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Österreichische Post AG

Quarterly Report Nov 13, 2020

752_10-q_2020-11-13_ef32f242-80d3-4ee6-a853-82051e2004b4.pdf

Quarterly Report

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Angekommen:

Von mir für Dich

Ganz persönlich. Die Post

ÖSTERREICHISCHE POST Zwischenbericht für die ersten drei Quartale 2020

Überall, selbstverständlich, verlässlich.

02 Highlights Q1–3 2020

Umsatz

  • _ Umsatzanstieg im Q1–3 2020 um 2,4% auf 1.497,9 Mio EUR (Q3 2020 mit +7,3% auf 516,0 Mio EUR)
  • _ Gutes Paketwachstum (+31,9%) kompensiert Brief- und Werberückgang (–9,0%)

Ergebnis

  • _ EBIT des Logistikgeschäfts (exkl. Division Filiale & Bank) in Q1–3 2020 von 118,7 Mio EUR (–10,0%) _ Division Brief & Werbepost mit Ergebnisrückgang von 22,2 Mio EUR (–17,2%)
  • _ Division Paket & Logistik mit Ergebnisanstieg von 11,3 Mio EUR (+52,9%)
  • _ Konzern-EBIT in Q1–3 2020 um –37,4% auf 81,4 Mio EUR (Q3 2020 mit +48,5% auf 33,2 Mio EUR) _ Division Filiale & Bank durch Aufbaukosten bank99 mit Ergebnis von –37,3 Mio EUR

Cashflow und Bilanz

  • _ Operativer Free Cashflow in Q1–3 2020 von 94,6 Mio EUR unter Niveau des Vorjahres (–38,3%)
  • _ Bilanzsumme von 2.427,4 Mio EUR durch Aufbau der bank99 und Vollkonsolidierung Aras Kargo gestiegen (+18,8%)

Ausblick 2020

_ Umsatzanstieg von über 3% erwartet und EBIT des Logistikgeschäfts von etwa 170 Mio EUR prognostiziert

Kennzahlenüberblick

Mio EUR Q1–3 2019 Q1–3 2020 Veränderung
ERTRAGSLAGE 1.462,2 1.497,9 2,4 %
UMSATZERLÖSE
EBITDA
215,9 179,9 –16,7%
EBITDA-Marge 14,8% 12,0%
EBIT 130,0 81,4 –37,4 %
EBIT-Marge 8,9% 5,4%/8,2%1
Periodenergebnis 100,1 64,5 –35,6%
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)2 1,48 1,03 –30,2 %
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 20.367 21.407 5,1%
CASHFLOW
Cashflow aus dem Ergebnis
215,3 191,8 –10,9%
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 228,6 518,5 >100 %
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) –100,1 –61,6 38,4%
Free Cashflow 49,8 581,0 >100%
OPERATIVER FREE CASHFLOW3 153,2 94,6 –38,3 %
Mio EUR 31. Dezember 2019 30. September 2020 Veränderung
BILANZ
Bilanzsumme
2.042,9 2.427,4 18,8%
Eigenkapital 700,7 608,4 –13,2%
Nettofinanzverschuldung 326,54 464,3 42,2%
EIGENKAPITALQUOTE 34,3 % 25,1 %
Capital Employed 961,34 1.010,3 5,1%

1 EBIT-Marge des Logistikgeschäfts von 8,2 % (exkl. Division Filiale & Bank)

Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

3 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets; Q1–3 2019: 153,2 Mio EUR exklusive Einzahlungen aus dem

Immobilienprojekt Neutorgasse iHv 30,3 Mio EUR

4 Angepasste Darstellung

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Das Jahr 2020 stellt viele Unternehmen weltweit und so auch die Österreichische Post vor große Herausforderungen. Besonders das zweite Quartal verursachte durch die behördlichen Lockdown-Bestimmungen und Restriktionen große wirtschaftliche Herausforderungen. Im dritten Quartal war ein verbessertes Marktumfeld erkennbar, die Unsicherheit und Volatilität in manchen Segmenten bleibt jedoch hoch. Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis der ersten drei Quartale 2020 zufriedenstellend verlaufen.

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2020 um 2,4% auf 1.497,9 Mio EUR. Dabei konnte das Wachstum im Paketbereich – unterstützt durch die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo – die Rückgänge der Division Brief & Werbepost sowie der Division Filiale & Bank kompensieren. In der Division Brief & Werbepost verbesserte sich die Entwicklung vom Tiefpunkt im zweiten Quartal, in Summe war in den ersten neun Monaten 2020 ein Umsatzrückgang um 9,0% auf 883,3 Mio EUR zu verzeichnen. Nach dem Lockdown-bedingten Entfall von Brief- und Werbesendungen vorwiegend im April 2020 zeigte sich im dritten Quartal ein von erhöhter Volatilität und Unsicherheit geprägtes Bild, insbesondere adressierte Sendungen bleiben unter dem langjährigen Trend. Die Division Paket & Logistik verzeichnete in den ersten neun Monaten 2020 einen Umsatzanstieg um 31,9% auf 576,6 Mio EUR. Basis dafür bildet das – gerade unter COVID-19 Bedingungen – hohe organische Paketwachstum, unterstützt durch Mehrmengen aufgrund der Kooperation mit der Deutsche Post DHL Group seit August 2019. Zur guten Umsatzentwicklung beigetragen hat auch die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo per 25. August 2020 mit 23,9 Mio EUR.

Ergebnisseitig hat sich die unterschiedliche Entwicklung im Brief- und Paketbereich aufgrund der hohen Fixkostenintensität des Briefgeschäfts negativ ausgewirkt. Die Division Brief & Werbepost verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2020 einen Ergebnisrückgang von 22 Mio EUR während die Division Paket & Logistik um 11 Mio EUR anstieg. In Summe reduzierte sich das EBIT des Logistikgeschäfts (exkl. Division Filiale & Bank) um 10,0% auf 118,7 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2020. Die Division Filiale & Bank erzielte durch die Aufbaukosten der bank99 und COVID-19 bedingten Belastungen einen negativen Ergebnisbeitrag von 37,3 Mio EUR. Das ausgewiesene Konzernergebnis (EBIT) reduzierte sich somit insgesamt von 130,0 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2019 auf 81,4 Mio EUR in der aktuellen Berichtsperiode.

Die Ergebnissituation der Österreichischen Post im Gesamtjahr 2020 ist vom weiteren Verlauf der COVID-19 Pandemie abhängig. Unter der Voraussetzung konstanter Trends in den nächsten Monaten und der Vermeidung von geschäftshemmenden Lockdown Situationen für den Handel ist für den Konzernumsatz 2020 mit einem Zuwachs von über 3% auszugehen. Im Basisszenario unter der Vermeidung von Lockdown Situationen im Einzelhandel sollte das EBIT des Logistikgeschäfts 2020 (exkl. Division Filiale & Bank) etwa 170 Mio EUR betragen. Darin inkludiert ist auch ein erwarteter positiver Beitrag der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo. Dem gegenüber stehen auch Szenarien, die bedingt durch regionale oder branchenspezifische Lockdown-Situationen zu negativen Ergebniseffekten führen könnten. Das ausgewiesene Konzernergebnis (EBIT) 2020 wird einen negativen Beitrag der Division Filiale & Bank aufweisen. Hauptbestandteil davon sind Belastungen durch die Aufbaukosten der bank99. Die Ergebnissituation der im April 2020 gestarteten neuen Bank der Post sollte sich Jahr für Jahr verbessern und im Jahr 2023 die Break-even-Schwelle erreichen.

Wien, am 4. November 2020

Der Vorstand

DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender

DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen

DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik

Konzernlagebericht für die ersten drei Quartale 2020

1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1 Segmentinformation

Mit der neuen Organisationsstruktur 2020 erhöht die Österreichische Post ihre Transparenz und gliedert sich ab 1. Jänner 2020 in die drei operativen Divisionen Brief & Werbepost, Paket & Logistik sowie Filiale & Bank. Inklusive der Division Corporate stellen diese die vier Berichtssegmente des IFRS 8 dar. Die Logistik für Brief und Paket wurde in der internen Produktionseinheit Logistiknetzwerk gebündelt, welche ihre Leistungen auf Kostenbasis an die operativen Divisionen erbringt.

1.2 Änderungen im Konsolidierungskreis

Mit 25. August 2020 erfolgte die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s. Die bis 24. August 2020 nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile wurden um 55% erhöht. Die Österreichische Post hält nun 80% an der Gesellschaft. Aras Kargo ist einer der führenden Paketdienstleister in der Türkei.

1.3 Ertragslage

1.3.1 UMSATZENTWICKLUNG

Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post Konzerns lagen in den ersten drei Quartalen 2020 mit 1.497,9 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres (+2,4%). Dabei konnte das dynamisch wachsende Paketgeschäft die Rückgänge der Division Brief & Werbepost sowie in der Division Filiale & Bank kompensieren.

Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Konzernumsatz betrug 58,7%. In der Division Brief & Werbepost zeigten sich die erwarteten Rückgänge mit einem reduzierten Umsatz von 9,0%. Dies ist einerseits auf erhöhte Rückgänge bei klassischen Briefen durch die

E-Substitution sowie durch den Lockdown vieler Behörden und Unternehmen zurückzuführen, andererseits auch auf den Entfall von Werbesendungen als direkte Auswirkung der COVID-19 bedingten behördlich angeordneten Geschäftsschließungen im zweiten Quartal.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 38,3% am Konzernumsatz mit einem weiterhin positiven Trend. In der Division Paket & Logistik erfolgte ein Umsatzanstieg von 31,9%, getragen von einem positiven organischen Wachstum durch Online-Bestellungen sowie Mehrmengen aufgrund der Kooperation mit der Deutsche Post DHL Group seit August 2019. Weiteres Umsatzwachstum brachte die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo mit 25. August 2020.

Die Division Filiale & Bank erreichte in den ersten neun Monaten 2020 einen Anteil am Konzernumsatz von 3,0%. Der Umsatzrückgang in der neu ausgewiesenen Division Filiale & Bank von 27,8% ist darauf zurückzuführen, dass die bank99 mit 1. April 2020 im Markt gestartet ist, während in den ersten drei Quartalen des Vorjahres noch 25,4 Mio EUR Servicevergütungen des ehemaligen Bankpartners inkludiert waren.

Umsatz nach Divisionen

Veränderung
Mio EUR Q1–3 20191 Q1–3 2020 % Mio EUR Q3 20191 Q3 2020
UMSATZERLÖSE 1.462,2 1.497,9 2,4 % 35,7 481,1 516,0
Brief & Werbepost 970,2 883,3 –9,0% –86,9 310,0 292,7
Paket & Logistik 437,2 576,6 31,9% 139,4 154,2 208,7
Filiale & Bank 63,4 45,7 –27,8% –17,6 19,6 17,1
Corporate/Konsolidierung –8,6 –7,8 9,3% 0,8 –2,7 –2,5
Werktage in Österreich 188 189 65 66

1 Angepasst an die neue Segmentstruktur ab 1. Jänner 2020

In der regionalen Betrachtung der Umsatzerlöse der Österreichischen Post wurden in den ersten drei Quartalen 2020 88,9% des Umsatzes in Österreich erwirt-

schaftet. Auf den Raum Südost- und Osteuropa sowie Türkei entfielen 8,4% der Umsatzerlöse. In Deutschland wurden 2,8% der Umsatzerlöse generiert.

Umsatzentwicklung Division Brief & Werbepost

Veränderung
Mio EUR Q1–3 20191 Q1–3 2020 % Mio EUR Q3 20191 Q3 2020
UMSATZERLÖSE 970,2 883,3 –9,0 % –86,9 310,0 292,7
Briefpost & Mail Solutions 604,3 566,2 –6,3% –38,1 195,4 184,9
Werbepost 271,9 232,8 –14,4% –39,1 85,6 80,0
Medienpost 94,0 84,3 –10,3% –9,7 28,9 27,8
Interne Leistungsverrechnung 2,0 2,0 1,8% 0,0 0,7 0,7
UMSATZERLÖSE GESAMT 972,2 885,3 –8,9 % –86,9 310,7 293,3
davon Umsatzerlöse mit Dritten 968,3 879,3 –9,2% –89,1 309,5 291,6

Angepasst an die neue Segmentstruktur ab 1. Jänner 2020

Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 883,3 Mio EUR stammte zu 64,1% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 26,4% aus Werbepost und zu 9,5% aus Medienpost.

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz mit 566,2 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2020 um 6,3% unter dem Niveau des Vorjahres. Die rückläufige Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen setzte sich

fort. Speziell im zweiten Quartal 2020 kam es darüber hinaus durch die Lockdown-Maßnahmen und den wirtschaftlichen Einschränkungen bei Behörden und Unternehmen zu reduzierten Umsätzen. Der Volumenrückgang hat sich im aktuellen Quartal wieder reduziert, ist aber weiterhin geprägt von den aktuellen schwierigen Rahmenbedingungen. Die Volumenentwicklung der klassischen Briefpost in Österreich der nächsten Quartale wird über dem historischen Trend von –5% erwartet. Positive Effekte durch Wahlen sind in der aktuellen Berichtsperiode als auch in den ersten drei Quartale des Vorjahres enthalten. Die internationale Briefpost war positiv durch die deutsche Tochtergesellschaft AUSTRIAN POST International Deutschland GmbH beeinflusst. Der Bereich Mail Solutions zeigte einen leichten Umsatzrückgang im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2020 einen Umsatzrückgang von 14,4% auf 232,8 Mio EUR. Im zweiten Quartal 2020 waren die Auswirkungen der COVID-19 bedingten behördlich angeordneten Geschäftsschließungen in der Werbung besonders stark zu spüren. Es gibt aktuell eine verringerte Visibilität. Aufgrund der konjunkturellen Umsatzentwicklung ist ein volatiles Werbegeschäft erkennbar.

Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, reduzierte sich im Periodenvergleich um 10,3% auf 84,3 Mio EUR. Dieser Rückgang ist ebenfalls überwiegend auf die COVID-19 Pandemie zurückzuführen.

Veränderung
Mio EUR Q1–3 20191 Q1–3 2020 % Mio EUR Q3 20191 Q3 2020
UMSATZERLÖSE 437,2 576,6 31,9 % 139,4 154,2 208,7
Paket Premium 239,5 343,1 43,3% 103,6 92,8 131,1
Paket Standard 154,7 182,5 18,0% 27,8 47,2 60,4
Paket Sonstige Leistungen 43,1 51,1 18,6% 8,0 14,2 17,3
Interne Leistungsverrechnung 0,5 0,7 40,4% 0,2 0,2 0,2
UMSATZERLÖSE GESAMT 437,8 577,4 31,9 % 139,6 154,4 209,0
davon Umsatzerlöse mit Dritten 430,3 571,6 32,8% 141,3 151,9 207,0

Umsatzentwicklung Division Paket & Logistik

1 Angepasst an die neue Segmentstruktur ab 1. Jänner 2020

Der Umsatz der Division Paket & Logistik verbesserte sich in den ersten drei Quartalen 2020 um 31,9% von 437,2 Mio EUR auf 576,6 Mio EUR. Das hohe Wachstum im Paketgeschäft basiert unter anderem auf der guten Entwicklung durch den anhaltenden E-Commerce-Trend in Österreich. Trotz der Eigenzustellung eines Großkunden im Osten von Österreich konnte die Österreichische Post auch in dieser Berichtsperiode am Marktwachstum partizipieren. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb und hoher Preisdruck. Daraus ergeben sich Zuwächse bei den Paketvolumen von knapp 30% in den ersten drei Quartalen 2020. Die Unsicherheiten und Beschränkungen im Zuge der aktuellen COVID-19 Pandemie halten den Online-Handel weiterhin hoch. Weiters hat die seit August 2019 gestartete Kooperation mit der Deutsche Post DHL Group in Österreich wesentlich zum aktuellen Wachstum beigetragen. Darüber hinaus waren Umsatzerlöse der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo, welches seit 25. August 2020 als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss miteinbezogen wird, von 23,9 Mio EUR enthalten.

Die Entwicklung hin zu einer schnelleren Zustellung von Paketen ist als klarer Trend zu bemerken. Insgesamt entfielen in den ersten neun Monaten der Berichtsperiode 59,5% des Divisionsumsatzes auf den Premium-Bereich (Zustellung erfolgt am Werktag nach der Aufgabe). Dies entspricht einem Anstieg von 43,3% auf 343,1 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2020.

Der Anteil des Bereichs Paket Standard am Divisionsumsatz beträgt 31,6%. In den ersten drei Quartalen 2020 verzeichnete dieser Bereich einen Zuwachs von 18,0% auf 182,5 Mio EUR.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet und auf den 8,9% des Divisionsumsatzes entfallen, wurden in den ersten neun Monaten 2020 Umsätze in Höhe von

51,1 Mio EUR generiert. Dies entspricht einem Anstieg von 18,6%.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass in den ersten neun Monaten 2020 78,3% der Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, mit einem Anstieg von 28,2% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. 21,7% der

Umsätze entfielen auf Tochtergesellschaften in Südostund Osteuropa sowie der Türkei. In diesem wettbewerbsintensiven Raum lag das Umsatzplus in den ersten drei Quartalen 2020 bei 47,3%, getrieben durch gestiegene Paketmengen aufgrund der COVID-19 Pandemie.

Veränderung
Mio EUR Q1–3 20191 Q1–3 2020 % Mio EUR Q3 20191 Q3 2020
UMSATZERLÖSE 63,4 45,7 –27,8 % –17,6 19,6 17,1
Filialdienstleistungen 63,3 33,3 –47,5% –30,0 19,6 10,8
Ergebnis aus Finanzdienstleistungen 0,0 12,4 12,4 0,0 6,3
Interne Leistungsverrechnung 133,2 131,9 –1,0% –1,3 44,5 44,4
UMSATZERLÖSE GESAMT 196,6 177,7 –9,6 % –18,9 64,1 61,5
davon Umsatzerlöse mit Dritten 63,4 45,7 –27,9% –17,7 19,6 17,1

Umsatzentwicklung Division Filiale & Bank

Angepasst an die neue Segmentstruktur ab 1. Jänner 2020

Der Umsatz der Division Filiale & Bank erreichte in den ersten drei Quartalen 2020 45,7 Mio EUR nach 63,4 Mio EUR im Jahr zuvor. In den Filialdienstleistungen waren im Vorjahr Servicevergütungen des ehemaligen Bankpartners in Höhe von 25,4 Mio EUR enthalten. In der aktuellen Berichtsperiode beliefen sich die Filialdienstleistungen (Handelswaren und Filialprodukte) auf

33,3 Mio EUR, positiv beeinflusst durch die COVID-19 Pandemie in den Bereichen Verpackungsmaterial und Schreibutensilien. Das Ergebnis aus Finanzdienstleistungen der ersten drei Quartale 2020 in Höhe von 12,4 Mio EUR inkludierte auch Barauszahlungen für Dritte (z. B. Pensionen). Die bank99 ist mit 1. April 2020 in den Markt gestartet und hatte mit Anfang November bereits über 54.000 Kunden.

Konzern-Ertragslage

Veränderung
Mio EUR Q1–3 2019 Q1–3 2020 % Mio EUR Q3 2019 Q3 2020
UMSATZERLÖSE 1.462,2 1.497,9 2,4 % 35,7 481,1 516,0
Sonstige betriebliche Erträge 113,9 44,0 –61,3% –69,8 71,7 15,6
Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen
–333,6 –378,3 –13,4% –44,7 –114,8 –130,8
Personalaufwand –744,7 –746,2 –0,2% –1,5 –237,4 –251,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen –281,6 –238,8 15,2% 42,8 –146,9 –82,5
Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
–0,3 1,4 >100% 1,7 0,2 0,9
EBITDA1 215,9 179,9 –16,7 % –36,0 53,7 67,6
Abschreibungen –85,9 –98,5 –14,7% –12,6 –31,4 –34,5
EBIT2 130,0 81,4 –37,4 % –48,6 22,3 33,2
Sonstiges Finanzergebnis 13,6 3,9 –71,3% –9,7 12,8 –1,2
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 143,6 85,3 –40,6 % –58,3 35,1 32,0
Ertragsteuern –43,6 –20,8 52,2% 22,7 –14,4 –6,6
PERIODENERGEBNIS 100,1 64,5 –35,6 % –35,6 20,7 25,4
ZUZURECHNEN AN:
Aktionäre des Mutterunternehmens 100,0 69,7 –30,2% –30,2 20,6 25,3
Nicht beherrschende Anteile 0,1 –5,3 <–100% –5,4 0,1 0,1
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)3 1,48 1,03 –30,2 % –0,45 0,31 0,37

1 Ergebnis vor Abschreibungen, Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

Ergebnis vor Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern 3 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

1.3.2 ERGEBNISENTWICKLUNG

Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (49,8%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (25,3%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (15,9%). Weiters entfielen 6,6% auf Abschreibungen.

Der Personalaufwand belief sich in den ersten drei Quartalen 2020 auf 746,2 Mio EUR, was einem leichten Anstieg von 0,2% bzw. 1,5 Mio EUR entspricht. Trotz der Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo mit 25. August 2020 hat sich der operative Personalaufwand im Vergleich zur Vorjahresperiode nur leicht erhöht. Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den ersten neun Monaten 2020 durchschnittlich 21.407 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 20.367 Mitarbeiter tätig waren (+5,1%).

Zusätzlich zu den operativen Personalaufwendungen umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post grundsätzlich auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter zurückzuführen sind. Im nicht-operativen Personalaufwand der ersten drei Quartale 2020 waren im Vergleich zur Vorjahresperiode geringere Aufwendungen enthalten.

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 13,4% auf 378,3 Mio EUR, überwiegend bedingt durch vermehrte Transportaufwendungen, hervorgerufen durch gestiegene Paketmengen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich in den ersten drei Quartalen 2020 um 61,3% auf 44,0 Mio EUR. Sowohl die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren in der Vorperiode deutlich erhöht. In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren in den ersten drei Quartalen 2019 Rückforderungsansprüche aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten enthalten. Diese beliefen sich saldiert, also abzüglich Aufwendungen für etwaige Ersatzleistungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Vorjahres abgebildet waren, auf 4,9 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um 15,2% auf 238,8 Mio EUR. Die Berichtsperiode war darüber hinaus mit Mehraufwendungen durch Leasingkräfte zur Bewältigung der gestiegenen Paketvolumen belastet und beinhaltete auch initiale Aufwendungen zum Aufbau der Infrastruktur der neuen bank99.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen enthält anteilige Periodenergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen und verbesserte sich von minus 0,3 Mio EUR auf plus 1,4 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2020.

Das EBITDA lag mit 179,9 Mio EUR um 16,7% unter dem Vorjahr von 215,9 Mio EUR, beeinträchtigt durch negative Effekte aufgrund der COVID-19 Pandemie. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 12,0%.

Die Abschreibungen lagen mit 98,5 Mio EUR um 12,6 Mio EUR über dem Vorjahr. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf die neuen Standorte für die Paket-Logistikinfrastruktur zurückzuführen.

Das ausgewiesene Konzern-EBIT verringerte sich von 130,0 Mio EUR auf 81,4 Mio EUR in den ersten drei

Quartalen 2020. Die EBIT-Marge betrug 5,4%. Das EBIT des Logistikgeschäfts (exkl. Division Filiale & Bank) erreichte in den ersten drei Quartalen 2020 einen Wert von 118,7 Mio EUR, das ergibt eine EBIT-Marge von 8,2%.

Das Sonstige Finanzergebnis des Konzerns in Höhe von 3,9 Mio EUR war um 9,7 Mio EUR unter dem Niveau der ersten drei Quartale 2019, im Wesentlichen hervorgerufen durch die Erfassung von Zinserträgen aus Rückforderungsansprüchen aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten in den ersten drei Quartalen 2019. Somit ergab sich, nach Abzug der Ertragssteuern von 20,8 Mio EUR, ein Periodenergebnis von 64,5 Mio EUR (–35,6%). Das unverwässerten Ergebnis je Aktie betrug 1,03 EUR im Vergleich zu 1,48 EUR in der Vorjahresperiode.

EBIT nach Divisionen
Veränderung
Mio EUR Q1–3 20191 Q1–3 2020 % Mio EUR Marge
Q1–3 20202
Q3 20191 Q3 2020
EBIT 130,0 81,4 –37,4 % –48,6 5,4 %/8,2 %3 22,3 33,2
Brief & Werbepost 129,0 106,7 –17,2% –22,2 12,1% 25,5 33,5
Paket & Logistik 21,4 32,6 52,9% 11,3 5,7% 6,5 14,5
Filiale & Bank –1,8 –37,3 <–100% –35,5 –3,5 –8,6
Corporate/Konsolidierung –18,4 –20,7 –12,0% –2,2 –6,1 –6,2

Angepasst an die neue Segmentstruktur ab 1. Jänner 2020

Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt

3 EBIT-Marge des Logistikgeschäfts von 8,2 % (exkl. Division Filiale & Bank)

Das Ergebnis der ersten drei Quartale 2020 in Höhe von 81,4 Mio EUR (–37,4%) war negativ beeinflusst durch die COVID-19 Pandemie sowie von initialen Aufbaukosten der neuen bank99. Positiv wirkte das gute Paketgeschäft sowie die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo. Das dritte Quartal verzeichnete ein EBIT von 33,2 Mio EUR. Dies ist eine Steigerung zum EBIT

des Vorjahres von 22,3 Mio EUR, welches durch eine Datenschutz-Rückstellung beeinflusst war. Das EBIT des Logistikgeschäfts (exkl. Division Filiale & Bank) reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,0% auf 118,7 Mio EUR.

Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in den ersten neun Monaten 2020 ein EBIT von 106,7 Mio EUR. Der Rückgang von 17,2% gegenüber dem Vorjahr ist auf den Umsatzentfall des Briefund Werbegeschäfts aufgrund der COVID-19 Pandemie zurückzuführen. Aufgrund der hohen Fixkostenintensität des Briefgeschäfts wirken sich die Umsatzrückgänge ergebnisseitig stark aus. Darüber hinaus wurde im dritten Quartal des Vorjahres eine Datenschutz-Rückstellung erfasst.

Die Division Paket & Logistik zeigte Umsatzwachstum bei hohem Wettbewerbs- und Margendruck und erwirtschaftete ein EBIT von 32,6 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2020. Das entspricht einer Steigerung von 52,9% gegenüber der Vorjahresperiode. Positiv auf das Ergebnis wirkte sich die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo seit 25. August 2020 aus.

Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von minus 37,3 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2020 nach minus 1,8 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Ergebnisrückgang ist auf reduzierte Umsatzerlöse von

27,8% zurückzuführen. Während die bank99 im April dieses Jahres in den Markt gestartet ist, waren in den ersten drei Quartalen des Vorjahres noch 25,4 Mio EUR Servicevergütungen des ehemaligen Bankpartners inkludiert. Zusätzlich war das Ergebnis geprägt von COVID-19 Belastungen sowie von Aufbaukosten der bank99.

Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) veränderte sich von minus 18,4 Mio EUR auf minus 20,7 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post Arbeitsmarkts.

Mio EUR 31. Dezember 20191 30. September 2020 Struktur
30. September 2020
AKTIVA
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder
Firmenwerte
1.152,7 1.235,2 50,9%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 73,0 74,4 3,1%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 11,4 11,2 0,5%
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 403,6 420,8 17,3%
Andere finanzielle Vermögenswerte 298,7 145,6 6,0%
davon Wertpapiere/Geldmarktveranlagungen 240,6 140,2
Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen 50,9 450,6 18,6%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 52,6 89,6 3,7%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,1 0,1 0,0%
2.042,9 2.427,4 100 %
PASSIVA
Eigenkapital
700,7 608,4 25,1%
Rückstellungen 617,4 614,5 25,3%

Andere finanzielle Verbindlichkeiten 309,5 326,2 13,4% Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 415,3 490,8 20,2% Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 0,0 387,5 16,0%

1.4 Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur nach Positionen

2.042,9 2.427,4 100 % Angepasste Darstellung

1

1.4.1 BILANZSTRUKTUR

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich vor allem an hohen liquiden Mitteln und der soliden Veranlagung von Zahlungsmitteln mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag per 30. September 2020 bei 2.427,4 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen von 1.075,1 Mio EUR die größte Bilanzposition und inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von 316,7 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle Vermögenswerte von 99,3 Mio EUR, die Geschäfts- oder

Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind per Ende der ersten drei Quartale 2020 mit 60,8 Mio EUR ausgewiesen. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe von 315,5 Mio EUR ausgewiesen, die kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 304,1 Mio EUR enthalten. Andere finanzielle Vermögenswerte beliefen sich zum 30. September 2020 auf 145,6 Mio EUR. Neu ausgewiesen wurden Finanzielle Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 450,6 Mio EUR, die größtenteils aus dem Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 sowie aus der Abwicklung der Barauszahlungen für Dritte (z. B. Pensionen) resultieren.

Die Österreichische Post hielt zum 30. September 2020 Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen im Wert von 140,2 Mio EUR, die in den Anderen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind. Die von der Österreichischen Post gehaltenen Wertpapiere sowie die Geldmarktveranlagungen besitzen ein Investment-Grade-Rating bzw. eine vergleichbare Bonität, weshalb von einer kurzfristigen Liquidierbarkeit dieser Anteile ausgegangen werden kann. Aus der Bilanz ist ersichtlich, dass die Österreichische Post zum 30. September 2020 über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 89,6 Mio EUR verfügte. Inklusive Finanzinvestitionen in Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen lag der Bestand an kurzfristigen und langfristigen Zahlungsmitteln per Ende September 2020 bei 229,8 Mio EUR.

Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen Post Konzerns zum 30. September 2020 bei 608,4 Mio EUR (Eigenkapitalquote von

25,1%). Die Verringerung der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf das neue Finanzdienstleistungsgeschäft in der Division Filiale & Bank zurückzuführen sowie auch auf die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo. Weiters sind auf der Passivseite Rückstellungen von 614,5 Mio EUR per Ende September 2020 ausgewiesen. Bei rund 75% der Rückstellungen handelt es sich um Personalrückstellungen. So entfielen 177,1 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Weitere 195,7 Mio EUR betrafen gesetzlich und vertraglich verpflichtende Sozialkapitalrückstellungen (Abfertigungen und Jubiläumsgelder) sowie 87,4 Mio EUR sonstige Personalrückstellungen. Die sonstigen Rückstellungen beliefen sich auf 154,2 Mio EUR und enthalten Verpflichtungen für etwaige Ersatzleistungen im Zusammenhang mit gutgeschriebenen Rückforderungsansprüchen aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten sowie auch Vorsorgen für Datenschutzverfahren. Andere finanzielle Verbindlichkeiten beliefen sich auf 326,2 Mio EUR und beinhalten Leasingverbindlichkeiten von 309,4 Mio EUR. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten von 490,8 Mio EUR sind im Wesentlichen kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 226,5 Mio EUR enthalten. Neu ausgewiesen als eigener Posten auf der Passivseite der Bilanz wurden Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen von 387,5 Mio EUR, die im Wesentlichen das Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 sowie die Abwicklung der Barauszahlungen für Dritte (z. B. Pensionen) enthalten.

Mio EUR Q1–3 2019 Q1–3 2020
Cashflow aus dem Ergebnis 215,3 191,8
228,6 518,5
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
davon Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (Core Banking Assets)
0,0 375,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit –178,8 62,5
davon Maintenance CAPEX –42,3 –34,8
davon Growth CAPEX –57,8 –26,9
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –16,9 37,3
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen –59,0 100,2
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit –2,8 –13,4
Free Cashflow 49,8 581,0
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen 125,7 443,5
OPERATIVER FREE CASHFLOW1 153,2 94,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –170,9 –154,5
davon Ausschüttungen –141,0 –141,2
Veränderung des Finanzmittelbestandes –121,1 425,0

1 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth CAPEX und Core Banking Assets; Q1–3 2019: 153,2 Mio EUR exklusive Einzahlungen aus dem Immobilienprojekt Neutorgasse iHv 30,3 Mio EUR

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte in den ersten drei Quartalen 2020 191,8 Mio EUR nach 215,3 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2019. Der Rückgang war unter anderem durch das niedrigere Ergebnis vor Steuern bedingt. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit lag mit 518,5 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres von 228,6 Mio EUR. Hier sind als größter Effekt die Core Banking Assets der bank99 zu nennen, die mit 375,8 Mio EUR positiv wirkten. In den Core Banking Assets sind jene Posten zusammengefasst, die aus dem Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 seit Anfang April 2020 resultieren.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten 2020 auf 62,5 Mio EUR nach minus 178,8 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Veränderung resultierte vorwiegend aus Wertpapieren und Geldmarktveranlagungen, die sich in der Berichtsperiode in Summe mit Einzahlungen in Höhe von 100,2 Mio EUR im Cashflow auswirkten (im Vergleich zu Auszahlungen in Höhe von 59,0 Mio EUR in der Vorjahresperiode). Zusätzlich ist der Verkauf der Anteile an der flatex AG in Höhe von 38,0 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2020 enthalten. Der Free Cashflow vor Wertpapieren, Geldmarktveranlagung und Core Banking Assets erreichte in den ersten drei Quartalen 2020 105,0 Mio EUR. Der Operative Free Cashflow belief sich nach Abzug der Core Banking Assets auf 94,6 Mio EUR in der aktuellen Berichtsperiode nach 153,2 Mio EUR in den ersten drei Quartalen des Vorjahres.

Mitarbeiter nach Divisionen

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten 2020 auf minus 154,5 Mio EUR nach minus 170,9 Mio EUR im Vorjahr und enthielt hauptsächlich die Dividendenausschüttung.

1.4.3 INVESTITIONEN

Die Investitionen des Österreichischen Post Konzern beliefen sich in den ersten drei Quartalen 2020 in Summe auf 92,7 Mio EUR, wobei 13,7 Mio EUR auf Zugänge von Nutzungsrechten aufgrund von IFRS 16 Leasingverhältnisse entfielen. Während in der Berichtsperiode 17,7 Mio EUR der Investitionen immaterielle Vermögenswerte betrafen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 75,0 Mio EUR. Der wesentliche Anteil der Investitionen wurde im Rahmen des Kapazitätserweiterungsprogramms zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich getätigt. Investitionen in die Bankinfrastruktur waren im Ausmaß von 8,5 Mio EUR in den ersten neun Monaten 2020 enthalten.

1.5 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter der Österreichischen Post lag in den ersten drei Quartalen 2020 bei 21.407 Vollzeitkräften. Dies entspricht einem Anstieg des Personalstands gegenüber den ersten neun Monaten 2019 um 1.040 Vollzeitkräfte. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.410 Vollzeitkräfte).

Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften Q1–3 20191 Q1–3 2020 Anteil Q1–3 2020
Brief & Werbepost 847 869 4,1%
Paket & Logistik 2.528 3.329 15,6%
Filiale & Bank 2.154 2.094 9,8%
Corporate 1.667 1.644 7,7%
OPERATIVE DIVISIONEN 7.197 7.936 37,1 %
Logistiknetzwerk 13.170 13.471 62,9%
KONZERN 20.367 21.407 100 %

1 Angepasst an die neue Segmentstruktur ab 1. Jänner 2020

1.6 Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode am 30. September 2020 bekannt.

1.7 Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistik-Dienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post-Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft

sowie lange Erfahrung ist die Österreichische Post bemüht, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, regulatorische, rechtliche und finanzielle Risiken, technische Risiken, Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2019 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2019, Konzernlagebericht Kapitel 4 und 5, Konzernabschluss Kapitel 10.2).

Die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres waren geprägt durch die COVID-19 Pandemie und die von den meisten Regierungen weltweit gesetzten Eindämmungsmaßnahmen, wodurch die Weltwirtschaft einen enormen Rückschlag erfuhr. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen und Werbesendungen. Insbesondere umfassende oder partielle Lockdown Maßnahmen haben eine negative Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit. Länger andauernde konjunkturelle Schwächephasen oder negatives Wachstum in einzelnen Branchen können massive Einsparungserfordernisse großer Kundengruppen hervorrufen und sich somit negativ auf den Umsatz auswirken. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben.

Klassische Briefsendungen und auch die Werbepost stehen zunehmend aufgrund elektronischer Kommunikationsformen unter Druck. Die COVID-19 Pandemie erhöht diesen Druck weiter. Die verstärkte Nutzung elektronischer Kommunikationsformen könnte aufgrund eines Gewöhnungseffekts die E-Substitution nachhaltig beschleunigen. Der Paketmarkt wird vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst. Die Beschränkungen durch die COVID-19 Pandemie verstärkten ab dem zweiten Quartal 2020 diesen Trend noch weiter. Gleichzeitig weitern Marktteilnehmer ihre Aktivitäten aus, um mehr an diesem Wachstum zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage der Österreichischen Post auswirken. Der Online-Shopping-Trend ist auch international ungebremst zu beobachten. In dem Zusammenhang ist auch die Türkei ein sehr attraktiver, dynamischer und stark wachsender Markt. Nach erfolgreicher Anteilsaufstockung der türkischen Beteiligung Aras Kargo a.s. auf 80% ist daher ein positiver Umsatzeffekt zu erwarten. Demgegenüber steht, dass die Türkei zwar ein Wachstumsmarkt ist, gleichzeitig aber erheblichen Währungs-, Inflations- und regulatorischen Risiken ausgesetzt ist.

In der Division Filiale & Bank ist die Österreichische Post zum Teil von strategischen Partnern und deren wirtschaftlichem Erfolg abhängig. Um Finanzdienstleistungen über das Filialnetz anzubieten, vereinbarte die Post im April 2019 eine Partnerschaft mit der GRAWE Bankengruppe zum Aufbau eines fokussierten Finanzdienstleistungsgeschäfts. Die bank99 AG hat im April 2020 den operativen Betrieb aufgenommen. Der Kundenhochlauf verlief in den ersten Monaten sehr zufriedenstellend. Ziel ist es, im Jahr 2023 eine weitgehende Breakeven-Situation zu erreichen. Es besteht dabei das Risiko, dass der Kundenhochlauf nach der ersten Hochphase abflacht und stagniert. Zudem ist als Risiko eine verzögerte Anbindung von Anbietern von Fremdprodukten zu nennen. Beides könnte bewirken, dass die Umsatzerlöse und das Ergebnis hinter den Erwartungen bleiben. Dieses Risiko wurde durch die COVID-19 Pandemie verstärkt.

Alle erwähnten Risiken, insbesondere jene durch die COVID-19 Maßnahmen, können zu erheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen – beispielsweise auch durch diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen – führen bzw. die Anpassung von Wertansätzen notwendig machen. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.

Des Weiteren ist das Geschäftsmodell der Österreichischen Post von einer hohen Personalkostentangente geprägt. Eine Planabweichung im Bereich Löhne und Gehälter kann zu nachteiligen Auswirkungen führen. In Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung der Kundensegmente ist auch der Personalstand einer Schwankungsbreite unterworfen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken kann.

Die Österreichische Post ist – als kritische Infrastruktur des Landes – verpflichtet, den operativen Betrieb aufrechtzuerhalten. Es können in diesem Zusammenhang Mehrkosten entstehen, die über die derzeitigen Erwartungen hinausgehen und das operative Ergebnis noch stärker belasten.

1.8 Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

In den ersten drei Quartalen 2020 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2019 der Österreichischen Post erläutert (siehe Geschäftsbericht 2019, Konzernabschluss Kapitel 11.2).

1.9 Ausblick 2020

Die Geschäftsentwicklung der ersten neun Monate 2020 war stark geprägt von der COVID-19 Pandemie, den damit verbundenen Einschränkungen und den sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Konsequenzen. Aktuelle Entwicklungen und Prognosen zeigen, dass auch in den nächsten Quartalen kein rascher Rückgang zur Normalität zu erwarten ist. Nach einem äußerst schwierigen zweiten Quartal ist in vielen Kundensegmenten der Österreichischen Post zwar eine Erholung festzustellen, ebenso aber auch eine erhöhte Volatilität im Geschäftsverlauf und eine verringerte Prognosefähigkeit für die nächsten Monate. Als Resultat der verschiedenen Szenarien der pandemischen Entwicklung ergibt sich eine erhöhte Risikobandbreite im Umsatz und Ergebnis.

UMSATZ 2020 ÜBER VORJAHRESNIVEAU

Die konjunkturelle Entwicklung großer Versenderkunden und des Einzelhandels ist für die Österreichische Post von hoher Bedeutung. Unter der Voraussetzung konstanter Trends in den nächsten Monaten und der Vermeidung von umfassenden geschäftshemmenden Lockdown Situationen ist für den Konzernumsatz 2020 mit einem Zuwachs von über 3% auszugehen. Mitverantwortlich dafür ist der Beitrag der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo, die mit 25. August 2020 vollkonsolidiert wurde.

Mit Zuwächsen bei den Tochtergesellschaften sollte die Division Paket & Logistik daher – auch gestärkt durch starkes organisches Wachstum sowie der Integration von Paketmengen in Österreich durch die Kooperation mit der Deutsche Post DHL Group – ein Umsatzplus 2020 von über 30% erzielen.

In der Division Brief & Werbepost ist im Jahresverlauf hingegen mit Umsatzeinbußen im oberen einstelligen Bereich zu rechnen. Nach dem starken Rückgang in den Briefpostvolumen im zweiten Quartal 2020 von ca. 13% und den Werbevolumen von ca. 25% aufgrund der damaligen Lockdown Maßnahmen sind nun verbesserte Trends festzustellen. Die ursprüngliche Basisannahme von Rückgängen durch die elektronische Substitution in der Briefpost in der Größenordnung von ca. 5% p.a. wird daher höher ausfallen. Aufgrund von Digitalisierungsinitiativen und der schlechteren konjunkturellen Situation bei vielen Kundengruppen ist sowohl bei klassischen Briefen als auch bei Werbesendungen von verstärkten Rückgangsraten auszugehen.

Die neue Division Filiale & Bank wird 2020 einen niedrigeren Umsatzbeitrag ausweisen als im Vorjahr. Im

Jahr 2019 waren noch Servicevergütungen des ehemaligen Bankpartners in Höhe von 29,3 Mio EUR enthalten. Es ist vorgesehen, dass Umsatzsteigerungen aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der bank99 in den nächsten Jahren durch das stetig erweiterte Angebot an Eigen- und Fremdprodukten erzielt werden.

KONZERNERGEBNIS 2020

Die Ergebnissituation der Österreichischen Post 2020 ist vom weiteren Verlauf der COVID-19 Pandemie abhängig. Im Basisszenario unter der Vermeidung von Lockdown Situationen im Einzelhandel sollte das EBIT des Logistikgeschäfts 2020 (exkl. Division Filiale & Bank) etwa 170 Mio EUR betragen. Darin inkludiert ist auch ein erwarteter positiver Beitrag der türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo. Dem stehen auch Szenarien gegenüber, die bedingt durch regionale oder branchenspezifische Lockdown-Situationen zu signifikanten Ergebniseffekten führen könnten.

Das ausgewiesene Konzernergebnis (EBIT) 2020 wird einen negativen Beitrag der Division Filiale & Bank aufweisen. Hauptbestandteil davon sind Belastungen durch die Anlaufkosten der bank99. Die Ergebnissituation der im April 2020 gestarteten neuen Bank der Post sollte sich Jahr für Jahr verbessern und im Jahr 2023 die Breakeven-Schwelle erreichen.

ZIELGERICHTETE INVESTITIONEN

Mittelfristig stärkt die solide Bilanz der Österreichischen Post mit hohen liquiden Mitteln die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens. Es werden darüber hinaus alle Investitionen und Maßnahmen intensiv weiterverfolgt, die zu einer Kapazitätserweiterung führen und zu einer nachhaltigen Effizienzsteigerung beitragen. Wie bereits in den letzten beiden Jahren sind auch 2020 zusätzlich zu den üblichen rund 70 Mio EUR Instandhaltungsinvestitionen (Maintenance CAPEX) auch wieder mehr als 50 Mio EUR an Wachstumsinvestitionen (Growth CAPEX) vorgesehen, um auch weiterhin das qualitativ beste Logistiknetz in Österreich garantieren zu können. Darüber hinaus sind Erweiterungen bzw. Zukäufe von Grundstücken in Höhe von ca. 20 Mio EUR für die Logistikinfrastruktur zu erwarten. Vor dem Hintergrund der steigenden Paketmengen gilt es, die herausragende Marktposition hinsichtlich Qualität und Quantität weiter auszubauen. Zielgerichtete Investitionen und Maßnahmen sollen zu einer Ergebnisverbesserung in allen Divisionen beitragen und somit auch das Konzernergebnis 2021 wieder steigern.

Der Vorstand

DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender

DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen

DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die ersten drei Quartale 2020

Umsatzerlöse
1.462,2
1.497,9
481,1
516,0
davon Ergebnis aus Finanzdienstleistungen
0,0
12,4
0,0
Sonstige betriebliche Erträge
113,9
44,0
71,7
1.576,1
1.541,9
552,8
GESAMTE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen
–333,6
–378,3
–114,8
Personalaufwand
–744,7
–746,2
–237,4
Abschreibungen
–85,9
–98,5
–31,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen
–281,6
–238,8
–146,9
–1.445,8
–1.461,9
–530,6
GESAMTE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
130,3
80,0
22,1
ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
–0,3
1,4
0,2
Mio EUR Q1–3 2019 Q1–3 2020 Q3 2019 Q3 2020
6,2
15,6
531,6
–130,8
–251,6
–34,5
–82,5
–499,4
32,3
0,9
Finanzerträge
19,6
11,1
14,8
0,9
Finanzaufwendungen
–6,0
–7,2
–2,0
–2,1
Sonstiges Finanzergebnis
13,6
3,9
12,8
–1,2
13,3
5,3
13,0
FINANZERGEBNIS
–0,3
143,6
85,3
35,1
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN
32,0
Ertragsteuern
–43,6
–20,8
–14,4
–6,6
100,1
64,5
20,7
PERIODENERGEBNIS
25,4
ZUZURECHNEN AN:
Aktionäre des Mutterunternehmens
100,0
69,7
20,6
25,3
Nicht beherrschende Anteile
0,1
–5,3
0,1
0,1
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)
UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE
1,48 1,03 0,31 0,37
VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE 1,48 1,03 0,31 0,37
ERGEBNIS VOR SONSTIGES FINANZERGEBNIS UND ERTRAGSTEUERN
(EBIT)
130,0 81,4 22,3 33,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,3 1,4 0,2 0,9
ÜBERLEITUNG KONZERN EBIT (MIO EUR)
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
130,3 80,0 22,1 32,3

Konzerngesamtergebnisrechnung für die ersten drei Quartale 2020

Mio EUR Q1–3 2019 Q1–3 2020 Q3 2019 Q3 2020
100,1 64,5 20,7 25,4
PERIODENERGEBNIS
POSTEN, DIE NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe
–0,3 –4,1 –0,3 –3,2
SUMME DER POSTEN, DIE UMGEGLIEDERT WERDEN KÖNNEN –0,3 –4,2 –0,3 –3,2
POSTEN, DIE NICHT NACHTRÄGLICH IN DIE GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG UMGEGLIEDERT WERDEN:
Zeitwertänderungen FVOCI – Eigenkapitalinstrumente –4,1 –1,1 0,0 0,0
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –14,3 5,3 –4,3 0,0
Steuereffekt auf Neubewertung 3,6 –1,3 1,1 0,0
SUMME DER POSTEN, DIE NICHT UMGEGLIEDERT WERDEN –14,8 2,9 –3,2 0,0
SONSTIGES ERGEBNIS –15,1 –1,3 –3,5 –3,2
GESAMTPERIODENERGEBNIS 85,0 63,2 17,2 22,1
ZUZURECHNEN AN:
Aktionäre des Mutterunternehmens 84,8 69,1 17,1 22,6
Nicht beherrschende Anteile 0,1 –5,9 0,1 –0,5

Konzernbilanz zum 30. September 2020

Mio EUR 31. Dezember 2019 angepasst1 30. September 2020
AKTIVA
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte
61,1 60,8
Immaterielle Vermögenswerte 35,1 99,3
Sachanlagen 1.056,5 1.075,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 73,0 74,4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 11,4 11,2
Andere finanzielle Vermögenswerte 68,1 15,3
Sonstige Forderungen 16,9 11,4
Latente Steueransprüche 65,9 62,4
1.387,9 1.409,9
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken 48,0 433,3
Forderungen an Kreditinstitute 2,9 5,5
Forderungen an Kunden 0,0 1,8
Finanzanlagen 0,0 0,3
Sonstige 0,0 9,6
50,9 450,6
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Andere finanzielle Vermögenswerte 230,6 130,3
Vorräte 14,3 16,8
Vertragsvermögenswerte 7,1 0,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 296,9 304,1
Steuererstattungsansprüche 2,5 26,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 52,6 89,6
604,0 566,8
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE 0,1 0,1
2.042,9 2.427,4

Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen im Österreichische Post-Konzern wurde angepasst. In der Konzernbilanz werden Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (inklusive Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken) nunmehr als jeweils gesonderte, nach Liquidität geordnete, Posten zwischen den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden dargestellt.

Konzernbilanz zum 30. September 2020

Mio EUR 31. Dezember 2019 angepasst1 30. September 2020
PASSIVA
EIGENKAPITAL
Grundkapital
337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 303,3 180,6
Andere Rücklagen –41,8 –26,7
EIGENKAPITAL DER AKTIONÄRE DES MUTTERUNTERNEHMENS 690,3 582,8
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE 10,4 25,7
700,7 608,4
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen 359,3 352,8
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 270,7 265,1
Sonstige Verbindlichkeiten 27,1 52,3
Vertragsverbindlichkeiten 0,0 5,7
Latente Steuerschulden 0,8 6,0
657,8 682,0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZDIENSTLEISTUNGEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,0 2,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0,0 383,9
Sonstige 0,0 1,3
0,0 387,5
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Rückstellungen 258,1 261,6
Steuerschulden 0,2 4,6
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 38,8 61,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 357,3 392,1
Vertragsverbindlichkeiten 29,9 30,0
684,3 749,4
2.042,9 2.427,4

Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen im Österreichische Post-Konzern wurde angepasst. In der Konzernbilanz werden Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen (inklusive Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken) nunmehr als jeweils gesonderte, nach Liquidität geordnete, Posten zwischen den langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden dargestellt.

Konzern-Cashflow-Statement für die ersten drei Quartale 2020

Mio EUR Q1–3 2019 Q1–3 2020
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Ergebnis vor Ertragsteuern
143,6 85,3
Abschreibungen 85,9 98,5
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,3 –1,4
Rückstellungen unbar 20,4 9,8
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –34,9 –0,4
215,3 191,8
CASHFLOW AUS DEM ERGEBNIS
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
22,4 29,3
Vorräte 4,1 –1,2
Vertragsvermögenswerte 15,8 7,1
Rückstellungen 19,8 –25,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 15,0 –23,3
Vertragsverbindlichkeiten –17,2 3,6
Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen 0,0 375,8
Gezahlte Steuern –46,5 –39,6
CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 228,6 518,5
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –8,0 –19,3
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien –100,1 –61,6
Verkauf von Anlagen 4,9 4,4
Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten –11,6 –0,1
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –5,5 –0,8
Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,1 0,0
Verkauf von sonstigen Finanzinstrumenten 0,0 38,1
Erwerb von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen –70,0 –70,0
Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen 11,0 170,2
Gewährte Darlehen –0,5 0,1
Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,1 0,3
Erhaltene Zinsen 0,7 1,1
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –178,8 62,5
FREE CASHFLOW 49,8 581,0

Konzern-Cashflow-Statement für die ersten drei Quartale 2020

Mio EUR Q1–3 2019 Q1–3 2020
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Tilgung langfristiger finanzieller Verbindlichkeiten (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile)
–22,9 –29,1
Veränderung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten –3,5 14,5
Ausschüttungen –141,0 –141,2
Gezahlte Zinsen –3,6 –3,7
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen 0,0 5,0
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT –170,9 –154,5
Währungsdifferenzen im Finanzmittelbestand 0,0 –1,5
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDS –121,1 425,0
Finanzmittelbestand am 1. Jänner1 310,2 103,5
FINANZMITTELBESTAND AM 30. SEPTEMBER1 189,1 528,5

Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen im Österreichischen Post-Konzern wurde angepasst. Der Finanzmittelbestand beinhaltet nunmehr neben Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten bzw. Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken auch Forderungen an Kreditinstitute aus dem Zahlungsverkehr.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in den ersten drei Quartalen 2019

Grundkapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen
337,8 91,0 298,5
0,0 0,0 100,0
0,0 0,0 0,0
0,0 0,0 100,0
0,0 0,0 –140,5
0,0 0,0 –140,5
0,0 0,0 –1,2
0,0 0,0 –1,2
337,8 91,0 256,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in den ersten drei Quartalen 2020

Mio EUR Grundkapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen
337,8 91,0 303,3
STAND AM 1. JÄNNER 2020
Periodenergebnis
0,0 0,0 69,7
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0
GESAMTPERIODENERGEBNIS 0,0 x0,0 69,7
Ausschüttung 0,0 0,0 –140,5
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0,0 0,0 0,1
Verpflichtung zum Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 0,0 0,0 –34,2
Einzahlungen an Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 0,0 0,0 –2,0
TRANSAKTIONEN MIT EIGENTÜMERN 0,0 0,0 –176,6
Sukzessiver Erwerb eines Tochterunternehmens 0,0 0,0 0,0
Umbuchungen 0,0 0,0 –15,9
ANDERE VERÄNDERUNGEN 0,0 0,0 –15,9
STAND AM 30. SEPTEMBER 2020 337,8 91,0 180,6

Andere Rücklagen

Eigenkapital Nicht beherrschende
Anteile
Eigenkapital der
Aktionäre des
Mutterunter
nehmens
Währungsumrechnungs
rücklage
FVOCI Rücklage IAS 19 Rücklage
699,1 2,0 697,1 –1,8 –12,2 –16,1
100,1 0,1 100,0 0,0 0,0 0,0
–15,1 0,0 –15,1 –0,3 –4,1 –10,7
85,0 0,1 84,8 –0,3 –4,1 –10,7
–141,0 –0,5 –140,5 0,0 0,0 0,0
–141,0 –0,5 –140,5 0,0 0,0 0,0
–0,9 0,3 –1,2 0,0 0,0 0,0
–0,9 0,3 –1,2 0,0 0,0 0,0
642,2 2,0 640,2 –2,1 –16,3 –26,8

Andere Rücklagen

IAS 19 Rücklage FVOCI Rücklage Währungsumrechnungs
rücklage
Eigenkapital der
Aktionäre des
Mutterunter
Nicht beherrschende
Anteile
nehmens Eigenkapital
–25,6 –14,2 –2,1 690,3 10,4 700,7
0,0 0,0 0,0 69,7 –5,3 64,5
4,0 –1,1 –3,5 –0,7 –0,6 –1,3
4,0 –1,1 –3,5 69,1 –5,9 63,2
0,0 0,0 0,0 –140,5 –0,7 –141,2
0,0 0,0 0,0 0,1 –0,1 0,0
0,0 0,0 0,0 –34,2 0,0 –34,2
0,0 0,0 0,0 –2,0 7,0 5,0
0,0 0,0 0,0 –176,6 6,2 –170,3
0,0 0,0 0,0 0,0 14,9 14,9
0,0 15,9 0,0 0,0 0,0 0,0
0,0 15,9 0,0 0,0 14,9 14,9
–21,6 0,5 –5,6 582,8 25,7 608,4

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Finanzkalender 2021

12. März 2021 Jahresergebnis 2020, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
15. April 2021 Hauptversammlung 2021, Wien
27. April 2021 Ex-Tag (Dividende)
28. April 2021 Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen)
29. April 2021 Dividendenzahltag
12. Mai 2021 Zwischenbericht 1. Quartal 2021, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
12. August 2021 Halbjahresbericht 2021, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
11. November 2021 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2021, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

Österreichische Post Total Shareholder Return (–4,4%) Österreichische Post Kurs (–10,9 %)

EURO STOXX Total Market Industrial Transportation (–8,9 %) ATX (–30,0 %)

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Rochusplatz 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0 E: [email protected] FN: 180219d, Handelsgericht Wien

Satz und Produktion

Inhouse produziert mit firesys

Konzept

Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

Kontakt

Investor Relations,

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Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

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Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 12. November 2020

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