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Österreichische Post AG

Quarterly Report Nov 14, 2019

752_10-q_2019-11-14_6864fcc4-eb9f-4dde-9606-cb33b915ff6c.pdf

Quarterly Report

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ÖSTERREICHISCHE POST

Zwischenbericht für die ersten drei Quartale 2019

HIGHLIGHTS Q1-3 2019

Umsatz

  • Umsatzanstieg um 3,2% auf 1.462,2 Mio EUR
  • Gutes Paketwachstum (+11,3%) sowie Stabilität in der Division Brief, Werbepost & Filialen (+0,6%)

Ergebnis

  • Positive EBIT-Entwicklung im Kerngeschäft, ausgewiesenes EBIT um 8,4% auf 130,0 Mio EUR verringert
  • Ergebnis je Aktie von 1,48 EUR nach 1,56 EUR im Vorjahresvergleich

Cashflow und Bilanz

  • Operativer Free Cashflow von 153,2 Mio EUR
  • Bilanzsumme nach Aktivierung Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen gem. IFRS 16 auf 1.975,4 Mio EUR erhöht

Ausblick 2019 und 2020

  • 2019 steigender Umsatz und stabiles operatives Ergebnis (EBIT) im Kerngeschäft vor Datenschutz-Rückstellung
  • 2020 stabiler bis leicht steigender Umsatz und weitgehende Stabilität im operativen Ergebnis (EBIT) des Kerngeschäfts vor Anlaufkosten für das Finanzdienstleistungsgeschäft

KENNZAHLENÜBERBLICK

Mio EUR Q1-3 2018 Q1-3 2019 Veränderung
ERTRAGSLAGE
Umsatzerlöse 1.416,4 1.462,2 3,2%
EBITDA 207,1 215,9 4,2%
EBITDA-Marge 14,6% 14,8 %
EBIT 141,9 130,0 –8,4%
EBIT-Marge 10,0% 8,9 %
Ergebnis vor Ertragsteuern 146,2 143,6 –1,7%
Periodenergebnis 105,3 100,1 –5,0%
Ergebnis je Aktie (EUR)1 1,56 1,48 –5,0%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 20.563 20.367 –1,0%
CASHFLOW
Cashflow aus dem Ergebnis 251,0 215,3 –14,3%
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 252,5 228,6 –9,5%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) –86,2 –100,1 –16,1%
Free Cashflow 129,6 49,8 –61,6%
Operativer Free Cashflow2 119,6/196,9 153,2
Mio EUR 31. Dezember 2018 30. September 2019 Veränderung
BILANZ
Bilanzsumme 1.681,2 1.975,4 17,5%
Eigenkapital 699,1 642,2 –8,1%
Nettofinanzverschuldung/Nettoliquidität (+/–) -13,7 342,5 >100%
Eigenkapitalquote 41,6% 32,5 %
Capital Employed 607,9 906,6 49,1%

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

2 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX: Q1-3 2019: 153,2 Mio EUR exklusive Einzahlungen aus dem Immobilienprojekt Neutorgasse 30,3 Mio EUR; Q1-3 2018: 196,9 Mio EUR inklusive Sondereffekt iHv 77,3 Mio EUR (Sonderzahlung BAWAG P.S.K. 107,0 Mio EUR abzüglich erbrachter Finanzdienstleistungen 29,7 Mio EUR)

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post hat sich in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres mit 1.462,2 Mio EUR sehr zufriedenstellend entwickelt, das entspricht einem Anstieg von 3,2% gegenüber dem Vorjahr. Sowohl die Division Paket & Logistik (+11,3%) als auch die Division Brief, Werbepost & Filialen (+0,6%) zeigten in der Berichtsperiode eine sehr gute Entwicklung.

Der Briefbereich ist weiterhin von der anhaltenden Substitution klassischer Briefe durch elektronische Kommunikationsformen geprägt und ebenso wie das adressierte Werbevolumen – auch beeinflusst durch Verunsicherung aufgrund der Datenschutz-Grundverordnung – einem strukturellen Rückgang ausgesetzt. Positive Umsatzeffekte verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen im ersten Halbjahr durch das neue Produkt- und Tarifmodell sowie durch Sonderaussendungen und Wahlen im Jahresverlauf.

Im Paketbereich wurden deutliche Steigerungsraten erzielt – die Österreichische Post profitiert hier von einem dynamischen Marktwachstum durch den anhaltenden Online-Shopping-Trend. Allerdings bleiben Wettbewerbsintensität und Preisdruck weiterhin hoch. Die Partnerschaft mit der Deutsche Post DHL Group zur Paketzustellung in Österreich ist sehr gut angelaufen. Seit 1. August 2019 erfolgt die Zustellung von Paketen in Österreich durch die Österreichische Post, wodurch das gesamte monatliche Transport- und Zustellvolumen nunmehr um ca. 25% angestiegen ist. Vor dem Hintergrund dieser Paketmengenentwicklung und der erforderlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen intensiviert die Österreichische Post die Kapazitätserweiterung der Paketlogistik. Nach der Inbetriebnahme des Paket-Logistikzentrums Niederösterreich (Hagenbrunn) erfolgen nun die nächsten Meilensteine, wie die Fertigstellung des Paket-Logistikzentrums Steiermark (Kalsdorf) sowie der Zustellbasis Thalgau/Salzburg Mitte nächsten Jahres. Neben dieser Investitionsinitiative zur Sicherstellung der Kapazität und Qualität vor dem Hintergrund des Paketwachstums haben die Weiterentwicklung des Produktportfolios und der Aufbau der Bank der Post oberste Priorität für die nächsten Quartale.

Ergebnisseitig zeigt das EBIT der ersten neun Monate 2019, wie schon in den letzten beiden Quartalen, eine steigende operative Tendenz. Das ausgewiesene EBIT ist mit 130,0 Mio EUR um 8,4% unter dem Vorjahr, da im dritten Quartal 2019 eine Datenschutz-Rückstellung erfasst wurde. Für das Gesamtjahr 2019 geht die Österreichische Post beim Umsatz, wie bereits in der bisherigen Entwicklung, von einem Anstieg aus. Basierend auf den guten Trends im Kerngeschäft wird ein stabiles operatives Ergebnis (EBIT) angepeilt, welches diverse Anlaufkosten zum Aufbau des Finanzdienstleistungsgeschäfts inkludiert. Nicht inkludiert ist die Rückstellung für eine Verwaltungsstrafe der Datenschutzbehörde. Für das Jahr 2020 wird ein stabiler bis leicht steigender Umsatz prognostiziert und wiederum eine weitgehende Stabilität im operativen Ergebnis (EBIT) angepeilt. Daneben sind im Zuge des Aufbaus des neuen Finanzdienstleistungsgeschäfts Anlaufkosten zu erwarten.

Der Österreichischen Post ist es durch den hohen Bestand an Finanzmitteln möglich, die zielgerichteten Wachstumsinvestitionen in der Logistikinfrastruktur und in die neuen Finanzdienstleistungen selbst zu finanzieren. Der operativ erwirtschaftete Cashflow wird daher weiterhin für die Investitionen der operativen Bereiche sowie für die Beibehaltung der attraktiven Dividendenpolitik verwendet.

Wien, am 5. November 2019

Der Vorstand

DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender

DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen

DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik

GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Änderungen im Konsolidierungskreis

Mit 1. August 2019 erfolgte die Vollkonsolidierung der adverserve Holding GmbH in den Konzernabschluss der Österreichischen Post. Die bis 31. Juli 2019 nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile wurden um 33% erhöht. Die Österreichische Post hält nun 82% an der Gesellschaft. adverserve ist der führende Experte für Werbetechnologien und digitale Werbung in Europa.

Ebenfalls mit 1. August 2019 erfolgte die Übernahme wesentlicher Teile des Geschäftsbetriebes der DHL Paket (Austria) GmbH, dieser umfasste insbesondere Sortiertechnik, Mitarbeiter und den Eintritt in Bestandsverhältnisse von drei Verteilzentren und zehn Zustellbasen. Gemeinsam mit der Übernahme des Geschäftsbetriebes wurde eine langfristige Partnerschaft mit der Deutsche Post DHL Group vereinbart, wonach die Zustellung von Paketen der DHL Group in Österreich zukünftig durch die Österreichische Post erfolgen wird.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Die Umsatzerlöse der Österreichischen Post erhöhten sich in den ersten neun Monaten 2019 um 3,2% auf 1.462,2 Mio EUR. Dabei wirkten sich der dynamisch wachsende Paketmarkt mit einem Umsatzanstieg von 11,3% sowie ein leichter Anstieg in der Division Brief, Werbepost & Filialen in Höhe von 0,6% positiv aus.

Der Anteil der Division Brief, Werbepost & Filialen am Konzernumsatz der Österreichischen Post betrug 70,3%. Die Umsatzentwicklung in den ersten drei Quartalen resultierte aus der grundsätzlichen Abnahme des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution, einem geringeren Werbeumsatz sowie der schrittweisen Redimensionierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts im Jahr 2019. Umsatzerhöhend wirkten die neue Produktstruktur, Zusatzumsätze durch Wahlen und Einmalaussendungen von Banken und Versicherungen.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 29,7% am Konzernumsatz mit einem weiterhin positiven Trend. Das Wachstum von 11,3% war primär vom organischen Mengenwachstum in Österreich getrieben.

Umsatzentwicklung Mio EUR 1.404,7 1.416,4 1.462,2 Q1-3 2017 Q1-3 2018 Q1-3 2019 Q1-3 2019 +3,2 %

Umsatz nach Divisionen

Veränderung
Mio EUR Q1-3 2018 Q1-3 2019 % Mio EUR Q3 2018 Q3 2019
Umsatzerlöse 1.416,4 1.462,2 3,2% 45,8 461,1 481,1
Brief, Werbepost & Filialen 1.027,3 1.033,5 0,6% 6,2 332,3 329,6
Paket & Logistik 392,9 437,2 11,3% 44,4 130,2 154,2
Corporate/Konsolidierung –3,8 –8,5 –4,7 –1,4 –2,7
Werktage in Österreich 188 188 64 65

In der regionalen Betrachtung der Umsatzerlöse der Österreichischen Post wurden in den ersten neun Monaten 2019 91,7% des Umsatzes in Österreich erwirtschaftet. Auf den Raum Südost- und Osteuropa entfielen 5,8% der Umsatzerlöse. In Deutschland wurden 2,5% der Umsatzerlöse generiert.

B – Südost- und Osteuropa

C – Deutschland

Q1-3 2019 Veränderung
Mio EUR Q1-3 2018 % Mio EUR Q3 2018 Q3 2019
Umsatzerlöse 1.027,3 1.033,5 0,6% 6,2 332,3 329,6
Briefpost & Mail Solutions 585,2 604,3 3,3% 19,1 194,2 195,4
Werbepost 277,9 271,9 –2,1% –6,0 86,9 85,6
Medienpost 92,8 94,0 1,3% 1,2 28,2 28,9
Filialdienstleistungen 71,5 63,3 –11,4% –8,2 22,9 19,6
Interne Leistungsverrechnung 79,7 91,6 14,9% 11,9 26,7 32,8
Umsatzerlöse gesamt 1.107,1 1.125,1 1,6% 18,0 359,1 362,4
davon Umsatzerlöse mit Dritten 1.026,1 1.031,6 0,5% 5,5 331,8 329,1

Umsatzentwicklung Division Brief, Werbepost & Filialen

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 1.033,5 Mio EUR stammte zu 58,5% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 26,3% aus Werbepost und zu 9,1% aus Medienpost. Zudem wurden 6,1% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet.

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz mit 604,3 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2019 um 3,3% über dem Niveau des Vorjahres. Umsatzerhöhend im Bereich Briefpost wirkten die neue Produktstruktur sowie Zusatzumsätze durch Wahlen. Die rückläufige Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen setzte sich fort. Der Basistrend der Volumenentwicklung in den ersten drei Quartalen 2019 lag bei ca. minus 3,1% in Österreich. Der Bereich Mail Solutions verzeichnete Umsatzzuwächse in Höhe von

11,3% vor allem in der Dokumentenlogistik und im Outputmanagement.

Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten neun Monaten 2019 einen Umsatzrückgang von 2,1% auf 271,9 Mio EUR. Bei adressierten Sendungen zeigte sich bei einigen Kunden weiterhin Verunsicherung hinsichtlich der Datenschutz-Grundverordnung. Die unadressierte Werbepost ist vor allem geprägt durch einen Rückgang im Einzelhandel und einer generellen Reduktion der Sendungsgewichte. Positiv wirkten hier Zusatzumsätze aus Wahlen vor allem im zweiten und dritten Quartal 2019.

Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen, erhöhte sich im Periodenvergleich leicht um 1,3% auf 94,0 Mio EUR, positiv beeinflusst durch die Wahlen in den ersten drei Quartalen 2019.

B – Paket & Logistik

Die Umsätze aus Filialdienstleistungen lagen in den ersten drei Quartalen 2019 mit 63,3 Mio EUR um 11,4% unter dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Nach erfolgter Beendigung der Kooperation mit dem Bankpartner BAWAG P.S.K. wird der Umsatz mit Finanzdienstleistungen kontinuierlich reduziert.

Umsatzentwicklung Division Paket & Logistik
--------------------------------------------- -- -- --
Veränderung
Mio EUR Q1-3 2018 Q1-3 2019 % Mio EUR Q3 2018 Q3 2019
Umsatzerlöse 392,9 437,2 11,3% 44,4 130,2 154,2
Paket Premium 188,4 239,5 27,2% 51,1 65,1 92,8
Paket Standard 163,5 154,7 –5,4% –8,8 51,7 47,2
Paket Sonstige Leistungen 41,0 43,1 5,0% 2,0 13,5 14,2
Interne Leistungsverrechnung 3,7 3,0 –17,0% –0,6 1,1 1,0
Umsatzerlöse gesamt 396,5 440,3 11,0% 43,8 131,4 155,2
davon Umsatzerlöse mit Dritten 390,2 430,3 10,3% 40,1 129,3 151,9

Der Umsatz der Division Paket & Logistik verbesserte sich in den ersten drei Quartalen 2019 um 11,3% von 392,9 Mio EUR auf 437,2 Mio EUR. Das Wachstum im Paketgeschäft basiert auf dem anhaltenden E-Commerce-Trend in Österreich. Die Österreichische Post stellt seit August 2019 im Rahmen eines Kooperationsvertrages Pakete der Deutsche Post DHL Group in Österreich zu. Aus diesen Entwicklungen ergeben sich seit August 2019 Mengensteigerungen von ca. 25%.

Trotz der Eigenzustellung eines Großkunden in Wien konnte die Österreichische Post auch in dieser Berichtsperiode am Marktwachstum partizipieren. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb und hoher Preisdruck, gleichzeitig nehmen die Anforderungen hinsichtlich Qualität und Zustellgeschwindigkeit zu. Der Trend für das Paketmarktwachstum in Österreich liegt für das Geschäftsjahr 2019 im oberen einstelligen Bereich.

Insgesamt entfielen in den ersten neun Monaten 2019 54,8% des Divisionsumsatzes auf den Premium-Bereich (Zustellung erfolgt am Werktag nach der Aufgabe). Dies

entspricht einem Umsatzanstieg von 27,2% auf 239,5 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2019.

Der Anteil des Bereichs Paket Standard am Divisionsumsatz beträgt 35,4%. In den ersten drei Quartalen 2019 verzeichnete dieser Bereich einen Umsatzrückgang von 5,4% auf 154,7 Mio EUR. Mengenverschiebungen hin zu einer schnelleren Zustellung von Paketen sind als klarer Trend zu bemerken.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet und auf den 9,8% am Divisionsumsatz entfallen, wurden in den ersten neun Monaten 2019 Umsätze in Höhe von 43,1 Mio EUR generiert, dies entspricht einem Anstieg von 5,0%.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass in den ersten neun Monaten 2019 80,6% der Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, 19,4% der Umsätze entfielen auf Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Österreich wurde in den ersten drei Quartalen 2019 ein Umsatzanstieg von 12,1% erzielt. Im wettbewerbsintensiven Raum Südost- und Osteuropa lag das Umsatzplus in den ersten neun Monaten 2019 bei 8,1%.

Konzern-Ertragslage

Q1-3 2018 Q1-3 2019 Veränderung Q3 2019
Mio EUR % Mio EUR Q3 2018
Umsatzerlöse 1.416,4 1.462,2 3,2% 45,8 461,1 481,1
Sonstige betriebliche Erträge 73,9 113,9 54,1% 40,0 22,9 71,7
Materialaufwand und Aufwand für bezogene
Leistungen
–313,3 –333,6 –6,5% –20,3 –107,0 –114,8
Personalaufwand –756,9 –744,7 1,6% 12,2 –240,4 –237,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen –211,3 –281,6 –33,3% –70,3 –73,4 –146,9
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen
–1,7 –0,3 85,6% 1,5 –0,5 0,2
EBITDA1 207,1 215,9 4,2% 8,8 62,8 53,7
Abschreibungen –65,2 –85,9 –31,8% –20,7 –25,9 –31,4
EBIT2 141,9 130,0 –8,4% –11,9 36,9 22,3
Sonstiges Finanzergebnis 4,2 13,6 >100% 9,4 1,0 12,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 146,2 143,6 –1,7% –2,5 37,9 35,1
Ertragsteuern –40,9 –43,6 –6,6% –2,7 –8,5 –14,4
Periodenergebnis 105,3 100,1 –5,0% –5,2 29,4 20,7
Ergebnis je Aktie (EUR)3 1,56 1,48 –5,0% –0,08 0,43 0,31

1 Ergebnis vor Abschreibungen, Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

2 Ergebnis vor Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

3 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

Ergebnisentwicklung

Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (50,9%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (22,8%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (19,3%).

Der Personalaufwand belief sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf 744,7 Mio EUR, was einem Rückgang von 1,6% bzw. 12,2 Mio EUR entspricht. Der operative Personalaufwand blieb gegenüber der Periode des Vorjahres stabil. Die Österreichische Post beschäftigte in den ersten neun Monaten 2019 durchschnittlich 20.367 Mitarbeiter, dies bedeutet eine Reduktion von 1,0% gegenüber dem Vorjahr. Stetige Effizienzsteigerungen und struktureller Umbau machten es möglich, kollektivvertragliche Gehaltssteigerungen zu kompensieren.

Der nicht-operative Personalaufwand beinhaltet Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter der Österreichischen Post zurückzuführen sind. Während in dieser Position im Vorjahr noch rund 20 Mio EUR an Rückstellungen für die Redimensionierung im Finanzdienstleistungsbereich angefallen sind, fielen in der aktuellen Berichtsperiode die Aufwendungen entsprechend geringer an, enthielt aber erhöhte Aufwendungen durch Rechnungszinssatzanpassungen.

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 6,5% auf 333,6 Mio EUR, primär bedingt durch vermehrte Transportaufwendungen hervorgerufen durch die gestiegenen Paketmengen und beschleunigt durch die seit August 2019 gestartete Kooperation mit der Deutsche Post DHL Group.

Sowohl die sonstigen betrieblichen Aufwendungen als auch die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich in der Berichtsperiode deutlich. So erreichten die sonstigen betrieblichen Erträge 113,9 Mio EUR nach 73,9 Mio EUR im Vorjahr. In den sonstigen betrieblichen Erträgen waren in der Berichtsperiode Rückforderungsansprüche aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten enthalten. Diese beliefen sich saldiert, also abzüglich Aufwendungen für etwaige Ersatzleistungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen abgebildet sind, auf 4,9 Mio EUR. Aufgrund dieser Ersatzleistungen sowie zusätzlicher Aufwendungen für Beratung und für die Rückstellung für das Datenschutz-Verwaltungsstrafverfahren in Höhe von 19,8 Mio EUR lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der aktuellen Berichtsperiode bei 281,6 Mio EUR nach 211,3 Mio EUR im Vorjahr. In den sonstigen betrieblichen Erträgen war im Vorjahr ein Einmalertrag in Höhe von rund 20 Mio EUR als pauschale Abgeltung seitens des Bankpartners BAWAG P.S.K. für die Verkürzung der Vertragsdauer enthalten.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen enthält anteilige Periodenergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen und verbesserte sich von minus 1,7 Mio EUR auf minus 0,3 Mio EUR.

Durch die Anwendung des IFRS 16 werden Leasingverhältnisse erweitert abgebildet, was die Darstellung der Ergebnisseite des Konzerns beeinflusst. Der Effekt auf die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich auf 26,3 Mio EUR mit entsprechender Auswirkung auf das EBITDA. Das EBITDA lag somit mit 215,9 Mio EUR um 8,8 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres, das entspricht einer EBITDA-Marge von 14,8%. Dem gegenüber erhöhten sich die Abschreibungen aufgrund IFRS 16 um 24,8 Mio EUR und der Zinsaufwand um 3,4 Mio EUR.

Das EBIT in Höhe von 130,0 Mio EUR verringerte sich um 8,4% gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 8,9%.

Im Finanzergebnis des Konzerns von 13,6 Mio EUR wirkte sich die Aufwertung der Anteile an der flatex AG (vormals FinTech Group AG) in Höhe von 10,0 Mio EUR positiv zum Bewertungsstichtag 30. September 2019 aus. Nach Abzug der Ertragssteuern von 43,6 Mio EUR ergab sich somit ein Periodenergebnis von 100,1 Mio EUR (–5,0%). Das Ergebnis pro Aktie betrug 1,48 EUR nach 1,56 EUR in den ersten drei Quartalen des Vorjahres.

Q1-3 2019 Veränderung Marge1
Mio EUR Q1-3 2018 % Mio EUR Q1-3 2019 Q3 2018 Q3 2019
EBITDA 207,1 215,9 4,2% 8,8 14,8 % 62,8 53,7
Brief, Werbepost & Filialen 214,0 204,7 –4,3% –9,3 18,2 % 65,5 50,8
Paket & Logistik 34,8 41,9 20,5% 7,1 9,5 % 9,0 13,4
Corporate/Konsolidierung –41,7 –30,8 26,2% 10,9 –11,7 –10,5
EBIT 141,9 130,0 –8,4% –11,9 8,9 % 36,9 22,3
Brief, Werbepost & Filialen 199,0 187,1 –6,0% –11,9 16,6 % 60,3 44,8
Paket & Logistik 26,6 27,5 3,3% 0,9 6,3 % 6,3 7,1
Corporate/Konsolidierung –83,7 –84,6 –1,0% –0,8 –29,7 –29,5

EBITDA und EBIT nach Divisionen

1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt

Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten neun Monaten 2019 ein EBITDA von 204,7 Mio EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 4,3%. Das Divisions-EBIT reduzierte sich um 6,0% auf 187,1 Mio EUR. Positiv wirkten der Umsatzanstieg sowie die hohe Kostendisziplin, gegenläufig Vorsorgen für eine mögliche Strafe im Zusammenhang mit dem Verwaltungsstrafverfahren der Datenschutzbehörde.

Die Division Paket & Logistik zeigte Umsatzwachstum bei hohem Wettbewerbs- und Margendruck und erwirtschaftete ein EBITDA von 41,9 Mio EUR (+20,5%) und ein EBIT von 27,5 Mio EUR (+3,3%) in den ersten drei Quartalen 2019. Das Umsatzwachstum ist geprägt durch die im August 2019 gestartete Kooperation mit der Deutsche Post DHL Group. Das EBIT ist weiterhin vor allem durch Mehraufwände im Logistiknetz zur Vermeidung aktueller Kapazitätsengpässe belastet. Die Mengen- und Umsatzsteigerungen werden mithilfe umfangreicher Logistikmaßnahmen bewältigt.

Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) reduzierte sich um 1,0% auf minus 84,6 Mio EUR aufgrund erhöhter IT- und Beratungsaufwendungen, unter anderem im Zusammenhang mit dem Aufbau des neuen Finanzdienstleistungsgeschäfts. Weiters war ein positiver Nettoeffekt aus Rückforderungsansprüchen aus in Vorperioden

bezahlten Lohnnebenkosten in Höhe von 4,9 Mio EUR enthalten. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen unter anderem die Verwaltung der Konzernimmobilien, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post Arbeitsmarktes.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur nach Positionen

Mio EUR 31. Dezember 2018 30. September 2019 Struktur
30. September 2019
AKTIVA
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, Geschäfts- oder Firmenwerte 736,1 1.106,9 56,0%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 78,4 78,4 4,0%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 9,2 11,8 0,6%
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 439,6 415,9 21,1%
Andere finanzielle Vermögenswerte 107,7 173,5 8,8%
davon Wertpapiere/Geldmarktveranlagungen 55,8 115,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 310,0 189,0 9,6%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,3 0,1 0,0%
1.681,2 1.975,4 100%
PASSIVA
Eigenkapital 699,1 642,2 32,5%
Rückstellungen 551,1 642,5 32,5%
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 10,3 313,9 15,9%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 420,6 376,8 19,1%
1.681,2 1.975,4 100%

Bilanzstruktur

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag per 30. September 2019 bei 1.975,4 Mio EUR.

Die Sachanlagen erhöhten sich vor allem durch die nunmehrige Aktivierung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen aufgrund der Erstanwendung von IFRS 16 um 363,3 Mio EUR auf 1.016,2 Mio EUR zum 30. September 2019 und stellten somit die größte Bilanzposition dar.

Weiters waren per Ende des dritten Quartals 2019 immaterielle Vermögenswerte von 29,6 Mio EUR sowie Geschäftsoder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben mit 61,1 Mio EUR ausgewiesen. Die anderen finanziellen Vermögenswerte beliefen sich zum 30. September 2019 auf 173,5 Mio EUR; dazu zählt der Anteil an der flatex AG (vormals FinTech Group AG) sowie an Aras Kargo a.s. Im kurzfristigen Vermögen nahmen Forderungen in Höhe von 303,7 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen ein. Zudem verfügte die Österreichische Post mit 189,0 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Inklusive Finanzinvestitionen in Wertpapiere und Geldmarktveranlagungen in Höhe von

115,7 Mio EUR ergab sich ein hoher Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln von insgesamt 304,7 Mio EUR.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. September 2019 bei 32,5% lag. Die Verringerung der Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr resultiert überwiegend aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzierungsstandards IFRS 16, welcher zum 30. September 2019 einen Effekt auf die Eigenkapitalquote von minus 6,1%-Punkten hatte. Das Eigenkapital des Österreichischen Post Konzerns lag zum Stichtag bei 642,2 Mio EUR. Bei den langfristigen Schulden überwogen Rückstellungen in Höhe von 378,1 Mio EUR (davon langfristige Rückstellungen für Unterauslastung in Höhe von 167,1 Mio EUR) sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten von 275,2 Mio EUR (davon langfristige Leasingverbindlichkeiten von 275,0 Mio EUR). Die anderen finanziellen Verbindlichkeiten stiegen, da durch die Anwendung von IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten auch für operative Leasingverhältnisse anzusetzen sind. Zu den kurzfristigen Schulden zählten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten von 314,6 Mio EUR (davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 194,1 Mio EUR) und Rückstellung in Höhe von 264,4 Mio EUR.

Cashflow
Mio EUR Q1-3 2018 Q1-3 2019
Cashflow aus dem Ergebnis 251,0 215,3
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 252,5 228,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit –122,8 –178,8
davon Maintenance CAPEX –56,9 –42,3
davon Growth CAPEX –29,3 –57,8
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –37,9 –16,9
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen 0,0 –59,0
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit 1,4 –2,8
Free Cashflow 129,6 49,8
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 167,6 125,7
Operativer Free Cashflow1 119,6/196,9 153,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –143,0 –170,9
davon Ausschüttungen –138,8 –141,0
Veränderung des Finanzmittelbestandes –13,4 –121,1

1 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX: Q1-3 2019: 153,2 Mio EUR exklusive Einzahlungen aus dem Immobilienprojekt Neutorgasse 30,3 Mio EUR; Q1-3 2018: 196,9 Mio EUR inklusive Sondereffekt iHv 77,3 Mio EUR (Sonderzahlung BAWAG P.S.K. 107,0 Mio EUR abzüglich erbrachter Finanzdienstleistungen 29,7 Mio EUR)

Cashflow

Der Cashflow ist aufgrund einer Sonderzahlung der BAWAG P.S.K. von in Summe 107,0 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2018 nur eingeschränkt vergleichbar. Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte in den ersten neun Monaten 2019 215,3 Mio EUR nach 251,0 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Vorjahr war in diesem Wert ein Einmalertrag von rund 20 Mio EUR als pauschale Abgeltung seitens des Bankpartners BAWAG P.S.K. inkludiert. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreichte in der Berichtsperiode 228,6 Mio EUR nach 252,5 Mio EUR im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen des Vorjahres war ein Sondereffekt in Höhe von 77,3 Mio EUR in Folge der Beendigung der Zusammenarbeit mit der BAWAG P.S.K. enthalten (107,0 Mio EUR abzüglich der in den ersten drei Quartalen 2018 erbrachten Finanzdienstleistungen von 29,7 Mio EUR).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich in den ersten neun Monaten 2019 auf minus 178,8 Mio EUR nach minus 122,8 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte vorwiegend aus Auszahlungen für Geldmarktveranlagungen, die sich in der Berichtsperiode mit 60,0 Mio EUR im Cashflow auswirkten sowie aus höheren Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX), die in den ersten drei Quartalen 2019 mit 100,1 Mio EUR über dem Wert des Vorjahres von 86,2 Mio EUR lagen.

Der Operative Free Cashflow erreichte 153,2 Mio EUR in der aktuellen Berichtsperiode nach 119,6 Mio EUR in den ersten drei Quartalen des Vorjahres bzw. 196,9 Mio EUR inklusive des positiven Sondereffektes in Folge der Beendigung der Zusammenarbeit mit der BAWAG P.S.K. Exkludiert ist in diesem Betrag der Effekt aus Einzahlungen von Wohnungsverkäufen des Immobilienprojektes Neutorgasse in Höhe von 30,3 Mio EUR.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthielt hauptsächlich die Dividendenzahlungen sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und belief sich in den ersten neun Monaten 2019 auf minus 170,9 Mio EUR.

Investitionen

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten neun Monaten 2019 128,5 Mio EUR, wovon 20,5 Mio EUR auf Zugänge von Nutzungsrechten aufgrund von IFRS 16 entfielen. Die Investitionen lagen damit über der Vergleichsperiode des Vorjahres in Höhe von 100,1 Mio EUR. In der Berichtsperiode entfielen 8,3 Mio EUR der Investitionen auf immaterielle Vermögenswerte, die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 120,2 Mio EUR. Der wesentliche Anteil wurde im Rahmen des Kapazitätsprogrammes zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich getätigt. Zusätzlich erfolgte im Zuge der Übernahme wesentlicher Teile des Geschäftsbetriebes der DHL Paket (Austria) GmbH der Zugang von 13,1 Mio EUR an Sortiertechnik sowie der Ansatz von Nutzungsrechten nach IFRS 16 in Höhe von 49,4 Mio EUR betreffend der übernommenen Mietverträge von drei Verteilzentrenten und zehn Zustellbasen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag in den ersten neun Monaten 2019 bei 20.367 Vollzeitkräften. Dies entspricht einem Rückgang des Personalstands gegenüber den ersten drei Quartalen 2018 um 196 Vollzeitkräfte. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.268 Vollzeitkräfte).

Mitarbeiter nach Divisionen
Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften Q1-3 2018 Q1-3 2019 Anteil Q1-3 2019
Brief, Werbepost & Filialen 14.298 14.179 69,6%
Paket & Logistik 4.114 4.199 20,6%
Corporate 2.150 1.988 9,8%
Konzern 20.563 20.367 100%

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Nach dem positiven Entscheid der Europäischen Zentralbank im Rahmen des Eigentümerkontrollverfahrens erfolgte nach dem Abschlussstichtag 30. September 2019 das Closing zur Übernahme von 80% an der Brüll Kallmus Bank AG.

Weiters erging Ende Oktober 2019 von der Datenschutzbehörde gegen die Österreichische Post eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 18,0 Mio EUR wegen der Verwendung von Marketingdaten. Das Straferkenntnis ist nicht rechtskräftig, die Österreichische Post wird gegen diesen Bescheid erster Instanz Rechtsmittel ergreifen.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistik-Dienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist der Österreichische Post Konzern bemüht, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken, technische Risiken, Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im

Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2018 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2018, Finanzbericht, Konzernlagebericht Kapitel 4 und 5, Konzernabschluss Kapitel 10.2).

Auch die ersten drei Quartale des laufenden Geschäftsjahres unterlagen bestimmten Risiken und Ungewissheiten. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen strukturellen Rückgängen, jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen und auch die Werbepost stehen zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen unter Druck. Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig verstärken Marktteilnehmer ihre Aktivitäten, um an diesem Wachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage der Österreichischen Post auswirken.

Im Filialnetz ist die Österreichische Post zum Teil von strategischen Partnern im Telekom- und Finanzbereich abhängig. Im Jahr 2017 wurde die Kooperationsvereinbarung durch den Bankpartner BAWAG P.S.K. gekündigt. Die Post und die GRAWE Bankengruppe haben Anfang April 2019 vereinbart, eine Partnerschaft zum Aufbau eines fokussierten Finanzdienstleistungsgeschäfts in Österreich einzugehen. Nach dem positiven Entscheid der Europäischen

Zentralbank im Rahmen eines Eigentümerkontrollverfahrens hat sich die Österreichische Post im vierten Quartal 2019 mit 80% an der Brüll Kallmus Bank AG (vormaliger Alleineigentümer GRAWE Bankengruppe) beteiligt. Es ist geplant, ab dem zweiten Quartal 2020 neue Finanzdienstleistungen anzubieten.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen – beispielsweise auch durch diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen – führen bzw. die Anpassung von Wertansätzen notwendig machen. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.

Des Weiteren ist das Geschäftsmodell der Österreichischen Post von einer hohen Personalkostentangente geprägt. Eine Planabweichung im Bereich Löhne und Gehälter kann zu nachteiligen Auswirkungen führen. In Abhängigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung der Kundensegmente ist auch der Personalstand einer Schwankungsbreite unterworfen, die sich negativ auf das Ergebnis auswirken kann.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

In den ersten drei Quartalen 2019 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2018 der Österreichischen Post erläutert (siehe Geschäftsbericht 2018, Konzernabschluss Kapitel 11.3).

Ausblick 2019 und 2020

Die aktuelle Marktentwicklung des Brief- und Paketgeschäfts in den letzten Monaten bestätigt die Prognosen der nächsten Quartale. Das Kerngeschäft wird somit weiterhin von drei aktuellen Trends geprägt sein: Im klassischen adressierten Briefgeschäft muss mit Volumenrückgängen von ca. 5% p.a. gerechnet werden. Insbesondere vor dem Hintergrund neuer E-Government Lösungen ist von stetig rückläufigen Volumen auszugehen. Das Werbegeschäft mit adressierten und unadressierten Sendungen ist erfahrungsgemäß volatiler und auch konjunkturellen Zyklen unterworfen. Klar positiv hingegen sind die Wachstumserwartungen im Paketgeschäft, geprägt von weiteren Zuwächsen im Online-Handel.

PROGNOSE 2019 MIT STEIGENDEM UMSATZ UND STABILEM ERGEBNIS

In der Umsatzentwicklung für das Gesamtjahr 2019 geht die Österreichische Post analog zum Jahresverlauf von einem Anstieg aus. Trotz rückläufiger Briefmengen sorgen positive Einmaleffekte wie Wahlen und Sonderaussendungen, vor allem aber auch das wachsende Paketgeschäft, für einen positiven Trend. Die Partnerschaft mit der Deutsche Post DHL Group zur Paketzustellung in Österreich ist sehr gut angelaufen. Seit 1. August 2019 erfolgt die Zustellung von Paketen in Österreich durch die Österreichische Post. Das gesamte monatliche Transport- und Zustellvolumen ist nunmehr um ca. 25% höher als im Jahr zuvor. Vor dem Hintergrund dieser Paketmengenentwicklung hat das Investitionsprogramm zur Kapazitätserweiterung oberste Priorität. Wie bereits kommuniziert sind 2019 zusätzlich zu den Basis-Investitionen in Höhe von ca. 70 Mio EUR Wachstumsinvestitionen in Höhe von über 50 Mio EUR geplant. Darüber hinaus sind Investitionen in Erweiterungen bzw. Zukäufe von Grundstücken in der Größenordnung von 25 Mio EUR zu erwarten. Sortiertechnik im Zusammenhang mit der Kooperation der Deutsche Post DHL Group in Höhe von ca. 15 Mio EUR sind im CAPEX für das Jahr 2019 enthalten. Basierend auf der guten Entwicklung im Kerngeschäft wird für das Jahr 2019 ein stabiles operatives Ergebnis (EBIT) angepeilt, welches diverse Anlaufkosten zum Aufbau des Finanzdienstleistungsgeschäfts inkludiert. Nicht inkludiert ist eine Rückstellung für eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 19,8 Mio EUR, die die Datenschutzbehörde gegen die Österreichische Post wegen Verwendung von Marketingdaten ausgesprochen hat. Das Straferkenntnis ist nicht rechtskräftig, die Österreichische Post wird gegen diesen Bescheid erster Instanz Rechtsmittel ergreifen.

MEILENSTEINE 2020 ZUR SICHERUNG DER LANGFRISTIGEN STABILITÄT

Stabilität ist nicht nur das Ziel für 2019 sondern auch für 2020. Stabilität etwa in der qualitativ hochwertigen und schnellen Zustellung der stark steigenden Paketmengen sowie in der Sicherung des Universaldienstes in der Brieflogistik in Österreich. Aber auch Stabilität im Leistungsangebot des Filialnetzes.

Paketwachstum erfordert Investitionsschub

Eine qualitativ hochwertige und schnelle Zustellung der Pakete erfordert den raschen Ausbau der Infrastruktur an Sortier- und Verteilzentren. Vor dem Hintergrund von gegenwärtigen Mengensteigerungen von täglich ca. 25% wird das vorgesehene Investitionsprogramm der Paketlogistik Österreich in Paketverteilzentren intensiviert. Dies ist der Erfolgsgarant, um auch zukünftig das qualitativ beste Netz in Österreich anbieten zu können. Mit Vollbetrieb des Paket-Logistikzentrums Niederösterreich (Hagenbrunn) wurde ab September 2019 die Kapazität bereits um 25% erhöht. Die nächsten Meilensteine sind die Fertigstellung des Paket-Logistikzentrums Steiermark (Kalsdorf) sowie der Zustellbasis Thalgau/Salzburg Mitte nächsten Jahres. Somit ist auch im Geschäftsjahr 2020 mit einem CAPEX-Programm in der Größenordnung des Jahres 2019 zu rechnen.

Weiterentwicklung Produktportfolio und moderate Preisanpassungen

Die Wahlmöglichkeit durch die Ausweitung der Produktpalette an Briefen – der ECO-Brief für nicht dringende Sendungen mit einer Laufzeit von 2–3 Tagen und der PRIO-Brief für schnelle Sendungen mit einer Zustellung am nächsten Tag nach der Aufgabe – wurde am Markt gut angenommen. Derzeit werden über 60% aller Briefsendungen in der nicht zeitkritischen ECO-Variante zugestellt.

Im Einklang mit der internationalen Entwicklung gilt es hier stetig innovative Lösungen zu finden und Produktanpassungen vorzunehmen, um dem rückläufigen Briefvolumen von ca. 5% p.a. bei gleichzeitiger Faktorkostensteigerung zu begegnen. Ziel ist es einerseits, neue Kundenlösungen zu schaffen und andererseits, das Preisniveau moderat im Rahmen eines Inflationsausgleichs zu gestalten. Ab 1. April 2020 werden einige Briefpreise moderat im Rahmen eines Inflationsausgleichs erhöht. Der ECO-Tarif etwa für Standardbriefsendungen im Universaldienst wird von 0,70 EUR auf 0,74 EUR angehoben, der PRIO-Tarif von 0,80 EUR auf 0,85 EUR. Tarife für kleine Päckchen (Päckchen S) betragen im ECO-Service 2,55 EUR nach 2,50 EUR zuvor.

An Neuerungen im Produktsortiment wird gearbeitet, wie etwa ein erleichterter Zugang zu ECO-Sendungen oder Vereinfachungen bei Wert- und Gefahrgutsendungen. Gerade im internationalen Vergleich ist damit auch weiterhin sichergestellt, dass in Österreich ein hervorragendes Service mit günstigen Tarifen angeboten werden kann.

Weitere innovative Lösungen werden auch im Paket-Privatkundenbereich geschaffen. So wird im Jahr 2020 die technische Basis für Weiterentwicklungen des Abholservices und des Paket-Empfangsservices "AllesPost" gelauncht. Der Abholservice kann zukünftig auch über eine App gesteuert werden und die Funktionen für "AllesPost" werden erweitert. Die bereits installierten Selbstbedienungslösungen werden umfangreich genutzt und deutlich ausgebaut. Auch die 10.000 neuen Handhelds für Briefund Paketzusteller ermöglichen weitere Dienstleistungen.

Neues Finanzdienstleistungsgeschäft ab Q2 2020

Wichtige Meilensteine wurden gelegt, um ab dem zweiten Quartal 2020 ein fokussiertes Finanzdienstleistungsgeschäft in den Geschäftsstellen der Österreichischen Post anzubieten.

Mit dem positiven Entscheid der Europäischen Zentralbank im Rahmen eines Eigentümerkontrollverfahrens hat sich die Österreichische Post im vierten Quartal 2019 mit 80% an der Brüll Kallmus Bank AG (vormaliger Alleineigentümer GRAWE Bankengruppe) beteiligt. Die Österreichische Post wird nunmehr – nach erfolgtem Closing – im Zuge einer Kapitalerhöhung rund 55 Mio EUR einbringen.

Ab dem zweiten Quartal 2020 werden neue Finanzdienstleistungen angeboten. Ziel ist es, sowohl online als auch physisch präsent zu sein – das Netz der Post mit ihren rund 1.800 Geschäftsstellen an eigenbetriebenen Filialen und Post Partnern ist eine hervorragende Basis dafür. Das Geschäftsmodell wird fokussiert und risikoavers gestaltet und Dienstleistungen sind rund um Konto und Zahlungsverkehr enthalten. Weitere Finanzdienstleistungen und Versicherungsprodukte sollen über Partner angeboten werden und das Produktportfolio abrunden.

STABILITÄTSZIEL 2020

Bei einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz soll auch wiederum eine weitgehende Stabilität im operativen Ergebnis (EBIT) des Kerngeschäftes erzielt werden. Daneben sind im Zuge des Aufbaus des neuen Finanzdienstleistungsangebotes Anlaufkosten in den Jahren 2020 und 2021 von in Summe etwa 40 Mio EUR zu erwarten. Positive Ergebnisbeiträge aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft werden ab 2023 erwartet.

Durch den hohen Bestand an Finanzmitteln in der Bilanz ist es der Österreichischen Post möglich, die zielgerichteten Wachstumsinvestitionen in der Logistikinfrastruktur und in die neuen Finanzdienstleistungen selbst zu finanzieren. Der operativ erwirtschaftete Cashflow wird daher weiterhin für die Investitionen der operativen Bereiche sowie für die Beibehaltung der attraktiven Dividendenpolitik verwendet.

Wien, am 5. November 2019

Der Vorstand

DI DR. GEORG PÖLZL Generaldirektor Vorstandsvorsitzender

DI WALTER OBLIN Generaldirektor-Stellvertreter Vorstand Brief & Finanzen

DI PETER UMUNDUM Mitglied des Vorstands Vorstand Paket & Logistik

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die ersten drei Quartale 2019

Mio EUR Q1-3 2018 Q1-3 2019 Q3 2018 Q3 2019
Umsatzerlöse 1.416,4 1.462,2 461,1 481,1
Sonstige betriebliche Erträge 73,9 113,9 22,9 71,7
Gesamte betriebliche Erträge 1.490,3 1.576,1 484,1 552,8
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –313,3 –333,6 –107,0 –114,8
Personalaufwand –756,9 –744,7 –240,4 –237,4
Abschreibungen –65,2 –85,9 –25,9 –31,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen –211,3 –281,6 –73,4 –146,9
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.346,6 –1.445,8 –446,7 –530,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 143,7 130,3 37,4 22,1
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen
–1,7 –0,3 –0,5 0,2
Finanzerträge 9,8 19,6 2,1 14,8
Finanzaufwendungen –5,6 –6,0 –1,1 –2,0
Sonstiges Finanzergebnis 4,2 13,6 1,0 12,8
Finanzergebnis 2,5 13,3 0,6 13,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 146,2 143,6 37,9 35,1
Ertragsteuern –40,9 –43,6 –8,5 –14,4
Periodenergebnis 105,3 100,1 29,4 20,7
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 105,2 100,0 29,3 20,6
Nicht beherrschende Anteile 0,1 0,1 0,1 0,1

ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)

Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,56 1,48 0,43 0,31
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,56 1,48 0,43 0,31

Konzerngesamtergebnisrechnung für die ersten drei Quartale 2019

Mio EUR Q1-3 2018 Q1-3 2019 Q3 2018 Q3 2019
Periodenergebnis 105,3 100,1 29,4 20,7
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische
Geschäftsbetriebe
–0,2 –0,3 –0,1 –0,3
Zeitwertänderungen FVOCI – Fremdkapitalinstrumente –0,1 0,0 0,0 0,0
Summe der Posten, die umgegliedert werden können –0,3 –0,3 –0,1 –0,3
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Zeitwertänderungen FVOCI – Eigenkapitalinstrumente –17,9 –4,1 –9,3 0,0
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –1,5 –14,3 –2,0 –4,3
Steuereffekt auf Neubewertung 0,4 3,6 0,5 1,1
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden –19,0 –14,8 –10,8 –3,2
Sonstiges Ergebnis –19,3 –15,1 –10,9 –3,5
Gesamtperiodenergebnis 86,0 85,0 18,5 17,2
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 85,9 84,8 18,4 17,1
Nicht beherrschende Anteile 0,1 0,1 0,1 0,1

Konzernbilanz zum 30. September 2019

Mio EUR 31. Dezember 2018 30. September 2019
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 58,7 61,1
Immaterielle Vermögenswerte 24,5 29,6
Sachanlagen 652,8 1.016,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 78,4 78,4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 9,2 11,8
Andere finanzielle Vermögenswerte 62,4 57,8
Vertragsvermögenswerte 0,1 0,1
Sonstige Forderungen 14,5 12,1
Latente Steueransprüche 77,6 78,1
978,2 1.345,0
Kurzfristige Vermögenswerte
Andere finanzielle Vermögenswerte 45,4 115,7
Vorräte 17,3 13,1
Vertragsvermögenswerte 23,5 7,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 305,7 303,7
Steuererstattungsansprüche 1,0 1,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 310,0 189,0
702,8 630,3
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,3 0,1
1.681,2 1.975,4
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 298,5 256,7
Andere Rücklagen –30,1 –45,3
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 697,1 640,2
Nicht beherrschende Anteile 2,0 2,0
699,1 642,2
Langfristige Schulden
Rückstellungen 386,3 378,1
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,5 275,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 31,1 27,8
Latente Steuerschulden 0,8 0,9
421,7 682,1

Kurzfristige Schulden Rückstellungen 164,8 264,4 Steuerschulden 6,8 1,1 Andere finanzielle Verbindlichkeiten 6,8 38,7 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 333,0 314,6 Vertragsverbindlichkeiten 49,0 32,3 560,4 651,1 1.681,2 1.975,4

Konzern-Cashflow Statement für die ersten drei Quartale 2019

Mio EUR Q1-3 2018 Q1-3 2019
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Ergebnis vor Ertragsteuern 146,2 143,6
Abschreibungen 65,2 85,9
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 1,7 0,3
Rückstellungen unbar 47,9 20,4
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –9,9 –34,9
Cashflow aus dem Ergebnis 251,0 215,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 50,5 22,4
Vorräte –2,7 4,1
Vertragsvermögenswerte –9,6 15,8
Rückstellungen –37,4 19,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 20,3 15,0
Vertragsverbindlichkeiten 32,9 –17,2
Gezahlte Steuern –52,6 –46,5
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 252,5 228,6
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –8,0 –8,0
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien –86,2 –100,1
Einzahlungen aus Anlagenverkäufen 9,3 4,9
Erwerb von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten –0,9 –11,6
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –2,2 –5,5
Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,1 0,1
Erwerb von sonstigen Finanzinstrumenten –35,0 0,0
Erwerb von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen –5,0 –70,0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen 5,0 11,0
Gewährte Darlehen –1,3 –0,5
Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,1 0,1
Erhaltene Zinsen 1,3 0,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit –122,8 –178,8
Free Cashflow 129,6 49,8
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Tilgung von langfristigen Finanzierungen (einschließlich kurzfristig gewordener Anteile)1 –1,0 –22,9
Veränderung von kurzfristigen Finanzierungen1 –2,8 –3,5
Ausschüttungen –138,8 –141,0
Gezahlte Zinsen –0,5 –3,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –143,0 –170,9
Veränderung des Finanzmittelbestandes –13,4 –121,1
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 290,0 310,2
Finanzmittelbestand am 30. September 276,6 189,1

1 Ausweis angepasst – Ausweis zuvor als "Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten"

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in den ersten drei Quartalen 2018

Andere Rücklagen
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage /
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigenkapital
der
Aktionäre
des Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 31. Dezember 2017 337,8 91,0 287,7 –19,2 2,4 –1,7 697,9 0,9 698,8
Anpassung Erstanwendung IFRS 9
(netto nach Steuern)
0,0 0,0 0,6 0,0 –0,1 0,0 0,5 0,0 0,5
Anpassung Erstanwendung IFRS 15
(netto nach Steuern)
0,0 0,0 5,1 0,0 0,0 0,0 5,1 0,0 5,1
Angepasster Stand am
1. Jänner 2018
337,8 91,0 293,3 –19,2 2,3 –1,7 703,5 0,9 704,4
Periodenergebnis 0,0 0,0 105,2 0,0 0,0 0,0 105,2 0,1 105,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –1,1 –18,0 –0,2 –19,3 0,0 –19,3
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 105,2 –1,1 –18,0 –0,2 85,9 0,1 86,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –138,5 0,0 0,0 0,0 –138,5 –0,3 –138,8
Transaktionen mit Eigentümern 0,0 0,0 –138,5 0,0 0,0 0,0 –138,5 –0,3 –138,8
Sukzessiver Erwerb eines
Tochterunternehmens
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 0,8
Andere Veränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 0,8
Stand am 30. September 2018 337,8 91,0 260,0 –20,3 –15,6 –2,0 650,9 1,5 652,4

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in den ersten drei Quartalen 2019

Andere Rücklagen
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigen
kapital der
Aktionäre
des
Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2019 337,8 91,0 298,5 –16,1 –12,2 –1,8 697,1 2,0 699,1
Periodenergebnis 0,0 0,0 100,0 0,0 0,0 0,0 100,0 0,1 100,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –10,7 –4,1 –0,3 –15,1 0,0 –15,1
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 100,0 –10,7 –4,1 –0,3 84,8 0,1 85,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –140,5 0,0 0,0 0,0 –140,5 –0,5 –141,0
Transaktionen mit Eigentümern 0,0 0,0 –140,5 0,0 0,0 0,0 –140,5 –0,5 –141,0
Sukzessiver Erwerb eines
Tochterunternehmens
0,0 0,0 –1,2 0,0 0,0 0,0 –1,2 0,3 –0,9
Andere Veränderungen 0,0 0,0 –1,2 0,0 0,0 0,0 –1,2 0,3 –0,9
Stand am 30. September 2019 337,8 91,0 256,7 –26,8 –16,3 –2,1 640,2 2,0 642,2

Finanzkalender 2020

12. März 2020 Jahresergebnis 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
16. April 2020 Hauptversammlung 2020, Wien
28. April 2020 Ex-Tag (Dividende)
29. April 2020 Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen)
30. April 2020 Dividendenzahltag
14. Mai 2020 Zwischenbericht 1. Quartal 2020, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
7. August 2020 Halbjahresfinanzbericht 2020, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
13. November 2020 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2020, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

Entwicklung der Post Aktie (Vergleich 12 Monate)

ATX (–10,5 %)

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Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 5. November 2019

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