Interim / Quarterly Report • Aug 10, 2012
Interim / Quarterly Report
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Sandra Stalder, Briefzustellerin, 5020 Salzburg
UMSATZ verbessert
Positive umsatzentwicklung mit plus von 3,1%.
weitere Ergebnis- steigerung EBIT-anstieg von 13,5%.
AUSBLICK 2012 BESTÄTIGT
STABILER BIS LEICHT STEIGENDER UMSATZ.
| H1 2011 | H1 2012 | Veränderung % | ||
|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Umsatz | Mio EUR | 1.137,9 | 1.173,1 | 3,1% |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | Mio EUR | 124,8 | 132,9 | 6,5% |
| EBITDA-Marge1 | % | 11,0% | 11,3% | – |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | Mio EUR | 81,3 | 92,2 | 13,5% |
| EBIT-Marge1 | % | 7,1% | 7,9% | – |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | Mio EUR | 79,4 | 91,3 | 15,1% |
| Periodenergebnis | Mio EUR | 62,0 | 70,8 | 14,2% |
| Ergebnis je Aktie2 | EUR | 0,92 | 1,05 | 14,2% |
| Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 23.250 | 22.981 | –1,2% | |
| Cashflow | ||||
| Cashflow aus dem Ergebnis | Mio EUR | 93,3 | 112,3 | 20,4% |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | Mio EUR | 76,1 | 103,3 | 35,8% |
| Investitionen in Sachanlagen (CAPEX) | Mio EUR | –24,7 | –25,5 | 3,0% |
| Erwerb/Verkauf von Konzerngesellschaften | Mio EUR | 3,6 | –37,7 | – |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Devestitionen | Mio EUR | 65,1 | 87,4 | 34,3% |
| 31.12.2011 | 30.6.2012 | Veränderung % | ||
| Bilanz | ||||
| Bilanzsumme | Mio EUR | 1.668,3 | 1.619,1 | –2,9% |
| Eigenkapital | Mio EUR | 702,0 | 659,7 | –6,0% |
| Langfristiges Vermögen | Mio EUR | 1.005,1 | 1.030,8 | 2,6% |
| Kurzfristiges Vermögen | Mio EUR | 660,4 | 585,6 | –11,3% |
| Nettoverschuldung | Mio EUR | 61,5 | 131,6 | >100% |
| Eigenkapitalquote | % | 42,1% | 40,7% | – |
| Capital Employed | Mio EUR | 708,9 | 737,1 | 4,0% |
1 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz
2 Bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Vor dem Hintergrund eines gedämpften konjunkturellen Umfeldes haben sich die Umsatz- und Ergebniskennzahlen des Österreichischen Post Konzerns im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Der Umsatz konnte im ersten Halbjahr 2012 in Summe um 3,1% verbessert werden. Dabei erzielte die Division Paket & Logistik eine Steigerung von 4,9% und die Division Brief, Werbepost & Filialen legte um 2,1% zu. Auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zeigte in den ersten sechs Monaten 2012 mit einem Plus von 13,5% auf 92,2 Mio EUR einen weiteren Anstieg. Beide Divisionen konnten positiv zu diesem Zuwachs beitragen.
Das wirtschaftliche Umfeld des Postmarktes ist weiterhin von einem strukturellen Wandel geprägt – so halten sowohl der Trend der elektronischen Substitution von Briefen als auch die Tendenz steigender Paketmengen durch den Internethandel weiter an. Gleichzeitig macht sich die herausfordernde Wirtschaftslage bemerkbar. Für die gegenwärtige und zukünftige Geschäftsentwicklung der Österreichischen Post ist es daher wichtig, das Unternehmen entlang seiner strategischen Eckpfeiler konsequent weiterzuentwickeln.
In diesem Sinne wurde die Marktführerschaft der Österreichischen Post im Kerngeschäft durch die Stärkung der Position auf dem österreichischen Paketmarkt weiter ausgebaut. Gleichzeitig haben wir mit einem neuen leistungsorientierten Entlohnungsmodell für Briefzusteller weitere Effizienzmaßnahmen eingeleitet. Durch die finale Abgabe der Tochtergesellschaften in Benelux und gezielte Akquisitionen wurde das Beteiligungsportfolio des Konzerns hinsichtlich des Ertragspotenzials wesentlich verbessert: Während sich im Briefbereich der Wachstumskurs in Südost- und Osteuropa durch gezielte Zukäufe in Polen und Bulgarien fortsetzte, erweiterte eine Übernahme in Österreich das Leistungsspektrum im Paketbereich. Bei der Weiterentwicklung des Konzerns steht die konsequente Kundenorientierung ganz oben auf der Agenda – so wurden Online- und Selbstbedienungslösungen ausgebaut.
Für das Gesamtjahr 2012 ist von einem zurückhaltenden konjunkturellen Umfeld auszugehen. Es sollte jedoch gelingen, eine stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Basis zu erzielen. Eine EBITDA-Marge des Konzerns von 10–12% sowie eine Verbesserung im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird weiterhin angestrebt.
Wien, am 2. August 2012
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Generaldirektor Vorstandsmitglied Finanzen
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist weiterhin von hoher Unsicherheit auf den internationalen Finanzmärkten sowie der Verschuldungskrise im Euro-Raum geprägt. Nach einer positiven Entwicklung im ersten Quartal 2012 schwächte sich die weltweite Wachstumsdynamik im zweiten Quartal leicht ab. Für das Gesamtjahr 2012 wird ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5% erwartet. Speziell der Wirtschaftsraum der Euro-Zone steht derzeit vor großen Herausforderungen – aufgrund der Staatsschuldenkrise und laufender Reaktionen der Wirtschaftspolitik sind Prognosen für diesen Raum derzeit mit großer Unsicherheit behaftet. Die Juli-Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) geht für 2012 von einem leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone von 0,3% aus, rechnet für 2013 aber wieder mit einem Wachstum von 0,7%. Diese Entwicklung ist vor allem auf Rückgänge in den Ländern Südeuropas, wie Spanien oder Italien, zurückzuführen. Deutschland erweist sich hingegen mit einem Plus von 1,0% im Jahr 2012 einmal mehr als europäischer Wachstumsmotor. Der Raum Südostund Osteuropa sollte 2012 insgesamt ein Wirtschaftswachstum von 1,9% verzeichnen, wobei sich die Entwicklung in den einzelnen Ländern sehr heterogen darstellt (IWF).
Für die österreichische Wirtschaft wird trotz schwieriger Rahmenbedingungen für 2012 ein Wachstum von 0,6% erwartet. Im Folgejahr sollte die Konjunktur wieder um 1,3% zulegen, wobei die Einschätzungen für 2013 als unsicher gelten. Ein Rückgang der Rohstoffpreise sollte zu einer Verringerung der Inflation auf 2,3% im Jahr 2012 und auf 1,9% im Jahr 2013 führen. Beeinträchtigt von der anhaltenden Unsicherheit zeigen sich Investitions- und Konsumentscheidungen, ebenso wie Werbeausgaben von Unternehmen (WIFO).
Das Volumen an Werbesendungen ist abhängig von der Intensität der Werbeaktivitäten von Unternehmen und damit konjunkturellen Schwankungen unterworfen. Trotz des leichten Wirtschaftswachstums in Österreich sind die klassischen Werbeausgaben österreichischer Unternehmen laut einer Studie von Focus Media Research in der ersten Jahreshälfte 2012 leicht rückläufig (Betrachtung Jänner bis Mai 2012), was zum Teil auf steigende Investitionen in neue digitale Werbekanäle zurückzuführen ist. Weiterhin stellen Prospekte sowie Direct Mails mit einem Werbeanteil von über 15% einen der beliebtesten Werbekanäle dar, wobei die von der Österreichischen Post bereits stark forcierte Förderung von Cross-Media-Lösungen kontinuierlich an Bedeutung gewinnt. Stark betroffen von dem sich ändernden Konsumverhalten zeigt sich der Bereich Versandhandel, wodurch die gesamte Branche derzeit einem Strukturwandel unterworfen ist. Im Bereich der klassischen Briefpost hält der Trend der Substitution des Briefes durch elektronische Kommunikationsformen weiterhin an.
Aufgrund der ständig zunehmenden Bedeutung des Online-Shoppings sind in Österreich weiterhin steigende Paketmengen zu verzeichnen. Auch im internationalen Paket- und Frachtgeschäft, dessen Entwicklung wesentlich von der Konjunkturentwicklung, den internationalen Handelsströmen und der damit verbundenen Preisentwicklung abhängt, sind Volumensteigerungen zu verzeichnen. Diese werden von Zuwächsen im internationalen Handel sowie von der generellen Zunahme im Bereich E-Commerce getragen. Wettbewerbsintensität und Preisdruck sind jedoch weiterhin hoch.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichischen Postmarktgesetz, das mit 1. Jänner 2011 zur Gänze in Kraft getreten ist. Seine wesentlichsten Eckpunkte sind:
Mit 1. Mai 2011 sind Allgemeine Geschäftsbedingungen der Österreichischen Post für Briefdienste in Kraft getreten, die im Universaldienstbereich ein vereinfachtes, kundenorientiertes Produkt- und Dienstleistungsangebot mit formatbasierten Tarifen vorsehen. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden von der Regulierungsbehörde eingehend geprüft und gebilligt.
Mit 15. März 2012 vereinbarte die Österreichische Post die Veräußerung ihrer niederländischen und belgischen Tochtergesellschaften der trans-o-flex Gruppe an PostNL. Das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte am 15. März 2012, das Closing der Veräußerung der trans-o-flex Belgium B.V.B.A. am 31. Mai 2012. Die Gesellschaften wurden mit dem jeweiligen Closing-Stichtag entkonsolidiert. Im Bereich Paket & Logistik erwarb die Österreichische Post zudem den österreichischen Fulfillment-Spezialisten Systemlogistik Distribution GmbH, das Closing und damit die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgten per 31. Mai 2012.
Im Briefbereich wurden zwei Akquisitionen in Zukunftsmärkten Südost- und Osteuropas getätigt: Per 2. Mai 2012 erfolgte sowohl die Übernahme von 100% der Kolportaz. Rzetelny sp. z o.o., des polnischen Marktführers in der Zustellung unadressierter Sendungen, als auch die Übernahme eines 26%-Anteils am bulgarischen Unternehmen M&BM Express OOD. Während Kolportaz. Rzetelny sp. z o.o. in den Konsolidierungskreis voll einbezogen wird, wird die M&BM Express OOD im Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen dargestellt.
Der Umsatz der Österreichischen Post konnte im ersten Halbjahr 2012 um 3,1% auf 1.173,1 Mio EUR gesteigert werden. Vor dem Hintergrund einer konjunkturell unsicheren Wirtschaftslage hat sich der Konzernumsatz damit im Rahmen der Erwartungen entwickelt.
Die Division Brief, Werbepost & Filialen erzielte einen Umsatzanstieg von 2,1% auf 741,6 Mio EUR. Der durch elektronische Substitution bedingte rückläufige Trend im Briefbereich sowie die konjunkturelle Unsicherheit und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Werbewirtschaft wirkten hier zwar dämpfend auf die Volumenentwicklung. Andererseits war eine Volumenverschiebung von Werbesendungen hin zu höherwertigen Briefprodukten festzustellen, ebenso werden Sendungen aus dem Bereich Online-Shopping nun vermehrt als Briefe anstatt Pakete zugestellt. Auch die mit 1. Mai 2011 erfolgte Änderung des Produktportfolios der Österreichischen Post führte in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2012 zu positiven Effekten im Vorjahresvergleich. Neue Dienstleistungen aus dem Bereich Mail-Solutions sorgten ebenfalls für Zuwächse.
Die ehemalige Division Filialnetz ist nunmehr als Geschäftsfeld "Filialdienstleistungen" in der Division Brief, Werbepost & Filialen inkludiert. In der neuen Steuerungsstruktur entwickelten sich Umsatz und Kosten planmäßig. In Summe verfügte die Österreichische Post per 30. Juni 2012 über 1.889 Post-Geschäftsstellen, von denen mittlerweile bereits 1.283 von externen Post Partnern betrieben werden.
In der Division Paket & Logistik konnte der Umsatz um 4,9% auf 430,8 Mio EUR gesteigert werden. Regional betrachtet verzeichnete hier der österreichische Paketmarkt das stärkste Wachstum, gefolgt von einer guten Umsatzentwicklung in Deutschland. Die Umsätze der veräußerten Gesellschaften in Benelux sind im ersten Halbjahr zum Teil noch inkludiert – die niederländische Gesellschaft wurde per 15. März 2012 entkonsolidiert, die belgische per 31. Mai 2012.
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 | % | Veränderung Mio EUR |
Q2 2011 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz gesamt | 1.137,9 | 1.173,1 | 3,1% | 35,2 | 566,5 | 567,4 |
| Brief, Werbepost & Filialen2 | 726,5 | 741,6 | 2,1% | 15,1 | 363,9 | 356,6 |
| Paket & Logistik | 410,9 | 430,8 | 4,9% | 19,9 | 202,4 | 210,1 |
| Corporate | 2,5 | 5,4 | >100% | 2,8 | 1,3 | 4,1 |
| Konsolidierung2 | –2,1 | –4,7 | <–100% | –2,6 | –1,1 | –3,3 |
| Kalenderwerktage in Österreich | 124 | 124 | – | – | 61 | 60 |
1 Außenumsatz der Divisionen
2 Berichterstattung nach neuer Segmentstruktur ab 1.1.2012, Werte 2011 Pro-forma-Konsolidierung
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 | % | Veränderung Mio EUR |
Q2 2011 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.137,9 | 1.173,1 | 3,1% | 35,2 | 566,5 | 567,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 34,9 | 33,2 | –4,9% | –1,7 | 18,0 | 15,8 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen |
–360,8 | –379,5 | 5,2% | 18,6 | –178,1 | –188,6 |
| Personalaufwand | –540,6 | –549,5 | 1,7% | 8,9 | –273,9 | –265,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –143,6 | –142,4 | –0,8% | –1,2 | –77,8 | –73,0 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
–3,0 | –2,0 | 31,8% | 1,0 | –0,9 | 0,6 |
| EBITD A (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) |
124,8 | 132,9 | 6,5% | 8,1 | 53,9 | 57,1 |
| Abschreibungen | –43,5 | –40,6 | –6,6% | –2,9 | –21,4 | –20,6 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | 81,3 | 92,2 | 13,5% | 10,9 | 32,5 | 36,4 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –1,9 | –0,9 | 53,4% | 1,0 | –0,9 | –0,8 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | 79,4 | 91,3 | 15,1% | 12,0 | 31,6 | 35,7 |
| Ertragsteuern | –17,4 | –20,6 | 18,2% | 3,2 | –7,0 | –6,3 |
| Periodenergebnis | 62,0 | 70,8 | 14,2% | 8,8 | 24,6 | 29,4 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,92 | 1,05 | 14,2% | 0,13 | 0,36 | 0,44 |
Der Umsatzzuwachs von 35,2 Mio EUR auf 1.173,1 Mio EUR hatte auch Auswirkungen auf den Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen, der in Summe um 18,6 Mio EUR auf 379,5 Mio EUR anstieg. Kostensteigerungen ergaben sich insbesondere aus vermehrten Zukäufen von Transportdienstleistungen durch gestiegene Paketmengen sowie auch aus höheren Provisionen für Post Partner-Betriebe als Folge der strukturellen Umstellung im Filialnetz.
Der Personalaufwand der Österreichischen Post erhöhte sich im Halbjahresvergleich um 8,9 Mio EUR bzw. 1,7% auf 549,5 Mio EUR. Der darin inkludierte operative Personalaufwand ist im Vergleichszeitraum um 1,6% gestiegen. Der durchschnittliche Personalstand reduzierte sich im Jahresvergleich im Konzern um 269 auf 22.981 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente).
Die nicht operativen Personalaufwendungen lagen im ersten Halbjahr 2012 bei 30,1 Mio EUR. Darin enthalten sind Aufwendungen zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenstruktur wie etwa Restrukturierungsmaßnahmen. So wurden im Betrachtungszeitraum diverse Rückstellungen im Rahmen von Personal-Unterauslastung oder Personalwechsel in den Bundesdienst dotiert. Insgesamt blieben die Rückstellungen für Unterauslastung in der Bilanz der Österreichischen Post seit Jahresanfang 2012 mit nunmehr 239,2 Mio EUR weitgehend konstant. Der zahlungswirksame Verbrauch betrug im ersten Halbjahr 13,9 Mio EUR.
Darüber hinaus war es aufgrund des international niedrigen Zinsniveaus bereits im ersten Quartal notwendig geworden, den Diskontierungszinssatz für bestehende verzinsliche Rückstellungen in der Österreichischen Post AG um 0,25 Prozentpunkte zu senken. Der geringere Abzinsungsfaktor
führte zu einem erhöhten Rückstellungsbedarf von in Summe 8,5 Mio EUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge zeigten sich im Berichtszeitraum mit 33,2 Mio EUR nahezu unverändert. Darin inkludiert sind Mieterträge in Höhe von 11,2 Mio EUR und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen von 3,0 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 0,8% auf 142,4 Mio EUR.
Das Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen von minus 2,0 Mio EUR ist primär auf den negativen Betrag der 65%-Tochtergesellschaft MEILLERGHP zurückzuführen.
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 | % | Veränderung Mio EUR |
Q2 2011 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBITD A Gesamt |
124,8 | 132,9 | 6,5% | 8,1 | 53,9 | 57,1 |
| Brief, Werbepost & Filialen1 | 138,6 | 150,2 | 8,4% | 11,6 | 70,0 | 68,4 |
| Paket & Logistik | 22,0 | 22,0 | 0,3% | 0,1 | 10,9 | 9,2 |
| Corporate | –35,8 | –39,4 | –10,1% | –3,6 | –26,8 | –20,5 |
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 | % | Veränderung Mio EUR |
Q2 2011 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EBIT Gesamt | 81,3 | 92,2 | 13,5% | 10,9 | 32,5 | 36,4 |
| Brief, Werbepost & Filialen1 | 122,7 | 135,0 | 10,1% | 12,4 | 62,0 | 60,7 |
| Paket & Logistik | 10,3 | 11,4 | 10,5% | 1,1 | 5,1 | 3,8 |
| Corporate | –51,7 | –54,2 | –4,8% | –2,5 | –34,4 | –28,0 |
1 Berichterstattung nach neuer Segmentstruktur ab 1.1.2012, Werte 2011 Pro-forma-Konsolidierung
Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr 2012 auf 132,9 Mio EUR. Die EBITDA-Marge betrug damit 11,3%. Das EBIT konnte um 13,5% auf 92,2 Mio EUR gesteigert werden, womit eine EBIT-Marge von 7,9% erzielt werden konnte.
In der divisionalen Betrachtung zeigt sich eine positive Ergebnisentwicklung in den beiden operativen Segmenten. In der Division Brief, Werbepost & Filialen erfolgte – im Wesentlichen aufgrund des beschriebenen Umsatzanstiegs – im ersten Halbjahr ein EBIT-Anstieg um 10,1% auf 135,0 Mio EUR.
Auch die Division Paket & Logistik zeigte eine Ergebnisverbesserung, ihr EBIT konnte auf 11,4 Mio EUR gesteigert werden. Mit diversen Abwicklungskosten im zweiten Quartal sind nun alle Auswirkungen der Abgabe der
ehemaligen Tochtergesellschaften in Belgien und den Niederlanden im Ergebnis integriert.
Im Bereich Corporate reduzierte sich das EBIT auf minus 54,2 Mio EUR. Dazu beigetragen hat unter anderem die Reduktion des Diskontierungszinssatzes für Rückstellungen um 0,25 Prozentpunkte in Form eines höheren Rückstellungsbedarfs.
Im Konzern erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern um 15,1% auf 91,3 Mio EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 20,6 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 70,8 Mio EUR. Dies entspricht 0,44 EUR je Aktie für das zweite Quartal 2012 bzw. 1,05 EUR je Aktie für das erste Halbjahr 2012 (+14,2%).
Die Österreichische Post setzt auf eine risikoaverse Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit möglichst geringem Risiko.
Die Bilanzsumme der Österreichischen Post lag mit 30. Juni 2012 bei 1.619,1 Mio EUR, wovon aktivseitig 63,7% auf langfristiges Vermögen und 36,2% auf kurzfristiges Vermögen entfallen. Die größte Bilanzposition bildet das Sachanlagevermögen mit einem Wert von 582,1 Mio EUR, weitere 240,8 Mio EUR bestehen an immateriellen Vermögenswerten (davon 177,0 Mio EUR an Firmenwerten). Das kurzfristige Vermögen ist von einem hohen Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in Höhe von 237,8 Mio EUR geprägt, der aufgrund der im zweiten Quartal erfolgten Dividendenauszahlung von insgesamt 114,8 Mio EUR etwas unter dem Wert zum 31. Dezember 2011 lag. Der Forderungsbestand erreichte mit Ende Juni 2012 326,4 Mio EUR.
Die Passivseite der Bilanz ist von einer hohen Eigenkapitalquote geprägt: Insgesamt entfielen per 30. Juni 2012 659,7 Mio EUR auf Eigenkapital, was einer Quote von 40,7% entspricht. Bei den Verbindlichkeiten entfielen 28,3% der Bilanzsumme auf langfristige und 30,9% auf kurzfristige Positionen. Einen Großteil davon nehmen Rückstellungen mit einem Gesamtwert von 542,5 Mio EUR ein, von denen wiederum 239,2 Mio EUR auf Rückstellungen für Unterauslastung entfallen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich mit Ende Juni 2012 auf 202,3 Mio EUR.
Die Analyse der Finanzposition zeigt einen hohen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln, dem geringe Finanzverbindlichkeiten gegenüberstehen. So belaufen sich die Zahlungsmittel sowie die Finanzinvestitionen in Wertpapiere auf 271,2 Mio EUR, wohingegen die Finanzverbindlichkeiten nur 26,4 Mio EUR betragen.
| Mio EUR | 31.12.2011 | 30.6.2012 | Struktur 30.6.2012 |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristiges Vermögen | 1.005,1 | 1.030,8 | 63,7% |
| davon andere Finanzanlagen sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 62,5 | 64,8 | 4,0% |
| Kurzfristiges Vermögen | 660,4 | 585,6 | 36,2% |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 310,6 | 237,8 | 14,7% |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 2,8 | 2,8 | 0,2% |
| 1.668,3 | 1.619,1 | 100,0% | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 702,0 | 659,7 | 40,7% |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 452,9 | 458,6 | 28,3% |
| davon Rückstellungen | 396,7 | 398,3 | 24,6% |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 502,8 | 500,9 | 30,9% |
| davon Rückstellungen | 145,5 | 144,2 | 8,9% |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 10,6 | 0,0 | 0,0% |
| 1.668,3 | 1.619,1 | 100,0% |
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 93,3 | 112,3 |
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | –17,2 | –9,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 76,1 | 103,3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –7,5 | –53,6 |
| davon Erwerb/Verkauf von Konzerngesellschaften | 3,6 | –37,7 |
| Free Cashflow | 68,6 | 49,7 |
| Free Cashflow vor Akquisitionen/Devestitionen | 65,1 | 87,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –117,5 | –122,4 |
| Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands | –48,9 | –72,7 |
Der Cashflow aus dem Ergebnis der ersten sechs Monate 2012 lag mit 112,3 Mio EUR um 19,0 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Im Berichtszeitraum kam es zu einer cash-wirksamen Veränderung im Nettoumlaufvermögen von minus 9,0 Mio EUR. Darin cashflow-mindernd wirkte der im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 unterschiedliche Auszahlungszeitpunkt von Beamtengehältern.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 53,6 Mio EUR beinhaltet Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) von minus 25,5 Mio EUR sowie Einzahlungen aus Anlageverkäufen von 6,2 Mio EUR. Der Free Cashflow vor Akquisitionen/Devestitionen lag mit 87,4 Mio EUR um 22,3 Mio EUR über dem Halbjahreswert des Vorjahres. Insgesamt wurden 37,7 Mio EUR für den Ausstieg aus den Tochtergesellschaften in Benelux sowie für Akquisitionen in Polen, Bulgarien und Österreich aufgewendet.
Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im ersten Halbjahr 2012 auf 29,6 Mio EUR und lagen damit um 1,0 Mio EUR unter dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres. Davon entfielen 4,5 Mio EUR auf immaterielle Vermögenswerte und 25,1 Mio EUR auf Sachanlagen und Investment Property. Im Bereich Sachanlagen investierte die Österreichische Post im Rahmen ihres Austauschprogramms vor allem in ihren Fuhrpark sowie in diverse Betriebs- und Geschäftsausstattung. Anzahlungen wurden für Hausbrieffachanlagen geleistet, zudem fielen Investitionen für das neue Verteilzentrum der SPS im slowakischen Žilina an, das sich derzeit in Bau befindet.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter des Österreichischen Post Konzerns lag im ersten Halbjahr 2012 bei 22.981 Vollzeitkräften – dies entspricht einer Verringerung des Personalstandes gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 269 Mitarbeiter. Der Großteil der Konzernmitarbeiter ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (insgesamt 19.407 Vollzeitkräfte).
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften | H1 2011 | H1 2012 | Anteil in % |
|---|---|---|---|
| Brief, Werbepost & Filialen | 17.379 | 16.998 | 74,0% |
| Paket & Logistik | 4.060 | 4.024 | 17,5% |
| Corporate | 1.811 | 1.959 | 8,5% |
| Gesamt | 23.250 | 22.981 | 100,0% |
Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung zu setzen.
Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – so etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2011 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht, Teil 2, Seiten 36–42 und 99–102).
Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief, Werbepost & Filialen sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und sind von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente abhängig. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumenentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch elektronische Medien ersetzt. Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.
Für das Jahr 2012 erwartet die Österreichische Post auf vergleichbarer Basis weiterhin eine stabile bis leicht positive Umsatzentwicklung.
Die Entwicklung im Brief- und Paketgeschäft wird sowohl vom gedämpften konjunkturellen Umfeld als auch von den strukturellen Veränderungen der Post- und Logistikbranche geprägt. Durch die elektronische Substitution ist bei adressierten Briefen von einem Mengenrückgang auszugehen, während der zunehmende Internethandel für Wachstum bei den Paketmengen sorgt. Die anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten können sich weiterhin negativ auf die Werbewirtschaft und das private Konsumverhalten auswirken.
Ein Fokus des Österreichischen Post Konzerns liegt weiterhin auf der Profitabilität der erbrachten Leistungen. Unverändert gilt dabei für die nachhaltige Ergebnisentwicklung der Österreichischen Post die Zielbandbreite einer EBITDA-Marge von 10–12%. Eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber 2011 wird angestrebt.
Der erwirtschaftete operative Cashflow wird umsichtig und zielgerichtet für nachhaltige Effizienzsteigerungen, Strukturmaßnahmen sowie Zukunftsinvestitionen eingesetzt und bildet darüber hinaus die Basis für eine attraktive Dividendenpolitik. Für das Jahr 2012 sind Anlageninvestitionen (CAPEX) in der Größenordnung von 90 Mio EUR vorgesehen. Sie umfassen einerseits Ersatzinvestitionen für bestehende Anlagen und andererseits Investitionen zur weiteren Verbesserung der Brief- und Paketlogistik.
Nach Ende der Zwischenberichtsperiode am 30. Juni 2012 traten keine Ereignisse ein, welche wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Österreichischen Post haben.
| Mio EUR | H1 20111 | H1 2012 | % | Veränderung Mio EUR |
Q2 20111 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 726,5 | 741,6 | 2,1% | 15,1 | 363,9 | 356,6 |
| Briefpost & Mail-Solutions | 364,8 | 390,3 | 7,0% | 25,4 | 183,8 | 185,1 |
| Werbepost | 218,2 | 213,6 | –2,1% | –4,6 | 108,0 | 104,0 |
| Medienpost | 68,4 | 71,6 | 4,6% | 3,2 | 35,5 | 35,9 |
| Filialdienstleistungen2 | 75,0 | 66,1 | –11,9% | –8,9 | 36,6 | 31,7 |
| Innenumsatz | 36,0 | 33,6 | –6,6% | –2,4 | 17,9 | 16,8 |
| Umsatz gesamt | 762,5 | 775,2 | 1,7% | 12,7 | 381,8 | 373,4 |
| EBITD A |
138,6 | 150,2 | 8,4% | 11,6 | 70,0 | 68,4 |
| Abschreibungen | –15,9 | –15,2 | –4,6% | –0,7 | –8,0 | –7,7 |
| EBIT | 122,7 | 135,0 | 10,1% | 12,4 | 62,0 | 60,7 |
| EBITDA-Marge3 | 18,2% | 19,4% | – | – | 18,3% | 18,3% |
| EBIT-Marge3 | 16,1% | 17,4% | – | – | 16,2% | 16,2% |
| Mitarbeiter4 | 17.379 | 16.998 | –2,2% | –381 | – | – |
1 Berichterstattung nach neuer Segmentstruktur ab 1.1.2012, Werte 2011 Pro-forma-Konsolidierung
2 Neue Segmentstruktur führt zu Darstellung des Bereichs Wertlogistik in der Division Paket & Logistik mit 1.1.2012
3 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz
4 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
Seit Jahresanfang 2012 werden die Divisionen Brief und Filialnetz in der nunmehr neuen Division Brief, Werbepost & Filialen zusammengefasst. Die neue Gliederung spiegelt die aktuelle Organisations-, Steuerungs- und Berichtsstruktur wider.
Der Umsatz der Division hat sich im ersten Halbjahr 2012 mit einem Anstieg auf 741,6 Mio EUR sehr positiv entwickelt. Diese solide Entwicklung konnte trotz konjunktureller Unsicherheiten und des grundsätzlichen Trends rückläufiger adressierter Sendungsvolumina erzielt werden, da auch positive Sondereffekte das Halbjahresergebnis beeinflussten.
Im Geschäftsfeld Briefpost konnte der Umsatz im Periodenvergleich um 7,0% auf 390,3 Mio EUR verbessert werden. Der durch die elektronische Substitution bedingte Trend leicht rückläufiger Briefvolumina bleibt hier zwar bestehen. Dem wirkten jedoch Volumenverschiebungen von Werbesendungen hin zu höherwertigen Briefprodukten ebenso entgegen wie diverse Internetbestellungen, die nicht mehr als Pakete, sondern als Briefsendungen versendet werden. Zudem führte das per 1. Mai 2011 veränderte Produktportfolio im Bereich Briefpost in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres 2012 noch zu positiven Effekten.
Das Geschäftsfeld Werbepost verzeichnete im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatzrückgang auf 213,6 Mio EUR. Dies ist auf die oben erwähnten Volumenverschiebungen hin zur Briefpost, aber auch auf die gegenwärtige konjunkturelle Unsicherheit zurückzuführen, die zu einer Dämpfung des Konsumverhaltens und einer Reduktion bei Werbesendungen von Unternehmen führt. Insbesondere im Versandhandel sind strukturell bedingte Rückgänge zu verzeichnen. Der Umsatz im Geschäftsfeld Medienpost verbesserte sich hingegen in den ersten sechs Monaten 2012 auf 71,6 Mio EUR.
Der Umsatz der ehemaligen Division Filialnetz, der nunmehr in der Division Brief, Werbepost & Filialen ausgewiesen wird, reduzierte sich auf 66,1 Mio EUR. Dieser Rückgang ist je zur Hälfte auf die Umgliederung des Bereichs "Wertlogistik" in die Division Paket & Logistik und auf rückläufige Umsätze bei Handelswaren und Finanzdienstleistungen zurückzuführen.
In Summe verbessert sich das EBITDA der Division Brief, Werbepost & Filialen in der Berichtsperiode um 8,4% auf 150,2 Mio EUR, das EBIT stieg um 12,4 Mio EUR auf 135,0 Mio EUR. Die ehemalige Division Filialnetz ist darin mit einem verbesserten aber noch negativen Beitrag enthalten.
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 | % | Veränderung Mio EUR |
Q2 2011 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 410,9 | 430,8 | 4,9% | 19,9 | 202,4 | 210,1 |
| Innenumsatz | 12,3 | 4,5 | –63,3% | –7,8 | 5,9 | 2,1 |
| Umsatz gesamt | 423,2 | 435,3 | 2,9% | 12,2 | 208,3 | 212,2 |
| EBITD A |
22,0 | 22,0 | 0,3% | 0,1 | 10,9 | 9,2 |
| Abschreibungen | –11,7 | –10,7 | –8,7% | –1,0 | –5,8 | –5,4 |
| EBIT | 10,3 | 11,4 | 10,5% | 1,1 | 5,1 | 3,8 |
| EBITDA-Marge1 | 5,2% | 5,1% | – | – | 5,2% | 4,3% |
| EBIT-Marge1 | 2,4% | 2,6% | – | – | 2,5% | 1,8% |
| Mitarbeiter2 | 4.060 | 4.024 | –0,9% | –35 | – | – |
1 EBIT und EBITDA bezogen auf Gesamtumsatz
2 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Halbjahr 2012 um 4,9% auf 430,8 Mio EUR. Per 15. März 2012 wurde eine Vereinbarung mit PostNL getroffen, dass diese die Tochtergesellschaften der Österreichischen Post in den Niederlanden und Belgien erwirbt. Die Entkonsolidierung der niederländischen Gesellschaft erfolgte per 15. März 2012, die Abgabe der belgischen Tochtergesellschaft mit 31. Mai 2012. Neu im Portfolio der Division Paket & Logistik befindet sich seit Jahresanfang das auf Werttransport spezialisierte Unternehmen "Wertlogistik", welches zuvor im Filialnetz dargestellt wurde. Darüber hinaus erweitert das per 31. Mai 2012 erworbene österreichische Unternehmen "Systemlogistik" das Leistungsspektrum der Division im Bereich Lagerung, Kommissionierung und Konfektionierung von Waren.
Mit dem Produktsegment "Paket Premium" (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), das hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich Anwendung findet, wurde im ersten Halbjahr 2012 eine Umsatzsteigerung um 2,6% auf 329,5 Mio EUR erzielt. Die deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex erwirtschaftete davon rund 60% bei zufriedenstellenden Wachstumsraten. Überdurchschnittliche Steigerungen sind bei Geschäftskundenpaketen in Österreich zu verzeichnen, während in Südost- und Osteuropa verstärkter Preisdruck erkennbar ist.
Zuwachsraten verzeichnete auch das Produktsegment "Paket Standard", das vorrangig für Sendungen an Privatkunden zur Anwendung kommt. Der Umsatz stieg hier um 8,8% auf 86,5 Mio EUR.
Das EBITDA der Division Paket & Logistik verbesserte sich insgesamt auf 22,0 Mio EUR. Auch das EBIT lag mit 11,4 Mio EUR im ersten Halbjahr 2012 um 10,5% über dem Vorjahreswert. Darin inkludiert sind auch diverse Abwicklungskosten für die Abgabe der Gesellschaft in den Niederlanden und Belgien.
Wien, am 2. August 2012
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin
Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Der Vorstand
Generaldirektor Vorstandsmitglied Finanzen
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Geschäftsentwicklung divisionen
Konzernzwischen-
abschluss Konzernanhang
Geschäftsentwicklung KONZERN
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 | Q2 2011 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.137,9 | 1.173,1 | 566,5 | 567,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 34,9 | 33,2 | 18,0 | 15,8 |
| Gesamte betriebliche Erträge | 1.172,8 | 1.206,3 | 584,6 | 583,3 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –360,8 | –379,5 | –178,1 | –188,6 |
| Personalaufwand | –540,6 | –549,5 | –273,9 | –265,2 |
| Abschreibungen | –43,5 | –40,6 | –21,4 | –20,6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –143,6 | –142,4 | –77,8 | –73,0 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | –1.088,5 | –1.112,0 | –551,1 | –547,4 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 84,3 | 94,3 | 33,5 | 35,9 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen | –3,0 | –2,0 | –0,9 | 0,6 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –1,9 | –0,9 | –0,9 | –0,8 |
| Finanzergebnis | –4,9 | –2,9 | –1,8 | –0,2 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 79,4 | 91,3 | 31,6 | 35,7 |
| Ertragsteuern | –17,4 | –20,6 | –7,0 | –6,3 |
| Periodenergebnis | 62,0 | 70,8 | 24,6 | 29,4 |
| Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens | 62,0 | 70,8 | 24,6 | 29,4 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,92 | 1,05 | 0,36 | 0,44 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,91 | 1,04 | 0,36 | 0,43 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 84,3 | 94,3 | 33,5 | 35,9 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen | –3,0 | –2,0 | –0,9 | 0,6 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 81,3 | 92,2 | 32,5 | 36,4 |
| H1 2011 | H1 2012 | Q2 2011 | Q2 2012 |
|---|---|---|---|
| 62,0 | 70,8 | 24,6 | 29,4 |
| 0,2 | 0,1 | –0,1 | –0,2 |
| 0,4 | 2,3 | 0,3 | –1,1 |
| –0,1 | –0,6 | –0,1 | 0,3 |
| 0,5 | 1,8 | 0,2 | –1,0 |
| 62,5 | 72,6 | 24,8 | 28,4 |
| 62,5 | 72,6 | 24,8 | 28,4 |
| Mio EUR | 31.12.2011 | 30.6.2012 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Langfristiges Vermögen | ||
| Firmenwerte | 165,5 | 177,0 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 58,2 | 63,8 |
| Sachanlagen | 587,5 | 582,1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 32,8 | 31,6 |
| Anteile at equity konsolidiert | 17,5 | 20,5 |
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 21,9 | 24,2 |
| Andere Finanzanlagen | 40,6 | 40,6 |
| Forderungen | 26,4 | 36,8 |
| Latente Steuern | 54,6 | 54,2 |
| 1.005,1 | 1.030,8 | |
| Kurzfristiges Vermögen | ||
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 12,3 | 9,2 |
| Vorräte | 14,4 | 12,2 |
| Forderungen | 323,2 | 326,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 310,6 | 237,8 |
| 660,4 | 585,6 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 2,8 | 2,8 |
| 1.668,3 | 1.619,1 | |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 337,8 | 337,8 |
| Kapitalrücklagen | 130,5 | 130,5 |
| Gewinnrücklagen | 116,8 | 125,8 |
| Marktbewertung Finanzinstrumente | –5,0 | –3,3 |
| Währungsumrechnungsrücklagen | –2,0 | –2,0 |
| Periodenergebnis | 123,8 | 70,8 |
| 702,0 | 659,7 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 396,7 | 398,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 18,6 | 21,9 |
| Verbindlichkeiten | 25,2 | 24,8 |
| Latente Steuern | 12,4 | 13,6 |
| 452,9 | 458,6 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen | 132,8 | 131,8 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 12,7 | 12,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 10,6 | 4,5 |
| Verbindlichkeiten | 346,6 | 352,2 |
| 502,8 | 500,9 | |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 10,6 | 0,0 |
| 1.668,3 | 1.619,1 |
| Mio EUR | H1 2011 | H1 2012 |
|---|---|---|
| Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 79,4 | 91,3 |
| Abschreibungen | 43,5 | 40,6 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen | 3,0 | 2,0 |
| Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten | –0,1 | –0,1 |
| Langfristige Rückstellungen | –2,9 | 1,5 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen | –2,4 | –2,6 |
| Gezahlte Steuern | –26,0 | –20,5 |
| Nettozufluss/-abfluss Zinsen | –1,3 | –2,6 |
| Währungsumrechnung | 0,1 | 0,0 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | 0,0 | 2,7 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 93,3 | 112,3 |
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | ||
| Forderungen | –12,0 | –11,3 |
| Vorräte | –0,6 | 1,4 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 0,7 | –0,8 |
| Verbindlichkeiten | –5,2 | 1,7 |
| Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens | –17,2 | –9,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 76,1 | 103,3 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | –1,5 | –1,8 |
| Erwerb von Sachanlagen und Investment Property | –24,7 | –25,5 |
| Erlöse aus Anlagenverkäufen | 14,7 | 6,2 |
| Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen | 0,0 | –32,3 |
| Erwerb/Verkauf von at equity konsolidierten Unternehmen | 3,6 | –5,4 |
| Erwerb von Wertpapieren | –3,0 | 0,0 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren | 0,0 | 3,0 |
| Erhaltene Ausschüttungen at equity konsolidierte Unternehmen | 0,8 | 0,3 |
| Gewährte Darlehen | 0,0 | –1,6 |
| Erhaltene Zinsen | 2,7 | 3,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –7,5 | –53,6 |
| Free Cashflow | 68,6 | 49,7 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Veränderung von Finanzverbindlichkeiten | –8,0 | –6,7 |
| Ausschüttung | –108,1 | –114,8 |
| Gezahlte Zinsen | –1,4 | –0,9 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –117,5 | –122,4 |
| Veränderung des Finanzmittelbestandes | –48,9 | –72,7 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner | 313,1 | 310,6 |
| Finanzmittelbestand am 30. Juni | 264,2 | 237,8 |
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Österreichischen Post Konzerns kommt es ab dem 1. Jänner 2012 zu Änderungen in der Segmentstruktur und Reporting-Logik. Die Segmente "Brief" und "Filialnetz" werden zu einem neuen Segment "Brief, Werbepost & Filialen" zusammengefasst. Gleichzeitig erfolgt eine weitere Unterteilung der nunmehr bestehenden Segmente "Brief, Werbepost & Filialen", "Paket & Logistik" und "Corporate" in Subsegmente. Die neue Segmentierung spiegelt die strategischen Geschäftsfelder des Österreichischen Post Konzerns wider, welche die Basis der internen Organisations-, Steuerungs- und Berichtsstrukturen darstellen.
Während im Geschäftsjahr 2011 letztmalig nach der alten divisionalen Organisationsstruktur – unterteilt in die Divisionen "Brief", "Paket & Logistik", "Filialnetz" und "Corporate" – berichtet wurde, erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2012 eine Unterteilung in die Divisionen "Brief, Werbepost & Filialen", "Paket & Logistik" und "Corporate".
| H1 2011 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsoli dierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 726,5 | 410,9 | 2,5 | –2,1 | 1.137,9 |
| Innenumsatz | 36,0 | 12,3 | 77,7 | –125,9 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 762,5 | 423,2 | 80,2 | –128,0 | 1.137,9 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
126,3 | 10,3 | –52,3 | 0,0 | 84,3 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
–3,6 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | –3,0 |
| EBIT | 122,7 | 10,3 | –51,7 | 0,0 | 81,3 |
| Segmentvermögen | 368,8 | 410,2 | 439,4 | –1,0 | 1.217,5 |
| Anteile at equity konsolidiert | 23,1 | 0,1 | 0,9 | 0,0 | 24,0 |
| Segmentschulden | 397,0 | 95,5 | 419,9 | –0,5 | 912,0 |
| Segmentinvestitionen | 16,4 | 5,6 | 8,7 | 0,0 | 30,7 |
| Abschreibungen | 15,9 | 11,7 | 15,9 | 0,0 | 43,5 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter1 | 17.379 | 4.060 | 1.811 | – | 23.250 |
1 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
| H1 2012 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsoli dierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 741,6 | 430,8 | 5,4 | –4,7 | 1.173,1 |
| Innenumsatz | 33,6 | 4,5 | 83,3 | –121,4 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 775,2 | 435,3 | 88,7 | –126,1 | 1.173,1 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
137,5 | 11,4 | –54,5 | 0,0 | 94,3 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
–2,4 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | –2,0 |
| EBIT | 135,0 | 11,4 | –54,2 | 0,0 | 92,2 |
| Segmentvermögen | 401,0 | 403,1 | 438,1 | –10,8 | 1.231,4 |
| Anteile at equity konsolidiert | 19,8 | 0,1 | 0,7 | 0,0 | 20,5 |
| Segmentschulden | 410,2 | 107,9 | 395,4 | –10,8 | 902,6 |
| Segmentinvestitionen | 12,1 | 9,0 | 8,5 | 0,0 | 29,6 |
| Abschreibungen | 15,2 | 10,7 | 14,8 | 0,0 | 40,6 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Mitarbeiter1 | 16.998 | 4.024 | 1.959 | – | 22.981 |
1 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
| Q2 2011 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsoli dierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 363,9 | 202,4 | 1,3 | –1,1 | 566,5 |
| Innenumsatz | 17,9 | 5,9 | 36,7 | –60,5 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 381,8 | 208,3 | 38,1 | –61,6 | 566,5 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
63,4 | 5,1 | –34,9 | –0,2 | 33,5 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
–1,4 | 0,0 | 0,5 | 0,0 | –0,9 |
| EBIT | 62,0 | 5,1 | –34,4 | –0,2 | 32,5 |
| Abschreibungen | 8,0 | 5,8 | 7,6 | 0,0 | 21,4 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Q2 2012 Mio EUR |
Brief, Werbepost & Filialen |
Paket & Logistik |
Corporate | Konsoli dierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 356,6 | 210,1 | 4,1 | –3,3 | 567,4 |
| Innenumsatz | 16,8 | 2,1 | 41,5 | –60,4 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 373,4 | 212,2 | 45,6 | –63,7 | 567,4 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
60,3 | 3,8 | –28,2 | 0,0 | 35,9 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
0,4 | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,6 |
| EBIT | 60,7 | 3,8 | –28,0 | 0,0 | 36,4 |
| Abschreibungen | 7,7 | 5,4 | 7,5 | 0,0 | 20,6 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| H1 2011 Mio EUR |
Österreich | Deutschland | Andere Länder | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 813,1 | 256,1 | 68,7 | 1.137,9 |
| Segmentvermögen | 881,2 | 254,6 | 81,7 | 1.217,5 |
| davon langfristig | 645,4 | 185,6 | 52,3 | 883,3 |
| Segmentinvestitionen | 25,5 | 3,6 | 1,6 | 30,7 |
| H1 2012 Mio EUR |
Österreich | Deutschland | Andere Länder | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 844,4 | 266,8 | 61,8 | 1.173,1 |
| Segmentvermögen | 903,8 | 256,4 | 71,3 | 1.231,4 |
| davon langfristig | 655,3 | 187,8 | 48,3 | 891,3 |
| Segmentinvestitionen | 24,9 | 2,1 | 2,6 | 29,6 |
| Q2 2011 Mio EUR |
Österreich | Deutschland | Andere Länder | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 405,9 | 125,4 | 35,2 | 566,5 |
| Q2 2012 Mio EUR |
Österreich | Deutschland | Andere Länder | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 407,9 | 129,6 | 30,0 | 567,4 |
| H1 2011 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Markt bewertung Finanzin strumente1 |
Währungs umrech nungs rücklagen |
Perioden ergebnis |
Konzern Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2011 | 337,8 | 130,5 | 106,5 | –1,8 | –0,6 | 118,4 | 690,8 |
| Ausschüttung | –108,1 | –108,1 | |||||
| Veränderung von Rücklagen | 10,3 | –10,3 | 0,0 | ||||
| Periodenergebnis | 62,0 | 62,0 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,3 | 0,2 | 0,5 | ||||
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,2 | 62,0 | 62,5 |
| Stand am 30. Juni 2011 | 337,8 | 130,5 | 116,8 | –1,5 | –0,4 | 62,0 | 645,2 |
divisionen
| H1 2012 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Markt bewertung Finanzin strumente1 |
Währungs umrech nungs rücklagen |
Perioden ergebnis |
Konzern Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2012 | 337,8 | 130,5 | 116,8 | –5,0 | –2,0 | 123,8 | 702,0 |
| Ausschüttung | –114,8 | –114,8 | |||||
| Veränderung von Rücklagen | 9,0 | –9,0 | 0,0 | ||||
| Periodenergebnis | 70,8 | 70,8 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 1,7 | 0,1 | 1,8 | |||
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 | 0,1 | 70,8 | 72,6 |
| Stand am 30. Juni 2012 | 337,8 | 130,5 | 125,8 | –3,3 | –2,0 | 70,8 | 659,7 |
1 Zur Veräußerung gehalten
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. Juni 2012 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. Juni 2012 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, insbesondere in Übereinstimmung mit IAS 34 Zwischenberichterstattung.
Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 zugrunde liegen.
Im ersten Halbjahr 2012 wurde folgender geänderter Standard erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:
| Geänderte Standards und Interpretationen | Inkrafttreten EU1 | |
|---|---|---|
| IFRS 7 | Finanzinstrumente: Angaben – Übertragung finanzieller Vermögenswerte | 1.7.2011 |
1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
Die Änderungen in IFRS 7 betreffen erweiterte Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte. Sie sollen dem Bilanzadressaten ermöglichen, die Beziehungen zwischen den übertragenen, aber nicht vollständig ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten und den korrespondierenden finanziellen Verbindlichkeiten zu verstehen sowie bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten die Art des anhaltenden Engagements und die verbundenen Risiken zu beurteilen. Die Änderung hat derzeit keine Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der Österreichischen Post AG.
In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 26 inländische (31. Dezember 2011: 25) und 33 ausländische (31. Dezember 2011: 33) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 3 inländische (31. Dezember 2011: 3) und 5 ausländische (31. Dezember 2011: 4) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.
Im ersten Halbjahr 2012 haben folgende Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns stattgefunden:
| Name der Gesellschaft | Anteil am Kapital von auf |
Transaktions- zeitpunkt |
Erläuterung | |
|---|---|---|---|---|
| Brief, Werbepost & Filialen | ||||
| Post zehn Beteiligungs GmbH | – | 100,0% | 28.2.2012 | Gründung |
| feibra GmbH (feibra West GmbH)1 | 100,0% | – | 11.1.2012 | Verschmelzung |
| Kolportaz Rzetelny sp. z o.o. |
– | 100,0% | 2.5.2012 | Akquisition |
| M&BM Express OOD | – | 26,0% | 2.5.2012 | Akquisition |
| Paket & Logistik | ||||
| trans-o-flex Nederland B.V. | 100,0% | – | 15.3.2012 | Verkauf |
| trans-o-flex Belgium B.V.B.A. | 100,0% | – | 31.5.2012 | Verkauf |
| trans-o-flex Belgium Real Estate B.V.B.A.2 | 100,0% | 100,0% | 29.2.2012 | Spaltung |
| Systemlogistik Distribution GmbH | – | 100,0% | 31.5.2012 | Akquisition |
1 Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konsolidierungskreis vorhanden
2 Die trans-o-flex Belgium Real Estate B.V.B.A. ist aus der Spaltung der trans-o-flex Belgium B.V.B.A. hervorgegangen
Der Österreichische Post Konzern hat am 2. Mai 2012 100% der Anteile an der Kolportaz. Rzetelny sp. z o.o., Krakau, erworben. Die Kolportaz. Rzetelny sp. z o.o. ist Marktführer in der nicht-adressierten Zustellung in Polen. Der Kauf dieses Unternehmens ist die konsequente Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie der Österreichischen Post in Zentral- und Osteuropa.
Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Kolportaz. Rzetelny sp. z o.o. stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| Mio EUR | Beizulegende Zeitwerte |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |
| Sachanlagevermögen | 0,0 |
| Kundenbeziehungen | 4,7 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0,1 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 0,1 |
| Kurzfristiges Vermögen | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0,3 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen | 2,5 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –0,9 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –1,5 |
| Erworbenes Nettovermögen | 5,3 |
| Firmenwert | 9,7 |
| Kaufpreis | 15,0 |
| Aufgliederung des Zahlungsmittelabflusses | |
| Erworbene Zahlungsmittel | 0,3 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | –15,0 |
| Restkaufpreisverbindlichkeit | 2,5 |
| davon bedingte Gegenleistung | 2,2 |
| davon Preisanpassung | 0,3 |
Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss –12,2
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2,5 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.
Die Kolportaz. Rzetelny sp. z o.o. hat seit dem Erwerbszeitpunkt 1,4 Mio EUR zu den Umsatzerlösen und 0,1 Mio EUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich das Periodenergebnis auf 0,7 Mio EUR und die Umsatzerlöse auf 4,1 Mio EUR belaufen.
Der erfasste Firmenwert resultiert aus den erwarteten Synergien und sonstigen Vorteilen aus der Zusammenfassung der Vermögenswerte und Aktivitäten der Kolportaz. Rzetelny sp. z o.o. mit denen des Österreichischen Post Konzerns.
Die Transaktionskosten in Höhe von 0,1 Mio EUR wurden als Aufwand gebucht und werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen Aufwand und im Konzern-Cashflow-Statement im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen.
Zum Erwerbszeitpunkt wurde ein Betrag von 2,2 Mio EUR für eine bedingte Gegenleistung erfasst. Dieser Beitrag wird erfolgsabhängig ermittelt und kann maximal 2,2 Mio EUR betragen.
Die Österreichische Post hat am 2. Mai 2012 26% der Anteile an der M&BM Express OOD, Sofia, erworben. Die M&BM Express OOD ist der bulgarische Marktführer unter den alternativen Briefpostdienstleistern sowie im Bereich Hybrid-Mail. Der Kaufvertrag sieht eine Option auf den weiteren Erwerb von jeweils 25% in den Jahren 2013 und 2014 vor. Der bei der Kaufpreisaufteilung entstandene Firmenwert in Höhe von 4,7 Mio EUR wird als Bestandteil des Anteils an assoziierten Unternehmen ausgewiesen.
Der Österreichische Post Konzern hat am 31. Mai 2012 100% der Anteile an der Systemlogistik Distribution GmbH, Wien, erworben. Der Fulfillment-Spezialist ist im Bereich der Kontraktlogistik tätig und bietet Outsourcing von Web-Shop-Logistik, Bestellabwicklung und Lagerhaltung an. Mit dem Erwerb der Systemlogistik Distribution GmbH verfolgt die Österreichische Post konsequent die Strategie, ihre Kernkompetenz in der Paketdistribution entlang der Wertschöpfungskette zu erweitern.
Die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Systemlogistik Distribution GmbH stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| Mio EUR | Beizulegende Zeitwerte |
|---|---|
| Langfristiges Vermögen | |
| Sachanlagevermögen | 7,1 |
| Kundenbeziehungen | 0,4 |
| Marke | 0,3 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 0,0 |
| Sonstiges langfristiges Vermögen | 0,1 |
| Kurzfristiges Vermögen | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0,0 |
| Sonstiges kurzfristiges Vermögen | 1,3 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –5,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –2,2 |
| Erworbenes Nettovermögen | 2,0 |
| Firmenwert | 1,8 |
| Kaufpreis | 3,8 |
| Aufgliederung des Zahlungsmittelabflusses | |
| Erworbene Zahlungsmittel | 0,0 |
| Abfluss von Zahlungsmitteln | –3,8 |
| Restkaufpreisverbindlichkeit | 0,1 |
| davon Preisanpassung | 0,1 |
| Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss | –3,7 |
Der beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 1,1 Mio EUR, was dem Bruttobetrag entspricht. Keine der Forderungen war wertgemindert und der gesamte vertraglich festgelegte Betrag ist voraussichtlich einbringlich.
Die Systemlogistik Distribution GmbH hat seit dem Erwerbszeitpunkt keine wesentlichen Beträge zu den Umsatzerlösen und zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, hätten sich das Periodenergebnis auf 0,0 Mio EUR und die Umsatzerlöse auf 2,6 Mio EUR belaufen.
Der erfasste Firmenwert resultiert aus den erwarteten Synergien und sonstigen Vorteilen aus der Zusammenfassung der Vermögenswerte und Aktivitäten der Systemlogistik Distribution GmbH mit denen des Österreichischen Post Konzerns.
Im Jahr 2011 hat die Österreichische Post AG einen Plan über die Veräußerung der trans-o-flex Nederland B.V., Dordrecht, und der trans-o-flex Belgium B.V.B.A., Turnhout, welche hundertprozentige Beteiligungen der Österreichischen Post AG waren, beschlossen.
Demzufolge wurden zum 31. Dezember 2011 die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der beiden Konzernunternehmen, die dem Segment Paket & Logistik zugeordnet waren, gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" als Veräußerungsgruppe klassifiziert. Gemäß Veräußerungsplan wurden bestimmte Sachanlagen, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Finanzverbindlichkeiten sowie bestimmte Verbindlichkeiten und Rückstellungen von der Reklassifizierung ausgenommen.
Für den negativen beizulegenden Zeitwert der Veräußerungsgruppe wurde nach Berücksichtigung der Wertminderung der zur Veräußerung gehaltenen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2011 ein Passivposten, welcher in den Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe ausgewiesen wurde, eingestellt.
Mit 15. März 2012 wurden 100% der Anteile an der trans-o-flex Nederland B.V., Dordrecht, veräußert. Die Entkonsolidierung der trans-o-flex Nederland B.V. erfolgte auf Basis der finalen Transaktionsgrundlagen zum Closing-Stichtag.
Mit 29. Februar 2012 wurde der operative Betrieb der trans-o-flex Belgium B.V.B.A., Turnhout, abgespalten. Die ausschließlich mit Immobilien ausgestattete verbleibende Gesellschaft wurde in trans-o-flex Belgium Real Estate B.V.B.A., Turnhout, umbenannt. Mit 31. Mai 2012 wurden 100% der Anteile an der trans-o-flex Belgium B.V.B.A. veräußert. Die Ausbuchung der Nettovermögenswerte und Schulden im Zuge der Entkonsolidierung der trans-o-flex Belgium B.V.B.A. erfolgte auf Basis der finalen Transaktionsgrundlagen zum Closing-Stichtag.
Im Zuge der Entkonsolidierung der trans-o-flex Nederland B.V. sowie der trans-o-flex Belgium B.V.B.A. erfolgte die Ausbuchung des zum 31. Dezember 2011 gebildeten Passivpostens und der Verbindlichkeiten der Veräußerungsgruppe. Die im Vergleich zum 31. Dezember 2011 veränderten Nettovermögenswerte und Passivposten führten zu einem erfolgswirksamen Transaktionsergebnis in Höhe von 0,9 Mio EUR, das im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen wird.
Die Österreichische Post hat den Diskontierungszinssatz für alle verzinslichen Rückstellungen um 0,25 Prozentpunkte von 4,5% per 31. Dezember 2011 auf 4,25% per 30. Juni 2012 reduziert. Die Änderung des Zinssatzes war aufgrund der international niedrigen Zinslandschaft notwendig. Dies führte im Wesentlichen zu einem erhöhten Rückstellungsbedarf bei der Österreichischen Post AG in Höhe von 8,5 Mio EUR.
Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 30. Juni 2012 nicht wesentlich verändert.
Die von der Hauptversammlung am 17. April beschlossene Dividende von 1,70 EUR pro Aktie (114,8 Mio EUR) wurde am 2. Mai 2012 ausbezahlt.
Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 30. Juni 2012 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.
Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Halbjahr 2012 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Wien, am 2. August 2012
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Generaldirektor Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Finanzen
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum
Als gesetzliche Vertreter der Österreichischen Post AG bestätigen wir nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2012 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2012, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, am 2. August 2012
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Dipl.-Ing. Walter Oblin Generaldirektor Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Brief, Werbepost & Filialen Paket & Logistik
Finanzen
Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum
Österreichische Post AG Haidingergasse 1, 1030 Wien, Österreich T: +43 (0) 577 67 0, E: [email protected], I: www.post.at FN: 180219d, Handelsgericht Wien
be.public Werbung Finanzkommunikation, Wien
Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten
Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 2. August 2012
Corporate Governance Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 577 67 30401 F: +43 (0) 577 67 30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir
Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at
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