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Österreichische Post AG

Quarterly Report Nov 15, 2018

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Quarterly Report

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ZWISCHENBERICHT 1.– 3. Q UARTAL 2018

Highlights Q1–3 2018

— Umsatz

  • Leichter Umsatzanstieg um 0,8% auf 1.416,4 Mio EUR
  • Paketwachstum (+11,5%) kompensierte Rückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen (–2,6%)

— Ergebnis

  • EBIT um 1,5% auf 141,9 Mio EUR gesteigert
  • Ergebnis je Aktie von 1,56 EUR (–0,8%)

— Cashflow und Bilanz

  • Cashflow durch Sonderzahlung BAWAG P.S.K. erhöht
  • Konservative Bilanzstruktur mit geringen Finanzverbindlichkeiten

— Ausblick 2018 und 2019

– Stabilität bei Umsatz und operativem Ergebnis angepeilt

Kennzahlenüberblick

Mio EUR Q1–3 2017 Q1–3 2018 Veränderung
ERTRAGSLAGE
Umsatzerlöse 1.404,7 1.416,4 0,8 %
EBITDA 198,7 207,1 4,2 %
EBITDA-Marge 14,1 % 14,6 %
EBIT 139,9 141,9 1,5 %
EBIT-Marge 10,0 % 10,0 %
Ergebnis vor Steuern 140,6 146,2 4,0 %
Periodenergebnis 105,9 105,3 –0,6 %
Ergebnis je Aktie (EUR)1 1,57 1,56 –0,8 %
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 20.560 20.563 0,0 %
CASHFLOW
Cashflow aus dem Ergebnis2 210,7 251,0 19,2 %
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 166,5 252,5 51,6 %
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) –49,5 –86,2 –74,3 %
Free Cashflow 115,9 129,6 11,9 %
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX3 135,2 196,9 45,6 %
Mio EUR 31.12.2017 30.09.2018 Veränderung
BILANZ
Bilanzsumme 1.674,2 1.650,3 –1,4 %
Eigenkapital 698,8 653,4 –6,5 %
Nettoliquidität (–) –10,2 –16,2 –59,5 %
Eigenkapitalquote 41,7 % 39,6 %

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

2 Umgliederung der gezahlten Steuern – gesonderter Ausweis im Cashflow aus Geschäftstätigkeit

3 Q1–3 2017: Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und neuer Unternehmenszentrale

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post erreichte in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 1.416,4 Mio EUR. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,8%, wobei das Wachstum im Paketgeschäft (+11,5%) den Rückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen (–2,6%) kompensieren konnte.

Der Briefbereich war in der Berichtsperiode geprägt von dem grundsätzlichen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Substitution, einem geringeren Werbeumsatz verglichen mit dem starken Werbegeschäft des Vorjahres sowie vom strukturell rückläufigen Finanzdienstleistungsgeschäft. Positiv auf die Umsatzentwicklung wirkte sich das neue Produkt- und Tarifmodell aus, das seit dem 1. Juli 2018 den Kunden die Wahlmöglichkeit zwischen zeitkritischen und nicht zeitkritischen Sendungen bietet.

Im Paketbereich wurden deutliche Steigerungsraten erzielt – die Österreichische Post profitiert hier von einem dynamischen Marktwachstum durch den anhaltenden Online-Shopping-Trend. Die damit verbundene Wettbewerbsintensität und der Preisdruck bleiben weiterhin hoch. Wir sind optimistisch, unsere starke Wettbewerbsposition in diesem hart umkämpften Markt – aufgrund der ausgezeichneten Zustellqualität und des breiten Angebots an individuellen Kundenlösungen – weiterhin gut behaupten zu können. Um das stark wachsende Paketvolumen auch zukünftig zu meistern, starteten wir ein Kapazitätserweiterungsprogramm. Die bestehenden Sortierkapazitäten sollen so rasch wie möglich erweitert werden. Der Spatenstich für das neue Paketzentrum in Hagenbrunn, nördlich von Wien, erfolgte bereits im Juli 2018. Der Bau eines neuen Logistikzentrums in Kalsdorf bei Graz ist in Vorbereitung. Zudem wird die Ausweitung des Serviceangebots mit Selbstbedienungs- und Online-Lösungen, die den Paketversand und -empfang noch einfacher und bequemer machen, kontinuierlich vorangetrieben.

Auf Basis der soliden Umsatzentwicklung und gepaart mit konsequenter Kostendisziplin lag das Konzern-EBIT mit 141,9 Mio EUR um 1,5% über dem Niveau des Vorjahres. Die solide Entwicklung in den ersten neun Monaten 2018 sollte es der Österreichischen Post ermöglichen, ihrer klaren Kapitalmarktpositionierung als verlässlicher Dividendentitel treu zu bleiben. Im Fokus unserer strategischen Aktivitäten stehen Verlässlichkeit und Beständigkeit gegenüber den Eigentümern und sonstigen Stakeholdern unseres Unternehmens – und diesen eingeschlagenen Weg wollen wir auch weiter fortsetzen. So peilt die Österreichische Post für das Gesamtjahr 2018 sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch in Bezug auf das operative Ergebnis eine stabile Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres an.

Wien, am 6. November 2018

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

Umfeld und Rahmenbedingungen

— Wirtschaftliches Umfeld

Die weltweite Konjunktur verliert an Fahrt, prognostizieren die Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Für die Jahre 2018 und 2019 ist mit einem Wachstum der Weltwirtschaft von jeweils 3,7% zu rechnen – nach 3,8% im Vorjahr. Der IWF führt als Gründe für seinen Wachstumsausblick neben den negativen Effekten von handelspolitischen Maßnahmen auch die zunehmenden Schwierigkeiten für eine Reihe von Schwellen- und Entwicklungsländern an – darunter verschärfte Finanzierungsmöglichkeiten durch teurer werdende Kredite und höhere Ölpreise. Für die Eurozone erwartet der IWF für 2018 ein Wachstum von 2,0% und für 2019 von 1,9% (IWF, Oktober 2018).

Die österreichische Wirtschaft dürfte nach einem guten Wachstum im Vorjahr 2018 mit 3,0% ähnlich kräftig expandieren. Österreichs Konjunktur wird weiter vom Privatkonsum gestützt, der wiederum vom starken Beschäftigungsanstieg, steigenden Reallöhnen und hohem Konsumentenvertrauen profitiert. Währungskrisen in einigen Schwellenländern, die handelspolitische Strategie der USA und die bisher ergebnislose Suche nach einer Regelung für den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU 2019 überschatten aber den Welthandel. Auch in Österreich ist deshalb 2019 mit einer Abschwächung des Wachstums zu rechnen. So prognostiziert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) für das Jahr 2019 ein Wachstum von 2,0% (WIFO, Oktober 2018).

In den sonstigen europäischen Märkten, in welchen die Österreichische Post tätig ist, stehen die Zeichen derzeit auf Wachstum, die Prognosen wurden jedoch nach unten revidiert. Für Deutschland rechnet der IWF mit einem Wirtschaftswachstum von 1,9% in den Jahren 2018 und 2019. Das BIP-Wachstum der europäischen Schwellenländer schätzt der IWF mit 3,8% im Jahr 2018 ein. Für das Jahr 2019 geht der IWF von einem Anstieg des BIP in Höhe von 2,0% aus (IWF, Oktober 2018).

— Branchenumfeld

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen.

Die elektronische Substitution hält im Bereich des adressierten Briefs weiterhin an. Dieser globale Trend betrifft alle Post-Gesellschaften und ist im Kern wenig beeinflussbar. Insbesonders Kunden aus dem öffentlichen Sektor versuchen ihr Sendungsvolumen zu reduzieren, sodass die Österreichische Post weiterhin mit kontinuierlichen Rückgängen von ca. 5% pro Jahr rechnet. Zudem zeigt sich als Folge des Inkrafttretens der Datenschutz-Grundverordnung Verunsicherung bei Versenderkunden von adressierten Werbesendungen. Generell hängt das Geschäft mit Werbesendungen stark von der konjunkturellen Lage, der jeweiligen Branche und der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Die Marktentwicklung für adressierte und unadressierte Werbesendungen ist derzeit eher gedämpft.

Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung des Online Shoppings weiter stark an. In den Märkten des CEE-/SEE-Raums besteht Aufholbedarf im E-Commerce, was zu einem tendenziell dynamischen Marktumfeld führt.

Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts ist wiederum wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden zunehmend internationaler und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen.

— Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft ist.

  • Die Österreichische Post ist seit der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Die Regulierungsbehörde (Post Control Kommission) hat – wie gesetzlich vorgesehen – im Jahr 2016 untersucht, ob auch andere Postdienst-Anbieter in der Lage sind, die in der gesetzlichen Universaldienstverpflichtung definierten Leistungen zu erbringen. Dies ist nicht der Fall.
  • Der Universaldienst beschränkt sich primär auf Postsendungen, die auf Basis der allgemeinen (nicht individuell ausverhandelten) Geschäftsbedingungen an den gesetzlich definierten Zugangspunkten aufgegeben wer-

den, also z.B. Post-Geschäftsstellen oder Briefkästen. Damit soll die Grundversorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Postdienstleistungen gesichert werden. Postdienste für Sendungen, die von Großkunden in Verteilzentren eingeliefert werden, zählen – mit Ausnahme von Zeitungen – nicht zum Universaldienst.

– Mit 27. November 2015 trat eine Änderung des Postmarktgesetzes in Kraft, die es der Post ermöglicht, neben Briefsendungen (mit strengen Laufzeitvorgaben) auch sogenannte Non-Priority-Briefsendungen im Universaldienst anzubieten, deren Laufzeiten regelmäßig bis zu vier Tage betragen dürfen. Seit 1. Juli 2018 bietet die Post den neuen Eco-Brief im Universaldienst an und hat ihre Produktpalette entsprechend erweitert. Im Universaldienst haben Versender somit die Wahl zwischen einer Laufzeit von zwei bis drei Tagen für nicht zeitkritische Sendungen und dem schnellen PRIO-Brief, der weiterhin am Tag nach der Aufgabe zugestellt wird. Gleichzeitig wurde mit dieser Änderung eine Anpassung der Preise vorgenommen.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

— Änderungen im Konsolidierungskreis

Mit 1. Jänner 2018 erfolgte der Segmentwechsel der Weber Escal d.o.o., Kroatien, von der Division Brief, Werbepost & Filialen in die Division Paket & Logistik. Hintergrund dieser neuen Zuordnung ist die Änderung des Geschäftsmodells der Gesellschaft von einer Brief- in eine Paketdistribution. Die Österreichische Post hält 100% der Anteile an der Weber Escal d.o.o.

Das Closing zur Übernahme von weiteren 25% der Anteile an der sendhybrid ÖPBD GmbH erfolgte mit Wirkung 1. Juli 2018. Die Österreichische Post hält nun 51% der Anteile an der Gesellschaft.

stitution, einem geringeren Werbeumsatz verglichen mit dem starken Werbegeschäft des Vorjahres sowie aus dem strukturell rückläufigen Finanzdienstleistungsgeschäft. Umsatzerhöhend wirkten die neue Produktstruktur, Zuwächse im Bereich Mail Solutions sowie Wachstum durch vermehrtes internationales E-Commerce-Volumen.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 27,7% am Konzernumsatz mit einem weiterhin positiven Trend. Das Umsatzwachstum von 11,5% wurde primär vom organischen Mengenwachstum in Österreich getrieben.

UMSATZENTWICKLUNG

— Ertragslage

UMSATZENTWICKLUNG

Die Umsatzerlöse der Österreichischen Post verbesserten sich in den ersten neun Monaten 2018 um 0,8% auf 1.416,4 Mio EUR. Das Wachstum im Paketgeschäft mit einem Umsatzanstieg von 11,5% konnte den Rückgang der Umsatzerlöse von 2,6% in der Division Brief, Werbepost & Filialen kompensieren.

Der Anteil der Division Brief, Werbepost & Filialen am Konzernumsatz der Österreichischen Post betrug 72,3%. Der Umsatzrückgang in den ersten drei Quartalen 2018 resultierte aus dem grundsätzlichen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die elektronische Sub-

Mio EUR

Mio EUR Q1–3 20171 Q1–3 2018 % Mio EUR Q3 20171 Q3 2018
Umsatzerlöse 1.404,7 1.416,4 0,8 % 11,7 451,0 461,1
Brief, Werbepost & Filialen 1.055,3 1.027,3 –2,6 % –28,0 333,9 332,3
Paket & Logistik 352,4 392,9 11,5 % 40,4 118,1 130,2
Corporate/Konsolidierung –3,1 –3,8 –24,1 % –0,7 –1,0 –1,4
Kalenderwerktage in Österreich 188 188 64 64

Veränderung

UMSATZ NACH DIVISIONEN

1 Anpassung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung

In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden in den ersten neun Monaten 2018 91,7% des Umsatzes in Österreich erwirtschaftet. Auf den Raum Südost- und Osteuropa entfielen 5,5% des Konzernumsatzes. In Deutschland wurde ein Anteil von 2,7% der Umsatzerlöse generiert.

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION BRIEF, WERBEPOST & FILIALEN

Veränderung
Mio EUR Q1–3 20171 Q1–3 2018 % Mio EUR Q3 20171 Q3 2018
Umsatzerlöse 1.055,3 1.027,3 –2,6 % –28,0 333,9 332,3
Briefpost & Mail Solutions 574,1 585,2 1,9 % 11,2 178,1 194,2
Werbepost 298,3 277,9 –6,8 % –20,4 95,2 86,9
Medienpost 96,8 92,8 –4,1 % –4,0 29,7 28,2
Filialdienstleistungen 86,2 71,5 –17,0 % –14,7 31,0 22,9
Interne Leistungsverrechnung 71,9 79,7 10,8 % 7,8 24,3 26,7
Umsatzerlöse gesamt 1.127,2 1.107,1 –1,8 % –20,2 358,2 359,1
davon Umsatzerlöse mit Dritten 1.054,6 1.026,1 –2,7 % –28,5 333,7 331,8

1 Anpassung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 1.027,3 Mio EUR stammte zu 57,0% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 27,0% aus Werbepost und zu 9,0% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 7,0% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet.

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz mit 585,2 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2018 um 1,9% über dem Niveau des Vorjahres. Im dritten Quartal 2018 erhöhte sich der Umsatz in diesem Bereich um 9,1% auf 194,2 Mio EUR.

Die rückläufige Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen setzte sich fort. Der Umsatz wurde aber insbesonders im dritten Quartal 2018 von diversen Sondereffekten beeinflusst. Die transportierten Mengen wurden durch zahlreiche Einmalaussendungen von Banken gestützt. Dank der Einführung der neuen Produktstruktur per 1. Juli 2018 wurde darüber hinaus ein positiver Tarifeffekt erzielt. Zudem gab es im Bereich Briefpost Zusatzumsätze in Höhe von 12,0 Mio EUR durch vermehrtes internationales E-Commerce-Volumen, das im Vorjahr größtenteils noch unter Werbepost ausgewiesen wurde. Ebenso umsatzerhöhend wirkten neue Dienstleistungen rund um den klassischen Brieftransport. Der Bereich Mail Solutions verzeichnete, vor allem in der Dokumentenlogistik und im Outputmanagement, Zuwächse in Höhe von 4,0 Mio EUR. Umsatzmindernd wirkten der Segmentwechsel der kroatischen Tochtergesellschaft Weber Escal d.o.o., die seit 1. Jänner 2018 in der Division Paket & Logistik dargestellt wird, und der Rückzug aus dem Briefgeschäft in Südost- und Osteuropa.

Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten neun Monaten 2018 einen Umsatzrückgang von 6,8% auf 277,9 Mio EUR, im dritten Quartal 2018 reduzierte sich der Umsatz um 8,7%. Dieser Rückgang setzte sich aus einem operativen Umsatzminus von ca. 2% bis 3% und der beschriebenen veränderten Produktzuordnung internationaler Sendungen zusammen. Zudem gab es bei den Werbevolumen im Vorjahr höhere Wahleffekte und einen starken Anstieg aufgrund von neuen Vertriebsinitiativen, während in der Berichtsperiode das Werbevolumen rückläufig war. Bei adressierten Sendungen zeigt sich bei einigen Kunden auch Verunsicherung hinsichtlich der neuen Datenschutz-Grundverordnung. Ebenso umsatzmindernd wirkte der Rückzug aus dem südost- und osteuropäischen Werbegeschäft.

Der Umsatz mit Medienpost reduzierte sich im Periodenvergleich um 4,1% auf 92,8 Mio EUR. Im dritten Quartal 2018 verzeichnete der Bereich Medienpost einen Umsatzrückgang von 5,0%. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das rückläufige Abonnement-Geschäft von Zeitungen und Magazinen zurückzuführen.

Die Umsätze aus Filialdienstleistungen lagen in den ersten neun Monaten 2018 mit 71,5 Mio EUR um 17,0% unter dem Niveau des Vorjahres. Im dritten Quartal 2018 reduzierten sich die Umsätze um 8,0 Mio EUR. Gemäß der Vereinbarung mit dem Bankpartner BAWAG P.S.K. erfolgt eine schrittweise Entflechtung der Kooperation im Wesentlichen bis Ende 2019. Der Umsatz mit Beratungsleistungen wird dabei kontinuierlich reduziert, die Schaltertransaktionen bleiben bestehen. Ebenso umsatzmindernd wirkte sich die geänderte Bilanzierung des Vertriebs von Mobilfunkprodukten und Services aufgrund IFRS 15 aus, dem aber ein Rückgang in der entsprechenden Aufwandsposition gegenübersteht.

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION PAKET & LOGISTIK

Veränderung
Mio EUR Q1–3 20171 Q1–3 2018 % Mio EUR Q3 20171 Q3 2018
Umsatzerlöse 352,4 392,9 11,5 % 40,4 118,1 130,2
Paket Premium 171,3 188,4 10,0 % 17,1 59,1 65,1
Paket Standard 155,5 163,5 5,1 % 7,9 50,6 51,7
Paket Sonstige Leistungen 25,6 41,0 60,3 % 15,4 8,3 13,5
Interne Leistungsverrechnung 3,5 3,7 3,8 % 0,1 1,1 1,1
Umsatzerlöse gesamt 356,0 396,5 11,4% 40,6 119,2 131,4
davon Umsatzerlöse mit Dritten 350,0 390,2 11,5 % 40,2 117,2 129,3

1 Anpassung der Umsatzerlöse in der Segmentberichterstattung

Der Umsatz der Division Paket & Logistik verbesserte sich in den ersten neun Monaten 2018 um 11,5 % von 352,4 Mio EUR auf 392,9 Mio EUR. In der Berichtsperiode umsatzerhöhend wirkte der Segmentwechsel der kroatischen Tochtergesellschaft Weber Escal d.o.o. mit 1. Jänner 2018, die in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch in der Division Brief, Werbepost & Filialen erfasst wurde. Bereinigt um die Weber Escal d.o.o. erhöhte sich der Umsatz der Division Paket & Logistik um 9,1%.

Das starke Wachstum im Paketgeschäft ist vor allem auf den anhaltenden E-Commerce-Trend in Österreich zurückzuführen. Die Österreichische Post konnte auch in dieser Berichtsperiode am Marktwachstum partizipieren, der nationale Umsatzbasistrend zeigte in den ersten drei Quartalen 2018 Wachstum um die 10%. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb, gleichzeitig nehmen die Anforderungen hinsichtlich Qualität und Zustellgeschwindigkeit sowie der Preisdruck zu.

Insgesamt entfielen in den ersten neun Monaten 2018 47,9% des Divisionsumsatzes auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dies entspricht einem Umsatzanstieg von 10,0% auf 188,4 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2018 und ebenfalls 10,0% im dritten Quartal 2018.

Auf die Umsätze des Bereichs Paket Standard – dieser umfasst vor allem Sendungen an Privatkunden in Österreich – entfielen 41,6% des Divisionsumsatzes. Im Bereich Paket Standard wurde in den ersten neun Monaten 2018 ein Umsatzanstieg von 5,1% auf 163,5 Mio EUR erzielt, im dritten Quartal lag das Plus bei 2,1%.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet, wurden in den ersten neun Monaten 2018 Umsätze in Höhe von 41,0 Mio EUR generiert. Der Anstieg ist vor allem auf die seit 1. November 2017 erfolgte Vollkonsolidierung der Tochtergesellschaft ACL advanced commerce labs GmbH und auf den Segmentwechsel der Weber Escal d.o.o. zurückzuführen.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass in den ersten drei Quartalen 2018 80,0% der Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, 20,0% der Umsätze entfielen auf Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Österreich wurde in den ersten neun Monaten 2018 ein Umsatzanstieg von 11,3% erzielt. Für den wettbewerbsintensiven Raum Südost- und Osteuropa wurde im Berichtszeitraum ein Umsatzplus von 12,0% ausgewiesen, wobei davon 8,3 Mio EUR auf den Segmentwechsel der Weber Escal d.o.o., Kroatien, entfielen.

Veränderung
Mio EUR Q1–3 20171 Q1–3 2018 % Mio EUR Q3 20171 Q3 2018
Umsatzerlöse 1.404,7 1.416,4 0,8 % 11,7 451,0 461,1
Sonstige betriebliche Erträge 43,2 73,9 71,1 % 30,7 15,5 22,9
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –296,5 –313,3 –5,7 % –16,8 –100,2 –107,0
Personalaufwand –744,8 –756,9 –1,6 % –12,1 –230,4 –240,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen –206,7 –211,3 –2,2 % –4,6 –80,0 –73,4
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen
–1,1 –1,7 –57,1 % –0,6 –0,4 –0,5
EBITDA1 198,7 207,1 4,2 % 8,4 55,4 62,8
Abschreibungen –58,8 –65,2 –10,8 % –6,3 –17,7 –25,9
EBIT2 139,9 141,9 1,5 % 2,0 37,7 36,9
Sonstiges Finanzergebnis 0,6 4,2 >100 % 3,6 0,7 1,0
Ergebnis vor Steuern 140,6 146,2 4,0 % 5,6 38,5 37,9
Ertragsteuern –34,7 –40,9 –17,9 % –6,2 –8,8 –8,5
Periodenergebnis 105,9 105,3 –0,6 % –0,6 29,7 29,4
Ergebnis je Aktie (EUR)3 1,57 1,56 –0,8 % –0,01 0,44 0,43

KONZERN-ERTRAGSLAGE

1 Der Ausweis von Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurde angepasst, der Ausweis erfolgt nunmehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen.

2 Ergebnis vor Abschreibungen, Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

3 Ergebnis vor Sonstiges Finanzergebnis und Ertragsteuern

ERGEBNISENTWICKLUNG

Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten Aufwandspositionen der Personalaufwand (53,4%), der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (22,1%) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen (14,9%), denen sonstige betriebliche Erträge gegenüberstehen.

Der Personalaufwand belief sich in den ersten neun Monaten 2018 auf 756,9 Mio EUR, was einem Anstieg von 1,6% entspricht. Die im Personalaufwand inkludierten operativen Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter blieben im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Stetige Effizienzsteigerungen und struktureller Umbau machten es möglich, kollektivvertragliche Gehaltssteigerungen zu kompensieren.

Zusätzlich zu den operativen Personalkosten umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter der Österreichischen Post zurückzuführen sind. In den ersten drei Quartalen 2018 lag der nichtoperative Personalaufwand inklusive Rückstellungsveränderungen durch diverse Parameteranpassungen über dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Den größten Anteil bildeten Rückstellungen für die Redimensionierung im Finanzdienstleistungsbereich in Höhe von 21,6 Mio EUR. Zudem gab es einen negativen Effekt durch die Anpassung der Rechnungsgrundlagen der versicherungsmathematisch berechneten Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Höhe von 9,2 Mio EUR. Gegenläufig wirkten verminderte Aufwendungen für Sozialplanmodelle.

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 5,7% auf 313,3 Mio EUR, primär bedingt durch vermehrte Transportaufwendungen hervorgerufen durch die gestiegenen Paketmengen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 2,2% auf 211,3 Mio EUR. Dieser Anstieg ist vor allem auf höhere IT- und Instandhaltungsaufwendungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen in den ersten drei Quartalen 2018 73,9 Mio EUR nach 43,2 Mio EUR im Vorjahr. Darin inkludiert ist ein Einmalertrag aus dem ersten Quartal 2018 in Höhe von 20,1 Mio EUR als pauschale Abgeltung seitens des Bankpartners BAWAG P.S.K. für die Verkürzung der Vertragsdauer.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen enthält anteilige Periodenergebnisse von Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen und belief sich auf minus 1,7 Mio EUR.

Ergebnisseitig zeigt sich ein stabiles bis leicht positives Bild. Das EBITDA lag mit 207,1 Mio EUR um 4,2% über dem Vergleichswert des Vorjahres, das entspricht einer EBITDA-Marge von 14,6%.

Die Abschreibungen lagen mit 65,2 Mio EUR um 6,3 Mio EUR über dem Vorjahr. Dabei fielen inbesonders die Abschreibungen und Wertminderungen von Immobilien höher aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Das EBIT in Höhe von 141,9 Mio EUR verbesserte sich somit um 1,5% gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 10,0%.

Das sonstige Finanzergebnis von 4,2 Mio EUR inkludierte einen positiven Beitrag von 3,4 Mio EUR an Beschwerdezinsen aus der Rückforderung der in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten. Die Ertragsteuern lagen aufgrund erhöhter Steueraufwände aus Vorjahren um 6,2 Mio EUR über dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Somit ergab sich nach Abzug der Ertragsteuern ein Periodenergebnis von 105,3 Mio EUR (–0,6%). Das Ergebnis pro Aktie betrug 1,56 EUR.

EBITDA UND EBIT NACH DIVISIONEN

Veränderung Marge1
Mio EUR Q1–3 2017 Q1–3 2018 % Mio EUR 2018 Q3 2017 Q3 2018
EBITDA 198,7 207,1 4,2 % 8,4 14,6 % 55,4 62,8
Brief, Werbepost & Filialen 217,8 214,0 –1,7 % –3,8 19,3 % 59,8 65,5
Paket & Logistik 39,5 34,8 –11,8 % –4,7 8,8 % 12,5 9,0
Corporate/Konsolidierung –58,5 –41,7 28,8 % 16,9 –16,9 –11,7
EBIT 139,9 141,9 1,5 % 2,0 10,0 % 37,7 36,9
Brief, Werbepost & Filialen 200,0 199,0 –0,5 % –1,0 18,0 % 55,1 60,3
Paket & Logistik 28,9 26,6 –8,0 % –2,3 6,7 % 10,0 6,3
Corporate/Konsolidierung –89,1 –83,7 6,0 % 5,3 –27,3 –29,7

1 Margen der Divisionen bezogen auf Umsatzerlöse gesamt

Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten neun Monaten 2018 ein EBITDA von 214,0 Mio EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 1,7%. Das Divisions-EBIT reduzierte sich um 0,5% auf 199,0 Mio EUR. Positiv wirkten die hohe Kostendisziplin sowie die Nutzung weiterer Synergien durch die vermehrte Zustellung von Paketen und Päckchen über die Brieflogistik.

Die Division Paket & Logistik zeigte Umsatzwachstum bei hohem Wettbewerbs- sowie Margendruck und erwirtschaftete ein EBITDA von 34,8 Mio EUR (–11,8%) und ein EBIT von 26,6 Mio EUR (–8,0%) in den ersten neun Monaten 2018. Dieser Rückgang ist vor allem auf Mehraufwände im Logistiknetz zur Vermeidung von Kapazitätsengpässen und gestiegene IT- und Beratungsaufwände zurückzuführen.

Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) verbesserte sich um 6,0% auf minus 83,7 Mio EUR vor allem durch geringere Aufwände für Sozialplanmodelle. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen unter anderem die Verwaltung der Konzernimmobilien, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des Post Arbeitsmarktes.

— Vermögens- und Finanzlage

BILANZSTRUKTUR NACH POSITIONEN

Struktur
Mio EUR 31.12.2017 30.09.2018 30.09.2018
A KTIVA
Sachanlagen 615,7 639,3 38,7 %
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte 86,7 92,3 5,6 %
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 85,0 79,3 4,8 %
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 8,1 8,9 0,5 %
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 457,8 405,5 24,6 %
Andere finanzielle Vermögenswerte 131,0 148,7 9,0 %
davon Wertpapiere 80,6 79,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 290,0 276,2 16,7 %
1.674,2 1.650,3 100 %
PASSIVA
Eigenkapital 698,8 653,4 39,6 %
Rückstellungen 563,7 570,3 34,6 %
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 6,8 4,6 0,3 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 404,9 422,0 25,6 %
1.674,2 1.650,3 100 %

BILANZSTRUKTUR

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag per 30. September 2018 bei 1.650,3 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 639,3 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem gab es immaterielle Vermögenswerte von 29,4 Mio EUR. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind per Ende des dritten Quartals 2018 mit 62,9 Mio EUR ausgewiesen. Die anderen finanziellen Vermögenswerte belaufen sich auf 148,7 Mio EUR, dazu zählen der im dritten Quartal 2018 erworbene Anteil an der FinTech Group AG in Höhe von 36,7 Mio EUR sowie der Anteil an Aras Kargo der, nach 36,0 Mio EUR zum 30. Juni 2018, zum 30. September 2018 mit 26,7 Mio EUR ausgewiesen wurde. Im kurzfristigen Vermögen nehmen Forderungen in Höhe von 278,4 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen ein. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 276,2 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. September 2018 bei 39,6% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 653,4 Mio EUR. Die langfristigen Schulden von insgesamt 428,4 Mio EUR beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen in Höhe von 392,0 Mio EUR (davon Rückstellungen für Unterauslastung in Höhe von 207,7 Mio EUR). Zu den kurzfristigen Schulden von 568,5 Mio EUR zählen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 202,7 Mio EUR.

Die Analyse der Finanzpositionen des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 355,8 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 276,2 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 79,6 Mio EUR. Den Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 4,6 Mio EUR gegenüber.

CASHFLOW

Mio EUR Q1–3 2017 Q1–3 2018
Cashflow aus dem Ergebnis1 210,7 251,0
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 166,5 252,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit –50,6 –122,8
davon Maintenance CAPEX –30,7 –56,9
davon Growth CAPEX2 –18,8 –29,3
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –0,5 –37,9
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 0,0 0,0
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit –0,7 1,4
Free Cashflow 115,9 129,6
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 116,4 167,6
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX3 135,2 196,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –134,5 –143,0
davon Ausschüttungen –135,1 –138,8
Veränderung des Finanzmittelbestandes –18,6 –13,4

1 Umgliederung der gezahlten Steuern – gesonderter Ausweis im Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Q1–3 2017: CAPEX neue Unternehmenszentrale

3 Q1–3 2017: Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und neuer Unternehmenszentrale

CASHFLOW

Der Cashflow in den ersten neun Monaten 2018 war von diversen Sondereffekten beeinflusst. Aus einer Sonderzahlung der BAWAG P.S.K. in Höhe von 107,0 Mio EUR in Folge der Beendigung der Zusammenarbeit resultierte, abzüglich der in der Berichtsperiode erbrachten Finanzdienstleistungen in Höhe von 29,7 Mio EUR, ein positiver Sondereffekt im Cashflow von 77,3 Mio EUR. Gegenläufig wirkten erhöhte Maintenance CAPEX und Growth CAPEX, die mit 86,2 Mio EUR über dem Niveau der Vergleichsperiode von 49,5 Mio EUR lagen. Ebenso Cashflow-mindernd waren höhere Zahlungen im Zusammenhang mit Rückstellungen und für Steuern sowie der Erwerb von 6,5% der Anteile an der FinTech Group AG.

Der Cashflow aus dem Ergebnis lag in den ersten neun Monaten 2018 bei 251,0 Mio EUR nach 210,7 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreichte in der Berichtsperiode 252,5 Mio EUR nach 166,5 Mio EUR im Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten neun Monaten 2018 einen Wert von minus 122,8 Mio EUR nach minus 50,6 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte aus Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) und ist vor allem auf Investitionen im Rahmen des Kapazitätserweiterungsprogramms für die Paketlogistik zurückzuführen, die in der aktuellen Berichtsperiode in Summe 29,3 Mio EUR betrugen. Zudem reduzierte sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit durch den bereits erwähnten Anteilserwerb an der FinTech Group AG.

Der Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und Growth CAPEX erreichte 196,9 Mio EUR in den ersten neun Monaten 2018 nach 135,2 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

INVESTITIONEN

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten neun Monaten 2018 100,1 Mio EUR und lagen damit deutlich über jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres in Höhe von 59,8 Mio EUR. Während 8,6 Mio EUR der Investitionen der Berichtsperiode auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 91,5 Mio EUR. Der wesentliche Anteil der Investitionen betraf das Investitionsprogramm zum Ausbau der Logistikinfrastruktur im Paketbereich.

— Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag in den ersten neun Monaten 2018 bei 20.563 Vollzeitkräften. Der Personalstand lag damit auf dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres mit 20.560 Vollzeitkräften. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.422 Vollzeitkräfte).

MITARBEITER NACH DIVISIONEN

Anteil
Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften Q1–3 2017 Q1–3 2018 Q1–3 2018
Brief, Werbepost & Filialen 14.884 14.298 69,5 %
Paket & Logistik 3.663 4.114 20,0 %
Corporate 2.014 2.150 10,5 %
Gesamt 20.560 20.563 100 %

— Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistik-Dienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist der Österreichische Post Konzern bemüht, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, regulatorische und rechtliche, finanzielle, technische sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2017 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2017, Finanzbericht, Konzernlagebericht Kapitel 4 und 5, Konzernabschluss Kapitel 10.2).

Auch das letzte Quartal des laufenden Geschäftsjahres unterliegt bestimmten Risiken und Ungewissheiten. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen und auch die Werbepost stehen zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen unter Druck. Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig verstärken Marktteilnehmer ihre Aktivitäten, um an diesem Wachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage der Österreichischen Post auswirken.

Im Filialnetz ist die Österreichische Post zum Teil von strategischen Partnern im Telekom- und Finanzbereich abhängig. Im Jahr 2017 wurde die Kooperationsvereinbarung durch den Bankpartner BAWAG P.S.K. gekündigt. Aktuell wird gemeinsam mit der FinTech Group an einer Nachfolgelösung gearbeitet, die 2020 operativ tätig sein soll.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen – beispielsweise auch durch diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen – führen bzw. die Anpassung von Wertansätzen notwendig machen. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.

— Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

In den ersten neun Monaten 2018 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2017 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2017, Finanzbericht, Konzernabschluss Kapitel 11.3).

— Ausblick 2018 und 2019

Die aktuellen Trends im Jahr 2018 bestätigen die Prognosen der Österreichischen Post hinsichtlich der Entwicklung der nächsten Quartale. Die grundsätzlichen Marktentwicklungen am Brief-, Werbe-, aber auch Paketmarkt sollten unverändert bleiben. Trotz positiver Effekte im letzten Quartal muss bei adressierten Briefmengen mittelfristig mit Volumenrückgängen von etwa 5% p.a. gerechnet werden. Werbemengen sind der Dynamik der jeweiligen Kundenbranchen unterworfen. Demgegenüber stärkt der stetig zunehmende Internethandel die Volumenentwicklung bei Privatkundenpaketen, begleitet von hohen Anforderungen hinsichtlich Zustellqualität und -geschwindigkeit.

Stabile Prognose für 2018 bleibt aufrecht

Für das Geschäftsjahr 2018 prognostiziert die Österreichische Post auch weiterhin eine stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung im Konzern (Vergleichsbasis Umsatz 2017: 1.938,9 Mio EUR). Diese Stabilität sollte sich auch im Ergebnis 2018 widerspiegeln (Vergleichsbasis EBIT 2017: 207,8 Mio EUR). Dabei wird davon ausgegangen, dass das neue Produkt- und Tarifmodell auch weiterhin gut angenommen wird. Es bietet die Wahlmöglichkeit zwischen zeitkritischen (z. B. Dokumente, dringende Briefe und Pakete) und nicht zeitkritischen Sendungen (z. B. Telefonrechnungen, Kontoauszüge).

Im Filialnetz erfolgen derzeit eine Entflechtung der Finanzdienstleistungs-Kooperation mit dem aktuellen Bankpartner BAWAG P.S.K. sowie Vorbereitungen, um das Finanzdienstleistungsgeschäft in Kooperation mit der FinTech Group AG weiterhin als Bestandteil der Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post zu erhalten.

Das Paketgeschäft ist im aktuellen Marktumfeld von intensiverem Wettbewerb, stärkerem Preisdruck und einer partiellen Eigenzustellung eines Großversenders im vierten Quartal 2018 gekennzeichnet. Gerade vor dem Hintergrund des weiteren Mengenwachstums bei Privatkundenpaketen ist es das Ziel, die Strukturen und Prozesse weiter zu verbessern, die Qualitätsführerschaft in der Brief- und Paketzustellung sowie das Angebot an Hinterlegungsmöglichkeiten für die Kunden stetig auszubauen.

Neben den laufenden Basis-Investitionen im Kerngeschäft von rund 70 Mio EUR für 2018 wurde daher ein Wachstumsinvestitionsprogramm im Bereich Paketlogistik gestartet, um die bestehenden Sortierkapazitäten so rasch wie möglich zu erweitern. Dafür werden im Jahr 2018 in Summe Wachstumsinvestitionen von etwa 50 Mio EUR erwartet, die größtenteils für das neue Paketzentrum in Hagenbrunn im Norden Wiens anfallen.

Auch für 2019 stabile Entwicklung angestrebt

In der mittelfristigen Entwicklung ist davon auszugehen, dass sich das adressierte Briefvolumen weiter mit ca. 5% reduziert, während Paketmengen grundsätzlich steigen. Trotz der Eigenzustellung eines Großversenders im Raum Wien sollte auch 2019 ein Paketwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich möglich sein.

Angesichts dieses aktuellen Marktumfeldes wird hinsichtlich der Entwicklung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses auch im Jahr 2019 Stabilität angestrebt. Als wichtiger Schwerpunkt für das nächste Jahr gilt es, die Service- und Qualitätsführerschaft weiter auszubauen sowie die bestehenden Kapazitätsengpässe aufzulösen. Auch für 2019 sind daher zusätzlich zu den Basis-Investitionen in Höhe von ca. 70 Mio EUR wiederum Wachstumsinvestitionen in Höhe von über 50 Mio EUR geplant, insbesondere zur Fertigstellung des Paketzentrums im Norden Wiens (Hagenbrunn) sowie für die erste Bauphase eines Paketverteilzentrums im Süden Österreichs (Kalsdorf bei Graz). Darüber hinaus sind Erweiterungen bzw. Zukäufe von Grundstücken möglich, etwa beim bestehenden Logistikzentrum im Süden Wiens.

Neben dem operativen Brief- und Paketgeschäft ist es wichtig bis Anfang 2020 ein neues flächendeckendes Finanzdienstleistungsgeschäft aufzubauen. Ein wichtiger Schritt dabei wird die Umsetzung eines Banken-Joint-Ventures zusammen mit der FinTech Group AG sein. In der Hochlaufphase dieses 50:50-Joint-Ventures sind negative Ergebnisbeiträge in den ersten drei Jahren zu erwarten.

Mit diesen zielgerichteten Wachstumsinvestitionen wird die Österreichische Post die strategische Positionierung absichern, während der Cashflow aus dem operativen Geschäft auch weiterhin für die Investitionen des operativen Betriebes und die Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik verwendet wird.

Wien, am 6. November 2018

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

Mio EUR Q1-3 2017
angepasst1
Q1–3 2018 Q3 2017
angepasst1
Q3 2018
Umsatzerlöse 1.404,7 1.416,4 451,0 461,1
Sonstige betriebliche Erträge 43,2 73,9 15,5 22,9
Gesamte betriebliche Erträge 1.447,8 1.490,3 466,4 484,1
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –296,5 –313,3 –100,2 –107,0
Personalaufwand –744,8 –756,9 –230,4 –240,4
Abschreibungen –58,8 –65,2 –17,7 –25,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen –206,7 –211,3 –80,0 –73,4
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.306,8 –1.346,6 –428,3 –446,7
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 141,0 143,7 38,1 37,4
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen1 –1,1 –1,7 –0,4 –0,5
Finanzerträge 4,4 9,8 2,9 2,1
Finanzaufwendungen –3,8 –5,6 –2,2 –1,1
Sonstiges Finanzergebnis 0,6 4,2 0,7 1,0
Finanzergebnis –0,5 2,5 0,4 0,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 140,6 146,2 38,5 37,9
Ertragsteuern –34,7 –40,9 –8,8 –8,5
Periodenergebnis 105,9 105,3 29,7 29,4
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 106,0 105,2 29,8 29,3
Nicht beherrschende Anteile –0,1 0,1 –0,1 0,1
ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,57 1,56 0,44 0,43
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,57 1,56 0,44 0,43

Der Ausweis von Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurde angepasst, der Ausweis erfolgt nunmehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen.

— Gesamtergebnisrechnung für die ersten drei Quartale 2018

Mio EUR Q1–3 2017 Q1–3 2018 Q3 2017 Q3 2018
Periodenergebnis 105,9 105,3 29,7 29,4
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe 0,4 –0,2 –0,2 –0,1
Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
6,8 –18,0 7,0 –9,3
Steuereffekt auf Zeitwertänderungen –1,7 0,0 –1,8 0,0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0
Summe der Posten, die umgegliedert werden können 5,5 –18,2 5,1 –9,4
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 2,4 –1,5 –1,1 –2,0
Steuereffekt auf Neubewertung –0,6 0,4 0,3 0,5
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden 1,8 –1,1 –0,8 –1,5
Sonstiges Ergebnis 7,3 –19,3 4,3 –10,9
Gesamtperiodenergebnis 113,2 86,0 34,0 18,5
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 113,3 85,9 34,1 18,4
Nicht beherrschende Anteile –0,1 0,1 –0,1 0,1

— Konzernbilanz zum 30. September 2018

Mio EUR 31.12.2017 30.09.2018
A KTIVA
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 62,1 62,9
Immaterielle Vermögenswerte 24,7 29,4
Sachanlagen 615,7 639,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 85,0 79,3
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 8,1 8,9
Andere finanzielle Vermögenswerte 86,4 104,0
Vertragsvermögenswerte 0,0 0,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 19,0 17,2
Latente Steueransprüche 72,2 76,2
973,1 1.017,5
Kurzfristige Vermögenswerte
Andere finanzielle Vermögenswerte 44,6 44,7
Vorräte 22,0 16,1
Vertragsvermögenswerte 0,0 16,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 343,6 278,4
Steuererstattungsansprüche 1,0 1,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 290,0 276,2
701,1 632,8
1.674,2 1.650,3
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 287,7 261,1
Andere Rücklagen –18,5 –37,9
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 697,9 651,9
Nicht beherrschende Anteile 0,9 1,5
698,8 653,4
Langfristige Schulden
Rückstellungen 385,1 392,0
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,4 3,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 39,3 31,6
Latente Steuerschulden 1,1 1,2
428,9 428,4
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 178,6 178,3
Steuerschulden 13,2 6,1
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,4 1,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 351,2 319,4
Vertragsverbindlichkeiten 0,0 63,7
546,5 568,5
1.674,2 1.650,3

— Konzern-Cashflow Statement für die ersten drei Quartale 2018

Mio EUR Q1-3 2017
angepasst1,2
Q1–3 2018
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Ergebnis vor Ertragsteuern 140,6 146,2
Abschreibungen 58,8 65,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen1 1,1 1,7
Rückstellungen unbar 2,1 47,9
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 8,0 –9,9
Cashflow aus dem Ergebnis 210,7 251,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 9,3 50,5
Vorräte –3,6 –2,7
Vertragsvermögenswerte 0,0 –9,6
Rückstellungen –2,7 –37,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten –15,2 20,3
Vertragsverbindlichkeiten 0,0 32,9
Gezahlte Steuern2 –32,0 –52,6
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 166,5 252,5
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –6,2 –8,0
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien –49,5 –86,2
Einzahlungen aus Anlagenverkäufen 4,7 9,3
Erwerb von Tochterunternehmen –1,1 –0,9
Verkauf von Tochterunternehmen 0,8 0,0
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –3,4 –2,2
Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 3,2 0,1
Erwerb von sonstigen Finanzinstrumenten –0,1 –35,0
Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigen Finanzinstrumenten 0,1 0,0
Erwerb von Wertpapieren –15,0 –5,0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 15,0 5,0
Gewährte Darlehen –0,9 –1,3
Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,2 0,1
Erhaltene Zinsen 1,5 1,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit –50,6 –122,8
Free Cashflow 115,9 129,6
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten 0,7 –3,8
Ausschüttungen –135,1 –138,8
Gezahlte Zinsen –0,2 –0,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –134,5 –143,0
Veränderung des Finanzmittelbestandes –18,6 –13,4
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 278,0 290,0
Finanzmittelbestand am 30. September 259,4 276,6

Der Ausweis von Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurde angepasst, der Ausweis erfolgt nunmehr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen.

2 Umgliederung der gezahlten Steuern – gesonderter Ausweis im Cashflow aus Geschäftstätigkeit

— Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in den ersten drei Quartalen 2017

Andere Rücklagen
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Eigen
kapital der
Aktionäre
des Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2017 337,8 91,0 257,6 –18,3 4,2 –2,3 670,0 0,1 670,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 106,0 0,0 0,0 0,0 106,0 –0,1 105,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 1,8 5,1 0,4 7,3 0,0 7,3
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 106,0 1,8 5,1 0,4 113,3 –0,1 113,2
Ausschüttung 0,0 0,0 –135,1 0,0 0,0 0,0 –135,1 0,0 –135,1
Transaktionen mit
Eigentümern
0,0 0,0 –135,1 0,0 0,0 0,0 –135,1 0,0 –135,1
Stand am
30. September 2017
337,8 91,0 228,5 –16,6 9,3 –1,9 648,2 0,0 648,1

— Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals in den ersten drei Quartalen 2018

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Andere Rücklagen Eigen
kapital der
Aktionäre
des Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Mio EUR Gewinn
rücklagen
IAS 19
Rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage /
FVOCI
Rücklage
Währungs
um
rechnungs
rücklage
Stand am 31. Dezember 2017 337,8 91,0 287,7 –19,2 2,4 –1,7 697,9 0,9 698,8
Anpassung Erstanwendung
IFRS 9 (netto nach Steuern)
0,0 0,0 1,0 0,0 –0,1 0,0 0,9 0,0 0,9
Anpassung Erstanwendung
IFRS 15 (netto nach Steuern)
0,0 0,0 5,7 0,0 0,0 0,0 5,7 0,0 5,7
Angepasster Stand am
1. Jänner 2018
337,8 91,0 294,4 –19,2 2,3 –1,7 704,6 0,9 705,4
Periodenergebnis 0,0 0,0 105,2 0,0 0,0 0,0 105,2 0,1 105,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –1,1 –18,0 –0,2 –19,3 0,0 –19,3
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 105,2 –1,1 –18,0 –0,2 85,9 0,1 86,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –138,5 0,0 0,0 0,0 –138,5 –0,3 –138,8
Transaktionen mit
Eigentümern
0,0 0,0 –138,5 0,0 0,0 0,0 –138,5 –0,3 –138,8
Sukzessiver Erwerb eines
Tochterunternehmens
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 0,8
Andere Veränderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 0,8
Stand am
30. September 2018
337,8 91,0 261,1 –20,3 –15,6 –2,0 651,9 1,5 653,4
15. November 2018 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2018, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
14. März 2019 Jahresergebnis 2018, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
11. April 2019
Hauptversammlung 2019, Wien
23. April 2019
Ex-Tag (Dividende)
24. April 2019 Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen)
25. April 2019
Dividendenzahltag
16. Mai 2019 Zwischenbericht 1. Quartal 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
9. August 2019 Halbjahresfinanzbericht 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
14. November 2019 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2019, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

ENTWICKLUNG DER POST-AKTIE (VERGLEICH 12 MONATE)

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Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 6. November 2018

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