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Österreichische Post AG

Quarterly Report Aug 6, 2015

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Quarterly Report

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H1 2015

Halbjahresfinanzbericht 2015 | Österreichische Post AG

HIGHLIGHTS H1 2015

Umsatz

  • Umsatzanstieg um 0,6% auf 1.178,9 Mio EUR
  • Rückgang im Briefgeschäft (–0,4%) durch Wachstum im Paketbereich (+2,4%) kompensiert

Ergebnis

  • EBIT-Rückgang um 2,3% auf 96,5 Mio EUR
  • Anstieg im Ergebnis/Aktie um 5,4% auf 1,14 EUR

Cashflow und Bilanz

  • Anstieg des Cashflows aus der Geschäftstätigkeit auf 107,7 Mio EUR
  • Hoher Cash-Bestand und geringe Finanzverbindlichkeiten

Ausblick 2015

  • Umsatzwachstum von 1–2% angepeilt
  • EBITDA-Marge um die 12% und operative Ergebnisverbesserung angestrebt

kennzahlenüberblick

H1 2014 H1 2015 Veränderung %
Gewinn– und Verlustrechnung
Umsatz Mio EUR 1.171,9 1.178,9 0,6%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Mio EUR 145,1 139,7 –3,7%
EBITDA–Marge1 % 12,4% 11,9%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Mio EUR 98,8 96,5 –2,3%
EBIT–Marge1 % 8,4% 8,2%
EBT (Ergebnis vor Steuern) Mio EUR 97,0 99,9 3,0%
Periodenergebnis Mio EUR 73,6 77,4 5,2%
Ergebnis je Aktie2 EUR 1,08 1,14 5,4%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 23.722 23.343 –1,6%
Cashflow
Cashflow aus dem Ergebnis3 Mio EUR 139,2 151,8 9,0%
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit Mio EUR 95,9 107,7 12,3%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) Mio EUR –22,2 –32,0 –43,9%
Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen Mio EUR –0,2 –1,8 <–100%
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren Mio EUR 70,5 137,7 95,4%
Bilanz 31.12.2014 30.06.2015 Veränderung %
Bilanzsumme Mio EUR 1.671,0 1.604,8 –4,0%
Eigenkapital Mio EUR 702,7 646,0 –8,0%
Langfristiges Vermögen4 Mio EUR 1.026,0 995,8 –2,9%
Kurzfristiges Vermögen Mio EUR 645,0 609,1 –5,6%
Nettoverschuldung5 Mio EUR 99,7 89,1 –10,6%
Eigenkapitalquote % 42,1% 40,3%
Capital Employed Mio EUR 733,8 666,0 –9,2%

EBIT und EBITDA bezogen auf Konzernumsatz

Unverwässertes Ergebnis je Aktie bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

3 Angepasste Darstellung H1 2014: Unbare Veränderungen von Rückstellungen, die von ihrer Art her insgesamt als langfristig zu betrachten sind, sowie Rückstellungen für Restrukturierungen werden ab dem Geschäftsjahr 2014 im Cashflow aus dem Ergebnis bereinigt. Das Cashflow–Statement für H1 2014 wurde entsprechend angepasst.

Enthält zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio EUR per 31.12.2014 und in Höhe von 8,0 Mio EUR per 30.06.2015

5 Nettoverschuldung = Verzinsliches Fremdkapital (inkl. verzinsliche Rückstellungen) – verzinsliche Aktiva

Vorwort des vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post lag im ersten Halbjahr 2015 mit 1.178,9 Mio EUR wie erwartet um 0,6% über dem Niveau des Vorjahres. Dabei konnte der im Paketbereich erzielte Umsatzanstieg von 2,4% die leichten Rückgänge im Briefgeschäft von 0,4% vollständig kompensieren. Das Briefgeschäft ist auch weiterhin von der anhaltenden Substitution von klassischen Briefen durch elektronische Kommunikationsformen geprägt, die sich zuletzt noch leicht verstärkt hat. Das Geschäft mit Werbesendungen zeigte in der Berichtsperiode eine differenzierte Entwicklung der einzelnen Kundenbranchen. Adressierte Sendungen entwickelten sich hier rückläufig, während unadressierte Volumen anstiegen.

Im Paketgeschäft hält der Trend zum E-Commerce an, wodurch die Paketmengen in Österreich weiter steigen. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch auch verstärkter Wettbewerb ab, dem die Österreichische Post mit laufendenden Investitionen an der Schnittstelle zu den Kunden begegnet. So gelingt es neben der Kostenführerschaft auch die Serviceführerschaft kontinuierlich auszubauen. Mit Ende der Berichtsperiode standen den Kunden der Post bereits rund 280 Selbstbedienungszonen und 170 Abholstationen in ganz Österreich zur Verfügung. Zudem bieten wir mit der Post App seit dem Vorjahr ein hoch modernes Tool an, das den Kunden größtmögliche Flexibilität beim Empfang von Sendungen ermöglicht.

Erst kürzlich haben wir auch in einem Pilotbetrieb die Samstagzustellung gestartet. Im internationalen Paketgeschäft zeigte sich weiterhin eine differenzierte Entwicklung – in unseren Beteiligungen in Südost- und Osteuropa sowie in der Türkei hielten die positiven Markttrends an, während in Deutschland aktuell Strukturmaßnahmen und die Fortsetzung des Netzumbaus Priorität haben.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Österreichischen Post lag mit 96,5 Mio EUR im ersten Halbjahr 2015 um 2,3% unter dem Niveau des Vorjahres, im zweiten Quartal konnte im Jahresvergleich eine Steigerung um 4,9% auf 42,6 Mio EUR erzielt werden. Im operativen Geschäft haben wir die Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung konsequent fortgesetzt, darunter auch weitere Investitionen in eine moderne Fahrzeugflotte und neue Sortieranlagen. Bei einem insgesamt umfangreichen Investitionsprogramm liegt der Cashflow weiterhin auf hohem Niveau und bildet damit eine solide Basis für die zukünftige Investitions- und Dividendenfähigkeit der Österreichischen Post. Auf dieser Grundlage wollen wir unserer klaren Kapitalmarktpositionierung als Dividendentitel auch in Zukunft treu bleiben.

Mit Blick auf das Gesamtjahr gehen wir von einer Fortsetzung der Basistrends im Brief- und Paketgeschäft aus und erwarten in 2015 einen Anstieg des Konzernumsatzes in der Größenordnung von 1–2%. Gleichzeitig peilen wir eine EBITDA-Marge um die 12% sowie eine weitere Verbesserung im operativen Ergebnis an.

Wien, am 28. Juli 2015

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Umfeld und Rahmenbedingungen

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Das globale Wirtschaftswachstum bleibt moderat. Weltweit rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2015 mit einem Wachstum von 3,3%, nachdem dieses in den beiden Vorjahren bei 3,4% gelegen war. Besser als zuletzt stehen dabei die großen Volkswirtschaften da, während die Konjunktur in Entwicklungsund Schwellenländern nachgelassen hat. In der Eurozone ist die wirtschaftliche Erholung trotz der Turbulenzen in Griechenland weitgehend auf Kurs, so die Einschätzung des IWF. Für 2015 erwartet der IWF daher ein Wachstum von 1,5%, 2016 soll es bei 1,7% liegen. 2014 hatte die Wirtschaft in der Eurozone lediglich um 0,8% zugelegt. Wesentliche Wachstumstreiber sind vor allem die verbesserten Finanzierungsbedingungen, die weiterhin lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), niedrige Treibstoffpreise sowie die Verbesserung des Geschäftsklimas und der Arbeitsmärkte (IWF, Juli 2015).

In Österreich prognostiziert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) für 2015 ein Wirtschaftswachstum von 0,5% und damit eine eher mäßige wirtschaftliche Dynamik. Die heimische Wirtschaft expandiert damit das zweite Jahr in Folge in geringerem Ausmaß als der Euroraum. Erst für 2016 wird mit einem Wachstum von 1,3% eine leichte Verbesserung erwartet. Für die 2015 anhaltende Konjunkturschwäche sind sowohl internationale als auch heimische Faktoren bestimmend. Die leichte Wachstumsbeschleunigung 2016 ergibt sich großteils aus der prognostizierten Besserung des internationalen Umfelds (WIFO, Juni 2015). So entwickeln sich die für Österreichs Wirtschaft bedeutsamen Märkte in Südost- und Osteuropa etwas positiver. Der IWF erwartet für den CEE-Raum 2015 ein Wirtschaftswachstum von 2,9%. Für die Türkei (+3,1%), Rumänien (+2,7%) und Ungarn (+2,7%) werden durchgehend Wachstumsraten um die 3%-Marke erwartet. Für Deutschland wird 2015 ein Wachstum von 1,6% prognostiziert (IWF, April 2015).

Branchenumfeld

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post von weiteren internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen.

Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefes weiterhin an und ist im Kern auch nicht beeinflussbar. Rückgänge in der Größenordnung von 3–5% pro Jahr sind als internationales Basisszenario anzusehen. Das Geschäft mit Werbesendungen hängt hingegen stark von der Intensität der Werbeakti vitäten der Unternehmen ab. Der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen zeigt dabei eine differenzierte Volumenentwicklung. Während einige Kundensegmente etwa

durch zunehmende Aktivitäten der Online-Händler unter Druck stehen, verzeichnen andere Segmente Zuwächse. Aktuelle Studien zeigen, dass neben Online-Werbung in Zukunft auch Multi-Channel-Kommunikation und Dialogmarketing tendenziell an Bedeutung gewinnen werden (Dialog Marketing Report 2015).

Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings weiter, wobei gleichzeitig die Wettbewerbsintensität zunimmt. Im B2B-Bereich ist der Markt nach wie vor von der getrübten Konjunkturlage geprägt. Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts ist zudem von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck bleiben in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden dabei immer internationaler – und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft steht. Seine wesentlichen Eckpunkte sind:

  • Die Österreichische Post bleibt auch nach der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich.
  • Der Universaldienst beschränkt sich primär auf Postsendungen, die an den gesetzlich definierten Zugangspunkten abgegeben werden können, also z. B. Post-Geschäftsstellen oder Briefkästen. Damit soll die Grundversorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Postdienstleistungen gesichert werden. Postdienste für Sendungen, die von Großkunden in Verteilzentren eingeliefert werden, zählen – mit Ausnahme von Zeitungen – nicht zum Universaldienst.
  • Die Österreichische Post war zum Austausch der nicht mehr dem Gesetz entsprechenden Hausbrieffachanlagen und Landabgabekästen verpflichtet und musste diesen Austausch auch vorfinanzieren. Die Kosten für den Austausch wären der Österreichischen Post nach einem gesetzlich geregelten Aufteilungsschlüssel teilweise zu ersetzen. Bisher gab es jedoch keinen Kostenersatz.

Mit 15. September 2014 genehmigte die Regulierungsbehörde (Post-Control-Kommission und RTR Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH) die Anpassung der Tarifstruktur der Österreichischen Post. Mit 1. März 2015 kam es damit zum ersten Mal nach der letzten Produkt- und Preisreform im Jahr 2011 zu einer inflationsbedingten Änderung der Preise im Briefbereich.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Mit Stichtag 20. Februar 2015 hat die Österreichische Post ihre Anteile am deutschen Druckdienstleister MEILLERGHP verkauft. Das Gemeinschaftsunternehmen stand zu 65% im Eigentum der Österreichischen Post und zu 35% im Eigentum der Schweizerischen Post. Mit 7. Februar 2014 stellte die MEILLERGHP einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsinsolvenzverfahrens, das mit 15. Februar 2015 beendet wurde.

Mit Stichtag 31. März 2015 wurden zudem 100% der Anteile an der Tochtergesellschaft feibra Magyarország Kft. veräußert. Das Unternehmen ist in der Verteilung von unadressierten und adressierten Werbemitteln sowie Zeitschriften in Ungarn tätig. Bereits mit 31. Dezember 2014 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen worden.

Mit Stichtag 1. Juni 2015 hat die Österreichische Post 60% der Anteile an der Aktionsfinder GmbH erworben. Die Gesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aktionsfinder GmbH betreibt das Internetportal Aktionsfinder.at. Diese Plattform zählt zu den größten Internet-Portalen für Werbeprospekte in Österreich und ermöglicht den elektronischen Abruf von in Österreich verteilten Prospekten, Aktionen und Angeboten.

Die Österreichische Post hat mit Stichtag 1. Juni 2015 den Geschäftsbetrieb einer weiteren Distributionsgesellschaft in Kassel übernommen. Die Gesellschaft gehört zu den wesentlichen Distributionspartnern der trans-o-flex Gruppe und bedient über ihren Standort in Kassel den Wirtschaftsraum Hessen. Der Erwerb ermöglicht die Optimierung der operativen Kosten und die Nutzung von Synergien zwischen den Logistikstandorten der trans-o-flex Gruppe.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post hat sich im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 0,6% auf 1.178,9 Mio EUR leicht erhöht. Auch in der Betrachtung des zweiten Quartals 2015 konnte im Vergleich zu 2014 eine leichte Umsatzsteigerung von 0,6% erzielt werden. In den ersten sechs Monaten zeigte das Paketgeschäft mit einem Plus von 2,4% weiteres Umsatzwachstum und konnte damit den leichten Umsatzrückgang der Division Brief, Werbepost & Filialen von 0,4% kompensieren.

Umsatzentwicklung

Umsatz nach Divisionen

Mio EUR H1 20141 H1 2015 Veränderung
%
Mio EUR
Q2 20141 Q2 2015
Konzernumsatz 1.171,9 1.178,9 0,6% 7,0 573,5 577,0
Brief, Werbepost & Filialen 740,9 738,0 –0,4% –2,9 362,2 360,5
Paket & Logistik 430,5 440,9 2,4% 10,3 211,0 216,4
Corporate 0,4 0,1 –86,9% –0,4 0,2 0,0
Kalenderwerktage in Österreich 122 122 60 60

1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.

Mit 62,6% entfiel der wesentliche Anteil des Konzernumsatzes in den ersten sechs Monaten 2015 auf die Division Brief, Werbepost & Filialen. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz der Division im Berichtszeitraum um 0,4% auf 738,0 Mio EUR. Im zweiten Quartal 2015 verringerte sich der Umsatz mit minus 0,5% in einer ähnlichen Größenordnung. Der Basistrend der E-Substitution, also des Ersatzes des klassischen Briefs durch elektronische Kommunikationsformen, hält weiter an. Zudem lieferten Wahlen im zweiten Quartal 2015 geringere Umsatzbeiträge als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Als gegenläufiger Effekt ist die Tarifanpassung per 1. März 2015 zu nennen. Darüber hinaus zeigte der Umsatz im Bereich Filialnetz im ersten Halbjahr eine rückläufige Entwicklung.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 37,4% des Konzernumsatzes. Hier war im ersten Halbjahr 2015 ein Anstieg von 2,4% auf 440,9 Mio EUR zu verzeichnen. Im zweiten Quartal 2015 erhöhte sich der Divisionsumsatz um 2,6%. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der weiterhin anhaltende Trend zum Online-Shopping, der zu einem deutlichen Anstieg von Privatkundenpaketen führt. Regional betrachtet zeigten der österreichische Markt sowie die Region Südost- und Osteuropa starkes Wachstum, während in Deutschland Umsatzrückgänge verbucht werden mussten.

In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden im ersten Halbjahr 2015 72,9% des Umsatzes in Österreich, 22,0% in Deutschland und 5,1% in Südost- und Osteuropa erwirtschaftet.

Umsatzentwicklung Division Brief, Werbepost & Filialen

Mio EUR H1 20141 H1 2015 Veränderung
%
Mio EUR
Q2 20141 Q2 2015
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) 740,9 738,0 –0,4% –2,9 362,2 360,5
Briefpost & Mail Solutions 397,5 400,7 0,8% 3,1 190,6 194,3
Werbepost 211,4 210,2 –0,6% –1,2 105,8 101,1
Medienpost 71,4 69,6 –2,5% –1,8 36,1 36,0
Filialdienstleistungen 60,6 57,5 –5,1% –3,1 29,8 29,1
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) 37,8 40,3 6,6% 2,5 18,7 19,9
Umsatzerlöse gesamt 778,8 778,4 –0,1% –0,4 381,0 380,5

1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 738,0 Mio EUR stammt zu 54,3% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 28,5% aus Werbepost und zu 9,4% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 7,8% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet. Der Divisionsumsatz ist in der Regel stark von Wahleffekten beeinflusst. Während sich die positiven Umsatzeffekte aus Wahlen im ersten Quartal der aktuellen Berichtsperiode und der Vergleichsperiode noch in einer ähnlichen Größenordnung bewegten, wurden im zweiten Quartal 2015 aus Wahlen deutlich geringere Umsatzbeiträge generiert (v. a. EU-Wahl im Mai 2014).

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz im ersten Halbjahr 2015 mit 400,7 Mio EUR um 0,8% über dem Niveau des Vorjahres. Im zweiten Quartal 2015 wurde in diesem Bereich ein Umsatzplus von 2,0% verzeichnet. Der Basistrend einer rückläufigen Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen hält nach wie vor an, im Vergleich zum Vorjahr hat er sich sogar leicht verstärkt. Dämpfend auf die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal wirkten zudem wie bereits erwähnt die im Vorjahresvergleich geringeren Umsatzbeiträge aus Wahlen. Als gegenläufiger Effekt ist die Tarifanpassung per 1. März 2015 zu nennen.

Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2015 einen Umsatzrückgang um 0,6% auf 210,2 Mio EUR. Während hier im ersten Quartal 2015 noch ein Umsatzanstieg verzeichnet wurde, musste im zweiten Quartal 2015 ein Umsatzrückgang von 4,4% verbucht werden. Diese rückläufige Entwicklung im zweiten Quartal ist zum Teil auf geringere Umsatzbeiträge aus Wahlen zurückzuführen. Zudem führte das im Periodenvergleich etwas frühere Ostergeschäft zu einer Verschiebung von Umsätzen aus Oster-Aktionswerbung vom zweiten in das erste Quartal 2015. Generell ist dieses Geschäftsfeld vom konjunkturellen Umfeld und den Werbeaktivitäten der Kunden beeinflusst und daher größeren Schwankungen unterworfen. Dabei zeigt sich auch eine differenzierte Entwicklung der einzelnen Kundenbranchen. Speziell die Werbeaktivitäten der Handelsunternehmen vor allem im unadressierten Bereich entwickelten sich in der Berichtsperiode positiv, während bei adressierten Werbesendungen Rückgänge verzeichnet wurden.

Der Umsatz mit Medienpost zeigte im ersten Halbjahr 2015 einen Rückgang von 2,5% auf 69,6 Mio EUR (–0,3% im zweiten Quartal 2015). Generell zeigen Tages-, Wochen- und Monatszeitungen eine eher rückläufige Entwicklung, zudem konnten auch hier die Wahleffekte des laufenden Jahres jene des Vorjahres nicht vollständig erreichen. Gleichzeitig verringerte sich auch der Umsatz im Bereich Filialdienstleistungen um 5,1% bzw. 3,1 Mio EUR auf 57,5 Mio EUR. Im zweiten Quartal 2015 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 2,3% verbucht. Eine veränderte Produkt- und Preispositionierung seitens des Vertragspartners führte hier zu einer Abnahme der Umsätze aus Mobilfunkprodukten, und auch bei Finanzdienstleistungen für den Bankpartner BAWAG P.S.K. waren Rückgänge zu verzeichnen.

Umsatzentwicklung Division Paket & Logistik

Mio EUR H1 20141 H1 2015 Veränderung
%
Mio EUR
Q2 20141 Q2 2015
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) 430,5 440,9 2,4% 10,3 211,0 216,4
Paket Premium 323,2 327,6 1,4% 4,5 158,3 160,4
Paket Standard 90,2 95,6 6,0% 5,4 44,3 47,2
Paket Sonstige Leistungen 17,1 17,6 2,7% 0,5 8,4 8,8
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) 4,6 3,8 –17,2% –0,8 2,3 1,8
Umsatzerlöse gesamt 435,1 444,7 2,2% 9,5 213,3 218,3

1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.

Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Halbjahr 2015 um 2,4% auf 440,9 Mio EUR, im zweiten Quartal 2015 wurde ein Umsatzanstieg von 2,6% erzielt. Der Großteil des Divisionsumsatzes entfiel dabei mit 74,3% auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dieser verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2015 einen Umsatzanstieg von 1,4% auf 327,6 Mio EUR (+1,4% im zweiten Quartal 2015). Neben einer guten Entwicklung des Paketgeschäfts mit Business-Kunden in Österreich waren vor allem bei höherwertigen Paketen für Privatkunden überdurchschnittliche Steigerungen zu verzeichnen. Speziell im Geschäft mit Business-Kunden ist generell eine hohe Wettbewerbsintensität zu verspüren, die – in Kombination mit schwachen konjunkturellen Impulsen – auch zu einem hohen Preisdruck führt.

Die Umsätze des Bereichs Paket Standard – es umfasst vorrangig Sendungen an Privatkunden in Österreich – stiegen um 6,0% auf 95,6 Mio EUR. Auch im zweiten Quartal 2015 wurde in diesem Bereich eine Umsatzsteigerung von 6,5% erzielt. Basis dieses Wachstums ist der anhaltende Online-Shopping-Trend, der zu wachsenden Paketmengen der Online-Händler an Privatkunden führt. Auch in diesem Bereich sind verstärkte Initiativen der Wettbewerber zum Ausbau ihrer Marktpräsenz zu bemerken.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie z. B. Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte beinhaltet, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 17,6 Mio EUR generiert. Dies entspricht einer Steigerung um 0,5 Mio EUR, von der 0,4 Mio EUR im zweiten Quartal erzielt werden konnten.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im ersten Halbjahr 54% der Divisionsumsätze in Deutschland generiert wurden, 37% der Umsätze entfielen auf Österreich und 9% auf die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Deutschland verringerte sich der Umsatz in den ersten sechs Monaten um 2,3%. Die herausfordernde Wettbewerbssituation sowie der Preisdruck in diesem Markt sind somit weiterhin deutlich spürbar, wobei die Umsatzrückgänge zum Teil auf geringere Dieselzuschläge auf Transportleistungen zurück zu führen waren. In Österreich erhöhte sich der Umsatz – vor allem getrieben durch den erwähnten Trend zum Online-Shopping – im ersten Halbjahr 2015 um 8,3%, wobei auch hier intensiver Wettbewerb herrscht. Die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa verzeichneten auf Basis deutlicher Volumensteigerungen bei anhaltend hohem Preisdruck ein Umsatzwachstum von 9,9%.

Ergebnisentwicklung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR H1 2014 H1 2015 % Veränderung
Mio EUR
Q2 2014 Q2 2015
Umsatzerlöse 1.171,9 1.178,9 0,6% 7,0 573,5 577,0
Sonstige betriebliche Erträge 32,5 32,8 0,9% 0,3 15,9 16,4
Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen
–362,8 –364,0 –0,3% –1,1 –179,0 –179,5
Personalaufwand –551,7 –551,8 –0,0% –0,1 –271,1 –270,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen –143,7 –156,0 –8,6% –12,3 –72,2 –79,7
Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
–1,1 –0,2 80,8% 0,9 –0,7 0,4
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen)
145,1 139,7 –3,7% –5,4 66,3 64,6
Abschreibungen –46,3 –43,2 6,6% 3,1 –25,7 –22,0
EBIT (Ergebnis vor Zinsen
und Steuern)
98,8 96,5 –2,3% –2,3 40,6 42,6
Sonstiges Finanzergebnis –1,8 3,4 >100% 5,2 –1,1 –0,1
EBT (Ergebnis vor Steuern) 97,0 99,9 3,0% 2,9 39,5 42,5
Ertragsteuern –23,4 –22,5 4,0% 0,9 –9,7 –8,9
Periodenergebnis 73,6 77,4 5,2% 3,9 29,9 33,6
Ergebnis je Aktie (EUR)1 1,08 1,14 5,4% 0,06 0,44 0,50

Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen stieg in der Berichtsperiode um 0,3% auf 364,0 Mio EUR. Während sich der Materialaufwand vor allem aufgrund der niedrigeren Treibstoffpreise reduzierte, kam es bei den bezogenen Leistungen zu einem Anstieg durch erhöhte Transportaufwendungen. Dieser Zuwachs ist auf die gestiegenen Paketmengen in Österreich und Südost- und Osteuropa zurückzuführen, wurde jedoch zum Teil durch den Rückgang der bezogenen Leistungen für Transporte in Deutschland kompensiert. Die trans-o-flex Gruppe hat im vergangenen Jahr diverse Distributionsgesellschaften übernommen. Dadurch wurden ehemals bezogene Leistungen in der Zustellung durch interne Leistungserbringung ersetzt.

Der Personalaufwand der Österreichischen Post belief sich im ersten Halbjahr 2015 auf 551,8 Mio EUR und blieb somit in Summe stabil. Die in diesem Betrag inkludierten operativen Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter lagen bereinigt um den Effekt aus der Integration von Distributionsgesellschaften in Deutschland auf Vorjahresniveau. Die Integration vormals bezogener Leistungen führte zwar zu zusätzlichen Personalkosten, denen allerdings ein Rückgang des Aufwands für Transportdienstleistungen

gegenübersteht. Die stabile Entwicklung der operativen Personalkosten zeigt, dass die konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der Personalstruktur die inflationsbedingten Kostensteigerungen kompensieren konnte. In Summe beschäftigte der Österreichische Post Konzern im Periodendurchschnitt des ersten Halbjahres 2015 23.343 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) im Vergleich zu 23.722 Mitarbeitern im ersten Halbjahr 2014.

Zusätzlich zu den laufenden operativen Personalkosten umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter zurückzuführen sind. Die Höhe der Abfertigungsaufwendungen lag im ersten Halbjahr 2015 mit 11,0 Mio EUR auf Vorjahresniveau (10,8 Mio EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres). Der Aufwand für Rückstellungen für Unterauslastungen lag in der Berichtsperiode bei rund 6 Mio EUR, von denen 3 Mio EUR auf die Anpassung der Parameter dieser Rückstellungen zurückgingen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum mit 32,8 Mio EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Im gleichen Zeitraum erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,6% auf 156,0 Mio EUR, zurückzuführen unter anderem auf höhere Aufwendungen für Instandhaltung, Kommunikation und Beratung. Zudem beinhaltet der sonstige betriebliche Aufwand einen Verlust in Höhe von 0,4 Mio EUR aus dem Verkauf der ungarischen Tochtergesellschaft feibra Magyarország Kft. im ersten Quartal 2015.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrug minus 0,2 Mio EUR nach minus 1,1 Mio EUR im ersten Halbjahr 2014. Diese Position beinhaltet einen positiven Ergebnisbeitrag der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s., aber auch einen negativen Ergebnisbeitrag des deutschen Start-up Unternehmens AEP GmbH. Im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurde zudem ein Verlust aus dem Verkauf des Gemeinschaftsunternehmens MEILLERGHP in Höhe von 0,5 Mio EUR erfasst, das mit 20. Februar 2015 veräußert wurde. Der Verlust entstand ausschließlich aus der Umgliederung der auf die MEILLERGHP entfallenden Währungsumrechnungsrücklagen.

Insgesamt reduzierte sich das EBITDA im ersten Halbjahr 2015 um 3,7% bzw. 5,4 Mio EUR auf 139,7 Mio EUR. Dies entspricht einer

EBITDA-Marge von 11,9%. Im zweiten Quartal 2015 verringerte sich das EBITDA um 2,6% auf 64,6 Mio EUR.

Die Abschreibungen lagen in der Berichtsperiode mit 43,2 Mio EUR um 3,1 Mio EUR unter dem Vergleichswert 2014, der eine Wertminderung des Firmenwerts der polnischen Tochtergesellschaft PostMaster Sp. z o.o. in Höhe von 4,9 Mio EUR im zweiten Quartal 2014 enthalten hatte. So lag das EBIT für die ersten sechs Monate 2015 bei 96,5 Mio EUR und damit um 2,3 Mio EUR bzw. 2,3% unter dem Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge betrug 8,2%. Im zweiten Quartal 2015 wurde – aufgrund der erwähnten Wertminderung im Vorjahr – ein Anstieg von 4,9% auf 42,6 Mio EUR erzielt.

Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus 1,8 Mio EUR auf 3,4 Mio EUR, im Wesentlichen zurückzuführen auf Zinserträge in Höhe von 3,3 Mio EUR infolge der vorzeitigen Auflösung einer Cross-Border-Leasingtransaktion bezüglich diverser Postsortieranlagen im März 2015. Damit lag das Ergebnis vor Steuern in den ersten sechs Monaten 2015 bei 99,9 Mio EUR nach 97,0 Mio EUR im Vorjahr. Der Steueraufwand blieb mit 22,5 Mio EUR leicht unter dem Wert des ersten Halbjahres 2014 (23,4 Mio EUR). Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 77,4 Mio EUR, das einem Anstieg von 5,2% entspricht. Damit lag das unverwässerte Ergebnis pro Aktie in den ersten sechs Monaten 2015 bei 1,14 EUR.

EBITDA und EBIT nach Divisionen

Mio EUR H1 2014 H1 2015 % Veränderung
Mio EUR
Marge1
H1 2015
Q2 2014 Q2 2015
EBITDA Gesamt 145,1 139,7 –3,7% –5,4 11,9% 66,3 64,6
Brief, Werbepost & Filialen 158,9 161,4 1,6% 2,5 20,7% 73,5 76,9
Paket & Logistik 22,5 23,1 2,8% 0,6 5,2% 11,8 10,8
Corporate/Konsolidierung –36,3 –44,8 –23,4% –8,5 –19,0 –23,1
EBIT Gesamt 98,8 96,5 –2,3% –2,3 8,2% 40,6 42,6
Brief, Werbepost & Filialen 138,9 145,4 4,7% 6,5 18,7% 60,9 68,8
Paket & Logistik 12,1 12,5 3,0% 0,4 2,8% 6,6 5,3
Corporate/Konsolidierung –52,2 –61,4 –17,6% –9,2 –27,0 –31,5

1 Margen der Division bezogen auf den Gesamtumsatz (inkl. Umsatzerlöse mit anderen Segmenten)

Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen im ersten Halbjahr 2015 ein EBITDA von 161,4 Mio EUR, dies entspricht einem Anstieg von 1,6%. Damit konnten die leichten Umsatzrückgänge in der Berichtsperiode durch hohe Kostendisziplin kompensiert werden. Das Divisions-EBIT lag mit 145,4 Mio EUR um 4,7% bzw. um 6,5 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieser Anstieg ist primär auf die im Vorjahr vorgenommene Firmenwertabschreibung der polnischen Beteiligung PostMaster Sp. z o.o. in Höhe von 4,9 Mio EUR zurückzuführen.

Die Division Paket & Logistik erzielte in den ersten sechs Monaten 2015 ein EBITDA von 23,1 Mio EUR nach 22,5 Mio EUR im Vorjahr. Das EBIT lag in der Berichtsperiode bei 12,5 Mio EUR und damit um 0,4 Mio EUR über dem Vorjahreswert von

12,1 Mio EUR. Während sich die Ertragslage des Geschäfts in Österreich sowie in Südost- und Osteuropa positiv entwickelte, werden in Deutschland aktuell Strukturmaßnahmen und ein Netzumbau vorangetrieben.

Die Division Corporate (inkl. Konsolidierung) enthält grundsätzlich alle Aufwendungen zentraler Abteilungen des Konzerns sowie Personalrückstellungen und Vorsorgen. Das EBIT des Bereichs Corporate reduzierte sich um 9,2 Mio EUR auf minus 61,4 Mio EUR. Dieser Rückgang ist einerseits auf die Parameteranpassungen der Rückstellungen für Unterauslastungen zurückzuführen. Andererseits kam es in der Berichtsperiode zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Bereich Instandhaltung, Kommunikation und Beratung, die vorwiegend in der Division Corporate ergebnismindernd wirkten.

Halbjahreslagebericht Konzernzwischenabschluss

Konzernanhang service

Bilanzstruktur nach Positionen

Mio EUR
31.12.2014
30.06.2015 Struktur
30.06.2015
Aktiva
Sachanlagen
597,7
589,1 36,7%
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte
172,1
168,0 10,5%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property)
51,8
51,1 3,2%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
53,3
53,1 3,3%
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges
464,2
402,3 25,1%
Andere finanzielle Vermögenswerte
67,1
76,3 4,8%
davon Wertpapiere
53,1
62,4 3,9%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
264,1
256,9 16,0%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
0,6
8,0 0,5%
1.671,0 1.604,8 100%
Passiva
Eigenkapital
702,7
646,0 40,3%
Rückstellungen
540,5
514,4 32,1%
Andere Finanzverbindlichkeiten
17,7
18,6 1,2%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges
409,5
425,0 26,5%
Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
0,6
0,8 0,1%
1.671,0 1.604,8 100%

Vermögens- und Finanzlage

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 30. Juni 2015 bei 1.604,8 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 589,1 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem bestehen immaterielle Vermögenswerte im Volumen von 55,1 Mio EUR. Die Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind mit Ende des ersten Halbjahres 2015 mit 112,9 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen nehmen Forderungen mit 298,2 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen ein. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 256,9 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. Juni 2015 bei 40,3% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 646,0 Mio EUR. Die langfristigen Schulden lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 412,2 Mio EUR, die kurzfristigen Schulden bei 545,8 Mio EUR. Die in den Schulden enthaltenen Rückstellungen beliefen sich mit Ende Juni 2015 auf insgesamt 514,4 Mio EUR. Davon entfielen 195,3 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich per 30. Juni 2015 auf 206,9 Mio EUR.

Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 319,3 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 256,9 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 62,4 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 18,6 Mio EUR gegenüber.

Cashflow
Mio EUR
H1 2014
H1 2015
Cashflow aus dem Ergebnis1
139,2
151,8
Cashflow aus Geschäftstätigkeit
95,9
107,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–12,6
16,8
davon CAPEX
–22,2
–32,0
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen
–0,2
–3,3
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren
13,0
–10,0
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit
–3,2
62,1
Free Cashflow
83,2
124,4
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren
70,5
137,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–135,2
–131,4
Veränderung des Finanzmittelbestandes
–51,9
–6,9

1 Angepasste Darstellung H1 2014: Unbare Veränderungen von Rückstellungen, die von ihrer Art her insgesamt als langfristig zu betrachten sind, sowie Rückstellungen für Restrukturierungen werden ab dem Geschäftsjahr 2014 im Cashflow aus dem Ergebnis bereinigt. Das Cashflow-Statement für H1 2014 wurde entsprechend angepasst.

Cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Halbjahr 2015 151,8 Mio EUR nach 139,2 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit lag mit 107,7 Mio EUR um 11,8 Mio EUR über dem Wert für das erste Halbjahr 2014. Diese Erhöhung war vor allem auf im Periodenvergleich geringere Ertragsteuerzahlungen zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten sechs Monaten einen Wert von plus 16,8 Mio EUR. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus dem Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale im ersten Wiener Gemeindebezirk, da der Restkaufpreis in Höhe von 60,0 Mio EUR im ersten Quartal 2015 beglichen wurde. Die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) lagen im ersten Halbjahr 2015 mit 32,0 Mio EUR über dem Wert des Vorjahres von 22,2 Mio EUR. In diesen Sachanlageinvestitionen sind auch Zahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale in Höhe von rund 11 Mio EUR enthalten. Im Zusammenhang mit Akquisitionen erfolgten in der Berichtsperiode Zahlungen im Ausmaß von 3,3 Mio EUR, unter anderem für den Erwerb der Aktionsfinder GmbH. Cashflowmindernd wirkte sich in der Berichtsperiode zudem der Ankauf

von Wertpapieren im Ausmaß von 10,0 Mio EUR aus, während in der Vergleichsperiode des Vorjahres Wertpapiere im Volumen von 13,0 Mio EUR veräußert worden waren.

Insgesamt lag der Free Cashflow in der Berichtsperiode bei 124,4 Mio EUR nach 83,2 Mio EUR im Vorjahr. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapierveränderungen erreichte 137,7 Mio EUR. Auch ohne Berücksichtigung des Sondereffekts aus dem Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale lag der Free Cashflow bei 77,7 Mio EUR und damit über dem Vergleichswert des Vorjahres von 70,5 Mio EUR.

Investitionen

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten sechs Monaten 2015 33,4 Mio EUR und lagen damit knapp unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres (33,6 Mio EUR). Während davon 0,7 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 32,7 Mio EUR. Schwerpunkte des Investitionsprogramms bildeten in der Berichtsperiode neben der Modernisierung des Fuhrparks vor allem neue Sortiertechnologien wie Brief- und Paketverteilanlagen. Zudem wurden auch Investitionen für den Bau der neuen Unternehmenszentrale getätigt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns (umgerechnet in Vollzeitkräfte) lag im ersten

Halbjahr 2015 bei 23.343 Personen. Dies entspricht einer Reduktion des Personalstands gegenüber der Vergleichsperiode um 378 Mitarbeiter. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 17.904 Vollzeitkräfte).

Mitarbeiter nach Divisionen

Periodendurchschnitt
in Vollzeitkräften
H1 2014 H1 2015 Anteil
%
Brief, Werbepost & Filialen 17.166 16.736 71,7%
Paket & Logistik 4.547 4.751 20,4%
Corporate 2.008 1.857 8,0%
Gesamt 23.722 23.343 100,0%

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode bekannt.

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2014 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe dazu den zweiten Teil des Geschäftsberichts, "Finanzbericht", Seiten 46–53 und 116–120).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden

darüber hinaus zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen ersetzt.

Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig steigt jedoch das Risiko verstärkter Aktivitäten der Mitbewerber, um an diesem Marktwachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage auswirken.

Da die Produkt- und Preisgestaltung diverser Handelswaren, z. B. von Telekommunikationsprodukten und Finanzdienstleistungen, von Systempartnern gesteuert wird, hat dies Einfluss auf die Umsatzentwicklung der jeweiligen Produktgruppen. Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen bzw. angepassten Wertansätzen führen. Risiken außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit betreffen vor allem diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen sowie Wertminderungen der Firmenwerte der Tochtergesellschaften.

Ausblick 2015

Positive Umsatzentwicklung angepeilt

Auf Basis der Entwicklung des Brief- und Paketgeschäfts im ersten Halbjahr 2015 bestätigt die Österreichische Post die für das Gesamtjahr 2015 kommunizierten Prognosen der Geschäftsentwicklung: Der Konzernumsatz sollte sich im Jahresverlauf leicht positiv entwickeln und um 1–2% über dem Wert des Geschäftsjahres 2014 zu liegen kommen.

Im Briefbereich ist mit einer Fortsetzung des Basistrends der E-Substitution, also des Ersatzes des klassischen Briefs durch elektronische Kommunikationsformen, und dadurch mit weiteren Mengenrückgängen zu rechnen. Nach dem bisherigen Geschäftsverlauf ist für das Jahr 2015 insgesamt eine Reduktion im Mittel der prognostizierten Bandbreite von 3–5% zu erwarten. Das

Werbegeschäft zeigt weiterhin eine differenzierte Entwicklung der einzelnen Kundenbranchen, wobei Rückgänge eher im Bereich der adressierten Werbesendungen spürbar sind. Ebenso ist damit zu rechnen, dass sich die rückläufige Entwicklung der Filialnetzumsätze, vor allem im Bereich Telekommunikation und Finanzdienstleistungen, im Lauf des Jahres 2015 fortsetzen wird. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren sowie der positiven Effekte aus der Tarifanpassung im März 2015 sollte die Division Brief, Werbepost & Filialen im Jahr 2015 in Summe eine stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung zeigen.

Die Entwicklung der Division Paket & Logistik wird von unterschiedlichen Trends im Privat- und Business-Bereich beeinflusst: Durch den stetig wachsenden Online-Handel ist bei Paketen an Privatkunden – je nach Region – von einem jährlichen Wachstum von 3–6% auszugehen. Im Bereich Business-Paket hingegen sind angesichts der gedämpften Konjunkturaussichten derzeit kaum Impulse zu erwarten. Der starke Wettbewerb im Paket- und Logistikgeschäft führt dabei sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich zu einem verstärkten Kampf um Marktanteile.

Effizienzsteigerung zur Sicherung der Ertragskraft

Um ihre Effizienz in allen Leistungsbereichen weiter zu erhöhen, optimiert die Österreichische Post sowohl in der Brief- wie auch in der Paketlogistik laufend ihre Strukturen und Prozesse. Insbesondere in der internationalen Geschäftstätigkeit hat die Steigerung der Profitabilität absolute Priorität. Ein Schwerpunkt liegt hier auf der Weiterführung des Effizienzsteigerungsprogramms in der trans-o-flex Gruppe, das eine Restrukturierung der Prozess-, Distributions- und Personalstrukturen umfasst. Hintergrund aller Initiativen in diese Richtung ist das Ziel einer EBITDA-Marge um die 12%. Dieses Ziel sowie eine weitere Verbesserung im operativen Ergebnis werden auch für das Gesamtjahr 2015 angestrebt.

Den erwirtschafteten operativen Cashflow wird die Österreichische Post auch in Zukunft umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen einsetzen. Auch 2015 sind in diesem Sinn operative Sachanlageninvestitionen (CAPEX) von ca. 80 Mio EUR in Sortiertechnik, Logistik und Kundenlösungen geplant. Darüber hinaus hat die Österreichische Post kürzlich mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale im 3. Wiener Gemeindebezirk begonnen, die im Jahr 2017 fertiggestellt werden soll.

Wien, am 28. Juli 2015

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Konzernzwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2015

Mio EUR H1 2014 H1 2015 Q2 2014 Q2 2015
Umsatzerlöse 1.171,9 1.178,9 573,5 577,0
Sonstige betriebliche Erträge 32,5 32,8 15,9 16,4
Gesamte betriebliche Erträge 1.204,4 1.211,7 589,4 593,4
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –362,8 –364,0 –179,0 –179,5
Personalaufwand –551,7 –551,8 –271,1 –270,1
Abschreibungen –46,3 –43,2 –25,7 –22,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen –143,7 –156,0 –72,2 –79,7
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.104,5 –1.115,0 –548,1 –551,3
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 99,9 96,7 41,3 42,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –1,1 –0,2 –0,7 0,4
Finanzerträge 2,4 5,6 1,1 1,0
Finanzaufwendungen –4,2 –2,3 –2,2 –1,1
Sonstiges Finanzergebnis –1,8 3,4 –1,1 –0,1
Finanzergebnis –2,9 3,2 –1,8 0,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 97,0 99,9 39,5 42,5
Ertragsteuern –23,4 –22,5 –9,7 –8,9
Periodenergebnis 73,6 77,4 29,9 33,6
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 73,3 77,3 29,8 33,6
Nicht beherrschende Anteile 0,3 0,1 0,1 0,1

Ergebnis je aktie

EUR H1 2014 H1 2015 Q2 2014 Q2 2015
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,08 1,14 0,44 0,50
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,08 1,14 0,44 0,50

GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2015

Mio EUR H1 2014 H1 2015 Q2 2014 Q2 2015
Periodenergebnis 73,6 77,4 29,9 33,6
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe 0,1 0,3 0,4 –0,4
Währungsumrechnungsdifferenzen – Umgliederung in den Gewinn
oder Verlust
0,0 0,6 0,0 0,0
Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
1,1 –0,7 0,3 –0,3
Steuereffekt auf Zeitwertänderungen –0,3 0,2 –0,1 0,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
1,0 –2,8 1,1 –3,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen –
Umgliederung in den Gewinn oder Verlust
0,0 0,5 0,0 0,0
Summe der Posten, die umgegliedert werden können 1,9 –1,8 1,8 –3,7
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen 0,0 0,4 0,0 3,9
Steuereffekt auf Neubewertung 0,0 –0,1 0,0 –1,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden 0,0 0,3 0,0 2,9
Sonstiges Ergebnis 1,9 –1,6 1,8 –0,8
Gesamtperiodenergebnis 75,4 75,8 31,6 32,9
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 75,2 75,7 31,5 32,8
Nicht beherrschende Anteile 0,3 0,1 0,1 0,1

KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2015

Mio EUR
31.12.2014
30.06.2015
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Geschäfts- oder Firmenwerte
112,2
112,9
Immaterielle Vermögenswerte
59,9
55,1
Sachanlagen
597,7
589,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
51,8
51,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
53,3
53,1
Andere finanzielle Vermögenswerte
60,7
38,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
21,0
19,1
Latente Steueransprüche
68,6
69,1
1.025,4 987,7
Kurzfristiges Vermögen
Andere finanzielle Vermögenswerte
6,4
38,1
Vorräte
16,7
15,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
352,0
298,2
Ertragsteuererstattungsansprüche
5,8
0,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
264,1
256,9
645,0 609,1
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
0,6
8,0
1.671,0 1.604,8
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
337,8
337,8
Kapitalrücklagen
130,5
130,5
Gewinnrücklagen
260,3
204,6
Andere Rücklagen
–26,6
–27,2
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens
702,0
645,7
Nicht beherrschende Anteile
0,7
0,3
702,7 646,0
Langfristige Schulden
Rückstellungen
387,7
379,5
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
14,6
7,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
20,8
17,0
Latente Steuerverbindlichkeiten
8,3
8,2
431,4 412,2
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen
152,8
134,8
Ertragsteuerverbindlichkeiten
19,3
24,8
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
3,1
11,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
361,2
375,0
536,3 545,8
Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
0,6
0,8
1.671,0 1.604,8

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2015

H1 2014
Mio EUR
angepasst1
H1 2015
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern
97,0
99,9
Abschreibungen
46,3
43,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
1,1
0,2
Rückstellungen unbar
17,1
22,5
Gezahlte Steuern
–23,4
–11,6
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
1,1
–2,4
Cashflow aus dem Ergebnis
139,2
151,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
5,5
–6,8
Vorräte
–0,4
0,8
Rückstellungen
–33,0
–46,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
–15,5
8,3
Cashflow aus Geschäftstätigkeit
95,9
107,7
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
–6,6
–1,7
Erwerb Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
–22,2
–32,0
Einzahlungen aus Anlagenverkäufen
4,2
62,4
Erwerb von Tochterunternehmen
–0,2
–1,8
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,0
–1,5
Erwerb von Wertpapieren
0,0
–10,0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
13,0
Gewährte Darlehen
–2,8
0,0
–0,2
Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,7
0,1
Erhaltene Zinsen
1,3
1,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–12,6
16,8
Free Cashflow
83,2
124,4
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten
–1,5
0,9
Ausschüttungen
–128,8
–131,8
Gezahlte Zinsen
–0,9
–0,5
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
–4,0
0,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–135,2
–131,4
Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands
–51,9
–6,9
Finanzmittelbestand am 1. Jänner
240,2
264,1
Finanzmittelbestand am 30. Juni
188,3
257,2

1 Anpassungen siehe Punkt 2.2.2 Darstellung der Kapitalflussrechnung

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS FÜR DAS ERSTE halbjahr 2014

H1 2014 Grund Kapital Gewinn Andere Rücklagen Eigenkapital Nicht Eigen
Mio EUR
angepasst1
kapital rück
lagen
rück
lagen
Neube-
wertungs-
rücklage
Markt-
bewer-
tungs-
rücklage
Währungs-
umrech-
nungs-
rücklage
der Aktionäre
des Mutter
unterneh
mens
beherr
schende
Anteile
kapital
Stand am
1. Jänner 2014
337,8 130,5 245,5 –5,5 –1,3 –9,9 697,1 2,3 699,4
Sukzessiver Erwerb eines
Tochterunternehmens
0,0 0,0 –3,3 0,0 0,0 0,0 –3,3 –0,7 –4,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –128,4 0,0 0,0 0,0 –128,4 –1,3 –129,7
Periodenergebnis 0,0 0,0 73,3 0,0 0,0 0,0 73,3 0,3 73,6
Währungsumrechnungs
differenzen – ausländische
Geschäftsbetriebe
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,1 0,0 0,1
Zeitwertänderungen von zur
Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
0,0 0,0 0,0 0,0 1,1 0,0 1,1 0,0 1,1
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,0 1,0 0,0 1,0
Steuereffekt 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,3 0,0 –0,3 0,0 –0,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 1,1 1,9 0,0 1,9
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 73,3 0,0 0,8 1,1 75,2 0,3 75,4
Stand am
30. Juni 2014
337,8 130,5 187,1 –5,5 –0,5 –8,8 640,6 0,6 641,2

1 Anpassungen siehe Punkt 2.2.1 Darstellung des Eigenkapitals

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS FÜR DAS ERSTE halbjahr 2015

H1 2015
Mio EUR
Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neube-
wertungs-
rücklage
Andere Rücklagen
Markt-
bewer-
tungs-
rücklage
Währungs-
umrech-
nungs-
rücklage
Eigenkapital
der Aktionäre
des Mutter
unterneh
mens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am
1. Jänner 2015
337,8 130,5 260,3 –17,3 –0,5 –8,8 702,0 0,7 702,7
Verpflichtung zum Erwerb
eines Tochterunternehmens
0,0 0,0 –0,3 0,0 0,0 0,0 –0,3 0,1 –0,3
Verkauf einer nach der
Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlage
0,0 0,0 –0,9 0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ausschüttung 0,0 0,0 –131,7 0,0 0,0 0,0 –131,7 –0,6 –132,3
Periodenergebnis 0,0 0,0 77,3 0,0 0,0 0,0 77,3 0,1 77,4
Währungsumrechnungs
differenzen – ausländische
Geschäftsbetriebe
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,3 0,3 0,0 0,3
Währungsumrechnungs
differenzen – Umgliederung
in den Gewinn oder Verlust
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,6 0,6 0,0 0,6
Zeitwertänderungen von zur
Veräußerung verfügbaren
finanziellen Vermögenswerten
0,0 0,0 0,0 0,0 –0,7 0,0 –0,7 0,0 –0,7
Neubewertung von
leistungsorientierten
Verpflichtungen
0,0 0,0 0,0 0,4 0,0 0,0 0,4 0,0 0,4
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen –
Anteil am sonstigen Ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –2,8 –2,8 0,0 –2,8
Nach der Equity-Methode
bilanzierte Finanzanlagen –
Umgliederung in den Gewinn
oder Verlust
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5 0,0 0,5
Steuereffekt 0,0 0,0 0,0 –0,1 0,2 0,0 0,1 0,0 0,1
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,3 –0,5 –1,3 –1,6 0,0 –1,6
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 77,3 0,3 –0,5 –1,3 75,7 0,1 75,8
Stand am
30. Juni 2015
337,8 130,5 204,6 –16,2 –1,0 –10,1 645,7 0,3 646,0

KONZERNANHANG FÜR DAS ERSTE halbjahr 2015

1 Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2015 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2015 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 zugrunde liegen.

Der Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis des IAS 34 Zwischenabschlüsse erstellt und enthält somit nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben. Der Konzernzwischenabschluss sollte gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

2 Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Verpflichtend angewandte neue und geänderte International Financial Reporting Standards

Im ersten Halbjahr 2015 wurden folgende neue oder geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Österreichischen Post AG:

Verpflichtend angewandte neue Standards Inkrafttreten EU1
IFRIC 21 Abgaben 17.06.2014
Verpflichtend angewandte geänderte Standards Inkrafttreten EU1
Diverse Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011–2013 01.01.2015

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

IFRIC 21 Abgaben stellt klar, wann für gesetzliche Abgaben, die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, Verpflichtungen zu passivieren sind. Häufigster Anwendungsfall ist die Bankenabgabe.

2.2 Änderungen in der Darstellung des Konzernzwischenabschlusses und Anpassung der Vorjahreszahlen

Infolge der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angeführten Ausweisänderungen ergeben sich folgende Anpassungen der Vorjahreszahlen des Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2015:

2.2.1 Darstellung des Eigenkapitals

Der Ausweis des Periodenergebnisses in der Position Gewinnrücklagen führt zu folgenden Anpassungen in den Gewinnrücklagen:

Stand am 1. Jänner 2014 +146,5 Mio EUR
Stand am 30. Juni 2014 +73,3 Mio EUR
Stand am 30. Juni 2015 +77,3 Mio EUR

2.2.2 Darstellung der Kapitalflussrechnung

Die Änderungen in der Darstellung im Zusammenhang mit den unbaren Veränderungen von Rückstellungen sowie mit der Zusammenfassung von betragsmäßig unwesentlichen Positionen ergaben folgende Umgliederungen in der Kapitalflussrechnung des Konzerns:

Mio EUR
H1 2014
H1 2015
Langfristige Rückstellungen
–11,4
–19,0
Rückstellungen unbar
17,1
22,5
Ergebnis aus Anlagenverkäufen
0,6
0,7
Zinsergebnis
1,1
1,5
Währungsumrechnung
0,0
–0,1
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
–1,8
–2,1
Cashflow aus dem Ergebnis
5,7
3,5
Kurzfristige Rückstellungen
27,0
39,7
Rückstellungen
–32,7
–43,2
Cashflow aus Geschäftstätigkeit
0,0
0,0

Die Ausweisänderungen bezüglich der erhaltenen Vorauszahlungen aus dem Verkauf von Wertzeichen und Freistempelguthaben sowie der Umsatzabgrenzungen für fakturierte aber noch nicht erbrachte Leistungen wirken sich wie folgt auf den Konzern-Cashflow aus:

Mio EUR H1 2014 H1 2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 0,8 1,4
Rückstellungen –0,3 –3,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten –0,5 1,7
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 0,0 0,0

2.2.3 Segmentberichterstattung

Die Anpassungen in der Segmentberichterstattung führen zu folgenden Verschiebungen innerhalb der Umsatzerlöse:

H1 2014
Mio EUR
Brief, Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten –0,2 –1,0 –1,5 2,8 0,0
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 0,2 1,0 1,5 –2,8 0,0
Umsatzerlöse gesamt 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
H1 2015
Mio EUR
Brief, Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten –0,3 –1,2 0,0 1,4 0,0
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 0,3 1,2 0,0 –1,4 0,0
Umsatzerlöse gesamt 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

3 Konsolidierungskreis und Unternehmenszusammenschlüsse

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 26 inländische (31. Dezember 2014: 24) und 31 ausländische (31. Dezember 2014: 31) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden drei inländische (31. Dezember 2014: drei) und drei ausländische (31. Dezember 2014: vier) Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im ersten Halbjahr 2015 haben folgende Konsolidierungskreisänderungen stattgefunden:

Gesellschaft Anteil am Kapital Transaktions Erläuterung
von auf zeitpunkt
Brief, Werbepost & Filialen
MEILLERGHP GmbH 65,0% 0,0% 20.02.2015 Verkauf
feibra Magyarország Kft. 100,0% 0,0% 31.03.2015 Verkauf
Aktionsfinder GmbH 0,0% 60,0% 01.06.2015 Erwerb
Transaktions Erläuterung
von auf zeitpunkt
0,0% 100,0% 28.04.2015 Gründung
01.06.2015 Übernahme
Geschäftsbetrieb
0,0% 100,0% 13.06.2015 Gründung
Anteil am Kapital

Brief, Werbepost & Filialen

MEILLERGHP GmbH

Mit Stichtag 20. Februar 2015 wurden die von der Österreichischen Post gehaltenen Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen MEILLERGHP verkauft. Aus dem Abgang der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile ergab sich ein Verlust in Höhe von 0,5 Mio EUR, der im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen ausgewiesen ist. Der Verlust entstand ausschließlich aus der Umgliederung der auf die MEILLERGHP entfallenden Währungsumrechnungsrücklage aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust.

feibra Magyarország Kft.

Zum 31. Dezember 2014 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe im Sinn des IFRS 5 eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Mit Stichtag 31. März 2015 wurden 100% der Anteile an der feibra Magyarország Kft verkauft. Aus dem Abgang der Veräußerungsgruppe ergab sich ein Verlust in Höhe von 0,4 Mio EUR, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Davon entfallen 0,6 Mio EUR auf die Umgliederung der negativen Währungsumrechnungsrücklage aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust.

Aktionsfinder GmbH

Mit Stichtag 1. Juni 2015 hat die Österreichische Post 60% der Anteile an der Aktionsfinder GmbH, Salzburg erworben. Die Gesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aktionsfinder GmbH betreibt das Internetportal Aktionsfinder.at. Diese Plattform zählt zu den größten Internet-Portalen für Werbeprospekte in Österreich und ermöglicht den elektronischen Abruf von in Österreich verteilten Prospekten, Aktionen und Angeboten.

Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation wurde das Internetportal der Gesellschaft unter Anwendung eines kostenbasierten Bewertungsansatzes als Immaterieller Vermögenswert in Höhe von 0,2 EUR Mio und ein Firmenwert in Höhe von 1,7 EUR Mio angesetzt. Die restlichen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft sind insgesamt unwesentlich. Der Firmenwert resultiert aus erwarteten Wachstumspotenzialen in diesem jungen Geschäftsfeld und aus Vertriebssynergien im Rahmen des Österreichischen Post Konzerns. Der tatsächliche Zahlungsmittelabfluss betrug 1,7 Mio EUR.

Mio EUR Beizulegende Zeitwerte
Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertes
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 1,8
Nicht beherrschende Anteile auf Basis des Anteils am Saldo der identifizierbaren
Vermögenswerte und übernommenen Schulden
0,1
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden –0,1
Firmenwert 1,7

Für den Erwerb der restlichen 40% der Anteile wurden der Österreichischen Post Call-Optionen eingeräumt. Danach kann die Österreichisch Post entweder im Zeitraum 1. März 2018 bis 30. Juni 2018 oder im Zeitraum 1. März 2019 bis 30. Juni 2019 jeweils 40% der Anteile erwerben. Im Gegenzug hat die Österreichische Post den Anteilseignern eine Put-Option eingeräumt, die im Zeitraum 1. Juli 2019 bis 30. September 2019 ausübbar ist. Die in den Optionsvereinbarungen hinterlegten Kaufpreise sind variabel und basieren auf der zukünftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft. Die Callund Put-Optionen sind nach IAS 32 als finanzieller Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit einzustufen. Aus der Bewertung der Call-Optionen ergab sich ein Ansatz von Null. Die Bilanzierung der Put-Option erfolgt nach der sogenannten Present Access Methode, wobei eine Verbindlichkeit in Höhe von 0,3 EUR Mio gegen das Konzerneigenkapital erfasst wurde.

Paket und Logistik

Geschäftsbetrieb einer Distributionsgesellschaft

Die Österreichische Post hat mit Stichtag 1. Juni 2015 den Geschäftsbetrieb einer weiteren Distributionsgesellschaft im Wege der operativen Übernahme übernommen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um die Distributions GmbH – 22, Kassel. Im Zuge des Erwerbes wurden im Wesentlichen nur die Mitarbeiter sowie bestehende Kundenbeziehungen übernommen. Bei dem übernommenen Geschäftsbetrieb handelt es sich nach Einschätzung des Managements um einen Geschäftsbetrieb im Sinn des IFRS 3, womit der Erwerb als Unternehmenszusammenschluss einzustufen ist. Die Gesellschaft gehört zu den wesentlichen Distributionspartnern der trans-o-flex Gruppe und bediente über ihren Standort in Kassel den Wirtschaftsraum Hessen. Der Erwerb ermöglicht die Optimierung der operativen Kosten und die Nutzung von Synergien zwischen den Logistikstandorten der trans-o-flex Gruppe.

Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation wurde ein Firmenwert in Höhe von 0,3 EUR Mio. angesetzt. Die restlichen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft sind insgesamt unwesentlich. Der Firmenwert umfasst die oben angesprochenen erwarteten Synergien aus der Einbindung der Geschäftsbetriebe in die trans-o-flex Gruppe. Der tatsächliche Zahlungsmittelabfluss betrug 0,1 Mio EUR.

Mio EUR Beizulegende Zeitwerte
Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertes
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 0,2
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 0,1
Geschäftswert 0,3

4 Segmentberichterstattung

H1 2014
Mio EUR
angepasst1
Brief, Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 740,9 430,5 0,4 0,0 1.171,9
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 37,8 4,6 88,4 –130,8 0,0
Umsatzerlöse gesamt 778,8 435,1 88,8 –130,8 1.171,9
EBITDA 158,9 22,5 –36,3 0,0 145,1
EBIT 138,9 12,1 –52,3 0,1 98,8
Sonstiges Finanzergebnis –1,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 97,0

1 Anpassungen siehe Punkt 2.2.3 Segmentberichterstattung

H1 2015
Mio EUR
Brief, Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 738,0 440,9 0,1 0,0 1.178,9
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 40,3 3,8 89,6 –133,7 0,0
Umsatzerlöse gesamt 778,4 444,7 89,6 –133,7 1.178,9
EBITDA 161,4 23,1 –44,8 0,0 139,7
EBIT 145,4 12,5 –61,5 0,1 96,5
Sonstiges Finanzergebnis 3,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 99,9

5 Sachanlagen

Im Geschäftsjahr 2002 hat die Österreichische Post AG mit einem US Investor eine Cross-Border-Leasing-Transaktion abgeschlossen. Die Österreichische Post AG hat dem Investor auf 99 Jahre ein Fruchtgenussrecht an Postsortieranlagen in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck gegen Leistung eines "Grant Payments" von 117 Mio USD eingeräumt. Gleichzeitig wurde ein Lease Agreement abgeschlossen, in dem die Österreichische Post AG auf 24 Jahre das Nutzungsrecht an diesen Anlagen wieder zurückgemietet hat.

Die Österreichische Post AG hat ihre Zahlungsverpflichtungen an zwei Payment Undertaker ausgelagert. Zu diesem Zweck hat die Österreichische Post AG Zahlungen an die Payment Undertaker geleistet (108,3 Mio USD) und die entsprechende Verbindlichkeit ausgebucht. Die Payment Undertaker haben sich ihrerseits verpflichtet, die entsprechenden Beträge zu den festgesetzten Zahlungsterminen für die Österreichische Post AG zu leisten. Bei der Österreichischen Post AG verblieb das Restrisiko einer möglichen Inanspruchnahme im Falle einer Nichtzahlung durch die Payment Undertaker.

Mit 10. März 2015 wurde die Cross-Border-Leasing-Transaktion vorzeitig beendet. Die noch offenen Zahlungen wurden durch die Payment Undertaker vollständig geleistet, womit das noch verbliebene Restrisiko für die Österreichischen Post AG untergegangen ist. Gleichzeitig wurde das Fruchtgenussrecht an den Postsortieranlagen beendet. Der aus der Cross-Border-Leasing-Transaktion der Österreichischen Post AG zugeflossene Nettobarwertvorteil blieb in voller Höhe erhalten. Der per 10. März 2015 unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten verbliebene Restbetrag in Höhe von 3,3 Mio EUR wurde entsprechend unter den Finanzerträgen ergebniswirksam vereinnahmt.

6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Der Rückgang in dem Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen resultiert im Wesentlichen aus einem Zahlungseingang in Höhe von 60,0 Mio EUR aus dem Verkauf der Postgasse 8 Entwicklungs AG & Co OG im Vorjahr. Im Konzern-Cashflow-Statement ist der Zahlungseingang im Cashflow aus Investitionstätigkeit (Einzahlungen aus Anlagenverkäufen) enthalten.

7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Finanzmittelbestand wie er in dem Konzern Cashflow Statement dargestellt wird, kann auf den Posten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz wie folgt übergeleitet werden:

Mio EUR 30.06.2015
Finanzmittelbestand 257,2
In den zum Verkauf gehaltenen Vermögenswerten enthaltene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –0,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 256,9

8 Zur VeräuSSerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Im ersten Halbjahr 2015 hat die Österreichische Post einen Plan zur Veräußerung der Kolos s.r.o. (Segment Brief, Werbepost und Filialen) sowie der trans-o-flex Belgium Real Estate BVBA (Segment Paket & Logistik) beschlossen. Für beide Gesellschaften wurde ein Verkaufsprozess eingeleitet, Gespräche mit potentiellen Investoren finden statt und ein Verkauf innerhalb der nächsten zwölf Monate wird erwartet. Die Kolos s.r.o ist im Bereich adressierter und unadressierter Zustellung in der Slovakei tätig. Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden beinhalten im Wesentlichen einen Firmenwert und Working Capital. Die trans-o-flex Belgium Real Estate BVBA hält als wesentliches Asset eine als Finanzinvestition gehaltene Liegenschaft in Turnhout, Belgien. Bei der Liegenschaft handelt es sich um eine zurückbehaltene Betriebsliegenschaft (inklusive Lagerhalle) der im Geschäftsjahr 2012 veräußerten trans-o-flex Benelux Gesellschaften.

Die folgende Tabelle zeigt die Vermögenswerte und Schulden der beiden Veräußerungsgruppen:

Mio EUR 30.06.2015
Geschäfts- oder Firmenwert 1,4
Sachanlagen 0,1
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 3,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,3
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 8,0
Rückstellungen –0,1
Verbindlichkeiten –0,8
Zur Veräußerung gehaltene Schulden –0,8

9 Eigenkapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. April 2015 wurde der Vorstand der Österreichischen Post AG zur Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals ermächtigt und die Satzung der Österreichischen Post AG wurde entsprechend angepasst. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates kann das Grundkapital somit während einer Geltungsdauer von fünf Jahren bis 14. April 2020 im Ausmaß von bis zu EUR 33.766.190,00 durch Ausgabe von bis zu 6.755.264 Stück neuen auf Inhaber lautenden Stückaktien erhöht werden. Weiters wurde in der Hauptversammlung die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu EUR 16.888.160,00 zur Ausgabe von bis zu 3.377.632 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien an (i) Gläubiger von Finanzinstrumenten sowie (ii) zum Zweck der Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Österreichischen Post AG oder eines verbundenen Unternehmens beschlossen.

Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, ab 15. April 2015 während einer Geltungsdauer von 30 Monaten eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.

10 Rückstellungen

Die Österreichische Post hat die Parameter für verzinsliche Rückstellungen vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Zinslandschaft angepasst. Der Rechnungszinssatz für Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder beträgt 2,0% (31. Dezember 2014: 2,0%, 31. März 2015: 1,75%). Die im 1. Quartal 2015 erfassten versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von 5,3 Mio EUR (davon 3,5 Mio EUR im sonstigen Ergebnis) wurden aufgrund des im Vergleich zum 31. März 2015 gestiegenen Zinssatzes durch versicherungsmathematische Gewinne in selber Höhe ausgeglichen.

Die Bandbreite der Rechnungszinssätze für Rückstellungen für Unterauslastung beträgt 0,75%–l,75% (31. Dezember 2014: 0,75%–1,5%). Trotz der annähernd unveränderten Bandbreite kam es bei der Berechnung der Rückstellung für Unterauslastung zu einem insgesamt erhöhten Rückstellungsbedarf von 3,0 Mio EUR aufgrund von Verschiebungen innerhalb der Bandbreite.

11 Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie die Einstufung nach der Fair-Value-Hierarchie:

31. Dezember 2014
Mio EUR
Stufe Erfolgs
wirksam zum
beizulegenden
Zeitwert
Zur
Veräußerung
verfügbar
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 1 0,0 53,1 53,1
Strategische und andere Anteile 3 0,0 12,2 12,2
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3 1,7 0,0 1,7
1,7 65,4 67,1
Finanzielle Verbindlichkeiten
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 3 0,1 0,0 0,1
0,1 0,0 0,1
30. Juni 2015
Mio EUR
Stufe Erfolgs
wirksam zum
beizulegenden
Zeitwert
Zur
Veräußerung
verfügbar
Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere 1 0,0 62,4 62,4
Strategische und andere Anteile 3 0,0 12,2 12,2
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3 1,7 0,0 1,7
1,7 74,7 76,3
Finanzielle Verbindlichkeiten
Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 3 0,4 0,0 0,4
0,4 0,0 0,4

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen, ebenso gab es keine Änderungen in den Stufe 3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten.

Die folgende Tabelle zeigt die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert der anderen finanziellen Verbindlichkeiten:

Mio EUR 31.12.2014 30.06.2015
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Andere finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7,6 7,7 9,7 9,7
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 9,7 9,7 8,6 8,6
Andere Finanzverbindlichkeiten 0,4 0,4 0,3 0,3
17,7 17,8 18,6 18,6

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wird aufgrund überwiegender Kurzfristigkeit der Posten unterstellt, dass die Buchwerte im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte:

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
1 Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsenpreis
3 Strategische und
andere Anteile
Marktwertorientiert bzw.
Kapitalwertorientiert
Buchwert-Multiples vergleichbarer
börsenotierter Unternehmen
und sofern verfügbar Planungs
rechnungen
3 Derivative finanzielle
Vermögenswerte
Kapitalwertorientiert Planungsrechnungen und darauf
basierte wahrscheinlichkeitsge
wichtete Szenarien, risikogewichtete
Abzinsungssätze (WACC)

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe-3-Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.

12 Sonstige Angaben

Die in der Hauptversammlung am 15. April 2015 beschlossene Dividende von 1,95 EUR pro Aktie (131,7 Mio EUR) wurde am 29. April 2015 ausbezahlt.

13 Negativvermerk

Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Halbjahr 2015 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 28. Juli 2015

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäSS § 87 Abs. 1 Z3 Börsegesetz

Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2015 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2015, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 28. Juli 2015

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Finanzkalender 2015/2016

6. August 2015 Halbjahresfinanzbericht 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
12. November 2015 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
10. März 2016 Jahresergebnis 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
4. April 2016 Nachweisstichtag für die Teilnahme an der Hauptversammlung
14. April 2016 Hauptversammlung 2016, Wien
26. April 2016 Ex-Tag (Dividende)
27. April 2016 Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen)
28. April 2016 Dividendenzahltag
13. Mai 2016 Zwischenbericht 1. Quartal 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
11. August 2016 Halbjahresfinanzbericht 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
11. November 2016 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

Entwicklung der Post Aktie (Vergleich 12 monate)

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected] FN: 180219d, Handelsgericht Wien Projektleitung, Gestaltung und Lektorat be.public Corporate & Financial Communications, Wien

Druck

Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 28. Juli 2015

Kontakt

Investor Relations, Konzernrevision & Compliance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Unternehmenskommunikation

Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 24099 F: +43 (0) 577 67 28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at

Halbjahresfinanzbericht 2015 | Österreichische Post AG

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