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Österreichische Post AG

Investor Presentation Nov 17, 2011

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Investor Presentation

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zwischenbericht 2011

2011

FACTS & FIGURES DER ÖSTERREICHISCHEN POST.

HIGHLIGHTS Q1–3 2011

Umsatz verbessert

  • Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4,1% über Vorjahresniveau
  • Neue Produkte und Dienstleistungen werden vom Markt gut angenommen

Fokus auf nachhaltige Zukunftssicherung

  • Investitionen in neue Sortieranlagen und in Lösungen zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit
  • Investitionen in Strukturmaßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenstruktur

Ergebnis und Cashflow gesteigert

  • EBIT +15,4% auf 109,5 Mio EUR
  • Cashflow aus dem Ergebnis +26,9% auf 146,0 Mio EUR

Ausblick 2011

  • Aktuelle wirtschaftliche Stimmung kann Konsumverhalten dämpfen, Umsatzzuwachs 2011 je nach konjunktureller Entwicklung +3,5–4%
  • EBITDA-Marge am oberen Ende der Zielbandbreite von 10–12%

kennzahlenüberblick österreichische post

Gewinn- und Verlustrechnung Q1–3 2010 Q1–3 2011 Veränderung %
Umsatz1 Mio EUR 1.642,1 1.709,9 4,1%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) Mio EUR 168,9 175,5 4,0%
EBITDA-Marge2 % 10,3% 10,3%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) Mio EUR 94,8 109,5 15,4%
EBIT-Marge2 % 5,8% 6,4%
EBT (Ergebnis vor Steuern) Mio EUR 88,7 105,8 19,3%
Periodenergebnis Mio EUR 68,1 78,9 16,0%
Ergebnis je Aktie3 EUR 1,01 1,17 16,0%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte)1 24.233 23.486 –3,1%
Cashflow Q1–3 2010 Q1–3 2011 Veränderung %
Cashflow aus dem Ergebnis Mio EUR 115,0 146,0 26,9%
Cashflow aus der Geschäftstätigkeit Mio EUR 103,3 127,1 23,0%
Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) Mio EUR –29,0 –43,4 49,6%
Erwerb/Verkauf von Tochtergesellschaften Mio EUR –2,9 3,2
Free Cashflow Mio EUR 79,2 113,8 43,8%
Bilanz 31.12.2010 30.9.2011 Veränderung %
Bilanzsumme Mio EUR 1.715,1 1.657,2 –3,4%
Eigenkapital Mio EUR 690,8 660,1 –4,4%
Langfristiges Vermögen Mio EUR 1.067,6 1.037,5 –2,8%
Kurzfristiges Vermögen Mio EUR 647,5 619,7 –4,3%
Nettoverschuldung Mio EUR 126,6 128,0 1,1%
Eigenkapitalquote % 40,3% 39,8%
Capital Employed Mio EUR 767,5 737,7 –3,9%

1 Werte 2010 und Veränderungen exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung); ab 2011 Joint Venture MEILLERGHP at equity konsolidiert 2 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz exkl. meiller Gruppe

3 Bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Damen und Herren, Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2011 sind für die Österreichische Post sehr zufriedenstellend verlaufen. Die erzielten Umsatzsteigerungen im Brief- und im Paketgeschäft verdeutlichen einmal mehr, dass unsere strategische Positionierung stimmt und deren operative Umsetzung gut vorankommt. Rückläufige Volumina bei adressierten Briefsendungen konnten durch positive Effekte sowie Wachstum bei Paketen und Werbesendungen mehr als kompensiert werden.

Insgesamt verbesserte sich in der Berichtsperiode der Konzernumsatz auf vergleichbarer Basis um 4,1% auf 1.709,9 Mio EUR. Zuwächse verzeichneten dabei sowohl die Division Paket & Logistik mit 6,0% als auch die Division Brief mit 4,1%, während die Umsätze in der Division Filialnetz infolge des umfassenden Strukturwandels in diesem Bereich um 4,1% zurückgingen. Neue Dienstleistungen und Selbstbedienungsprodukte werden vom Markt gut angenommen und leisteten positive Umsatzimpulse.

Basis unseres unternehmerischen Handelns ist konsequente Kundenorientierung mit dem Ziel, innovative Produkte und Dienstleistungen mit "Self-Service-Charakter" zu forcieren. Eine weitere zentrale Herausforderung für die Österreichische Post ist es, ihre operativen Abläufe noch effizienter zu gestalten, um auf die Herausforderungen des sich ändernden Marktes vorbereitet zu sein. Es ist sowohl von einer kontinuierlichen Substitution von adressierten

Briefen durch elektronische Kommunikationsformen auszugehen, als auch von der Möglichkeit einer konjunkturellen Abschwächung. Unser Fokus liegt auf der nachhaltigen Zukunftssicherung des Unternehmens. Deshalb haben Investitionen zur Verbesserung der Servicequalität und der operativen Performance Vorrang. Auch in der abgelaufenen Berichtsperiode haben wir in diesem Sinn Investitionen getätigt, die darauf abzielen, die Leistungsfähigkeit in den nächsten Jahren weiter zu stärken und die Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern.

Die konsequente Ausrichtung auf Effizienzsteigerung zeigt sich auch im Ergebnis: Das EBIT der Österreichischen Post verbesserte sich um 15,4% auf 109,5 Mio EUR. Inkludiert sind hier einerseits operative Verbesserungen in allen Divisionen, aber auch erhöhte Aufwendungen für Rückstellungen für Maßnahmen zur Strukturoptimierung. Der Cashflow aus dem Ergebnis konnte auf dieser Grundlage um 26,9% auf 146,0 Mio EUR gesteigert werden.

Basierend auf der bisherigen Entwicklung geht der Vorstand auch für das Gesamtjahr 2011 von einer Verbesserung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post aus, die je nach konjunktureller Entwicklung zwischen 3,5% und 4% liegen sollte. Für die Ergebnisentwicklung des Konzerns bleibt die Zielbandbreite einer nachhaltigen EBITDA-Marge von 10–12% weiterhin aufrecht. Für das Gesamtjahr 2011 wird eine EBITDA-Marge am oberen Ende dieser Bandbreite erwartet.

Wien, am 9. November 2011

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Umfeld und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliches Umfeld

Seit Mitte 2011 verschlechtern sich die internationalen Wirtschaftsprognosen deutlich. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die Unsicherheit über die Lösung der Schuldenkrise in einigen Staaten, durch die vermehrt Investitionsentscheidungen zurückgehalten werden. So geht das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) nach einem starken Wachstum im Jahr 2011 (+2,9%) für 2012 nur mehr von einer Steigerung der heimischen Wirtschaftsleistung um 0,8% aus. Für 2011 ist in Österreich mit einer Inflationsrate von 3,1% zu rechnen, 2012 soll sie auf 2,1% sinken. Auch international zeigen sich die Prognoseinstitute aufgrund der hohen finanzpolitischen Unsicherheit zurückhaltend. Für die globale Konjunktur wird vom Internationalen Währungsfonds (IWF) sowohl für 2011 als auch für 2012 ein Wachstum von 4,0% erwartet. Die europäische Wirtschaft soll dabei im selben Zeitraum jedoch nur um 2,0% bzw. 1,5% wachsen. Für Deutschland geht der IWF für 2011 von einem Wirtschaftswachstum von 2,7% aus, für das Jahr 2012 wird ein Plus von 1,3% prognostiziert. Auch die Erwartungen für die Länder Südost-/Osteuropas wurden für 2011 und 2012 entsprechend nach unten korrigiert: Aktuell lauten die Prognosen z. B. für die Slowakei plus 3,3% bzw. plus 3,3%, für Ungarn plus 1,8% bzw. plus 1,7% und für Serbien plus 2,0% bzw. plus 3,0% (IWF).

Im Bereich Brief hält der Trend der Substitution des klassischen Briefes durch elektronische Kommunikationsformen weiterhin an. Das Volumen an Werbesendungen wiederum ist abhängig von den Werbeaktivitäten der Unternehmen und damit konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Trotz getrübter Wirtschaftslage stiegen die Werbeaufwendungen der Unternehmen in den ersten neun Monaten 2011 an, der Trend deutet jedoch eine verhaltene Entwicklung gegen Jahresende an. Der vierteljährlich erscheinende Forecast von ZenithOptimedia geht für den Werbemarkt in Westeuropa insgesamt von einem Plus von durchschnittlich 2,8% bis 2013 aus.

Aufgrund der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shopping sind in Österreich weiterhin steigende Paketmengen zu verzeichnen. Auch im internationalen Paket- und Frachtgeschäft, dessen Entwicklung wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängt, zeigt sich eine positive Volumenentwicklung. Diese wird gestützt vom steigenden internationalen Handel sowie von der generellen Zunahme der Internetkäufe. Die Wettbewerbsintensität ist jedoch weiterhin hoch.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Basierend auf der dritten EU-Postdienste-Richtlinie erließ der österreichische Gesetzgeber das Postmarktgesetz, das mit 1. Jänner 2011 zur Gänze in Kraft getreten ist. Die wesentlichsten Neuerungen sind:

  • Das Beförderungsmonopol der Österreichischen Post für Briefsendungen bis 50 Gramm ist mit 31. Dezember 2010 entfallen. Gleichzeitig endete damit für die Österreichische Post ab 1. Jänner 2011 aber auch der indirekte Ausgleich für die auferlegten Pflichten aus dem Universaldienst – nämlich die garantierte flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen im gesamten Bundesgebiet.
  • Die Österreichische Post bleibt Österreichs Universaldienstanbieter und garantiert damit "every day, every door" Leistungen für Österreich. Der ab 2011 neu definierte Universaldienst beschränkt sich im Sinne der Sicherung der Grundversorgung primär auf Postsendungen, die an den gesetzlich definierten Zugangspunkten abgegeben werden können, das sind z. B. Post-Geschäftsstellen oder Briefkästen. Postdienste für Sendungen, die von Großkunden in Verteilzentren eingeliefert werden, zählen jedenfalls nicht zum Universaldienst. Der Ersatz der Universaldienst-Nettokosten wird über einen Ausgleichsfonds abgewickelt, wobei der Kostenaufwand zwischen der Österreichischen Post und den konzessionierten Postdienstanbietern nach Marktanteilen geteilt wird. In diesen Ausgleichsfonds müssen nur jene konzessionierten Postdienstanbieter einzahlen, deren Jahresumsätze aus der konzessionierten Tätigkeit 1,0 Mio EUR übersteigen. Zudem werden der Österreichischen Post Universaldienst-Nettokosten nur so weit ersetzt, als diese das Unternehmen unverhältnismäßig finanziell belasten. Dies ist dann der Fall, wenn die Universaldienst-Nettokosten 2% der jährlichen Gesamtkosten der Österreichischen Post überschreiten.
  • Ab 1. Jänner 2011 unterliegen Postdienste für Briefsendungen mit einem Gewicht bis 50 Gramm (einschließlich nicht offener Direktwerbung) einer Konzessionspflicht.

Ab 1. Jänner 2011 gilt die Umsatzsteuerbefreiung nur mehr für Postdienste im Rahmen der gesetzlichen Universaldienstverpflichtung. Universaldienstleistungen, deren Bedingungen individuell vereinbart wurden, unterliegen der Umsatzsteuer zum Normalsteuersatz.

Mit 1. Mai 2011 sind Allgemeine Geschäftsbedingungen für Briefdienste in Kraft getreten, die im Universaldienstbereich ein vereinfachtes, kundenorientiertes Produkt- und Dienstleistungsangebot mit formatbasierten Tarifen vorsehen. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden von der Regulierungsbehörde eingehend geprüft und gebilligt.

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Mit 30. Juni 2011 wurde der 25,1%-Anteil der Österreichischen Post an der Mader Zeitschriftenverlags GmbH, Wien, veräußert. Das aus dem Verkauf resultierende Ergebnis betrug 2,1 Mio EUR und wird im Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen dargestellt. Darüber hinaus erfolgten in den ersten neun Monaten 2011 keine wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Um eine Umsatzanalyse zu ermöglichen, wurden die Umsätze 2010 um die mit 20. Dezember 2010 endkonsolidierten meiller Gesellschaften bereinigt. Die Endkonsolidierung dieser Gesellschaften reduziert den vergleichbaren Umsatz in der Division Brief in den ersten neun Monaten 2010 um 71,1 Mio EUR. Das per Ende 2010 formierte Joint Venture MEILLERGHP, an dem die Österreichische Post 65% hält, wird 2011 nicht voll-, sondern at equity konsolidiert.

Der Umsatz auf vergleichbarer Basis konnte in den ersten neun Monaten 2011 um 4,1% auf 1.709,9 Mio EUR gesteigert werden. Zuwächse wurden dabei in der Division Paket & Logistik (+6,0%) und Brief (+4,1%) verzeichnet. Die über das Filialnetz erzielten Umsätze gingen im selben Zeitraum um 4,1% zurück. In den ersten drei Quartalen 2011 gab es mit 189 Arbeitstagen gleich viele wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

In der Division Brief verbesserte sich der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4,1% auf 978,3 Mio EUR. Der anhaltenden Substitution von Briefen durch elektronische Medien wirkten positive Effekte durch neue Frankiersysteme für Klein- und Mittelbetriebe und zusätzliche Umsätze im Bereich Mail Solutions ebenso entgegen wie das neue Produktportfolio und Dauermarken. Bei internationalen Sendungen des Internethandels erfolgten Volumenumschichtungen in die Division Brief. Darüber hinaus verdeutlicht der Umsatzanstieg bei adressierten und unadressierten Werbesendungen die im Berichtszeitraum aktive Werbewirtschaft, die mit Kampagnen zur Neukundengewinnung für zusätzliche Impulse sorgte.

In der Division Paket & Logistik wurde in den ersten drei Quartalen 2011 – basierend auf gesteigerten Mengen bei anhaltendem Preisdruck – ein Umsatzanstieg um 6,0% auf 618,1 Mio EUR erzielt. Wachstum konnte dabei in Österreich ebenso verzeichnet werden wie in den Regionen Deutschland/Benelux und Südost-/Osteuropa.

Die Organisationsstruktur im Filialnetz unterliegt aktuell einem Wandel. In den letzten zwölf Monaten wurde die Anzahl der Post Partner von 898 auf 1.239 per 30. September 2011 deutlich erhöht. Diese Veränderung hatte ebenso Auswirkungen auf die Umsatz- und Kostenstruktur wie die neu gestaltete Partnerschaft mit BAWAG P.S.K., in deren Rahmen Umsätze aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft seit 1. Jänner 2011 einer neuen kostenbasierten Vergütungslogik unterliegen. Die Außenumsätze der Division reduzierten sich daher um 4,1% auf 112,8 Mio EUR.

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2010
vergleich
Q1–3 2011 Veränderung Q3 2010 Q3 2011
bare Basis % Mio EUR
Umsatz gesamt2 1.713,2 1.642,1 1.709,9 4,1% 67,8 536,1 572,0
Brief2 1.011,2 940,2 978,3 4,1% 38,1 302,2 326,8
Paket & Logistik 582,9 618,1 6,0% 35,2 195,8 207,2
Filialnetz 117,6 112,8 –4,1% –4,9 37,7 37,7
Corporate 3,7 3,7 –1,0% 0,0 1,2 1,2
Konsolidierung –2,3 –2,9 –26,4% –0,6 –0,7 –0,8
Kalenderwerktage in Österreich 189 189 66 65

Umsatz nach Divisionen1

1 Außenumsatz der Divisionen

2 Werte 2010 und Veränderungen exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung); ab 2011 Joint Venture MEILLERGHP at equity konsolidiert

Umsatzanteile nach Divisionen %

Umsatz

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2010
Q1–3 2011
Veränderung
Q3 2010 Q3 2011
vergleich
bare Basis
% Mio EUR
Umsatzerlöse1 1.713,2 1.642,1 1.709,9 4,1% 67,8 536,1 572,0
Sonstige betriebliche Erträge1 55,5 53,4 55,0 3,0% 1,6 19,6 20,1
Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen1
–549,3 –507,9 –548,7 8,0% 40,8 –171,4 –187,9
Personalaufwand1 –839,2 –816,2 –817,0 0,1% 0,7 –269,5 –276,4
Sonstige betriebliche
Aufwendungen1
–211,8 –205,3 –215,7 5,1% 10,4 –72,0 –72,1
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
0,5 –7,9 –8,4 0,1 –4,9
EBITDA
(Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen)
168,9 175,5 4,0% 6,7 44,1 50,8
Abschreibungen –74,0 –66,1 –10,7% –7,9 –23,8 –22,6
EBIT
(Ergebnis vor Zinsen
und Steuern)
94,8 109,5 15,4% 14,6 20,3 28,2
Sonstiges Finanzergebnis –6,1 –3,6 40,7% 2,5 –2,2 –1,7
EBT
(Ergebnis vor Steuern)
88,7 105,8 19,3% 17,1 18,2 26,5
Ertragsteuern –20,6 –26,9 30,3% 6,3 –4,1 –9,5
Periodenergebnis 68,1 78,9 16,0% 10,9 14,0 16,9
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,01 1,17 16,0% 0,16 0,21 0,25

1 Werte 2010 und Veränderungen exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung); 2011: Joint Venture MEILLERGHP at equity konsolidiert

Der Umsatzzuwachs von 4,1% bzw. 67,8 Mio EUR auf vergleichbarer Basis hatte auch Auswirkungen auf die Kostenstruktur des Konzerns. Mit steigenden Umsatz- und Paketmengen steigt auch der Zukauf von Transportdienstleistungen über Sublieferanten in der Paketlogistik. Auf vergleichbarer Basis ist der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen daher um 8,0% auf 548,7 Mio EUR gestiegen.

Der Personalaufwand blieb mit 817,0 Mio EUR auf vergleichbarer Basis konstant, wobei der operative Personalaufwand sogar um 18,8 Mio EUR auf 749,8 Mio EUR zurück ging. Die operativen Einsparungen ergaben sich durch die Ausnutzung der Fluktuation im Unternehmen – auf vergleichbarer Basis reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand im Jahresvergleich um 747 auf 23.486 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).

Die nicht operativen Personalaufwendungen enthalten alle Investitionen zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenstruktur wie etwa Aufwendungen für Strukturmaßnahmen und Rückstellungen für Personalunterauslastungen. Sie betrugen in den ersten neun Monaten 2011 67,2 Mio EUR. So war im Berichtszeitraum etwa ein Aufwand in Höhe von 21,7 Mio EUR für Mitarbeiter, die voraussichtlich in den Bundesdienst wechseln werden, zu verzeichnen, der vor allem aus der Dotierung einer Rückstellung für zusätzliche 208 Mitarbeiter resultierte.

Diese Möglichkeit basiert auf Vereinbarungen mit dem Bundesministerium für Inneres aus dem Jahr 2009 bzw. mit dem Bundesministerium für Finanzen und für Justiz aus dem Jahr 2010, in deren Rahmen die Österreichische Post jedoch die Kosten für die betroffenen Mitarbeiter bis Juni 2014 weiter trägt. Diese Kosten werden in Summe in der

Bilanz als Rückstellung ausgewiesen. Dadurch hat sich die Rückstellung für Unterauslastung seit Jahresanfang von 244,1 Mio EUR auf 256,9 Mio EUR erhöht. Der zahlungswirksame Verbrauch betrug in den ersten drei Quartalen 18,1 Mio EUR. Weiters wurde eine Vorsorge für Strukturmaßnahmen in der Division Paket & Logistik von 20,0 Mio EUR gebildet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum auf vergleichbarer Basis um 3,0% auf 55,0 Mio EUR gestiegen. Darin inkludiert sind Mieterträge von 17,9 Mio EUR und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen von 5,3 Mio EUR.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf vergleichbarer Basis um 5,1% auf 215,7 Mio EUR, primär bedingt durch Anlaufkosten für die Umrüstung auf neue Hausbrieffachanlagen, die gemäß Postmarktgesetz bis Ende 2012 erfolgen wird.

Das Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen von minus 7,9 Mio EUR ist im Wesentlichen auf das negative Ergebnis der 65%-Tochtergesellschaft MEILLERGHP zurückzuführen. Das Unternehmen befindet sich derzeit in der Restrukturierungsphase.

EBITDA nach Divisionen

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2010 Q3 2011
EBITDA
gesamt
168,9 175,5 4,0% 6,7 44,1 50,8
Brief 195,6 225,1 15,1% 29,4 58,6 81,6
Paket & Logistik
vor Rückstellung für
Strukturmaßnahmen
27,1 33,3 22,7% 6,2 9,0 11,3
Paket & Logistik 27,1 13,3 –51,0% –13,8 9,0 –8,7
Filialnetz –16,7 –4,3 74,4% 12,4 –7,9 0,6
Corporate –37,2 –58,5 –57,4% –21,3 –15,7 –22,8

EBIT nach Divisionen

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2010 Q3 2011
EBIT
Gesamt
94,8 109,5 15,4% 14,6 20,3 28,2
Brief 168,4 205,3 21,9% 36,9 50,2 74,9
Paket & Logistik
vor Rückstellung für
Strukturmaßnahmen
9,0 14,3 59,2% 5,3 2,9 4,1
Paket & Logistik 9,0 –5,7 –14,7 2,9 –15,9
Filialnetz –21,0 –8,4 60,0% 12,6 –9,4 –0,7
Corporate –61,6 –81,8 –32,8% –20,2 –23,4 –30,1

Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns verbesserte sich in den ersten drei Quartalen 2011 auf 175,5 Mio EUR. Die EBITDA-Marge betrug damit 10,3%. Das EBIT konnte um 15,4% auf 109,5 Mio EUR gesteigert werden und ergab eine EBIT-Marge von 6,4%.

Im Berichtszeitraum erzielten alle Divisionen im operativen Geschäft eine Ergebnisverbesserung. So verzeichnete die Division Brief eine EBIT-Steigerung auf 205,3 Mio EUR, und auch die Division Filialnetz konnte den Restrukturierungspfad fortsetzen und die ersten neun Monate mit einem EBIT von minus 8,4 Mio EUR abschließen, nach minus 21,0 Mio EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Die Division Paket & Logistik erhöhte das EBIT vor Rück-

stellung für Strukturmaßnahmen um 5,3 Mio EUR auf 14,3 Mio EUR. Zur weiteren Steigerung der Rentabilität dieser Division wurden sowohl umsatz- als auch kostenseitige Maßnahmen eingeleitet, um die Performance nachhaltig zu verbessern. In der gesamten Division ist es das Ziel, die logistischen Systeme so schlank wie möglich zu gestalten und die Auslastung zu steigern. Darüber hinaus evaluiert die Österreichische Post für die Region Benelux Alternativen, um die nachhaltigste und effizienteste Logistiklösung anbieten zu können. Ziel ist es, bei Aufrechterhaltung der Versorgung das Netzwerk zu straffen und bis Jahresende eine Strukturentscheidung hinsichtlich Kooperation und Outsourcing zu treffen. Für Strukturmaßnahmen in der Division Paket & Logistik wurde bilanziell in Form einer Rückstellung in Höhe von 20,0 Mio EUR vorgesorgt.

Die Themen Vorsorge und Zukunftsinvestitionen prägen auch den Bereich Corporate. Das EBIT dieses Bereichs hat sich von minus 61,6 Mio EUR in den ersten drei Quartalen 2010 auf minus 81,8 Mio EUR reduziert, da im Berichtszeitraum Rückstellungen für Mitarbeiter gebildet wurden, die voraussichtlich in den Bundesdienst wechseln werden. Der Bereich Corporate enthält zudem nicht weiter verrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit leer

stehenden Immobilien sowie Veränderungen von Personalrückstellungen.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 19,3% auf 105,8 Mio EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 26,9 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 78,9 Mio EUR. Dies entspricht 1,17 EUR je Aktie für die ersten neun Monate 2011 (+16,0%) bzw. 0,25 EUR je Aktie für das dritte Quartal 2011.

Ergebniskennzahlen

Vermögens- und Finanzlage

Die Österreichische Post setzt auf eine risikoaverse Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit geringst möglichem Risiko.

Insgesamt verfügt die Österreichische Post mit Stichtag 30. September 2011 über langfristiges Vermögen mit einem Bilanzwert von 1.037,5 Mio EUR – dies entspricht 62,6% der Bilanzsumme in Höhe von 1.657,2 Mio EUR. Das langfristige Vermögen enthält unter anderem Sachanlagen im Ausmaß von 596,0 Mio EUR, Firmenwerte von 184,2 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen im Volumen von 80,0 Mio EUR. Zu den größten Positionen des kurzfristigen Vermögens, das 619,7 Mio EUR bzw. 37,4% der Bilanz ausmacht, zählen mit 337,8 Mio EUR Forderungen sowie mit 264,6 Mio EUR Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Passivseitig setzt sich die Bilanzsumme aus Eigenkapital (39,8%), langfristigen Verbindlichkeiten (29,0%) und kurzfristigen Verbindlichkeiten (31,2%) zusammen. Die langfristigen Verbindlichkeiten von insgesamt 480,0 Mio EUR beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen in Höhe von 419,5 Mio EUR, wovon 256,9 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung entfallen. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 517,1 Mio EUR dominieren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 349,2 Mio EUR.

Die Österreichische Post verfügt damit in Summe über einen erheblichen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln. Per 30. September 2011 waren dies Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 264,6 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 39,6 Mio EUR. Diesen Finanzmitteln in Höhe von 304,2 Mio EUR stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 29,7 Mio EUR gegenüber.

Bilanzstruktur

Mio EUR 31.12.2010 30.9.2011 Struktur
30.9.2011
%
Aktiva
Langfristiges Vermögen 1.067,6 1.037,5 62,6%
davon Finanzinvestitionen in Wertpapiere sowie andere Finanzanlagen 89,4 80,0 4,8%
Kurzfristiges Vermögen 647,5 619,7 37,4%
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 313,1 264,6 16,0%
1.715,1 1.657,2 100,0%
Passiva
Eigenkapital 690,8 660,1 39,8%
Langfristige Verbindlichkeiten 479,4 480,0 29,0%
davon Rückstellungen 414,6 419,5 25,3%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 544,9 517,1 31,2%
davon Rückstellungen 160,1 161,8 9,8%
1.715,1 1.657,2 100,0%

CashFlow

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011
Cashflow aus dem Ergebnis 115,0 146,0
+/– Veränderungen im Nettoumlaufvermögen –11,7 –18,9
= Cashflow aus Geschäftstätigkeit 103,3 127,1
+/– Cashflow aus Investitionstätigkeit –24,0 –13,2
= Free Cashflow 79,2 113,8
+/– Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –106,5 –162,3
= Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands –27,3 –48,5

cashflow

Der Cashflow aus dem Ergebnis der ersten drei Quartale 2011 lag mit 146,0 Mio EUR um 31,0 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die gezahlten Steuern der ersten neun Monate 2011 beliefen sich auf 33,2 Mio EUR.

Im Bereich des Nettoumlaufvermögens kam es im Berichtszeitraum zu einem Cashflow-Rückgang von 18,9 Mio EUR. Diese Entwicklung ist vor allem auf eine Erhöhung der Forderungen zurückzuführen, die großteils aus einer neuen Umsatzsteuerregelung seit Anfang 2011 sowie unterschiedlichen Auszahlungsterminen von Beamtengehältern im Periodenvergleich resultierte.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 13,2 Mio EUR beinhaltet Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) in Höhe von minus 43,4 Mio EUR sowie Einzahlungen aus Anlageverkäufen von 19,8 Mio EUR. Der ausgewiesene Free Cashflow lag bei 113,8 Mio EUR nach 79,2 Mio EUR in den ersten neun Monaten des Vorjahres.

Investitionen und Akquisitionen

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen in den ersten drei Quartalen 2011 53,2 Mio EUR. Davon entfielen 47,4 Mio EUR auf Investitionen in Sachanlagen. Während die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 3,3 Mio EUR leicht zurückgingen, stiegen die Investitionen in Sachanlagen mit einem Plus von 11,9 Mio EUR deutlich an. Ein Großteil dieser Investitionen entfiel auf den Bereich andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, da verstärkt Ersatzinvestitionen im Fuhrpark getätigt sowie diverse Betriebs- und Geschäftsausstattungen wie beispielsweise Zustellertische und Hardware-Arbeitsplatzaustattung angeschafft wurden.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag in den ersten neun Monaten 2011 bei 23.486 Vollzeitkräften – dies entspricht einer Verringerung des Personalstandes gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 747 Mitarbeiter (auf

vergleichbarer Basis, exkl. meiller Gruppe). Während der Mitarbeiterstand in der Division Paket & Logistik leicht anstieg, wurden sowohl in der Division Brief als auch in der Division Filialnetz plangemäß Mitarbeiter reduziert. Der Großteil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (20.058).

Mitarbeiter nach Divisionen

Periodendurchschnitt
in Vollzeitkräften
Q1–3 2010 Q1–3 2010
vergleichbare
Basis1
Q1–3 2011 Struktur
30.9.2011
%
Brief 14.974 14.045 13.755 58,6%
Paket & Logistik 4.002 4.056 17,3%
Filialnetz 4.334 3.848 16,4%
Corporate 1.851 1.827 7,8%
Gesamt 25.162 24.233 23.486 100,0%

1 Exkl. meiller Gruppe

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung zu setzen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – so etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2010 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht, Teil 2, Seiten 37–42 und 99–102).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen drei Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und hängen von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente ab. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch E-Mails oder andere elektronische Medien ersetzt. Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen, insbesondere zur elektronischen Zustellung, wird auch weiterhin fortbestehen.

Darüber hinaus ist die Österreichische Post auch von drohenden Geschäftsausfällen von Kunden betroffen. In der Division Filialnetz sind die Erträge aus Finanzdienstleistungen stark von der wirtschaftlichen Entwicklung des Kooperationspartners BAWAG P.S.K. geprägt, die Erträge aus Telekommunikationsprodukten von der Produktgestaltung des Kooperationspartners A1 Telekom Austria abhängig. Als Logistikunternehmen ist die Österreichische Post grundsätzlich dem Risiko steigender Kosten durch höhere Transport- und Treibstoffpreise ausgesetzt.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Ausblick 2011

Für das Gesamtjahr 2011 geht die Österreichische Post davon aus, dass die langfristigen Makrotrends des Postmarktes weiter anhalten werden. Die kurzfristige Konjunkturentwicklung dürfte aber von der aktuellen Schuldendebatte in Europa beeinträchtigt werden. Es ist anzunehmen, dass sich die allgemeine Stimmungslage dämpfend auf das Konsumverhalten auswirken wird.

Die elektronische Substitution von Briefen wird die Sendungsvolumina der Briefpost – dem internationalen Trend folgend – auch in Österreich um 3–5% pro Jahr mindern. Der Markt für Pakete und Werbesendungen wird von der sich abschwächenden Konjunktur beeinträchtigt, sollte sich aber als weitgehend robust erweisen.

Basierend auf der bisherigen Entwicklung geht der Vorstand auch für das Gesamtjahr 2011 von einer Verbesserung des Konzernumsatzes der Österreichischen Post aus, die je nach konjunktureller Entwicklung zwischen 3,5% und 4% liegen sollte. Die Division Brief wird dabei auf vergleichbarer Basis ein Umsatzwachstum erzielen, dem ein Umsatzrückgang im Filialnetz gegenübersteht. In der Division Paket & Logistik dürfte die Umsatzentwicklung ebenfalls weiterhin positiv verlaufen. Ein klarer Fokus gilt dabei auch in Zukunft der Profitabilität der angebotenen Leistungen. Für die Ergebnisentwicklung des Konzerns bleibt die Zielbandbreite einer nachhaltigen EBITDA-Marge von 10–12% aufrecht. Für das Gesamtjahr 2011 wird eine EBITDA-Marge am oberen Ende dieser Bandbreite erwartet.

Der erwirtschaftete operative Cashflow soll auch weiterhin primär für Zukunftsinvestitionen und Dividendenzahlungen verwendet werden. Für das Jahr 2011 sind in der Finanzplanung der Österreichischen Post Anlageninvestitionen von etwa 80–90 Mio EUR vorgesehen. Dies sind vorrangig Ersatzinvestitionen in bestehende Anlagen sowie Investitionen in neue, effizienzsteigernde Sortiertechnik. Darüber hinaus haben Investitionen in Strukturmaßnahmen zur Verbesserung der operativen Kostenstruktur Vorrang.

Im internationalen Geschäft der Österreichischen Post haben die laufende weitere Steigerung der Performance und der Ausbau bestehender Netze oberste Priorität. Eventuelle Akquisitionen sind nur im Kerngeschäft und auch nur in Unternehmen mit wachstumsorientierten Geschäftsmodellen vorgesehen. Aktuell sind jedoch keine großen Akquisitionen absehbar.

Besondere Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Mit 20. Oktober 2011 erfolgte das Closing zur Übernahme von 26% an der rumänischen Firma PostMaster s.r.l. durch die Österreichische Post. Die Gesellschaft ist im Bereich adressierte und unadressierte Werbesendungen tätig. Der Kaufvertrag sieht eine Option auf den Erwerb der restlichen 74% in den folgenden zwei Jahren vor.

Ergebnisse der Divisionen

Division Brief

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2010 Q1–3 2011 Veränderung Q3 2010 Q3 2011
vergleich
bare Basis
% Mio EUR
Außenumsatz1 1.011,2 940,2 978,3 4,1% 38,1 302,2 326,8
Briefpost 529,9 547,4 3,3% 17,5 169,5 186,4
Infomail1 383,3 312,2 332,5 6,5% 20,3 101,9 110,5
Medienpost 98,1 98,3 0,2% 0,2 30,9 29,9
Innenumsatz 38,5 40,6 5,3% 2,0 12,7 13,5
Umsatz gesamt1 1.049,7 978,7 1.018,8 4,1% 40,2 314,9 340,3
EBITDA 195,6 225,1 15,1% 29,4 58,6 81,6
Abschreibungen –27,2 –19,8 –27,3% –7,4 –8,5 –6,6
EBIT 168,4 205,3 21,9% 36,9 50,2 74,9
EBITDA-Marge2 18,6% 20,0% 22,1% 18,6% 24,0%
EBIT-Marge2 16,0% 17,2% 20,2% 15,9% 22,0%
Mitarbeiter3 14.974 14.045 13.755 –2,1% –291

1 Werte 2010 und Veränderungen exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung); ab 2011 Joint Venture MEILLERGHP at equity konsolidiert

2 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz exkl. meiller Gruppe

3 Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften, Werte 2010 und Veränderungen exkl. meiller Gruppe

Um eine Umsatzanalyse zu ermöglichen, wurden die Umsätze 2010 um die mit 20. Dezember 2010 endkonsolidierten meiller Gesellschaften bereinigt. Die Endkonsolidierung dieser Gesellschaften reduziert den vergleichbaren Umsatz in der Division Brief in den ersten neuen Monaten 2010 um 71,1 Mio EUR. Das per Ende 2010 formierte Joint Venture MEILLERGHP, an dem die Österreichische Post 65% hält, wird 2011 nicht voll-, sondern at equity konsolidiert. Auf dieser Basis erhöhte sich der Außenumsatz der Division Brief im Vergleichszeitraum um 4,1% bzw. 38,1 Mio EUR.

Im Geschäftsfeld Briefpost konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 3,3% auf 574,4 Mio EUR verbessert werden. Der anhaltenden Substitution von Briefen durch elektronische Medien wirkten positive Effekte durch neue Frankiersysteme für Klein- und Mittelbetriebe und zusätzliche Umsätze im Bereich Mail Solutions ebenso entgegen wie das neue Produktportfolio und Dauermarken. Bei internationalen Sendungen des Internethandels erfolgten Volumenumschichtungen in die Division Brief. Die neue

Wahlmöglichkeit zwischen Priority- und Economy-Produkten sollte in den nächsten Quartalen sukzessive zu einem Trend in Richtung Economy führen.

Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 auf vergleichbarer Basis um 6,5% oder 20,3 Mio EUR. Diese Steigerung spiegelt die robuste Situation der Werbewirtschaft in den ersten neun Monaten 2011 wider, die durch Kampagnen zur Neukundengewinnung für positive Impulse sorgte. Darüber hinaus wirkten sich innovative Ideen wie etwa individualisierte Werbesendungen positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Der Umsatz im Geschäftsfeld Medienpost blieb in den ersten neun Monaten 2011 mit 98,3 Mio EUR nahezu stabil.

In Summe verbessert sich das EBITDA der Division Brief in der Berichtsperiode auf 225,1 Mio EUR, das EBIT stieg auf 205,3 Mio EUR.

Division Paket & Logistik

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2010 Q3 2011
Außenumsatz 582,9 618,1 6,0% 35,2 195,8 207,2
Innenumsatz 17,4 18,0 3,5% 0,6 5,9 5,8
Umsatz gesamt 600,3 636,1 6,0% 35,8 201,7 212,9
EBITDA
vor Rückstellung
für Strukturmaßnahmen
27,1 33,3 22,7% 6,2 9,0 11,3
EBITDA 27,1 13,3 –51,0% –13,8 9,0 –8,7
Abschreibungen –18,1 –19,0 4,6% 0,8 –6,1 –7,3
EBIT
vor Rückstellung für
Strukturmaßnahmen
9,0 14,3 59,2% 5,3 2,9 4,1
EBIT 9,0 –5,7 –14,7 2,9 –15,9
EBITDA-Marge1 4,5% 5,2% 4,5% 5,3%
EBIT-Marge1 1,5% 2,3% 1,5% 1,9%
Mitarbeiter2 4.002 4.056 1,4% 54

1 EBIT und EBITDA vor Rückstellung für Strukturmaßnahmen bezogen auf Gesamtumsatz

2 Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2011 um 6,0% auf 618,1 Mio EUR. Basis dieser Zunahme ist ein gestiegenes Paketvolumen trotz anhaltendem Preisdruck in nahezu allen Märkten.

Mit dem Produktsegment Premium-Paket (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), das hauptsächlich im Businessto-Business-Bereich Anwendung findet, wurde in den ersten drei Quartalen 2011 eine Umsatzsteigerung um 5,4% auf 485,5 Mio EUR erzielt. Die deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex erwirtschaftete davon drei Viertel. Sehr positiv entwickelte sich das Volumen an Geschäftskundenpaketen weiterhin in Österreich sowie in Südost-/ Osteuropa. Auch in Belgien und den Niederlanden konnten Zuwächse verzeichnet werden. Hier werden die Restrukturierungsmaßnahmen derzeit intensiviert. Ziel ist es dabei, das Netzwerk bei Aufrechterhaltung der Versorgung zu straffen und bis Jahresende eine Strukturentscheidung hinsichtlich Kooperation und Outsourcing zu treffen.

Zuwachsraten verzeichnete auch das Produktsegment Standard-Paket in Österreich, das vorrangig für Sendungen an Privatkunden zur Anwendung kommt. Der Umsatz stieg um 3,0% auf 117,7 Mio EUR.

Das Ergebnis der Division Paket & Logistik konnte operativ verbessert werden. Das EBIT vor Rückstellung für Strukturmaßnahmen betrug 14,3 Mio EUR nach 9,0 Mio EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Unter Einbeziehung der Vorsorgen für Strukturmaßnahmen betrug das EBIT in den ersten neun Monaten 2011 minus 5,7 Mio EUR.

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011 % Veränderung
Mio EUR
Q3 2010 Q3 2011
Außenumsatz 117,6 112,8 –4,1% –4,9 37,7 37,7
Innenumsatz 126,6 125,3 –1,0% –1,3 41,1 40,8
Umsatz gesamt 244,3 238,1 –2,5% –6,2 78,8 78,5
EBITDA –16,7 –4,3 74,4% 12,4 –7,9 0,6
Abschreibungen –4,3 –4,1 –4,6% –0,2 –1,5 –1,4
EBIT –21,0 –8,4 60,0% 12,6 –9,4 –0,7
EBITDA-Marge1 –6,8% –1,8% –10,0% 0,8%
EBIT-Marge1 –8,6% –3,5% –11,9% –0,9%
Mitarbeiter2 4.334 3.848 –11,2% –486

Division Filialnetz

1 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz

2 Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Die enormen Veränderungen im Filialnetz sind anhand der geänderten Struktur der Geschäftsstellen ersichtlich. So wurde die Anzahl der Post Partner in den letzten zwölf Monaten von 898 per Ende September 2010 auf 1.239 per Ende September 2011 erhöht. In Summe verfügt die Österreichische Post damit über 1.882 Geschäftsstellen, ein Jahr zuvor waren es noch 1.833. Diese Veränderung hat ebenso Auswirkungen auf die Umsatz- und Kostenstruktur der Division wie die vertraglich neu gestaltete Kooperation mit dem Bankpartner BAWAG P.S.K.. Finanzdienstleistungen werden seit Anfang 2011 nicht mehr provisionsbasiert, sondern primär auf Basis der tatsächlich angefallenen Kosten vergütet.

In den ersten neun Monaten 2011 ergab sich bedingt durch rückläufige Umsätze bei Handelswaren wie Telekommunikationsprodukte ein Umsatzrückgang von 4,1%. Auch der Innenumsatz – dies sind Postdienstleistungen über das

Filialnetz – hat sich in diesem Zeitraum um 1,0% weiter leicht reduziert. Das Volumen an Briefen, die über das Filialnetz eingeliefert werden, geht generell zurück, da die Österreichische Post im Sinn verstärkter Serviceaktivitäten Briefe vermehrt bei Großkunden direkt abholt. Durch die Optimierung der flächendeckenden Versorgungsstruktur verbesserte sich auch das Ergebnis der Division Filialnetz: So erhöhte sich das EBIT gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 12,6 Mio EUR auf minus 8,4 Mio EUR.

Die neue Standort-Kooperation mit dem Bankpartner BAWAG P.S.K. wird zügig umgesetzt, 185 gemeinsam betriebene Standorte wurden bis Ende September 2011 adaptiert und neu eröffnet. Diese Kooperation bietet beiden Partnern die Möglichkeit, sich auf ihr jeweiliges Kerngeschäft zu konzentrieren und gleichzeitig von wechselseitigen Synergien zu profitieren.

Wien, am 9. November 2011

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

IFRS-Konzernzwischenabschluss

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2011

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011 Q3 2010 Q3 2011
Umsatzerlöse 1.713,2 1.709,9 563,1 572,0
Sonstige betriebliche Erträge 55,5 55,0 21,0 20,1
Gesamte betriebliche Erträge 1.768,7 1.764,9 584,0 592,1
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –549,3 –548,7 –188,7 –187,9
Personalaufwand –839,2 –817,0 –277,2 –276,4
Abschreibungen –74,0 –66,1 –23,8 –22,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen –211,8 –215,7 –74,1 –72,1
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.674,3 –1.647,5 –563,8 –559,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 94,4 117,4 20,3 33,1
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen 0,5 –7,9 0,1 –4,9
Sonstiges Finanzergebnis –6,1 –3,6 –2,2 –1,7
Finanzergebnis –5,6 –11,6 –2,1 –6,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 88,7 105,8 18,2 26,5
Ertragsteuern –20,6 –26,9 –4,1 –9,5
Periodenergebnis 68,1 78,9 14,0 16,9
Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens 68,1 78,9 14,0 16,9
EUR
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,01 1,17 0,21 0,25
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,01 1,17 0,21 0,25
Mio EUR
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 94,4 117,4 20,3 33,1
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen 0,5 –7,9 0,1 –4,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT
)
94,8 109,5 20,3 28,2

GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2011

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011 Q3 2010 Q3 2011
Periodenergebnis 68,1 78,9 14,0 16,9
Währungsumrechnungsdifferenzen –0,2 –0,3 0,0 –0,5
Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente 1,7 –1,7 0,8 –2,1
Latente Steuern –0,4 0,4 –0,2 0,5
Marktbewertung von Sicherungsgeschäften 0,0 0,0 –0,5 0,0
Latente Steuern 0,0 0,0 0,1 0,0
Sonstiges Ergebnis 1,1 –1,6 0,2 –2,1
Gesamtperiodenergebnis 69,1 77,3 14,3 14,9
Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens 69,1 77,3 14,3 14,9

KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2011

Mio EUR 31.12.2010 30.9.2011
Aktiva
L
angfristiges Vermögen
Firmenwerte 183,8 184,2
Immaterielle Vermögenswerte 58,9 56,0
Sachanlagen 610,9 596,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 33,9 31,2
Anteile at equity konsolidiert 27,3 19,2
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 48,0 39,4
Andere Finanzanlagen 41,4 40,6
Forderungen 13,3 20,7
Latente Steuern 49,9 50,4
1.067,6 1.037,5
K
urzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 0,2 0,2
Vorräte 16,3 17,0
Forderungen 317,9 337,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 313,1 264,6
647,5 619,7
1.715,1 1.657,2
Passiva
E
igenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 130,5 130,5
Gewinnrücklagen 106,5 116,8
Marktbewertung Finanzinstrumente –1,8 –3,1
Währungsumrechnungsrücklagen –0,6 –0,9
Periodenergebnis 118,4 78,9
690,8 660,1
L
angfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 414,6 419,5
Finanzverbindlichkeiten 24,6 23,6
Verbindlichkeiten 25,9 24,2
Latente Steuern 14,2 12,7
479,4 480,0
K
urzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 135,1 157,8
Ertragsteuerrückstellungen 25,0 4,0
Finanzverbindlichkeiten 54,5 6,1
Verbindlichkeiten 330,3 349,2
544,9 517,1
1.715,1 1.657,2

/ Vorwort des Vorstands / Geschäftsentwicklung 1.–3. Quartal / Geschäftsentwicklung Divisionen / Konzernzwischenabschluss / Konzernanhang

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2011

Mio EUR Q1–3 2010 Q1–3 2011
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern 88,7 105,8
Abschreibungen 74,0 66,1
Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen –0,5 7,9
Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten –0,2 0,1
Langfristige Rückstellungen 2,9 4,9
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –4,3 –4,0
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten 0,0 0,7
Gezahlte Steuern –49,8 –33,2
Nettozufluss/-abfluss Zinsen 0,7 –2,2
Währungsumrechnung –0,8 –0,2
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 4,3 0,0
Cashflow aus dem Ergebnis 115,0 146,0
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Forderungen –9,9 –39,7
Vorräte 0,3 –0,7
Kurzfristige Rückstellungen –7,9 22,7
Verbindlichkeiten 5,8 –1,1
Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens –11,7 –18,9
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 103,3 127,1
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –5,9 –5,0
Erwerb von Sachanlagen und Investment Property –29,0 –43,4
Erlöse aus Anlagenverkäufen 6,5 19,8
Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen –2,7 –0,4
Erwerb/Verkauf von at equity konsolidierten Unternehmen –0,3 3,6
Erwerb von Wertpapieren 0,0 –3,0
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren 5,0 10,0
Erhaltene Ausschüttungen von at equity konsolidierten Unternehmen 0,2 0,8
Erhaltene Zinsen 2,0 4,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit –24,1 –13,2
Free Cashflow 79,2 113,8
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –2,5 –52,1
Ausschüttung –101,3 –108,1
Gezahlte Zinsen –2,7 –2,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –106,5 –162,3
Nettoabnahme/-zunahme des Finanzmittelbestands –27,3 –48,5
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 293,8 313,1
Finanzmittelbestand am 30. September 266,5 264,6

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Q1–3 2010
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 1.011,2 582,9 117,6 3,7 –2,3 1.713,2
Innenumsatz 38,5 17,4 126,6 124,2 –306,8 0,0
Umsatz gesamt 1.049,7 600,3 244,3 127,9 –309,0 1.713,2
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
168,2 9,0 –21,0 –61,9 0,0 94,4
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
0,2 0,0 0,0 0,3 0,0 0,5
EBIT 168,4 9,0 –21,0 –61,6 0,0 94,8
Segmentvermögen 382,1 417,0 44,8 465,5 –0,7 1.308,7
Anteile at equity konsolidiert 5,2 0,1 0,0 0,5 0,0 5,8
Segmentschulden 332,5 99,9 72,8 427,7 –0,4 932,6
Segmentinvestitionen 25,0 11,1 2,0 6,0 0,0 44,1
Abschreibungen 27,2 18,1 4,3 24,4 0,0 74,0
davon Wertminderungen 1,9 0,0 0,0 0,9 0,0 2,8
Mitarbeiter1 14.974 4.002 4.334 1.851 25.162
Q1–3 2011
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 978,3 618,1 112,8 3,7 –2,9 1.709,9
Innenumsatz 40,6 18,0 125,3 116,3 –300,2 0,0
Umsatz gesamt 1.018,8 636,1 238,1 120,0 –303,1 1.709,9
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
213,9 –5,7 –8,4 –82,4 0,0 117,4
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
–8,6 0,0 0,0 0,6 0,0 –7,9
EBIT 205,3 –5,7 –8,4 –81,8 0,0 109,5
Segmentvermögen 335,6 414,6 40,0 456,7 –5,1 1.241,8
Anteile at equity konsolidiert 18,2 0,1 0,0 0,9 0,0 19,2
Segmentschulden 327,5 125,4 68,4 424,8 –1,4 944,7
Segmentinvestitionen 20,1 13,0 6,2 13,8 0,0 53,2
Abschreibungen 19,8 19,0 4,1 23,2 0,0 66,1
davon Wertminderungen 0,0 1,4 0,0 0,0 0,0 1,4
Mitarbeiter1 13.755 4.056 3.848 1.827 23.486

1 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Q3 2010
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 329,1 195,8 37,7 1,2 –0,7 563,1
Innenumsatz 12,7 5,9 41,1 40,6 –100,2 0,0
Umsatz gesamt 341,8 201,7 78,8 41,7 –101,0 563,1
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
50,1 2,9 –9,4 –23,4 0,0 20,3
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
EBIT 50,2 2,9 –9,4 –23,4 0,0 20,3
Abschreibungen 8,5 6,1 1,5 7,7 0,0 23,8
davon Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Q3 2011
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Corporate Konsoli
dierung
Konzern
Außenumsatz 326,8 207,2 37,7 1,2 –0,8 572,0
Innenumsatz 13,5 5,8 40,8 38,6 –98,7 0,0
Umsatz gesamt 340,3 212,9 78,5 39,8 –99,6 572,0
Ergebnis der betrieblichen
Tätigkeit
79,9 –15,9 –0,7 –30,1 0,0 33,1
Ergebnis aus at equity
konsolidierten Unternehmen
–5,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –4,9
EBIT 74,9 –15,9 –0,7 –30,1 0,0 28,2
Abschreibungen 6,6 7,3 1,4 7,4 0,0 22,6
davon Wertminderungen 0,0 1,4 0,0 0,0 0,0 1,4

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH REGIONEN

Q1–3 2010
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere
Länder
Konzern
Außenumsatz 1.184,7 425,1 103,4 1.713,2
Segmentvermögen 896,7 315,4 96,7 1.308,7
davon langfristig 675,0 223,9 67,1 965,9
Segmentinvestitionen 30,7 10,4 3,0 44,1
Q1–3 2011
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere
Länder
Konzern
Außenumsatz 1.219,7 387,7 102,5 1.709,9
Segmentvermögen 900,9 261,3 79,6 1.241,8
davon langfristig 651,0 185,9 51,1 888,0
Segmentinvestitionen 74,2 17,3 6,2 97,7
Q3 2010
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere
Länder
Konzern
Außenumsatz 380,5 149,1 33,5 563,1
Q3 2011
Mio EUR
Österreich Deutschland Andere
Länder
Konzern
Außenumsatz 406,6 131,6 33,8 572,0

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Q1–3 2010
Mio EUR
Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Zur
Veräuße
rung
gehalten
Marktbewertung
Finanzinstrumente
Siche
rungsge
schäfte
Wäh
rungs
umrech
nungs
rück
lagen
Perio
den
ergebnis
Konzern
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2010 337,8 130,5 128,2 –3,0 0,3 0,2 79,7 673,7
Ausschüttung –21,6 –79,7 –101,3
Periodenergebnis 68,1 68,1
Sonstiges Ergebnis 1,2 0,0 –0,2 1,1
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 0,0 1,2 0,0 –0,2 68,1 69,1
Stand am 30. September 2010 337,8 130,5 106,5 –1,7 0,3 0,0 68,1 641,5
Q1–3 2011 Marktbewertung
Finanzinstrumente
Mio EUR Grund
kapital
Kapital
rück
lagen
Gewinn
rück
lagen
Zur
Veräuße
rung
gehalten
Siche
rungsge
schäfte
Wäh
rungs
umrech
nungs
rück
lagen
Perio
den
ergebnis
Konzern
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2011 337,8 130,5 106,5 –1,8 0,0 –0,6 118,4 690,8
Ausschüttung –108,1 –108,1
Veränderung von Rücklagen 10,3 –10,3 0,0
Periodenergebnis 78,9 78,9
Sonstiges Ergebnis –1,3 –0,3 –1,6
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 0,0 –1,3 0,0 –0,3 78,9 77,3
Stand am 30. September 2011 337,8 130,5 116,8 –3,1 0,0 –0,9 78,9 660,1

KONZERNANHANG für FÜR DIE ERSTEN DREI QUARTALE 2011

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. September 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. September 2011 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 zugrunde liegen.

Im den ersten drei Quartalen 2011 wurden folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

Neue und geänderte Standards und Interpretationen Inkrafttreten EU1
IFRS 1 Änderung: Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender
von Vergleichsangaben nach IFRS 7
1.7.2010
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen
und Personen
1.1.2011
IAS 32 Finanzinstrumente: Klassifizierung von Bezugsrechten 1.2.2010
IFRIC 14 Freiwillig vorausgezahlte Beiträge im Rahmen
von Mindestfinanzierungsvorschriften
1.1.2011
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten 1.7.2010
Diverse Jährliche Improvements to IFRS 2010 im Wesentlichen
1.1.2011

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Die Änderung an IFRS 1, welche bestimmte Befreiungen für Unternehmen vorsieht, die erstmals IFRS anwenden, ist aufgrund der Tatsache, dass der Post Konzern kein IFRS-Erstanwender ist, nicht anwendbar.

Die überarbeitete Fassung des IAS 24 soll die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen verdeutlichen und Unternehmen, die öffentlichen Stellen nahe stehen, von bestimmten Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen befreien. Als öffentliche Stellen sind im Standard u. a. Regierungsbehörden definiert. Der Österreichische Post Konzern ist von der Änderung des IAS 24 grundsätzlich betroffen, da die Republik Österreich über die Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) 52,8% der Aktien der Österreichischen Post AG hält. Damit zählen die Republik Österreich und die unter ihrem beherrschenden Einfluss stehenden Unternehmen zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen des Österreichischen Post Konzerns. IAS 24 sieht jedoch nach wie vor umfangreiche Angaben insbesondere zu signifikanten Geschäftsvorfällen vor, die auch weiterhin in den Abschlüssen des Österreichischen Post Konzerns angegeben werden.

Im aktualisierten IAS 32 ist u. a. die Bilanzierung von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen auf den Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten beim Emittenten in anderen als der funktionellen Währung geregelt. Die überarbeiteten Rechnungslegungsverlautbarungen von IAS 32 haben derzeit keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Österreichischen Post Konzerns, da keine Bezugsrechte, Optionen oder Optionsscheine emittiert wurden.

Aufgrund der Regelungen in IAS 19.58 dürfen Vermögenswerte aus einem leistungsorientierten Plan nur angesetzt werden, wenn daraus ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus Ansprüchen auf Minderung oder Rückerstattung von Beitragsleistungen resultiert. IFRIC 14 enthält Klarstellungen, wann derartige künftige Vorteile als verfügbar anzusehen sind. Aus den Änderungen in IFRIC 14 ergeben sich derzeit aufgrund von Unwesentlichkeit keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG.

IFRIC 19 erläutert die Anforderungen der IFRS, wenn ein Unternehmen eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten teilweise oder vollständig tilgt. Derzeit liegt im Post Konzern kein derartiger Anwendungsfall vor.

Im Rahmen der jährlichen "Improvements to IFRS" werden kleinere Änderungen an den bereits bestehenden Standards und Interpretationen vorgenommen. Auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG haben diese derzeit keine wesentlichen Auswirkungen.

Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010, der die Grundlage für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss für die ersten drei Quartale 2011 darstellt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 21 inländische (31. Dezember 2010: 23) und 34 ausländische (31. Dezember 2010: 33) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 3 inländische (31. Dezember 2010: 4) und 3 ausländische (31. Dezember 2010: 3) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

In den ersten drei Quartalen 2011 haben folgende Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns stattgefunden:

Name der Gesellschaft von Anteil am Kapital
auf
Transaktions-
zeitpunkt
Erläuterung
Brief
Post Vier Beteiligungs GmbH (R-Electronic
Bill-Presentment Beteiligungs GmbH)1
100,0% 1.1.2011 Verschmelzung
Mader Zeitschriftenverlags GmbH 25,1% 0,0% 30.6.2011 Anteilsverkauf
Paket & Logistik
Distributions GmbH Bergkirchen 100,0% 2.8.2011 Gründung
Corporate
Post Immobilien GmbH
(PTI Immobilienvermittlung GmbH)1
100,0% 31.3.2011 Verschmelzung

1 Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konsolidierungskreis vorhanden

Mit 30. Juni 2011 wurde der 25,1%-Anteil an der Mader Zeitschriftenverlags GmbH, Wien, veräußert. Das aus dem Verkauf resultierende Ergebnis beträgt 2,1 Mio EUR und wird im Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen gezeigt.

3. Sonstige Angaben

Seit Mai 2011 bietet die Österreichische Post für Briefdienste im Inland wie auch im grenzüberschreitenden Postverkehr ein neues Produktportfolio an, das auch für den Universaldienst ein vereinfachtes, kundenorientiertes Produkt- und Dienstleistungsangebot mit formatbasierten Tarifen vorsieht. Die neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die von der Regulierungsbehörde geprüft und gebilligt wurden, sind daher mit neuen Produkten und Tarifen mit Anfang Mai 2011 in Kraft getreten.

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 30. September 2011 nicht wesentlich verändert.

4. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 30. September 2011 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Mit 20. Oktober 2011 erfolgte das Closing zur Übernahme von 26% an der rumänischen Firma PostMaster s.r.l. durch die Österreichische Post. Die Gesellschaft ist im Bereich adressierte und unadressierte Werbesendungen tätig. Der Kaufvertrag sieht eine Option auf den Erwerb der restlichen 74% in den folgenden zwei Jahren vor.

5. Negativvermerk

Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für die ersten drei Quartale 2011 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 9. November 2011

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Finanzkalender 2012

15. März 2012 Jahresergebnis 2011 (Veröffentlichung: 07:30h–07:40h)
7. April 2012 Record Date für die Teilnahme an der Hauptversammlung
17. April 2012 Hauptversammlung 2012, Wien
30. April 2012 Record Date für Dividendenzahlung
2. Mai 2012 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
16. Mai 2012 Zwischenbericht 1. Quartal 2012 (Veröffentlichung: 07:30h–07:40h)
10. August 2012 Halbjahresfinanzbericht 2012 (Veröffentlichung: 07:30h–07:40h)
16. November 2012 Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2012 (Veröffentlichung: 07:30h–07:40h)

ATX (relativ zur Post)

Euro Stoxx Transportation (relativ zur Post)

Herausgeber und Medieninhaber

Österreichische Post AG Postgasse 8, 1010 Wien, Österreich T: +43 (0) 57767-0, E: [email protected], I: www.post.at FN: 180219d, Handelsgericht Wien

Konzept, Gestaltung und Gesamtkoordination

be.public Werbung Finanzkommunikation, Wien

Druck

Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.

Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 9. November 2011

Kontakt

Investor Relations

Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 57767-30401 F: +43 (0) 57767-30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Konzernkommunikation Mag. Ina Sabitzer T: +43 (0) 57767-21763 F: +43 (0) 57767-28050 E: [email protected] I: www.post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at

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