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OVB Holding AG Audit Report / Information 2011

Apr 16, 2012

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Audit Report / Information

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Publication

OVB Vermögensberatung AG

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Vor dem Hintergrund der internationalen Schuldenkrise, der politischen Unruhen im Nahen und Mittleren Osten sowie der Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan hat sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2011 gut behauptet. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes im abgelaufenen Jahr preisbereinigt um 3,0 Prozent. Die wirtschaftliche Expansion fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt, ab dem Sommer belasteten die schwächere weltwirtschaftliche Entwicklung und die hohe Verschuldung der privaten und öffentlichen Haushalte in vielen Industrieländern den Konjunkturverlauf. Die Wachstumsimpulse kamen 2011 vor allem aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben nahmen um 1,5 Prozent zu, die Bauinvestitionen um 5,4 Prozent, die Ausrüstungsinvestitionen um 8,3 Prozent. Der Außenhandel wuchs um 8,2 Prozent und trug 0,8 Prozentpunkte zum Wirtschaftswachstum bei. Die Lage am Arbeitsmarkt verbesserte sich im Jahresverlauf 2011 spürbar. Demgegenüber stiegen die Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt 2011 mit 2,3 Prozent deutlicher als in den Vorjahren, angetrieben vor allem von den Energiepreisen, die sich um 10,0 Prozent erhöhten. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte nahm um 3,2 Prozent zu, das Plus floss aber überwiegend in den Konsum. Die Sparquote der privaten Haushalte belief sich 2011 auf 11,0 Prozent, im zweiten Halbjahr lag sie bei nur 9,6 Prozent.

Die Unruhe an den internationalen Finanzmärkten, ausgelöst durch die schwierige Verschuldungssituation einiger Staaten, verunsicherte 2011 weiterhin die Anleger und Vorsorgesparer. Gemäß einer Postbank-Studie vom Oktober 2011 fragen sich 43 Prozent aller Berufstätigen, „welche private Anlageform überhaupt noch Sinn macht“. Hauptsorge vieler Bundesbürger ist eine steigende Inflation, die ihre Ersparnisse entwerten könnte. Hinzu tritt die Berichterstattung über einen zusätzlichen Eigenkapitalbedarf der Banken, die reduzierte Garantieverzinsung von Versicherungsguthaben und die Rating-Herabstufung führender Industrieländer. Dieses Umfeld belastet naturgemäß den Vertrieb von Finanzdienstleistungen. Zugleich aber sinkt das Vertrauen in die staatliche Rente weiter. Das von J.P. Morgan Asset Management beauftragte Altersvorsorge-Barometer vom Herbst 2011 ergab, dass nur noch 6,3 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die staatliche Rente und eine mögliche betriebliche Altersvorsorge für den Ruhestand ausreichen. Auch wenn die Rahmenbedingungen für den Absatz von Finanzprodukten im gegenwärtigen Umfeld schwierig sein mögen, besitzt eine fundierte und sachgerechte Finanzberatung nach Auffassung der OVB dennoch großes Potential.

Geschäftstätigkeit

Die OVB Vermögensberatung AG ist eine einhundertprozentige Tochter der europaweit tätigen und börsennotierten OVB Holding AG. Seit mehr als 40 Jahren bietet OVB ihren Kunden eine auf Langfristigkeit angelegte, bedarfsorientierte Beratung in den Bereichen Risikoabsicherung, Alters- und Gesundheitsvorsorge sowie Vermögensauf- und

-ausbau.

Sie vermittelt die Produkte von rund 30 namhaften und leistungsstarken Produktgebern – vorrangig aus den Bereichen Versicherungen, Banken und Investmentgesellschaften. Auf Grundlage einer individuellen Bedarfsanalyse hilft OVB ihren Kunden, deren individuelles Absicherungs- und Vorsorgekonzept zu erstellen. Zum Ende des Berichtsjahres betreuten 1.302 Finanzberater (im Vorjahr: 1.262) der OVB Vermögensberatung AG 656.113 Kunden (nach im Vorjahr 672.428).

Geschäftssteuerung

Die Unternehmenssteuerung obliegt dem Vorstand, der sich im Jahr 2011 aus drei Vorstandsmitgliedern zusammensetzte. Zum 31. Dezember 2011 schied Wilfried Kempchen als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft auf eigenen Wunsch aus dem Gremium aus. Herr Michael Rentmeister wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2012 zum Vorstand bestellt und zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.

Die Unternehmenssteuerung gliedert sich in einen strategischen und einen operativen Teil. Im Bereich des strategischen Controllings verknüpft eine Langfristplanung mit einem Zeithorizont von fünf Jahren die Unternehmensstrategie mit konkreten materiellen Zielsetzungen.

Kontinuierliche Treffen und Veranstaltungen im Jahresverlauf ermöglichen einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit dem Vertrieb und unterstützen die effektive und vernetzte Steuerung der Außendienstmitarbeiter.

Das operative Controlling unterstützt die Steuerung des laufenden Geschäfts der OVB Vermögensberatung AG. Wesentliche Ziel- und Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind der Umsatz (Gesamtvertriebsleistung) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Neben diesen monetären Frühindikatoren dienen auch Kennzahlen wie die Zahl der der bei der IHK registrierten Finanzberater, die Zahl der Bestandskunden sowie Produktion und Qualität des Neugeschäfts in den einzelnen Produktbereichen als Frühindikatoren für den operativen Geschäftserfolg.

Ein monatliches Kostencontrolling, dessen Ergebnisse in die Investitions- und Finanzplanung der OVB Vermögensberatung AG einfließen, analysiert die Entwicklung der Ein- und Ausgabenseite. Zielvorgaben des Vorstands bilden die Eckwerte der strategischen Mehrjahresplanung sowie der operativen Jahresplanung mit Blick auf Umsatz, Kosten und Ergebnis. Der Planungsprozess der Kostenstellenverantwortlichen erfährt Risiko-anpassungen durch den Vorstand. Die OVB Vermögensberatung AG erstellt halbjährlich aktualisierte Hochrechnungen für das Gesamtjahr.

Geschäftsentwicklung und Lage der OVB Vermögensberatung AG

Im Geschäftsjahr 2011 steigerte die Gesellschaft die erzielten Gesamtvertriebsprovisionen um 1,8 Mio. Euro oder 2,6 Prozent auf 72,7 Mio. Euro (Vorjahr: 70,8 Mio. Euro). Darin enthalten sind auch die im Auftrag der Produktpartner an den Außendienst weitergeleiteten Provisionsanteile von 22,6 Mio. Euro (Vorjahr 22,2 Mio. Euro). Das EBIT (Betriebsergebnis) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio. Euro oder 8,2 Prozent auf 6,7 Mio. Euro (Vorjahr 7,3 Mio. Euro) und blieb damit hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

Wesentlich für diese Entwicklung ist die in 2010 in Kraft getretene Erhöhung des Außendienstanteils der laufenden Provisionen.

Die OVB Vermögensberatung AG weist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags mit der OVB Holding AG selbst keinen Jahresüberschuss aus. Das im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftete und abgeführte Ergebnis beläuft sich auf 6,7 Mio. Euro nach 7,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Entwicklung des Neugeschäfts

Auch im Berichtsjahr 2011 bildeten Produkte für die Absicherung, die Altersvorsorge und den Vermögensaufaufbau den Schwerpunkt des Neugeschäfts. Die Aufteilung des Neugeschäfts nach Produktgruppen spiegelt dies wieder:

Zusammensetzung des Neugeschäfts nach Produktgruppen

Erneut bildeten fondsgebundene Produkte, zu denen fondsbasierte Lebens- und Rentenversicherungspolicen sowie staatlich geförderte Altersvorsorgeprodukte wie Riester gehören, mit 33 Prozent (nach 35 Prozent im Vorjahr) den Schwerpunkt des Neugeschäfts.

Sonstige Vorsorgeprodukte, zu denen zum Beispiel klassische Lebens- und Rentenversicherungen zählen, trugen 2011 insgesamt mit 25 Prozent zum Neugeschäft bei – eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahresanteil von 20 Prozent. Sach- und Unfallversicherungen trugen wie im Vorjahr 14 Prozent zum Neugeschäft bei.

Produkte der betrieblichen Altersvorsorge konnten ihren Anteil am Neugeschäft um 2 Prozent auf 8 Prozent ausbauen. Die Produktgruppe Krankenversicherungen schwächte ihren Neugeschäftsanteil ganz leicht ab (8 Prozent nach 9 Prozent im Vorjahr). Die Produktgruppe Bausparen/ Finanzierungen erreichte 6 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent). Investmentprodukte wurden mit 5 Prozent (nach 7 Prozent im Vorjahr) weniger stark nachgefragt, ebenso der Produktbereich Immobilien (1 Prozent nach 2 Prozent im Vorjahr).

Finanzberater und Mitarbeiter

Für die OVB Vermögensberatung AG sind gut ausgebildete, motivierte und leistungsbereite Finanzberater und Mitarbeiter von grundlegender Bedeutung für die erfolgreiche zukünftige Geschäftsentwicklung. Mit gezielten zentral gesteuerten Aus- und Weiterbildungs-maßnahmen stellt OVB die Qualifikation des Außendienstteams sicher: Ein mehrstufiges Aus- und Weiterbildungssystem, das laufend weiter entwickelt wird, umfasst die gesetzlichen Anforderungen und verfolgt die Zielsetzung, sowohl Qualität in der Kundenberatung als auch unternehmerische Kompetenz bei der Führung von Vertriebseinheiten stetig weiter-zuentwickeln.

Die für OVB in Deutschland tätigen selbstständigen Finanzdienstleister sind, soweit sie Versicherungen vermitteln, im deutschen Versicherungsvermittlerregister registriert. Zum 31.12.2011 waren insgesamt 1.302 (nach 1.262 im Vorjahr) registrierte Finanzberater für OVB tätig. Eine marktkonforme Vergütung, eine transparente und faire Vertragsgestaltung und die vielfältige Unterstützung durch das Netzwerk OVB tragen zur Mitarbeiterbindung bei, was die auch im Berichtsjahr niedrige Fluktuation belegt.

Die Zahl der Angestellten blieb mit 111 Personen (nach 110 im Vorjahr) nahezu konstant.

Ertragslage

Im Jahr 2011 erzielte OVB im deutschen Markt insgesamt Gesamtvertriebsprovisionen von 72,7 Mio. Euro (nach 70,8 Mio. Euro im Vorjahr). Die Aufwendungen für Vermittlungen nahmen aufgrund der leichten Geschäftsausweitung sowie der in 2010 umgesetzten Erhöhung des Außendienstanteils der laufenden Provisionen von 26,3 Mio. Euro auf 27,9 Mio. Euro zu. Ein im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessertes Neugeschäft und fortgesetzte Kostensenkungsmaßnahmen konnten die Mehraufwendungen aufgrund der geänderten Provisionsstruktur ergebnisseitig in geringem Umfang abfedern. Der Personalaufwand sank leicht von 7,7 Mio. im Vorjahr auf 7,3 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere im Bereich übriger Betriebsaufwendungen von 10,7 Mio. Euro auf 11,3 Mio. Euro.

Die EBIT-Marge (das Verhältnis von EBIT zu den Gesamtvertriebsprovisionen) blieb mit 9,2 Prozent hinter dem Vorjahr (10,3 Prozent) zurück.

2010 (Mio. Euro) 2011 (Mio. Euro) Veränderung (Prozent)
Gesamtvertriebsprovisionen 70,8* 1 72,7* 1 + 2,6
EBIT (Betriebsergebnis) 7,3 6,7 - 8,2
EBIT-Marge*2 10,3 9,2 - 1,1 %-Punkte
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) 7,6 7,0 - 7,9
Abgeführtes Ergebnis 7,7 6,7 - 13,3
Eigenkapital 11,5 11,0 - 4,4
*1 Umsatzerlöse in Höhe von 50,1 Mio. Euro zuzüglich der von Produktpartnern unmittelbar an den Außendienst ausgezahlten Anteile in Höhe von 22,6 Mio. Euro
*2 bezogen auf die Gesamtvertriebsprovision

Vermögens- und Finanzlage

Zum Stichtag 31. Dezember 2011 belief sich die Bilanzsumme der OVB Vermögensberatung AG auf 38,4 Mio. Euro und ging damit um 0,5 Mio. zurück. Bedingt durch planmäßige Abschreibungen und Wertminderungen gingen auf der Aktivseite die Sachanlagen um 0,3 Mio. Euro zurück, die Guthaben bei Kreditinstituten reduzierten sich um 0,3 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Vermittlungsvolumens von 2,3 Mio. Euro auf 3,7 Mio. Euro.

Die größte Vermögensposition auf der Aktivseite der Bilanz stellen Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten mit 18,8 Mio. Euro (49,0 Prozent) dar. Mit einem Anteil von 25,7 Prozent stellen die sonstigen Vermögensgegenstände einen weiteren wesentlichen Teil dar.

Die Gesellschaft wies auch im Geschäftsjahr 2011 eine solide Eigenkapitalausstattung aus; die Eigenkapitalquote betrug 28,7 Prozent nach 29,6 Prozent im Vorjahr.

Kapitalflussrechnung (verkürzte Darstellung)

(in T EUR ) 2010 2011
Cash Flow aus Geschäftstätigkeit 5.201 8.036
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -48 - 1.139
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -8.446 -7.192
Veränderung des Finanzmittelfonds -3.292 -297
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 18.667 15.375
Finanzmittelfond am Ende der Periode 15.375 15.078

Laufende Verpflichtungen finanziert das Unternehmen aus dem operativen Cash Flow. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Die Zahlungsfähigkeit der OVB Vermögensberatung AG war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet.

Risiko- und Chancenbericht

Grundsätze des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für die OVB Vermögensberatung AG die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne. Diese Gefahr kann durch interne oder externe Faktoren ausgelöst werden. Auftretende Risiken sollen so früh wie möglich erkannt werden, um schnell und angemessen darauf reagieren zu können.

Das Risikomanagement der OVB Vermögensberatung AG ist in das Planungs- und Controllingsystem des Konzerns OVB Holding AG eingebettet. Der Vorstand legt die Geschäfts- und Risikostrategie und die hieraus abgeleitete Risikobereitschaft unter Beachtung der Risikotragfähigeit fest. Aus dieser werden Rahmenbedingungen für das Eingehen von Risiken und das Risikomanagement abgeleitet.

Im Rahmen der Unternehmensplanung schätzt die Gesellschaft die potenziellen Risiken im Vorfeld wesentlicher Geschäftsentscheidungen ein, während das Berichtswesen eine zeitnahe Information über die aktuelle Risikosituation ermöglichen soll. Sowohl die Organisation des Risikomanagements als auch die verwendeten Methoden und die implementierte Prozesse sind schriftlich dokumentiert und stehen in einem Handbuch allen verantwortlichen Mitarbeitern der Gesellschaft zur Verfügung.

Integraler Bestandteil des Risikomanagements ist das an aktuelle Entwicklungen angepasste Risikofrüherkennungssystem, das die identifizierten Einzelrisiken in Risikokategorien zusammenfasst und jedem Risiko einen Risikoverantwortlichen zuordnet. Im Rahmen des Risikoreportings wurden Schwellenwerte und Meldewege definiert. Risikokontrolle und Risikosteuerung erfolgen durch standardisierte Prozesse.

Risikoanalysen werden auf Ebene der OVB Vermögensberatung AG und der einzelnen Verantwortungsbereiche durchgeführt. Die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens berichten regelmäßig an den zentralen Risikoverantwortlichen der OVB Holding, der die Informationen zu einer laufenden, bei Bedarf sofortigen Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat der Konzernmutter verdichtet.

Regelmäßige Abstimmungen mit dem deutschen Außendienst ergänzen dieses Früherkennungssystem. Über Ad-hoc-Risiken wird der zentrale Risikoverantwortliche des Konzerns darüber hinaus bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt unterrichtet.

Alle Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung von Risiken wurden im Berichtsjahr im Rahmen der mindestens jährlichen Überprüfung an interne und externe Entwicklungen angepasst und ergänzt.

Nachfolgend beschreibt die Gesellschaft die Risiken in qualitativer Weise, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Unser Geschäftsumfeld wird durch Veränderungen in den ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. Wir beobachten die politischen, regulatorischen, ökonomischen und konjunkturellen Entwicklungen des deutschen Marktes, nutzen u.a. externe Marktanalysen sowie das Know-how externer Experten und Analysten, um unsere strategische und operative Ausrichtung vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu überprüfen.

Risiken der Entwicklung unternehmensspezifischer Wertfaktoren

Zentrale Faktoren des geschäftlichen Erfolgs der Gesellschaft sind die Anzahl der Kunden, die Entwicklung der Beraterbasis und ihre Fluktuation sowie die Struktur und Qualität des Beratungs- und Vermittlungsgeschäfts.

Die OVB Vermögensberatung AG ist auf die Beratung von privaten Haushalten mit mittlerem und höherem Einkommen fokussiert. Die Gewinnung neuer Kunden und die Sicherung einer langfristigen Kundenbeziehung sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren.

Die deutsche Wirtschaft durchlief 2010 und im ersten Halbjahr 2011 eine gesamt-wirtschaftliche Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise der Vorjahre.

Seit Sommer 2011 wirken neuerliche Verunsicherungen, die aus der schwierigen Verschuldungssituation einiger Länder des Euroraums resultieren und über die Finanzmärkte und den Bankensektor hinaus auch zunehmend belastend auf die Realwirtschaft Deutschlands wirken. Von dieser Entwicklung können negative Effekte auf das Wirtschaftswachstum, die Einkommenssituation der privaten Haushalte und die Verfassung des Arbeitsmarktes ausgehen. Es bleibt abzuwarten, wie lange diese Unsicherheit anhält, und ob es zu einer Verschärfung der Euro-Schuldenkrise kommt. Insgesamt sehen wir aufgrund der nach wie vor bestehenden Notwendigkeit zur Eigenvorsorge und auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in Deutschland jedoch keine dauerhaft negativen Auswirkungen auf das Neugeschäft der OVB Vermögensberatung AG.

Engagierte und kompetente Finanzberater sind entscheidende Faktoren des Geschäftsmodells der OVB Vermögensberatung AG. Die Gewinnung und nachhaltige Bindung einer ausreichenden Zahl von Finanzberatern sind wesentlich für das weitere Wachstum der OVB Vermögensberatung AG. Sie legt daher großen Wert auf deren Aus- und stetige Weiterbildung.

Im Berichtszeitraum war die Fluktuation unter den Außendienstmitarbeitern der OVB Vermögensberatung AG gering, was für die Attraktivität einer selbstständigen Tätigkeit im Netzwerk der OVB spricht. Andererseits befindet sich die Branche der Finanzvertriebe in einer Phase der Konsolidierung, was zeitweilige Verwerfungen und erhöhte Mitarbeiterfluktuation verursachen kann. Die OVB sieht sich aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Lage, einer möglichen Beraterfluktuation durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken. Zu diesen Maßnahmen gehört zum Beispiel ein transparentes und wettbewerbsfähiges Provisionsmodell für den Außendienst.

Branchenrisiken

Branchentypische Risiken der OVB Vermögensberatung AG ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen der Märkte für Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge, Geldanlage und Finanzierungen. Dabei spielen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Einflüsse des Kapitalmarktes und regulatorische Anforderungen an die Vermittlungstätigkeit in Deutschland eine wesentliche Rolle. Einen wesentlichen Einfluss auf den Wettbewerb im Markt für Finanzdienstleistungen in Deutschland haben die regulatorischen Rahmenbedingungen. Im Jahr 2011 hat der Gesetzgeber weitere Regulierungsschritte, wie etwa das Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts auf den Weg gebracht, die gegebenenfalls dazu führen könnten, den Berufseintritt für neue Finanzberater zu erschweren. Dies könnte in Folge auch die Umsatzentwicklung dämpfen. Alle Bestrebungen um eine weitergehende Regulierung des Finanzdienstleistungsmarktes, die insbesondere das Ziel eines erhöhten Anleger-schutzes verfolgen, beobachten wir laufend und analysieren frühzeitig Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell. Aus der Analyse leiten wir Entscheidungen für die strategische Positionierung der OVB Vermögensberatung AG ab.

Auf Basis laufender Beobachtungen des Marktumfeldes analysieren wir Veränderungen und Entwicklungen und leiten daraus Entscheidungen für die strategische Positionierung in Deutschland ab.

Die OVB Deutschland vermittelt Finanzprodukte von Versicherungen, Investmentgesellschaften, Bausparkassen oder Banken.

Die mit der Produktauswahl verbundenen Risiken begrenzen wir durch die Zusammenarbeit mit renommierten und international erfahrenen Produktanbietern auf Basis einer langfristig angelegten Partnerschaft. Durch eine umfassende Marktbeobachtung identifizieren wir Kundenbedürfnisse und Markttrends, die wir in Zusammenarbeit mit den Produktpartnern mit wettbewerbsfähigen, auf die Kundenwünsche zugeschnittenen Produkten bedienen. Im ständigen Dialog mit den Partnern stellen wir die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit unseres Produktportfolios sicher. Insgesamt arbeitet die OVB in Deutschland mit rund 30 Produktpartnern zusammen.

Risiken aus der rückläufigen Attraktivität unserer Produkte begegnen wir durch fortlaufende Beobachtung der Kundenresonanz. Durch ständigen Austausch mit Führungskräften des Außendienstes können deren Erfahrungen und Vorschläge zur Verbesserung und zum Ausbau unseres Produktportfolios und der damit verbundenen Serviceleistungen verwertet werden. Eine Verringerung des Absatzes einzelner Produkte, die durch die Verwerfungen an den Finanzmärkten weniger attraktiv erscheinen, kann die OVB weitgehend durch den verstärkten Absatz anderer Produkte kompensieren.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiken können sich aus Forderungen gegenüber Geschäftspartnern sowie aus der Gewährung von Provisionsvorschüssen und Provisionsrückbelastungen gegenüber dem Außendienst ergeben. In Einzelfällen werden, zur Überbrückung des Zeitraums bis zum Zahlungseingang durch die Produktgeber, erwirtschaftete aber noch nicht vereinnahmte Provisionen an die Finanzberater gezahlt. Risiken aus Forderungsausfällen begegnen wir durch ein risikoorientiertes Forderungs-management und sorgfältige Auswahl unserer Geschäfts- und Produktpartner. Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht risikobehaftet sind, bilden wir entsprechende Wertberichtigungen. Diese berücksichtigen notwendige Informatio-nen über die Bonität der Schuldner, zu erwartende Provisionseinnahmen sowie die Altersstruktur der Forderungen.

Für Stornorisiken haben wir durch entsprechende Rückstellungen vorgesorgt, deren Höhe sich an dem im Haftungszeitraum zugeflossenen Provisionsaufkommen sowie nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu erwartenden Provisionsrückforderungen bemisst.

Risiken bei der Anlage liquider Mittel begrenzen wir durch strenge Bonitätsanforderungen und ein angemessenes Kapitalanlagemanagement. Wir variieren Anlagehorizont, -volumen und Emittenten.

Die OVB Deutschland unterhält Geschäftsbeziehungen zu mehreren Banken, die unterschiedlichen Bankensystemen angehören. Die OVB beobachtet das Standing dieser Banken genau und achtet darauf, dass die eingelegten Mittel möglichst durch entsprechende Sicherungseinrichtungen der jeweiligen Institutsgruppen abgedeckt sind.

Marktrisiken sind Gefahren eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann. Zu den Marktpreisrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und Aktienkursrisiken. Im Bestand befindliche Fonds können durch Marktpreisschwankungen oder Bonitätsveränderungen einem Kursrisiko ausgesetzt sein. Über eine laufende Überwachung unseres Portfolios werden mögliche Ergebnisauswirkungen von Kursschwankungen identifiziert und begrenzt.

Dies kann auch eine kurzfristige, vollständige Liquidation von Positionen umfassen, insbesondere wenn keine geordneten Marktverhältnisse mehr gegeben sind. Währungsrisiken spielen bei der OVB Vermögensberatung AG eine untergeordnete Rolle.

Die OVB Vermögensberatung AG finanziert das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow. Die Steuerung der Liquidität und Anlage überschüssiger Liquidität wird durch regelmäßige Liquiditätsberichte unterstützt.

Betriebliche Risiken

Die OVB Vermögensberatung AG greift zur Abwicklung der Geschäftsabläufe auf interne und externe Mitarbeiter sowie auf technische und bauliche Einrichtungen zurück. Für die Arbeitsabläufe zur Abwicklung und Abrechnung der Geschäftsvorfälle sind verbindliche Regeln definiert, die Vertretungsregelungen einschließen. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Daten operieren, verpflichten sich zur Einhaltung verbindlicher Vorschriften und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den entsprechenden Daten. Das Risiko von Verstößen gegen interne und externe Vorschriften begrenzen wir durch eine Trennung von Operativ- und Kontrollfunktionen. Durch einen angemessenen Versicherungsschutz sichern wir uns gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab.

IT-Risiken

Unsere IT-Strukturen sind weitgehend standardisiert. Um potentielle Ausfälle, Datenverlust, Datenmanipulationen und unerlaubten Zugriff auf unser IT-Netz zu verhindern, setzen wir aktuelle, überwiegend branchenspezifische Standardsoftware namhafter Anbieter ein. Diese wird im Bedarfsfalle durch konzernspezifische Eigenentwicklungen, die kontinuierlicher Qualitätskontrolle unterliegen, ergänzt. Back-up-Systeme, Spiegeldatenbanken und eine definierte Notfallplanung sichern den Datenbestand und gewährleisten die Verfügbarkeit. Unsere IT-Systeme sind durch spezielle Zugangs- und Berechtigungskonzepte sowie eine wirksame und laufend aktualisierte Antivirensoftware geschützt.

Reputationsrisiken

Die Beratung zu Finanzprodukten und ihre Vermittlung werden in der Öffentlichkeit von Fall zu Fall kritisch hinterfragt. Negative Berichterstattung über die Tätigkeit der Finanzberater der OVB Vermögensberatung AG, z.B. wegen der Geltendmachung von Haftungs-ansprüchen aufgrund einer fehlerhaften oder vermeintlich fehlerhaften Beratung durch Finanzberater, oder eine negative Berichterstattung über die durch diese vertriebenen Produkte können – unabhängig von der Berechtigung solcher Ansprüche und der Richtigkeit der Berichte – zu einem Ansehensverlust der Gesellschaft und zu einer negativen Beeinflussung des öffentlichen Vertrauens in die OVB Vermögensberatung AG führen. Wir verfolgen und analysieren derartige Diskussionen mit dem Ziel, einen eventuellen Imageschaden durch präventive Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen. Unsere Ausbildungsstandards entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und werden laufend weiterentwickelt und an sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst. Eine umfassende Dokumentation der Beratungsgespräche sowie strenge Auswahlkriterien für die Aufnahme neuer Produktgeber und Produkte unterstützen diese Zielsetzung.

Beratungs- und Haftungsrisiken

Die Vermittlung von Finanzprodukten durch die für die OVB Vermögensberatung AG tätigen Finanzberater findet regelmäßig im Rahmen einer vorherigen Beratung des Kunden statt. Diese Beratung dient dazu, dem jeweiligen Kunden das auf sein individuelles Versorgungs- und Anlageprofil zugeschnittene Finanzprodukt zu vermitteln.

Eine kontinuierliche Sensibilisierung und Weiterbildung unserer Finanzberater mit Blick auf eine bedarfsgerechte Beratung sowie die notwendige Dokumentation und Protokollierung der Kundengespräche tragen dazu bei, potenzielle Beratungsrisiken zu minimieren. Die öffentliche und umfängliche Diskussion um die Qualität der Finanzberatung in Deutschland generell sowie weiteres Regulierungsbestreben auf nationaler und europäischer Ebene verfolgen wir intensiv, um rechtzeitig mögliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell zu erkennen und erforderliche Anpassungen einleiten zu können.

Rechtliche Risiken

Um Rechtsrisiken zu begegnen, sichern wir uns durch eine umfassende Beratung sowohl durch unsere internen Fachleute als auch durch externe Fachanwälte und Berater im Vorfeld von Entscheidungen und bei der Gestaltung unserer Geschäftsprozesse ab. Risiken aus möglichen Fehlern in der Kundenberatung sowie aus der Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten begegnen wir zum einen durch laufende Begleitung und Bewertung durch unsere Rechtsabteilung. Weiterhin reduzieren wir unser Haftungsrisiko über eine ausreichend bemessene Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.

Die Steuerung der Rechtsrisiken wird durch unsere Rechtsabteilung koordiniert. Dessen Aufgabe besteht neben der Beratung bei Unternehmensentscheidungen und der Gestaltung von Geschäftsprozessen auch in der Begleitung und Bewertung von laufenden Rechtstreitigkeiten.

Steuerliche Risiken

Die OVB beobachtet sich abzeichnende Entwicklungen im deutschen Steuerrecht, insbesondere auch mögliche regulatorische Eingriffe in die steuerliche Behandlung unseres Vertriebsmodells fortlaufend und analysiert sie hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf das Unternehmen. Steuerliche Anforderungen an das Unternehmen überwachen interne und externe Fachleute in Übereinstimmung mit den steuerlichen Regelungen und den von den Finanzverwaltungen dazu ergangenen Anweisungen.

Zusammenfassung der Risiken

Im Wesentlichen ist die Geschäftsentwicklung der OVB Vermögensberatung AG durch Branchenrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken beeinflusst. Das eingesetzte Reporting unterstützt die Überwachung, Steuerung und Kontrolle unserer Risiken aus laufender und zukünftiger Entwicklung und ermöglicht eine frühzeitige Reaktion.

Die Risikosituation bei der OVB Vermögensberatung AG ist weiterhin beherrschbar, soweit Vorgänge innerhalb der Unternehmenssphäre angesprochen sind.

Eine Gesamtbetrachtung der Risiken ergibt, dass die OVB Vermögensberatung AG im Geschäftsjahr keinen Risiken ausgesetzt war, die den Fortbestand der OVB gefährdet haben. Für die wesentlichen, derzeit erkennbaren Risiken haben wir eine ausreichende Risikovorsorge getroffen.

Wir werden unser Risikomanagement- und -controlling-System weiter ausbauen, um die Transparenz der eingegangenen Risiken zu erhöhen und unsere Risikosteuerungsmöglichkeiten weiter zu verbessern.

Die dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen und einen negativen Einfluss auf unsere im nachfolgenden Ausblick abgegebenen Prognosen haben. Dies betrifft insbesondere gesamtwirtschaftliche Risiken.

Chancen für die künftige Unternehmensentwicklung

Geschäftsmodell und -erfolg der OVB Vermögensberatung AG beruhen seit Jahren auf der stark wachsenden Nachfrage nach Beratung im Bereich der Vorsorge, der Absicherung und des Vermögensaufbaus.

Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen und den von unserem Außendienst vermittelten Finanz- und Versicherungsprodukten auch in den kommenden Jahren anhalten wird. Den meisten Bürgern ist die Notwendigkeit privater Vorsorge bewusst. Der demografische Wandel, der den Reformdruck für die umlagefinanzierten sozialen Sicherungssysteme weiter erhöht, dürfte den Trend zu privater kapitalgedeckter Altersvorsorge weiter verstärken. Damit wächst der Bedarf nach Orientierungshilfen durch qualifizierte und verantwortungsvolle Berater in Finanzfragen. Wir leiten hieraus Chancen für positive Impulse auf die Umsatzentwicklung der Gesellschaft ab.

Auch vor dem Hintergrund eines erkennbaren Vertrauensverlusts der Anleger in die Stabilität langfristig angelegter Altersvorsorgekonzepte bleiben staatlich geförderte Produkte wie Riester oder die mit steuerlichen Vorzügen verbundene betriebliche Altersvorsorge für unsere Kundenzielgruppe der privaten Haushalte mit mittleren bis höheren Einkommen unverändert interessant. Ein Sonderthema des Geschäftsjahres 2012 stellt die Einführung von gleich kalkulierten Versicherungstarifen für Männer und Frauen zum Jahresende 2012 dar, die aus Sicht der Gesellschaft einen erhöhten Bedarf nach qualifizierter Beratung nach sich zieht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Die Gesellschaft hat im Oktober 2011 einen Vertrag über die Regelung zukünftiger Provisionsansprüche und deren Zahlung mit einem früheren Landesdirektor abgeschlossen, der seit 2009 bis zum Jahresende 2011 sowohl dem Vorstand der OVB Vermögensberatung AG als auch der OVB Holding AG angehörte. Gegen eine Einmalzahlung in Höhe von Mio. € 10,3 wurden sämtliche Rechte an zukünftigen Abschluss- und Bestandspflegeprovisionsansprüchen der Vertriebsstruktur des früheren Landesdirektors erworben. Die Übertragung der Rechte und die Zahlung des Kaufpreises erfolgten im Januar 2012. Der Erwerb führt in 2012 zu einer entsprechenden Erhöhung der Position sonstige Vermögensgegenstände.

Ausblick

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2011 noch um kräftige 3,0 Prozent gewachsen ist, sind die Aussichten für 2012 aufgrund der internationalen Verschuldungskrise gedämpft. Die Sparzwänge in vielen Ländern drosseln die Konjunktur und verringern damit die Exportchancen der deutschen Industrie.

Unter der Voraussetzung, dass die Krise im Euroraum ab dem Frühjahr 2012 allmählich an Schärfe verliert, erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im zweiten Halbjahr 2012 allerdings eine Belebung der Wirtschaft.

Insgesamt dürfte das deutsche BIP 2012 aber lediglich um 0,6 Prozent zunehmen. Bei einem wieder verlangsamten Preisanstieg sollte die Zahl der Erwerbstätigen – nach einem Abbau zur Jahresmitte – am Jahresende 2012 wieder das Niveau des Jahresbeginns erreichen. Ende 2012 und 2013 könnte die deutsche Wirtschaft dann wieder von ihrer hohen internationalen Wettbewerbsfähigkeit profitieren. Das DIW hält für 2013 ein reales Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent für möglich. Die wirtschaftliche Situation der deutschen Privathaushalte, die für die geschäftlichen Aktivitäten der OVB Vermögensberatung AG von großer Bedeutung ist, dürfte sich 2012/2013 vergleichsweise günstig darstellen.

Auch wenn erhebliche Risiken derzeit fortbestehen, erwarten wir in der Gesamtbetrachtung auf Basis der oben genannten Prognosen für die Geschäftstätigkeit der OVB Vermögensberatung AG in Deutschland im laufenden und im nächsten Jahr tendenziell günstige gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Die Gesellschaft erwartet, den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr im einstelligen Prozentbereich steigern zu können. Mit einer fortdauernden Kostendisziplin sollte das Ziel der Unternehmensleitung erreichbar sein, beim Ergebnis in etwa in den im abgeschlossenen Berichtsjahr erzielten Bereich zu gelangen. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung rechnen wir aus heutiger Sicht für 2013 mit einer leichten Steigerung bei Umsatz und Ertrag gegenüber 2012.

Köln, den 29. Februar 2012

Michael Rentmeister

Oskar Heitz

Jürgen Kotulla

Bilanz

AKTIVA

Vorjahr

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.543.552,00 1.502.663,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.087.047,67 1.236.943,99
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 2.200,00 2.200,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögens gegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.708.093,27 2.271.478,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 408.826,74 316.210,83
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.929.106,69 3.105.752,64
4. Sonstige Vermögensgegenstände 9.870.157,38 11.204.429,34
16.916.184,08
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 3.727.365,80 3.762.528,63
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.078.334,46 15.374.839,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.210,00 80.341,29
38.382.894,01 38.857.388,03
PASSIVA
Vorjahr

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000.000,00
II. Gewinnrücklage
- Gesetzliche Rücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Bilanzgewinn 0,00 478.575,56
11.000.000,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 532.800,00 400.914,70
2. Sonstige Rückstellungen 10.420.871,96 10.266.216,39
10.953.671,96
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.105.274,56 8.435.819,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.877.962,80 7.875.074,45
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 78.937,61 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 357.189,00 400.787,87
- davon aus Steuern € 160.383,30 (Vorj.: € 147.391,17) 16.419.363,97
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00 (Vorj.: € 0,00)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.858,08 0,00
38.382.894,01 38.857.388,03

Gewinn- und Verlustrechnung

Vorjahr

1. Umsatzerlöse 50.056.002,36 48.563.554,25
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.194.863,07 4.617.910,09
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung € 38,26 (Vorj.: € 69,05)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 27.936.380,46 26.263.602,59
4. Rohergebnis 26.314.484,97 26.917.861,75
5. Personalaufwand 6.271.508,46
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.033.259,16
- davon für Altersversorgung: € 84.741,22 (Vorj.: € 41.075,36) 7.304.767,62 7.659.477,22
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.084.972,45 1.300.123,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.268.062,29 10.665.322,29
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung € 4,77 (Vorj.: € 278,73)
8. Betriebsergebnis 6.656.682,61 7.292.938,60
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzvermögens 99,00 99,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 457.610,54 460.177,01
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorj.: € 0,00)
11. Abschreibungen (Zuschreibungen) auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 56.955,14 116.914,36
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 91.317,94 74.753,87
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 54.527,00 (Vorj.: € 63.912,76)
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.966.119,07 7.561.546,38
14. Außerordentliche Erträge 0,00 193.171,28
15. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 1.585,00
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 263.949,83 0,00
17. Sonstige Steuern 11.669,43 6.943,00
18. Abgeführte Gewinne auf Grund eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags 6.713.838,67 7.746.189,66
19. Jahresüberschuss 0,00 0,00
20. Gewinnvortrag 478.575,56 1.178.575,56
21. Ausschüttung 478.575,56 700.000,00
22. Bilanzgewinn 0,00 478.575,56

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die OVB Vermögensberatung AG ist zum 31. Dezember 2011 nach den Kriterien des § 267 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Aufgrund des seit dem 1.1.2008 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zwischen der OVB Holding AG und der OVB Vermögensberatung AG wird kein gesonderter Jahresüberschuss ausgewiesen. Das abzuführende Jahresergebnis wurde als Verpflichtung gegenüber der OVB Holding AG erfasst. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der OVB Holding AG bestehen keine eigene Steuerpflicht der Gesellschaft und kein gesonderter Ausweis von Steuern vom Einkommen und Ertrag.

II. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie der einschlägigen Vorschriften für Aktiengesellschaften aufgestellt.

Die Bilanz wird nach dem in § 266 HGB kodifizierten Gliederungsschema erstellt.

Abweichend vom Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 HGB wurde der Posten „Genossenschaftsanteile“ aus Gründen der Klarheit eingefügt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB sowie mit Ergänzungen durch § 277 Abs. 3 HGB für die Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Anschaffungskosten enthalten entsprechend jeweils den nicht zum Vorsteuerabzug berechtigten Teil der auf die Zugänge entfallenden und in Rechnung gestellten Umsatzsteuer.

Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern degressiv oder linear berechnet. Dabei wurden folgende Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3 bis 10 Jahre
Sachanlagen
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
Büromöbel 10 bis 13 Jahre
übrige Büroausstattung 5 bis 10 Jahre
EDV-Hardware und Peripheriegeräte 3 bis 5 Jahre
Großrechner 7 Jahre
Büromaschinen 5 Jahre
Mietereinbauten Dauer des jeweiligen Mietvertrags

Im Rahmen der in 2004 erfolgten Ausgliederung zu Buchwerten übernommene Vermögensgegenstände werden über die Restnutzungsdauer abgeschrieben.

Im Geschäftsjahr angeschaffte Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden pro rata temporis abgeschrieben. Abgänge des beweglichen Anlagevermögens werden bis zu ihrem Abgang ebenfalls pro rata temporis abgeschrieben.

Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 410 (netto) wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 150 wurden in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst.

Für Anschaffungen von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in 2008 und 2009, deren Anschaffungskosten mehr als € 150,00 aber nicht mehr als € 1.000,00 betragen, werden einheitlich in einem „GWG-Sammelposten“ erfasst und pauschal über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Für erkennbare Risiken sind Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen gebildet worden. Wesentliche Ergebniseffekte ergaben sich nicht.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Kurswert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert ausgewiesen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten ausschließlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Jubiläumsrückstellungen T€ 145 (i.Vj. T€ 74) und Altersteilzeitverpflichtungen T€ 53 ( i.Vj. T€ 3 ).

Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 3,94 % und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Bewertung der Verpflichtungen zu Jubiläumsleistungen erfolgte nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. „Projected-Unit-Credit-Methode“ unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 5,14 % und unter Berücksichtigung eines Anwartschaftstrend und einer altersbedingten Fluktuation von 3%.

Die Rückstellungen für Stornorisiken ermitteln sich aufgrund historischer Stornoquoten und unter Berücksichtigung der Haftungsquote, dem zeitlichen Anfall sowie der Eintrittswahrscheinlichkeit des Stornos. Die Rückstellungen für Stornorisiken wurden nach Maßgabe des § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Aufgrund des seit 1.1.2008 bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der OVB Holding AG (Organträger), erfolgt der Ansatz von latenten Steuern jedoch nur im Jahresabschluss der Organträger als Steuersubjekt. Ein Ansatz bei der OVB Vermögensberatung AG (Organgesellschaft) entfällt daher.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Entwicklung des Unterschiedsbetrages aus der Wahlrechtsausübung infolge der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)

Der aus der Umstellung der langfristigen Rückstellungen für Jubiläumsrückstellungen infolge der geänderten Bewertung durch das BilMoG resultierende Betrag der Überdeckung in Höhe von T€ 11 zum 31. Dezember 2010 reduziert sich aufgrund der Zuführung zu der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen von T€ 71 auf T€ 0 zum 31. Dezember 2011.

Weitere Umstellungseffekte infolge der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergeben sich für die Folgejahre nicht mehr.

IV. Erläuterungen zu Posten des Jahresabschlusses

IV .1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang beigefügt.

IV .2. Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und betreffen Forderungen gegenüber den Partnergesellschaften.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen und betreffen Forderungen gegenüber den Schwesterngesellschaften.

Die Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen Forderungen aus Leistungen gegenüber den Gesellschaftern.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen Partnerunternehmen aus hinterlegter Stornoreserve.

Von den Guthaben bei Kreditinst it uten sind als Sicherheit T€ 5.210 an Banken verpfändet.

IV .3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist in 10.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien (rechnerischer Nennwert je € 1,00) eingeteilt.

Die Gewinnrücklagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt:

Gesetzliche Rücklage

31. Dezember 2011 1.000.000,00

Keine Veränderung in 2011

Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

Bilanzgewinn 1.Januar 2011 478.575,56
Ausschüttung März 2011 478.575,56
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2011 0,00

IV .4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

- Risiko Provisionsrückforderungen T€ 5.872 ( i.Vj. T€ 5.524)
- Abzurechnende Provisionen T€ 2.707 (i.Vj. T€ 2.704)
- Personalrückstellungen T€ 631 (i.Vj. T€ 572)
- Verpflichtungen aus Leistungswettbewerben T€ 442 (i.Vj. T€ 504)

IV .5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten größtenteils Verbindlichkeiten gegenüber der OVB Holding AG im Zusammenhang mit dem zwischen dieser Gesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von T€ 6.714 (i. Vj. T€ 7.746).

IV.6. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Provisionen aus Vermittlungsgeschäften.

Die Gesellschaft und die Handelsvertreter schließen Verträge mit den Produktpartnern auch in der Weise, dass Letztere den Handelsvertretern Provisionsanteile unmittelbar schulden. Die im Jahresabschluss der OVB auszuweisenden Umsatzerlöse und Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten diese unmittelbar den Handelsvertretern geschuldeten Provisionen nicht.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich überwiegend um Erträge aus Kostenerstattungen von Schwestergesellschaften und Außendienstmitarbeitern sowie Auflösungen von Rückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das Ergebnis im Berichtsjahr mit T€ 264 ( i.Vj. T€ 0) und betreffen Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) sowie Gewerbesteuer aus vororganschaftlicher Zeit.

V. Sonstige Angaben

V.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen besteht voraussichtlich ein Obligo an Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von T€ 1.452.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:

Gewährte Pfandrechte (davon Bürgschaft € 112.484,22 ) € 3.352.461,61
Übernommene Bürgschaften € 302.587,00
Gegenüber verbundenen Unternehmen (Gewährte Pfandrechte) € 51.656,28
€ 3.706.704,89

Hierfür wurden keine Rückstellungen gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme nicht gerechnet wird.

V.2. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und Unternehmen

In Anbindung an die Veränderungen im Vorstand wurde im Oktober 2011 ein Vertrag über die Regelung zukünftiger Provisionsansprüche und deren Zahlung abgeschlossen. Gegen eine Einmalzahlung in Höhe von Mio. € 10,3 wurden sämtliche Rechte an zukünftigen Abschluss- und Bestandspflegeprovisionsansprüchen der Vertriebsstruktur des ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds erworben. Die Übertragung der Rechte und die Zahlung des Kaufpreises erfolgten im Januar 2012. Der Erwerb führt in 2012 zu einer entsprechenden Erhöhung der Position "sonstige Vermögensgegenstände.

V.3. Vorstand, Aufsichtsrat

Vorstandsmitglieder sind:

Herr Michael Rentmeister, Vorsitzender des Vorstandes ( ab 1.1.2011)

Herr Wilfried Kempchen, Kaufmann, Vorsitzender des Vorstands (bis 31.12.2011)

Herr Oskar Heitz, Bankkaufmann, Vorstand Finanzen und Verwaltung

Herr Jürgen Kotulla, Diplom-Ökonom, Vorstand Vertrieb und Marketing

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands bzw. der Geschäftsführung belaufen sich in 2011 auf T€ 314

Aufsichtsratsmitglieder sind:

Michael Johnigk, Mitglied des Vorstands Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg; SIGNAL Krankenversicherung a. G., Dortmund; IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg; SIGNAL Unfallversicherung a. G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG, Dortmund; SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund; PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Marlies Hirschberg-Tafel, Mitglied des Vorstands Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg; SIGNAL Krankenversicherung a. G., Dortmund; IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg; SIGNAL Unfallversicherung a. G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG, Dortmund; SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund; PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund (Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates seit 1.Juli 2011)

Jens O. Geldmacher, Mitglied des Vorstands Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg; SIGNAL Krankenversicherung a. G., Dortmund; IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg; SIGNAL Unfallversicherung a. G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG, Dortmund; SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund; PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft, Dortmund – jeweils bis 30. Mai 2011

(Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 30. Mai 2011)

Christian Graf von Bassewitz, Bankier i. R.

Winfried Spies, Vorsitzender des Vorstands Generali Versicherung AG, München, Generali Lebensversicherung AG, München, Generali Beteiligungs- und Verwaltungs AG, München

Dr. Frank Grund, Vorsitzender des Vorstands Basler Versicherungen, Bad Homburg; Deutscher Ring Lebensversicherung-AG, Hamburg; Deutscher Ring Sachversicherungs-AG, Hamburg

Jan De Meulder, Leiter des Konzernbereichs International in der Konzernleitung der Baloise Group, Basel, Schweiz

Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr T€ 35.

V.4. Honorare des Abschlussprüfers

In 2011 sind T€ 73 an Honorare ausschließlich für Abschlussprüferleistungen angefallen.

V.5. Angabe der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 110,5 Angestellte beschäftigt.

V.6. Konzernabschluss

Mutterunternehmen, das einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die OVB Holding AG, Köln (Amtsgericht Köln, HRB 34649). Die Gesellschaft wird in diesem Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Internet unter www.ovb.ag/InvestorRelations zugänglich oder bei der Gesellschaft erhältlich.

Die Signal Iduna Gruppe ist mehrheitlich an der OVB Holding AG beteiligt. Die Signal Iduna Gruppe stellt einen Gleichordnungsvertragskonzern dar. Die Obergesellschaften des Gleichordnungsvertragskonzerns sind:

SIGNAL Krankenversicherung a.G., Dortmund
IDUNA Vereinigte Lebensversicherung aG für Handwerk, Handel und Gewerbe, Hamburg
SIGNAL Unfallversicherung a.G., Dortmund
Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg.

V.7. Bestehen einer Beteiligung an der Gesellschaft

Der Gesellschaft ist von der OVB Holding AG das Bestehen einer Beteiligung gemäß § 20 AktG mitgeteilt worden.

Köln, den 24. Februar 2012

Michael Rentmeister

Oskar Heitz

Jürgen Kotulla

Historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2011

Zugang

Abgang

Stand 31.12.2011

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.206.380,63 699.671,87 15.158,72 9.890.893,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.215.212,00 0,00 0,00 1.215.212,00
10.421.592,63 699.671,87 15.158,72 11.106.105,78
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.242.413,95 454.886,58 931.800,61 4.765.499,92
5.242.413,95 454.886,58 931.800,61 4.765.499,92
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 2.200,00 0,00 0,00 2.200,00
2.200,00 0,00 0,00 2.200,00
Anlagevermögen gesamt 15.666.206,58 1.154.558,45 946.959,33 15.873.805,70
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2011

Zugang

Abgang

Stand 31.12.2011

--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.703.717,63 658.781,87 15.157,72 8.347.341,78
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.215.212,00 0,00 0,00 1.215.212,00
8.918.929,63 658.781,87 15.157,72 9.562.553,78
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.005.469,96 426.190,58 753.208,29 3.678.452,25
4.005.469,96 426.190,58 753.208,29 3.678.452,25
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 12.924.399,59 1.084.972,45 768.366,01 13.241.006,03
Buchwert
31.12.2011

31.12.2010

--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.543.552,00 1.502.663,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
1.543.552,00 1.502.663,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.087.047,67 1.236.943,99
1.087.047,67 1.236.943,99
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 2.200,00 2.200,00
2.000,00 2.200,00
Anlagevermögen gesamt 2.632.799,67 2.741.806,99

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der OVB Vermögensberatung AG, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 2. März 2012

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Sack, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ralf Scherello, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 23.03.2012 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der OVB Vermögensberatung AG hat im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Zu seinen Aufgaben gehörten insbesondere die Diskussion und Entscheidungsfindung zur strategischen Weiterentwicklung der OVB Vermögensberatung AG, zu verschiedenen Sachthemen und zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen, die Prüfung des Jahresabschlusses der OVB Vermögensberatung AG sowie Beratungen und Entscheidungen zu personellen Veränderungen in den Organen der Gesellschaft.

Zusammenwirken von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten, seine Geschäftsführung kontinuierlich begleitet und überwacht und sich von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat auch im Berichtsjahr durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte zur Planung, zur Entwicklung der Geschäfts- und Finanzlage der Gesellschaft einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen wurden vorgetragen, begründet und diskutiert. Der Aufsichtsrat erörterte mit dem Vorstand die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge – insbesondere die Weiterentwicklung und strategische Ausrichtung der Gesellschaft. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat rechtzeitig und unmittelbar eingebunden. Die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse hat der Aufsichtsrat gefasst.

Geschäftsvorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften oder von besonderer Bedeutung waren, wurden vor Beschlussfassung jeweils im Aufsichtsrat mit dem Vorstand eingehend beraten. Über besondere Absichten und Vorhaben, die für das Unternehmen eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert, und hat – sofern erforderlich – sein schriftliches Votum erteilt. Auch außerhalb der Sitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand, so dass er über wesentliche Ereignisse zur Beurteilung der Lage und der Perspektiven der Gesellschaft stets unverzüglich in Kenntnis gesetzt war.

Beratungen im Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2011 ist der Aufsichtsrat zu vier turnusmäßigen Sitzungen zusammengetreten. Die Sitzungen fanden in Anwesenheit des Vorstands statt. Kein Aufsichtsratsmitglied nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil. Die Präsenz in den Sitzungen lag im Durchschnitt bei 95,8 Prozent. Dringende Beschlüsse wurden zudem auf schriftlichem Weg im Umlaufverfahren gefasst.

Die Finanzlage, die mittelfristige Unternehmensplanung sowie die Umsetzung der Strategie im deutschen Markt zählten zu ständigen Themen der Sitzungen. Daneben wurde die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft, die Entwicklung bei den Finanzberatern und Mitarbeitern, das Risikomanagement und dessen Weiterentwicklung sowie die Compliance-Maßnahmen in der Gesellschaft regelmäßig im Plenum beraten.

In der Bilanzsitzung vom 25. März 2011 hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft unterrichtet sowie den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie die Feststellungen des Abschlussprüfers erörtert und den Jahresabschluss nach eingehender Erörterung gebilligt. Der Aufsichtsrat hat zudem die Tagesordnung für die Hauptversammlung der Gesellschaft am gleichen Tage mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet.

In der Aufsichtsratssitzung am 10. Juni 2011 hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftsentwicklung und Lage der Gesellschaft unterrichtet sowie die Kennzahlenanalyse und den Ampelreport des Risikomanagements erörtert. Zugleich wurde vorgeschlagen, Frau Marlies Hirschberg-Tafel einer zeitnah einzuberufenden Hauptversammlung zur Nachfolgerin des aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Jens. O. Geldmacher vorzuschlagen.

Nachdem die außerordentliche Hauptversammlung der OVB Vermögensberatung AG Frau Marlies Hirschberg-Tafel am 24. Juni 2011 in den Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt hatte, haben die Mitglieder des Aufsichtsrats sie im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens mit Wirkung zum 1. Juli 2011 zur Stellvertreterin des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Am 2. September 2011 fand eine Sitzung des Aufsichtsrats statt, in der Herr Michael Rentmeister ab 1. Januar 2012 für die Dauer von fünf Jahren als Nachfolger von Herrn Wilfried Kempchen zum Mitglied des Vorstands bestellt und zum Vorstandsvorsitzenden der OVB Vermögensberatung AG ernannt wurde. Ferner hat der Vorstand zur aktuellen Lage der Gesellschaft sowie zum Risikomanagement berichtet.

Inhalt der Aufsichtsratssitzung vom 2. Dezember 2011 war wiederum die aktuelle geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft. Gegenstand ausführlicher Beratung waren ferner die vom Vorstand vorgestellte Planung 2012, das Risikomanagement sowie der Compliance-Bericht zum 30. November 2011. Ebenfalls Inhalt der Sitzung waren Vergütungsregelungen des Vorstands.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2011

Die von der Hauptversammlung vom 25. März 2011 bestellte und durch den Aufsichtsrat beauftragte PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den handelsrechtlichen Jahresabschluss und den Lagebericht der OVB Vermögensberatung AG zum 31. Dezember 2011 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat unverzüglich nach der Fertigstellung erhalten. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 23. März 2012, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, nach eingehender Vorprüfung ausführlich erörtert.

Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat in Ergänzung zum schriftlichen Prüfungsbericht über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung mündlich berichtet und stand den Mitgliedern des Aufsichtsrats darüber hinaus für weitergehende Auskünfte zur Verfügung.

Nach Abschluss seiner eigenen Prüfung hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen, da Einwendungen gegenüber dem Jahresabschluss nicht zu erheben waren. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss für das Jahr 2011, der damit festgestellt ist.

Personelle Veränderungen in Aufsichtsrat und Vorstand

Am 30. Mai 2011 legte Herr Jens O. Geldmacher im Zuge eines Unternehmenswechsels sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung nieder. Die außerordentliche Hauptversammlung der OVB Vermögensberatung AG vom 24. Juni 2011 hat Frau Marlies Hirschberg-Tafel zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Im Wege des schriftlichen Umlaufverfahrens wählte der Aufsichtsrat Frau Hirschberg-Tafel mit Wirkung zum 1. Juli 2011 zur Stellvertreterin des Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Geldmacher für die gute Zusammenarbeit und seinen Einsatz für das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren.

Mit Ablauf des Geschäftsjahres hat Herr Wilfried Kempchen, der dem Vorstand der OVB Vermögensberatung seit Juli 2009 angehörte, seine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der OVB Vermögensberatung AG beendet. In dieser Zeit hat er die Gesellschaft mit sicherer Hand durch die Finanz- und Wirtschaftskrise gesteuert und den Vertrieb in Deutschland gefestigt.

Der Aufsichtsrat dankt Herrn Kempchen, der auf eine insgesamt 41 Jahre umfassende erfolgreiche Tätigkeit für die OVB Vermögensberatung AG zurückblicken kann für seinen großen Einsatz. Er hat sich in besonderer Weise um das Unternehmen verdient gemacht.

Mit Wirkung ab dem 1. Januar 2012 wurde Herr Michael Rentmeister zum Vorstand der Gesellschaft bestellt und zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Führungskräften der Gesellschaft sowie allen Finanzberatern und Mitarbeitern für die von ihnen geleistete Arbeit und ihren Einsatz im Geschäftsjahr 2011.

Köln, den 23. März 2012

Für den Aufsichtsrat

Michael Johnigk, Vorsitzender