Interim / Quarterly Report • May 13, 2011
Interim / Quarterly Report
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Zwischenbericht 2011
Facts & Figures der Österreichischen post.
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 | Veränderung % | |
|---|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Umsatzerlöse | Mio EUR | 562,51 | 571,3 | 1,6% |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | Mio EUR | 68,3 | 70,8 | 3,7% |
| EBITDA-Marge | % | 11,7% | 12,4% | – |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | Mio EUR | 45,3 | 48,8 | 7,6% |
| EBIT-Marge | % | 7,7% | 8,5% | – |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | Mio EUR | 43,4 | 47,7 | 10,1% |
| Periodenergebnis | Mio EUR | 33,4 | 37,4 | 11,8% |
| Ergebnis je Aktie2 | EUR | 0,49 | 0,55 | 11,8% |
| Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) | 24.1611 | 23.266 | –3,7% | |
| Cashflow | ||||
| Cashflow aus dem Ergebnis | Mio EUR | 50,8 | 47,7 | –6,1% |
| Cashflow aus der Geschäftstätigkeit | Mio EUR | 38,8 | 25,7 | –33,6% |
| Investitionen in Sachanlagen | Mio EUR | 10,1 | 12,9 | 28,4% |
| Erwerb/Verkauf von Tochtergesellschaften | Mio EUR | 1,3 | 0,0 | – |
| Free Cashflow | Mio EUR | 30,1 | 23,2 | –22,8% |
| Mio EUR | 31.12.2010 | 31.3.2011 | Veränderung % | |
| Bilanz | ||||
| Bilanzsumme | Mio EUR | 1.715,1 | 1.723,4 | 0,5% |
| Eigenkapital | Mio EUR | 690,8 | 728,5 | 5,5% |
| Langfristiges Vermögen | Mio EUR | 1.067,6 | 1.055,7 | –1,1% |
| Kurzfristiges Vermögen | Mio EUR | 647,5 | 667,8 | 3,1% |
| Nettoverschuldung | Mio EUR | 126,6 | 88,4 | –30,2% |
| Eigenkapitalquote | % | 40,3% | 42,3% | – |
| Capital Employed | Mio EUR | 767,5 | 767,0 | –0,1% |
1 Exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung)
2 Bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
Das erste Quartal 2011 ist für die Österreichische Post sehr zufriedenstellend verlaufen. Auf vergleichbarer Basis war eine Steigerung des Umsatzes um 1,6% zu verzeichnen. Wie beabsichtigt ist es uns gelungen, die Volumensrückgänge bei adressierten Briefen durch Wachstum bei Werbesendungen und Paketen mehr als zu kompensieren. Die Umsatzsteigerung des Konzerns auf 571,3 Mio EUR und die gleichzeitige Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Effizienzverbesserung führten zu einem Anstieg des EBIT um 7,6% auf 48,8 Mio EUR.
Der Umsatz der Division Brief verzeichnete auf vergleichbarer Basis einen Rückgang von lediglich 0,2%. Der Trend der elektronischen Substitution von Briefen hielt hier ebenso an wie der Rückgang bei hochwertigen Briefsendungen und bei den Sendungsgewichten. Die außerordentlich positive Entwicklung bei Werbesendungen – getragen von einer guten konjunkturellen Entwicklung – wirkte diesem Trend entgegen. Das EBIT der Division konnte auf 65,1 Mio EUR leicht gesteigert werden.
Weiterhin erfreuliche Umsatzzuwächse verzeichnete die Division Paket & Logistik. Bei anhaltendem Preisdruck konnten die Umsätze in allen Regionen – in Summe um 6,4% – verbessert werden. Die Steigerung der Effizienz und Profitabilität hat hier für die Österreichische Post nun oberste Priorität.
Der Wandel im Filialnetz ist durch die stetige Erweiterung auf mittlerweile 1.164 Post Partner-Betriebe und in Summe 1.866 Post-Geschäftsstellen ersichtlich. Unser Ziel für 2011 ist es, mit dieser Strukturveränderung das Ergebnis 2011 im Vergleich zum Vorjahr nachhaltig zu verbessern.
Auf Konzernebene wird der Ausblick 2011 der Österreichischen Post bestätigt. Ziel des Unternehmens ist es, einen Umsatzzuwachs von 1–2% zu erreichen und bei der Ertragskraft am oberen Ende des EBITDA-Margenzieles von 10–12% zu liegen.
In der Hauptversammlung am 28. April 2011 wurde die vorgeschlagene Dividende von 1,60 EUR pro Aktie beschlossen. Die attraktive Dividendenpolitik basiert auf der soliden Bilanz und dem starken Cashflow der Österreichischen Post.
Wien, am 5. Mai 2011
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Im vergangenen Jahr hat sich die Wirtschaftsleistung in Österreich um 2,0% (WIFO) erhöht, die Inflation lag bei 1,9% (WIFO), bedingt vor allem durch den Anstieg der Rohölpreise. Für 2011 wird von einer weiteren Konjunkturerholung ausgegangen, das Wachstum soll 2,5% betragen, die Inflation auf 2,8% steigen (WIFO). Der Aufschwung stützt sich auf eine starke Exportdynamik, basierend auf dem deutlichen Wachstum der Weltwirtschaft, die 2010 um 5,0% zulegte. Für 2011 wird ein globales Wachstum von 4,4% vorausgesagt (IWF). Für Deutschland wird ein Zuwachs von 2,5% für 2011 prognostiziert. Die Erwartungen für die Länder Südost-/Osteuropas sind ebenfalls durchwegs positiv: Slowakei plus 3,8%, Ungarn plus 2,8%, Serbien plus 3,0%, Bosnien-Herzegowina plus 2,2% (IWF).
Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen bleibt bestehen. Insbesondere Telekommunikations- und Versorgungsunternehmen versuchen, physische Sendungsvolumina zu reduzieren. Das Volumen der Werbesendungen ist abhängig von den Werbeaktivitäten der Unternehmen. Der vierteljährlich erscheinende Forecast von ZenithOptimedia geht für den Werbemarkt in Westeuropa von einem Plus von rund 3,5% aus. Für die Entwicklung des Brief- und Paketmarktes ist neben der Wirtschaftsleistung auch die Zunahme der Anzahl der Haushalte eines Landes von Bedeutung.
Die Paketmengen in Österreich steigen dank der ständig zunehmenden Bedeutung von Online-Shopping weiter. Das Fracht- und Expressgeschäft konnte durch die verbesserte Wirtschaftslage und ein ausgeweitetes Angebot wieder zulegen. Die Entwicklung der Sendevolumina im internationalen Paket- und Frachtgeschäft hängt wesentlich von der Stärke des Aufschwungs und den Handelsströmen sowie der damit verbundenen Preisentwicklung ab. Im Paket- und Logistikmarkt zeigen sich national und international positive Volumensentwicklungen, gestützt vom steigenden internationalen Handel sowie von der generellen Zunahme der Internetkäufe. Die Wettbewerbsintensität ist jedoch weiterhin hoch.
Basierend auf der dritten EU-Postdienste-Richtlinie erließ der österreichische Gesetzgeber das Postmarktgesetz, das nun mit 1. Jänner 2011 zur Gänze in Kraft getreten ist. Die wesentlichsten Neuerungen sind:
Seit 1. Jänner 2011 fallen Dienstleistungen, die nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Universaldienstverpflichtung enthalten sind, nicht unter die Umsatzsteuerbefreiung für Postdienstleistungen. Postdienstleistungen im Universaldienst, deren Leistungsort in Österreich liegt, sind auch weiterhin steuerfrei und werden ohne Umsatzsteuer in Rechnung gestellt.
Im November 2010 wurden der Regulierungsbehörde Allgemeine Geschäftsbedingungen vorgelegt, die für Briefdienste im Universaldienstbereich ein vereinfachtes, kundenorientiertes Produkt- und Dienstleistungsangebot mit formatbasierten Tarifen vorsehen. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen wurden vonseiten der Regulierungsbehörde eingehend geprüft und gebilligt und sind mit Anfang Mai 2011 in Kraft getreten.
Die meiller-Gesellschaften wurden mit 20. Dezember 2010 endkonsolidiert. Das per Ende 2010 formierte Joint Venture MEILLERGHP, an dem die Österreichische Post mit 65% beteiligt ist, wird nicht voll-, sondern at equity konsolidiert. Im ersten Quartal 2011 gab es keine wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis.
Zur Ermöglichung einer Umsatzanalyse wurden die Umsätze 2010 um die meiller-Gesellschaften bereinigt. Die Endkonsolidierung dieser Gesellschaften reduziert den vergleichbaren Umsatz 2010 in der Division Brief um 23,2 Mio EUR.
Der Umsatz auf vergleichbarer Basis konnte im ersten Quartal 2011 um 1,6% auf 571,3 Mio EUR gesteigert werden. Rückgänge in den Divisionen Brief und Filialnetz wurden durch die Division Paket & Logistik mehr als kompensiert. Der Quartalsvergleich weist darüber hinaus im Jahr 2011 einen zusätzlichen Arbeitstag auf.
In der Division Brief reduzierte sich der Umsatz auf vergleichbarer Basis im ersten Quartal um 0,2%. Die elektronische Substitution von Briefen, der Rückgang hochwertiger Briefsendungen und die reduzierten Sendungsgewichte hielten als wesentliche Markttrends weiter an und führten bei der Briefpost zu einem Rückgang um 4,0%. Demgegenüber konnte der Umsatz sowohl bei adressierten als auch bei unadressierten Werbesendungen gesteigert werden. Der konjunkturell gute Jahresanfang wirkte ebenso positiv wie Impulse in einzelnen Branchen.
In der Division Paket & Logistik wurde im ersten Quartal 2011 – basierend auf gesteigerten Mengen bei anhaltendem Preisdruck – ein weiterer Umsatzanstieg um 6,4% auf 208,5 Mio EUR erzielt. Wachstum konnte in Österreich ebenso verzeichnet werden wie in Deutschland, Benelux und Südost-/Osteuropa.
Die Organisationsstruktur im Filialnetz unterliegt aktuell einem Wandel, von dem auch die Umsatz- und Kostenstruktur beeinflusst ist. Umsätze aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft unterliegen seit 1. Jänner 2011 einer neuen kostenbasierten Vergütungslogik gegenüber dem Bankpartner BAWAG P.S.K.. Die Umsätze mit Retailprodukten, insbesondere mit Telekommunikationsprodukten, waren rückläufig.
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2010 vergleichbare Basis2 |
Q1 2011 | % | Veränderung vergleichbare Basis Mio EUR |
Struktur Q1 2011 % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz gesamt | 585,6 | 562,5 | 571,3 | 1,6% | 8,9 | 100,0% |
| Brief | 348,2 | 325,0 | 324,2 | –0,2% | –0,8 | 56,7% |
| Paket & Logistik | 195,9 | 195,9 | 208,5 | 6,4% | 12,6 | 36,5% |
| Filialnetz | 40,9 | 40,9 | 38,4 | –6,2% | –2,5 | 6,7% |
| Corporate | 1,3 | 1,3 | 1,2 | –11,5% | –0,2 | 0,2% |
| Konsolidierung | –0,7 | –0,7 | –0,9 | 33,4% | –0,2 | 0,2% |
| Werktage in Österreich3 | 62 | 62 | 63 | – | – | – |
1 Außenumsatz der Divisionen
2 Exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung)
3 Kalender-Werktage
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2010 vergleichbare Basis1 |
Q1 2011 | Veränderung vergleichbare Basis % |
Struktur Q1 2011 % |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 585,6 | 562,5 | 571,3 | 1,6% | 100,0% |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17,7 | 17,2 | 16,9 | –1,7% | 2,9% |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen |
–181,2 | –169,0 | –182,8 | 8,1% | 32,0% |
| Personalaufwand | –287,8 | –279,8 | –266,7 | –4,7% | 46,7% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –66,1 | –63,8 | –65,8 | 3,2% | 11,5% |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
0,2 | – | –2,1 | – | 0,4% |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) |
68,3 | – | 70,8 | 3,7% | 12,4% |
| Abschreibungen | –23,0 | – | –22,1 | –4,1% | 3,9% |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) |
45,3 | – | 48,8 | 7,6% | 8,5% |
| Sonstiges Finanzergebnis | –1,9 | – | –1,0 | 47,0% | 0,2% |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) |
43,4 | – | 47,7 | 10,1% | 8,4% |
| Ertragsteuern | –9,9 | – | –10,3 | 4,2% | 1,8% |
| Periodenergebnis | 33,4 | – | 37,4 | 11,8% | 6,5% |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,49 | – | 0,55 | 11,8% | – |
1 Exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung)
Der Umsatzzuwachs von 1,6% bzw. 8,9 Mio EUR im Quartalsvergleich hat auch Auswirkungen auf die Kostenstruktur des Konzerns, da sich mit den gestiegenen Paketmengen auch der Aufwand für Sublieferanten in der Paketlogistik erhöht hat. Auf vergleichbarer Basis ist durch den vermehrten Zukauf von Transportdienstleistungen daher der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen um 8,1% auf 182,8 Mio EUR gestiegen.
Der Personalaufwand hat sich auf vergleichbarer Basis in Summe um 13,1 Mio EUR reduziert. Dieser Rückgang ist sowohl auf operative Verbesserungen als auch auf geringeren außerordentlichen Personalaufwand zurückzuführen. Der operative Personalaufwand – exklusive aller Restrukturierungsaufwendungen und Rückstellungen für Unterauslastung – verringerte sich um ca. 7 Mio EUR. Einsparungen ergaben sich etwa aus der Ausnutzung der Fluktuation im
Unternehmen. Im Quartalsvergleich erfolgte eine Personalreduktion um 895 auf 23.266 Mitarbeiter.
Die außerordentlichen Personalaufwände sind ebenfalls zurückgegangen. In diese Position fallen etwa Aufwendungen für Personalabfindungen für Mitarbeiter, die die Möglichkeit der Übergangskarenzierung bis zum Pensionsantritt angenommen haben, sowie Abfertigungen und Restrukturierungsrückstellungen. Die Rückstellung für Unterauslastung hat sich im ersten Quartal 2011 geringfügig von 244,1 Mio EUR auf 238,7 Mio EUR verringert. Der zahlungswirksame Verbrauch betrug im ersten Quartal 6,1 Mio EUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum um 1,7% auf 16,9 Mio EUR gesunken. Darin inkludiert sind Mieterträge von 5,7 Mio EUR und Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen von 1,5 Mio EUR.
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| EBITDA gesamt |
68,3 | 70,8 | 3,7% |
| Brief | 72,7 | 71,6 | –1,5% |
| Paket & Logistik | 10,1 | 11,1 | 9,6% |
| Filialnetz | –0,8 | –2,8 | >100% |
| Corporate | –13,6 | –9,0 | 33,9% |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,0 | – |
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 | Veränderung % |
|---|---|---|---|
| EBIT gesamt |
45,3 | 48,8 | 7,6% |
| Brief | 64,9 | 65,1 | 0,4% |
| Paket & Logistik | 4,1 | 5,2 | 25,6% |
| Filialnetz | –2,1 | –4,2 | >100% |
| Corporate | –21,5 | –17,3 | 19,8% |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,0 | – |
Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns lag im ersten Quartal 2011 mit 70,8 Mio EUR um 3,7% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die EBITDA-Marge betrug 12,4%. Das EBIT konnte um 7,6% auf 48,8 Mio EUR gesteigert werden – dies ergibt eine Marge von 8,5%.
Die Division Brief erwirtschaftete im ersten Quartal 2011 einen leichten EBIT-Anstieg um 0,2 Mio EUR auf 65,1 Mio EUR. Während sich die Division Paket & Logistik mit einer EBIT-Steigerung von 4,1 Mio EUR auf 5,2 Mio EUR ebenfalls positiv entwickelte, verzeichnete die Division Filialnetz einen Rückgang von minus 2,1 Mio EUR auf minus 4,2 Mio EUR.
Das EBIT des Bereichs Corporate hat sich von minus 21,5 Mio EUR auf minus 17,3 Mio EUR verbessert, da im
betrachteten Quartalszeitraum ein geringerer Rückstellungsbedarf bestand. Hier sind unter anderem nicht weiter verrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit leer stehenden Immobilien sowie die Veränderung von Personalrückstellungen enthalten.
Das Ergebnis der nunmehrigen 65%-Tochtergesellschaft MEILLERGHP ist im Ergebnis aus at equity konsolidierten Gesellschaften von minus 2,1 Mio EUR inkludiert.
Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 10,1% auf 47,7 Mio EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 10,3 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 37,4 Mio EUR. Dies entspricht 0,55 EUR je Aktie für das erste Quartal 2011 (+11,8%).
Die Österreichische Post setzt auf eine risikoaverse Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und der soliden Zahlungsmittelveranlagung mit geringstmöglichem Risiko.
| Mio EUR | 31.12.2010 | 31.3.2011 | Struktur 31.3.2011 % |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristiges Vermögen | 1.067,6 | 1.055,7 | 61,3% |
| davon andere Finanzanlagen sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 89,4 | 92,5 | 5,4% |
| Kurzfristiges Vermögen | 647,5 | 667,8 | 38,7% |
| davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 313,1 | 326,2 | 18,9% |
| 1.715,1 | 1.723,4 | 100,0% | |
| Passiva | |||
| Eigenkapital | 690,8 | 728,5 | 42,3% |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 479,4 | 472,1 | 27,4% |
| davon Rückstellungen | 414,6 | 408,6 | 23,7% |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 544,9 | 522,8 | 30,3% |
| davon Rückstellungen | 160,1 | 162,0 | 9,4% |
| 1.715,1 | 1.723,4 | 100,0% |
Der überwiegende Teil der Bilanzsumme des Österreichischen Post Konzerns von insgesamt 1.723,4 Mio EUR entfällt mit einem Anteil von 61,3% bzw. 1.055,7 Mio EUR auf langfristiges Vermögen. Innerhalb des langfristigen Vermögens nehmen die Positionen Sachanlagen mit 600,9 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen mit 92,5 Mio EUR eine bedeutende Stellung ein. Zu den größten Posten des kurzfristigen Vermögens gehören mit 325,2 Mio EUR Forderungen sowie mit 326,2 Mio EUR Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Passivseitig setzt sich die Bilanzsumme aus Eigenkapital (42,3%), langfristigen Verbindlichkeiten (27,4%) und kurzfristigen Verbindlichkeiten (30,3%) zusammen. Die langfristigen Verbindlichkeiten von insgesamt 472,1 Mio EUR
beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen (in Summe 408,6 Mio EUR). Auf die Rückstellung für Unterauslastung entfallen 238,7 Mio EUR. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 522,8 Mio EUR dominieren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 185,5 Mio EUR.
Die Österreichische Post verfügt in Summe über einen erheblichen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln. Per 31. März 2011 waren dies Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 326,2 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 51,4 Mio EUR. Der Bestand an Finanzmitteln beträgt per Ende März 2011 somit 377,6 Mio EUR. Den Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 70,1 Mio EUR gegenüber.
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 |
|---|---|---|
| Cashflow aus dem Ergebnis | 50,8 | 47,7 |
| +/– Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | –12,0 | –22,0 |
| = Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 38,8 | 25,7 |
| +/– Cashflow aus Investitionstätigkeit | –8,7 | –2,5 |
| = Free Cashflow | 30,1 | 23,2 |
| +/– Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –2,3 | –10,1 |
| = Nettozunahme/-abnahme des Finanzmittelbestands | 27,7 | 13,1 |
Der Cashflow aus dem Ergebnis liegt mit 47,7 Mio EUR etwas unter dem Vorjahreswert, da tendenziell eine Umgliederung von langfristigen Rückstellungen ins Nettoumlaufvermögen, also in Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen, erfolgt. Die gezahlten Steuern von 16,6 Mio EUR inkludieren eine Nachzahlung von 7,2 Mio EUR.
Unter Einbeziehung aller Veränderungen des Nettoumlaufvermögens ergibt sich ein Cashflow aus Geschäftstätigkeit von 25,7 Mio EUR. Größter negativer Sondereffekt ist dabei eine Erhöhung der Forderungen um 16,6 Mio EUR, unter anderem verursacht durch gestiegene Forderungen in Folge der neuen Umsatzsteuerregelung bei diversen Postprodukten sowie Abrechnungseffekten mit internationalen Postgesellschaften.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von minus 2,5 Mio EUR beinhaltet den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) in Höhe von minus 12,9 Mio EUR sowie den Erlös aus Anlageverkäufen von 12,2 Mio EUR. Der ausgewiesene Free Cashflow beträgt im ersten Quartal, beeinträchtigt durch den Anstieg der Forderungen, 23,2 Mio EUR nach 30,1 Mio EUR im ersten Quartal des Vorjahres.
Die ausgabenwirksamen Investitionen der Österreichischen Post in Sachanlagen erreichten im ersten Quartal 2011 ein Volumen von 12,9 Mio EUR (um 2,9 Mio EUR weniger als im Q1 2010). Die Investitionen wurden zum überwiegenden Teil für Betriebs- und Geschäftsausstattung wie z. B. Zustellertische, Fuhrpark, IT-Equipment (Anteil von rund 60%) sowie für Umbaumaßnahmen bei Gebäuden (rund 20%) getätigt.
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitkräfte) des Österreichischen Post Konzerns verringerte sich im Berichtszeitraum auf vergleichbarer Basis gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,7% oder 895 Mitarbeiter auf nunmehr 23.266. Dabei war in allen Divisionen außer Paket & Logistik ein Rückgang an Mitarbeitern zu verzeichnen. Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (19.854). Mehr als 3.400 Mitarbeiter arbeiten in den Tochtergesellschaften.
| Periodendurchschnitt in Vollzeitkräften |
Q1 2010 vergleichbare Basis |
Q1 2011 | Struktur Q1 2011 % |
|---|---|---|---|
| Brief | 13.8691 | 13.476 | 57,9% |
| Paket & Logistik | 4.013 | 4.058 | 17,4% |
| Filialnetz | 4.425 | 3.928 | 16,9% |
| Corporate | 1.854 | 1.804 | 7,8% |
| Gesamt | 24.161 | 23.266 | 100,0% |
1 Exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung)
Als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen ist der Österreichische Post Konzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und rasch geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung zu setzen.
Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten – so etwa die Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken – und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2010 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht, Teil 2, Seiten 37–42 und 99–102).
Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und hängen von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente ab. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumensentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch E-Mails oder andere elektronische Medien ersetzt. Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen, insbesondere zur elektronischen Zustellung, wird auch weiterhin fortbestehen.
Darüber hinaus ist die Österreichische Post auch von drohenden Geschäftsausfällen von Kunden betroffen. In der Division Filialnetz sind die Erträge aus Finanzdienstleistungen stark von der wirtschaftlichen Entwicklung des Kooperationspartners BAWAG P.S.K. geprägt, die Erträge aus Telekommunikationsprodukten von der Produktgestaltung des Kooperationspartners Telekom Austria abhängig. Als Logistikunternehmen ist die Österreichische Post grundsätzlich dem Risiko steigender Kosten durch höhere Transport- und Treibstoffpreise ausgesetzt.
Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumensrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.
Für das Jahr 2011 ist weiterhin mit folgenden Trends am Postmarkt zu rechnen: Die elektronische Substitution von Briefen, Liberalisierungseffekte sowie Volumenswachstum bei Paketdienstleistungen werden die Geschäftsentwicklung wesentlich beeinflussen.
Die Österreichische Post geht für 2011 davon aus, dass das Sendungsvolumen bei adressierten Briefen im Einklang mit internationalen Trends auch in Österreich um 3–5% zurückgehen wird – primär bedingt durch elektronische Substitution und den Rückgang hochwertiger Produkte. Bei Werbesendungen wird weiterhin eine positive Volumensentwicklung angenommen.
In der Division Paket & Logistik rechnet die Österreichische Post, getragen von der positiven Konjunkturentwicklung, mit weiteren Volumenszuwächsen im Jahr 2011. Die Themen Effizienzsteigerung und Margenverbesserung haben jedoch oberste Priorität.
Basierend auf diesen Volumensschätzungen prognostiziert die Österreichische Post 2011 auf vergleichbarer Basis einen Umsatzzuwachs von 1–2%. Hinsichtlich der Ertragskraft ist es das Ziel, eine nachhaltige EBITDA-Marge von 10–12% zu erreichen. Für das Gesamtjahr 2011 wird das obere Ende dieser Bandbreite angepeilt.
Der erwirtschaftete operative Cashflow wird auch weiterhin primär für Zukunftsinvestitionen und Dividendenzahlungen verwendet. Die erwarteten Finanzierungserfordernisse sehen in den nächsten Jahren Anlageninvestitionen von etwa 80–90 Mio EUR vor. Dies sind vorrangig Ersatzinvestitionen in bestehende Anlagen sowie Investitionen in neue, effizienzsteigernde Sortieranlagen. In der internationalen Ausrichtung haben die Performancesteigerung und der Ausbau bestehender Netze oberste Priorität. Eventuelle Akquisitionen sind nur im Kerngeschäft der Österreichischen Post und auch nur für Unternehmen mit wachstumsbasierten Geschäftsmodellen vorgesehen. Aktuell sind keine großen Akquisitionsziele absehbar.
Dipl.-Ing. Peter Umundum ist seit 1. April 2011 Vorstand für den Bereich Paket & Logistik und folgte damit Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende nach, der seine Vorstandsfunktion per 31. März 2011 zurücklegte.
Die Hauptversammlung beschloss am 28. April 2011 die Ausschüttung einer Dividende von 1,60 EUR pro Aktie (in Summe 108,1 Mio EUR). Die Ausschüttung der Dividende erfolgt ab dem 12. Mai 2011.
Aufgrund des Rücktritts von Dr. Peter Michaelis mit Ende der Hauptversammlung vom 28. April 2011 wurde bis zum Ende der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2014 beschließt, Mag. Markus Beyrer als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Bei der im Anschluss an die Hauptversammlung vom 28. April 2011 abgehaltenen konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Mag. Markus Beyrer zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Österreichischen Post AG gewählt.
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2010 vergleichbare Basis1 |
Q1 2011 | % | Veränderung vergleichbare Basis Mio EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 348,2 | 325,0 | 324,2 | –0,2% | –0,8 |
| Briefpost | 186,8 | 186,8 | 179,2 | –4,0% | –7,6 |
| Infomail | 127,8 | 104,7 | 112,0 | 7,0% | 7,4 |
| Medienpost | 33,6 | 33,6 | 33,0 | –1,8% | –0,6 |
| Innenumsatz | 13,1 | 13,1 | 13,7 | 4,7% | 0,6 |
| Umsatz gesamt | 361,3 | 338,1 | 337,9 | –0,1% | –0,2 |
| EBITDA | 72,7 | – | 71,6 | –1,5% | –1,1 |
| Abschreibungen | –7,8 | – | –6,5 | –16,6% | –1,3 |
| EBIT | 64,9 | – | 65,1 | 0,4% | 0,2 |
| EBITDA-Marge | 20,1% | – | 21,2% | – | – |
| EBIT-Marge | 18,0% | – | 19,3% | – | – |
| Mitarbeiter2 | 14.808 | 13.869 | 13.476 | –2,8% | –393 |
1 Exkl. meiller Gruppe (Pro-forma-Konsolidierung)
2 Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften
Zur Ermöglichung einer Umsatzanalyse in der Division Brief sind die Umsätze 2010 um die meiller-Gesellschaften zu bereinigen. Das per Ende 2010 formierte Joint Venture MEILLERGHP, an dem die Österreichische Post 65% hält, wird 2011 nicht voll, sondern at equity konsolidiert. Die Endkonsolidierung der meiller-Gesellschaften reduziert den vergleichbaren Umsatz im Geschäftsfeld Infomail um 23,2 Mio EUR. Der Außenumsatz der Division Brief verringerte sich daher auf vergleichbarer Basis im ersten Quartal um lediglich 0,2% bzw. 0,8 Mio EUR. Dieser geringe Rückgang beruht unter anderem auf positiven Effekten bei Werbesendungen.
Das Geschäftsfeld Briefpost verzeichnete wie prognostiziert einen Umsatzrückgang um 4,0% oder 7,6 Mio EUR. Ursachen hierfür sind etwa die Substitution von Briefen durch elektronische Medien und Rückgänge bei hochwertigen Briefsendungen.
Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) erhöhte sich der Umsatz im ersten Quartal 2011 auf vergleichbarer Basis um 7,0% oder 7,4 Mio EUR. Steigerungen konnten sowohl bei adressierten als auch bei unadressierten Sendungen erzielt werden. Der konjunkturell gute Jahresanfang und positive Effekte in einzelnen Branchen wirkten hier volumenssteigernd.
Im Geschäftsfeld Medienpost war ein Rückgang von 1,8% bzw. 0,6 Mio EUR aufgrund einer Abnahme bei adressierten Zeitungen zu verzeichnen.
In Summe reduzierte sich das EBITDA der Division Brief im ersten Quartal 2011 auf 71,6 Mio EUR, das EBIT stieg um 0,4% auf 65,1 Mio EUR.
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 195,9 | 208,5 | 6,4% | 12,6 |
| Innenumsatz | 6,0 | 6,4 | 6,5% | 0,4 |
| Umsatz gesamt | 201,9 | 214,9 | 6,4% | 13,0 |
| EBITDA | 10,1 | 11,1 | 9,6% | 1,0 |
| Abschreibungen | –6,0 | –5,9 | –1,3% | – 0,1 |
| EBIT | 4,1 | 5,2 | 25,6% | –1,1 |
| EBITDA-Marge | 5,0% | 5,2% | – | – |
| EBIT-Marge | 2,0% | 2,4% | – | – |
| Mitarbeiter1 | 4.013 | 4.058 | 1,1% | 45 |
1 Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften
Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2011 um 6,4% auf 208,5 Mio EUR. Basis dieser Zunahme ist ein gestiegenes Paketvolumen bei anhaltendem Preisdruck in nahezu allen Märkten.
Mit dem Produktsegment Premiumpaket (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden), das hauptsächlich im Businessto-Business-Bereich Anwendung findet, wurde im ersten Quartal 2011 eine Umsatzsteigerung um 6,2% auf 162,7 Mio EUR erzielt. Die deutsche Tochtergesellschaft trans-o-flex erwirtschaftete dabei rund drei Viertel dieses Umsatzes. Weiterhin sehr positiv entwickelte sich das Volumen an Geschäftskundenpaketen auch in Österreich
sowie in Südost-/Osteuropa. Umsatzsteigerungen wurden auch in Belgien und den Niederlanden erzielt, hier werden die Restrukturierungsmaßnahmen intensiviert.
Zuwachsraten verzeichnete auch das Produktsegment Standardpaket, das vorrangig für Sendungen an Privatkunden in Österreich verwendet wird. Der Umsatzanstieg betrug 1,3% auf 40,7 Mio EUR.
Das Ergebnis der Division Paket & Logistik konnte gesteigert werden: Das EBIT verbesserte sich um 25,6% auf 5,2 Mio EUR.
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 | % | Veränderung Mio EUR |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 40,9 | 38,4 | –6,2% | –2,5 |
| Innenumsatz | 43,6 | 42,4 | –2,7% | –1,2 |
| Umsatz gesamt | 84,5 | 80,8 | –4,4% | –3,7 |
| EBITDA | –0,8 | –2,8 | >100% | –2,1 |
| Abschreibungen | –1,3 | –1,4 | 5,2% | 0,1 |
| EBIT | –2,1 | –4,2 | >100% | –2,2 |
| EBITDA-Marge | –0,9% | –3,5% | – | – |
| EBIT-Marge | –2,5% | –5,2% | – | – |
| Mitarbeiter1 | 4.425 | 3.928 | –11,2% | –497 |
1 Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften
Der enorme Umbruch im Filialnetz ist in der geänderten Struktur der Geschäftsstellen ersichtlich. Per Ende März 2010 hatte die Österreichische Post noch 1.121 eigene Filialen und 546 Post Partner (in Summe 1.667 Post-Geschäftsstellen) betrieben. Per Ende März 2011 sind es bereits 1.866 Post-Geschäftsstellen, bestehend aus 702 eigenbetriebenen Filialen und 1.164 Post Partner-Betrieben. Diese Veränderung beeinflusst die Umsatz- und Kostenstruktur.
Die Außenumsätze reduzierten sich im Quartalsvergleich um 2,5 Mio EUR auf 38,4 Mio EUR, die Gesamtkosten konnten ebenfalls gesenkt werden. Der Umsatzrückgang ist auf rückläufige Umsätze bei Telekommunikationsprodukten sowie eine neue Vergütungsvereinbarung mit der BAWAG P.S.K. per 1. Jänner 2011 zurückzuführen. Finanzdienstleistungen werden nun nicht mehr provisionsbasiert, sondern primär auf Basis der tatsächlich angefallenen Kosten vergütet.
Auch die Umsätze mit Postdienstleistungen (Innenumsatz) haben sich im ersten Quartal 2011 um 2,7% bzw. 1,2 Mio EUR weiter reduziert. Das Volumen an Briefen, die über das Filialnetz eingeliefert werden, geht grundsätzlich zurück. Im Sinne verstärkter Serviceaktivitäten werden darüber hinaus vermehrt Briefe bei Großkunden direkt abgeholt.
Die neue Kooperation mit dem Bank-Partner BAWAG P.S.K. ist 2011 gut angelaufen. Bis Anfang Mai 2011 wurden 13 gemeinsam betriebene Standorte adaptiert und neu eröffnet. Bis Ende des Jahres sollen rund 385 Filialen beiden Partnern die Möglichkeit bieten, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Das EBIT der Division Filialnetz belief sich im ersten Quartal 2011 auf minus 4,2 Mio EUR. Durch die nunmehr voll angelaufene Restrukturierung wird für 2011 jedoch mit einer Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Jahr 2010 gerechnet.
Wien, am 5. Mai 2011
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar
Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 585,6 | 571,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 17,7 | 16,9 |
| Gesamte betriebliche Erträge | 603,3 | 588,2 |
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | –181,2 | –182,8 |
| Personalaufwand | –287,8 | –266,7 |
| Abschreibungen | –23,0 | –22,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –66,1 | –65,8 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | –558,2 | –537,4 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 45,2 | 50,8 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen | 0,2 | –2,1 |
| Sonstiges Finanzergebnis | –1,9 | –1,0 |
| Finanzergebnis | –1,8 | –3,1 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 43,4 | 47,7 |
| Ertragsteuern | –9,9 | –10,3 |
| Periodenergebnis | 33,4 | 37,4 |
| Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens | 33,4 | 37,4 |
| EUR | ||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,49 | 0,55 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,49 | 0,55 |
| Mio EUR | ||
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 45,2 | 50,8 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen | 0,2 | –2,1 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT ) |
45,3 | 48,8 |
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 33,4 | 37,4 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0,1 | 0,2 |
| Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente | 1,1 | 0,1 |
| Latente Steuern | –0,3 | 0,0 |
| Marktbewertung von Sicherungsgeschäften | 0,6 | 0,0 |
| Latente Steuern | –0,2 | 0,0 |
| Sonstiges Ergebnis | 1,3 | 0,3 |
| Gesamtperiodenergebnis | 34,8 | 37,7 |
| Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens | 34,8 | 37,7 |
| Mio EUR | 31.12.2010 | 31.3.2011 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| L angfristiges Vermögen |
||
| Firmenwerte | 183,8 | 183,8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 58,9 | 56,3 |
| Sachanlagen | 610,9 | 600,9 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 33,9 | 34,1 |
| Anteile at equity konsolidiert | 27,3 | 24,5 |
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 48,0 | 51,1 |
| Andere Finanzanlagen | 41,4 | 41,4 |
| Forderungen | 13,3 | 13,6 |
| Latente Steuern | 49,9 | 49,9 |
| 1.067,6 | 1.055,7 | |
| K urzfristiges Vermögen |
||
| Finanzinvestitionen in Wertpapiere | 0,2 | 0,2 |
| Vorräte | 16,3 | 16,1 |
| Forderungen | 317,9 | 325,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 313,1 | 326,2 |
| 647,5 | 667,8 | |
| 1.715,1 | 1.723,4 | |
| Passiva | ||
| E igenkapital |
||
| Grundkapital | 337,8 | 337,8 |
| Kapitalrücklagen | 130,5 | 130,5 |
| Gewinnrücklagen | 106,5 | 224,9 |
| Marktbewertung Finanzinstrumente | –1,8 | –1,7 |
| Währungsumrechnungsrücklagen | –0,6 | –0,3 |
| Periodenergebnis | 118,4 | 37,4 |
| 690,8 | 728,5 | |
| L angfristige Verbindlichkeiten |
||
| Rückstellungen | 414,6 | 408,6 |
| Finanzverbindlichkeiten | 24,6 | 23,8 |
| Verbindlichkeiten | 25,9 | 25,8 |
| Latente Steuern | 14,2 | 13,9 |
| 479,4 | 472,1 | |
| K urzfristige Verbindlichkeiten |
||
| Rückstellungen | 135,1 | 136,7 |
| Ertragsteuerrückstellungen | 25,0 | 25,4 |
| Finanzverbindlichkeiten | 54,5 | 46,3 |
| Verbindlichkeiten | 330,3 | 314,4 |
| 544,9 | 522,8 | |
| 1.715,1 | 1.723,4 |
| Mio EUR | Q1 2010 | Q1 2011 |
|---|---|---|
| Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 43,4 | 47,7 |
| Abschreibungen | 23,0 | 22,1 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen | –0,2 | 2,1 |
| Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten | –0,1 | 0,1 |
| Langfristige Rückstellungen | 1,4 | –6,0 |
| Ergebnis aus Anlagenverkäufen | –0,3 | –1,2 |
| Gezahlte Steuern | –16,1 | –16,6 |
| Nettozufluss/-abfluss Zinsen | 0,1 | –0,6 |
| Währungsumrechnung | –0,4 | 0,1 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 50,8 | 47,7 |
| Veränderungen im Nettoumlaufvermögen | ||
| Forderungen | 3,0 | –16,6 |
| Vorräte | –2,1 | 0,2 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 3,5 | 1,5 |
| Verbindlichkeiten | –16,5 | –7,1 |
| Cashflow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens | –12,0 | –22,0 |
| Cashflow aus Geschäftstätigkeit | 38,8 | 25,7 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | –2,2 | –0,9 |
| Erwerb von Sachanlagen und Investment Property | –10,1 | –12,9 |
| Erlöse aus Anlagenverkäufen | 4,0 | 12,2 |
| Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen | –1,0 | 0,0 |
| Erwerb/Verkauf von at equity konsolidierten Unternehmen | –0,3 | 0,0 |
| Erwerb von Wertpapieren | 0,0 | –3,0 |
| Erhaltene Ausschüttungen von at equity konsolidierten Unternehmen | 0,2 | 0,8 |
| Erhaltene Zinsen | 0,8 | 1,3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | –8,7 | –2,5 |
| Free Cashflow | 30,1 | 23,2 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Veränderung von Finanzverbindlichkeiten | –1,4 | –9,4 |
| Gezahlte Zinsen | –0,9 | –0,6 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | –2,3 | –10,1 |
| Nettoabnahme/-zunahme des Finanzmittelbestands | 27,7 | 13,1 |
| Finanzmittelbestand am 1. Jänner | 293,8 | 313,1 |
| Finanzmittelbestand am 31. März | 321,5 | 326,2 |
| Q1 2010 Mio EUR |
Brief | Paket & Logistik |
Filialnetz | Corporate | Konsoli dierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 348,2 | 195,9 | 40,9 | 1,3 | –0,7 | 585,6 |
| Innenumsatz | 13,1 | 6,0 | 43,6 | 41,8 | –104,5 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 361,3 | 201,9 | 84,5 | 43,1 | –105,2 | 585,6 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
64,8 | 4,1 | –2,1 | –21,6 | 0,0 | 45,2 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,2 |
| EBIT | 64,9 | 4,1 | –2,1 | –21,5 | 0,0 | 45,3 |
| Segmentvermögen | 371,5 | 427,0 | 48,0 | 473,3 | –0,7 | 1.319,1 |
| Anteile at equity konsolidiert | 8,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 8,3 |
| Segmentschulden | 307,5 | 105,1 | 75,4 | 427,4 | –1,1 | 914,4 |
| Segmentinvestitionen | 5,9 | 6,5 | 0,3 | 2,0 | 0,0 | 14,7 |
| Abschreibungen | 7,8 | 6,0 | 1,3 | 7,9 | 0,0 | 23,0 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter1 | 14.808 | 4.013 | 4.425 | 1.854 | 0 | 25.100 |
| Q1 2011 Mio EUR |
Brief | Paket & Logistik |
Filialnetz | Corporate | Konsoli dierung |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 324,2 | 208,5 | 38,4 | 1,2 | –0,9 | 571,3 |
| Innenumsatz | 13,7 | 6,4 | 42,4 | 40,9 | –103,5 | 0,0 |
| Umsatz gesamt | 337,9 | 214,9 | 80,8 | 42,1 | –104,4 | 571,3 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit |
67,3 | 5,2 | –4,2 | –17,4 | 0,0 | 50,8 |
| Ergebnis aus at equity konsolidierten Unternehmen |
–2,2 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | –2,1 |
| EBIT | 65,1 | 5,2 | –4,2 | –17,3 | 0,0 | 48,8 |
| Segmentvermögen | 324,2 | 414,7 | 49,1 | 441,9 | –0,7 | 1.229,1 |
| Anteile at equity konsolidiert | 24,0 | 0,1 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 24,5 |
| Segmentschulden | 309,4 | 104,5 | 72,5 | 416,3 | –1,1 | 901,7 |
| Segmentinvestitionen | 2,1 | 3,1 | 1,2 | 5,2 | 0,0 | 11,7 |
| Abschreibungen | 6,5 | 5,9 | 1,4 | 8,3 | 0,0 | 22,1 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter1 | 13.476 | 4.058 | 3.928 | 1.804 | 0 | 23.266 |
1 Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte
| Q1 2010 Mio EUR |
Österreich | Deutschland | Andere Länder |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 410,7 | 139,6 | 35,3 | 585,6 |
| Segmentvermögen | 905,1 | 311,7 | 102,2 | 1.319,1 |
| davon langfristig | 684,9 | 229,7 | 70,3 | 984,9 |
| Segmentinvestitionen | 6,8 | 5,8 | 2,1 | 14,7 |
| Q1 2011 Mio EUR |
Österreich | Deutschland | Andere Länder |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 407,1 | 130,7 | 33,5 | 571,3 |
| Segmentvermögen | 892,3 | 255,9 | 81,0 | 1.229,1 |
| davon langfristig | 648,4 | 187,1 | 53,2 | 888,8 |
| Segmentinvestitionen | 8,7 | 2,1 | 0,9 | 11,7 |
| Q1 2010 Mio EUR |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Gewinn rück lagen |
Zur Veräuße rung gehalten |
Marktbewertung Finanzinstrumente Siche rungsge schäfte |
Wäh rungs umrech nungs rück lagen |
Perio den ergebnis |
Konzern Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2010 | 337,8 | 130,5 | 128,2 | –3,0 | 0,3 | 0,2 | 79,7 | 673,7 |
| Veränderung von Rücklagen | 79,7 | –79,7 | 0,0 | |||||
| Periodenergebnis | 33,4 | 33,4 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,8 | 0,5 | 0,1 | 1,3 | ||||
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,8 | 0,5 | 0,1 | 33,4 | 34,8 |
| Stand am 31. März 2010 | 337,8 | 130,5 | 207,9 | –2,2 | 0,8 | 0,3 | 33,4 | 708,5 |
| Q1 2011 | Marktbewertung Finanzinstrumente |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio EUR | Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Gewinn rück lagen |
Zur Veräuße rung gehalten |
Siche rungsge schäfte |
Wäh rungs umrech nungs rück lagen |
Perio den ergebnis |
Konzern Eigen kapital |
| Stand am 1. Jänner 2011 | 337,8 | 130,5 | 106,5 | –1,8 | 0,0 | –0,6 | 118,4 | 690,8 |
| Veränderung von Rücklagen | 118,4 | –118,4 | 0,0 | |||||
| Periodenergebnis | 37,4 | 37,4 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,1 | 0,2 | 0,3 | |||||
| Gesamtperiodenergebnis | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,2 | 37,4 | 37,7 |
| Stand am 31. März 2011 | 337,8 | 130,5 | 224,9 | –1,7 | 0,0 | –0,3 | 37,4 | 728,5 |
Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 31. März 2011 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 31. März 2011 vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 zugrunde liegen.
Im ersten Quartal 2011 wurden folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:
| Neue und geänderte Standards und Interpretationen | Inkrafttreten EU1 | |
|---|---|---|
| IFRS 1 | Änderung: Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 |
01.07.2010 |
| IAS 24 | Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen |
01.01.2011 |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Klassifizierung von Bezugsrechten | 01.02.2010 |
| IFRIC 14 | Freiwillig vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften |
01.01.2011 |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten | 01.07.2010 |
| Diverse | Jährliche Improvements to IFRS 2010 | im Wesentlichen 01.01.2011 |
1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen
Die Änderung an IFRS 1, welche bestimmte Befreiungen für Unternehmen vorsieht, die erstmals IFRS anwenden, ist aufgrund der Tatsache, dass der Österreichische Post Konzern kein IFRS-Erstanwender ist, nicht anwendbar.
Die überarbeitete Fassung des IAS 24 soll die Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen verdeutlichen und Unternehmen, die öffentlichen Stellen nahestehen, von bestimmten Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen und Personen befreien. Als öffentliche Stellen sind im Standard u. a. Regierungsbehörden definiert. Der Österreichische Post Konzern ist von der Änderung des IAS 24 grundsätzlich betroffen, da die Republik Österreich über die Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) 52,8% der Aktien der Österreichischen Post AG hält. Damit zählen die Republik Österreich und die unter ihrem beherrschenden Einfluss stehenden Unternehmen zu den nahestehenden Unternehmen und Personen des Österreichischen Post Konzerns. IAS 24 sieht jedoch nach wie vor umfangreiche Angaben insbesondere zu signifikanten Geschäftsvorfällen vor, die auch weiterhin in den Abschlüssen des Österreichischen Post Konzerns angegeben werden.
Im aktualisierten IAS 32 ist unter anderem die Bilanzierung von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen auf den Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten beim Emittenten in anderen als der funktionellen Währung geregelt. Die überarbeiteten Rechnungslegungsverlautbarungen von IAS 32 haben derzeit keinen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Österreichischen Post Konzerns, da keine Bezugsrechte, Optionen oder Optionsscheine emittiert wurden.
Aufgrund der Regelungen in IAS 19.58 dürfen Vermögenswerte aus einem leistungsorientierten Plan nur angesetzt werden, wenn daraus ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus Ansprüchen auf Minderung oder Rückerstattung von Beitragsleistungen resultiert. IFRIC 14 enthält Klarstellungen, wann derartige künftige Vorteile als verfügbar anzusehen sind. Aus den Änderungen in IFRIC 14 ergeben sich derzeit aufgrund von Unwesentlichkeit keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Österreichischen Post AG.
IFRIC 19 erläutert die Anforderungen der IFRS, wenn ein Unternehmen eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten teilweise oder vollständig tilgt. Derzeit liegt im Österreichischen Post Konzern kein derartiger Anwendungsfall vor.
Im Rahmen der jährlichen "Improvements to IFRS" werden kleinere Änderungen an den bereits bestehenden Standards und Interpretationen vorgenommen. Auf den Konzernabschluss der Österreichischen Post AG haben diese derzeit keine wesentlichen Auswirkungen.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010, der die Grundlage für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss für das erste Quartal 2011 darstellt.
In den Konzernabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 21 inländische (31. Dezember 2010: 23) und 33 ausländische (31. Dezember 2010: 33) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 4 inländische (31. Dezember 2010: 4) und 3 ausländische (31. Dezember 2010: 3) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.
Im ersten Quartal 2011 haben folgende Änderungen im Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns stattgefunden:
| Name der Gesellschaft | von | Anteil am Kapital auf |
Transaktions- zeitpunkt |
Erläuterung |
|---|---|---|---|---|
| Brief | ||||
| Post Vier Beteiligungs GmbH (R-Electronic Bill-Presentment Beteiligungs GmbH)1 |
– | 100,0% | 01.01.2011 | Verschmelzung |
| Corporate | ||||
| Post Immobilien GmbH (PTI Immobilienvermittlung GmbH)1 |
– | 100,0% | 31.03.2011 | Verschmelzung |
1 Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konsolidierungskreis vorhanden
Die Österreichische Post AG hat entsprechend der geänderten Gesetzeslage zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Postdiensten ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen – bei gleichbleibender Produkt- und Tarifstruktur – insofern geändert, als seit 1. Jänner 2011 Dienstleistungen, die unter die gesetzlich vorgeschriebenen Universaldienstleistungen fallen, umsatzsteuerfrei bleiben, alle anderen Postdienstleistungen aber nicht mehr von der Umsatzsteuerbefreiung für Postdienste umfasst sind.
Im Jänner 2011 wurde beschlossen, die Divisionen Brief und Filialnetz bis Anfang 2012 zusammenzuführen. Diese Entscheidung erfolgt vor dem Hintergrund der mittlerweile weit vorangeschrittenen Umwandlung eigenbetriebener Filialen zu Post Partnern und der erfolgreichen Neugestaltung der Kooperation mit der BAWAG P.S.K..
Seit Mai 2011 bietet die Österreichische Post für Briefdienste im Inland wie auch im grenzüberschreitenden Postverkehr ein neues Produktportfolio an, welches auch für den Universaldienst ein vereinfachtes, kundenorientiertes Produkt- und Dienstleistungsangebot mit formatbasierten Tarifen vorsieht. Die neuen Geschäftsbedingungen, die von der Regulierungsbehörde geprüft und gebilligt wurden, sind daher mit neuen Produkten und Tarifen mit Anfang Mai 2011 in Kraft getreten.
Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 31. März 2011 nicht wesentlich verändert.
Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 31. März 2011 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.
In der Aufsichtsratssitzung vom 16. November 2010 wurde Dipl.-Ing. Peter Umundum mit Wirkung vom 1. April 2011 als Vorstand für den Bereich Paket & Logistik bestellt. Das Vorstandsmandat läuft bis zum 31. März 2014. Dipl.-Ing. Peter Umundum übernahm das Mandat von Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende, der seine Vorstandsfunktion per 31. März 2011 zurücklegte.
Aufgrund des Rücktritts von Dr. Peter Michaelis mit Ende der Hauptversammlung vom 28. April 2011 wurde bis zum Ende der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2014 beschließt, Mag. Markus Beyrer als Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Bei der im Anschluss an die Hauptversammlung vom 28. April 2011 abgehaltenen konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Mag. Markus Beyrer zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Österreichischen Post AG gewählt.
Auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats beschloss die Hauptversammlung am 28. April 2011 die Ausschüttung einer Dividende von 1,60 EUR pro Aktie (108,1 Mio EUR). Die Ausschüttung der Dividende erfolgt ab dem 12. Mai 2011.
Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Quartal 2011 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Wien, am 5. Mai 2011
Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar
Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Ing. Peter Umundum
Der Vorstand
Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter
Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied
| 13. Mai 2011 | Zwischenbericht 1. Quartal 2011 (Veröffentlichung: 07:30h–07:40h) |
|---|---|
| 19. August 2011 | Halbjahresfinanzbericht 2011 (Veröffentlichung: 07:30h–07:40h) |
| 17. November 2011 | Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2011 (Veröffentlichung: 07:30h–07:40h) |
Österreichische Post AG Postgasse 8, 1010 Wien, Österreich T: +43 (0) 57767-0, E: [email protected], I: www.post.at FN: 180219d, Handelsgericht Wien
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Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten
Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können.
Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
Dieser Zwischenbericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Redaktionsschluss: 5. Mai 2011
Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 57767-30401 F: +43 (0) 57767-30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir
Konzernkommunikation Mag. Ina Sabitzer T: +43 (0) 57767-21763 F: +43 (0) 57767-28050 E: [email protected] I: www.post.at/pr
Die Österreichische Post im Internet www.post.at www.business.post.at
Zwischenbericht 2011
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