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Österreichische Post AG

Quarterly Report Aug 10, 2018

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Quarterly Report

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H ALBJAHRES-FINANZBERICHT 2018

Highlights H1 2018

— Umsatz

  • Leichter Umsatzanstieg um 0,2% auf 955,2 Mio EUR
  • Paketwachstum (+12,1%) kompensierte Rückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen (–3,7%)

— Ergebnis

  • EBIT um 2,8% auf 105,1 Mio EUR gesteigert
  • Ergebnis je Aktie von 1,12 EUR (–0,5%)

— Cashflow und Bilanz

  • Cashflow durch Sonderzahlung BAWAG P.S.K. erhöht
  • Konservative Bilanzstruktur mit geringen Finanzverbindlichkeiten

— Ausblick

– Stabilität bei Umsatz und Ergebnis angepeilt

Kennzahlenüberblick

Mio EUR H1 2017 H1 2018 Veränderung
ERTRAGSLAGE
Umsatzerlöse 953,7 955,2 0,2 %
EBITDA 143,3 144,3 0,7 %
EBITDA-Marge 15,0 % 15,1 %
EBIT 102,2 105,1 2,8 %
EBIT-Marge 10,7 % 11,0 %
Ergebnis vor Steuern 102,1 108,2 6,0 %
Periodenergebnis 76,2 75,9 –0,4 %
Ergebnis je Aktie (EUR)1 1,13 1,12 –0,5 %
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 20.390 20.284 –0,5 %
CASHFLOW
Cashflow aus dem Ergebnis2 146,3 176,2 20,4 %
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 108,9 173,4 59,1 %
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) –28,0 –67,4 <–100 %
Free Cashflow 63,9 104,1 62,8 %
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX3 93,2 134,1 44,0 %
Mio EUR 31.12.2017 30.06.2018 Veränderung
BILANZ
Bilanzsumme 1.674,2 1.618,5 –3,3 %
Eigenkapital 698,8 634,1 –9,3 %
Nettoliquidität (–)/Nettofinanzverschuldung (+) –10,2 23,6 >100 %
Eigenkapitalquote 41,7 % 39,2 %

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

2 Umgliederung der gezahlten Steuern – gesonderter Ausweis im Cashflow aus Geschäftstätigkeit – siehe Konzernanhang Punkt 2.2

3 H1 2017: Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und neuer Unternehmenszentrale

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post erreichte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 955,2 Mio EUR. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,2%, wobei das Wachstum im Paketgeschäft (+12,1%) den Rückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen (–3,7%) kompensieren konnte.

Im Paketbereich wurden deutliche Steigerungsraten erzielt – die Österreichische Post profitiert hier von einem dynamischen Marktwachstum durch den anhaltenden Online-Shopping-Trend. Die damit verbundene Wettbewerbsintensität und der Preisdruck bleiben weiterhin hoch. Wir sind optimistisch, unsere starke Wettbewerbsposition in diesem hart umkämpften Markt – aufgrund der ausgezeichneten Zustellqualität und des breiten Angebots an individuellen Kundenlösungen – weiterhin gut behaupten zu können. Um das stark wachsende Paketvolumen auch zukünftig zu meistern, starteten wir ein Kapazitätserweiterungsprogramm. Am 10. Juli 2018 erfolgte der Spatenstich für ein neues Paketzentrum in Hagenbrunn, nördlich von Wien. Mittelfristig soll die Sortierleistung österreichweit auf 100.000 Pakete pro Stunde mehr als verdoppelt werden. Zudem wird die Ausweitung des Serviceangebots mit Selbstbedienungs- und Online-Lösungen, die den Paketversand und -empfang noch einfacher und bequemer machen, kontinuierlich vorangetrieben.

Aber auch im Briefbereich ist die Österreichische Post gefordert, ihr Leistungsangebot an aktuelle Kundenbedürfnisse anzupassen, um den langfristigen Erfolg abzusichern. Mit 1. Juli 2018 erweiterte die Österreichische Post ihre Produktpalette und führte ein neues Briefprodukt im Universaldienst ein. Das neue Produkt- und Tarifmodell bietet, dem internationalen Trend folgend, die Wahlmöglichkeit zwischen zeitkritischen und nicht zeitkritischen Sendungen.

Auf Basis der soliden Umsatzentwicklung und gepaart mit konsequenter Kostendisziplin lag das Konzern-EBIT mit 105,1 Mio EUR um 2,8% über dem Niveau des Vorjahres. Die solide Entwicklung im ersten Halbjahr 2018 sollte es der Österreichischen Post ermöglichen, ihrer klaren Kapitalmarktpositionierung als verlässlicher Dividendentitel treu zu bleiben. Im Fokus unserer strategischen Aktivitäten stehen Verlässlichkeit und Beständigkeit gegenüber den Eigentümern und sonstigen Stakeholdern unseres Unternehmens – und diesen eingeschlagenen Weg wollen wir auch weiter fortsetzen. So peilt die Österreichische Post für das Gesamtjahr 2018 sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch in Bezug auf das operative Ergebnis eine stabile Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres an.

Wien, am 1. August 2018

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

Umfeld und Rahmenbedingungen

— Wirtschaftliches Umfeld

Das globale Wirtschaftswachstum habe gegenwärtig offenbar seinen Höhepunkt erreicht, schreiben die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF), warnen zugleich aber, dass das Wachstum ungleichmäßiger wird und die Risiken für den Ausblick wachsen.

Für die Jahre 2018 und 2019 ist mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von jeweils 3,9% zu rechnen – nach 3,8% im Vorjahr. Gefahr für die weltweite Produktion geht laut IWF von einer möglichen Zollspirale aus. Sollten nach den bereits geltenden Zöllen auch die von den USA und ihren Handelspartnern angekündigten neuen Abgaben in Kraft treten, könnte dies die globale Wirtschaftsleistung bis zum Jahr 2020 um rund einen halben Prozentpunkt drücken. Deshalb sei es wichtig, dass die Länder weniger nationale Wege verfolgten, sondern vielmehr Protektionismus bekämpften und gemeinsame, multilaterale Wege gingen. Für die Eurozone erwartet der IWF für 2018 ein Wachstum von 2,2% und für 2019 von 1,9% (IWF, Juli 2018).

Auch die österreichische Wirtschaft dürfte nach einem hohen Wachstum im Vorjahr 2018 mit 3,2% ähnlich kräftig expandieren. Getragen wird diese Entwicklung von der Binnennachfrage und dem Außenhandel. Die Indikatoren weisen jedoch auf eine zunehmende Abflachung der Dynamik hin, so prognostiziert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) für das Jahr 2019 ein Wachstum von 2,2% (WIFO, Juli 2018).

In den sonstigen europäischen Märkten, in welchen die Österreichische Post tätig ist, stehen die Zeichen derzeit auf Wachstum. Für Deutschland schätzt der IWF das Wirtschaftswachstum für 2018 auf 2,2% ein. Für 2019 wird ein Plus von 2,1% erwartet. Für die europäischen Schwellenländer rechnet der IWF mit einem BIP-Wachstum von 4,3% im Jahr 2018. Für das Jahr 2019 geht der IWF von einem Anstieg des BIP in Höhe von 3,6% aus (IWF, Juli 2018).

— Branchenumfeld

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen.

Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefs weiterhin an. Dieser globale Trend betrifft alle Post-Gesellschaften und ist im Kern wenig beeinflussbar. Insbesondere Kunden aus dem öffentlichen Sektor, aber auch aus dem Banken- und Versicherungsbereich versuchen ihr Sendungsvolumen zu reduzieren, sodass die Österreichische Post weiterhin mit kontinuierlichen Rückgängen von ca. 5% pro Jahr rechnet. Das Geschäft mit Werbesendungen hängt stark von der konjunkturellen Lage, der jeweiligen Branche und der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Die Marktentwicklung für adressierte und unadressierte Werbesendungen ist derzeit eher gedämpft. Insbesondere bei adressierten Werbesendungen zeigt sich auch als Folge des Inkrafttretens der Datenschutz-Grundverordnung Verunsicherung bei Versenderkunden.

Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung des Online Shoppings weiter stark an. Insbesondere in den Märkten des CEE-/SEE-Raums besteht Aufholbedarf im E-Commerce, was zu einem tendenziell dynamischeren Wachstum der Paketmengen führen sollte.

Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts ist wiederum wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden immer internationaler und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen.

— Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft ist.

  • Die Österreichische Post ist seit der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Die Regulierungsbehörde (Post Control Kommission) hat – wie gesetzlich vorgesehen – im Jahr 2016 untersucht, ob auch andere Postdienst-Anbieter in der Lage sind, die in der gesetzlichen Universaldienstverpflichtung definierten Leistungen zu erbringen. Dies ist nicht der Fall.
  • Der Universaldienst beschränkt sich primär auf Postsendungen, die auf Basis der allgemeinen (nicht individuell ausverhandelten) Geschäftsbedingungen an den gesetzlich definierten Zugangspunkten aufgegeben wer-

den, also z.B. Post-Geschäftsstellen oder Briefkästen. Damit soll die Grundversorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Postdienstleistungen gesichert werden. Postdienste für Sendungen, die von Großkunden in Verteilzentren eingeliefert werden, zählen – mit Ausnahme von Zeitungen – nicht zum Universaldienst.

– Mit 27. November 2015 trat eine Änderung des Postmarktgesetzes in Kraft, die es der Post ermöglicht, neben Briefsendungen (mit strengen Laufzeitvorgaben) auch sogenannte Non-Priority-Briefsendungen im Universaldienst anzubieten, deren Laufzeiten regelmäßig bis zu vier Tage betragen dürfen. Seit 1. Juli 2018 bietet die Post den neuen Eco-Brief im Universaldienst an und hat ihre Produktpalette entsprechend erweitert. Im Universaldienst haben Versender somit die Wahl zwischen einer Laufzeit von zwei bis drei Tagen für nicht zeitkritische Sendungen und dem schnellen PRIO-Brief, der weiterhin am Tag nach der Aufgabe zugestellt wird. Gleichzeitig wurde mit dieser Änderung eine Anpassung der Preise vorgenommen.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

— Änderungen im Konsolidierungskreis

Mit 1. Jänner 2018 erfolgte der Segmentwechsel der Weber Escal d.o.o., Kroatien, von der Division Brief, Werbepost & Filialen in die Division Paket & Logistik. Hintergrund dieser neuen Zuordnung ist die Änderung des Geschäftsmodells der Gesellschaft von einer Brief- in eine Paketdistribution. Die Österreichische Post hält 100% der Anteile an der Weber Escal d.o.o.

— Ertragslage

UMSATZENTWICKLUNG

Die Umsatzerlöse der Österreichischen Post verbesserten sich im ersten Halbjahr 2018 um 0,2% auf 955,2 Mio EUR. Einmal mehr zeigte sich die Beständigkeit der Trends im Brief- und Paketgeschäft: Das Wachstum im Paketgeschäft mit einem Umsatzanstieg von 12,1% konnte den Rückgang der Umsatzerlöse von 3,7% in der Division Brief, Werbepost & Filialen kompensieren.

Der Anteil der Division Brief, Werbepost & Filialen am Konzernumsatz der Österreichischen Post betrug 72,6%. Der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr 2018 resultierte aus dem grundsätzlichen Rückgang adressierter Briefe durch die elektronische Substitution, einem geringeren Werbeumsatz verglichen mit dem Werbegeschäft des Vorjahres sowie aus dem strukturell rückläufigen Finanzdienstleistungsgeschäft. Umsatzerhöhend wirkten Zuwächse im Bereich Mail Solutions, Zusatzumsätze durch Wahlen sowie Wachstum durch vermehrtes internationales E-Commerce-Volumen.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 27,4% am Konzernumsatz mit einem weiterhin positiven Trend. Das Wachstum von 12,1% war primär vom organischen Mengenwachstum in Österreich getrieben.

UMSATZENTWICKLUNG

1 Umsatzerlöse ohne trans-o-flex

Veränderung
Mio EUR H1 20171 H1 2018 % Mio EUR Q2 20171 Q2 2018
Umsatzerlöse 953,7 955,2 0,2 % 1,6 465,0 464,6
Brief, Werbepost & Filialen 721,4 695,0 –3,7 % –26,4 348,8 335,4
Paket & Logistik 234,4 262,6 12,1 % 28,3 117,3 130,4
Corporate/Konsolidierung –2,0 –2,4 –16,9 % –0,3 –1,0 –1,2
Kalenderwerktage in Österreich 124 124 60 60

UMSATZ NACH DIVISIONEN

1 Anpassung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung – siehe Konzernanhang Punkt 2.2

In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden im ersten Halbjahr 2018 91,8% des Umsatzes in Österreich erwirtschaftet. Auf den Raum Südost- und Osteuropa entfielen 5,5% des Konzern-umsatzes. In Deutschland wurde ein Anteil von 2,8% der Umsatzerlöse generiert.

2 – Paket & Logistik

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION BRIEF, WERBEPOST & FILIALEN

Veränderung
Mio EUR H1 20171 H1 2018 % Mio EUR Q2 20171 Q2 2018
Umsatzerlöse 721,4 695,0 –3,7 % –26,4 348,8 335,4
Briefpost & Mail Solutions 396,0 391,0 –1,3 % –5,0 189,5 188,7
Werbepost 203,1 190,9 –6,0 % –12,2 97,2 91,0
Medienpost 67,1 64,5 –3,8 % –2,5 35,6 32,4
Filialdienstleistungen 55,2 48,5 –12,1 % –6,7 26,6 23,4
Interne Leistungsverrechnung 47,7 53,0 11,1 % 5,3 24,7 25,8
Umsatzerlöse gesamt 769,0 748,0 –2,7% –21,1 373,4 361,2
davon Umsatzerlöse mit Dritten 720,9 694,3 –3,7 % –26,6 348,5 335,0

1 Anpassung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung – siehe Konzernanhang Punkt 2.2

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 695,0 Mio EUR stammte zu 56,3% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 27,5% aus Werbepost und zu 9,3% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 7,0% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet.

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz mit 391,0 Mio EUR im ersten Halbjahr 2018 um 1,3% unter dem Niveau des Vorjahres. Im zweiten Quartal 2018 reduzierte sich der Umsatz in diesem Bereich um 0,4% auf 188,7 Mio EUR. Die rückläufige Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen setzte sich fort, der Basistrend der Volumenentwicklung in der Berichtsperiode lag bei etwa minus 5% in Österreich. Umsatzmindernd wirkten der Segmentwechsel der kroatischen Tochtergesellschaft Weber Escal d.o.o., die seit 1. Jänner 2018 in der Division Paket & Logistik dargestellt wird und der Rückzug aus dem Briefgeschäft in Südost- und Osteuropa. Umsatzerhöhend wirkten neue Dienstleistungen rund um den klassischen Brieftransport. Der Bereich Mail Solutions verzeichnete Zuwächse in Höhe von 2,6 Mio EUR vor allem in der Dokumentenlogistik und im Outputmanagement. Außerdem gab es im Bereich Briefpost & Mail Solutions Zusatzumsätze in Höhe von 6,4 Mio EUR durch vermehrtes internationales E-Commerce-Volumen.

Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2018 einen Umsatzrückgang von 6,0% auf 190,9 Mio EUR, im zweiten Quartal 2018 reduzierte sich der Umsatz um 6,4%. Dieser Rückgang setzte sich aus einem operativen Umsatzminus von ca. 2 % bis 3 % und einer veränderten Produktzuordnung internationaler Sendungen zusammen. Bei adressierten Sendungen zeigt sich bei einigen Kunden eine Verunsicherung hinsichtlich der neuen Datenschutz-Grundverordnung. Ebenso umsatzmindernd wirkte der Rückzug aus dem südost- und osteuropäischen Werbegeschäft.

Der Umsatz mit Medienpost reduzierte sich im Periodenvergleich um 3,8 % auf 64,5 Mio EUR. Im zweiten Quartal 2018 verzeichnete der Bereich Medienpost einen Umsatzrückgang von 9,0%. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das rückläufige Abonnement-Geschäft von Zeitungen und Magazinen zurückzuführen.

Die Umsätze aus Filialdienstleistungen lagen im ersten Halbjahr 2018 mit 48,5 Mio EUR um 12,1% unter dem Niveau des Vorjahres. Im zweiten Quartal 2018 reduzierten sich die Umsätze ebenfalls um 12,1%. Gemäß der Vereinbarung mit dem Bankpartner BAWAG P.S.K. erfolgt eine schrittweise Entflechtung der Kooperation im Wesentlichen bis Ende 2019. Der Umsatz mit Beratungsleistungen wird dabei kontinuierlich reduziert, die Schaltertransaktionen bleiben bestehen.

Veränderung
Mio EUR H1 20171 H1 2018 % Mio EUR Q2 20171 Q2 2018
Umsatzerlöse 234,4 262,6 12,1 % 28,3 117,3 130,4
Paket Premium 112,2 123,3 9,9 % 11,1 56,9 61,4
Paket Standard 104,9 111,8 6,6 % 6,9 51,8 54,8
Paket Sonstige Leistungen 17,3 27,5 59,3 % 10,2 8,6 14,2
Interne Leistungsverrechnung 2,4 2,5 5,6 % 0,1 1,1 1,2
Umsatzerlöse gesamt 236,7 265,2 12,0% 28,4 118,4 131,6
davon Umsatzerlöse mit Dritten 232,7 260,9 12,1 % 28,1 116,5 129,6

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION PAKET & LOGISTIK

1 Anpassung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung – siehe Konzernanhang Punkt 2.2

Der Umsatz der Division Paket & Logistik verbesserte sich im ersten Halbjahr 2018 um 12,1 % von 234,4 Mio EUR auf 262,6 Mio EUR. In der Berichtsperiode umsatzerhöhend wirkte der Segmentwechsel der kroatischen Tochtergesellschaft Weber Escal d.o.o. mit 1. Jänner 2018, die in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch in der Division Brief, Werbepost & Filialen erfasst wurde. Bereinigt um die Weber Escal d.o.o. erhöhte sich der Umsatz der Division Paket & Logistik um 9,7%.

Das starke Wachstum im Paketgeschäft ist vor allem auf den anhaltenden E-Commerce-Trend in Österreich zurückzuführen. Die Österreichische Post konnte auch in dieser Berichtsperiode am Marktwachstum partizipieren, der nationale Umsatz zeigte im ersten Halbjahr 2018 ein zweistelliges Wachstum. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb, gleichzeitig nehmen die Anforderungen hinsichtlich Qualität und Zustellgeschwindigkeit sowie der Preisdruck zu.

Insgesamt entfielen in den ersten sechs Monaten 2018 47,0% des Divisionsumsatzes auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 9,9 % auf 123,3 Mio EUR im ersten Halbjahr 2018 und 7,8 % im zweiten Quartal 2018.

Auf die Umsätze des Bereichs Paket Standard – dieser umfasst vor allem Sendungen an Privatkunden in Österreich – entfielen 42,6% des Divisionsumsatzes. Im Bereich Paket Standard wurde im ersten Halbjahr 2018 ein Umsatzanstieg von 6,6% auf 111,8 Mio EUR erzielt, im zweiten Quartal lag das Plus bei 5,9%.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet, wurden in den ersten sechs Monaten 2018 Umsätze in Höhe von 27,5 Mio EUR generiert. Der Anstieg ist vor allem auf die seit 1. November 2017 erfolgte Vollkonsolidierung der Tochtergesellschaft ACL advanced commerce labs GmbH und auf den Segmentwechsel der Weber Escal d.o.o. zurückzuführen.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im ersten Halbjahr 2018 80,0% der Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, 20,0% der Umsätze entfielen auf Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Österreich wurde im ersten Halbjahr 2018 ein Umsatzanstieg von 11,8% erzielt. Für den wettbewerbsintensiven Raum Südost- und Osteuropa wurde in den ersten sechs Monaten 2018 ein Umsatzplus von 13,3% ausgewiesen, wobei davon 5,6 Mio EUR auf den Segmentwechsel der Weber Escal d.o.o., Kroatien, entfielen.

KONZERN-ERTRAGSLAGE

Veränderung
Mio EUR H1 2017 H1 2018 % Mio EUR Q2 2017 Q2 2018
Umsatzerlöse 953,7 955,2 0,2 % 1,6 465,0 464,6
Sonstige betriebliche Erträge 27,7 50,9 83,7 % 23,2 13,0 16,3
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –196,3 –206,2 –5,1 % –10,0 –96,4 –102,3
Personalaufwand –514,4 –516,5 –0,4 % –2,1 –251,4 –242,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –126,7 –137,8 –8,8 % –11,2 –64,4 –67,5
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen
–0,8 –1,3 –69,2 % –0,5 –0,2 –0,7
EBITDA1 143,3 144,3 0,7 % 1,0 65,6 67,9
Abschreibungen –41,1 –39,3 4,5 % 1,9 –17,7 –19,5
EBIT2 102,2 105,1 2,8 % 2,9 47,8 48,4
Sonstiges Finanzergebnis –0,1 3,2 >100 % 3,3 0,0 1,5
Ergebnis vor Steuern 102,1 108,2 6,0 % 6,2 47,9 49,9
Ertragsteuern –25,9 –32,3 –24,9 % –6,4 –12,1 –15,8
Periodenergebnis 76,2 75,9 –0,4 % –0,3 35,8 34,1
Ergebnis je Aktie (EUR)3 1,13 1,12 –0,5 % –0,01 0,53 0,50

1 Ergebnis vor Abschreibungen, Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

2 Ergebnis vor Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

3 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

ERGEBNISENTWICKLUNG

Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (54,1%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (21,6%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (14,4%), denen sonstige betriebliche Erträge gegenüberstehen.

Der Personalaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 516,5 Mio EUR, was einem Anstieg von 0,4% entspricht.

Der darin inkludierte operative Personalaufwand lag mit 490,5 Mio EUR auf dem Niveau des Vergleichswerts des Vorjahres. Stetige Effizienzsteigerungen und struktureller Umbau machten es möglich, kollektivvertragliche Gehaltssteigerungen zu kompensieren.

Zusätzlich zu den operativen Personalkosten umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter der Österreichischen Post zurückzuführen sind. Im ersten Halbjahr 2018 war der nicht-operative Personalaufwand mit 26,0 Mio EUR etwas über dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Den größten Anteil bildeten Rückstellungen für die Redimensionierung im Finanzdienstleistungsbereich in Höhe von 21,8 Mio EUR. Gegenläufig wirkten verminderte Aufwendungen für Sozialplanmodelle.

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 5,1% auf 206,2 Mio EUR, primär bedingt durch vermehrte Transportaufwendungen hervorgerufen durch die gestiegenen Paketmengen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 8,8% auf 137,8 Mio EUR. Dieser Anstieg ist vor allem auf höhere Instandhaltungs-, IT- und Beratungsaufwendungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im ersten Halbjahr 2018 50,9 Mio EUR nach 27,7 Mio EUR im Vorjahr. Darin inkludiert ist ein Einmalertrag aus dem ersten Quartal 2018 in Höhe von 20,1 Mio EUR als pauschale Abgeltung seitens des Bankpartners BAWAG P.S.K. für die Verkürzung der Vertragsdauer.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen enthält anteilige Periodenergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen und belief sich auf minus 1,3 Mio EUR.

Ergebnisseitig zeigt sich ein stabiles bis leicht positives Bild. Das EBITDA lag mit 144,3 Mio EUR leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres, das entspricht einer EBITDA-Marge von 15,1%.

Die Abschreibungen lagen mit 39,3 Mio EUR um 1,9 Mio EUR unter dem Vorjahr. Während in der Berichtsperiode keine Wertminderungen durchgeführt wurden, fielen in der Vergleichsperiode des Vorjahres Wertminderungen im Ausmaß von 5,4 Mio EUR an.

Das EBIT in Höhe von 105,1 Mio EUR verbesserte sich somit um 2,8% gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 11,0%.

Das sonstige Finanzergebnis von 3,2 Mio EUR inkludierte einen positiven Beitrag von 6,1 Mio EUR an Beschwerdezinsen aus der Rückforderung der in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten. Die Ertragssteuern lagen aufgrund erhöhter Steueraufwände aus Vorjahren um 6,4 Mio EUR über dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Somit ergab sich nach Abzug der Ertragsteuern ein Periodenergebnis von 75,9 Mio EUR (–0,4%). Das Ergebnis pro Aktie betrug 1,12 EUR.

EBITDA UND EBIT NACH DIVISIONEN

Veränderung Marge1
Mio EUR H1 2017 H1 2018 % Mio EUR 2018 Q2 2017 Q2 2018
EBITDA 143,3 144,3 0,7 % 1,0 15,1 % 65,6 67,9
Brief, Werbepost & Filialen 158,0 148,5 –6,0 % –9,5 19,8 % 75,9 69,9
Paket & Logistik 27,0 25,8 –4,3 % –1,2 9,7 % 12,2 12,2
Corporate/Konsolidierung –41,6 –29,9 28,1 % 11,7 –22,5 –14,2
EBIT 102,2 105,1 2,8 % 2,9 11,0 % 47,8 48,4
Brief, Werbepost & Filialen 145,0 138,7 –4,3 % –6,3 18,5 % 71,0 65,1
Paket & Logistik 19,0 20,4 7,4 % 1,4 7,7 % 9,6 9,5
Corporate/Konsolidierung –61,8 –54,1 12,5 % 7,7 –32,7 –26,3

1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt

Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten sechs Monaten 2018 ein EBITDA von 148,5 Mio EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 6,0%. Das Divisions-EBIT reduzierte sich um 4,3% auf 138,7 Mio EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf die schwächere Umsatzentwicklung zurückzuführen.

Die Division Paket & Logistik zeigte Umsatzwachstum bei hohem Wettbewerbs- und Margendruck und erwirtschaftete ein EBITDA von 25,8 Mio EUR (–4,3%) und ein EBIT von 20,4 Mio EUR (+7,4%) im ersten Halbjahr 2018.

Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) verbesserte sich um 12,5% auf minus 54,1 Mio EUR durch geringere Aufwände für Sozialplanmodelle. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen unter anderem die Verwaltung der Konzernimmobilien, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post Arbeitsmarktes.

— Vermögens- und Finanzlage

BILANZSTRUKTUR NACH POSITIONEN

Mio EUR 31.12.2017 30.06.2018
30.06.2018
A KTIVA
Sachanlagen 615,7 634,7 39,2 %
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte 86,7 86,8 5,4 %
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 85,0 84,7 5,2 %
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 8,1 9,1 0,6 %
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 457,8 426,9 26,4 %
Andere finanzielle Vermögenswerte 131,0 121,5 7,5 %
davon Wertpapiere 80,6 79,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 290,0 254,6 15,7 %
1.674,2 1.618,5 100 %
PASSIVA
Eigenkapital 698,8 634,1 39,2 %
Rückstellungen 563,7 559,0 34,5 %
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 6,8 6,8 0,4 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 404,9 418,7 25,9 %
1.674,2 1.618,5 100 %

BILANZSTRUKTUR

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag per 30. Juni 2018 bei 1.618,5 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 634,7 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem gab es immaterielle Vermögenswerte von 24,9 Mio EUR. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind per Ende des ersten Halbjahrs 2018 mit 62,0 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen nehmen Forderungen in Höhe von 306,7 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen ein. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 254,6 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. Juni 2018 bei 39,2% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 634,1 Mio EUR. Die langfristigen Schulden von insgesamt 426,0 Mio EUR beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen in Höhe von 383,6 Mio EUR (davon Rückstellungen für Unterauslastung in Höhe von 207,8 Mio EUR). Zu den kurzfristigen Schulden von 558,5 Mio EUR zählen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 165,8 Mio EUR.

Die Analyse der Finanzpositionen des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 334,3 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 254,6 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 79,6 Mio EUR. Den Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 6,8 Mio EUR gegenüber.

CASHFLOW

Mio EUR H1 2017 H1 2018
Cashflow aus dem Ergebnis1 146,3 176,2
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 108,9 173,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit –45,0 –69,3
davon Maintenance CAPEX –16,9 –38,2
davon Growth CAPEX2 –11,1 –29,1
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –3,1 –0,9
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren –15,0 0,0
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit 1,1 –1,0
Free Cashflow 63,9 104,1
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 82,1 105,0
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX3 93,2 134,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –135,1 –139,2
davon Ausschüttungen –135,1 –138,8
Veränderung des Finanzmittelbestandes –71,1 –35,1

1 Umgliederung der gezahlten Steuern – gesonderter Ausweis im Cashflow aus Geschäftstätigkeit – siehe Konzernanhang Punkt 2.2

H1 2017: CAPEX neue Unternehmenszentrale

3 H1 2017: Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und neuer Unternehmenszentrale

CASHFLOW

Der Cashflow im ersten Halbjahr 2018 war von diversen Sondereffekten betroffen. Aus einer Sonderzahlung der BAWAG P.S.K. in Höhe von 107,0 Mio EUR in Folge der Beendigung der Zusammenarbeit resultierte, abzüglich der in der Berichtsperiode erbrachten Finanzdienstleistungen in Höhe von 20,5 Mio EUR, ein positiver Sondereffekt im Cashflow von 86,5 Mio EUR. Gegenläufig wirkten erhöhte Maintenance CAPEX und Growth CAPEX, die mit 67,4 Mio EUR über dem Niveau der Vergleichsperiode von 28,0 Mio EUR lagen. Ebenso Cashflow-mindernd waren höhere Zahlungen im Zusammenhang mit Rückstellungen und für Steuern.

Der Cashflow aus dem Ergebnis lag im ersten Halbjahr 2018 bei 176,2 Mio EUR nach 146,3 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreichte in der Berichtsperiode 173,4 Mio EUR nach 108,9 Mio EUR im Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten 2018 einen Wert von minus 69,3 Mio EUR nach minus 45,0 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte aus Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX). Die Differenz ist vor allem auf Zahlungen für Investitionen im Rahmen des Kapazitätserweiterungsprogramms für die Paketlogistik zurückzuführen, die in der aktuellen Berichtsperiode in Summe 29,1 Mio EUR betrugen.

Der Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX erreichte 134,1 Mio EUR im ersten Halbjahr 2018 nach 93,2 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

INVESTITIONEN

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten sechs Monaten 2018 60,9 Mio EUR und lagen damit deutlich über jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres in Höhe von 31,3 Mio EUR. Während 4,8 Mio EUR der Investitionen der Berichtsperiode auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 56,0 Mio EUR. Der wesentliche Anteil der Investitionen betraf das Investitionsprogramm zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich.

— Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag in den ersten sechs Monaten 2018 bei 20.284 Vollzeitkräften. Dies entspricht einer Reduktion des Personalstands gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 um 106 Mitarbeiter. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.130 Vollzeitkräfte).

MITARBEITER NACH DIVISIONEN

Anteil
Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften H1 2017 H1 2018 H1 2018
Brief, Werbepost & Filialen 14.738 14.042 69,2 %
Paket & Logistik 3.646 4.099 20,2 %
Corporate 2.007 2.143 10,6 %
Gesamt 20.390 20.284 100 %

— Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistik-Dienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist der Österreichische Post Konzern bemüht, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken, technische Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2017 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2017, Finanzbericht, Konzernlagebericht Kapitel 4 und 5, Konzernabschluss Kapitel 10.2).

Auch die bevorstehenden zwei Quartale des laufenden Geschäftsjahres unterliegen bestimmten Risiken und Ungewissheiten. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen und auch die Werbepost stehen zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen unter Druck. Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig könnten Marktteilnehmer ihre Aktivitäten verstärken, um an diesem Wachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage der Österreichischen Post auswirken.

Im Filialnetz ist die Österreichische Post zum Teil von strategischen Partnern im Telekom- und Finanzbereich abhängig. Im Jahr 2017 wurde die Kooperationsvereinbarung durch den Bankpartner BAWAG P.S.K. gekündigt und seit einiger Zeit werden Gespräche mit potenziellen Partnern geführt. Konkrete Entscheidungen sollten im Laufe des Jahres 2018 getroffen werden. Sollte es nicht gelingen, eine Alternativlösung zu etablieren, besteht durch dann notwendige Restrukturierungsmaßnahmen ein Umsatz- und Kostenrisiko für die Österreichische Post.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen – beispielsweise auch durch diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen – führen bzw. die Anpassung von Wertansätzen notwendig machen. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.

— Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im ersten Halbjahr 2018 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2017 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2017, Finanzbericht, Konzernabschluss Kapitel 11.3).

— Ausblick 2018

Die Entwicklungen des ersten Halbjahres bestätigen die Prognosen der Österreichischen Post, sodass der Ausblick auf das Gesamtjahr 2018 beibehalten wird.

Die Volumenentwicklungen im Brief-, Werbe- und Paketmarkt sollten den Trends der letzten Quartale folgen. Im Bereich des klassischen Briefs ist auch weiterhin mit stetigen Volumenrückgängen von etwa 5% p. a. zu rechnen. Sendungsvolumen adressierter und unadressierter Werbung stehen durch markt- und branchenspezifische Gegebenheiten unter Druck. Im Paketbereich steigen die Mengen kontinuierlich. Getragen von Online-Shopping-Zuwächsen ist von zweistelligem Wachstum für Privatkundenpakete in Österreich auszugehen.

Für das Geschäftsjahr 2018 prognostiziert die Österreichische Post auch weiterhin eine stabile Umsatzentwicklung im Konzern (Umsatz 2017: 1.938,9 Mio EUR). Die aktuellen Planungsprämissen bleiben bestehen – insbesonders der Rückgang bei adressierten Briefen ist ein internationaler Trend. Ein weiterer Trend in Europa ist die Wahlfreiheit der Kunden hinsichtlich differenzierter Zustellgeschwindigkeiten. Die Österreichische Post hat mit 1. Juli 2018 ihr Leistungsangebot dementsprechend angepasst. Das neue Produkt- und Tarifmodell bietet die Wahlmöglichkeit zwischen zeitkritischen (z.B. Dokumente, dringende Briefe und Pakete) und nicht zeitkritischen Sendungen (z.B. Telefonrechnungen, Kontoauszüge). Betrachtet man etwa den Standardbrief mit 20g (z.B. Kuvert C5), so haben Versender seit Juli 2018 drei Wahlmöglichkeiten: Zusätzlich zur PRIO Variante für die Zustellung am nächsten Tag um 0,80 EUR gibt es im Universaldienst eine ECO Zustellung innerhalb von 2–3 Tagen um 0,70 EUR. Darüber hinaus wird außerhalb des Universaldienstes eine ECO BUSINESS Leistung angeboten um 0,65 EUR innerhalb von 4–5 Tagen.

Im Filialnetz erfolgt derzeit eine Entflechtung der Finanzdienstleistungs-Kooperation mit dem aktuellen Bankpartner BAWAG P.S.K. Bis Ende 2019 werden Beratungsleistungen schrittweise redimensioniert, das Angebot an Schaltertransaktionen bleibt bis dahin unverändert. Mittelfristig soll das Finanzdienstleistungsgeschäft weiterhin ein Bestandteil der Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post bleiben, Gespräche mit alternativen Finanzdienstleistungspartnern werden geführt.

Im Paketgeschäft wird ein Wachstum um 10% angepeilt, wobei im aktuellen Marktumfeld jedoch mit intensiverem Wettbewerb, stärkerem Preisdruck und einer partiellen Eigenzustellung eines Großversenders ab Herbst 2018 zu rechnen ist.

Hinsichtlich der Ertragsentwicklung verfolgt die Österreichische Post im Jahr 2018 weiterhin das Ziel der Stabilität im operativen Ergebnis (EBIT 2017: 207,8 Mio EUR). Trotz der rückläufigen Volumenentwicklung rechnet das Unternehmen mit einer guten Auslastung der Brieflogistik, da durch die gemeinsame Zustellung von Briefen und Paketen Kapazitäten effizienter genutzt werden. Demgegenüber ist die Österreichische Post gefordert, den Herausforderungen eines redimensionierten Finanzdienstleistungsgeschäfts zu begegnen.

Die Österreichische Post wird weiterhin in effiziente Strukturen und Prozesse sowie in die Servicequalität von Brief- und Paketsendungen investieren. Vor dem Hintergrund des weiteren Mengenwachstums bei Privatkundenpakten ist es das Ziel die Qualitätsführerschaft auszubauen. So investiert die Österreichische Post in eine effiziente Zustellung und erweitert sukzessive das Angebot an Hinterlegungsmöglichkeiten für ihre Kunden. Zudem soll die stündliche Sortierleistung mittelfristig verdoppelt werden.

Neben den laufenden Basis-Investitionen im Kerngeschäft von rund 60 bis 70 Mio EUR pro Jahr sind in den nächsten Jahren daher zusätzliche Wachstumsinvestitionen im Bereich Paketlogistik vorgesehen. Um die bestehenden Sortierkapazitäten so rasch wie möglich zu erweitern, werden dafür im Jahr 2018 mindestens 50 Mio EUR investiert. Darüber hinaus sind Erweiterungen bzw. Zukäufe von Grundstücken möglich. Den erwirtschafteten operativen Cashflow wird die Österreichische Post somit wie bisher umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Zukunftsinvestitionen einsetzen.

Wien, am 1. August 2018

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

Konzernzwischenabschluss

— Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Halbjahr 2018

Mio EUR H1 2017 H1 2018 Q2 2017 Q2 2018
Umsatzerlöse 953,7 955,2 465,0 464,6
Sonstige betriebliche Erträge 27,7 50,9 13,0 16,3
Gesamte betriebliche Erträge 981,4 1.006,2 478,0 481,0
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –196,3 –206,2 –96,4 –102,3
Personalaufwand –514,4 –516,5 –251,4 –242,5
Abschreibungen –41,1 –39,3 –17,7 –19,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –126,7 –137,8 –64,4 –67,5
Gesamte betriebliche Aufwendungen –878,5 –899,8 –430,0 –431,9
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 102,9 106,3 48,0 49,0
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,8 –1,3 –0,2 –0,7
Finanzerträge 1,5 7,7 0,8 3,1
Finanzaufwendungen –1,6 –4,5 –0,8 –1,6
Sonstiges Finanzergebnis –0,1 3,2 0,0 1,5
Finanzergebnis –0,8 1,9 –0,2 0,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 102,1 108,2 47,9 49,9
Ertragsteuern –25,9 –32,3 –12,1 –15,8
Periodenergebnis 76,2 75,9 35,8 34,1
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 76,3 75,9 35,8 34,0
Nicht beherrschende Anteile –0,1 0,0 0,0 0,1
E R G E B N I S J E A K T I E ( E U R )
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,13 1,12 0,53 0,50
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,13 1,12 0,53 0,50

— Gesamtergebnisrechnung für das erste Halbjahr 2018

Mio EUR H1 2017 H1 2018 Q2 2017 Q2 2018
Periodenergebnis 76,2 75,9 35,8 34,1
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe 0,6 –0,2 0,2 –0,2
Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
–0,3 –8,7 0,1 –8,6
Steuereffekt auf Zeitwertänderungen 0,1 0,0 0,0 0,0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0
Summe der Posten, die umgegliedert werden können 0,4 –8,8 0,2 –8,8
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 3,4 0,5 3,3 0,2
Steuereffekt auf Neubewertung –0,9 –0,1 –0,8 0,0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden 2,6 0,4 2,5 0,1
Sonstiges Ergebnis 3,0 –8,4 2,7 –8,7
Gesamtperiodenergebnis 79,2 67,5 38,5 25,4
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 79,3 67,4 38,5 25,3
Nicht beherrschende Anteile –0,1 0,0 0,0 0,1

— Konzernbilanz zum 30. Juni 2018

Mio EUR 31.12.2017 30.06.2018
A KTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 62,1 62,0
Immaterielle Vermögenswerte 24,7 24,9
Sachanlagen 615,7 634,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 85,0 84,7
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 8,1 9,1
Andere finanzielle Vermögenswerte 86,4 77,8
Vertragsvermögenswerte 0,0 0,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 19,0 17,6
Latente Steueransprüche 72,2 74,8
973,1 985,8
Kurzfristige Vermögenswerte
Andere finanzielle Vermögenswerte 44,6 43,8
Vorräte 22,0 15,9
Vertragsvermögenswerte 0,0 10,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 343,6 306,7
Steuererstattungsansprüche 1,0 0,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 290,0 254,6
701,1 632,7
1.674,2 1.618,5
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 287,7 231,8
Andere Rücklagen –18,5 –27,0
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 697,9 633,5
Nicht beherrschende Anteile 0,9 0,6
698,8 634,1
Langfristige Schulden
Rückstellungen 385,1 383,6
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,4 3,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 39,3 38,2
Latente Steuerschulden 1,1 1,0
428,9 426,0
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 178,6 175,4
Steuerschulden 13,2 18,3
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,4 3,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 351,2 293,2
Vertragsverbindlichkeiten 0,0 68,0
546,5 558,5
1.674,2 1.618,5

— Konzern-Cashflow Statement für das erste Halbjahr 2018

Mio EUR H1 2017
angepasst
H1 2018
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Ergebnis vor Ertragsteuern 102,1 108,2
Abschreibungen 41,1 39,3
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,8 1,3
Rückstellungen unbar –0,1 30,0
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 2,5 –2,6
Cashflow aus dem Ergebnis1 146,3 176,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen –6,6 24,9
Vorräte –1,9 –2,4
Vertragsvermögenswerte 0,0 –4,2
Rückstellungen –7,5 –31,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten –3,3 4,3
Vertragsverbindlichkeiten 0,0 37,2
Gezahlte Steuern1 –18,1 –30,7
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 108,9 173,4
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –3,8 –4,5
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien –28,0 –67,4
Einzahlungen aus Anlagenverkäufen 3,5 3,4
Erwerb von Tochterunternehmen –1,1 0,0
Verkauf von Tochterunternehmen 0,8 0,0
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –2,8 –1,0
Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,0 0,1
Erwerb von sonstigen Finanzinstrumenten –0,1 0,0
Erwerb von Wertpapieren –15,0 –5,0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 0,0 5,0
Gewährte Darlehen –0,2 –1,2
Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,2 0,0
Erhaltene Zinsen 1,4 1,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit –45,0 –69,3
Free Cashflow 63,9 104,1
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten
0,1 0,0
Ausschüttungen –135,1 –138,8
Gezahlte Zinsen –0,1 –0,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –135,1 –139,2
Veränderung des Finanzmittelbestandes –71,1 –35,1
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 278,0 290,0
Finanzmittelbestand am 30. Juni 206,9 254,9

1 Anpassungen siehe Punkt 2.2 Änderungen in der Darstellung des Konzernzwischenabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen

— Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im ersten Halbjahr 2017

Andere Rücklagen
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigen
kapital der
Aktionäre
des Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2017 337,8 91,0 257,6 –18,3 4,2 –2,3 670,0 0,1 670,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 76,3 0,0 0,0 0,0 76,3 –0,1 76,2
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 2,6 –0,2 0,6 3,0 0,0 3,0
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 76,3 2,6 –0,2 0,6 79,3 –0,1 79,2
Ausschüttung 0,0 0,0 –135,1 0,0 0,0 0,0 –135,1 0,0 –135,1
Transaktionen mit
Eigentümern
0,0 0,0 –135,1 0,0 0,0 0,0 –135,1 0,0 –135,1
Stand am 30. Juni 2017 337,8 91,0 198,8 –15,8 4,0 –1,7 614,1 0,0 614,1

— Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im ersten Halbjahr 2018

Andere Rücklagen
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage/
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigen
kapital der
Aktionäre
des Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 31. Dezember 2017 337,8 91,0 287,7 –19,2 2,4 –1,7 697,9 0,9 698,8
Anpassung Erstanwendung
IFRS 9 (netto nach Steuern)
0,0 0,0 1,0 0,0 –0,1 0,0 0,9 0,0 0,9
Anpassung Erstanwendung
IFRS 15 (netto nach Steuern)
0,0 0,0 5,7 0,0 0,0 0,0 5,7 0,0 5,7
Angepasster Stand am
1. Jänner 2018
337,8 91,0 294,4 –19,2 2,3 –1,7 704,6 0,9 705,4
Periodenergebnis 0,0 0,0 75,9 0,0 0,0 0,0 75,9 0,0 75,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,4 –8,6 –0,2 –8,4 0,0 –8,4
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 75,9 0,4 –8,6 –0,2 67,4 0,0 67,5
Ausschüttung 0,0 0,0 –138,5 0,0 0,0 0,0 –138,5 –0,3 –138,8
Transaktionen mit
Eigentümern
0,0 0,0 –138,5 0,0 0,0 0,0 –138,5 –0,3 –138,8
Stand am 30. Juni 2018 337,8 91,0 231,8 –18,8 –6,3 –1,9 633,5 0,6 634,1

Konzernanhang für das erste Halbjahr 2018

1 — Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2018 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2018 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 34 Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss umfasst nicht alle Angaben, die üblicherweise in einem Abschluss für ein volles Geschäftsjahr enthalten sind. Entsprechend ist der vorliegende Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 zu lesen. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 zugrunde liegen, außer im Hinblick auf die erstmalige Anwendung neuer und geänderter Standards, wie nachstehend erläutert.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

2 — Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Neuerungen in den International Financial Reporting Standards

2.1.1 VERPFLICHTEND ANGEWANDTE NEUE UND GEÄNDERTE IFRS

Im ersten Halbjahr 2018 wurden folgende neue und geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

Verpflichtend angewandte neue Standards/Interpretationen Inkrafttreten EU1
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen
Verpflichtend angewandte geänderte Standards Inkrafttreten EU1
Diverse Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014–2016 01.01.2018
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen 01.01.2018
IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 01.01.2018
IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15 Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 01.01.2018
IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 01.01.2018

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

In der aktuellen Berichtsperiode traten zahlreiche neue oder geänderte Standards in Kraft. Durch die erstmalige Anwendung der neuen Standards IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden kam es dabei zu Änderungen von Rechnungslegungsmethoden des Österreichischen Post Konzerns. Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung dieser beiden Standards werden im Folgenden unter Punkt 2.3 Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden beschrieben. Aus den anderen Standardänderungen resultieren keine Auswirkungen auf Rechnungslegungsgrundsätze des Österreichischen Post Konzerns.

2.1.2 VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE IFRS

Folgende Standards und Interpretationen sind durch die Europäische Union anerkannt worden bzw. befinden sich im Anerkennungsprozess. Eine verpflichtende Anwendung ist jedoch erst für die Zukunft vorgesehen.

Noch nicht angewandte neue Standards/Interpretationen Endorsement EU Inkrafttreten EU1
IFRS 16 Leasingverhältnisse 31.10.2017 01.01.2019
IFRS 17 Versicherungsverträge offen geplant 01.01.2021
IFRIC 23
Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung
geplant Q3 2018 geplant 01.01.2019
Noch nicht angewandte geänderte Standards/Interpretationen Endorsement EU Inkrafttreten EU1
Diverse Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015–2017 geplant 2018 geplant 01.01.2019
Diverse Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS geplant 2019 geplant 01.01.2020
IFRS 9 Negative Vorfälligkeitsentschädigungen 22.03.2018 01.01.2019
IAS 19 Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltungen geplant 2018 geplant 01.01.2019
IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen
geplant 2018 geplant 01.01.2019

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen.

IFRS 16 LEASINGVERHÄLTNISSE IFRS 16 ersetzt die bisherigen Vorschriften des IAS 17 und der zugehörigen Interpretationen, wobei insbesondere die bilanzielle Abbildung von Leasingverträgen beim Leasingnehmer neu geregelt wurde. Der Leasingnehmer erfasst nunmehr für jedes Leasingverhältnis eine Verbindlichkeit für die zukünftig zu leistenden Leasingzahlungen. Gleichzeitig wird ein Nutzungsrecht (Right-of-Use Asset) in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in weiterer Folge linear abgeschrieben. Die bisherige Unterscheidung zwischen Operating-Leasingverhältnissen und Finanzierungsleasingverhältnissen entfällt somit. IFRS 16 enthält darüber hinaus weitere Regelungen zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen sowie zu den erforderlichen Anhangangaben.

Als wesentliche Anwendungsfälle im Österreichischen Post Konzern wurden Immobilienleasingverträge für Logistikstandorte, Filialen und Verwaltungsgebäude als Leasingnehmer identifiziert. Im Rahmen des IFRS 16- Umstellungsprojektes werden sämtliche bestehenden Verträge derzeit systematisch erhoben und analysiert. Parallel dazu werden die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Einführung des neuen Standards geschaffen. Die Effekte, die sich aufgrund der Anwendung des IFRS 16 auf die berichteten Vermögenswerte und Schulden des Österreichischen Post Konzerns ergeben, wurden bislang nur näherungsweise beziffert.

Der Österreichische Post Konzern wird IFRS 16 mit 1. Jänner 2019 erstmalig anwenden. Die Auswahl des Übergangsansatzes ist noch nicht erfolgt.

2.2 Änderungen in der Darstellung des Konzernzwischenabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT Der Ausweis von gezahlten Steuern im Konzern-Cashflow-Statement wurde im ersten Halbjahr 2018 angepasst. Diese wurden bisher gesondert innerhalb der Überleitung vom Ergebnis vor Ertragsteuern zum Cashflow aus dem Ergebnis ausgewiesen. Nunmehr erfolgt der Ausweis nach dem Cashflow aus dem Ergebnis im Rahmen der Ermittlung des Cashflows aus Geschäftstätigkeit.

Die Ausweisanpassung wirkt sich wie folgt auf das Konzern-Cashflow-Statement aus:

Mio EUR H1 2017
(bisherige
Darstellung)
H1 2017
(neue
Darstellung)
H1 2018
(bisherige
Darstellung)
H1 2018
(neue
Darstellung)
Gezahlte Steuern –18,1 0,0 –30,7 0,0
Cashflow aus dem Ergebnis 128,2 146,3 145,5 176,2
Gezahlte Steuern 0,0 –18,1 0,0 –30,7
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 108,9 108,9 173,4 173,4

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS Die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals wird seit dem Geschäftsjahr 2017 in verkürzter Form dargestellt. Die Darstellung der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals im ersten Halbjahr 2017 wurde entsprechend angepasst. Für weitere Details verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2017.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Änderungen in der internen Berichterstattung im Geschäftsjahr 2017 führten zur Anpassung der Darstellung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung.

Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nunmehr nach Umsatzerlösen (Segmente) und Interner Leistungsverrechnung (vormals Umsatzerlöse mit Dritten und Umsatzerlöse mit anderen Segmenten). Die Umsatzerlöse (Segmente) umfassen Umsatzerlöse mit Unternehmen außerhalb des Konzerns sowie mit Konzernunternehmen außerhalb des jeweiligen Segments. Als Interne Leistungsverrechnung wird die Verrechnung der segmentübergreifenden operativen Leistungsbeziehungen innerhalb der Österreichischen Post AG gezeigt. Die zuvor in den Umsatzerlösen mit anderen Segmenten ausgewiesenen Erlöse aus Tätigkeiten der Segmente, die nicht die operative Tätigkeit der Österreichischen Post betreffen, werden nunmehr den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet.

In der Folge werden die Auswirkungen auf die Darstellung von Umsatzerlösen in der Segmentberichterstattung übergeleitet:

H1 2017

Brief, Werbepost
Mio EUR & Filialen Paket & Logistik Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten (bisherige Darstellung) 720,9 232,7 0,0 0,0 953,7
Umsatzerlöse mit Konzernunternehmen außerhalb des
Segments
0,5 1,6 0,0 –2,1 0,0
Umsatzerlöse (Segmente) (neue Darstellung) 721,4 234,4 0,0 –2,1 953,7
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (bisherige
Darstellung)
49,3 4,1 109,8 –163,3 0,0
Umsatzerlöse mit Konzernunternehmen außerhalb des
Segments
–0,5 –1,6 0,0 2,1 0,0
Nicht operative Erlöse aus der Tätigkeit der Segmente –1,2 –0,1 –102,3 103,6 0,0
Interne Leistungsverrechnung (neue Darstellung) 47,7 2,4 7,5 –57,6 0,0

H1 2018

Mio EUR Brief, Werbepost
& Filialen
Paket & Logistik Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten (bisherige Darstellung) 694,3 260,9 0,1 0,0 955,2
Umsatzerlöse mit Konzernunternehmen außerhalb des
Segments
0,7 1,8 0,0 –2,5 0,0
Umsatzerlöse (Segmente) (neue Darstellung) 695,0 262,6 0,1 –2,5 955,2
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (bisherige
Darstellung)
54,6 4,4 117,0 –176,0 0,0
Umsatzerlöse mit Konzernunternehmen außerhalb des
Segments
–0,7 –1,8 0,0 2,5 0,0
Nicht operative Erlöse aus der Tätigkeit der Segmente –0,9 –0,1 –108,9 110,0 0,0
Interne Leistungsverrechnung (neue Darstellung) 53,0 2,5 8,1 –63,6 0,0

2.3 Wesentliche Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Die Österreichische Post hat IFRS 9 und IFRS 15 erstmalig zum 1. Jänner 2018 angewendet. Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden wurden nicht angepasst. Ergebniswirksame Effekte aus der Anwendung der neuen Standards wurden in der Gewinnrücklage zum 1. Jänner 2018 erfasst. Die Umgliederungen und Anpassungen aus den neuen Wertminderungsvorschriften sind daher in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 nicht abgebildet, sondern in der Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2018 erfasst.

Die folgende Tabelle zeigt die notwendigen Anpassungen auf Ebene der einzelnen Bilanzposten. Die Anpassungen im Einzelnen werden nachfolgend je Standard im Detail erläutert.

Anpassungen Anpassungen
Mio EUR 31.12.2017 IFRS 9 IFRS 15 01.01.2018
A KTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 62,1 62,1
Immaterielle Vermögenswerte 24,7 24,7
Sachanlagen 615,7 615,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 85,0 85,0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 8,1 8,1
Andere finanzielle Vermögenswerte 86,4 86,4
Vertragsvermögenswerte 0,0 0,3 0,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 19,0 19,0
Latente Steueransprüche 72,2 0,3 72,4
973,1 0,3 0,3 973,6
Kurzfristige Vermögenswerte
Andere finanzielle Vermögenswerte 44,6 44,6
Vorräte 22,0 –8,8 13,3
Vertragsvermögenswerte 0,0 6,6 6,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 343,6 0,8 15,2 359,6
Steuererstattungsansprüche 1,0 1,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 290,0 –0,1 289,8
701,1 0,7 13,1 714,9
1.674,2 0,9 13,4 1.688,5
Mio EUR 31.12.2017 Anpassungen
IFRS 9
Anpassungen
IFRS 15
01.01.2018
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 287,7 1,0 5,7 294,4
Andere Rücklagen –18,5 –0,1 –18,6
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 697,9 0,9 5,7 704,6
Nicht beherrschende Anteile 0,9 0,9
698,8 0,9 5,7 705,4
Langfristige Schulden
Rückstellungen 385,1 385,1
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,4 3,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
39,3 39,3
Latente Steuerschulden 1,1 1,0 2,2
428,9 0,0 1,0 430,0
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 178,6 178,6
Steuerschulden 13,2 13,2
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,4 3,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
351,2 –24,2 327,0
Vertragsverbindlichkeiten 0,0 30,9 30,9
546,5 0,0 6,6 553,2
1.674,2 0,9 13,4 1.688,5

2.3.1 IFRS 9 FINANZINSTRUMENTE

IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für Ansatz, Klassifizierung, Bewertung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten und ersetzt in diesen Bereichen den bisher relevanten Standard IAS 39 Finanzinstrumente.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 9 mit 1. Jänner 2018 führte zur Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Anpassung der bis zum 31. Dezember 2017 im Konzernabschluss erfassten Beträge. Die Anwendung des neuen Standards erfolgte nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz nach IFRS 9.7.2.15. Damit kommt es zu keiner Anpassung der Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden, sondern zu einer kumulierten Anpassung ergebniswirksamer Effekte im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018.

Auswirkungen auf das Eigenkapital

Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 Finanzinstrumente ergeben sich die folgenden Anpassungen im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018:

Mio EUR Erläuterung Marktbewertungs
rücklage
FVOCI Rücklage Gewinn
rücklagen
Eigenkapital
Stand zum 31. Dezember 2017 (IAS 39) 2,4 287,7 698,8
K l a s s i f i z i e r u n g
Umgliederung Wertpapiere von zur Veräußerung
verfügbar in FVTPL
A) –0,1 0,0 0,1 0,0
Umgliederung Andere Anteile von zur
Veräußerung verfügbar in FVOCI
C) –2,2 2,2 0,0 0,0
Umgliederung Wertpapiere von zur Veräußerung
verfügbar in FVOCI
B) –0,1 0,1 0,0 0,0
–2,4 2,3 0,1 0,0
W e r t m i n d e r u n g
Erwartete Kreditverluste Wertpapiere FVOCI B) 0,0 0,0 0,0 0,0
Erwartete Kreditverluste Forderungen zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
F) 0,0 0,0 0,7 0,7
Latente Steuern auf erwartete Kreditverluste 0,0 0,0 0,3 0,3
0,0 0,0 0,9 0,9
Stand zum 1. Jänner 2018 (IFRS 9) 0,0 2,3 288,7 699,7

Die Anpassungen hatten keinen Effekt auf die nicht beherrschenden Anteile.

Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten

Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente zum 1. Jänner 2018 hat der Österreichische Post Konzern beurteilt, welche Geschäftsmodelle für die vom Konzern gehaltenen finanziellen Vermögenswerte gelten, und hat die Finanzinstrumente den IFRS 9-Bewertungsklassen zugeordnet. Die Auswirkungen der damit verbundenen Neuklassifizierung stellen sich wie folgt dar:

Mio EUR Erläuterung Erfolgswirksam
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVTPL)
Zur
Veräußerung
verfügbar
Erfolgsneutral
zum
beizulegenden
Zeitwert
(FVOCI)
Zu
fortgeführten
Anschaffungs
kosten
bewertet
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum
31. Dezember 2017 (IAS 39)
0,1 130,8 0,0 547,9 678,8
Umgliederung Wertpapiere A), B) 60,1 –80,6 20,5 0,0 0,0
Umgliederung Andere Anteile C) 0,0 –50,2 50,2 0,0 0,0
Umgliederung von Vorräten zu sonstigen
Forderungen (Erstanwendung IFRS 15)
D) 0,0 0,0 0,0 4,3 4,3
Umgliederung der Forderung noch nicht
erbrachte Leistungen zu Vertrags
verbindlichkeiten (Erstanwendung IFRS 15)
E) 0,0 0,0 0,0 10,9 10,9
Anpassung der Wertberichtigung beim
Übergang auf IFRS 9
F) 0,0 0,0 0,0 0,7 0,7
Finanzielle Vermögenswerte zum
1. Jänner 2018 (IFRS 9)
60,3 0,0 70,7 563,8 694,7

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten ergaben sich gegenüber der Einstufung zum 31. Dezember 2017 keine Änderungen.

A) UMGLIEDERUNG WERTPAPIERE Wertpapiere (Anteile an Investmentfonds und Schuldverschreibungen) mit einem Buchwert von 60,1 Mio EUR wurden von der Kategorie Zur Veräußerung verfügbar in die Kategorie Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert umgegliedert. Bei diesen Wertpapieren war das Zahlungsstromkriterium nicht erfüllt, da Zahlungsströme generiert werden, die gemäß IFRS 9 nicht nur Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen. Die in der Marktbewertungsrücklage erfassten Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert wurden in die Gewinnrücklagen umgegliedert.

B) UMGLIEDERUNG WERTPAPIERE Wertpapiere (Schuldverschreibungen) mit einem Buchwert von 20,5 Mio EUR wurden von der Kategorie Zur Veräußerung verfügbar in die Kategorie Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert umgegliedert. Diese Titel erfüllen das Zahlungsstromkriterium und werden im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf der finanziellen Vermögenswerte besteht. Die in der Marktbewertungsrücklage erfassten Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert wurden in die FVOCI Rücklage umgegliedert. Erwartete Kreditverluste zum 1. Jänner 2018 in betraglich unwesentlicher Höhe wurden ebenfalls in der FVOCI Rücklage erfasst.

C) UMGLIEDERUNG ANDERE ANTEILE Andere Anteile (Eigenkapitalinstrumente) mit einem Buchwert von 50,2 Mio EUR wurden von der Kategorie Zur Veräußerung verfügbar in die Kategorie Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert umgegliedert. Da die enthaltenen Anteile ausschließlich aus strategischen Zwecken gehalten werden, wurde die sogenannte FVOCI Option gemäß IFRS 9.4.1.4 ausgeübt. Die in der Marktbewertungsrücklage erfassten Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert wurden in die FVOCI Rücklage umgegliedert.

D) UMGLIEDERUNG VON VORRÄTEN ZU SONSTIGEN FORDERUNGEN (ERSTANWENDUNG IFRS 15) Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von A1-Hardware und anderen Produkten sind vertragliche Vorauszahlungen zu leisten, die zum 31. Dezember 2017 unter den Vorräten ausgewiesen wurden. Da diese Vertriebstätigkeit nach IFRS 15 als Vermittlungsleistung einzustufen ist, wurden geleistete Vorauszahlungen in Höhe von 4,3 Mio EUR zum 1. Jänner 2018 als Finanzierungsforderung unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ausgewiesen.

E) UMGLIEDERUNG DER FORDERUNG NOCH NICHT ERBRACHTE LEISTUNGEN ZU VERTRAGSVERBIND-LICHKEITEN (ERSTANWENDUNG IFRS 15) Bis zum 31. Dezember 2017 wurde der noch nicht erfüllte Teil einer bereits fakturierten Leistungsverpflichtung von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in Abzug gebracht (Nettoausweis). Nach Neueinstufung dieses Sachverhaltes nach IFRS 15 besteht bereits ein unbedingter Anspruch auf den Erhalt einer Zahlung, weshalb der bislang von den Forderungen in Abzug gebrachte Betrag unter den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesen wird (Bruttoausweis).

F) ANPASSUNG DER WERTBERICHTIGUNGEN BEIM ÜBERGANG AUF IFRS 9 Die Umstellung von den zum 31. Dezember 2017 bestehenden Wertberichtigungen auf die Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste gemäß den Vorschriften des IFRS 9 führte zu einer Buchwertänderung. Dieser Effekt wurde in den Gewinnrücklagen erfasst.

Der Österreichische Post Konzern hat folgende Arten an finanziellen Vermögenswerten und Vertragsvermögenswerten, die dem neuen Modell der erwarteten Kreditverluste gemäß IFRS 9 unterliegen:

  • Wertpapiere der Kategorie FVOCI
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Forderungen
  • Forderungen gegenüber Banken
  • Vertragsvermögenswerte

Die Österreichische Post hat ihre Bewertungsmethoden zur Bildung von Wertberichtigungen entsprechend den Vorgaben des IFRS 9 angepasst. In Summe ergab sich eine Anpassung in Höhe von 0,7 Mio EUR.

WERTPAPIERE DER KATEGORIE FVOCI Bei sämtlichen im Bestand befindlichen Wertpapieren der Kategorie FVOCI besteht ein niedriges Ausfallrisiko und die Wertberichtigung wurde in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlustes gebildet. Für Wertpapiere wird von einem niedrigen Ausfallsrisiko ausgegangen, solange ein Investment-Grade-Rating vorliegt. Die zum 1. Jänner 2018 und zum 30. Juni 2018 erfassten Wertminderungen waren betraglich unwesentlich.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN Der Österreichische Post Konzern wendet zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an. Demzufolge werden für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste gebildet. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale und Überfälligkeitstage (Matrix) gegliedert.

Auf dieser Grundlage wurde die Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 1. Jänner 2018 wie folgt ermittelt:

Überfällig
Mio EUR Nicht überfällig 1–30 Tage 31–90 Tage Größer 90 Tage Gesamt
Bruttobuchwert 169,4 47,4 3,9 4,1 224,7
Erwartete Verlustrate in % 1,1 % 0,3 % 3,3 % 36,4 % 1,6 %
Wertberichtigung 1,9 0,2 0,1 1,5 3,7

Die Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2017 wird wie folgt auf den Eröffnungsbilanzwert der Wertberichtigung zum 1. Jänner 2018 übergeleitet:

Mio EUR Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
Stand zum 31. Dezember 2017 (IAS 39) 7,1
Anpassung Wertberichtigung –0,6
Ausbuchungen –2,8
Stand zum 1. Jänner 2018 (IFRS 9) 3,7

Zum 1. Jänner 2018 wurden bereits im Status der Insolvenz befindliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis auf die noch zu erwartenden Zahlungseingänge im Rahmen des Insolvenzverfahrens ausgebucht. Im Ausmaß der Ausbuchung waren diese Forderungen bereits zum 31. Dezember 2017 vollständig wertberichtigt.

In den sechs Monaten bis zum 30. Juni 2018 reduzierten sich die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio EUR auf 2,8 Mio EUR.

SONSTIGE FORDERUNGEN Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erfolgt für Sonstige Forderungen nach dem allgemeinen Ansatz des IFRS 9, wobei aufgrund Art und Umfang der sonstigen Forderungen im Sinne des IFRS 9.B5.5.35 praktische Erleichterungen angewandt wurden. Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste werden die Sonstigen Forderungen nach Forderungen aus Schadensersatzansprüchen und sonstigen übrigen Forderungen sowie nach Überfälligkeitstagen (Matrix) gegliedert.

Die Wertberichtigung für sonstige Forderungen zum 31. Dezember 2017 wird wie folgt auf den Eröffnungsbilanzwert der Wertberichtigung zum 1. Jänner 2018 übergeleitet:

Mio EUR Sonstige Forderungen
Stand zum 31. Dezember 2017 (IAS 39) 13,7
Anpassung Wertberichtigung –0,2
Ausbuchungen –7,2
Stand zum 1. Jänner 2018 (IFRS 9) 6,3

Zum 1. Jänner 2018 wurden bereits vollständig wertberichtigte Sonstige Forderungen aus Schadensersatzansprüchen in Höhe von 7,2 Mio EUR vollständig bzw. teilweise ausgebucht, da nach angemessener Einschätzung nicht mehr davon auszugehen war, dass diese Forderungen eingehen werden.

In den sechs Monaten bis zum 30. Juni 2018 reduzierten sich die Wertberichtigungen für Sonstige Forderungen um 4,7 Mio EUR auf 1,6 Mio EUR. Hintergrund war der Abgang strittiger Forderungen gegenüber der BAWAG P.S.K., die zum 31. Dezember 2017 bereits wertberichtigt waren.

FORDERUNGEN GEGENÜBER BANKEN Forderungen gegenüber Banken umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristige Veranlagungen (Termingelder). Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erfolgt nach dem allgemeinen Ansatz des IFRS 9 in Höhe des erwarteten Kreditverlustes abgestimmt auf die tatsächliche Restlaufzeit der Forderungen. Mit dem Übergang auf IFRS 9 wurden für Forderungen gegenüber Banken erstmalig Wertberichtigungen gebildet. Trotz betraglicher Unwesentlichkeit wurden Wertberichtigungen in Höhe von 0,1 Mio EUR erfasst.

VERTRAGSVERMÖGENSWERTE Bei den Vertragsvermögenswerten liegt eine treuhändische Hinterlegung in Höhe der erfassten bedingten Forderungen und damit eine vollständige Besicherung vor. Entsprechend wurden keine Wertberichtigungen erfasst.

2.3.2 IFRS 15 ERLÖSE AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN

IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden ersetzt die bisherigen Vorschriften zur Erlösrealisierung gemäß IAS 18 Erträge und IAS 11 Fertigungsaufträge sowie die dazugehörigen Interpretationen. Mit dem neuen Standard werden einheitlich Grundprinzipien festgelegt, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum hinweg Erlöse zu realisieren sind. Der Standard bietet dafür ein prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell, das auf alle Kategorien von Umsatztransaktionen mit Kunden anzuwenden ist, die in den Anwendungsbereich von IFRS 15 fallen. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält.

Die erstmalige Anwendung von IFRS 15 mit 1. Jänner 2018 führte zur Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Anpassung der bis zum 31. Dezember 2017 im Konzernabschluss erfassten Beträge. Die Anwendung des neuen Standards erfolgte nach dem modifizierten retrospektiven Ansatz gemäß IFRS 15.C. Damit kommt es zu keiner Anpassung der Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden, sondern zu einer kumulierten Anpassung ergebniswirksamer Effekte im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018.

Auswirkungen auf das Eigenkapital

Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden ergeben sich die folgenden Anpassungen im Eigenkapital zum 1. Jänner 2018:

Mio EUR Erläuterung Gewinnrücklage
Stand zum 1. Jänner 2018 (IAS 18 – nach Anpassung IFRS 9) 288,7
Zeitraumbezogene Erlösrealisierung des Kerngeschäfts G) 2,6
Zeitraumbezogene Erlösrealisierung des Immobilienprojektes J) 3,9
Kosten für die Anbahnung eines Vertrages K) 0,3
Erhöhung der latenten Steuerschulden J), K) –1,0
Gesamteffekt (IFRS 15) 5,7
Stand zum 1. Jänner 2018 (IFRS 9 und IFRS 15) 294,4

Auswirkungen auf die Bilanz

Zusammenfassend wurden zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung (1. Jänner 2018) folgende Anpassungen an den in der Bilanz zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Beträgen vorgenommen:

Mio EUR Erläuterung 31.12.2017
(IAS 18)
Umgliederung Neubewertung 01.01.2018
(IFRS 15)
AKTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Vertragsvermögenswerte K) 0,0 0,3 0,3
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte J), L) 22,0 –8,8 13,3
Vertragsvermögenswerte I), J) 0,0 2,8 3,9 6,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Forderungen
H), L) 343,6 15,2 358,8

29

Mio EUR Erläuterung 31.12.2017
(IAS 18)
Umgliederung Neubewertung 01.01.2018
(IFRS 15)
PASSIVA
Eigenkapital
Gewinnrücklagen 287,7 5,7 293,4
Langfristige Schulden
Latente Steuerschulden J), K) 1,1 1,0 2,2
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
I) 351,2 –24,2 327,0
Vertragsverbindlichkeiten G), H), I) 0,0 33,4 –2,6 30,9

G) ZEITRAUMBEZOGENE ERLÖSREALISIERUNG DES KERNGESCHÄFTS Im Bereich der wesentlichen Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post, mithin der Annahme, Sortierung und Zustellung von Brief- und Paketsendungen, ergaben sich nur geringfügige Anpassungen. Diese ergaben sich daraus, dass derartige Leistungsverpflichtungen nach IFRS 15 als über einen Zeitraum erfüllt (over time) einzustufen sind, während bisher die Leistungserfüllung mit Abgabe der Sendung an den Adressaten als erfüllt galt. Dadurch erfolgt eine geringfügige zeitliche Vorverlegung der Umsatzrealisierung. Entsprechend wird die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Erlösabgrenzungen zu den Stichtagen angepasst. Der Effekt aus der Anpassung in Höhe von 2,6 Mio EUR wurde in den Gewinnrücklagen erfasst und führte in gleicher Höhe zu einer Reduktion der Vertragsverbindlichkeiten.

H) VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN Die Annahme einer Sendung in einer Post-Aufgabestelle (d.h. zu Beginn der Leistungsverpflichtung) löst die Fakturierung und damit verbunden die Realisation von Umsatzerlösen sowie den Ansatz einer Forderung aus. Da zu diesem Zeitpunkt im Regelfall nur ein Teil der Leistungsverpflichtung bereits erbracht wurde, wurden unter IAS 18 die noch nicht erbrachten Leistungen als Erlösabgrenzung und Verringerung der Forderungen erfasst. Nach IFRS 15 ist eine Forderung einzustellen, sobald ein unbedingter Anspruch auf den Erhalt einer Zahlung besteht. Mit Annahme der Sendung in einer Post-Aufgabestellung verpflichtet sich der Konzern, innerhalb kurzer Zeit eine Leistung zu erbringen und hat gleichzeitig einen Anspruch auf Inrechnungstellung und Erhalt einer Zahlung vom Kunden. Der noch nicht erbrachte Teil der Leistungsverpflichtung wird ab 1. Jänner 2018 als Vertragsverbindlichkeit statt als Verringerung der Forderungen ausgewiesen. Dies führt zu einer aktivseitigen Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und einer korrespondierenden Einstellung einer Vertragsverbindlichkeit in Höhe von 10,9 Mio EUR.

I) VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN Erhaltene Vorauszahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen, insbesondere im Zusammenhang mit Postwertzeichen und Erlösen aus Absender-Freistempelmaschinen, wurden bisher in der Bilanz in den sonstigen Verbindlichkeiten als passiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Da sich der Konzern mit Erhalt der Vorauszahlung zur Erbringung einer Leistung verpflichtet, wurde mit 1. Jänner 2018 eine Umgliederung in die Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 24,2 Mio EUR vorgenommen. Davon wurden 1,6 Mio EUR bereits erhaltener Vorauszahlungen im Zusammenhang mit dem Immobilienprojekt Neutorgasse 7 mit den kurzfristigen Vertragsvermögenswerten saldiert.

J) ZEITRAUMBEZOGENE ERLÖSREALISIERUNG DES IMMOBILIENPROJEKTES Für das Immobilienprojekt Neutorgasse 7 ergaben sich grundsätzliche Änderungen in der Realisierung von Umsatzerlösen nach IFRS 15. Anstelle einer zeitpunktbezogenen Umsatzrealisation bei Übergabe der Wohnung nach IAS 18 ist nach IFRS 15 die Umsatzrealisierung vertragsbezogen über den Zeitraum der Herstellung der Wohneinheiten vorzunehmen. Als Maßstab für die Bestimmung des Leistungsfortschrittes wird der Fertigstellungsgrad auf Basis der Relation von bisher angefallenen zu den gesamten erwarteten Herstellungskosten (Cost-to-cost Method) herangezogen. Somit wurde der vormals im Vorratsvermögen ausgewiesene Leistungsfortschritt im Ausmaß von 4,4 Mio EUR zu den Vertragsvermögenswerten umgegliedert. Saldiert mit den zum 1. Jänner 2018 bereits vorhandenen Vertragsverbindlichkeiten in Form von erhaltenen Vorauszahlungen in Höhe von 1,6 Mio EUR ergibt sich insgesamt eine Umgliederung in Höhe von 2,8 Mio EUR. Weiters wurden Vertragsvermögenswerte in Höhe des anteilig zu realisierenden Ertrages von 3,9 Mio EUR aktiviert. Diese Aktivierung führte zu einer Erhöhung der latenten Steuerschulden in Höhe von 1,0 Mio EUR.

K) KOSTEN FÜR DIE ANBAHNUNG EINES VERTRAGES Im Zuge der Anbahnung und des Abschlusses eines Vertrages über den Verkauf von Wohnungen des Immobilienprojektes Neutorgasse 7 wurden bislang zusätzliche Kosten in Form von Maklergebühren als Aufwand erfasst, da sie keines der Ansatzkriterien für einen Vermögenswert erfüllten. Diese Kosten sind nach IFRS 15 zu aktivieren und über die Vertragslaufzeit abzuschreiben. Zum 1. Jänner 2018 kam es somit zu einem Ansatz dieser Kosten unter Berücksichtigung der bereits vorzunehmenden Abschreibung von Vertragskosten gegen die Gewinnrücklagen in Höhe von 0,3 Mio EUR sowie eine Erhöhung der latenten Steuerschulden von 0,1 Mio EUR. Der Vermögenswert wird im weiteren Verlauf linear über die Vertragslaufzeit abgeschrieben.

L) VORRÄTE Anpassungen waren im Geschäftsbereich der Erbringung von Vertriebsleistungen in den Filialen, insbesondere bei Telekom-Produkten, notwendig. Diese ergaben sich aufgrund der im Vergleich zu IAS 18 geänderten Vorgaben des IFRS 15 zur Beurteilung der Konstellation Prinzipal oder Agent. Entsprechend waren hier einzelne Verträge als Erbringung von Vermittlungsleistungen einzustufen, weshalb ab 1. Jänner 2018 anstelle der Umsatzerlöse aus dem Verkauf der Produkte (Bruttomethode) nur die Umsatzerlöse in Höhe der erhaltenen Provision (Nettomethode) auszuweisen sind. Im Zusammenhang mit der Vermittlung dieser Produkte sind vertragliche Vorauszahlungen zu leisten, die zum 31. Dezember 2017 unter den Vorräten ausgewiesen wurden. Da diese Vertriebstätigkeit nach IFRS 15 als Vermittlungsleistung einzustufen ist, wurden geleistete Vorauszahlungen in Höhe von 4,3 Mio EUR zum 1. Jänner 2018 als Finanzierungsforderung unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen ausgewiesen.

3 — Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss werden neben der Österreichischen Post AG 24 inländische (31. Dezember 2017: 23) und elf ausländische (31. Dezember 2017: elf) Tochterunternehmen einbezogen. Weiters werden fünf inländische (31. Dezember 2017: fünf) und zwei ausländische (31. Dezember 2017: zwei) Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

3.1 Änderungen im Konsolidierungskreis

Im ersten Halbjahr 2018 haben folgende Konsolidierungskreisänderungen stattgefunden:

Anteil am Kapital
Name der Gesellschaft von auf Transaktions
zeitpunkt
Erläuterung
Brief, Werbepost & Filialen
Weber Escal d.o.o., Hrvatski Leskovac 100,0 % 0,0 % 01.01.2018 Segmentwechsel
P a k e t & L o g i s t i k
Weber Escal d.o.o., Hrvatski Leskovac 0,0 % 100,0 % 01.01.2018 Segmentwechsel
C o r p o r a t e
Verteilzentrum Hagenbrunn Vermietungs GmbH, Wien 0,0 % 100,0 % 09.04.2018 Akquisition

Paket & Logistik

WEBER ESCAL D.O.O. Mit 1. Jänner 2018 erfolgte der Segmentwechsel der Weber Escal d.o.o., Kroatien, von der Division Brief, Werbepost & Filialen in die Division Paket & Logistik. Hintergrund dieser neuen Zuordnung ist die Änderung des Geschäftsmodells der Gesellschaft von einer Brief- in eine Paketdistribution.

Corporate

VERTEILZENTRUM HAGENBRUNN VERMIETUNGS GMBH Der Österreichische Post Konzern hat am 9. April 2018 100% der Anteile an der Verteilzentrum Hagenbrunn Vermietungs GmbH (vormals Kara LogWiNo GmbH), Wien, erworben. Die Gesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Die mit der Gesellschaft erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden bestanden im Wesentlichen aus einem Grundstück sowie Anlagen in Bau, welche für die Errichtung des neuen Verteilzentrums vorgesehen sind. Bei den erworbenen Vermögensgegenständen und Schulden handelt es sich um keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse. Entsprechend wurde der Zugang als Erwerb von Vermögenswerten erfasst. Die gesamte Gegenleistung in Höhe von 16,6 Mio EUR wurde der erworbenen Liegenschaft samt Anlagen in Bau zugeordnet.

4 — Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.1 Ertragsteuern

Der Konzern berechnet den Ertragsteueraufwand der Periode unter Einbeziehung des Steuersatzes, der bei den gesamten erwarteten Erträgen anzuwenden wäre.

4.2 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Klassifizierung

Ab 1. Jänner 2018 stuft der Österreichische Post Konzern seine finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Bewertungskategorien ein:

  • Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI) Fremdkapitalinstrumente
  • Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI) Eigenkapitalinstrumente
  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)
  • Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Die Einstufung von Fremdkapitalinstrumenten im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung ist abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens im Hinblick auf die Steuerung der finanziellen Vermögenswerte und die vertraglichen Zahlungsströme.

Das bestehende Wertpapierportfolio der Österreichischen Post wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Abhängig von der Erfüllung des Zahlungsstromkriteriums kommt es zu einer Klassifizierung als FVOCI (erfüllt) oder FVTPL (nicht erfüllt).

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen ebenso wie Forderungen gegenüber Banken werden in der Österreichischen Post im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme besteht. Das Zahlungsstromkriterium ist bei diesen Instrumenten erfüllt. Entsprechend werden diese Forderungen als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet klassifiziert.

Bei Investitionen in Eigenkapitalinstrumente (die nicht zu Handelszwecken gehalten werden) ist die Einstufung davon abhängig, ob sich der Konzern zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung unwiderruflich für die Bilanzierung des Eigenkapitalinstruments als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) entschieden hat. Wird die sogenannte FVOCI Option gemäß IFRS 9.4.1.4 nicht ausgeübt, sind die Instrumente der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) zuzuordnen. Aus strategischen Zwecken gehaltene Eigenkapitalinstrumente werden in der Österreichischen Post im Regelfall unter Ausübung der FVOCI Option als FVOCI klassifiziert.

Derivative Finanzinstrumente sind (außerhalb des Hedge Accounting) zwingend der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) zuzuordnen.

Bewertung beim erstmaligen Ansatz

Bei der erstmaligen Erfassung bewertet der Konzern einen finanziellen Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert, der im Regelfall mit dem Transaktionspreis übereinstimmt. Bei einem nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewerteten finanziellen Vermögenswert erfolgt zusätzlich der Ansatz der direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswerts entfallenden Transaktionskosten. Der Ansatz von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen richtet sich nach den Vorgaben zur Umsatzrealisation von IFRS 15.

Folgebewertung und Darstellung

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertete Fremdkapitalinstrumente werden jeweils zum Stichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes werden, mit Ausnahme der Fremdwährungsbewertung, die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird, erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) bzw. in der FVOCI Rücklage erfasst. Beim Abgang der Fremdkapitalinstrumente erfolgt eine Umgliederung der erfolgsneutral erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung. Laufende Erträge und Wertberichtigungen werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Fremdkapitalinstrumente werden unter Anwendung der Effektivzinssatzmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang werden ebenso wie laufende Erträge und Wertberichtigungen unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertete Eigenkapitalinstrumente werden jeweils zum Stichtag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes werden, inklusive Fremdwährungsbewertung, erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) bzw. in der FVOCI Rücklage erfasst. Beim Abgang der Eigenkapitalinstrumente erfolgt keine Umgliederung der erfolgsneutral erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung, sondern eine Umgliederung von der FVOCI Rücklage in die Gewinnrücklagen. Laufende Erträge werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertete Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL). Sämtliche Änderungen des Buchwertes sowie laufende Erträge werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Darstellung der Buchwerte der den einzelnen Kategorien zugeordneten Finanzinstrumente erfolgt in Punkt 9 Finanzinstrumente. Weiters sind nach IAS 1.82 Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Forderungen der Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, sowie Wertminderungsaufwendungen nach IFRS 9 als gesonderte Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugeben. Aufgrund der betraglichen Unwesentlichkeit bei der Österreichischen Post damit verbundenen Beträge erfolgt die Angabe im Anhang:

Mio EUR 1. Jänner – 30. Juni 2018
Wertminderungsaufwendungen gemäß IFRS 9 0,6
Verluste aus der Ausbuchung 1,2

Wertminderungen

Fremdkapitalinstrumente der folgenden Bewertungskategorien unterliegen ab 1. Jänner 2018 dem neuen Wertminderungsmodell des IFRS 9:

– erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI) – Fremdkapitalinstrumente

– zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Weiters unterliegen im Österreichischen Post Konzern Vertragsvermögenswerte nach IFRS 15 dem neuen Wertminderungsmodell.

Ab 1. Jänner 2018 erfasst der Österreichische Post Konzern auf zukunftsgerichteter Basis Wertberichtigungen in Höhe der erwarteten Kreditverluste. Die konkrete Wertminderungsmethode ist abhängig von der Klasse an Fremdkapitaltiteln und davon, ob eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vorliegt.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste gebildet. Methodisch wendet die Österreichische Post den gemäß IFRS 9 zulässigen vereinfachten Ansatz zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste, in Form einer Wertminderungsmatrix, an. Mittels dieser Matrix werden gestaffelt nach (Über-)Fälligkeiten Wertminderungen auf Basis historischer beobachteter Ausfallsraten gebildet. Zusätzlich werden zukunftsgerichtete Informationen evaluiert und falls notwendig die verwendeten Ausfallsraten angepasst. Forderungen mit einem Buchwert von mehr als 0,1 Mio EUR werden zusätzlich individuell auf die Erfassung weiterer über die Laufzeit erwarteter Kreditverluste geprüft. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erfolgt getrennt für in- und ausländische Kunden sowie für internationale Postbetreiber.

ÜBRIGE FREMDKAPITALINSTRUMENTE Für alle anderen Fremdkapitalinstrumente, die dem Wertminderungsmodell unterliegen, werden Wertberichtigungen grundsätzlich in Höhe der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet. Liegt allerdings eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos vor, werden Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste gebildet. Im Österreichischen Post Konzern wird von einer signifikanten Erhöhung des Kreditrisikos ausgegangen, wenn eine Forderung mehr als 30 Tage überfällig ist.

Bei Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden und deren Bonität beeinträchtigt ist, ist der Effektivzinssatz anstelle des Brutto-Buchwerts auf die fortgeführten Anschaffungskosten (also nach Abzug von Wertberichtigungen) anzuwenden. Im Österreichischen Post Konzern wird die Bonität eines Schuldners insbesondere bei Vorliegen der folgenden Faktoren als beeinträchtigt angesehen:

  • Die einzelne Forderung ist überfällig > 90 Tage
  • Einleitung eines Insolvenzverfahrens

Methodisch erfolgt die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste bei den Wertpapieren sowie bei den Forderungen gegenüber Banken nach dem sogenannten Loan-Loss-Provisioning-Modell. Ausgehend von der Probability of Default (PD) und dem Loss Given Default (LGD) wird der erwartete Kreditverlust somit als wahrscheinlichkeitsgewichteter Wert ermittelt. Zur Ermittlung der PD wird in erster Linie auf emittentenspezifische Daten von Bloomberg zurückgegriffen. Vereinfachend wird auch auf globalere Ausfallsraten wie von Standard & Poor's oder Moody's veröffentlicht zurückgegriffen. Insgesamt sind jedoch die so ermittelten erwarteten Kreditverluste betraglich unwesentlich.

Für Sonstige Forderungen hat sich die Österreichische Post aufgrund Art und Umfang der Forderungen dazu entschieden, praktische Erleichterungen im Sinne des IFRS 9.B5.5.35 anzuwenden und analog zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Wertberichtigung methodisch unter Ansatz einer Wertminderungsmatrix zu ermitteln. Die Ableitung der Verlustraten erfolgt zum Teil aufgrund historischer Erfahrungswerte und zum Teil auf Basis angemessener Schätzungen. Forderungen mit einem Buchwert von mehr als 0,1 Mio EUR werden zusätzlich individuell auf die Erfassung über die Laufzeit erwarteter Kreditverluste geprüft. Die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste erfolgt getrennt für Schadensersatzansprüche einerseits und sonstige übrige Forderungen andererseits.

4.3 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Erlöse aus Verträgen mit Kunden werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter bzw. Dienstleistungen erhält. Nachfolgend werden Informationen über die Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen für die wesentlichen Produktgruppen des Österreichischen Post Konzerns dargestellt.

Briefpost, Werbepost & Medienpost

Der Österreichische Post Konzern erbringt die Annahme, Sortierung und Zustellung von diversen Briefsendungen, Werbesendungen und Printmedien. Unter IFRS 15 sind derartige Leistungsverpflichtungen als über einen Zeitraum erfüllt anzusehen. Insgesamt zeichnen sich die bestehenden Verträge bzw. die zu erbringenden Dienstleistungen in diesem Geschäftsbereich durch einen sehr hohen Grad an Uniformität und sehr kurze Durchlaufzeiten in der Leistungserbringung aus. Als Universaldienstleister ist die Österreichische Post grundsätzlich zur Annahme und Zustellung jeder Sendung verpflichtet. Zusatzleistungen (wie z.B. Einschreiben) werden in der Regel als im Vertragskontext nicht eigenständig abgrenzbare Leistung eingestuft und somit gebündelt mit der Postsendung als einzige Leistungsverpflichtung bilanziert. Bei Auslandssendungen erfolgt im Regelfall die Zustellung an den Empfänger im Ausland in Zusammenarbeit mit internationalen Postbetreibern.

Zur Messung des Leistungsfortschritts werden statistische Erfahrungswerte unter anderem aus regelmäßig durchgeführten Laufzeitmessungen herangezogen. Die Höhe der zu realisierenden Umsatzerlöse wird auf Basis der Relation von bisher angefallenen zu den gesamten Kosten der Zustellung von Briefsendungen, Werbesendungen und Printmedien (Cost-to-cost Method) bestimmt.

Die Annahme einer Sendung in einer Post-Aufgabestelle (d.h. zu Beginn der Leistungsverpflichtung) löst die Fakturierung und damit verbunden die Realisation von Umsatzerlösen sowie den Ansatz einer Forderung aus. Nach IFRS 15 ist eine Forderung einzustellen, sobald ein unbedingter Anspruch auf den Erhalt einer Zahlung besteht. Mit Annahme der Sendung in einer Post-Aufgabestelle verpflichtet sich der Konzern, innerhalb kurzer Zeit eine Leistung zu erbringen, und hat gleichzeitig einen Anspruch auf Inrechnungstellung und Erhalt einer Zahlung vom Kunden. Für den noch nicht erbrachten Teil der Leistungsverpflichtung wird eine Erlösabgrenzung vorgenommen und eine Vertragsverbindlichkeit erfasst.

Die Bezahlung des Transaktionspreises erfolgt entweder über Vorauszahlung der beauftragten Beförderungsleistung (Verkauf von Briefmarken bzw. Barfreimachung in der Filiale) bzw. bei Geschäftskunden im Nachhinein bei einem durchschnittlichen Zahlungsziel von einem bis zwei Monaten. Entsprechend enthalten Forderungen in der Österreichischen Post im Regelfall keine signifikante Finanzierungskomponente.

Für Vorauszahlungen, die im Zusammenhang mit Postwertzeichen und Erlösen aus Absender-Freistempelmaschinen erhalten werden, wird die noch ausstehende Leistung des Konzerns als Abgrenzung in den Vertragsverbindlichkeiten erfasst. Die Ermittlung der ausstehenden Leistung erfolgt auf Basis von Erfahrungswerten (im Fall von Wertzeichen) bzw. durch Übermittlung historischer Daten im Zuge des Ladeprozesses (im Fall von Absender-Freistempelmaschinen).

Für den Verkauf von Briefsendungen, Werbesendungen und Printmedien an Geschäftskunden werden oftmals retrospektiv wirkende Volumenrabatte basierend auf den Umsätzen eines Geschäftsjahres vereinbart, die als variable Gegenleistungen im Sinne des IFRS 15 zu klassifizieren sind. Die Erlöse aus diesen Verkäufen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises – abzüglich der geschätzten Volumenrabatte – erfasst. Die Schätzung der erwarteten Volumina basiert auf Erfahrungswerten und wird zu jedem Stichtag aktualisiert. Notwendige Anpassungen erfolgen kumuliert in der Periode der Schätzungsänderung.

Mail Solutions

Leistungen im Bereich Mail Solutions umfassen die elektronische Zustellung von Sendungen, Datenmanagement, Dokumenten-Scanning sowie Poststellenmanagement.

Diese Leistungsverpflichtungen werden überwiegend über einen Zeitraum erfüllt, wobei die Umsatzerlösrealisierung nach Zeitablauf erfolgt. Der Zeitraum der Leistungserstellung liegt grundsätzlich unter einem Monat. Die Bezahlung erfolgt im Regelfall im Nachhinein bei einem durchschnittlichen Zahlungsziel von einem bis zwei Monaten.

Filialdienstleistungen

Die vom Filialnetz erbrachten Leistungen umfassen den Verkauf- bzw. die Vermittlung diverser Handelswaren und Post- und Telekom-Produkte sowie Leistungen im Rahmen der Kooperation mit der BAWAG P.S.K.

Die Erlöse aus dem Verkauf von Handelswaren werden zeitpunktbezogen mit Übergabe der Ware an den Kunden erfasst. Die Zahlung des Transaktionspreises ist sofort fällig, sobald ein Kunde eine Handelsware erwirbt.

Des Weiteren erbringt die Österreichische Post Vermittlungsleistungen, insbesondere bei Telekomverträgen und -produkten für den Partner A1 Telekom Austria AG. Entsprechend werden diese Umsatzerlöse zum Zeitpunkt der Erbringung der Vermittlungsleistung (z.B. Unterzeichnung eines Telekomvertrages durch den A1-Kunden bzw. der Übergabe eines Mobiltelefons an den A1-Kunden) in Höhe der erhaltenen Provisionen (Netto-Methode) erfasst. Im Zusammenhang mit der Vermittlung dieser Produkte sind vertraglich Vorauszahlungen zu leisten, die als Finanzierungsforderung unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen werden.

Mit der BAWAG P.S.K. bestand auf Basis einer Kooperationsvereinbarung eine langjährige Zusammenarbeit in den Bereichen Vertrieb von Finanzprodukten, Schaltertransaktionen und gemeinsame Nutzung von Infrastruktur (Filialstandorte). Mit Abschluss der Änderungsvereinbarung Ende 2017 und der Entflechtungsvereinbarung vom 21. Februar 2018 wurde die einvernehmliche und schrittweise Entflechtung der Kooperation im Wesentlichen bis Ende 2019 vereinbart. In der Entflechtungsvereinbarung wurden die Modalitäten der Beendigung der Kooperationsvereinbarung sowie Umfang und Vergütung der noch bis Ende 2019 zu erbringenden Leistungen, rückwirkend beginnend mit 1. Jänner 2018, festgelegt. Die zu erbringenden Dienstleistungen umfassen weiterhin den Vertrieb von Finanzprodukten, die Durchführung von Schaltertransaktionen und die zur Verfügungstellung von Filialinfrastruktur, die nach IFRS 15 jeweils als eigenständige Leistungszusagen einzustufen sind. Die gesamten in der Entflechtungsvereinbarung vorgesehenen Vergütungen umfassen sowohl eine pauschale Abgeltung in Höhe von 20,1 Mio EUR für die vorzeitige Beendigung der Kooperationsvereinbarung, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 15 fällt, als auch Vergütungen für noch zu erbringende Dienstleistungen im Anwendungsbereich des IFRS 15. Die Aufteilung der gesamten Vergütung auf pauschale Abgeltung und Leistungsvergütung einerseits und auf die einzelnen Leistungszusagen andererseits erfolgte auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen und damit die Erfassung der Erlöse erfolgt für alle drei Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2018 zeitraumbezogen nach Zeitablauf. Hintergrund dieser Einstufung sind die Art der Vergütung, die im Wesentlichen pauschale Zahlungen vorsieht, und der Charakter der Leistungserbringung, der in hohem Ausmaß im Vorhalten von Kapazitäten besteht. Anfang 2018 wurde seitens BAWAG P.S.K. zudem eine Vorauszahlung auf die gesamte erwartete Vergütung in Höhe von 76 Mio EUR geleistet. Die zusätzlich vereinbarten Vergütungen werden jährlich abgerechnet und beglichen. Die Bestimmung der Höhe der pauschalen Abgeltung sowie die Aufteilung der Vergütung auf die einzelnen Leistungszusagen erfordert Ermessensentscheidungen, insbesondere hinsichtlich der Höhe der relativen Einzelveräußerungspreise und des erwarteten Umfangs der tatsächlich zu erbringenden Leistungen. Ebenso war bei der Festlegung der Erfassung der Erlöse Ermessen im Hinblick auf den Charakter der Leistungserbringung auszuüben.

Paket & Logistik

Der Österreichische Post Konzern erbringt die Abholung, Annahme, Sortierung und Zustellung von diversen Paket- und Express-Sendungen. Unter IFRS 15 sind derartige Leistungsverpflichtungen als über einen Zeitraum erfüllt anzusehen. Ein hoher Grad an Standardisierung, Sendungsverfolgung und sehr kurze Durchlaufzeiten charakterisieren die Leistungserbringung dieses Geschäftsbereichs. Zusatzleistungen (wie z.B. Cash on Delivery) werden in der Regel als im Vertragskontext nicht eigenständig abgrenzbare Leistung eingestuft und somit gebündelt mit der Paketsendung als einzige Leistungsverpflichtung bilanziert. Im Innenverhältnis bedient sich die Post diverser Subunternehmen und Frächter, die Teile des Zustellprozesses übernehmen. Bei Auslandssendungen erfolgt im Regelfall die Zustellung an den Empfänger im Ausland in Zusammenarbeit mit internationalen Postbetreibern bzw. Paketdienstleistern.

Zur Messung des Leistungsfortschritts werden die Daten aus der Sendungsverfolgung je Paket herangezogen. Die Höhe der zu realisierenden Umsatzerlöse wird auf Basis der Relation von bisher angefallenen zu den gesamten Kosten der Paketzustellung (Cost-to-cost Method) bestimmt.

Die Annahme einer Sendung in einer Post-Aufgabestelle (d.h. zu Beginn der Leistungsverpflichtung) löst die Fakturierung und damit verbunden die Realisation von Umsatzerlösen sowie den Ansatz einer Forderung aus. Nach IFRS 15 ist eine Forderung einzustellen, sobald ein unbedingter Anspruch auf den Erhalt einer Zahlung besteht. Mit Annahme der Sendung in einer Post-Aufgabestelle verpflichtet sich der Konzern, innerhalb kurzer Zeit eine Leistung zu erbringen, und hat gleichzeitig einen Anspruch auf Inrechnungstellung und Erhalt einer Zahlung vom Kunden. Für den noch nicht erbrachten Teil der Leistungsverpflichtung wird eine Erlösabgrenzung vorgenommen und eine Vertragsverbindlichkeit erfasst.

Für den Verkauf von Paketen an Geschäftskunden werden oftmals retrospektiv wirkende Volumenrabatte basierend auf den Umsätzen eines Geschäftsjahres vereinbart, die als variable Gegenleistungen im Sinne des IFRS 15 zu klassifizieren sind. Die Erlöse aus diesen Verkäufen werden in Höhe des im Vertrag festgelegten Preises – abzüglich der geschätzten Volumenrabatte – erfasst. Die Schätzung der erwarteten Volumina basiert auf Erfahrungswerten und wird zu jedem Stichtag aktualisiert. Die Anpassung erfolgt in der Periode der Schätzungsänderung.

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden des Immobilienprojektes Neutorgasse 7 werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Neutorgasse 7 Projektentwicklungs AG & Co OG entwickelt und verkauft Wohnungseinheiten in Wien. Mit Abschluss eines Kaufvertrages für eine bestimmte Wohneinheit ist die Möglichkeit einer alternativen Nutzung nicht mehr gegeben. Somit ergibt sich eine vertragsbezogene Erlösrealisierung über den Zeitraum der Herstellung der Wohneinheiten.

Als Maßstab für die Bestimmung des Leistungsfortschrittes wird der Fertigstellungsgrad auf Basis der Relation von bisher angefallenen zu den gesamten erwarteten Herstellungskosten (Cost-to-cost Method) herangezogen. Die so erfassten Vertragsvermögenswerte werden mit den bislang erhaltenen Zahlungen saldiert.

Maklergebühren, die im Zuge der Anbahnung und des Abschlusses eines Vertrages über den Verkauf von Wohnungen des Immobilienprojektes Neutorgasse 7 anfallen, werden aktiviert und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben.

5 — Segmentberichterstattung

Die nachstehenden Tabellen zeigen die Segmentangaben für die berichtspflichtigen Segmente für das erste Halbjahr 2017 und das erste Halbjahr 2018:

H1 2017
angepasst1 Brief, Werbepost
Mio EUR & Filialen Paket & Logistik Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse (Segmente) 721,4 234,4 0,0 –2,1 953,7
Interne Leistungsverrechnung 47,7 2,4 7,5 –57,6 0,0
Umsatzerlöse gesamt 769,0 236,7 7,6 –59,7 953,7
davon Umsatzerlöse mit Dritten 720,9 232,7 0,0 0,0 953,7
EBITDA 158,0 27,0 –41,6 0,0 143,3
EBIT 145,0 19,0 –61,7 0,0 102,2
Sonstiges Finanzergebnis –0,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 102,1

1 Anpassung in der Segmentberichterstattung – siehe Punkt 2.2 Änderungen in der Darstellung des Konzernzwischenabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen

H1 2018 Brief, Werbepost
Mio EUR & Filialen Paket & Logistik Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse (Segmente) 695,0 262,6 0,1 –2,5 955,2
Interne Leistungsverrechnung 53,0 2,5 8,1 –63,6 0,0
Umsatzerlöse gesamt 748,0 265,2 8,2 –66,1 955,2
davon Umsatzerlöse mit Dritten 694,3 260,9 0,1 0,0 955,2
EBITDA 148,5 25,8 –30,0 0,0 144,3
EBIT 138,7 20,4 –54,1 0,0 105,1
Sonstiges Finanzergebnis 3,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 108,2

6 — Verträge mit Kunden

6.1 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

In der folgenden Tabelle sind die Erlöse aus Verträgen mit Kunden nach berichtspflichtigen Segmenten und Produktgruppen (Bereiche dieser Segmente) sowie dem zeitlichen Ablauf der Erlöserfassung aufgeschlüsselt:

Mio EUR H1 2017 H1 2018
Umsatzerlöse mit Dritten
Briefpost 375,1 367,2
Mail Solutions 20,4 23,0
Werbepost 203,1 191,0
Medienpost 67,1 64,5
Filialdienstleistungen 55,2 48,5
Brief, Werbepost & Filialen 720,9 694,3
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung:
zu einem bestimmten Zeitpunkt 39,7 35,3
über einen bestimmten Zeitraum 681,2 659,1
Paket Premium 112,0 123,2
Paket Standard 104,3 111,3
Paket Sonstige Leistungen 16,4 26,4
Paket & Logistik 232,7 260,9
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung:
zu einem bestimmten Zeitpunkt 0,0 0,0
über einen bestimmten Zeitraum 232,7 260,9
Corporate 0,0 0,1
Umsatzerlöse mit Dritten gesamt 953,7 955,2
Erlöse Immobilienprojekt Neutorgasse 7 (Segment Corporate) 0,0 4,9
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 953,7 960,2

6.2 Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden

Die folgende Tabelle enthält den Stand der Forderungen, Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten aus Verträgen mit Kunden gemäß IFRS 15 zum 1. Jänner 2018 und 30. Juni 2018.

01.01.2018 30.06.2018
221,0 230,8
6,6 10,9
30,9 68,0

Die Vertragsvermögenswerte des Konzerns resultieren aus dem Anspruch auf Erhalt einer Gegenleistung im Austausch für den bereits erfüllten Teil der Leistungsverpflichtung des Immobilienprojektes Neutorgasse 7 (siehe dazu in Punkt 2.3.2 IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden, Unterpunkt J). Die Vertragsvermögenswerte werden zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umgegliedert, sobald ein unbedingter Anspruch auf Gegenleistung mit Fertigstellung und Übergabe der Wohneinheit vorliegt.

Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen zum 30. Juni 2018 in Punkt 2.3.2 IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden und die in Unterpunkt H und I beschriebenen, erhaltenen Vorauszahlungen im Rahmen der Brief- und Paketzustellung sowie die Vorauszahlung im Zusammenhang mit der Entflechtungsvereinbarung mit BAWAG P.S.K. (siehe dazu Punkt 7 Beendigung der Zusammenarbeit mit der BAWAG P.S.K.).

Von den zum 1. Jänner 2018 ausgewiesenen Vertragsverbindlichkeiten wurden 29,4 Mio EUR in den Umsatzerlösen erfasst.

7 — Beendigung der Zusammenarbeit mit der BAWAG P.S.K.

Mit Schreiben vom 9. November 2017 hat die BAWAG P.S.K. die Kooperationsvereinbarung bezüglich der Zusammenarbeit in den Bereichen Vertrieb von Finanzprodukten, Schaltertransaktionen und gemeinsame Nutzung von Infrastruktur (Filialstandorte) mit Wirkung zum 31. Dezember 2020 gekündigt. In der Folge sind die Vertragsparteien in Verhandlungen betreffend einer vorzeitigen Beendigung der Zusammenarbeit eingetreten. Mit Ende 2017 wurde eine Vereinbarung ("Änderungsvereinbarung") betreffend grundsätzlicher Änderung im Bereich Vertrieb von Finanzprodukten geschlossen, deren Auswirkungen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 erfasst wurden. Mittels der am 21. Februar 2018 abgeschlossenen Entflechtungsvereinbarung wurde die einvernehmliche und schrittweise Entflechtung der gesamten Kooperation im Wesentlichen bis Ende 2019 beschlossen. Bis zum Ende der Kooperation wird die Österreichische Post weiterhin Leistungen in den Bereichen Vertrieb von Finanzprodukten, Schaltertransaktionen und gemeinsame Nutzung von Infrastruktur (Filialstandorte) erbringen. Der Umfang der Leistungen wird sich jedoch schrittweise verringern bzw. es besteht die Möglichkeit, einzelne Leistungen im Laufe von 2019 weiter zu reduzieren bzw. gesamthaft zu beenden. Im Kern sieht die Entflechtungsvereinbarung pauschale Vergütungen für die noch zu erbringenden Leistungen vor. Zusätzlich erfolgte bereits im ersten Quartal 2018 eine Vorauszahlung in Höhe von 76 Mio EUR. Zur Bilanzierung der Entflechtungsvereinbarung nach IFRS 15 verweisen wir auf Punkt 4.3 Erlöse mit Kunden, Filialdienstleistungen.

8 — Rückstellungen

Die Österreichische Post hat die Parameter für Rückstellungen für Unterauslastung vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Zinslandschaft angepasst. Die Bandbreite der Rechnungszinssätze für Rückstellungen für Unterauslastung beträgt 0,50–1,50% (31. Dezember 2017: 0,25–1,25%). Die Parameteranpassungen führten im ersten Halbjahr 2018 zu einem positiven Effekt von 0,3 Mio EUR, der im Personalaufwand erfasst wurde.

Die Rechnungszinssätze für Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder haben sich im ersten Halbjahr 2018 nicht geändert.

Im Zusammenhang mit der Beendigung der Kooperation mit der BAWAG P.S.K. war eine Rückstellung für Restrukturierung in Höhe von 21,8 Mio EUR zu bilden. Die Restrukturierung betrifft den geplanten Abbau von Mitarbeitern im Filialbereich.

9 — Finanzinstrumente

Die vorliegende Anhangangabe umfasst eine Aktualisierung der vom Konzern vorgenommenen Beurteilungen und Schätzungen bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten seit dem letzten Jahresabschluss. Der Österreichische Post Konzern ordnete seine Finanzinstrumente in die drei im Rahmen der Rechnungslegungsgrundsätze vorgeschriebenen Stufen ein, um einen Anhaltspunkt zur Verlässlichkeit der Inputfaktoren zur Verfügung zu stellen, die bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verwendet werden. Eine Erläuterung dieser Stufen ist im Anschluss an die nachstehenden Tabellen enthalten.

9.1 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Die folgende Tabelle zeigt die zum 31. Dezember 2017 und 30. Juni 2018 zum beizulegenden Zeitwert bewerteten und erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten:

Erfolgswirksam
31. Dezember 2017
Mio EUR
Stufe zum
beizulegenden
Zeitwert (FVTPL)
Zur Veräußerung
verfügbar
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 1 0,0 80,6 80,6
Andere Anteile 3 0,0 50,2 50,2
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3 0,1 0,0 0,1
0,1 130,8 131,0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Bedingte Restkaufpreisverbindlichkeiten 3 3,5 0,0 3,5
3,5 0,0 3,5
Erfolgswirksam Erfolgsneutral
30. Juni 2018 zum
beizulegenden
zum
beizulegenden
Mio EUR Stufe Zeitwert (FVTPL) Zeitwert (FVOCI) Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 1 64,2 15,5 79,6
Andere Anteile 3 0,0 50,2 50,2
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3 0,3 0,0 0,3
64,5 65,7 130,1
Finanzielle Verbindlichkeiten
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Bedingte Restkaufpreisverbindlichkeiten 3 3,5 0,0 3,5
3,5 0,0 3,5

39

3

Während der Berichtsperiode vom 1. Jänner 2018 bis zum 30. Juni 2018 wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen.

Bei dem Anteil an Aras Kargo a.s. reduzierte sich der beizulegende Zeitwert zum Stichtag um 8,6 Mio EUR auf 36,0 Mio EUR. Der Rückgang ist insbesondere auf den gegenüber zum 31. Dezember 2017 deutlich gesunkenen Kurs der türkischen Lira zurückzuführen. Die Anpassung erfolgte ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis.

9.2 Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Bei diesen Instrumenten unterscheiden sich die Zeitwerte mehrheitlich nicht von den Buchwerten, da die Zinsforderungen bzw. Zinsverbindlichkeiten entweder nahezu den aktuellen Marktsätzen entsprechen oder die Instrumente kurzfristig sind.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wird aufgrund überwiegender Kurzfristigkeit der Posten unterstellt, dass die Buchwerte im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Für andere finanzielle Verbindlichkeiten zeigt die nachfolgende Tabelle die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert ist in der Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zuzuordnen.

31.12.2017 30.06.2018
Mio EUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3,1 3,1 3,2 3,2
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 3,8 3,8 3,6 3,6
6,8 6,8 6,8 6,8

9.3 Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte:

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
FOLGEBEWERTUNG ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT
1 Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsepreis
3 Andere Anteile Marktwertorientiert bzw.
kapitalwertorientiert
Multiples vergleichbarer Unternehmen; Planungsrechnungen
und darauf basierende wahrscheinlichkeitsgewichtete
Szenarien; risikogewichtete Abzinsungssätze (WACC)
3 Derivative finanzielle Vermögenswerte Kapitalwertorientiert Planungsrechnungen und darauf basierte
wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarien; risikogewichtete
Abzinsungssätze (WACC)
3 Bedingte Restkaufpreisverbindlichkeiten Kapitalwertorientiert Planungsrechnungen und darauf basierte
wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarien; Abzinsungssätze
FOLGEBEWERTUNG NICHT ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT
3 Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen
Buchwerte als realistische Schätzung des beizulegenden
Zeitwerts
3 Andere finanzielle Verbindlichkeiten Kapitalwertorientiert Mit den Finanzinstrumenten verbundene Zahlungen,
Marktzinssätze vergleichbarer Finanzierungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten – Buchwerte als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe-3-Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrundeliegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.

10 — Sonstige Angaben

Die in der Hauptversammlung am 19. April 2018 beschlossene Dividende von 2,05 EUR pro Aktie (138,5 Mio EUR) wurde am 3. Mai 2018 ausbezahlt.

Die steuerliche Außenprüfung der Jahre 2011–2014 durch die österreichischen Finanzbehörden konnte im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen werden. Die Ertragsteuerbelastung aus der Außenprüfung beträgt 3,3 Mio EUR (davon bereits 2,1 Mio EUR im Geschäftsjahr 2017 erfasst).

11 — Negativvermerk

Der Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Halbjahr 2018 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 1. August 2018

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 125 Abs. 1 Z. 3 Börsegesetz 2018

Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 1. August 2018

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

FINANZKALENDER 2018/2019

10. August 2018 Halbjahresfinanzbericht 2018, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
15. November 2018 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2018, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
14. März 2019 Jahresergebnis 2018, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
11. April 2019 Hauptversammlung 2019, Wien
23. April 2019 Ex-Tag (Dividende)
24. April 2019 Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen)
25. April 2019 Dividendenzahltag
16. Mai 2019 Zwischenbericht 1. Quartal 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
9. August 2019 Halbjahresfinanzbericht 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
14. November 2019 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

ENTWICKLUNG DER POST-AKTIE (VERGLEICH 12 MONATE)

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Rochusplatz 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0 E: [email protected] FN: 180219d, Handelsgericht Wien

Satz und Produktion Inhouse produziert mit firesys

Konzept und Lektorat Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

Druck AV+Astoria Druckzentrum, Wien

Investor Relations, Konzernrevision & Compliance

Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 E: [email protected] I: post.at/ir

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 1. August 2018

Unternehmenskommunikation

Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 21897 E: [email protected] I: post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet post.at

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