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OVB Holding AG — Management Reports 2015
Jun 13, 2016
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Management Reports
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Publication

OVB Vermögensberatung AG
Köln
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Lagebericht
Grundlagen der Gesellschaft
Geschäftsmodell der OVB Vermögensberatung AG
Die OVB Vermögensberatung AG ist eine einhundertprozentige Tochter der europaweit tätigen und börsennotierten OVB Holding AG. OVB steht seit 46 Jahren für eine langfristig angelegte, themenübergreifende Finanzberatung. Hauptzielkundengruppe sind private Haushalte. Das Leitbild von OVB lautet: Allfinanz einfach besser! Das Unternehmen kooperiert mit über 100 leistungsstarken Produktgebern und bedient mit wettbewerbsfähigen Produkten die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden, beginnend bei der Existenzsicherung und der Absicherung von Sach- und Vermögenswerten sowie folgend der Altersvorsorge und dem Vermögensauf- und -ausbau. Die OVB Vermögensberatung AG vermittelt wettbewerbsfähige Produkte von rund 30 namhaften und leistungsstarken Produktgebern – vorrangig aus den Bereichen Versicherungen, Banken und Investmentgesellschaften.
Die Basis des OVB Geschäftsmodells bildet das ABS-System (Analyse, Beratung und Service). Grundlage der Vermittlung sind die Aufnahme und Analyse der finanziellen Situation des Kunden. Insbesondere erfragt der Vermittler die Wünsche und Ziele des Kunden und entwickelt daraus vor dem Hintergrund der finanziellen Rahmendaten eine individuell passende Lösung, die langfristig trägt, bezahlbar und ausreichend flexibel ist. Die OVB begleitet ihre Kunden über viele Jahre. Durch regelmäßige Anpassungen der Finanzentscheidungen an relevante Veränderungen der Kundenbedürfnisse entstehen so für die Kunden bedarfsgerechte, an die jeweilige Lebensphase angepasste Vorsorgekonzepte.
Die Zahl der registrierten Finanzvermittler betrug zum Ende des Berichtsjahres 1.309 (Vorjahr: 1.307). Sie betreuen 636.669 Kunden (Vorjahr: 639.963 Kunden).
Steuerungssystem
Leitung und Überwachung der Gesellschaft
Zum 31. Dezember 2015 bestand der Vorstand der OVB Vermögensberatung AG aus drei Mitgliedern.
Er führt die Geschäfte in gemeinschaftlicher Verantwortung. Die Aufgaben des Vorstands gliedern sich in die Ressorts „Vertrieb“, das von Herrn Mario Freis verantwortet wird, „Operations“, geführt von Thomas Hücker, und „Marketing“, für das Jürgen Kotulla verantwortlich zeichnet.
Dem Aufsichtsrat der OVB Vermögensberatung AG gehörten zum Jahresstichtag drei Mitglieder an: Michael Rentmeister (Aufsichtsratsvorsitzender), Marlies Hirschberg-Tafel (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende) sowie Oskar Heitz.
Mit Wirkung zum 4. Februar 2016 legte der Aufsichtsratsvorsitzende sein Amt nieder.
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert mit ihm regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken.
Unternehmenssteuerung
Die Unternehmenssteuerung gliedert sich in einen strategischen und einen operativen Teil. Im Bereich des strategischen Controllings verknüpft eine Mehrjahresplanung mit einem Zeithorizont von fünf Jahren die Unternehmensstrategie mit konkreten materiellen Zielsetzungen.
Kontinuierliche Treffen und Veranstaltungen im Jahresverlauf – sowohl mit der gesamten Vermittlerschaft als auch mit dem Führungsteam – ermöglichen einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit dem Vertrieb und unterstützen die effektive und vernetzte Steuerung der Finanzvermittler.
Das operative Controlling unterstützt die Steuerung des laufenden Geschäfts der OVB Vermögensberatung AG. Wesentliche Ziel- und Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind der Umsatz (Gesamtvertriebsleistung) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).
Neben diesen monetären dienen auch nichtmonetäre Indikatoren wie die Zahl der registrierten Finanzvermittler, die Zahl der Bestandskunden sowie das Neugeschäft als Anhaltspunkte für den operativen Geschäftserfolg.
Ein monatliches Kostencontrolling, dessen Ergebnisse in die Investitions- und Finanzplanung der OVB Vermögensberatung AG einfließen, analysiert die Entwicklung der Ein- und Ausgabenseite.
Zielvorgaben des Vorstands bilden die Eckwerte der strategischen Mehrjahresplanung sowie der operativen Jahresplanung mit Blick auf Umsatz, Kosten und Ergebnis. Der Planungsprozess der Kostenstellenverantwortlichen erfährt Risikoanpassungen durch den Vorstand. Die OVB Vermögensberatung AG erstellt zum Halbjahr eine aktualisierte Hochrechnung für das Geschäftsjahr.
Ziele und Strategien
Die OVB Vermögensberatung AG möchte ihre Marktposition im deutschen Markt festigen und ausweiten, indem sie neue Kunden gewinnt und bestehende Kundenverbindungen zu einer noch umfassenderen Betreuung nutzt.
Die Gesellschaft bietet ihren Kunden eine systematische und themenübergreifende Finanzvermittlung an, die den Kunden durch alle Lebensabschnitte begleitet, um ihm so einen möglichst hohen und dauerhaften Nutzen zu bieten. Das Unternehmen sieht sich für mögliche Risiken in Verbindung mit einer weitergehenden Regulierung des deutschen Finanzdienstleistungsmarktes gut aufgestellt. Jahrzehntelange Erfahrung im deutschen Markt, die Kompetenz der Vermittler sowie die hohe Finanzkraft der Gesellschaft sollten es ihr sogar ermöglichen, gestiegene regulatorische Anforderungen besser und effizienter erfüllen zu können als andere. Die OVB Vermögensberatung AG geht davon aus, dass der Gesetzgeber die regulatorischen Anforderungen zukünftig weiter erhöhen und damit die Konsolidierung im Markt vorantreiben wird. Die Gesellschaft ist bereit, dabei eine aktive Rolle einzunehmen.
In Deutschland leben mehr als 80 Millionen Menschen. Aufgrund der zwingend notwendigen, eigenverantwortlichen Vorsorge der Bevölkerung und dem daraus ableitbaren Bedarf an Beratung gibt es aus OVB Sicht in Deutschland zu wenige ausgebildete Vermittler.
Daher setzt das Unternehmen bei der Gewinnung neuer Vermittler darauf, leistungsbereite Menschen aus allen Branchen für die verantwortungsvolle Tätigkeit zu gewinnen und zu qualifizieren, um den wachsenden Bedarf der Menschen zu decken. Der mögliche Start im Zweitberuf stellt dabei eine zukunftsfähige Einstiegsoption dar.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft wuchs 2015 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,7 Prozent, nach 1,6 Prozent im Vorjahr. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates waren dabei die wesentlichen Wachstumstreiber. Die Zahl der Erwerbstätigen überstieg 2015 erstmals den Wert von 43 Millionen. Entsprechend günstig war die Einkommenssituation der privaten Haushalte.
Der Markt für Altersvorsorge blieb jedoch herausfordernd: Das anhaltend niedrige Zinsniveau an den Kapitalmärkten sowie eine negative Berichterstattung über Anbieter von Lebensversicherungen und deren Produkte führten zu einer Zurückhaltung der Kunden beim Abschluss von Altersvorsorgeprodukten. Laut einer repräsentativen Allensbach-Umfrage für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vom Juni 2015 erwartet die Mehrheit der Deutschen, dass sie sich im Alter einschränken muss. Trotzdem ist die Bereitschaft, für das Alter vorzusorgen, unverändert niedrig. Nur 26 Prozent der Bundesbürger sind bereit, „einiges“ für ihre Altersvorsorge auszugeben. Im Jahr 2001 waren es noch 45 Prozent.
In diesem herausfordernden Marktumfeld gelang es OVB, ein Wachstum von 2,7 Prozent beim Umsatz zu erzielen.
Geschäftsverlauf
Die Themen Existenzsicherung, Absicherung von Sach- und Vermögenswerten sowie Altersvorsorge und Vermögensauf- und -ausbau bilden die Schwerpunkte der Vermittlungstätigkeit von OVB im deutschen Markt.
Zusammensetzung des Neugeschäfts nach Produktgruppen

Fondsgebundene Vorsorgeprodukte standen im Berichtsjahr im Fokus der Kundennachfrage (24,4 Prozent nach 18,3 Prozent im Vorjahr), gefolgt von der Produktgruppe staatlich geförderter Vorsorgeprodukte (16,7 Prozent nach 21,0 Prozent im Vorjahr). Auf Sach- und Unfallversicherungen entfielen 13,5 Prozent des Neugeschäfts (Vorjahr: 14,1 Prozent), auf Produkte aus dem Bereich Bausparen/Finanzierungen nahezu unverändert zum Vorjahr 10,4 Prozent (10,0 Prozent).
Die für die OVB Vermögensberatung AG in Deutschland tätigen selbstständigen Vermittler sind, soweit sie Versicherungen vermitteln, im deutschen Versicherungsvermittlerregister registriert. Für die Gesellschaft waren Ende 2015 1.309 Vermittler aktiv, gegenüber 1.307 Vermittlern ein Jahr zuvor. Die Zahl der Angestellten (ohne Vorstand inklusive Auszubildende) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 105 auf 94 Personen. Die Zahl der Kunden betrug Ende 2015 636.669 Kunden, nach 639.963 Kunden Ende 2014.
Im Geschäftsjahr 2015 erzielte die Gesellschaft Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 64,3 Mio. Euro (Vorjahr: 62,6 Mio. Euro). Darin enthalten sind Provisionsanteile auf Grundlage sogenannter Sekundärverträge. Die an den Außendienst weitergeleiteten Sekundärprovisionen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 14,6 Mio. Euro (Vorjahr: 16,6 Mio. Euro). Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Umsatzerlöse betrugen 50,2 Mio. Euro (Vorjahr: 46,4 Mio. Euro). Das EBIT (Betriebsergebnis) übertraf mit 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro) den Vorjahreswert.
Die OVB Vermögensberatung AG weist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags mit der OVB Holding AG selbst keinen Jahresüberschuss aus. Das im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete und abgeführte Ergebnis beläuft sich auf 6,9 Mio. Euro nach 6,7 Mio. Euro im Vorjahr.
Ertragslage
Im Jahr 2015 erzielte die OVB Vermögensberatung AG in Deutschland insgesamt Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 64,3 Mio. Euro nach 62,6 Mio. Euro im Vorjahr. Die Aufwendungen für Vermittlungen stiegen – korrespondierend mit der Umsatzausweitung – von 24,9 auf 30,1 Mio. Euro. Der Personalaufwand reduzierte sich von 8,4 Mio. Euro auf 7,2 Mio. Euro zum Berichtsstichtag. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 9,3 Mio. Euro (9,1 Mio. Euro).
Die EBIT-Marge (das Verhältnis von EBIT zu den Gesamtvertriebsprovisionen) stieg gegenüber dem Vorlag leicht auf 10,7 Prozent (10,6 Prozent).
| 2015 (Mio. Euro) | 2014 (Mio. Euro) | Veränderung (Prozent) | |
|---|---|---|---|
| Gesamtvertriebsprovisionen | 64,3 | 62,6 | + 2,7 |
| EBIT (Betriebsergebnis) | 6,9 | 6,6 | + 4,5 |
| EBIT-Marge*2 | 10,7 | 10,6 | + 0,1%-Pkt. |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 6,9 | 6,7 | + 3,0 |
| Abgeführtes Ergebnis | 6,9 | 6,7 | + 3,0 |
| Eigenkapital | 11,0 | 11,0 | +/- 0,0 |
*1 Umsatzerlöse in Höhe von 50,2 Mio. Euro zuzüglich Provisionsanteile auf Grundlage von Sekundärverträgen in Höhe von 14,6 Mio. Euro abzüglich Kostenbeteiligungen von Produktpartnern i.H. von 0,5 Mio. Euro
*2 bezogen auf die Gesamtvertriebsprovision
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme der OVB Vermögensberatung AG zum 31. Dezember 2015 nahm gegenüber dem Vorjahr von 43,1 Mio. Euro auf 44,1 Mio. Euro zu.
Mit einem Anteil von rund 28 Prozent (12,4 Mio. Euro) stellen die sonstigen Vermögensgegenstände einen wesentlichen Teil der Aktiva dar. Ihnen liegen in Höhe von 6,2 Mio. Euro Erwerbe sämtlicher Rechte an zukünftigen Abschluss- und Bestandspflegeprovisionen ehemaliger Finanzvermittler zugrunde. Die Position hat sich durch Zuflüsse von Provisionen reduziert.
Laufende Verpflichtungen finanziert das Unternehmen aus dem operativen Cash Flow. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Aufgrund der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, deren Bestand zum Bilanzstichtag 2015 bei 24,0 Mio. Euro lag, stand während des Berichtsjahres stets ausreichende Liquidität zur Verfügung.
Vergleich der prognostizierten und tatsächlichen Entwicklung
Im Prognosebericht des Lageberichts 2014 der Gesellschaft ging der Vorstand der OVB Vermögensberatung AG von deutlich sinkenden Umsätzen und einem moderat sinkenden operativen Ergebnis aus. Durch besonders stark fokussierte Aktivitäten – insbesondere im Vertrieb – hat sich diese Prognose nicht bestätigt: Die vom Unternehmen erzielten Gesamtvertriebsprovisionen stiegen 2015 gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf 64,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis belief sich auf 6,9 Mio. Euro.
Gesamtaussage
Die Geschäftsentwicklung der OVB Vermögensberatung AG im Jahr 2015 verlief insgesamt deutlich positiver als erwartet. Die Zunahme des Geschäftsvolumens ist erfreulich. Die finanzielle Situation der Gesellschaft stellt sich solide dar. Aus Sicht des Vorstands ist das Geschäftsmodell intakt und bietet mittelfristig Wachstumspotenzial.
Nachtragsbericht
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu berichten.
Risikobericht
Grundsätze und Ziele des Risikomanagements
Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für die OVB Vermögensberatung AG die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne. Diese Gefahr kann durch interne oder externe Faktoren ausgelöst werden. Auftretende Risiken sollen so früh wie möglich erkannt werden, um schnell und angemessen darauf reagieren zu können.
Struktur und Prozess des Risikomanagements
Das Risikomanagementder OVB Vermögensberatung AG ist in das Planungs- und Controllingsystem des Konzerns OVB Holding AG eingebettet. Der Vorstand legt die Geschäfts- und Risikostrategie und die hieraus abgeleitete Risikobereitschaft unter Beachtung der Risikotragfähigeit fest. Aus dieser werden Rahmenbedingungen für das Eingehen von Risiken und das Risikomanagement abgeleitet.
Im Rahmen der Unternehmensplanung schätzt die Gesellschaft die potenziellen Risiken im Vorfeld wesentlicher Geschäftsentscheidungen ein, während das Berichtswesen eine zeitnahe Information über die aktuelle Risikosituation ermöglichen soll.
Sowohl die Organisation des Risikomanagements als auch die verwendeten Methoden und die implementierten Prozesse sind schriftlich dokumentiert und stehen in einem Handbuch allen verantwortlichen Mitarbeitern der Gesellschaft zur Verfügung.
Integraler Bestandteil des Risikomanagements ist das an aktuelle Entwicklungen angepasste Risikofrüherkennungssystem, das die identifizierten Einzelrisiken in Risikokategorien zusammenfasst und jedem Risiko einen Risikoverantwortlichen zuordnet. Im Rahmen des Risikoreportings wurden Schwellenwerte und Meldewege definiert. Risikokontrolle und Risikosteuerung erfolgen durch standardisierte Prozesse.
Risikoanalysen werden auf Ebene der OVB Vermögensberatung AG und der einzelnen Verantwortungsbereiche durchgeführt. Die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens berichten regelmäßig an den zentralen Risikoverantwortlichen der OVB Holding AG, der die Informationen zu einer laufenden, bei Bedarf sofortigen Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft sowie der Konzernmutter verdichtet.
Regelmäßige Abstimmungen mit den Finanzvermittlern ergänzen dieses Früherkennungssystem. Über Ad-hoc-Risiken wird der zentrale Risikoverantwortliche des Konzerns darüber hinaus bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt unterrichtet.
Weiterentwicklung des Risikomanagements
Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ist eine wichtige Voraussetzung für die Möglichkeit der zeitnahen Reaktion auf sich ändernde Rahmenbedingungen, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OVB Vermögensberatung AG haben können.
Auf Konzernebene wurden neben der Risikoinventur alle Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung von Risiken im Jahresverlauf 2015 im Rahmen der jährlichen Überprüfung vor dem Hintergrund interner und externer Entwicklungen analysiert, angepasst und ergänzt.
Nachfolgend werden die Risiken, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, beschrieben.
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Das Geschäftsumfeld der OVB Vermögensberatung AG wird durch Veränderungen in den ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst.
Die Gesellschaft beobachtet die politischen, regulatorischen, ökonomischen und konjunkturellen Entwicklungen des deutschen Marktes, nutzt externe Marktanalysen sowie das Know-how externer Experten und Analysten, um ihre strategische und operative Ausrichtung vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu überprüfen.
Risiken aus der Entwicklung unternehmensspezifischer Wertfaktoren
Neben den Leistungsindikatoren Umsatz und operativem Ergebnis (EBIT) geben auch Faktoren wie Entwicklung der Vermittlerzahlen, Anzahl der Kunden sowie die Struktur und Qualität des Beratungs- und Vermittlungsgeschäfts Anhaltspunkte für den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens.
In der Altersvorsorge sind die Rahmenbedingungen seit der Finanzkrise 2008 und infolge der fortbestehenden europäischen Schuldenkrise herausfordernd. Viele Bürger halten sich mit dem Abschluss langfristiger Verträge zurück. Im Berichtsjahr haben vor allem die Diskussionen um das anhaltende Niedrigzinsumfeld und die Negativberichterstattung über Lebensversicherer und ihre Produkte den Vertrieb von Finanzprodukten negativ beeinflusst. Insgesamt sieht die Gesellschaft aber aufgrund der nach wie vor bestehenden Notwendigkeit zur eigenverantwortlichen Vorsorge und auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland jedoch keine dauerhaft negativen Auswirkungen auf das Neugeschäft der OVB Vermögensberatung AG.
Die Gewinnung und nachhaltige Bindung einer ausreichenden Zahl von Finanzvermittlern sind für den wirtschaftlichen Erfolg und das weitere Wachstum der OVB Vermögensberatung AG entscheidend, um der demografischen Entwicklung, von der auch die Branche der Vermittler betroffen ist, entgegenzuwirken. Die Entwicklung der Vermittlerzahlen ist Gegenstand des Berichtswesens der Gesellschaft. Eine mögliche Fluktuation von Vermittlern in einer sich konsolidierenden Branche birgt zugleich Chancen als auch Risiken in sich.
Die Gesellschaft sieht sich aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung sowohl in der Lage, einer möglichen Beraterfluktuation entgegenzuwirken als auch neue Finanzvermittler an sich zu binden. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel ein wettbewerbsfähiges Provisionsmodell sowie eine transparente Vertragsgestaltung für die Vermittler. Zugleich legt die Gesellschaft großen Wert auf die Aus- und stetige Weiterbildung ihrer Finanzvermittler.
Branchenbezogene Risiken
Branchentypische Risiken der OVB Vermögensberatung AG ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen der Märkte für Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge, Kapitalanlage und Finanzierungen. Dabei spielen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Einflüsse des Kapitalmarktes und regulatorische Anforderungen an die Vermittlungstätigkeit in Deutschland eine wesentliche Rolle. Einen wesentlichen Einfluss auf den Wettbewerb im Markt für Finanzdienstleistungen in Deutschland haben die regulatorischen Rahmenbedingungen.
Im Sommer 2014 trat das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) in Kraft. Ziel des LVRG war es, die Rahmenbedingungen für Lebensversicherer an das Niedrigzinsumfeld anzupassen. Während einige Änderungen sofort griffen, traten andere erst zum 1. Januar 2015 in Kraft.
Die mit dem Gesetz einhergegangene Absenkung des Garantiezinses für Lebensversicherungen auf 1,25 Prozent hat die Motivation der Verbraucher für dringend notwendiges eigenverantwortliches Vorsorgesparen weiter gedämpft. Eine weitere Folge des LVRG kann eine mögliche Provisionsreduzierung sein. Der von der Gesellschaft verfolgte Allfinanzansatz in der Beratung konnte diesen Rückgang vollumfänglich kompensieren.
Risiken in Verbindung mit einer weitergehenden Regulierung des Finanzdienstleistungsmarktes, die insbesondere das Ziel eines erhöhten Anlegerschutzes verfolgen, beobachtet die Gesellschaft – insbesondere auf Ebene des Konzerns, dem sie angehört – kontinuierlich. Die politischen Entscheidungsprozesse werden analysiert, um frühzeitig Auswirkungen auf das Geschäftsmodell sowie auf die strategische Positionierung im deutschen Markt beurteilen zu können. Ergänzend dazu werden die Veränderungen und Entwicklungen beobachtet und daraus Entscheidungen für die zukünftige strategische Positionierung der OVB Vermögensberatung AG abgeleitet. Die Gesellschaft sieht sich für die anstehenden Veränderungen gerüstet.
Der deutsche Gesetzgeber hat im April 2015 einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU Richtlinie zur Wohnimmobilienkreditvermittlung (Richtlinie 2014/17/EU) in deutsches Recht vorgelegt.
Der Entwurf beinhaltet mit § 34i GewO-E eine neue Erlaubnisregelung zur Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen durch Vermittler und in § 34i Absatz 5 GewO-E eine Regelung für den Honorar-Immobilienkreditberater. Das Gesetz soll am 21. März 2016 in Kraft treten. Für Vermittler mit einer zum 21. März 2016 schon bestehenden Erlaubnis zur Darlehensvermittlung wird das Gesetz eine einjährige Übergangsfrist (21. März 2017) beinhalten. Die zukünftigen Anforderungen an die Erlaubniserlangung zur Vermittlung von Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen entsprechen den Vorgaben der §§ 34d, 34f GewO (Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse, Berufshaftpflichtversicherung und Sachkunde). OVB wird die gesetzlichen Vorgaben zeitgerecht umsetzen.
Die OVB Vermögensberatung AG vermittelt Finanzprodukte von Versicherungen, Investmentgesellschaften und Bausparkassen.
Die mit der Produktauswahl verbundenen Risiken begrenzen wir durch die Zusammenarbeit mit renommierten und international erfahrenen Produktanbietern auf Basis einer langfristig angelegten Partnerschaft. Durch eine umfassende Marktbeobachtung identifiziert die Gesellschaft Kundenbedürfnisse und Markttrends, die sie in Zusammenarbeit mit den Produktpartnern mit wettbewerbsfähigen, auf die Kundenwünsche zugeschnittenen Produkten bedient. Im ständigen Dialog mit ihren Produktpartnern im deutschen Markt, stellt das Unternehmen so die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des OVB Produktportfolios sicher.
Risiken aus der rückläufigen Attraktivität ihrer Produkte begegnet die Gesellschaft durch fortlaufende Beobachtung der Kundenresonanz sowie Marktbeobachtung.
Durch ständigen Austausch mit Führungskräften aus der Vermittlerschaft können deren Erfahrungen und Vorschläge zur Verbesserung und zum Ausbau des OVB Produktportfolios und der damit verbundenen Serviceleistungen verwendet werden. Eine Verringerung des Absatzes einzelner Produkte kann die OVB durch den verstärkten Absatz anderer Produkte kompensieren.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken können sich aus Forderungen gegenüber Geschäftspartnern sowie aus der Gewährung von Provisionsvorschüssen und Provisionsrückbelastungen gegenüber den Vermittlern ergeben.
In Einzelfällen werden, zur Überbrückung des Zeitraums bis zum Zahlungseingang durch die Produktgeber, erwirtschaftete aber noch nicht vereinnahmte Provisionen an die Finanzvermittler gezahlt.
Risiken aus Forderungsausfällen begegnet das Unternehmen durch ein risikoorientiertes Forderungsmanagement und sorgfältige Auswahl ihrer Geschäfts- und Produktpartner. Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht risikobehaftet sind, bildet die Gesellschaft entsprechende Wertberichtigungen. Diese berücksichtigen die wesentlichen Informationen über die Bonität der Schuldner, zu erwartende Provisionseinnahmen sowie die Altersstruktur der Forderungen.
Für Stornorisiken sorgt das Unternehmen durch entsprechende Rückstellungen vor, deren Höhe sich an dem im Haftungszeitraum zugeflossenen Provisionsaufkommen sowie nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu erwartenden Provisionsrückforderungen bemisst.
Risiken bei der Anlage liquider Mittel begrenzt die Gesellschaft durch strenge Bonitätsanforderungen und ein angemessenes Kapitalanlagemanagement. Anlagehorizont, -volumen und Emittenten werden variiert.
Die OVB Vermögensberatung AG unterhält Geschäftsbeziehungen zu mehreren Banken, die unterschiedlichen Bankensystemen angehören. Die Gesellschaft beobachtet das Standing dieser Banken genau und legt, sofern verfügbar, unter anderem externe Ratings zugrunde.
Marktrisiken sind Gefahren eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann. Zu den Marktpreisrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und Aktienkursrisiken. Im Bestand befindliche Fonds können durch Marktpreisschwankungen oder Bonitätsveränderungen einem Kursrisiko ausgesetzt sein.
Über eine laufende Überwachung ihres Portfolios identifiziert und begrenzt die Gesellschaft mögliche Ergebnisauswirkungen von Kursschwankungen. Dies kann auch eine kurzfristige, vollständige Liquidation von Positionen umfassen, insbesondere wenn keine geordneten Marktverhältnisse mehr gegeben sind.
Währungsrisiken spielen bei der OVB Vermögensberatung AG eine untergeordnete Rolle.
Liquiditätsrisiken sind bei der Gesellschaft gering, da das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow finanziert wird. Die Steuerung der Liquidität und Anlage überschüssiger Liquidität wird durch regelmäßige Liquiditätsberichte unterstützt.
Betriebliche Risiken
Die OVB Vermögensberatung AG greift zur Abwicklung der Geschäftsabläufe auf interne und externe Mitarbeiter sowie auf technische und bauliche Einrichtungen zurück.
Für die Arbeitsabläufe zur Abwicklung und Abrechnung der Geschäftsvorfälle sind verbindliche Regeln definiert, die Vertretungsregelungen einschließen. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Daten operieren, verpflichten sich zur Einhaltung verbindlicher Vorschriften und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den entsprechenden Daten. Das Risiko von Verstößen gegen interne und externe Vorschriften begrenzt das Unternehmen durch eine Trennung von Operativ- und Kontrollfunktionen. Durch einen angemessenen Versicherungsschutz sichert sich die Gesellschaft gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab.
IT-Risiken
Die IT-Strukturen des Unternehmens sind weitgehend standardisiert. Um potentielle Ausfälle, Datenverlust, Datenmanipulationen und unerlaubten Zugriff auf das IT-Netz zu verhindern, setzt die OVB Vermögensberatung AG aktuelle, überwiegend branchenspezifische Standardsoftware namhafter Anbieter ein. Diese wird im Bedarfsfalle durch unternehmensspezifische Eigenentwicklungen, die kontinuierlicher Qualitätskontrolle unterliegen, ergänzt. Back-up-Systeme und Spiegeldatenbanken sichern den Datenbestand und gewährleisten die Verfügbarkeit. Die IT-Systeme sind durch detaillierte Berechtigungskonzepte sowie eine wirksame und laufend aktualisierte Antivirensoftware geschützt.
Reputationsrisiken
Reputationsrisiken sind jene Risiken, die aus einem Ansehensverlust der gesamten Branche, von der Gesellschaft selbst oder einer oder mehrerer operativer Einheiten, zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern oder der Öffentlichkeit, erwachsen. Die Beratung zu Finanzprodukten und ihre Vermittlung werden in der Öffentlichkeit von Fall zu Fall kritisch hinterfragt. Die OVB Vermögensberatung AG ist insbesondere der Gefahr ausgesetzt, dass durch öffentliche Berichterstattung z. B. wegen der Geltendmachung von Haftungsansprüchen aufgrund einer fehlerhaften oder vermeintlich fehlerhaften Vermittlung durch Finanzvermittler oder über vertriebene Produkte, das öffentliche Vertrauen in das Unternehmen negativ beeinflusst wird.
OVB verfolgt und analysiert derartige Diskussionen mit dem Ziel, einen eventuellen Imageschaden durch präventive Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Ausbildungsstandards entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und werden laufend weiterentwickelt sowie an sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst. Die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation der Vermittlungsgespräche sowie strenge Auswahlkriterien für die Aufnahme neuer Produktgeber und Produkte unterstützen diese Zielsetzung.
Haftungsrisiken aus der Vermittlung
Eine kontinuierliche Sensibilisierung und Weiterbildung unserer Finanzvermittler mit Blick auf eine bedarfsgerechte Vermittlung sowie die gesetzlich vorgeschriebene Dokumentation und Protokollierung der Kundengespräche tragen dazu bei, potenzielle Risiken zu minimieren. Die öffentliche und umfängliche Diskussion um die Qualität der Finanzvermittlung in Deutschland generell sowie weiteres Regulierungsbestreben auf nationaler und europäischer Ebene kann zu zusätzlichen Risiken führen. Die Gesellschaft verfolgt diese Entwicklungen intensiv, um rechtzeitig mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell zu erkennen und erforderliche Anpassungen einleiten zu können.
Rechtliche Risiken
Um Rechtsrisiken zu begegnen, sichern wir uns durch eine umfassende Beratung sowohl durch unsere internen Fachleute als auch durch externe Fachanwälte und Berater im Vorfeld von Entscheidungen und bei der Gestaltung unserer Geschäftsprozesse ab. Risiken aus möglichen Fehlern bei der Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten begegnen wir zum einen durch laufende Begleitung und Bewertung durch unsere Rechtsabteilung. Derzeit bestehen Rechtstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Vermittlung von Kapitalanlageprodukten. Diesen stehen ausreichende Rückstellungen gegenüber. Im Weiteren reduzieren wir unser Haftungsrisiko über eine ausreichend bemessene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.
Die Steuerung der Rechtsrisiken wird durch unsere Rechtsabteilung koordiniert. Deren Aufgabe besteht neben der Beratung bei Unternehmensentscheidungen und der Gestaltung von Geschäftsprozessen auch in der Begleitung und Bewertung von laufenden Rechtstreitigkeiten.
Steuerliche Risiken
Aus sich verändernden steuerlichen Rahmenbedingungen für Vermittlungsleistungen können sich für OVB steuerliche Risiken ergeben. Das Unternehmen beobachtet sich abzeichnende Entwicklungen im deutschen Steuerrecht, insbesondere auch mögliche regulatorische Eingriffe in die steuerliche Behandlung unseres Vertriebsmodells fortlaufend und analysiert sie hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen.
Steuerliche Anforderungen an das Unternehmen überwachen interne und externe Fachleute in Übereinstimmung mit den steuerlichen Regelungen und den von den Finanzverwaltungen dazu ergangenen Anweisungen.
Zusammenfassung der Risiken
Im Wesentlichen ist die Geschäftsentwicklung der OVB Vermögensberatung AG durch Branchenrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken beeinflusst. Das eingesetzte Reporting unterstützt die Überwachung, Steuerung und Kontrolle unserer Risiken aus laufender und zukünftiger Entwicklung und ermöglicht eine frühzeitige Reaktion.
Die Risikosituation bei der OVB Vermögensberatung AG ist weiterhin beherrschbar, soweit Vorgänge innerhalb der Unternehmenssphäre angesprochen sind.
Eine Gesamtbetrachtung der Risiken ergibt, dass die OVB Vermögensberatung AG im Geschäftsjahr keinen Risiken ausgesetzt war, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet haben. Für die wesentlichen, derzeit erkennbaren Risiken hat das Unternehmen eine ausreichende Risikovorsorge getroffen.
Die dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen die OVB Vermögensberatung AG ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen und einen negativen Einfluss auf die im nachfolgenden Ausblick abgegebenen Prognosen haben.
Chancenbericht
Die OVB Vermögensberatung AG geht davon aus, dass die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen und den von OVB vermittelten Finanz- und Versicherungsprodukten auch in den kommenden Jahren anhalten wird.
Der demografische Wandel, der den Reformdruck für die umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme weiter erhöht, dürfte den Trend zu privater kapitalgedeckter Altersvorsorge weiter verstärken.
Damit wächst der Bedarf nach Orientierungshilfen durch qualifizierte und verantwortungsvolle Finanzvermittler in Finanzfragen. Die Gesellschaft erkennt hierin Chancen für positive Impulse auf die zukünftige Umsatzentwicklung.
Auch vor dem Hintergrund eines erkennbaren Vertrauensverlusts der Anleger in die Stabilität langfristig angelegter Altersvorsorgekonzepte bleiben staatlich geförderte Produkte wie Riester oder die mit steuerlichen Vorzügen verbundene betriebliche Altersvorsorge für die Kundenzielgruppe der privaten Haushalte mit mittleren bis höheren Einkommen unverändert interessant.
Das anhaltende Niedrigzinsumfeld stellt eine Herausforderung in der Kundenberatung und -betreuung dar. Privatkunden sollten in der Beratung über Alternativen zu niedrig verzinslichen Anlageformen wie Sparguthaben informiert werden, da deren Verzinsung vielfach leider nicht einmal die Inflation erreicht.
Viele Bundesbürger haben bei der Absicherung existenzieller Risiken Versorgungslücken, die den meisten nicht bewusst sind. Statistisch wird jeder vierte Arbeitnehmer lange vor der normalen Altersrente erwerbsgemindert, jedoch besitzen nur wenige eine Absicherung für den Ernstfall. Die Finanzvermittler der Gesellschaft zeigen ihren Kunden diese Risiken auf und bieten individuelle Lösungen für Berufsunfähigkeit und Existenzschutz an.
Auch die gesetzliche Pflegeversicherung in der Bundesrepublik reicht nicht aus, um die Kosten für eine angemessene Betreuung durch den Pflegedienst oder in einem Pflegeheim zu decken. Auch hier ist Eigenvorsorge deshalb wichtig. OVB Finanzvermittler zeigen ihren Kunden die Möglichkeiten auf, das individuelle Pflegerisiko im Alter abzusichern. OVB eröffnet sich daraus ebenfalls die Chance auf zukünftigen Geschäftserfolg.
Prognosebericht
Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2016 und 2017 auf stabilem Niveau von voraussichtlich 1,7 Prozent im Jahr fortsetzen. Eine günstige Lage am Arbeitsmarkt, niedrige Zinsen und Ölpreise – über Treibstoff- und Heizölkosten – dürften die finanzielle Situation der privaten Haushalte positiv beeinflussen. Damit sollte sich auch der Spielraum für eigenverantwortliches Vorsorgesparen vergrößern. Dem stehen allerdings belastende Faktoren entgegen: Das anhaltende Niedrigzinsumfeld dämpft die Motivation der Verbraucher für dringend notwendiges eigenverantwortliches Vorsorgesparen. Zudem sind die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten gewachsen. 2016 dürften die privaten Haushalte dem Konsum höhere Bedeutung beimessen als der Bildung von Rücklagen und der langfristigen Vorsorge. Trotz weiterer Intensivierung der vertrieblichen Aktivitäten und kontinuierlichen Anstrengungen zur Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung geht der Vorstand vor diesem Hintergrund von einem moderat sinkenden Umsatz sowie einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses aus.
Köln, den 22. Februar 2016
Mario Freis
Thomas Hücker
Jürgen Kotulla
Bilanz
AKTIVA
| € | € | Vorjahr € |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 414.529,00 | 513.285,00 | |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 1.239,07 | 0,00 | |
| 415.768,07 | |||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 564.411,63 | 796.819,26 | |
| 564.411,63 | |||
| III. Finanzanlagen | |||
| Genossenschaftsanteile | 2.200,00 | 2.200,00 | |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögens gegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.472.564,38 | 1.601.006,89 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 67.757,63 | 44.642,71 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.456.835,34 | 2.406.081,91 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 12.370.832,62 | 15.428.181,99 | |
| 15.367.989,97 | |||
| II. Wertpapiere | |||
| Sonstige Wertpapiere | 3.703.722,23 | 3.709.132,50 | |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 23.973.048,96 | 18.533.189,67 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 36.378,90 | 43.079,00 | |
| 44.063.519,76 | 43.077.618,93 | ||
| PASSIVA | |||
| € | € | Vorjahr € |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 10.000.000,00 | 10.000.000,00 | |
| II. Gewinnrücklagen | |||
| - Gesetzliche Rücklage | 1.000.000,00 | 1.000.000,00 | |
| 11.000.000,00 | |||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 70.000,00 | 0,00 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 11.057.908,91 | 9.951.393,00 | |
| 11.127.908,91 | |||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.979.459,07 | 9.580.413,76 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 11.306.923,54 | 12.188.570,74 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 649.083,22 | 357.020,41 | |
| - davon aus Steuern € 120.983,81 (Vorj.: € 152.302,27) | 21.935.465,83 | ||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 145,02 | 221,02 | |
| 44.063.519,76 | 43.077.618,93 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| € | € | Vorjahr € |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 50.223.432,26 | 46.373.968,47 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 3.848.761,04 | 3.307.687,78 | |
| 3. Materialaufwand | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 30.095.168,81 | 24.927.442,07 | |
| 4. Rohergebnis | 23.977.024,49 | 24.754.214,18 | |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 6.246.869,72 | 7.346.040,14 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 949.956,99 | 1.072.363,82 | |
| - davon für Altersversorgung: € 35.878,73 (Vorj.: € 35.020,73) | 7.196.826,71 | ||
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 558.461,90 | 632.152,41 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 9.341.804,60 | 9.078.289,05 | |
| 8. Betriebsergebnis | 6.879.931,28 | 6.625.368,76 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 195.565,35 | 249.671,58 | |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 34.585,40 | 23.704,60 | |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 128.471,65 | 162.596,96 | |
| - davon an verbundene Unternehmen: € 61.721,77 (Vorj.: € 91.742,86 ) | |||
| - davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen: € 49.954,00 (Vorj.: € 59.802,00) | |||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6.912.439,58 | 6.688.738,78 | |
| 13. Sonstige Steuern | 4.469,00 | 4.706,00 | |
| 14. Abgeführte Gewinne auf Grund eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags | 6.907.970,58 | 6.684.032,78 | |
| 15. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Anhang
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die OVB Vermögensberatung AG ist zum 31. Dezember 2015 nach den Kriterien des § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB eine große Kapitalgesellschaft.
Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.
Aufgrund des seit dem 1.1.2008 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zwischen der OVB Holding AG und der OVB Vermögensberatung AG wird kein gesonderter Jahresüberschuss ausgewiesen. Das abzuführende Jahresergebnis wurde als Verpflichtung gegenüber der OVB Holding AG erfasst. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der OVB Holding AG bestehen keine eigene Steuerpflicht der Gesellschaft und kein gesonderter Ausweis von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
II. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wird gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften für Aktiengesellschaften aufgestellt.
Die Bilanz wird nach dem in § 266 HGB kodifiziertem Schema gegliedert.
Abweichend vom Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 HGB ist der Posten "Genossenschaftsanteile“ aus Gründen der Klarheit eingefügt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB sowie mit Ergänzungen durch § 277 Abs. 3 HGB für die Aufwendungen aus dem Gewinnabführungsvertrag aufgestellt.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten entsprechend jeweils den nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Teil der auf die Zugänge entfallenden und in Rechnung gestellten Umsatzsteuer.
Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear berechnet. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1 bis 10 Jahre |
| Sachanlagen | |
| Fahrzeuge | 4 bis 6 Jahre |
| Büromöbel | 10 bis 13 Jahre |
| übrige Büroausstattung | 5 bis 10 Jahre |
| EDV-Hardware und Peripheriegeräte | 3 bis 5 Jahre |
| Großrechner | 5 bis 7 Jahre |
| Büromaschinen | 5 Jahre |
| Mietereinbauten | über die Dauer des Mietvertrags |
Die im Rahmen der erfolgten Ausgliederung in 2004 zu Buchwerten übernommenen Vermögensgegenstände werden über die Restnutzungsdauer abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr angeschaffte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden pro rata temporis abgeschrieben. Abgänge des beweglichen Anlagevermögens werden bis zu ihrem Abgang ebenfalls pro rata temporis abgeschrieben.
Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 410 (netto) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 150 werden sofort in voller Höhe als Aufwendungen erfasst.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenständesind zum Nennwert bewertet. Für erkennbare Risiken sind Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen gebildet worden.
Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Ansprüche auf künftige Abschluss- und Bestandspflegeprovisionen werden zu Ihren Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige Amortisation bewertet. Die Reduzierung des Buchwerts wird in der Position Aufwendungen für bezogene Leistungen erfasst.
In den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von 8,7 Mio. Euro enthalten, deren Laufzeiten länger als 1 Jahr betragen.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert angesetzt.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Jubiläumsrückstellungen T€ 184 (i.Vj. T€ 189) und Altersteilzeitverpflichtungen T€ 72 (i.Vj. T€ 120).
Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,22 % und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsrückstände der Gesellschaft.
Die Bewertung der Verpflichtungen zu Jubiläumsleistungen erfolgt nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,89 % und unter Berücksichtigung eines Anwartschaftstrend und einer altersbedingten Fluktuation von 0 %.
Die Rückstellungen für Stornorisiken ermitteln sich aufgrund historischer Stornoquoten und unter Berücksichtigung der Haftungsquote sowie dem zeitlichen Anfall des Stornos. Die Rückstellungen für Stornorisiken wurden nach Maßgabe des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Aufgrund neuer Auswertungsmöglichkeiten erfolgte im Geschäftsjahr eine Anpassung der verwendeten Wahrscheinlichkeitenverteilung.
Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Passivüberhang der latenten Steuern. Aufgrund des seit 1.1.2008 bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der OVB Holding AG (Organträgerin), erfolgt der Ansatz von latenten Steuern jedoch nur im Jahresabschluss der Organträgerin als Steuersubjekt. Ein Ansatz bei der OVB Vermögensberatung AG (Organgesellschaft) entfällt daher.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
III. Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses
III .1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel in der Anlage dieses Anhangs zu entnehmen.
III .2. Umlaufvermögen
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr; davon ausgenommen sind die erworbenen Provisionsansprüche.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen Forderungen gegen die Partnergesellschaften.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und betreffen Forderungen gegen die Schwestergesellschaften.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen im Rahmen der Vermittlungstätigkeit.
Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Partnerunternehmen aus hinterlegter Stornoreserve sowie aktiviertezukünftige Ansprüche aus den im Januar 2012 und August 2013 erfolgten Erwerben sämtlicher Rechte an zukünftigen Vermittlungsprovisionen zweier früherer Landesdirektoren.
Von den Guthaben bei Kreditinstituten unterliegt ein Betrag in Höhe von T€ 2.021 (i.Vj. T€ 2.080) Verfügungsbeschränkungen der Banken.
III .3. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital ist in 10.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien (rechnerischer Nennwert je € 1,00) eingeteilt.
Die Gewinnrücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2015 nicht verändert. Die gesetzliche Rücklage beträgt daher unverändert € 1.000.000.
III .4. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für:
| 2015 | 2014 | ||
|---|---|---|---|
| Stornorisiken | T€ | 6.042 | 5.134 |
| abzurechnende Provisionen | T€ | 2.422 | 1.613 |
| Personal | T€ | 699 | 1.622 |
| Haftungsrisiken | T€ | 650 | 428 |
| Verpflichtungen aus Leistungswettbewerben | T€ | 434 | 423 |
III .5. Verbindlichkeiten
Von den ausgewiesen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 21.935 haben Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 11.307 eine Restlaufzeit von:
| Bis zu einem Jahr T€ |
1 bis 5 Jahre T€ |
über 5 Jahre T€ |
|---|---|---|
| 8.735 | 2.571 | 0 |
| (i.Vj. 8.331) | (i.Vj. 3.857) | (i.Vj. 0) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten größtenteils Verbindlichkeiten gegenüber der OVB Holding AG im Zusammenhang mit einem gewährten Darlehen in Höhe von T€ 3.857 (i.Vj. T€ 5.143) sowie mit der Verpflichtung aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 6.908 (i.Vj. T€ 6.684).
Sämtliche übrige Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
III.6. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlösebetreffen fast ausschließlich Provisionen aus Vermittlungsgeschäften im Inland. Ihnen stehen die Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüber, welche die Provisionen für Handelsvertreter beinhalten.
Die Gesellschaft und die Handelsvertreter schließen Verträge mit den Produktpartnern auch in der Weise, dass Letztere den Handelsvertretern Provisionsanteile unmittelbar schulden. Die im Jahresabschluss der OVB auszuweisenden Umsatzerlöse und Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten diese unmittelbar den Handelsvertretern geschuldeten Provisionen nicht.
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich überwiegend um Erträge aus Kostenerstattungen von Ober- und Schwestergesellschaften und Außendienstmitarbeitern sowie Auflösungen von Rückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Wettbewerbe, Seminare, Reisekosten und Werbeaufwendungen in Höhe von T€ 2.348, für Miete und Leasing (T€ 1.329), EDV-Kosten (T€ 1.101), Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten (T€ 568) sowie Versicherungen (T€ 380).
IV. Sonstige Angaben
I V. 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
Aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen bestehen zum 31. Dezember 2015 folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| Bis zu einem Jahr T€ |
1 bis 5 Jahre T€ |
über 5 Jahre T€ |
|
|---|---|---|---|
| Miet- und Leasingverträge | 1.017 | 3.140 | 0 |
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:
| T€ 1.353 | Gewährte Pfandrechte (davon Bürgschaft T€ 10) |
| T€ 858 | Übernommene Bürgschaften |
| T€ 0 | Gewährte Pfandrechte gegenüber verbundenen Unternehmen |
| T€ 2. 211 |
Hierfür wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme auf Grund der Bonität der Hauptschuldner nicht gerechnet wird.
IV. 2. Vorstand
Vorstandsmitglieder sind:
| Herr Mario Freis, Vorstand Vertrieb (Mitglied seit 23. April 2015) | |
| Herr Thomas Hücker, Vorstand Operations | |
| Herr Jürgen Kotulla, Vorstand Marketing | |
| Herr Lutz Richter, Vorstand Vertrieb (Mitglied bis 30. April 2015) |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands belaufen sich in 2015 auf T€ 699. Von der Muttergesellschaft direkt an Vorstandsmitglieder zu zahlende Bezüge sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als Leistungsumlage erfasst.
IV. 3. Aufsichtsrat
Aufsichtsratsmitglieder waren in 2015:
| Michael Rentmeister, | |
| -Vorsitzender des Aufsichtsrats (bis 4. Februar 2016)- | |
| Vorsitzender des Vorstands (CEO) der OVB Holding AG, Köln (bis 4. Februar 2016) | |
| Marlies Hirschberg-Tafel, | |
| -Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats- | |
| Mathematikerin, zuvor Mitglied des Vorstands der SIGNAL IDUNA Gruppe, im Ruhestand | |
| Oskar Heitz, | |
| Vorstand Finanzen (CFO) der OVB Holding AG, Köln |
Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr T€ 18, davon beziehen sich T€ 10 auf Bezüge von 2014.
IV. 4. Honorare des Abschlussprüfers
In 2015 sind T€ 81 an Honoraren ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen vom Abschlussprüfer berechnet worden.
IV. 5. Angabe der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer
Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 94 Mitarbeiter (ohne Vorstand und Auszubildende) beschäftigt. Davon waren 7 Mitarbeiter leitende Angestellte.
IV. 6. Konzernabschluss
Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die OVB Holding AG, Köln (Amtsgericht Köln, HRB 34649). Die Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.ovb.ag/InvestorRelations zugänglich oder bei der Gesellschaft erhältlich.
Die SIGNAL IDUNA Gruppe ist mehrheitlich an der OVB Holding AG beteiligt. Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt einen Gleichordnungsvertragskonzern dar. Die Obergesellschaften des Gleichordnungsvertragskonzerns sind:
| • | SIGNAL Krankenversicherung a. G., Dortmund |
| • | IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg |
| • | SIGNAL Unfallversicherung a. G., Dortmund |
| • | Deutscher Ring Krankenversicherungsverein aG, Hamburg |
IV. 7. Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft
Der Gesellschaft ist von der OVB Holding AG das Bestehen einer Beteiligung gemäß § 20 AktG mitgeteilt worden.
Köln, den 22. Februar 2016
Mario Freis
Thomas Hücker
Jürgen Kotulla
| Historische Anschaffungs- /Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 € |
Zugang € |
Abgang € |
Umbuchungen € |
Stand 31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.009.401,40 | 171.317,09 | 4.091,57 | 0,00 | 10.176.626,92 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.215.212,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.215.212,00 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 1.239,07 | 0,00 | 0,00 | 1.239,07 |
| 11.224.613,40 | 172.556,16 | 4.091,57 | 0,00 | 11.393.077,99 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.642.736,15 | 86.135,81 | 275.282,55 | 0,00 | 4.453.589,41 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4.642.736,15 | 86.135,81 | 275.282,55 | 0,00 | 4.453.589,41 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Genossenschaftsanteile | 2.200,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.200,00 |
| 2.200,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.200,00 | |
| Anlagevermögen gesamt | 15.869.549,55 | 258.691,97 | 279.374,12 | 0,00 | 15.848.867,40 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2015 € |
Zugang € |
Abgang € |
Stand 31.12.2015 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9.496.116,40 | 269.528,09 | 3.546,57 | 9.762.097,92 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.215.212,00 | 0,00 | 0,00 | 1.215.212,00 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 10.711.328,40 | 269.528,09 | 3.546,57 | 10.977.309,92 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.845.916,89 | 288.933,81 | 245.672,92 | 3.889.177,78 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.845.916,89 | 288.933,81 | 245.672,92 | 3.889.177,78 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Genossenschaftsanteile | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Anlagevermögen gesamt | 14.557.245,29 | 558.461,90 | 249.219,49 | 14.866.487,70 |
| Buchwert | ||
|---|---|---|
| 31.12.2015 € |
31.12.2014 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 414.529,00 | 513.285,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.239,07 | 0,00 |
| 415.768,07 | 513.285,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 564.411,63 | 796.819,26 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| 564.411,63 | 796.819,26 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Genossenschaftsanteile | 2.200,00 | 2.200,00 |
| 2.200,00 | 2.200,00 | |
| Anlagevermögen gesamt | 982.379,70 | 1.312.304,26 |
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat als Kontrollgremium der OVB Vermögensberatung AG hat im Geschäftsjahr 2015 die ihm nach Gesetz, Satzung und den Geschäftsordnungen obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens umfassend beraten und seine Geschäftsführung überwacht. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und intensiv eingebunden. Die strategische Planung und Ausrichtung des Unternehmens hat der Vorstand mit dem Aufsichtsrat umfassend erörtert und abgestimmt.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle wesentlichen Entwicklungen der Gesellschaft sowohl in den Aufsichtsratssitzungen als auch auf schriftlichem, elektronischem und mündlichem Wege zwischen den Aufsichtsratssitzungen. Sein Informationsverhalten war der jeweiligen Thematik entsprechend stets angemessen.
Schwerpunkte der Berichterstattung waren unter anderem
| ― | die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der OVB Vermögensberatung AG einschließlich der Planung, |
| ― | die Entwicklung bei den Finanzvermittlern und Mitarbeitern, |
| ― | die Geschäfts- und Risikostrategie der Gesellschaft, |
| ― | das Risikomanagement, insbesondere die wesentlichen Risiken der Gesellschaft, |
| ― | Geschäfte und Ereignisse von erheblicher Bedeutung sowie |
| ― | andere grundsätzliche Fragen der operativen Unternehmensführung. |
Der Vorstand hat die Aufsichtsratsmitglieder in unterjährig geführten Gesprächen persönlich über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft unterrichtet und erforderlichenfalls deren Rat eingeholt.
Berichterstattung durch den Vorstand
Die regelmäßige Berichterstattung des Vorstands erfolgte quartalsweise schriftlich unter Beifügung ausführlicher Dokumentationen, Analysen und Auswertungen über die Entwicklung der Ertrags- und Vermögenslage im Vergleich mit dem Vorjahr sowie den Planwerten des Unternehmens. Ebenfalls im vierteljährlichen Rhythmus wurde die Risikolage des Unternehmens ausführlich dargestellt und analysiert.
Die Risikoberichte umfassten die aktuelle Risikolage der Gesellschaft mit Blick auf Ertrags- und Vermögenslage, Vertrieb, Produkte, Markt, Wettbewerb, regulatorisches Umfeld sowie Operations und Support.
Sitzungen und Beschlüsse des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2015 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Sofern zwischen den Sitzungen erforderlich, wurden Beschlüsse im Umlaufverfahren herbeigeführt.
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden mit angemessenem zeitlichen Vorlauf jeweils vorbereitende Unterlagen für alle Beratungen zur Verfügung gestellt.
In seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat insbesondere über folgende Inhalte ausführlich diskutiert und entsprechende Beschlüsse gefasst:
Bilanzsitzung am 23. April 2015
In dieser Sitzung stand der Jahresabschluss 2014 im Vordergrund. Nach intensiver Erörterung mit dem Abschlussprüfer billigte der Aufsichtsrat nach eigener sorgfältiger Prüfung den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014. Weitere Themen der Sitzung waren die Erörterung und Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats sowie der Tagesordnung und der Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung 2015. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht des Vorstands zum Risikomanagement per 31. Dezember 2014.
Sitzung am 2. Juni 2015
Im Vordergrund der Erörterungen am 2. Juni 2015 stand der ausführliche Bericht des Vorstands zur Lage des Unternehmens. Neben operativen und finanziellen Kennziffern lag dabei ein Schwerpunkt auf der Neuausrichtung der Vertriebssteuerung im deutschen Markt. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat auf Basis des Quartalsberichts des Risikocontrollings per 31. März 2015 über die Risikolage der Gesellschaft informiert.
Sitzung am 2. September 2015
In der Aufsichtsratssitzung am 2. September 2015 hat der Vorstand auf Basis der Vertriebs- und Finanzanalyse zum 30. Juni 2015 detailliert über die aktuelle Lage des Unternehmens berichtet. Dem schloss sich die intensive Erörterung des Ampelreports zur Risikolage der Gesellschaft per 30. Juni 2015 an. Breiten Raum nahm die Erörterung der zu erwartenden Änderungen im Zusammenhang mit den Neuregelungen des Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) ein. Hierzu gab der Vorstand dem Aufsichtsrat einen detaillierten Überblick über den Zwischenstand der Verhandlungen mit Produktpartnern und ging in seinen Erläuterungen sowohl auf mögliche Produktanpassungen als auch auf wahrscheinliche Änderungen in der Vergütung ein.
Sitzung am 1. Dezember 2015
In der Aufsichtsratssitzung am 1. Dezember 2015 befasste sich der Aufsichtsrat auf Basis der Vertriebs- und Finanzanalyse des Vorstands zum 30. September 2015 zunächst mit der aktuellen Lage der Gesellschaft. An die intensive Erörterung zu diesem Tagesordnungspunkt schloss sich eine Diskussion über den Ampelreport zur Risikolage der Gesellschaft zum 30. September 2015 an. Ferner befasste sich der Aufsichtstrat mit der Vertriebs- und Finanzplanung 2016, die die erwarteten Implikationen durch das LVRG bereits beinhaltete, sowie der daraus abgeleiteten Mehrjahresplanung.
Prüfung des Jahresabschlusses 2015
Die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und den Lagebericht der OVB Vermögensberatung AG für das Geschäftsjahr 2015 geprüft. Der Abschlussprüfer hat hierzu einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschluss, der Lagebericht sowie der Prüfungsbericht wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. März 2016, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, umfassend erörtert. Der Abschlussprüfer hat - ergänzend zu dem schriftlichen Bericht, der dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der Sitzung vorlag - ausführlich zum Ablauf und dem Ergebnis der Prüfung vorgetragen und stand für die Beantwortung ergänzender Fragen der Mitglieder zur Verfügung.
Nach eigener Prüfung und eingehender Diskussion des vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt.
Der Jahresabschluss 2015 ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.
Ferner wurde die Tagesordnung für die Hauptversammlung der Gesellschaft, die ebenfalls am 14. März 2016 stattfand, inklusive der Beschlussvorschläge verabschiedet.
Veränderungen bei der Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Für den am 4. Februar 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Michael Rentmeister ist Michael Johnigk, Mitglied des Vorstands Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg; SIGNAL Krankenversicherung a.G., Dortmund; IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg; SIGNAL Unfallversicherung a.G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG, Dortmund; SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund, nach Wahl durch die Hauptversammlung als neues Mitglied in den Aufsichtsrat eingetreten.
Mit Wirkung zum 30. April 2015 ist Lutz Richter aus dem Vorstand ausgeschieden. Der Aufsichtsrat hat zugleich Mario Freis, als neues Vorstandsmitglied mit der Zuständigkeit für den Vertrieb bestellt. Der Aufsichtsrat dankt den aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Ausgeschiedenen für ihr Wirken für das Unternehmen.
Dank des Aufsichtsrats
Der besondere Dank des Aufsichtsrats gilt den Mitgliedern des Vorstands, den Führungskräften der Gesellschaft sowie allen Finanzvermittlern und Mitarbeitern für Einsatz und die im Geschäftsjahr 2015 geleistete Arbeit.
Köln, den 14. März 2016
Für den Aufsichtsrat
Michael Johnigk, Vorsitzender
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OVB Vermögensberatung AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungvorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 22. Februar 2016
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Christian Sack, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Bernhardt, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 14. März 2016 festgestellt.