Quarterly Report • Aug 14, 2008
Quarterly Report
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Halbjahresfinanzbericht 2008 Österreichische Post AG
Alle Divisionen tragen zum Wachstum des zweiten Quartals bei.
| Ver | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2006 | H1 2007 | H1 2008 | änderung | |
| Gewinn- und | Umsatz | 861,4 | 1.116,8 | 1.198,8 | +7,3% |
| Verlustrechnung | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 117,9 | 130,2 | 139,8 | +7,4% |
| EBITDA-Marge | 13,7% | 11,7% | 11,7% | - | |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 66,3 | 85,0 | 81,9 | -3,6% | |
| EBIT-Marge | 7,7% | 7,6% | 6,8% | - | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 67,3 | 86,6 | 89,1 | +2,9% | |
| Periodenergebnis | 51,6 | 67,9 | 70,1 | +3,4% | |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,74 | 0,97 | 1,00 | +3,8% | |
| Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 24.294 | 24.910 | 26.789 | +7,5% | |
| Cash-Flow | Cash-Flow aus dem Ergebnis | 141,2 | 137,0 | 123,6 | -9,8% |
| Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit | 82,6 | 135,4 | 94,9 | -29,9% | |
| Erwerb von Sachanlagen (Cash out) | 14,6 | 42,0 | 40,1 | -4,7% | |
| Erwerb von/Anteilserhöhungen an Tochterunternehmen | 0,0 | 6,5 | 2,2 | -66,4% | |
| Free Cash-Flow | 122,0 | 23,3 | 89,7 | +284,8% | |
| 31.12.2006 | 31.12.2007 | 30.6.2008 | |||
| Bilanz | Bilanzsumme | 1.901,6 | 2.058,6 | 1.998,8 | -2,9% |
| Langfristiges Vermögen | 1.272,9 | 1.361,9 | 1.357,5 | -0,3% | |
| Kurzfristiges Vermögen | 614,9 | 694,3 | 641,0 | -7,7% | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 13,8 | 2,4 | 0,3 | -87,8% | |
| Eigenkapital | 821,4 | 874,3 | 773,9 | -11,5% | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 564,0 | 598,0 | 599,1 | +0,2% | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 516,2 | 586,3 | 625,8 | +6,7% | |
| Bilanzkennzahlen | Verzinsliches Fremdkapital | -607,6 | -711,5 | -689,0 | -3,2% |
| Verzinsliche Aktiva | 433,7 | 538,1 | 466,9 | -13,2% | |
| Nettoverschuldung | 173,9 | 173,4 | 222,1 | +28,1% | |
| Eigenkapitalquote | 43,2% | 42,4% | 38,7% | - | |
Das erste Halbjahr 2008 ist für die Österreichische Post sehr zufrieden stellend verlaufen. Das Umsatzplus von 7,3% inkludiert neben der erstmalig ergebniswirksamen Konsolidierung akquirierter Gesellschaften auch organisches Wachstum. Dies ist umso erfreulicher, als seit Anfang 2008 im österreichischen Paketgeschäft zwei bedeutende Versandhandelskunden ausgefallen sind. Der daraus resultierende Umsatzrückgang konnte also mehr als kompensiert werden. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 8,8%.
Die Division Brief (plus 8,6% im ersten Halbjahr) ist nach wie vor ein starkes Kerngeschäft in einem soliden Markt, unterstützt durch Wachstum bei adressierten und unadressierten Werbesendungen. Im Bereich Paket & Logistik (plus 7,1%) wird der Weg hin zum Premiumprodukt "24-Stunden-Businesspaket" konsequent verfolgt. Ebenfalls zulegen konnte die Division Filialnetz (plus 0,2%), wobei hier die Steigerung bei Finanzdienstleistungen die tragende Säule ist.
Im ersten Halbjahr 2008 musste die Österreichische Post den Herausforderungen eines veränderten Postmarktes in Österreich ebenso begegnen wie den steigenden Treibstoff- und Transportkosten. Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr bestärkt uns jedoch, das angepeilte Ziel im Jahresergebnis 2008 zu bestätigen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt 81,9 Mio EUR und spiegelt die gute Entwicklung im zweiten Quartal (EBIT plus 7,4%; EBITDA plus 22,0%) wider. Während die Divisionen Brief und Filialnetz im Ergebnis über dem Vorjahresvergleichswert liegen, verzeichnet die Division Paket & Logistik den prognostizierten Rückgang durch den Wegfall zweier Versandhandelskunden in Österreich.
Der Ausblick für 2008 mit einer leicht steigenden Umsatzentwicklung wird aufrechterhalten. Diese Steigerung inkludiert die Einbeziehung der zwischenzeitlich erworbenen neuen Tochtergesellschaften. Nach den Akquisitionen der letzten Jahre stehen die Integration und Konsolidierung dieser Gesellschaften nunmehr im Vordergrund; ebenso wie die Harmonisierung der Leistungspalette und der operativen Systeme. Trotz der Marktbeeinträchtigung im österreichischen Paketgeschäft geht die Österreichische Post davon aus, dass das operative Ergebnis (EBIT) 2008 nur geringfügig unter dem des Jahres 2007 liegen und in den Folgejahren wieder kontinuierlich ansteigen wird. Die EBIT-Marge wird daher 2008 knapp unter 7% liegen und danach wieder auf die Ziel-EBIT-Marge von 7% bis 8% steigen.
Die Österreichische Post möchte auch weiterhin ein attraktiver Dividendentitel sein. In der Hauptversammlung im April 2008 wurde zusätzlich zur Basisdividende auch eine Sonderdividende sowie die Genehmigung eines Aktienrückkaufs beschlossen. Die Ausschüttung der Basisdividende von 1,40 EUR pro Aktie erfolgte am 6. Mai 2008, die Sonderdividende von 1,00 EUR pro Aktie gelangt am 5. September zur Ausschüttung. Diese Sonderdividende weist eine äußerst niedrige Kapitalertragsteuerbelastung von rund 3% auf. Für Aktionäre ergibt sich damit ein klarer Vorteil gegenüber der sonst üblichen Kapitalertragsteuer von 25%. Basierend auf einer guten Geschäftsentwicklung und der soliden Bilanzstruktur wollen wir den eingeschlagenen Weg der Wertsteigerung fortsetzen.
Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor
Dr. Anton Wais Mag. Dr. Rudolf Jettmar
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende
Kennzahlen zur Post Aktie
| Schlusskurs 30. Juni 2008 | 24,20 EUR |
|---|---|
| Höchst-/Tiefstkurs (Schlusskurs) H1 2008 | 29,75 EUR / 23,15 EUR |
| Ergebnis je Aktie H1 2008 | 1,00 EUR |
| Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2008 | 1.694 Mio EUR |
| Streubesitz | 49% |
Hohe Dividendenrendite Auf Vorschlag des Vorstands beschloss die Hauptversammlung am 22. April, eine Basisdividende in Höhe von 98 Mio EUR (das sind 1,40 EUR pro Aktie) auszuschütten. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 40%. Darüber hinaus wird auch eine Sonderdividende von 70 Mio EUR (das sind 1,00 EUR pro Aktie) bezahlt. Daraus errechnet sich bei einem Schlusskurs von 24,20 EUR per 30. Juni 2008 und Dividendenzahlungen von in Summe 2,40 EUR eine Dividendenrendite von 9,9%.
Steuerbegünstigte Ausschüttung der Sonderdividende Nach der Ausschüttung der Basisdividende von 98 Mio EUR (das sind 1,40 EUR pro Aktie) im Mai erfolgt am 5. September die Ausschüttung der Sonderdividende von 70 Mio EUR (das sind 1,00 EUR pro Aktie). Die Sonderdividende unterliegt aufgrund der steuerlichen Behandlung von Kapitalrücklagen (in Verbindung mit § 4 Abs 12 Einkommensteuergesetz) einer deutlich geringeren Kapitalertragsteuerbelastung.
Die effektive Kapitalertragsteuer für die Sonderdividende liegt bei rund 3% anstatt der sonst üblichen 25%. Nach Abzug der österreichischen Kapitalertragsteuer erhalten Aktionäre für diese Sonderdividende von 1,00 EUR pro Aktie somit effektiv rund 0,97 EUR pro Aktie.
Wirtschaftliches Umfeld und Rahmenbedingungen Laut ersten Schätzungen ist die österreichische Wirtschaft im ersten Quartal 2008 mit 3,3% gegenüber dem Vorjahr noch kräftig gewachsen. Die Prognosen des Gesamtjahres 2008 wurden reduziert, es wird erwartet, dass das BIP lediglich um 2,2% (IHS) bis 2,3% (Wifo) zulegen kann. Für das Jahr 2009 wird die Bandbreite für das Wirtschaftswachstum bei 1,4% (Wifo) bis 1,9% (IHS) gesehen. Die Entwicklung des Briefmarktes wird – auch basierend auf Einzeleffekten wie der Nationalratswahl in Österreich – im Jahr 2008 leicht positiv sein. Die Steigerungen des Paketmarktes liegen derzeit etwas über dem BIP-Wachstum. Nach wie vor dominieren die weitere Postmarktliberalisierung mit 1. Jänner 2011 und die Vorarbeiten zur konkreten Ausgestaltung des liberalisierten Marktes die europäische Postwelt.
Ende April 2008 hat die Österreichische Post 100% der Anteile an der HSH Holding, Belgien, und allen von ihr beherrschten Gesellschaften übernommen. HSH fungiert als Holding für zwei vollkonsolidierte rechtliche Einheiten: MIT Transport und DISTRA. Die Gesellschaften sind im Bereich der Pharmalogistik mit dem Schwerpunkt Health Care in Belgien tätig.
Die im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 erstmalig konsolidierten Konzerngesellschaften meiller direct, DDS, VOP und City Express beeinflussen die Vergleichbarkeit des vorliegenden Zwischenberichts.
Geschäftsentwicklung – Ertragslage Der Umsatz ist im ersten Halbjahr 2008 um insgesamt 7,3% auf 1.198,8 Mio EUR gestiegen. Der Anstieg erfolgte sowohl durch organisches Wachstum als auch durch die erstmalig ergebniswirksame Konsolidierung der oben angeführten Unternehmen. Während das erste Quartal 2008 bedingt durch einen Arbeitstag weniger sowie durch den Zeitpunkt von Ostern mit geringerem Transportvolumen negativ beeinflusst war, konnte dieser Effekt im zweiten Quartal weitgehend ausgeglichen werden. Das zweite Quartal verzeichnete einen Umsatzanstieg um 8,8%, zu dem alle drei Divisionen beitrugen. Die Division Brief verbesserte sich im ersten Halbjahr um 8,6%, die Division Paket & Logistik um 7,1% und die Division Filialnetz um 0,2%. In der Division Brief beinhaltet dieser Anstieg sowohl erstmals konsolidierte Gesellschaften als auch eine operative Verbesserung. Im Paketbereich kommt 2008 der Umsatzund Ergebniseffekt durch den Abgang zweier Paketkunden zum Tragen. Neu akquirierte Gesellschaften konnten den Umsatzentfall kompensieren.
| Ver | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2006 | H1 2007 | H1 2008 | änderung | Q2 2007 | Q2 2008 | |
| Umsatz gesamt | 861,4 | 1.116,8 | 1.198,8 | +7,3% | 541,3 | 588,9 | |
| Brief | 650,5 | 663,3 | 720,5 | +8,6% | 321,6 | 350,5 | |
| Paket & Logistik | 111,4 | 357,2 | 382,5 | +7,1% | 174,3 | 191,3 | |
| Filialnetz | 96,8 | 93,8 | 94,0 | +0,2% | 44,1 | 46,0 | |
| Sonstiges/Konsolidierung | 2,7 | 2,5 | 1,8 | -30,3% | 1,4 | 1,1 |
1) Externer Umsatz der Divisionen
| Ver- | Struktur | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2007 | H1 2008 | änderung | H1 2008 | Q2 2007 | Q2 2008 |
| Umsatzerlöse | 1.116,8 | 1.198,8 | +7,3% | 100,0% | 541,3 | 588,9 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 37,0 | 35,8 | -3,0% | 3,0% | 16,1 | 21,2 |
| Materialaufwand und Aufwand | ||||||
| für bezogene Leistungen | -322,8 | -368,9 | +14,3% | 30,8% | -157,5 | -185,9 |
| Personalaufwand | -569,3 | -581,2 | +2,1% | 48,5% | -281,7 | -283,7 |
| Sonstige betriebliche | ||||||
| Aufwendungen | -131,8 | -145,2 | +10,1% | 12,1% | -65,1 | -76,3 |
| Ergebnis aus | ||||||
| assoziierten Unternehmen | 0,3 | 0,5 | +58,0% | 0,0% | -0,3 | 0,3 |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, | ||||||
| Steuern und Abschreibungen) | 130,2 | 139,8 | +7,4% | 11,7% | 52,8 | 64,4 |
| Abschreibungen | -45,2 | -57,9 | +27,9% | 4,8% | -23,0 | -32,4 |
| EBIT (Ergebnis vor | ||||||
| Zinsen und Steuern) | 85,0 | 81,9 | -3,6% | 6,8% | 29,9 | 32,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 1,6 | 7,1 | +354,3% | 0,6% | 0,9 | 5,0 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 86,6 | 89,1 | +2,9% | 7,4% | 30,7 | 37,1 |
| Ertragsteuern | -18,7 | -18,9 | +1,1% | 1,6% | -5,6 | -8,8 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | ||||||
| = Periodenergebnis | 67,9 | 70,1 | +3,4% | 5,9% | 25,1 | 28,3 |
| davon Anteile anderer Gesellschafter | 0,2 | 0,0 | - | - | 0,2 | 0,0 |
Neben einem Anstieg des Umsatzes um 7,3% zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der Österreichischen Post auch einen erhöhten Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (plus 14,3%). Diese Steigerung ist einerseits auf die durchgeführten Akquisitionen, andererseits auf höhere Treibstoffund Transportkosten zurückzuführen.
Im Personalaufwand von 581,2 Mio EUR ist die Dotierung einer Rückstellung für Personal-Unterauslastung enthalten. Der Netto-Rückstellungseffekt für das erste Halbjahr 2008 beträgt 16,9 Mio EUR (H1 2007: 37,3 Mio EUR). Dieser Betrag entspricht der
Nettozunahme der entsprechenden Position in der Bilanz von 331,0 Mio EUR per 1. Jänner 2008 auf nunmehr 347,9 Mio EUR per 30. Juni 2008. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) ist im Periodenvergleich durch die akquirierten Gesellschaften um 7,5% auf 26.789 gestiegen.
Das EBITDA lag im ersten Halbjahr mit 139,8 Mio EUR um 7,4% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die EBITDA-Marge beträgt unverändert 11,7%. Insbesondere im zweiten Quartal konnte das EBITDA um 22,0% auf 64,4 Mio EUR gesteigert werden.
| Ver | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2006 | H1 2007 | H1 2008 | änderung | Q2 2007 | Q2 2008 | |
| EBIT gesamt | 66,3 | 85,0 | 81,9 | -3,6% | 29,9 | 32,1 | |
| Brief | 131,3 | 133,4 | 135,7 | +1,7% | 59,0 | 61,6 | |
| Paket & Logistik | 9,5 | 14,9 | 7,1 | -52,3% | 5,3 | 2,4 | |
| Filialnetz | 11,0 | 5,8 | 6,7 | +16,4% | 1,2 | 4,2 | |
| Sonstiges/Konsolidierung | -85,5 | -69,1 | -67,6 | +2,2% | -35,6 | -36,1 |
Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der Österreichischen Post verbesserte sich im zweiten Quartal um 7,4% auf 32,1 Mio EUR und liegt mit einem Halbjahreswert von 81,9 Mio EUR lediglich 3,6% unter dem Vorjahreszeitraum. Zurückzuführen ist dies auf eine höhere Abschreibung im ersten Halbjahr 2008 (57,9 Mio EUR). Darin ist auch eine außerplanmäßige Abschreibung für Wertminderung in Höhe von 6,2 Mio EUR enthalten, die vorrangig auf Redimensionierungsmaßnahmen der Logistik in Österreich zurückzuführen ist. Die EBIT-Marge beträgt 6,8%.
Alle operativen Unternehmensbereiche leisteten einen positiven Beitrag zu diesem Ergebnis. Die Division Brief erreichte ein EBIT von 135,7 Mio EUR, jenes der Division Paket & Logistik betrug 7,1 Mio EUR, und die Division Filialnetz erwirtschaftete 6,7 Mio EUR. Während die Divisionen Brief und Filialnetz im Ergebnis über dem Vorjahresvergleichswert liegen, verzeichnet die Division Paket & Logistik einen Rückgang durch den Wegfall zweier großer Paketkunden in Österreich.
Der Bereich Sonstiges/Konsolidierung wies im ersten Halbjahr 2008 ein negatives EBIT von 67,6 Mio EUR aus (H1 2007: minus 69,1 Mio EUR). Dieses Ergebnis enthält nicht weiterverrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit leer stehenden Immobilien sowie die Erhöhung der Rückstellung für Unterauslastung. Das Periodenergebnis der Österreichischen Post erhöhte sich im ersten Halbjahr um 3,4% auf 70,1 Mio
EUR (plus 12,4% im zweiten Quartal).
| Struktur | ||
|---|---|---|
| 31.12.2007 | 30.6.2008 | 30.6.2008 |
| 1.361,9 | 1.357,5 | 67,9% |
| 211,7 | 212,3 | 10,6% |
| 694,3 | 641,0 | 32,1% |
| 309,4 | 250,1 | 12,5% |
| 2,4 | 0,3 | 0,0% |
| 2.058,6 | 1.998,8 | 100,0% |
| 874,3 | 773,9 | 38,7% |
| 598,0 | 599,1 | 30,0% |
| 487,7 | 497,9 | 24,9% |
| 586,3 | 625,8 | 31,3% |
| 2.058,6 | 1.998,8 | 100,0% |
Aktivseitig entfällt die Bilanzsumme des Österreichischen Post Konzerns von insgesamt 1.998,8 Mio EUR mit einem Anteil von 67,9% bzw. 1.357,5 Mio EUR überwiegend auf langfristiges Vermögen.
Innerhalb des langfristigen Vermögens nehmen die Positionen Sachanlagen mit 717,5 Mio EUR, immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte mit 317,6 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen mit 212,3 Mio EUR eine bedeutende Stellung ein. Die größten Posten des kurzfristigen Vermögens sind mit 363,9 Mio EUR Forderungen sowie mit 250,1 Mio EUR Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Passivseitig besteht die Bilanzsumme zum überwiegenden Teil aus Eigenkapital (38,7%) und langfristigen Verbindlichkeiten (30,0%). Die langfristigen Verbindlichkeiten von insgesamt 599,1 Mio EUR beinhalten in hohem Ausmaß Rückstellungen (in Summe 497,9
Mio EUR). Die darin enthaltene Rückstellung für Unterauslastung hat sich im ersten Halbjahr 2008 um 16,9 Mio EUR auf 347,9 Mio EUR erhöht. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 625,8 Mio EUR ist bereits die Verbindlichkeit für die noch zu bezahlende Sonderdividende in Höhe von 70 Mio EUR inkludiert.
Der Österreichische Post Konzern weist derzeit eine Nettoverschuldung von 222,1 Mio EUR auf. Diese errechnet sich als Differenz aus verzinslichen Aktiva (Wertpapiere, andere Finanzanlagen und Zahlungsmittel) von 466,9 Mio EUR und verzinslichem Fremdkapital (Finanzverbindlichkeiten, Sozialkapital sowie andere verzinsliche Verbindlichkeiten und Rückstellungen) von 689,0 Mio EUR.
In den nächsten zwei bis drei Jahren hat sich die Österreichische Post das Ziel gesetzt, das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA auf bis zu 2,0 anzuheben.
| Mio EUR | H1 20071) | H1 2008 |
|---|---|---|
| Cash-Flow aus dem Ergebnis | 137,0 | 123,6 |
| ± Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | -1,5 | -28,7 |
| = Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit | 135,4 | 94,9 |
| ± Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | -112,1 | -5,2 |
| = Free Cash-Flow | 23,3 | 89,7 |
| ± Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | -70,5 | -149,0 |
| = Nettoabnahme des Finanzmittelbestandes | -47,1 | -59,3 |
1) Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte des Cash-Flow an die Gliederung des Jahres 2008 angepasst.
Der Cash-Flow aus dem Ergebnis blieb mit 123,6 Mio EUR unter anderem aufgrund der Veränderung der langfristigen Rückstellungen unter dem Niveau des Halbjahres 2007.
Der Cash-Flow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens beträgt für das erste Halbjahr 2008 minus 28,7 Mio EUR. Im Wesentlichen ergibt sich dies durch Veränderungen bei den Forderungen in Höhe von minus 15,9 Mio EUR, bei den Verbindlichkeiten in Höhe von minus 1,4 Mio EUR sowie bei den kurzfristigen Rückstellungen in Höhe von minus 10,3 Mio EUR. In Summe ergibt sich für das erste Halbjahr 2008 ein Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 94,9 Mio EUR.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit 5,2 Mio EUR inkludiert den Erwerb von Sachanlagen mit 40,1 Mio EUR, den Erwerb der restlichen Anteile an Scanpoint in Höhe von 2,6 Mio EUR (Position Erwerb von weiteren Anteilen an Tochterunternehmen), den Erlös aus Anlagenverkäufen mit 9,4 Mio EUR sowie Erlöse aus dem Verkauf von Finanzinvestitionen in Wertpapiere in Höhe von 18,3 Mio EUR. Der ausgewiesene Free Cash-Flow beträgt somit 89,7 Mio EUR.
Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit des ersten Halbjahres 2008 umfasst die Zahlung der Basisdividende von 98 Mio EUR sowie die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 46,7 Mio EUR. Der Erwerb der restlichen 23,85% am Logistikunternehmen trans-o-flex führte zu einer Reduktion der Finanzverbindlichkeiten um 20,4 Mio EUR (geringere Verbindlichkeit gegenüber Minderheitsgesellschaftern).
Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen der Österreichischen Post lagen im ersten Halbjahr 2008 bei 40,1 Mio EUR und betrafen zu etwa gleichen Teilen Österreich und die anderen Länder. Die Investitionen erfolgten im Wesentlichen in Erweiterung und Erneuerung des Fuhrparks, in Zustellertische in den Distributionsbasen, Adaptierungen von Standorten sowie bauliche Vorhaben. Die restlichen Anteile an Scanpoint (49%) wurden für 2,6 Mio EUR erworben, die Gesellschaft HSH im Bereich Pharmalogistik in Belgien für 0,6 Mio EUR.
Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte des Österreichischen Post Konzerns stieg im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 7,5% oder 1.879 Mitarbeiter auf nunmehr 26.789 Mitarbeiter. Der Anstieg ist bedingt durch den Erwerb von Tochterunternehmen. Die Steigerung der Mitarbeiter in Sonstiges/Konsolidierung resultiert aus dem geänderten Ausweis von dauerhaft erkrankten Mitarbeitern. In Österreich war im Halbjahresvergleich eine Reduktion von rund 300 Mitarbeitern zu verzeichnen. Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (22.900). Rund 3.900 Mitarbeiter arbeiten in Tochterunternehmen, davon entfielen auf die trans-o-flex-Gesellschaften fast 1.400 Mitarbeiter, auf meiller rund 1.000 Mitarbeiter und auf City Express (serbische Paketgesellschaft) mehr als 500 Mitarbeiter.
| H1 2006 | H1 2007 | H1 2008 | Struktur | |
|---|---|---|---|---|
| Brief | 15.132 | 14.954 | 15.716 | 58,7% |
| Paket & Logistik | 2.280 | 3.255 | 4.059 | 15,1% |
| Filialnetz | 5.218 | 5.055 | 4.893 | 18,3% |
| Sonstiges/Konsolidierung | 1.664 | 1.647 | 2.121 | 7,9% |
| Gesamt | 24.294 | 24.910 | 26.789 | 100,0% |
1) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Mit diesen strategischen und operativen Risiken setzt sich das Unternehmen bewusst auseinander. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, Risiken frühzeitig zu identifizieren, diese zu bewerten und geeignete Vorsorgemaßnahmen zu setzen. Das Risikomanagement der Österreichischen Post sowie die wesentlichen Risikogruppen – regulatorische und rechtliche Risiken, Markt- und Wettbewerbsrisiken, Risiken aus der Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken und finanzielle Risiken – sind im Konzernabschluss 2007 bzw. im Geschäftsbericht 2007 der Österreichischen Post AG ausführlich erläutert (siehe Geschäftsbericht 2007, Seite 74 bis 78).
Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und hängen von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente ab. Planungsprämissen können naturgemäß von den tatsächlichen Werten abweichen. Darüber hinaus sieht sich die Österreichische Post zunehmendem Wettbewerb ausgesetzt. So hat etwa Mitte 2007 ein deutsches Paketdienstleistungsunternehmen seine Geschäftstätigkeit in Österreich aufgenommen. Dieser Markteintritt hat Einfluss auf Paketvolumen und Preisentwicklung in Österreich. In der Division Filialnetz sind die Erträge aus Finanzdienstleistungen stark von der wirtschaftlichen Entwicklung des Bankpartners BAWAG PSK geprägt, die Erträge aus Telekommunikationsprodukten von der Produktgestaltung des Partners Telekom Austria. Als Logistikunternehmen ist die Österreichische Post grundsätzlich dem Risiko steigender Kosten durch höhere Treibstoffpreise ausgesetzt.
Ausblick für 2008 Für das Jahr 2008 erwartet der Österreichische Post Konzern weiterhin eine in Summe leicht steigende Umsatzentwicklung. Die Steigerung inkludiert die Einbeziehung der zwischenzeitlich erworbenen neuen Tochtergesellschaften. Diese Prognose resultiert aus der Annahme eines weitgehend stabilen Volumens an Briefsendungen und Direct Mails, eines Anstiegs im internationalen Paketgeschäft sowie eines geringeren Volumens im österreichischen Paketgeschäft aufgrund des Abgangs bedeutender Versandhandelskunden.
Trotz dieser Marktbeeinträchtigung im österreichischen Paketgeschäft geht die Österreichische Post davon aus, dass das operative Ergebnis (EBIT) 2008 nur geringfügig unter dem des Jahres 2007 liegen und in den Folgejahren wieder kontinuierlich ansteigen wird. Die EBIT-Marge wird daher 2008 knapp unter 7% liegen und danach wieder auf 7% bis 8% steigen. Basierend auf einer soliden Cash-Flow-Entwicklung und Bilanzstruktur ist weiterhin eine attraktive Dividendenpolitik vorgesehen. Die Basisdividende soll kontinuierlich auf Basis der Ergebnisentwicklung gesteigert werden. Die Sonderdividende ist abhängig vom Finanzmittelbedarf.
Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode Nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode erfolgten keine neuen nennenswerten Ereignisse.
| Ver | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2006 | H1 2007 | H1 2008 | änderung | Q2 2007 | Q2 2008 |
| Außenumsatz | 650,5 | 663,3 | 720,5 | +8,6% | 321,6 | 350,5 |
| Briefpost | 386,0 | 393,1 | 389,4 | -0,9% | 188,9 | 188,0 |
| Infomail | 200,5 | 206,5 | 263,4 | +27,6% | 99,5 | 128,8 |
| Medienpost | 64,1 | 63,7 | 67,6 | +6,1% | 33,1 | 33,7 |
| Innenumsatz | 33,9 | 24,4 | 22,1 | -9,4% | 12,0 | 11,0 |
| Umsatz gesamt | 684,5 | 687,7 | 742,6 | +8,0% | 333,6 | 361,5 |
| EBIT | 131,3 | 133,4 | 135,7 | +1,7% | 59,0 | 61,6 |
| EBIT-Marge1) | 19,2% | 19,4% | 18,3% | - | 17,7% | 17,0% |
| Mitarbeiter2) | 15.132 | 14.954 | 15.716 | +5,1% | - | - |
1) Bezogen auf Gesamtumsatz
2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
Der Außenumsatz der Division Brief stieg im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007 um 8,6% auf 720,5 Mio EUR. Dieser Anstieg resultiert sowohl aus der erstmaligen Konsolidierung der im Juli 2007 akquirierten Tochtergesellschaft meiller als auch aus einem operativen Umsatzwachstum. Der Umsatzanstieg im zweiten Quartal betrug 9,0%, der negative Volumenseffekt des ersten Quartals (ein Arbeitstag weniger als im ersten Quartal 2007) wurde somit im zweiten Quartal weitgehend kompensiert.
Das Geschäftsfeld Briefpost verzeichnete einen Rückgang von 0,9% im Halbjahresvergleich. Die Umsatzerlöse des Geschäftsfelds Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) stiegen in den ersten sechs Monaten 2008 um 27,6% auf 263,4 Mio EUR. Diese Steigerung beinhaltet die erstmalige Konsolidierung des Direct Marketing-Dienstleisters meiller direct.
Im Geschäftsfeld Medienpost erfolgte ein Umsatzanstieg um 6,1%, der auf die positive Entwicklung bei Regionalmedien zurückzuführen ist, aber auch auf Einmaleffekte aus Landtagswahlen in Österreich.
In Summe erwirtschaftete die Division Brief im ersten Halbjahr 2008 ein EBIT in Höhe von 135,7 Mio EUR (plus 1,7%) bzw. 61,6 Mio EUR im zweiten Quartal (plus 4,4%).
| Ver | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2006 | H1 2007 | H1 2008 | änderung | Q2 2007 | Q2 2008 |
| Außenumsatz | 111,4 | 357,2 | 382,5 | +7,1% | 174,2 | 191,3 |
| Innenumsatz | 24,1 | 15,9 | 17,0 | +6,4% | 7,6 | 8,2 |
| Umsatz gesamt | 135,4 | 373,1 | 399,4 | +7,1% | 181,8 | 199,5 |
| EBIT | 9,5 | 14,9 | 7,1 | -52,3% | 5,3 | 2,4 |
| EBIT-Marge1) | 7,0% | 4,0% | 1,8% | - | 2,9% | 1,2% |
| Mitarbeiter2) | 2.280 | 3.255 | 4.059 | +24,7% | - | - |
1) Bezogen auf Gesamtumsatz
2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik hat sich im ersten Halbjahr 2008 auf 382,5 Mio EUR erhöht (plus 7,1%). Der größte Teil (84%) dieses Umsatzes wurde mit dem Produkt Premiumpaket (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden an Privat- und Businesskunden; B2C/B2B) erzielt. Das Wachstum in diesem Segment resultiert neben dem volumensmäßig größten B2B-Geschäft in Deutschland (transo-flex) vor allem aus dem Zuwachs durch die neu akquirierten Konzerngesellschaften (Road Parcel, Merland, City Express, DDS, VOP), die in der Vergleichsperiode 2007 noch nicht zum Konsolidierungskreis gehörten, aber auch aus der generellen Steigerung des Premiumprodukts im österreichischen B2B- und B2C-Geschäft. Besonders internetbasierte Anbieter
vertrauen vermehrt auf die rasche Zustellung durch die Österreichische Post.
Das Standardpaket in Österreich (16% des Gesamtumsatzes der Division) verzeichnete wie erwartet einen Volumensrückgang in Folge des Markteintritts eines deutschen Paketanbieters. Die Ende 2007 eingeleitete Redimensionierung der Paketlogistik in Österreich zur Verbesserung der Profitabilität des Paketgeschäfts verläuft plangemäß. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Division Paket & Logistik betrug im ersten Halbjahr 2008 bedingt durch den Abgang zweier großer Paketkunden in Österreich 7,1 Mio EUR.
| Ver | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | H1 2006 | H1 2007 | H1 2008 | änderung | Q2 2007 | Q2 2008 | ||
| Außenumsatz | 96,8 | 93,8 | 94,0 | +0,2% | 44,1 | 46,0 | ||
| Innenumsatz | 106,6 | 103,4 | 102,0 | -1,4% | 50,9 | 51,1 | ||
| Umsatz gesamt | 203,4 | 197,1 | 196,0 | -0,6% | 94,9 | 97,1 | ||
| EBIT | 11,0 | 5,8 | 6,7 | +16,4% | 1,2 | 4,2 | ||
| EBIT-Marge1) | 5,4% | 2,9% | 3,4% | - | 1,3% | 4,3% | ||
| Mitarbeiter2) | 5.218 | 5.055 | 4.893 | -3,2% | - | - | ||
1) Bezogen auf Gesamtumsatz
2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
Der Außenumsatz der Division Filialnetz ist im ersten Halbjahr 2008 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 0,2% auf 94,0 Mio EUR gestiegen. Ein Rückgang im Bereich von Mobilfunk-Verkäufen konnte insbesondere im zweiten Quartal 2008 durch eine Steigerung im Bereich Finanzdienstleistungen kompensiert werden. Die eingeleiteten Wachstumsmaßnahmen wie eine Vertriebsoffensive für Privatkunden und das verbesserte Zinsniveau wirkten sich hier positiv aus. Begleitend dazu wurde für Filialnetzmitarbeiter eine Initiative mit gezieltem Vertriebstraining gestartet, das Produkt- und Leistungssortiment wurde verbessert. Dies trug zu einer Steigerung des Anlagevolumens bei. Der Innenumsatz der Division ist, bedingt durch geringe Sendungsvolumina über das Filialnetz, rückläufig. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Division Filialnetz konnte durch Kostendisziplin und organisatorische Optimierungsmaßnahmen in den ersten sechs Monaten 2008 auf 6,7 Mio EUR gesteigert werden.
| Mio EUR | H1 2007 | H1 2008 | Q2 2007 | Q2 2008 |
|---|---|---|---|---|
| 1.116,8 | 1.198,8 | 541,3 | 588,9 | |
| Umsatzerlöse | 37,0 | 35,8 | 16,1 | 21,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.153,8 | 1.234,6 | 557,4 | 610,0 |
| Gesamte betriebliche Erträge | -322,8 | -368,9 | -157,5 | -185,9 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | -569,3 | -581,2 | -281,7 | -283,7 |
| Personalaufwand | -45,2 | -57,9 | -23,0 | -32,4 |
| Abschreibungen | -131,8 | -145,2 | -65,1 | -76,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.069,1 | -1.153,2 | -527,3 | -578,2 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | ||||
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 84,7 | 81,4 | 30,2 | 31,8 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0,3 | 0,5 | -0,3 | 0,3 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 1,6 | 7,1 | 0,9 | 5,0 |
| Finanzergebnis | 1,9 | 7,6 | 0,6 | 5,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 86,6 | 89,1 | 30,7 | 37,1 |
| Ertragsteuern | -18,7 | -18,9 | -5,6 | -8,8 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 67,9 | 70,1 | 25,1 | 28,3 |
| Periodenergebnis | 67,9 | 70,1 | 25,1 | 28,3 |
| Zuzurechnen an: | ||||
| die Aktionäre des Mutterunternehmens | 67,6 | 70,2 | 25,0 | 28,3 |
| die Anteile anderer Gesellschafter | 0,2 | 0,0 | 0,2 | 0,0 |
| EUR | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,97 | 1,00 | 0,36 | 0,40 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,97 | 1,00 | 0,36 | 0,40 |
| Mio EUR | ||||
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 84,7 | 81,4 | 30,2 | 31,8 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0,3 | 0,5 | -0,3 | 0,3 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 85,0 | 81,9 | 29,9 | 32,1 |
| Mio EUR | 31.12.2007 | 30.6.2008 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Langfristiges Vermögen | ||
| Firmenwerte | 216,0 | 218,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 106,1 | 99,5 |
| Sachanlagen | 716,7 | 717,5 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 36,6 | 35,4 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 3,5 | 3,5 |
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 131,8 | 132,4 |
| Andere Finanzanlagen | 79,9 | 79,9 |
| Forderungen | 15,9 | 15,4 |
| Latente Steuern | 55,5 | 55,8 |
| 1.361,9 | 1.357,5 | |
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 15,2 | 0,2 |
| Vorräte | 25,6 | 26,8 |
| Forderungen | 344,0 | 363,9 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 309,4 | 250,1 |
| 694,3 | 641,0 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 2,4 | 0,3 |
| 2.058,6 | 1.998,8 | |
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 350,0 | 350,0 |
| Kapitalrücklagen | 212,0 | 212,0 |
| Gewinnrücklagen | 188,7 | 141,2 |
| Marktbewertung von Wertpapieren | -0,5 | -1,5 |
| Währungsumrechnungsrücklagen | 1,0 | 2,1 |
| Periodenergebnis | 122,5 | 70,2 |
| 873,7 | 773,9 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 0,6 | 0,0 |
| 874,3 | 773,9 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 487,7 | 497,9 |
| Finanzverbindlichkeiten | 58,6 | 52,0 |
| Verbindlichkeiten | 18,7 | 18,0 |
| Latente Steuern | 33,2 | 31,2 |
| 598,0 | 599,1 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 102,3 | 91,9 |
| Steuerrückstellungen | 14,4 | 16,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 128,5 | 99,4 |
| Verbindlichkeiten | 341,1 | 418,5 |
| 586,3 | 625,8 | |
| 2.058,6 | 1.998,8 |
| Geschäftstätigkeit 86,6 89,1 Ergebnis vor Ertragsteuern 45,2 57,9 Abschreibungen -0,3 -0,5 Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen 37,3 10,2 Langfristige Rückstellungen -9,0 -4,2 Ergebnis aus Anlagenverkäufen 0,0 -0,2 Ergebnis aus der Veräußerung von Finanzanlagen -18,5 -17,7 Gezahlte Steuern -4,4 -10,5 Nettoabfluss/-zufluss Zinsen 0,1 -0,4 Währungsumrechnung 137,0 123,6 Cash-Flow aus dem Ergebnis |
|---|
| Veränderung des Nettoumlaufvermögens |
| 26,5 -15,9 Forderungen |
| 1,7 -1,1 |
| Vorräte -32,4 -1,4 |
| Verbindlichkeiten 2,6 -10,3 |
| Kurzfristige Rückstellungen -1,5 -28,7 |
| Cash-Flow aus Veränderung des Nettoumlaufvermögens |
| 135,4 94,9 Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit |
| Investitionstätigkeit |
| -2,6 -1,0 Erwerb von immateriellen Vermögenswerten |
| -42,0 -40,1 Erwerb von Sachanlagen |
| -6,5 0,4 Erwerb von Tochterunternehmen |
| 0,0 -2,6 Erwerb von weiteren Anteilen an Tochterunternehmen |
| -9,0 -5,0 Erwerb von Finanzinvestitionen in Wertpapiere |
| -76,4 0,0 Erwerb von anderen Finanzanlagen |
| 16,0 9,4 Erlöse aus Anlagenverkäufen |
| 0,1 18,3 Erlöse aus Verkauf von Finanzinvestitionen in Wertpapiere |
| 0,4 0,5 Erhaltene Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen |
| 7,8 14,9 Erhaltene Zinsen |
| -112,1 -5,2 Cash-Flow aus Investitionstätigkeit |
| 23,3 89,7 Free Cash-Flow |
| Finanzierungstätigkeit |
| 3,0 -46,7 Veränderung von Finanzverbindlichkeiten |
| -70,0 -98,0 |
| Ausschüttung (Basisdividende) -3,4 -4,3 |
| Gezahlte Zinsen -70,5 -149,0 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit |
| -47,1 -59,3 Nettoabnahme des Finanzmittelbestandes |
| 229,4 309,4 Finanzmittelbestand am 1. Jänner |
| 182,3 250,1 Finanzmittelbestand am 30. Juni |
1. Halbjahr Sonstiges/
| Brief | Paket & Logistik | Filialnetz | Konsolidierung | Konzern | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 |
| Außenumsatz | 663,3 | 720,5 | 357,2 | 382,5 | 93,8 | 94,0 | 2,5 | 1,8 | 1.116,8 | 1.198,8 |
| Innenumsatz | 24,4 | 22,1 | 15,9 | 17,0 | 103,4 | 102,0 | -143,7 | -141,0 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 687,7 | 742,6 | 373,1 | 399,4 | 197,1 | 196,0 | -141,1 | -139,2 | 1.116,8 | 1.198,8 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 133,2 | 135,5 | 15,0 | 7,1 | 5,8 | 6,7 | -69,4 | -67,9 | 84,7 | 81,4 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0,2 | 0,2 | -0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,3 | 0,3 | 0,5 |
| EBIT | 133,4 | 135,7 | 14,9 | 7,1 | 5,8 | 6,7 | -69,1 | -67,6 | 85,0 | 81,9 |
| Segmentvermögen | 369,7 | 474,9 | 434,5 | 528,8 | 44,8 | 52,3 | 531,4 | 418,0 | 1.380,5 | 1.474,0 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 2,9 | 2,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,6 | 3,4 | 3,5 |
| Segmentverbindlichkeiten | 299,5 | 326,6 | 211,1 | 166,6 | 83,1 | 76,3 | 410,9 | 468,3 | 1.004,6 | 1.037,7 |
| Segmentinvestitionen | 12,5 | 19,7 | 20,1 | 26,4 | 2,8 | 1,3 | 21,9 | 7,2 | 57,3 | 54,7 |
| Abschreibungen | 13,0 | 16,8 | 10,5 | 13,2 | 2,4 | 2,9 | 19,3 | 25,0 | 45,2 | 57,9 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 6,0 | 0,0 | 6,2 |
| Sonstige nicht zahlungs | ||||||||||
| wirksame Aufwendungen | 2,9 | -1,7 | 0,3 | -1,1 | 1,4 | -1,7 | 32,7 | 14,7 | 37,3 | 10,2 |
| Mitarbeiter1) | 14.954 | 15.716 | 3.255 | 4.059 | 5.055 | 4.893 | 1.647 | 2.121 | 24.910 | 26.789 |
1) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
1. Halbjahr
| Österreich | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 |
| Außenumsatz | 842,5 | 835,9 | 250,9 | 298,1 | 23,4 | 64,8 | 1.116,8 | 1.198,8 |
| Segmentvermögen | 1.063,2 | 1.029,3 | 297,0 | 352,2 | 20,3 | 92,5 | 1.380,5 | 1.474,0 |
| Segmentinvestitionen | 44,9 | 27,7 | 5,9 | 7,2 | 6,5 | 19,8 | 57,3 | 54,7 |
| 2. Quartal | Sonstiges/ | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Brief | Paket & Logistik | Filialnetz | Konsolidierung | Konzern | ||||||
| Mio EUR | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 |
| Außenumsatz | 321,6 | 350,5 | 174,2 | 191,3 | 44,1 | 46,0 | 1,4 | 1,1 | 541,3 | 588,9 |
| Innenumsatz | 12,0 | 11,0 | 7,6 | 8,2 | 50,9 | 51,1 | -70,5 | -70,3 | 0,0 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 333,6 | 361,5 | 181,8 | 199,5 | 94,9 | 97,1 | -69,1 | -69,2 | 541,3 | 588,9 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 59,3 | 61,3 | 5,4 | 2,4 | 1,2 | 4,2 | -35,7 | -36,2 | 30,2 | 31,8 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -0,3 | 0,2 | -0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 | -0,3 | 0,3 |
| EBIT | 59,0 | 61,6 | 5,3 | 2,4 | 1,2 | 4,2 | -35,6 | -36,1 | 29,9 | 32,1 |
2. Quartal
| Österreich | Deutschland | Andere Länder | Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | 2008 |
| Außenumsatz | 406,5 | 408,1 | 122,1 | 145,8 | 12,7 | 35,0 | 541,3 | 588,9 |
| Markt- Währungs- | Anteile | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapital | Gewinn bewertung | umrech- | anderer | Konzern | |||||
| Grund- | rück- | rück- | von Wert- | nungs- | Perioden- | Gesell- | Eigen | ||
| Mio EUR | kapital | lagen | lagen | papieren | rücklagen | ergebnis | Gesamt | schafter | kapital |
| 1. HALBJAHR 2007 | |||||||||
| Stand am 1. Jänner 2007 | 350,0 | 274,5 | 96,4 | -0,1 | 0,9 | 99,8 | 821,4 | 0,0 | 821,4 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | |||||||||
| Anteilsveränderung | 0,0 | 0,0 | |||||||
| Veränderung von Rücklagen | 29,8 | -29,8 | 0,0 | 0,0 | |||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste | |||||||||
| Währungsumrechnung | 0,2 | 0,2 | 0,2 | ||||||
| Neubewertung von Wertpapieren | 0,3 | 0,3 | 0,3 | ||||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,2 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,4 | |
| Periodenergebnis | 67,6 | 67,6 | 0,7 | 68,3 | |||||
| Summe der erfassten Gewinne und Verluste | 0,0 | 0,0 | 29,8 | 0,3 | 0,2 | 37,9 | 68,1 | 0,7 | 68,8 |
| Ausschüttung | -70,0 | -70,0 | -70,0 | ||||||
| Stand am 30. Juni 2007 | 350,0 | 274,5 | 126,2 | 0,1 | 1,1 | 67,6 | 819,5 | 0,7 | 820,2 |
| Markt- Währungs- | Anteile | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapital | Gewinn bewertung | umrech- | anderer | Konzern | |||||
| Grund- | rück- | rück- | von Wert- | nungs- | Perioden- | Gesell- | Eigen | ||
| Mio EUR | kapital | lagen | lagen | papieren | rücklagen | ergebnis | Gesamt | schafter | kapital |
| 1. HALBJAHR 2008 | |||||||||
| Stand am 1. Jänner 2008 | 350,0 | 212,0 | 188,7 | -0,5 | 1,0 | 122,5 | 873,7 | 0,6 | 874,3 |
| Veränderung des Konsolidierungskreises | |||||||||
| Anteilsveränderung | 0,0 | -0,6 | -0,6 | ||||||
| Veränderung von Rücklagen | -47,5 | 45,5 | -2,0 | -2,0 | |||||
| Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste | |||||||||
| Währungsumrechnung | 1,0 | 1,0 | 1,0 | ||||||
| Neubewertung von Wertpapieren | -1,0 | -1,0 | -1,0 | ||||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | -1,0 | 1,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 | |
| Periodenergebnis | 70,2 | 70,2 | 0,0 | 70,1 | |||||
| Summe der erfassten Gewinne und Verluste | 0,0 | 0,0 | -47,5 | -1,0 | 1,0 | 115,6 | 68,2 | -0,6 | 67,6 |
| Ausschüttung | -168,0 | -168,0 | -168,0 | ||||||
| Stand am 30. Juni 2008 | 350,0 | 212,0 | 141,2 | -1,5 | 2,1 | 70,2 | 773,9 | 0,0 | 773,9 |
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2008 erfolgte in Übereinstimmung mit den zum 30. Juni 2008 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 zugrunde liegen. Die seit 1. März 2007 verpflichtend anzuwendende neue IFRIC Interpretation 11 (Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2) wurde bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses berücksichtigt. Aus der Anwendung der neuen Interpretation ergibt sich keine Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die funktionale Währung ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007, der die Grundlage für den vorliegenden Zwischenabschluss darstellt.
In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 19 inländische (31. Dezember 2007: 18) und 47 ausländische (31. Dezember 2007: 45) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters wurden 3 inländische Unternehmen (31. Dezember 2007: 3) nach der Equity-Methode bewertet.
Mit Closing zum 30. April 2008 hat die Österreichische Post 100% der Anteile an der HSH Holding B.V.B.A., Stekene, und allen von ihr beherrschten Gesellschaften übernommen. HSH fungiert als Holding für zwei vollkonsolidierte rechtliche Einheiten: MIT Transport N.V., Turnhout, und DISTRA N.V., Turnhout. Der Kaufpreis beträgt in Summe 0,6 Mio EUR. Die Gesellschaften sind im Bereich der Pharmalogistik mit dem Schwerpunkt Health Care in Belgien tätig.
Die Akquisition der HSH Holding B.V.B.A. und der von ihr beherrschten DISTRA N.V und MIT Transport N.V. führte zur Erfassung der folgenden Vermögenswerte und Schulden:
| Beizulegende | Buchwerte | |
|---|---|---|
| Mio EUR | Zeitwerte | vor dem Erwerb |
| Firmenwert | 2,3 | 0,0 |
| Sachanlagen | 10,3 | 10,3 |
| Finanzanlagen | 0,1 | 0,1 |
| Kurzfristiges Vermögen | 9,2 | 9,2 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -7,0 | -7,0 |
| Passive latente Steuern | -2,2 | -2,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | -12,0 | -12,0 |
| Erworbenes Nettovermögen | 0,6 | -1,7 |
Mit Wirkung Anfang Juni 2008 wurde die trans-o-flex Nederland B.V. mit der DDS Dedicated Distribution Services B.V. verschmolzen.
Zudem wurden zum 30. Juni 2008 die restlichen 23,85% an trans-o-flex um 20,4 Mio EUR erworben. Diese Transaktion hat lediglich Auswirkung auf die Verbindlichkeit gegenüber dem Minderheitengesellschafter, da aufgrund der bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Put-Option des Minderheitengesellschafters bereits 100% der Anteile konsolidiert werden.
Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 dargestellten Eventualforderungen blieben im ersten Halbjahr 2008 unverändert. Die Eventualschulden haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2007 nicht wesentlich verändert.
Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 30. Juni 2008 nicht wesentlich verändert.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.
Der Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG, Wien, für das Geschäftshalbjahr vom 1. Jänner bis zum 30. Juni 2008 wurde nicht geprüft. Der Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. Juni 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, das Konzern-Cash-Flow-Statement und die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das am 30. Juni 2008 endende Geschäftshalbjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Wien, 30. Juli 2008
| Dr. Anton Wais e.h. | Mag. Dr. Rudolf Jettmar e.h. | |
|---|---|---|
| Generaldirektor | Generaldirektor-Stellvertreter | |
Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor
Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz e.h. Dipl.-Ing. Walter Hitziger e.h. Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende e.h.
Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
| Dr. Anton Wais e.h. | Mag. Dr. Rudolf Jettmar e.h. | |
|---|---|---|
| Generaldirektor | Generaldirektor-Stellvertreter | |
| Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz e.h. | Dipl.-Ing. Walter Hitziger e.h. | Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende e.h. |
| Vorstandsdirektor | Vorstandsdirektor | Vorstandsdirektor |
| 6. Mai 2008 | Ex-Dividendentag/Dividendenzahltag für Basisdividende 1,40 EUR |
|---|---|
| 14. August 2008 | Zwischenbericht 1. Halbjahr 2008 |
| 5. September 2008 | Ex-Dividendentag/Dividendenzahltag für Sonderdividende 1,00 EUR |
| 13. November 2008 | Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2008 |
Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 31. Juli 2008
Unternehmenszentrale Postgasse 8 1010 Wien www.post.at
T: +43 (0) 57767-30401 F: +43 (0) 57767-30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir
T: +43 (0) 57767-22626 F: +43 (0) 577675-22626 E: [email protected] I: www.post.at/pr
Die Österreichische Post im Internet: www.post.at www.business.post.at
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