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Österreichische Post AG

Quarterly Report Nov 14, 2013

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2013 | Österreichische Post AG

UMSATZ VERBESSERT

Leichtes Wachstum in beiden Divisionen (exkl. benelux)

Ergebnis gesteigert EBIT-Marge von 7,6%

Ausblick bestätigt

Stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung

Mag. Kerstin Neumayer, Leitung Marketing Billa Franz Schopf, MBA, Leitung Vertrieb Branche Handel, Österreichische Post

HIGHLIGHTS Q1–3 2013

Marktumfeld stabil

  • Zufriedenstellendes Briefgeschäft in Österreich mit positiven Sondereffekten durch Wahlen
  • Österreichischer Paketmarkt zeigt weiter robustes Wachstum
  • Internationales Paketgeschäft mit starkem Wettbewerbsdruck

Umsatz verbessert

  • Umsatzanstieg Q1–3 um 1,7% (exkl. Benelux)
  • Leichtes Wachstum im Brief- als auch Paketbereich (exkl. Benelux)

Ergebnis gesteigert

  • Bilanzielle Maßnahmen im dritten Quartal (non-cash)
  • Leicht verbessertes EBIT Q1–3 von 131,5 Mio EUR trotz Impairment

Ausblick 2013 bestätigt

  • Stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung
  • Ergebnisverbesserung angestrebt

kennzahlenüberblick

Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013 Veränderung %
Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatz Mio EUR 1.722,9 1.734,2 0,7%
Umsatz exkl. Tochtergesellschaften Benelux2 Mio EUR 1.705,7 1.734,2 1,7%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Mio EUR 193,2 222,6 15,2%
EBITDA-Marge3 % 11,2% 12,8%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Mio EUR 131,0 131,5 0,4%
EBIT-Marge3 % 7,6% 7,6%
EBT (Ergebnis vor Steuern) Mio EUR 128,9 128,7 –0,1%
Periodenergebnis Mio EUR 99,0 104,9 6,0%
Ergebnis je Aktie4 EUR 1,47 1,54 5,2%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 23.260 24.257 4,3%
Cashflow
Cashflow aus dem Ergebnis Mio EUR 202,2 236,8 17,1%
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit Mio EUR 171,9 171,7 –0,1%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) Mio EUR –52,8 –63,4 20,0%
Erwerb/Verkauf von Tochtergesellschaften Mio EUR –38,0 –71,5 88,1%
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren Mio EUR 124,1 109,1 –12,0%
31.12.2012 30.9.2013 Veränderung %
Bilanz
Bilanzsumme Mio EUR 1.700,8 1.606,9 –5,5%
Eigenkapital Mio EUR 708,6 684,9 –3,3%
Langfristiges Vermögen Mio EUR 1.047,6 1.090,7 4,1%
Kurzfristiges Vermögen Mio EUR 653,2 516,2 –21,0%
Nettoverschuldung Mio EUR 68,5 139,7 >100%
Eigenkapitalquote % 41,7% 42,6%
Capital Employed Mio EUR 713,2 753,7 5,7%

Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012 3 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

4 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

vorwort des vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die positive Umsatzentwicklung der ersten Jahreshälfte hat sich auch im dritten Quartal 2013 fortgesetzt. So konnte der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres gegenüber dem – um die 2012 abgegebenen Tochtergesellschaften in Benelux bereinigten – Vorjahreswert um 1,7% gesteigert werden. Speziell der Briefbereich entwickelte sich dabei sehr erfreulich, zum Teil begünstigt von Sondereffekten. So sorgten heuer neben den Umsatzbeiträgen neu akquirierter Gesellschaften in Zentral- und Osteuropa insbesondere die Nationalratswahl sowie einige Regionalwahlen und Volksbefragungen für zusätzliche Umsätze. Gleichzeitig hält allerdings der strukturelle Trend rückläufiger Briefvolumina durch E-Substitution weiterhin an. Zudem sind die Werbeaktivitäten einiger Kundenbranchen im Bereich Direct Mails aufgrund der geringen konjunkturellen Dynamik zurückhaltend. Vom Online-Boom profitieren kann weiterhin das österreichische Paketgeschäft, das im Berichtszeitraum bei Privatkunden, aber auch bei Business-Kunden erneut Zuwächse verzeichnete.

Schwieriger gestaltet sich die Situation im internationalen Paket- und Logistikgeschäft. Speziell die deutsche trans-o-flex Gruppe ist hier mit starkem Wettbewerb und hohem Preisdruck konfrontiert. Dies ist auch der Grund für einen Sondereffekt, der die Ergebnissituation des Konzerns in der Berichtsperiode beeinflusst hat: Angesichts des herausfordernden Marktumfeldes der trans-o-flex Gruppe und der reduzierten Ertragssituation wurde im dritten

Quartal ein Firmenwert-Impairment in Höhe von 27,0 Mio EUR vorgenommen. Operativ werden im Rahmen eines umfassenden Ergebnisverbesserungsprogramms externe Leistungen an wichtigen Standorten wieder integriert, um die Ertragssituation nachhaltig zu verbessern.

Neben diesem non-cash Effekt der erwähnten Firmenwert-Abschreibung waren auch positive Sondereffekte wie die Umsatzimpulse des Wahljahres 2013 und ein Rückgang des Rückstellungsbedarfs im dritten Quartal zu verzeichnen. Somit konnte nach drei Quartalen eine leichte Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) der Österreichischen Post auf 131,5 Mio EUR erzielt werden. Auch das Ergebnis pro Aktie liegt mit 1,54 EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Basierend auf diesen Resultaten können wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2013 bestätigen. Der Umsatz sollte sich stabil bis leicht positiv entwickeln, eine Verbesserung im EBIT wird angestrebt.

Um diese Ziele zu erreichen, werden wir im gesamten Konzern auch in Zukunft großes Gewicht auf Kostendisziplin und Effizienzsteigerung legen und parallel dazu die Modernisierung der Geschäftsprozesse weiter vorantreiben. Gleichzeitig wollen wir Chancen in Zukunftsmärkten nutzen. Ein wichtiger Meilenstein in diese Richtung ist uns zuletzt mit der Übernahme eines 25%-Anteils an Aras Kargo a.s. und damit dem Einstieg in den türkischen Paketmarkt gelungen. Um den Servicelevel weiter zu erhöhen, steht bei allen Aktivitäten die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse unserer Kunden im Fokus.

Wien, am 6. November 2013

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Umfeld und Rahmenbedingungen

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Seit Mitte des Jahres 2013 zeigen sich auch im europäischen Raum erste Anzeichen einer Konjunkturerholung. Die Zuversicht in der Wirtschaft nimmt langsam zu, wobei die Wachstumsimpulse weiterhin schwach bleiben. Während die Wirtschaftsleistung in Europa im Gesamtjahr 2013 um 0,3% leicht anwachsen dürfte, wird der Euro-Raum noch einen Rückgang von rund 0,4% verzeichnen müssen. In 2014 wird die europäische Wirtschaftsleistung gemäß Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 1,4% steigen, wobei auch der Euro-Raum wieder um 1,0% zulegen sollte (IWF, Oktober 2013). Besser als der europäische Durchschnitt entwickelte sich der österreichische Markt: Bereits im vierten Quartal 2013 sollte die heimische Wirtschaft weiter an Kraft gewinnen, was in einem Wirtschaftswachstum von 0,4% im Gesamtjahr resultiert. Die Konjunktur wird sich 2014 weiter erholen, die Belebung aufgrund der anhaltenden Strukturprobleme im Euro-Raum allerdings nicht die Stärke vergangener Aufschwungsphasen erreichen. Für das Gesamtjahr 2014 erwartet das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) ein BIP-Wachstum in Höhe von 1,7% (WIFO, Oktober 2013). Ähnliche Steigerungsraten werden auch für Deutschland erwartet, das laut aktuellen Prognosen einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 0,5% in 2013 und 1,4% in 2014 verzeichnen sollte (IWF, Oktober 2013).

Besser als für den Euro-Raum stellen sich die Prognosen für Zentral- und Osteuropa dar. Diese Region zeigt mit einer Prognose von 2,3% bereits für 2013 ein moderates Wachstum, das sich in 2014 auf 2,7% beschleunigen sollte. Etwas schwächere Wachstumsraten zeigen dabei Ungarn (2013: 0,2%), Bulgarien (2013: 0,5%) und die Slowakei (2013: 0,8%), wobei für diese Märkte für 2014 wieder ein deutlicherer BIP-Anstieg erwartet wird (1,3% für Ungarn, 1,6% für Bulgarien, 2,3% für die Slowakei). Auch für Kroatien wird nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2013 (minus 0,6%) im Folgejahr wieder ein Wachstum von 1,5% prognostiziert. Sehr positiv entwickeln sich die Märkte Polen (2013: 1,3%), Rumänien (2013: 2,0%), Serbien (2013: 2,0%) und Türkei (2013: 3,8%). All diese Länder werden laut aktuellen Prognosen in 2014 einen BIP-Anstieg über der 2%-Marke verbuchen, wobei der Zukunftsmarkt Türkei überproportional um 3,5% wachsen dürfte (IWF, Oktober 2013).

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden strukturellen Trends beeinflusst: Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefes weiterhin an. Das Volumen an Werbesendungen wiederum ist abhängig von der Intensität von Werbeaktivitäten der

Unternehmen: Während der Werbemarkt laut Media FOCUS Research – getrieben durch Online, Kino und TV – im Jahr 2013 wächst, zeigt der klassische Prospekt aktuell eine rückläufige Entwicklung. Für adressierte Direct-Mails stellen sich die Prognosen etwas positiver dar (Prognose: September 2013). Im Paketbereich sind in Österreich aufgrund der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings weiterhin steigende Paketmengen zu verzeichnen. Die Entwicklung des internationalen Paketund Frachtgeschäfts ist wiederum wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind in diesem Bereich weiterhin hoch.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das mit 1. Jänner 2011 zur Gänze in Kraft getreten ist. Die Österreichische Post bleibt auch nach der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit eine Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Seit Anfang 2011 ist der Universaldienst nunmehr auf Postsendungen beschränkt, die an gesetzlich definierten Zugangspunkten abgegeben werden können. Zudem unterliegt die gewerbsmäßige Beförderung von Briefsendungen mit einem Gewicht bis 50 Gramm nunmehr einer Konzessionspflicht.

Durch die am 1. Juli 2013 in Kraft getretene Post-Erhebungs-Verordnung wird die Österreichische Post – wie alle Postdiensteanbieter – verpflichtet, quartalsweise gewisse statistische Daten an die RTR (Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH) zu melden. So sind unter anderem Sendungsmengen und Umsätze von bestimmten Produkten (z. B. Briefsendungen Inland/Ausland, Paketsendungen Inland/Ausland, Einschreibsendungen, behördliche Sendungen, etc.), Anzahl der Post-Geschäftsstellen und Verteilzentren, Anzahl der Briefaufgabekästen, Anzahl der Mitarbeiter, Investitionen in Infrastruktur etc. bekannt zu geben. Die Daten sämtlicher Postdiensteanbieter sind aggregiert zu veröffentlichen, sodass keine Rückschlüsse auf Daten einzelner Unternehmen ableitbar sind. Die Verpflichtungen dieser Verordnung führen bei der Österreichische Post zu einem erhöhten Kosten- und Personalaufwand.

Geschäftsver lauf und wirtschaftliche Lage

Veränderungen im Konsolidierungskreis und in der rechnungslegung

Per 1. April 2013 wurde eine Option zur Erhöhung des Anteilsbesitzes an der M&BM Express OOD, Bulgarien, um 25% auf 51% ausgeübt. Da diese Option bereits ab Februar 2013 bestand, wurde die Gesellschaft per 1. Februar 2013 vollkonsolidiert. Eine weitere Option sieht die Möglichkeit vor, im Jahr 2014 abermals 25% an M&BM Express OOD zu übernehmen und damit den Anteil auf bis zu 76% zu erhöhen.

Mit 1. Februar 2013 hat die Österreichische Post zudem die restlichen 50% der Anteile an der FEIPRO Vertriebs GesmbH erworben. Mit diesem Stichtag wurde das Unternehmen als vollkonsolidierte Gesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen.

Am 30. Juli 2013 erfolgte das Closing zur Übernahme einer Beteiligung von 25% am türkischen Paketdienstleisters Aras Kargo a.s. Der 25%-Anteil wurde ab August 2013 als Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Österreichische Post verfügt zudem über eine Call-Option im Jahr 2016, mit dem Recht – auf Basis des Unternehmensergebnisses 2015/2016 – weitere 50% der Unternehmensanteile von der Familie Aras zu erwerben, womit sich ihre Beteiligung auf insgesamt 75% erhöhen würde.

In der Rechnungslegung machte die Österreichische Post von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung des überarbeiteten IAS 19 Gebrauch. In den nachfolgenden Tabellen wurden die Vorjahreswerte in den Positionen

Personalaufwand, Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen, Ertragsteuern sowie den jeweiligen Ergebniszeilen angepasst.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Der ausgewiesene Konzernumsatz der Österreichischen Post lag in den ersten drei Quartalen 2013 mit 1.734,2 Mio EUR um 0,7% über dem Niveau der Vorjahresperiode. Bereinigt um die im ersten Halbjahr 2012 noch inkludierten Umsätze der mittlerweile abgegebenen Gesellschaften in Benelux in Höhe von 17,3 Mio EUR entspricht dies einer Steigerung von 1,7%.

Die Division Brief, Werbepost & Filialen verzeichnete einen Umsatzanstieg von 1,5% bzw. 16,5 Mio EUR auf 1.107,7 Mio EUR. Diese erfreuliche Entwicklung ist einerseits auf die Konsolidierung neuer Tochtergesellschaften in Polen, Rumänien und Bulgarien (17,5 Mio EUR) und andererseits auf positive Impulse durch Wahlen und Bürgerbefragungen in Österreich in den ersten neun Monaten 2013 zurückzuführen. Darüber hinaus verzeichneten Dienstleistungen aus dem Bereich Mail-Solutions Zuwächse in der Berichtsperiode.

In der Division Paket & Logistik konnte der Umsatz in den ersten drei Quartalen 2013 – bereinigt um die abgegebenen Gesellschaften in Benelux – um 2,1% auf 627,5 Mio EUR gesteigert werden. In der regionalen Betrachtung konnte das stärkste Wachstum mit 9,6% in Österreich verzeichnet werden, während der Umsatz in Deutschland um 2,1% rückläufig war.

Mio EUR Q1–3 2012 Q1–3 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2012 Q3 2013
Umsatz gesamt 1.722,9 1.734,2 0,7% 11,3 549,8 561,1
Umsatz exkl. Tochter
gesellschaften Benelux2
1.705,7 1.734,2 1,7% 28,5 549,8 561,1
Brief, Werbepost & Filialen 1.091,2 1.107,7 1,5% 16,5 349,6 353,1
Paket & Logistik 632,0 627,5 –0,7% –4,5 201,1 208,5
Paket & Logistik exkl. Tochter
gesellschaften Benelux2
614,7 627,5 2,1% 12,7 201,1 208,5
Corporate 10,6 5,1 –52,5% –5,6 5,3 1,3
Konsolidierung –10,9 –6,0 44,8% 4,9 –6,2 –1,8
Kalenderwerktage in Österreich 188 188 64 65

Umsatz nach Divisionen1

1 Außenumsatz der Divisionen

2 Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2012
angepasst1
Q3 2013
Umsatzerlöse 1.722,9 1.734,2 0,7% 11,3 549,8 561,1
Sonstige betriebliche Erträge 49,6 50,2 1,0% 0,5 16,4 16,1
Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen
–562,9 –556,5 –1,1% –6,4 –183,5 –184,1
Personalaufwand –794,8 –784,4 –1,3% –10,4 –247,8 –233,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen –209,5 –216,0 3,1% 6,5 –67,1 –75,0
Ergebnis aus at equity konsolidierten
Unternehmen
–12,1 –4,9 59,7% 7,2 –10,1 –1,6
EBITDA
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen)
193,2 222,6 15,2% 29,4 57,8 82,7
Abschreibungen –62,1 –91,0 46,5% 28,9 –21,5 –49,5
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
131,0 131,5 0,4% 0,5 36,3 33,2
Sonstiges Finanzergebnis –2,1 –2,8 –32,7% –0,7 –1,2 –0,8
EBT
(Ergebnis vor Steuern)
128,9 128,7 –0,1% –0,2 35,1 32,3
Ertragsteuern –29,9 –23,9 –20,3% –6,1 –8,7 –3,9
Periodenergebnis 99,0 104,9 6,0% 5,9 26,3 28,4
Ergebnis je Aktie (EUR)2 1,47 1,54 5,2% 0,08 0,39 0,42

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

Die positive Umsatzentwicklung des Konzerns enthält neben Steigerungen in Österreich und Südost-/Osteuropa auch einen Umsatzrückgang im deutschen Paket- und Logistikgeschäft. Dieser Bereich ist durch einen hohen Anteil externer Transportdienstleistungen gekennzeichnet, sodass sich im Betrachtungszeitraum der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen um 1,1% auf 556,5 Mio EUR verringerte.

Der Personalaufwand der Österreichischen Post reduzierte sich im Periodenvergleich um 1,3% auf 784,4 Mio EUR. Dieser Betrag umfasst alle operativen, aber auch nichtoperativen Personalaufwendungen des Konzerns, die primär der langfristigen Verbesserung der Kostenstruktur dienen – wie etwa Abfertigungszahlungen, Restrukturierungsmaßnahmen oder Vorsorgen.

Die operativen Personalaufwendungen sind in den ersten drei Quartalen geringfügig um 0,5% auf 764,4 Mio EUR gestiegen. Die nicht-operativen Personalaufwendungen beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 19,9 Mio EUR, nach 34,0 Mio EUR im Vorjahr. Neben laufenden Abfertigungszahlungen beinhaltet diese Summe auch Rückstellungsveränderungen. Aufgrund des fortschreitenden Personalrückgangs kam es im Vergleich zu 2012 zu einem verringerten Bedarf an Rückstellungen für Personalunterauslastung und somit zu einer Reduktion dieser Rückstellung von insgesamt 16,3 Mio EUR im dritten Quartal 2013.

Die gesamte bilanzielle Rückstellung für Unterauslastung hat sich damit seit Jahresanfang 2013 von 229,1 Mio EUR auf 217,8 Mio EUR reduziert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Berichtszeitraum um 0,5 Mio EUR auf insgesamt 50,2 Mio EUR an. Darin inkludiert sind Miet- und Pachterträge in Höhe von 19,3 Mio EUR und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von 4,2 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 3,1% auf 216,0 Mio EUR.

Das Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen lag in der Berichtsperiode bei minus 4,9 Mio EUR. Im Vorjahreswert von minus 12,1 Mio EUR war ein Impairment des at equity-Anteils in Höhe von 9,6 Mio EUR für die Gesellschaft MEILLERGHP enthalten.

EBITDA nach Divisionen

Mio EUR Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2012
angepasst1
Q3 2013
EBITDA
Gesamt
193,2 222,6 15,2% 29,4 57,8 82,7
Brief, Werbepost & Filialen 215,1 233,6 8,6% 18,5 62,9 76,2
Paket & Logistik 32,9 27,9 –15,1% –5,0 10,6 5,4
Corporate –54,2 –39,0 28,1% 15,2 –15,0 1,0

EBIT nach Divisionen

Mio EUR Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2012
angepasst1
Q3 2013
EBIT
Gesamt
131,0 131,5 0,4% 0,5 36,3 33,2
Brief, Werbepost & Filialen 193,4 208,8 8,0% 15,4 56,3 66,9
Paket & Logistik 17,0 –14,4 –31,3 5,3 –26,8
Paket & Logistik vor Impairments 17,0 12,6 –25,6% –4,3 5,3 0,2
Corporate –78,7 –63,0 19,9% 15,7 –24,8 –7,0

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns erhöhte sich auf 222,6 Mio EUR, wobei die Steigerung um 29,4 Mio EUR zu einem großen Teil auf den bereits erwähnten reduzierten Personalrückstellungsbedarf von 16,3 Mio EUR im dritten Quartal 2013 zurückzuführen ist. Durch diesen Sondereffekt verbesserte sich die EBITDA-Marge auf 12,8%.

In Summe fielen in der Berichtsperiode 91,0 Mio EUR an Abschreibungen an. Darin inkludiert ist auch das Firmenwert-Impairment der deutschen trans-o-flex Gruppe. Bedingt durch das wettbewerbsintensive Marktumfeld und die reduzierte Ertragssituation wurde der Firmenwert in der Bilanz um 27,0 Mio EUR auf 84,4 Mio EUR abgewertet.

Diese beiden Sondereffekte (non-cash) im Bereich Personalaufwand und Abschreibungen führten in Summe zu einem EBIT, das mit 131,5 Mio EUR leicht über dem Wert der ersten drei Quartale des Vorjahres lag.

Auch in der divisionalen Betrachtung zeigt sich ein Bild, das von den erwähnten Sondereffekten geprägt ist: Die Division Brief, Werbepost & Filialen konnte das EBIT um 15,4 Mio EUR auf 208,8 Mio EUR steigern. Die Verbesserung beruht einerseits auf den positiven Umsatzeffekten im Wahljahr 2013 und andererseits auf dem Umstand, dass das Ergebnis der Vergleichsperiode 2012 durch ein Impairment des at equity-Anteils in Höhe von 9,6 Mio EUR bei der Gesellschaft MEILLERGHP beeinträchtigt war.

Die Division Paket & Logistik verzeichnete ein EBIT von minus 14,4 Mio EUR. Nach Berücksichtigung des Firmenwert-Impairments von 27,0 Mio EUR für die trans-o-flex Gruppe ergibt sich jedoch ein operatives EBIT von 12,6 Mio EUR. In diesem Ergebnis sind zudem zusätzliche Einmaleffekte in Höhe von 5,1 Mio EUR, überwiegend für Wertberichtigungen von Forderungen im dritten Quartal 2013, enthalten. Das Programm zur Ergebnisverbesserung in der trans-o-flex Gruppe sieht vor, externe Leistungen selektiv an wichtigen Standorten wieder zu integrieren. Ziel ist es, eine Verbesserung der Kostenstruktur im gesamten Netzwerk zu erreichen. Darüber hinaus werden Marktchancen durch die stärkere Fokussierung auf Pharma/ Health Care, auf Basis der neuen EU-Richtlinie Good Distribution Practice (GDP) für Pharma-Transporte, verfolgt.

Corporate enthält grundsätzlich alle Aufwendungen zentraler Abteilungen des Konzerns sowie Personalrückstellungen und Vorsorgen. Der bereits weiter oben beschriebene reduzierte Bedarf an Rückstellungen

für Unterauslastungen von 16,3 Mio EUR im dritten Quartal 2013 führte hier im Periodenvergleich zu einem verbesserten EBIT von minus 63,0 Mio EUR nach minus 78,7 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Der Steueraufwand betrug für die ersten drei Quartale 2013 23,9 Mio EUR und lag damit unter dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres. Dies steht vor allem mit der steuerlich abweichenden Wertminderung der trans-o-flex Gruppe in Zusammenhang. Nach Abzug von Steuern ergibt sich damit für die ersten neun Monate 2013 ein Konzern-Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 104,9 Mio EUR, das demnach um 6,0% über dem Ergebnis der Vorjahresperiode lag. Nach Abzug der Anteile ohne beherrschenden Einfluss entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 1,54 EUR (unverwässert) und somit einer Steigerung um 5,2%.

Ergebniskennzahlen

99,0 104,9

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Vermögens- und Finanzlage

Die Österreichische Post verfügt über eine risikoaverse Bilanzstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 30. September 2013 bei 1.606,9 Mio EUR, wobei davon aktivseitig 67,9% auf langfristiges Vermögen und 32,1% auf kurzfristiges Vermögen entfallen. Das langfristige Vermögen von insgesamt 1.090,7 Mio EUR besteht vor allem aus Sachanlagen in Höhe von 600,7 Mio EUR. Die bilanzierten Firmenwerte lagen per 30. September 2013 bei 162,6 Mio EUR, wobei davon ein Großteil auf die trans-o-flex Gruppe entfällt. Durch ein Impairment im dritten Quartal 2013 in Höhe von 27,0 Mio EUR reduzierte sich der Firmenwert der trans-o-flex Gruppe auf aktuell 84,4 Mio EUR. Im kurzfristigen Vermögen nehmen die Forderungen mit 288,3 Mio EUR die größte Position ein. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich in der Berichtsperiode auf 209,5 Mio EUR, was unter anderem auf die Zahlung für die Übernahme eines 25%-Anteils an der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s. in Höhe von rund 50 Mio EUR zurückzuführen ist.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 30. September 2013 bei 42,6% lag. Das Eigenkapital des Konzerns belief sich per Ende September 2013 auf 684,9 Mio EUR. Davon entfallen 2,1 Mio EUR auf Anteile anderer Gesellschafter der M&BM Express OOD, Bulgarien, welche per 1. Februar 2013 vollkonsolidiert wurde. Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen mit Ende der Berichtsperiode bei 422,9 Mio EUR, die kurzfristigen Verbindlichkeiten bei 499,1 Mio EUR. Bei den Verbindlichkeiten nehmen die Rückstellungen mit insgesamt 543,9 Mio EUR die größte Position ein, wobei 217,8 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung entfallen (nach 229,1 Mio EUR zu Jahresbeginn). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich per 30. September 2013 auf 198,6 Mio EUR.

Die Analyse der Finanzposition des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 268,3 Mio EUR (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 209,5 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 58,8 Mio EUR). Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 23,8 Mio EUR gegenüber.

Bilanzstruktur

Mio EUR 31.12.2012 30.9.2013 Struktur
30.9.2013
Aktiva
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte 849,6 826,9 51,5%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 37,8 36,2 2,3%
Anteile at equity konsolidiert 7,1 54,0 3,4%
Vorräte, Forderungen und Sonstiges 439,1 409,3 25,5%
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 39,9 58,8 3,7%
Andere Finanzanlagen 12,2 12,2 0,8%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 315,0 209,5 13,0%
1.700,8 1.606,9 100,0%
Passiva
Eigenkapital1 708,6 684,9 42,6%
Rückstellungen 554,5 543,9 33,8%
Finanzverbindlichkeiten 22,9 23,8 1,5%
Verbindlichkeiten und Sonstiges 414,8 354,3 22,0%
1.700,8 1.606,9 100,0%

1 In der Position Eigenkapital sind Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 2,1 Mio EUR enthalten

CashFlow

Mio EUR Q1–3 2012 Q1–3 2013
Cashflow aus dem Ergebnis1 202,2 236,8
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen1 –30,2 –65,0
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 171,9 171,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit –78,9 –152,5
davon CAPEX –52,8 –63,4
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen –38,0 –71,5
davon Erwerb/Verkauf Wertpapiere 7,0 –18,4
Free Cashflow 93,0 19,2
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 124,1 109,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –124,3 –124,7
Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands –31,2 –105,5

1 Adaptierte Darstellung 2012: Neutralisierung der Reklassifikation von langfristigen Rückstellungen in kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Somit erfolgt nunmehr der Ausweis von Bildung/Auflösung langfristiger Rückstellungen im Cashflow aus dem Ergebnis, deren Verbrauch im Nettoumlaufvermögen.

Der Cashflow aus dem Ergebnis lag in den ersten neun Monaten 2013 mit 236,8 Mio EUR über dem Vorjahreswert. Die Veränderung im Nettoumlaufvermögen betrug in der Berichtsperiode minus 65,0 Mio EUR nach minus 30,2 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2012. Die Differenz ist vor allem auf reduzierte Verbindlichkeiten, gestiegene Forderungsstände sowie dem Rückgang kurzfristiger Rückstellungen zurückzuführen. Als Summe dieser Entwicklung hat sich der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit mit 171,7 Mio EUR nahezu ident zu der Vergleichsperiode 2012 entwickelt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag in den ersten drei Quartalen 2013 bei minus 152,5 Mio EUR, wobei dieser vor allem durch höhere Akquisitionen und CAPEX-Investitionen geprägt war. Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) beliefen sich in der Berichtsperiode auf 63,4 Mio EUR. Darin inkludiert waren etwa 10,8 Mio EUR an Sachanlageninvestitionen für ein neues Verteilzentrum in Oberösterreich, das bis Mitte 2014 errichtet wird. Zusätzlich waren in der Berichtsperiode 71,5 Mio EUR an Zahlungen für Akquisitionen zu verzeichnen. Der größte Teil entfällt mit rund 50 Mio EUR auf einen 25%-Anteil an der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s. Eine Cashflow-Veränderung erfolgte im Bereich Wertpapiere, wobei es sich hierbei v.a. um eine Umschichtung der Veranlagung von Zahlungsmitteln in Höhe von 20,9 Mio EUR in mittelfristige Wertpapiere handelt. Insgesamt lag der Free Cashflow vor Akquisitionen und Wertpapieren somit bei 109,1 Mio EUR.

Investitionen

Der Aufwand für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrug in den ersten drei Quartalen 2013 61,3 Mio EUR und liegt damit um 2,3 Mio EUR leicht über dem Wert des Vorjahres. Während davon 4,0 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte entfiel, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 57,3 Mio EUR. Schwerpunkte des Investitionsprogramms in der Berichtsperiode bildeten – neben den laufenden Ersatzinvestitionen im Fuhrpark – diverse Investitionen in Brief- und Paketverteilanlagen, Ersatzinvestitionen im Bereich Hardware, Software-Lösungen und Sicherheitssysteme. Zudem wurde in den ersten drei Quartalen 2013 auch der Umbau des Filialnetzes in Kooperation mit der BAWAG P.S.K. weiter vorangetrieben.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag in den ersten neun Monaten 2013 bei 24.257 Vollzeitkräften. Dies entspricht einer Erhöhung des Personalstandes gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 996 Mitarbeiter, wobei rund 1.600 Mitarbeiter den neu akquirierten Gesellschaften in Österreich, Polen, Bulgarien und Rumänien zuzurechnen sind. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 19.096 Vollzeitkräfte).

Mitarbeiter nach Divisionen

Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften Q1–3 2012 Q1–3 2013 Anteil in %
Brief, Werbepost & Filialen 17.294 18.112 74,7%
Paket & Logistik 4.001 4.081 16,8%
Corporate 1.965 2.064 8,5%
Gesamt 23.260 24.257 100,0%

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung zu setzen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – so etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2012 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht, Teil 2 "Facts & Figures", Seiten 37–42 und 104–110).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen drei Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für klassische Post-Dienstleistungen haben, sich aber auch negativ auf das Geschäft nationaler und internationaler Beteiligungen auswirken. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Medien ersetzt. Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Ausblick 2013

Der Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 wird von der Österreichischen Post unverändert beibehalten. Für das Geschäftsjahr 2013 ist mit einer stabilen bis leicht positiven Umsatzentwicklung zu rechnen. Die Basistrends des Brief- und Paketgeschäfts werden weiter anhalten.

Der Briefumsatz ist primär von einem kontinuierlichen Mengenrückgang bei adressierten Sendungen aufgrund der elektronischen Substitutionen geprägt. Gemäß internationalen Trends sind jährliche Rückgänge in der Größenordnung von 3–5% zu erwarten. Auch der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen wird aufgrund der geringen konjunkturellen Dynamik schwach bleiben. Positive Mengeneffekte aufgrund diverser Wahlen und Volksbefragungen in Österreich werden im vierten Quartal nicht mehr wirken. Das Paketgeschäft sollte weiterhin von Wachstum im Privatkundenbereich profitieren, während bei Business-Kunden die hohe Wettbewerbsdynamik insbesondere am deutschen Markt anhalten wird.

Einen zentralen Fokus des Konzerns bildet weiterhin die Profitabilität der erbrachten Leistungen. So werden Effizienzsteigerungen im Konzern weiter vorangetrieben. Für das Gesamtjahr 2013 wird weiterhin eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) angepeilt. Mittelfristig bleibt die Prognose einer EBITDA-Marge innerhalb der Zielbandbreite von 10–12% aufrecht.

Der erwirtschaftete operative Cashflow wird auch in Zukunft umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Zukunftsinvestitionen eingesetzt. Für das Jahr 2013 sind Anlageninvestitionen in der Größenordnung von etwa 90 Mio EUR vorgesehen, die vorrangig dem Ersatz bestehender Anlagen und damit der stetigen Modernisierung und konsequenten Effizienzsteigerung dienen.

Besondere Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Die Österreichische Post hat am 14. Oktober 2013 jeweils 100% der Anteile an vier Distributionsgesellschaften in Deutschland (Köln, Duisburg, Dortmund und Meinerzhagen) erworben. Die Gesellschaften werden ab dem Tag des Closing als vollkonsolidierte Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften gehören zu den wesentlichen Distributionspartnern für die trans-o-flex Gruppe und bedienen über ihre vier Standorte den Wirtschaftsraum Nordrhein-Westfalen. Der Erwerb ermöglicht der trans-o-flex die stringentere Steuerung wesentlicher Elemente innerhalb der gesamten Distributionslogistik.

Ergebnisse der Divisionen

DIVISION BRIEF, WERBE POST & FILIALEN

Mio EUR Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2012
angepasst1
Q3 2013
Außenumsatz 1.091,2 1.107,7 1,5% 16,5 349,6 353,1
Briefpost & Mail-Solutions 571,9 580,9 1,6% 9,0 181,7 183,5
Werbepost 318,9 324,2 1,7% 5,4 105,2 104,5
Medienpost 102,4 103,5 1,0% 1,0 30,8 32,7
Filialdienstleistungen 98,0 99,1 1,2% 1,1 31,9 32,3
Innenumsatz 50,1 54,2 8,2% 4,1 16,5 17,7
Umsatz gesamt 1.141,3 1.161,9 1,8% 20,6 366,1 370,8
EBITDA 215,1 233,6 8,6% 18,5 62,9 76,2
Abschreibungen –21,8 –24,8 14,1% 3,1 –6,6 –9,4
EBIT 193,4 208,8 8,0% 15,4 56,3 66,9
EBITDA-Marge2 18,9% 20,1% 17,2% 20,6%
EBIT-Marge2 16,9% 18,0% 15,4% 18,0%
Mitarbeiter3 17.294 18.112 4,7% 817

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

3 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Umsatz der Division hat sich in den ersten neun Monaten 2013 mit einem Plus von 1,5% auf 1.107,7 Mio EUR sehr positiv entwickelt. Diese Entwicklung resultiert primär aus der erstmaligen Vollkonsolidierung neuer Konzerngesellschaften (17,5 Mio EUR) und positiven Impulsen diverser Wahlen und Volksbefragungen in Österreich.

Im Bereich Briefpost & Mail-Solutions konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 1,6% auf 580,9 Mio EUR verbessert werden. Die Substitution von Briefen durch elektronische Medien hält nach wie vor an, diesbezügliche Rückgänge sind etwa im Kundensegment Telekom zu verzeichnen. Positive Impulse brachten hingegen diverse Wahlen, da die Möglichkeit der Briefwahl mittlerweile ein beliebtes Mittel der Stimmabgabe darstellt. Auch neue Dienstleistungen im Bereich Mail-Solutions konnten Zuwächse erzielen.

Der Bereich Werbepost verzeichnete ebenfalls einen Umsatzanstieg um 1,7% auf 324,2 Mio EUR. Auch hier erfolgte der Anstieg durch neu konsolidierte Gesellschaften und positive Wahleffekte. Die schwache Konjunktur und der Druck des Online-Handels auf den stationären Handel führten hingegen bei einigen Kunden zu einem rückläufigen Werbeverhalten. Auch der Umsatz mit Medienpost erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2013 um 1,0% auf 103,5 Mio EUR, ebenso wie der Umsatz mit Filialdienstleistungen, der um 1,2% auf 99,1 Mio EUR anstieg. Dies resultierte vor allem aus höheren Umsätzen mit Mobilfunkprodukten, die den Rückgang im Bereich Finanzdienstleistungen kompensierten.

In Summe verbesserte sich das EBIT der Division Brief, Werbepost & Filialen in der Berichtsperiode um 15,4 Mio EUR. Der Anstieg ist einerseits auf die positiven Umsatzeffekte zurückzuführen, aber auch auf ein Impairment von 9,6 Mio EUR der at equity konsolidierten Gesellschaft MEILLERGHP im Vorjahr.

Division Paket & Logistik

Mio EUR Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2012
angepasst1
Q3 2013
Außenumsatz 632,0 627,5 –0,7% –4,5 201,1 208,5
Paket Premium 483,8 474,1 –2,0% –9,7 154,3 159,8
Paket Standard 126,8 130,1 2,7% 3,4 40,2 40,6
Paket Sonstige Leistungen 21,5 23,3 8,3% 1,8 6,6 8,1
Außenumsatz exkl.
Tochtergesellschaften Benelux2
614,7 627,5 2,1% 12,7 201,1 208,5
Innenumsatz 6,5 5,7 –12,1% –0,8 2,0 1,8
Umsatz gesamt 638,5 633,2 –0,8% –5,3 203,2 210,2
EBITDA 32,9 27,9 –15,1% –5,0 10,6 5,4
Abschreibungen –15,9 –15,3 –3,9% –0,6 –5,2 –5,1
Impairments 0,0 –27,0 27,0 –27,0
EBIT 17,0 –14,4 <–100% –31,3 5,3 –26,8
EBIT
vor Impairments
17,0 12,6 –25,6% –4,3 5,3 0,2
EBITDA-Marge3 5,1% 4,4% 5,2% 2,6%
EBIT-Marge3 2,7% 2,0% 2,6% 0,1%
Mitarbeiter4 4.001 4.081 2,0% 81

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte per 15. März 2012, jenes für die trans-o-flex Belgium B.V.B.A per 31. Mai 2012 3 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz, EBIT-Marge bezogen auf EBIT vor Impairments

4 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik verringerte sich in den ersten drei Quartalen 2013 zwar um 0,7% auf 627,5 Mio EUR, doch sind in der Vergleichsperiode die im ersten Halbjahr 2012 abgegebenen Gesellschaften in Benelux enthalten. Betrachtet man die Umsatzentwicklung exklusive dieser Gesellschaften, so konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 2,1% gesteigert werden. Getragen wurde dieser Anstieg durch Wachstum in Österreich und Südost-/Osteuropa, in Deutschland wurde hingegen ein leichter Rückgang verzeichnet.

Der Bereich Paket Premium (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), der hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich Anwendung findet, verzeichnete in den

ersten drei Quartalen 2013 einen Umsatzrückgang von 2,0% auf 474,1 Mio EUR. Dieser Rückgang ist vor allem auf die Entkonsolidierung der Gesellschaften in Benelux, aber auch auf die rückläufige Entwicklung in Deutschland zurückzuführen. Überdurchschnittliche Steigerungen waren bei Geschäftskundenpaketen sowie hochwertigeren Privatkundenpaketen in Österreich zu verzeichnen.

Zuwachsraten verzeichnete der Bereich Paket Standard, der vorrangig für Sendungen an Privatkunden in Österreich zur Anwendung kommt. Der Umsatz stieg um 2,7% auf 130,1 Mio EUR. Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der

diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen wie beispielsweise Fulfillment, Warehousing oder Werttransporte beinhaltet, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 23,3 Mio EUR generiert.

Die Ergebnisentwicklung der Division war von Sondereffekten der trans-o-flex Gruppe geprägt: Neben dem Firmenwert-Impairment von 27,0 Mio EUR erfolgten Wertberichtigungen von Forderungen in Höhe von 5,1 Mio EUR.

Wien, am 6. November 2013

Im Zuge eines Ergebnisverbesserungsprogrammes werden Leistungen an ausgewählten Standorten wieder integriert. Darüber hinaus erfolgt eine stärkere Fokussierung auf den Pharma/Health Care-Markt.

Aus diesem Grund lag das EBIT der Division vor Impairments mit 12,6 Mio EUR unter dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die korrespondierende EBIT-Marge in der Berichtsperiode lag demnach bei 2,0%.

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

IFRS-Konzernzwischenabschluss

KONZERN-GE WINN - UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2013

Mio EUR Q1–3 2012 Q1–3 2013 Q3 2012 Q3 2013
angepasst1 angepasst1
Umsatzerlöse 1.722,9 1.734,2 549,8 561,1
Sonstige betriebliche Erträge 49,6 50,2 16,4 16,1
Gesamte betriebliche Erträge 1.772,5 1.784,4 566,2 577,2
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –562,9 –556,5 –183,5 –184,1
Personalaufwand –794,8 –784,4 –247,8 –233,8
Abschreibungen –62,1 –91,0 –21,5 –49,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –209,5 –216,0 –67,1 –75,0
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.629,4 –1.647,9 –519,8 –542,5
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 143,2 136,4 46,4 34,7
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen –12,1 –4,9 –10,1 –1,6
Finanzerträge 5,0 2,9 1,2 1,0
Finanzaufwendungen –7,1 –5,7 –2,4 –1,8
Sonstiges Finanzergebnis –2,1 –2,8 –1,2 –0,8
Finanzergebnis –14,3 –7,7 –11,3 –2,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 128,9 128,7 35,1 32,3
Ertragsteuern –29,9 –23,9 –8,7 –3,9
Periodenergebnis 99,0 104,9 26,3 28,4
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 99,0 104,1 26,3 28,2
die Anteile ohne beherschenden Einfluss 0,0 0,7 0,0 0,2
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR
)
1,47 1,54 0,39 0,42
Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR
)
1,45 1,53 0,39 0,42
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 143,2 136,4 46,4 34,7
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen –12,1 –4,9 –10,1 –1,6
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
131,0 131,5 36,3 33,2
Abschreibungen 62,1 91,0 21,5 49,5
EBITDA
(Ergebnis vor Abschreibung, Zinsen und Steuern)
193,2 222,6 57,8 82,7

GESA MTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2013

Mio EUR Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013 Q3 2012
angepasst1
Q3 2013
Periodenergebnis 99,0 104,9 26,3 28,4
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden:
Währungsumrechnungsdifferenzen 0,5 –0,6 0,5 –0,3
Währungsumrechnung at equity konsolidierte Unternehmen 0,2 –3,8 0,1 –3,6
Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene
Finanzinstrumente
3,4 0,5 1,1 0,4
Latente Steuern –0,8 –0,1 –0,3 –0,1
Summe der Posten, die umgegliedert werden 3,2 –4,0 1,4 –3,7
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –5,5 0,0 –3,0 0,0
Latente Steuern 1,4 0,0 0,8 0,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden –4,1 0,0 –2,2 0,0
Sonstiges Ergebnis –0,9 –4,0 –0,8 –3,7
Gesamtperiodenergebnis 98,1 100,9 25,5 24,8
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 98,1 100,1 25,5 24,6
die Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 0,7 0,0 0,2

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2013

Mio EUR 31.12.2012 30.9.2013
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Firmenwerte 183,5 162,6
Immaterielle Vermögenswerte 66,2 63,6
Sachanlagen 599,9 600,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 37,8 36,2
Anteile at equity konsolidiert 7,1 54,0
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 39,7 57,7
Andere Finanzanlagen 12,2 12,2
Forderungen 37,2 32,9
Latente Steuern 63,9 70,9
1.047,6 1.090,7
Kurzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 0,2 1,1
Vorräte 16,1 17,2
Forderungen 321,9 288,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 315,0 209,5
653,2 516,2
1.700,8 1.606,9
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 130,5 130,5
Gewinnrücklagen 125,1 122,3
Marktbewertung Finanzinstrumente –1,9 –1,5
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –4,5 –4,5
Währungsumrechnungsrücklagen –1,6 –6,0
Periodenergebnis 123,2 104,1
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 708,6 682,7
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 0,0 2,1
708,6 684,9
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 393,0 379,2
Finanzverbindlichkeiten 19,8 18,3
Verbindlichkeiten 20,2 15,0
Latente Steuern 12,2 10,4
445,2 422,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 149,6 152,3
Ertragsteuerrückstellungen 11,9 12,4
Finanzverbindlichkeiten 3,1 5,5
Verbindlichkeiten 382,4 328,9
547,0 499,1
1.700,8 1.606,9

KONZERN-CASHFLO W-STATEMENT FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2013

Mio EUR Q1–3 2012
angepasst1
Q1–3 2013
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern 128,9 128,7
Abschreibungen 62,1 91,0
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen 12,1 4,9
Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten –0,1 0,0
Langfristige Rückstellungen2 50,7 37,5
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –3,2 –2,0
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten 0,1 0,0
Gezahlte Steuern –41,8 –26,9
Nettozufluss/-abfluss Zinsen –3,2 –1,1
Währungsumrechnung 0,1 –0,3
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –3,6 5,0
Cashflow aus dem Ergebnis 202,2 236,8
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen 9,5 31,5
Vorräte 1,0 –0,4
Kurzfristige Rückstellungen2 –36,6 –46,6
Verbindlichkeiten2 –4,2 –49,6
Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens –30,2 –65,0
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 171,9 171,7
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –4,2 –7,1
Erwerb von Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien –52,8 –63,4
Erlöse aus Anlagenverkäufen 8,2 8,5
Erwerb von Tochterunternehmen –17,2 –15,4
Verkauf von Tochterunternehmen –15,5 0,0
Erwerb von at equity konsolidierten Unternehmen –5,4 –56,1
Erwerb von Wertpapieren 0,0 –20,9
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren 7,0 2,5
Erhaltene Auschüttungen von at equity konsolidierte Unternehmen 0,3 0,5
Gewährte Darlehen –3,6 –3,5
Erhaltene Zinsen 4,4 2,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit –78,9 –152,5
Free Cashflow 93,0 19,2
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –8,2 0,0
Ausschüttungen –114,8 –123,6
Gezahlte Zinsen –1,2 –1,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –124,3 –124,7
Veränderung des Finanzmittelbestandes –31,2 –105,5
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 310,6 315,0
Finanzmittelbestand am 30. September 279,3 209,5

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Adaptierte Darstellung 2012: Neutralisierung der Reklassifizierung von langfristigen Rückstellungen in kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Q1–3 2012 angepasst1
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 1.091,2 632,0 10,6 –10,9 1.722,9
Innenumsatz 50,1 6,5 124,1 –180,7 0,0
Umsatz gesamt 1.141,3 638,5 134,7 –191,6 1.722,9
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 205,9 17,0 –79,1 –0,6 143,2
Ergebnis aus at equity konsolidierten
Unternehmen
–12,5 0,0 0,4 0,0 –12,1
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
193,4 17,0 –78,7 –0,6 131,0
Abschreibungen 21,8 15,9 24,5 –0,1 62,1
EBITDA
(Ergebnis vor
Abschreibung, Zinsen
und Steuern)
215,1 32,9 –54,2 –0,7 193,2
Segmentvermögen 404,8 395,2 421,9 –9,0 1.212,9
Anteile at equity konsolidiert 9,9 0,0 0,7 0,0 10,6
Segmentschulden 416,0 107,2 394,4 –8,3 909,3
Segmentinvestitionen 23,9 14,4 21,3 –0,6 58,9
Abschreibungen 21,8 15,9 24,5 –0,1 62,1
davon Wertminderungen 0,0 0,1 1,7 0,0 1,8
Mitarbeiter2 17.294 4.001 1.965 23.260
Q1–3 2013
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 1.107,7 627,5 5,1 –6,0 1.734,2
Innenumsatz 54,2 5,7 128,9 –188,9 0,0
Umsatz gesamt 1.161,9 633,2 134,0 –194,9 1.734,2
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 213,1 –14,8 –62,0 0,2 136,4
Ergebnis aus at equity konsolidierten
Unternehmen
–4,3 0,4 –1,1 0,0 –4,9
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
208,8 –14,4 –63,0 0,2 131,5
Abschreibungen 24,8 42,3 24,0 –0,2 91,0
EBITDA
(Ergebnis vor Abschreibung,
Zinsen und Steuern)
233,6 27,9 –39,0 0,0 222,6
Segmentvermögen 411,5 369,4 414,5 –2,0 1.193,3
Anteile at equity konsolidiert 0,2 48,0 5,8 0,0 54,0
Segmentschulden 381,5 112,0 385,8 –1,6 877,7
Segmentinvestitionen 27,8 12,8 20,8 0,0 61,3
Abschreibungen 24,8 42,3 24,0 –0,2 91,0
davon Wertminderungen 1,7 27,0 0,0 0,0 28,7
Mitarbeiter2 18.112 4.081 2.064 24.257

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Q3 2012 angepasst1
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 349,6 201,1 5,3 –6,2 549,8
Innenumsatz 16,5 2,0 40,7 –59,3 0,0
Umsatz gesamt 366,1 203,2 46,0 –65,5 549,8
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 66,4 5,3 –24,8 –0,6 46,4
Ergebnis aus at equity konsolidierten
Unternehmen
–10,1 0,0 0,0 0,0 –10,1
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen und Steuern)
56,3 5,3 –24,8 –0,6 36,3
Abschreibungen 6,6 5,2 9,7 –0,1 21,5
davon Wertminderungen 0,0 0,0 1,7 0,0 1,7
EBITDA
(Ergebnis vor Abschreibung,
Zinsen und Steuern)
62,9 10,6 –15,0 –0,7 57,8

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

Q3 2013
Mio EUR
Brief,
Werbepost
& Filialen
Paket &
Logistik
Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 353,1 208,5 1,3 –1,8 561,1
Innenumsatz 17,7 1,8 42,2 –61,6 0,0
Umsatz gesamt 370,8 210,2 43,5 –63,4 561,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 68,1 –27,2 –6,3 0,1 34,7
Ergebnis aus at equity konsolidierten
Unternehmen
–1,3 0,4 –0,7 0,0 –1,6
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen
und Steuern)
66,9 –26,8 –7,0 0,1 33,2
Abschreibungen 9,4 32,1 8,1 –0,1 49,5
davon Wertminderungen 1,2 27,0 0,0 0,0 28,2
EBITDA
(Ergebnis vor Abschreibung,
Zinsen und Steuern)
76,2 5,4 1,0 0,0 82,7

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH REGIONEN

Q1–3 2012
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 1.240,9 395,4 86,7 1.722,9
Segmentvermögen 891,0 249,4 72,5 1.212,9
davon langfristig 665,1 179,8 50,8 895,7
Segmentinvestitionen 52,2 3,5 3,2 58,9
Q1–3 2013
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 1.259,1 385,4 89,7 1.734,2
Segmentvermögen 894,8 229,6 68,9 1.193,3
davon langfristig 684,3 160,7 46,6 891,6
Segmentinvestitionen 55,2 4,0 2,0 61,3
Q3 2012
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 396,4 128,6 24,8 549,8
Q3 2013
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Außenumsatz 401,4 129,1 30,5 561,1

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKA PITALS

Q1–3 2012
angepasst1
Mio EUR
Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tung von
leistungs
orientier
ten Ver
pflich
tungen
Markt
bewer
tung
Finanz
instru
mente2
Wäh
rungs
um
rech
nungs
rück
lagen
Perio
dener
gebnis
Eigen
kapital
der
Aktio
näre des
Mutter
unter
neh
mens
Anteile
ohne
beherr
schen
den
Einfluss
Konzern
Eigen
kapital
Stand am
1. Jänner 2012
337,8 130,5 116,8 0,7 –5,0 –2,0 123,2 702,0 0,0 702,0
Ausschüttung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –114,8 –114,8 0,0 –114,8
Veränderung
von Rücklagen
0,0 0,0 8,3 0,0 0,0 0,0 –8,3 0,0 0,0 0,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 99,0 99,0 0,0 99,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –4,1 2,5 0,7 0,0 –0,9 0,0 –0,9
Gesamtperioden
ergebnis
0,0 0,0 0,0 –4,1 2,5 0,7 99,0 98,1 0,0 98,1
Stand am
30. September 2012
337,8 130,5 125,1 –3,4 –2,4 –1,4 99,0 685,2 0,0 685,2
Q1–3 2013
Mio EUR
Grund
kapital
Kapi
tal
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Neu
bewer
tung von
leistungs
orientier
ten Ver
pflich
tungen
Markt
bewer
tung
Finanz
instru
mente2
Wäh
rungs
um
rech
nungs
rück
lagen
Perio
dener
gebnis
Eigen
kapital
der
Aktio
näre des
Mutter
unter
neh
mens
Anteile
ohne
beherr
schen
den
Einfluss
Konzern
Eigen
kapital
Stand am
1. Jänner 2013
337,8 130,5 125,1 –4,5 –1,9 –1,6 123,2 708,6 0,0 708,6
Erwerb eines Tochter
unternehmens
0,0 0,0 –4,4 0,0 0,0 0,0 0,0 –4,4 3,4 –1,0
Ausschüttung 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –121,6 –121,6 –2,0 –123,6
Veränderung
von Rücklagen
0,0 0,0 1,6 0,0 0,0 0,0 –1,6 0,0 0,0 0,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 104,1 104,1 0,7 104,9
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 –4,4 0,0 –4,0 0,0 –4,0
Gesamtperioden
ergebnis
0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 –4,4 104,1 100,1 0,7 100,9
Stand am
30. September 2013
337,8 130,5 122,3 –4,5 –1,5 –6,0 104,1 682,7 2,1 684,9

1 Anpassung aufgrund der Anwendung von IAS 19; siehe Kapitel 1. Grundlagen der Rechnungslegung

2 Zur Veräußerung gehalten

KONZERNANHANG für DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2013

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. September 2013 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. September 2013 vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 zugrunde liegen. Der Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis des IAS 34 Zwischenabschlüsse erstellt und enthält somit nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben. Der Konzernzwischenabschluss sollte gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2012 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Neue und geänderte Standards Inkrafttreten EU1
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards –
Darlehen der öffentlichen Hand
1.1.2013
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
1.1.2013
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013
IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Posten des
sonstigen Ergebnisses
1.7.2012
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks 1.1.2013
Diverse Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards,
Zyklus 2009–2011
1.1.2013

In den ersten drei Quartalen 2013 wurden folgende neue oder geänderte Standards erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Die Änderung des IFRS 1 behandelt die Bilanzierung von Darlehen der öffentlichen Hand zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz im Übergangszeitpunkt. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 30. September 2013.

Im geänderten IFRS 7 sind zusätzliche Angaben zu saldierten Finanzinstrumenten erforderlich. Diese Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 30. September 2013.

Der neue IFRS 13 beschreibt, wie der beizulegende Zeitwert (Fair Value) zu bestimmen ist und erweitert die erforderlichen Angaben. Zielsetzung ist die standardübergreifende Vereinheitlichung des Fair-Value-Begriffs sowie der dabei anzuwendenden Methoden. Angaben zum Marktwert finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie zur Fair-Value-Hierarchie wurden in den vorliegenden Konzernzwischenabschluss aufgenommen. Siehe dazu Kapitel 3. Angaben zu Finanzinstrumenten.

Im geänderten IAS 1 sind die einzelnen Posten des sonstigen Ergebnisses nach Art des Betrags einzustufen und so zu gruppieren, ob sie gemäß anderer IFRS anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden (sogenanntes Recycling) oder nicht. In der Darstellung der Gesamtergebnisrechnung wurde eine entsprechende Untergliederung des sonstigen Ergebnisses in "Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden" und "Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden" vorgenommen.

IFRIC 20 beschäftigt sich mit der Bilanzierung von Kosten für Abraumbeseitigung, die in der Erschließungsphase einer Tagbergbaumine anfallen. Diese Interpretation hat keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG zum 30. September 2013.

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen an den IFRS werden kleinere Änderungen an den bereits bestehenden Standards vorgenommen. Die Verbesserungen an den IFRS 2009–2011 betreffen IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards", IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", IAS 16 "Sachanlagen", IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 34 "Zwischenberichterstattung". Diese Verbesserungen haben keine Auswirkungen auf den Österreichischen Post Konzern, da es sich lediglich um Klarstellungen oder Korrekturen handelt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen sind nach dem geänderten IAS 19 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis und damit direkt im Eigenkapital zu erfassen. Der Österreichische Post Konzern hat den geänderten IAS 19 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 frühzeitig angewendet. Den Regeln des IAS 8 entsprechend wurden diese Änderungen retrospektiv vorgenommen.

Nachfolgend werden die Korrekturbeträge der entsprechenden Positionen für die Berichts- und die Vergleichsperiode dargestellt:

Korrekturbeträge für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Mio EUR
Q1–3 2012 Q1–3 2013
Personalaufwand 5,5 0,0
Gesamte betriebliche Aufwendungen 5,5 0,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 5,5 0,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 5,5 0,0
Ertragsteuern –1,4 0,0
Periodenergebnis 4,1 0,0
Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 4,1 0,0
EUR Q1–3 2012 Q1–3 2013
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,06 0,00
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,06 0,00
Korrekturbeträge für die Gesamtergebnisrechnung
Mio EUR
Q1–3 2012 Q1–3 2013
Periodenergebnis 4,1 0,0
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –5,5 0,0
Latente Steuern 1,4 0,0
Sonstiges Ergebnis –4,1 0,0
Korrekturbeträge für die Konzernbilanz
Mio EUR
30.9.2012 30.9.2013
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –3,4 –4,5
Periodenergebnis 4,1 0,0
Gewinnrücklage –0,7 4,5
Korrekturbeträge für das Konzern-Cashflow-Statement
Mio EUR
Q1–3 2012 Q1–3 2013
Ergebnis vor Ertragsteuern 5,5 0,0
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge –5,5 0,0

2. Konsolidierungskreis und Unternehmenszusammenschlüsse

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 27 inländische (31. Dezember 2012: 26) und 25 ausländische (31. Dezember 2012: 34) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 2 inländische (31. Dezember 2012: 3) und 4 ausländische (31. Dezember 2012: 5) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

In den ersten drei Quartalen 2013 haben folgende Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns und Unternehmenszusammenschlüsse stattgefunden:

Name der Gesellschaft von Anteil am Kapital
auf
Transaktions-
zeitpunkt
Erläuterung
Brief, Werbepost & Filialen
FEIPRO Vertriebs GesmbH 50,0% 100,0% 1.2.2013 Sukzessiver Erwerb
M&BM Express OOD 26,0% 26%3 1.2.2013 Sukzessiver Erwerb
M&BM Express OOD 26,0% 51,0% 1.4.2013 Anteilserhöhung
feibra GmbH (FEIPRO Vertriebs GesmbH)1 100,0% 3.4.2013 Verschmelzung
Weber Escal d.o.o. (Post d.o.o.)1 100,0% 4.4.2013 Verschmelzung
KOLOS Marketing s.r.o.5 10,0% 16.5.2013 Verkauf
Österreichische Post AG
(Online Post Austria GmbH)1
100,0% 1.7.2013 Verschmelzung
Paket & Logistik
trans-o-flex Hungary Kft.
(trans-o-flex Hungary Kft.)1, 2
100,0% 1.3.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Admin-Service GmbH
(trans-o-flex Accounting Service GmbH)1
100,0% 5.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Admin-Service GmbH
(trans-o-flex Billing Service GmbH)1
100,0% 5.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Admin-Service GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Customer- Service GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Transport-Logistik GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH & Co KG
(trans-o-flex Linienverkehr GmbH)1
100,0% 13.6.2013 Verschmelzung
trans-o-flex GmbH (trans-o-flex Schnell
Lieferdienst GmbH & Co. KG)1
100,0% 3.7.2013 Verschmelzung
trans-o-flex GmbH (trans-o-flex
Verwaltungs GmbH)1, 4
100,0% 3.7.2013 Verschmelzung
Post 205 Beteiligungs GmbH 100,0% 20.7.2013 Gründung
Post 206 Beteiligungs GmbH 100,0% 26.7.2013 Gründung
Aras Kargo a.s. 25,0% 30.7.2013 Erwerb
Geschäftsbetrieb der Distributions GmbH Nürnberg 1.8.2013 Erwerb (Asset Deal)
Corporate
Österreichische Post AG
(A4B Business Solutions GmbH)1
100,0% 1.1.2013 Verschmelzung

1 Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konsolidierungskreis vorhanden

ADELHEID GmbH 35,2% 44,4% 16.4.2013 Anteilserhöhung PAG Projektentwicklung Allhaming GmbH 0,0% 100,0% 7.6.2013 Erwerb

2 Die trans-o-flex Hungary Kft. wurde auf die Austrian Post International Ungarn Kft. verschmolzen, wobei die aufnehmende Gesellschaft zum Zeitpunkt der Verschmelzung in trans-o-flex Hungary Kft. unbenannt wurde

3 Erhöhung des zurechenbaren Stimmrechtsanteils inklusive potentieller Stimmrechten auf 76%

4 Nach Abschluss der Verschmelzungsvorgänge wurde die trans-flex GmbH mit Wirkung 10. Juli 2013 in trans-o-flex Schnell-Lieferdienst GmbH unbenannt

5 Verkauf an ein Konzernunternehmen der MEILLERGHP GmbH, Schwandorf

Brief, Werbepost & Filialen

FEIPRO Vertriebs GesmbH

Die Österreichische Post hat am 1. Februar 2013 die restlichen 50% der Anteile an der FEIPRO Vertriebs GesmbH, Gaweinstal, erworben. Ab diesem Zeitpunkt wird die Gesellschaft als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Davor war die Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein Verteilunternehmen im Bereich der nicht-adressierten Zustellung im nördlichen Niederösterreich. Der Erwerb stärkt die Marktstellung der Österreichischen Post in der nicht-adressierten Zustellung in Österreich.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der FEIPRO Vertriebs GesmbH stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Mio EUR Beizulegende
Zeitwerte
Langfristiges Vermögen
Sachanlagevermögen 0,2
Kundenbeziehungen 0,3
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,0
Sonstiges langfristiges Vermögen 0,0
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,1
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 0,2
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,4
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 0,3
Ermittlung des Firmenwertes
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden –0,3
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 0,8
davon Zahlungsmittel 0,7
davon Finanzielle Verbindlichkeiten (Restkaufpreisverbindlichkeit) 0,1
Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils 1,4
Firmenwert 1,9
Aufgliederung des Zahlungsmittelab-/zuflusses
Erworbene Zahlungsmittel 0,1
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung –0,8
Restkaufpreisverbindlichkeit 0,1
Tatsächlicher Zahlungsmittelab-/zufluss –0,5

Die Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert des zuvor gehaltenen 50% Anteils an der FEIPRO Vertriebs GesmbH führte zu einem Gewinn von 1,4 Mio EUR. Der Gewinn ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Der Österreichische Post Konzern und die FEIPRO Vertriebs GesmbH waren vor der Transaktion Parteien gegenseitiger Leistungsbeziehungen. Im Rahmen dieser Beziehungen hat die FEIPRO Vertriebs GesmbH die Verteilung nicht-adressierter Sendungen für den Österreichischen Post Konzern vorgenommen.

Der erfasste Firmenwert umfasst die Vorteile aus der zuvor bestehenden Leistungsbeziehung sowie erwartete Synergien aus der Zusammenfassung der Vermögenswerte und Aktivitäten der FEIPRO Vertriebs GesmbH mit denen des Österreichischen Post Konzerns.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 0,1 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.

Die FEIPRO Vertriebs GesmbH hat seit dem Erwerbszeitpunkt 0,1 Mio EUR zu den Umsatzerlösen und 0,0 Mio EUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich der Beitrag zum Periodenergebnis auf 0,0 Mio EUR und zu den Umsatzerlösen auf 0,3 Mio EUR belaufen.

Die unwesentlichen Transaktionskosten wurden als Aufwand gebucht und werden in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung im sonstigen Aufwand und im Konzern-Cashflow-Statement im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Die FEIPRO Vertriebs GesmbH wurde mit 3. April 2013 auf die feibra GmbH verschmolzen.

M&BM Express OOD

Die Österreichische Post hat am 2. Mai 2012 26% der Anteile an der M&BM Express OOD, Sofia, erworben. Der Anteil wurde als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss per 31.12.2012 der Österreichischen Post AG einbezogen. Der Kaufvertrag sieht Optionen auf den weiteren Erwerb von maximal 50% bis zum 31. März 2013 bzw. bis zum 31. März 2014 (jeweils maximal 25%) vor. Auf die Ausübung der Optionen wurde mittels Verzichtserklärung bis zum 31. Jänner 2013 verzichtet. Damit waren die Optionen ab dem 1. Februar 2013 als ausübbare potentielle Stimmrechte einzustufen und der dem Österreichischen Post Konzern zurechenbare Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft stieg auf 76%. Die M&BM Express OOD wird ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Auf Basis der tatsächlich gehaltenen Anteile wurden 74% des Saldos der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugeordnet.

Die M&BM Express OOD ist der bulgarische Marktführer unter den alternativen Briefpostdienstleistern sowie im Bereich Hybrid-Mail. Die Beherrschung der M&BM Express OOD ermöglicht der Österreichischen Post die konsequente Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie in Zentral- und Osteuropa.

Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der M&BM Express OOD stellen sich zum Erwerbszeitpunkt 1. Februar 2013 wie folgt dar:

Mio EUR Beizulegende
Zeitwerte
Langfristiges Vermögen
Sachanlagevermögen 0,5
Kundenbeziehungen 3,2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0,0
Sonstiges langfristiges Vermögen 0,0
Kurzfristiges Vermögen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,6
Sonstiges kurzfristiges Vermögen 2,4
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen und Verbindlichkeiten –1,9
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 5,8
Ermittlung des Firmenwertes
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden –5,8
Nicht beherrschende Anteile auf Basis des Anteils am Saldo der identifizierbaren
Vermögenswerte und übernommen Schulden
4,3
Beizulegender Zeitwert des zuvor gehaltenen Anteils 5,7
Firmenwert 4,2
Aufgliederung des Zahlungsmittelab-/zuflusses
Erworbene Zahlungsmittel 1,6
Tatsächlicher Zahlungsmittelab-/zufluss 1,6

Der erfasste Firmenwert resultiert aus der Markteintrittsprämie und den damit verbundenen zukünftigen Ertragserwartungen.

Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2,3 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.

Die M&BM Express OOD hat seit dem Erwerbszeitpunkt 8,4 Mio EUR zu den Umsatzerlösen und 0,6 Mio EUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich der Beitrag zum Periodenergebnis auf 0,8 Mio EUR und zu den Umsatzerlösen auf 9,4 Mio EUR belaufen.

Die unwesentlichen Transaktionskosten wurden als Aufwand gebucht und werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Aufwand und im Konzern-Cashflow-Statement im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

Mit 1. April 2013 wurde die Option auf den Erwerb von weiteren 25% der Anteile an der M&BM Express OOD ausgeübt und die Anteile für eine Gegenleistung in bar von 5,2 Mio EUR erworben. Der Anteil erhöhte sich damit von 26% auf 51%. Der um Dividendenzahlungen bzw. die Periodenergebnisse fortgeschriebene Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden betrug zum 1. April 2013 3,4 Mio EUR. Der zu diesem Zeitpunkt auf die zusätzlich erworbenen Anteile entfallene Buchwert betrug 0,9 Mio EUR. Gemäß IAS 27 sind Transaktionen die zu einer Änderung der Beteiligungsquote, jedoch zu keinem Verlust

der Beherrschung führen als Eigenkapitaltransaktionen zu erfassen. Entsprechend erfasste der Österreichische Post Konzern eine Verringerung des nicht beherrschenden Anteils von 0,9 Mio EUR und eine Reduktion der Gewinnrücklagen von 4,4 Mio EUR.

Nachstehend ist die Entwicklung des Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der M&BM Express OOD und die Auswirkung der Änderungen der Beteiligungsquote auf den Konzernanteil der M&BM Express OOD zusammengefasst:

Mio EUR Konzernanteil Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
Gesamt
Stand am 1. Februar 2013 1,5 4,3 5,8
Periodenergebnis 0,1 0,3 0,4
Ausschüttung –0,7 –2,0 –2,8
Stand am 1. April 2013 0,9 2,5 3,4
Erhöhung des Konzernanteils 0,9 –0,9 0,0
Periodenergebnis 0,5 0,5 0,9
Stand am 30. September 2013 2,2 2,1 4,4

PostMaster s.r.l.

Am 1. November 2012 hat der Österreichische Post Konzern die restlichen 74% der Anteile an der PostMaster s.r.l., Bukarest, erworben. Die Gesellschaft wurde ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Abschluss des Österreichischen Post Konzern einbezogen. Die Bestimmung der finalen Gegenleistung ergab sich auf Basis einer Kaufvertragsformel abhängig vom Ergebnis 2012 der PostMaster s.r.l. Zum Erwerbszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert des Gesamtbetrages der übertragenen Gegenleistung auf 11,8 Mio EUR geschätzt, wovon 10,2 Mio EUR auf eine bedingte Gegenleistung (Restkaufpreisverbindlichkeit) entfielen. Aufgrund von Änderungen der zugrundliegenden Annahmen erhöhte sich die bedingte Gegenleistung (Restkaufpreisverbindlichkeit) auf 11,3 Mio EUR. Die Restkaufpreisverbindlichkeit wurde im ersten Quartal 2013 vollständig beglichen. Die Anpassung der bedingten Gegenleistung von 1,1 Mio EUR ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Paket & Logistik

Aras Kargo a.s.

Die Österreichische Post hat am 30. Juli 2013 25% der Anteile an dem türkischen Paketdienstleister Aras Kargo a.s. übernommen. Das Unternehmen ist seit über 30 Jahren im Paketgeschäft tätig und mit einem Marktanteil von über 25% einer der führenden türkischen Paketdienstleister. Die Hauptniederlassung der Aras Kargo a.s. ist in Istanbul, Türkei, das Unternehmen ist jedoch über 28 Verteilzentren und rund 800 Shops in der gesamten Türkei präsent. Die Übernahme der Anteile und der damit verbundene Einstieg in den Zukunftsmarkt Türkei erfolgt im Rahmen der definierten Wachstumsstrategie der Österreichischen Post.

Aufgrund der weitreichenden vertraglichen Mitbestimmungsrechte, die der Österreichischen Post in der Gesellschaftervereinbarung mit den restlichen Anteilseignern eingeräumt wurden, liegt eine gemeinschaftliche Führung des Unternehmens im Sinne des IAS 31 vor. Der 25% Anteil an der Aras Kargo a.s. wird entsprechend nach der Equity Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss der Österreichischen Post AG einbezogen. Die Österreichische Post verfügt zudem über eine vom 1. April – 30. Juni 2016 ausübbare Call-Option, und hat darin das Recht – auf Basis des Unternehmensergebnisses 2015/2016 – weitere 50% der Unternehmensanteile von der Familie Aras zu erwerben, womit sich die Beteiligung auf 75% erhöhen würde.

Der Kaufpreis für den Erwerb des 25% Anteils betrug 125 Mio TRY, umgerechnet 49,0 Mio EUR. Inklusive der Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 2,2 Mio EUR wurde ein Beteiligungsansatz in Höhe von 51,2 Mio EUR unter den Anteilen at equity konsolidiert erfasst.

Die Zusammenfassung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie die Überleitung auf den Buchwert des Anteils an dem Gemeinschaftsunternehmen der Aras Kargo a.s. stellen sich zum Erwerbszeitpunkt 30. Juli 2013 wie folgt dar:

Mio EUR Beizulegende
Zeitwerte
Langfristige Vermögenswerte 122,9
Kurzfristige Vermögenswerte 42,9
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16,8
Langfristige Schulden –25,6
davon Finanzielle Schulden –18,8
Kurzfristige Schulden –63,6
davon Finanzielle Schulden –11,9
Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden (100%) 76,6
Überleitung auf den Buchwert des 25% Anteils am Gemeinschaftsunternehmen
Anteiliger Saldo der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommen Schulden 19,2
Firmenwert 32,0
Buchwert des Anteils am Gemeinschaftsunternehmen 51,2

Bestehende Darlehensverträge der Aras Kargo a.s. enthalten Vertragsbestimmungen (Covenants), insbesondere die Einhaltung einer vorgegebenen EBITDA to Total Debt Ratio, welche die Möglichkeit zur Ausschüttung von Dividenden einschränken können. Zusätzlich wurden mit den anderen Anteilseignern in der Gesellschaftervereinbarung Vorgaben zur Dividendenpolitik der Aras Kargo a.s. beschlossen: Danach ist die Ausschüttung eines bestimmten maximalen Prozentsatzes der jährlichen ausschüttungsfähigen Gewinne unter folgenden Bedingungen vorgesehen: i) Bestehen eines ausschüttbaren Ergebnisses nach IFRS und lokalen Rechnungslegungsvorschriften, ii) positiver Casflow in dem Jahr für welches eine Ausschüttung beschlossen werden soll, iii) die Ausschüttung darf nicht über die Aufnahme von zusätzlichen Fremdkapital finanziert werden und iv) es bestehen keine Gesellschafterdarlehen.

In der Gesellschaftervereinbarung haben sich die Anteilseigner der Aras Kargo a.s. verpflichtet, der Gesellschaft bei Vorliegen bestimmter Umstände zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen: Für den Fall, dass die Aras Kargo a.s. ihren Finanzierungsbedarf zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes nicht mehr über Dritte abdecken kann, ist die Österreichische Post zur Vergabe von Gesellschafterdarlehen bis zu maximal 3,0 Mio EUR verpflichtet. Zur Vermeidung einer Insolvenzgefährdung der Aras Kargo a.s., ist die Österreichische Post des Weiteren verpflichtet, unter bestimmten Umständen, eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von bis zu 3,0 Mio EUR zu zeichnen.

In der Gesellschaftervereinbarung hat sich die Österreichische Post AG verpflichtet, zur Ablöse bestehender Pfandrechte auf Vermögen der Aras Kargo a.s., persönliche Garantien (in Form eines Letter of Comfort, einer Garantie oder auf Anforderung der finanzierenden Bank in anderer geeigneter Form) zugunsten der finanzierenden Bank zu stellen. Die Garantien sind der Höhe nach auf 25% der notwendigen Sicherheiten bzw. maximal 20,0 Mio TRY beschränkt.

Geschäftsbetrieb der Distributions GmbH Nürnberg

Der österreichische Post Konzern hat im Wege eines Asset Deals am 1. August 2013 Vermögensgegenstände, insbesondere bewegliches Umlaufvermögen und den Kundenstamm, der insolventen Distributions GmbH Nürnberg, Schwarzenbruck direkt von dem eingesetzten Insolvenzverwalter erworben. Außerdem wurden sämtliche Mitarbeiter übernommen. Die Gesellschaft hat bis zur Eröffnung der Insolvenz am 1. August 2013 Logistikleistungen für die trans-o-flex erbracht. Ab diesem Datum führt die trans-o-flex den Geschäftsbetrieb selbst fort. Der Gesamtbetrag der identifizierten Vermögensgegenstände und übernommenen Schulden entsprach der übertragenen Gegenleistung und betrug 0,0 Mio EUR.

Corporate

PAG Projektentwicklung Allhaming

Der österreichische Post Konzern hat am 7. Juni 2013 100% der Anteile an der PAG Projektentwicklung Allhaming GmbH, St. Florian, erworben. Die Gesellschaft wird als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die mit der Gesellschaft erworbenen Vermögensgegenstände bestanden aus zwei Grundstücken in Allhaming, Oberösterreich, welche für die Errichtung des neuen Verteilzentrums Allhaming vorgesehen sind. Bei den erworbenen Vermögensgegenständen handelt es sich um keinen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse. Entsprechend wurden der Zugang der Grundstücke (6,5 Mio EUR) sowie die Anschaffungskosten für die Beteiligung (0,8 Mio EUR) als ein Anschaffungsvorgang in Höhe von 7,3 Mio EUR unter den Grundstücken und Bauten erfasst.

ADELHEID GmbH / AEP GmbH

Per 16. April 2013 hat der Österreichische Post Konzern seinen Anteil an dem assoziierten Unternehmen ADELHEID GmbH, Berlin, mittels Kapitalerhöhung von 35,2% auf 44,4% erhöht. Der Buchwert der nach der Equity Methode erfassten Beteiligung erhöhte sich dadurch um 6,1 Mio EUR und beträgt per 30. September 2013 5,1 Mio EUR. Die ADELHEID GMBH ist 100% Gesellschafter an der AEP GmbH, Alzenau, Deutschland, die unter der Geschäftsbezeichnung "AEP Direkt" Apotheken in ganz Deutschland mit Pharmaprodukten beliefert.

3. Angaben zu Finanzinstrumenten

Beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Folgende Tabellen zeigen die Gegenüberstellung von Buchwert und beizulegendem Zeitwert der Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen sowie der Finanzverbindlichkeiten zum 30. September 2013:

Finanzielle Vermögenswerte 30.9.2013
Mio EUR Buchwert Marktwert
Wertpapiere 57,7 57,7
Strategische und andere Anteile 12,2 12,2
69,9 69,9
Finanzverbindlichkeiten 30.9.2013
Mio EUR Buchwert Marktwert
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10,4 10,4
Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing 12,8 13,0
Andere Finanzverbindlichkeiten 0,6 0,6
23,8 23,9

Fair Value Hierarchie

Die nachstehende Tabelle stellt die Finanzinstrumente dar, deren Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen wird. Diese sind unterteilt in Stufe 1 bis 3 – je nachdem, inwieweit der beizulegende Zeitwert auf dem Markt beobachtbar ist:

30.9.2013
Mio EUR
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte der
Kategorie "zur Veräußerung verfügbar"
Wertpapiere 57,7 0,0 0,0 57,7
Strategische und andere Anteile 0,0 0,0 12,2 12,2

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3 vorgenommen und es gab keine Änderungen in den Stufe 3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten.

Die folgende Tabelle zeigt die verwendeten Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte:

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
1 Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsenpreis
3 Strategische und andere Anteile Marktwertorientiert bzw.
kapitalwertorientiert
Buchwert-Multiples vergleichbarer
börsenotierter Unternehmen
und sofern verfügbar Planungs
rechnungen

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Stufe 3 Finanzinstrumenten können sich aus Veränderungen der zugrundeliegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen, sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze und Planungsdaten) ergeben.

Derivative Finanzinstrumente

Der Österreichische Post Konzern hatte bis Ende Juli 2013 Devisenterminkontrakte zur Absicherung des in Türkischen Lira (TRY) zu entrichtenden Kaufpreises für den Erwerb des 25% Anteils an Aras Kargo a.s. abgeschlossen. Der Zeitraum, für den die Devisenterminkontrakte abgeschlossen wurden, entsprach dem Zeitraum in welchem ein Fremdwährungsrisiko aus dem zugrundeliegenden Geschäftsvorfall bestand. Die Kontrakte wurden nicht als Sicherungsbeziehungen designiert sondern wurden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der unwesentliche Ergebniseffekt aus der Transaktion wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Aufwendungen erfasst.

4. Wertminderungen

Firmenwerte

Die Zusammenfassung von Vermögenswerten für die Identifikation der bisherigen ZGE trans-o-flex Deutschland hat sich in 2013 verändert. Der ZGE trans-o-flex Deutschland wurden Ende 2012 die Vermögenswerte der ZGE ThermoMed Austria GmbH zugeordnet. Hintergrund ist die Übernahme der operativen Führung und die Integration des Geschäfts der temperaturgeführten Transporte durch die trans-o-flex. Die ZGE wird ab 2013 unter der Bezeichnung "trans-o-flex" geführt.

Die ZGE trans-o-flex (Segment Paket & Logistik) bietet in den Geschäftsfeldern Schnell-Lieferdienst, ThermoMed und Logistik-Service eine breite Palette an europaweiten Logistik-Dienstleistungen an. Bedingt durch das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld am deutschen Kombifrachtmarkt zeigten die eingeleiteten Effizienzsteigerungsmaßnahmen bislang nicht die erwarteten Resultate und die Ertragserwartungen für 2013 konnten nicht erfüllt werden. Vor dem Hintergrund dieser Anhaltspunkte für eine Wertminderung wurden die der ZGE trans-o-flex zugeordnete Vermögenswerte inklusive Firmenwert zum 30. September 2013 auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Der Nutzungswert wurde mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach der Discounted-Cashflow Methode auf Basis von Cashflow Prognosen für einen Zeitraum von vier Jahren und dem Ansatz einer ewigen Rente. Die Cashflow Prognosen wurden in Hinblick auf die zurückgenommenen Ertragserwartungen adaptiert.

Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren Prognosen des Managements über die erwartete Mengen- und Margenentwicklung, der verwendete Abzinsungssatz und die langfristig erwartete Wachstumsrate.

31.12.2012 Q3 2013
Abzinsungssatz vor Steuern 10,2% 9,9%
Wachstumsrate 1,0% 1,0%

Der Wertminderungstest ergab einen Wertminderungsbedarf des bislang in Höhe von 111,4 Mio EUR angesetzten Firmenwertes von 27,0 Mio EUR, der unter den Abschreibungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurde. Bei der ZGE trans-o-flex entspricht der geschätzte erzielbare Ertrag dem Buchwert. Folglich würde eine negative Änderung einer der wesentlichen Planungsannahmen zu einem weiteren Wertminderungsbedarf führen.

Im Zusammenhang mit dem erfassten Wertminderungsbedarf ergab sich eine Erhöhung der aktivierten latenten Steuern in Höhe von rund 8 Mio EUR. Die Auflösung von bislang aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge der trans-o-flex Gruppe führt zu einem Steueraufwand in Höhe von 4,0 Mio EUR. Dem gegenüber steht ein Steuerertrag aus der Bildung aktiver latenter Steuern in Höhe von 12,2 Mio EUR, welcher im Zusammenhang mit der steuerlich relevanten Wertminderung der trans-o-flex Gruppe steht.

Kundenbeziehungen

Aufgrund des Verlustes von wesentlichen Kunden ergaben sich in den ersten drei Quartalen 2013 Wertminderungen bei aktivierten Kundenbeziehungen in Höhe von insgesamt 1,7 Mio EUR (davon Segment Brief, Werbepost und Filialen 1,7 Mio EUR). Die Wertminderungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst.

Forderungen

Aufgrund der aktuellen Einschätzungen der Einbringlichkeit waren Wertminderungen auf aushaftende Forderungen gegenüber Logistikpartnern der trans-o-flex Gruppe in Höhe von insgesamt 5,1 Mio EUR (davon 4,3 Mio EUR sogenannte Distributionsgesellschaften) zu erfassen.

5. Sonstige Angaben

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 30. September 2013 nicht wesentlich verändert.

Die von der Hauptversammlung am 18. April 2013 beschlossene Dividende von 1,80 EUR pro Aktie (121,6 Mio EUR) wurde am 2. Mai 2013 ausbezahlt.

6. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 30. September 2013 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Die Österreichische Post hat am 14. Oktober 2013 jeweils 100% der Anteile an vier sogenannten Distributionsgesellschaften in Deutschland (Distributions GmbH – 31, Köln, Distributions GmbH Duisburg, Distributions GmbH Dortmund und Distributions GmbH Meinerzhagen) erworben. Die Gesellschaften werden ab dem Tag des Closing als vollkonsolidierte Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen. Die Gesellschaften gehören zu den wesentlichen Distributionspartnern für die trans-o-flex Gruppe und bedienen über ihre vier Standorte den Wirtschaftsraum Nordrhein-Westfalen. Der Erwerb ermöglicht der trans-o-flex die stringentere Steuerung wesentlicher Elemente innerhalb der gesamten Distributionslogistik.

Der Gesamtbetrag der Gegenleistung in Höhe von 0,6 Mio EUR setzt sich zusammen aus einen Barbetrag von 0,4 Mio EUR und einer bedingten Kaufpreiszahlung von maximal 0,2 Mio EUR. Die bedingte Kaufpreiszahlung ist abhängig vom Erreichen definierter Umsatzziele in 2013 und 2014. Nachdem das Closing am 14. Oktober 2013 und damit in Zeitnähe zur Genehmigung der Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses erfolgte, war die erstmalige Bilanzierung dieses Unternehmenserwerbs aufgrund der eingeschränkten Ressourcen des erworbenen Unternehmens bis zum 6. November 2013 noch nicht abgeschlossen. Die betragsmäßigen Anhangsangaben zur Höhe übertragenen Gegenleistung und der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden mussten daher ebenso unterbleiben wie eine qualitative Beschreibung jener Faktoren die zur Erfassung eines Firmenwerts führen können. Der Österreichische Post Konzern und die erworbenen Unternehmen waren vor der Transaktion auf Grundlage eines Systempartnervertrages Parteien gegenseitiger Leistungsbeziehungen. Die möglichen Gewinne bzw. Verluste aus der tatsächlichen Erfüllung dieser Leistungsbeziehungen konnten ebenfalls noch nicht abschließend bestimmt werden.

7. Negativvermerk

Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für die ersten drei Quartale 2013 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 6. November 2013

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied Generaldirektor Finanzen

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

Finanzkalender 2014

13. März 2014 Jahresergebnis 2013 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)
14. April 2014 Record Date für die Teilnahme an der Hauptversammlung
24. April 2014 Hauptversammlung 2014, Wien
7. Mai 2014 Record Date für Dividendenzahlung
8. Mai 2014 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
8. Mai 2014 Zwischenbericht 1. Quartal 2014 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)
14. August 2014 Halbjahresfinanzbericht 2014 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)
12. November 2014 Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2014 (Veröffentlichung: 7:30h–7:40h)

Entwicklung der Post Aktie (Vergleich 12 monate)

Impressum

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien, Österreich T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected], I: www.post.at FN: 180219d, Handelsgericht Wien

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Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version

Redaktionsschluss: 6. November 2013

Kontakt

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Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Unternehmenskommunikation Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 20795 F: +43 (0) 577 67 28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr

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Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2013 | Österreichische Post AG

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