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Österreichische Post AG

Quarterly Report Aug 11, 2016

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Quarterly Report

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H1 2016

HALBJAHRESFINANZBERICHT 2016|ÖSTERREICHISCHE POST AG

HIGHLIGHTS H1 2016

UMSATZ

  • Umsatzentwicklung durch Verkauf trans-o-flex beeinflusst
  • Umsatz ohne trans-o-flex um 0,6% verbessert

ERGEBNIS

  • EBIT-Anstieg um 2,2% auf 98,6 Mio EUR
  • Operatives Ergebnis (EBIT) in Q2 mit Plus von 11,7%

CASHFLOW UND BILANZ

  • Anstieg des Cashflow aus der Geschäftstätigkeit um 1,6% auf 109,3 Mio EUR
  • Hoher Cash-Bestand und geringe Finanzverbindlichkeiten

AUSBLICK

  • Umsatz von 2,0 Mrd EUR für 2016 prognostiziert (aktuelles Geschäftsportfolio)
  • Stabile Entwicklung des operativen Ergebnisses (EBIT) für 2016 und 2017 angepeilt

KENNZAHLENÜBERBLICK

H1 2015 H1 2016 Veränderung %
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz Mio EUR 1.175,01 1.071,1 –8,8%
Umsatz ohne trans-o-flex Mio EUR 930,4 936,3 0,6%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Mio EUR 139,7 137,2 –1,8%
EBITDA-Marge2 % 11,9% 12,8%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Mio EUR 96,5 98,6 2,2%
EBIT-Marge2 % 8,2% 9,2%
EBT (Ergebnis vor Steuern) Mio EUR 99,9 98,1 –1,7%
Periodenergebnis Mio EUR 77,4 73,8 –4,7%
Ergebnis je Aktie3 EUR 1,14 1,09 –4,6%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 23.343 22.092 –5,4%
Cashflow
Cashflow aus dem Ergebnis Mio EUR 151,8 138,3 –8,9%
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit Mio EUR 107,7 109,3 1,6%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) Mio EUR –32,0 –38,5 20,3%
Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen Mio EUR –1,8 1,8 >–100,0%
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren Mio EUR 137,7 72,1 –47,6%
Bilanz 31.12.2015 30.06.2016 Veränderung %
Bilanzsumme Mio EUR 1.613,04 1.458,2 –9,6%
Eigenkapital Mio EUR 641,7 573,7 –10,6%
Langfristiges Vermögen Mio EUR 909,6 914,4 0,5%
Kurzfristiges Vermögen Mio EUR 639,6 543,8 –15,0%
Nettoverschuldung Mio EUR 28,1 96,0 >100,0%
Eigenkapitalquote % 39,8% 39,3%
Capital Employed Mio EUR 577,0 573,7 –0,6%

1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in

Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen). 2 EBIT und EBITDA bezogen auf Konzernumsatz

3 Unverwässertes Ergebnis je Aktie bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

4 Enthält zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 63,8 Mio EUR

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Mit der Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2016 können wir sehr zufrieden sein. Der Konzernumsatz – bereinigt um die Anfang April 2016 abgegebene deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex – stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,6%. Speziell im zweiten Quartal entwickelten sich die Umsatzerlöse mit einem Anstieg von 2,3% positiv.

Das Briefgeschäft ist auch weiterhin vom strukturellen Trend rückläufiger Briefvolumina infolge der elektronischen Substitution geprägt. Vor allem Kunden im öffentlichen Sektor, aber auch im Bankbereich reduzieren ihr Sendungsvolumen. Das Geschäft mit Werbesendungen zeigte in der Berichtsperiode eine differenzierte Entwicklung einzelner Werbekunden. Adressierte Sendungen entwickelten sich rückläufig, während das Aufkommen im unadressierten Segment anstieg. Trotz dieser schwierigen Bedingungen haben wir in der Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten sechs Monaten 2016 eine stabile Umsatzentwicklung erzielt. Im zweiten Quartal erhöhten sich die Umsatzerlöse – begünstigt durch positive Wahleffekte – sogar um 1,6%. So wurde bei der Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten eine Rekordanzahl der Stimmen per Brief abgegeben. Im Paketgeschäft hält der Trend zum E-Commerce an, wodurch die Paketmengen in Österreich – trotz verstärkten Wettbewerbs – weiter stiegen. Dadurch konnte in

diesem Bereich – bereinigt um die Umsatzerlöse der trans-o-flex – ein erfreuliches Umsatzwachstum von 3,7% im ersten Halbjahr 2016 und von 4,9% im zweiten Quartal erwirtschaftet werden.

Auf Basis der guten Umsatzentwicklung und der hohen Kostendisziplin stieg das operative Betriebsergebnis (EBIT) um 2,2% auf 98,6 Mio EUR an. Im zweiten Quartal 2016 konnte sogar eine Steigerung um 11,7% auf 47,6 Mio EUR erzielt werden. Sowohl in der Brief- als auch in der Paketlogistik optimieren wir laufend Strukturen und Prozesse zur weiteren Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung. Daneben wollen wir unser Serviceangebot noch attraktiver gestalten. Aus diesem Grund werden wir unser Leistungsportfolio Anfang 2017 erweitern, um den nationalen und internationalen E-Commerce-Versendern noch bessere und einfachere Vertriebsmöglichkeiten zu bieten. So wird insbesondere die Möglichkeit geschaffen, ein so genanntes "Päckchen" zu versenden – als optimale Lösung zwischen einem klassischen Brief und einem gesicherten Paket. Das "Päckchen" ist so einfach handzuhaben wie ein Brief, bietet aber dennoch die beliebte "Track & Trace"-Sendungsverfolgung eines Pakets.

Innovative Lösungen, aber auch strukturelle Veränderungen sind notwendig, um das Geschäftsmodell unseres Unternehmens stetig weiterzuentwickeln. Nur so können wir nachhaltig Wert für alle Stakeholder – allen voran Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre – schaffen und unsere attraktive Dividendenpolitik weiter fortsetzen.

Wien, am 2. August 2016

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

UMFELD UND RAHMENBEDINGUNGEN

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Die globale Weltwirtschaft wird sich 2016 zwar erholen, jedoch in geringerem Ausmaß als ursprünglich erwartet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner jüngsten Veröffentlichung für das laufende Jahr weltweit nur noch von einem Wachstum von 3,1% aus. Im Jänner hatten die Ökonomen noch eine Zunahme um 3,4% erwartet. Vor allem die Rezession einiger Schwellenländer, so etwa Brasilien, belastet die Märkte weltweit. Russland hat nach Einschätzung des IWF vor allem der niedrige Ölpreis, aber auch der Handelsstreit mit der EU in die Problemzone getrieben (IWF, Juli 2016).

Für die Eurozone geht der IWF derzeit nur noch von einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,5% aus – im Jänner hatte er noch mit einem Plus von 1,7% gerechnet. Insbesondere das Brexit-Votum der Briten könnte – nicht zuletzt wegen der dadurch ausgelösten und vermutlich andauernden Unsicherheiten – die wirtschaftliche Aktivität in Europa dämpfen. Die direkten und kurzfristigen Auswirkungen des Brexit konzentrieren sich zwar vor allem auf Großbritannien selbst, betreffen aber auch die großen britischen Handelspartner wie Irland und Deutschland. Insgesamt befindet sich die Eurozone laut IWF in einer ungewissen Situation, zudem haben die Risiken nach Einschätzung der Experten zugenommen. Neben dem geplanten EU-Austritt der Briten sieht der IWF auch die Flüchtlingskrise, die Sicherheitslage, die Schwäche der Banken sowie eine weitere Abkühlung der Weltwirtschaft als Faktoren, die das Wachstum in der Eurozone beeinträchtigen könnten (IWF, Juli 2016).

Nach übereinstimmender Einschätzung des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), des Instituts für Höhre Studien (IHS) und der Industriellenvereinigung wird die Auswirkung eines Brexit auf die österreichische Wirtschaft kaum wahrnehmbar sein. WIFO und IHS sahen deshalb zuletzt auch keinen Grund, ihre Prognosen zu revidieren. Demnach dürfte die österreichische Wirtschaft nach dem geringen Wachstum im Jahr 2015 in den Jahren 2016 und 2017 stärker expandieren. Die Vorlaufindikatoren geben zwar weiterhin keine nennenswerten Hinweise auf eine deutliche Konjunkturbelebung. Allerdings steigen aufgrund von Sonderfaktoren (Kalendereffekt, Steuerreform, Flüchtlingszustrom) die Konsumausgaben der privaten und öffentlichen Haushalte beträchtlich und stützen so das gesamtwirtschaftliche Wachstum. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in den Jahren 2016 und 2017 real um jeweils 1,7% zunehmen (WIFO, Juni 2016). In für Österreichs Wirtschaft bedeutsamen Märkten in Südost- und Osteuropa sollte das Wachstum nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher an Dynamik gewinnen. Der IWF erwartet für den CEE-Raum 2016 ein Wirtschaftswachstum von 3,5%. Für die Türkei (+3,8%), Rumänien (+4,2%) und Polen (+3,6%) werden durchgehend Wachstumsraten um die 4%-Marke erwartet (IWF, April 2016).

BRANCHENUMFELD

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen.

Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefs weiterhin an. Dieser globale Trend betrifft alle Postgesellschaften und ist im Kern wenig beeinflussbar. Insbesondere Kunden im öffentlichen Sektor, aber auch im Banken- und Versicherungsbereich versuchen, ihr Sendungsvolumen zu reduzieren, sodass die Österreichische Post weiterhin mit kontinuierlichen Rückgängen rechnet. Das Geschäft mit Werbesendungen hängt hingegen stark von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen zeigt dabei eine differenzierte Volumenentwicklung. Während einige Kundensegmente etwa durch zunehmende Aktivitäten der Online-Händler unter Druck stehen, verzeichnen andere Segmente Zuwächse. Aktuelle Studien zeigen, dass neben Online-Werbung in Zukunft auch Multi-Channel-Kommunikation und Dialogmarketing tendenziell an Bedeutung gewinnen werden.

Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings weiter. Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts ist wiederum wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden immer internationaler – und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen. Internationale Sendungen sind daher ein weiterer wichtiger Faktor für das Wachstum des europäischen Kurier-, Express- und Paketmarkts (KEP). Die Konzernunternehmen der Österreichischen Post in CEE profitieren zudem vom tendenziell dynamischeren Wirtschaftswachstum in dieser Region und ebenso vom Aufholbedarf im E-Commerce.

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft ist.

  • Die Österreichische Post ist seit der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Die Regulierungsbehörde hat – wie gesetzlich vorgesehen – im Jahr 2016 untersucht, ob auch andere Postdienstanbieter in der Lage sind, die in der gesetzlichen Universaldienstverpflichtung definierten Leistungen zu erbringen. Dies ist nicht der Fall.
  • Der Universaldienst beschränkt sich primär auf Postsendungen, die auf Basis der allgemeinen (nicht individuell ausverhandelten) Geschäftsbedingungen an den gesetzlich definierten Zugangs-

punkten abgegeben werden, also z. B. Post-Geschäftsstellen oder Briefkästen. Damit soll die Grundversorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Postdienstleistungen gesichert werden. Postdienste für Sendungen, die von Großkunden in Verteilzentren eingeliefert werden, zählen – mit Ausnahme von Zeitungen – nicht zum Universaldienst.

  • Mit 27. November 2015 trat eine Änderung des Postmarktgesetzes in Kraft, die es der Post ermöglicht, neben den Briefsendungen (mit strengen Laufzeitvorgaben) auch so genannte Non-Priority-Briefsendungen im Universaldienst anzubieten, deren Laufzeiten regelmäßig bis zu vier Tage betragen dürfen.
  • Die Regulierungsbehörde (Post-Control-Kommission und RTR Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH) hat mit 25. Juli 2016 eine Neuerung der Produktstruktur genehmigt, die mit 1. Jänner 2017 umgesetzt wird. Diese beinhaltet Adaptierungen bei Briefund Paketprodukten, insbesondere die Einführung eines neuen Produkts "Päckchen" für leichtgewichtige Sendungen.

GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE

VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im ersten Halbjahr 2016 fanden folgende wesentliche Unternehmensverkäufe statt:

Mit Stichtag 8. April 2016 wurden 100% der Anteile an den operativ tätigen trans-o-flex Gesellschaften verkauft und damit die Beherrschung über alle umfassten Tochterunternehmen beendet. Die neuen Eigentümer sind zu gleichen Teilen die Amberger Familien GbR (Alleingesellschafter der LOXXESS AG) und die Schoeller Group.

Die Änderungen im Konsolidierungskreis sind im Konzernanhang im Kapitel 3 vollständig dargestellt.

ERTRAGSLAGE

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post hat sich im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 103,9 Mio EUR auf 1.071,1 Mio EUR reduziert. Dies war zur Gänze auf den Verkauf des Tochterunternehmens trans-o-flex zurückzuführen. Bereinigt um die abgegebene trans-o-flex konnte im Periodenvergleich eine Umsatzsteigerung von 0,6% im ersten

Halbjahr 2016 und von 2,3% im zweiten Quartal 2016 erzielt werden. Das Paketgeschäft zeigte bereinigt um die trans-o-flex in den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von 3,7%, während sich die Umsatzerlöse in der Division Brief, Werbepost & Filialen stabil entwickelten.

1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).

UMSATZ NACH DIVISIONEN

Mio EUR H1 20151 H1 2016 Veränderung
%
Mio EUR
Q2 20151 Q2 2016
Konzernumsatz 1.175,0 1.071,1 –8,8% –103,9 575,1 478,3
Konzernumsatz ohne trans-o-flex 930,4 936,3 0,6% 5,8 456,2 466,6
Brief, Werbepost & Filialen 738,0 736,8 –0,2% –1,3 360,5 366,3
Paket & Logistik 436,9 334,3 –23,5% –102,6 214,5 112,1
Corporate 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Kalenderwerktage in Österreich 122 124 60 62

1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).

Mit 68,8% entfiel der wesentliche Anteil des Konzernumsatzes in den ersten sechs Monaten 2016 auf die Division Brief, Werbepost & Filialen. Der Umsatz der Division reduzierte sich im Berichtszeitraum leicht um 0,2% auf 736,8 Mio EUR. Im zweiten Quartal 2016 erhöhte er sich jedoch um 1,6%. Während der Basistrend der E-Substitution, also des Ersatzes des klassischen Briefs durch elektronische Kommunikationsformen, weiter anhält, lieferten Wahlen höhere Umsatzbeiträge als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 31,2% des Konzernumsatzes. Der hier im ersten Halbjahr 2016 verzeichnete Rückgang von 23,5% auf 334,3 Mio EUR war zur Gänze auf den Abgang des deutschen Tochterunternehmens trans-o-flex zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Umsatzerlöse der trans-o-flex stieg der Divisionsumsatz um 3,7%. Treiber dieser Entwicklung war vor allem der weiterhin anhaltende Trend zum Online-Shopping, der ungeachtet des zunehmenden Wettbewerbs in diesem Segment zu einem Anstieg bei den Privatkundenpaketen führte.

In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden im ersten Halbjahr 2016 80,6% des Umsatzes in Österreich, 14,4% in Deutschland und 5,1% in Südost- und Osteuropa erwirtschaftet.

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION BRIEF, WERBEPOST & FILIALEN

Mio EUR H1 2015 H1 2016 Veränderung
%
Mio EUR
Q2 2015 Q2 2016
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) 738,0 736,8 –0,2% –1,3 360,5 366,3
Briefpost & Mail Solutions 400,7 403,5 0,7% 2,8 194,3 198,6
Werbepost 210,2 206,2 –1,9% –4,0 101,1 103,3
Medienpost 69,6 70,4 1,1% 0,8 36,0 36,1
Filialdienstleistungen 57,5 56,7 –1,5% –0,9 29,1 28,3
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) 40,3 41,9 4,0% 1,6 19,9 20,6
Umsatzerlöse gesamt 778,4 778,7 0,0% 0,3 380,5 386,9

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 736,8 Mio EUR stammt zu 54,8% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 28,0% aus Werbepost und zu 9,6% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 7,7% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet. Der Divisionsumsatz ist in der Regel stark von Wahleffekten beeinflusst. Während es im ersten Quartal der aktuellen Berichtsperiode keine Umsatzeffekte aus Wahlen gab, wurden im zweiten Quartal 2016 Umsatzbeiträge in Höhe von 11,5 Mio EUR generiert – im Vergleich zu 5,5 Mio EUR im ersten Halbjahr 2015. Darüber hinaus zählte die Berichtsperiode zwei zusätzliche Kalenderwerktage.

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2016 mit 403,5 Mio EUR um 0,7% über dem Niveau des Vorjahres, im zweiten Quartal 2016 wurde in diesem Bereich sogar ein Umsatzplus von 2,2% verzeichnet. Dies resultierte vor allem aus den bereits erwähnten positiven Umsatzeffekten aus Wahlen sowie zwei zusätzlichen Kalenderwerktagen. Gegenläufig dazu hält der Basistrend der elektronischen Substitution weiter an. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die E-Substitution sogar leicht verstärkt und liegt mit minus 5% auf einem höheren Niveau als in den letzten Jahren.

Im Bereich Werbepost lagen die Umsätze in den ersten sechs Monaten 2016 mit 206,2 Mio EUR um 1,9% unter dem Vorjahreswert. Während hier im ersten Quartal 2016 ein Rückgang verzeichnet wurde, konnte im zweiten Quartal 2016 ein Umsatzanstieg von 2,2% verbucht werden. Diese positive Entwicklung ist ebenfalls auf höhere Umsatzbeiträge aus Wahlen zurückzuführen. Umsatzmindernd wirkte sich mit insgesamt 2,8 Mio EUR hingegen der Verkauf und die Entkonsolidierung zweier Briefgesellschaften in Ungarn und in der Slowakei im Jahr 2015 aus. Generell ist dieses Geschäftsfeld vom konjunkturellen Umfeld und den Werbeaktivitäten der Kunden beeinflusst und daher größeren Schwankungen unterworfen. Dabei zeigt sich auch eine differenzierte Volumenentwicklung einzelner Werbekunden. Speziell die Werbeaktivitäten der Handelsunternehmen entwickelten sich vor allem im unadressierten Bereich in der Berichtsperiode positiv, während bei adressierten Werbesendungen Rückgänge verzeichnet wurden.

Der Umsatz mit Medienpost zeigte im ersten Halbjahr 2016 einen Anstieg von 1,1% auf 70,4 Mio EUR (Q2 2016: +0,2%), während sich der Umsatz im Bereich Filialdienstleistungen um 1,5% auf 56,7 Mio EUR verringerte. Im zweiten Quartal 2016 wurde eine positive Entwicklung bei Mobilfunkprodukten durch eine Änderung des Verrechnungsmodells bei Mobilfunkprodukten kompensiert. Dies führte in Summe zu einem Rückgang von 2,9%.

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION PAKET & LOGISTIK

Mio EUR H1 20151 H1 2016 % Veränderung
Mio EUR
Q2 20151 Q2 2016
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) 436,9 334,3 –23,5% –102,6 214,5 112,1
Paket Premium 323,7 227,5 –29,7% –96,2 158,5 60,6
Paket Standard 95,6 90,3 –5,6% –5,4 47,2 44,2
Paket Sonstige Leistungen 17,6 16,6 –5,7% –1,0 8,8 7,3
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) ohne trans-o-flex 192,4 199,5 3,7% 7,1 95,7 100,3
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) 3,8 5,4 42,3% 1,6 1,8 2,7
Umsatzerlöse gesamt 440,7 339,8 –22,9% –101,0 216,3 114,7

1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).

Der Umsatz der Division Paket & Logistik reduzierte sich im ersten Halbjahr 2016 aufgrund des bereits erwähnten Verkaufs des Tochterunternehmens trans-o-flex um 23,5% auf 334,3 Mio EUR. Bereinigt um die Umsatzerlöse der trans-o-flex wurde im Periodenvergleich ein Umsatzanstieg von 3,7% im ersten Halbjahr 2016 und von 4,9% im zweiten Quartal 2016 erzielt.

Der Großteil des Divisionsumsatzes entfiel auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dieser verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2016 ohne Berücksichtigung der trans-o-flex einen Umsatzanstieg von 14,7% (Q2 2016: +17,6%). Neben einer guten Entwicklung des Paketgeschäfts mit Business-Kunden in Österreich waren dabei vor allem bei höherwertigen Paketen für Privatkunden überdurchschnittliche Steigerungen zu verbuchen.

Die Umsätze des Bereichs Paket Standard – es umfasst vorrangig Standard-Sendungen an Privatkunden in Österreich – gaben aufgrund verstärkten Wettbewerbs sowie des Trends zu Premium-Produkten um 5,6% auf 90,3 Mio EUR nach.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie z. B. Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte beinhaltet, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 16,6 Mio EUR generiert. Dies entspricht einem Rückgang von 5,7%, der vor allem auf den Verkauf des Tochterunternehmens trans-o-flex zurückging.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im ersten Halbjahr 2016 39% der Divisionsumsätze in Deutschland generiert wurden, 49% der Umsätze entfielen auf Österreich und 11% auf die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. Während sich die Österreichische Post von ihrer deutschen Tochtergesellschaft trans-o-flex im April 2016 trennte, entwickelte sich das Geschäft in Österreich trotz starken Wettbewerbs (+1,9%) sowie in den CEE-Märkten (+3,1%) positiv.

Hinsichtlich der Beteiligung am türkischen Paketdienstleister Aras Kargo hat die Österreichische Post ein Call-Option-Verfahren eingeleitet, um weitere 50% der Anteile an der Gesellschaft zu erwerben. Es gibt jedoch Auffassungsunterschiede hinsichtlich der Umsetzung des Optionsvertrages sowie der Bewertung der Anteile mit dem derzeitigen Mehrheitseigentümer, sodass die Österreichische Post bis auf weiteres den 25%-Anteil so wie bisher at Equity bilanzieren wird.

Ergebnisentwicklung

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Mio EUR H1 20151 H1 2016 % Veränderung
Mio EUR
Q2 20151 Q2 2016
Umsatzerlöse 1.175,0 1.071,1 –8,8% –103,9 575,1 478,3
Sonstige betriebliche Erträge 32,8 36,2 10,4% 3,4 16,4 12,7
Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen
–360,0 –286,3 20,5% 73,7 –177,5 –103,1
Personalaufwand –551,8 –545,3 1,2% 6,5 –270,1 –258,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen –156,0 –139,1 10,8% 16,9 –79,7 –61,9
Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
–0,2 0,6 >100,0% 0,8 0,4 0,5
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen)
139,7 137,2 –1,8% –2,6 64,6 67,8
Abschreibungen –43,2 –38,5 10,8% 4,7 –22,0 –20,2
EBIT (Ergebnis vor Zinsen
und Steuern)
96,5 98,6 2,2% 2,1 42,6 47,6
Sonstiges Finanzergebnis 3,4 –0,5 <–100,0% –3,9 –0,1 –0,3
EBT (Ergebnis vor Steuern) 99,9 98,1 –1,7% –1,7 42,5 47,3
Ertragsteuern –22,5 –24,4 –8,3% –1,9 –8,9 –12,2
Periodenergebnis 77,4 73,8 –4,7% –3,6 33,6 35,1
Ergebnis je Aktie (EUR)2 1,14 1,09 –4,6% –0,05 0,50 0,52

Die Darstellung der Umsatzerlöse sowie der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen der Division Paket & Logistik wurden angepasst.

Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).

Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte sich im Periodenvergleich aufgrund des Verkaufs der trans-o-flex von 360,0 Mio EUR auf 286,3 Mio EUR. Dabei kam es allerdings bei den bezogenen Leistungen zu einem Anstieg, der insbesondere durch das gestiegene internationale Geschäftsvolumen bedingt war.

Der Personalaufwand der Österreichischen Post belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf 545,3 Mio EUR und verringerte sich damit um 1,2%. Während der Verkauf der trans-o-flex den Personalaufwand reduzierte, verursachte eine Anpassung der Rechnungszinssätze diverser Personalrückstellungen im ersten Halbjahr eine Ergebnisbelastung von 14,6 Mio EUR – im Vergleich zu 3,0 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die im Personalaufwand inkludierten operativen Personalaufwendungen lagen aufgrund der abgegebenen trans-o-flex um 2,4% unter dem Vorjahresniveau. In Summe beschäftigte der Österreichische Post Konzern im Periodendurchschnitt des ersten Halbjahres 2016 22.092 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) im Vergleich zu 23.343 Mitarbeitern im ersten Halbjahr 2015.

Zusätzlich zu den laufenden operativen Personalaufwendungen umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter in Österreich

zurückzuführen sind. Neben der bereits beschriebenen Anpassung der Parameter für verzinsliche Rückstellungen lagen die Abfertigungsaufwendungen in der Berichtsperiode bei 10,3 Mio EUR im Vergleich zu 11,0 Mio EUR im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum mit 36,2 Mio EUR um 10,4% über dem Niveau des Vorjahres, während sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 10,8% auf 139,1 Mio EUR reduzierten. Beide Abweichungen sind vor allem auf die Abgabe der Tochtergesellschaft trans-o-flex zurückzuführen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrug 0,6 Mio EUR nach minus 0,2 Mio EUR im ersten Halbjahr 2015. Diese Position beinhaltet einen positiven Ergebnisbeitrag der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s., aber auch einen negativen Ergebnisbeitrag des deutschen Start-up-Unternehmens AEP GmbH.

Insgesamt reduzierte sich das EBITDA im ersten Halbjahr 2016 um 1,8% bzw. 2,6 Mio EUR auf 137,2 Mio EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 12,8%, die damit um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert liegt. Im zweiten Quartal 2016 stieg das EBITDA um 4,9% auf 67,8 Mio EUR.

Die Abschreibungen lagen in der Berichtsperiode – vor allem aufgrund des Wegfalls der trans-o-flex – mit 38,5 Mio EUR um 4,7 Mio EUR unter dem Vergleichswert 2015. Gegenläufig wirkte sich hier eine Wertminderung des Firmenwerts der Tochtergeselschaft PostMaster s.r.l., Rumänien, im Ausmaß von 2,0 Mio EUR aus. Per Saldo lag das EBIT für die ersten sechs Monate 2016 bei 98,6 Mio EUR und damit um 2,2% über dem Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 8,2% auf 9,2%. Im zweiten Quartal 2016 stieg das EBIT sogar um 11,7% auf 47,6 Mio EUR.

Das Finanzergebnis reduzierte sich von 3,4 Mio EUR auf minus 0,5 Mio EUR, im Wesentlichen zurückzuführen auf einen Sonder - effekt von 3,3 Mio EUR aus der vorzeitigen Auflösung einer Cross-Border-Leasingtransaktion bezüglich diverser Postsortieranlagen im März 2015. Damit lag das Ergebnis vor Steuern in den ersten sechs Monaten 2016 bei 98,1 Mio EUR nach 99,9 Mio EUR im Vorjahr. Der Steueraufwand stieg – als Folge der geänderten steuerlichen Gesetzgebung – um 8,3% auf 24,4 Mio EUR. Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 73,8 Mio EUR nach 77,4 Mio EUR im Vorjahr. Damit lag das unverwässerte Ergebnis pro Aktie in den ersten sechs Monaten 2016 bei 1,09 EUR.

EBITDA UND EBIT NACH DIVISIONEN

Mio EUR H1 2015 H1 2016 % Veränderung
Mio EUR
Marge
H1 2016
Q2 2015 Q2 2016
EBITDA Gesamt 139,7 137,2 –1,8% –2,6 12,8% 64,6 67,8
Brief, Werbepost & Filialen 161,4 161,5 0,1% 0,1 20,7% 76,9 81,8
Paket & Logistik 23,1 22,5 –2,7% –0,6 6,6% 10,8 11,9
Corporate/Konsolidierung –44,8 –46,8 –4,4% –2,0 –23,1 –25,9
EBIT Gesamt 96,5 98,6 2,2% 2,1 9,2% 42,6 47,6
Brief, Werbepost & Filialen 145,4 143,2 –1,5% –2,2 18,4% 68,8 71,7
Paket & Logistik 12,5 16,9 35,4% 4,4 5,0% 5,3 9,2
Corporate/Konsolidierung –61,4 –61,5 –0,2% –0,1 –31,5 –33,2

Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen im ersten Halbjahr 2016 ein im Vergleich zum Vorjahr stabiles EBITDA von 161,5 Mio EUR, das die gute Umsatzentwicklung sowie die hohe Kostendisziplin widerspiegelte. Das Divisions-EBIT lag mit 143,2 Mio EUR um 1,5% bzw. 2,2 Mio EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieser Rückgang ist primär auf die Firmenwertabschreibung der rumänischen Beteiligung PostMaster s.r.l. im Ausmaß von 2,0 Mio EUR zurückzuführen.

Die Division Paket & Logistik erzielte in den ersten sechs Monaten 2016 ein EBITDA von 22,5 Mio EUR nach 23,1 Mio EUR im Vorjahr. Das EBIT verbesserte sich durch den Verkauf der trans-o-flex von 12,5 Mio EUR auf 16,9 Mio EUR.

Die Division Corporate (inkl. Konsolidierung) enthält Aufwendungen zentraler Einheiten des Konzerns, die nicht weiterverrechnet werden, sowie zugeordnete Personalrückstellungen und Vorsorgen. Darüber hinaus beinhaltet die Division die Bereiche Innovationsmanagement und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Das EBIT der Division Corporate blieb mit minus 61,5 Mio EUR stabil, obwohl die bereits erwähnte Parameteranpassung für verzinsliche Personalrückstellung, die zu Aufwendungen von insgesamt 14,6 Mio EUR führte, sich mit 9,9 Mio EUR in der Division Corporate ergebnismindernd auswirkte.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag zum 30. Juni 2016 bei 1.458,2 Mio EUR. Aktivseitig bildeten Sachanlagen in Höhe von 566,3 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem gab es immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 21,9 Mio EUR. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind mit Ende des ersten Halbjahres 2016 mit 56,2 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen nahmen Forderungen mit 267,8 Mio EUR die größte Bilanzposition ein. Zudem verfügte die Österreichische Post mit 229,1 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. Juni 2016 bei 39,3% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 573,7 Mio EUR. Die langfristigen Schulden lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 390,6 Mio EUR, die kurzfristigen Schulden bei 493,9 Mio EUR. Die in den Schulden enthaltenen Rückstellungen beliefen sich mit Ende Juni 2016 auf insgesamt 514,6 Mio EUR. Davon entfielen 187,3 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich per 30. Juni 2016 auf 163,1 Mio EUR.

Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 289,8 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 229,1 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 60,7 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 4,8 Mio EUR gegenüber.

BILANZSTRUKTUR NACH POSITIONEN

Mio EUR 31.12.2015 30.06.2016 Struktur
30.06.2016
Aktiva
Sachanlagen 571,9 566,3 38,8%
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte 83,0 78,1 5,4%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 60,5 65,8 4,5%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 53,2 53,0 3,6%
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 409,3 391,9 26,9%
Andere finanzielle Vermögenswerte 71,8 74,0 5,1%
davon Wertpapiere 57,2 60,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 299,6 229,1 15,7%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 63,8 0,0 0,0%
1.613,0 1.458,2 100,0%
Passiva
Eigenkapital 641,7 573,7 39,3%
Rückstellungen 516,6 514,6 35,3%
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 12,6 4,8 0,3%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 372,1 365,2 25,0%
Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 70,0 0,0 0,0%
1.613,0 1.458,2 100,0%

CASHFLOW

H1 2015
Mio EUR
H1 2016
Cashflow aus dem Ergebnis
151,8
138,3
Cashflow aus Geschäftstätigkeit
107,7
109,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit
16,8
–39,3
davon CAPEX
–32,0
–38,5
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen
–3,3
1,1
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren
–10,0
–3,1
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit
62,1
1,2
Free Cashflow
124,4
70,0
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren
137,7
72,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–131,4
–141,0
Veränderung des Finanzmittelbestands
–6,9
–71,0

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Halbjahr 2016 138,3 Mio EUR nach 151,8 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Zurückzuführen ist diese Differenz vor allem auf erhöhte Steuerzahlungen. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit lag mit 109,3 Mio EUR hingegen leicht über dem Wert des Vorjahres von 107,7 Mio EUR. Positiv wirkte sich hier vor allem der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus, der den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensieren konnte.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten 2016 einen Wert von minus 39,3 Mio EUR im Vergleich zu plus 16,8 Mio EUR im Vorjahr. Diese Abweichung resultierte vor allem aus dem Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale im ersten Wiener Gemeindebezirk, für die der Restkaufpreis in Höhe von 60,0 Mio EUR im ersten Quartal 2015 beglichen worden war. Die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) lagen im ersten Halbjahr 2016 mit 38,5 Mio EUR über dem Wert des Vorjahres von 32,0 Mio EUR. In diesen Sachanlageinvestitionen sind auch Zahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale in Höhe von 19,1 Mio EUR enthalten. Cashflow-mindernd wirkten sich in der Berichtsperiode zudem diverse Wertpapierbewegungen im Ausmaß von 3,1 Mio EUR aus, im Vergleich zu 10,0 Mio EUR im Vorjahr.

Insgesamt lag der Free Cashflow in der Berichtsperiode bei 70,0 Mio EUR nach 124,4 Mio EUR im Vorjahr. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapierveränderungen erreichte 72,1 Mio EUR. Die Differenz zum Vorjahr ist mit der bereits erwähnten Restkaufpreiszahlung der alten Unternehmenszentrale im Jahr 2015 zu erklären. Bereinigt um diesen Sondereffekt sowie die Auszahlungen für die neue Unternehmenszentrale beträgt der operative Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und sonstigem Cashflow aus Investitionstätigkeit 89,9 Mio EUR im ersten Halbjahr 2016 nach 86,8 Mio EUR im Vorjahr.

Investitionen

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten sechs Monaten 2016 35,8 Mio EUR und lagen damit um 2,4 Mio EUR über jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres. Während davon 1,0 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 34,8 Mio EUR. Schwerpunkte des Investitionsprogramms bildeten in der Berichtsperiode neben Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung auch Investitionen in den Bau der neuen Unternehmenszentrale.

MITARBEITER

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns (umgerechnet in Vollzeitkräfte) lag im ersten Halbjahr 2016 bei 22.092 Personen. Dies entspricht einer Reduktion des

Personalstands gegenüber der Vergleichsperiode um 1.252 Mitarbeiter und ist hauptsächlich auf den Abgang des deutschen Tochterunternehmens trans-o-flex zurückzuführen. Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.325 Vollzeitkräfte).

MITARBEITER NACH DIVISIONEN

Periodendurchschnitt
in Vollzeitkräften
H1 2015 H1 2016 Anteil %
H1 2016
Brief, Werbepost & Filialen 16.736 16.313 73,8%
Paket & Logistik 4.751 3.892 17,6%
Corporate 1.857 1.887 8,5%
Gesamt 23.343 22.092 100,0%

EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode am 30. Juni 2016 bekannt.

WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN

Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontroll system und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2015 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2015, Finanzbericht, Konzernlagebericht Kapitel 7 und 8, Konzernabschluss Kapitel 10.2).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches

Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen ersetzt.

Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig verstärken jedoch die Mitbewerber ihre Aktivitäten, um an diesem Marktwachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage auswirken.

Da die Produkt- und Preisgestaltung diverser Handelswaren, z. B. von Telekommunikationsprodukten und Finanzdienstleistungen, von Systempartnern gesteuert wird, hat dies Einfluss auf die Umsatzentwicklung der jeweiligen Produktgruppen im Filialnetz der Österreichischen Post.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen bzw. zur Anpassung von Wertansätzen führen. Risiken außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit betreffen vor allem diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen sowie die Nutzung technischer Systeme. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHEN-DEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

In ersten Halbjahr 2016 fanden keine wesentlichen Veränderungen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2015 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2015, Finanzbericht, Konzernabschluss Kapitel 11.3)

AUSBLICK 2016

Die aktuellen Trends und die gute Performance im zweiten Quartal 2016 veranlassen die Österreichische Post, ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2016 unverändert beizubehalten. Damit peilt sie auf Basis des aktuellen Geschäftsportfolios für das Gesamtjahr 2016 weiterhin einen Umsatz von 2,0 Mrd EUR an, nachdem die deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex per 8. April 2016 veräußert und entkonsolidiert wurde.

Während das Volumen adressierter Briefe kontinuierlich rückläufig ist, zeigt das primär vom E-Commerce getriebene Paketgeschäft eine ungebrochen positive Entwicklung. Im Briefgeschäft rechnet die Österreichische Post angesichts der fortschreitenden Substitution adressierter Sendungen durch elektronische Kommunikation weiterhin mit Volumenrückgängen von ca. 5% p. a. Das Volumen im Werbegeschäft wird weiterhin eine differenzierte Entwicklung in einzelnen Kundenbranchen und Produktgruppen zeigen. In der Division Paket & Logistik geht das insgesamt starke Marktwachstum Hand in Hand mit verstärktem Wettbewerb und neuen innovativen Kundenlösungen.

Effizienzsteigerung und Sicherung der Ergebnisqualität

Auch die Ergebnisprognose der Österreichischen Post bleibt unverändert. Auf Basis der aktuellen Trends und Entwicklungen sollte es 2016 gelingen, ein stabiles operatives Ergebnis mit einem EBIT auf dem Niveau des Jahres 2015 zu erwirtschaften. Sowohl in der Brief- als auch in der Paketlogistik werden laufend Strukturen und Prozesse zur weiteren Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung optimiert. Daneben gilt es, das Serviceangebot der Österreichischen Post noch attraktiver zu gestalten. So wird die Post ihr Leistungsportfolio Anfang 2017 erweitern, um den nationalen und internationalen E-Commerce-Versendern noch bessere und einfachere Vertriebsmöglichkeiten zu bieten. Es wird die Möglichkeit geschaffen, ein so genanntes "Päckchen" zu versenden – als optimale Lösung zwischen einem klassischen Brief und einem gesicherten Paket. Das "Päckchen" ist so einfach handzuhaben wie ein Brief, bietet aber dennoch die beliebte "Track & Trace"-Sendungsverfolgung eines Pakets. Sowohl innovative Lösungen als auch strukturelle Veränderungen sind notwendig, um das Geschäftsmodell des Unternehmens stetig weiterzuentwickeln. Ziel der Österreichischen Post ist es, nach 2016 auch 2017 ein stabiles operatives Ergebnis zu erzielen.

Stabilität auch bei Investitionen und attraktiver Dividendenpolitik

Den erwirtschafteten operativen Cashflow wird die Österreichische Post weiterhin umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen einsetzen. In diesem Sinn sind auch 2016 Sachanlageninvestitionen (CAPEX) in Höhe von 70 bis 80 Mio EUR in Sortiertechnik, Logistik und Kundenlösungen geplant. Darüber hinaus wird der Bau der neuen Unternehmenszentrale im 3. Wiener Gemeindebezirk zügig realisiert und 2017 fertiggestellt. Die für das Gesamtjahr 2016 erwartete Cashflow-Entwicklung sollte der Österreichischen Post zudem die Fortsetzung ihrer attraktiven Dividendenpolitik ermöglichen.

Wien, am 2. August 2016

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2016

Mio EUR H1 2015
angepasst1
H1 2016 Q2 2015
angepasst1
Q2 2016
Umsatzerlöse 1.175,0 1.071,1 575,1 478,3
Sonstige betriebliche Erträge 32,8 36,2 16,4 12,7
Gesamte betriebliche Erträge 1.207,8 1.107,3 591,5 491,0
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –360,0 –286,3 –177,5 –103,1
Personalaufwand –551,8 –545,3 –270,1 –258,8
Abschreibungen –43,2 –38,5 –22,0 –20,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –156,0 –139,1 –79,7 –61,9
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.111,1 –1.009,2 –549,3 –444,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 96,7 98,1 42,2 47,1
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,2 0,6 0,4 0,5
Finanzerträge 5,6 2,0 1,0 0,9
Finanzaufwendungen –2,3 –2,5 –1,1 –1,2
Sonstiges Finanzergebnis 3,4 –0,5 –0,1 –0,3
Finanzergebnis 3,2 0,1 0,4 0,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 99,9 98,1 42,5 47,3
Ertragsteuern –22,5 –24,4 –8,9 –12,2
Periodenergebnis 77,4 73,8 33,6 35,1
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 77,3 73,8 33,6 35,1
Nicht beherrschende Anteile 0,1 0,0 0,1 0,0

1 Anpassungen siehe Punkt 2.2 Änderungen von Bilanzierungsmethoden und Anpassung der Vorjahreszahlen

ERGEBNIS JE AKTIE

EUR H1 2015 H1 2016 Q2 2015 Q2 2016
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,14 1,09 0,50 0,52
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,14 1,09 0,50 0,52

GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2016

Mio EUR H1 2015 H1 2016 Q2 2015 Q2 2016
Periodenergebnis 77,4 73,8 33,6 35,1
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe 0,9 0,2 –0,4 –0,2
Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
–0,7 0,5 –0,3 0,4
Steuereffekt auf Zeitwertänderungen 0,2 –0,1 0,1 –0,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
–2,2 –0,4 –3,1 0,1
Summe der Posten, die umgegliedert werden können –1,8 0,1 –3,7 0,3
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 0,4 –13,1 3,9 –7,0
Steuereffekt auf Neubewertung –0,1 3,3 –1,0 1,7
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 –0,2 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden 0,3 –10,0 2,9 –5,2
Sonstiges Ergebnis –1,6 –9,9 –0,8 –5,0
Gesamtperiodenergebnis 75,8 63,9 32,9 30,2
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 75,7 63,8 32,8 30,1
Nicht beherrschende Anteile 0,1 0,0 0,1 0,0

KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2016

Mio EUR
31.12.2015
30.06.2016
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Geschäfts- oder Firmenwerte
58,2
56,2
Immaterielle Vermögenswerte
24,8
21,9
Sachanlagen
571,9
566,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
60,5
65,8
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
53,2
53,0
Andere finanzielle Vermögenswerte
36,8
43,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
11,4
12,1
Latente Steueransprüche
92,9
96,0
909,6 914,4
Kurzfristiges Vermögen
Andere finanzielle Vermögenswerte
35,0
30,9
Vorräte
15,9
15,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
288,8
267,8
Ertragsteuererstattungsansprüche
0,3
0,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
299,6
229,1
639,6 543,8
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
63,8
0,0
1.613,0 1.458,2
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
337,8
337,8
Kapitalrücklagen
91,0
91,0
Gewinnrücklagen
238,2
179,8
Andere Rücklagen
–25,5
–35,0
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens
641,5
573,5
Nicht beherrschende Anteile
0,2
0,1
641,7 573,7
Langfristige Schulden
Rückstellungen
355,9
363,4
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
4,5
4,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
23,7
22,5
Latente Steuerverbindlichkeiten
0,9
0,7
384,9 390,6
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen
160,7
151,2
Ertragsteuerverbindlichkeiten
14,4
18,6
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
8,1
0,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
333,2
323,4
516,3 493,9
Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
70,0
0,0
1.613,0 1.458,2

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2016

Mio EUR
H1 2015
H1 2016
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern
99,9
98,1
Abschreibungen
43,2
38,5
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,2
–0,6
Rückstellungen unbar
22,5
43,8
Gezahlte Steuern
–11,6
–20,3
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
–2,4
–21,3
Cashflow aus dem Ergebnis
151,8
138,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
–6,8
25,2
Vorräte
0,8
1,1
Rückstellungen
–46,4
–46,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
8,3
–8,9
Cashflow aus Geschäftstätigkeit
107,7
109,3
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
–1,7
–1,8
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
–32,0
–38,5
Einzahlungen aus Anlagenverkäufen
62,4
2,2
Erwerb von Tochterunternehmen
–1,8
–0,5
Verkauf von Tochterunternehmen
0,0
2,3
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
–1,5
–0,4
Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,0
0,1
Erwerb von Wertpapieren
–10,0
–6,0
Erwerb von sonstigen Finanzinstrumenten
0,0
–0,4
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
0,0
2,9
Gewährte Darlehen
–0,2
–1,5
Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,1
0,0
Erhaltene Zinsen
1,4
2,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit
16,8
–39,3
Free Cashflow
124,4
70,0
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten
0,9
–8,5
Ausschüttungen
–131,8
–132,0
Gezahlte Zinsen
–0,5
–0,3
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
0,0
–0,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–131,4
–141,0
Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands
–6,9
–71,0
Finanzmittelbestand am 1. Jänner
264,1
300,1
Finanzmittelbestand am 30. Juni
257,2
229,1

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2015

H1 2015
Mio EUR
Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neube-
wertungs -
rück lage
Andere Rücklagen
Markt-
bewer-
tungs-
rücklage
Währungs
umrech-
nungs-
rücklage
Eigenkapital
der Aktionäre
des Mutter
unterneh
mens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigenkapital
Stand am 1. Jänner 2015 337,8 130,5 260,3 –17,3 –0,5 –8,8 702,0 0,7 702,7
Sukzessiver Erwerb eines
Tochterunternehmens
0,0 0,0 –0,3 0,0 0,0 0,0 –0,3 0,1 –0,3
Verkauf einer nach der
Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlage
0,0 0,0 –0,9 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –131,7 0,0 0,0 0,0 –131,7 –0,6 –132,3
Perioden ergebnis 0,0 0,0 77,3 0,0 0,0 0,0 77,3 0,1 77,4
Währungsumrechnungs
differenzen – ausländische
Geschäftsbetriebe
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,3 0,0 0,3
Währungsumrechnungs
differenzen – Umgliederung
in den Gewinn oder Verlust
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,6 0,6 0,0 0,6
Zeitwertänderungen von zur
Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
0,0 0,0 0,0 0,0 –0,7 0,0 –0,7 0,0 –0,7
Neubewertung von
leistungsorientierten
Verpflichtungen
0,0 0,0 0,0 0,4 0,0 0,0 0,4 0,0 0,4
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –2,8 –2,8 0,0 –2,8
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen –
Umgliederung in den Gewinn
oder Verlust 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5 0,0 0,5
Steuereffekt 0,0 0,0 0,0 –0,1 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,3 –0,5 –1,3 –1,6 0,0 –1,6
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 77,3 0,3 –0,5 –1,3 75,7 0,1 75,8
Stand am 30. Juni 2015 337,8 130,5 204,6 –16,2 –1,0 –10,1 645,7 0,3 646,0

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2016

H1 2016
Mio EUR
Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neube-
wertungs -
rück lage
Andere Rücklagen
Markt-
bewer-
tungs-
rücklage
Währungs
umrech-
nungs-
rücklage
Eigenkapital
der Aktionäre
des Mutter
unterneh
mens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigenkapital
Stand am 1. Jänner 2016 337,8 91,0 238,2 –12,5 0,2 –13,2 641,5 0,2 641,7
Sukzessiver Erwerb eines
Tochterunternehmens
0,0 0,0 –0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0
Verkauf von
Tochterunternehmen
0,0 0,0 –0,4 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –131,7 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,2 0,0
Perioden ergebnis 0,0 0,0 73,8 0,0 0,0 0,0 73,8 0,0 73,8
Währungsumrechnungs
differenzen – ausländische
Geschäftsbetriebe
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,2 0,0 0,2
Zeitwertänderungen von zur
Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5 0,0 0,5
Neubewertung von
leistungsorientierten
Verpflichtungen
0,0 0,0 0,0 –13,1 0,0 0,0 –13,1 0,0 –13,1
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 –0,2 0,0 –0,4 –0,7 0,0 –0,7
Steuereffekt 0,0 0,0 0,0 3,3 –0,1 0,0 3,2 0,0 3,2
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –10,0 0,3 –0,2 –9,9 0,0 –9,9
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 73,8 –10,0 0,3 –0,2 63,8 0,0 63,9
Stand am 30. Juni 2016 337,8 91,0 179,8 –22,2 0,5 –13,4 573,5 0,1 573,7

KONZERNANHANG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2016

1 GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2016 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2016 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch.

Der Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis des IAS 34 Zwischenabschlüsse erstellt. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 zugrunde liegen. Es wird auf die Ausführungen im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 verwiesen.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts Anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

2 ÄNDERUNGEN IN DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

2.1 Verpflichtend angewandte neue und geänderte International Financial Reporting Standards

Im ersten Halbjahr 2016 wurden nachfolgende geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG.

Verpflichtend angewandte geänderte Standards
Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 01.02.2015
Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2010–2012 01.02.2015
Landwirtschaft: fruchttragende Gewächse 01.01.2016
Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 01.01.2016
Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 01.01.2016
Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2012–2014 01.01.2016
Disclosure Initiative 01.01.2016
Equity Methode in separaten Abschlüssen 01.01.2016

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen Die Änderung des IAS 19 – Leistungsorientierte Pläne stellt klar, dass Arbeitnehmerbeiträge nach wie vor in jener Periode vom Dienstzeitaufwand abgezogen werden können, in der die entsprechende Dienstzeit erbracht wurde, wenn der Betrag der Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre ist.

Die Änderungen an IAS 16 – Sachanlagen und IAS 38 – Immaterielle Vermögenswerte stellen klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen zulässig sind.

Die Änderung des IFRS 11 – Gemeinsame Vereinbarungen regelt die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinn des IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen Fällen die Angabepflichten des IFRS 3.

Die Änderungen an IAS 1 enthalten die Klarstellung, dass Anhangangaben nicht durch Aggregation oder unwesentliche Informationen verschleiert werden sollen. Des Weiteren erfolgt die Klarstellung, wie Anteile am sonstigen Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Die Reihenfolge der Angaben soll nicht mehr nach einer bestimmten Reihenfolge, sondern in Erwägung von Verständlichkeit und Vergleichbarkeit erfolgen.

Mit der Änderung des IAS 27 – Einzelabschlüsse wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an anderen Unternehmen in separaten Abschlüssen wieder zugelassen.

2.2 Änderungen von Bilanzierungsmethoden und Anpassung der Vorjahreszahlen

Infolge der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angeführten Änderung der Bilanzierungsmethoden ergeben sich folgende Anpassungen der Vorjahreszahlen des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2016:

Die Auswirkungen der Anpassung auf die Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar:

H1 2015 Q2 2015
–3,9 –1,9
–3,9 –1,9
–3,9 –1,9
–3,9 –1,9
0,0 0,0

Die Auswirkungen der Anpassung auf die Segmentberichterstattung stellen sich wie folgt dar:

H1 2015
Mio EUR
Paket & Logistik Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten –3,9 –3,9
Umsatzerlöse gesamt –3,9 –3,9

Aus dieser Änderung ergeben sich keine Auswirkungen auf die Konzernbilanz und das Konzern-Cashflow-Statement.

3 KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernzwischenabschluss werden neben der Österreichischen Post AG 28 inländische (31. Dezember 2015: 29) und 13 ausländische (31. Dezember 2015: 28) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden drei inländische (31. Dezember 2015: drei) und zwei ausländische (31. Dezember 2015: drei) Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im ersten Halbjahr 2016 haben folgende Konsolidierungskreisänderungen stattgefunden:

Gesellschaft von Anteil am Kapital
auf
Transaktions
zeitpunkt
Erläuterung
Brief, Werbepost & Filialen
Aktionsfinder GmbH, Salzburg 80,0% 100,0% 02.05.2016 Erwerb
Paket & Logistik
Veräußerungsgruppe trans-o-flex
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex Logistik Service GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex IT-Service GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
ThermoMed Verwaltungs GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex ThermoMed GmbH & Co KG, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex ThermoMed Austria GmbH, Wiener Neudorf 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex Netzwerk Group GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex Netzwerk zwei GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex Netzwerk drei GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex Netzwerk GmbH, Bergkirchen 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
trans-o-flex Fuhrpark GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 08.04.2016 Verkauf
EURODIS
EURODIS GmbH, Weinheim 39,8% 20,8% 06.05.2016 Verkauf
trans-o-flex Sonstige
trans-o-flex Logistics Group GmbH, Weinheim 100,0% 0,0% 31.05.2016 Entkonsolidierung
LogIn Service d.o.o., Ilidza 100,0% 0,0% 31.05.2016 Entkonsolidierung
Distributions GmbH - 31, Köln 100,0% 0,0% 31.05.2016 Entkonsolidierung
Distributions GmbH Dortmund, Dortmund 100,0% 0,0% 31.05.2016 Entkonsolidierung
Distributions GmbH Duisburg, Duisburg 100,0% 0,0% 31.05.2016 Entkonsolidierung

Brief, Werbepost & Filialen

Aktionsfinder GmbH

Mit Stichtag 2. Mai 2016 hat der Österreichische Post Konzern die restlichen Anteile an der Aktionsfinder GmbH für eine Gegenleistung in bar von 0,2 Mio EUR erworben und hält damit nun 100% der Anteile. Der Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden betrug zum 2. Mai 2016 minus 0,3 Mio EUR. Entsprechend erfasst der Österreichische Post Konzern eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von minus 0,1 Mio EUR und eine Reduktion der Gewinnrücklagen von 0,2 Mio EUR. Gegengleich wurde die noch bestehende Verbindlichkeit aus der Put-Option in Höhe von 0,2 Mio EUR gegen die Gewinnrücklage aufgelöst.

Paket & Logistik

Veräußerungsgruppe trans-o-flex

Zum 31. Dezember 2015 waren die Vermögenswerte und Schulden der operativ tätigen trans-o-flex-Gesellschaften trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH und trans-o-flex Netzwerk Group GmbH inklusive ihrer jeweiligen Tochtergesellschaften als Veräußerungsgruppe im Sinn des IFRS 5 eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen worden. Aus der Neueinschätzung des beizulegenden Zeitwerts der Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe per 31. März 2016 ergab sich ein Gewinn von 6,8 Mio EUR, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Mit Stichtag 8. April 2016 wurden 100% der Anteile an den beiden Gesellschaften verkauft und damit die Beherrschung über alle umfassten Tochterunternehmen beendet. Aus dem Verlust der Beherrschung ergab sich ein Gewinn von 1,7 Mio EUR, der unten den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Neben diesen Effekten waren im ersten Halbjahr 2016 weiters die operativen Ergebnisse bis zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung sowie noch zu bildende Vorsorgen zu erfassen.

Die Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe zum 31. Dezember 2015 sowie die abgehenden Vermögenswerte und Schulden aus dem Verlust der Beherrschung stellen sich zum 8. April 2016 jeweils wie folgt dar:

Mio EUR
31.12.2015
08.04.2016
Langfristiges Vermögen
Immaterielles Anlagevermögen
0,2
0,4
Sachanlagen
4,4
12,0
Andere finanzielle Vermögenswerte
0,4
0,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
0,0
0,2
Aktive latente Steuern
1,2
1,1
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte
0,2
0,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
57,0
53,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
0,5
0,5
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
63,8
67,9
Langfristige Schulden
Rückstellungen
3,7
3,7
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
0,5
0,5
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen
9,2
9,5
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
7,6
7,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
49,0
50,1
Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
70,0
70,7

EURODIS GmbH

Mit Stichtag 6. Mai 2016 hat der Österreichische Post Konzern 19% der Anteile an der nach der Equity-Methode bilanzierten EURODIS GmbH, Weinheim, verkauft. Unter der Dachmarke EURODIS bieten internationale Partnerunternehmen grenzüberschreitende Paket-Logistikleistungen im B2B- und B2C-Bereich an. Der Verkauf steht im Zusammenhang mit dem Verkauf der trans-o-flex, die selbst ein Partnerunternehmen des EURODIS-Netzwerks ist.

Mit dem Verkauf von 19% der Anteile verbleiben dem Post Konzern nur noch stimmrechtsfähige Anteile im Ausmaß von 3,7%, womit der bis dahin bestehende maßgebliche Einfluss nicht mehr gegeben ist. Aus der Beendigung der Anwendung der Equity-Methode ergab sich ein Verlust von 0,1 Mio EUR. Die Buchwerte der verbleibenden Anteile sind wertmäßig von untergeordneter Bedeutung.

Sonstige trans-o-flex-Gesellschaften

Die im Österreichischen Post Konzern verbleibenden trans-o-flex-Gesellschaften LogIn Service d.o.o., Ilidza, Distributions GmbH – 31, Köln, Distributions GmbH Dortmund, Dortmund, Distributions GmbH Duisburg, Duisburg, und trans-o-flex Logistics Group GmbH, Weinheim, haben ihre operative Geschäftstätigkeit vollständig eingestellt und sind zur Liquidation vorgesehen. Mangels Wesentlichkeit wurden diese Gesellschaften per 31. Mai 2016 aus dem Konsolidierungskreis genommen und entsprechend entkonsolidiert. Der Effekt aus der Entkonsolidierung war bei allen Gesellschaften unwesentlich.

Aras Kargo a.s.

Im Geschäftsjahr 2013 hat die Österreichische Post 25% der Anteile an dem türkischen Paketdienstleister Aras Kargo a.s. erworben. Die Gesellschaft wird seit diesem Zeitpunkt als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Österreichischen Post einbezogen. Im Zuge des Erwerbs wurde der Österreichischen Post zusätzlich das einseitig ausübbare Recht eingeräumt, im Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2016 weitere 50% der Anteile von der Familie Aras zu erwerben (Call-Option). Die Österreichische Post hat dieses Call-Option-Verfahren nunmehr eingeleitet. Mit dem derzeitigen Mehrheitseigentümer gibt es allerdings Auffassungsunterschiede hinsichtlich der Umsetzung des Optionsvertrags sowie der Bewertung der Anteile. Basierend auf einer soliden Vertragsposition evaluiert die Österrei chische Post alle Möglichkeiten zur Realisierung der vertraglichen Vereinbarung und wird die dafür erforderlichen Schritte setzen. Die Gesellschaft wird weiterhin als Gemeinschaftsunternehmen eingestuft und nach der Equity-Methode bilanziert.

4 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

H1 2015 Brief, Werbepost Paket & Corporate Konsoli dierung Konzern
Mio EUR
angepasst1
& Filialen Logistik
Umsatzerlöse mit Dritten 738,0 436,9 0,1 0,0 1.175,0
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 40,3 3,8 89,6 –133,7 0,0
Umsatzerlöse gesamt 778,4 440,7 89,6 –133,7 1.175,0
EBITDA 161,4 23,1 –44,8 0,0 139,7
EBIT 145,4 12,5 –61,5 0,1 96,5
Sonstiges Finanzergebnis 3,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 99,9
H1 2016
Mio EUR
Brief, Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli dierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 736,8 334,3 0,0 0,0 1.071,1
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 41,9 5,4 92,4 –139,8 0,0
Umsatzerlöse gesamt 778,7 339,8 92,4 –139,8 1.071,1
EBITDA 161,5 22,5 –46,8 0,0 137,2
EBIT 143,2 16,9 –61,5 0,0 98,6
Sonstiges Finanzergebnis –0,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 98,1

1 Anpassungen siehe Punkt 2.2 Änderungen von Bilanzierungsmethoden und Anpassung der Vorjahreszahlen

5 FIRMENWERTE

Der noch bestehende Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) PostMaster s.r.l., Rumänien, (Segment Brief, Werbepost & Filialen) mit einem Buchwert von 2,0 Mio EUR wurde im ersten Halbjahr 2016 vollständig wertgemindert. Hintergrund waren das sich weiter verschlechternde wirtschaftliche Umfeld in der adressierten und nicht-adressierten Zustellung im rumänischen Briefmarkt. Die Wertminderung wurde unter den Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren Prognosen des Managements über die erwartete Mengenentwicklung, der verwendete Abzinsungssatz und die langfristig erwartete Wachstumsrate.

Parameter 31.12.2015 30.6.2016
Abzinsungssatz vor Steuern 11,5% 11,7%
Wachstumsrate 1,0% 1,0%

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Buchwerts der Firmenwerte zu Beginn und zum Ende der Berichtsperiode:

Mio EUR 31.12.2015 30.06.2016
Anschaffungskosten
Stand am Periodenanfang 235,0 83,1
Zugang aus Unternehmenserwerben 3,2 0,0
Abgänge –4,6 0,0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,1 –0,4
Umgliederung als zur Veräußerung gehalten –150,6 0,0
Stand am Periodenende 83,1 82,7
Wertminderungen
Stand am Periodenanfang 122,8 24,9
Zugänge 55,8 2,0
Abgänge –3,2 0,0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,1 –0,4
Umgliederung als zur Veräußerung gehalten –150,6 0,0
Stand am Periodenende 24,9 26,5
Buchwert am Periodenanfang 112,2 58,2
Buchwert am Periodenende 58,2 56,2

6 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN

Zum 30. Juni 2016 bestehen keine zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden. Die zum 31. Dezember 2015 in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden betrafen die trans-o-flex Gruppe (Segment Paket & Logistik), die im April 2016 veräußert wurde. Für weitere Ausführungen wird auf Kapitel 3 Konsolidierungskreis verwiesen.

7 RÜCKSTELLUNGEN

Die Österreichische Post AG hat die Parameter für verzinsliche Rückstellungen vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Zinslandschaft angepasst. Der Rechnungszinssatz für Rückstellungen für Abfertigungen beträgt nunmehr 1,5% (31. Dezember 2015: 2,5%), jener für Rückstellungen für Jubiläumsgelder 1,5% (31. Dezember 2015: 2,25%). Die Parameteranpassungen führten im ersten Halbjahr 2016 zu einem versicherungsmathematischen Verlust in Höhe von 18,6 Mio EUR. Davon wurden 13,1 Mio EUR im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Bandbreite der Rechnungszinssätze für Rückstellungen für Unterauslastung beträgt 0,5–1,25% (31. Dezember 2015: 1,25–2,0%). Die Parameteranpassungen führten im ersten Halbjahr 2016 zu einem Personalaufwand von 9,1 Mio EUR.

8 FINANZINSTRUMENTE

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Die nachstehenden Tabellen zeigen die Buchwerte von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie die Einstufung nach der Fair-Value-Hierarchie:

31. Dezember 2015
Mio EUR
Stufe Erfolgs -
wirksam zum
beizu legenden
Zeitwert
Zur
Veräußerung
verfügbar
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 1 0,0 57,2 57,2
Strategische und andere Anteile 3 0,0 12,9 12,9
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3 1,7 0,0 1,7
1,7 70,1 71,8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Bedingte Restkaufpreisverbindlichkeiten 3 2,3 0,0 2,3
2,3 0,0 2,3
30. Juni 2016
Mio EUR
Stufe Erfolgs -
wirksam zum
beizu legenden
Zeitwert
Zur
Veräußerung
verfügbar
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 1 0,0 60,7 60,7
Strategische und andere Anteile 3 0,0 13,3 13,3
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3 0,0 0,0 0,0
0,0 74,0 74,0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Bedingte Restkaufpreisverbindlichkeiten 3 1,5 0,0 1,5
1,5 0,0 1,5

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegenden Kurzfristigkeit der Posten unterstellt, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Für andere finanzielle Verbindlichkeiten zeigt die nachfolgende Tabelle die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert ist in der Fair-Value-Hierarchie Stufe 3 zuzuordnen.

Mio EUR 31.12.2015 30.06.2016
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7,9 7,6 0,3 0,3
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 4,7 4,7 4,4 4,4
Andere Finanzverbindlichkeiten 0,0 0,0 0,0 0,0
12,6 12,3 4,8 4,8

Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Tabelle zeigt die bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren:

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
1 Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsenpreis
3 Strategische und
andere Anteile
Marktwertorientiert bzw.
Kapitalwertorientiert
Buchwert-Multiples vergleichbarer
börsenotierter Unternehmen und,
sofern verfügbar, Planungsrechnungen
3 Derivative finanzielle
Vermögenswerte
Kapitalwertorientiert Planungsrechnungen und darauf
basierende wahrscheinlichkeits
gewichtete Szenarien, risikogewichtete
Abzinsungssätze (WACC)
3 Bedingte Restkaufpreis
verbindlichkeiten
Kapitalwertorientiert Planungsrechnungen und darauf
basierende wahrscheinlichkeits
gewichtete Szenarien
Folgebewertung nicht zum beizulegenden Zeitwert
3 Andere finanzielle
Verbindlichkeiten
Kapitalwertorientiert Mit den Finanzinstrumenten
verbundene Zahlungen, Marktzinssätze
vergleichbarer Finanzierungen

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe-3-Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.

9 SONSTIGE ANGABEN

Die in der Hauptversammlung am 14. April 2016 beschlossene Dividende von 1,95 EUR pro Aktie (131,7 Mio EUR) wurde am 28. April 2016 ausbezahlt.

Für die Österreichischen Post AG besteht eine Eventualforderung gemäß IAS 37 aus Rückforderungsansprüchen offener Rechtsmittelverfahren im Zusammenhang mit der Rückforderung von Beiträgen aus der Gehaltsabrechnung der Beamten (siehe Geschäftsbericht 2015, Finanzbericht, Konzernabschluss Kapitel 7.4), deren Ausgang unsicher ist. Da weiterführende Angaben die Rechtsposition der Österreichischen Post AG ernsthaft beeinträchtigen würden, wird die Schutzklausel gemäß IAS 37.92 in Anspruch genommen und von der vollständigen Angabe der Information gemäß IAS 37.84-89 Abstand genommen. Dieser Eventualforderung steht eine Eventualverbindlichkeit für Verpflichtungen aus etwaigen Ersatzleistungen gegenüber.

10 NEGATIVVERMERK

Der Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Halbjahr 2016 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 2. August 2016

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER GEMÄSS § 87 ABS. 1 Z. 3 BÖRSEGESETZ

Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 2. August 2016

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

FINANZKALENDER 2016/2017

11. November 2016 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
9. März 2017 Jahresergebnis 2016, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h
10. April 2017 Nachweisstichtag für die Teilnahme an der Hauptversammlung
20. April 2017 Hauptversammlung 2017, Wien
2. Mai 2017 Ex-Tag (Dividende)
3. Mai 2017 Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen)
4. Mai 2017 Dividendenzahltag
12. Mai 2017 Zwischenbericht 1. Quartal 2017, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h
10. August 2017 Halbjahresfinanzbericht 2017, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h
15. November 2017 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2017, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h

ENTWICKLUNG DER POST AKTIE (VERGLEICH 12 MONATE)

IMPRESSUM

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected] FN: 180219d, Handelsgericht Wien Projektleitung, Gestaltung und Lektorat be.public Corporate & Financial Communications, Wien

Druck

Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 2. August 2016

KONTAKT

Investor Relations, Konzernrevision & Compliance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Unternehmenskommunikation Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 24099 F: +43 (0) 577 67 28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet www.post.at

HALBJAHRESFINANZBERICHT 2016|ÖSTERREICHISCHE POST AG

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