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Palfinger AG Annual Report 2014

Feb 6, 2015

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Annual Report

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INTEGRIERTER JAHRESFINANZBERICHT 2014

KENNZAHLEN DER PALFINGER GRUPPE

in TEUR 2014 2013 2012 2011 2010
Ergebnisse
Umsatz 1.063.421 980.673 935.215 845.677 651.793
EBITDA 104.637 105.491 97.950 96.764 59.887
EBITDA-Marge 9,8% 10,8% 10,5% 11,4% 9,2%
EBIT (Operatives Ergebnis) 66.492 74.121 68.454 67.917 37.148
EBIT-Marge 6,3% 7,6% 7,3% 8,0% 5,7%
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.578 61.122 53.725 57.000 29.833
Konzernergebnis 38.421 44.038 40.409 41.955 24.225
Bilanz
Summe Vermögenswerte 1.130.111 849.510 813.565 739.774 677.431
Net Working Capital (Durchschnitt) 175.702 172.129 151.291 118.774 117.740
Capital Employed (Durchschnitt) 710.729 593.852 552.210 500.699 462.257
Eigenkapital 461.312 385.914 364.874 352.780 319.891
Eigenkapitalquote 40,8% 45,4% 44,8% 47,7% 47,2%
Nettofinanzverschuldung 356.600 217.925 217.565 166.876 160.932
Gearing 77,3% 56,5% 59,6% 47,3% 50,3%
Cashflow und Investitionen
Cashflow aus dem operativen Bereich 47.208 62.499 55.394 37.662 49.118
Free Cashflow –162.132 31.577 –3.103 11.695 4.166
Nettoinvestitionen 175.855 32.003 40.799 23.673 18.709
Abschreibungen und Wertminderungen 38.145 31.370 29.496 28.847 22.739
Wertschaffung
ROCE 7,4% 9,8% 10,2% 11,1% 7,1%
ROE 10,4% 13,0% 12,7% 14,1% 8,9%
EVA 6.628 14.621 18.958 20.475 –3.308
WACC 6,5% 7,4% 6,7% 7,0% 7,8%
Produkte und Umwelt
Umsatzanteil mit Produkten für ökologische und soziale Zwecke 24,9% 23,3% 22,0% 24,5% n.a.2)
Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz 90,8% 96,1% 95,7% 100,0% n.a.2)
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz 88,2% 96,1% 95,8% 100,0% n.a.2)
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz 113,8% 94,5% 99,9% 100,0% n.a.2)
Lieferanten mit sehr gutem und gutem Umweltmanagement 64,0% 62,0% n.a.3) 32,0% n.a.2)
Mitarbeiter
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt1) 8.030 6.573 6.175 5.600 4.671
Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen (% der Soll-Arbeitszeit) 0,11% 0,18% 0,20% 0,22% 0,33%
Aus- und Weiterbildungsstunden pro Mitarbeiter 12,0 11,9 8,5 8,6 5,7
Frauenanteil in der Führungsebene 16,7% 12,8% 12,5% 11,6% 10,8%
Aktie
Anzahl der Aktien (Stück) 37.593.258 35.730.000 35.730.000 35.730.000 35.730.000
Marktkapitalisierung 789.082 1.030.810 587.401 440.551 1.027.238
Kurs per Jahresultimo (EUR) 20,99 28,85 16,44 12,33 28,75
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,05 1,24 1,14 1,19 0,68
Operativer Cashflow je Aktie (EUR) 1,26 1,77 1,57 1,06 1,39
Dividende je Aktie (EUR) 0,344) 0,41 0,38 0,38 0,22

1) Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter

2) Eine Darstellung ist aufgrund der erfolgten Umstellung der Reportingsysteme nicht möglich.

3) Eine Bewertung der Lieferanten fand 2012 nicht statt. 4) Vorschlag an die Hauptversammlung

WIRTSCHAFT

UMSATZ (in TEUR)

MITARBEITER

ANZAHL (Durchschnitt)

EBIT (in TEUR)

OPERATIVER CASHFLOW (in TEUR)

FLUKTUATION (in Prozent)

AUSFALLZEITEN AUF-GRUND VON ARBEITS-UNFÄLLEN (in Prozent)

PRODUKTE UND UMWELT

INDEX: ENERGIEVERBRAUCH BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011=100%)

INDEX: TREIBHAUSGAS-EMMISSIONEN BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011=100%)

INDEX: GEFÄHRLICHE ABFÄLLE BEZOGEN AUF UMSATZ (Menge 2011=100%)

INHALT

Kennzahlen der PALFINGER Gruppe
How to use
Mission Statement
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Highlights 2014
PALFINGER auf einen Blick
Umschlag vorne/2
5
6
7
10
12
STRATEGIE UND VALUE MANAGEMENT
Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung
14
unter nachhaltigen Aspekten 17
Strategische Ziele 2017 19
Value Management 21
STAKEHOLDER UND INVESTOR RELATIONS 23
Stakeholder Management 24
PALFINGER Aktie 25
KONZERNLAGEBERICHT 29
Marktbericht 30
Entwicklung der Abnehmerbranchenen 30
PALFINGER und Mitbewerber 33
Kunden und Lieferanten 34
Entwicklung der PALFINGER Gruppe 39
Geschäftsentwicklung 2014 39
Wesentliche Veränderungen 40
Gesellschaftsrechtliche Veränderungen
in der PALFINGER Gruppe 42
Angaben gemäß § 243a UGB 44
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 45
Treasury 49
Risikobericht 50
Forschung, Entwicklung und Innovation 58
Wertschöpfungsstrategie 61
Mitarbeiter 70
Entwicklung der Segmente 77
Segment EUROPEAN UNITS 77
Segment AREA UNITS
Bereich VENTURES
80
82
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 82
Ausblick 83
KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 84
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 85
Gesamtergebnisrechnung 86
Konzernbilanz 87
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 88
Konzern-Cashflow-Statement 90
Geschäftssegmente 91
Erläuterungen zum Konzernabschluss 96
Allgemeines 96
Konsolidierungsgrundsätze 97
Fair-Value-Bewertung 113
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 114
Verwendung von Schätzungen und
Ermessensspielraumen 122
Erläuterungen zur
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 125
Erläuterungen zur Konzernbilanz 136
Sonstige Angaben 173
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER 177
BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS 178
BERICHT DES AUFSICHTSRATS 180
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT 181
Erklärung gemäß § 243b UGB 182
Organe der Gesellschaft 182
Vergütungsbericht 186
Governance und Nachhaltigkeit 186
Faire Wirtschaft 187
Unternehmensethik und Korruptionsprävention 187
Steuern und Subventionen 188
Corporate Governance Kodex 189
ANHANG NACHHALTIGKEIT 190
Wesentlichkeitsanalyse 191
Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen 194
GRI-Index 196
Unabhängiger Bestätigungsbericht 203
SERVICE 206
Kennzahlendefinition 206
Standorte der PALFINGER Gruppe 208
Stichwortverzeichnis 210
Gesellschaften der
PALFINGER Gruppe
Impressum
Umschlag hinten/211
Umschlag hinten/213

HOW TO USE

Der Ihnen vorliegende Geschäftsbericht über das Jahr 2014 ist der zweite integrierte Geschäftsbericht der PALFINGER Gruppe. Er umfasst nicht nur die wirtschaftlichen und rechtlichen Informationen der Gruppe, sondern auch die darüber hinausgehenden Informationen über nachhaltige Aspekte der Strategie und der Geschäftsaktivitäten. Sie sind nicht separat in einem Kapitel gebündelt, sondern in den jeweils entsprechenden Kapiteln integriert zu finden.

Die Prinzipien zu fairer Wirtschaft sind Teil des Corporate-Governance-Berichts (ab Seite 182). Die Informationen über PALFINGER als verantwortungsbewussten Arbeitgeber sind im Kapitel Mitarbeiter (ab Seite 70) enthalten, öko-effiziente Produktion ist ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung bei PALFINGER (ab Seite 66), nachhaltige Produkte entstehen aus Forschung, Entwicklung und Innovation (ab Seite 58).

Im Anhang Nachhaltigkeit (ab Seite 189) sind die grundlegenden Informationen über die ausgewählten nachhaltigen Aspekte in diesem Bericht zu finden – Wesentlichkeitsanalyse, Berichtsprofil und -grenzen, der GRI-Index, aber auch der Bestätigungsbericht des Wirtschaftsprüfers für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Detailinformationen zu Nachhaltigkeitsthemen, die zu umfassend für den vorliegenden Bericht waren, stehen auf der Website unter www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit online sowie zum Download zur Verfügung. Der vorliegende Bericht und die Informationen auf der Website ergänzen einander.

Zur besseren Orientierung gibt es in beiden Dokumenten Verweise:

Verweis zu einer Textstelle im integrierten Geschäftsbericht

Verweis zu Detailinformationen auf der Website www.palfinger.ag

Hinweis auf Angaben zu einem GRI-Indikator

Damit gibt Ihnen der integrierte Geschäftsbericht 2014 einen Überblick über alle Themen, die für PALFINGER und seine Stakeholder relevant sind. Der Bericht entspricht den Rechnungslegungsstandards IFRS sowie den internationalen Leitlinien G4 der Global Reporting Initiative (GRI).

GRI G4-22: Neudarstellung in der Berichterstattung Die weltweiten Mitarbeiter von PALFINGER begründen den Erfolg der Unternehmensgruppe. Sie sind es, die Kunden verstehen, Produkte entwickeln und verkaufen, bestehende Märkte aus- und neue Märkte aufbauen, Rohstoffe und Komponenten beschaffen, die Wertschöpfung erweitern, Partnerschaften und Akquisitionen ausarbeiten und Daten zur Unternehmenssteuerung liefern, überwachen und verbessern. Diese Mitarbeiter zeichnen PALFINGER aus. Sie sind es auch, die den vorliegenden zweiten integrierten Geschäftsbericht der PALFINGER Gruppe ermöglicht haben.

MISSION STATEMENT

PALFINGER steht weltweit für die innovativsten, zuverlässigsten und wirtschaftlichsten Hebe-Lösungen, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen. Mit technologischer Expertise und erfahrenen Mitarbeitern setzen wir Qualitätsstandards in unseren Branchen. Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Ressourcennutzung stehen dabei im Mittelpunkt unseres Handelns. Hohe Flexibilität und Kompetenz in der Produktion sowie ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk sichern uns den entscheidenden Wettbewerbsvorteil und unseren Kunden LIFETIME EXCELLENCE.

Innovation ist das Ergebnis unserer Leidenschaft für die ständige Verbesserung von Produkt, Prozess und Organisation. Innovationen sichern PALFINGER die Marktführerschaft und eröffnen neue Anwendungsfelder, die die Geschäftsbasis verbreitern.

Internationalisierung sichert unseren Kunden auf allen Kontinenten marktkonforme Produkte und unserem Unternehmen die maximale Unabhängigkeit von regionalen Konjunkturschwankungen. Gleichzeitig werden neue Wachstumspotenziale erschlossen.

Flexibilisierung ermöglicht uns, jeglichen Marktentwicklungen durch rasche Anpassung unserer Ressourcen und Kapazitäten zu entsprechen und damit unseren Geschäftserfolg auch in Zeiten hoher Volatilität abzusichern.

SCHALLMAUER VON 1 MILLIARDE UMSATZ DURCHSTOSSEN

STARKE VERANKERUNG AM RUSSISCHEN MARKT

FERTIGSTELLUNG DES NEUEN WERKES IN CHINA

SYSTEMATISCHE FLEXIBILISIERUNG ALLER UNTERNEHMENSBEREICHE

INTEGRATION VON NACHHALTIGKEITSZIELEN IN ALLE PROZESSE

SEHR GEEHRTE LESERIN, SEHR GEEHRTER LESER!

Im Jahr 2014 hat die PALFINGER Gruppe weitere Fortschritte bei der Umsetzung ihrer Strategie erzielt, und wir können angesichts der unsicheren Rahmenbedingungen mit der geschäftlichen Entwicklung zufrieden sein. Wir haben mit 1.063,4 Mio EUR neuerlich einen Rekordumsatz erzielt und damit die wichtige Schallmauer von 1 Mrd EUR Umsatz durchstoßen. Wir haben im Berichtsjahr die Internationalisierung unserer Gruppe weiter vorangetrieben, unsere Schwerpunkte lagen auf Russland und China. In Russland, mittlerweile einer unserer wichtigsten Märkte, ist die PALFINGER Gruppe mit der Mehrheitsbeteiligung an PM-Group Lifting Machines, den zwei Joint Ventures mit KAMAZ und der Erweiterung der Produktion bei INMAN jetzt auch in Bezug auf lokale Wertschöpfung und breite Marktdurchdringung fest verankert. In China haben wir gemeinsam mit unserem Partner SANY einen signifikanten Marktanteil erobert und mit der Fertigstellung unserer Kranproduktion in Rudong die Basis für das weitere profitable Wachstum gelegt. Die wechselseitige Kapitalverflechtung mit SANY, die im Mai 2014 mit der Eintragung der Kapitalerhöhung abgeschlossen wurde, ist ein strategischer Meilenstein für den Ausbau von China zum zweiten Heimmarkt. In den anderen Marktregionen haben wir schrittweise unsere Produktpalette erweitert. Lediglich die plötzliche Nachfrageschwäche des europäischen Kranmarktes im Herbst verhinderte auch eine Steigerung des operativen Ergebnisses, das schwächer als im Vorjahr ausfiel.

Noch dynamischer – wenn auch noch auf kleinerer Basis – entwickelte sich das Marinegeschäft, das im Jahr 2014 operativ durch steigende Umsätze geprägt wurde. In den kommenden Jahren wollen wir den Marinebereich zu einem gleichwertigen zweiten Standbein als Ergänzung zum aktuellen Kerngeschäft ausbauen.

Die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben uns veranlasst, uns noch intensiver mit der Flexibilisierung all unserer Prozesse auseinanderzusetzen. Wir haben für jeden Standort individuell und gemäß der jeweiligen Wertschöpfungsprozesse Ziele gesetzt und Maßnahmen formuliert, um die Fortschritte regelmäßig messen zu können. Wir sehen in der Flexibilität unserer Unternehmensgruppe – insbesondere auch in den administrativen Bereichen – interessantes Ertragspotenzial. Darüber hinaus haben wir beobachtet, dass wir im Zuge der Flexibilisierungsanstrengungen die lokalen Kundenbedürfnisse und -anforderungen besser verstehen lernten.

GRI G4-1: Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers

Im Jahr 2014 haben wir uns nicht nur in ökonomischen Aspekten verbessert, sondern auch großen Wert auf die Stärkung der Unternehmenskultur gelegt. Nachhaltiges Denken und Handeln ist integraler Bestandteil unserer unternehmerischen Haltung geworden, und es gelingt uns immer mehr, die ökologischen und gesellschaftlichen Ziele mit den ökonomischen Erfordernissen in Einklang zu bringen. So haben wir uns unter anderem das Ziel gesetzt, sowohl die Menge der eingesetzten Energie als auch die der gefährlichen Abfälle – jeweils bezogen auf den Umsatz – um 1,8 Prozentpunkte pro Jahr zu verringern. Darüber hinaus sind wir zu einem lernenden Unternehmen geworden und legen – gerade als Global Player – großen Wert auf den Respekt vor anderen Kulturen und Techniken. Wir haben im Jahr 2014 ein gruppenweites Diversity-Projekt begonnen und die zu Beginn definierten Ziele in unsere strategische Unternehmensplanung 2019 aufgenommen. Wir können nicht als Salzburger Unternehmen in den wichtigsten Märkten der Welt erfolgreich sein, sondern nur als weltweit agierende Gruppe, deren Mitglieder jeweils in ihrem Markt eine Spitzenposition einnehmen.

Wir blicken heute mit optimistischer Vorsicht in die Zukunft. PALFINGER ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Die Unternehmensgruppe hat sich dabei auch stark verändert und ist heute besser auf die Volatilität der Märkte vorbereitet als noch vor wenigen Jahren. Wir werden unseren Wachstumskurs fortsetzen und dabei in Zukunft auch Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingehen.

Ich bedanke mich im Namen des gesamten Vorstands, der Familie Palfinger und aller Aktionäre beim weltweiten Team von PALFINGER für all die großartigen Leistungen, die im Großen und im Kleinen für den Erfolg unserer Unternehmensgruppe erbracht wurden.

Herbert Ortner

HIGHLIGHTS 2014

FEBRUAR 2014

PALFINGER veröffentlicht integrierten Geschäftsbericht

Als erstes börsenotiertes Industrieunternehmen in Österreich veröffentlicht PALFINGER einen integrierten Geschäftsbericht, der sowohl den Standards von IFRS als auch von GRI G4 entspricht. Dies findet auch international große Beachtung. Der integrierte Geschäftsbericht 2013 wird mehrfach ausgezeichnet – etwa als bester Bericht mit dem Austrian Sustainability Reporting Award. Die geschäftliche Entwicklung mit Rekordumsatz und Rekordergebnis wird ebenso ausführlich dargestellt wie die Fortschritte des Nachhaltigkeitsmanagements.

MÄRZ 2014

Ordentliche Hauptversammlung

Die Hauptversammlung der PALFINGER AG beschließt für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,41 EUR je Aktie. Die Dividendenausschüttung in Höhe von insgesamt 14,5 Mio EUR erfolgt am 18. März 2014. Mit Jian Qi wird ein Vertreter der SANY-Gruppe in den Aufsichtsrat gewählt.

MAI 2014

Wechselseitige Kapitalverflechtung mit SANY

Die seit mehreren Monaten vorbereitete wechselseitige Verflechtung zwischen PALFINGER und SANY wird mit der Eintragung der Kapitalerhöhung der PALFINGER AG abgeschlossen. SANY erwirbt rund 10 Prozent von PALFINGER und wird somit zum zweitgrößten Aktionär der PALFINGER Gruppe. PALFINGER beteiligt sich im Gegenzug mit 10 Prozent am Grundkapital der SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. ("SANY Lifting").

JUNI 2014

PALFINGER beteiligt sich an argentinischer HIDRO-GRUBERT

PALFINGER unterzeichnet eine Vereinbarung über die Beteiligung von 30 Prozent an HIDRO-GRUBERT, einem Hersteller von Hubarbeitsbühnen, Knickarmkranen und Lkw-Aufbauten. Eine Option zur Übernahme der Mehrheit wird ebenfalls vereinbart.

JUNI 2014

PALFINGER ist ein "Green Brand"

Als erstes österreichisches Industrieunternehmen erhielt PALFINGER nach einem dreistufigen Screening das Recht, das Siegel "Green Brand Austria 2014/15" zu führen. Damit werden Unternehmen ausgezeichnet, die nachweislich ökologische Nachhaltigkeit nach innen und nach außen leben.

AUGUST 2014 PALFINGER vereinbart zwei Joint Ventures mit KAMAZ

Mit dem größten russischen Hersteller von Lkws sollen zwei Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden: Eines spezialisiert sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Lkw-Aufbauten, das andere auf die Produktion von Zylindern. Mit diesem Schritt wird die lokale Wertschöpfung im wichtigen Markt Russland bedeutend ausgeweitet.

OKTOBER 2014

PALFINGER schließt Akquisition der russischen PM-Group ab

PALFINGER erwirbt – wie im Dezember 2013 vereinbart – 60 Prozent, weitere 20 Prozent an der PM-Group Lifting Machines werden von Steindl Forsttechnik, dem Partner von PALFINGER auf dem Gebiet der EPSILON Forst- und Recyclingkrane, erworben. Mit den Marken Velmash und Solombalsky ist PM-Group ein bedeutender Anbieter von Forst- und Recyclingkranen, Ladekranen und Hooklifts in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten.

OKTOBER 2014

PALFINGER mit signifikantem Orderrückgang in Europa konfrontiert

Im September zeigt sich ein deutlicher Rückgang der Nachfrage in den europäischen Märkten von PALFINGER, insbesondere im Kranbereich. Aus diesem Grund sieht sich der Vorstand im Oktober veranlasst, darauf hinzuweisen, dass der operative Gewinn des Jahres 2013 im Jahr 2014 wahrscheinlich nicht erreicht werden kann.

OKTOBER 2014

Erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheindarlehens

Trotz Gewinnwarnung kann PALFINGER ein Schuldscheindarlehen erfolgreich am Markt platzieren und muss, um die starke Nachfrage zu befriedigen, das Volumen deutlich aufstocken.

JÄNNER 2015

PALFINGER übernimmt Norwegian Deck Machinery AS

Zur Komplettierung des Produktangebots im Marinebereich übernimmt PALFINGER den Hersteller von speziellen Winden und Ladesystemen. Durch diese Beteiligung erhält PALFINGER auch Zugang zu Kundengruppen, die bislang nicht angesprochen wurden.

LADEKRANE

HUBARBEITSBÜHNEN

BOATS

TELESKOPKRANE

EPSILON FORST-UND RECYCLINGKRANE

LADEBORDWÄNDE

HOOKLIFTS

MITNAHMESTAPLER OFFSHORE-KRANE

LKW-AUFBAUTEN EISENBAHNSYSTEME

LAUNCH & RECOVERY SYSTEMS

MOBILKRANE INDUSTRIEKLETTERER

WINDEN

PALFINGER AUF EINEN BLICK

Die PALFINGER Gruppe umfasste per 31. Dezember 2014 67 Gesellschaften in 25 Ländern mit insgesamt 8.893 Mitarbeitern. Der Hauptsitz befindet sich in Salzburg, Österreich. Die Produktion erfolgt in 35 Fertigungs- und Montagewerken in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien. Darüber hinaus gewährleistet ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk mit mehr als 200 unabhängigen Generalimporteuren und rund 5.000 Stützpunkten in über 130 Ländern auf allen Kontinenten optimale Kundennähe in allen Produktgruppen.

PALFINGER gilt als Technologie- und Innovationsführer. Bei Ladekranen, Marinekranen, Windkranen und Hooklifts (früher: Containerwechselsystemen) ist PALFINGER Weltmarktführer. Darüber hinaus ist das Unternehmen führend bei Forst- und Recyclingkranen, Hubladebühnen und bei Eisenbahnsystemen im High-Tech-Bereich. PALFINGER hat den Anspruch, Service-Champion in der Branche zu sein.

Im Jahr 2014 konnte die PALFINGER Gruppe ihren Wachstumskurs fortsetzen. Der Umsatz erreichte mit 1.063,4 Mio EUR neuerlich einen Rekordwert. Möglich war diese Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent durch die konsequente Internationalisierung des Konzerns. Das operative Ergebnis beträgt für das Jahr 2014 66,5 Mio EUR.

GRI G4-3, G4-4, G4-5, G4-9: Organisationsprofil

PALFINGER verfügt über eine solide Kapitalstruktur; die Eigenkapitalquote beträgt 40,8 Prozent, die Gearing Ratio 77,3 Prozent. Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag 2014 bei 47,2 Mio EUR. Der Return on Capital Employed (ROCE) für das Geschäftsjahr 2014 beträgt 7,4 Prozent.

UMSETZUNG DER UNTERNEHMENSSTRATEGIE

INTERNER FOKUS AUF SYSTEMATISCHER FLEXIBILISIERUNG ALLER STANDORTE

FORTSETZUNG DER INTERNATIONALISIERUNG

NACHHALTIGKEIT ALS WESENTLICHES KRITERIUM FÜR ZIELERREICHUNG DEFINIERT

STRATEGIE UND VALUE MANAGEMENT

  • Kontinuierliche Umsetzung der Unternehmensstrategie
  • Fortsetzung der Internationalisierung
  • Interner Fokus auf systematischer Flexibilisierung aller Standorte
  • Nachhaltigkeit als wesentliches Kriterium für Zielerreichung definiert

Die PALFINGER Gruppe verfolgt eine langfristig orientierte Wachstumsstrategie mit dem Ziel, eine bestimmende Position auf den Weltmärkten aus eigener Kraft zu erreichen bzw. zu erhalten. In allen Produkt- und Kundensegmenten wird eine Wettbewerbsposition unter den Top-3-Anbietern angestrebt. Kurz- und mittelfristige Ziele werden flexibel entsprechend den jeweiligen Umfeldbedingungen vereinbart. Jegliche Entscheidung wird wissensbasiert und unter langfristigen Aspekten der Wirtschaftlichkeit sowie der sozialen und ökologischen Verträglichkeit getroffen.

Das Geschäftsmodell ist auf langfristige, kontinuierliche Ertragssteigerung ausgerichtet. Die forcierte Internationalisierung vermindert die Abhängigkeit von regionalen Konjunkturschwankungen. Ziel ist eine ausgewogene Umsatzstruktur von je einem Drittel der Erlöse aus EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), Nord- und Südamerika sowie GUS und Asien und Pazifik (GUS, China, Indien, Pazifikregion).

GRI G4-HR 1: Menschenrechte bei Investitionen

Die Entwicklung der Unternehmensgruppe zu einem Marktteilnehmer, der in allen relevanten Marktregionen der Welt erfolgreich tätig ist, wird sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Akquisitionen, Greenfield Investments, Joint Ventures oder strategische Partnerschaften umgesetzt. Bei jedem Wachstumsschritt werden neben wirtschaftlichen Faktoren wie Umsatz, Profitabilität, Kapitalbindung und Marktpotenzial auch Umweltverträglichkeit, die Einhaltung von Grundrechten sowie Arbeitsusancen von Entscheidungsträgern im Rahmen des Kaufprüfungsprozesses (Due Diligence) hinterfragt und bei der Entscheidung berücksichtigt.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Internationalisierung ist der Fokus auf lokale Wertschöpfung. Dies ermöglicht nicht nur einen natürlichen Hedge, sondern erhöht auch die Flexibilität und sichert die Entwicklung und Herstellung von Produkten, die auf die regionalen Kundenbedürfnisse abgestimmt sind.

Wesentlichkeitsanalyse Seite 191 PALFINGER analysiert regelmäßig die wesentlichen Themen, die aus interner und externer Sicht von strategischer Bedeutung für das Unternehmen sind. Zuletzt erfolgte dies Anfang 2014.

PALFINGER hat drei strategische Säulen definiert: Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung, deren Planung und Umsetzung unter Berücksichtigung nachhaltiger Kriterien vorangetrieben werden.

INNOVATION, INTERNATIONALISIERUNG UND FLEXIBILISIERUNG UNTER NACHHALTIGEN ASPEKTEN

Innovation

Innovationen stellen die kontinuierliche Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Organisationsstrukturen sicher. PALFINGER hat den Anspruch, Technologieführer und Service-Champion unter den Anbietern von Hebe-Lösungen zu sein. Um dieser Qualitäts- und Servicephilosophie gerecht zu werden, stellt PALFINGER auch hohe Anforderungen an seine Händler und Servicepartner.

Im Jahr 2014 lag die Priorität der Innovationsarbeit auf neuen Technologien und der Produktentwicklung. Die PALFINGER Gruppe erweiterte – mit Unterstützung des Fraunhofer Instituts in Stuttgart – die F&E-Kapazitäten und vernetzte sie, um bessere Ergebnisse und Synergien für alle Marktregionen und Produktgruppen zu erzielen. Im Berichtsjahr wurden zahlreiche neue Produkte auf den Markt gebracht, deren Leistungskraft bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion gesteigert wurde. Mechatronik-Systeme ermöglichen diese Entwicklung, und diese Technologie wird für PALFINGER in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen. Innovation bedeutet aber auch in jüngst erschlossenen Marktregionen, PALFINGER Produkte mit überlegener Leistungskraft und Qualität im Wettbewerb mit lokalen Bestpreis-Anbietern erfolgreich an lokale Kunden zu verkaufen. Mit hoher Lernbereitschaft können europäische Hochtechnologien mit regionalem Anwendungswissen kombiniert und neue Preis-Leistungs-Verhältnisse für die jeweiligen Märkte definiert werden.

Internationalisierung

Internationalisierung ermöglicht es PALFINGER, weltweit der bevorzugte Partner der Hebe-Industrie zu werden. Die Gruppe strebt danach, die international organisierten Vertriebs-, Service- und Wertschöpfungstätigkeiten weiter auszubauen, wodurch auch die Abhängigkeit von regionalen Wirtschaftszyklen reduziert wird.

PALFINGER konnte im Jahr 2014 erstmals mehr als 1 Mrd EUR umsetzen. Dieser Meilenstein der Unternehmensgeschichte wurde durch starkes Wachstum in den vergangenen Jahren erreicht. Das Jahr 2014 war ein Jahr der Integration der erworbenen Einheiten in die PALFINGER Gruppe. Dennoch wurde die Wachstumsstrategie über die weitere Internationalisierung fortgesetzt. So wurde die strategische Partnerschaft mit SANY durch eine wechselseitige Kapitalverflechtung vertieft. Im Juni wurde eine Minderheitsbeteiligung am argentinischen Marktführer für Hubarbeitsbühnen, HIDRO-GRUBERT, vereinbart, um die Produktpalette in Lateinamerika zu komplettieren und Synergien mit MADAL in Brasilien zu nutzen. Im August vereinbarte PALFINGER die Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen mit dem führenden russischen Lkw-Hersteller KAMAZ für Herstellung und Vertrieb von Lkw-Aufbauten und Zylinderproduktion. Mit diesem Schritt wird die Marktposition von PALFINGER in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten ausgebaut und abgesichert. Im Oktober schließlich konnte die Beteiligung an der PM-Group Lifting Machines, die unter den Marken Velmash und Solombalsky Forst- und Recyclingkrane für den russischen Markt produziert, umgesetzt werden. Im Jänner wurden die Verträge für den Erwerb der Norwegian Deck Machinery AS mit Sitz in Os bei Bergen abgeschlossen, ein führender Hersteller spezieller Winden und Ladesysteme für Hochseeschiffe und Offshore-Bohrplattformen.

Flexibilisierung

Die Flexibilisierung ist angesichts der Volatilität der Märkte zu einem zentralen erfolgskritischen Faktor für die Rentabilität geworden. PALFINGER überprüft daher sämtliche Prozesse im gesamten Geschäftsmodell, um die Flexibilität jeder unternehmerischen Einheit in der Gruppe deutlich zu erhöhen.

Im Jahr 2014 wurde ein systematischer gruppenweiter Prozess begonnen, um bottom-up individuell für jede unternehmerische Einheit, jede Produktgattung, jede Marktregion Flexibilitätsparameter in acht Dimensionen festzulegen und zu messen. Die acht Dimensionen betreffen die Beschaffung (Exklusivität der Bezugsquellen, Volumen, Lieferverträge und Abnahmeverpflichtungen), die Mitarbeiter (Arbeitszeitflexibilität der Arbeiter und der Angestellten) sowie daraus resultierend die Finanzen (direkte und indirekte Kosten, EBIT, Kapitalbindung). Für jeden Standort wurde ein Flexibilitätsdiagramm erstellt und daran der Grad an Flexibilität gemessen. Im Anschluss wurden unter Berücksichtigung der strategischen Ziele der Unternehmensgruppe für jeden Standort Verbesserungspotenziale ermittelt. Im kommenden Jahr wird nicht nur die Zielerreichung gemessen, sondern es werden auch die Rahmenbedingungen und die Grundannahmen überprüft werden. Durch die Berücksichtigung der jeweils für den Standort gültigen Rahmenbedingungen wird es keine Benchmark oder eine gruppenweite Flexibilitäts-Kennzahl geben, sondern jeder Standort wird am Grad seiner Verbesserung beurteilt.

Der Prozess 2014 brachte auch die Erkenntnis, dass in den Administrationsprozessen mehr Flexibilisierungspotenzial steckt als in den Produktionsprozessen, deren Wertschöpfungskraft schon seit einigen Jahren optimiert wird. Der gewählte Flexibilisierungsprozess mit Fokus auf den jeweiligen Standort bzw. das jeweilige Geschäftsmodell mit Beurteilung durch Selbsteinschätzung und Audit fördert sowohl die dezentrale Verantwortung der lokalen Geschäftsführungen als auch die Diversity in der PALFINGER Gruppe.

Im Herbst 2014 wurde eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) über die volkswirtschaftlichen Effekte der PALFINGER Gruppe in Österreich aus dem Jahr 2012 aktualisiert. Die Studie bestätigt die Bedeutung der PALFINGER Gruppe als Leitbetrieb für die österreichische Wirtschaft, nicht nur in Bezug auf Nachhaltigkeit, sondern auch als Impulsgeber für andere österreichische Unternehmen. Mehr als bei anderen Unternehmen profitieren kleine und mittlere Unternehmen in der Region als Lieferanten vom Erfolg der weltweit tätigen Unternehmensgruppe. PALFINGER schafft für die Umgebung seiner Standorte Nutzen in Form lokaler Wertschöpfung, Arbeitsplätzen und gemeinsamer Innovationsarbeit. Trotz – oder gerade wegen (wie die Autoren der Studie schreiben) – der forcierten Internationalisierung wurden seit 2011 die Leistungswerte von PALFINGER für die österreichische Volkswirtschaft gesteigert und die Multiplikatoren-Effekte deutlich sichtbar: 1 EUR Produktionswert bei PALFINGER in Österreich bewirkt mehr als 2 EUR in Österreich (2011: 1,87 EUR), 1 EUR Wertschöpfung bei PALFINGER in Österreich bewirkt bei den österreichischen Betrieben 2,48 EUR, das ist eine Steigerung von mehr als 15 Prozent seit 2011, und ein Arbeitsplatz bei PALFINGER in Österreich schafft 2,63 Arbeitsplätze in Österreich (2011: 2,3 Arbeitplätze).

Im Jahr 2013 analysierte PALFINGER in einem umfangreichen, mehrstufigen Prozess die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte, die aus interner und externer Sicht aktuell von strategischer Bedeutung für das Unternehmen sind. Anfang 2014 wurden die Themen teilweise ergänzt. Die relevantesten Themen für den Erfolg des Unternehmens und seiner Stakeholder sind demnach:

Nachhaltige Produkte

  • Produktqualität, Kundenzufriedenheit
  • Sicherheit der Produkte
  • Effiziente und umweltfreundliche Produkte, optimale Lebenszykluskosten
  • Produkte für ökologische und soziale Zwecke
  • Forschung und Entwicklung

Mitarbeiter

  • Aus- und Weiterbildung
  • Gesundheit und Arbeitssicherheit
  • Vielfalt und Chancengleichheit
  • Attraktivität als Arbeitgeber
  • Faire Entlohnung
  • Mitarbeiter-Kommunikation

G4-EC8: Art und Umfang erheblicher indirekter wirtschaftlicher Auswirkungen

GRI G4-19: Wesentliche Aspekte

Wesentlichkeitsanalyse Seite 191

Umwelt

  • Rohstoffbedarf
  • Vermeidung von Abfällen und Freisetzungen von Gefahrenstoffen
  • Energieeffizienz

Nachhaltige und faire Wirtschaftsweise

  • Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
  • Unternehmensethik, Einhaltung von Gesetzen und Wettbewerbsrecht, Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, Code of Conduct
  • Transparente Entlohnung des Top-Managements
  • Nachhaltigkeit in der Lieferkette

STRATEGISCHE ZIELE 2017

Die PALFINGER Gruppe definierte im Jahr 2012 strategische Ziele bis zum Jahr 2017. Auf Basis der Vollkonsolidierung aller Standorte und unter der Annahme einer vorhersehbaren Entwicklung der Weltwirtschaft wurde damals die Verdoppelung des Umsatzniveaus von 2012 auf rund 1,8 Mrd EUR im Jahr 2017 angestrebt. Um dieses langfristige Ziel zu unterstützen, beschloss der Aufsichtsrat im September 2013 die vorzeitige Vertragsverlängerung für alle vier Vorstände bis Ende des Jahres 2018. Für das Executive Team der PALFINGER Gruppe richtete der Vorstand ein dreijähriges Incentive-Programm ein, das ebenfalls an die Umsatz- und Profitabilitätsziele gekoppelt ist.

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ management/programm-2015 Die PALFINGER Gruppe plant, ihr nachhaltig profitables Wachstum mit Top-3-Positionen in allen relevanten Märkten weltweit zu erreichen. Zur Konkretisierung wurden im Jahr 2012 für Schwerpunktthemen Maßnahmen und Grundstrategien ausgearbeitet, deren schrittweise Umsetzung die Zielerreichung gewährleisten soll. Im Herbst 2014 wurden auf Basis des zwischenzeitlich Erreichten die Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre definiert. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wichtigsten Fortschritte des Jahres 2014 sowie über die Ziele für das Jahr 2017.

SCHWERPUNKTTHEMEN

UMSETZUNG 2014 ZIELE BIS 2017

WEITERES WACHSTUM MIT FOKUS AUF BRIC-LÄNDER

  • Weiterer Ausbau der Produktion in China
  • Vertiefung der Zusammenarbeit mit SANY
  • Komplettierung des Produktportfolios in den Marktregionen
  • Fortgesetzte Integration der Akquisitionen
  • Integration von Sozial- und Umweltstandards sowie Code of Conduct-Enforcement
  • entlang der gesamten Wertschöpfungskette • Gründung von 2 Joint Ventures mit KAMAZ in Russland
  • Strategisches Ziel 2017: rund 1,8 Mrd EUR Umsatz, zu jeweils 1/3 in EMEA, Nord- und Südamerika sowie Asien und Pazifi k und GUS

AUFBAU CHINAS ZU ZWEITEM HEIMMARKT

• Wechselseitige Kapitalverfl echtung mit SANY

• Akquisition von HIDRO-GRUBERT in Argentinien • Akquisition von PM-Group Lifting Machines in Russland • Konsolidierung in Indien und Asien, Megarme, PM

  • Fertigstellung des neuen Produktionswerks in Rudong nahe Shanghai
  • Wachstum durch zusätzliche Joint Ventures mit SANY
  • Entwicklung von Technologien und Produkten, um Kundenwünschen zu entsprechen

• Stärkung der Marktposition durch weitere Akquisitionen

entlang der gesamten Wertschöpfungskette

• Steigerung von Umsatz, Ertrag und Marktanteilen • Integration von Sozial- und Umweltstandards sowie Code of Conduct-Enforcement

GLOBALE AUSGEWOGENHEIT IN BEZUG AUF PRODUKTION UND KUNDENNÄHE

  • Aufbau lokaler Wertschöpfung in den Marktregionen • Lokale F&E-Aktivitäten, um Kundenwünschen zu entsprechen
  • Weiterer Ausbau der Kundennähe

Industrie

  • Einheitlicher weltweiter High-end-Standard für Produkte und Services • Implementierung des gruppenweiten Marken-Projekts
  • STÄRKUNG DER FÜHRENDEN POSITION IM MARINE- UND OFFSHORE-BEREICH
  • Integration von Megarme und MCT Korea in den Marinebereich der PALFINGER Gruppe
  • Aufbau von Vertriebs- und Servicestandorten in Brasilien, Singapur und den USA
  • Neue Produktionsstandorte in Brasilien (gemeinsam mit JV-Partner Koch) und in Polen

ERHALT DER INNOVATIONSFÜHRERSCHAFT IN ALLEN MÄRKTEN

  • Fokus auf Mechatronik
  • Kooperationen mit Forschungsinstituten zur Entwicklung neuer Fertigungstechnologien und Werkstoff e, um die Produkteigenschaften weiter zu verbessern
  • Errichtung von Kompetenzzentren für Forschungsschwerpunkte
  • Förderung von Synergien im Innovationsbereich zwischen den Geschäftseinheiten

• Globaler Roll-out der Produktpalette, vor allem in Korea, Brasilien, China und Russland

• Positionierung als integrierter Deckausrüster für Marine, Off shore- und Windkraft-

• Globale Präsenz durch die Errichtung weiterer Vertriebs- und Servicestandorte

  • Zusätzliche Investitionen in neue Technologien und Prozesse
  • Weitere Markterschließung für Produkte, die ökologischen bzw. sozialen Zwecken dienen
  • Innovationen für mehr Produktsicherheit und Umweltverträglichkeit

ERFÜLLUNG DER KUNDENERWARTUNGEN DURCH MASSGESCHNEIDERTE LÖSUNGEN

  • Adaptierung bestehender Produkte, um Marktanforderungen in
  • Südamerika, GUS und China besser zu erfüllen • Erhöhung der Ausstattungsvarianten bei Produkten, um
  • "customized" anbieten zu können
  • Integration von Dienstleistungen in das Geschäftsmodell
  • Erweiterte Kundenansprache durch modulare Konstruktion der Produkte
  • Engere Beziehung zu Endkunden, um Innovationen bedürfnisnah zu entwickeln
  • Anpassung der langfristigen Wertschöpfungsstrategie
  • Potenzialanalyse Industrie 4.0 und Erhöhung des
  • Automatisierungsgrads
  • Weiterentwicklung der relevanten Kernkompetenzen

SICHERUNG DER ZUKUNFTSFÄHIGKEIT DURCH ÜBERNAHME ÖKOLOGISCHER UND GESELLSCHAFTLICHER VERANTWORTUNG

• Start der gruppenweiten Diversity-Initiative "PALversity" • Finale Adaption der gruppenweiten Umweltschutzrichtlinie • Auszeichnung mit dem GREEN BRAND-Siegel 2014/15 • Sicherung der kulturellen Weiterentwicklung im Umgang mit Unterschiedlichkeiten durch "PALversity" • Verstärkung des Umweltbewusstseins und Implementierung von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen durch weltweit gültige Umweltschutzrichtlinie • Erfüllung der weltweit gültigen Code of Conduct-Kriterien (Menschenrechte, Umweltstandards, Business-Ethik) und Einführung bei neuen Standorten • Innovationsführerschaft auch bei Produkten für ökologische und soziale Zwecke • Jährliche Verbesserung der Energieeffi zienz um 1,8 Prozentpunkte • Jährliche Reduktion der gefährlichen Abfälle um 1,8 Prozentpunkte

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/management/programm-2015

ANPASSUNG VON PRODUKTIONSSTANDORTEN UND -TECHNOLOGIEN IN EUROPA • Verlagerung von Low-tech-Prozessen in Niedriglohnländer • Wissensmanagement unter Berücksichtigung lokaler Technologien

VALUE MANAGEMENT

PALFINGER misst seine Weiterentwicklung und Wertsteigerung intern anhand vier entscheidender Indikatoren:

  • Umsatzwachstum
  • EBIT-Marge
  • Return on Capital Employed (ROCE) Gewinn im Verhältnis zum eingesetzten Kapital
  • Net Working Capital operativ gebundenes Kapital

Ausschlaggebend ist für PALFINGER insbesondere die langfristige Entwicklung dieser Kennzahlen, da der Konzern nicht kurzfristige Erfolge, sondern nachhaltig profitables Wachstum anstrebt.

Die PALFINGER Gruppe erzielte seit dem schwierigen Jahr 2009 in allen vier Leistungsindikatoren eine hervorragende Entwicklung, obwohl im 2. Halbjahr 2014 das ungünstige Geschäftsumfeld in Europa, Südamerika und GUS die Wertentwicklung beeinträchtigte. Nach dem starken Umsatzwachstum der vergangenen Jahre konnte das Umsatzvolumen 2014 wiederum um 8,4 Prozent gesteigert werden. Die EBIT-Marge beträgt 6,3 Prozent und der ROCE 7,4 Prozent. Das Net Working Capital stieg in Zusammenhang mit dem starken Umsatzwachstum in den Area Units sowie den Akquisitionen im Jahr 2014 erneut an. Im Verhältnis zum Umsatz ging die Kapitalbindung jedoch auf 16,5 Prozent zurück. An der weiteren Verbesserung der Kennzahlen wird trotz eines Marktumfelds, das insbesondere in Europa, Südamerika, dem Nahen Osten und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten von steigenden Herausforderungen geprägt ist, intensiv gearbeitet – nicht zuletzt durch die Umsetzung weiterer Flexibilisierungsmaßnahmen.

NET WORKING CAPITAL

  • Net Working Capital (Durchschnitt; in TEUR)
  • Umsatz-Relation (in Prozent)

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ management

WERTSCHAFFUNG IM JAHR 2014

Das in der PALFINGER Gruppe integrierte Nachhaltigkeitsmanagement liefert wesentliche Beiträge zum Value Management, indem Kosten und Risiken reduziert werden.Das zeigt sich exemplarisch an zwei Themen: Gesundheit der Mitarbeiter und Energieeffizienz. Die Ausfallszeiten der Mitarbeiter aufgrund von Arbeitsunfällen konnten im Jahr 2014 durch das Arbeitsplatz-Sicherheitsmanagement im Vergleich zum Jahr 2012 signifikant reduziert und somit Kosten in Höhe von 365.000 EUR pro Jahr eingespart werden. Auch der effiziente Einsatz von Energie konnte gegenüber dem Jahr 2012 deutlich verbessert werden. Unter der Annahme gleichbleibender Energiekosten ergibt sich dadurch eine Einsparung in Höhe von 530.000 EUR jährlich. Darüber hinaus sorgt das Nachhaltigkeitsmanagement für Einsparungen im Bereich der Verschnittkosten: Basierend auf der Menge an eingesetztem Stahl im Jahr 2014 konnten gegenüber 2011 allein durch die Reduktion des Verschnitts Einsparungen in Höhe von etwa 1.140.000 EUR erreicht werden.

LIFETIME EXCELLENCE

WIRTSCHAFTLICHKEIT

ZUVERLÄSSIGKEIT

INNOVATION

INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014 ALS MEILENSTEIN UMFASSENDEN REPORTINGS

STAKEHOLDER UND INVESTOR RELATIONS

Alle Stakeholdergruppen in Unternehmensaktivitäten involviert

  • Nachhaltigkeitsratings belegen Best-in-Class
  • Integrierter Geschäftsbericht 2014 als Meilenstein umfassenden Reportings

STAKEHOLDER MANAGEMENT

PALFINGER zählt zu seinen Stakeholdern all jene juristischen oder natürlichen Personen, die von den Unternehmensaktivitäten in der einen oder anderen Weise betroffen sind oder deren Entscheidungen Einfluss auf PALFINGER haben. Im Sinne einer zukunftsfähigen Entwicklung achtet PALFINGER darauf, dass auf die einzelnen Interessen ausgewogen und aktiv zugegangen wird. Die wesentlichen Stakeholder sind Mitarbeiter, Kunden und Händler, Lieferanten, Eigentümer, regionale und lokale Interessengruppen wie etwa Anrainer der Standorte, Kooperationspartner wie beispielsweise Bildungseinrichtungen, Interessenvertretungen oder Partner bei Sponsoring oder karitativen Aktivitäten. PALFINGER versucht, im Dialog mit allen Stakeholdern den Unternehmenswerten Unternehmertum, Respekt und Lernen gerecht zu werden. Im Jahr 2014 wurden die von den Stakeholdern als wesentlich genannten Nachhaltigkeitsaspekte mit Arbeitspaketen hinterlegt, um auch quantitativ messbare Ziele definieren zu können. Nähere Informationen zum Stakeholder-Dialog und zur daraus resultierenden Wesentlichkeitsanalyse befinden sich auf der Website.

INVESTOR-RELATIONS-AKTIVITÄTEN

Die kontinuierliche und transparente Kommunikation ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Investor-Relations-Aktivitäten bei PALFINGER. Der Vorstand und das Investor-Relations-Team von PALFINGER standen Investoren im Jahr 2014 auf zahlreichen Roadshows und Investorenkonferenzen im In- und Ausland für persönliche Gespräche zur Verfügung. Die Teilnahme an Anlegermessen, Aktionärsveranstaltungen und Börsentagen förderte auch den Dialog mit Privataktionären. Bei all diesen Gesprächen wurde auch auf den erhöhten Informationsbedarf nachhaltigkeitsorientierter Investoren geachtet.

REPORTING

Im Jahr 2014 veröffentlichte PALFINGER erstmals einen integrierten Geschäftsbericht für das Jahr 2013 , der das Reporting finanzieller und nicht-finanzieller Leistungsindikatoren vereinte. In Zukunft wird der Schwerpunkt der Berichterstattung auf der Qualitätssteigerung, der präziseren Definition nicht-monetärer Leistungsindikatoren und deren Zusammenhang mit der finanziellen Performance liegen. PALFINGER ist überzeugt, dass die bewusste und redliche Auseinandersetzung mit den Chancen, Risiken und den Auswirkungen der eigenen Tätigkeit auf die gesamte Wertschöpfungskette vom Ursprung der Ressource bis hin zum Alltag beim Endkunden den zukünftigen Erfolg des Unternehmens bestimmt. Ziel des Reportings ist es, die Qualität der Informations- und Entscheidungsunterlagen für Unternehmen und Stakeholder zu erhöhen und langfristig ein ganzheitliches Anreizsystem im Unternehmen aufzubauen.

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ management/stakeholdermanagement

Wesentlichkeitsanalyse Seite 191

AUSZEICHNUNGEN

www.palfinger.ag/de/ueber-uns/awards

Ein Überblick über die Auszeichnungen, die PALFINGER im Jahre 2014 erhielt, ist auf der Website dargestellt.

PALFINGER AKTIE

Die Aktien der PALFINGER AG sind an der Wiener Börse im Prime Market gelistet. In Deutschland notieren sie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München und Düsseldorf. Seit März 2005 besteht darüber hinaus ein ADR Level 1 Listing in New York. Die PALFINGER Aktie ist im ATX-Prime-Index der Wiener Börse enthalten und seit 2005 Bestandteil des österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX. Mit Mai 2013 wurde sie auch in den ATX Global Players aufgenommen, der seither von der Wiener Börse berechnet wird.

Der Kurs der PALFINGER Aktie verzeichnete im Jänner 2014 den Höchstkurs mit 33,90 EUR. Danach gab der Kurs im Einklang mit den sich eintrübenden Konjunkturperspektiven nach. Am Ende des Jahres notierte er bei 20,99 EUR.

Anlagerelevante Kennzahlen per 31. Dezember 2014

AT0000758305
37.593.258
291.968
37.301.290
Prime Market
New York, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Düsseldorf
Reuters: PALF.VIE; Bloomberg: PALF:AV; Wiener Börse: PAL
in EUR 2014 2013
Tiefstkurs 17,02 17,01
Höchstkurs 33,90 29,11
Durchschnittskurs 25,55 24,18
Kurs per Ultimo 20,99 28,85
Ergebnis je Aktie* 1,05 1,24
Operativer Cashflow je Aktie* 1,26 1,77
Vorgeschlagene Dividende je Aktie 0,34 0,41
Dividendenrendite bezogen auf den Durchschnittskurs 1,3% 1,7%
Marktkapitalisierung per Ultimo in Mio. EUR 789,08 1.030,81

* Berechnet mit dem gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien

Kursentwicklung 2014

PALFINGER AG ATX

Ratings

PALFINGER gilt als Best-in-Class bei SRI-Investoren und konnte seine Ratings ausbauen: Die Bewertung für den Nachhaltigkeitsindex VÖNIX blieb mit B+ auf hohem Niveau stabil. Wegen der Grundsätze zu gesellschaftlicher Verantwortung wurde PALFINGER ein sehr gutes Nachhaltigkeitsrating attestiert. Im Corporate Rating der Oekom erhielt PALFINGER wiederum ein B–, das entspricht dem Prime Status. PALFINGER unterzog sich der dreistufigen Evaluierung von GREEN BRANDS und erhielt als erstes österreichisches Industrieunternehmen das Recht, sich als GREEN BRAND Austria 2014/15 zu bezeichnen. Auf PALFINGER treffen keine der ethischen Ausschlusskriterien zu, die Gruppe wendet die Nachhaltigkeitsrichtlinie GRI G4 an und bekennt sich zum UN Global Compact und den Leitsätzen der OECD für multinationale Unternehmen.

Research Reports

  • Raiffeisen Centrobank
  • Berenberg Bank
  • Deutsche Bank
  • Erste Group
  • Hauck & Aufhäuser

  • HSBC

  • Kepler-Cheuvreux
  • UBS

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ engagement

DIVIDENDE

Die PALFINGER AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass rund ein Drittel des Jahresgewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der Bilanzgewinn der PALFINGER AG im Jahr 2014 betrug 146,8 Mio EUR, der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Jahr 2014 eine Dividende von 0,34 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,41 EUR) vor.

WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN

GRI G4-13: Veränderungen in der Aktionärsstruktur

Im Mai wurde die wechselseitige Kapitalverflechtung zwischen SANY und PALFINGER mit der Eintragung der Kapitalerhöhung der PALFINGER AG abgeschlossen. SANY beteiligte sich mit rund 10 Prozent am Grundkapital der PALFINGER AG. Rund die Hälfte der Anteile stammte aus dem Besitz der Familie Palfinger, die andere Hälfte aus einer Kapitalerhöhung der PALFINGER AG. Per 14. Mai 2014 wurden 1.863.258 Stück Aktien zum Preis von 29 EUR ausgegeben. Die jungen Aktien sind mit 1. Jänner 2014 dividendenberechtigt.

EIGENTUMSVERHÄLTNISSE

GRI G4-7: Eigentumsverhältnisse und Rechtsform Die PALFINGER AG hat mit der Familie Palfinger, die direkt bzw. indirekt rund 59 Prozent der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär. Durch die wechselseitige Kapitalverflechtung zwischen PALFINGER und SANY wurde die SANY Gruppe mit einem Anteil von rund 10 Prozent zum zweitgrößten Aktionär. Zum 31. Dezember 2014 hielt die PALFINGER AG knapp 1 Prozent der Aktien. Rund 30 Prozent befinden sich in Streubesitz. Nach Kenntnis des Unternehmens wird ein signifikanter Anteil des Free Float von privaten Aktionären gehalten, die Mehrheit befindet sich in den Portfolios institutioneller Investoren, primär aus Kontinentaleuropa.

AKTIONÄRSSTRUKTUR

  • 59% Familie Palfinger 30% Streubesitz
  • 10% SANY Gruppe
  • 01% PALFINGER AG

FINANZKALENDER 2015

6. Februar 2015 Bilanzpressekonferenz
11. März 2015 Hauptversammlung
13. März 2015 Ex-Dividendentag
17. März 2015 Dividendenzahltag
30. April 2015 Veröffentlichung 1. Quartal 2015
30. Juli 2015 Veröffentlichung 1. Halbjahr 2015
30. Oktober 2015 Veröffentlichung 1.–3. Quartal 2015

Weitere Termine wie Messen oder Roadshows werden im Finanzkalender auf der Website angekündigt.

KONTAKT

Investor Relations

Tel. +43 662 4684-0 Fax +43 662 4684-82280 www.palfinger.ag

Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender DW 82222, [email protected]

Hannes Roither, Konzernsprecher DW 82260, [email protected]

Julia Ganglbauer, Nachhaltigkeitsmanagement DW 82262, [email protected]

Investoren und Interessenten, die regelmäßig über Neuigkeiten der PALFINGER Gruppe informiert werden wollen, haben auf der Website (www.palfinger.ag) die Möglichkeit, sich für das Infoservice zu registrieren.

www.palfinger.ag/de/ investor-relations/ir-services

KONZERNLAGEBERICHT

MARKTBERICHT

  • Stark unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Regionen
  • Externe Einflüsse auf die Konjunktur nehmen zu
  • Nordamerika, Asien und Russland gewinnen in den relevanten Branchen an Bedeutung
  • PALFINGER Produkte 2014 zu 24,9 Prozent für ökologische bzw. soziale Zwecke im Einsatz

ENTWICKLUNG DER ABNEHMERBRANCHEN

PALFINGER adressiert mit seinem Produktportfolio unterschiedliche Branchen und Kundensegmente. Kunden aus der Bauwirtschaft, der Transport- und Verkehrsindustrie, der Eisenbahn-Infrastruktur sowie der Holzund Recyclingbranche werden dabei über regionale Strukturen versorgt. Für die spezialisierten Anwendungen im Marine-, Offshore- und Offshore-Windkraft-Bereich sind die Geschäftsaktivitäten global organisiert. Bislang konnte keine direkte Korrelation zwischen Konjunktur- oder Branchenindizes und der Geschäftsentwicklung von PALFINGER erkannt werden.

Bauwirtschaft

Die Bauwirtschaft entwickelte sich in den einzelnen Marktregionen stark unterschiedlich. In Nordamerika wurde ein Wachstum von 6,0 Prozent verzeichnet, in Südamerika von 3,5 Prozent, in Afrika von 6,5 Prozent und in Asien von 7,0 Prozent. In Europa betrug das Wachstum der Bauwirtschaft rund 1 Prozent.

Innerhalb Europas ist Großbritannien der Markt mit dem stärksten Wachstum, gefolgt von der Türkei, Irland, Skandinavien und Deutschland. In Frankreich, Österreich und der Schweiz wurde Wachstum im Ausmaß von 1,5 Prozent verzeichnet. Schwach ist nach wie vor die Bauwirtschaft in Spanien, deren Volumen seit der Krise im Jahr 2008 um 70 Prozent geschrumpft ist, sowie in den anderen südeuropäischen Ländern.

In Asien befinden sich die vielversprechendsten Wachstumsmärkte für die Bauwirtschaft. China, Indonesien, Vietnam und Indien werden mittelfristig die Märkte mit der stärksten Dynamik sein. Die größten Baufirmen der Welt haben schon jetzt ihren Sitz in China.

In Nordamerika befinden sich die USA im wirtschaftlichen Aufschwung. Vor allem beim Neubau privater Häuser wird mit einer positiven Entwicklung gerechnet. Die Häuserpreise haben bereits 92 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht, allerdings nicht aufgrund privater Nachfrage, sondern weil institutionelle Investoren Immobilien erwerben. Für den öffentlichen Sektor wird lediglich minimales Wachstum erwartet. In Kanada stagniert die Bauwirtschaft, in Mexiko hat sich das Bauwesen nach dem starken Rückgang im Jahr 2013 erholt und es werden für die kommenden Jahre bis 2017 Wachstumsraten von über 3 Prozent erwartet.

In Südamerika leidet Brasilien unter ausbleibender Dynamik. Um dem Land die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, wären in den kommenden fünf Jahren Investitionen in die Infrastruktur im Ausmaß von 1.000 Mrd US-Dollar erforderlich, die von der BNDES (The Brazilian Development Bank) und dem Privatsektor aufgebracht werden müssten.

Im Nahen Osten entwickelte sich die Bauwirtschaft in Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Kuwait sehr positiv.

GRI G4-8: Märkte

Transport und Verkehr

Einer der zuverlässigsten Indikatoren für die europäische Transportindustrie ist die Entwicklung der Neuzulassungen kommerzieller Lkws, veröffentlicht von der Vereinigung europäischer Automobilhersteller (ACEA). Im Vergleich zum Vorjahr wurden in Europa um 9,1 Prozent mehr Lkws zugelassen. Frankreich verzeichnete ein kleines Minus, in Deutschland stiegen die Zulassungen gegenüber 2013 um 7,5 Prozent. In Großbritannien wurden um 12,0 und in Italien um 15,0 Prozent mehr Lkws verkauft.

In Nordamerika liegen die Wachstumsraten für den Transport von Gütern auf der Straße zwischen 3,6 Prozent in Kanada, 3,8 Prozent in den USA und 2,1 Prozent in Mexiko. In Brasilien wurde ein Rückgang beim Lkw-Verkauf um 12 Prozent verzeichnet.

Eisenbahn-Infrastruktur

Der Weltmarkt für Eisenbahn-Infrastruktur setzte im Geschäftsjahr 2014 den kontinuierlichen Wachstumstrend fort. Europa, für PALFINGER in dieser Branche der mit Abstand wichtigste Markt, zeigte sich auf hohem Niveau stabil. Insbesondere in Skandinavien wird in den Ausbau des Schienennetzes investiert.

Holz- und Landwirtschaft

Europa mit 40 Prozent und Russland mit 30 Prozent Marktanteil sind weltweit die wichtigsten Märkte für Holzkrane, damit ist Russland mit Abstand der größte Einzelmarkt. Nord- und Südamerika verfügen gemeinsam über etwa 20 Prozent Marktanteil, in Asien und Afrika befindet sich die Forstwirtschaft in einem Entwicklungsstadium, Indien und China haben jedoch mit Sicherheit das größte Wachstumspotenzial.

Die Entwicklung der Märkte war im Jahr 2014 uneinheitlich. In Europa gab es beispielsweise zum Teil deutliches Wachstum, aber auch spürbare Rückgänge. In Asien zeigte die japanische Holzindustrie eine merkliche Belebung, die in Zusammenhang mit den Bauten für die Olympischen Spiele des Jahres 2020 steht. In den USA konnte die Holzgewinnung um 5 Prozent zulegen. In Brasilien entwickelte sich der Markt stabil. In Russland waren die Investitionen vor allem im 1. Halbjahr zurückhaltend.

Recycling

Das Recyclinggeschäft wird durch Regulierung gefördert. Die "Waste Framework Directive" der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2008 fordert, dass spätestens im Jahr 2020 die Hälfte aller Siedlungsabfälle recycliert werden müssen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Recyclingquote in den europäischen Ländern pro Jahr um 3 bis 4 Prozent zunehmen. Ab dem Jahr 2025 dürfen recyclingfähige Abfälle wie Metall, Plastik, Glas, Papier oder Biomüll nicht mehr deponiert werden, ab 2030 soll das Deponieverbot auf alle verwertbaren Abfälle ausgedehnt werden.

Offshore-Windkraft

Bereits in den ersten sechs Monaten 2014 wurden in Europa 16 Windparks mit insgesamt 224 Offshore-Windturbinen errichtet. Insbesondere in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Skandinavien gab es im 2. Halbjahr neu anlaufende Projekte. Die EU-Kommission verlangt in zwei Schritten bis 2020 und 2030 die Verringerung der Betriebs- und der Lebensdauerkosten. Dies begünstigt die Investition in leistungsfähige Hebe-Lösungen.

Marine

Die Schiffe auf den Weltmeeren sind laut dem Shipbuilding Outlook 2014 im Durchschnitt jung, wodurch Neuaufträge stagnieren oder gar einen rückläufigen Trend aufweisen. Die wichtigsten Märkte mit den größten Auftragsvolumina liegen nach wie vor in China, Korea und Japan. Neue Aufträge gibt es in den Bereichen Ölund Gasförderung. Bei Versorgungsschiffen wurde allerdings ein Auftragsrückgang beobachtet.

MARKTBERICHT

PALFINGER Produkte im Einsatz für Mensch und Umwelt

Nachhaltigkeitstrends beeinflussen verschiedenste Branchen. Sie wirken sich prägend auf die Verhaltensweisen, Lebenseinstellungen und das Kaufverhalten von Endkunden aus. Der Klimawandel erhöht die Nachfrage nach erneuerbarer Energie. Erneuerbare Rohstoffe gewinnen an Attraktivität, wie etwa Holz im Wohnbau; der Einsatz von Recyclingmaterialien nimmt zu. Diese Entwicklungen und die Kosten begünstigen energieeffiziente Transportmittel wie Schiff und Bahn. Ökologische Herausforderungen verschieben die Gewichte im Wirtschaftssystem, sodass Branchen und Produkte mit guten Ökobilanzen wirtschaftliche Vorteile lukrieren können.

PALFINGER sieht in Hebe-Lösungen, die auch ökologischen Zwecken dienen, gute Marktchancen, die mit dem bestehenden Produktportfolio abgedeckt werden können. Eisenbahnsysteme dienen dem emissionsarmen Bahnverkehr, Offshore-Krane werden auf Windkraftwerken installiert, EPSILON Krane werden in der Forstwirtschaft, für Biomasse oder im Recyclingbereich eingesetzt. Ebenfalls überwiegend im Recyclingbereich finden die Hooklifts (früher: Containerwechselsysteme) Verwendung. PALFINGER Einstiegshilfen ermöglichen Menschen in Rollstühlen den Einstieg in Transportmittel.

Der Umsatzanteil, den PALFINGER mit seinen Produkten für Mensch und Umwelt erzielt, erfuhr seit 2012 stetiges Wachstum. Waren es im Jahr 2012 noch 22,0 Prozent des Konzernumsatzes, betrug ihr Anteil im Berichtszeitraum bereits 24,9 Prozent. In diesem Prozentsatz sind andere PALFINGER Produkte wie etwa Ladekrane, die ebenfalls an Biomasseerzeuger, Feuerwehren oder in der Recyclingbranche verkauft werden, nicht berücksichtigt.

UMSATZANTEIL MIT PRO-DUKTEN FÜR ÖKOLOGISCHE UND SOZIALE ZWECKE (in Prozent)

PALFINGER UND MITBEWERBER

Die Wettbewerbslandschaften von PALFINGER sind je nach Produktgruppe und Region unterschiedlich. Das Umfeld zeigte sich im Jahr 2014 weitgehend unverändert, wesentliche Veränderungen gab es lediglich am Markt für Marinelösungen.

Das Hauptprodukt von PALFINGER sind nach wie vor Lkw-Ladekrane. PALFINGER dominiert als Innovationsführer den Weltmarkt mit einem Anteil von mehr als 30 Prozent. Die wesentlichen Wettbewerber auf globalem Niveau sind HIAB, ein Unternehmen der finnischen Cargotec-Gruppe, und Fassi aus Italien. Im großen russischen Markt konnte PALFINGER durch die Akquisitionen und Partnerschaften der vergangenen Jahre eine starke Position aufbauen. In einzelnen Regionen gibt es darüber hinaus gut etablierte lokale Player. Seit zwei Jahren trifft PALFINGER auch auf chinesische Wettbewerber.

Die Märkte außerhalb Europas und die Produkte abseits des Ladekrans gewinnen für PALFINGER zunehmend an Bedeutung. Bei Forst- und Recyclingkranen ist PALFINGER nicht erst seit der Übernahme der russischen PM-Group Lifting Machines stark vertreten, der übrige Markt teilt sich auf zahlreiche lokale Anbieter auf. Auch bei Hooklifts (früher: Containerwechselsysteme) ist PALFINGER ein wesentlicher Player am Weltmarkt. HIAB zählt auch in diesen Produktbereichen zu den großen Mitbewerbern.

Auf den hochspezialisierten Weltmärkten für Eisenbahnsysteme und Marinelösungen nimmt PALFINGER ebenso eine Vormachtstellung ein. Bei Marinelösungen ist MacGregor – Teil der finnischen Cargotec-Gruppe – einer der größten Mitbewerber von PALFINGER. Italienische Anbieter wie Sormec oder HS Marine treten ebenfalls am Markt in Erscheinung. Die im Geschäftsjahr 2013 von einem Private-Equity-Fonds formierte norwegische HARDING-Gruppe stellt einen ernst zu nehmenden Marktteilnehmer für Hebe-Lösungen im Marinebereich dar.

In Nordamerika hat das Segment der Versorger ("utilities") für PALFINGER großes Potenzial. Dieser Bereich, in dem Hubarbeitsbühnen und Krane eingesetzt werden, wird derzeit von Terex und Altec dominiert.

KONZERNLAGEBERICHT MARKTBERICHT

KUNDEN UND LIEFERANTEN

Kunden- und Händlernetzwerk

Der Vertrieb der PALFINGER Produkte erfolgt weltweit in mehr als 130 Ländern, großteils über die rund 200 Generalimporteure sowie Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit mehr als 5.000 Servicestützpunkten stellen sie ein umfassendes Netzwerk für die Endkunden dar. Das Händler- und Servicenetzwerk ist somit ein bedeutendes Bindeglied für PALFINGER zum Endkunden und daher die wichtigste Kundengruppe für das Unternehmen.

Die Händler werden auch in die Verbesserungsmaßnahmen eingebunden. Alle zwei bis drei Jahre führt PALFINGER dafür eine umfangreiche Händlerbefragung durch, aus deren Ergebnissen gezielte Maßnahmen abgeleitet werden. Im Jahr 2014 wurden erstmals auch Nicht-Kunden befragt, weiters wurden eine Endkunden- und Händlerbefragung in Südamerika und eine Endkundenstudie für das Joint Venture Palfinger Sany in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten durchgeführt. Die Ergebnisse wurden mit den Führungskräften und Händlern besprochen und flossen in die Verbesserungsmaßnahmen mit ein.

  • GRI G4-8: Märkte
  • GRI G4-PR 5: Befragung zur Kundenzufriedenheit

KONZERNLAGEBERICHT MARKTBERICHT

Die Marke PALFINGER

Durch das stetige Wachstum von PALFINGER gehören bereits mehr als 25 unterschiedliche Produktmarken zur Gruppe. Ein einheitlicher Markenname PALFINGER ist ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Vermarktung der Produkte. Es ist erforderlich, sowohl die bestehenden als auch die neu hinzukommenden Produktmarken schrittweise in die Dachmarke zu integrieren und dadurch auf nationaler und internationaler Ebene den Markenwert zu steigern.

GRI G4-20: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte innerhalb der Organisation

Die im Jahr 2013 begonnenen Maßnahmen zur Vereinheitlichung der bestehenden Markenstruktur wurden im Jahr 2014 konsequent vorangetrieben. Die Zielsetzung, einen weltweit einheitlichen Markenauftritt zu erreichen, wird durch die Integration der verschiedenen Mono-Marken in die Dachmarke PALFINGER angestrebt.

KONZERNLAGEBERICHT MARKTBERICHT

Viele der ehemaligen Unternehmensnamen finden sich als Produktnamen oder Modellbezeichnungen wieder. So firmiert z.B. in Russland die neue INMAN Modellreihe in Zukunft unter der Marke PALFINGER, die verschiedenen Kranmodelle werden als IM (INMAN Maniupulator) und IT (INMAN Teleskopik) deklariert. Die Marken-Integrationen der im Jahr 2014 übernommenen Unternehmen werden im Jahr 2015/2016 nach einer Konsolidierungsphase umgesetzt. Dazu gehört u.a. die PM-Group Lifting Machines – ein bedeutender Anbieter von Forst- und Recyclingkranen in Russland – mit ihren beiden Marken Velmash und Solombalsky.

Mit diesen Maßnahmen wird gewährleistet, dass mit der Kombination aus lokal stark verankerten Marken und der internationalen Zugkraft der Dachmarke starke Synergien in der Markenführung geschaffen werden und es dabei zu einer weiteren Aufwertung der Marke PALFINGER kommt.

NACHHALTIGKEIT IST WICHTIGER MARKENWERT

Sicherheit, Ressourcenschonung und Energieeffizienz bestimmen neben den technischen und wirtschaftlichen Aspekten die Wahrnehmung der Marke beim Kunden. Nachhaltiges Wirtschaften ist für PALFINGER ein wichtiges Anliegen. Ein schonender Umgang mit Ressourcen und effizienter Energieeinsatz in der Produktion, wartungsarme Hebe-Lösungen, Sicherheit bei der Anwendung der Produkte, geringe Lebenszykluskosten und möglichst geringer Betriebsmittelbedarf beim Einsatz der Produkte zeichnen das nachhaltige Handeln aus.

Das gruppenweite Nachhaltigkeitsengagement ist ebenso ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der Marke wie für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens selbst. Das zeigt auch das unabhängige, wissenschaftlich fundierte Gütesiegel GREEN BRAND Austria 2014/15, das die ökologische Nachhaltigkeit bei PALFINGER testiert.

Eine Beschreibung der Menschenrechtsaspekte bei der Produktanwendung finden Sie auf der PALFINGER Website.

Lieferanten und Einkauf

Charakteristik der Supply Chain

Basis für den Erfolg und die Flexibilität von PALFINGER ist die enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten. Das Unternehmen hat daher rund 150 Hauptlieferanten definiert, mit denen Qualitätssicherungsvereinbarungen in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Produkt, Umwelt und soziale Aspekte getroffen wurden. Die wesentlichen Einkaufsströme betreffen Rohstoffe (Stahl, Aluminium), Bauteile und Komponenten (Hydraulik, Elektronik, Kunststoffe), Anlagen (Gebäude, Maschinen), Betriebsmittel, Energie und ausgelagerte Fertigung.

Rohstoff-Lieferanten

Verfügbarkeit und Preise der verschiedenen Stahlsorten sowie von Aluminium sind wesentlich für den wirtschaftlichen Erfolg bei PALFINGER, da sie einen Großteil des Rohmaterialbedarfs ausmachen. Der Markt ist mitunter starken Schwankungen unterworfen, es gilt daher, möglichst vorausschauend zu agieren. PALFINGER konnte die Rohmaterialpreise für 2014 im Durchschnitt reduzieren und gleichzeitig die Anliefertreue erhöhen. PALFINGER hat geringen Einfluss auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien seitens der Lieferanten, es gelten jedoch der Code of Conduct und die Prüfungen im Rahmen eines Voraudits. Stahl und Aluminium werden vor allem in Europa bezogen, wo hohe Standards bezüglich Umwelt und Energieeffizienz gelten.

Lieferanten von Bauteilen und Komponenten

Der Großteil der rund 150 strategischen Lieferanten zählt zu dieser Gruppe. Sie umfasst auch Unternehmen, in die PALFINGER Teile seiner Fertigung auslagert. Sie sind in allen Regionen, in denen PALFINGER tätig ist, zu finden. Einer Schätzung zufolge ist die Zahl der Mitarbeiter, die bei diesen Lieferanten indirekt für PALFINGER arbeiten, so groß wie die Zahl der PALFINGER Mitarbeiter selbst. Hochwertige Fertigung und

  • www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ aspekte/arbeitgeber
  • Wertschöpfungsstrategie Seite 61
  • GRI G4-12: Beschreibung der Lieferkette
  • GRI G4-13: Veränderungen in der Lieferkette
  • GRI G4-21: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte außerhalb der Organisation

Im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und damit der Wettbewerbsfähigkeit pflegt PALFINGER zu seinen Lieferanten langfristige Beziehungen. Die Qualitätssicherungsvereinbarungen mit den rund 150 Hauptlieferanten unterstützen dieses Ziel. Ebenso werden strategisch wichtige Lieferanten regelmäßig – zum Teil jährlich – einer Risikoanalyse unterzogen, um Veränderungen der wirtschaftlichen Stabilität frühzeitig zu erkennen. Gegebenenfalls erhalten die Lieferanten Unterstützung bei der Optimierung.

KONZERNLAGEBERICHT MARKTBERICHT

Zur laufenden Verbesserung der Lieferanteneinbindung in die Aktivitäten von PALFINGER wird alle zwei Jahre ein internationaler Lieferantentag abgehalten, an dem die aktuelle wirtschaftliche Situation sowie auch die geplanten Entwicklungen der PALFINGER Gruppe präsentiert werden. Der nächste Lieferantentag findet im Jahr 2015 in Österreich statt.

NACHHALTIGKEIT BEI DEN LIEFERANTEN

PALFINGER führt sowohl bei allen strategischen Partnern als auch bei sonstigen Lieferanten wie zum Beispiel Lackfirmen, Entsorgern, Putz- und Wäschefirmen Befragungen bezüglich deren Umweltmanagement durch. Die Auswertung erfolgt nach einem Bewertungsschlüssel. Seit dem 3. Quartal 2012 beeinflusst das Umweltmanagement der Lieferanten auch deren Ranking in der quartalsweisen Lieferantenbewertung, da ökologisches und soziales Bewusstsein sowie Korruptionsprävention für PALFINGER die Qualität der Lieferantenbeziehungen erhöhen. Image- und Ausfallsrisiken etwa aufgrund von Nichteinhaltung umweltrechtlicher Auflagen bei Lieferanten werden dadurch frühzeitig minimiert, gegebenenfalls schlägt PALFINGER gezielte Verbesserungsmaßnahmen vor.

Insgesamt verbesserte sich das Umweltmanagement der strategischen Lieferanten laut deren Eigenbewertung seit 2011 deutlich. Im Jahr 2014 wiesen bereits 64 Prozent der Lieferanten ein sehr gutes oder gutes Umweltmanagement auf (Eco1 und Eco2). Auch die Zahl der Rückmeldungen (Rückmeldequote 2011: 54 Prozent; 2013: 92 Prozent; 2014: 92 Prozent) – ein Indiz für erfolgreiche Bewusstseinsbildung in der Wertschöpfungskette – stieg erfreulich an.

UMWELTMANAGEMENT BEI STRATEGISCHEN UND STANDORTBEZOGENEN LIEFERANTEN (in Prozent)

  • Sehr gutes Umweltmanagement (Eco1)
  • Gutes Umweltmanagement (Eco2)
  • Mittleres Umweltmanagement (Eco3)
  • Wenig Umweltmanagement (Eco4)

Im Jahr 2011 etablierte PALFINGER darüber hinaus einen Code of Conduct für alle strategischen Lieferanten, in dem ein Bekenntnis zu Umweltschutz, gesellschaftlicher Verantwortung und Wirtschaftsethik verankert ist. Ein Verweis auf den Code of Conduct wurde in alle Verträge integriert, wichtige Punkte wie Kinderarbeit, Missachtung von Menschenrechten oder Korruption sind untersagt und werden bei den Audits alle ein bis zwei Jahre abgefragt. Im Jahr 2014 wurden – wie im Jahr 2013 – im Zuge der Audits keine Verletzungen des Code of Conduct festgestellt.

2013 wurde der Auditfragebogen in Bezug auf ökologische, soziale und ethische Fragen detaillierter gestaltet. Die erweiterte Nachhaltigkeits-Checkliste unterstützt die Auditoren, die Ergebnisse der quartalsweisen Befragungen der Lieferanten hinsichtlich ihres Umweltmanagements zu prüfen. Es wurden keine Abweichungen festgestellt. Darüber hinaus werden Einhaltung von Umweltrecht und Menschenrechten, Umgang mit Gefahrenstoffen, Korruptionsprävention sowie Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter einer genauen Prüfung unterzogen. Die Auditoren erhielten ein Training zur erweiterten Checkliste und können bis zu einer Stunde eines ein- bis zweitägigen Audits für Nachhaltigkeitsthemen aufwenden. Zusätzlich soll Nachhaltigkeit verstärkt in den Ausschreibungen verankert werden. Ausgewählte langjährige Lieferanten werden in die Stakeholderbefragungen von PALFINGER miteinbezogen.

  • GRI G4-EN 32, G4-EN 33: Umweltschutz in der Lieferkette
  • GRI G4-LA 14, G4-LA 15: Arbeitsschutz in der Lieferkette
  • GRI G4-HR 10, G4-HR 11: Menschenrechte in der Lieferkette

ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

  • Globale Aufstellung ermöglichte 2014 weiteres Wachstum
  • Neuer Rekordumsatz
  • EBIT durch Nachfrageschwäche am europäischen Kranmarkt belastet
  • Ausbau junger Märkte, insbesondere China und Russland
  • Aufbau lokaler Wertschöpfung

GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2014

Das Geschäftsjahr 2014 war für die PALFINGER Gruppe wiederum ein Jahr des Wachstums. Der Umsatz konnte von 980,7 Mio EUR um 8,4 Prozent auf 1.063,4 Mio EUR ausgeweitet werden. Damit wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Unternehmensgruppe die Umsatzmarke von 1 Mrd EUR überschritten. Die seit vielen Jahren konsequent umgesetzte Internationalisierungsstrategie ermöglichte trotz der vor allem im 1. Quartal schwierigen Wirtschaftslage in den USA, der im 2. Halbjahr schwächelnden Nachfrage in Europa, der Einbußen durch Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie des Rückgangs in Brasilien eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. So wie im Jahr 2013 konnte PALFINGER im Vergleich zu anderen Marktteilnehmern eine überdurchschnittliche Entwicklung verzeichnen und seine Marktposition stärken.

Zentren des Wachstums waren das Segment AREA UNITS vor allem in Nordamerika sowie die akquirierten Unternehmen im Segment EUROPEAN UNITS.

Das Wachstumspotenzial für die kommenden Jahre wird weiterhin in Nordamerika, den BRIC-Ländern und im Marinegeschäft gesehen. PALFINGER hat sich in diesen Märkten gut positioniert und wird in Zukunft das Produktangebot in den einzelnen Märkten ausweiten.

Die beiden Joint Ventures mit SANY entwickelten sich sehr erfreulich. Sany Palfinger war bei der Produktion und beim Verkauf von Ladekranen in China erfolgreich. Palfinger Sany, die Vertriebsgesellschaft für Mobilkrane, konnte ebenfalls erste Markterfolge in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten verzeichnen. Die Partnerschaft wurde durch eine wechselseitige Kapitalverschränkung zwischen SANY und PALFINGER vertieft und wird weiter ausgebaut werden.

Die Entwicklung des Ergebnisses konnte in beiden Segmenten mit dem Umsatzwachstum nicht Schritt halten. Das EBIT für das Geschäftsjahr 2014 betrug 66,5 Mio EUR und liegt damit um 10,3 Prozent unter dem EBIT des Vorjahres. Grund war der Nachfragerückgang bei Ladekranen in Europa in der zweiten Jahreshälfte. In Nordamerika konnte nach dem witterungsbedingt schlechten 1. Quartal, das dem Segment AREA UNITS Verlust brachte, zwar in den drei nachfolgenden Quartalen wieder viel Terrain aufgeholt werden, aber die Entwicklungen in Südamerika und Russland belasteten das im Vergleich zum Vorjahr schwächere Ergebnis. Das konsequente Capital-Employed- und Lean-Administration-Management sowie die fortgesetzte Erhöhung der Flexibilität in allen Wertschöpfungsstufen bewährten sich und leisteten einen wichtigen Beitrag.

UMSATZENTWICKLUNG (in TEUR)

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

Die Entwicklung im Quartalsverlauf zeigt die Verlangsamung des Wachstums ab dem 2. Halbjahr 2014. Zudem ist die zweite Jahreshälfte von der geringeren Anzahl an Arbeitstagen durch Betriebsurlaub und Weihnachtsfeiertage beeinflusst.

EBIT-ENTWICKLUNG (in TEUR)

3,7%

Umsatz

EBIT

EBIT-Marge (in Prozent)

Der Absatz in den Kernmärkten des Segments EUROPEAN UNITS konnte in Summe gegenüber dem Vorjahr stabil gehalten werden. Die Entwicklung in den einzelnen Ländern war allerdings unterschiedlich. Umsatzzuwächse wurden in Deutschland, der Schweiz, Schweden, Großbritannien, Irland, Belgien und den Niederlanden verzeichnet. Rückläufige Erlöse mussten in Dänemark, der Türkei, Afrika und Australien hingenommen werden. Das weltweite Marinegeschäft – insbesondere die jüngsten Akquisitionen – trugen zur Ausweitung des Umsatzes bei.

Weiterhin erfreulich war die bereits seit mehreren Quartalen zunehmende Nachfrage in Nordamerika. In Südamerika und in Russland gingen nicht zuletzt auch aufgrund von Wechselkursschwankungen die Erlöse in Euro gerechnet zurück. In diesen Regionen und im Nahen Osten bremsten wirtschaftliche und politische Instabilität die Investitionsfreude der Kunden von PALFINGER.

WESENTLICHE VERÄNDERUNGEN

Strategische Partnerschaft mit SANY

Im Mai 2014 wurde die seit Ende September des Vorjahres vorbereitete wechselseitige Kapitalverflechtung zwischen PALFINGER und SANY mit der Eintragung einer Kapitalerhöhung der PALFINGER AG abgeschlossen. SANY beteiligte sich über den Erwerb von Aktien aus dem Besitz der Familie Palfinger und der Zeichnung einer Kapitalerhöhung mit rund 10 Prozent am Grundkapital der PALFINGER AG, PALFINGER wiederum erwarb im Gegenzug rund 10 Prozent an SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., jener Gesellschaft aus der SANY-Gruppe, die auf Mobil-, Turm- und Raupenkrane spezialisiert und größenmäßig mit PALFINGER vergleichbar ist. SANY wurde durch die Transaktion zum zweitgrößten Aktionär der PALFINGER Gruppe und entsandte ein Mitglied in den Aufsichtsrat. Diese Verflechtung unterstreicht die Bedeutung der strategischen Partnerschaft für beide Unternehmensgruppen und ist die Basis für die weitere Vertiefung der Zusammenarbeit.

  • Entwicklung der Segmente, Segment EUROPEAN UNITS Seite 77
  • Entwicklung der Segmente, Segment AREA UNITS Seite 80

Die Errichtung des Produktionswerks in Rudong nördlich von Shanghai läuft nach Plan. Der Betrieb wurde probeweise im Dezember 2014 aufgenommen, der Vollbetrieb startet nach Vorliegen aller Genehmigungen im 1. Quartal 2015.

Weiterentwicklung des Marinegeschäfts

Im November 2013 erweiterte die PALFINGER Gruppe das Produkt- und Dienstleistungsangebot für die Schifffahrts- und Offshore-Industrie durch die mehrheitliche Übernahme der Palfinger systems GmbH und der arabischen Megarme-Gruppe. Das Closing der beiden Transaktionen erfolgte im Jänner 2014. Die Übernahme von Megarme bedeutete einen weiteren Internationalisierungsschritt für die PALFINGER Gruppe, die bisher im arabischen Raum keine Wertschöpfungsstrukturen hatte. Insbesondere für das Marinegeschäft ist dies eine wichtige Region, da dort die Schifffahrtsindustrie stark vertreten ist. Über Megarme kann PALFINGER Kundengruppen im Sinne von Cross-Selling ansprechen, zu denen bisher kein Zugang bestand.

Die Familie Palfinger hat im Herbst 2014 in Singapur eine Gesellschaft gegründet, die in einem ersten Schritt im Dezember 2014 die Mehrheit an Palfinger systems übernahm, um in einem weiteren Schritt im kommenden Jahr Investoren aus der Branche zu beteiligen. Die PALFINGER Gruppe bleibt bis auf weiteres mit 26 Prozent an Palfinger systems beteiligt.

Die Errichtung des neuen Produktionsstandorts für PALFINGER Dreggen Poland in Gdynia ist fortgeschritten und wird kurz nach dem Jahresende 2014 fertiggestellt. Gdynia wird einer von drei Produktions- und Teststandorten für Offshore-Krane sein.

Der im Jahr 2010 erworbene Bootshersteller Fast RSQ wird seit 1. Juli 2014 als Palfinger Boats geführt. Durch den einheitlichen Marktauftritt ist es nun möglich, den Kunden aus einer Hand ein Komplettangebot von Davits und Booten anzubieten. Palfinger Boats beschäftigt rund 70 Mitarbeiter an den Standorten Hanoi, Vietnam, und Harderwijk, Niederlande.

Im Dezember 2014 vereinbarte PALFINGER die Übernahme von 100 Prozent der Norwegian Deck Machinery AS mit Sitz in Os bei Bergen an der norwegischen Atlantikküste. Norwegian Deck Machinery hat sich mit der Entwicklung von speziellen Winden und Ladesystemen für Hochseeschiffe, Hochsee-Versorgungsschiffe und Öl- und Gasbohrplattformen eine prominente Marktposition erarbeitet. Die von Norwegian Deck Machinery entwickelten Systeme zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie den Wellengang automatisch ausgleichen und dadurch die Bewegung der Last effizienter und sicherer bewerkstelligen können. Im Jänner 2015 wurde die Übernahme abgeschlossen.

Erhöhung der lokalen Wertschöpfung in den GUS-Staaten

Im Dezember 2013 vereinbarte PALFINGER die mehrheitliche Übernahme der russischen PM-Group Lifting Machines. Im Oktober 2014 lagen alle behördlichen Genehmigungen vor und es erfolgte das Closing der Transaktion. PM-Group ist die Obergesellschaft der beiden Kranhersteller Velmash und Solombalsky, die eine breite Palette von Forst- und Recyclingkranen produzieren und vertreiben. Darüber hinaus ist die Gruppe auch im Marktsegment der Ladekrane und stationären Krane sowie bei Hooklifts und Speziallösungen aktiv. Mit 86 Händlern, Servicestellen und regionalen Büros verfügt PM-Group Lifting Machines über ein weitreichendes Vertriebsnetzwerk und stellt damit eine hervorragende Ergänzung zur Marktbearbeitung durch PALFINGER bzw. EPSILON dar.

Im August 2014 vereinbarte die PALFINGER Gruppe mit der russischen OJSC KAMAZ, dem führenden Hersteller von Lkws in Russland, die Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen. Das Joint Venture Mounting, zu 49 Prozent von PALFINGER und zu 51 Prozent von KAMAZ gehalten, spezialisiert sich auf Lkw-Aufbauten, die auch mit Lade- und Handlinggeräten ausgestattet werden. Zusätzlich zum bestehenden Händlernetz von KAMAZ werden eigene Vertretungs- und Servicestützpunkte geplant. Das Closing wird für Anfang 2015 erwartet. Das Joint Venture Cylinder wird zu 51 Prozent von PALFINGER und zu 49 Prozent von KAMAZ gehalten und wird somit vollkonsolidiert. PALFINGER erwirbt einen Anteil an einer bestehenden Zylinderproduktion von KAMAZ in Neftekamsk in der Region Baschkortostan und wird das Produktionswerk modernisieren sowie die Kapazität deutlich erweitern.

Die Errichtung bzw. die Erweiterung und Modernisierung des Produktionsstandorts von INMAN in Baschkortostan verlief im Jahr 2014 plangemäß. Die Produktion wird voraussichtlich im 1. Halbjahr 2015 aufgenommen.

BETEILIGUNG IN SÜDAMERIKA

Ende Juni 2014 vereinbarte PALFINGER eine Beteiligung in Höhe von 30 Prozent an der argentinischen HIDRO-GRUBERT mit Sitz in Rio Tercero, Córdoba. Es wurde auch eine Option zur Übernahme der Mehrheit in den kommenden drei bis fünf Jahren vereinbart. Die bisherigen Familieneigentümer verbleiben im Management des Unternehmens, das seit 76 Jahren Hubarbeitsbühnen, hydraulische Ladekrane und Aufbauten produziert. HIDRO-GRUBERT ist in Argentinien Marktführer und genießt in ganz Lateinamerika einen guten Ruf. Über Synergien mit MADAL in Brasilien sollen Umsatz und Ergebnis der PALFINGER Gruppe in Südamerika gesteigert werden Das Closing fand am 31. Juli 2014 statt.

GESELLSCHAFTSRECHTLICHE VERÄNDERUNGEN IN DER PALFINGER GRUPPE

Mit Wirkung vom 14. Jänner 2014 wurde die Palfinger Marine Services AS, Rosendal, Norwegen, verkauft.

Am 14. Jänner 2014 fand das Closing statt, mit dem die Palfinger systems units GmbH, Salzburg, 85 Prozent an der Palfinger systems GmbH, Salzburg, vom bisherigen Mehrheitseigentümer, der PALFINGER Privatstiftung, erwarb. Die CAPITAL Investment GmbH, Salzburg, hält weiterhin 15 Prozent an der Palfinger systems GmbH.

Ebenfalls am 14. Jänner erfolgte das Closing des Ankaufsvertrags einer beherrschenden Stellung in den drei Gesellschaften der Megarme-Gruppe in Dubai, Abu Dhabi und Katar.

Die wechselseitige Kapitalverflechtung zwischen der PALFINGER AG und der SANY-Gruppe wurde am 14. Mai 2014 mit der Eintragung der Kapitalerhöhung bei der PALFINGER AG abgeschlossen. Die SANY-Gruppe beteiligte sich – zum Teil über die Zeichnung einer Kapitalerhöhung, zum Teil durch direkten Erwerb von Aktien von der Familie Palfinger – mit insgesamt rund 10 Prozent am Grundkapital der PALFINGER AG. Im Gegenzug beteiligte sich die PALFINGER AG über ihre 100-prozentige Tochter Palfinger SLS Holding Pte. Ltd., Singapur, mit 10 Prozent am Grundkapital der SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., Changsha, China.

Ende Mai 2014 wurde die Dreggen BG LLC in Russland liquidiert.

Am 10. April 2014 wurde die Palfinger Dreggen Poland sp.z.o.o. gegründet. Alleinige Gesellschafterin ist die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH.

Per 1. Juli 2014 wurde die Fast RSQ., Barneveld, Niederlande, in Palfinger Boats B.V. umbenannt und der Firmensitz wurde nach Harderwijk, Niederlande, verlegt. Ebenso wurde die Fast R.S.Q Vietnam in Palfinger Boats Vietnam Co. Ltd. umbenannt.

GRI G4-13: Wesentliche Veränderungen in der Organisation

Am 31. Juli 2014 wurde ein Anteil von 30 Prozent am argentinischen Hersteller von Ladekranen und Hubarbeitsbühnen Andrés N. Bertotto S.A.I.C., Rio Tercero, Córdoba, Argentinien, erworben. Die bisherigen fünf Gesellschafter, die Mitglieder der Familie Bertotto, bleiben Gesellschafter des Unternehmens, das unter der Marke HIDRO-GRUBERT bekannt ist.

Am 1. September 2014 wurden die restlichen 20 Prozent an der Palfinger Russland GmbH vom bisherigen Mitgesellschafter Kraftinvest Beteiligung GmbH erworben. Somit ist die Palfinger Russland GmbH zu 100 Prozent eine Tochter der Palfinger CIS GmbH.

Am 1. Oktober 2014 wurden 60 Prozent an der Palfinger PM Holding GmbH erworben, die sämtliche Anteile an den Unternehmen der russischen PM-Group mit Standort in Welikije Luki und Archangelsk hält. Weitere Gesellschafter sind die österreichische Steindl Forsttechnik GmbH sowie die bisherige Alleineigentümerin, die zypriotische P.M.H.G. Holding Global Limited.

Am 14. August 2014 wurde die Gründung von zwei Joint Venture-Unternehmen gemeinsam mit dem führenden russischen Hersteller von Lkws, der KAMAZ-Gruppe, vereinbart. Ein Joint Venture (PALFINGER: 51 Prozent, KAMAZ: 49 Prozent) widmet sich der Zylinderfertigung, das andere Gemeinschaftsunternehmen (KAMAZ: 51 Prozent, PALFINGER: 49 Prozent) wird sich auf die Herstellung, die Montage und den Vertrieb von Lkw-Aufbauten spezialisieren. Das Closing wird voraussichtlich im 1. Quartal 2015 erfolgen.

Seit dem Jahr 2012 wird die gesellschaftsrechtliche Organisation an die Managementstruktur angepasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurde am 25. September die Palfinger EMEA GmbH, Salzburg, mit Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 2. Juni 2014 mittels Spaltung zur Neugründung als 100-prozentige Tochtergesellschaft der PALFINGER AG ins Firmenbuch eingetragen. Im Zuge dieser Transaktion wurden die Anteile an der Palfinger Europe GmbH, Palfinger Proizvodnja d.o.o., Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Palfinger Proizvodnja Tehnologija Hrvatska d.o.o. und der Guima Palfinger S.A.S. von der Palfinger Marine- und Beteiligungs GmbH auf die Palfinger EMEA GmbH abgespalten. Zudem wurden die Anteile an der EPSILON Kran GmbH, MBB Palfinger GmbH, STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H. und der Palfinger France S.A.S. von der Palfinger Europe GmbH auf die Palfinger EMEA GmbH abgespalten.

Mitte November wurde die Palfinger European Units GmbH in Palfinger S. Units GmbH umbenannt.

Im Dezember wurde Ratcliff Palfinger Ltd. von der Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH an die Palfinger EMEA GmbH abgetreten.

Am 18. Dezember 2014 wurde der Vertrag zum Erwerb von 100 Prozent der Norwegian Deck Machinery AS, Os, Norwegen, durch die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH von der bisherigen Alleingesellschafterin, der VNS Holding AS, Stavanger, Norwegen, unterzeichnet. Das Closing erfolgte am 14. Januar 2015.

Im Dezember 2014 gab die PALFINGER Gruppe einen Anteil in Höhe von 59 Prozent an Palfinger systems GmbH an eine der Familie Palfinger zuzurechnende Gesellschaft in Singapur ab. Damit sinkt der Anteil der PALFINGER Gruppe auf 26 Prozent. Im Jahr 2015 soll die Gesellschaft in Singapur, die derzeit die Mehrheit an der Palfinger systems GmbH hält, für Investoren aus der Werftbranche geöffnet werden, da die revolutionären Technologien von Palfinger systems Zeit und Investitionen bis zur Erreichung der Marktreife benötigen.

ANGABEN GEMÄSS § 243A UGB

Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 37.593.258 Euro und ist in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Zum 31. Dezember 2014 hielt die PALFINGER AG eigene Aktien im Ausmaß von 291.968 Stück.

Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt.

Zum 31. Dezember 2014 war die Familie Palfinger direkt bzw. indirekt mit rund 59 Prozent an der PALFINGER AG beteiligt. Etwa 10 Prozent der Aktien (3.726.516 Stück) werden von der chinesischen SANY-Gruppe über die deutsche SANY Germany GmbH gehalten. Der sich im Streubesitz befindliche Teil der PALFINGER Aktien betrug rund 30 Prozent.

Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt.

Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.

In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

  • Bilanzsumme ausgeweitet
  • Eigenkapital um 19,5 Prozent erhöht
  • Bruttogewinnmarge liegt bei 23,2 Prozent

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 33,0 Prozent und betrug zum 31. Dezember 2014 1.130,1 Mio EUR (Vorjahr: 849,5 Mio EUR). Dies ist vor allem auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens, die erfolgten Akquisitionen und auf die Kapitalverschränkung mit SANY zurückzuführen.

Durch die Effekte aus der Akquisitionstätigkeit erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 247,1 Mio EUR bzw. 57,6 Prozent auf 676,4 Mio EUR (Vorjahr: 429,2 Mio EUR). Auch der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte von 420,3 Mio EUR um 33,5 Mio EUR bzw. 8,0 Prozent auf 453,8 Mio EUR zeigt die erfreuliche Steigerung des Geschäftsvolumens.

Das durchschnittliche Net Working Capital in Relation zum Umsatz verringerte sich aufgrund gezielter Maßnahmen zur Verbesserung der Kennzahl Current Capital mit besonderem Augenmerk auf Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten. Im Jahr 2014 verringerte sich das Niveau von 17,6 Prozent im Vorjahr auf 16,5 Prozent.

Das Eigenkapital stieg von 385,9 Mio EUR um 19,5 Prozent auf 461,3 Mio EUR. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf das positive Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 44,1 Mio EUR und die Kapitalerhöhung zurückzuführen. Mindernd wirkten die Dividendenausschüttung und Wechselkurseffekte. Die Eigenkapitalquote beträgt 40,8 Prozent (Vorjahr: 45,4 Prozent).

Im Geschäftsjahr 2014 wurden mit der Emission eines Schuldscheindarlehens langfristige Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen. Die langfristigen Schulden erhöhten sich daher von 252,9 Mio EUR auf 409,8 Mio EUR. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von 210,7 Mio EUR auf 259,0 Mio EUR. Das gesamte Capital Employed ist zu 96,4 Prozent langfristig abgesichert.

Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich aufgrund der Transaktion mit SANY und der Kaufpreiszahlungen für die Megarme-Gruppe sowie der russischen PM-Group Lifting Machines deutlich. Somit verschlechterte sich die Gearing Ratio von 56,5 Prozent zum Vorjahresstichtag auf 77,3 Prozent per 31. Dezember 2014.

EIGENKAPITAL UND VERSCHULDUNG

Gearing (in Prozent) Nettofinanzverschuldung

NETTOINVESTITIONEN (in TEUR)

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

Kurzkonzernbilanz

in Mio EUR 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte 422,0 429,2 676,4
Kurzfristige Vermögenswerte 391,6 420,3 453,8
Summe Vermögenswerte 813,6 849,5 1.130,1
Eigenkapital 364,9 385,9 461,3
Langfristige Schulden 268,8 252,9 409,8
Kurzfristige Schulden 179,9 210,7 259,0
Summe Eigenkapital und Schulden 813,6 849,5 1.130,1

Finanzlage

Der im Cashflow-Statement betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel.

Der Cashflow aus dem operativen Bereich belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 47,2 Mio EUR nach 62,5 Mio EUR im Vorjahr. Die Veränderung ergibt sich vor allem aus der reduzierten Ergebnissituation.

Der Cashoutflow aus dem Investitionsbereich erhöhte sich im Jahr 2014 erheblich auf 220,0 Mio EUR im Vergleich zu 2013 mit einem Wert von 39,7 Mio EUR. Dies ist vor allem durch die Kapitalverflechtung mit SANY und die Akquisitionen verursacht.

Die beschriebenen Effekte aus den operativen und investitionsbedingten Cashflows ergeben einen Free Cashflow von – 162,1 Mio EUR im Geschäftsjahr 2014 nach 31,6 Mio EUR im Jahr 2013.

Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich ist mit 178,4 Mio EUR positiv. Die wichtigsten Treiber für diese Entwicklung waren die Emission des Schuldscheindarlehens in Höhe von 105,0 Mio EUR sowie die Kapitalerhöhung in der Höhe von 54,0 Mio EUR.

in Mio EUR 1–12 2012 1–12 2013 1–12 2014
Cashflow aus dem operativen Bereich 55,4 62,5 47,2
Cashflow aus dem Investitionsbereich –70,6 –39,7 –220,0
–15,2 22,8 –172,8
Bereinigte Fremdkapitalzinsen nach Steuern 12,1 8,8 10,7
Free Cashflow –3,1 31,6 –162,1

Konzernabschluss, Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung Seite 125

Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2014 um 8,4 Prozent auf 1.063,4 Mio EUR (Vorjahr: 980,7 Mio EUR), wobei das Segment EUROPEAN UNITS mit 67,7 Prozent (Vorjahr: 66,4 Prozent) den größten Beitrag leistete. Die Europäische Union war weiterhin der wichtigste Absatzmarkt mit einem Umsatzanteil von 49,1 Prozent (Vorjahr: 50,8 Prozent). Der Anteil von Nordamerika stabilisierte sich bei 20,6 Prozent (Vorjahr: 20,2 Prozent). In der Region GUS konnte durch die Akquisition der PM-Group Lifting Machines ein Anteil von 5,6 Prozent erreicht werden. In Mittel- und Südamerika musste im Jahr 2014 eine Reduktion des Umsatzanteils verzeichnet werden.

  • 49,1% Europäische Union 20,6% Nordamerika
  • 05,8% Mittel- und Südamerika
  • 09,4% Ferner Osten
  • 05,6% GUS
  • 04,7% Übriges Europa
  • 04,6% Afrika und Naher Osten

Die Umsatzkosten erhöhten sich von 744,7 Mio EUR aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit auf 817,0 Mio EUR. Die Bruttogewinnmarge reduzierte sich von 24,1 Prozent auf 23,2 Prozent.

Die Strukturkosten, die sich aus den Bereichen Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung zusammensetzen, erhöhten sich von 174,7 Mio EUR auf 191,8 Mio EUR. Die Ursache dieser Steigerung liegt vor allem in den Akquisitionen der vergangenen Jahre.

Das operative Ergebnis (EBIT) betrug im Geschäftsjahr 2014 66,5 Mio EUR (Vorjahr: 74,1 Mio EUR). Dafür ist vor allem das schwächere 2. Halbjahr in den EUROPEAN UNITS verantwortlich. Die Ergebnisreduktion im Segment AREA UNITS wurde durch die wirtschaftlich angespannte Situation in Russland und Südamerika sowie ein aufgrund des ungewöhnlich strengen Winters schwaches 1. Quartal in Nordamerika verursacht. Zusätzlich bewirkte die im Jahr 2013 erfolgte Aufstockung der Beteiligung an Nimet einen positiven Einmaleffekt. Die EBIT-Marge reduzierte sich von 7,6 Prozent im Jahr 2013 auf 6,3 Prozent.

Die Aufwendungen für Ertragsteuern liegen mit 19,2 Prozent weiterhin auf niedrigem Niveau (Vorjahr: 20,3 Prozent). Diese Steuerquote erklärt sich aus der möglichen Nutzung von Verlustvorträgen durch die Bildung von Steuergruppen in Deutschland und in den USA.

Gemäß der Dividendenpolitik von PALFINGER wird der Vorstand auf Basis der Ergebnissituation der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von einem Drittel des Jahresüberschusses und damit 0,34 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,41 EUR je Aktie) auszuschütten.

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

Kurz-Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

in Mio EUR 1–12 2012 1–12 2013 1–12 2014
Umsatzerlöse 935,2 980,7 1.063,4
EBITDA 98,0 105,5 104,6
EBITDA-Marge 10,5% 10,8% 9,8%
EBIT (Operatives Ergebnis) 68,5 74,1 66,5
EBIT-Marge 7,3% 7,6% 6,3%
Konzernergebnis 40,4 44,0 38,4
Gewinn je Aktie (in EUR) 1,14 1,24 1,05
Dividende je Aktie (in EUR)1) 0,38 0,41 0,34

1) Vorschlag des Vorstands an den Aufsichtsrat zur Vorlage und Beschlussfassung durch die Hauptversammlung.

Der Return on Capital Employed (ROCE) verringerte sich von 9,8 Prozent im Vorjahr auf 7,4 Prozent.

in Mio EUR 1–12 2012 1–12 2013 1–12 2014
EBIT (Operatives Ergebnis) 68,5 74,1 66,5
Bereinigte Ertragsteuern –12,1 –15,6 –13,8
NOPLAT 56,3 58,5 52,7
Langfristige Vermögenswerte 406,9 425,4 552,6
Langfristige finanzielle Vermögenswerte –6,0 –3,7 –17,5
Langfristige operative Vermögenswerte1) 400,9 421,7 535,0
Vorräte 200,5 209,0 227,3
Kurzfristige Forderungen und sonstige kurz
fristige Vermögenswerte
147,6 173,5 187,3
Steuerforderungen 1,8 3,2 3,1
Lang- und kurzfristige Rückstellungen –53,7 –49,3 –56,6
Passive latente Steuern –7,3 –7,5 –7,1
Steuerverbindlichkeiten –3,3 –4,4 –5,0
Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten –134,3 –152,4 –173,3
Net Working Capital* 151,3 172,1 175,7
Capital Employed* 552,2 593,9 710,7
ROCE 10,2% 9,8% 7,4%

1) Jahresdurchschnitt

TREASURY

In der Treasury-Abteilung werden die konzernweite Liquiditätssteuerung und die Überwachung der finanziellen Risiken gebündelt. Oberster Finanzierungsgrundsatz von PALFINGER ist es, jederzeit die ausreichende Liquiditätsversorgung für Zahlungsverpflichtungen und das weitere Unternehmenswachstum sicherzustellen.

Die wichtigste Finanzierungsquelle von PALFINGER sind Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Innerhalb des Konzerns gilt der Grundsatz der internen Finanzierung. Überschüssige liquide Mittel von Konzernunternehmen werden genutzt, um den externen Finanzierungsbedarf und damit den Nettozinsaufwand zu reduzieren. Über das "In-House Bank"-Konzept von PALFINGER wird der Finanzierungsbedarf von Tochtergesellschaften – soweit möglich – über interne Darlehen abgedeckt. Konzerninterne Transaktionen werden über Verrechnungskonten ausgeglichen, wodurch Banktransaktionen und -gebühren reduziert werden. Die zentrale Steuerung der Konzernfinanzierung gewährleistet kostengünstig die Liquidität und stärkt die Verhandlungsposition gegenüber Finanzierungspartnern.

Weitere Kernaufgaben der Konzern-Treasury-Abteilung sind das effektive Management der Währungs- und Zinsrisiken und die zentrale Steuerung von globalen Versicherungslösungen für beispielsweise Sach-, Haftpflicht- oder Transportversicherungen.

Dem weltweiten Finanzmanagement liegen einheitliche Konzerngrundsätze und -richtlinien zugrunde. Auf Ebene der Tochtergesellschaften verantworten die Finanzleiter die Einhaltung der Treasury-Richtlinien.

Cash- und Liquiditätsmanagement

Im täglichen Liquiditätsmanagement werden mithilfe effizienter Cash-Management-Systeme Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzernunternehmen genutzt, um den Finanzbedarf anderer zu decken (Cash-Pooling).

Aufgrund des Wachstums des Geschäftsvolumens und zur verstärkten Absicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der PALFINGER Gruppe wurden zusätzliche Liquiditätsreserven geschaffen. Neue bestätigte Kreditlinien wurden abgeschlossen und auslaufende Finanzierungslinien verlängert. Akquisitionen wurden entweder durch langfristige Finanzierungsvereinbarungen oder durch Beteiligungsfinanzierungen im Rahmen des Exportfinanzierungsverfahrens der Oesterreichischen Kontrollbank AG refinanziert.

Durch die im Oktober 2014 durchgeführte vorzeitige Prolongation und Aufstockung der Schuldscheinemission aus dem Jahr 2012 stellte PALFINGER eine ausreichende Liquiditätsversorgung für 2015 und die Folgejahre sicher, und die durchschnittliche Kapitalbindung auf der Finanzierungsseite wurde durch die langfristige Struktur der Schuldscheintranchen erhöht.

Am 19. Dezember 2014 wurde von der Palfinger AG bzw. von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der PALFINGER Gruppe ein Factoring-Vertrag mit einem inländischen Dienstleister abgeschlossen. Im Rahmen des Factoring-Vertrages werden zweiwöchentlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60.000 TEUR verkauft. Die im Zusammenhang mit dem bestehenden Factoring-Vertrag verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 14.843 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 auf Grund des Übergangs der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht. Es ist geplant, das Volumen im Jahr 2015 sukzessive zu erhöhen.

RISIKOBERICHT

PALFINGER ist sich bewusst, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit liefert. Ziel ist es, durch einen systematischen Ansatz frühzeitig Chancen und Risiken zu erkennen, um auf neue Rahmenbedingungen rasch reagieren zu können.

Die Basiskomponenten des Risikomanagementsystems der PALFINGER Gruppe sind standardisierte konzernweite Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme. Der Prozess des Risikomanagements ist in einer konzernweiten Richtlinie beschrieben und festgelegt. Seine Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit werden in regelmäßigen Abständen überprüft und hinterfragt.

Die unmittelbare Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Leitung der jeweiligen operativen Einheit. Auf dieser Ebene werden Risikothemen regelmäßig erfasst und bewertet. Das Corporate Risk Management berichtet direkt an den Vorstand, bei dem die Gesamtverantwortung liegt.

Risikomanagementsystem

Das Management der Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten identifiziert und bewertet periodisch die wesentlichen Chancen und Risiken entlang der Wertschöpfungskette. Dabei werden auch externe Faktoren berücksichtigt. Die Bewertung dieser Ereignisse hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis und der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt nach einer gruppenweit einheitlichen Methode. Auf Basis dieser Analyse werden bestehende Maßnahmen dokumentiert sowie zusätzliche Maßnahmen zur aktiven Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Die Interne Revision überwacht die Einhaltung der geforderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und der internen Konzernrichtlinien. Zusätzlich prüft sie die grundsätzliche Funktionalität des Risikomanagementsystems zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die eine Weiterführung des Unternehmens beeinträchtigen können. Kurzfristige Risikothemen werden über das monatliche Berichtswesen im Controlling sowie durch periodisch stattfindende Steering Committees der Geschäftsbereiche abgedeckt.

Risikothemen

Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER Gruppe ist stark von den marktseitigen Entwicklungen geprägt. In Europa hat die unsichere wirtschaftliche Situation nach wie vor negative Auswirkungen auf die Auftragslage. Maßnahmen der Internationalisierung stellen PALFINGER vor die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen und kulturellen Erfordernissen nachzukommen. Der Auf- und Ausbau neuer Geschäftseinheiten, die Akquisition von Unternehmen oder der Erwerb von Anteilen sowie die Gründung von Joint Ventures und das Eingehen von Partnerschaften bergen das Risiko, die Komplexitätskosten zu erhöhen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für PALFINGER ist es, auf Basis solider Daten kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können. Im Berichtsjahr wurde erstmals ein Schwerpunkt auf die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Risikoanalyse gelegt. Die Vermeidung von ökologischen, sozialen und ethischen Risiken stärken die gesellschaftliche "Licence to operate" und den langfristigen Erfolg.

Das gruppenweite Risikomanagementsystem der PALFINGER AG strukturiert die Risikobereiche in vier Hauptkategorien:

  • externe Risiken,
  • strategische Risiken,
  • interne Risiken der Wertschöpfung und
  • interne Risiken der unterstützenden Prozesse.

  • GRI G4-2: Wichtigste nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen

  • GRI-G4 EC 2: Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen und andere Chancen und Risiken für die Organisation
  • GRI-G4 EC 8: Art und Umfang erheblicher indirekter wirtschaftlicher Auswirkungen

EXTERNE RISIKEN

Ökonomische und wirtschaftliche Entwicklungen

Obwohl Mitte des Jahres 2014 noch eine Erholung der europäischen Konjunktur vorhergesagt wurde, mehrten sich im 2. Halbjahr die Anzeichen für eine deutliche Abkühlung des Wirtschaftswachstums. Die Konjunkturdaten sowohl der Europäischen Union als auch wichtiger Handelspartner mussten revidiert werden. Die Lage und die Stimmung wurden durch die politischen Sanktionen gegen Russland, die als Folge der Spannungen in der Ukraine erlassen wurden, verschlechtert. Die Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten birgt das Risiko zusätzlicher negativer Auswirkungen auf das Geschäftsklima.

In den USA entwickelte sich seit dem 2. Quartal 2014 die Konjunktur sehr positiv. Im Gegensatz dazu zeigte der größte südamerikanische Markt, Brasilien, eine schwache Entwicklung. Trotz der Abkühlung bzw. schwachen Entwicklung in Brasilien und Russland stellen die Wachstumspotenziale der BRIC-Märkte eine große Chance für PALFINGER dar, die Marktposition auch in Zukunft weiter auszubauen. Insbesondere die vertiefte Partnerschaft mit SANY soll Erfolge am chinesischen Markt und Vorteile gegenüber chinesischen Mitbewerbern fördern.

Die Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Marktregionen von PALFINGER sind nicht mit Sicherheit prognostizierbar. Diesem Umstand begegnet PALFINGER mit erhöhter Flexibilität. Auf der einen Seite werden alle Prozesse der Wertschöpfungskette in Bezug auf ihr elastisches Reaktionsvermögen auf Nachfrage- bzw. Auslastungsschwankungen untersucht, der jeweils individuellen Situation des Standorts angepasste Flexibilitätsparameter und -ziele definiert und die Erfolge der postulierten Maßnahmen kontrolliert. Auf der anderen Seite wird das Produktangebot in den einzelnen Marktregionen durch selektive Akquisitionen und Wachstumsinitiativen ausgeweitet, um die regionale Ausgewogenheit des Geschäftsmodells zu erhöhen. Das Controlling von PALFINGER setzt kurz- und mittelfristige Steuerungsinstrumente ein, um die Umsetzung der strategischen Ziele kontinuierlich zu überwachen. Auf der Grundlage einer monatlich rollierenden Prognose kann die Kapazitätsplanung kurzfristig angepasst werden. Durch die Einbeziehung wichtiger Lieferanten können auch diese flexibel reagieren.

Obwohl PALFINGER sehr gut positioniert ist, bestehen bei einer erneuten Verschlechterung der Marktbedingungen ein wirtschaftliches Risiko und das bilanzielle Risiko, dass einzelne immaterielle Wirtschaftsgüter an eine geänderte Bewertung (Impairment) angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht wie geplant amortisieren. Dies würde auch die 10-Prozent-Beteiligung an der SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. treffen.

Risiken aus Energieversorgung und Klimawandel

Energiekosten haben nur einen geringen Anteil an den Gesamtkosten von PALFINGER. Eine Kombination aus steigenden Energiepreisen und extremer Witterung könnte diesen Anteil jedoch überproportional steigen lassen. Mittelfristig kann eine intensivere Klimapolitik auch die Kosten für fossile Energie und Strom erhöhen. Um dieses Risiko und die Belastung der Umwelt zu minimieren, wurden in den vergangenen Jahren Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt.

Standorte, die eine höhere Wahrscheinlichkeit von unsicherer Energieversorgung haben, sind über Versicherungen gegen die ökonomischen Folgen eines Versorgungsausfalls und einer Betriebsunterbrechung geschützt.

GRI G4-EC 2: Durch den Klimawandel bedingte finanzielle Folgen und andere Chancen und Risiken für die Organisation

Die Klimaschutzpolitik fördert Branchen wie alternative Energieerzeugung oder Recycling. In diesen Bereichen ist PALFINGER ein Anbieter, beispielsweise von Windkranen, Recyclingkranen und Hooklifts. Eine Änderung der Förder- und Subventionspolitik könnte zu Umsatzeinbußen bei PALFINGER führen.

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

Regionale Akzeptanz

PALFINGER positioniert sich nicht nur in Österreich, sondern an allen Standorten als Unternehmen, das bewusst die Verantwortung für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg, soziale Themen entlang der Wertschöpfungskette und die ökologischen Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit wahrnimmt. Konkret äußert sich dies in der Umsetzung des Code of Conduct, insbesondere faire Versteuerung der Gewinne, regelmäßiger Dialog mit den Belegschaftsvertretungen, Bekämpfung und Prävention von Korruption, angemessene Gehälter und soziales Engagement in der Region. So sollen die gesellschaftliche "Licence to operate" erhalten bleiben sowie Rekrutierungs- und Akzeptanzrisiken minimiert werden.

STRATEGISCHE RISIKEN

Strategie

Die strategischen Leitlinien Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Berichtszeitraum weiterentwickelt. PALFINGER nutzt weiterhin Marktchancen, um attraktive Akquisitionsziele nach eingehender Prüfung zu übernehmen. Die Entwicklungen der vergangenen Geschäftsjahre bestätigen die Bedeutung dieser strategischen Ausrichtung, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen und Industrien zu reduzieren. Dies birgt jedoch das Risiko, die Komplexität in den Administrationsprozessen zu erhöhen.

Die Integration der in den vergangenen Jahren getätigten Akquisitionen ist in Teilbereichen noch nicht abgeschlossen, daher können zusätzliche Kosten für Integration und Marktbearbeitung entstehen. Der Markteintritt und die Marktpenetration in neuen Areas beinhalten neben Einmalinvestitionen die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen Erfordernissen nachzukommen und Eintrittsbarrieren zu überwinden.

Die Internationalisierung setzt PALFINGER zunehmend durch die Gründung von Joint Ventures um. Der wesentliche Erfolgsfaktor dabei ist die aktive Einbindung des Partners. Die daraus entstehenden Abhängigkeiten müssen aktiv gestaltet werden und auf eine personenunabhängige Basis gestellt werden, um den nachhaltigen Erfolg der Partnerschaft sicherzustellen.

Produktportfolio

Für die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns ist die Integration akquirierter Unternehmen entscheidend. Synergiepotenziale werden laufend erhoben und realisiert. Mit dem Erwerb der Unternehmen im Marinebereich schuf PALFINGER eine Verankerung in einem für die Gruppe neuen Kundensegment, das die Abwicklung von Projekten mit Dienstleistungskomponenten nachfragt. Dadurch können sich die Risiken aus dem Projektgeschäft erhöhen.

Organisation und Kultur

Die kontinuierliche Expansion der PALFINGER Gruppe insbesondere in Länder wie Brasilien, Russland, Indien und China bringt kulturelle Herausforderungen in die Organisation ein, deren Bewältigung über den nachhaltigen Erfolg entscheidet. Die Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen anzuerkennen, zu verstehen und zu akzeptieren, ist auf allen Ebenen und in allen Dimensionen eine unabdingbare Notwendigkeit.

G4- EC 8: Art und Umfang erheblicher indirekter wirtschaftliche Auswirkungen

INTERNE RISIKEN DER WERTSCHÖPFUNG Entwicklung

PALFINGER steht vor der Herausforderung, seine Technologieführerschaft in der Branche regelmäßig zu beweisen und Produkte an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Märkte anzupassen. Kundenorientierte Lösungen der Mitbewerber können zu einem Marktvorteil für diese führen und einen Verlust von Marktanteilen von PALFINGER nach sich ziehen.

Die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb sowie die stark regionale Orientierung der Entwicklungsprojekte sollen gewährleisten, dass PALFINGER seinen Status als Innovationsführer vor allem in den immer wichtiger werdenden Disziplinen Mechatronik und Software-Entwicklung hält und weiter ausbaut.

Die Entwicklungsarbeit hat grundlegende Auswirkungen auf die Kostenstruktur zukünftiger Serienfertigung. Hohe Komplexität der Produkte bedeutet auch hohe Komplexität in der Wertschöpfung und damit hohe Kosten. Prozessoptimierung beginnt bei PALFINGER bereits in der Entwicklungsphase durch das Zusammenspiel mit den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen Beschaffung und Produktion und mit der durchgängigen Fokussierung auf Komplexitätsmanagement.

Patente sichern wichtige Innovationen. Außerdem sind sämtliche vertrauliche Informationen im Unternehmen vor unerlaubtem Zugriff bestmöglich geschützt.

Beschaffung

Hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich Beschaffung hat sich der Fokus von Liquiditätsthemen hin zum Thema Exklusivität verschoben. PALFINGER achtet weiterhin darauf, vor allem bei strategisch wichtigen Materialien und Teilen zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.

Wie im Vorjahr waren Qualität und Preis im Bereich Beschaffung im Berichtsjahr von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden aktiv unterstützt, um in Zukunft noch bessere Leistung zu erbringen und dem Risiko von Lieferausfällen vorzubeugen. Zur Überwachung der Leistungen hat PALFINGER spezielle Auswahlverfahren, Risikomanagement- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert.

Möglichen Lieferrisiken durch Verbot von Problemstoffen wird frühzeitig durch die Beachtung von ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten in der Beschaffung begegnet. So bezieht PALFINGER fast ausschließlich Chrom-VI-freie Komponenten und überprüft seine Lieferanten regelmäßig auf die Einhaltung des Code of Conduct.

Produktion

Die wesentlichen Wertschöpfungsstufen von PALFINGER liegen in der Fertigung und Montage der Produkte. Das Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis wurde in einer Risikoanalyse identifiziert. Durch diese Analyse und die abgeleiteten Maßnahmen wie Erneuerung des Maschinenparks, Einführung von Total-Productive-Maintenance(TPM)-Prozessen und Optimierung des PALFINGER Produktionssystems wird dieses Risiko kontinuierlich reduziert.

PALFINGER unterstützt seine Position als Marktführer durch gleichbleibend hohe Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Das Unternehmen verfügt über ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Trotz dieser systematischen Gestaltung können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese kundenfreundlich behoben. Daraus entstehende Verluste sind durch Versicherungen abgedeckt. Ein entstehender Imageschaden wäre allerdings ein beträchtliches Risiko für das Unternehmen.

Risiken bestehen in Hinblick auf Betriebsstörungen, wie Unterbrechungen in der Energieversorgung, technisches Versagen, Feuer, Explosion und sonstige Störfälle. Verluste aus derartigen Betriebsunterbrechungen sind ebenfalls durch Versicherungen angemessen abgedeckt.

Um dem Risiko schwerwiegender Zwischenfälle und Störungen präventiv zu begegnen, wurde die Notfallvorsorge verstärkt und in der PALFINGER Umweltschutzrichtlinie festgehalten. Alle Standorte sind angehalten, Vorfälle mit ihren möglichen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu bewerten und Vermeidungs- bzw. Eindämmungsmaßnahmen zu entwickeln. PALFINGER setzt auch gruppenweit laufend Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter um. Ausfälle aufgrund von Krankheit und Unfällen sind seit Jahren rückläufig und auf niedrigem Niveau.

Altlasten von Problemstoffen haben enorme negative Auswirkungen sowohl auf die Umwelt als auch auf die Ertragslage von PALFINGER, weil sie kostenintensive Sanierungsmaßnahmen erfordern. Bei Akquisitionen werden im Rahmen der Due Diligence potenzielle Problemfelder geprüft. Das Risiko von Verunreinigungen entsteht vor allem durch Galvanik, Lackierung, Hydrauliköl und Schmiermittel. Diesen wird durch Einhaltung modernster Standards bei der Beschaffung begegnet.

Vertrieb und Service

Bei der Marktbearbeitung setzt PALFINGER auf ein Vertriebs- und Servicenetzwerk, das zum überwiegenden Teil aus externen Händlern besteht. Aufgrund der impliziten Abhängigkeit werden Händler als strategische Partner gesehen und auch bei eventuellen finanziellen Engpässen unterstützt. Um die Marktbearbeitung laufend zu verbessern, wurden gemeinsame Standards definiert. Deren Einhaltung wird durch jährliche Händleraudits sichergestellt.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa muss mit Forderungsausfällen gerechnet werden. Das bestehende Forderungsmanagement hat die Aufgabe, mögliche Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf Informationen über die wirtschaftliche Situation der Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden auch durch Kreditversicherungen gedeckt.

INTERNE RISIKEN DER UNTERSTÜTZENDEN PROZESSE

Finanz- und Rechnungswesen

Aufgrund der Nachwirkungen der Finanzkrise in Europa und den USA ist es für PALFINGER nach wie vor essenziell, eine flexible Kapitalstruktur aufzuweisen. Eine Verschlechterung der Lage an den Finanzmärkten könnte den Zugang zu Eigen- bzw. Fremdkapital erschweren oder gar unmöglich machen. Die Fähigkeit, Wachstumsprojekte aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln zu finanzieren, stellt einen Wettbewerbsfaktor dar.

Durch die internationale Geschäftstätigkeit bestehen komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.

GRI G4-EC 8: Art und Umfang erheblicher indirekter wirtschaftlicher Auswirkungen

Liquiditätsrisiko

Ein systemunterstütztes, unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um einen effizienten Einsatz der Finanzmittel steuern zu können. Die Mittel- bis Langfristplanung ermöglicht die frühzeitige Abstimmung des Bedarfs mit den Finanzierungspartnern. Bereits im Geschäftsjahr 2009 wurde ein konzernweites Projekt gestartet, um das Capital Employed kontinuierlich zu reduzieren. Maßnahmen werden weitergeführt und tragen maßgeblich zur Optimierung der Finanzierung bei.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über die Treasury-Abteilung. Durch Cash-Pooling und ein zentrales Clearing wird der konzerninterne Finanzausgleich durchgeführt. Als Liquiditätsreserve werden liquide Mittel und bestätigte langfristige Kreditlinien vorgehalten.

Der langfristige Finanzierungsbedarf wird über bilaterale Bankkredite mit einer Reihe von internationalen, aber auch jeweils lokalen Kernbanken und über die Emission von Schuldscheindarlehen abgedeckt. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive von PALFINGER. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit die Finanzierungspartner jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage haben.

Fremdwährungsrisiko

Durch die lokale Wertschöpfung an den PALFINGER Standorten sind die Fremdwährungspositionen im Konzern begrenzt. Es sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung.

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten aus Europa nach Nordamerika, Südamerika, Asien und Russland ergeben sich Risikopositionen vor allem im USD, BRL und RUB, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt sind. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Positionen werden Sicherungsstrategien erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert werden.

Projektbezogene Währungsrisiken vor allem im Marine- und Offshore-Bereich werden – sofern eine Fakturierung nicht in Euro möglich ist – auf Basis einer projektbezogenen Sicherungsstrategie abgesichert.

Bei der Absicherung orientiert sich PALFINGER ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die von PALFINGER selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte zur Absicherung eingesetzt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury aus einer Hand für die PALFINGER Gruppe gesteuert. Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch Swaps in Finanzierung mit fixen Zinsen gemanagt.

Risiken in der Bilanzerstellung

Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nichtfinanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die stetig steigenden Anforderungen der Kontrollorgane erhöhen den Komplexitätsgrad der Finanzberichterstattung.

Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die dabei erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko.

Ein einheitliches Konzernhandbuch, in dem die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze bei PALFINGER definiert sind, stellt einen standardisierten Prozess sicher und minimiert somit das Risiko unterschiedlicher Vorgehensweisen im Konzern.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert, Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip werden angewandt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert werden.

Dennoch besteht das Risiko von Fehlern und Malversation in der Berichterstattung. Bei Akquisitionen kann das Fraud-Risiko höher sein, solange die Integration noch nicht abgeschlossen ist.

Personal

PALFINGER sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Eine spezielle Planung, laufende Mitarbeiterbeurteilungen und -programme sichern die Heranbildung des notwendigen Führungsnachwuchses. In Zusammenhang mit den anhaltend volatilen Märkten ist die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen weiterhin ein wichtiges Thema. Ein Fokus bei der weiteren Flexibilisierung liegt darauf, gutes Personal zu halten. Aufgrund lokaler und demografischer Gegebenheiten kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal für Wertschöpfungsstandorte eingeschränkt sein. PALFINGER versucht, durch entsprechende Lehrlingsprogramme ausreichend Fachkräfte auszubilden. Wachstumsprojekte in Asien fordern die Mobilität von qualifiziertem Personal aus den Stammwerken. Um dies erfolgreich zu gestalten, gibt es entsprechende Entsendungsprogramme inklusive Betreuung nach der Rückkehr.

Informationstechnologie

Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko für PALFINGER dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. Das zunehmende internationale Engagement erhöht die Bedeutung von IT-Security. PALFINGER hat technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren.

ZUSAMMENFASSUNG

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER Gruppe überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

Wesentliche Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das Interne Kontrollsystem ist integraler Bestanteil des unternehmensweiten Risikomanagements bei PALFINGER. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.

KONTROLLUMFELD

Basis für das Interne Kontrollsystem bei PALFINGER sind die konzernweit gültigen Konzernrichtlinien. Die Richtlinien enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Der Vorstand, die lokalen Geschäftsführungen, die Prozessverantwortlichen und die Interne Revision sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Konzernrichtlinien überprüft wird.

RISIKOBEURTEILUNG

Risikobericht Seite 50 Die Identifikation von Risiken mit den entsprechend definierten Risiken und deren Beurteilung werden im Risikobericht erläutert.

KONTROLLMASSNAHMEN

Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Konzernrichtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.

INFORMATION UND KOMMUNIKATION

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein gruppenweit standardisiertes monatliches Berichtssystem mit automatischer Schnittstelle aus SAP garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung der Gruppe. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.

ÜBERWACHUNG

Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher. Durch das enge Zusammenspiel zwischen Controlling und dem Rechnungswesen werden laufend Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, und es besteht eine gegenseitige Kontrolle und Abstimmung. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.

Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Dennoch wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch regelmäßige Berichterstattung im Prüfungsausschuss und durch Überprüfung durch die Interne Revision, die eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet. Obwohl der Prüfungsausschuss die Gestaltung des Internen Kontrollsystems als angemessen beurteilte, wurden zur weiteren Optimierung bis zum Jahr 2015 schwerpunktbezogene Maßnahmen angeordnet.

ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

FORSCHUNG, ENTWICKLUNG UND INNOVATION

  • Zahlreiche neue Produktmodelle im Jahr 2014, 65 aktive Patente
  • Bedeutende Innovationen für Bedienerfreundlichkeit, Sicherheit und Effizienz
  • Globale F&E-Strukturen ermöglichen spezifische Entwicklung unter Nutzung von Synergien
  • Kooperationen mit Institutionen und Partnern zur Weiterentwicklung von Produkten und der Organisation

Die Marke PALFINGER steht für innovative, zuverlässige und wirtschaftliche Hebe-Lösungen, deren Vorteile über den Lebenszyklus der Produkte hinweg gerechnet werden können. Dies wird durch den Claim der PALFINGER Gruppe – LIFETIME EXCELLENCE – zum Ausdruck gebracht. Um die führende Position in Technologie und Service zu erhalten bzw. weiter auszubauen, forciert PALFINGER die zielgerichtete und langfristig orientierte Forschung und Entwicklung in Bezug auf Produkte, Systeme und Prozesse.

Am österreichischen Standort Köstendorf befindet sich ein gruppenweites Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem mehrere F&E-Abteilungen sowie Kompetenzzentren untergebracht sind. So können Synergien besser genutzt werden. Weitere F&E-Abteilungen befinden sich an verschiedenen internationalen Standorten. Die Kompetenzzentren, eine globale Produktmanagement-Struktur sowie die Verwendung einheitlicher Fertigungs- und Produktionsstandards ermöglichen PALFINGER, auch bei Entwicklungsprojekten, die mehrere Geschäftseinheiten oder Marktregionen betreffen, optimal auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen.

Im Jahr 2014 wurden gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut der Universität Stuttgart die Innovationsstrategie und die F&E-Struktur der PALFINGER Gruppe geprüft und erste Schritte zu deren weiterer Optimierung eingeleitet. Das Antizipieren zukünftiger Trends erfolgte unter der Fragestellung: "Wie machen wir in fünf Jahren unsere Kunden erfolgreicher?"

Der strategische Innovationsfokus liegt bereits seit einigen Jahren auf der Weiterentwicklung des Bereichs Mechatronik sowie auf der Herausforderung, in stark preisgetriebenen Märkten Produkte mit dem Qualitätsanspruch von PALFINGER erfolgreich neben den lokalen Anbietern zu positionieren.

Mechatronik

Im Jahr 2014 wurde neuerlich das gesamtheitliche mechatronische Denken forciert. Auf Basis einer Bewertung der mechatronischen "Fitness" in allen Wertschöpfungsstufen – auch bei den strategischen Lieferanten – setzte PALFINGER im Berichtszeitraum die gezielten Maßnahmen zur Weiterentwicklung fort.

Patente

Die PALFINGER Gruppe hält derzeit 65 aktive Patente, Gebrauchsmuster sowie spezielle Designmuster zum Schutz von funktionellen Gestaltungselementen.

Im Jahr 2014 investierte PALFINGER 33,6 Mio EUR in Forschung und Entwicklung, das entspricht 3,2 Prozent vom Gesamtumsatz.

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014 KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

GRI G4-EN 27: Reduktion ökologi Sichere und effiziente Produkte
scher Auswirkungen von Produkten Forschung, Entwicklung und Innovationen tragen auch zu mehr Nachhaltigkeit in Bezug auf ökologische und
soziale Aspekte des Geschäftsmodells von PALFINGER bei.
Wertschöpfungsstrategie, Öko Das Ziel von PALFINGER ist, dass die Kunden durch Verwendung der Produkte rechenbaren Mehrwert gene
effiziente Produktion
Seite 66
rieren – das gelingt nur mit qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Lösungen, die auch hohe Sicherheit für
die Anwender gewährleisten. Langfristig zufriedene Kunden sind Grundvoraussetzung für den Erfolg von
PALFINGER.
Innovation wird insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz im Produkteinsatz, alternative Antriebe und
Reduktion von Betriebsmitteln forciert. Die kontinuierliche Reduktion der Serviceaufwände bei gleichzeitiger
Erhöhung der Langlebigkeit ist für PALFINGER selbstverständlich.
Im September 2014 wurde PALFINGER für seine Hybrid-Aggregate, die den elektro-hydraulischen und damit
fast lautlosen und emissionsfreien Kranbetrieb ermöglichen, mit dem Oberösterreichischen Landespreis für
Umwelt und Nachhaltigkeit ausgezeichnet.
www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/
aspekte/produkte
Informationen über Effizienz und Kosteneinsparung in der Nutzung von PALFINGER Produkten befinden sich
auf der Website.
PRODUKTSICHERHEIT UND VERMEIDUNG VON UNFÄLLEN
Zahlreiche Innovationen zielen auf die Sicherheit der Anwender ab, um Unfälle zu verhindern – auch solche,
die durch Fehler bei der Bedienung entstehen können. Für gefährliche Einsätze werden spezielle Lösungen
erarbeitet, die höhere Sicherheitskriterien berücksichtigen.
www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/
aspekte/produkte
Ein Überblick über Sicherheitsnormen und neue Sicherheitsfeatures ist auf der Website zu finden.
G4- PR 2: Fälle von Nichteinhaltung Die Anzahl der Unfälle bei der Anwendung von PALFINGER Produkten, die zu Verletzungen unterschiedli
sicherheitsrelevanter Vorschriften chen Grades führten, ist im Berichtsjahr leicht gesunken. Bedauerlicherweise ereigneten sich zwei Unfälle mit
Todesfolge.
Unfälle mit PALFINGER Produkten 2014 2013 2012
Bekannt gegebene Unfälle mit Todesfolge1) 2 2 0
Bekannt gegebene Unfälle mit Verletzungen unterschiedlichen Grades1) 3 5 5

Anhängige Klagen (in Verhandlung) aufgrund von Unfällen mit Produkten

1) Unabhängig vom Verschulden

Schuldsprüche 0 0 0

Gerichtlich festgelegte Strafzahlungen aufgrund von Unfällen 0 0 0

(Stichtag 31.12.) 4 5 6

WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN IM JAHR 2014

Zu Beginn des Berichtsjahres wurde die Funkfernsteuerung PALcom P7 für den Ladekran auf den Markt gebracht. Sie wurde zur Gänze im Haus entwickelt und setzt neue Maßstäbe in puncto Funktionalität, Design, Ergonomie und Lebensdauer. Durch die interne Entwicklung ist PALFINGER in der Lage, über Jahre hinaus die Fernsteuerung steigenden Anforderungen anzupassen. Ende September wurde auf der Internationalen Automobilmesse IAA in Hannover das neuartige Assistenzssystem P-Fold vorgestellt, das dank hoher mechatronischer Kompetenz unter anderem das sichere Entfalten und Zusammenlegen des Krans vereinfacht. Ebenso wurde eine speziell für den deutschen Markt entwickelte Langarm-Kranreihe präsentiert. Sowohl für den nord- als auch für den südamerikanischen Markt wurden neue Kranreihen entwickelt, die den jeweils speziellen Markterfordernissen angepasst wurden. Ebenfalls in Nordamerika wurde eine neue Generation von Aufbauten entwickelt, deren Gewicht um mehr als 10 Prozent verringert wurde und die mit anderen Produkten wie etwa Kranen bei stark reduzierter Montagezeit kombinierbar ist. Das Joint Venture Sany Palfinger entwickelte insgesamt acht neue Kranmodelle und Varianten speziell für den chinesischen Markt, und die Palette an Nutzfahrzeugen, die dem Kunden als Turnkey-Paket mit Pritsche und Kran angeboten werden, wurde deutlich erweitert.

Im Bereich der Hubarbeitsbühnen wurden Innovationen gemeinsam mit Kunden entwickelt, die höhere Leistungsfähigkeit, mehr Effizienz und deutliche Verbesserungen der Bedienungsfreundlichkeit sowie der aktiven und passiven Sicherheit zur Folge haben. In allen Größenklassen wurden neue Produktgenerationen vorgestellt. In der Premiumklasse war die Vorstellung der neuen Großbühnen auf der IAA in Frankfurt ein Highlight. In der seit 2013 gebauten Smart-Klasse wurden zwei Neuentwicklungen präsentiert.

EPSILON präsentierte im Jahr 2014 mit der M-Reihe eine von Grund auf neu konzipierte Kranserie, die härtesten Einsatzbedingungen standhält, neue Maßstäbe in der Branche setzt und dadurch Alleinstellungsmerkmale für EPSILON schafft. Leistungsfähigkeit und Wartungsfreundlichkeit wurden deutlich erhöht, ebenso der Arbeitskomfort und die Bediensicherheit. Durch die Akquisition der PM-Group Lifting Machines mit den beiden Marken Velmash und Solombalsky wird das Portfolio um Produkte erweitert, die auf die Bedürfnisse des russischen Marktes zugeschnitten sind. Das Entwicklungs- und Innovationszentrum von EPSILON in Salzburg-Elsbethen, Österreich, wird zur weiteren Verbesserung der in Russland produzierten Krane beitragen.

Bei Hooklifts (früher: Containerwechselsysteme) stand die Erhöhung von Sicherheit und Effizienz durch die Entwicklung einer Einhand-Funkfernsteuerung und durch die Automatisierung von Bewegungsabläufen im Mittelpunkt. Wie bei den anderen Produktgruppen wurden auch in diesem Bereich neue Produktlinien und neue Generationen auf den Markt gebracht.

Die Entwicklungsarbeit für Ladebordwände fokussierte einerseits auf Produkte für kostensensitive Märkte und andererseits auf die Weiterentwicklung von Vertikalliften und Einstiegshilfen für Personen mit eingeschränkter Mobilität zum Beispiel für Regionalzüge oder Niederflurbusse. Eine sicherheitsrelevante Innovation war die Integration von Kameras in die Steuerung und Bedienung von Ladebordwänden.

Im Fokus der F&E-Aktivitäten für Eisenbahnsysteme stand die schnelle Abwicklung von Instandhaltungsarbeiten bei laufendem Bahnbetrieb. Ein Kernprojekt war die Entwicklung eines Kransystems, das in der Enge von Eisenbahntunnels Höchstleistungen erbringen kann.

Im Marinebereich standen die Verbesserung der Systemsicherheit, der Ausfallsicherheit, der Arbeitssicherheit, der Wartungsfreundlichkeit und der Erhöhung der Lebensdauer im Vordergrund der Entwicklungsarbeit. Außerdem wurde an der Reduktion der Lebenszykluskosten der Produkte sowie an deren Einsatzmöglichkeiten unter klimatischen Extremen gearbeitet. Viele Produktlinien wurden überarbeitet. Die Modularität der Komponenten wurde erhöht, um auch bei speziellen Kundenwünschen rasch reagieren zu können.

Besonderes Augenmerk lag auf der Entwicklung eines Seilzugsystems, das Lasten über Niveauunterschiede von bis zu 80 Metern bewegen kann und für Launch & Recovery-Systeme designt wurde. Viel Aufwand wurde in den Designprozess der Rettungsboote investiert, um den Kundenanforderungen zu entsprechen. Zudem werden die Boote im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten vollständig aus Aluminium gefertigt, um das Schmelzen der Boote bei Offshore-Unfällen mit brennendem Öl zu vermeiden.

Im Servicebereich waren die bedeutendsten Innovationsschritte die Einführung eines weltweiten Dokumenten-Managementsystems für alle Produkte und Marktregionen des Konzerns und die Ausweitung der im Jahr 2013 in Deutschland gegründeten PALFINGER University auf alle europäischen Märkte. So können auf den einzelnen Mitarbeiter bezogene Schulungsmaßnahmen empfohlen und überprüft werden. Im Bereich der Reparaturanleitungen bedient sich PALFINGER der Möglichkeiten von Social Media.

Kooperationen

PALFINGER kooperiert mit Universitäten, Fachhochschulen und technischen Fachschulen, um den Wissensaustausch, den Know-how-Transfer, Forschungsarbeiten und auch die Entwicklung von Mitarbeitern zu fördern. In den Bereichen Mechatronik, Maschinenbau, Materialtechnologie und Werkstoffkunde wird auch mit außeruniversitären Centers of Excellence zusammengearbeitet. Die Optimierung der Entwicklungsprozesse erfolgt über die enge Zusammenarbeit mit Kunden, Lieferanten und anderen Industrieunternehmen. Außerdem vertreten Mitarbeiter von PALFINGER die Unternehmensgruppe in Normierungsausschüssen und Interessenverbänden und teilen ihr Wissen und ihre Erfahrung als Lektoren in Ausbildungseinrichtungen im Sinne des "Stakeholder Engagements".

WERTSCHÖPFUNGSSTRATEGIE

  • Optimierung des Materialflusses in den einzelnen Regionen
  • Erhöhung der lokalen Wertschöpfung forciert
  • Neubau der Fertigung in China und Russland
  • Nachhaltigkeit als Kriterium in der gesamten Wertschöpfungskette

GRI G4- 12: Beschreibung der Lieferkette

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

PALFINGER WERTSCHÖPFUNGSKETTE PALFINGER AG

ROHSTOFFE

BETRIEBSMITTEL

LACKE • Wasserlöslichkeit • Schwermetall- und Chromatfreiheit

WEITERE BETRIEBSMITTEL: Kühlmittel, Schmiermittel, Schweißgase und -drähte, Chemikalien für Galvanik

• Vermeidung von Lärmund Luftbelastung für Mitarbeiter und Anrainer • Sicherheit für Anwender

(SEILWINDEN, GETRIEBE...)

• Beschichtung mit wasserlöslichen Lacken

MOTOREN UND PUMPEN

• Effi zienz der Motoren, Drehzahlregelung

MITARBEITER DER LIEFERANTEN

  • Wahrung von Menschenrechten
  • Erhöhung der Sicherheit der
  • Endprodukte
  • Geringes Gewicht der Einkaufsteile

UNTERSTÜTZENDE AKTIVITÄTEN

MITARBEITER

  • Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
  • Wahrung von Menschenrechten
  • Aus- und Weiterbildung
  • Diversity "PALversity"
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement "PALfi t"
  • Einbeziehung der Mitarbeiter
  • Living Wages und Hilfe bei Härtefällen

GEBÄUDE (WERKSHALLEN, LAGER, BÜROS...)

• Energieeffi zienz bei Druckluft, Belüftung, Heizen, Kühlen, Beleuchtung

SCHNEIDEN (LASER, PLASMA)

ZERSPANEN

(DREHEN, FRÄSEN, BOHREN)

SCHWEISSEN

BIEGEN

GALVANIK

  • Sicherheit: Schutz vor Unfällen
  • Gesundheit: Sichtschutz, Schutz vor Luftemissionen und Lärm
  • Chrom-VI-Freiheit bei Galvanik
  • Reduktion gefährlicher Abfälle
  • Reduktion von Verschnitt und Ausschuss

REGION

  • Regionale Entwicklung und Beschäftigung
  • Reduktion störender Eff ekte für Anrainer
  • Faires Versteuern
  • Spenden und Sponsoring

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014 KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

FUHRPARK, DIENSTREISEN, WERKSINTERNE LOGISTIK

  • Mobilitätsmix, alternative Antriebe und Treibstoff einsparung
  • Sicherheit: Schutz vor Unfällen

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

  • Sicherheitsinnovationen
  • Ecodesign

GOVERNANCE

• Unternehmensethik und Korruptionsprävention

TRANSPORT ZWISCHEN WERKEN

  • Treibstoff verbrauch und Regionalität
  • Transportmix (LKW, Bahn, Schiff , Flugzeug)

MONTAGEWERKE

LACKIERUNG

MONTIEREN, BEFÜLLEN, TESTEN, WASCHEN

  • Energieeffi zienz bei Anlagen, Maschinen
  • Effi zienz bei Betriebsmitteln und Wasser
  • Sichere Lagerung der Gefahrenstoff e und Vermeidung von Belastung in Wasser und Boden

ABFÄLLE, MATERIALOUTPUT

  • Sichere Lagerung bei PALFINGER
  • Getrennte Erfassung

TRANSPORT VON PRODUKTEN & ERSATZTEILEN

• Treibstoff verbrauch • Transportmix

HÄNDLER

HERSTELLUNG AUFBAU • Reduktion des Gewichts des Aufbaus

INFORMATION UND KOMMUNIKATION

• Schulungen zu Sicherheit und Umwelt für Anwender

SECOND-HAND MARKTBEREICH

ENDKUNDEN

ENDKUNDEN IN BRANCHEN: TRANSPORT UND VERKEHR, KOMMUNEN, SERVICE, DIENSTLEISTUNGEN ETC.

ENDKUNDEN FÜR SPEZIELLE ÖKOLOGISCHE UND SOZIALE ZWECKE: OFFSHORE-WINDKRAFT, MARINE-RESCUE-KRANE, RECYCLING, FORSTWIRTSCHAFT, EISENBAHN, EINSTIEGSHILFEN FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG ETC.

  • Sicherheit in der Anwendung
  • Energieeffi zienz bei Anwendung und alternative Antriebe (z.B. Strom, Hybrid)
  • Treibstoff einsparung im Transport durch geringeres Produktgewicht
  • Reduktion von Lärmbelastung und Emissionen
  • Vermeidung von Freisetzung von Hydrauliköl
  • Reduktion Betriebsmitteleinsatz (z.B. Schmiermittel)
  • Wartungsarmut und Langlebigkeit

ENDKUNDEN IM ZIVILSCHUTZ UND MILITÄREINSATZ

• Wahrung von Menschenrechten

END OF LIFE

  • Trennbarkeit
  • Recyclierbarkeit

ENTSORGUNGSUNTERNEHMEN

• Ökologisch optimierte Entsorgung

ALTMATERIAL - DEPONIE RECYCLING

Entlang der gesamten Wertschöpfungskette forciert PALFINGER die Anwendung nachhaltiger Kriterien. PALFINGER analysiert dementsprechend seine Chancen und Risiken mit einem ganzheitlichen Ansatz und betrachtet dabei auch die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsstufen – vom Rohstoffeinkauf bis zur Verwendung der Produkte durch den Endkunden.

Im Jahr 2014 lag das Hauptaugenmerk auf der Umsetzung der im Geschäftsjahr 2013 definierten Optimierungsprojekte im Bereich des Materialflusses in den Business Areas EMEA, Marine, Nordamerika, Asien und GUS. Eine Leitlinie der Wertschöpfungsstrategie ist der Aufbau lokaler Wertschöpfung in den einzelnen Marktregionen. Dies schützt vor politischen Restriktionen, mindert die Auswirkungen von Wechselkursänderungen, ermöglicht den natürlichen Hedge und erlaubt die Entwicklung länderspezifischer Modelle. Viele Kunden und Behörden legen auch Wert auf einen hohen Anteil lokaler Wertschöpfung oder fordern diese gar ultimativ ein.

Das wichtigste Projekt im Jahr 2014 war der Neubau eines Produktionswerks in Rudong, 170 Kilometer nördlich von Shanghai. Hier wird ab Dezember 2014 die komplette Wertschöpfungskette von Lkw-Ladekranen – vom Stahlblech bis zum aufgebauten Kran – abgebildet.

In Russland wurde das Produktionswerk von INMAN modernisiert. Zusätzlich wurde in einen Neubau investiert, der im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen und die Kapazität um rund 80 Prozent erweitern wird. Lokale Produktion ist wegen der besonderen Kundenanforderungen und der volatilen Rahmenbedingungen für Exporte nach Russland besonders wichtig, um langfristig Geschäftserfolg ausweisen zu können. Die lokale Wertschöpfung in GUS wurde durch die Gründung von zwei Gemeinschaftsunternehmen mit dem führenden Hersteller von Lkws, KAMAZ, deutlich vertieft. Das Joint Venture Mounting spezialisiert sich auf Lkw-Aufbauten und wird ein Händler- und Servicenetzwerk in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten aufbauen. Das zweite Joint Venture Cylinders wird leistungsfähige Zylinder hoher Qualität für die PALFINGER Produktionsstandorte in GUS, für die Verwendung bei KAMAZ und für den Verkauf an Dritte produzieren. Durch die Mehrheitsbeteiligung an der PM-Group Lifting Machines, die in Welikije Luki und in Archangelsk in erster Linie Forst- und Recyclingkrane sowie Hooklifts produziert und unter den Marken Velmash und Solombalsky vertreibt, erhöht sich der lokale Wertschöpfungsanteil ebenfalls beträchtlich. Die Kriterien, die in der PALFINGER Gruppe hinsichtlich Effizienz, Flexibilität, Umweltfreundlichkeit und Ressourcenschonung gelten, werden auch an diesen Produktionsstandorten beachtet und gemessen werden.

Die Struktur der Kompetenzzentren in Europa leistet einen großen Beitrag zur Steigerung der Produktivität und der Liefertreue der osteuropäischen Produktionsstandorte. Die Innovationen bei Produkten und Prozessen werden zu einem großen Teil in Österreich entwickelt, die Umsetzung erfolgt gemeinsam vor Ort in Slowenien, Bulgarien und Rumänien. Die Vernetzung zwischen den Entwicklungsabteilungen mit der Fertigung und dem Einkauf wurde intensiviert, um frühzeitig im Entwicklungsprozess die Bedürfnisse und Möglichkeiten aller internen und externen Stakeholder berücksichtigen zu können. Die Folge davon sind in der Regel Qualitätsverbesserungen bei gleichzeitiger Kostenreduktion.

Eine weitere Leitlinie der Wertschöpfungsstrategie ist die Konzentration auf auftragsbezogene Fertigung. Diese trägt zur Verkürzung der Durchlaufzeiten, zur Reduktion der Bestände und zur Vermeidung des Obsoletrisikos bei. Der Erfolg der entsprechenden Maßnahmen wird an den stetig sinkenden Werkstattbeständen gemessen.

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ aspekte/wertschöpfung

Qualitätsmanagement

Die forcierte Umsetzung der Internationalisierungsstrategie von PALFINGER mittels zahlreicher Akquisitionen, Beteiligungen oder der Gründung von Joint Ventures stellte an das Qualitätsmanagement besondere Anforderungen. Mit den neuen Mitgliedern der PALFINGER Gruppe musste ein neues, gemeinsames Verständnis von Qualität erarbeitet werden, insbesondere mit Bezug auf den Wertschöpfungsprozess, die nachhaltige Ausrichtung der unternehmerischen Tätigkeit, die Erfüllung von Kundenerwartungen, lokalen gesetzlichen Vorgaben sowie Zertifizierungen. Darauf aufbauend wurden Audits durchgeführt und die Ergebnisse in den gruppenweiten Qualitätsreport aufgenommen.

Ziel des Qualitätsmanagements ist die Absicherung bzw. der Ausbau der führenden Marktposition von PALFINGER. Die Herausforderung an das Qualitätsmanagement besteht darin, in Zeiten starker Marktschwankungen, von Lean-Management und einer zunehmenden Individualisierung der Produkte den Qualitätsvorsprung gegenüber dem Mitbewerb zu halten und die Prozesse kontinuierlich zu verbessern.

Die PALFINGER Europe GmbH hat an den Standorten Lengau und Köstendorf im Jahr 2014 ein integriertes Qualitätsmanagementsystem eingeführt, das aus den Normen ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 und OHSAS 18001 besteht. Am Standort Tenevo, Bulgarien, wurde neben der bestehenden Zertifizierung gemäß ISO 9001 nun auch die ISO 14001 und ISO 50001 erfolgreich eingeführt. Mit Zunahme des Projektgeschäfts vor allem bei den Eisenbahnsystemen war es erforderlich, ein projektbegleitendes Qualitätsmanagementsystem aufzusetzen. In der Joint-Venture-Gesellschaft Sany Palfinger wurde die Produktion nach dem China Compulsory Certificate CCC zertifiziert, weiterhin wurden die Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 erfolgreich abgeschlossen. Voraussetzung dafür war die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems. Im neuen Werk in Rudong wird nach Produktionsstart die zusätzliche Zertifizierung nach ISO 9001:2008 bzw. nach ISO 9001:2015 angestrebt.

Der Erfolg des Qualitätsmanagementsystems wird an der Entwicklung der Garantie- und Gewährleistungskosten gemessen. Seit dem Jahr 2010 konnten diese um rund 30 Prozent gesenkt werden. Für 2015 wird eine weitere Reduktion erwartet. Die Qualitätskosten wurden seit dem Jahr 2010 um rund 50 Prozent reduziert.

Der vollständige Überblick über die bestehenden und angestrebten Zertifizierungen sowie die Umweltmanagementsysteme ist auf der Website abgebildet.

Fertigung für Dritte

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ management/managementsysteme PALFINGER verfolgt seit dem Jahr 2009 die Strategie, einen fixen Anteil seiner Produktionskapazitäten und des Produktions-Know-hows für externe Kunden zur Verfügung zu stellen. Die Stärke von PALFINGER liegt in der Fertigung von komplexen Komponenten mit hohen Qualitätsanforderungen unter Nutzung von Produktionsstätten in Niedriglohnländern. Weiters können auch lackierte Baugruppen angeboten werden. Die Kombination aus Liefertreue, Qualität und Kosten ist ein großer Vorteil für die Kunden.

Für PALFINGER selbst werden dadurch einerseits zusätzlicher Umsatz und Auslastung generiert, andererseits trägt der Konkurrenzdruck am freien Markt auch zur internen Verbesserung von Prozessen bei.

Im Jahr 2014 wurden neue Kunden akquiriert. Bei zwei großen Abnehmern konnten die Prototypen genehmigt und mit der Serienproduktion begonnen werden.

ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

Öko-effiziente Produktion

EFFIZIENTE NUTZUNG VON ROHSTOFFEN

Rohstoffe machen bei PALFINGER rund 12 Prozent der Gesamtkosten aus, ihre optimale Nutzung ist daher wesentlich für den wirtschaftlichen Erfolg. Die nach Gewicht bedeutendsten Rohstoffe zur Herstellung von PALFINGER Produkten sind Stahl (79.505 Tonnen Materialeinsatz im Jahr 2014) und Aluminium (1.645 Tonnen Materialeinsatz im Jahr 2014). Der Großteil der Produktgruppen ist aus Stahl gebaut, Aluminium wird in erster Linie bei Ladebordwänden eingesetzt.

Grund für den hohen Anteil der Rohstoffe an den Gesamtkosten ist auch die hohe Energie- und Treibhausgas-Intensität bei ihrer Herstellung, sofern die Produktion in Ländern mit Emissionshandel stattfindet. Deshalb ist die effiziente Nutzung der Rohstoffe auch aus ökologischer Sicht von wesentlicher Bedeutung. Die für die Produktion von Stahl benötigte Energie und die daraus resultierenden Emissionen übersteigen bei weitem jene, die bei PALFINGER direkt anfallen.

PALFINGER arbeitet an der kontinuierlichen Optimierung von Verschnitt und Ausschuss, um die Entstehung von Stahlschrott zu reduzieren. Verschnitt fällt nur in Produktionswerken an, eine weitere Optimierung ist nur noch in Nuancen möglich. Das Ziel ist, in Zukunft die guten Werte zu halten. An Standorten, deren Werte sich verschlechterten, wurde als Ursache eine Veränderung des Produktmix erhoben. Ein Vergleich zwischen den Produktionsstandorten ist nicht möglich, da die hergestellten Produkte und die Arbeitsschritte stark unterschiedlich sind.

GRI G4-EN 1: Eingesetzte Materialien nach Gewicht

GRI G4-EN 4: Energieverbrauch außerhalb der Organisation

GRI G4-EN 23: Abfall

1) Diese Standorte wurden erst später in die PALFINGER Gruppe aufgenommen.

VERSCHNITT AN FERTIGUNGS- UND MONTAGESTANDORTEN

Details zu den Entwicklungen an den einzelnen Standorten sowie die finanziellen Auswirkungen der Maßnahmen sind auf der Website dargestellt.

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GRI G4-EN 23: Abfall

GEFÄHRLICHE ABFÄLLE

Bei der Fertigung in den PALFINGER Werken entstehen vor allem folgende gefährliche Abfälle: Abfälle aus Lackieranlagen, Galvanikschlämme, Hydrauliköl sowie Schmier- und Kühlmittel. Nachdem die Menge an gefährlichen Abfällen von 2011 auf 2012 leicht gesunken war, kam es 2013 und 2014 wieder zu einem Anstieg der Werte. Viele langjährig bestehende Werke konnten aber ihr Abfallaufkommen seit 2011 stark reduzieren. Im Jahr 2014 fielen 2.460 Tonnen gefährliche Abfälle an, im Jahr 2013 waren es 2.400 Tonnen, im Jahr 2012 noch 2.283 und im Jahr 2011 2.297 Tonnen. Bezogen auf den Umsatz konnte das spezifische Aufkommen gefährlicher Abfälle jedoch von 2011 auf 2013 deutlich reduziert werden, gefolgt von einem Anstieg 2014 über den Ausgangswert von 2011.

PALFINGER setzt sich ab dem Jahr 2015 eine jährliche Reduktion der gefährlichen Abfälle um 1,8 Prozentpunkte zum Ziel. Auch das Erreichen von Nachhaltigkeits-Benchmarks als Kriterium für variable Gehaltskomponenten soll auf langfristige Sicht gruppenweit vereinbart werden.

INDEX: GEFÄHRLICHE ABFÄLLE BEZOGEN AUF UMSATZ 1)

(in Prozent)

1) Menge 2011=100%

Als Alternative zu Lösungsmitteln in Lacken können mittlerweile für nahezu alle Produktanwendungen wasserlösliche Lacke eingesetzt werden, sie bedingen in der Regel allerdings Mehrkosten. Die europäischen PALFINGER Standorte mit großen Lackieranlagen setzen durchwegs lösungsmittelfreie Lacke ein. In Caxias do Sul, Brasilien, ist es derzeit aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich, diese Lacke regional zu beziehen, da die Mehrkosten vom Markt nicht getragen werden. Sobald sich hier eine Veränderung ergibt, wird ein Umstieg erwogen. Im Bereich Marine werden aufgrund des Einsatzzweckes nur Lösungsmittellacke verwendet. Auch an dem chinesischen Standort in Shenzhen und in den USA werden lösungsmittelbasierte Lacke eingesetzt.

PALFINGER erarbeitete im Jahr 2014 Ausschreibungskriterien für Lackier- und Galvanikanlagen, die ökologische Mindeststandards definieren. So werden in Zukunft mit der Erneuerung von Anlagen die Mengen gefährlicher Abfälle sukzessive verringert.

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ aspekte/produktion Weitere Angaben, auch zu den einzelnen Regionen, sind auf der Website dargestellt.

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

ENERGIEEFFIZIENZ

PALFINGER ist nicht Teil der energieintensiven Industrie, die Energiekosten belaufen sich auf unter 3 Prozent der Gesamtkosten. Durch laufende Optimierung der Energieeffizienz will PALFINGER diesen Anteil weiter reduzieren. Die größten Energieverbraucher sind Lackieranlagen, Galvanik, Beheizung von Hallen und Büros, Schneiden (Laser-, Plasmaschneidemaschine), Druckluft, Beleuchtung, Schweißen, Befüllen und Testen der Krane sowie diverse Prozesse zur Metallbearbeitung.

Insgesamt verbesserte sich die Energieeffizienz kontinuierlich von Jahr zu Jahr in allen Teilen der Gruppe. Die einzigen Ausnahmen im Jahr 2014 waren die nordamerikanischen Standorte, die unter den extremen winterlichen Wetterbedingungen litten. Der Gesamtenergieverbrauch in der PALFINGER Gruppe entwickelte sich von 130 Mio kWh im Jahr 2012 über 145 Mio kWh im Jahr 2013 auf 152 Mio kWh im Jahr 2014. Dies stellt eine Steigerung des Gesamtenergieverbrauchs um 17 Prozent dar, dem jedoch eine Verbesserung der Energieeffizienz gemessen am Konzernumsatz im Ausmaß von rund 5 Prozent gegenübersteht.

Im Jahr 2014 wurden an den bulgarischen und an den nordamerikanischen Standorten Energieaudits durchgeführt. Ein PALFINGER Energiesparleitfaden wurde an alle Energieverantwortlichen in der Unternehmensgruppe kommuniziert. Die im Vorjahr ins Leben gerufene Green Initiative wurde im Jahr 2014 fortgeführt.

PALFINGER setzt sich ab dem Jahr 2015 eine jährliche Verbesserung der Energieeffizienz um 1,8 Prozentpunkte zum Ziel. Auch das Erreichen von Nachhaltigkeits-Benchmarks als Kriterium für variable Gehaltskomponenten soll auf langfristige Sicht gruppenweit vereinbart werden.

GRI G4-EN 6: Verringerung des Energieverbrauchs

GRI G4-EN 5: Energieintensität

Weitere Informationen über die Energieeffizienz sowie Treibhausgas-Emissionen sind auf der Website dargestellt.

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ aspekte/produktion

UMWELTMANAGEMENT

Das Umweltmanagement ist je nach Standort sehr unterschiedlich ausgestaltet. Manche Standorte wie Lengau und Köstendorf in Österreich sowie Caussade in Frankreich verfügen bereits über zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001. Darüber hinaus wurden die beiden Standorte Lengau und Köstendorf im Berichtsjahr auch gemäß dem Energiemanagementsystem ISO 50001 re-zertifiziert. Auch Tenevo in Bulgarien erhielt Ende 2014 erstmals die Zertifizierung nach ISO 14001 und ISO 50001. In Summe arbeiteten zu Jahresende 2014 34 Prozent der PALFINGER Mitarbeiter an Standorten mit zertifiziertem Umweltmanagementsystem und 24 Prozent an Standorten mit zertifiziertem Energiemanagementsystem.

Alle PALFINGER Standorte entsprechen zukünftig jedenfalls den Mindestanforderungen eines Umweltmanagements. Dies wird durch die im Jahr 2015 ausgerollte Umweltschutzrichtlinie und deren Prüfschleifen sichergestellt. In dieser Richtlinie ist festgelegt, dass jeder Standort über ein Umweltteam, ein einheitliches Kennzahlenreporting und über einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess inklusive Zielsetzung und Maßnahmenprogramm verfügen muss. Die Umweltschutzrichtlinie umfasst die Themen Energie- und Ressourceneffizienz, Abfall, Wasser, Umweltrecht sowie Umweltnotfallvorsorge. Auch die Überprüfung des lokalen Umweltmanagements im Zuge interner Audits ist in der Umweltschutzrichtlinie geregelt.

Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung wurden für Umweltthemen Kennzahlen zu Energieverbrauch, gefährlichem Abfall und Verschnitt definiert. Diese werden teils auf monatlicher, teils auf vierteljährlicher Basis gemeldet und sind Teil des internen Reportings.

In Ausschreibungsunterlagen definierte PALFINGER im Jahr 2014 verbindlich umweltrelevante Mindeststandards für die Beschaffung von neuen Anlagen. Das betrifft insbesondere Lackieranlagen, Geräte für Galvanik und Schweißen, Motoren, Druckluftgeräte, Büros und Produktionshallen sowie Belüftungsanlagen.

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ management/managementsysteme

Weitere Informationen zum Umweltmanagement sind auf der Website dargestellt.

ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

MITARBEITER

  • Mitarbeiteranzahl durch Akquisitionen weiter gestiegen
  • PALversity als zentrales Programm zur Stärkung der Unternehmenskultur
  • Hohes Engagement bei Mitarbeiter-Ausbildung
  • Mehr Sicherheit: Ausfälle aufgrund von Unfällen mehr als halbiert

Die Anzahl der Mitarbeiter der PALFINGER Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2014 durch Akquisitionen weiter an. Per 31. Dezember 2014 waren in den vollkonsolidierten Gesellschaften 8.893 Mitarbeiter tätig. Das entspricht gegenüber 2013 einem Zuwachs um rund 29 Prozent bzw. 2.019 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG

(PALFINGER gesamt)

1) Headcounts jeweils zum Stichtag 31.12. inklusive Mitarbeiter neuer Gesellschaften

2) Anzahl der Mitarbeiter, die im betreffenden Jahr durch neue Gesellschaften hinzugekommen sind.

3) Leiharbeiter werden in FTEs, nicht in Headcounts ausgewiesen (ein FTE wird als ein Mitarbeiter gewertet).

Sie werden unabhängig vom Gründungsdatum einer Gesellschaft ausgewiesen.

Im Jahresdurchschnitt waren 8.030 Mitarbeiter bei PALFINGER beschäftigt. Um Kapazitätsengpässe auszugleichen, wurden zusätzlich 410 Leiharbeitnehmer (Durchschnitt) eingesetzt. Die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter betrug 917.

MITARBEITER NACH REGIONEN 1)

  • 53,4% Europäische Union
  • 01,1% Übriges Europa
  • 19,7% GUS
  • 12,1% Nordamerika
  • 04,2% Mittel- und Südamerika
  • 03,4% Ferner Osten
  • 06,1% Naher Osten und Afrika

1) Headcounts jeweils zum Stichtag 31.12.

FLUKTUATION UND RECRUITING

Die Mitarbeiterfluktuationsrate betrug im Berichtsjahr 2014 10,0 Prozent und verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahreswert um 0,2 Prozentpunkte. Darin inkludiert sind sämtliche Abgänge inklusive Pensionierungen im Verhältnis zur Gesamtbelegschaft, ohne Leiharbeiter. Die Fluktuationsrate bei Frauen war mit 11,8 Prozent höher als der Gesamtwert. Die Entwicklungen in den einzelnen Regionen sind auf der Website dargestellt.

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ aspekte/arbeitgeber

GRI G4-10: Beschäftigungsprofil; GRI G4-LA 1: Gesamtzahl der Mitarbeiter und Fluktuation

Fluktuation1) 2014 2013 2012
Gesamtanzahl der Mitarbeiter, die PALFINGER während des Jahres
verlassen haben
886 671 691
davon Frauen 131 77 n.a.2)
Abgänge in % der Gesamtbelegschaft 10,0% 9,8% 11,0%

1) Headcounts jeweils zum Stichtag 31.12. inkl. Pensionierungen, ohne Leiharbeiter 2) Eine Darstellung ist aufgrund der erfolgten Umstellung der Reportingsysteme nicht möglich.

PALFINGER WERTE

Die Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource des Unternehmens, daher sind Mitarbeitermotivation -entwicklung und -zufriedenheit essenziell. PALFINGER versucht, eine gute Balance zwischen Fördern und Fordern zu halten. Die Mitarbeiter identifizieren sich stark mit dem Unternehmen und sind Teil der "PALFINGER Familie". Sie leben die PALFINGER Werte Unternehmertum, Respekt und Lernen.

Gelebte Nachhaltigkeit ist unsere Verantwortung für morgen – als verantwortungsbewusster Arbeitgeber produzieren wir öko-effi zient nachhaltige Produkte und stehen für faires Wirtschaften.

Attraktive Arbeitsplätze mit Eigenverantwortung

PALFINGER ist bestrebt, seinen Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Die Unternehmenskultur fördert hohe Eigenverantwortung und bietet den Mitarbeitern weitreichende Möglichkeiten, mit eigenen Ideen zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess beizutragen. An nahezu allen Fertigungs- und Montagestandorten sind die Arbeitsabläufe nach den Prinzipien des Lean Management organisiert.

Im Rahmen einer gruppenweiten Human-Resources-Tagung wurden Kernfragen der Personalpolitik mit der langfristigen Unternehmensstrategie abgestimmt. Die Umsetzung der Erkenntnisse soll wesentlich dazu beitragen, gute Mitarbeiter in den eigenen Reihen zu halten, ihnen Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten und neue Generationen für PALFINGER zu begeistern.

ARBEITSZEITEN UND GEHÄLTER

Die hohe unternehmerische Flexibilität zeigt sich auch bei den Arbeitszeitregelungen. Durch Gleitzeitmodelle und die Anwendung von Bandbreiten ist selbst bei schwankender Nachfrage hohe Produktivität gewährleistet. PALFINGER kann seinen Mitarbeitern dadurch auch in nachfrageschwächeren Perioden hohe Arbeitsplatzsicherheit im Branchenvergleich bieten.

Die Anzahl der Überstunden stieg im Jahr 2014 auf durchschnittlich 83 Stunden pro Mitarbeiter und Jahr an. Überstunden fallen überwiegend in stark projektbezogenen Bereichen, wie etwa im Marinegeschäft, und in asiatischen Ländern an. Der durchschnittliche Resturlaub stieg gegenüber 2013 von 44 auf 76 Stunden pro Mitarbeiter per 31. Dezember 2014. Dieser Gesamtanstieg ist auf die Integration von PM zurückzuführen.

Ein wesentlicher Baustein für eine attraktive Arbeitsplatzgestaltung ist die Gehaltspolitik. Bei PALFINGER beinhaltet sie variable Vergütungsbestandteile, die sowohl an den Erfolg des Unternehmens als auch an die Erreichung individueller Ziele gekoppelt sind und damit zusätzlich zu den Basisgehältern attraktive Einkommensmöglichkeiten bieten.

MITARBEITERGESPRÄCHE

Im Jahr 2012 wurden Mitarbeitergespräche mit 28,2 Prozent der Belegschaft im nicht produktiven Bereich der Produktion, in F&E-Abteilungen und im Produktmanagement sowie in den Fachbereichen Vertrieb, Service, Marketing und in der allgemeinen Administration geführt. Ausgenommen von der Erhebung der Kennzahl sind derzeit noch Mitarbeiter im direkt produktiven Bereich von PALFINGER. Im Jahr 2013 haben 47,5 Prozent der Mitarbeiter diese Gespräche geführt, und im Geschäftsjahr 2014 wurden 51,6 Prozent der Mitarbeiter mindestens einmal im Jahr von ihren Vorgesetzten zu einem Gespräch eingeladen.

2014 fand eine gruppenweite Mitarbeiterbefragung statt. Die Rücklaufquote erreichte mit 74,7 Prozent einen Rekordwert. Die Ergebnisse werden standortbezogen in die Verbesserungsmaßnahmen implementiert.

Entsprechend den Unternehmenswerten beachtet PALFINGER auch über den Arbeitsplatz hinausgehende Bedürfnisse seiner Mitarbeiter. Regionalspezifische Maßnahmen wurden gesetzt, um Mitarbeiter bei ihrer Pensionsvorsorge oder Krankenversicherung sowie in besonderen Härtefällen zu unterstützen. Auch Gemeinschaftsaktivitäten werden gefördert. Weitere Details dazu sind auf der Website beschrieben.

GRI G4-LA 11: Mitarbeiter mit regelmäßiger Beurteilung

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ aspekte/arbeitgeber

GRI G4-LA 9: Aus- und Weiterbildung pro Mitarbeiter

Qualifizierte Mitarbeiter

Für Weiterbildung gibt es in den verschiedenen Ländern, in denen PALFINGER tätig ist, jeweils unterschiedliche Niveaus. PALFINGER entspricht überall zumindest diesen nationalen Niveaus, zum Teil gehen die Maßnahmen deutlich weiter. Ziel ist, die Qualifikation der Mitarbeiter in allen Ländern zu fördern; daher wurden 2014 die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an den einzelnen Standorten im Vergleich zum Vorjahr gezielt ausgebaut. Details dazu befinden sich auf der Website.

G 4- LA 10: Programme für Kompetenzmanagement

LEHRLINGE

Im Geschäftsjahr 2014 wurden in Österreich 63 Lehrlinge ausgebildet, vor allem Maschinenbautechniker, Produktionstechniker, Mechatroniker, Schweißer, Konstrukteure und Industriekaufleute. 53 davon absolvierten die Berufsschule mit Auszeichnung, im Rahmen des Lehrlingsaward Oberösterreich belegten die Mitarbeiter mehrere Spitzenplätze. Sehr erfolgreich entwickelte sich auch das Modell "Lehre mit Matura" mit 25 Teilnehmern.

Auch an den internationalen Standorten setzt PALFINGER auf die Vermittlung eigenen Know-hows, um Fachkräfte auszubilden. So werden zum Beispiel in Bulgarien, Slowenien oder auch Brasilien in Kooperation mit lokalen technischen Fachschulen staatlich zertifizierte Ausbildungsmodelle forciert, die ähnlich dem Erfolgsmodell der österreichischen Lehrlingsausbildung theoretisches Fachwissen mit einer mehrmonatigen Praxisausbildung direkt im Werk verbinden. Auch in Deutschland wurde die technische Lehrlingsausbildung erweitert, sodass nunmehr an beinahe allen Standorten Facharbeiter ausgebildet werden. Weltweit nahmen 2014 178 PALFINGER Mitarbeiter an Lehrlingsprogrammen oder lehreähnlichen Angeboten teil.

FÜHRUNGSKRÄFTEAUSBILDUNG

Das PALFINGER Global Leadership Program stellt als Instrument der internen Führungskräfte-Entwicklung sicher, dass Mitarbeiter mit Managementpotenzial auf ihren zukünftigen Einsatz im Top-Management vorbereitet werden. Am derzeitigen Lehrgang, der bis 2015 dauert, nehmen 13 Teilnehmer, darunter eine Frau, aus acht verschiedenen Nationen teil.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Company Leadership Program, dessen zweiter Lehrgang bis ins Jahr 2015 dauern wird. Schwerpunkte sind Leadership (Selbstführung sowie Führung von Mitarbeitern und Teams) und Kommunikation als Führungsinstrument. Der Frauenanteil in diesem Lehrgang beträgt 23 Prozent.

Ebenfalls zum zweiten Mal fand im Jahr 2014 der Management-Lehrgang Business Excellence statt, der betriebswirtschaftliche Themen beinhaltet. Jeweils auf die lokalen Anforderungen abgestimmt wird in einigen Ländern ein Team Leading Program angeboten, um auch potenzielle Nachwuchsführungskräfte möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu entwickeln. Dieses Programm fokussiert auf Themenblöcke wie Führung im Zusammenspiel mit Persönlichkeit, Kommunikation, Konfliktmanagement und Organisation.

Um dem starken Wachstum im Marinebereich und auf den asiatischen Märkten Rechnung zu tragen, wurde im Jahr 2014 ein eigenes Marine Leadership Program sowie ein Lehrgang für Asien entwickelt. Die Umsetzung wird im Jahr 2015 beginnen.

AUS-UND WEITER-BILDUNGSSTUNDEN PRO MITARBEITER1)

1) FTEs; Werte um Standorte mit unzureichender Datenqualität bereinigt ENTWICKLUNG DER PALFINGER GRUPPE

Bei sämtlichen Führungskräftelehrgängen wird auch darauf geachtet, die PALFINGER Werte im Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern zu vermitteln, die auf Respekt und Wertschätzung beruhen.

Lebenslanges Lernen spielt auch im Top-Management bei PALFINGER eine wichtige Rolle. Im Rahmen von 360-Grad-Feedback-Gesprächen überprüften zahlreiche hochrangige Verantwortungsträger kritisch ihre Fähigkeiten und nutzten die persönlichen Auswertungen für individuelle Entwicklungsmaßnahmen.

34 eingesetzte Expatriates und 6 Fly-ins sorgten 2014 für einen umfangreichen Wissenstransfer zwischen Headquarter und lokalen Gesellschaften sowie zwischen den lokalen Gesellschaften untereinander.

Gesundheit und Sicherheit

ARBEITSSICHERHEIT UND VERMEIDUNG VON UNFÄLLEN

Die Bemühungen zur Unfallprävention zeigen Wirkung. Die Ausfallzeiten aufgrund von Arbeitsunfällen konnten in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden. Lagen sie 2012 bei 0,20 Prozent der Soll-Arbeitszeit, sanken sie im Geschäftsjahr 2013 auf 0,18 und im Geschäftsjahr 2014 auf nur noch 0,11 Prozent. Dabei ist in fast allen Regionen ein positiver Trend zu beobachten. Zwischen 2006 und 2014 verunglückte kein Mitarbeiter tödlich.

Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen in % der Soll-Arbeitszeit 1) 2014 2013 2012
Europäische Union 0,21% 0,36% 0,36%
Übriges Europa 0,00% 0,00% 0,00%
GUS 0,00% 0,00% 0,00%
Nordamerika 0,07% 0,03% 0,19%
Mittel- und Südamerika 0,19% 0,34% 0,24%
Ferner Osten 0,00% 0,05% 0,25%
Naher Osten und Afrika 0,10% - -
Konzern 0,11% 0,18% 0,20%

1) Ausfallzeiten werden gemäß den nationalen Regelungen berichtet. Werte sind um Standorte mit unzureichender Datenqualität bereinigt. Dies betrifft 5,3 Prozent der FTE im Jahr 2011.

Eine Beschreibung der Entwicklungen in den einzelnen Regionen befindet sich auf der Website.

EINHEITLICHE GLOBALE SICHERHEITS-BENCHMARKS

Weltweit werden Unfallkennzahlen nach unterschiedlichen Definitionen berichtet, die im jeweiligen Land vorgeschrieben sind. Dies bedingt, dass die Werte nicht durchgängig vergleichbar sind, da zum Beispiel manche Werke Pendlerunfälle inkludieren. PALFINGER strebt eine weltweite Vereinheitlichung der Unfallkennzahlen an und deren Gliederung nach dem Folgegrad. Die Erfahrung der vorbildlichen Standorte hat gezeigt, dass konsequentes Reporting die Aufmerksamkeit für Unfallprävention weiter steigert.

GRI G4-LA 10: Programme für Kompetenzmanagement

GRI G4-LA 6: Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und Ausfalltage

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ aspekte/arbeitgeber

G4-LA 5: Programme zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Wie Mitarbeiter mit Behinderung in die PALFINGER Gruppe integriert werden und PALFINGER dem Men-

schenrecht auf Inklusion in Zukunft Rechnung tragen wird, ist auf der Website dargestellt.

GESUNDHEIT UND ALLGEMEINE AUSFALLZEITEN

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GENERATIONEN

Die durchschnittliche Altersstruktur in der PALFINGER Gruppe veränderte sich in den vergangenen Jahren vor allem in Zusammenhang mit den neuen Standorten. Die Zahl der Mitarbeiter im 56-Plus-Segment nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zu.

Details zu den regionalen Entwicklungen befinden sich auf der Website ebenso wie Informationen über das PALplus-Projekt am Standort Lengau, Österreich.

PALFINGER pflegt ein konzernweites Generationenmanagement, um anstehende Pensionierungen beachten und das Know-how im Unternehmen halten zu können. Eine regelmäßige "Human Resource Review" beschäftigt sich damit, welche Stellen in nächster Zeit wie nachbesetzt werden müssen und wie Übergaben optimal gestaltet werden können. Seit 2009 werden alle diese Positionen in einen Monitor aufgenommen.

GENDER

Der Frauenanteil in der PALFINGER Gruppe ist branchentypisch niedrig. In den vergangenen Jahren hatte der Anteil weiblicher Beschäftigter eine leicht steigende Tendenz. Je nach Standort zeigt sich ein sehr unterschiedliches Bild: An Fertigungsstandorten sind insbesondere bei fertigungsnahen Tätigkeiten vorwiegend Männer beschäftigt. Darin liegt auch der Grund für den zuletzt deutlichen Rückgang des Frauenanteils in Nordamerika und Asien. Der Frauenanteil bei Büro- und Vertriebsstandorten ist hingegen mit knapp 13,7 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Der Frauenanteil in Managementpositionen stieg von 2013 auf 2014 deutlich an und beträgt mittlerweile 16,7 Prozent. Unter den Personen im Vorstand und Aufsichtsrat gab es jedoch auch im Jahr 2014 keine Frau. In den Ausbildungsprogrammen für das Management waren in den vergangenen Jahren meist auch Frauen vertreten, in den Lehrlings- und Traineeprogrammen 2014 waren weltweit 31 der 178 Teilnehmer Frauen. An den Führungskräftetrainings nahmen insgesamt 82 Personen teil, 11 davon waren Frauen. In Zukunft soll der Anteil weiblicher Führungskräfte in diesen PALFINGER Ausbildungsprogrammen erhöht werden.

Frauenanteil 2014 2013 2012
Gesamt 12,5% 10,0% 7,8%
In Führungsebene1) 16,7% 12,8% 12,5%

1) Zu Mitarbeitern in Führungspositionen zählen alle Vorstände, Business-Area-, Business-Unit- und Corporate-Functions-Leiter sowie alle Mitarbeiter in einer disziplinären Führungsrolle.

PALFINGER ist seit dem Jahr 2012 gesetzlich verpflichtet, für seine österreichischen Gesellschaften Einkommensberichte vorzulegen. Darauf basierend werden die Kategoriezuordnungen überprüft, und das Arbeitsentgelt wird nach Frauen und Männern ausgewertet. In den vergangenen beiden Jahren zeigten sich dabei keine signifikanten Unterschiede. Bei Neueinstellungen von Mitarbeitern wird hinsichtlich kollektivvertraglicher Einstufung nicht nach Geschlecht unterschieden.

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ANTEIL DER ÜBER-56-JÄHRIGEN (in Prozent)

GRI G4-10: Beschäftigungsprofil

G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

GRI G4-8: Märkte

Die PALFINGER Organisationsstruktur ist seit dem Jahr 2010 nach Regionen ausgerichtet. Die Segmentberichterstattung erfolgt dementsprechend nach den Segmenten EUROPEAN UNITS und AREA UNITS sowie dem Bereich VENTURES. Innerhalb der zwei Segmente verantworten die einzelnen Einheiten ihr Geschäft mit großer Eigenständigkeit, um den Anforderungen der jeweiligen Märkte entsprechen zu können. Dies unterstützt einerseits die weitere Internationalisierung des Konzerns und die tiefere Erschließung der jeweiligen Marktregionen, andererseits kann je nach lokalen Rahmenbedingungen verstärktes Augenmerk auf Kundenwünsche und die Flexibilisierung aller Prozesse entlang der jeweiligen Wertschöpfungskette gelegt werden.

Segmente 2014 Umsatz in Mio EUR Umsatz in % EBIT in Mio EUR EBIT in %
EUROPEAN UNITS 720,3 67,7% 75,0 112,7%
AREA UNITS 343,1 32,3% 10,4 15,7%
VENTURES - - –19,0 –28,6%
Konsolidierung 0,1 0,1%
PALFINGER Gruppe 1.063,4 100,0% 66,5 100,0%

SEGMENT EUROPEAN UNITS

  • Abschwächung des europäischen Kranmarktes drückt auf das Ergebnis
  • Wachstum des Marinegeschäftes
  • Konzentration auf Innovationen und Flexibilisierung von Produktion und Verwaltung

Die Geschäftseinheiten im Segment EUROPEAN UNITS bearbeiten die Märkte in Europa, im Nahen Osten, in Afrika und in Australien. In diesem Segment werden – in erster Linie für diese Märkte – Ladekrane, EPSILON Forst- und Recyclingkrane, Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Hooklifts (früher: Containerwechselsysteme), Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme entwickelt, produziert, vertrieben und gewartet. Das weltweite Marinegeschäft wird in diesem Segment abgebildet. Die Produktionsgesellschaften in Europa, die Vertriebsgesellschaft in Deutschland und die assoziierten Tochtergesellschaften sind ebenfalls hier inkludiert.

Geschäftsentwicklung 2014

Im Segment EUROPEAN UNITS wurde im Geschäftsjahr 2014 ein Umsatz von 720,3 Mio EUR erzielt, das sind 67,7 Prozent des Konzernumsatzes. Dieser Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 72,8 Mio EUR begründet sich einerseits durch eine deutlich belebte Nachfrage in Europa im 1. Halbjahr, andererseits durch das organische und anorganische Wachstum des Marinegeschäftes. Im 2. Halbjahr war in Europa eine Abschwächung der Marktdynamik und ein zum Teil sehr deutlicher Rückgang des Auftragseingangs – insbesondere im Krangeschäft – zu verzeichnen. Im Marinegeschäft wirkte sich vor allem die Akquisition der Megarme-Gruppe positiv aus, weil über dieses Unternehmen neue Kundenschichten für PALFINGER adressiert werden konnten. Die vollständige Übernahme der rumänischen Produktionsgesellschaft Nimet Srl Mitte 2013 trug auch im Jahr 2014 zum Wachstum bei.

UMSATZENTWICKLUNG (in TEUR)

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

Das Segment-EBIT liegt mit 75,0 Mio EUR um 10,2 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres von 83,5 Mio EUR. Diese Veränderung begründet sich vor allem durch die schwächere Nachfrage nach Lkw-Ladekranen in Europa sowie durch den Wegfall eines Einmaleffektes aus der Mehrheitsübernahme von Nimet im Geschäftsjahr 2013. Die EBIT-Marge des Segments liegt mit 10,4 Prozent nach wie vor auf gutem Niveau.

Die krannahen Geschäftseinheiten beweisen – gerade in einem schwierigen Jahr wie 2014 – nachhaltige Ertragskraft durch hohe Produktivität und Flexibilität. Kleinere oder neue Business Units sind noch nicht in der Lage, bei rückläufiger Auslastung so flexibel zu reagieren, dass die erforderlichen positiven Ergebnisbeiträge gehalten werden können.

in TEUR Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014
Umsatz 153.111 167.793 158.256 171.873 191.877 185.705 169.234 173.524
Segment-EBIT 20.708 23.944 17.605 21.195 26.007 20.797 15.347 12.814

OPERATIVE HIGHLIGHTS

Bei Ladekranen konnte im Jahr 2014 eine leichte Absatzsteigerung gegenüber den Vorjahren erreicht werden. Zum Teil beträchtliche Markterfolge konnten in Deutschland, der Schweiz, Schweden, Großbritannien, Irland, Belgien und den Niederlanden verzeichnet werden. Im Jahr 2014 konnten wiederum zahlreiche Innovationen entwickelt und am Markt erfolgreich eingeführt werden, darunter die erste von PALFINGER eigenständig entwickelte Funkfernsteuerung.

Der Absatz mit EPSILON Forst- und Recyclingkranen konnte im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um über 25 Prozent erhöht werden. In Elsbethen bei Salzburg wurde ein neuer Montagestandort errichtet, der weiteres Wachstum auf hohem Profitabilitätsniveau ermöglicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die grundlegend neu entwickelte M-Serie auf den Markt gebracht, die wettbewerbsprägende Standards in Technik, Bedienungsfreundlichkeit und Wartungsarmut setzt. Alleine die Weltpremiere des EPSILON M12Z auf der IAA in Hannover lockte mehr als 10.000 Fachbesucher an.

Bei Ladebordwänden bewirkte die Umstellung der Abgasnorm von EURO 5 auf EURO 6 nach den Vorziehkäufen des Jahres 2013 entsprechende Absatzrückgänge im Jahr 2014. Der Absatz von Hubarbeitsbühnen blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Das Joint Venture in Italien, das sich auf kompakte Bühnen für Klein-Lkws konzentriert, war so erfolgreich, dass bereits im ersten Jahr nach der Gründung der Break-even erreicht wurde. Sowohl bei Hubarbeitsbühnen als auch bei Hooklifts (früher Containerwechselsysteme) wurde vor allem in die Entwicklung neuer Produkte investiert, die ab dem Jahr 2015 in den Verkauf kommen.

Wesentliche Veränderungen Seite 40

Der Absatz von Eisenbahnsystemen wurde im Jahr 2014 um rund 50 Prozent gesteigert. Diese komplexen Systeme zur Errichtung und Erhaltung von Infrastruktur der Eisenbahnstrecken sind für PALFINGER richtungsweisend hinsichtlich permanenter Innovation und zielgerichteter Technologieentwicklung. PALFINGER sieht weltweit signifikantes Wachstumspotenzial für diese Produktgruppe.

Strategie Seite 15

Die Auslastung der Produktionseinheiten ist in erster Linie vom Erfolg der kundennahen Einheiten abhängig. Im Jahr 2014 lag das Hauptaugenmerk auf der Flexibilität und deren Verbesserung. Dazu wurden individuell auf jeden Standort bezogen Parameter in acht Dimensionen definiert, um Ziele formulieren und Jahr für Jahr die Fortschritte messen zu können. Im volatilen Jahr 2014 – Auslastungsschwankungen von bis zu 30 Prozent waren zu bewältigen – konnte die Produktivität weiter gesteigert werden. Zu einem interessanten Faktor mit steigender geschäftlicher Bedeutung hat sich die Fertigung für konzernfremde Unternehmen entwickelt, nicht zuletzt weil dadurch Innovativität, Flexibilität und die Lernfähigkeit aller gefordert und gefördert wird.

Das weltweite Marinegeschäft von PALFINGER konnte eine Erhöhung des Volumens im Geschäftsjahr 2014 um rund 30 Prozent verzeichnen. Dazu trugen im Besonderen das neu erworbene Unternehmen Megarme sowie Markterfolge bei Marinekranen, Launch & Recovery-Systemen und der neuen Geschäftseinheit Boats bei. Das Offshore-Geschäft verlief 2014 stabil und verspricht für 2015 bedeutende Zuwächse. Das Projektgeschäft mit Kranen für Windkraftanlagen litt 2014 unter Verzögerungen bei Investitionsentscheidungen.

Segmentanteil am Konzernergebnis in % des Konzerns 2014 2013
Außenumsatz in TEUR 67,7% 720.340 651.033
EBITDA in TEUR 100,3% 104.971 108.017
Abschreibung in TEUR 78,7% 30.006 24.565
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR 112,7% 74.965 83.452
Segmentvermögen in TEUR 63,3% 714.980 622.947
Segmentschulden in TEUR 26,0% 174.158 157.410
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in TEUR 67,4% 41.035 27.754
EBIT-Marge 10,4% 12,8%
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 5.445 4.341
Fluktuation 6,9% 6,3%
Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz 86,6% 96,9%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz 85,0% 97,0%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz 117,6% 95,3%

KONZERNLAGEBERICHT ENTWICKLUNG DER SEGMENTE

SEGMENT AREA UNITS

  • 32,3 Prozent Umsatzanteil und positive Ertragsentwicklung
  • Akquisitionen und Joint Ventures in GUS sichern Marktposition, lokale Wertschöpfung erhöht
  • Kranproduktion in China erfolgreich, Zusammenarbeit mit SANY vertieft

Das Segment AREA UNITS bearbeitet die Marktregionen Nordamerika, Südamerika, Asien und Pazifik, Indien sowie GUS mit ihren jeweiligen regionalen Geschäftseinheiten.

PALFINGER forciert die kontinuierliche Weiterentwicklung der Marktregionen außerhalb Europas durch eigene Initiativen, Partnerschaften oder Akquisitionen. In den kommenden Jahren ist das Ziel, die Produktpalette in jeder einzelnen Marktregion möglichst zu komplettieren und einen relevanten Marktanteil für PALFINGER zu erarbeiten.

Geschäftsentwicklung 2014

Der Umsatz des Segments AREA UNITS konnte von 329,6 Mio EUR im Jahr 2013 um 4,1 Prozent auf 343,1 Mio EUR im Berichtszeitraum gesteigert werden. Der Anteil der Areas außerhalb Europas am Konzernumsatz beträgt somit 32,3 Prozent. Insbesondere die Regionen Nordamerika sowie GUS, durch die Aquisition von PM trugen mit weitgehend allen Produktbereichen zum weiteren Wachstum bei.

Aufgrund von witterungsbedingten Einbrüchen der Geschäftstätigkeit in Nordamerika im 1. Quartal, Engpässen in der staatlichen Finanzierungsförderung (FINAME) in Brasilien und der durch die Folgen der schwachen Währung Russlands nahezu gestoppten Exporte wurde die Entwicklung der Geschäfte in diesem Segment merklich beeinflusst. Zwar konnte in Nordamerika ab dem 2. Quartal eine deutliche Belebung des Geschäfts verzeichnet werden und die Absatzsteigerungen in Asien und im pazifischen Raum entwickelten sich positiv, dennoch blieb das EBIT dieses Segments mit 10,4 Mio EUR um 9,5 Prozent unter dem des Vorjahres. Die Investitionen in die weitere Erschließung der Marktregionen stiegen mit 19,8 Mio EUR (nach 11,0 Mio EUR im Jahr davor) stark an.

in TEUR Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014
Umsatz 72.660 81.539 82.709 92.732 72.104 81.484 82.072 107.421
Segment-EBIT 1.906 1.941 3.427 4.158 –914 4.124 3.628 3.603

OPERATIVE HIGHLIGHTS

In Nordamerika konnte der Einbruch im 1. Quartal, der durch den strengen Winter verursacht worden war, in den Folgequartalen teilweise kompensiert werden. Insbesondere Aufträge aus der Öl- und Gasindustrie lassen für das kommende Jahr weitere Steigerungen erwarten. In Südamerika mussten aufgrund der Abschwächung der Konjunktur Einbußen in der Geschäftsentwicklung von PALFINGER hingenommen werden. Deshalb wurde die Organisation angepasst und als Reaktion auf die Wechselkursschwankungen die lokale Wertschöpfung deutlich erhöht. In Brasilien – dem größten Markt in Lateinamerika – kam es bedingt durch Wahlkampf, Fußball-Weltmeisterschaft und Einschränkung der Finanzierungsförderungen zu erheblichen Absatz- und Umsatzrückgängen. Insgesamt ist das Marktvolumen in Südamerika im Jahr 2014 um rund 20 Prozent zurückgegangen, PALFINGER konnte seine Marktanteile jedoch ausbauen. Durch die Beteiligung am südamerikanischen Marktführer im Bereich der Hubarbeitsbühnen, HIDRO-GRUBERT mit Sitz in Argentinien, hat PALFINGER einen wesentlichen Schritt zum Ausbau der Marktposition gesetzt.

EBIT-ENTWICKLUNG

(in TEUR)

In Asien und im pazifischen Raum konnten deutliche Steigerungen bei Absatz und Umsatz erzielt werden, die weitgehend auf den Erfolg des Joint Ventures mit SANY zurückzuführen sind. Im 4. Quartal wurde in Rudong, 170 Kilometer nördlich von Shanghai, der neue Produktionsstandort in Betrieb genommen. Dieses Werk hat auf einer Fläche von rund 24 Hektar eine Fertigungskapazität von jährlich 5.000 Kranen in der Phase 1 und kann in Phase 2 bis zu 10.000 Krane pro Jahr produzieren. Die Gestion der Marktregion Indien wurde eng mit den anderen asiatischen Aktivitäten verknüpft, um Synergien zu nutzen. So konnte trotz rückläufiger Umsätze in Indien die Marge gesteigert werden. In Asien verkauft PALFINGER in erster Linie Ladekrane, Hooklifts sowie Forst- und Recyclingkrane.

In der russischen Marktregion (GUS) gab es – in einem von Sanktionen, weltpolitischen Spannungen und schwacher Währung geprägten Wirtschaftsumfeld – große Fortschritte bei der Erschließung des Marktes und dem Aufbau lokaler Wertschöpfung. Bei INMAN wurde die Erweiterung der Produktionskapazität um 80 Prozent fortgeführt, die Inbetriebnahme des neuen Werkes soll im 1. Quartal 2015 erfolgen. Anfang Oktober 2014 erfolgte das Closing der Mehrheitsübernahme der PM-Group, die mit den beiden Marken Velmash und Solombalsky im Bereich der Forst- und Recyclingkrane über hohe Marktanteile verfügt. Für die weitere Marktdurchdringung bedeutend ist auch die Vereinbarung über die Gründung eines Joint Ventures mit dem führenden Lkw-Hersteller KAMAZ, das auf die Herstellung von Lkw-Aufbauten und die Ausstattung der Nutzfahrzeuge mit Ladehilfen wie Kranen, Hooklifts und Ähnlichem ausgerichtet ist. Ein zweites Gemeinschaftsunternehmen mit KAMAZ wird sich der Zylinderproduktion widmen, die nicht nur für die beiden Partner, sondern auch für den Drittmarkt geplant wird. Der offizielle Abschluss dieser Vereinbarungen wird für das 1. Quartal 2015 erwartet. Gerade die Sanktionen, als deren Konsequenz die Finanzierung der Exporte nach Russland unmöglich wurde und die Wechselkurse sich stark veränderten, zeigen die Notwendigkeit lokaler Wertschöpfung. Überdies kann dadurch besser lokalen Kundenwünschen entsprochen und das strategische Ziel der Flexibilität leichter erreicht werden. Der Markt für Lkw-Krane verlor im Jahr 2014 um 20 Prozent an Volumen – zu Lasten der importierten Knickarmkrane. Die Stückzahl der bei INMAN produzierten Krane konnte gesteigert werden, auch die neuentwickelten Teleskopkrane erwiesen sich als sehr erfolgreich.

Segmentanteil am Konzernergebnis in % des Konzerns 2014 2013
Außenumsatz in TEUR 32,3% 343.081 329.640
EBITDA in TEUR 17,8% 18.580 18.237
Abschreibung in TEUR 21,3% 8.139 6.805
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR 15,7% 10.441 11.432
Segmentvermögen in TEUR 39,5% 445.952 244.960
Segmentschulden in TEUR 26,8% 179.077 117.427
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in TEUR 32,6% 19.828 10.954
EBIT-Marge 3,0% 3,5%
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2.073 2.230
Fluktuation 22,5% 19,2%
Index: Energieverbrauch bezogen auf Umsatz 101,2% 93,7%
Index: Treibhausgas-Emissionen bezogen auf Umsatz 96,0% 93,8%
Index: Gefährliche Abfälle bezogen auf Umsatz 87,7% 89,6%

BEREICH VENTURES

  • Ausbau der strategischen Partnerschaft und Kapitalverflechtung mit SANY
  • Akquisitionen und Markterschließung in GUS vorangetrieben

Der Bereich VENTURES bearbeitet alle wesentlichen strategischen Zukunftsprojekte der PALFINGER Gruppe bis zu ihrer operativen Reife. Die Projekte dieses Bereichs generieren keine Umsätze, es werden lediglich die Kosten dargestellt.

Geschäftsentwicklung 2014

Die Arbeitsschwerpunkte des Bereichs lagen auf der wechselseitigen Kapitalverflechtung zwischen PALFINGER und SANY, der Entwicklung der zwei Joint Ventures mit KAMAZ, dem Closing der Mehrheitsübernahme der PM-Group und des Einstiegs bei HIDRO-GRUBERT in Argentinien sowie auf der Akquisition der Norwegian Deck Machinery. Die Neuordnung des Marinegeschäfts, die nach den zahlreichen Akquisitionen der vergangenen Jahre erforderlich war, verursachte ebenfalls erheblichen Aufwand.

Das Bereichs-EBIT für 2014 beträgt – 19,0 Mio EUR nach – 20,3 Mio EUR in 2013. Diese Entwicklung spiegelt die fortgesetzten Investitionen in Wachstumsmärkte wider und unterstreicht die strategische Ausrichtung von PALFINGER auf Internationalisierung, Innovation und Flexibilisierung.

in TEUR Q1 2013 Q2 2013 Q3 2013 Q4 2013 Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014
Bereichs-EBIT –4.204 –4.549 –4.479 –7.031 –4.743 –3.690 –3.952 –6.626
Anteil am Konzernergebnis in % des Konzerns 2014 2013
EBITDA in TEUR –18,2% –19.011 –20.263
Operatives Ergebnis (EBIT) in TEUR –28,6% –19.011 –20.263
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 512 2
Fluktuation 5,6% 0,0%

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Am 18. Dezember 2014 wurde der Vertrag zum Erwerb aller Anteile an der Norwegian Deck Machinery AS, Os, Norwegen, unterzeichnet. Das Closing der Transaktion erfolgte am 14. Jänner 2015. Für Details zur Akquisition wird auf die Erläuterung Akquisition 2015 im Anhang verwiesen.

Darüber hinaus sind nach dem Ende das Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns geführt hätten.

EBIT-ENTWICKLUNG (in TEUR)

AUSBLICK

  • Wirtschaftliche Schwäche in Europa bestätigt Internationalisierungsstrategie
  • Flexibilität wichtiger Faktor für die Zukunft des Wachstumskurses
  • Vertiefung der Wertschöpfung und Ausweitung des Produktangebots in den einzelnen Marktregionen
  • Positive Entwicklung für 2015 in Asien, Nordamerika und im Marinebereich erwartet

Die konsequente Umsetzung der langfristigen Konzernstrategie mit den drei Säulen Internationalisierung, Innovation und Flexibilisierung hat der PALFINGER Gruppe in den vergangenen Jahren nachhaltig profitables Wachstum von Umsatz und Ergebnis gebracht. Gerade in Zeiten von Spannungen und Unsicherheit in Wirtschaft und Politik hat sie sich bewährt und sorgt für einen Ausgleich unterschiedlich volatiler Entwicklungen. Diese Strategie, aus eigener Kraft eine führende Position auf dem Weltmarkt zu behaupten und auszubauen, wird auch in Zukunft weiter verfolgt. Dabei steht einerseits das profitable Wachstum, andererseits die Flexibilität der Prozesse im Mittelpunkt.

Die Flexibilisierung wird in allen Bereichen weiter ausgebaut. Die auftragsbezogene Beschaffung, Fertigung und Montage versetzt PALFINGER in die Lage, schnell auf Auftragsschwankungen zu reagieren, ohne dabei das Risiko überhöhter Kapitalbindung durch Bestandsaufbau einzugehen. Die Ausweitung wird insbesondere auch in den akquirierten Unternehmen konsequent fortgesetzt. Angesichts der Vielfalt der Produkte und der Erweiterung des Konzerns durch Akquisitionen – insbesondere auch durch die vermehrte Gründung von Gemeinschaftsunternehmen – ist Komplexitätsmanagement von großer Bedeutung. PALFINGER setzt daher das 2012 initiierte gruppenweite Wertschöpfungsprojekt fort. Es soll den Wettbewerbsvorteil der global agierenden PALFINGER Gruppe für die Zukunft sichern.

Nachhaltiges Wachstum erfordert Leadership, Respekt vor anderen Kulturen und Lernbereitschaft. Deshalb werden die zahlreichen Initiativen zur Förderung des Führungsnachwuchses und zur bewussten Steigerung der Diversity fortgesetzt. Die konsequente Ausrichtung auf effiziente und ökologisch verträgliche Produktion trägt ebenso zum wirtschaftlichen Erfolg der PALFINGER Gruppe bei. Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der unternehmerischen Haltung wird bei PALFINGER als Erfolgsfaktor gesehen.

PALFINGER verzeichnete in der Mitte des Jahres 2014 in europäischen Kernmärkten einen zwischenzeitlichen Rückgang beim Auftragseingang, eine Erholung war bereits im 4. Quartal zu beobachten und sollte sich im nächsten Jahr fortsetzen. Für Südamerika und Russland wird kein Aufschwung erwartet. Wachstumspotenziale werden für den nordamerikanischen Markt, Asien – insbesondere China – und das weltweite Marinegeschäft gesehen. Diese Entwicklungen erlauben die Erwartung einer neuerlichen Steigerung des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2015.

Im Jahr 2012 setzte sich das Management von PALFINGER das Ziel, bis zum Jahr 2017 den Konzernumsatz auf rund 1,8 Mrd EUR zu steigern. Die Zielerreichung wurde unter den damals geltenden Rahmenbedingungen und deren wahrscheinlich scheinenden Entwicklungen geplant. Auch Ende 2014 wird vom strategischen Ziel nicht abgegangen, wiewohl im Geschäftsjahr klar wurde, dass die unterschiedliche Entwicklung einzelner Marktregionen zunimmt und Wachstumsprognosen kurzfristig korrigiert werden. Die Planung des langfristigen Wachstums von PALFINGER beruht auf der allmählichen Komplettierung der Produktpalette in allen Marktregionen sowie in der Umsetzung der Potenziale des Marinegeschäfts in zählbare Markterfolge. Das langfristige Umsatzziel soll durch organisches, aber auch anorganisches Wachstum erreicht werden.

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

in TEUR Erläuterung 1–12 2014 1–12 2013
Umsatzerlöse 28 1.063.421 980.673
Umsatzkosten 30, 36, 37, 38 –816.974 –744.689
Bruttoergebnis vom Umsatz 246.447 235.984
Sonstige operative Erträge 29 23.511 12.262
Forschungs- und Entwicklungskosten 31, 37, 38 –25.250 –22.153
Vertriebskosten 32, 37, 38 –75.874 –73.827
Verwaltungskosten 33, 37, 38 –90.634 –78.723
Sonstige operative Aufwendungen 34 –15.848 –9.459
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 35 4.140 10.037
Operatives Ergebnis – EBIT 66.492 74.121
Zinserträge 39 763 769
Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten 39 –12.467 –10.187
Sonstige Zinsaufwendungen 39 –2.089 –2.177
Währungsdifferenzen 39 577 –1.436
Sonstiges Finanzergebnis 39 1.302 32
Finanzergebnis –11.914 –12.999
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.578 61.122
Ertragsteuern 10, 40 –10.481 –12.388
Ergebnis nach Ertragsteuern 44.097 48.734
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG (Konzernergebnis) 38.421 44.038
Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 5.676 4.696
in EUR
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) 57 1,05 1,24

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 GESAMTERGEBNISRECHNUNG

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in TEUR Erläuterung 1–12 2014 1–12 2013
Ergebnis nach Ertragsteuern 44.097 48.734
Beträge, die nicht in künftigen Perioden in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert
werden
Neubewertung gemäß IAS 19 63 –5.577 –1.332
Darauf entfallende latente Steuern 1.446 265
Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die
Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung ausländischer
Tochterunternehmen
–9.798 –12.391
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von equity-bilanzierten
Unternehmen
44 15.998 27
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung von Nettoinvestitionen
in ausländische Tochterunternehmen
2.736 –3.839
Darauf entfallende latente Steuern –1.504 416
Darauf entfallende tatsächliche Steuern 911 403
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 59
Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) –19.468 1.504
Darauf entfallende latente Steuern 3.112 –64
Darauf entfallende tatsächliche Steuern 1.972 –303
Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) 2.706 368
Darauf entfallende latente Steuern 14 217
Darauf entfallende tatsächliche Steuern –696 –308
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern –8.148 –15.037
Gesamtergebnis 35.949 33.697
davon
Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG 30.531 29.449
Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 5.418 4.248

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014 KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 KONZERNBILANZ

KONZERNBILANZ

in TEUR
Erläuterung
31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
1, 15, 16, 17, 41
209.070 173.707
Sachanlagen
2, 16, 42
251.009 218.371
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
3, 43
351 369
Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen
14, 35, 44
160.514 12.955
Sonstige langfristige Vermögenswerte
47
3.129 1.746
Aktive latente Steuern
10, 21, 45
18.627 20.206
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
7, 26, 46
33.656 1.871
Kurzfristige Vermögenswerte 676.356 429.225
Vorräte
4, 20, 48
239.180 215.445
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
5, 7, 18, 49
163.274 163.792
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte
51
26.007 21.557
Steuerforderungen
10
3.131 3.093
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
7, 26, 50
1.406 433
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel
7, 52
20.757 15.965
453.755 420.285
Summe Vermögenswerte 1.130.111 849.510
Eigenkapital
Grundkapital
53
37.593 35.730
Kapitalrücklagen
11, 54
82.056 30.727
Eigene Aktien
55
–1.593 –1.790
Kumulierte Ergebnisse
57, 58, 59
338.966 331.013
Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung
56
–12.519 –20.929
Summe Eigenkapital der Aktionäre der PALFINGER AG 444.503 374.751
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
60
16.809 11.163
Summe Eigenkapital 461.312 385.914
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
6, 7, 24, 58, 61
23.372 17.370
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
7, 62
327.291 184.681
Langfristige Rückstellungen
7, 8, 9, 22, 25, 63
49.386 38.592
Passive latente Steuern
10, 45
6.639 7.652
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
64
3.062 4.561
409.750 252.856
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
7
85.130 51.219
Kurzfristige Rückstellungen
9, 23, 65
12.813 12.351
Steuerverbindlichkeiten
10
4.902 5.172
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
7, 66
156.204 141.998
Summe Eigenkapital und Schulden 259.049
1.130.111
210.740
849.510

87

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Den Anteilseignern der PALFINGER AG zurechenbarer Anteil

in TEUR Erläuterung Grundkapital Kapitalrücklagen
Stand 1.1.2013 35.730 30.616
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 65 0 0
Neubewertung gemäß IAS 19 63 0 0
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 59 0 0
0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Dividenden 0 0
Umgliederung Anteile ohne beherrschenden Einfluss 6, 58, 61 0 0
Zugang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Erwerb Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Übrige Veränderungen 7, 55 0 111
0 111
Stand 31.12.2013 35.730 30.727
Stand 1.1.2014 35.730 30.727
Gesamtergebnis
Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung 65 0 0
Neubewertung gemäß IAS 19 63 0 0
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge 59 0 0
0 0
0 0
Transaktionen mit Anteilseignern
Kapitalerhöhung 53 1.863 51.192
Dividenden 58 0 0
Umgliederung Anteile ohne beherrschenden Einfluss 6, 58, 61 0 0
Zugang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Abgang Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0 0
Übrige Veränderungen 7, 55 0 137
1.863 51.329
Stand 31.12.2014 37.593 82.056

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Kumulierte Ergebnisse Den Anteilseignern der PALFINGER AG
zurechenbarer Anteil
Eigene Aktien Andere kumulierte
Ergebnisse
Neubewertung
gemäß IAS 19
Bewertungs
rücklagen gemäß
IAS 39
Ausgleichsposten
aus der Währungs
umrechnung
Summe Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
Eigenkapital
–1.858 305.879 –3.093 –2.891 –5.983 358.400 6.474 364.874
0 44.038 0 0 0 44.038 4.696 48.734
0 0 0 0 –14.970 –14.970 –414 –15.384
0 0 –1.033 0 0 –1.033 –34 –1.067
0 0 0 1.414 0 1.414 0 1.414
0 0 –1.033 1.414 –14.970 –14.589 –448 –15.037
0 44.038 –1.033 1.414 –14.970 29.449 4.248 33.697
0 –13.448 0 0 0 –13.448 –3.500 –16.948
0 1.035 0 0 0 1.035 –342 693
0 0 0 0 0 0 4.701 4.701
0 –870 0 0 24 –846 –384 –1.230
68 –18 0 0 0 161 –34 127
68 –13.301 0 0 24 –13.098 441 –12.657
–1.790 336.616 –4.126 –1.477 –20.929 374.751 11.163 385.914
–1.790 336.616 –4.126 –1.477 –20.929 374.751 11.163 385.914
0 38.421 0 0 0 38.421 5.676 44.097
0 0 0 0 8.410 8.410 –67 8.343
0 0 –3.940 0 0 –3.940 –191 –4.131
0 0 0 –12.360 0 –12.360 0 –12.360
0 0 –3.940 –12.360 8.410 –7.890 –258 –8.148
0 38.421 –3.940 –12.360 8.410 30.531 5.418 35.949
0 0 0 0 0 53.055 0 53.055
0 –14.515 0 0 0 –14.515 –4.912 –19.427
0 1.397 0 0 0 1.397 –2.820 –1.423
0 –971 0 0 0 –971 6.757 5.786
0 0 0 0 0 0 1.211 1.211
197 –79 0 0 0 255 –8 247
197 –14.168 0 0 0 39.221 228 39.449
–1.593 360.869 –8.066 –13.837 –12.519 444.503 16.809 461.312

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

in TEUR Erläuterung 1–12 2014 1–12 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.578 61.122
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (–) auf langfristige Vermögenswerte 37.841 31.380
Gewinne (–)/Verluste (+) aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 29, 34 –600 –114
Zinserträge (–)/Zinsaufwendungen (+) 39 13.793 11.499
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 44 –4.140 –10.037
Aufwendungen für Stock-Option-Programm 11 11 21
Veränderung Verbindlichkeit aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 61 –1.230 96
Übrige zahlungsunwirksame Erträge (–)/Aufwendungen (+) –9.896 –158
Zunahme (–)/Abnahme (+) von Vermögenswerten –34.715 –44.736
Zunahme (+)/Abnahme (–) von Rückstellungen –7.118 2.100
Zunahme (+)/Abnahme (–) von Verbindlichkeiten 14.623 23.439
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 63.147 74.612
Erhaltene Zinsen 763 769
Gezahlte Zinsen –13.226 –11.026
Erhaltene Dividenden von equity-bilanzierten Unternehmen 44 3.032 3.934
Gezahlte Ertragsteuern –6.508 –5.790
Cashflow aus dem operativen Bereich 13 47.208 62.499
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2.222 6.748
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –60.843 –38.450
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener
Zahlungsmittel*
–35.179 –7.081
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Vorjahren 63 0 –1.194
Auszahlungen für Anteile von equity-bilanzierten Unternehmen* 44 –122.742 0
Einzahlungen aus dem Abgang von Tochterunternehmen abzüglich abgehende
Zahlungsmittel*
–2.655 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 41 42
Auszahlungen/Einzahlungen von sonstigen Vermögenswerten –878 222
Cashflow aus dem Investitionsbereich –220.034 –39.713
Kapitalerhöhung abzgl. Begebungskosten 53 52.729 0
Dividenden an Aktionäre der PALFINGER AG 58 –14.515 –13.447
Dividenden an Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss 60 –4.856 –3.500
Vorauszahlungen für den Verkauf von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0 1.700
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 61 –2.635 –2.580
Einzahlungen von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss 202 0
Einzahlungen aus der Ausübung im Rahmen des Stock-Option-Programms 11 366 200
Aufnahme von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe 45.250 0
Rückführung von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe –5.389 –19.549
Langfristige Refinanzierung von Tilgungen und abgereiften kurzfristigen Darlehen 80.000 0
Begebung Schuldscheindarlehen 62 105.000 0
Tilgung abgereifter/gekündigter Schuldscheindarlehen –72.500 0
Auszahlungen/Einzahlungen von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 62 –5.269 6.826
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich 178.383 –30.350
Cashflow gesamt 5.557 –7.564

* Siehe Konsolidierungskreis

in TEUR 2014 2013
Finanzmittel Stand 1.1. 52, 13 15.965 24.476
Einfluss von Wechselkursänderungen –765 –947
Cashflow gesamt 5.557 –7.564
Finanzmittel Stand 31.12. 52, 13 20.757 15.965

GESCHÄFTSSEGMENTE

Der Vorstand der PALFINGER AG steuert den Konzern anhand der regionalen Geschäftssegmente EUROPEAN UNITS und AREA UNITS sowie des Geschäftsbereichs VENTURES. Die Struktur der Geschäftssegmente folgt der Strategie des Vorstands und vereint verschiedene "Cash Generating Units", die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Merkmale, wie erwartete langfristige Margen, Wettbewerbsposition, Produkte etc., vergleichbar sind.

GESCHÄFTSSEGMENT EUROPEAN UNITS

Das Geschäftssegment EUROPEAN UNITS beinhaltet folgende "Cash Generating Units":

  • Business Area EMEA
  • Business Area Marine

Das Segment EUROPEAN UNITS umfasst die Business Area EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), in der die Business Units Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane, Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Hooklifts, Mitnahmestapler, Eisenbahnsysteme, Produktion und die Vertriebsgesellschaft in Deutschland zusammengefasst sind. Diese Area umfasst die bereits etablierten Märkte und Business Units.

Zudem enthält das Segment die überregionale Business Area Marine mit den sechs Business Units Marinekrane, Windkrane, Offshore-Krane, Launch & Recovery Systems, Boats sowie Rope Access.

Das Segment EUROPEAN UNITS wird von Europa aus gesteuert und bedient vorwiegend entwickelte Märkte. Der Großteil der Wertschöpfung findet in Europa statt, und es gilt, die modernsten und leistungsstärksten Produkte zu entwickeln. Dementsprechend stehen die Weiterentwicklung der Produkte und eine kostengünstige und flexible Wertschöpfungskette im Vordergrund. Die strategischen Säulen Innovation und Flexibilisierung werden besonders in diesem Segment vereint.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 GESCHÄFTSSEGMENTE

GESCHÄFTSSEGMENT AREA UNITS

Das Geschäftssegment AREA UNITS beinhaltet folgende "Cash Generating Units":

  • Business Area Nordamerika (ohne ETI)
  • Business Area Asien und Pazifik Business Area GUS

  • ETI*

  • Business Area Südamerika

* ETI = Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US)

Im Segment AREA UNITS steht die strategische Säule Internationalisierung im Vordergrund. Die Märkte außerhalb Europas befinden sich großteils noch im Aufbau, und somit soll durch eigene Initiativen, Partnerschaften oder Akquisitionen das Wachstum vorangetrieben werden. Strategisch geht es um das Heranführen der Kunden an die PALFINGER Produkte, das heißt, in diesen Märkten soll die Technologie von PALFINGER etabliert und eine geeignete Vertriebsstruktur aufgebaut werden.

GESCHÄFTSBEREICH VENTURES

Im Geschäftsbereich VENTURES bündelt PALFINGER alle strategischen Zukunftsprojekte in deren Entwicklungsphase. Durch die Trennung dieses Bereichs vom operativen Geschäft sollen die gezielte Konzentration auf den Aufbau neuer Geschäftsfelder und die weitere Marktentwicklung gewährleistet werden. Im Bereich VENTURES werden keine Umsätze ausgewiesen.

Wertansätze

Die Wertansätze für die Segmentberichterstattung entsprechen den auf den IFRS-Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Das Current Capital setzt sich aktivseitig aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und passivseitig aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltenen Anzahlungen zusammen.

Verrechnungspreise

Die Verrechnungspreise werden entsprechend den OECD-Richtlinien festgelegt. Das Gebot der Fremdüblichkeit und Transparenz steht bei der Festlegung der Verrechnungspreise an oberster Stelle. Um eine Fremdüblichkeit gewährleisten zu können, müssen für konzerninterne Liefer- und Leistungsbeziehungen schriftliche Verträge vorliegen.

Die Verrechnung von Lieferungen zwischen Tochterunternehmen erfolgt zu Herstellkosten auf Basis Normauslastung zuzüglich eines gemäß einer standardisierten Funktions- und Risikoanalyse abgeleiteten Aufschlags.

Leistungen werden in verschiedene Gruppen unterteilt und entweder auf Kostenbasis (Endverrechnung, Umlage, vereinbarte Pauschale) oder mit der Kostenaufschlagsmethode verrechnet. Ob ein Gewinnzuschlag verrechnet werden kann, hängt von der genauen Zuordenbarkeit ab und ob es sich um wiederkehrende Routinefunktionen handelt.

Nicht zugeordnete Beträge

Die Konzernfinanzierung und -veranlagung (Finanzforderungen und -verbindlichkeiten, Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel sowie Finanzaufwendungen und Erträge) und die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 GESCHÄFTSSEGMENTE

EUROPEAN
UNITS
AREA UNITS VENTURES Konsolidierung Nicht
zugeordnete
Beträge
Summe
in TEUR 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014 1–12 2014
Außenumsatz 720.340 343.081 0 0 0 1.063.421
Innenumsatz 87.737 34 0 –87.771 0 0
Umsatz gesamt 808.077 343.115 0 –87.771 0 1.063.421
Abschreibungen –30.006 –8.139 0 0 0 –38.145
davon
Wertminderungen –2.124 –385 0 0 0 –2.509
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 2.913 1.227 0 0 0 4.140
Operatives Ergebnis (EBIT) 74.965 10.441 –19.011 97 0 66.492
Segmentvermögen 714.980 445.952 0 –108.398 77.578 1.130.112
davon
Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen 12.312 148.202 0 0 0 160.514
Current Capital aktiv 245.778 165.725 0 0 –9.050 402.453
Segmentschulden 174.158 179.077 0 –108.398 423.962 668.799
davon
Current Capital passiv 73.887 24.644 0 0 4.178 102.709
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
41.035 19.828 0 0 0 60.863
EUROPEAN
UNITS
AREA UNITS VENTURES Konsolidierung Nicht
zugeordnete
Beträge
Summe
in TEUR 1–12 2013 1–12 2013 1–12 2013 1–12 2013 1–12 2013 1–12 2013
Außenumsatz 651.033 329.640 0 0 0 980.673
Innenumsatz 84.266 31 0 –84.297 0 0
Umsatz gesamt 735.299 329.671 0 –84.297 0 980.673
Abschreibungen –24.565 –6.805 0 0 0 –31.370
davon
Wertminderungen –400 0 0 0 0 –400
Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen 10.037 0 0 0 0 10.037
Operatives Ergebnis (EBIT) 83.452 11.432 –20.263 –500 0 74.121
Segmentvermögen 622.947 244.960 0 –59.965 41.568 849.510
davon
Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen 12.955 0 0 0 0 12.955
Current Capital aktiv 238.945 143.800 0 0 –3.509 379.236
Segmentschulden 157.410 117.427 0 –59.965 248.724 463.596
davon
Current Capital passiv 74.768 19.205 0 0 6.876 100.849
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen
27.754 10.954 0 0 0 38.708

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 GESCHÄFTSSEGMENTE

Die Umsatzerlöse je Produktsegment gliedern sich wie folgt auf:

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Ladekran 652.727 623.651
Hydraulische Systeme 410.694 357.022
Summe 1.063.421 980.673

Das Produktsegment Ladekran beinhaltet im Wesentlichen die Produkte Ladekrane, Forst- und Recyclingkrane sowie Marinekrane und das dazugehörige Servicegeschäft. In der Produktgruppe Hydraulische Systeme sind unter anderem die Produkte Ladebordwände, Hubarbeitsbühnen, Hooklifts, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme enthalten.

Es gibt keinen einzelnen externen Kunden, der mehr als 10 Prozent zum externen Umsatz beiträgt.

INFORMATIONEN ÜBER GEOGRAFISCHE GEBIETE

Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Immaterielle Vermögenswerte
Inland 48.401 44.528
Deutschland 36.565 36.384
Russland 23.632 16.541
Vereinigte Arabische Emirate 22.986 0
Nordamerika 22.879 20.580
Frankreich 16.968 16.710
Rumänien 12.050 12.211
Norwegen 10.235 11.143
Niederlande 5.275 5.972
Restliches Ausland 10.079 9.638
Sachanlagen 209.070 173.707
Inland 66.439 68.421
Nordamerika 39.202 32.051
Bulgarien 27.918 26.838
Slowenien 21.914 22.939
Deutschland 20.456 18.558
Russland 16.093 4.649
Rumänien 12.566 9.305
Brasilien 11.696 6.445
Korea 6.516 5.724
Kanada 5.573 4.962
Frankreich 4.480 4.659
Restliches Ausland 18.156 13.820
251.009 218.371
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Deutschland 351 369
Aktive latente Steuern 351 369
Inland 3.581 5.998
Ausland 15.046 14.208
18.627 20.206
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Inland 1.188 803
Frankreich 824 73
Brasilien 493 354
Russland 179 203
Indien 110 126
Deutschland 67 73
Restliches Ausland 268 114
3.129 1.746

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ALLGEMEINES

Die PALFINGER AG mit Sitz in 5020 Salzburg, Österreich, Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, ist ein börsenotiertes Unternehmen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, innovative Hebe-Lösungen zu produzieren und zu vertreiben, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen.

Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2014 wurde nach den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. Gemäß § 245a UGB kommt diesem Konzernabschluss nach österreichischem Recht befreiende Wirkung zu, alle zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB sind erfüllt worden.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens, der PALFINGER AG, aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Gesellschaften werden zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Eine Ausnahme bildet das assoziierte Unternehmen SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., da hier die notwendigen Informationen erst nach der Veröffentlichung des jeweiligen Konzernabschlusses von PALFINGER zur Verfügung stehen. Daher hat man sich entschlossen, immer das Quartalsergebnis, jeweils versetzt um ein Quartal, in den Konzernabschluss zu übernehmen. Sollten wesentliche Ereignisse zwischen dem in den Konzernabschluss einbezogenen Quartalsabschluss und dem aktuellen Abschlussstichtag eintreten, werden diese entsprechend berücksichtigt.

Im Konzern erfolgen die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie im Konzern-Cashflow-Statement Posten zusammengefasst und in den Erläuterungen nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert angeführt und erläutert.

Die Gliederung der Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Der Konzernabschluss und die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen veröffentlicht. Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2014 wurde von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, geprüft. Der Vorstand der PALFINGER AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 am 28. Jänner 2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und mitzuteilen, ob er den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 billigt.

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KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Konsolidierungskreis

Die PALFINGER AG erstellt den Konzernabschluss für die PALFINGER Gruppe. In den Konzernabschluss werden der Abschluss der PALFINGER AG und die Abschlüsse der von der PALFINGER AG beherrschten Unternehmen zum 31. Dezember eines jeden Jahres einbezogen. Beherrschung ist gegeben, wenn das Unternehmen die Entscheidungsgewalt über die maßgebliche Tätigkeit besitzt, variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen generiert sowie diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches die PALFINGER AG durch die Teilhabe an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblichen Einfluss nehmen kann, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung vorliegt. Als widerlegbare Vermutung gilt dabei eine Beteiligung im Ausmaß von 20 bis 50 Prozent der Stimmrechte. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist die gemeinsame Vereinbarung zwischen PALFINGER und einem oder mehreren anderen Partnern, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über das Gemeinschaftsunternehmen ausüben, Rechte am Nettovermögen dieses Unternehmens besitzen.

Der Konsolidierungskreis, einschließlich der PALFINGER AG als Muttergesellschaft, ist aus der Beteiligungsübersicht ersichtlich.

Direkte
Beteiligung2)
Oberge
sellschaft1)
in Prozent
Indirekte
Beteiligung3)
in Prozent
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2014 2013 2014 2013
Vollkonsolidierte Unternehmen
PALFINGER AG, Salzburg, (AT) EUR
Composite Works, LLC, Oklahoma City (US) ETI 63,48 63,48 50,78 50,78 USD
Dreggen BG LLC, Kaliningrad (RU) DREG - 100,00 - 100,00 RUB
EPSILON Kran GmbH., Salzburg (AT) PEMEA 65,00 65,00 65,00 65,00 EUR
Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) PUSA 80,00 80,00 80,00 80,00 USD
Guima Palfinger S.A.S., Caussade (FR) PEMEA 65,00 80,00 65,00 80,00 EUR
Holding Company Podyomnie Maschini ZAO, Arkhangelsk (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
VMS/PMH 100,00 - 60,00 - RUB
INMAN ZAO, Ischimbai (RU) PCIS 100,00 100,00 100,00 100,00 RUB
Konvek OOO, Velikiye Luki (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
VMS/PM 100,00 - 60,00 - RUB
Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) PSAG 99,64 99,64 99,64 99,64 BRL
Mega Repairing Machinery Equipment LLC, Dubai (AE)
(Erstkonsolidierung: 14. Jänner 2014)
PSYSU 70,00 - 70,00 - AED
Megarme General Contracting Company LLC, Abu Dhabi (AE)
(Erstkonsolidierung: 14. Jänner 2014)
PSYSU 70,00 - 70,00 - AED
Megarme Qatar WLL, Katar (QA)
(Erstkonsolidierung: 14. Jänner 2014)
PSYSU 70,00 - 70,00 - QAR
MBB Palfinger s.r.o., Bratislava (SK) MBB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
MBB Inter S.A.S., Silly en Gouffern (FR) MBB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
MBB Interlift N.V., Erembodegem (BE) MBB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee (DE) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Nimet Srl, Lazuri (RO) PPT 60,00 60,00 60,00 60,00 RON
Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) PUSA 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
PalAir GmbH, Salzburg, (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
in Prozent
Indirekte
Beteiligung3)
in Prozent
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2014 2013 2014 2013
Palfinger Boats B.V., Harderwijk (NL)
(vormals Fast RSQ B.V)
PND 80,00 80,00 80,00 80,00 EUR
Palfinger Boats Vietnam Co., Ltd., Hung Yen (VN)
(vormals Fast RSQ Vietnam Co., Ltd.)
BOATS 100,00 100,00 80,00 80,00 USD
Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Crane Rus LLC, St. Petersburg (RU) PARUS 100,00 100,00 100,00 80,00 RUB
Palfinger Cranes India Pvt. Ltd., Chennai (IN) PAUG/PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 INR
Palfinger Dreggen AS, Bergen (NO) PMB 100,00 100,00 100,00 100,00 NOK
Palfinger Dreggen Do Brasil Ltda, Rio de Janeiro (BR) DREG 100,00 100,00 100,00 100,00 BRL
Palfinger Dreggen Korea, Limited, Sacheon (KR) PMB 100,00 100,00 100,00 100,00 KRW
Palfinger Dreggen Poland sp. z.o.o., Gdynia (PL)
(Erstkonsolidierung: 10. April 2014)
PMB 100,00 - 100,00 - PLN
Palfinger Dreggen Pte. Ltd., Singapur (SG) DREG 100,00 100,00 100,00 100,00 SGD
Palfinger EMEA GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 - 100,00 - EUR
Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger GmbH, Ainring (DE) PP/PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Gru Idrauliche S.r.l., Bozen (IT) PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger, Inc., Niagara Falls (CA) PNAG 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Koch Metalúrgica Ltda., Cachoeirinha (BR) PDB 60,00 60,00 60,00 60,00 BRL
Palfinger Liftgates, LLC, Cerritos (US) PUSA 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine d.o.o., Marburg (SI) PMB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Marine Pte. Ltd., Singapur (SG) PMB 100,00 100,00 100,00 100,00 SGD
Palfinger Marine Services AS, Rosendal (NO) PMB - 100,00 - 100,00 NOK
Palfinger Marine Services B.V., Elst (NL) PMB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger PM Holding GmbH, Salzburg (AT)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
PCIS 60,00 - 60,00 - EUR
Palfinger Ned-Deck B.V., Barneveld (NL)
(vormals Ned-Deck Marine B.V.)
PMB 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Ned-Deck Vietnam Co. Ltd., Hanoi (VN)
(vormals Ned-Deck Marine Vietnam Co. Ltd.)
PND 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
Palfinger North America GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) MBB/PEU 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Paflinger Platforms Italy S.r.l., Bozen (IT) PSUG 80,00 80,00 80,00 80,00 EUR
Palfinger Proizvodnja d.o.o., Marburg (SI) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger Proizvodna Tehnologija Hrvatska d.o.o., Delnice (HR) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 HRK
Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) PCIS 100,00 80,00 100,00 80,00 EUR
Palfinger (Shenzhen) Ltd., Shenzhen (CN) PAP 100,00 100,00 100,00 100,00 CNY
Palfinger South America GmbH, Salzburg (AT) PAUG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger SLS Holding Pte. Ltd., Singapur (SG) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT)
(vormals Palfinger European Units GmbH)
PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger systems units GmbH, Salzburg (AT) PAG 100,00 100,00 100,00 100,00 EUR
Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda, Caxias
do Sul (BR)
MP 100,00 100,00 99,64 99,64 BRL
Palfinger USA, Inc., Tiffin (US) PNAG 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
PalFleet Truck Equipment Company, LLC, Birmingham (US) OSI 100,00 100,00 100,00 100,00 USD
PM Engineering OOO, Velikiye Luki (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
SMZ OOO 100,00 - 60,00 - RUB

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Oberge
sellschaft1)
Direkte
Beteiligung2)
in Prozent
Indirekte
Beteiligung3)
in Prozent
FW4)
Gesellschaft, Sitz 2014 2013 2014 2013
Podyomnie Maschini ZAO, Velikiye Luki (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
PMH 100,00 - 60,00 - RUB
Ratcliff Palfinger Ltd., Welwyn Garden City (UK) PEMEA 100,00 100,00 100,00 100,00 GBP
SMZ OAO, Arkhangelsk (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
PM/HKPM 100,00 - 60,00 - RUB
SMZ OOO, Arkhangelsk (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
VMS/HKPM 100,00 - 60,00 - RUB
Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
PM/HKPM 100,00 - 60,00 - RUB
Velmash ZAO, Velikiye Luki (RU)
(Erstkonsolidierung: 1. Oktober 2014)
SMZ OAO/
HKPM
100,00 - 60,00 - RUB
Equity-bilanzierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen
Andrés N. Bertotto S.A.I.C., Río Tercero (AR)
(Erstkonsolidierung: 31. Juli 2014)
PSAG 30,00 - 30,00 - ARS
Dreggen (Hong Kong) Company Limited, Hong Kong DREG 33,00 33,00 33,00 33,00 HKD
Palfinger Argentina S.A., Buenos Aires (AR) MP 100,00 100,00 99,64 99,64 ARS5)
Palfinger France S.A., Étoile sur Rhône (FR) PEMEA 49,00 49,00 49,00 49,00 EUR
STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H., Elsbethen (AT) PEMEA 45,00 45,00 45,00 45,00 EUR
SANY Automobile Hoisting Machinery Co.,Ltd.,
Changsha City (CN)
(Erstkonsolidierung: 14. Mai 2014)
PSLS 10,00 - 10,00 - CNY
Gemeinschaftsunternehmen
Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH,
Salzburg (AT)
PSUG 50,00 50,00 50,00 50,00 EUR6)
PALFINGER SANY Cranes ooo, Moskau (RU) PSV 100,00 100,00 50,00 50,00 RUB6)
Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd., Rudong (CN) PAP 50,00 50,00 50,00 50,00 CNY6)
Sonstige Beteiligungen
Palfinger systems GmbH, Salzburg (AT) PSYSU 26,00 - 26,00 - EUR
Palfinger Entraco systems Solution BV, Spijkenisse (NL) PSYS 50,00 - 13,00 - EUR

1) Obergesellschaft:

DREG = Palfinger Dreggen AS, Bergen (NO) ETI = Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) BOATS = Palfinger Boats B.V., Barneveld (NL) HKPM = Holding Company Podyomnie Maschini ZAO MBB = MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee (DE) MP = Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) PND = Palfinger Ned-Deck B.V., Barneveld (NL) OSI = Omaha Standard, LLC, Council Bluffs (US) PAG = PALFINGER AG, Salzburg (AT) PAP = Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PARUS = Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) PAUG = Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) PCIS = Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) PDB = Palfinger Dreggen Do Brasil Ltda, Rio de Janeiro (BR) PEMEA = Palfinger EMEA GmbH, Salzburg (AT)

2) Aus Sicht der Obergesellschaft

3) Aus Sicht der PALFINGER AG

4) FW = funktionale Währung

5) Gesellschaft wegen Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert 6) Im Jahr 2013 quotenkonsolidiert

PEU = Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) PSUG = Palfinger S. Units GmbH, Salzburg (AT) PM = Podyomnie Maschini ZAO, Velikiye Luki (RU) PMB = Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg (AT) PMH = Palfinger PM Holding GmbH, Salzburg (AT) PNAG = Palfinger North America GmbH, Salzburg (AT) PP = Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) PPT = Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) PSAG = Palfinger South America GmbH, Salzburg (AT) PSV = Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH, Salzburg (AT) PUSA = Palfinger USA, Inc., Tiffin (US) PSLS = Palfinger SLS Holding Pte. Ltd., Singapur (SG) PSYS = Palfinger systems GmbH (AT) PSYSU = Palfinger systems units GmbH (AT) VMS = Velmash-S OOO, Velikiye Luki (RU)

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

NEUGRÜNDUNGEN

Am 10. April 2014 wurde die Palfinger Dreggen Poland sp. z.o.o., Gdynia, Polen, gegründet. Die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH hält 100 Prozent an der Gesellschaft.

Am 14. August 2014 wurde gemeinsam mit dem größten russischen Lkw-Hersteller, KAMAZ, die Gründung von zwei Joint Ventures vereinbart. Das Joint Venture Mounting wird zu 49 Prozent von der PALFINGER Gruppe und zu 51 Prozent von der KAMAZ Gruppe gehalten werden und spezialisiert sich auf Lkw-Aufbauten. Das Joint Venture Cylinder wird zu 51 Prozent von PALFINGER gehalten werden. PALFINGER erwirbt diesen Anteil an einer bestehenden Zylinderproduktion von KAMAZ in Neftekamsk in der Region Baschkortostan und wird in die Modernisierung der Anlagen investieren. Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen ist das Closing beider Transaktionen und somit die Gründung der neuen Joint Ventures für Anfang des Jahres 2015 geplant.

UMGRÜNDUNGEN

Folgende Umgründungen hatten keine Auswirkung auf den Konsolidierungskreis:

Im Zuge der Optimierung der Konzernstruktur, die bereits im Jahr 2012 begonnen wurde, wurde am 25. September 2014 die Palfinger EMEA GmbH, Salzburg, mit Spaltungs- und Übernahmsvertrag vom 2. Juni 2014 mittels Spaltung zur Neugründung als 100-prozentige Tochtergesellschaft der PALFINGER AG ins Firmenbuch eingetragen. Unter dieser Gesellschaft werden die Beteiligungen der Area EMEA gebündelt.

Per 18. Dezember 2014 wurde die Ratcliff Palfinger Ltd., Welwyn Garden City, Großbritannien, von der Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH an die Palfinger EMEA GmbH verkauft.

AKQUISITIONEN 2014

Palfinger systems

Am 14. November 2013 erfolgte das Signing für den Erwerb von 85 Prozent der Anteile der Palfinger systems GmbH, Salzburg, und deren Beteiligungsunternehmen. Das Closing der Transaktion fand am 14. Jänner 2014 statt.

Palfinger systems GmbH hat seinen Hauptsitz in Salzburg sowie ein Fertigungs- und Montagewerk im steirischen Weng im Gesäuse, Österreich, und war bisher im Besitz der Palfinger Privatstiftung. Das Unternehmen entwickelt und produziert innovative Maschinen- und Prozesstechnologien sowie maßgeschneiderte Kunden- oder Projektlösungen. Die Lösungen zeichnen sich dadurch aus, dass mit ihnen Arbeiten schneller, effizienter, sicherer und umweltfreundlicher als mit herkömmlichen Methoden durchgeführt werden können.

Ursprünglich war es das strategische Ziel, diese richtungsweisenden Technologien in die Serienproduktion überzuführen und somit die Synergien mit der PALFINGER Gruppe optimal zu nutzen. Im Zuge der Übernahme der Palfinger systems GmbH stellte sich jedoch heraus, dass noch weitere Investitionen und Entwicklungsschritte notwendig sind, um das volle Potenzial der Technologien zu realisieren. Diese Entwicklungen sind aber am besten durch eine neue Eigentümerstruktur zu erreichen,

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

und daher hat sich der Vorstand entschieden, sich aus diesem Engagement zurückzuziehen. Die PALFINGER Gruppe hat daher mit Vertrag vom 18. Dezember 2014 die Beherrschung der Gesellschaft per 31. Dezember 2014 wieder abgegeben und 59 Prozent der Anteile um 1 EUR an eine Gesellschaft von Hubert Palfinger sen. verkauft. Die PALFINGER Gruppe bleibt somit bis auf weiteres mit 26 Prozent Minderheitsgesellschafter. Dividenden aus dieser Beteiligung sind aufgrund von Mezzaninkapitalregelungen auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Eine Nachschussverpflichtung auf Verluste oder eine Verpflichtung zur Leistung von Eigenkapital besteht nicht.

Es bestehen Forderungen der PALFINGER AG gegenüber der Palfinger sytems GmbH in Höhe von rund 29 Mio EUR. Für diese Forderungen wurde ein Ratenplan für die Bedienung innerhalb der nächsten zehn Jahre vereinbart. Die Erfüllung des Ratenplans wurde durch verschiedene Sicherheiten von Related Parties (Garantien, Verpfändung von Mieterlösen), aber außerhalb der Palfinger systems GmbH hinterlegt, sodass die Werthaltigkeit der gesamten Forderungen in Höhe von 29 Mio EUR gewährleistet ist. Die Forderungen werden fremdüblich verzinst.

Die 26-Prozent-Minderheitsbeteiligung besteht somit zur Sicherstellung der Gläubigerinteressen der PALFINGER AG. Aufgrund des Gesamtbildes der vertraglichen Vereinbarungen und der reduzierten Minderheitenrechte, kann trotz einer 26 prozentigen Beteiligung kein maßgeblicher Einfluss dargestellt werden. Die Beteiligung wird mit den fortgeführten Anschaffungskosten von 1 EUR einbezogen.

Die endgültige Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte sowie die Entkonsolidierungseffekte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR Erwerb Entkonsolidierung
Kaufpreis in bar beglichen / erhalten 0 0
Buchwert von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss –1.211
Zwischensumme 0 –1.211
Reinvermögen 0 8.936
Firmenwert / Ertrag aus Abgang 0 7.725

Bei dem Erwerb wurden potenzielle Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus einem Mezzaninkapital sowie eine alineare Dividende vereinbart, die nach der Entkonsoldierung auf den Konzernabschluss der PALFINGER AG keine Auswirkung mehr haben. Diese sind nicht in der Kaufpreisaufteilung enthalten, da sie nur einen unwesentlichen beizulegenden Zeitwert hatten.

Der positive Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung wurde in den übrigen sonstigen Erträgen erfasst.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das im Jänner erworbene und im Dezember veräußerte Reinvermögen setzte sich zum Erwerbs- bzw. Veräußerungszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR Fair Value -
Erstkonsolidierung
Buchwerte -
Entkonsolidierung
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 28 13
Sachanlagen 8.452 4.195
Anteile an assoziierten Unternehmen 436 436
Aktive latente Steuern 34 0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1 2
8.951 4.646
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 12.185 17.090
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.777 8.968
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 1.150 1.904
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 4 26
15.116 27.988
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.488 605
Langfristige Rückstellungen 98 119
4.586 724
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 7.314 33.445
Kurzfristige Rückstellungen 74 93
Steuerverbindlichkeiten 207 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 11.886 7.308
19.481 40.846
Reinvermögen 0 –8.936

Der Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben und dem Verkauf stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Erwerb Entkonsolidierung
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –6 0
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen / erhalten 0 0
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 4 –26
Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben –2 –26

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bis zur Entkonsolidierung trug die Akquisition Systems mit Umsatzerlösen von 7.069 TEUR zum Konzernumsatz der PALFINGER AG bei. Das vorübergehende Beherrschen der Palfinger systems GmbH durch die Palfinger AG hatte auf das Konzernergebnis 2014 keinen Effekt, da die negativen Ergebnisse der Gesellschaft durch den Ertrag aus dem Abgang kompensiert wurden.

Megarme

Das Closing für die Übernahme von 70 Prozent der Anteile der Megarme-Gruppe erfolgte am 14. Jänner 2014. Auf die restlichen 30 Prozent besteht eine Put-Option der Minderheitsgesellschafter zur Andienung der restlichen Anteile an PALFINGER. Diese Verpflichtung wird als Verbindlichkeit aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss ausgewiesen.

Die Megarme-Gruppe ist auf das Servicegeschäft fokussiert und besteht aus drei Gesellschaften im arabischen Raum: in Dubai, Abu Dhabi und Katar. Sie bietet mit Industriekletterern seilunterstützte Zugangstechniken an.

Durch die Übernahme von Megarme hat PALFINGER erstmals auch Standorte im arabischen Raum, der ein wichtiger Markt für diese Industrien ist. Die Übernahme von Megarme bedeutet auch einen weiteren Internationalisierungsschritt für PALFINGER. Megarme bringt einerseits Wertschöpfungsstrukturen im arabischen Raum ein, andererseits auch jahrelange Marktkenntnis.

Die endgültige Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2014
Kaufpreis in bar beglichen 17.963
Verbindlichkeit aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 8.209
Zwischensumme 26.172
Reinvermögen –14.420
Firmenwert 11.752

Der im Rahmen der Akquisition entstandene Firmenwert reflektiert im Wesentlichen den erwarteten Vorteil aus Synergien und Potenzialen aus der Markterweiterung im Bereich Schifffahrts- und Offshore-Industrie sowie Mitarbeiter-Know-how.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht nutzbar.

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 9.901
Sachanlagen 2.209
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 573
Sonstige langfristige Vermögenswerte 87
12.770
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.017
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 209
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 235
5.461
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 272
Langfristige Rückstellungen 1.145
Passive latente Steuern 66
1.483
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 69
Steuerverbindlichkeiten 66
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 2.193
2.328
Reinvermögen 14.420

Die übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Bruttowert in Höhe von 5.634 TEUR auf. Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen beträgt 617 TEUR.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2013/2014
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –126
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen –17.963
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 235
Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben –17.854

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung trug die Akquisition Megarme mit Umsatzerlösen von 18.792 TEUR zum Konzernumsatz der PALFINGER AG bei und leistete eine Beitrag von 1.063 TEUR zum Konzernergebnis.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

PM-Group Lifting Machines

Am 18. Dezember 2013 wurde der Vertrag unterzeichnet, der den mehrheitlichen Erwerb der russischen PM-Group Lifting Machines vorsieht. Das Closing der Akquisition von 60 Prozent an der russischen PM-Group Lifting Machines über eine österreichische Zwischenholding wurde am 1. Oktober 2014 abgeschlossen. Weitere 20 Prozent wurden von Steindl Forsttechnik GmbH erworben. Auf die restlichen 20 Prozent besteht eine Put-Option des Minderheitsgesellschafters zur Andienung der restlichen Anteile an PALFINGER sowie eine Call-Option von PALFINGER. Die Optionen sind im Jahr 2019 ausübbar. Bis zur Ausübung der Call-/Put-Option besteht eine alineare Dividende zugunsten dieses Verkäufers, sodass dieser einen überproportionalen Anteil am zukünftigen Gewinn erhält. Diese Verpflichtungen werden als vorgezogener Kaufpreis in den langfristigen Rückstellungen ausgewiesen.

PM-Group Lifting Machines ist ein bedeutender Anbieter von Forst- und Recyclingkranen in Russland. PM-Group Lifting Machines beinhaltet die beiden russischen Kranhersteller Velmash und Solombalsky. Sie produzieren und vertreiben eine breite Palette von Forst- und Recyclingkranen, darüber hinaus ist die Gruppe auch bei Hooklifts und Speziallösungen aktiv. Mit 86 Händlern, Servicestellen und regionalen Büros verfügt die Gruppe über ein weitreichendes Vertriebsnetzwerk und stellt damit eine hervorragende Ergänzung zur Marktbearbeitung durch PALFINGER bzw. EPSILON dar.

Mit dieser Übernahme setzt PALFINGER einen bedeutenden Schritt beim Ausbau der Aktivitäten in Russland. Russland wird zu einem der drei bedeutendsten Märkte für PALFINGER. PALFINGER kann damit seinen Kunden eine breitere Produktpalette und ein besseres Service anbieten, und es werden auch Chancen für den Vertrieb der PM-Produkte in Indien und China gesehen.

Aufgrund der hohen Komplexität der Transaktion und der Größe der Akquisition basiert die Kaufpreisaufteilung auf vorläufigen Werten. Die endgültige Bewertung der Kaufpreisaufteilung wird innerhalb von zwölf Monaten ab Erwerbszeitpunkt abgeschlossen, sobald alle Grundlagen für die Ermittlung der Zeitwerte, insbesondere des Kundenstocks, der Marke, des Auftragsstands, der Vorräte, des Anlagevermögens und der Rückstellungen sowie der latenten Steuern, im Detail analysiert wurden.

Die Kaufpreisaufteilung auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2014
Kaufpreis in bar beglichen 18.000
Noch nicht fälliger Kaufpreis 9.592
Anteiliges Reinvermögen der Anteile ohne beherrschenden Einfluss
(Steindl Forsttechnik GmbH)
4.096
Zwischensumme 31.688
Reinvermögen –20.480
Firmenwert 11.208

Der im Rahmen der Akquisition entstandene Firmenwert reflektiert im Wesentlichen den erwarteten Vorteil aus Synergien, Potenzialen aus der Markterweiterung in Russland vor allem im Bereich Forst- und Recyclingkrane sowie Mitarbeiter-Knowhow.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht nutzbar. Der Firmenwert wird in Höhe von 9.857 TEUR der "Cash Generating Unit" Business Area GUS und in Höhe von 1.351 TEUR der "Cash Generating Unit" Business Area EMEA zugeordnet.

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 8.384
Sachanlagen 10.689
Aktive latente Steuern 317
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 42
Sonstige langfristige Vermögenswerte 43
19.475
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 11.105
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.357
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 864
Steuerforderungen 19
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 545
14.889
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.248
Langfristige Rückstellungen 472
Passive latente Steuern 2.129
4.849
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.907
Kurzfristige Rückstellungen 751
Steuerverbindlichkeiten 40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 6.336
9.035
Reinvermögen 20.480

Die übernommenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Bruttowert in Höhe von 2.487 TEUR auf. Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen beträgt 130 TEUR.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus dem Erwerb stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –181
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen –18.000
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 545
Nettozahlungsmittelfluss aus dem Erwerb –17.636

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung trug die Akquisition PM-Group Lifting Machines mit Umsatzerlösen von 13.186 TEUR zum Konzernumsatz der PALFINGER AG bei und leistete einen Beitrag von 863 TEUR zum Konzernergebnis.

Pro-forma-Angaben

Das Konzernergebnis der PALFINGER AG hätte sich wie folgt dargestellt, wenn die Akquisition PM-Group Lifting Machines bereits zum 1. Jänner 2014 erfolgt wäre:

in TEUR 1–12 2014
ausgewiesen
1–12 2014
pro forma
Umsatzerlöse 1.063.421 1.092.512
Ergebnis nach Ertragsteuern 44.097 44.315
Ergebnis je Aktie in EUR 1,05 1,05

SANY-Lifting-Business

PALFINGER hat sich mit SANY darauf geeinigt, die Partnerschaft durch eine wechselseitige Beteiligung der Unternehmen im Ausmaß von 10 Prozent auszubauen. Am 10. Dezember 2013 erfolgte das Signing für den Erwerb von 10 Prozent am SANY-Lifting-Business. SANY Lifting ist der auf Mobil-, Turm- und Rampenkrane spezialisierte Bereich der SANY-Gruppe. Die 10 prozentige Beteiligung erfolgte durch neue Anteile, die von SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., Changsha City, im Rahmen einer Barkapitalerhöhung ausgegeben wurden. Der Kaufpreis betrug rund 110 Mio EUR.

Im Gegenzug beteiligte sich SANY Heavy Industries an der PALFINGER AG im Ausmaß von 10 Prozent. Die Beteiligung von SANY Heavy Industries an der PALFINGER AG erfolgte zur Hälfte (das sind 1.863.258 Stück Aktien) durch die Ausgabe neuer Aktien aus dem genehmigten Kapital der PALFINGER AG und zur anderen Hälfte durch den Erwerb bestehender Aktien von der Familie Palfinger. Der von SANY zu zahlende Preis betrug 29 EUR pro Aktie. Weitere Details zur Kapitalerhöhung sind unter Erläuterung (53) Grundkapital zu finden.

Die Transaktion wurde am 14. Mai 2014 nach Erhalt der erforderlichen behördlichen und formalen Genehmigungen geclosed. PALFINGER stehen jedoch nur Informationen zum Quartalsultimo zur Verfügung. Daher wurde die Kaufpreisallokation mit den Zahlen zum 31. März 2014 durchgeführt. Die Abweichungen zum 14. Mai 2014 werden als unwesentlich eingeschätzt.

Der Nettozahlungsmittelfluss aus der wechselseitigen Beteiligung stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2013/2014
Cashflow aus dem operativen Bereich
Transaktionskosten –1.135
Cashflow aus dem Investitionsbereich
Kaufpreis in bar beglichen –109.978
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich
Kapitalerhöhung bei PALFINGER AG exkl. Begebungskosten, die von Sany gezeichnet wurde 52.729
Nettozahlungsmittelfluss aus dem Erwerb –58.384

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die 10-prozentige Beteiligung an SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. wird als assoziiertes Unternehmen mit der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der maßgebliche Einfluss begründet sich auf vertraglich definierte Rechte von PALFINGER wie zum Beispiel die Teilnahme an wesentlichen Entscheidungsprozessen einschließlich der Dividendenbestimmung, Veto-Rechte für einzelne wesentliche Entscheidungen, die Bereitstellung von technischem Know-how und die Vertretung im Aufsichtsorgan.

Die Kaufpreisaufteilung im Zuge des Erwerbs der Beteiligung an SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2014
Kaufpreis in bar beglichen 109.978
Zwischensumme 109.978
Anteiliges Reinvermögen –18.797
Anteilige Kapitalerhöung bei SANY Lifting Business –11.053
Firmenwert 80.128

Das Reinvermögen enthält langfristige Vermögenswerte in Höhe von 315.635 TEUR und ein Net Working Capital in Höhe von – 132.567 TEUR.

Der im Rahmen der Akquisition entstandene Firmenwert reflektiert den erwarteten Vorteil aus Potenzialen aus der Markterweiterung in China sowie das hohe Internationalisierungspotenzial des Bereichs. Die Strategie von SANY Lifting ist bestimmt von den Internationalisierungsbestrebungen der chinesischen Wirtschaft, und so bestehen große Absatzchancen in Süd- und Nordamerika, im Nahen Osten und Afrika sowie auch in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten. Darüber hinaus stellt auch das Mitarbeiter-Know-how des Bereichs einen Firmenwert dar.

Die Werthaltigkeit des Firmenwerts ist einerseits abhängig von der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft und andererseits abhängig vom Erfolg der Internationalisierungsstrategie. In China ist insbesondere die Entwicklung der Bauwirtschaft wesentlich für die Entwicklung des Firmenwerts. Dabei spielen die voranschreitende Urbanisierung der chinesischen Bevölkerung und die dadurch notwendigen Infrastrukturprojekte eine maßgebliche Rolle. In den internationalen Märkten bestehen unterschiedliche politische und makroökonomische Risiken, die die Realisierung des Firmenwerts beeinflussen können.

Der Firmenwert ist steuerlich nicht nutzbar.

PALFINGER stehen nur Informationen zum Quartalsultimo zur Verfügung. Diese Informationen werden auch in Zukunft erst nach der Veröffentlichung des jeweiligen Quartalsberichts von PALFINGER zur Verfügung stehen. Daher hat man sich entschlossen, einerseits die Erstkonsolidierung per 31. März 2014 durchzuführen und in weiterer Folge immer das Quartalsergebnis, jeweils versetzt um ein Quartal, in den Konzernabschluss zu übernehmen. Das heißt, im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurden die Ergebnisse vom 31. März 2014 bis zum 30. September 2014 übernommen. Wesentliche Ereignisse zwischen dem 30. September und dem 31. Dezember 2014, die bei der Equity-Bilanzierung zu berücksichtigen gewesen wären, lagen nicht vor.

HIDRO-GRUBERT

Am 25. Juni 2014 wurde eine Beteiligung im Ausmaß von 30 Prozent an der argentinischen Gesellschaft Andrés N. Bertotto S.A.I.C. mit Sitz in Río Tercero, Córdoba, Argentinien, vereinbart. Das Unternehmen ist unter der Marke HIDRO-GRUBERT tätig. Darüber hinaus gibt es die Option, in den kommenden drei bis fünf Jahren die Mehrheit am Unternehmen zu übernehmen. Das Closing der Transaktion erfolgte am 31. Juli 2014.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

HIDRO-GRUBERT produziert in Río Tercero in der argentinischen Provinz Córdoba Hubarbeitsbühnen, hydraulische Knickarmkrane und Aufbauten. Das Unternehmen ist in Argentinien klarer Marktführer. Diese Beteiligung wird PALFINGER den lateinamerikanischen Markt für Hubarbeitsbühnen eröffnen und die Marktposition von PALFINGER am amerikanischen Kontinent weiter stärken.

Das Unternehmen wird als assoziiertes Unternehmen mit der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

in TEUR 2014
Kaufpreis in bar beglichen 746
Noch nicht fälliger Kaufpreis 1.137
Noch nicht fällige bedingte Gegenleistung (auf Treuhandkonto) 1.226
Zwischensumme 3.109
Anteiliges Reinvermögen –1.331
Firmenwert 1.778

Das Reinvermögen enthält langfristige Vermögenswerte in Höhe von 1.330 TEUR und ein Net Working Capital in Höhe von 2.729 TEUR.

AKQUISITION 2015

Am 18. Dezember 2014 wurde der Vertrag zum Erwerb aller Anteile an der Norwegian Deck Machinery AS, Os, Norwegen, unterzeichnet. Das Closing der Transaktion erfolgte am 14. Jänner 2015. Somit wurden die Wertansätze noch nicht in dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 erfasst.

Norwegian Deck Machinery AS hat sich mit der Entwicklung von speziellen Winden und Ladesystemen für Hochseeschiffe, Hochsee-Versorgungsschiffe und Öl- und Gasbohrplattformen eine bedeutende Marktposition erarbeitet. Die von Norwegian Deck Machinery AS entwickelten Systeme zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie den Wellengang automatisch kompensieren und dadurch die Bewegung der Lasten effizienter und sicherer bewerkstelligen.

Mit dieser Akquisition ergänzt PALFINGER das Produktangebot im Marinebereich.

Die vorläufige Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

in TEUR 2015
Kaufpreis in bar beglichen 8.557
Zwischensumme 8.557
Reinvermögen –2.070
Firmenwert 6.487

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das erworbene Reinvermögen setzt sich auf Basis der vorläufigen ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:

in TEUR Fair Value
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 1.142
Sachanlagen 193
Sonstige langfristige Vermögenswerte 9
1.344
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.592
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 70
2.662
Langfristige Schulden
Passive latente Steuern 227
227
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 619
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.090
1.709
Reinvermögen 2.070

AKQUISITIONEN 2013

Die Wertansätze des erworbenen Reinvermögens aus den Akquisitionen im Jahr 2013 bleiben unverändert, und es wurde keine Anpassung vorgenommen.

ANTEILE OHNE BEHERRSCHENDEN EINFLUSS

Am 27. November 2013 wurden weitere 15 Prozent der Guima Palfinger S.A.S., Caussade, Frankreich, an den bisherigen Minderheitsanteilseigner Compagnie Générale Vincent, Étoile-sur-Rhône, Frankreich, um 1.700 TEUR veräußert. Somit erhöhte sich der Anteil ohne beherrschenden Einfluss von 20 Prozent auf 35 Prozent. PALFINGER hat weiterhin die Beherrschung. Die Transaktion wurde per 1. Jänner 2014 rechtskräftig. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Zugang der Anteile ohne beherrschenden Einfluss wurde in Höhe von 361 TEUR unmittelbar im Eigenkapital in den kumulierten Ergebnissen erfasst. Das Eigenkapital der Aktionäre der PALFINGER AG verringerte sich dadurch in Summe um 971 TEUR.

Am 1. September 2014 wurden die restlichen 20 Prozent an der Palfinger Russland GmbH, Salzburg, abgelöst. Diese Anteile wurden bisher als kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss ausgewiesen. Details dazu befinden sich in Erläuterung (61) Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss.

ENTKONSOLIDIERUNG

Anfang Jänner 2014 wurde die Palfinger Marine Service AS, Rosendal, Norwegen, an deren Mitarbeiter verkauft. Der Kaufpreis betrug 1 NOK. Der negative Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung des Unternehmens in Höhe von 57 TEUR wurde in den übrigen sonstigen operativen Aufwendungen erfasst.

Zur Entkonsolidierung der Palfinger systems GmbH wird auf die Erläuterungen zu den Akquisitionen 2014 verwiesen.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Konsolidierungsmethode

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet die PALFINGER AG die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt die PALFINGER Gruppe ein Unternehmen, beurteilt sie die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der von der PALFINGER AG zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Der Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der bisher gehaltenen Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) werden in den Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um Verluste durch Wertminderungen angepasst werden. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, außer der Konzern trägt das wirtschaftliche Risiko. Der mit dem assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Konzerninterne Forderungen und Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung im Konzern

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der PALFINGER AG, aufgestellt.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.

Die Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse erfolgt gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden aus der funktionalen Währung in Euro erfolgt zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden den erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der ausländischen konsolidierten Unternehmen werden zu Durchschnittskursen der Periode umgerechnet.

Differenzen aus der Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam dargestellt. Währungsdifferenzen, die auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallen, werden mit den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss verrechnet.

Langfristige Finanzforderungen gegenüber ausländischen Tochterunternehmen, deren Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch erwartet wird, werden als Teil der Nettoinvestition in dieses ausländische Tochterunternehmen behandelt. Differenzen aus der Währungsumrechnung dieser Posten werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung der Nettoinvestition werden diese Währungsdifferenzen vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro entspricht 31.12.2014 31.12.2013 1–12 2014 1–12 2013
BRL 3,2207 3,2576 3,1162 2,8791
GBP 0,7789 0,8337 0,8055 0,8475
NOK 9,0420 8,3630 8,3940 7,8266
RMB 7,5358 8,3491 8,1693 8,1769
RUB 72,3370 45,3246 51,4243 42,4441
USD 1,2141 1,3791 1,3255 1,3300

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

FAIR-VALUE-BEWERTUNG

PALFINGER bewertet Finanzinstrumente wie beispielsweise Derivate und bedingte Kaufpreisverpflichtungen sowie Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wiederkehrend mit dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, werden in der Erläuterung "Finanzinstrumente" angeführt.

Der beizulegende Zeitwert ist als Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld bezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt, falls kein Hauptmarkt vorhanden ist. PALFINGER bemisst den beizulegenden Zeitwert anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

PALFINGER wendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen, wobei wenn möglich beobachtbare Inputfaktoren verwendet werden.

Die bilanzierten bzw. angegebenen beizulegenden Zeitwerte werden, basierend auf dem niedrigsten Level der verwendeten Inputfaktoren, folgenden Kategorien zugeordnet:

Level 1 – in aktiven, für das Unternehmen am Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte Preise.

Level 2 – andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 aufgenommenen Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind.

Level 3 – Inputfaktoren, die für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbar sind.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Nachfolgend werden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die zur Erstellung des Konzernabschlusses der PALFINGER Gruppe herangezogen werden, erläutert.

Note Bilanzposten Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze Standard
(1) Immaterielle Vermögenswerte
Mit bestimmter Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten IAS 38
Nutzungsdauer Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer: IAS 36
Allgemein
2–15 Jahre
Aktivierte Kundenbeziehungen
5–10 Jahre
Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der
Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den
fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Mit unbestimmter
Nutzungsdauer und in
Entwicklung befindliche
immaterielle Vermögenswerte
Impairment-only-Ansatz: Es erfolgt keine planmäßige Abschreibung, sondern es wird
jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen von Wertminderungen ein Werthaltigkeitstest
durchgeführt. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende
Wertaufholungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
IAS 38
IAS 36
Firmenwerte Impairment-only-Ansatz (siehe oben) IFRS 3
Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den "Cash Generating
Units" zugeordnet. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit
als "Cash Generating Unit" wird deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur
Erzielung von Einnahmen herangezogen. Der Wertminderungsbedarf der "Cash Generating
Unit" wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive des
zugeordneten Firmenwerts) mit dem höheren Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert errechnet.
IAS 36
Bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags werden Annahmen über die zukünftige
Entwicklung und Einschätzungen getroffen, die möglicherweise nicht eintreffen.
Der Nutzungswert wird als Barwert der zugehörigen zukünftigen geschätzten Cashflows vor
Steuern der nächsten vier bis fünf Jahre aufgrund der Daten einer mittelfristigen
Unternehmensplanung ermittelt. Die mittelfristige Unternehmensplanung wird alle zwei
Jahre erstellt. In Jahren, in denen keine mittelfristige Unternehmensplanung erfolgt, wird
mittels Abweichungsanalyse eine Anpassung der geschätzten Cashflows vorgenommen.
Die letzte strategische Unternehmensplanung wurde im November 2014 durchgeführt.
Nach dem Detailplanungszeitraum wird basierend auf den Annahmen des letzten Jahres
mit einer ewigen Rente gerechnet. Der Diskontierungssatz wird aus einem marktüblichen
und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkostensatz auf Basis
extern verfügbarer Kapitalmarktdaten abgeleitet. Bei der Bestimmung des gewogenen
Kapitalkostensatzes wurden zum Großteil extern verfügbare Kapitalmarktdaten verwendet.
Sofern der ermittelte Betrag den Buchwert unterschreitet, ist in Höhe dieser Differenz eine
Wertminderung vorrangig auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender
Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der "Cash Generating
Units" im Verhältnis zum Buchwert zu verteilen.
Der Werthaltigkeitstest wird für den gesamten aktivierten Firmenwert vorgenommen.
Werden beim Unternehmenserwerb die Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit dem
Zeitwert angesetzt, werden Wertminderungen auf die einzelnen Gesellschaftergruppen
aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt hierbei nach demselben Schlüssel, nach dem auch die
Ergebnisse des betrachteten Tochterunternehmens zwischen den Gesellschaftern verteilt
werden, wenn das betrachtete Tochterunternehmen selbst eine "Cash Generating
Unit" darstellt, der ein Firmenwert zugerechnet ist.
Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden
gemäß IAS 36 nicht mehr zugeschrieben.
Forschung und Entwicklung Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst. IAS 38
Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes
oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch
und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen
zuverlässig bewertbar sind und PALFINGER über ausreichende Ressourcen zur
Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen
werden sofort ergebniswirksam erfasst.
IAS 36
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu
Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein
Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der
Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu
weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein
könnte.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Note Bilanzposten Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze Standard
(2) Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- oder Herstellungskosten IAS 16
Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und
Fertigungsgemeinkosten sowie bei qualifizierten Vermögenswerten Fremdkapitalkosten.
IAS 36
Lineare Abschreibung über Nutzungsdauer:
Eigene Baulichkeiten und Investitionen in fremde Gebäude 20–50 Jahre
Maschinelle und technische Anlagen 3–15 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3–10 Jahre
sonstigen operativen Aufwendungen erfasst. Bei Anlagenabgängen wird die Differenz zwischen den Buchwerten und dem Nettoveräußerungserlös erfolgswirksam in den sonstigen operativen Erträgen oder in den
fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den Es wird bei Vorliegen eines Indikators ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei Entfall der
Zuwendungen der öffentlichen Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Investitionszuschüssen IAS 20
Hand Entwicklungskosten erfasst. Zuwendungen für Forschung werden als Erträge in den Forschungs- und
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene
Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die
Zuwendungen gewährt werden.
Leasing als Leasingnehmer Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem IAS 17
Finanzierungsleasing: Nutzungsdauer dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum
Anschaffungszeitpunkt; Abschreibung linear über
Aktivierung des Leasingobjekts mit beizulegendem Zeitwert oder
Operatives Leasing: verteilt werden als Aufwand im operativen Ergebnis erfasst. Mietzahlungen in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer
Fremdkapitalkosten Aktivierung bei Erwerb oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts IAS 23
(3) Als Finanzinvestitionen
gehaltene Immobilien
Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zweck der
Wertsteigerung gehalten werden, werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. Die Abschreibung des Gebäudes erfolgt linear über 25 Jahre.
Der beizulegende Zeitwert wird anhand intern erstellter Berechnungen ermittelt. Die
Bewertung erfolgt mittels Level 3 Fair Values anhand von anerkannten
Berechnungsmodellen. Die Berechnung basiert auf einem im Jahr 2005 von einem
unabhängigen Sachverständigen erstellten Gutachten auf Basis von am Markt
beobachteten Verkaufspreisen für ähnliche Immobilien. Der Bodenrichtwert hat sich
seither nicht verändert. Die Gebäudewerte wurden entsprechend der Abnutzung
angepasst.
IAS 40
IAS 36
IFRS 13
(4) Vorräte Nettoveräußerungspreis am Bilanzstichtag
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (siehe (2) Sachanlagen) oder niedrigerer IAS 2
sowie Handelswaren: gleitendes Durchschnittspreisverfahren
Unfertige und fertige Erzeugnisse: überprüft und ggf. angepasst werden Standardherstellungskosten, welche regelmäßig
(5) Auftragsfertigung und
Dienstleistungsgeschäfte
werden. den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der
Basis verfügbar. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der
verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine
Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten
Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste werden sofort als Aufwand realisiert, wenn
wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen
Umsatzrealisierung erfolgt nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage
of Completion") anhand der "Cost-to-Cost"-Methode. Bei dieser Methode werden Umsätze
und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu
Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher
IAS 11
IAS 18
(6) Verbindlichkeiten aus kündbaren
Anteilen ohne beherrschenden
Einfluss
vorgezogener Erwerb, und die Folgebewertung wird ergebniswirksam durchgeführt. Tochterunternehmen stellen finanzielle Verbindlichkeiten dar. Die Ersterfassung der
Zeitwert des Anteils des Gesellschafters ohne beherrschenden Einfluss am
die anderen Gesellschafter wirtschaftliche Eigentümer der Anteile sind, werden die
zugerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umgliederung zu den Verbindlichkeiten,
etwaige Differenzen zwischen den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss und der
Verpflichtung werden in den kumulierten Ergebnissen dargestellt. Sind die anderen
Kündbare oder befristete Anteile von Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss von
Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der in der Regel dem beizulegenden
Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Abschlusses der Verpflichtung entspricht. Soweit
Ergebnisse und die Ausschüttungen weiterhin den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss
Gesellschafter hingegen nicht die wirtschaftlichen Eigentümer, erfolgt eine Darstellung als
IAS 27
IAS 32
IAS 39

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Note Bilanzposten Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze Standard
(7) Finanzinstrumente Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet erfasst werden, werden darüber hinaus
Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte
zuzurechnen sind.
IAS 32
IAS 39
IFRS 7
IFRS 13
Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden
Marktinformationen ermittelt. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier
aufgeführten Werte von den später realisierten Werten abweichen.
Der beizulegende Zeitwert finanzieller Vermögenswerte und Schulden spiegelt die
Auswirkung des Risikos der Nichterfüllung der Gegenpartei wider. Bei der Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts eines finanziellen Vermögenswerts wird das Kreditrisiko der
Banken anhand deren Ratings berücksichtigt. Bei der Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts einer finanziellen Schuld wird das eigene Kreditrisiko anhand des Ratings durch
Banken berücksichtigt.
Für alle derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere liegen Marktwerte vor, für die
sonstigen Finanzinstrumente erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand
der diskontierten erwarteten Cashflows.
Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden am Handelstag erfasst.
Wertminderungen werden für alle Finanzinstrumente erfolgswirksam erfasst. Bei Entfall des
Wertminderungsgrunds wird eine Wertaufholung erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme von
Eigenkapitalinstrumenten "Available-for-Sale", die erfolgsneutral zugeschrieben werden.
Wertpapiere und sonstige
Beteiligungen
"Available-for-Sale": Folgebewertung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zum
beizulegenden Zeitwert
Bei Veräußerung wird der bisher erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust
ergebniswirksam im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen.
Ausleihungen "Loans and Receivables": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter
Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich etwaiger Wertminderung
Forderungen "Loans and Receivables": Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich
etwaiger Wertminderung auf Wertberichtigungskonten
Kassabestand und kurzfristige
Finanzmittel
Tageswerte ("Mark-to-Market")
Verbindlichkeiten Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der
Effektivzinsmethode
Verbindlichkeiten aus
kündbaren Anteilen ohne
beherrschenden Einfluss
Die Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss werden zum
beizulegenden Zeitwert der Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss an
den Tochterunternehmen bewertet. Die Berechnung wird intern anhand von anerkannten
Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von laufzeitadäquaten Marktzinsen erstellt.
Konkret wird von der strategischen Unternehmensplanung der zu zahlende Betrag
abgeleitet und auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Rückstellungen Die in den Rückstellungen enthaltenen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden
Zeitwert bewertet. Die Berechnung wird intern anhand von anerkannten
Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von laufzeitadäquaten Marktzinsen erstellt.
Konkret wird von der strategischen Unternehmensplanung der zu zahlende Betrag
abgeleitet und auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Kriterien des IAS 39 für "Hedge
Accounting" nicht erfüllt werden, werden gemäß IAS 39 als "Held-for-Trading" klassifiziert
und erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst.
Cashflow Hedge Zur Minimierung des Risikos künftiger Einzahlungsschwankungen werden erwartete
Fremdwährungserlöse und Zinsrisken bei PALFINGER durch den Abschluss von
Devisenterminkontraktenund Zinsswaps abgesichert. Zur Herstellung der
periodengerechten Kompensation der Auswirkungen der abgesicherten Transaktion und
des Sicherungsinstruments in der Erfolgsrechnung werden die besonderen Bestimmungen
des IAS 39 über "Hedge Accounting" angewendet. Die sich zum Bilanzstichtag
ergebenden Marktwerte werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern
erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und unter den Rücklagen gemäß IAS 39
ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt nach Maßgabe der künftigen
Erlösrealisation im entsprechenden Geschäftsjahr.
(8) Langfristige IAS 19
Personalverpflichtungen
Leistungsorientierte Pläne Leistungsorientierte Pläne betreffen Pensionszusagen in Österreich, Frankreich und
Deutschland sowie Abfertigungsverpflichtungen in Österreich, Slowenien, Bulgarien,
Südkorea, Katar sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen
sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) durch einen Aktuar zum
jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens. Der
laufzeitadäquate Abzinsungssatz wird auf Basis der Rendite erstrangiger, festverzinslicher
Industrieanleihen, d. h. ein Rating von AA oder besser, bestimmt.
Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Pensionen und
pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungsverpflichtungen erfolgsneutral im

sonstigen Ergebnis erfasst.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Note Bilanzposten Bilanzierungs-und Bewertungsgrundsätze Standard
Beitragsorientierte Pläne Beitragsorientierte Pläne bestehen bei verschiedenen Konzerngesellschaften aufgrund
gesetzlicher Verpflichtungen, darüber hinaus wurden einzelvertragliche
Pensionsvereinbarungen abgeschlossen. Die Beiträge werden in der Periode als
Aufwendungen erfasst, für die sie entrichtet werden.
Sonstige langfristige
Personalrückstellungen
Die sonstigen langfristigen Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen
kollektivvertragliche Zusagen für Zahlungen von dienstzeitabhängigen Jubiläumsgeldern für
Dienstnehmer der österreichischen und slowenischen Gesellschaften sowie
Prämienvereinbarungen mit Vorstand und weiteren Führungskräften.
Neubewertungen werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für
Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst.
(9) Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden zum erwarteten Erfüllungsbetrag angesetzt; bei langfristigen
Rückstellungen wird der Barwert angesetzt.
IAS 37
(10) Ertragsteuern Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie
gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und ein verrechenbarer Anspruch
vorhanden ist.
IAS 12
Latente Steuern werden nach der Liability-Methode angesetzt. Für die Berechnung der
latenten Steuern wird der jeweils gültige Landessteuersatz angewendet. Aktive latente
Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die
entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden.
Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze, die bei der Umkehr der temporären
Differenzen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwarten sind, herangezogen.
Veränderungen der Steuern führen grundsätzlich zu Steueraufwendungen bzw. -erträgen.
Steuern auf im sonstigen Ergebnis erfasste Sachverhalte werden im sonstigen Ergebnis
erfasst. Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Sachverhalte werden erfolgsneutral im
Eigenkapital berücksichtigt.

(11) Stock-Option-Programm

In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurde die Einrichtung eines Stock-Option-Programms in Form eines "equity settled" Plans für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beschlossen. Das Stock-Option-Programm 2009 wurde im Jahr 2014 entsprechend der Vereinbarung beendet. Im Rahmen des Stock-Option-Programms 2009 wurden im Jahr 2014 36.122 Optionen ausgeübt, der Rest der Optionen aus diesem Programm ist verfallen. Für das Stock-Option-Programm 2009 galten für den Ausübungszeitpunkt 2 (2014) dieselben Modalitäten wie für das Stock-Option-Programm 2010 zum Ausübungszeitpunkt 2 (siehe unten).

In der Hauptversammlung am 31. März 2010 wurde die Einräumung von 50.000 Aktienoptionen an das Vorstandsmitglied Mag. Christoph Kaml beschlossen. Für das Stock-Option-Programm 2010 gilt: Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei dem Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2015 betragen.

Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 5 Prozent kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 5 Prozent hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 11 Prozent.

Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwendung erfasst, wobei die Gegenbuchung im Eigenkapital in die Kapitalrücklagen erfolgt. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung bestimmt und über einen Zeitraum verteilt, über den die Mitarbeiter den bedingungslosen Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben (Erdienungszeitraum). Der aufwandswirksam zu erfassende Betrag wird um den Effekt der erwarteten Fluktuation korrigiert, damit die erwartete Anzahl an Optionen, die später tatsächlich ausgeübt werden können, reflektiert wird. Die Rücklage gemäß IFRS 2 reflektiert die kumulierten Personalaufwendungen bis zum 31. Dezember 2014. Bei Verfall der Aktienoptionen erfolgt eine Verrechnung mit den kumulierten Ergebnissen.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Aktienoptionen haben sich daher wie folgt entwickelt:

Herbert Ortner Christoph Kaml Wolfgang Pilz Martin Zehnder Alexander Doujak Gesamt
Entwicklung
Aktienoptionen
2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 40.000 40.000 25.000 50.000 25.000 25.000 25.000 25.000 0 15.000 115.000 155.000
Ausgeübte Optionen –16.054 0 0 –12.500 –10.034 0 –10.034 0 0 0 –36.122 –12.500
Verfallene Optionen –23.946 0 0 –12.500 –14.966 0 –14.966 0 0 –15.000 –53.878 –27.500
Stand 31.12. 0 40.000 25.000 25.000 0 25.000 0 25.000 0 0 25.000 115.000
Ausübungspreis
der ausgeübten
Optionen
10,12 16,57 10,12 10,12
Aktienkurs am Tag
der Ausübung
28,2 20,46 28,2 28,2

Die verbleibenden Optionen stellen sich wie folgt dar:

Christoph Kaml
Aktienoptionen Anzahl 25.000
Ausübungskurs in EUR 16,57
Ausübungsperiode jeweils binnen 12 Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung 2015
Fair Value der Option in EUR zum Bewertungsstichtag* 5,77
Zugrunde gelegte Volatilität 45,0 %
Bewertungsstichtag 31.3.2010
Kurs in EUR zum Bewertungsstichtag 16,81

* Verwendetes Bewertungsmodell: Monte-Carlo-Simulation

(12) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen betreffen kurzfristige Serviceleistungen, die mit der Erbringung der Leistung erfasst werden.

Operative Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst. Zu Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften siehe Erläu terung (5).

(13) Konzern-Cashflow-Statement

Für die Darstellung des Konzern-Cashflow-Statements wurde bei dem Cashflow aus dem operativen Bereich die indirekte Methode gewählt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(14) Erstmalig bzw. zukünftig anzuwendende Standards und Interpretationen

Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB wurden im Geschäftsjahr erstmalig angewendet:

IFRS 10 Consolidated Financial Statements, IFRS 11 Joint Arrangements und IFRS 12 Disclosure of Interests in Other Entities sind in der EU spätestens mit 1. Jänner 2014 erstmalig anzuwenden. In IFRS 10 wird der Begriff Beherrschung neu und umfassender definiert. Dadurch soll eine einheitliche Grundlage für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises geschaffen werden. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das Unternehmen die Entscheidungsgewalt über die maßgebliche Tätigkeit besitzt, variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen generiert sowie diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. IAS 27 enthält in Zukunft lediglich Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen im Einzelabschluss. Durch den neuen Standard IFRS 11 wird IAS 31 ersetzt. Er regelt die bilanzielle Abbildung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen entweder als gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operations) oder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture). Gemeinschaftsunternehmen liegen vor, wenn die gemeinsam beherrschenden Partner lediglich Ansprüche und Verpflichtungen am Nettovermögen des Gemeinschaftsunternehmens haben, und sind in Zukunft nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss einzubeziehen; die Möglichkeit zur Anwendung der Quotenkonsolidierung entfällt. Gemeinschaftliche Tätigkeiten, bei denen den gemeinsam beherrschenden Partnern Rechte an den einzelnen Vermögenswerten und Verpflichtungen aus den einzelnen Schulden zuzurechnen sind, werden weiterhin quotal in den Konzernabschluss einbezogen. IFRS 12 enthält die erforderlichen Angaben in Bezug auf Anteile an Tochterunternehmen, Joint Arrangements sowie Anteile an assoziierten Unternehmen, welche weiterhin nach IAS 28 zu bilanzieren sind. Die Angaben sind deutlich umfangreicher als bisher von IAS 27, 28 und 31 vorgeschrieben.

Durch die Neuanwendung des neuen IFRS 10 wurde von PALFINGER aufgrund der konkreten rechtlichen und wirtschaftlichen Umstände eine umfassende Analyse aller verfügbaren Informationen hinsichtlich einer möglichen Beherrschung über das 50:50-Joint-Venture in China mit SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., Changsha, (SANY) durchgeführt. Als Ergebnis dieser Analyse gelangte das Management zu der Einschätzung, dass PALFINGER das Joint Venture im Sinne des IFRS 10 beherrscht, weshalb dieses in den ersten drei Quartalen 2014 vollkonsolidiert wurde. Wie bereits in den Quartalsabschlüssen der ersten drei Quartale dargestellt, handelte es sich hierbei um eine Ermessensentscheidung. Bei einer anderen Auslegung der zugrunde liegenden Sachverhalte hätte davon abweichend auch eine Klassifizierung des Joint Venture als Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IFRS 11 erfolgen können. Demnach wäre das Joint Venture mittels Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen gewesen. Die potenziellen Auswirkungen einer solchen anderen Auslegung wurden bereits in den einzelnen Quartalsabschlüssen erläutert und entsprechend quantifiziert.

Im Rahmen ihrer Stichprobenprüfung des Konzernabschlusses zum 31.Dezember 2013 bzw. der Halbjahresberichte zum 30. Juni 2013 sowie zum 30. Juni 2014 kam die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (OePR) zu dem Ergebnis, dass die Auslegung des IFRS 10 in Bezug auf die Konsolidierung des Joint Ventures unzutreffend war. Dies begründet sich darauf, dass die Rechte von SANY über Schutzrechte hinausgehen und somit, entgegen der ursprünglichen Auslegung des Managements, keine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 vorliegt. Das Joint Venture ist daher als Gemeinschaftsunternehmen mittels Equity-Methode zu bilanzieren.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Auswirkungen auf die ersten drei Quartale 2014 stellen sich wie folgt dar:

Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014
in TEUR kumuliert Q1 2014 Anpass ungen angepasst Q2 2014 Anpass ungen angepasst Q3 2014 Anpass ungen angepasst
Anteile an equity-bilanzierten
Unternehmen
11.665 6.602 18.267 122.557 11.983 134.540 128.035 13.258 141.293
Summe Eigenkapital der Aktionäre der
PALFINGER AG
369.448 32 369.480 436.781 26 436.807 451.464 12 451.476
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 16.979 –6.691 10.288 24.069 –12.067 12.002 26.543 –13.326 13.217
Summe Vermögenswerte 937.731 –15.362 922.369 1.085.496 –20.205 1.065.291 1.127.524 –22.579 1.104.945
Umsatzerlöse 267.629 –3.648 263.981 540.133 –8.963 531.170 795.103 –12.627 782.476
Operatives Ergebnis – EBIT 20.100 324 20.424 41.019 425 41.444 55.637 380 56.017
Finanzergebnis –3.149 –27 –3.176 –5.441 –67 –5.508 –7.772 –182 –7.954
Ergebnis nach Ertragsteuern 13.010 178 13.188 27.446 189 27.635 37.485 61 37.546
Anteile der Gesellschafter der
PALFINGER AG (Konzernergebnis)
11.930 39 11.969 24.607 33 24.640 32.416 1 32.417

Im Konzernabschluss 2013 wurden die drei Joint Ventures mit SANY entsprechend IAS 31 mittels Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen, waren dabei aber für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung. Daher wurde im Zuge der Erstanwendung von IFRS 11 und der damit erforderlichen Einbeziehung der Joint Ventures in den Konzernabschluss mittels der Equity-Methode keine retrospektive Anpassung der Vorjahreszahlen vorgenommen. Darüber hinaus hat die Erstanwendung dieser Standards auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 keine wesentlichen Auswirkungen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen war daher nicht notwendig, und die Standards werden seit dem 1. Jänner 2014 angewendet.

Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB sowie Interpretationen des IFRS IC, die erstmalig im Geschäftsjahr 2014 verpflichtend anzuwenden sind, haben für den Konzernabschluss der PALFINGER AG keine Relevanz:

Standards/Interpretationen Verpflichtende Anwendung Endorsement Status
IAS 27 Separate Financial Statements (Veröffentlichung: Mai 2011) 1. Jänner 2014 endorsed Dezember 2012
IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures (Veröffentlichung: Mai 2011) 1. Jänner 2014 endorsed Dezember 2012
IAS 32 Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Veröffentlichung: Dezember
2011)
1. Jänner 2014 endorsed Dezember 2012
IAS 39 Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting (Veröffentlichung:
Juni 2013)
1. Jänner 2014 endorsed Dezember 2013
IFRIC 21 Levies (Veröffentlichung: Mai 2013) 1. Jänner 2014 endorsed Juni 2014
Transition Guidance (Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12) 1. Jänner 2014 endorsed April 2013
Investment Entities (Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27) 1. Jänner 2014 endorsed November 2013

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB und Interpretationen des IFRS IC mit möglicher Relevanz für PALFINGER sind bereits veröffentlicht, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. nicht von der Europäischen Kommission übernommen worden. Diese sind somit für diesen Konzernabschluss nicht relevant:

Standards/Interpretationen Verpflichtende
Anwendung
IAS 1 Disclosure Initiative (Amendments to IAS 1) 1.Jänner 2016
IAS 16 und IAS 41 Bearer Plants (Veröffentlichung: Juni 2014) 1.Jänner 2016
IAS 16 und IAS 38 Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation (Veröffentlichung: Mai 2014) 1.Jänner 2016
IAS 19 Defined Benefit Plans: Employee Contributions (Veröffentlichung: November 2013) 1. Juli 2014
IAS 27 Equity Method in Separate Financial Statements (Veröffentlichung: August 2014) 1.Jänner 2016
IFRS 9 Financial Instruments (Veröffentlichung: Juli 2014) 1. Jänner 2018
IFRS 10, 12 und 28 Investment Entities: Applying the Consolidation Exemption 1.Jänner 2016
IFRS 10/IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (Veröffentlichung: Sept 2014) 1.Jänner 2016
IFRS 11 Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations (Veröffentlichung: Mai 2014) 1.Jänner 2016
IFRS 14 Regulatory Deferral Accounts (Veröffentlichung: Jänner 2014) 1.Jänner 2016
IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (Veröffentlichung: Mai 2014) 1.Jänner 2017
Improvements to IFRS (2010–2012) (Veröffentlichung: Dezember 2013) 1. Juli 2014
Improvements to IFRS (2011–2013) (Veröffentlichung: Dezember 2013) 1. Juli 2014
Improvements to IFRS (2012–2014) (Veröffentlichung: September 2013) 1. Jänner 2016

Der IFRS 9 Financial Instruments sieht Änderungen hinsichtlich der Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Impairment von finanziellen Vermögenswerten und Regelungen zum Hedge Accounting vor. PALFINGER erwartet daraus geringfügige Änderungen in der Buchungslogik.

IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers regelt die Erlösrealisierung und ersetzt somit IAS 11 und IAS 18. Die erstmalige Anwendung wird bei PALFINGER zu einer Anpassung interner Prozesse führen.

Grundsätzlich wird jedoch aus diesen beiden neuen Standards kein wesentlicher Effekt auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von PALFINGER erwartet, und es ist derzeit keine vorzeitige Anwendung geplant.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSSPIELRÄUMEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

(15) Kaufpreisallokationen

Bei Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben werden Annahmen über die Existenz und die Bewertung von übernommenen Vermögenswerten (vor allem immateriellen Vermögenswerten), Schulden und Eventualschulden getroffen. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Zuge der Kaufpreisallokation werden Annahmen, vor allem über die Cashflows und den Diskontierungssatz, getroffen. Weitere Details zu den Akquisitionen im Jahr 2014 finden sich ab Seite 100 bis 109.

(16) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Die Werthaltigkeitstests von PALFINGER in Bezug auf den Firmenwert, die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie nicht abgeschlossene aktivierte Entwicklungsprojekte basieren auf Berechnungen des Nutzungswerts, im Rahmen derer eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet wird. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen. Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten werden im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen. Weitere Details zu den Wertminderungen von nicht-finanziellen Vermögenswerten sind in den Erläuterungen (41) Immaterielle Vermögenswerte und (42) Sachanlagen ersichtlich.

(17) Entwicklungskosten

Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen Entwicklungsleistungen in den Bereichen Krane, Hubarbeitsbühnen, Ladebordwände, Services und Eisenbahnsysteme. Der Werthaltigkeitstest stellt dabei auf den Nutzen des einzelnen Vermögenswerts ab, unabhängig von den Ertragserwartungen des Gesamtbereichs. Weitere Details zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in der Erläuterung (41) Immaterielle Vermögenswerte ersichtlich.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(18) Forderungsbewertungen

Neben einer standardisierten Forderungsbewertung auf Grundlage von Erfahrungswerten hinsichtlich Überfälligkeit und Länderrisiko wird bei einer Einzelwertberichtigung die Wahrscheinlichkeit des Zahlungseingangs bewertet. Dabei wird insbesondere auf die Erfahrung mit den Kunden, deren Bonität sowie etwaige Sicherheiten Rücksicht genommen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen sind in der Erläuterung (49) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

(19) Umsatzrealisierung aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften

Umsätze aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften werden unter Zugrundelegung der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert. Hierbei schätzt PALFINGER den Anteil der bis zum Bilanzstichtag bereits erbrachten Leistung am Gesamtumfang der Aufträge sowie die noch anfallenden Kosten der Aufträge. Drohende Verluste werden sofort als Aufwand realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. Vor allem bei technisch komplexen und anspruchsvollen Projekten besteht das Risiko, dass diese Einschätzung der Gesamtkosten von den tatsächlichen angefallenen Kosten abweicht. Weitere Details zur Umsatzrealisierung aus Auftragsfertigung und Dienstleistungsgeschäften sind in den Erläuterungen (28) Umsatzerlöse und (49) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ersichtlich.

(20) Vorratsbewertung

Zur Berücksichtigung des Obsoletrisikos wurde eine standardisierte Obsoletbewertung implementiert. Diese berücksichtigt neben Ist- und Planverbräuchen, Mindestbeständen und Reichweitenfestlegungen auch Alternativmaterialverwendungen. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft, und es werden etwaige zusätzliche Wertberichtigungen aufgrund langer Lagerdauer, eingeschränkter Absatzkanäle oder Qualitätsmängel vorgenommen. Bei Fertigprodukten erfolgt zudem eine systematische Überprüfung in Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung, die im Wesentlichen von den Absatzpreiserwartungen, Währungsentwicklungen, dem Verkaufszeitpunkt und den noch zu erwartenden Kosten geprägt ist. Weitere Details zu den Wertberichtigungen auf Vorräte sind in der Erläuterung (48) Vorräte ersichtlich.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(21) Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird auf Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Weitere Details zu latenten Steuern sind in der Erläuterung (45) Aktive und passive latente Steuern ersichtlich.

(22) Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen sowie gesetzlichen Verpflichtungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und von Jubiläumsgeld auslösenden Firmenzugehörigkeiten werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das entsprechende Land. Künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land. Weitere Details zu den verwendeten Annahmen sind in der Erläuterung (63) Langfristige Rückstellungen ersichtlich.

(23) Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen

Bei der Bildung der Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen werden anhand einer standardisierten Methode Garantieund Gewährleistungsverpflichtungen berücksichtigt. Diese Methode wird durch den zeitlichen Anfall der Gewährleistung, gezielte Austauschaktionen, Rückerstattungsquoten von Lieferanten, Entwicklung des sich in Gewährleistung befindlichen Umsatzes sowie Annahmen zu Bruttogewinnmargen aufgrund des implementierten Gewährleistungsprozesses wesentlich beeinflusst. Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen sind in der Erläuterung (65) Kurzfristige Rückstellungen ersichtlich.

(24) Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Diese Position enthält kündbare und befristete Anteile, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Dieser Zeitwert ist abhängig von den Ergebnisentwicklungen der betroffenen Einheiten, und daher kann eine von den Erwartungen abweichende Ergebnisentwicklung zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwerts führen. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe. Details sind in der Erläuterung (61) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten ersichtlich.

(25) Sonstige langfristige Rückstellungen

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen beinhalten noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile, die von den zukünftigen Ergebnisentwicklungen der erworbenen Einheiten abhängig sind. Daher kann eine Veränderung der erwarteten Basiswerte eine ergebniswirksame Anpassung der angesetzten Werte zur Folge haben. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe. Details sind in der Erläuterung (63) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten ersichtlich.

(26) Cashflow Hedge

Bei der Bilanzierung von Cashflow Hedges für zukünftige Zahlungsströme wird die Annahme getroffen, dass diese Zahlungsströme mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten werden. Details sind in der Erläuterung (67) Finanzinstrumente ersichtlich.

(27) Änderungen von Schätzungen

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine wesentlichen Änderungen von Schätzungen vorgenommen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

(28) Umsatzerlöse

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Europäische Union 522.418 498.151
Übriges Europa 50.437 42.045
Nordamerika 219.047 198.510
Mittel- und Südamerika 62.151 89.771
GUS 60.056 53.012
Mittlerer Osten und Afrika 49.409 27.724
Ferner Osten 99.903 71.460
Summe 1.063.421 980.673

Die Aufteilung nach geografischen Gebieten erfolgt entsprechend dem Sitz des Kunden. Im Herkunftsland Österreich wurden Umsätze von 44.792 TEUR (Vorjahr: 58.072 TEUR) erzielt.

Die Umsätze in der Europäischen Union stiegen vor allem durch die Akquisition von Nimet im Jahr 2013 und in der Business Unit Forst- und Recyclingkrane sowie in der Business Unit Eisenbahnsysteme. Die Steigerung im übrigen Europa betrifft vor allem Norwegen in der Business Area Marine. Durch die konsequente Umsetzung der Internationalisierungsstrategie von PALFINGER nehmen die Umsätze außerhalb Europas kontinuierlich zu. Der Rückgang in Mittel- und Südamerika ist vor allem bedingt durch die anhaltende Schwäche des brasilianischen Reals. Die Umsätze im Mittleren Osten und Afrika stiegen durch die Akquisition von Megarme.

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Umsatzerlöse verrechnet 999.630 928.835
Umsatzerlöse Fertigungsaufträge und Dienstleistungsgeschäften 63.791 51.838
Summe 1.063.421 980.673

Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen stiegen vor allem in der Business Unit Eisenbahnsysteme. Die Umsatzerlöse aus Dienstleistungsgeschäften stammen aus der Akquisition Megarme und betreffen Dienstleistungsgeschäfte, die anhand des Auftragsfortschritts realisiert werden.

(29) Sonstige operative Erträge

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 1.030 366
Erträge aus der Wertaufholung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 273 0
Erträge aus der Auflösung von bedingten Kaufpreisverpflichtungen 2.709 1.678
Erträge aus Leistungsverrechnungen 2.183 3.075
Kursdifferenzen 4.968 2.872
Versicherungsentschädigungen 530 1.119
Mieterträge 356 864
Ertrag aus der Entkonsolidierung 7.725 0
Übrige sonstige operative Erträge 3.737 2.288
Summe 23.511 12.262

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die sonstigen operativen Erträge im Jahr 2014 betreffen in Höhe von 2.709 TEUR (Vorjahr: 1.678 TEUR) die Auflösung von Kaufpreisverbindlichkeiten aus Unternehmenserwerben, da mit einer Beanspruchung aufgrund der lokalen Ergebnisse der Einheit nicht zu rechnen ist. Zu den Kursdifferenzen wird auf Note (67) Finanzinstrumente, Punkt 3 Fremdwährungsrisiko verwiesen.

Die Erlöse aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betreffen vor allem Abgänge von anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Frankreich und den USA.

Die Erlöse aus Leistungsverrechnungen resultieren vor allem aus Service- und Garantieleistungen.

(30) Umsatzkosten

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 9.518 20.472
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –547.125 –525.586
Personalaufwendungen –179.131 –155.892
Abschreibungen –26.181 –22.364
Ausgangsfrachten –17.798 –14.597
Garantien und Gewährleistungen –11.104 –9.433
Reparaturen und Instandhaltungen –7.898 –6.619
Mieten und Leasing –5.375 –4.908
Provisionen –4.712 –4.813
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –6.159 –4.744
Energieinfrastruktur –5.122 –4.010
Reisekosten –5.292 –3.229
Fuhrpark –2.608 –2.293
Beratungsleistungen –2.877 –1.377
Übrige sonstige Aufwendungen –5.110 –5.296
Summe –816.974 –744.689

Die Umsatzkosten stiegen relativ etwas höher als die Umsatzerlöse. Die Bruttogewinnmarge reduzierte sich daher geringfügig von 24,1 Prozent auf 23,2 Prozent.

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(31) Forschungs- und Entwicklungskosten

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 7.943 7.026
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –998 –1.001
Personalaufwendungen –24.818 –22.178
Abschreibungen –1.281 –1.204
Erträge aus Forschungszuschüssen 2.572 1.178
Beratungsleistungen –3.838 –1.831
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –1.757 –1.712
Reisekosten –1.180 –933
Übrige sonstige Aufwendungen –1.893 –1.498
Summe –25.250 –22.153

Diese Position beinhaltet Forschungskosten, nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten sowie das Produktmanagement.

Die Abschreibungen und Wertminderungen der Entwicklungskosten in Höhe von 3.454 TEUR (Vorjahr: 2.877 TEUR) werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betragen daher 28.704 TEUR (Vorjahr: 25.030 TEUR), demnach 2,7 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent) vom Umsatz.

(32) Vertriebskosten

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –90 –152
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen –1.481 –1.332
Personalaufwendungen –44.630 –43.927
Abschreibungen –4.347 –4.088
Werbung, Repräsentation und Marktkosten –8.672 –6.913
Reisekosten –5.881 –5.722
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –1.664 –2.703
Fuhrpark –2.411 –2.463
Tansportkosten –1.496 –1.490
Beratungsleistungen –1.410 –1.279
Büro- und EDV-Aufwand –1.269 –1.241
Übrige sonstige Aufwendungen –2.523 –2.517
Summe –75.874 –73.827

Die Kosten für Werbung, Repräsentation und Marktkosten stiegen vor allem durch die Teilnahme an Messen sowie die Akquisitionen 2014.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(33) Verwaltungskosten

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen –21 0
Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen 159 –375
Personalaufwendungen –50.339 –40.669
Abschreibungen –6.337 –3.714
Beratungsleistungen –6.638 –9.359
Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen –6.082 –6.200
Büro- und EDV-Aufwand –6.099 –3.863
Reisekosten –3.462 –2.832
Fuhrpark –2.895 –2.555
Werbung, Repräsentation und Marktkosten –1.288 –2.134
Mieten und Leasing –2.744 –1.936
Ertragsunabhängige Steuern und Abgaben –1.767 –1.782
Versicherungen –1.432 –1.737
Übrige sonstige Aufwendungen –1.689 –1.567
Summe –90.634 –78.723

Der Anstieg der Büro- und EDV-Aufwendungen in den Verwaltungskosten steht im Zusammenhang mit Wartungsgebühren für EDV-Programme. Die Personalaufwendungen stiegen vor allem aufgrund der Akquisitionen 2014.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

HONORARE DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS

Für die im Geschäftsjahr 2014 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. sowie der Gesellschaften des weltweiten Ernst & Young-Netzwerkes sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Prüfung des Konzernabschlusses und damit zusammenhängende Bestätigungsleistungen (inklusive Reviews) –782 –754
davon Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. –400 –276
Steuerberatungsleistungen –165 –160
Sonstige Leistungen –26 –278
Summe –973 –1.192

(34) Sonstige operative Aufwendungen

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen –471 –294
Forderungsverluste und Wertberichtigungen –2.251 –280
Kursdifferenzen –5.781 –4.982
Schadensfälle –502 –1.043
Aufwendungen im Zusammenhang mit sonstigen Erträgen –1.269 –1.021
Dotierung Ausfallsreserve aus Factoring –272 0
Dotierung Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten –656 –119
Pönale –306 –190
Übrige sonstige operative Aufwendungen –4.340 –1.530
Summe –15.848 –9.459

Die Wertberichtigungen erhöhten sich durch den Anstieg von überfälligen Forderungen im Mittleren Osten und Indien.

Schadensfälle im Jahr 2013 betreffen in Höhe von 760 TEUR Hagel- und Sturmschäden in den USA und im Jahr 2014 vor allem Schadensfälle in Deutschland.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(35) Ergebnis aus equity-bilanzierten Unternehmen

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2014 2013
Anteilige Periodenergebnisse 4.140 2.794
Erträge aus abgegangenen assoziierten Unternehmen 0 81
Erträge aus der Aufwertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen aufgrund des Unternehmenserwerbs 0 7.162
Summe 4.140 10.037

Die Erträge aus der Aufwertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen im Jahr 2013 in Höhe von 7.162 TEUR ergeben sich aus der Neubewertung der bisher gehaltenen 40 Prozent an der Gesellschaft Nimet Srl, Lazuri, Rumänien, aufgrund der Erlangung der Beherrschung über das Unternehmen.

(36) Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Materialaufwendungen –510.774 –493.389
Aufwendungen für bezogene Leistungen –38.671 –34.905
Summe –549.445 –528.294

Hinsichtlich der in den Materialaufwendungen enthaltenen Wertminderungen auf Vorräte wird auf die Erläuterung (48) Vorräte verwiesen. Die Materialaufwendungen betreffen im Wesentlichen metallische Komponenten wie Bleche, Rohre und Profile sowie Einkaufsteile und Elektro- und Hydraulikkomponenten.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(37) Personalaufwendungen

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Löhne und Gehälter –230.647 –204.050
Aufwendungen für Abfertigungen –2.391 –2.707
Aufwendungen für Altersversorgung –1.763 –1.939
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge
–49.024 –43.033
Sonstige Sozialaufwendungen –15.093 –10.937
Summe –298.918 –262.666

Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 1.041 TEUR (Vorjahr: 773 TEUR). Darin enthalten sind Aufwendungen für Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 741 TEUR (Vorjahr: 561 TEUR).

Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 1.881 TEUR (Vorjahr: 1.719 TEUR).

Aus der Gewährung von Aktienoptionen im Rahmen des Stock-Option-Programms wurden im Berichtsjahr 2014 gemäß IFRS 2 Personalaufwendungen in der Höhe von 11 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) erfasst.

(38) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Planmäßige Abschreibungen –35.636 –30.970
Wertminderungen –2.509 –400
Summe –38.145 –31.370

Hinsichtlich der Entwicklung der planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen wird auf die Erläuterungen (41) Immaterielle Vermögenswerte, (42) Sachanlagen und (43) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien verwiesen. KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(39) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis

Das Zinsergebnis und das sonstige Finanzergebnis setzen sich wie folgt zusammen:

1–12 2013 Finanzinstrumente gem. IAS 39
in TEUR Gesamt Loans and
Receivables
At Amortised Cost
Zinsertrag 769 666 0
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten –10.187 0 –9.846
Sonstiger Zinsaufwand –2.177 0 –167
Zinsergebnis –11.595 666 –10.013
Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen 42 0 0
Zuschreibung zu Finanzvermögen 3 0 0
Wertminderung von Finanzvermögen –13 0 0
Kursdifferenzen –1.436 –665 –75
Nettoergebnis –1.404 –665 –75
Finanzergebnis –12.999 1 –10.088
1–12 2014 Finanzinstrumente gem. IAS 39
in TEUR Gesamt Loans and
Receivables
At Amortised Cost
Zinsertrag 763 763 0
Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten –12.467 0 –12.217
Sonstiger Zinsaufwand –2.089 0 0
Zinsergebnis –13.793 763 –12.217
Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen 1.271 0 0
Zuschreibung zu Finanzvermögen 31 0 0
Kursdifferenzen 577 991 0
Nettoergebnis 1.879 991 0
Finanzergebnis –11.914 1.754 –12.217

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Finanzinstrumente gem. IAS 39

Available for Sale Held-for-Trading / Other
Derivatives
Sonstige langfristige
Rückstellungen
Langfristige Rückstellungen
gem. IAS 19
Finanzierungsleasing
0 0 103 0 0
0 0 0 0 –341
0 –414 –668 –928 0
0 –414 –565 –928 –341
42 0 0 0 0
3 0 0 0 0
–13 0 0 0 0
0 –696 0 0 0
32 –696 0 0 0
32 –1.110 –565 –928 –341

Finanzinstrumente gem. IAS 39

Available for Sale Held-for-Trading / Other
Derivatives
Sonstige langfristige
Rückstellungen
Langfristige Rückstellungen
gem. IAS 19
Finanzierungsleasing
0 0 0 0 0
0 0 0 0 –250
0 –225 –855 –1.009 0
0 –225 –855 –1.009 –250
41 1.230 0 0 0
31 0 0 0 0
0 –414 0 0 0
72 816 0 0 0
72 591 –855 –1.009 –250

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(40) Ertragsteuern

Der auf die Muttergesellschaft PALFINGER AG anwendbare Steuersatz beträgt unverändert zum Vorjahr 25 Prozent.

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) –7.979 –7.239
davon aus Vorjahren 615 –92
Latenter Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) –2.502 –5.149
davon aus der Erfassung von steuerlichen Verlustvorträgen aus Vorjahren 20 175
davon aufgrund von Steuersatzänderungen –132 151
davon aus der Abwertung von steuerlichen Verlustvorträgen –21 –1.734
Summe –10.481 –12.388

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Differenz zwischen der rechnerischen Ertragsteuerbelastung und der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung errechnet sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 54.578 61.122
Konzernsteuersatz 25,0% 25,0%
Rechnerische Ertragsteuern 13.645 15.281
Anpassung an ausländische Steuersätze –1.056 –411
Steuerminderungen aufgrund von
Forschungs- und Bildungsfreibeträgen –554 –502
Investitionsförderungen –530 –305
Steuersatzänderungen –140 –39
steuerfreien Beteiligungserträgen –1.035 –2.509
Auflösung von nicht steuerbaren Rückstellungen –1.227 –354
übrigen steuermindernden Posten –206 –226
Erfassung und Verbrauch von Verlustvorträgen aus Vorjahren –20 –175
aperiodischen Steuern –1.188 –501
Anteilsbewertungen und gruppeninternen Beteiligungsübertragungen –625 –2.147
–5.525 –6.758
Steuermehrungen aufgrund von
Steuersatzänderungen 8 190
nicht aktivierten Verlustvorträgen 1.175 740
Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 21 1.734
steuerlich nicht anerkannten Aufwendungen 1.064 764
Mindeststeuern 250 97
aperiodischen Steuern 573 593
nicht abzugsfähigen Quellensteuern 326 54
Anteilsbewertungen 0 104
3.417 4.276
Ertragsteuern 10.481 12.388

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

(41) Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Firmenwerte
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2013 106.858
Unternehmenserwerbe 6.050
Zugänge 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung –3.658
Stand 31.12.2013 109.250
Stand 1.1.2014 109.250
Unternehmenserwerbe und -abgänge 22.960
Zugänge 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung –6.440
Stand 31.12.2014 125.770
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2013 0
Unternehmenserwerbe 0
Abschreibungen 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung 0
Stand 31.12.2013 0
Stand 1.1.2014 0
Unternehmenserwerbe und -abgänge 0
Abschreibungen 0
Wertminderungen 0
Abgänge 0
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung 0
Stand 31.12.2014 0
Buchwerte 31.12.2013 109.250
Buchwerte 31.12.2014 125.770

Die Zugänge in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen Lizenzen und Software.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Immaterielle
Vermögenswerte mit
unbestimmter
Nutzungsdauer
Entwicklungs
kosten
Marken, Kundenstock
und Auftragsstand
Sonstige immaterielle
Vermögenswerte
Geleistete
Anzahlungen
Summe
21.342 22.045 41.983 15.486 0 207.714
5.125 0 1.397 116 0 12.688
4 6.704 0 2.346 0 9.054
0 0 0 –923 0 –923
0 –4 0 8 0 4
–960 –217 –1.525 –372 0 –6.732
25.511 28.528 41.855 16.661 0 221.805
25.511 28.528 41.855 16.661 0 221.805
8.117 0 10.066 107 3 41.253
0 8.310 0 1.368 13 9.691
0 –115 0 –1.068 0 –1.183
–4 8 0 69 0 73
289 268 –187 238 –1 –5.833
33.913 36.999 51.734 17.375 15 265.806
0 4.388 25.381 12.505 0 42.274
0 0 0 71 0 71
0
0
2.877
0
3.667
0
1.500
–880
0
0
8.044
–880
0 –7 0 7 0 0
0 –36 –1.075 –300 0 –1.411
0 7.222 27.973 12.903 0 48.098
0 7.222 27.973 12.903 0 48.098
0 0 0 –14 0 –14
0 3.443 3.621 1.488 0 8.552
0 11 0 0 0 11
0 –115 0 –1.044 0 –1.159
0 8 0 –8 0 0
0 124 881 243 0 1.248
0 10.693 32.475 13.568 0 56.736
25.511 21.306 13.882 3.758 0 173.707
33.913 26.306 19.259 3.807 15 209.070

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

FIRMENWERTE

Die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Firmenwerte betreffen folgende "Cash Generating Units":

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Cash Generating Unit Business Area EMEA 50.718 49.670
Cash Generating Unit Business Area Marine 53.280 40.750
Cash Generating Unit ETI 6.052 5.328
Cash Generating Unit Business Area GUS 14.463 12.259
Cash Generating Unit Business Area Südamerika 1.257 1.243
Summe 125.770 109.250

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer resultieren aus Unternehmenszusammenschlüssen und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Business Area EMEA
Marke MBB 5.840 5.840
Marke Nimet 5.012 5.026
Business Area Marine
Marke Megarme 5.394 0
Business Area Nordamerika (ohne ETI)
Händlernetzwerk 6.698 5.896
Marke OMAHA STANDARD 1.826 1.608
Marke American Roll-off 568 501
ETI
Marke ETI 4.690 4.130
Business Area GUS
Marke INMAN 1.573 2.510
Marke Velmash 2.312 0
Summe 33.913 25.511

Da die fortwährende Nutzung der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Marken und des Händlernetzwerks vom Management auf unbestimmte Zeit beabsichtigt ist und eine Nutzungsdauer somit nicht bestimmt werden kann, wurde diesen immateriellen Vermögenswerten eine unbestimmte Nutzungsdauer zugewiesen.

Die Werthaltigkeit der angesetzten immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer hat sich bei der Durchführung von Werthaltigkeitstests bestätigt.

Der erzielbare Betrag der "Cash Generating Units" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen für einen Zeitraum von fünf Jahren erstellt. Danach werden die Cashflows gleichbleibend extrapoliert.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die angewandten Abzinsungssätze entsprechen den marktüblichen und an die spezifischen Risiken angepassten gewogenen Kapitalkosten auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten und stellen sich im Vergleich zu den korrespondierenden Abzinsungssätzen im Vorjahr wie folgt dar:

Abzinsungssatz vor Steuern
in Prozent 2014 2013
Cash Generating Unit Business Area EMEA 8,3 8,8
Cash Generating Unit Business Area Marine 8,9 8,8
Cash Generating Unit Business Area Nordamerika (ohne ETI) 10,5 11,5
Cash Generating Unit ETI 12,7 11,5
Cash Generating Unit Business Area GUS 18,3 15,1
Cash Generating Unit Business Area Südamerika 22,5 24,6

Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1 Prozent die Buchwerte wie im Vorjahr noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.

Zudem ergab die Sensitivitätsanalyse, dass bei einer Senkung der EBITs für die Jahre 2015 bis 2019 um 10 Prozent, bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter, die Buchwerte noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.

Für "Cash Generating Units", die keine Firmenwerte oder immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer beinhalten, wurde kein Werthaltigkeitstest durchgeführt, da kein Indikator vorlag.

Bei den der Berechnung des Nutzungswerts der "Cash Generating Units" zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten. Die Bruttogewinnmargen werden anhand der Werte ermittelt, die basierend auf den Erfahrungen des laufenden Jahres in die rollierende Planung einfließen. Die Unternehmensplanung basiert somit auf vergangenen Ergebnissen sowie den aktuellen Einschätzungen über die zukünftige Marktentwicklung.

ENTWICKLUNGSKOSTEN

Als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden von PALFINGER im Geschäftsjahr 2014 Entwicklungskosten in Höhe von 8.310 TEUR (Vorjahr: 6.704 TEUR) aktiviert.

MARKEN, KUNDENSTOCK UND AUFTRAGSSTAND

Im Zuge der Kaufpreisaufteilung der Akquisition Megarme und PM-Group wurde der Markenwert in Höhe von 8.117 TEUR, der Kundenstock und Auftragsstand in Höhe von 10.060 TEUR aktiviert.

Im Geschäftsjahr wurden Kundenstöcke und Auftragsstände in Höhe von 2.810 TEUR (Vorjahr: 2.732 TEUR) verbraucht.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(42) Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR Grundstücke und Bauten
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2013 149.207
Unternehmenserwerbe 7.144
Zugänge 3.530
Nachträgliche Anschaffungskosten 145
Abgänge –224
Umgliederungen 2.250
Währungsumrechnung –2.316
Stand 31.12.2013 159.736
Stand 1.1.2014 159.736
Unternehmenserwerbe und -abgänge 15.961
Zugänge 7.458
Abgänge –9.042
Umgliederungen 3.203
Währungsumrechnung 2.062
Stand 31.12.2014 179.378
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2013 35.619
Unternehmenserwerbe 238
Abschreibungen 5.094
Wertminderungen 400
Nachträgliche Anschaffungskosten 0
Abgänge –95
Umgliederungen 0
Währungsumrechnung –687
Stand 31.12.2013 40.569
Stand 1.1.2014 40.569
Unternehmenserwerbe und -abgänge 3.306
Abschreibungen 5.817
Wertminderungen 0
Wertaufholungen –217
Nachträgliche Anschaffungskosten 0
Abgänge –2.477
Umgliederungen 27
Währungsumrechnung 150
Stand 31.12.2014 47.175
Buchwerte 31.12.2013 119.167
Buchwerte 31.12.2014 132.203

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Unbebaute Grundstücke Technische Anlagen
und Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
Summe
7.704 139.277 60.624 4.055 360.867
0 6.435 1.050 299 14.928
–6 6.050 7.961 12.118 29.653
0 0 0 0 145
–5.309 –3.314 –3.044 –13 –11.904
–505 3.719 927 –6.395 –4
–18 –2.689 –1.364 –163 –6.550
1.866 149.478 66.154 9.901 387.135
1.866 149.478 66.154 9.901 387.135
233 9.338 3.606 377 29.515
71 9.865 13.038 20.740 51.172
–310 –1.817 –3.498 –4 –14.671
0 7.085 7 –10.368 –73
54 –1.301 1.982 –739 2.058
1.914 172.648 81.289 19.907 455.136
33 83.772 32.667 0 152.091
0 1.145 298 0 1.681
9 11.109 6.698 0 22.910
0 0 0 0 400
0 0 3 0 3
0 –2.757 –2.420 0 –5.272
0 –15 15 0 0
–2 –1.776 –584 0 –3.049
40 91.478 36.677 0 168.764
40 91.478 36.677 0 168.764
0 6.993 2.468 0 12.767
9 12.876 8.364 0 27.066
0 0 2.498 0 2.498
0 –55 0 0 –272
0 0 19 0 19
0 –1.550 –2.453 0 –6.480
0 552 –579 0 0
6 –1.000 609 0 –235
55 109.294 47.603 0 204.127
1.826 58.000 29.477 9.901 218.371
1.859 63.354 33.686 19.907 251.009

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Zugänge betreffen vor allem die Erneuerung und Erweiterung von Produktionsanlagen in Russland, Brasilien, Holland und Polen sowie zahlreiche Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen vor allem in Österreich, den USA und Deutschland.

In Grundstücke und Bauten sind Grundwerte bebauter Liegenschaften in der Höhe von 27.320 TEUR (Vorjahr: 22.516 TEUR) enthalten. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau enthalten zum Bilanzstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von 19.396 TEUR (Vorjahr: 9.304 TEUR).

2012 wurde ein Grundstück für den Neubau einer Konzernzentrale erworben. Im Jahr 2013 wurde die Entscheidung getroffen, dass eine nahestehende Gesellschaft der Familie Palfinger die Errichtung und Vermietung der Konzernzentrale übernehmen wird. Daher wurde das Grundstück 2013 an die nahestehende Gesellschaft der Familie Palfinger verkauft und ein Mietvertrag auf die Dauer von 20 Jahren abgeschlossen. Die Miete wurde auf Basis eines Verkehrswertgutachtens ermittelt. Die PALFINGER AG hat ein Vorkaufsrecht auf diese Immobilie. Die Übersiedelung ist im 3. Quartal 2015 geplant.

Zusätzlich zum Grundstückskauf im Jahr 2012 für den Neubau einer Konzernzentrale wurde ein Optionsvertrag abgeschlossen, der PALFINGER verpflichtet bzw. berechtigt, weitere rund 19.000 m² nach fünf bzw. zehn Jahren ab einer geplanten Umwidmung der Grundstücke zu erwerben. Der Ausübungspreis der Option zum Erwerb dieser zusätzlichen Grundstücke beträgt 4.353 TEUR zuzüglich einer Inflationsabgeltung bis zum Ausübungszeitpunkt. Diese Option wurde nicht an die nahestehende Gesellschaft der Familie Palfinger weitergegeben.

In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 72 TEUR (Vorjahr: 13 TEUR) auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Sofern keine spezifische Finanzierung besteht, wird der gewogene Fremdkapitalzinssatz der PALFINGER Gruppe in Höhe von 2,28 Prozent (Vorjahr: 3,15 Prozent) herangezogen.

Die Wertminderung im Jahr 2013 in Höhe von 400 TEUR betraf ein Gebäude in Deutschland, wobei diese im Jahr 2014 wieder in Höhe von 217 TEUR aufgeholt wurde, da die Gründe für die Wertminderung wieder weggefallen sind.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden, wie im Vorjahr, keine Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 als Kürzung der Anschaffungs- bzw. Herstellkosten berücksichtigt.

Per 31. Dezember 2014 sind Sachanlagen mit einem Buchwert von 4.875 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) als Sicherheit für Schulden verpfändet.

(43) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie hat zum 31. Dezember 2014 Anschaffungskosten in Höhe von 816 TEUR (Vorjahr: 816 TEUR) und einen Buchwert von 351 TEUR (Vorjahr: 369 TEUR). Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betragen 18 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR). Zum 31. Dezember 2014 beträgt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie 567 TEUR (Vorjahr: 587 TEUR).

Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 61 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR) sowie direkt zurechenbare operative Aufwendungen von 18 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR).

(44) Anteile an equity-bilanzierten Unternehmen

Der Kreis der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in der Beteiligungsübersicht dargestellt.

in TEUR 2014 2013
Stand 1.1. 12.955 14.977
Zugang durch Übergang von Quotenkonsolidierung auf Equity-Bilanzierung 7.097 0
Zugänge 113.523 0
Kapitalerhöhung 10.152 0
Anteilige Periodenergebnisse 4.140 2.875
Dividenden –3.032 –3.934
Währungsumrechnung 15.998 27
Abgänge –319 –990
Stand 31.12. 160.514 12.955

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern wesentlich sind, enthalten die nachfolgenden Tabellen, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 Prozent und nicht auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Palfinger France S.A.S. SANY
Automobile
Hoisting
Machinery
Co.,Ltd.
Sany Palfinger SPV Equipment
Co., Ltd.2)
in TEUR 1–12 2014 1–12 2013 4–9 20141) 1–12 2014 1–12 2013
Umsatzerlöse 94.425 89.866 279.627 20.735 11.067
Ergebnis nach Ertragsteuern 5.288 3.711 15.099 –108 –1.764
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 0 0 141.080 3.105 –646
Gesamtergebnis 5.288 3.711 156.179 2.997 –2.410
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013 30.09.2014 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 2.655 2.210 349.973 5.708 1.562
Kurzfristige Vermögenswerte 42.536 42.678 433.501 43.065 20.132
Langfristige Schulden 0 0 9.573 0 19
Kurzfristige Schulden 18.482 19.072 422.009 11.499 7.657
Nettovermögen 26.709 25.816 351.892 37.274 14.018
in TEUR 2014 2013 2014 2014 2013
Eigentumsanteil/Stimmrechte 49% 49% 10% 50% 50%
Buchwert 1.1. 12.013 11.760 0 0 -
Zugänge 0 0 109.977 17.103 -
Anteilige Periodenergebnisse 2.591 1.818 1.510 –54 -
Währungsumrechnung 0 0 14.108 1.552 -
Dividenden –2.312 –1.566 0 0 -
Buchwert 31.12. 12.291 12.013 125.595 18.602 -
Davon Firmenwert 0 0 90.406 0 -
Davon "Downstream"-Verkäufe –796 –637 0 –35 -
Davon anteiliges Nettovermögen 13.087 12.650 35.189 18.637 -

1) Siehe Erläuterung zur Akquisition SANY Lifting Business auf Seite 107-108.

2) Gesellschaft wurde in 2013 Quotenkonsolidiert.. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag liquide Mittel von 20.758 TEUR (Vorjahr: 4.222 TEUR) und im Geschäftsjahr Zinserträge von 203 TEUR (Vorjahr: 113) und einen Steuerertrag von 229 TEUR (Vorjahr 728 TEUR).

Die Palfinger France S.A.S. ist ein Händler für Produkte von PALFINGER in Frankreich. SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd. ist ein strategischer Partner. Sany Palfinger SPV Equiptment Co. Ltd. ist die Produktionsgesellschaft in China.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die für den Konzern nicht wesentlich sind, enthält die nachfolgende Tabelle, wobei sich die Angaben jeweils auf den Anteil von PALFINGER an den Unternehmen beziehen.

in TEUR 2014 2013
Buchwerte der Anteile 4.026 942
Ergebnis nach Ertragsteuern 93 1.056
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 338 27
Gesamtergebnis 431 1.083

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(45) Aktive und passive latente Steuern

Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Aktive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte ― unterschiedliche Nutzungsdauern 364 55
Immaterielle Vermögenswerte ― steuerlich abzugsfähiger Firmenwert 1.705 2.121
Sachanlagen ― unterschiedliche Nutzungsdauern 892 169
Langfristige finanzielle Vermögenswerte ― steuerlich offene Abwertungen Finanzanlagen 4.798 7.191
Sonstige langfristige Vermögenswerte 28 74
Kurzfristige Vermögenswerte 7.787 9.610
Vorräte ― Zwischengewinneliminierung, steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten 3.961 3.970
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ― steuerliche Bewertungsunterschiede Wertberichtigungen 1.542 757
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte ― steuerlich offene Abfertigungszahlungen 306 304
5.809 5.031
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen ― unterschiedliche Ansätze Personalrückstellungen IAS 19 7.008 5.162
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 2.867 1.423
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.019 1.063
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 3.199 910
11.027 6.225
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Rückstellungen ― unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen 1.836 1.882
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.755 1.561
3.591 3.443
Summe aktive latente Steuern 28.214 24.309
Passive latente Steuern
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte ― Unternehmenserwerbe, Entwicklungskosten –18.470 –15.994
Sachanlagen ― unterschiedliche Nutzungsdauern –8.204 –7.353
Langfristige finanzielle Vermögenswerte –1.505 0
davon erfolgsneutrale latente Steuern –880 0
Kurzfristige Vermögenswerte –28.179 –23.347
Vorräte ― steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten –192 –252
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ― Auftragsfertigung (POC) –1.990 –2.610
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte ― steuerliche Bewertungsunterschiede –1.014 –649
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 0 –47
–3.196 –3.511
Langfristige Schulden
Langfristige Rückstellungen –181 –229
davon im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 0 –1
–181 –229
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Rückstellungen ― unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen –625 –599
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten –56 –533
–681 –1.132
Summe passive latente Steuern –32.237 –28.219
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge 16.011 16.464
Latente Steuern 11.988 12.554
davon
aktive latente Steuern 18.627 20.206
passive latente Steuern –6.639 –7.652

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

In den latenten Steuern sind im sonstigen Ergebnis erfasste aktive latente Steuern von 4.730 TEUR (Vorjahr: 2.061 TEUR) und im sonstigen Ergebnis erfasste passive latente Steuern von – 456 TEUR (Vorjahr: – 224 TEUR) enthalten.

Die steuerlichen Verlustvorträge setzen sich wie folgt zusammen:

Nicht aktivierte Verlustvorträge Aktivierte Verlustvorträge
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Verfallbare Verlustvorträge
Ein Jahr 87 189 260 372
Zwei Jahre 0 97 530 252
Drei Jahre 0 0 1.146 499
Vier Jahre 0 0 881 1.313
Fünf Jahre 0 0 0 1.569
Mehr als fünf Jahre 14.896 12.802 20.905 18.582
Unverfallbare Verlustvorträge 24.032 20.140 25.176 28.547
Summe 39.015 33.228 48.898 51.134

Im Konzern wurden für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 39.015 TEUR (Vorjahr: 33.228 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist.

Für latente Steuerschulden aus Quellensteuern in Höhe von 1.414 TEUR (Vorjahr: 628 TEUR) wurden gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet, da PALFINGER in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf zu steuern, und in absehbarer Zeit sich diese temporären Differenzen nicht auflösen werden.

(46) Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Ausleihungen 2.054 333
Finanzforderungen gegenüber Related Parties 29.959 428
Wertpapiere 1.141 1.110
Guthaben bei Kreditinstituten 502 0
Summe 33.656 1.871

Die Wertpapiere bestehen aus Anteilen an Investmentfonds und Schuldverschreibungen zur gesetzlich verpflichtenden Absicherung der Personalrückstellungen.

Für die Forderungen gegenüber Related Parties in Höhe von 29.531 TEUR besteht ein Ratenplan für die nächsten zehn Jahre, und es bestehen ausreichend Sicherheiten anderer Related Parties. Die Forderung wird fremdüblich verzinst (siehe Akquisition Systems).

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(47) Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Rückdeckungswerte 2.938 1.531
Aufwandsabgrenzungen 180 204
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 11 11
Summe 3.129 1.746

Rückdeckungswerte betreffen Rückkaufsrechte für Lebensversicherungen, die die Voraussetzungen für eine Saldierung mit der Rückstellung für Pensionen gemäß IAS 19 nicht erfüllen.

(48) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 96.382 78.284
Unfertige Erzeugnisse 67.228 64.296
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 74.236 71.617
Geleistete Anzahlungen 1.334 1.248
Summe 239.180 215.445

Die Vorräte erhöhten sich vor allem durch die erhöhten Umsatzerlöse in den Areas und durch die Akquisition der PM-Group.

Vorräte in Höhe von 671 TEUR (Vorjahr: 814 TEUR) sind zum Nettoveräußerungswert bewertet.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Aufholungen von Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 394 TEUR (Vorjahr: 1.227 TEUR) vorgenommen und in den Umsatzkosten ausgewiesen.

(49) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften 27.317 12.764
Abgerechnete Forderungen 135.957 151.028
Summe 163.274 163.792

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Am 19. Dezember 2014 wurde von der PALFINGER AG bzw. von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der PALFINGER Gruppe ein Factoring-Vertrag mit einem inländischen Kreditinstitut abgeschlossen. Im Rahmen des Factoring-Vertrags werden zweiwöchentlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von 60.000 TEUR verkauft. Die im Zusammenhang mit dem bestehenden Factoring-Vertrag verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 14.843 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt PALFINGER weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingen Ausfällen. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 beträgt das hieraus resultierende maximale Verlustrisiko 287 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und entspricht dem maximalen Selbstbehalt. Zum Zeitpunkt des Verkaufs wurde dieser erwartete Verlust vollständig aufwandswirksam erfasst und ist unter den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert des anhaltenden Engagements. Da der Factoring-Vertrag kurz vor dem Bilanzstichtag abgeschlossen wurde, stellt die aufwandswirksame Erfassung des erwarteten Verlusts die gesamte Ergebniswirksamkeit der Berichtsperiode dar. Es ist geplant, das Volumen im Jahr 2015 sukzessive zu erhöhen.

Die abgerechneten Forderungen reduzierten sich durch niedrigere Außenstände in Russland und Brasilien sowie durch das Factoring in Deutschland und Österreich.

Die Fertigungsaufträge setzen sich nach der Percentage-of-Completion-Methode wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Angefallene Kosten 22.925 14.272
Zusätzlich bisher erfasste Gewinne 5.003 5.984
Teilabrechnungen –611 –7.492
Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Dienstleistungsgeschäften 27.317 12.764

Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhten sich im Wesentlichen durch Projekte in der Business Unit Eisenbahnsysteme.

Dem Insolvenzrisiko der dubiosen Kunden wird auf Basis von Erfahrungswerten durch eine Wertberichtigung in Höhe von 7.869 TEUR (Vorjahr: 5.474 TEUR) Rechnung getragen. Die Entwicklung der Wertberichtigung stellt sich wie folgt dar:

Einzelwertberichtigung Standardisierte
Einzelwertberichtigung
in TEUR 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 3.254 3.524 2.220 2.724
Veränderung Konsolidierungskreis 357 82 692 0
Dotierung 1.606 628 1.863 700
Verbrauch –612 –559 –116 –111
Auflösung –272 –197 –1.160 –961
Umgliederung 0 –18 0 18
Währungsumrechnung 70 –206 –33 –150
Stand 31.12. 4.403 3.254 3.466 2.220

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(50) Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Finanzierungsforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 774 0
Derivative Finanzinstrumente 0 295
Sonstige Finanzierungsforderungen 632 138
Summe 1.406 433

(51) Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 61 0
Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern 11.457 8.165
Sonstige Forderungen 9.463 8.751
Aufwandsabgrenzungen und Entschädigungsleistungen 5.026 4.641
Summe 26.007 21.557

Die sonstigen Forderungen stiegen durch Forderungen gegenüber dem Factor aus dem Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (49).

(52) Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln. Der Kassenbestand und die kurzfristigen Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Kassenbestände 118 364
Guthaben bei Kreditinstituten 20.639 15.601
Summe 20.757 15.965

Zum 31. Dezember 2014 bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über die Finanzmittel.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(53) Grundkapital

Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 35.730.000) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.

Der Vorstand wurde mit der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere 10.000.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Barund/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.

Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

  • (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt, Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder
  • (ii) wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse erfolgt, oder
  • (iii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder
  • (iv) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 27. Jänner 2014 beschlossen und der Aufsichtsrat hat am 17. Februar 2014 diesem Beschluss zugestimmt, das Grundkapital der Gesellschaft von 35.730.000,00 EUR durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 1.863.258,00 EUR auf 37.593.258,00 EUR durch Ausgabe von 1.863.258 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, je mit Stimmrecht und mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1 EUR je Stückaktie, gegen Sacheinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der übrigen Aktionäre zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 14. Mai 2014 ins Firmenbuch eingetragen.

Die neuen Aktien wurden ausschließlich an SANY Germany GmbH, Köln, Deutschland, ausgegeben. Diese Gesellschaft war exklusiv zu deren Zeichnung zugelassen. Die Aktien sind mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Jänner 2014 ausgestattet.

Die Kapitalerhöhung erfolgte zum Zweck des Erwerbs der 10 Prozent am SANY Lifting Business. Der gesamte Nennbetrag der Erhöhung des Grundkapitals von 1.863.258,00 EUR sowie der gesamte Ausgabebetrag der neuen Aktien von 54.034.482,00 EUR sind vollständig aufgebracht.

Das Agio in Höhe von 52.171 TEUR und die Begebungskosten in Höhe von 1.306 TEUR, abzüglich 326 TEUR latenten Steuerertrags, wurden im Eigenkapital in den Kapitalrücklagen erfasst.

Die Entwicklung der sich im Umlauf befindenden Aktien stellt sich wie folgt dar:

Stück 2014 2013
Stand 1.1. 35.401.910 35.389.410
Ausgabe neuer Anteile 1.863.258 0
Ausübung Optionsrecht 36.122 12.500
Stand 31.12. 37.301.290 35.401.910

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(54) Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen betreffen gebundene und ungebundene Kapitalrücklagen sowie Rücklagen gemäß IFRS 2.

RÜCKLAGE GEMÄSS IFRS 2

Die Entwicklung der Rücklage gemäß IFRS 2 für das Stock-Option-Programm stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2013
Stand 1.1. 86 111
Dotierung 11 21
Verbrauch –61 –37
Auflösung 0 –9
Stand 31.12. 36 86

Details zum Stock-Option-Programm finden Sie in Erläuterung (11).

(55) Eigene Aktien

Zum 31. Dezember 2014 beträgt der Besitzstand an eigenen Aktien 291.968 Stück (Vorjahr: 328.090 Stück).

Der Vorstand wurde durch die außerordentliche Hauptversammlung vom 3. November 2011 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 50 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrecht) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.

(56) Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

Die Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung nach Währungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2013
AED 2.252 0
BRL 170 –4.248
GBP 632 –236
NOK –1.005 –2.319
RMB 15.937 –184
RUB –21.008 –3.515
USD 10.275 –3.447
sonstige 1.157 –997
Summe Veränderung 8.410 –14.946

151

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(57) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie berechnet sich in Übereinstimmung mit IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. Der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien beläuft sich im Geschäftsjahr 2014 auf 36.612.148 Stück (Vorjahr: 35.399.403 Stück).

Auf Basis des Konzernergebnisses von 38.421 TEUR (Vorjahr: 44.038 TEUR) beläuft sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 1,05 EUR (Vorjahr: 1,24 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht aufgrund des geringen Verwässerungseffektes des Stock-Option-Programms dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

(58) Kumulierte Ergebnisse

Die kumulierten Ergebnisse erhöhten sich in Höhe von 1.397 TEUR (Vorjahr: Erhöhung um 1.035 TEUR) durch die Umgliederung der kündbaren Anteile ohne beherrschenden Einfluss aus den laufenden Ergebnissen der Gesellschaften. Für Details zu Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss wird auf Erläuterungen (6) und (61) verwiesen.

DIVIDENDE JE AKTIE

An die Aktionäre der PALFINGER AG wurden folgende Dividenden beschlossen und bezahlt:

Gesamt
in TEUR
Anzahl der
Aktien
Dividende
je Aktie
Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2013 (Hauptversammlung am 12. März 2014) 14.515 35.401.910 0,41
Beschlossene Dividende für das Geschäftsjahr 2012 (Hauptversammlung am 6. März 2013) 13.448 35.389.410 0,38

Für die Verteilung des Bilanzgewinns 2014 im Jahresabschluss der PALFINGER AG nach öUGB wird vom Vorstand folgender Vorschlag in der Hauptversammlung am 11. März 2015 unterbreitet:

TEUR
Bilanzgewinn 2014 der PALFINGER AG 5.332
Gewinnvortrag aus 2013 141.501
Bilanzgewinn gesamt 146.833
Vorgeschlagene Dividende (0,34 EUR je Aktie) 12.682
Verbleibender Bilanzgewinn 134.151

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(59) Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39

Die Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39 enthalten wie im Vorjahr nur Rücklagen aus Cashflow Hedges. Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage ist wie folgt:

in TEUR 2014 2013
Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) –14.384 1.136
davon aus
Zinsswaps –5.190 1.061
Devisentermingeschäften –9.194 75
Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) 2.024 278
davon aus
Zinsswaps 1.295 868
Devisentermingeschäften 729 –590
Summe Veränderung –12.360 1.414

(60) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Die nachstehende Tabelle zeigt zusammengefasste Finanzinformationen vor konzerninternen Eliminierungen zu jedem Tochterunternehmen mit wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss:

EPSILON Kran GmbH. Equipment Technology, LLC Guima Palfinger S.A.S.
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 1.405 610 26.831 21.136 9.153 8.350
Kurzfristige Vermögenswerte 26.624 26.477 20.570 16.636 7.630 9.651
Langfristige Schulden 1.112 1.152 3.917 1.782 1.091 394
Kurzfristige Schulden 11.880 10.670 7.729 6.484 6.084 8.677
Reinvermögen 15.037 15.265 35.755 29.506 9.608 8.930
Eigentumsanteil/Stimmrechte Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
35% 35% 20% 20% 35% 20%
Buchwert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss* 5.451 5.531 0 0 3.308 615
in TEUR 1–12 2014 1–12 2013 1–12 2014 1–12 2013 1–12 2014 1–12 2013
Cashflow aus dem operativen Bereich 14.170 13.863 3.099 3.401 2.438 2.076
Cashflow aus dem Investitionsbereich –1.170 –3.862 –4.816 1.401 –246 1.219
Cashflow aus dem Investitionsbereich –1.170 –3.862 –4.816 1.401 –246 1.219
Cashflow aus dem Finanzierungsbereich –13.000 –10.001 1.053 4.599 –2.118 –3.701
Anteiliger Gewinn/Verlust der Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
4.503 3.420 405 531 384 289
Anteiliges sonstiges Ergebnis der Anteile ohne
beherrschenden Einfluss
–32 –20 845 –263 –147 –14
Dividenden an Anteile ohne beherrschenden Einfluss 4.550 3.500 0 0 0 0

* Buchwert der Anteile ohne beherrschenden Einfluss bei Equipment Technology, LLC ist in den Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss enthalten.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Das Reinvermögen der EPSILON Kran GmbH ist dahingehend beschränkt, dass eine Anteilsübertragung nur mit Zustimmung des Minderheitsgesellschafters erfolgen darf und von der bestehenden Vereinbarung hinsichtlich einer linearen Maximalausschüttung in Bezug auf die EigenkapitalquoErgebnisneutrale Veränderung des beizulengenden Zeitwertste nur im Einvernehmen abgewichen werden darf.

Das Reinvermögen der Guima Palfinger S.A.S. ist dahingehend beschränkt, dass von der bestehenden Vereinbarung hinsichtlich einer Mindestausschüttung in Prozent des Jahresgewinns nur im Einvernehmen abgewichen werden darf.

Bei den restlichen nicht wesentlichen Anteilen ohne beherrschenden Einfluss bestehen ebenfalls Ausschüttungsvereinbarungen bzw. können Ausschüttungen nur im Einvernehmen mit den Minderheitsgesellschaftern beschlossen werden.

(61) Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2013
Stand 1.1. 17.370 18.999
Aufzinsung 225 318
Zugang durch Unternehmenserwerb 8.209 0
Erhöhung ergebniswirksam 0 96
Auflösung ergebniswirksam –1.229 0
Tilgung –2.626 –1.364
Erhöhung direkt im Eigenkapital 1.976 400
Auflösung direkt im Eigenkapital –553 –1.079
Stand 31.12. 23.372 17.370

Der Zugang im Jahr 2014 betrifft die Akquisition Megarme per 14. Jänner 2014. Die Tilgung betrifft den Minderheitsanteil an der Palfinger Russland GmbH.

Bei den Buchwerten handelt es sich um Level-3-bewertete Zeitwerte, wobei folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren angewandt wurden:

Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen
ohne beherrschenden Einfluss
Bewertungsverfahren Inputfaktoren
Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Vorsteuerzinssatz, Ergebnisse
der Unternehmensplanung in USD
Megarme-Gruppe, Naher Osten Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Vorsteuerzinssatz, Ergebnisse
der Unternehmensplanung in AED

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Sensitivitätsanalyse für bedeutende Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2014:

Ergebnisneutrale Veränderung des beizulegenden Zeitwerts
in TEUR Änderung der Annahme bei Anstieg bei Verringerung
Zinssatz +/– 1 % –852 898
Prognostizierte Ergebnisgröße +/– 10 % 2.140 –2.141
EUR/USD +/– 10 % –1.378 1.684
EUR/AED +/– 10 % –568 694

(62) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Aufgrund des Unternehmenswachstums und zur verstärkten Absicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der PALFINGER Gruppe wurden im Jahr 2014 zusätzliche Liquiditätsreserven geschaffen. Neue bestätigte Kreditlinien wurden abgeschlossen und abreifende Finanzierungslinien verlängert.

Durch die im Oktober 2014 durchgeführte vorzeitige Prolongation und Aufstockung der Schuldscheinemission aus dem Jahr 2012 wurde der Finanzierungsspielraum zusätzlich erweitert und durch die langfristige Struktur der Schuldscheintranchen die durchschnittliche Kapitalbindung erhöht. Es wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von 59 Mio EUR vorzeitig abgelöst und drei Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von fünf, sieben bzw. zehn Jahren und einem Gesamtvolumen von 105 Mio EUR neu begeben.

Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.

Der durchschnittliche Zinssatz stellt die durchschnittliche Zinsbelastung im Geschäftsjahr 2014 nach Berücksichtigung von Zins- und Währungssicherungsgeschäften in Prozent bezogen auf den durchschnittlichen Buchwert dar und beträgt 2,28 Prozent (Vorjahr: 3,15 Prozent).

(63) Langfristige Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Rückstellung für Pensionen 9.837 7.486
Rückstellung für Abfertigungen 21.809 15.977
Rückstellung für Jubiläumsgelder 4.674 3.828
Sonstige langfristige Rückstellungen 13.066 11.301
Summe 49.386 38.592

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

RÜCKSTELLUNG FÜR PENSIONEN

Aufgrund von einzelvertraglichen Regelungen besteht für PALFINGER die Verpflichtung, einigen Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Die Höhe dieser Pension wird nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt bemessen.

Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:

Pensionsantrittsalter Zinssatz (p.a.) Pensionserhöhungen (p.a.)
2014 2013 2014 2013 2014 2013
Österreich 65 Jahre 65 Jahre 2,25% 3,5% 1,5% 1,5%
Deutschland 63 Jahre 63 Jahre 2,25% 3,5% 1,5% 1,5%
Frankreich 60–63 Jahre 60–62 Jahre 2,25% 3,5% 2,7% 1,5%

Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Lage.

Zum 31. Dezember 2014 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Pensionszusagen 15,31 Jahre.

Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgte zum 31. Dezember 2014 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach IAS 19. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.

Als rechnerisches Pensionsalter in Österreich wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnerische Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.

Als rechnerisches Pensionsalter in Deutschland wurde das frühest mögliche Pensionsalter der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde gelegt; es kamen die Richttafeln 2005 G zur Anwendung.

Da die Pensionsverpflichtungen an den Verbraucherpreisindex angepasst werden, sind die Pensionspläne dem Inflationsrisiko ausgesetzt. Zudem bestehen Zinsrisiken und Risiken aufgrund der Veränderungen der Lebenserwartung für Pensionisten. Die Pensionsverpflichtungen sind zum Teil durch Rückdeckungsversicherungen abgedeckt, wodurch ein geringes Kontrahentenrisiko gegenüber Versicherungsgesellschaften besteht.

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

RÜCKSTELLUNG FÜR ABFERTIGUNGEN

Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer sowie regelmäßig bei Pensionsantritt an Mitarbeiter bezahlt werden müssen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab.

Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:

Zinssatz (p.a.) Gehaltssteigerungen (p.a.) Fluktuationsabschlag (p.a.)
2014 2013 2014 2013 2014 2013
Österreich 2,25% 3,5% 3,0% 3,0% 2,0% 2,0%
Slowenien 2,25% 3,5% 3,0% 3,0% 2,0% 2,0%
Bulgarien 2,25% 3,5% 5,0% 5,0% altersbez. 5% bis
20%
altersbez. 5% bis
20%
Südkorea 3,29% 4,0% 5,0% 5,0% altersbez. 7,8%
bis 13,4%
10,0%
UAE und Katar 4,75% - 4,5% - altersbez. -

Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Lage.

Zum 31. Dezember 2014 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtungen aus Abfertigungen 14,13 Jahre.

Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf eine Abfertigung: wenn das Dienstverhältnis ununterbrochen drei Jahre gedauert hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber sowie bei vorzeitigem Austritt aus einem wichtigen Grund; und bei Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters, wenn das Dienstverhältnis mindestens ununterbrochen zehn Jahre gedauert hat. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses.

Bei Arbeitnehmern in Österreich, deren Dienstverhältnis nach dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst und belaufen sich auf 1,53 Prozent der Bezüge.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen stellen sich wie folgt dar:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Nettobarwert der Verpflichtung 10.624 8.410 21.809 15.977
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens –787 –924 0 0
Rückstellung 9.837 7.486 21.809 15.977
Pensionen Abfertigungen
in TEUR 2014 2013 2014 2013
Nettobarwert der Verpflichtung per 1.1. 8.410 8.036 15.977 14.281
Zugang durch Unternehmenserwerb 0 0 1.140 254
Zugang 60 0 0 0
Dienstzeitaufwand 188 128 1.432 901
Zinsaufwand 291 301 619 533
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen 2.014 440 3.463 844
Tatsächliche Zahlungen –337 –491 –1.001 –836
Währungsumrechnung –2 –4 179 0
Nettobarwert der Verpflichtung per 31.12 10.624 8.410 21.809 15.977

Das Planvermögen besteht aus einem Pensionsfonds bei einer namhaften Versicherungsgesellschaft.

in TEUR 2014 2013
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 1.1. 924 1.024
Erwartete Erträge aus Planvermögen 32 36
Gewinne (+)/Verluste (-) aus Neubewertungen –97 –54
Gezahlte Versorgungsleistungen –72 –82
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 31.12. 787 924

Der tatsächliche Ertrag belief sich auf – 65 TEUR (Vorjahr: – 18 TEUR).

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Netto-Aufwendungen für Pensionen und Abfertigungen aus Leistungszusagen setzen sich wie folgt zusammen:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 1–12 2014 1–12 2013 1–12 2014 1–12 2013
Personalaufwendungen
Dienstzeitaufwand –188 –128 –1.432 –901
Zinsaufwendungen
Zinsaufwand –259 –265 –619 –533
Netto-Aufwendungen –447 –393 –2.051 –1.434

Die Neubewertungen setzen sich wie folgt zusammen:

Pensionen Abfertigungen
in TEUR 1–12 2014 1–12 2013 1–12 2014 1–12 2013
Gewinne (–)/Verluste (+) aus Neubewertungen 2.111 494 3.463 844
davon erfahrungsbedingte Anpassungen 18 150 213 323
davon aus Veränderung demographischer Annahmen 52 0 4 3
davon aus Veränderung finanzieller Annahmen 1.944 290 3.246 518
davon aus Erträgen aus Planvermögen 97 54 0 0

Realistische Änderungen der folgenden, für die Berechnung des Pensions- und Abfertigungsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche als wesentlich erachteten versicherungsmathematischen Parameter zum Berichtszeitpunkt bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Parameter würden zu folgenden Veränderungen des Nettobarwerts der Verpflichtung führen:

Veränderung des Nettobarwerts der Verpflichtung
Pensionen Abfertigungen
+ 1 % –1 % + 1 % –1 %
in TEUR 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Zinssatz –1.406 –1.074 1.775 1.341 –2.711 –2.035 3.270 2.465
Pensionserhöhungen/
Gehaltssteigerung
1.564 1.166 –1.291 –971 3.097 2.366 –2.630 –1.996

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

RÜCKSTELLUNG FÜR JUBILÄUMSGELDER

Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund der kollektivvertraglichen Regelungen bzw. der Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen (mit Ausnahme des Fluktuationsabschlags) wie bei der Rückstellung für Abfertigungen vorgesorgt.

Die Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2013
Stand 1.1. 3.828 3.545
Veränderung Konsolidierungskreis –18 0
Dotierung 908 309
Zinseffekt 131 130
Verbrauch –175 –156
Stand 31.12. 4.674 3.828

SONSTIGE LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2013
Stand 1.1. 11.301 9.773
Veränderung Konsolidierungskreis 268 0
Unternehmenserwerbe 9.592 0
Dotierung 4.139 2.809
Zinseffekt 855 566
Verbrauch –8.958 –1.103
Auflösung –4.041 –1.678
Umgliederung 0 58
Währungsumrechnung –90 876
Stand 31.12. 13.066 11.301

Zum Jahresende 2013 bestanden bedingte Gegenleistungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, die im Jahr 2012 vereinbart wurden. Die Gegenleistungen waren von künftigen Ergebnissen vor Abschreibungen und Zinsen der Einheiten abhängig. Die Kaufpreisanteile, welche in den Jahren 2015 und 2019 fällig geworden wären, wurden im Geschäftsjahr 2014 aufgelöst, da mit einer Inanspruchnahme aufgrund der lokalen Ergebnisse der Einheiten nicht mehr gerechnet werden kann.

In den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind zudem noch sonstige langfristige Personalrückstellungen in Höhe von 2.513 TEUR (Vorjahr: 7.558 TEUR) enthalten. Diese bestehen aus langfristigen Prämienvereinbarungen für Führungskräfte, die im Jahr 2018 bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen zur Auszahlung gelangen. Der Verbrauch im Jahr 2014 betrifft vor allem die Auszahlung von langfristigen Prämienvereinbarungen (siehe Angaben über Organe und Arbeitnehmer).

(64) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausländische Abgaben und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie Rechnungsabgrenzungsposten.

(65) Kurzfristige Rückstellungen

Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Garantie- und
Gewährleistungsrückstellung
Sonstige kurzfristige
Rückstellungen
in TEUR 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 11.527 12.124 824 922
Veränderung Konsolidierungskreis 111 151 391 0
Dotierung 4.043 4.195 842 429
Verbrauch –4.300 –4.569 –192 –309
Auflösung –388 –226 –173 –181
Umgliederung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 127 –148 1 –37
Stand 31.12. 11.120 11.527 1.693 824

(66) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.992 78.100
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 424 13
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 20.640 21.592
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 24.733 21.826
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern 13.622 12.354
Sonstige Verbindlichkeiten 12.426 7.061
Ertragsabgrenzungen 2.367 1.052
Summe 156.204 141.998

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 24.733 TEUR (Vorjahr: 21.826 TEUR) beinhalten Abgrenzungen für nicht konsumierte Urlaube, Leistungsprämien und Zeitausgleichsguthaben sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsaufwendungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt 12.426 TEUR (Vorjahr: 7.061 TEUR) betreffen kreditorische Debitoren, Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor aus Zahlungseingängen für verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe dazu auch Erläuterung (49)) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

(67) Finanzinstrumente

Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IAS 39 auf die Fair Values stellt sich wie folgt dar:

Bewertung nach IAS 17

Kein Finanz
instrument/
in TEUR Buchwert
31.12.2014
Erfassung gem.
IFRS 10
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Langfristige Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 33.656 0 0
davon
Level 2 Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163.274 27.317 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.406 0 0
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 26.007 16.483 0
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 20.757 0 0
Summe Vermögenswerte 245.100 43.800 0
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 23.372 23.372 0
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 327.291 0 10.168
davon
Level 2 Fair Value
Langfristige Rückstellungen 49.386 46.887 0
davon
Level 3 Fair Value
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.062 3.062 0
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 85.130 0 923
davon
Level 2 Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
156.204 61.362 0
Summe Schulden 644.445 134.683 11.091

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bewertung nach IAS 39
zum Fair Value zu fortgeführten Anschaffungskosten
erfolgswirksam erfolgsneutral
Buchwert der
Finanzinstrumente
31.12.2014
Held-for-Trading / Other
Derivatives
Hedging Derivatives Available-for-Sale At Amortized Cost Loans and Receivables
33.656 0 0 1.141 0 32.515
0 0 1.141 0
135.957 0 0 0 0 135.957
1.406 0 0 0 0 1.406
9.524 0 0 0 0 9.524
20.757 0 0 0 0 20.757
201.300 0 0 1.141 0 200.159
0 0 0 0 0 0
327.291 0 13.470 0 303.653 0
0 13.470 0
2.499 2.499 0 0 0 0
2.499
0 0 0 0 0 0
85.130 318 2.479 0 81.410 0
318 2.479 0
94.842 0 0 0 94.842 0
509.762 2.817 15.949 0 479.905 0

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bewertung nach IAS 17

Kein Finanz
in TEUR Buchwert
31.12.2013
instrument/
Erfassung gem.
IFRS 10
zu fortgeführten
Anschaffungskosten
Langfristige Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.871 0 0
davon
Level 2 Fair Value
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 163.792 12.764 0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 433 0 0
davon
Level 2 Fair Value
Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 21.557 12.806 0
davon
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel 15.965 0 0
Summe Vermögenswerte 203.618 25.570 0
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 17.370 13.740 0
davon
Level 3 Fair Value
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 184.681 0 9.764
davon
Level 2 Fair Value
Langfristige Rückstellungen 38.592 36.058 0
davon
Level 3 Fair Value
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 4.561 3.792 0
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 51.219 0 795
davon
Level 2 Fair Value
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten
141.998 56.824 0
Summe Schulden 438.421 110.414 10.559

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Bei Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme basierend auf aktuellen Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten ermittelt. Zinscaps werden mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven sowie Zinsvolatilitäten der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten bewertet. Wertpapiere werden mit dem aktuellen Kurs am Stichtag bewertet.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Bewertung nach IAS 39
zum Fair Value zu fortgeführten Anschaffungskosten
erfolgswirksam erfolgsneutral
Buchwert der
Finanzinstrumente
31.12.2013
Held-for-Trading / Other
Derivatives
Hedging Derivatives Available-for-Sale At Amortized Cost Loans and Receivables
1.871 0 0 1.110 0 761
0 0 1.110 0
151.028 0 0 0 0 151.028
433 103 192 0 0 138
8.751 103
0
192
0
0
0
0 8.751
15.965 0 0 0 0 15.965
178.048 103 192 1.110 0 176.643
3.630 3.630 0 0 0 0
3.630
184.681 0 817 0 174.100 0
0 817 0
2.534 2.534 0 0 0 0
769 2.534
0
0 0 769 0
51.219 0 1.357 0 49.067 0
0 1.357 0
85.174 0 0 0 85.174 0
328.007 6.164 2.174 0 309.110 0

Wesentliche Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Ratings als Abschlag vom berechneten Wert berücksichtigt.

Der Buchwert der Vermögenswerte und kurzfristigen Schulden entspricht dem Marktwert, da sie entweder kurzfristig fällig oder variabel verzinst sind. Ausfallsrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Buchwerte der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 327.291 TEUR (Vorjahr: 184.681 TEUR) entsprechen auch in etwa den Marktwerten (Level 2) in Höhe von 328.624 TEUR (Vorjahr: 184.348 TEUR), da diese überwiegend variabel verzinst sind. Die

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Marktwerte wurden auf Basis beobachtbarer aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen mittels Discounted-Cashflow-Methode berechnet. Zur Zinssicherung gehaltene Zinsswaps sind mit dem Marktwert bilanziert.

Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf 41 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR) und sind im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen (vgl. Erläuterung (39) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis).

Die Entwicklung der Level 3 Fair Values stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2014 2013
Stand 1.1. 6.164 7.650
Zugang durch Unternehmenserwerb 3.592 0
Aufzinsung 461 560
Tilgung –2.626 –204
Auflösung ergebniswirksam –3.881 –1.781
Erhöhung ergebniswirksam 0 96
Währungsumrechnung 8 –157
Ergebniswirksame Kursdifferenzen –1.219 0
Stand 31.12. 2.499 6.164
Ergebnis in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1–12 2014 1–12 2013
Zinsaufwand –461 –656
Finanzertrag 1.230 103
Sonstiger operativer Ertrag 2.651 1.678
Kursdifferenzen des Finanzergebnisses 1.219 0
nicht realisierter Gewinn/Verlust für Finanzinstrumente vorhanden am Abschlussstichtag 1.093 1.125

Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Finanzinstrumente in bzw. aus Level 3 umklassifiziert. Sämtliche Level-3-Buchwerte, die zum 31. Dezember 2013 bestanden, wurden im Geschäftsjahr 2014 getilgt oder aufgelöst und bestehen daher zum 31. Dezember 2014 nicht mehr.

Für die im Jahr 2014 zugegangenen Level-3-Buchwerte wurden folgende Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte angewandt:

Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
Langfristige Rückstellungen Discounted-Cashflow-Methode Risikoadäquater Vorsteuerzinssatz, Ergebnisse
der Unternehmensplanung in RUB

Sensitivitätsanalyse für bedeutende Inputfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum 31. Dezember 2014:

Veränderung beizulengender Zeitwert
in TEUR Änderung der Annahme bei Anstieg bei Verringerung
Zinssatz +/– 1 % –52 53
Prognostizierte Ergebnisgröße +/– 10 % 276 –276
EUR/RUB +/– 10 % –227 278

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung von PALFINGER ist es, die finanzielle Flexibilität, den Spielraum für wertsteigernde Investitionen und die Beibehaltung solider Bilanzrelationen zu sichern.

Eine starke Eigenkapitalstruktur sichert das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes und gewährleistet eine solide Kapitalbasis für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Die Nettofinanzverschuldung von PALFINGER wird zentral in Abstimmung mit dem Corporate Treasury gesteuert. Die Hauptaufgaben der Abteilung Corporate Treasury liegen in der langfristigen Liquiditätssicherung zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit, einer effizienten Inanspruchnahme von Bank- und Finanzdienstleistungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung von Ertrag und Kosten. Dabei werden auch zentrale Synergieeffekte und lokale Chancen genutzt.

PALFINGER steuert seine Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der fixierten strategischen Projekte und der internen Zielsetzungen zu Eigenkapitalquote und Gearing Ratio. Durch die 2014 durchgeführte vorzeitige Verlängerung und Aufstockung des Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2012 und die Aufnahme von langfristigen Bankkrediten und Beteiligungsfinanzierungen wurden die 2014 getätigten Investitionen und Akquisitionen langfristig refinanziert, und die Kapitalbindung auf der Passivseite wurde wesentlich verlängert.

Die Liquiditätssteuerung wurde durch eine Ausweitung der automatisierten Cash-Pooling-Lösung in den USA und in Europa weiter optimiert. Die Flexibilität auf der Finanzierungsseite wurde zusätzlich durch eine Erhöhung von langfristigen Finanzierungslinien erhöht.

Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur erfolgt eine stete Dividendenpolitik, die sich am Konzernergebnis des Vorjahres orientiert. Gemäß der langfristigen Dividendenpolitik, rund ein Drittel des Bilanzgewinns an die Aktionäre auszuschütten, wurde im Jahr 2014 eine Dividende in Höhe von 0,41 EUR (Vorjahr: 0,38 EUR) je Aktie ausgeschüttet.

PALFINGER überwacht sein Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrads (Gearing Ratio), der dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital entspricht, sowie der Eigenkapitalquote. Als langfristige Orientierung gelten dabei eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent sowie eine Gearing Ratio von unter 50 Prozent als erstrebenswert. Die Nettofinanzverschuldung in Höhe von 356.600 TEUR (Vorjahr: 217.925 TEUR) umfasst das lang- und kurzfristige Finanzvermögen und den Cash-Bestand sowie die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital entspricht dem ausgewiesenen Eigenkapital nach IFRS in Höhe von 461.312 TEUR (Vorjahr: 385.914 TEUR).

Finanzrisiken

Entsprechend den Treasury-Richtlinien von PALFINGER wird ein Hauptaugenmerk darauf gelegt, die finanziellen Risiken zu begrenzen. In der Folge wird auf die einzelnen Risiken im Detail eingegangen.

1. LIQUIDITÄTSRISIKO

Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit Liquidität zur Verfügung zu haben, um fällige Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Die Aufgabe liegt daher in der Analyse des Liquiditätsrisikos sowie in der konsequenten Sicherung der Liquidität durch Liquiditätsplanung, Vereinbarung ausreichender Kreditlinien und ausreichende Diversifizierung der Kreditgeber.

Das Management des Liquiditätsrisikos ist Aufgabe der Konzern-Treasury-Abteilung, die dafür effiziente Cash-Management-Systeme einsetzt. Ein unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um eine gezielte Steuerung der finanziellen Mittel vornehmen zu können. Mittel- bis Langfristplanungen ermöglichen es, einen eventuellen Finanzbedarf frühzeitig zu erkennen und mit den Bankpartnern abzustimmen. Durch die konzerninterne Finanzierungsstruktur und den Einsatz von Cash-Pooling-Lösungen in Europa und Amerika sind eine effiziente Steuerung und Verteilung der benötigten Liquidität gewährleistet.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Zur Verlängerung der Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten und zur Diversifizierung der Finanzierungspartner wurden die im Jahr 2014 getätigten Akquisitionen, Investitionen und abreifenden Darlehen über langfristige Kredite refinanziert. Die im Jahr 2014 abgeschlossenen Finanzierungen wurden mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren ausgestattet. Für Details zu den begebenen Schuldscheindarlehen wird auf Erläuterung (62) Langfristige Finanzverbindlichkeiten verwiesen.

Ein weiterer Baustein in der Liquiditätssicherung ist die Aufrechterhaltung von langfristigen, unausgenutzten Kreditrahmen mit den Bankpartnern. Die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen wurden ausgeweitet und haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren.

Die vertraglichen Restlaufzeiten der undiskontierten Cashflows gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2013 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 251.220 56.081 188.948 6.191
Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges 10.876 1.970 7.037 1.869
Verbindlichkeiten aus kündbaren Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 4.147 0 4.147 0
Rückstellungen für Kaufpreisbestandteile 4.818 0 1.934 2.884
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78.869 78.100 769 0
Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente 7.074 7.074 0 0
85.943 85.174 769 0
Summe 357.004 143.225 202.835 10.944
in TEUR 31.12.2014 < 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 428.638 93.771 304.847 30.020
Verbindlichkeiten aus Cashflow Hedges 17.416 7.661 8.842 913
Verbindlichkeiten aus Derivaten Held for Trading 371 371 0 0
Rückstellungen für Kaufpreisbestandteile 8.250 0 8.250 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.992 81.992 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente 12.850 12.850 0 0
94.842 94.842 0 0
Summe 549.517 196.645 321.939 30.933

2. KREDITRISIKO

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls von Vertragspartnern. Durch die auf Basis von Bonitätsanalysen durchgeführte Einrichtung von internen Limits für Vertragspartner und den Abschluss von entsprechenden Versicherungen wird diesem Risiko begegnet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.

Sämtliche überfällige Forderungen werden im Rahmen der standardisierten pauschalen Einzelwertberichtigung einer Wertminderung unterzogen.

Die Gliederung der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2014 31.12.2013
Noch nicht fällige Forderungen 124.475 125.584
Wertberichtigte Forderungen
Weniger als 30 Tage überfällig 23.877 23.069
Mehr als 30 Tage, aber weniger als 60 Tage überfällig 8.259 7.327
Mehr als 60 Tage, aber weniger als 90 Tage überfällig 2.411 924
Mehr als 90 Tage, aber weniger als 120 Tage überfällig 1.123 2.345
Mehr als 120 Tage überfällig 3.129 4.543
38.799 38.208
Summe 163.274 163.792

Bei den sonstigen Forderungen liegen keine Überfälligkeiten vor. Bei noch nicht fälligen Forderungen liegen keine Hinweise auf Forderungsausfälle vor.

Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird auf beste Bonität geachtet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.

3. FREMDWÄHRUNGSRISIKO

Das Fremdwährungsrisiko wird durch Wechselkursschwankungen hervorgerufen. Der Wert eines Finanzinstruments kann sich aufgrund von Bewegungen im Wechselkurs ändern.

Die Internationalität in der Gruppe führt zu Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen. Durch lokale Wertschöpfung werden Überhänge in Fremdwährungspositionen minimiert (natürlicher Hedge). Das sich ergebende wesentliche Fremdwährungs-Exposure wird mittels geeigneter Hedging-Instrumente gesichert. Die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Fremdwährungs-Cashflows werden mit Devisentermingeschäften gesichert ("Cashflow Hedge").

Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten in Fremdwährungsländer ergibt sich eine Risikoposition, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt ist. Die laufenden Analysen dieser Position sind die Basis für die Erarbeitung der Sicherungsstrategie, die in regelmäßigen Meetings evaluiert wird.

Finanzgeschäfte dürfen nur auf Basis entsprechender Grundgeschäfte abgeschlossen werden. Spekulationsgeschäfte (Geschäfte ohne zugrunde liegende operative Position) sind untersagt.

Fremdwährungsdifferenzen auf Einzelabschlussebene werden je nach Verursachung im operativen Ergebnis bzw. Finanzergebnis erfasst.

Die Fremdwährungsdifferenzen hatten folgende Effekte auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung:

in TEUR 1–12 2014 1–12 2013
Kursdifferenzen Erträge 4.968 2.872
Kursdifferenzen Aufwand –5.781 –4.982
Kursdifferenzen im At-Equity-Ergebnis –1.615 –133
Operatives Ergebnis – EBIT –2.428 –2.243
Kursdifferenzen des Finanzergebnisses 577 –1.438
Ergebnis aus Kursdifferenzen –1.851 –3.681

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Sensitivitätsanalyse Währungsrisiko:

Auswirkungen aus Fremdwährungsrisiken können sich aus Transaktionen ergeben, die in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung durchgeführt werden. Bei Fair Value und Cashflow Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinnund-Verlust-Rechnung aus. Demzufolge sind diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.

Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse dargestellt. Im Rahmen dieser Analyse wird eine Veränderung der wesentlichen Wechselkurse gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 Prozent bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Faktoren angenommen. Die Auswirkungen einer Aufwertung und Abwertung der wichtigsten Währungen gegenüber dem Euro um 10 Prozent werden nachfolgend dargestellt:

31.12.2013 +10 % –10 %
in TEUR ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
USD 270 –3.955 –3.685 –330 4.834 4.504
GBP 3 –545 –542 –3 666 663
BRL –144 –307 –451 177 375 552
SGD 114 0 114 –140 0 –140
CNY –146 0 –146 178 0 178
RUB –986 –404 –1.390 1.206 494 1.700
INR 0 –337 –337 0 412 412
NOK 352 –3.959 –3.607 –431 4.839 4.408
SEK 1 0 1 –1 0 –1
HRK –138 0 –138 169 0 169
RON –695 0 –695 850 0 850
Währungssensitivitäten –1.369 –9.507 –10.876 1.675 11.620 13.295
31.12.2014 +10 % –10 %
in TEUR ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
ergebnis
wirksam
eigenkapital
wirksam
Gesamt
auswirkung
USD –662 –8.684 –9.346 810 10.614 11.424
GBP –126 –584 –710 155 713 868
BRL –111 –649 –760 136 793 929
SGD –18 0 –18 22 0 22
CNY 35 0 35 –43 0 –43
RUB –368 –691 –1.059 450 845 1.295
INR –254 –317 –571 311 387 698
CAD –51 0 –51 62 0 62
NOK 744 –764 –20 –910 934 24
SEK 1 0 1 –1 0 –1
HRK –76 0 –76 93 0 93
AED 30 0 30 –36 0 –36
RON –779 0 –779 952 0 952
KRW –460 0 –460 562 0 562
Währungssensitivitäten –2.095 –11.689 –13.784 2.563 14.286 16.849

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Berechnung erfolgt auf Basis der originären und derivativen Finanzinstrumente in Fremdwährung in nicht funktionaler Währung zum Abschlussstichtag. Fremdwährungseffekte aus konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden ergebniswirksam berücksichtigt, Effekte aus langfristigen konzerninternen Forderungen, die als Bestandteil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (IAS 21.15) gelten, und allfällige Veränderungen der Cashflow-Hedge-Rücklage wurden eigenkapitalwirksam berücksichtigt. Translationsbezogene Fremdwährungseffekte aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro werden nicht berücksichtigt.

4. ZINSRISIKO

Sich ändernde Zinssätze haben Einfluss auf den Wert von Finanzinstrumenten (vor allem bei langfristiger Zinsbindung) und auf das Zinsergebnis (Aufwendungen oder Ertrag), das aus den Finanzinstrumenten resultiert. Dieser Einfluss beschreibt das Zinsrisiko in seinen beiden Ausprägungsformen Wertänderungs- und Zinsergebnisrisiko.

Das Wertänderungsrisiko wirkt sich in einer Abwertung von Finanzanlagen oder einer Aufwertung von Finanzverbindlichkeiten aus. Wertänderungen wirken sich bei langen Zinsbindungen stärker aus als bei variabler Zinsbindung.

Das Zinsergebnisrisiko wird durch höhere Zinsaufwendungen bei Finanzverbindlichkeiten oder einen niedrigeren Zinsertrag bei Finanzanlagen deutlich. Das Risiko betrifft vor allem Finanzinstrumente mit variabler (kurzer) Zinsbindung.

Die Zinsrisikoüberwachung und -steuerung ist Bestandteil des laufenden Treasury-Reporting im Konzern. Die variablen Finanzierungen sind mit Zinsswaps im Ausmaß von 146,7 Mio EUR (Vorjahr: 137,2 Mio EUR) gesichert.

Die Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten durchgeführt. Eine hypothetische Veränderung der variablen Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. ein Prozentpunkt pro Jahr würde zu einer Veränderung der Zinsaufwendungen von 764,7 TEUR (Vorjahr: 351,6 TEUR) führen.

Sicherungsmaßnahmen

SICHERUNG ZUKÜNFTIGER CASHFLOWS ("CASHFLOW HEDGE")

Die Fremdwährungsrisiken der PALFINGER AG resultieren aus Forderungen in Fremdwährung gegenüber Konzerngesellschaften und aus dem internationalen Projektgeschäft. Diese Risiken werden zum überwiegenden Teil mit Devisentermingeschäften gesichert.

Der Verkauf von Fremdwährungen über Devisentermingeschäfte stellt eine Sicherungsposition zu den operativen Fremdwährungseingängen dar. Dem Ergebnis aus dem Grundgeschäft steht ein Ergebnis mit umgekehrten Vorzeichen aus dem Devisentermingeschäft gegenüber. Die offenen Sicherungsgeschäfte werden laufend bewertet (Mark-to-Market-Bewertung) und auf ihr Risiko hin analysiert. Die Sicherung von Fremdwährungsrisiken betrifft jeweils Cashflows, die innerhalb von maximal zwölf Monaten erwartet werden oder auf die Projektlaufzeit abgestimmt sind.

Die bestehenden Zinsswaps sichern das Zinsänderungsrisiko bei variabel verzinsten Krediten. Durch diese Zinssicherungsmaßnahme werden Belastungen des Finanzergebnisses durch unvorhersehbare Zinssatzschwankungen begrenzt.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Nominale in
Kontraktwährung
Mark-to-Market-Bewertung
in EUR
in Tausend 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Devisentermingeschäfte
USD-Verkauf/EUR-Kauf USD 25.200 USD 2.500 –944 67
EUR-Verkauf/NOK-Kauf EUR 8.355 EUR 0 46 0
USD-Verkauf/NOK-Kauf USD 76.438 USD 65.812 –8.257 –447
Zinsswaps EUR 146.720 EUR 137.220 –6.794 –1.602
Summe –15.949 –1.982

Der Marktwert der Sicherungsgeschäfte wird gemäß IAS 39 als "Cashflow Hedge" verbucht. Bewertungsgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag sind demnach im Eigenkapital darzustellen. Sobald die zugrunde liegenden Geschäfte realisiert werden, erfolgt die Auflösung der kumulierten Gewinne bzw. Verluste im sonstigen Ergebnis und die erfolgswirksame Übertragung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Die im sonstigen Ergebnis erfassten sowie die realisierten Beträge für die "Cashflow Hedges" sind aus der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich.

SICHERUNG VON FINANZMITTELN ("HELD-FOR-TRADING")

Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Finanzmitteln eingesetzt werden und die die Voraussetzungen für "Hedge Accounting" nach IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität nicht erfüllen, werden als "Held-for-Trading" klassifiziert. Änderungen des Fair Value dieser Finanzinstrumente erfolgen erfolgswirksam über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Nominale in
Kontraktwährung
Mark-to-Market-Bewertung
in EUR
in Tausend 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Währungsswaps
USD-Verkauf/EUR-Kauf USD 43.000 USD 15.800 –354 116
RUB-Kauf/EUR-Verkauf RUB 0 RUB 150.000 0 –20
NOK-Verkauf/EUR-Kauf NOK 106.500 NOK 0 43 0
AED-Verkauf/EUR-Kauf AED 3.400 AED 0 –7 0
USD-Verkauf/NOK-Kauf USD 0 USD 434 0 7
Zinscaps EUR 0 EUR 50.000 0 0
Summe –318 103

Die Wertänderungen aus den Währungsswaps betragen – 421 TEUR (Vorjahr: – 840 TEUR) und sind in den Währungsdifferenzen in Höhe von – 421 TEUR (Vorjahr: – 840 TEUR) im Finanzergebnis enthalten.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

OPERATIVES LEASING

Verpflichtungen für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Anlagen (Gebäude, Produktionsanlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung) bestehen voraussichtlich in Höhe von 2.929 TEUR (Vorjahr: 2.211 TEUR) für das Geschäftsjahr 2015, in Höhe von voraussichtlich 8.987 TEUR (Vorjahr: 7.881 TEUR) für die darauffolgenden vier Jahre und in Höhe von voraussichtlich 17.348 TEUR (Vorjahr: 17.823 TEUR) in mehr als fünf Jahren. Siehe hierzu auch die Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen.

In der Berichtsperiode wurden Mindestleasingzahlungen aus operativen Leasingverhältnissen in Höhe von 2.360 TEUR (Vorjahr: 2.409 TEUR) aufwandswirksam erfasst.

FINANZIERUNGSLEASING

Bei den geleasten Sachanlagen handelt es sich um ein Firmenflugzeug mit einem Buchwert in Höhe von 8.237 TEUR (Vorjahr: 10.226 TEUR).

Die dazugehörigen Leasingverbindlichkeiten sind entsprechend den Fristigkeiten unter den lang- bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Mindestleasingzahlungen Barwert
Mindestleasingzahlungen
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Bis zu einem Jahr 1.157 999 923 795
Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahre 10.576 10.275 10.168 9.764
Über fünf Jahre 0 0 0 0
Summe 11.733 11.274 11.091 10.559
Abzüglich zukünftiger Finanzierungskosten –642 –715
Barwert der Leasingverpflichtungen 11.091 10.559

Übrige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2014 und 2013 bestehen keine Eventualforderungen und Eventualverbindlichkeiten.

SONSTIGE ANGABEN

Angaben über Geschäftsfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die nahestehenden Unternehmen und Personen werden bei PALFINGER in assoziierte Unternehmen und Joint Ventures (Gemeinschaftsunternehmen), Key Management und Sonstige gruppiert. Die assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind aus dem Beteiligungsspiegel ersichtlich. Unter Key Management werden Aufsichtsrat und Vorstand der PALFINGER AG subsumiert. Zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen zählen im Wesentlichen Unternehmen, die vom Key Management beherrscht werden, und Unternehmen, die auf assoziierte Unternehmen einen beherrschenden Einfluss ausüben.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die Transaktionen mit assoziierten Unternehmen, Joint Ventures und Unternehmen, die auf assoziierte Unternehmen einen beherrschenden Einfluss ausüben, resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch. Die Transaktionen mit dem Key Management resultieren aus Beratungsleistungen. Die Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen vorwiegend Warenlieferungen und Beratungsleistungen sowie einen Unternehmenserwerb im Jahr 2014. Weitere Details zum Unternehmenserwerb sind in der Erläuterung zu den Akquisitionen 2014 ersichtlich.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu fremdüblichen Bedingungen.

In der folgenden Aufstellung werden Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu 100 Prozent angegeben.

Transaktionen mit Vorständen sind in der folgenden Aufstellung nicht enthalten, und es wird auf die Erläuterung "Angaben über Organe und Arbeitnehmer" verwiesen.

Assoziierte Unternehmen
und Joint Ventures
Aufsichtsrat Sonstige
in TEUR 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Forderungen 8.289 6.451 0 0 30.830 8.452
Verbindlichkeiten 424 686 0 383 1.209 959
Umsatzerlöse 51.429 51.564 0 0 3.216 4.417
Sonstige operative Erträge 200 347 0 0 551 147
Bezogene Leistungen –1.548 –91 –11 –977 –2.399 –2.194
Materialaufwendungen –5 –1.558 0 0 0 0
Zinserträge 8 82 0 0 2 2

In den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6.954 TEUR (Vorjahr: 5.686 TEUR) enthalten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Joint Ventures in Höhe von 424 TEUR (Vorjahr: 686 TEUR) resultieren 72 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.

Seit 1. Oktober 2012 wird die derzeitige Konzernzentrale zu marktüblichen Preisen von einer Gesellschaft des Mehrheitsaktionärs gemietet, wobei der Mietvertrag jeweils zum Quartalsende unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist von der PALFINGER AG gekündigt werden kann.

Im Jahr 2013 wurde die Entscheidung getroffen, dass eine nahestehende Gesellschaft der Familie Palfinger die Errichtung und Vermietung der neuen Konzernzentrale übernehmen wird. Daher wurde ein Grundstück 2013 an die nahestehende Gesellschaft der Familie Palfinger verkauft und ein Mietvertrag auf die Dauer von 20 Jahren abgeschlossen. Die Miete wurde auf Basis eines Fremdverkehrswertgutachtens ermittelt. Die PALFINGER AG hat ein Vorkaufsrecht auf diese Immobilie.

Das im Zuge des Neubaus der Konzernzentrale im Jahr 2012 erworbene Grundstück in Bergheim wurde im Jahr 2013 an eine nahestehende Gesellschaft der Familie Palfinger um rund 5,2 Mio EUR verkauft. Diese Gesellschaft wird den Neubau der Konzernzentrale fertigstellen und diese an die PALFINGER AG vermieten.

Für die Forderungen gegenüber Related Parties in Höhe von 29.531 TEUR besteht ein Ratenplan für die nächsten zehn Jahre und es bestehen ausreichend Sicherheiten anderer Related Parties. Die Forderung wird fremdüblich verzinst.

Die Übernahme und in weiterer Folge Verkauf der Palfinger systems GmbH war eine Transaktion mit Related Parties. Weitere Details dazu sind in der Erläuterung zu den Akquisitionen 2014 ersichtlich.

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

ARBEITNEHMER

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer für den Konzern betrug im Geschäftsjahr einschließlich des Vorstands 8.030 Personen (Vorjahr: 6.573 Personen). Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Arbeitnehmer in der PALFINGER Gruppe 8.893 Personen (Vorjahr: 6.874 Personen).

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer von anteilsmäßig einbezogenen Unternehmen betrug im Jahr 2013 178 Personen. Im Jahr 2014 wurden keine Unternehmen anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen.

AUFSICHTSRAT

Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2014 folgende Personen bestellt bzw. vom Betriebsrat delegiert:

  • Ing. Hubert Palfinger jun., Vorsitzender1)
  • Ing. Mag. Hannes Palfinger, Stellvertreter des Vorsitzenden1)
  • Jian Qi (seit 12.3.2014)
  • DI Wolfgang Anzengruber
  • Mag. Peter Pessenlehner2)
  • Dr. Heinrich Dieter Kiener
  • Gerhard Gruber (Betriebsrat)
  • Johann Mair (Betriebsrat)2)
  • Alois Weiss (Betriebsrat)

2) Mitglied des Prüfungsausschusses

1) Mitglied des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Aufsichtsratstätigkeit keine Bezüge.

VORSTAND

  • DI Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender
  • Mag. Christoph Kaml, Vorstand für Finanzen
  • Ing. Wolfgang Pilz, Vorstand für Marketing & Vertrieb
  • DI Martin Zehnder, MBA, Vorstand für Produktion

Die Bezüge des Vorstands bestehen aus mehreren Komponenten und gliedern sich wie folgt:

Bezüge
erfolgsunabhängig
Stock-Option-Programm Bezüge
erfolgsabhängig
in TEUR 1–12 2014 1–12 2013 1–12 2014 1–12 2013 1–12 2014 1–12 2013
Herbert Ortner 528 518 1 5 396 572
Christoph Kaml 395 387 8 8 288 425
Wolfgang Pilz 329 323 1 3 297 425
Martin Zehnder 334 327 1 3 297 425
Summe 1.586 1.555 11 19 1.278 1.847

Für kurzfristige erfolgsabhängige Bezüge der Vorstände bestehen Rückstellungen in Höhe von 1.402 TEUR (Vorjahr: 1.378 TEUR).

KONZERNABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2014 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Zusätzlich wurde 2011 mit dem Vorstand eine Prämienvereinbarung für die langfristige Unternehmenswertsteigerung getroffen. Die Prämie für die Wertsteigerung von Jänner 2011 bis Februar 2014 wurde Ende Februar 2014 ausbezahlt. Die Prämie für die Unternehmenswertsteigerung bis Ende 2015 gelangt, bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen, 2016 zur Auszahlung. Im Geschäftsjahr wurden dafür für den Vorstandsvorsitzenden 820 TEUR p.a. und für die Vorstandsmitglieder 550 TEUR p.a. ausbezahlt.

Für Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wurden im Geschäftsjahr 43 TEUR (Vorjahr: 39 TEUR) an Dienstzeitaufwand erfasst. Dies betrifft einerseits Abfertigungsverpflichtungen für DI Herbert Ortner und Ing. Wolfgang Pilz und andererseits einzelvertragliche Pensionszusagen für Ing. Wolfgang Pilz.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen betrugen in der PALFINGER AG für den Vorstand und leitende Angestellte 352 TEUR (Vorjahr: 148 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmer 1.369 TEUR (Vorjahr: 655 TEUR).

Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Beiträge an beitragsorientierte Versorgungspläne für den Vorstand in Höhe von 72 TEUR (Vorjahr: 18 TEUR).

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Für Details zur Akquisition im Jahr 2015 wird auf die Erläuterung Akquisition 2015 verwiesen.

Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns geführt hätten.

Salzburg, am 28. Jänner 2015

Der Vorstand der PALFINGER AG

Vorstandsvorsitzender Vorstand für Finanzen

Ing. Wolfgang Pilz e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h. Vorstand für Marketing & Vertrieb Vorstand für Produktion

DI Herbert Ortner e.h. Mag. Christoph Kaml e.h.

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 der PALFINGER AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht zum 31. Dezember 2014 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Salzburg, am 28. Jänner 2015

Der Vorstand der PALFINGER AG

Ing. Wolfgang Pilz e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h. Vorstand für Marketing & Vertrieb Vorstand für Produktion

DI Herbert Ortner e.h. Mag. Christoph Kaml e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstand für Finanzen

BERICHT DES ABSCHLUSSPRÜFERS

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der PALFINGER AG, Salzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014, die Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, das Konzern-Cashflow-Statement und die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND FÜR DIE KONZERNBUCHFÜHRUNG

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS UND BESCHREIBUNG VON ART UND UMFANG DER GESETZLICHEN ABSCHLUSSPRÜFUNG

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

PRÜFUNGSURTEIL

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

AUSSAGEN ZUM KONZERNLAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Salzburg, am 28. Jänner 2015

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Mag. Brigitte Frey e.h. Mag. Diether Dämon e.h.

*) Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (zB verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und ist in vier Sitzungen am 17. Februar, 26. Mai, 8. September und 9. Dezember und unter Teilnahme des Vorstands zusammengekommen. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend schriftlich und mündlich über den Geschäftsgang und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in Kontakt und diskutierte mit ihm die Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikolage des Unternehmens.

Neben der aktuellen Entwicklung befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Strategie in den einzelnen Segmenten, Akquisitionsprojekten, größeren Investitionsentscheidungen, ökonomischen, ökologischen wie gesellschaftlichen Risiken, den Entwicklungen im gruppenweiten Nachhaltigkeitsmanagement sowie mit der Kooperation mit der chinesischen SANY-Gruppe. Die Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschüsse traten im Geschäftsjahr regelmäßig zusammen. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns.

Der Jahresabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2014 und der Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, geprüft. Die Prüfung ergab, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, sodass für 2014 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Dies gilt auch für den Konzernabschluss. Der nach IFRS (wie in der EU anzuwenden) aufgestellte Konzernabschluss ist um den Konzernlagebericht und weitere Erläuterungen gemäß § 245a UGB ergänzt worden.

Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss 2014 der PALFINGER AG ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat erklärt sich mit dem gemäß § 244 ff UGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht einverstanden. Den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat geprüft und gebilligt.

Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeitern von PALFINGER Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2014 aus.

Salzburg, am 6. Februar 2015

Ing. Hubert Palfinger jun. e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrats

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT ERKLÄRUNG GEMÄSS § 243B UGB

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT

ERKLÄRUNG GEMÄSS § 243B UGB

PALFINGER bekennt sich zu den Richtlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex (www.corporate-governance.at) und erfüllt nahezu alle Bestimmungen. Das Bekenntnis wird jährlich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch einen externen Wirtschaftsprüfer evaluiert. Das Evaluierungsergebnis zeigt, dass Corporate Governance bei PALFINGER gelebt wird. Der geprüfte Fragebogen steht allen Interessenten auf der Unternehmenswebsite (www.palfinger.ag) zur Verfügung.

ORGANE DER GESELLSCHAFT SOWIE ARBEITSWEISE VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT GEMÄSS § 243B ABSATZ 2 UGB

Gemäß österreichischem Aktiengesetz leitet der Vorstand der PALFINGER AG die Gesellschaft unter eigener Verantwortung, wie es das Wohl des Unternehmens unter Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder erfordert. Kollegialität, Offenheit, ständiger Informationsaustausch und kurze Entscheidungswege zählen dabei zu den obersten Prinzipien. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und unterstützt den Vorstand bei wesentlichen Entscheidungen. Die offene Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie innerhalb dieser Organe hat bei PALFINGER lange Tradition. Die Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2014 waren die laufende Geschäftsentwicklung, die Auswirkungen von herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Maßnahmen zur Senkung von Kosten und eingesetztem Kapital, Integrations-, Akquisitions- und Expansionsprojekte (insbesondere die vertiefte Kooperation mit SANY), Risikomanagement und das interne Kontrollsystem, Nachhaltigkeitsthemen sowie Perspektiven für das Jahr 2015 einerseits und die mittelfristige Entwicklung des Konzerns bis 2019 andererseits.

Im Aufsichtsrat, Vorstand und in den Geschäftsführungen von PALFINGER sind derzeit keine Frauen vertreten. In den darunter liegenden Ebenen ist der Anteil weiblicher Führungskräfte gering bzw. auf kaufmännische Funktionen beschränkt. Dies soll sich mittelfristig ändern. PALFINGER präsentiert sich daher vermehrt auf Job-Messen und spricht gezielt weibliche Potenzialträger an. Bei Neu- und Nachbesetzungen von Führungspositionen wird versucht, verstärkt Frauen zu gewinnen. Als Schwierigkeit dabei erweist sich jedoch, dass die überwiegende Anzahl der Führungspositionen bei PALFINGER eine technische Ausbildung erfordert. Das Potenzial an weiblichen Technikern ist äußerst gering, daher gibt es häufig keine Bewerberinnen. PALFINGER hat seine Bemühungen intensiviert, um die Präsenz von Frauen im (Nachwuchs-)Management zu stärken und damit dem Grundgedanken von Diversity besser zu entsprechen. Unter dem Titel "PALversity" wurde konzernweit ein Projekt gestartet, das den Nutzen der Verschiedenartigkeit bewusst machen soll, um Diversity stärker zu fördern und davon besser zu profitieren.

www.palfinger.ag/de/investorrelations/corporate-governance

GRI G4-34, G4-35, G4-36: Führungsstruktur und Kontrollorgane

GRI G4-LA 12: Vielfalt und Chancengleichheit

Mitarbeiter, Diversity Seite 75

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT ORGANE DER GESELLSCHAFT

VORSTAND

Der Vorstand der PALFINGER AG besteht aus vier Personen; den Vorsitz hält seit Juni 2008 Herbert Ortner.

Name Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Herbert Ortner (Vorsitzender) 1.2.2003 31.12.2018
Christoph Kaml (Finanzen) 1.1.2009 31.12.2018
Wolfgang Pilz (Marketing & Vertrieb) 1.2.2003 31.12.2018
Martin Zehnder (Produktion) 1.1.2008 31.12.2018

Herbert Ortner VORSTANDSVORSITZENDER

Geboren 1968, war Ortner bis 2001 bei der börsenotierten Semperit-Gruppe als weltweiter Geschäftsbereichsleiter für Industrieschläuche tätig. Von dort wechselte er zu PALFINGER, wo er das Ersatzteil-, Zubehörund Servicegeschäft ausbaute. Ab Februar 2003 konzentrierte sich Ortner als Vorstand für Marketing & Vertrieb auf die Business Units PALFINGER Eisenbahnsysteme, Hubladebühnen, Mitnahmestapler und Hubarbeitsbühnen sowie auf den weiteren Ausbau des Service- und Dienstleistungsgeschäfts. Als Vorsitzender des Vorstands zählen seit Juni 2008 Recht, Beschaffung, Personal, Kommunikation, Investor Relations und Nachhaltigkeitsmanagement zu seinen Agenden.

Christoph Kaml VORSTAND FÜR FINANZEN

Geboren 1974, begann Kaml seine Laufbahn bei Gemini Consulting. Bevor er im Jahr 2004 zur PALFINGER AG kam, war er zuletzt als Prokurist für ein M&A-Beratungsunternehmen in der Schweiz tätig. Vom PALFINGER Corporate Development wechselte er 2006 in die Geschäftsführung der Business Area Nordamerika mit Sitz in Niagara Falls, Kanada. Dort zeichnete er für Finanzen, Strategie und Business Development verantwortlich. Seit Jänner 2009 ist Kaml Finanzvorstand der PALFINGER AG, mit August 2012 verlegte er gemeinsam mit seiner Familie den Wohn- und Dienstort nach China, um die Kooperation mit SANY vor Ort zu steuern und auszubauen.

Wolfgang Pilz

VORSTAND FÜR MARKETING & VERTRIEB

Geboren 1959, ist Pilz seit 1984 bei PALFINGER im Krangeschäft tätig. Ab 1997 war er als Leiter des Geschäftsbereichs Lkw-Krantechnik für Marketing & Vertrieb verantwortlich. Seit Februar 2003 ist Pilz als Vorstand für Marketing & Vertrieb für den Absatz der PALFINGER Produkte zuständig.

Martin Zehnder

VORSTAND FÜR PRODUKTION

Geboren 1967, begann Zehnder seine berufliche Laufbahn 1984 bei der Alstom Schienenfahrzeuge AG. Von 2000 bis 2005 war er als Geschäftsführer bei Keystone Europe in Frankreich im Entwicklungs- und Produktionsbereich tätig. In der PALFINGER Gruppe war Zehnder ab 2005 als Global Manufacturing Manager für die Fertigungswerke verantwortlich, seit Jänner 2008 untersteht ihm als Vorstand für Produktion der weltweite Fertigungs- und Montagebereich.

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AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat der PALFINGER AG besteht per Bilanzstichtag aus sechs von der Hauptversammlung gewählten und drei vom Betriebsrat entsandten Mitgliedern. Den Vorsitz führt Hubert Palfinger jun., sein Stellvertreter ist Hannes Palfinger.

Bericht des Aufsichtsrats Seite 180

Name Erstbestellung Ende der Funktionsperiode
Hubert Palfinger jun.
(Vorsitzender seit 10.12.2013) geb. 1969 13.4.2005 HV 2015
Hannes Palfinger
(Stv. des Vorsitzenden seit 10.12.2013) geb. 1973 30.3.2011 HV 2016
Jian Qi geb. 1960 12.3.2014 HV 2017
Wolfgang Anzengruber geb. 1956 31.3.2010 HV 2015
Peter Pessenlehner geb. 1970 31.3.2010 HV 2015
Heinrich Dieter Kiener geb. 1956 30.3.2011 HV 2016
Johann Mair * geb. 1951 24.5.2005 *
Alois Weiss * geb. 1962 13.2.2006 *
Gerhard Gruber * geb. 1960 15.5.2006 *

* Vom Betriebsrat entsandt

Hubert Palfinger jun.

AUFSICHTSRATSVORSITZENDER

Hubert Palfinger jun. war 15 Jahre lang in verschiedenen Gesellschaften der PALFINGER Gruppe tätig, 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Industrieholding GmbH. Seit 2005 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG, seit September 2008 war er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats. Im Jahr 2013 wurde er zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt.

Hannes Palfinger

STELLVERTRETER DES VORSITZENDEN

Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie seiner sportlichen Laufbahn war Hannes Palfinger drei Jahre als Wirtschaftsprüfungsassistent bei PricewaterhouseCoopers in Wien tätig. Zahlreiche Praktika bei PALFINGER verbinden ihn mit dem Unternehmen. Von 2007 bis 2010 hatte Hannes Palfinger eine Führungsposition in der Palfinger systems GmbH inne, die im aktuellen Berichtszeitraum mehrheitlich von PALFINGER übernommen wurde. Seit 2011 ist er Mitglied des Aufsichtsrats, seit 2013 der stellvertretende Vorsitzende.

Abgesehen von Hubert Palfinger jun. und Hannes Palfinger ist kein Aufsichtsratsmitglied Anteilseigner oder Interessenvertreter einer Beteiligung von mehr als 1 Prozent.

Gemäß Regel Nr. 58 des Österreichischen Corporate Governance Kodex wird darauf hingewiesen, dass Wolfgang Anzengruber aus terminlichen Gründen an drei von vier Aufsichtsratssitzungen nicht teilnehmen konnte. Jian Qi wurde in der Hauptversammlung am 12. März 2014 erstmals in den Aufsichtsrat gewählt. Qi hat in weiterer Folge an zwei Aufsichtsratssitzungen per Videokonferenz teilgenommen.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT ORGANE DER GESELLSCHAFT

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Prüfungsausschuss

Die Entscheidungsbefugnisse des Prüfungsausschusses entsprechen den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Im Jahr 2014 wurden zwei Ausschusssitzungen abgehalten, in denen der Jahresabschluss 2013 sowie die Themen Internes Kontrollsystem, Risk Management und Interne Revision sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer behandelt wurden. Mitglieder: Hubert Palfinger jun., Hannes Palfinger, Peter Pessenlehner (Finanzexperte), Johann Mair

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss ist im Jahr 2014 regelmäßig zusammengetreten. Diskutiert wurden vor allem die Zusammenarbeit und Arbeitsweise des Vorstands. Mitglieder: Hubert Palfinger jun., Hannes Palfinger

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss hat sich in seinen regelmäßigen Sitzungen im Jahr 2014 mit dem Entgelt für die Vorstandsmitglieder befasst und Feedback-Gespräche mit den Vorstandsmitgliedern durchgeführt. Mitglieder: Hubert Palfinger jun., Hannes Palfinger

WIRTSCHAFTSPRÜFER

Die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, wurde als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss 2014 der PALFINGER AG vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 12. März 2014 gewählt.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT VERGÜTUNGSBERICHT

VERGÜTUNGSBERICHT

Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder umfasst fixe und erfolgsabhängige Bestandteile und ist für ein Unternehmen dieser Größe und Komplexität angemessen. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile orientieren sich einerseits an persönlich mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern vereinbarten Zielen, andererseits an den wesentlichen Kennzahlen der PALFINGER Gruppe – Umsatzwachstum, Ergebnis vor Steuern und ROCE – sowie langfristig an der Steigerung des Unternehmenswertes. Die variablen Bezüge der Vorstände machten 2014 im Durchschnitt rund 45 Prozent des Jahresgehalts aus.

Mit dem von der Hauptversammlung 2009 und 2010 beschlossenen Aktienoptionsprogramm und den darin normierten Leistungskriterien wird insbesondere langfristiger Erfolg honoriert. Detaillierte Angaben zu den Bezügen, Aktienoptionen sowie Sonderprämien sind in den Erläuterungen zum Konzernabschluss dieses Berichts dargestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2014 keine Bezüge.

Für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie für wesentliche Leitungspersonen der PALFINGER Gruppe besteht eine D&O-Versicherung, deren Prämien von der PALFINGER AG getragen werden.

GOVERNANCE UND NACHHALTIGKEIT

Die Angaben zu Nachhaltigkeitsaspekten der Corporate Governance finden Sie auf der Website.

Konzernabschluss, Angaben über Organe und Arbeitnehmer Seite 175

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ma nagement

FAIRE WIRTSCHAFT

UNTERNEHMENSETHIK UND KORRUPTIONSPRÄVENTION

PALFINGER nimmt die definierten Werte Unternehmertum, Respekt und Lernen ernst. Korruption ist nicht nur moralisch untragbar, sie widerspricht auch diesen Werten und schadet der Wirtschaft – und somit auch PALFINGER. Bei Verdacht auf allfällige Unregelmäßigkeiten wird daher rasch gehandelt. Zur Vermeidung oder allenfalls zur Aufdeckung von Korruption hat PALFINGER mehrstufige Maßnahmen implementiert.

Konzernrichtlinien und Code of Conduct

Konzernrichtlinien sowie Code of Conduct definieren, wie die wesentlichen Geschäftsprozesse aussehen, insbesondere im Finanz-, Einkaufs-, Vertriebs- und Rechtsbereich.

GRI G4-56: Code of Conduct

GRI G4-57: Interne und externe Verfahren zu Compliance und Integrität www.palfinger.ag/de/ nachhaltigkeit/management Seit dem 1. Quartal 2010 enthalten Verträge mit Mitarbeitern, Händlern, Lieferanten und Kooperationspartnern rechtskräftige Verweise auf den PALFINGER Code of Conduct, der auch unter www.palfinger.com und unter www.palfinger.ag eingesehen werden kann. Darüber hinaus wurde 2011 eine interne Richtlinie mit "Verhaltensregeln zur Verhinderung von Korruption und wettbewerbswidrigem Verhalten" verabschiedet. Im Rahmen von Audits und Risk-Management-Workshops gibt es dazu intensive Gespräche mit den Mitarbeitern.

Im Falle schwerwiegender Verstöße gegen den Code of Conduct, die Verhaltensregeln oder andere Gruppenrichtlinien definiert die Abteilung Internal Audit in Abstimmung mit dem Vorstand eine Vorgehensweise für deren Analyse. Bei Bedarf werden externe Spezialisten beigezogen. Je nach Ergebnis dieser Analyse wird eine Entscheidung über die weiteren Schritte getroffen.

Vier-Augen-Prinzip

Für Unterschriftsleistungen im Geschäftsverkehr mit Dritten, sofern dadurch Rechte bzw. Verpflichtungen begründet sind, gilt das Vier-Augen-Prinzip. Das bedeutet, dass gemäß Konzernrichtlinie zwei Unterschriften von zuständigen vertretungsbefugten Personen der jeweiligen lokalen Einheit nötig sind. Für die einzelnen Business Units bzw. Konzerngesellschaften bestehen detaillierte Unterschriftenregelungen, die die lokalen Prozesse sowie sinnvolle Wertgrenzen berücksichtigen. Sie werden regelmäßig überprüft bzw. angepasst.

Integrity Line

GRI G4-58: Meldung von Bedenken zur Integrität

PALFINGER etablierte als eines der ersten österreichischen Unternehmen eine Möglichkeit für Mitarbeiter und externe Stakeholder, anonym auf mögliche Gesetzes- und Richtlinienverstöße hinzuweisen, die Unternehmen der PALFINGER Gruppe betreffen. Die Integrity Line wurde über die Unternehmenswebsite und den Code of Conduct bekannt gemacht. Im Geschäftsjahr 2013 wurde sie auch in die neue Website integriert. Es gab im Berichtszeitraum keine begründeten Meldungen.

Interne Audits

GRI G4-SO 3: Geprüfte Geschäftsstandorte

Interne Revision, Risk Management bzw. Konzerncontrolling führen laufend Prüfungen in den Unternehmen der PALFINGER Gruppe durch. Von den 67 Gesellschaften des Konzerns wurden sechs im Jahr 2014 einer Prüfung unterzogen.

Risk Management News

Die Konzernabteilung Risk Management berichtet dem PALFINGER Management regelmäßig über Neuigkeiten, insbesondere über Ratschläge zur Vermeidung bzw. Aufdeckung von Korruption durch Dritte.

CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT FAIRE WIRTSCHAFT

Mitarbeitermappen

Die Willkommensmappen für neue Mitarbeiter wurden überarbeitet. Es wird verstärkt auf die PALFINGER Werte und die Maßnahmen zur Korruptionsvermeidung hingewiesen.

Funktionstrennung

PALFINGER legt auch in kleineren Unternehmenseinheiten Wert auf Funktionstrennung. Eine Person darf nicht mehrere kritische Funktionen gleichzeitig innehaben. Dieses Prinzip soll Fehler sowie die Wahrscheinlichkeit von Korruption reduzieren, vor allem aber auch die Mitarbeiter schützen. So ist es beispielsweise ausgeschlossen, dass ein Mitarbeiter eine Bestellung anlegen und eine Rechnung einbuchen kann oder einen Kreditor anlegen und eine Zahlung auslösen kann.

Compliance-Verstöße

Compliance-Verstöße werden zentral gemeldet, wenn der Wert des Verstoßes 5.000 EUR übersteigt. Im Jahr 2014 wurden bei PALFINGER wie in den Vorjahren keine wesentlichen Fälle von Korruption gemeldet oder festgestellt. Ebenso mussten keine wesentlichen Bußgelder wegen Verletzung von Rechtsvorschriften entrichtet werden. Es sind keine Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens anhängig.

STEUERN UND SUBVENTIONEN

Für PALFINGER ist faire Steuerleistung eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung und zählt zu "Good Management". Das Unternehmen erhält Leistungen von der öffentlichen Hand in Form von Infrastruktur, Sicherheit oder der Ausbildung der Mitarbeiter. Dafür leistet PALFINGER auch einen Beitrag durch Steuerzahlungen – unter Nutzung allgemein akzeptierter, üblicher und korrekter Steuergestaltung.

PALFINGER versucht nicht, durch gezielt gesteuerte Preisgestaltung für unternehmensinterne Lieferungen und Leistungen Gewinne in Länder mit niedrigeren Ertragsteuersätzen zu transferieren. Die Preisgestaltung ist standardisiert, sie folgt den von der OECD herausgegebenen Standards für Verrechnungspreise und entspricht demnach den Marktpreisen. Die Dokumentationen und Vertragswerke liegen zentral auf, sämtliche Standorte haben Zugriff darauf. Auch alle anderen Steuern und Gebühren werden entsprechend ihrem Aufkommen beglichen. PALFINGER setzt keine speziellen Zweckgesellschaften ein, um Steuerleistungen zu vermeiden. Ein wesentlicher Anteil der Steuerleistung wird in Österreich erbracht, da hier auch ein großer Teil der PALFINGER Wertschöpfung stattfindet.

Standortentscheidungen sind bei PALFINGER nicht von Subventionen beeinflusst. Die Wertschöpfungskette und die logistischen Prozesse sind derart entscheidend, dass Subventionen zwar eine willkommene Unterstützung darstellen, jedoch Investitionsentscheidungen nicht beeinflussen. Werden Subventionen gewährt, ist PALFINGER bemüht, die entsprechenden Auflagen schnell, effizient und kostengünstig umzusetzen. Werden Auflagen nicht erfüllt, zahlt PALFINGER gewährte Subventionen zurück.

Nähere Informationen zu Steuerleistung und Subventionen finden Sie auf der Website unter Faire Wirtschaft.

GRI G4-SO 4: Information zur Korruptionsprävention

  • GRI G4-SO 5: Korruptionsfälle
  • GRI G4-SO 7: Wettbewerbsrecht
  • GRI G4-SO 8: Signifikante Bußgelder

  • GRI G4- EC 1: Direkt erwirtschafteter Wert und verteilter wirtschaftlicher Wert

  • GRI G4- EC 4: Finanzielle Unterstützung seitens der Regierung

  • www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/as pekte/wirtschaft

  • IWI-Studie Seite 18
  • www.palfinger.ag/- /media/Corporate/Sustainability/report s/IWI-study-2014.pdf?la=de

CORPORATE GOVERNANCE KODEX

PALFINGER erfüllt die verbindlichen L-Regeln ("Legal Requirement") und hält sich an nahezu alle C-Regeln ("Comply or Explain") des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Juli 2012. Folgende C-Regeln werden nicht erfüllt:

Regeln Nr. 39 und 53 (Unabhängigkeit des Aufsichtsrats sowie Unabhängigkeit der Ausschussmitglieder)

Die Regel Nr. 53 wird von der PALFINGER AG nicht in vollem Umfang erfüllt. Kriterien für die Unabhängigkeit wurden nicht festgelegt. Vielmehr werden seitens der PALFINGER AG Persönlichkeits- und Qualifikationsprofil der Aufsichtsratsmitglieder sowie allenfalls deren Unabhängigkeit einschränkende Umstände auf der PALFINGER Website offengelegt. Anhand dieser Informationen kann sich jeder Aktionär und auch die breite Öffentlichkeit selbst ein Bild von der Qualifikation der Aufsichtsratsmitglieder machen und deren Eignung beurteilen.

Die bisherigen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats haben zu den Erfolgen der PALFINGER AG in den letzten Jahren beigetragen. Dabei waren die ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die umsichtige Auswahl der einzelnen Mitglieder nach fachlichen und persönlichen Merkmalen sowie deren Kenntnis des Unternehmens und der gesamten Branche von Bedeutung. Aus all diesen Gründen wird es nicht als notwendig erachtet, Kriterien für die Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern festzulegen.

Dies trifft auch auf die Ausschussmitglieder (dritter Absatz Regel Nr. 39) zu.

Angaben über zustimmungspflichtige Verträge sind in den Erläuterungen zum Konzernabschluss und auf der Website www.palfinger.ag veröffentlicht.

Salzburg, am 28. Jänner 2015

DI Herbert Ortner e.h. Ing. Wolfgang Pilz e.h.

Mag. Christoph Kaml e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h.

Konzernabschluss, Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Seite 173

www.palfinger.ag/- /media/Corporate/Investor%20Relatio ns/Documents/CG/palfinger_investorr elations_corporategovernance_zusatzang aben_EN.pdf?la=de

$\left{\begin{matrix} {1} {2} {3} {1} {2} {2} {3} {1} {2} {2} {2} {3} {3} {1} {2} {2} {3} {3} {4} {5} {6} {7} {7} {8} {8} {7} {8} {8} {8} {8} {8} {8} {8} {8$

INTEGRATION VON NACHHALTIGKEITSZIELEN IN ALLE

PROZESSE

NACHHALTIGKEIT ALS WESENTLICHES KRITERIUM FÜR ZIELERREICHUNG DEFINIERT

KUNDENZUFRIEDENHEIT HAT FÜR ALLE STAKEHOLDER OBERSTE PRIORITÄT

ANHANG NACHHALTIGKEIT

WESENTLICHKEITSANALYSE

Im Jahr 2013 analysierte PALFINGER in einem mehrstufigen Prozess die wesentlichen ökologischen, gesellschaftlichen, ökonomischen und ethischen Aspekte, die aus interner und externer Sicht von strategischer Bedeutung für das Unternehmen sind. Begleitet von einem externen Wirtschaftsprüfer wurden zunächst die Stakeholder und Themen identifiziert, wobei die wesentlichen Themenstellungen entsprechend der Global Reporting Initiative (GRI), dem Sustainability Accounting Standards Board (SASB) und dem International Integrated Reporting Council (IIRC) evaluiert wurden. Diese interne Einschätzung wurde in weiterer Folge mit den Stakeholdern, deren Beschreibung auf der Website zu finden ist, gespiegelt. Die Stakeholder wurden zunächst priorisiert. Ausgewählte Vertreter der Interessen- und Anspruchsgruppen wurden danach quantitativ befragt, die Rücklaufquote betrug 52,5 Prozent. So wurden auch deren Interessen erhoben. In Zukunft werden diese Befragungen regelmäßig wiederholt, die Stakeholderdialoge werden auf diesen Ergebnissen aufbauen. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Wesentlichkeitsmatrix abgebildet und spiegeln sich in dem vorliegenden Bericht über das Geschäftsjahr 2014 wider. Eine umfassende Beschreibung und eine Überleitung anhand von SASB zu den Aspekten der Global Reporting Initiative (GRI) befinden sich auf der PALFINGER Website. Die umfassende Erneuerung der Analyse unter Einbeziehung externer Stakeholder ist für das Jahr 2015 geplant, Anfang 2014 erfolgte lediglich eine Aktualisierung mit ausgewählten internen Teams. GRI G4-18: Festlegung Berichtsinhalte GRI G4-19: Wesentliche Aspekte www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ma nagement/wesentlichkeitsanalyse

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ma nagement/stakeholdermanagement ANHANG NACHHALTIGKEIT WESENTLICHKEITSANALYSE

WESENTLICHKEITSMATRIX

GRI G4-18: Festlegung Berichtsinhalte; G4-19: Wesentliche Aspekte; G4-20: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte innerhalb der Organisation; G4-21: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte außerhalb der Organisation; G4-23: Änderungen im Umfang und in den Grenzen der Aspekte

Signifi kanz für das Unternehmen

1 Kundenzufriedenheit

  • 2 Forschung und Entwicklung
  • 3 Produktqualität
  • 4 Aus- und Weiterbildung
  • 5 Sicherheit der Produkte
  • 6 Rohstoff bedarf
  • 7 Einhaltung von Gesetzen
  • 8 Produkte für ökologische und soziale Zwecke
  • 9 Gesundheit und Arbeitssicherheit
  • 10 Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells
  • 11 Vermeidung von Abfällen
  • 12 Unternehmensethik und Wettbewerbsrecht

  • 13 Unabhängigkeit des Aufsichtsrats

  • 14 Vielfalt und Chancengleichheit
  • 15 Code of Conduct
  • 16 Vermeidung von Freisetzungen von Gefahrenstoff en
  • 17 Nachhaltigkeit in der Lieferkette
  • 18 Optimale Lebenszykluskosten
  • 19 Faire Entlohnung
  • 20 Energieeffi zienz
  • 21 Transparente Entlohnung des Top-Managements
  • 22 Effi ziente und umweltfreundliche Produkte
  • 23 Mitarbeiter-Kommunikation
  • 24 Attraktivität als Arbeitgeber

ANHANG NACHHALTIGKEIT WESENTLICHKEITSANALYSE

DIE WESENTLICHEN ASPEKTE UND DIE VERANTWORTUNG VON PALFINGER

NACHHALTIGE PRODUKTE

GRI G4-20: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte innerhalb der Organisation

GRI G4-21: Abgrenzung der wesentlichen Aspekte außerhalb der Organisation

Produktqualität, Kundenzufriedenheit

Kundenzufriedenheit hat bei PALFINGER oberste Priorität. Die Produkte werden langlebig und wartungsarm konzipiert.

Sicherheit der Produkte

Die Produkte zeichnen sich durch höchste Sicherheit aus, die über gesetzliche Anforderungen hinausgeht. Unfälle in der Anwendung werden durch gezielte Schulung der Anwender und sicherheitsorientierte Produktentwicklung vermieden.

Effiziente und umweltfreundliche Produkte, optimale Lebenszykluskosten

PALFINGER Produkte stellen über den Lebenszyklus betrachtet die wirtschaftlichste Lösung dar. In der Anwendung benötigen sie wenig Energie und zeichnen sich durch geringen Bedarf an Betriebsmitteln aus. Problemstoffe werden vermieden, beispielsweise durch Einsatz von halogenfreien Kabeln oder Komponenten ohne Beschichtung mit Chrom VI. Betriebsmittel, wie Hydrauliköl oder Schmiermittel, haben minimierte Umweltauswirkungen. Am Ende des Lebenszyklus sind die Produkte gut recyclierbar.

Produkte für ökologische und soziale Zwecke

PALFINGER strebt Produktinnovationen für Umwelt- und soziale Bereiche an, wie es schon bei Kranen für Windkraftanlagen und Einstiegshilfen für Menschen mit Behinderung gelungen ist.

Forschung und Entwicklung

PALFINGER wird weiterhin in Forschung und Entwicklung investieren.

MITARBEITER

Aus- und Weiterbildung

PALFINGER wird weiterhin die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter forcieren.

Gesundheit und Arbeitssicherheit

PALFINGER schützt die Mitarbeiter vor Unfällen und fördert ihre Gesundheitsvorsorge.

Vielfalt und Chancengleichheit

PALFINGER bietet allen Mitarbeitern gleiche Chancen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und persönlichem Hintergrund.

Attraktivität als Arbeitgeber

PALFINGER wirbt am Arbeitsmarkt um die besten Mitarbeiter und will die Fluktuation gering halten.

Faire Entlohnung

PALFINGER will seinen Mitarbeitern gruppenweit faire Bezahlung bieten.

Mitarbeiter-Kommunikation

Jeder Mitarbeiter wird über wesentliche Unternehmensentwicklungen informiert. Die Kommunikation mit und zwischen den Mitarbeitern ist international auf hohem Niveau und wird von den Unternehmenswerten Unternehmertum, Respekt und Lernen getragen.

UMWELT

Rohstoffbedarf

In der Produktion setzt PALFINGER Rohstoffe wie Stahl und Aluminium effizient ein.

Vermeidung von Abfällen und Freisetzungen von Gefahrenstoffen

An seinen Standorten vermeidet PALFINGER Abfälle und potenziell gefährliche Stoffe bzw. lagert und entsorgt sie umsichtig. Bei der Anwendung der Produkte sollen keine Gefahrenstoffe freigesetzt werden.

Energieeffizienz

PALFINGER strebt an, in der Produktion den Energieverbrauch laufend zu optimieren, um Kosten und Emissionen zu reduzieren.

NACHHALTIGE UND FAIRE WIRTSCHAFTSWEISE

Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells

PALFINGER trägt dafür Sorge, die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells und somit das Kerngeschäft langfristig zu erhalten.

Unternehmensethik, Einhaltung von Gesetzen und Wettbewerbsrecht, Unabhängigkeit des Aufsichtsrats, Code of Conduct

PALFINGER handelt ethisch korrekt: Das Wettbewerbsrecht wird eingehalten, Korruption wird vermieden, Steuern werden korrekt bezahlt und Gesetze eingehalten. Die Unternehmensführung ist korrekt. PALFINGER hat für sich klare Werte (Unternehmertum, Respekt und Lernen) und Vorgaben definiert und handelt danach.

Transparente Entlohnung des Top-Managements

Im Zuge der Anwendung des Corporate Governance Kodex bekennt sich PALFINGER zu dieser Anforderung.

Nachhaltigkeit in der Lieferkette

PALFINGER interessiert sich dafür, ob Lieferanten Umweltschutz und gesellschaftliche Verantwortung leben. Lieferanten, die sich in diesen Bereichen engagieren, werden von PALFINGER bevorzugt.

NACHHALTIGKEITSBERICHTSPROFIL UND -GRENZEN

Durch die Abbildung aller Nachhaltigkeitsaspekte in diesem Geschäftsbericht handelt es sich bei dem Geschäftsbericht 2014 der PALFINGER Gruppe erneut um einen integrierten Geschäftsbericht. Relevante Nachhaltigkeitsaspekte, die nicht in dem vorliegenden Berichtsdokument erläutert sind, werden auf der Corporate Website der PALFINGER AG unter www.palfinger.ag/Nachhaltigkeit veröffentlicht. Die umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung ergibt sich somit aus dem vorliegenden Geschäftsbericht und den vertiefenden Nachhaltigkeitsangaben auf der Website. Der GRI-Index verweist auf das jeweils relevante Dokument.

  • GRI G4-18: Festlegung Berichtsinhalte
  • GRI G4-28, G4-29, G4-30: Berichtsprofil

In dem vorliegenden integrierten Geschäftsbericht 2014 werden alle Zahlenangaben des Jahres 2014 mit dem Vorjahr 2013 verglichen. Kennzahlen (KPIs) sind zumindest im Drei-Jahres-Vergleich (2014–2013– 2012) angegeben.

Wesentlichkeitsanalyse

Seite 191

Der vorhergehende erste integrierte Geschäftsbericht der PALFINGER AG wurde am 19. Februar 2013 publiziert und ist ebenfalls auf der Website verfügbar. Seit 2013 wird nun jährlich ein integrierter Geschäftsbericht veröffentlicht, der die Nachhaltigkeitsberichterstattung beinhaltet. Die Auswahl der berichteten Themen basiert dabei auf dem im Jahr 2013/14 durchlaufenen Prozess der Wesentlichkeitsanalyse und orientiert sich darüber hinaus an den Themen der PALFINGER CSR-Landkarte. Neue Impulse entstehen aus den Diskussionen des Nachhaltigkeitsmanagements sowie jenen der vier Nachhaltigkeitsteams mit Vertretern verschiedener Unternehmensbereiche und orientieren sich am zweijährigen Nachhaltigkeitsprogramm.

Alle vollkonsolidierten Gesellschaften sind grundsätzlich auch in der Nachhaltigkeitsberichterstattung berücksichtigt. Im Mitarbeiter-Bereich sind Beschäftigungszahlen zu Headcounts und FTEs exkl. Leasing vollständig erfasst, jedoch werden alle weiteren Personalkennzahlen für Gesellschaften, die während des Berichtsjahres 2014 hinzugekommen sind, nicht inkludiert.

Umweltbezogene Daten umfassen sämtliche Fertigungs- und Montagestandorte, die bereits vor dem Berichtsjahr 2014 Teil der PALFINGER Gruppe waren. Dies sind:

Lengau (AT ), Köstendorf (AT ), Elsbethen (AT), Löbau (DE), Seifhennersdorf (DE), Krefeld (DE), Ganderkesee (DE), Caussade (FR), Harderwijk (NL), Barneveld (NL), Welwyn Garden City (GB), Cadelbosco (IT), Modena (IT), Marburg (SI), Marine Marburg (SI), Delnice (HR), Cherven Brjag (BG), Tenevo (BG), Lazuri (RO), Niagara Falls (CA), Tiffin (US), Council Bluffs (US), Trenton (US), Cerritos (US), Caxias do Sul (BR), Shenzhen (CN), Hanoi (VN), Sacheon (KR), Ischimbai (RU), Salavat (RU)

Folgende Standorte, die ebenfalls bereits vor dem Geschäftsjahr 2014 Teil der PALFINGER Gruppe waren, wurden als Unternehmenssitz bzw. Vertriebs- und Verwaltungsstandort mit den absoluten Energiewerten ins Reporting miteinbezogen:

Salzburg (AT), Ainring (DE)

Die im Jahr 2014 erworbenen bzw. gegründeten Fertigungs- und Montagestandorte sowie wesentliche Verwaltungsstandorte werden im Folgejahr 2015 in die Berichterstattung einbezogen.

Bedingt durch die hohe Anzahl an Standorten ist es in dem vorliegenden Bericht nicht möglich, die Daten für jeden einzelnen Standort anzugeben. Sie werden nun zu den Regionen Europäische Union, Ferner Osten, GUS, Mittel- und Südamerika und Nordamerika zusammengefasst bzw. für PALFINGER gesamt angegeben.

Wesentliche Änderungen betreffen insbesondere die Darstellung spezifischer Indikatoren zur öko-effizienten Produktion. Während diese Kennzahlen im vergangenen Bericht nach Produktionsoutput gewichtet dargestellt wurden, werden sie nunmehr nach den lokalen Umsätzen der einzelnen Standorte berechnet. Die Daten sind dadurch besser vergleichbar – auch im internen Nachhaltigkeitsmanagement für einzelne Fertigungsund Montagestandorte – und entsprechen der Komplexitätsreduktion in der Wertschöpfung. Ebenso können sich in Einzelfällen aufgrund der Stärkung interner Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität Änderungen in den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Vorjahre ergeben haben.

GRI-INDEX

GRI-INDEX

Gemäß den Anforderungen der Global Reporting Initiative ("Kern") werden in diesem Bericht die allgemeinen Standardangaben sowie die spezifischen Standardangaben für die laut Wesentlichkeitsanalyse relevanten Aspekte nach G4-Indikatoren beschrieben. Darüber hinausgehend werden auch weitere Indikatoren ("umfassend") behandelt. Die jeweiligen Verweise sind im nachfolgenden GRI-Index angeführt und im integrierten Geschäftsbericht durch das entsprechende Icon gekennzeichnet.

Auch Verweise auf die Prinzipien des UN Global Compact sind hier angeführt. Der detaillierte Fortschrittsbericht für den UN Global Compact ist auf der Website zu finden.

Allgemeine Standardangaben

* Seitenangaben beziehen sich auf das pdf-Dokument.

Allgemeine Standardangaben Kurzbezeichnung zur jeweiligen Angabe Verweis auf die Seite im gedruckten integrierten

Geschäftsbericht bzw. auf Online-Informationen

Strategie und Analyse
G4–1 Erklärung des höchsten
Entscheidungsträgers
Geschäftsbericht: Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
S. 7ff
G4–2 Wichtigste nachhaltigkeitsbezogene
Auswirkungen, Risiken und Chancen
Geschäftsbericht: Risikobericht S. 50ff
Organisationsprofil
G4–3 Organisationsprofil: Marken, Produkte und
Dienstleistungen
Geschäftsbericht: PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–4 Überblick Produkte Geschäftsbericht: PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–5 Organisationsprofil: Hauptsitz der
Organisation
Geschäftsbericht: PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–6 Überblick wichtigste Standorte Geschäftsbericht: Standorte der PALFINGER Gruppe
S. 208f
G4–7 Eigentumsverhältnisse und Rechtsform Geschäftsbericht: PALFINGER Aktie S. 25ff
G4–8 Märkte Geschäftsbericht: Marktbericht S. 30ff, Kunden und
Händlernetzwerk S. 34, Entwicklung der Segmente
S. 77ff; Online-Informationen:
Menschenrechtsaspekte bei der Produktanwendung
S. 38
G4–9 Organisationsprofil: Größe der Organisation Geschäftsbericht: PALFINGER auf einen Blick S. 12
G4–10 & UNGC Prinzip 3 Beschäftigungsprofil Geschäftsbericht: Mitarbeiter S. 70ff, Gender S. 76;
Online-Informationen: Beschäftigungsentwicklung
bei PALFINGER S. 25ff, Fortschrittsbericht für den
UN Global Compact S. 70ff; Auslassung: Nur die
Gesamtzahl der Mitarbeiter wurde nach Geschlecht
dargestellt.
G4–11 & UNGC Prinzip 3 Anteil der Mitarbeiter mit Kollektivverträgen Online-Informationen: Menschenrechte S. 37f,
Fortschrittsbericht für den UN Global Compact S.
70ff
G4–12 Beschreibung der Lieferkette Geschäftsbericht: Lieferanten und Einkauf S. 36ff;
Wertschöpfungsstrategie S. 61ff; Online
Informationen: Nachhaltigkeit in der Wertschöpfung
S. 7ff
G4–13 Wesentliche Veränderungen in der
Organisation, Veränderungen in der
Aktionärsstruktur, Veränderungen in der
Lieferkette
Geschäftsbericht: PALFINGER Aktie S. 25ff,
Lieferanten und Einkauf S. 36ff,
Gesellschaftsrechtliche Veränderungen in der
PALFINGER Gruppe S. 42f
G4–14 & UNGC Prinzip 7 Vorsorgeprinzip Online-Informationen: Fortschrittsbericht für den
UN Global Compact S. 70ff
G4–15 Selbstverpflichtung zu freiwilligen Initiativen Online-Informationen: Engagement und Auszeichnungen S. 61f
G4–16 Aktive Mitgliedschaften Online-Informationen: Engagement und
Auszeichnungen S. 61f

GRI G4-32: Berichtsprofil

www.palfinger.ag/de/nachhaltigkeit/ engagement

ANHANG NACHHALTIGKEIT GRI-INDEX

* Seitenangaben beziehen sich auf das pdf-Dokument.

Allgemeine Standardangaben Kurzbezeichnung zur jeweiligen Angabe Verweis auf die Seite im gedruckten integrierten

Geschäftsbericht bzw. auf Online-Informationen

Ermittelte wesentliche
Aspekte und Grenzen
G4–17 Unternehmen im konsolidierten
Jahresabschluss
Geschäftsbericht: Gesellschaften der PALFINGER
Gruppe S. 211f
G4–18 Festlegung Berichtsinhalte Geschäftsbericht: Wesentlichkeitsanalyse S. 191ff,
Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -grenzen S. 194f;
Online-Informationen: Nachhaltigkeit in der
Wertschöpfung S. 7ff; Wesentlichkeitsanalyse S. 47
G4–19 Wesentliche Aspekte: Wirtschaftliche
Leistung, Materialien, Energie, Abwasser
und Abfall, Produkte und Dienstleistungen,
Bewertung der Lieferanten hinsichtlich
ökologischer Aspekte, Beschäftigung,
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
Aus- und Weiterbildung, Vielfalt und
Chancengleichheit, Bewertung der
Lieferanten hinsichtlich Arbeitspraktiken,
Bewertung der Lieferanten hinsichtlich
Menschenrechten,
Korruptionsbekämpfung,,
wettbewerbswidriges Verhalten,
Compliance, Bewertung der Lieferanten
hinsichtlich gesellschaftlicher
Auswirkungen, Kundengesundheit und -
sicherheit, Kennzeichnung von Produkten
und Dienstleistungen
Geschäftsbericht: Innovation, Internationalisierung
und Flexibilisierung unter nachhaltigen Aspekten
S. 17ff, Wesentlichkeitsanalyse S. 191f; Online
Informationen: Wesentliche Aspekte nach GRI S. 6,
Wesentlichkeitsanalyse S. 47
G4–20 Abgrenzung der wesentlichen Aspekte
innerhalb der Organisation
Geschäftsbericht: Lieferanten und Einkauf S.36ff,
Wesentlichkeitsmatrix S. 192f, Die wesentlichen
Aspekte und die Verantwortung von PALFINGER S.
193f; Online-Informationen: Nachhaltigkeit in der
Wertschöpfung S. 7ff; Wesentlichkeitsanalyse S. 47
G4–21 Abgrenzung der wesentlichen Aspekte
außerhalb der Organisation
Geschäftsbericht: Lieferanten und Einkauf S. 36ff,
Wesentlichkeitsanalyse S. 191f, Die wesentlichen
Aspekte und die Verantwortung von PALFINGER
S. 193f; Online-Informationen: Nachhaltigkeit in der
Wertschöpfung S. 7ff; Wesentlichkeitsanalyse S. 47
G4–22 Neudarstellung in der Berichterstattung Geschäftsbericht: How to use S. 5
G4–23 Änderungen in Umfang und in den Grenzen
der Aspekte
Geschäftsbericht: Wesentlichkeitsmatrix S. 192;
Online-Informationen: Wesentlichkeitsanalyse
S. 47
Einbindung von Stakeholdern
G4–24 Liste der Stakeholder Online-Informationen: Stakeholdermanagement
S. 48ff
G4–25 Auswahl der Stakeholder für Einbindung Online-Informationen: Stakeholdermanagement
S. 48ff
G4–26 Einbindung der Stakeholder Online-Informationen: Stakeholdermanagement
S. 48ff
G4–27 Ergebnisse der Einbindung Online-Informationen: Stakeholdermanagement
S. 48ff
Berichtsprofil
G4–28 Berichtszeitraum Geschäftsbericht: Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -
grenzen S. 194f
G4–29 Vorheriger Bericht Geschäftsbericht: Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -
grenzen S. 194f
G4–30 Berichtszyklus Geschäftsbericht: Nachhaltigkeitsberichtsprofil und -
grenzen S. 194f
G4–31 Kontakt zu Nachhaltigkeitsmanagement Geschäftsbericht: Impressum S. 213;
Online-Informationen: Kontakt S. 64
G4–32 GRI-Index Geschäftsbericht: GRI-Index S. 196ff
G4–33 Externe Prüfung Geschäftsbericht: Unabhängiger Bestätigungsbericht
S. 204ff

ANHANG NACHHALTIGKEIT GRI-INDEX

* Seitenangaben beziehen sich auf das pdf-Dokument.

Allgemeine Standardangaben Kurzbezeichnung zur jeweiligen Angabe Verweis auf die Seite im gedruckten integrierten
Geschäftsbericht bzw. auf Online-Informationen
Unternehmensführung
G4–34 Führungsstruktur und Kontrollorgane,
Komitees für Nachhaltigkeit
Geschäftsbericht: Organe der Gesellschaft sowie
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §
243b Absatz 2 UGB S. 182ff; Online-Bericht:
Nachhaltigkeitsmanagement S. 45f
G4–35 (umfassend) Rolle des höchsten Kontrollorgans, Struktur
der Unternehmensführung
Geschäftsbericht: Organe der Gesellschaft sowie
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §
243b Absatz 2 UGB S. 182ff; Online-Bericht:
Nachhaltigkeitsmanagement S. 45f
G4–36 (umfassend) Zuständigkeit des höchsten Kontrollorgans Geschäftsbericht: Organe der Gesellschaft sowie
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß §
243b Absatz 2 UGB S. 182ff; Online-Bericht:
Nachhaltigkeitsmanagement S. 45f
G4–37 (umfassend) Dialog mit der Zivilgesellschaft Online-Bericht: Nachhaltigkeitsmanagement S. 45f
Ethik und Integrität
G4–56 & UNGC Prinzip 10 Code of Conduct Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft S. 187f; Online
Informationen: Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
G4–57 (umfassend) & UNCG
Prinzip 10
Interne und externe Verfahren zu
Compliance und Integrität
Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft S. 187f; Online
Informationen: Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
G4–58 & UNGC Prinzip 10 Meldung von Bedenken zur Integrität Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft S. 187f; Online
Informationen: Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff

ANHANG NACHHALTIGKEIT GRI-INDEX

SPEZIFISCHE STANDARDANGABEN

Wesentliche Aspekte DMA und Indikatoren Verweis Auslassungen
Auflistung ermittelter
wesentlicher Aspekte
Auflistung spezifischer
Standardangaben bezüglich
jedes ermittelten
wesentlichen Aspekts
Verweis auf die Seite im gedruckten
integrierten Geschäftsbericht bzw.
auf Online-Informationen
In Ausnahmefällen, falls eine Angabe
bestimmter erforderlicher Infos nicht
möglich ist, ist eine Begründung für
die Auslassung anzugeben.
Informationen zum DMA und
Nachhaltigkeitsprogramm
Geschäftsbericht:
Wesentlichkeitsanalyse S. 191f;
Online-Informationen:
Nachhaltigkeitsprogramm 2014/15
S. 53ff, Nachhaltigkeitsmanagement
S. 45f, Wesentliche GRI-Aspekte in
der Wertschöpfungskette S. 65ff
Wirtschaft
Wirtschaftliche
Leistung
G4-EC 1: Direkt erwirtschafteter
Wert und verteilter
wirtschaftlicher Wert
Geschäftsbericht: Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2014 S. 84ff,
Faire Wirtschaft – Steuern und
Subventionen S. 188; Online
Informationen: Finanzströme an
Stakeholder S. 12f
Wirtschaftliche
Leistung
G4-EC 2: Durch den
Klimawandel bedingte
finanzielle Folgen und andere
Chancen und Risiken für die
Organisation
Geschäftsbericht: Risikobericht
S. 50ff
Der Fokus liegt auf der qualitativen
Beschreibung der Risiken.
Wirtschaftliche
Leistung
G4-EC 4: Finanzielle
Unterstützung vonseiten der
Regierung
Geschäftsbericht: Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2014 S. 84ff,
Faire Wirtschaft – Steuern und
Subventionen S. 188; Online
Informationen: Finanzströme an
Stakeholder S. 12f
Die Darstellung umfasst
Subventionen und Zuschüsse für
Investitionen sowie Forschung und
Entwicklung; Steuererleichterungen
sind im Indikator EC1 berücksichtigt.
Indirekte
wirtschaftliche
Auswirkungen
G4-EC 8: Art und Umfang
erheblicher indirekter
wirtschaftliche Auswirkungen
Geschäftsbericht: Innovation,
Internationalisierung und
Flexibilisierung unter nachhaltigen
Aspekten S. 17ff, Risikobericht
S. 50ff; Online-Informationen:
Gesellschaft S. 14
Ökologie
Materialien & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 1: Eingesetzte
Materialien nach Gewicht
Geschäftsbericht: Öko-effiziente
Produktion – Effiziente Nutzung von
Rohstoffen S. 66; Online
Informationen: Fortschrittsbericht
für den UN Global Compact S. 70ff
Die Hauptmaterialien Stahl und
Aluminium sind dargestellt.
Energie & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 3: Energieverbrauch
innerhalb der Organisation
Online-Informationen:
Energieverbrauch bei PALFINGER S.
16, Fortschrittsbericht für den UN
Global Compact S. 70ff
Energie & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 4: Energieverbrauch
außerhalb der Organisation
Geschäftsbericht: Öko-effiziente
Produktion – Effiziente Nutzung von
Rohstoffen S. 66; Online
Informationen: Energieverbrauch
außerhalb der Organisation S. 17,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Eine Abschätzung der wesentlichen
Rohstoffe Stahl und Aluminium ist
enthalten. Aufgrund der Vielfalt der
Produkte und ihrer Einsatzbereiche
kann der absolute Energieverbrauch
der Produkte nicht angegeben
werden.
Energie & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 5: Energieintensität Geschäftsbericht: Ökoeffiziente
Produktion – Energieeffizienz S. 68;
Online-Informationen:
Energieeffizienz S. 17ff,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Energie & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 6: Verringerung des
Energieverbrauchs
Geschäftsbericht: Öko-effiziente
Produktion – Energieeffizienz S. 68;
Online-Informationen:
Energieeffizienz S. 17ff,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Die Verringerung wird ausschließlich
qualitativ beschrieben.

ANHANG NACHHALTIGKEIT GRI-INDEX

Wesentliche Aspekte DMA und Indikatoren Verweis Auslassungen
Ökologie
Energie & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 7: Senkung des
Energiebedarfs bei Produkten
Online-Informationen: Senkung des
Energiebedarfs für PALFINGER
Produkte S. 19, Energieverbrauch
beim Einsatz der Produkte S. 42f,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Aufgrund der Vielfalt der Produkte
und ihrer Einsatzbereiche erfolgt
eine qualitative Beschreibung der
Maßnahmen.
Emissionen & UNGC
Prinzip 7, 8
G4- EN 15:Direkte THG
Emissionen (Scope 1)
Online-Informationen: Klimaschutz
S. 19ff, Fortschrittsbericht für den
UN Global Compact S. 70ff
Die Scope-Differenzierung wurde im
Berichtsjahr 2014 implementiert,
wodurch eine rückwirkende
Vergleichbarkeit derzeit nicht
möglich ist.
Emissionen & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 16: Indirekte
energiebezogene THG
Emissionen (Scope 2)
Online-Informationen: Klimaschutz
S. 19ff, Fortschrittsbericht für den
UN Global Compact S. 70ff
Die Scope-Differenzierung wurde im
Berichtsjahr 2014 implementiert,
wodurch eine rückwirkende
Vergleichbarkeit derzeit nicht
möglich ist.
Emissionen & UNGC
Prinzip 7, 8
G4-EN 17: Weitere indirekte
THG-Emissionen (Scope 3)
Online-Informationen: Klimaschutz
S. 19ff, Fortschrittsbericht für den
UN Global Compact S. 70ff
Die Scope-Differenzierung wurde im
Berichtsjahr 2014 implementiert,
wodurch eine rückwirkende
Vergleichbarkeit derzeit nicht
möglich ist.
Abwasser und Abfall &
UNGC Prinzip 7, 8
G4-EN 23: Abfall Geschäftsbericht: Öko-effiziente
Produktion - Effiziente Nutzung von
Rohstoffen sowie Gefährliche Abfälle
S. 66f; Online-Informationen:
Effiziente Nutzung der Rohstoffe S.
15, Gefährliche Abfälle S. 21ff,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Recyclierbare Abfälle aus der
Produktion werden nicht absolut
sondern als Verschnittquote
angegeben. Aufgrund der Relevanz
werden darüber hinaus nur
gefährliche Abfälle reportet.
Produkte und
Dienstleistungen &
UNGC Prinzip 9
G4-EN 27 Reduktion
ökologischer Auswirkungen von
Produkten
Geschäftsbericht: Forschung,
Entwicklung und Innovation –
Sichere und effiziente Produkte S.
59ff; Online-Informationen:
Maßnahmen zur Verringerung der
Umweltauswirkungen von
Produkten S. 24, Umweltgerecht
gestaltete Produkte S. 41ff,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Bewertung der
Lieferanten
hinsichtlich
ökologischer Aspekte
& UNGC Prinzip 7, 8
G4 EN–32: Umweltschutz in
der Lieferkette
Geschäftsbericht: Lieferanten und
Einkauf – Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 38; Online
Informationen: Umweltschutz in der
Lieferkette S. 10, Fortschrittsbericht
für den UN Global Compact S. 70ff
sowie DMA
Bewertung der
Lieferanten
hinsichtlich
ökologischer Aspekte
& UNGC Prinzip 7, 8
G4 EN–33: Umweltschutz in
der Lieferkette
Geschäftsbericht: Lieferanten und
Einkauf – Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 38; Online
Informationen: Umweltschutz in der
Lieferkette S. 10, Fortschrittsbericht
für den UN Global Compact S. 70ff
sowie DMA
DMA Online-Informationen:
Ökologische Auswirkungen in der
Lieferkette S. 10, Auswirkungen auf
Arbeitspraktiken in der Lieferkette
S. 10

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014

ANHANG NACHHALTIGKEIT GRI-INDEX

Wesentliche Aspekte DMA und Indikatoren Verweis Auslassungen
Gesellschaft
Beschäftigung G4-LA 1: Gesamtzahl der
Mitarbeiter und Fluktuation
Geschäftsbericht: Mitarbeiter S. 70ff;
Online-Informationen:
Beschäftigungsentwicklung S. 25ff
Fluktuation und Abgänge sind
abgebildet. Eine Darstellung der
Neuzugänge ist derzeit nicht
möglich, jedoch mit der Einführung
entsprechender HR-Systeme
langfristig in Planung.
Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz
G 4-LA 5: Programme zu
Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz
Geschäftsbericht: Mitarbeiter -
Gesundheit und Sicherheit S. 74f;
Online-Informationen: Gesundheit
und Sicherheit S. 29ff
Es werden Programme zu
Gesundheit und Arbeitssicherheit
des Unternehmens generell
dargestellt.
Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz
G 4-LA 6: Arbeitsunfälle,
Berufskrankheiten und
Ausfalltage
Geschäftsbericht: Mitarbeiter -
Gesundheit und Sicherheit sowie
Gesundheit und allgemeine
Ausfallzeiten S. 74f; Online
Informationen: Ausfalltage,
Arbeitssicherheit und Vermeidung
von Unfällen S. 30ff
Eine Darstellung nach Geschlecht ist
derzeit nicht möglich, jedoch mit der
Einführung entsprechender HR
Systeme langfristig in Planung.
Arbeitssicherheit und
Gesundheitsschutz
G4-LA 8: Gesundheits- und
Sicherheitshemen, die in
formellen Vereinbarungen mit
Gewerkschaften behandelt
werden
Online-Informationen: Gesundheit
und Sicherheit S. 29ff
Es erfolgt eine Darstellung des
betrieblichen
Gesundheitsmanagement des
Unternehmens.
Aus- und
Weiterbildung
G 4-LA 9: Aus- und
Weiterbildung pro Mitarbeiter
Geschäftsbericht: Qualifizierte
Mitarbeiter S. 73f; Online
Informationen: Aus- und
Weiterbildung S. 33
Eine Darstellung nach Geschlecht
und Mitarbeiterkategorien ist derzeit
nicht möglich, jedoch mit der
Einführung entsprechender HR
Systeme langfristig in Planung.
Aus- und
Weiterbildung
G 4-LA 10: Programme für
Kompetenzmanagement
Geschäftsbericht: Qualifizierte
Mitarbeiter S. 73f; Online
Informationen: Aus- und
Weiterbildung S. 33
Übergangshilfsprogramme zur
Unterstützung von Mitarbeitern, die
in den Ruhestand gehen oder deren
Beschäftigungsverhältnis endet,
sind nicht dargestellt.
Aus- und
Weiterbildung
G4-LA 11: Mitarbeiter mit
regelmäßiger Beurteilung
Geschäftsbericht: Attraktive
Arbeitsplätze mit
Eigenverantwortung S. 72; Online
Informationen: Kommunikation mit
den Mitarbeitern S. 34
Eine Darstellung nach Geschlecht
und Mitarbeiterkategorien ist derzeit
nicht möglich, jedoch mit der
Einführung entsprechender HR
Systeme langfristig in Planung.
Vielfalt und
Chancengleichheit &
UNGC Prinzip 6
G4-LA 12: Vielfalt und
Chancengleichheit
Geschäftsbericht: Diversity S. 75f,
Organe der Gesellschaft sowie
Arbeitsweise von Vorstand und
Aufsichtsrat gemäß § 243b Absatz 2
UGB S. 182ff; Online-Informationen:
Chancengleichheit S. 34ff
Die Altersanteile sind nach den
Kategorien 0– 30, 30– 56, 56+
dargestellt.
Bewertung der
Lieferanten
hinsichtlich
Arbeitspraktiken &
UNGC Prinzipien 2– 6
G4-LA 14: Arbeitsschutz in der
Lieferkette
Geschäftsbericht: Lieferanten und
Einkauf – Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 38; Online
Informationen: Arbeitspraktiken in
der Lieferkette S. 10,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Bewertung der
Lieferanten
hinsichtlich
Arbeitspraktiken &
UNGC Prinzipien 2– 6
G4-LA 15: Arbeitspraktiken in
der Lieferkette
Geschäftsbericht: Lieferanten und
Einkauf – Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 38; Online
Informationen: Arbeitspraktiken in
der Lieferkette S. 10,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Menschenrechte –
Investitionen & UNGC
Prinzip 1
G 4-HR 1: Menschenrechte bei
Investitionen
Geschäftsbericht: Strategie und
Value Management S. 15ff; Online
Informationen: Menschenrechte in
der Lieferkette S. 11,
Menschenrechte: Investitionen,
Schulungen und weitere Aspekte
S. 38, Fortschrittsbericht für den UN
Global Compact S. 70ff
Der Fokus liegt auf einer qualitativen
Beschreibung der Aktivitäten.

ANHANG NACHHALTIGKEIT GRI-INDEX

Wesentliche Aspekte DMA und Indikatoren Verweis Auslassungen
Gesellschaft
Vereinigungsfreiheit
und Recht auf
Kollektiv
verhandlungen &
UNGC Prinzip 3
G4-HR 4: Standorte mit
gefährdeter
Versammlungsfreiheit
Online-Informationen:
Menschenrechte S. 37,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Bewertung der
Lieferanten
hinsichtlich
Menschenrechten &
UNGC Prinzip 2
G4-HR 11: Menschenrechte in
der Lieferkette
Geschäftsbericht: Lieferanten und
Einkauf – Nachhaltigkeit bei den
Lieferanten S. 38; Online
Informationen: Menschenrechte in
der Lieferkette S. 11,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Korruptions
bekämpfung & UNGC
Prinzip 10
G4-SO 3: Geprüfte
Geschäftsstandorte
Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft –
Interne Audits S. 187; Online
Informationen: Gesellschaft S. 14,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Korruptions
bekämpfung & UNGC
Prinzip 10
G4-SO 4: Information zur
Korruptionsprävention
Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft –
Mitarbeitermappen S. 188; Online
Informationen: Gesellschaft S. 14,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Die Darstellung enthält eine
Beschreibung ohne quantitative
Angaben.
Korruptionsbekämpfu
ng & UNGC Prinzip 10
G4-SO 5: Korruptionsfälle Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft –
Compliance Verstöße S. 188; Online
Informationen: Gesellschaft S. 14,
Fortschrittsbericht für den UN Global
Compact S. 70ff
Wettbewerbswidriges
Verhalten
G4-SO 7: Wettbewerbsrecht Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft –
Compliance-Verstöße S. 188;
Online-Informationen:
Gesellschaft S. 14
Compliance G4-SO 8: Signifikante
Bußgelder
Geschäftsbericht: Faire Wirtschaft –
Compliance-Verstöße S. 188;
Online-Informationen: Gesellschaft
S. 14
Bewertung der
Lieferanten
hinsichtlich
gesellschaftlicher
Auswirkungen
G4-SO 9: Prüfung
gesellschaftlicher
Auswirkungen in der Lieferkette
Online-Informationen:
Gesellschaftliche Auswirkungen in
der Lieferkette S. 11
Die Darstellung bezieht sich auf
Unfälle mit PALFINGER Produkten.
Bewertung der
Lieferanten
hinsichtlich
gesellschaftlicher
Auswirkungen
G4-SO 10: Auswirkungen auf
die Gesellschaft in der
Lieferkette
Online-Informationen:
Gesellschaftliche Auswirkungen in
der Lieferkette S. 11
Kundengesundheit
und -sicherheit
G4-PR 2: Fälle von
Nichteinhaltung
sicherheitsrelevanter
Vorschriften
Geschäftsbericht: Forschung,
Entwicklung und Innovation –
Sichere und effiziente Produkte S.
59ff; Online-Informationen:
Sicherheit der Nutzer S. 39
Die Nicht-Einhaltung von
Vorschriften in Bezug auf
Gesundheit und Sicherheit wird
qualitativ berichtet.
Kennzeichnung von
Produkten und
Dienstleistungen
G4-PR 5: Befragung zur
Kundenzufriedenheit
Geschäftsbericht: Kunden und
Händlernetzwerk S. 34; Online
Informationen: Sicherheit der Nutzer
S. 39

An den Vorstand der PALFINGER AG

UNABHÄNGIGER BESTÄTIGUNGSBERICHT

Unabhängige Prüfung des vorliegenden integrierten Geschäftsberichts 2014 der PALFINGER AG

Auftragsgegenstand

GRI G4-33: Externe Prüfung

Wir wurden von der PALFINGER AG mit der Durchführung einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit (nachfolgend "Prüfung") des vorliegenden "Integrierten Geschäftsberichts 2014" (nachfolgend "Bericht") beauftragt.

Die Prüfung umfasste die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der GRI G4 KERN-Option wie folgt:

  • Integrierter Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht im Print inklusive GRI Index im Bericht und auf der Homepage
  • Zusätzliche Webinformation als zusammenfassendes Download-Dokument im PDF verfügbar

Geprüft wurden die Information und Daten, welche im GRI Index 2014 angegeben sind bzw. auf welche referenziert wird. Dies umfasst auch Referenzen zu Detailinformationen, welche auf der Website www.palfinger.ag verfügbar sind. Diese sind in einem eigenen PDF unter https://www.palfinger.ag/- /media/Corporate/Sustainability/reports/webreport2014.pdf?la=de abrufbar. Soweit geprüfte Seiten Links zu weiteren Seiten enthalten, halten wir fest, dass wir diese Seiten nicht geprüft haben.

Unsere Prüfungshandlungen wurden gesetzt, um eine begrenzte Prüfsicherheit als Grundlage für unsere Beurteilung zu erlangen. Der Umfang der Prüfungshandlungen zur Einholung von Prüfungsnachweisen ist geringer als jener für hinreichende Prüfsicherheit (wie beispielsweise bei einer Jahresabschlussprüfung), sodass ein geringerer Grad an Prüfsicherheit gegeben ist.

Gemäß der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe" ist unsere Haftung beschränkt. Demnach haftet der Berufsberechtigte nur für vorsätzliche und grob fahrlässig verschuldete Verletzungen der übernommenen Verpflichtungen. Im Falle grober Fahrlässigkeit beträgt die maximale Haftungssumme gegenüber der PALFINGER AG und etwaigen Dritten insgesamt EUR 726.730.

ANHANG NACHHALTIGKEIT UNABHÄNGIGER BESTÄTIGUNGSBERICHT

EINSCHRÄNKUNGEN DES PRÜFAUFTRAGES

  • Unsere Prüfung bezog sich nicht auf das Kapitel "Konzernabschluss zum 31.12.2014" des Berichts.
  • Zahlen, die aus externen Studien entnommen wurden, wurden nicht geprüft. Es wurde lediglich die korrekte Übernahme der relevanten Angaben und Daten in den Berichten überprüft.
  • Die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüften finanziellen Leistungsindikatoren und Aussagen wurden von uns keiner weiteren Prüfung unterzogen. Wir überprüften lediglich die GRI-konforme Darstellung dieser Daten im Bericht.
  • Die Prüfung zukunftsbezogener Angaben war nicht Gegenstand unseres Auftrags.

Kriterien

Wir beurteilten die Informationen im Bericht auf Basis der folgenden für das Geschäftsjahr 2014 maßgeblichen Kriterien (nachfolgend "die Kriterien"):

GRI-Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung G4

Wir gehen davon aus, dass diese Kriterien für die Durchführung unseres Prüfauftrags angemessen sind.

Verantwortung des Managements

Das Management der PALFINGER AG ist für die Erstellung des Berichts und der Unternehmenswebsite sowie für die darin enthaltenen Informationen, in Übereinstimmung mit den oben genannten Kriterien, verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Entwicklung, Implementierung und Sicherstellung von internen Kontrollen. Diese sind für die Erstellung der Berichterstattung maßgeblich, um wesentliche falsche Angaben auszuschließen.

Unsere Verantwortung

Unsere Verantwortung besteht darin, ein Urteil über die Informationen im Bericht sowie im PDF als Wiedergabe der Websiteinformationen auf Basis einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit abzugeben.

Wir haben unseren Prüfauftrag unter Beachtung des "International Federation of Accountants' ISAE3000"- Standards sowie des von der "International Federation of Accountants" (IFAC) herausgegebenen "Code of Ethics for Professional Accountants" - worin Regelungen zu unserer Unabhängigkeit enthalten sind - geplant und durchgeführt.

Unsere Vorgehensweise

Wir haben alle erforderlichen Prüfungshandlungen durchgeführt, um eine ausreichende und geeignete Basis für unser Urteil sicherzustellen. Die Prüfung wurde am Hauptsitz der Gesellschaft in Salzburg durchgeführt. Wesentliche Prüfungshandlungen von uns waren:

  • Erlangung eines Gesamtüberblicks zur Unternehmenstätigkeit sowie zur Aufbau- und Ablauforganisation des Unternehmens;
  • Durchführung von Interviews mit Unternehmensverantwortlichen, um relevante Systeme, Prozesse und interne Kontrollen, welche die Erhebung der Informationen für den Bericht unterstützen, zu identifizieren und zu verstehen;
  • Durchsicht der relevanten Dokumente auf Konzern-, Vorstands- und Managementebene, um Bewusstsein und Priorität der Themen im Bericht zu beurteilen und um zu verstehen, wie Fortschritte überwacht werden;
  • Erhebung der Risikomanagement- und Governance-Prozesse in Bezug auf Nachhaltigkeit und kritische Evaluierung der Darstellung im Bericht;
  • Durchführung analytischer Prüfungshandlungen auf Unternehmensebene;

  • Durchführung von Standortbegehungen in Salzburg, um Nachweise zur Leistung zu erhalten. Darüber hinaus führten wir stichprobenartige Datenprüfungen auf Standortebene hinsichtlich Vollständigkeit, Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Aktualität durch;

  • stichprobenartige Überprüfung der Daten und Prozesse, um zu erheben, ob diese auf Konzernebene angemessen übernommen, konsolidiert und berichtet worden sind. Dies umfasste die Beurteilung, ob die Daten in genauer, verlässlicher und vollständiger Art und Weise berichtet worden sind;
  • Bewertung der Berichterstattung zu wesentlichen Themen hinsichtlich Kernthemen, welche im Rahmen von Stakeholderdialogen angesprochen worden sind, über welche in externen Medien Bericht erstattet worden ist und zu welchen wesentliche Wettbewerber in ihren ökologischen und gesellschaftlichen Berichten Bezug nehmen;
  • stichprobenartige Überprüfung der Aussagen im Bericht auf Basis der GRI-G4-Berichtsgrundsätze und
  • Beurteilung, ob für die KERN-Option die GRI G4 Leitlinien konform angewendet wurden.

Unsere Bestätigung

Auf Grundlage unserer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Prüfsicherheit sind uns keine Sachverhalte bekannt, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die Informationen im Bericht nicht in Übereinstimmung mit den oben definierten Kriterien sind.

Wien, 28. Jänner 2015

ERNST & YOUNG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Brigitte Frey e.h. ppa. Christine Jasch e.h.

KENNZAHLENDEFINITION

WIRTSCHAFT

Capital Employed spiegelt das investierte Kapital wider und ergibt sich aus:
immateriellen Vermögenswerten
zuzüglich Sachanlagen, Beteiligungen, Nettoumlaufvermögen
EBIT (Earnings before Interest and Taxes) ist das operative Ergebnis des Unternehmens.
Ergebnis je Aktie ist das Verhältnis von Konzernergebnis zum gewichteten Durchschnitt der sich im
Umlauf befindenden Aktien.
EVA (Economic Value Added) gilt als Indikator für die Wertsteigerung des Unternehmens.
ROCE abzüglich WACC
multipliziert mit durchschnittlichem Capital Employed
Free Cashflow zeigt, wie viel flüssige Mittel zur Bedienung des zu verzinsenden Kapitals – des eige
nen oder fremden – übrig bleiben.
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
zuzüglich Fremdkapitalverzinsung
abzüglich Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen
Gearing Ratio ist die Kennzahl für die Verschuldung des Unternehmens.
Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und Eigenkapital in Prozent
Nettofinanzverschuldung ergibt sich aus:
lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
abzüglich
lang- und kurzfristige Wertpapiere
langfristige Ausleihungen
Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel
NOPLAT (Net Operating Profit Less Adjusted Taxes) errechnet sich aus:
EBIT
abzüglich Taxes on EBIT
ROCE (Return on Capital Employed) sagt aus, wie sich das im Unternehmen investierte Ka
pital verzinst.
Verhältnis von NOPLAT und
durchschnittlichem Capital Employed (Stichtag Vorjahr zu Stichtag dieses Jahres) in
Prozent
ROE (Return on Equity) ist eine Kennziffer zur Ertragslage des Unternehmens, die das Er
gebnis im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt.
 Verhältnis von versteuertem Ergebnis und
 durchschnittlichem Eigenkapital in Prozent
WACC (Weighted Average Cost of Capital) drückt die durchschnittlichen Kosten des inves
tierten Kapitals (Eigenkapital und Fremdkapital) aus.
Working Capital zeigt den absoluten Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremd
kapital.

MITARBEITER

Fluktuation

Fluktuation Als Abgänge sind jene Mitarbeiter (Headcounts) definiert, die innerhalb eines Jahres das Unternehmen verlassen. Die Fluktuation ist der Anteil der Abgänge in Prozent des gesamten Personalstands im Jahresdurchschnitt.

UMWELT

Index: Energieverbrauch
bezogen auf Umsatz
Dieser Indikator zeigt die Ausnutzung der eingesetzten Energie an. Erfasst werden
dabei elektrischer Strom, Treibstoff (Benzin, Diesel, Kerosin, CNG) und Heizenergie
(Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Propan, Butan). Die eingesetzte Energiemenge wird auf
den lokalen Umsatz des jeweiligen Standorts bezogen. Die Indexdarstellung ermög
licht den Vergleich von Standorten trotz unterschiedlicher Landeswährung: Die Ener
gieeffizienz im Jahr 2011 wird mit 100 Prozent definiert. Ein geringerer Wert in einem
Folgejahr bedeutet eine bessere Effizienz (weniger Energie bezogen auf Umsatz). Zur
Bildung eines Konzernwerts wird der Mittelwert (Energieeffizienz aller Standorte) ge
bildet und nach dem Energieverbrauch des jeweiligen Standorts gewichtet.
Index: Gefährliche Abfälle
bezogen auf Umsatz
Die Mengen gefährlicher Abfälle werden an jedem Standort erhoben. Die jeweils gül
tigen regionalen Gesetze bestimmen, ob ein Abfall als gefährlich eingestuft wird. Um
Standorte miteinander vergleichen und einen Konzernwert bilden zu können, wird die
Menge gefährlicher Abfälle auf den lokalen Umsatz des jeweiligen Standorts bezogen
und ein Index gebildet (Menge 2011 = 100 Prozent). Für die Berechnung der kon
zernweiten Indizes werden die verschiedenen Produktionsstandorte nach der Menge
des im Berichtsjahr produzierten Abfalls gewichtet.
Lieferanten mit sehr gutem
und gutem Umweltma
nagement
Je nachdem, wie viele Elemente eines Umweltmanagements ein Lieferant aufweist,
erfolgt eine Kategorisierung. Elemente sind etwa ein zertifiziertes Umweltmanage
mentsystem, Umweltaspekte in Planungsprozessen, Prüfung der Umweltauswirkun
gen, Umweltprogramm und -ziele oder Schulungen.
Umsatzanteil mit
Produkten für ökologische
und soziale Zwecke
Dieser Indikator zeigt, welche Innovations- und Marktchancen nachhaltige Einsatz
zwecke darstellen und wie sie genutzt werden. PALFINGER Hebe-Lösungen für öko
logische Zwecke und Branchen umfassen Spezialprodukte für Bahnverkehr, Offsho
re, Biomasse und Recyclingbranche. Soziale Zwecke umfassen Einstiegshilfen und
Marine Rescue. Andere PALFINGER Produkte wie etwa Lkw-Knickarmkrane, die
ebenfalls zum Teil an Biomasseerzeuger, Feuerwehren oder die Recyclingbranche
verkauft werden, sind nicht inkludiert.

STANDORTE DER PALFINGER GRUPPE

ÖSTERREICH

PALFINGER AG

• Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg EPSILON Kran GmbH.

  • Christophorusstraße 30, 5061 Elsbethen/Glasenbach • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • PalAir GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger Area Units GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger CIS GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger Europe GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg • Moosmühlstraße 1, 5203 Köstendorf
  • Kapellenstraße 18, 5211 Friedburg
  • Palfinger S. Units GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger GmbH • Betriebsstraße I/Objekt 9, 2482 Münchendorf
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger North America GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger PM Holding GmbH
  • Franz-Wolfram-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger Russland GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger South America GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • Palfinger systems GmbH
  • Vogelweiderstraße 40a, 5020 Salzburg
  • Weng 4, 8913 Admont
  • Palfinger systems units GmbH
  • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
  • STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H. • Christophorusstraße 28, 5061 Elsbethen/Glasenbach

ARGENTINIEN

  • Andrés N. Bertotto S.A.I.C. • Provincial Rute Nº 6, Km 5.5, X580XAB Río Tercero, Córdoba
  • Colectora Este esquina Ituzaingo, 1611 Don Torcuato, Buenos Aires
  • Palfinger Argentina S.A.
  • Av. Corrientes 327, 3° Piso, Buenos Aires

BELGIEN

  • MBB Interlift N.V.
  • Industrielaan 4, 3e Industriezone, 9320 Erembodegem

BRASILIEN

  • Madal Palfinger S.A.
  • Rua Flavio Francisco Bellini 350, CEP 95098–170, Caxias do Sul • Estrada do Embu, 485 – Jardim São Vicente, CEP 06713–100, Cotia Palfinger Dreggen Do Brasil Ltda
  • Lauro Muller 116, NBIO/Suite 2405, Torre do Rio Sul, Botafogo CEP 22290-160, Rio de Janeiro
  • Palfinger Koch Metalúrgica Ltda.
  • Av. Tancredo Neves 470 A, Distrito Industrial, CEP 94930-540, Cachoeirinha
  • Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda
  • Rua Flavio Francisco Bellini 350, CEP 95098–170, Caxias do Sul
  • BULGARIEN
  • Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD
  • 5980 Cherven Brjag
  • 8672 Tenevo

CHINA

208

  • PALFINGER AG Changsha Rep Office
  • Room 716 Building 2 Xiangyu Center, 249 Wuyi Ave, Furong District, Changsha, Hunan
  • Dreggen (Hong Kong) Company Limited • Room 1603, Kwong Kin Trade Center, 5 Kin Fat Street, Tuen Mun, N.T., Hong Kong

PALFINGER AG Shanghai Rep Office

• Room 227, 2299 Yan'An Road West, Changning District, Shanghai Municipality

Palfinger (Shenzhen) Ltd.

• Block 5, Northern Yongfa Technological Park, District B, Chuandong Industrial Park, Dao Yan Chuan Chaoyang Road, Song Gang Street,

Bao An District, Shenzhen Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd.

• No. 189 Huanghe Road, Sany Industrial Zone, Notong city, Rudong, 226400 Jiangsu

SANY Automobile Hoisting Machinery Co,. LTD

• No. 168 West Jinzhou Road, Jinzhou New Area, Changsha, Hunan

DÄNEMARK

Palfinger Marine Denmark Filial af Palfinger Marine- und Beteili-

GRI G4-6: Überblick wichtigste

Standorte

gungs-GmbH, Austria • Kystvejen 100, a4, 5330 Munkebo

DEUTSCHLAND

MBB Palfinger GmbH • Fockestraße 53, 27777 Ganderkesee-Hoykenkamp

Palfinger GmbH

  • Feldkirchener Feld 1, 83404 Ainring
  • Rauheckstraße 4, 74232 Abstatt
  • Industriestraße 4, 89188 Merklingen
  • Düsseldorfer Straße 100, 47809 Krefeld
  • Johann-Andreas-Schubert-Straße 6, 02730 Ebersbach
  • Köthener Straße 33a, 06118 Halle/Saale
  • Dirnismaning 34, 85748 Garching
  • Bullerdeich 59, 20537 Hamburg
  • Rudolfstraße 16c, 10245 Berlin

Palfinger Platforms GmbH

  • Düsseldorfer Straße 100, 47809 Krefeld
  • Äußere Bautzner Straße 47, 02708 Löbau
  • Halbendorfer Straße 4, 02782 Seifhennersdorf
  • Johann-Andreas-Schubert-Straße 6, 02730 Ebersbach

FRANKREICH

A.C.I. SAS

  • Avenue Descartes, 33370 Artigues près Bordeaux
  • Caridro Atlantique Sarl
  • 9, Rue James Joule, 44400 Rezé
  • Caridro Centre Sarl
  • 28, Rue Emile Leconte, 45140 Ingré
  • Caridro Ouest S.A.S.
  • ZA de la Longueraie, 56140 Saint Abraham Caridro Val de Loire Sarl
  • 10, Allée Rolland Pilain ZA Even Parc St Malo, 37320 Esvres sur Indre
  • Guima Herblay Sarl
  • 4, Rue Édouard Branly, 95220 Herblay
  • Guima Palfinger S.A.S.
  • 29A, Avenue des Tourondes, 82300 Caussade
  • Guima Provence Sarl
  • Route de Marseille, 83170 Brignoles Guima Sud Ouest Sarl

MBB Inter S.A.S.

Nord Benne SARL

Sand SARL

INDIEN

Palfinger France S.A.S.

Palfinger Service Annecy SAS • 329, Route de Valparc, 74330 Poisy Palfinger Service Paris SAS

GROSSBRITANNIEN Ratcliff Palfinger Ltd.

Palfinger Cranes India Pvt. Ltd.

• 277, Chemin de Bordevielle, 31790 Saint Sauveur

• Avenue Kuhlmann – BP 106, 59373 Loos Cedex

• 24 Avenue Condorcet, 91240 Saint Michel sur Orge

• Bessemer Road, Welwyn Garden City, Herts AL7 1ET

• 125 rue de la roche colombe, 26800 Étoile sur Rhône Cedex

• ZAC Deux Vallées, 10, Avenue des Mineurs, 54910 Valleroy

• 37, Varadarajapuram, Nazarathpet, Poonamallee, Chennai – 600 123

MASCHE SAS • 20 Avenue de l'escouvrier, 95200 Sarcelles

• Rue de l'Eglise, 61310 Silly en Gouffern

ITALIEN

Palfinger Gru Idrauliche S.r.l. • Via Dante Aleghieri 50, 42023 Cadelbosco di Sopra Palfinger Platforms Italy s.r.l. • Piazza Verdi Nr. 43, 39100 Bolzano

• Via Enrico De Nicola Nr. 31, 41122 Modena

KANADA

Palfinger, Inc. • 7942 Dorchester Road, Niagara Falls, Ontario L2E 6V6

KATAR

Megarme Qatar WLL • Al Qadeem Street, Al Rayyan, Doha

KROATIEN

Palfinger Proizvodna Tehnologija Hrvatska d.o.o. • Lučićka Cesta 1, 51300 Delnice

NIEDERLANDE

Palfinger Boats B.V. • Pasteurdijk 8, 3846 BS Harderwijk Palfinger projects B.V. • Ambachtsweg 10, 3771 MG Barneveld Palfinger Ned-Deck B.V. • Ambachtsweg 10, 3771 MG Barneveld Palfinger Entraco System Solution B.V.

• Puntweg 3, 3208 LD Spijkenisse

NORWEGEN

Palfinger Dreggen AS • Hegrenesveien 17A, 5042 Bergen

POLEN

Palfinger Dreggen Poland sp. z o.o. • Kontenerowa 71, 81-155 Gdynia

RUMÄNIEN

Nimet Srl • Strada Targului 103, 137121 Lazuri, Dambovita

RUSSLAND

INMAN ZAO • 69 Pervomayskaya Street, City of Salavat, 453250, Respublika Bashkortostan • 2 Pervootkryvateley Baschkirskoy Nefti, 453210, Ischimbai, Respublika Bashkortostan Palfinger Crane Rus LLC • Parkovaya Ulitza, 7, 196084, St. Petersburg PALFINGER SANY Cranes OOO • Fabriciusa 42, bld. 1, 125363 , Moskau PM-Engineering OOO • 2, Vorobetsky proezd, Velikiye Luki, Pskov region Podjomnie Maschini ZAO • 6, Kornienko street Velikiye Luki, Pskov region

Holding Company Lifting Machines ZAO

• 77 Nikolsky prospect, Arkhangelsk, Arkhangelsk region SMZ OAO • 77, Nikolsky prospect, Arkhangelsk, Arkhangelsk region Velmash-S OOO • 6, Kornienko street Velikiye Luki, Pskov region Velmash ZAO • 6, Kornienko street Velikiye Luki, Pskov region SMZ OOO • 77, Nikolsky prospect, Arkhangelsk, Arkhangelsk region Konvek OOO • 6, Kornienko street., Velikiye Luki, Pskov region

SINGAPUR

Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. • 3 International Business Park #05-25/26 Nordic European Centre Singapore 609927

Palfinger Dreggen Pte. Ltd. • 2 Toh Guan Road East, Naigai Nitto Building #03-2A, Singapore 608837 Palfinger Marine Pte. Ltd. • 79 Joo Koon Circle, Singapore 629107 Palfinger SLS Holding Pte. Ltd. • 4 Battery Road, #25-01, Bank of China Building, Singapore 049908 Palfinger SLS Holding Pte. Ltd. • 4 Battery Road, #25-01, Bank of China Building, Singapore 049908

SLOWAKEI

MBB Palfinger s.r.o. • Gogolova 18, 85101 Bratislava

SLOWENIEN

Palfinger Marine d.o.o., Maribor • Špelina Ulica 22, 2000 Maribor

  • Palfinger Proizvodnja d.o.o.
  • Jaskova 18, 2001 Maribor

SÜDKOREA

Palfinger Dreggen Korea Limited • 20, Waeguk-kiup-ro, Sanam-myeon, Sacheon-si, Gyeongsangnam-do

TÜRKEI

Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH Irtibat

Bürosu • Hakkı Yeten Cad. Selenium Plaza 10C Kat:6, 34349 Fulya, Beşiktaş, Istanbul

USA

Composite Works, LLC

• 341 NW 122nd Street, Oklahoma City, OK 73114, Oklahoma

Equipment Technology, LLC

• 341 NW 122nd Street, Oklahoma City, OK 73114, Oklahoma

  • Palfinger Liftgates, LLC
  • 15939 Piuma Avenue, Cerritos, CA 90703, Kalifornien • 572 Whitehead Road, Suite 301, Trenton, NJ 08619, New Jersey
  • Omaha Standard, LLC
  • 3501 South 11th Street, Council Bluffs, IA 51501, Iowa
  • 572 Whitehead Road, Suite 301, Trenton, NJ 08619, New Jersey Palfinger, Inc.
  • 3450 Lakeside Drive, Suite 110, Miramar, FL 33027, Florida
  • Palfinger USA, Inc. • 4151 West State Route 18, Tiffin, OH 44883, Ohio
  • PalFleet Truck Equipment Company, LLC
  • 2490 Pinson Valley Parkway, Birmingham, AL 35217, Alabama
  • 5178 Old Dixie Highway, Forest Park, Atlanta, GA 30297, Georgia
  • 4101 Trailer Drive, Charlotte, NC 28269, North Carolina
  • 3030 Irving Boulevard, Dallas, TX 75247, Texas
  • 2770 Bluff Road, Indianapolis, IN 46225, Indiana
  • 5620 Fern Valley Road, Louisville, KY 40228, Kentucky
  • 2109 South 35th Street, Council Bluffs, IA 51501, Iowa
  • 1801 Lebanon Pike, Nashville, TN 37210, Tennessee
  • 4151 West State Route 18, Tiffin, OH 44883, Ohio
  • 572 Whitehead Road, Suite 301, Trenton, NJ 08619, New Jersey

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Megarme General Contracting Company LLC • Office # 101, Pizza Hut Building Sheikh Suroor Building, Khaleefa

Street, PO Box 43814, Abu Dhabi Mega Repairing Machinery Equipment LLC

• Office No. 320, Bruben Business Centre, Bur Dubai, Dubai Investment Park, PO Box 6396, Dubai

VIETNAM

Palfinger Boats Vietnam Co. Ltd.

• Road 206, Section A, Pho Noi A Industrial Park, Van Lam District, Hung Yen

Palfinger Ned-Deck Vietnam Co. Ltd.

  • 7 Phan Huy Chu, Hoan Kiem, Hanoi
  • Road D2, Area D, IZ Pho Noi A, Hung Yen

STICHWORTVERZEICHNIS

Akquisition 11f, 40ff, 70, 77ff, 100ff
Aktie 2, 25ff, 44, 47, 150ff
Aktionärsstruktur 27
Aufsichtsrat 182, 184ff, 175f, 180
Ausblick 83
Ausschüsse des Aufsichtsrats 185, 180
Bereich VENTURES 77, 82, 92
Bericht des Abschlussprüfers; Unabhängiger Bestätigungsbericht 178, 203
Bilanz 2, 45f, 87, 136
Cashflow 2, 46, 90, 118
Code of Conduct 38, 187, 192
Corporate Governance 181ff
Dividende 2, 27, 47, 152
Eigenkapital 2, 45f, 87, 88f
Fertigung, auftragsbezogene 64
Finanzkalender 28
Flexibilisierung 6, 15ff
Gewinn-und-Verlust-Rechnung 47, 85, 125
Innovation 6, 14ff, 19ff, 58
Integriertes Reporting 5, 24, 194f
Internationalisierung 6, 14ff, 34, 39ff
Investitionen 2, 45f, 82
Investor Relations 24ff
Liquidität 49, 55
Marine, Business Area 10f, 31
Marktposition 17, 39ff
Mitarbeiter 70
Öko-effiziente Produktion 66
PALFINGER Werte 71
Produktsicherheit 59, 192
Qualität 6, 18
Risikomanagement 50ff
Segment AREA UNITS 80, 92
Segment EUROPEAN UNITS 77, 91
Stakeholder 24ff
Standorte 208f
Strategie 15ff
Umwelt 18f, 32
Vergütung 72, 185, 186
Vorstand 8f, 175
Wertschöpfung 32ff, 61ff
Wesentlichkeitsanalyse 191ff

GRI G4-17: Unternehmen im konsolidierten Jahresabschluss

PALFINGER INTEGRIERTER GESCHÄFTSBERICHT 2014 GESELLSCHAFTEN DER PALFINGER GRUPPE

Österreich, Salzburg Palfi nger S. Units GmbH
Palfi nger Platforms Italy s.r.l.
Italien, Bozen
20 % Sky Access Srl.
50 % Palfi nger Sany International
Mobile Cranes Sales GmbH
Österreich, Salzburg
50 % SANY Belgium Holding S.A.
100 % PALFINGER SANY Cranes ooo
Russland, Moskau
100 % Palfi nger SLS Holding Pte. Ltd.
10 % Singapur, Singapur
SANY Automobile Hoisting
Machinery Co., Ltd.
100 % China, Changsha
90% SANY HEAVY Group
PalAir GmbH
Österreich, Salzburg
100 % Palfi nger systems units GmbH
Österreich, Salzburg
26 % Palfi nger systems GmbH
Österreich, Salzburg
74 % Marine Systems Overseas Pte. Ltd. u.a.
50 % Palfi nger Entraco systems
Solution BV
Niederlande, Spijkenisse
50 % Entraco Venture Corporation Pte. Ltd.
70 %* Mega Repairing Machinery
Equipment LLC
Vereinigte Arabische Emirate, Dubai
30 %* Billy Harkin u.a.
70 %* Megarme General Contracting
Company LLC
Vereinigte Arabische Emirate, Abu Dhabi
30 %* Harkin Holdings Limited
70 %* Megarme Qatar WLL
Katar, Doha
30 %* Harkin Holdings Limited

* Anteile teilweise treuhänderisch gehalten

Bewertung nach Equity Stand per 31. Dezember 2014

IMPRESSUM

PALFINGER AG

Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24 5020 Salzburg Österreich

www.palfinger.ag

STAKEHOLDER UND INVESTOR RELATIONS

Konzernsprecher: Hannes Roither Tel. +43 662 4684-82260 Fax +43 662 4684-82280 [email protected]

Nachhaltigkeitsmanagement: GRI G4-31: Kontakt zu Nachhaltigkeitsmanagement Julia Ganglbauer Tel. +43 662 4684-82262 Fax +43 662 4684-82280 [email protected]

Unternehmenskommunikation: Claudia Rendl Tel. +43 662 4684-82261 Fax +43 662 4684-82280 [email protected]

Daniela Werdecker (in Karenz)

Beratung und Gesamtkonzept

Scholdan & Company

Beratung Nachhaltigkeitsaspekte

Denkstatt GmbH

Gestaltung Rahofer Werbeagentur

Satz

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie "erwarten", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier dargestellten Erwartungen abweichen. Ebenso können sich in Einzelfällen aufgrund der Stärkung interner Kontrollschleifen zur Verbesserung der Datenqualität Änderungen in den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Vorjahre ergeben haben.

Veröffentlicht am 6. Februar 2015.

Druck- und Satzfehler vorbehalten.

PALFINGER AG, Salzburg

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

PALFINGER AG, Salzburg

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014

Abschrift Nr.

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. 5020 Salzburg, Sterneckstraße 33

Tel.: [43] (662) 20 555 0 Fax: [43] (662) 20 555 100 E-Mail: [email protected] URL: www.ey.com/austria

INHALTSVERZEICHNIS

1. Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung 1
2. Aufgliederung und Erläuterung von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses 2
3. Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses 3
3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss
und zum Lagebericht sowie zum Corporate Governance-Bericht
3
3.2. Erteilte Auskünfte 3
3.3. Stellungnahme zu Tatsachen nach § 273 Abs 2 und Abs 3 UGB (Ausübung der Redepflicht) 3
4. Bestätigungsvermerk 4-5

BEILAGENVERZEICHNIS

Beilage 1 Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Beilage 2 Allgemeine Auftragsbedingungen für Abschlussprüfungen

An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PALFINGER AG, Salzburg

Wir haben die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 der

PALFINGER AG, Salzburg

(im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt), abgeschlossen und erstatten über das Ergebnis dieser Prüfung den folgenden Bericht:

1. PRÜFUNGSVERTRAG UND AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. März 2014 der PALFINGER AG, Salzburg, wurden wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt. Die Gesellschaft, vertreten durch den Aufsichtsrat, schloss mit uns einen Vertrag über die Durchführung der Abschlussprüfung ab. Über die ebenfalls vereinbarte Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 berichten wir mittels gesonderten Berichtes.

Für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr gelten auf Grund der Bestimmungen des § 221 UGB die Rechtsvorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 war unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts einer Pflichtprüfung gemäß § 268 Abs 1 UGB zu unterziehen.

Diese Prüfung erstreckte sich darauf, ob bei der Erstellung des Jahresabschlusses die gesetzlichen Vorschriften und die ergänzenden Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Der Lagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Unternehmens erwecken. Es ist auch festzustellen, ob ein Corporate Governance-Bericht (§ 243b UGB) aufgestellt wurde.

Bei unserer Prüfung beachteten wir die in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und die berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer Durchführung von Abschlussprüfungen. Wir weisen darauf hin, dass die Abschlussprüfung mit dem Ziel erfolgt, ein Prüfungsurteil über den Jahresabschluss abzugeben. Infolge der stichprobenmäßigen Prüfung und der immanenten Grenzen einer Abschlussprüfung, verbunden mit den immanenten Grenzen eines Rechnungslegungs- und internen Kontrollsystems, verbleibt ein unvermeidbares Risiko, dass wesentliche unrichtige Aussagen im Jahresabschluss unentdeckt bleiben. Ebenso ist die Abschlussprüfung nicht auf die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände bzw. von dolosen Handlungen gerichtet.

Die Prüfung wurde unter der Leitung von Mag. Diether Dämon mit Unterbrechungen im Zeitraum von November 2014 bis Jänner 2015 in den Räumen der Gesellschaft durchgeführt. Die Prüfung wurde mit dem Datum dieses Berichtes materiell abgeschlossen.

Grundlage für unsere Prüfung ist der mit der Gesellschaft abgeschlossene Prüfungsvertrag. Die von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Abschlussprüfungen" (Beilage 2) stellen einen integrierten Bestandteil dieses Prüfungsvertrages dar. Diese Auftragsbedingungen gelten nicht nur zwischen der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer, sondern auch gegenüber Dritten, die auf den Inhalt des vorliegenden Berichtes vertrauen. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

2. AUFGLIEDERUNG UND ERLÄUTERUNG VON WESENTLICHEN POSTEN DES JAHRESABSCHLUSSES

Alle erforderlichen Aufgliederungen und Erläuterungen von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses sind im Anhang des Jahresabschlusses und Lagebericht enthalten. Wir verweisen daher auf die entsprechenden Angaben des Vorstands im Anhang des Jahresabschlusses und im Lagebericht.

3. ZUSAMMENFASSUNG DES PRÜFUNGSERGEBNISSES

3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss und zum Lagebericht sowie zum Corporate Governance-Bericht

Bei unseren Prüfungshandlungen stellten wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung fest.

Im Rahmen unseres risiko- und kontrollorientierten Prüfungsansatzes haben wir – soweit wir dies für unsere Prüfungsaussage für notwendig erachteten – die internen Kontrollen in Teilbereichen des Rechnungslegungsprozesses in die Prüfung einbezogen.

Hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit des Jahresabschlusses verweisen wir auf unsere Ausführungen im Bestätigungsvermerk.

Der Lagebericht entspricht nach unserer abschließenden Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften.

Die Gesellschaft hat einen Corporate Governance-Bericht gemäß § 243b UGB aufgestellt. Eine materielle Prüfung dieses Berichts war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Wir haben jedoch eine freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung des österreichischen Corporate Governance Kodex der PALFINGER AG im Geschäftsjahr 2014 durchgeführt (gesonderter Bericht).

3.2. Erteilte Auskünfte

Die gesetzlichen Vertreter erteilten die von uns verlangten Aufklärungen und Nachweise. Eine von den gesetzlichen Vertretern unterfertigte Vollständigkeitserklärung haben wir zu unseren Akten genommen.

3.3. Stellungnahme zu Tatsachen nach § 273 Abs 2 und Abs 3 UGB (Ausübung der Redepflicht)

Bei Wahrnehmung unserer Aufgaben als Abschlussprüfer haben wir keine Tatsachen festgestellt, die den Bestand der geprüften Gesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen. Wesentliche Schwächen bei der internen Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses sind uns nicht zur Kenntnis gelangt. Die Voraussetzungen für die Vermutung eines Reorganisationsbedarfs (§ 22 Abs 1 Z 1 URG) sind nicht gegeben.

4. BESTÄTIGUNGSVERMERK *)

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der PALFINGER AG, Salzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2014 bis zum 31. Dezember 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Salzburg, am 20. Jänner 2015

__________

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer

Mag. Brigitte Frey eh Mag. Diether Dämon eh

*) Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (zB verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.

JAHRESABSCHLUSS

UND LAGEBERICHT

ZUM 31. DEZEMBER 2014

DER

PALFINGER AG, SALZBURG

B I L A N Z ZUM 31. DEZEMBER 2014

A K T I V A P A S S I V A
Stand Stand Stand Stand
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR EUR TEUR EUR EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Grundkapital 37.593.258,00 35.730
Konzessionen, Rechte 1.923.366,00 1.963 II. Kapitalrücklagen
II. Sachanlagen 1. Gebundene 90.087.230,78 37.916
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, 2. Nicht gebundene 514.345,75 514
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund 23.008.558,76 24.740 90.601.576,53 38.430
davon Grundwert EUR 5.666.830,76 (2013 TEUR 5.667) III. Gewinnrücklagen
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.082,00 25 1. Gesetzliche Rücklage 290.691,34 291
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.459.249,00 1.931 2. Andere (freie) Rücklagen 1.020.534,36 823
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.013.332,46 276 3. Für eigene Anteile 1.592.971,41 1.790
26.499.222,22 26.972 2.904.197,11 2.904
III. Finanzanlagen IV. Bilanzgewinn 146.833.742,83 156.016
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 230.859.150,97 120.859 davon Gewinnvortrag EUR 141.501.352,80 (2013 TEUR 141.221)
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 67.202.342,58 60.808 277.932.774,47 233.080
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 643.453,37 635
298.704.946,92 182.302 B. RÜCKSTELLUNGEN
327.127.535,14 211.237 1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.735.294,50 3.847
2. Rückstellungen für Pensionen 1.792.921,50 1.448
B. UMLAUFVERMÖGEN 3. Sonstige Rückstellungen 16.027.894,74 15.558
I. Vorräte 22.556.110,74 20.853
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 147.967,89 51
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 750.002,96 635 C. VERBINDLICHKEITEN
897.970,85 686 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 344.236.671,41 189.768
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.108.150,39 2.840
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
303.930,35
369.029.747,59
246
280.230
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
4. Sonstige Verbindlichkeiten
86.047.952,45
1.986.866,98
56.135
2.585
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, davon aus Steuern EUR 450.707,13 (2013 TEUR 531)
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.813.496,70 571 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 3.555.426,69 8.065 EUR 402.967,87 (2013 TEUR 382)
403.702.601,33 289.112 435.379.641,23 251.328
III. Wertpapiere und Anteile
1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 230,70 0 *)
2. Eigene Anteile 1.592.971,41 1.790
1.593.202,11 1.790
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 795.783,65 970
406.989.557,94 292.558
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.751.433,36 1.466
735.868.526,44 505.261 735.868.526,44 505.261
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE 85.571.397,00 58.539

*) Kleinbetrag

G E W I N N - U N D V E R L U S T R E C H N U N G FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER 2014 BIS 31. DEZEMBER 2014

2 0 1 4 2 0 1 3
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 18.335.175,38 13.833
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen
0,00 0 *)
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 302,34 3
4. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen 26.697,00 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 161.191,49 38
c) Übrige 4.701.439,32 4.889.327,81 3.741 3.779
5. Aufwendungen für Material und sonstige
bezogene Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 762.652,85 916
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 46.637,68 -809.290,53 4 -920
6. Personalaufwand
a) Löhne 0,00 66
b) Gehälter 22.997.523,68 21.336
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 1.190.626,19 563
d) Aufwendungen für Altersversorgung 362.589,01 59
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 5.141.757,90 4.364
f) Sonstige Sozialaufwendungen 1.474.058,84 -31.166.555,62 852 -27.240
7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.490.779,21 -3.181
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen 615.937,79 89
b) Übrige 32.191.437,97 -32.807.375,76 30.826 -30.915
9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) -45.049.195,59 -44.641
10. Erträge aus Beteiligungen 50.002.507,50 50.002
davon aus verbundenen Unternehmen
EUR 50.000.000,00 (2013 TEUR 50.000)
11. Erträge aus anderen Wertpapieren 26.884,06 27
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (2013 TEUR 0)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.229.602,46 9.610
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 9.420.034,28 (2013 TEUR 5.715)
13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens 899.894,93 139
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und
aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
Abschreibungen -4.370.496,88 -1.761
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 4.370.496,88 (2013 TEUR 1.754)
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -19.767.710,75 -9.877
davon betreffend verbundene Unternehmen
EUR 109.291,68 (2013 TEUR 96)
16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) 37.020.681,32 48.140
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8.028.514,27 3.499
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.360.904,30 11.296
19. Jahresüberschuss = Jahresgewinn 5.332.390,03 14.795
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
21. Bilanzgewinn
141.501.352,80
146.833.742,83
141.221
156.016

*) Kleinbetrag

A N H A N G

zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 13. Oktober 1988 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ist beim Handelsgericht Salzburg unter der Firmenbuchnummer FN 33393 h eingetragen.

Der Jahresabschluss der PALFINGER AG wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Unter Bezugnahme auf § 221 Abs 1 UGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.

In der Hauptversammlung vom 12. März 2014 wurde beschlossen vom Bilanzgewinn 2013 in Höhe von EUR 156.015.889,90 (Vorjahr: EUR 154.668.664,29) eine Dividende in Höhe von EUR 14.514.537,10 (Vorjahr: EUR 13.447.747,80) auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 141.501.352,80 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurden die Einrichtung eines Stock-Option-Programms in Form eines "equity settled" Plans für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie die Einräumung von 250.000 Aktienoptionen nach diesem Stock-Option-Programm an den damaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn DI Alexander Exner (seit 30.3.2011 nicht mehr im Aufsichtsrat), an das Aufsichtsratsmitglied Dr. Alexander Doujak (seit 9. 12.2013 nicht mehr im Aufsichtsrat) sowie an die Vorstandsmitglieder DI Herbert Ortner, Ing. Wolfgang Pilz und DI Martin Zehnder, MBA beschlossen.

Zielsetzung des Plans ist es, die Höhe der Belohnung direkt an den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg zu binden. Das Management soll sich dadurch stärker an den Zielen der Aktionäre der Gesellschaft orientieren und andererseits auch am erreichten Erfolg partizipieren.

Für das Stock-Option-Programm 2009 gilt: Eine Aktienoption berechtigte bzw. berechtigt zum Bezug einer Aktie zum Ausübungskurs von 10,12 EUR. Die Aktienoptionen können jeweils zur Hälfte zu zwei Ausübungszeitpunkten ausgeübt werden. Um eine Aktienoption ausüben zu können, musste bzw. muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei einem jeden Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 3 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 1 im Jahr 2012 bzw. 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2014 betragen.

Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 3 Prozent bzw. 5 Prozent konnte bzw. kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 3 Prozent bzw. 5 Prozent hatte bzw. hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 3 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen konnte bzw. kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 7 Prozent bzw. 11 Prozent.

In der Hauptversammlung am 31. März 2010 wurde die Einräumung von 50.000 Aktienoptionen an das Vorstandsmitglied Mag. Christoph Kaml beschlossen. Für das Stock-Option-Programm 2010 gilt: Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie zum Ausübungskurs von 16,57 EUR. Die Aktienoptionen können jeweils zur Hälfte zu zwei Ausübungszeitpunkten ausgeübt werden. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei einem jeden Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 4 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 1 im Jahr 2013 bzw. 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2015 betragen.

Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 4 Prozent bzw. 5 Prozent kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 4 Prozent bzw. 5 Prozent hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 4 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 9 Prozent bzw. 11 Prozent.

Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird als Personalaufwendung erfasst, wobei die Gegenbuchung im Eigenkapital in die Kapitalrücklage erfolgt. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung bestimmt und über einen Zeitraum verteilt, über den die Mitarbeiter den bedingungslosen Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben (Erdienungszeitraum). Die Bestimmungen des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Optionen erfolgt mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung der Bedingungen, unter denen die Optionen gewährt wurden. Der aufwandswirksam zu erfassende Betrag wird um den Effekt der erwarteten Fluktuation korrigiert, damit die erwartete Anzahl an Optionen, die später tatsächlich ausgeübt werden können, reflektiert wird.

Im Rahmen des Stock-Option-Programms 2010 wurden im Jahr 2014 36.122 Optionen ausgeübt und somit 36.122 Stück eigene Aktien durch Vorstandsmitglieder bezogen.

Die Aktienoptionen haben sich daher wie folgt entwickelt:

Herbert Ortner Christoph Kaml Wolfgang Pilz Martin Zehnder Alexander Doujak Gesamt
Entwicklung
Aktienoptionen
2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 2013
Stand 1.1. 40.000 40.000 25.000 50.000 25.000 25.000 25.000 25.000 0 15.000 115.000 155.000
Ausgeübte Optionen –16.054 0 0 –12.500 –10.034 0 –10.034 0 0 0 –36.122 –12.500
Verfallene Optionen –23.946 0 0 –12.500 –14.966 0 –14.966 0 0 –15.000 –53.878 –27.500
Stand 31.12. 0 40.000 25.000 25.000 0 25.000 0 25.000 0 0 25.000 115.000
Ausübungspreis der
ausgeübten Optionen
10,12 16,57 10,12 10,12
Aktienkurs am Tag der
Ausübung
28,2 20,46 28,2 28,2

Die verbleibende Option stellt sich wie folgt dar:

Christoph Kaml
Aktienoptionen Anzahl 25.000
Ausübungskurs in EUR 16,57
Ausübungsperiode jeweils binnen 12 Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung 2015
Fair Value der Option in EUR zum Bewertungsstichtag* 5,77
Zugrunde gelegte Volatilität 45,0 %
Bewertungsstichtag 31.3.2010
Kurs in EUR zum Bewertungsstichtag 16,81

* Verwendetes Bewertungsmodell: Monte-Carlo-Simulation

Zum 31. Dezember 2014 beträgt der Bestand an eigenen Aktien damit 291.968 Stück oder 0,78 % des Grundkapitals. Diese werden zur Verwendung im Rahmen von bestehenden und zukünftigen Stock-Option-Programmen sowie zur Erhöhung der Flexibilität bei möglichen Investitionen in Wachstumsmärkte gehalten.

Der Vorstand wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 50 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.

Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrechts) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.

Weiters wurde der Vorstand in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere EUR 10.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.

Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

  • · wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h., Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder
  • · wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse erfolgt, oder
  • · um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder
  • · um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Der Vorstand der Gesellschaft hat am 27. Jänner 2014 beschlossen und der Aufsichtsrat hat am 17. Februar 2014 diesem Beschluss zugestimmt, das Grundkapital der Gesellschaft von 35.730.000,00 EUR durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 1.863.258,00 EUR auf 37.593.258,00 EUR durch Ausgabe von 1.863.258 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, je mit Stimmrecht und mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1 je Stückaktie, gegen Sacheinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der übrigen Aktionäre zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung wurde am 14. Mai 2014 ins Firmenbuch eingetragen.

Die neuen Aktien wurden ausschließlich an SANY Germany GmbH, Köln, Deutschland, ausgegeben, und diese ist ausschließlich zu deren Zeichnung zugelassen. Sie sind mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Jänner 2014 ausgestattet.

Die Kapitalerhöhung erfolgte gegen Sacheinlage zum Zweck des Erwerbs der 10 Prozent am SANY Lifting Business. Der gesamte Nennbetrag der Erhöhung des Grundkapitals von 1.863.258,00 EUR sowie der gesamte Ausgabebetrag der neuen Aktien von 54.034.482,00 EUR sind vollständig aufgebracht.

Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit dem Vorstand eine Prämienvereinbarung über die langfristige Unternehmenswertsteigerung getroffen. Die Wertsteigerung bis Februar 2014 wurde Ende Februar 2014 für die Jahre ab 30. Juni 2011 bis Februar 2014 ausbezahlt. Die Unternehmenswertsteigerung bis Ende 2015 gelangt, bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen, 2016 zur Auszahlung.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht eine langfristige Prämienvereinbarung für Führungskräfte, die im Jahr 2018 bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen zur Auszahlung gelangt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden dafür Vorsorgen in Höhe von TEUR 1.113,6 (Vorjahr: TEUR 686,8) ergebniswirksam erfasst.

Am 19. Dezember 2014 wurde von der Palfinger AG, bzw. von ausgewählten österreichischen und deutschen Tochtergesellschaften der Palfinger Gruppe, ein Factoring-Vertrag mit einem inländischen Kreditinstitut abgeschlossen. Im Rahmen des Factoring-Vertrages werden 2-wöchentlich revolvierend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von insgesamt TEUR 60.000,0 verkauft.

Die Palfinger AG in ihrer Eigenschaft als Garantiegeber garantiert unbedingt und unmittelbar, dass die Forderungsverkäufer jederzeit ihre Verpflichtungen unter diesem Factoringvertrag erfüllen werden und das insbesondere die Fakturierungs-, Kreditund Einziehungspraktiken der angekauften Forderungen nicht zum Nachteil des Factors geändert werden.

Die Palfinger AG wird für Schäden aus Pflichtverletzungen der Forderungsverkäufer auf Anforderung des Factors, noch vor endgültiger Klärung des Schadensfalls, Entschädigung leisten. Über den tatsächlichen Eintritt des Garantiefalls ist abschließend erst in einem etwaigen Rückforderungsprozess zu befinden.

Diese Garantie ist eine selbstständige Garantie und keine Bürgschaft.

Die PALFINGER AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG (Antrag vom 1. Dezember 2005), welche die Palfinger Europe GmbH, die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, die Epsilon Kran GmbH, die Palfinger CIS GmbH, die Palfinger Russland GmbH, die PalAir GmbH, die Palfinger S. Units GmbH, die Palfinger Area Units GmbH, die Palfinger North Amerika GmbH, die Palfinger South Amerika GmbH sowie die Palfinger EMEA GmbH umfasst.

Zwischen dem Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Körperschaftsteuer aus der Gruppenbesteuerung -59,0 64,8
Verlustvortrag der Steuergruppe 243,5 0,0
Steuerumlagen der Gruppenmitglieder -15.114,3 -13.195,5
Steuerumlagen an Gruppenmitglieder 1.471,4 1.811,7
Anrechenbare Quellensteuer 88,2 27,4
Körperschaftsteuer für Vorperioden 9,3 -4,4
Summe -13.360,9 -11.296,0

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zur vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode, bewertet.

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungssatz in
%
Lizenzen und EDV-Software 3 bis 5 33 bis 20

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

2. Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern und Abschreibungssätze berechnet:

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungssatz
in %
Grundstücke und Bauten
Andere Anlagen, Betriebs- und
20 bis 25 5 bis 4
Geschäftsausstattung 4 bis 10 25 bis 10

Für die Zugänge des Geschäftsjahres wurde ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung eine monatliche Abschreibung berechnet (pro rata temporis).

Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang gezeigt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

3. Finanzanlagevermögen

Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapieren des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert.

Von der im Jahr 2013 um EUR 1,00 gegründeten Palfinger SLS Holding, Singapur, wurden 10 Prozent der Anteile an der SANY Automobile Hoisting Machinery Co., Ltd., Changsha City, zu einem Kaufpreis in Höhe von EUR 110.000.000,00 erworben.

Durch Eintragung im Firmenbuch zum 25. 09. 2014 wurde die Palfinger EMEA GmbH, Salzburg, durch Spaltung unter Übertagung von Beteiligungen der Palfinger Marineund Beteiligungs-GmbH, Salzburg, sowie der Palfinger Europe GmbH, Salzburg, rückwirkend zum 01. 01. 2014 gegründet.

Die Umschichtung der Beteiligungsbuchwerte von der Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, zur Palfinger EMEA GmbH, Salzburg, wurde entsprechend der Verkehrswertverhältnisse der abgespaltenen Beteiligungen ermittelt. Hieraus ergab sich ein Beteiligungsbuchwert der Palfinger EMEA GmbH, Salzburg, in Höhe von EUR 58.196.392,00.

Der Beteiligungsbuchwert der Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, verringerte sich dementsprechend von EUR 67.121.811,08 auf EUR 8.925.419,08.

In den Finanzanlagen sind Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit Buchwerten in Höhe von EUR 67.202,3 (Vorjahr: TEUR 60.807,8) enthalten. Auf Grund der Fremdwährungsbewertung der russischen Rubel zum Stichtag waren außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 3.892.810,15 erforderlich.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens lagen die Kurswerte zum 31. Dezember 2014 über den Buchwerten. Es wurden Zuschreibungen bis maximal zu den historischen Anschaffungswerten vorgenommen.

Die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen ist im Beteiligungsspiegel (Anlage) dargestellt.

4. Vorräte

Die mengenmäßige Erfassung der Vorräte erfolgte im Zuge von permanenten Inventuren sowie für einzelne Bereiche in Form einer vorgelagerten Stichtagsinventur welche bis spätestens 22. Dezember 2014 abzuschließen war.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen bzw. bei von Konzernunternehmen gelieferten Materialen zu Standardpreisen.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse werden mit den Materialeinzelund Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Retrograde Bewertungen und Obsoletabschläge für Gebrauchswertminderungen und lange Lagerdauern wurden entsprechend den Parametern bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte im Geschäftsjahr 2014 zu Herstellungskosten.

5. Forderungen

Forderungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem jeweiligen Devisengeldkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt. Die Forderungen aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis werden verzinst.

  1. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Stichtagkurs aktiviert.

7. Rückstellungen

Rückstellung für Abfertigung, Rückstellung für den Abfertigungen ähnlichen Verpflichtungen (Jubiläumsgeld) und Pensionen

Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2014 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IAS 19 revised 2011). Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Die Berechnungen basieren auf einem Rechnungszinssatz von 2,25% p.a. (Vorjahr: 3,5% p.a.) und einer Gehaltssteigerung von 3,0% p.a. (Vorjahr: 3,0% p.a.). Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gem. Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zu Grunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.

Die Fluktuation bei der Jubiläumsgeldrückstellung wurde in Form von jährlichen Ausscheidewahrscheinlichkeiten, welche aus den Ausscheidedaten der Jahre 2010 bis 2013 ermittelt wurden, berücksichtigt.

Jährliche Fluktuation nach vollen Dienstjahren und in Prozent: 0 bis 2 - 5,95%, 3 bis 4 - 9,03%, 5 bis 9 - 4,37%, 10 bis 14 - 3,15%, 15 bis 19 - 1,57%, 20 bis 24 - 0,96%, 25 bis 99 - 1,18%;

Bei der Abfertigungsrückstellung wurde ein Fluktuationsabschlag von 2% (Vorjahr: 2%) berücksichtigt. Bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung wurden Lohnnebenkosten in Höhe von 7,93% (Vorjahr: 7,93%) berücksichtigt. Die Zinsen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

8. Sonstige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder, Leistungsprämien, Rückstellungen für Zinsswaps und Cash Flow Hedge, ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rechts-, Prüfungsund Beratungskosten.

Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden gemäß dem Höchstwertprinzip mit dem Devisenbriefkurs des Entstehungszeitpunktes bzw. den höheren Devisenbriefkursen am Stichtag bewertet. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen werden verzinst.

10. Sonstige Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Zweck der Absicherung von geplanten operativen Positionen abgeschlossen. Finanzgeschäfte, denen keine operativen Positionen gegenüberstehen, werden nicht getätigt.

Es werden Währungssicherungsgeschäfte zum Hedging von operativen USD-Eingängen und zur Sicherung von Fremdwährungsfinanzierungen von Konzerngesellschaften in USD, NOK und AED eingesetzt. Zinssicherungen werden ebenfalls durchgeführt.

Die variablen Finanzierungen wurden im Geschäftsjahr 2014 mit Zinsswaps im Ausmaß von TEUR 146.720,0 (Vorjahr: TEUR 137.220,0) und mit Zinscaps (Zinsobergrenzen) in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 50.000,0) gesichert.

Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 sind in folgender Tabelle dargestellt:

TEUR Nominal Markt-to-Market
Bewertung
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswaps)
11.445,5 -898,3
Devisentermingeschäfte
Finanzierungen
47.585,7 -317,5
Zinsswaps 146.720,0 -6.793,4
Zinscap 0,0 0,0
Gesamt 205.751,2 -8.009,2

Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 sind in folgender Tabelle dargestellt:

TEUR Nominal Markt-to-Market
Bewertung
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswaps)
1.881,2 66,7
Devisentermingeschäfte
Finanzierungen
8.260,7 95,0
Zinsswaps 137.220,0 -1.601,7
Zinscap 50.000,0 0,0
Gesamt 197.361,9 -1.440,0

Die Bewertung erfolgt nach der "markt-to-market Methode". Es wird das Ergebnis berechnet, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert würde. Zum Bilanzstichtag ergaben sich positive Marktwerte in Höhe von TEUR 89,4 (Vorjahr: TEUR 287,0). Für Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten war zum Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von TEUR 8.098,6 (Vorjahr: TEUR 1.727,0) zu bilden.

Die angeführten Werte sind Barwerte (Present Value).

11. Sonstige Pflichtangaben

Verpflichtungen für die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Anlagen bestehen im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von TEUR 1.523,7 (Vorjahr: TEUR 856,6) und in Höhe von TEUR 8.634,9 (Vorjahr: TEUR 6.577,4) für die nächsten fünf Jahre. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keinerlei derartige Verpflichtungen.

Die in der Bilanz nicht ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betragen TEUR 2.497,4 (Vorjahr: TEUR 2.099,7).

Zum Stichtag 31.12.2014 haften keine Verbindlichkeiten, für die dingliche Sicherheiten begeben wurden, aus.

C. Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage) dargestellt.

2. Vorräte

Im Geschäftsjahr 2014 waren bei den Vorräten keine Obsoletbewertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit vorzunehmen.

3. Forderungen

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
303,9
0,0
245,7
0,0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
30.813,5
30.031,6
571,5
500,0
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
369.029,8
0,0
280.229,6
0,0
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
3.555,4
785,4
403.702,6
8.065,5
889,2
289.112,3

Die Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 30.813,5 (Vorjahr: TEUR 571,5) stammen in Höhe von TEUR 7,4 (Vorjahr: TEUR 2,9) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 30.806,1 (Vorjahr: TEUR 568,6) aus Finanzierung. Für Forderungen in Höhe von TEUR 29.531,6 (Vorjahr: 0,0) wurden Sicherheiten in voller Höhe von dritter Seite bestellt. Darüber hinaus wurde ein Zahlungsplan zur Rückzahlung über die nächsten 10 Jahre beginnend mit 1. Jänner 2015 vereinbart, wobei das Geschäftsjahr 2015 tilgungsfrei gestellt wird.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 369.029,7 (Vorjahr: TEUR 280.229,6) stammen mit TEUR 293.656,1 (Vorjahr: TEUR 209.113,3) aus Finanzierung und Clearing, mit TEUR 25.024,1 (Vorjahr: TEUR 20.875,0) aus Steuerumlagenverrechnungen, mit TEUR 50,000,0 (Vorjahr: TEUR 50,000,0) aus phasenkongruenter Gewinnausschüttung 2014 und mit TEUR 349,6 (Vorjahr: TEUR 241,3) aus Lieferungen und Leistungen.

In dem Posten Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

4. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Rahmen des Stock-Option-Programms 36.122 Stück eigene Aktien mit Buchwerten in Höhe von TEUR 197,1 verkauft.

Die im Umlaufvermögen gehaltenen eigenen Aktien verringerten sich damit im laufenden Geschäftsjahr auf 291.968 Stück.

Die eigenen Aktien sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten aktiviert und weisen zum 31. Dezember 2014 einen Buchwert von TEUR 1.593,0 auf.

Im Wertpapierbestand des Umlaufvermögens sind 10 Stück Cargotec Oy Aktien mit einem Buchwert von TEUR 0,2 ausgewiesen.

5. Eigenkapital

Das Grundkapital ist zerlegt in 37.593.258 (Vorjahr: 35.730.000) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Andere Aktiengattungen bestehen nicht. Die gebundene Kapitalrücklage hat sich durch die Kapitalerhöhung 2014 um TEUR 52.171,0 auf TEUR 90.087,3 erhöht.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten mit TEUR 4.735,3 (Vorjahr: TEUR 3.846,6) Vorsorgen für Abfertigungen und mit TEUR 1.792,9 (Vorjahr: TEUR 1.448,3) Vorsorgen für Pensionen.

Für Körperschaftsteuer war im Jahr 2014 auf Grund von Vorauszahlungen keine Steuerrückstellung zu bilden.

7. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 16.027,9 (Vorjahr: TEUR 15.558,3) enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Zinsswaps zur Absicherung von Finanzierungen in Höhe von TEUR 6.793,3 (Vorjahr: TEUR 1.727,0), Rückstellungen für Cash-Flow-Hedge und Held for Trading in Höhe von TEUR 1.215,8 (Vorjahr: TEUR 0,0), Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 807,8 (Vorjahr: TEUR 647,8), nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 776,5 (Vorjahr: TEUR 942,0), Prämien in Höhe von TEUR 5.106,0 (Vorjahr: TEUR 9.631,2) sowie ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 1.156,4 (Vorjahr: TEUR 2.396,8).

8. Verbindlichkeiten

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
344.236,6 189.768,2
47.308,3 19.248,2
267.928,3 164.520,0
29.000,0 6.000,0
2.840,5
3.108,2 2.840,5
56.134,4
86.048,0 56.134,4
2.584,6
2.417,8
0,0
15,7 166,8
435.379,7 251.327,7
3.108,2
86.048,0
1.986,9
1.971,2
0,0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten zum 31. Dezember 2014 Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 123.500,0 (Vorjahr: TEUR 91.000,0). Im laufenden Geschäftsjahr wurden Schuldscheindarlehen im Wert von TEUR 105.000,0 neu aufgenommen und Schuldscheindarlehen im Wert von TEUR 72.500,0 rückgeführt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 86.048,0 (Vorjahr: TEUR 56.134,4) betreffen mit TEUR 85.934,8 (Vorjahr: TEUR 55.830,7) Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing und in Höhe von TEUR 113,2 (Vorjahr: TEUR 303,7) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In dem Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.973,7 (Vorjahr: TEUR 2.571,2) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Die Haftungsverhältnisse in Höhe von TEUR 85.571,4 (Vorjahr TEUR 58.539,4) resultieren aus Bürgschaften und Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 83.977,0 (Vorjahr: TEUR 56.944,4).

D. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

1 - 12 2014
TEUR
1 - 12 2013
TEUR
Umsatzerlöse Inland
Umsatzerlöse EU
Umsatzerlöse Drittland
11.699,3
4.979,7
1.656,2
18.335,2
8.374,6
4.535,7
923,2
13.833,5

Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Verrechnungen von Konzerndienstleistungen.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.701,4 (Vorjahr: TEUR 3.741,4) beinhalten im Wesentlichen die Weiterverrechnung von Personalkosten für Expatriots in Höhe von TEUR 2.964,4 (Vorjahr: TEUR 2.597,7) sowie Kurserträge in Höhe von TEUR 1.584,6 (Vorjahr: TEUR 914,3).

3. Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 3.490,8 (Vorjahr: TEUR 3.181,0) und enthalten TEUR 147,7 (Vorjahr: TEUR 78,9) für geringwertige Vermögensgegenstände. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 32.807,4 (Vorjahr: TEUR 30.826,4) beinhalten im Wesentlichen Beratungs- und Consultingleistungen in Höhe von TEUR 5.181,4 (Vorjahr: TEUR 7.718,5), Aufwand für Werbung, Messen und Ausstellungen in Höhe von TEUR 2.550,9 (Vorjahr: TEUR 2.872,6), Versicherungsaufwand in Höhe von TEUR 579,8 (Vorjahr: TEUR 707,9), Mieten und Leasing in Höhe von TEUR 1.858,9 (Vorjahr: TEUR 1.449,4), Reisekosten in Höhe von TEUR 3.051,1 (Vorjahr: TEUR 2.391,9), Fremdleistungen Konzern in Höhe von TEUR 4.362,3 (Vorjahr: TEUR 4.496,7), sonstige Fremdleistungen in Höhe von TEUR 4.432,3 (Vorjahr: TEUR 3.841,3), Kursverluste in Höhe von TEUR 3.456,2 (Vorjahr: TEUR 2.886,4) sowie Wartungsaufwand und sonstige EDV-Gebühren in Höhe von TEUR 4.416,1 (Vorjahr: TEUR 2.898,2).

E. Sonstige Angaben

1. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der PALFINGER AG, Salzburg, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

2. Konsolidierungskreis

Die PALFINGER AG, Salzburg, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der entsprechende Konzernabschluss ist beim Landesgericht Salzburg hinterlegt.

3. Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres:

2014 2013
Vorstände
Angestellte
4
254
4
248
Arbeiter 0 1
258 253

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich wie folgt:

Aufwendungen für
Abfertigungen
(inkl. Mitarbeiter
vorsorgekasse)
Pensionen
TEUR TEUR
Vorstände und leitende Angestellte 279,6 72,4
andere Arbeitnehmer 1.043,6 325,4
1.323,2 397,8

Die Aufwendungen für Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 238,7 (Vorjahr: TEUR 163,1).

Die laufenden Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 3.540,6 (Vorjahr: TEUR 3.451,1). Zusätzlich wurden noch Prämien für langfristige Unternehmenswertsteigerungen von TEUR 2.484,4 p.a. ausbezahlt (siehe dazu A. Allgemeine Angaben). Der Aufsichtsrat erhielt keine Bezüge.

Vorstände waren im Geschäftsjahr 2014

DI Herbert ORTNER (Vorsitzender) DI Martin ZEHNDER, MBA Ing. Wolfgang PILZ Mag. Christoph KAML

Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014 waren folgende Herren:

Ing. Hubert PALFINGER jun., Bergheim, (Vorsitzender) Ing. Mag. Hannes PALFINGER, Salzburg, (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Ing. Wolfgang ANZENGRUBER, Salzburg Mag. Peter PESSENLEHNER, Wien Dr. Heinrich Dieter KIENER, Salzburg Jian Qi, China (seit 12. März 2014)

sowie vom Betriebsrat delegiert:

Johann MAIR, Golling Gerhard GRUBER, Grödig Alois WEISS, Mattsee

Salzburg, den 20. Jänner 2015

DI Herbert ORTNER e.h.

DI Martin ZEHNDER, MBA e.h. Ing. Wolfgang PILZ e.h.

Mag. Christoph KAML e.h.

A N L A G E N S P I E G E L GEMÄSS § 226 (1) UGB PER 31. DEZEMBER 2014

A n s c h a f f u n g s - bzw. H e r s t e l l u n g s k o s t e n Abschreibungen Buchwert Buchwert Abschreibungen Zuschreibungen
Vortrag
1.1.2014
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
31.12.2014
kumuliert 31.12.2014 31.12.2013 des Geschäfts-
jahres
des Geschäfts
jahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte 7.661.492,50 665.955,71 0,00 5.634,72 8.321.813,49 6.398.447,49 1.923.366,00 1.962.817,00 701.368,71 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten,
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund
a) Bebaute Grundstücke
aa) mit Geschäfts- oder Fabriksgebäuden
oder anderen Baulichkeiten
Grundwert 4.474.289,25 0,00 0,00 0,00 4.474.289,25 0,00 4.474.289,25 4.474.289,25 0,00 0,00
Gebäudewert 43.815.971,60 56.038,75 9.189,64 392.337,00 43.488.862,99 26.147.134,99 17.341.728,00 19.072.904,00 1.796.404,39 0,00
b) Unbebaute Grundstücke 1.192.541,51 0,00 0,00 0,00 1.192.541,51 0,00 1.192.541,51 1.192.541,51 0,00 0,00
49.482.802,36 56.038,75 9.189,64 392.337,00 49.155.693,75 26.147.134,99 23.008.558,76 24.739.734,76 1.796.404,39 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 115.742,23 0,00 0,00 4.087,15 111.655,08 93.573,08 18.082,00 25.337,00 6.637,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.621.193,95 1.577.498,32 0,00 759.790,04 6.438.902,23 3.979.653,23 2.459.249,00 1.930.606,00 986.369,11 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 276.472,90 746.049,20 -9.189,64 0,00 1.013.332,46 0,00 1.013.332,46 276.472,90 0,00 0,00
55.496.211,44 2.379.586,27 0,00 1.156.214,19 56.719.583,52 30.220.361,30 26.499.222,22 26.972.150,66 2.789.410,50 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 120.859.149,97 110.000.001,00 0,00 0,00 230.859.150,97 0,00 230.859.150,97 120.859.149,97 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 62.562.260,19 11.005.177,45 0,00 963.287,16 72.604.150,48 5.401.807,90 67.202.342,58 60.807.787,56 4.370.496,88 723.161,61
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 643.453,37 0,00 0,00 0,00 643.453,37 0,00 643.453,37 635.193,80 0,00 8.259,57
184.064.863,53 121.005.178,45 0,00 963.287,16 304.106.754,82 5.401.807,90 298.704.946,92 182.302.131,33 4.370.496,88 731.421,18
247.222.567,47 124.050.720,43 0,00 2.125.136,07 369.148.151,83 42.020.616,69 327.127.535,14 211.237.098,99 7.861.276,09 731.421,18

Beteiligungsspiegel zum 31. Dezember 2014

Beteili-
gung
Wäh-
rung
Eigen-
kapital
Jahres
ergebnis
Gesellschaft, Sitz, Land % TEUR TEUR
Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 31.519,7 1.483,1
Palfinger S. Units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -25,6 -35,3
Palfinger Area Untis GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR 55.461,0 -153,2
PalAir GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -598,8 56,6
Palfinger systems units GmbH, Salzburg, Österreich 100,00 EUR -205,1 -239,4
Palfinger SLS Holding PTE. Ltd, Singapur 100,00 EUR 110.002,0 2,0
Palfinger EMEA GmbH, Salzburg 100,00 EUR 149.656,3 62.006,9

L A G E B E R I C H T

zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

A. Bericht über den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche Lage

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Die weltweite Wirtschaftsentwicklung blieb im Jahr 2014 verhalten. Geld- und finanzpolitische Unsicherheiten prägten die Konjunktur in den großen Wirtschaftsnationen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seiner jüngsten Prognose ein globales Wirtschaftswachstum 3,5 Prozent für 2015. Zwar profitiere die Weltwirtschaft vom niedrigen Ölpreis, es gebe aber auch weniger Investitionen, vor allem in Industrieländern.

Die globalen Finanzmärkte waren 2014 von stark volatilen Phasen geprägt. Durch politische und wirtschaftliche Unsicherheiten kam es im Jahresverlauf zu starken Schwankungen, jedoch konnten die internationalen Aktienmärkte zum Teil deutliche Kursanstiege verzeichnen.

Die Devisenmärkte waren 2014 stark von der Politik der großen Notenbanken geprägt. Der Euro verlor im Jahresverlauf an Wert, im Dezember 2014 fiel er erstmals auf 1,2 USD mit der Tendenz sinkend. Zu Jahresende 2014 lag der Euro Kurs bei 1,21 USD bzw. 7,54 CNY. Der Rubel hat 2014 gegenüber dem US-Dollar um mehr als 40 Prozent abgewertet. Andere Währungen wie der Brasilianische Real und der Südafrikanische Rand gaben ebenfalls deutlich nach.

Die PALFINGER AG, in ihrer Funktion als Holding der Palfinger Gruppe, zeichnet sich für die strategische, organisatorische und finanzielle Ausrichtung des Konzerns verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltig profitables Wachstum durch die strategischen Stoßrichtungen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung. Die Corporate Functions "Controlling", "Finance & Risk Management", "Treasury", "Marketing", "Services", "Security", "Investor Relations & Communications", " Legal Counsel & Human Resources", "Information Services", "Strat. Development & Ventures", "Quality Management" und "Supplier Management" sind neben dem Vorstand direkt der PALFINGER AG zugeordnet.

Die Entwicklung der Palfinger Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auf den integrierten Geschäftsbericht 2014 verwiesen.

Im Mai 2014 wurde die seit Ende September des Vorjahres vorbereitete wechselseitige Kapitalverflechtung zwischen PALFINGER und SANY mit der Eintragung einer Kapitalerhöhung der PALFINGER AG abgeschlossen. SANY beteiligte sich über den Erwerb von Aktien aus dem Besitz der Familie Palfinger und der Zeichnung einer Kapitalerhöhung mit rund 10 Prozent am Grundkapital der PALFINGER AG, diese wiederum erwarb im Gegenzug rund 10 Prozent an SANY Automobile Hoisting Machinery Ltd., jener Gesellschaft aus der SANY-Gruppe, die auf Mobil-, Turm- und Raupenkrane spezialisiert und größenmäßig mit der PALFINGER AG vergleichbar ist. SANY wurde durch die Transaktion zum zweitgrößten Aktionär der PALFINGER AG und entsandte ein Mitglied in den Aufsichtsrat.

2. Zweigniederlassungen

Zum 31. Dezember 2014 hatte die PALFINGER AG keine Zweigniederlassungen.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Geschäftsergebnis, Ertragslage

Die Entwicklung der PALFINGER AG im Einzelabschluss stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2012 2013 2014
Umsatzerlöse 15.079,5 13.833,4 18.335,2
Betriebserfolg
Umsatzrentabilität
-33.019,7
-219,0%
-44.640,8
-322,7%
-45.049,2
-245,7%
Finanzerfolg -3.837,1 48.139,8 37.020,7
EGT
Jahresüberschuss
-36.856,8
-27.957,5
3.499,0
14.795,0
-8.028,5
5.332,4

Die Umsatzerlöse haben sich im Geschäftsjahr 2014 aufgrund der internen Leistungsverrechnung um 32,5 Prozent auf 18.335,2 TEUR (Vorjahr: 13.833,4 TEUR) erhöht. Dies resultiert aus dem Projekt "internen Leistungsverrechnung neu", welches Anfang 2014 gestartet wurde und die Leistungsverrechnungen innerhalb des PALFINGER Konzerns neu regelt. Der Betriebserfolg hat sich im Geschäftsjahr 2014 nicht wesentlich verändert. Im Finanzerfolg führen im Wesentlichen die Währungseffekte aus den russischen Rubel Abwertung zum Stichtag sowie der gestiegene Refinanzierungsbedarf der Gruppe zu einer Verminderung des Finanzerfolges um rund 11.119,1 TEUR auf 37.020,7 TEUR (Vorjahr: 48.139,8 TEUR, wodurch sich das EGT mit -8.028,5 TEUR (Vorjahr +3.499,0 TEUR) darstellt.

Finanzlage

Der Cash Flow der Palfinger AG stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2012 2013 2014
Netto-Geldfluss aus laufender
Geschäftstätigkeit
40.173,0 14.118,0 9.788,0
Netto-Geldfluss aus
Investitionstätigkeit
-80.840,0 9.367,0 -234.051,0
Netto-Geldfluss aus
Finanzierungstätigkeit
45.477,0 -28.292,0 224.089,0
Veränderung Finanzmittel 4.810,0 -4.807,0 -174,0

Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit veränderte sich im Wesentlichen durch das verringerten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, Verringerungen im Working Capital sowie durch Zahlungen von Ertragssteuern von 8.012 TEUR (Vorjahr 660 TEUR).

Der Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit verringerte sich aufgrund von Net Foreign Invest (NFI) Ausleihungen, dem Kauf von Unternehmensanteilen der SANY Automobile Hoisting Machinery Ltd., in Höhe von 110,0 Mio. sowie den Auszahlungen im Cash Pooling von netto 71.349 TEUR im Vorjahresvergleich.

Aufgrund der Ausschüttung an Aktionäre iHv -14,5 Mio., der Bedienung von Finanzkrediten iHv 154,5 Mio., der Eigenkapitaleinzahlung iHv 54,0 Mio., sowie der Umgliederungen von langfristigen Finanzforderungen in Höhe von 30,1 Mio. veränderte sich der Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit auf 224,1 Mio.

Vermögenslage

.

Die Vermögenslage der PALFINGER AG spiegelt sich in den Bilanzpositionen und der Eigenkapitalquote wieder:

TEUR 2012 2013 2014
Anlagenzugänge:
Immaterielle
Vermögensgegenstände 700,7 1.055,3 666,0
Sachanlagen 10.275,1 1.351,3 2.379,6
Finanzanlagen 51.408,7 5.127,2 121.005,2
Summe der Investitionen 62.384,5 7.533,8 124.050,7
Anlagevermögen 213.973,4 211.237,1 327.127,5
Umlaufvermögen 299.459,1 292.559,0 406.989,6
Rechnungsabgrenzungsposten 1.341,2 1.465,3 1.751,4
AKTIVA 514.773,7 505.261,4 735.869,5
Eigenkapital 231.733,2 233.080,4 277.932,8
Eigenkapitalquote 45,0% 46,1% 37,8%
Rückstellungen 18.048,4 20.853,2 22.556,1
Verbindlichkeiten 264.992,0 251.327,7 435.379,6
PASSIVA 514.773,7 505.261,4 735.869,5

Im Zuge des Investitionsprogramms wurden im Geschäftsjahr 2014 in Summe 2.379,6 TEUR (VJ 1.351,3 TEUR) zur technischen Erneuerung investiert.

Die Finanzanlagen haben sich aufgrund des Kaufs von Unternehmensanteilen an der SANY Automobile Hoisting Machinery Ltd., sowie der Ausleihungen von Net Foreign Invest (NFI) an verbundene Unternehmen auf 121,0 Mio. erhöht.

Im Umlaufvermögen haben sich im Wesentlichen die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöht. Die Verbindlichkeiten veränderten sich hauptsächlich aus Krediten gegenüber Kreditinstituten (122,0 Mio.), sowie dem Schuldscheindarlehen (32,5 Mio.) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (29,9 Mio.).

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Durch die unterschiedlichen Bereiche der PALFINGER AG werden zur Steuerung des Unternehmens bereichsspezifische nicht finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Übergeordnet finden vor allem die Kennzahlen zur Personalentwicklung betreffend Mitarbeiterstand sowie Fortbildung Verwendung.

Umweltbelange

Die Maßnahmen der PALFINGER AG betreffend Umweltbelange sind seitens des Konzerns angeführt und erläutert. Bislang berichtete PALFINGER in den jährlichen Geschäftsberichten fast ausschließlich die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmensgruppe. Nur wenige ausgewählte soziale oder Umweltthemen waren angeführt. Umfassende Berichterstattung über alle Nachhaltigkeitsaspekte erfolgte in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht. Da Nachhaltigkeit bei PALFINGER in Strategie und Kerngeschäft integriert ist, entschied das Unternehmen im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, dies ab sofort auch im – internen und externen – Berichtswesen widerzuspiegeln. In dem aktuellen integrierten Geschäftsbericht 2014 wird Nachhaltigkeit vollintegriert im Finanzbericht dargestellt.

Arbeitnehmerbelange

Der Personalstand der PALFINGER AG zeigt folgendes Bild:

Personalstand im Ø 2012 2013 2014
produktiv 0 0 0
indirekt produktiv 258 253 258

Die Entwicklung des Know-hows der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung hat bei PALFINGER höchste Priorität, die Fortbildungskosten für Personal stellen sich in der PALFINGER AG wie folgt dar:

Ausgaben für Fortbildung 2012 2013 2014
TEUR 250,5 198,3 258,8
Aus,- und Weiterbildungsstunden 2012 2013 2014

Im Jahr 2014 wurden 4.155 Stunden für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der PALFINGER AG aufgewendet. Die Ausgaben für die Fortbildung belaufen sich 2014 auf 258,8 TEUR.

5. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft geführt hätten.

B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und der Risiken des Unternehmens

1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die konsequente Umsetzung der langfristigen Konzernstrategie mit den drei Säulen Internationalisierung, Innovation und Flexibilisierung hat der PALFINGER AG nachhaltiges Wachstum von Umsatz und Ergebnis gebracht. Gerade in Zeiten von Spannungen und Unsicherheit in Wirtschaft und Politik hat sie sich bewährt und sorgt für einen Ausgleich unterschiedlich volatiler Entwicklungen. Diese Strategie, aus eigener Kraft eine führende Position auf dem Weltmarkt zu behaupten und auszubauen, wird auch in Zukunft weiter verfolgt. Dabei steht einerseits das profitable Wachstum, andererseits die Flexibilität aller Prozesse im Mittelpunkt.

Die Flexibilisierung wird in allen Bereichen weiter ausgebaut. Die auftragsbezogene Beschaffung, Fertigung und Montage versetzt die PALFINGER AG in die Lage, schnell auf Auftragsschwankungen zu reagieren, ohne dabei das Risiko überhöhter Kapitalbindung durch Bestandsaufbau einzugehen. Die Ausweitung wird insbesondere auch in den akquirierten Unternehmen konsequent fortgesetzt.

Angesichts der Vielfalt der Produkte und der Erweiterung des Konzerns durch Akquisitionen – insbesondere auch durch die vermehrte Gründung von Gemeinschaftsunternehmen – ist Komplexitätsmanagement von großer Bedeutung. Die PALFINGER AG setzt daher das 2012 initiierte gruppenweite Wertschöpfungsprojekt fort. Es soll den Wettbewerbsvorteil der global agierenden PALFINGER AG für die Zukunft sichern.

Nachhaltiges Wachstum erfordert Leadership, Respekt vor anderen Kulturen und Lernbereitschaft. Deshalb werden die zahlreichen Initiativen zur Förderung des Führungsnachwuchses und zur bewussten Steigerung der Diversität fortgesetzt. Die konsequente Ausrichtung auf effiziente und ökologisch verträgliche Produktion trägt ebenso zum wirtschaftlichen Erfolg der PALFINGER AG bei. Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der unternehmerischen Haltung wird bei der PALFINGER AG als Erfolgsfaktor gesehen.

Die PALFINGER AG verzeichnete im 2. Halbjahr 2014 in europäischen Kernmärkten einen Rückgang beim Auftragseingang. Eine Erholung im Jahr 2015 ist derzeit nicht absehbar. Auch für Südamerika und Russland wird kein Aufschwung erwartet. Wachstumspotenziale werden aber für den nordamerikanischen Markt, Asien – insbesondere China – und das weltweite Marinegeschäft gesehen. Dies lässt auf eine positive Entwicklung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2015 schließen.

Im Jahr 2012 setzte sich das Management der PALFINGER AG das Ziel, bis zum Jahr 2017 den Konzernumsatz auf rund 1,8 Mrd EUR zu steigern. Die Zielerreichung wurde unter den damals geltenden und wahrscheinlich scheinenden Rahmenbedingungen und Prämissen geplant. Auch Ende 2014 wird davon nicht abgegangen, wiewohl im Geschäftsjahr klar wurde, dass die unterschiedliche Entwicklung einzelner Marktregionen zunimmt und Wachstumsprognosen kurzfristig korrigiert werden. Die Planung des langfristigen Wachstums beruht auf der allmählichen Komplettierung der Produktpalette in allen Marktregionen sowie in der Umsetzung der Potenziale des Marinegeschäftes in zählbare Markterfolge. Das langfristige Umsatzziel soll durch organisches, aber auch anorganisches Wachstum erreicht werden.

2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER AG ist stark von den marktseitigen Entwicklungen geprägt. In Europa hat die unsichere wirtschaftliche Situation nach wie vor negative Auswirkungen auf die Auftragslage. Maßnahmen der Internationalisierung stellen die PALFINGER AG vor die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen und kulturellen Erfordernissen nachzukommen. Der Auf- und Ausbau neuer Geschäftseinheiten, die Akquisition von Unternehmen oder der Erwerb von Anteilen sowie die Gründung von Joint Ventures und das Eingehen von Partnerschaften bergen das Risiko, die Komplexitätskosten zu erhöhen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die PALFINGER AG ist es, auf Basis solider Daten kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können. Im Berichtsjahr wurde erstmals ein Schwerpunkt auf die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Risikoanalyse gelegt. Die Vermeidung von ökologischen, sozialen und ethischen Risiken stärken die gesellschaftliche "Licence to operate" und den langfristigen Erfolg.

Das gruppenweite Risikomanagementsystem der PALFINGER AG strukturiert die Risikobereiche in vier Hauptkategorien:

  • · externe Risiken,
  • · strategische Risiken,
  • · interne Risiken der Wertschöpfung und
  • · interne Risiken der unterstützenden Prozesse.

Externe Risiken

Ökonomische und wirtschaftliche Entwicklungen

Obwohl Mitte des Jahres 2014 noch eine Erholung der europäischen Konjunktur vorhergesagt wurde, mehrten sich im 2. Halbjahr die Anzeichen für eine deutliche Abkühlung des Wirtschaftswachstums. Die Konjunkturdaten sowohl der Europäischen Union als auch wichtiger Handelspartner mussten revidiert werden.

Die Lage und die Stimmung wurden durch die politischen Sanktionen gegen Russland, die als Folge der Spannungen in der Ukraine erlassen wurden, verschlechtert. Die Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten birgt das Risiko zusätzlicher negativer Auswirkungen auf das Geschäftsklima.

In den USA entwickelte sich seit dem 2. Quartal 2014 die Konjunktur sehr positiv. Im Gegensatz dazu zeigte der größte südamerikanische Markt, Brasilien, eine schwache Entwicklung. Trotz der Abkühlung bzw. schwachen Entwicklung in Brasilien und Russland stellen die Wachstumspotenziale der BRIC-Märkte eine große Chance für PALFINGER dar, auch in Zukunft unter nachhaltigen Aspekten zu wachsen. Insbesondere die vertiefte Partnerschaft mit SANY soll Erfolge am chinesischen Markt und Vorteile gegenüber chinesischen Mitbewerbern fördern.

Die Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Marktregionen der PALFINGER AG sind nicht mit Sicherheit prognostizierbar. Diesem Umstand begegnet die PALFINGER AG mit erhöhter Flexibilität. Auf der einen Seite werden alle Prozesse der Wertschöpfungskette in Bezug auf ihr elastisches Reaktionsvermögen auf Nachfrage- bzw. Auslastungsschwankungen untersucht, der jeweils individuellen Situation des Standorts angepasste Flexibilitätsparameter und -ziele definiert und die Erfolge der postulierten Maßnahmen kontrolliert. Auf der anderen Seite wird das Produktangebot in den einzelnen Marktregionen durch selektive Akquisitionen und Wachstumsinitiativen ausgeweitet, um die regionale Ausgewogenheit des Geschäftsmodells zu erhöhen. Das Controlling der PALFINGER AG setzt kurz- und mittelfristige Steuerungsinstrumente ein, um die Umsetzung der strategischen Ziele kontinuierlich zu überwachen. Auf der Grundlage einer monatlich rollierenden Prognose kann die Kapazitätsplanung kurzfristig angepasst werden. Durch die Einbeziehung wichtiger Lieferanten können auch diese flexibel reagieren.

Obwohl die PALFINGER AG sehr gut positioniert ist, bestehen bei einer erneuten Verschlechterung der Marktbedingungen ein wirtschaftliches Risiko und das bilanzielle Risiko, dass einzelne immaterielle Wirtschaftsgüter an eine geänderte Bewertung (Impairment) angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht wie geplant amortisieren. Dies würde auch die 10 Prozent Beteiligung an der SANY Automobile Hoisting Ltd. treffen.

Strategische Risiken

Strategie

Die strategischen Leitlinien Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Berichtszeitraum weiterentwickelt. Die PALFINGER AG nutzt weiterhin Marktchancen, um attraktive Akquisitionsziele nach eingehender Prüfung zu übernehmen. Die Entwicklungen der vergangenen Geschäftsjahre bestätigen die Bedeutung dieser strategischen Ausrichtung, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen und Industrien zu reduzieren. Dies birgt jedoch das Risiko, die Komplexität in den Administrationsprozessen zu erhöhen.

Die Integration der in den vergangenen Jahren getätigten Akquisitionen ist in Teilbereichen noch nicht abgeschlossen, daher können zusätzliche Kosten für Integration und Marktbearbeitung entstehen. Der Markteintritt und die Marktpenetration in neuen Areas beinhalten neben Einmalinvestitionen die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen Erfordernissen nachzukommen und Eintrittsbarrieren zu überwinden.

Die Internationalisierung setzt die PALFINGER AG zunehmend durch die Gründung von Joint Ventures um. Der wesentliche Erfolgsfaktor dabei ist die aktive Einbindung des Partners. Die daraus entstehenden Abhängigkeiten müssen aktiv gestaltet werden und auf eine personenunabhängige Basis gestellt werden, um den nachhaltigen Erfolg der Partnerschaft sicher zu stellen.

Organisation und Kultur

Die kontinuierliche Expansion der PALFINGER AG insbesondere in Länder wie Brasilien, Russland, Indien und China bringt kulturelle Herausforderungen in die Organisation ein, deren Bewältigung über den nachhaltigen Erfolg entscheiden. Die Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen anzuerkennen, zu verstehen und zu akzeptieren, ist auf allen Ebenen und in allen Dimensionen eine unabdingbare Notwendigkeit..

Interne Risiken der Wertschöpfung

Beschaffung

Hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich Beschaffung hat sich der Fokus von Liquiditätsthemen hin zum Thema Exklusivität verschoben. Die PALFINGER AG achtet weiterhin darauf, vor allem bei strategisch wichtigen Materialien und Teilen zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.

Wie im Vorjahr waren Qualität und Preis im Bereich Beschaffung im Berichtsjahr von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden aktiv unterstützt, um in Zukunft noch bessere Leistung zu erbringen und dem Risiko von Lieferausfällen vorzubeugen. Zur Überwachung der Leistungen hat die PALFINGER AG spezielle Auswahlverfahren, Risikomanagement- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert.

Möglichen Lieferrisiken durch Verbot von Problemstoffen wird frühzeitig durch die Beachtung von ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten in der Beschaffung begegnet. So bezieht die PALFINGER AG fast ausschließlich Chrom-VI-freie Komponenten und überprüft seine Lieferanten regelmäßig auf die Einhaltung des Code of Conduct.

Interne Risiken der unterstützenden Prozesse

Finanz- und Rechnungswesen

Aufgrund der Nachwirkungen der Finanzkrise in Europa und den USA ist es für die PALFINGER AG nach wie vor essenziell, eine flexible Kapitalstruktur aufzuweisen. Eine Verschlechterung der Lage an den Finanzmärkten könnte den Zugang zu Eigen- und/oder Fremdkapital erschweren oder gar verunmöglichen. Die Fähigkeit, Wachstumsprojekte aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln zu finanzieren, stellt einen Wettbewerbsfaktor dar.

Durch die internationale Geschäftstätigkeit bestehen komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.

Liquiditätsrisiko

Ein systemunterstütztes, unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um einen effizienten Einsatz der Finanzmittel steuern zu können. Die Mittelbis Langfristplanung ermöglicht die frühzeitige Abstimmung des Bedarfs mit den Finanzierungspartnern. Bereits im Geschäftsjahr 2009 wurde ein konzernweites Projekt gestartet, um das Capital Employed nachhaltig zu reduzieren. Dieses Projekt wird weitergeführt und trägt maßgeblich zur Optimierung der Finanzierung bei.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über die Treasury-Abteilung. Durch Cash-Pooling und ein zentrales Clearing wird der konzerninterne Finanzausgleich durchgeführt. Als Liquiditätsreserve werden liquide Mittel und bestätigte langfristige Kreditlinien vorgehalten.

Der langfristige Finanzierungsbedarf wird über bilaterale Bankkredite mit einer Reihe von internationalen, aber auch jeweils lokalen Kernbanken und über die Emission von Schuldscheindarlehen abgedeckt. Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der PALFINGER AG. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit die Finanzierungspartner jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage haben.

Fremdwährungsrisiko

Durch die lokale Wertschöpfung an den PALFINGER Standorten sind die Fremdwährungspositionen im Konzern begrenzt. Es sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung.

Durch die langfristige Finanzierung der amerikanischen, russischen und brasilianischen Tochtergesellschaften bestehen Fremdwährungsrisiken in USD, RUB und BRL, die zum Stichtag entsprechend den Börsenkursen bewertet wurden. Insbesondere die Währungsrisiken im Rubel in Höhe von 550 Mio. RUB werden ständig beobachtet und evaluiert.. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Positionen werden Sicherungsstrategien erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert werden.

Projektbezogene Währungsrisiken vor allem im Marine- und Offshore-Bereich werden – sofern eine Fakturierung nicht in Euro möglich ist, auf Basis einer projektbezogenen Sicherungsstrategie abgesichert.

Bei der Absicherung orientiert sich die PALFINGER AG ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die von der PALFINGER AG selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte zur Absicherung eingesetzt.

Zinsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko wird über das Konzern-Treasury aus einer Hand für die PALFINGER AG gesteuert. Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER AG. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Das Änderungsrisiko variabler Zinsen wird durch Swaps in Finanzierung mit fixen Zinsen gemanagt.

Risiken in der Bilanzerstellung

Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht-finanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die stetig steigenden Anforderungen der Kontrollorgane erhöhen den Komplexitätsgrad der Finanzberichterstattung.

Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die dabei erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko.

Ein einheitliches Konzernhandbuch, in dem die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze der PALFINGER AG definiert sind, stellt einen standardisierten Prozess sicher und minimiert somit das Risiko unterschiedlicher Vorgehensweisen im Konzern.

In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert, Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip werden angewandt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert werden.

Dennoch besteht das Risiko von Fehlern und Malversation in der Berichterstattung. Bei Akquisitionen kann das Fraud-Risiko höher sein, solange die Integration noch nicht abgeschlossen ist.

Personal

Die PALFINGER AG sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Eine spezielle Planung, laufende Mitarbeiterbeurteilungen und programme sichern die Heranbildung des notwendigen Führungsnachwuchses. In Zusammenhang mit den anhaltend volatilen Märkten ist die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen weiterhin ein wichtiges Thema. Ein Fokus bei der weiteren Flexibilisierung liegt darauf, gutes Personal zu halten. Aufgrund lokaler und demografischer Gegebenheiten kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal für Wertschöpfungsstandorte eingeschränkt sein. Die PALFINGER AG versucht, durch entsprechende Lehrlingsprogramme ausreichend Fachkräfte auszubilden. Wachstumsprojekte in Asien fordern die Mobilität von qualifiziertem Personal aus den Stammwerken. Um dies erfolgreich zu gestalten, gibt es entsprechende Entsendungsprogramme inklusive Betreuung nach der Rückkehr. Informationstechnologie

Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko für die PALFINGER AG dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. Das zunehmende internationale Engagement erhöht die Bedeutung von IT-Security. Die PALFINGER AG hat technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER AG überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.

C. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Der österreichische Standort Köstendorf der Palfinger Europe GmbH wurde als Forschungsund Entwicklungszentrum definiert. Aus diesem Grund gibt es in der PALFINGER AG keinen Bericht bezüglich Forschung und Entwicklung.

D. Bericht über IKS und RMS im Hinblick auf Rechnungslegungsprozesse

Das Interne Kontrollsystem ist integraler Bestanteil des unternehmensweiten Risikomanagements der PALFINGER AG. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.

Kontrollumfeld

Basis für das Interne Kontrollsystem der PALFINGER AG sind die konzernweit gültigen Konzernrichtlinien. Die Richtlinien enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Der Vorstand, die lokalen Geschäftsführungen, die Prozessverantwortlichen und die Interne Revision sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Konzernrichtlinien überprüft wird.

Kontrollmaßnahmen

Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Konzernrichtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.

Information und Kommunikation

Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein gruppenweit standardisiertes monatliches Berichtssystem mit automatischer Schnittstelle aus SAP garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung der Gruppe. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.

Überwachung

Quartals- und Halbjahresabschlüsse werden konsolidiert, der Jahresabschluss wird vom Wirtschaftsprüfer geprüft. Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher.

Durch das enge Zusammenspiel zwischen Controlling und dem Rechnungswesen werden laufend Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, und es besteht eine gegenseitige Kontrolle und Abstimmung. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.

Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Dennoch wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch regelmäßige Berichterstattung im Prüfungsausschuss und durch Überprüfung durch die Interne Revision, die eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet. Obwohl der Prüfungsausschuss die Gestaltung des Internen Kontrollsystems als angemessen beurteilte, wurden zur weiteren Optimierung bis zum Jahr 2015 schwerpunktbezogene Maßnahmen angeordnet.

E. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 37.593.258 Euro und ist in 37.593.258 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme.

Zum 31. Dezember 2014 hielt die PALFINGER AG eigene Aktien im Ausmaß von 291.968 Stück.

Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt.

Zum 31. Dezember 2014 war die Familie Palfinger direkt bzw. indirekt mit rund 59 Prozent an der PALFINGER AG beteiligt. Etwa 10 Prozent der Aktien (3.726.516 Stück) werden von der chinesischen SANY-Gruppe über die deutsche SANY Germany GmbH gehalten. Der sich im Streubesitz befindliche Teil der PALFINGER Aktien betrug rund 30 Prozent. Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt.

Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.

In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Salzburg, am 20.01.2015

Der Vorstand

DI Herbert ORTNER e.h. Ing. Wolfgang PILZ e.h.

Mag. Christoph KAML e.h. DI Martin ZEHNDER, MBA e.h.

PALFINGER AG FRANZ-WOLFRAM-SCHERER-STRASSE 24 5020 SALZBURG ÖSTERREICH