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Österreichische Post AG

Quarterly Report May 17, 2013

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. Quartal 2013 | Österreichische Post AG

UMSATZ VERBESSERT anstieg in beiden Divisionen

Weitere Ergebnis- steigerung

Ebit mit Plus von 2,4%

Ausblick bestätigt

Stabiler bis leicht steigender Umsatz erwartet

Romana Stelzl, Geschäftsführerin bz Wiener Bezirkszeitungen Mario Brajevic, Key-Account-Manager Österreichische Post

HIGHLIGHTS Q1 2013

Marktumfeld

  • Briefgeschäft in Österreich mit positiven Sondereffekten
  • Anhaltendes Wachstum am österreichischen Paketmarkt
  • Internationales Paketgeschäft mit starkem Wettbewerb

Umsatz verbessert

  • Umsatzanstieg um 1,3% (exkl. Benelux)
  • Leichtes Wachstum sowohl im Brief- als auch im Paketbereich

Weitere Ergebnissteigerung

  • EBIT-Anstieg um 2,4% auf 59,7 Mio EUR
  • Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 7,8% auf 0,69 EUR

Ausblick 2013 bestätigt

  • Stabiler bis leicht steigender Umsatz erwartet
  • EBITDA-Marge in der Zielbandbreite von 10–12%
  • Weitere EBIT-Verbesserung angestrebt

kennzahlenüberblick

Q1 2012 Q1 2013 Veränderung %
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz Mio EUR 605,7 602,9 –0,5%
Umsatz exkl. Tochtergesellschaften Benelux1 Mio EUR 594,9 602,9 1,3%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Mio EUR 78,3 80,0 2,1%
EBITDA-Marge % 12,9% 13,3%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Mio EUR 58,3 59,7 2,4%
EBIT-Marge % 9,6% 9,9%
EBT (Ergebnis vor Steuern) Mio EUR 58,2 58,8 1,1%
Periodenergebnis Mio EUR 43,3 46,6 7,8%
Ergebnis je Aktie2 EUR 0,64 0,69 7,8%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 22.998 23.829 3,6%
Cashflow
Cashflow aus dem Ergebnis Mio EUR 86,8 88,6 2,0%
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit Mio EUR 65,3 49,8 –23,6%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) Mio EUR –10,1 –22,3 >100%
Erwerb/Verkauf von Tochtergesellschaften Mio EUR –6,5 –10,9 68,9%
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren Mio EUR 57,7 28,1 –51,3%
31.12.2012 31.3.2013 Veränderung %
Bilanz
Bilanzsumme Mio EUR 1.700,8 1.719,7 1,1%
Eigenkapital Mio EUR 708,6 759,0 7,1%
Langfristiges Vermögen Mio EUR 1.047,6 1.060,9 1,3%
Kurzfristiges Vermögen Mio EUR 653,2 658,8 0,9%
Nettoverschuldung Mio EUR 68,5 55,9 –18,3%
Eigenkapitalquote % 41,7% 44,1%
Capital Employed Mio EUR 713,2 750,6 5,3%

Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012 2 Bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

Anmerkung: Vorzeitige Anwendung des IAS 19 (revised) – Anpassung der Werte Q1 2012

vorwort des vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Das erste Quartal des Jahres 2013 ist für die Österreichische Post sehr zufriedenstellend verlaufen. Speziell der Briefbereich entwickelte sich in der Berichtsperiode sehr erfreulich. Obwohl der strukturelle Trend rückläufiger Briefvolumina durch die elektronische Substitution weiter anhält, konnten wir durch positive Sondereffekte Zuwachsraten erzielen. Auch der österreichische Paketmarkt zeigte Anfang 2013 Wachstumsimpulse, die vor allem vom anhaltenden Trend zum Online-Shopping getragen wurden. Zudem konnten wir weitere Marktanteile im Business-Bereich dazugewinnen. Differenzierter stellte sich hingegen das internationale Geschäft dar: In Südost- und Osteuropa ist es uns gelungen, die Volumina deutlich zu steigern und ein leichtes Umsatzplus zu erzielen. In Deutschland war – nicht zuletzt aufgrund des starken Wettbewerbs – ein Umsatzrückgang zu verzeichnen. Hier steht die Profitabilität der erbrachten Leistungen im Fokus, das Effizienzsteigerungsprogramm wird 2013 konsequent weitergeführt.

Im Konzern konnte damit auf vergleichbarer Basis in den ersten drei Monaten 2013 ein Umsatzplus von 1,3% auf 602,9 Mio EUR erzielt werden. Während der Briefbereich durch Akquisitionen und positive Sondereffekte (Wahlen

und Volksbefragungen) ein Plus von 1,5% erzielte, legte der Paketbereich um 1,0% zu. Insgesamt stieg das Konzernergebnis um 2,4% auf 59,7 Mio EUR, nicht zuletzt aufgrund unserer konsequenten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich um 7,8% auf 0,69 EUR.

Die Ergebnisse dieses Quartals zeigt einmal mehr, dass unsere Strategie stimmt. Deshalb werden wir weiterhin einen starken Fokus auf Kundenorientierung legen und gemäß den aktuellen Kundenbedürfnissen Selbstbedienungslösungen ausbauen sowie unser Angebot für Business-Kunden entlang deren Wertschöpfungskette erweitern. Dabei ist uns auch die stetige Steigerung der Effizienz sowie die Flexibilisierung der Kostenstruktur ein wichtiges Anliegen. Vor diesem Hintergrund und basierend auf den Quartalsergebnissen können wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 bestätigen. Der Umsatz sollte sich stabil bis leicht positiv entwickeln, wobei eine weitere Verbesserung des EBIT angestrebt wird.

Auch am Kapitalmarkt bleibt die Österreichische Post ihrer klaren Positionierung als Dividendentitel treu – so bestätigte die Hauptversammlung am 18. April 2013 den Vorschlag einer Dividende von 1,80 EUR je Aktie, die am 2. Mai 2013 zur Auszahlung gelangte.

Wien, am 8. Mai 2013

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Umfeld und Rahmenbedingungen

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Das Wirtschaftsumfeld in Europa bleibt auch im Jahr 2013 herausfordernd. Laut aktuellen Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) sollte die europäische Wirtschaft mit einem leichten Plus von 0,3% in 2013 zwar wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren und 2014 um 1,5% wachsen, doch geht vor allem von den südlichen Peripheriestaaten des Euro-Raums aufgrund der Schuldenkrise weiterhin eine hohe Unsicherheit aus (IWF, April 2013). Der österreichische Markt sollte sich jedenfalls besser als der Durchschnitt der Währungsunion entwickeln: Es ist davon auszugehen, dass die heimische Wirtschaftsentwicklung ihre Talsohle zu Jahresbeginn 2013 durchschritten hat. Das österreichische Institut für Wirtschaftsforschung rechnet demnach im Jahresverlauf wieder mit einem Wachstum von 1,0% und einem weiteren Anstieg um 1,8% in 2014 (WIFO, März 2013). Neben dem verhaltenen, jedoch soliden Wachstum des privaten Konsums sollte 2013 vor allem die Investitionstätigkeit wieder deutlich zunehmen.

Ähnlich positiv entwickeln sich auch die beiden weiteren Märkte der Österreichischen Post innerhalb des Euro-Raums: Deutschland sollte laut aktuellen Prognosen in 2013 ein BIP-Wachstum von 0,6% verzeichnen (2014: 1,5%), für die Slowakei wird im gleichen Zeitraum sogar eine Steigerung der volkswirtschaftlichen Leistung von 1,4% erwartet (2014: 2,7%). Besser als für den Euro-Raum stellt sich der Ausblick für Südost- und Osteuropa dar (2013: 2,2%, 2014: 2,8%). Vor allem die Märkte der erst kürzlich akquirierten Tochtergesellschaften sollten sich 2013 positiv entwickeln (Polen: 1,3%, Rumänien: 1,6%, Bulgarien: 1,2%) und 2014 wieder ein Wirtschaftswachstum über der 2%-Marke erreichen. Während auch für Serbien sowohl für 2013 als auch 2014 ein Plus von 2,0% prognostiziert wird, stellt sich das Wirtschaftsumfeld in Ungarn und Kroatien derzeit etwas herausfordernder dar: Die Wirtschaft in diesen Ländern wird 2013 noch stagnieren (Ungarn) bzw. schrumpfen (Kroatien), wobei bereits 2014 wieder mit einem BIP-Wachstum von 1,2% bzw. 1,5% zu rechnen ist (IWF, April 2013).

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden strukturellen Trends beeinflusst: Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefes weiterhin an. Das Volumen an Werbesendungen wiederum ist abhängig von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen. Media FOCUS Research geht zumindest für die erste Jahreshälfte 2013 noch von einem Schrumpfen des Werbemarktes aus, wobei das Volumen an Direct Mails wieder leicht zulegen sollte (Prognose Jänner 2013). Aufgrund der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings sind in Österreich weiterhin steigende Paketmengen zu verzeichnen. Auch im internationalen Paket- und Frachtgeschäft, dessen Entwicklung wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen

Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig ist, sind Volumensteigerungen zu verzeichnen. Diese Steigerungen werden von Zuwächsen im internationalen Handel sowie von der generellen Zunahme im Bereich E-Commerce getragen. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind jedoch weiterhin hoch.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das mit 1. Jänner 2011 zur Gänze in Kraft getreten ist. Die Österreichische Post bleibt auch nach der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit eine Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Seit Anfang 2011 ist der Universaldienst nunmehr auf Postsendungen beschränkt, die an gesetzlich definierten Zugangspunkten abgegeben werden können. Zudem unterliegt die gewerbsmäßige Beförderung von Briefsendungen mit einem Gewicht bis 50 Gramm nunmehr einer Konzessionspflicht.

Durch die am 1. Juni 2013 in Kraft tretende Post-Erhebungs-Verordnung wird die Österreichische Post – wie alle Postdiensteanbieter – verpflichtet, quartalsweise gewisse statistische Daten an die RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) zu melden. So sind unter anderem Sendungsmengen und Umsätze von bestimmten Produkten (z. B. Briefsendungen Inland/Ausland, Paketsendungen Inland/Ausland, Einschreibsendungen, behördliche Sendungen, etc.), Anzahl der Post-Geschäftsstellen und Verteilzentren, Anzahl der Briefaufgabekästen, Anzahl der Mitarbeiter, Investitionen in Infrastruktur etc. bekannt zu geben. Die Daten sämtlicher Postdiensteanbieter sind aggregiert zu veröffentlichen, sofern keine Rückschlüsse auf Daten einzelner Unternehmen ableitbar sind. Die Verpflichtungen dieser Verordnung führen bei der Österreichische Post zu einem erhöhten Kosten- und Personalaufwand.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Per 1. April 2013 wurde eine Option zur Erhöhung des Anteilsbesitzes von 26% auf 51% an der M&BM Express OOD, Bulgarien gezogen. Da diese Option bereits ab Februar 2013 ausübbar war, wurde die Gesellschaft per 1. Februar 2013 vollkonsolidiert.

Mit 1. Februar 2013 hat die Österreichische Post zudem die restlichen 50% der Anteile an der FEIPRO Vertriebs GesmbH erworben. Mit diesem Stichtag wurde das Unternehmen als vollkonsolidierte Gesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen.

In der Rechnungslegung machte die Österreichische Post von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 Gebrauch. In den nachfolgenden Tabellen wurden die Vorjahreswerte in den Positionen Personalaufwand, Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen, Ertragsteuern sowie den jeweiligen Ergebniszeilen angepasst.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der Umsatz der Österreichischen Post hat sich im ersten Quartal 2013 mit 602,9 Mio EUR erwartungsgemäß leicht verbessert. Bereinigt um die im ersten Quartal 2012 noch inkludierten Umsätze der mittlerweile abgegebenen Gesellschaften in Benelux in Höhe von 10,8 Mio EUR entspricht dies einer Steigerung von 1,3%.

Die Division Brief, Werbepost & Filialen verzeichnete einen Umsatzanstieg von 1,5% bzw. 6,0 Mio EUR auf 391,0 Mio EUR. Diese erfreuliche Entwicklung ist einerseits auf die Konsolidierung neuer Tochtergesellschaften in Polen, Rumänien und Bulgarien zurückzuführen (plus 6,2 Mio EUR) und andererseits auf positive Impulse durch Wahlen und Bürgerbefragungen in Österreich im ersten Quartal 2013. Darüber hinaus verzeichneten Dienstleistungen aus dem Bereich Mail-Solutions Zuwächse in der Berichtsperiode.

In der Division Paket & Logistik konnte der Umsatz im ersten Quartal 2013 – bereinigt um die abgegebenen Gesellschaften in Benelux – um 1,0% auf 212,1 Mio EUR gesteigert werden. Die niederländische Gesellschaft wurde per 15. März 2012, die belgische per 31. Mai 2012 entkonsolidiert. In der regionalen Betrachtung konnte das stärkste Wachstum in Österreich verzeichnet werden, während der Umsatz in Deutschland rückläufig war.

Umsatz nach Divisionen1

Mio EUR Q1 2012 Q1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Struktur
Q1 2013
Umsatz gesamt 605,7 602,9 –0,5% –2,8 100,0%
Umsatz exkl. Tochter
gesellschaften Benelux2
594,9 602,9 1,3% 8,0
Brief, Werbepost & Filialen 385,0 391,0 1,5% 6,0 64,8%
Paket & Logistik 220,8 212,1 –3,9% –8,6 35,2%
Paket & Logistik exkl. Tochter
gesellschaften Benelux2
210,0 212,1 1,0% 2,1
Corporate 1,3 3,4 >100% 2,1 0,6%
Konsolidierung –1,4 –3,6 <–100% –2,2 –0,6%
Kalenderwerktage in Österreich 64 63

1 Außenumsatz der Divisionen

2 Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR Q1 2012 Q1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q1 2013 in %
vom Umsatz
Umsatzerlöse 605,7 602,9 –0,5% –2,8 100,0%
Sonstige betriebliche Erträge 17,3 17,2 –0,7% –0,1 2,9%
Materialaufwand und Aufwand für bezogene
Leistungen
–190,9 –187,2 –1,9% –3,7 –31,0%
Personalaufwand –281,8 –280,2 –0,6% –1,6 –46,5%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –69,4 –71,1 2,4% 1,7 –11,8%
Ergebnis aus at equity konsolidierten
Unternehmen
–2,6 –1,7 34,9% 0,9 –0,3%
EBITDA
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen)
78,3 80,0 2,1% 1,6 13,3%
Abschreibungen –20,0 –20,2 1,0% 0,2 –3,4%
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
58,3 59,7 2,4% 1,4 9,9%
Sonstiges Finanzergebnis –0,1 –0,9 <–100% –0,8 –0,2%
EBT
(Ergebnis vor Steuern)
58,2 58,8 1,1% 0,6 9,8%
Ertragsteuern –14,9 –12,2 –18,2% –2,7 –2,0%
Periodenergebnis 43,3 46,6 7,8% 3,4 7,7%
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,64 0,69 7,8% 0,05

Die stabile Umsatzentwicklung und insbesondere der Umsatzrückgang in Deutschland führten auch zu einem rückläufigen Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen, der sich um 1,9% auf nunmehr 187,2 Mio EUR verringerte. Vor allem externe Transportdienstleistungen wurden reduziert.

Der Personalaufwand der Österreichischen Post ist im Quartalsvergleich mit 280,2 Mio EUR leicht gesunken. Dieser Betrag umfasst alle operative Kosten, aber auch nicht-operative Personalaufwendungen des Konzerns, die primär der langfristigen Verbesserung der Kostenstruktur dienen.

Im ersten Quartal 2013 entstanden in Summe nicht-operative Personalaufwendungen von rund 16 Mio EUR für Abfertigungszahlungen, Restrukturierungsmaßnahmen

oder Vorsorgen. So sind etwa Personalaufwendungen von 8,3 Mio EUR für Rückstellungen für Personal-Unterauslastung angefallen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum mit 17,2 Mio EUR konstant geblieben. Darin inkludiert sind Mieterträge in Höhe von 6,1 Mio EUR und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen von 0,8 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 1,7% auf 71,1 Mio EUR.

Das Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen hat sich im Quartalsvergleich von minus 2,6 Mio EUR auf minus 1,7 Mio EUR verbessert.

EBITDA nach Divisionen

Mio EUR Q1 2012 Q1 2013 % Veränderung
Mio EUR
EBITDA
Gesamt
78,3 80,0 2,1% 1,6
Brief, Werbepost & Filialen 83,9 86,3 2,8% 2,3
Paket & Logistik 13,0 12,4 –4,7% –0,6
Corporate –18,6 –18,7 –0,5% –0,1

EBIT nach Divisionen

Mio EUR Q1 2012 Q1 2013 % Veränderung
Mio EUR
EBIT
Gesamt
58,3 59,7 2,4% 1,4
Brief, Werbepost & Filialen 76,5 79,0 3,3% 2,5
Paket & Logistik 7,8 7,4 –5,4% –0,4
Corporate –25,9 –26,7 –2,9% –0,7

Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns erhöhte sich im ersten Quartal 2013 um 2,1% auf 80,0 Mio EUR. Die EBITDA-Marge betrug damit 13,3%. Das EBIT konnte um 2,4% auf 59,7 Mio EUR gesteigert werden, womit eine EBIT-Marge von 9,9% erzielt werden konnte.

Auch in der divisionalen Betrachtung zeigt sich ein stabiles Bild: Die Division Brief, Werbepost & Filialen konnten das Ergebnis (EBIT) um 3,3% auf 79,0 Mio EUR steigern. Dies gelang einerseits durch die positiven Sondereffekte in der Umsatzentwicklung und andererseits durch die stetige Effizienzsteigerung in der gesamten Brieflogistik.

Die Division Paket & Logistik verzeichnete mit 7,4 Mio EUR ein operatives Ergebnis, das leicht unter dem Vergleichsniveau des Vorjahres liegt. Die erzielte Marge von 3,4% liegt in der erwarteten Bandbreite für das Jahr 2013.

Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 12,2 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 46,6 Mio EUR. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,69 EUR für das erste Quartal 2013 und somit einer Steigerung um 7,8%.

Ergebniskennzahlen

EBITDA Mio EUR

EBIT Mio EUR

Periodenergebnis Mio EUR

Vermögens- und Finanzlage

Die Österreichische Post verfügt über eine risikoaverse Bilanzstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 31. März 2013 bei 1.719,7 Mio EUR, wobei davon aktivseitig 61,7% auf langfristiges Vermögen und 38,3% auf kurzfristiges Vermögen entfallen. Das langfristige Vermögen von insgesamt 1.060,9 Mio EUR besteht vor allem aus Sachanlagen in Höhe von 594,3 Mio EUR und Firmenwerten in Höhe von 189,6 Mio EUR. Im kurzfristigen Vermögen nehmen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit 312,5 Mio EUR die größte Position ein. Der Forderungsbestand lag zum Stichtag bei 328,5 Mio EUR.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 31. März 2013 bei 44,1% lag. Das

Eigenkapital des Konzerns belief sich per Ende März 2013 auf 759,0 Mio EUR. Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 446,0 Mio EUR, die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei 514,7 Mio EUR. Bei den Verbindlichkeiten nehmen die Rückstellungen mit insgesamt 571,7 Mio EUR die größte Position ein, wobei 236,5 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung entfallen (31. Dezember 2012: 229,1 Mio EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich per 31. März 2013 auf 193,0 Mio EUR.

Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 370,9 Mio EUR (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 312,5 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 58,4 Mio EUR). Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 22,3 Mio EUR gegenüber.

Bilanzstruktur

Mio EUR 31.12.2012 31.3.2013 Struktur
31.3.2013
Aktiva
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 849,6 852,5 49,6%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 37,8 36,9 2,1%
Anteile at equity konsolidiert 7,1 1,9 0,1%
Vorräte, Forderungen und Sonstiges 439,1 445,3 25,9%
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 39,9 58,4 3,4%
Andere Finanzanlagen 12,2 12,2 0,7%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 315,0 312,5 18,2%
1.700,8 1.719,7 100,0%
Passiva
Eigenkapital 708,6 759,0 44,1%
Rückstellungen 554,5 571,7 33,2%
Finanzverbindlichkeiten 22,9 22,3 1,3%
Verbindlichkeiten und Sonstiges 414,8 366,6 21,3%
1.700,8 1.719,7 100,0%

CashFlow

Mio EUR Q1 2012 Q1 2013
Cashflow aus dem Ergebnis1 86,8 88,6
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen1 –21,6 –38,7
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 65,3 49,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit –14,1 –51,1
davon CAPEX –10,1 –22,3
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –6,5 –10,9
davon Erwerb/Verkauf Wertpapiere 0,0 –18,4
Free Cashflow 51,2 –1,3
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 57,7 28,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –5,3 –1,2
Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands 45,9 –2,5

1 Adaptierte Darstellung 2012: Neutralisierung der Reklassifikation von langfristigen Rückstellungen in kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Somit erfolgt nunmehr der Ausweis von Bildung/Auflösung langfristiger Rückstellungen im Cashflow aus dem Ergebnis, deren Verbrauch im Nettoumlaufvermögen

Der Cashflow aus dem Ergebnis in den ersten drei Monaten 2013 lag mit 88,6 Mio EUR leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres, wobei hiermit eine adaptierte Abbildung von Rückstellungsveränderungen zwischen dem Cashflow aus dem Ergebnis sowie der Veränderung im Nettoumlaufvermögen zur Anwendung kommt. Durch diese adaptierte Darstellung von Rückstellungsveränderungen wird nunmehr die Bildung bzw. Auflösung langfristiger Rückstellungen konsistent im Cashflow aus dem Ergebnis ausgewiesen und deren Verbrauch im Nettoumlaufvermögen.

Insgesamt belief sich die Veränderung im Nettoumlaufvermögen auf minus 38,7 Mio EUR, wobei davon etwa 23 Mio EUR auf die Zahlung von Kundenbonifikationen zurückzuführen sind. Weiters erfolgte eine zahlungswirksame Reduktion von Verbindlichkeiten, wie etwa für Mitarbeiter die in den Bundesdienst gewechselt sind.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 51,1 Mio EUR beinhaltet Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) in Höhe von 22,3 Mio EUR sowie für Akquisitionen in Höhe von 10,9 Mio EUR. Zudem führte die Veränderung beim Wertpapierbestand (Kauf von 20,9 Mio EUR an Anleihen- und Geldmarktprodukten mit Investment Grade) zu einer Auszahlung von 18,4 Mio EUR. Insgesamt lag der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapieren somit bei 28,1 Mio EUR.

Investitionen und Akquisitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen im ersten Quartal 2013 13,3 Mio EUR und liegen damit um 3,5 Mio EUR über dem Wert des Vorjahres. Davon entfielen 11,6 Mio EUR auf Investitionen in Sachanlagen und 1,7 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte. Schwerpunkte des Investitionsprogramms in der Berichtsperiode bildeten neben dem laufenden Austauschprogramm im Fuhrpark vor allem Modernisierungen der Sortiertechnologien wie neue Brief- und Paketverteilanlagen. Zudem wurden beispielsweise diverse Investitionen für Sicherheitssysteme sowie für Hausbrieffachanlagen im Rahmen der österreichweiten Umrüstung getätigt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag im ersten Quartal 2013 bei 23.829 Vollzeitkräften. Dies entspricht einer Erhöhung des Personalstandes gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 831 Mitarbeiter, wobei davon ca. 1.400 Mitarbeiter den neu akquirierten Gesellschaften in Polen, Bulgarien und Rumänien zuzurechnen sind. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 18.867 Vollzeitkräfte).

Mitarbeiter nach Divisionen

Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften Q1 2012 Q1 2013 Anteil in %
Brief, Werbepost & Filialen 16.909 17.733 74,4%
Paket & Logistik 4.129 4.066 17,1%
Corporate 1.961 2.029 8,5%
Gesamt 22.998 23.829 100,0%

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung zu setzen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – so etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2012 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht, Teil 2 "Facts & Figures", Seiten 36–42 und 104–110).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Post-Dienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Medien ersetzt. Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Ausblick 2013

Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 wird von der Österreichischen Post unverändert beibehalten. Es wird mit einer stabilen bis leicht positiven Umsatzentwicklung gerechnet. Auch das mittelfristige Wachstumsziel der Österreichischen Post von 1–2% pro Jahr bleibt aufrecht.

Die wesentlichen Makrotrends – die elektronische Briefsubstitution, die Entwicklung der Werbewirtschaft sowie die Entwicklung der nationalen und internationalen Paketmengen – zeigen sich unverändert. Es wird angenommen, dass ein stetiger Mengenrückgang bei klassischen adressierten Briefsendungen gemäß internationalen Trends in der Größenordnung von 3–5% pro Jahr liegen wird.

Demgegenüber könnte es bei Werbesendungen nach dem Volumenrückgang des abgelaufenen Geschäftsjahres im Jahr 2013 wieder zu einer Stabilisierung kommen. Eine robuste Werbewirtschaft und positive Mengeneffekte durch diverse Wahlen sollten dazu beitragen. Im Paketbereich wird weiterhin mit Wachstum bei Privatkunden gerechnet, bei Business-Kunden wird die hohe Wettbewerbsdynamik anhalten.

Einen zentralen Fokus des Konzerns bildet weiterhin die Profitabilität der erbrachten Leistungen. So werden insbesondere die Effizienzsteigerungen im Bereich Paket & Logistik weiter vorangetrieben. Für die nachhaltige Ergebnisentwicklung des Konzerns gilt weiterhin die Zielbandbreite einer EBITDA-Marge von 10–12%. Eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zu 2012 wird angestrebt.

Der erwirtschaftete operative Cashflow wird auch in Zukunft umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen eingesetzt. Für das Jahr 2013 sind Anlageninvestitionen in der Größenordnung von etwa 90 Mio EUR vorgesehen. Diese dienen einerseits dem Ersatz bestehender Anlagen und andererseits der stetigen Modernisierung und Effizienzsteigerung. Zur Abrundung und Absicherung des Kerngeschäfts sind nationale und internationale Akquisitionen möglich.

Besondere Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Auf Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrats beschloss die Hauptversammlung am 18. April 2013 die Ausschüttung einer Dividende von 1,80 EUR pro Aktie (121,6 Mio EUR). Die Ausschüttung der Dividende erfolgte ab dem 2. Mai 2013.

Mit 1. April 2013 stockte die Österreichische Post ihre Beteiligung an M&BM Express OOD, Bulgarien von bisher 26% auf 51% auf. Eine weitere Option sieht die Möglichkeit vor, im Jahr 2014 abermals 25% an M&BM Express zu übernehmen und damit den Anteil auf bis zu 76% zu erhöhen.

Per 15. April 2013 unterzeichnete die Österreichische Post AG mit den Gesellschaftern des türkischen Paketdienstleisters Aras Kargo eine Exklusivitätsvereinbarung für Gespräche betreffend der möglichen Übernahme eines Minderheitsanteils. Aras Kargo steht derzeit zu 80% im Eigentum der Familie Aras, 20% der Anteile hält die börsenotierte türkische Private Equity-Gesellschaft Is Girisim. Über weitere Details der aktuell laufenden Verhandlungen wurde Stillschweigen vereinbart.

Ergebnisse der Divisionen

DIVISION BRIEF, WERBEPOST & FILIALEN

Mio EUR Q1 2012 Q1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Außenumsatz 385,0 391,0 1,5% 6,0
Briefpost & Mail-Solutions 205,2 209,5 2,1% 4,3
Werbepost 109,7 112,8 2,8% 3,1
Medienpost 35,7 35,3 –1,3% –0,4
Filialdienstleistungen 34,4 33,4 –3,1% –1,1
Innenumsatz 16,8 18,6 10,7% 1,8
Umsatz gesamt 401,8 409,5 1,9% 7,7
EBITDA 83,9 86,3 2,8% 2,3
Abschreibungen –7,5 –7,3 –2,7% –0,2
EBIT 76,5 79,0 3,3% 2,5
EBITDA-Marge1 20,9% 21,1%
EBIT-Marge1 19,0% 19,3%
Mitarbeiter2 16.909 17.733 4,9% 825

1 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

2 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Umsatz der Division hat sich im ersten Quartal 2013 mit einem Plus von 1,5% auf 391,0 Mio EUR sehr positiv entwickelt. Diese Entwicklung resultiert aus der erstmaligen Vollkonsolidierung neuer Konzerngesellschaften (plus 6,2 Mio EUR) und positiven Impulsen diverser Wahlen und Volksbefragungen in Österreich im ersten Quartal 2013.

In der Briefpost konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 2,1% auf 209,5 Mio EUR verbessert werden. Die Substitution von Briefen durch elektronische Medien hält nach wie vor an, diesbezügliche Rückgänge sind etwa im Kundensegment Telekom zu verzeichnen. Positive Impulse brachten hingegen diverse Wahlen, da die Möglichkeit der Briefwahl mittlerweile ein beliebtes Mittel der direkten Demokratie darstellt. Auch neue Dienstleistungen im Bereich Mail-Solutions konnten Zuwächse erzielen.

Der Bereich Werbepost verzeichnete im ersten Quartal 2013 ebenfalls einen Umsatzanstieg um 2,8% auf 112,8 Mio EUR. Auch hier erfolgte der Anstieg durch neu konsolidierte Gesellschaften und positive Wahleffekte. Der Umsatz mit Medienpost reduzierte sich in den ersten drei Monaten 2013 hingegen um 1,3% auf 35,3 Mio EUR. Und auch der Umsatz mit Filialdienstleistungen ging um 3,1% auf 33,4 Mio EUR zurück – vor allem bedingt durch einen Rückgang im Bereich Finanzdienstleistungen.

In Summe verbessert sich das EBIT der Division Brief, Werbepost & Filialen in der Berichtsperiode um 3,3% auf 79,0 Mio EUR, was einerseits auf die gute Umsatzentwicklung aber auch auf stetige Effizienzmaßnahmen zurückzuführen ist.

Division Paket & Logistik

Mio EUR Q1 2012 Q1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Außenumsatz 220,8 212,1 –3,9% –8,6
Paket Premium 169,4 158,9 –6,2% –10,4
Paket Standard 43,6 45,9 5,2% 2,3
Paket Sonstige Leistungen 7,8 7,3 –6,0% –0,5
Außenumsatz exkl.
Tochtergesellschaften Benelux1
210,0 212,1 1,0% 2,2
Innenumsatz 2,4 2,1 –12,6% –0,3
Umsatz gesamt 223,1 214,2 –4,0% –8,9
EBITDA 13,0 12,4 –4,7% –0,6
Abschreibungen –5,2 –5,0 –3,6% –0,2
EBIT 7,8 7,4 –5,4% –0,4
EBITDA-Marge2 5,8% 5,8%
EBIT-Marge2 3,5% 3,4%
Mitarbeiter3 4.129 4.066 –1,5% –62

1 Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012

2 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

3 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik verringerte sich im ersten Quartal 2013 zwar um 3,9% auf 212,1 Mio EUR, jedoch sind hier in der Vergleichsperiode die im ersten Halbjahr 2012 abgegebenen Gesellschaften in Benelux enthalten. Die Entkonsolidierung der niederländischen Gesellschaft erfolgte per 15. März 2012, die Abgabe der belgischen Tochtergesellschaft per 31. Mai 2012. Betrachtet man die Umsatzentwicklung exklusive dieser Gesellschaften in Benelux, so konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 1,0% gesteigert werden. Getragen wurde dieses Wachstum durch Steigerungen in Österreich und auch Südost-/ Osteuropa, in Deutschland wurde ein Rückgang verzeichnet.

Der Bereich Paket Premium (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), der hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich Anwendung findet, verzeichnete im ersten Quartal

2013 einen Umsatzrückgang von 6,2% auf 158,9 Mio EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Entkonsolidierung der Gesellschaften in Benelux aber auch auf die rückläufige Entwicklung in Deutschland zurückzuführen. Überdurchschnittliche Steigerungen waren bei Geschäftskundenpaketen in Österreich zu verzeichnen.

Zuwachsraten verzeichnete auch der Bereich Paket Standard, der vorrangig für Sendungen an Privatkunden zur Anwendung kommt. Der Umsatz stieg um 5,2% auf 45,9 Mio EUR.

Das Ergebnis der Division Paket & Logistik zeigt mit einem EBIT von 7,4 Mio EUR das Niveau des Vorjahres. Die operative Marge von 3,4% befindet sich im Zielkorridor für das Gesamtjahr 2013.

Wien, am 8. Mai 2013

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

IFRS-Konzernzwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS ERSTE QUARTAL 2013

Mio EUR Q1 2012
angepasst1
Q1 2013
Umsatzerlöse 605,7 602,9
Sonstige betriebliche Erträge 17,3 17,2
Gesamte betriebliche Erträge 623,0 620,2
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –190,9 –187,2
Personalaufwand –281,8 –280,2
Abschreibungen –20,0 –20,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –69,4 –71,1
Gesamte betriebliche Aufwendungen –562,1 –558,7
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 60,9 61,4
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen –2,6 –1,7
Finanzerträge 2,2 1,1
Finanzaufwendungen –2,3 –2,0
Sonstiges Finanzergebnis –0,1 –0,9
Finanzergebnis –2,7 –2,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 58,2 58,8
Ertragsteuern –14,9 –12,2
Periodenergebnis 43,3 46,6
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 43,3 46,4
die Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 0,3
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR
)
0,64 0,69
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR
)
0,64 0,68
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 60,9 61,4
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen –2,6 –1,7
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT
)
58,3 59,7

GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS ERSTE QUARTAL 2013

Mio EUR Q1 2012
angepasst1
Q1 2013
Periodenergebnis 43,3 46,6
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,1 –0,4
Währungsumrechnung at equity konsolidierte Unternehmen 0,2 –0,1
Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente 3,3 0,1
Latente Steuern –0,8 0,0
Summe der Posten, die umgegliedert werden 2,8 –0,5
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –2,5 0,0
Latente Steuern 0,6 0,0
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen at equity konsolidierte Unternehmen 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden –1,9 0,0
Sonstiges Ergebnis 0,9 –0,5
Gesamtperiodenergebnis 44,2 46,1
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 44,2 45,8
die Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 0,3

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2013

Mio EUR 31.12.2012 31.3.2013
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Firmenwerte 183,5 189,6
Immaterielle Vermögenswerte 66,2 68,6
Sachanlagen 599,9 594,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 37,8 36,9
Anteile at equity konsolidiert 7,1 1,9
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 39,7 57,2
Andere Finanzanlagen 12,2 12,2
Forderungen 37,2 35,8
Latente Steuern 63,9 64,3
1.047,6 1.060,9
Kurzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 0,2 1,1
Vorräte 16,1 16,7
Forderungen 321,9 328,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 315,0 312,5
653,2 658,8
1.700,8 1.719,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 130,5 130,5
Gewinnrücklagen 125,1 248,3
Marktbewertung Finanzinstrumente –1,9 –1,8
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –4,5 –4,5
Währungsumrechnungsrücklagen –1,6 –2,2
Periodenergebnis 123,2 46,4
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 708,6 754,4
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 4,6
708,6 759,0
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 393,0 396,4
Finanzverbindlichkeiten 19,8 19,2
Verbindlichkeiten 20,2 17,7
Latente Steuern 12,2 12,8
445,2 446,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 149,6 163,2
Ertragsteuerrückstellungen 11,9 12,1
Finanzverbindlichkeiten 3,1 3,1
Verbindlichkeiten 382,4 336,2
547,0 514,7
1.700,8 1.719,7

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT FÜR DAS ERSTE QUARTAL 2013

Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern
58,2
Abschreibungen
20,0
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen
2,6
Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten
–0,1
Langfristige Rückstellungen2
18,0
Ergebnis aus Anlagenverkäufen
–1,4
Gezahlte Steuern
–8,3
Nettozufluss/-abfluss Zinsen
–1,4
Währungsumrechnung
0,1
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
–0,8
Cashflow aus dem Ergebnis
86,8
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen
–16,1
Vorräte
–0,6
Mio EUR Q1 2012
angepasst1
Q1 2013
58,8
20,2
1,7
0,0
19,8
–0,3
–10,5
–0,3
–0,3
–0,5
88,6
–5,5
0,1
Kurzfristige Rückstellungen2 2,6 –2,7
Verbindlichkeiten2
–7,5
–30,6
Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens
–21,6
–38,7
Cashflow aus Geschäftstätigkeit
65,3
49,8
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
–1,7
–2,8
Erwerb von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
–10,1
–22,3
Erlöse aus Anlagenverkäufen
4,9
3,9
Erwerb von Tochterunternehmen
0,0
–10,2
Verkauf von Tochterunternehmen
–6,5
0,0
Erwerb von at equity konsolidierten Unternehmen
0,0
–0,8
Erwerb von Wertpapieren
0,0
–20,9
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren
0,0
2,5
Erhaltene Auschüttungen von at equity konsolidierte Unternehmen
0,3
0,2
Gewährte Darlehen
–2,8
–1,2
Erhaltene Zinsen
1,9
0,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–14,1
–51,1
Free Cashflow
51,2
–1,3
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten
–4,8
–0,8
Gezahlte Zinsen
–0,5
–0,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–5,3
–1,2
Veränderung des Finanzmittelbestandes
45,9
–2,5
Finanzmittelbestand am 1. Jänner
310,6
315,0
Finanzmittelbestand am 31. März
356,5
312,5

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Adaptierte Darstellung 2012: Neutralisierung der Reklassifikation von langfristigen Rückstellungen in kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Q1 2012 angepasst1
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 385,0 220,8 1,3 –1,4 605,7
Innenumsatz 16,8 2,4 41,8 –61,0 0,0
Umsatz gesamt 401,8 223,1 43,1 –62,4 605,7
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
79,3 7,8 –26,1 0,0 60,9
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
–2,8 0,0 0,2 0,0 –2,6
EBIT 76,5 7,8 –25,9 0,0 58,3
Segmentvermögen 382,2 386,3 439,7 –8,2 1.199,9
Anteile at equity konsolidiert 14,2 0,1 0,5 0,0 14,8
Segmentschulden 403,4 122,4 394,7 –8,2 912,3
Segmentinvestitionen 3,8 3,3 2,7 0,0 9,8
Abschreibungen 7,5 5,2 7,3 0,0 20,0
davon Wertminderungen 0,0 0,1 0,0 0,0 0,1
Mitarbeiter2 16.909 4.129 1.961 22.998
Q1 2013
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 391,0 212,1 3,4 –3,6 602,9
Innenumsatz 18,6 2,1 43,3 –64,0 0,0
Umsatz gesamt 409,5 214,2 46,8 –67,6 602,9
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
80,7 7,4 –26,7 0,0 61,4
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
–1,7 0,0 0,0 0,0 –1,7
EBIT 79,0 7,4 –26,7 0,0 59,7
Segmentvermögen 438,8 398,5 430,1 –7,5 1.259,8
Anteile at equity konsolidiert 0,1 0,0 1,7 0,0 1,9
Segmentschulden 404,1 114,8 407,8 –7,0 919,7
Segmentinvestitionen 7,2 3,8 2,3 0,0 13,3
Abschreibungen 7,3 5,0 8,0 –0,1 20,2
davon Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Mitarbeiter2 17.733 4.066 2.029 23.829

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH REGIONEN

Q1 2012
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 436,5 137,3 31,9 605,7
Segmentvermögen 872,5 252,5 74,9 1.199,9
davon langfristig 634,9 182,5 43,0 860,4
Segmentinvestitionen 7,5 1,1 1,1 9,8
Q1 2013
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 443,6 131,2 28,1 602,9
Segmentvermögen 941,3 245,1 73,5 1.259,8
davon langfristig 691,4 177,7 49,5 918,5
Segmentinvestitionen 11,2 1,5 0,6 13,3

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Q1 2012
angepasst1
Mio EUR
Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tung von
leistungs
orientier
ten Ver
pflich
tungen
Markt
bewer
tung
Finanz
instru
mente2
Wäh
rungs
um
rech
nungs
rück
lagen
Perio
dener
gebnis
Eigen
kapital
der
Aktio
näre des
Mutter
unter
neh
mens
Anteile
ohne
beherr
schen
den
Einfluss
Konzern
Eigen
kapital
Stand am
1. Jänner 2012
337,8 130,5 116,8 0,7 –5,0 –2,0 123,2 702,0 0,0 702,0
Veränderung
von Rücklagen
0,0 0,0 123,2 0,0 0,0 0,0 –123,2 0,0 0,0 0,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 43,3 43,3 0,0 43,3
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –1,9 2,5 0,3 0,0 0,9 0,0 0,9
Gesamtperioden
ergebnis
0,0 0,0 0,0 –1,9 2,5 0,3 43,3 44,2 0,0 44,2
Stand am
31. März 2012
337,8 130,5 240,0 –1,2 –2,4 –1,7 43,3 746,2 0,0 746,2
Q1 2013
Mio EUR
Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tung von
leistungs
orientier
ten Ver
pflich
tungen
Markt
bewer
tung
Finanz
instru
mente2
Wäh
rungs
um
rech
nungs
rück
lagen
Perio
dener
gebnis
Eigen
kapital
der
Aktio
näre des
Mutter
unter
neh
mens
Anteile
ohne
beherr
schen
den
Einfluss
Konzern
Eigen
kapital
Stand am
1. Jänner 2013
337,8 130,5 125,1 –4,5 –1,9 –1,6 123,2 708,6 0,0 708,6
Erwerb eines Tochter
unternehmens
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 4,3 4,3
Veränderung
von Rücklagen
0,0 0,0 123,2 0,0 0,0 0,0 –123,2 0,0 0,0 0,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 46,4 46,4 0,3 46,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 –0,6 0,0 –0,5 0,0 –0,5
Gesamtperioden
ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 –0,6 46,4 45,8 0,3 46,1
Stand am
31. März 2013
337,8 130,5 248,3 –4,5 –1,8 –2,2 46,4 754,4 4,6 759,0

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Zur Veräußerung gehalten

KONZERNANHANG für DAS ERSTE QUARTAL 2013

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 31. März 2013 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 31. März 2013 vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 zugrunde liegen. Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte gemeinsam mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2012 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Neue und geänderte Standards Inkrafttreten EU1
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards –
Darlehen der öffentlichen Hand
1.1.2013
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
1.1.2013
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013
IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Posten des
sonstigen Ergebnisses
1.7.2012
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks 1.1.2013
Diverse Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards,
Zyklus 2009–2011
1.1.2013

Im ersten Quartal 2013 wurden folgende neue oder geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Die Änderung des IFRS 1 behandelt die Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz im Übergangszeitpunkt. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 31. März 2013.

Im geänderten IFRS 7 sind zusätzliche Angaben zu saldierten Finanzinstrumenten erforderlich. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 31. März 2013.

Der neue IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert (Fair Value) zu bestimmen ist und erweitert die erforderlichen Angaben. Zielsetzung ist die standardübergreifende Vereinheitlichung des Fair-Value-Begriffs sowie der dabei anzuwendenden Methoden. Angaben zum Marktwert finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie zur Fair-Value-Hierarchie wurden in den vorliegenden Konzernzwischenabschluss aufgenommen. Siehe dazu unter Kapitel 3. Angaben zum beizulegenden Zeitwert.

Im geänderten IAS 1 sind die einzelnen Posten des sonstigen Ergebnisses nach Art des Betrags einzustufen und so zu gruppieren, ob sie gemäß anderer IFRS anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (sogenanntes Recycling) oder nicht. In der Darstellung der Gesamtergebnisrechnung wurde eine

entsprechende Untergliederung des sonstigen Ergebnisses in "Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden" und "Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden" vorgenommen.

IFRIC 20 beschäftigt sich mit der Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigung, die in der Erschließungsphase einer Tagbergbaumine anfallen. Diese Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 31. März 2013.

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS werden kleinere Änderungen an den bereits bestehenden Standards vorgenommen. Die Verbesserungen an den IFRS 2009-2011 betreffen IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 34 "Zwischenberichterstattung". Diese Verbesserungen haben keine Auswirkungen auf den Österreichischen Post Konzern, da es sich lediglich um Klarstellungen oder Korrekturen handelt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen sind nach dem geänderten IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis und damit direkt im Eigenkapital zu erfassen. Der Österreichische Post Konzern hat den geänderten IAS 19 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 frühzeitig angewendet. Den Regeln des IAS 8 entsprechend wurden diese Änderungen retrospektiv vorgenommen.

Nachfolgend werden die Korrekturbeträge der entsprechenden Positionen für die Berichts- und die Vergleichsperiode dargestellt:

Korrekturbeträge für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Mio EUR
Q1 2012 Q1 2013
Personalaufwand 2,5 0,0
Gesamte betriebliche Aufwendungen 2,5 0,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 2,5 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,5 0,0
Ertragsteuern –0,6 0,0
Periodenergebnis 1,9 0,0
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1,9 0,0
EUR Q1 2012 Q1 2013
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,03 0,00
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,03 0,00
Korrekturbeträge für die Gesamtergebnisrechnung
Mio EUR
Q1 2012 Q1 2013
Periodenergebnis 1,9 0,0
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –2,5 0,0
Latente Steuern 0,6 0,0
Sonstiges Ergebnis –1,9 0,0
Korrekturbeträge für die Konzernbilanz
Mio EUR
31.3.2012 31.3.2013
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –1,2 –4,5
Periodenergebnis 1,9 0,0
Gewinnrücklage –0,7 4,5
Korrekturbeträge für das Konzern-Cashflow-Statement
Mio EUR
Q1 2012 Q1 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,5 0,0
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –2,5 0,0

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 26 inländische (31. Dezember 2012: 26) und 34 ausländische (31. Dezember 2012: 34) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 2 inländische (31. Dezember 2012: 3) und 4 ausländische (31. Dezember 2012: 5) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im ersten Quartal 2013 haben folgende Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns stattgefunden:

Name der Gesellschaft von Anteil am Kapital
auf
Transaktions-
zeitpunkt
Erläuterung
Brief, Werbepost & Filialen
FEIPRO Vertriebs GesmbH 50,0% 100,0% 1.2.2013 Sukzessiver Erwerb
M&BM Express OOD 26,0% 26,0% 1.2.2013 Sukzessiver Erwerb
Paket & Logistik
trans-o-flex Hungary Kft.
(trans-o-flex Hungary Kft.)1, 2
100,00% 1.3.2013 Verschmelzung
Corporate
Post AG (A4B Business Solutions GmbH)1 100,00% 1.1.2013 Verschmelzung

1 Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konsolidierungskreis vorhanden.

2 Die trans-o-flex Hungary Kft. wurde auf die Austrian Post International Ungarn Kft. verschmolzen, wobei die aufnehmende Gesellschaft zum Zeitpunkt der Verschmelzung in trans-o-flex Hungary Kft. unbenannt wurde.

Brief, Werbepost & Filialen

Der Österreichische Post Konzern hat am 1. Februar 2013 die restlichen 50% der Anteile an der FEIPRO Vertriebs GesmbH, Gaweinstal, erworben. Die FEIPRO Vertriebs GesmbH war zuvor als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein Verteilunternehmen im Bereich der nicht-adressierten Zustellung im nördlichen Niederösterreich. Der Erwerb stärkt die Marktstellung der Österreichischen Post in der nicht-adressierten Zustellung in Österreich.

Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der FEIPRO Vertriebs GesmbH stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Mio EUR Beizulegende
Zeitwerte
Langfristiges Vermögen
Sachanlagevermögen 0,2
Kundenbeziehungen 0,3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,0
Sonstiges langfristiges Vermögen 0,0
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,1
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 0,2
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,4
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 0,3
Ermittlung des Firmenwertes
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden –0,3
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 0,8
davon Zahlungsmittel 0,7
davon Finanzielle Verbindlichkeiten (Restkaufpreisverbindlichkeit) 0,1
Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils 1,4
Firmenwert 1,9

Aufgliederung des Zahlungsmittelabflusses

Erworbene Zahlungsmittel 0,1
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung –0,8
Restkaufpreisverbindlichkeit 0,1
Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss –0,5

Die Neubewertung mit dem beizulegenden Zeitwert des bestehenden 50% Anteils des Konzerns an der FEIPRO Vertriebs GesmbH führte zu einem Gewinn von 1,4 Mio EUR. Der Gewinn ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Der Österreichische Post Konzern und FEIPRO Vertriebs GesmbH waren Parteien gegenseitiger Leistungsbeziehungen. Im Rahmen dieser Beziehungen hat die FEIPRO Vertriebs GesmbH die Verteilung nicht-adressierter Sendungen für den Österreichischen Post Konzern vorgenommen.

Der erfasste Firmenwert umfasst die Vorteile aus der zuvor bestehenden Leistungsbeziehung sowie erwartete Synergien aus der Zusammenfassung der Vermögenswerte und Aktivitäten der FEIPRO Vertriebs GesmbH mit denen des Österreichischen Post Konzerns.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 0,1 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.

Die FEIPRO Vertriebs GesmbH hat seit dem Erwerbszeitpunkt 0,1 Mio EUR zu den Umsatzerlösen und 0,0 Mio EUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich das Periodenergebnis auf 0,0 Mio EUR und die Umsatzerlöse auf 0,3 Mio EUR belaufen.

Die unwesentlichen Transaktionskosten wurden als Aufwand gebucht und werden in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung im sonstigen Aufwand und im Konzern-Cashflow-Statement im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Die Österreichische Post hat am 2. Mai 2012 26% der Anteile an der M&BM Express OOD, Sofia, erworben. Die M&BM Express OOD ist der bulgarische Marktführer unter den alternativen Briefpostdienstleistern sowie im Bereich Hybrid-Mail. Der Kaufvertrag sieht Optionen auf den weiteren Erwerb von jeweils 25% bis zum 31. März 2013 bzw. bis zum 31. März 2014 vor. Auf die Ausübung der Optionen wurde mittels Verzichtserklärung bis zum 31. Jänner 2013 verzichtet. Der Anteil wurde als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss per 31.12.2012 des Österreichischen Post Konzern einbezogen. Mit 31. Jänner 2013 ist der Verzicht auf die Optionsausübung ausgelaufen und die Optionen sind ab dem 1. Februar 2013 ausübbar. Damit ist der dem Österreichischen Post Konzern zurechenbare Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft auf 76% gestiegen. Die Beherrschung der M&BM Express OOD ermöglicht der Österreichischen Post die konsequente Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie in Zentral- und Osteuropa.

Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der M&BM Express OOD stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Mio EUR Beizulegende
Zeitwerte
Langfristiges Vermögen
Sachanlagevermögen 0,5
Kundenbeziehungen 3,2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,0
Sonstiges langfristiges Vermögen 0,0
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,6
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 2,4
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –1,9
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 5,8
Ermittlung des Firmenwertes
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden –5,8
Nicht beherrschende Anteile auf Basis des Anteils am Saldo der identifizierbaren
Vermögenswerte und übernommen Schulden
4,3
Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils 5,7
Firmenwert 4,2
Aufgliederung des Zahlungsmittelzuflusses/-abflusses
Erworbene Zahlungsmittel 1,6
Tatsächlicher Zahlungsmittelzufluss/-abfluss 1,6

Der erfasste Firmenwert resultiert aus der Markteintrittsprämie und sonstigen Vorteilen aus der Zusammenfassung der Vermögenswerte und Aktivitäten der M&BM Express OOD mit denen des Österreichischen Post Konzerns.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2,3 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.

Die M&BM Express OOD hat seit dem Erwerbszeitpunkt 2,2 Mio EUR zu den Umsatzerlösen und 0,4 Mio EUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich das Periodenergebnis auf 0,6 Mio EUR und die Umsatzerlöse auf 3,2 Mio EUR belaufen.

Transaktionskosten in Höhe von 0,2 Mio EUR wurden als Aufwand gebucht und werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Aufwand und im Konzern-Cashflow-Statement im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Am 1. November 2012 hat der Österreichische Post Konzern die restlichen 74% der Anteile an der Postmaster s.r.l., Bukarest, erworben. Die Gesellschaft wurde ab diesem Zeitpunkt als voll konsolidiertes Unternehmen in den Abschluss des Österreichischen Post Konzern einbezogen. Die Bestimmung der finalen Gegenleistung ergibt sich auf Basis einer Kaufvertragsformel abhängig vom Ergebnis 2012 der Postmaster s.r.l.. Zum Erwerbszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert des Gesamtbetrages der übertragenen Gegenleistung auf 11,8 Mio EUR geschätzt, wovon 10,2 Mio EUR auf eine bedingte Gegenleistung (Restkaufpreisverbindlichkeit) entfielen. Aufgrund von Änderungen der zugrundliegenden Annahmen erhöhte sich die bedingte Gegenleistung (Restkaufpreisverbindlichkeit) auf 11,3 Mio EUR. Die Restkaufpreisverbindlichkeit wurde im ersten Quartal 2013 vollständig beglichen. Die Anpassung der bedingten Gegenleistung von 1,1 Mio EUR ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

3. Angaben zum beizulegenden Zeitwert

Beizulegender Zeitwert

Folgende Tabellen zeigen die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen sowie der Finanzverbindlichkeiten zum 31. März 2013:

Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen 31.3.2013
Mio EUR Buchwert Marktwert
Wertpapiere 57,2 57,2
Strategische und andere Anteile 12,2 12,2
69,5 69,5
Finanzverbindlichkeiten 31.3.2013
Mio EUR Buchwert Marktwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8,4 9,0
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 13,3 13,3
Andere Finanzverbindlichkeiten 0,7 0,7
22,3 23,0
31.3.2013
Mio EUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte der
Kategorie "zur Veräußerung verfügbar"
Wertpapiere 57,2 0,0 0,0 57,2
Strategische und andere Anteile 0,0 0,0 12,2 12,2

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen und es gab keine Änderungen in den Stufe 3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten.

Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte:

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
1 Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsenpreis
3 Strategische und andere Anteile Marktwertorientiert bzw.
Kapitalwertorientiert
Buchwert-Multiples vergleichbarer
börsennotierter Unternehmen
und sofern verfügbar Planungs
rechnungen

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrundeliegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen, sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.

4. Sonstige Angaben

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 31. März 2013 nicht wesentlich verändert.

Die von der Hauptversammlung am 18. April 2013 beschlossene Dividende von 1,80 EUR je Aktie (121,6 Mio EUR) wurde am 2. Mai 2013 ausbezahlt.

5. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 8. Mai 2013 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Mit 1. April 2013 wurde die Option auf den Erwerb von weiteren 25% der Anteile an der M&BM Express OOD ausgeübt und die Anteile für eine Gegenleistung in bar von 5,2 Mio EUR erworben. Der Saldo der identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden betrug zum Erwerbszeitpunkt 3,4 Mio EUR, der auf die zusätzlich erworbenen Anteile entfallene Buchwert betrug 0,9 Mio EUR.

Per 15. April 2013 unterzeichnete die Österreichische Post AG mit den Gesellschaftern des türkischen Paketdienstleisters Aras Kargo eine Exklusivitätsvereinbarung für Gespräche betreffend der möglichen Übernahme eines Minderheitsanteils. Aras Kargo steht derzeit zu 80% im Eigentum der Familie Aras, 20% der Anteile hält die börsenotierte türkische Private Equity-Gesellschaft Is Girisim. Über weitere Details der aktuell laufenden Verhandlungen wurde Stillschweigen vereinbart.

6. Negativvermerk

Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Quartal 2013 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 8. Mai 2013

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Generaldirektor Finanzen

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

Finanzkalender 2013

17. Mai 2013 Zwischenbericht 1. Quartal 2013 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)
7. August 2013 Halbjahresfinanzbericht 2013 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)
14. November 2013 Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2013 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)

Entwicklung der Post Aktie (Vergleich 12 monate)

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien, Österreich T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected], I: www.post.at FN: 180219d, Handelsgericht Wien

Konzept, Gestaltung und Gesamtkoordination be.public Werbung Finanzkommunikation, Wien

Druck Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version

Redaktionsschluss: 8. Mai 2013

Kontakt

Investor Relations & Corporate Governance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Unternehmenskommunikation Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 20795 F: +43 (0) 577 67 28039 E: [email protected]

I: www.post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at

Zwischenbericht 1. Quartal 2013 | Österreichische Post AG

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