Quarterly Report • May 8, 2014
Quarterly Report
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Ausblick 2014 bestätigt Stabile Umsatzentwicklung angepeilt
Zuwächse im Paketbereich
Elektronische Substitution bei Briefen hält an
| Veränderung % | |||
|---|---|---|---|
| Mio EUR | 602,9 | 598,4 | –0,7% |
| Mio EUR | 80,0 | 78,8 | –1,5% |
| % | 13,3% | 13,2% | – |
| Mio EUR | 59,7 | 58,2 | –2,6% |
| % | 9,9% | 9,7% | – |
| Mio EUR | 58,8 | 57,4 | –2,4% |
| Mio EUR | 46,6 | 43,7 | –6,4% |
| EUR | 0,69 | 0,64 | –6,1% |
| 23.829 | 23.732 | –0,4% | |
| Mio EUR | 88,6 | 73,8 | –16,6% |
| Mio EUR | 49,8 | 50,6 | 1,5% |
| Mio EUR | –22,3 | –11,2 | –49,8% |
| Mio EUR | –11,0 | –0,2 | <–100% |
| Mio EUR | 28,1 | 38,0 | 35,4% |
| 31.12.2013 | 31.03.2014 | Veränderung % | |
| Mio EUR | 1.641,6 | 1.672,3 | 1,9% |
| Mio EUR | 699,4 | 743,2 | 6,3% |
| Mio EUR | 1.066,4 | 1.058,9 | –0,7% |
| Mio EUR | 573,3 | 613,4 | 7,0% |
| Mio EUR | 114,3 | 73,3 | –35,8% |
| % | 42,6% | 44,4% | – |
| Mio EUR | 755,3 | 758,2 | 0,4% |
| Q1 2013 | Q1 2014 |
EBIT und EBITDA bezogen auf Konzernumsatz
Unverwässertes Ergebnis je Aktie bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Exkl. zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Im ersten Quartal des Jahres 2014 entwickelten sich Umsatz und Ergebnis der Österreichischen Post gemäß unseren Erwartungen. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres, das von positiven Sondereffekten – wie insbesondere Wahlen und Volksbefragungen – geprägt war, reduzierte sich der Konzernumsatz um 0,7% leicht auf 598,4 Mio EUR. Während im Briefgeschäft erwartungsgemäß Rückgänge verbucht wurden, zeigte das Paket- und Logistikgeschäft in der Berichtsperiode ein Wachstum von 3,7%. Umsatzsteigerungen konnten sowohl am österreichischen Markt als auch bei den Tochtergesellschaften in Zentral- und Osteuropa sowie in Deutschland erzielt werden, wobei speziell in Deutschland weiterhin der Fokus auf der Profitabilität der erbrachten Leistungen liegt. Im Briefbereich konnten wir vor allem in neuen Geschäftsfeldern wie Mail Solutions Zuwächse erzielen. Gleichzeitig kämpfen wir auch im klassischen Briefgeschäft durch individuelle Kundenlösungen um jeden Brief.
Auf Basis des etwas geringeren Konzernumsatzes reduzierte sich auch das operative Betriebsergebnis (EBIT) um 2,6% auf 58,2 Mio EUR. Die Ergebnisentwicklung der einzelnen Divisionen macht dabei deutlich, dass die konsequenten Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter im Fokus stehen: Im Briefbereich konnten Kostenoptimierungen den Umsatzrückgang nahezu kompensieren. Im Paketbereich wirkten negative Effekte im Zusammenhang mit der trans-o-flex Gruppe, wie etwa Wertberichtigungen und Strukturmaßnahmen. Der Bereich Corporate zeigte durch einen geringeren Rückstellungsbedarf eine leichte EBIT-Steigerung.
Mit Blick auf das Gesamtjahr gehen wir von einer stabilen Umsatzentwicklung aus, gleichzeitig peilen wir eine weitere Ergebnisverbesserung an. Im Fokus unserer strategischen Aktivitäten steht neben der konsequenten Orientierung auf die Bedürfnisse unserer Kunden die fortgesetzte Steigerung der Effizienz in allen Prozessen. So setzen wir unser Investitionsprogramm mit Kapazitätserweiterungen, neuen Sortiertechniken und innovativen Lösungen 2014 fort. Auch aus Sicht des Kapitalmarktes bleibt die Österreichische Post ihrer klaren Positionierung als zuverlässiger und berechenbarer Dividendentitel treu – so bestätigte die Hauptversammlung am 24. April 2014 den Vorschlag einer Dividende von 1,90 EUR je Aktie, die am 8. Mai 2014 zur Auszahlung gelangt.
Wien, am 30. April 2014
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Die Weltwirtschaft erholt sich seit Jahresmitte 2013 kontinuierlich. Lag das globale Wirtschaftswachstum im Vorjahr noch bei 3,0%, soll es heuer bereits wieder auf 3,6% ansteigen. Dies liegt vor allem an der weiteren Entspannung der wirtschaftlichen Situation in den Industrienationen. Gleichwohl sind hier aufgrund der Konsolidierung der öffentlichen Haushalte bzw. der entsprechenden fiskalpolitischen Maßnahmen weiterhin Risiken gegeben. Auch im europäischen Raum zeigen sich erste Anzeichen einer Konjunkturerholung, der Aufschwung ist jedoch weiterhin verhalten. So soll die Wirtschaftsleistung in Europa im Gesamtjahr 2014 um 1,7% wachsen, im Euro-Raum um 1,2% (IWF, April 2014).
Auch in Österreich dämpft die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte die Aufwärtsentwicklung. Laut Prognosen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) dürfte das österreichische BIP sowohl 2014 als auch 2015 um 1,7% wachsen. Konsum und Investitionen sollten dabei wieder an Dynamik gewinnen. Das prognostizierte Wachstum wird jedoch nicht ausreichen, um eine Verringerung der Arbeitslosigkeit zu ermöglichen. Die für Österreichs Wirtschaft bedeutsamen Märkte in Ostmitteleuropa entwickeln sich seit 2013 ebenfalls wieder günstiger (WIFO, März 2014). Der IWF erwartet für den CEE-Raum im Jahr 2014 ein Wirtschaftswachstum von 2,4%. Für die Türkei (+2,3%), Rumänien (+2,2%) und Ungarn (+2,0%) werden durchgehend Wachstumsraten über der 2%-Marke erwartet. Für Deutschland wird 2014 wie in Österreich ein Wachstum von 1,7% prognostiziert (IWF, April 2014).
Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post von weiteren internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen: Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefes weiterhin an und ist im Kern auch nicht beeinflussbar. Auf Basis der Erfahrungen in vergleichbaren internationalen Märkten muss mit Rückgängen in der Größenordnung von 3–5% pro Jahr gerechnet werden. Im Geschäftsfeld der adressierten und unadressierten Werbesendungen sind derzeit vor allem die schwache Konjunkturdynamik sowie eine Belastung des traditionellen Versandhandels und der stationären Handelsunternehmen durch verstärktes Online-Shopping wesentliche Einflussfaktoren. Laut Media FOCUS Research ist der Start in das Werbejahr 2014 von Rückgängen in den Werbeausgaben der Unternehmen geprägt (Prognose Februar 2014).
Im Paketbereich sind in Österreich aufgrund der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings weiterhin steigende Volumina zu verzeichnen. Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts wiederum ist wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden dabei immer internationaler – und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft ist. Seine wesentlichen Eckpunkte sind:
Im ersten Quartal 2014 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns.
Der Konzernumsatz der Österreichischen Post hat sich im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vergleichswert 2013 erwartungsgemäß leicht reduziert. Im Vorjahr hatte sich besonders die hohe Anzahl von Wahlen und Volksbefragungen positiv auf das Briefvolumen ausgewirkt. Dadurch lag der Umsatz im ersten
Quartal 2014 mit 598,4 Mio EUR um 0,7% unter dem Wert des Vorjahres, aber über dem Wert des Jahres 2012.
1 Werte 2012 bereinigt um Tochtergesellschaften Benelux (Verkauf in 2012)
| Mio EUR | Q1 2013 | Q1 2014 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 602,9 | 598,4 | –0,7% | –4,5 |
| Brief, Werbepost & Filialen | 391,0 | 378,8 | –3,1% | –12,2 |
| Paket & Logistik | 212,1 | 220,0 | 3,7% | 7,9 |
| Corporate/Konsolidierung | –0,2 | –0,4 | <–100% | –0,2 |
| Kalenderwerktage in Österreich | 63 | 62 | – | – |
Mit 63,2% entfiel der wesentliche Anteil des Konzernumsatzes im ersten Quartal 2014 auf die Division Brief, Werbepost & Filialen. Aufgrund zahlreicher Wahlen im ersten Halbjahr 2013 lag der Divisionsumsatz in der Vorjahresperiode, wie erwähnt, auf außerordentlich hohem Niveau. Der nun im Berichtszeitraum eingetretene Rückgang von 3,1% auf 378,8 Mio EUR ist einerseits auf diesen Sondereffekt, andererseits aber auch auf die anhaltende elektronische Substitution von Briefen und geringere Werbemengen zurückzuführen. Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete einen Anteil von 36,7% des Konzernumsatzes. Hier war im ersten Quartal ein Anstieg um 3,7% auf 220,0 Mio EUR zu verzeichnen.
In der regionalen Betrachtung wurden im ersten Quartal 2014 72,7% des Konzernumsatzes in Österreich erwirtschaftet, 22,5% in Deutschland und 4,8% in Südost- und Osteuropa.
| Mio EUR | Q1 2013 | Q1 2014 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 391,0 | 378,8 | –3,1% | –12,2 |
| Briefpost & Mail Solutions | 209,5 | 207,1 | –1,2% | –2,4 |
| Werbepost | 112,8 | 105,7 | –6,3% | –7,1 |
| Medienpost | 35,3 | 35,3 | –0,1% | 0,0 |
| Filialdienstleistungen | 33,4 | 30,8 | –7,8% | –2,6 |
| Innenumsatz | 18,6 | 19,0 | 2,4% | 0,4 |
| Umsatz gesamt | 409,5 | 397,8 | –2,9% | –11,7 |
Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 378,8 Mio EUR stammt zu 54,7% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 27,9% aus Werbepost und zu 9,3% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem werden 8,1% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet.
Im Bereich Briefpost & Mail Solutions reduzierte sich der Umsatz um 1,2% auf 207,1 Mio EUR. Die Substitution von Briefen durch elektronische Medien hält nach wie vor an, Rückgänge sind etwa im Kundensegment öffentlicher Sektor zu verzeichnen. Zwar gab es im Berichtszeitraum neuerlich positive Impulse durch Wahlen, etwa die Arbeiterkammerwahlen in den Bundesländern, diese fielen aber insgesamt schwächer aus als 2013. Darüber hinaus erzielte die Österreichische Post mit neuen Dienstleistungen im Bereich Mail Solutions Zuwächse. Dennoch bleibt der Basistrend eines rückläufigen Briefpostvolumens aufrecht.
Der Bereich Werbepost verzeichnete im ersten Quartal 2014 einen Umsatzrückgang um 6,3% auf 105,7 Mio EUR, was zum Teil auf die geringeren Wahleffekte im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen war. Zudem ist dieses Geschäftsfeld stets vom Ausmaß der Werbeaktivitäten der Kunden und damit unter anderem auch vom konjunkturellen Umfeld beeinflusst. Der Druck des Online-Handels auf den traditionellen Versandhandel und den stationären Handel führten bei einigen Kunden zu einem gedämpften Werbeverhalten in Österreich, aber auch in Südost- und Osteuropa. Vor allem im Bereich der unadressierten Werbung sind rückläufige Sendungsvolumina zu verzeichnen, so etwa im Kundensegment der Baumärkte.
Der Umsatz mit Medienpost blieb im Quartalsvergleich bei einem Rückgang von 0,1% auf 35,3 Mio EUR stabil. Hingegen reduzierte sich der Umsatz mit Filialdienstleistungen auf 30,8 Mio EUR, da Tarifanpassungen seitens der Anbieter zu Rückgängen beim Umsatz mit Mobilfunkprodukten führten.
| Mio EUR | Q1 2013 | Q1 2014 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 212,1 | 220,0 | 3,7% | 7,9 |
| Paket Premium | 158,9 | 165,0 | 3,8% | 6,1 |
| Paket Standard | 45,9 | 46,1 | 0,3% | 0,2 |
| Paket Sonstige Leistungen | 7,3 | 8,9 | 22,5% | 1,6 |
| Innenumsatz | 2,1 | 1,8 | –13,3% | –0,3 |
| Umsatz gesamt | 214,2 | 221,8 | 3,6% | 7,6 |
Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2014 um 3,7% auf 220,0 Mio EUR. Mit 75,0% entfiel dabei der Großteil der Umsätze auf den Bereich Paket Premium (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden).
Dieser Bereich, dessen Dienste hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich nachgefragt werden, verzeichnete im ersten Quartal 2014 einen Umsatzanstieg von 3,8% auf 165,0 Mio EUR. Diese gute Entwicklung war Umsatzzuwächsen bei bestehenden Kunden zu verdanken, beruhte aber auch auf der Gewinnung von Neukunden. Positiv entwickelte sich zudem das Paketgeschäft mit Business-Kunden in Österreich, wobei auch bei höherwertigen Paketen für Privatkunden überdurchschnittliche Steigerungen zu verzeichnen waren.
Die Umsätze des Bereichs Paket Standard – hier handelt es sich vorrangig um Sendungen an Privatkunden in Österreich – stiegen um 0,3% leicht auf 46,1 Mio EUR. Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie z. B. Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte beinhaltet, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 8,9 Mio EUR generiert. Dies entspricht einer Steigerung um 1,6 Mio EUR.
Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im ersten Quartal 2014 57% der Umsätze in Deutschland generiert wurden, 35% der Umsätze entfielen auf Österreich und 8% auf die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. In Deutschland konnte eine Umsatzsteigerung von 2,6% erzielt werden, obwohl die herausfordernde Wettbewerbssituation sowie der Preisdruck in diesem Markt weiterhin spürbar sind. In Österreich erhöhte sich der Umsatz – getragen durch den Trend zum Online-Shopping sowie durch Marktanteilssteigerungen im B2B- und B2C-Bereich – um 4,4%. Die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa verzeichneten ein Umsatzwachstum von 8,7%.
| Mio EUR | Q1 2013 | Q1 2014 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 602,9 | 598,4 | –0,7% | –4,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17,2 | 16,5 | –4,0% | –0,7 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –187,2 | –183,8 | –1,8% | –3,4 |
| Personalaufwand | –280,2 | –280,6 | 0,1% | 0,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –71,1 | –71,4 | 0,5% | 0,4 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen | –1,7 | –0,4 | 77,8% | 1,3 |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | 80,0 | 78,8 | –1,5% | –1,2 |
| Abschreibungen | –20,2 | –20,6 | 1,7% | 0,3 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | 59,7 | 58,2 | –2,6% | –1,5 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –0,9 | –0,8 | 15,7% | 0,1 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 58,8 | 57,4 | –2,4% | –1,4 |
| Ertragsteuern | –12,2 | –13,8 | 12,9% | 1,6 |
| Periodenergebnis | 46,6 | 43,7 | –6,4% | –3,0 |
| Ergebnis je Aktie (EUR)1 | 0,69 | 0,64 | –6,1% | –0,05 |
1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte sich in der Berichtsperiode um 1,8% auf 183,8 Mio EUR. Diese Entwicklung ist vor allem auf den Rückgang der bezogenen Leistungen für Transporte zurückzuführen: Speziell in Deutschland ist das Geschäftsmodell der trans-o-flex Gruppe durch eine hohe externe Wertschöpfung geprägt. Diese wurde durch die Übernahme von Distributionsgesellschaften verringert.
Der Personalaufwand der Österreichischen Post belief sich im ersten Quartal 2014 auf 280,6 Mio EUR und blieb somit in Summe stabil. Die in diesem Gesamtbetrag enthaltenen operativen Personalaufwendungen an Löhnen und Gehältern lagen in der Berichtsperiode infolge der Integration von Distributionsgesellschaften leicht über dem Niveau der Vergleichsperiode. Die konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie Optimierungen der Personalstruktur konnten die seit dem Vorjahr erfolgten Gehaltsanpassungen somit neutralisieren. In Summe beschäftigte der Österreichische Post Konzern 23.732 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) im Periodendurchschnitt des ersten Quartals 2014, im Vergleich zu 23.829 Mitarbeitern im ersten Quartal 2013.
Der Personalaufwand inkludiert im ersten Quartal 2014 darüber hinaus auch Abfertigungsaufwendungen sowie lohnabhängige Abgaben aus Vorperioden in Höhe von jeweils rund 6 Mio EUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 4,0% auf 16,5 Mio EUR.
Dabei konnten allerdings die Erträge aus Vermietung und Verpachtung um 5,1% auf 6,4 Mio EUR gesteigert werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 0,5% auf 71,4 Mio EUR.
Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen betrug minus 0,4 Mio EUR nach minus 1,7 Mio EUR im ersten Quartal 2013. Dieses Ergebnis beinhaltet einen positiven Ergebnisbeitrag der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s., aber auch einen negativen Ergebnisbeitrag der deutschen Gesellschaft AEP direkt, die im Pharma-Großhandel tätig ist.
Durch den im Vergleich zum Vorjahr etwas geringeren Konzernumsatz war auch ein leichter Rückgang im Ergebnis zu verzeichnen: Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns reduzierte sich um 1,5% auf 78,8 Mio EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 13,2%. Das EBIT lag bei 58,2 Mio EUR und damit um 2,6% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die EBIT-Marge betrug 9,7%.
Nach Abzug von Steuern in Höhe von 13,8 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern), das mit 43,7 Mio EUR um 6,4% unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis pro Aktie von 0,64 EUR für das erste Quartal 2014.
| Mio EUR | Q1 2013 | Q1 2014 | % | Veränderung Mio EUR |
Marge1 Q1 2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| EBITDA Gesamt | 80,0 | 78,8 | –1,5% | –1,2 | 13,2% |
| Brief, Werbepost & Filialen | 86,3 | 85,4 | –1,0% | –0,9 | 21,5% |
| Paket & Logistik | 12,4 | 10,7 | –14,0% | –1,7 | 4,8% |
| Corporate/Konsolidierung | –18,7 | –17,3 | 7,5% | 1,4 | – |
| EBIT Gesamt | 59,7 | 58,2 | –2,6% | –1,5 | 9,7% |
| Brief, Werbepost & Filialen | 79,0 | 77,9 | –1,4% | –1,1 | 19,6% |
| Paket & Logistik | 7,4 | 5,5 | –25,5% | –1,9 | 2,5% |
| Corporate/Konsolidierung | –26,7 | –25,2 | 5,3% | 1,4 | – |
1 Margen der Divisionen bezogen auf Gesamtumsatz (inkl. Innenumsatz)
Bei Betrachtung der Divisionen zeigt sich ein gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändertes Bild: Die Division Brief, Werbepost & Filialen verzeichnete ein EBITDA von 85,4 Mio EUR (–1,0%) und ein EBIT von 77,9 Mio EUR (–1,4%). Der Umsatzrückgang konnte damit durch hohe Kostendisziplin nahezu kompensiert werden.
Die Division Paket & Logistik erzielte ein EBITDA von 10,7 Mio EUR und ein EBIT von 5,5 Mio EUR (nach 12,4 bzw. 7,4 Mio EUR im ersten Quartal 2013). Der hier eingetretene Rückgang ist auf negative Effekte in Höhe von 2,7 Mio EUR im Zusammenhang mit der trans-o-flex Gruppe zurückzuführen. So waren in der Berichtsperiode Wertberichtigungen von Forderungen sowie diverse Strukturmaßnahmen im Rahmen des laufenden Effizienzsteigerungsprogramms notwendig.
Die Division Corporate enthält grundsätzlich alle Aufwendungen zentraler Abteilungen des Konzerns sowie Personalrückstellungen und Vorsorgen. Durch den geringeren Rückstellungsbedarf für Personalunterauslastung im ersten Quartal 2014 verbesserte sich das EBIT geringfügig auf minus 25,3 Mio EUR.
Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 31. März 2014 bei 1.672,3 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 606,7 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem sind immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 65,1 Mio EUR vorhanden. Die Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind mit Ende des ersten Quartals 2014 mit 160,4 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen nehmen Forderungen mit 302,2 Mio EUR die größte Bilanzposition ein. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 284,9 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.
Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 31. März 2014 bei 44,4% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 743,2 Mio EUR. Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 420,5 Mio EUR, die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei 508,7 Mio EUR. Zudem nehmen Rückstellungen mit insgesamt 569,5 Mio EUR eine große Position ein. Davon entfallen 212,2 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich per 31. März 2014 auf 184,8 Mio EUR.
Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 345,6 Mio EUR: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 284,9 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 60,7 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 23,5 Mio EUR gegenüber.
| Mio EUR | 31.12.2013 | 31.03.2014 | Struktur 31.03.2014 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte | 839,7 | 832,2 | 49,8% |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) | 33,5 | 33,0 | 2,0% |
| Anteile nach der Equity-Methode konsolidiert | 50,3 | 49,8 | 3,0% |
| Vorräte, Forderungen und Sonstiges | 398,9 | 399,5 | 23,9% |
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 65,0 | 60,7 | 3,6% |
| Andere Finanzanlagen | 12,2 | 12,2 | 0,7% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 240,2 | 284,9 | 17,0% |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 1,9 | 0,0 | – |
| 1.641,6 | 1.672,3 | 100,0% | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital1 | 699,4 | 743,2 | 44,4% |
| Rückstellungen | 554,8 | 569,5 | 34,1% |
| Finanzverbindlichkeiten | 21,0 | 23,5 | 1,4% |
| Verbindlichkeiten und Sonstiges | 366,4 | 336,1 | 20,1% |
| 1.641,6 | 1.672,3 | 100,0% |
1 In der Position Eigenkapital sind Anteile ohne beherrschenden Einfluss enthalten: per 31. Dezember 2013 2,3 Mio EUR, per 31. März 2014 2,4 Mio EUR
Der Cashflow aus dem Ergebnis lag in den ersten drei Monaten 2014 mit 73,8 Mio EUR um 14,7 Mio EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Veränderung im Nettoumlaufvermögen betrug in der Berichtsperiode minus 23,2 Mio EUR nach minus 38,7 Mio EUR im Jahr 2013. Damit lag der Cashflow aus der
Geschäftstätigkeit mit 50,6 Mio EUR, u. a. unterstützt durch einen geringeren Forderungsaufbau, auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im ersten Quartal 2014 mit minus 7,8 Mio EUR deutlich unter dem Wert des ersten Quartals 2013. So fielen in der Berichtsperiode kaum Zahlungen
| Mio EUR Q1 2013 |
Q1 2014 |
|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis 88,6 |
73,8 |
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen –38,7 |
–23,2 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit 49,8 |
50,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit –51,1 |
–7,8 |
| davon CAPEX –22,3 |
–11,2 |
| davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –11,0 |
–0,2 |
| davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren –18,4 |
5,0 |
| davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit 0,5 |
–1,4 |
| Free Cashflow –1,3 |
42,8 |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 28,1 |
38,0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –1,2 |
1,9 |
| Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestandes –2,5 |
44,7 |
im Zusammenhang mit Akquisitionen an, gleichzeitig lagen auch die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) mit 11,2 Mio EUR deutlich unter dem Wert der Vorperiode. Zudem wirkte sich ein Erlös von 5,0 Mio EUR aus dem Verkauf von Wertpapieren erhöhend aus.
Insgesamt lag der Free Cashflow in der Berichtsperiode bei 42,8 Mio EUR. Der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapieren erreichte 38,0 Mio EUR und lag damit um 9,9 Mio EUR über dem Niveau des Vorjahres.
Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen im ersten Quartal 2014 in Summe 13,2 Mio EUR und lagen damit auf dem Niveau der Vergleichsperiode (13,3 Mio EUR). Davon entfielen 8,5 Mio EUR auf Investitionen in Sachanlagen und 4,7 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte. Schwerpunkte des Investitionsprogramms bildeten in der Berichtsperiode neben der Modernisierung des Fuhrparks vor allem neue Sortiertechnologien wie etwa Brief- und Paketverteilanlagen. Zudem wurde in die Ausstattung von Postfilialen, in Software-Lizenzen sowie in Bauprojekte investiert.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitkräfte) des Österreichischen Post Konzerns lag mit 23.732 im Berichtszeitraum um 97 Personen unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 18.178 Vollzeitkräfte).
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften |
Q1 2013 | Q1 2014 | Anteil % |
|---|---|---|---|
| Brief, Werbepost & Filialen | 17.733 | 17.186 | 72,4% |
| Paket & Logistik | 4.066 | 4.531 | 19,1% |
| Corporate | 2.029 | 2.015 | 8,5% |
| Gesamt | 23.829 | 23.732 | 100,0% |
Mit 1. April 2014 wurden durch Ausübung der Option auf den Erwerb von weiteren 25% der Anteile an der M&BM Express OOD, Bulgarien, die entsprechenden Anteile für eine Gegenleistung in bar von 4,0 Mio EUR erworben. Der Anteil an der Gesellschaft erhöht sich damit von 51% auf 76%.
Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu setzen.
Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2013 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe dazu den zweiten Teil des Geschäftsberichts, "Der Finanzbericht", Seiten 46–53 und 119–124).
Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Medien ersetzt. Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen bzw. angepassten Wertansätzen führen.
Sowohl im Brief- wie auch im Paketgeschäft setzten sich im ersten Quartal 2014 auf nationaler und internationaler Ebene die bekannten Basistrends fort. Daher bestätigt die Österreichische Post den kommunizierten Ausblick auf das Gesamtjahr 2014, wonach eine stabile Umsatzentwicklung angepeilt wird. Ein Rückgang im Briefgeschäft soll dabei durch steigende Paketumsätze kompensiert werden.
Der Briefbereich wird aufgrund der elektronischen Substitution auch weiterhin von einem kontinuierlichen Mengenrückgang bei adressierten Sendungen geprägt sein. Neue Regelungen zur verpflichtenden elektronischen Zustellung von behördlichen Geschäftsbriefen werden diesen Trend in Österreich tendenziell verstärken. Gemäß den Erfahrungen vergleichbarer internationaler Märkte muss mit Rückgängen in der Größenordnung von 3–5% gerechnet werden. Bei adressierten und unadressierten Werbesendungen machen sich eine geringe Konjunkturdynamik sowie eine Belastung des traditionellen Versandhandels und der stationären Handelsunternehmen durch das Online-Geschäft bemerkbar.
Im Bereich Paket & Logistik stellt der Online-Handel hingegen die Triebfeder des Wachstums im Privatkundenbereich dar. Je nach Region sind hier Steigerungen von 3–6% zu erwarten. Bei Business-Paketen ist die Entwicklung in den einzelnen Ländern von der Konjunktur und der aktuellen Wettbewerbssituation abhängig.
Um die Effizienz der erbrachten Leistungen weiter zu erhöhen, verfolgt die Österreichische Post ein Maßnahmenprogramm mit dem Ziel der "Operational Excellence". Sowohl in der Brief- wie auch in der Paketlogistik werden Strukturen und Prozesse stetig verbessert. Auf Basis neuer Automations- und Sortiertechnologien sollen Kosteneinsparungspotenziale konsequent realisiert werden. 2014 werden die Investitionen daher wieder in der Größenordnung von etwa 100 Mio EUR liegen. Im internationalen Geschäft der
Wien, am 30. April 2014
Österreichischen Post hat Profitabilität absolute Priorität. Dies bedeutet eine konsequente Konzentration auf das Kerngeschäft ebenso wie eine stetige Steigerung der Effizienz in allen Prozessen.
In der Ergebnisentwicklung des Konzerns gilt weiterhin die Zielbandbreite einer nachhaltigen EBITDA-Marge von 10–12%. Darüber hinaus wird auch für 2014 eine Verbesserung im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) angestrebt.
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| Mio EUR | Q1 2013 | Q1 2014 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 602,9 | 598,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17,2 | 16,5 |
| Gesamte betriebliche Erträge | 620,2 | 615,0 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –187,2 | –183,8 |
| Personalaufwand | –280,2 | –280,6 |
| Abschreibungen | –20,2 | –20,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –71,1 | –71,4 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | –558,7 | –556,4 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 61,4 | 58,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen | –1,7 | –0,4 |
| Finanzerträge | 1,1 | 1,3 |
| Finanzaufwendungen | –2,0 | –2,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –0,9 | –0,8 |
| Finanzergebnis | –2,6 | –1,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 58,8 | 57,4 |
| Ertragsteuern | –12,2 | –13,8 |
| Periodenergebnis | 46,6 | 43,7 |
| Zuzurechnen an: | ||
| die Aktionäre des Mutterunternehmens | 46,4 | 43,5 |
| die Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 0,3 | 0,2 |
| EUR |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,69 |
0,64 |
|---|---|
| Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,68 |
0,64 |
| Mio EUR | ||
|---|---|---|
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 61,4 | 58,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen | –1,7 | –0,4 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | 59,7 | 58,2 |
| Abschreibungen | 20,2 | 20,6 |
| EBITDA (Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern) | 80,0 | 78,8 |
| Mio EUR Q1 2013 |
Q1 2014 |
|---|---|
| Periodenergebnis 46,6 |
43,7 |
| Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden: | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen –0,4 |
–0,3 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen von nach der Equity-Methode –0,1 konsolidierten Unternehmen |
–0,1 |
| Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente 0,1 |
0,8 |
| Latente Steuern 0,0 |
–0,2 |
| Summe der Posten, die umgegliedert werden –0,5 |
0,1 |
| Sonstiges Ergebnis –0,5 |
0,1 |
| Gesamtperiodenergebnis 46,1 |
43,8 |
| Zuzurechnen an: | |
| die Aktionäre des Mutterunternehmens 45,8 |
43,6 |
| die Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,3 |
0,2 |
| Mio EUR 31.12.2013 |
31.03.2014 |
|---|---|
| Aktiva | |
| Langfristiges Vermögen | |
| Firmenwerte 160,6 |
160,4 |
| Immaterielle Vermögenswerte 63,3 |
65,1 |
| Sachanlagen 615,9 |
606,7 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 33,5 |
33,0 |
| Anteile nach der Equity-Methode konsolidiert 50,3 |
49,8 |
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere 51,7 |
52,5 |
| Andere Finanzanlagen 12,2 |
12,2 |
| Forderungen 20,7 |
20,9 |
| Latente Steuern 58,3 |
58,3 |
| 1.066,4 | 1.058,9 |
| Kurzfristiges Vermögen | |
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere 13,3 |
8,3 |
| Vorräte 17,1 |
18,1 |
| Forderungen 302,7 |
302,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 240,2 |
284,9 |
| 573,3 | 613,4 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1,9 |
0,0 |
| 1.641,6 | 1.672,3 |
| Passiva | |
| Eigenkapital | |
| Grundkapital 337,8 |
337,8 |
| Kapitalrücklagen 130,5 |
130,5 |
| Gewinnrücklagen 122,3 |
245,5 |
| Marktbewertung Finanzinstrumente –1,3 |
–0,8 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –5,5 |
–5,5 |
| Währungsumrechnungsrücklagen –9,9 |
–10,4 |
| Periodenergebnis 123,2 |
43,5 |
| Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 697,1 |
740,7 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss 2,3 |
2,4 |
| 699,4 | 743,2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen 382,8 |
379,6 |
| Finanzverbindlichkeiten 17,2 |
17,0 |
| Verbindlichkeiten 15,3 |
15,9 |
| Latente Steuern 8,1 |
8,1 |
| 423,4 | 420,5 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen 157,4 |
175,2 |
| Ertragsteuerrückstellungen 14,7 |
14,8 |
| Finanzverbindlichkeiten 3,9 |
6,5 |
| Verbindlichkeiten 343,0 |
312,2 |
| 518,9 | 508,7 |
| 1.641,6 | 1.672,3 |
| Q1 2013 Mio EUR |
Q1 2014 |
|---|---|
| Geschäftstätigkeit | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern 58,8 |
57,4 |
| Abschreibungen 20,2 |
20,6 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen 1,7 |
0,4 |
| Langfristige Rückstellungen 19,8 |
7,5 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen –0,3 |
–0,6 |
| Gezahlte Steuern –10,5 |
–12,2 |
| Nettozufluss/–abfluss Zinsen –0,3 |
–0,9 |
| Währungsumrechnung –0,3 |
–0,1 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –0,5 |
1,7 |
| Cashflow aus dem Ergebnis 88,6 |
73,8 |
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | |
| Forderungen –5,5 |
–1,1 |
| Vorräte 0,1 |
–0,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen –2,7 |
7,1 |
| Verbindlichkeiten –30,6 |
–28,6 |
| Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens –38,7 |
–23,2 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit 49,8 |
50,6 |
| Investitionstätigkeit | |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –2,8 |
–4,9 |
| Erwerb von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –22,3 |
–11,2 |
| Erlöse aus Anlagenverkäufen 3,9 |
3,4 |
| Erwerb von Tochterunternehmen –10,2 |
–0,2 |
| Erwerb von nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen –0,8 |
0,0 |
| Erwerb von Wertpapieren –20,9 |
0,0 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren 2,5 |
5,0 |
| Erhaltene Ausschüttungen von nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen 0,2 |
0,7 |
| Gewährte Darlehen –1,2 |
–1,0 |
| Erhaltene Zinsen 0,4 |
0,4 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit –51,1 |
–7,8 |
| Free Cashflow –1,3 |
42,8 |
| Finanzierungstätigkeit | |
| Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –0,8 |
2,1 |
| Gezahlte Zinsen –0,4 |
–0,3 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –1,2 |
1,9 |
| Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestandes –2,5 |
44,7 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner 315,0 |
240,2 |
| Finanzmittelbestand am 31. März 312,5 |
284,9 |
| Q1 2013 Mio EUR |
Brief, Werbe post & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 391,0 | 212,1 | 3,4 | –3,6 | 602,9 |
| Innenumsatz | 18,6 | 2,1 | 43,3 | –64,0 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 409,5 | 214,2 | 46,8 | –67,6 | 602,9 |
| EBITDA | 86,3 | 12,4 | –18,7 | 0,0 | 80,0 |
| EBIT | 79,0 | 7,4 | –26,7 | 0,0 | 59,7 |
| Q1 2014 Mio EUR |
Brief, Werbe post & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsolidierung | Konzern |
| Außenumsatz | 378,8 | 220,0 | 0,9 | –1,3 | 598,4 |
| Innenumsatz | 19,0 | 1,8 | 43,1 | –63,9 | 0,0 |
Die Segmentberichterstattung wurde im Vergleich zum Vorjahr an den Umfang der bestehenden internen Berichtsstruktur angepasst.
Umsatz gesamt 397,8 221,8 44,0 –65,2 598,4 EBITDA 85,4 10,7 –17,3 0,0 78,8 EBIT 77,9 5,5 –25,3 0,1 58,2
| Q1 2013 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Ge winn rück lagen |
Neubewer tung von leistungs orientierten Verpflich tungen |
Markt bewer tung Finanz instru mente1 |
Währungs umrech nungs rücklagen |
Perio den ergeb nis |
Eigen kapital der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
Anteile ohne beherr schenden Einfluss |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2013 |
337,8 | 130,5 | 125,1 | –4,5 | –1,9 | –1,6 | 123,2 | 708,6 | 0,0 | 708,6 |
| Erwerb eines Tochterunter nehmens |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 4,3 | 4,3 |
| Veränderung von Rücklagen |
0,0 | 0,0 | 123,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –123,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Perioden ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 46,4 | 46,4 | 0,3 | 46,6 |
| Sonstiges Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | –0,6 | 0,0 | –0,5 | 0,0 | –0,5 |
| Gesamt perioden ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | –0,6 | 46,4 | 45,8 | 0,3 | 46,1 |
| Stand am 31. März 2013 |
337,8 | 130,5 | 248,3 | –4,5 | –1,8 | –2,2 | 46,4 | 754,4 | 4,6 | 759,0 |
| Q1 2014 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Ge winn rück lagen |
Neubewer tung von leistungs orientierten Verpflich tungen |
Markt bewer tung Finanz instru mente1 |
Währungs umrech nungs rücklagen |
Perio den ergeb nis |
Eigen kapital der Aktionäre des Mutter unterneh mens |
Anteile ohne beherr schenden Einfluss |
Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2014 |
337,8 | 130,5 | 122,3 | –5,5 | –1,3 | –9,9 | 123,2 | 697,1 | 2,3 | 699,4 |
| Veränderung von Rücklagen |
0,0 | 0,0 | 123,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –123,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Perioden ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 43,5 | 43,5 | 0,2 | 43,7 |
| Sonstiges Ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | –0,5 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Gesamt perioden ergebnis |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | –0,5 | 43,5 | 43,6 | 0,2 | 43,8 |
| Stand am 31. März 2014 |
337,8 | 130,5 | 245,5 | –5,5 | –0,8 | –10,4 | 43,5 | 740,7 | 2,4 | 743,2 |
1 Zur Veräußerung gehalten
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 31. März 2014 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 31. März 2014 vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB. Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 zugrunde liegen.
Der Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis des IAS 34 Zwischenabschlüsse erstellt und enthält somit nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben. Der Konzernzwischenabschluss sollte gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2013 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatisierter Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.
Im ersten Quartal 2014 wurden folgende neuen oder geänderten Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht. Soweit nicht anders angegeben, haben diese Änderungen keine Auswirkung auf Abschlüsse der Österreichischen Post AG:
| Neue Standards | Inkrafttreten EU1 | |
|---|---|---|
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 01.01.2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 01.01.2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen | 01.01.2014 |
| IFRS 10–12 | Änderungen der Übergangsbestimmungen der IFRS 10, 11 und 12 | 01.01.2014 |
| IFRS 10, 12, IAS 27 | Investment Entities (Änderungen der IFRS 10 und 12 sowie IAS 27) | 01.01.2014 |
| Geänderte Standards | Inkrafttreten EU1 | |
|---|---|---|
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | 01.01.2014 |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.2014 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
01.01.2014 |
| IAS 39 | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Novation von Derivaten und Fortsetzungder Bilanzierung von Sicherungsgeschäften |
01.01.2014 |
Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
IFRS 10 schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der neue Standard ersetzt die in IAS 27 enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung sowie SIC 12 Konsolidierung – Zweckgesellschaften. Das Kernprinzip, dass ein Konzernabschluss das Mutterunternehmen und seine Tochterunternehmen als ein einziges Unternehmen darstellt, bleibt ebenso unberührt wie die Konsolidierungsverfahren.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen eine gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen ausübt. Der neue Standard ersetzt IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen sowie SIC 13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten – nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. IFRS 11 stellt nicht mehr auf
die rechtliche Form der gemeinsam beherrschten Tätigkeit, sondern auf die konkreten Rechte und Pflichten der beteiligten Parteien ab. Weiters wurde die Quotenkonsolidierung abgeschafft. Gemeinschaftsunternehmen sind stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren.
IFRS 12 legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 und IFRS 11 bilanzieren. Weiters ersetzt der Standard die vormals in IAS 28 enthaltenen Angabepflichten. Der Umfang der Angaben im Konzernjahresabschluss der Österreichischen Post AG wird sich voraussichtlich erhöhen.
Die Änderungen der Übergangsbestimmungen der IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 enthalten einerseits Klarstellungen der Übergangsvorschriften in IFRS 10. Andererseits beinhalten sie Erleichterungen beim Übergang auf die neuen Standards, unter anderem, dass Vergleichsangaben lediglich für die unmittelbar vorangehende Vergleichsperiode anzugeben sind.
Investment Entities wurde als Änderung zu den neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht. Die Änderung enthält eine Ausnahmevorschrift für Investmentgesellschaften, die künftig von der Verpflichtung befreit sind, die von ihnen beherrschten Unternehmen in den Konzernabschluss voll einzubeziehen. Stattdessen sind die Beteiligungen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten.
Die Vorschriften für separate Einzelabschlüsse sind weiterhin in IAS 27 geregelt. Die restlichen Bestandteile von IAS 27 werden durch IFRS 10 ersetzt.
Durch die Veröffentlichung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 ist es lediglich zu Folgeänderungen in IAS 28 gekommen.
Eine Saldierung von Finanzinstrumenten ist weiterhin nur dann möglich, wenn die Bedingungen des IAS 32 erfüllt werden. Durch die Änderungen des IAS 32 wurden in die Anwendungsleitlinien lediglich Klarstellungen in Bezug auf den Begriff des "gegenwärtigen Zeitpunkts" sowie den Begriff der "Gleichzeitigkeit" aufgenommen.
Durch die Änderung des IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund von gesetzlichen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung.
In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 27 inländische (31. Dezember 2013: 27) und 29 ausländische (31. Dezember 2013: 29) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 3 inländische (31. Dezember 2013: 3) und 4 ausländische (31. Dezember 2013: 4) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.
Im ersten Quartal 2014 haben keine Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns stattgefunden.
Folgende Tabellen zeigen die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Wertpapiere, der strategischen und anderen Anteile sowie der Finanzverbindlichkeiten:
| Finanzielle Vermögenswerte | 31.12.2013 | 31.03.2014 | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Buchwert | Marktwert | Buchwert | Marktwert |
| Wertpapiere | 65,0 | 65,0 | 60,7 | 60,7 |
| Strategische und andere Anteile | 12,2 | 12,2 | 12,2 | 12,2 |
| 77,2 | 77,2 | 72,9 | 72,9 | |
| Finanzverbindlichkeiten Mio EUR |
31.12.2013 Buchwert |
Marktwert | 31.03.2014 Buchwert |
Marktwert |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7,9 | 8,4 | 10,8 | 10,8 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 12,6 | 12,6 | 12,2 | 12,2 |
| Andere Finanzverbindlichkeiten | 0,5 | 0,5 | 0,5 | 0,5 |
| 21,0 | 21,6 | 23,5 | 23,5 |
Bei den Forderungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den Verbindlichkeiten wird aufgrund überwiegender Kurzfristigkeit der Posten unterstellt, dass die Marktwerte im Wesentlichen den Buchwerten entsprechen.
Die nachstehende Tabelle stellt jene Finanzinstrumente dar, deren Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen wird. Diese sind unterteilt in Stufe 1 bis 3 – je nachdem, inwieweit der beizulegende Zeitwert auf dem Markt beobachtbar ist:
| 31.12.2013 Mio EUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" |
||||
| Wertpapiere | 65,0 | 0,0 | 0,0 | 65,0 |
| Strategische und andere Anteile | 0,0 | 0,0 | 12,2 | 12,2 |
| 31.03.2014 Mio EUR |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" |
||||
| Wertpapiere | 60,7 | 0,0 | 0,0 | 60,7 |
| Strategische und andere Anteile | 0,0 | 0,0 | 12,2 | 12,2 |
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen, ebenso gab es keine Änderungen in den Stufe-3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten.
Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte:
| Stufe | Finanzinstrumente | Bewertungsverfahren | Inputfaktoren |
|---|---|---|---|
| 1 | Wertpapiere | Marktwertorientiert | Nominalwerte, Börsenpreis |
| Buchwert-Multiples vergleichbarer | |||
| Strategische und | Marktwertorientiert bzw. | börsenotierter Unternehmen und, | |
| 3 | andere Anteile | Kapitalwertorientiert | sofern verfügbar, Planungsrechnungen |
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe-3-Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.
In der Hauptversammlung am 24. April 2014 wurde eine Dividende von 1,90 EUR pro Aktie (128,4 Mio EUR) beschlossen.
Im Jahr 2013 hat die Österreichische Post die Liegenschaft in Sint Niklaas, Belgien (Segment Paket & Logistik) unter aufschiebender Bedingung verkauft. Die Liegenschaft wurde mit einem Buchwert von 1,9 Mio EUR per 31. Dezember 2013 unter zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen. Die aufschiebende Bedingung des Kaufvertrages ist per Ende März 2014 eingetreten und der Verkauf der Liegenschaft wurde vollzogen.
Mit 1. April 2014 wurden durch Ausübung der Option auf den Erwerb von weiteren 25% der Anteile an der M&BM Express OOD, Bulgarien, die entsprechenden Anteile für eine Gegenleistung in bar von 4,0 Mio EUR erworben. Der Anteil an der Gesellschaft erhöht sich damit von 51% auf 76%.
Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Quartal 2014 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Wien, am 30. April 2014
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| 8. Mai 2014 | Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag | |
|---|---|---|
| 8. Mai 2014 | Zwischenbericht 1. Quartal 2014, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h | |
| 14. August 2014 | Halbjahresfinanzbericht 2014, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h | |
| 12. November 2014 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2014, Veröffentlichung: 07:30h–07:40h |
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Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version
Redaktionsschluss: 30. April 2014
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Zwischenbericht 1. Quartal 2014 | Österreichische Post AG
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