (US) PUSA 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Lifting Technology (Nantong) Co., Ltd.,
Nantong (CN)
(Erstkonsolidierung: 1. Juni 2015)
PAP - 100,00 - 100,00 CNY
Palfinger Marine GmbH, Salzburg (AT)
(vormals: Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH)
PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine d.o.o., Maribor, Marburg (SI) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine Pte.Ltd., Singapur (SG) PALMA 100,00 - 100,00 - SGD
Palfinger PM Holding GmbH, Salzburg (AT) PCIS 60,00 60,00 60,00 60,00 EUR
Palfinger Ned-Deck B.V., Barneveld (NL) PALMA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Ned-Deck Vietnam Co. Ltd., Hanoi (VN) PND 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger North America GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) MBB/PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven
Brjag (BG)
PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Paflinger Platforms Italy S.r.l., Bozen (IT) PSUG 80,00 80,00 80,00 80,00 EUR
Palfinger Proizvodnja d.o.o., Marburg (SI) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Proizvodna Tehnologija Hrvatska d.o.o.,
Delnice (HR)
PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 HRK
Palfinger Projects B.V., Elst (NL)
(vormals: Palfinger Marine Services B.V.)
PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) PCIS 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger (Shenzhen) Ltd., Shenzhen (CN) PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 CNY
Palfinger South America GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger SLS Holding Pte. Ltd., Singapur (SG) PAG 100,00 - 100,00 - EUR
Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger systems units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares
Ltda, Caxias do Sul (BR)
MP 100,00 100,00 99,64 99,64 BRL
Palfinger Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai (CN)
(Erstkonsolidierung: 1. April 2015)
PAP - 100,00 - 100,00 CNY
Palfinger USA, Inc., Tiffin (US) PNAG 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
PalFleet Truck Equipment Company, LLC, Birmingham
(US)
OSI 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
PM Engineering OOO, Velikiye Luki (RU) SMZ OOO 100,00 - 60,00 - RUB
Podyomnie Maschini ZAO, Velikiye Luki (RU) PMH 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
Ratcliff Palfinger Ltd., Welwyn Garden City (UK) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 GBP
SMZ OAO, Archangelsk (RU) PM/HKPM 100,00 - 60,00 - RUB
SMZ OOO, Archangelsk (RU) VMS/HKPM 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU) PM/SMZ 100,00 100,00 60,00 60,00 RUB
Velmash ZAO, Velikiye Luki (RU) SMZ OAO/
HKPM
100,00 - 60,00 - RUB
Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
in Prozent
Indirekte
Beteiligung3)
in Prozent
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2014 2015 2014 2015
Equity-bilanzierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen
Andrés N. Bertotto S.A.I.C., Río Tercero (AR) PSAG 30,00 30,00 30,00 30,00 ARS
Dreggen (Hong Kong) Company Limited, Hongkong DREG 33,00 33,00 33,00 33,00 HKD6)
Palfinger Argentina S.A., Buenos Aires (AR) MP 100,00 - 99,64 - ARS5)
Palfinger France S.A.S., Étoile sur Rhône (FR) PEMEA 49,00 49,00 49,00 49,00 EUR
Crane Center Kamaz OOO, Nabereschnyje Tschelny
(RU)
(Erstkonsolidierung: 1. März 2015)
PCIS - 49,00 - 49,00 RUB
STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H., Elsbethen (AT) PEMEA 45,00 45,00 45,00 45,00 EUR
SANY Automobile Hoisting Machinery Co.,Ltd.,
Changsha City (CN)
PAP 10,00 10,00 10,00 10,00 CNY
Gemeinschaftsunternehmen
Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales
GmbH, Salzburg (AT)
PSUG 50,00 50,00 50,00 50,00 EUR
PALFINGER SANY Cranes OOO, Moskau (RU) PSV 100,00 100,00 50,00 50,00 RUB
Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd., Changsha
(CN)
PAP 50,00 50,00 50,00 50,00 CNY
Sonstige Beteiligungen
Hubert Palfinger Technologie GmbH, Salzburg (AT)
(vormals: Palfinger systems GmbH)
PSYSU 26,00 - 26,00 - EUR
Palfinger Entraco systems Solution BV, Spijkenisse
(NL)
HPT 50,00 - 13,00 - EUR

1) Obergesellschaft:

DREG = Palfinger Dreggen AS, Bergen (NO) ETI = Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) BOATS = Palfinger Boats B.V., Barneveld (NL) HKPM = Holding Company Podyomnie Maschini ZAO MBB = MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee (DE) MP = Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) NDM = Norwegian Deck Machinery AS, Os (NO) PND = Palfinger Ned-Deck B.V., Barneveld (NL) OSI = Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) PAG = PALFINGER AG, Salzburg (AT) PALMA = Palfinger Marine GmbH, Salzburg (AT) PAP = Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PARUS = Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) PAUG = Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) PCIS = Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) SMZ = SMZ OOO, Archangelsk (RU)

PEU = Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) PSUG = Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT) PM = Podyomnie Maschini ZAO, Velikiye Luki (RU) PMH = Palfinger PM Holding GmbH, Salzburg (AT) PNAG = Palfinger North America GmbH, Salzburg (AT) PP = Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) PPT = Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG)

PDB = Palfinger Marine Do Brasil Ltda, Rio de Janeiro (BR) PEMEA = Palfinger EMEA GmbH, Salzburg (AT)

PSAG = Palfinger South America GmbH, Salzburg (AT)

PSV = Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH, Salzburg (AT)

PUSA = Palfinger USA, Inc., Tiffin (US)

HPT = Hubert Palfinger Technologies GmbH (AT)

PSYSU = Palfinger systems units GmbH (AT) VMS = Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU)

2) Aus Sicht der Obergesellschaft

3) Aus Sicht der PALFINGER AG

4) FW = funktionale Währung

5) Gesellschaft wegen Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert und im Jahr 2015 verkauft

6) Gesellschaft wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert

NEUGRÜNDUNGEN

Im Jänner 2015 wurde die Megarme Inspection & Engineering Services LLC, Dubai, gegründet. Die Palfinger systems units GmbH ist mit 70 Prozent beteiligt.

Im April 2015 wurde die Palfinger Trading (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China, als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. gegründet.

Im Juni 2015 wurde die Palfinger Lifting Technology (Nantong) Co., Ltd., Rudong, China, als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. gegründet.

Im Juni 2015 wurde die FairWind Renewable Energy Services, LLC, Oklahoma, USA, gegründet und mit 1. Juli 2015 eingetragen. Die Palfinger USA, Inc. hält 51 Prozent an der Gesellschaft. Den Minderheitenanteil mit 49 Prozent hält das USamerikanische Unternehmen FairWind Holdings, LLC mit Sitz in Lawton, Oklahoma. Das Unternehmen wurde für den amerikanischen Windkraft-Servicemarkt gegründet. Durch den Einsatz von großen Hubarbeitsbühnen kann die Effizienz der Servicearbeiten um das Zwei- bis Dreifache gesteigert werden. Bisher kamen vorwiegend Arbeitskörbe oder seilgesicherte Industriekletterer zum Einsatz.

UMGRÜNDUNGEN

Folgende Umgründungen hatten keine Auswirkung auf den Konsolidierungskreis:

Am 3. März 2015 wurden jene Anteile, die die Palfinger Dreggen AS, Norwegen, an der Palfinger Dreggen Do Brasil, Brasilien, gehalten hat, von der Palfinger Marine GmbH, Salzburg, übernommen. Anfang Dezember wurde die Palfinger Dreggen Do Brasil Ltda in Palfinger Marine Do Brasil Ltda umbenannt.

Am 28. August 2015 wurde die Velmash ZAO und die PM Engineering OOO auf die Velmash-S OOO verschmolzen.

Mit 1. Oktober 2015 wurden die Palfinger SLS Holding Pte. Ltd. und die Palfinger Marine Pte. Ltd. mit der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. verschmolzen.

Am 15. Oktober 2015 wurde die Palfinger Marine Services B.V. von der Palfinger Marine GmbH an die PALFINGER AG verkauft und sodann in Palfinger Projects B.V. umbenannt.

Mit 4. November 2015 wurde die Norwegian Deck Machinery Ulsteinvik AS in die Norwegian Deck Machinery AS verschmolzen.

Im Dezember 2015 wurden sämtliche Anteile an der französischen MBB Inter SAS von der MBB Palfinger GmbH, Deutschland, an die Palfinger EMEA GmbH, Österreich, übertragen.

Im Dezember 2015 wurde die russische Gesellschaft SMZ OAO auf die SMZ OOO verschmolzen.

AKQUISITIONEN 2015

NDM-Gruppe

Am 18. Dezember 2014 wurde der Vertrag zum Erwerb aller Anteile an der Norwegian Deck Machinery AS, Os, Norwegen, sowie deren Mehrheitsbeteiligungen an den beiden Tochterunternehmen, Norwegian Deck Machinery Ulsteinvik AS und NDM Poland sp.z.o.o., unterzeichnet. Das Closing der Transaktion erfolgte am 14. Jänner 2015.

Norwegian Deck Machinery AS hat sich mit der Entwicklung von speziellen Winden und Ladesystemen für Hochseeschiffe, Hochsee-Versorgungsschiffe und Öl- und Gasbohrplattformen eine bedeutende Marktposition erarbeitet. Die von Norwegian Deck Machinery AS entwickelten Systeme zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie den Wellengang automatisch kompensieren und dadurch die Bewegung der Lasten effizienter und sicherer bewerkstelligen. Mit dieser Akquisition ergänzt PALFINGER das Produktangebot im Marinebereich.

Die Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2015
Kaufpreis in bar beglichen 8.506
Anteiliges Reinvermögen der Anteile ohne beherrschenden Einfluss 40
Zwischensumme 8.545
Reinvermögen –2.118
Firmenwert 6.427

Der im Rahmen der Akquisition entstandene Firmenwert reflektiert im Wesentlichen den erwarteten Vorteil aus Synergien im Bereich Vertrieb, Potenzialen aus der Markterweiterung im Bereich der Öl- und Gas-Industrie sowie Mitarbeiter-Know-how.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht nutzbar.

Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 1.940
Sachanlagen 30
Aktive latente Steuern 90
2.060
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.162
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 236
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 74
2.472
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern 329
329
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 282
Kurzfristige Rückstellungen 113
Ertragsteuerverbindlichkeiten 195
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.496
2.085
Reinvermögen 2.118

Die übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Bruttowert in Höhe von 2.190 TEUR auf. Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen beträgt 28 TEUR.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus dem Erwerb stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2015
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –111
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen –8.506
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 74
Nettozahlungsmittelfluss aus dem Erwerb –8.543

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung trug die Akquisition der NDM-Gruppe mit Umsatzerlösen von 17.265 TEUR zum Konzernumsatz der PALFINGER AG bei und leistete einen Beitrag von 887 TEUR zum Konzernergebnis.

KAMAZ

Anfang März 2015 wurde die Errichtung der zwei Joint-Venture-Gesellschaften, die PALFINGER im August 2014 mit der russischen KAMAZ-Gruppe vereinbart hatte, im russischen Firmenregister rechtswirksam vollzogen. Damit konnte die operative Umsetzung der Zusammenarbeit zwischen der PALFINGER Gruppe und der OJSC KAMAZ beginnen. KAMAZ ist der größte russische Lkw-Produzent und liegt auf Platz elf der weltweit größten Hersteller. KAMAZ produziert für den russischen Heimmarkt und exportiert zum Teil auch nach Asien und Lateinamerika.

Diese beiden Unternehmen stellen einen sehr wichtigen Schritt zu Absicherung und Ausbau des Geschäfts in GUS dar. Mit KAMAZ hat PALFINGER einen in GUS gut vernetzten Partner gewonnen. Diese Region ist heute bereits ein relevanter Markt für PALFINGER. Entsprechend der Strategie will PALFINGER die lokale Produktion ausweiten und damit die Wertschöpfung vor Ort vertiefen.

Palfinger Kama Cylinders OOO

Das Unternehmen "Palfinger Kama Cylinders OOO"1) wird zu 51 Prozent von PALFINGER gehalten. PALFINGER erwirbt diesen Anteil an einer bestehenden Zylinderproduktion von KAMAZ in Neftekamsk in der Region Baschkortostan und investiert in Modernisierung und Ausbau der Anlagen.

Palfinger Kama Cylinders OOO wird als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss von PALFINGER einbezogen.

Die vorläufige Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2015
Kaufpreis in bar beglichen 2.777
Anteiliges Reinvermögen der Anteile ohne beherrschenden Einfluss 1.992
Zwischensumme 4.769
Reinvermögen –4.065
Firmenwert 704

Der im Rahmen der Akquisition entstandene Firmenwert reflektiert im Wesentlichen den erwarteten Vorteil aus Synergien durch die Verlängerung der Wertschöpfungskette und der engeren Kundenbindung und Potenzialen aus der Markterweiterung in GUS.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht nutzbar.

Die endgültige Bewertung der Kaufpreisaufteilung wird innerhalb von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt abgeschlossen, sobald alle Grundlagen für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte, insbesondere der Sachanlagen, im Detail analysiert wurden.

Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der vorläufigen ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 1.026
Aktive latente Steuern 54
1.079
Kurzfristige Vermögenswerte
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 2.985
2.985
Reinvermögen 4.065

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung trug Palfinger Kama Cylinders OOO mit Umsatzerlösen von 2.531 TEUR zum Konzernumsatz der PALFINGER AG bei und leistete einen Beitrag von – 180 TEUR zum Konzernergebnis.

Crane Center Kamaz OOO

Das Unternehmen "Crane Center Kamaz OOO" wird zu 49 Prozent von der PALFINGER Gruppe und zu 51 Prozent von der KAMAZ-Gruppe gehalten und spezialisiert sich auf Lkw-Aufbauten. Die von diesem Joint Venture ausgestatteten Lkws werden mit Lade- und Handlinggeräten ausgerüstet. Zusätzlich zum bestehenden Vertriebsnetz von KAMAZ soll ein eigenes Netz an Händlern und Servicestellen aufgebaut werden. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Nabereschnyje Tschelny in Tatarstan, nahe dem Firmensitz der KAMAZ-Gruppe.

Das Unternehmen wird als assoziiertes Unternehmen mit der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Die vorläufige Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2015
Kaufpreis in bar beglichen 1.317
Zwischensumme 1.317
Anteiliges Reinvermögen –1.493
Negativer Unterschiedsbetrag –176

Der negative Unterschiedsbetrag wurde erfolgswirksam im Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen erfasst.

Das Reinvermögen enthält langfristige Vermögenswerte in Höhe von 87 TEUR und ein Net Working Capital in Höhe von 2.927 TEUR.

Die endgültige Bewertung der Kaufpreisaufteilung wird innerhalb von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt abgeschlossen, sobald alle Grundlagen für die Ermittlung der Zeitwerte im Detail analysiert wurden.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus der Errichtung der beiden Joint Ventures stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2015
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –296
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen –4.094
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 2.985
Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben –1.405

AKQUISITIONEN 2016

MYCSA Gruppe

Am 22. Dezember 2015 wurde zum Zweck der Übernahme des spanischen PALFINGER Händlers ein Vertrag zum Erwerb von 75 Prozent der Anteile bestimmter Gesellschaften der MYCSA-Gruppe unterzeichnet. Für den Erwerb der restlichen 25 Prozent der Anteile besteht eine Call-Option für PALFINGER. Die Option ist im Jahr 2021 ausübbar. Das Closing ist in den nächsten Monaten nach Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen geplant.

Im Zuge der Transaktion wird die neue Tochtergesellschaft PALFINGER Iberica gegründet, die die wesentlichen Teile von MYCSA in der PALFINGER Gruppe weiterführt. PALFINGER Iberica wird an sechs Standorten rund 80 Mitarbeiter beschäftigen und vor allem Lkw-Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane, Hooklifts, Hubarbeitsbühnen sowie Produkte aus dem Marinebereich anbieten und servicieren.

AKQUISITIONEN 2014

Im Jahr 2014 wurden die Akquisitionen Palfinger systems, Megarme, PM-Group Lifting Machines, SANY-Lifting-Business sowie Hidro-Grubert durchgeführt. Für Details dazu wird auf den Geschäftsbericht 2014 verwiesen.

Am 31. Juli 2014 erfolgte das Closing des Erwerbs von 30 Prozent an der argentinischen Gesellschaft Andrés N. Bertotto S.A.I.C. Aufgrund der auf Basis des vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwertes erfolgten Kaufpreisaufteilung wurde im Geschäftsjahr 2014 ein Firmenwert in Höhe von 1.778 TEUR ausgewiesen. Dieser Firmenwert erhöhte sich nach der endgültigen Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte innerhalb des Bewertungszeitraums auf 2.338 TEUR. Die Anteile an equitybilanzierten Unternehmen bleiben unverändert.

Im Zuge der endgültigen Kaufpreisaufteilung für die Andrés N. Bertotto S.A.I.C. verringerte sich das anteilige Reinvermögen von 1.331 TEUR auf 771 TEUR:

in TEUR 2014 Anpassung 2014 angepasst
Kaufpreis in bar beglichen 746 0 746
Noch nicht fälliger Kaufpreis 1.137 0 1.137
Noch nicht fällige bedingte Gegenleistung (auf Treuhandkonto) 1.226 0 1.226
Zwischensumme 3.109 0 3.109
Anteiliges Reinvermögen –1.331 560 –771
Firmenwert 1.778 560 2.338

Das Reinvermögen der Andrés N. Bertotto S.A.I.C. enthält langfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.330 TEUR und ein Net Working Capital von 640 TEUR.

Darüber hinaus bleiben die Wertansätze des erworbenen Reinvermögens aus den Akquisitionen im Jahr 2014 unverändert, und es wurde keine Anpassung vorgenommen.

ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS

Am 15. Mai 2015 wurden die restlichen 20 Prozent an der Equipment Technology, LLC, Oklahoma City, USA, vom bisherigen Minderheitsaktionär zu einem Kaufpreis von 11.255 TEUR erworben. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Buchwert der Verbindlichkeit aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wurde im Eigenkapital in den kumulierten Ergebnissen erfasst. Siehe dazu auch Erläuterung (62).

Am 1. Juli 2015 wurden die restlichen 17,3 Prozent der Norwegian Deck Machinery Ulsteinvik AS, Ulsteinvik, Norwegen, um 171 TEUR vom Minderheitsaktionär erworben. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Buchwert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss wurde in Höhe von – 123 TEUR unmittelbar im Eigenkapital in den kumulierten Ergebnissen erfasst.

Anfang Dezember 2015 wurden die restlichen 36,52 Prozent der Composite Works, LLC, Oklahoma City, USA, um 230 TEUR vom Minderheitsaktionär erworben. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Buchwert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss wurde in Höhe von –143 TEUR unmittelbar im Eigenkapital in den kumulierten Ergebnissen erfasst.

SONSTIGE BETEILIGUNGEN

Am 1. April 2015 wurden die restlichen 26 Prozent an der Palfinger systems GmbH (nunmehr: Hubert Palfinger Technologies GmbH), Salzburg, an die Marine Systems Overseas Pte. Ltd., Singapur, um die fortgeführten Anschaffungskosten von 1 EUR verkauft. Die Marine Systems Overseas Pte. Ltd. war bereits mit 59 Prozent Mehrheitseigentümer der Palfinger systems GmbH und ist eine Gesellschaft von Hubert Palfinger sen. Die restlichen 15 Prozent an der Palfinger systems GmbH hält weiterhin die Palfinger Privatstiftung. Aus dem Abgang ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PALFINGER AG. Die Besicherungen der Forderungen gegenüber der Palfinger systems GmbH bleiben weiterhin vollumfänglich aufrecht (siehe dazu auch Erläuterung (48)). Die 26-Prozent-Minderheitsbeteiligung bestand nur zur Sicherstellung der Gläubigerinteressen der PALFINGER AG. Aufgrund des Gesamtbildes der vertraglichen Vereinbarungen und der reduzierten Minderheitenrechte konnte trotz einer 26-prozentigen Beteiligung kein maßgeblicher Einfluss dargestellt werden.

LIQUIDATIONEN

Im Juni 2015 wurde die Palfinger Dreggen Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur als 100-prozentige Tochter der Palfinger Marine GmbH gelöscht.

ENTKONSOLIDIERUNG

Am 10. Dezember 2015 wurden alle Anteile an der NDM Poland sp.z.o.o. an das lokale Management verkauft. Der Kaufpreis betrug 1 TEUR. Der Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung des Unternehmens in Höhe von 21 TEUR wurde im übrigen sonstigen operativen Aufwand erfasst.

Am 12. März 2015 wurde die Palfinger Argentina S.A. verkauft.

Konsolidierungsmethode

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet die PALFINGER AG die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt die PALFINGER Gruppe ein Unternehmen, beurteilt sie die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der von der PALFINGER AG zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Der Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der bisher gehaltenen Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) werden in den Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um Verluste durch Wertminderungen angepasst werden. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, außer der Konzern trägt das wirtschaftliche Risiko. Der mit dem assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen.

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Konzerninterne Forderungen und Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung im Konzern

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der PALFINGER AG, aufgestellt.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.

Die Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse erfolgt gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden aus der funktionalen Währung in Euro erfolgt zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden den erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der ausländischen konsolidierten Unternehmen werden zu Durchschnittskursen der Periode umgerechnet.

Differenzen aus der Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam dargestellt. Währungsdifferenzen, die auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallen, werden mit den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss verrechnet.

Langfristige Finanzforderungen gegenüber ausländischen Tochterunternehmen, deren Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch erwartet wird, werden als Teil der Nettoinvestition in diese ausländischen Tochterunternehmen behandelt. Differenzen aus der Währungsumrechnung dieser Posten werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung der Nettoinvestition werden diese Währungsdifferenzen vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro entspricht 31.12.2014 31.12.2015 1–12 2014 1–12 2015
BRL 3,2207 4,3117 3,1162 3,7024
GBP 0,7789 0,7340 0,8055 0,7284
NOK 9,0420 9,6030 8,3940 8,9953
RMB 7,5358 7,0608 8,1693 6,9924
RUB 72,3370 80,6736 51,4243 69,0427
USD 1,2141 1,0887 1,3255 1,1130

FAIR-VALUE-BEWERTUNG

PALFINGER bewertet Finanzinstrumente wie beispielsweise Derivate und bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wiederkehrend mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, werden in der Erläuterung "Finanzinstrumente" angeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist als Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld bezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt, falls kein Hauptmarkt vorhanden ist. PALFINGER bemisst den beizulegenden Zeitwert anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

PALFINGER wendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen, wobei wenn möglich beobachtbare Inputfaktoren verwendet werden.

Die bilanzierten bzw. angegebenen beizulegenden Zeitwerte werden, basierend auf dem niedrigsten Level der verwendeten Inputfaktoren, folgenden Kategorien zugeordnet:

Level 1 – in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte Preise.

Level 2 – andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 aufgenommenen Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind.

Level 3 – Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die zur Erstellung des Konzernabschlusses der PALFINGER Gruppe herangezogen werden, erläutert.

Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
(1) Immaterielle Vermögenswerte
Mit bestimmter
Nutzungsdauer
Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer:
IAS 38
IAS 36
Allgemein
2–15 Jahre
Aktivierte Kundenbeziehungen
5–10 Jahre
Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der
Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den
fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Mit unbestimmter
Nutzungsdauer und in
Entwicklung befindliche
immaterielle Vermögenswerte
Impairment-only-Ansatz: Es erfolgt keine planmäßige Abschreibung, sondern es wird
jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen von Wertminderungen ein Werthaltigkeitstest
durchgeführt. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende
Wertaufholungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
IAS 38
IAS 36
Firmenwerte Impairment-only-Ansatz (siehe oben) IFRS 3
Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den "Cash Generating
Units" zugeordnet. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit
als "Cash Generating Unit" wird deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur
Erzielung von Einnahmen herangezogen. Der Wertminderungsbedarf der "Cash Generating
Unit" wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive des
zugeordneten Firmenwerts) mit dem höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert errechnet.
IAS 36
Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags werden Annahmen über die zukünftige
Entwicklung und Einschätzungen getroffen, die möglicherweise nicht eintreffen.
Der Nutzungswert wird als Barwert der zugehörigen zukünftigen geschätzten Cashflows vor
Steuern der nächsten vier bis fünf Jahre aufgrund der Daten einer mittelfristigen
Unternehmensplanung ermittelt. Die mittelfristige Unternehmensplanung wird alle zwei
Jahre erstellt. In Jahren, in denen keine mittelfristige Unternehmensplanung erfolgt, wird
mittels Abweichungsanalyse eine Anpassung der geschätzten Cashflows vorgenommen.
Die letzte strategische Unternehmensplanung wurde im November 2014 durchgeführt.
Nach dem Detailplanungszeitraum wird basierend auf den Annahmen des letzten Jahres
mit einer ewigen Rente gerechnet. Der Diskontierungssatz wird aus einem marktüblichen
und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkostensatz auf Basis
extern verfügbarer Kapitalmarktdaten abgeleitet. Bei der Bestimmung des gewogenen
Kapitalkostensatzes wurden zum Großteil extern verfügbare Kapitalmarktdaten verwendet.
Sofern der ermittelte Betrag den Buchwert unterschreitet, ist in Höhe dieser Differenz eine
Wertminderung vorrangig auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender
Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der "Cash Generating
Units" im Verhältnis zum Buchwert zu verteilen.
Der Werthaltigkeitstest wird für den gesamten aktivierten Firmenwert vorgenommen.
Werden beim Unternehmenserwerb die Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit dem
Zeitwert angesetzt, werden Wertminderungen auf die einzelnen Gesellschaftergruppen
aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt hierbei nach demselben Schlüssel, nach dem auch die
Ergebnisse des betrachteten Tochterunternehmens zwischen den Gesellschaftern verteilt
werden, wenn das betrachtete Tochterunternehmen selbst eine "Cash Generating
Unit" darstellt, der ein Firmenwert zugerechnet ist.
Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden
gemäß IAS 36 in späteren Perioden nicht mehr zugeschrieben.
Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes
oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch
und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen
zuverlässig bewertbar sind und PALFINGER über ausreichende Ressourcen zur
Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen
werden sofort ergebniswirksam erfasst.
IAS 38
IAS 36
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu
Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein
Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der
Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu
weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein
könnte.
Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
(2) Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten IAS 16
Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und
Fertigungsgemeinkosten sowie bei qualifizierten Vermögenswerten Fremdkapitalkosten.
Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.
IAS 36
Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer:
Eigene Baulichkeiten und Investitionen in fremde Gebäude
20–50 Jahre
Maschinelle und technische Anlagen
3–15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
3–10 Jahre
Bei Anlagenabgängen wird die Differenz zwischen den Buchwerten und dem
Nettoveräußerungserlös erfolgswirksam in den sonstigen operativen Erträgen oder in den
sonstigen operativen Aufwendungen erfasst.
Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der
Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den
fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Zuwendungen der öffentlichen Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Investitionszuschüssen IAS 20
Hand Zuwendungen für Forschung werden als Erträge in den Forschungs- und
Entwicklungskosten erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene
Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die
Zuwendungen gewährt werden.
Leasing als Leasingnehmer Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem
Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem
Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind
IAS 17
Finanzierungsleasing:
Aktivierung des Leasingobjekts mit beizulegendem Zeitwert oder
dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum
Anschaffungszeitpunkt; Abschreibung linear über
Nutzungsdauer
Operatives Leasing:
Mietzahlungen in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer
verteilt werden als Aufwand im operativen Ergebnis erfasst.
Fremdkapitalkosten Aktivierung bei Erwerb oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts IAS 23
(3) Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der
Wertsteigerung gehalten werden, werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibung des Gebäudes erfolgt linear über 25 Jahre.
IAS 40
IAS 36
IFRS 13
(4) Vorräte Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (siehe (2) Sachanlagen) oder niedrigerer
Nettoveräußerungspreis am Bilanzstichtag
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
IAS 2
sowie Handelswaren:
gleitendes Durchschnittspreisverfahren
Unfertige und fertige Erzeugnisse:
Standardherstellungskosten, welche regelmäßig
überprüft und ggf. angepasst werden
(5) Auftragsfertigung und
Dienstleistungsgeschäfte
Umsatzrealisierung erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage
of Completion") anhand der "Cost-to-Cost"-Methode. Bei dieser Methode werden Umsätze
und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu
den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der
Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher
Basis verfügbar. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der
verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine
Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten
Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste werden sofort als Aufwand realisiert, wenn
wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen
werden.
IAS 11
IAS 18
(6) Verbindlichkeiten aus Kündbare oder befristete Eigenkapitalanteile an Tochterunternehmen mit IFRS 10
kündbaren Anteilen ohne Andienungsrechten, die von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss gehalten
werden, stellen finanzielle Verbindlichkeiten dar. Die Ersterfassung der Verbindlichkeit
IAS 32
beherrschenden Einfluss erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert des
Anteils des Gesellschafters ohne beherrschenden Einfluss am Tochterunternehmen zum
Zeitpunkt des Abschlusses der Verpflichtung entspricht. Die Berechnung wird intern
anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von
IAS 39
laufzeitadäquaten Marktzinsen erstellt. Konkret wird von der strategischen
Unternehmensplanung der zu zahlende Betrag abgeleitet und auf den Bilanzstichtag
abgezinst.
Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
Soweit die Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss gegenwärtig wirtschaftliche
Eigentümer der Anteile sind, werden die Ergebnisse und die Ausschüttungen weiterhin den
Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugerechnet und die Erfassung erfolgt gemäß IFRS
10. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es die Absicht von PALFINGER und dem
Minderheitsaktionär ist, langfristig als Minderheitsaktionär zu verbleiben und an den
Wertsteigerungen der Einheit zu profitieren. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umgliederung
zu den Verbindlichkeiten, etwaige Differenzen zwischen den Anteilen ohne beherrschenden
Einfluss und der Verpflichtung werden in den kumulierten Ergebnissen dargestellt.
Sind die Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss hingegen nicht die wirtschaftlichen
Eigentümer, erfolgt eine Darstellung als vorgezogener Erwerb und eine Erfassung gemäß
IAS 39/IAS 32. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es die Intention des Minderheits
gesellschafters und/oder von PALFINGER ist, das Andienungsrecht auszuüben. Die
Folgebewertung wird ergebniswirksam durchgeführt.
Per 31. Dezember 2015 und 2014 enthalten diese Verbindlichkeiten nur kündbare Anteile,
bei denen die Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss die wirtschaftlichen
Eigentümer der Anteile sind.
(7) Finanzinstrumente Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet erfasst werden, werden darüber hinaus
Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte
zuzurechnen sind.
IAS 32
IAS 39
IFRS 7
IFRS 13
Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden
Marktinformationen ermittelt. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier
aufgeführten Werte von den später realisierten Werten abweichen.
Der beizulegende Zeitwert finanzieller Vermögenswerte und Schulden spiegelt die
Auswirkung des Risikos der Nichterfüllung von Seiten der Gegenpartei wider. Bei der
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines finanziellen Vermögenswerts wird das
Kreditrisiko der Banken anhand deren Ratings berücksichtigt. Bei der Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts einer finanziellen Schuld wird das eigene Kreditrisiko anhand des
Ratings durch Banken berücksichtigt.
Für alle derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere liegen Marktwerte vor, für die
sonstigen Finanzinstrumente erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand
der diskontierten erwarteten Cashflows.
Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden am Handelstag erfasst.
Wertminderungen werden für alle Finanzinstrumente erfolgswirksam erfasst. Bei Entfall des
Wertminderungsgrunds wird eine Wertaufholung erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme von
Eigenkapitalinstrumenten "Available-for-Sale", die erfolgsneutral zugeschrieben werden.
Wertpapiere und sonstige "Available-for-Sale": Folgebewertung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zum
Beteiligungen beizulegenden Zeitwert
Bei Veräußerung wird der bisher erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust
ergebniswirksam im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Ausleihungen "Loans and Receivables": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter
Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderung
Forderungen "Loans and Receivables": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich
etwaiger Wertminderung auf Wertberichtigungskonten
Kassabestand und kurzfristige
Finanzmittel
Tageswerte ("Mark-to-Market")
Verbindlichkeiten Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode
Langfristige
Kaufpreisverbindlichkeiten aus
Unternehmenserwerben
Die langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben werden zum
beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Berechnung wird intern anhand von anerkannten
Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von laufzeitadäquaten Marktzinsen erstellt.
Konkret wird von der strategischen Unternehmensplanung der zu zahlende Betrag
abgeleitet und auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Kriterien des IAS 39 für "Hedge
Accounting" nicht erfüllt werden, werden gemäß IAS 39 als "Held-for-Trading" klassifiziert
und erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst.
Cashflow Hedge Zur Minimierung des Risikos künftiger Einzahlungsschwankungen werden erwartete
Fremdwährungserlöse und Zinsrisiken bei PALFINGER durch den Abschluss von
Devisenterminkontrakten und Zinsswaps abgesichert. Zur Herstellung der
periodengerechten Kompensation der Auswirkungen der abgesicherten Transaktion und
des Sicherungsinstruments in der Erfolgsrechnung werden die besonderen Bestimmungen
des IAS 39 über "Hedge Accounting" angewendet. Die sich zum Bilanzstichtag
ergebenden Marktwerte werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und unter den Rücklagen gemäß IAS 39
ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt nach Maßgabe der künftigen
Realisation im entsprechenden Geschäftsjahr.
Note Bilanzposten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Standard
(8) Langfristige IAS 19
Personalverpflichtungen
Leistungsorientierte Pläne Leistungsorientierte Pläne betreffen Pensionszusagen in Österreich, Frankreich und
Deutschland sowie Abfertigungsverpflichtungen in Österreich, Slowenien, Bulgarien,
Südkorea, Katar sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) durch einen Aktuar zum
jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Der
laufzeitadäquate Abzinsungssatz wird auf Basis der Rendite erstrangiger, festverzinslicher
Industrieanleihen, d. h. ein Rating von AA oder besser, bestimmt.
Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Pensionen und
pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungsverpflichtungen erfolgsneutral im
sonstigen Ergebnis erfasst.
Beitragsorientierte Pläne Beitragsorientierte Pläne bestehen bei verschiedenen Konzerngesellschaften aufgrund
gesetzlicher Verpflichtungen, darüber hinaus wurden einzelvertragliche
Pensionsvereinbarungen abgeschlossen. Die Beiträge werden in der Periode als
Aufwendungen erfasst, für die sie entrichtet werden.
Sonstige langfristige
Personalrückstellungen
Die sonstigen langfristigen Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen
kollektivvertragliche Zusagen für Zahlungen von dienstzeitabhängigen Jubiläumsgeldern für
Dienstnehmer der österreichischen und slowenischen Gesellschaften sowie
Prämienvereinbarungen mit Vorstand und weiteren Führungskräften.
Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für
Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst.
(9) Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden zum erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt; bei langfristigen
Rückstellungen wird der Barwert angesetzt.
IAS 37
(10) Ertragsteuern Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie
gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und ein Aufrechnungsanspruch
vorhanden ist.
IAS 12
Latente Steuern werden nach der Liability-Methode angesetzt. Für die Berechnung der
latenten Steuern wird der jeweils gültige Landessteuersatz angewendet. Aktive latente
Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die
entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden.
Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze, die bei der Umkehr der
temporären Differenzen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwarten sind,
herangezogen. Veränderungen der Steuern führen grundsätzlich zu Steueraufwendungen
bzw. -erträgen. Steuern auf im sonstigen Ergebnis erfasste Sachverhalte werden im
sonstigen Ergebnis erfasst. Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Sachverhalte werden
erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt.

(11) Stock-Option-Programm

In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurde die Einrichtung eines Stock-Option-Programms in Form eines "equity settled" Plans für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beschlossen. Das Stock-Option-Programm 2009 wurde im Jahr 2014 entsprechend der Vereinbarung beendet. Im Rahmen des Stock-Option-Programms 2009 wurden im Jahr 2014 36.122 Optionen ausgeübt, der Rest der Optionen aus diesem Programm ist verfallen. Für das Stock-Option-Programm 2009 galten für den Ausübungszeitpunkt 2 (2014) dieselben Modalitäten wie für das Stock-Option-Programm 2010 zum Ausübungszeitpunkt 2 (siehe unten).

In der Hauptversammlung am 31. März 2010 wurde die Einräumung von 50.000 Aktienoptionen an das Vorstandsmitglied Mag. Christoph Kaml beschlossen. Dieses Stock-Option-Programm 2010 wurde im Jahr 2015 entsprechend der Vereinbarung beendet. Im Rahmen des Stock-Option-Programms 2010 wurden im Jahr 2015 8.406 Optionen ausgeübt, der Rest der Optionen aus diesem Programm ist verfallen.

Für das Stock-Option-Programm 2010 galt: Um eine Aktienoption ausüben zu können, musste die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei dem Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2015 betragen. Es konnten insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 5 Prozent konnte das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es bestand kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 5 Prozent hatte der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; betrug die EBT-Ratio mehr als 5 Prozent, so stieg die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen konnte, linear bis zu einer EBT-Ratio von 11 Prozent.

Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wurde über den Erdienungszeitraum als Personalaufwendung erfasst, wobei die Gegenbuchung im Eigenkapital in die Kapitalrücklagen erfolgte. Der beizulegende Zeitwert wurde am Tag der Gewährung bestimmt und über einen Zeitraum verteilt, über den die Mitarbeiter den bedingungslosen Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben (Erdienungszeitraum). Der aufwandswirksam zu erfassende Betrag wurde um den Effekt der erwarteten Fluktuation korrigiert, damit die erwartete Anzahl an Optionen, die später tatsächlich ausgeübt werden können, reflektiert wurde. Die Rücklage gemäß IFRS 2 reflektierte die kumulierten Personalaufwendungen. Bei Verfall der Aktienoptionen erfolgte eine Verrechnung mit den kumulierten Ergebnissen.

Die Aktienoptionen haben sich daher wie folgt entwickelt:

Herbert Ortner Christoph Kaml Wolfgang Pilz Martin Zehnder Gesamt
Entwicklung
Aktienoptionen
2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015
Stand 1.1. 40.000 0 25.000 25.000 25.000 0 25.000 0 115.000 25.000
Ausgeübte
Optionen
–16.054 0 0 –8.406 –10.034 0 –10.034 0 –36.122 –8.406
Verfallene Optionen –23.946 0 0 –16.594 –14.966 0 –14.966 0 –53.878 –16.594
Stand 31.12. 0 0 25.000 0 0 0 0 0 25.000 0
Ausübungspreis der
ausgeübten
Optionen
10,12 16,57 10,12 10,12
Aktienkurs am Tag
der Ausübung
28,20 24,00 28,20 28,20

(12) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen betreffen kurzfristige Serviceleistungen, die mit der Erbringung der Leistung erfasst werden.

Operative Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst. Zu Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften siehe Erläuterung (5).

(13) Konzern-Cashflow-Statement

Für die Darstellung des Konzern-Cashflow-Statements wurde bei dem Cashflow aus dem operativen Bereich die indirekte Methode gewählt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln.

Der Cashflow aus dem operativen Bereich stieg vor allem aufgrund des Anstieg des Ergebnisses vor Steuern sowie des Anstiegs von Verbindlichkeiten gegenüber dem Faktor aus Zahlungseingängen für verkaufte Forderungen.

Die übrigen zahlungsunwirksamen Erträge /Aufwendungen enthalten Währungsdifferenzen, Bewertungseffekte und im Vorjahr den Ertrag aus der Entkonsolidierung.

Der Cashflow aus dem Investitionsbereich verbessert sich im Wesentlichen aufgrund des geringeren Akquisitionsvolumens.

Die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen enthalten nicht zahlungswirksame Investitionen in Höhe von 3.317 TEUR.

(14) Rückwirkende Anpassungen

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 und der Konzernhalbjahresabschluss zum 30. Juni 2014 der PALFINGER AG wurden im Zeitraum von 27. Februar 2014 bis 2. Dezember 2014 von der Österreichischen Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) geprüft. Die Österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) zog das Verfahren an sich und prüfte selbige Abschlüsse im Zeitraum von 18. März 2015 bis 16. Dezember 2015. Gemäß Feststellungsbescheid vom 16. Dezember 2015 kam die FMA zu folgenden Fehlerfeststellungen, welche im Konzernabschluss 2015 zu rückwirkenden Anpassungen geführt haben:

Aufwertung des bereits vor der Beherrschung gehaltenen Anteils an Nimet Srl

Im Juni 2013 erwarb PALFINGER weitere 20 Prozent an der Nimet Srl, womit PALFINGER mit einem Anteil von insgesamt 60 Prozent den beherrschenden Einfluss auf Nimet Srl erlangte. Für die Bewertung des bereits vor dem Erwerbszeitpunkt gehaltenen Equity-Anteils an Nimet in Höhe von 40 Prozent im Rahmen der Bilanzierung einer Step-Acquisition gemäß IFRS 3.41 f. wurde der Transaktionspreis aus dem Erwerb weiterer 20 Prozent der Anteile, der auch den beizulegenden Zeitwert darstellte, als Schätzung des beizulegenden Zeitwerts gemäß IFRS 13 des bisher gehaltenen 40-Prozent-Anteils unverändert herangezogen. Eine Berücksichtigung von Anpassungen bzw. Abschlägen auf den Transaktionspreis wurde als nicht erforderlich angesehen. Diese Bewertung wurde von PALFINGER im Geschäftsbericht 2013 entsprechend offengelegt.

Die PALFINGER AG hat im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 den Transaktionspreis für die Anteile, mit dem die PALFINGER AG die Beherrschung über Nimet srl erlangte, unverändert als Basis für die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts des bereits vor dem Erwerbszeitpunkt gehaltenen Anteils herangezogen und somit keinen Abschlag für die Minderheitsstellung des zu bewertenden Anteils berücksichtigt. Die PALFINGER AG hat die Bewertung durch Auslassung der Anpassung erfolgswirksam überbewertet. Dadurch wurde in gleichem Maße der Geschäfts- oder Firmenwert zu hoch angesetzt. Die unangepasste Bewertung des bereits vor Erlangung der Beherrschung gehaltenen Anteils an Nimet srl anhand des Preises für einen Anteil, mit dem die Beherrschung erlangt wurde, verstößt gegen IFRS 3.32 und IFRS 3.42 i. V. m. IFRS 13.69.

Annahmen über die Nutzungsdauer des Händlernetzwerks

Mit der Akquisition des Unternehmens Omaha Standard im Jahr 2008 erwarb PALFINGER auch dessen bestehendes Händlernetzwerk. Dieses Händler- und Servicenetzwerk stellte für PALFINGER im Zusammenhang mit der Akquisition einen wesentlichen Wert dar, wurde als immaterieller Vermögenswert identifiziert und getrennt vom Firmenwert erfasst. PALFINGER betrachtete das Händlernetzwerk nicht als eine Liste von einzelnen Händlern (im Sinne von Kunden), sondern als ein sich selbst erneuerndes Gebilde, wodurch die Nutzungsdauer als unbestimmt angenommen wurde, solange genügend zu servicierende Produkte am Markt sind.

Die PALFINGER AG hat beim Unternehmenszusammenschluss mit Omaha Standard, lnc. im Jahr 2008 den immateriellen Vermögenswert "Händlernetzwerk" angesetzt und in den Folgeperioden unter Berufung auf eine unbestimmbare Nutzungsdauer des Händlernetzwerks als sich selbst erneuerndes Gebilde nicht abgeschrieben. Die Annahme einer unbestimmten Nutzungsdauer berücksichtigte nicht, dass sich der erworbene Bestand an Händlerbeziehungen im Zeitablauf verringert. Aufgrund der begrenzten Nutzungsdauer war dieser Vermögenswert abzuschreiben. Die Annahme einer unbestimmten Nutzungsdauer für das Händlernetzwerk verstößt gegen IAS 38.88 und .90.

Erstmalige Anwendung des IFRS 11

Im Konzernabschluss zum 31.Dezember 2013 wurden die drei Joint Ventures mit SANY entsprechend dem zu diesem Zeitpunkt anzuwendenden IAS 31 mittels Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Im Zuge der Erstanwendung von IFRS 11 zum 1. Jänner 2014 und der damit erforderlichen Einbeziehung der Joint Ventures in den Konzernabschluss mittels der Equity-Methode wurde keine retrospektive Anpassung der Vorjahreszahlen vorgenommen, da die Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 11 für den Konzernabschluss als nicht wesentlich erachtet wurden, und dies im Geschäftsbericht und im Halbjahresbericht 2014 offengelegt.

Die PALFINGER AG hat bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 11 im Halbjahreskonzernabschluss zum 30. Juni 2014 die Anpassung der Vergleichsperiode unter Berufung auf die Wesentlichkeit unterlassen. Dadurch wurden die mittels Equity-Methode einzubeziehenden Gemeinschaftsunternehmen in der Vergleichsperiode mittels quotaler Konsolidierung einbezogen. Ohne Anpassung der Vorperiode wurde insbesondere die Entwicklung des Fonds der liquiden Mittel zwischen dem 31. Dezember 2013 und dem 30. Juni 2014 verzerrt dargestellt. Die Form der Darstellung der Vorperioden verstößt gegen IFRS 11 .C2.

Der vollständige Spruch der Fehlerveröffentlichung inklusive der Feststellungen, die keine Auswirkung auf den Konzernabschluss 2015 hatten, ist auf der Homepage der PALFINGER AG abrufbar.

Die Auswirkungen auf die Konzernbilanz zum 1. Jänner 2014 sowie zum 31. Dezember 2014 stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 1.1.2014 Anpassung
Akquisition
Nimet
Anpassung
Händlernetzwerk
Anpassung
IFRS 11
1.1.2014
angepasst
Immaterielle Vermögenswerte 173.707 –4.946 –2.031 166.730
Sachanlagen 218.371 –344 218.027
Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen 12.955 7.097 20.052
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.746 –1 1.745
Aktive latente Steuern 20.206 –502 19.704
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.871 250 2.121
Langfristige Vermögenswerte 429.225 –4.946 –2.031 6.500 428.748
Vorräte 215.445 –4.411 211.034
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163.792 –4.150 159.642
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 21.557 –631 20.926
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 433 35 468
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 15.965 –2.589 13.376
Kurzfristige Vermögenswerte 420.285 –11.746 408.539
Summe Vermögenswerte 849.510 –4.946 –2.031 –5.246 837.287
Kumulierte Ergebnisse 331.013 –5.044 –1.292 2 324.679
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung –20.929 59 16 1 –20.853
Summe Eigenkapital der Aktionäre der PALFINGER AG 374.751 –4.985 –1.276 3 368.493
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 11.163 39 11.202
Summe Eigenkapital 385.914 –4.946 –1.276 3 379.695
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 184.681 –250 184.431
Langfristige Rückstellungen 38.592 –30 38.562
Passive latente Steuern 7.652 –755 –9 6.888
Langfristige Schulden 252.856 –755 –289 251.812
Ertragsteuerverbindlichkeiten 5.172 –12 5.160
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
141.998 –4.948 137.050
Kurzfristige Schulden 210.740 –4.960 205.780
Summe Eigenkapital und Schulden 849.510 –4.946 –2.031 –5.246 837.287
in TEUR 31.12.2014 Anpassung
Akquisition
Nimet
Anpassung
Händlernetzwerk
31.12.2014
angepasst
Immaterielle Vermögenswerte 209.070 –4.933 –2.753 201.384
Langfristige Vermögenswerte 676.356 –4.933 –2.753 668.670
Summe Vermögenswerte 1.130.111 –4.933 –2.753 1.122.425
Kumulierte Ergebnisse 338.966 –5.043 –1.551 332.372
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung –12.519 66 –178 –12.631
Summe Eigenkapital der Aktionäre der PALFINGER AG 444.503 –4.977 –1.729 437.797
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 16.809 44 16.853
Summe Eigenkapital 461.312 –4.933 –1.729 454.650
Passive latente Steuern 6.639 –1.024 5.615
Langfristige Schulden 409.750 –1.024 408.726
Summe Eigenkapital und Schulden 1.130.111 –4.933 –2.753 1.122.425

Die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung sowie Gesamtergebnisrechnung 2014 stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 1–12 2014 Anpassung
Händlernetzwerk
1–12 2014
angepasst
Umsatzerlöse 1.063.421 1.063.421
Umsatzkosten –816.974 –816.974
Bruttoergebnis vom Umsatz 246.447 246.447
Sonstige operative Erträge 23.511 23.511
Forschungs- und Entwicklungskosten –25.250 –25.250
Vertriebskosten –75.874 –413 –76.287
Verwaltungskosten –90.634 –90.634
Sonstige operative Aufwendungen –15.848 –15.848
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 4.140 4.140
Operatives Ergebnis – EBIT 66.492 –413 66.079
Finanzergebnis –11.914 –11.914
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.578 –413 54.165
Ertragsteuern –10.481 154 –10.327
Ergebnis nach Ertragsteuern 44.097 –259 43.838
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG (Konzernergebnis) 38.421 –259 38.162
in EUR
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 1,05 –0,01 1,04
in TEUR 1–12 2014 Anpassung 1–12 2014
angepasst
Ergebnis nach Ertragsteuern 44.097 –259 43.838
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung
ausländischer Tochterunternehmen
–9.798 –182 –9.980
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern –8.148 –182 –8.330
Gesamtergebnis 35.949 –441 35.508
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG 30.531 –446 30.085
Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 5.418 5 5.423

Die Auswirkungen auf das Konzern-Cashflow-Statement 2014 stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 1–12 2014 Anpassung
Händlernetzwerk
Anpassung
IFRS 11
1–12 2014
angepasst
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.578 –413 54.165
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (–) auf langfristige Vermögenswerte 37.841 413 38.254
Übrige zahlungsunwirksame Erträge (–)/Aufwendungen (+) –9.896 10 –9.886
Zunahme (+)/Abnahme (–) von Verbindlichkeiten 14.623 3 14.626
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 63.147 13 63.160
Gezahlte Ertragsteuern –6.508 –13 –6.521
Cashflow aus dem operativen Bereich 47.208 47.208
Einzahlungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen abzüglich
abgehender Zahlungsmittel
–2.655 2.589 –66
Cashflow aus dem Investitionsbereich –220.034 2.589 –217.445
Cashflow gesamt 5.557 2.589 8.146
in TEUR 2014 2014 angepasst
Finanzmittel Stand 1.1. 15.965 –2.589 13.376

(15) Erstmalig bzw. zukünftig anzuwendende Standards und Interpretationen

Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB sowie Interpretationen des IFRS IC, die erstmalig im Geschäftsjahr 2015 verpflichtend anzuwenden sind, haben für den Konzernabschluss der PALFINGER AG keine Relevanz:

Standards/Interpretationen Verpflichtende
Anwendung in der EU
Endorsement Status
Improvements to IFRS (2011–2013) (Veröffentlichung: Dezember 2013) 1. Jänner 2015 endorsed Dezember 2014

Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB und Interpretationen des IFRS IC mit möglicher Relevanz für PALFINGER sind bereits veröffentlicht, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. nicht von der Europäischen Kommission übernommen worden. Diese sind somit für diesen Konzernabschluss nicht relevant:

Standards/Interpretationen Verpflichtende
Anwendung
IAS 1 Disclosure Initiative (Amendments to IAS 1) 1. Jänner 2016
IAS 12 Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses (Veröffentlichung: Jänner 2016) 1. Jänner 2017
IAS 16 und IAS 41 Bearer Plants (Veröffentlichung: Juni 2014) 1. Jänner 2016
IAS 16 und IAS 38 Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation (Veröffentlichung: Mai 2014) 1. Jänner 2016
IAS 19 Defined Benefit Plans: Employee Contributions (Veröffentlichung: November 2013) 1. Februar 2015
IAS 27 Equity Method in Separate Financial Statements (Veröffentlichung: August 2014) 1. Jänner 2016
IFRS 9 Financial Instruments (Veröffentlichung: Juli 2014) 1. Jänner 2018
IFRS 10, 12 und 28 Investment Entities: Applying the Consolidation Exemption (Veröffentlichung: Dezember 2014) 1. Jänner 2016
IFRS 10/IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (Veröffentlichung: Sept. 2014) 1. Jänner 2016
IFRS 11 Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations (Veröffentlichung: Mai 2014) 1. Jänner 2016
IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts (Veröffentlichung: Jänner 2014) n/a
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (Veröffentlichung: Mai 2014) 1. Jänner 2018
IFRS 16 Leases (Veröffentlichung: Jänner 2016) 1. Jänner 2019
Improvements to IFRS (2010–2012) (Veröffentlichung: Dezember 2013) 1. Februar 2015
Improvements to IFRS (2012–2014) (Veröffentlichung: September 2013) 1. Jänner 2016

Eine vorzeitige Anwendung der oben angeführten Standards ist derzeit nicht geplant.

Der IFRS 9 Financial Instruments sieht Änderungen hinsichtlich der Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Impairment von finanziellen Vermögenswerten und Regelungen zum Hedge Accounting vor. PALFINGER erwartet daraus geringfügige Änderungen in der Buchungslogik.

IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers regelt die Erlösrealisierung und ersetzt somit IAS 11 und IAS 18. Die erstmalige Anwendung wird bei PALFINGER zu einer Anpassung interner Prozesse führen. Die potenziellen Auswirkungen auf die Umsatzrealisierung, vor allem im Hinblick auf die Erfassung der Erlöse über einen Zeitraum hinweg, werden vom Unternehmen geprüft.

Nach dem im Jänner 2016 verabschiedeten IFRS 16, der IAS 17 ersetzt, wird die Bilanzierung von Leasingverhältnissen neu geregelt. Zukünftig werden Leasingnehmer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für die meisten Leasingverhältnisse, unabhängig ob es sich dabei nach den Kriterien des bisherigen IAS 17 um Operating- oder Finanzierungsleasingverhältnisse handelt, ausweisen müssen. Für Leasinggeber werden sich nur geringfügige Änderungen im Vergleich zur Bilanzierung nach IAS 17 ergeben. PALFINGER wird in naher Zukunft beginnen, die Auswirkungen des IFRS 16 genauer zu analysieren.

VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSSPIELRÄUMEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

(16) Kaufpreisallokationen

Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (vor allem immateriellen Vermögenswerten), Schulden und Eventualschulden getroffen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Zuge der Kaufpreisallokation werden Annahmen, vor allem über die Cashflows und den Diskontierungssatz, getroffen. Weitere Details zu den Akquisitionen im Jahr 2015 finden sich auf Seite 131 bis 136.

(17) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeitstests von PALFINGER in Bezug auf den Firmenwert, die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie nicht abgeschlossene aktivierte Entwicklungsprojekte basieren auf Berechnungen des Nutzungswerts, im Rahmen derer eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet wird. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten werden im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen. Weitere Details zu den Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten sind in den Erläuterungen (43) Immaterielle Vermögenswerte und (44) Sachanlagen ersichtlich.

(18) Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen Entwicklungsleistungen in den Bereichen Krane, Hubarbeitsbühnen, Ladebordwände, Services und Eisenbahnsysteme. Der Werthaltigkeitstest stellt dabei auf den Nutzen des einzelnen Vermögenswerts ab, unabhängig von den Ertragserwartungen des Gesamtbereichs. Weitere Details zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in der Erläuterung (43) Immaterielle Vermögenswerte ersichtlich.

(19) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen

Bei Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen werden Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Beurteilung der Werthaltigkeit getroffen. Die Werthaltigkeit des Anteils an der SANY Automobile Hoisting Machinery ist von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und dem Erfolg der Internationalisierungsstrategie abhängig. In China ist insbesondere die Entwicklung der Bauwirtschaft wesentlich für die Werthaltigkeit dieses Anteils verantwortlich. Dabei spielen die voranschreitende Urbanisierung der chinesischen Bevölkerung und die dadurch notwendigen Infrastrukturprojekte eine maßgebliche Rolle. In den internationalen Märkten bestehen unterschiedliche politische und makroökonomische Risiken, die die Werthaltigkeit des Anteils an dem SANY-Lifting-Business beeinflussen können.

Das wirtschaftliche und marktbezogene Umfeld von SANY Automobile Hoisting Machinery ist gekennzeichnet durch den Wandel der chinesischen Wirtschaft, die sich in den vergangenen Jahren von einer zweistelligen Wachstumsraten wegbewegte. Die der Beurteilung der Werthaltigkeit des Anteils zugrunde gelegten Annahmen beruhen auf der Grundannahme, dass sich insbesondere der chinesische Baumaschinenmarkt in den nächsten Jahren wieder stabilisiert und ein erneutes Wachstum möglich ist. Trotz des Rückgangs der Nachfrage in den Jahren 2014 und 2015 werden für SANY Automobile Hoisting Machinery aus der Vielzahl an geplanten Infrastrukturprojekten und dem kommenden neuen Fünf-Jahres-Plan für 2016– 2020 weitere Wachstumspotenziale für den Mobil- und Crawler-Kran-Markt gesehen. Zudem wird mit einem Anstieg des Marktanteils beim Truck- und Crawler-Kran durch das Ausscheiden von Konkurrenten und durch die Internationalisierungssowie Diversifikationsstrategie gerechnet. Aus den oben genannten Gründen wird das vorübergehende Absinken der Nachfrage und des Marktes nicht als Anzeichen für eine Wertminderung der Anteile betrachtet.

Die Buchwerte sowie weitere Details zu Anteilen an equity-bilanzierten Unternehmen sind in den Erläuterungen (46) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen ersichtlich.

(20) Forderungsbewertungen

Neben einer standardisierten Forderungsbewertung auf Grundlage von Erfahrungswerten hinsichtlich Überfälligkeit und Länderrisiko wird bei einer Einzelwertberichtigung die Wahrscheinlichkeit des Zahlungseingangs bewertet. Dabei wird insbesondere auf die Erfahrung mit den Kunden, deren Bonität sowie etwaige Sicherheiten Rücksicht genommen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen sind in der Erläuterung (51) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

(21) Umsatzrealisierung aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften

Umsätze aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften werden unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Hierbei schätzt PALFINGER den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Leistung am Gesamtumfang der Aufträge sowie die noch anfallenden Kosten der Aufträge. Drohende Verluste werden sofort als Aufwand realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. Vor allem bei technisch komplexen und anspruchsvollen Projekten besteht das Risiko, dass diese Einschätzung der Gesamtkosten von den tatsächlichen angefallenen Kosten abweicht. Weitere Details zur Umsatzrealisierung aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften sind in den Erläuterungen (30) Umsatzerlöse und (51) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich.

(22) Vorratsbewertung

Zur Berücksichtigung des Obsoletrisikos wurde eine standardisierte Obsoletbewertung implementiert. Diese berücksichtigt neben Ist- und Planverbräuchen, Mindestbeständen und Reichweitenfestlegungen auch Alternativmaterialverwendungen. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft, und es werden etwaige zusätzliche Wertberichtigungen aufgrund langer Lagerdauer, eingeschränkter Absatzkanäle oder Qualitätsmängel vorgenommen. Bei Fertigprodukten erfolgt zudem eine systematische Überprüfung in Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung, die im Wesentlichen von den Absatzpreiserwartungen, Währungsentwicklungen, dem Verkaufszeitpunkt und den noch zu erwartenden Kosten geprägt ist. Weitere Details zu den Wertberichtigungen auf Vorräte sind in der Erläuterung (50) Vorräte ersichtlich.

(23) Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird auf Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Details zu latenten Steuern sind in der Erläuterung (47) Aktive und passive latente Steuern ersichtlich.

(24) Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen sowie gesetzlichen Verpflichtungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und von Jubiläumsgeldansprüchen werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohnund Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das entsprechende Land. Künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land. Weitere Details zu den verwendeten Annahmen sind in der Erläuterung (66) Langfristige Rückstellungen ersichtlich.

(25) Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen

Bei der Bildung der Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen werden anhand einer standardisierten Methode Garantieund Gewährleistungsverpflichtungen berücksichtigt. Diese Methode wird durch den zeitlichen Anfall der Gewährleistung, gezielte Austauschaktionen, Rückerstattungsquoten von Lieferanten, Entwicklung des sich in Gewährleistung befindlichen Umsatzes sowie Annahmen zu Bruttogewinnmargen aufgrund des implementierten Gewährleistungsprozesses wesentlich beeinflusst. Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen sind in der Erläuterung (68) Kurzfristige Rückstellungen ersichtlich.

(26) Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Diese Position enthält kündbare und befristete Eigenkapitalanteile mit Andienungsrechten, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Dieser Zeitwert ist abhängig von den Ergebnisentwicklungen der betroffenen Einheiten, und daher kann eine von den Erwartungen abweichende Ergebnisentwicklung zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwerts führen. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe. Details sind in der Erläuterung (63) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (70) ersichtlich.

(27) Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben

Die langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben beinhalten noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile, die von den zukünftigen Ergebnisentwicklungen der erworbenen Einheiten abhängig sind. Daher kann eine Veränderung der erwarteten Basiswerte eine ergebniswirksame Anpassung der angesetzten Werte zur Folge haben. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe. Details sind in der Erläuterung (65) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten ersichtlich.

(28) Cashflow Hedge

Bei der Bilanzierung von Cashflow Hedges für zukünftige Zahlungsströme wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Details sind in der Erläuterung (70) Finanzinstrumente ersichtlich.

(29) Änderungen von Schätzungen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine wesentlichen Änderungen von Schätzungen vorgenommen. Es wird jedoch auf die Erläuterung (14) zu den rückwirkenden Anpassungen verwiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

(30) Umsatzerlöse

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Europäische Union 522.418 585.505
Übriges Europa 50.437 63.890
Nordamerika 219.047 286.582
Mittel- und Südamerika 62.151 43.477
GUS 60.056 67.773
Mittlerer Osten und Afrika 49.409 55.836
Ferner Osten 99.903 126.829
Summe 1.063.421 1.229.892

Die Aufteilung nach geografischen Gebieten erfolgt entsprechend dem Sitz des Kunden. Im Herkunftsland Österreich wurden Umsätze von 58.010 TEUR (Vorjahr: 44.792 TEUR) erzielt.

Die Umsätze in der Europäischen Union stiegen vor allem in den Business Units Ladekran, Hubarbeitsbühne und Forst- und Recyclingkrane sowie in der Buiness Area Marine. Die Steigerung im übrigen Europa betrifft vor allem Norwegen in der Business Area Marine, unter anderem bedingt durch die Akquisition der NDM-Gruppe. Durch die konsequente Umsetzung der Internationalisierungsstrategie von PALFINGER nehmen die Umsätze außerhalb Europas kontinuierlich zu. In Nordamerika konnte PALFINGER den Umsatz um rund 30 Prozent erhöhen. Rund ein Drittel des Zuwachses ist organisches Umsatzwachstum, rund zwei Drittel sind durch Kurssteigerungen des US-Dollar verursacht. Der Rückgang in Mittel- und Südamerika ist vor allem bedingt durch die Konjunkturschwäche. Die Umsätze im Fernen Osten stiegen durch erhöhte Verkäufe der Business Unit Ladekran und Eisenbahnsysteme aus Europa nach China und Hongkong sowie durch Verkäufe an das chinesische Joint Venture mit Sany.

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Umsatzerlöse verrechnet 999.630 1.106.553
Umsatzerlöse Fertigungsaufträge und Dienstleistungsgeschäfte 63.791 123.339
Summe 1.063.421 1.229.892

Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen stiegen vor allem in der Business Unit Eisenbahnsysteme und der Business Area Marine, unter anderem durch die Akquisition der NDM-Gruppe. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungsgeschäften stammen aus der Megarme und betreffen Dienstleistungsgeschäfte, die anhand des Auftragsfortschritts realisiert wurden.

(31) Sonstige operative Erträge

in TEUR
1–12 2014
1–12 2015
Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
1.030
948
Erträge aus der Wertaufholung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
273
0
Erträge aus der Auflösung von bedingten Kaufpreisverpflichtungen
2.709
0
Erträge aus Leistungsverrechnungen
2.183
2.321
Währungsdifferenzen
4.968
9.023
Versicherungsentschädigungen
530
354
Mieterträge
356
376
Ertrag aus der Entkonsolidierung
7.725
0
Übrige sonstige operative Erträge
3.737
3.898
Summe
23.511
16.920

In den sonstigen operativen Erträgen des Vorjahres sind 2.709 TEUR aus der Auflösung von Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben enthalten, da mit einer Beanspruchung aufgrund der lokalen Ergebnisse der Einheit nicht zu rechnen war.

Die Erlöse aus Leistungsverrechnungen resultieren vor allem aus Service- und Garantieleistungen.

Zu den Kursdifferenzen wird auf Erläuterung (70) Finanzinstrumente, Punkt 3 Fremdwährungsrisiko verwiesen.

(32) Umsatzkosten

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 9.518 11.327
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –547.125 –632.636
Personalaufwendungen –179.131 –199.385
Abschreibungen –26.181 –30.190
Ausgangsfrachten –17.798 –18.499
Garantien und Gewährleistungen –11.104 –10.855
Reparaturen und Instandhaltungen –7.898 –9.948
Mieten und Leasing –5.375 –6.947
Provisionen –4.712 –5.331
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –6.159 –7.191
Energieinfrastruktur –5.122 –5.728
Reisekosten –5.292 –4.676
Fuhrpark –2.608 –2.925
Beratungsleistungen –2.877 –1.751
Übrige sonstige Aufwendungen –5.110 –6.000
Summe –816.974 –930.735

Die Umsatzkosten stiegen relativ etwas weniger als die Umsatzerlöse. Die Bruttogewinnmarge erhöhte sich daher von 23,2 Prozent auf 24,3 Prozent.

(33) Forschungs- und Entwicklungskosten

in TEUR
1–12 2014
1–12 2015
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen
7.943
9.905
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen
–998
–761
Personalaufwendungen
–24.818
–26.850
Abschreibungen
–1.281
–1.416
Erträge aus Forschungszuschüssen
2.572
1.379
Beratungsleistungen
–3.838
–2.231
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen
–1.757
–1.486
Reisekosten
–1.180
–937
Übrige sonstige Aufwendungen
–1.893
–1.824
Summe
–25.250
–24.221

Diese Position beinhaltet Forschungskosten, nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten sowie das Produktmanagement.

Die Abschreibungen und Wertminderungen der Entwicklungskosten in Höhe von 4.243 TEUR (Vorjahr: 3.454 TEUR) werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betragen daher 28.464 TEUR (Vorjahr: 28.704 TEUR), demnach 2,3 Prozent (Vorjahr: 2,7 Prozent) vom Umsatz.

(34) Vertriebskosten

in TEUR 1–12 20141) 1–12 2015
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –90 –81
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –1.481 –1.792
Personalaufwendungen –44.630 –51.164
Abschreibungen –4.760 –4.823
Werbung, Repräsentation und Marktkosten –8.672 –8.535
Reisekosten –5.881 –6.627
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –1.664 –1.234
Fuhrpark –2.411 –2.536
Transportkosten –1.496 –1.657
Beratungsleistungen –1.410 –1.265
Büro- und EDV-Aufwand –1.269 –1.309
Übrige sonstige Aufwendungen –2.523 –2.866
Summe –76.287 –83.889

(35) Verwaltungskosten

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –21 618
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen 159 –38
Personalaufwendungen –50.339 –53.715
Abschreibungen –6.337 –4.527
Beratungsleistungen –6.638 –7.919
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –6.082 –5.803
Büro- und EDV-Aufwand –6.099 –5.831
Reisekosten –3.462 –3.817
Fuhrpark –2.895 –2.637
Werbung, Repräsentation und Marktkosten –1.288 –1.686
Mieten und Leasing –2.744 –3.475
Ertragsunabhängige Steuern und Abgaben –1.767 1.877
Versicherungen –1.432 –1.953
Reparatur und Instandhaltung –1.119 –1.159
Bankspesen –863 –963
Übrige sonstige Aufwendungen 293 –3.470
Summe –90.634 –94.498

HONORARE DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Für die im Geschäftsjahr 2015 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. sowie der Gesellschaften des weltweiten Ernst & Young-Netzwerkes sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Prüfung des Konzernabschlusses und damit zusammenhängende Bestätigungsleistungen (inklusive Reviews) –782 –709
davon Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. –400 –233
Steuerberatungsleistungen –165 –194
Sonstige Leistungen –26 –106
Summe –973 –1.009

(36) Sonstige operative Aufwendungen

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –471 –366
Forderungsverluste und Wertberichtigungen –2.251 –2.779
Währungsdifferenzen –5.781 –8.738
Schadensfälle –502 –325
Aufwendungen im Zusammenhang mit sonstigen Erträgen –1.269 –811
Dotierung Ausfallsreserve aus Factoring –272 0
Dotierung Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten –656 –94
Pönale –306 –386
Übrige sonstige operative Aufwendungen –4.340 –3.557
Summe –15.848 –17.056

(37) Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 1– 12 2014 1– 12 2015
Anteilige Periodenergebnisse 4.140 7.786
Negativer Unterschiedsbetrag aus Erstkonsolidierung 0 176
Summe 4.140 7.962

(38) Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Materialaufwendungen –510.774 –590.186
Aufwendungen für bezogene Leistungen –38.671 –45.041
Summe –549.445 –635.227

Hinsichtlich der in den Materialaufwendungen enthaltenen Wertminderungen auf Vorräte wird auf die Erläuterung (50) Vorräte verwiesen. Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen metallische Komponenten wie Bleche, Rohre und Profile sowie Einkaufsteile und Elektro- und Hydraulikkomponenten.

(39) Personalaufwendungen

in TEUR 1–12 2014 1–12 2015
Löhne und Gehälter –230.647 –255.648
Aufwendungen für Abfertigungen –2.391 –3.547
Aufwendungen für Altersversorgung –1.763 –2.335
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge
–49.024 –53.036
Sonstige Sozialaufwendungen –15.093 –16.548
Summe –298.918 –331.114

Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 964 TEUR (Vorjahr: 1.041 TEUR). Darin enthalten sind Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 732 TEUR (Vorjahr: 741 TEUR).

Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 2.145 TEUR (Vorjahr: 1.881 TEUR).

Aus der Gewährung von Aktienoptionen im Rahmen des Stock-Option-Programms wurden im Berichtsjahr 2015 gemäß IFRS 2 Personalaufwendungen in der Höhe von 2 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR) erfasst.

(40) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

in TEUR 1–12 20141) 1–12 2015
Planmäßige Abschreibungen –36.049 –40.955
Wertminderungen –2.509 0
Summe –38.558 –40.955

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

Hinsichtlich der Entwicklung der planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen wird auf die Erläuterungen (43) Immaterielle Vermögenswerte, (44) Sachanlagen und (45) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien verwiesen.

(41) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis

Das Zinsergebnis und das sonstige Finanzergebnis setzen sich wie folgt zusammen:

1–12 2014 Finanzinstrumente gem. IAS 39
in TEUR Gesamt Loans and
Receivables
Financial Liabilities at
Amortized Cost
Zinsertrag 763 763 0
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten –12.467 0 –12.217
Sonstiger Zinsaufwand –2.089 0 0
Zinsergebnis –13.793 763 –12.217
Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen 1.271 0 0
Zuschreibung zu Finanzvermögen 31 0 0
Währungsdifferenzen 577 991 0
Nettoergebnis 1.879 991 0
Finanzergebnis –11.914 1.754 –12.217

1–12 2015 Finanzinstrumente gem. IAS 39

in TEUR Gesamt Loans and
Receivables
Financial Liabilities at
Amortized Cost
Zinsertrag 1.730 1.730 0
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten –10.882 0 –10.648
Sonstiger Zinsaufwand –1.553 0 0
Zinsergebnis –10.705 1.730 –10.648
Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen 40 0 0
Zuschreibung zu Finanzvermögen 0 0 0
Wertminderung von Finanzvermögen –4 0 0
Währungsdifferenzen –732 –592 0
Nettoergebnis –696 –592 0
Finanzergebnis –11.401 1.138 –10.648
Available for Sale Held-for-Trading / Other Derivatives Sonstige langfristige
Rückstellungen
und Kaufpreis
verbindlichkeiten
Langfristige
Rückstellungen
gem. IAS 19
Finanzierungsleasing
0 0 0 0 0
0 0 0 0 –250
0 –225 –855 –1.009 0
0 –225 –855 –1.009 –250
41 1.230 0 0 0
31 0 0 0 0
0 –414 0 0 0
72 816 0 0 0
72 591 –855 –1.009 –250

Finanzinstrumente gem. IAS 39

Finanzinstrumente gem. IAS 39
Available for Sale Held-for-Trading / Other Derivatives Sonstige langfristige
Rückstellungen
und Kaufpreis
verbindlichkeiten
Langfristige
Rückstellungen
gem. IAS 19
Finanzierungsleasing
0 0 0 0 0
0 0 0 0 –234
0 0 –699 –854 0
0 0 –699 –854 –234
40 0 0 0 0
0 0 0 0 0
–4 0 0 0 0
0 118 –258 0 0
36 118 –258 0 0
36 118 –957 –854 –234

(42) Ertragsteuern

Der auf die Muttergesellschaft PALFINGER AG anwendbare Steuersatz beträgt unverändert zum Vorjahr 25 Prozent.

in TEUR 1–12 20141) 1–12 2015
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) –7.979 –12.942
davon aus Vorjahren 615 –440
davon aus der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge 0 388
Latenter Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) –2.348 –8.451
davon aus der Erfassung von steuerlichen Verlustvorträgen aus Vorjahren 20 201
davon aufgrund von Steuersatzänderungen –132 140
davon aus der Abwertung von steuerlichen Verlustvorträgen –21 0
Summe –10.327 –21.393

Die Differenz zwischen der rechnerischen Ertragsteuerbelastung und der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung errechnet sich wie folgt:

in TEUR 1–12 20141) 1–12 2015
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.165 92.974
Konzernsteuersatz 25,0% 25,0%
Rechnerische Ertragsteuern 13.541 23.243
Anpassung an ausländische Steuersätze –1.107 –831
Steuerminderungen aufgrund von
Forschungs- und Bildungsfreibeträgen –554 –586
Investitionsförderungen –530 –246
Steuersatzänderungen –140 –299
steuerfreien Erträgen aus der Equity-Bewertung –1.035 –1.991
Auflösung von nicht steuerbaren Rückstellungen –1.227 –64
übrigen steuermindernden Posten –206 –358
Erfassung und Verbrauch von Verlustvorträgen aus Vorjahren –20 –590
aperiodischen Steuern –1.187 –496
Anteilsbewertungen und gruppeninternen Beteiligungsübertragungen –625 0
–5.524 –4.629
Steuermehrungen aufgrund von
Steuersatzänderungen 8 15
nicht aktivierten Verlustvorträgen 1.175 509
Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 21 0
steuerlich nicht anerkannten Aufwendungen 1.064 1.455
Mindeststeuern 250 153
aperiodischen Steuern 573 678
nicht abzugsfähigen Quellensteuern 326 58
Konsolidierungseffekten 0 332
übrigen steuermehrenden Posten 0 410
3.417 3.610
Ertragsteuern 10.327 21.393

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(43) Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Firmenwerte1)
Anschaffungskosten
Stand 1.1.20141) 104.304
Unternehmenserwerbe und -abgänge 22.960
Zugänge 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung –6.427
Stand 31.12.20141) 120.837
Stand 1.1.2015 120.837
Unternehmenserwerbe 7.131
Zugänge 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung –638
Stand 31.12.2015 127.330
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.20141) 0
Unternehmenserwerbe und -abgänge 0
Abschreibungen1) 0
Wertminderungen 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung 0
Stand 31.12.20141) 0
Stand 1.1.20151) 0
Unternehmenserwerbe 0
Abschreibungen 0
Abgänge 0
Währungsumrechnung 0
Stand 31.12.2015 0
Buchwerte 31.12.2014 120.837
Buchwerte 31.12.2015 127.330

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2015 KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2015

Immaterielle Vermögenswerte
mit unbestimmter
Nutzungsdauer1)
Entwicklungs
kosten
Marken, Kundenstock
und Auftragsstand1)
Sonstige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen Summe
19.615 28.528 47.751 16.661 0 216.859
8.117 0 10.066 107 3 41.253
0 8.310 0 1.368 13 9.691
0 –115 0 –1.068 0 –1.183
–4 8 0 69 0 73
–512 268 613 238 –1 –5.821
27.216 36.999 58.430 17.375 15 260.872
27.216 36.999 58.430 17.375 15 260.872
0 1.645 267 18 0 9.061
0 10.063 0 2.816 37 12.916
0 –225 0 –485 –6 –716
0 0 0 101 –10 91
976 –4 1.378 –250 –2 1.460
28.192 48.478 60.075 19.575 34 283.684
0 7.222 30.003 12.903 0 50.128
0 0 0 –14 0 –14
0 3.444 4.031 1.488 0 8.963
0 11 0 0 0 11
0 –115 0 –1.044 0 –1.159
0 8 0 –8 0 0
0 123 1.193 243 0 1.559
0 10.693 35.227 13.568 0 59.489
0 10.693 35.227 13.568 0 59.489
0 0 0 2 0 2
0 4.243 4.045 1.633 0 9.921
0 –41 0 –377 0 –418
0 93 391 –211 0 273
0 14.988 39.663 14.615 0 69.269
27.216 26.306 23.203 3.807 15 201.383
28.192 33.490 20.412 4.960 34 214.415

FIRMENWERTE

Die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Firmenwerte betreffen folgende "Cash Generating Units":

in TEUR 31.12.20141) 31.12.2015
Cash Generating Unit Business Area EMEA 45.785 45.814
Cash Generating Unit Business Area Marine 53.280 60.256
Cash Generating Unit ETI 6.052 6.749
Cash Generating Unit Business Area GUS 14.463 13.572
Cash Generating Unit Business Area Südamerika 1.257 939
Summe 120.837 127.330

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer resultieren aus Unternehmenszusammenschlüssen und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.20141) 31.12.2015
Business Area EMEA
Marke MBB 5.840 5.840
Marke Nimet 5.012 4.966
Business Area Marine
Marke Megarme 5.395 6.002
Business Area Nordamerika (ohne ETI)
Marke OMAHA STANDARD 1.826 2.036
Marke American Roll-off 568 633
ETI
Marke ETI 4.690 5.231
Business Area GUS
Marke INMAN 1.573 1.410
Marke Velmash 2.312 2.074
Summe 27.216 28.192

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

Da die fortwährende Nutzung der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Marken vom Management auf unbestimmte Zeit beabsichtigt ist und eine Nutzungsdauer somit nicht bestimmt werden kann, wurde diesen immateriellen Vermögenswerten eine unbestimmte Nutzungsdauer zugewiesen.

Die Werthaltigkeit der angesetzten immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer hat sich bei der Durchführung von Werthaltigkeitstests bestätigt.

Der erzielbare Betrag der "Cash Generating Units" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von vier bzw. fünf Jahren erstellt. Danach werden die Cashflows gleichbleibend extrapoliert.

Da die strategische Unternehmensplanung nur jedes zweite Jahr erstellt wird, wurde im Jahr 2015 eine Abweichungsanalyse basierend auf Ist-Werten für 2015 und der rollierenden Planung für 2016 vorgenommen. Bei wesentlichen Planabweichungen wurde eine Neuplanung vorgenommen. Bei nicht wesentlichen Planabweichungen wurden die geplanten zukünftigen Ergebnisse entsprechend der Planabweichung adaptiert.

Die angewandten Abzinsungssätze entsprechen den marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkosten auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten und stellen sich im Vergleich zu den korrespondierenden Abzinsungssätzen im Vorjahr wie folgt dar:

Abzinsungssatz vor Steuern
in Prozent
2014
2015
Cash Generating Unit Business Area EMEA
8,3
8,9
Cash Generating Unit Business Area Marine
8,9
9,6
Cash Generating Unit Business Area Nordamerika (ohne ETI)
10,5
11,2
Cash Generating Unit ETI
12,7
12,1
Cash Generating Unit Business Area GUS
18,3
18,2
Cash Generating Unit Business Area Südamerika
22,5
17,41)

1) Herleitung des Abzinsungssatzes wurde angepasst.

Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1 Prozentpunkt die Buchwerte wie im Vorjahr noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.

Zudem ergab die Sensitivitätsanalyse, dass bei einer Senkung der EBITs für die Jahre 2016 bis 2019 bzw. 2020 um 10 Prozent, bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter, die Buchwerte noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.

Für "Cash Generating Units", die keine Firmenwerte oder immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer beinhalten, wurde kein Werthaltigkeitstest durchgeführt, da kein Indikator vorlag.

Bei den der Berechnung des Nutzungswerts der "Cash Generating Units" zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten. Die Bruttogewinnmargen werden anhand der Werte ermittelt, die basierend auf den Erfahrungen des laufenden Jahres in die rollierende Planung einfließen. Die Unternehmensplanung basiert somit auf vergangenen Ergebnissen sowie den aktuellen Einschätzungen über die zukünftige Marktentwicklung.

ENTWICKLUNGSKOSTEN

Als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden von PALFINGER im Geschäftsjahr 2015 Entwicklungskosten in Höhe von 10.063 TEUR (Vorjahr: 8.310 TEUR) aktiviert.

MARKEN, KUNDENSTOCK UND AUFTRAGSSTAND

Im Zuge der Kaufpreisaufteilung der Akquisition NDM-Gruppe wurde der Auftragsstand in Höhe von 267 TEUR aktiviert.

Im Geschäftsjahr wurden Kundenstöcke und Auftragsstände in Höhe von 2.918 TEUR (Vorjahr: 2.810 TEUR) verbraucht.

(44) Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:

Anschaffungskosten
Stand 1.1.20141)
159.736
Unternehmenserwerbe und -abgänge
15.961
Zugänge
7.458
Abgänge
–9.042
Umgliederungen
3.203
Währungsumrechnung
2.062
Stand 31.12.2014
179.378
Stand 1.1.2015
179.378
Unternehmenserwerbe und -abgänge
0
Zugänge
4.044
Abgänge
–1.411
Umgliederungen
8.538
Währungsumrechnung
1.979
Stand 31.12.2015
192.528
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.20141)
40.569
Unternehmenserwerbe und -abgänge
3.306
Abschreibungen
5.816
Wertminderungen
0
Wertaufholungen
–217
Nachträgliche Anschaffungskosten
0
Abgänge
–2.477
Umgliederungen
27
Währungsumrechnung
150
Stand 31.12.2014
47.174
Stand 1.1.2015
47.174
in TEUR Grundstücke und Bauten
Unternehmenserwerbe und -abgänge
0
Abschreibungen
6.069
Wertaufholungen
–339
Abgänge
–401
Umgliederungen
0
Währungsumrechnung
–22
Stand 31.12.2015
52.481
Buchwerte 31.12.2014
132.204
Buchwerte 31.12.2015
140.047
Unbebaute Grundstücke Technische Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäfts
ausstattung
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
1.866 149.260 65.993 9.905 386.760
233 9.556 3.767 373 29.890
71 9.865 13.038 20.740 51.172
–310 –1.817 –3.498 –4 –14.671
0 7.085 7 –10.368 –73
54 –1.301 1.982 –739 2.058
1.914 172.648 81.289 19.907 455.136
1.914 172.648 81.289 19.907 455.136
0 998 23 0 1.021
44 12.035 19.322 12.632 48.077
0 –3.208 –5.463 –99 –10.181
0 7.961 1.864 –18.454 –91
56 –404 2.732 –1.222 3.141
2.014 190.030 99.767 12.764 497.103
40 91.462 36.662 0 168.733
0 7.009 2.483 0 12.798
9 12.876 8.364 0 27.065
0 0 2.498 0 2.498
0 –55 0 0 –272
0 0 19 0 19
0 –1.550 –2.453 0 –6.480
0 552 –579 0 0
6 –1.000 609 0 –235
55 109.294 47.603 0 204.126
55 109.294 47.603 0 204.126
0 –14 –17 0 –31
21 14.944 9.980 0 31.014
–390 110 108 0 –511
0 –2.534 –3.959 0 –6.894
0 –52 52 0 0
12 –424 1.051 0 617
–302 121.324 54.818 0 228.321
1.859 63.354 33.686 19.907 251.010
2.316 68.706 44.949 12.764 268.782

Die Zugänge betreffen vor allem die Produktionserweiterung in Russland und die Erweiterung des Service- und Flottengeschäfts in Nordamerika sowie den Ausbau einer Produktions- und Servicestätte im Bereich Marine. Daneben wurden Modernisierungen an österreichischen Standorten durchgeführt.

In Grundstücke und Bauten sind Grundwerte bebauter Liegenschaften in der Höhe von 29.998 TEUR (Vorjahr: 27.320 TEUR) enthalten. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau enthalten zum Bilanzstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Höhe von 12.018 TEUR (Vorjahr: 19.396 TEUR).

Im Jahr 2012 wurde ein Optionsvertrag abgeschlossen, der PALFINGER verpflichtet bzw. berechtigt, weitere rund 19.000 m² neben dem Grundstück der neuen Konzernzentrale nach fünf bzw. zehn Jahren ab einer geplanten Umwidmung der Grundstücke zu erwerben. Der Ausübungspreis der Option zum Erwerb dieser zusätzlichen Grundstücke beträgt 4.353 TEUR zuzüglich einer Inflationsabgeltung bis zum Ausübungszeitpunkt.

In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR) auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Sofern keine spezifische Finanzierung besteht, wird der gewogene Fremdkapitalzinssatz der PALFINGER Gruppe in Höhe von 2,06 Prozent (Vorjahr: 2,28 Prozent) herangezogen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden, wie im Vorjahr, keine Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 als Kürzung der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten berücksichtigt.

Per 31. Dezember 2015 sind Sachanlagen mit einem Buchwert von 642 TEUR (Vorjahr: 4.875 TEUR) als Sicherheit für Schulden verpfändet.

(45) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie hat zum 31. Dezember 2015 Anschaffungskosten in Höhe von 832 TEUR (Vorjahr: 816 TEUR) und einen Buchwert von 348 TEUR (Vorjahr: 351 TEUR). Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 20 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR). Zum 31. Dezember 2015 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie 547 TEUR (Vorjahr: 567 TEUR). Der beizulegende Zeitwert wird anhand intern erstellter Berechnungen ermittelt. Die Bewertung erfolgt mittels Level 3 Fair Values anhand von anerkannten Berechnungsmodellen. Die Berechnung basiert auf einem im Jahr 2005 von einem unabhängigen Sachverständigen erstellten Gutachten auf Basis von am Markt beobachteten Verkaufspreisen für ähnliche Immobilien. Der Bodenrichtwert hat sich seither nicht verändert. Die Gebäudewerte wurden entsprechend der Abnutzung angepasst.

Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 61 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR) sowie direkt zurechenbare operative Aufwendungen von 20 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR).

(46) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen

Der Kreis der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in der Beteiligungsübersicht dargestellt.

20141)
in TEUR
2015
Stand 1.1.
20.052
160.514
Zugänge
113.523
1.317
Kapitalerhöhung
10.152
1.700
Anteilige Periodenergebnisse
4.140
7.962
Dividenden
–3.032
–3.968
Währungsumrechnung
15.998
8.150
Abgänge
–319
0
Stand 31.12.
160.514
175.675

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

Der negative Unterschiedsbetrag aus der Transaktion Crane Center Kamaz OOO in Höhe von 176 TEUR wurde als Ertrag im Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen erfasst.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern wesentlich sind, enthalten die nachfolgenden Tabellen, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 Prozent und nicht auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.

Palfinger France S.A.S. SANY Automobile Hoisting
Machinery Co.,Ltd.
Sany Palfinger SPV Equipment Co.,
Ltd.1)
in TEUR 1–12 2014 1–12 2015 4–9 2014 10 2014–
9 2015
1–12 20142) 1–12 2015
Umsatzerlöse 94.425 96.275 279.627 412.265 20.735 43.756
Ergebnis nach Ertragsteuern 5.288 5.168 15.099 10.275 –108 5.413
Sonstiges Ergebnis nach
Ertragsteuern
0 0 141.080 84.392 3.105 2.455
Gesamtergebnis 5.288 5.168 156.179 94.667 2.997 7.868
in TEUR 31.12.2014 31.12.2015 30.09.2014 30.09.2015 31.12.2014 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte 2.656 2.263 349.973 359.332 5.708 7.510
Kurzfristige Vermögenswerte 42.536 44.732 433.501 420.062 43.065 58.300
Langfristige Schulden 0 0 9.573 7.223 0 0
Kurzfristige Schulden 18.482 20.856 422.009 386.431 11.499 20.630
Nettovermögen 26.709 26.138 351.892 385.739 37.274 45.180
in TEUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015
Eigentumsanteil/Stimmrechte 49% 49% 10% 10% 50% 50%
Buchwert 1.1. 12.013 12.292 0 125.595 6.951 18.602
Zugänge 0 0 109.977 0 10.152 0
Anteilige Periodenergebnisse 2.591 2.532 1.510 1.028 –54 2.707
Währungsumrechnung 0 0 14.108 8.439 1.552 1.228
Dividenden –2.312 –2.933 0 0 0 0
Buchwert 31.12. 12.292 11.891 125.595 135.062 18.602 22.536
Davon Firmenwert 0 0 90.406 96.488 0 0
Davon "Downstream"-Verkäufe –796 –917 0 0 –35 –54
Davon anteiliges Nettovermögen 13.087 12.808 35.189 38.574 18.637 22.590

1)Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag liquide Mittel von 19.130 TEUR (Vorjahr: 20.758 TEUR) und keine finanziellen Schulden sowie im Geschäftsjahr planmäßige Abschreibungen von 465 TEUR (Vorjahr: 87 TEUR), Zinserträge von641 TEUR (Vorjahr: 203 TEUR) und einen Steueraufwand von – 1.327 TEUR (Vorjahr: 229 TEUR). 2) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

Die Palfinger France S.A.S. ist ein Händler für Produkte von PALFINGER in Frankreich. SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. ist ein strategischer Partner. Sany Palfinger SPV Equipment Co. Ltd. ist die Produktions- und Vertriebsgesellschaft in China.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern nicht wesentlich sind, enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.

in TEUR 2014 2015
Buchwerte der Anteile 4.026 6.187
Ergebnis nach Ertragsteuern 93 1.696
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 338 –1.517
Gesamtergebnis 431 180

(47) Aktive und passive latente Steuern

in TEUR 31.12.20141) 31.12.2015
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte – unterschiedliche Nutzungsdauern 364 395
Immaterielle Vermögenswerte – steuerlich abzugsfähiger Firmenwert 1.705 1.440
Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern 892 1.063
Langfristige finanzielle Vermögenswerte – steuerlich offene Abwertungen Finanzanlagen 4.798 2.169
Sonstige langfristige Vermögenswerte 28 0
Kurzfristige Vermögenswerte 7.787 5.067
Vorräte – Zwischengewinneliminierung, steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten 3.961 4.966
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – steuerliche Bewertungsunterschiede Wertberichtigungen 1.542 1.116
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerlich offene Abfertigungszahlungen 306 300
5.809 6.382
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Personalrückstellungen IAS 19 7.008 7.268
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 2.867 2.837
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.019 5.098
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 3.199 4.798
11.027 12.366
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0 198
Kurzfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen 1.836 2.339
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.755 1.468
3.591 4.005
Summe aktive latente Steuern 28.215 27.821
Passive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte – Unternehmenserwerbe, Entwicklungskosten
Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern
–17.446 –18.707
Langfristige finanzielle Vermögenswerte –8.204
–1.505
–8.469
–2.955
davon erfolgsneutrale latente Steuern –880 –2.304
–27.155 –30.132
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte – steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten –192 –419
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Auftragsfertigung (POC) –1.990 –3.604
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerliche Bewertungsunterschiede –1.014 –2.025
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 0 0
–3.196 –6.049
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen –181 –153
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 0 0
–181 –153
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen –626 –489
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten –56 –1.060
–682 –1.549
Summe passive latente Steuern –31.214 –37.882
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 16.011 15.197
31.12.20141)
in TEUR
31.12.2015
Latente Steuern
13.012
5.136
davon
bilanzierte aktive latente Steuern
18.627
14.784
bilanzierte passive latente Steuern
–5.615
–9.648

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

In den latenten Steuern sind kumuliert im sonstigen Ergebnis erfasste aktive latente Steuern von 4.955 TEUR (Vorjahr: 4.730 TEUR) und im sonstigen Ergebnis erfasste passive latente Steuern von – 376 TEUR (Vorjahr: – 456 TEUR) enthalten.

Die steuerlichen Verlustvorträge setzen sich wie folgt zusammen:

Nicht aktivierte Verlustvorträge Aktivierte Verlustvorträge
in TEUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015
Verfallbare Verlustvorträge
Ein Jahr 87 0 260 482
Zwei Jahre 0 0 530 1.211
Drei Jahre 0 0 1.146 949
Vier Jahre 0 0 881 0
Fünf Jahre 0 228 0 1.457
Mehr als fünf Jahre 14.896 16.614 20.905 21.261
Unverfallbare Verlustvorträge 24.032 27.089 25.176 23.887
Summe 39.015 43.931 48.898 49.247

Im Konzern wurden für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 43.931 TEUR (Vorjahr: 39.015 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist.

Für latente Steuerschulden aus Quellensteuern in Höhe von 1.913 TEUR (Vorjahr: 1.414 TEUR) wurden gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet, da PALFINGER in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf zu steuern, und in absehbarer Zeit sich diese temporären Differenzen nicht auflösen werden.

(48) Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2014
31.12.2015
Ausleihungen
2.054
2.343
Finanzforderungen gegenüber Related Parties
29.959
27.891
Wertpapiere
1.141
1.138
Guthaben bei Kreditinstituten
502
631
Summe
33.656
32.003

Die Wertpapiere bestehen aus Anteilen an Investmentfonds und Schuldverschreibungen zur gesetzlich verpflichtenden Absicherung der Personalrückstellungen.

Die Forderungen gegenüber Related Parties in Höhe von 30.016 TEUR (davon 27.891 TEUR langfristig und 2.125 TEUR kurzfristig) bestehen gegenüber der Palfinger systems GmbH (nunmehr: Hubert Palfinger Technologies GmbH) und es besteht ein Ratenplan für die nächsten neun Jahre. Die Erfüllung des Ratenplans wurde durch verschiedene Sicherheiten von anderen Related Parties (Garantien, Verpfändung von Mieterlösen), aber außerhalb der Palfinger systems GmbH hinterlegt, sodass die Werthaltigkeit der gesamten Forderungen in Höhe von 30 Mio EUR gewährleistet ist. Die Forderung wird fremdüblich verzinst.

(49) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2014
31.12.2015
Rückdeckungswerte
2.938
2.713
Aufwandsabgrenzungen
180
147
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte
11
6
Summe
3.129
2.866

Rückdeckungswerte betreffen Rückkaufsrechte für Lebensversicherungen, die die Voraussetzungen für eine Saldierung mit der Rückstellung für Pensionen gemäß IAS 19 nicht erfüllen.

(50) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2014
31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
96.382
104.065
Unfertige Erzeugnisse
67.228
74.650
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren
74.236
83.035
Geleistete Anzahlungen
1.334
769
Summe
239.180
262.519

Die Vorräte erhöhten sich vor allem aufgrund von Kurseffekten und einem nachfragebedingten Vorratsaufbau in der Business Area Nordamerika sowie einem Anstieg der Vorräte in den EUROPEAN UNITS.

Vorräte in Höhe von 446 TEUR (Vorjahr: 671 TEUR) sind zum Nettoveräußerungswert bewertet.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 2.438 TEUR (Vorjahr: 1.302 TEUR) und Aufholungen von Wertminderungen aus Obsoletbewertungen auf Vorräte in Höhe von 490 TEUR (Vorjahr: 1.696 TEUR) vorgenommen und in den Umsatzkosten ausgewiesen.

(51) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2015
Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften 27.317 34.900
Abgerechnete Forderungen 135.957 148.681
Summe 163.274 183.581

Am 19. Dezember 2014 wurde von der PALFINGER AG bzw. von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der PALFINGER Gruppe ein Factoring-Vertrag mit einem inländischen Kreditinstitut abgeschlossen. Im Rahmen des Factoring-Vertrags werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60.000 TEUR verkauft. Im Jahr 2015 wurde das Volumen sukzessive erhöht, und es wurden weitere Tochtergesellschaften mit einbezogen. Die im Zusammenhang mit dem bestehenden Factoring-Vertrag verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 34.948 TEUR (Vorjahr: 14.843 TEUR) und werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt PALFINGER weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingten Ausfällen. Zum Stichtag 31. Dezember 2015 beträgt das hieraus resultierende maximale Verlustrisiko 589 TEUR (Vorjahr: 287 TEUR) und entspricht dem maximalen Selbstbehalt. Das Gesamtrisiko aus dem Forderungsportfolio ist durch die Wertberichtigungen und die Rückstellung für die Ausfallsreserve bilanziell abgedeckt. Die aufwandswirksame Erfassung des erwarteten Verlusts stellt im Wesentlichen die Ergebniswirksamkeit der Berichtsperiode dar.

Die nach der Percentage-of-Completion-Methode erfassten Fertigungsaufträge setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2015
Angefallene Kosten 22.925 98.132
Zusätzlich bisher erfasster Gewinne 5.003 17.313
Abzüglich bisher erfasster Verluste 0 –2.443
Teilabrechnungen –611 –78.102
Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften 27.317 34.900

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhten sich im Wesentlichen durch Projekte in der Business Area Marine, unter anderem durch die Akquisition der NDM-Gruppe.

Dem Insolvenzrisiko der dubiosen Kunden wird auf Basis von Erfahrungswerten durch eine Wertberichtigung in Höhe von 8.770 TEUR (Vorjahr: 7.869 TEUR) Rechnung getragen. Die Entwicklung der Wertberichtigung stellt sich wie folgt dar:

Einzelwertberichtigung Standardisierte
Einzelwertberichtigung
in TEUR 20141) 2015 2014 2015
Stand 1.1. 3.132 4.403 2.220 3.466
Veränderung Konsolidierungskreis 479 0 692 14
Dotierung 1.606 1.425 1.863 2.357
Verbrauch –612 –345 –116 –107
Auflösung –272 –577 –1.160 –1.885
Umgliederung 0 46 0 78
Währungsumrechnung 70 –309 –33 204
Stand 31.12. 4.403 4.643 3.466 4.127

(52) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2014
31.12.2015
Finanzierungsforderungen gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen
774
1.682
Forderung Related Parties
0
2.125
Sonstige Finanzierungsforderungen
632
270
Summe
1.406
4.077

Zu den Forderungen Related Parties wird auf die Erläuterungen (48) verwiesen.

(53) Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2014
31.12.2015
Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern
11.457
12.024
Sonstige Forderungen
9.463
11.759
Aufwandsabgrenzungen und Entschädigungsleistungen
5.026
5.257
Forderungen gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen
61
0
Summe
26.007
29.040

Die sonstigen Forderungen enthalten Forderungen gegenüber dem Factor aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (51)).

(54) Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln und setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2015
Kassenbestände 118 166
Guthaben bei Kreditinstituten 20.639 21.385
Summe 20.757 21.551

Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über die Finanzmittel.

(55) Grundkapital

Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 37.593.258) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

Der Vorstand wurde mit der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere 10.000.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Barund/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Aufgrund der Ausgabe von 1.863.258 Aktien an Sany im Jahr 2014 hat sich die Höhe des genehmigten Kapitals auf EUR 8.136.742 reduziert.

Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

  • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt, Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder
  • (ii) wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse erfolgt, oder
  • (iii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder
  • (iv) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Die Entwicklung der sich im Umlauf befindenden Aktien stellt sich wie folgt dar:

Stück 2014 2015
Stand 1.1. 35.401.910 37.301.290
Ausgabe neuer Anteile 1.863.258 0
Verkauf eigener Anteile 0 806
Ausübung Optionsrecht 36.122 8.406
Stand 31.12. 37.301.290 37.310.502

(56) Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen betreffen gebundene und ungebundene Kapitalrücklagen sowie Rücklagen gemäß IFRS 2.

RÜCKLAGE GEMÄSS IFRS 2

Die Entwicklung der Rücklage gemäß IFRS 2 für das Stock-Option-Programm stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
2014
2015
Stand 1.1.
86
36
Dotierung
11
0
Verbrauch
–61
–36
Auflösung 0 0
Stand 31.12.
36
0

Details zum Stock-Option-Programm finden Sie in Erläuterung (11).

(57) Eigene Aktien

Zum 31. Dezember 2015 beträgt der Besitzstand an eigenen Aktien 282.756 Stück (Vorjahr: 291.968 Stück).

Der Vorstand wurde durch die außerordentliche Hauptversammlung vom 3. November 2011 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 50 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrecht) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.

(58) Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

Die Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung nach Währungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2015
AED 2.252 2.102
BRL 170 –6.391
GBP 632 420
NOK –1.005 –1.587
RMB 15.937 9.895
RUB –20.852 –6.134
USD 10.080 9.639
Sonstige 1.009 –685
Summe Veränderung 8.223 7.259

(59) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie berechnet sich in Übereinstimmung mit IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. Der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 37.307.839 Stück (Vorjahr: 36.612.148 Stück).

Auf Basis des Konzernergebnisses von 64.366 TEUR (Vorjahr: 38.162 TEUR) beläuft sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 1,73 EUR (Vorjahr: 1,04 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

(60) Kumulierte Ergebnisse

Die kumulierten Ergebnisse erhöhten sich um 1.999 TEUR (Vorjahr: Erhöhung um 1.397 TEUR) durch die Umgliederung der kündbaren Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus den laufenden Ergebnissen der Gesellschaften. Für Details zu Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wird auf Erläuterungen (6) und (63) verwiesen.

DIVIDENDE JE AKTIE

An die Aktionäre der PALFINGER AG wurden folgende Dividenden beschlossen und bezahlt:

Gesamt
in TEUR
Anzahl der
Aktien
Dividende
je Aktie
Zwischendividende für das Geschäftsjahr 2015 6.716 37.309.902 0,18
Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2014 (Hauptversammlung am 11. März 2015) 12.682 37.301.290 0,34
Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2013 (Hauptversammlung am 12. März 2014) 14.515 35.401.910 0,41

Die Verteilung des Bilanzgewinns 2015 im Jahresabschluss der PALFINGER AG nach öUGB ist wie folgt:

TEUR
Bilanzgewinn 2015 der PALFINGER AG 125.901
Gewinnvortrag aus 20141) 134.151
Bilanzgewinn gesamt1) 260.052
Jahresdividende (0,57 EUR je Aktie)2) 21.267
Verbleibender Bilanzgewinn 238.790

1) Vor Zwischendividende. 2) Inkl. Zwischendividende in Höhe von 0,18 EUR je Aktie.

Der Vorschlag für die Dividende erfolgt vom Vorstand an die Hauptversammlung am 9. März 2016 in Höhe von 0,39 EUR je Aktie. Am 21. Dezember 2015 wurde vom Vorstand der PALFINGER AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats bereits eine Zwischendividende von 0,18 EUR je Aktie ausbezahlt. Die Jahresdividende für das Geschäftsjahr 2015 beträgt somit 0,57 EUR je Aktie.

(61) Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39

Die Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39 enthalten wie im Vorjahr nur Rücklagen aus Cashflow Hedges. Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage ist wie folgt (Positionen nach Steuern):

in TEUR 2014 2015
Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) –14.384 –8.930
davon aus
Zinsswaps –5.190 –935
Devisentermingeschäften –9.194 –7.995
Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) 2.024 4.426
davon aus
Zinsswaps 1.295 1.469
Devisentermingeschäften 729 2.957
Summe Veränderung –12.360 –4.504

(62) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Die nachstehende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen vor konzerninternen Eliminierungen zu jedem Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss:

Equipment Technology,
EPSILON Kran GmbH.
LLC
Nimet Srl
Guima Palfinger S.A.S.
in TEUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte 1.405 2.093 26.831 33.397 19.683 20.145 9.153 8.281
Kurzfristige Vermögenswerte 26.624 30.393 20.570 22.944 11.185 12.637 7.630 10.024
Langfristige Schulden 1.112 769 3.917 3.158 1.009 916 1.091 1.233
Kurzfristige Schulden 11.880 16.782 7.729 9.690 15.267 16.208 6.084 7.284
Reinvermögen 15.037 14.935 35.755 43.493 14.592 15.658 9.608 9.788
Eigentumsanteil/Stimmrechte
Anteile ohne beherrschenden
Einfluss
35% 35% 20% 0% 40% 40% 35% 35%
Buchwert der Anteile ohne
beherrschenden Einfluss*
5.451 5.416 0 0 5.372 5.798 3.308 3.371
in TEUR 1–12 2014 1–12 2015 1–12 2014 1–12 2015 1–12 2014 1–12 2015 1–12 2014 1–12 2015
Cashflow aus dem operativen
Bereich
14.170 17.385 3.099 6.474 3.644 5.672 2.438 3.362
Cashflow aus dem
Investitionsbereich
–1.170 –4.612 –4.816 –5.200 –4.693 –2.290 –246 –1.827
Cashflow aus dem
Finanzierungsbereich
–13.000 –12.775 1.053 –1.305 1.077 –3.652 –2.118 –1.579
Anteiliger Gewinn/Verlust der Anteile
ohne beherrschenden Einfluss
4.503 4.437 405 110 1.168 1.320 384 574
Anteiliges sonstiges Ergebnis der
Anteile ohne beherrschenden
Einfluss
–32 –1 845 920 –22 –66 –147 –2
Dividenden an Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
4.550 4.471 0 0 347 828 0 508

* Buchwert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss bei Equipment Technology, LLC ist in den Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss enthalten.

Das Reinvermögen der EPSILON Kran GmbH ist dahingehend beschränkt, dass eine Anteilsübertragung nur mit Zustimmung des Minderheitsgesellschafters erfolgen darf und von der bestehenden Vereinbarung hinsichtlich einer linearen Maximalausschüttung in Bezug auf die Eigenkapitalquote nur im Einvernehmen abgewichen werden darf.

Das Reinvermögen der Guima Palfinger S.A.S. ist dahingehend beschränkt, dass von der bestehenden Vereinbarung hinsichtlich einer Mindestausschüttung in Prozent des Jahresgewinns nur im Einvernehmen abgewichen werden darf.

Bei den restlichen nicht wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss bestehen ebenfalls Ausschüttungsvereinbarungen bzw. können Ausschüttungen nur im Einvernehmen mit den Minderheitsgesellschaftern beschlossen werden.

(63) Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss stellt sich wie folgt dar:

in TEUR
2014
2015
Stand 1.1.
17.370
23.372
Aufzinsung
225
0
Zugang durch Unternehmenserwerb
8.209
0
Auflösung ergebniswirksam
–1.229
0
Tilgung
–2.626
–11.255
Erhöhung direkt im Eigenkapital
1.976
858
Auflösung direkt im Eigenkapital
–553
–4.274
Stand 31.12.
23.372
8.701

Die Tilgung und Auflösung im Jahr 2015 betreffen den Erwerb der restlichen 20 Prozent an der Equipment Technology, LLC, Oklahoma City, USA. Siehe dazu die Erläuterungen zum Konsolidierungskreis.

Bei den Buchwerten handelt es sich um Level-3-bewertete Zeitwerte, wobei folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren angewandt wurden:

Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne
beherrschenden Einfluss
Bewertungsverfahren Inputfaktoren
Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Vorsteuerzinssatz,
Ergebnisse der Unternehmensplanung in USD
Megarme-Gruppe, Naher Osten Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Vorsteuerzinssatz,
Ergebnisse der Unternehmensplanung in AED

Sensitivitätsanalyse für bedeutende Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2015 und 2014:

bei Anstieg bei Verringerung
in TEUR Änderung der
Annahme
2014 2015 2014 2015
Zinssatz +/– 1 BP –852 –60 898 61
Prognostizierte Ergebnisgröße +/– 10 % 2.140 338 –2.141 –338
EUR/USD +/– 10 % –1.378 - 1.684 -
EUR/AED +/– 10 % –568 –165 694 201

Ergebnisneutrale Veränderung des beizulegenden Zeitwerts

(64) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Der durchschnittliche Zinssatz stellt die Zinsbelastung zum 31. Dezember 2015 nach Berücksichtigung von Zinssicherungen in Prozent bezogen auf den Buchwert der Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 dar und beträgt 2,06 Prozent (Vorjahr: 2,28 Prozent).

(65) Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben

Die Entwicklung der langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2015
Stand 1.1. 2.534 8.521
Unternehmenserwerbe 9.592 0
Zinseffekt 258 452
Auflösung –3.871 0
Währungsumrechnung 8 –258
Stand 31.12. 8.521 8.715

Die langfristigen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben enthalten zum 31. Dezember 2015 noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile aus dem Erwerb von Tochterunternehmen im Jahr 2014. Die Kaufpreisanteile bestehen aus einer Put/Call-Option über die restlichen 20 Prozent der PM-Gruppe, welche im Jahr 2019 ausübbar ist, sowie einer alinearen Dividende für die Jahre 2014 bis 2018.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Verbindlichkeiten für bedingte Kaufpreisanteile aus Erwerben von Tochterunternehmen im Jahr 2012 aufgelöst, da mit einer Inanspruchnahme aufgrund der lokalen Ergebnisse der Einheiten nicht mehr gerechnet werden kann.

Für die Level-3-Buchwerte wurden folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte angewandt:

Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus
Unternehmenserwerben
Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Vorsteuerzinssatz, Ergebnisse
der Unternehmensplanung in RUB

Sensitivitätsanalyse für bedeutende Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2015 und 2014:

bei Anstieg bei Verringerung
in TEUR Änderung der
Annahme
2014 2015 2014 2015
Zinssatz +/– 1 BP –52 –50 53 52
Prognostizierte Ergebnisgröße +/– 10 % 276 218 –276 –218
EUR/RUB +/– 10 % –227 –237 278 289

(66) Langfristige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2015
Rückstellung für Pensionen 9.837 9.187
Rückstellung für Abfertigungen 21.809 24.077
Rückstellung für Jubiläumsgelder 4.674 5.295
Sonstige langfristige Rückstellungen 4.545 4.555
Summe 40.865 43.114

RÜCKSTELLUNG FÜR PENSIONEN

Aufgrund von einzelvertraglichen Regelungen besteht für PALFINGER die Verpflichtung, einigen Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Die Höhe dieser Pension wird nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt bemessen.

Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:

Pensionsantrittsalter Zinssatz (p.a.) Pensionserhöhungen (p.a.)
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Österreich 65 Jahre 65 Jahre 2,25% 2,25% –2,50% 1,5% 1,5%
Deutschland 63 Jahre 63 Jahre 2,25% 2,25% –2,50% 1,5% 1,5%
Frankreich 60–63 Jahre 62–63 Jahre 2,25% 2,00% 2,7% 2,7%

Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten Marktverhältnisse.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Pensionszusagen 14,38 Jahre (Vorjahr: 15,31 Jahre).

Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgte zum 31. Dezember 2015 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach IAS 19. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.

Als rechnerisches Pensionsalter in Österreich wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnerische Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.

Als rechnerisches Pensionsalter in Deutschland wurde das frühest mögliche Pensionsalter der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde gelegt; es kamen die Richttafeln 2005 G zur Anwendung.

Da die Pensionsverpflichtungen an den Verbraucherpreisindex angepasst werden, sind die Pensionspläne dem Inflationsrisiko ausgesetzt. Zudem bestehen Zinsrisiken und Risiken aufgrund der Veränderungen der Lebenserwartung für Pensionisten. Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt, wodurch ein geringes Kontrahentenrisiko gegenüber Versicherungsgesellschaften besteht.

RÜCKSTELLUNG FÜR ABFERTIGUNGEN

Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer sowie regelmäßig bei Pensionsantritt an Mitarbeiter bezahlt werden müssen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab.

Zinssatz (p.a.) Gehaltssteigerungen (p.a.) Fluktuationsabschlag (p.a.)
2014 2015 2014 2015 2014 2015
Österreich 2,25% 2,25% –2,5% 3,0% 3,0% 2,0% 2,0%
Slowenien 2,25% 2,25% 3,0% 3,0% 2,0% 2,0%
Bulgarien 2,25% 2,00% 5,0% 5,0% altersbez. 5% bis
20%
altersbez. 5% bis
20%
Südkorea 3,29% 2,94% 5,0% 5,0% altersbez. 7,8%
bis 13,4%
altersbez. 7,1%
bis 18,7%
UAE und Katar 4,75% 4,00% 4,5% 4,0% dienstaltersbez.
3,5% bis 6,3%
dienstaltersbez.
3,5% bis 13,5%

Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:

Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten Marktverhältnisse.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Abfertigungen 13,30 Jahre (Vorjahr: 14,13 Jahre).

Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf eine Abfertigung: wenn das Dienstverhältnis ununterbrochen drei Jahre gedauert hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber sowie bei vorzeitigem Austritt aus einem wichtigen Grund; und bei Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters, wenn das Dienstverhältnis mindestens ununterbrochen zehn Jahre gedauert hat. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses.

Bei Arbeitnehmern in Österreich, deren Dienstverhältnis ab dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst und belaufen sich auf 1,53 Prozent der Bezüge.

Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen stellen sich wie folgt dar:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015
Nettobarwert der Verpflichtung 10.624 9.905 21.809 24.077
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens –787 –718 0 0
Rückstellung 9.837 9.187 21.809 24.077
Pensionen Abfertigungen
in TEUR 2014 2015 2014 2015
Nettobarwert der Verpflichtung per 1.1. 8.410 10.624 15.977 21.809
Zugang durch Unternehmenserwerb 0 0 1.140 0
Zugang 60 0 0 0
Dienstzeitaufwand 188 190 1.432 1.592
Zinsaufwand 291 235 619 531
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen 2.014 –452 3.463 901
Tatsächliche Zahlungen –337 –690 –1.001 –946
Währungsumrechnung –2 –2 179 190
Nettobarwert der Verpflichtung per 31.12 10.624 9.905 21.809 24.077

Das Planvermögen besteht aus einem Pensionsfonds bei einer namhaften Versicherungsgesellschaft.

in TEUR
2014
2015
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 1.1.
924
787
Erwartete Erträge aus Planvermögen
32
17
Gewinne (+)/Verluste (–) aus Neubewertungen
–97
–3
Gezahlte Versorgungsleistungen
–72
–83
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 31.12.
787
718

Der tatsächliche Ertrag belief sich auf 15 TEUR (Vorjahr: – 65 TEUR).

Die Netto-Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen aus Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 1–12 2014 1–12 2015 1–12 2014 1–12 2015
Personalaufwendungen
Dienstzeitaufwand –188 –190 –1.432 –1.592
Zinsaufwendungen
Zinsaufwand –259 –218 –619 –531
Netto-Aufwendungen –447 –408 –2.051 –2.123

Die Neubewertungen setzen sich wie folgt zusammen:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 1–12 2014 1–12 2015 1–12 2014 1–12 2015
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen 2.111 –449 3.463 901
davon erfahrungsbedingte Anpassungen 18 –408 213 827
davon aus Veränderung demografischer Annahmen 52 11 4 40
davon aus Veränderung finanzieller Annahmen 1.944 –55 3.246 34
davon aus Erträgen aus Planvermögen 97 3 0 0

Realistische Änderungen der folgenden, für die Berechnung des Pensions- und Abfertigungsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche als wesentlich erachteten versicherungsmathematischen Parameter zum Berichtszeitpunkt bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter würden zu folgenden Veränderungen des Nettobarwerts der Verpflichtung führen:

Veränderung des Nettobarwerts der Verpflichtung
Pensionen Abfertigungen
+ 1 % –1 % + 1 % –1 %
in TEUR 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015
Zinssatz –1.406 –1.247 1.775 1.551 –2.711 –2.774 3.270 3.267
Pensionserhöhungen/
Gehaltssteigerung
1.564 1.270 –1.291 –1.073 3.097 2.876 –2.630 –2.701

RÜCKSTELLUNG FÜR JUBILÄUMSGELDER

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund der kollektivvertraglichen Regelungen bzw. der Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen (mit Ausnahme des Fluktuationsabschlags) wie bei der Rückstellung für Abfertigungen vorgesorgt.

Die Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2015
Stand 1.1. 3.826 4.674
Veränderung Konsolidierungskreis –16 0
Dotierung 908 698
Zinseffekt 131 101
Verbrauch –175 –178
Stand 31.12. 4.674 5.295

SONSTIGE LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

20141)
in TEUR
2015
Stand 1.1.
8.712
4.544
Veränderung Konsolidierungskreis
323
0
Dotierung
4.139
1.620
Zinseffekt
597
247
Verbrauch
–8.958
0
Auflösung
–170
–566
Umgliederung
0
–1.467
Währungsumrechnung
–99
177
Stand 31.12.
4.544
4.555

1) Die Werte für 2014 wurden rückwirkend angepasst (siehe dazu Erläuterung (14) Rückwirkende Anpassungen).

In den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind sonstige langfristige Personalrückstellungen in Höhe von 3.911 TEUR (Vorjahr: 2.513 TEUR) enthalten. Diese bestehen aus langfristigen Prämienvereinbarungen für Führungskräfte, die im Jahr 2018 bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen zur Auszahlung gelangen. Der Verbrauch im Jahr 2014 betrifft vor allem die Auszahlung von langfristigen Prämienvereinbarungen (siehe Angaben über Organe und Arbeitnehmer, Seite 206).

(67) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausländische Abgaben und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie Rechnungsabgrenzungsposten.

(68) Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Garantie- und
Gewährleistungsrückstellung
Sonstige kurzfristige
Rückstellungen
in TEUR 2014 2015 2014 2015
Stand 1.1. 11.527 11.120 824 1.693
Veränderung Konsolidierungskreis 111 0 391 0
Dotierung 4.043 3.962 842 1.555
Verbrauch –4.300 –3.270 –192 –1.139
Auflösung –388 –132 –173 –388
Umgliederung 0 10 0 1.712
Währungsumrechnung 127 186 1 –7
Stand 31.12. 11.120 11.876 1.693 3.426

(69) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR
31.12.2014
31.12.2015
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
81.992
104.228
Verbindlichkeiten gegenüber equity-bilanzierten Unternehmen
424
2.158
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
20.640
20.749
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern
24.733
27.238
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern
13.622
16.994
Sonstige Verbindlichkeiten
12.426
26.329
Ertragsabgrenzungen
2.367
947
Summe
156.204
198.643

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 27.238 TEUR (Vorjahr: 24.733 TEUR) beinhalten Abgrenzungen für nicht konsumierte Urlaube, Leistungsprämien und Zeitausgleichsguthaben sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsaufwendungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt 26.329 TEUR (Vorjahr: 12.426 TEUR) betreffen kreditorische Debitoren, Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor aus Zahlungseingängen für verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (51)) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten.

(70) Finanzinstrumente

Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IAS 39 auf die Fair Values stellt sich wie folgt dar:

Kein Finanz
in TEUR Buchwert
31.12.2015
instrument/
Erfassung gem.
IFRS 10
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Langfristige Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 32.003 0 0
davon
Level 1 Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183.581 34.900 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4.077 0 0
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 29.040 17.779 0
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 21.551 0 0
Summe Vermögenswerte 270.252 52.679 0
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 331.472 0 10.067
davon
Level 2 Fair Value
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 8.715 0 0
davon
Level 3 Fair Value
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.569 2.569 0
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 8.701 8.701 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 74.070 0 1.273
davon
Level 2 Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
198.643 65.928 0
Summe Schulden 624.170 77.198 11.340

Bewertung nach IAS 17

Bewertung nach IAS 39
zum Fair Value zu fortgeführten Anschaffungskosten
erfolgswirksam erfolgsneutral
Buchwert der
Finanzinstrumente
31.12.2015
Held-for-Trading / Other
Derivatives
Hedging Derivatives Available-for-Sale At Amortized Cost Loans and Receivables
32.003 0 0 1.138 0 30.865
0 0 1.138
148.681 0 0 0 0 148.681
4.077 0 0 0 0 4.077
11.261 0 0 0 0 11.261
21.551 0 0 0 0 21.551
217.573 0 0 1.138 0 216.435
331.472 0 12.379 0 309.026 0
0 12.379 0
8.715 2.602 0 0 6.113 0
2.602
0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
74.070 200 1.920 0 70.677 0
200 1.920 0
132.715 0 0 0 132.715 0
546.972 2.802 14.299 0 518.531 0

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2015 KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2015

Bewertung nach IAS 17

in TEUR Buchwert
31.12.2014
Kein Finanz
instrument/
Erfassung gem.
IFRS 10
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Langfristige Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 33.656 0 0
davon
Level 1 Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163.274 27.317 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.406 0 0
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 26.007 16.483 0
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 20.757 0 0
Summe Vermögenswerte 245.100 43.800 0
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 23.372 23.372 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 327.291 0 10.168
davon
Level 2 Fair Value
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 8.521 0 0
davon
Level 3 Fair Value
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.062 3.062 0
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 85.130 0 923
davon
Level 2 Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
156.204 61.362 0
Summe Schulden 603.580 87.796 11.091

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Bei Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme basierend auf aktuellen Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten ermittelt. Wertpapiere werden mit dem aktuellen Kurs am Stichtag bewertet.

Bewertung nach IAS 39
zum Fair Value zu fortgeführten Anschaffungskosten
erfolgswirksam erfolgsneutral
Buchwert der
Finanzinstrumente
31.12.2014
Held-for-Trading / Other
Derivatives
Hedging Derivatives Available-for-Sale At Amortized Cost Loans and Receivables
33.656 0 0 1.141 0 32.515
1.141
135.957 0 0 0 0 135.957
1.406 0 0 0 0 1.406
9.524 0 0 0 0 9.524
20.757 0 0 0 0 20.757
201.300 0 0 1.141 0 200.159
0 0 0 0 0 0
327.291 0 13.470 0 303.653 0
0 13.470 0
8.521 2.499 0 0 6.022 0
2.499
0 0 0 0 0 0
85.130 318 2.479 0 81.410 0
318 2.479 0
94.842 0 0 0 94.842 0
515.784 2.817 15.949 0 485.927 0

Wesentliche Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Ratings als Abschlag vom berechneten Wert berücksichtigt.

Der Buchwert der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden entspricht dem Marktwert, da sie entweder kurzfristig fällig oder variabel verzinst sind. Ausfallsrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Buchwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 331.472 TEUR (Vorjahr: 327.291 TEUR) entsprechen auch in etwa den Marktwerten (Level 2) in Höhe von 333.360 TEUR (Vorjahr: 328.624 TEUR), da diese überwiegend variabel verzinst sind. Die Marktwerte wurden auf Basis beobachtbarer aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen mittels Discounted-Cashflow-Methode berechnet. Zur Zinssicherung gehaltene Zinsswaps sind mit dem Marktwert bilanziert.

Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 40 TEUR (Vorjahr: 41 TEUR) und sind im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen (vgl. Erläuterung (41) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis).

Die Entwicklung der Level 3 Fair Values stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2015
Stand 1.1. 6.164 2.499
Zugang durch Unternehmenserwerb 3.592 0
Aufzinsung 461 361
Tilgung –2.626 0
Auflösung ergebniswirksam –3.881 0
Währungsumrechnung 8 0
Ergebniswirksame Kursdifferenzen –1.219 –258
Stand 31.12. 2.499 2.602
Ergebnis in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1–12 2014 1–12 2015
Zinsaufwand –461 –361
Sonstiges Finanzergebnis 1.230 0
Sonstiger operativer Ertrag 2.651 0
Währungsdifferenzen des Finanzergebnisses 1.219 258
Nicht realisierter Gewinn/Verlust für Finanzinstrumente vorhanden am Abschlussstichtag 1.093 –103

Per 31. Dezember 2015 bestehen die Level 3 Fair Values nur aus der alineare Dividende.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung von PALFINGER ist es, die finanzielle Flexibilität, den Spielraum für wertsteigernde Investitionen und die Beibehaltung solider Bilanzrelationen zu sichern.

Eine starke Eigenkapitalstruktur sichert das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes und gewährleistet eine solide Kapitalbasis für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Die Nettofinanzverschuldung von PALFINGER wird zentral in Abstimmung mit dem Corporate Treasury gesteuert. Die Hauptaufgaben der Abteilung Corporate Treasury liegen in der langfristigen Liquiditätssicherung zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit, einer effizienten Inanspruchnahme von Bank- und Finanzdienstleistungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung von Ertrag und Kosten.

PALFINGER steuert seine Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der fixierten strategischen Projekte und der internen Zielsetzungen zu Eigenkapitalquote und Gearing Ratio. Als langfristige Orientierung gelten dabei eine Eigenkapitalquote von 40 bis 50 Prozent sowie eine Gearing Ratio (entspricht dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital) von 50 bis 60 Prozent als erstrebenswert. Die Nettofinanzverschuldung in Höhe von 347.913 TEUR (Vorjahr: 356.600 TEUR) umfasst das lang- und kurzfristige Finanzvermögen und den Cash-Bestand sowie die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital entspricht dem ausgewiesenen Eigenkapital nach IFRS in Höhe von 510.658 TEUR (Vorjahr: 454.650 TEUR).

Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur erfolgt eine stete Dividendenpolitik, die sich am Konzernergebnis des Vorjahres orientiert. Gemäß der langfristigen Dividendenpolitik, rund ein Drittel des Bilanzgewinns an die Aktionäre auszuschütten, wurde im Jahr 2015 für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 0,34 EUR (Vorjahr: 0,41 EUR) je Aktie ausgeschüttet. Am 21. Dezember 2015 wurde auf den erwarteten Bilanzgewinn des Jahres 2015 eine Zwischendividende von 0,18 EUR je Aktie an die Aktionäre ausgeschüttet.

Finanzrisiken

Entsprechend den Treasury-Richtlinien von PALFINGER wird ein Hauptaugenmerk darauf gelegt, die finanziellen Risiken zu begrenzen. Aufgrund der verstärkten Internationalisierung der PALFINGER Gruppe reduziert sich die Risikokonzentration im Konzern. Dahingehend relevante Kenngrößen werden periodisch überwacht und aktiv gesteuert. Aus dem operativen Geschäft ergeben sich für PALFINGER neben dem Finanzierungsrisiko auch Zins- und Währungsrisiken. Zur Begrenzung und Steuerung dieser Risiken werden neben operativen Maßnahmen auch derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte und Zins-und Währungsswaps eingesetzt. Es werden keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken abgeschlossen. In der Folge wird auf die einzelnen Risiken im Detail eingegangen.

1. LIQUIDITÄTSRISIKO

Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit Liquidität zur Verfügung zu haben, um fällige Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Die Aufgabe liegt daher in der Analyse des Liquiditätsrisikos sowie in der konsequenten Sicherung der Liquidität durch Liquiditätsplanung, Vereinbarung ausreichender Kreditlinien und ausreichende Diversifizierung der Kreditgeber.

Das Management des Liquiditätsrisikos ist Aufgabe der Konzern-Treasury-Abteilung, die dafür effiziente Cash-Management-Systeme einsetzt. Ein unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um eine gezielte Steuerung der finanziellen Mittel vornehmen zu können. Mittel- bis Langfristplanungen ermöglichen es, einen eventuellen Finanzbedarf frühzeitig zu erkennen und mit den Bankpartnern abzustimmen. Durch die konzerninterne Finanzierungsstruktur und den Einsatz von Cash-Pooling-Lösungen in Europa und Amerika sind eine effiziente Steuerung und Verteilung der benötigten Liquidität gewährleistet.

Zur Verlängerung der Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten und zur Diversifizierung der Finanzierungspartner wurden die im Jahr 2015 getätigten Akquisitionen, Investitionen und abreifenden Darlehen über langfristige Kredite refinanziert. Die neu abeschlossenen Kreditverträge enthalten wie bisher Kreditklauseln (Covenants), die die Einhaltung einer Eigenkapitalquote von mindestens 25 Prozent vorsehen. Zum Jahresende lag die Eigenkapitalquote bei 42,1 Prozent und damit weit oberhalb des extern vorgegebenen Schwellenwerts. Die im Jahr 2015 abgeschlossenen Finanzierungen wurden mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren ausgestattet.

Ein weiterer Baustein in der Liquiditätssicherung ist die Aufrechterhaltung von langfristigen, unausgenutzten Kreditrahmen mit den Bankpartnern. Die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen wurden ausgeweitet. Sie haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren und umfassen im Durchschnitt ca. 20 Prozent der Nettofinanzverschuldung.

Die vertraglichen Restlaufzeiten der undiskontierten Cashflows gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2014 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 428.638 93.771 304.847 30.020
Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges 17.416 7.661 8.842 913
Verbindlichkeiten aus Derivaten Held-for-Trading 371 371 0 0
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 8.250 0 8.250 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.992 81.992 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente 12.850 12.850 0 0
94.842 94.842 0 0
Summe 549.517 196.645 321.939 30.933
in TEUR 31.12.2015 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 414.188 79.356 304.483 30.349
Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges 15.970 6.931 8.628 411
Verbindlichkeiten aus Derivaten Held-for-Trading 651 651 0 0
Langfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben 9.995 427 9.568 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 104.562 104.562 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente 28.153 28.153 0 0
132.715 132.715 0 0
Summe 573.519 220.080 322.679 30.760

2. KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls von Vertragspartnern. Durch die auf Basis von Bonitätsanalysen durchgeführte Einrichtung von internen Limits für Vertragspartner und den Abschluss von entsprechenden Versicherungen wird diesem Risiko begegnet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.

Sämtliche überfällige Forderungen werden im Rahmen der standardisierten pauschalen Einzelwertberichtigung einer Wertminderung unterzogen.

Im Rahmen eines Factoring-Vertrags werden monatlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60.000 TEUR verkauft (siehe dazu die Ausführungen in Erläuterung (51)).

Die Gliederung der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2015
Noch nicht fällige Forderungen 124.475 138.372
Wertberichtigte Forderungen
Weniger als 30 Tage überfällig 23.877 25.581
Mehr als 30 Tage, aber weniger als 60 Tage überfällig 8.259 10.154
Mehr als 60 Tage, aber weniger als 90 Tage überfällig 2.411 3.864
Mehr als 90 Tage, aber weniger als 120 Tage überfällig 1.123 1.506
Mehr als 120 Tage überfällig 3.129 4.104
38.799 45.209
Summe 163.274 183.581

Bei den sonstigen Forderungen liegen keine Überfälligkeiten vor. Bei noch nicht fälligen Forderungen liegen keine Hinweise auf Forderungsausfälle vor.

Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird auf beste Bonität geachtet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.

3. FREMDWÄHRUNGSRISIKO

Das Fremdwährungsrisiko wird durch Wechselkursschwankungen hervorgerufen. Der Wert eines Finanzinstruments kann sich aufgrund von Bewegungen im Wechselkurs ändern.

Die Internationalität in der Gruppe führt zu Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen. Durch lokale Wertschöpfung werden Überhänge in Fremdwährungspositionen minimiert (natürlicher Hedge). Das sich ergebende wesentliche Fremdwährungs-Exposure wird mittels geeigneter Hedging-Instrumente gesichert. Die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Fremdwährungs-Cashflows werden mit Devisentermingeschäften gesichert ("Cashflow Hedge").

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten in Fremdwährungsländer ergibt sich eine Risikoposition, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt ist. Die laufenden Analysen dieser Position sind die Basis für die Erarbeitung der Sicherungsstrategie, die in regelmäßigen Meetings evaluiert wird.

Finanzgeschäfte dürfen nur auf Basis entsprechender Grundgeschäfte abgeschlossen werden. Spekulationsgeschäfte (Geschäfte ohne zugrunde liegende operative Position) sind untersagt.

Fremdwährungsdifferenzen auf Einzelabschlussebene werden je nach Verursachung im operativen Ergebnis bzw. Finanzergebnis erfasst.

Die Fremdwährungsdifferenzen hatten folgende Effekte auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung:

in TEUR
1–12 2014
1–12 2015
Währungsdifferenzen Erträge
4.968
9.023
Währungsdifferenzen Aufwand
–5.781
–8.738
Währungsdifferenzen im At-Equity-Ergebnis
–1.615
–699
Operatives Ergebnis – EBIT
–2.428
–414
Währungsdifferenzen des Finanzergebnisses
577
–732
Ergebnis aus Währungsdifferenzen
–1.851
–1.146

Sensitivitätsanalyse Währungsrisiko:

Auswirkungen aus Fremdwährungsrisiken können sich aus Transaktionen ergeben, die in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung durchgeführt werden. Bei Fair Value und Cashflow Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinnund-Verlust-Rechnung aus. Demzufolge sind diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse dargestellt. Im Rahmen dieser Analyse wird eine Veränderung der wesentlichen Wechselkurse gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 Prozent bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Faktoren angenommen. Die Auswirkungen einer Aufwertung und Abwertung der wichtigsten Währungen gegenüber dem Euro um 10 Prozent werden nachfolgend dargestellt:

31.12.2014 +10 % –10 %
in TEUR ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
USD –662 –8.684 –9.346 810 10.614 11.424
GBP –126 –584 –710 155 713 868
BRL –111 –649 –760 136 793 929
SGD –18 0 –18 22 0 22
CNY 35 0 35 –43 0 –43
RUB –368 –691 –1.059 450 845 1.295
INR –254 –317 –571 311 387 698
CAD –51 0 –51 62 0 62
NOK 744 –764 –20 –910 934 24
SEK 1 0 1 –1 0 –1
HRK –76 0 –76 93 0 93
AED 30 0 30 –36 0 –36
RON –779 0 –779 952 0 952
KRW –460 0 –460 562 0 562
Währungssensitivitäten –2.095 –11.689 –13.784 2.563 14.286 16.849
31.12.2015 +10 % –10 %
in TEUR ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
USD –964 –7.974 –8.938 1.178 9.745 10.923
GBP –132 –372 –504 162 454 616
BRL –144 –485 –629 176 593 769
SGD –58 0 –58 70 0 70
CNY –29 0 –29 35 0 35
RUB –451 –676 –1.127 551 826 1.377
INR –249 –180 –429 304 220 524
CAD –56 0 –56 68 0 68
NOK 82 0 82 –100 0 –100
SEK 4 0 4 –5 0 –5
HRK –4 0 –4 5 0 5
VND 15 0 15 –18 0 –18
PLN –1 0 –1 1 0 1
AED 15 0 15 –19 0 –19
RON –606 0 –606 741 0 741
KRW –1 –476 –477 1 581 582
Währungssensitivitäten –2.579 –10.163 –12.742 3.150 12.419 15.569

Die Berechnung erfolgt auf Basis der originären und derivativen Finanzinstrumente in Fremdwährung in nicht funktionaler Währung zum Abschlussstichtag, und es erfolgt eine Betrachtung vor Steuern. Fremdwährungseffekte aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden ergebniswirksam berücksichtigt, Effekte aus langfristigen konzerninternen Forderungen, die als Bestandteil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (IAS 21.15) gelten, und allfällige Veränderungen der Cashflow-Hedge-Rücklage wurden eigenkapitalwirksam berücksichtigt. Translationsbezogene Fremdwährungseffekte aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro werden nicht berücksichtigt.

4. ZINSRISIKO

Sich ändernde Zinssätze haben Einfluss auf den Wert von Finanzinstrumenten (vor allem bei langfristiger Zinsbindung) und auf das Zinsergebnis (Aufwendungen oder Ertrag), das aus den Finanzinstrumenten resultiert. Dieser Einfluss beschreibt das Zinsrisiko in seinen beiden Ausprägungsformen Wertänderungs- und Zinsergebnisrisiko.

Das Wertänderungsrisiko wirkt sich in einer Abwertung von Finanzanlagen oder einer Aufwertung von Finanzverbindlichkeiten aus. Wertänderungen wirken sich bei langen Zinsbindungen stärker aus als bei variabler Zinsbindung.

Das Zinsergebnisrisiko wird durch höhere Zinsaufwendungen bei Finanzverbindlichkeiten oder einen niedrigeren Zinsertrag bei Finanzanlagen deutlich. Das Risiko betrifft vor allem Finanzinstrumente mit variabler (kurzer) Zinsbindung.

Die Zinsrisikoüberwachung und -steuerung ist Bestandteil des laufenden Treasury-Reporting im Konzern. Die variablen Finanzierungen sind mit Zinsswaps im Ausmaß von 144,7 Mio EUR (Vorjahr: 146,7 Mio EUR) gesichert.

Die Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten durchgeführt. Eine hypothetische Veränderung der variablen Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. ein Prozentpunkt pro Jahr würde zu einer Veränderung der Zinsaufwendungen von 858,7 TEUR (Vorjahr: 764,7 TEUR) führen. Eine hypothetische Erhöhung der Zinssätze um 100 Basispunkte würde zu einer Erhöhung des sonstigen Ergebnisses in Höhe von 4.264 TEUR (Vorjahr: 5.697 TEUR) führen; eine Verringerung um 100 Basispunkte würde zu einer Verringerung des sonstigen Ergebnisses in Höhe von 4.496 TEUR (Vorjahr: 6.039 TEUR) führen.

Sicherungsmaßnahmen

SICHERUNG ZUKÜNFTIGER CASHFLOWS ("CASHFLOW HEDGE")

Die Fremdwährungsrisiken der PALFINGER AG resultieren aus Forderungen in Fremdwährung gegenüber Konzerngesellschaften und aus dem internationalen Projektgeschäft. Diese Risiken werden zum überwiegenden Teil mit Devisentermingeschäften gesichert.

Der Verkauf von Fremdwährungen über Devisentermingeschäfte stellt eine Sicherungsposition zu den operativen Fremdwährungseingängen dar. Dem Ergebnis aus dem Grundgeschäft steht ein Ergebnis mit umgekehrten Vorzeichen aus dem Devisentermingeschäft gegenüber. Die offenen Sicherungsgeschäfte werden laufend bewertet (Mark-to-Market-Bewertung) und auf ihr Risiko hin analysiert. Die Sicherung von Fremdwährungsrisiken betrifft jeweils Cashflows, die innerhalb von maximal zwölf Monaten erwartet werden oder auf die Projektlaufzeit abgestimmt sind.

Die bestehenden Zinsswaps sichern das Zinsänderungsrisiko bei variabel verzinsten Krediten. Durch diese Zinssicherungsmaßnahme werden Belastungen des Finanzergebnisses durch unvorhersehbare Zinssatzschwankungen begrenzt.

Nominale in
Kontraktwährung
Mark-to-Market-Bewertung
in EUR
in Tausend 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015
Devisentermingeschäfte
USD-Verkauf/EUR-Kauf USD 25.200 USD 23.158 –944 –38
EUR-Verkauf/NOK-Kauf EUR 8.355 EUR 0 46 0
USD-Verkauf/NOK-Kauf USD 76.438 USD 68.112 –8.257 –8.180
EUR-Verkauf/CHF-Kauf EUR 0 EUR 208 0 0
Zinsswaps EUR 146.720 EUR 144.720 –6.794 –6.081
Summe –15.949 –14.299

Der Marktwert der Sicherungsgeschäfte wird gemäß IAS 39 als "Cashflow Hedge" verbucht. Bewertungsgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag sind demnach im Eigenkapital darzustellen. Sobald die zugrunde liegenden Geschäfte realisiert werden, erfolgt die Auflösung der kumulierten Gewinne bzw. Verluste im sonstigen Ergebnis und die erfolgswirksame Übertragung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Die im sonstigen Ergebnis erfassten sowie die realisierten Beträge für die "Cashflow Hedges" sind aus der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich.

SICHERUNG VON FINANZMITTELN ("HELD-FOR-TRADING")

Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Finanzmitteln eingesetzt werden und die die Voraussetzungen für "Hedge Accounting" nach IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität nicht erfüllen, werden als "Held-for-Trading" klassifiziert. Änderungen des Fair Value dieser Finanzinstrumente erfolgen erfolgswirksam über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Nominale in
Kontraktwährung
Mark-to-Market-Bewertung
in EUR
in Tausend 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2015
Währungsswaps
USD-Verkauf/EUR-Kauf USD 43.000 USD 68.000 –354 –317
NOK-Verkauf/EUR-Kauf NOK 106.500 NOK 312.400 43 129
AED-Verkauf/EUR-Kauf AED 3.400 AED 2.430 –7 –5
PLN-Verkauf/EUR-Kauf PLN 0 PLN 1.200 0 –7
Summe –318 –200

Die Wertänderungen aus den Währungsswaps betragen 117 TEUR (Vorjahr: – 421 TEUR) und sind in den Währungsdifferenzen in Höhe von 117 TEUR (Vorjahr: – 421 TEUR) im Finanzergebnis enthalten.

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

OPERATIVES LEASING

Verpflichtungen für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Anlagen (Gebäude, Produktionsanlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung) bestehen voraussichtlich in Höhe von 3.549 TEUR (Vorjahr: 2.929 TEUR) für das Geschäftsjahr 2015, in Höhe von voraussichtlich 8.678 TEUR (Vorjahr: 8.987 TEUR) für die darauffolgenden vier Jahre und in Höhe von voraussichtlich 16.049 TEUR (Vorjahr: 17.348 TEUR) in mehr als fünf Jahren. Hierin enthalten sind auch Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

In der Berichtsperiode wurden Mindestleasingzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen in Höhe von 3.095 TEUR (Vorjahr: 2.360 TEUR) aufwandswirksam erfasst.

FINANZIERUNGSLEASING

Bei den geleasten Sachanlagen handelt es sich um ein Firmenflugzeug mit einem Buchwert in Höhe von 8.232 TEUR (Vorjahr: 8.237 TEUR).

Die dazugehörigen Leasingverbindlichkeiten sind entsprechend den Fristigkeiten unter den lang- bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Mindestleasingzahlungen Barwert
Mindestleasingzahlungen
in TEUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015
Bis zu einem Jahr 1.157 1.290 923 1.273
Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahre 10.576 10.504 10.168 10.067
Über fünf Jahre 0 0 0 0
Summe 11.733 11.794 11.091 11.340
Abzüglich zukünftiger Finanzierungskosten –642 –454
Barwert der Leasingverpflichtungen 11.091 11.340

Übrige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2015 und 2014 bestehen keine Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten.

SONSTIGE ANGABEN

Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die nahestehenden Unternehmen und Personen werden bei PALFINGER in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen), Key Management und Sonstige gruppiert. Die assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind aus dem Beteiligungsspiegel ersichtlich. Unter Key Management werden Aufsichtsrat und Vorstand der PALFINGER AG subsumiert. Zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen zählen im Wesentlichen Unternehmen, die vom Key Management beherrscht werden, und Unternehmen, die auf assoziierte Unternehmen einen beherrschenden Einfluss ausüben.

Die Transaktionen mit assoziierten Unternehmen, Joint Ventures und Unternehmen, die auf assoziierte Unternehmen einen beherrschenden Einfluss ausüben, resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch. Die Transaktionen mit dem Aufsichtsrat resultieren aus Beratungsleistungen. Die Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen vorwiegend Warenlieferungen und Beratungsleistungen.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu fremdüblichen Bedingungen.

In der folgenden Aufstellung werden Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu 100 Prozent angegeben.

Transaktionen mit Vorständen sind in der folgenden Aufstellung nicht enthalten, und es wird auf die Erläuterung "Angaben über Organe und Arbeitnehmer", Seite 206, verwiesen.

Assoziierte Unternehmen Joint Ventures Aufsichtsrat Sonstige
in TEUR 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015
Forderungen 4.028 8.163 4.261 2.744 0 0 30.830 30.655
Verbindlichkeiten 184 145 240 2.013 0 0 1.209 1.344
Umsatzerlöse 48.128 64.752 3.301 6.254 0 0 3.216 14.295
Sonstige operative Erträge 8 197 192 382 0 0 551 558
Bezogene Leistungen –4 0 –1.544 –508 –11 –12 –2.399 –3.915
Materialaufwendungen –5 –10 0 0 0 0 0 0
Zinserträge 0 0 8 28 0 0 2 486

In den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8.725 TEUR (Vorjahr: 6.954 TEUR) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures in Höhe von 2.158 TEUR (Vorjahr: 424 TEUR) resultieren 335 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

Anfang August 2015 bezog PALFINGER die neue Konzernzentrale in Bergheim bei Salzburg, Österreich. Die PALFINGER AG mietet die Konzernzentrale von einer Gesellschaft der Palfinger Privatstiftung. Der Mietvertrag wurde auf die Dauer von 20 Jahren abgeschlossen, wobei der Mietvertrag nach Ablauf der 20 Jahre jeweils zum Jahresende unter Einhaltung einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist von der PALFINGER AG gekündigt werden kann. Die Miete wurde auf Basis eines Fremdverkehrswertgutachtens ermittelt. Die PALFINGER AG hat ein Vorkaufsrecht auf diese Immobilie.

Am 1. April 2015 wurden die restlichen 26 Prozent an der Palfinger systems GmbH, Salzburg, an die Marine Systems Overseas Pte. Ltd., eine Gesellschaft von Hubert Palfinger sen., verkauft (siehe dazu auch die Erläuterungen zum Konsolidierungskreis).

Für Forderungen gegenüber Related Parties in Höhe von 30.016 TEUR (Vorjahr: 29.531 TEUR) betreffend die Palfinger systems GmbH (nunmehr: Hubert Palfinger Technologies GmbH) besteht ein Ratenplan für die nächsten neun Jahre, und es bestehen ausreichend Sicherheiten anderer Related Parties (siehe dazu auch Erläuterung (48)). Die Forderung wird fremdüblich verzinst.

PALFINGER räumte Herrn Palfinger sen. ein Vorkaufsrecht im Falle des Verkaufs der Palfinger systems units GmbH oder aller von PALFINGER gehaltenen Anteile an den Megarme-Gesellschaften ein. Zudem erhielt Herr Palfinger sen. ein Optionsrecht zum Erwerb von 19 Prozent (des Gesamtkapitals der Megarme-Gesellschaften) der von PALFINGER an den Megarme-Gesellschaften gehaltenen Anteilen auf Basis des Fair Value bis spätestens 31. Dezember 2016.

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

ARBEITNEHMER

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer für den Konzern gemessen als Vollzeitäquivalent betrug im Geschäftsjahr einschließlich des Vorstands 8.995 Personen (Vorjahr: 8.030 Personen). Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Arbeitnehmer in der PALFINGER Gruppe 9.131 Personen (Vorjahr: 8.893 Personen).

Im Jahr 2015 wurden wie im Vorjahr keine Unternehmen anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen.

AUFSICHTSRAT

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2015 folgende Personen bestellt bzw. vom Betriebsrat delegiert:

  • Ing. Hubert Palfinger jun., Vorsitzender1)
  • Ing. Mag. Hannes Palfinger, Stellvertreter des Vorsitzenden1)
  • Jian Qi
  • Mag. Peter Pessenlehner2)
  • Dr. Heinrich Dieter Kiener
  • Gerhard Gruber (Betriebsrat)
  • Johannes Kücher (Betriebsrat)2)
  • Alois Weiss (Betriebsrat)

1) Mitglied des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses 2) Mitglied des Prüfungsausschusses

DI Wolfgang Anzengruber ist mit 16. Juni 2015 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Johann Mair wurde mit 6. Februar 2015 von Johannes Kücher im Aufsichtsrat abgelöst.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Aufsichtsratstätigkeit keine Bezüge.

VORSTAND

  • DI Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender
  • Mag. Christoph Kaml, Vorstand für Finanzen
  • Ing. Wolfgang Pilz, Vorstand für Marketing & Vertrieb
  • DI Martin Zehnder, MBA, Vorstand für Produktion

Die Bezüge des Vorstands bestehen aus mehreren Komponenten und gliedern sich wie folgt:

Bezüge
erfolgsunabhängig
Stock-Option-Programm Bezüge
erfolgsabhängig
in TEUR 1–12 2014 1–12 2015 1–12 2014 1–12 2015 1–12 2015
Herbert Ortner 528 537 1 0 396 395
Christoph Kaml 395 437 8 2 288 303
Wolfgang Pilz 329 335 1 0 297 297
Martin Zehnder 334 339 1 0 297 297
Summe 1.586 1.648 11 2 1.278 1.292

Für kurzfristige erfolgsabhängige Bezüge der Vorstände bestehen Rückstellungen in Höhe von 1.425 TEUR (Vorjahr: 1.402 TEUR).

Zusätzlich wurde 2011 mit dem Vorstand eine Prämienvereinbarung für die langfristige Unternehmenswertsteigerung getroffen. Die Prämie für die Wertsteigerung von Jänner 2011 bis Februar 2014 wurde Ende Februar 2014 ausbezahlt. Die Prämie für die Unternehmenswertsteigerung bis Ende 2015 gelangt, bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen, 2016 zur Auszahlung. Im Geschäftsjahr 2014 wurden dafür für den Vorstandsvorsitzenden 820 TEUR p.a. und für die Vorstandsmitglieder 550 TEUR p.a. ausbezahlt.

Frühere Prämienvereinbarungen mit dem Vorstand liefen im Februar 2014 aus bzw. sind Ende des Jahres 2015 ausgelaufen. Um einen nahtlosen Anschluss zu gewährleisten, wurde Mitte 2015 eine neue Vereinbarung abgeschlossen, die sich wiederum an der langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes orientiert. Die neue Vereinbarung läuft bis zum Jahr 2018 und wird voraussichtlich im Jahr 2019 zur Auszahlung gelangen.

Für Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wurden im Geschäftsjahr 54 TEUR (Vorjahr: 43 TEUR) an Dienstzeitaufwand erfasst. Dies betrifft einerseits Abfertigungsverpflichtungen für DI Herbert Ortner und Ing. Wolfgang Pilz und andererseits einzelvertragliche Pensionszusagen für Ing. Wolfgang Pilz.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen betrugen in der PALFINGER AG für den Vorstand und leitende Angestellte 87 TEUR (Vorjahr: 352 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmer 417 TEUR (Vorjahr: 1.369 TEUR).

Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Beiträge an beitragsorientierte Versorgungspläne für den Vorstand in Höhe von 19 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR).

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns geführt hätten.

Salzburg, am 28. Jänner 2016

Der Vorstand der PALFINGER AG

Ing. Wolfgang Pilz e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h. Vorstand für Marketing & Vertrieb Vorstand für Produktion

DI Herbert Ortner e.h. Mag. Christoph Kaml e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstand für Finanzen

VERTIEFENDE GRI- UND NACHHALTIGKEITS-INFORMATIONEN

NACHHALTIGKEITSBERICHTSPROFIL UND -GRENZEN

In diesem integrierten Geschäftsbericht werden alle Aspekte der Unternehmensführung – die ökonomischen ebenso wie die sozialen und ökologischen – gesamthaft dargestellt. Seit 2013 wird nun jährlich ein integrierter Geschäftsbericht veröffentlicht, der die Nachhaltigkeitsberichterstattung beinhaltet. Die Auswahl der berichteten Aspekte erfolgte nach den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse und orientiert sich an den vier Nachhaltigkeitsbereichen bei PALFINGER. Der GRI-Index gibt einen Überblick über die Nachhaltigkeitsaspekte und verweist auf die jeweiligen Seiten im Bericht. Zur besseren Orientierung wird im Gegenzug auf diesen Seiten auf die jeweils relevanten GRI-Angaben und -Indikatoren, aber auch auf andere zusätzliche Informationen verwiesen.

Zahlenangaben des Jahres 2015 werden stets mit den Vorjahreswerten verglichen, Kennzahlen (KPIs) sind im Drei-Jahres-Vergleich angegeben. Erstmalig werden im Konzernlagebericht vorwiegend aggregierte Kennzahlen auf Gruppenebene berichtet. Darüber hinaus findet eine detailliertere Berichterstattung in diesem Kapitel statt.

Grundsätzlich sind alle konsolidierten Gesellschaften der PALFINGER Gruppe auch in der Nachhaltigkeitsberichterstattung berücksichtigt. Gesellschaften bzw. Standorte, die erst im Berichtsjahr 2015 erworben oder gegründet wurden, werden erst im Folgejahr berichtet und sind daher bei folgenden Angaben derzeit nicht inkludiert:

  • Mitarbeiterkennzahlen, die über Beschäftigungszahlen hinausgehen
  • Umweltbezogene Daten

Umweltbezogene Daten umfassen folgende Fertigungs- und Montagestandorte:

Elsbethen (AT), Köstendorf (AT), Lengau (AT), Cherven Brjag (BG), Tenevo (BG), Cachoeirinha (BR), Caxias do Sul (BR), Niagara Falls (CA), Shenzhen (CN), Ganderkesee (DE), Krefeld (DE), Löbau (DE), Seifhennersdorf (DE), Caussade (FR), Welwyn Garden City (GB), Delnice (HR), Cadelbosco (IT), Modena (IT), Sacheon (KR), Barneveld (NL), Harderwijk (NL), Gdynia (PL), Lazuri (RO), Archangelsk (RU), Ischimbai (RU), Salavat (RU), Velikiye Luki (RU), Marburg (SI), Marine Marburg (SI), Cerritos (US), Council Bluffs (US), Tiffin (US), Trenton (US), Hanoi (VN), Hung Yen (VN).

Die Bürostandorte Ainring (DE) und Salzburg (AT) wurden als Unternehmenssitz bzw. Vertriebs- und Verwaltungsstandort aufgrund Ihrer Größe im Reporting berücksichtigt.

Bedingt durch die hohe Anzahl an Standorten ist es in dem vorliegenden Bericht nicht möglich, die Daten für jeden einzelnen Standort anzuführen. Die Angaben erfolgen nach den Regionen Europäische Union, Übriges Europa, GUS, Mittel- und Südamerika, Nordamerika, Naher Osten und Afrika sowie Ferner Osten bzw. für die PALFINGER Gruppe. Im Bereich öko-effiziente Produktion befinden sich keine Standorte in den Regionen Übriges Europa sowie Naher Osten und Afrika, daher werden sie nicht angeführt.

GRI G4-18: Festlegung Berichtsinhalte; GRI G4-22: Neudarstellung in der Berichterstattung; GRI G4-28: Berichtszeitraum; GRI G4-29: Vorheriger Bericht; GRI G4-30: Berichtszyklus

Strategische Nachhaltigkeitsaspekte, Seite 21; GRI-Index, Seite 233

NACHHALTIGKEITSPROGRAMM 2015/16

In der folgenden Tabelle sind die Maßnahmen für das PALFINGER Nachhaltigkeitsprogramm 2015/16 angeführt. Zudem gibt sie einen Überblick über den aktuellen Status bisheriger Maßnahmen.

LEGENDE

In Bearbeitung:

Maßnahmen aus dem Nachhaltigkeitsprogramm vom Vorjahr wurden im Zuge der Prüfung bzw. Abarbeitung neu definiert und im aktuellen Programm angeführt.

Erledigt:

Jene Maßnahmen wurden intern erfolgreich umgesetzt und bedürfen keinerlei Folgemaßnahmen, es sei denn, sie werden explizit erwähnt.

Ausgesetzt/Gestrichen:

Jene Maßnahmen wurden aufgrund interner Gründe ausgesetzt bzw. durch zielorientiertere Maßnahmen ersetzt.

Grau hinterlegt:

Jene Maßnahmen, die sich PALFINGER im vorigen integrierten Geschäftsbericht auferlegt hat.

Weiß hinterlegt:

Jene Maßnahmen, die sich PALFINGER im aktuellen Berichtsjahr auferlegt hat.

FAIRE WIRTSCHAFT

Unternehmensethik und Korruptionsprävention Status
Stärkung der Unternehmensethik In Bearbeitung
Das Bewusstsein für Unternehmensethik als eine wesentliche Säule im PALFINGER Code of Conduct soll gestärkt werden. 2016
werden gezielte Kommunikation sowie die gruppenweite PALversity-Initiative zentral dazu beitragen, ebenso wie die Integration in
die aktualisierte Mitarbeitermappe und in den internen Kommunikationskanal Yammer. Zusätzlich soll ein entsprechender PMI
Prozess entwickelt werden.
Schulung Unternehmensethik für neue Mitarbeiter In Bearbeitung
PALFINGER stärkt das Bewusstsein für Unternehmensethik, unter anderem durch das gruppenweite PALversity-Projekt. Dabei liegt
der Fokusvor allem auf der Einbeziehung der neuen Gesellschaften in Russland und China. Zusätzlich ist die Erstellung eines
Erklärvideos zum Code of Conduct geplant.
Nachhaltigkeit in der Lieferkette Status
Follow-up Schulung "Nachhaltige Beschaffung" Erledigt
Diese Schulung dient der Bewusstseinsschärfung für den Code of Conduct (Menschenrechte) sowie dem Austausch der
Erfahrungen aus den bereits stattfindenden Audits ökologischer und sozialer Aspekte bei Lieferanten.
Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells In Bearbeitung
Gesamtlösungen aus einer Hand von PALFINGER sollen weiter forciert werden. In diesem Zuge werden Finanzierungsmodelle
geprüft.
Regionale Beschaffung In Bearbeitung
Künftig sollen mehr Initiativen für regionale Beschaffung gestartet werden.
Nachhaltigkeitsmanagement Status
Zertifizierte Umweltmanagementsysteme an weiteren Standorten In Bearbeitung
Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 wird am Standort Elsbethen (Österreich) eingeführt.
Gruppenkonferenz für Umwelt- und Gesundheitsbeauftragte In Bearbeitung
Sämtliche lokale Beauftragte für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit tauschen sich untereinander aus. Die gruppenweite
Konferenz steht 2016 auf der Agenda. Hierbei sollen eine gemeinsame PALFINGER Nachhaltigkeitskultur gebildet, Definitionen
vereinheitlicht und Reporting sowie Erfahrungsaustausch der Reportingverantwortlichen verbessert werden.
Gezielte Stakeholderkommunikation In Bearbeitung
Ein Workshop zur Analyse von PALFINGER Stakeholdergruppen und deren Einbindung soll 2016 stattfinden. Aufgrund des
dynamischen Umfelds wurde 2015 erneut eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Darauf aufbauend erfolgen Maßnahmen zur
gezielten Steuerung der Kommunikationsstrategien.
Carbon-Disclosure-Projekt Ausgesetzt
PALFINGER strebt die Teilnahme an der Carbon Disclosure Initiative an.
Umstellung auf Providermix im Reporting Erledigt
Eine Umstellung von länderspezifischen THG-Emissionen auf den lokalen Providermix ist sukzessive erfolgt.

ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION

PALFINGER setzt sich seit dem Jahr 2014 eine jährliche Verbesserung der Energieeffizienz und eine jährliche Reduktion der gefährlichen Abfälle um 1,8 Prozentpunkte zum Ziel. Auch das Erreichen von Nachhaltigkeits-Benchmarks als Kriterium für variable Gehaltskomponenten soll auf langfristige Sicht gruppenweit vereinbart werden.

Energieeffizienz und Klimaschutz Status
Fortsetzung von Leuchtturmprojekten für Energieeffizienz In Bearbeitung
Auch zukünftig legt PALFINGER einen Schwerpunkt auf öko-effiziente Produktion und Facility-Management:
Energieeffizienzbemühungen haben für neue, insbesondere große und daher energieintensive Standorte mit der Aufnahme in die
PALFINGER Gruppe begonnen.
Best-Practice-Pool für Energieeffizienz In Bearbeitung
Erfolgreich durchgeführte Maßnahmen werden gruppenweit elektronisch unter den lokalen Verantwortlichen ausgetauscht.
Energieeffizienz-Initiativen sollen sich so schneller in der PALFINGER Gruppe verbreiten. Die Kommunikation über den SharePoint
sowie zusätzliche Medien wie Webinars und Telefonkonferenzen wird weiterhin forciert.
Lokale Beauftragte für Umweltschutz Erledigt
Jedes regionale Management stellt sicher, dass lokale Beauftragte Energieeffizienz und Umweltschutz vorantreiben. Teams steuern
in allen Gesellschaften einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Durch organisches wie anorganisches Wachstum wird dies
als laufende Maßnahme gesehen.
Reisekostenoptimierung Erledigt
Im Rahmen des Lean-Administration-Projekts sollen zur weiteren Optimierung der Reisekosten und deren Auswirkungen
gruppenweit Videokonferenzsysteme ausgebaut werden. Die Reisekostenoptimierung wird als laufender Prozess gesehen. In
Österreich und Slowenien wurden neue Systeme installiert. Überdies werden "Skype for Business"-Systeme am eigenen
Arbeitsplatz zunehmend angewendet.
Energiekooperation mit SANY Heavy Industries Ausgesetzt
In China soll nach dem Umzug des Produktionsstandorts nach Rudong ein Follow-up Workshop zur Energieeffizienz stattfinden.
Energieeffizienzgesetz (EEffG) Erledigt
Um der Verpflichtung des EU-Energieeffizienzgesetzes Rechnung zu tragen, wurden 2015 Evaluierungen der jeweilig nationalen
Implementierungserfordernisse und der Fristen für Standorte in europäischen Ländern durchgeführt. Die Anforderungen betreffen
14 PALFINGER Standorte in fünf Ländern. In Österreich und Bulgarien werden externe Audits forciert, in Deutschland und
Slowenien wird ISO 50001 eingeführt.
Energieaudits In Bearbeitung
An allen österreichischen Standorten und am Standort Cherven Brjag, Bulgarien, haben im Rahmen des Energieeffizienzgesetzes
(EEffG) Energieaudits im Jahr 2015 stattgefunden.
Einführung ISO 50001 In Bearbeitung
An deutschen und slowenischen Standorten ist 2016 die Zertifizierung nach ISO 50001, dem Energiemanagementsystem, geplant.
Eine Prüfung für die Umsetzung an weiteren EU-Standorten findet darüber hinaus statt.
Einhaltung von Effizienzstandards bei neuer Produktionshalle in Ischimbai, Russland Erledigt
Durch die Anwendung neuester Technologiestandards bei der Fertigstellung der neuen Produktionshalle in Ischimbai im Jahr 2015
hat sich die Energieeffizienz nochmals deutlich verbessert.
Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen In Bearbeitung
Bestehende Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen in Marburg und Lengau werden optimiert.
Modernisierung und Ausbau der Werke In Bearbeitung
Für Lengau und Köstendorf ist der Ausbau der Gebäudeleittechnik geplant. An bulgarischen Standorten werden ein Werksausbau
sowie ein Modernisierungsprogramm gestartet.
Abfall- und Gefahrenstoffe Status
Abfalloptimierungsprojekt In Bearbeitung
In Lengau, Köstendorf, Marburg und Tenevo ist ein Abfalloptimierungsprojekt geplant. Eine erste Analyse der Wertstoffströme wurde
bereits durchgeführt.
Transport Status
Transportoptimierung In Bearbeitung

In der Region EMEA soll der Transport optimiert werden. In diesem Rahmen wird auch eine Strategie zur Transportreduktion entwickelt.

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER

Fluktuation und Rekrutierung Status
Etablierung einer Employer-Branding-Strategie In Bearbeitung
Eine gruppenweite Employer-Branding-Strategie wird integriert und den verstärkten Einsatz von Social Media berücksichtigen. Dies
soll unter anderem zur Attraktivität von PALFINGER als Arbeitgeber beitragen.
Personalmarketing In Bearbeitung
Das Personalmarketing von PALFINGER soll in Zukunft über weitere neue Medien erfolgen und somit aktiv die Arbeitgeber
Attraktivität steuern. In diesem Zusammenhang wird eine professionelle, gruppenweite Rekrutierungsplattform entwickelt.
Onboarding Prozess In Bearbeitung
Der Onboarding Prozess wird optimiert; dadurch soll die Integration von neuen Mitarbeitern verbessert werden.
Gesundheit und Arbeitssicherheit Status
Global einheitliche Definition von Unfällen und deren einheitliches Reporting In Bearbeitung
Neben Ausfallzeiten werden gruppenweit auch zukünftig einzelne Unfälle nach einer einheitlichen Definition bezüglich ihrer
Schwere berichtet. Dies unterstützt den lokalen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Gruppen-Mindeststandard für Gesundheit und Arbeitssicherheit Gestrichen
PALFINGER erkennt den Stellenwert von würdigen Arbeitsplatzbedingungen weltweit an und integriert dieses Projekt als einen
Schwerpunkt ins PALversity-Projektteam "Arbeitsbedingungen".
Erweiterung PALfit In Bearbeitung
Das betriebliche Gesundheitsmanagement PALfit wurde in Kroatien ausgeweitet und wird in Deutschland aufgrund der
gesellschaftlich-rechtlichen Umstrukturierungen 2016 forciert.
Erste-Hilfe-Ausbildungen In Bearbeitung
Diese sollen im Rahmen des PALFINGER Kollegs in Österreich angeboten werden.
"Gesundes Führen" In Bearbeitung
Durch Vorträge von Arbeitspsychologen (Fokus Krisenkommunikation) soll hier Bewusstsein gestärkt werden, auch
Umsetzungsmaßnahmen werden neu aufgegriffen. Das österreichische Projekt wird weiter ausgebaut und ebenso an den
Standorten in Krefeld und Löbau Fuß fassen.
Status
Aus- und Weiterbildung
Einführung gruppenweiter Mitarbeitergespräche für indirekt produktive Mitarbeiter
Erledigt
Diese Maßnahme wurde in der laufenden Berichtsperiode intern weiter forciert. Die Evaluierung und Bewusstseinsbildung an
einzelnen Standorten läuft. Die Umsetzung findet durch das lokale Management statt und wurde in die operativen
Managementsysteme integriert.
Fortsetzung des HR-Reviews In Bearbeitung
Das HR-Review soll mittelfristig auch auf untere Führungsebenen ausgedehnt werden.
Mindeststandards bei Austrittsgesprächen Erledigt
Mit Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen, sollen strukturierte Austrittsgespräche geführt werden. Die Maßnahme wurde in
die operativen Managementsysteme integriert.
Coaching für Führungskräfte In Bearbeitung
In Bearbeitung
Die weitere Etablierung von Coaching für Führungskräfte und aktive Kommunikation des Angebots sollen auch künftig im Fokus
stehen.
Ausweitung der Personalentwicklung
Das Kolleg-Programm soll regional ausgeweitet werden und somit die Kolleg-Idee weiter internationalisiert werden.
Status
Gestrichen
Vielfalt und Chancengleichheit
Ausbau Diversity-Zirkel
Anstelle des Diversity-Zirkels erfolgt der gruppenweite Austausch über das PALversity-Projekt.
PALversity-Projekt "Unternehmenskultur"
In Bearbeitung
Ziel ist es, ein ganzheitliches Bild der bestehenden Unternehmenskultur zu erhalten, "Leadership by example" zu stärken und ein
"Corporate Culture Board" zu installieren, das Anliegen diskutiert und weitere Strategien und Initiativen entwickelt. 2015 wurden
mithilfe einer Umfrage die Unternehmenswerte aktualisiert und danach an alle Mitarbeiter kommuniziert.
PALversity-Projekt "Rekrutierung" In Bearbeitung
PALversity-Projekt "Internationale Mobilität" In Bearbeitung
2015 wurde ein internationales Austauschprogramm eingerichtet: Talente aus den verschiedenen Regionen dürfen für einen
definierten Zeitraum in das PALFINGER Headquarter wechseln und fungieren als Kulturträger und -aufnehmer. Auch soll es einen
Corporate-Functions-Austausch in die Regionen geben. Zusätzlich soll eine werteorientierte Strategie für Mobilitätsprogramme
entwickelt werden.
PALversity-Projekt "Arbeitsbedingungen" In Bearbeitung
Es wird anknüpfende Maßnahmen zu Gruppen-Mindeststandards im Bereich Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie
Umweltschutz geben. Eine Erstanalyse an Fertigungs- und Montagestandorten gibt die notwendige Transparenz über die lokalen
Bedingungen, auf die entsprechende Verbesserungsmaßnahmen aufgesetzt werden können.
PALversity-Projekt "Talentemanagement" In Bearbeitung
Das Projekt zielt darauf ab, ein gruppenweites Bewusstsein für Talente Management zu generieren. Anschließend sollen
Unternehmensziele festgelegt und die notwendigen HR-Anforderungen für ein entsprechendes Tool eingeholt und evaluiert
werden.
Mitarbeiter-Kommunikation Status
Erneuerung des Intranet In Bearbeitung
Im Jahr 2016 soll ein Fokus auf ein neues Intranet gelegt werden, um die interne Kommunikation mit den Mitarbeitern zu
verbessern.
Wirtschaftliche und soziale Sicherheit: Entlohnung und Versammlungsfreiheit Status
Fortsetzung Living Wages Gestrichen

Der Schwerpunkt im PALversity-Projekt "Arbeitsbedingungen" wurde auf allgemeine Arbeitsbedingungen im Gesundheits- und Umweltbereich gelegt, exklusive der Thematik Living Wages. Einheitliche internationale Mindeststandards im Bereich Living Wages zu generieren erwies sich als äußerst schwierig. An den PALFINGER Standorten werden Löhne bezahlt, die über dem jeweiligen regionalen Standard liegen. Diesen bisher bereits gelebten Grundsatz wird PALFINGER weiterhin verfolgen und auch laufend überprüfen.

NACHHALTIGE PRODUKTE

Forschung und Entwicklung, Sicherheit der Produkte Status
Sicherheitssysteme SRC und RTC Erledigt
Die bereits am Markt verfügbare Seilwindensynchronregelung SRC und die Seilspannvorrichtung RTC bildeten einen Schwerpunkt
in der Forschung und Entwicklung sowie in der Umsetzung 2015.
PALcom 7 Erledigt
PALcom 7 beinhaltet zusätzliche Sicherheitsfeatures wie Kippschutz und Beschleunigungssensor. 2015 wurde die
Serieneinführung abgeschlossen. Bei den Forst- und Recyclingkranen ist mit 2015 die Einführung des Standsicherheitssystems
HPSC auch abgeschlossen.
Einführung des P-Profils In Bearbeitung
Die Einführung des neuen polygonalen Profils (P-Profil) ermöglicht eine leichtere Bauweise und erzeugt mehr Hubkraft. Dieses
Profil soll zukünftig in weiteren Kranmodellen Verwendung finden.
Prüfung Händler-Standards In Bearbeitung
Die Prüfung internationaler Händler-Standards soll die sichere Anwendung der Produkte unterstützen sowie zur Produktqualität
und zur Langlebigkeit beitragen.
Sicherheitssystem In Bearbeitung
Im Zuge des DACHS-Projekts "Fall Protection Mode" wird der Arbeitssicherheitsmodus des Krans weiter entwickelt. Darüber hinaus
sind neue Steuerungssysteme für Entwicklungsländer geplant. Zur weiteren Sicherheit trägt auch die neue Bedienerschulung bei.
Mounting Competence Center (MCC) In Bearbeitung
MCC als integrierte Aufbauunit ist für den Ladekran etabliert und forciert die Entwicklung von Aufbaustandards.
Produkte für ökologische und soziale Zwecke Status
Neue Website: Umwelt und Sicherheit bei Produkten In Bearbeitung
Die allgemeine Beschreibung aller PALFINGER Produkte soll um eine Darlegung der Umwelt- und Sicherheitsvorteile ergänzt
werden.

GRI G4-DMA: Nachhaltigkeitsprogramm

WESENTLICHE GRI-ASPEKTE IN DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE

Die nachfolgende Darstellung verdeutlicht, welche Nachhaltigkeitsaspekte der Global Reporting Initiative (GRI) bei PALFINGER als wesentlich angesehen wurden und in welcher Phase der Wertschöpfungskette ihre Effekte auftreten. Darüber hinaus wird dargestellt, mit welchen Indikatoren sie bei PALFINGER gemessen werden. Die Reihung der wesentlichen Themen entspricht der Gesamtrelevanz, die ihnen das PALFINGER Management und interne wie externe Stakeholder 2015 gegeben haben. Dargestellt sind alle 32 bewerteten Themen aus der Wesentlichkeitsanalyse. Änderungen zu vorhergehenden Berichten sind in der Legende bzw. im Kapitel Wesentlichkeitsanalyse angeführt. GRI-ASPEKTE IN und Phase Darüber sie bei gemessen The-PALFINGER gegeben haben. Dargestellt bzw.

Position in der
Wertschöpfungskette
Ranking Wesentliche Themen Lieferkette Intern im
Unternehmen
Anwendung
der Produkte
Wesentlicher Aspekt laut GRI
Berichtete GRI-Indikatoren
Intensität des Reportings
$\mathbf{1}$ Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter
PALFINGER soll die Mitarbeiter vor Unfällen
schützen und ihre Gesundheitvorsorge fördern.
Arbeitssicherheit und Gesund-
heitsschutz
Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten
und Ausfalltage (G4-LA 6); Arbeiter
mit hoher Erkrankungsrate oder
-gefährdung (G4-LA 7); Formelle
Vereinbarungen mit Gewerkschaften
bezüglich Gesundheits- und Sicher-
heitsthemen (G4-LA 8)
Quantitative Darstellung von
Unfällen und Ausfallzeiten in
der eigenen Produktion sowie
Beschreibung von Initiativen
$\overline{2}$ Sicherheit der Produkte
PALFINGER Produkte sollen sich durch höchste
Sicherheit auszeichnen. Die Vermeidung von
Unfällen soll in der Anwendung über gesetzliche
Anforderungen hinausgehen.
Kundengesundheit und -sicherheit
Produkt- und Dienstleistungskatego-
rien, deren Auswirkungen auf Gesund-
heit und Sicherheit geprüft werden
(G4-PR 1); Fälle von Nichteinhaltung
sicherheitsrelevanter Vorschriften
$(G4-PR2)$
Quantitative Darstellung etwai-
ger Unfälle sowie Beschreibung
der Sicherheitsinnovationen bei
Produkten
3 Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
PALFINGER soll dafür Sorge tragen, sein Geschäfts-
modell langfristig zukunftsfähig auszurichten und
Trends (z. B. Urbanisierung, Leihen statt Besitzen
etc.) aktiv zu verfolgen.
Wirtschaftliche Leistung
Direkt erwirtschafteter Wert und verteilter
wirtschaftlicher Wert (G4-EC 1); Durch
den Klimawandel bedingte finanzielle
Folgen, sowie andere Chancen und Risi-
ken (G4-EC 2); Finanzielle Unterstüt-
zung seitens der Regierung (G4-EC4)
Darstellung im Rahmen der
Lageberichterstattung, Risiko-
management, Wirtschaftliche
Leistung, Organisationsprofil
4 Attraktive Beschäftigungsmöglichkeit
PALFINGER soll als attraktiver Arbeitgeber gelten,
die Fluktuation niedrig halten und interne Aufstiegs-
möglichkeiten schaffen.
Beschäftigung; Bewertung der Liefe-
ranten hinsichtlich Arbeitspraktiken
Gesamtzahl der Mitarbeiter und Fluk-
tuation (G4-LA 1); Prüfung von Arbeits-
praktiken in der Lieferkette (G4-LA 14);
Auswirkungen von Arbeitspraktiken in
der Lieferkette (G4-LA 15)
Qualitative Beschreibung
5 Forschung und Entwicklung
PALFINGER soll weiterhin in Forschung und
Entwicklung investieren.
Qualitative Beschreibung der
Forschung und Entwicklung
6 Rohstoffbedarf und -effizienz
In der Produktion soll PALFINGER Rohstoffe wie
Stahl und Aluminium effizient einsetzen.
Materialien
Eingesetzte Materialien nach Gewicht
$(G4$ -EN $1)$
Quantitative Darstellung des
Verschnitts
Position in der
Wertschöpfungskette
Ranking Wesentliche Themen Lieferkette Internim
Unternehmen
Anwendung
der Produkte
Wesentlicher Aspekt laut GRI
Berichtete GRI-Indikatoren
Intensität des Reportings
$\overline{7}$ Compliance mit rechtlichen und ethischen
Standards 1)
PALFINGER soll ethisch korrekt handeln: Gesetze
werden eingehalten, Steuern werden korrekt bezahlt
und der Korruption wird entgegengesteuert.
Ethik und Integrität;
Korruptionsbekämpfung
Code of Conduct (G4-56); Compliance
und Integrität (G4-57); Meldung von
Bedenken zu Integrität (G4-58); Ge-
prüfte Geschäftsstandorte (G4-SO 3);
Information zu Korruptionsprävention
(G4-SO 4); Korruptionsfälle (G4-SO 5);
Wettbewerbsrecht (G4-SO 7)
Darstellung etwaiger
Verstöße und Beschreibung
der Initiativen im Rahmen der
Unternehmensethik
8 Korrekte Corporate Governance 2)
Die Unternehmensführung soll korrekt handeln
und die Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, Einbe-
ziehung der Aktionäre und transparente Entlohung
des Top-Managements garantieren. Das Handeln
nach klar definierten Unternehmenswerten soll
forciert werden.
Compliance
Signifikante Bußgelder (G4-SO 8); Fälle
von Nichteinhaltung sicherheitsrele-
vanter Vorschriften (G4-PR 2)
Darstellung etwaiger Verstöße
und des Compliance Manage-
ments
9 Energieeffizienz und Klimaschutz 3)
PALFINGER soll anstreben, den Energieverbrauch
und Transport laufend zu optimieren, Kosten und
Emissionen zu reduzieren und so aktiv zum Klima-
schutz beitragen.
Energie; Emissionen
Energieverbrauch und -intensität
(G4-EN 3, G4-EN 4, G4-EN 5, G4-EN 6,
G4-EN 7); THG-Emissionen (G4-EN 15,
G4-EN 16, G4-EN 17, G4-EN 18)
Quantitativer Indikator und
qualitative Beschreibung des
Energieverbrauchs
10 Effiziente und umweltfreundliche Produkte 4)
In der Anwendung sollen sich PALFINGER Produkte
durch geringen Energie- und Betriebsmittelbedarf
auszeichnen. Sie sollen über den Lebenszyklus
betrachtet die wirtschaftlichste Lösung darstellen.
Produkte und Dienstleistungen
Reduktion ökologischer Auswirkungen
von Produkten (G4-EN 27)
Qualitative Beschreibung bei
Produktinnovationen
11 Langlebigkeit der Produkte 5)
Kundenzufriedenheit hat bei PALFINGER oberste
Priorität. Die Produkte sollen demnach qualitativ
hochwertig, zuverlässig, langlebig und wartungsarm
konzipiert sein.
Qualitative Beschreibung
der Produktinnovationen zur
Qualitätsverbesserung
12 Weiterbildung
PALFINGER soll weiterhin die Weiterbildung
der Mitarbeiter forcieren.
Aus- und Weiterbildung
Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter
(G4-LA 9): Programme für Kompetenz-
management (G4-LA 10); Mitarbeiter
mit regelmäßiger Beurteilung (G4-LA 11)
Quantitativer Indikator und
qualitative Beschreibung des
Weiterbildungsprogramms
13 Vielfalt und Chancengleichheit
PALFINGER soll Vielfalt fördern und allen Mitarbei-
tern gleiche Chancen bieten - unabhängig von Alter,
Geschlecht, Herkunft und anderen Faktoren.
Vielfalt und Chancengleichheit
Vielfalt und Chancengleichheit
(G4-LA 12)
Quantitative Darstellung
von Frauenanteil, Generati-
onen und Mitarbeitern mit
Behinderung sowie qualitative
Darstellung der Initiativen
14 Faire Entlohnung 6)
PALFINGER soll faire Bezahlung bieten.
Gleicher Lohn für Frauen und Männer
Kein GRI-Indikator berichtet
Qualitative Beschreibung
zum Lohnniveau
15 Produkte ohne Problemstoffbelastung 4)
PALFINGER Produkte sollen Varianten mit biolo-
gisch abbaubarem Hydrauliköl anbieten und frei
von Problemstoffen (z. B. Chrom VI, Iösungsmittel-
basierte Lacke, etc.) sein. Umweltschäden sollen
in der Anwendung der Produkte minimiert werden.
Abwasser und Abfall; Produkte
und Dienstleistungen
Gesamtgewicht des Abfalls (G4-EN 23);
Reduktion ökologischer Auswirkungen
von Produkten (G4-EN 27)
Darstellung von Verschnitt und
Entwicklung bei gefährlichen
Abfällen, Beschreibung des
technischen Stands von
Galvanik und Lackieranlagen,
Beschreibung von Produktin-
novationen

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2015 VERTIEFENDE GRI- UND NACHHALTIGKEITS-INFORMATIONEN

Position in der
Wertschöpfungskette
Ranking Wesentliche Themen Lieferkette Intern im
Unternehmen
Anwendung
der Produkte
Wesentlicher Aspekt laut GRI
Berichtete GRI-Indikatoren
Intensität des Reportings
16 Nachhaltigkeit in der Lieferkette 7)
PALFINGER soll sich für den Umweltschutz bei
den Lieferanten und deren soziale Verantwortung
interessieren. Lieferanten, die sich hier engagieren,
sollen bei PALFINGER Vorteile haben.
Bewertung der Lieferanten hinsichtlich Anzahl der Audits bei Lieferan-
ökologischer Aspekte, Arbeits-
praktiken, Menschenrechte und
gesellschaftlicher Aspekte
Bewertung der Lieferanten hinsichtlich:
ökologische Aspekte (G4-EN 32, G4-EN
33); Arbeitspraktiken (G4-LA 14, G4-LA
15); Menschenrechte (G4-HR 10,
G4-HR 11); gesellschaftliche Aspekte
(G4-SO 9, G4-SO 10)
ten und deren Ergebnisse
17 Mitarbeiterkommunikation
Jeder Mitarbeiter soll über wesentliche Unterneh-
mensentwicklungen informiert sein. Die Kommu-
nikation mit und zwischen den Mitarbeitern soll
international auf hohem Niveau und von gemeinsa-
men Unternehmenswerten getragen sein.
Qualitative Beschreibung
der Kommunikation mit den
Mitarbeitern
18 Abfall und Gefahrenstoffe 8)
An seinen Standorten soll PALFINGER Abfälle und
potenziell gefährliche Stoffe vermeiden, sicher
lagern und entsorgen.
Abwasser und Abfall
Gesamtgewicht des Abfalls (G4-EN 23)
Darstellung von Verschnitt und
Entwicklung bei gefährlichen
Abfällen, Beschreibung des
technischen Stands von
Galvanik und Lackieranlagen.
Beschreibung von Produkt-
innovationen
19 Recyclierbarkeit der Produkte
PALFINGER Produkte sollen am Ende des Lebenszy-
klus gut recyclierbar sein.
Abwasser und Abfall; Produkte und
Dienstleistungen
Gesamtgewicht des Abfalls (G4-EN 23);
Reduktion ökologischer Auswirkungen
von Produkten (G4-EN 27)
Darstellung von Verschnitt und
Entwicklung bei gefährlichen
Abfällen, Beschreibung des
technischen Stands von
Galvanik und Lackieranlagen,
Beschreibung von Produkt-
innovationen
20 Vermeidung von Lärm und Emissionen
PALFINGER Produkte sollen bei der Anwendung
Lärm und Emissionen vermeiden.
Emissionen
Direkte und indirekte THG-Emissio-
nen (G4-EN 15, G4-EN 16); Weitere
Indirekte THG-Emissionen (G4-EN 17);
Intensität der THG-Emissionen
(G4-EN 18)
Quantitative Indikatoren und
qualitative Beschreibung der
Emissionen
21 Geringes Produktgewicht 4)
PALFINGER Produkte und die notwendigen Aufbau-
ten sollen ein geringes Gewicht aufweisen.
Materialien
Eingesetzte Materialien nach Gewicht
$(G4$ -EN 1)
Quantitative Darstellung des
Verschnitts
22 Produktinformationen
Für Anwender sollen Produktinformationen und
Schulungen bereitgestellt werden. Damit werden
Sicherheit und Umweltschutz bei der Nutzung der
PALFINGER Produkte gewährleistet.
Kennzeichnung von Produkten
und Dienstleistungen
Produkt- und Dienstleistungs-
informationen (G4-PR 3)
Qualitative Beschreibung der
Produktinformationen
23 Regionale Verantwortung 9)
PALFINGER Standorte sollen sich aktiv in die Regio-
nen einbringen und Investitionen in das Gemeinwohl
(z. B. Spenden und Sponsoring) tätigen. Mit den
Anrainern soll es ein gutes Einvernehmen geben.
Lokale Gemeinschaften
Kein GRI-Indikator berichtet
Qualitative Beschreibung der
regionalen Verantwortung

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36 GRI G4-20: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte innerhalb der Organisation; GRI G4-21: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte außerhalb der Organisation

Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36

MANAGEMENTSYSTEME IM EINSATZ

Der Fokus von PALFINGER liegt auf der ständigen Verbesserung des Managements von Qualitätssicherung, Umweltstandards sowie Produkt- und Arbeitssicherheit auf der Ebene der Produktionsstandorte. Dafür können externe Zertifizierungen von den jeweiligen Business Units bzw. Gesellschaften eigenverantwortlich angestrebt und nach lokalen Anforderungen eingeführt werden, sie sind aber nicht unabdingbar. Aufgrund der starken Akquisitionstätigkeit in den vergangenen Jahren war der prozentuelle Anteil an Zertifizierungen meist rückläufig. Rund 88 Prozent (Vorjahr: 85 Prozent) aller Mitarbeiter sind an Standorten beschäftigt, die ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001 aufweisen. Hohe Qualitätsstandards gelten auch für die Schweißprozesse. Deshalb sind rund 41 Prozent (Vorjahr: 45 Prozent) aller Mitarbeiter an Standorten beschäftigt, die mit landestypischen Zertifizierungen bei Schweißtätigkeiten ausgestattet sind. Weiters gibt es konzernweite Qualitätsmanagement-Richtlinien, die Garantieverrechnungen, unternehmensweite Mindeststandards betreffend Qualität sowie Definitionen von Garantiefällen und Garantiekosten festlegen.

Viele Aspekte des Qualitätsmanagements sind auch für den Umweltschutz relevant. Im Gegensatz zum Qualitätsmanagement sind mit 31 Prozent (Vorjahr: 34 Prozent) verhältnismäßig wenige Mitarbeiter in Werken beschäftigt, die nach ISO 14001 bzw. EMAS zertifiziert sind. Alle PALFINGER Standorte entsprechen jedoch den Mindestanforderungen eines Umweltmanagements. Der Ablauf des Managementsystems ist ein allgemein gültiger Prozess, die Qualitätssicherung und das zentrale Qualitätsmanagement werden vom Produktionsstandort Lengau (AT) gelenkt.

Aufgrund der EU-Energieeffizienzrichtlinie unterliegen seit 2015 14 PALFINGER Standorte in den Ländern Österreich, Deutschland, Slowenien, Rumänien und Bulgarien der nationalen Gesetzesanforderung. Die Standorte Lengau (AT), Köstendorf (AT), Tenevo (BG) und Lazuri (RO) sind bereits gemäß ISO 50001 Energiemanagement zertifiziert, für diese galten daher im Berichtsjahr geringere Anforderungen. Für die fünf betroffenen deutschen sowie die zwei slowenischen Standorte wurde aufgrund von Kapazitäts- und Ressourcengründen frühzeitig ISO 50001 eingeführt. An den übrigen drei Standorten werden gemäß nationalen Anforderungen externe Audits durchgeführt.

Das Management von Arbeits-und Gesundheitsschutzaspekten erfolgt bei PALFINGER unter anderem über die Zertifizierung OHSAS 18001, die in gleichem Ausmaß wie ISO 50001 in der Gruppe vorhanden ist. Beide Systeme werden in den nächsten Jahren an europäischen Standorten forciert.

GRI G4-DMA: Angaben zum Managementansatz

Zertifizierungen Qualität
Umwelt
Sicherheit
Standort bzw. jeweiliger
Gesellschaftssitz
Gesellschaft Mitarbeiter
anzahl
ISO 90011) Schweiß
zertifizie
rungen2)
ISO 14001 /
EMAS
ISO 50001 OHSAS
18001
Ainring (DE) Palfinger GmbH 144 X X Plan 2016
Archangelsk (RU) SMZ Archangelsk 270 X
Barneveld (NL) Palfinger Ned-Deck B.V. 79 X
Cachoeirinha (BR) Palfinger Koch Metalurgica Ltda. 17
Cadelbosco di Sopra (IT) Palfinger Gru Idrauliche S.r.l. 74 X
Caussade (FR) Guima Palfinger S.A.S. 200 X X X X
Caxias do Sul (BR) Madal Palfinger S.A. 249 X
Cerritos (US) Palfinger Liftgates, LLC 84
Cherven Brjag (BG) Palfinger Produktionstechnik Bulgaria
EOOD
469 X X
Council Bluffs (US) Omaha Standard, LLC 357
Delnice (HR) Palfinger Proizvodna Tehnologija
Hrvatska d.o.o.
84 X X X
Elsbethen (AT) Epsilon Kran GmbH. 92 X
Ganderkesee (DE) MBB Palfinger GmbH 227 X X Plan 2016
Gdynia (PO) Palfinger Dreggen Poland sp.z o.o. 10 X
Hanoi (VN) Palfinger Ned-Deck Vietnam Co. Ltd. 76 X
Harderwijk (NL) Palfinger Boats B.V. 29 X
Hung Yen (VN) Palfinger Boats Vietnam Co. Ltd. 65 X
Ischimbai (RU) INMAN AO 521 X
Köstendorf (AT) Palfinger Europe GmbH 360 X X X X
Krefeld (DE) Palfinger Platforms GmbH 126 X X Plan 2016
Lazuri (RO) Nimet Srl 430 X X X
Lengau (AT) Palfinger Europe GmbH 629 X X X X X
Löbau (DE) Palfinger Platforms GmbH 206 X Plan 2016
Maribor (SI) Palfinger Marine d.o.o., Maribor 77 X Plan 2016
Maribor (SI) Palfinger Proizvodnja d.o.o. 461 X X Plan 2016
Modena (IT) Palfinger Platforms Italy s.r.l. 25 X
Niagara Falls (CA) Palfinger, Inc. 74
Sacheon (KR) Palfinger Dreggen Korea, Limited 44 X X X X
Salavat (RU) INMAN AO 0 X
Salzburg (AT) PALFINGER AG 227
Seifhennersdorf (DE) Palfinger Platforms GmbH 49 X X Plan 2018 Plan 2016 Plan 2018
Shenzhen (CN) Palfinger (Shenzhen) Ltd. 20 X X
Tenevo (BG) Palfinger Produktionstechnik Bulgaria
EOOD
545 X X X X
Tiffin (US) PalFleet Truck Equipment Company,
LLC
63
Trenton (US) Omaha Standard, LLC 83
Velikiye Luki (RU) Velmash Velikiye Luki 781 X
Welwyn Garden City (GB) Ratcliff Palfinger Ltd. 123 X
Summe Headcount 7.370 6.465 2.998 2.292 1.534 1.663
Anteil Nutzung
(in % der Mitarbeiteranzahl)
88% 41% 31% 21% 23%

1) Sowie andere vergleichbare Qualitätsmanagement-Standards.

2) Nach einer der folgenden Zertifizierungen: ZL EN729, EN3834-2, Schweiß-ZL GL, BS 4872 oder EN287 auf einzelne Personen; bei amerikanischen Standorten durch eine Zertifizierung über TSSA, ASTM A36, A514 T1 oder HNSI/AWS D1.1 auf einzelne Personen.

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2015 VERTIEFENDE GRI- UND NACHHALTIGKEITS-INFORMATIONEN

VERTIEFENDE NACHHALTIGKEITSINFORMATIONEN

VERANTWORTUNGSBEWUSSTER ARBEITGEBER

Beschäftigungsentwicklung

Beschäftigungsentwicklung (Anzahl) 2013 2014 2015
Europäische Union Stammbelegschaft 4.5001) 4.749 4.879
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
381 85 10
Leihmitarbeiter 300 299 423
Summe 4.8001) 5.048 5.302
Ferner Osten Stammbelegschaft 2891) 301 310
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
24 0 39
Leihmitarbeiter 7 13 18
Summe 2961) 314 328
GUS Stammbelegschaft 5231) 1.756 1.843
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
0 1.230 155
Leihmitarbeiter 17 38 0
Summe 5401) 1.794 1.843
Mittel- und Südamerika Stammbelegschaft 405 372 297
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
6 0 0
Leihmitarbeiter 0 0 10
Summe 405 372 307
Naher Osten und Afrika Stammbelegschaft 0 543 609
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
0 543 0
Leihmitarbeiter 0 0 0
Summe 0 543 609
Nordamerika Stammbelegschaft 956 1.075 1.081
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
0 0 0
Leihmitarbeiter 28 60 45
Summe 984 1.135 1.126
Übriges Europa Stammbelegschaft 871) 97 112
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
0 0 29
Leihmitarbeiter 0 0 0
Summe 871) 97 112
PALFINGER Gruppe Stammbelegschaft 6.7601) 8.893 9.131
(davon Mitarbeiter
neuer Standorte)
411 1.858 233
Leihmitarbeiter 351 410 496
Summe 7.1111) 9.303 9.627

1) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-10: Beschäftigungsprofil; GRI G4-LA 1: Gesamtzahl der Mitarbeiter und Fluktuation

Die Mitarbeiteranzahl der PALFINGER Gruppe nahm im Jahr 2015 wie in den Vorjahren zu und betrug zu Jahresende 9.627. In Gesellschaften, die schon länger Teil von PALFINGER sind, blieb die Zahl stabil. Der Beschäftigungszuwachs entstand zum Großteil durch Akquisitionen mit 233 neuen Mitarbeitern (Vorjahr: 1.858 Mitarbeiter). Leihmitarbeiter sind vorwiegend in der Europäischen Union im Einsatz, die Anzahl stieg im Berichtsjahr auf 423 (Vorjahr: 299 Mitarbeiter) an.

In der Europäischen Union führte die gute Auftragslage sowohl zu organischem Zuwachs als auch zu einem erhöhten Einsatz von Leiharbeitern. Neben der stabilen Beschäftigungslage in den meisten anderen Regionen gab es in Mittel- und Südamerika einen Rückgang aufgrund der schwierigen lokalen wirtschaftlichen Situation.

Bei PALFINGER gibt es grundsätzlich keine Scheinselbständigkeit sowie keine saisonale Fluktuation. PALFINGER verfügt in der Regel über fest angestellte Mitarbeiter, befristete Arbeitsverträge über eine Probezeit hinaus sind abgesehen von Berufspraktika, in denen PALFINGER gezielt jungen Talenten die Möglichkeit bietet, erste Berufserfahrungen in einem internationalen Umfeld zu erwerben, nicht üblich. Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten arbeitet auf Vollzeitbasis für PALFINGER.

Fluktuation

Im Berichtsjahr 2015 hat die Mitarbeiterfluktuationsrate von 10,0 Prozent auf 13,6 Prozent zugenommen. Der Durchschnittswert für die Gruppe befindet sich damit weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Eine verstärkte internationale Ausrichtung führt häufig zu einer erhöhten Fluktuation. Die regional erhöhten Fluktuationsraten sind bei PALFINGER auf einzelne Standorte zurückzuführen: Umstrukturierungen in deutschen Werken, Umsiedlungen von Werken in China und Russland und Unzufriedenheit an einem Standort in Nordamerika sind hier die größten Einflussfaktoren.

Fluktuation (in Prozent) 2013 2014 2015
Europäische Union 6,1% 6,3% 8,6%
Ferner Osten 12,5% 9,0% 13,2%
GUS 10,9% 7,9% 18,3%
Mittel- und Südamerika 25,8% 32,5% 26,9%
Naher Osten und Afrika - 11,4% 14,1%
Nordamerika 23,3% 22,2% 23,7%
Übriges Europa 18,8% 10,3% 18,8%
PALFINGER Gruppe 10,3% 10,0% 13,6%
Fluktuation nach Geschlecht (in Prozent) 2013 2014 2015
Frauen 10,5%2) 11,8% 12,6%
Männer 10,2%2) 10,0% 14,1%
PALFINGER Gruppe1) 10,3% 10,0% 13,6%

1) Die Fluktuation wird je nach Berichtsgrenze nach Geschlecht unterschieden oder als Gesamtzahl berichtet, deshalb unterscheiden sich die Kennzahlen im Detail zur Gesamtfluktuation.

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-LA 1: Gesamtzahl der Mitarbeiter und Fluktuation

Gesundheit und Sicherheit

Ausfallzeiten (in Prozent der Soll-Arbeitszeit) 2013 2014 2015
Europäische Union Unfälle 0,36% 0,21% 0,21%
Krankenstände und
weitere Ursachen
6,08% 6,93% 4,35%
Ferner Osten Unfälle 0,05% 0,00% 0,13%
Krankenstände und
weitere Ursachen
3,94% 4,35% 5,26%
GUS Unfälle 0,00% 0,00% 0,00%
Krankenstände und
weitere Ursachen
4,51% 5,79% 4,31%
Mittel- und Südamerika Unfälle 0,34% 0,19% 0,13%
Krankenstände und
weitere Ursachen
2,46% 2,81% 1,29%
Naher Osten und Afrika Unfälle - 0,10% 0,00%
Krankenstände und
weitere Ursachen
- 0,78%1) 0,69%
Nordamerika Unfälle 0,03% 0,07% 0,09%
Krankenstände und
weitere Ursachen
1,56% 5,02% 2,53%
Übriges Europa Unfälle 0,00% 0,00% 0,04%
Krankenstände und
weitere Ursachen
2,10% 2,60% 3,06%
PALFINGER Gruppe Unfälle 0,18% 0,11% 0,13%
Krankenstände und
weitere Ursachen
3,62% 4,19% 3,85%

1) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-LA 6: Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Ausfalltage

Die Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen lagen in den vergangenen Jahren konstant auf niedrigem Niveau. Lagen sie 2013 noch bei 0,18 Prozent der Soll-Arbeitszeit, so waren es 2014 0,11 Prozent und 2015 0,13 Prozent. Regional gestiegene Abwesenheitszeiten sind auf bezahlte Freisetzungen aufgrund von Standortverlegungen in China und Russland, Einmaleffekten im Zuge geänderter (Führungs-)Strukturen sowie die Grippewelle in Deutschland zurückzuführen. Von 2006 bis 2015 verunglückte kein Mitarbeiter in Zusammenhang mit seiner Arbeit tödlich.

Im europäischen Raum ist psychische Belastung nach wie vor Ausfallursache Nr. 1. Zu rund 60 Prozent liegt der Auslöser im privaten Bereich. Im Zuge eines laufenden Projekts zur Erhebung der Arbeitsbedingungen wird die Belastung der Arbeitnehmer international untersucht. An den Produktionsstandorten liegt der Fokus weiterhin auf der Vermeidung körperlicher Belastung und der Verbesserung der Ergonomie des Arbeitsplatzes. Grundsätzlich gilt es, im Rahmen des Gesundheitsmanagements Risiken für Mitarbeiter in der Produktion (74,9 Prozent der Gesamtbelegschaft) durch insbesondere folgende Belastungen zu vermeiden: Lärm, Emissionen und Strahlung beim Schweißen und bei Beschichtungsprozessen, Chemikalien bei Beschichtungsprozessen, Hantieren mit schweren Lasten sowie schwierige Körperhaltung. PALFINGER ist bestrebt, durch präventive Maßnahmen die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern.

In Österreich wird seit der gesetzlichen Änderung im Arbeitnehmerschutz (Novelle 2013) verstärkt die psychische Belastung am Arbeitsplatz untersucht bzw. evaluiert. Dies ist ein fortwährender Prozess, der sich wiederholt, sobald sich das Tätigkeitsfeld des Mitarbeiters ändert. Die Ergebnisse sind vielseitig, beispielsweise belasten mangelnder Respekt und Wertschätzung durch den Vorgesetzen sowie Informationsmangel. Aber auch das Verstehen der Prozesse und Einbindung des Mitarbeiters zeigen sich immer wieder als wichtige Bestandteile, die die Mitarbeiter von den Führungskräften einfordern. Aus dem Evaluierungsprozess konnten auch für die Arbeitsplatzgestaltung am neuen Standort Bergheim wichtige Erkenntnisse gewonnen und bereits umgesetzt werden. In der Produktion kann oftmals mit zusätzlichen Arbeitsmitteln unterstützt werden. Prozesse werden mit dem Team und der jeweiligen Führungskraft durchdacht und verbessert. Durch das Zuhören und Wahrnehmen der Bedürfnisse werden bereits sehr viele Belastungen gelöst.

GRI G4-LA 7: Arbeiter mit hoher Erkrankungsrate oder -gefährdung

Aus- und Weiterbildung

Im Berichtszeitraum wurden an den meisten PALFINGER Standorten die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen weiterentwickelt. An regionenübergreifenden Führungskräfte- und Managementtrainings nahmen 60 Personen aus 17 Nationen teil, darunter waren neun Frauen. An den österreichischen Standorten hat sich seit Jahren das PALFINGER Kolleg etabliert. Dieses Weiterbildungskonzept basiert im Wesentlichen auf dem Wissenstransfer interner Experten, ergänzt durch Schulungen und Trainings externer Spezialisten. In Zukunft soll der Fokus noch mehr auf Sprachen und interkulturelles Training gelegt werden. Durch die neu hinzugekommenen Produktionsstätten ist die Anzahl der Schulungen in Russland im Jahr 2015 gestiegen. In Nordamerika waren weniger Trainingsaktivitäten zu verzeichnen, da sich die Standorte in einem Stabilisierungsprozess befinden. In Südamerika wurde stark in Gesundheits- und Sicherheitsschulungen investiert. Im Fernen Osten lag der Fokus einerseits auf internen Prozesstrainings und Produkteinschulungen, andererseits wurde der steigenden Bedeutung der Region auch mit einem eigenen Führungskräfteentwicklungsprogramm Rechnung getragen.

Aus- und Weiterbildungsstunden (pro Kopf) 2013 2014 2015
Europäische Union 11,0 10,1 16,0
Ferner Osten 8,3 11,8 7,5
GUS 9,6 15,2 17,7
Mittel- und Südamerika 42,1 21,8 24,5
Naher Osten und Afrika - 30,0 25,2
Nordamerika 2,0 2,8 1,2
Übriges Europa 8,8 3,2 0,6
PALFINGER Gruppe 11,9 12,0 15,0

GRI G4-LA 9: Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter

Chancengleichheit

GENERATIONEN

Die durchschnittliche Altersstruktur in der PALFINGER Gruppe veränderte sich in den vergangenen Jahren vor allem in Zusammenhang mit den neuen Standorten. Generell hat die Zahl der Mitarbeiter im 56-Plus-Segment mit 10,0 Prozent 2015 im Vergleich zu den Vorjahren leicht zugenommen. Einflussfaktoren sind demografische Entwicklungen und das Einzugsgebiet um PALFINGER Standorte, die die grundsätzliche Entwicklung vorgeben. In Russland werden gezielt Positionen mit jüngeren Mitarbeitern besetzt, hingegen ist in Indien die Demografie ausschlaggebend für das junge Team. Die Verjüngung in Südamerika hängt mit dem Abbau von Mitarbeitern zusammen, und in Nordamerika wirkt der Trend, dass Menschen länger arbeiten und die Branche bisher wenig attraktiv für jüngere Personen war.

Anteil der Mitarbeiter im Segment 56+ (in Prozent) 2013 2014 2015
Europäische Union 8,6% 8,7% 9,7%
Ferner Osten 1,4% 2,3% 1,3%
GUS 14,8%1) 15,5%1) 14,6%
Mittel- und Südamerika 3,7% 3,5%1) 3,0%
Naher Osten und Afrika - 0,6% 0,8%
Nordamerika 13,5%1) 14,6%1) 14,0%
Übriges Europa 4,7%1) 3,1% 6,3%
PALFINGER Gruppe 9,1%1) 9,8%1) 10,0%

1) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

GENDER

Der Frauenanteil in der Belegschaft ist marginal auf 12,6 Prozent im Jahr 2015 (Vorjahr: 12,5 Prozent) gestiegen, jedoch ist dieser niedrige Anteil branchentypisch. Der Frauenanteil in Managementpositionen blieb mit 16,5 Prozent im Berichtsjahr stabil und ist ländertypisch vor allem in GUS und Norwegen höher. An den großen Standorten Cherven Brjag (BG), Caussade (FR), Archangelsk (RU) und Velikiye Luki (RU) liegt der Frauenanteil in Führungspositionen über 25 Prozent.

Frauenanteil (in Prozent) 2013 2014 2015
Europäische Union Gesamt 9,9% 10,5% 10,4%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
12,0%2) 12,1% 12,9%
Ferner Osten Gesamt 13,5% 14,6% 13,5%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
12,5% 7,1% 7,4%
GUS Gesamt 10,7% 23,3% 24,5%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
19,2%2) 35,6%2) 33,7%
Mittel- und Südamerika Gesamt 13,1% 14,0% 13,8%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
14,3% 17,9% 9,1%
Naher Osten und Afrika Gesamt - 2,9%2) 2,6%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
- 13,0% 5,0%
Nordamerika Gesamt 6,9% 6,7% 6,7%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
12,0% 9,5% 8,1%
Übriges Europa Gesamt 16,5% 20,6% 18,8%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
0,0% 7,7% 20,0%
PALFINGER Gruppe Gesamt 10,0% 12,5% 12,6%
Frauenanteil in
Führungspositionen1)
13,0%2) 16,7% 16,5%
1) Zu Mitarbeitern in Führungspositionen zählen alle Vorstände, Business-Area-, Business-Unit- und Corporate-Functions-Leiter sowie alle Mitarbeiter in einer disziplinären Führungsrolle.

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

MITARBEITER MIT BEHINDERUNG

PALFINGER möchte Mitarbeitern mit besonderen Bedürfnissen eine sinnvolle Beschäftigung und Integration in Teams bieten. An den osteuropäischen Standorten gibt es zahlreiche Mitarbeiter mit Behinderung. In Österreich erfüllt PALFINGER die vorgesehene Beschäftigungsquote von 4 Prozent der Belegschaft nicht und muss daher Ausgleichstaxen entrichten.

Der Anteil von Mitarbeitern mit Behinderung soll in Zukunft durch mehrere Initiativen erhöht werden. Beispielsweise sollen Menschen mit Behinderung vor allem bei Stellenausschreibungen gezielt angesprochen werden. GRI G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

ÖKO-EFFIZIENTE PRODUKTION

Effiziente Nutzung von Rohstoffen

Verschnitt fällt ausschließlich an Fertigungs- und Montagestandorten an, meist sind nur noch marginale Verbesserungen möglich. Die höchsten Verschnittwerte betreffen die neuen russischen Standorte mit bis zu 35 Prozent aufgrund der hohen Wertschöpfungstiefe bei Drehteilen. Verschnittoptimierungen gelangen an den Standorten in Marburg (SI), Cherven Brjag (BG) und Council Bluffs (US), indem die Verschachtelung der Bauteile auf den Stahlplatten verbessert wurde. In Lazuri (RO) liegt die Ursache der leicht erhöhten Verschnittrate darin, dass hier für Kunden neuerdings der Zuschnitt der beschichteten Komponenten angeboten wird. Vormals wurden die Teile nur ungeschnitten geliefert. An den asiatischen Marinestandorten Hanoi (VN) und Sacheon (KR) stiegen die Verschnittwerte am stärksten an, verursacht durch eine Veränderung im Produktmix. Generell ist die Optimierung des Verschnitts direkt proportional zum Volumen des Materialeinsatzes. In Südamerika schränkte die schwierige wirtschaftliche Situation demnach die Flexibilität in der Verschachtelung ein, wodurch vermehrt Metallabfälle anfielen.

GRI G4-EN 23: Abfall und Entsorgung

Verschnitt an Fertigungs- und Montagestandorten (in Prozent) 2013 2014 2015
Archangelsk (RU)1 - - 21,9%
Caussade (FR) 30,1% 27,8% 28,7%
Caxias do Sul - Madal (BR) 25,0% 24,7% 25,9%
Cherven Brjag (BG) 26,8% 26,6% 26,3%
Council Bluffs (US) 20,0% 17,8% 15,0%
Hanoi (VN) 2,1% 8,0% 16,3%
Hung Yen (VN)1 - - 15,5%
Ischimbai (RU)1 - - 31,1%
Lazuri (RO)1 - 11,3% 11,5%
Lengau (AT) 23,6% 23,7% 23,7%
Marburg (SI) 28,8% 29,5% 29,2%
Sacheon (KR)1 15,4% 20,8%
Shenzhen (CN) 21,5% 22,3% 22,3%
Salavat (RU) 20,1% 24,8%2) 24,9%
Tenevo (BG) 3,2% 3,0% 3,0%
Velikiye Luki (RU)1 - - 34,5%
Welwyn Garden City (UK)1 - 10,0% 11,0%

1) Keine Daten für die Vorjahre verfügbar. 2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

Gefährliche Abfälle

Durch die Umsatzsteigerung sowie die erhöhte Wertschöpfungstiefe stiegen die gefährlichen Abfälle absolut auf 3.434 Tonnen (Vorjahr: 2.460 Tonnen) an, wobei diese vorwiegend innerhalb der Europäischen Union anfallen. Während Beschichtungen durch galvanische Prozesse in früheren Jahren von Lieferanten durchgeführt wurden, verfügt PALFINGER in Lazuri (RO) seit 2013 über eine eigene Galvanikanlage. Russland wies mit 599 Tonnen die größte Steigerung gegenüber dem Vorjahr auf, vor allem aufgrund der neuen integrierten Standorte in Archangelsk (RU) und Velikiye Luki (RU) mit einem GUS-Anteil von rund 90 Prozent. In Südamerika gingen nicht nur aufgrund des rückläufigen Umsatzes die gefährlichen Abfälle um rund 25 Prozent zurück; Prozessoptimierungen sowie Schulungen trugen zur Reduktion bei. Die übrigen Regionen wiesen im Vergleich zum Vorjahr stabile Werte auf.

Gefährliche Abfälle (in Tonnen) 2013 2014 2015
Europäische Union 2.0501) 2.117 2.538
Ferner Osten 54 85 84
GUS 61 57 656
Mittel- und Südamerika 200 176 133
Nordamerika 13 25 24
Summe 2.3781) 2.460 3.434

1) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

Die Indexdarstellung ermöglicht eine um die Umsatzentwicklung bereinigte Betrachtungsweise. Unter diesem Gesichtspunkt trugen ausschließlich die Regionen Nord- und Südamerika in Summe zu einer Optimierung an gefährlichem Abfall bei. Innerhalb der EU belastete der Standort Lazuri (RO) mit einer Zunahme von 243 Prozentpunkten die Indexentwicklung. Prozessumstellungen und die neue Galvanikanlage führten hier 2015 zu Einmaleffekten. Der Ferne Osten mit dem Standort Sacheon (KR) wies ebenso eine negative Entwicklung auf, jedoch mit geringen Absolutwerten. Aufgrund der großen absoluten Menge an gefährlichen Abfällen in Lazuri (RO) trug dieser Standort entscheidend dazu bei, dass das Ziel einer jährlichen Reduktion um 1,8 Prozentpunkten 2015 nicht erreicht wurde.

Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz (in Prozent) 1) 2013 2014 2015
Europäische Union 95,3%2) 91,9%2) 115,6%
Ferner Osten 98,7% 96,9%2) 118,6%
GUS 100,0% 71,0% 95,3%
Mittel- und Südamerika 81,8% 81,3% 76,1%
Nordamerika 116,3% 152,1% 140,8%
PALFINGER Gruppe 94,4%2) 91,4%2) 110,5%

1) Menge 2011=100 %.

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-EN 23: Abfall und Entsorgung

EINSATZ VON PROBLEMSTOFFEN

Biologisch abbaubares Hydrauliköl besteht aus synthetischem Ester und stellt im Vergleich zu konventionellem Hydrauliköl eine deutlich geringere Umweltbelastung im Falle eines Austritts dar. Auf Wunsch werden auch Windkrane mit biologisch abbaubarem Öl ausgeliefert. Dadurch kann die Gefahr von Umweltverschmutzungen praktisch ausgeschlossen werden.

Ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz kann durch regelmäßige Wartung (Filtration) des Öls geleistet werden. In diesem Fall ist ein Wechsel des Öls nicht mehr notwendig, somit entsteht keine Umweltbelastung durch Entsorgung.

Ein weiterer positiver Effekt liegt in der deutlichen Reduktion der Instandhaltungskosten sowie der Stillstandzeiten. Mit mehr als 2.000 bereits gelieferten Windkranen trägt PALFINGER zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende bei. Zudem reduziert das neue Windensystem, das mit beträchtlich weniger Öl auskommt, eine Verschmutzung des Meeres im Schadensfall auf ein Minimum. Auch bei Hubarbeitsbühnen hat der Kunde die Möglichkeit, Produkte mit biologisch abbaubarem Hydrauliköl zu betreiben.

Der Einsatz einer neuen Gleitpakettechnologie bei Ladekranen verringert die Wartungsintensität des Krans und steigert die Umweltverträglichkeit, da die Schubsysteme einmalig nur zu Beginn der Nutzungsphase eingefettet werden und diese Schmiermittel vollständig biologisch abbaubar sind.

PALFINGER setzt bei den Hydraulikverschraubungen und den Befestigungs-Normteilen Chrom-VI-freie Produkte ein.

Der Umstieg auf wasserlösliche Lacke, im Speziellen Innenlacke für PAL Pro-Aufbauten, ist nicht nur umweltschonend, sondern erhöht auch die Produktqualität. Die Einkaufsmengen von Lacken erhöhten sich im Berichtsjahr um 21 Prozent. Der Anteil an wasserlöslichen Lacken blieb jedoch konstant bei 95 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Einkaufsmenge von Lacken (in Tonnen) 2013 2014 2015
Menge an Lacken wasserlöslich 206 189 229
Menge an Lacken lösungsmittelbasiert 11 11 12
Summe 217 199 241

Energieeffizienz

Im Berichtsjahr stieg der Gesamtenergieverbrauch auf 165 Mio KWh (Vorjahr: 152 Mio KWh) leicht an; dies entspricht einem Anstieg von 8,8 Prozent vorwiegend aufgrund der Ausweitung der Produktion.

Der Zuwachs ist auf den Energieträger Strom zurückzuführen, dessen Anteil am Gesamtenergieverbrauch auf 53 Prozent nach 49 Prozent im Vorjahr stieg. Der Verbrauch von Strom stieg produktionsbedingt von 74 Mio KWh auf 88 Mio KWh, dies entspricht einem Anstieg von 20 Prozent. Hauptverbraucher ist der Standort Lazuri (RO) wegen der neu installierten Galvanikanlage, gefolgt von den großen Produktionswerken mit stromintensiven Prozessen in Lengau (AT) und Marburg (SI).

Der Bedarf an Wärmeenergie nahm durchgehend ab. Dies geht einerseits auf Effizienzmaßnahmen zurück, andererseits bewirkten auch wärmere Winter einen Rückgang des Wärmebedarfs. Der Erdgasverbrauch hat sich mit 55 Mio KWh (Vorjahr: 56 Mio KWh) leicht rückgängig entwickelt. Sein Anteil am Gesamtenenergieverbrauch beträgt 33 Prozent (Vorjahr: 37 Prozent). Der größte Verbraucher ist Council Bluffs (US) aufgrund der mit Erdgas betriebenen Lackieranlage.

Der Treibstoffverbrauch erhöhte sich leicht auf 14 Mio KWh (Vorjahr: 13 Mio KWh), jedoch stiegen insbesondere der Verbrauch von Diesel und Benzin überproportional an. Das liegt zum Teil an einem geänderten Produktmix, wodurch etwa für das Testen von Booten oder die Betankung von Fahrzeugen für Kunden mehr Treibstoffe benötigt werden. Der Verbrauch von Kerosin nahm jedoch im Gegensatz dazu um zwei Drittel durch den geringeren Einsatz des unternehmenseigenen Flugzeugs ab.

Energieverbrauch nach Energieträgern (in MWh) 2013 2014 2015
Treibstoffe Diesel 8.5981) 8.2811) 11.166
Benzin 1.1511) 1.439 2.158
Kerosin 2.983 3.275 1.084
Wärme Erdgas 57.5471) 56.409 54.994
Propan 3.086 3.221 2.896
Butan 666 749 582
Flüssiggas 3.837 3.2901) 3.153
Heizöl 1.842 1.460 1.151
Elektrizität Elektrizität 55.6051) 73.6441) 88.007
Summe 135.3161) 151.7691) 165.191

1) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

Energieverbrauch nach Kategorien (in MWh) 2013 2014 2015
Europäische Union Elektrizität 40.5571) 58.5051) 64.895
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
48.0931) 40.4661) 41.736
Treibstoffe 10.1421) 11.3211) 8.973
Ferner Osten Elektrizität 406 870 900
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
45 117 167
Treibstoffe 239 4181) 545
GUS Elektrizität 1.949 2.066 10.634
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
2.515 2.838 3.563
Treibstoffe 1.177 985 4.469
Mittel- und Südamerika Elektrizität 3.274 2.746 2.115
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
612 879 842
Treibstoffe 1.060 163 274
Nordamerika Elektrizität 9.419 9.457 9.464
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
15.713 20.829 16.469
Treibstoffe 115 107 146
Summe Elektrizität 55.6051) 73.6441) 88.007
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
66.9781) 65.1301) 62.777
Treibstoffe 12.7331) 12.9951) 14.408
Gesamtsumme Energie 135.3161) 151.7691) 165.191

1) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-EN 3: Energieverbrauch innerhalb der Organisation; GRI G4-EN 5: Energieintensität; GRI G4-EN 6: Verringerung des Energieverbrauchs

Der Hauptenergieverbrauch liegt nach wie vor in Europa, gefolgt von Nordamerika. Mit der Ausweitung der Produktion schloss die Region GUS im Jahr 2015 jedoch bereits deutlich zu Nordamerika auf. In Summe konnte die Energieeffizienz in der PALFINGER Gruppe abermals verbessert werden, das jährliche Ziel wurde mit 4,25 Prozentpunkten übererfüllt.

Den stärksten Rückgang mit 22,45 Prozentpunkten verzeichnete Nordamerika, jedoch vorwiegend aufgrund der Witterung im Jahr 2015 mit kühleren Sommertagen und einem wärmeren Winter. Südamerika konnte trotz gesunkener Auslastung die Effizienzwerte auf konstant gutem Niveau halten, der Index erhöhte sich jedoch leicht durch die Integration eines neuen Standorts. Gleiches gilt für die Standorte der Region GUS. Durch die beiden neuen Standorte Archangelsk (RU) und Velikiye Luki (RU) erhöhte sich der absolute Energieverbrauch deutlich, dies führt zu einer starken Veränderung im Energieeffizienzindex. Der absolute Energieverbrauch im Fernen Osten erhöhte sich zwar auf niedrigem Niveau, die Effizienz konnte jedoch mit einem Index von 70,0 Prozent (Vorjahr: 84,3 Prozent) deutlich gesteigert werden. Auch die Standorte in der Europäischen Union konnten das hohe Niveau im Energiemanagement noch einmal leicht verbessern.

An den energieintensivsten Standorten Lengau (AT), Marburg (SI), Lazuri (RO), Tenevo (BG), Cherven Brjag (BG) und Council Bluffs (US) konnte der Index über mehrere Jahre stetig auf zuletzt 87,4 Prozent (Vorjahr: 91,6 Prozent) reduziert und somit die Energieeffzienz erhöht werden.

Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz (in Prozent)1) 2013 2014 2015
Europäische Union 96,8%2) 87,8%2) 87,5%
Ferner Osten 64,7% 84,3%2) 70,0%
GUS 88,4% 70,2% 88,5%
Mittel- und Südamerika 84,4% 73,1% 75,7%
Nordamerika 96,8% 110,9% 88,4%
PALFINGER Gruppe 95,8%2) 91,6%2) 87,4%

1) Menge 2011=100 %.

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

Klimaschutz

Die absoluten Treibhausgas-Emissionen erhöhten sich auf 66.590 Tonnen CO2 (Vorjahr: 57.907 Tonnen CO2), vorwiegend durch eine größere Einkaufsmenge von elektrischem Strom. Die direkt erzeugten Emissionen in Scope 1 mit einem Anteil von rund 25,2 Prozent blieben stabil auf 16.798 Tonnen CO2 (Vorjahr: 16.996 Tonnen CO2). Die indirekten, durch Dritte verursachten Scope 3-Emissionen sind exklusive der stahlbedingten Emissionen mit 8.514 Tonnen CO2 (Vorjahr: 7.954 Tonnen CO2) relativ gering. Mit diesen vorgelagerten stahlbedingten Emissionen aus der Lieferkette stellen die gesamten Treibhausgas-Emissionen von PALFINGER einen verschwindend geringen Anteil dar.

Der neue Energieträger Kohle am russischen Standort Velikiye Luki mit 1.300 Tonnen Verbrauch im Jahr 2015 wird erst 2016 systematisch ins Reporting aufgenommen und im Index berichtet. Dieser wird die CO2-Emissionen mit circa 4.500 Tonnen CO2-Äquivalente wesentlich belasten.

Treibhausgas-Emissionen durch Energieverbrauch
nach Scope 1, 2 und 3 (in t CO2-Äquivalenten)1)
2013 2014 2015
Scope 1 Elektrizität - 0 0
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
- 13.6882) 13.092
Treibstoffe - 3.309 3.706
Scope 2 Elektrizität - 32.9572) 41.279
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
- 0 0
Treibstoffe - 0 0
Scope 3 Elektrizität - 3.8752) 4.704
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
- 3.2722) 3.147
Treibstoffe - 807 662
Keine Scope-Differenzierung Elektrizität 29.1422) - -
Wärme (inkl.
Prozesswärme)
17.0212) - -
Treibstoffe 3.9262) - -
Summe 50.0892) 57.9072) 66.590

1) Die Scope-Differenzierung wurde 2014 implementiert, wodurch eine rückwirkende Vergleichbarkeit für das Jahr 2013 nicht möglich ist. Die Umrechnung ab dem 1.1.2014 basiert auf der Datenbank Ecoinvent Version 3.01, die direkten Emissionen (Scope 1) von Benzin und Diesel stammen vom Umweltbundesamt. 2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

Der Anstieg der Treibhausgas-Emissionen war 2015 in Summe größer als der Anstieg des Energieverbrauchs. Der Produktionsanstieg fand vor allem in jenen Regionen statt, in denen Strom verstärkt aus fossilen Energieträgern gewonnen wird – etwa in GUS. Dennoch sanken die Treibhausgase aufgrund von Wärmeenergie, was auf Effizienzmaßnahmen und Witterungseinflüsse zurückgeht. Das Kohleheizkraftwerk am neuen Standort Velikiye Luki (RU) wird die CO2-Emissionen künftig wesentlich erhöhen, da Kohle 2015 noch nicht im Umfang der Energieträger berichtet wird.

Die spezifischen Treibhausgas-Emissionen konnten bezogen auf den Umsatz abermals reduziert werden. Aus oben dargestellten Gründen war die Verbesserung allerdings nicht so deutlich wie bei der Energieeffizienz. Eine leichte Zunahme ergab sich in der Europäischen Union, vor allem durch den gestiegenen Energieverbrauch am rumänischen Standort Lazuri, wo im Stromnetz ein ungünstiger Energiemix vorherrscht. Gleiches gilt für die russische Region. Eine wesentliche Zunahme

der CO2-Intensität ist erneut durch die Nutzung von Kohle in GUS 2016 zu erwarten. In Nordamerika bewirken die Abnahme des Wärmebedarfs und die gute Auslastung in der Produktion eine Verbesserung bei den spezifischen Treibhausgas-Emissionen.

Index: Spezifische Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz
(in Prozent)1) 2013 2014 2015
Europäische Union 96,6%2) 88,3%2) 88,7%
Ferner Osten 76,7% 116,6%2) 94,3%
GUS 91,0% 80,2% 94,7%
Mittel- und Südamerika 81,6% 78,0% 80,3%
Nordamerika 95,8% 101,0% 85,3%
PALFINGER Gruppe 95,6%2) 91,1%2) 89,0%

1) Menge 2011=100 %.

2) Rückwirkende Anpassungen aufgrund von bereinigten falschen Systemgrenzen.

GRI G4-EN 15: Direkte THG-Emissionen (Scope 1); GRI G4-EN 16: Indirekte energiebezogene THG-Emissionen (Scope 2); GRI G4-EN 17: Weitere indirekte THG-Emissionen (Scope 3); GRI G4-EN 18: Intensität der THG-Emissionen

NACHHALTIGE PRODUKTE

Sicherheitsprüfung, Kennzeichnung der Produkte

PALFINGER Produkte sind führend bei der Kombination von Bedienungsfreundlichkeit und höchster Sicherheit. Grundsätzlich gab es im Berichtszeitraum keine Veränderungen der Sicherheitsnormen. Alle PALFINGER Produkte am internationalen Markt werden entsprechend den jeweils geltenden länderspezifischen Normen angeboten. In Europa sind die Europäische Norm EN 12999:2011 und die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG maßgebend für Ladekrane. Entscheidend ist jedoch die bedienungsfreundliche Umsetzung der Sicherheitsbestimmungen durch PALFINGER, ansonsten könnte der Anwender die Sicherheitsfeatures als einschränkend empfinden und sie möglicherweise deaktivieren.

Die künftigen Erfordernisse aus der Revision der Norm EN 280 (2015) werden in der Konstruktion der aktuellen Neugeräte bereits berücksichtigt. Die frühzeitige Integration wird unterstützt durch die aktive Teilnahme von PALFINGER im Normengremium CEN/TC 98/WG sowie speziell in Nordamerika durch Zertifizierungen aller PSC-Kranführer ab Jänner 2017. Alle Kranführer, die auf Baustellen Krane mit einer Hubkraft von mehr als 2.000 Pfund (das sind 907,18 kg) bedienen, müssen von einer externen Prüfeinrichtung zertifiziert werden. Sämtliche Informationen sind für den Anwender in den technischen Unterlagen dokumentiert.

Im Bereich der Ladebordwände ist PALFINGER im CEN/TC 98/WG 4 durch MBB und RATCLIFF-Repräsentanten in die Überarbeitung der entsprechenden Norm EN 1756-1 inklusive neuer sicherheitstechnischer Anforderungen eingebunden. Bei den Unterfahrschutzrichtlinien ist die Umstellung auf die neue Regelung UN/ECE R58 abgeschlossen. Alle PALFINGER Ladebordwände werden dementsprechend hergestellt und gekennzeichnet.

Alle PALFINGER Produkte werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Sicherheit geprüft, Verbesserungspotenzial wird stetig realisiert. Während der Berichtsperiode wurden – in Bezug auf Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln betreffend gesundheits- oder sicherheitsrelevante Auswirkungen von Produkten – keine rechtlichen Auseinandersetzungen mit einem Streitwert von mehr als 20.000 EUR oder compliance-relevante öffentliche Fälle bekannt, in denen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln in Bezug auf gesundheits- oder sicherheitsrelevante Auswirkungen von Produkten nicht eingehalten wurden.

GRI G4-PR 3: Produkt- und Dienstleistungsinformationen

Faire Wirtschaft, Seite 103

Produktinnovationen zur Sicherheit der Bediener

Im Jahr 2015 wurde eine Reihe von Innovationen zur Unfallvermeidung weiterentwickelt. Bei Ladekranen beinhaltet die Funkfernsteuerung PALcom 7 zusätzliche Sicherheitsfeatures wie Kippschutz und Beschleunigungssensor. Nach der Markteinführung im Jahr 2014 wurde im Berichtsjahr erfolgreich die Serienproduktion aufgenommen. Weiters wurde im Jahr 2015 die Entwicklung der automatischen Kranbewegung P-Fold erfolgreich abgeschlossen. P-Fold gestaltet das Entfalten und Zusammenlegen des Krans deutlich einfacher und sicherer. Bei Forst- und Recyclingkranen wurde das Standsicherheitssystem HPSC als Option eingeführt. Es ermöglicht mehr Komfort und Sicherheit unter eingeschränkten Platzverhältnissen – etwa in stark verbauten Gebieten oder im fließenden Verkehr. Um die Sicherheit des Staplers beim Transport am Lkw zu erhöhen, sind seit 2015 alle europäischen Mitnahmestapler mit einem doppelwirkenden Lasthalteventil ausgestattet. Die neu am Markt eingeführten Absetzkipper der Reihe PSA und PST erfüllen die Normen bezüglich Ladesicherung. Bei Absetzkippern schließt auch die neue elektronische PAD-Steuerung mit "automatic drive" Bedienfehler aus. Bei Hubarbeitsbühnen setzen ein neues Korbsteuerpult und ein QR-Code-System neue Sicherheitsstandards. Kranprodukte für den indischen Markt beinhalten nun ein Feature, dass der Kran nur bewegt werden kann, wenn die Lkw-Stützen komplett ausgefahren sind. In China wurden 2015 Überlastsicherung und Not-Stopp neu angeboten, besonders Ersteres wird am Markt gut angenommen. GRI G4-EN 7: Senkung des Energiebedarfs bei Produkten; GRI G4-EN 27: Reduktion ökologischer Auswirkungen von Produkten

Öko-effiziente Produktinnovationen

Kunden berücksichtigen zunehmend die Total Cost of Ownership bei ihren Kaufentscheidungen. Eine Reduktion der Kosten in der Nutzungsphase macht ein Produkt immer attraktiver. Im Jahr 2015 fokussierten Innovationen für Öko-Effizienz vor allem auf Leichtbauweise, elektrische Antriebe und teilweise auf bedarfsorientierte Regelung der Motorleistung.

Gewichtseinsparung bei PALFINGER Produkten reduziert den Materialeinsatz, vermindert den Treibstoffbedarf während der Fahrt bzw. ermöglicht es den Fahrzeugen, mehr Nutzlast zu transportieren. Im Berichtsjahr wurde mit dem PK 165.002 TEC 7 eine neue Kran-Generation eingeführt. Der Kran erreicht eine bis zu 15 Prozent höhere Traglast als sein Vorgänger und ist dabei eine Tonne leichter. 2016 ist eine derartige Verbesserung von Hubkraft zu Eigengewicht für weitere Kranmodelle geplant. Auch im Marinebereich wurden 2015 Gewichtseinsparungen durch den verstärkten Einsatz von Verbundmaterialien und Aluminium vorangetrieben. Auch der neue Abrollkipper PH TS SLD in Nordamerika weist ein deutlich reduziertes Eigengewicht auf. Darüber hinaus wurde eine neue Schnittstelle entwickelt, die den Aufbau einer Abrollkipper-Kran-Kombination deutlich vereinfacht und leichter macht. Neu eingeführte Hubarbeitsbühnen in Europa und in den USA wurden ebenfalls in Leichtbauweise konzipiert. Auch hier waren es etwa der Einsatz von Aluminiumkomponenten und hochfesten Stahlsorten, die zu einem deutlich reduzierten Gewicht führten. Hochfeste Stahlsorten werden auch zunehmend in der Produktion in China eingesetzt.

Alternative Antriebe bieten neue energieeffiziente Lösungen ohne Emissionen vor Ort. PALFINGER verfügt bereits seit zwei Jahren über Hybrid-Aggregate, die den elektro-hydraulischen und damit fast lautlosen und emissionsfreien Kranbetrieb ermöglichen. Nun sind auch im Marinebereich elektrische Lösungen möglich: Verhol-Winden (AHC Winches) werden seit 2015 sowohl hydraulisch als auch elektrisch angeboten. Diese Winden werden mit dem Modell DKW2500 unter anderem im Offshore-Kranbereich eingesetzt. 2016 werden Active Heave Compensated (AHC) Krane das Zwischenspeichern und die Wiederverwendung von Energie ermöglichen.

Im Bereich der Hubarbeitsbühnen wurde Load-Sensing eingeführt – das bedeutet, dass die Drehzahl des Lkw-Motors an den aktuellen Energiebedarf des Krans angepasst wird, wodurch der Treibstoffverbrauch sinkt. Auch Kranprodukte für den indischen Markt drosseln seit 2015 den Energiebedarf bei Ruhephasen im Betrieb.

GRI G4-EN 7: Senkung des Energiebedarfs bei Produkten; GRI G4-EN 27: Reduktion ökologischer Auswirkungen von Produkten

PALFINGER Produkte im Einsatz für Mensch und Umwelt

PALFINGER sieht in Hebe-Lösungen, die auch ökologischen Zwecken dienen, gute Marktchancen, die mit dem bestehenden Produktportfolio abgedeckt werden können. Eisenbahnsysteme dienen dem emissionsarmen Bahnverkehr, Offshore-Krane werden auf Windkraftwerken installiert, Forstkrane werden in der Forstwirtschaft, für Biomasse oder im Recyclingbereich eingesetzt. Ebenfalls überwiegend im Recyclingbereich finden die Hooklifts Verwendung. PALFINGER Einstiegshilfen ermöglichen Menschen in Rollstühlen den leichteren Zugang zu Transportmitteln wie Bussen oder Eisenbahn.

Die Berichterstattung der Kennzahl Umsatzanteil von Produkten mit ökologischem und sozialem Zweck wurde im aktuellen Berichtsjahr aufgrund der Ergebnisse aus der Wesentlichkeitsanalyse nicht mehr weitergeführt. Wesentlichkeitsanalyse, Seite 36

GRI-INDEX

Gemäß den Anforderungen der Global Reporting Initiative ("Kern") werden in diesem Bericht die allgemeinen Standardangaben sowie die spezifischen Standardangaben für die laut Wesentlichkeitsanalyse relevanten Aspekte nach G4-Indikatoren beschrieben. Die jeweiligen Verweise sind im nachfolgenden GRI-Index mit dem entsprechenden Kapitel sowie Seitenzahl angeführt und im integrierten Geschäftsbericht durch das entsprechende Icon gekennzeichnet. GRI G4-32: GRI-Index

ALLGEMEINE STANDARDANGABEN

Allgemeine
Standardangaben
Kurzbezeichnung zur jeweiligen Angabe Verweis auf die Seite im gedruckten integrierten
Geschäftsbericht
Strategie und Analyse
G4–1 Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers Vorwort des Vorstandsvorsitzenden S. 8
G4–2 Wichtigste nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen,
Risiken und Chancen
Risikobericht S. 70
Organisationsprofil
G4–3 Organisationsprofil: Marken, Produkte und
Dienstleistungen
PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–4 Überblick der Produkte PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–5 Organisationsprofil: Hauptsitz der Organisation PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–6 Überblick der Standorte Standorte der PALFINGER Gruppe S. 110
G4–7 Eigentumsverhältnisse und Rechtsform Eigentumsverhältnisse S. 42; Angaben gemäß §243a UGB S. 64
G4–8 Märkte Regionen und Branchen S. 48; Kunden und Händlernetzwerk
S. 51; Entwicklung der Segmente S. 55
G4–9 Organisationsprofil: Größe der Organisation PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–10 Beschäftigungsprofil Beschäftigungsentwicklung S. 77; Diversity und Chancen
gleichheit S. 83; Beschäftigungsentwicklung (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 221; Fortschrittsbericht UNGC (www.palfinger.ag)
G4–11 Anteil der Mitarbeiter mit Kollektivverträgen Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung S. 78;
Fortschrittsbericht UNGC (www.palfinger.ag)
G4–12 Beschreibung der Lieferkette Wertschöpfung S. 26; Lieferanten S. 52; Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 54
G4–13 Veränderungen in der Organisation, Aktionärsstruktur,
Lieferkette
Verkauf eigener Aktien S. 42; Lieferanten S. 52; Nachhaltigkeit
bei den Lieferanten S. 54; Wesentliche Veränderungen in der
PALFINGER Gruppe S. 62
G4–14 Vorsorgeprinzip Risikobericht S. 70; Fortschrittsbericht UNGC (www.palfinger.ag)
G4–15 Selbstverpflichtung zu freiwilligen Initiativen Ratings S. 41; Engagement S. 44
G4–16 Aktive Mitgliedschaften Engagement S. 44
Ermittelte wesentliche
Aspekte und Grenzen
G4–17 Unternehmen im konsolidierten Jahresabschluss Gesellschaften der PALFINGER Gruppe Umschlag hinten
G4–18 Festlegung Berichtsinhalte Wesentlichkeitsanalyse S. 36; Nachhaltigkeitsberichtsprofil und
-grenzen (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 210
G4–19 Wesentliche Aspekte Strategische Nachhaltigkeitsaspekte S. 21; Wesentlichkeits
analyse S. 36
G4–20 Abgrenzung der wesentlichen Aspekte innerhalb der
Organisation
Wertschöpfung S. 26; Wesentliche GRI-Aspekte in der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 215
G4–21 Abgrenzung der wesentlichen Aspekte außerhalb der
Organisation
Wertschöpfung S. 26; Lieferanten S. 52; Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 54; Wesentliche GRI-Aspekte in der
Wertschöpfungskette (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 215
G4–22 Neudarstellung in der Berichterstattung How to use S. 6; Wesentlichkeitsanalyse S. 36;
Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 210
G4–23 Änderungen in Umfang und in den Grenzen der Aspekte Wesentlichkeitsanalyse S. 36
Allgemeine
Standardangaben
Kurzbezeichnung zur jeweiligen Angabe Verweis auf die Seite im gedruckten integrierten
Geschäftsbericht
Einbindung von
Stakeholdern
G4–24 Liste der Stakeholder Stakeholdermanagement S. 34
G4–25 Auswahl der Stakeholder Stakeholdermanagement S. 34
G4–26 Einbindung der Stakeholder Stakeholdermanagement S. 34; Attraktive Arbeitsplätze mit
Eigenverantwortung S. 78
G4–27 Ergebnisse der Einbindung Stakeholdermanagement S. 34
Berichtsprofil
G4–28 Berichtszeitraum Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 210
G4–29 Vorheriger Bericht Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 210
G4–30 Berichtszyklus Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 210
G4–31 Kontakt zu Nachhaltigkeitsmanagement Impressum Umschlag hinten
G4–32 GRI-Index GRI-Index (Nachhaltigkeits-Anhang) S. 233
G4–33 Externe Prüfung Nachhaltigkeitsmanagement S. 37; Bericht des
Abschlussprüfers S. 241; Unabhängiger Bestätigungsbericht
S. 243
Unternehmensführung
G4–34 Führungsstruktur und Kontrollorgane Nachhaltigkeitsmanagement S. 37; Organe der Gesellschaft
sowie Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 243b
Absatz 2 UGB S. 98
G4–35 Rolle des höchsten Kontrollorgans Nachhaltigkeitsmanagement S. 37; Organe der Gesellschaft
sowie Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 243b
Absatz 2 UGB S. 98
G4–36 Zuständigkeit des höchsten Kontrollorgans Nachhaltigkeitsmanagement S. 37; Organe der Gesellschaft
sowie Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 243b
Absatz 2 UGB S. 98
G4–37 Konsultationsverfahren Stakeholdermanagement S. 34
G4–48 Höchste Position, die den Nachhaltigkeitsbericht prüft,
bewilligt und sicherstellt
Nachhaltigkeitsmanagement S. 37
Ethik und Integrität
G4–56 Code of Conduct Strategie und Value Management S. 16; Konzernrichtlinien und
Code of Conduct S. 103; Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
G4–57 Compliance und Integrität Unternehmensethik und Korruptionsprävention S. 103;
Fortschrittsbericht UNGC (www.palfinger.ag)
G4–58 Meldung von Bedenken zur Integrität Interne Audits und Risk Management S. 104; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)

SPEZIFISCHE STANDARDANGABEN

Wesentliche Aspekte DMA und Indikatoren Verweis Auslassungen
Auflistung ermittelter
wesentlicher Aspekte
Auflistung spezifischer Standard
angaben bezüglich jedes ermittelten
wesentlichen Aspekts
Verweis auf die Seite im gedruckten
integrierten Geschäftsbericht
In Ausnahmefällen, falls eine Angabe
bestimmter erforderlicher Infos nicht
möglich ist, ist eine Begründung für die
Auslassung anzugeben.
Informationen zum DMA und
Nachhaltigkeitsprogramm
Umwelt- und Energiemanagement
S. 93; Nachhaltigkeitsprogramm
2015/16 (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 211 ; Managementsysteme im Einsatz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 219
Wirtschaft
Wirtschaftliche Leistung G4-EC 1: Direkt erwirtschafteter Wert
und verteilter wirtschaftlicher Wert
Finanzströme an Stakeholder S. 38;
Spenden S. 45
G4-EC 2: Durch den Klimawandel
bedingte finanzielle Folgen sowie
andere Chancen und Risiken
Risikothemen S. 70 Der Fokus liegt auf der qualitativen
Beschreibung der Risiken.
G4-EC 4: Finanzielle Unterstützung
seitens der Regierung
Finanzströme an Stakeholder S. 38 Die Darstellung umfasst Subventionen
und Zuschüsse für Investitionen sowie
Forschung und Entwicklung; Steuer
erleichterungen sind im Indikator EC1
berücksichtigt.
Indirekte wirtschaftliche
Auswirkungen
G4-EC 8: Indirekte wirtschaftliche
Auswirkungen
Value Management S. 24; Risikobericht
S. 70
Ökologie
Materialien G4-EN 1: Eingesetzte Materialien nach
Gewicht
Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 89;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Hauptmaterialien Stahl und
Aluminium sind dargestellt.
Energie G4-EN 3: Energieverbrauch innerhalb
der Organisation
Energieeffizienz S. 91; Energieeffizienz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 228;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
G4-EN 4: Energieverbrauch außerhalb
der Organisation
Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 89;
Energieeffizienz S. 91; Fortschritts
bericht UNGC (www.palfinger.ag)
Eine Abschätzung der wesentlichen
Rohstoffe Stahl und Aluminium ist
enthalten. Aufgrund der Vielfalt der
Produkte und ihrer Einsatzbereiche
kann der absolute Energieverbrauch
der Produkte nicht angegeben werden.
G4-EN 5: Energieintensität Energieeffizienz S. 91; Energieeffizienz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 228;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
G4-EN 6: Verringerung des Energie
verbrauchs
Energieeffizienz S. 91; Energieeffizienz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 228;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Verringerung wird ausschließlich
qualitativ beschrieben.
G4-EN 7: Senkung des Energiebedarfs
bei Produkten
Sichere und effiziente Produkte S. 85;
Produktinnovationen zur Sicherheit der
Bediener S. 231; Öko-effiziente
Produktinnovationen S. 232;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Aufgrund der Vielfalt der Produkte und
ihrer Einsatzbereiche erfolgt eine
qualitative Beschreibung der
Maßnahmen.
Emissionen G4-EN 15: Direkte THG-Emissionen
(Scope 1)
Klimaschutz S. 92; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 230;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Scope-Differenzierung wurde im
Berichtsjahr 2014 implementiert,
wodurch eine dreijährige Vergleich
barkeit derzeit nicht möglich ist.
G4-EN 16: Indirekte energiebezogene
THG-Emissionen (Scope 2)
Klimaschutz S. 92; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 230;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Scope-Differenzierung wurde im
Berichtsjahr 2014 implementiert,
wodurch eine dreijährige Vergleich
barkeit derzeit nicht möglich ist.
G4-EN 17: Weitere indirekte THG
Emissionen (Scope 3)
Klimaschutz S. 92; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 230;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Scope-Differenzierung wurde im
Berichtsjahr 2014 implementiert,
wodurch eine dreijährige Vergleich
barkeit derzeit nicht möglich ist.
G4-EN 18: Intensität der THG
Emissionen
Klimaschutz S. 92; Klimaschutz
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 230;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Scope-Differenzierung wurde im
Berichtsjahr 2014 implementiert,
wodurch eine dreijährige Vergleich
barkeit derzeit nicht möglich ist.
Wesentliche Aspekte DMA und Indikatoren Verweis Auslassungen
Abwasser und Abfall G4-EN 23: Abfall und Entsorgung Effiziente Nutzung von Rohstoffen S. 89;
Gefährliche Abfälle S. 90; Effiziente
Nutzung von Rohstoffen
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 225;
Gefährliche Abfälle (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 226; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)
Recyclierbare Abfälle aus der
Produktion werden nicht absolut,
sondern als Verschnittquote
angegeben. Aufgrund der Relevanz
werden darüber hinaus nur gefährliche
Abfälle reportet.
Produkte und
Dienstleistungen
G4-EN 27: Reduktion ökologischer
Auswirkungen von Produkten
Sichere und effiziente Produkte S. 85;
Produktinnovationen zur Sicherheit der
Bediener S. 231; Öko-effiziente
Produktinnovationen S. 232;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Bewertung der Lieferanten
hinsichtlich ökologischer
Aspekte
G4-EN 32: Prüfung von ökologischen
Kriterien in der Lieferkette
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
G4-EN 33: Ökologische Auswirkungen
in der Lieferkette
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Gesellschaft
Arbeitspraktiken und
menschenwürdige
Beschäftigung
Beschäftigung G4-LA 1: Gesamtzahl der Mitarbeiter
und Fluktuation
Beschäftigungsentwicklung S. 77;
Beschäftigungsentwicklung
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 221;
Fluktuation (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 222
Fluktuation und Abgänge sind
abgebildet. Eine Darstellung der
Neuzugänge ist derzeit nicht möglich,
jedoch mit der Einführung
entsprechender HR-Systeme
langfristig in Planung.
G4-LA 2: Betriebliche Leistungen, die
nur Vollzeitbeschäftigten gewährt
werden
Angaben gemäß §243a UGB S. 64 Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz
G4-LA 6: Arbeitsunfälle, Berufskrank
heiten und Ausfalltage
Gesundheit und Sicherheit S. 80;
Gesundheit und Sicherheit
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 223
Eine Darstellung nach Geschlecht ist
derzeit nicht möglich, jedoch mit der
Einführung entsprechender HR
Systeme langfristig in Planung.
G4-LA 7: Arbeiter mit hoher
Erkrankungsrate oder -gefährdung
Gesundheit und Sicherheit
(Nachhaltigkeits-Anhang) S. 223
Die Darstellung enthält eine
Beschreibung ohne quantitative
Angaben.
G4-LA 8: Formelle Vereinbarungen mit
Gewerkschaften bezüglich
Gesundheits- und Sicherheitsthemen
Gesundheit und Sicherheit S. 80 Es erfolgt eine Darstellung des
betrieblichen
Gesundheitsmanagements des
Unternehmens.
Aus- und Weiterbildung G4-LA 9: Aus- und Weiterbildung pro
Mitarbeiter
Qualifizierte Mitarbeiter S. 82; Aus- und
Weiterbildung (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 224
Eine Darstellung nach Geschlecht und
Mitarbeiterkategorien ist derzeit nicht
möglich, jedoch mit der Einführung
entsprechender HR-Systeme lang
fristig in Planung.
G4-LA 10: Programme für Kompetenz
management
Qualifizierte Mitarbeiter S. 82 Übergangshilfsprogramme zur
Unterstützung von Mitarbeitern, die in
den Ruhestand gehen oder deren
Beschäftigungsverhältnis endet, sind
nicht dargestellt.
G4-LA 11: Mitarbeiter mit regelmäßiger
Beurteilung
Attraktive Arbeitsplätze mit Eigen
verantwortung S. 78
Eine Darstellung nach Geschlecht und
Mitarbeiterkategorien ist derzeit nicht
möglich, jedoch mit der Einführung
entsprechender HR-Systeme lang
fristig in Planung.
Vielfalt und Chancen
gleichheit
G4-LA 12: Vielfalt und Chancen
gleichheit
Diversity und Chancengleichheit S. 83;
Organe der Gesellschaft sowie Arbeits
weise von Vorstand und Aufsichtsrat
gemäß §243b Absatz 2 UGB S. 98;
Chancengleichheit (Nachhaltigkeits
Anhang) S. 224; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)
Die Altersanteile sind nach den
Kategorien 0–30, 30–56, 56+
dargestellt.
Bewertung der Lieferanten
hinsichtlich Arbeits
praktiken
G4-LA 14: Prüfung von Arbeitspraktiken
in der Lieferkette
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
G4-LA 15: Auswirkungen von Arbeits
praktiken in der Lieferkette
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Wesentliche Aspekte DMA und Indikatoren Verweis Auslassungen
Menschenrechte
Menschenrechte G4-HR 1: Menschenrechte bei
Investitionen
Strategie und Value Management S. 18;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Der Fokus liegt auf einer qualitativen
Beschreibung der Aktivitäten.
G4-HR 2: Schulungsstunden zu
Menschenrechtspolitik und -verfahren
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
Vereinigungsfreiheit und
Recht auf Kollektiv
verhandlungen
G4-HR 4: Standorte mit gefährdeter
Versammlungsfreiheit
Attraktive Arbeitsplätze mit Eigen
verantwortung S. 78; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)
Kinderarbeit
G4-HR 5: Risiko von Kinderarbeit
Unternehmensethik und Korruptions
prävention S. 103; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)
Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
Zwangs- oder Pflichtarbeit G4-HR 6: Risiko von Zwangs- oder
Pflichtarbeit
Unternehmensethik und Korruptions
prävention S. 103; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)
Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
Bewertung der Lieferanten
hinsichtlich Menschen
rechte
G4-HR 10: Prüfung von
Menschenrechtskriterien in der
Lieferkette
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
G4-HR 11: Menschenrechtliche
Auswirkungen in der Lieferkette
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
Gesellschaftlich
Korruptionsbekämpfung G4-SO 3: Geprüfte Geschäftsstandorte Qualitätsmanagement S. 88; Unternehmensethik und
Korruptionsprävention S. 103;
Fortschrittsbericht UNGC
(www.palfinger.ag)
G4-SO 4: Information zur Korruptions
prävention
Unternehmensethik und Korruptions
prävention S. 103; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)
Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
G4-SO 5: Korruptionsfälle Unternehmensethik und Korruptions
prävention S. 103; Fortschrittsbericht
UNGC (www.palfinger.ag)
Wettbewerbswidriges
Verhalten
G4-SO 7: Wettbewerbsrecht Unternehmensethik und Korruptions
prävention S. 103
Compliance G4-SO 8: Signifikante Bußgelder Unternehmensethik und Korruptions
prävention S. 103
Bewertung der Lieferanten
hinsichtlich
gesellschaftlicher
Auswirkungen
G4-SO 9: Prüfung von gesellschaft
lichen Auswirkungen in der Lieferkette
Nachhaltigkeit bei den Lieferanten S. 54 Die Darstellung bezieht sich auf Unfälle mit PALFINGER Produkten.
G4-SO 10: Auswirkungen auf die
Gesellschaft in der Lieferkette
Lieferanten S. 52
Produktverantwortung
Kundengesundheit und
-sicherheit
G4-PR 1: Produkt- und Dienstleistungs
kategorien, deren Auswirkungen auf
Gesundheit und Sicherheit geprüft
werden
Sichere und effiziente Produkte S. 85 Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
G4-PR 2: Fälle von Nichteinhaltung
sicherheitsrelevanter Vorschriften
Sichere und effiziente Produkte S. 85 Die Nicht-Einhaltung von Vorschriften
in Bezug auf Gesundheit und Sicher
heit wird qualitativ berichtet.
Kennzeichnung von
Produkten und
Dienstleistungen
G4-PR 3: Produkt- und Dienstleistungs
informationen
Sicherheitsprüfung, Kennzeichnung der
Produkte (Nachhaltigkeits-Anhang)
S. 231
Die Beschreibung enthält qualitative
Angaben.
G4-PR 5: Befragung zur Kunden
zufriedenheit
Kunden und Händler S. 35

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 der PALFINGER AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht zum 31. Dezember 2015 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Salzburg, am 28. Jänner 2016

Der Vorstand der PALFINGER AG

Ing. Wolfgang Pilz e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h. Vorstand für Marketing & Vertrieb Vorstand für Produktion

DI Herbert Ortner e.h. Mag. Christoph Kaml e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstand für Finanzen

BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der PALFINGER AG, Salzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015, die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, das Konzern-Cashflow-Statement und die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND FÜR DIE KONZERNBUCHFÜHRUNG

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESCHREIBUNG VON ART UND UMFANG DER GESETZLICHEN ABSCHLUSSPRÜFUNG

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

PRÜFUNGSURTEIL

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

AUSSAGEN ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Salzburg, am 28. Jänner 2016

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Mag. Brigitte Frey e.h. Mag. Diether Dämon e.h.

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (z. B. verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

GRI G4-33: Externe Prüfung

UNABHÄNGIGER BESTÄTIGUNGSBERICHT

Unabhängige Prüfung der Aussagen und Daten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2015 der Palfinger AG

Auftragsgegenstand

Wir wurden von der Palfinger AG mit der Durchführung einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit (nachfolgend "Prüfung") der Aussagen und Daten zur Nachhaltigkeitsberichterstattung 2015 (nachfolgend "Berichterstattung") der Palfinger AG, nach der GRI G4 KERN -Option erstellt, beauftragt.

Die Prüfung umfasste die Berichterstattung wie folgt:

"Integrierter Geschäftsbericht 2015" im pdf-Format hinsichtlich der Angaben und Verweise vom GRI-Index in die Berichterstattung.

In der Berichterstattung wurden die im GRI-Index angeführten Verweise, jedoch nicht darüber hinaus gehende weitere (Web-)Verweise, geprüft.

Unsere Prüfungshandlungen wurden gesetzt, um eine begrenzte Prüfsicherheit als Grundlage für unsere Beurteilung zu erlangen. Der Umfang der Prüfungshandlungen zur Einholung von Prüfungs-nachweisen ist geringer als jener für hinreichende Prüfsicherheit (wie beispielsweise bei einer Jahresabschlussprüfung), sodass ein geringerer Grad an Prüfsicherheit gegeben ist.

Einschränkungen des Prüfauftrages

Der Prüfumfang auf operativer Ebene umfasste lediglich Standortbegehungen innerhalb Österreichs am Standort in Salzburg.

Zahlen, die aus externen Studien entnommen wurden, wurden nicht geprüft. Es wurde lediglich die korrekte Übernahme der relevanten Angaben und Daten in die Berichterstattung überprüft.

Die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüften Leistungsindikatoren und Aussagen sowie Informationen aus dem Corporate Governance Bericht wurden von uns keiner weiteren Prüfung unterzogen. Wir überprüften die GRI-konforme Darstellung dieser Informationen in der Berichterstattung.

Die Prüfung zukunftsbezogener Angaben war nicht Gegenstand unseres Auftrags.

Ebenso war weder die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. Unterschlagungen oder sonstiger doloser Handlungen, noch die Beurteilung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung Gegenstand unseres Auftrags.

Kriterien

Wir beurteilten die Informationen im Bericht auf Basis der folgenden für das Geschäftsjahr 2015 maßgeblichen Kriterien (nachfolgend "die Kriterien"):

GRI G4 Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung1)

Wir gehen davon aus, dass diese Kriterien für die Durchführung unseres Prüfauftrags angemessen sind.

Verantwortung des Managements

Das Management der Palfinger AG ist für die Erstellung der Berichterstattung sowie für die darin enthaltenen Informationen, in Übereinstimmung mit den oben genannten Kriterien, verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Entwicklung, Implementierung und Sicherstellung von internen Kontrollen. Diese sind für die Erstellung der Berichterstattung maßgeblich, um wesentliche falsche Angaben auszuschließen.

Unsere Verantwortung

Unsere Verantwortung besteht darin, ein Urteil über die Informationen in der Berichterstattung auf Basis einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit abzugeben.

Wir haben unseren Prüfauftrag unter Beachtung des "International Federation of Accountants' ISAE 3000"2) -Standards sowie des von der "International Federation of Accountants" (IFAC) herausgegebenen "Code of Ethics for Professional Accountants" - worin Regelungen zu unserer Unabhängigkeit enthalten sind - geplant und durchgeführt.

Gegenstand unserer Leistung ist es nicht, Interessen spezifischer Dritter zu berücksichtigen. Sie dient daher ausschließlich dem Auftraggeber und nur für dessen Zwecke. Sie ist somit nicht darauf ausgerichtet und dazu bestimmt, Dritten als Entscheidungsgrundlage zu dienen.

Gemäß der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe"3) ist unsere Haftung beschränkt. Demnach haftet der Berufsberechtigte nur für vorsätzliche und grob fahrlässig verschuldete Verletzungen der übernommenen Verpflichtungen. Im Falle grober Fahrlässigkeit beträgt die maximale Haftungssumme gegenüber der Palfinger AG und etwaigen Dritten insgesamt EUR 726.730.

Unsere Vorgehensweise

Wir haben alle erforderlichen Prüfungshandlungen durchgeführt, um eine ausreichende und geeignete Basis für unser Urteil sicherzustellen. Die Prüfung wurde am Hauptsitz der Gesellschaft in Salzburg durchgeführt. Wesentliche Prüfungshandlungen von uns waren:

Erlangung eines Gesamtüberblicks zur Unternehmenstätigkeit sowie zur Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens;

Durchführung von Interviews mit Unternehmens-verantwortlichen, um relevante Systeme, Prozesse und interne Kontrollen, welche die Erhebung der Informationen für die Berichterstattung unterstützen, zu identifizieren und zu verstehen;

Durchsicht der relevanten Dokumente auf Konzern-, Vorstands- und Managementebene, um Bewusstsein und Priorität der Themen in der Berichterstattung zu beurteilen und um zu verstehen, wie Fortschritte überwacht werden;

Erhebung der Risikomanagement- und Governance-Prozesse in Bezug auf Nachhaltigkeit und kritische Evaluierung der Darstellung in der Berichterstattung;

Durchführung analytischer Prüfungshandlungen auf Unternehmensebene;

Stichprobenartige Überprüfung der Daten und Prozesse, um zu erheben, ob diese auf Konzernebene angemessen übernommen, konsolidiert und berichtet worden sind. Dies umfasste die Beurteilung, ob die Daten in genauer, verlässlicher und vollständiger Art und Weise berichtet worden sind;

Bewertung der Berichterstattung zu wesentlichen Themen, welche im Rahmen von Stakeholderdialogen angesprochen worden sind, über welche in externen Medien Bericht erstattet worden ist und zu welchen wesentliche Wettbewerber in ihren ökologischen und gesellschaftlichen Berichten Bezug nehmen;

Evaluierung der Wesentlichkeitsanalyse unter Einbeziehung von branchenspezifischen Megatrends sowie Aspekten von SASB4) , IIRC5) und GRI;

  • Stichprobenartige Überprüfung der Aussagen in der Berichterstattung auf Basis der GRI G4 Berichtsgrundsätze;
  • Beurteilung, ob für die KERN-Option die GRI G4 Leitlinien konform angewendet wurden und
  • Überprüfung der Vollständigkeit der Berichterstattung gemäß den in den GRI G4 Leitlinien angeführten Gemeinsamkeiten mit den "Zehn Prinzipien" des Global Compact der Vereinten Nationen6).

Unsere Bestätigung

Auf Grundlage unserer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Prüfsicherheit sind uns keine Sachverhalte bekannt, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Informationen in der Berichterstattung nicht in Übereinstimmung mit den oben definierten Kriterien sind.

Salzburg, 28. Jänner 2016

ERNST & YOUNG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Brigitte Frey e.h. ppa. Christine Jasch e.h

GRI G4-33: Externe Prüfung

Fußnoten:

1) https://www.globalreporting.org/reporting/g4/Pages/default.aspx

2) International Federation of Accountants' International Standard for Assurance Engagements Other than Audits or reviews of Historical Financial Information (ISAE3000) effective for assurance statements dated after January 1, 2005

3) Fassung vom 21. Februar 2011, herausgegeben von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Kapitel 8,

http://www.kwt.or.at/de/PortalData/2/Resources/downloads/downloadcenter/AAB_2011_de.pdf

4) http://www.sasb.org/wp-content/uploads/2013/10/SASB-Conceptual-Framework-Final-Formatted-10-22-13.pdf

5) http://www.theiirc.org/international-ir-framework/

6) https://www.globalreporting.org/resourcelibrary/UNGC-G4-linkage-publication.pdf

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und ist in vier Sitzungen am 6. Februar, 1. Juni, 21. September und 14. Dezember unter Teilnahme des Vorstands zusammengekommen. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend schriftlich und mündlich über den Geschäftsgang und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in Kontakt und diskutierte mit ihm die Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikolage des Unternehmens.

Neben der aktuellen Entwicklung und Planung befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Strategie in den einzelnen Segmenten, Akquisitionsprojekten, größeren Investitionsentscheidungen, ökonomischen, ökologischen wie gesellschaftlichen Risiken, den Entwicklungen im gruppenweiten Nachhaltigkeitsmanagement sowie der Kooperation mit der chinesischen SANY-Gruppe. Die Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschüsse traten im Geschäftsjahr regelmäßig zusammen. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns.

Der Jahresabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2015 und der Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, geprüft. Die Prüfung ergab, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, sodass für 2015 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Dies gilt auch für den Konzernabschluss. Der nach IFRS (wie in der EU anzuwenden) aufgestellte Konzernabschluss ist um den Konzernlagebericht und weitere Erläuterungen gemäß § 245a UGB ergänzt worden.

Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015. Der Jahresabschluss 2015 der PALFINGER AG ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat erklärt sich mit dem gemäß § 244 ff UGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht einverstanden. Den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat geprüft und gebilligt.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeitern von PALFINGER Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die hervoragenden Leistungen im Geschäftsjahr 2015 aus.

Salzburg, am 5. Februar 2016

Ing. Hubert Palfinger jun. e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrats

IMPRESSUM

PALFINGER AG

Firmensitz: Franz-Wolfram-Schererstr. 24, 5020 Salzburg, Österreich

Global Headquarter: Lamprechtshausener Bundesstraße 8 5101 Bergheim Österreich www.palfinger.ag

KONTAKT

Investor Relations

Tel. +43 662 2281-81101 Fax +43 662 2281-81070 www.palfinger.ag

Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender DW 81008, [email protected]

Hannes Roither, Konzernsprecher DW 81100, [email protected]

Daniela Werdecker, Nachhaltigkeitsmanagement DW 81105, [email protected]

GRI G4-31: Kontakt zu Nachhaltigkeitsmanagement

Beratung und Gesamtkonzept

Scholdan & Company

Beratung Nachhaltigkeitsaspekte

Denkstatt GmbH

Gestaltung Rahofer Werbeagentur

Satz

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie "erwarten", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier dargestellten Erwartungen abweichen. Ebenso können sich in Einzelfällen aufgrund der Stärkung interner Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität Änderungen in den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Vorjahre ergeben haben.

Veröffentlicht am 5. Februar 2016

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

PALFINGER AG, Salzburg

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015

PALFINGER AG, Salzburg

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015

Abschrift

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. 5020 Salzburg, Sterneckstraße 33

Tel.: [43] (662) 20 555 0 Fax: [43] (662) 20 555 100 E-Mail: [email protected] URL: www.ey.com/austria

INHALTSVERZEICHNIS

1. Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung 1
2. Aufgliederung und Erläuterung von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses 2
3. Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses 3
3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss
und zum Lagebericht sowie zum Corporate Governance-Bericht
3
3.2. Erteilte Auskünfte 3
3.3. Stellungnahme zu Tatsachen nach § 273 Abs 2 und Abs 3 UGB (Ausübung der Redepflicht) 3
4. Bestätigungsvermerk 4-5

BEILAGENVERZEICHNIS

Beilage 1 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Beilage 2 Allgemeine Auftragsbedingungen für Abschlussprüfungen

An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PALFINGER AG, Salzburg

Wir haben die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 der

PALFINGER AG, Salzburg

(im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt), abgeschlossen und erstatten über das Ergebnis dieser Prüfung den folgenden Bericht:

1. PRÜFUNGSVERTRAG UND AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. März 2015 der PALFINGER AG, Salzburg, wurden wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 gewählt. Die Gesellschaft, vertreten durch den Aufsichtsrat, schloss mit uns einen Vertrag über die Durchführung der Abschlussprüfung ab. Über die ebenfalls vereinbarte Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 berichten wir mittels gesonderten Berichtes.

Für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr gelten auf Grund der Bestimmungen des § 221 UGB die Rechtsvorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 war unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts einer Pflichtprüfung gemäß § 268 Abs 1 UGB zu unterziehen.

Diese Prüfung erstreckte sich darauf, ob bei der Erstellung des Jahresabschlusses die gesetzlichen Vorschriften und die ergänzenden Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Der Lagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Unternehmens erwecken. Es ist auch festzustellen, ob ein Corporate Governance-Bericht (§ 243b UGB) aufgestellt wurde.

Bei unserer Prüfung beachteten wir die in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und die berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer Durchführung von Abschlussprüfungen. Wir weisen darauf hin, dass die Abschlussprüfung mit dem Ziel erfolgt, ein Prüfungsurteil über den Jahresabschluss abzugeben. Infolge der stichprobenmäßigen Prüfung und der immanenten Grenzen einer Abschlussprüfung, verbunden mit den immanenten Grenzen eines Rechnungslegungs- und internen Kontrollsystems, verbleibt ein unvermeidbares Risiko, dass wesentliche unrichtige Aussagen im Jahresabschluss unentdeckt bleiben. Ebenso ist die Abschlussprüfung nicht auf die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände bzw. von dolosen Handlungen gerichtet.

Die Prüfung wurde unter der Leitung von Mag. Diether Dämon mit Unterbrechungen im Zeitraum von November 2015 bis Jänner 2016 in den Räumen der Gesellschaft durchgeführt. Die Prüfung wurde mit dem Datum dieses Berichtes materiell abgeschlossen.

Grundlage für unsere Prüfung ist der mit der Gesellschaft abgeschlossene Prüfungsvertrag. Die von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Abschlussprüfungen" (Beilage 2) stellen einen integrierten Bestandteil dieses Prüfungsvertrages dar. Diese Auftragsbedingungen gelten nicht nur zwischen der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer, sondern auch gegenüber Dritten, die auf den Inhalt des vorliegenden Berichtes vertrauen. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

2. AUFGLIEDERUNG UND ERLÄUTERUNG VON WESENTLICHEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Alle erforderlichen Aufgliederungen und Erläuterungen von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses sind im Anhang des Jahresabschlusses und Lagebericht enthalten. Wir verweisen daher auf die entsprechenden Angaben des Vorstands im Anhang des Jahresabschlusses und im Lagebericht.

3. ZUSAMMENFASSUNG DES PRÜFUNGSERGEBNISSES

3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und zum Lagebericht sowie zum Corporate Governance-Bericht

Bei unseren Prüfungshandlungen stellten wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung fest.

Im Rahmen unseres risiko- und kontrollorientierten Prüfungsansatzes haben wir – soweit wir dies für unsere Prüfungsaussage für notwendig erachteten – die internen Kontrollen in Teilbereichen des Rechnungslegungsprozesses in die Prüfung einbezogen.

Hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit des Jahresabschlusses verweisen wir auf unsere Ausführungen im Bestätigungsvermerk.

Der Lagebericht entspricht nach unserer abschließenden Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften.

Die Gesellschaft hat einen Corporate Governance-Bericht gemäß § 243b UGB aufgestellt. Eine materielle Prüfung dieses Berichts war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Wir haben jedoch eine freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung des österreichischen Corporate Governance Kodex der PALFINGER AG im Geschäftsjahr 2015 durchgeführt (gesonderter Bericht).

3.2. Erteilte Auskünfte

Die gesetzlichen Vertreter erteilten die von uns verlangten Aufklärungen und Nachweise. Eine von den gesetzlichen Vertretern unterfertigte Vollständigkeitserklärung haben wir zu unseren Akten genommen.

3.3. Stellungnahme zu Tatsachen nach § 273 Abs 2 und Abs 3 UGB (Ausübung der Redepflicht)

Bei Wahrnehmung unserer Aufgaben als Abschlussprüfer haben wir keine Tatsachen festgestellt, die den Bestand der geprüften Gesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen. Wesentliche Schwächen bei der internen Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses sind uns nicht zur Kenntnis gelangt. Die Voraussetzungen für die Vermutung eines Reorganisationsbedarfs (§ 22 Abs 1 Z 1 URG) sind nicht gegeben.

4. BESTÄTIGUNGSVERMERK *)

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der PALFINGER AG, Salzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2015, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2015 bis zum 31. Dezember 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Salzburg, am 20. Jänner 2016

__________

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Mag. Brigitte Frey eh Mag. Diether Dämon eh

*) Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (zB verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

JAHRESABSCHLUSS

UND LAGEBERICHT

ZUM 31. DEZEMBER 2015

DER

PALFINGER AG, SALZBURG

B I L A N Z ZUM 31. DEZEMBER 2015

A K T I V A P A S S I V A
Stand Stand Stand Stand
31.12.2015 31.12.2014 31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR EUR TEUR EUR EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Grundkapital 37.593.258,00 37.593
Konzessionen, Rechte 2.487.885,00 1.923 II. Kapitalrücklagen
II. Sachanlagen 1. Gebundene 90.087.230,78 90.088
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, 2. Nicht gebundene 514.345,75 514
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 22.407.875,76 23.009 90.601.576,53 90.602
davon Grundwert EUR 5.666.830,76 (2014 TEUR 5.667) III. Gewinnrücklagen
2. Technische Anlagen und Maschinen 13.645,00 18 1. Gesetzliche Rücklage 290.691,34 291
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.763.644,00 2.459 2. Andere (freie) Rücklagen 1.066.397,32 1.020
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 298.810,45 1.013 3. Für eigene Anteile 1.547.108,45 1.593
27.483.975,21 26.499 2.904.197,11 2.904
III. Finanzanlagen IV. Bilanzgewinn 253.336.809,29 146.834
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.877.150,97 230.859 davon Gewinnvortrag EUR 127.435.725,87 (2014 TEUR 141.502)
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 60.502.482,26 67.202 384.435.840,93 277.933
3. Ausleihungen gegenüber Dritten 30.015.529,08 0
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 643.166,00 644 B. RÜCKSTELLUNGEN
322.038.328,31 298.705 1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.352.780,61 4.735
352.010.188,52 327.127 2. Rückstellungen für Pensionen 1.775.342,35 1.793
3. Steuerrückstellungen 6.692.906,43 0
B. UMLAUFVERMÖGEN 4. Sonstige Rückstellungen 15.016.747,14 16.028
I. Vorräte 27.837.776,53 22.556
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 124.739,67 148
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 739.545,50 750 C. VERBINDLICHKEITEN
864.285,17 898 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 343.305.251,33 344.237
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.771.404,81 3.108
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 186.779,50 304 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 108.424.773,25 86.048
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 506.893.046,33 369.030 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.955,11 0
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.179.607,25 30.814 5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.936.389,31 1.987
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.797.032,50 3.555 davon aus Steuern EUR 513.968,48 (2014 TEUR 451)
512.056.465,58 403.703 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
III. Wertpapiere und Anteile EUR 414.636,24 (2014 TEUR 403)
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 230,70 0 *) 457.463.773,81 435.380
2. Eigene Anteile 1.542.710,93 1.593
1.542.941,63 1.593
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.493.653,59 796
515.957.345,97 406.990
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.769.856,78 1.752
869.737.391,27 735.869 869.737.391,27 735.869
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 106.032.321,85 85.571

*) Kleinbetrag

G E W I N N - U N D V E R L U S T R E C H N U N G FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER 2015 BIS 31. DEZEMBER 2015

2 0 1 5 2 0 1 4
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 20.214.459,98 18.335
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen
-1.970,20 0
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 635.792,63 0 *)
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen
1.615,00 27
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 52.452,47 161
c) Übrige 8.108.600,51 8.162.667,98 4.702 4.890
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 760.430,58 763
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 35.473,69 -795.904,27 46 -809
6. Personalaufwand
a) Löhne 2.752,39 0
b) Gehälter 20.981.350,99 22.997
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 376.366,49 1.191
d) Aufwendungen für Altersversorgung -3.344,97 363
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 4.533.224,46 5.142
f) Sonstige Sozialaufwendungen 1.305.654,72 -27.196.004,08 1.474 -31.167
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
-3.803.657,27 -3.491
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen 57.833,18 616
b) Übrige 32.490.065,25 -32.547.898,43 32.191 -32.807
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) -35.332.513,66 -45.049
10. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 155.018.000,00 (2014 TEUR 50.000)
155.021.180,70 50.002
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und 26.657,36 27
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (2014 TEUR 0)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.427.193,60 10.229
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 11.268.561,47 (2014 TEUR 9.420)
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
110.792,56 900
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und
aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
Abschreibungen
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.573.330,90 (2014 TEUR 4.370)
-2.573.618,27 -4.370
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22.302.805,65 -19.768
davon betreffend verbundene Unternehmen
EUR 116.603,19 (2014 TEUR 109)
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 151.709.400,30 37.020
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 116.376.886,64 -8.029
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.524.196,78 13.361
19. Jahresüberschuss = Jahresgewinn 125.901.083,42 5.332
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 127.435.725,87 141.502
21. Bilanzgewinn 253.336.809,29 146.834

*) Kleinbetrag

A N H A N G

zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 13. Oktober 1988 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ist beim Handelsgericht Salzburg unter der Firmenbuchnummer FN 33393 h eingetragen.

Der Jahresabschluss der PALFINGER AG wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Unter Bezugnahme auf § 221 Abs 1 UGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.

In der Hauptversammlung vom 11. März 2015 wurde beschlossen vom Bilanzgewinn 2014 in Höhe von EUR 146.833.742,83 (Vorjahr: EUR 156.015.889,90) eine Dividende in Höhe von EUR 12.682.234,60 (Vorjahr: EUR 14.514.537,10) auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 134.151.508,23 (Vorjahr: EUR 141.501.352,80) wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats wurde mit Wirksamkeit vom 5. November 2015 der Beschluss gefasst, vom erwarteten Bilanzgewinn des Jahres 2015 vorab eine Zwischendividende als Abschlagszahlung in Höhe von EUR 6.715.782,36 an die Aktionäre auszuschütten.

Die Jahresdividende wird von der Hauptversammlung der PALFINGER AG am 8. März 2016 beschlossen werden. Die Auszahlung wird abzüglich der Zwischendividende erfolgen.

In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurden die Einrichtung eines Stock-Option-Programms in Form eines "equity settled" Plans für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie die Einräumung von 250.000 Aktienoptionen nach diesem Stock-Option-Programm an den damaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn DI Alexander Exner (seit 30.3.2011 nicht mehr im Aufsichtsrat), an das Aufsichtsratsmitglied Dr. Alexander Doujak (seit 9. 12.2013 nicht mehr im Aufsichtsrat) sowie an die Vorstandsmitglieder DI Herbert Ortner, Ing. Wolfgang Pilz und DI Martin Zehnder, MBA beschlossen.

Zielsetzung des Plans ist es, die Höhe der Belohnung direkt an den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg zu binden. Das Management soll sich dadurch stärker an den Zielen der Aktionäre der Gesellschaft orientieren und andererseits auch am erreichten Erfolg partizipieren.

Für das Stock-Option-Programm 2009 gilt: Eine Aktienoption berechtigte bzw. berechtigt zum Bezug einer Aktie zum Ausübungskurs von 10,12 EUR. Die Aktienoptionen können jeweils zur Hälfte zu zwei Ausübungszeitpunkten ausgeübt werden. Um eine Aktienoption ausüben zu können, musste bzw. muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei einem jeden Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 3 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 1 im Jahr 2012 bzw. 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2014 betragen.

Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 3 Prozent bzw. 5 Prozent konnte bzw. kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 3 Prozent bzw. 5 Prozent hatte bzw. hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 3 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen konnte bzw. kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 7 Prozent bzw. 11 Prozent.

In der Hauptversammlung am 31. März 2010 wurde die Einräumung von 50.000 Aktienoptionen an das Vorstandsmitglied Mag. Christoph Kaml beschlossen. Für das Stock-Option-Programm 2010 gilt: Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie zum Ausübungskurs von 16,57 EUR. Die Aktienoptionen können jeweils zur Hälfte zu zwei Ausübungszeitpunkten ausgeübt werden. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei einem jeden Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 4 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 1 im Jahr 2013 bzw. 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2015 betragen.

Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 4 Prozent bzw. 5 Prozent kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 4 Prozent bzw. 5 Prozent hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 4 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 9 Prozent bzw. 11 Prozent.

Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird als Personalaufwendung erfasst, wobei die Gegenbuchung im Eigenkapital in die Kapitalrücklage erfolgt. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung bestimmt und über einen Zeitraum verteilt, über den die Mitarbeiter den bedingungslosen Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben (Erdienungszeitraum). Die Bestimmungen des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Optionen erfolgt mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung der Bedingungen, unter denen die Optionen gewährt wurden. Der aufwandswirksam zu erfassende Betrag wird um den Effekt der erwarteten Fluktuation korrigiert, damit die erwartete Anzahl an Optionen, die später tatsächlich ausgeübt werden können, reflektiert wird.

Im Rahmen des Stock-Option-Programms 2010 wurden im Jahr 2015 8.406 Optionen ausgeübt und somit 8.406 Stück eigene Aktien durch Vorstandsmitglieder bezogen.

Herbert
Ortner
Christoph
Kaml
Wolfgang
Pilz
Martin Zehn
der
Gesamt
Entwicklung Aktienoptionen 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015 2014 2015
Stand 1.1. 40.000 0 25.000 25.000 25.000 0 25.000 0 115.000 25.000
Ausgeübte Optionen -16.054 0 0 -8.406 -10.034 0 -10.034 0 -36.122 -8.406
Verfallene Optionen -23.946 0 0 -16.594 -14.966 0 -14.966 0 -53.878 -16.594
Stand 31.12. 0 0 25.000 0 0 0 0 0 25.000 0
Ausübungspreis der ausgeüb
ten Optionen
Aktienkurs am Tag der Aus
10,12 16,57 10,12 10,12
übung 28,20 24,00 28,20 28,20

Die Aktienoptionen haben sich daher wie folgt entwickelt:

Somit bestehen derzeit für die folgenden Wirtschaftsjahre keine weiteren Optionen.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden weitere 806 Stück an eigenen Aktien an der Börse verkauft.

Zum 31. Dezember 2015 beträgt der Bestand an eigenen Aktien damit 282.756 Stück oder 0,75 % des Grundkapitals. Diese werden zur Verwendung im Rahmen von bestehenden und zukünftigen Stock-Option-Programmen sowie zur Erhöhung der Flexibilität bei möglichen Investitionen in Wachstumsmärkte gehalten.

Der Vorstand wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 50 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrechts) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.

Weiters wurde der Vorstand in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere EUR 10.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.

Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

  • · wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h., Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder
  • · wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse erfolgt, oder
  • · um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder
  • · um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 27. Jänner 2014 beschlossen und der Aufsichtsrat hat am 17. Februar 2014 diesem Beschluss zugestimmt, das Grundkapital der Gesellschaft von 35.730.000,00 EUR durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 1.863.258,00 EUR auf 37.593.258,00 EUR durch Ausgabe von 1.863.258 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, je mit Stimmrecht und mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1 je Stückaktie, gegen Sacheinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der übrigen Aktionäre zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 14. Mai 2014 ins Firmenbuch eingetragen.

Die neuen Aktien wurden ausschließlich an SANY Germany GmbH, Köln, Deutschland, ausgegeben, und diese ist ausschließlich zu deren Zeichnung zugelassen. Sie sind mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Jänner 2014 ausgestattet.

Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage zum Zweck des Erwerbs der 10 Prozent am SANY Lifting Business. Der gesamte Nennbetrag der Erhöhung des Grundkapitals von 1.863.258,00 EUR sowie der gesamte Ausgabebetrag der neuen Aktien von 54.034.482,00 EUR sind vollständig aufgebracht.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit dem Vorstand eine Prämienvereinbarung über die langfristige Unternehmenswertsteigerung getroffen. Die Wertsteigerung bis Februar 2014 wurde Ende Februar 2014 für die Jahre ab 30. Juni 2011 bis Februar 2014 ausbezahlt. Die Unternehmenswertsteigerung bis Ende 2015 zeigt den Eintritt der vereinbarten Kennzahlen, sodass zum 31. Dezember 2015 kein weiterer Anpassungsbedarf besteht.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht eine langfristige Prämienvereinbarung für Führungskräfte, die im Jahr 2018 bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen zur Auszahlung gelangt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden dafür Vorsorgen in Höhe von TEUR 1.046,5 (Vorjahr: TEUR 1.113,6) ergebniswirksam erfasst.

Am 19. Dezember 2014 wurde von der PALFINGER AG und von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der Palfinger Gruppe, ein Factoring-Vertrag mit einem inländischen Kreditinstitut abgeschlossen. Im Rahmen des Factoring-Vertrages werden 2-wöchentlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von insgesamt TEUR 60.000,0 verkauft.

Die PALFINGER AG in ihrer Eigenschaft als Garantiegeber garantiert unbedingt und unmittelbar, dass die Forderungsverkäufer jederzeit ihre Verpflichtungen unter diesem Factoringvertrag erfüllen werden und dass insbesondere die Fakturierungs-, Kreditund Einziehungspraktiken der angekauften Forderungen nicht zum Nachteil des Factors geändert werden.

Die PALFINGER AG wird für Schäden aus Pflichtverletzungen der Forderungsverkäufer auf Anforderung des Factors, noch vor endgültiger Klärung des Schadensfalls, Entschädigung leisten. Über den tatsächlichen Eintritt des Garantiefalls ist abschließend erst in einem etwaigen Rückforderungsprozess zu befinden.

Diese Garantie ist eine selbstständige Garantie und keine Bürgschaft und wurde zum Stichtag mit TEUR 21.588 (Vorjahr: TEUR 7.962) bewertet und ist unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesen.

Die PALFINGER AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG (Antrag vom 1. Dezember 2005), welche die Palfinger Europe GmbH, die Palfinger Marine GmbH, die EPSILON Kran GmbH, die Palfinger CIS GmbH, die Palfinger Russland GmbH, die PalAir GmbH, die Palfinger S. Units GmbH, die Palfinger Area Units GmbH, die Palfinger North America GmbH, die Palfinger South America GmbH sowie die Palfinger EMEA GmbH umfasst.

Zwischen dem Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Körperschaftsteuer aus der Gruppenbesteuerung 7.151,0 -59,0
Verlustvortrag der Steuergruppe -243,5 243,5
Steuerumlagen der Gruppenmitglieder -18.249,4 -15.114,3
Steuerumlagen an Gruppenmitglieder 1.715,6 1.471,4
Nicht anrechenbare Quellensteuer 2,7 88,2
Körperschaftsteuer für Vorperioden 99,4 9,3
Summe -9.524,2 -13.360,9

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode, bewertet.

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungssatz in
%
Lizenzen und EDV-Software 3 bis 5 33 bis 20

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

2. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern und Abschreibungssätze berechnet:

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungssatz
in %
Grundstücke und Bauten
Andere Anlagen, Betriebs- und
20 bis 25 5 bis 4
Geschäftsausstattung 4 bis 10 25 bis 10

Für die Zugänge des Geschäftsjahres wurde ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung eine monatliche Abschreibung berechnet (pro rata temporis).

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang gezeigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

3. Finanzanlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapieren des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert.

Mittels Vereinbarung vom 25. September 2015 wurden die Beteiligungen Palfinger SLS Holding Pte. Ltd., Singapur, und Palfinger Marine Pte. Ltd., Singapur, mit der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, zu Buchwerten verschmolzen.

Dies führte zu einer Erhöhung des Beteiligungsansatzes der Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, in Höhe von EUR 111.367.528,06 und zu einem Rückgang des Beteiligungsansatzes der Palfinger Marine GmbH, Salzburg, in Höhe von EUR 1.367.527,06 und der Palfinger SLS Holding Pte. Ltd., Singapur, in Höhe von EUR 110.000.001,00.

Mittels Gesellschafterbeschluss vom 22. Dezember 2015 wurde als begleitende Maßnahme zur Verschmelzung der Palfinger Marine Pte Ltd, Singapur, mit der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, eine Sachdividende von der Palfinger Marine GmbH, Salzburg, an die PALFINGER AG, Salzburg, in Höhe von EUR 1.367.527,06 zum Zwecke des Gläubigerschutzes ausgeschüttet.

Durch Vereinbarung vom 2. Oktober 2015 wurden sämtliche Anteile der Palfinger Marine Services B.V., Barneveld, in Form einer Ausschüttung von der Palfinger Marine GmbH, Salzburg, an die PALFINGER AG, Salzburg, übertragen und danach in Palfinger Projects B.V. umfirmiert.

In den Finanzanlagen sind Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit Buchwerten in Höhe von TEUR 60.502,5 (Vorjahr: TEUR 67.202,3) enthalten. Auf Grund der Fremdwährungsbewertung der russischen Rubel und der brasilianischen Real zum Stichtag waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.573,3 (Vorjahr: TEUR 3.892,8) erforderlich.

In den Finanzanlagen sind Ausleihungen gegenüber Dritten mit Buchwerten in Höhe von TEUR 30.015,5 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten. Für diese Ausleihung wurden Sicherheiten in voller Höhe von dritter Seite bestellt. Darüber hinaus wurde ein Zahlungsplan zur Rückzahlung über die nächsten 10 Jahre beginnend mit 1. Jänner 2015 vereinbart, wobei das Geschäftsjahr 2015 tilgungsfrei gestellt war. Im Vorjahr wurde dieser Posten mit einem Wert in Höhe von TEUR 29.531,6 unter der Position Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht ausgewiesen. Im Berichtsjahr wird dieser Sachverhalt im Anlagenspiegel als Umgliederung dargestellt. Die Ausleihungen mit einer Laufzeit < 1 Jahr betragen TEUR 2.124,5.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens lagen die Kurswerte zum 31. Dezember 2015 teilweise über den Buchwerten. In diesen Fällen wurden Zuschreibungen bis maximal zu den historischen Anschaffungswerten vorgenommen. In Fällen in denen die Kurswerte unter den historischen Anschaffungskosten lagen, wurden Abschreibungen der Buchwerte auf die niedrigeren Kurswerte vorgenommen.

Die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen ist im Beteiligungsspiegel (Anlage) dargestellt.

4. Vorräte

Die mengenmäßige Erfassung der Vorräte erfolgte im Zuge von permanenten Inventuren sowie für einzelne Bereiche in Form einer vorgelagerten Stichtagsinventur welche bis spätestens 23. Dezember 2015 abzuschließen war.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen und bei von Konzernunternehmen gelieferten Materialen zu Standardpreisen.

Die fertigen Erzeugnisse werden mit den Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Retrograde Bewertungen und Obsoletabschläge für Gebrauchswertminderungen und lange Lagerdauern wurden entsprechend den Parametern bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen vorgenommen. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgte im Geschäftsjahr 2015 zu Herstellungskosten und die Handelswaren (Werbemittel) mit Einstandswerten.

5. Forderungen

Forderungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem jeweiligen Devisengeldkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt. Die Forderungen aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis werden verzinst.

  1. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Stichtagkurs aktiviert. Die eigenen Aktien werden in der Bilanz sowohl unter dieser Position, als auch in der Gewinnrücklage für eigene Anteileim Eigenkapital ausgewiesen.

7. Rückstellungen

Rückstellung für Abfertigung, Rückstellung für den Abfertigungen ähnlichen Verpflichtungen (Jubiläumsgeld) und Pensionen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2015 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IAS 19 revised 2011). Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Die Berechnungen basieren auf einem Rechnungszinssatz von 2,25 % p.a. (Vorjahr: 2,25 % p.a.) und einer Gehaltssteigerung von 3,0 % p.a. (Vorjahr: 3,0 % p.a.). Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gem. Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zu Grunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.

Die Fluktuation bei der Jubiläumsgeldrückstellung wurde in Form von jährlichen Ausscheidewahrscheinlichkeiten, welche aus den Ausscheidedaten der Jahre 2010 bis 2014 ermittelt wurden, berücksichtigt.

Jährliche Fluktuation nach vollen Dienstjahren und in Prozent: 0 bis 2 - 5,89 %, 3 bis 4 - 8,8 %, 5 bis 9 - 4,41 %, 10 bis 14 - 2,82 %, 15 bis 19 - 1,28 %, 20 bis 24 - 1,06 %, 25 bis 99 - 0,89 %;

Bei der Abfertigungsrückstellung wurde ein Fluktuationsabschlag von 2 % (Vorjahr: 2 %) berücksichtigt. Bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung wurden Lohnnebenkosten inklusive den Veränderungen durch die Steuerreform 2015/16 berücksichtigt. Die Zinsen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

8. Sonstige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder, Leistungsprämien, Rückstellungen für Zinsswaps und Fremdwährungsderivate, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten.

Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden gemäß dem Höchstwertprinzip mit dem Devisenbriefkurs des Entstehungszeitpunktes bzw. den höheren Devisenbriefkursen am Stichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen werden verzinst.

10. Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Zweck der Absicherung von geplanten operativen Positionen abgeschlossen. Finanzgeschäfte, denen keine operativen Positionen gegenüberstehen, werden nicht getätigt.

Es werden Währungssicherungsgeschäfte zum Hedging von operativen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung und zur Sicherung von Fremdwährungsfinanzierungen von Konzerngesellschaften in USD, NOK, PLN und AED eingesetzt. Zinssicherungen werden ebenfalls durchgeführt.

Die variablen Finanzierungen wurden im Geschäftsjahr 2015 mit Zinsswaps im Ausmaß von TEUR 144.720,0 (Vorjahr: TEUR 146.720,0) gesichert.

Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 sind in folgender Tabelle dargestellt:

TEUR Nominal Markt-to-Market
Bewertung
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswaps)
20.978,1 -38,4
Devisentermingeschäfte
Finanzierungen
95.227,1 -200,4
Zinsswaps 144.720,0 -6.081,4
Gesamt 260.925,2 -6.320,2

Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 sind in folgender Tabelle dargestellt:

TEUR Nominal Markt-to-Market
Bewertung
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswaps)
11.445,5 -898,3
Devisentermingeschäfte
Finanzierungen
47.585,7 -317,5
Zinsswaps 146.720,0 -6.793,4
Gesamt 205.751,2 -8.009,2

Die Bewertung erfolgt nach der "markt-to-market Methode". Es wird das Ergebnis berechnet, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert würde. Zum Bilanzstichtag ergaben sich positive Marktwerte in Höhe von TEUR 131,1 (Vorjahr: TEUR 89,4). Für Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten war zum Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von TEUR 6.451,3 (Vorjahr: TEUR 8.098,6) zu bilden.

Die angeführten Werte sind Barwerte (Present Value).

11. Sonstige Pflichtangaben

Verpflichtungen für die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Anlagen bestehen im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 2.014,1 (Vorjahr: TEUR 1.523,7) und in Höhe von TEUR 9.311,8 (Vorjahr: TEUR 8.634,9) für die nächsten fünf Jahre. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keine derartige Verpflichtungen.

Die in der Bilanz nicht ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betragen TEUR 2.476,3 (Vorjahr: TEUR 2.497,4). Für die Berechnung der latenten Steuern kam ein Steuersatz von 25 % zur Anwendung.

Zum Stichtag 31.12.2015 haften keine Verbindlichkeiten, für die dingliche Sicherheiten begeben wurden, aus.

C. Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage) dargestellt.

2. Vorräte

Im Geschäftsjahr 2015 waren bei den Vorräten keine Obsoletbewertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit vorzunehmen.

3. Forderungen

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
186,8
0,0
303,9
0,0
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
2.179,6
500,0
30.813,5
30.031,6
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
506.893,0
0,0
369.029,8
0,0
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
2.797,0
281,3
512.056,4
3.555,4
785,4
403.702,6

Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 2.179,6 (Vorjahr: TEUR 30.813,5) stammen in Höhe von TEUR 9,9 (Vorjahr: TEUR 7,4) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 2.169,7 (Vorjahr: TEUR 30.806,1) aus Finanzierung. Eine im Vorjahr unter dieser Position dargestellte Forderung mit einem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 29.531,6 wurde im heurigen Jahr zu den Ausleihungen umgegliedert.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 506.893,0 (Vorjahr: TEUR 369.029,8) stammen mit TEUR 321.116,0 (Vorjahr: TEUR 293.656,1) aus Finanzierung und Clearing, mit TEUR 30.176,5 (Vorjahr: TEUR 25.024,1) aus Steuerumlagenverrechnungen, mit TEUR 155.000,0 (Vorjahr: TEUR 50.000,0) aus phasenkongruenter Gewinnausschüttung 2015 und mit TEUR 600,5 (Vorjahr: TEUR 349,6) aus Lieferungen und Leistungen.

In dem Posten Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

4. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Rahmen des Stock-Option-Programms 8.406 Stück eigene Aktien mit Buchwerten in Höhe von TEUR 45,9 verkauft.

Weiters wurden 806 Stück eigene Aktien mit Buchwerten in Höhe von TEUR 4,4 an der Börse verkauft.

Die im Umlaufvermögen gehaltenen eigenen Aktien verringerten sich damit im laufenden Geschäftsjahr auf 282.756 Stück (Vorjahr: 291.968 Stück).

Die eigenen Aktien sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten aktiviert und weisen zum 31. Dezember 2015 einen Buchwert in Höhe von TEUR 1.542,7 (Vorjahr: TEUR 1.593,0) auf.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 37.593.258) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Andere Aktiengattungen bestehen nicht. Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 2015 TEUR 90.087,3 (Vorjahr: TEUR 90.087,3).

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten mit TEUR 4.352,8 (Vorjahr: TEUR 4.735,3) Vorsorgen für Abfertigungen und mit TEUR 1.775,3 (Vorjahr: TEUR 1.792,9) Vorsorgen für Pensionen.

Für Körperschaftsteuer war im Jahr 2015 eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 6.692,9 (Vorjahr: TEUR 0,0) zu bilden.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 15.016,7 (Vorjahr: TEUR 16.027,9) enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Zinsswaps zur Absicherung von Finanzierungen in Höhe von TEUR 6.081,4 (Vorjahr: TEUR 6.793,3), Rückstellungen für Wechselkursderivaten in Höhe von TEUR 238,7 (Vorjahr: TEUR 1.215,8), Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 802,0 (Vorjahr: TEUR 807,8), nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 658,5 (Vorjahr: TEUR 776,5), Prämien in Höhe von TEUR 6.093,4 (Vorjahr: TEUR 5.106,0) sowie ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 920,4 (Vorjahr: TEUR 1.156,4).

8. Verbindlichkeiten

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 343.305,3 344.236,6
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 34.788,6 47.308,3
davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 279.516,7 267.928,3
davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre 29.000,0 29.000,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.771,4 3.108,2
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.771,4 3.108,2
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 108.424,7 86.048,0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 108.424,7 86.048,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 26,0 0,0
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 26,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.936,4 1.986,9
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.920,7 1.971,2
davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren 0,0 0,0
davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren 15,7 15,7
457.463,8 435.379,7

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten zum 31. Dezember 2015 Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 119.000,0 (Vorjahr: TEUR 123.500,0). Im laufenden Geschäftsjahr wurden Schuldscheindarlehen im Wert von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 105.000,0) neu aufgenommen und im Wert von TEUR 4.500,0 (Vorjahr: TEUR 72.500,0) rückgeführt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 108.424,7 (Vorjahr: TEUR 86.048,0) betreffen mit TEUR 108.238,8 (Vorjahr: TEUR 85.934,8) Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing und in Höhe von TEUR 185,9 (Vorjahr: TEUR 113,2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In dem Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.934,4 (Vorjahr: TEUR 1.973,7) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 106.032,3 (Vorjahr TEUR 85.571,4) resultieren aus Bürgschaften und Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 104.928,5 (Vorjahr: TEUR 83.977,0).

D. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2015
TEUR
2014
TEUR
Umsatzerlöse Inland 12.174,7 11.699,3
Umsatzerlöse EU 5.953,5 4.979,7
Umsatzerlöse Drittland 2.086,3 1.656,2
20.214,5 18.335,2

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen weiterverrechnete Konzerndienstleistungen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 8.108,6 (Vorjahr: TEUR 4.701,4) beinhalten im Wesentlichen die Weiterverrechnung von Personalkosten für Expatriats in Höhe von TEUR 2.248,4 (Vorjahr: TEUR 2.964,4) sowie Kursgewinne in Höhe von TEUR 5.603,4 (Vorjahr: TEUR 1.584,6).

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 3.803,7 (Vorjahr: TEUR 3.490,8) und enthalten TEUR 46,5 (Vorjahr: TEUR 147,7) für geringwertige Vermögensgegenstände. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 32.490,1 (Vorjahr: TEUR 32.807,4) beinhalten im Wesentlichen Beratungs- und Consultingleistungen in Höhe von TEUR 5.803,4 (Vorjahr: TEUR 5.181,4), Aufwand für Werbung, Messen und Ausstellungen in Höhe von TEUR 2.640,8 (Vorjahr: TEUR 2.550,9), Versicherungsaufwand in Höhe von TEUR 915,8 (Vorjahr: TEUR 579,8), Mieten und Leasing in Höhe von TEUR 2.444,2 (Vorjahr: TEUR 1.858,9), Reisekosten in Höhe von TEUR 2.867,2 (Vorjahr: TEUR 3.051,1), Fremdleistungen Konzern in Höhe von TEUR 4.375,9 (Vorjahr: TEUR 4.362,3), sonstige Fremdleistungen in Höhe von TEUR 3.849,5 (Vorjahr: TEUR 4.432,3), Kursverluste in Höhe von TEUR 4.124,9 (Vorjahr: TEUR 3.456,2) sowie Wartungsaufwand und sonstige EDV-Gebühren in Höhe von TEUR 4.051,1 (Vorjahr: TEUR 4.416,1).

E. Sonstige Angaben

1. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der PALFINGER AG, Salzburg, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

2. Konsolidierungskreis

Die PALFINGER AG, Salzburg, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der entsprechende Konzernabschluss ist beim Landesgericht Salzburg hinterlegt.

3. Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres:

2015 2014
Vorstände 4 4
Angestellte 239 254
Arbeiter 1 0
244 258

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich im Jahr 2015 wie folgt:

Aufwendungen für
Abfertigungen
(inkl. Mitarbeiter
vorsorgekasse)
Pensionen
TEUR TEUR
Vorstände und leitende Angestellte 65,6 21,6
andere Arbeitnehmer 404,1 13,2
469,7 34,8

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich im Jahr 2014 wie folgt:

Aufwendungen für
Abfertigungen
(inkl. Mitarbeiter
vorsorgekasse)
Pensionen
TEUR TEUR
Vorstände und leitende Angestellte 279,6 72,4
andere Arbeitnehmer 1.043,6 325,4
1.323,2 397,8

Die Aufwendungen für Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 192,4 (Vorjahr: TEUR 238,7).

Die laufenden Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 2.999,2 (Vorjahr: TEUR 3.540,6). Der Aufsichtsrat erhielt keine Bezüge.

Vorstände waren im Geschäftsjahr 2015

DI Herbert ORTNER (Vorsitzender) DI Martin ZEHNDER, MBA Ing. Wolfgang PILZ Mag. Christoph KAML

Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015 waren folgende Herren:

Ing. Hubert PALFINGER jun., Bergheim (Vorsitzender) Ing. Mag. Hannes PALFINGER, Salzburg (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Ing. Wolfgang ANZENGRUBER, Salzburg (bis 16. Juni 2015) Mag. Peter PESSENLEHNER, Wien Mag. Dr. Heinrich Dieter KIENER, Salzburg Jian QI, China

sowie vom Betriebsrat delegiert:

Johann MAIR, Golling (bis 5. Februar 2015) Johannes KÜCHER, Schalchen (seit 6. Februar 2015) Gerhard GRUBER, Grödig Alois WEISS, Mattsee

Salzburg, den 20. Jänner 2016

Der Vorstand:

DI Herbert ORTNER e.h.

DI Martin ZEHNDER, MBA e.h. Ing. Wolfgang PILZ e.h.

Mag. Christoph KAML e.h.

A N L A G E N S P I E G E L GEMÄSS § 226 (1) UGB PER 31. DEZEMBER 2015

A n s c h a f f u n g s - bzw. H e r s t e l l u n g s k o s t e n Abschreibungen Buchwert Buchwert Abschreibungen
Vortrag Zugänge Umbuchungen / Abgänge Stand kumuliert 31.12.2015 31.12.2014 des Geschäfts
1.1.2015 Umgliederung 31.12.2015 jahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte 8.321.813,49 1.487.312,60 0,00 1.758,34 9.807.367,75 7.319.482,75 2.487.885,00 1.923.366,00 921.591,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
a) Bebaute Grundstücke
aa) mit Geschäfts- oder Fabriksgebäuden
oder anderen Baulichkeiten
Grundwert 4.474.289,25 0,00 0,00 0,00 4.474.289,25 0,00 4.474.289,25 4.474.289,25 0,00
Gebäudewert 43.488.862,99 264.900,19 922.333,14 80.013,17 44.596.083,15 27.855.038,15 16.741.045,00 17.341.728,00 1.786.105,33
b) Unbebaute Grundstücke 1.192.541,51 0,00 0,00 0,00 1.192.541,51 0,00 1.192.541,51 1.192.541,51 0,00
49.155.693,75 264.900,19 922.333,14 80.013,17 50.262.913,91 27.855.038,15 22.407.875,76 23.008.558,76 1.786.105,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 111.655,08 1.850,67 0,00 0,00 113.505,75 99.860,75 13.645,00 18.082,00 6.287,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.438.902,23 3.334.073,35 90.999,32 525.290,06 9.338.684,84 4.575.040,84 4.763.644,00 2.459.249,00 1.089.672,67
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.013.332,46 298.810,45 -1.013.332,46 0,00 298.810,45 0,00 298.810,45 1.013.332,46 0,00
56.719.583,52 3.899.634,66 0,00 605.303,23 60.013.914,95 32.529.939,74 27.483.975,21 26.499.222,22 2.882.065,67
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.859.150,97 111.385.528,06 0,00 111.367.528,06 230.877.150,97 0,00 230.877.150,97 230.859.150,97 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 72.604.150,48 4.324.597,56 0,00 9.941.614,94 66.987.133,10 6.484.650,84 60.502.482,26 67.202.342,58 2.573.330,90
3. Ausleihungen gegenüber Dritten 0,00 0,00 30.015.529,08 0,00 30.015.529,08 0,00 30.015.529,08 0,00 0,00
4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 643.453,37 0,00 0,00 0,00 643.453,37 287,37 643.166,00 643.453,37 287,37
304.106.754,82 115.710.125,62 30.015.529,08 121.309.143,00 328.523.266,52 6.484.938,21 322.038.328,31 298.704.946,92 2.573.618,27
369.148.151,83 121.097.072,88 30.015.529,08 121.916.204,57 398.344.549,22 46.334.360,70 352.010.188,52 327.127.535,14 6.377.275,54

Beteiligungsspiegel zum 31. Dezember 2015

Beteili-
gung
Wäh-
rung
Eigen-
kapital
Jahres
ergebnis
Gesellschaft, Sitz, Land % TEUR TEUR
Palfinger Marine GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 31.302,2 1.168,0
Palfinger S. Units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -56,7 -31,1
Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 166.658,9 -169,6
PalAir GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -325,3 273,5
Palfinger systems units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -499,8 -294,7
Palfinger Projects B.V., Barneveld, Niederlande 100,00 EUR 18,0 -0,1
Palfinger EMEA GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 160.510,3 60.854,0

L A G E B E R I C H T

zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015

A. Bericht über den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche Lage

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die weltweite Wirtschaftsentwicklung blieb im Jahr 2015 verhalten. Geld- und finanzpolitische Unsicherheiten prägten die Konjunktur in den großen Wirtschaftsnationen. Angesichts der Konjunkturschwäche in China und anderen Schwellenländern hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gesenkt und erwartet in seiner jüngsten Prognose ein globales Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent für 2016. Zwar profitiere die Weltwirtschaft vom niedrigen Ölpreis, es gebe aber auch weniger Investitionen - vor allem in Industrieländern.

Die globalen Finanzmärkte waren ebenfalls 2015 von stark volatilen Phasen geprägt. Durch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten kam es im Jahresverlauf zu starken Schwankungen, jedoch konnten die internationalen Aktienmärkte zum Teil auch deutliche Kursanstiege verzeichnen.

Die Devisenmärkte waren 2015 stark von der Politik der großen Notenbanken geprägt. Der Euro verlor im Jahresverlauf an Wert, im Dezember 2015 notierte er durchschnittlich auf 1,0877 USD. Zu Jahresende 2015 lag der Euro Kurs bei 1,0887 USD bzw. 7,0608 CNY. Der Rubel hat 2015 gegenüber dem US-Dollar um mehr als 20 Prozent abgewertet. Andere Währungen wie der Brasilianische Real und der Südafrikanische Rand gaben ebenfalls deutlich nach.

Die PALFINGER AG, in ihrer Funktion als Holding der Palfinger Gruppe, zeichnet sich für die strategische, organisatorische und finanzielle Ausrichtung des Konzerns verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltig profitables Wachstum durch die strategischen Stoßrichtungen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung. Die Corporate Functions "Controlling", "Finance & Risk Management", "Treasury", "Marketing", "Services", "Security", "Investor Relations & Communications", " Legal Counsel & Human Resources", "Information Services", "Strat. Development & Ventures", "Quality Management" und "Supplier Management" sind neben dem Vorstand direkt der PALFINGER AG zugeordnet.

Die Entwicklung der Palfinger Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auf den integrierten Geschäftsbericht 2015 verwiesen.

Im Mai 2014 wurde die seit Ende September des Vorjahres vorbereitete wechselseitige Kapitalverflechtung zwischen PALFINGER und SANY mit der Eintragung einer Kapitalerhöhung der PALFINGER AG abgeschlossen. SANY beteiligte sich über den Erwerb von Aktien aus dem Besitz der Familie Palfinger und der Zeichnung einer Kapitalerhöhung mit rund 10 Prozent am Grundkapital der PALFINGER AG, diese wiederum erwarb im Gegenzug rund 10 Prozent an SANY Automobile Hoisting Machinery Ltd., jener Gesellschaft aus der SANY-Gruppe, die auf Mobil-, Turm- und Raupenkrane spezialisiert und größenmäßig mit der PALFINGER AG vergleichbar ist. SANY wurde durch die Transaktion zum zweitgrößten Aktionär der PALFINGER AG und entsandte ein Mitglied in den Aufsichtsrat.

2. Zweigniederlassungen

Zum 31. Dezember 2015 hatte die PALFINGER AG eine Zweigniederlassung in Bergheim bei Salzburg (Österreich), Lamprechtshausener Bundesstraße 8.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis, Ertragslage

Die Entwicklung der PALFINGER AG im Einzelabschluss stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2013 2014 2015
Umsatzerlöse 13.833,4 18.335,2 20.214,5
Betriebserfolg -44.640,8 -45.049,2 -35.332,5
Finanzerfolg 48.139,8 37.020,7 151.709,4
EGT
Jahresüberschuss
3.499,0
14.795,0
-8.028,5
5.332,4
116.376,9
125.901,1

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2015 aufgrund der weiterverrechneten Konzerndienstleistungen um ca. 10 % Prozent auf 20.214,5 TEUR (Vorjahr: 18.335,2 TEUR) erhöht. Dies resultiert aus dem Projekt "internen Leistungsverrechnung neu", welches 2015 fortgeführt wurde und die Leistungsverrechnungen innerhalb des PALFINGER Konzerns regelt. Der Betriebserfolg hat sich im Geschäftsjahr 2015, neben den weiterverrechneten Konzerndienstleistungen, grundsätzlich durch eine Verminderung des Personalaufwandes sowie durch Wechselkurserträge verbessert. Die Veränderungen im Finanzerfolg ist auf eine phasenkongruente Gewinnausschüttung in Höhe von 155.000 TEUR aus der Palfinger EMEA GmbH (Vorjahr: 50.000 TEUR aus Palfinger Europe GmbH) zurückzuführen. Das EGT hat sich dadurch von -8.028,5 TEUR auf 116.376,9 TEUR verbessert.

Finanzlage

Der Cash Flow der PALFINGER AG stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2013 2014 2015
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit
14.118,0 9.788,0 -24.314,0
Netto-Geldfluss aus
Investitionstätigkeit
9.367,0 -234.051,0 23.038,0
Netto-Geldfluss aus
Finanzierungstätigkeit
-28.292,0 224.089,0 1.974,0
Veränderung Finanzmittel -4.807,0 -174,0 698,0

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit veränderte sich im Wesentlichen aufgrund des laufenden Ergebnisses 2015 und der Erhöhung der Zahlung an Ertragssteuern.

Die Veränderungen im Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit ergeben sich im Wesentlichen aufgrund des im Vorjahr erfolgten Erwerbes von Unternehmensanteilen an der SANY Automobile Hoisting Machinery Ltd. in Höhe von 110,0 Mio. EUR, sowie der Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr 2015.

Die Entwicklung des Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit entsteht vorwiegend durch die im Vorjahr durchgeführte Kapitalerhöhung, die eine Einzahlung in Höhe von 54,0 Mio. EUR zur Folge hatte sowie die Bedienung von Finanzkrediten in Höhe von 154,5 Mio. EUR im Vorjahr. Derartige Sonder-Effekte sind im aktuellen Geschäftsjahr nicht zu verzeichnen.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der PALFINGER AG spiegelt sich in den Bilanzpositionen und der Eigenkapitalquote wieder:

TEUR 2013 2014 2015
Anlagenzugänge:
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1.055,3 665,9 1.487,3
Sachanlagen 1.351,3 2.379,6 3.899,6
Finanzanlagen 5.127,2 121.005,2 4.324,6
Summe der Investitionen 7.533,8 124.050,7 9.711,5
Anlagevermögen 211.237,1 327.127,5 352.010,2
Umlaufvermögen 292.559,0 406.989,6 515.957,3
Rechnungsabgrenzungsposten 1.465,3 1.751,4 1.769,9
AKTIVA 505.261,4 735.869,5 869.737,4
Eigenkapital 233.080,4 277.932,8 384.435,8
Eigenkapitalquote 46,1% 37,8% 44,2%
Rückstellungen 20.853,2 22.556,1 27.837,8
Verbindlichkeiten 251.327,7 435.379,6 457.463,8
PASSIVA 505.261,4 735.869,5 869.737,4

Im Zuge des Investitionsprogramms wurden im Geschäftsjahr 2015 in Summe 3.899,6 TEUR (VJ 2.379,6 TEUR) zur technischen Erneuerung der Konzernzentrale investiert.

Die Finanzanlagen in 2014 wurden aufgrund des Kaufs von Unternehmensanteilen an der SANY Automobile Hoisting Machinery Ltd, sowie der Aufstockung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen auf 121,0 Mio EUR erhöht. Im Jahr 2015 erfolgte ein Zugang an Finanzanlagen in Höhe von 111,4 Mio EUR aufgrund von konzerninternen Verschmelzungen sowie eine Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen im Ausmaß von 4,3 Mio EUR. Gleichzeitig erfolgte eine Umgliederung von langfristigen Forderungen gegenüber Dritten in Höhe von 30,0 Mio EUR in das Finanzanlagevermögen.

Das Umlaufvermögen hat sich im Wesentlichen durch die Forderung aus phasenkongruenter Gewinnausschüttungen von der Palfinger EMEA GmbH sowie durch die oben angesprochene Umgliederung auf 515.957,3 TEUR (VJ 406.989,6 TEUR) verändert.

Die Eigenkapitalquote erhöht sich von 37,8% auf 44,2% durch den entsprechenden Jahresgewinn 2015 abzüglich der getätigten Gewinnausschüttungen aus dem Bilanzgewinn 2014 sowie aus der Zwischendividende in Höhe von 6,7 Mio EUR, die im Dezember 2015 vorweg ausbezahlt wurde.

Die Veränderungen bei den Rückstellungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Bildung von Steuerrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten erhöhen sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch die unterschiedlichen Bereiche der PALFINGER AG werden zur Steuerung des Unternehmens bereichsspezifische nicht finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Übergeordnet finden vor allem die Kennzahlen zur Personalentwicklung betreffend Mitarbeiterstand sowie Fortbildung Verwendung.

Umweltbelange

Die Maßnahmen der PALFINGER AG betreffend Umweltbelange sind seitens des Konzerns angeführt und erläutert. Bislang berichtete PALFINGER in den jährlichen Geschäftsberichten fast ausschließlich die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmensgruppe. Nur wenige ausgewählte soziale oder Umweltthemen waren angeführt. Umfassende Berichterstattung über alle Nachhaltigkeitsaspekte erfolgte in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht. Da Nachhaltigkeit bei PALFINGER in Strategie und Kerngeschäft integriert ist, entschied das Unternehmen im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, dies ab sofort auch im - internen und externen - Berichtswesen widerzuspiegeln. In dem aktuellen integrierten Geschäftsbericht 2015 wird Nachhaltigkeit vollintegriert im Finanzbericht dargestellt.

Arbeitnehmerbelange

Der Personalstand der PALFINGER AG zeigt folgendes Bild:

Personalstand im Ø 2013 2014 2015
indirekt produktiv 253 258 244

Die Entwicklung des Know-Hows der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung hat bei PALFINGER höchste Priorität, die Fortbildungskosten für Personal stellen sich in der PALFINGER AG wie folgt dar:

Ausgaben für Fortbildung 2013 2014 2015
TEUR 198,3 258,8 280,9
Aus,- und Weiterbildungsstunden 2013 2014 2015
pro Mitarbeiter 18,1 16,1 36,5

Im Jahr 2015 wurden 8.863 Stunden für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der PALFINGER AG aufgewendet. Die Ausgaben für die Fortbildung belaufen sich 2015 auf 280,9 TEUR.

5. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft geführt hätten.

B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und der Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die PALFINGER AG sieht unverändert das Potenzial, bis zum Jahr 2017 den Umsatz inklusive der Joint Ventures in China und Russland im Konzern auf rund 1,8 Mrd EUR auszuweiten. Dies soll erreicht werden, indem die Produktpalette in den Marktregionen außerhalb Europas komplettiert wird. Deutliche Wachstumsraten werden 2016 in Nordamerika und dem weltweiten Marinegeschäft erwartet. Das Management plant, das Umsatzziel vornehmlich durch organisches Wachstum zu erreichen.

Die geplanten Investitionen auch in Europa in die notwendigen Produktionsressourcen sollen das nachhaltig profitable Wachstum sicherstellen. Die konsequente Ausrichtung auf effiziente und ökologisch verträgliche Produktion trägt zum wirtschaftlichen Erfolg der PALFINGER AG bei. Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der unternehmerischen Haltung ist demnach ein wichtiger Erfolgsfaktor. Zielsetzungen bleiben quantitativ die Reduktion der eingesetzten Energie bezogen auf den Umsatz und die Reduktion der gefährlichen Abfälle um jährlich 1,8 Prozentpunkte sowie qualitativ die kontinuierliche Verminderung der Ausfallzeiten von Mitarbeitern aufgrund von Arbeitsunfällen.

Die fortgesetzt uneinheitliche und volatile Entwicklung der globalen Konjunktur bestätigt die Relevanz der drei strategischen Säulen der PALFINGER AG. Ohne Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wäre der kontinuierliche Wachstumskurs nicht möglich gewesen. Die Konzernstrategie wird daher unverändert unter langfristigen Gesichtspunkten weiterverfolgt.

Besonderes Augenmerk liegt derzeit auf der Flexibilisierung aller Geschäftseinheiten der Unternehmensgruppe, insbesondere auch in den kürzlich akquirierten Unternehmen. Auftragsbezogene Beschaffung, Fertigung und Montage ermöglichen umgehendes Reagieren auf Nachfrageschwankungen und reduzieren die Kapitalbindung, die durch auftragsunabhängigen Bestandsaufbau entstehen könnte. Die konzernweite Initiative zur Reduktion des kurzfristig eingesetzten Kapitals wird gestaffelt fortgesetzt. Sie soll mit neuen Denkansätzen zu langfristigen Erfolgen führen. Ebenso trägt die permanente Kontrolle der Fixkosten dazu bei, dass die PALFINGER AG stets offensiv am Markt agieren kann.

Nachhaltiges Wachstum erfordert Leadership und eine starke Unternehmenskultur mit gemeinsamen Werten. Deshalb werden die zahlreichen Initiativen zur Förderung des Führungsnachwuchses und zur bewussten Wahrnehmung und Nutzung der Vielfalt innerhalb der Unternehmensgruppe zielgerichtet fortgesetzt.

Mittelfristig plant die PALFINGER AG die Fortsetzung der strategischen Initiativen und der Wachstumsdynamik als Grundmuster.

2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER AG ist stark von den marktseitigen Entwicklungen geprägt. Die unsichere wirtschaftliche Situation in Europa, die steigenden Risiken in China und der fallende Ölpreis haben negative Auswirkungen auf die Auftragslage. Die Internationalisierung stellt die PALFINGER AG vor die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen und kulturellen Erfordernissen nachzukommen. Der Auf- und Ausbau neuer Geschäftseinheiten, die Akquisition von Unternehmen oder der Erwerb von Anteilen sowie die Gründung von Joint Ventures und das Eingehen von Partnerschaften bergen das Risiko, die Komplexitätskosten zu erhöhen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die PALFINGER AG ist es, auf Basis solider Daten kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können.

Das gruppenweite Risikomanagementsystem der PALFINGER AG strukturiert die Risikobereiche in vier Hauptkategorien:

  • · externe Risiken,
  • · strategische Risiken,
  • · interne Risiken der Wertschöpfung und
  • · interne Risiken der unterstützenden Prozesse.

Externe Risiken

Ökonomische und wirtschaftliche Entwicklungen

Die aktuellen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den Kernmärkten der PALFINGER AG bringen Unsicherheiten mit sich. Die Konjunkturdaten der Europäischen Union, aber auch wichtiger volkswirtschaftlicher Handelspartner wie China, Russland und Brasilien wurden nach unten revidiert. In Russland konnte zwar die lokale Produktion die Auswirkungen der EU-Sanktionen abfedern, jedoch reduziert die deutliche Abkühlung des Wirtschaftswachstums das Investitionsvolumen und somit den Absatzmarkt.

Ähnliches gilt für die Märkte Afrika, Naher Osten und Südamerika, wo sich die aktuellen politischen Unsicherheiten und der Ölpreisverfall negativ auf die Auftragslage auswirken. Eine Eskalation des Konflikts im Nahen Osten würde zu einer weiteren Destabilisierung der Region führen und somit birgt somit das Risiko zunehmender negativer Folgen für aktuelle und potenzielle Märkte.

Das wirtschaftliche Umfeld in den USA entwickelte sich zuletzt sehr positiv. Die aktuellen Konjunkturdaten signalisieren eine Fortsetzung der guten Bedingungen in diesem Kernmarkt.

In den BRIC-Staaten sieht die PALFINGER AG langfristig große Chancen, wenngleich sich das wirtschaftliche Umfeld zuletzt abkühlte. Allen voran werden im Absatzmarkt China weitere Potenziale für die Zukunft gesehen. Die Intensivierung der Partnerschaft mit SANY soll die Bearbeitung des chinesischen Marktes fördern und die Position der PALFINGER AG gegenüber chinesischen Mitbewerbern stärken.

Die PALFINGER AG begegnet dem aktuell schwierigen Umfeld mit größtmöglicher Flexibilität. Zusätzlich werden durch selektive Akquisitionen und andere Wachstumsinitiativen neue Märkte ausgebaut, um die Abhängigkeit von einzelnen Kernmärkten zu reduzieren und nachhaltig profitables Wachstum zu erzielen.

Wenngleich die PALFINGER AG sehr gut positioniert ist, besteht bei einer erneuten Verschlechterung der Marktbedingungen ein wirtschaftliches Risiko.

Regionale Akzeptanz

Die PALFINGER AG positioniert sich als Unternehmen, das bewusst die Verantwortung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, soziale Themen entlang der Wertschöpfungskette und die ökologischen Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit wahrnimmt. Konkret äußert sich dies in der Umsetzung des Code of Conduct, insbesondere faire Versteuerung der Gewinne, regelmäßiger Dialog mit den Belegschaftsvertretungen, Bekämpfung und Prävention von Korruption, angemessene Gehälter und soziales Engagement in der Region. So sollen die gesellschaftliche "Licence to operate" erhalten bleiben sowie Rekrutierungsund Akzeptanzrisiken minimiert werden.

Strategische Risiken

Strategie

Die strategischen Leitlinien Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Berichtszeitraum weiterentwickelt. Die PALFINGER AG nutzt weiterhin Marktchancen, um attraktive Akquisitionsziele nach eingehender Prüfung zu übernehmen. Die Entwicklungen der vergangenen Geschäftsjahre bestätigen die Bedeutung dieser strategischen Ausrichtung, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen und Industrien zu reduzieren. Dies birgt jedoch das Risiko, die Komplexität in den Administrationsprozessen zu erhöhen.

Die Integration der in den vergangenen Jahren getätigten Akquisitionen ist in Teilbereichen noch nicht abgeschlossen, daher können zusätzliche Kosten für Integration und Marktbearbeitung entstehen. Der Markteintritt und die Marktpenetration in neuen Regionen beinhalten neben Einmalinvestitionen die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen Erfordernissen nachzukommen und Eintrittsbarrieren zu überwinden.

Organisation und Kultur

Die kontinuierliche Expansion der PALFINGER AG insbesondere in Länder wie Brasilien, Russland, Indien und China bringt auch kulturelle Herausforderungen mit sich, deren Bewältigung über den nachhaltigen Erfolg entscheidet. Die Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen anzuerkennen, zu verstehen und zu akzeptieren, ist auf allen Ebenen und in allen Dimensionen eine unabdingbare Notwendigkeit.

Interne Risiken der Wertschöpfung

Beschaffung

Hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich Beschaffung hat sich der Fokus von Liquiditätsthemen hin zum Thema Exklusivität verschoben. Die PALFINGER AG achtet darauf, vor allem bei strategisch wichtigen Materialien und Teilen zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.

Unverändert sind Qualität und Preis von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden aktiv unterstützt, um in Zukunft noch bessere Leistung zu erbringen und dem Risiko von Lieferausfällen vorzubeugen. Zur Überwachung der Leistungen hat die PALFINGER AG spezielle Auswahlverfahren, Risikomanagement- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert.

Interne Risiken der unterstützenden Prozesse

Finanz- und Rechnungswesen

Aufgrund der Nachwirkungen der Finanzkrise in Europa und den USA ist es für die PALFINGER AG nach wie vor essenziell, eine flexible Kapitalstruktur aufzuweisen. Eine Verschlechterung der Lage an den Finanzmärkten könnte den Zugang zu Eigen- bzw. Fremdkapital erschweren oder gar unmöglich machen. Die Fähigkeit, Wachstumsprojekte aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln zu finanzieren, stellt einen Wettbewerbsfaktor dar.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa muss mit Forderungsausfällen gerechnet werden. Das bestehende Forderungsmanagement hat die Aufgabe, mögliche Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf Informationen über die wirtschaftliche Situation der Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden auch durch Kreditversicherungen gedeckt.

Durch die internationale Geschäftstätigkeit bestehen komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.

Liquiditätsrisiko

Ein systemunterstütztes, unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um einen effizienten Einsatz der Finanzmittel steuern zu können. Die Mittelbis Langfristplanung ermöglicht die frühzeitige Abstimmung des Bedarfs mit den Finanzierungspartnern.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über die Treasury-Abteilung. Durch Cash-Pooling und ein zentrales Clearing wird der konzerninterne Finanzausgleich durchgeführt. Als Liquiditätsreserve werden liquide Mittel und bestätigte langfristige Kreditlinien vorgehalten.

Der langfristige Finanzierungsbedarf wird über bilaterale Bankkredite mit einer Reihe von internationalen, aber auch jeweils lokalen Kernbanken und über die Emission von Schuldscheindarlehen abgedeckt. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive für die PALFINGER AG. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit die Finanzierungspartner jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage haben.

Fremdwährungsrisiko

Durch die lokale Wertschöpfung an den PALFINGER Standorten sind die Fremdwährungspositionen in der PALFINGER AG begrenzt. Es sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung.

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten aus Europa nach Nordamerika, Südamerika, Asien und Russland ergeben sich Risikopositionen vor allem im USD, BRL und RUB, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt sind. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Positionen werden Sicherungsstrategien erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert werden.

Projektbezogene Währungsrisiken vor allem im Marine- und Offshore-Bereich werden - sofern eine Fakturierung nicht in Euro möglich ist - auf Basis einer projektbezogenen Sicherungsstrategie abgesichert.

Bei der Absicherung orientiert sich die PALFINGER AG ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die durch die PALFINGER AG selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte zur Absicherung eingesetzt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury aus einer Hand für die PALFINGER AG gesteuert. Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER AG. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch Swaps in Finanzierung mit fixen Zinsen gemanagt.

Risiken in der Bilanzerstellung

Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht-finanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die stetig steigenden Anforderungen der Kontrollorgane erhöhen den Komplexitätsgrad der Finanzberichterstattung.

Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die dabei erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko.

Ein einheitliches Konzernhandbuch, in dem die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze der PALFINGER AG definiert sind, stellt einen standardisierten Prozess sicher und minimiert somit das Risiko unterschiedlicher Vorgehensweisen im Konzern.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert, Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip werden angewandt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert werden.

Personal

Die PALFINGER AG sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Eine spezielle Planung, laufende Mitarbeiterbeurteilungen und -programme sichern die Heranbildung des notwendigen Führungsnachwuchses. In Zusammenhang mit den anhaltend volatilen Märkten ist die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen weiterhin ein wichtiges Thema. Ein Fokus bei der weiteren Flexibilisierung liegt darauf, gutes Personal zu halten. Wachstumsprojekte erfordern die Mobilität von qualifiziertem Personal aus den Stammwerken. Um dies erfolgreich zu gestalten, gibt es entsprechende Entsendungsprogramme inklusive Betreuung nach der Rückkehr.

Informationstechnologie

Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko für die PALFINGER AG dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. Das zunehmende internationale Engagement erhöht die Bedeutung von IT-Security. Die PALFINGER AG hat technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren.

Darüber hinaus steigt das Risiko von betrügerischen Handlungen und Manipulationen durch IT-Angriffe von Dritten (Hacking-Versuche, Fraud- und Phishing-E-Mails). Daher wurden zusätzliche bewusstseinsbildende Maßnahmen (Schulungen, Newsletter etc.) forciert, und das Interne Kontrollsystem und die unterstützende IT werden kontinuierlich weiterentwickelt.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER AG überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

C. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Der österreichische Standort Köstendorf der Palfinger Europe GmbH wurde als Forschungsund Entwicklungszentrum definiert. Aus diesem Grund gibt es in der PALFINGER AG keinen Bericht bezüglich Forschung und Entwicklung.

D. Bericht über IKS und RMS im Hinblick auf Rechnungslegungsprozesse

Das Interne Kontrollsystem ist integraler Bestanteil des unternehmensweiten Risikomanagements bei der PALFINGER AG. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.

Kontrollumfeld

Basis für das Interne Kontrollsystem sind die konzernweit gültigen Konzernrichtlinien. Diese enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Der Vorstand, die lokalen Geschäftsführungen, die Prozessverantwortlichen und das Risk Management sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Konzernrichtlinien überprüft wird.

Kontrollmaßnahmen

Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Konzernrichtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.

Information und Kommunikation

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein konzernweit standardisiertes monatliches Berichtssystem mit automatischer Schnittstelle aus SAP garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung des Konzerns. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.

Überwachung

Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher. Durch das enge Zusammenspiel von Controlling und Rechnungswesen werden laufend Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, und es besteht eine gegenseitige Kontrolle und Abstimmung. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.

Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Dennoch wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch regelmäßige Berichterstattung im Prüfungsausschuss und durch Überprüfung durch die Interne Revision, die eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet.

E. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf 37.593.258 Euro und ist eingeteilt in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme. Zum 31. Dezember 2015 hielt die PALFINGER AG eigene Aktien im Ausmaß von 282.756 Stück. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt.

Zum 31. Dezember 2015 war die Familie Palfinger direkt bzw. indirekt mit rund 59 Prozent an der PALFINGER AG beteiligt. Etwa 10 Prozent der Aktien (3.726.516 Stück) werden von der chinesischen SANY-Gruppe gehalten, dies über die deutsche SANY Germany GmbH. Der sich im Streubesitz befindliche Teil der PALFINGER Aktien betrug rund 30 Prozent. Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt. Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten. In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Salzburg, am 20. Jänner 2016

Der Vorstand:

DI Herbert ORTNER e.h.

DI Martin ZEHNDER, MBA e.h. Ing. Wolfgang PILZ e.h.

Mag. Christoph KAML e.h.

EY | Assurance | Tax | Transactions | Advisory

Die globale EY-Organisation im Überblick

EY ist einer der globalen Marktführer in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung,Transaktionsberatung und Managementberatung. Mit unserer Erfahrung, unserem Wissen und unseren Leistungen stärken wir weltweit das Vertrauen in die Wirtschaft und in die Finanzmärkte. Dafür sind wir bestens gerüstet: mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dynamischen Teams, einer ausgeprägten Kundenorientierung und individuell zugeschnittenen Dienstleistungen. Unser Ziel ist es, die Funktionsweise wirtschaftlich relevanter Prozesse in unserer Welt zu verbessern – für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unsere Kunden sowie die Gesellschaft, in der wir leben. Dafür steht unser weltweiter Anspruch "Building a better working world".

Die globale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Kunden. Weitere Informationen finden Sie unter www.ey.com.

In Österreich ist EY an vier Standorten präsent. "EY" und "wir" beziehen sich in dieser Publikation auf alle österreichischen Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited.

© 2016 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. All Rights Reserved.

www.ey.com/at