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Österreichische Post AG

Quarterly Report Aug 7, 2024

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Quarterly Report

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Q alles klar. Zukunft:

ÖSTERREICHISCHE POST

Halbjahresfinanzbericht 2024

02

Zuverlässig einfach weiter.

Highlights H1 2024

Umsatz

  • _ Umsatzerlöse um 17,2% auf 1.505,2 Mio EUR erhöht
  • _ Anstieg in allen Divisionen: Brief & Werbepost +3,5%, Paket & Logistik +28,1% und Filiale & Bank +25,0%

Ergebnis

  • _ Ergebnisanstieg (EBIT) um 10,9% auf 105,6 Mio EUR
  • _ Ergebnis je Aktie von 1,13 EUR auf 1,12 EUR (–1,5%)

Cashflow und Bilanz

_ Operativer Free Cashflow bei 147,1 Mio EUR und Eigenkapital von 682,0 Mio EUR

Ausblick

  • _ Umsatzanstieg 2024 zumindest im oberen einstelligen Bereich
  • _ EBIT-Wachstum 2024 im mittleren einstelligen Bereich erwartet

Kennzahlenüberblick

Mio EUR H1 2023 H1 2024 Veränderung
ERTRAGSKENNZAHLEN
Umsatzerlöse 1.284,8 1.505,2 17,2 %
EBITDA 189,0 211,5 11,9 %
EBITDA-Marge 14,7% 14,1%
EBIT 95,2 105,6 10,9 %
EBIT-Marge 7,4% 7,0%
Periodenergebnis 78,6 78,5 –0,2%
Ergebnis je Aktie (EUR)1 1,13 1,12 –1,5 %
Mitarbeiter*innen (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 26.950 27.803 3,2%
CASHFLOW UND CAPEX
Cashflow aus dem Ergebnis 156,7 185,8 18,6%
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 11,4 185,7 >100%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –99,0 –126,4 –27,7%
Operativer Free Cashflow2 115,5 147,1 27,3%
CAPEX 47,6 46,3 –2,7%
Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024 Veränderung
BILANZKENNZAHLEN
Bilanzsumme 5.677,1 5.957,1 4,9%
Eigenkapital 716,7 682,0 –4,8%
Eigenkapitalquote 12,6% 11,4%
Finanzverschuldung 121,8 197,5 62,2%
Finanzverschuldung inkl. IFRS 16 511,3 588,7 15,1%
Capital Employed3 1.362,2 1.362,3 0,0%

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

2 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets

3 Die Gesellschaft bank99 wurde in der Berechnung nicht berücksichtigt, da diese Kennzahl inhaltlich nur für das Logistikgeschäft relevant ist.

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionär*innen!

Der Geschäftsverlauf der Österreichischen Post war im ersten Halbjahr 2024 von einer soliden operativen Entwicklung und positiven Rahmenbedingungen geprägt. Dies zeigte sich am erfreulichen Umsatz- sowie auch Ergebnisanstieg. Insbesondere die großen landesweiten Wahlen in Österreich, wie die Arbeiterkammerwahl und die Europawahl, haben dem Unternehmen ein Umsatz- und Ergebnisplus im Brief- und Werbegeschäft beschert. Auch der nationale Paketmarkt verzeichnete eine starke Entwicklung, angetrieben durch hohe Mengen von europäischen und asiatischen E-Commerce-Händler*innen. In der Türkei ist die Geschäftsentwicklung stark von der hohen Inflation und dem Wechselkurs beeinflusst – mit positiven Effekten auf die Halbjahreskennzahlen.

Die Umsatzerlöse des Post-Konzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 17,2% auf 1.505,2 Mio EUR. Auch exklusive des Umsatzes in der Türkei betrug der Umsatzanstieg 10,3%. In allen Divisionen wurde in den ersten sechs Monaten ein Anstieg verzeichnet: Der Umsatz der Division Brief & Werbepost erhöhte sich um 3,5% auf 619,0 Mio EUR, die Division Paket & Logistik generierte im Berichtszeitraum ein Umsatzplus von 28,1% auf 804,9 Mio EUR. Und die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von 95,7 Mio EUR (+25,0%).

Auch ergebnisseitig verzeichnete die Österreichische Post ein verbessertes erstes Halbjahr. Das EBITDA steigerte sich um 11,9% auf 211,5 Mio EUR und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 10,9% auf 105,6 Mio EUR. Das Periodenergebnis betrug im ersten Halbjahr 2024 78,5 Mio EUR (–0,2%), nachdem im Vorjahr ein positiver Bewertungseffekt im Finanzergebnis inkludiert war. Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 1,12 EUR nach 1,13 EUR in der Vorjahresperiode (–1,5%).

Für die nächsten Quartale werden auf den internationalen Brief- und Paketmärkten weiterhin divergierende Trends erwartet. Das schwache Wirtschaftswachstum in vielen Ländern Europas und das damit verbundene zurückhaltende Investitionsklima beeinflusst das Kaufverhalten von Unternehmen und privaten Konsument*innen. Wie bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres ersichtlich, wird das Umsatzwachstum 2024 durch positive Rahmenbedingungen begünstigt. Gemäß aktuellen Entwicklungen sollte – abhängig vom Wechselkurs der türkischen Lira zum Jahresende – ein Umsatzanstieg zumindest im oberen einstelligen Bereich möglich sein. Umsatzwachstum einerseits aber auch Kostendisziplin und Effizienz anderseits sind notwendig, um die angepeilte Stabilität der Österreichischen Post sicherzustellen. Die Österreichische Post geht von einem Ergebnisanstieg für 2024 aus. In einem anhaltend stabilen makroökonomischen Umfeld in den Märkten des Unternehmens ist mit einer EBIT-Verbesserung im mittleren einstelligen Bereich zu rechnen.

Das massive Investitionsprogramm der letzten Jahre – in Österreich wurde die Sortierkapazität nahezu verdreifacht – ist mittlerweile abgeschlossen. Schwerpunkte der Investitionen der nächsten Jahre sind der Ausbau der internationalen Logistikinfrastruktur sowie der E-Mobilität. Bis 2030 gilt es beispielsweise die CO2-freie Zustellung auf der letzten Meile in Österreich umzusetzen.

Wien, am 30. Juli 2024

Der Vorstand

GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)

WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)

PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)

Konzernlagebericht für das erste Halbjahr 2024

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1 Änderungen im Konsolidierungskreis

Im ersten Halbjahr 2024 erfolgten keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis.

1.2 Ertragslage

1.2.1 UMSATZENTWICKLUNG

Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 17,2% auf 1.505,2 Mio EUR, exklusive Paket Türkei betrug der Anstieg 10,3%. In allen Divisionen wurde in den ersten sechs Monaten ein Anstieg verzeichnet: In der Division Brief & Werbepost erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,5%, in der Division Paket & Logistik um 28,1% (+15,2% exklusive Paket Türkei) und in der Division Filiale & Bank um 25,0%.

Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen Post betrug im ersten Halbjahr 2024 40,7%. Der Divisionsumsatz in der Höhe von 619,0 Mio EUR ist geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution, aber auch positiv beeinflusst von den Tarifanpassungen des Vorjahres sowie den großen landesweiten Wahlen in Österreich (Arbeiterkammer-, Europawahl) im ersten Halbjahr 2024. Darüber hinaus ist ein verhaltenes Werbegeschäft feststellbar, bedingt durch die schwache Entwicklung in einzelnen Handelssegmenten.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 53,0% am Konzernumsatz bzw. 804,9 Mio EUR. Das Paketgeschäft entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv. Besonders in der Türkei war ein starkes Umsatzwachstum zu verzeichnen, maßgeblich beeinflusst von der hohen Inflation und dem Wechselkurs der türkischen Lira.

Die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Halbjahr 2024 einen Anteil am Konzernumsatz von 6,3% bzw. 95,7 Mio EUR. Der Hochlauf der Kund*innen der bank99 sowie die Entwicklung der Zinslandschaft der letzten Monate trug positiv zum Divisionsumsatz bei.

H1 2024 Veränderung Q2 2024
Mio EUR H1 2023 % Mio EUR Q2 2023
UMSATZERLÖSE 1.284,8 1.505,2 17,2 % 220,4 620,2 746,6
Brief & Werbepost 598,1 619,0 3,5% 21,0 289,5 303,5
Paket & Logistik 628,4 804,9 28,1% 176,5 301,3 402,0
Filiale & Bank 76,5 95,7 25,0% 19,1 39,1 48,4
Corporate/Konsolidierung –18,2 –14,4 20,8% 3,8 –9,7 –7,4
Werktage in Österreich 124 124 60 60

Umsatz nach Divisionen

In der regionalen Betrachtung der Umsatzerlöse der Österreichischen Post wurden im ersten Halbjahr 2024 76,3% in Österreich erwirtschaftet. International ist die Österreichische Post in den ersten sechs Monaten 2024 mit 23,7% der Umsatzerlöse vertreten. Davon

entfielen auf die Türkei (und Aserbaidschan) 15,6%, auf den Raum Südost- und Osteuropa 7,0% der Umsatzerlöse. In Deutschland wurden 1,2% der Umsatzerlöse generiert.

Umsatzentwicklung Division Brief & Werbepost

H1 2024 Veränderung Q2 2023 Q2 2024
Mio EUR H1 2023 % Mio EUR
UMSATZERLÖSE 598,1 619,0 3,5 % 21,0 289,5 303,5
Briefpost & Business Solutions 378,7 389,3 2,8% 10,6 180,6 188,7
Werbepost 155,3 160,9 3,6% 5,6 76,1 79,6
Medienpost 64,1 68,8 7,4% 4,7 32,8 35,2
Interne Leistungsverrechnung 2,3 2,1 –7,9% –0,2 1,2 1,1
UMSATZERLÖSE GESAMT 600,4 621,2 3,5 % 20,8 290,7 304,6
davon Umsatzerlöse mit Dritten 589,9 614,9 4,2% 25,0 284,9 301,3

Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 619,0 Mio EUR stammte im ersten Halbjahr 2024 zu 62,9% aus dem Bereich Briefpost & Business Solutions, zu 26,0% aus Werbepost und zu 11,1% aus Medienpost.

Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 389,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 um 2,8% über dem Niveau des Vorjahres. Im Volumen zeigte sich weiterhin eine rückläufige Mengenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen. Die klassischen Briefvolumen in Österreich haben sich im ersten Halbjahr 2024 um 7% reduziert. Positiv wirkten die Tarifanpassungen mit September des Vorjahres sowie Wahlen im ersten Halbjahr 2024 (v.a. Arbeiterkammer- und Europawahl). Der Inflationsdruck bei allen Kostenarten führte zu Anpassungen in der Produktund Preisstruktur sowie zu notwendigen Effizienzsteigerungen der internen Abläufe. Die internationale Briefpost

zeigte Rückgänge im Volumen und im Umsatz, der Bereich Business Solutions entwickelte sich positiv.

Die Umsatzerlöse der Werbepost erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 3,6% auf 160,9 Mio EUR. Das zurückhaltende Werbeverhalten, geprägt von konjunkturellen Schwierigkeiten sowie der strukturelle Rückgang in bestimmten Kund*innensegmenten (z.B. Möbel- und Versandhandel), konnten durch Anpassungen in der Preisstruktur kompensiert werden. Auch die großen Wahlen im ersten Halbjahr 2024 wirkten positiv auf die Umsatzerlöse.

Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, erhöhte sich im Periodenvergleich um 7,4% auf 68,8 Mio EUR. Dieser Anstieg ist überwiegend auf Preisanpassungen zurückzuführen.

Veränderung Mio EUR H1 2023 H1 2024 % Mio EUR Q2 2023 Q2 2024 UMSATZERLÖSE 628,4 804,9 28,1 % 176,5 301,3 402,0 Paket Österreich 373,9 434,8 16,3% 60,9 188,8 219,3 Paket Türkei 133,0 234,5 76,2% 101,4 49,5 116,3 Paket CEE/SEE 91,7 107,9 17,7% 16,2 48,3 52,3 Logistics Solutions/Konsolidierung 29,8 27,8 –6,8% –2,0 14,7 14,1 Interne Leistungsverrechnung 0,3 0,4 5,4% 0,0 0,2 0,2 UMSATZERLÖSE GESAMT 628,8 805,3 28,1 % 176,5 301,5 402,2 davon Umsatzerlöse mit Dritten 617,7 793,6 28,5% 175,9 295,9 396,3

Umsatzentwicklung Division Paket & Logistik

Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Halbjahr 2024 um 28,1% auf 804,9 Mio EUR, exklusive Paket Türkei lag das Wachstum bei 15,2%. Das Paketgeschäft entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv.

Der Bereich Paket Österreich generierte im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 16,3% auf 434,8 Mio EUR. Die Paketvolumen verzeichneten im ersten Halbjahr 2024 ein Wachstum von 13%, das sowohl auf das starke Vertrauen in die Qualität der Österreichischen Post als auch auf die steigenden nationalen und internationalen Paketmengen zurückzuführen ist.

Die Umsatzerlöse in der Türkei und Aserbaidschan (Paket Türkei) steigerten sich um 76,2% auf

234,5 Mio EUR im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2023. Dieses hohe Wachstum ist maßgeblich durch die Inflation in der Türkei und dem im Vergleich dazu im ersten Halbjahr 2024 relativ stabil verlaufenen Wechselkurs der türkischen Lira geprägt.

Das Paketgeschäft in Südost- und Osteuropa (Paket CEE/SEE) zeigt weiterhin positive Zuwachsraten. Die Umsatzerlöse stiegen in den ersten sechs Monaten 2024 um 17,7% auf 107,9 Mio EUR. Einen starken Anstieg gab es in dieser Region von Paketen aus Asien.

Der Bereich Logistics Solutions/Konsolidierung fiel in der aktuellen Berichtsperiode durch Konsolidierungseffekte um 2,0 Mio EUR auf 27,8 Mio EUR.

Veränderung
Mio EUR H1 2023 H1 2024 % Mio EUR Q2 2023 Q2 2024
UMSATZERLÖSE 76,5 95,7 25,0 % 19,1 39,1 48,4
Erträge aus Finanzdienstleistungen 56,6 75,2 32,9% 18,6 29,1 37,9
Filialdienstleistungen 19,9 20,5 2,8% 0,6 10,0 10,5
Interne Leistungsverrechnung 94,5 101,0 6,9% 6,5 47,1 50,5
UMSATZERLÖSE GESAMT 171,1 196,7 15,0 % 25,6 86,2 98,9
davon Umsatzerlöse mit Dritten 76,3 95,5 25,1% 19,1 39,0 48,3

Umsatzentwicklung Division Filiale & Bank

Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 25,0% auf 95,7 Mio EUR und bestanden zu 78,6% aus Erträgen aus Finanzdienstleistungen und zu 21,4% aus Filialdienstleistungen. Die Erträge aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich in der aktuellen Berichtsperiode um 32,9% auf

75,2 Mio EUR. Ausschlaggebend dafür ist das erhöhte Zinsumfeld in Europa sowie der Kund*innenhochlauf der bank99. Die Filialdienstleistungen stiegen im ersten Halbjahr 2024 um 2,8% auf 20,5 Mio EUR aufgrund inflationsbedingter Preisanpassungen im Bereich der Handelswaren.

Konzern-Ertragslage

H1 2024 Veränderung
Mio EUR H1 2023 % Mio EUR Q2 2023 Q2 2024
UMSATZERLÖSE 1.284,8 1.505,2 17,2 % 220,4 620,2 746,6
Sonstige betriebliche Erträge 38,0 47,8 26,0% 9,9 19,4 24,3
Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen
–374,7 –433,9 –15,8% –59,2 –177,1 –209,6
Aufwand für Finanzdienstleistungen –5,8 –23,7 <-100% –17,8 –3,9 –12,4
Personalaufwand –579,2 –692,7 –19,6% –113,5 –279,4 –350,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen –177,9 –196,2 –10,3% –18,3 –86,6 –92,4
Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
0,8 1,3 63,8% 0,5 0,8 0,8
Gewinn aus der Nettoposition monetärer
Posten
3,1 3,6 15,9% 0,5 0,7 1,7
EBITDA 189,0 211,5 11,9 % 22,5 93,9 108,1
Abschreibungen –93,8 –105,9 –12,9% –12,1 –45,7 –54,9
EBIT 95,2 105,6 10,9 % 10,4 48,2 53,2
Finanzergebnis 5,7 –1,6 <-100% –7,3 9,1 –2,9
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 100,9 104,0 3,0 % 3,1 57,3 50,3
Ertragsteuern –22,3 –25,5 –14,5% –3,2 –10,6 –13,5
PERIODENERGEBNIS 78,6 78,5 –0,2 % –0,2 46,6 36,8
ZUZURECHNEN AN:
Aktionäre des Mutterunternehmens 76,5 75,3 –1,5% –1,1 45,5 35,6
Nicht beherrschende Anteile 2,1 3,1 44,8% 1,0 1,1 1,2
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)1 1,13 1,12 –1,5 % –0,02 0,67 0,53

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

1.2.2 ERGEBNISENTWICKLUNG

Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (46,0%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (28,8%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (13,0%). Weiters entfielen 7,0% auf Abschreibungen und 1,6% auf Aufwendungen für Finanzdienstleistungen.

Der Personalaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf 692,7 Mio EUR, dies entspricht einem Anstieg von 19,6% bzw. 113,5 Mio EUR. Die Veränderung resultiert einerseits aus einem Anstieg der Mitarbeiter*innen im Post-Konzern außerhalb Österreichs sowie andererseits aus der kollektivvertraglichen Gehaltsanpassung im operativen Personalaufwand sowohl in Österreich als auch international. Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den ersten sechs Monaten 2024 durchschnittlich 27.803 Mitarbeiter*innen (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 26.950 Mitarbeiter*innen tätig waren (+3,2%).

Die nicht-operativen Personalaufwendungen betreffen Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind. Im ersten Halbjahr 2024 sind keine signifikanten Belastungen angefallen.

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 15,8% auf 433,9 Mio EUR. Erhöhend wirkten vor allem Transporte durch externe Dienstleister*innen aufgrund der Mehrmenge an Paketen in Österreich sowie in Südost- und Osteuropa.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im ersten Halbjahr 2024 um 26,0% auf 47,8 Mio EUR. Diese Entwicklung ist auf inflationsbedingte Preisanpassungen (z. B. Vermietungen) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 10,3% auf 196,2 Mio EUR. Steigerungen waren im Besonderen im Bereich der IT-Dienstleistungen und der Instandhaltung zu bemerken.

Für die türkischen Tochtergesellschaften ist der Bilanzierungsstandard IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) anzuwenden. Dementsprechend wurden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die nichtmonetären Posten anhand des allgemeinen Preisindex angepasst (siehe Geschäftsbericht 2023, Konzernabschluss, Punkt 3.3 Hochinflation). Der Gewinn bzw. Verlust aus der Nettoposition monetärer Posten ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als eigener Posten dargestellt. Im ersten Halbjahr 2024 betrug der Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten 3,6 Mio EUR (+15,9%).

Das EBITDA lag im ersten Halbjahr 2024 mit 211,5 Mio EUR um 11,9% über dem Niveau des Vorjahres von 189,0 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge von 14,1%.

Die Abschreibungen waren in den ersten sechs Monaten 2024 mit 105,9 Mio EUR um 12,9% bzw. 12,1 Mio EUR über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erfolgte Investitionen in neue Standorte für die Paket-Logistikinfrastruktur zurückzuführen.

Das EBIT erreichte 105,6 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 nach 95,2 Mio EUR im Vorjahr (+10,9%). Die EBIT-Marge betrug 7,0%.

Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr 2024 von 5,7 Mio EUR auf minus 1,6 Mio EUR verändert. In der Berichtsperiode des Vorjahres war ein positiver Bewertungseffekt von 7,1 Mio EUR aus Finanzparametern der Optionsverbindlichkeit für die restlichen 20% der Anteile an Aras Kargo enthalten.

Die Ertragssteuern erhöhten sich von 22,3 Mio EUR auf 25,5 Mio EUR. Das Periodenergebnis für die ersten sechs Monate 2024 betrug 78,5 Mio EUR nach 78,6 Mio EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres (–0,2%). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,12 EUR nach 1,13 EUR in der Vorjahresperiode.

EBIT nach Divisionen

Veränderung
Mio EUR H1 2023 H1 2024 % Mio EUR Marge H1 20241 Q2 2023 Q2 2024
EBIT 95,2 105,6 10,9 % 10,4 7,0 % 48,2 53,2
Brief & Werbepost 77,6 83,0 6,9% 5,3 13,4% 36,7 40,7
Paket & Logistik 36,3 47,3 30,1% 10,9 5,9% 19,7 23,1
Filiale & Bank 1,1 –5,3 <–100% –6,4 –2,7% 0,3 –2,6
Corporate/Konsolidierung2 –19,9 –19,4 2,6% 0,5 –8,4 –7,9

1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt

2 Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren

Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2024 stieg von 95,2 Mio EUR auf 105,6 Mio EUR (+10,9%) und war geprägt von einer sehr positiven Umsatzentwicklung (+17,2%), aber auch von inflationsbedingten Kostensteigerungen.

Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in den ersten sechs Monaten 2024 ein EBIT von 83,0 Mio EUR nach 77,6 Mio EUR im Vorjahr (+6,9%). Dieser Anstieg ist auf die Anpassungen in der

Produkt -und Preisstruktur der Briefpost per 1. September 2023 sowie auf die Wahlen im ersten Halbjahr 2024, aber auch auf Preiserhöhungen in der Werbe- und Medienpost, zurückzuführen.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 47,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 nach 36,3 Mio EUR in der Vorjahresperiode (+30,1%). Das Paketgeschäft hat sich in allen Regionen der Österreichischen Post gut entwickelt. Maßgeblich zum Ergebnisanstieg beigetragen hat das Paketgeschäft in der Türkei. Der Geschäftsverlauf in der Türkei ist weiterhin von Inflation und Währungsumrechnung stark beeinflusst.

Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von minus 5,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 nach 1,1 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Rückgang ist vor allem auf IT-Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Migration der Kernbankensysteme der bank99 zurückzuführen.

Das EBIT der Division Corporate (inklusive Konsolidierung und konzerninternes Umlageverfahren) veränderte sich von minus 19,9 Mio EUR auf minus 19,4 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post-Arbeitsmarkts.

1.3 Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur nach Positionen

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024 Struktur
30.06.2024
AKTIVA
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte 1.502,2 1.507,6 25,3%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 94,6 86,3 1,4%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 28,3 29,6 0,5%
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 591,5 601,3 10,1%
Andere finanzielle Vermögenswerte 27,4 17,1 0,3%
davon Wertpapiere/Geldmarktveranlagungen 20,4 10,4
Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen 3.345,6 3.655,3 61,4%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 87,5 59,9 1,0%
5.677,1 5.957,1 100 %
PASSIVA
Eigenkapital 716,7 682,0 11,4%
Rückstellungen 592,8 570,8 9,6%
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 619,3 659,0 11,1%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 567,2 575,8 9,7%
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 3.181,1 3.469,5 58,2%
5.677,1 5.957,1 100 %

1.3.1 BILANZSTRUKTUR

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post zum 30. Juni 2024 von 6,0 Mrd EUR hat sich seit dem Einbezug der bank99 in 2020 deutlich ausgeweitet. Aktivseitig zeigten sich in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2024 liquide Mittel der bank99 in Höhe von 0,9 Mrd EUR sowie Kredite der bank99 von 1,9 Mrd EUR und passivseitig sind in der Konzernbilanz 3,3 Mrd EUR Kund*inneneinlagen der bank99 enthalten.

Inklusive der bank99 ergibt sich folgendes Bilanzbild: Sachanlagen in der Höhe von 1.359,2 Mio EUR bildeten eine der größten Bilanzpositionen und inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von 378,1 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, die per 30. Juni 2024 mit 148,4 Mio EUR ausgewiesen sind. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe von 474,8 Mio EUR ausgewiesen, die kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von

362,5 Mio EUR enthalten. Andere finanzielle Vermögenswerte lagen zum 30. Juni 2024 bei 17,1 Mio EUR. Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen betrugen per Ende des zweiten Quartals 2024 3.655,3 Mio EUR und resultieren im Wesentlichen aus der Geschäftstätigkeit der bank99.

Die Österreichische Post hielt zum 30. Juni 2024 Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen, die in den Anderen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind, im Wert von 10,4 Mio EUR (exklusive bank99). Die von der Österreichischen Post gehaltenen Wertpapiere sowie die Geldmarktveranlagungen besitzen ein Investment-Gradekurzfristigen Liquidierbarkeit dieser Vermögenswerte ausgegangen werden kann. Aus der Bilanz ist ersichtlich, dass die Österreichische Post zum 30. Juni 2024 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 59,9 Mio EUR verfügte. Der Finanzmittelbestand inklusive der Geldmarkt- und Wertpapierveranlagungen und exklusive Finanzmittelbestand der bank99 betrug zum 30. Juni 2024 70,3 Mio EUR. Der Finanzmittelbestand der bank99 beläuft sich zum Stichtag 30. Juni 2024 auf 885,7 Mio EUR. Inklusive bank99 ergibt der Finanzmittelbestand zum 30. Juni 2024 956,1 Mio EUR.

Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen Post-Konzerns zum 30. Juni 2024 bei 682,0 Mio EUR (Eigenkapitalquote von 11,4%). Die pro-forma Eigenkapitalquote (bank99 nach der Equity-Methode berücksichtigt) betrug per Ende Juni 2024 28%. Weiters sind auf der Passivseite Rückstellungen in Höhe von 570,8 Mio EUR per Ende Juni 2024 ausgewiesen. Bei rund 70% der Rückstellungen handelt es sich um Personalrückstellungen. So entfielen 133,7 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Weitere 183,3 Mio EUR betrafen gesetzlich und vertraglich verpflichtende Sozialkapitalrückstellungen (Abfertigungen und Jubiläumsgelder) sowie 89,0 Mio EUR sonstige Personalrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen betrugen 164,8 Mio EUR. Andere finanzielle Verbindlichkeiten beliefen sich auf 659,0 Mio EUR und beinhalteten hauptsächlich Leasingverbindlichkeiten von 391,2 Mio EUR. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges von 575,8 Mio EUR sind kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 245,5 Mio EUR enthalten. Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 3.469,5 Mio EUR resultieren aus der Geschäftstätigkeit der bank99 (Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der Kund*innen der bank99).

Cashflow
Mio EUR H1 2023 H1 2024
Cashflow aus dem Ergebnis 156,7 185,8
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 11,4 185,7
davon Core Banking Assets aus Finanzdienstleistungsgeschäft (CBA) –128,5 10,5
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT EXKL. CBA 139,9 175,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit –34,4 –31,6
davon Maintenance CAPEX –26,9 –36,0
davon Growth CAPEX –20,7 –10,3
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –14,3 –3,2
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen 25,0 10,0
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit 2,5 7,9
Free Cashflow –23,0 154,1
OPERATIVER FREE CASHFLOW1 115,5 147,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –99,0 –126,4
davon Ausschüttungen –120,6 –123,7
Veränderung des Finanzmittelbestandes –127,0 19,0

1 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets

1.3.2 CASHFLOW

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Halbjahr 2024 185,8 Mio EUR nach 156,7 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 (+18,6%). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug in der Berichtsperiode 185,7 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von

11,4 Mio EUR. Hier sind als größte Effekte die Veränderungen der Core Banking Assets der bank99 in Höhe von 10,5 Mio EUR zu nennen, die im Vergleichszeitraum des Vorjahres minus 128,5 Mio EUR betrugen. Die Core Banking Assets beinhalten die Veränderung der Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen und Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen exklusive der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken und fassen somit das Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 zusammen. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit exklusive Core Banking Assets belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf 175,2 Mio EUR nach 139,9 Mio EUR im Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten 2024 auf minus 31,6 Mio EUR nach minus 34,4 Mio EUR in der Vorjahresperiode. Die Ausgaben für den Erwerb von Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (CAPEX) betrug in der aktuellen Berichtsperiode 46,3 Mio EUR.

Die Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free Cashflows, um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten und daraus die Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative Free Cashflow belief sich ohne Berücksichtigung der Veränderung der Core Banking Assets in der aktuellen Berichtsperiode auf 147,1 Mio EUR im Vergleich zu 115,5 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Anstieg von 27,3% ist auf die gute operative Geschäftsentwicklung sowie auf einen positiven Steuereffekt aus einer Vorperiode zurückzuführen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten 2024 minus 126,4 Mio EUR nach minus 99,0 Mio EUR im Vorjahr. Darin enthalten war die Dividendenausschüttung an die Aktionär*innen der Österreichischen Post AG in Höhe von 120,2 Mio EUR.

1.3.3 INVESTITIONEN

Die Investitionen des Österreichischen Post-Konzerns beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 in Summe auf 95,0 Mio EUR, davon entfielen 42,8 Mio EUR auf Nutzungsrechte (IFRS 16 Leasingverhältnisse) und 52,2 Mio EUR auf klassische Kerninvestitionen.

Nach Kategorien betrachtet verteilt sich die Investitionssumme wie folgt: 89,7 Mio EUR der Investitionen entfielen auf Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien und 5,3 Mio EUR auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte.

Der überwiegende Anteil der Investitionen wurde im Rahmen des Kapazitätserweiterungsprogramms zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich getätigt.

Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften H1 2023 H1 2024 Anteil H1 2024
Brief & Werbepost 858 847 3,0%
Paket & Logistik 9.231 10.079 36,2%
Filiale & Bank 2.038 2.033 7,3%
Corporate 2.253 2.422 8,7%
OPERATIVE DIVISIONEN 14.381 15.381 55,3 %
Logistiknetzwerk 12.570 12.423 44,7%
KONZERN 26.950 27.803 100 %

Mitarbeiter*innen nach Divisionen

1.4 Mitarbeiter*innen

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter*innen der Österreichischen Post lag im ersten Halbjahr 2024 bei 27.803 Vollzeitkräften nach 26.950 Vollzeitkräften im Jahr zuvor. Der Anstieg des Personalstands gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres beträgt 853 Vollzeitkräfte und ist überwiegend auf die ausländischen Tochtergesellschaften zurückzuführen. Die Mehrheit der Konzernmitarbeiter*innen ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 16.902 Vollzeitkräfte).

1.5 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die für die Bilanzierung und Bewertung am Bilanzstichtag zum 30. Juni 2024 von Bedeutung sind, wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzierungsstichtag sind nicht eingetreten.

1.6 Chancen und Risiken

1.6.1 RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Die Risikopolitik der Österreichischen Post ist auf Bestandssicherung und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet und fügt sich in die Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie ein.

Daher ist die Österreichische Post bereit Risiken einzugehen, sofern das resultierende Chancen- und Risikenportfolio ein ausgewogenes Verhältnis aufweist und sie sich im Rahmen der rechtlichen Gegebenheiten und ethischen Grundwerte des Unternehmens bewegen. Die Ziele der Bestandssicherung und Ermöglichung einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dürfen nicht gefährdet werden.

Für Risiken, die unvermeidbar sind, werden Steuerungsmaßnahmen ergriffen, die der Bestandssicherung und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dienen.

1.6.2 BEDEUTENDE CHANCEN UND RISIKEN

Die Chancen und Risiken der Post leiten sich aus dem Risikoumfeld bzw. den Trends und Veränderungen ab, denen das Unternehmen ausgesetzt bzw. mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. In folgenden Bereichen sehen wir bedeutende Chancen und Risiken:

Brief- und Werbepostmarkt

Die Österreichische Post erweitert im Briefbereich laufend das Leistungsangebot durch diverse Zusatzleistungen im physischen und elektronischen Bereich und adaptiert das Produktportfolio in der Division Brief & Werbepost gemäß den Anforderungen der Kund*innen. Solche Anpassungen im Produkt- und Leistungsportfolio werden durch Tarifmaßnahmen ergänzt.

Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen, insbesondere zur elektronischen Zustellung, wird sich dennoch weiterhin fortsetzen. Diese Entwicklung, die vom Gesetzgeber gefördert wird, kann zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass infolge von Änderungen der gesetzlichen Zustellvorschriften für behördliche Sendungen in Österreich ein Teil dieser Sendungen nicht mehr über die Österreichische Post zugestellt wird. Eine zusätzliche Beschleunigung der Substitution von Briefsendungen durch elektronische Medien ist durch das Inkrafttreten des E-Government-Gesetzes sowie durch weitere Digitalisierungsmaßnahmen des Bundes zu erwarten.

Das Geschäft mit Werbesendungen wird von der konjunkturellen Entwicklung und der Kaufkraft der Konsument*innen beeinflusst und hängt stark von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Gerade der stationäre Handel – als wichtigste Werbepost-Kund*innengruppe – ist weiterhin mit folgenden strukturellen Trends konfrontiert: Einerseits ist eine zunehmende Marktkonzentration spürbar und andererseits leidet der stationäre Handel unter dem Wachstum des E-Commerce-Markts. Infolgedessen kann es zu einer Reduktion bei Werbemitteln und -mengen und damit auch zu einer Beeinträchtigung des Ergebnisses kommen. Überlegungen von Kund*innen hinsichtlich der Reduktion von Papiermengen sowie eine weiterhin angespannte Wirtschaftslage könnten ebenfalls negative Impulsgeber sein. Darüber hinaus kann digitale Werbung oder Verunsicherung rund um die Datenschutz-Grundverordnung zur Reduktion physischer Sendungen führen.

Paketmarkt

Der E-Commerce zeigt weiterhin Wachstumspotenzial. Dies eröffnet Raum für Chancen hinsichtlich Mengenund Preisentwicklung. Es besteht jedoch das Risiko, dass das E-Commerce-Wachstum durch ein anhaltend negatives wirtschaftliches Umfeld gebremst werden könnte. Beim E-Commerce punktet die Post durch neue, schnelle und schlanke Lösungen für Online-Bestellungen. Die Österreichische Post hat klare Wettbewerbsvorteile hinsichtlich Qualität und Kostenstruktur. Dennoch bleibt der Wettbewerb intensiv. Das Risiko von Mengensplit von Kund*innen sowie der intensive Ausbau von Selbstabholungslösungen auch durch Mitbewerber*innen erhöhen den Druck zusätzlich. Dadurch kann es zu Marktanteilsverschiebungen bzw. zu Preis- und Mengenrisiken kommen. Zudem ist das Paketwachstum von großen Online-Versender*innen geprägt, die weiterhin überproportional zum Markt wachsen. Durch die bereits etablierte Eigenzustellung eines*einer Großkund*in und den damit verbundenen möglichen weiteren Steigerungen der Eigenleistung dieses*dieser Großkund*in kann es zu spürbaren Mengenverlusten und damit einhergehenden Umsatz- und Ergebniseffekten kommen. Nachhaltigkeitsüberlegungen und erhöhte Kund*innenanforderungen aufgrund von Lieferkettensorgfaltsbestimmungen könnten im Falle einer Verfehlung zu Mengenverlusten führen. Schwankende Treibstoffkosten haben Einfluss auf die Preis- und Ergebnisentwicklung.

Personalkosten und Struktur der Dienstverhältnisse

Das Geschäftsmodell der Österreichischen Post ist von einer hohen Personalkostentangente geprägt. Die aktuelle wirtschaftliche Lage, die damit verbundene Inflation sowie die angespannte Arbeitsmarktsituation bergen weiterhin das Risiko von steigenden Personalkosten.

Das Risiko steigender Kosten besteht auch für Fremdpersonal, das zum Spitzenausgleich eingesetzt wird. Weiters steht ein Teil der Mitarbeiter*innen des Österreichischen Post-Konzerns in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis und unterliegt den Bestimmungen des Beamtendienstrechts, dessen Änderung zusätzliche Belastungen ergeben könnten. Dementsprechend bestehen Chancen und Risiken hinsichtlich Ergebniseffekten durch den verstärkten Auf- oder Abbau von Rückstellungen aufgrund der Altersstruktur sowie der Personaloptimierungsmaßnahmen.

Logistik- und Infrastrukturkosten

Die Verschiebungen der Sendungsmengen von Brief zu Paket bewirken Anpassungen im Logistikprozess. Es besteht die Chance, dass hierbei Produktivitätssteigerungen erzielt werden können. Dieser Chance steht das Risiko gegenüber, dass sich die forcierten Effizienz- bzw. Produktivitätssteigerungen verzögern könnten. Darüber hinaus wird in der Paketzustellung neben Eigenzustellung auch mit Frachtunternehmen zusammengearbeitet. Aufgrund der Zunahme der Paketmengen und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach Frachtdienstleistungen sowie der angestiegenen Treibstoffkosten besteht das Risiko von Kostenerhöhungen. Darüber hinaus könnten sich auch erhöhte Nachhaltigkeitsanforderungen kostensteigend auswirken. Diesem neuen Umfeld trägt die Post in ihrer Planung Rechnung, sodass ein geringerer Anstieg der Kosten als Chance zu bewerten ist.

Wesentliche Beteiligungen

Aras Kargo (Türkei) Die Österreichische Post ist zu 80% am türkischen Paketdienstleister Aras Kargo a.s. beteiligt. Die Türkei ist ein Markt mit erheblichem Potenzial im E-Commerce. Damit sind große Chancen auf Paketmengenwachstum verbunden. Im aktuellen Umfeld besteht das Risiko, dass sich volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen zum Nachteil der Post entwickeln könnten. Als wesentliche volkswirtschaftliche Größen wären hier der Wechselkurs sowie die weiterhin hohe Inflationsrate zu nennen. Während sich der Wechselkurs durch die Umrechnung im Post-Ergebnis bemerkbar macht, können Inflationsentwicklungen die Kostenstruktur sowie die Kaufkraft und somit das Geschäft beeinflussen. Ein Risiko besteht in der Entwicklung der Personalkosten. Wie auch das Kerngeschäft in Österreich ist das Geschäft der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo personalintensiv. Eine nachteilige Entwicklung der Personalkosten könnte sich daher negativ im Ergebnis auswirken. Es besteht zudem das Risiko, dass sich der Trend eines verstärkten Wettbewerbs und einer forcierten Eigenzustellung durch große Versandhändler*innen fortsetzt. Seit April 2023 hält Aras Kargo Anteile an Star Express (Aserbaidschan). Die Entwicklung der Beteiligung kann Aras Kargo beeinflussen. Aras Kargo ist wie die Österreichische Post AG auf komplexe technische Systeme angewiesen und investiert daher kontinuierlich in ihre IT- und andere technische Infrastruktur. Sollten technische Systeme vorübergehend oder längerfristig ausfallen oder sollte es zu unberechtigten Datenzugriffen und Datenmanipulationen kommen, könnte dies zu Störungen des Geschäftsablaufs, des Logistikbetriebs und damit einhergehenden Umsatzverlusten sowie zum Verlust von Reputation und Kund*innen führen und zusätzliche Kosten verursachen. Aufgrund ihrer geografischen Lage besteht für Aras Kargo das erhöhte Risiko, dass durch Erdbeben der Betriebs- und Geschäftsablauf unterbrochen werden könnte.

bank99 (Österreich) Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der bank99 ist vor allem von der Entwicklung des Zinsumfelds abhängig. Das derzeit hohe Niveau des Leitzinssatzes stellt eine Chance für das Geschäft der bank99 dar. Eine nachteilige Entwicklung des Zinsumfelds, der Personal- und IT-Kosten oder ein intensiver Wettbewerb lokaler Banken könnte sich hingegen negativ auf die Ertragslage auswirken. Diese Chancen- und Risikoaspekte könnten dazu führen, dass das Ergebnis der bank99 von den Erwartungen der Post abweicht. Die weiterhin bestehenden globalen Unsicherheiten könnten sich auf die Finanzbranche auswirken und so zu dem Risiko führen, dass bei Abwicklung eines Mitglieds der Einlagensicherung Austria (ESA) auch die bank99 einen Anteil zu leisten hat. Die bank99 ist in einem höchst komplexen regulatorischen und rechtlichen Umfeld tätig, sie ist daher dem Risiko ausgesetzt, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt Behörden eine anderslautende Rechtsmeinung vertreten und dies negative Konsequenzen, z.B. Strafen, Negativberichterstattung sowie Kund*innenverlust, nach sich ziehen könnte.

Finanzinstrumente

Eine detaillierte Darstellung von mit den Finanzinstrumenten verbundenen Risiken und Risikomanagement findet sich im Geschäftsbericht 2023, Konzernabschluss, Punkt 29.2.

Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken (Environmental, Social, Governance – ESG)

Die Österreichische Post AG verfolgt seit 2011 Nachhaltigkeitsziele. Dies spiegelt sich in der integrierten Konzern- und Nachhaltigkeitsstrategie wider. ESG-Themen haben einen hohen Stellenwert, demgemäß begrüßt und unterstützt die Österreichische Post AG Klima- und Umweltschutzmaßnahmen. Um dem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, hat die Österreichische Post ihr Risikomanagementsystem zu einem integrierten Risikomanagementsystem weiterentwickelt, welches die ESG-Chancen und -Risiken einbezieht.

Für eine detaillierte Aufstellung der ESG-Chancen und -Risiken sowie Maßnahmen zur Ergreifung der Chancen bzw. Reduktion der Risiken wird auf den Nachhaltigkeitsbericht 2023 verwiesen.

Rechtliche Rahmenbedingungen/Regulatorik

Der Österreichische Post-Konzern operiert mit vielen Produkten und Dienstleistungen in einem sehr fordernden rechtlichen bzw. regulatorischen Umfeld, welches geprägt ist von z.B. dem Postmarktgesetz, Datenschutzbestimmungen, steuerlichen Vorschriften, Kapitalmarktund Wettbewerbsrecht sowie strengeren Regelungen hinsichtlich Korruption.

Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt seitens der Österreichischen Post sonstige Behörden, z.B. Finanzämter, Aufsichtsbehörden oder Gerichte eine abweichende Rechtsansicht vertreten und dies zu Nachzahlungen, Strafen oder Schadenersatzleistungen führen könnte.

IT und andere technische Einrichtungen

Der Österreichische Post-Konzern ist in hohem Maß auf die Verwendung komplexer technischer Systeme angewiesen und setzt bei der Erbringung seiner Dienstleistungen maßgeblich auf den Einsatz von Datenverarbeitungssystemen, modernen Kommunikationsmedien und

anderen technischen Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund investiert der Österreichische Post-Konzern laufend in die IT und andere technische Einrichtungen ihrer Verteil- und Zustellnetze. Die Leistungserbringung des Unternehmens hängt dabei von der Funktionsfähigkeit wichtiger Standorte ab. Sollten technische Systeme vorübergehend oder dauerhaft ausfallen oder sollte es zu unberechtigten Datenzugriffen und Datenmanipulationen beispielsweise durch Cyberkriminalität kommen, könnte dies zu Störungen des Geschäftsablaufs, des Logistikbetriebs und damit einhergehenden Umsatzverlusten sowie zum Verlust von Reputation und Kund*innen führen und zusätzliche Kosten verursachen.

1.6.3 GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKO- UND CHANCENSITUATION DES KONZERNS

Die vorstehend beschriebenen Risiken und Chancen des Unternehmens werden stetig beobachtet und entsprechende Maßnahmen gesetzt bzw. Initiativen ergriffen. Ein Blick auf die bedeutenden Chancen und Risiken des Unternehmens zeigt, dass es zwar Änderungen bzw. Verschiebungen bei den Themen gibt, mit denen die Post konfrontiert ist, die Stabilität bei den Chancen und Risiken aber überwiegt. Dementsprechend ist aus heutiger Sicht der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.

1.7 Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im ersten Halbjahr 2024 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2023 der Österreichischen Post erläutert (siehe Geschäftsbericht 2023, Konzernabschluss, Punkt 30.2).

1.8 Ausblick 2024

Die internationalen Brief- und Paketmärkte zeigen weiterhin divergierende Trends. Das schwache Wirtschaftswachstum in vielen Ländern Europas und das damit verbundene zurückhaltende Investitionsklima beeinflusst das Kaufverhalten von Unternehmen und privaten Konsument*innen. Dies resultiert in einer reduzierten Volumenentwicklung bei Brief- und Werbesendungen und gleichzeitig steigenden Paketmengen durch den weiter wachsenden Online-Handel.

UMSATZWACHSTUM 2024

Wie bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres ersichtlich war, wird das Umsatzwachstum 2024 durch positive Rahmenbedingungen begünstigt. Gemäß aktuellen Entwicklungen sollte – abhängig vom Wechselkurs der türkischen Lira zum Jahresende – ein Umsatzanstieg zumindest im oberen einstelligen Bereich möglich sein.

In der Division Brief & Werbepost ist für 2024 von einem weitgehend stabilen Umsatz auszugehen. Der Basistrend einer sinkenden Mengenentwicklung der klassischen Briefpost wird weiter anhalten. Darüber hinaus ist durch die schwache Konjunktur mit einem schwierigen Einzelhandelsumfeld und somit auch einem verringerten Volumen an Werbe- und Medienpost zu rechnen. Positiv wirken sollten große Wahlen in Österreich auf lokaler und nationaler Ebene, aber auch Preisanpassungen bei diversen Produkten.

In der Division Paket & Logistik wird in Summe mit einem zweistelligen Umsatzanstieg gerechnet. Die Wachstumsprognosen sind in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Speziell am türkischen Markt ist durch die Anwendung des Hyperinflation Accounting die finale Umsatzentwicklung stark von Inflation und Wechselkurs abhängig.

In der Division Filiale & Bank wird in Abhängigkeit des Zinsumfelds ein zweistellig wachsender Umsatz angepeilt. Hier gilt als wichtigstes Ziel für das Jahr 2024 die Finalisierung der Migration der Kernbankensysteme.

KONZERNERGEBNIS 2024

Umsatzwachstum einerseits aber auch Kostendisziplin und Effizienz anderseits sind notwendig, um die angepeilte Stabilität der Österreichischen Post sicherzustellen. Auf Basis des guten Umsatztrends geht das Unternehmen auch von einem Ergebnisanstieg für 2024 aus. In einem anhaltend stabilen makroökonomischen Umfeld in den Märkten der Österreichischen Post ist mit einer EBIT-Verbesserung im mittleren einstelligen Bereich zu rechnen.

INVESTITIONSPROGRAMM 2024

Das massive Investitionsprogramm der letzten Jahre – in Österreich wurde die Sortierkapazität nahezu verdreifacht – ist mittlerweile abgeschlossen. Schwerpunkte der Investitionen der nächsten Jahre sind der Ausbau der internationalen Logistik sowie der E-Mobilität. Bis 2030 gilt es beispielsweise die CO2-freie Zustellung auf der letzten Meile in Österreich zu schaffen. In Summe sind für das Jahr 2024 70–80 Mio EUR an Maintenance-CAPEX (Automatisierung, Digitalisierung, Instandhaltung) und 40–50 Mio EUR an Investitionen für grüne Transformation (Photovoltaikanlagen, E-Mobilität, E-Ladeinfrastruktur) sowie rund 30 Mio EUR an Wachstumsinvestitionen (Growth CAPEX), vor allem nun in der Türkei sowie Südost- und Osteuropa, vorgesehen.

Wien, am 30. Juli 2024

Der Vorstand

GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)

WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)

PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)

16 Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR H1 2023 H1 2024 Q2 2023 Q2 2024
Umsatzerlöse 1.284,8 1.505,2 620,2 746,6
davon Erträge aus Finanzdienstleistungen 56,4 75,0 29,0 37,8
davon Erträge aus Effektivverzinsung 32,1 47,6 17,0 24,6
Sonstige betriebliche Erträge 38,0 47,8 19,4 24,3
GESAMTE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 1.322,8 1.553,0 639,5 770,8
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –374,7 –433,9 –177,1 –209,6
Aufwand für Finanzdienstleistungen –5,8 –23,7 –3,9 –12,4
Personalaufwand –579,2 –692,7 –279,4 –350,9
Abschreibungen –93,8 –105,9 –45,7 –54,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen –177,9 –196,2 –86,6 –92,4
davon Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 –3,6 –4,7 –2,0 –1,9
GESAMTE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN –1.231,5 –1.452,4 –592,7 –720,1
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,8 1,3 0,8 0,8
Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten 3,1 3,6 0,7 1,7
ERGEBNIS VOR FINANZERGEBNIS UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) 95,2 105,6 48,2 53,2
Finanzerträge 17,8 14,9 14,5 5,6
Finanzaufwendungen –12,2 –16,5 –5,5 –8,5
FINANZERGEBNIS 5,7 –1,6 9,1 –2,9
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 100,9 104,0 57,3 50,3
Ertragsteuern –22,3 –25,5 –10,6 –13,5
PERIODENERGEBNIS 78,6 78,5 46,6 36,8
ZUZURECHNEN AN:
Aktionär*innen des Mutterunternehmens 76,5 75,3 45,5 35,6
Nicht beherrschende Anteile 2,1 3,1 1,1 1,2
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)
UNVERWÄSSERT UND VERWÄSSERT 1,13 1,12 0,67 0,53

Konzerngesamtergebnisrechnung

für das erste Halbjahr 2024
Mio EUR H1 2023 H1 2024 Q2 2023 Q2 2024
PERIODENERGEBNIS 78,6 78,5 46,6 36,8
POSTEN, DIE NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN:
Währungsumrechnungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung – ausländische
Geschäftsbetriebe
–8,3 10,2 –14,0 5,3
SUMME DER POSTEN, DIE UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN –8,2 10,2 –14,0 5,3
POSTEN, DIE NICHT NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –9,3 –1,6 1,3 –2,5
Steuereffekt auf Neubewertung 1,9 0,4 –0,3 0,6
SUMME DER POSTEN, DIE NICHT UMGEGLIEDERT WERDEN –7,4 –1,2 1,1 –1,9
SONSTIGES ERGEBNIS –15,7 9,0 –12,9 3,4
GESAMTPERIODENERGEBNIS 63,0 87,5 33,7 40,2
ZUZURECHNEN AN:
Aktionär*innen des Mutterunternehmens 63,9 82,4 35,0 38,3
Nicht beherrschende Anteile –0,9 5,1 –1,3 1,9

Konzernbilanz

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
AKTIVA
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte 60,0 60,0
Immaterielle Vermögenswerte 85,9 88,4
Sachanlagen 1.356,3 1.359,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 94,6 86,3
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 28,3 29,6
Andere finanzielle Vermögenswerte 7,0 6,7
Vertragsvermögenswerte 0,4 0,4
Sonstige Forderungen 9,9 7,4
Latente Steueransprüche 22,6 21,6
1.664,9 1.659,6
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken 839,1 885,7
Forderungen an Kreditinstitute 34,2 1,7
Forderungen an Kund*innen 1.791,9 1.877,1
Finanzanlagen 633,7 838,1
Sonstige 46,7 52,6
3.345,6 3.655,3
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Andere finanzielle Vermögenswerte 20,4 10,4
Vorräte 22,7 25,3
Vertragsvermögenswerte 0,5 0,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 426,7 467,4
Steuererstattungsansprüche 108,7 78,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 87,5 59,9
666,6 642,2
5.677,1 5.957,1

Konzernbilanz

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
PASSIVA
EIGENKAPITAL
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 290,0 245,1
Andere Rücklagen –35,5 –28,5
EIGENKAPITAL DER AKTIONÄR*INNEN DES MUTTERUNTERNEHMENS 683,3 645,4
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE 33,4 36,6
716,7 682,0
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen 307,7 291,3
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 553,4 551,1
Sonstige Verbindlichkeiten 69,9 67,0
Vertragsverbindlichkeiten 0,6 0,0
Latente Steuerschulden 0,4 0,4
932,0 909,7
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75,6 167,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen 3.076,4 3.279,5
Sonstige 29,0 22,3
3.181,1 3.469,5
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen 285,1 279,5
Steuerschulden 4,2 5,4
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 65,9 107,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 460,8 473,1
Vertragsverbindlichkeiten 31,2 30,0
847,3 895,9
5.677,1 5.957,1

Konzern-Cashflow-Statement

Mio EUR H1 2023 H1 2024
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Ergebnis vor Ertragsteuern 100,9 104,0
Abschreibungen 93,8 105,9
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,8 –1,3
Rückstellungen unbar 9,9 7,7
Nettoposition der monetären Posten – unbar 1,7 2,7
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –48,8 –33,1
CASHFLOW AUS DEM ERGEBNIS 156,7 185,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen –11,5 –42,0
Vorräte –1,2 –3,0
Vertragsvermögenswerte 2,7 0,0
Rückstellungen –36,2 –28,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 17,7 15,4
Vertragsverbindlichkeiten –1,3 –1,8
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen –128,5 10,5
Erhaltene Zinsen aus Finanzdienstleistungen 33,4 51,7
Gezahlte Zinsen aus Finanzdienstleistungen –1,4 –6,1
Gezahlte/erhaltene Steuern –18,9 3,4
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 11,4 185,7

INVESTITIONSTÄTIGKEIT

Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –4,5 –5,2
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien –47,6 –46,3
Verkauf von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 4,5 3,6
Erwerb von Tochterunternehmen/nicht beherrschenden Anteilen/Geschäftseinheiten –0,7 –0,1
Verkauf von Tochterunternehmen –0,8 0,0
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –12,9 –3,4
Einzahlungen aus der Absicherung von Fremdwährungstransaktionen 0,0 0,3
Erwerb von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen –50,0 –60,0
Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen 75,0 70,0
Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,0 0,7
Erhaltene Zinsen und Wertpapiererträge 2,5 8,7
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –34,4 –31,6
FREE CASHFLOW –23,0 154,1

Konzern-Cashflow-Statement

für das erste Halbjahr 2024
Mio EUR H1 2023 H1 2024
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Aufnahme von langfristigen Finanzierungen 75,0 0,8
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten –31,7 –36,8
Veränderung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten –17,6 38,4
Ausschüttungen –120,6 –123,7
Gezahlte Zinsen –4,2 –6,6
Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen 0,0 1,6
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT –99,0 –126,4
Währungsdifferenzen im Finanzmittelbestand –2,6 –1,4
Kaufkraftverlust auf den Finanzmittelbestand –2,4 –7,4
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDS –127,0 19,0
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 930,6 926,6
FINANZMITTELBESTAND AM 30. JUNI 803,6 945,6
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigen
kapital der
Aktionär*
innen des
Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
STAND AM 1. JÄNNER 2023 337,8 91,0 275,7 –23,0 1,5 –3,3 679,7 30,7 710,4
Periodenergebnis 0,0 0,0 76,5 0,0 0,0 0,0 76,5 2,1 78,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –6,0 0,0 –6,6 –12,6 –3,1 –15,7
GESAMTPERIODENERGEBNIS 0,0 0,0 76,5 –6,0 0,0 –6,6 63,9 –0,9 63,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –118,2 0,0 0,0 0,0 –118,2 –2,3 –120,6
TRANSAKTIONEN MIT
EIGENTÜMER*INNEN
0,0 0,0 –118,2 0,0 0,0 0,0 –118,2 –2,3 –120,6
Erwerb von Tochterunternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,1 –0,1
ANDERE VERÄNDERUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,1 –0,1
STAND AM 30. JUNI 2023 337,8 91,0 234,0 –29,0 1,5 –9,9 625,4 27,3 652,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im ersten Halbjahr 2024 Andere Rücklagen

Gewinn
rücklagen
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
IAS 19
Rücklage
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigen
kapital der
Aktionär*
innen des
Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
STAND AM 1. JÄNNER 2024 337,8 91,0 290,0 –31,2 1,8 –6,1 683,3 33,4 716,7
Periodenergebnis 0,0 0,0 75,3 0,0 0,0 0,0 75,3 3,1 78,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –0,9 0,0 8,0 7,0 2,0 9,0
GESAMTPERIODENERGEBNIS 0,0 0,0 75,3 –0,9 0,0 8,0 82,4 5,1 87,5
Ausschüttung 0,0 0,0 –120,2 0,0 0,0 0,0 –120,2 –3,5 –123,7
Einzahlungen an Tochterunternehmen
mit nicht beherrschenden Anteilen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,6 1,6
TRANSAKTIONEN MIT
EIGENTÜMER*INNEN
0,0 0,0 –120,2 0,0 0,0 0,0 –120,2 –1,9 –122,1
Sukzessiver Erwerb eines
Tochterunternehmens
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,1
ANDERE VERÄNDERUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,1
STAND AM 30. JUNI 2024 337,8 91,0 245,1 –32,2 1,8 1,9 645,4 36,6 682,0

Konzernanhang für das erste Halbjahr 2024

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichische Post AG zum 30. Juni 2024 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2024 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 Zwischenberichterstattung aufgestellt. Es sind daher nicht alle Angaben, die üblicherweise in einem Abschluss für ein volles Geschäftsjahr enthalten sind, angeführt. Entsprechend ist der vorliegende Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zu lesen. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zugrunde liegen, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden neuen und geänderten Standards oder Bilanzierungsregeln.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch eine*n Abschlussprüfer*in unterzogen.

2. Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Verpflichtend angewandte geänderte Standards Im ersten Halbjahr 2024 wurden folgende geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

Verpflichtend angewandte geänderte Standards Inkrafttreten EU1
IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 01.01.2024
IAS 1 Langfristige Verbindlichkeiten mit Nebenbedingungen 01.01.2024
IAS 7/IFRS 7 Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen 01.01.2024
IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einer Sale- und Leaseback-Transaktion 01.01.2024

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

Aus der Anwendung der geänderten Standards ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Mindestbesteuerung/Pillar II Im Zusammenhang mit der globalen Mindestbesteuerung/Pillar II haben die Angaben im Geschäftsbericht 2023 weiterhin Geltung. Die Evaluierungen wurden aktualisiert bzw. fortgeführt und haben unverändert ergeben, dass kein wesentlicher Pillar II-bedingter Steueraufwand resultiert. Es sind damit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernsteuerquote identifiziert worden.

3. Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzunsicherheiten

Im Zuge der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, in einem bestimmten Umfang Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen. Darüber hinaus ist der Konzern externen Ereignissen und Entwicklungen ausgesetzt, welche zukunftsbezogene Annahmen bzw. Schätzungen erfordern.

Eine ausführliche Darstellung der wesentlichen zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen des Österreichischen Post-Konzerns erfolgt im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Im Folgenden werden Aktualisierungen einzelner Beurteilungen bzw. Schätzungen seit dem letzten Jahresabschluss angeführt.

Klimabezogene Aspekte Im Zusammenhang mit klimabezogenen Aspekten gab es keine wesentlichen Änderungen innerhalb des ersten Halbjahres 2024. Es sind daher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 identifiziert worden.

Makroökonomisches Umfeld Die aktuellen Entwicklungen und sich ergebenden Unsicherheiten aus dem makroökonomischem bzw. geopolitischen Umfeld werden laufend überwacht und potenzielle Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss überprüft. Im ersten Halbjahr 2024 kam es dabei zu keinen wesentlichen Änderungen seit dem letzten Jahresabschluss. So ergab sich im Rahmen der Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 kein Anhaltspunkt und folglich kein Bedarf für eine Wertminderung zum 30. Juni 2024. Ebenso wird der Abschluss der türkischen Tochterunternehmen unverändert unter Anwendung von IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern einbezogen. Im Bereich der Forderungen an Kund*innen aus Finanzdienstleistungen konnten trotz der wirtschaftlichen Schwächephase keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die wesentlichen Risikoparameter Ausfallswahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD) und Verlustquote (Loss Given Default, LGD) identifiziert werden. Da die Prognosen der Arbeitslosenrate der führenden Wirtschaftsinstitute ähnlich zum letzten Jahresabschluss sind, ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Schätzungen bzw. die am Jahresende zusätzlich gebildete Wertberichtigung (Management Overlay). Daher wurde die zusätzlich gebildete Wertberichtigung unverändert für 2024 weitergeführt und damit die erwarteten Unsicherheiten insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung der Arbeitslosenquote weiterhin abgedeckt. Die Auswirkungen daraus waren von untergeordneter Bedeutung. Insgesamt konnten damit keine wesentlichen Auswirkungen aus dem makroökonomischen bzw. geopolitischen Umfeld auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 identifiziert werden.

4. Segmentberichterstattung

Die nachstehenden Tabellen zeigen die Segmentangaben für die berichtspflichtigen Segmente für das erste Halbjahr 2023 und das erste Halbjahr 2024:

H1 2023

Mio EUR Brief &
Werbepost
Paket & Logistik Filiale & Bank Corporate Überleitung
Konzern
Konzern
Umsatzerlöse (Segmente) 598,1 628,4 76,5 1,0 –19,2 1.284,8
Interne Leistungsverrechnung 2,3 0,3 94,5 0,0 –97,1 0,0
UMSATZERLÖSE GESAMT 600,4 628,8 171,1 1,0 –116,3 1.284,8
davon Umsatzerlöse mit Dritten 589,9 617,7 76,3 0,9 0,0 1.284,8
davon Erträge aus
Finanzdienstleistungen
0,0 0,0 56,6 0,0 –0,2 56,4
EBIT 77,6 36,3 1,1 –19,6 –0,3 95,2
Finanzergebnis 5,7
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 100,9

H1 2024

Mio EUR Brief &
Werbepost
Paket & Logistik Filiale & Bank Corporate Überleitung
Konzern
Konzern
Umsatzerlöse (Segmente) 619,0 804,9 95,7 1,2 –15,7 1.505,2
Interne Leistungsverrechnung 2,1 0,4 101,0 0,0 –103,5 0,0
UMSATZERLÖSE GESAMT 621,2 805,3 196,7 1,2 –119,2 1.505,2
davon Umsatzerlöse mit Dritten 614,9 793,6 95,5 1,2 0,0 1.505,2
davon Erträge aus
Finanzdienstleistungen 0,0 0,0 75,2 0,0 –0,2 75,0
EBIT 83,0 47,3 –5,3 –19,3 –0,1 105,6
Finanzergebnis –1,6
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 104,0

5. Erlöse aus Verträgen mit Kund*innen

In der folgenden Tabelle sind die Erlöse aus Verträgen mit Kund*innen nach Art der Produkte bzw. Dienstleistungen oder Regionen für jedes berichtspflichtige Segment aufgeschlüsselt:

Mio EUR H1 2023 H1 2024
Briefpost 351,2 363,2
Business Solutions 22,3 24,7
Werbepost 152,2 158,3
Medienpost 64,1 68,8
BRIEF & WERBEPOST 589,9 614,9
Paket Österreich 373,9 434,8
Paket Türkei 133,0 234,5
Paket CEE/SEE 91,7 107,9
Logistics Solutions/Konsolidierung 19,1 16,5
PAKET & LOGISTIK 617,7 793,6
Filialdienstleistungen 19,9 20,5
Provisionsertrag aus Finanzdienstleistungen 21,9 21,4
FILIALE & BANK 41,8 41,8
Umsatzerlöse Sonstige 0,9 1,2
CORPORATE 0,9 1,2
ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUND*INNEN 1.250,3 1.451,5
davon ausgewiesen unter den Umsatzerlösen 1.250,3 1.451,5

6. Ergebnis aus Finanzdienstleistungen

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträge aus Finanzdienstleistungen und der Aufwand für Finanzdienstleistungen setzen sich wie in den folgenden beiden Tabellen dargestellt zusammen:

Mio EUR H1 2023 H1 2024
Zinsertrag 34,5 53,7
Provisionsertrag 21,9 21,4
ERTRÄGE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN 56,4 75,0

Der Zinsertrag resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber Kund*innen in Höhe von 28,4 Mio EUR (H1 2023: 21,2 Mio EUR) und aus Zinserträgen von Guthaben bei Zentralbanken in Höhe von 14,1 Mio EUR (H1 2023: 7,7 Mio EUR). Der Provisionsertrag betrifft in Höhe von 11,3 Mio EUR (H1 2023: 10,3 Mio EUR) das Girogeschäft und den Zahlungsverkehr, in Höhe von 7,7 Mio EUR (H1 2023: 9,4 Mio EUR) das sonstige Dienstleistungsgeschäft und in Höhe von 2,1 Mio EUR (H1 2023: 2,1 Mio EUR) das Wertpapiergeschäft.

Mio EUR H1 2023 H1 2024
Zinsaufwand –3,3 –21,0
Provisionsaufwand –2,6 –2,7
AUFWAND FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN –5,8 –23,7

Der Zinsaufwand im aktuellen Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Festgeldveranlagungen innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen in Höhe von 20,2 Mio EUR (H1 2023: 2,7 Mio EUR). Der Provisionsaufwand betrifft im Wesentlichen das Girogeschäft und den Zahlungsverkehr.

Das gesamte Ergebnis aus den Finanzdienstleistungen stellt sich wie folgt dar:

Mio EUR H1 2023 H1 2024
Zinsertrag 34,5 53,7
davon Erträge aus Effektivverzinsung 32,1 47,6
davon Zinsertrag nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet 2,4 6,0
Zinsaufwand –3,3 –21,0
ZINSERGEBNIS 31,2 32,7
Provisionsertrag 21,9 21,4
Provisionsaufwand –2,6 –2,7
PROVISIONSERGEBNIS 19,3 18,7
ZINS- UND PROVISIONSERGEBNIS 50,6 51,4
Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Finanzinstrumenten 0,2 0,3
Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 –2,8 –3,9
ERGEBNIS AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN 48,0 47,8

7. Finanzinstrumente

Die vorliegende Anhangangabe umfasst eine Aktualisierung der vom Konzern vorgenommenen Beurteilungen und Schätzungen bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten seit dem letzten Jahresabschluss.

7.1 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024:

31. Dezember 2023

Mio EUR Zu
fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertet
(at amortised
cost)
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVOCI)
mit Recycling
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVOCI)
ohne Recycling
Erfolgswirk
sam zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVTPL)
verpflichtend
Summe
zum
beizu
legenden
Zeitwert
Gesamt
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte aus
Finanzdienstleistungen
3.309,2 0,0 0,0 36,4 36,4 3.345,6
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und
Guthaben bei Zentralbanken 839,1 0,0 0,0 0,0 0,0 839,1
Forderungen an Kreditinstitute 34,2 0,0 0,0 0,0 0,0 34,2
Forderungen an Kund*innen 1.791,9 0,0 0,0 0,0 0,0 1.791,9
Hypothekarkredit 1.458,2 0,0 0,0 0,0 0,0 1.458,2
Konsumkredite 323,8 0,0 0,0 0,0 0,0 323,8
Girokonten 9,9 0,0 0,0 0,0 0,0 9,9
Finanzanlagen 633,7 0,0 0,0 0,0 0,0 633,7
Sonstige Forderungen 10,4 0,0 0,0 36,4 36,4 46,7
Positive Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 0,0 0,0 36,4 36,4 36,4
Forderungen aus Verrechnungen 10,4 0,0 0,0 0,0 0,0 10,4
Andere finanzielle Vermögenswerte 20,0 0,5 7,0 0,0 7,4 27,4
Geldmarktveranlagungen 20,0 0,0 0,0 0,0 0,0 20,0
Sonstige andere finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,5 7,0 0,0 7,4 7,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Forderungen
382,8 0,0 0,0 0,0 0,0 382,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 332,0 0,0 0,0 0,0 0,0 332,0
Forderungen gegenüber nach der Equity
Methode bilanzierten Finanzanlagen 1,7 0,0 0,0 0,0 0,0 1,7
Andere sonstige Forderungen1 49,1 0,0 0,0 0,0 0,0 49,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 87,5 0,0 0,0 0,0 0,0 87,5
SUMME 3.799,6 0,5 7,0 36,4 43,8 3.843,4
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen
3.170,7 0,0 0,0 10,4 10,4 3.181,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 75,6 0,0 0,0 0,0 0,0 75,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen 3.076,4 0,0 0,0 0,0 0,0 3.076,4
Sonstige Verbindlichkeiten aus Verrechnungen 18,6 0,0 0,0 10,4 10,4 29,0
Negative Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 0,0 0,0 10,4 10,4 10,4
Verbindlichkeiten aus Verrechnungen 18,6 0,0 0,0 0,0 0,0 18,6
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 617,9 0,0 0,0 1,4 1,4 619,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 228,3 0,0 0,0 0,0 0,0 228,3
Leasingverbindlichkeiten 389,6 0,0 0,0 0,0 0,0 389,6
Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 1,4 1,4 1,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
419,8 0,0 0,0 9,1 9,1 428,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 269,7 0,0 0,0 0,0 0,0 269,7
Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity
Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der
Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,0 0,0 0,0 9,1 9,1 9,1
Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen
von nicht beherrschenden Anteilen
48,8 0,0 0,0 0,0 0,0 48,8
Andere sonstige Verbindlichkeiten2 101,1 0,0 0,0 0,0 0,0 101,1
SUMME 4.208,4 0,0 0,0 20,9 20,9 4.229,3

1 Exklusive geleisteter Vorauszahlungen und Forderungen gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträgern*innen

2 Exklusive erhaltener Vorauszahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträgern*innen sowie nicht konsumierte Urlaube.

30. Juni 2024

1

2

Mio EUR Zu
fortgeführten
Anschaffungs
kosten bewertet
(at amortised
cost)
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVOCI)
mit Recycling
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVOCI)
ohne Recycling
Erfolgswirk
sam zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVTPL)
verpflichtend
Summe
zum
beizu
legenden
Zeitwert
Gesamt
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte aus
Finanzdienstleistungen
3.612,3 0,0 0,0 42,9 42,9 3.655,3
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und
Guthaben bei Zentralbanken
885,7 0,0 0,0 0,0 0,0 885,7
Forderungen an Kreditinstitute 1,7 0,0 0,0 0,0 0,0 1,7
Forderungen an Kund*innen 1.877,1 0,0 0,0 0,0 0,0 1.877,1
Hypothekarkredit 1.528,5 0,0 0,0 0,0 0,0 1.528,5
Konsumkredite 336,7 0,0 0,0 0,0 0,0 336,7
Girokonten 12,0 0,0 0,0 0,0 0,0 12,0
Finanzanlagen 838,1 0,0 0,0 0,0 0,0 838,1
Sonstige Forderungen 9,7 0,0 0,0 42,9 42,9 52,6
Positive Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 0,0 0,0 42,9 42,9 42,9
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 9,7 0,0 0,0 0,0 0,0 9,7
Andere finanzielle Vermögenswerte 10,0 0,4 6,7 0,0 7,1 17,1
Geldmarktveranlagungen 10,0 0,0 0,0 0,0 0,0 10,0
Sonstige andere finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,4 6,7 0,0 7,1 7,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstigen Forderungen
427,7 0,0 0,0 0,0 0,0 427,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 362,5 0,0 0,0 0,0 0,0 362,5
Forderungen gegenüber nach der Equity
Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9
Andere sonstige Forderungen1 64,3 0,0 0,0 0,0 0,0 64,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59,9 0,0 0,0 0,0 0,0 59,9
SUMME 4.110,0 0,4 6,7 42,9 50,0 4.160,0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen
3.465,1 0,0 0,0 4,4 4,4 3.469,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 167,7 0,0 0,0 0,0 0,0 167,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen 3.279,5 0,0 0,0 0,0 0,0 3.279,5
Sonstige Verbindlichkeiten 17,9 0,0 0,0 4,4 4,4 22,3
Negative Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 0,0 0,0 4,4 4,4 4,4
Sonstige Verbindlichkeiten aus
Verrechnungen
17,9 0,0 0,0 0,0 0,0 17,9
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 658,6 0,0 0,0 0,4 0,4 659,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 267,4 0,0 0,0 0,0 0,0 267,4
Leasingverbindlichkeiten 391,2 0,0 0,0 0,0 0,0 391,2
Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 0,4 0,4 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
415,1 0,0 0,0 6,1 6,1 421,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
245,5 0,0 0,0 0,0 0,0 245,5
Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity
Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,6
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der
Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,0 0,0 0,0 6,1 6,1 6,1
Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen
von nicht beherrschenden Anteilen
49,5 0,0 0,0 0,0 0,0 49,5
Andere sonstige Verbindlichkeiten2 119,5 0,0 0,0 0,0 0,0 119,5
SUMME 4.538,8 0,0 0,0 10,9 10,9 4.549,6

Exklusive geleisteter Vorauszahlungen und Forderungen gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträger*innen.

Exklusive erhaltener Vorauszahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträger*innen sowie nicht konsumierte Urlaube.

7.2 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Die folgenden Tabellen zeigen die zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Stufen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13:

31. Dezember 2023

Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen 0,0 36,4 0,0 36,4
Sonstige Forderungen 0,0 36,4 0,0 36,4
Positive Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 36,4 0,0 36,4
Andere finanzielle Vermögenswerte 0,5 6,7 0,2 7,4
SUMME 0,5 43,1 0,2 43,8
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 0,0 10,4 0,0 10,4
Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 10,4 0,0 10,4
Negative Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 10,4 0,0 10,4
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 1,4 0,0 1,4
Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 1,4 0,0 1,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
0,0 0,0 9,1 9,1
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity
Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,0 0,0 9,1 9,1
SUMME 0,0 11,8 9,1 20,9

30. Juni 2024

Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen 0,0 42,9 0,0 42,9
Sonstige Forderungen 0,0 42,9 0,0 42,9
Positive Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 42,9 0,0 42,9
Andere finanzielle Vermögenswerte 0,5 6,4 0,2 7,1
SUMME 0,5 49,4 0,2 50,1
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 0,0 4,4 0,0 4,4
Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 4,4 0,0 4,4
Negative Marktwerte aus Hedge Accounting 0,0 4,4 0,0 4,4
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,4 0,0 0,4
Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten 0,0 0,4 0,0 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
0,0 0,0 6,1 6,1
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity
Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,0 0,0 6,1 6,1
SUMME 0,0 4,8 6,1 10,9

Die Verbindlichkeit aus dem Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfasst die bedingte Gegenleistung aus dem Erwerb der Agile Actors Single Member S.A. im Geschäftsjahr 2023, wobei der zukünftige Kaufpreis von den EBITs der Geschäftsjahre 2024 und 2025 abhängig ist. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde der Stufe 3 zugeordnet und erfolgt auf Basis der aktuellen Ergebnisplanungen unter Berücksichtigung des WACC zum Bewertungsstichtag als Diskontierungszinssatz. Zum 31.12.2023 wurde die Verbindlichkeit mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 9,1 Mio EUR erfasst. Im März 2024 wurde eine Zahlung in Höhe von 3,4 Mio EUR geleistet. Unter Berücksichtigung einer Folgebewertung in Höhe von 0,4 Mio EUR beträgt der beizulegende Zeitwert zum 30. Juni 2024 6,1 Mio EUR. Bei Reduktion der erwarteten EBITs der Geschäftsjahre 2024 und 2025 um jeweils 10% würde die Verbindlichkeit zum 30. Juni 2024 um 0,8 Mio EUR niedriger ausgewiesen werden. Eine Erhöhung der erwarteten EBITs würde sich nicht auf die Höhe der Verbindlichkeit auswirken. Die Veränderung des WACC um +/- einen Prozentpunkt würde sich mit -/+ 0,1 Mio EUR in der Verbindlichkeit niederschlagen.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt auf Basis der im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen Bewertungsverfahren und Inputfaktoren.

Zudem wurden im ersten Halbjahr 2024 keine Transfers zwischen den Stufen vorgenommen.

7.3 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Der beizulegende Zeitwert folgender, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten, finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, stellt sich unter Berücksichtigung der Stufen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 wie folgt dar:

31. Dezember 2023

Mio EUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Stufe 1 Stufe 3
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Forderungen an Kreditinstitute 34,2 34,1 0,0 34,1
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredit 1.458,2 1.463,5 0,0 1.463,5
Konsumkredite 323,8 357,2 0,0 357,2
Finanzanlagen 633,7 596,9 596,9 0,0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen 3.076,4 3.071,9 0,0 3.071,9
Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht
beherrschenden Anteilen
48,8 34,1 0,0 34,1

30. Juni 2024

Mio EUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Stufe 1 Stufe 3
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Forderungen an Kreditinstitute 1,7 1,7 0,0 1,7
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredit 1.528,5 1.537,1 0,0 1.537,1
Konsumkredite 336,7 368,8 0,0 368,8
Finanzanlagen 838,1 799,3 799,3 0,0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen 3.279,5 3.275,0 0,0 3.275,0
Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht
beherrschenden Anteilen
49,5 40,6 0,0 40,6

Finanzielle Vermögenswerte Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der angeführten finanziellen Vermögenswerte erfolgt mittels Barwertverfahren unter Berücksichtigung der Bonitätsrisken sowie aktuell beobachtbarer Marktdaten von Zinssätzen.

Finanzielle Verbindlichkeiten Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen erfolgt mittels Barwertverfahren unter Berücksichtigung der aktuell beobachtbaren Marktdaten von Zinssätzen. Die Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen mit einem Buchwert in Höhe von 49,5 Mio EUR (31. Dezember 2023: 48,8 Mio EUR) resultieren aus Optionen auf den Erwerb der restlichen 20% der Anteile an der Aras Kargo a.s., wobei der zukünftige Kaufpreis vom Unternehmenserfolg abhängt. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von

40,6 Mio EUR (31. Dezember 2023: 34,1 Mio EUR) erfolgt auf Basis von aktuellen Ergebnisplanungen, des aktuellen Währungskurses und einem aktualisierten WACC als Diskontierungszinssatz.

Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird aufgrund der überwiegenden Kurzfristigkeit dieser Posten unterstellt, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

7.4 Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Im ersten Halbjahr 2024 wurden weitere Absicherungen von fix verzinsten Hypothekarkrediten mit Zinsderivaten (Zinsswaps) vorgenommen. Darüber hinaus wurden erstmalig Zinsrisiken aus fix verzinsten Finanzanlagen sowie aus fix verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen mit Zinsderivaten (Zinsswaps) abgesichert. Die Zinsderivate wurden mit österreichischen Kreditinstituten unter dem österreichischen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte (inkl. Besicherungsanhang) in Euro abgeschlossen. Die Bilanzierung erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 9 und entspricht einem Fair Value Hedge iSd IFRS 9.6.5.2a. Das Zinsänderungsrisiko wird im Rahmen des Managements des Marktrisikos überwacht und gesteuert.

Bei fix verzinsten Finanzinstrumenten entsteht aus der Veränderung der relevanten Referenzzinskurve ein Marktpreisrisiko. Durch den Einsatz von Zinsderivaten als Sicherungsinstrument wird die Fixverzinsung der abgesicherten Grundgeschäfte in eine variable, an den Referenzzinssatz gebundene Verzinsung transferiert. Daher werden für die Sicherung von Hypothekarkrediten und Finanzanlagen Zinsswaps mit fixer Zahler*innenseite und variabler Empfänger*innenseite, für die Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen Zinsswaps mit variabler Zahler*innenseite und fixer Empfänger*innenseite gehandelt.

Die als Sicherungsinstrumente designierten Zinsderivate stehen dabei in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Zinsrisikokomponente des gesicherten Grundgeschäftes. Die nicht-zinsbezogenen Risiko-Komponenten (wie Kreditaufschläge) sind nicht Teil der Sicherungsbeziehung. Grundgeschäft und Sicherungsinstrument sind damit so gestaltet, dass die bewertungsrelevanten Parameter gegenläufig sind. Gegenläufige Effekte werden dadurch nur in dem Umfang erfasst, in dem ein wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, ohne dass es zu einer künstlich erzeugten Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung kommt. Ebenso ist damit das zugrunde liegende Risiko des Derivats mit der abgesicherten Risikokomponente identisch.

Der Österreichische Post-Konzern verwendet zur Absicherung des Zinsrisikos Micro Hedges. Eine Micro Hedge Beziehung liegt dann vor, wenn ein gesichertes Grundgeschäft (oder eine Gruppe von Grundgeschäften) einem oder mehreren Sicherungsgeschäften eindeutig zugeordnet werden kann. Dabei kommt im Fall von Hypothekarkrediten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen der Bottom Layer Hedge als Spezialform des Micro Hedge zur Anwendung. Die Sicherungsquote beträgt 1:1. Im Detail wird wie folgt vorgegangen:

  • _ Aus den fix verzinsten Hypothekarkrediten, gruppiert nach Laufzeiten und Fixzinssätzen, wird ein Bodensatz (Bottom Layer) als Basisbetrag ins Hedge Accounting gewidmet, der unter Berücksichtigung der erwarteten sowie vorzeitigen Rückzahlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Fälligkeit der Sicherungsinstrumente noch vorhanden sein wird. Bei diesem Ansatz werden vorzeitige Rückzahlungen, andere Ausbuchungen sowie Wertminderungen immer dem ungesicherten Betrag, der über dem definierten Basisbetrag liegt, zugeordnet. Das bedeutet, dass diese Beträge die Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehungen nicht beeinflussen, außer sie erreichen die festgelegte Bottom Layer Schwelle.
  • _ Zur Absicherung der Finanzanlagen wird jeweils ein Derivat (Sicherungsinstrument) einer Finanzanlage (Grundgeschäft) zugeordnet, das bezüglich Nominale, Laufzeit und Fixzinssatz mit den Parametern der jeweiligen Finanzanlage deckungsgleich ist.
  • _ Zur Absicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen werden die jeweiligen Festgelder nach Laufzeiten gruppiert, wobei die Fixzinsen sämtlicher Festgelder im jeweiligen

Laufzeitband ident sind. Analog zu den Hypothekarkrediten wird ein Basisbetrag ins Hedge Accounting gewidmet, der unter Berücksichtigung vorzeitiger Kündigungen mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Fälligkeit der Sicherungsinstrumente noch vorhanden sein wird. Somit beeinflussen vorzeitige Kündigungen die Messung der Effektivität der Sicherungsgeschäfte nicht, außer sie erreichen die festgelegte Bottom Layer Schwelle.

Zur Prüfung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des gesicherten Risikos aus den Grundgeschäften bei Hypothekarkrediten und Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen über hypothetische Derivate ermittelt, die im Wesentlichen den Vertragsbedingungen der Sicherungsgeschäfte entsprechen. Bei Finanzanlagen wird der jeweilige Marktwert herangezogen. Die Berechnung der Barwerte für die Effektivitätstests erfolgt dabei im Einklang mit den konzerninternen Richtlinien zu Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) sowohl über die Dollar Off-Set-Methode als auch mit Hilfe einer Regressionsanalyse.

Die Sicherungsbeziehung kann im Fall von Hypothekarkrediten und Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen dann ineffektiv werden, wenn das Nominale der Grundgeschäfte unter jenes des Derivats fällt. Im Fall von Finanzanlagen können Änderungen in der wirtschaftlichen Beziehung bzw. in der Sicherungsquote zu Ineffektivitäten führen. Ist eine Sicherungsbeziehung nicht mehr effektiv, ist mittels Rebalancing die Effektivität wieder herzustellen. Im ersten Halbjahr 2024 erfolgte kein Rebalancing.

Die folgende Tabelle zeigt die Nominalbeträge, aufgeteilt nach ihren Restlaufzeiten, sowie die Marktwerte der Sicherungsinstrumente zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024:

31. Dezember 2023

Nominale Marktwert
Mio EUR <3 Monate >3 Monate bis
1 Jahr
>1 Jahr bis
5 Jahre
>5 Jahre Nominale
Gesamt
Positiver
Marktwert
Negativer
Marktwert
AKTIVA
Zinsderivat – Hypothekarkredite 0,0 0,0 24,0 518,0 542,0 36,4 10,4

30. Juni 2024

Nominale Marktwert
Mio EUR <3 Monate >3 Monate bis
1 Jahr
>1 Jahr bis
5 Jahre
>5 Jahre Nominale
Gesamt
Positiver
Marktwert
Negativer
Marktwert
AKTIVA
Zinsderivat – Hypothekarkredite 0,0 0,0 51,0 660,5 711,5 42,8 3,9
Zinsderivat – Finanzanlagen 0,0 0,0 40,0 74,9 114,9 0,2 0,3
PASSIVA
Zinsderivat – Verbindlichkeiten
gegenüber Kund*innen
0,0 220,0 0,0 0,0 220,0 0,0 0,1

Positive Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten werden unter den finanziellen Vermögenswerten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten werden unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen.

Buchwert und Basis Adjustments aus Grundgeschäften

30.06.2024
31.12.2023
Mio EUR Buchwert
Grundgeschäft
Im Buchwert
enthaltene Basis
Adjustments
Buchwert
Grundgeschäft
Im Buchwert
enthaltene
Basis
Adjustments
AKTIVA
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.099,1 –26,0 1.182,7 –38,8
Finanzanlagen 0,0 0,0 124,2 0,2
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen 0,0 0,0 251,0 0,1

Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Sicherungsbeziehungen auf die Gewinnund Verlustrechnung:

Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen zum 31. Dezember 2023

Mio EUR Ergebnis
abgesicherte
Grundgeschäfte
Ergebnis
Sicherungs
instrumente
Ergebnis
Sicherungsbeziehung
AKTIVA
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 31,8 –31,8 0,0

Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen zum 30. Juni 2024

Mio EUR Ergebnis
abgesicherte
Grundgeschäfte
Ergebnis
Sicherungs
instrumente
Ergebnis
Sicherungsbeziehung
AKTIVA
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite –12,9 12,9 0,0
Finanzanlagen 0,2 –0,1 0,1
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen 0,1 –0,1 0,0

Ineffektivitäten werden im Fall eines positiven Überhangs im sonstigen betrieblichen Ertrag, im Fall eines negativen Überhangs unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

7.5 Mit den Finanzinstrumenten verbundene Risiken aus der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit

Die bankbetriebliche Geschäftstätigkeit erfolgt im Wesentlichen durch die bank99 AG und bildet einen Teil der Finanzdienstleistungen ab. Im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit werden zusätzliche (insbesondere aufsichtsrechtliche) Anforderungen und Darstellungen berücksichtigt. Aktualisierungen werden nachfolgend beschrieben.

Im Zusammenhang mit dem Risikomanagement, der Risikopolitik sowie -strategie wird auf die Angaben im Geschäftsbericht 2023 verwiesen.

7.5.1 KREDITRISIKO

Kreditrisikorelevantes Portfolio Im kreditrisikorelevanten Portfolio werden alle Positionen aus Finanzdienstleistungen zusammengefasst, die im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit ein Kreditrisiko im engeren Sinn beinhalten. Das sind sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen. Die im Rahmen von Sicherungsbeziehungen erfassten Anpassungen auf den Buchwert (Basis Adjustments) sind gegebenenfalls im Bruttobuchwert berücksichtigt.

Zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 stellt sich das kreditrisikorelevante Portfolio wie folgt dar:

Darstellung kreditrisikorelevantes Portfolio zum 31. Dezember 2023

Mio EUR Nettobuchwert Risikovorsorgen Brutto
buchwert
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen 732,5 0,0 732,5
Forderungen an Kreditinstitute 34,2 0,0 34,2
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.458,2 1,6 1.459,8
Konsumkredite 323,8 15,8 339,6
Girokonten 9,9 2,2 12,1
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 633,7 0,1 633,8
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 1,3 0,0 1,3
ZWISCHENSUMME 3.193,6 19,7 3.213,3
AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen 1,9 0,0 2,0
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen 19,7 0,0 19,7
ZWISCHENSUMME 21,6 0,0 21,6
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO 3.215,2 19,7 3.234,9

Darstellung kreditrisikorelevantes Portfolio zum 30. Juni 2024

Mio EUR Nettobuchwert Risikovorsorgen Brutto
buchwert
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen 736,6 0,0 736,6
Forderungen an Kreditinstitute 1,7 0,0 1,7
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.528,5 1,8 1.530,2
Konsumkredite 336,7 18,1 354,8
Girokonten 12,0 2,9 14,9
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 838,1 0,2 838,3
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,9 0,0 0,9
ZWISCHENSUMME 3.454,5 23,0 3.477,5
AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen 1,9 0,0 1,9
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen 41,2 0,0 41,2
ZWISCHENSUMME 43,0 0,0 43,1
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO 3.497,5 23,0 3.520,5

Forderungen gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich im ersten Halbjahr 2024 auf 1,7 Mio EUR (31. Dezember 2023: 34,2 Mio EUR) aufgrund des Auslaufens von Veranlagungen. Darüber hinaus wurden weitere Finanzanlagen erworben, welche sich aus österreichischen und europäischen Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand sowie von Kreditinstituten zusammensetzen.

Mio EUR Retailkund*innen Kreditinstitute Öffentlicher Sektor Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen 0,0 732,5 0,0 732,5
Forderungen an Kreditinstitute 0,0 34,2 0,0 34,2
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.459,8 0,0 0,0 1.459,8
Konsumkredite 339,6 0,0 0,0 339,6
Girokonten 12,1 0,0 0,0 12,1
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 0,0 0,0 633,8 633,8
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,7 0,6 0,0 1,3
ZWISCHENSUMME 1.812,2 767,3 633,8 3.213,3
AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen 2,0 0,0 0,0 2,0
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen
Kreditzusagen 19,7 0,0 0,0 19,7
ZWISCHENSUMME 21,6 0,0 0,0 21,6
GESAMT 1.833,8 767,3 633,8 3.234,9

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Kund*innensegmenten zum 31. Dezember 2023

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Kund*innensegmenten zum 30. Juni 2024

Mio EUR Retailkund*innen Kreditinstitute Öffentlicher Sektor Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen 0,0 736,6 0,0 736,6
Forderungen an Kreditinstitute 0,0 1,7 0,0 1,7
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.530,2 0,0 0,0 1.530,2
Konsumkredite 354,8 0,0 0,0 354,8
Girokonten 14,9 0,0 0,0 14,9
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 0,0 64,4 773,9 838,3
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,1 0,8 0,0 0,9
ZWISCHENSUMME 1.900,1 803,5 773,9 3.477,5
AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen 1,9 0,0 0,0 1,9
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen
Kreditzusagen
41,2 0,0 0,0 41,2
ZWISCHENSUMME 43,1 0,0 0,0 43,1
GESAMT 1.943,1 803,5 773,9 3.520,5

Für sämtliche bankbetrieblichen Dienstleistungen ist ein automatisierter Mahnprozess aufgesetzt, bei welchem am ersten Tag nach der Fälligkeit ein Überfälligkeitszähler zu laufen beginnt. Es ergibt sich daraus folgende Aufstellung des kreditrisikorelevanten Portfolios nach Überfälligkeiten:

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Überfälligkeiten zum 31. Dezember 2023

Mio EUR nicht überfällig 1–30 Tage 31–90 Tage >90 Tage Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige
Sichteinlagen
732,5 0,0 0,0 0,0 732,5
Forderungen an Kreditinstitute 34,2 0,0 0,0 0,0 34,2
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.459,2 0,2 0,0 0,4 1.459,8
Konsumkredite 323,3 3,7 3,1 9,5 339,6
Girokonten 9,3 0,3 0,5 2,0 12,1
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
633,8 0,0 0,0 0,0 633,8
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 1,3 0,0 0,0 0,0 1,3
ZWISCHENSUMME 3.193,6 4,1 3,6 11,9 3.213,3
AUSSERBILANZIELLE
RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
2,0 0,0 0,0 0,0 2,0
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
19,7 0,0 0,0 0,0 19,7
ZWISCHENSUMME 21,6 0,0 0,0 0,0 21,6
GESAMT 3.215,3 4,1 3,6 11,9 3.234,9
Mio EUR nicht überfällig 1–30 Tage 31–90 Tage >90 Tage Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige
Sichteinlagen
736,6 0,0 0,0 0,0 736,6
Forderungen an Kreditinstitute 1,7 0,0 0,0 0,0 1,7
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.528,8 0,3 0,3 0,8 1.530,2
Konsumkredite 334,7 4,7 3,3 12,1 354,8
Girokonten 11,1 0,3 0,5 3,1 14,9
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
838,3 0,0 0,0 0,0 838,3
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,9 0,0 0,0 0,0 0,9
ZWISCHENSUMME 3.452,1 5,3 4,0 16,0 3.477,5
AUSSERBILANZIELLE
RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
1,9 0,0 0,0 0,0 1,9
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
41,2 0,0 0,0 0,0 41,2
ZWISCHENSUMME 43,1 0,0 0,0 0,0 43,1
GESAMT 3.495,2 5,3 4,0 16,0 3.520,5

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Überfälligkeiten zum 30. Juni 2024

Das Kund*innenrating besteht aus fünf Ratingklassen 1–5, die in den nachfolgenden Tabellen dargestellt sind:

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Ratingkategorien zum 31. Dezember 2023

Brutto
buchwert
gesamt
Mio EUR Rating 1 Rating 2 Rating 3 Rating 4 Rating 5 Kein Rating
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und
sonstige Sichteinlagen
731,5 1,1 0,0 0,0 0,0 0,0 732,5
Forderungen an Kreditinstitute 3,4 30,8 0,0 0,0 0,0 0,0 34,2
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 0,0 0,0 1.446,9 11,2 1,7 0,0 1.459,8
Konsumkredite 0,0 0,0 291,3 35,0 13,4 0,0 339,6
Girokonten 0,0 0,0 8,3 1,6 2,2 0,1 12,1
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
580,0 48,6 5,2 0,0 0,0 0,0 633,8
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,2 1,3
ZWISCHENSUMME 1.314,9 80,4 1.751,7 47,8 17,2 1,3 3.213,3
AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
0,0 0,0 1,7 0,3 0,0 0,0 2,0
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
0,0 0,0 19,7 0,0 0,0 0,0 19,7
ZWISCHENSUMME 0,0 0,0 21,4 0,3 0,0 0,0 21,6
GESAMT 1.314,9 80,4 1.773,0 48,0 17,2 1,3 3.234,9

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Ratingkategorien zum 30. Juni 2024

Mio EUR Rating 1 Rating 2 Rating 3 Rating 4 Rating 5 Kein Rating Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und
sonstige Sichteinlagen
734,4 2,2 0,0 0,0 0,0 0,0 736,6
Forderungen an Kreditinstitute 1,7 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,7
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 0,0 0,0 1.516,8 11,3 2,2 0,0 1.530,2
Konsumkredite 0,0 0,0 304,7 34,5 15,6 0,0 354,8
Girokonten 0,0 0,0 10,1 1,1 3,6 0,1 14,9
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
664,2 153,6 20,4 0,0 0,0 0,0 838,3
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,9 0,9
ZWISCHENSUMME 1.400,3 155,9 1.852,0 46,9 21,4 1,0 3.477,5
AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
0,0 0,0 1,8 0,0 0,0 0,0 1,9
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
0,0 0,0 41,2 0,0 0,0 0,0 41,2
ZWISCHENSUMME 0,0 0,0 43,0 0,0 0,0 0,0 43,1
GESAMT 1.400,3 155,9 1.895,1 46,9 21,4 1,0 3.520,5

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach IFRS 9 Stufenzuordnung zum 31. Dezember 2023

Brutto
buchwert
gesamt
Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI
KREDITRELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige
Sichteinlagen
732,5 0,0 0,0 0,0 732,5
Forderungen an Kreditinstitute 34,2 0,0 0,0 0,0 34,2
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.447,1 10,6 1,7 0,4 1.459,8
Konsumkredite 299,5 26,9 13,5 –0,2 339,6
Girokonten 7,4 2,5 2,2 0,0 12,1
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
633,8 0,0 0,0 0,0 633,8
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 1,3 0,0 0,0 0,0 1,3
ZWISCHENSUMME 3.155,8 39,9 17,3 0,2 3.213,3
AUSSERBILANZIELLE
RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
1,9 0,0 0,0 0,0 2,0
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
19,3 0,3 0,0 0,0 19,7
ZWISCHENSUMME 21,2 0,4 0,0 0,0 21,6
GESAMT 3.177,0 40,3 17,3 0,2 3.234,9
Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige
Sichteinlagen
736,6 0,0 0,0 0,0 736,6
Forderungen an Kreditinstitute 1,7 0,0 0,0 0,0 1,7
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.516,5 11,2 2,2 0,4 1.530,2
Konsumkredite 310,7 28,7 16,1 –0,7 354,8
Girokonten 8,8 2,5 3,6 0,0 14,9
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
838,3 0,0 0,0 0,0 838,3
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,9 0,0 0,0 0,0 0,9
ZWISCHENSUMME 3.413,4 42,4 22,0 –0,3 3.477,5
AUSSERBILANZIELLE
RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
1,8 0,0 0,0 0,0 1,9
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
41,2 0,0 0,0 0,0 41,2
ZWISCHENSUMME 43,0 0,0 0,0 0,0 43,1
GESAMT 3.456,4 42,4 22,0 –0,3 3.520,5

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach IFRS 9 Stufenzuordnung zum 30. Juni 2024

Das kreditrisikorelevante Portfolio nach Ratingkategorien und Ausfallsrisikoklassen kann zusammenfassend wie folgt dargestellt werden:

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Ratingkategorien und Ausfallsrisikoklassen zum 31. Dezember 2023

Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRELEVANTES PORTFOLIO
Rating 1 1.314,9 0,0 0,0 0,0 1.314,9
Rating 2 80,4 0,0 0,0 0,0 80,4
Rating 3 1.762,5 10,1 0,0 0,3 1.773,0
Rating 4 17,9 30,1 0,0 0,0 48,0
Rating 5 0,0 0,0 17,3 –0,1 17,2
Kein Rating 1,3 0,0 0,0 0,0 1,3
GESAMT 3.177,0 40,3 17,3 0,2 3.234,9
Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Brutto
buchwert
gesamt
KREDITRELEVANTES PORTFOLIO
Rating 1 1.400,3 0,0 0,0 0,0 1.400,3
Rating 2 155,9 0,0 0,0 0,0 155,9
Rating 3 1.883,4 11,4 0,0 0,3 1.895,1
Rating 4 15,9 31,0 0,0 0,0 46,9
Rating 5 0,0 0,0 22,0 –0,5 21,4
Kein Rating 0,9 0,1 0,0 0,0 1,0
GESAMT 3.456,4 42,4 22,0 –0,3 3.520,5

Kreditrisikorelevantes Portfolio nach Ratingkategorien und Ausfallsrisikoklassen zum 30. Juni 2024

Sicherheiten Im ersten Halbjahr 2024 bestehen folgende Sicherheiten in Form von Hypotheken bei Hypothekarkrediten sowie Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen:

Sicherheiten in Form von Hypotheken

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.470,4 1.533,1
ZWISCHENSUMME 1.470,4 1.533,1
AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen 18,9 40,0
ZWISCHENSUMME 18,9 40,0
GESAMT 1.489,2 1.573,1

Notleidendes Portfolio zum 31. Dezember 2023

Mio EUR Brutto
buchwert
Gesamt
NPL Wert
berichtigung
NPL
Sicherheiten
NPL
NPE Quote NPE
Deckungs
quote
NPE
Besicherungs
quote
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige
Sichteinlagen
732,5 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Forderungen an Kreditinstitute 34,2 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.459,8 2,1 0,3 1,9 0,1% 12,7% 91,0%
Konsumkredite 339,6 13,2 8,7 0,0 3,9% 66,0% 0,0%
Girokonten 12,1 2,2 1,6 0,0 17,9% 75,1% 0,0%
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
633,8 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 1,3 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
ZWISCHENSUMME 3.213,3 17,5 10,6 1,9 0,5 % 60,7 % 11,0 %
AUSSERBILANZIELLE
RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
2,0 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
19,7 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
ZWISCHENSUMME 21,6 0,0 0,0 0,0 0,0 % 0,0 0,0 %
GESAMT 3.234,9 17,5 10,6 1,9 0,5 % 60,7 % 11,0 %

Notleidendes Portfolio zum 30. Juni 2024

Mio EUR Brutto
buchwert
Gesamt
NPL Wert
berichtigung
NPL
Sicherheiten
NPL
NPE Quote NPE
Deckungs
quote
NPE
Besicherungs
quote
KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO
Guthaben bei Zentralbanken und sonstige
Sichteinlagen
736,6 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Forderungen an Kreditinstitute 1,7 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Forderungen an Kund*innen
Hypothekarkredite 1.530,2 2,6 0,3 2,4 0,2% 11,2% 93,1%
Konsumkredite 354,8 15,4 10,7 0,0 4,3% 69,2% 0,0%
Girokonten 14,9 3,6 2,7 0,0 24,4% 75,3% 0,0%
Finanzanlagen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet
838,3 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Sonstige Forderungen aus Verrechnungen 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
ZWISCHENSUMME 3.477,5 21,7 13,7 2,4 0,6 % 63,2 % 11,2 %
AUSSERBILANZIELLE
RISIKOPOSITIONEN
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Haftungen
1,9 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch
genommenen Kreditzusagen
41,2 0,0 0,0 0,0 0,0% 0,0% 0,0%
ZWISCHENSUMME 43,1 0,0 0,0 0,0 0,0 % 0,0 0,0 %
GESAMT 3.520,5 21,7 13,7 2,4 0,6 % 63,2 % 11,2 %

Die Non-Performing-Exposure (NPE) Quote stellt den Anteil des notleidenden Portfolios am Gesamt-Bruttobuchwert des kreditrisikorelevanten Portfolios dar. Die NPE Deckungsquote bildet den Anteil der Wertberichtigungen für das notleidende Portfolio im Verhältnis zum Bruttobuchwert des notleidenden Portfolios ab. Die NPE Besicherungsquote zeigt die Sicherheiten für notleidende Kredite in Prozent des gesamten notleidenden Portfolios.

Wertberichtigungen Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen des kreditrisikorelevanten Portfolios:

Entwicklung der Wertberichtigungen des kreditrisikorelevanten Portfolios

Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand am 1. Jänner 2023 2,9 4,4 6,9 –1,5 12,7
Umgliederung 0,0 –1,0 1,0 0,0 0,0
Zuführung aufgrund Neuerwerb 0,1 0,0 0,0 0,0 0,1
Neubewertung –0,2 2,0 1,2 0,0 3,0
Verbrauch 0,0 0,0 0,0 –0,1 –0,1
Stand am 30. Juni 2023 2,9 5,3 9,0 –1,6 15,6
Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand am 1. Jänner 2024 3,5 5,5 12,9 –2,2 19,7
Umgliederung 0,0 –0,8 0,8 0,0 0,0
Zuführung aufgrund Neuerwerb 0,7 0,0 0,0 0,0 0,7
Ausbuchung –0,1 –0,2 –1,1 0,5 –0,9
Neubewertung –0,5 1,2 3,4 –0,5 3,6
Verbrauch 0,0 0,0 –0,1 0,0 –0,1
Stand am 30. Juni 2024 3,6 5,8 15,9 –2,2 23,0

Für wesentliche Kreditrisikopositionen ergibt sich folgende Überleitung der Wertberich-

tigungen:

Entwicklung der Wertberichtigung – Hypothekarkredite

Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand am 1. Jänner 2023 0,9 0,4 0,0 0,0 1,3
Umgliederung 0,0 –0,1 0,0 0,0 0,0
Zuführung aufgrund Neuerwerb 0,1 0,0 0,0 0,0 0,1
Neubewertung –0,1 0,2 0,0 0,0 0,1
Stand am 30. Juni 2023 0,9 0,5 0,1 –0,1 1,5
Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand am 1. Jänner 2024 0,9 0,4 0,3 –0,1 1,6
Umgliederung 0,0 –0,1 0,1 0,0 0,0
Ausbuchung 0,0 0,0 –0,1 0,0 –0,1
Neubewertung 0,1 0,1 0,0 0,0 0,3
Stand am 30. Juni 2024 1,0 0,5 0,3 0,0 1,8

Entwicklung der Wertberichtigungen – Konsumkredite

Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand am 1. Jänner 2023 1,9 3,9 6,1 –1,6 10,2
Umgliederung 0,0 –0,9 0,9 0,0 0,0
Neubewertung –0,1 1,7 0,8 0,0 2,4
Stand am 30. Juni 2023 1,8 4,7 7,8 –1,7 12,6
Mio EUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 POCI Gesamt
Stand am 1. Jänner 2024 2,3 4,8 10,9 –2,1 15,8
Umgliederung 0,0 –0,7 0,7 0,0 0,0
Zuführung aufgrund Neuerwerb 0,5 0,0 0,0 0,0 0,5
Ausbuchung –0,1 –0,1 –1,0 0,4 –0,9
Neubewertung –0,3 1,2 2,2 –0,3 2,7
Stand am 30. Juni 2024 2,3 5,1 12,8 –2,1 18,1

7.5.2 LIQUIDITÄTSRISIKO

Die folgenden Tabellen zeigen die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) sowie die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) zum 30. Juni 2024:

Liquiditätsdeckungsquote

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
Liquiditätspuffer 1.416,9 1.590,4
Netto-Liquiditätsabfluss 253,1 270,3
LIQUIDITÄTSDECKUNGSQUOTE 559,8 % 588,4 %

Zusammensetzung des Liquiditätspuffers

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
Guthaben bei Zentralbanken abzüglich Mindestreserve 699,0 700,8
Zahlungsmittel 112,0 149,1
Anrechenbare Finanzanlagen 605,9 740,5
LIQUIDITÄTSPUFFER 1.416,9 1.590,4

Strukturelle Liquiditätsquote

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
Verfügbare stabile Finanzierung 3.069,3 3.309,5
Erforderliche stabile Finanzierung 1.287,1 1.407,1
STRUKTURELLE LIQUIDITÄTSQUOTE 238,5 % 235,2 %

7.5.3 MARKTRISIKO

Im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit entstehen Marktrisiken unter anderem durch Zinsrisiken. Um die Zinsrisiken zu begrenzen, wird ein Großteil der Fixzinspositionen durch Abschluss von Zinsswaps im Rahmen von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) abgesichert.

Im ersten Halbjahr 2024 gab es keine wesentlichen Änderungen in der Zinslandschaft. Für die zweite Jahreshälfte wird von einer Momentumkehr ausgegangen und ein fallendes Zinsumfeld erwartet. Daher wurde damit begonnen, den Fokus der Depot-A Investitionsstrategie auf fix verzinste Anleihen zu legen.

Zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 ergibt sich daraus folgender Value at Risk:

Value at Risk – EVE

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
VaR EVE –39,7 –36,9

Die Ergebnisse der aufsichtsrechtlichen OeNB-Zinsrisikostatistik stellen sich wie folgt

dar:

OeNB-Zinsrisikostatistik
% 31.12.2023 30.06.2024
OeNB-Zinsrisikostatistik in % der anrechenbaren Eigenmittel 5,69 % 2,65 %

8. Eigenkapital

Dividende In der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. April 2024 wurde für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 120,2 Mio EUR (dies entspricht 1,78 EUR je Aktie) beschlossen. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre in Höhe von 104,6 Mio EUR erfolgte am 2. Mai 2024. Die einbehaltene Kapitalertragssteuer (KESt) in Höhe von 15,6 Mio EUR wurde am 15. Mai 2024 an das Finanzamt abgeführt.

Sonstige Angaben Mit 15. Februar 2024 wurden die restlichen 25% der Anteile an der bereits seit 2019 vollkonsolidierten adverserve digital advertising Services d.o.o., Zagreb, um 0,1 Mio EUR erworben. Der erfolgsneutral erfasste Erwerb führte zur Umbuchung der nicht beherrschenden Anteile in das Eigenkapital der Aktionär*innen des Mutterunternehmens.

Regulatorische Mindestkapitalanforderungen bank99 AG Die bank99 AG unterliegt den regulatorischen Eigenmittelvorschriften der Bankaufsicht auf Basis der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) unter Berücksichtigung mehrerer Novellierungen. Die gemäß CRR errechneten Eigenmittel zeigen folgende Zusammensetzung:

Anrechenbare Eigenmittel bank99 AG gemäß CRR

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
Eingezahltes Kapital 100,9 100,9
Offene Rücklagen 173,7 189,8
Einbehaltene Gewinne –97,5 –104,5
Jahresverlust –7,0 –2,6
Abzüglich Kürzungsposten –19,6 –19,3
KERNKAPITAL (TIER 1) 150,4 164,3
Anrechenbares Ergänzungskapital 0,0 1,7
ERGÄNZUNGSKAPITAL (TIER 2) 0,0 1,7
GESAMTE ANRECHENBARE EIGENMITTEL 150,4 166,0

Eigenmittelanforderungen bank99 AG gemäß CRR

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
Kreditrisiko 816,9 886,4
Anpassung der Kreditbewertung (Credit Value Adjustment, CVA) 15,5 17,3
Operationelles Risiko 103,8 103,8
GESAMTRISIKOBETRAG (BEMESSUNGSGRUNDLAGE) 936,1 1.007,4
Kernkapitalquote (hart) bezogen auf das Gesamtrisiko 16,1% 16,3%
Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko 16,1% 16,5%

Die Kapitalquoten lagen das gesamte erste Halbjahr 2024 über den gesetzlich geforderten. Darüber hinaus wurde im ersten Halbjahr 2024 ein Ergänzungskapital in Höhe von 1,7 Mio EUR (31. Dezember 2023: 0,0 Mio EUR) angesetzt. Dabei handelt es sich um den Ansatz einer zusätzlichen Wertberichtigung (Management Overlay), welche als Ergänzungskapital iSd Artikels 62 lit. c CRR eingestuft wurde. Für weitere Details zur zusätzlichen Wertberichtigung wird auf Punkt 3 Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzunsicherheiten verwiesen.

9. Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement

Überleitung auf den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Finanzmittelbestand, wie er im Konzern-Cashflow-Statement dargestellt wird, kann auf den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz wie folgt übergeleitet werden:

Mio EUR 31.12.2023 30.06.2024
FINANZMITTELBESTAND 926,6 945,6
Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen 839,1 885,7
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken 839,1 885,7
Verbindlichkeiten Kreditinstitute eigener Zahlungsverkehr 0,0 –0,1
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 87,5 59,9

Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen Der Posten finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen im Konzern-Cashflow-Statement fasst die Veränderungen des Einlagen- und Veranlagungsgeschäfts der bank99 zusammen. Die zahlungswirksame Veränderung im ersten Halbjahr 2024 resultiert im Wesentlichen durch weitere Veranlagungen in Finanzanlagen sowie zu einem großen Teil aus dem Anstieg des Einlagengeschäftes und damit Erhöhung der finanziellen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen.

10. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die für die Bilanzierung und Bewertung am Bilanzstichtag zum 30. Juni 2024 von Bedeutung sind, wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Wien, am 30. Juli 2024

Der Vorstand

GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)

WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)

PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 125 Abs 1 Börsegesetz

Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht 2024 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschuss zum 30. Juni 2024, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 30. Juli 2024

Der Vorstand

GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)

WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)

PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)

Finanzkalender 2024/2025

5. November 2024 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2024
7. März 2025 Jahresergebnis 2024
30. März 2025 Nachweisstichtag Hauptversammlung 2025
9. April 2025 Hauptversammlung 2025, Veranstaltungsort: Wien
16. April 2025 Ex-Tag (Dividende)
17. April 2025 Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen)
23. April 2025 Dividendenzahltag
8. Mai 2025 Zwischenbericht 1. Quartal 2025
8. August 2025 Halbjahresfinanzbericht 2025
12. November 2025 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2025

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Rochusplatz 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0 FN: 180219d, Handelsgericht Wien

Satz und Produktion

Inhouse produziert mit firesys

Konzept

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

Investor Relations,

Konzernrevision & Compliance Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30400 E: [email protected] I: post.at/investor

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen

Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 6. August 2024

Unternehmenskommunikation

Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 21897 E: [email protected] I: post.at/presse

Die Österreichische Post im Internet post.at

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