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Österreichische Post AG

Quarterly Report May 16, 2019

752_10-q_2019-05-16_fbd55438-5f58-48fe-aeb1-f986007763ab.pdf

Quarterly Report

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ÖSTERREICHISCHE POST

Zwischenbericht für das erste Quartal 2019

HIGHLIGHTS Q1 2019

Umsatz

  • Leichter Umsatzanstieg um 0,4% auf 492,5 Mio EUR
  • Gutes Paketwachstum (+6,7%) kompensierte Rückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen (–1,4%)

Ergebnis

  • EBIT um 1,3% auf 57,4 Mio EUR gesteigert
  • Ergebnis je Aktie von 0,64 EUR (+3,4%)

Cashflow und Bilanz

  • Operativer Free Cashflow von 60,8 Mio EUR
  • Aktivierung Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen gem. IFRS 16 erhöhte Bilanzsumme um 270 Mio EUR

Ausblick

Stabilität bei Umsatz und Ergebnis im Kerngeschäft angepeilt

KENNZAHLENÜBERBLICK

Mio EUR Q1 2018 Q1 2019 Veränderung
ERTRAGSLAGE
Umsatzerlöse 490,6 492,5 0,4%
EBITDA 76,5 84,6 10,7%
EBITDA-Marge 15,6% 17,2 %
EBIT 56,7 57,4 1,3%
EBIT-Marge 11,6% 11,7 %
Ergebnis vor Steuern 58,4 60,8 4,2%
Periodenergebnis 41,8 43,3 3,5%
Ergebnis je Aktie (EUR)1 0,62 0,64 3,4%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 20.193 20.197 0,0%
CASHFLOW
Cashflow aus dem Ergebnis
107,4 86,1 –19,9%
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 175,9 72,3 –58,9%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) –41,0 –19,7 52,0%
Free Cashflow 134,2 19,0 –85,9%
Operativer Free Cashflow2
(Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX)
55,1 60,8 10,4%
Mio EUR 31.12.2018 31.03.2019 Veränderung
BILANZ
Bilanzsumme 1.681,2 1.980,1 17,8%
Eigenkapital 699,1 737,5 5,5%
Nettofinanzverschuldung/Nettoliquidität (+/–) –13,7 208,7 >100%
Eigenkapitalquote 41,6% 37,2 %
Capital Employed 607,9 868,5 42,9%

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

2 Q1 2018: abzüglich Sondereffekte iHv 95,9 Mio EUR in Folge der Beendigung der Zusammenarbeit mit BAWAG P.S.K.

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post erreichte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 492,5 Mio EUR, das entspricht einem leichten Anstieg von 0,4%. Trotz eines herausfordernden Marktumfeldes konnte das Wachstum im Paketgeschäft (+6,7%) den Rückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen (–1,4%) kompensieren.

Das Briefgeschäft ist weiterhin von der anhaltenden Substitution von klassischen Briefen durch elektronische Kommunikationsformen geprägt. Beim adressierten Werbevolumen ist ein struktureller Rückgang bemerkbar, beeinflusst auch durch Verunsicherung aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung. Positiv auf die Umsatzentwicklung wirkten sich das neue Produkt- und Tarifmodell sowie Zusatzumsätze durch Wahlen aus.

Im Paketgeschäft hält der Trend zum E-Commerce an, wodurch die Paketmengen in Österreich kontinuierlich steigen. Die Österreichische Post profitiert hier von einem dynamischen Marktwachstum durch den anhaltenden Online-Shopping-Trend. Die damit verbundene Wettbewerbsintensität und der Preisdruck bleiben weiterhin hoch. Die prognostizierten zukünftigen Paketmengen führen dazu, dass mit Hochdruck an einer umfassenden Kapazitätserweiterung der Paketlogistik in Österreich gearbeitet wird. Mit der Inbetriebnahme eines Paketzentrums in Hagenbrunn nördlich von Wien wird ab Sommer 2019 die Kapazität um 25% erhöht. Am 18. März 2019 erfolgte der Spatenstich für das zweite geplante Paketzentrum in Kalsdorf bei Graz, das bis Mitte 2020 fertig gestellt werden soll. Mittelfristig soll sowohl die gesamte Transportleistung sowie die Sortierkapazität verdoppelt werden. Zudem wird die Ausweitung des Serviceangebots mit Selbstbedienungs- und Online-Lösungen, die den Paketversand und -empfang noch einfacher und bequemer machen, kontinuierlich vorangetrieben. Auf Basis der soliden Umsatzentwicklung und gepaart mit konsequenter Kostendisziplin lag das Konzern-EBIT mit 57,4 Mio EUR um 1,3% über dem Niveau des Vorjahres.

Am 25. April 2019 wurde eine Dividende in Höhe von 2,08 EUR je Aktie ausgeschüttet. Damit bleibt die Österreichische Post einmal mehr ihrer klaren Kapitalmarktpositionierung als verlässlicher Dividendentitel treu. Im Fokus unserer strategischen Aktivitäten stehen Verlässlichkeit und Beständigkeit gegenüber den Eigentümern und sonstigen Stakeholdern unseres Unternehmens – und diesen eingeschlagenen Weg wollen wir auch weiter fortsetzen. So peilt die Österreichische Post für das Gesamtjahr 2019 sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch in Bezug auf das operative Ergebnis im Kerngeschäft eine stabile Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres an.

Wien, am 16. Mai 2019

Der Vorstand

DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender

DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen

DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik

GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Änderungen im Konsolidierungskreis

Im ersten Quartal 2019 erfolgten keine wesentlichen Änderungen im Konsolidierungskreis.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der Österreichischen Post verbesserten sich im ersten Quartal 2019 um 0,4% auf 492,5 Mio EUR. Dabei konnte der dynamisch wachsende Paketmarkt mit einem Umsatzanstieg von 6,7% die Umsatzrückgänge von 1,4% in der Division Brief, Werbepost & Filialen kompensieren.

Der Anteil der Division Brief, Werbepost & Filialen am Konzernumsatz der Österreichischen Post betrug 71,6%. Der Umsatzrückgang im ersten Quartal resultierte aus der grundsätzlichen Abnahme des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution, einem geringeren

Werbeumsatz sowie aus der schrittweisen Redimensionierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts im Jahr 2019. Umsatzerhöhend wirkten die neue Produktstruktur, Zuwächse im Bereich Mail Solutions sowie Zusatzumsätze durch Wahlen.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 28,4% am Konzernumsatz mit einem weiterhin positiven Trend. Das Wachstum von 6,7% war primär vom organischen Mengenwachstum in Österreich getrieben.

Umsatz nach Divisionen

Veränderung
Q1 2018 Q1 2019 % Mio EUR
490,6 492,5 0,4% 1,9
359,6 354,7 –1,4% –4,9
132,2 141,0 6,7% 8,8
–1,2 –3,2 –2,0
64 63

In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden im ersten Quartal 2019 91,9% des Umsatzes in Österreich erwirtschaftet. Auf den Raum Südost- und Osteuropa entfielen 5,6% des Konzernumsatzes. In Deutschland wurde ein Anteil von 2,5% der Umsatzerlöse generiert.

Umsatz nach Divisionen Q1 2019

in %

A – Österreich

in %

B – Südost-/Osteuropa

C – Deutschland

Umsatzentwicklung Division Brief, Werbepost & Filialen

Veränderung
Mio EUR Q1 2018 Q1 2019 % Mio EUR
Umsatzerlöse 359,6 354,7 –1,4% –4,9
Briefpost & Mail Solutions 202,2 208,2 2,9% 6,0
Werbepost 100,0 94,0 –6,0% –6,0
Medienpost 32,2 30,7 –4,7% –1,5
Filialdienstleistungen 25,2 21,8 –13,3% –3,4
Interne Leistungsverrechnung 27,2 29,7 9,2% 2,5
Umsatzerlöse gesamt 386,8 384,4 –0,6% –2,4
davon Umsatzerlöse mit Dritten 359,3 353,7 –1,5% –5,5

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 354,7 Mio EUR stammte zu 58,7% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 26,5% aus Werbepost und zu 8,6% aus Medienpost. Zudem wurden 6,2% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet.

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz mit 208,2 Mio EUR im ersten Quartal 2019 um 2,9% über dem Niveau des Vorjahres. Umsatzerhöhend im Bereich Briefpost wirkten die neue Produktstruktur sowie Zusatzumsätze durch Wahlen. Die rückläufige Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen setzt sich fort. Der Basistrend der Volumenentwicklung im ersten Quartal 2019 liegt bei ca. minus 3,5% in Österreich, die Jahreserwartung bei ca. minus 5%. Der Bereich Mail Solutions verzeichnete Zuwächse in Höhe von 5,4% vor allem in der Dokumentenlogistik und im Outputmanagement.

Der Bereich Werbepost verzeichnete im ersten Quartal 2019 einen Umsatzrückgang von 6,0% auf 94,0 Mio EUR.

Bei adressierten Sendungen zeigte sich bei einigen Kunden weiterhin Verunsicherung hinsichtlich der neuen Datenschutz-Grundverordnung. Die unadressierte Werbepost ist vor allem geprägt durch einen Rückgang im Einzelhandel sowie Verschiebeeffekten durch die Osterfeiertage.

Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, reduzierte sich im Periodenvergleich um 4,7% auf 30,7 Mio EUR. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das rückläufige Abonnementgeschäft von Zeitungen und Magazinen zurückzuführen.

Die Umsätze aus Filialdienstleistungen lagen im ersten Quartal 2019 mit 21,8 Mio EUR um 13,3% unter dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Gemäß der Vereinbarung mit dem Bankpartner BAWAG P.S.K. erfolgt die Beendigung der Kooperation bis Ende 2020. Der Umsatz mit Finanzdienstleistungen wird 2019 kontinuierlich reduziert.

Umsatzentwicklung Division Paket & Logistik

Veränderung
Mio EUR Q1 2018 Q1 2019 % Mio EUR
Umsatzerlöse 132,2 141,0 6,7% 8,8
Paket Premium 61,9 68,9 11,2% 6,9
Paket Standard 57,0 58,0 1,9% 1,1
Paket Sonstige Leistungen 13,3 14,1 6,1% 0,8
Interne Leistungsverrechnung 1,3 1,1 –19,4% –0,3
Umsatzerlöse gesamt 133,5 142,1 6,4% 8,5
davon Umsatzerlöse mit Dritten 131,3 138,7 5,6% 7,4

Der Umsatz der Division Paket & Logistik verbesserte sich im ersten Quartal 2019 um 6,7% von 132,2 Mio EUR auf 141,0 Mio EUR. Das Wachstum im Paketgeschäft basiert auf dem anhaltenden E-Commerce-Trend in Österreich. Trotz der Eigenzustellung eines Großkunden in Wien konnte die Österreichische Post auch in dieser Berichtsperiode am Marktwachstum partizipieren. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb und hoher Preisdruck, gleichzeitig nehmen die Anforderungen hinsichtlich Qualität und Zustellgeschwindigkeit zu. Der Trend für das Marktwachstum in Österreich liegt für das Geschäftsjahr 2019 im oberen einstelligen Bereich.

Insgesamt entfielen in den ersten drei Monaten 2019 48,8% des Divisionsumsatzes auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 11,2% auf 68,9 Mio EUR im ersten Quartal 2019.

Auf die Umsätze des Bereichs Paket Standard – dieser umfasst vor allem Sendungen an Privatkunden in Österreich – entfielen 41,2% des Divisionsumsatzes. Im Bereich Paket Standard wurde im ersten Quartal 2019 ein Umsatzanstieg von 1,9% auf 58,0 Mio EUR erzielt.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet, wurden in den ersten drei Monaten 2019 Umsätze in Höhe von 14,1 Mio EUR generiert, dies entspricht einem Anstieg von 6,1%.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass in den ersten drei Monaten 2019 80,5% der Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, 19,5% der Umsätze entfielen auf Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Österreich wurde im ersten Quartal 2019 ein Umsatzanstieg von 6,2% erzielt. Im wettbewerbsintensiven Raum Südost- und Osteuropa lag in den ersten drei Monaten 2019 das Umsatzplus bei 8,7%.

Konzern-Ertragslage

Veränderung
Mio EUR Q1 2018 Q1 2019 % Mio EUR
Umsatzerlöse 490,6 492,5 0,4% 1,9
Sonstige betriebliche Erträge 34,6 21,0 –39,3% –13,6
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –103,9 –110,3 –6,1% –6,4
Personalaufwand –274,0 –251,7 8,1% 22,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –70,3 –66,3 5,6% 4,0
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen
–0,6 –0,7 –8,2% 0,0
EBITDA1 76,5 84,6 10,7% 8,2
Abschreibungen –19,8 –27,2 –37,7% –7,4
EBIT2 56,7 57,4 1,3% 0,7
Sonstiges Finanzergebnis 1,7 3,4 >100% 1,8
Ergebnis vor Steuern 58,4 60,8 4,2% 2,5
Ertragsteuern –16,5 –17,5 –6,0% –1,0
Periodenergebnis 41,8 43,3 3,5% 1,5
Ergebnis je Aktie (EUR)3 0,62 0,64 3,4% 0,02

1 Ergebnis vor Abschreibungen, Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

2 Ergebnis vor Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

3 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

Ergebnisentwicklung

Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (51,1%), der Materialaufwand und der Aufwand für bezogene Leistungen (22,4%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (13,5%).

Der Personalaufwand belief sich im ersten Quartal 2019 auf 251,7 Mio EUR, was einem Rückgang von 8,1% entspricht. Der operative Personalaufwand hat sich dabei lediglich geringfügig erhöht. Die Österreichische Post beschäftigte in den ersten drei Monaten 2019 durchschnittlich 20.197 Mitarbeiter. Stetige Effizienzsteigerungen und struktureller Umbau machten es möglich, kollektivvertragliche Gehaltssteigerungen zu kompensieren.

Zusätzlich zu den operativen Personalkosten umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter der Österreichischen Post zurückzuführen sind. Der nicht-operative Personalaufwand hat sich im Periodenvergleich reduziert. Im ersten Quartal 2019 waren keine nennenswerten Kosten enthalten, während im Vorjahr Rückstellungen für die Redimensionierung im Finanzdienstleistungsbereich von rund 20 Mio EUR angefallen sind.

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 6,1% auf 110,3 Mio EUR, primär bedingt durch vermehrte Transportaufwendungen hervorgerufen durch die gestiegenen Paketmengen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 4,0 Mio EUR auf 66,3 Mio EUR. Dieser Rückgang ist vor allem durch den Wegfall von Leasingaufwendungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzierungsstandards IFRS 16 bedingt. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im ersten Quartal 2019 21,0 Mio EUR nach 34,6 Mio EUR im Vorjahr. Im ersten Quartal 2018 war ein Einmalertrag in Höhe von rund 20 Mio EUR als pauschale Abgeltung seitens des Bankpartners BAWAG P.S.K. für die Verkürzung der Vertragsdauer enthalten.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen enthält anteilige Periodenergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen und belief sich auf minus 0,7 Mio EUR (–8,2%).

Durch die Anwendung des IFRS 16 werden Leasingverhältnisse erweitert abgebildet, was die Darstellung der Ergebnisseite des Konzerns beeinflusst. Der Effekt auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich auf 8,1 Mio EUR mit entsprechender Auswirkung auf das EBITDA. Das EBITDA lag somit mit 84,6 Mio EUR um 8,2 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres, das entspricht einer EBITDA-Marge von 17,2%. Dem gegenüber erhöhten sich die Abschreibungen aufgrund IFRS 16 um 7,7 Mio EUR und der Zinsaufwand um 1,1 Mio EUR.

Im Ergebnis zeigt sich ein stabiles bis leicht positives Bild. Das EBIT in Höhe von 57,4 Mio EUR verbesserte sich um 1,3% gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 11,7%.

Im Finanzergebnis des Konzerns von 3,4 Mio EUR wirkte sich die Aufwertung der Anteile an der FinTech Group AG in Höhe von 5,4 Mio EUR positiv aus. Nach Abzug der Ertragssteuern von 17,5 Mio EUR ergab sich somit ein Periodenergebnis von 43,3 Mio EUR (+3,5%). Das Ergebnis pro Aktie betrug 0,64 EUR nach 0,62 EUR im ersten Quartal des Vorjahres.

EBITDA und EBIT nach Divisionen

Q1 2018 Q1 2019 Veränderung
Mio EUR % Mio EUR Marge1 Q1 2019
EBITDA 76,5 84,6 10,7% 8,2 17,2 %
Brief, Werbepost & Filialen 78,6 81,1 3,2% 2,5 21,1 %
Paket & Logistik 13,6 13,7 0,8% 0,1 9,6 %
Corporate/Konsolidierung –15,7 –10,2 35,2% 5,5
EBIT 56,7 57,4 1,3% 0,7 11,7 %
Brief, Werbepost & Filialen 73,6 75,3 2,4% 1,7 19,6 %
Paket & Logistik 10,9 9,7 –10,8% –1,2 6,8 %
Corporate/Konsolidierung –27,8 –27,6 0,6% 0,2

1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt

Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten drei Monaten 2019 ein EBITDA von 81,1 Mio EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 3,2%. Das Divisions-EBIT erhöhte sich um 2,4% auf 75,3 Mio EUR. Der Umsatzrückgang konnte durch die hohe Kostendisziplin kompensiert werden.

Die Division Paket & Logistik zeigte Umsatzwachstum bei hohem Wettbewerbs- und Margendruck und erwirtschaftete ein EBITDA von 13,7 Mio EUR (+0,8%) und ein EBIT von 9,7 Mio EUR (–10,8%) im ersten Quartal 2019. Der EBIT-Rückgang ist vor allem auf Mehraufwände im Logistiknetz zur Vermeidung aktueller Kapazitätsengpässen zurückzuführen. Es zeigt sich, dass die Mengen- und Umsatzsteigerungen durch höheren Logistikaufwand bewältigt werden.

Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) verbesserte sich um 0,6% auf minus 27,6 Mio EUR durch geringere Aufwände für Sozialplanmodelle. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen unter anderem die Verwaltung der Konzernimmobilien, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post Arbeitsmarktes.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur nach Positionen

Mio EUR 31.12.2018 31.03.2019 Struktur 31.03.2019
AKTIVA
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte 736,1 1.009,8 51,0%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 78,4 77,7 3,9%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 9,2 14,6 0,7%
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 439,6 416,5 21,0%
Andere finanzielle Vermögenswerte 107,7 143,4 7,2%
davon Wertpapiere/Geldmarktveranlagungen 55,8 86,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 310,0 318,0 16,1%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,3 0,1 0,0%
1.681,2 1.980,1 100%
PASSIVA
Eigenkapital 699,1 737,5 37,2%
Rückstellungen 551,1 567,8 28,7%
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 10,3 273,5 13,8%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 420,6 401,2 20,3%
1.681,2 1.980,1 100%

Bilanzstruktur

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag per 31. März 2019 bei 1.980,1 Mio EUR.

Die Sachanlagen erhöhten sich durch die Aktivierung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 um 270,3 Mio EUR auf 925,2 Mio EUR zum 31. März 2019 und stellten somit die größte Bilanzposition dar. Weiters waren immaterielle Vermögenswerte von 25,8 Mio EUR sowie Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben per Ende des ersten Quartals 2019 mit 58,7 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen nehmen Forderungen in Höhe von 281,3 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen ein. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 318,0 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Inklusive den Finanzinvestitionen in Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen in Höhe von 86,1 Mio EUR ergab sich ein hoher Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln von insgesamt 404,0 Mio EUR.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 31. März 2019 bei 37,2% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 737,5 Mio EUR. Bei den langfristigen Schulden überwiegen Rückstellungen in Höhe von 391,4 Mio EUR (davon langfristige Rückstellungen für Unterauslastung in Höhe von 179,4 Mio EUR) sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten von 243,5 Mio EUR (davon langfristige Leasingverbindlichkeiten von 243,3 Mio EUR). Die anderen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen, weil durch die Anwendung von IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten auch für operative Leasingverhältnisse anzusetzen sind. Zu den kurzfristigen Schulden zählten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten von 313,7 Mio EUR (davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 168,9 Mio EUR).

Cashflow

Mio EUR Q1 2018 Q1 2019
Cashflow aus dem Ergebnis 107,4 86,1
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 175,9 72,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit –41,7 –53,4
davon Maintenance CAPEX –24,7 –9,9
davon Growth CAPEX –16,2 –9,8
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –0,6 –2,1
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen 0,0 –30,0
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit –0,2 –1,6
Free Cashflow 134,2 19,0
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 134,8 51,1
Operativer Free Cashflow1
(Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX)
55,1 60,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,4 –11,0
Veränderung des Finanzmittelbestandes 134,6 7,9

1 Q1 2018: abzüglich Sondereffekte iHv 95,9 Mio EUR in Folge der Beendigung der Zusammenarbeit mit BAWAG P.S.K.

Cashflow

Der Cashflow ist aufgrund einer Sonderzahlung der BAWAG P.S.K. von in Summe 107,0 Mio EUR im ersten Quartal 2018 nur eingeschränkt vergleichbar. Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Quartal 2019 86,1 Mio EUR nach 107,4 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Vorjahr war in diesem Wert ein Einmalertrag von 20,1 Mio EUR als pauschale Abgeltung seitens des Bankpartners BAWAG P.S.K. inkludiert. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreichte in der Berichtsperiode 72,3 Mio EUR nach 175,9 Mio EUR im Vorjahr. Im ersten Quartal des Vorjahres war der gesamte Sondereffekt in Höhe von 95,9 Mio EUR in Folge der Beendigung der Zusammenarbeit mit der BAWAG P.S.K. enthalten (107,0 Mio EUR abzüglich der im ersten Quartal 2018 erbrachten Leistungen von 11,1 Mio EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten drei Monaten 2019 auf minus 53,4 Mio EUR nach minus 41,7 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte vorwiegend aus Geldmarktveranlagungen, die sich in der Berichtsperiode auf 30,0 Mio EUR beliefen. Gegenläufig wirkten verringerte Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX), die im ersten Quartal 2019 mit 19,7 Mio EUR unter dem Wert des Vorjahres von 41,0 Mio EUR lagen.

Der um den Sondereffekt 2018 bereinigte Operative Free Cashflow erreichte 60,8 Mio EUR in der aktuellen Berichtsperiode nach 55,1 Mio EUR im ersten Quartal des Vorjahres.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich in den ersten drei Monaten 2019 auf minus 11,0 Mio EUR. Die Abweichung in Höhe von minus 11,4 Mio EUR zur Vergleichsperiode des Vorjahrs war vor allem bedingt durch die Erstanwendung des Bilanzierungsstandards IFRS 16, dem gemäß die Tilgung von Verbindlichkeiten und Zinsen aus Leasingverträgen im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auszuweisen sind.

Investitionen

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten drei Monaten 2019 35,0 Mio EUR (davon Zugänge von Nutzungsrechten aufgrund IFRS 16 von 8,4 Mio EUR) und lagen damit unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres in Höhe von 35,6 Mio EUR. Während in der Berichtsperiode 2,7 Mio EUR der Investitionen auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 32,3 Mio EUR. Der wesentliche Anteil wurde im Rahmen des Kapazitätsprogrammes zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich getätigt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag in den ersten drei Monaten 2019 bei 20.197 Vollzeitkräften. Dies entspricht einem Aufbau des Personalstands gegenüber dem ersten Quartal 2018 um 5 Vollzeitkräfte. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.118 Vollzeitkräfte).

Mitarbeiter nach Divisionen

Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften Q1 2018 Q1 2019 Anteil Q1 2019
Brief, Werbepost & Filialen 14.025 13.961 69,1%
Paket & Logistik 4.046 4.103 20,3%
Corporate 2.121 2.134 10,6%
Gesamt 20.193 20.197 100%

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistik-Dienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist der Österreichische Post Konzern bemüht, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken, technische Risiken, Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2018 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2018, Finanzbericht, Konzernlagebericht Kapitel 4 und 5, Konzernabschluss Kapitel 10.2).

Auch das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres unterliegt bestimmten Risiken und Ungewissheiten. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen strukturellen Rückgängen, jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die

erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen und auch die Werbepost stehen zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen unter Druck. Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig verstärken Marktteilnehmer ihre Aktivitäten, um an diesem Wachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage der Österreichischen Post auswirken.

Im Filialnetz ist die Österreichische Post zum Teil von strategischen Partnern im Telekom- und Finanzbereich abhängig. Im Jahr 2017 wurde die Kooperationsvereinbarung durch den Bankpartner BAWAG P.S.K. gekündigt. Die Post und die GRAWE Bankengruppe haben Anfang April 2019 vereinbart, eine Partnerschaft zum Aufbau eines fokussierten Finanzdienstleistungsgeschäfts in Österreich einzugehen, welches im Laufe des Jahres 2020 operativ tätig sein soll.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen – beispielsweise auch durch diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen – führen bzw. die Anpassung von Wertansätzen notwendig machen. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.

Des Weiteren ist das Geschäftsmodell der Österreichischen Post von einer hohen Personalkostentangente geprägt. Eine Planabweichung im Bereich Löhne und Gehälter kann zu nachteiligen Auswirkungen führen. In Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung der Kundensegmente ist auch der Personalstand einer Schwankungsbreite unterworfen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken kann.

Ausblick 2019

Die Marktentwicklung des Brief- und Paketgeschäftes im ersten Quartal bestätigt die erwarteten Trends für das Geschäftsjahr 2019. Im klassischen Briefgeschäft muss mit Volumenrückgängen durch elektronische Substitution von Briefen in Höhe von ca. 5% p.a. gerechnet werden. Auch das Werbegeschäft zeigt sich generell rückläufig, zusätzlich beeinflusst durch aktuelle Datenschutzbestimmungen. Im Paktgeschäft in Österreich hingegen ist auch 2019 mit guten Wachstumsraten zu rechnen, getragen von weiteren Zuwächsen im Online-Handel. Die Wettbewerbsintensität – insbesondere durch die nunmehrige Eigenzustellung eines Großkunden in Wien – und auch die Qualitätsanforderungen bleiben hoch.

In der Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2019 geht die Österreichische Post von einer stabilen bis leicht steigenden Entwicklung aus; abhängig von dem Inkrafttreten der geplanten Zusammenarbeit mit der Deutsche Post DHL Group in Österreich. Beide Unternehmen haben eine langfristige Partnerschaft vereinbart. Die Kooperation unterliegt noch der Prüfung der österreichischen und deutschen Wettbewerbsbehörden. Unter der Voraussetzung einer positiven Entscheidung soll die Kooperation noch im Jahr 2019 starten und eine Zustellung von Paketen in Österreich über die Österreichische Post erfolgen. Weiters ist vorgesehen, Mitarbeiter und einen Großteil der betroffenen Logistik-Standorte zu übernehmen.

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Mengenentwicklung im Paketbereich, hat das Investitionsprogramm zur Kapazitätserweiterung oberste Priorität in der Weiterentwicklung des Unternehmens. Ziel ist es, die Sortierkapazität im Paketbereich zu verdoppeln und die Investitionsbemühungen zu beschleunigen. Für 2019 sind daher zusätzlich zu den Basis-Investitionen in Höhe von in etwa 70 Mio EUR wiederum Wachstumsinvestitionen in Höhe von über 50 Mio EUR geplant. Darüber hinaus sind Erweiterungen bzw. Zukäufe von Grundstücken in der Größenordnung von 25 Mio EUR sowie der Erwerb von Sortiertechnik im Zusammenhang mit der Kooperation der Deutsche Post DHL Group in Höhe von 15 Mio EUR zu erwarten. Mit der Inbetriebnahme eines Paketzentrums in Hagenbrunn nördlich von Wien wird ab Sommer 2019 die Kapazität bereits um 25% erhöht. Die Errichtung eines zweiten Logistikzentrums in Kalsdorf bei Graz wurde ebenfalls gestartet.

Stabilität ist auch das Ziel der Österreichischen Post hinsichtlich der Entwicklung der operativen Ergebnisse im Kerngeschäft 2019 (EBIT 2018: 210,9 Mio EUR).

Hier liegt der Fokus klar auf der Mengenentwicklung im Brief- und Paketgeschäft sowie auf der Optimierung der Logistikinfrastruktur in Österreich. Weiterhin sollen Maßnahmen der Kostensenkung und Effizienzsteigerung vorangetrieben werden.

Darüber hinaus gilt es 2019 weitere Schritte in der Erarbeitung eines neuen Finanzdienstleistungsangebotes zu setzen. Ein erster Schritt wurde mit der bereits kommunizierten Partnerschaft mit der GRAWE Bankengruppe gesetzt. Es ist vorgesehen, dass die Österreichische Post im Zuge einer Kapitalerhöhung 80% an der Brüll Kallmus Bank AG, Teil der GRAWE Bankengruppe, und damit die unternehmerische Führung erwirbt. Ein Eigentümerkontrollverfahren bei der Europäische Zentralbank (EZB) über die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) wurde eingeleitet. Vorbehaltlich einer aufsichtsbehördlichen Genehmigung wird die Österreichische Post danach im Zuge der Kapitalerhöhung ca. 56 Mio EUR einbringen. Damit wird die rechtliche Basis für den Aufbau eines eigenständigen Leistungsangebotes im Laufe des Jahres 2020 geschaffen. Beim Aufbau eines neuen Finanzdienstleistungsangebotes werden Anlaufverluste in den ersten drei Jahren und positive Ergebnisbeiträge danach prognostiziert.

Wien, am 16. Mai 2019

Der Vorstand

DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender

DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen

DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Quartal 2019

Mio EUR Q1 2018 Q1 2019
Umsatzerlöse 490,6 492,5
Sonstige betriebliche Erträge 34,6 21,0
Gesamte betriebliche Erträge 525,2 513,5
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –103,9 –110,3
Personalaufwand –274,0 –251,7
Abschreibungen –19,8 –27,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –70,3 –66,3
Gesamte betriebliche Aufwendungen –467,9 –455,5
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 57,3 58,1
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,6 –0,7
Finanzerträge 4,6 6,1
Finanzaufwendungen –3,0 –2,7
Sonstiges Finanzergebnis 1,7 3,4
Finanzergebnis 1,1 2,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 58,4 60,8
Ertragsteuern –16,5 –17,5
Periodenergebnis 41,8 43,3
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 41,9 43,3
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,62 0,64
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,62 0,64

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das erste Quartal 2019

Mio EUR Q1 2018 Q1 2019
Periodenergebnis 41,8 43,3
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe 0,0 –0,1
Summe der Posten, die umgegliedert werden können 0,0 –0,1
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 0,4 –6,5
Steuereffekt auf Neubewertung –0,1 1,6
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden 0,3 –4,9
Sonstiges Ergebnis 0,2 –4,9
Gesamtperiodenergebnis 42,1 38,4
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 42,1 38,4
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0

Konzernbilanz zum 31. März 2019

Mio EUR 31.12.2018 31.03.2019
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 58,7 58,7
Immaterielle Vermögenswerte 24,5 25,8
Sachanlagen 652,8 925,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 78,4 77,7
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 9,2 14,6
Andere finanzielle Vermögenswerte 62,4 67,8
Vertragsvermögenswerte 0,1 0,1
Sonstige Forderungen 14,5 13,0
Latente Steueransprüche 77,6 77,7
978,2 1.260,7
Kurzfristige Vermögenswerte
Andere finanzielle Vermögenswerte 45,4 75,6
Vorräte 17,3 15,3
Vertragsvermögenswerte 23,5 28,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 305,7 281,3
Steuererstattungsansprüche 1,0 1,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 310,0 318,0
702,8 719,3
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,3 0,1
1.681,2 1.980,1
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 298,5 341,8
Andere Rücklagen –30,1 –35,1
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 697,1 735,5
Nicht beherrschende Anteile 2,0 2,0
699,1 737,5
Langfristige Schulden
Rückstellungen 386,3 391,4
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,5 243,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 31,1 30,7
Latente Steuerschulden 0,8 0,7
421,7 666,3
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 164,8 176,4
Steuerschulden 6,8 11,1
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 6,8 30,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 333,0 313,7
Vertragsverbindlichkeiten 49,0 45,1
560,4 576,3
1.681,2 1.980,1

Konzern-Cashflow Statement für das erste Quartal 2019

Mio EUR Q1 2018 Q1 2019
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Ergebnis vor Ertragsteuern 58,4 60,8
Abschreibungen 19,8 27,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,6 0,7
Rückstellungen unbar 27,9 9,8
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 0,8 –12,4
Cashflow aus dem Ergebnis 107,4 86,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 37,7 24,8
Vorräte –0,9 1,8
Vertragsvermögenswerte –0,8 –4,7
Rückstellungen 2,3 7,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten –5,3 –27,2
Vertragsverbindlichkeiten 49,1 –3,9
Gezahlte Steuern –13,6 –11,9
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 175,9 72,3
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –2,5 –3,1
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien –41,0 –19,7
Einzahlungen aus Anlagenverkäufen 2,0 1,7
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,7 –2,2
Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,1 0,1
Erwerb von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen –5,0 –30,0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 5,0 0,0
Gewährte Darlehen –0,4 –0,6
Erhaltene Zinsen 0,7 0,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit –41,7 –53,4
Free Cashflow 134,2 19,0
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Tilgung von langfristigen Finanzierungen (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile)1 –0,1 –7,0
Veränderung von kurzfristigen Finanzierungen1 0,6 –2,8
Gezahlte Zinsen –0,1 –1,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,4 –11,0
Veränderung des Finanzmittelbestandes 134,6 7,9
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 290,0 310,2
Finanzmittelbestand am 31. März 424,6 318,1

1 Ausweis angepasst – Ausweis zuvor als "Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten"

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im ersten Quartal 2018

Andere Rücklagen
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage /
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigenkapital
der
Aktionäre
des Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
337,8 91,0 287,7 –19,2 2,4 –1,7 697,9 0,9 698,8
0,0 0,0 0,6 0,0 –0,1 0,0 0,5 0,0 0,5
0,0 0,0 5,1 0,0 0,0 0,0 5,1 0,0 5,1
337,8 91,0 293,3 –19,2 2,3 –1,7 703,5 0,9 704,4
0,0 0,0 41,9 0,0 0,0 0,0 41,9 0,0 41,8
0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 0,0 0,2 0,0 0,2
0,0 0,0 41,9 0,3 0,0 0,0 42,1 0,0 42,1
337,8 91,0 335,2 –18,9 2,3 –1,7 745,6 0,8 746,4

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im ersten Quartal 2019

Andere Rücklagen
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigen
kapital der
Aktionäre
des Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2019 337,8 91,0 298,5 –16,1 –12,2 –1,8 697,1 2,0 699,1
Periodenergebnis 0,0 0,0 43,3 0,0 0,0 0,0 43,3 0,0 43,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –4,9 0,0 –0,1 –4,9 0,0 –4,9
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 43,3 –4,9 0,0 –0,1 38,4 0,0 38,4
Stand am 31. März 2019 337,8 91,0 341,8 –21,0 –12,2 –1,9 735,5 2,0 737,5

Finanzkalender 2019

9. August 2019 Halbjahresfinanzbericht 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

  1. November 2019 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

Entwicklung der Post Aktie (Vergleich 12 Monate)

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Satz und Produktion Inhouse produziert mit firesys

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Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 15. Mai 2019

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