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Österreichische Post AG

Interim / Quarterly Report Nov 18, 2010

752_rns_2010-11-18_89e61730-441f-4ecb-b40d-7c1f68f6010e.pdf

Interim / Quarterly Report

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@HHiighlights Q 2 20 1 0 ghlights Q1–3 2010@

● Q3 mit gutem Ergebnis

  • Umsatz 0,7% unter Vorjahreswert
  • EBIT um 10,9% gesteigert

● Q1–3 auf Vorjahresniveau

  • Umsatz mit minus 0,6% nur leicht rückläufig
  • EBIT um 1,2% auf 94,8 Mio EUR erhöht

● Cash-Flow verbessert, Finanzlage solide

  • Cash-Flow aus dem Ergebnis vor Steuern um 12,1% auf 164,8 Mio EUR verbessert
  • Bilanz mit hohem Zahlungsmittelbestand von 266,5 Mio EUR

● Ausblick: stabile Entwicklung

  • EBIT 2010 auf Vorjahresniveau erwartet
  • Mittelfristiges EBITDA-Margenziel von 10–12% bestätigt

@Kennzahlenüberblic Kennzahlenüberblickk@

Gewinn- und Verlustrechnung
Mio EUR
Q1–3 2009 Q1–3 2010 Veränderung
2009/2010
Umsatz 1.723,2 1.713,2 –0,6%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) 168,9 168,9 0,0%
EBITDA-Marge 9,8% 9,9%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 93,7 94,8 +1,2%
EBIT-Marge 5,4% 5,5%
EBT (Ergebnis vor Steuern) 91,3 88,7 –2,8%
Periodenergebnis 67,4 68,1 +1,0%
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,00
¹
1,01
¹
+1,0%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 26.099 25.161 –3,6%
Cash-Flow
Cash-Flow aus dem Ergebnis vor Steuern 147,0 164,8 +12,1%
Cash-Flow aus dem Ergebnis 128,4 115,0 –10,4%
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 112,0 103,3 –7,7%
Investitionen in Sachanlagen 48,3 29,0 –40,0%
Investitionen in Beteiligungen 0,3 2,9
Free Cash-Flow 77,0 79,2 +2,9%
Free Cash-Flow vor Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 71,9 74,1 +3,1%
Bilanz 31.12.2009 30.9.2010
Bilanzsumme 1.775,3 1.719,7 –3,1%
Eigenkapital 673,7 641,5 –4,8%
Langfristiges Vermögen 1.141,3 1.109,0 –2,8%
Kurzfristiges Vermögen 634,0 610,6 –3,7%
Nettoverschuldung 231,2 273,4 +18,3%
Eigenkapitalquote 38,0% 37,3%
Capital Employed 861,7 872,1 +1,2%

¹ bezogen auf 67,6 Mio Aktien

@Vorwort des Vorstands Vorwort des Vorstands@

Sehr geehrte Damen und Herren! Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die ersten neun Monate 2010 sind für die Österreichische Post sehr zufriedenstellend verlaufen. In Summe war zwar eine negative Umsatzentwicklung zu verzeichnen, der Rückgang ist mit minus 0,6% allerdings sehr moderat ausgefallen. Das Wachstum in der Division Paket & Logistik konnte Rückgänge in anderen Bereichen nahezu kompensieren. Es ist uns darüber hinaus gelungen, durch effizienzsteigernde Maßnahmen entgegenzuwirken und sowohl Sachkosten als auch operative Personalkosten zu senken. Das EBIT des Konzerns konnte somit in den ersten drei Quartalen 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 1,2% gesteigert werden, im dritten Quartal ist ein Ergebnisanstieg um 10,9% gegenüber Q3 2009 zu verzeichnen.

Die Finanzlage des Konzerns präsentiert sich ausgesprochen stabil. Die Österreichische Post verfügt über einen Zahlungsmittelüberschuss per Ende September 2010 von 266,5 Mio EUR und steigerte den Cash-Flow aus dem Ergebnis vor Steuern um 12,1% auf 164,8 Mio EUR.

In der Division Brief hält die elektronische Substitution von Briefen sowie die Reduktion der Sendungsgewichte durch die Kunden weiter an. Intensive Anstrengungen zur Kundengewinnung konnten den Rückgang gering halten, ebenso wie positive Sondereffekte. Eine wichtige Weiterentwicklung und Wertsteigerung des Leistungsangebots ist ein geplantes Joint Venture der Österreichischen Post mit der Schweizerischen Post. Es ist vorgesehen, die Aktivitäten in Konzeption und Druck von adressierten Werbesendungen in einem Joint Venture zu bündeln. Dieses Gemeinschaftsunternehmen bietet den Kunden Leistungen aus einer Hand und entsprechende Synergiepotenziale bei der Produktspezialisierung an den Standorten.

Die Division Paket & Logistik verzeichnete einen Umsatzanstieg in allen Regionen, in Summe um 3,8%. Das

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Wachstum fiel im Kerngeschäft sogar noch höher aus, da Ende vergangenen Jahres unrentable Aktivitäten der Transportlogistik in Deutschland beendet wurden. Erfolge konnten wir mit unserer internationalen Kooperationsstrategie erzielen, zwei neue Partner in England und Frankreich ergänzen nun unser Paketnetzwerk EURODIS.

Das Filialnetz der Österreichischen Post unterliegt einem stetigen Wandel, es werden laufend unrentable eigenbetriebene Postfilialen in Post Partner umgewandelt. Die gesetzten Maßnahmen zur Kostensenkung konnten jedoch den Umsatzrückgang nur teilweise kompensieren, da die Entwicklung bei Finanzdienstleistungen und Handelswaren rückläufig war. Aus diesem Grund wird der eingeschlagene Weg zur Verbesserung der Struktur konsequent fortgesetzt.

Ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Filialnetzes wurde mit der Verlängerung und Intensivierung der Kooperation mit unserer Partnerbank BAWAG P.S.K. initiiert. An mehr als 500 Standorten in Österreich wird zukünftig das volle Leistungssortiment der BAWAG P.S.K. und der Österreichischen Post angeboten.

Um den strukturellen Veränderungen im Postgeschäft entgegenzuwirken, werden wir auch weiterhin alle Maßnahmen ergreifen, die dazu dienen, die Effizienz und Produktivität des Unternehmens zu erhöhen.

Vor dem Hintergrund der vollständigen Briefmarktliberalisierung in Österreich per 1. Jänner 2011 ist die Österreichische Post zuversichtlich, auf einem guten Weg zu sein. Effiziente und innovative Dienstleistungen sowie marktkonforme Leistungen haben oberste Priorität. Ziel ist es, auch weiterhin ein hervorragendes Service aufrechtzuerhalten und die Ertragssituation des Konzerns in der angepeilten Bandbreite einer 10–12%igen EBITDA-Marge zu halten.

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende

@Konzernlagebericht@ @ÜBER DAS ERSTE H @ @Konzernlagebericht@ @1.–3. Quartal 2010@

Wirtschaftliches Umfeld und Rahmenbedingungen

Nach dem starken Rückgang der Wirtschaft um 3,5% im Jahr 2009 hat sich 2010 die konjunkturelle Situation in Österreich ausgehend vom Warenexport stabilisiert. Die österreichische Wirtschaft profitiert auch vom günstigeren internationalen Umfeld. Für das Gesamtjahr 2010 wird von einer Erhöhung der Wirtschaftsleistung um 2,0% (WIFO) ausgegangen. Für die Inflation im Jahr 2010 wird durch den Anstieg der Rohölpreise mit einem Wert von 1,8% (WIFO) gerechnet.

Für Deutschland wird ein Wachstum von 3,3% prognostiziert. Die Erwartungen für die Länder Süd-/Osteuropas sehen differenziert aus: Slowakei +4,1%, Ungarn +0,6%, Kroatien –1,5%, Serbien +1,5%, Bosnien-Herzegowina +0,5% (IWF).

Auch die Volumina des Brief- und Paketmarkts hängen zum Teil mit der Wirtschaftsentwicklung und dem Konsumverhalten zusammen. Ein weiterer grundsätzlicher Trend ist die elektronische Substitution von Briefen. Diese hält unvermindert an und bringt einen stetigen Volumensrückgang für alle Postgesellschaften.

Das Volumen der Werbesendungen ist abhängig von den Werbeaktivitäten der Unternehmen. Der vierteljährlich erscheinende Forecast von ZenithOptimedia geht davon aus, dass der Werbemarkt in Westeuropa stärker wächst als bisher erwartet – für 2010 wird ein Plus von 3,0% prognostiziert.

Im Bereich Paket- und Logistikmarkt zeigen sich positive Volumensentwicklungen, gestützt vom steigenden internationalen Handel sowie von der generellen Zunahme der Internetkäufe.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

In den ersten drei Quartalen 2010 wurde der Konsolidierungskreis um die feibra West GmbH (Österreich) und die Post d.o.o. za usluge (Kroatien, beide Division Brief) sowie die LogIn Service d.o.o. (Bosnien-Herzegowina, Division Paket & Logistik) erweitert. Alle drei Unternehmen sind eigene Gründungen. Die ThermoMed Life Sciences GmbH & Co KG wurde in die trans-o-flex ThermoMed GmbH & Co KG integriert. Die Eurodis GmbH, die bisher vollkonsolidiert war, ist ab 30. Juni 2010 at equity konsolidiert. Die Eurodis koordiniert den europaweiten Paketversand zwischen den Partnerunternehmen und dem Österreichischen Post Konzern.

Geschäftsentwicklung – Ertragslage

Die Umsatzentwicklung der Österreichischen Post in den ersten drei Quartalen 2010 hat die prognostizierten Trends bestätigt, der Rückgang ist mit 0,6% allerdings sehr moderat ausgefallen. Während das Briefgeschäft, wie erwartet, rückläufig war, konnte im Bereich Paket & Logistik ein stetiges Wachstum verzeichnet werden. Auch das dritte Quartal folgte dieser Entwicklung und verzeichnete einen Umsatzrückgang im Konzern von 0,7%.

In der Division Brief reduzierte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2010 um 0,7%; im dritten Quartal hingegen nur um 0,4%, da in den Geschäftsfeldern Infomail und Medienpost Zuwächse erzielt wurden. Die Trends der elektronischen Substitution von Briefen, des Rückgangs hochwertiger Briefsendungen und der reduzierten Sendungsgewichte halten weiter an. Intensive Anstrengungen zur Kundengewinnung konnten den Rückgang allerdings gering halten, ebenso wie positive Sondereffekte durch Wahlen und ein zusätzlicher Arbeitstag bereits im zweiten Quartal 2010 verglichen mit 2009.

In der Division Paket & Logistik ist ein stetiger Volumensanstieg zu erkennen. Obwohl die Preissituation nach wie vor angespannt ist, zeigten sich eine gute Mengenentwicklung und auch ein Zuwachs an Neukunden. Der Umsatzanstieg im Neunmonatsvergleich betrug trotz der Beendigung unrentabler Geschäfte der Transportlogistik 3,8%, im Quartalsvergleich Q3 waren es 2,9%.

Die Umsatz- und Organisationsstruktur im Filialnetz unterliegt einem Wandel. Der Umsatz verringerte sich um 23,5 Mio EUR, die Gesamtkosten wurden um 26,1 Mio EUR reduziert. Eine geänderte Umsatzdarstellung von Prepaid-Telefonwertkarten – aufgrund einer neuen österreichischen Umsatzsteuerrichtlinie – trug mit 8,1 Mio EUR zum Umsatzrückgang bei. Auch die Innenumsätze reduzierten sich um 10,2 Mio EUR wegen der verstärkten Direktabholung von Briefen und Paketen bei Großkunden.

Umsatz nach Divisionen¹

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 % Veränderung
Mio
Q3 2009 Q3 2010
Umsatz gesamt 1.723,2 1.713,2 –0,6% –10,0 567,3 563,1
Brief 1.018,7 1.011,2 –0,7% –7,5 330,3 329,1
Paket & Logistik 561,5 582,9 +3,8% +21,3 190,4 195,8
Filialnetz 141,2 117,6 –16,7% –23,5 46,0 37,7
Sonstiges 3,2 3,7 +15,5% +0,5 1,1 1,2
Konsolidierung –1,4 –2,3 –61,2% –0,9 –0,5 –0,7
Werktage in Österreich² 188 189 66 66

¹ Außenumsatz der Divisionen

² Kalender-Werktage

Gewinn– und Verlustrechnung

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 Veränderung Q3 2009 Q3 2010
% Mio
Umsatzerlöse 1.723,2 1.713,2 –0,6% –10,0 567,3 563,1
Sonstige betriebliche Erträge 52,5 55,5 +5,8% +3,0 16,5 21,0
Materialaufwand
und Aufwand für bezogene Leistungen –563,3 –549,3 –2,5% –14,0 –195,2 –188,7
Personalaufwand –839,8 –839,2 –0,1% –0,6 –278,9 –277,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen –208,6 –211,8 +1,6% +3,2 –67,3 –74,1
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4,9 0,5 –90,3% –4,4 0,0 0,1
EBITDA (Ergebnis vor
Zinsen, Steuern und Abschreibungen) 168,9 168,9 0,0% 0,0 42,3 44,1
Abschreibungen –75,2 –74,0 –1,5% –1,1 –24,0 –23,8
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 93,7 94,8 +1,2% +1,1 18,3 20,3
Sonstiges Finanzergebnis –2,4 –6,1 –3,7 –2,3 –2,2
EBT (Ergebnis vor Steuern) 91,3 88,7 –2,8% –2,6 16,0 18,2
Ertragsteuern –23,9 –20,6 –13,7% –3,3 –4,8 –4,1
Ergebnis nach Ertragsteuern
= Periodenergebnis 67,4 68,1 +1,0% +0,7 11,2 14,0
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,00 1,01 +1,0% +0,01 0,17 0,21

Um dem Umsatzrückgang von 10 Mio EUR entgegenzuwirken, gilt es, die Produktivität und Effizienz stetig zu verbessern. Die größte Aufwandsposition der Österreichischen Post ist der Personalaufwand, der mit 839,2 Mio EUR im Neunmonatsvergleich konstant geblieben ist. Der Personalaufwand inkludiert neben den operativen Kosten für Löhne und Gehälter auch Rückstellungsveränderungen sowie Restrukturierungskosten gemäß der im Unternehmen vereinbarten Sozialpläne für das Ausscheiden von Mitarbeitern.

Der operative Personalaufwand konnte im Neunmonatsvergleich um etwa 20 Mio EUR reduziert werden. Im Durchschnitt der ersten neun Monate erfolgte eine Personalreduktion um 938 auf 25.161 Mitarbeiter. Diverse Aufwände an Sozialplanleistungen beliefen sich auf etwa 30 Mio EUR. Rückstellungen mussten durch den aktuell niedrigen Diskontierungs-Zinssatz erhöht werden.

Bei den Sachkosten kam es in den ersten drei Quartalen in Summe zu einem Rückgang um 10,8 Mio EUR. Im Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen reduzierten sich die Handelswaren, unter anderem durch die geänderte Umsatzdarstellung bei Prepaid-Telefonwertkarten um 8,1 Mio EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraum geringfügig auf 55,5 Mio EUR gestiegen; darin inkludiert sind Mieterträge in Höhe von 18,0 Mio EUR.

EBITDA nach Divisionen

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 % Veränderung
Mio
Q3 2009 Q3 2010
EBITDA gesamt 168,9 168,9 0,0% 0,0 42,3 44,1
Brief¹ 190,6 197,7 +3,7% +7,1 57,7 59,3
Paket & Logistik¹ 13,0 27,4 +14,3 3,5 9,1
Filialnetz¹ –2,3 –10,4 –8,1 –1,3 –4,5
Sonstiges¹ –25,3 –35,5 –40,5% –10,2 –15,6 –14,9
Sozialplanzahlungen –7,2 –10,2 –42,7% –3,1 –2,1 –5,0

¹ vor Sozialplanzahlungen (geänderte Darstellung seit 2010)

Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns erreichte mit 168,9 Mio EUR exakt den Vergleichswert der ersten drei Quartale des Vorjahres. Die EBITDA-

Marge beträgt 9,9%. Die Abschreibungen der Österreichischen Post sind im gleichen Zeitraum um 1,1 Mio EUR auf 74,0 Mio EUR zurückgegangen.

EBIT nach Divisionen

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 % Veränderung
Mio
Q3 2009 Q3 2010
EBIT gesamt 93,7 94,8 +1,2% +1,1 18,3 20,3
Brief¹ 164,4 170,5 +3,7% +6,1 49,9 50,9
Paket & Logistik¹ –6,3 9,3 +15,6 –2,9 3,1
Filialnetz¹ –6,7 –14,8 –8,0 –2,8 –6,0
Sonstiges¹ –50,5 –59,9 –18,8% –9,5 –23,7 –22,6
Sozialplanzahlungen –7,2 –10,2 –42,7% –3,1 –2,1 –5,0

¹ vor Sozialplanzahlungen (geänderte Darstellung seit 2010)

Da der eingetretene Umsatzrückgang kostenseitig kompensiert werden konnte, blieb das EBIT der Österreichischen Post im Neunmonatsvergleich um 1,1 Mio EUR bzw. 1,2% über dem Vorjahreswert. Im dritten Quartal konnte das EBIT sogar um 2,0 Mio EUR auf 20,3 Mio EUR verbessert werden.

Im Vergleich der Ergebniszahlen ist anzumerken, dass im Vorjahr der Verkauf von 49,8% der Gesellschaft Mader Zeitschriftenverlags GmbH mit 4,4 Mio EUR positiv zu Buche geschlagen hat.

Bei Abfertigungszahlungen im Rahmen des Mitarbeiter-Sozialplans erfolgt eine geänderte Darstellung. Diese werden seit Anfang 2010 in den Divisionen verbucht, in denen sie tatsächlich angefallen sind, zuvor erfolgten die Verbuchungen im Bereich "Sonstiges". Zur besseren Vergleichbarkeit wird die Entwicklung der Divisionsergebnisse vor diesen Sozialplanzahlungen erläutert:

Die Division Brief erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2010 einen EBIT-Anstieg um 6,1 Mio EUR auf 170,5 Mio EUR, in der Division Paket & Logistik konnte das EBIT um 15,6 Mio EUR auf 9,3 Mio EUR gesteigert werden, und die Division Filialnetz verzeichnete einen Rückgang um 8,0 Mio EUR auf minus 14,8 Mio EUR. In Summe sind im Konzern Sozialplanzahlungen von 10,2 Mio EUR angefallen, der größte Anteil entfällt auf die Division Filialnetz in der Höhe von 6,3 Mio EUR.

Das EBIT des Bereichs Sonstiges hat sich vor Sozialplankosten von minus 50,5 Mio EUR auf minus 59,9 Mio EUR verändert. Hier sind unter anderem nicht weiterverrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit leer stehenden Immobilien sowie die Veränderung von Personalrückstellungen enthalten. Die Ergebnisreduktion ist größtenteils durch Rückstellungsveränderungen beeinträchtigt. Das derzeit niedrige Zinsniveau führt über den reduzierten Diskontierungsfaktor zu einem erhöhten Rückstellungsbedarf.

Das sonstige Finanzergebnis des Österreichischen Post Konzerns verminderte sich in den ersten drei Quartalen 2010 auf minus 6,1 Mio EUR, unter anderem bedingt durch das gesunkene Zinsniveau.

Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich um 2,6 Mio EUR auf 88,7 Mio EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 20,6 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 68,1 Mio EUR. Dies entspricht 1,01 EUR je Aktie für die ersten neun Monate 2010 nach 1,00 EUR pro Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur nach Fristigkeit

Mio EUR 31.12.2009 30.9.2010 Struktur
30.9.2010
Aktiva
Langfristiges Vermögen 1.141,3 1.109,0 64,5%
davon andere Finanzanlagen sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere 97,9 94,5 5,5%
Kurzfristiges Vermögen 634,0 610,6 35,5%
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 293,8 266,5 15,5%
1.775,3 1.719,7 100,0%
Passiva
Eigenkapital 673,7 641,5 37,3%
Langfristige Verbindlichkeiten 514,0 525,2 30,5%
davon Rückstellungen 453,4 456,3 26,5%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 587,6 552,9 32,2%
davon Rückstellungen 150,9 134,5 7,8%
1.775,3 1.719,7 100,0%

Die Österreichische Post folgt einer risikoaversen Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und dem hohen Zahlungsmittelbestand.

Der überwiegende Teil der Bilanzsumme des Österreichischen Post Konzerns von insgesamt 1.719,7 Mio EUR entfällt mit einem Anteil von 64,5% oder 1.109,0 Mio EUR auf langfristiges Vermögen.

Innerhalb des langfristigen Vermögens nehmen die Positionen Sachanlagen mit 663,4 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen mit 94,5 Mio EUR eine bedeutende Stellung ein. Zu den größten Posten des kurzfristigen Vermögens gehören mit 321,9 Mio EUR Forderungen sowie mit 266,5 Mio EUR Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Passivseitig setzt sich die Bilanzsumme aus Eigenkapital (37,3%), langfristigen Verbindlichkeiten (30,5%) und kurzfristigen Verbindlichkeiten (32,2%) zusammen. Die langfristigen Verbindlichkeiten von insgesamt 525,2 Mio EUR beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen (in Summe 456,3 Mio EUR). Auf die Rückstellung für Unterauslastung entfallen 285,9 Mio EUR, davon 34,9 Mio EUR für Mitarbeiter, die in den Bundesdienst wechseln. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 552,9 Mio EUR dominieren Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Österreichische Post verfügt in Summe über einen erheblichen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln. Per 30. September 2010 waren dies Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von insgesamt 266,5 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere in Höhe von 53,4 Mio EUR. Der Bestand an Finanzmitteln in den ersten drei Quartalen beträgt somit 319,9 Mio EUR per Ende September 2010. Den Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 125,2 Mio EUR gegenüber.

Cash-Flow

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010
Cash-Flow aus dem Ergebnis vor Steuern 147,0 164,8
Cash-Flow aus dem Ergebnis 128,4 115,0
± Veränderungen im Nettoumlaufvermögen –16,4 –11,7
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 112,0 103,3
± Cash-Flow aus Investitionstätigkeit –35,0 –24,1
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 5,1 5,0
= Free Cash-Flow 77,0 79,2
Free Cash-Flow vor Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 71,9 74,1

Der Cash-Flow aus dem Ergebnis vor Steuern der Österreichischen Post ist in den ersten neun Monaten 2010 um 12,1% bzw. 17,8 Mio EUR auf 164,8 Mio EUR gestiegen. Unterschiedliche Steuerzahlungen in den Vergleichsperioden beeinträchtigen den Cash-Flow aus dem Ergebnis, der mit 115,0 Mio EUR dadurch unter dem Vorjahresniveau lag.

Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens betrug in den ersten drei Quartalen minus 11,7 Mio EUR, teilweise bedingt durch höhere Forderungen. In Summe ergibt sich in den ersten drei Quartalen 2010 somit ein Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 103,3 Mio EUR nach 112,0 Mio EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit minus 24,1 Mio EUR beinhaltet den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) in Höhe von 29,0 Mio EUR sowie den Erlös aus Anlageverkäufen von 6,5 Mio EUR.

Der ausgewiesene Free Cash-Flow beträgt 79,2 Mio EUR und liegt somit über dem Vergleichswert des Vorjahres von 77,0 Mio EUR.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen der Österreichischen Post erreichten in den ersten drei Quartalen 2010 ein Volumen von 35,5 Mio EUR. Die Investitionen wurden zum überwiegenden Teil in technische Anlagen und Maschinen, Betriebsausstattung sowie geleistete Anzahlungen in den Konzerngesellschaften trans-o-flex und meiller getätigt. In Österreich wurden vor allem Baumaßnahmen gesetzt sowie Maschinen und Briefverteilanlagen angeschafft.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte des Österreichischen Post Konzerns ging im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,6% oder 938 Mitarbeiter auf nunmehr 25.161 Mitarbeiter zurück. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einer Abnahme des Personalstands in den Divisionen Brief, Filialnetz sowie Sonstiges.

Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (20.902). In den Tochterunternehmen arbeiten etwas mehr als 4.000 Mitarbeiter.

Mitarbeiter nach Divisionen¹

Q1–3 2009 Q1–3 2010 Struktur
Brief 15.349 14.974 59,5%
Paket & Logistik 3.953 4.002 15,9%
Filialnetz 4.773 4.334 17,2%
Sonstiges 2.024 1.851 7,4%
Gesamt 26.099 25.161 100,0%

¹ Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Der Österreichische Post Konzern ist – als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen – im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung rasch zu setzen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten wie Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2009 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht Seiten 83 bis 89 und 138 bis 141).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen drei Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und hängen von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente ab. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumensentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch E-Mail oder andere elektronische Medien ersetzt. Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen, insbesondere zur elektronischen Zustellung, wurde durch die Wirtschaftskrise beschleunigt und wird auch weiterhin fortbestehen. Durch die bevorstehende Änderung bei der umsatzsteuerlichen Behandlung der Postdienste könnten sich negative Umsatzentwicklungen ergeben.

Darüber hinaus ist die Österreichische Post insbesondere im angespannten Marktumfeld auch von drohenden Geschäftsausfällen der Kunden betroffen. In der Division Filialnetz sind die Erträge aus Finanzdienstleistungen stark von der wirtschaftlichen Entwicklung des Bankpartners BAWAG P.S.K. geprägt, die Erträge aus Telekommunikationsprodukten von der Produktgestaltung des Partners Telekom Austria. Als Logistikunternehmen ist die Österreichische Post grundsätzlich dem Risiko steigender Kosten durch höhere Transport- und Treibstoffpreise ausgesetzt.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumensrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Ausblick 2010

Für das vierte Quartal 2010 und somit auch für das Gesamtjahr 2010 geht die Österreichische Post von den gleichen Trends aus, die bereits in den letzten Quartalen zu erkennen waren. Aus der Summe an rückläufigem Brief- und Filialgeschäft sowie steigendem Paketvolumen wird ein Konzernumsatz für 2010 von 1–2% unter dem Niveau des Jahres 2009 erwartet.

Auch in der Kosten- und Ergebnissituation wird eine konstante Entwicklung prognostiziert. Gemäß der Tendenz in den ersten drei Quartalen scheint es realistisch, im Geschäftsjahr 2010 ein Konzern-EBIT auf Vorjahresniveau zu erzielen.

Die erforderlichen Anlageinvestitionen (CAPEX) des Jahres 2010 werden sich auf etwa 65 Mio EUR belaufen.

Mittelfristig ist davon auszugehen, dass die beschriebenen Trends und insbesondere die elektronische Substitution von klassischen Briefsendungen weiter anhalten werden. Die Österreichische Post wird daher auch weiterhin alles unternehmen, um gemäß der vier Kernstrategien erfolgreich zu sein. Neben der "Verteidigung der Marktführerschaft" und dem "Wachstum in definierten Märkten" werden insbesondere die operativen Themen "Effizienzsteigerung" und "Kundenorientierung" stetig vorangetrieben.

Ziel ist es, auch weiterhin ein hervorragendes Service aufrechtzuerhalten und die Ertragssituation des Konzerns in der angepeilten Bandbreite einer 10–12%igen EBITDA-Marge zu halten.

Besondere Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Die Österreichische Post AG hat mit der BAWAG P.S.K. eine Verlängerung der Kooperation bis zum Jahr 2020 beschlossen. Das neue Filialkonzept sieht vor, an mehr als 500 Standorten in ganz Österreich das volle Leistungs- und Produkt-Sortiment der BAWAG P.S.K. sowie der Österreichischen Post anzubieten.

Die Österreichische und die Schweizerische Post planen, ihre internationalen Aktivitäten im Bereich Konzeption und Druck von adressierten Werbesendungen in einem Joint Venture zu bündeln. Die im Besitz der Österreichischen Post befindliche meiller direct GmbH mit Sitz in Schwandorf (Deutschland) sowie deren Tochtergesellschaften werden Anfang 2011 mit den im Geschäftsfeld Direct Mail zusammengefassten Aktivitäten der Swiss Post Solutions in Bamberg (Deutschland) zusammengeführt. Dies wurde mit 15. Oktober 2010 vertraglich vereinbart.

Das neu gegründete Unternehmen, an dem die Österreichische Post einen Anteil von 65% hält, wird ab dem voraussichtlichen Closing mit Ende des Jahres 2010 von der Österreichischen Post AG at equity konsolidiert.

@Geschäftsentwicklung@ @der Divisionen@ @Geschäftsentwicklung @der Divisionen@

Division Brief

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 % Veränderung
Mio
Q3 2009 Q3 2010
Außenumsatz 1.018,7 1.011,2 –0,7% –7,5 330,3 329,1
Briefpost 544,1 529,9 –2,6% –14,2 173,3 169,5
Infomail 378,7 383,3 +1,2% +4,5 128,0 128,8
Medienpost 95,9 98,1 +2,3% +2,2 29,0 30,9
Innenumsatz 34,8 38,5 +10,8% +3,8 12,6 12,7
Umsatz gesamt 1.053,5 1.049,7 –0,4% –3,7 342,9 341,8
EBITDA vor Sozialplan 190,6 197,7 +3,7% +7,1 57,7 59,3
Abschreibungen –26,2 –27,2 +3,6% +1,0 –7,8 –8,5
EBIT vor Sozialplan 164,4 170,5 +3,7% +6,1 49,9 50,9
Abfertigungszahlungen Sozialplan 0,0 –2,1 +2,1 0,0 –0,7
EBITDA-Marge¹ 18,1% 18,8% 16,8% 17,4%
EBIT-Marge¹ 15,6% 16,2% 14,5% 14,9%
EBIT nach Sozialplan 164,4 168,4 +2,5% +4,1 49,9 50,2
Mitarbeiter² 15.349 14.974 –2,4% –375

¹ Ergebnis vor Sozialplanzahlungen; bezogen auf Gesamtumsatz

² Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Der Außenumsatz der Division Brief reduzierte sich in den ersten neun Monaten 2010 gegenüber der Vergleichsperiode 2009 um 0,7% auf 1.011,2 Mio EUR, im dritten Quartal um 0,4%. Intensivere Anstrengungen zur Kundengewinnung wirkten dem rückläufigen Volumenstrend entgegen, ebenso wie positive Sondereffekte wie etwa durch Wahlen.

Das Geschäftsfeld Briefpost verzeichnete einen Umsatzrückgang, und zwar um 2,6% oder 14,2 Mio EUR im Neunmonatsvergleich. Der Trend zur Substitution von Briefen durch elektronische Medien hält weiter an, beispielsweise in den Kundensegmenten Finanz und Telekommunikation. Darüber hinaus sind in einigen Bereichen und auch im öffentlichen Sektor geringere Mengen an eingeschriebenen Briefen festzustellen.

Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) erhöhte sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2010 hingegen um 1,2% oder 4,5 Mio EUR. Die Anstrengungen zur Gewinnung von Neukunden waren erfolgreich und konnten den Ausfall des Großkunden Quelle kompensieren. In Summe war eine positive Volumensentwicklung allerdings mit geringeren durchschnittlichen Sendungsgewichten zu registrieren.

Im Geschäftsfeld Medienpost war aufgrund von Zuwächsen bei Firmenzeitungen und durch regionale Wahlen eine Umsatzsteigerung von 2,3% oder 2,2 Mio EUR zu verzeichnen.

In Summe erwirtschaftete die Division Brief in den ersten neun Monaten 2010 ein EBIT vor Sozialplanzahlungen in Höhe von 170,5 Mio EUR und lag damit um 3,7% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese Ergebnisverbesserung ist primär auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen, sowohl Sachkosten als auch Personalkosten konnten reduziert werden.

Division Paket & Logistik

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 % Veränderung
Mio
Q3 2009 Q3 2010
Außenumsatz 561,5 582,9 +3,8% +21,3 190,4 195,8
Innenumsatz 17,8 17,4 –2,0% –0,4 5,7 5,9
Umsatz gesamt 579,3 600,3 +3,6% +21,0 196,1 201,7
EBITDA vor Sozialplan 13,0 27,4 +14,3 3,5 9,1
Abschreibungen –19,4 –18,1 –6,4% –1,2 –6,5 –6,1
EBIT vor Sozialplan –6,3 9,3 +15,6 –2,9 3,1
Abfertigungszahlungen Sozialplan 0,0 –0,3 +0,3 0,0 –0,1
EBITDA-Marge¹ 2,3% 4,6% 1,8% 4,5%
EBIT-Marge¹ –1,1% 1,5% –1,5% 1,5%
EBIT nach Sozialplan –6,3 9,0 +15,3 –2,9 2,9
Mitarbeiter² 3.953 4.002 +1,2% +49

¹ Ergebnis vor Sozialplanzahlungen; bezogen auf Gesamtumsatz

² Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2010 auf Basis einer guten Mengenentwicklung um 3,8% auf 582,9 Mio EUR, im dritten Quartal erfolgte ein Anstieg um 2,9%. Grundsätzlich zeigte sich, dass im Paket- und Logistikmarkt Volumenssteigerungen zu verzeichnen sind, der Preisdruck allerdings nach wie vor hoch ist.

Mit dem Produktsegment "Premiumpaket" (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden) wurde in den ersten neun Monaten 2010 ein Umsatz von 460,7 Mio EUR erzielt. Das ist ein Anstieg um 0,3%, der allerdings durch die Einstellung verlustbringender Aktivitäten der Transportlogistik in Deutschland beeinträchtigt war. Auf vergleichbarer bereinigter Umsatzbasis konnte in diesem Produktsegment in Deutschland – im Wesentlichen durch Neukundengewinnung – eine Volumenssteigerung von etwa 7% verzeichnet werden. Die Tochtergesellschaft trans-o-flex in Deutschland erwirtschaftete rund drei Viertel des Premiumpaket-Umsatzes. Sehr positiv entwickelte sich auch weiterhin das Geschäftskundenpaket in Österreich und in Südost-/Osteuropa.

Größere Zuwachsraten verzeichnete das Produktsegment "Standardpaket" in Österreich mit einer Umsatzsteigerung um 20% auf 114,2 Mio EUR. Organisches Wachstum, neue Versandhandelsmengen seit Juni 2009 sowie Volumensverschiebungen vom Premiumsegment in das Standardsegment waren dafür ausschlaggebend.

Das EBIT der Division Paket & Logistik verdeutlicht den klaren Turnaround. Mit einem EBIT vor Sozialplanzahlungen von 9,3 Mio EUR wurde eine Verbesserung zum Vorjahr um 15,6 Mio EUR erreicht.

Division Filialnetz

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 % Veränderung
Mio
Q3 2009 Q3 2010
Außenumsatz 141,2 117,6
¹
–16,7% –23,5 46,0 37,7
Innenumsatz 136,8 126,6 –7,5% –10,2 44,0 41,1
Umsatz gesamt 278,0 244,3
¹
–12,1% –33,8 90,0 78,8
EBITDA vor Sozialplan –2,3 –10,4 –8,1 –1,3 –4,5
Abschreibungen –4,4 –4,3 –1,7% –0,1 –1,5 –1,5
EBIT vor Sozialplan –6,7 –14,8 –8,0 –2,8 –6,0
Abfertigungszahlungen Sozialplan 0,0 –6,3 +6,3 –3,4
EBITDA-Marge² –0,8% 4,3% –1,4% –5,7%
EBIT-Marge² –2,4% –6,0% –3,1% –7,6%
EBIT nach Sozialplan –6,7 –21,0 –14,3 –2,8 –9,4
Mitarbeiter³ 4.773 4.334 –9,2% –439

¹ Rückgang inkludiert 8,1 Mio EUR durch geänderte Umsatzdarstellung ab 2010

² Ergebnis vor Sozialplanzahlungen; bezogen auf Gesamtumsatz

³ Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Die Organisation des Filialnetzes unterliegt einem Wandel, der sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kostenstruktur auswirkt. Der Außenumsatz verringerte sich um 23,5 Mio EUR, die Gesamtkosten wurden um 26,1 Mio EUR reduziert.

Ein Umsatzrückgang von 8,1 Mio EUR ist dabei auf die geänderte Darstellung von Prepaid-Telefonwertkarten aufgrund einer neuen österreichischen Umsatzsteuerrichtlinie zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden das Wertkartennominale im Umsatz und der dazugehörige Wareneinsatz im Materialaufwand ausgewiesen. Seit 1. Jänner 2010 wird hingegen nur noch die Provision verbucht. Darüber hinaus hat sich der Umsatz mit Handelswaren in den ersten drei Quartalen rückläufig entwickelt. Insbesondere bei Produkten der Mobiltelefonie ist eine Marktsättigung festzustellen.

Bei Finanzdienstleistungen und den damit verbundenen Provisionserträgen war ein Rückgang zu verzeichnen, der auf die reduzierten Margen infolge des derzeit niedrigen Zinsumfeldes zurückzuführen ist.

Auch die Postdienstleistungen (Innenumsatz) haben sich um 7,5% weiter reduziert. Das Volumen an Briefen, die über das Filialnetz eingeliefert werden, geht grundsätzlich zurück. Im Sinne verstärkter Serviceaktivitäten werden darüber hinaus vermehrt Briefe bei Kunden direkt abgeholt.

Durch den nunmehrigen Strukturwandel des Filialnetzes wird das Service- und Kostengefüge stetig verbessert. Unrentable eigenbetriebene Postfilialen werden in Post Partner umgewandelt. Mit Anfang November 2010 verfügt die Österreichische Post in Summe über 1.866 Post-Geschäftsstellen, bereits 1.000 davon werden durch externe Partnerbetriebe geführt. Eine Umwandlung weiterer eigenbetriebener unrentabler Filialen ist vorgesehen.

Das EBIT der Division Filialnetz belief sich vor Sozialplanzahlungen in den ersten drei Quartalen 2010 auf minus 14,8 Mio EUR nach minus 6,7 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich im Neunmonatsvergleich um 439 Mitarbeiter reduziert. Durch den Strukturwandel sind Sozialplanzahlungen in der Höhe von 6,3 Mio EUR angefallen.

Wien, am 8. November 2010

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl e.h. Mag. Dr. Rudolf Jettmar e.h. Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz e.h. Dipl.-Ing. Walter Hitziger e.h. Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende e.h.

@IFRS-Konzernzwischenabschlusss IFRS-Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 Q3 2009 Q3 2010
Umsatzerlöse 1.723,2 1.713,2 567,3 563,1
Sonstige betriebliche Erträge 52,5 55,5 16,5 21,0
Gesamte betriebliche Erträge 1.775,7 1.768,7 583,7 584,0
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –563,3 –549,3 –195,2 –188,7
Personalaufwand –839,8 –839,2 –278,9 –277,2
Abschreibungen –75,2 –74,0 –24,0 –23,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen –208,6 –211,8 –67,3 –74,1
Gesamte betriebliche Aufwendungen –1.686,9 –1.674,3 –565,4 –563,8
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 88,8 94,4 18,3 20,3
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4,9 0,5 0,0 0,1
Sonstiges Finanzergebnis –2,4 –6,1 –2,3 –2,2
Finanzergebnis 2,4 –5,6 –2,2 –2,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 91,3 88,7 16,0 18,2
Ertragsteuern –23,9 –20,6 –4,8 –4,1
Periodenergebnis 67,4 68,1 11,2 14,0
Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens 67,4 68,1 11,2 14,0
EUR
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 1,00 1,01 0,17 0,21
Verwässertes Ergebnis je Aktie 1,00 1,01 0,17 0,21
Mio EUR
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 88,8 94,4 18,3 20,3
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4,9 0,5 0,0 0,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 93,7 94,8 18,3 20,3

Gesamtergebnisrechnung

Mio EUR Q1–3 2009 Q1–3 2010 Q3 2009 Q3 2010
Periodenergebnis 67,4 68,1 11,2 14,0
Währungsumrechnungsdifferenzen –0,1 –0,2 0,2 0,0
Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente 2,6 1,7 1,8 0,8
Latente Steuern –0,6 –0,4 –0,4 –0,2
Marktbewertung von Sicherungsgeschäften 3,7 0,0 0,1 –0,5
Latente Steuern –0,9 0,0 0,0 0,1
Sonstiges Ergebnis 4,6 1,1 1,6 0,2
Gesamtperiodenergebnis 72,0 69,1 12,8 14,3
Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens 72,0 69,1 12,8 14,3

Konzernbilanz

31.12.2009
Mio EUR
30.9.2010
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Firmenwerte 181,8 186,5
Immaterielle Vermögenswerte 66,7 65,4
Sachanlagen 695,7 663,4
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 37,0 35,2
Anteile an assoziierten Unternehmen 8,3 5,8
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 56,5 53,2
Andere Finanzanlagen 41,4 41,4
Forderungen 10,5 15,3
Latente Steuern 43,2 42,8
1.141,3 1.109,0
Kurzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 0,2 0,2
Vorräte 22,3 22,0
Forderungen 317,7 321,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 293,8 266,5
634,0 610,6
1.775,3 1.719,7
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 130,5 130,5
Gewinnrücklagen 128,2 106,5
Marktbewertung Finanzinstrumente –2,6 –1,4
Währungsumrechnungsrücklagen 0,2 0,0
Periodenergebnis 79,7 68,1
673,7 641,5
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 453,4 456,3
Finanzverbindlichkeiten 32,3 31,0
Verbindlichkeiten 12,8 23,7
Latente Steuern 15,4 14,1
514,0 525,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 117,0 109,1
Ertragsteuerrückstellungen 33,9 25,4
Finanzverbindlichkeiten 94,5 94,2
Verbindlichkeiten 342,1 324,3
587,6 552,9
1.775,3 1.719,7

Konzern-Cash-Flow-Statement

Q1–3 2009
Mio EUR
Q1–3 2010
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern
91,3
88,7
Abschreibungen
75,2
74,0
Ergebnis von assoziierten Unternehmen
–4,9
–0,5
Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten
–1,2
–0,2
Langfristige Rückstellungen
–7,4
2,9
Ergebnis aus Anlagenverkäufen
–1,1
–4,3
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzinstrumenten
0,1
0,0
Gezahlte Steuern
–18,7
–49,8
Nettozufluss/-abfluss Zinsen
–4,4
0,7
Währungsumrechnung
–0,6
–0,8
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge
0,0
4,3
Cash-Flow aus dem Ergebnis
128,4
115,0
Veränderung des Nettoumlaufvermögens
Forderungen
–0,7
–9,9
Vorräte
3,0
0,3
Kurzfristige Rückstellungen
–4,6
–7,9
Verbindlichkeiten
–14,1
5,8
Cash-Flow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens
–16,4
–11,7
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit
112,0
103,3
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
–2,0
–5,9
Erwerb von Sachanlagen und Investment Property
–48,3
–29,0
Erlöse aus Anlagenverkäufen
4,0
6,5
Erwerb/Verkauf von Tochterunternehmen
–3,9
–2,7
Erwerb/Verkauf von assoziierten Unternehmen
3,6
–0,3
Erwerb von Wertpapieren
–24,7
0,0
Erwerb von sonstigen Finanzinstrumenten
–1,5
0,0
Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren
29,8
5,0
Erhaltene Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen
0,2
0,2
Erhaltene Zinsen
7,8
2,0
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
–35,0
–24,1
Free Cash-Flow
77,0
79,2
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten
–14,9
–2,5
Ausschüttung
–168,9
–101,3
Gezahlte Zinsen
–3,4
–2,7
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit
–187,2
–106,5
Nettoabnahme des Finanzmittelbestandes
–110,3
–27,3
Finanzmittelbestand am 1. Jänner
248,1
293,8
Finanzmittelbestand am 30. September
137,9
266,5

Segmentberichterstattung

Q1–3 2009
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Sonstiges Konsoli-
dierung
Konzern
Außenumsatz 1.018,7 561,5 141,2 3,2 –1,4 1.723,2
Innenumsatz 34,8 17,8 136,8 126,1 –315,5 0,0
Umsatz gesamt 1.053,5 579,3 278,0 129,3 –316,9 1.723,2
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 159,9 –6,3 –6,7 –58,0 0,0 88,8
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4,5 0,0 0,0 0,3 0,0 4,9
EBIT 164,4 –6,3 –6,7 –57,6 0,0 93,7
Segmentvermögen 443,2 591,7 53,1 491,0 –0,5 1.578,4
Anteile an assoziierten Unternehmen 7,8 0,0 0,0 0,6 0,0 8,3
Segmentverbindlichkeiten 336,7 255,1 70,4 428,6 –5,4 1.085,4
Segmentinvestitionen 18,1 17,2 2,6 17,6 0,0 55,6
Abschreibungen 26,2 19,4 4,4 25,2 0,0 75,2
davon Wertminderungen 2,0 0,0 0,0 0,0 0,0 2,0
Mitarbeiter 15.349 3.953 4.773 2.024 26.099
3. Quartal 2009
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Sonstiges Konsoli-
dierung
Konzern
Außenumsatz 330,3 190,4 46,0 1,1 –0,5 567,3
Innenumsatz 12,6 5,7 44,0 42,1 –104,3 0,0
Umsatz gesamt 342,9 196,1 90,0 43,2 –104,8 567,3
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 49,9 –2,9 –2,8 –25,9 0,0 18,3
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0
EBIT 49,9 –2,9 –2,8 –25,8 0,0 18,3
Abschreibungen –7,8 –6,5 –1,5 –8,2 0,0 –24,0
davon Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Segmentberichterstattung nach Regionen

Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Q1–3
Mio EUR
2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010
Außenumsatz 1.201,9 1.184,7 419,9 425,1 101,4 103,4 1.723,2 1.713,2
Segmentvermögen 982,7 896,7 318,4 315,4 103,1 96,7 1.404,1 1.308,7
Segmentinvestitionen 33,7 30,7 12,7 10,4 9,2 3,0 55,6 44,1

Segmentberichterstattung

Q1–3 2010
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Sonstiges Konsoli-
dierung
Konzern
Außenumsatz 1.011,2 582,9 117,6 3,7 –2,3 1.713,2
Innenumsatz 38,5 17,4 126,6 124,2 –306,8 0,0
Umsatz gesamt 1.049,7 600,3 244,3 127,9 –309,0 1.713,2
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 168,2 9,0 –21,0 –61,9 0,0 94,4
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,2 0,0 0,0 0,3 0,0 0,5
EBIT 168,4 9,0 –21,0 –61,6 0,0 94,8
Segmentvermögen 382,1 417,0 44,8 465,5 –0,7 1.308,7
Anteile an assoziierten Unternehmen 5,2 0,1 0,0 0,5 0,0 5,8
Segmentverbindlichkeiten 332,5 99,9 72,8 427,7 –0,4 932,6
Segmentinvestitionen 25,0 11,1 2,0 6,0 0,0 44,1
Abschreibungen 27,2 18,1 4,3 24,4 0,0 74,0
davon Wertminderungen 1,9 0,0 0,0 0,9 0,0 2,8
Mitarbeiter 14.974 4.002 4.334 1.851 25.162
3. Quartal 2010
Mio EUR
Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Sonstiges Konsoli-
dierung
Konzern
Außenumsatz 329,1 195,8 37,7 1,2 –0,7 563,1
Innenumsatz 12,7 5,9 41,1 40,6 –100,2 0,0
Umsatz gesamt 341,8 201,7 78,8 41,7 –101,0 563,1
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 50,1 2,9 –9,4 –23,4 0,0 20,3
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1
EBIT 50,2 2,9 –9,4 –23,4 0,0 20,3
Abschreibungen –8,5 –6,1 –1,5 –7,7 0,0 –23,8
davon Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0

Segmentberichterstattung nach Regionen

Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
3. Quartal
Mio EUR
2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010
Außenumsatz 388,7 380,5 144,6 149,1 34,0 33,5 567,3 563,1

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Q1–3 2009
Mio EUR
Grund-
kapital
Eigene
Aktien
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Stand am 1. Jänner 2009 350,0 –12,2 130,5 178,2
Einzug eigene Aktien –12,2 12,2
Ausschüttung –50,0
Periodenergebnis
Sonstiges Ergebnis
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand am 30. September 2009 337,8 0,0 130,5 128,2
Q1–3 2010
Mio EUR
Grund-
kapital
Eigene
Aktien
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Stand am 1. Jänner 2010 337,8 0,0 130,5 128,2
Ausschüttung –21,6
Periodenergebnis
Sonstiges Ergebnis
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand am 30. September 2010 337,8 0,0 130,5 106,5

Marktbewertung Finanzinstrumente

Konzern
Eigenkapital
Perioden-
ergebnis
Währungsumrech-
nungsrücklagen
Sicherungs-
geschäfte
Zur Veräuße-
rung gehalten
741,5 118,9 0,7 –4,2 –20,4
0,0
–168,9 –118,9
67,4 67,4
4,6 –0,1 2,8 1,9
72,0 67,4 –0,1 2,8 1,9
644,6 67,4 0,6 –1,4 –18,5

Marktbewertung Finanzinstrumente

Konzern
Eigenkapital
Perioden-
ergebnis
Währungsumrech-
nungsrücklagen
Sicherungs-
geschäfte
Zur Veräuße-
rung gehalten
673,7 79,7 0,2 0,3 –3,0
–101,3 –79,7
68,1
–0,2 0,0 1,2
68,1 –0,2 0,0 1,2
641,5 68,1 0,0 0,3 –1,7

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 30. September 2010 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 30. September 2010 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Dieser Konzernzwischenabschluss entspricht auch allen zum 30. September 2010 geltenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und bereits anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 zugrunde liegen.

In den ersten drei Quartalen 2010 wurden folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

Neue und geänderte Standards und Interpretationen Inkrafttreten¹
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS 1.7.2009
IFRS 1 Zusätzliche Befreiungen für die erstmalige Anwendung der IFRS 1.1.2010
IFRS 1 Anpassungen aufgrund des geänderten IFRS 7 1.7.2010
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen 1.1.2010
IFRS 3/IAS 27 Unternehmenszusammenschlüsse
Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 1.7.2009
IAS 32 Finanzinstrumente: Klassifizierung von Bezugsrechten 1.2.2010
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Zulässige
Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen 1.7.2009
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer 1.7.2009
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten 1.7.2010
Diverse Jährliche Improvements to IFRS 2009 im Wesentlichen 1.1.2010

¹ anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Die geänderten Standards IFRS 1, IAS 32, IAS 39 und die Interpretationen IFRIC 17 und IFRIC 19 sind auf den Österreichischen Post Konzern derzeit nicht anwendbar. Die "Improvements to IFRS" haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses des Österreichischen Post Konzerns.

Mit den Änderungen zu IFRS 2 wurde die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im Konzern klargestellt. Im Detail wurde geregelt, wie eine einzelne Tochtergesellschaft in einem Konzern bestimmte anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in ihrem eigenen Abschluss bilanzieren soll. Es wurde nunmehr klargestellt, dass ein Unternehmen, das Güter und Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, diese Güter und Dienstleistungen bilanzieren muss, unabhängig davon, welches Unternehmen im Konzern die zugehörige Verpflichtung erfüllt oder ob die Verpflichtung in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Die Änderungen des IFRS 2 haben derzeit keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses.

Der geänderte Standard IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" hat Auswirkungen auf die Behandlung der Anschaffungskosten sowie auf die Bilanzierung bei sukzessivem Erwerb und Anteilsveränderungen mit Verlust oder Beibehaltung der Kontrolle. Neben der Erweiterung des Anwendungsbereiches enthält der überarbeitete Standard ein Wahlrecht für den Ansatz des Geschäftswertes. Weiters sind Rechnungslegungsänderungen im Zusammenhang mit bedingten Gegenleistungen enthalten. Auswirkungen ergeben sich zudem auf die Bewertung von zurückerworbenen Rechten, Eventualschulden, Entschädigungsansprüchen und immateriellen Vermögens-

werten sowie aufgrund der Neubeurteilung der Erstbewertung und Klassifizierung auf den Ansatz der mit dem Unternehmen erworbenen Vermögenswerte und Schulden. Der aktualisierte IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" regelt neben der mit IFRS 3 verbundenen überarbeiteten Bewertung bei Teilabgängen von Tochterunternehmen außerdem die Bilanzierung von nicht kontrollierenden Anteilen neu. Bei der erstmaligen Anwendung der Änderungen in IFRS 3 und IAS 27 rechnet der Konzern mit Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses sowie auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Österreichischen Post Konzerns im Zuge von Unternehmenszusammenschlüssen.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, der die Grundlage des vorliegenden Konzernzwischenabschlusses für die ersten drei Quartale 2010 darstellt, verwiesen.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 23 inländische (31. Dezember 2009: 21) und 40 ausländische (31. Dezember 2009: 41) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 4 inländische (31. Dezember 2009: 5) und 1 ausländisches (31. Dezember 2009: 0) Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

In den ersten drei Quartalen 2010 haben folgende Änderungen des Konsolidierungskreises sowie Verschmelzungen stattgefunden:

Name der Gesellschaft Anteil am Kapital Transaktions- Erläuterung
von auf zeitpunkt
Brief
feibra GmbH (feibra Tirol GmbH)¹ 100,0% 1.3.2010 Verschmelzung
feibra West GmbH 100,0% 28.1.2010 Gründung
Post d.o.o. za usluge 100,0% 8.1.2010 Gründung
EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH 40,0% 100,0% 1.7.2010 stufenweiser Erwerb
R-Electronic-Bill-Presentment Beteiligungs GmbH 100,0% 1.7.2010 Erwerb
Paket & Logistik
trans-o-flex ThermoMed GmbH & Co KG
(ThermoMed Life Sciences GmbH & Co KG –
vormals Rhenus Life Sciences GmbH & Co KG)² 100,0% 1.2.2010 Anwachsung
Eurodis GmbH 80,0% 59,4% 15.6.2010 Anteilsverkauf
LogIn Service d.o.o. 100,0% 7.1.2010 Gründung
tof Logistic Service GmbH
(TTL Tour Trans Log Service GmbH)¹ 100,0% 1.9.2010 Verschmelzung
¹ Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konso

lidierungskreis vorhanden. ² Anwachsung der in Klammer angeführten ThermoMed Life Sciences GmbH & Co KG – vormals Rhenus Life Sciences GmbH & Co KG – an den Kommanditisten wegen Ausscheidens der Komplementärin ThermoMed Life Sciences Verwaltungs GmbH – vormals Rhenus Life Sciences Verwaltungs GmbH.

Brief

Mit 1. Juli 2010 hat der Österreichische Post Konzern eine 100%ige Beteiligung an der R-Electronic-Bill-Presentment Beteiligungs GmbH, die eine Beteiligung in Höhe von 60% an der EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH hält, erworben. Dadurch wurde der bisherige 40%ige Anteil an der EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH des Österreichischen Post Konzerns auf 100% aufgestockt.

Die EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH ist ein führendes Unternehmen in der elektronischen Rechnungslegung und bietet eine Vielzahl an Lösungen für den elektronischen Versand von Dokumenten an. Der Österreichische Post Konzern soll mit diesem Unternehmenserwerb im Rahmen verstärkter Kundenorientierung und Innovation die duale Zustellung, das heißt die Übermittlung von Schriftstücken sowohl in physischer als auch elektronischer Form, durch das neue Produkt "mein.brief.at" umsetzen.

Aufgrund der Anteilserhöhung auf 100% wird die EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH ab 1. Juli 2010 als vollkonsolidiertes Unternehmen und nicht mehr als Anteil an assoziierten Unternehmen in den Konzernabschluss der Österreichen Post AG einbezogen.

Der Kaufpreis für den 60%-Anteil an der EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH sowie am 100%- Anteil an der R-Electronic-Bill-Presentment Beteiligungs GmbH betrug 2,4 Mio EUR.

Abgeleitet aus dem Kaufpreis des neuen 60%-Anteils war gemäß IFRS 3.42 eine Neubewertung des bereits bestehenden 40%-Anteils auf den entsprechenden beizulegenden Zeitwert in Höhe von 1,6 Mio EUR erforderlich, aus der ein Verlust in Höhe von 1,3 Mio EUR resultiert. Der Gesamtkaufpreis betrug daher 4,0 Mio EUR.

Die folgenden Vermögenswerte und Schulden wurden im Rahmen der Akquisiton der EBPP Electronic Bill Presentment and Payment GmbH und R-Electronic-Bill-Presentment Beteiligungs GmbH erworben:

Mio EUR Beizulegende Zeitwerte Buchwerte vor dem Erwerb
Firmenwert 3,1 0,0
Immaterielle Vermögenswerte 0,1 0,1
Kurzfristiges Vermögen 0,9 0,9
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 0,1 0,1
Erworbenes Nettovermögen 4,0 0,9

Paket & Logistik

Mitte Juni 2010 wurden 20,6% der Anteile an der Eurodis GmbH verkauft. Aufgrund der Abtretung von Stimmrechten im Zuge des Anteilsverkaufs hat der Österreichische Post Konzern den beherrschenden Einfluss an der Eurodis GmbH verloren und die Methode der Einbeziehung in den Konzernabschluss geändert. Die Eurodis GmbH wird ab 1. Juli 2010 nach der Equity-Methode bewertet.

3. Sonstige Angaben

Der Österreichische Post Konzern hat von der redmail Logistik & Zustellservice GmbH Kundenbeziehungen erworben. Diese betreffen die unadressierte Zustellung – insbesondere von Werbemitteln und Gratiszeitungen – in Österreich (ausgenommen die Bundesländer Kärnten und Steiermark) sowie die adressierte Zustellung von Werbemitteln und sonstigen Sendungen.

Durch den Erwerb der Kundenbeziehungen von redmail wird die Marktpräsenz der Österreichischen Post weiter ausgebaut. Das zusätzliche Zustellungsvolumen fließt in bestehende Logistikstrukturen ein und ermöglicht daher Synergieeffekte in der Verteilung.

Im Rahmen eines Asset Deals mit der Medienvertrieb West GmbH hat der Österreichische Post Konzern Kundenbeziehungen erworben und einen Firmenwert erfasst. Der erworbene Geschäftsbereich betrifft die unadressierte Zustellung, die Herstellung und den Vertrieb insbesondere von Werbemitteln und Gratiszeitungen vorwiegend im Bundesland Salzburg.

Die Österreichische Post AG hat der zuständigen Regulierungsbehörde geplante Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgelegt. Es erfolgt eine Anpassung der Geschäftsbedingungen durch die Neuerungen des Umsatzsteuergesetzes. Postdienstleistungen im Universaldienst, das sind im wesentlichen Postsendungen bis 2 kg (BRIEF, INFO.MAIL), der Versand von Tages-, Wochen- und Monatszeitungen sowie Postpakete bis 10 kg, mit Ausnahme EMS, bleiben steuerfrei, wenn sie auf Basis der Allgemeinen Geschäftsbedingungen in Postgeschäftsstellen oder Briefkästen aufgegeben werden. Die Österreichische Post AG wird ab 1. Jänner 2011 daher umsatzsteuerpflichtige und umsatzsteuerbefreite Postdienstleistungen anbieten.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 30. September 2010 nicht wesentlich verändert.

4. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 30. September 2010 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Mit Signing vom 15. Oktober 2010 ist der Österreichische Post Konzern mit der Schweizerischen Post ein Joint Venture zwecks Bündelung der internationalen Aktivitäten im Bereich adressierter Werbesendungen eingegangen, wobei die Anteilsverhältnisse des Österreichischen Post Konzerns 65% und der Schweizerischen Post 35% betragen.

Im Zuge des Joint Ventures wird Anfang 2011 die im Besitz der Österreichischen Post befindliche meiller direct GmbH in Schwandorf (Deutschland) mit dem Geschäftsfeld Direct Mail der Swiss Post Solutions in Bamberg (Deutschland) zusammengeführt. Das Joint Venture wird mit Tochtergesellschaften in Tschechien, Polen, Russland, Frankreich und Schweden tätig sein. Der strategische Fokus des neuen Unternehmens wird auf der Beratung, Konzeption und Produktion von adressierten, individualisierten Werbesendungen liegen. Dazu zählen insbesondere die Produktion von Direct Mails und Kuverts sowie Lettershop-Tätigkeiten.

Aufgrund der Mitbestimmungsrechte wird das Joint Venture gemeinsam gesteuert und der Österreichische Post Konzern kann keinen beherrschenden Einfluss ausüben. Die Anteile am Joint Venture werden im Konzernabschluss der Österreichischen Post AG als Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen und entsprechend bewertet.

Das Closing wird Ende des Jahres 2010 erwartet. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.

In der Sonderaufsichtsratssitzung vom 12. Oktober 2010 wurde beschlossen, den Kooperationsvertrag mit der BAWAG P.S.K bis 31. Dezember 2020 zu verlängern. Zweck der Kooperation soll unter anderem der Aufbau eines nachhaltig gesicherten Netzes aus vollwertigen Post- und Bankdienstleistungen an über 500 gemeinsam betriebenen Standorten in ganz Österreich sein. Die Partnerschaft ermöglicht eine stärkere Kundenfokussierung sowie die Nutzung von Synergiepotenzialen.

5. Negativvermerk

Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für die ersten drei Quartale 2010 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 8. November 2010

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende

Finanzkalender 2011

15. März 2011 Jahresendergebnis 2010, Veröffentlichung: 07:30 Uhr
18. April 2011 Record Date, Nachweisstichtag für Teilnahme an Hauptversammlung
28. April 2011 Hauptversammlung 2011, Wien
12. Mai 2011 Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag
13. Mai 2011 Zwischenbericht 1. Quartal 2011, Veröffentlichung: 07:30 Uhr
19. August 2011 Halbjahresfinanzbericht 2011, Veröffentlichung: 07:30 Uhr
17. November 2011 Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2011, Veröffentlichung: 07:30 Uhr

Entwicklung der Post Aktie

Impressum

Österreichische Post AG, Unternehmenszentrale, Postgasse 8, 1010 Wien, www.post.at

Konzept, Gestaltung und Gesamtkoordination: Scholdan & Company, Wien Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 8. November 2010

Kontakt

Investor Relations

Dipl.-Ing. Harald Hagenauer T: +43 (0) 57767-30401 F: +43 (0) 57767-30409 E: [email protected] I: www.post.at/ir

Konzernkommunikation

Mag. Ina Sabitzer T: +43 (0) 57767-21763 F: +43 (0) 57767-28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr

Die Österreichische Post im Internet: www.post.at www.business.post.at

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