Quarterly Report • Aug 7, 2024
Quarterly Report
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Halbjahresfinanzbericht 2024
02
Zuverlässig einfach weiter.

_ Operativer Free Cashflow bei 147,1 Mio EUR und Eigenkapital von 682,0 Mio EUR
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| ERTRAGSKENNZAHLEN | |||
| Umsatzerlöse | 1.284,8 | 1.505,2 | 17,2 % |
| EBITDA | 189,0 | 211,5 | 11,9 % |
| EBITDA-Marge | 14,7% | 14,1% | – |
| EBIT | 95,2 | 105,6 | 10,9 % |
| EBIT-Marge | 7,4% | 7,0% | – |
| Periodenergebnis | 78,6 | 78,5 | –0,2% |
| Ergebnis je Aktie (EUR)1 | 1,13 | 1,12 | –1,5 % |
| Mitarbeiter*innen (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 26.950 | 27.803 | 3,2% |
| CASHFLOW UND CAPEX | |||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 156,7 | 185,8 | 18,6% |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 11,4 | 185,7 | >100% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –99,0 | –126,4 | –27,7% |
| Operativer Free Cashflow2 | 115,5 | 147,1 | 27,3% |
| CAPEX | 47,6 | 46,3 | –2,7% |
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 | Veränderung |
| BILANZKENNZAHLEN | |||
| Bilanzsumme | 5.677,1 | 5.957,1 | 4,9% |
| Eigenkapital | 716,7 | 682,0 | –4,8% |
| Eigenkapitalquote | 12,6% | 11,4% | – |
| Finanzverschuldung | 121,8 | 197,5 | 62,2% |
| Finanzverschuldung inkl. IFRS 16 | 511,3 | 588,7 | 15,1% |
| Capital Employed3 | 1.362,2 | 1.362,3 | 0,0% |
1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
2 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets
3 Die Gesellschaft bank99 wurde in der Berechnung nicht berücksichtigt, da diese Kennzahl inhaltlich nur für das Logistikgeschäft relevant ist.
Der Geschäftsverlauf der Österreichischen Post war im ersten Halbjahr 2024 von einer soliden operativen Entwicklung und positiven Rahmenbedingungen geprägt. Dies zeigte sich am erfreulichen Umsatz- sowie auch Ergebnisanstieg. Insbesondere die großen landesweiten Wahlen in Österreich, wie die Arbeiterkammerwahl und die Europawahl, haben dem Unternehmen ein Umsatz- und Ergebnisplus im Brief- und Werbegeschäft beschert. Auch der nationale Paketmarkt verzeichnete eine starke Entwicklung, angetrieben durch hohe Mengen von europäischen und asiatischen E-Commerce-Händler*innen. In der Türkei ist die Geschäftsentwicklung stark von der hohen Inflation und dem Wechselkurs beeinflusst – mit positiven Effekten auf die Halbjahreskennzahlen.
Die Umsatzerlöse des Post-Konzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 17,2% auf 1.505,2 Mio EUR. Auch exklusive des Umsatzes in der Türkei betrug der Umsatzanstieg 10,3%. In allen Divisionen wurde in den ersten sechs Monaten ein Anstieg verzeichnet: Der Umsatz der Division Brief & Werbepost erhöhte sich um 3,5% auf 619,0 Mio EUR, die Division Paket & Logistik generierte im Berichtszeitraum ein Umsatzplus von 28,1% auf 804,9 Mio EUR. Und die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Halbjahr 2024 einen Umsatz von 95,7 Mio EUR (+25,0%).
Auch ergebnisseitig verzeichnete die Österreichische Post ein verbessertes erstes Halbjahr. Das EBITDA steigerte sich um 11,9% auf 211,5 Mio EUR und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 10,9% auf 105,6 Mio EUR. Das Periodenergebnis betrug im ersten Halbjahr 2024 78,5 Mio EUR (–0,2%), nachdem im Vorjahr ein positiver Bewertungseffekt im Finanzergebnis inkludiert war. Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 1,12 EUR nach 1,13 EUR in der Vorjahresperiode (–1,5%).
Für die nächsten Quartale werden auf den internationalen Brief- und Paketmärkten weiterhin divergierende Trends erwartet. Das schwache Wirtschaftswachstum in vielen Ländern Europas und das damit verbundene zurückhaltende Investitionsklima beeinflusst das Kaufverhalten von Unternehmen und privaten Konsument*innen. Wie bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres ersichtlich, wird das Umsatzwachstum 2024 durch positive Rahmenbedingungen begünstigt. Gemäß aktuellen Entwicklungen sollte – abhängig vom Wechselkurs der türkischen Lira zum Jahresende – ein Umsatzanstieg zumindest im oberen einstelligen Bereich möglich sein. Umsatzwachstum einerseits aber auch Kostendisziplin und Effizienz anderseits sind notwendig, um die angepeilte Stabilität der Österreichischen Post sicherzustellen. Die Österreichische Post geht von einem Ergebnisanstieg für 2024 aus. In einem anhaltend stabilen makroökonomischen Umfeld in den Märkten des Unternehmens ist mit einer EBIT-Verbesserung im mittleren einstelligen Bereich zu rechnen.
Das massive Investitionsprogramm der letzten Jahre – in Österreich wurde die Sortierkapazität nahezu verdreifacht – ist mittlerweile abgeschlossen. Schwerpunkte der Investitionen der nächsten Jahre sind der Ausbau der internationalen Logistikinfrastruktur sowie der E-Mobilität. Bis 2030 gilt es beispielsweise die CO2-freie Zustellung auf der letzten Meile in Österreich umzusetzen.
Wien, am 30. Juli 2024
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
Im ersten Halbjahr 2024 erfolgten keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis.
Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 17,2% auf 1.505,2 Mio EUR, exklusive Paket Türkei betrug der Anstieg 10,3%. In allen Divisionen wurde in den ersten sechs Monaten ein Anstieg verzeichnet: In der Division Brief & Werbepost erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,5%, in der Division Paket & Logistik um 28,1% (+15,2% exklusive Paket Türkei) und in der Division Filiale & Bank um 25,0%.
Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen Post betrug im ersten Halbjahr 2024 40,7%. Der Divisionsumsatz in der Höhe von 619,0 Mio EUR ist geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution, aber auch positiv beeinflusst von den Tarifanpassungen des Vorjahres sowie den großen landesweiten Wahlen in Österreich (Arbeiterkammer-, Europawahl) im ersten Halbjahr 2024. Darüber hinaus ist ein verhaltenes Werbegeschäft feststellbar, bedingt durch die schwache Entwicklung in einzelnen Handelssegmenten.
Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 53,0% am Konzernumsatz bzw. 804,9 Mio EUR. Das Paketgeschäft entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv. Besonders in der Türkei war ein starkes Umsatzwachstum zu verzeichnen, maßgeblich beeinflusst von der hohen Inflation und dem Wechselkurs der türkischen Lira.
Die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Halbjahr 2024 einen Anteil am Konzernumsatz von 6,3% bzw. 95,7 Mio EUR. Der Hochlauf der Kund*innen der bank99 sowie die Entwicklung der Zinslandschaft der letzten Monate trug positiv zum Divisionsumsatz bei.

| H1 2024 | Veränderung | Q2 2024 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | % | Mio EUR | Q2 2023 | ||
| UMSATZERLÖSE | 1.284,8 | 1.505,2 | 17,2 % | 220,4 | 620,2 | 746,6 |
| Brief & Werbepost | 598,1 | 619,0 | 3,5% | 21,0 | 289,5 | 303,5 |
| Paket & Logistik | 628,4 | 804,9 | 28,1% | 176,5 | 301,3 | 402,0 |
| Filiale & Bank | 76,5 | 95,7 | 25,0% | 19,1 | 39,1 | 48,4 |
| Corporate/Konsolidierung | –18,2 | –14,4 | 20,8% | 3,8 | –9,7 | –7,4 |
| Werktage in Österreich | 124 | 124 | – | – | 60 | 60 |
In der regionalen Betrachtung der Umsatzerlöse der Österreichischen Post wurden im ersten Halbjahr 2024 76,3% in Österreich erwirtschaftet. International ist die Österreichische Post in den ersten sechs Monaten 2024 mit 23,7% der Umsatzerlöse vertreten. Davon
entfielen auf die Türkei (und Aserbaidschan) 15,6%, auf den Raum Südost- und Osteuropa 7,0% der Umsatzerlöse. In Deutschland wurden 1,2% der Umsatzerlöse generiert.


| H1 2024 | Veränderung | Q2 2023 | Q2 2024 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | % | Mio EUR | |||
| UMSATZERLÖSE | 598,1 | 619,0 | 3,5 % | 21,0 | 289,5 | 303,5 |
| Briefpost & Business Solutions | 378,7 | 389,3 | 2,8% | 10,6 | 180,6 | 188,7 |
| Werbepost | 155,3 | 160,9 | 3,6% | 5,6 | 76,1 | 79,6 |
| Medienpost | 64,1 | 68,8 | 7,4% | 4,7 | 32,8 | 35,2 |
| Interne Leistungsverrechnung | 2,3 | 2,1 | –7,9% | –0,2 | 1,2 | 1,1 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 600,4 | 621,2 | 3,5 % | 20,8 | 290,7 | 304,6 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 589,9 | 614,9 | 4,2% | 25,0 | 284,9 | 301,3 |
Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 619,0 Mio EUR stammte im ersten Halbjahr 2024 zu 62,9% aus dem Bereich Briefpost & Business Solutions, zu 26,0% aus Werbepost und zu 11,1% aus Medienpost.
Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 389,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 um 2,8% über dem Niveau des Vorjahres. Im Volumen zeigte sich weiterhin eine rückläufige Mengenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen. Die klassischen Briefvolumen in Österreich haben sich im ersten Halbjahr 2024 um 7% reduziert. Positiv wirkten die Tarifanpassungen mit September des Vorjahres sowie Wahlen im ersten Halbjahr 2024 (v.a. Arbeiterkammer- und Europawahl). Der Inflationsdruck bei allen Kostenarten führte zu Anpassungen in der Produktund Preisstruktur sowie zu notwendigen Effizienzsteigerungen der internen Abläufe. Die internationale Briefpost
zeigte Rückgänge im Volumen und im Umsatz, der Bereich Business Solutions entwickelte sich positiv.
Die Umsatzerlöse der Werbepost erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 3,6% auf 160,9 Mio EUR. Das zurückhaltende Werbeverhalten, geprägt von konjunkturellen Schwierigkeiten sowie der strukturelle Rückgang in bestimmten Kund*innensegmenten (z.B. Möbel- und Versandhandel), konnten durch Anpassungen in der Preisstruktur kompensiert werden. Auch die großen Wahlen im ersten Halbjahr 2024 wirkten positiv auf die Umsatzerlöse.
Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, erhöhte sich im Periodenvergleich um 7,4% auf 68,8 Mio EUR. Dieser Anstieg ist überwiegend auf Preisanpassungen zurückzuführen.
Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Halbjahr 2024 um 28,1% auf 804,9 Mio EUR, exklusive Paket Türkei lag das Wachstum bei 15,2%. Das Paketgeschäft entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv.
Der Bereich Paket Österreich generierte im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 16,3% auf 434,8 Mio EUR. Die Paketvolumen verzeichneten im ersten Halbjahr 2024 ein Wachstum von 13%, das sowohl auf das starke Vertrauen in die Qualität der Österreichischen Post als auch auf die steigenden nationalen und internationalen Paketmengen zurückzuführen ist.
Die Umsatzerlöse in der Türkei und Aserbaidschan (Paket Türkei) steigerten sich um 76,2% auf
234,5 Mio EUR im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2023. Dieses hohe Wachstum ist maßgeblich durch die Inflation in der Türkei und dem im Vergleich dazu im ersten Halbjahr 2024 relativ stabil verlaufenen Wechselkurs der türkischen Lira geprägt.
Das Paketgeschäft in Südost- und Osteuropa (Paket CEE/SEE) zeigt weiterhin positive Zuwachsraten. Die Umsatzerlöse stiegen in den ersten sechs Monaten 2024 um 17,7% auf 107,9 Mio EUR. Einen starken Anstieg gab es in dieser Region von Paketen aus Asien.
Der Bereich Logistics Solutions/Konsolidierung fiel in der aktuellen Berichtsperiode durch Konsolidierungseffekte um 2,0 Mio EUR auf 27,8 Mio EUR.
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 | % | Mio EUR | Q2 2023 | Q2 2024 |
| UMSATZERLÖSE | 76,5 | 95,7 | 25,0 % | 19,1 | 39,1 | 48,4 |
| Erträge aus Finanzdienstleistungen | 56,6 | 75,2 | 32,9% | 18,6 | 29,1 | 37,9 |
| Filialdienstleistungen | 19,9 | 20,5 | 2,8% | 0,6 | 10,0 | 10,5 |
| Interne Leistungsverrechnung | 94,5 | 101,0 | 6,9% | 6,5 | 47,1 | 50,5 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 171,1 | 196,7 | 15,0 % | 25,6 | 86,2 | 98,9 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 76,3 | 95,5 | 25,1% | 19,1 | 39,0 | 48,3 |
Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 um 25,0% auf 95,7 Mio EUR und bestanden zu 78,6% aus Erträgen aus Finanzdienstleistungen und zu 21,4% aus Filialdienstleistungen. Die Erträge aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich in der aktuellen Berichtsperiode um 32,9% auf
75,2 Mio EUR. Ausschlaggebend dafür ist das erhöhte Zinsumfeld in Europa sowie der Kund*innenhochlauf der bank99. Die Filialdienstleistungen stiegen im ersten Halbjahr 2024 um 2,8% auf 20,5 Mio EUR aufgrund inflationsbedingter Preisanpassungen im Bereich der Handelswaren.
| H1 2024 | Veränderung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | % | Mio EUR | Q2 2023 | Q2 2024 | |
| UMSATZERLÖSE | 1.284,8 | 1.505,2 | 17,2 % | 220,4 | 620,2 | 746,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 38,0 | 47,8 | 26,0% | 9,9 | 19,4 | 24,3 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen |
–374,7 | –433,9 | –15,8% | –59,2 | –177,1 | –209,6 |
| Aufwand für Finanzdienstleistungen | –5,8 | –23,7 | <-100% | –17,8 | –3,9 | –12,4 |
| Personalaufwand | –579,2 | –692,7 | –19,6% | –113,5 | –279,4 | –350,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –177,9 | –196,2 | –10,3% | –18,3 | –86,6 | –92,4 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,8 | 1,3 | 63,8% | 0,5 | 0,8 | 0,8 |
| Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten |
3,1 | 3,6 | 15,9% | 0,5 | 0,7 | 1,7 |
| EBITDA | 189,0 | 211,5 | 11,9 % | 22,5 | 93,9 | 108,1 |
| Abschreibungen | –93,8 | –105,9 | –12,9% | –12,1 | –45,7 | –54,9 |
| EBIT | 95,2 | 105,6 | 10,9 % | 10,4 | 48,2 | 53,2 |
| Finanzergebnis | 5,7 | –1,6 | <-100% | –7,3 | 9,1 | –2,9 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 100,9 | 104,0 | 3,0 % | 3,1 | 57,3 | 50,3 |
| Ertragsteuern | –22,3 | –25,5 | –14,5% | –3,2 | –10,6 | –13,5 |
| PERIODENERGEBNIS | 78,6 | 78,5 | –0,2 % | –0,2 | 46,6 | 36,8 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||||||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 76,5 | 75,3 | –1,5% | –1,1 | 45,5 | 35,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2,1 | 3,1 | 44,8% | 1,0 | 1,1 | 1,2 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)1 | 1,13 | 1,12 | –1,5 % | –0,02 | 0,67 | 0,53 |
1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (46,0%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (28,8%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (13,0%). Weiters entfielen 7,0% auf Abschreibungen und 1,6% auf Aufwendungen für Finanzdienstleistungen.
Der Personalaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf 692,7 Mio EUR, dies entspricht einem Anstieg von 19,6% bzw. 113,5 Mio EUR. Die Veränderung resultiert einerseits aus einem Anstieg der Mitarbeiter*innen im Post-Konzern außerhalb Österreichs sowie andererseits aus der kollektivvertraglichen Gehaltsanpassung im operativen Personalaufwand sowohl in Österreich als auch international. Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den ersten sechs Monaten 2024 durchschnittlich 27.803 Mitarbeiter*innen (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 26.950 Mitarbeiter*innen tätig waren (+3,2%).
Die nicht-operativen Personalaufwendungen betreffen Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind. Im ersten Halbjahr 2024 sind keine signifikanten Belastungen angefallen.
Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 15,8% auf 433,9 Mio EUR. Erhöhend wirkten vor allem Transporte durch externe Dienstleister*innen aufgrund der Mehrmenge an Paketen in Österreich sowie in Südost- und Osteuropa.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im ersten Halbjahr 2024 um 26,0% auf 47,8 Mio EUR. Diese Entwicklung ist auf inflationsbedingte Preisanpassungen (z. B. Vermietungen) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 10,3% auf 196,2 Mio EUR. Steigerungen waren im Besonderen im Bereich der IT-Dienstleistungen und der Instandhaltung zu bemerken.
Für die türkischen Tochtergesellschaften ist der Bilanzierungsstandard IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) anzuwenden. Dementsprechend wurden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die nichtmonetären Posten anhand des allgemeinen Preisindex angepasst (siehe Geschäftsbericht 2023, Konzernabschluss, Punkt 3.3 Hochinflation). Der Gewinn bzw. Verlust aus der Nettoposition monetärer Posten ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als eigener Posten dargestellt. Im ersten Halbjahr 2024 betrug der Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten 3,6 Mio EUR (+15,9%).
Das EBITDA lag im ersten Halbjahr 2024 mit 211,5 Mio EUR um 11,9% über dem Niveau des Vorjahres von 189,0 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge von 14,1%.
Die Abschreibungen waren in den ersten sechs Monaten 2024 mit 105,9 Mio EUR um 12,9% bzw. 12,1 Mio EUR über dem Vorjahresniveau. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erfolgte Investitionen in neue Standorte für die Paket-Logistikinfrastruktur zurückzuführen.
Das EBIT erreichte 105,6 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 nach 95,2 Mio EUR im Vorjahr (+10,9%). Die EBIT-Marge betrug 7,0%.
Das Finanzergebnis des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr 2024 von 5,7 Mio EUR auf minus 1,6 Mio EUR verändert. In der Berichtsperiode des Vorjahres war ein positiver Bewertungseffekt von 7,1 Mio EUR aus Finanzparametern der Optionsverbindlichkeit für die restlichen 20% der Anteile an Aras Kargo enthalten.
Die Ertragssteuern erhöhten sich von 22,3 Mio EUR auf 25,5 Mio EUR. Das Periodenergebnis für die ersten sechs Monate 2024 betrug 78,5 Mio EUR nach 78,6 Mio EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres (–0,2%). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,12 EUR nach 1,13 EUR in der Vorjahresperiode.

| Veränderung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 | % | Mio EUR | Marge H1 20241 | Q2 2023 | Q2 2024 |
| EBIT | 95,2 | 105,6 | 10,9 % | 10,4 | 7,0 % | 48,2 | 53,2 |
| Brief & Werbepost | 77,6 | 83,0 | 6,9% | 5,3 | 13,4% | 36,7 | 40,7 |
| Paket & Logistik | 36,3 | 47,3 | 30,1% | 10,9 | 5,9% | 19,7 | 23,1 |
| Filiale & Bank | 1,1 | –5,3 | <–100% | –6,4 | –2,7% | 0,3 | –2,6 |
| Corporate/Konsolidierung2 | –19,9 | –19,4 | 2,6% | 0,5 | – | –8,4 | –7,9 |
1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt
2 Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren
Das Ergebnis des ersten Halbjahres 2024 stieg von 95,2 Mio EUR auf 105,6 Mio EUR (+10,9%) und war geprägt von einer sehr positiven Umsatzentwicklung (+17,2%), aber auch von inflationsbedingten Kostensteigerungen.
Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in den ersten sechs Monaten 2024 ein EBIT von 83,0 Mio EUR nach 77,6 Mio EUR im Vorjahr (+6,9%). Dieser Anstieg ist auf die Anpassungen in der
Produkt -und Preisstruktur der Briefpost per 1. September 2023 sowie auf die Wahlen im ersten Halbjahr 2024, aber auch auf Preiserhöhungen in der Werbe- und Medienpost, zurückzuführen.
Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 47,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 nach 36,3 Mio EUR in der Vorjahresperiode (+30,1%). Das Paketgeschäft hat sich in allen Regionen der Österreichischen Post gut entwickelt. Maßgeblich zum Ergebnisanstieg beigetragen hat das Paketgeschäft in der Türkei. Der Geschäftsverlauf in der Türkei ist weiterhin von Inflation und Währungsumrechnung stark beeinflusst.
Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von minus 5,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2024 nach 1,1 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Rückgang ist vor allem auf IT-Sonderaufwendungen im Zusammenhang mit der Migration der Kernbankensysteme der bank99 zurückzuführen.
Das EBIT der Division Corporate (inklusive Konsolidierung und konzerninternes Umlageverfahren) veränderte sich von minus 19,9 Mio EUR auf minus 19,4 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post-Arbeitsmarkts.
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 | Struktur 30.06.2024 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.502,2 | 1.507,6 | 25,3% |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) | 94,6 | 86,3 | 1,4% |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 28,3 | 29,6 | 0,5% |
| Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 591,5 | 601,3 | 10,1% |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 27,4 | 17,1 | 0,3% |
| davon Wertpapiere/Geldmarktveranlagungen | 20,4 | 10,4 | – |
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 3.345,6 | 3.655,3 | 61,4% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 87,5 | 59,9 | 1,0% |
| 5.677,1 | 5.957,1 | 100 % | |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 716,7 | 682,0 | 11,4% |
| Rückstellungen | 592,8 | 570,8 | 9,6% |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 619,3 | 659,0 | 11,1% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 567,2 | 575,8 | 9,7% |
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 3.181,1 | 3.469,5 | 58,2% |
| 5.677,1 | 5.957,1 | 100 % |
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post zum 30. Juni 2024 von 6,0 Mrd EUR hat sich seit dem Einbezug der bank99 in 2020 deutlich ausgeweitet. Aktivseitig zeigten sich in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2024 liquide Mittel der bank99 in Höhe von 0,9 Mrd EUR sowie Kredite der bank99 von 1,9 Mrd EUR und passivseitig sind in der Konzernbilanz 3,3 Mrd EUR Kund*inneneinlagen der bank99 enthalten.
Inklusive der bank99 ergibt sich folgendes Bilanzbild: Sachanlagen in der Höhe von 1.359,2 Mio EUR bildeten eine der größten Bilanzpositionen und inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von 378,1 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, die per 30. Juni 2024 mit 148,4 Mio EUR ausgewiesen sind. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe von 474,8 Mio EUR ausgewiesen, die kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von
362,5 Mio EUR enthalten. Andere finanzielle Vermögenswerte lagen zum 30. Juni 2024 bei 17,1 Mio EUR. Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen betrugen per Ende des zweiten Quartals 2024 3.655,3 Mio EUR und resultieren im Wesentlichen aus der Geschäftstätigkeit der bank99.
Die Österreichische Post hielt zum 30. Juni 2024 Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen, die in den Anderen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind, im Wert von 10,4 Mio EUR (exklusive bank99). Die von der Österreichischen Post gehaltenen Wertpapiere sowie die Geldmarktveranlagungen besitzen ein Investment-Gradekurzfristigen Liquidierbarkeit dieser Vermögenswerte ausgegangen werden kann. Aus der Bilanz ist ersichtlich, dass die Österreichische Post zum 30. Juni 2024 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 59,9 Mio EUR verfügte. Der Finanzmittelbestand inklusive der Geldmarkt- und Wertpapierveranlagungen und exklusive Finanzmittelbestand der bank99 betrug zum 30. Juni 2024 70,3 Mio EUR. Der Finanzmittelbestand der bank99 beläuft sich zum Stichtag 30. Juni 2024 auf 885,7 Mio EUR. Inklusive bank99 ergibt der Finanzmittelbestand zum 30. Juni 2024 956,1 Mio EUR.
Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen Post-Konzerns zum 30. Juni 2024 bei 682,0 Mio EUR (Eigenkapitalquote von 11,4%). Die pro-forma Eigenkapitalquote (bank99 nach der Equity-Methode berücksichtigt) betrug per Ende Juni 2024 28%. Weiters sind auf der Passivseite Rückstellungen in Höhe von 570,8 Mio EUR per Ende Juni 2024 ausgewiesen. Bei rund 70% der Rückstellungen handelt es sich um Personalrückstellungen. So entfielen 133,7 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Weitere 183,3 Mio EUR betrafen gesetzlich und vertraglich verpflichtende Sozialkapitalrückstellungen (Abfertigungen und Jubiläumsgelder) sowie 89,0 Mio EUR sonstige Personalrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen betrugen 164,8 Mio EUR. Andere finanzielle Verbindlichkeiten beliefen sich auf 659,0 Mio EUR und beinhalteten hauptsächlich Leasingverbindlichkeiten von 391,2 Mio EUR. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges von 575,8 Mio EUR sind kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 245,5 Mio EUR enthalten. Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 3.469,5 Mio EUR resultieren aus der Geschäftstätigkeit der bank99 (Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der Kund*innen der bank99).
| Cashflow | ||
|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 156,7 | 185,8 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 11,4 | 185,7 |
| davon Core Banking Assets aus Finanzdienstleistungsgeschäft (CBA) | –128,5 | 10,5 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT EXKL. CBA | 139,9 | 175,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –34,4 | –31,6 |
| davon Maintenance CAPEX | –26,9 | –36,0 |
| davon Growth CAPEX | –20,7 | –10,3 |
| davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen | –14,3 | –3,2 |
| davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | 25,0 | 10,0 |
| davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit | 2,5 | 7,9 |
| Free Cashflow | –23,0 | 154,1 |
| OPERATIVER FREE CASHFLOW1 | 115,5 | 147,1 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –99,0 | –126,4 |
| davon Ausschüttungen | –120,6 | –123,7 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –127,0 | 19,0 |
1 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets
Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Halbjahr 2024 185,8 Mio EUR nach 156,7 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 (+18,6%). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug in der Berichtsperiode 185,7 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von
11,4 Mio EUR. Hier sind als größte Effekte die Veränderungen der Core Banking Assets der bank99 in Höhe von 10,5 Mio EUR zu nennen, die im Vergleichszeitraum des Vorjahres minus 128,5 Mio EUR betrugen. Die Core Banking Assets beinhalten die Veränderung der Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen und Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen exklusive der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken und fassen somit das Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 zusammen. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit exklusive Core Banking Assets belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf 175,2 Mio EUR nach 139,9 Mio EUR im Vorjahr.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten 2024 auf minus 31,6 Mio EUR nach minus 34,4 Mio EUR in der Vorjahresperiode. Die Ausgaben für den Erwerb von Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (CAPEX) betrug in der aktuellen Berichtsperiode 46,3 Mio EUR.
Die Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free Cashflows, um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten und daraus die Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative Free Cashflow belief sich ohne Berücksichtigung der Veränderung der Core Banking Assets in der aktuellen Berichtsperiode auf 147,1 Mio EUR im Vergleich zu 115,5 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Anstieg von 27,3% ist auf die gute operative Geschäftsentwicklung sowie auf einen positiven Steuereffekt aus einer Vorperiode zurückzuführen.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten 2024 minus 126,4 Mio EUR nach minus 99,0 Mio EUR im Vorjahr. Darin enthalten war die Dividendenausschüttung an die Aktionär*innen der Österreichischen Post AG in Höhe von 120,2 Mio EUR.
Die Investitionen des Österreichischen Post-Konzerns beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 in Summe auf 95,0 Mio EUR, davon entfielen 42,8 Mio EUR auf Nutzungsrechte (IFRS 16 Leasingverhältnisse) und 52,2 Mio EUR auf klassische Kerninvestitionen.
Nach Kategorien betrachtet verteilt sich die Investitionssumme wie folgt: 89,7 Mio EUR der Investitionen entfielen auf Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien und 5,3 Mio EUR auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte.
Der überwiegende Anteil der Investitionen wurde im Rahmen des Kapazitätserweiterungsprogramms zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich getätigt.
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften | H1 2023 | H1 2024 | Anteil H1 2024 |
|---|---|---|---|
| Brief & Werbepost | 858 | 847 | 3,0% |
| Paket & Logistik | 9.231 | 10.079 | 36,2% |
| Filiale & Bank | 2.038 | 2.033 | 7,3% |
| Corporate | 2.253 | 2.422 | 8,7% |
| OPERATIVE DIVISIONEN | 14.381 | 15.381 | 55,3 % |
| Logistiknetzwerk | 12.570 | 12.423 | 44,7% |
| KONZERN | 26.950 | 27.803 | 100 % |
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter*innen der Österreichischen Post lag im ersten Halbjahr 2024 bei 27.803 Vollzeitkräften nach 26.950 Vollzeitkräften im Jahr zuvor. Der Anstieg des Personalstands gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres beträgt 853 Vollzeitkräfte und ist überwiegend auf die ausländischen Tochtergesellschaften zurückzuführen. Die Mehrheit der Konzernmitarbeiter*innen ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 16.902 Vollzeitkräfte).
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die für die Bilanzierung und Bewertung am Bilanzstichtag zum 30. Juni 2024 von Bedeutung sind, wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzierungsstichtag sind nicht eingetreten.
Die Risikopolitik der Österreichischen Post ist auf Bestandssicherung und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet und fügt sich in die Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie ein.
Daher ist die Österreichische Post bereit Risiken einzugehen, sofern das resultierende Chancen- und Risikenportfolio ein ausgewogenes Verhältnis aufweist und sie sich im Rahmen der rechtlichen Gegebenheiten und ethischen Grundwerte des Unternehmens bewegen. Die Ziele der Bestandssicherung und Ermöglichung einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dürfen nicht gefährdet werden.
Für Risiken, die unvermeidbar sind, werden Steuerungsmaßnahmen ergriffen, die der Bestandssicherung und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dienen.
Die Chancen und Risiken der Post leiten sich aus dem Risikoumfeld bzw. den Trends und Veränderungen ab, denen das Unternehmen ausgesetzt bzw. mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. In folgenden Bereichen sehen wir bedeutende Chancen und Risiken:
Die Österreichische Post erweitert im Briefbereich laufend das Leistungsangebot durch diverse Zusatzleistungen im physischen und elektronischen Bereich und adaptiert das Produktportfolio in der Division Brief & Werbepost gemäß den Anforderungen der Kund*innen. Solche Anpassungen im Produkt- und Leistungsportfolio werden durch Tarifmaßnahmen ergänzt.
Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen, insbesondere zur elektronischen Zustellung, wird sich dennoch weiterhin fortsetzen. Diese Entwicklung, die vom Gesetzgeber gefördert wird, kann zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.
Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass infolge von Änderungen der gesetzlichen Zustellvorschriften für behördliche Sendungen in Österreich ein Teil dieser Sendungen nicht mehr über die Österreichische Post zugestellt wird. Eine zusätzliche Beschleunigung der Substitution von Briefsendungen durch elektronische Medien ist durch das Inkrafttreten des E-Government-Gesetzes sowie durch weitere Digitalisierungsmaßnahmen des Bundes zu erwarten.
Das Geschäft mit Werbesendungen wird von der konjunkturellen Entwicklung und der Kaufkraft der Konsument*innen beeinflusst und hängt stark von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Gerade der stationäre Handel – als wichtigste Werbepost-Kund*innengruppe – ist weiterhin mit folgenden strukturellen Trends konfrontiert: Einerseits ist eine zunehmende Marktkonzentration spürbar und andererseits leidet der stationäre Handel unter dem Wachstum des E-Commerce-Markts. Infolgedessen kann es zu einer Reduktion bei Werbemitteln und -mengen und damit auch zu einer Beeinträchtigung des Ergebnisses kommen. Überlegungen von Kund*innen hinsichtlich der Reduktion von Papiermengen sowie eine weiterhin angespannte Wirtschaftslage könnten ebenfalls negative Impulsgeber sein. Darüber hinaus kann digitale Werbung oder Verunsicherung rund um die Datenschutz-Grundverordnung zur Reduktion physischer Sendungen führen.
Der E-Commerce zeigt weiterhin Wachstumspotenzial. Dies eröffnet Raum für Chancen hinsichtlich Mengenund Preisentwicklung. Es besteht jedoch das Risiko, dass das E-Commerce-Wachstum durch ein anhaltend negatives wirtschaftliches Umfeld gebremst werden könnte. Beim E-Commerce punktet die Post durch neue, schnelle und schlanke Lösungen für Online-Bestellungen. Die Österreichische Post hat klare Wettbewerbsvorteile hinsichtlich Qualität und Kostenstruktur. Dennoch bleibt der Wettbewerb intensiv. Das Risiko von Mengensplit von Kund*innen sowie der intensive Ausbau von Selbstabholungslösungen auch durch Mitbewerber*innen erhöhen den Druck zusätzlich. Dadurch kann es zu Marktanteilsverschiebungen bzw. zu Preis- und Mengenrisiken kommen. Zudem ist das Paketwachstum von großen Online-Versender*innen geprägt, die weiterhin überproportional zum Markt wachsen. Durch die bereits etablierte Eigenzustellung eines*einer Großkund*in und den damit verbundenen möglichen weiteren Steigerungen der Eigenleistung dieses*dieser Großkund*in kann es zu spürbaren Mengenverlusten und damit einhergehenden Umsatz- und Ergebniseffekten kommen. Nachhaltigkeitsüberlegungen und erhöhte Kund*innenanforderungen aufgrund von Lieferkettensorgfaltsbestimmungen könnten im Falle einer Verfehlung zu Mengenverlusten führen. Schwankende Treibstoffkosten haben Einfluss auf die Preis- und Ergebnisentwicklung.
Das Geschäftsmodell der Österreichischen Post ist von einer hohen Personalkostentangente geprägt. Die aktuelle wirtschaftliche Lage, die damit verbundene Inflation sowie die angespannte Arbeitsmarktsituation bergen weiterhin das Risiko von steigenden Personalkosten.
Das Risiko steigender Kosten besteht auch für Fremdpersonal, das zum Spitzenausgleich eingesetzt wird. Weiters steht ein Teil der Mitarbeiter*innen des Österreichischen Post-Konzerns in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis und unterliegt den Bestimmungen des Beamtendienstrechts, dessen Änderung zusätzliche Belastungen ergeben könnten. Dementsprechend bestehen Chancen und Risiken hinsichtlich Ergebniseffekten durch den verstärkten Auf- oder Abbau von Rückstellungen aufgrund der Altersstruktur sowie der Personaloptimierungsmaßnahmen.
Die Verschiebungen der Sendungsmengen von Brief zu Paket bewirken Anpassungen im Logistikprozess. Es besteht die Chance, dass hierbei Produktivitätssteigerungen erzielt werden können. Dieser Chance steht das Risiko gegenüber, dass sich die forcierten Effizienz- bzw. Produktivitätssteigerungen verzögern könnten. Darüber hinaus wird in der Paketzustellung neben Eigenzustellung auch mit Frachtunternehmen zusammengearbeitet. Aufgrund der Zunahme der Paketmengen und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach Frachtdienstleistungen sowie der angestiegenen Treibstoffkosten besteht das Risiko von Kostenerhöhungen. Darüber hinaus könnten sich auch erhöhte Nachhaltigkeitsanforderungen kostensteigend auswirken. Diesem neuen Umfeld trägt die Post in ihrer Planung Rechnung, sodass ein geringerer Anstieg der Kosten als Chance zu bewerten ist.
Aras Kargo (Türkei) Die Österreichische Post ist zu 80% am türkischen Paketdienstleister Aras Kargo a.s. beteiligt. Die Türkei ist ein Markt mit erheblichem Potenzial im E-Commerce. Damit sind große Chancen auf Paketmengenwachstum verbunden. Im aktuellen Umfeld besteht das Risiko, dass sich volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen zum Nachteil der Post entwickeln könnten. Als wesentliche volkswirtschaftliche Größen wären hier der Wechselkurs sowie die weiterhin hohe Inflationsrate zu nennen. Während sich der Wechselkurs durch die Umrechnung im Post-Ergebnis bemerkbar macht, können Inflationsentwicklungen die Kostenstruktur sowie die Kaufkraft und somit das Geschäft beeinflussen. Ein Risiko besteht in der Entwicklung der Personalkosten. Wie auch das Kerngeschäft in Österreich ist das Geschäft der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo personalintensiv. Eine nachteilige Entwicklung der Personalkosten könnte sich daher negativ im Ergebnis auswirken. Es besteht zudem das Risiko, dass sich der Trend eines verstärkten Wettbewerbs und einer forcierten Eigenzustellung durch große Versandhändler*innen fortsetzt. Seit April 2023 hält Aras Kargo Anteile an Star Express (Aserbaidschan). Die Entwicklung der Beteiligung kann Aras Kargo beeinflussen. Aras Kargo ist wie die Österreichische Post AG auf komplexe technische Systeme angewiesen und investiert daher kontinuierlich in ihre IT- und andere technische Infrastruktur. Sollten technische Systeme vorübergehend oder längerfristig ausfallen oder sollte es zu unberechtigten Datenzugriffen und Datenmanipulationen kommen, könnte dies zu Störungen des Geschäftsablaufs, des Logistikbetriebs und damit einhergehenden Umsatzverlusten sowie zum Verlust von Reputation und Kund*innen führen und zusätzliche Kosten verursachen. Aufgrund ihrer geografischen Lage besteht für Aras Kargo das erhöhte Risiko, dass durch Erdbeben der Betriebs- und Geschäftsablauf unterbrochen werden könnte.
bank99 (Österreich) Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der bank99 ist vor allem von der Entwicklung des Zinsumfelds abhängig. Das derzeit hohe Niveau des Leitzinssatzes stellt eine Chance für das Geschäft der bank99 dar. Eine nachteilige Entwicklung des Zinsumfelds, der Personal- und IT-Kosten oder ein intensiver Wettbewerb lokaler Banken könnte sich hingegen negativ auf die Ertragslage auswirken. Diese Chancen- und Risikoaspekte könnten dazu führen, dass das Ergebnis der bank99 von den Erwartungen der Post abweicht. Die weiterhin bestehenden globalen Unsicherheiten könnten sich auf die Finanzbranche auswirken und so zu dem Risiko führen, dass bei Abwicklung eines Mitglieds der Einlagensicherung Austria (ESA) auch die bank99 einen Anteil zu leisten hat. Die bank99 ist in einem höchst komplexen regulatorischen und rechtlichen Umfeld tätig, sie ist daher dem Risiko ausgesetzt, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt Behörden eine anderslautende Rechtsmeinung vertreten und dies negative Konsequenzen, z.B. Strafen, Negativberichterstattung sowie Kund*innenverlust, nach sich ziehen könnte.
Eine detaillierte Darstellung von mit den Finanzinstrumenten verbundenen Risiken und Risikomanagement findet sich im Geschäftsbericht 2023, Konzernabschluss, Punkt 29.2.
Die Österreichische Post AG verfolgt seit 2011 Nachhaltigkeitsziele. Dies spiegelt sich in der integrierten Konzern- und Nachhaltigkeitsstrategie wider. ESG-Themen haben einen hohen Stellenwert, demgemäß begrüßt und unterstützt die Österreichische Post AG Klima- und Umweltschutzmaßnahmen. Um dem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, hat die Österreichische Post ihr Risikomanagementsystem zu einem integrierten Risikomanagementsystem weiterentwickelt, welches die ESG-Chancen und -Risiken einbezieht.
Für eine detaillierte Aufstellung der ESG-Chancen und -Risiken sowie Maßnahmen zur Ergreifung der Chancen bzw. Reduktion der Risiken wird auf den Nachhaltigkeitsbericht 2023 verwiesen.
Der Österreichische Post-Konzern operiert mit vielen Produkten und Dienstleistungen in einem sehr fordernden rechtlichen bzw. regulatorischen Umfeld, welches geprägt ist von z.B. dem Postmarktgesetz, Datenschutzbestimmungen, steuerlichen Vorschriften, Kapitalmarktund Wettbewerbsrecht sowie strengeren Regelungen hinsichtlich Korruption.
Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt seitens der Österreichischen Post sonstige Behörden, z.B. Finanzämter, Aufsichtsbehörden oder Gerichte eine abweichende Rechtsansicht vertreten und dies zu Nachzahlungen, Strafen oder Schadenersatzleistungen führen könnte.
Der Österreichische Post-Konzern ist in hohem Maß auf die Verwendung komplexer technischer Systeme angewiesen und setzt bei der Erbringung seiner Dienstleistungen maßgeblich auf den Einsatz von Datenverarbeitungssystemen, modernen Kommunikationsmedien und
anderen technischen Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund investiert der Österreichische Post-Konzern laufend in die IT und andere technische Einrichtungen ihrer Verteil- und Zustellnetze. Die Leistungserbringung des Unternehmens hängt dabei von der Funktionsfähigkeit wichtiger Standorte ab. Sollten technische Systeme vorübergehend oder dauerhaft ausfallen oder sollte es zu unberechtigten Datenzugriffen und Datenmanipulationen beispielsweise durch Cyberkriminalität kommen, könnte dies zu Störungen des Geschäftsablaufs, des Logistikbetriebs und damit einhergehenden Umsatzverlusten sowie zum Verlust von Reputation und Kund*innen führen und zusätzliche Kosten verursachen.
Die vorstehend beschriebenen Risiken und Chancen des Unternehmens werden stetig beobachtet und entsprechende Maßnahmen gesetzt bzw. Initiativen ergriffen. Ein Blick auf die bedeutenden Chancen und Risiken des Unternehmens zeigt, dass es zwar Änderungen bzw. Verschiebungen bei den Themen gibt, mit denen die Post konfrontiert ist, die Stabilität bei den Chancen und Risiken aber überwiegt. Dementsprechend ist aus heutiger Sicht der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.
Im ersten Halbjahr 2024 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2023 der Österreichischen Post erläutert (siehe Geschäftsbericht 2023, Konzernabschluss, Punkt 30.2).
Die internationalen Brief- und Paketmärkte zeigen weiterhin divergierende Trends. Das schwache Wirtschaftswachstum in vielen Ländern Europas und das damit verbundene zurückhaltende Investitionsklima beeinflusst das Kaufverhalten von Unternehmen und privaten Konsument*innen. Dies resultiert in einer reduzierten Volumenentwicklung bei Brief- und Werbesendungen und gleichzeitig steigenden Paketmengen durch den weiter wachsenden Online-Handel.
Wie bereits in den ersten sechs Monaten des Jahres ersichtlich war, wird das Umsatzwachstum 2024 durch positive Rahmenbedingungen begünstigt. Gemäß aktuellen Entwicklungen sollte – abhängig vom Wechselkurs der türkischen Lira zum Jahresende – ein Umsatzanstieg zumindest im oberen einstelligen Bereich möglich sein.
In der Division Brief & Werbepost ist für 2024 von einem weitgehend stabilen Umsatz auszugehen. Der Basistrend einer sinkenden Mengenentwicklung der klassischen Briefpost wird weiter anhalten. Darüber hinaus ist durch die schwache Konjunktur mit einem schwierigen Einzelhandelsumfeld und somit auch einem verringerten Volumen an Werbe- und Medienpost zu rechnen. Positiv wirken sollten große Wahlen in Österreich auf lokaler und nationaler Ebene, aber auch Preisanpassungen bei diversen Produkten.
In der Division Paket & Logistik wird in Summe mit einem zweistelligen Umsatzanstieg gerechnet. Die Wachstumsprognosen sind in den einzelnen Regionen unterschiedlich. Speziell am türkischen Markt ist durch die Anwendung des Hyperinflation Accounting die finale Umsatzentwicklung stark von Inflation und Wechselkurs abhängig.
In der Division Filiale & Bank wird in Abhängigkeit des Zinsumfelds ein zweistellig wachsender Umsatz angepeilt. Hier gilt als wichtigstes Ziel für das Jahr 2024 die Finalisierung der Migration der Kernbankensysteme.
Umsatzwachstum einerseits aber auch Kostendisziplin und Effizienz anderseits sind notwendig, um die angepeilte Stabilität der Österreichischen Post sicherzustellen. Auf Basis des guten Umsatztrends geht das Unternehmen auch von einem Ergebnisanstieg für 2024 aus. In einem anhaltend stabilen makroökonomischen Umfeld in den Märkten der Österreichischen Post ist mit einer EBIT-Verbesserung im mittleren einstelligen Bereich zu rechnen.
Das massive Investitionsprogramm der letzten Jahre – in Österreich wurde die Sortierkapazität nahezu verdreifacht – ist mittlerweile abgeschlossen. Schwerpunkte der Investitionen der nächsten Jahre sind der Ausbau der internationalen Logistik sowie der E-Mobilität. Bis 2030 gilt es beispielsweise die CO2-freie Zustellung auf der letzten Meile in Österreich zu schaffen. In Summe sind für das Jahr 2024 70–80 Mio EUR an Maintenance-CAPEX (Automatisierung, Digitalisierung, Instandhaltung) und 40–50 Mio EUR an Investitionen für grüne Transformation (Photovoltaikanlagen, E-Mobilität, E-Ladeinfrastruktur) sowie rund 30 Mio EUR an Wachstumsinvestitionen (Growth CAPEX), vor allem nun in der Türkei sowie Südost- und Osteuropa, vorgesehen.
Wien, am 30. Juli 2024
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 | Q2 2023 | Q2 2024 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.284,8 | 1.505,2 | 620,2 | 746,6 |
| davon Erträge aus Finanzdienstleistungen | 56,4 | 75,0 | 29,0 | 37,8 |
| davon Erträge aus Effektivverzinsung | 32,1 | 47,6 | 17,0 | 24,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 38,0 | 47,8 | 19,4 | 24,3 |
| GESAMTE BETRIEBLICHE ERTRÄGE | 1.322,8 | 1.553,0 | 639,5 | 770,8 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –374,7 | –433,9 | –177,1 | –209,6 |
| Aufwand für Finanzdienstleistungen | –5,8 | –23,7 | –3,9 | –12,4 |
| Personalaufwand | –579,2 | –692,7 | –279,4 | –350,9 |
| Abschreibungen | –93,8 | –105,9 | –45,7 | –54,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –177,9 | –196,2 | –86,6 | –92,4 |
| davon Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 | –3,6 | –4,7 | –2,0 | –1,9 |
| GESAMTE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN | –1.231,5 | –1.452,4 | –592,7 | –720,1 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,8 | 1,3 | 0,8 | 0,8 |
| Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten | 3,1 | 3,6 | 0,7 | 1,7 |
| ERGEBNIS VOR FINANZERGEBNIS UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) | 95,2 | 105,6 | 48,2 | 53,2 |
| Finanzerträge | 17,8 | 14,9 | 14,5 | 5,6 |
| Finanzaufwendungen | –12,2 | –16,5 | –5,5 | –8,5 |
| FINANZERGEBNIS | 5,7 | –1,6 | 9,1 | –2,9 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 100,9 | 104,0 | 57,3 | 50,3 |
| Ertragsteuern | –22,3 | –25,5 | –10,6 | –13,5 |
| PERIODENERGEBNIS | 78,6 | 78,5 | 46,6 | 36,8 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||||
| Aktionär*innen des Mutterunternehmens | 76,5 | 75,3 | 45,5 | 35,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 2,1 | 3,1 | 1,1 | 1,2 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) | ||||
| UNVERWÄSSERT UND VERWÄSSERT | 1,13 | 1,12 | 0,67 | 0,53 |
| für das erste Halbjahr 2024 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 | Q2 2023 | Q2 2024 |
| PERIODENERGEBNIS | 78,6 | 78,5 | 46,6 | 36,8 |
| POSTEN, DIE NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN: |
||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung – ausländische Geschäftsbetriebe |
–8,3 | 10,2 | –14,0 | 5,3 |
| SUMME DER POSTEN, DIE UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN | –8,2 | 10,2 | –14,0 | 5,3 |
| POSTEN, DIE NICHT NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN: |
||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen | –9,3 | –1,6 | 1,3 | –2,5 |
| Steuereffekt auf Neubewertung | 1,9 | 0,4 | –0,3 | 0,6 |
| SUMME DER POSTEN, DIE NICHT UMGEGLIEDERT WERDEN | –7,4 | –1,2 | 1,1 | –1,9 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | –15,7 | 9,0 | –12,9 | 3,4 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 63,0 | 87,5 | 33,7 | 40,2 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||||
| Aktionär*innen des Mutterunternehmens | 63,9 | 82,4 | 35,0 | 38,3 |
| Nicht beherrschende Anteile | –0,9 | 5,1 | –1,3 | 1,9 |
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 60,0 | 60,0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 85,9 | 88,4 |
| Sachanlagen | 1.356,3 | 1.359,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 94,6 | 86,3 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 28,3 | 29,6 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 7,0 | 6,7 |
| Vertragsvermögenswerte | 0,4 | 0,4 |
| Sonstige Forderungen | 9,9 | 7,4 |
| Latente Steueransprüche | 22,6 | 21,6 |
| 1.664,9 | 1.659,6 | |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken | 839,1 | 885,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 34,2 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | 1.791,9 | 1.877,1 |
| Finanzanlagen | 633,7 | 838,1 |
| Sonstige | 46,7 | 52,6 |
| 3.345,6 | 3.655,3 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 20,4 | 10,4 |
| Vorräte | 22,7 | 25,3 |
| Vertragsvermögenswerte | 0,5 | 0,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 426,7 | 467,4 |
| Steuererstattungsansprüche | 108,7 | 78,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 87,5 | 59,9 |
| 666,6 | 642,2 | |
| 5.677,1 | 5.957,1 |
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| EIGENKAPITAL | ||
| Grundkapital | 337,8 | 337,8 |
| Kapitalrücklagen | 91,0 | 91,0 |
| Gewinnrücklagen | 290,0 | 245,1 |
| Andere Rücklagen | –35,5 | –28,5 |
| EIGENKAPITAL DER AKTIONÄR*INNEN DES MUTTERUNTERNEHMENS | 683,3 | 645,4 |
| NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE | 33,4 | 36,6 |
| 716,7 | 682,0 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Rückstellungen | 307,7 | 291,3 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 553,4 | 551,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 69,9 | 67,0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 0,6 | 0,0 |
| Latente Steuerschulden | 0,4 | 0,4 |
| 932,0 | 909,7 | |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 75,6 | 167,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 3.076,4 | 3.279,5 |
| Sonstige | 29,0 | 22,3 |
| 3.181,1 | 3.469,5 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Rückstellungen | 285,1 | 279,5 |
| Steuerschulden | 4,2 | 5,4 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 65,9 | 107,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 460,8 | 473,1 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 31,2 | 30,0 |
| 847,3 | 895,9 | |
| 5.677,1 | 5.957,1 |
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 | |
|---|---|---|---|
| GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 100,9 | 104,0 | |
| Abschreibungen | 93,8 | 105,9 | |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –0,8 | –1,3 | |
| Rückstellungen unbar | 9,9 | 7,7 | |
| Nettoposition der monetären Posten – unbar | 1,7 | 2,7 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | –48,8 | –33,1 | |
| CASHFLOW AUS DEM ERGEBNIS | 156,7 | 185,8 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | –11,5 | –42,0 | |
| Vorräte | –1,2 | –3,0 | |
| Vertragsvermögenswerte | 2,7 | 0,0 | |
| Rückstellungen | –36,2 | –28,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 17,7 | 15,4 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | –1,3 | –1,8 | |
| Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | –128,5 | 10,5 | |
| Erhaltene Zinsen aus Finanzdienstleistungen | 33,4 | 51,7 | |
| Gezahlte Zinsen aus Finanzdienstleistungen | –1,4 | –6,1 | |
| Gezahlte/erhaltene Steuern | –18,9 | 3,4 | |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 11,4 | 185,7 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | –4,5 | –5,2 |
|---|---|---|
| Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | –47,6 | –46,3 |
| Verkauf von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 4,5 | 3,6 |
| Erwerb von Tochterunternehmen/nicht beherrschenden Anteilen/Geschäftseinheiten | –0,7 | –0,1 |
| Verkauf von Tochterunternehmen | –0,8 | 0,0 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –12,9 | –3,4 |
| Einzahlungen aus der Absicherung von Fremdwährungstransaktionen | 0,0 | 0,3 |
| Erwerb von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | –50,0 | –60,0 |
| Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | 75,0 | 70,0 |
| Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,0 | 0,7 |
| Erhaltene Zinsen und Wertpapiererträge | 2,5 | 8,7 |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | –34,4 | –31,6 |
| FREE CASHFLOW | –23,0 | 154,1 |
| für das erste Halbjahr 2024 | ||
|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 |
| FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | ||
| Aufnahme von langfristigen Finanzierungen | 75,0 | 0,8 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | –31,7 | –36,8 |
| Veränderung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | –17,6 | 38,4 |
| Ausschüttungen | –120,6 | –123,7 |
| Gezahlte Zinsen | –4,2 | –6,6 |
| Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen | 0,0 | 1,6 |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | –99,0 | –126,4 |
| Währungsdifferenzen im Finanzmittelbestand | –2,6 | –1,4 |
| Kaufkraftverlust auf den Finanzmittelbestand | –2,4 | –7,4 |
| VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDS | –127,0 | 19,0 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner | 930,6 | 926,6 |
| FINANZMITTELBESTAND AM 30. JUNI | 803,6 | 945,6 |
| Mio EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
IAS 19 Rücklage |
FVOCI Rücklage |
Währungs um rechnungs rücklage |
Eigen kapital der Aktionär* innen des Mutter unter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND AM 1. JÄNNER 2023 | 337,8 | 91,0 | 275,7 | –23,0 | 1,5 | –3,3 | 679,7 | 30,7 | 710,4 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 76,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 76,5 | 2,1 | 78,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –6,0 | 0,0 | –6,6 | –12,6 | –3,1 | –15,7 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 0,0 | 0,0 | 76,5 | –6,0 | 0,0 | –6,6 | 63,9 | –0,9 | 63,0 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –118,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –118,2 | –2,3 | –120,6 |
| TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMER*INNEN |
0,0 | 0,0 | –118,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –118,2 | –2,3 | –120,6 |
| Erwerb von Tochterunternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,1 |
| ANDERE VERÄNDERUNGEN | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,1 |
| STAND AM 30. JUNI 2023 | 337,8 | 91,0 | 234,0 | –29,0 | 1,5 | –9,9 | 625,4 | 27,3 | 652,7 |
| Gewinn rücklagen |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
IAS 19 Rücklage |
FVOCI Rücklage |
Währungs um rechnungs rücklage |
Eigen kapital der Aktionär* innen des Mutter unter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|
| STAND AM 1. JÄNNER 2024 | 337,8 | 91,0 | 290,0 | –31,2 | 1,8 | –6,1 | 683,3 | 33,4 | 716,7 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 75,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 75,3 | 3,1 | 78,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,9 | 0,0 | 8,0 | 7,0 | 2,0 | 9,0 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 0,0 | 0,0 | 75,3 | –0,9 | 0,0 | 8,0 | 82,4 | 5,1 | 87,5 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –120,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –120,2 | –3,5 | –123,7 |
| Einzahlungen an Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,6 | 1,6 |
| TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMER*INNEN |
0,0 | 0,0 | –120,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –120,2 | –1,9 | –122,1 |
| Sukzessiver Erwerb eines Tochterunternehmens |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 |
| ANDERE VERÄNDERUNGEN | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 |
| STAND AM 30. JUNI 2024 | 337,8 | 91,0 | 245,1 | –32,2 | 1,8 | 1,9 | 645,4 | 36,6 | 682,0 |
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichische Post AG zum 30. Juni 2024 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2024 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 Zwischenberichterstattung aufgestellt. Es sind daher nicht alle Angaben, die üblicherweise in einem Abschluss für ein volles Geschäftsjahr enthalten sind, angeführt. Entsprechend ist der vorliegende Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zu lesen. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zugrunde liegen, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen und erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden neuen und geänderten Standards oder Bilanzierungsregeln.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch eine*n Abschlussprüfer*in unterzogen.
Verpflichtend angewandte geänderte Standards Im ersten Halbjahr 2024 wurden folgende geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:
| Verpflichtend angewandte geänderte Standards | Inkrafttreten EU1 | |
|---|---|---|
| IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 01.01.2024 |
| IAS 1 | Langfristige Verbindlichkeiten mit Nebenbedingungen | 01.01.2024 |
| IAS 7/IFRS 7 | Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen | 01.01.2024 |
| IFRS 16 | Leasingverbindlichkeit in einer Sale- und Leaseback-Transaktion | 01.01.2024 |
1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.
Aus der Anwendung der geänderten Standards ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
Mindestbesteuerung/Pillar II Im Zusammenhang mit der globalen Mindestbesteuerung/Pillar II haben die Angaben im Geschäftsbericht 2023 weiterhin Geltung. Die Evaluierungen wurden aktualisiert bzw. fortgeführt und haben unverändert ergeben, dass kein wesentlicher Pillar II-bedingter Steueraufwand resultiert. Es sind damit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernsteuerquote identifiziert worden.
Im Zuge der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, in einem bestimmten Umfang Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen. Darüber hinaus ist der Konzern externen Ereignissen und Entwicklungen ausgesetzt, welche zukunftsbezogene Annahmen bzw. Schätzungen erfordern.
Eine ausführliche Darstellung der wesentlichen zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen des Österreichischen Post-Konzerns erfolgt im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023. Im Folgenden werden Aktualisierungen einzelner Beurteilungen bzw. Schätzungen seit dem letzten Jahresabschluss angeführt.
Klimabezogene Aspekte Im Zusammenhang mit klimabezogenen Aspekten gab es keine wesentlichen Änderungen innerhalb des ersten Halbjahres 2024. Es sind daher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 identifiziert worden.
Makroökonomisches Umfeld Die aktuellen Entwicklungen und sich ergebenden Unsicherheiten aus dem makroökonomischem bzw. geopolitischen Umfeld werden laufend überwacht und potenzielle Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss überprüft. Im ersten Halbjahr 2024 kam es dabei zu keinen wesentlichen Änderungen seit dem letzten Jahresabschluss. So ergab sich im Rahmen der Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 kein Anhaltspunkt und folglich kein Bedarf für eine Wertminderung zum 30. Juni 2024. Ebenso wird der Abschluss der türkischen Tochterunternehmen unverändert unter Anwendung von IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern einbezogen. Im Bereich der Forderungen an Kund*innen aus Finanzdienstleistungen konnten trotz der wirtschaftlichen Schwächephase keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die wesentlichen Risikoparameter Ausfallswahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD) und Verlustquote (Loss Given Default, LGD) identifiziert werden. Da die Prognosen der Arbeitslosenrate der führenden Wirtschaftsinstitute ähnlich zum letzten Jahresabschluss sind, ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Schätzungen bzw. die am Jahresende zusätzlich gebildete Wertberichtigung (Management Overlay). Daher wurde die zusätzlich gebildete Wertberichtigung unverändert für 2024 weitergeführt und damit die erwarteten Unsicherheiten insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung der Arbeitslosenquote weiterhin abgedeckt. Die Auswirkungen daraus waren von untergeordneter Bedeutung. Insgesamt konnten damit keine wesentlichen Auswirkungen aus dem makroökonomischen bzw. geopolitischen Umfeld auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 identifiziert werden.
Die nachstehenden Tabellen zeigen die Segmentangaben für die berichtspflichtigen Segmente für das erste Halbjahr 2023 und das erste Halbjahr 2024:
| Mio EUR | Brief & Werbepost |
Paket & Logistik | Filiale & Bank | Corporate | Überleitung Konzern |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (Segmente) | 598,1 | 628,4 | 76,5 | 1,0 | –19,2 | 1.284,8 |
| Interne Leistungsverrechnung | 2,3 | 0,3 | 94,5 | 0,0 | –97,1 | 0,0 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 600,4 | 628,8 | 171,1 | 1,0 | –116,3 | 1.284,8 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 589,9 | 617,7 | 76,3 | 0,9 | 0,0 | 1.284,8 |
| davon Erträge aus Finanzdienstleistungen |
0,0 | 0,0 | 56,6 | 0,0 | –0,2 | 56,4 |
| EBIT | 77,6 | 36,3 | 1,1 | –19,6 | –0,3 | 95,2 |
| Finanzergebnis | 5,7 | |||||
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 100,9 |
| Mio EUR | Brief & Werbepost |
Paket & Logistik | Filiale & Bank | Corporate | Überleitung Konzern |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (Segmente) | 619,0 | 804,9 | 95,7 | 1,2 | –15,7 | 1.505,2 |
| Interne Leistungsverrechnung | 2,1 | 0,4 | 101,0 | 0,0 | –103,5 | 0,0 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 621,2 | 805,3 | 196,7 | 1,2 | –119,2 | 1.505,2 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 614,9 | 793,6 | 95,5 | 1,2 | 0,0 | 1.505,2 |
| davon Erträge aus | ||||||
| Finanzdienstleistungen | 0,0 | 0,0 | 75,2 | 0,0 | –0,2 | 75,0 |
| EBIT | 83,0 | 47,3 | –5,3 | –19,3 | –0,1 | 105,6 |
| Finanzergebnis | –1,6 | |||||
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 104,0 |
In der folgenden Tabelle sind die Erlöse aus Verträgen mit Kund*innen nach Art der Produkte bzw. Dienstleistungen oder Regionen für jedes berichtspflichtige Segment aufgeschlüsselt:
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 |
|---|---|---|
| Briefpost | 351,2 | 363,2 |
| Business Solutions | 22,3 | 24,7 |
| Werbepost | 152,2 | 158,3 |
| Medienpost | 64,1 | 68,8 |
| BRIEF & WERBEPOST | 589,9 | 614,9 |
| Paket Österreich | 373,9 | 434,8 |
| Paket Türkei | 133,0 | 234,5 |
| Paket CEE/SEE | 91,7 | 107,9 |
| Logistics Solutions/Konsolidierung | 19,1 | 16,5 |
| PAKET & LOGISTIK | 617,7 | 793,6 |
| Filialdienstleistungen | 19,9 | 20,5 |
| Provisionsertrag aus Finanzdienstleistungen | 21,9 | 21,4 |
| FILIALE & BANK | 41,8 | 41,8 |
| Umsatzerlöse Sonstige | 0,9 | 1,2 |
| CORPORATE | 0,9 | 1,2 |
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUND*INNEN | 1.250,3 | 1.451,5 |
| davon ausgewiesen unter den Umsatzerlösen | 1.250,3 | 1.451,5 |
Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträge aus Finanzdienstleistungen und der Aufwand für Finanzdienstleistungen setzen sich wie in den folgenden beiden Tabellen dargestellt zusammen:
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 34,5 | 53,7 |
| Provisionsertrag | 21,9 | 21,4 |
| ERTRÄGE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | 56,4 | 75,0 |
Der Zinsertrag resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber Kund*innen in Höhe von 28,4 Mio EUR (H1 2023: 21,2 Mio EUR) und aus Zinserträgen von Guthaben bei Zentralbanken in Höhe von 14,1 Mio EUR (H1 2023: 7,7 Mio EUR). Der Provisionsertrag betrifft in Höhe von 11,3 Mio EUR (H1 2023: 10,3 Mio EUR) das Girogeschäft und den Zahlungsverkehr, in Höhe von 7,7 Mio EUR (H1 2023: 9,4 Mio EUR) das sonstige Dienstleistungsgeschäft und in Höhe von 2,1 Mio EUR (H1 2023: 2,1 Mio EUR) das Wertpapiergeschäft.
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 |
|---|---|---|
| Zinsaufwand | –3,3 | –21,0 |
| Provisionsaufwand | –2,6 | –2,7 |
| AUFWAND FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN | –5,8 | –23,7 |
Der Zinsaufwand im aktuellen Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Festgeldveranlagungen innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen in Höhe von 20,2 Mio EUR (H1 2023: 2,7 Mio EUR). Der Provisionsaufwand betrifft im Wesentlichen das Girogeschäft und den Zahlungsverkehr.
Das gesamte Ergebnis aus den Finanzdienstleistungen stellt sich wie folgt dar:
| Mio EUR | H1 2023 | H1 2024 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 34,5 | 53,7 |
| davon Erträge aus Effektivverzinsung | 32,1 | 47,6 |
| davon Zinsertrag nicht nach der Effektivzinsmethode berechnet | 2,4 | 6,0 |
| Zinsaufwand | –3,3 | –21,0 |
| ZINSERGEBNIS | 31,2 | 32,7 |
| Provisionsertrag | 21,9 | 21,4 |
| Provisionsaufwand | –2,6 | –2,7 |
| PROVISIONSERGEBNIS | 19,3 | 18,7 |
| ZINS- UND PROVISIONSERGEBNIS | 50,6 | 51,4 |
| Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Finanzinstrumenten | 0,2 | 0,3 |
| Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 | –2,8 | –3,9 |
| ERGEBNIS AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | 48,0 | 47,8 |
Die vorliegende Anhangangabe umfasst eine Aktualisierung der vom Konzern vorgenommenen Beurteilungen und Schätzungen bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten seit dem letzten Jahresabschluss.
Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024:
| Mio EUR | Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet (at amortised cost) |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) mit Recycling |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) ohne Recycling |
Erfolgswirk sam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) verpflichtend |
Summe zum beizu legenden Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen |
3.309,2 | 0,0 | 0,0 | 36,4 | 36,4 | 3.345,6 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und | ||||||
| Guthaben bei Zentralbanken | 839,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 839,1 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 34,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 34,2 |
| Forderungen an Kund*innen | 1.791,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.791,9 |
| Hypothekarkredit | 1.458,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.458,2 |
| Konsumkredite | 323,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 323,8 |
| Girokonten | 9,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 9,9 |
| Finanzanlagen | 633,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 633,7 |
| Sonstige Forderungen | 10,4 | 0,0 | 0,0 | 36,4 | 36,4 | 46,7 |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 36,4 | 36,4 | 36,4 |
| Forderungen aus Verrechnungen | 10,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 10,4 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 20,0 | 0,5 | 7,0 | 0,0 | 7,4 | 27,4 |
| Geldmarktveranlagungen | 20,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 20,0 |
| Sonstige andere finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,5 | 7,0 | 0,0 | 7,4 | 7,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen |
382,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 382,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 332,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 332,0 |
| Forderungen gegenüber nach der Equity | ||||||
| Methode bilanzierten Finanzanlagen | 1,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 |
| Andere sonstige Forderungen1 | 49,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 49,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 87,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 87,5 |
| SUMME | 3.799,6 | 0,5 | 7,0 | 36,4 | 43,8 | 3.843,4 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
3.170,7 | 0,0 | 0,0 | 10,4 | 10,4 | 3.181,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 75,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 75,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 3.076,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3.076,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Verrechnungen | 18,6 | 0,0 | 0,0 | 10,4 | 10,4 | 29,0 |
| Negative Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 10,4 | 10,4 | 10,4 |
| Verbindlichkeiten aus Verrechnungen | 18,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 18,6 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 617,9 | 0,0 | 0,0 | 1,4 | 1,4 | 619,3 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 228,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 228,3 |
| Leasingverbindlichkeiten | 389,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 389,6 |
| Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,4 | 1,4 | 1,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
419,8 | 0,0 | 0,0 | 9,1 | 9,1 | 428,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 269,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 269,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 9,1 | 9,1 | 9,1 |
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
48,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 48,8 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten2 | 101,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 101,1 |
| SUMME | 4.208,4 | 0,0 | 0,0 | 20,9 | 20,9 | 4.229,3 |
1 Exklusive geleisteter Vorauszahlungen und Forderungen gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträgern*innen
2 Exklusive erhaltener Vorauszahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträgern*innen sowie nicht konsumierte Urlaube.
1
2
| Mio EUR | Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet (at amortised cost) |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) mit Recycling |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) ohne Recycling |
Erfolgswirk sam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) verpflichtend |
Summe zum beizu legenden Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen |
3.612,3 | 0,0 | 0,0 | 42,9 | 42,9 | 3.655,3 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken |
885,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 885,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | 1.877,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.877,1 |
| Hypothekarkredit | 1.528,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.528,5 |
| Konsumkredite | 336,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 336,7 |
| Girokonten | 12,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 12,0 |
| Finanzanlagen | 838,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 838,1 |
| Sonstige Forderungen | 9,7 | 0,0 | 0,0 | 42,9 | 42,9 | 52,6 |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 42,9 | 42,9 | 42,9 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 9,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 9,7 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 10,0 | 0,4 | 6,7 | 0,0 | 7,1 | 17,1 |
| Geldmarktveranlagungen | 10,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 10,0 |
| Sonstige andere finanzielle Vermögenswerte | 0,0 | 0,4 | 6,7 | 0,0 | 7,1 | 7,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen |
427,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 427,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 362,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 362,5 |
| Forderungen gegenüber nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| Andere sonstige Forderungen1 | 64,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 64,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 59,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 59,9 |
| SUMME | 4.110,0 | 0,4 | 6,7 | 42,9 | 50,0 | 4.160,0 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
3.465,1 | 0,0 | 0,0 | 4,4 | 4,4 | 3.469,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 167,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 167,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 3.279,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3.279,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 17,9 | 0,0 | 0,0 | 4,4 | 4,4 | 22,3 |
| Negative Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 4,4 | 4,4 | 4,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Verrechnungen |
17,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 17,9 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 658,6 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 659,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 267,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 267,4 |
| Leasingverbindlichkeiten | 391,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 391,2 |
| Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 0,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
415,1 | 0,0 | 0,0 | 6,1 | 6,1 | 421,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
245,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 245,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 6,1 | 6,1 | 6,1 |
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
49,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 49,5 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten2 | 119,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 119,5 |
| SUMME | 4.538,8 | 0,0 | 0,0 | 10,9 | 10,9 | 4.549,6 |
Exklusive geleisteter Vorauszahlungen und Forderungen gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträger*innen.
Exklusive erhaltener Vorauszahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträger*innen sowie nicht konsumierte Urlaube.
Die folgenden Tabellen zeigen die zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Stufen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 0,0 | 36,4 | 0,0 | 36,4 |
| Sonstige Forderungen | 0,0 | 36,4 | 0,0 | 36,4 |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 36,4 | 0,0 | 36,4 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 0,5 | 6,7 | 0,2 | 7,4 |
| SUMME | 0,5 | 43,1 | 0,2 | 43,8 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 0,0 | 10,4 | 0,0 | 10,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,0 | 10,4 | 0,0 | 10,4 |
| Negative Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 10,4 | 0,0 | 10,4 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 1,4 | 0,0 | 1,4 |
| Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 1,4 | 0,0 | 1,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
0,0 | 0,0 | 9,1 | 9,1 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 9,1 | 9,1 |
| SUMME | 0,0 | 11,8 | 9,1 | 20,9 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 0,0 | 42,9 | 0,0 | 42,9 |
| Sonstige Forderungen | 0,0 | 42,9 | 0,0 | 42,9 |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 42,9 | 0,0 | 42,9 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 0,5 | 6,4 | 0,2 | 7,1 |
| SUMME | 0,5 | 49,4 | 0,2 | 50,1 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 0,0 | 4,4 | 0,0 | 4,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,0 | 4,4 | 0,0 | 4,4 |
| Negative Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 4,4 | 0,0 | 4,4 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
0,0 | 0,0 | 6,1 | 6,1 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 6,1 | 6,1 |
| SUMME | 0,0 | 4,8 | 6,1 | 10,9 |
Die Verbindlichkeit aus dem Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfasst die bedingte Gegenleistung aus dem Erwerb der Agile Actors Single Member S.A. im Geschäftsjahr 2023, wobei der zukünftige Kaufpreis von den EBITs der Geschäftsjahre 2024 und 2025 abhängig ist. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde der Stufe 3 zugeordnet und erfolgt auf Basis der aktuellen Ergebnisplanungen unter Berücksichtigung des WACC zum Bewertungsstichtag als Diskontierungszinssatz. Zum 31.12.2023 wurde die Verbindlichkeit mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 9,1 Mio EUR erfasst. Im März 2024 wurde eine Zahlung in Höhe von 3,4 Mio EUR geleistet. Unter Berücksichtigung einer Folgebewertung in Höhe von 0,4 Mio EUR beträgt der beizulegende Zeitwert zum 30. Juni 2024 6,1 Mio EUR. Bei Reduktion der erwarteten EBITs der Geschäftsjahre 2024 und 2025 um jeweils 10% würde die Verbindlichkeit zum 30. Juni 2024 um 0,8 Mio EUR niedriger ausgewiesen werden. Eine Erhöhung der erwarteten EBITs würde sich nicht auf die Höhe der Verbindlichkeit auswirken. Die Veränderung des WACC um +/- einen Prozentpunkt würde sich mit -/+ 0,1 Mio EUR in der Verbindlichkeit niederschlagen.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt auf Basis der im Geschäftsbericht 2023 beschriebenen Bewertungsverfahren und Inputfaktoren.
Zudem wurden im ersten Halbjahr 2024 keine Transfers zwischen den Stufen vorgenommen.
Der beizulegende Zeitwert folgender, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten, finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, stellt sich unter Berücksichtigung der Stufen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 wie folgt dar:
| Mio EUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Stufe 1 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 34,2 | 34,1 | 0,0 | 34,1 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredit | 1.458,2 | 1.463,5 | 0,0 | 1.463,5 |
| Konsumkredite | 323,8 | 357,2 | 0,0 | 357,2 |
| Finanzanlagen | 633,7 | 596,9 | 596,9 | 0,0 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 3.076,4 | 3.071,9 | 0,0 | 3.071,9 |
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
48,8 | 34,1 | 0,0 | 34,1 |
| Mio EUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Stufe 1 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 1,7 | 1,7 | 0,0 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredit | 1.528,5 | 1.537,1 | 0,0 | 1.537,1 |
| Konsumkredite | 336,7 | 368,8 | 0,0 | 368,8 |
| Finanzanlagen | 838,1 | 799,3 | 799,3 | 0,0 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 3.279,5 | 3.275,0 | 0,0 | 3.275,0 |
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
49,5 | 40,6 | 0,0 | 40,6 |
Finanzielle Vermögenswerte Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der angeführten finanziellen Vermögenswerte erfolgt mittels Barwertverfahren unter Berücksichtigung der Bonitätsrisken sowie aktuell beobachtbarer Marktdaten von Zinssätzen.
Finanzielle Verbindlichkeiten Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen erfolgt mittels Barwertverfahren unter Berücksichtigung der aktuell beobachtbaren Marktdaten von Zinssätzen. Die Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen mit einem Buchwert in Höhe von 49,5 Mio EUR (31. Dezember 2023: 48,8 Mio EUR) resultieren aus Optionen auf den Erwerb der restlichen 20% der Anteile an der Aras Kargo a.s., wobei der zukünftige Kaufpreis vom Unternehmenserfolg abhängt. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von
40,6 Mio EUR (31. Dezember 2023: 34,1 Mio EUR) erfolgt auf Basis von aktuellen Ergebnisplanungen, des aktuellen Währungskurses und einem aktualisierten WACC als Diskontierungszinssatz.
Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird aufgrund der überwiegenden Kurzfristigkeit dieser Posten unterstellt, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Im ersten Halbjahr 2024 wurden weitere Absicherungen von fix verzinsten Hypothekarkrediten mit Zinsderivaten (Zinsswaps) vorgenommen. Darüber hinaus wurden erstmalig Zinsrisiken aus fix verzinsten Finanzanlagen sowie aus fix verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen mit Zinsderivaten (Zinsswaps) abgesichert. Die Zinsderivate wurden mit österreichischen Kreditinstituten unter dem österreichischen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte (inkl. Besicherungsanhang) in Euro abgeschlossen. Die Bilanzierung erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 9 und entspricht einem Fair Value Hedge iSd IFRS 9.6.5.2a. Das Zinsänderungsrisiko wird im Rahmen des Managements des Marktrisikos überwacht und gesteuert.
Bei fix verzinsten Finanzinstrumenten entsteht aus der Veränderung der relevanten Referenzzinskurve ein Marktpreisrisiko. Durch den Einsatz von Zinsderivaten als Sicherungsinstrument wird die Fixverzinsung der abgesicherten Grundgeschäfte in eine variable, an den Referenzzinssatz gebundene Verzinsung transferiert. Daher werden für die Sicherung von Hypothekarkrediten und Finanzanlagen Zinsswaps mit fixer Zahler*innenseite und variabler Empfänger*innenseite, für die Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen Zinsswaps mit variabler Zahler*innenseite und fixer Empfänger*innenseite gehandelt.
Die als Sicherungsinstrumente designierten Zinsderivate stehen dabei in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Zinsrisikokomponente des gesicherten Grundgeschäftes. Die nicht-zinsbezogenen Risiko-Komponenten (wie Kreditaufschläge) sind nicht Teil der Sicherungsbeziehung. Grundgeschäft und Sicherungsinstrument sind damit so gestaltet, dass die bewertungsrelevanten Parameter gegenläufig sind. Gegenläufige Effekte werden dadurch nur in dem Umfang erfasst, in dem ein wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, ohne dass es zu einer künstlich erzeugten Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung kommt. Ebenso ist damit das zugrunde liegende Risiko des Derivats mit der abgesicherten Risikokomponente identisch.
Der Österreichische Post-Konzern verwendet zur Absicherung des Zinsrisikos Micro Hedges. Eine Micro Hedge Beziehung liegt dann vor, wenn ein gesichertes Grundgeschäft (oder eine Gruppe von Grundgeschäften) einem oder mehreren Sicherungsgeschäften eindeutig zugeordnet werden kann. Dabei kommt im Fall von Hypothekarkrediten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen der Bottom Layer Hedge als Spezialform des Micro Hedge zur Anwendung. Die Sicherungsquote beträgt 1:1. Im Detail wird wie folgt vorgegangen:
Laufzeitband ident sind. Analog zu den Hypothekarkrediten wird ein Basisbetrag ins Hedge Accounting gewidmet, der unter Berücksichtigung vorzeitiger Kündigungen mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Fälligkeit der Sicherungsinstrumente noch vorhanden sein wird. Somit beeinflussen vorzeitige Kündigungen die Messung der Effektivität der Sicherungsgeschäfte nicht, außer sie erreichen die festgelegte Bottom Layer Schwelle.
Zur Prüfung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des gesicherten Risikos aus den Grundgeschäften bei Hypothekarkrediten und Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen über hypothetische Derivate ermittelt, die im Wesentlichen den Vertragsbedingungen der Sicherungsgeschäfte entsprechen. Bei Finanzanlagen wird der jeweilige Marktwert herangezogen. Die Berechnung der Barwerte für die Effektivitätstests erfolgt dabei im Einklang mit den konzerninternen Richtlinien zu Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) sowohl über die Dollar Off-Set-Methode als auch mit Hilfe einer Regressionsanalyse.
Die Sicherungsbeziehung kann im Fall von Hypothekarkrediten und Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen dann ineffektiv werden, wenn das Nominale der Grundgeschäfte unter jenes des Derivats fällt. Im Fall von Finanzanlagen können Änderungen in der wirtschaftlichen Beziehung bzw. in der Sicherungsquote zu Ineffektivitäten führen. Ist eine Sicherungsbeziehung nicht mehr effektiv, ist mittels Rebalancing die Effektivität wieder herzustellen. Im ersten Halbjahr 2024 erfolgte kein Rebalancing.
Die folgende Tabelle zeigt die Nominalbeträge, aufgeteilt nach ihren Restlaufzeiten, sowie die Marktwerte der Sicherungsinstrumente zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024:
| Nominale | Marktwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | <3 Monate | >3 Monate bis 1 Jahr |
>1 Jahr bis 5 Jahre |
>5 Jahre | Nominale Gesamt |
Positiver Marktwert |
Negativer Marktwert |
| AKTIVA | |||||||
| Zinsderivat – Hypothekarkredite | 0,0 | 0,0 | 24,0 | 518,0 | 542,0 | 36,4 | 10,4 |
| Nominale | Marktwert | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | <3 Monate | >3 Monate bis 1 Jahr |
>1 Jahr bis 5 Jahre |
>5 Jahre | Nominale Gesamt |
Positiver Marktwert |
Negativer Marktwert |
|
| AKTIVA | ||||||||
| Zinsderivat – Hypothekarkredite | 0,0 | 0,0 | 51,0 | 660,5 | 711,5 | 42,8 | 3,9 | |
| Zinsderivat – Finanzanlagen | 0,0 | 0,0 | 40,0 | 74,9 | 114,9 | 0,2 | 0,3 | |
| PASSIVA | ||||||||
| Zinsderivat – Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen |
0,0 | 220,0 | 0,0 | 0,0 | 220,0 | 0,0 | 0,1 |
Positive Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten werden unter den finanziellen Vermögenswerten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Negative Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten werden unter den finanziellen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen.
| 30.06.2024 31.12.2023 |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Buchwert Grundgeschäft |
Im Buchwert enthaltene Basis Adjustments |
Buchwert Grundgeschäft |
Im Buchwert enthaltene Basis Adjustments |
|
| AKTIVA | |||||
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.099,1 | –26,0 | 1.182,7 | –38,8 | |
| Finanzanlagen | 0,0 | 0,0 | 124,2 | 0,2 | |
| PASSIVA | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 0,0 | 0,0 | 251,0 | 0,1 |
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Sicherungsbeziehungen auf die Gewinnund Verlustrechnung:
| Mio EUR | Ergebnis abgesicherte Grundgeschäfte |
Ergebnis Sicherungs instrumente |
Ergebnis Sicherungsbeziehung |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Forderungen an Kund*innen | |||
| Hypothekarkredite | 31,8 | –31,8 | 0,0 |
| Mio EUR | Ergebnis abgesicherte Grundgeschäfte |
Ergebnis Sicherungs instrumente |
Ergebnis Sicherungsbeziehung |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Forderungen an Kund*innen | |||
| Hypothekarkredite | –12,9 | 12,9 | 0,0 |
| Finanzanlagen | 0,2 | –0,1 | 0,1 |
| PASSIVA | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 0,1 | –0,1 | 0,0 |
Ineffektivitäten werden im Fall eines positiven Überhangs im sonstigen betrieblichen Ertrag, im Fall eines negativen Überhangs unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Die bankbetriebliche Geschäftstätigkeit erfolgt im Wesentlichen durch die bank99 AG und bildet einen Teil der Finanzdienstleistungen ab. Im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit werden zusätzliche (insbesondere aufsichtsrechtliche) Anforderungen und Darstellungen berücksichtigt. Aktualisierungen werden nachfolgend beschrieben.
Im Zusammenhang mit dem Risikomanagement, der Risikopolitik sowie -strategie wird auf die Angaben im Geschäftsbericht 2023 verwiesen.
Kreditrisikorelevantes Portfolio Im kreditrisikorelevanten Portfolio werden alle Positionen aus Finanzdienstleistungen zusammengefasst, die im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit ein Kreditrisiko im engeren Sinn beinhalten. Das sind sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen. Die im Rahmen von Sicherungsbeziehungen erfassten Anpassungen auf den Buchwert (Basis Adjustments) sind gegebenenfalls im Bruttobuchwert berücksichtigt.
Zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 stellt sich das kreditrisikorelevante Portfolio wie folgt dar:
| Mio EUR | Nettobuchwert | Risikovorsorgen | Brutto buchwert |
|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 732,5 | 0,0 | 732,5 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 34,2 | 0,0 | 34,2 |
| Forderungen an Kund*innen | |||
| Hypothekarkredite | 1.458,2 | 1,6 | 1.459,8 |
| Konsumkredite | 323,8 | 15,8 | 339,6 |
| Girokonten | 9,9 | 2,2 | 12,1 |
| Finanzanlagen | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 633,7 | 0,1 | 633,8 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,3 | 0,0 | 1,3 |
| ZWISCHENSUMME | 3.193,6 | 19,7 | 3.213,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 1,9 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen | 19,7 | 0,0 | 19,7 |
| ZWISCHENSUMME | 21,6 | 0,0 | 21,6 |
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | 3.215,2 | 19,7 | 3.234,9 |
| Mio EUR | Nettobuchwert | Risikovorsorgen | Brutto buchwert |
|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 736,6 | 0,0 | 736,6 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1,7 | 0,0 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | |||
| Hypothekarkredite | 1.528,5 | 1,8 | 1.530,2 |
| Konsumkredite | 336,7 | 18,1 | 354,8 |
| Girokonten | 12,0 | 2,9 | 14,9 |
| Finanzanlagen | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 838,1 | 0,2 | 838,3 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,9 | 0,0 | 0,9 |
| ZWISCHENSUMME | 3.454,5 | 23,0 | 3.477,5 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 1,9 | 0,0 | 1,9 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen | 41,2 | 0,0 | 41,2 |
| ZWISCHENSUMME | 43,0 | 0,0 | 43,1 |
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | 3.497,5 | 23,0 | 3.520,5 |
Forderungen gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich im ersten Halbjahr 2024 auf 1,7 Mio EUR (31. Dezember 2023: 34,2 Mio EUR) aufgrund des Auslaufens von Veranlagungen. Darüber hinaus wurden weitere Finanzanlagen erworben, welche sich aus österreichischen und europäischen Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand sowie von Kreditinstituten zusammensetzen.
| Mio EUR | Retailkund*innen | Kreditinstitute | Öffentlicher Sektor | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | ||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 0,0 | 732,5 | 0,0 | 732,5 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 0,0 | 34,2 | 0,0 | 34,2 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredite | 1.459,8 | 0,0 | 0,0 | 1.459,8 |
| Konsumkredite | 339,6 | 0,0 | 0,0 | 339,6 |
| Girokonten | 12,1 | 0,0 | 0,0 | 12,1 |
| Finanzanlagen | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,0 | 0,0 | 633,8 | 633,8 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,7 | 0,6 | 0,0 | 1,3 |
| ZWISCHENSUMME | 1.812,2 | 767,3 | 633,8 | 3.213,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 2,0 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen | ||||
| Kreditzusagen | 19,7 | 0,0 | 0,0 | 19,7 |
| ZWISCHENSUMME | 21,6 | 0,0 | 0,0 | 21,6 |
| GESAMT | 1.833,8 | 767,3 | 633,8 | 3.234,9 |
| Mio EUR | Retailkund*innen | Kreditinstitute | Öffentlicher Sektor | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | ||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 0,0 | 736,6 | 0,0 | 736,6 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 0,0 | 1,7 | 0,0 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredite | 1.530,2 | 0,0 | 0,0 | 1.530,2 |
| Konsumkredite | 354,8 | 0,0 | 0,0 | 354,8 |
| Girokonten | 14,9 | 0,0 | 0,0 | 14,9 |
| Finanzanlagen | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,0 | 64,4 | 773,9 | 838,3 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,1 | 0,8 | 0,0 | 0,9 |
| ZWISCHENSUMME | 1.900,1 | 803,5 | 773,9 | 3.477,5 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 1,9 | 0,0 | 0,0 | 1,9 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
41,2 | 0,0 | 0,0 | 41,2 |
| ZWISCHENSUMME | 43,1 | 0,0 | 0,0 | 43,1 |
| GESAMT | 1.943,1 | 803,5 | 773,9 | 3.520,5 |
Für sämtliche bankbetrieblichen Dienstleistungen ist ein automatisierter Mahnprozess aufgesetzt, bei welchem am ersten Tag nach der Fälligkeit ein Überfälligkeitszähler zu laufen beginnt. Es ergibt sich daraus folgende Aufstellung des kreditrisikorelevanten Portfolios nach Überfälligkeiten:
| Mio EUR | nicht überfällig | 1–30 Tage | 31–90 Tage | >90 Tage | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
732,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 732,5 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 34,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 34,2 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.459,2 | 0,2 | 0,0 | 0,4 | 1.459,8 |
| Konsumkredite | 323,3 | 3,7 | 3,1 | 9,5 | 339,6 |
| Girokonten | 9,3 | 0,3 | 0,5 | 2,0 | 12,1 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
633,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 633,8 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| ZWISCHENSUMME | 3.193,6 | 4,1 | 3,6 | 11,9 | 3.213,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
19,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 19,7 |
| ZWISCHENSUMME | 21,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 21,6 |
| GESAMT | 3.215,3 | 4,1 | 3,6 | 11,9 | 3.234,9 |
| Mio EUR | nicht überfällig | 1–30 Tage | 31–90 Tage | >90 Tage | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
736,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 736,6 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.528,8 | 0,3 | 0,3 | 0,8 | 1.530,2 |
| Konsumkredite | 334,7 | 4,7 | 3,3 | 12,1 | 354,8 |
| Girokonten | 11,1 | 0,3 | 0,5 | 3,1 | 14,9 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
838,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 838,3 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| ZWISCHENSUMME | 3.452,1 | 5,3 | 4,0 | 16,0 | 3.477,5 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
1,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,9 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
41,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 41,2 |
| ZWISCHENSUMME | 43,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 43,1 |
| GESAMT | 3.495,2 | 5,3 | 4,0 | 16,0 | 3.520,5 |
Das Kund*innenrating besteht aus fünf Ratingklassen 1–5, die in den nachfolgenden Tabellen dargestellt sind:
| Brutto buchwert gesamt |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Rating 1 | Rating 2 | Rating 3 | Rating 4 | Rating 5 | Kein Rating | |
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
731,5 | 1,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 732,5 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 3,4 | 30,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 34,2 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 0,0 | 0,0 | 1.446,9 | 11,2 | 1,7 | 0,0 | 1.459,8 |
| Konsumkredite | 0,0 | 0,0 | 291,3 | 35,0 | 13,4 | 0,0 | 339,6 |
| Girokonten | 0,0 | 0,0 | 8,3 | 1,6 | 2,2 | 0,1 | 12,1 |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
580,0 | 48,6 | 5,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 633,8 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 | 1,3 |
| ZWISCHENSUMME | 1.314,9 | 80,4 | 1.751,7 | 47,8 | 17,2 | 1,3 | 3.213,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
0,0 | 0,0 | 1,7 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
0,0 | 0,0 | 19,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 19,7 |
| ZWISCHENSUMME | 0,0 | 0,0 | 21,4 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 21,6 |
| GESAMT | 1.314,9 | 80,4 | 1.773,0 | 48,0 | 17,2 | 1,3 | 3.234,9 |
| Mio EUR | Rating 1 | Rating 2 | Rating 3 | Rating 4 | Rating 5 | Kein Rating | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
734,4 | 2,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 736,6 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 0,0 | 0,0 | 1.516,8 | 11,3 | 2,2 | 0,0 | 1.530,2 |
| Konsumkredite | 0,0 | 0,0 | 304,7 | 34,5 | 15,6 | 0,0 | 354,8 |
| Girokonten | 0,0 | 0,0 | 10,1 | 1,1 | 3,6 | 0,1 | 14,9 |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
664,2 | 153,6 | 20,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 838,3 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 | 0,9 |
| ZWISCHENSUMME | 1.400,3 | 155,9 | 1.852,0 | 46,9 | 21,4 | 1,0 | 3.477,5 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
0,0 | 0,0 | 1,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,9 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
0,0 | 0,0 | 41,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 41,2 |
| ZWISCHENSUMME | 0,0 | 0,0 | 43,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 43,1 |
| GESAMT | 1.400,3 | 155,9 | 1.895,1 | 46,9 | 21,4 | 1,0 | 3.520,5 |
| Brutto buchwert gesamt |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | |
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
732,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 732,5 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 34,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 34,2 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.447,1 | 10,6 | 1,7 | 0,4 | 1.459,8 |
| Konsumkredite | 299,5 | 26,9 | 13,5 | –0,2 | 339,6 |
| Girokonten | 7,4 | 2,5 | 2,2 | 0,0 | 12,1 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
633,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 633,8 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| ZWISCHENSUMME | 3.155,8 | 39,9 | 17,3 | 0,2 | 3.213,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
1,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
19,3 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 19,7 |
| ZWISCHENSUMME | 21,2 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 21,6 |
| GESAMT | 3.177,0 | 40,3 | 17,3 | 0,2 | 3.234,9 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
736,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 736,6 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.516,5 | 11,2 | 2,2 | 0,4 | 1.530,2 |
| Konsumkredite | 310,7 | 28,7 | 16,1 | –0,7 | 354,8 |
| Girokonten | 8,8 | 2,5 | 3,6 | 0,0 | 14,9 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
838,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 838,3 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| ZWISCHENSUMME | 3.413,4 | 42,4 | 22,0 | –0,3 | 3.477,5 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
1,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,9 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
41,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 41,2 |
| ZWISCHENSUMME | 43,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 43,1 |
| GESAMT | 3.456,4 | 42,4 | 22,0 | –0,3 | 3.520,5 |
Das kreditrisikorelevante Portfolio nach Ratingkategorien und Ausfallsrisikoklassen kann zusammenfassend wie folgt dargestellt werden:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Rating 1 | 1.314,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.314,9 |
| Rating 2 | 80,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 80,4 |
| Rating 3 | 1.762,5 | 10,1 | 0,0 | 0,3 | 1.773,0 |
| Rating 4 | 17,9 | 30,1 | 0,0 | 0,0 | 48,0 |
| Rating 5 | 0,0 | 0,0 | 17,3 | –0,1 | 17,2 |
| Kein Rating | 1,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| GESAMT | 3.177,0 | 40,3 | 17,3 | 0,2 | 3.234,9 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Rating 1 | 1.400,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.400,3 |
| Rating 2 | 155,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 155,9 |
| Rating 3 | 1.883,4 | 11,4 | 0,0 | 0,3 | 1.895,1 |
| Rating 4 | 15,9 | 31,0 | 0,0 | 0,0 | 46,9 |
| Rating 5 | 0,0 | 0,0 | 22,0 | –0,5 | 21,4 |
| Kein Rating | 0,9 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 1,0 |
| GESAMT | 3.456,4 | 42,4 | 22,0 | –0,3 | 3.520,5 |
Sicherheiten Im ersten Halbjahr 2024 bestehen folgende Sicherheiten in Form von Hypotheken bei Hypothekarkrediten sowie Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen:
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | ||
| Forderungen an Kund*innen | ||
| Hypothekarkredite | 1.470,4 | 1.533,1 |
| ZWISCHENSUMME | 1.470,4 | 1.533,1 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | ||
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen | 18,9 | 40,0 |
| ZWISCHENSUMME | 18,9 | 40,0 |
| GESAMT | 1.489,2 | 1.573,1 |
| Mio EUR | Brutto buchwert Gesamt |
NPL | Wert berichtigung NPL |
Sicherheiten NPL |
NPE Quote | NPE Deckungs quote |
NPE Besicherungs quote |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
732,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kreditinstitute | 34,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 1.459,8 | 2,1 | 0,3 | 1,9 | 0,1% | 12,7% | 91,0% |
| Konsumkredite | 339,6 | 13,2 | 8,7 | 0,0 | 3,9% | 66,0% | 0,0% |
| Girokonten | 12,1 | 2,2 | 1,6 | 0,0 | 17,9% | 75,1% | 0,0% |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
633,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 3.213,3 | 17,5 | 10,6 | 1,9 | 0,5 % | 60,7 % | 11,0 % |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
19,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 21,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 % | 0,0 | 0,0 % |
| GESAMT | 3.234,9 | 17,5 | 10,6 | 1,9 | 0,5 % | 60,7 % | 11,0 % |
| Mio EUR | Brutto buchwert Gesamt |
NPL | Wert berichtigung NPL |
Sicherheiten NPL |
NPE Quote | NPE Deckungs quote |
NPE Besicherungs quote |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
736,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 1.530,2 | 2,6 | 0,3 | 2,4 | 0,2% | 11,2% | 93,1% |
| Konsumkredite | 354,8 | 15,4 | 10,7 | 0,0 | 4,3% | 69,2% | 0,0% |
| Girokonten | 14,9 | 3,6 | 2,7 | 0,0 | 24,4% | 75,3% | 0,0% |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
838,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 3.477,5 | 21,7 | 13,7 | 2,4 | 0,6 % | 63,2 % | 11,2 % |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
1,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
41,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 43,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 % | 0,0 | 0,0 % |
| GESAMT | 3.520,5 | 21,7 | 13,7 | 2,4 | 0,6 % | 63,2 % | 11,2 % |
Die Non-Performing-Exposure (NPE) Quote stellt den Anteil des notleidenden Portfolios am Gesamt-Bruttobuchwert des kreditrisikorelevanten Portfolios dar. Die NPE Deckungsquote bildet den Anteil der Wertberichtigungen für das notleidende Portfolio im Verhältnis zum Bruttobuchwert des notleidenden Portfolios ab. Die NPE Besicherungsquote zeigt die Sicherheiten für notleidende Kredite in Prozent des gesamten notleidenden Portfolios.
Wertberichtigungen Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen des kreditrisikorelevanten Portfolios:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2023 | 2,9 | 4,4 | 6,9 | –1,5 | 12,7 |
| Umgliederung | 0,0 | –1,0 | 1,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Neubewertung | –0,2 | 2,0 | 1,2 | 0,0 | 3,0 |
| Verbrauch | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,1 |
| Stand am 30. Juni 2023 | 2,9 | 5,3 | 9,0 | –1,6 | 15,6 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2024 | 3,5 | 5,5 | 12,9 | –2,2 | 19,7 |
| Umgliederung | 0,0 | –0,8 | 0,8 | 0,0 | 0,0 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,7 |
| Ausbuchung | –0,1 | –0,2 | –1,1 | 0,5 | –0,9 |
| Neubewertung | –0,5 | 1,2 | 3,4 | –0,5 | 3,6 |
| Verbrauch | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | –0,1 |
| Stand am 30. Juni 2024 | 3,6 | 5,8 | 15,9 | –2,2 | 23,0 |
Für wesentliche Kreditrisikopositionen ergibt sich folgende Überleitung der Wertberich-
tigungen:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2023 | 0,9 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| Umgliederung | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Neubewertung | –0,1 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Stand am 30. Juni 2023 | 0,9 | 0,5 | 0,1 | –0,1 | 1,5 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2024 | 0,9 | 0,4 | 0,3 | –0,1 | 1,6 |
| Umgliederung | 0,0 | –0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Ausbuchung | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | –0,1 |
| Neubewertung | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,3 |
| Stand am 30. Juni 2024 | 1,0 | 0,5 | 0,3 | 0,0 | 1,8 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2023 | 1,9 | 3,9 | 6,1 | –1,6 | 10,2 |
| Umgliederung | 0,0 | –0,9 | 0,9 | 0,0 | 0,0 |
| Neubewertung | –0,1 | 1,7 | 0,8 | 0,0 | 2,4 |
| Stand am 30. Juni 2023 | 1,8 | 4,7 | 7,8 | –1,7 | 12,6 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2024 | 2,3 | 4,8 | 10,9 | –2,1 | 15,8 |
| Umgliederung | 0,0 | –0,7 | 0,7 | 0,0 | 0,0 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 |
| Ausbuchung | –0,1 | –0,1 | –1,0 | 0,4 | –0,9 |
| Neubewertung | –0,3 | 1,2 | 2,2 | –0,3 | 2,7 |
| Stand am 30. Juni 2024 | 2,3 | 5,1 | 12,8 | –2,1 | 18,1 |
Die folgenden Tabellen zeigen die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) sowie die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) zum 30. Juni 2024:
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| Liquiditätspuffer | 1.416,9 | 1.590,4 |
| Netto-Liquiditätsabfluss | 253,1 | 270,3 |
| LIQUIDITÄTSDECKUNGSQUOTE | 559,8 % | 588,4 % |
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Zentralbanken abzüglich Mindestreserve | 699,0 | 700,8 |
| Zahlungsmittel | 112,0 | 149,1 |
| Anrechenbare Finanzanlagen | 605,9 | 740,5 |
| LIQUIDITÄTSPUFFER | 1.416,9 | 1.590,4 |
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| Verfügbare stabile Finanzierung | 3.069,3 | 3.309,5 |
| Erforderliche stabile Finanzierung | 1.287,1 | 1.407,1 |
| STRUKTURELLE LIQUIDITÄTSQUOTE | 238,5 % | 235,2 % |
Im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit entstehen Marktrisiken unter anderem durch Zinsrisiken. Um die Zinsrisiken zu begrenzen, wird ein Großteil der Fixzinspositionen durch Abschluss von Zinsswaps im Rahmen von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) abgesichert.
Im ersten Halbjahr 2024 gab es keine wesentlichen Änderungen in der Zinslandschaft. Für die zweite Jahreshälfte wird von einer Momentumkehr ausgegangen und ein fallendes Zinsumfeld erwartet. Daher wurde damit begonnen, den Fokus der Depot-A Investitionsstrategie auf fix verzinste Anleihen zu legen.
Zum 31. Dezember 2023 und 30. Juni 2024 ergibt sich daraus folgender Value at Risk:
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| VaR EVE | –39,7 | –36,9 |
Die Ergebnisse der aufsichtsrechtlichen OeNB-Zinsrisikostatistik stellen sich wie folgt
dar:
| OeNB-Zinsrisikostatistik | ||
|---|---|---|
| % | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
| OeNB-Zinsrisikostatistik in % der anrechenbaren Eigenmittel | 5,69 % | 2,65 % |
Dividende In der ordentlichen Hauptversammlung vom 18. April 2024 wurde für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende in Höhe von 120,2 Mio EUR (dies entspricht 1,78 EUR je Aktie) beschlossen. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre in Höhe von 104,6 Mio EUR erfolgte am 2. Mai 2024. Die einbehaltene Kapitalertragssteuer (KESt) in Höhe von 15,6 Mio EUR wurde am 15. Mai 2024 an das Finanzamt abgeführt.
Sonstige Angaben Mit 15. Februar 2024 wurden die restlichen 25% der Anteile an der bereits seit 2019 vollkonsolidierten adverserve digital advertising Services d.o.o., Zagreb, um 0,1 Mio EUR erworben. Der erfolgsneutral erfasste Erwerb führte zur Umbuchung der nicht beherrschenden Anteile in das Eigenkapital der Aktionär*innen des Mutterunternehmens.
Regulatorische Mindestkapitalanforderungen bank99 AG Die bank99 AG unterliegt den regulatorischen Eigenmittelvorschriften der Bankaufsicht auf Basis der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) unter Berücksichtigung mehrerer Novellierungen. Die gemäß CRR errechneten Eigenmittel zeigen folgende Zusammensetzung:
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 100,9 | 100,9 |
| Offene Rücklagen | 173,7 | 189,8 |
| Einbehaltene Gewinne | –97,5 | –104,5 |
| Jahresverlust | –7,0 | –2,6 |
| Abzüglich Kürzungsposten | –19,6 | –19,3 |
| KERNKAPITAL (TIER 1) | 150,4 | 164,3 |
| Anrechenbares Ergänzungskapital | 0,0 | 1,7 |
| ERGÄNZUNGSKAPITAL (TIER 2) | 0,0 | 1,7 |
| GESAMTE ANRECHENBARE EIGENMITTEL | 150,4 | 166,0 |
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 816,9 | 886,4 |
| Anpassung der Kreditbewertung (Credit Value Adjustment, CVA) | 15,5 | 17,3 |
| Operationelles Risiko | 103,8 | 103,8 |
| GESAMTRISIKOBETRAG (BEMESSUNGSGRUNDLAGE) | 936,1 | 1.007,4 |
| Kernkapitalquote (hart) bezogen auf das Gesamtrisiko | 16,1% | 16,3% |
| Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko | 16,1% | 16,5% |
Die Kapitalquoten lagen das gesamte erste Halbjahr 2024 über den gesetzlich geforderten. Darüber hinaus wurde im ersten Halbjahr 2024 ein Ergänzungskapital in Höhe von 1,7 Mio EUR (31. Dezember 2023: 0,0 Mio EUR) angesetzt. Dabei handelt es sich um den Ansatz einer zusätzlichen Wertberichtigung (Management Overlay), welche als Ergänzungskapital iSd Artikels 62 lit. c CRR eingestuft wurde. Für weitere Details zur zusätzlichen Wertberichtigung wird auf Punkt 3 Zukunftsbezogene Annahmen und Schätzunsicherheiten verwiesen.
Überleitung auf den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Finanzmittelbestand, wie er im Konzern-Cashflow-Statement dargestellt wird, kann auf den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz wie folgt übergeleitet werden:
| Mio EUR | 31.12.2023 | 30.06.2024 |
|---|---|---|
| FINANZMITTELBESTAND | 926,6 | 945,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 839,1 | 885,7 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken | 839,1 | 885,7 |
| Verbindlichkeiten Kreditinstitute eigener Zahlungsverkehr | 0,0 | –0,1 |
| ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE | 87,5 | 59,9 |
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen Der Posten finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen im Konzern-Cashflow-Statement fasst die Veränderungen des Einlagen- und Veranlagungsgeschäfts der bank99 zusammen. Die zahlungswirksame Veränderung im ersten Halbjahr 2024 resultiert im Wesentlichen durch weitere Veranlagungen in Finanzanlagen sowie zu einem großen Teil aus dem Anstieg des Einlagengeschäftes und damit Erhöhung der finanziellen Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen.
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die für die Bilanzierung und Bewertung am Bilanzstichtag zum 30. Juni 2024 von Bedeutung sind, wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Wien, am 30. Juli 2024
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht 2024 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschuss zum 30. Juni 2024, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 30. Juli 2024
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
| 5. November 2024 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2024 |
|---|---|
| 7. März 2025 | Jahresergebnis 2024 |
| 30. März 2025 | Nachweisstichtag Hauptversammlung 2025 |
| 9. April 2025 | Hauptversammlung 2025, Veranstaltungsort: Wien |
| 16. April 2025 | Ex-Tag (Dividende) |
| 17. April 2025 | Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen) |
| 23. April 2025 | Dividendenzahltag |
| 8. Mai 2025 | Zwischenbericht 1. Quartal 2025 |
| 8. August 2025 | Halbjahresfinanzbericht 2025 |
| 12. November 2025 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2025 |

Österreichische Post AG Rochusplatz 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0 FN: 180219d, Handelsgericht Wien
Inhouse produziert mit firesys
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

Konzernrevision & Compliance Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30400 E: [email protected] I: post.at/investor
Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen
Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 6. August 2024
Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 21897 E: [email protected] I: post.at/presse
Die Österreichische Post im Internet post.at


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