Quarterly Report • Aug 10, 2023
Quarterly Report
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Halbjahresfinanzbericht 2023
Wissen, was zählt.
_ Operativer Free Cashflow von 115,5 Mio EUR und Eigenkapital von 652,7 Mio EUR
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| ERTRAGSKENNZAHLEN | |||
| Umsatzerlöse | 1.211,8 | 1.284,8 | 6,0 % |
| EBITDA | 179,4 | 189,0 | 5,3 % |
| EBITDA-Marge | 14,8% | 14,7% | – |
| EBIT | 91,0 | 95,2 | 4,6 % |
| EBIT-Marge | 7,5% | 7,4% | – |
| Periodenergebnis | 54,8 | 78,6 | 43,5% |
| Ergebnis je Aktie (EUR)1 | 0,83 | 1,13 | 36,0 % |
| Mitarbeiter*innen (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 27.144 | 26.950 | –0,7% |
| CASHFLOW UND CAPEX | |||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 161,9 | 156,7 | –3,2% |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 45,0 | 11,4 | –74,7% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –66,2 | –99,0 | –49,4% |
| Operativer Free Cashflow2 | 105,8 | 115,5 | 9,2 % |
| CAPEX | 58,7 | 47,6 | –18,9% |
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 | Veränderung |
| BILANZKENNZAHLEN | |||
| Bilanzsumme | 5.383,9 | 5.326,7 | –1,1% |
| Eigenkapital | 710,4 | 652,7 | –8,1% |
| Eigenkapitalquote | 13,2% | 12,3% | – |
| Finanzverschuldung exkl. IFRS 16 | 60,0 | 142,2 | >100% |
| Capital Employed3 | 1.310,9 | 1.323,7 | 1,0% |
1Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
2 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets
3 Die Gesellschaft bank99 wurde in der Berechnung nicht berücksichtigt, da diese Kennzahl inhaltlich nur für das Logistikgeschäft relevant ist.
Das erste Halbjahr 2023 war von herausfordernden Rahmenbedingungen geprägt. Die ökonomische Entwicklung und die anhaltend hohe Inflation haben weiterhin Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Österreichischen Post. Dies sind vor allem die gestiegenen Kosten für Energie, zugekaufte Leistungen und Personal, aber auch ein schwächeres konjunkturelles Umfeld, manifestiert durch gedämpfte Konsumfreudigkeit. Die Entwicklung im ersten Halbjahr entspricht den Erwartungen des Unternehmens. Mit der notwendigen Kosten- und Preisdisziplin ist es der Österreichischen Post gelungen, sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis zu wachsen.
Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen im ersten Halbjahr 2023 bei 1.284,8 Mio EUR (+6,0%). Die Division Paket & Logistik zeigte einen Umsatzzuwachs von 9,9% auf 628,4 Mio EUR. Das Geschäft in der Türkei blieb weiterhin von Inflation und Währungseffekten beeinträchtigt, es ist jedoch in allen Regionen gelungen, einen Anstieg im Umsatz zu erzielen. Die Division Brief & Werbepost verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 einen leichten Umsatzrückgang von 0,2% auf 598,1 Mio EUR, wobei ein Anstieg des klassischen Briefgeschäfts einem Rückgang in der Werbepost gegenüberstand. Ein starkes Umsatzwachstum von 41,3% auf 76,5 Mio EUR generierte die Division Filiale & Bank durch das verbesserte Zinsumfeld für Banken.
Trotz der anhaltenden Herausforderungen konnte die Österreichische Post im ersten Halbjahr 2023 eine Verbesserung bei den Ergebniskennzahlen verzeichnen. Das EBITDA steigerte sich um 5,3% auf 189,0 Mio EUR und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 91,0 Mio EUR auf 95,2 Mio EUR (+4,6%). Der Jahresüberschuss steigerte sich im ersten Halbjahr 2023 von 54,8 Mio EUR auf 78,6 Mio EUR, daraus ergibt sich ein verbessertes Ergebnis je Aktie von 1,13 EUR nach 0,83 EUR in der Vorjahresperiode.
Auch im zweiten Halbjahr 2023 wird das wirtschaftliche Umfeld in Europa weiterhin von hoher Inflation, zurückhaltendem Konsumverhalten und eingeschränkter Investitionsfreudigkeit der Unternehmen gekennzeichnet sein. Die Österreichische Post adaptiert mit 1. September 2023 ihr Produkt- und Preisportfolio bei klassischen Briefsendungen. Nicht nur Geschäfts- sondern auch Privatkund*innen können dann zwischen dem günstigeren ECO-Brief mit einer Laufzeit von zwei bis drei Werktagen und dem schnelleren PRIO-Brief mit einer Zustellung am nächsten Werktag wählen. Somit werden Wahlfreiheit und eine verlässliche Zustellqualität sichergestellt. Für das Geschäftsjahr 2023 behält das Unternehmen seine Ambitionen bei und erwartet einen Anstieg des Konzernumsatzes 2023 im mittleren einstelligen Bereich sowie ein Konzernergebnis (EBIT) für das Gesamtjahr 2023 am Niveau des Vorjahres.
Das Investitionsprogramm des Konzerns zur Sicherung von Nachhaltigkeit und Wachstum hat auch 2023 hohe Priorität. Besonders die Kapazitätserweiterung für die Paketlogistik in Österreich und der Ausbau des nachhaltigen Fuhrparks in Richtung E-Mobilität stehen dabei im Fokus. Mit der Fertigstellung des Logistikzentrums Wien im Herbst dieses Jahres ist die Österreichische Post sehr gut aufgestellt, die Zustellqualität sowie auch -geschwindigkeit für Pakete in Österreich auch bei wachsenden Mengen weiterhin auf hohem Niveau zu halten. Im Sinne der Kund*innenorientierung steht die Leistungsfähigkeit der Dienstleistungen der Österreichischen Post sowie die Vorreiterrolle in der nachhaltigen Logistik im Zentrum unseres Handelns.
Wien, am 2. August 2023
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
Im ersten Halbjahr 2023 erfolgten keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis. Eine vollständige Darstellung aller Änderungen im Konsolidierungskreis erfolgt im Konzernzwischenabschluss unter Punkt 4.
Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr 2023 um 6,0% auf 1.284,8 Mio EUR. Alle operativen Divisionen haben sich in den ersten sechs Monaten sehr zufriedenstellend entwickelt: In der Division Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse um 9,9% und in der Division Filiale & Bank um 41,3%. Lediglich die Division Brief & Werbepost zeigte einen leichten Rückgang von 0,2% gegenüber dem Vorjahr.
Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen Post betrug im ersten Halbjahr 2023 45,9%. Der Divisionsumsatz in der Höhe von 598,1 Mio EUR ist geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische
Substitution, aber auch positiv beeinflusst von den Tarifanpassungen des Vorjahres. Darüber hinaus ist ein verhaltenes Werbeumfeld in bestimmten Branchen feststellbar.
Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 48,2% am Konzernumsatz bzw. 628,4 Mio EUR. Das Paketgeschäft entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv. Der Bereich Logistics Solutions zeigte einen Rückgang der Umsatzerlöse aufgrund des Wegfalls pandemiebedingter Sonderlogistikleistungen der Vorjahre.
Die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Halbjahr 2023 einen Anteil am Konzernumsatz von 5,9% bzw. 76,5 Mio EUR. Die Entwicklung der Zinslandschaft der letzten Monate trug positiv zum Divisionsumsatz bei.
1 Angepasste Darstellung
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | % | Mio EUR | Q2 2022 | Q2 2023 |
| UMSATZERLÖSE | 1.211,8 | 1.284,8 | 6,0 % | 73,0 | 610,4 | 620,2 |
| Brief & Werbepost | 599,5 | 598,1 | –0,2% | –1,5 | 300,7 | 289,5 |
| Paket & Logistik | 572,0 | 628,4 | 9,9% | 56,4 | 288,9 | 301,3 |
| Filiale & Bank | 54,2 | 76,5 | 41,3% | 22,4 | 27,7 | 39,1 |
| Corporate/Konsolidierung | –14,0 | –18,2 | –30,5% | –4,3 | –6,9 | –9,7 |
| Werktage in Österreich | 124 | 124 | – | – | 61 | 60 |
sechs Monaten 2023 18,8% der Umsatzerlöse. Davon entfielen auf die Türkei 10,4%, auf den Raum Südost- und Osteuropa 7,0% der Umsatzerlöse. In Deutschland wurden 1,5% der Umsatzerlöse generiert.
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | % | Mio EUR | Q2 2022 | Q2 2023 |
| UMSATZERLÖSE | 599,5 | 598,1 | –0,2 % | –1,5 | 300,7 | 289,5 |
| Briefpost & Business Solutions | 375,3 | 378,7 | 0,9% | 3,4 | 187,7 | 180,6 |
| Werbepost | 161,7 | 155,3 | –4,0% | –6,4 | 80,2 | 76,1 |
| Medienpost | 62,6 | 64,1 | 2,4% | 1,5 | 32,8 | 32,8 |
| Interne Leistungsverrechnung | 1,9 | 2,3 | 23,7% | 0,4 | 0,9 | 1,2 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 601,4 | 600,4 | –0,2 % | –1,0 | 301,6 | 290,7 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 594,0 | 589,9 | –0,7% | –4,1 | 298,2 | 284,9 |
Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 598,1 Mio EUR stammte im ersten Halbjahr 2023 zu 63,3% aus dem Bereich Briefpost & Business Solutions, zu 26,0% aus Werbepost und zu 10,7% aus Medienpost.
Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 378,7 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 um 0,9% über dem Niveau des Vorjahres. Im Volumen zeigte sich weiterhin eine rückläufige Mengenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen. Die klassischen Briefvolumen in Österreich haben sich im ersten Halbjahr 2023 um 6% reduziert, auch bedingt durch positive Sondereffekte in der Vergleichsperiode des Vorjahres (Aussendung Energiebonus). Einen Umsatzanstieg in der aktuellen Berichtsperiode hingegen bewirkten die Tarifanpassungen des Vorjahres. Der Inflationsdruck bei allen Kostenarten führt zu Anpassungen in der Produkt- und Preisstruktur sowie zu notwendigen Effizienzsteigerungen der internen Abläufe. Die
internationale Briefpost war beeinflusst von einer Reduktion bzw. Volumenverschiebung zu Paketprodukten. Der Bereich Business Solutions entwickelte sich positiv.
Die Umsatzerlöse der Werbepost verringerten sich im ersten Halbjahr 2023 um 4,0% auf 155,3 Mio EUR. Das verhaltene Werbeumfeld sowie der strukturelle Rückgang in bestimmten Kund*innensegmenten (z.B. Versandhandel) konnte durch Anpassungen in der Preisstruktur teilweise kompensiert werden. Darüber hinaus ist auch eine Konsolidierung im stationären Handel spürbar (Möbelsektor).
Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, erhöhte sich im Periodenvergleich um 2,4% auf 64,1 Mio EUR. Dieser Anstieg ist überwiegend auf Anpassungen in der Produkt- und Preisstruktur zurückzuführen.
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | % | Mio EUR | Q2 2022 | Q2 2023 |
| UMSATZERLÖSE | 572,0 | 628,4 | 9,9 % | 56,4 | 288,9 | 301,3 |
| Paket Österreich | 343,7 | 373,9 | 8,8% | 30,2 | 172,8 | 188,8 |
| Paket Türkei | 108,2 | 133,0 | 22,9% | 24,8 | 57,9 | 49,5 |
| Paket CEE/SEE | 85,6 | 91,7 | 7,1% | 6,1 | 43,2 | 48,3 |
| Logistics Solutions/Konsolidierung | 34,6 | 29,8 | –13,8% | –4,8 | 15,1 | 14,7 |
| Interne Leistungsverrechnung | 0,3 | 0,3 | 7,2% | 0,0 | 0,2 | 0,2 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 572,4 | 628,8 | 9,9 % | 56,4 | 289,1 | 301,5 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 562,7 | 617,7 | 9,8% | 54,9 | 284,0 | 295,9 |
Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Halbjahr 2023 um 9,9% auf 628,4 Mio EUR. Das Paketgeschäft entwickelte sich in allen Regionen sehr positiv.
Der Bereich Paket Österreich generierte im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg von 8,8% auf 373,9 Mio EUR. Das Paketwachstum zeigte einen positiven Trend von 9%, beeinflusst durch hohes Kund*innenvertrauen in die Qualitätsführerschaft der Österreichischen Post und steigende Volumenströme aus dem asiatischen Raum.
Die Umsatzerlöse in der Türkei (Paket Türkei) steigerten sich um 22,9% auf 133,0 Mio EUR im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2022. Dieses hohe Wachstum ist auf steigende Volumen (+11%) zurückzuführen. Das Wachstum im ersten und zweiten Quartal 2023 entwickelte sich infolge des Wechselkurses sehr unterschiedlich. Während im ersten Quartal 2023 ein Umsatzbeitrag von 83,6 Mio EUR generiert wurde, betrugen die Umsatzerlöse Paket Türkei im zweiten Quartal 49,5 Mio EUR. Im zweiten Quartal war ein Währungseffekt in Höhe von minus 22 Mio EUR aus den Umsatzerlösen des ersten Quartals enthalten (IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern).
Das Paketgeschäft in Südost- und Osteuropa (Paket CEE/SEE) zeigt weiterhin positive Zuwachsraten: Die Umsatzerlöse stiegen im ersten Halbjahr 2023 um 7,1% auf 91,7 Mio EUR. Auch in dieser Region gab es einen starken Anstieg der Mengen aus Asien.
Der Bereich Logistics Solutions (inklusive Konsolidierung) fiel in der aktuellen Berichtsperiode um 13,8% auf 29,8 Mio EUR, im Wesentlichen aufgrund des Wegfalls pandemiebedingter Sonderlogistikleistungen der Vorjahre.
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | % | Mio EUR | Q2 2022 | Q2 2023 |
| UMSATZERLÖSE | 54,2 | 76,5 | 41,3 % | 22,4 | 27,7 | 39,1 |
| Erträge aus Finanzdienstleistungen | 35,4 | 56,6 | 59,9% | 21,2 | 18,0 | 29,1 |
| Filialdienstleistungen | 18,7 | 19,9 | 6,2% | 1,2 | 9,7 | 10,0 |
| Interne Leistungsverrechnung | 93,7 | 94,5 | 0,9% | 0,8 | 47,1 | 47,1 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 147,8 | 171,1 | 15,7 % | 23,2 | 74,8 | 86,2 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 54,0 | 76,3 | 41,5% | 22,4 | 27,6 | 39,0 |
Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank steigerten sich im ersten Halbjahr 2023 um 41,3% von 54,2 Mio EUR auf 76,5 Mio EUR. Die Erträge aus Finanzdienstleistungen erhöhten sich von 35,4 Mio EUR auf 56,6 Mio EUR (+59,9%) in der aktuellen Berichtsperiode. Ausschlaggebend dafür ist das nunmehr verbesserte Zinsumfeld in Europa. Die Filialdienstleistungen stiegen im ersten Halbjahr 2023 um 6,2% auf 19,9 Mio EUR aufgrund höherer Umsätze im Bereich der Handelswaren.
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | % | Mio EUR | Q2 2022 | Q2 2023 |
| UMSATZERLÖSE | 1.211,8 | 1.284,8 | 6,0 % | 73,0 | 610,4 | 620,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 59,2 | 38,0 | –35,9% | –21,2 | 30,8 | 19,4 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen |
–349,4 | –374,7 | –7,2% | –25,2 | –173,8 | –177,1 |
| Aufwand für Finanzdienstleistungen | –6,4 | –5,8 | 8,4% | 0,5 | –3,2 | –3,9 |
| Personalaufwand | –571,8 | –579,2 | –1,3% | –7,4 | –283,9 | –279,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –165,1 | –177,9 | –7,8% | –12,8 | –83,2 | –86,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,1 | 0,8 | >100% | 0,8 | –0,1 | 0,8 |
| Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten |
1,1 | 3,1 | >100% | 1,9 | 1,1 | 0,7 |
| EBITDA | 179,4 | 189,0 | 5,3 % | 9,6 | 98,2 | 93,9 |
| Abschreibungen | –88,4 | –93,8 | –6,1% | –5,4 | –46,8 | –45,7 |
| EBIT | 91,0 | 95,2 | 4,6 % | 4,2 | 51,4 | 48,2 |
| Finanzergebnis | –13,5 | 5,7 | >100% | 19,2 | –14,6 | 9,1 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 77,5 | 100,9 | 30,2 % | 23,4 | 36,8 | 57,3 |
| Ertragsteuern | –22,7 | –22,3 | 1,8% | 0,4 | –12,5 | –10,6 |
| PERIODENERGEBNIS | 54,8 | 78,6 | 43,5 % | 23,8 | 24,3 | 46,6 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||||||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 56,3 | 76,5 | 36,0% | 20,2 | 25,4 | 45,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | –1,5 | 2,1 | >100% | 3,6 | –1,1 | 1,1 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) 1 | 0,83 | 1,13 | 36,0 % | 0,30 | 0,38 | 0,67 |
1Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (45,1%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (29,2%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (13,8%). Weiters entfielen 7,3% auf Abschreibungen und 0,5% auf Aufwendungen für Finanzdienstleistungen.
Der Personalaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf 579,2 Mio EUR, dies entspricht einem Anstieg von 1,3% bzw. 7,4 Mio EUR. Die Veränderung enthält kollektivvertragliche Gehaltsanpassungen im operativen Personalaufwand, dem eine hohe Kostendisziplin entgegensteht. Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den ersten sechs Monaten 2023 durchschnittlich 26.950 Mitarbeiter*innen (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 27.144 Mitarbeiter*innen tätig waren (–0,7%).
Die nicht-operativen Personalaufwendungen betreffen Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind. Im ersten Halbjahr 2023 sind im Gegensatz zur Vorjahresperiode keine signifikanten Belastungen angefallen.
Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 7,2% auf 374,7 Mio EUR. Erhöhend wirkten Treibstoff- und Energiekosten sowie auch Transporte durch externe Dienstleister.
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im ersten Halbjahr 2023 um 35,9% auf 38,0 Mio EUR. Diese Entwicklung ist auf den Wegfall von COVID-19 Rückvergütungen sowie einem positiven Bewertungseffekt der Optionsverbindlichkeit für die restlichen 20% der Anteile an Aras Kargo im Vorjahr zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 7,8% auf 177,9 Mio EUR. Steigerungen waren im Besonderen im Bereich der IT-Dienstleistungen und der Instandhaltung zu bemerken.
Das EBITDA lag im ersten Halbjahr 2023 mit 189,0 Mio EUR um 5,3% über dem Niveau des Vorjahres von 179,4 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge von 14,7%.
Die Abschreibungen lagen in den ersten sechs Monaten 2023 mit 93,8 Mio EUR um 6,1% bzw. 5,4 Mio EUR
Für die türkischen Tochtergesellschaften ist der Bilanzierungsstandard IAS 29 (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) anzuwenden. Dementsprechend wurden alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die nicht-monetären Posten anhand des allgemeinen Preisindexes angepasst (siehe Geschäftsbericht 2022, Konzernabschluss, Punkt 3.3). Der Gewinn bzw. Verlust aus der Nettoposition monetärer Posten ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als eigener Posten dargestellt. Im ersten Halbjahr 2023 betrug der Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten 3,1 Mio EUR.
Das EBIT erreichte 95,2 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 nach 91,0 Mio EUR im Vorjahr. Im Ergebnis des Vorjahres war ein positiver Sondereffekt iZm Aras Kargo
von 10,9 Mio EUR enthalten (v.a. Optionsbewertung Anteilserhöhung). Die EBIT-Marge im aktuellen ersten Halbjahr betrug 7,4%.
Das Finanzergebnis des Konzerns betrug 5,7 Mio EUR nach minus 13,5 Mio EUR im Vorjahr. Während im Finanzergebnis im zweiten Quartal des Vorjahres noch ein Bewertungseffekt aus Finanzparametern der Optionsverbindlichkeit für die restlichen 20% der Anteile an Aras Kargo von minus 12,3 Mio EUR enthalten waren, war im aktuellen zweiten Quartal ein positiver Effekt von 7,1 Mio EUR inkludiert. Somit ergab sich, nach Abzug der Ertragssteuern von 22,3 Mio EUR, ein Periodenergebnis für die ersten sechs Monate 2023 von 78,6 Mio EUR nach 54,8 Mio EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,13 EUR im Vergleich zu 0,83 EUR in der Vorjahresperiode (+36,0%).
| Veränderung | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | % | Mio EUR | Marge H1 20231 | Q2 2022 | Q2 2023 |
| EBIT | 91,0 | 95,2 | 4,6 % | 4,2 | 7,4 % | 51,4 | 48,2 |
| Brief & Werbepost | 82,9 | 77,6 | –6,3% | –5,2 | 12,9% | 41,8 | 36,7 |
| Paket & Logistik | 45,5 | 36,3 | –20,0% | –9,1 | 5,8% | 28,0 | 19,7 |
| Filiale & Bank | –20,4 | 1,1 | >100% | 21,5 | 0,7% | –9,7 | 0,3 |
| Corporate/Konsolidierung2 | –16,9 | –19,9 | –17,6% | –3,0 | – | –8,7 | –8,4 |
1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt
2 Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren
Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in den ersten sechs Monaten 2023 ein EBIT von 77,6 Mio EUR nach 82,9 Mio EUR im Vorjahr (–6,3%). Dieser Rückgang ist bedingt durch die stetigen Volumenrückgänge und den Kostensteigerungen in allen Bereichen, die nur teilweise durch die Tarifmaßnahmen kompensiert werden konnten.
Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 36,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 nach 45,5 Mio EUR in der Vorjahresperiode (–20,0%). In der Vorjahresperiode war ein positiver Sondereffekt iZm Aras Kargo in Höhe von 10,9 Mio EUR im Ergebnis enthalten (v.a. Optionsbewertung Anteilserhöhung). In der regionalen Betrachtung hat sich das operative Paketgeschäft in Österreich und in der Türkei verbessert, während es bei einigen Gesellschaften in Südost- und Osteuropa durch hohen Marktdruck zu reduzierten Ergebnissen gekommen ist. Auch der Wegfall von pandemiebedingten Sonderlogistikleistungen hatte negative Effekte auf das Divisionsergebnis.
Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von 1,1 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 nach minus 20,4 Mio EUR im Jahr zuvor und zeigte somit eine starke Ergebnisverbesserung von 21,5 Mio EUR. Wesentlich dazu beigetragen hat die positive Entwicklung im Finanzdienstleistungsgeschäft, basierend auf dem erhöhten Zinsertrag.
Das EBIT der Division Corporate (inklusive Konsolidierung und konzerninternes Umlageverfahren) veränderte sich vor allem durch höhere Energiekosten von minus 16,9 Mio EUR auf minus 19,9 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post-Arbeitsmarkts.
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 | Struktur 30.06.2023 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.495,1 | 1.472,7 | 27,6% |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) | 84,2 | 83,2 | 1,6% |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 7,2 | 28,9 | 0,5% |
| Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 545,9 | 538,8 | 10,1% |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 71,6 | 46,8 | 0,9% |
| davon Wertpapiere/Geldmarktveranlagungen | 65,3 | 40,4 | – |
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 3.125,1 | 3.101,2 | 58,2% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 54,8 | 55,2 | 1,0% |
| 5.383,9 | 5.326,7 | 100 % | |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 710,4 | 652,7 | 12,3% |
| Rückstellungen | 627,5 | 591,4 | 11,1% |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 580,1 | 640,8 | 12,0% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 500,3 | 498,7 | 9,4% |
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 2.965,6 | 2.943,2 | 55,3% |
| 5.383,9 | 5.326,7 | 100 % |
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post zum 30. Juni 2023 von 5,3 Mrd EUR hat sich seit dem Einbezug der bank99 in 2020 deutlich ausgeweitet. Aktivseitig zeigten sich in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023 liquide Mittel der bank99 in Höhe von 0,7 Mrd EUR sowie von der bank99 vergebene Kredite von 1,7 Mrd EUR und passivseitig sind in der Konzernbilanz 2,8 Mrd EUR Kund*inneneinlagen der bank99 enthalten.
Inklusive der bank99 ergibt sich folgendes Bilanzbild: Sachanlagen in der Höhe von 1.324,3 Mio EUR bildeten eine der größten Bilanzpositionen und inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von 404,4 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben, die per 30. Juni 2023 mit 148,4 Mio EUR ausgewiesen sind. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe
Cashflow
von 387,2 Mio EUR ausgewiesen, die kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 299,8 Mio EUR enthalten. Andere finanzielle Vermögenswerte lagen zum 30. Juni 2023 bei 46,8 Mio EUR. Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen betrugen per Ende des ersten Halbjahres 2023 3.101,2 Mio EUR und resultieren im Wesentlichen aus der Geschäftstätigkeit der bank99.
Die Österreichische Post hielt zum 30. Juni 2023 Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen, die in den anderen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind, im Wert von 40,4 Mio EUR (exklusive bank99). Die von der Österreichischen Post gehaltenen Wertpapiere sowie die Geldmarktveranlagungen besitzen ein Investment-Grade-Rating bzw. eine vergleichbare Bonität, weshalb von einer kurzfristigen Liquidierbarkeit dieser Vermögenswerte ausgegangen werden kann. Aus der Bilanz ist ersichtlich, dass die Österreichische Post zum 30. Juni 2023 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 55,2 Mio EUR verfügte. Der Finanzmittelbestand inklusive der Geldmarkt- und Wertpapierveranlagungen und exklusive Finanzmittelbestand der bank99 betrug zum 30. Juni 2023 95,6 Mio EUR. Der Finanzmittelbestand der bank99 betrug zum Stichtag 30. Juni 2023 748,3 Mio EUR. Inklusive bank99 betrug der Finanzmittelbestand zum 30. Juni 2023 844,0 Mio EUR.
Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen Post-Konzerns zum 30. Juni 2023 bei 652,7 Mio EUR (Eigenkapitalquote von 12,3%). Die proforma Eigenkapitalquote (bank99 nach der Equity-Methode berücksichtigt) betrug per Ende Juni 2023 28%. Weiters sind auf der Passivseite Rückstellungen in Höhe von 591,4 Mio EUR per Ende Juni 2023 ausgewiesen, wobei rund 70% Personalrückstellungen betreffen. So entfielen 159,2 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Weitere 174,4 Mio EUR betrafen gesetzlich und vertraglich verpflichtende Sozialkapitalrückstellungen (Abfertigungen und Jubiläumsgelder) sowie 84,7 Mio EUR sonstige Personalrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen betrugen 173,1 Mio EUR und enthielten Verpflichtungen für etwaige Ersatzleistungen im Zusammenhang mit gutgeschriebenen Rückforderungsansprüchen aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten. Andere finanzielle Verbindlichkeiten beliefen sich auf 640,8 Mio EUR und beinhalteten hauptsächlich Leasingverbindlichkeiten von 403,0 Mio EUR. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges von 498,7 Mio EUR sind kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 220,0 Mio EUR enthalten. Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 2.943,2 Mio EUR resultieren aus der Geschäftstätigkeit der bank99 (Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der Kund*innen der bank99).
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 161,9 | 156,7 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 45,0 | 11,4 |
| davon Core Banking Assets aus Finanzdienstleistungsgeschäft (CBA) | –89,2 | –128,5 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT EXKL. CBA | 134,3 | 139,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –99,2 | –34,4 |
| davon Maintenance CAPEX | –26,1 | –26,9 |
| davon Growth CAPEX | –32,5 | –20,7 |
| davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen | 2,3 | –14,3 |
| davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | –40,5 | 25,0 |
| davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit | –2,3 | 2,5 |
| Free Cashflow | –54,2 | –23,0 |
| OPERATIVER FREE CASHFLOW1 | 105,8 | 115,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –66,2 | –99,0 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –130,0 | –127,0 |
1 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets
Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Halbjahr 2023 156,7 Mio EUR nach 161,9 Mio EUR im ersten Halbjahr 2022 (–3,2%). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug in der Berichtsperiode 11,4 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von 45,0 Mio EUR. Hier sind als größte Effekte die Veränderungen der Core Banking Assets der bank99 in Höhe von minus 128,5 Mio EUR im ersten Halbjahr 2023 zu nennen, die im Wesentlichen aus einem Anstieg der Forderungen an Kund*innen (Kreditvergabe) sowie einem höheren Bestand an Finanzanlagen (Kauf von Staatsanleihen) bestehen. Die Core Banking Assets beinhalten die Veränderung der Bilanzposten Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen und Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen exklusive der Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken und fassen somit das Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 zusammen. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit exklusive Core Banking Assets belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf 139,9 Mio EUR nach 134,3 Mio EUR in der Vorjahresperiode (+4,2%).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten sechs Monaten 2023 auf minus 34,4 Mio EUR nach minus 99,2 Mio EUR im Halbjahr des Vorjahres.
Die Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free Cashflows, um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten und daraus die Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative Free Cashflow belief sich ohne Berücksichtigung der Veränderung der Core Banking Assets in der aktuellen Berichtsperiode auf 115,5 Mio EUR im Vergleich zu 105,8 Mio EUR im Jahr zuvor.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten 2023 minus 99,0 Mio EUR nach minus 66,2 Mio EUR im Vorjahr. Darin enthalten waren die Dividendenausschüttung in Höhe von 118,2 Mio EUR sowie eine Kreditaufnahme mit einer dreijährigen Laufzeit in Höhe von 75 Mio EUR.
Die Investitionen des Österreichischen Post-Konzerns beliefen sich im ersten Halbjahr 2023 in Summe auf 90,7 Mio EUR, davon entfielen 42,0 Mio EUR auf Nutzungsrechte (IFRS 16 Leasingverhältnisse) und 48,7 Mio EUR auf klassische Kerninvestitionen.
Nach Kategorien betrachtet verteilt sich die Investitionssumme wie folgt: 86,5 Mio EUR der Investitionen entfielen auf Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien und 4,3 Mio EUR auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte.
Der überwiegende Anteil der Investitionen wurde im Rahmen des Kapazitätserweiterungsprogramms zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich getätigt.
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften | H1 2022 | H1 2023 | Anteil H1 2023 |
|---|---|---|---|
| Brief & Werbepost | 885 | 858 | 3,2% |
| Paket & Logistik | 9.030 | 9.231 | 34,3% |
| Filiale & Bank | 2.077 | 2.038 | 7,6% |
| Corporate | 2.119 | 2.253 | 8,4% |
| OPERATIVE DIVISIONEN | 14.112 | 14.381 | 53,4 % |
| Logistiknetzwerk | 13.033 | 12.570 | 46,6% |
| KONZERN | 27.144 | 26.950 | 100 % |
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter*innen der Österreichischen Post lag im ersten Halbjahr 2023 bei 26.950 Vollzeitkräften. Der Rückgang des Personalstands gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres beträgt 194 Vollzeitkräfte. Die Mehrheit der Konzernmitarbeiter*innen ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 16.897 Vollzeitkräfte).
Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode, die für die Bilanzierung und Bewertung am Bilanzstichtag 30. Juni 2023 von Bedeutung sind, wurden im vorliegenden Zwischenbericht berücksichtigt.
Die Risikopolitik der Österreichischen Post ist auf Bestandssicherung und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts ausgerichtet und fügt sich in die Unternehmens- und Nachhaltigkeitsstrategie ein.
Daher ist die Österreichische Post bereit Risiken einzugehen, sofern das resultierende Chancen- und Risikenportfolio ein ausgewogenes Verhältnis aufweist und sie sich im Rahmen der rechtlichen Gegebenheiten und ethischen Grundwerte des Unternehmens bewegen. Die Ziele der Bestandssicherung und Ermöglichung einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dürfen nicht gefährdet werden.
Für Risiken, die unvermeidbar sind, werden Steuerungsmaßnahmen ergriffen, die der Bestandssicherung und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dienen.
Die Chancen und Risiken der Post leiten sich aus dem Risikoumfeld bzw. den Trends und Veränderungen ab, denen das Unternehmen ausgesetzt bzw. mit denen das Unternehmen konfrontiert ist. In folgenden Bereichen sehen wir bedeutende Chancen und Risiken:
Die Österreichische Post AG verfolgt seit über 10 Jahren Nachhaltigkeitsziele. Dies spiegelt sich in der integrierten Konzern- und Nachhaltigkeitsstrategie wider. ESG-Themen haben einen hohen Stellenwert, demgemäß begrüßt und unterstützt die Österreichische Post AG Klima- und Umweltschutzmaßnahmen. Um dem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen, hat die Österreichische Post in ihrem Risikomanagement-System den ESG-Chancen und -Risiken durch die Weiterentwicklung des Systems zu einem integrierten Risikomanagement-System besonders Rechnung getragen.
Für eine detaillierte Aufstellung der ESG-Chancen und -Risiken sowie Maßnahmen zur Ergreifung der Chancen bzw. Reduktion der Risiken wird auf den Nachhaltigkeitsbericht 2022 verwiesen.
Die Post erweitert im Briefbereich laufend das Leistungsangebot durch diverse Zusatzleistungen im physischen und elektronischen Bereich und adaptiert das Produktportfolio im Segment Brief & Werbepost gemäß den Anforderungen der Kund*innen. Solche Anpassungen im Produkt- und Leistungsportfolio werden durch Tarifmaßnahmen ergänzt.
Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen, insbesondere zur elektronischen Zustellung, wird sich dennoch weiterhin fortsetzen. Diese Entwicklung, die vom Gesetzgeber gefördert wird, kann zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.
Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass infolge von Änderungen der gesetzlichen Zustellvorschriften für behördliche Sendungen in Österreich ein Teil dieser Sendungen nicht mehr über die Österreichische Post zugestellt wird. Eine zusätzliche Beschleunigung der Substitution von Briefsendungen durch elektronische Medien ist durch das Inkrafttreten des E-Government-Gesetzes sowie durch weitere Digitalisierungsmaßnahmen des Bundes zu erwarten.
Das Geschäft mit Werbesendungen wird von der konjunkturellen Entwicklung und der Kaufkraft der Konsument*innen beeinflusst und hängt stark von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Gerade der stationäre Handel – als wichtigste Werbepost-Kund*innengruppe – ist weiterhin mit folgenden strukturellen Trends konfrontiert: Einerseits ist eine zunehmende Marktkonzentration spürbar und andererseits leidet der stationäre Handel unter dem Wachstum des E-Commerce-Marktes. Infolgedessen kann es zu einer Reduktion bei Werbemitteln und -mengen und damit auch zu einer Beeinträchtigung des Ergebnisses kommen. Steigende Papierpreise könnten ebenfalls ein negativer Impulsgeber sein. Darüber hinaus kann digitale Werbung oder Verunsicherung rund um die Datenschutz-Grundverordnung zur Reduktion physischer Sendungen führen.
Der E-Commerce zeigt weiterhin Wachstumspotenzial, wenn auch in einem moderateren Ausmaß als während der Pandemie. Dies eröffnet Raum für Chancen hinsichtlich Mengen- und Preisentwicklung. Beim E-Commerce punktet die Post durch neue, schnelle und schlanke Lösungen für Online-Bestellungen. Die Österreichische Post hat klare Wettbewerbsvorteile hinsichtlich Qualität und Kostenstruktur. Dennoch bleibt der Wettbewerb intensiv. Dadurch kann es zu Marktanteilsverschiebungen bzw. zu Preis- und Mengenrisken kommen. Zudem ist das Paketwachstum von großen Online-Versender*innen getrieben, die weiterhin überproportional zum Markt wachsen. Durch die bereits etablierte Eigenzustellung eines Großkunden und damit verbundenen möglichen weiteren Steigerungen der Eigenleistung dieses Großkunden kann es zu spürbaren Mengenverlusten und damit einhergehenden Umsatz- und Ergebniseffekten kommen. Die schwankenden Treibstoffkosten haben ebenfalls Einfluss auf die Preisentwicklung.
Das Geschäftsmodell der Österreichischen Post ist von einer hohen Personalkostentangente geprägt. Die aktuelle wirtschaftliche Lage, die damit verbundene Inflation sowie die angespannte Arbeitsmarktsituation bergen weiterhin das Risiko von steigenden Personalkosten. Weiters steht ein Teil der Mitarbeiter*innen des Österreichischen Post-Konzerns in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis und unterliegt den Bestimmungen des Beamtendienstrechts, dessen Änderung zusätzliche Belastungen ergeben könnten. Dem gegenüber besteht die Chance positiver Ergebniseffekte durch den verstärkten Abbau von Rückstellungen aufgrund der Altersstruktur sowie der Personaloptimierungsmaßnahmen.
Die Verschiebungen der Sendungsmengen von Brief zu Paket bewirken Anpassungen im Logistikprozess. Es besteht die Chance, dass hierbei Produktivitätssteigerungen erzielt werden können. Dieser Chance steht das Risiko gegenüber, dass sich die forcierten Effizienz- bzw. Produktivitätssteigerungen verzögern könnten. Darüber hinaus wird in der Paketzustellung neben Eigenzustellung auch mit Frachtunternehmen zusammengearbeitet. Aufgrund der Zunahme der Paketmengen und der damit verbundenen steigenden Nachfrage nach Frachtdienstleistungen sowie der angestiegenen Treibstoffkosten besteht das Risiko von Kostenerhöhungen. Diesem neuen Umfeld trägt die Post in ihrer Planung Rechnung, sodass ein geringerer Anstieg der Kosten als Chance zu bewerten ist.
Aras Kargo (Türkei) Die Österreichische Post ist zu 80% am türkischen Paketdienstleister Aras Kargo a.s. beteiligt. Im aktuellen Umfeld besteht das Risiko, dass sich volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen zum Nachteil der Post entwickeln könnten. Als wesentliche volkswirtschaftliche Größen wären hier der Wechselkurs sowie die zuletzt weiter verstärkte Inflationsentwicklung zu nennen. Während sich der Wechselkurs durch die Umrechnung im Post-Ergebnis bemerkbar macht, können Inflationsentwicklungen die Kaufkraft und somit das Geschäft beeinflussen. Ein weiteres Risiko besteht in der Entwicklung der Personalkosten. Wie auch das Kerngeschäft in Österreich ist das Geschäft der Aras Kargo personalintensiv. Eine nachteilige Entwicklung der Personalkosten könnte sich daher negativ im Ergebnis auswirken. Es besteht zudem
das Risiko, dass sich der Trend eines verstärkten Wettbewerbs und einer forcierten Eigenzustellung durch große Versandhändler*innen fortsetzt.
bank99 (Österreich) Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der bank99 ist hinkünftig vor allem von der Entwicklung des Zinsumfelds abhängig. Die zuletzt beobachtete Anhebung des Leitzinssatzes stellt eine Chance für das Geschäft der bank99 dar. Eine nachteilige Entwicklung des Zinsumfelds oder ein intensiver Wettbewerb lokaler Banken könnte sich hingegen negativ auf die Ertragslage auswirken. Diese Chancen- und Risikoaspekte könnten dazu führen, dass das Ergebnis der bank99 von den Erwartungen der Post abweicht. Die weiterhin bestehenden globalen Unsicherheiten könnten sich auf die Finanzbranche auswirken und so zu dem Risiko führen, dass bei Abwicklung eines Mitglieds der Einlagensicherung Austria (ESA) die bank99 einen Anteil zu leisten hat. Die Post hat zur Absicherung der Kapitalisierung der bank99 eine Patronatserklärung abgegeben. Es besteht das Risiko, dass die Post im Krisenfall eine Nachkapitalisierung leisten muss.
Eine detaillierte Darstellung von mit den Finanzinstrumenten verbundenen Risiken und Risikomanagement findet sich im Geschäftsbericht 2022, Konzernabschluss, Punkt 29.2.
Der österreichische Post-Konzern operiert mit vielen Produkten und Dienstleistungen in einem höchstkomplexen rechtlichen bzw. regulatorischen Umfeld, welches geprägt ist von z. B. dem Postmarktgesetz, Datenschutzbestimmungen, steuerlichen Vorschriften, Kapitalmarktund Wettbewerbsrecht.
Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass trotz größtmöglicher Sorgfalt seitens der Österreichischen Post sonstige Behörden, z. B. Finanzämter, Aufsichtsbehörden oder Gerichte eine abweichende Rechtsansicht vertreten und dies zu Nachzahlungen, Strafen oder Schadenersatzleistungen führen könnte.
Der Österreichische Post-Konzern ist in hohem Maß auf die Verwendung von komplexen technischen Systemen angewiesen und setzt bei der Erbringung seiner Dienstleistungen maßgeblich auf den Einsatz von Datenverarbeitungssystemen, modernen Kommunikationsmedien und anderen technischen Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund hat der Österreichische Post-Konzern in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen vorgenommen, um sein Verteil- und Zustellnetz zu modernisieren. Die Leistungserbringung des Unternehmens hängt dabei von der Funktionsfähigkeit wichtiger Standorte ab. Sollten technische Systeme vorübergehend oder dauerhaft ausfallen oder sollte es zu unberechtigten Datenzugriffen und Datenmanipulationen beispielsweise durch Cyberkriminalität kommen, könnte dies zu Störungen des Geschäftsablaufs und damit einhergehenden Umsatzverlusten sowie zum Verlust von Reputation und Kund*innen führen und zusätzliche Kosten verursachen.
Es besteht das Risiko, dass das geopolitische und makroökonomische Umfeld bestehende Trends weiter verschärft. Das bedeutet, dass sich die derzeit verfestigte Inflation direkt sowie indirekt über ein verändertes Konsumverhalten die Risikosituation negativ beeinflussen können.
Trotz der zuletzt beobachteten Entspannung am Energiemarkt, kann, vor allem mit Blick auf das nächste Jahr bzw. den nächsten Winter, ein Engpass am Energiemarkt nicht ausgeschlossen werden, was ein zusätzliches Risiko darstellen würde. In diesem Fall wäre der Österreichische Post Konzern indirekt betroffen, da Engpässe bei Kund*innen zu Produktions- und wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen könnte.
Die vorstehend beschriebenen Risiken und Chancen des Unternehmens werden stetig beobachtet und entsprechende Maßnahmen gesetzt bzw. Initiativen ergriffen. Gesamthaft betrachtet ist zu erwarten, dass sich die durch das makroökonomische und geopolitische Umfeld ausgelöste Instabilität erhöht, dies gilt sowohl im positiven wie im negativen Sinne. Ein Blick auf die bedeutenden Chancen und Risiken des Unternehmens zeigt, dass es zwar Änderungen bzw. Verschiebungen bei den Themen gibt, mit denen die Post konfrontiert ist, die Stabilität bei den Chancen und Risiken aber überwiegt. Dementsprechend ist aus heutiger Sicht der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.
Im ersten Halbjahr 2023 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2022 der Österreichischen Post erläutert (siehe Geschäftsbericht 2022, Konzernabschluss, Punkt 30.2).
Das makroökonomische Umfeld in Europa ist weiterhin geprägt von der hohen Inflation und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Kaufkraft der Konsument*innen und die Investitionsfreudigkeit der Unternehmen. Eine kollektivvertragliche Anpassung von Löhnen und Gehältern erfolgt bei der Österreichischen Post jährlich, im Kerngeschäft in Österreich regelmäßig mit 1. Juli. Die Österreichische Post ist daher gefordert, das Produktportfolio stetig zu adaptieren und dabei die Veränderungen der Energie- und Personalaufwendungen zu berücksichtigen.
Für das Geschäftsjahr 2023 wird – nach einem Konzernumsatz von 2,5 Mrd EUR im Vorjahr – mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich gerechnet.
Die Division Brief & Werbepost ist mit einer strukturellen rückläufigen Mengenentwicklung bei klassischen Briefen ebenso konfrontiert, wie mit einem reduzierten Werbe- und Medienpostvolumen. Hier zeigt sich die schwächere konjunkturelle Lage bei vielen Kund*innen aber auch der Kostendruck erhöhter Energie- und Papierpreise. Die Österreichische Post wird mit 1. September 2023 ein adaptiertes Produkt- und Preisportfolio anwenden. Nicht nur Geschäfts- sondern auch Privatkund*innen können dann zwischen dem günstigeren Economy-Brief mit einer Laufzeit von zwei bis drei Werktagen und dem schnelleren Priority-Brief mit einer Zustellung am nächsten Werktag wählen. Somit werden Wahlfreiheit und eine verlässliche Zustellqualität sichergestellt. In Summe wird in der Division Brief & Werbepost für 2023 mit einem leicht rückläufigen Umsatz gerechnet.
In der Division Paket & Logistik ist im Geschäftsjahr 2023 weiterhin von Wachstum auszugehen. Obwohl sich die konjunkturelle Lage und das Konsumverhalten in den Märkten der Österreichischen Post herausfordernd darstellt, wird ein Umsatzanstieg im oberen einstelligen Bereich angepeilt. Die Entwicklung ist jedoch von Unsicherheit geprägt. Speziell der Beitrag der türkischen Tochtergesellschaft war bereits im zweiten Quartal und ist auch weiterhin stark von der Wechselkursentwicklung der türkischen Lira abhängig.
Eine positive Entwicklung wird auch für die Division Filiale & Bank prognostiziert. Der Umsatz sollte vor dem Hintergrund eines verbessertes Zinsumfeldes im Jahr 2023 deutlich steigen. Die Intention des Unternehmens bleibt weiter aufrecht, das Finanzdienstleistungsgeschäft weiter auszubauen, die IT-Integration voranzutreiben und den Break-even der bank99 im Jahr 2024 zu realisieren.
Als herausfordernde Rahmenbedingungen für 2023 erweisen sich die hohe Inflation in den Kernmärkten mit dem damit verbundenen stetigen Kostenauftrieb. Steigerungen der Energie-, Transport- und Personalkosten gilt es durch Effizienzmaßnahmen zu begegnen bzw. in der Produkt- und Preisgestaltung so gut wie möglich zu berücksichtigen. Am österreichischen Markt etwa werden Personalkostensteigerungen in der zweiten Jahreshälfte 2023 wirksam. Das angepeilte Ziel der Österreichischen Post für 2023 ist es aber weiterhin, ein Ergebnis (EBIT) am Niveau des Vorjahres zu erreichen.
Das massive Investitionsprogramm mit einer nahezu Verdreifachung der Sortierleistung in der Paketlogistik in Österreich geht mit der Erweiterung des Logistikzentrums Wien in die finale Phase. Darüber hinaus wird der Ausbau der E-Mobilität weiter vorangetrieben, mit dem Ziel, 2030 eine 100 Prozent CO2-freie Zustellung in Österreich zu schaffen. Im Jahr 2023 sind daher Instandhaltungsmaßnahmen (Maintenance CAPEX) in Österreich und den internationalen Tochtergesellschaften in der Größenordnung von ca. 100 Mio EUR zu erwarten. Darüber hinaus sind Wachstumsinvestitionen von 60 Mio EUR bis 80 Mio EUR in Österreich (Growth CAPEX) vorgesehen. Positive Effekte aus Devestitionen von nicht mehr betriebsnotwendigen Immobilien sind möglich.
Wien, am 2. August 2023
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | Q2 2022 | Q2 2023 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.211,8 | 1.284,8 | 610,4 | 620,2 |
| davon Erträge aus Finanzdienstleistungen | 35,2 | 56,4 | 17,9 | 29,0 |
| davon Erträge aus Effektivverzinsung | 13,9 | 32,1 | 7,0 | 17,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 59,2 | 38,0 | 30,8 | 19,4 |
| GESAMTE BETRIEBLICHE ERTRÄGE | 1.271,0 | 1.322,8 | 641,2 | 639,5 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –349,4 | –374,7 | –173,8 | –177,1 |
| Aufwand für Finanzdienstleistungen | –6,4 | –5,8 | –3,2 | –3,9 |
| Personalaufwand | –571,8 | –579,2 | –283,9 | –279,4 |
| Abschreibungen | –88,4 | –93,8 | –46,8 | –45,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –165,1 | –177,9 | –83,2 | –86,6 |
| davon Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 | –2,9 | –3,6 | –0,9 | –2,0 |
| GESAMTE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN | –1.181,2 | –1.231,5 | –590,9 | –592,7 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,1 | 0,8 | –0,1 | 0,8 |
| Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten | 1,1 | 3,1 | 1,1 | 0,7 |
| ERGEBNIS VOR FINANZERGEBNIS UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) | 91,0 | 95,2 | 51,4 | 48,2 |
| Finanzerträge | 8,5 | 17,8 | 3,0 | 14,5 |
| Finanzaufwendungen | –22,0 | –12,2 | –17,6 | –5,5 |
| FINANZERGEBNIS | –13,5 | 5,7 | –14,6 | 9,1 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 77,5 | 100,9 | 36,8 | 57,3 |
| Ertragsteuern | –22,7 | –22,3 | –12,5 | –10,6 |
| PERIODENERGEBNIS | 54,8 | 78,6 | 24,3 | 46,6 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||||
| Aktionär*innen des Mutterunternehmens | 56,3 | 76,5 | 25,4 | 45,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | –1,5 | 2,1 | –1,1 | 1,1 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) | ||||
| UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE | 0,83 | 1,13 | 0,38 | 0,67 |
| VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE | 0,83 | 1,13 | 0,38 | 0,67 |
| für das erste Halbjahr 2023 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 | Q2 2022 | Q2 2023 |
| PERIODENERGEBNIS | 54,8 | 78,6 | 24,3 | 46,6 |
| POSTEN, DIE NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN: |
||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen und Hochinflationsanpassung – ausländische Geschäftsbetriebe |
17,8 | –8,3 | 21,9 | –14,0 |
| SUMME DER POSTEN, DIE UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN | 17,8 | –8,2 | 21,9 | –14,0 |
| POSTEN, DIE NICHT NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN: |
||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen | 16,7 | –9,3 | 18,7 | 1,3 |
| Steuereffekt auf Neubewertung | –4,8 | 1,9 | –4,4 | –0,3 |
| SUMME DER POSTEN, DIE NICHT UMGEGLIEDERT WERDEN | 11,9 | –7,4 | 14,3 | 1,1 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | 29,7 | –15,7 | 36,2 | –12,9 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 84,5 | 63,0 | 60,5 | 33,7 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||||
| Aktionär*innen des Mutterunternehmens | 83,0 | 63,9 | 57,8 | 35,0 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1,5 | –0,9 | 2,8 | –1,3 |
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 59,8 | 59,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 101,7 | 88,8 |
| Sachanlagen | 1.333,6 | 1.324,3 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 84,2 | 83,2 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 7,2 | 28,9 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 6,2 | 6,4 |
| Sonstige Forderungen | 11,1 | 10,7 |
| Latente Steueransprüche | 26,5 | 23,8 |
| 1.630,2 | 1.625,7 | |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken | 875,8 | 748,3 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,3 | 30,5 |
| Forderungen an Kund*innen | 1.596,1 | 1.669,3 |
| Finanzanlagen | 553,4 | 599,0 |
| Sonstige | 69,6 | 54,0 |
| 3.125,1 | 3.101,2 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 65,3 | 40,4 |
| Vorräte | 21,2 | 22,3 |
| Vertragsvermögenswerte | 3,6 | 0,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 378,9 | 376,5 |
| Steuererstattungsansprüche | 104,7 | 104,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 54,8 | 55,2 |
| 628,5 | 599,9 | |
| 5.383,9 | 5.326,7 |
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| EIGENKAPITAL | ||
| Grundkapital | 337,8 | 337,8 |
| Kapitalrücklagen | 91,0 | 91,0 |
| Gewinnrücklagen | 275,7 | 234,0 |
| Andere Rücklagen | –24,8 | –37,4 |
| EIGENKAPITAL DER AKTIONÄR*INNEN DES MUTTERUNTERNEHMENS | 679,7 | 625,4 |
| NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE | 30,7 | 27,3 |
| 710,4 | 652,7 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Rückstellungen | 329,9 | 308,3 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 488,2 | 562,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 60,4 | 58,9 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 2,2 | 1,4 |
| Latente Steuerschulden | 0,3 | 0,3 |
| 881,1 | 931,0 | |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 99,6 | 90,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 2.847,6 | 2.841,7 |
| Sonstige | 18,4 | 10,7 |
| 2.965,6 | 2.943,2 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Rückstellungen | 297,6 | 283,1 |
| Steuerschulden | 2,8 | 1,8 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 91,9 | 78,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 404,5 | 406,8 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 30,1 | 29,6 |
| 826,8 | 799,9 | |
| 5.383,9 | 5.326,7 |
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 |
|---|---|---|
| GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 77,5 | 100,9 |
| Abschreibungen | 88,4 | 93,8 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –0,1 | –0,8 |
| Rückstellungen unbar | –15,4 | 9,9 |
| Nettoposition der monetären Posten – unbar | 7,9 | 1,7 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 3,6 | –48,8 |
| CASHFLOW AUS DEM ERGEBNIS | 161,9 | 156,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 17,7 | –11,5 |
| Vorräte | –2,6 | –1,2 |
| Vertragsvermögenswerte | 1,7 | 2,7 |
| Rückstellungen | –30,4 | –36,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 10,5 | 17,7 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 0,8 | –1,3 |
| Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | –89,2 | –128,5 |
| Erhaltene Zinsen aus Finanzdienstleistungen | 13,6 | 33,4 |
| Gezahlte Zinsen aus Finanzdienstleistungen | –3,3 | –1,4 |
| Gezahlte Steuern | –35,6 | –18,9 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 45,0 | 11,4 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | –8,0 | –4,5 |
|---|---|---|
| Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | –58,7 | –47,6 |
| Verkauf von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 3,6 | 4,5 |
| Erwerb von Tochterunternehmen/nicht beherrschenden Anteilen/Geschäftseinheiten | –0,3 | –0,7 |
| Verkauf von Tochterunternehmen | 0,0 | –0,8 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,0 | –12,9 |
| Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 1,8 | 0,0 |
| Einzahlungen aus der Absicherung von Fremdwährungstransaktionen | 0,8 | 0,0 |
| Erwerb von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | –70,2 | –50,0 |
| Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | 29,6 | 75,0 |
| Gewährte Darlehen | 0,4 | 0,0 |
| Erhaltene Zinsen und Wertpapiererträge | 1,7 | 2,5 |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | –99,2 | –34,4 |
| FREE CASHFLOW | –54,2 | –23,0 |
| für das erste Halbjahr 2023 | ||
|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 |
| FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | ||
| Aufnahme von langfristigen Finanzierungen | 150,0 | 75,0 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | –28,7 | –31,7 |
| Veränderung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | –53,9 | –17,6 |
| Ausschüttungen | –132,1 | –120,6 |
| Gezahlte Zinsen | –2,9 | –4,2 |
| Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen | 1,4 | 0,0 |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | –66,2 | –99,0 |
| Währungsdifferenzen im Finanzmittelbestand | –1,9 | –2,6 |
| Kaufkraftverlust auf den Finanzmittelbestand | –7,6 | –2,4 |
| VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDS | –130,0 | –127,0 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner | 1.304,1 | 930,6 |
| FINANZMITTELBESTAND AM 30. JUNI | 1.174,1 | 803,6 |
| Mio EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
IAS 19 Rücklage |
FVOCI Rücklage |
Währungs um rechnungs rücklage |
Eigen kapital der Aktionär* innen des Mutter unter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND AM 1. JÄNNER 2022 | 337,8 | 91,0 | 278,2 | –32,6 | 0,9 | –31,0 | 644,3 | 27,9 | 672,2 |
| Anpassung Erstanwendung Hochinflation |
0,0 | 0,0 | –0,2 | 0,2 | 0,0 | 13,8 | 13,8 | 3,4 | 17,2 |
| ANGEPASSTER STAND AM 1. JÄNNER 2022 |
337,8 | 91,0 | 278,0 | –32,4 | 0,9 | –17,2 | 658,1 | 31,4 | 689,5 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 56,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 56,3 | –1,5 | 54,8 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 12,6 | 0,0 | 14,1 | 26,8 | 2,9 | 29,7 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 0,0 | 0,0 | 56,3 | 12,6 | 0,0 | 14,1 | 83,0 | 1,5 | 84,5 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –128,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –128,4 | –6,2 | –134,5 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen |
0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | –0,5 | –0,1 |
| Einzahlungen an Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,4 | 1,4 |
| TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMER*INNEN |
0,0 | 0,0 | –128,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –128,0 | –5,3 | –133,3 |
| STAND AM 30. JUNI 2022 | 337,8 | 91,0 | 206,3 | –19,8 | 0,9 | –3,1 | 613,1 | 27,5 | 640,7 |
| Mio EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
IAS 19 Rücklage |
FVOCI Rücklage |
Währungs um rechnungs rücklage |
Eigen kapital der Aktionär* innen des Mutter unter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| STAND AM 1. JÄNNER 2023 | 337,8 | 91,0 | 275,7 | –23,0 | 1,5 | –3,3 | 679,7 | 30,7 | 710,4 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 76,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 76,5 | 2,1 | 78,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –6,0 | 0,0 | –6,6 | –12,6 | –3,1 | –15,7 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 0,0 | 0,0 | 76,5 | –6,0 | 0,0 | –6,6 | 63,9 | –0,9 | 63,0 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –118,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –118,2 | –2,3 | –120,6 |
| TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMER*INNEN |
0,0 | 0,0 | –118,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –118,2 | –2,3 | –120,6 |
| Erwerb von Tochterunternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,1 |
| ANDERE VERÄNDERUNGEN | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,1 |
| STAND AM 30. JUNI 2023 | 337,8 | 91,0 | 234,0 | –29,0 | 1,5 | –9,9 | 625,4 | 27,3 | 652,7 |
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichische Post AG zum 30. Juni 2023 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2023 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 Zwischenberichterstattung aufgestellt. Es sind daher nicht alle Angaben, die üblicherweise in einem Abschluss für ein volles Geschäftsjahr enthalten sind, angeführt. Entsprechend ist der vorliegende Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 zu lesen. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 zugrunde liegen, mit Ausnahme der im Folgenden beschriebenen neuen und geänderten erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards oder Bilanzierungsregeln.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch eine*n Abschlussprüfer*in unterzogen.
Im ersten Halbjahr 2023 wurden folgende neue und geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:
| Verpflichtend angewandte neue Standards | ||
|---|---|---|
| IFRS 17 | Versicherungsverträge (inklusive Änderungen des IFRS 17) | 01.01.2023 |
| IFRS 17 | Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen | 01.01.2023 |
| IAS 1/IFRS-Leitlinien dokument 2 |
Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 01.01.2023 |
|---|---|---|
| IAS 8 | Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen | 01.01.2023 |
| Ertragsteuern – Latente Steuern in Bezug auf Vermögenswerte und Schulden aus einer einzelnen | ||
| IAS 12 | Transaktion | 01.01.2023 |
| IAS 12 | Ertragsteuern – Globale Mindestbesteuerung – Pillar II | 01.01.2023 |
Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.
Da keine Versicherungsverträge gehalten werden, findet IFRS 17 auf den Österreichischen Post-Konzern keine Anwendung. Die neuen Standards haben daher keine Relevanz für den Konzernzwischenabschluss.
Im Zusammenhang mit den Änderungen an IAS 1 und dem IFRS-Leitliniendokument 2 werden die Angaben über Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Jahresende überprüft. Es sind jedoch keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten. Zum Konzernzwischenabschluss bestehen daraus keine Auswirkungen.
Die durch die Änderung an IAS 12 eingeschränkte Ausnahmeregelung zum erstmaligen Ansatz von latenten Steuern wird bereits seit Einführung des IFRS 16 Leasingverhältnisse zum 1. Jänner 2019 entsprechend berücksichtigt und angewandt. Aus der Anwendung des geänderten Standards ergeben sich daher keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
Auch die übrigen geänderten Standards haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
Im Zuge der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS ist es erforderlich, in einem bestimmten Umfang Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen. Eine ausführliche Darstellung der wesentlichen zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen des Österreichischen Post-Konzerns erfolgt im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022.
Da der Konzern auch im ersten Halbjahr 2023 externen Ereignissen und makroökonomischen Entwicklungen ausgesetzt ist, werden im Folgenden Aktualisierungen einzelner Beurteilungen bzw. Schätzungen angeführt.
Klimabezogene Aspekte Im Zusammenhang mit klimabezogenen Aspekten gab es keine wesentlichen Änderungen innerhalb des ersten Halbjahres 2023. Es sind daher keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 identifiziert worden.
Makroökonomisches/Geopolitisches Umfeld Die aktuellen Entwicklungen des makroökonomischen sowie geopolitischen Umfelds werden laufend überwacht und potenzielle Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss überprüft. Während sich aus dem anhaltenden Krieg in der Ukraine keine direkten Auswirkungen auf den Österreichischen Post-Konzern ergeben, wurden potenzielle Auswirkungen insbesondere aus dem erhöhten Zins- und Inflationsniveau untersucht.
So wurde im ersten Halbjahr 2023 das Vorliegen eines möglichen Anhaltspunktes für eine Wertminderung nach IAS 36 überprüft und im Rahmen dessen die gestiegenen Inflationsund Zinsraten in den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC) berücksichtigt. Zum 30. Juni 2023 ergab sich daraus kein Anhaltspunkt und folglich kein Bedarf für eine Wertminderung. Ebenso sind weiterhin keine wesentlichen Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien identifiziert worden.
Im Bereich der Forderungen an Kund*innen aus Finanzdienstleistungen konnten trotz des instabilen Umfelds keine negativen Auswirkungen auf die wesentlichen Risikoparameter Ausfallswahrscheinlichkeit (Probability of Default, PD) und Verlustquote (Loss Given Default,
LGD) identifiziert werden. Da die Verwerfungen in den makroökonomischen Kennzahlen weiterhin andauern und etwaige Auswirkungen noch nicht modellierbar bzw. mit großen Unsicherheiten behaftet sind, wurde die im Geschäftsjahr 2022 erfolgte Anpassung der Modellergebnisse unverändert weitergeführt. Damit sind die erwarteten Unsicherheiten insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung der Arbeitslosenquote und der Inflation weiterhin abgedeckt. Die Auswirkungen daraus waren von untergeordneter Bedeutung.
Hinsichtlich des anhaltenden hohen Inflationsniveaus in der Türkei wird der Abschluss der türkischen Tochterunternehmen unverändert unter Anwendung von IAS 29 Rechnungslegung in Hochinflationsländern einbezogen. Zudem führte das erhöhte Zinsniveau in der Türkei zu einer Erhöhung des gewichteten Rechnungszinssatzes bei Rückstellungen für Abfertigungen (siehe Punkt 8 Rückstellungen). Die Auswirkungen daraus waren von untergeordneter Bedeutung.
Auch in den anderen Bereichen gab es keine wesentlichen Änderungen im ersten Halbjahr, wodurch keine wesentlichen Auswirkungen aus dem makroökonomischen und geopolitischen Umfeld auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 identifiziert werden konnten. Nennenswerte Auswirkungen oder Restriktionen im Zusammenhang mit COVID-19 werden nicht mehr erwartet.
Im ersten Halbjahr 2023 haben folgende Konsolidierungskreisänderungen und Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen stattgefunden:
| Anteil am Kapital | ||||
|---|---|---|---|---|
| Name der Gesellschaft | von | auf | Transaktions zeitpunkt |
Erläuterung |
| PAKET & LOGISTIK | ||||
| Starex Global Yurtici ve Yurtdisi Tasimacilik a.s., Istanbul1) | 0,00% | 60,00% | 07.04.2023 | Akquisition |
| Star Express Azerbaijan L.L.C., Baku1) | 0,00% | 60,00% | 07.04.2023 | Akquisition |
| Weber Escal d.o.o., Hrvatski Leskovac | 100,00% | 0,00% | 26.05.2023 | Verkauf |
| CORPORATE | ||||
| Agile Actors GmbH, Wien | 0,00% | 100,00% | 10.02.2023 | Gründung |
| Agile Actors Hellas Single Member S.A., Chalandri | 0,00% | 80,00% | 22.02.2023 | Akquisition |
1 Aras Kargo, Istanbul, welche sich zu 80 % im Eigentum des Österreichischen Post-Konzerns befindet, hält 75 % an Starex Global, Istanbul. Starex Global, Istanbul hält 100 % an Star Express Azerbaijan, Baku.
Mit Closing am 7. April 2023 hat die Aras Kargo a.s. 75% an der Starex Global a.s. im Wege einer Kapitalerhöhung übernommen und damit Beherrschung erlangt. Starex Global a.s. wurde 100% Eigentümerin an der Star Express Azerbaijan L.L.C. Beide Gesellschaften werden seit dem Closing im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Österreichische Post AG einbezogen.
Aras Kargo a.s. folgt mit dieser Akquisition ihren E-Commerce Kunden aus dem Kerngeschäft in der Türkei, die ihre Güter nun auch nach Aserbaidschan verkaufen. Starex Global a.s. und Star Express Azerbaijan L.L.C. decken angefangen bei der Verzollung in der Türkei bis hin zur Zustellung in Aserbaidschan die gesamte Wertschöpfungskette ab.
Für beide Gesellschaften in Summe betrugen die identifizierbaren Vermögenswerte 1,1 Mio EUR und die übernommenen Schulden 0,9 Mio EUR im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung. Bei den erfassten Vermögenswerten und Schulden handelt es sich um vorläufige
Beträge. Die übertragene Gegenleistung für die Kapitalerhöhung an der Starex Global a.s. belief sich auf 1,1 Mio EUR. Der Zahlungsmittelabfluss für den Erwerb der Star Express Azerbaijan L.L.C. betrug 0,9 Mio EUR zum Closing. Aus dem Erwerb ergaben sich für beide Gesellschaften insgesamt Firmenwerte von 0,8 Mio EUR, die aus dem mit den Gesellschaften verbundenen Ertragserwartungen im Zusammenhang mit dem Paket-Geschäft in Aserbaidschan resultieren.
Aras Kargo a.s. hält zudem Call Optionen, ausübbar nach acht beziehungsweise zehn Jahren nach dem Closing über die restlichen 25% an der Gesellschaft. Der Ausübungspreis ist abhängig vom Ergebnis der Gesellschaft, das jeweils im Jahr vor der möglichen Ausübung erzielt wird (EBIT Multiple).
Die Auswirkungen dieser Transaktion auf den Konzernumsatz und das Konzern-Periodenergebnis sind von untergeordneter Bedeutung.
Mit Verkauf von 100% der Anteile an der Weber Escal d.o.o. mit Stichtag 26. Mai 2023 wurde die Beherrschung über das Tochterunternehmen beendet. Aus dem Verlust der Beherrschung ergab sich ein Verlust von 0,5 Mio EUR, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Zudem wurde im ersten Quartal 2023 aufgrund des Wegfalls zweier wesentlicher Kund*innen ein Impairment in Höhe von 1,7 Mio EUR für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE) Weber Escal erfasst, welcher unter den Abschreibungen ausgewiesen wird.
Der Abgang der Gesellschaft hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Österreichische Post AG hat über die neu gegründete Holding Agile Actors GmbH am 22. Februar 2023 80% der Anteile an dem griechischen IT-Dienstleister Agile Actors Single Member S.A. erworben. 20% der Anteile verbleiben beim Alteigentümer, der Agile Actors Endeavours S.A.
Agile Actors Single Member S.A. erbringt mit über 260 IT-Expert*innen für ihre Kund*innen hochwertige Softwareentwicklungsservices. Die Gesellschaft wird auch in den kommenden Jahren ihr Wachstum unabhängig fortsetzen, um die steigenden Bedürfnissen des Österreichischen Post-Konzerns und des Drittmarkts abdecken zu können. Der Österreichische Post-Konzern erwartet sich durch die Akquisition eine Abfederung des sich zunehmend schwierig gestalteten Zugangs zu Expert*innen am lokalen Arbeitsmarkt und zu kostengünstigeren Ressourcen als bei lokalen Dienstleistern. Die Strategie der Österreichische Post AG, ihre lokale Expertise mit Mitarbeiter*innen des österreichischen Markts auszubauen, wird dadurch nicht beeinflusst. Die erfreuliche wirtschaftliche Lage und hohe Profitabilität sind weitere Aspekte, die für die Beteiligung sprechen und auch im Firmenwert Niederschlag finden.
Aufgrund der vereinbarten Corporate Governance erlangt der Österreichische Post-Konzern vorerst nicht die Kontrolle über das Unternehmen. Der Österreichische Post-Konzern hat aufgrund der Bestimmungen im Shareholders' Agreement in der Earn-Out-Phase nicht die Möglichkeit die maßgeblichen Tätigkeiten zu lenken. Auch bleiben in dieser Phase die Alteigentümer in der Geschäftsführung der Agile Actors Single Member S.A. Der 80% Anteil an der Agile Actors Single Member S.A. wird daher nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss der Österreichische Post AG einbezogen.
Die Zusammenfassung der beizulegenden Zeitwerte, der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie die Überleitung auf den Buchwert des Anteils an dem assoziierten Unternehmen stellen sich zum Erwerbszeitpunkt 22. Februar 2023 wie folgt dar:
| Mio EUR | Beizulegende Zeitwerte |
|---|---|
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 4,1 |
| davon immaterielle Vermögenswerte | 3,4 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 4,9 |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1,2 |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | 1,0 |
| davon finanzielle Verbindlichkeiten | 0,4 |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | 2,4 |
| davon finanzielle Verbindlichkeiten | 0,1 |
| SALDO DER IDENTIFIZIERBAREN VERMÖGENSWERTE UND ÜBERNOMMENEN SCHULDEN (100 %) | 5,6 |
| ÜBERLEITUNG AUF DEN BUCHWERT DES 80 % ANTEILS AM ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN | |
| Anteiliger Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden | 4,4 |
| Firmenwert | 16,5 |
| BUCHWERT DES ANTEILS AM ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN | 20,9 |
Der Kaufpreis inklusive der Transaktionskosten wurde als Beteiligungsansatz in Höhe von 20,9 Mio EUR unter den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen erfasst. Davon sind 12,6 Mio EUR bereits geflossen. Weitere 0,3 Mio EUR entfallen auf Transaktionskosten. Darüber hinaus wurden, mit einem Höchstbetrag gedeckelte, bedingte Gegenleistungen in Bezug auf die Erreichung geplanter EBIT für die Jahre 2023, 2024 und 2025 vereinbart. Auf Basis einer bestmöglichen Schätzung des variablen Kaufpreises wurde dafür eine Verbindlichkeit in Höhe von 8,0 Mio EUR erfasst.
Auch wurde eine Vereinbarung mit den Alteigentümern in ihrer Funktion als Geschäftsführer der Agile Actors Single Member S.A. abgeschlossen. Bei Erreichung festgelegter nichtfinanzieller Kennzahlen (Mitarbeiteranzahl) bis zum Jahr 2025 haben diese Anspruch auf eine Vergütung von bis zu 3,0 Mio EUR, welche bis zur Zahlung sukzessive gegen den sonstigen betrieblichen Aufwand abgegrenzt wird.
Neben dem Erwerb der 80% wurden wechselseitige Optionen auf den Erwerb der restlichen 20% der Anteile vereinbart. Demnach hat die Österreichische Post in den Jahren 2028 und 2029 die Verpflichtung (Put-Option) zum Erwerb von 10% beziehungsweise 20% der Anteile und in den gleichen Jahren auch das Recht (Call-Option) zum Erwerb der restlichen 20% der Anteile. Der Ausübungspreis ist abhängig von den Ergebnissen der Gesellschaft, die jeweils im Durchschnitt der beiden Jahre vor der möglichen Ausübung erzielt werden (EBIT Multiple).
Das anteilige Ergebnis seit dem Erwerbszeitpunkt führte zur Erhöhung des Buchwerts des assoziierten Unternehmens um 0,8 Mio EUR.
Die nachstehenden Tabellen zeigen die Segmentangaben für die berichtspflichtigen Segmente für das erste Halbjahr 2022 und das erste Halbjahr 2023:
| Mio EUR | Brief & Werbepost |
Paket & Logistik | Filiale & Bank | Corporate | Überleitung Konzern |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (Segmente) | 599,5 | 572,0 | 54,2 | 1,1 | –15,1 | 1.211,8 |
| Interne Leistungsverrechnung | 1,9 | 0,3 | 93,7 | 0,0 | –95,8 | 0,0 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 601,4 | 572,4 | 147,8 | 1,1 | –110,9 | 1.211,8 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 594,0 | 562,7 | 54,0 | 1,1 | 0,0 | 1.211,8 |
| davon Erträge aus Finanzdienstleistungen |
0,0 | 0,0 | 35,4 | 0,0 | –0,2 | 35,2 |
| EBIT | 82,9 | 45,5 | –20,4 | –16,7 | –0,2 | 91,0 |
| Finanzergebnis | –13,5 | |||||
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 77,5 |
| Mio EUR | Brief & Werbepost |
Paket & Logistik | Filiale & Bank | Corporate | Überleitung Konzern |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (Segmente) | 598,1 | 628,4 | 76,5 | 1,0 | –19,2 | 1.284,8 |
| Interne Leistungsverrechnung | 2,3 | 0,3 | 94,5 | 0,0 | –97,1 | 0,0 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 600,4 | 628,8 | 171,1 | 1,0 | –116,3 | 1.284,8 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 589,9 | 617,7 | 76,3 | 0,9 | 0,0 | 1.284,8 |
| davon Erträge aus | ||||||
| Finanzdienstleistungen | 0,0 | 0,0 | 56,6 | 0,0 | –0,2 | 56,4 |
| EBIT | 77,6 | 36,3 | 1,1 | –19,6 | –0,3 | 95,2 |
| Finanzergebnis | 5,7 | |||||
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 100,9 |
In der folgenden Tabelle sind die Erlöse aus Verträgen mit Kund*innen nach Art der Produkte bzw. Dienstleistungen oder Regionen für jedes berichtspflichtige Segment aufgeschlüsselt:
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 |
|---|---|---|
| Briefpost | 350,0 | 351,2 |
| Business Solutions | 21,0 | 22,3 |
| Werbepost | 160,5 | 152,2 |
| Medienpost | 62,6 | 64,1 |
| BRIEF & WERBEPOST | 594,0 | 589,9 |
| Paket Österreich | 343,7 | 373,9 |
| Paket Türkei | 108,2 | 133,0 |
| Paket CEE/SEE | 85,6 | 91,7 |
| Logistics Solutions/Konsolidierung | 25,2 | 19,1 |
| PAKET & LOGISTIK | 562,7 | 617,7 |
| Provisionsertrag aus Finanzdienstleistungen | 21,3 | 21,9 |
| Filialdienstleistungen | 18,7 | 19,9 |
| FILIALE & BANK | 40,0 | 41,8 |
| Umsatzerlöse Sonstige | 1,1 | 0,9 |
| CORPORATE | 1,1 | 0,9 |
| ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUND*INNEN | 1.197,8 | 1.250,3 |
| davon ausgewiesen unter den Umsatzerlösen | 1.197,8 | 1.250,3 |
Die in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesenen Erträge aus Finanzdienstleistungen und der Aufwand für Finanzdienstleistungen setzen sich wie in den folgenden beiden Tabellen dargestellt zusammen:
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 13,9 | 34,5 |
| Provisionsertrag | 21,3 | 21,9 |
| ERTRÄGE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | 35,2 | 56,4 |
Der Zinsertrag resultiert im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber Kund*innen in Höhe von 21,2 Mio EUR (H1 2022: 13,6 Mio EUR) und aus Zinserträgen von Guthaben bei Zentralbanken in Höhe von 7,7 Mio EUR (H1 2022: 0,0 Mio EUR). Der Provisionsertrag betrifft in Höhe von 10,3 Mio EUR (H1 2022: 8,8 Mio EUR) das Girogeschäft und den Zahlungsverkehr, in Höhe von 9,4 Mio EUR (H1 2022: 8,5 Mio EUR) das sonstige Dienstleistungsgeschäft und in Höhe von 2,1 Mio EUR (H1 2022: 3,8 Mio EUR) das Wertpapiergeschäft.
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 |
|---|---|---|
| Zinsaufwand | –3,4 | –3,3 |
| Provisionsaufwand | –2,9 | –2,6 |
| AUFWAND FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN | –6,4 | –5,8 |
Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen. Im Vergleich zum Vorjahr sind keine Negativzinsen enthalten (H1 2022: 2,1 Mio EUR). Der Provisionsaufwand betrifft im Wesentlichen das Girogeschäft und den Zahlungsverkehr. Das gesamte Ergebnis aus den Finanzdienstleistungen stellt sich wie folgt dar:
| Mio EUR | H1 2022 | H1 2023 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 13,9 | 34,5 |
| davon Erträge aus Effektivverzinsung | 13,9 | 32,1 |
| Zinsaufwand | –3,4 | –3,3 |
| ZINSERGEBNIS | 10,5 | 31,2 |
| Provisionsertrag | 21,3 | 21,9 |
| Provisionsaufwand | –2,9 | –2,6 |
| PROVISIONSERGEBNIS | 18,3 | 19,3 |
| ZINS- UND PROVISIONSERGEBNIS | 28,8 | 50,6 |
| Bewertungs- und Abgangsergebnis aus Finanzinstrumenten | 0,6 | 0,2 |
| Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 | –2,5 | –2,8 |
| ERGEBNIS AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | 26,9 | 48,0 |
Rückstellungen für Abfertigungen Bedingt durch ein gestiegenes Zinsniveau in der Türkei erhöhte sich der gewichtete Rechnungszinssatz bei Rückstellungen für Abfertigungen zum 30. Juni 2023 auf 5,28% (31. Dezember 2022: 4,91%). Die Auswirkungen daraus waren unwesentlich.
Des Weiteren trat im ersten Halbjahr 2023 eine Gesetzesänderung im Zusammenhang mit dem Pensionssystem in der Türkei in Kraft, welche zu Abfertigungsauszahlungen beim türkischen Tochterunternehmen führte.
Auf dieser Basis ergab sich im ersten Halbjahr 2023 ein versicherungsmathematischer Verlust in Höhe von 7,5 Mio EUR, welcher erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesen wird.
Rückstellungen für Jubiläumsgelder Der gewichtete Rechnungszinssatz für Rückstellungen für Jubiläumsgelder verringerte sich und beträgt zum 30. Juni 2023 3,99% (31. Dezember 2022: 4,24%). Diese Parameteranpassung, inklusive der Effekte aus erfahrungsbedingten Berichtigungen, führte im ersten Halbjahr 2023 zu einem erfolgswirksam erfassten versicherungsmathematischen Gewinn in Höhe von 1,0 Mio EUR.
Die vorliegende Anhangangabe umfasst eine Aktualisierung der vom Konzern vorgenommenen Beurteilungen und Schätzungen bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten seit dem letzten Jahresabschluss.
Die folgenden Tabellen zeigen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 zum 31. Dezember 2022 und 30. Juni 2023:
| Mio EUR | Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet (at amortised cost) |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) mit Recycling |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) ohne Recycling |
Erfolgswirk sam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) verpflichtend |
Summe zum beizulegen den Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen |
3.067,4 | 0,0 | 0,0 | 57,7 | 57,7 | 3.125,1 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken |
875,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 875,8 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,3 |
| Forderungen an Kund*innen | 1.596,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.596,1 |
| Hypothekarkredit | 1.260,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.260,9 |
| Konsumkredite | 326,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 326,7 |
| Girokonten | 8,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 8,5 |
| Finanzanlagen | 553,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 553,4 |
| Sonstige Forderungen | 11,9 | 0,0 | 0,0 | 57,7 | 57,7 | 69,6 |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 57,7 | 57,7 | 57,7 |
| Forderungen aus Verrechnungen | 11,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 11,9 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 64,9 | 0,5 | 6,2 | 0,0 | 6,7 | 71,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen |
337,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 337,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 298,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 298,7 |
| Forderungen gegenüber nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| Andere sonstige Forderungen1 | 37,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 37,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 54,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 54,8 |
| SUMME | 3.524,4 | 0,5 | 6,2 | 57,7 | 64,4 | 3.588,8 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen |
2.965,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2.965,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 99,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 99,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 2.847,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2.847,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Verrechnungen | 18,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 18,4 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 580,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 580,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 180,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 180,2 |
| Leasingverbindlichkeiten | 399,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 399,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
389,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 389,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
249,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 249,7 |
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
47,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 47,6 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten2 | 92,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 92,4 |
| SUMME | 3.935,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3.935,5 |
Exklusive geleisteter Vorauszahlungen und Forderungen gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträgern*innen.
Exklusive erhaltener Vorauszahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträgern*innen sowie nicht konsumierte Urlaube.
| Mio EUR | Zu fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet (at amortised cost) |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) mit Recycling |
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) ohne Recycling |
Erfolgswirk sam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) verpflichtend |
Summe zum beizulegen den Zeitwert |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen |
3.056,8 | 0,0 | 0,0 | 44,3 | 44,3 | 3.101,2 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken |
748,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 748,3 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,5 |
| Forderungen an Kund*innen | 1.669,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.669,3 |
| Hypothekarkredit | 1.342,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.342,2 |
| Konsumkredite | 318,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 318,5 |
| Girokonten | 8,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 8,6 |
| Finanzanlagen | 599,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 599,0 |
| Sonstige Forderungen | 9,7 | 0,0 | 0,0 | 44,3 | 44,3 | 54,0 |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 44,3 | 44,3 | 44,3 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 9,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 9,7 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 40,0 | 0,5 | 6,2 | 0,1 | 6,8 | 46,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen |
340,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 340,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 299,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 299,8 |
| Forderungen gegenüber nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 |
| Andere sonstige Forderungen1 | 39,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 39,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 55,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 55,2 |
| SUMME | 3.492,6 | 0,5 | 6,2 | 44,5 | 51,1 | 3.543,7 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus | ||||||
| Finanzdienstleistungen | 2.943,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | 2.943,2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 90,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 90,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 2.841,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2.841,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10,6 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | 10,7 |
| Negative Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Verrechnungen |
10,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 10,6 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 640,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 640,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 237,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 237,8 |
| Leasingverbindlichkeiten | 403,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 403,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
349,2 | 0,0 | 0,0 | 8,4 | 8,4 | 357,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
220,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 220,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 8,4 | 8,4 | 8,4 |
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
40,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 40,5 |
| Andere sonstige Verbindlichkeiten2 | 88,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 88,5 |
| SUMME | 3.933,1 | 0,0 | 0,0 | 8,4 | 8,4 | 3.941,6 |
Exklusive geleisteter Vorauszahlungen und Forderungen gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträger*innen.
Exklusive erhaltener Vorauszahlungen und Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden und Sozialversicherungsträger*innen sowie nicht konsumierte Urlaube.
Die folgenden Tabellen zeigen, die zum 31. Dezember 2022 und 30. Juni 2023 zum beizulegenden Zeitwert bewerteten, finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Stufen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 0,0 | 57,7 | 0,0 | 57,7 | |
| Sonstige Forderungen | 0,0 | 57,7 | 0,0 | 57,7 | |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 57,7 | 0,0 | 57,7 | |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 0,5 | 6,0 | 0,2 | 6,7 | |
| SUMME | 0,5 | 63,7 | 0,2 | 64,4 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 0,0 | 44,3 | 0,0 | 44,3 |
| Sonstige Forderungen | 0,0 | 44,3 | 0,0 | 44,3 |
| Positive Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 44,3 | 0,0 | 44,3 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 0,5 | 6,1 | 0,2 | 6,8 |
| SUMME | 0,5 | 50,5 | 0,2 | 51,1 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Negative Marktwerte aus Hedge Accounting | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
0,0 | 0,0 | 8,4 | 8,4 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von nach der Equity Methode bilanzierten Finanzanlagen |
0,0 | 0,0 | 8,4 | 8,4 |
| SUMME | 0,0 | 0,1 | 8,4 | 8,4 |
Die Verbindlichkeit aus dem Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfasst die bedingte Gegenleistung aus dem Erwerb der Agile Actors Single Member S.A., wobei der zukünftige Kaufpreis von den EBITs der Jahre 2023, 2024 und 2025 abhängig ist. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts wurde der Stufe 3 zugeordnet und erfolgt auf Basis der aktuellen Ergebnisplanungen unter Berücksichtigung des WACC zum Bewertungsstichtag als Diskontierungszinssatz. Zum Zeitpunkt des Erwerbs der Agile Actors Single Member S.A. wurde die Verbindlichkeit mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 8,0 Mio EUR erfasst. Unter Berücksichtigung einer Folgebewertung in Höhe von 0,4 Mio EUR beträgt der beizulegende Zeitwert zum 30. Juni 2023 8,4 Mio EUR. Bei Reduktion der erwarteten EBIT der
Jahre 2023, 2024 und 2025 um jeweils 10% würde die Verbindlichkeit zum 30. Juni 2023 um 1,2 Mio EUR niedriger ausgewiesen werden. Eine Erhöhung der erwarteten EBIT würde sich nicht auf die Höhe der Verbindlichkeit auswirken. Die Veränderung des WACC um +/- einen Prozentpunkt würde sich mit -/+ 0,1 Mio EUR in der Verbindlichkeit niederschlagen.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgt auf Basis der im Geschäftsbericht 2022 beschriebenen Bewertungsverfahren und Inputfaktoren.
Zudem wurden im ersten Halbjahr 2023 keine Transfers zwischen den Stufen vorgenommen.
Der beizulegende Zeitwert folgender, zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten, finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, stellt sich unter Berücksichtigung der Stufen der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 zum 31. Dezember 2022 und 30. Juni 2023 wie folgt dar:
| Mio EUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Stufe 1 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,3 | 29,7 | 0,0 | 29,7 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredit | 1.260,9 | 1.242,9 | 0,0 | 1.242,9 |
| Konsumkredite | 326,7 | 369,8 | 0,0 | 369,8 |
| Finanzanlagen | 553,4 | 501,4 | 501,4 | 0,0 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
47,6 | 31,1 | 0,0 | 31,1 |
| Mio EUR | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Stufe 1 | Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,5 | 30,1 | 0,0 | 30,1 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredit | 1.342,2 | 1.310,9 | 0,0 | 1.310,9 |
| Konsumkredite | 318,5 | 342,5 | 0,0 | 342,5 |
| Finanzanlagen | 599,0 | 553,3 | 553,3 | 0,0 |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen |
40,5 | 26,3 | 0,0 | 26,3 |
Finanzielle Vermögenswerte Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der in dieser Tabelle angeführten Finanziellen Vermögenswerte erfolgt mittels Barwertverfahren unter Berücksichtigung der Bonitätsrisken sowie aktuell beobachtbarer Marktdaten von Zinssätzen.
Finanzielle Verbindlichkeiten Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanziellen Verbindlichkeiten umfassen die Verbindlichkeiten aus Erwerbsverpflichtungen von nicht beherrschenden Anteilen mit einem Buchwert in Höhe von 40,5 Mio EUR (31. Dezember 2022: 47,6 Mio EUR). Dieser resultiert aus Optionen auf den Erwerb der restlichen 20% der Anteile an der Aras Kargo a.s., wobei der zukünftige Kaufpreis vom Unternehmenserfolg abhängt. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 26,3 Mio EUR (31. Dezember 2022: 31,1 Mio EUR) erfolgt auf Basis von aktuellen Ergebnisplanungen, des aktuellen Währungskurses und einem aktualisierten WACC als Diskontierungszinssatz.
Bei allen anderen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird aufgrund der überwiegenden Kurzfristigkeit dieser Posten unterstellt, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die bankbetriebliche Geschäftstätigkeit erfolgt im Wesentlichen durch die bank99 AG und bildet einen Teil der Finanzdienstleistungen ab. Im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit werden zusätzliche (insbesondere aufsichtsrechtliche) Anforderungen und Darstellungen berücksichtigt. Aktualisierungen werden nachfolgend beschrieben.
Im Zusammenhang mit dem Risikomanagement, der Risikopolitik sowie -strategie wird auf die Angaben im Geschäftsbericht 2022 verwiesen.
Kreditrisikorelevantes Portfolio Im kreditrisikorelevanten Portfolio werden alle Positionen zusammengefasst, die ein Kreditrisiko im engeren Sinn beinhalten. Das sind sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen. Die im Rahmen von Sicherungsbeziehungen erfassten Anpassungen auf den Buchwert (Basis Adjustments) sind gegebenenfalls im Bruttobuchwert berücksichtigt.
Zum 31. Dezember 2022 und 30. Juni 2023 stellt sich das kreditrisikorelevante Portfolio wie folgt dar:
| Mio EUR | Nettobuchwert | Risikovorsorgen | Brutto buchwert |
|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 766,4 | 0,0 | 766,4 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,3 | 0,0 | 30,3 |
| Forderungen an Kund*innen | |||
| Hypothekarkredite | 1.260,9 | 1,3 | 1.262,2 |
| Konsumkredite | 326,7 | 10,2 | 336,9 |
| Girokonten | 8,5 | 1,1 | 9,6 |
| Finanzanlagen | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 553,4 | 0,0 | 553,4 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 3,5 | 0,0 | 3,5 |
| ZWISCHENSUMME | 2.949,7 | 12,7 | 2.962,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 2,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen | 83,1 | 0,0 | 83,1 |
| ZWISCHENSUMME | 85,1 | 0,0 | 85,1 |
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | 3.034,8 | 12,7 | 3.047,4 |
| Mio EUR | Nettobuchwert | Risikovorsorgen | Brutto buchwert |
|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 642,7 | 0,0 | 642,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,5 | 0,0 | 30,5 |
| Forderungen an Kund*innen | |||
| Hypothekarkredite | 1.342,2 | 1,5 | 1.343,7 |
| Konsumkredite | 318,5 | 12,6 | 331,1 |
| Girokonten | 8,6 | 1,4 | 10,0 |
| Finanzanlagen | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 599,0 | 0,0 | 599,0 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,2 | 0,0 | 1,2 |
| ZWISCHENSUMME | 2.942,7 | 15,6 | 2.958,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 2,2 | 0,0 | 2,2 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen | 54,4 | 0,0 | 54,4 |
| ZWISCHENSUMME | 56,5 | 0,0 | 56,5 |
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | 2.999,2 | 15,6 | 3.014,8 |
Die Finanzanlagen dienen in erster Linie zur Steuerung der Liquidität und setzen sich aus österreichischen und europäischen Schuldverschreibungen der öffentlichen Hand zusammen. Die außerbilanziellen Risikopositionen beinhalten im Wesentlichen die Kreditzusagen für Hypothekarkredite.
Das kreditrisikorelevante Portfolio nach Kund*innensegmenten stellt sich wie folgt dar:
| Mio EUR | Retailkund*innen | Kreditinstitute | Öffentlicher Sektor | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | ||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 0,0 | 766,4 | 0,0 | 766,4 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 0,0 | 30,3 | 0,0 | 30,3 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredite | 1.262,2 | 0,0 | 0,0 | 1.262,2 |
| Konsumkredite | 336,9 | 0,0 | 0,0 | 336,9 |
| Girokonten | 9,6 | 0,0 | 0,0 | 9,6 |
| Finanzanlagen | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,0 | 0,0 | 553,4 | 553,4 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,8 | 2,6 | 0,0 | 3,5 |
| ZWISCHENSUMME | 1.609,6 | 799,3 | 553,4 | 2.962,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 2,0 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen | ||||
| Kreditzusagen | 83,1 | 0,0 | 0,0 | 83,1 |
| ZWISCHENSUMME | 85,1 | 0,0 | 0,0 | 85,1 |
| GESAMT | 1.694,7 | 799,3 | 553,4 | 3.047,4 |
| Mio EUR | Retailkund*innen | Kreditinstitute | Öffentlicher Sektor | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | ||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen | 0,0 | 642,7 | 0,0 | 642,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 0,0 | 30,5 | 0,0 | 30,5 |
| Forderungen an Kund*innen | ||||
| Hypothekarkredite | 1.343,7 | 0,0 | 0,0 | 1.343,7 |
| Konsumkredite | 331,1 | 0,0 | 0,0 | 331,1 |
| Girokonten | 10,0 | 0,0 | 0,0 | 10,0 |
| Finanzanlagen | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 0,0 | 0,0 | 599,0 | 599,0 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,4 | 0,8 | 0,0 | 1,2 |
| ZWISCHENSUMME | 1.685,3 | 674,0 | 599,0 | 2.958,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 2,2 | 0,0 | 0,0 | 2,2 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
54,4 | 0,0 | 0,0 | 54,4 |
| ZWISCHENSUMME | 56,5 | 0,0 | 0,0 | 56,5 |
| GESAMT | 1.741,8 | 674,0 | 599,0 | 3.014,8 |
Für sämtliche bankbetrieblichen Dienstleistungen ist ein automatisierter Mahnprozess aufgesetzt, bei welchem am ersten Tag nach der Fälligkeit ein Überfälligkeitszähler zu laufen beginnt. Es ergibt sich daraus folgende Aufstellung des kreditrisikorelevanten Portfolios nach Überfälligkeiten:
| Mio EUR | nicht überfällig | 1–30 Tage | 31–90 Tage | >90 Tage | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
766,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 766,4 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,3 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.261,4 | 0,1 | 0,5 | 0,2 | 1.262,2 |
| Konsumkredite | 325,4 | 2,8 | 2,5 | 6,3 | 336,9 |
| Girokonten | 8,0 | 0,1 | 0,3 | 1,1 | 9,6 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
553,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 553,4 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 3,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,5 |
| ZWISCHENSUMME | 2.948,5 | 3,1 | 3,3 | 7,5 | 2.962,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
83,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 83,1 |
| ZWISCHENSUMME | 85,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 85,1 |
| GESAMT | 3.033,6 | 3,1 | 3,3 | 7,5 | 3.047,4 |
| Mio EUR | nicht überfällig | 1–30 Tage | 31–90 Tage | >90 Tage | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
642,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 642,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,5 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.343,1 | 0,0 | 0,1 | 0,4 | 1.343,7 |
| Konsumkredite | 316,7 | 3,5 | 2,5 | 8,4 | 331,1 |
| Girokonten | 8,1 | 0,1 | 0,4 | 1,5 | 10,0 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
599,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 599,0 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 |
| ZWISCHENSUMME | 2.941,3 | 3,6 | 3,1 | 10,3 | 2.958,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,2 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
54,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 54,4 |
| ZWISCHENSUMME | 56,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 56,5 |
| GESAMT | 2.997,8 | 3,6 | 3,1 | 10,3 | 3.014,8 |
| Mio EUR | Rating 1 | Rating 2 | Rating 3 | Rating 4 | Rating 5 | Kein Rating | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
749,7 | 16,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 766,4 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 0,0 | 30,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,3 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 0,0 | 0,0 | 1.251,7 | 9,8 | 0,7 | 0,0 | 1.262,2 |
| Konsumkredite | 0,0 | 0,0 | 305,0 | 22,9 | 9,1 | 0,0 | 336,9 |
| Girokonten | 0,0 | 0,0 | 6,9 | 1,4 | 1,2 | 0,1 | 9,6 |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 532,9 | 20,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 553,4 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,4 | 3,5 |
| ZWISCHENSUMME | 1.282,6 | 67,5 | 1.563,6 | 34,1 | 11,0 | 3,5 | 2.962,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 0,0 | 0,0 | 1,7 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
0,0 | 0,0 | 83,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 83,1 |
| ZWISCHENSUMME | 0,0 | 0,0 | 84,8 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 85,1 |
| GESAMT | 1.282,6 | 67,5 | 1.648,4 | 34,4 | 11,0 | 3,5 | 3.047,4 |
| Mio EUR | Rating 1 | Rating 2 | Rating 3 | Rating 4 | Rating 5 | Kein Rating | Brutto buchwert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
631,1 | 11,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 642,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 0,0 | 30,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,5 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 0,0 | 0,0 | 1.329,5 | 13,2 | 1,0 | 0,0 | 1.343,7 |
| Konsumkredite | 0,0 | 0,0 | 294,1 | 26,3 | 10,7 | 0,0 | 331,1 |
| Girokonten | 0,0 | 0,0 | 7,0 | 1,4 | 1,7 | 0,0 | 10,0 |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | 569,2 | 29,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 599,0 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 | 1,2 |
| ZWISCHENSUMME | 1.200,3 | 72,0 | 1.630,5 | 40,9 | 13,4 | 1,2 | 2.958,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | 0,0 | 0,0 | 1,9 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 2,2 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
0,0 | 0,0 | 54,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 54,4 |
| ZWISCHENSUMME | 0,0 | 0,0 | 56,3 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 56,5 |
| GESAMT | 1.200,3 | 72,0 | 1.686,8 | 41,1 | 13,4 | 1,2 | 3.014,8 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
766,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 766,4 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,3 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.254,4 | 7,1 | 0,4 | 0,3 | 1.262,2 |
| Konsumkredite | 311,4 | 16,5 | 7,6 | 1,5 | 336,9 |
| Girokonten | 6,3 | 2,0 | 1,0 | 0,2 | 9,6 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
553,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 553,4 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 3,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,5 |
| ZWISCHENSUMME | 2.925,8 | 25,6 | 9,0 | 2,0 | 2.962,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,0 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
82,8 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | 83,1 |
| ZWISCHENSUMME | 84,7 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 85,1 |
| GESAMT | 3.010,5 | 26,0 | 9,0 | 2,0 | 3.047,4 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
642,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 642,7 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 30,5 |
| Forderungen an Kund*innen | |||||
| Hypothekarkredite | 1.331,7 | 10,5 | 1,0 | 0,5 | 1.343,7 |
| Konsumkredite | 300,3 | 19,0 | 9,5 | 2,3 | 331,1 |
| Girokonten | 6,3 | 2,1 | 1,5 | 0,2 | 10,0 |
| Finanzanlagen | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
599,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 599,0 |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 |
| ZWISCHENSUMME | 2.911,7 | 31,6 | 12,0 | 3,0 | 2.958,3 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,2 |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
54,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 54,4 |
| ZWISCHENSUMME | 56,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 56,5 |
| GESAMT | 2.968,2 | 31,7 | 12,0 | 3,0 | 3.014,8 |
Das kreditrisikorelevante Portfolio nach Ratingkategorien und Ausfallsrisikoklassen kann zusammenfassend wie folgt dargestellt werden:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Rating 1 | 1.282,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.282,6 |
| Rating 2 | 67,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 67,5 |
| Rating 3 | 1.642,8 | 5,6 | 0,0 | 0,0 | 1.648,4 |
| Rating 4 | 14,1 | 20,3 | 0,0 | 0,0 | 34,4 |
| Rating 5 | 0,0 | 0,0 | 9,0 | 2,0 | 11,0 |
| Kein Rating | 3,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,5 |
| GESAMT | 3.010,5 | 26,0 | 9,0 | 2,0 | 3.047,4 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Bruttobuch wert gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRELEVANTES PORTFOLIO | |||||
| Rating 1 | 1.200,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1.200,3 |
| Rating 2 | 72,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 72,0 |
| Rating 3 | 1.678,3 | 7,4 | 0,0 | 1,1 | 1.686,8 |
| Rating 4 | 16,5 | 24,2 | 0,0 | 0,4 | 41,1 |
| Rating 5 | 0,0 | 0,0 | 12,0 | 1,4 | 13,4 |
| Kein Rating | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,2 |
| GESAMT | 2.968,2 | 31,7 | 12,0 | 3,0 | 3.014,8 |
Sicherheiten Es bestehen folgende Sicherheiten in Form von Hypotheken bei Hypothekarkrediten sowie Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen:
| Hypotheken | ||
|---|---|---|
| Mio EUR 31.12.2022 |
30.06.2023 | |
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | ||
| Forderungen an Kund*innen | ||
| Hypothekarkredite | 1.308,8 | 1.376,0 |
| ZWISCHENSUMME | 1.308,8 | 1.376,0 |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN | ||
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen | 83,1 | 53,9 |
| ZWISCHENSUMME | 83,1 | 53,9 |
| GESAMT | 1.391,9 | 1.429,9 |
Notleidendes Portfolio Im notleidenden Portfolio werden alle als ausgefallen kategorisierten Forderungen zusammengefasst.
Das notleidende Portfolio zum 31. Dezember 2022 sowie zum 30. Juni 2023 stellt sich wie folgt dar:
| Mio EUR | Brutto buchwert Gesamt |
NPL | Wert berichtigung NPL |
Sicherheiten NPL |
NPE Quote | NPE Deckungs quote |
NPE Besicherungs quote |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
766,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 1.262,2 | 0,7 | 0,0 | 0,7 | 0,1% | 4,3% | 97,3% |
| Konsumkredite | 336,9 | 9,1 | 4,5 | 0,0 | 2,7% | 49,3% | 0,0% |
| Girokonten | 9,6 | 1,2 | 0,9 | 0,0 | 12,8% | 75,6% | 0,0% |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
553,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 3,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 2.962,3 | 11,0 | 5,4 | 0,7 | 0,4 % | 49,5 % | 6,1 % |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
83,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 85,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
| GESAMT | 3.047,4 | 11,0 | 5,4 | 0,7 | 0,4 % | 49,5 % | 6,1 % |
| Mio EUR | Brutto buchwert Gesamt |
NPL | Wert berichtigung NPL |
Sicherheiten NPL |
NPE Quote | NPE Deckungs quote |
NPE Besicherungs quote |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KREDITRISIKORELEVANTES PORTFOLIO | |||||||
| Guthaben bei Zentralbanken und sonstige Sichteinlagen |
642,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kreditinstitute | 30,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Forderungen an Kund*innen | |||||||
| Hypothekarkredite | 1.343,7 | 1,5 | 0,1 | 1,5 | 0,1% | 3,6% | 100,0% |
| Konsumkredite | 331,1 | 11,8 | 6,1 | 0,0 | 3,6% | 51,8% | 0,0% |
| Girokonten | 10,0 | 1,7 | 1,2 | 0,0 | 16,5% | 75,2% | 0,0% |
| Finanzanlagen | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet |
599,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Sonstige Forderungen aus Verrechnungen | 1,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 2.958,3 | 15,0 | 7,4 | 1,5 | 0,5 % | 49,4 % | 10,3 % |
| AUSSERBILANZIELLE RISIKOPOSITIONEN |
|||||||
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen |
2,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| Kreditrisiken aus noch nicht in Anspruch genommenen Kreditzusagen |
54,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0% |
| ZWISCHENSUMME | 56,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 % | 0,0 % | 0,0 % |
| GESAMT | 3.014,8 | 15,0 | 7,4 | 1,5 | 0,5 % | 49,4 % | 10,3 % |
Die Non-performing-Exposure Quote (NPE Quote) stellt den Anteil des notleidenden Portfolios am Gesamt-Bruttobuchwert des kreditrisikorelevanten Portfolios dar. Die NPE Deckungsquote bildet den Anteil der Wertberichtigungen für das notleidende Portfolio im Verhältnis zum Bruttobuchwert des notleidenden Portfolios ab. Die NPE Besicherungsquote zeigt die Sicherheiten für notleidende Kredite in Prozent des gesamten notleidenden Portfolios.
Wertberichtigungen Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen des kreditrisikorelevanten Portfolios:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| STAND ZUM 1. JÄNNER 2022 | 3,7 | 1,5 | 0,7 | –0,2 | 5,7 |
| Umgliederung | 0,1 | –1,0 | 0,9 | 0,0 | 0,0 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Neubewertung | –1,2 | 3,5 | 2,0 | –1,2 | 3,1 |
| STAND ZUM 30. JUNI 2022 | 2,7 | 4,0 | 3,6 | –1,5 | 8,9 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| STAND ZUM 1. JÄNNER 2023 | 2,9 | 4,4 | 6,9 | –1,5 | 12,7 |
| Umgliederung | 0,0 | –1,0 | 1,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Neubewertung | –0,2 | 2,0 | 1,2 | 0,0 | 3,0 |
| Verbrauch | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,1 |
| STAND ZUM 30. JUNI 2023 | 2,9 | 5,3 | 9,0 | –1,6 | 15,6 |
Für wesentliche Kreditrisikopositionen ergibt sich daraus folgende Überleitung der Wertberichtigungen:
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Gesamt |
|---|---|---|---|
| STAND ZUM 1. JÄNNER 2022 | 0,6 | 0,1 | 0,7 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Neubewertung | 0,0 | 0,2 | 0,2 |
| STAND ZUM 30. JUNI 2022 | 0,7 | 0,3 | 1,0 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| STAND ZUM 1. JÄNNER 2023 | 0,9 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| Umgliederung | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zuführung aufgrund Neuerwerb | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Neubewertung | –0,1 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| STAND ZUM 30. JUNI 2023 | 0,9 | 0,5 | 0,1 | –0,1 | 1,5 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| STAND ZUM 1. JÄNNER 2022 | 2,9 | 1,4 | 0,5 | –0,2 | 4,6 |
| Umgliederung | 0,1 | –0,9 | 0,9 | 0,0 | 0,0 |
| Neubewertung | –1,2 | 3,2 | 1,7 | –1,2 | 2,6 |
| STAND ZUM 30. JUNI 2022 | 1,8 | 3,7 | 3,1 | –1,4 | 7,2 |
| Mio EUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | POCI | Gesamt |
| 1,9 | 3,9 | 6,1 | –1,6 | 10,2 | |
| STAND ZUM 1. JÄNNER 2023 | |||||
| Umgliederung | 0,0 | –0,9 | 0,9 | 0,0 | 0,0 |
| Neubewertung | –0,1 | 1,7 | 0,8 | 0,0 | 2,4 |
| STAND ZUM 30. JUNI 2023 | 1,8 | 4,7 | 7,8 | –1,7 | 12,6 |
Die folgenden Tabellen zeigen die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) sowie die strukturelle Liquiditätsquote (NSFR):
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| Liquiditätspuffer | 1.346,9 | 1.311,1 |
| Netto-Liquiditätsabfluss | 193,3 | 193,5 |
| LIQUIDITÄTSDECKUNGSQUOTE | 697,0 % | 677,6 % |
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Zentralbanken abzüglich Mindestreserve | 717,2 | 600,7 |
| Zahlungsmittel | 124,8 | 157,0 |
| Anrechenbare Finanzanlagen | 504,9 | 553,3 |
| LIQUIDITÄTSPUFFER | 1.346,9 | 1.311,1 |
| % | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| STRUKTURELLE LIQUIDITÄTSQUOTE | 233,58 % | 230,47 % |
Im Rahmen der bankbetrieblichen Geschäftstätigkeit entstehen Marktrisiken unter anderem durch Zinsrisiken. Um die Risiken gegenüber steigenden Zinsen zu begrenzen, wird ein Großteil der Fixzinspositionen durch Abschluss von Zinsswaps im Rahmen von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) abgesichert. Durch das kontinuierliche Hedging besteht kein wesentliches Risiko aus dem erhöhten Zinsniveau.
Auf dieser Grundlage ergibt sich zum 30. Juni 2023 folgender VaR:
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| VaR EVE | –21,4 | –23,0 |
Die Ergebnisse der aufsichtsrechtlichen OeNB-Zinsrisikostatistik stellen sich zum 30. Juni 2023 wie folgt dar:
| OeNB Zinsrisikostatistik | ||
|---|---|---|
| % | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
| OeNB Zinsrisikostatistik in % der anrechenbaren Eigenmittel | 2,43 % | 0,58 % |
Dividende und sonstige Angaben In der ordentlichen Hauptversammlung vom 20. April 2023 wurde für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende in Höhe von 118,2 Mio EUR (dies entspricht 1,75 EUR je Aktie) beschlossen. Die Dividendenzahlung an die Aktionäre in Höhe von 102,9 Mio EUR erfolgte am 4. Mai 2023. Die einbehaltene Kapitalertragssteuer (KESt) in Höhe von 15,3 Mio EUR wurde am 16. Mai 2023 an das Finanzamt abgeführt. Regulatorische Mindestkapitalanforderungen bank99 AG Die bank99 AG unterliegt den regulatorischen Eigenmittelvorschriften der Bankaufsicht auf Basis der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Capital Requirements Regulation, CRR) unter Berücksichtigung mehrerer Novellierungen. Die gemäß CRR errechneten Eigenmittel zeigen folgende Zusammensetzung:
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 100,9 | 100,9 |
| Offene Rücklagen | 164,8 | 164,8 |
| Einbehaltene Gewinne | –73,5 | –97,5 |
| Jahresverlust | –24,0 | –1,3 |
| Abzüglich Kürzungsposten | –22,6 | –21,9 |
| KERNKAPITAL | 145,6 | 145,0 |
| Anrechenbares Ergänzungskapital | 0,0 | 0,0 |
| ANRECHENBARE EIGENMITTEL | 145,6 | 145,0 |
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| Kreditrisiko | 783,9 | 798,4 |
| Anpassung der Kreditbewertung (Credit Value Adjustment, CVA) | 14,3 | 11,9 |
| Operationelles Risiko | 52,5 | 52,5 |
| GESAMTRISIKOBETRAG (BEMESSUNGSGRUNDLAGE) | 850,7 | 862,8 |
| Kernkapitalquote (hart) bezogen auf das Gesamtrisiko | 17,1% | 16,8% |
| Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko | 17,1% | 16,8% |
Die Kapitalquoten lagen das gesamte Halbjahr 2023 deutlich über den gesetzlich geforderten. Das zusätzliche Eigenmittelerfordernis für Kreditrisikoanpassungen (Credit Value Adjustments, CVA) resultiert aus den abgeschlossenen Derivaten (Zinsswaps) im Rahmen der Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting).
Des Weiteren liegt zum 30. Juni 2023 unverändert die Patronatserklärung der Österreichische Post AG gegenüber der bank99 AG vor, die Gesellschaft bei Eintreten bestimmter Voraussetzungen bis Ende 2026 mit zusätzlichen Eigenmitteln von bis zu 61,0 Mio EUR (31. Dezember 2022: 61,0 Mio EUR) auszustatten.
Der Finanzmittelbestand, wie er im Konzern-Cashflow-Statement dargestellt wird, kann auf den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz wie folgt übergeleitet werden:
| Mio EUR | 31.12.2022 | 30.06.2023 |
|---|---|---|
| FINANZMITTELBESTAND | 930,6 | 803,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen | 875,8 | 748,3 |
| Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und Guthaben bei Zentralbanken | 875,8 | 748,3 |
| 54,8 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE |
55,2 |
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag, die für die Bilanzierung und Bewertung am Bilanzstichtag zum 30. Juni 2023 von Bedeutung sind, wurden im Konzernzwischenabschluss berücksichtigt. Berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.
Wien, am 2. August 2023
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht 2023 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschuss zum 30. Juni 2023, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 2. August 2023
Der Vorstand
GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender (CEO)
WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen (CFO)
PETER UMUNDUM Vorstandsdirektor Vorstand Paket & Logistik (COO)
| 14. November 2023 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2023 |
|---|---|
| 13. März 2024 | Jahresergebnis 2023 |
| 8. April 2024 | Nachweisstichtag Hauptversammlung 2024 |
| 18. April 2024 | Hauptversammlung 2024, Veranstaltungsort: Wien |
| 26. April 2024 | Ex-Tag (Dividende) |
| 29. April 2024 | Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen) |
| 2. Mai 2024 | Dividendenzahltag |
| 8. Mai 2024 | Zwischenbericht 1. Quartal 2024 |
| 7. August 2024 | Halbjahresfinanzbericht 2024 |
| 6. November 2024 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2024 |
Österreichische Post AG Rochusplatz 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0 FN: 180219d, Handelsgericht Wien
Inhouse produziert mit firesys
Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg
Konzernrevision & Compliance Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30400 E: [email protected] I: post.at/investor
Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen
Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 9. August 2023
Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 21897 E: [email protected] I: post.at/presse
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