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Österreichische Post AG

Quarterly Report Aug 7, 2013

752_ir_2013-08-07_c811536b-fa28-4648-b264-b26c0de3a159.pdf

Quarterly Report

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Halbjahresfinanzbericht 2013 | Österreichische Post AG

UmSaTz verbeSSerT

LEICHTES WACHSTUM IN BEIDEN DIVISIONEN (EXKL. BENELUX)

weiTere erGebniS-STeiGerUnG

EBIT-ANSTIEG UM 3,9%

aUSblick beSTäTiGT STABILE BIS LEICHT STEIGENDE UMSATZENTWICKLUNG

Mag. Manfred Warmuth, Geschäftsführer kika/Leiner Sabine Ernst, Key Account Managerin Österreichische Post

HIGHLIGHTS H1 2013

Marktumfeld

  • Weiterhin zufriedenstellendes Briefgeschäft in Österreich, positive Sondereffekte durch Wahlen
  • Österreichischer Paketmarkt zeigt robustes Wachstum
  • Internationales Paketgeschäft mit starkem Wettbewerb

Umsatz verbessert

  • Umsatzanstieg um 1,5% (exkl. Benelux)
  • Leichtes Wachstum im Brief- als auch Paketbereich

Weitere Ergebnissteigerung

  • EBIT-Anstieg um 3,9% auf 98,4 Mio EUR
  • Effizienzsteigerung und Verbesserung der Kostenstruktur

Ausblick 2013 bestätigt

  • Stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung
  • Weitere Ergebnisverbesserung angestrebt

kennzahlenüberblick

H1 2012
angepasst1
H1 2013 Veränderung %
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz Mio EUR 1.173,1 1.173,1 0,0%
Umsatz exkl. Tochtergesellschaften Benelux2 Mio EUR 1.155,9 1.173,1 1,5%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Mio EUR 135,4 139,9 3,3%
EBITDA-Marge3 % 11,5% 11,9%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Mio EUR 94,7 98,4 3,9%
EBIT-Marge3 % 8,1% 8,4%
EBT (Ergebnis vor Steuern) Mio EUR 93,8 96,4 2,8%
Periodenergebnis Mio EUR 72,6 76,5 5,2%
Ergebnis je Aktie4 EUR 1,08 1,12 4,5%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 22.981 23.906 4,0%
Cashflow
Cashflow aus dem Ergebnis Mio EUR 148,5 154,5 4,1%
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit Mio EUR 103,3 107,3 3,9%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) Mio EUR –25,5 –49,9 96,1%
Erwerb/Verkauf von Tochtergesellschaften Mio EUR –37,7 –17,2 –54,4%
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren Mio EUR 84,4 58,8 –30,3%
31.12.2012 30.6.2013 Veränderung %
Bilanz
Bilanzsumme
Mio EUR 1.700,8 1.611,8 –5,2%
Eigenkapital Mio EUR 708,6 660,1 –6,8%
Langfristiges Vermögen Mio EUR 1.047,6 1.067,1 1,9%
Kurzfristiges Vermögen Mio EUR 653,2 544,7 –16,6%
Nettoverschuldung Mio EUR 68,5 148,9 >100%
Eigenkapitalquote % 41,7% 41,0%
Capital Employed Mio EUR 713,2 744,6 4,4%

Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012 3 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

4 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

vorwort des vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die erste Hälfte des Jahres 2013 ist für die Österreichische Post sehr zufriedenstellend verlaufen. Speziell der Briefbereich entwickelte sich in der Berichtsperiode erfreulich. Obwohl hier der strukturelle Trend rückläufiger Briefvolumina durch die elektronische Substitution weiterhin anhält, konnten wir durch positive Sondereffekte Zuwachsraten erzielen. Auch der österreichische Paketmarkt zeigte 2013 Wachstumsimpulse, die vor allem vom anhaltenden Trend zum Online-Shopping getragen wurden. Differenzierter stellte sich hingegen das internationale Geschäft dar: In Südost- und Osteuropa ist es uns gelungen, ein Umsatzplus zu erzielen, während in Deutschland aufgrund des hoch kompetitiven Marktumfeldes ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war. Hier setzen wir unser Effizienzsteigerungsprogramm konsequent fort. Durch Insourcing von Distributionsleistungen in ausgewählten Regionen und durch eine Verschlankung der Strukturen wird die Kostenbasis verbessert.

Der Konzernumsatz – bereinigt um die Mitte 2012 abgegebene Gesellschaft in Benelux – konnte im ersten Halbjahr um 1,5% gesteigert werden. Während der Briefbereich durch Akquisitionen und positive Sondereffekte (Wahlen und Volksbefragungen) ein Plus von 1,8% erzielte, legte der Paketbereich um 1,3% (exkl. Benelux) zu. Verbessert werden konnte auf dieser Grundlage auch das Ergebnis: Das EBIT erhöhte sich um 3,9% auf 98,4 Mio EUR, das Ergebnis pro Aktie stieg um 4,5% auf 1,12 EUR.

Ein wichtiger Meilenstein des ersten Halbjahres 2013 war der Einstieg in den türkischen Paketmarkt: Im Juni haben wir mit den Eigentümern des Paketdienstleisters Aras Kargo eine Übereinkunft über den Erwerb eines 25%-Anteils getroffen, das Closing für die Transaktion erfolgte am 30. Juli 2013. Neben dieser strategischen Erweiterung stehen die stetige Steigerung der Effizienz sowie die Flexibilisierung der Kostenstruktur weiterhin im Fokus. Basierend auf der aktuellen Marktentwicklung können wir unseren Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 bestätigen. Der Umsatz sollte sich stabil bis leicht positiv entwickeln, eine weitere Verbesserung im EBIT wird angestrebt.

Wien, am 30. Juli 2013

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

Umfeld und Rahmenbedingungen

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Während die Konjunkturerholung in den USA, Japan und Teilen Südostasiens, Südamerikas und Afrikas anhält, bleibt die Wirtschaftsentwicklung in Europa, insbesondere im Euro-Raum, schwach. So wird für die Weltwirtschaft im Jahr 2013 ein Wachstum von 3,1% (2014: 3,8%) erwartet, wobei für den Euro-Raum ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,6% (2014: plus 0,9%) prognostiziert wird (IWF, Juli 2013). Auch in Österreich ist die Export- und Investitionsdynamik weiterhin gedämpft. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) erwartet – nach einem schwachen ersten Halbjahr – für die zweite Jahreshälfte 2013 einen mäßigen Aufschwung. Für das Gesamtjahr wird ein BIP-Wachstum in Höhe von 0,4% prognostiziert. Dieses Wachstum sollte sich in 2014 auf 1,6% erhöhen (WIFO, Juni 2013). Ähnliche Steigerungsraten werden auch für Deutschland erwartet, das laut aktuellen Prognosen ein BIP-Wachstum von 0,3% in 2013 und 1,3% in 2014 verzeichnen sollte (IWF, Juli 2013).

Besser als für den Euro-Raum stellen sich die Prognosen für Zentral- und Osteuropa dar. Diese Region zeigt mit einem Plus von 2,2% bereits für 2013 ein moderates Wachstum, das sich in 2014 auf 2,8% beschleunigen sollte (IWF, Juli 2013). Eine Detailprognose vom April 2013 geht für die Slowakei in 2013 von einer Steigerung der volkswirtschaftlichen Leistung von 1,4% aus (2014: 2,7%). Auch die Märkte der erst kürzlich akquirierten Tochtergesellschaften der Österreichischen Post sollten sich 2013 positiv entwickeln (Polen: 1,3%, Rumänien: 1,6%, Bulgarien: 1,2%) und 2014 wieder ein Wirtschaftswachstum über der Zwei-Prozent-Marke erreichen. Während auch für Serbien in 2013 und 2014 ein Plus von 2,0% prognostiziert wird, stellt sich das Wirtschaftsumfeld in Ungarn und Kroatien etwas herausfordernder dar: Die Wirtschaft in diesen Ländern wird 2013 noch stagnieren (Ungarn) bzw. schrumpfen (Kroatien), wobei bereits 2014 wieder mit einem BIP-Wachstum von 1,2% bzw. 1,5% zu rechnen ist. Durch den Einstieg in den türkischen Markt mit Ende Juli 2013 profitiert die Österreichische Post nunmehr auch von den starken Wachstumsimpulsen dieser Region – so soll das türkische BIP in 2013 um 3,4% und 2014 sogar um 3,7% wachsen (IWF, April 2013).

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden strukturellen Trends beeinflusst: Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefes weiterhin an. Das Volumen an Werbesendungen wiederum ist abhängig von der Intensität von Werbeaktivitäten der Unternehmen. Während die Werbeausgaben laut Media FOCUS Research von Jänner bis Mai 2013 – getrieben durch die Bereiche Online und TV – um 4,8% anstiegen, ist für die zweite Jahreshälfte 2013 von einem etwas schwächeren Wachstum von 0,8% auszugehen (Prognose Mai 2013). Aufgrund der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings sind in Österreich weiterhin steigende Paketmengen zu verzeichnen. Auch im internationalen Paket- und Frachtgeschäft, dessen Entwicklung wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig ist, sind Volumensteigerungen zu verzeichnen. Diese Steigerungen werden von Zuwächsen im internationalen Handel sowie von der generellen Zunahme im Bereich E-Commerce getragen. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind jedoch weiterhin hoch.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das mit 1. Jänner 2011 zur Gänze in Kraft getreten ist. Die Österreichische Post bleibt auch nach der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit eine Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Seit Anfang 2011 ist der Universaldienst nunmehr auf Postsendungen beschränkt, die an gesetzlich definierten Zugangspunkten abgegeben werden können. Zudem unterliegt die gewerbsmäßige Beförderung von Briefsendungen mit einem Gewicht bis 50 Gramm nunmehr einer Konzessionspflicht.

Durch die am 1. Juli 2013 in Kraft getretene Post-Erhebungs-Verordnung wird die Österreichische Post – wie alle Postdiensteanbieter – verpflichtet, quartalsweise gewisse statistische Daten an die RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) zu melden. So sind unter anderem Sendungsmengen und Umsätze von bestimmten Produkten (z. B. Briefsendungen Inland/Ausland, Paketsendungen Inland/Ausland, Einschreibsendungen, behördliche Sendungen, etc.), Anzahl der Post-Geschäftsstellen und Verteilzentren, Anzahl der Briefaufgabekästen, Anzahl der Mitarbeiter, Investitionen in Infrastruktur etc. bekannt zu geben. Die Daten sämtlicher Postdiensteanbieter sind aggregiert zu veröffentlichen, sodass keine Rückschlüsse auf Daten einzelner Unternehmen ableitbar sind. Die Verpflichtungen dieser Verordnung führen bei der Österreichische Post zu einem erhöhten Kosten- und Personalaufwand.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Veränderungen im Konsolidierungskreis und in der rechnungslegung

Per 1. Februar 2013 hat die Österreichische Post die Tochtergesellschaft M&BM Express OOD, Sofia vollkonsolidiert, da ab diesem Zeitpunkt Optionen auf den Erwerb von weiteren 50% der Anteile erstmalig ausübbar waren. Per 1. April 2013 wurde eine Option zur Erhöhung des Anteilsbesitzes von 25% auf 51% nunmehr ausgeübt. Eine weitere Option sieht die Möglichkeit vor, bis 2014 abermals bis zu 25% zu übernehmen und damit den Anteil auf maximal 76% zu erhöhen.

Mit 1. Februar 2013 hat die Österreichische Post zudem die restlichen 50% der Anteile an der FEIPRO Vertriebs GesmbH erworben. Mit diesem Stichtag wurde das Unternehmen als vollkonsolidierte Gesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen.

In der Rechnungslegung machte die Österreichische Post von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 Gebrauch. In den nachfolgenden Tabellen wurden die Vorjahreswerte in den Positionen Personalaufwand, Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen, Ertragsteuern sowie den jeweiligen Ergebniszeilen angepasst.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der ausgewiesene Konzernumsatz der Österreichischen Post lag im ersten Halbjahr 2013 mit 1.173,1 Mio EUR auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Bereinigt um die im ersten Halbjahr 2012 noch inkludierten Umsätze der mittlerweile abgegebenen Gesellschaften in Benelux in Höhe von 17,3 Mio EUR entspricht dies einer Steigerung von 1,5%.

Die Division Brief, Werbepost & Filialen verzeichnete einen Umsatzanstieg von 1,8% bzw. 13,0 Mio EUR auf 754,6 Mio EUR. Diese erfreuliche Entwicklung ist einerseits auf die Konsolidierung neuer Tochtergesellschaften in Polen, Rumänien und Bulgarien (plus 12,5 Mio EUR) und andererseits auf positive Impulse durch Wahlen und Bürgerbefragungen in Österreich im ersten Halbjahr 2013 zurückzuführen. Darüber hinaus verzeichneten Dienstleistungen aus dem Bereich Mail-Solutions Zuwächse in der Berichtsperiode.

In der Division Paket & Logistik konnte der Umsatz im ersten Halbjahr 2013 – bereinigt um die abgegebenen Gesellschaften in Benelux – um 1,3% auf 419,0 Mio EUR gesteigert werden. Die niederländische Gesellschaft wurde per 15. März 2012, die belgische per 31. Mai 2012 entkonsolidiert. In der regionalen Betrachtung konnte das stärkste Wachstum in Österreich verzeichnet werden, während der Umsatz in Deutschland rückläufig war.

Mio EUR H1 2012 H1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q2 2012 Q2 2013
Umsatz gesamt 1.173,1 1.173,1 0,0% 0,0 567,4 570,2
Umsatz exkl. Tochter
gesellschaften Benelux2
1.155,9 1.173,1 1,5% 17,3 560,9 570,2
Brief, Werbepost & Filialen 741,6 754,6 1,8% 13,0 356,6 363,7
Paket & Logistik 430,8 419,0 –2,8% –11,9 210,1 206,9
Paket & Logistik exkl. Tochter
gesellschaften Benelux2
413,6 419,0 1,3% 5,4 203,6 206,9
Corporate 5,4 3,7 –30,6% –1,6 4,1 0,3
Konsolidierung –4,7 –4,2 10,2% 0,5 –3,3 –0,6
Kalenderwerktage in Österreich 124 123 60 60

Umsatz nach Divisionen1

1 Außenumsatz der Divisionen

2 Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR H1 2012
angepasst1
H1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q2 2012
angepasst1
Q2 2013
Umsatzerlöse 1.173,1 1.173,1 0,0% 0,0 567,4 570,2
Sonstige betriebliche Erträge 33,2 34,0 2,5% 0,8 15,8 16,8
Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen
–379,5 –372,4 –1,9% –7,1 –188,6 –185,2
Personalaufwand –547,0 –550,6 0,6% 3,5 –265,2 –270,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –142,4 –141,0 –1,0% –1,4 –73,0 –69,9
Ergebnis aus at equity konsolidierten
Unternehmen
–2,0 –3,3 –62,8% –1,3 0,6 –1,6
EBITDA
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen)
135,4 139,9 3,3% 4,5 57,0 59,9
Abschreibungen –40,6 –41,5 2,1% 0,9 –20,6 –21,3
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
94,7 98,4 3,9% 3,7 36,4 38,6
Sonstiges Finanzergebnis –0,9 –2,0 <–100% –1,1 –0,8 –1,1
EBT
(Ergebnis vor Steuern)
93,8 96,4 2,8% 2,6 35,6 37,6
Ertragsteuern –21,2 –20,0 –5,8% –1,2 –6,3 –7,8
Periodenergebnis 72,6 76,5 5,2% 3,8 29,4 29,8
Ergebnis je Aktie (EUR)2 1,08 1,12 4,5% 0,05 0,43 0,44

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

Die stabile Umsatzentwicklung des Konzerns enthält einen Umsatzrückgang im deutschen Paket- und Logistikgeschäft, das durch einen hohen Anteil externer Transportdienstleistungen gekennzeichnet ist. Dies erklärt auch den rückläufigen Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen, der sich um 1,9% auf nunmehr 372,4 Mio EUR verringerte.

Der Personalaufwand der Österreichischen Post erhöhte sich im Periodenvergleich um 0,6% auf 550,6 Mio EUR. Dieser Betrag umfasst alle operativen Kosten, aber auch nicht-operative Personalaufwendungen des Konzerns, die primär der langfristigen Verbesserung der Kostenstruktur dienen. Die operativen Aufwendungen bleiben mit 519,3 Mio EUR im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres auf stabilem Niveau.

Die nicht-operativen Personalaufwendungen, etwa für Abfertigungszahlungen, Restrukturierungsmaßnahmen oder Vorsorgen betrugen 31,2 Mio EUR nach 27,7 Mio EUR im Vorjahr. Neben den üblichen Abfertigungszahlungen sind im ersten Halbjahr 17,7 Mio EUR an Rückstellungen für Personal-Unterauslastung und diverse Restrukturierungsmaßnahmen angefallen.

Die gesamte bilanzielle Rückstellung für Unterauslastung hat sich seit Jahresanfang 2013 von 229,1 Mio EUR auf 234,7 Mio EUR erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 0,8 Mio EUR auf insgesamt 34,0 Mio EUR an. Darin inkludiert sind Miet- und Pachterträge in Höhe von 12,4 Mio EUR und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen von 3,3 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 1,0% auf 141,0 Mio EUR.

Das Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen lag in der Berichtsperiode bei minus 3,3 Mio EUR. Im Vorjahreswert von minus 2,0 Mio EUR war noch der positive Ergebnisbeitrag der rumänischen Gesellschaft PostMaster s.r.l. enthalten, die durch die vollständige Übernahme im November 2012 nunmehr vollkonsolidiert wird.

EBITDA nach Divisionen

Mio EUR H1 2012
angepasst1
H1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q2 2012
angepasst1
Q2 2013
EBITDA
Gesamt
135,4 139,9 3,3% 4,5 57,0 59,9
Brief, Werbepost & Filialen 152,2 157,4 3,4% 5,2 68,3 71,1
Paket & Logistik 22,3 22,5 1,1% 0,2 9,3 10,1
Corporate –39,1 –40,0 –2,2% –0,9 –20,5 –21,3

EBIT nach Divisionen

Mio EUR H1 2012
angepasst1
H1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q2 2012
angepasst1
Q2 2013
EBIT
Gesamt
94,7 98,4 3,9% 3,7 36,4 38,6
Brief, Werbepost & Filialen 137,0 141,9 3,6% 4,9 60,6 62,9
Paket & Logistik 11,6 12,4 6,6% 0,8 3,8 5,0
Corporate –53,9 –56,0 –3,9% –2,1 –28,0 –29,3

Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns erhöhte sich im ersten Halbjahr 2013 um 3,3% auf 139,9 Mio EUR. Die EBITDA-Marge betrug damit 11,9%. Das EBIT konnte um 3,9% auf 98,4 Mio EUR gesteigert werden, womit eine EBIT-Marge von 8,4% erzielt wurde.

Auch in der divisionalen Betrachtung zeigt sich ein stabiles Bild: Die Division Brief, Werbepost & Filialen konnte das Ergebnis (EBIT) um 3,6% auf 141,9 Mio EUR steigern. Dies gelang durch positive Sondereffekte in der Umsatzentwicklung einerseits und die stetige Effizienzsteigerung in der gesamten Brieflogistik andererseits.

Die Division Paket & Logistik verzeichnete mit 12,4 Mio EUR ein operatives Ergebnis, das leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres liegt. Diese positive Ergebnisentwicklung ist vor allem auf die gute Performance in Österreich

zurückzuführen. Insgesamt konnte in der Division eine EBIT-Marge von 2,9% erzielt werden.

Der Bereich Corporate enthält alle Aufwendungen zentraler Abteilungen des Konzerns sowie Restrukturierungsaufwendungen und Personalrückstellungen. Letztere haben sich im ersten Halbjahr 2013 erhöht, wodurch sich das EBIT von minus 53,9 Mio EUR im Vorjahr auf nunmehr minus 56,0 Mio EUR reduzierte.

Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 20,0 Mio EUR ergibt sich für das erste Halbjahr 2013 ein Konzern-Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 76,5 Mio EUR, das demnach um 5,2% über dem Ergebnis der Vorjahresperiode lag. Nach Abzug der Anteile ohne beherrschenden Einfluss entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 1,12 EUR und somit einer Steigerung um 4,5%.

Ergebniskennzahlen

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Vermögens- und Finanzlage

Die Österreichische Post verfügt über eine risikoaverse Bilanzstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 30. Juni 2013 bei 1.611,8 Mio EUR, wobei davon aktivseitig 66,2% auf langfristiges Vermögen und 33,8% auf kurzfristiges Vermögen entfallen. Das langfristige Vermögen von insgesamt 1.067,1 Mio EUR besteht vor allem aus Sachanlagen in Höhe von 602,4 Mio EUR und Firmenwerten in Höhe von 189,6 Mio EUR. Im kurzfristigen Vermögen nehmen die Forderungen mit 313,4 Mio EUR die größte Position ein. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich in der Berichtsperiode auf 213,0 Mio EUR, was auf die am 2. Mai 2013 erfolgte Dividendenzahlung von 121,6 Mio EUR zurückzuführen ist.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. Juni 2013 bei 41,0% lag. Das

Eigenkapital des Konzerns belief sich per Ende Juni 2013 auf 660,1 Mio EUR. Davon entfallen 2,0 Mio EUR auf Anteile anderer Gesellschafter der M&BM Express OOD, Bulgarien, welche per 1. Februar 2013 vollkonsolidiert wurde. Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 431,6 Mio EUR, die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei 520,0 Mio EUR. Bei den Verbindlichkeiten nehmen die Rückstellungen mit insgesamt 552,7 Mio EUR die größte Position ein, wobei 234,7 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung entfallen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich per 30. Juni 2013 auf 204,4 Mio EUR.

Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 271,4 Mio EUR (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 213,0 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 58,4 Mio EUR). Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 21,9 Mio EUR gegenüber.

Bilanzstruktur

Mio EUR 31.12.2012 30.6.2013 Struktur
30.6.2013
Aktiva
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 849,6 858,1 53,2%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 37,8 36,7 2,3%
Anteile at equity konsolidiert 7,1 2,4 0,1%
Vorräte, Forderungen und Sonstiges 439,1 429,8 26,7%
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 39,9 58,4 3,6%
Andere Finanzanlagen 12,2 13,4 0,8%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 315,0 213,0 13,2%
1.700,8 1.611,8 100,0%
Passiva
Eigenkapital1 708,6 660,1 41,0%
Rückstellungen 554,5 552,7 34,3%
Finanzverbindlichkeiten 22,9 21,9 1,4%
Verbindlichkeiten und Sonstiges 414,8 377,1 23,4%
1.700,8 1.611,8 100,0%

1 In der Position Eigenkapital per 30.6.2013 sind Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 2,0 Mio EUR enthalten

CashFlow

Mio EUR H1 2012
angepasst1
H1 2013
Cashflow aus dem Ergebnis2 148,5 154,5
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen2 –45,2 –47,2
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 103,3 107,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit –53,6 –84,4
davon CAPEX –25,5 –49,9
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –37,7 –17,2
davon Erwerb/Verkauf Wertpapiere 3,0 –18,8
Free Cashflow 49,7 22,9
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 84,4 58,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –122,4 –125,0
Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands –72,7 –102,1

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Adaptierte Darstellung 2012: Neutralisierung der Reklassifikation von langfristigen Rückstellungen in kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Somit erfolgt nunmehr der Ausweis von Bildung/Auflösung langfristiger Rückstellungen im Cashflow aus dem Ergebnis, deren Verbrauch im Nettoumlaufvermögen

Der Cashflow aus dem Ergebnis lag in den ersten sechs Monaten 2013 mit 154,5 Mio EUR leicht über dem Vorjahreswert. Im Vergleich zur ursprünglichen Cashflow-Darstellung im ersten Halbjahr 2012 kommt eine adaptierte Abbildung von Rückstellungsveränderungen zwischen dem Cashflow aus dem Ergebnis sowie der Veränderung im Nettoumlaufvermögen zur Anwendung. Die Bildung bzw. Auflösung langfristiger Rückstellungen wird nunmehr im Cashflow aus dem Ergebnis ausgewiesen, während deren Verbrauch im Nettoumlaufvermögen ersichtlich ist.

Die Veränderung im Nettoumlaufvermögen beliefen sich in der Berichtsperiode auf minus 47,2 Mio EUR, wobei davon minus 34,6 Mio EUR auf die Reduktion kurzfristiger Rückstellungen und den damit verbundenen Zahlungen von Verpflichtungen aus Vorperioden zurückzuführen war.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 84,4 Mio EUR beinhaltet Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) in Höhe von 49,9 Mio EUR. Darin inkludiert waren etwa 10,8 Mio EUR an Sachanlageninvestitionen für ein neues Logistikzentrum in Oberösterreich, das bis September 2014 errichtet wird. Zusätzlich waren in der Berichtsperiode 17,2 Mio EUR an Zahlungen für Akquisitionen zu verzeichnen, die großteils für die Übernahme der rumänischen PostMaster s.r.l. sowie die Erhöhung der Beteiligung an der bulgarischen M&BM Express OOD getätigt wurden. Eine Cashflow-Veränderung erfolgte im Bereich Wertpapiere, wobei es sich hierbei v.a. um eine Umschichtung der Veranlagung von Zahlungsmitteln in Höhe von 20,9 Mio EUR in mittelfristige Wertpapiere handelt. Insgesamt lag der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapieren somit bei 58,8 Mio EUR.

Investitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen im ersten Halbjahr 2013 41,9 Mio EUR und liegen damit um 12,2 Mio EUR deutlich über dem Wert des Vorjahres. Während davon 2,6 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte entfiel, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 39,3 Mio EUR. Darin enthalten sind Investitionen in Höhe von 10,8 Mio EUR für das neue Logistikzentrum in Oberösterreich, das bis September 2014 errichtet wird. Schwerpunkte des Investitionsprogramms in der Berichtsperiode bildeten – neben den laufenden Ersatzinvestitionen im Fuhrpark – diverse Investitionen in Brief- und Paketverteilanlagen, Ersatzinvestitionen im Bereich Hardware, Software-Lösungen und Sicherheitssysteme. Zudem wurde im ersten Halbjahr 2013 auch der Umbau des Filialnetzes in Kooperation mit der BAWAG P.S.K. weiter vorangetrieben.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag im ersten Halbjahr 2013 bei 23.906 Vollzeitkräften. Dies entspricht einer Erhöhung des Personalstandes gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 925 Mitarbeiter, wobei rund 1.600 Mitarbeiter den neu akquirierten Gesellschaften in Österreich, Polen, Bulgarien und Rumänien zuzurechnen sind. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 18.843 Vollzeitkräfte).

Mitarbeiter nach Divisionen

Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften H1 2012 H1 2013 Anteil in %
Brief, Werbepost & Filialen 16.998 17.801 74,5%
Paket & Logistik 4.024 4.055 17,0%
Corporate 1.959 2.049 8,6%
Gesamt 22.981 23.906 100,0%

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung zu setzen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – so etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2012 der Österreichischen Post erläutert (siehe Geschäftsbericht, Teil 2 "Facts & Figures", Seiten 36–42 und 104–110).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Post-Dienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Medien ersetzt. Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Ausblick 2013

Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 wird von der Österreichischen Post unverändert beibehalten. Für das Geschäftsjahr 2013 wird mit einer stabilen bis leicht positiven Umsatzentwicklung gerechnet.

Folgende Makrotrends prägen weiterhin das Brief- und Paketgeschäft: Es ist ein kontinuierlicher Mengenrückgang bei klassisch adressierten Briefsendungen aufgrund der elektronischen Substitution zu verzeichnen. Gemäß internationalen Trends sollte dieser Rückgang in der Größenordnung von 3–5% pro Jahr liegen. Der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen wird hingegen schwach bleiben, geprägt von geringer konjunktureller Dynamik. Positive Mengeneffekte durch diverse Wahlen in Österreich 2013 werden dem Briefbereich jedoch zusätzliche Impulse geben. Das Paketgeschäft sollte weiterhin von Wachstum im Privatkundenbereich profitieren, während bei Business-Kunden die hohe Wettbewerbsdynamik insbesondere am deutschen Markt anhalten wird.

Einen zentralen Fokus des Konzerns bildet weiterhin die Profitabilität der erbrachten Leistungen im Brief- und Paketgeschäft. Insbesondere im Bereich Paket & Logistik werden Effizienzsteigerungen weiter vorangetrieben. Für die nachhaltige Ergebnisentwicklung gilt weiterhin die Zielbandbreite einer EBITDA-Marge von 10–12%. Eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zu 2012 wird angestrebt.

Der erwirtschaftete operative Cashflow wird auch in Zukunft umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen und Zukunftsinvestitionen eingesetzt. Für das Jahr 2013 sind Anlageninvestitionen in der Größenordnung von etwa 90 Mio EUR vorgesehen, die einerseits dem Ersatz bestehender Anlagen und andererseits der stetigen Modernisierung und Effizienzsteigerung dienen. Zur Abrundung und Absicherung des Kerngeschäfts sind nationale und internationale Akquisitionen möglich.

Besondere Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Die Österreichische Post hat am 20. Juni 2013 mit den Eigentümern des türkischen Paketdienstleisters Aras Kargo eine Übereinkunft über den Erwerb eines 25%-Anteils getroffen. Nach der kartellrechtlichen Genehmigung erfolgte am 30. Juli das Closing zur Übernahme dieser Beteiligung. Der Kaufpreis für den 25%-Anteil beträgt 125 Mio TRY, das sind rund 49 Mio EUR. Die Österreichische Post verfügt weiters über eine Call-Option in 2016 mit dem Recht – auf Basis des Unternehmensergebnisses 2015/2016 – weitere 50% der Unternehmensanteile von der Familie Aras zu erwerben, womit sich ihre Beteiligung auf insgesamt 75% erhöhen würde.

Ergebnisse der Divisionen

DIVISION BRIEF, WERBEPOST & FILIALEN

Mio EUR H1 2012
angepasst1
H1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q2 2012
angepasst1
Q2 2013
Außenumsatz 741,6 754,6 1,8% 13,0 356,6 363,7
Briefpost & Mail-Solutions 390,3 397,4 1,8% 7,1 185,1 187,9
Werbepost 213,6 219,7 2,8% 6,1 104,0 106,9
Medienpost 71,6 70,7 –1,2% –0,9 35,9 35,4
Filialdienstleistungen 66,1 66,8 1,1% 0,7 31,7 33,5
Innenumsatz 33,6 36,5 8,7% 2,9 16,8 18,0
Umsatz gesamt 775,2 791,2 2,1% 15,9 373,4 381,6
EBITDA 152,2 157,4 3,4% 5,2 68,3 71,1
Abschreibungen –15,2 –15,5 2,0% 0,3 –7,7 –8,2
EBIT 137,0 141,9 3,6% 4,9 60,6 62,9
EBITDA-Marge2 19,6% 19,9% 18,3% 18,6%
EBIT-Marge2 17,7% 17,9% 16,2% 16,5%
Mitarbeiter3 16.998 17.801 4,7% 804

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

3 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Umsatz der Division hat sich im ersten Halbjahr 2013 mit einem Plus von 1,8% auf 754,6 Mio EUR sehr positiv entwickelt. Diese Entwicklung resultiert primär aus der erstmaligen Vollkonsolidierung neuer Konzerngesellschaften (plus 12,5 Mio EUR) und positiven Impulsen diverser Wahlen und Volksbefragungen in Österreich im ersten Halbjahr 2013.

Im Bereich Briefpost & Mail-Solutions konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 1,8% auf 397,4 Mio EUR verbessert werden. Die Substitution von Briefen durch elektronische Medien hält nach wie vor an, diesbezügliche Rückgänge sind etwa im Kundensegment Telekom zu verzeichnen. Positive Impulse brachten hingegen diverse Wahlen, da die Möglichkeit der Briefwahl mittlerweile ein beliebtes Mittel der Stimmabgabe darstellt. Auch neue Dienstleistungen im Bereich Mail-Solutions konnten Zuwächse erzielen.

Der Bereich Werbepost verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 ebenfalls einen Umsatzanstieg um 2,8% auf

219,7 Mio EUR. Auch hier erfolgte der Anstieg durch neu konsolidierte Gesellschaften und positive Wahleffekte. Die schwächere Konjunktur und der Druck des Online-Handels auf den stationären Handel führte hingegen eher zu einem gedämpften Werbeverhalten. Der Umsatz mit Medienpost reduzierte sich in den ersten sechs Monaten 2013 um 1,2% auf 70,7 Mio EUR. Positiv entwickelte sich der Umsatz mit Filialdienstleistungen, der um 1,1% auf 66,8 Mio EUR anstieg. Dies resultierte vor allem aus höheren Umsätzen mit Mobilfunkprodukten, die den Rückgang im Bereich Finanzdienstleistungen kompensierten.

In Summe verbesserte sich das EBIT der Division Brief, Werbepost & Filialen in der Berichtsperiode um 3,6% auf 141,9 Mio EUR, was einerseits auf die gute Umsatzentwicklung aber auch auf stetige Effizienzmaßnahmen zurückzuführen ist.

Division Paket & Logistik

Mio EUR H1 2012
angepasst1
H1 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q2 2012
angepasst1
Q2 2013
Außenumsatz 430,8 419,0 –2,8% –11,9 210,1 206,9
Paket Premium 329,5 314,3 –4,6% –15,2 160,1 155,4
Paket Standard 86,5 89,6 3,5% 3,0 42,9 43,7
Paket Sonstige Leistungen 14,9 15,1 1,9% 0,3 7,1 7,8
Außenumsatz exkl.
Tochtergesellschaften Benelux2
413,6 419,0 1,3% 5,4 203,6 206,9
Innenumsatz 4,5 4,0 –11,6% –0,5 2,1 1,9
Umsatz gesamt 435,3 423,0 –2,8% –12,4 212,2 208,8
EBITDA 22,3 22,5 1,1% 0,2 9,3 10,1
Abschreibungen –10,7 –10,1 –4,9% –0,5 –5,4 –5,1
EBIT 11,6 12,4 6,6% 0,8 3,8 5,0
EBITDA-Marge3 5,1% 5,3% 4,4% 4,8%
EBIT-Marge3 2,7% 2,9% 1,8% 2,4%
Mitarbeiter4 4.024 4.055 0,8% 31

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012 3 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

4 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik verringerte sich im ersten Halbjahr 2013 zwar um 2,8% auf 419,0 Mio EUR, doch sind in der Vergleichsperiode die im ersten Halbjahr 2012 abgegebenen Gesellschaften in Benelux enthalten. Die Entkonsolidierung der niederländischen Gesellschaft erfolgte per 15. März 2012, die Abgabe der belgischen Tochtergesellschaft per 31. Mai 2012. Betrachtet man die Umsatzentwicklung exklusive dieser Gesellschaften in Benelux, so konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 1,3% gesteigert werden. Getragen wurde dieses Wachstum durch Steigerungen in Österreich und Südost-/Osteuropa, in Deutschland wurde hingegen ein Rückgang verzeichnet.

Der Bereich Paket Premium (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), der hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich Anwendung findet, verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatzrückgang von 4,6% auf 314,3 Mio EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Entkonsolidierung der

Wien, am 30. Juli 2013

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Gesellschaften in Benelux, aber auch auf die rückläufige Entwicklung in Deutschland auf Grund des hoch kompetitiven Marktumfelds zurückzuführen. Überdurchschnittliche Steigerungen waren bei Geschäftskundenpaketen in

Zuwachsraten verzeichnete der Bereich Paket Standard, der vorrangig für Sendungen an Privatkunden zur Anwendung kommt. Der Umsatz stieg um 3,5% auf 89,6 Mio EUR. Im Bereich Paket Sonstige Leistungen wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 15,1 Mio EUR generiert, dieser Bereich enthält diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie beispielsweise Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte.

Das Ergebnis der Division Paket & Logistik lag mit einem EBIT von 12,4 Mio EUR um 6,6% über dem Niveau des Vorjahres. Die EBIT-Marge im ersten Halbjahr 2013 lag

Österreich zu verzeichnen.

demnach bei 2,9%.

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

IFRS-Konzernzwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2013

Mio EUR H1 2012
angepasst1
H1 2013 Q2 2012
angepasst1
Q2 2013
Umsatzerlöse 1.173,1 1.173,1 567,4 570,2
Sonstige betriebliche Erträge 33,2 34,0 15,8 16,8
Gesamte betriebliche Erträge 1.206,3 1.207,1 583,3 587,0
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –379,5 –372,4 –188,6 –185,2
Personalaufwand –547,0 –550,6 –265,2 –270,3
Abschreibungen –40,6 –41,5 –20,6 –21,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen –142,4 –141,0 –73,0 –69,9
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.109,5 –1.105,4 –547,4 –546,7
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 96,8 101,7 35,8 40,3
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen –2,0 –3,3 0,6 –1,6
Finanzerträge 3,8 1,9 1,6 0,8
Finanzaufwendungen –4,7 –3,9 –2,4 –1,9
Sonstiges Finanzergebnis –0,9 –2,0 –0,8 –1,1
Finanzergebnis –2,9 –5,3 –0,2 –2,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 93,8 96,4 35,6 37,6
Ertragsteuern –21,2 –20,0 –6,3 –7,8
Periodenergebnis 72,6 76,5 29,4 29,8
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 72,6 75,9 29,4 29,5
die Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 0,6 0,0 0,3
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR
)
1,08 1,12 0,43 0,44
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR
)
1,07 1,12 0,43 0,44
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 96,8 101,7 35,8 40,3
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen –2,0 –3,3 0,6 -1,6
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT
)
94,7 98,4 36,4 38,6

GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2013

Mio EUR H1 2012 H1 2013 Q2 2012 Q2 2013
angepasst1 angepasst1
Periodenergebnis 72,6 76,5 29,4 29,8
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,1 –0,2 0,0 0,2
Währungsumrechnung at equity konsolidierte Unternehmen 0,0 –0,2 –0,2 –0,1
Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene
Finanzinstrumente
2,3 0,1 –1,1 0,1
Latente Steuern –0,6 0,0 0,3 0,0
Summe der Posten, die umgegliedert werden 1,8 –0,4 –1,0 0,2
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –2,5 0,0 0,0 0,0
Latente Steuern 0,6 0,0 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden –1,9 0,0 0,0 0,0
Sonstiges Ergebnis –0,1 –0,4 –1,0 0,2
Gesamtperiodenergebnis 72,6 76,1 28,4 30,0
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 72,6 75,5 28,4 29,7
die Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 0,6 0,0 0,3

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2013

Mio EUR 31.12.2012 30.6.2013
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Firmenwerte 183,5 189,6
Immaterielle Vermögenswerte 66,2 66,1
Sachanlagen 599,9 602,4
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 37,8 36,7
Anteile at equity konsolidiert 7,1 2,4
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 39,7 57,3
Andere Finanzanlagen 12,2 13,4
Forderungen 37,2 34,9
Latente Steuern 63,9 64,3
1.047,6 1.067,1
Kurzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 0,2 1,1
Vorräte 16,1 17,2
Forderungen 321,9 313,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 315,0 213,0
653,2 544,7
1.700,8 1.611,8
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 130,5 130,5
Gewinnrücklagen 125,1 122,3
Marktbewertung Finanzinstrumente –1,9 –1,8
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –4,5 –4,5
Währungsumrechnungsrücklagen –1,6 –2,1
Periodenergebnis 123,2 75,9
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 708,6 658,1
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 2,0
708,6 660,1
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 393,0 385,7
Finanzverbindlichkeiten 19,8 18,7
Verbindlichkeiten 20,2 14,8
Latente Steuern 12,2 12,4
445,2 431,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 149,6 154,7
Ertragsteuerrückstellungen 11,9 12,2
Finanzverbindlichkeiten 3,1 3,1
Verbindlichkeiten 382,4 349,9
547,0 520,0
1.700,8 1.611,8

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2013

Mio EUR H1 2012 H1 2013
angepasst1
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern 93,8 96,4
Abschreibungen 40,6 41,5
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen 2,0 3,3
Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten –0,1 0,0
Langfristige Rückstellungen2 37,7 34,1
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –2,6 –2,1
Gezahlte Steuern –20,5 –17,8
Nettozufluss/-abfluss Zinsen –2,6 –0,6
Währungsumrechnung 0,0 –0,2
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 0,2 –0,2
Cashflow aus dem Ergebnis 148,5 154,5
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen –11,3 8,9
Vorräte 1,4 –0,4
Kurzfristige Rückstellungen2 –31,1 –34,6
Verbindlichkeiten2 –4,1 –21,1
Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens –45,2 –47,2
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 103,3 107,3
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –1,8 –6,4
Erwerb von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –25,5 –49,9
Erlöse aus Anlagenverkäufen 6,2 7,0
Erwerb von Tochterunternehmen –16,9 –15,4
Verkauf von Tochterunternehmen –15,5 0,0
Erwerb von at equity konsolidierten Unternehmen –5,4 –1,8
Erwerb von Wertpapieren 0,0 –20,9
Erwerb von sonstigen Finanzinstrumenten 0,0 –0,4
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren 3,0 2,5
Erhaltene Auschüttungen von at equity konsolidierte Unternehmen 0,3 0,5
Gewährte Darlehen –1,6 –1,1
Erhaltene Zinsen 3,5 1,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit –53,6 –84,4
Free Cashflow 49,7 22,9
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –6,7 –1,6
Ausschüttungen –114,8 –122,6
Gezahlte Zinsen –0,9 –0,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –122,4 –125,0
Veränderung des Finanzmittelbestandes –72,7 –102,1
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 310,6 315,0
Finanzmittelbestand am 30. Juni 237,8 213,0

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Adaptierte Darstellung 2012: Neutralisierung der Reklassifikation von langfristigen Rückstellungen in kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

H1 2012 angepasst1
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 741,6 430,8 5,4 –4,7 1.173,1
Innenumsatz 33,6 4,5 83,3 –121,4 0,0
Umsatz gesamt 775,2 435,3 88,7 –126,1 1.173,1
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
139,5 11,6 –54,3 0,0 96,8
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
–2,4 0,0 0,4 0,0 –2,0
EBIT 137,0 11,6 –53,9 0,0 94,7
Segmentvermögen 401,0 396,2 438,1 –10,8 1.224,6
Anteile at equity konsolidiert 19,8 0,1 0,7 0,0 20,5
Segmentschulden 410,2 107,9 395,4 –10,8 902,6
Segmentinvestitionen 12,1 9,0 8,5 0,0 29,6
Abschreibungen 15,2 10,7 14,8 0,0 40,6
davon Wertminderungen 0,0 0,1 0,0 0,0 0,1
Mitarbeiter2 16.998 4.024 1.959 22.981
H1 2013
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 754,6 419,0 3,7 –4,2 1.173,1
Innenumsatz 36,5 4,0 86,8 –127,3 0,0
Umsatz gesamt 791,2 423,0 90,5 –131,5 1.173,1
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
144,9 12,4 –55,7 0,1 101,7
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
–3,0 0,0 –0,3 0,0 –3,3
EBIT 141,9 12,4 –56,0 0,1 98,4
Segmentvermögen 447,9 395,9 415,0 –8,6 1.250,2
Anteile at equity konsolidiert 0,2 0,0 2,2 0,0 2,4
Segmentschulden 401,6 110,5 409,2 –10,6 910,6
Segmentinvestitionen 18,7 6,5 16,7 0,0 41,9
Abschreibungen 15,5 10,1 16,0 –0,1 41,5
davon Wertminderungen 0,5 0,0 0,0 0,0 0,5
Mitarbeiter2 17.801 4.055 2.049 23.906

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Q2 2012 angepasst1
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 356,6 210,1 4,1 –3,3 567,4
Innenumsatz 16,8 2,1 41,5 –60,4 0,0
Umsatz gesamt 373,4 212,2 45,6 –63,7 567,4
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
60,2 3,8 –28,2 0,0 35,8
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
0,4 0,0 0,2 0,0 0,6
EBIT 60,6 3,8 –28,0 0,0 36,4
Abschreibungen 7,7 5,4 7,5 0,0 20,6
davon Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Q2 2013
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 363,7 206,9 0,3 –0,6 570,2
Innenumsatz 18,0 1,9 43,5 –63,3 0,0
Umsatz gesamt 381,6 208,8 43,7 –63,9 570,2
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
64,2 5,0 –29,0 0,1 40,3
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
–1,3 0,0 –0,3 0,0 –1,6
EBIT 62,9 5,0 –29,3 0,1 38,6
Abschreibungen 8,2 5,1 8,0 –0,1 21,3
davon Wertminderungen 0,5 0,0 0,0 0,0 0,5

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH REGIONEN

H1 2012
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 844,4 266,8 61,8 1.173,1
Segmentvermögen 903,8 249,5 71,3 1.224,6
davon langfristig 655,3 180,9 48,3 884,5
Segmentinvestitionen 24,9 2,1 2,6 29,6
H1 2013
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 857,7 256,3 59,2 1.173,1
Segmentvermögen 934,2 244,1 71,8 1.250,2
davon langfristig 698,0 176,4 48,4 922,8
Segmentinvestitionen 38,0 2,6 1,3 41,9
Q2 2012
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 407,9 129,6 30,0 567,4
Q2 2013
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 414,1 125,1 31,1 570,2

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

H1 2012 angepasst1
Mio EUR
Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tung von
leistungs
orientier
ten Ver
pflich
tungen
Markt
bewer
tung
Finanz
instru
mente2
Wäh
rungs
um
rech
nungs
rück
lagen
Perio
dener
gebnis
Eigen
kapital
der
Aktio
näre des
Mutter
unter
neh
mens
Anteile
ohne
beherr
schen
den
Einfluss
Konzern
Eigen
kapital
Stand am
1. Jänner 2012
337,8 130,5 116,8 0,7 –5,0 –2,0 123,2 702,0 0,0 702,0
Ausschüttung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –114,8 –114,8 0,0 –114,8
Veränderung
von Rücklagen
0,0 0,0 8,3 0,0 0,0 0,0 –8,3 0,0 0,0 0,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 72,6 72,6 0,0 72,6
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –1,9 1,7 0,1 0,0 –0,1 0,0 –0,1
Gesamtperioden
ergebnis
0,0 0,0 0,0 –1,9 1,7 0,1 72,6 72,6 0,0 72,6
Stand am
30. Juni 2012
337,8 130,5 125,1 –1,2 –3,3 –2,0 72,6 659,7 0,0 659,7
H1 2013
Mio EUR
Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tung von
leistungs
orientier
ten Ver
pflich
tungen
Markt
bewer
tung
Finanz
instru
mente2
Wäh
rungs
um
rech
nungs
rück
lagen
Perio
dener
gebnis
Eigen
kapital
der
Aktio
näre des
Mutter
unter
neh
mens
Anteile
ohne
beherr
schen
den
Einfluss
Konzern
Eigen
kapital
Stand am
1. Jänner 2013
337,8 130,5 125,1 –4,5 –1,9 –1,6 123,2 708,6 0,0 708,6
Erwerb eines Tochter
unternehmens
0,0 0,0 –4,4 0,0 0,0 0,0 0,0 –4,4 3,4 –1,0
Ausschüttung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –121,6 –121,6 –2,0 –123,6
Veränderung
von Rücklagen
0,0 0,0 1,6 0,0 0,0 0,0 –1,6 0,0 0,0 0,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 75,9 75,9 0,6 76,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 –0,5 0,0 –0,4 0,0 –0,4
Gesamtperioden
ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 –0,5 75,9 75,5 0,6 76,1
Stand am
30. Juni 2013
337,8 130,5 122,3 –4,5 –1,8 –2,1 75,9 658,1 2,0 660,1

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Zur Veräußerung gehalten

KONZERNANHANG für DAS ERSTE HALBJAHR 2013

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2013 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2013 vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 zugrunde liegen. Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2012 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Neue und geänderte Standards Inkrafttreten EU1
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards –
Darlehen der öffentlichen Hand
1.1.2013
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
1.1.2013
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013
IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Posten des
sonstigen Ergebnisses
1.7.2012
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks 1.1.2013
Diverse Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards,
Zyklus 2009–2011
1.1.2013

Im ersten Halbjahr 2013 wurden folgende neue oder geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Die Änderung des IFRS 1 behandelt die Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz im Übergangszeitpunkt. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2013.

Im geänderten IFRS 7 sind zusätzliche Angaben zu saldierten Finanzinstrumenten erforderlich. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2013.

Der neue IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert (Fair Value) zu bestimmen ist und erweitert die erforderlichen Angaben. Zielsetzung ist die standardübergreifende Vereinheitlichung des Fair-Value-Begriffs sowie der dabei anzuwendenden Methoden. Angaben zum Marktwert finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie zur Fair-Value-Hierarchie wurden in den vorliegenden Konzernzwischenabschluss aufgenommen. Siehe dazu unter Kapitel 3. Angaben zum beizulegenden Zeitwert.

Im geänderten IAS 1 sind die einzelnen Posten des sonstigen Ergebnisses nach Art des Betrags einzustufen und so zu gruppieren, ob sie gemäß anderer IFRS anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (sogenanntes Recycling) oder nicht. In der Darstellung der Gesamtergebnisrechnung wurde eine

entsprechende Untergliederung des sonstigen Ergebnisses in "Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden" und "Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden" vorgenommen.

IFRIC 20 beschäftigt sich mit der Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigung, die in der Erschließungsphase einer Tagbergbaumine anfallen. Diese Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2013.

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS werden kleinere Änderungen an den bereits bestehenden Standards vorgenommen. Die Verbesserungen an den IFRS 2009–2011 betreffen IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 34 "Zwischenberichterstattung". Diese Verbesserungen haben keine Auswirkungen auf den Österreichischen Post Konzern, da es sich lediglich um Klarstellungen oder Korrekturen handelt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen sind nach dem geänderten IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis und damit direkt im Eigenkapital zu erfassen. Der Österreichische Post Konzern hat den geänderten IAS 19 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 frühzeitig angewendet. Den Regeln des IAS 8 entsprechend wurden diese Änderungen retrospektiv vorgenommen.

Nachfolgend werden die Korrekturbeträge der entsprechenden Positionen für die Berichts- und die Vergleichsperiode dargestellt:

Korrekturbeträge für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Mio EUR
H1 2012 H1 2013
Personalaufwand 2,5 0,0
Gesamte betriebliche Aufwendungen 2,5 0,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 2,5 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,5 0,0
Ertragsteuern –0,6 0,0
Periodenergebnis 1,9 0,0
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1,9 0,0
EUR H1 2012 H1 2013
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,03 0,00
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,03 0,00
Korrekturbeträge für die Gesamtergebnisrechnung
Mio EUR
H1 2012 H1 2013
Periodenergebnis 1,9 0,0
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –2,5 0,0
Latente Steuern 0,6 0,0
Sonstiges Ergebnis –1,9 0,0
Korrekturbeträge für die Konzernbilanz
Mio EUR
30.6.2012 30.6.2013
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –1,2 –4,5
Periodenergebnis 1,9 0,0
Gewinnrücklage –0,7 4,5
Korrekturbeträge für das Konzern-Cashflow-Statement
Mio EUR
H1 2012 H1 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 2,5 0,0
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –2,5 0,0

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 26 inländische (31. Dezember 2012: 26) und 27 ausländische (31. Dezember 2012: 34) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 2 inländische (31. Dezember 2012: 3) und 3 ausländische (31. Dezember 2012: 5) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im ersten Halbjahr 2013 haben folgende Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns stattgefunden:

Name der Gesellschaft von Anteil am Kapital
auf
Transaktions-
zeitpunkt
Erläuterung
Brief, Werbepost & Filialen
FEIPRO Vertriebs GesmbH 50,0% 100,0% 1.2.2013 Sukzessiver Erwerb
M&BM Express OOD 26,0% 26,0%3 1.2.2013 Sukzessiver Erwerb
M&BM Express OOD 26,0% 51,0% 1.4.2013 Anteilserhöhung
feibra GmbH (FEIPRO Vertriebs GesmbH)1 100,0% 3.4.2013 Verschmelzung
Weber Escal d.o.o. (Post d.o.o.)1 100,0% 4.4.2013 Verschmelzung
KOLOS Marketing s.r.o. 10,0% 16.5.2013 Verkauf
Paket & Logistik
trans-o-flex Hungary Kft.
(trans-o-flex Hungary Kft.)1, 2
100,0% 1.3.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Admin-Service GmbH
(trans-o-flex Accounting Service GmbH)1
100,0% 5.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Admin-Service GmbH
(trans-o-flex Billing Service GmbH)1
100,0% 5.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Admin-Service GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Customer- Service GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Transport-Logistik GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Linienverkehr GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
Corporate
Österreichische Post AG
(A4B Business Solutions GmbH)1
100,0% 1.1.2013 Verschmelzung
PAG Projektentwicklung Allhaming GmbH 0,0% 100,0% 7.6.2013 Erwerb
ADELHEID GmbH 35,2% 44,4% 16.4.2013 Anteilserhöhung

1 Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konsolidierungskreis vorhanden

2 Die trans-o-flex Hungary Kft. wurde auf die Austrian Post International Ungarn Kft. verschmolzen, wobei die aufnehmende Gesellschaft zum Zeitpunkt der Verschmelzung in trans-o-flex Hungary Kft. unbenannt wurde

3 Erhöhung des Anteils an potenziellen Stimmrechten auf 76%

Brief, Werbepost & Filialen

Der Österreichische Post Konzern hat am 1. Februar 2013 die restlichen 50% der Anteile an der FEIPRO Vertriebs GesmbH, Gaweinstal, erworben. Die FEIPRO Vertriebs GesmbH war zuvor als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein Verteilunternehmen im Bereich der nicht-adressierten Zustellung im nördlichen Niederösterreich. Der Erwerb stärkt die Marktstellung der Österreichischen Post in der nicht-adressierten Zustellung in Österreich.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der FEIPRO Vertriebs GesmbH stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Mio EUR Beizulegende
Zeitwerte
Langfristiges Vermögen
Sachanlagevermögen 0,2
Kundenbeziehungen 0,3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,0
Sonstiges langfristiges Vermögen 0,0
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,1
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 0,2
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,4
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 0,3
Ermittlung des Firmenwertes
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden –0,3
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 0,8
davon Zahlungsmittel 0,7
davon Finanzielle Verbindlichkeiten (Restkaufpreisverbindlichkeit) 0,1
Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils 1,4
Firmenwert 1,9
Aufgliederung des Zahlungsmittelab-/zuflusses
Erworbene Zahlungsmittel 0,1
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung –0,8
Restkaufpreisverbindlichkeit 0,1
Tatsächlicher Zahlungsmittelab-/zufluss –0,5

Die Neubewertung mit dem beizulegenden Zeitwert des bestehenden 50% Anteils des Konzerns an der FEIPRO Vertriebs GesmbH führte zu einem Gewinn von 1,4 Mio EUR. Der Gewinn ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Der Österreichische Post Konzern und FEIPRO Vertriebs GesmbH waren vor der Transaktion Parteien gegenseitiger Leistungsbeziehungen. Im Rahmen dieser Beziehungen hat die FEIPRO Vertriebs GesmbH die Verteilung nicht-adressierter Sendungen für den Österreichischen Post Konzern vorgenommen.

Der erfasste Firmenwert umfasst die Vorteile aus der zuvor bestehenden Leistungsbeziehung sowie erwartete Synergien aus der Zusammenfassung der Vermögenswerte und Aktivitäten der FEIPRO Vertriebs GesmbH mit denen des Österreichischen Post Konzerns.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 0,1 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.

Die FEIPRO Vertriebs GesmbH hat seit dem Erwerbszeitpunkt 0,1 Mio EUR zu den Umsatzerlösen und 0,0 Mio EUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich das Periodenergebnis auf 0,0 Mio EUR und die Umsatzerlöse auf 0,3 Mio EUR belaufen.

Die unwesentlichen Transaktionskosten wurden als Aufwand gebucht und werden in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung im sonstigen Aufwand und im Konzern-Cashflow-Statement im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Die FEIPRO Vertriebs GesmbH wurde mit 3. April 2013 auf die feibra GmbH verschmolzen.

Die Österreichische Post hat am 2. Mai 2012 26% der Anteile an der M&BM Express OOD, Sofia, erworben. Der Anteil wurde als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss per 31.12.2012 des Österreichischen Post AG einbezogen. Der Kaufvertrag sieht Optionen auf den weiteren Erwerb von maximal 50% bis zum 31. März 2013 bzw. bis zum 31. März 2014 (jeweils maximal 25%) vor. Auf die Ausübung der Optionen wurde mittels Verzichtserklärung bis zum 31. Jänner 2013 verzichtet. Damit waren die Optionen ab dem 1. Februar 2013 als ausübbare potentielle Stimmrechte einzustufen und der dem Österreichischen Post Konzern zurechenbare Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft stieg auf 76%. Die M&BM Express OOD wird ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Auf Basis der tatsächlich gehaltenen Anteile wurden 74% des Saldos der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugeordnet.

Die M&BM Express OOD ist der bulgarische Marktführer unter den alternativen Briefpostdienstleistern sowie im Bereich Hybrid-Mail. Die Beherrschung der M&BM Express OOD ermöglicht der Österreichischen Post die konsequente Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie in Zentral- und Osteuropa.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der M&BM Express OOD stellen sich zum Erwerbszeitpunkt 1. Februar 2013 wie folgt dar:

Mio EUR Beizulegende
Zeitwerte
Langfristiges Vermögen
Sachanlagevermögen 0,5
Kundenbeziehungen 3,2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,0
Sonstiges langfristiges Vermögen 0,0
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,6
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 2,4
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –1,9
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 5,8
Ermittlung des Firmenwertes
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden –5,8
Nicht beherrschende Anteile auf Basis des Anteils am Saldo der identifizierbaren
Vermögenswerte und übernommen Schulden
4,3
Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils 5,7
Firmenwert 4,2
Aufgliederung des Zahlungsmittelab-/zuflusses
Erworbene Zahlungsmittel 1,6
Tatsächlicher Zahlungsmittelab-/zufluss 1,6

Der erfasste Firmenwert resultiert aus der Markteintrittsprämie und sonstigen Vorteilen aus der Zusammenfassung der Vermögenswerte und Aktivitäten der M&BM Express OOD mit denen des Österreichischen Post Konzerns.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2,3 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.

Die M&BM Express OOD hat seit dem Erwerbszeitpunkt 5,4 Mio EUR zu den Umsatzerlösen und 1,0 Mio EUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich das Periodenergebnis auf 1,1 Mio EUR und die Umsatzerlöse auf 6,4 Mio EUR belaufen.

Die unwesentlichen Transaktionskosten wurden als Aufwand gebucht und werden in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung im sonstigen Aufwand und im Konzern-Cashflow-Statement im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Mit 1. April 2013 wurde die Option auf den Erwerb von weiteren 25% der Anteile an der M&BM Express OOD ausgeübt und die Anteile für eine Gegenleistung in bar von 5,2 Mio EUR erworben. Der Anteil erhöhte sich damit von 26% auf 51%. Der um Dividendenzahlungen bzw. die Periodenergebnisse fortgeschriebene Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden betrug zum 1. April 2013 3,4 Mio EUR. Der zu diesem Zeitpunkt auf die zusätzlich erworbenen Anteile entfallene Buchwert betrug 0,9 Mio EUR. Gemäß IAS 27 sind Transaktionen die zu einer Änderung der Beteiligungsquote, jedoch zu keinem Verlust der Beherrschung führen als Eigenkapitaltransaktionen zu erfassen. Entsprechend erfasste der Österreichische Post Konzern eine Verringerung des nicht beherrschenden Anteils von 0,9 Mio EUR und eine Reduktion der Gewinnrücklagen von 4,4 Mio EUR.

Nachstehend ist die Entwicklung des Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der M&BM Express OOD und die Auswirkung der Änderungen der Beteiligungsquote auf den Konzernanteil der M&BM Express OOD zusammengefasst:

Mio EUR Konzernanteil Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
Gesamt
Stand am 1. Februar 2013 1,5 4,3 5,8
Periodenergebnis 0,1 0,3 0,4
Ausschüttung –0,7 –2,0 –2,8
Stand am 1. April 2013 0,9 2,5 3,4
Erhöhung des Konzernanteils 0,9 –0,9 0,0
Periodenergebnis 0,3 0,3 0,6
Stand am 30. Juni 2013 2,0 2,0 4,0

Am 1. November 2012 hat der Österreichische Post Konzern die restlichen 74% der Anteile an der PostMaster s.r.l., Bukarest, erworben. Die Gesellschaft wurde ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Abschluss des Österreichischen Post Konzern einbezogen. Die Bestimmung der finalen Gegenleistung ergibt sich auf Basis einer Kaufvertragsformel abhängig vom Ergebnis 2012 der PostMaster s.r.l.. Zum Erwerbszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert des Gesamtbetrages der übertragenen Gegenleistung auf 11,8 Mio EUR geschätzt, wovon 10,2 Mio EUR auf eine bedingte Gegenleistung (Restkaufpreisverbindlichkeit) entfielen. Aufgrund von Änderungen der zugrundliegenden Annahmen erhöhte sich die bedingte Gegenleistung (Restkaufpreisverbindlichkeit) auf 11,3 Mio EUR. Die Restkaufpreisverbindlichkeit wurde im ersten Quartal 2013 vollständig beglichen. Die Anpassung der bedingten Gegenleistung von 1,1 Mio EUR ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Corporate

Der österreichische Post Konzern hat am 7. Juni 2013 100% der Anteile an der PAG Projektentwicklung Allhaming GmbH, St. Florian, erworben. Die Gesellschaft wird als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die mit der Gesellschaft erworbenen Vermögensgegenstände bestanden aus zwei Grundstücken in Allhaming, Oberösterreich, welche für die Errichtung des neuen Verteilzentrums Allhaming vorgesehen sind. Bei den erworbenen Vermögensgegenständen handelt es sich jedoch um keinen Geschäftsbetrieb und damit um keinen Anwendungsfall nach IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse. Einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise folgend wurden der Zugang der Grundstücke (6,5 Mio EUR) sowie die Anschaffungskosten für die Beteiligung (0,8 Mio EUR) als ein Anschaffungsvorgang in Höhe von 7,3 Mio EUR unter den Grundstücken und Bauten erfasst.

Per 16. April 2013 hat der Österreichische Post Konzern seinen Anteil an dem assoziierten Unternehmen ADELHEID GmbH mittels Kapitalerhöhung von 35,2% auf 44,4% erhöht. Der Buchwert der nach der Equity Methode erfassten Beteiligung erhöhte sich dadurch um 1,0 Mio EUR und beträgt per 30. Juni 2013 1,4 Mio EUR.

3. Angaben zu Finanzinstrumenten

Beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Folgende Tabellen zeigen die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen sowie der Finanzverbindlichkeiten zum 30. Juni 2013:

Finanzielle Vermögenswerte 30.6.2013
Mio EUR Buchwert Marktwert
Wertpapiere 57,3 57,3
Derivative finanzielle Vermögenswerte 0,3 0,3
Strategische und andere Anteile 12,2 12,2
69,8 69,8
Finanzverbindlichkeiten 30.6.2013
Mio EUR Buchwert Marktwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8,1 8,1
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 13,1 13,2
Andere Finanzverbindlichkeiten 0,6 0,6
21,9 22,0

Fair Value Hierarchie

Die nachstehende Tabelle stellt die Finanzinstrumente dar, deren Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen wird. Diese sind unterteilt in Stufe 1 bis 3 – je nachdem, inwieweit der beizulegende Zeitwert auf dem Markt beobachtbar ist:

30.6.2013
Mio EUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte der
Kategorie "zur Veräußerung verfügbar"
Wertpapiere 57,3 0,0 0,0 57,3
Strategische und andere Anteile 0,0 0,0 12,2 12,2
Finanzielle Vermögenswerte der
Kategorie "als erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet"
Derivative finanzielle Vermögenswerte 0,0 0,3 0,0 0,3

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen und es gab keine Änderungen in den Stufe 3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten.

Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte:

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
1 Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsenpreis
2 FX-Forward Kapitalwertorientiert Fremdwährungswechselkurse
und Zinskurven, Markt- und
Kreditrisiken
3 Strategische und andere Anteile Marktwertorientiert bzw.
kapitalwertorientiert
Buchwert-Multiples vergleichbarer
börsennotierter Unternehmen
und, sofern verfügbar, Planungs
rechnungen

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe 3-Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrundeliegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen, sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.

Derivative Finanzinstrumente

In folgender Tabelle werden der Bezugswert und der Marktwert der bestehenden derivativen Finanzinstrumente dargestellt:

Mio EUR Nominale
(Bezugswert)
Marktwert Nominale
(Bezugswert)
Marktwert
Devisenterminkontrakte
FX-Forward 0,0 0,0 36,7 0,3

Der Österreichische Post Konzern hat Ende Juni 2013 zwei Devisenterminkontrakte zur teilweisen Absicherung des in Türkischen Lira (TRY) zu entrichtenden Kaufpreis für den Erwerb des 25% Anteils an Aras Kargo abgeschlossen. Der Zeitraum, für den die Devisenterminkontrakte abgeschlossen wurden, entspricht dem Zeitraum in welchem ein Fremdwährungsrisiko aus dem zugrundeliegenden Geschäftsvorfall besteht. Die beiden Kontrakte sind nicht als Sicherungsbeziehungen designiert und werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

4. Sonstige Angaben

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 30. Juni 2013 nicht wesentlich verändert.

Die von der Hauptversammlung am 18. April 2013 beschlossene Dividende von 1,80 EUR pro Aktie (121,6 Mio EUR) wurde am 2. Mai 2013 ausbezahlt.

5. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 30. Juni 2013 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Am 30. Juli 2013 erfolgte das Closing für den Erwerb eines 25% Anteils an dem türkischen Paketdienstleister Aras Kargo. Der Kaufpreis für den Anteil beträgt 125 Mio Türkische Lira (TRY), das sind etwa 49 Mio EUR. Die Österreichische Post verfügt weiters über eine Call-Option im Jahr 2016, mit dem Recht – auf Basis des Unternehmensergebnisses 2015/2016 – weitere 50% der Unternehmensanteile zu erwerben. Die Beteiligung würde sich in diesem Fall auf insgesamt 75% erhöhen. Bisher angefallene Transaktionskosten in Höhe von 1,2 Mio EUR wurden aktiviert und werden in der Konzernbilanz vorläufig unter den anderen Finanzanlagen ausgewiesen.

6. Negativvermerk

Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Halbjahr 2013 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 30. Juli 2013

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäSS § 87 Abs. 1 Z 3 Börsegesetz

Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 30. Juli 2013

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Generaldirektor Vorstandsmitglied

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Finanzen

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

Finanzkalender 2013

  1. August 2013 Halbjahresfinanzbericht 2013 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h) 14. November 2013 Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2013 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)

Entwicklung der Post Aktie (Vergleich 12 monate)

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien, Österreich T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected], I: www.post.at FN: 180219d, Handelsgericht Wien

Konzept, Gestaltung und Gesamtkoordination be.public Werbung Finanzkommunikation, Wien

Druck

Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version

Redaktionsschluss: 30. Juli 2013

Kontakt

Investor Relations & Corporate Governance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Unternehmenskommunikation Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 20795 F: +43 (0) 577 67 28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at

Halbjahresfinanzbericht 2013 | Österreichische Post AG

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