Quarterly Report • May 12, 2021
Quarterly Report
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Zwischenbericht für das erste Quartal 2021
_ Starker Operativer Free Cashflow von 74,4 Mio EUR (+27,9%) und solide Bilanzstruktur
_ Umsatzanstieg von über 10% und Ergebnisverbesserung von etwa 15% erwartet
| Mio EUR | Q1 2020 | Q1 2021 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| ERTRAGSKENNZAHLEN | |||
| Umsatzerlöse | 502,81 | 646,1 | 28,5 % |
| EBITDA | 65,3 | 99,0 | 51,5 % |
| EBITDA-Marge | 13,0% | 15,3% | – |
| EBIT | 33,3 | 59,8 | 79,2 % |
| EBIT-Marge | 6,6% | 9,2% | – |
| Periodenergebnis | 26,2 | 49,9 | 90,5% |
| Ergebnis je Aktie (EUR)2 | 0,42 | 0,71 | 68,2 % |
| Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 20.231 | 27.541 | 36,1% |
| CASHFLOW UND INVESTITIONEN | |||
| Cashflow aus dem Ergebnis | 72,0 | 108,9 | 51,3% |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 96,73 | 124,1 | 28,3% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –11,5 | –42,1 | <–100% |
| Operativer Free Cashflow4 | 58,23 | 74,4 | 27,9 % |
| Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) | 21,9 | 18,3 | –16,2% |
| Mio EUR | 31. Dezember 2020 | 31. März 2021 | Veränderung |
| BILANZKENNZAHLEN | |||
| Bilanzsumme | 2.680,2 | 2.761,2 | 3,0% |
| Eigenkapital | 655,0 | 701,7 | 7,1% |
| Eigenkapitalquote | 24,4% | 25,4% | – |
| Nettofinanzverschuldung | 503,0 | 456,2 | –9,3% |
| Capital Employed | 1.110,0 | 1.109,0 | –0,1% |
Das Zins- und Provisionsergebnis wird nunmehr in den Umsatzerlösen dargestellt. Im ersten Quartal 2020 wurde der Zins- und Provisionsaufwand im Aufwand für Finanzdienstleistungen ausgewiesen.
Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien 3 Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen wurde angepasst. Der Finanzmittelbestand beinhaltet nunmehr auch Forderungen an Kreditinstitute aus dem
bankeigenen Zahlungsverkehr, die im Vorjahr als Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen wurden.
4 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets
1
Das erste Quartal des Jahres 2021 stand nach wie vor unter dem Einfluss der COVID-19 Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen. Zahlreiche Lockdown-Maßnahmen verbesserten zwar das Marktumfeld im Paketbereich, reduzierten aber auch die Geschäftstätigkeit bei Brief- und Werbesendungen. Während Paketmengen verglichen mit der Zeit vor COVID-19 nun um ca. 30% höher lagen, haben sich Brief- und Werbesendungen im ersten Quartal 2021 um 6% bzw. 8,5% reduziert. Unser Fokus liegt nach wie vor sowohl auf der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter*innen als auch auf der operativen Leistungsfähigkeit des Logistikkonzerns.
Der Konzernumsatz der Österreichischen Post steigerte sich im ersten Quartal 2021 um 28,5% auf 646,1 Mio EUR. Dazu beigetragen hat ein gutes Kerngeschäft, in dem das Paketwachstum die Rückgänge im Briefgeschäft mehr als ausgleichen konnte, als auch die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo. In diesem Quartal liegt die Division Paket & Logistik mit einem Umsatz von 323,7 Mio EUR erstmals leicht über den Umsatzerlösen der Division Brief & Werbepost mit 311,0 Mio EUR. Die konsequente Umsetzung der eingeschlagenen Strategie machte diesen strukturellen Wandel möglich. Zuwächse verzeichnete auch die Division Filiale & Bank mit Umsatzerlösen in Höhe von 16,7 Mio EUR im ersten Quartal 2021. Seit April 2020 bietet die bank99 eigene Finanzdienstleistungen an.
Auch ergebnisseitig konnte die Österreichische Post eine erhebliche Verbesserung zum ersten Quartal des Vorjahres aufweisen. Das EBITDA des Konzerns stieg um 51,5% auf 99,0 Mio EUR, das EBIT um 79,2% auf 59,8 Mio EUR. Maßgeblichen Anteil hatte die Division Paket & Logistik mit einer signifikanten EBIT-Verbesserung von 8,7 Mio EUR im Vorjahr auf 35,8 Mio EUR in der aktuellen Berichtsperiode. Die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo trug dazu ebenso bei wie die gute Volumenentwicklung bei Paketen und positive Sondereffekte bei Logistikdienstleistungen. Einen Rückgang von 3,0% auf 45,5 Mio EUR generierte die Division Brief & Werbepost. Hier verstärkten die Lockdown-Maßnahmen die negative Volumenentwicklung mit einem entsprechenden Ergebniseffekt. Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von minus 18,4 Mio EUR nach minus 16,4 Mio EUR im Jahr zuvor. Dabei war eine positive Entwicklung des Finanzdienstleistungsgeschäfts zu verzeichnen aber auch ein negativer Einmaleffekt in Form einer Personalrückstellung im Filialnetz. Das Periodenergebnis der Österreichischen Post lag im ersten Quartal 2021 somit bei 49,9 Mio EUR nach 26,2 Mio EUR im Jahr zuvor. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,71 EUR in der aktuellen Berichtsperiode nach 0,42 EUR im Vorjahr.
Mit diesem guten Start in das Jahr 2021 sieht sich die Österreichische Post bestätigt, den Ausblick für 2021 optimistisch zu sehen. Trotz einer in vielen Geschäftsbereichen weiterhin reduzierten Visibilität und erhöhten Umsatzvolatilität sollte das Jahr eine solide Umsatz- und auch Ergebnisverbesserung bringen. Es wird ein Umsatzanstieg von über 10% erwartet, der auch zu einer angepeilten Ergebnisverbesserung von etwa 15% führen sollte. Mit dem Wachstumsziel verbunden ist auch der gegenwärtige Kapazitätsausbau. Die absehbaren mittelfristigen Paketmengensteigerungen werden auch weiterhin mit einer hervorragenden Logistik-Qualität zugestellt. Wir versichern den Kund*innen der Österreichischen Post, dass die höchstmögliche Leistungsfähigkeit auch bei steigenden Transportmengen weiterhin gewährleistet werden kann.
Wien, am 3. Mai 2021
Der Vorstand
DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender
DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen
DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik
Im ersten Quartal 2021 erfolgten keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis.
Durch die Vollkonsolidierung der Aras Kargo zum 25. August 2020 ist die Vergleichbarkeit der einzelnen Positionen zum ersten Quartal 2020 nur eingeschränkt gegeben.
Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns verbesserten sich im ersten Quartal 2021 um 28,5% auf 646,1 Mio EUR. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der Aras Kargo, lag der Umsatzanstieg bei 12,0%. Das Wachstum im Paketbereich brachte einen Umsatzanstieg von 85,5% (davon organisches Wachstum +38,0%), der den Rückgang der Umsatzerlöse in der Division Brief & Werbepost überkompensieren konnte.
Das erste Quartal 2021 zeigte im Divisionsvergleich eine große Veränderung mit der nunmehr gestiegenen Bedeutung des Paketgeschäfts. Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen Post reduzierte sich daher auf 47,7%. In dieser Division zeigten sich die erwarteten Rückgänge mit einem reduzierten Umsatz von 2,1%. Dies ist einerseits auf erhöhte Rückgänge bei klassischen Briefen durch die E-Substitution sowie durch die Lockdown-Maßnahmen zurückzuführen, andererseits auch auf den Entfall von Werbesendungen als direkte Auswirkung der COVID-19 bedingten behördlich angeordneten Geschäftsschließungen. Mit 1. April des Vorjahres erfolgte eine Produkt- und Tarifanpassung der Briefpost, welche positive Effekte auf die Umsatzerlöse hatte.
Die Division Paket & Logistik stieg in der konzernalen Bedeutung von 34,5% im ersten Quartal 2020 auf nunmehr 49,7% am Umsatz im Berichtszeitraum. Der Umsatzanstieg von 85,5% im ersten Quartal 2021 war von einem positiven organischen Wachstum durch Online-Bestellungen getragen. Weiteres Umsatzwachstum brachte die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo seit 25. August 2020, welches sich im ersten Quartal 2021 auf 82,8 Mio EUR belief.
Die Division Filiale & Bank erreichte in den ersten drei Monaten 2021 einen Anteil am Umsatz der operativen Divisionen von 2,6% mit Umsatzerlösen von 16,7 Mio EUR (+27,3%). Die bank99 ist mit 1. April 2020 im Markt gestartet.
1 Angepasste Darstellung
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Q1 20201 | Q1 2021 | % | Mio EUR |
| UMSATZERLÖSE | 502,8 | 646,1 | 28,5 % | 143,3 |
| Brief & Werbepost | 317,5 | 311,0 | –2,1% | –6,6 |
| Paket & Logistik | 174,5 | 323,7 | 85,5% | 149,1 |
| Filiale & Bank | 13,2 | 16,7 | 27,3% | 3,6 |
| Corporate/Konsolidierung | –2,4 | –5,3 | <-100% | –2,9 |
| Werktage in Österreich | 63 | 62 | – | – |
1 Das Zins- und Provisionsergebnis wird nunmehr in den Umsatzerlösen dargestellt. Im ersten Quartal 2020 wurde der Zins- und Provisionsaufwand im Aufwand für Finanzdienstleistungen ausgewiesen.
In der regionalen Betrachtung der Umsatzerlöse der Österreichischen Post wurden im ersten Quartal 2021 78,2% des Umsatzes in Österreich erwirtschaftet. International ist die Österreichische Post mit 21,8% der Umsatzerlöse im ersten Quartal 2021 vertreten. Davon entfielen
auf die Türkei 12,8%, auf den Raum Südost- und Osteuropa 6,3% der Umsatzerlöse. In Deutschland wurden 2,7% der Umsatzerlöse generiert.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Q1 2020 | Q1 2021 | % | Mio EUR |
| UMSATZERLÖSE | 317,5 | 311,0 | –2,1 % | –6,6 |
| Briefpost & Business Solutions | 203,3 | 205,6 | 1,1% | 2,3 |
| Werbepost | 83,8 | 76,6 | –8,6% | –7,2 |
| Medienpost | 30,5 | 28,8 | –5,5% | –1,7 |
| Interne Leistungsverrechnung | 0,7 | 0,7 | 9,0% | 0,1 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 318,2 | 311,7 | –2,1 % | –6,5 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 316,4 | 309,5 | –2,2% | –6,9 |
Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 311,0 Mio EUR stammte zu 66,1% aus dem Bereich Briefpost & Business Solutions, zu 24,6% aus Werbepost und zu 9,3% aus Medienpost.
Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 205,6 Mio EUR im ersten Quartal 2021 um 1,1% über dem Niveau des Vorjahres. Die rückläufige Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen setzte sich fort. Darüber hinaus führten Lockdown-Maßnahmen und wirtschaftliche Einschränkungen bei Versendern zu reduzierten Umsatzerlösen. Die Entwicklung ist weiterhin geprägt von den aktuellen schwierigen Rahmenbedingungen. Positive Effekte auf die Umsatzerlöse hatten Sonderaussendungen im ersten Quartal 2021 sowie die Produkt- und Tarifanpassung der Briefpost mit 1. April 2020. Die internationale Briefpost zeigte Zuwächse, der Bereich Business Solutions einen leichten Umsatzrückgang im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Die Werbepost verzeichnete im ersten Quartal 2021 einen Umsatzrückgang von 8,6% auf 76,6 Mio EUR. Die Auswirkungen der COVID-19 bedingten behördlich angeordneten Geschäftsschließungen beschleunigen den strukturellen Rückgang in der Werbung besonders stark. Es gibt aktuell eine verringerte Visibilität und ein volatiles Werbegeschäft ist erkennbar.
Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, reduzierte sich im Periodenvergleich um 5,5% auf 28,8 Mio EUR. Dieser Rückgang ist ebenfalls überwiegend auf die COVID-19 Pandemie zurückzuführen.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Q1 2020 | Q1 2021 | % | Mio EUR |
| UMSATZERLÖSE | 174,5 | 323,7 | 85,5 % | 149,1 |
| Paket Premium | 100,1 | 217,2 | >100% | 117,1 |
| Paket Standard | 56,8 | 80,6 | 41,9% | 23,8 |
| Paket Sonstige Leistungen | 17,6 | 25,9 | 46,7% | 8,2 |
| Interne Leistungsverrechnung | 0,3 | 0,2 | –7,1% | 0,0 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 174,8 | 323,9 | 85,3 % | 149,1 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 173,1 | 319,0 | 84,3% | 145,9 |
Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2021 um 85,5% auf 323,7 Mio EUR. Die hervorragende Umsatzentwicklung im Paketgeschäft basiert unter anderem auf der guten Entwicklung durch
den anhaltenden E-Commerce-Trend in allen Märkten. In Österreich konnte die Österreichische Post trotz intensivem Wettbewerb und Preisdruck auch in dieser Berichtsperiode am Marktwachstum partizipieren. Die Unsicherheiten und Beschränkungen im Zuge der aktuellen COVID-19 Pandemie halten den Online-Handel weiterhin hoch. Darüber hinaus waren in der Berichtsperiode auch positive Sondereffekte durch Logistikdienstleistungen enthalten. Die Umsatzerlöse der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo, welche seit 25. August 2020 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss miteinbezogen wird, betrugen im ersten Quartal 2021 82,8 Mio EUR.
Die Entwicklung hin zu einer schnelleren Zustellung von Paketen ist als klarer Trend festzustellen. Insgesamt entfielen in den ersten drei Monaten der Berichtsperiode 67,1% des Divisionsumsatzes auf den Premium-Bereich (Zustellung erfolgt am Werktag nach der Aufgabe). Dies entspricht einem Anstieg von über 100% auf 217,2 Mio EUR im ersten Quartal 2021.
Der Anteil des Bereichs Paket Standard am Divisionsumsatz beträgt 24,9%. Im ersten Quartal 2021 verzeichnete dieser Bereich einen Zuwachs von 41,9% auf 80,6 Mio EUR.
Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet und auf den 8,0% des Divisionsumsatzes entfallen, wurden in den ersten drei Monaten 2021 Umsätze in Höhe von 25,9 Mio EUR generiert. Dies entspricht einem Anstieg von 46,7%.
Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im ersten Quartal 2021 61,9% der Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, mit einem Anstieg von 39,5% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. 38,1% der Divisionsumsätze entfielen auf das internationale Geschäft der Tochtergesellschaften in der Türkei (25,6%) sowie in Südost- und Osteuropa (12,5%). In der Türkei wurden im ersten Quartal 2021 Umsatzerlöse in Höhe von 82,8 Mio EUR generiert. Das Umsatzplus im wettbewerbsintensiven Raum Südost- und Osteuropa lag im ersten Quartal 2021 bei 31,2%, getrieben durch gestiegene Paketmengen aufgrund der COVID-19 Pandemie.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Q1 20201 | Q1 2021 | % | Mio EUR |
| UMSATZERLÖSE | 13,2 | 16,7 | 27,3 % | 3,6 |
| Filialdienstleistungen | 11,2 | 10,5 | –6,2% | –0,7 |
| Ergebnis aus Finanzdienstleistungen | 1,9 | 6,2 | >100% | 4,3 |
| Interne Leistungsverrechnung | 43,8 | 45,9 | 4,9% | 2,1 |
| UMSATZERLÖSE GESAMT | 56,9 | 62,6 | 10,1 % | 5,7 |
| davon Umsatzerlöse mit Dritten | 13,2 | 16,7 | 26,5% | 3,5 |
Das Zins- und Provisionsergebnis wird nunmehr in den Umsatzerlösen dargestellt. Im ersten Quartal 2020 wurde der Zins- und Provisionsaufwand im Aufwand für Finanzdienstleistungen ausgewiesen.
Der Umsatz der Division Filiale & Bank erreichte im ersten Quartal 2021 16,7 Mio EUR nach 13,2 Mio EUR im Jahr zuvor. In den Filialdienstleistungen waren höhere Umsatzerlöse aus Handelswaren und Filialprodukten enthalten, jedoch waren in der Vorperiode noch Servicevergütungen des ehemaligen Bankpartners inkludiert. In der
aktuellen Berichtsperiode beliefen sich die Filialdienstleistungen auf 10,5 Mio EUR. Das Ergebnis aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 6,2 Mio EUR im ersten Quartal 2021 zeigte eine positive Entwicklung. Die bank99 ist mit 1. April 2020 in den Markt gestartet.
| Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Q1 20201 | Q1 2021 | % | Mio EUR |
| UMSATZERLÖSE | 502,8 | 646,1 | 28,5 % | 143,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 13,3 | 22,2 | 66,7% | 8,9 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –127,0 | –185,6 | –46,1% | –58,6 |
| Personalaufwand | –253,5 | –303,5 | –19,7% | –50,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –70,3 | –80,5 | –14,6% | –10,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,0 | 0,2 | >100% | 0,3 |
| EBITDA | 65,3 | 99,0 | 51,5 % | 33,6 |
| Abschreibungen | –32,0 | –39,2 | –22,5% | –7,2 |
| EBIT | 33,3 | 59,8 | 79,2 % | 26,4 |
| Finanzergebnis | 1,1 | 2,4 | >100% | 1,3 |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 34,5 | 62,2 | 80,3 % | 27,7 |
| Ertragsteuern | –8,3 | –12,3 | –48,2% | –4,0 |
| PERIODENERGEBNIS | 26,2 | 49,9 | 90,5 % | 23,7 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 28,6 | 48,1 | 68,2% | 19,5 |
| Nicht beherrschende Anteile | –2,4 | 1,8 | >100% | 4,2 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)2 | 0,42 | 0,71 | 68,2 % | 0,29 |
1 Das Zins- und Provisionsergebnis wird nunmehr in den Umsatzerlösen dargestellt. Im ersten Quartal 2020 wurde der Zins- und Provisionsaufwand im Aufwand für Finanzdienstleistungen ausgewiesen.
2 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (47,0%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (28,7%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (12,5%). Weiters entfielen 6,1% auf Abschreibungen. Die Vergleichbarkeit der einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit der Vorjahresperiode ist durch die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo seit 25. August 2020 nur eingeschränkt gegeben.
Der Personalaufwand belief sich im ersten Quartal 2021 auf 303,5 Mio EUR, was einem Anstieg von 19,7% bzw. 50,0 Mio EUR entspricht. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der Aras Kargo, lag der Personalaufwand in Summe um 12,3% bzw. 31,3 Mio EUR über dem Niveau des Vorjahres, größtenteils bedingt durch den höheren Personalbedarf aufgrund der gestiegenen Paketmengen.
Der operative Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode aufgrund der Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo sowie Mehraufwendungen durch das gestiegene Paketgeschäft. Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den
ersten drei Monaten 2021 durchschnittlich 27.541 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 20.231 Mitarbeiter tätig waren (+36,1%).
Zusätzlich zu den operativen Personalaufwendungen umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post grundsätzlich auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind. Im nicht-operativen Personalaufwand des ersten Quartals 2021 ergab sich ein höherer Rückstellungsbedarf als in der Periode des Jahres zuvor.
Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 46,1% auf 185,6 Mio EUR, auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der Aras Kargo, lag der Materialaufwand um 14,7% über dem Niveau des Vorjahres. Die Erhöhung ist überwiegend auf vermehrte Transportaufwendungen durch die enormen Paketmengen zurückzuführen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im ersten Quartal 2021 um 66,7% auf 22,2 Mio EUR. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der Aras Kargo, lagen die sonstigen betrieblichen Erträge um 41,0% über dem Niveau des Vorjahres. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 14,6% auf
80,5 Mio EUR, auf vergleichbarer Basis lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 5,3% über dem ersten Quartal des Vorjahres und betrafen im Wesentlichen EDV-Dienstleistungen und Instandhaltungen.
Das EBITDA lag mit 99,0 Mio EUR um 51,5% über dem Vorjahr von 65,3 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge von 15,3%. Die Erhöhung ist ein Resultat der hervorragenden Paket-Umsatzentwicklung in allen Märkten.
Die Abschreibungen lagen mit 39,2 Mio EUR um 22,5% bzw. 7,2 Mio EUR über dem Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die neuen Standorte für die PaketLogistikinfrastruktur sowie auf die Vollkonsolidierung der Aras Kargo zurückzuführen.
Das EBIT stieg von 33,3 Mio EUR auf 59,8 Mio EUR im ersten Quartal 2021. Die EBIT-Marge betrug 9,2%.
Das Finanzergebnis des Konzerns in Höhe von 2,4 Mio EUR war um 1,3 Mio EUR über dem Niveau des ersten Quartals 2020. Somit ergab sich, nach Abzug der Ertragssteuern von 12,3 Mio EUR, ein Periodenergebnis von 49,9 Mio EUR (+90,5%). Das unverwässerten Ergebnis je Aktie betrug 0,71 EUR im Vergleich zu 0,42 EUR in der Vorjahresperiode.
| Veränderung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Q1 2020 | Q1 2021 | % | Mio EUR | Marge Q1 20211 |
|
| EBIT | 33,3 | 59,8 | 79,2 % | 26,4 | 9,2 % | |
| Brief & Werbepost | 46,9 | 45,5 | –3,0% | –1,4 | 14,6% | |
| Paket & Logistik | 8,7 | 35,8 | >100% | 27,1 | 11,1% | |
| Filiale & Bank | –16,4 | –18,4 | –12,4% | –2,0 | – | |
| Corporate/Konsolidierung2 | –5,8 | –3,1 | 46,5% | 2,7 | – |
1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt
Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren
Das EBIT des ersten Quartals 2021 in Höhe von 59,8 Mio EUR (+79,2%) war positiv beeinflusst durch die hervorragende Paket-Umsatzentwicklung in allen Märkten, verstärkt durch die COVID-19 Pandemie und den behördlichen Maßnahmen. Weiters wirkte die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo seit 25. August 2020 positiv auf das Quartalsergebnis.
Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in den ersten drei Monaten 2021 ein EBIT von 45,5 Mio EUR. Der Rückgang von 3,0% gegenüber dem Vorjahr ist auf den Umsatzentfall des Briefund Werbegeschäfts aufgrund der COVID-19 Pandemie zurückzuführen. Positiv wirkten die Produkt- und Tarifanpassung der Briefpost mit 1. April 2020 sowie Sonderaussendungen in der aktuellen Berichtsperiode.
Die Division Paket & Logistik zeigte Umsatzwachstum bei hohem Wettbewerbs- und Margendruck und erwirtschaftete ein EBIT von 35,8 Mio EUR im ersten Quartal 2021. Das entspricht einer Steigerung von 27,1 Mio EUR gegenüber der Vorjahresperiode. Ein Ergebnisplus aufgrund der hervorragenden Umsatzentwicklung war in allen Märkten zu verzeichnen, insbesondere wirkten sich die
Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo sowie Sondereffekte bei Logistikdienstleistungen positiv auf das Divisionsergebnis aus.
Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von minus 18,4 Mio EUR im ersten Quartal 2021 nach minus 16,4 Mio EUR im Jahr zuvor. Seit dem Start der bank99 ist ein positiver Ergebnistrend aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft erkennbar. Negativ auf das Ergebnis wirkte eine Personalrückstellung im Filialnetz.
Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) veränderte sich von minus 5,8 Mio EUR auf minus
3,1 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post Arbeitsmarkts.
Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich vor allem an hohen liquiden Mitteln und der soliden Veranlagung von Zahlungsmitteln mit möglichst geringem Risiko.
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag per 31. März 2021 bei 2.761,2 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen von 1.114,2 Mio EUR die größte Bilanzposition und inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von 310,3 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle Vermögenswerte von 93,2 Mio EUR, die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind per Ende des ersten Quartals 2021 mit 63,8 Mio EUR ausgewiesen. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe von 409,6 Mio EUR ausgewiesen, die kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 331,5 Mio EUR enthalten. Andere finanzielle Vermögenswerte beliefen sich zum 31. März 2021 auf 106,7 Mio EUR. Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen lagen per Ende des ersten Quartals 2021 bei 644,9 Mio EUR und resultieren größtenteils aus dem Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 sowie aus der Abwicklung der Barauszahlungen für Dritte (z. B. Pensionen).
Die Österreichische Post hielt zum 31. März 2021 Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen im Wert von 101,3 Mio EUR (exkl. bank99), die in den Anderen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind. Die von der Österreichischen Post gehaltenen Wertpapiere sowie die Geldmarktveranlagungen besitzen ein Investment-Grade-Rating bzw. eine vergleichbare Bonität, weshalb von einer kurzfristigen Liquidierbarkeit dieser Anteile ausgegangen werden kann. Aus der Bilanz ist ersichtlich, dass die Österreichische Post zum 31. März 2021 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 130,4 Mio EUR verfügte. Der Finanzmittelbestand inklusive der Geldmarkt- und Wertpapierveranlagungen und exklusive Finanzmittelbestand der bank99 betrug zum 31. März 2021 231,7 Mio EUR. Der Finanzmittelbestand der bank99 betrug zum Stichtag 31. März 2021 631,5 Mio EUR und war überwiegend bei der Österreichischen Nationalbank veranlagt. Inklusive dem Finanzmittelbestand der bank99 betrug der Wert zum 31. März 2021 863,1 Mio EUR.
Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen Post-Konzerns zum 31. März 2021
bei 701,7 Mio EUR (Eigenkapitalquote von 25,4%). Weiters sind auf der Passivseite Rückstellungen von 660,5 Mio EUR per Ende März 2021 ausgewiesen. Bei rund 75% der Rückstellungen handelt es sich um Personalrückstellungen. So entfielen 191,0 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Weitere 193,7 Mio EUR betrafen gesetzlich und vertraglich verpflichtende Sozialkapitalrückstellungen (Abfertigungen und Jubiläumsgelder) sowie 107,3 Mio EUR sonstige Personalrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 168,5 Mio EUR und enthalten Verpflichtungen für etwaige Ersatzleistungen im Zusammenhang mit gutgeschriebenen Rückforderungsansprüchen aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten. Andere finanzielle Verbindlichkeiten beliefen sich auf 314,4 Mio EUR und beinhalten Leasingverbindlichkeiten von 312,4 Mio EUR. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges von 510,0 Mio EUR sind im Wesentlichen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 210,5 Mio EUR enthalten. Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 574,8 Mio EUR enthalten im Wesentlichen das Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99.
| Mio EUR | Q1 20201 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 72,0 | 108,9 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 96,7 | 124,1 |
| davon finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (Core Banking Assets) | 26,1 | 39,0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 1,0 | –6,4 |
| davon Maintenance CAPEX | –9,9 | –13,7 |
| davon Growth CAPEX | –12,0 | –4,7 |
| davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen | 5,4 | –1,1 |
| davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | 20,0 | 10,0 |
| davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit | –2,5 | 3,0 |
| Free Cashflow | 97,7 | 117,6 |
| OPERATIVER FREE CASHFLOW2 | 58,2 | 74,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –11,5 | –42,1 |
| davon Ausschüttungen | –0,7 | –2,8 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 86,2 | 74,7 |
1 Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen wurde angepasst. Der Finanzmittelbestand beinhaltet nunmehr auch Forderungen an Kreditinstitute aus dem bankeigenen Zahlungsverkehr, die im Vorjahr als Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen wurden.
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets
Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Quartal 2021 108,9 Mio EUR nach 72,0 Mio EUR im ersten Quartal 2020 (+51,3%). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit lag mit 124,1 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 96,7 Mio EUR. Hier sind als größter Effekt die finanziellen Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (Core Banking Assets) der bank99 zu nennen, die mit 39,0 Mio EUR positiv
wirkten. In den Core Banking Assets sind jene Posten zusammengefasst, die aus dem Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 resultieren.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten drei Monaten 2021 auf minus 6,4 Mio EUR nach 1,0 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Die Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free Cashflows, um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten und daraus die Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative Free Cashflow belief sich nach Abzug der Core Banking Assets auf 74,4 Mio EUR in der aktuellen Berichtsperiode nach 58,2 Mio EUR im ersten Quartal des Vorjahres.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte in den ersten drei Monaten 2021 minus 42,1 Mio EUR nach minus 11,5 Mio EUR im Vorjahr.
Die Investitionen des Österreichischen Post-Konzerns beliefen sich im ersten Quartal 2021 in Summe auf 27,2 Mio EUR, wobei 7,5 Mio EUR auf Zugänge von Nutzungsrechten aufgrund von IFRS 16 entfielen. In der Berichtsperiode entfielen 24,9 Mio EUR auf Investitionen in Sachanlagen und 2,3 Mio EUR auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. Der wesentliche Anteil der Investitionen wurde im Rahmen des Kapazitätserweiterungsprogramms zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich getätigt.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter der Österreichischen Post lag im ersten Quartal 2021 bei 27.541 Vollzeitkräften. Dies entspricht einem Anstieg des Personalstands gegenüber dem Vorjahresquartal um 7.310 Vollzeitkräfte, wobei der Großteil auf die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo zurückzuführen ist (6.502 Vollzeitkräfte). Die Mehrheit der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.590 Vollzeitkräfte).
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften | Q1 2020 | Q1 2021 | Anteil Q1 2021 |
|---|---|---|---|
| Brief & Werbepost | 878 | 867 | 3,1% |
| Paket & Logistik | 2.648 | 9.246 | 33,6% |
| Filiale & Bank | 2.108 | 1.997 | 7,3% |
| Corporate | 1.550 | 2.016 | 7,3% |
| OPERATIVE DIVISIONEN | 7.184 | 14.126 | 51,3 % |
| Logistiknetzwerk | 13.047 | 13.415 | 48,7% |
| KONZERN | 20.231 | 27.541 | 100 % |
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode am 31. März 2021 bekannt.
Als international tätiges Logistik- und Dienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post-Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Die Österreichische Post ist bemüht, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Bedeutende Risiken wie Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken (Environmental, Social, Governance – ESG), E-Substitution klassischer Briefsendungen, Personalkosten- und Struktur der Dienstverhältnisse, Umsetzung Tarifgestaltung, Rückgang bei Werbemengen, Paketmarkt, Kostenrisiko Logistik, Logistikbeteiligungen, Finanzdienstleistungen – bank99, Türkei – Aras Kargo, Finanzrisiken, technische und Cyber-Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, Corona-Pandemie sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2020 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2020, Konzernlagebericht Kapitel 4 und 5, Konzernabschluss Kapitel 10.2 und 10.3). An selber Stelle im Geschäftsbericht finden sich auch die bedeutenden Chancen wieder – Erweiterung und Adaptierung des Produktportfolios im
Segment Brief & Werbepost sowie Paket gemäß den Kund*innenanforderungen, Ausbau des Leistungsangebots im physischen und elektronischen Bereich, ein langsameres Voranschreiten der E-Substitution, wachsender Online-Handel (insbesondere Paketmarkt und Beteiligung Post E-Commerce), Wettbewerbsvorteile durch Qualität und Kostenstruktur, Personalkostenoptimierungen, ausländische Beteiligungen im Paketsektor (insbesondere Aras Kargo) und Ausbau des Online- und Selbstbedienungsangebotes.
Die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres waren weiterhin geprägt durch die COVID-19 Pandemie und die von den meisten Regierungen weltweit gesetzten Eindämmungsmaßnahmen. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kund*innen der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen und Werbesendungen. Insbesondere umfassende oder partielle Lockdown-Maßnahmen haben eine negative Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit. Länger andauernde konjunkturelle Schwächephasen oder negatives Wachstum in einzelnen Branchen können massive Einsparungserfordernisse großer Kund*innengruppen hervorrufen und sich somit negativ auf den Umsatz auswirken. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben.
Klassische Briefsendungen und auch die Werbepost stehen zunehmend aufgrund elektronischer Kommunikationsformen unter Druck. Die COVID-19 Pandemie erhöht diesen Druck weiter. Die verstärkte Nutzung elektronischer Kommunikationsformen könnte aufgrund eines Gewöhnungseffekts die E-Substitution nachhaltig beschleunigen. Der Paketmarkt wurde vom Online-Shopping-Trend auch im ersten Quartal 2021 stark positiv beeinflusst. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend nachhaltig verfestigt. Gleichzeitig weiten Marktteilnehmer*innen ihre Aktivitäten aus, um mehr an diesem Wachstum zu partizipieren. Der Online-Shopping-Trend ist auch international ungebremst zu beobachten, wovon auch die internationalen Konzerngesellschaften profitieren.
In diesem Zusammenhang ist insbesondere die türkische Tochtergesellschaft Aras Kargo zu nennen. Die Türkei ist ein sehr attraktiver, dynamischer und stark wachsender Markt und bietet ein besonders großes Chancenpotenzial, dies hat sich auch im ersten Quartal 2021 deutlich gezeigt. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt. Demgegenüber steht das Risiko, dass durch die volatilen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen in der Türkei sich wirtschaftliche Parameter zum Nachteil der Post entwickeln könnten. Während sich der
Wechselkurs durch die Umrechnung im Post-Ergebnis bemerkbar macht, können Inflationsentwicklungen das Geschäft vor Ort beeinflussen. Das Geschäft der Aras Kargo ist personalintensiv, eine nachteilige Entwicklung der Personalkosten könnte sich daher negativ auf das Ergebnis auswirken.
Im Filialnetz arbeitet die Österreichische Post seit vielen Jahren mit strategischen Partner*innen im Telekom- und Finanzbereich zusammen. Insbesondere das Finanzdienstleistungsgeschäft ist einem strukturellen Wandel durch veränderte Kund*innenbedürfnisse unterworfen. Um diesen Kund*innenbedürfnissen nach Finanzdienstleistungen besser nachkommen zu können, hat die bank99 im April 2020 den operativen Betrieb aufgenommen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der bank99 ist von zwei wesentlichen Faktoren abhängig, dem Kund*innenhochlauf und dem Angebot an Eigen- und Fremdprodukten. Es besteht hinsichtlich des Kund*innenhochlaufs das Risiko, dass sich dieser nach der anfänglichen positiven Entwicklung verzögert oder abflacht. Hinsichtlich der Eigen- und Fremdprodukte gibt es zwei Risikoaspekte. Einerseits könnte sich der zeitliche Ablauf der Produktangebote verzögern, andererseits könnte die Produktpalette hinter den Erwartungen bleiben. Alle genannten Risikoaspekte könnten dazu führen, dass das Ergebnis der bank99 sich nicht entsprechend der Erwartungen der Post entwickelt. Ziel ist es, im Jahr 2023 eine weitgehende Breakeven-Situation zu erreichen.
Des Weiteren ist das Geschäftsmodell der Österreichischen Post von einer hohen Personalkostentangente geprägt. Eine Planabweichung im Bereich Löhne und Gehälter kann zu nachteiligen Auswirkungen führen. In Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung der Kund*innensegmente ist auch der Personalstand einer Schwankungsbreite unterworfen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken kann.
Die Österreichische Post ist – als kritische Infrastruktur des Landes – verpflichtet, den operativen Betrieb aufrechtzuerhalten. Es können in diesem Zusammenhang Mehrkosten entstehen, die über die derzeitigen Erwartungen hinausgehen und das operative Ergebnis noch stärker belasten.
Alle erwähnten Risiken, insbesondere jene durch die COVID-19 Maßnahmen, können zu erheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen – beispielsweise auch durch diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen – führen bzw. die Anpassung von Wertansätzen notwendig machen. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.
Das Jahr 2021 ist weiterhin von den Belastungen der COVID-19 Pandemie und den Folgen diverser Lockdown-Maßnahmen geprägt. Es ist im Laufe des Jahres mit einer wirtschaftlichen Erholung zu rechnen, einige Kund*innensegmente werden jedoch weiterhin von Einschränkungen betroffen bleiben. Dies bedeutet weiter eine erhöhte Volatilität als auch reduzierte Visibilität in der kurzfristigen Umsatz- und Ergebnisprognose.
Die Österreichische Post erwartet für 2021 in Summe ein Umsatzwachstum von über 10%, das vorrangig auf das gestiegene Paketgeschäft zurückzuführen ist.
Der Umsatz der Division Paket & Logistik könnte 2021 um ca. 25% ansteigen. Nach dem starken organischen Wachstum des Vorjahres sollten weitere Zuwächse im heurigen Jahr möglich sein. Darüber hinaus trägt die türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo positiv zu den Konzernumsatzerlösen bei (Vollkonsolidierung seit 25. August 2020).
Die Division Brief & Werbepost ist hingegen von der Pandemie und den Lockdown-Maßnahmen sowie durch mögliche negative wirtschaftliche Folgen bei diversen Kund*innen betroffen. Der Volumenrückgang bei klassischen Briefen sollte 2021 in der Größenordnung von ca. 5% bleiben. Der Rückgang bei Werbe- und Medienpost wird erwartungsgemäß höher ausfallen. In Summe wird für 2021 – abhängig von der pandemischen Entwicklung – mit einer stabilen bis leicht rückläufigen Umsatzentwicklung gerechnet.
Die Umsatzentwicklung der im April 2020 gestarteten bank99 sollte sich im Laufe des Jahres 2021 hingegen stetig verbessern.
Für das laufende Geschäftsjahr peilen wir eine Ergebnisverbesserung von etwa 15% an (Basis EBIT 2020:
161 Mio EUR). In der Division Brief & Werbepost ist mit einer stabilen bis leicht rückläufigen Ergebnissituation zu rechnen, während in der Division Paket & Logistik ein Ergebnisplus von ca. 25% erwartet wird.
Auch die Division Filiale & Bank sollte sich mit steigenden Umsätzen auch im operativen Ergebnis verbessern.
Das Paketwachstum 2020 und auch 2021 zeigt wie wichtig es ist, die notwendigen Kapazitäten rechtzeitig zur Verfügung zu haben. Rekord-Paketmengen konnten in den letzten Quartalen mit guter Qualität bewältigt werden. Dies soll auch bei absehbaren Mengensteigerungen in den nächsten Jahren so sein. Das Investitionsprogramm der Österreichischen Post wird daher weiter forciert. Bis Ende 2022 soll die Sortierkapazität um weitere 30% ausgebaut werden. Ziel der Österreichischen Post ist es, sowohl hinsichtlich Qualität der Leistungserbringung als auch Effizienz und Geschwindigkeit die Spitzenposition in Österreich auszubauen.
Zusätzlich zu Instandhaltungsinvestitionen (Maintenance CAPEX) in der nunmehrigen Größenordnung von rund 70 bis 80 Mio EUR in Österreich sind wiederum mehr als 60 Mio EUR an Wachstumsinvestitionen (Growth CAPEX) in Österreich vorgesehen. Darüber hinaus sind Erweiterungen bzw. Zukäufe von Grundstücken in Höhe von ca. 20 Mio EUR für die Logistikinfrastruktur zu erwarten sowie auch Investitionen in den internationalen Beteiligungen in der Höhe von rund 20 bis 30 Mio EUR.
Ziel der Österreichischen Post ist es auch weiterhin, Wachstum und Dividendenstärke zu vereinen. Die sich bietenden Wachstumschancen werden durch entsprechende Strukturinvestitionen abgesichert. Darüber hinaus soll der operativ erwirtschaftete Cashflow auch weiterhin die notwendigen Basisinvestitionen als auch eine attraktive Dividendenpolitik gewährleisten.
Wien, am 3. Mai 2021
Der Vorstand
DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender
DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen
DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik
| Umsatzerlöse 502,8 646,1 davon Ergebnis aus Finanzdienstleistungen 1,9 6,1 Sonstige betriebliche Erträge 13,3 22,2 516,1 668,3 GESAMTE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –127,0 –185,6 Personalaufwand –253,5 –303,5 Abschreibungen –32,0 –39,2 Sonstige betriebliche Aufwendungen –70,3 –80,5 –482,8 –608,8 GESAMTE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,0 0,2 33,3 59,8 ERGEBNIS VOR FINANZERGEBNIS UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) Finanzerträge 4,5 4,8 Finanzaufwendungen –3,4 –2,4 1,1 2,4 FINANZERGEBNIS 34,5 62,2 ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN Ertragsteuern –8,3 –12,3 26,2 49,9 PERIODENERGEBNIS ZUZURECHNEN AN: Aktionär*innen des Mutterunternehmens 28,6 48,1 Nicht beherrschende Anteile –2,4 1,8 |
Mio EUR | Q1 2020 angepasst1 |
Q1 2021 |
|---|---|---|---|
| UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE | 0,42 | 0,71 |
|---|---|---|
| VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE | 0,42 | 0,71 |
Im 'davon' Vermerk zu den Umsatzerlösen wird nunmehr das Zins- und Provisionsergebnis als Ergebnis aus Finanzdienstleistungen dargestellt. Im ersten Quartal 2020 wurde der Zins- und Provisionsaufwand im Aufwand für Finanzdienstleistungen ausgewiesen.
Um das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) als wesentliche Steuerungsgröße im Konzern zu zeigen wurde eine Zwischensumme eingezogen.
Aufwendungen für Fremdpersonal und Zeitarbeitskräfte wurden in den Vorjahren überwiegend unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Aufwendungen für Fremdpersonal und Zeitarbeitskräfte, die in direktem Zusammenhang mit der Erbringung von Leistungen stehen, werden nunmehr unter Materialaufwand und Aufwand für bezogene
Leistungen erfasst.
| Mio EUR | Q1 2020 | Q1 2021 |
|---|---|---|
| PERIODENERGEBNIS | 26,2 | 49,9 |
| POSTEN, DIE NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN: |
||
| Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe | –1,1 | –6,2 |
| SUMME DER POSTEN, DIE UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN | –1,1 | –6,2 |
| SONSTIGES ERGEBNIS | –1,1 | –6,2 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 25,1 | 43,7 |
| ZUZURECHNEN AN: | ||
| Aktionär*innen des Mutterunternehmens | 27,5 | 43,2 |
| Nicht beherrschende Anteile | –2,4 | 0,6 |
| Mio EUR | 31.12.2020 | 31.03.2021 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 61,4 | 63,8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 96,9 | 93,2 |
| Sachanlagen | 1.137,2 | 1.114,2 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 74,4 | 75,3 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 11,4 | 7,8 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 5,4 | 5,4 |
| Sonstige Forderungen | 10,6 | 16,1 |
| Latente Steueransprüche | 48,0 | 48,9 |
| 1.445,3 | 1.424,5 | |
| FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken | 568,1 | 621,2 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 10,8 | 10,2 |
| Forderungen an Kund*innen | 1,7 | 2,9 |
| Finanzanlagen | 0,3 | 0,3 |
| Sonstige | 8,7 | 10,3 |
| 589,5 | 644,9 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 110,6 | 101,3 |
| Vorräte | 15,5 | 16,9 |
| Vertragsvermögenswerte | 4,4 | 5,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 369,1 | 393,5 |
| Steuererstattungsansprüche | 37,1 | 44,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 108,2 | 130,4 |
| 644,9 | 691,8 | |
| ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE | 0,5 | 0,0 |
| 2.680,2 | 2.761,2 |
| Mio EUR | 31.12.2020 | 31.03.2021 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| EIGENKAPITAL | ||
| Grundkapital | 337,8 | 337,8 |
| Kapitalrücklagen | 91,0 | 91,0 |
| Gewinnrücklagen | 231,4 | 279,5 |
| Andere Rücklagen | –32,8 | –37,7 |
| EIGENKAPITAL DER AKTIONÄR*INNEN DES MUTTERUNTERNEHMENS | 627,4 | 670,5 |
| NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE | 27,6 | 31,2 |
| 655,0 | 701,7 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Rückstellungen | 360,4 | 369,0 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 274,1 | 265,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 50,4 | 48,5 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 5,4 | 5,0 |
| Latente Steuerschulden | 4,1 | 4,7 |
| 694,4 | 692,3 | |
| FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11,8 | 1,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kund*innen | 519,5 | 571,1 |
| Sonstige | 1,5 | 2,1 |
| 532,9 | 574,8 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||
| Rückstellungen | 272,1 | 291,5 |
| Steuerschulden | 2,6 | 6,4 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 77,6 | 49,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 416,4 | 412,3 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 29,2 | 32,9 |
| 797,9 | 792,5 | |
| 2.680,2 | 2.761,2 |
| Mio EUR | Q1 2020 angepasst1 |
Q1 2021 |
|---|---|---|
| GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 34,5 | 62,2 |
| Abschreibungen | 32,0 | 39,2 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,0 | –0,2 |
| Rückstellungen unbar | 6,4 | 16,2 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | –0,9 | –8,4 |
| CASHFLOW AUS DEM ERGEBNIS | 72,0 | 108,9 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 44,1 | –21,6 |
| Vorräte | 0,1 | –0,2 |
| Vertragsvermögenswerte | 2,0 | –1,1 |
| Rückstellungen | –0,3 | 12,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | –30,4 | –1,4 |
| Vertragsverbindlichkeiten | –3,9 | 3,4 |
| Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen | 26,1 | 39,0 |
| Gezahlte Steuern | –13,1 | –15,7 |
| CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 96,7 | 124,1 |
| INVESTITIONSTÄTIGKEIT | ||
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | –3,8 | –3,9 |
| Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | –21,9 | –18,3 |
| Verkauf von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1,0 | 5,8 |
| Erwerb von Tochterunternehmen/nicht beherrschenden Anteilen/Geschäftseinheiten | –0,9 | –1,1 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –0,3 | 0,0 |
| Verkauf von sonstigen Finanzinstrumenten | 6,5 | 0,0 |
| Erwerb von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | –50,0 | –10,0 |
| Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen | 70,0 | 20,0 |
| Gewährte Darlehen | 0,0 | 0,1 |
| Erhaltene Zinsen und Wertpapiererträge | 0,4 | 1,1 |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | 1,0 | –6,4 |
Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen wurde angepasst. Der Finanzmittelbestand beinhaltet nunmehr auch Forderungen an Kreditinstitute aus dem bankeigenen Zahlungsverkehr, die im Vorjahr als Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen wurden. Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden nunmehr in einer Zeile ausgewiesen.
FREE CASHFLOW 97,7 117,6
Konzernbilanz/Konzern-Cashflow-Statement
19
| Mio EUR | Q1 2020 angepasst1 |
Q1 2021 |
|---|---|---|
| FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | ||
| Tilgung langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile) | –9,8 | –12,2 |
| Veränderung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | 0,2 | –30,2 |
| Ausschüttungen | –0,7 | –2,8 |
| Gezahlte Zinsen | –1,2 | –1,4 |
| Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteilen | 0,0 | 4,5 |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | –11,5 | –42,1 |
| Währungsdifferenzen im Finanzmittelbestand | 0,0 | –0,8 |
| VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDS | 86,2 | 74,7 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner | 103,5 | 687,1 |
| FINANZMITTELBESTAND AM 31. MÄRZ | 189,7 | 761,9 |
Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen wurde angepasst. Der Finanzmittelbestand beinhaltet nunmehr auch Forderungen an Kreditinstitute aus dem bankeigenen Zahlungsverkehr, die im Vorjahr als Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen ausgewiesen wurden. Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen werden nunmehr in einer Zeile ausgewiesen.
| Mio EUR | Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Andere Rücklagen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| IAS 19 Rücklage |
FVOCI Rücklage |
Währungs um rechnungs rücklage |
Eigen kapital der Aktionär* innen des Mutter unter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
||||
| STAND AM 1. JÄNNER 2020 | 337,8 | 91,0 | 303,3 | –25,6 | –14,2 | –2,1 | 690,3 | 10,4 | 700,7 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 28,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 28,6 | –2,4 | 26,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –1,1 | –1,1 | 0,0 | –1,1 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 0,0 | 0,0 | 28,6 | 0,0 | 0,0 | –1,1 | 27,5 | –2,4 | 25,1 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,7 | –0,7 |
| Einzahlungen an Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen |
0,0 | 0,0 | –2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –2,0 | 2,0 | 0,0 |
| TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMER*INNEN |
0,0 | 0,0 | –2,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –2,0 | 1,3 | –0,7 |
| STAND AM 31. MÄRZ 2020 | 337,8 | 91,0 | 329,9 | –25,6 | –14,2 | –3,2 | 715,7 | 9,4 | 725,1 |
| Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Andere Rücklagen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Grund kapital |
IAS 19 Rücklage |
FVOCI Rücklage |
Währungs um rechnungs rücklage |
Eigen kapital der Aktionär* innen des Mutter unter nehmens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
||
| STAND AM 1. JÄNNER 2021 | 337,8 | 91,0 | 231,4 | –28,0 | 0,6 | –5,4 | 627,4 | 27,6 | 655,0 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 48,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 48,1 | 1,8 | 49,9 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –4,9 | –4,9 | –1,2 | –6,2 |
| GESAMTPERIODENERGEBNIS | 0,0 | 0,0 | 48,1 | 0,0 | 0,0 | –4,9 | 43,2 | 0,6 | 43,7 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –1,5 | –1,5 |
| Einzahlungen an Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 4,5 | 4,5 |
| TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMER*INNEN |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,0 | 3,0 |
| STAND AM 31. MÄRZ 2021 | 337,8 | 91,0 | 279,5 | –28,0 | 0,6 | –10,3 | 670,5 | 31,2 | 701,7 |
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Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen
Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 11. Mai 2021
Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 21897 E: [email protected] I: post.at/pr
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