Quarterly Report • May 7, 2015
Quarterly Report
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Zwischenbericht 1. Quartal 2015 | Österreichische Post AG
| Q1 2014 | Q1 2015 | Veränderung % | ||
|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Umsatz | Mio EUR | 598,4 | 601,9 | 0,6% |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | Mio EUR | 78,8 | 75,1 | –4,6% |
| EBITDA-Marge1 | % | 13,2% | 12,5% | – |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | Mio EUR | 58,2 | 53,9 | –7,4% |
| EBIT-Marge1 | % | 9,7% | 9,0% | – |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | Mio EUR | 57,4 | 57,4 | –0,2% |
| Periodenergebnis | Mio EUR | 43,7 | 43,8 | 0,2% |
| Ergebnis je Aktie2 | EUR | 0,64 | 0,65 | 0,4% |
| Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 23.732 | 23.330 | –1,7% | |
| Cashflow | ||||
| Cashflow aus dem Ergebnis | Mio EUR | 75,4 | 82,8 | 9,8% |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | Mio EUR | 50,6 | 59,6 | 17,8% |
| Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) | Mio EUR | –11,2 | –15,8 | –41,8% |
| Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen | Mio EUR | –0,2 | –0,1 | 62,0% |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren | Mio EUR | 38,0 | 104,6 | >100% |
| Bilanz | 31.12.2014 | 31.03.2015 | Veränderung % | |
| Bilanzsumme | Mio EUR | 1.671,0 | 1.708,2 | 2,2% |
| Eigenkapital | Mio EUR | 702,7 | 745,7 | 6,1% |
| Langfristiges Vermögen3 | Mio EUR | 1.026,0 | 1.020,4 | –0,5% |
| Kurzfristiges Vermögen | Mio EUR | 645,0 | 687,8 | 6,6% |
| Nettoverschuldung | Mio EUR | –99,7 | 2,4 | >100% |
| Eigenkapitalquote | % | 42,1% | 43,7% | – |
| Capital Employed | Mio EUR | 733,8 | 673,6 | –8,2% |
EBIT und EBITDA bezogen auf Konzernumsatz
Unverwässertes Ergebnis je Aktie bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Enthält zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio EUR per 31.12.2014
Der Konzernumsatz der Österreichischen Post lag im ersten Quartal 2015 mit 601,9 Mio EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres. Dabei konnte der Umsatzanstieg im Paketbereich von 2,2% die leichten Rückgänge im Briefgeschäft von 0,3% vollständig kompensieren. Das Briefgeschäft ist auch weiterhin von der anhaltenden elektronischen Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen geprägt. Zudem mussten rückläufige Filialumsätze verzeichnet werden, während sich der Umsatz mit Werbesendungen – auch aufgrund des guten Geschäfts vor Ostern – solide entwickelte. Positiv auf die Umsatzentwicklung wirkte sich zudem die Tarifanpassung mit 1. März 2015 aus. Im Paketgeschäft hält der Trend zum E-Commerce an, wodurch die Paketmengen weiter steigen. Dies beeinflusst nicht nur das österreichische Paketgeschäft positiv, auch die Paket-Beteiligungen der Österreichischen Post in Südost- und Osteuropa konnten im Berichtszeitraum überdurchschnittliche Steigerungsraten erzielen. Generell ist verstärkter Wettbewerb auf den Paketmärkten spürbar, so auch für die deutsche Paketbeteiligung trans-o-flex. Aufgrund des kompetitiven Umfelds und hohen Preisdrucks waren die Umsätze hier im ersten Quartal rückläufig.
Das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 53,9 Mio EUR zwar um 4,3 Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahres, dieser Rückgang inkludiert auch Aufwendungen aus erhöhten Personalrückstellungen, die durch das niedrige Zinsniveau notwendig geworden waren. Auf operativer Basis wurden Maßnahmen zur weiteren Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung konsequent fortgesetzt. Zudem haben wir in der Berichtsperiode auch Investitionen an der Kundenschnittstelle vorangetrieben und das Selbstbedienungsangebot weiter ausgebaut. So stehen den Kunden der Post bereits rund 270 SB-Zonen und 150 Abholstationen in ganz Österreich zur Verfügung. Trotz eines insgesamt umfangreichen Investitionsprogramms liegt der Cashflow über dem Niveau des Vorjahres und bildet damit eine solide Basis für die zukünftige Investitions- und Dividendenfähigkeit der Österreichischen Post.
Auf dieser Grundlage konnte mit 29. April 2015 auch eine Dividende in Höhe von 1,95 EUR pro Aktie für das vergangene Geschäftsjahr ausgeschüttet werden. Damit bleibt die Österreichische Post ihrer klaren Kapitalmarktpositionierung als verlässlicher Dividendentitel einmal mehr treu. Denn im Fokus unserer strategischen Aktivitäten stehen Verlässlichkeit und Beständigkeit gegenüber den Eigentümern und sonstigen Stakeholdern unseres Unternehmens – und dies soll auch in Zukunft so fortgesetzt werden. Mit Blick auf das Gesamtjahr bestätigen wir den bereits kommunizierten Ausblick für 2015: Wir gehen von einem Anstieg des Konzernumsatzes in der Größenordnung von 1–2% aus. Gleichzeitig peilen wir eine EBITDA-Marge um die 12% und eine weitere Verbesserung im EBIT an.
Wien, am 29. April 2015
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Das globale Wirtschaftswachstum bleibt moderat. Weltweit rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2015 mit einem Wachstum von 3,5%, nachdem es in den beiden Vorjahren bei 3,4% lag. Besser als zuletzt stehen dabei die großen Volkswirtschaften da, während die Konjunktur in Entwicklungs- und Schwellenländern etwas nachgelassen hat. Die Eurozone muss sich nach Einschätzung des IWF längerfristig auf ein schwaches Wirtschaftswachstum einstellen. Allerdings hat sich die Konjunktur in der Region zuletzt leicht erholt, für 2015 erwartet der IWF daher ein Wachstum von 1,5%, 2016 soll es bei 1,6% liegen. 2014 hatte die Wirtschaft lediglich um 0,9% zugelegt. Wie andere wichtige Wirtschaftsräume hat auch die Eurozone vom niedrigen Ölpreis profitiert, ebenso hatten die Zinssenkungen und das Programm zum Kauf von Staatsanleihen der Europäischen Zentralbank einen positiven Effekt. Der Exportwirtschaft hat zudem der deutliche Anstieg des Dollarkurses geholfen (IWF, April 2015).
Österreich hinkt beim Wirtschaftswachstum den anderen Ländern der Eurozone hinterher. Nach dem geringen Wachstum des Jahres 2014 dürfte die österreichische Wirtschaft auch 2015 nur sehr verhalten expandieren. Laut Prognosen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) wird das österreichische Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2015 um 0,5% und im Jahr 2016 um 1,3% wachsen. Die Kombination aus ungünstiger Auftragslage, Abnahme der in- und ausländischen Endnachfrage sowie insgesamt trüber Stimmung resultiert in einer generellen Zurückhaltung bei Investitionen. Die für Österreichs Wirtschaft bedeutsamen Märkte in Südost- und Osteuropa entwickeln sich allerdings etwas günstiger (WIFO, März 2015). Der IWF erwartet für den CEE-Raum 2015 ein Wirtschaftswachstum von 2,9%. Für die Türkei (+3,1%), Rumänien (+2,7%) und Ungarn (+2,7%) werden durchgehend Wachstumsraten um die 3%-Marke erwartet. Für Deutschland wird 2015 ein Wachstum von 1,6% prognostiziert (IWF, April 2015).
Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post von weiteren internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen.
Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefes weiterhin an und ist im Kern auch nicht beeinflussbar. Rückgänge in der Größenordnung von 3–5% pro Jahr sind als internationales Basisszenario anzusehen. Physische Dialogmedien sind hingegen für viele österreichische Betriebe ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Werbestrategie. Auch unadressierte Werbesendungen zählen in Österreich zu den beliebtesten Kommunikationsmedien. Das Geschäft mit Werbesendungen ist jedoch stark von der Intensität der Werbeaktivitäten der Unternehmen abhängig.
Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings weiter, wobei gleichzeitig die Wettbewerbsintensität zunimmt. Im B2B-Bereich ist der Markt nach wie vor von der getrübten Konjunkturlage geprägt. Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts ist ebenso von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck bleiben in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden dabei immer internationaler – und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft steht. Seine wesentlichen Eckpunkte sind:
Mit 15. September 2014 genehmigte die Regulierungsbehörde (Post-Control-Kommission und RTR Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH) die Anpassung der Tarifstruktur.
Mit 1. März 2015 kam es damit zu einer inflationsbedingten Änderung der Preise im Briefbereich nach der letzten Produktund Preisreform im Jahr 2011.
Mit Stichtag 20. Februar 2015 hat die Österreichische Post ihre Anteile am deutschen Druckdienstleister MEILLERGHP verkauft. Das Gemeinschaftsunternehmen stand zu 65% im Eigentum der Österreichischen Post und zu 35% im Eigentum der Schweizerischen Post. Mit 7. Februar 2014 stellte die MEILLERGHP einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsinsolvenzverfahrens, das mit 15. Februar 2015 beendet wurde.
Mit Stichtag 31. März 2015 wurden zudem 100% der Anteile an der Tochtergesellschaft feibra Magyarország Kft. veräußert. Das Unternehmen ist in der Verteilung von unadressierten und adressierten Werbemitteln sowie Zeitschriften in Ungarn tätig. Bereits mit 31. Dezember 2014 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen worden.
Der Konzernumsatz der Österreichischen Post hat sich im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 0,6% auf 601,9 Mio EUR etwas erhöht. In der Berichtsperiode zeigte das Paketgeschäft weiteres Umsatzwachstum und konnte damit die leichten Umsatzrückgänge der Division Brief, Werbepost & Filialen kompensieren.
| Mio EUR | Q1 20141 | Q1 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 598,4 | 601,9 | 0,6% | 3,5 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 378,7 | 377,5 | –0,3% | –1,2 |
| Paket & Logistik | 219,5 | 224,4 | 2,2% | 4,9 |
| Corporate | 0,2 | 0,0 | –84,7% | –0,2 |
| Kalenderwerktage in Österreich | 62 | 62 | – | – |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.
Mit 62,7% entfiel der wesentliche Anteil des Konzernumsatzes in den ersten drei Monaten 2015 auf die Division Brief, Werbepost & Filialen. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz der Division im Berichtszeitraum um 0,3% auf 377,5 Mio EUR. Dieser Rückgang ist auf die anhaltende elektronische Substitution von Briefen sowie rückläufige Filialumsätze zurückzuführen. Die Tarifanpassung mit 1. März 2015 wirkte sich hingegen positiv auf die Umsatzentwicklung aus.
Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 37,3% des Konzernumsatzes. Hier war im ersten Quartal 2015 ein Anstieg von 2,2% auf 224,4 Mio EUR zu verzeichnen. Regional betrachtet zeigten sowohl der österreichische Markt als auch die Region Südost- und Osteuropa ein deutliches Wachstum, während in Deutschland aufgrund des anhaltend starken Wettbewerbs und Preisdrucks Umsatzrückgänge verbucht werden mussten.
In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden im ersten Quartal 2015 73,0% des Umsatzes in Österreich, 22,0% in Deutschland und 5,0% in Südost- und Osteuropa erwirtschaftet.
| Mio EUR | Q1 20141 | Q1 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten (extern) | 378,7 | 377,5 | –0,3% | –1,2 |
| Briefpost & Mail Solutions | 207,0 | 206,4 | –0,3% | –0,6 |
| Werbepost | 105,7 | 109,1 | 3,3% | 3,5 |
| Medienpost | 35,3 | 33,6 | –4,7% | –1,7 |
| Filialdienstleistungen | 30,8 | 28,4 | –7,8% | –2,4 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) | 19,1 | 20,4 | 6,7% | 1,3 |
| Umsatzerlöse gesamt | 397,8 | 397,9 | 0,0% | 0,1 |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.
Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 377,5 Mio EUR stammt zu 54,7% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 28,9% aus Werbepost und zu 8,9% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 7,5% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet. Der Divisionsumsatz ist in der Regel stark von Wahleffekten beeinflusst. Die positiven Umsatzeffekte aus Wahlen bewegten sich in der aktuellen Berichtsperiode und in der Vergleichsperiode des Vorjahres in einer ähnlichen Größenordnung.
Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz im ersten Quartal 2015 mit 206,4 Mio EUR erwartungsgemäß leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Der Basistrend einer rückläufigen Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen hält nach wie vor an.
Zudem wirkte sich der Wegfall von Einmalaussendungen diverser Kunden in den Bereichen Telekom sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Als positiver Umsatzeffekt ist hingegen die Tarifanpassung mit 1. März 2015 hervorzuheben.
Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten drei Monaten 2015 einen Umsatzanstieg um 3,3% auf 109,1 Mio EUR. Grundsätzlich ist dieses Geschäftsfeld vom Ausmaß der Werbeaktivitäten der Kunden und damit unter anderem auch vom konjunkturellen Umfeld beeinflusst. In der Berichtsperiode zeigte der Bereich Werbepost eine differenzierte Entwicklung der einzelnen Kundenbranchen. Während der Druck des Online-Handels auf den traditionellen Versandhandel und den stationären Handel bei einigen Kunden zu einer Reduktion ihrer Werbeaktivitäten führte, stiegen
vor allem die Werbeaktivitäten der Nahversorger im unadressierten Bereich an. Zusätzlich führten diverse Kampagnen mit Aktionswerbung kurz vor Ostern in der Berichtsperiode zu Zusatzumsätzen.
Der Umsatz mit Medienpost zeigte im Periodenvergleich einen Rückgang von 4,7% auf 33,6 Mio EUR. Während sich das Geschäft mit anlassbezogenen Medien bzw. Mitgliederzeitungen stabil entwickelte, zeigte das Geschäft mit Zeitungen und Magazinen
eine rückläufige Tendenz. Gleichzeitig verringerte sich auch der Umsatz mit Filialdienstleistungen um 7,8% bzw. 2,4 Mio EUR auf 28,4 Mio EUR. Eine veränderte Produkt- und Preispositionierung seitens des Vertragspartners führte hier zu einer Abnahme der Umsätze aus Mobilfunkprodukten, und auch bei Finanzdienstleistungen für den Bankpartner BAWAG P.S.K. waren Rückgänge zu verzeichnen.
| Mio EUR | Q1 20141 | Q1 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten (extern) | 219,5 | 224,4 | 2,2% | 4,9 |
| Paket Premium | 164,9 | 167,2 | 1,4% | 2,3 |
| Paket Standard | 45,9 | 48,4 | 5,5% | 2,5 |
| Paket Sonstige Leistungen | 8,7 | 8,8 | 0,9% | 0,1 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) | 2,3 | 2,0 | –13,8% | –0,3 |
| Umsatzerlöse gesamt | 221,8 | 226,4 | 2,1% | 4,6 |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.
Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2015 um 2,2% auf 224,4 Mio EUR. Der Großteil des Divisionsumsatzes entfiel dabei mit 74,5% auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dieser verzeichnete in den ersten drei Monaten 2015 einen Umsatzanstieg von 1,4% auf 167,2 Mio EUR. Neben einer guten Entwicklung des Paketgeschäfts mit Business-Kunden in Österreich waren auch bei höherwertigen Paketen für Privatkunden überdurchschnittliche Steigerungen zu verzeichnen. Speziell im Geschäft mit Business-Kunden ist generell eine hohe Wettbewerbsintensität spürbar, die – in Kombination mit schwachen konjunkturellen Impulsen – auch zu einem hohen Preisdruck führt.
Die Umsätze des Bereichs Paket Standard – es umfasst vorrangig Sendungen an Privatkunden in Österreich – stiegen um 5,5% auf 48,4 Mio EUR. Basis dieses Wachstums ist der anhaltende Online-Shopping-Trend, der zu wachsenden Paketmengen der Online-Händler an Privatkunden führt. Besonders im März 2015 wurde hier ein Anstieg der Paketmengen verzeichnet, der zum Teil auf das im Periodenvergleich frühere Ostergeschäft zurückzuführen war. Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie z. B. Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte beinhaltet, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 8,8 Mio EUR generiert. Dies entspricht einer Steigerung um 0,1 Mio EUR.
Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im ersten Quartal 55% der Divisionsumsätze in Deutschland generiert wurden, 36% der Umsätze entfielen auf Österreich und 9% auf die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Deutschland verringerte sich der Umsatz in den ersten drei Monaten um 2,5%. Die herausfordernde Wettbewerbssituation sowie der Preisdruck in diesem Markt sind somit weiterhin deutlich spürbar. In Österreich erhöhte sich der Umsatz – getrieben durch den erwähnten Trend zum Online-Shopping und Impulse durch das Ostergeschäft – um 8,1%, wobei auch hier intensiver Wettbewerb herrscht. Die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa verzeichneten auf Basis deutlicher Volumensteigerungen ein Umsatzwachstum von 11,0%.
| Mio EUR | Q1 2014 | Q1 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 598,4 | 601,9 | 0,6% | 3,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 16,5 | 16,4 | –1,1% | –0,2 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –183,8 | –184,5 | 0,4% | 0,7 |
| Personalaufwand | –280,6 | –281,7 | 0,4% | 1,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –71,4 | –76,3 | 6,9% | 4,9 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –0,4 | –0,6 | –71,2% | –0,3 |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | 78,8 | 75,1 | –4,6% | –3,6 |
| Abschreibungen | –20,6 | –21,2 | 3,2% | 0,7 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | 58,2 | 53,9 | –7,4% | –4,3 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –0,8 | 3,4 | >100% | 4,2 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 57,4 | 57,4 | –0,2% | –0,1 |
| Ertragsteuern | –13,8 | –13,6 | –1,4% | –0,2 |
| Periodenergebnis | 43,7 | 43,8 | 0,2% | 0,1 |
| Ergebnis je Aktie (EUR)1 | 0,64 | 0,65 | 0,4% | 0,0 |
1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen stieg in der Berichtsperiode um 0,4% auf 184,5 Mio EUR, was vor allem auf erhöhte Aufwendungen für Werbemittelverteiler zurückzuführen ist. Im Bereich der Transportaufwendungen kam es durch gestiegene Paketmengen in Österreich und Südost- und Osteuropa zu einem Anstieg, der vor allem durch den Rückgang der bezogenen Leistungen für Transporte in Deutschland kompensiert wurde. Die trans-o-flex Gruppe hat im Jahr 2014 diverse Distributionsgesellschaften übernommen, wodurch ehemals bezogene Leistungen durch eine interne Leistungserbringung in der Zustellung ersetzt wurden.
Der Personalaufwand der Österreichischen Post belief sich im ersten Quartal 2015 auf 281,7 Mio EUR, dies entspricht einer Steigerung von 0,4% bzw. 1,2 Mio EUR. Während der Vergleichswert des Vorjahres lohnabhängige Abgaben aus Vorperioden in Höhe von rund 6 Mio EUR enthielt, sind in der aktuellen Berichtsperiode Parameteranpassungen für verzinsliche Personalrückstellungen enthalten. Vor dem Hintergrund der international niedrigen Zinslandschaft wurden die Rechnungszinssätze diverser Personalrückstellungen reduziert, was zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von 4,8 Mio EUR führte.
Die im Personalaufwand inkludierten operativen Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter lagen bereinigt um den Effekt aus der Integration von Distributionsgesellschaften in Deutschland beinahe auf Vorjahresniveau. Insgesamt führte diese Integration zu zusätzlichen Personalkosten von 1,5 Mio EUR (inkl. Abgaben und Beiträge), denen allerdings ein Rückgang des Aufwands für
bezogene Leistungen gegenübersteht. Die stabile Entwicklung der Löhne und Gehälter zeigt, dass die konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der Personalstruktur die inflationsbedingten Kostensteigerungen fast vollständig kompensieren konnten. In Summe beschäftigte der Österreichische Post Konzern im Periodendurchschnitt des ersten Quartals 2015 23.330 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), im Vergleich zu 23.732 Mitarbeitern im ersten Quartal 2014.
Zusätzlich zu den laufenden operativen Personalkosten umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter der Österreichischen Post zurückzuführen sind. Die Höhe der Abfertigungsaufwendungen lag in der Berichtsperiode mit 4,8 Mio EUR etwas unter dem Niveau des Vorjahres (5,6 Mio EUR). Der Aufwand für Rückstellungen für Unterauslastungen erhöhte sich in der Berichtsperiode primär durch die erwähnten Anpassungen des Rechnungszinssatzes.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum mit 16,4 Mio EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 6,9% auf 76,3 Mio EUR. Dieser Anstieg war unter anderem auf diverse IT-Projekte sowie einen negativen Effekt in Höhe von 0,4 Mio EUR aus dem Verkauf der ungarischen Tochtergesellschaft feibra Magyarország Kft. zurückzuführen.
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrug minus 0,6 Mio EUR nach minus 0,4 Mio EUR im ersten Quartal 2014. Dieses Ergebnis beinhaltet einen positiven Ergebnisbeitrag der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s., aber auch einen negativen Ergebnisbeitrag des deutschen Unternehmens AEP GmbH. Im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen ist zudem ein negativer Effekt durch die Umgliederung von Währungsumrechnungsrücklagen in Folge des Verkaufs des Gemeinschaftsunternehmens MEILLERGHP in Höhe von 0,5 Mio EUR enthalten, das mit 20. Februar 2015 veräußert wurde.
Das EBITDA reduzierte sich im ersten Quartal 2015 um 4,6% bzw. 3,6 Mio EUR auf 75,1 Mio EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 12,5%. Ein Ergebniseffekt in der Berichtsperiode war dabei die erwähnte Zinsanpassung im Bereich der Personalrückstellungen.
Die Abschreibungen lagen in der Berichtsperiode mit 21,2 Mio EUR geringfügig um 0,7 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Damit erreichte das EBIT der ersten drei Monate 2015 53,9 Mio EUR, was einem Rückgang um 4,3 Mio EUR bzw. 7,4% entspricht. Die EBIT-Marge betrug 9,0%.
Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus 0,8 Mio EUR auf 3,4 Mio EUR, im Wesentlichen zurückzuführen auf Zinserträge infolge der vorzeitigen Auflösung einer Cross-Border-Leasingtransaktion im März 2015. Der unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesene Nettobarwertvorteil in Höhe von 3,3 Mio EUR wurde in voller Höhe ergebniswirksam erfasst. Damit lag das Ergebnis vor Steuern in den ersten drei Monaten 2015 wie im Vorjahr bei 57,4 Mio EUR. Der Steueraufwand lag mit 13,6 Mio EUR geringfügig unter dem Wert des ersten Quartals 2014 (13,8 Mio EUR). Nach Abzug der Steuern ergibt sich damit ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) auf Vorjahresniveau von 43,8 Mio EUR (+0,2%). Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis pro Aktie von 0,65 EUR für die ersten drei Monate 2015.
| Mio EUR | Q1 2014 | Q1 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
Marge1 Q1 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA Gesamt | 78,8 | 75,1 | –4,6% | –3,6 | 12,5% |
| Brief, Werbepost & Filialen | 85,4 | 84,5 | –1,1% | –0,9 | 21,2% |
| Paket & Logistik | 10,7 | 12,3 | 15,6% | 1,7 | 5,4% |
| Corporate/Konsolidierung | –17,3 | –21,7 | –25,3% | –4,4 | – |
| EBIT Gesamt | 58,2 | 53,9 | –7,4% | -4,3 | 9,0% |
| Brief, Werbepost & Filialen | 77,9 | 76,6 | –1,7% | –1,3 | 19,3% |
| Paket & Logistik | 5,5 | 7,2 | 30,9% | 1,7 | 3,2% |
| Corporate/Konsolidierung | –25,2 | –29,9 | –18,6% | –4,7 | – |
1 Margen der Divisionen bezogen auf Gesamtumsatz (inkl. Umsatzerlöse mit anderen Segmenten)
Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen im ersten Quartal 2015 ein EBITDA von 84,5 Mio EUR, dies entspricht einem Rückgang von 1,1%. Das Divisions-EBIT lag mit 76,6 Mio EUR um 1,7% bzw. um 1,3 Mio EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese Entwicklung ist neben dem rückläufigen Umsatz unter anderem auf geringfügige negative Effekte aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft feibra Magyarország Kft. sowie des Gemeinschaftsunternehmens MEILLERGHP zurückzuführen.
Die Division Paket & Logistik erzielte in den ersten drei Monaten 2015 ein EBITDA von 12,3 Mio EUR nach 10,7 Mio EUR im Vorjahr. Das EBIT lag in der Berichtsperiode bei 7,2 Mio EUR und damit um 1,7 Mio EUR über dem Vorjahreswert von 5,5 Mio EUR, wobei im Vorjahr jedoch höhere negative Effekte wie Wertminderungen und Strukturmaßnahmen enthalten waren. Während sich die Ertragslage des Geschäfts in Österreich sowie in Südostund Osteuropa positiv entwickelte, werden in Deutschland Strukturänderungen weiter vorangetrieben.
Die Division Corporate (inkl. Konsolidierung) enthält grundsätzlich alle Aufwendungen zentraler Abteilungen des Konzerns sowie Personalrückstellungen und Vorsorgen. Das EBIT des Bereichs Corporate reduzierte sich um 4,7 Mio EUR auf minus 29,9 Mio EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf die erwähnten Zinseffekte bei Personalrückstellungen zurückzuführen. Die Reduktion des Rechnungszinssatzes für diverse Personalrückstellungen führte insgesamt zu den bereits erwähnten Aufwendungen für Rückstellungen von 4,8 Mio EUR, die vorwiegend in der Division Corporate ergebnismindernd wirkten.
| Mio EUR | 31.12.2014 | 31.03.2015 | Struktur 31.03.2015 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Sachanlagen | 597,7 | 591,0 | 34,6% |
| Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte | 172,1 | 170,0 | 10,0% |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) | 51,8 | 53,3 | 3,1% |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 53,3 | 55,9 | 3,3% |
| Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 464,2 | 405,1 | 23,7% |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 67,1 | 76,6 | 4,5% |
| davon Wertpapiere | 53,1 | 62,7 | 3,7% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 264,1 | 356,3 | 20,9% |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0,6 | 0,0 | 0,0% |
| 1.671,0 | 1.708,2 | 100% | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 702,7 | 745,7 | 43,7% |
| Rückstellungen | 540,5 | 551,8 | 32,3% |
| Andere Finanzverbindlichkeiten | 17,7 | 16,8 | 1,0% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 409,5 | 393,9 | 23,1% |
| Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0,6 | 0,0 | 0,0% |
| 1.671,0 | 1.708,2 | 100% |
Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 31. März 2015 bei 1.708,2 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 591,0 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem bestehen immaterielle Vermögenswerte im Volumen von 57,5 Mio EUR. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind mit Ende des ersten Quartals 2015 mit 112,5 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen nehmen Forderungen mit 293,4 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen ein. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 356,3 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Auf Basis dieses hohen Zahlungsmittelbestandes erfolgte mit 29. April 2015 die Dividendenauszahlung in Höhe von 131,7 Mio EUR für das Geschäftsjahr 2014.
Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 31. März 2015 bei 43,7% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 745,7 Mio EUR. Die langfristigen Schulden lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 434,4 Mio EUR, die kurzfristigen Schulden bei 528,1 Mio EUR. Die Rückstellungen beliefen sich mit Ende März 2015 auf insgesamt 551,8 Mio EUR. Davon entfallen 195,0 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich per 31. März 2015 auf 189,5 Mio EUR.
Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 419,1 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 356,3 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 62,7 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 16,8 Mio EUR gegenüber.
| Mio EUR Q1 2014 |
Q1 2015 |
|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis1 75,4 |
82,8 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit 50,6 |
59,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit –7,8 |
33,7 |
| davon CAPEX –11,2 |
–15,8 |
| davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –0,2 |
–1,2 |
| davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 5,0 |
–10,0 |
| davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit –1,4 |
60,8 |
| Free Cashflow 42,8 |
93,3 |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 38,0 |
104,6 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1,9 |
–1,1 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes 44,7 |
92,2 |
1 Unbare Veränderungen von Rückstellungen, die von ihrer Art her insgesamt als langfristig zu betrachten sind, sowie Rückstellungen für Restrukturierungen werden ab dem Geschäftsjahr 2014 nunmehr im Cashflow aus dem Ergebnis bereinigt. Das Cashflow-Statement für Q1 2014 nunmehr wurde entsprechend angepasst.
Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Quartal 2015 82,8 Mio EUR nach 75,4 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit lag mit 59,6 Mio EUR um 9,0 Mio EUR über dem ersten Quartal 2014. Diese Erhöhung war unter anderem auf im Periodenvergleich geringere Ertragsteuerzahlungen, sowie geringere Zahlungen für Verbindlichkeiten der internationalen Abrechnung zurückzuführen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten drei Monaten 2015 plus 33,7 Mio EUR. Dies war vor allem auf den Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale im ersten Wiener Gemeindebezirk zurückzuführen, da im ersten Quartal 2015 der Restkaufpreis in Höhe von 60,0 Mio EUR beglichen wurde. Sowohl in der Berichtsperiode als auch im ersten Quartal des Vorjahres fielen kaum Zahlungen im Zusammenhang mit Akquisitionen an. Die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) lagen im ersten Quartal 2015 mit 15,8 Mio EUR etwas über dem Wert des Vorjahres (11,2 Mio EUR). In diesen Sachanlageinvestitionen sind auch Zahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale in Höhe von rund 3 Mio EUR enthalten. Cashflow-mindernd wirkte sich in der Berichtsperiode zudem der Ankauf von Wertpapieren im Ausmaß von 10,0 Mio EUR aus,
während in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch Wertpapiere im Volumen von 5,0 Mio EUR veräußert wurden.
Insgesamt lag der Free Cashflow in der Berichtsperiode bei 93,3 Mio EUR nach 42,8 Mio EUR im Vorjahr. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapierveränderungen erreichte 104,6 Mio EUR. Auch exklusive des Sondereffekts aus dem Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale lag der Free Cashflow damit etwas über dem Vergleichswert des Vorjahres (38,0 Mio EUR).
Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten drei Monaten 2015 13,7 Mio EUR und lagen damit über jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres (13,2 Mio EUR). Während davon 0,2 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 13,5 Mio EUR. Schwerpunkte des Investitionsprogramms bildeten in der Berichtsperiode neben der Modernisierung des Fuhrparks vor allem neue Sortiertechnologien wie Brief- und Paketverteilanlagen. Zudem wurden auch Investitionen für den Bau der neuen Unternehmenszentrale getätigt.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns (umgerechnet in Vollzeitkräfte) lag in den ersten drei
des Personalstandes gegenüber der Vergleichsperiode um 402 Mitarbeiter. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.913 Vollzeitkräfte).
Monaten 2015 bei 23.330 Personen. Dies entspricht einer Reduktion
| Q1 2014 | Q1 2015 | Anteil % |
|---|---|---|
| 17.186 | 16.727 | 71,7% |
| 4.531 | 4.732 | 20,3% |
| 2.015 | 1.870 | 8,0% |
| 23.732 | 23.330 | 100,0% |
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. April 2015 wurde der Vorstand der Österreichischen Post AG zur Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals ermächtigt. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann das Grundkapital somit während einer Geltungsdauer von fünf Jahren bis 14. April 2020 im Ausmaß von bis zu 33.766.190,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 6.755.264 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien erhöht werden. Weiters wurde in der Hauptversammlung die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu 16.888.160,00 EUR zur Ausgabe von bis zu 3.377.632 Stück auf Inhaber lautenden Stückaktien an (i) Gläubiger von Finanzinstrumenten sowie (ii) zum Zweck der Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Österreichischen Post AG oder eines verbundenen Unternehmens beschlossen. Die Eintragung der entsprechenden Satzungsänderungen im Firmenbuch ist zur Zeit noch nicht abgeschlossen.
Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, ab 15. April 2015 während einer Geltungsdauer von 30 Monaten eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.
Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2014 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe dazu den zweiten Teil des Geschäftsberichts, "Finanzbericht", Seiten 46–53 und 116–120).
Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen ersetzt, am Paketmarkt ist verstärkter Wettbewerb erkennbar. Da die Produkt- und Preisgestaltung diverser Handelswaren, z. B. von Telekommunikationsprodukten und Finanzdienstleistungen, von Systempartnern gesteuert wird, hat dies Einfluss auf die Umsatzentwicklung der jeweiligen Produktgruppen. Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen bzw. angepassten Wertansätzen führen. Risiken außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit betreffen vor allem diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen sowie Wertberichtigungen.
Die erwarteten Basistrends des Brief- und Logistikgeschäfts spiegelten sich auch im ersten Quartal 2015 wider, weshalb der für das Gesamtjahr 2015 kommunizierte Ausblick bestätigt wird: Das Geschäftsmodell der Österreichischen Post ist hinsichtlich der Umsatzentwicklung darauf ausgerichtet, Rückgänge im Briefbereich durch Zuwächse im Paketgeschäft zu kompensieren und auf dieser Grundlage Wachstumsraten von durchschnittlich 1–2% p. a. zu erzielen. Für das Jahr 2015 wird mit einem Anstieg des Konzernumsatzes in dieser Größenordnung gerechnet.
Der Briefumsatz ist weiterhin von einem kontinuierlichen Mengenrückgang bei adressierten Sendungen aufgrund der elektronischen Substitution geprägt. Gemäß internationalen Trends muss im adressierten Briefbereich mit Rückgängen von 3–5% p. a. gerechnet werden. Der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen wird weiterhin eine differenzierte Volumenentwicklung zeigen. Während einige Kundensegmente etwa durch zunehmende Aktivitäten der Online-Händler unter
Druck stehen, verzeichnen andere Segmente, z. B. Nahversorger, eine positive Entwicklung. Weiters ist damit zu rechnen, dass sich die rückläufige Entwicklung der Filialumsätze, vor allem im Bereich Telekommunikation und Finanzdienstleistungen, im Lauf des Jahres 2015 fortsetzen wird. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren sowie der positiven Preiseffekte aus der Tarifanpassung im März 2015 sollte die Division Brief, Werbepost & Filialen im Jahr 2015 in Summe eine stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung zeigen.
Die Entwicklung im Bereich Paket & Logistik wird im Privat- und Business-Bereich von unterschiedlichen Trends beeinflusst: Durch den stetig wachsenden Online-Handel ist bei Paketen an Privatkunden – je nach Region – von einem jährlichen Wachstum von 3–6% auszugehen. Im Bereich Business-Paket ist eine positive Entwicklung von einer stabilen Konjunktur- und Wettbewerbssituation abhängig. Aufgrund der gedämpften Konjunkturaussichten sind hier derzeit kaum Impulse zu erwarten. Der starke Wettbewerb führt in vielen Märkten daher zu einer Zunahme des Drucks auf Preise und Marktanteile.
Um die Effizienz der Leistungserbringung weiter zu erhöhen, werden sowohl in der Brief- wie auch in der Paketlogistik laufend Strukturen und Prozesse optimiert. Insbesondere in der internationalen Geschäftstätigkeit hat Profitabilität absolute Priorität. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Weiterführung des Effizienzsteigerungsprogramms in der trans-o-flex Gruppe, das eine Restrukturierung der Prozess-, Distributions- und Personalstrukturen umfasst. Die Österreichische Post verfolgt auch weiterhin das Ziel einer nachhaltigen EBITDA-Marge um die 12%. Dieses Ziel wird auch für das Gesamtjahr 2015 angestrebt – ebenso wie eine weitere kontinuierliche Verbesserung im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).
Der erwirtschaftete operative Cashflow wird auch in Zukunft umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen eingesetzt. Auch 2015 sind daher operative Sachanlageninvestitionen (CAPEX) von 80–90 Mio EUR in Sortiertechnik, Logistik und Kundenlösungen geplant. Darüber hinaus wurde kürzlich mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale im dritten Wiener Gemeindebezirk begonnen, die im Jahr 2017 fertiggestellt werden soll.
Wien, am 29. April 2015
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| Q1 2014 Mio EUR |
Q1 2015 |
|---|---|
| Umsatzerlöse 598,4 |
601,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge 16,5 |
16,4 |
| Gesamte betriebliche Erträge 615,0 |
618,3 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –183,8 |
–184,5 |
| Personalaufwand –280,6 |
–281,7 |
| Abschreibungen –20,6 |
–21,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen –71,4 |
–76,3 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen –556,4 |
–563,7 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 58,6 |
54,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,4 |
–0,6 |
| Finanzerträge 1,3 |
4,6 |
| Finanzaufwendungen –2,1 |
–1,2 |
| Sonstiges Finanzergebnis –0,8 |
3,4 |
| Finanzergebnis –1,1 |
2,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern 57,4 |
57,4 |
| Ertragsteuern –13,8 |
–13,6 |
| Periodenergebnis 43,7 |
43,8 |
| Zuzurechnen an: | |
| Aktionäre des Mutterunternehmens 43,5 |
43,7 |
| Nicht beherrschende Anteile 0,2 |
0,1 |
| EUR Q1 2014 |
Q1 2015 |
|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,64 |
0,65 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,64 |
0,65 |
| Mio EUR | Q1 2014 | Q1 2015 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 43,7 | 43,8 |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können: | ||
| Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe | –0,3 | 0,7 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 0,0 | 0,6 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 0,8 | –0,4 |
| Steuereffekt auf Zeitwertänderungen | –0,2 | 0,1 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis | –0,1 | 0,3 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust |
0,0 | 0,5 |
| Summe der Posten, die umgegliedert werden können | 0,1 | 1,8 |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | ||
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen | 0,0 | –3,5 |
| Steuereffekt auf Neubewertung | 0,0 | 0,9 |
| Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden | 0,0 | –2,6 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,1 | –0,8 |
| Gesamtperiodenergebnis | 43,8 | 43,0 |
| Zuzurechnen an: | ||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 43,6 | 42,9 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,2 | 0,1 |
| Mio EUR | 31.12.2014 | 31.03.2015 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristiges Vermögen | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 112,2 | 112,5 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 59,9 | 57,5 |
| Sachanlagen | 597,7 | 591,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 51,8 | 53,3 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 53,3 | 55,9 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 60,7 | 60,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 21,0 | 20,2 |
| Latente Steueransprüche | 68,6 | 69,7 |
| 1.025,4 | 1.020,4 | |
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 6,4 | 16,3 |
| Vorräte | 16,7 | 16,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 352,0 | 293,4 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 5,8 | 5,8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 264,1 | 356,3 |
| 645,0 | 687,8 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0,6 | 0,0 |
| 1.671,0 | 1.708,2 | |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 337,8 | 337,8 |
| Kapitalrücklagen | 130,5 | 130,5 |
| Gewinnrücklagen | 260,3 | 303,1 |
| Andere Rücklagen | –26,6 | –26,4 |
| Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens | 702,0 | 745,0 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,7 | 0,7 |
| 702,7 | 745,7 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 387,7 | 394,1 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 14,6 | 14,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 20,8 | 17,8 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 8,3 | 8,2 |
| 431,4 | 434,4 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 152,8 | 157,7 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 19,3 | 24,4 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 3,1 | 2,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
361,2 | 343,5 |
| 536,3 | 528,1 | |
| Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0,6 | 0,0 |
| 1.671,0 | 1.708,2 | |
| Q1 2014 Mio EUR angepasst1 |
Q1 2015 |
|---|---|
| Geschäftstätigkeit | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern 57,4 |
57,4 |
| Abschreibungen 20,6 |
21,2 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,4 |
0,6 |
| Rückstellungen unbar 9,0 |
18,9 |
| Gezahlte Steuern –12,2 |
–8,9 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 0,2 |
–6,4 |
| Cashflow aus dem Ergebnis 75,4 |
82,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2,4 |
–1,5 |
| Vorräte –0,7 |
0,8 |
| Rückstellungen 2,4 |
–5,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten –28,8 |
–17,2 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit 50,6 |
59,6 |
| Investitionstätigkeit | |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –4,9 |
–1,0 |
| Erwerb Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –11,2 |
–15,8 |
| Einzahlungen aus Anlagenverkäufen 3,4 |
62,0 |
| Erwerb von Tochterunternehmen –0,2 |
–0,1 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,0 |
–1,2 |
| Erwerb von Wertpapieren 0,0 |
–10,0 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 5,0 |
0,0 |
| Gewährte Darlehen –1,0 |
–0,6 |
| Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,7 |
0,0 |
| Erhaltene Zinsen 0,4 |
0,4 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit –7,8 |
33,7 |
| Free Cashflow 42,8 |
93,3 |
| Finanzierungstätigkeit | |
| Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten 2,1 |
–0,9 |
| Gezahlte Zinsen –0,3 |
–0,2 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1,9 |
–1,1 |
| Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands 44,7 |
92,2 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner 240,2 |
264,1 |
| Finanzmittelbestand am 31. März 284,9 |
356,3 |
1 Anpassungen siehe Punkt 2.2.2 Darstellung der Kapitalflussrechnung
| Q1 2014 | Grund | Kapital | Gewinn | Andere Rücklagen | Eigenkapital | Nicht | Eigen | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR angepasst1 |
kapital | rück lagen |
rück lagen |
Neube- wertungs- rücklage |
Markt- bewer- tungs- rücklage |
Währungs- umrech- nungs- rücklage |
der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
beherr schende Anteile |
kapital |
| Stand am 1. Jänner 2014 |
337,8 | 130,5 | 245,5 | –5,5 | –1,3 | –9,9 | 697,1 | 2,3 | 699,4 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 43,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 43,5 | 0,2 | 43,7 |
| Währungsumrechnungs differenzen – ausländische Geschäftsbetriebe |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,3 | –0,3 | 0,0 | –0,3 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,8 | 0,0 | 0,8 | 0,0 | 0,8 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,1 | 0,0 | –0,1 |
| Steuereffekt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –0,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | –0,5 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 43,5 | 0,0 | 0,6 | –0,5 | 43,6 | 0,2 | 43,8 |
| Stand am 31. März 2014 |
337,8 | 130,5 | 289,0 | –5,5 | –0,8 | –10,4 | 740,7 | 2,4 | 743,2 |
1 Anpassungen siehe Punkt 2.2.1 Darstellung des Eigenkapitals
| Q1 2015 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Gewinn rück lagen |
Neube- wertungs- rücklage |
Andere Rücklagen Markt- bewer- tungs- rücklage |
Währungs- umrech- nungs- rücklage |
Eigenkapital der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2015 |
337,8 | 130,5 | 260,3 | –17,3 | –0,5 | –8,8 | 702,0 | 0,7 | 702,7 |
| Verkauf einer nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage |
0,0 | 0,0 | –0,9 | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 43,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 43,7 | 0,1 | 43,8 |
| Währungsumrechnungs differenzen – ausländische Geschäftsbetriebe |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,7 | 0,7 | 0,0 | 0,7 |
| Währungsumrechnungs differenzen – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,6 | 0,0 | 0,6 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,4 | 0,0 | –0,4 | 0,0 | –0,4 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | –3,5 | 0,0 | 0,0 | –3,5 | 0,0 | –3,5 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,3 | 0,0 | 0,3 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust |
|||||||||
| Steuereffekt | 0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
0,0 0,9 |
0,0 0,1 |
0,5 0,0 |
0,5 1,0 |
0,0 0,0 |
0,5 1,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –2,6 | –0,3 | 2,2 | –0,8 | 0,0 | –0,8 |
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 43,7 | –2,6 | –0,3 | 2,2 | 42,9 | 0,1 | 43,0 |
| Stand am 31. März 2015 |
337,8 | 130,5 | 303,1 | –19,1 | –0,8 | –6,6 | 745,0 | 0,7 | 745,7 |
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 31. März 2015 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 31. März 2015 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 zugrunde liegen.
Der Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis des IAS 34 Zwischenabschlüsse erstellt und enthält somit nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben. Der Konzernzwischenabschluss sollte gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Im ersten Quartal 2015 wurden folgende neue oder geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Österreichischen Post AG:
| Verpflichtend angewandte neue Standards | Inkrafttreten EU1 | |
|---|---|---|
| IFRIC 21 | Abgaben | 17.06.2014 |
| Verpflichtend angewandte geänderte Standards | Inkrafttreten EU1 | |
| Diverse | Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011–2013 | 01.01.2015 |
1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
IFRIC 21 Abgaben stellt klar, wann für gesetzliche Abgaben, die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, Verpflichtungen zu passivieren sind. Häufigster Anwendungsfall ist die Bankenabgabe.
Infolge der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angeführten Ausweisänderungen ergeben sich folgende Anpassungen der Vorjahreszahlen des Konzern-Zwischenabschlusses zum 31. März 2015:
Der Ausweis des Periodenergebnisses in der Position Gewinnrücklagen führt zu folgenden Anpassungen in den Gewinnrücklagen:
| Stand am 1. Jänner 2014 | +146,5 Mio EUR |
|---|---|
| Stand am 31. März 2014 | +43,5 Mio EUR |
| Stand am 31. März 2015 | +43,7 Mio EUR |
Die Änderungen in der Darstellung im Zusammenhang mit den unbaren Veränderungen von Rückstellungen sowie mit der Zusammenfassung von betragsmäßig unwesentlichen Positionen ergaben folgende Umgliederungen in der Kapitalflussrechnung des Konzerns:
| Mio EUR | Q1 2014 | Q1 2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | –7,5 | –17,3 |
| Rückstellungen unbar | 9,0 | 18,9 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen | 0,6 | 0,6 |
| Zinsergebnis | 0,9 | 0,9 |
| Währungsumrechnung | 0,1 | –0,2 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | –1,5 | –1,3 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 1,5 | 1,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen | –7,1 | 1,9 |
| Rückstellungen | 5,6 | –3,5 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 0,0 | 0,0 |
Die Ausweisänderungen bezüglich der erhaltenen Vorauszahlungen aus dem Verkauf von Wertzeichen und Freistempelguthaben sowie der Umsatzabgrenzungen für fakturierte aber noch nicht erbrachte Leistungen wirken sich wie folgt auf den Konzern-Cashflow aus:
| Mio EUR | Q1 2014 | Q1 2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 3,5 | 1,2 |
| Rückstellungen | –3,2 | –1,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | –0,3 | 0,6 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 0,0 | 0,0 |
Die Anpassungen in der Segmentberichterstattung führen zu folgenden Verschiebungen innerhalb der Umsatzerlöse:
| Q1 2014 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | –0,1 | –0,5 | –0,7 | 1,3 | 0,0 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,1 | 0,5 | 0,7 | –1,3 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Q1 2015 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | –0,1 | –0,6 | 0,0 | 0,7 | 0,0 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,1 | 0,6 | 0,0 | –0,7 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 24 inländische (31. Dezember 2014: 24) und 30 ausländische (31. Dezember 2014: 31) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden drei inländische (31. Dezember 2014: drei) und drei ausländische (31. Dezember 2014: vier) Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
Im ersten Quartal 2015 haben folgende Konsolidierungskreisänderungen stattgefunden:
| Gesellschaft | Anteil am Kapital | Transaktions | Erläuterung | |
|---|---|---|---|---|
| von | auf | zeitpunkt | ||
| Brief, Werbepost & Filialen | ||||
| MEILLERGHP GmbH | 65,0% | 0,0% | 20.02.2015 | Verkauf |
| feibra Magyarország Kft. | 100,0% | 0,0% | 31.03.2015 | Verkauf |
Mit Stichtag 20. Februar 2015 wurden die von der Österreichischen Post gehaltenen Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen MEILLERGHP verkauft. Aus dem Abgang der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile ergab sich ein Verlust in Höhe von 0,5 Mio EUR, der im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen ausgewiesen ist. Der Verlust entstand ausschließlich aus der Umgliederung der auf die MEILLERGHP entfallenden Währungsumrechnungsrücklage aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust.
Zum 31. Dezember 2014 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe im Sinn des IFRS 5 eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Mit Stichtag 31. März 2015 wurden 100% der Anteile an der feibra Magyarország Kft. verkauft. Aus dem Abgang der Veräußerungsgruppe ergab sich ein Verlust in Höhe von 0,4 Mio EUR, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde.
| Q1 2014 Mio EUR angepasst1 |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 378,7 | 219,5 | 0,2 | 0,0 | 598,4 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 19,1 | 2,3 | 43,8 | –65,2 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 397,8 | 221,8 | 44,0 | –65,2 | 598,4 |
| EBITDA | 85,4 | 10,7 | –17,3 | 0,0 | 78,8 |
| EBIT | 77,9 | 5,5 | –25,3 | 0,1 | 58,2 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –0,8 | ||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 57,4 |
| Q1 2015 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 377,5 | 224,4 | 0,0 | 0,0 | 601,9 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 20,4 | 2,0 | 44,9 | –67,3 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 397,9 | 226,4 | 44,9 | –67,3 | 601,9 |
| EBITDA | 84,5 | 12,3 | –21,7 | –0,1 | 75,1 |
| EBIT | 76,6 | 7,2 | –29,9 | 0,0 | 53,9 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 3,4 | ||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 57,4 |
1 Anpassungen siehe Punkt 2.2.3 Segmentberichterstattung
Im Geschäftsjahr 2002 hat die Österreichische Post AG mit einem US Investor eine Cross-Border-Leasing-Transaktion abgeschlossen. Die Österreichische Post AG hat dem Investor auf 99 Jahre ein Fruchtgenussrecht an Postsortieranlagen in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck gegen Leistung eines "Grant Payments" von 117 Mio USD eingeräumt. Gleichzeitig wurde ein Lease Agreement abgeschlossen, in dem die Österreichische Post AG auf 24 Jahre das Nutzungsrecht an diesen Anlagen wieder zurückgemietet hat.
Die Österreichische Post AG hat ihre Zahlungsverpflichtungen an zwei Payment Undertaker ausgelagert. Zu diesem Zweck hat die Österreichische Post AG Zahlungen an die Payment Undertaker geleistet (108,3 Mio USD) und die entsprechende Verbindlichkeit ausgebucht. Die Payment Undertaker haben sich ihrerseits verpflichtet, die entsprechenden Beträge zu den festgesetzten Zahlungsterminen für die Österreichische Post AG zu leisten. Bei der Österreichischen Post AG verblieb das Restrisiko einer möglichen Inanspruchnahme im Falle einer Nichtzahlung durch die Payment Undertaker.
Mit 10. März 2015 wurde die Cross-Border-Leasing-Transaktion vorzeitig beendet. Die noch offenen Zahlungen wurden durch die Payment Undertaker vollständig geleistet, womit das noch verbliebene Restrisiko für die Österreichische Post AG untergegangen ist. Gleichzeitig wurde das Fruchtgenussrecht an den Postsortieranlagen beendet. Der aus der Cross-Border-Leasing-Transaktion der Österreichischen Post AG zugeflossene Nettobarwertvorteil blieb in voller Höhe erhalten. Der per 10. März 2015 unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten verbliebene Restbetrag in Höhe von 3,3 Mio EUR wurde entsprechend unter den Finanzerträgen ergebniswirksam vereinnahmt.
Der Rückgang in dem Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen resultiert im Wesentlichen aus einem Zahlungseingang in Höhe von 60,0 Mio EUR aus dem Verkauf der Postgasse 8 Entwicklungs AG & Co OG im Vorjahr. Im Konzern-Cashflow-Statement ist der Zahlungseingang im Cashflow aus Investitionstätigkeit (Einzahlungen aus Anlagenverkäufen) enthalten.
Die Österreichische Post hat die Parameter für verzinsliche Rückstellungen vor dem Hintergrund der international niedrigen Zinslandschaft angepasst. Der Rechnungszinssatz für Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder beträgt 1,75% (31. Dezember 2014: 2%). Die Rechnungszinssätze für Rückstellungen für Unterauslastung betragen 0,75%–1,5% (31. Dezember 2014: 0,75%–1,5%). Trotz der unveränderten Bandbreite im Vergleich zum 31. Dezember 2014 kam es bei der Berechnung der Rückstellung für Unterauslastung zur Anwendung von unterschiedlichen Rechnungszinssätzen.
Die Parameteranpassungen führten insgesamt zu einem erhöhten Rückstellungsbedarf in Höhe von 8,3 Mio EUR, wovon 3,5 Mio EUR im sonstigen Ergebnis ausgewiesen wurden.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie die Einstufung nach der Fair-Value-Hierarchie:
| 31. Dezember 2014 Mio EUR |
Stufe | Erfolgs wirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Zur Veräußerung verfügbar |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Wertpapiere | 1 | 0,0 | 53,1 | 53,1 |
| Strategische und andere Anteile | 3 | 0,0 | 12,2 | 12,2 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 3 | 1,7 | 0,0 | 1,7 |
| 1,7 | 65,4 | 67,1 |
| 31. März 2015 Mio EUR |
Stufe | Erfolgs wirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Zur Veräußerung verfügbar |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Wertpapiere | 1 | 0,0 | 62,7 | 62,7 |
| Strategische und andere Anteile | 3 | 0,0 | 12,2 | 12,2 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 3 | 1,7 | 0,0 | 1,7 |
| 1,7 | 75,0 | 76,6 |
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen, ebenso gab es keine Änderungen in den Stufe-3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten.
Die folgende Tabelle zeigt die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert der anderen finanziellen Verbindlichkeiten:
| 31.03.2015 | |||
|---|---|---|---|
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| 7,6 | 7,7 | 7,4 | 7,5 |
| 9,7 | 9,7 | 9,1 | 9,1 |
| 0,4 | 0,4 | 0,3 | 0,3 |
| 17,7 | 17,8 | 16,8 | 16,9 |
| 31.12.2014 |
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wird aufgrund überwiegender Kurzfristigkeit der Posten unterstellt, dass die Buchwerte im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte:
| Stufe | Finanzinstrumente | Bewertungsverfahren | Inputfaktoren |
|---|---|---|---|
| 1 | Wertpapiere | Marktwertorientiert | Nominalwerte, Börsenpreis |
| 3 | Strategische und andere Anteile |
Marktwertorientiert bzw. Kapitalwertorientiert |
Buchwert-Multiples vergleichbarer börsenotierter Unternehmen und sofern verfügbar Planungs rechnungen |
| 3 | Derivative finanzielle Vermögenswerte |
Kapitalwertorientiert | Planungsrechnungen und darauf basierte wahrscheinlichkeitsge wichtete Szenarien, risikogewichtete Abzinsungssätze (WACC) |
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe-3-Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.
In der Hauptversammlung am 15. April 2015 wurde die Ausschüttung einer Dividende von 1,95 EUR pro Aktie (131,7 Mio EUR) für das Geschäftsjahr 2014 beschlossen. Die Ausschüttung der Dividende erfolgte am 29. April 2015.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. April 2015 wurde der Vorstand der Österreichischen Post AG zur Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals ermächtigt. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats kann das Grundkapital somit während einer Geltungsdauer von fünf Jahren bis 14. April 2020 im Ausmaß von bis zu 33.766.190,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 6.755.264 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien erhöht werden. Weiters wurde in der Hauptversammlung die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu 16.888.160,00 EUR zur Ausgabe von bis zu 3.377.632 Stück auf Inhaber lautenden Stückaktien an (i) Gläubiger von Finanzinstrumenten sowie (ii) zum Zweck der Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Österreichischen Post AG oder eines verbundenen Unternehmens beschlossen. Die Eintragung der entsprechenden Satzungsänderungen im Firmenbuch ist zur Zeit noch nicht abgeschlossen.
Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, ab 15. April 2015 während einer Geltungsdauer von 30 Monaten eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.
Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Quartal 2015 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Wien, am 29. April 2015
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| 7. Mai | Zwischenbericht 1. Quartal 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | |
|---|---|---|
| 6. August | Halbjahresfinanzbericht 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | |
| 12. November | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr |
Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected] FN: 180219d, Handelsgericht Wien
be.public Corporate & Financial Communications, Wien
Druck Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten
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Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
E: [email protected] I: www.post.at/pr
Redaktionsschluss: 29. April 2015
Investor Relations, Konzernrevision & Compliance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir
Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at
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