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Österreichische Post AG

Investor Presentation Jun 13, 2017

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Investor Presentation

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Highlights Q1 2017

— UMSATZ

  • Umsatzanstieg um 4,0% auf 488,7 Mio EUR (exkl. trans-o-flex)
  • Umsatzentwicklung von saisonalen Effekten positiv beeinflusst

— ERGEBNIS

  • EBIT um 6,4% auf 54,4 Mio EUR verbessert
  • Weiterhin Fokus auf Effizienzsteigerung und Kostendisziplin
  • Anstieg des Ergebnisses je Aktie auf 0,60 EUR

— CASHFLOW UND BILANZ

  • Operativer Free Cashflow mit 55,2 Mio EUR über Vorjahresniveau
  • Konservative Bilanzstruktur mit geringen Finanzverbindlichkeiten

— AUSBLICK 2017

  • Stabiler Konzernumsatz 2017 angestrebt (2016: 1,9 Mrd EUR)
  • EBIT auf dem Niveau des Jahres 2016 angepeilt

Kennzahlenüberblick

Mio EUR Q1 2016 Q1 2017 Veränderung
ERTRAGSLAGE
Umsatz 592,8 488,7 –17,6 %
Umsatz ohne trans-o-flex 469,7 488,7 4,0 %
EBITDA 69,4 77,7 12,0 %
EBITDA-Marge 11,7 % 15,9 %
EBIT 51,1 54,4 6,4 %
EBIT-Marge 8,6 % 11,1 %
EBT 50,8 54,2 6,7 %
Periodenergebnis 38,7 40,4 4,5 %
Ergebnis je Aktie (EUR)1 0,57 0,60 4,6 %
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 22.952 20.579 –10,3 %
CASHFLOW
Cashflow aus dem Ergebnis 70,7 65,0 –8,0 %
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit 60,1 61,8 2,9 %
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) –17,1 –14,8 13,8 %
Operativer Free Cashflow2 52,0 55,2 6,1 %
Mio EUR 31.12.2016 31.03.2017 Veränderung
BILANZ
Bilanzsumme3 1.541,8 1.576,6 2,3 %
Eigenkapital 670,0 710,8 6,1 %
Nettoliquidität (–) –25,7 –82,2 <–100,0 %
Eigenkapitalquote 43,5 % 45,1 %
Capital Employed 567,9 551,6 –2,9 %

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

2 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und vor neuer Unternehmenszentrale

3 Enthält zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 2,4 Mio EUR per 31. Dezember 2016 sowie von 1,9 Mio EUR per 31. März 2017

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post erreichte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 488,7 Mio EUR. Bereinigt um die im April 2016 verkaufte trans-o-flex entspricht das einem Anstieg um 4,0%. Diese erfreuliche Entwicklung ist stark von saisonalen Effekten beeinflusst – so waren im Quartalsvergleich zwei zusätzliche Kalenderwerktage zu verzeichnen und auch der späte Ostertermin wirkte sich sehr positiv auf die Werbe- und Paketumsätze des ersten Quartals aus. Umsatzerhöhend war zudem die Einführung einer vereinfachten Produktstruktur rund um das neue Produkt "Päckchen" – ein speziell auf die Anforderungen des E-Commerce-Marktes ausgerichtetes Sendungsangebot. Die generellen Basistrends des Brief- und Paketgeschäfts setzten sich im ersten Quartal 2017 fort: Das Briefgeschäft ist weiterhin von einer anhaltenden Substitution von klassischen Briefen durch elektronische Kommunikationsformen geprägt. Im Bereich der Werbesendungen zeigt sich ein positiver Trend beim stationären Einzelhandel, wobei im weiteren Jahresverlauf vor allem aufgrund fehlender Impulse durch Wahlen mit volatilen Volumina gerechnet werden muss. Gleichzeitig profitiert die Österreichische Post vom dynamischen Paketwachstum. Durch den anhaltenden Online Shoppingtrend nehmen Pakete an Privatkunden stark zu, dabei herrschen intensiver Wettbewerb und starker Preisdruck.

Auf Basis der erfreulichen Umsatzentwicklung gepaart mit konsequenter Kostendisziplin lag das Betriebsergebnis (EBIT) mit 54,4 Mio EUR um 3,3 Mio EUR über dem Niveau des Vorjahres. Synergien in der Zustellung von Briefen und Paketen werden – auch durch die Einführung des neuen Produkts "Päckchen" – nunmehr noch effizienter genutzt. Auch im ersten Quartal 2017 wurden Investitionen in innovative Kundenlösungen und eine effiziente Logistik weiter vorangetrieben. Um das stark wachsende Paketvolumen in der gewohnt hohen Qualität auch zukünftig zu meistern, ist der Bau eines neuen Logistikzentrums nördlich von Wien geplant. Darüber hinaus verlaufen die Bauarbeiten der neuen Unternehmenszentrale gemäß Plan und werden im Herbst 2017 abgeschlossen.

Mit 4. Mai 2017 wurde eine Dividende in Höhe von 2,00 EUR pro Aktie für das vergangene Geschäftsjahr ausgeschüttet. Damit bleibt die Österreichische Post einmal mehr ihrer klaren Kapitalmarktpositionierung als verlässlicher Dividendentitel treu. Denn im Fokus unserer strategischen Aktivitäten stehen Verlässlichkeit und Beständigkeit gegenüber den Eigentümern und sonstigen Stakeholdern unseres Unternehmens – und diesen eingeschlagenen Weg wollen wir auch weiter fortsetzen. So peilt die Österreichische Post für das Gesamtjahr 2017 sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch das operative Ergebnis eine stabile Entwicklung auf dem Niveau des Vorjahres an.

Wien, am 3. Mai 2017

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

Umfeld und Rahmenbedingungen

— WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft leicht angehoben. Dank der wieder anziehenden Wirtschaftsleistung in China, steigender Verbraucherpreise und robuster Finanzmärkte ist 2017 mit einem Wachstum von 3,5% zu rechnen – nach 3,1% im Vorjahr. Trotz der kurzfristig verbesserten Wachstumsaussichten sieht der IWF Gefahren für die Weltwirtschaft wegen des zunehmenden Risikos geopolitischer Spannungen, der Errichtung von Handelshemmnissen sowie steigender Zinsen in den USA. Für die Eurozone erwartet der IWF für 2017 ein gleichbleibendes Wachstum wie im Vorjahr von 1,7% (IWF, April 2017).

Die österreichische Wirtschaft dürfte nach einem Wachstum von 1,5% im Jahr 2016 kräftiger expandieren. Neben der guten Binnennachfrage, die wiederum von der günstigen Arbeitsmarktlage profitiert, sollte der Außenhandel wieder stärker zum Wirtschaftswachstum beitragen. Gemäß WIFO wird erwartet, dass die Wirtschaft in Österreich im laufenden Jahr um 2,0% und 2018 um 1,8% wächst (WIFO, März 2017).

Den Wirtschaftsdaten zufolge stehen die Zeichen in Südost- und Osteuropa weiterhin auf Wachstum. Der IWF rechnet für den CEE-Raum im Jahr 2017 mit einem Wirtschaftswachstum von 3,0% (z.B. 2,9% in Bulgarien, Kroatien und Ungarn sowie 3,0% in Serbien und Bosnien-Herzegowina). Für die Türkei erwartet der IWF ein Plus von 2,5% (IWF, April 2017).

— BRANCHENUMFELD

Neben dem konjunkturellen Umfeld wird die Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post vor allem von folgenden internationalen Trends beeinflusst, die Risiken, aber auch Chancen mit sich bringen.

Im Briefbereich hält die elektronische Substitution des klassischen Briefs weiterhin an. Dieser globale Trend betrifft alle Post-Gesellschaften und ist im Kern wenig beeinflussbar. Insbesondere Kunden aus dem öffentlichen Sektor, aber auch jene aus dem Banken- und Versicherungsbereich versuchen, ihr Sendungsvolumen zu reduzieren, sodass die Österreichische Post weiterhin mit kontinuierlichen Rückgängen von ca. 5% pro Jahr rechnet. Das Geschäft mit Werbesendungen hingegen hängt stark von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen ab. Der Markt für adressierte und unadressierte Werbesendungen zeigt dabei eine differenzierte Volumenentwicklung. Während einige Kundensegmente etwa durch zunehmende Aktivitäten von Online-Händlern unter Druck stehen, verzeichnen andere Segmente Zuwächse. Neben Online-Werbung sollte in Zukunft auch Multi-Channel-Kommunikation und Dialogmarketing tendenziell an Bedeutung gewinnen dürften.

Die Paketmengen im privaten Bereich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung des Online Shopping weiter stark an. Insbesondere in den Märkten des CEE-Raums besteht Aufholbedarf im E-Commerce, was zu einem tendenziell dynamischeren Wachstum der Paketmengen führen sollte.

Die Entwicklung des internationalen Paket- und Frachtgeschäfts ist wiederum wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängig. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind in diesem Bereich weiterhin hoch. Die Handelsströme werden immer internationaler und mit ihnen die nachgefragten Logistikdienstleistungen. Internationale Sendungen sind daher ein weiterer wichtiger Faktor für das Wachstum des europäischen Kurier-, Express- und Paketmarkts (KEP).

— RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft ist.

– Die Österreichische Post ist seit der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Die Regulierungsbehörde (Post Control Kommission) hat – wie gesetzlich vorgesehen – im Jahr 2016 untersucht, ob auch andere Postdienst-Anbieter in der Lage sind, die in der gesetzlichen Universaldienstverpflichtung definierten Leistungen zu erbringen. Dies ist nicht der Fall.

  • Der Universaldienst beschränkt sich primär auf Postsendungen, die auf Basis der allgemeinen (nicht individuell ausverhandelten) Geschäftsbedingungen an den gesetzlich definierten Zugangspunkten abgegeben werden, also z.B. Post-Geschäftsstellen oder Briefkästen. Damit soll die Grundversorgung der österreichischen Bevölkerung und Wirtschaft mit Postdienstleistungen gesichert werden. Postdienste für Sendungen, die von Großkunden in Verteilzentren eingeliefert werden, zählen – mit Ausnahme von Zeitungen – nicht zum Universaldienst.
  • Mit dem 27. November 2015 trat eine Änderung des Postmarktgesetzes in Kraft, die es der Post ermöglicht, neben den Briefsendungen (mit strengen Laufzeitvorgaben) auch sogenannte Non-Priority-Briefsendungen im Universaldienst anzubieten, deren Laufzeiten regelmäßig bis zu vier Tage betragen dürfen. Die Österreichische Post hat diesbezüglich jedoch noch kein Universaldienstprodukt im Angebot.
  • Die Regulierungsbehörde hat mit dem 25. Juli 2016 eine Neuerung der Produktstruktur genehmigt, die mit dem 1. Jänner 2017 umgesetzt wurde. Diese beinhaltet Adaptierungen bei Brief- und Paketprodukten, insbesondere die Einführung eines neuen Produkts "Päckchen" für leichtgewichtige Sendungen.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

— VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Mit 1. Jänner 2017 erfolgte der Segmentwechsel der M&BM Express OOD, Bulgarien, von der Division Brief, Werbepost & Filialen in die Division Paket & Logistik. Hintergrund dieser neuen Zuordnung ist die Änderung des Geschäftsmodells der Gesellschaft von einer Brief- in eine Paketdistribution. Die Österreichische Post hält 76% der Anteile an der M&BM Express OOD.

— ERTRAGSLAGE

UMSATZENTWICKLUNG

Der Konzernumsatz der Österreichischen Post reduzierte sich im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 104,1 Mio EUR auf 488,7 Mio EUR. Dieser Rückgang ist auf den Verkauf des Tochterunternehmens trans-o-flex im April 2016 zurückzuführen. Bereinigt um die verkaufte trans-o-flex erhöhte sich der Umsatz im Periodenvergleich um 19,0 Mio EUR bzw. um 4,0%. Positiv auf die Umsatzentwicklung im ersten Quartal wirkten zwei saisonale Effekte: So waren in der Berichtsperiode im Quartalsvergleich zwei zusätzliche Kalenderwerktage zu verzeichnen.

UMSATZ NACH DIVISIONEN

Mio EUR 474,2 469,7 488,7 2 1 599,9 592,8 488,7 Q1 2015 Q1 2016 Q1 2017 4,0%

1 – Umsatzerlöse ohne trans-o-flex 2 – trans-o-flex

Zudem führte das überproportional starke Geschäft in den Wochen vor Ostern zu deutlichen Volumenanstiegen bei Paketen und Werbesendungen im März 2017. Durch den sehr späten Ostertermin fällt die etwas schwächere Werbephase in der Karwoche im aktuellen Geschäftsjahr in das zweite Quartal, während die Karwoche im Vorjahr noch im ersten Quartal lag.

Umsatzerhöhend wirkte auch die Einführung einer vereinfachten Produktstruktur mit 1. Jänner 2017, die insbesondere ein den Anforderungen des E-Commerce-Marktes entsprechendes Sendungsangebot rund um das "Päckchen" umfasst.

Mio EUR Veränderung
Q1 2016 Q1 2017 % Mio EUR
Konzernumsatz 592,8 488,7 –17,6 % –104,1
Konzernumsatz ohne trans-o-flex 469,7 488,7 4,0 % 19,0
Brief, Werbepost & Filialen 370,5 372,4 0,5 % 1,9
Paket & Logistik 222,3 116,2 –47,7 % –106,1
Paket & Logistik ohne trans-o-flex 99,2 116,2 17,2 % 17,0
Corporate/Konsolidierung 0,0 0,0 –1,4 % 0,0
Kalenderwerktage in Österreich 62 64

UMSATZENTWICKLUNG

Mit 76,2% entfiel der wesentliche Anteil des Konzernumsatzes in den ersten drei Monaten 2017 auf die Division Brief, Werbepost & Filialen. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz der Division im Berichtszeitraum um 0,5% auf 372,4 Mio EUR. Dieser Anstieg ist vor allem auf die erwähnten positiven saisonalen Umsatzeffekte zurückzuführen. Der generelle Trend der elektronischen Substitution des klassischen Briefs hält an.

Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Anteil von 23,8% des Konzernumsatzes. Bereinigt um die im April 2016 verkaufte trans-o-flex erzielte die Division im ersten Quartal 2017 ein Umsatzplus von 17,2%, exkl. des Segmentwechsels der M&BM Express OOD waren es 14,5%. Treiber dieser Entwicklung war vor allem der weiterhin anhaltende Trend zum Online Shopping, der durch die angeführten saisonalen Effekte verstärkt wurde.

In der regionalen Betrachtung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post wurden im ersten Quartal 2017 91,9% des Umsatzes in Österreich erwirtschaftet. Auf den Raum Südost- und Osteuropa entfielen 5,6% des Konzernumsatzes. In Deutschland wurde ein Anteil von 2,5% der Umsatzerlöse generiert.

UMSATZ NACH DIVISIONEN Q1 2017 UMSATZ NACH REGIONEN Q1 2017

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION BRIEF, WERBEPOST & FILIALEN

Veränderung
Mio EUR Q1 2016 Q1 2017 % Mio EUR
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) 370,5 372,4 0,5 % 1,9
Briefpost & Mail Solutions 204,9 206,4 0,7 % 1,5
Werbepost 102,9 105,9 2,9 % 3,0
Medienpost 34,3 31,5 –8,2 % –2,8
Filialdienstleistungen 28,4 28,6 0,8 % 0,2
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) 21,3 23,8 11,6 % 2,5
Umsatzerlöse gesamt 391,8 396,2 1,1 % 4,4

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen von 372,4 Mio EUR stammte zu 55,4% aus dem Bereich Briefpost & Mail Solutions, zu 28,4% aus Werbepost und zu 8,5% aus Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen. Zudem wurden 7,7% des Umsatzes mit Filialdienstleistungen erwirtschaftet.

Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz im ersten Quartal 2017 mit 206,4 Mio EUR um 0,7% über dem Niveau des Vorjahres. Der Basistrend einer rückläufigen Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen hält an, wobei dieser in der Berichtsperiode durch einige positive Effekte umsatzseitig kompensiert werden konnte. Das erste Quartal 2017 zählte zwei Werktage mehr als die Vergleichsperiode des Vorjahres, wobei sich dieser positive Effekt im Jahresverlauf wieder umkehren wird und das Gesamtjahr 2017 zwei Werktage weniger als 2016 umfasst. Zudem führten die neue Produktstruktur und die Tarifanpassung einzelner Produkte wie beispielsweise des Rückscheinbriefs zu einem Umsatzanstieg. Als

gegenläufiger umsatzmindernder Effekt ist der Segmentwechsel der bulgarischen Tochtergesellschaft M&BM Express OOD zu nennen, die seit 1. Jänner 2017 in der Division Paket & Logistik dargestellt wird. Unter Einbeziehung dieser Umsatzeffekte und unter Berücksichtigung von Einmalaussendungen einzelner Kunden lag der Basistrend der Volumenentwicklung beim klassischen Brief in der Berichtsperiode weiterhin bei etwa minus 5%.

Der Bereich Werbepost verzeichnete in den ersten drei Monaten 2017 einen Umsatzanstieg um 2,9% auf 105,9 Mio EUR. Dieser Anstieg ist neben zwei zusätzlichen Werktagen im Periodenvergleich vor allem auf verstärkte Werbeaktivitäten einzelner Kundengruppen in den Wochen vor Ostern zurückzuführen. Durch den sehr späten Ostertermin fällt die etwas schwächere Werbephase in der Karwoche 2017 in das zweite Quartal.

Der Umsatz mit Medienpost reduzierte sich im Periodenvergleich um 8,2% auf 31,5 Mio EUR. Dieser Rückgang von 2,8 Mio EUR ist im Wesentlichen auf das rückläufige Abonnement-Geschäft von Zeitungen und Magazinen zurückzuführen.

Darüber hinaus ist die Umsatzentwicklung der drei Produktbereiche Brief-, Werbe- und Medienpost in der Regel auch stark von Wahleffekten beeinflusst. Während im Jahr 2016 Zusatzumsätze durch Wahlen von rund 19 Mio EUR generiert wurden, sind im aktuellen Geschäftsjahr kaum Umsatzbeiträge aus Wahlen zu erwarten. Im ersten Quartal wurden sowohl 2016 als auch 2017 keine wesentlichen Umsätze aus Wahlen erzielt, dieser Effekt wird den Umsatzvergleich im weiteren Jahresverlauf beeinträchtigen.

Der Umsatz mit Filialdienstleistungen blieb mit 28,6 Mio EUR stabil, wobei ein Rückgang bei Finanzdienstleistungen und ein Anstieg bei Handelswaren verzeichnet wurde.

UMSATZENTWICKLUNG DIVISION PAKET & LOGISTIK

Veränderung
Mio EUR Q1 2016 Q1 2017 % Mio EUR
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) 222,3 116,2 –47,7 % –106,1
Paket Premium 166,9 55,2 –66,9 % –111,7
Paket Standard 46,0 52,8 14,7 % 6,8
Paket Sonstige Leistungen 9,3 8,2 –11,6 % –1,1
Umsatzerlöse mit Dritten (extern) ohne trans-o-flex 99,2 116,2 17,2 % 17,0
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten (konzernintern) 2,8 2,2 –19,7 % –0,5
Umsatzerlöse gesamt 225,0 118,4 –47,4 % –106,6

Der Umsatz der Division Paket & Logistik reduzierte sich im ersten Quartal 2017 von 222,3 Mio EUR auf 116,2 Mio EUR. Abzüglich der im Vorjahr entkonsolidierten trans-o-flex, die im ersten Quartal 2016 Umsatzerlöse von 123,1 Mio EUR beisteuerte, erhöhte sich der Divisionsumsatz um 17,2%. Umsatzerhöhend wirkte der mit 1. Jänner 2017 erfolgte Segmentwechsel der bulgarischen Tochtergesellschaft M&BM Express OOD, die in der Vergleichsperiode des Vorjahres noch in der Division Brief, Werbepost & Filialen erfasst wurde. Bereinigt um die M&BM Express OOD erhöhte sich der Umsatz der Division Paket & Logistik um 14,5%.

Generell entwickelt sich der Markt für Privatkundenpakete durch den anhaltenden E-Commerce-Trend sehr dynamisch. Am österreichischen Paketmarkt sind als genereller Basistrend Zuwächse um die 10% zu verzeichnen. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb bei gleichzeitig hohem Preisdruck. Speziell das überdurchschnittlich starke Ostergeschäft führte zu einem erhöhten Paketvolumen aus Online-Bestellungen. Zudem wirkten sich zwei zusätzliche Werktage im Periodenvergleich positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Zusatzumsätze wurden durch die Einführung der vereinfachten Produktstruktur rund um das neue Produkt "Päckchen" erzielt – ein speziell auf die Anforderungen von Online Bestellungen ausgerichtetes Produktangebot.

Insgesamt 47,5% des Divisionsumsatzes entfielen im ersten Quartal 2017 auf den Premium-Bereich (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden). Auf vergleichbarer Basis exkl. trans-o-flex entspricht dies einem Umsatzanstieg von 18,1% auf 55,2 Mio EUR. Vor allem bei höherwertigen Paketen für Privatkunden wurden deutliche Steigerungsraten erzielt und auch in den Tochtergesellschaften im CEE-Raum konnten Zuwächse verbucht werden.

Auf die Umsätze des Bereichs Paket Standard – dieser umfasst vor allem Sendungen an Privatkunden in Österreich – entfielen 45,4% des Divisionsumsatzes. Im Bereich Paket Standard wurde ein Umsatzanstieg von 14,7% auf 52,8 Mio EUR erzielt. Umsatzerhöhend wirkten hier die Einführung des neuen Produkts "Päckchen" und ein genereller Anstieg bei Retourpaketen.

Im Bereich Paket Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet, wurden in der Berichtsperiode Umsätze in Höhe von 8,2 Mio EUR generiert. Bereinigt um trans-o-flex entspricht dies einem Plus von 1,8 Mio EUR, wobei dieser Anstieg auf den Segmentwechsel der M&BM Express OOD zurückzuführen ist.

Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im ersten Quartal 80,6% der Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, 19,4% der Umsätze entfielen auf die Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa. Sowohl das Geschäft in Österreich als auch in den CEE-Märkten zeigte deutliche Steigerungsraten. In Österreich wurde ein Umsatzanstieg von 15,6% erzielt. Für den CEE-Raum wurde ein Umsatzplus von 24,5% ausgewiesen, wobei davon 2,6 Mio EUR auf die in der Paket-Division erfasste M&BM Express OOD entfielen. Auf vergleichbarer Basis verbuchte der CEE-Raum einen Umsatzanstieg von 9,9%.

KONZERN-ERTRAGSLAGE

Veränderung
Mio EUR Q1 2016 Q1 2017 % Mio EUR
Umsatzerlöse 592,8 488,7 –17,6% –104,1
Sonstige betriebliche Erträge 23,5 14,8 –37,2% –8,7
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –183,1 –99,9 45,5% 83,3
Personalaufwand –286,4 –263,0 8,2% 23,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen –77,3 –62,3 19,4% 15,0
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,1 –0,5 <–100,0% –0,6
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) 69,4 77,7 12,0% 8,3
Abschreibungen –18,4 –23,4 –27,3% –5,0
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 51,1 54,4 6,4% 3,3
Sonstiges Finanzergebnis –0,2 –0,1 46,7% 0,1
EBT (Ergebnis vor Steuern) 50,8 54,2 6,7% 3,4
Ertragsteuern –12,2 –13,8 –13,6% –1,7
Periodenergebnis 38,7 40,4 4,5% 1,7
Ergebnis je Aktie (EUR)1 0,57 0,60 4,6% 0,0

1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

ERGEBNISENTWICKLUNG

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte sich in der Berichtsperiode auf 99,9 Mio EUR nach 183,1 Mio EUR im Vorjahr. Unter Berücksichtigung des Verkaufs der trans-o-flex kam es bei dieser Aufwandsposition zu einem Anstieg, der vor allem auf zusätzlich bezogene Transportdienstleitungen durch gestiegene Paketmengen zurückzuführen war.

Der Personalaufwand der Österreichischen Post belief sich im ersten Quartal 2017 auf 263,0 Mio EUR, was einem Rückgang von 8,2% entspricht. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der trans-o-flex, lag der Personalaufwand des ersten Quartals 2017 nur leicht unter dem Niveau der Vergleichsperiode des Vorjahres. Durch die konsequente Fortführung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und zur Verbesserung der Personalstruktur konnten die jährlichen kollektivvertraglichen Gehaltssteigerungen und Biennalsprünge somit kompensiert werden.

Zusätzlich zu den laufenden operativen Personalkosten umfasst der Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter der Österreichischen Post zurückzuführen sind.

Die nicht-operativen Personalaufwendungen inklusive Rückstellungsveränderungen durch Rechnungszinssatzanpassungen lagen mit 13,5 Mio EUR leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Vor dem Hintergrund der Entwicklung der internationalen Zinslandschaft wurden die Rechnungszinssätze diverser Personalrückstellungen erhöht, was zu einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von 4,1 Mio EUR führte. Gegenläufig wirkten erhöhte Aufwendungen für Abfertigungen und Sozialplanmodelle.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im ersten Quartal 2017 mit 14,8 Mio EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres, demgegenüber stand eine Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 15,0 Mio EUR auf 62,3 Mio EUR. Bereinigt um die verkaufte trans-o-flex war sowohl ein leichter Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Erträgen als auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen. Während diverse Erträge aus Immobilienprojekten ergebniserhöhend wirkten, fielen zusätzliche Aufwendungen in den Bereichen EDV, Beratung und Kommunikation an.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen betrug minus 0,5 Mio EUR nach 0,1 Mio EUR im ersten Quartal 2016. Im Vorjahr war ein positiver Ergebnisbeitrag der türkischen Gesellschaft Aras Kargo a.s. enthalten, die seit Ende 2016 als finanzieller Vermögenswert ausgewiesen wird.

Auf Basis der guten Umsatzentwicklung in Österreich und dem CEE-Raum erhöhte sich das EBITDA im ersten Quartal 2017 um 12,0% bzw. 8,3 Mio EUR auf 77,7 Mio EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 15,9%.

Die Abschreibungen lagen in der Berichtsperiode mit 23,4 Mio EUR um 5,0 Mio EUR über dem Vorjahr. Dieser Anstieg ist auf eine Wertminderung des Firmenwerts der kroatischen Tochtergesellschaft Weber Escal d.o.o. in Höhe von 2,7 Mio EUR zurückzuführen. Weitere Wertminderungen erfolgten noch bei Overseas Trade Co Ltd d.o.o., Kroatien, in Höhe von 2,7 Mio EUR.

Damit wurde in den ersten drei Monaten 2017 mit 54,4 Mio EUR ein EBIT erreicht, das um 3,3 Mio EUR bzw. 6,4% über dem Niveau des Vorjahres lag. Die EBIT-Marge betrug 11,1%.

Das sonstige Finanzergebnis lag im ersten Quartal 2017 bei minus 0,1 Mio EUR. Das Ergebnis vor Steuern erreichte demnach 54,2 Mio EUR im Vergleich zu 50,8 Mio EUR im Vorjahr. Der Steueraufwand betrug 13,8 Mio EUR, dies entspricht einem Anstieg von 1,7 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr. Nach Abzug der Steuern ergibt sich damit für das erste Quartal 2017 ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 40,4 Mio EUR, nach 38,7 Mio EUR im Vorjahr. Das unverwässerte Ergebnis pro Aktie erreichte demnach 0,60 EUR für die ersten drei Monate 2017 nach 0,57 EUR im Vorjahr.

EBITDA UND EBIT NACH DIVISIONEN

Veränderung Marge
Mio EUR Q1 2016 Q1 2017 % Mio EUR Q1 2017
EBITDA gesamt 69,4 77,7 12,0% 8,3 15,9%
Brief, Werbepost & Filialen 79,7 82,1 3,0% 2,4 20,7%
Paket & Logistik 10,5 14,7 39,7% 4,2 12,4%
Corporate/Konsolidierung –20,8 –19,1 8,4% 1,7
EBIT gesamt 51,1 54,4 6,4% 3,3 11,1%
Brief, Werbepost & Filialen 71,6 74,0 3,4% 2,5 18,7%
Paket & Logistik 7,8 9,4 21,2% 1,6 7,9%
Corporate/Konsolidierung –28,3 –29,1 –2,9% –0,8

Nach Divisionen betrachtet, verzeichnete die Division Brief, Werbepost & Filialen im ersten Quartal 2017 ein EBITDA von 82,1 Mio EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 3,0%. Das Divisions-EBIT erreichte im ersten Quartal 2017 74,0 Mio EUR nach 71,6 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Auf Basis weiterer Effizienzsteigerungen und konsequenter Kostendisziplin gepaart mit dem saisonal bedingten Umsatzanstieg im ersten Quartal konnte ein EBIT-Anstieg von 3,4% bzw. 2,5 Mio EUR erzielt werden.

Die Division Paket & Logistik generierte in den ersten drei Monaten 2017 ein EBITDA von 14,7 Mio EUR nach 10,5 Mio EUR im Vorjahr. Das EBIT lag in der Berichtsperiode bei 9,4 Mio EUR und damit um 1,6 Mio EUR über dem ersten Quartal 2016, wobei im Vorjahreswert noch ein leicht positiver Bilanzierungseffekt durch den Verkauf der trans-o-flex enthalten war.

Die Division Corporate enthält Aufwendungen zentraler Einheiten des Konzerns, die nicht weiterverrechnet werden, sowie zugeordnete Personalrückstellungen und Vorsorgen. Darüber hinaus beinhaltet die Division die Bereiche Innovationsmanagement und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) reduzierte sich um 0,8 Mio EUR auf minus 29,1 Mio EUR. Ergebniserhöhend wirkte eine Anhebung des Rechnungszinssatzes für verzinsliche Personalrückstellungen. Als gegenläufiger Effekt sind erhöhte Aufwendungen für Sozialplanmodelle zu nennen.

— VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Österreichische Post setzt auf eine konservative Bilanz- und Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.

Struktur
Mio EUR 31.12.2016 31.03.2017 31.03.2017
Aktiva
Sachanlagen 597,6 587,1 37,2%
Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte 77,5 74,6 4,7%
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Property) 69,0 70,8 4,5%
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 9,6 10,0 0,6%
Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 385,9 387,7 24,6%
Andere finanzielle Vermögenswerte 122,0 136,7 8,7%
davon Wertpapiere 60,9 75,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 277,8 307,9 19,5%
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2,4 1,9 0,1%
1.541,8 1.576,6 100,0%
Passiva
Eigenkapital 670,0 710,8 45,1%
Rückstellungen 503,3 493,1 31,3%
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 5,6 5,5 0,3%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges 361,9 366,3 23,2%
Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0,9 1,0 0,1%
1.541,8 1.576,6 100,0%

BILANZSTRUKTUR NACH POSITIONEN

BILANZSTRUKTUR

Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 31. März 2017 bei 1.576,6 Mio EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 587,1 Mio EUR die größte Bilanzposition, zudem bestehen immaterielle Vermögenswerte im Volumen von 20,9 Mio EUR. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben sind per Ende des ersten Quartals 2017 mit 53,7 Mio EUR ausgewiesen. Im kurzfristigen Vermögen nehmen Forderungen in Höhe von 277,8 Mio EUR eine der größten Bilanzpositionen ein. Zudem verfügt die Österreichische Post mit 307,9 Mio EUR über einen hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Auf Basis dieses hohen Zahlungsmittelbestandes erfolgte mit 4. Mai 2017 die Dividendenauszahlung in Höhe von 135,1 Mio EUR für das Geschäftsjahr 2016.

Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt, die per 31. März 2017 bei 45,1% lag. Dies entspricht einem Eigenkapital in Höhe von 710,8 Mio EUR. Die langfristigen Schulden von insgesamt 384,4 Mio EUR beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen in Höhe von 340,7 Mio EUR (davon Rückstellungen für Unterauslastung in Höhe von 159,3 Mio EUR). Bei den kurzfristigen Schulden von 480,4 Mio EUR dominieren Verbindlichkeiten mit 328,1 Mio EUR (davon aus Lieferung und Leistungen 149,9 Mio EUR).

Die Analyse der Finanzpositionen des Unternehmens zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln in Höhe von insgesamt 383,4 Mio EUR. Hierzu zählen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 307,9 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 75,5 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 5,5 Mio EUR gegenüber.

CASHFLOW

Mio EUR Q1 2016 Q1 2017
Cashflow aus dem Ergebnis 70,7 65,0
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 60,1 61,8
Cashflow aus Investitionstätigkeit –21,8 –31,6
davon CAPEX exkl. neue Unternehmenszentrale –7,5 –7,4
davon CAPEX neue Unternehmenszentrale –9,6 –7,3
davon Cashflow aus Akquisitionen/Devestitionen 0,0 –2,6
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren –4,1 –15,0
davon sonstiger Cashflow aus Investitionstätigkeit –0,5 0,8
Free Cashflow 38,3 30,2
Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren 42,4 47,9
Operativer Free Cashflow1 52,0 55,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –1,6 –0,1
Veränderung des Finanzmittelbestands 36,7 30,1

1 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren und vor neuer Unternehmenszentrale

CASHFLOW

Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Quartal 2017 65,0 Mio EUR nach 70,7 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Mit 61,8 Mio EUR lag der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit um 2,9% über dem Niveau des Vorjahres. In der Berichtsperiode Cashflow-mindernd wirkte insbesondere die Reduktion von Verbindlichkeiten, zudem lagen die Steuerzahlungen etwas unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte in den ersten drei Monaten 2017 einen Wert von minus 31,6 Mio EUR nach minus 21,8 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Abweichung ist vor allem auf diverse Wertpapierbewegungen im Ausmaß von minus 15,0 Mio EUR im Vergleich zu minus 4,1 Mio EUR im Vorjahr zurückzuführen. Zudem lagen die Zahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) im ersten Quartal 2017 mit 14,8 Mio EUR unter dem Wert des Vorjahres von 17,1 Mio EUR. Diese Differenz ist auf geringere Zahlungen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale zurückzuführen, die im ersten Quartal 2017 in Summe 7,3 Mio EUR betrugen.

Der operative Free Cashflow erreichte 55,2 Mio EUR nach 52,0 Mio EUR im Vorjahr.

INVESTITIONEN

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen betrugen in den ersten drei Monaten 2017 11,7 Mio EUR und lagen damit unter jenen der Vergleichsperiode des Vorjahres von 17,4 Mio EUR. Während 1,5 Mio EUR der Investitionen der Berichtsperiode auf immaterielle Vermögenswerte entfielen, beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen auf 10,2 Mio EUR. Schwerpunkte des Investitionsprogramms bildeten in der Berichtsperiode geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Diese betreffen vor allem die neue Unternehmenszentrale, die im Herbst 2017 fertiggestellt wird. Zudem wurden vor allem Investitionen in Investment Property sowie in Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt.

— MITARBEITER

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns (umgerechnet in Vollzeitkräfte) lag in den ersten drei Monaten 2017 bei 20.579 Personen. Dies entspricht einer Reduktion des Personalstandes gegenüber der Vergleichsperiode um 2.373 Mitarbeiter und ist hauptsächlich auf den Verkauf des deutschen Tochterunternehmens trans-o-flex zurückzuführen. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 16.916 Vollzeitkräfte).

MITARBEITER NACH DIVISIONEN

Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften Q1 2016 Q1 2017 Anteil in %
Brief, Werbepost & Filialen 16.341 14.946 72,6 %
Paket & Logistik 4.749 3.630 17,6 %
Corporate 1.862 2.003 9,7 %
Gesamt 22.952 20.579 100,0 %

— EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Mit 19. April 2017 erfolgte das Closing zum Verkauf der rumänischen Gesellschaft PostMaster s.r.l. Die Gesellschaft stand zu 100% im Eigentum der Österreichischen Post AG.

— WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN

Als international tätiges Post- und Logistik-Dienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen er sich verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – sowie Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2016 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2016, Finanzbericht, Konzernlagebericht Kapitel 8 und 9, Konzernabschluss Kapitel 10.2).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind zudem von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat erfahrungsgemäß negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen, Werbesendungen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Kommunikationsformen ersetzt.

Der Paketmarkt wird zwar vom Online-Shopping-Trend positiv beeinflusst, gleichzeitig könnten Mitbewerber ihre Aktivitäten verstärken, um an diesem Marktwachstum stärker zu partizipieren. Daraus resultierende Marktanteilsverschiebungen bzw. erhöhter Preisdruck könnten sich negativ auf die Ertragslage der Österreichischen Post auswirken.

Da die Produkt- und Preisgestaltung diverser Handelswaren, z.B. von Telekommunikationsprodukten und Finanzdienstleistungen, von Systempartnern gesteuert wird, hat dies Einfluss auf die Umsatzentwicklung der jeweiligen Produktgruppen im Filialnetz der Österreichischen Post.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit zu Ergebnisbeeinträchtigungen bzw. zur Anpassung von Wertansätzen führen. Risiken außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit betreffen vor allem diverse Strukturmaßnahmen und Restrukturierungsaufwendungen sowie die Nutzung technischer Systeme. Darüber hinaus können die Entwicklung der Beteiligungen bzw. allenfalls erforderliche Wertminderungen das Ergebnis der Österreichischen Post beeinflussen.

— GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTER-NEHMEN UND PERSONEN

Im ersten Quartal 2017 fanden keine wesentlichen Veränderungen bei den Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen statt. Informationen zu Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Geschäftsbericht 2016 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht 2016, Finanzbericht, Konzernabschluss Kapitel 11.3).

— AUSBLICK 2017

Die Entwicklungen im ersten Quartal 2017 zeigen, dass sich die generellen Basistrends des Brief- und Paketgeschäfts fortsetzen. Vor diesem Hintergrund kann der bereits veröffentlichte Ausblick der Österreichischen Post für das Geschäftsjahr 2017 bestätigt werden.

Sofern der prognostizierte Konjunkturaufschwung anhält, sollten die Trends der letzten Quartale bei den für die Geschäftsentwicklung relevanten Mengenströmen weiterhin gelten. Im klassischen adressierten Briefgeschäft rechnet das Unternehmen mit Volumenrückgängen von etwa 5% p.a., wobei die Mengenentwicklungen in den einzelnen Kundensegmenten stark differieren. Im Bereich der Werbesendungen wird mit volatilen Volumina im Jahresverlauf gerechnet. Die zunehmende Nutzung des Online-Shopping-Kanals sollte weiterhin zu einem starken Mengenwachstum bei Privatkundenpaketen führen. Die Österreichische Post geht davon aus, ihre führende Wettbewerbsposition zu halten und am Marktwachstum zu partizipieren. Der Basistrend des Volumenwachstums im österreichischen Paketgeschäft wird mit ca. 10% eingeschätzt.

Auf Basis der erwarteten Mengenentwicklung verfolgt die Österreichische Post das Ziel, den Konzernumsatz 2017 stabil zu halten (vergleichbarer Umsatz ohne trans-o-flex 2016: 1,9 Mrd EUR). Beim Periodenvergleich der einzelnen Quartale sind Schwankungen in der Umsatzentwicklung zu erwarten, da im Vorjahr in der Division Brief, Werbepost & Filialen in einzelnen Quartalen positive Umsatzeffekte wirkten. Speziell im zweiten und vierten Quartal 2016 wurden Zusatzumsätze durch Wahlen generiert, die im laufenden Jahr in dieser Höhe nicht zu erwarten sind.

Um das Unternehmen weiterhin langfristig erfolgreich zu positionieren, liegt der Schwerpunkt auf der Stärkung der Qualitätsführerschaft in den Kernmärkten und einer Weiterentwicklung der angebotenen Postdienstleistungen auf Basis aktueller Kundenbedürfnisse. Zudem werden Chancen in wachsenden Märkten, wie beispielsweise transnationale Sendungsvolumen, ergriffen. Auch im Bereich Finanzdienstleistungen gilt es auf neue Kundenanforderungen zu reagieren. Dabei gebietet das Prinzip der unternehmerischen Sorgfalt proaktiv und rechtzeitig zu evaluieren, wie das Finanzdienstleistungsgeschäft in Zukunft gestaltet werden kann, um dieses Geschäftsfeld so erfolgreich wie bisher weiterzuführen.

Gleichzeitig legt die Österreichische Post auch weiterhin einen starken Fokus auf den Bereich Effizienzsteigerung und die Entwicklung innovativer Lösungen. Vor dem Hintergrund des starken Marktwachstums im Bereich der Privatkundenpakete werden Maßnahmen getroffen, um die Kapazitäten entsprechend zu erweitern. In Summe sind im Jahr 2017 operative Sachanlageninvestitionen (CAPEX) in Höhe von 70 bis 80 Mio EUR v.a. in den Bereichen Sortiertechnik, Logistik und Kundenlösungen vorgesehen. Darüber hinaus verlaufen die Bauarbeiten der neuen Unternehmenszentrale gemäß Plan und werden im Herbst 2017 abgeschlossen.

Auch in Bezug auf die Ergebnisentwicklung wird der bestehende Ausblick beibehalten. Die angepeilte umsatzseitige Entwicklung gepaart mit Kostendisziplin und einer effizienten Leistungserbringung sollte zu einem stabilen EBIT auf dem Niveau des Jahres 2016 führen (EBIT 2016: 202,3 Mio EUR).

Wien, am 3. Mai 2017

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender – Generaldirektor

Dipl.-Ing. Walter Hitziger Vorstandsmitglied – Brief, Werbepost & Filialen

Dipl.-Ing. Walter Oblin Vorstandsmitglied – Finanzen

Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied – Paket & Logistik

— KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS ERSTE QUARTAL 2017

Mio EUR Q1 2016 Q1 2017
Umsatzerlöse 592,8 488,7
Sonstige betriebliche Erträge 23,5 14,8
Gesamte betriebliche Erträge 616,2 503,4
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –183,1 –99,9
Personalaufwand –286,4 –263,0
Abschreibungen –18,4 –23,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen –77,3 –62,3
Gesamte betriebliche Aufwendungen –565,2 –448,5
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 51,0 54,9
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,1 –0,5
Finanzerträge 1,1 0,7
Finanzaufwendungen –1,3 –0,8
Sonstiges Finanzergebnis –0,2 –0,1
Finanzergebnis –0,2 –0,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 50,8 54,2
Ertragsteuern –12,2 –13,8
Periodenergebnis 38,7 40,4
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 38,7 40,5
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0

ERGEBNIS JE AKTIE (EUR)

Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,57 0,60
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,57 0,60

— GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS ERSTE QUARTAL 2017

Mio EUR Q1 2016 Q1 2017
Periodenergebnis 38,7 40,4
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können:
Währungsumrechnungsdifferenzen – ausländische Geschäftsbetriebe 0,4 0,4
Zeitwertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 0,0 –0,3
Steuereffekt auf Zeitwertänderungen 0,0 0,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis –0,5 0,0
Summe der Posten, die umgegliedert werden können –0,1 0,2
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Neubewertung von leistungsorientierten Verpflichtungen –6,1 0,2
Steuereffekt auf Neubewertung 1,5 0,0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen – Anteil am sonstigen Ergebnis –0,2 0,0
Summe der Posten, die nicht umgegliedert werden –4,8 0,1
Sonstiges Ergebnis –5,0 0,3
Gesamtperiodenergebnis 33,7 40,7
Zuzurechnen an:
Aktionäre des Mutterunternehmens 33,7 40,8
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0

— KONZERNBILANZ ZUM 31. MÄRZ 2017

Mio EUR 31.12.2016 31.03.2017
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Geschäfts- oder Firmenwerte 56,3 53,7
Immaterielle Vermögenswerte 21,2 20,9
Sachanlagen 597,6 587,1
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 69,0 70,8
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 9,6 10,0
Andere finanzielle Vermögenswerte 76,3 81,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 14,6 14,2
Latente Steueransprüche 76,4 76,9
921,0 914,9
Kurzfristiges Vermögen
Andere finanzielle Vermögenswerte 45,7 55,4
Vorräte 18,1 18,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 276,6 277,8
Ertragsteuererstattungsansprüche 0,3 0,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 277,8 307,9
618,4 659,9
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2,4 1,9
1.541,8 1.576,6
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 91,0 91,0
Gewinnrücklagen 257,6 298,0
Andere Rücklagen –16,4 –16,1
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens 670,0 710,7
Nicht beherrschende Anteile 0,1 0,1
670,0 710,8
Langfristige Schulden
Rückstellungen 369,0 340,7
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 3,7 3,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 21,6 39,2
Latente Steuerverbindlichkeiten 0,9 0,9
395,2 384,4
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 134,3 152,3
Ertragsteuerverbindlichkeiten 4,8 10,0
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 1,8 1,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 334,6 316,2
475,6 480,4
Schulden iZm zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0,9 1,0
1.541,8 1.576,6

— KONZERN-CASHFLOW STATEMENT FÜR DAS ERSTE QUARTAL 2017

Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern
50,8
54,2
Abschreibungen
18,4
23,4
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
–0,1
0,5
Rückstellungen unbar
23,6
–3,1
Gezahlte Steuern
–10,7
–9,1
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
–11,3
–0,9
Cashflow aus dem Ergebnis
70,7
65,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
18,5
–1,6
Vorräte
0,8
–0,4
Rückstellungen
–12,6
17,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
–17,3
–18,4
60,1
61,8
Cashflow aus Geschäftstätigkeit
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
–1,1
–1,9
Erwerb von Sachanlagen/als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
–17,1
–14,8
Einzahlungen aus Anlagenverkäufen
1,5
2,5
Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
0,0
–2,6
Erwerb von Wertpapieren
–6,0
–15,0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren
1,9
0,0
Gewährte Darlehen
–1,5
–0,2
Erhaltene Zinsen
0,5
0,5
Cashflow aus Investitionstätigkeit
–21,8
–31,6
Free Cashflow
38,3
30,2
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von anderen finanziellen Verbindlichkeiten
–1,1
–0,1
Ausschüttungen
–0,2
0,0
Gezahlte Zinsen
–0,2
0,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
–1,6
–0,1
Veränderung des Finanzmittelbestandes
36,7
30,1
Finanzmittelbestand am 1. Jänner
300,1
278,0
Finanzmittelbestand am 31. März
336,8
308,1
Mio EUR Q1 2016 Q1 2017

— ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS IM ERSTEN QUARTAL 2016

Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Andere Rücklagen Eigen
Mio EUR Grund
kapital
Neube
wertungs
rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage
Währ
ungs
umrech
nungs
rücklage
kapital
der
Aktionäre
des
Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2016 337,8 91,0 238,2 –12,5 0,2 –13,2 641,5 0,2 641,7
Periodenergebnis 0,0 0,0 38,7 0,0 0,0 0,0 38,7 0,0 38,7
Währungsumrechnungsdifferenzen –
ausländische Geschäftsbetriebe
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,4 0,0 0,4
Neubewertung von leistungsorientierten
Verpflichtungen
0,0 0,0 0,0 –6,1 0,0 0,0 –6,1 0,0 –6,1
Nach der Equity-Methode bilanzierte
Finanzanlagen – Anteil am sonstigen
Ergebnis
0,0 0,0 0,0 –0,2 0,0 –0,5 –0,8 0,0 –0,8
Steuereffekt 0,0 0,0 0,0 1,5 0,0 0,0 1,5 0,0 1,5
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 –4,8 0,0 –0,2 –5,0 0,0 –5,0
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 38,7 –4,8 0,0 –0,2 33,7 0,0 33,7
Stand am 31. März 2016 337,8 91,0 276,9 –17,3 0,2 –13,3 675,2 0,3 675,5

— ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS IM ERSTEN QUARTAL 2017

Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Andere Rücklagen Eigen
kapital
Mio EUR Grund
kapital
Neube
wertungs
rücklage
Marktbe
wertungs
rücklage
Währ
ungs
umrech
nungs
rücklage
der
Aktionäre
des
Mutter
unter
nehmens
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2017 337,8 91,0 257,6 –18,3 4,2 –2,3 670,0 0,1 670,0
Periodenergebnis 0,0 0,0 40,5 0,0 0,0 0,0 40,5 0,0 40,4
Währungsumrechnungsdifferenzen –
ausländische Geschäftsbetriebe
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,4 0,0 0,4
Zeitwertänderungen von zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
0,0 0,0 0,0 0,0 –0,3 0,0 –0,3 0,0 –0,3
Neubewertung von leistungsorientierten
Verpflichtungen
0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,0 0,2 0,0 0,2
Steuereffekt 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0 0,0 0,1 –0,3 0,4 0,3 0,0 0,3
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 40,5 0,1 –0,3 0,4 40,8 0,0 40,7
Stand am 31. März 2017 337,8 91,0 298,0 –18,2 4,0 –1,9 710,7 0,1 710,8

FINANZKALENDER 2017

12. Mai Zwischenbericht 1. Quartal 2017, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
10. August Halbjahresfinanzbericht 2017, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr
15. November Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2017, Veröffentlichung: 07:30–07:40 Uhr

ENTWICKLUNG DER POST-AKTIE (VERGLEICH 12 MONATE)

— IMPRESSUM

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien T: +43 (0) 577 67 0 E: [email protected] FN: 180219d, Handelsgericht Wien

Satz und Produktion Inhouse produziert mit firesys

Konzept und Lektorat Berichtsmanufaktur GmbH, Hamburg

Druck AV+Astoria Druckzentrum, Wien

— KONTAKT

Investor Relations,

Konzernrevision & Compliance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten'', "schätzen'', "planen'', "rechnen'' etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten --- und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse --- aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 3. Mai 2017

Unternehmenskommunikation

Mag. Manuela Bruck T: +43 (0) 577 67 24099 F: +43 (0) 577 67 28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet www.post.at

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