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Österreichische Post AG

Quarterly Report Nov 13, 2008

752_rns_2008-11-13_5b4b42a5-b21f-44c7-b365-90d363944ef4.pdf

Quarterly Report

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Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2008 Österreichische Post AG

Was bringt die Post im 3. Quartal?

Eine sichere Bilanz in turbulenten Zeiten.

Highlights Q1–3 2008

Konzernumsatz Q1–3 um 7,0% auf 1.784,6 Mio EUR gesteigert

  • Brief: gute Umsatzentwicklung in allen Bereichen und stabiles Ergebnis
  • Paket & Logistik: geringere Margen durch Integrationsaufwendungen und Redimensionierung
  • Filialnetz: trotz Finanzkrise leichte Steigerung bei Finanzdienstleistungen
  • Konzernergebnis durch Wettbewerbsveränderung in Österreich sowie durch Einzeleffekte unter Vorjahresniveau

Österreichische Post von gegenwärtiger Finanzkrise kaum betroffen

  • kein aktueller Fremdfinanzierungsbedarf
  • operativer Cash-Flow deckt Investitionsbedarf und Dividende
  • Veranlagungspolitik mit geringstmöglichem Risiko

Postmarktumfeld wird als größtenteils stabil betrachtet

Ausblick 2008

  • steigende Umsatzentwicklung
  • operatives Ergebnis (EBIT) 2008 auf dem Niveau von 2007; Steigerung für 2009 erwartet
  • Basisdividende 2009 über dem Vorjahreswert von 1,40 EUR/Aktie

Kennzahlenüberblick

Q1–3 Q1–3 Q1–3 Ver
Mio EUR 2006 2007 2008 änderung
1.271,1 1.667,3 1.784,6 +7,0%
Gewinn- und Umsatz 173,4 190,5 186,9 -1,9%
Verlustrechnung Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 13,6% 11,4% 10,5% -
EBITDA-Marge 93,7 118,3 103,0 -13,0%
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 7,4% 7,1% 5,8% -
EBIT-Marge 97,0 123,4 111,1 -10,0%
Ergebnis vor Steuern (EBT) 70,7 96,1 87,5 -8,9%
Periodenergebnis 1,011) 1,371) 1,252) -8,8%
Ergebnis je Aktie (EUR) 24.621 25.522 27.141 +6,3%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte)
Cash-Flow Cash-Flow aus dem Ergebnis 193,5 207,8 161,7 -21,9%
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 147,6 211,3 129,5 -38,7%
Erwerb von Sachanlagen 35,2 70,8 60,9 -14,0%
Erwerb von/Anteilserhöhungen an Tochterunternehmen 1,6 56,0 5,7 -89,7%
Free Cash-Flow 166,6 91,6 112,1 +22,4%
31.12.2006 31.12.2007 30.9.2008
Bilanz Bilanzsumme 1.901,6 2.058,6 1.937,0 -5,9%
Langfristiges Vermögen 1.272,9 1.361,9 1.353,2 -0,6%
Kurzfristiges Vermögen 614,9 694,3 583,9 -15,9%
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 13,8 2,4 0,0 -100,0%
Eigenkapital 821,4 874,3 767,3 -12,2%
Langfristige Verbindlichkeiten 564,0 598,0 611,2 +2,2%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 516,2 586,3 558,5 -4,7%
Bilanzkennzahlen Verzinsliches Fremdkapital -607,6 -711,5 -701,3 -1,4%
Verzinsliche Aktiva 433,7 538,1 384,6 -28,5%
Nettoverschuldung 173,9 173,4 316,6 +82,6%
Eigenkapitalquote 43,2% 42,4% 39,6% -

1) bezogen auf 70,0 Mio Aktien

2) bezogen auf 69,9 Mio Aktien

Vorwort des Vorstands

Die ersten neun Monate des Jahres 2008 haben sich für die Österreichische Post ver gleichsweise gut ent wickelt. Der Umsatz konnte um 7,0% gesteigert wer den. Neben der erstmaligen ergeb niswirksamen Kon solidierung akquirierter Gesell schaften beinhaltet dieser Anstieg auch organisches Wachstum.

In der Division Brief zeigte sich eine gute Umsatz ent wicklung in allen drei Geschäftsfeldern (plus 7,7%). Die Briefpost blieb – trotz stetigem Trend einer elektro nischen Substitution – nahezu konstant, und die Ge schäftsfelder Infomail (Werbesendungen) und Medien post verzeichneten solide organische Zu wächse.

Der Bereich Paket & Logistik verzeichnete sowohl in Österreich als auch international eine Steigerung (plus 8,2%). Das Premiumprodukt "24-Stunden-Busi ness paket" wird konsequent ausgebaut. In der Divi sion Filialnetz konnten steigende Finanzdienst leis tun gen/Wertlogistik die rückläufigen Handels waren verkäufe weitgehend kompensieren (minus 1,0%).

In den ersten neun Monaten 2008 hatte die Österreichische Post einige Herausforderungen zu bewälti gen: die veränderte Wettbewerbs situa tion am öster reichischen Paketmarkt ebenso wie höhere Kosten durch gestiegene Preise für Treibstoffe und Trans porte sowie die Integration neuer Gesell schaf ten.

Von der gegenwärtigen Finanzkrise ist die Österreichische Post bislang größtenteils verschont geblieben. Dies ist zu einem bedeutenden Teil auf die solide Bilanz struktur zurückzuführen. Das Unterneh men ver fügt über eine hohe Eigenkapitalquote und hat keinen aktuellen Fremdfinanzierungsbedarf. Die Ver anla gungs politik kann als ausgesprochen konser vativ angesehen werden. Investitionen werden aus dem laufenden Cash-Flow finanziert. Diese Stabili tät hat auch zu einer soliden Aktien kurs entwicklung im Jahr 2008 beigetragen: Während der Vergleichs index DJ Euro Stoxx Trans portation seit Jahresbe ginn 47,9% verloren hat, gab die Aktie der Österreichi schen Post bis Ende Okto ber lediglich um 3,7% nach.

Der Ausblick für das Gesamtjahr 2008 mit einer steigenden Umsatzentwicklung von etwa 5% wird aufrecht erhalten, obwohl die Prognosegenauigkeit durch die veränderten konjunkturellen Rahmenbe din gun gen erschwert wird. Diese Steigerung inkludiert die Ein beziehung der zwischenzeitlich erworbenen neuen Tochtergesellschaften. Trotz der Veränderung im österreichischen Paketgeschäft geht die Österreichi sche Post davon aus, dass das operative Ergebnis (EBIT) 2008 auf dem Niveau des Jahres 2007 liegen wird. Für 2009 wird ein Anstieg erwartet.

Für 2008 und 2009 zeichnen sich erforderliche An lageinvestitionen (CAPEX) von 100 bis 110 Mio EUR ab. Es ist auch mit einer reduzierten Akquisitions tätig keit zu rechnen. Nach den Akquisitionen der letzten Jahre steht die Integration und Konsolidie rung dieser Gesellschaf ten nunmehr im Vorder grund; ebenso wie die Harmoni sierung der Leis tungspalette und der operativen Systeme. Zur Sicherung der an gepeilten Ziele wird das Management der Österreichi schen Post sowohl kurzfristig als auch mittelfristig alles tun, um die Flexibilität und Effizienz des Unter neh mens und damit die Werterhaltung zu sichern.

Basierend auf einer guten Cash-Generierung und einer soliden Bilanzstruktur ist weiterhin eine attrak tive Dividendenpolitik vorgesehen. Die Basis divi den de soll über dem Vorjahreswert von 1,40 EUR liegen. Eine Sonderdividende ist abhängig vom zukünftigen Kapitalbedarf.

Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor

Dr. Anton Wais Mag. Dr. Rudolf Jettmar Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende

Die Post Aktie

Relativ positiver Kursverlauf Der Kurs der Post Aktie gab von Anfang des Jahres bis Ende Oktober um 3,7% nach. Der ATX verzeichnete in der gleichen Periode einen Rückgang von 55,7%, der DJ Euro Stoxx Transportation von 47,9%.

Steuerbegünstigte Ausschüttung der Son der dividende Nach der Ausschüttung der Basisdivi dende in Höhe von 98 Mio EUR (das sind 1,40 EUR pro Aktie) im Mai erfolgte am 5. September die erst malige Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von 70 Mio EUR (das sind 1,00 EUR pro Aktie). Die Sonder divi dende unterlag aufgrund der steuerlichen Behand lung von Kapitalrücklagen einer deutlich ge - ringeren Kapitalertragsteuerbelastung. Die effektive Kapital ertrag steuer für diese Sonder divi dende lag bei rund 3% anstatt der sonst üblichen 25%. Nach Abzug der österreichischen Kapitalertrag steuer erhielten Aktio näre für diese Sonderdivi dende von 1,00 EUR pro Aktie somit effektiv rund 0,97 EUR pro Aktie.

Aktienrückkauf Am 19. August wurde das in der Hauptversammlung am 22. April beschlossene Pro gramm zum Aktienrückkauf gestartet. Bis Ende Okto ber wurden in Summe mehr als 1,5 Millionen Stück Aktien zu einem Durchschnittspreis von 23,60 EUR zurückgekauft.

Geschäftsentwicklung 1.–3. Quartal 2008

Wirtschaftliches Umfeld und Rahmenbe -

din gungen Das Marktumfeld für Brief- und Paket sen dungen hat sich vor den bestehenden wirtschaft lichen Unsicherheiten als recht stabil erwiesen. Das Volumen von Briefen, Werbesendungen und Zeit schriften entwickelte sich im dritten Quartal 2008 in Summe positiv. Aufgrund dieser Unsicherheiten ist je doch nur eine eingeschränkte Beurteilung der zu künf tigen Entwicklung möglich. Es ist daher sehr schwierig, genaue wirtschaftliche Wachstumsaus sagen zu treffen. Wirt schafts forschungsinstitute prognostizie ren gegenwärtig, dass die österreichische Wirtschaft 2008 weniger wachsen wird als noch im Juni vor aus gesagt. Er wartet wird nun ein Plus von 2,0% statt 2,1% (Wifo und IHS).

Gemäß Prognosen wird sich auch das Jahr 2009 wirt schaftlich weniger gut entwickeln als noch im Juni erwartet, aber dennoch ein Wachstum aufweisen: 0,9% nach Ansicht des Wifo bzw. 1,2% laut Pro gnose des IHS. Diese Prognosen sind aber mit überdurchschnittlicher Unsicherheit behaftet. Das geringe Wachstum wird mit einer niedrigeren Inflation einher gehen, die Verbraucherpreise sollten 2009 nur mehr um 2,3% (IHS) zulegen.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Am 31. August 2008 hat die Österreichische Post 30% der Anteile an D2D – direct to document GmbH, Wien, erworben. Diese Gesellschaft ist im Bereich Outputservices (Druck-, Kuvertier- und Datentrans fer leistungen) tätig.

Zum 1. September 2008 hat die Österreichische Post AG die Cont-Média Hungary Kft., Budapest, zu 100% übernommen. Cont-Média Hungary ist im Bereich der Zustellung von unadressierten Werbesendungen in Ungarn tätig.

Die im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2007 erstmalig konsolidierten Konzerngesellschaften DDS, VOP, City Express und HSH beeinflussen die Ver gleich barkeit des vorliegenden Zwischenberichts ebenso wie die erst ab August 2007 konsolidierte Gesell schaft meiller.

Geschäftsentwicklung – Ertragslage Der Um satz ist in den ersten drei Quartalen 2008 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 7,0% auf 1.784,6 Mio EUR gestiegen. Der Anstieg erfolgte auch durch organisches Wachstum (plus 14,5 Mio EUR), aber in erster Linie durch die ergebniswirksame Konsolidierung neuer Gesellschaften (plus 102,8 Mio EUR).

Im Berichtszeitraum 2008 verbesserte sich die Divi sion Brief gegenüber dem Vorjahr um 7,7%, die Divi sion Paket & Logistik um 8,2%, in der Division Filial netz verringerte sich der Umsatz um 1,0%. In der Division Brief zeigt sich eine gute Umsatzent wick lung in allen drei Geschäftsfeldern. Die Briefpost blieb – trotz dem stetigen Trend einer elektronischen Substitution – nahezu konstant, und die Geschäfts felder Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) sowie Medienpost konnten solide organische Zu wächse verzeichnen. Im Bereich Paket & Logistik wurde der Umsatz um 8,2% auf 575,2 Mio EUR ge steigert. Dies ist zum einen auf die Umsatz steige rung im Produkt Premiumpaket (Paket zustellung innerhalb von 24 Stunden) sowohl in Österreich als auch international zurückzuführen und zum anderen durch den Zuwachs durch neu akquirierte Tochtergesell schaf ten bedingt.

Umsatz nach Divisionen1)

Q1–3 Q1–3 Q1–3 Ver
Mio EUR 2006 2007 2008 änderung Q3 2007 Q3 2008
Umsatz gesamt 1.271,1 1.667,3 1.784,6 +7,0% 550,4 585,8
Brief 958,8 990,4 1.066,8 +7,7% 327,0 346,3
Paket & Logistik 163,5 531,6 575,2 +8,2% 174,4 192,7
Filialnetz 145,4 141,8 140,3 -1,0% 48,0 46,3
Sonstiges/Konsolidierung 3,3 3,6 2,3 -35,4% 1,0 0,5

1) Externer Umsatz der Divisionen

Umsatzanteile nach Divisionen (%) Umsatz (Mio EUR)

Gewinn- und Verlustrechnung

Struktur
Q1–3 Q1–3 Ver- Q1–3
Mio EUR 2007 2008 änderung 2008 Q3 2007 Q3 2008
Umsatzerlöse 1.667,3 1.784,6 +7,0% 100,0% 550,4 585,8
Sonstige betriebliche Erträge 52,5 53,1 +1,2% 3,0% 15,6 17,3
Materialaufwand und Aufwand
für bezogene Leistungen -491,1 -564,1 +14,9% 31,6% -168,3 -195,2
Personalaufwand -838,1 -867,4 +3,5% 48,6% -268,8 -286,3
Sonstige betriebliche
Aufwendungen -200,5 -219,8 +9,6% 12,3% -68,7 -74,6
Ergebnis aus
assoziierten Unternehmen 0,4 0,5 +48,8% 0,0% 0,0 0,0
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen) 190,5 186,9 -1,9% 10,5% 60,3 47,1
Abschreibungen -72,2 -83,9 +16,2% 4,7% -27,0 -26,1
EBIT (Ergebnis vor
Zinsen und Steuern) 118,3 103,0 -13,0% 5,8% 33,3 21,0
Sonstiges Finanzergebnis 5,1 8,1 +58,0% 0,5% 3,6 1,0
EBT (Ergebnis vor Steuern) 123,4 111,1 -10,0% 6,2% 36,9 22,0
Ertragsteuern -27,3 -23,6 -13,8% 1,3% -8,6 -4,7
Ergebnis nach Ertragsteuern
= Periodenergebnis 96,1 87,5 -8,9% 4,9% 28,2 17,4
davon Anteile anderer Gesellschafter 0,1 -0,1 - - -0,1 0,0

Neben einem Anstieg des Umsatzes um 7,0% zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der Österreichi schen Post auch einen erhöhten Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen (plus 14,9% auf 564,1 Mio EUR). Diese Steigerung ist einerseits auf die Konsolidierung der akquirierten Gesellschaf ten, andererseits auf höhere Treibstoff- und Transport kosten im Berichtszeitraum zurückzuführen.

Im Personalaufwand von 867,4 Mio EUR ist die Dotie rung einer Rückstellung für Personal-Unter aus lastung enthalten. Der Netto-Rückstellungseffekt für die ers

ten neun Monate beträgt 29,0 Mio EUR (Q1–3 2007: 54,6 Mio EUR). Dieser Betrag entspricht der Netto zunahme der entsprechenden Position in der Bilanz von 331,0 Mio EUR per 1. Jänner 2008 auf nunmehr 359,9 Mio EUR per 30. September 2008. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeit äqui valente) ist im Periodenvergleich durch die akquirierten Ge sellschaften um 6,3% auf 27.141 gestiegen.

Das EBITDA lag in den ersten drei Quartalen mit 186,9 Mio EUR um 1,9% unter dem Vergleichswert des Vorjahrs. Die EBITDA-Marge beträgt 10,5%.

Q1–3 Q1–3 Q1–3 Ver
Mio EUR 2006 2007 2008 änderung Q3 2007 Q3 2008
EBIT gesamt 93,7 118,3 103,0 -13,0% 33,3 21,0
Brief 190,8 188,4 190,5 +1,1% 55,0 54,8
Paket & Logistik 15,9 20,8 6,7 -67,9% 5,8 -0,4
Filialnetz 8,5 9,7 9,5 -1,8% 3,9 2,8
Sonstiges/Konsolidierung -121,5 -100,6 -103,7 -3,1% -31,4 -36,1

EBIT nach Divisionen

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der Öster reichischen Post beträgt in den ersten drei Quar talen 103,0 Mio EUR nach 118,3 Mio EUR im Vor jahres zeitraum. Zurückzuführen ist diese Ver ände rung pri mär auf Einzel- und Einmaleffekte wie höhere operative Auf wände (Transport- und Treibstoffkosten), vermehrte Aufwände im Mitarbeiter-Sozialplan und Integrationskosten neuer Gesellschaften. Darüber hinaus beinhaltet die höhere Ab schreibung von 83,9 Mio EUR (Q1–3 2007: 72,2 Mio EUR) eine außerplanmäßige Abschreibung für Wert minderung in Höhe von 6,2 Mio EUR, die vorrangig auf Redimen sio nie rungsmaßnahmen der Paket logistik in Österreich zu rückzuführen ist.

Alle operativen Unternehmensbereiche leisteten einen positiven Beitrag zu diesem Ergebnis. Die Divi sion Brief erreichte ein EBIT von 190,5 Mio EUR, jenes der Division Paket & Logistik betrug 6,7 Mio EUR, und die Division Filialnetz erwirtschaftete 9,5 Mio EUR. Während die Divisionen Brief und Filialnetz im Er geb nis auf dem Niveau des Vorjahresvergleichs werts liegen, verzeichnet die Division Paket & Logistik einen Rückgang durch den Wegfall zweier großer Paket kunden in Österreich sowie durch Integrations kosten der neuen Tochter gesellschaften in den Niederlan den und Belgien.

Der Bereich Sonstiges/Konsolidierung wies in den ersten drei Quartalen 2008 ein negatives EBIT von 103,7 Mio EUR aus (Q1–3 2007: minus 100,6 Mio EUR). Dieses Ergebnis enthält nicht weiterverrechnete Auf wendungen zentraler Abteilungen, Aufwendun gen im Zusammenhang mit leer stehenden Immo bilien sowie die Erhöhung der Rückstellung für Unter aus lastung.

Das Periodenergebnis der Österreichischen Post beträgt im Betrachtungszeitraum 87,5 Mio EUR.

Ergebniskennzahlen

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur

Mio EUR 31.12.2006 31.12.2007 30.9.2008 30.9.2008
AKTIVA
Langfristiges Vermögen 1.272,9 1.361,9 1.353,2 69,9%
davon andere Finanzanlagen und
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 204,5 211,7 207,6 10,7%
Kurzfristiges Vermögen 614,9 694,3 583,9 30,1%
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 229,4 309,4 175,6 9,1%
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 13,8 2,4 0,0 0,0%
1.901,6 2.058,6 1.937,0 100,0%
PASSIVA
Eigenkapital 821,4 874,3 767,3 39,6%
Langfristige Verbindlichkeiten 564,0 598,0 611,2 31,6%
davon Rückstellungen 425,8 487,7 512,9 26,5%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 516,2 586,3 558,5 28,8%
1.901,6 2.058,6 1.937,0 100,0%

Die Österreichische Post verfügt über eine solide Bilanz struktur. Aktivseitig beinhaltet die Bilanz summe des Österreichischen Post Konzerns von insgesamt 1.937,0 Mio EUR mit einem Anteil von 69,9% bzw. 1.353,2 Mio EUR überwiegend langfristiges Ver mögen.

Innerhalb des langfristigen Vermögens nehmen die Positionen Sachanlagen mit 715,8 Mio EUR, immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte mit 318,4 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen mit 207,6 Mio EUR eine bedeutende Stellung ein. Die größten Posten des kurz fristigen Vermögens sind mit 380,0 Mio EUR For de rungen sowie mit 175,6 Mio EUR Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Veranlagungspolitik basiert auf dem geringstmöglichen Risiko.

Passivseitig besteht die Bilanzsumme zum überwiegenden Teil aus Eigenkapital (39,6%) und langfris ti gen Verbindlichkeiten (31,6%). Die langfristigen Ver bindlichkeiten von insgesamt 611,2 Mio EUR beinhalten in hohem Ausmaß Rückstellungen (in Summe 512,9 Mio EUR). Die darin enthaltene Rückstellung für Unterauslastung hat sich in den ersten drei Quar talen 2008 um 29,0 Mio EUR auf 359,9 Mio EUR er höht. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 558,5 Mio EUR sind auch kurzfristige Finanz ver bindlichkeiten von 98,7 Mio EUR enthalten. Der über wiegende Teil der kurz- und langfristigen Finanzver bindlichkeiten von 148,6 Mio EUR entfällt auf transo-flex.

Cash-Flow

Q1–3 Q1–3
Mio EUR
2007
2008
207,1
Cash-Flow aus dem Ergebnis
161,7
4,2
± Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
-32,2
211,3
= Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit
129,5
-119,7
± Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
-17,4
91,6
= Free Cash-Flow
112,1
-70,1
± Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
-245,9
21,4
= Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestandes
-133,8

Der Cash-Flow aus dem Ergebnis blieb mit 161,7 Mio EUR unter anderem aufgrund der Veränderung der langfristigen Rückstellungen unter dem Niveau der ersten drei Quartale 2007. Darüber hinaus wurde 2008 eine höhere Steuernachzahlung getätigt.

Der Cash-Flow aus der Veränderung des Nettoum lauf vermögens beträgt für die ersten drei Quartale 2008 minus 32,2 Mio EUR. Im Wesentlichen resultiert dies aus der Erhöhung von Forderungen gegenüber anderen Postgesellschaften. In Summe ergibt sich für die ersten drei Quartale 2008 ein Cash-Flow aus laufender Ge schäfts tätigkeit in Höhe von 129,5 Mio EUR.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit minus 17,4 Mio EUR inkludiert den Erwerb von Sachanlagen mit 60,9 Mio EUR, den Erwerb von Tochter unter neh men inklusive des Erwerbs von weiteren Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 5,7 Mio EUR, den Erlös aus Anlagenverkäufen mit 12,1 Mio EUR sowie Erlöse aus dem Verkauf von Finanzinvesti tio nen in Wert papiere in Höhe von 23,1 Mio EUR. Der ausgewie sene Free Cash-Flow beträgt somit 112,1 Mio EUR nach 91,6 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vor jahres.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit für die ersten drei Quartale 2008 umfasst die Zahlung der Basisdividende von 98,0 Mio EUR, eine Sonder divi dende von 70,0 Mio EUR sowie die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 50,1 Mio EUR. Die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten ist unter anderem auf den Erwerb der restlichen 23,85% am Logistikunternehmen trans-o-flex zurückzuführen (20,4 Mio EUR). Der Erwerb eigener Aktien im Rah men des Aktienrückkaufprogramms führte zu einer Auszahlung in Höhe von 21,7 Mio EUR.

Investitionen Die Investitionen in Sachanlagen der Österreichischen Post lagen in den ersten drei Quartalen 2008 bei 60,9 Mio EUR und betrafen zu gleichen Teilen Österreich und die anderen Länder. Die Investitionen beinhalten im Wesentlichen die Er weiterung und Erneuerung des Fuhrparks, Zusteller tische in den Distributionsbasen sowie bauliche Vor haben unter anderem in Bratislava (Slowakei) sowie Zagreb (Kroatien). Erworben wurden die restlichen An teile an Scanpoint (49%) sowie die Gesellschaft HSH im Bereich Pharmalogistik in Belgien.

Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Voll zeit kräfte des Österreichischen Post Konzerns stieg im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichs zeit raum des Vorjahres um 6,3% oder 1.619 Mitarbeiter auf nunmehr 27.141 Mitarbeiter. Der Anstieg ist be dingt durch den Erwerb von Tochterunternehmen. Der An stieg der Zahl der Mitarbeiter in Sonsti ges/Kon so li dierung resultiert aus dem geänderten Aus weis von dauerhaft erkrankten Mitarbeitern. In Öster reich war im Vergleich zu den Vorjahres quar talen eine Re duk tion von rund 320 Mitarbeitern zu verzeichnen. Der weitaus größte Teil der Konzern mit arbeiter, rund 23.200, ist in der Österreichi schen Post AG beschäftigt.

Q1–3 Q1–3 Q1–3 2006 2007 2008 Struktur Brief 15.426 15.470 15.966 58,8% Paket & Logistik 2.271 3.281 4.049 14,9% Filialnetz 5.266 5.103 4.962 18,3% Sonstiges/Konsolidierung 1.658 1.667 2.165 8,0% Gesamt 24.621 25.522 27.141 100,0%

Mitarbeiter nach Divisionen1)

1) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistikdienst leis tungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Mit diesen strategischen und operativen Risiken setzt sich das Unter neh men bewusst auseinander. Durch die Konzen tration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Er fahrung in diesem Bereich ist es dem Österreichi schen Post Konzern möglich, Risiken frühzeitig zu identifizieren, diese zu bewerten und geeignete Vorsorge maßnahmen zu setzen. Das Risikomanage ment der Österreichischen Post sowie die wesentlichen Risiko gruppen – regulatorische und rechtliche Risiken, Marktund Wettbewerbsrisiken, Risiken aus der Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risi ken und finanzielle Risiken – sind im Konzern ab schluss 2007 bzw. im Geschäftsbericht 2007 der Öster reichischen Post AG ausführlich erläutert (siehe Geschäftsbericht 2007, Seiten 74 bis 78).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Unge wiss heiten für die restlichen drei Monate des laufenden Geschäftsjahrs ab. In den Divisionen Brief sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Ver sand mengen jahreszeitlich bedingten Schwan kun gen und hängen von der wirtschaftlichen Ent wicklung der jeweiligen Kundensegmente ab. Pla nungsprämissen können naturgemäß von den tatsächlichen Werten abweichen. Die sich derzeit international verschlech ternden konjunkturellen Rahmen bedingungen können negative Auswirkun gen auf die Volumens ent wick lung des Konzerns haben. Darüber hinaus sieht sich die Österreichische Post zunehmendem Wett be werb ausgesetzt. So hat etwa Mitte 2007 ein deutsches Paketdienstleis tungs unternehmen seine Geschäfts tätigkeit in Öster reich aufgenommen. Dieser Markt eintritt hat Einfluss auf Paketvolumen und Preis ent wicklung in Österreich. In der Division Filialnetz sind die Erträge aus Finanzdienstleistungen stark von der wirtschaftlichen Entwicklung des Bankpartners BAWAG PSK geprägt, die Erträge aus Telekommuni kations pro duk ten von der Produktgestaltung des Partners Telekom Austria. Als Logistikunternehmen ist die Öster reichische Post grundsätzlich dem Risiko steigender Kosten durch höhere Treibstoffpreise ausgesetzt. Insgesamt kann sich das geringere Wirt schaftswachstum belastend auf die Volumens- und Marktentwicklung bei Briefen, Werbesendungen und Paketen auswirken, und somit kann die wirtschaftliche Entwicklung an Dynamik verlieren.

Ausblick Die international unsicheren Rahmenbe din gungen erschweren die Prognose ge nauig keit für die nächsten Perioden. Für das laufende Jahr 2008 wird grundsätzlich ein weitgehend stabiles Volumen an Brief- und Werbe sen dungen angenommen – die Entwicklung der ersten neun Monate be stätigte diesen Trend. Weiters sollte eine solide Volu mensent wick lung im internationalen Paket ge schäft trotz verschärftem Wettbewerb erfolgen. Nach dem Abgang zweier Versandhandelskunden ist im österreichischen Paketgeschäft von einer Marktan teils ver teilung auf dem derzeitigen Niveau auszugehen.

In Summe erwartet der Österreichische Post Kon zern für das Jahr 2008 eine steigende Umsatz ent wick lung von etwa 5%.

Trotz der Veränderung im österreichischen Paket ge schäft geht die Österreichische Post davon aus, dass das operative Ergebnis (EBIT) 2008 auf dem Niveau des Jahres 2007 liegen wird. Für 2009 ist ein Anstieg zu erwarten.

Hinsichtlich der erwarteten Finanzierungserfor der nisse in den Jahren 2008 und 2009 geht die Österreichische Post derzeit von erforderlichen Anlage in vestitionen (CAPEX) im Ausmaß von jährlich 100 bis 110 Mio EUR aus. Für diesen Zeitraum ist auch mit einer reduzierten Akquisitionstätigkeit zu rechnen, da keine großen, den Kriterien des Unternehmens entsprechenden Akquisitionsziele absehbar sind. Vor ran gig ist die Integration der neuen Konzern gesell schaften. Zur Sicherung der angepeilten Ziele wird das Management der Österreichischen Post sowohl kurz fristig als auch mittelfristig alles tun, um die Flexi bilität und Effizienz des Unternehmens und da mit die Werterhaltung zu sichern.

Basierend auf einer guten Entwicklung der Cash-Generierung und einer soliden Bilanzstruktur ist weiterhin eine attraktive Dividendenpolitik vorgesehen. Die Basis dividende soll über dem Vorjahreswert von 1,40 EUR liegen. Eine Sonderdividende ist abhängig vom zukünftigen Kapitalbedarf.

Ereignisse nach dem Ende der Zwischen be -

richtsperiode Am 2. Oktober 2008 hat die Öster reichische Post eine 100%-Beteiligung an 24 VIP Logistics Services d.o.o., Bosnien und Herze go wina, erworben. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von 24 VIP liegt in der Beförderung von Paketen und Stück gut im Business-to-Business-Bereich.

Seit dem Stichtag 30. September 2008 wurden insge samt 660.709 Stück eigene Aktien zu einem An schaf fungs wert in Höhe von 14,8 Mio EUR erworben.

Geschäftsentwicklung der Divisionen

Division Brief

Q1–3 Q1–3 Q1–3 Ver
Mio EUR 2006 2007 2008 änderung Q3 2007 Q3 2008
Außenumsatz 958,8 990,4 1.066,8 +7,7% 327,0 346,3
Briefpost 564,9 574,9 572,3 -0,4% 181,8 182,9
Infomail 298,1 323,1 395,4 +22,4% 116,6 131,9
Medienpost 95,8 92,4 99,1 +7,3% 28,7 31,5
Innenumsatz 49,3 35,1 32,6 -7,1% 10,7 10,5
Umsatz gesamt 1.008,1 1.025,5 1.099,4 +7,2% 337,7 356,8
EBIT 190,8 188,4 190,5 +1,1% 55,0 54,8
EBIT-Marge1) 18,9% 18,4% 17,3% - 16,3% 15,4%
EBITDA-Marge1) 21,8% 20,7% 19,7% - 19,4% 17,8%
Mitarbeiter2) 15.426 15.470 15.966 +3,2% - -

1) Bezogen auf Gesamtumsatz

2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Brief stieg in den ersten neun Monaten 2008 gegenüber der Vergleichs periode des Vorjahres um 7,7% auf 1.066,8 Mio EUR. Der Anstieg resultiert neben dem Konsolidie rungs effekt der im Juli 2007 akquirierten Gesellschaft meiller direct auch aus einem operativen Umsatzan stieg von etwa 1,9%.

Das Geschäftsfeld Briefpost hielt sich mit einem Um satzrückgang von 0,4% vorrangig in Folge von Substitutionseffekten durch elektronische Medien recht stabil. Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) erhöhte sich der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 22,4%. Der An stieg geht größtenteils auf die Konsolidierung der akquirierten meiller-Gesellschaften zurück, aber auch die organische Steigerung betrug 4,5%. Im Ge schäfts feld Medienpost war ebenfalls ein Umsatz zu wachs zu verzeichnen, und zwar um 7,3%, vorrangig durch die gute Entwicklung bei Regionalmedien so wie durch positive Effekte aus Landtags- und Natio nal rats wahlen in Österreich. Speziell die National ratswahl Ende September brachte Impulse in allen drei Ge schäftsfeldern.

In Summe erwirtschaftete die Österreichische Post in der Division Brief in den ersten drei Quartalen 2008 ein EBIT in der Höhe von 190,5 Mio EUR (plus 1,1%) bzw. 54,8 Mio EUR im dritten Quartal.

Division Paket & Logistik

Q1–3 Q1–3 Q1–3 Ver
Mio EUR 2006 2007 2008 änderung Q3 2007 Q3 2008
Außenumsatz 163,5 531,6 575,2 +8,2% 174,4 192,7
Innenumsatz 36,3 23,2 23,2 +0,1% 7,3 6,3
Umsatz gesamt 199,8 554,8 598,4 +7,9% 181,7 199,0
EBIT 15,9 20,8 6,7 -67,9% 5,8 -0,4
EBIT-Marge1) 7,9% 3,7% 1,1% - 5,8% -0,2%
EBITDA-Marge1) 11,0% 6,6% 4,5% - 6,3% 3,2%
Mitarbeiter2) 2.271 3.281 4.049 +23,4% - -

1) Bezogen auf Gesamtumsatz

2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik hat sich in den ersten drei Quartalen 2008 um 8,2% auf 575,2 Mio EUR erhöht.

Mit rund 485 Mio EUR wird der größte Teil des Um satzes (84%) mit dem Produkt Premiumpaket erzielt (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden an Privatund Businesskunden). Hier erfolgte in den ersten drei Quartalen 2008 ein Anstieg um etwa 15%, welcher sowohl auf organisches Wachstum als auch auf die Akquisition neuer Gesellschaften zu rückzuführen ist. Das Wachstum aus Akquisitionen im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich zum einen in Südosteuropa: Road Parcel und Merland/Ungarn sowie City Express/ Serbien. Zum anderen konnten in West europa mit DDS/Nieder lande, VOP/Belgien und HSH/Belgien Gesellschaften erworben wer den, die eine gute Er gänzung zum Netzwerk der deut schen Tochter ge sell schaft trans-o-flex darstellen.

Das Standardpaket in Österreich (rund 15% des Ge samtumsatzes der Division) verzeichnete wie erwartet einen Volumensrückgang in Folge des Marktein tritts eines deutschen Paketanbieters und ist im Jahr 2008 einem Redimensionierungsprozess unterworfen. Dieser wird Ende des Jahres abgeschlossen sein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Divi sion betrug in den ersten drei Quartalen 6,7 Mio EUR. Der Rückgang ist einerseits auf den erwarteten Markt anteilsrückgang in Österreich durch den Ab gang zweier großer Versandhandels-Paketkunden zurück-

zuführen, andererseits auf höhere Integra tions kosten der neuen Gesellschaften in den Nieder landen und Belgien sowie erhöhte Transport- und Treib stoff kosten

in der Berichtsperiode.

Division Filialnetz

Q1–3 Q1–3 Ver
2006 2007 2008 änderung Q3 2007 Q3 2008
145,4 141,8 140,3 -1,0% 48,0 46,3
155,1 150,9 151,1 +0,1% 47,6 49,2
300,5 292,7 291,4 -0,4% 95,6 95,4
8,5 9,7 9,5 -1,8% 3,9 2,8
2,8% 3,3% 3,3% - 4,1% 2,9%
5,7% 4,6% 4,8% - 5,5% 4,5%
5.266 5.103 4.962 -2,8% - -
Q1–3

1) Bezogen auf Gesamtumsatz

2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Filialnetz reduzierte sich in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Ver gleichszeitraum des Vorjahres um 1,0% auf 140,3 Mio EUR. Ein Rückgang bei Handelswaren insbesondere im Bereich von Mobilfunk-Verkäufen konnte durch eine leichte Steigerung im Bereich Finanz dienstleis tungen und weiteren Filialprodukten weitgehend kom pensiert werden. Wachstumsmaßnahmen wie eine Ver triebsoffensive für Privatkunden wurden ein ge - leitet. Trotz der Finanzmarktkrise der letzten Monate wurde ein Wachstum erzielt, insbesondere bei Stan dardprodukten, die derzeit stärker nachgefragt werden. Der Innen umsatz der Division zeigte sich stabil. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Division Filialnetz konnte durch Kostendisziplin und organisatorische Optimierungsmaßnahmen bei einer EBIT-Marge von 3,3% ebenfalls konstant gehalten werden.

Konzernanhang Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Q1–3 Q1–3
Mio EUR 2007 2008 Q3 2007 Q3 2008
Umsatzerlöse 1.667,3 1.784,6 550,4 585,8
Sonstige betriebliche Erträge 52,5 53,1 15,6 17,3
Gesamte betriebliche Erträge 1.719,8 1.837,7 566,0 603,1
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen -491,1 -564,1 -168,3 -195,2
Personalaufwand -838,1 -867,4 -268,8 -286,3
Abschreibungen -72,2 -83,9 -27,0 -26,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -200,5 -219,8 -68,7 -74,6
Gesamte betriebliche Aufwendungen -1.601,8 -1.735,3 -532,7 -582,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 118,0 102,4 33,3 21,0
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,4 0,5 0,0 0,0
Sonstiges Finanzergebnis 5,1 8,1 3,6 1,0
Finanzergebnis 5,5 8,6 3,6 1,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 123,4 111,1 36,9 22,0
Ertragsteuern -27,3 -23,6 -8,6 -4,7
Ergebnis nach Ertragsteuern 96,1 87,5 28,2 17,4
Periodenergebnis 96,1 87,5 28,2 17,4
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 96,0 87,6 28,3 17,4
die Anteile anderer Gesellschafter 0,1 -0,1 -0,1 0,0
EUR
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,37 1,25 0,40 0,25
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,37 1,25 0,40 0,25
Mio EUR
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 118,0 102,4 33,3 21,0
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,4 0,5 0,0 0,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 118,3 103,0 33,3 21,0

Konzernbilanz

Mio EUR 31.12.2007 30.9.2008
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Firmenwerte 216,0 221,2
Immaterielle Vermögenswerte 106,1 97,2
Sachanlagen 716,7 715,8
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 36,6 35,1
Anteile an assoziierten Unternehmen 3,5 3,5
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 131,8 123,9
Andere Finanzanlagen 79,9 83,7
Forderungen 15,9 16,1
Latente Steuern 55,5 56,7
1.361,9 1.353,2
Kurzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 15,2 0,2
Vorräte 25,6 28,1
Forderungen 344,0 380,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 309,4 175,6
694,3 583,9
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 2,4 0,0
2.058,6 1.937,0
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 350,0 350,0
Eigene Aktien 0,0 -4,4
Kapitalrücklagen 212,0 216,4
Gewinnrücklagen 188,7 119,5
Marktbewertung von Wertpapieren -0,5 -4,1
Währungsumrechnungsrücklagen 1,0 2,4
Periodenergebnis 122,5 87,6
873,7 767,3
Anteile anderer Gesellschafter 0,6 0,0
874,3 767,3
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 487,7 512,9
Finanzverbindlichkeiten 58,6 49,9
Verbindlichkeiten 18,7 18,0
Latente Steuern 33,2 30,5
598,0 611,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 102,3 99,9
Steuerrückstellungen 14,4 15,3
Finanzverbindlichkeiten 128,5 98,7
Verbindlichkeiten 341,1 344,7
586,3 558,5
2.058,6 1.937,0

13

Konzern-Cash-Flow-Statement

Q1–3 Q1–3
Mio EUR 2007 2008
Geschäftstätigkeit 123,4 111,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 72,2 83,9
Abschreibungen -0,4 -0,5
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen 56,8 25,2
Langfristige Rückstellungen
Ergebnis aus Anlagenverkäufen
-9,2 -6,2
Ergebnis aus der Veräußerung von Finanzanlagen -2,9 0,0
Gezahlte Steuern -27,1 -38,1
Nettoabfluss/-zufluss Zinsen -5,8 -13,6
Cash-Flow aus dem Ergebnis 207,1 161,7
Veränderung des Nettoumlaufvermögens
Forderungen 71,6 -31,3
Vorräte 2,0 -2,4
Verbindlichkeiten -78,4 3,9
Kurzfristige Rückstellungen 8,9 -2,4
Cash-Flow aus Veränderung des Nettoumlaufvermögens 4,2 -32,2
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 211,3 129,5
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -3,2 -1,2
Erwerb von Sachanlagen -70,8 -60,9
Erwerb von Tochterunternehmen -56,0 0,6
Erwerb von assoziierten Unternehmen 0,0 -3,8
Erwerb von weiteren Anteilen an Tochterunternehmen 0,0 -2,6
Erwerb von Finanzinvestitionen in Wertpapiere -9,0 -5,0
Erwerb von anderen Finanzanlagen -76,4 0,0
Erlöse aus Anlagenverkäufen 16,3 12,1
Erlöse aus Verkauf von Finanzinvestitionen in Wertpapiere 68,4 23,1
Erhaltene Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen 0,4 0,5
Erhaltene Zinsen 10,7 19,7
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -119,7 -17,4
91,6 112,1
Free Cash-Flow
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten 4,7 -50,1
Ausschüttung -70,0 -168,0
Gezahlte Zinsen -4,8 -6,1
Erwerb eigene Aktien 0,0 -21,7
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -70,1 -245,9
Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestandes 21,4 -133,8
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 229,4 309,4
Finanzmittelbestand am 30. September 250,9 175,6

Segmentberichterstattung

Segmentberichterstattung nach Divisionen

1.–3. Quartal Sonstiges/

Brief Paket & Logistik Filialnetz Konsolidierung Konzern
Mio EUR 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008
Außenumsatz 990,4 1.066,8 531,6 575,2 141,8 140,3 3,6 2,3 1.667,3 1.784,6
Innenumsatz 35,1 32,6 23,2 23,2 150,9 151,1 -209,2 -206,9 0,0 0,0
Umsatz gesamt 1.025,5 1.099,4 554,8 598,4 292,7 291,4 -205,7 -204,6 1.667,3 1.784,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 188,2 190,3 20,9 6,7 9,7 9,5 -100,8 -104,0 118,0 102,4
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,2 0,2 -0,1 0,0 0,0 0,0 0,3 0,3 0,4 0,5
EBIT 188,4 190,5 20,8 6,7 9,7 9,5 -100,6 -103,7 118,3 103,0
Segmentvermögen 424,2 498,8 447,9 582,4 48,5 52,1 508,3 357,5 1.428,9 1.490,8
Anteile an assoziierten Unternehmen 2,9 2,9 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,6 3,5 3,5
Segmentverbindlichkeiten 289,7 346,7 126,7 217,6 80,1 73,8 411,7 362,3 908,2 1.000,5
Segmentinvestitionen 87,2 34,6 29,5 30,8 5,0 2,3 28,9 12,3 150,6 80,0
Abschreibungen 23,6 25,6 16,1 20,0 3,7 4,4 28,9 34,0 72,2 83,9
davon Wertminderungen 2,5 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 6,0 2,5 6,2
Sonstige nicht zahlungs
wirksame Aufwendungen 8,1 0,1 0,4 -0,7 1,7 -1,0 50,6 26,8 60,8 25,2
Mitarbeiter1) 15.470 15.966 3.281 4.049 5.103 4.962 1.667 2.165 25.522 27.141

1) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Segmentberichterstattung nach Regionen

1.–3. Quartal

Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Mio EUR 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008
Außenumsatz 1.236,6 1.231,0 390,3 451,1 40,4 102,5 1.667,3 1.784,6
Segmentvermögen 1.029,6 1.033,5 361,9 360,2 37,4 97,1 1.428,9 1.490,8
Segmentinvestitionen 86,2 47,4 46,6 10,5 17,7 22,0 150,6 80,0

Segmentberichterstattung nach Divisionen

3. Quartal Sonstiges/
Brief Paket & Logistik Filialnetz Konsolidierung Konzern
Mio EUR 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008
Außenumsatz 327,0 346,3 174,4 192,7 48,0 46,3 1,0 0,5 550,4 585,8
Innenumsatz 10,7 10,5 7,3 6,3 47,6 49,2 -65,5 -65,9 0,0 0,0
Umsatz gesamt 337,7 356,8 181,7 199,0 95,6 95,4 -64,5 -65,4 550,4 585,8
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 55,0 54,8 5,9 -0,4 3,9 2,8 -31,5 -36,2 33,3 21,0
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
EBIT 55,0 54,8 5,8 -0,4 3,9 2,8 -31,4 -36,1 33,3 21,0

Segmentberichterstattung nach Regionen

3. Quartal

Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Mio EUR 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008
Außenumsatz 394,0 395,1 139,4 153,0 17,0 37,7 550,4 585,8

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Markt- Währungs- Anteile
Kapital- Gewinn bewertung umrech- anderer Konzern
Grund- Eigene rück- rück- von Wert- nungs- Perioden- Gesell- Eigen
Mio EUR kapital Aktien lagen lagen papieren rücklagen ergebnis Gesamt schafter kapital
1.–3. QUARTAL 2007
Stand am 1. Jänner 2007 350,0 0,0 274,5 96,4 -0,1 0,9 99,8 821,4 0,0 821,4
Veränderung von Rücklagen
Gewinnrücklagen 29,8 -29,8 0,0 0,0
Direkt im Eigenkapital
erfasste Gewinne und Verluste
Währungsumrechnung 0,2 0,2 0,2
Marktbewertung von Wertpapieren -2,1 -2,1 -2,1
0,0 0,0 0,0 0,0 -2,1 0,2 0,0 -1,8 0,0 -1,8
Periodenergebnis 96,0 96,0 0,6 96,6
Summe der erfassten
Gewinne und Verluste 0,0 0,0 0,0 29,8 -2,1 0,2 66,2 94,1 0,6 94,8
Ausschüttung -70,0 -70,0 -70,0
Stand am 30. September 2007 350,0 0,0 274,5 126,2 -2,2 1,1 96,0 845,5 0,6 846,2
Markt- Währungs- Anteile
Kapital- Gewinn bewertung umrech- anderer Konzern
Grund- Eigene rück- rück- von Wert- nungs- Perioden- Gesell- Eigen
Mio EUR kapital Aktien lagen lagen papieren rücklagen ergebnis Gesamt schafter kapital
1.–3. QUARTAL 2008
Stand am 1. Jänner 2008 350,0 0,0 212,0 188,7 -0,5 1,0 122,5 873,7 0,6 874,3
Veränderung des Konsolidierungskreises
Anteilsveränderung 0,0 -0,6 -0,6
Veränderung von Rücklagen
Gewinnrücklagen -51,9 45,5 -6,5 -6,5
Rücklage eigene Aktien 4,4 4,4 4,4
Direkt im Eigenkapital
erfasste Gewinne und Verluste
Währungsumrechnung 1,4 1,4 1,4
Marktbewertung von Wertpapieren -3,6 -3,6 -3,6
0,0 0,0 0,0 0,0 -3,6 1,4 0,0 -2,2 0,0 -2,2
Periodenergebnis 87,6 87,6 -0,1 87,5
Summe der erfassten
Gewinne und Verluste 0,0 0,0 4,4 -51,9 -3,6 1,4 133,0 83,3 -0,6 82,7
Ausschüttung -168,0 -168,0 -168,0
Erwerb eigene Aktien -4,4 -17,3 -21,7 -21,7
Stand am 30. September 2008 350,0 -4,4 216,4 119,5 -4,1 2,4 87,6 767,3 0,0 767,3

Konzernanhang

1 | Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. September 2008 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. September 2008 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Stan dards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren auf denselben Bilanzie rungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 zugrunde liegen. Die seit 1. März 2007 verpflichtend anzuwendende neue IFRIC Interpretation 11 (Konzern interne Ge schäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2) wurde bei der Erstellung des Konzern zwischen abschlusses berücksichtigt. Aus der Anwendung der neuen Interpretation ergibt sich keine Auswir kung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die funktionale Währung ist der Euro. Alle Beträge sind, so fern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007, der die Grundlage für den vorliegenden Konzern zwischen abschluss darstellt.

2 | Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 19 inländische (31. Dezember 2007: 18) und 48 ausländische (31. Dezember 2007: 45) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Öster reichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters wurden 3 in ländische Unternehmen (31. Dezember 2007: 3) nach der Equity-Methode bewertet.

Veränderungen Konsolidierungskreis

Zum 1. September 2008 hat die Österreichische Post AG 100% der Anteile an Cont-Média Hungary Kft., Buda pest, erworben. Der Kaufpreis beträgt 4,3 Mio EUR. Cont-Média Hungary Kft. ist im Bereich der Zustellung von unadressierten Werbesendungen in Ungarn tätig.

Die Akquisition von Cont-Média Hungary Kft. führte zur Erfassung der folgenden Vermögenswerte und Schulden:

Beizulegende Buchwerte
vor dem Erwerb
Mio EUR Zeitwerte
Immaterielle Vermögenswerte 0,4 0,0
Firmenwert 3,2 0,0
Sachanlagen 0,1 0,1
Kurzfristiges Vermögen 1,5 1,5
Passive latente Steuern -0,1 0,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -0,9 -0,9
Erworbenes Nettovermögen 4,3 0,7

Ende August 2008 hat die Österreichische Post 30% der Anteile an D2D – direct to document GmbH, Wien, um 3,8 Mio EUR erworben. Die Gesellschaft ist im Bereich Outputservices (Druck-, Kuvertier- und Daten transferleistungen) tätig. Der Ausweis der Beteiligung an D2D – direct to document GmbH erfolgt im vor liegenden Abschluss unter den anderen Finanzanlagen. Zum 31. Dezember 2008 wird die Gesellschaft unter Anwendung von IFRS 3 erstmals at equity in den Konzernabschluss einbezogen.

3 | Eventualschulden und Eventualforderungen

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 dargestellten Eventualforderungen blieben in den ersten drei Quartalen 2008 unverändert. Die Eventualschulden haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2007 nicht wesentlich verändert.

4 | Sonstige Angaben

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 30. September 2008 nicht wesentlich verändert.

Eigene Aktien

Im Rahmen des in der Hauptversammlung am 22. April 2008 beschlossenen Aktienrückkaufprogramms wurden im dritten Quartal 889.056 Stück eigene Aktien erworben. Zum 30. September 2008 hält der Österreichische Post Konzern somit 889.056 eigene Aktien mit einem Kaufpreis in Höhe von 21,7 Mio EUR.

5 | Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 30. September 2008 von Be deutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Am 2. Oktober 2008 hat die Österreichische Post eine 100%-Beteiligung an 24 VIP Logistics Services d.o.o., Bosnien und Herzegowina, erworben. Der Kaufpreis wird in Summe nicht mehr als 2,3 Mio EUR betragen. Der Schwerpunkt der Geschäfts tätigkeit von 24 VIP liegt in der Beförderung von Paketen und Stückgut im Busi ness-to-Business-Bereich.

Seit dem Stichtag 30. September 2008 wurden insgesamt 660.709 Stück eigene Aktien zu einem Anschaf fungs wert in Höhe von 14,8 Mio EUR erworben.

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeit punkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegeben heiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 4. November 2008

Finanzkalender 2009

12. März 2009
Geschäftsbericht 2008
6. Mai 2009
Hauptversammlung in Wien
19. Mai 2009
Zwischenbericht 1. Quartal 2009
13. August 2009
Halbjahresbericht 2009
13. November 2009
Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2009

Entwicklung der Post Aktie

Kennzahlen zur Post Aktie

Schlusskurs 30. September 2008 23,66 EUR
Höchst-/Tiefstkurs (Schlusskurs) Q1–3 2008 29,75 EUR / 20,82 EUR
Ergebnis je Aktie Q1–3 2008 1,25 EUR
Marktkapitalisierung zum 30. September 2008 1.634 Mio EUR
Streubesitz 49%

Kontakt/Impressum

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Die Österreichische Post im Internet: www.post.at www.business.post.at

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Druck: Ueberreuter Print und Digimedia GmbH, Korneuburg

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