Quarterly Report • Nov 12, 2015
Quarterly Report
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Zwischenbericht 1–3. Quartal 2015 | Österreichische Post AG
| Q1–3 2014 | Q1–3 2015 | Veränderung % | ||
|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung Umsatz |
Mio EUR | 1.732,7 | 1.752,3 | 1,1% |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | Mio EUR | 200,2 | 199,3 | –0,4% |
| EBITDA-Marge1 | % | 11,6% | 11,4% | – |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | Mio EUR | 132,6 | 135,2 | 2,0% |
| EBIT-Marge1 | % | 7,7% | 7,7% | – |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | Mio EUR | 130,2 | 137,8 | 5,9% |
| Periodenergebnis | Mio EUR | 99,8 | 104,1 | 4,3% |
| Ergebnis je Aktie2 | EUR | 1,47 | 1,54 | 4,8% |
| Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 24.005 | 23.578 | –1,8% | |
| Cashflow | ||||
| Cashflow aus dem Ergebnis3 | Mio EUR | 207,2 | 186,4 | –10,0% |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | Mio EUR | 164,6 | 153,6 | –6,7% |
| Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) | Mio EUR | –53,0 | –61,3 | –15,7% |
| Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen | Mio EUR | –0,8 | –2,3 | <–100% |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren | Mio EUR | 108,6 | 158,3 | 45,8% |
| Bilanz | 31.12.2014 | 30.09.2015 | Veränderung % | |
| Bilanzsumme | Mio EUR | 1.671,0 | 1.615,7 | –3,3% |
| Eigenkapital | Mio EUR | 702,7 | 669,3 | –4,8% |
| Langfristiges Vermögen4 | Mio EUR | 1.026,0 | 995,7 | –3,0% |
| Kurzfristiges Vermögen | Mio EUR | 645,0 | 620,0 | 3,9% |
| Nettoverschuldung | Mio EUR | –99,7 | –52,5 | –47,3% |
| Eigenkapitalquote | % | 42,1% | 41,4% | – |
| Capital Employed | Mio EUR | 733,8 | 653,3 | –11,0% |
EBIT und EBITDA bezogen auf Konzernumsatz
Unverwässertes Ergebnis je Aktie bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
3 Angepasste Darstellung Q1–3 2014: Unbare Veränderungen von Rückstellungen, die von ihrer Art her insgesamt als langfristig zu betrachten sind, sowie Rückstellungen für Restrukturierungen werden ab dem Geschäftsjahr 2014 im Cashflow aus dem Ergebnis bereinigt. Das Cashflow-Statement für Q1–3 2014 wurde entsprechend angepasst.
Enthält zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio EUR per 31.12.2014
Der Konzernumsatz der Österreichischen Post lag in den ersten drei Quartalen 2015 mit 1.752,3 Mio EUR um 1,1% über dem Niveau des Vorjahres. Dabei konnten sowohl der Paketbereich mit einem Plus von 2,5% als auch der Briefbereich mit einem Plus von 0,4% Zuwächse verzeichnen. Trotz dieses leichten Umsatzanstiegs im Briefgeschäft hält der Trend der Substitution von klassischen Briefen durch elektronische Kommunikationsformen weiterhin an. Die Volumenrückgänge haben sich im Jahresvergleich sogar etwas verstärkt. Das Geschäft mit Werbesendungen wiederum zeigt eine differenzierte Entwicklung der einzelnen Kundenbranchen. Adressierte Sendungen entwickelten sich hier rückläufig, während unadressierte Volumen anstiegen.
Im Paketgeschäft hält der Trend zum Online-Shopping ungebrochen an, sodass die Paketmengen für Privatkunden in Österreich weiter steigen. Gleichzeitig ist in diesem Bereich jedoch verstärkter Wettbewerb spürbar, dem wir mit laufendenden Investitionen an der Kundenschnittstelle begegnen. So gelingt es, neben der Kostenführerschaft auch die Serviceführerschaft der Österreichischen Post kontinuierlich auszubauen. Bereits heute werden 90% der Pakete beim ersten Zustellversuch an den Empfänger übergeben – diese Top-Quote ist nur dank unserer erfahrenen und gut organisierten Zustellung möglich. Unser Service wurde hier erst kürzlich durch die Samstagszustellung erweitert. Darüber hinaus bieten wir eine Reihe innovativer Kundenlösungen an: Bereits rund 175.000 Haushalte verfügen über bequeme Post-Empfangsboxen. Zudem stehen den Kunden der Post rund 300 Selbstbedienungszonen und 200 Abholstationen in ganz Österreich zur
Verfügung. Im internationalen Paketgeschäft zeigte sich weiterhin eine differenzierte Entwicklung – in unseren Beteiligungen in Südost- und Osteuropa sowie in der Türkei hielten die positiven Markttrends an, während bei der trans-o-flex in Deutschland im Moment Strukturmaßnahmen und ein Netzumbau Priorität haben. Parallel dazu evaluieren wir diverse strategische Optionen für diese Gesellschaft.
Das Betriebsergebnis (EBIT) der Österreichischen Post lag in den ersten drei Quartalen 2015 mit 135,2 Mio EUR um 2,0% über dem Niveau des Vorjahres. Im operativen Geschäft haben wir die Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung konsequent fortgesetzt, darunter auch weitere Investitionen in eine moderne Fahrzeugflotte und neue Sortieranlagen. Bei einem insgesamt umfangreichen Investitionsprogramm liegt der Cashflow weiterhin auf hohem Niveau und bildet damit eine solide Basis für die zukünftige Investitions- und Dividendenfähigkeit der Österreichischen Post. Auf dieser Grundlage wollen wir unserer klaren Kapitalmarktpositionierung als Dividendentitel mit einer Ausschüttungsquote von zumindest 75% des Nettoergebnisses auch in Zukunft treu bleiben.
Mit Blick auf das Gesamtjahr gehen wir von einer Fortsetzung der Basistrends im Brief- und Paketgeschäft aus und erwarten für 2015 einen Anstieg des Konzernumsatzes in der Größenordnung von 1–2%. Gleichzeitig peilen wir eine EBITDA-Marge um die 12% an. Auf Basis der Entwicklung in den ersten drei Quartalen verfolgen wir das Ziel, das operative Ergebnisniveau des Vorjahres wieder zu erreichen bzw. leicht zu übertreffen. Auch für das Geschäftsjahr 2016 wird eine stabile Geschäftsentwicklung angestrebt, wobei sich die Prognosebandbreite aufgrund des unsicheren Marktumfeldes etwas erhöht.
Wien, am 3. November 2015
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Das globale Wirtschaftswachstum wird sich 2015 weiter abschwächen. Weltweit rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2015 mit einem Wachstum von 3,1%, nachdem dieses in den beiden Vorjahren bei 3,4% gelegen war. Getrieben wird das Wachstum nach Einschätzung des IWF vor allem von einer verbesserten Entwicklung in den industrialisierten Staaten wie Japan, USA und Großbritannien, aber auch in der Eurozone. Schwierig bleibt die Lage hingegen in den Schwellenländern. In der Eurozone ist die wirtschaftliche Erholung weitgehend auf Kurs. Für 2015 erwartet der IWF hier daher ein Wachstum von 1,5%, 2016 soll es bei 1,6% liegen. 2014 hatte die Wirtschaft in der Eurozone lediglich um 0,8% zugelegt. Wesentliche Wachstumstreiber sind vor allem der günstige Ölpreis, die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die Abwertung des Euro gegenüber anderen Währungen wie dem Dollar (IWF, Oktober 2015).
In Österreich prognostiziert das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) für 2015 ein Wirtschaftswachstum von 0,7% und damit eine eher mäßige wirtschaftliche Dynamik. Die heimische Wirtschaft expandiert damit das zweite Jahr in Folge in geringerem Ausmaß als der Euroraum. Erst 2016 soll sich mit einem Wachstum von 1,4% die Dynamik etwas erhöhen und der Wachstumsrückstand gegenüber dem Euroraum verringern. Für die im Jahr 2015 anhaltende Konjunkturschwäche sind sowohl internationale als auch heimische Faktoren bestimmend. So bremst die mäßige Entwicklung in den Schwellenländern nach wie vor die Expansion der österreichischen Exporte, zudem bleiben der private Konsum und Investitionen 2015 noch schwach (WIFO, September 2015). Die für Österreichs Wirtschaft bedeutsamen Märkte in Südost- und Osteuropa entwickeln sich allerdings etwas positiver. Der IWF erwartet für den CEE-Raum im Jahr 2015 ein Wirtschaftswachstum von 3,0%. Für die Türkei (+3,0%), Rumänien (+3,4%) und Ungarn (+3,0%) werden durchgehend Wachstumsraten über der 3%-Marke erwartet. In Deutschland prognostiziert der IWF für 2015 ein Wachstum von 1,5% (IWF, Oktober 2015).
Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post von weiteren internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen.
Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefes weiterhin an und ist im Kern auch nicht beeinflussbar. Rückgänge in der Größenordnung von 3–5% pro Jahr sind als internationales Basisszenario anzusehen. Das Geschäft mit Werbesendungen hängt hingegen stark von der Intensität der
Werbeaktivitäten der Unternehmen ab. Der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen zeigt dabei eine differenzierte Volumenentwicklung. Während einige Kundensegmente etwa durch zunehmende Aktivitäten der Online-Händler unter Druck stehen, verzeichnen andere Segmente Zuwächse. Aktuelle Studien zeigen, dass neben Online-Werbung in Zukunft auch Multi-Channel-Kommunikation und Dialogmarketing tendenziell an Bedeutung gewinnen werden (Dialog Marketing Report 2015).
Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings weiter, gleichzeitig nimmt hier jedoch auch die Wettbewerbsintensität zu. Im B2B-Bereich ist der Markt nach wie vor von der getrübten Konjunkturlage geprägt. Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts ist zudem von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck bleiben in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden dabei immer internationaler – und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft steht. Seine wesentlichen Eckpunkte sind:
In den ersten drei Quartalen 2015 fanden folgende wesentliche Unternehmenserwerbe und -verkäufe statt:
Mit Stichtag 20. Februar 2015 hat die Österreichische Post ihre Anteile am deutschen Druckdienstleister MEILLERGHP verkauft. Das Gemeinschaftsunternehmen stand zu 65,0% im Eigentum der Österreichischen Post und zu 35,0% im Eigentum der Schweizerischen Post. Mit 7. Februar 2014 stellte die MEILLERGHP einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsinsolvenzverfahrens, das mit 15. Februar 2015 beendet wurde.
Per 31. März 2015 wurden zudem 100% der Anteile an der Tochtergesellschaft feibra Magyarország Kft. veräußert. Das Unternehmen ist in der Verteilung von unadressierten und adressierten Werbemitteln sowie Zeitschriften in Ungarn tätig. Bereits zum 31. Dezember 2014 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen worden.
Mit Stichtag 1. Juni 2015 hat die Österreichische Post 60% der Anteile an der Aktionsfinder GmbH erworben. Die Gesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aktionsfinder GmbH betreibt das Internetportal Aktionsfinder.at. Diese Plattform zählt zu den größten Internetportalen für Werbeprospekte in Österreich und ermöglicht den elektronischen Abruf von in Österreich verteilten Prospekten, Aktionen und Angeboten.
Mit Stichtag 5. August 2015 wurden 100% der Anteile an der Kolos s.r.o. verkauft. Das Unternehmen ist in der Slowakei im Bereich der Zustellung unadressierter Sendungen sowie adressierter Werbemittel und Briefe aktiv. Bereits zum 30. Juni 2015 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen worden.
Der Konzernumsatz der Österreichischen Post hat sich in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 1,1% auf 1.752,3 Mio EUR erhöht. Sowohl die Division Paket & Logistik als auch die Division Brief, Werbepost & Filialen leistete mit einem Plus von 2,5% bzw. 0,4% einen Beitrag zu diesem Umsatzwachstum. In der separaten Betrachtung des dritten Quartals 2015 konnte eine Steigerung des Konzernumsatzes von 2,2% erzielt werden.
Mit 62,2% entfiel der wesentliche Anteil des Konzernumsatzes in den ersten neun Monaten 2015 auf die Division Brief, Werbepost & Filialen. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz der Division im Berichtszeitraum um 0,4% auf 1.089,5 Mio EUR. Auch im dritten Quartal 2015 lag der Umsatz mit einem Plus von 2,0% über dem Vorjahreswert. Der Basistrend der E-Substitution, also des Ersatzes des klassischen Briefs durch elektronische Kommunikationsformen, hält dabei weiter an. Als gegenläufiger Effekt ist die Tarifanpassung per 1. März 2015 zu nennen.
| Mio EUR | Q1–3 20141 | Q1–3 2015 | Veränderung % Mio EUR |
Q3 20141 | Q3 2015 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 1.732,7 | 1.752,3 | 1,1% | 19,7 | 560,8 | 573,4 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 1.085,7 | 1.089,5 | 0,4% | 3,8 | 344,7 | 351,5 |
| Paket & Logistik | 646,4 | 662,7 | 2,5% | 16,4 | 215,8 | 221,9 |
| Corporate | 0,6 | 0,1 | –87,0% | –0,5 | 0,2 | 0,0 |
| Kalenderwerktage in Österreich | 187 | 188 | – | – | 65 | 66 |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.
Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 37,8% des Konzernumsatzes. Hier war in den ersten neun Monaten 2015 ein Anstieg von 2,5% auf 662,7 Mio EUR zu verzeichnen. Im dritten Quartal 2015 erhöhte sich der Divisionsumsatz um 2,8%. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem der weiterhin anhaltende Trend zum Online-Shopping, der zu einem deutlichen Volumenanstieg bei Privatkundenpaketen führt. Regional betrachtet zeigten der österreichische Markt sowie die
Region Südost- und Osteuropa solides Wachstum, während in Deutschland Umsatzrückgänge verbucht werden mussten.
In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden in den ersten drei Quartalen 2015 72,6% des Umsatzes in Österreich, 22,2% in Deutschland und 5,2% in Südostund Osteuropa erwirtschaftet.
| Mio EUR | Q1–3 20141 | Q1–3 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
Q3 20141 | Q3 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten (extern) | 1.085,7 | 1.089,5 | 0,4% | 3,8 | 344,7 | 351,5 |
| Briefpost & Mail Solutions | 580,5 | 587,4 | 1,2% | 6,9 | 183,0 | 186,7 |
| Werbepost | 313,1 | 311,4 | –0,6% | –1,8 | 101,7 | 101,1 |
| Medienpost | 101,8 | 100,5 | –1,2% | –1,3 | 30,4 | 30,9 |
| Filialdienstleistungen | 90,3 | 90,3 | 0,0% | 0,0 | 29,7 | 32,7 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) |
57,0 | 60,7 | 6,5% | 3,7 | 19,2 | 20,3 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.142,6 | 1.150,2 | 0,7% | 7,5 | 363,9 | 371,8 |
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.
Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 1.089,5 Mio EUR stammt zu 53,9% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 28,6% aus Werbepost und zu 9,2% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 8,3% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet. Der Divisionsumsatz ist in der Regel stark von Wahleffekten beeinflusst. Die mit Wahlen verbundenen positiven Umsatzeffekte lagen in den ersten drei Quartalen 2015 in einer ähnlichen Größenordnung wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Während die Wahlen im Vorjahr überwiegend in der ersten Jahreshälfte lagen, wurden im aktuellen Geschäftsjahr auch im dritten Quartal Zusatzumsätze durch Landtagswahlen in Wien und Oberösterreich erzielt.
Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz in den ersten neun Monaten 2015 mit 587,4 Mio EUR um 1,2% über dem Niveau
des Vorjahres. Im dritten Quartal 2015 wurde in diesem Bereich ein Umsatzplus von 2,0% verzeichnet. Der Basistrend einer rückläufigen Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen hält nach wie vor an und hat sich im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht verstärkt. Zudem lagen die Umsatzbeiträge aus Wahlen im Bereich Briefpost in den ersten drei Quartalen etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Positiv wirkte sich hingegen als gegenläufiger Effekt die Tarifanpassung per 1. März 2015 aus.
Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten neun Monaten 2015 einen Umsatzrückgang um 0,6% auf 311,4 Mio EUR. Auch im dritten Quartal 2015 war der Umsatz in diesem Bereich um 0,6% rückläufig. Generell ist dieses Geschäftsfeld vom konjunkturellen Umfeld und den Werbeaktivitäten der Kunden beeinflusst und daher größeren Schwankungen unterworfen. Dabei zeigt sich auch
eine differenzierte Entwicklung der einzelnen Kundenbranchen. Speziell die Werbeaktivitäten der großen Handelsunternehmen mit unadressierten Sendungen entwickelten sich in der Berichtsperiode positiv. Im Bereich der adressierten Werbesendungen wurden hingegen Rückgänge verzeichnet, die auf den Entfall diverser Einmalaussendungen sowie die Reduktion der Werbeaktivitäten einzelner Kundengruppen, wie etwa Versandhandelskunden, zurückzuführen waren. Im Periodenvergleich rückläufig entwickelte sich auch der Umsatz der Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. Dieser Rückgang war allerdings auf den Verkauf zweier Briefgesellschaften in Ungarn und der Slowakei zurückzuführen.
Der Umsatz mit Medienpost zeigte in den ersten drei Quartalen 2015 einen Rückgang von 1,2% auf 100,5 Mio EUR. Im dritten
Quartal 2015 wurde ein Umsatzanstieg von 1,7% erzielt, wofür vor allem positive Umsatzbeiträge aus Wahlen verantwortlich zeichneten. Generell zeigen Tages-, Wochen- und Monatszeitungen jedoch eine eher rückläufige Entwicklung.
Der Umsatz im Bereich Filialdienstleistungen lag in den ersten neun Monaten 2015 mit 90,3 Mio EUR auf Vorjahresniveau. Im dritten Quartal 2015 wurde hier zwar ein Anstieg von 3,1 Mio EUR verbucht, der auf die Änderung des Verrechnungsmodells bestimmter Handelswaren zurückzuführen war. Die Bereiche Mobilfunkprodukte sowie Finanzdienstleistungen für den Bankpartner BAWAG P.S.K. zeigten weiterhin eine rückläufige Entwicklung.
| Mio EUR | Q1–3 20141 | Q1–3 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
Q3 20141 | Q3 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten (extern) | 646,4 | 662,7 | 2,5% | 16,4 | 215,8 | 221,9 |
| Paket Premium | 486,2 | 495,8 | 2,0% | 9,6 | 163,1 | 168,2 |
| Paket Standard | 134,2 | 140,0 | 4,3% | 5,7 | 44,0 | 44,3 |
| Paket Sonstige Leistungen | 25,9 | 26,9 | 4,1% | 1,1 | 8,8 | 9,4 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) |
6,6 | 5,7 | –12,5% | –0,8 | 2,0 | 1,9 |
| Umsatzerlöse gesamt | 652,9 | 668,5 | 2,4% | 15,6 | 217,8 | 223,8 |
Umsatzentwicklung Division Paket & Logistik
1 Die Darstellung der Umsatzerlöse wurde angepasst, sodass segmentübergreifende Leistungsbeziehungen zwischen Tochtergesellschaften bzw. zwischen Tochtergesellschaften und der Österreichischen Post AG nicht mehr in den Umsatzerlösen mit Dritten (vormals Außenumsatz) gezeigt werden.
Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2015 um 2,5% auf 662,7 Mio EUR, im dritten Quartal 2015 wurde ein Umsatzanstieg von 2,8% erzielt. Der Großteil des Divisionsumsatzes entfiel dabei mit rund 75% auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Dieser verzeichnete in den ersten neun Monaten 2015 einen Umsatzanstieg von 2,0% auf 495,8 Mio EUR (+3,1% im dritten Quartal 2015). Neben einer guten Entwicklung des Paketgeschäfts mit Business-Kunden in Österreich waren vor allem bei höherwertigen Paketen für Privatkunden überdurchschnittliche Steigerungen zu verzeichnen. Speziell im Geschäft mit Business-Kunden ist generell eine hohe Wettbewerbsintensität zu verspüren, die – in Kombination mit schwachen konjunkturellen Impulsen – auch zu einem hohen Preisdruck führt.
Die Umsätze des Bereichs Paket Standard – es umfasst vorrangig Sendungen an Privatkunden in Österreich – stiegen um 4,3% auf 140,0 Mio EUR (+0,8% im dritten Quartal 2015). Basis dieses Wachstums ist der anhaltende Online-Shopping-Trend, der zu laufenden Zuwächsen in den Paketmengen der Online-Händler an Privatkunden führt. Auch in diesem Bereich ist ein verstärkter Wettbewerb und Kampf um Marktanteile spürbar.
Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie z. B. Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte beinhaltet, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 26,9 Mio EUR generiert. Dies entspricht einer Steigerung um 1,1 Mio EUR, von der 0,6 Mio EUR im dritten Quartal erzielt werden konnten.
Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass in den ersten drei Quartalen 55% der Divisionsumsätze in Deutschland generiert wurden, 36% der Umsätze entfielen auf Österreich und 9% auf die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Deutschland verringerte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten um 1,5%, was vor allem auf geringere Dieselzuschläge auf Transportleistungen zurückzuführen ist. Die herausfordernde Wettbewerbssituation sowie der Preisdruck in diesem Markt sind weiterhin deutlich spürbar. In Österreich erhöhte sich der Umsatz – vor allem getrieben durch den erwähnten Trend zum Online-Shopping – in den ersten drei Quartalen 2015 um 7,7%. Auch hier herrscht jedoch verstärkter Wettbewerb. Die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa verzeichneten auf Basis deutlicher Volumensteigerungen bei anhaltend hohem Preisdruck ein Umsatzwachstum von 8,4%.
| Mio EUR | Q1–3 2014 | Q1–3 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
Q3 2014 | Q3 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.732,7 | 1.752,3 | 1,1% | 19,7 | 560,8 | 573,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 50,1 | 50,4 | 0,5% | 0,2 | 17,7 | 17,6 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen |
–545,4 | –551,7 | –1,2% | –6,3 | –182,6 | –187,8 |
| Personalaufwand | –815,4 | –813,6 | 0,2% | 1,8 | –263,7 | –261,8 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –220,2 | –237,9 | –8,0% | –17,6 | –76,5 | –81,9 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen |
–1,5 | –0,2 | 89,6% | 1,4 | –0,5 | 0,0 |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) |
200,2 | 199,3 | –0,4% | –0,9 | 55,1 | 59,6 |
| Abschreibungen | –67,6 | –64,1 | 5,2% | 3,5 | –21,3 | –20,9 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) |
132,6 | 135,2 | 2,0% | 2,6 | 33,8 | 38,7 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –2,4 | 2,6 | >100% | 5,0 | –0,6 | –0,8 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 130,2 | 137,8 | 5,9% | 7,7 | 33,2 | 38,0 |
| Ertragsteuern | –30,4 | –33,8 | –11,0% | –3,4 | –7,0 | –11,3 |
| Periodenergebnis | 99,8 | 104,1 | 4,3% | 4,3 | 26,2 | 26,7 |
| Ergebnis je Aktie (EUR)1 | 1,47 | 1,54 | 4,8% | 0,07 | 0,39 | 0,39 |
1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen stieg in der Berichtsperiode um 1,2% auf 551,7 Mio EUR. Dabei reduzierte sich der Materialaufwand vor allem aufgrund der niedrigeren Treibstoffpreise, dieser Rückgang wurde jedoch durch einen Kostenanstieg bei den Handelswaren teilweise wieder wettgemacht. Die bezogenen Leistungen zeigten in den ersten drei Quartalen 2015 hingegen einen Anstieg, der auf die Entwicklung der Transportaufwendungen zurückzuführen war. Während die Transportaufwendungen bei der trans-o-flex Gruppe durch die Übernahme diverser Distributionsgesellschaften noch rückläufig waren, nahmen sie aufgrund der gestiegenen Paketmengen in Österreich und Südost- und Osteuropa zu.
Der Personalaufwand der Österreichischen Post belief sich in den ersten drei Quartalen 2015 auf 813,6 Mio EUR und verzeichnete damit einen leichten Rückgang von 1,8 Mio EUR bzw. 0,2%. Die in diesem Betrag inkludierten operativen Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter lagen etwas über dem Vorjahresniveau, wobei dieser Anstieg auf den Effekt aus der Integration von Distributionsgesellschaften in Deutschland zurückzuführen war. Die Integration vormals bezogener Leistungen führte zu zusätzlichen Personalkosten, denen ein Rückgang des Aufwands für Transportdienstleistungen gegenübersteht. Die ansonsten stabile Entwicklung der operativen Personalkosten zeigt, dass die konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der Personalstruktur die inflationsbedingten Kostensteigerungen kompensieren konnte. In Summe beschäftigte
der Österreichische Post Konzern in den ersten neun Monaten 2015 im Periodendurchschnitt 23.578 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), im Vergleich zu 24.005 Mitarbeitern in den ersten drei Quartalen des Vorjahres.
Zusätzlich zu den laufenden operativen Personalkosten umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter zurückzuführen sind. Die Höhe der Abfertigungsaufwendungen lag in der Berichtsperiode mit 22,2 Mio EUR deutlich über dem Vorjahresniveau von 17,3 Mio EUR. Zusätzlich führte die Einführung von neuen Personalmaßnahmen für beamtete Mitarbeiter zu einem gestiegenen Rückstellungsbedarf von 8,6 Mio EUR. Die sonstigen Veränderungen im nicht-operativen Personalaufwand, darunter auch die Rückstellung für Unterauslastung, wurden durch einen positiven Ergebniseffekt aus der Anpassung von Parametern für verzinsliche Rückstellungen kompensiert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtszeitraum mit 50,4 Mio EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Im selben Zeitraum erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8,0% auf 237,9 Mio EUR, zurückzuführen unter anderem auf höhere Aufwendungen für Instandhaltung, Kommunikation und Beratung.
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrug im Berichtszeitraum minus 0,2 Mio EUR nach minus 1,5 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2014. Diese Position beinhaltet einen positiven Ergebnisbeitrag der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s., aber auch einen negativen Ergebnisbeitrag des deutschen Start-up-Unternehmens AEP GmbH. Im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurde zudem ein Verlust aus dem Verkauf des Gemeinschaftsunternehmens MEILLERGHP in Höhe von 0,5 Mio EUR erfasst, das mit 20. Februar 2015 veräußert wurde. Der Verlust entstand ausschließlich aufgrund der auf die MEILLERGHP entfallenden Währungsumrechnungsrücklagen.
Insgesamt reduzierte sich das EBITDA in den ersten neun Monaten 2015 leicht um 0,4% auf 199,3 Mio EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 11,4%. Im dritten Quartal 2015 erhöhte sich das EBITDA auf Basis der gestiegenen Umsatzerlöse um 4,5 Mio EUR auf 59,6 Mio EUR.
Die Abschreibungen lagen in der Berichtsperiode mit 64,1 Mio EUR um 3,5 Mio EUR unter dem Vergleichswert 2014, der allerdings eine Wertminderung des Firmenwerts der polnischen Tochtergesellschaft PostMaster Sp. z o.o. in Höhe von 4,9 Mio EUR im zweiten Quartal 2014 enthalten hatte. Per Saldo lag das EBIT
für die ersten neun Monate 2015 bei 135,2 Mio EUR und damit um 2,6 Mio EUR bzw. 2,0% über dem Vorjahresniveau. Die EBIT-Marge belief sich auf 7,7%. Im dritten Quartal 2015 wurde ein Anstieg von 4,9 Mio EUR auf 38,7 Mio EUR erzielt.
Das Finanzergebnis verbesserte sich von minus 2,4 Mio EUR im Vorjahr auf plus 2,6 Mio EUR, im Wesentlichen zurückzuführen auf Zinserträge in Höhe von 3,3 Mio EUR infolge der vorzeitigen Auflösung einer Cross-Border-Leasingtransaktion diverser Postsortieranlagen im März 2015. Zudem reduzierte sich der Zinsaufwand aus der laufenden Aufzinsung verzinslicher Rückstellungen aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren anzuwendenden Rechnungszinssätze.
Damit lag das Ergebnis vor Steuern in den ersten drei Quartalen 2015 bei 137,8 Mio EUR nach 130,2 Mio EUR im Vorjahr. Der Steueraufwand erhöhte sich um 3,4 Mio EUR auf 33,8 Mio EUR. Hauptgrund dafür war die Erhöhung des Plansteuersatzes aufgrund der geänderten steuerlichen Gesetzgebung. Nach Abzug der Steuern ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 104,1 Mio EUR, das den Vorjahreswert um 4,3% übertrifft. Damit lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie in den ersten neun Monaten 2015 bei 1,54 EUR.
| Mio EUR | Q1–3 2014 | Q1–3 2015 | % | Veränderung Mio EUR |
Marge1 Q1–3 2015 |
Q3 2014 | Q3 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA Gesamt | 200,2 | 199,3 | –0,4% | –0,9 | 11,4% | 55,1 | 59,6 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 223,2 | 232,5 | 4,2% | 9,3 | 20,2% | 64,3 | 71,1 |
| Paket & Logistik | 34,2 | 32,4 | –5,1% | –1,7 | 4,9% | 11,7 | 9,3 |
| Corporate/Konsolidierung | –57,2 | –65,7 | –14,8% | –8,5 | – | –20,9 | –20,8 |
| EBIT Gesamt | 132,6 | 135,2 | 2,0% | 2,6 | 7,7% | 33,8 | 38,7 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 195,5 | 208,6 | 6,7% | 13,1 | 18,1% | 56,7 | 63,2 |
| Paket & Logistik | 18,5 | 16,5 | –11,2% | –2,1 | 2,5% | 6,4 | 4,0 |
| Corporate/Konsolidierung | –81,5 | –89,8 | –10,2% | –8,3 | – | –29,3 | –28,4 |
1 Margen der Divisionen bezogen auf Gesamtumsatz (inkl. Umsatzerlöse mit anderen Segmenten)
Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen in den ersten drei Quartalen 2015 ein EBITDA von 232,5 Mio EUR, dies entspricht einem Anstieg von 4,2%. Dieser Anstieg ist zum Teil auf den Entfall negativer Effekte aus der Parameteranpassung verzinslicher Rückstellung im Vorjahr zurückzuführen, aber auch auf die hohe Kostendisziplin und laufende Prozessoptimierungen. Das Divisions-EBIT lag mit 208,6 Mio EUR um 6,7% bzw. um 13,1 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Dieses Ergebnisplus ist auch auf die im zweiten Quartal des Vorjahres vorgenommene Firmenwertabschreibung der polnischen Beteiligung PostMaster Sp. z o.o. in Höhe von 4,9 Mio EUR zurückzuführen.
Die Division Paket & Logistik erzielte in den ersten neun Monaten 2015 ein EBITDA von 32,4 Mio EUR nach 34,2 Mio EUR im Vorjahr. Das EBIT lag in der Berichtsperiode bei 16,5 Mio EUR und damit um 2,1 Mio EUR unter dem Vorjahreswert von 18,5 Mio EUR. Während sich die Ertragslage des Geschäfts in
Österreich sowie in Südost- und Osteuropa positiv entwickelte, werden in Deutschland aktuell Strukturmaßnahmen und ein Netzumbau vorangetrieben.
Die Division Corporate (inkl. Konsolidierung) enthält grundsätzlich alle Aufwendungen zentraler Abteilungen des Konzerns sowie diverse Personalrückstellungen. Das EBIT des Bereichs Corporate reduzierte sich in der Berichtsperiode um 8,3 Mio EUR auf minus 89,8 Mio EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen für Instandhaltung, Kommunikation und Beratung zurückzuführen, die vorwiegend in dieser Division ergebnismindernd wirkten. Im Personalbereich fielen Aufwendungen für Rückstellungen für zusätzliche Personalmaßnahmen an, als gegenläufiger positiver Effekt im Bereich Personalaufwand ist die Anpassung der Parameter für verzinsliche Rückstellungen zu nennen.
| Mio EUR | 31.12.2014 | 30.09.2015 | Struktur 30.09.2015 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Sachanlagen | 597,7 | 600,7 | 37,2% |
| Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte | 172,1 | 167,2 | 10,3% |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) | 51,8 | 56,9 | 3,5% |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 53,3 | 46,9 | 2,9% |
| Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 464,2 | 387,3 | 24,0% |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 67,1 | 70,5 | 4,4% |
| davon Wertpapiere | 53,1 | 56,6 | 3,5% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 264,1 | 286,1 | 17,7% |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0,6 | 0,0 | 0,0% |
| 1.671,0 | 1.615,7 | 100,0% | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 702,7 | 669,3 | 41,4% |
| Rückstellungen | 540,5 | 519,3 | 32,1% |
| Andere Finanzverbindlichkeiten | 17,7 | 20,4 | 1,3% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges | 409,5 | 406,7 | 25,2% |
| Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0,6 | 0,0 | 0,0% |
| 1.671,0 | 1.615,7 | 100,0% |
Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 30. September 2015 bei 1.615,7 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 600,7 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem bestehen immaterielle Vermögenswerte im Volumen von 54,3 Mio EUR. Die Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind mit Ende des dritten Quartals 2015 mit 112,9 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen bilden Forderungen mit 283,7 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 286,1 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. September 2015 bei 41,4% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 669,3 Mio EUR. Die langfristigen Schulden lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 402,5 Mio EUR, die kurzfristigen Schulden bei 543,8 Mio EUR. Die in den Schulden enthaltenen Rückstellungen beliefen sich mit Ende September 2015 auf insgesamt 519,3 Mio EUR. Davon entfielen 186,6 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen per 30. September 2015 221,9 Mio EUR.
Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 342,7 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 286,1 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 56,6 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 20,4 Mio EUR gegenüber.
Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte in den ersten neun Monaten 2015 186,4 Mio EUR nach 207,2 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit lag mit 153,6 Mio EUR um 11,0 Mio EUR unter dem Wert für die ersten neun Monate 2014. Diese Reduktion ist in erster Linie auf im Periodenvergleich höhere Ertragsteuerzahlungen zurückzuführen, die vor allem aus Immobilienverkäufen und Änderungen der steuerlichen Gesetzgebung (Abgabenänderungsgesetz) resultierten.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten neun Monaten einen Wert von minus 1,6 Mio EUR nach minus 43,9 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus dem Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale im ersten Wiener Gemeindebezirk, da der Restkaufpreis in Höhe von 60,0 Mio EUR im ersten Quartal 2015 beglichen wurde. Die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) lagen in den ersten neun Monaten 2015 mit 61,3 Mio EUR über dem Wert des Vorjahres von 53,0 Mio EUR. In diesen Sachanlageninvestitionen sind auch Zahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale in Höhe von 19,8 Mio EUR enthalten. Im Zusammenhang mit Akquisitionen und Devestitionen gab es in der Berichtsperiode einen Cashflow-Effekt in Höhe von minus 2,3 Mio EUR. In diesem Betrag war unter anderem der Erwerb der Aktionsfinder GmbH, aber auch der Verkaufserlös der Kolos s.r.o. enthalten. Cashflowmindernd wirkten sich in der Berichtsperiode zudem Veränderungen im Wertpapierportfolio mit insgesamt minus 4,0 Mio EUR aus, während in der Vergleichsperiode des Vorjahres Wertpapiere im Volumen von 13,0 Mio EUR veräußert worden waren.
Insgesamt lag der Free Cashflow in der Berichtsperiode bei 152,0 Mio EUR nach 120,7 Mio EUR im Vorjahr. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapierveränderungen erreichte 158,3 Mio EUR.
| Mio EUR Q1–3 2014 |
Q1–3 2015 |
|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis1 207,2 |
186,4 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit 164,6 |
153,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit –43,9 |
–1,6 |
| davon CAPEX –53,0 |
–61,3 |
| davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –0,8 |
–2,3 |
| davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 13,0 |
–4,0 |
| davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit –3,1 |
66,0 |
| Free Cashflow 120,7 |
152,0 |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 108,6 |
158,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –136,7 |
–129,9 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes –15,9 |
22,0 |
1 Angepasste Darstellung Q1–3 2014: Unbare Veränderungen von Rückstellungen, die von ihrer Art her insgesamt als langfristig zu betrachten sind, sowie Rückstellungen für Restrukturierungen werden ab dem Geschäftsjahr 2014 im Cashflow aus dem Ergebnis bereinigt. Das Cashflow-Statement für Q1–3 2014 wurde entsprechend angepasst.
Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten neun Monaten 2015 71,3 Mio EUR und lagen damit über jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres (67,6 Mio EUR). Während davon 2,5 Mio EUR auf immaterielle
Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 68,7 Mio EUR. Schwerpunkte des Investitionsprogramms bildeten in der Berichtsperiode neben der Modernisierung des Fuhrparks vor allem neue Sortiertechnologien wie Brief- und Paketverteilanlagen und diverse IT-Software. Zudem wurden auch Investitionen für den Bau der neuen Unternehmenszentrale getätigt.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns (umgerechnet in Vollzeitkräfte) lag in den ersten neun Monaten 2015 bei 23.578 Personen. Dies entspricht einer
Reduktion des Personalstands gegenüber der Vergleichsperiode um 427 Mitarbeiter. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 18.121 Vollzeitkräfte).
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften |
Q1–3 2014 | Q1–3 2015 | Anteil % |
|---|---|---|---|
| Brief, Werbepost & Filialen | 17.442 | 16.982 | 72,0% |
| Paket & Logistik | 4.573 | 4.750 | 20,1% |
| Corporate | 1.990 | 1.847 | 7,8% |
| Gesamt | 24.005 | 23.578 | 100,0% |
Mit 1. Oktober 2015 gab die Österreichische Post das Closing der 100%-Übernahme des Linzer Full-Service-Scandienstleisters EMD – Elektronische- und Mikrofilm-Dokumentationssysteme GmbH. bekannt. EMD ist seit mehr als 30 Jahren als Spezialist für Digitalisierung und Mikroverfilmung von Archiven und historischen Dokumenten etabliert. Mit dieser Übernahme erweitert die Österreichische Post ihr Dienstleistungsspektrum im Bereich des intelligenten Inputmanagements.
Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.
Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2014 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe dazu den zweiten Teil des Geschäftsberichts, "Finanzbericht", Seiten 46–53 und 116–120).
Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen drei Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen ersetzt.
Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig verstärken jedoch die Mitbewerber ihre Aktivitäten, um an diesem Marktwachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage auswirken.
Da die Produkt- und Preisgestaltung diverser Handelswaren, z. B. von Telekommunikationsprodukten und Finanzdienstleistungen, von Systempartnern gesteuert wird, hat dies Einfluss auf die Umsatzentwicklung der jeweiligen Produktgruppen im Filialnetz der Österreichischen Post.
Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen bzw. angepassten Wertansätzen führen. Risiken außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit betreffen vor allem diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen sowie Wertminderungen der Firmenwerte der Tochtergesellschaften.
Auf Basis der Entwicklung des Brief- und Paketgeschäfts in den ersten drei Quartalen 2015 bestätigt die Österreichische Post die für das Gesamtjahr 2015 kommunizierte Umsatzprognose: Der Konzernumsatz sollte sich im Jahresverlauf leicht positiv entwickeln und um 1–2% über dem Wert des Geschäftsjahres 2014 liegen. Auch für das Jahr 2016 erwartet das Unternehmen einen herausfordernden Briefmarkt mit weiteren Rückgängen vor allem im Bereich der adressierten Sendungen und einen hoch kompetitiven Paketmarkt. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2016 ist neben den aktuellen Basistrends im Brief- und Paketgeschäft auch von der potentiellen Anteilserhöhung an der türkischen Pakettochter Aras Kargo von 25% auf 75% abhängig. Auf Basis dieser Faktoren könnte der Jahresumsatz 2016 im Bereich von minus 1% bis plus 5% im Vergleich zum Jahr 2015 zu liegen kommen.
Im Briefbereich ist mit einer Fortsetzung des Basistrends der E-Substitution, also des Ersatzes des klassischen Briefs durch elektronische Kommunikationsformen, und dadurch mit weiteren Mengenrückgängen zu rechnen. Nach dem bisherigen Geschäftsverlauf ist für das Jahr 2015 und auch für das Jahr 2016 jeweils ein Rückgang in der prognostizierten Bandbreite von 3–5% zu erwarten. Das Werbegeschäft zeigt weiterhin eine differenzierte Entwicklung der einzelnen Kundenbranchen. Rückgänge sind dabei vor allem im Bereich der adressierten Werbesendungen spürbar.
Die Entwicklung der Division Paket & Logistik wird von unterschiedlichen Trends im Privat- und Business-Bereich beeinflusst: Durch den stetig wachsenden Online-Handel ist bei Paketen an Privatkunden weiterhin von deutlichen Wachstumsraten auszugehen. Aufgrund der positiven Entwicklung dieses Marktsegments ist gleichzeitig mit intensiverem Wettbewerb zu rechnen, der sich auf das Preis- und Mengengefüge und damit auf die Geschäftsentwicklung insbesondere im Jahr 2016 auswirken könnte. Im Bereich Business-Paket wiederum sind angesichts der schwachen Konjunkturaussichten derzeit kaum Impulse zu erwarten. Darüber hinaus beeinflusst die hohe Wettbewerbsintensität vor allem das Paketund Logistikgeschäft in Deutschland negativ.
Um ihre Effizienz in allen Leistungsbereichen weiter zu erhöhen, optimiert die Österreichische Post in der Brief- und Paketlogistik – sowohl national als auch international – laufend ihre Strukturen und Prozesse. Neben dem Einsatz moderner Technologien und Arbeitsmodelle in Österreich liegt dabei ein Schwerpunkt auf der Weiterführung der Strukturmaßnahmen in der trans-o-flex Gruppe, die eine Restrukturierung der Prozess-, Distributionsund Personalstrukturen umfassen. Parallel dazu evaluiert die Österreichische Post diverse strategische Optionen für diese Gesellschaft.
In Summe peilt die Österreichische Post auf Konzernebene auch für 2015 eine EBITDA-Marge um die 12% an. Bezüglich des operativen Ergebnisses ist davon auszugehen, dass sich der Trend der ersten neun Monate fortsetzt. Die Österreichische Post verfolgt daher das Ziel, das operative Ergebnisniveau des Vorjahres wieder zu erreichen bzw. leicht zu übertreffen. Für das Jahr 2014 war ein EBIT in Höhe von 197 Mio EUR ausgewiesen worden, das sowohl von positiven als auch von negativen Sondereffekten geprägt gewesen war: So hatte der Verkauf der ehemaligen Unternehmenszentrale das Ergebnis um rund 62 Mio EUR erhöht, während Sondereffekte aus Wertminderungen eine Reduktion um 58 Mio EUR bewirkten. Auch im Hinblick auf das Jahresergebnis 2015 sind ergebniswirksame Chancen und Risiken durch Sondereffekte gegeben, so etwa im Bereich der nicht-operativen Personalaufwendungen oder der Wertminderungen. Für das Geschäftsjahr 2016 wird das Ziel einer EBITDA-Marge um die 12% beibehalten. In Bezug auf das operative Ergebnis wird eine stabile Entwicklung angepeilt, wobei sich die Prognosebandbreite aufgrund des unsicheren Marktumfeldes jedoch etwas erhöht.
Den erwirtschafteten operativen Cashflow wird die Österreichische Post weiterhin umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen einsetzen. Auch 2015 sind in diesem Sinn operative Sachanlageninvestitionen (CAPEX) von ca. 80 Mio EUR in Sortiertechnik, Logistik und Kundenlösungen geplant. Darüber
hinaus hat die Österreichische Post mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale im 3. Wiener Gemeindebezirk begonnen, die im Jahr 2017 fertiggestellt werden soll. Für das Gesamtjahr 2015 wird mit einer soliden Cashflow-Entwicklung gerechnet, die der Österreichischen Post die Fortsetzung ihrer attraktiven Dividendenpolitik mit einer Ausschüttungsquote von zumindest 75% des Nettoergebnisses ermöglicht.
Wien, am 3. November 2015
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| Mio EUR | Q1–3 2014 | Q1–3 2015 | Q3 2014 | Q3 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.732,7 | 1.752,3 | 560,8 | 573,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 50,1 | 50,4 | 17,7 | 17,6 |
| Gesamte betriebliche Erträge | 1.782,8 | 1.802,7 | 578,4 | 591,0 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –545,4 | –551,7 | –182,6 | –187,8 |
| Personalaufwand | –815,4 | –813,6 | –263,7 | –261,8 |
| Abschreibungen | –67,6 | –64,1 | –21,3 | –20,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –220,2 | –237,9 | –76,5 | –81,9 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | –1.648,6 | –1.667,3 | –544,1 | –552,3 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 134,2 | 135,4 | 34,3 | 38,7 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | –1,5 | –0,2 | –0,5 | 0,0 |
| Finanzerträge | 3,3 | 6,3 | 0,9 | 0,7 |
| Finanzaufwendungen | –5,7 | –3,7 | –1,4 | –1,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –2,4 | 2,6 | –0,6 | –0,8 |
| Finanzergebnis | –4,0 | 2,4 | –1,1 | –0,7 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 130,2 | 137,8 | 33,2 | 38,0 |
| Ertragsteuern | –30,4 | –33,8 | –7,0 | –11,3 |
| Periodenergebnis | 99,8 | 104,1 | 26,2 | 26,7 |
| Zuzurechnen an: | ||||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 99,4 | 103,9 | 26,1 | 26,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,3 | 0,2 | 0,1 | 0,0 |
| EUR | Q1–3 2014 | Q1–3 2015 | Q3 2014 | Q3 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 1,47 | 1,54 | 0,39 | 0,39 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 1,47 | 1,54 | 0,39 | 0,39 |
| Mio EUR | Q1–3 2014 | Q1–3 2015 | Q3 2014 | Q3 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Periodenergebnis | 99,8 | 104,1 | 26,2 | 26,7 |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: |
||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen ausländische Geschäftsbetriebe | –0,5 | 0,9 | –0,5 | –0,1 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
0,6 | –0,2 | –0,5 | 0,5 |
| Steuereffekt auf Zeitwertänderungen | –0,2 | 0,1 | 0,1 | –0,1 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
1,3 | –7,9 | 0,3 | –5,7 |
| Summe der Posten, die umgegliedert werden | 1,3 | –7,2 | –0,6 | –5,4 |
| Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: |
||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen | –6,7 | 3,2 | –6,7 | 2,8 |
| Steuereffekt auf Neubewertung | 1,7 | –0,8 | 1,7 | –0,7 |
| Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden | –5,0 | 2,4 | –5,0 | 2,1 |
| Sonstiges Ergebnis | –3,7 | –4,9 | –5,6 | –3,3 |
| Gesamtperiodenergebnis | 96,1 | 99,2 | 20,6 | 23,4 |
| Zuzurechnen an: | ||||
| Aktionäre des Mutterunternehmens | 95,7 | 99,0 | 20,5 | 23,3 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0,3 | 0,2 | 0,1 | 0,0 |
| Mio EUR 31.12.2014 |
30.09.2015 |
|---|---|
| Aktiva | |
| Langfristiges Vermögen | |
| Geschäfts- oder Firmenwerte 112,2 |
112,9 |
| Immaterielle Vermögenswerte 59,9 |
54,3 |
| Sachanlagen 597,7 |
600,7 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 51,8 |
56,9 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 53,3 |
46,9 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte 60,7 |
37,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 21,0 |
18,1 |
| Latente Steueransprüche 68,6 |
68,5 |
| 1.025,4 | 995,7 |
| Kurzfristiges Vermögen | |
| Andere finanzielle Vermögenswerte 6,4 |
33,2 |
| Vorräte 16,7 |
16,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 352,0 |
283,7 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche 5,8 |
0,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 264,1 |
286,1 |
| 645,0 | 620,0 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0,6 |
0,0 |
| 1.671,0 | 1.615,7 |
| Passiva | |
| Eigenkapital | |
| Grundkapital 337,8 |
337,8 |
| Kapitalrücklagen 130,5 |
130,5 |
| Gewinnrücklagen 260,3 |
231,2 |
| Andere Rücklagen –26,6 |
–30,5 |
| Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 702,0 |
669,0 |
| Nicht beherrschende Anteile 0,7 |
0,3 |
| 702,7 | 669,3 |
| Langfristige Schulden | |
| Rückstellungen 387,7 |
366,6 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten 14,6 |
6,8 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 20,8 |
21,1 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten 8,3 |
8,0 |
| 431,4 | 402,5 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen 152,8 |
152,7 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten 19,3 |
12,6 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,1 |
13,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 361,2 |
365,0 |
| 536,3 | 543,8 |
| Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0,6 |
0,0 |
| 1.671,0 | 1.615,7 |
| Mio EUR Q1–3 2014 angepasst1 |
Q1–3 2015 |
|---|---|
| Geschäftstätigkeit | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern 130,2 |
137,8 |
| Abschreibungen 67,6 |
64,1 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 1,5 |
0,2 |
| Rückstellungen unbar 41,2 |
18,6 |
| Gezahlte Steuern –27,8 |
–36,0 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –5,6 |
1,8 |
| Cashflow aus dem Ergebnis 207,2 |
186,4 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 12,7 |
7,9 |
| Vorräte 0,7 |
–0,3 |
| Rückstellungen –35,4 |
–37,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten –20,6 |
–3,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit 164,6 |
153,6 |
| Investitionstätigkeit | |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –7,2 |
–2,9 |
| Erwerb Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –53,0 |
–61,3 |
| Einzahlungen aus Anlagenverkäufen 5,4 |
67,5 |
| Erwerb von Tochterunternehmen –0,2 |
–1,8 |
| Verkauf von Tochterunternehmen 0,0 |
1,3 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen –0,6 |
–1,8 |
| Erwerb von Wertpapieren 0,0 |
–10,0 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren 13,0 |
6,0 |
| Gewährte Darlehen –3,9 |
–1,5 |
| Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,7 |
0,7 |
| Erhaltene Zinsen 1,9 |
2,2 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit –43,9 |
–1,6 |
| Free Cashflow 120,7 |
152,0 |
| Finanzierungstätigkeit | |
| Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten –2,6 |
2,6 |
| Ausschüttungen –129,0 |
–131,9 |
| Gezahlte Zinsen –1,1 |
–0,7 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen –4,0 |
0,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –136,7 |
–129,9 |
| Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands –15,9 |
22,0 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner 240,2 |
264,1 |
| Finanzmittelbestand am 30. September 224,3 |
286,1 |
Anpassungen siehe Punkt 2.2.2 Darstellung der Kapitalflussrechnung
| Q1–3 2014 Mio EUR angepasst1 |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Gewinn rück lagen |
Neube- wertungs- rücklage |
Andere Rücklagen Markt- bewer- tungs- rücklage |
Währungs- umrech- nungs- rücklage |
Eigenkapital der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2014 |
337,8 | 130,5 | 245,5 | –5,5 | –1,3 | –9,9 | 697,1 | 2,3 | 699,4 |
| Sukzessiver Erwerb eines Tochterunternehmens |
0,0 | 0,0 | –3,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –3,3 | –0,7 | –4,0 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –128,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –128,4 | –1,3 | –129,7 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 99,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 99,4 | 0,3 | 99,8 |
| Währungsumrechnungs differenzen – ausländische Geschäftsbetriebe |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,5 | –0,5 | 0,0 | –0,5 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,6 |
| Neubewertung von leistungs orientierten Verpflichtungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | –6,7 | 0,0 | 0,0 | –6,7 | 0,0 | –6,7 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,3 | 1,3 | 0,0 | 1,3 |
| Steuereffekt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 | –0,2 | 0,0 | 1,5 | 0,0 | 1,5 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –5,0 | 0,5 | 0,9 | –3,7 | 0,0 | –3,7 |
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 99,4 | –5,0 | 0,5 | 0,9 | 95,7 | 0,3 | 96,1 |
| Stand am 30. September 2014 |
337,8 | 130,5 | 213,3 | –10,5 | –0,9 | –9,0 | 661,1 | 0,6 | 661,8 |
1 Anpassungen siehe Punkt 2.2.1 Darstellung des Eigenkapitals
| Q1–3 2015 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Gewinn rück lagen |
Neube- wertungs- rücklage |
Andere Rücklagen Markt- bewer- tungs- rücklage |
Währungs- umrech- nungs- rücklage |
Eigenkapital der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
Nicht beherr schende Anteile |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2015 |
337,8 | 130,5 | 260,3 | –17,3 | –0,5 | –8,8 | 702,0 | 0,7 | 702,7 |
| Verpflichtung zum Erwerb eines Tochterunternehmens |
0,0 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,3 | 0,1 | –0,3 |
| Verkauf einer nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlage |
0,0 | 0,0 | –0,9 | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ausschüttung | 0,0 | 0,0 | –131,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –131,7 | –0,6 | –132,3 |
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 103,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 103,9 | 0,2 | 104,1 |
| Währungsumrechnungs differenzen – ausländische Geschäftsbetriebe |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Währungsumrechnungs differenzen – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,5 | 0,0 | 0,5 |
| Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –0,2 | 0,0 | –0,2 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,2 | 0,0 | 0,0 | 3,2 | 0,0 | 3,2 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –8,4 | –8,4 | 0,0 | –8,4 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Umgliederung in den Gewinn oder Verlust |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,5 | 0,0 | 0,5 |
| Steuereffekt | |||||||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
0,0 0,0 |
–0,8 2,4 |
0,1 –0,2 |
0,0 –7,0 |
–0,7 –4,9 |
0,0 0,0 |
–0,7 –4,9 |
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 103,9 | 2,4 | –0,2 | –7,0 | 99,0 | 0,2 | 99,2 |
| Stand am 30. September 2015 |
337,8 | 130,5 | 231,2 | –14,1 | –0,6 | –15,8 | 669,0 | 0,3 | 669,3 |
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. September 2015 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. September 2015 vom International Accounting Standards Board herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a Unternehmensgesetzbuch. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 zugrunde liegen.
Der Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis des IAS 34 Zwischenabschlüsse erstellt und enthält somit nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben. Der Konzernzwischenabschluss sollte gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2014 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
In den ersten neun Monaten 2015 wurden folgende neue oder geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht. Diese Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Österreichischen Post AG:
| Verpflichtend angewandte neue Standards | Inkrafttreten EU1 | |
|---|---|---|
| IFRIC 21 | Abgaben | 17.06.2014 |
| Verpflichtend angewandte geänderte Standards | Inkrafttreten EU1 | |
| Diverse | Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2011–2013 | 01.01.2015 |
1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
IFRIC 21 Abgaben stellt klar, wann für gesetzliche Abgaben, die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen, Verpflichtungen zu passivieren sind. Häufigster Anwendungsfall ist die Bankenabgabe.
Infolge der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 angeführten Ausweisänderungen ergeben sich folgende Anpassungen der Vorjahreszahlen des Konzernzwischenabschlusses zum 30. September 2015:
Der Ausweis des Periodenergebnisses in der Position Gewinnrücklagen führt zu folgenden Anpassungen in den Gewinnrücklagen:
| Stand am 1. Jänner 2014 | +146,5 Mio EUR |
|---|---|
| Stand am 30. September 2014 | +99,4 Mio EUR |
| Stand am 30. September 2015 | +103,9 Mio EUR |
Die Änderungen in der Darstellung im Zusammenhang mit den unbaren Veränderungen von Rückstellungen sowie mit der Zusammenfassung von betragsmäßig unwesentlichen Positionen ergaben folgende Umgliederungen in der Kapitalflussrechnung des Konzerns:
| Mio EUR Q1–3 2014 |
Q1–3 2015 |
|---|---|
| Langfristige Rückstellungen –32,3 |
–11,7 |
| Rückstellungen unbar 41,2 |
18,6 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen 1,1 |
1,5 |
| Zinsergebnis 1,5 |
1,9 |
| Währungsumrechnung 0,2 |
–0,1 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –2,8 |
–3,3 |
| Cashflow aus dem Ergebnis 9,0 |
6,9 |
| Kurzfristige Rückstellungen 22,4 |
25,1 |
| Rückstellungen –31,3 |
–32,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit 0,0 |
0,0 |
Die Ausweisänderungen bezüglich der erhaltenen Vorauszahlungen aus dem Verkauf von Wertzeichen und Freistempelguthaben sowie der Umsatzabgrenzungen für fakturierte aber noch nicht erbrachte Leistungen wirken sich wie folgt auf den Konzern-Cashflow aus:
| Mio EUR | Q1–3 2014 | Q1–3 2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 3,6 | 4,8 |
| Rückstellungen | –4,1 | –5,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 0,5 | 0,7 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 0,0 | 0,0 |
Die Anpassungen in der Segmentberichterstattung führen zu folgenden Verschiebungen innerhalb der Umsatzerlöse:
| Q1–3 2014 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | –0,4 | –1,5 | –2,2 | 4,1 | 0,0 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,4 | 1,5 | 2,2 | –4,1 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Q1–3 2015 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | –0,4 | –1,8 | 0,0 | 2,2 | 0,0 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,4 | 1,8 | 0,0 | –2,2 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 28 inländische (31. Dezember 2014: 24) und 29 ausländische (31. Dezember 2014: 31) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden drei inländische (31. Dezember 2014: drei) und drei ausländische (31. Dezember 2014: vier) Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.
In den ersten drei Quartalen 2015 haben folgende Konsolidierungskreisänderungen stattgefunden:
| Gesellschaft | Anteil am Kapital von auf |
Transaktions zeitpunkt |
Erläuterung | |
|---|---|---|---|---|
| Brief, Werbepost & Filialen | ||||
| MEILLERGHP GmbH | 65,0% | 0,0% | 20.02.2015 | Verkauf |
| feibra Magyarország Kft. | 100,0% | 0,0% | 31.03.2015 | Verkauf |
| Aktionsfinder GmbH | 0,0% | 60,0% | 01.06.2015 | Erwerb |
| Post 107 Beteiligungs GmbH | 0,0% | 100,0% | 13.06.2015 | Gründung |
| Kolos s.r.o. | 100,0% | 0,0% | 05.08.2015 | Verkauf |
| Gesellschaft | Anteil am Kapital | Transaktions | Erläuterung | ||
|---|---|---|---|---|---|
| von | auf | zeitpunkt | |||
| Paket & Logistik | |||||
| trans-o-flex Netzwerk Group GmbH | 0,0% | 100,0% | 28.04.2015 | Gründung | |
| Geschäftsbetrieb einer Distributionsgesellschaft | – | – | 01.06.2015 | Übernahme Geschäftsbetrieb |
|
| trans-o-flex Belgium Real Estate B.V.B.A. | 100,0% | 0,0% | 27.08.2015 | Verkauf | |
| Corporate | |||||
| Post 301 Beteiligungs GmbH | 0,0% | 100,0% | 23.07.2015 | Gründung | |
| Post E-Commerce GmbH | 0,0% | 100,0% | 31.07.2015 | Gründung | |
Mit Stichtag 20. Februar 2015 wurden die von der Österreichischen Post AG gehaltenen Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen MEILLERGHP verkauft. Aus dem Abgang der nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile ergab sich ein Verlust in Höhe von 0,5 Mio EUR, der im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen ausgewiesen ist. Der Verlust entstand ausschließlich aus der Umgliederung der auf die MEILLERGHP entfallenden Währungsumrechnungsrücklage aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust.
Zum 31. Dezember 2014 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen woorden. Mit Stichtag 31. März 2015 wurden 100% der Anteile an der feibra Magyarország Kft verkauft. Aus dem Abgang der Veräußerungsgruppe ergab sich ein Verlust in Höhe von 0,4 Mio EUR, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Davon entfallen 0,6 Mio EUR auf die Umgliederung der negativen Währungsumrechnungsrücklage aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust.
Mit Stichtag 1. Juni 2015 hat die Österreichische Post AG 60% der Anteile an der Aktionsfinder GmbH, Salzburg, erworben. Die Gesellschaft wird seit diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aktionsfinder GmbH betreibt das Internetportal Aktionsfinder.at. Diese Plattform zählt zu den größten Internetportalen für Werbeprospekte in Österreich und ermöglicht den elektronischen Abruf von in Österreich verteilten Prospekten, Aktionen und Angeboten.
Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation wurde das Internetportal der Gesellschaft unter Anwendung eines kostenbasierten Bewertungsansatzes als immaterieller Vermögenswert in Höhe von 0,2 Mio EUR und ein Firmenwert in Höhe von 1,7 Mio EUR angesetzt. Die restlichen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft sind insgesamt unwesentlich. Der Firmenwert resultiert aus erwarteten Wachstumspotenzialen in diesem jungen Geschäftsfeld und aus Vertriebssynergien im Rahmen des Österreichischen Post Konzerns. Der tatsächliche Zahlungsmittelabfluss betrug 1,7 Mio EUR.
| Mio EUR | Beizulegende Zeitwerte |
|---|---|
| Ermittlung des Geschäfts- oder Firmenwertes | |
| Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung | 1,8 |
| Nicht beherrschende Anteile auf Basis des Anteils am Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden |
0,1 |
| Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden | –0,1 |
| Firmenwert | 1,7 |
Für den Erwerb der restlichen 40% der Anteile wurden der Österreichischen Post AG Call-Optionen eingeräumt. Danach kann die Österreichisch Post entweder im Zeitraum 1. März 2018 bis 30. Juni 2018 oder im Zeitraum 1. März 2019 bis 30. Juni 2019 jeweils 40% der Anteile erwerben. Im Gegenzug hat die Österreichische Post AG den Anteilseignern eine Put-Option eingeräumt, die im Zeitraum 1. Juli 2019 bis 30. September 2019 ausübbar ist. Die in den Optionsvereinbarungen hinterlegten Kaufpreise sind variabel und basieren auf der zukünftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft. Die Call- und Put-Optionen sind nach IAS 32 als finanzieller Vermögenswert bzw. Verbindlichkeit einzustufen. Aus der Bewertung der Call-Optionen ergab sich ein Ansatz von Null. Die Bilanzierung der Put-Option erfolgt nach der sogenannten Present-Access-Methode. Dabei wurde eine Verbindlichkeit in Höhe von 0,3 Mio EUR gegen das Konzerneigenkapital erfasst.
Zum 30. Juni 2015 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Mit Stichtag 5. August 2015 wurden 100% der Anteile an der Kolos s.r.o. verkauft. Aus dem Abgang der Veräußerungsgruppe ergab sich ein Ertrag in Höhe von 0,3 Mio EUR, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Davon entfallen 0,1 Mio EUR auf die Umgliederung der positiven Währungsumrechnungsrücklage aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust.
Die Österreichische Post AG hat mit Stichtag 1. Juni 2015 den Geschäftsbetrieb einer weiteren Distributionsgesellschaft im Wege der operativen Übernahme übernommen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um die Distributions GmbH – 22, Kassel. Im Zuge des Erwerbes wurden im Wesentlichen nur die Mitarbeiter sowie bestehende Kundenbeziehungen übernommen. Bei dem übernommenen Geschäftsbetrieb handelt es sich nach Einschätzung des Managements um einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3, womit der Erwerb als Unternehmenszusammenschluss einzustufen ist. Die Gesellschaft gehört zu den wesentlichen Distributionspartnern der trans-o-flex Gruppe und bediente über ihren Standort in Kassel den Wirtschaftsraum Hessen. Der Erwerb ermöglicht die Optimierung der operativen Kosten und die Nutzung von Synergien zwischen den Logistikstandorten der trans-o-flex Gruppe.
Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation wurde ein Firmenwert in Höhe von 0,2 Mio EUR angesetzt. Die restlichen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögensgegenstände und Schulden der Gesellschaft sind insgesamt unwesentlich. Der Firmenwert umfasst die oben angesprochenen erwarteten Synergien aus der Einbindung der Geschäftsbetriebe in die trans-o-flex Gruppe. Der tatsächliche Zahlungsmittelabfluss betrug 0,1 Mio EUR.
| Beizulegende Zeitwerte |
|---|
| 0,1 |
| 0,1 |
| 0,2 |
Zum 30. Juni 2015 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Mit Stichtag 27. August 2015 wurden 100% der Anteile an der trans-o-flex Belgium Real Estate B.V.B.A. verkauft. Der Abgang der Veräußerungsgruppe ergab einen Gewinn von rund 0,1 Mio EUR, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Die Vermögenswerte der Gesellschaft bestanden im Zeitpunkt des Abgangs im Wesentlichen aus einer Liegenschaft in Turnhout. Entsprechend wurde die Einzahlungen aus dem Verkauf im Konzern-Cashflow-Statement unter den Einzahlungen aus Anlagenverkäufen ausgewiesen.
| Q1–3 2014 Mio EUR angepasst1 |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.085,7 | 646,4 | 0,6 | 0,0 | 1.732,7 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 57,0 | 6,6 | 132,0 | –195,6 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.142,6 | 652,9 | 132,7 | –195,6 | 1.732,7 |
| EBITDA | 223,2 | 34,2 | –57,2 | 0,0 | 200,2 |
| EBIT | 195,5 | 18,5 | –81,7 | 0,2 | 132,6 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –2,4 | ||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 130,2 | ||||
| Q1–3 2015 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.089,5 | 662,7 | 0,1 | 0,0 | 1.752,3 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 60,7 | 5,7 | 134,5 | –200,9 | 0,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.150,2 | 668,5 | 134,6 | –200,9 | 1.752,3 |
| EBITDA | 232,5 | 32,4 | –65,7 | 0,0 | 199,3 |
| EBIT | 208,6 | 16,5 | –90,0 | 0,2 | 135,2 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 2,6 |
Ergebnis vor Ertragsteuern 137,8
Anpassungen siehe Punkt 2.2.3 Segmentberichterstattung
Im Geschäftsjahr 2002 hat die Österreichische Post AG mit einem US-Investor eine Cross-Border-Leasing-Transaktion abgeschlossen. Die Österreichische Post AG hat dem Investor auf 99 Jahre ein Fruchtgenussrecht an Postsortieranlagen in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck gegen Leistung eines "Grant Payments" von 117 Mio USD eingeräumt. Gleichzeitig wurde ein Lease Agreement abgeschlossen, in dem die Österreichische Post AG auf 24 Jahre das Nutzungsrecht an diesen Anlagen wieder zurückgemietet hat.
Die Österreichische Post AG hat ihre Zahlungsverpflichtungen aus dieser Transaktion an zwei Payment Undertaker ausgelagert. Zu diesem Zweck hat die Österreichische Post AG Zahlungen an die Payment Undertaker geleistet (108,3 Mio USD) und die entsprechende Verbindlichkeit ausgebucht. Die Payment Undertaker haben sich ihrerseits verpflichtet, die entsprechenden Beträge zu den festgesetzten Zahlungsterminen für die Österreichische Post AG zu leisten. Bei der Österreichischen Post AG verblieb das Restrisiko einer möglichen Inanspruchnahme im Falle einer Nichtzahlung durch die Payment Undertaker.
Mit 10. März 2015 wurde die Cross-Border-Leasing-Transaktion vorzeitig beendet. Die noch offenen Zahlungen wurden durch die Payment Undertaker vollständig geleistet, womit das noch verbliebene Restrisiko für die Österreichischen Post AG untergegangen ist. Gleichzeitig wurde das Fruchtgenussrecht an den Postsortieranlagen beendet. Der aus der Cross-Border-Leasing-Transaktion der Österreichischen Post AG zugeflossene Nettobarwertvorteil blieb in voller Höhe erhalten. Der per 10. März 2015 unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten verbliebene Restbetrag in Höhe von 3,3 Mio EUR wurde entsprechend unter den Finanzerträgen ergebniswirksam vereinnahmt.
Der Rückgang in dem Posten Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen resultiert im Wesentlichen aus einem Zahlungseingang in Höhe von 60 Mio EUR aus dem Verkauf der Postgasse 8 Entwicklungs AG & Co OG im Vorjahr. Im Konzern-Cashflow-Statement ist der Zahlungseingang im Cashflow aus Investitionstätigkeit (Einzahlungen aus Anlagenverkäufen) enthalten.
Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 15. April 2015 wurden der Vorstand der Österreichischen Post AG zur Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals ermächtigt und die Satzung der Österreichischen Post AG entsprechend angepasst. Mit Zustimmung des Aufsichtsrates kann das Grundkapital somit während einer Geltungsdauer von fünf Jahren bis 14. April 2020 im Ausmaß von bis zu 33.766.190,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 6.755.264 Stück neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien erhöht werden. Weiters wurde in der Hauptversammlung die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu 16.888.160,00 EUR zur Ausgabe von bis zu 3.377.632 Stück auf Inhaber lautenden Stückaktien an (i) Gläubiger von Finanzinstrumenten sowie (ii) zum Zweck der Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Österreichischen Post AG oder eines verbundenen Unternehmens beschlossen.
Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, ab 15. April 2015 während einer Geltungsdauer von 30 Monaten eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.
Die Österreichische Post AG hat die Parameter für verzinsliche Rückstellungen vor dem Hintergrund der Entwicklungen der Zinslandschaft angepasst. Der Rechnungszinssatz für Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder beträgt 2,25% (31. Dezember 2014: 2,0%). Die Parameteranpassungen führten in den ersten drei Quartalen 2015 zu einem versicherungsmathematischen Gewinn in Höhe von 5,2 Mio EUR, wovon 3,4 Mio EUR im sonstigen Ergebnis erfasst wurden.
Die Bandbreite der Rechnungszinssätze für Rückstellungen für Unterauslastung beträgt 1,0%–2,0% (31. Dezember 2014: 0,75%–1,5%). Die Parameteranpassungen führten in den ersten drei Quartalen 2015 zu einem insgesamt erhöhten Rückstellungsbedarf von 2,9 Mio EUR.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39 sowie die Einstufung nach der Fair-Value-Hierarchie:
| 31. Dezember 2014 Mio EUR |
Stufe | Erfolgs wirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Zur Veräußerung verfügbar |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Wertpapiere | 1 | 0,0 | 53,1 | 53,1 |
| Strategische und andere Anteile | 3 | 0,0 | 12,2 | 12,2 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 3 | 1,7 | 0,0 | 1,7 |
| 1,7 | 65,4 | 67,1 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| 30. September 2015 Mio EUR |
Stufe | Erfolgs wirksam zum beizulegenden Zeitwert |
Zur Veräußerung verfügbar |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Wertpapiere | 1 | 0,0 | 56,6 | 56,6 |
| Strategische und andere Anteile | 3 | 0,0 | 12,2 | 12,2 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 3 | 1,7 | 0,0 | 1,7 |
| 1,7 | 68,9 | 70,5 | ||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 3 | 0,3 | 0,0 | 0,3 |
| 0,3 | 0,0 | 0,3 |
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen, ebenso gab es keine Änderungen in den Stufe-3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten.
Die folgende Tabelle zeigt die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert der anderen finanziellen Verbindlichkeiten:
| Mio EUR | 31.12.2014 | 30.09.2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
|
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7,6 | 7,7 | –11,9 | –11,9 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 9,7 | 9,7 | –8,2 | –8,2 |
| Andere Finanzverbindlichkeiten | 0,4 | 0,4 | –0,2 | –0,2 |
| 17,7 | 17,8 | –20,3 | –20,4 |
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten wird aufgrund überwiegender Kurzfristigkeit der Posten unterstellt, dass die Buchwerte im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte:
| Stufe | Finanzinstrumente | Bewertungsverfahren | Inputfaktoren |
|---|---|---|---|
| 1 | Wertpapiere | Marktwertorientiert | Nominalwerte, Börsenpreis |
| 3 | Strategische und andere Anteile |
Marktwertorientiert bzw. Kapitalwertorientiert |
Buchwert-Multiples vergleichbarer börsenotierter Unternehmen und sofern verfügbar Planungsrechnungen |
| 3 | Derivative finanzielle Vermögenswerte |
Kapitalwertorientiert | Planungsrechnungen und darauf basierte wahrscheinlichkeitsgewichtete Szenarien, risikogewichtete Abzinsungssätze (WACC) |
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe-3-Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.
Die in der Hauptversammlung am 15. April 2015 beschlossene Dividende von 1,95 EUR pro Aktie (131,7 Mio EUR) wurde am 29. April 2015 ausbezahlt.
Es besteht eine bestimmte Eventualforderung aus Vergleichsverhandlungen, die nicht angegeben wird, da allfällige Angaben die Rechtsposition schwächen würden.
Die Österreichische Post AG hat am 1. Oktober 2015 100% der Anteile an der EMD – Elektronische- und Mikrofilm-Dokumentationssysteme Ges.m.b.H. erworben. Die Gesellschaft wird ab dem Tag des Closings als vollkonsolidierte Gesellschaft in den Konzernabschluss miteinbezogen. Mit dieser Übernahme erweitert die Österreichische Post AG ihr Dienstleistungsspektrum im Bereich des intelligenten Inputmanagements. Aufgrund der zeitlichen Nähe des Closing zur Genehmigung der Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses ist die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs noch nicht abgeschlossen. Die betragsmäßigen Angaben zur Höhe der gesamten übertragenen Gegenleistung sowie der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind folglich derzeit noch nicht möglich.
Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für die ersten drei Quartale 2015 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Wien, am 3. November 2015
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| 12. November 2015 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | ||
|---|---|---|---|
| 10. März 2016 | Jahresergebnis 2015, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | ||
| 4. April 2016 | Nachweisstichtag für die Teilnahme an der Hauptversammlung | ||
| 14. April 2016 | Hauptversammlung 2016, Wien | ||
| 26. April 2016 | Ex-Tag (Dividende) | ||
| 27. April 2016 | Record Date (Feststellung der anspruchsberechtigten Bestände iZm Ausschüttungen) | ||
| 28. April 2016 | Dividendenzahltag | ||
| 13. Mai 2016 | Zwischenbericht 1. Quartal 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | ||
| 11. August 2016 | Halbjahresfinanzbericht 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | ||
| 11. November 2016 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2016, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr | ||
| Q |
|---|
| Q | |
|---|---|
Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected] FN: 180219d, Handelsgericht Wien
be.public Corporate & Financial Communications, Wien
Druck Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten
Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 3. November 2015
Investor Relations, Konzernrevision & Compliance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir
T: +43 (0) 577 67 24099 F: +43 (0) 577 67 28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr
Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at
Zwischenbericht 1–3. Quartal 2015 | Österreichische Post AG
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