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Österreichische Post AG

Earnings Release May 21, 2010

752_rns_2010-05-21_1ea01c11-1756-4b58-aa14-5ccbf8a12443.pdf

Earnings Release

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Zwischenbericht 1. Quartal 2010 Österreichische Post AG

Highlights Q1 2010

Weiterhin schwieriges Marktumfeld 2010

  • Division Brief: Elektronische Substitution von Briefen hält an
  • Division Paket & Logistik: Paketmarkt mit Volumenssteigerung, weiterhin Preisdruck
  • Division Filialnetz: Umsatz- und Strukturwandel im Filialnetz

Konzernumsatz im Q1 wie erwartet um 1,6% zurückgegangen

Kostensenkungsmaßnahmen zeigen Wirkung

  • Materialaufwand minus 2,8%
  • Personalaufwand minus 0,7%
  • Sonstiger Aufwand minus 2,4%

Q1-Ergebnis etwas unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres

  • EBITDA-Marge mit 11,7% weiterhin hoch
  • EBIT mit 45,3 Mio EUR um 2,4 Mio EUR unter Vorjahr

Free Cash-Flow mit 30,1 Mio EUR über Vorjahresniveau

Kennzahlenüberblick

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 Veränderung
2009/2010
Gewinn- und Umsatz 595,2 585,6 –1,6%
Verlustrechnung EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) 72,2 68,3 –5,4%
EBITDA-Marge 12,1% 11,7%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 47,8 45,3 –5,1%
EBIT-Marge 8,0% 7,7%
EBT (Ergebnis vor Steuern) 48,4 43,4 –10,5%
Periodenergebnis 33,7 33,4 –0,8%
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,50 0,49 –0,8%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 26.012 25.100 –3,5%
31.12.2009 31.3.2010
Cash-Flow Cash-Flow aus dem Ergebnis 57,3 50,8 –11,3%
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 30,5 38,8 27,2%
Investitionen in Sachanlagen 14,9 10,1 –32,7%
Investitionen in Beteiligungen 2,4 1,0 –58,7%
Free Cash-Flow –1,8 30,1
Free Cash-Flow vor Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 22,9 30,1 31,2%
Bilanz Bilanzsumme 1.775,3 1.792,0 0,9%
Eigenkapital 673,7 708,5 5,2%
Langfristiges Vermögen 1.141,3 1.135,0 –0,6%
Kurzfristiges Vermögen 634,0 657,0 3,6%
Nettoverschuldung 231,2 207,0 –10,5%
Eigenkapitalquote 38,0% 39,5%
Capital Employed 861,7 872,7 1,3%

Vorwort des Vorstands Geschäftsentwicklung 1. Quartal Geschäftsentwicklung Divisionen Konzernzwischenabschluss Konzernanhang

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren! Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Die Entwicklung der Österreichischen Post war auch im ersten Quartal 2010 von einem schwierigen Marktumfeld geprägt. Wie prognostiziert hält die elektronische Substitution von Briefen weiter an, während sich der Werbemarkt langsam verbessert und auch der Paket- und Logistikmarkt in unseren Kernmärkten erste Erholungstendenzen in Form von Volumenssteigerungen zeigt.

Der Umsatz der Österreichischen Post hat sich daher im ersten Quartal wie erwartet um 1,6% oder 9,5 Mio EUR auf 585,6 Mio EUR reduziert. Die Division Brief verzeichnete dabei einen Rückgang um 1,4%, wobei die klassische Briefpost, getrieben von elektronischer Briefsubstitution, um 3,5% zurückging, während das Geschäftsfeld Infomail/Werbesendungen einWachstum von 1,3% aufwies.

Die Division Paket & Logistik verzeichnete einen Umsatzanstieg um 2,6%. Das Wachstum fiel im Kerngeschäft sogar höher aus, da Ende letzten Jahres unrentable Aktivitäten derTransportlogistik inDeutschland beendet wurden.

Die Umsatz- und Organisationsstruktur im Filialnetz unterliegt einem Wandel. Hier erfolgte ein Umsatzrückgang um 9,8 Mio EUR, teilweise auch bedingt durch eine geänderte Umsatzdarstellung von Prepaid-Telefonwertkarten aufgrund einer neuen Umsatzsteuerrichtlinie in Österreich.

Effizienzsteigerungsmaßnahmen hatten und haben in der Österreichischen Post oberste Priorität, um dem Umsatzrückgang entgegenzuwirken. So ist es im ersten Quartal gelungen, sowohl die Sachkosten als auch die Personalkosten zu senken. Das EBIT lag in den ersten drei Monaten 2010 mit 45,3 Mio EUR daher lediglich um 2,4 Mio EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Cash-Flow konnte stabil gehalten werden, der Free Cash-Flow vor Wertpapierveränderungen verbesserte sich um 7,2 Mio EUR auf 30,1 Mio EUR.

Die aktuelle Entwicklung bestärkt uns in der Prognose für das Gesamtjahr 2010. Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Umsatz des Konzerns 2010 um 1–2% unter dem Niveau des Jahres 2009 liegen wird und die EBITDA-Marge in der Bandbreite von 10–12% gehalten werden kann.

Die Österreichische Post wird zur Sicherung der Ertragskraft auch weiterhin alle erforderlichen Maßnahmen setzen, um Umsätze zu sichern, die Kostenstruktur zu verbessern und die Flexibilität des Post Konzerns zu erhöhen.

Basierend auf einer soliden Bilanz und Cashgenerierung hat die Österreichische Post eine attraktive Dividendenpolitik definiert. Die vorgeschlagene Dividende von 1,50 EUR pro Aktie wurde in der Hauptversammlung am 22. April 2010 beschlossen und am 6. Mai 2010 ausbezahlt. Darüber hinaus wurden in dieser Hauptversammlung auch alle Kapitalvertreter im Aufsichtsrat neu gewählt.

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2010

Wirtschaftliches Umfeld und Rahmenbedingungen

Nach dem starken Rückgang derWirtschaft um 3,6% in 2009 hat sich die konjunkturelle Situation in Österreich ausgehend vom Warenexport und der Sachgüterproduktion stabilisiert. Eine positive Tendenz ist zwar vorhanden, für eine stärkere Dynamik müsste allerdings die Investitionstätigkeit der Unternehmen wieder ansteigen. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte stärktewährendder RezessiondieKonjunktur.Gestützt von hohen Reallohnzuwächsen und Steuersenkungen wuchs der Konsum leicht aber stetig.

Im Jahr 2010 wird für die Wirtschaftsleistung Österreichs von einem leichten Plus von 1,3% (WIFO und IHS) ausgegangen. Für Deutschland wird mit einem Wachstum von 1,4% gerechnet (IHS). Die Situation in den Ländern Süd-/Osteuropas sieht differenziert aus: Slowakei +3,1%, Ungarn –0,1%, Kroatien –1,0%, Serbien –0,5%, Bosnien-Herzegowina –1,0% (UniCredit CEE Quarterly).

Auch die Volumina des Brief- und Paketmarkts hängen zum Teil mit der Wirtschaftsentwicklung und dem Konsumverhalten zusammen. Ein weiterer grundsätzlicher Trend ist die elektronische Substitution von Briefen. Diese hält unvermindert an und ist eine Belastung für alle Postgesellschaften.

Das Volumen der Werbesendungen ist abhängig von den Werbeaktivitäten der Unternehmen. Der vierteljährlich erscheinende Forecast von Zenith Optimedia geht davon aus, dass der Werbemarkt in Westeuropa und Nordamerika nur sehr langsame Erholungstendenzen zeigt. Für 2010 wird für Westeuropa ein Plus von 0,4%, für Deutschland ein Minus von 1,4% prognostiziert.

Im Bereich Paket- und Logistikmarkt zeigen sich positive Volumensentwicklungen, gestützt vom stetigen internationalen Handel sowie von der generellen Zunahme der Internetkäufe.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Im ersten Quartal 2010 wurde der Konsolidierungskreis um die feibra West GmbH (Österreich) und die Post d.o.o. za usluge (Kroatien, beide Division Brief) sowie die LogIn Service d.o.o. (Bosnien-Herzegowina, Division Paket & Logistik) erweitert. Alle drei Unternehmen sind eigene Gründungen. Die ThermoMed Life Sciences GmbH & Co KG wurde in die trans-o-flex ThermoMed GmbH & Co KG integriert.

Geschäftsentwicklung – Ertragslage

Die Entwicklung der Österreichischen Postwarim ersten Quartal 2010 von einem weiterhin schwierigen Marktumfeld geprägt. Die elektronische Substitution von Briefen sowie ein Umsatz- und Strukturwandel im Filialnetz wirkten sich negativ aus, während im Bereich Paket & Logistik eine positive Tendenz im Volumen ersichtlich war. Dadurch kam es im ersten Quartal 2010 zu einem Rückgang der Umsatzerlöse um 1,6% oder 9,5 Mio EUR auf 585,6 Mio EUR.

Die Division Brief verzeichnete im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres einen Rückgang um 1,4%, wobei die Geschäftsfelder Infomail und Medienpost Zuwächse verzeichnen konnten. Als markantester Trend ist auch weiterhin die elektronische Substitution von Briefen festzustellen, dem im ersten Quartal 2010 aber Sondereffekte wie etwa zahlreiche Wahlen (Briefwahl) oder der verstärkte Versand von Reisepässen entgegenwirkten. Das Geschäftsfeld Infomail profitierte neben den Sondereffekten auch von der gestiegenen Nachfrage der Werbeindustrie.

In der Division Paket & Logistik war ein Umsatzzuwachs von 2,6% zu verzeichnen. DerVolumensanstieg in den Kerngeschäften verlief erfreulich, unrentable Aktivitäten der Transportlogistik wurden beendet. Sowohl in Österreich als auch in Südost-/Osteuropa wurde ein deutliches Umsatzplus erzielt.

Vorwort des Vorstands Geschäftsentwicklung 1. Quartal Geschäftsentwicklung Divisionen Konzernzwischenabschluss Konzernanhang

Die Umsatz- und Organisationsstruktur im Filialnetz unterliegt einem Wandel. Der Umsatz verringerte sich um 9,8 Mio EUR, die Gesamtkosten wurden um 11,7 Mio EUR reduziert. Eine geänderte Umsatzdarstellung von Prepaid-Telefonwertkarten – aufgrund einer neuen österreichischen Umsatzsteuerrichtlinie – trug mit 2,7 Mio EUR zum Umsatzrückgang bei. Auch die Innenumsätze reduzierten sich um 8,2% wegen der verstärkten Direktabholung von Briefen und Paketen bei den Kunden.

Umsatz nach Divisionen¹

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 % Veränderung
Mio
Struktur
Q1 2010
Umsatz (Außenumsatz) 595,2 585,6 –1,6% –9,5 100,0%
Brief 353,0 348,2 –1,4% –4,8 59,4%
Paket & Logistik 190,9 195,9 2,6% 5,0 33,5%
Filialnetz 50,7 40,9 –19,2% –9,8 7,0%
Sonstiges 1,8 1,3 –24,2% –0,4 0,2%
Konsolidierung –1,1 –0,7 37,9% 0,4 –0,1%
Werktage in Österreich² 62 62

¹ Außenumsatz der Divisionen

Umsatzanteile nach Divisionen (%)

² Kalender-Werktage

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 Veränderung Struktur
% Mio Q1 2010
Umsatzerlöse 595,2 585,6 –1,6% –9,5 100,0%
Sonstige betriebliche Erträge 16,6 17,7 6,3% 1,0 3,0%
Materialaufwand und Aufwand
für bezogene Leistungen –186,5 –181,2 2,8% 5,3 30,9%
Personalaufwand –289,9 –287,8 0,7% 2,1 49,1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen –67,8 –66,1 2,4% 1,7 11,3%
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4,6 0,2 –4,4 0,0%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen) 72,2 68,3 –5,4% –3,9 11,7%
Abschreibungen –24,5 –23,0 5,9% 1,4 3,9%
EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 47,8 45,3 –5,1% –2,4 7,7%
Sonstiges Finanzergebnis 0,7 –1,9 –2,6 0,3%
EBT (Ergebnis vor Steuern) 48,4 43,4 –10,5% –5,1 7,4%
Ertragsteuern –14,7 –9,9 32,6% 4,8 1,7%
Ergebnis nach Ertragsteuern = Periodenergebnis 33,7 33,4 –0,8% –0,3 5,7%
Ergebnis je Aktie (EUR) 0,50 0,49 –0,8%

Um dem Umsatzrückgang von 9,5 Mio EUR entgegenzuwirken,hatten und haben Effizienzsteigerungsmaßnahmen in der Österreichischen Post weiterhin oberste Priorität. Bereits im Jahr 2009 wurde eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, die nachhaltig dazu beitragen, die Kostenstruktur zu verbessern.

Die größte Aufwandsposition der Österreichischen Post ist der Personalaufwand mit nahezu 50% des Umsatzes. Im ersten Quartal 2010 wurde der Personalaufwand in Summe um 0,7% auf 287,8 Mio EUR reduziert. Ein wesentlicher Beitrag dazu war die Personalreduktion um 912 auf 25.100 Mitarbeiter im ersten Quartal 2010 gegenüber dem ersten Quartal 2009.

Die operativen Personalkosten konnten um rund 10 Mio EUR verringert werden. Für Mitarbeiter, die in den Bundesdienst wechseln und für Mitarbeiter, die den Sozialplan zur Übergangskarenzierung bis zum Pensionsantritt angenommen haben, ist ein höherer Rückstellungsbedarf von insgesamt 7,1 Mio EUR erforderlich geworden.

Bei den Sachkosten wurden Einsparungen im Materialaufwand und im Aufwand für bezogene Leistungen sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erzielt. In Summe waren dies 7,0 Mio EUR im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres. Die geänderte Darstellung bei Prepaid-Telefonwertkarten ergab eine Reduktion um 2,7 Mio EUR. Weitere Rückgänge erfolgten beim Handelswareneinsatz im Filialnetz sowie bei Energie-, Treibstoff- und Brennstoffkosten sowie durch reduzierte Beratungs- und Kommunikationsaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtszeitraumgeringfügig auf 17,7Mio EUR gestiegen;darin inkludiert sind Mieterträge in Höhe von 5,8 Mio EUR.

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 % Veränderung
Mio
EBITDA gesamt 72,2 68,3 –5,4% –3,9
Brief 71,2 72,7 2,0% 1,4
Paket & Logistik 7,1 10,1 41,2% 2,9
Filialnetz 1,6 –0,8 –2,3
Sonstiges –7,7 –13,6 –77,1% –5,9

Vorwort des Vorstands Geschäftsentwicklung 1. Quartal Geschäftsentwicklung Divisionen Konzernzwischenabschluss Konzernanhang

Das EBITDA des Österreichischen Post Konzerns lag im Quartalsvergleich mit 68,3 Mio EUR um 5,4% unter dem Wert des Vorjahres. Die EBITDA-Marge beträgt somit 11,7%.

Die Abschreibungen der Österreichischen Post sind im gleichen Zeitraum auf 23,0 Mio EUR zurückgegangen (minus 5,9%). Im ersten Quartal mussten keine Abschreibungen für Wertminderungen vorgenommen werden.

EBIT nach Divisionen

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 % Veränderung
Mio
EBIT gesamt 47,8 45,3 –5,1% –2,4
Brief 63,1 64,9 2,7% 1,7
Paket & Logistik 0,7 4,1 3,4
Filialnetz 0,2 –2,1 –2,3
Sonstiges –16,2 –21,5 –33,0% –5,3

Als Resultat des eingetretenen Umsatzrückgangs und der beschriebenen aufwandsseitigen Einsparungen reduzierte sich das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der Österreichischen Post im ersten Quartal 2010 um 5,1% oder 2,4 Mio EUR auf 45,3 Mio EUR.

Der Rückgang ist mit einem positiven Einmaleffekt in den Vergleichszahlen des Vorjahres erklärbar. Im ersten Quartal 2009 hat sich der Verkauf von 49,8% der Gesellschaft Mader Zeitschriftenverlags GmbH mit 4,4 Mio EUR positiv zu Buche geschlagen.

Die Division Brief erwirtschaftete im ersten Quartal 2010 ein EBIT von 64,9 Mio EUR (plus 1,7 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr), die Division Paket & Logistik ein EBIT von 4,1 Mio EUR (plus 3,4 Mio EUR),dieDivision Filialnetz erzielte minus 2,1 Mio EUR (entspricht einem Rückgang um 2,3 Mio EUR). Ein geringeres EBIT war auch im Bereich Sonstiges zu verzeichnen. Hier sind unter anderem nicht weiter verrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit leer stehenden Immobilien,Aufwendungen für Sozialplanleistungen an Mitarbeiter sowie die Veränderung von Personalrückstellungen enthalten.

Für Mitarbeiter, die den Sozialplan zur Übergangskarenzierung bis zum Pensionsantritt angenommen haben, erhöhte sich die Rückstellung um 3,6 Mio EUR. In der Rückstellung für Unterauslastung wurden Vorsorgen von 3,5 Mio EUR für Mitarbeiter gebildet, die in den Bundesdienst wechseln. Im Bereich Sonstiges ist im Vergleich zum Vorjahr ein EBIT-Rückgang um 5,3 Mio EUR auf nunmehr minus 21,5 Mio EUR eingetreten.

Das Finanzergebnis des Österreichischen Post Konzerns verminderte sich im ersten Quartal 2010 auf minus 1,9 Mio EUR, unter anderem bedingt durch das gesunkene Zinsniveau.

Das Ergebnis vor Steuern reduzierte sich somit um 5,1 Mio auf 43,4 Mio EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 9,9 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 33,4 Mio EUR. Dies entspricht 0,49 EUR je Aktie für das erste Quartal 2010 nach 0,50 EUR pro Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Periodenergebnis

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur nach Fristigkeit

Mio EUR 31.12.2009 31.3.2010 Struktur
31.3.2010
Aktiva
Langfristiges Vermögen 1.141,3 1.135,0 63,3%
davon andere Finanzanlagen sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere 97,9 98,9 5,5%
Kurzfristiges Vermögen 634,0 657,0 36,7%
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 293,8 321,5 17,9%
1.775,3 1.792,0 100,0%
Passiva
Eigenkapital 673,7 708,5 39,5%
Langfristige Verbindlichkeiten 514,0 510,6 28,5%
davon Rückstellungen 453,4 454,8 25,4%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 587,6 572,9 32,0%
davon Rückstellungen 150,9 145,0 8,1%
1.775,3 1.792,0 100,0%

Die Österreichische Post folgt einer risikoaversen Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und dem hohen Zahlungsmittelbestand.

Der überwiegende Teil der Bilanzsumme des Österreichischen Post Konzerns von insgesamt 1.792,0 Mio EUR entfällt mit einem Anteil von 63,3% oder 1.135,0 Mio EUR auf langfristiges Vermögen.

Innerhalb des langfristigen Vermögens nehmen die Positionen Sachanlagen mit 687,0 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen inWertpapiere und andere Finanzanlagen mit 98,9 Mio EUR eine bedeutende Stellung ein. Zu den größten Posten des kurzfristigen Vermögens gehören mit 321,5 Mio EUR Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen mit 310,8 Mio EUR.

Passivseitig setzt sich die Bilanzsumme aus Eigenkapital (39,5%), langfristigen Verbindlichkeiten (28,5%) und kurzfristigenVerbindlichkeiten (32,0%) zusammen. Die langfristigen Verbindlichkeiten von insgesamt 510,6 Mio EUR beinhalten imWesentlichen Rückstellungen (in Summe 454,8 Mio EUR). Auf die Rückstellung für Unterauslastung entfallen 288,3 Mio EUR, davon 44,4 Mio EUR für Mitarbeiter, die in den Bundesdienst wechseln (285,6 Mio EUR per Ende 2009). Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 572,9 Mio EUR dominieren Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Österreichische Post verfügt in Summe über einen erheblichen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln. Per 31. März 2010 waren dies Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von insgesamt 321,5 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 57,8 Mio EUR. Der Bestand an Finanzmitteln ist im ersten Quartal 2010 somit von 350,5 Mio EUR per Ende 2009 auf 379,3 Mio EUR per Ende März 2010 gestiegen. Den Finanzmitteln stehen Finanzverbindlichkeiten von lediglich 125,6 Mio EUR gegenüber.

Cash-Flow

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010
Cash-Flow aus dem Ergebnis 57,3 50,8
± Veränderungen im Nettoumlaufvermögen –26,8 –12,0
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 30,5 38,8
± Cash-Flow aus Investitionstätigkeit –32,3 –8,7
davon Erwerb/Verkauf von Wertpapieren –24,7 0,0
Free Cash-Flow –1,8 30,1
Free Cash-Flow vor Erwerb/Verkauf von Wertpapieren 22,9 30,1

Der Cash-Flow aus dem Ergebnis lag im ersten Quartal 2010 mit 50,8 Mio EUR um 6,5 Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die erhöhten Steuerzahlungen im Quartalsvergleich zurückzuführen. Der Cash-Flow aus dem Ergebnis vor Steuern war mit 66,9 Mio EUR auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Veränderung des Nettoumlaufvermögens betrug im ersten Quartal minus 12,0 Mio EUR, überwiegend bedingt durch geringereVerbindlichkeiten. In Summe ergibt sich im ersten Quartal 2010 ein Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 38,8 Mio EUR nach 30,5 Mio EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit minus 8,7 Mio EUR beinhaltet den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) in Höhe von 10,1 Mio EUR sowie den Erlös aus Anlageverkäufen von 4,0 Mio EUR.

Der Free Cash-Flow betrug 30,1 Mio EUR. Der Free Cash-Flow vor Wertpapierveränderung lag ebenfalls bei 30,1 Mio EUR und damit um 7,2 Mio über dem Vorjahresniveau.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen der Österreichischen Post erreichten im ersten Quartal 2010 ein Volumen von 10,1 Mio EUR. Die Investitionen wurden zum überwiegenden Teil in technische Anlagen und Maschinen, Betriebsausstattung sowie geleistete Anzahlungen in den Konzerngesellschaften trans-o-flex, ThermoMed, meiller und SPS getätigt. In Österreich wurden vor allem Baumaßnahmen gesetzt.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte des Österreichischen Post Konzerns ging im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,5% oder 912 Mitarbeiter auf nunmehr 25.100 Mitarbeiter zurück. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einer Abnahme des Personalstands in den Divisionen Brief, Filialnetz sowie Sonstiges.

Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (20.847). In den Tochterunternehmen arbeiten etwas mehr als 4.000 Mitarbeiter.

Mitarbeiter nach Divisionen¹

Q1 2009 Q1 2010 Struktur
Brief 15.141 14,808 59,0%
Paket & Logistik 4.000 4.013 16,0%
Filialnetz 4.748 4.425 17,6%
Sonstiges 2.123 1.854 7,4%
Gesamt 26.012 25.100 100,0%

¹ Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Der Österreichische Post Konzern ist – als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen – im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen verantwortungsbewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung rasch zu setzen.

Die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten wie Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken, regulatorische und rechtliche Risiken, finanzielle Risiken sowie Markt- und Wettbewerbsrisiken und Informationen zum internen Kontrollsystem und Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind ausführlich im Geschäftsbericht 2009 der Österreichischen Post AG erläutert (siehe Geschäftsbericht Seiten 83 bis 89 und 138 bis 141).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Ungewissheiten für die restlichen neun Monate des laufenden Geschäftsjahres ab. In den Divisionen Brief sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und hängen von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente ab. Eine ungünstige Wirtschaftslage der Kunden der Österreichischen Post hat negative Auswirkungen auf die Volumensentwicklung von Briefen und Paketen. Ein gedämpftes wirtschaftliches Umfeld kann zusätzlich auch Einfluss auf die Wettbewerbssituation und damit auf die erzielbaren Preise für Postdienstleistungen haben. Klassische Briefsendungen werden darüber hinaus zunehmend durch E-Mail oder andere elektronische Medien ersetzt. Der Trend zur elektronischen Substitution von Briefen, insbesondere zur elektronischen Zustellung, wurde durch die derzeitigeWirtschaftskrise beschleunigt und wird auch weiterhin fortbestehen.

Darüber hinaus ist die Österreichische Post insbesondere im angespannten Marktumfeld auch von drohenden Geschäftsausfällen der Kunden betroffen. In der Division Filialnetz sind die Erträge aus Finanzdienstleistungen stark von der wirtschaftlichen Entwicklung des Bankpartners BAWAG P.S.K. geprägt, die Erträge aus Telekommunikationsprodukten von der Produktgestaltung des Partners Telekom Austria. Als Logistikunternehmen ist die Österreichische Post grundsätzlich dem Risiko steigender Kosten durch höhere Transport- und Treibstoffpreise ausgesetzt.

Alle erwähnten Risiken können zu nicht unerheblichen Volumensrückgängen und damit Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Ausblick 2010

In der Entwicklung der ersten drei Monate des Jahres 2010 sieht die Österreichische Post die Prognose für das Gesamtjahr 2010 bestätigt.

Die Österreichische Post geht für 2010 davon aus, dass die Umsätze in der Division Brief – primär bedingt durch elektronische Substitution – weiter rückläufig sein werden. Gemäß internationalen Erfahrungen erscheint eine Bandbreite von minus 3% bis minus 5% realistisch. In der Division Paket & Logistik sollte sich – basierend auf den derzeit vorliegenden Konjunkturschätzungen – im Jahresverlauf eine Verbesserung des Paketumsatzes einstellen. Auf Grundlage dieser Annahmen geht die Österreichische Post auch weiterhin davon aus, dass der Umsatz des Konzerns 2010 um etwa 1–2% unter dem Niveau des Jahres 2009 liegen wird.

Es wurden allerdings eine Reihe strategischer Ziele und operativer Maßnahmen definiert, um sowohl umsatzseitige Wachstumschancen zu nutzen als auch kostenseitige Einsparungspotenziale zu realisieren. Ziel ist es, die Gesamtkosten des Konzerns weiter nachhaltig zu senken, die hohe Ertragskraft zu erhalten und eine nachhaltige EBITDA-Marge von 10–12% zu erreichen. Auch für das Jahr 2010 wird eine EBITDA-Marge von 10–12% angestrebt.

Hinsichtlich der erwarteten Finanzierungserfordernisse für 2010 geht die Österreichische Post von erforderlichen Anlageinvestitionen (CAPEX) im Ausmaß von etwa 80 Mio EUR aus. In der internationalen Ausrichtung behalten die Integration und der Ausbau bestehender Netze Vorrang, ebenso wie die Steigerung der operativen Performance der Tochtergesellschaften. Ein nachhaltig positiver Ergebnisbeitrag der internationalen Beteiligungen für 2010 ist vorgesehen.

Besondere Ereignisse nach dem Ende der Zwischenberichtsperiode

Auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats beschloss die Hauptversammlung am 22. April 2010 die Ausschüttung einer Dividende von 1,50 EUR pro Aktie (in Summe 101,3 Mio EUR). Der Zahltag für die Dividende war der 6. Mai 2010.

Division Brief

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 % Veränderung
Mio
Außenumsatz 353,0 348,2 –1,4% –4,8
Briefpost 193,5 186,8 –3,5% –6,7
Infomail 126,1 127,8 1,3% 1,7
Medienpost 33,4 33,6 0,7% 0,2
Innenumsatz 10,9 13,1 19,6% 2,1
Umsatz gesamt 363,9 361,3 –0,7% –2,6
EBITDA 71,2 72,7 2,0% 1,4
Abschreibungen –8,1 –7,8 3,9% 0,3
EBIT 63,1 64,9 2,7% 1,7
EBITDA-Marge¹ 19,6% 20,1%
EBIT-Marge¹ 17,3% 18,0%
Mitarbeiter² 15.141 14.808 –2,2% –333

¹ Bezogen auf Gesamtumsatz

² Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

DerAußenumsatz derDivision Briefreduzierte sich im ersten Quartal 2010 gegenüber der Vergleichsperiode 2009 um 1,4% auf 348,2 Mio EUR. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die anhaltende Substitution von Briefen durch elektronische Medien. Diesem Trend wirkten im ersten Quartal 2010 positive Sondereffekte entgegen, wie etwa Gemeinderatswahlen in vier Bundesländern, Wirtschaftskammerwahlen und eine Volksbefragung in Wien, aber auch der saisonale Schwerpunkt beim Versand von Reisepässen.

Das Geschäftsfeld Briefpost verzeichnete im laufenden Jahr einen Umsatzrückgang von 3,5% oder 6,7 Mio EUR. Die Wirtschaftsentwicklung veranlasst viele Unternehmen zu Einsparungsmaßnahmen. So hält der Trend zur Substitution von Briefen durch elektronische Medien weiter an, beispielsweise in den Kundensegmenten Finanz und Telekommunikation. Rückgänge erfolgten auch im öffentlichen Sektor durch geringere Mengen an eingeschriebenen Briefen. Positive Sondereffekte im ersten Quartal waren etwa zahlreiche Wahlen und die damit verbundene Möglichkeit zur Briefwahl.

Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) erhöhte sich der Umsatz im ersten Quartal 2010 um 1,3% oder 1,7 Mio EUR im Vergleich zum niedrigen Niveau im ersten Quartal 2009 durch eine gute Volumensentwicklung bei zahlreichen Kunden in Österreich, aber auch bei den internationalen Tochtergesellschaften.

Im Geschäftsfeld Medienpost war aufgrund von Zuwächsen bei Firmenzeitungen eine Umsatzsteigerung von 0,7% auf 33,6 Mio EUR zu verzeichnen.

In Summe erwirtschaftete die Division Brief ein EBIT in der Höhe von 64,9 Mio EUR, welches um 2,7% oder 1,7 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres lag. Diese Ergebnisverbesserung ist primär auf Effizienzsteigerungen zurückzuführen, sowohl Sachkosten als auch Personalkosten wurden reduziert.

Division Paket & Logistik

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 % Veränderung
Mio
Außenumsatz 190,9 195,9 2,6% 5,0
Innenumsatz 6,4 6,0 –6,4% –0,4
Umsatz gesamt 197,3 201,9 2,3% 4,6
EBITDA 7,1 10,1 41,2% 2,9
Abschreibungen –6,4 –6,0 7,1% 0,5
EBIT 0,7 4,1 3,4
EBITDA-Marge¹ 3,6% 5,0%
EBIT-Marge¹ 0,4% 2,0%
Mitarbeiter² 4.000 4.013 0,3% 13

¹ Bezogen auf Gesamtumsatz

² Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal 2010 auf Basis der positiven Mengenentwicklung um 2,6% auf 195,9 Mio EUR. Grundsätzlich zeigte sich, dass im Paket- und Logistikmarkt im ersten Quartal 2010 Volumenssteigerungen zu verzeichnen waren, allerdings bei anhaltendem Preisdruck.

Mit dem Produktsegment Premiumpaket (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden) wurde im ersten Quartal ein Umsatz von 153,2 Mio EUR erzielt. Der Rückgang um 6,4 Mio EUR oder 4% ist primär darauf zurückzuführen, dass verlustbringende Aktivitäten der Transportlogistik in Deutschland (rund 10 Mio EUR Umsatz im ersten Quartal 2009) mittlerweile eingestellt wurden. Auf vergleichbarer bereinigter Umsatzbasis war in diesem Produktsegment in Deutschland eine Volumenssteigerung von über 7% zu verzeichnen. Die Tochtergesellschaft trans-o-flex in Deutschland erwirtschaftete 74% des Premiumpaket-Umsatzes, 7% entfielen auf die Niederlande und Belgien. Eine positive Volumensentwicklung sorgte auch in Österreich (10% des Premiumpaket-Umsatzes) und Südost-/Osteuropa (9% des Premiumpaket-Umsatzes) für Umsatzzuwächse.

Noch erfreulicher entwickelte sich das Produktsegment Standardpaket in Österreich mit einer Umsatzsteigerung um etwa 30% auf 40,2 Mio EUR. Organisches Wachstum, neue Versandhandelsmengen seit Juni 2009 sowie Volumenverschiebungen vom Premiumsegment in das Standardsegment waren dafür ausschlaggebend.

Das EBIT der Division Paket & Logistik betrug im ersten Quartal 2010 insgesamt 4,1 Mio EUR und lag damit um 3,4 Mio EUR über dem Vergleichswert des Vorjahres. Zurückzuführen ist dieses Ergebnis auf die Umsatzsteigerung bei verbesserter Kosteneffizienz. Die Tochtergesellschaften erwirtschafteten einen positiven Ergebnisbeitrag.

Division Filialnetz

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010 Veränderung
% Mio
Außenumsatz 50,7 40,9¹ –19,2% –9,8
Innenumsatz 47,5 43,6 –8,2% –3,9
Umsatz gesamt 98,1 84,5¹ –13,9% –13,6
EBITDA 1,6 –0,8 –2,3
Abschreibungen –1,4 –1,3 4,3% 0,1
EBIT 0,2 –2,1 –2,3
EBITDA-Marge² 1,6% –0,9%
EBIT-Marge² 0,2% –2,5%
Mitarbeiter3 4.748 4.425 –6,8% –323

¹ Rückgang inkludiert 2,7 Mio EUR durch geänderte Umsatzdarstellung ab 2010

² Bezogen auf Gesamtumsatz

3 Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Die Organisation des Filialnetzes unterliegt einem Wandel, der sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kostenstruktur auswirkt. Der Außenumsatz verringerte sich um 9,8 Mio EUR, die Gesamtkosten wurden um 11,7 Mio EUR reduziert. Ein Rückgang von 2,7 Mio EUR ist auf die geänderte Umsatzdarstellung von Prepaid-Telefonwertkarten aufgrund einer neuen österreichischen Umsatzsteuerrichtlinie zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden das Wertkartennominale im Umsatz und der dazu gehörige Wareneinsatz im Materialaufwand ausgewiesen. Seit 1. Jänner 2010 wird hingegen nur noch die Provision verbucht.

Darüber hinaus hat sich der Umsatz mit Handelswaren im ersten Quartal rückläufig entwickelt. Insbesondere bei Produkten der Mobiltelefonie ist eine Marktsättigung festzustellen. Bei Finanzdienstleistungen und den damit verbundenen Provisionserträgen war ein Rückgang zu verzeichnen, der auf die reduzierten Margen durch das derzeit niedrige Zinsumfeld zurückzuführen ist.

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende

Auch die Innenumsätze haben sich um 8,2% weiter reduziert. Das Volumen an Briefen und Paketen, die über das Filialnetz eingeliefert werden, geht grundsätzlich zurück. Auch werden im Vorfeld der Marktliberalisierung vermehrt Briefe von Kunden direkt abgeholt. Das Service- und Kostengefüge des Filialnetzes wird sukzessive verbessert.

Unrentable eigenbetriebene Postfilialen werden in fremdbetriebene Post.Partner-Filialen umgewandelt.

Nach langen Verzögerungen durch verfahrenstechnische Regelungen des neuen Postmarktgesetzes wurden mit Ende April 2010 nun bei 59 Filialen Systemumstellungen behördlich erlaubt, weitere 123 Umstellungsverfahren sind in Vorbereitung.

Das EBIT der Division Filialnetz betrug im ersten Quartal 2010 minus 2,1 Mio EUR nach 0,2 Mio EUR in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das geplante Strukturverbesserungsprogramm und die damit verbundenen Einsparungen werden weiter forciert.

IFRS-Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010
Umsatzerlöse 595,2 585,6
Sonstige betriebliche Erträge 16,6 17,7
Gesamte betriebliche Erträge 611,8 603,3
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen –186,5 –181,2
Personalaufwand –289,9 –287,8
Abschreibungen –24,5 –23,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen –67,8 –66,1
Gesamte betriebliche Aufwendungen –568,6 –558,2
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 43,2 45,2
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4,6 0,2
Sonstiges Finanzergebnis 0,7 –1,9
Finanzergebnis 5,3 –1,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 48,4 43,4
Ertragsteuern –14,7 –9,9
Periodenergebnis 33,7 33,4
Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens 33,7 33,4
EUR
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,50 0,49
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,50 0,49
Mio EUR
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 43,2 45,2
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 4,6 0,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 47,8 45,3

Gesamtergebnisrechnung

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010
Periodenergebnis 33,7 33,4
Währungsumrechnungsdifferenzen –1,2 0,1
Marktbewertung zur Veräußerung gehaltene Finanzinstrumente –2,3 1,1
Latente Steuern 0,6 –0,3
Marktbewertung von Sicherungsgeschäften 0,2 0,6
Latente Steuern –0,1 –0,2
Sonstiges Ergebnis –2,8 1,3
Gesamtperiodenergebnis 30,9 34,8
Zuzurechnen an die Aktionäre des Mutterunternehmens 30,9 34,8

Vorwort des Vorstands Geschäftsentwicklung 1. Quartal Geschäftsentwicklung Divisionen Konzernzwischenabschluss Konzernanhang

Konzernbilanz

Mio EUR 31.12.2009 31.3.2010
Aktiva
Langfristiges Vermögen
Firmenwerte 181,8 181,8
Immaterielle Vermögenswerte 66,7 67,9
Sachanlagen 695,7 687,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 37,0 36,2
Anteile an assoziierten Unternehmen 8,3 8,3
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 56,5 57,6
Andere Finanzanlagen 41,4 41,4
Forderungen 10,5 12,1
Latente Steuern 43,2 42,8
1.141,3 1.135,0
Kurzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 0,2 0,2
Vorräte 22,3 24,4
Forderungen 317,7 310,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 293,8 321,5
634,0 657,0
1.775,3 1.792,0
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital 337,8 337,8
Kapitalrücklagen 130,5 130,5
Gewinnrücklagen 128,2 207,9
Marktbewertung Finanzinstrumente –2,6 –1,4
Währungsumrechnungsrücklagen 0,2 0,3
Periodenergebnis 79,7 33,4
673,7 708,5
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 453,4 454,8
Finanzverbindlichkeiten 32,3 27,7
Verbindlichkeiten 12,8 13,1
Latente Steuern 15,4 15,0
514,0 510,6
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 117,0 120,6
Ertragsteuerrückstellungen 33,9 24,4
Finanzverbindlichkeiten 94,5 97,9
Verbindlichkeiten 342,1 330,0
587,6 572,9
1.775,3 1.792,0

Konzern-Cash-Flow-Statement

Mio EUR Q1 2009 Q1 2010
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern 48,4 43,4
Abschreibungen 24,5 23,0
Ergebniswirksame Bewertung von Finanzinstrumenten –1,0 –0,1
Ergebnis von assoziierten Unternehmen –4,6 –0,2
Langfristige Rückstellungen 1,8 1,4
Ergebnis aus Anlagenverkäufen –0,1 –0,3
Gezahlte Steuern –9,6 –16,1
Nettoabfluss/-zufluss Zinsen –2,0 0,1
Währungsumrechnung –0,2 –0,4
Cash-Flow aus dem Ergebnis 57,3 50,8
Veränderung des Nettoumlaufvermögens
Forderungen –12,7 3,0
Vorräte –0,4 –2,1
Verbindlichkeiten –11,2 –16,5
Kurzfristige Rückstellungen –2,5 3,5
Cash-Flow aus Veränderung des Nettoumlaufvermögens –26,8 -12,0
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 30,5 38,8
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten –0,6 –2,2
Erwerb von Sachanlagen
Erwerb von Tochterunternehmen
–14,9 –10,1
Verkauf von assoziierten Unternehmen –2,4
6,6
–1,0
–0,3
Erwerb von Finanzinvestitionen in Wertpapiere –24,7 0,0
Erlöse aus Anlagenverkäufen 0,7 4,0
Erhaltene Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen 0,1 0,2
Erhaltene Zinsen 3,0 0,8
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit –32,3 –8,7
Free Cash-Flow –1,8 30,1
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten –4,3 –1,4
Gezahlte Zinsen –1,0 –0,9
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit –5,2 –2,3
Nettoabnahme/-zunahme des Finanzmittelbestandes –7,1 27,7
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 248,1 293,8
Finanzmittelbestand am 31. März 241,1 321,5

Segmentberichterstattung

Segmente nach Divisionen

Mio EUR Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Sonstiges Konsoli-
dierung
Konzern
1. Quartal 2009
Außenumsatz 353,0 190,9 50,7 1,8 –1,1 595,2
Innenumsatz 10,9 6,4 47,5 41,8 –106,6 0,0
Umsatz gesamt 363,9 197,3 98,1 43,6 –107,8 595,2
Sonstige betriebliche Erträge 1,3 4,9 1,4 8,8 0,2 16,6
Gesamte betriebliche Erträge 365,2 202,2 99,5 52,4 –107,6 611,8
Gesamte
betriebliche Aufwendungen
(ohne Abschreibungen) –298,4 –195,1 –97,9 –60,4 107,5 –544,2
Ergebnis aus
assoziierten Unternehmen 4,4 0,0 0,0 0,2 0,0 4,6
EBITDA 71,2 7,1 1,6 –7,7 0,0 72,2
Abschreibungen –8,1 –6,4 –1,4 –8,5 0,0 –24,5
davon: Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
EBIT 63,1 0,7 0,2 –16,2 0,0 47,8
Segmentvermögen 445,3 518,2 52,3 413,3 –0,6 1.428,6
Anteile an assoziierten Unternehmen 4,6 0,0 0,0 0,5 0,0 5,1
Segmentverbindlichkeiten 320,4 184,5 78,4 344,5 –1,5 926,3
Segmentinvestitionen 6,4 6,1 0,3 3,3 0,0 16,2
Mitarbeiter¹ 15.141 4.000 4.748 2.123 0 26.012

¹ Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Segmente nach Divisionen

Mio EUR Brief Paket &
Logistik
Filialnetz Sonstiges Konsoli-
dierung
Konzern
1. Quartal 2010
Außenumsatz 348,2 195,9 40,9 1,3 –0,7 585,6
Innenumsatz 13,1 6,0 43,6 41,8 –104,5 0,0
Umsatz gesamt 361,3 201,9 84,5 43,1 –105,2 585,6
Sonstige betriebliche Erträge 1,1 6,5 0,9 9,4 –0,4 17,7
Gesamte betriebliche Erträge 362,4 208,4 85,5 52,6 –105,5 603,3
Gesamte
betriebliche Aufwendungen
(ohne Abschreibungen) –289,8 –198,4 –86,2 –66,3 105,5 –535,1
Ergebnis aus
assoziierten Unternehmen 0,1 0,0 0,0 0,1 0,0 0,2
EBITDA 72,7 10,1 –0,8 –13,6 0,0 68,3
Abschreibungen –7,8 –6,0 –1,3 –7,9 0,0 –23,0
davon: Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
EBIT 64,9 4,1 –2,1 –21,5 0,0 45,3
Segmentvermögen 371,5 427,0 48,0 473,3 –0,7 1.319,1
Anteile an assoziierten Unternehmen 8,0 0,0 0,0 0,4 0,0 8,3
Segmentverbindlichkeiten 307,5 105,1 75,4 427,4 –1,1 914,4
Segmentinvestitionen 5,9 6,5 0,3 2,0 0,0 14,7
Mitarbeiter ¹ 14.808 4.013 4.425 1.854 0 25.100

¹ Periodendurchschnitt, in Vollzeitkräften

Segmente nach Regionen

Mio EUR Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
1. Quartal 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010
Außenumsatz 418,4 410,7 144,1 139,6 32,7 35,3 595,2 585,6
Segmentvermögen 1.004,8 905,1 323,2 311,7 100,7 102,2 1.428,6 1.319,1
Segmentinvestitionen 7,4 6,8 2,6 5,8 6,2 2,1 16,2 14,7

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Marktbewertung
Finanzinstrumente
Mio EUR Grund-
kapital
Eigene
Aktien
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Zur Ver-
äußerung
gehalten
rungs-
geschäfte
Siche- Währungs-
umrech-
nungs-
rücklagen
Perioden-
ergebnis
Gesamt Anteile
anderer
Gesell-
schafter
Konzern
Eigen
kapital
1. Quartal 2009
Stand am 1. Jänner 2009 350,0 –12,2 130,5 178,2 –20,4 –4,2 0,7 118,9 741,5 0,0 741,5
Veränderung von
Rücklagen 118,9 –118,9 0,0 0,0
Periodenergebnis 33,7 33,7 33,7
Sonstiges Ergebnis –1,7 0,1 –1,2 –2,8 –2,8
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 –1,7 0,1 –1,2 33,7 30,9 0,0 30,9
Stand am 31. März 2009 350,0 –12,2 130,5 297,1 –22,1 –4,0 –0,5 33,7 772,4 0,0 772,4

Marktbewertung Finanzinstrumente

Mio EUR
1. Quartal 2010
Grund-
kapital
Eigene
Aktien
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
rücklagen
Zur Ver-
äußerung
gehalten
rungs-
geschäfte
Siche- Währungs-
umrech-
nungs-
rücklagen
Perioden-
ergebnis
Gesamt Anteile
anderer
Gesell-
schafter
Konzern
Eigen
kapital
Stand am 1. Jänner 2010 337,8 0,0 130,5 128,2 –3,0 0,3 0,2 79,7 673,7 0,0 673,7
Veränderung von
Rücklagen 79,7 –79,7 0,0 0,0
Periodenergebnis 33,4 33,4 33,4
Sonstiges Ergebnis 0,8 0,5 0,1 1,3 1,3
Gesamtperiodenergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0 0,8 0,5 0,1 33,4 34,8 0,0 34,8
Stand am 31. März 2010 337,8 0,0 130,5 207,9 –2,2 0,8 0,3 33,4 708,5 0,0 708,5

Konzernanhang

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 31. März 2010 erfolgte in Übereinstimmung mit den bis zum 31. März 2010 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Dieser Konzernzwischenabschluss entspricht auch allen zum 31. März 2010 geltenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und bereits anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 zugrunde liegen.

Im ersten Quartal 2010 wurden folgende neue oder geänderte Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

Neue und geänderte Standards und Interpretationen Inkrafttreten¹
IFRS 1 Zusätzliche Befreiungen für die erstmalige Anwendung der IFRS 1. 1. 2010
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen 1. 1. 2010
IAS 32 Finanzinstrumente: Klassifizierung von Bezugsrechten 1. 2. 2010
Diverse Jährliche Improvements to IFRS 2009 im Wesentlichen 1. 1. 2010

¹ Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

Die geänderten Standards IFRS 1, IFRS 2 und IAS 32 sind auf den Österreichischen Post Konzern derzeit nicht anwendbar. Die "Improvements to IFRS" haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses des Österreichischen Post Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, der die Grundlage für den vorliegenden Quartalsabschluss darstellt.

2. Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 21 inländische (31. Dezember 2009: 21) und 42 ausländische (31. Dezember 2009: 41) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters werden 5 inländische Unternehmen (31. Dezember 2009: 5) nach der Equity-Methode bewertet.

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Im ersten Quartal 2010 haben folgende Änderungen des Konsolidierungskreises sowie Verschmelzungen stattgefunden:

Name der Gesellschaft Anteil am Kapital Transaktions- Erläuterung
von auf zeitpunkt
Brief
feibra GmbH (feibra Tirol GmbH)¹ 100,0% 1. 3. 2010 Verschmelzung
feibra West GmbH 100,0% 28. 1. 2010 Gründung
Post d.o.o. za usluge 100,0% 8. 1. 2010 Gründung
Paket & Logistik
trans-o-flex ThermoMed GmbH & Co KG
(ThermoMed Life Sciences GmbH & Co KG –
vormals Rhenus Life Sciences GmbH & Co KG)² 100,0% 1. 2. 2010 Anwachsung
LogIn Service d.o.o. 100,0% 7. 1. 2010 Gründung

¹ Die in Klammer angeführten Konzernunternehmen wurden auf die zuerst genannten Konzernunternehmen verschmolzen und sind somit nicht mehr im Konsolidie rungskreis vorhanden.

² Anwachsung der in Klammer angeführten ThermoMed Life Sciences GmbH & Co KG – vormals Rhenus Life Sciences GmbH & Co KG – an den Kommanditisten wegen Ausscheidens der Komplementärin ThermoMed Life Sciences Verwaltungs GmbH – vormals Rhenus Life Sciences Verwaltungs GmbH.

3. Sonstige Angaben

Die Österreichische Post hat von der redmail Logistik & Zustellservice GmbH Kundenbeziehungen erworben. Diese betreffen die unadressierte Zustellung – insbesondere von Werbemitteln und Gratiszeitungen – in Österreich (ausgenommen die Bundesländer Kärnten und Steiermark) sowie die adressierte Zustellung von Werbemitteln und sonstigen Sendungen.

Durch den Erwerb der Kundenbeziehungen von redmail wird die Marktpräsenz der Österreichischen Post weiter ausgebaut. Das zusätzliche Zustellungsvolumen fließt in bestehende Logistikstrukturen ein und ermöglicht daher Synergieeffekte in der Verteilung.

Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 31. März 2010 nicht wesentlich verändert.

4. Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode, die für die Bewertung am 31. März 2010 von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats beschloss die Hauptversammlung am 22. April 2010 die Ausschüttung einer Dividende von 1,50 EUR pro Aktie (101,3 Mio EUR). Der Zahltag für die Dividende war der 6. Mai 2010.

5. Negativvermerk

Der Konzernzwischenbericht der Österreichischen Post AG, Wien, für das erste Quartal 2010 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Wien, am 12. Mai 2010

Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Georg Pölzl Mag. Dr. Rudolf Jettmar Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Dipl.-Bwt. (FH) Carl-Gerold Mende

Finanzkalender 2010

20. Mai 2010 Zwischenbericht 1. Quartal 2010,Veröffentlichung: 07:30 Uhr – 07:40 Uhr
11. August 2010 Halbjahresfinanzbericht 2010,Veröffentlichung: 07:30 Uhr – 07:40 Uhr
17. November 2010 Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2010,Veröffentlichung: 07:30 Uhr – 07:40 Uhr

Entwicklung der Post Aktie (Jänner 2010–April 2010)

Impressum

Österreichische Post AG, Unternehmenszentrale, Postgasse 8, 1010 Wien, www.post.at

Konzept, Gestaltung und Gesamtkoordination: Scholdan & Company,Wien Druck: Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 12. Mai 2010

Kontakt

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Konzernkommunikation Mag. Ina Sabitzer T: +43 (0) 57767-21763 F: +43 (0) 57767-28039 E: [email protected] I: www.post.at/pr

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