Quarterly Report • Nov 11, 2016
Quarterly Report
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| Q1–3 20151 | Q1–3 2016 | Veränderung % | ||
|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Umsatz | Mio EUR | 1.746,5 | 1.510,4 | –13,5% |
| Umsatz ohne trans-o-flex | Mio EUR | 1.376,7 | 1.375,5 | –0,1% |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | Mio EUR | 199,3 | 191,8 | –3,8% |
| EBITDA-Marge2 | % | 11,4% | 12,7% | – |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | Mio EUR | 135,2 | 135,5 | 0,2% |
| EBIT-Marge2 | % | 7,7% | 9,0% | – |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | Mio EUR | 137,8 | 134,2 | –2,6% |
| Periodenergebnis | Mio EUR | 104,1 | 100,5 | –3,5% |
| Ergebnis je Aktie3 | EUR | 1,54 | 1,49 | –3,3% |
| Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 23.578 | 21.983 | –6,8% | |
| Cashflow | ||||
| Cashflow aus dem Ergebnis | Mio EUR | 186,4 | 190,5 | 2,2% |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | Mio EUR | 153,6 | 158,9 | 3,5% |
| Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) | Mio EUR | –61,3 | –56,3 | 8,1% |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren | Mio EUR | 158,3 | 105,0 | –33,7% |
| Operativer Free Cashflow4 | Mio EUR | 112,0 | 128,9 | 15,0% |
| Bilanz | 31.12.2015 | 30.09.2016 | Veränderung % | |
| Bilanzsumme5 | Mio EUR | 1.613,0 | 1.491,6 | –7,5% |
| Eigenkapital | Mio EUR | 641,7 | 596,3 | –7,1% |
| Langfristiges Vermögen | Mio EUR | 909,6 | 905,8 | –0,4% |
| Kurzfristiges Vermögen | Mio EUR | 639,6 | 583,2 | –8,8% |
| Nettofinanzmittelverschuldung | Mio EUR | 28,1 | 64,2 | >100,0% |
| Eigenkapitalquote | % | 39,8% | 40,0% | – |
| Capital Employed | Mio EUR | 577,0 | 563,8 | –2,3% |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in
Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).
2 EBIT und EBITDA bezogen auf den Umsatz
4 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und sonstigem Cashflow aus Investitionstätigkeit
5 Enthält zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 63,8 Mio EUR per 31.12.2015 sowie von 2,6 Mio EUR per 30.09.2016
3 Unverwässertes Ergebnis je Aktie bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Das Geschäft der Österreichischen Post hat sich in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blieb der Konzernumsatz – bereinigt um die Anfang April 2016 abgegebene deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex – im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Vorjahres stabil. Das Briefgeschäft ist auch weiterhin von der anhaltenden Substitution adressierter Briefe durch elektronische Kommunikationsformen geprägt, sodass die Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten neun Monaten 2016 einen leichten Umsatzrückgang von 1,0% verzeichnete. Im Paketgeschäft hält der Trend zum Online-Shopping ungebrochen an. Trotz verstärktem Wettbewerbs konnten wir in den letzten neun Monaten die Paketumsätze in Österreich weiter steigern. Bereinigt um die Umsatzerlöse der ehemaligen Tochtergesellschaft trans-o-flex wurde in den ersten neun Monaten 2016 ein Umsatzwachstum von 3,5% erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns lag mit 135,5 Mio EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres, obwohl ein Anstieg der Personalrückstellungen, der durch das niedrige Zinsniveau notwendig geworden war, das Ergebnis beeinträchtigte.
Unsere oberste Priorität besteht darin, die Ertragsstärke des Konzerns weiter zu festigen – mit einem Angebot an innovativen Lösungen und der kontinuierlichen Erweiterung des Serviceangebots für unsere Kunden. Gleichzeitig werden wir den eingeschlagenen Weg in Richtung Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung weiter fortsetzen. Daher ist nicht nur für das Jahr 2016, sondern auch für 2017 Stabilität unser oberstes Ziel. Dies gilt sowohl für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis als auch für die Investitions- und Dividendenpolitik des Konzerns.
Damit bleiben wir unserer klaren Kapitalmarktpositionierung als verlässlicher Dividendentitel weiterhin treu. Denn im Fokus unserer strategischen Aktivitäten stehen Verlässlichkeit und Berechenbarkeit gegenüber den Eigentümern und sonstigen Stakeholdern unseres Unternehmens – und daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern.
Wien, am 2. November 2016
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Das globale Wirtschaftswachstum verlief in den ersten drei Quartalen 2016 moderat. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner jüngsten Veröffentlichung für 2016 mit einem Wachstum in Höhe von 3,1%, für 2017 in Höhe von 3,4%. Neben einem abgeschwächten US-Wachstum wirken sich vor allem die Unsicherheiten in Verbindung mit dem Brexit-Votum in Großbritannien negativ auf das Wachstum der Weltwirtschaft aus. In den Schwellen- und Entwicklungsländern werde die Konjunktur laut IWF tendenziell anziehen. (IWF, Oktober 2016)
Für die Eurozone korrigierte der IWF seine Wachstumsprognose im Vergleich zum Juli leicht nach oben. Für 2016 liegt sie bei 1,7% und für das kommende Jahr bei 1,5%. (IWF, Oktober 2016)
Die heimische Wirtschaftsleistung wird sich heuer mit 1,7% deutlich besser entwickeln als in den vergangenen vier Jahren. Damit löst sich der Wachstumsrückstand Österreichs gegenüber dem Durchschnitt der Eurozone und Deutschlands auf. Während der Außenbeitrag die österreichische Wirtschaft heuer noch belastet, steigt die Binnennachfrage kräftig. Investitionen werden merklich ausgeweitet und der Konsum der privaten Haushalte wächst erstmals seit drei Jahren wieder. 2017 wird bei langsam abflauender Binnenkonjunktur die Außenwirtschaft stabilisierend wirken und infolge dessen die österreichische Wirtschaftsleistung um 1,5% ansteigen. (WIFO, September 2016)
Den Wirtschaftsdaten zufolge stehen die Zeichen in Zentralund Osteuropa (CEE) weiterhin auf Wachstum. Die Konjunktur wird in vielen Ländern der Region von der Inlandsnachfrage angetrieben, die wiederum von signifikanten Verbesserungen auf den Arbeitsmärkten profitiert. Für die Türkei (+3,3%), Bulgarien (+3,0%), Montenegro (+5,1%) und Polen (+3,1%) werden durchgehend Wachstumsraten von mehr als 3% erwartet. (IWF, Oktober 2016)
Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden internationalen Trends beeinflusst, die Risiken aber auch Chancen mit sich bringen:
Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefs weiterhin an. Dieser globale Trend betrifft alle Postgesellschaften und ist im Kern wenig beeinflussbar. Insbesondere Kunden aus dem öffentlichen Sektor, aber auch jene aus dem Banken- und Versicherungsbereich versuchen, ihr Sendungsvolumina zu reduzieren, sodass die Österreichische Post hier weiterhin mit kontinuierlichen Rückgängen rechnet. Das Geschäft mit Werbesendungen hingegen hängt stark von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen zeigt dabei eine differenzierte Volumenentwicklung. Während einige Kundensegmente etwa durch zunehmende Aktivitäten von Online-Händlern unter Druck stehen, verzeichnen andere Segmente Zuwächse. Aktuelle Studien zeigen, dass neben Online-Werbung in Zukunft auch Multi-Channel-Kommunikation und Dialogmarketing tendenziell an Bedeutung gewinnen dürften.
Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung von Online-Shopping weiter. Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts hängt wiederum wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung ab. Wettbewerbsintensität und Preisdruck bleiben in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden immer internationaler – und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen. Internationale Sendungen sind daher ein weiterer wichtiger Faktor für das Wachstum des europäischen Kurier-, Express- und Paketmarkts (KEP). Die Konzernunternehmen der Österreichischen Post in CEE profitieren zudem einerseits von einem tendenziell dynamischeren Wirtschaftswachstum in dieser Region und andererseits vom Aufholbedarf im Bereich E-Commerce.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft ist.
■ Die Österreichische Post ist seit der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Die Regulierungsbehörde hat – wie gesetzlich vorgesehen – im Jahr 2016 untersucht, ob auch andere Postdienstanbieter in der Lage sind, die in der gesetzlichen Universaldienstverpflichtung definierten Leistungen zu erbringen. Dies ist nicht der Fall.
In den ersten neun Monaten 2016 fanden folgende wesentliche Unternehmensverkäufe statt:
Mit Stichtag 8. April 2016 wurden 100% der Anteile an den operativ tätigen trans-o-flex Gesellschaften verkauft und damit die Beherrschung über alle umfassten Tochterunternehmen beendet. Die neuen Eigentümer sind zu gleichen Teilen die Amberger Familien GbR (Alleingesellschafter der LOXXESS AG) und die Schoeller Group.
Der Konzernumsatz der Österreichischen Post hat sich in den ersten neun Monaten 2016 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 236,2 Mio EUR auf 1.510,4 Mio EUR reduziert. Dieser Rückgang ist vor allem auf den Verkauf des Tochterunternehmens trans-o-flex im April 2016 zurückzuführen. Bereinigt um die abgegebene trans-o-flex in beiden Jahren entwickelte sich der Umsatz im Periodenvergleich mit 1.375,5 Mio EUR stabil (Q1–3 2015: 1.376,7 Mio EUR). Das Paketgeschäft – bereinigt um die trans-o-flex – erzielte in den ersten neun Monaten 2016 ein Umsatzplus von 3,5%, während sich die Umsatzerlöse in der Division Brief, Werbepost & Filialen um 1,0% verringerten.
Grundsätzlich ist der Periodenvergleich von Sondereffekten beeinflusst. Während umsatzseitig in den ersten neun Monaten 2016 ein um 3,0 Mio EUR höherer Beitrag aus Wahlen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wurde, wirkte sich ein höherer nicht-operativer Personalaufwand (inkl. Rückstellungsveränderungen durch Veränderung des Diskontierungszinssatzes) in der Höhe von 12,8 Mio EUR ergebnismindernd aus.
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).
| Mio EUR | Q1–3 20151 | Q1–3 2016 | % M | Veränderung io EUR |
Q3 20151 | Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 1.746,5 | 1.510,4 | –13,5% | –236,2 | 571,6 | 439,3 |
| Konzernumsatz ohne trans-o-flex | 1.376,7 | 1.375,5 | –0,1% | –1,2 | 446,3 | 439,3 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 1.089,5 | 1.078,3 | –1,0% | –11,2 | 351,5 | 341,6 |
| Paket & Logistik | 657,0 | 432,0 | –34,2% | –225,0 | 220,1 | 97,7 |
| Paket & Logistik ohne trans-o-flex | 287,2 | 297,2 | 3,5% | 10,0 | 94,8 | 97,7 |
| Corporate | 0,1 | 0,0 | –69,7% | –0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Kalenderwerktage in Österreich | 188 | 189 | – | – | 66 | 65 |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).
Mit 71,4% entfiel der wesentliche Anteil des Konzernumsatzes in den ersten neun Monaten 2016 auf die Division Brief, Werbepost & Filialen. Der Umsatz der Division reduzierte sich im Berichtszeitraum um 1,0% auf 1.078,3 Mio EUR. Dieser Rückgang ist auf die anhaltende elektronische Substitution von Briefen sowie den Verkauf zweier Briefgesellschaften in Ungarn und der Slowakei im Jahr 2015 zurückzuführen. Im dritten Quartal 2016 wurde ein Rückgang um 2,8% verzeichnet, da Wahlen geringere Umsatzbeiträge als in der Vergleichsperiode des Vorjahres lieferten. Darüber hinaus gab es im Quartalsvergleich einen Kalenderwerktag weniger.
Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 28,6% am Konzernumsatz. Der hier in den ersten neun Monaten 2016 verzeichnete Rückgang um 34,2% auf 432,0 Mio EUR ist zur Gänze auf den Abgang des deutschen Tochterunternehmens trans-o-flex zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Umsatzerlöse der trans-o-flex stieg der Divisionsumsatz um 3,5%. Treiber dieser Entwicklung war vor allem der weiterhin anhaltende Trend zum Online-Shopping, der ungeachtet des zunehmenden Wettbewerbs in diesem Segment zu einem Anstieg bei Privatkundenpaketen führte.
In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden in den ersten neun Monaten 2016 83,7% des Umsatzes in Österreich, 10,9% in Deutschland und 5,4% in Südostund Osteuropa erwirtschaftet.
| Mio EUR | Q1–3 2015 | Q1–3 2016 | % M | Veränderung io EUR |
Q3 2015 | Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten (extern) | 1.089,5 | 1.078,3 | –1,0% | –11,2 | 351,5 | 341,6 |
| Briefpost & Mail Solutions | 587,4 | 584,5 | –0,5% | –2,9 | 186,7 | 181,0 |
| Werbepost | 311,4 | 304,3 | –2,3% | –7,0 | 101,1 | 98,1 |
| Medienpost | 100,5 | 101,8 | 1,3% | 1,3 | 30,9 | 31,4 |
| Filialdienstleistungen | 90,3 | 87,8 | –2,8% | –2,5 | 32,7 | 31,1 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) | 60,7 | 62,8 | 3,6% | 2,2 | 20,3 | 20,9 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.150,2 | 1.141,2 | –0,8% | –9,0 | 371,8 | 362,5 |
Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen in Höhe von 1.078,3 Mio EUR stammt zu 54,2% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 28,2% aus Werbepost und zu 9,4% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 8,1% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet. Der Divisionsumsatz wird in der Regel stark von Wahleffekten beeinflusst. Die mit Wahlen verbundenen positiven Umsatzeffekte waren in den ersten drei Quartalen 2016 um 3,0 Mio EUR höher als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2016 mit 584,5 Mio EUR leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Basistrend der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen hält weiter an. Positiv wirkte sich hingegen eine höhere internationale Volumenentwicklung aus. Im Vergleich des dritten Quartals 2016 zu jenem 2015 trugen geringere Beiträge aus Wahlen zu einem Umsatzrückgang von 3,1% bei. Darüber hinaus zählte das dritte Quartal des Vorjahres einen zusätzlichen Kalenderwerktag.
Im Bereich Werbepost lagen die Umsätze in den ersten neun Monaten 2016 mit 304,3 Mio EUR um 2,3% unter dem Vorjahreswert. Auch im dritten Quartal 2016 war der Umsatz in diesem Bereich um 3,0% rückläufig. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Reduktion der Werbeaktivitäten einzelner Kundengruppen sowie auf den Verkauf von Briefgesellschaften im Vorjahr zurückzuführen. Einen positiven Effekt zeigten hingegen auch im Bereich Werbepost die gestiegenen internationalen Volumina.
Der Umsatz mit Medienpost verzeichnete einen Anstieg um 1,3% auf 101,8 Mio EUR (Q3 2016: +1,5%). Dieser Anstieg basiert insbesondere auf diversen Einmalaussendungen. Im Bereich Filialdienstleistungen lag der Umsatz in den ersten neun Monaten 2016 mit 87,8 Mio EUR um 2,8% unter dem Vorjahresniveau. Dabei wurde eine positive Entwicklung bei Mobilfunkprodukten durch eine Änderung des Verrechnungsmodells in diesem Produktbereich kompensiert, was auch im dritten Quartal zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 5,1% führte.
| Mio EUR | Q1–3 20151 | Q1–3 2016 | % M | Veränderung io EUR |
Q3 20151 | Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten (extern) | 657,0 | 432,0 | –34,2% | –225,0 | 220,1 | 97,7 |
| Paket Premium | 490,1 | 276,9 | –43,5% | –213,2 | 166,4 | 49,4 |
| Paket Standard | 140,0 | 132,0 | –5,7% | –8,0 | 44,3 | 41,7 |
| Paket Sonstige Leistungen | 26,9 | 23,1 | –14,1% | –3,8 | 9,4 | 6,6 |
| Umsatzerlöse mit Dritten (extern) ohne trans-o-flex | 287,2 | 297,2 | 3,5% | 10,0 | 94,8 | 97,7 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) | 5,7 | 8,0 | 39,7% | 2,3 | 1,9 | 2,6 |
| Umsatzerlöse gesamt | 662,7 | 440,0 | –33,6% | –222,7 | 222,0 | 100,3 |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse der Division Paket & Logistik wurde angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).
Der Umsatz der Division Paket & Logistik reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2016 aufgrund des bereits erwähnten Verkaufs des Tochterunternehmens trans-o-flex um 34,2% auf 432,0 Mio EUR. Bereinigt um die Umsatzerlöse der trans-o-flex wurde in einem kompetitiven Marktumfeld ein Umsatzanstieg von 3,5% in den ersten drei Quartalen 2016 und von 3,0% im dritten Quartal 2016 erzielt.
Der Großteil des Divisionsumsatzes entfiel auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dieser verzeichnete in den ersten neun Monaten 2016 ohne Berücksichtigung der trans-o-flex einen Umsatzanstieg von 14,1%. Neben einer guten Entwicklung des Paketgeschäfts mit Business-Kunden in Österreich waren dabei vor allem bei höherwertigen Paketen für Privatkunden überdurchschnittliche Steigerungen zu verbuchen.
Die Umsätze des Bereichs Paket Standard – es umfasst vorrangig Standard-Sendungen an Privatkunden in Österreich – gaben aufgrund verstärkten Wettbewerbs sowie des Trends in Richtung Premium-Produkte um 5,7% auf 132,0 Mio EUR nach.
Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie z. B. Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte umfasst, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 23,1 Mio EUR generiert. Dies entspricht einem Rückgang um 14,1%, der vor allem auf den Verkauf des Tochterunternehmens trans-o-flex zurückzuführen ist. Ohne Berücksichtigung der abgegebenen Gesellschaft trans-o-flex hat sich der Umsatz in diesem Bereich stabil entwickelt.
Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass in den ersten drei Quartalen 2016 55,8% der Divisionsumsätze in Österreich (exkl. Umsätze der trans-o-flex ThermoMed Austria GmbH) generiert wurden, 31,0% der Umsätze in Deutschland (inkl. Umsätze der trans-o-flex ThermoMed Austria GmbH) und 13,2% gingen auf die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa zurück. Während sich die Österreichische Post im April 2016 von ihrer deutschen Tochtergesellschaft trans-o-flex trennte, entwickelte sich das Geschäft in Österreich (+3,6%) trotz starken Wettbewerbs sowie in den CEE-Märkten (+2,9%) positiv.
| Mio EUR | Q1–3 20151 | Q1–3 2016 | % M | Veränderung io EUR |
Q3 20151 | Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.746,5 | 1.510,4 | –13,5% | –236,2 | 571,6 | 439,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 50,4 | 50,1 | –0,5% | –0,2 | 17,6 | 14,0 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen |
–546,0 | –384,0 | 29,7% | 162,0 | –186,0 | –97,7 |
| Personalaufwand | –813,6 | –784,8 | 3,5% | 28,8 | –261,8 | –239,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –237,9 | –200,2 | 15,8% | 37,6 | –81,9 | –61,1 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen |
–0,2 | 0,3 | >100,0% | 0,5 | 0,0 | –0,3 |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) |
199,3 | 191,8 | –3,8% | –7,5 | 59,6 | 54,6 |
| Abschreibungen | –64,1 | –56,3 | 12,1% | 7,8 | –20,9 | –17,8 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) |
135,2 | 135,5 | 0,2% | 0,2 | 38,7 | 36,8 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 2,6 | –1,3 | <–100,0% | –3,9 | –0,8 | –0,8 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 137,8 | 134,2 | –2,6% | –3,6 | 38,0 | 36,1 |
| Ertragsteuern | –33,8 | –33,8 | 0,1% | 0,0 | –11,3 | –9,4 |
| Periodenergebnis | 104,1 | 100,5 | –3,5% | –3,6 | 26,7 | 26,7 |
| Ergebnis je Aktie (EUR)2 | 1,54 | 1,49 | –3,3% | –0,05 | 0,39 | 0,39 |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse sowie der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen der Division Paket & Logistik wurden angepasst. Exportdienstleistungen werden nach der Nettomethode erfasst (vormals Ausweis in Umsatzerlösen und Aufwand für bezogene Leistungen).
2 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Aufgrund des Verkaufs der trans-o-flex reduzierten sich Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen im Periodenvergleich von 546,0 Mio EUR auf 384,0 Mio EUR. Bei den bezogenen Leistungen kam es jedoch zu einem Anstieg, insbesondere bedingt durch das gestiegene internationale Geschäftsvolumen im Kerngeschäft.
Der Personalaufwand der Österreichischen Post belief sich in den ersten drei Quartalen 2016 auf 784,8 Mio EUR und verringerte sich damit um 3,5%. Während der Verkauf der trans-o-flex den Personalaufwand reduzierte, verursachte eine Anpassung der Rechnungszinssätze diverser Personalrückstellungen in den ersten neun Monaten 2016 eine Ergebnisbelastung von 19,6 Mio EUR. Die im Personalaufwand inkludierten operativen Personalaufwendungen lagen aufgrund der abgegebenen trans-o-flex um 4,1% unter dem Vorjahresniveau. In Summe beschäftigte der Österreichische Post Konzern in den ersten neun Monaten 2016 durchschnittlich 21.983 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) im Vergleich zu 23.578 Mitarbeitern im Vorjahr.
Zusätzlich zu den laufenden operativen Personalaufwendungen umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter in Österreich zurückzuführen sind. In Summe lag der nicht-operative Personalaufwand (inkl. Rückstellungsveränderungen durch Veränderung des Diskontierungszinssatzes) im Jahr 2016 um 12,8 Mio EUR über dem Niveau des Vorjahres.
Die sonstigen betrieblichen Erträge blieben im Berichtszeitraum mit 50,1 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr stabil. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 15,8% auf 200,2 Mio EUR ist auf die Abgabe der Tochtergesellschaft trans-o-flex zurückzuführen.
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrug 0,3 Mio EUR nach minus 0,2 Mio EUR in den ersten neun Monaten 2015. Diese Position enthält einen positiven Ergebnisbeitrag der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s., aber auch einen negativen Ergebnisbeitrag des deutschen Unternehmens AEP GmbH.
Insgesamt reduzierte sich das EBITDA in den ersten drei Quartalen 2016 um 3,8% auf 191,8 Mio EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 12,7%. Sie liegt damit um 1,3 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Im dritten Quartal 2016 betrug das EBITDA 54,6 Mio EUR nach 59,6 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Die Abschreibungen lagen in der Berichtsperiode – vor allem aufgrund des Wegfalls der trans-o-flex – mit 56,3 Mio EUR um 7,8 Mio EUR unter dem Vergleichswert 2015. Gegenläufig wirkte sich hier eine Wertminderung des Firmenwerts der Tochtergesellschaft PostMaster s.r.l., Rumänien, im Ausmaß von 2,0 Mio EUR aus. Per Saldo lag das EBIT für die ersten neun Monaten 2016 bei 135,5 Mio EUR und damit leicht über jenem des Vorjahres. Positiv wirkte sich dabei der Verkauf der ehemaligen Tochtergesellschaft trans-o-flex sowie ein höherer Beitrag aus Wahlen von 3,0 Mio EUR aus. Dem gegenüber stand ein Anstieg des nicht-operativen Personalaufwands (inkl. Rückstellungsveränderungen durch Veränderung des Diskontierungszinssatzes) in der Höhe von 12,8 Mio. EUR. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 7,7% auf 9,0%. Im dritten Quartal 2016 reduzierte sich das EBIT von 38,7 Mio EUR auf 36,8 Mio EUR.
Das Finanzergebnis des Konzerns verringerte sich von 2,6 Mio EUR auf minus 1,3 Mio EUR. Die Verringerung ist im Wesentlichen auf einen positiven Sondereffekt im März 2015 in Höhe von 3,3 Mio EUR zurückzuführen, der sich aus der vorzeitigen Auflösung einer Cross-Border-Leasingtransaktion ergab. Damit lag das Ergebnis vor Steuern in den ersten neun Monaten 2016 bei 134,2 Mio EUR nach 137,8 Mio EUR im Vorjahr. Der Steueraufwand blieb mit 33,8 Mio EUR auf dem Vorjahresniveau. Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 100,5 Mio EUR nach 104,1 Mio EUR im Vorjahr. Damit betrug das unverwässerte Ergebnis je Aktie in den ersten drei Quartalen 2016 1,49 EUR nach 1,54 EUR im Vorjahr.
| Mio EUR | Q1–3 2015 | Q1–3 2016 | % M | Veränderung io EUR |
Marge Q1–3 2016 |
Q3 2015 | Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA Gesamt | 199,3 | 191,8 | –3,8% | –7,5 | 12,7% | 59,6 | 54,6 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 232,5 | 223,9 | –3,7% | –8,7 | 19,6% | 71,1 | 62,4 |
| Paket & Logistik | 32,4 | 33,2 | 2,3% | 0,7 | 7,5% | 9,3 | 10,7 |
| Corporate/Konsolidierung | –65,6 | –65,3 | 0,6% | 0,4 | – | –20,8 | –18,5 |
| EBIT Gesamt | 135,2 | 135,5 | 0,2% | 0,2 | 9,0% | 38,7 | 36,8 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 208,6 | 197,6 | –5,3% | –11,0 | 17,3% | 63,2 | 54,4 |
| Paket & Logistik | 16,5 | 24,7 | 50,3% | 8,3 | 5,6% | 4,0 | 7,8 |
| Corporate/Konsolidierung | –89,8 | –86,9 | 3,3% | 2,9 | – | –28,4 | –25,4 |
Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten neun Monaten 2016 ein EBITDA in Höhe von 223,9 Mio EUR nach 232,5 Mio EUR im Vorjahr. Das Divisions-EBIT betrug 197,6 Mio EUR nach 208,6 Mio EUR in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Dieser Rückgang ist vor allem auf den negativen Effekt der Parameteranpassung für verzinsliche Rückstellungen in Höhe von 7,1 Mio EUR zurückzuführen. Darüber hinaus hat eine Firmenwertabschreibung der rumänischen Beteiligung PostMaster s.r.l. im Ausmaß von 2,0 Mio EUR im Jahr 2016 zu dieser Abweichung beigetragen.
Die Division Paket & Logistik erzielte in den ersten neun Monaten 2016 ein EBITDA von 33,2 Mio EUR nach 32,4 Mio EUR im Vorjahr. Das EBIT verbesserte sich durch den Verkauf der trans-o-flex von 16,5 Mio EUR auf 24,7 Mio EUR.
Die Division Corporate (inkl. Konsolidierung) enthält Aufwendungen zentraler Einheiten des Konzerns, die nicht weiterverrechnet werden, sowie zugeordnete Personalrückstellungen und Vorsorgen. Darüber hinaus umfasst die Division die Bereiche Innovationsmanagement und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Das EBIT der Division Corporate verbesserte sich um 3,3% auf minus 86,9 Mio EUR, obwohl sich die bereits erwähnte Parameteranpassung für verzinsliche Personalrückstellungen in der Division Corporate ergebnismindernd auswirkte.
| Mio EUR | 31.12.2015 | 30.09.2016 | Struktur 30.09.2016 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Sachanlagen | 571,9 | 571,6 | 38,3% |
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte | 83,0 | 76,9 | 5,2% |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) | 60,5 | 68,5 | 4,6% |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 53,2 | 53,0 | 3,6% |
| Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 409,3 | 384,3 | 25,8% |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 71,8 | 73,3 | 4,9% |
| davon Wertpapiere | 57,2 | 61,1 | – |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 299,6 | 261,5 | 17,5% |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 63,8 | 2,6 | 0,2% |
| 1.613,0 | 1.491,6 | 100,0% | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 641,7 | 596,3 | 40,0% |
| Rückstellungen | 516,6 | 522,5 | 35,0% |
| Andere Finanzverbindlichkeiten | 12,6 | 5,6 | 0,4% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 372,1 | 366,4 | 24,6% |
| Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 70,0 | 0,9 | 0,1% |
| 1.613,0 | 1.491,6 | 100,0% |
Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Das zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote des Konzerns, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag zum 30. September 2016 bei 1.491,6 Mio EUR. Aktivseitig bildeten Sachanlagen in Höhe von 571,6 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem gab es immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 20,6 Mio EUR. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind per 30. September 2016 mit 56,3 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen bilden Forderungen mit 259,6 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen. Zudem verfügte die Österreichische Post mit 261,5 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. September 2016 bei 40,0% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 596,3 Mio EUR. Die langfristigen Schulden lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 392,4 Mio EUR, die kurzfristigen Schulden bei 502,0 Mio EUR. Die in den Schulden enthaltenen Rückstellungen beliefen sich mit Ende September 2016 auf insgesamt 522,5 Mio EUR. Davon entfielen 181,7 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen per 30. September 2016 183,8 Mio EUR.
Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln von insgesamt 322,5 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 261,5 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere in Höhe von 61,1 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 5,6 Mio EUR gegenüber.
| Mio EUR | Q1–3 2015 | Q1–3 2016 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 186,4 | 190,5 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 153,6 | 158,9 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –1,6 | –56,9 |
| davon CAPEX | –61,3 | –56,3 |
| davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen | –2,4 | 0,1 |
| davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren | –4,0 | –3,1 |
| davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit | 66,1 | 2,5 |
| Free Cashflow | 152,0 | 102,0 |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren | 158,3 | 105,0 |
| Operativer Free Cashflow (vor Akquisitionen/Wertpapieren und sonstigem Cashflow aus Investitionstätigkeit) |
112,0 | 128,9 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –129,9 | –140,4 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 22,0 | –38,4 |
Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte in den ersten neun Monaten 2016 190,5 Mio EUR nach 186,4 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf im Periodenvergleich geringere Steuerzahlungen zurückzuführen. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit lag mit 158,9 um 5,4 Mio EUR über dem Wert für die ersten neun Monate 2015. Positiv wirkte sich hier der Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus, die den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kompensieren konnte.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten neun Monaten 2016 einen Wert von minus 56,9 Mio EUR im Vergleich zu minus 1,6 Mio EUR im Vorjahr. Diese Abweichung resultierte vor allem aus dem positiven Effekt im Jahr 2015 durch den Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale im ersten Wiener Gemeindebezirk, für die der Restkaufpreis in Höhe von 60,0 Mio EUR beglichen worden war. Die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) lagen in den ersten neun Monaten 2016 mit 56,3 Mio EUR unter dem Wert des Vorjahres (61,3 Mio EUR). In diesen Sachanlageinvestitionen sind auch Zahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale in Höhe von 26,3 Mio EUR enthalten (Q1–3 2015: 19,8 Mio EUR). Cashflow-mindernd wirkten sich in der Berichtsperiode zudem diverse Wertpapierbewegungen in Höhe von 3,1 Mio EUR aus, im Vergleich zu 4,0 Mio EUR im Vorjahr.
Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapierveränderungen erreichte 105,0 Mio EUR nach 158,3 Mio EUR im Vorjahr. Die Differenz ist mit dem bereits erwähnten Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale im Jahr 2015 zu erklären. Bereinigt um diesen Sondereffekt sowie die Auszahlungen für die neue Unternehmenszentrale beträgt der operative Free Cashflow (operativer Free Cashflow vor Akquisitionen/ Wertpapieren und sonstigem Cashflow aus Investitionstätigkeit) 128,9 Mio EUR in den ersten neun Monaten 2016 nach 112,0 Mio EUR im Vorjahr.
Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten neun Monaten 2016 61,7 Mio EUR und lagen vor allem aufgrund des Verkaufs der Tochtergesellschaft trans-o-flex um 9,5 Mio EUR unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres. Während 2,2 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 59,5 Mio EUR. Schwerpunkte des Investitionsprogramms bildeten in der Berichtsperiode neben Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung auch Investitionen in den Bau der neuen Unternehmenszentrale.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns (umgerechnet in Vollzeitkräfte) lag in den ersten neun Monaten 2016 bei 21.983 Personen. Dies entspricht einer
Reduktion des Personalstands gegenüber der Vergleichsperiode um 1.595 Mitarbeiter und ist hauptsächlich auf den Abgang des deutschen Tochterunternehmens trans-o-flex zurückzuführen. Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.562 Vollzeitkräfte).
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften |
Q1–3 2015 | Q1–3 2016 | Anteil % Q1–3 2016 |
|---|---|---|---|
| Brief, Werbepost & Filialen | 16.982 | 16.547 | 75,3% |
| Paket & Logistik | 4.750 | 3.513 | 16,0% |
| Corporate | 1.847 | 1.923 | 8,7% |
| Gesamt | 23.578 | 21.983 | 100,0% |
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode am 30. September 2016 bekannt.
Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2015 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2015, Finanzbericht, Konzernlagebericht Kapitel 7 und 8, Konzernabschluss Kapitel 10.2).
Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen drei Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen ersetzt.
Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig verstärken jedoch die Mitbewerber ihre Aktivitäten, um an diesem Marktwachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage der Österreichischen Post auswirken.
Da die Produkt- und Preisgestaltung diverser Handelswaren, z. B. von Telekommunikationsprodukten und Finanzdienstleistungen, von Systempartnern gesteuert wird, hat dies Einfluss auf die Umsatzentwicklung der jeweiligen Produktgruppen im Filialnetz der Österreichischen Post.
Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen bzw. zur Anpassung von Wertansätzen führen. Risiken außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit betreffen vor allem diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen sowie die Nutzung technischer Systeme. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.
In den ersten drei Quartalen 2016 fanden keine wesentlichen Veränderungen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden
Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2015 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2015, Finanzbericht, Konzernabschluss Kapitel 11.3).
Das Geschäft der Österreichischen Post hat sich auch im dritten Quartal 2016 im Rahmen der Erwartungen entwickelt, sodass der Ausblick für das Geschäftsjahr 2016 unverändert beibehalten wird. Auf Basis des aktuellen Geschäftsportfolios wird daher erneut ein Umsatz von 2,0 Mrd EUR prognostiziert.
Während der Briefmarkt stetige Rückgänge bei adressierten Briefen verzeichnet, profitiert das Paketgeschäft von starken Zuwächsen, primär getragen von Wachstum im E-Commerce. Im klassischen adressierten Briefgeschäft rechnet die Österreichische Post mit weiteren Volumenrückgängen in der Größenordnung von etwa 5% p. a. Der Umsatz im Werbegeschäft dürfte auch weiterhin eine differenzierte Entwicklung bei einzelnen Kunden- und Produktgruppen verzeichnen. In der Division Paket & Logistik geht das insgesamt starke Marktwachstum Hand in Hand mit verstärktem Wettbewerb und neuen innovativen Kundenlösungen.
Auch die Ergebnisprognose der Österreichischen Post bleibt unverändert. Auf Basis der aktuellen Trends und Entwicklungen sollte es 2016 gelingen, ein stabiles operatives Ergebnis mit einem EBIT auf dem Niveau des Jahres 2015 zu erwirtschaften.
Oberste Priorität der Österreichischen Post ist die Festigung der Ertragsstärke des Konzerns. Umsatzseitig gilt es dabei, innovative
Wien, am 2. November 2016
Lösungen anzubieten und das Serviceangebot für die Kunden der Post kontinuierlich zu erweitern. Als führender Anbieter Österreichs in Sachen Qualität und Innovationskraft wird die Angebotspalette bei Briefen, Werbesendungen, Päckchen und Paketen laufend kundenorientiert weiterentwickelt.
Auch kostenseitig wird die Österreichische Post den eingeschlagenen Weg der Modernisierung und Effizienzsteigerung weiter fortsetzen. Daher gilt nicht nur für 2016, sondern auch für 2017 Stabilität als wichtigstes Ziel – sowohl für die Entwicklung von Umsatz und Ergebnis als auch für die Investitions- und Dividendenpolitik des Konzerns.
Den erwirtschafteten operativen Cashflow wird die Österreichische Post weiterhin umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen einsetzen. In diesem Sinn sind auch 2016 Sachanlageninvestitionen (CAPEX) in Höhe von etwa 70 Mio EUR in Sortiertechnik, Logistik und Kundenlösungen geplant. Zudem verläuft der Bau der neuen Unternehmenszentrale im 3. Wiener Gemeindebezirk gemäß Zeitplan und wird 2017 fertiggestellt. Die aktuelle Geschäfts- und Cashflow-Entwicklung ist darüber hinaus die Basis für die Fortsetzung der attraktiven Dividendenpolitik.
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Die Österreichische Post AG hat den Umfang der Quartalsberichterstattung in Hinblick auf die geänderten Anforderungen des "Regelwerk prime market" der Wiener Börse AG für das erste und dritte Quartal angepasst. Die Anpassung betrifft insbesondere die im IAS 34 geforderten Angaben.
Die in dem Zwischenbericht für die ersten drei Quartale 2016 dargestellten Finanzinformationen basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss der Österreichischen Post AG für das Geschäftsjahr 2015 zugrunde liegen.
| Mio EUR | Q1–3 2015 angepasst1 |
Q1–3 2016 | Q3 2015 angepasst1 |
Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.746,5 | 1.510,4 | 571,6 | 439,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 50,4 | 50,1 | 17,6 | 14,0 |
| Gesamte betriebliche Erträge | 1.796,9 | 1.560,5 | 589,2 | 453,2 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –546,0 | –384,0 | –186,0 | –97,7 |
| Personalaufwand | –813,6 | –784,8 | –261,8 | –239,5 |
| Abschreibungen | –64,1 | –56,3 | –20,9 | –17,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –237,9 | –200,2 | –81,9 | –61,1 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | –1.661,5 | –1.425,3 | –550,5 | –416,1 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 135,4 | 135,2 | 38,7 | 37,1 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –0,2 | 0,3 | 0,0 | -0,3 |
| Finanzerträge | 6,3 | 2,3 | 0,7 | 0,3 |
| Finanzaufwendungen | –3,7 | –3,6 | –1,4 | –1,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 2,6 | –1,3 | –0,8 | –0,8 |
| Finanzergebnis | 2,4 | –1,0 | –0,7 | –1,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 137,8 | 134,2 | 38,0 | 36,1 |
| Ertragsteuern | –33,8 | –33,8 | –11,3 | –9,4 |
| Periodenergebnis | 104,1 | 100,5 | 26,7 | 26,7 |
| Zuzurechnen an: | ||||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 103,9 | 100,4 | 26,6 | 26,7 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
1 Infolge der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angeführten Änderung der Bilanzierungsmethoden ergibt sich eine Anpassung der Vorjahreszahlen des Konzernzwischenabschlusses zum 30. September 2016, die zu einer Verminderung der Positionen "Umsatzerlöse" sowie "Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen" von jeweils 5,8 Mio EUR führte.
| EUR | Q1–3 2015 | Q1–3 2016 | Q3 2015 | Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 1,54 | 1,49 | 0,39 | 0,39 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 1,54 | 1,49 | 0,39 | 0,39 |
| Mio EUR | Q1–3 2015 | Q1–3 2016 | Q3 2015 | Q3 2016 |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 104,1 | 100,5 | 26,7 | 26,7 |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können: |
||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe | 0,9 | 0,4 | –0,1 | 0,2 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
–0,2 | 0,9 | 0,5 | 0,4 |
| Steuereffekt auf Zeitwertänderungen | 0,1 | –0,2 | –0,1 | –0,1 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
–7,9 | –2,6 | –5,7 | –2,2 |
| Summe der Posten, die umgegliedert werden können | –7,2 | –1,5 | –5,4 | –1,6 |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: |
||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen | 3,2 | –16,3 | 2,8 | –3,2 |
| Steuereffekt auf Neubewertung | –0,8 | 4,1 | –0,7 | 0,8 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
0,0 | –0,2 | 0,0 | 0,0 |
| Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden | 2,4 | –12,4 | 2,1 | –2,4 |
| Sonstiges Ergebnis | –4,9 | –14,0 | –3,3 | –4,0 |
| Gesamtperiodenergebnis | 99,2 | 86,5 | 23,4 | 22,6 |
| Zuzurechnen an: | ||||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 99,0 | 86,5 | 23,3 | 22,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mio EUR 31.12.2015 |
30.09.2016 |
|---|---|
| Aktiva | |
| Langfristiges Vermögen | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte 58,2 |
56,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte 24,8 |
20,6 |
| Sachanlagen 571,9 |
571,6 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 60,5 |
68,5 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 53,2 |
53,0 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte 36,8 |
27,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 11,4 |
11,8 |
| Latente Steueransprüche 92,9 |
96,7 |
| 909,6 | 905,8 |
| Kurzfristiges Vermögen | |
| Andere finanzielle Vermögenswerte 35,0 |
46,0 |
| Vorräte 15,9 |
15,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 288,8 |
259,6 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche 0,3 |
0,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 299,6 |
261,5 |
| 639,6 | 583,2 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 63,8 |
2,6 |
| 1.613,0 | 1.491,6 |
| Passiva | |
| Eigenkapital | |
| Grundkapital 337,8 |
337,8 |
| Kapitalrücklagen 91,0 |
91,0 |
| Gewinnrücklagen 238,2 |
206,4 |
| Andere Rücklagen –25,5 |
–39,0 |
| Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 641,5 |
596,2 |
| Nicht beherrschende Anteile 0,2 |
0,1 |
| 641,7 | 596,3 |
| Langfristige Schulden | |
| Rückstellungen 355,9 |
366,1 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten 4,5 |
4,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 23,7 |
21,7 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten 0,9 |
0,7 |
| 384,9 | 392,4 |
| Kurzfristige Schulden | |
| Rückstellungen 160,7 |
156,4 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten 14,4 |
17,4 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten 8,1 |
1,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 333,2 |
326,6 |
| 516,3 | 502,0 |
| Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 70,0 |
0,9 |
| 1.613,0 | 1.491,6 |
| Mio EUR | Q1–3 2015 | Q1–3 2016 |
|---|---|---|
| Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 137,8 | 134,2 |
| Abschreibungen | 64,1 | 56,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,2 | –0,3 |
| Rückstellungen unbar | 18,6 | 55,8 |
| Gezahlte Steuern | –36,0 | –31,1 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 1,8 | –24,4 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 186,4 | 190,5 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 7,9 | 31,9 |
| Vorräte | –0,3 | 0,7 |
| Rückstellungen | –37,5 | –48,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | –3,0 | –15,5 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 153,6 | 158,9 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | –2,9 | –2,8 |
| Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | –61,3 | –56,3 |
| Einzahlungen aus Anlagenverkäufen | 67,5 | 4,0 |
| Erwerb von Tochterunternehmen | –1,8 | –0,5 |
| Verkauf von Tochterunternehmen | 1,3 | 2,3 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –1,8 | –2,6 |
| Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,0 | 0,1 |
| Erwerb von Wertpapieren | –10,0 | –6,0 |
| Erwerb von sonstigen Finanzinstrumenten | 0,0 | –0,4 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 6,0 | 2,9 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von sonstigen Finanzinstrumenten | 0,0 | 1,2 |
| Gewährte Darlehen | –1,5 | –1,6 |
| Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 0,7 | 0,0 |
| Erhaltene Zinsen | 2,2 | 2,8 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –1,6 | –56,9 |
| Free Cashflow | 152,0 | 102,0 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten | 2,6 | –7,8 |
| Ausschüttungen | –131,9 | –132,1 |
| Gezahlte Zinsen | –0,7 | –0,4 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | 0,0 | –0,2 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –129,9 | –140,4 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | 22,0 | –38,4 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner | 264,1 | 300,1 |
| Finanzmittelbestand am 30. September | 286,1 | 261,7 |
| Q1–3 2015 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Gewinn rück lagen |
N eube- M wertungs- rücklage |
Andere Rücklagen arkt- bewer- tungs- rücklage |
Währungs umrech nungs- rücklage |
Eigenkapital der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2015 | 337,8 | 130,5 | 260,3 | –17,3 | –0,5 | –8,8 | 702,0 | 0,7 | 702,7 |
| Sukzessiver Erwerb eines Tochterunternehmens |
0,0 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,3 | 0,1 | –0,3 |
| Verkauf einer nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage |
0,0 | 0,0 | –0,9 | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –131,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –131,7 | –0,6 | –132,3 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 103,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 103,9 | 0,2 | 104,1 |
| Währungsumrechnungs differenzen – ausländische Geschäftsbetriebe |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Währungsumrechnungs differenzen – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,5 | 0,0 | 0,5 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –0,2 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,2 | 0,0 | 0,0 | 3,2 | 0,0 | 3,2 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –8,4 | –8,4 | 0,0 | –8,4 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Umgliederung in den |
|||||||||
| Gewinn oder Verlust | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,5 | 0,0 | 0,5 |
| Steuereffekt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,8 | 0,1 | 0,0 | –0,7 | 0,0 | –0,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,4 | –0,2 | –7,0 | –4,9 | 0,0 | –4,9 |
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 103,9 | 2,4 | –0,2 | –7,0 | 99,0 | 0,2 | 99,2 |
| Stand am 30. September 2015 |
337,8 | 130,5 | 231,2 | –14,1 | –0,6 | –15,8 | 669,0 | 0,3 | 669,3 |
| Q1–3 2016 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Gewinn rück lagen |
N eube- M wertungs- rücklage |
Andere Rücklagen arkt- bewer- tungs- rücklage |
Währungs umrech nungs- rücklage |
Eigenkapital der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2016 | 337,8 | 91,0 | 238,2 | –12,5 | 0,2 | –13,2 | 641,5 | 0,2 | 641,7 |
| Sukzessiver Erwerb eines Tochterunternehmens |
0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,1 | 0,0 |
| Verkauf von Tochterunternehmen |
0,0 | 0,0 | –0,4 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –131,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –131,7 | –0,2 | –132,0 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 100,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 100,4 | 0,0 | 100,5 |
| Währungsumrechnungs differenzen – ausländische Geschäftsbetriebe |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,9 | 0,0 | 0,9 | 0,0 | 0,9 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | –16,3 | 0,0 | 0,0 | –16,3 | 0,0 | –16,3 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –2,6 | –2,8 | 0,0 | –2,8 |
| Steuereffekt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 4,1 | -0,2 | 0,0 | 3,8 | 0,0 | 3,8 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –12,4 | 0,6 | –2,2 | –14,0 | 0,0 | –14,0 |
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 100,4 | –12,4 | 0,6 | –2,2 | 86,5 | 0,0 | 86,5 |
| Stand am 30. September 2016 |
337,8 | 91,0 | 206,4 | –24,6 | 0,8 | –15,3 | 596,2 | 0,1 | 596,3 |
| 11. November 2016 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 9. März 2017 | Jahresergebnis 2016, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h | |||||
| 10. April 2017 | Nachweisstichtag für die Teilnahme an der Hauptversammlung | |||||
| 20. April 2017 | Hauptversammlung 2017, Wien | |||||
| 2. Mai 2017 | Ex-Tag (Dividende) | |||||
| 3. Mai 2017 | Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen) | |||||
| 4. Mai 2017 | Dividendenzahltag | |||||
| 12. Mai 2017 | Zwischenbericht 1. Quartal 2017, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h | |||||
| 10. August 2017 | Halbjahresfinanzbericht 2017, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h | |||||
| 15. November 2017 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2017, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h | |||||
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Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
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Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 2. November 2016
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