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Österreichische Post AG

Earnings Release May 16, 2008

752_rns_2008-05-16_18602e06-9584-4eca-91f7-a2e5dd312749.pdf

Earnings Release

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Österreichische Post AG

Was bringt die Post im 1. Quartal?

Die gute Entwicklung im ersten Quartal bestätigt die Jahresprognose 2008.

Highlights Q1 2008

  • Konzernumsatz um 6,0% auf 609,9 Mio EUR durch Einbeziehung neuer Tochtergesellschaften gesteigert
  • Volumen und Umsatz im Quartalsvergleich 2008 zu 2007 beeinflusst durch einen Arbeitstag weniger sowie durch den Zeitpunkt von Ostern
  • Wegfall zweier Paketkunden in Österreich wirkte sich wie erwartet auf Umsatz und Ergebnis aus
  • Wichtige Paketkunden konnten gehalten werden; Neustrukturierung des Paketgeschäftes verläuft plangemäß
  • Ergebnisentwicklung im ersten Quartal bestätigt Jahresprognose:
  • EBIT von 49,9 Mio EUR; EBIT-Marge von 8,2%
  • Periodenergebnis von 41,9 Mio EUR
  • Cash-Flow aus dem Ergebnis weiterhin stabil bei 77,0 Mio EUR
  • Ausblick für Gesamtjahr 2008 unverändert: stabile bis leicht steigende Umsatzentwicklung; operatives Ergebnis (EBIT) nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau und danach wieder kontinuierlicher Anstieg erwartet

Kennzahlenüberblick

Ver
Mio EUR Q1 2006 Q1 2007 Q1 2008 änderung
Gewinn- und Umsatz 444,3 575,5 609,9 +6,0%
Verlustrechnung Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 69,4 77,4 75,4 -2,6%
EBITDA-Marge 15,6% 13,4% 12,4% -
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 49,0 55,1 49,9 -9,5%
EBIT-Marge 11,0% 9,6% 8,2% -
Ergebnis vor Steuern (EBT) 49,0 55,8 52,0 -6,9%
Periodenergebnis 37,0 42,7 41,9 -2,0%
Ergebnis je Aktie 0,53 0,61 0,60 -2,0%
Mitarbeiter (Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte) 24.236 24.816 26.686 +7,5%
Cash-Flow Cash-Flow aus dem Ergebnis 88,5 78,0 77,0 -1,2%
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 45,4 58,1 53,7 -7,5%
Erwerb von Sachanlagen 7,3 19,6 16,8 -14,0%
Erwerb von/Anteilserhöhungen an Tochterunternehmen 0,0 2,2 2,6 +18,9%
Free Cash-Flow 72,9 39,9 40,5 +1,4%
31. 12. 2006 31. 12. 2007 31. 3. 2008
Bilanz Bilanzsumme 1.901,6 2.058,6 2.089,0 +1,5%
Langfristiges Vermögen 1.272,9 1.361,9 1.357,7 -0,3%
Kurzfristiges Vermögen 614,9 694,3 728,9 +5,0%
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 13,8 2,4 2,4 +0,0%
Eigenkapital 821,4 874,3 912,7 +4,4%
Langfristige Verbindlichkeiten 564,0 598,0 600,7 +0,4%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 516,2 586,3 575,6 -1,8%
Bilanzkennzahlen Verzinsliches Fremdkapital -607,6 -711,5 -707,6 -0,5%
Verzinsliche Aktiva 433,7 538,1 557,9 +3,7%
Nettoverschuldung 173,9 173,4 149,7 -13,7%
Eigenkapitalquote 43,2% 42,4% 43,7% -

Vorwort des Vorstands

Das erste Quartal des Jahres 2008 hat sich sehr zufrieden stellend entwickelt. Durch die erstmalige Konsolidierung neuer Tochtergesellschaften, die vorwiegend Ende 2007 erworben wurden, konnte der Umsatz im Vergleich zum ersten Quartal des Vor jahres um 6,0% gesteigert werden. Zufrieden stellend auch deshalb, weil das Brief- und Paket volumen im ersten Quartal 2008 gegenüber dem ersten Quartal 2007 beeinflusst war durch einen Arbeitstag weniger und Ostern heuer in den Berichtszeitraum fiel. Die Division Brief verzeichnete vor diesem Hintergrund dennoch ein Umsatzplus von 8,3% und ein stabiles Ergebnis.

Wie bereits Ende 2007 angekündigt, wird im laufenden Berichtsjahr die Geschäftsentwicklung in der Division Paket & Logistik in Österreich durch den Wegfall zweier Versandhandelskunden beeinträchtigt. Die daraus resultierenden Umsatz- und Er geb nis auswirkungen sind im ersten Quartal 2008 eingetreten. Das Paketgeschäft in Österreich wird nunmehr neu positioniert. Neben dem Standard paket wird die Österreichische Post ein Premium paket, das "24-Stunden-Businesspaket", anbieten, was einen entscheidenden Mehrwert für die Logistik aller Geschäftskunden darstellt. Mit dieser Um stel lung geht eine Redimensionierung der Paketlogistik einher, die unter anderem mit der Schließung von sieben Zustellbasen plangemäß umgesetzt wird. Ab ge rundet werden diese Maßnahmen in Österreich mit einer Vertriebsoffensive im B2B-Segment, in dem die Österreichische Post eine Steigerung des Marktan teils von 5% auf 20% bis 2011 anstrebt.

In der Hauptversammlung der Österreichischen Post AG vom 22. April 2008 wurden alle Anträge mit großer Mehrheit angenommen. Dies inkludiert auch Maßnahmen zur Verbesserung der Kapitalstruktur. Die Österreichische Post hat sich das Ziel gesetzt, in den nächsten zwei bis drei Jahren ein Verhältnis Netto ver schuldung zu EBITDA von bis zu 2,0 zu erreichen.

Die Beschlüsse der Hauptversammlung umfassen:

  • Ausschüttung einer Basisdividende von 1,40 EUR pro Aktie, Zahltag war der 6. Mai 2008
  • Ausschüttung einer Sonderdividende von 1,00 EUR pro Aktie, Zahltag ist der 5. September 2008
  • Genehmigung eines Aktienrückkaufs von bis zu 10% des Grundkapitals, Details dazu folgen am 14. August mit dem Halbjahresergebnis

Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Situation sind wir in der Lage, unseren Ausblick für das Jahr 2008 zu bekräftigen.

Der Österreichische Post Konzern erwartet für das Jahr 2008 eine stabile bis leicht steigende Um satzentwicklung von bis zu 3%. Die Steigerung inkludiert die Einbeziehung der im Laufe des Jahres 2007 erworbenen neuen Tochtergesellschaften. Diese Prog nose resultiert aus der Annahme eines weitgehend stabilen Volumens an Briefsendungen und Direct Mails, eines Anstiegs im internationalen Paket geschäft sowie eines geringeren Volumens im österreichischen Paketgeschäft aufgrund des Ab gangs wesentlicher Versandhandelskunden.

Trotz dieser Marktbeeinträchtigung im österreichi schen Paketgeschäft geht die Österreichische Post davon aus, dass das operative Ergebnis (EBIT) 2008 nur geringfügig unter dem des Jahres 2007 liegen und in den Folgejahren wieder kontinuierlich an steigen wird. Die EBIT-Marge wird daher im Berichts jahr knapp unter 7% liegen und danach wieder die Bandbreite von 7% bis 8% erreichen.

Basierend auf einer stabilen Cash-Flow-Entwicklung und einer soliden Bilanzstruktur ist auch weiterhin eine attraktive Dividendenpolitik vorgesehen.

Dr. Anton Wais Mag. Dr. Rudolf Jettmar Dipl.-Ing. Dr. Herbert Götz Dipl.-Ing. Walter Hitziger Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor

Die Post Aktie

Kennzahlen zur Post Aktie

Schlusskurs 31. März 2008 27,60 EUR
Höchst-/Tiefstkurs (Schlusskurs) Q1 2008 27,60 EUR / 23,15 EUR
Ergebnis je Aktie Q1 2008 0,60 EUR
Marktkapitalisierung zum 31. März 2008 1.932 Mio EUR
Streubesitz 49%

Erhöhte Dividende, positive Kursent wick lung Auf Vorschlag des Vorstands beschloss die Hauptversammlung am 22. April, eine Basisdividende in Höhe von 98 Mio EUR (das sind 1,40 EUR pro Aktie) auszuschütten. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 40%. Darüber hinaus wird auch eine Sonderdividende von 70 Mio EUR (das sind 1,00 EUR pro Aktie) ausbezahlt. Der Zahltag für die Basisdividende ist der 6. Mai 2008, jener für die Sonderdividende der 5. September 2008.

Der Antrag zur Ermächtigung des Vorstands zum Rück -

kauf und gegebenenfalls zur Einziehung eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Nicht nur die Dividendenzahlungen sind positive Nachrichten für die Aktionäre der Österreichischen Post, auch die Kurssteigerung im ersten Quartal er höhte das Vermögen der Aktionäre. Seit Jahres an fang 2008 stieg der Kurs bis Ende März auf 27,60 EUR, dies entspricht einem Zuwachs von 15% seit Jahres be ginn. Bezogen auf den Emissionskurs von 19,00 EUR errechnet sich ein Plus von 45%.

Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2008

Wirtschaftliches Umfeld und Rahmen be dingungen Das Wirtschaftswachstum in Österreich hat sich im ersten Quartal 2008 reduziert. Die Konjunkturprognosen für das Gesamtjahr 2008 wurden zuletzt auf 2,1% BIP-Wachstum nach unten revidiert. Dennoch entwickelte sich der Markt für Brief- und Paketsendungen im ersten Quartal leicht positiv. Der Beschluss des EU-Ministerrats am 29. Feb ruar 2008 zur weiteren Postmarktliberalisierung fixiert die vollständige Öffnung mit 1. Jänner 2011. Derzeit laufen in den betroffenen EU-Ländern intensive Vorarbeiten zur konkreten Ausgestaltung des liberalisierten Markts.

Veränderungen im Konsolidierungskreis Ende Jänner 2008 hat die Österreichische Post die restlichen 49,0% der Anteile an Scanpoint Europe er worben. Die im Vergleich zum ersten Quartal 2007 erstmalig konsolidierten Konzerngesellschaften Scherübl Transport GmbH, Road Parcel Logistics Services Kft., Merland Expressz Logistic Services Kft., meiller direct, Dedicated Distribution Services B.V. (DDS), Van Osselaer Pieters Colli Service B.V. (VOP) und City Express d.o.o. beeinflussen die Vergleichbarkeit des vorliegenden Zwischenberichts.

Geschäftsentwicklung – Ertragslage Der Umsatz ist im ersten Quartal 2008 insgesamt um 6,0% auf 609,9 Mio EUR gestiegen. Diese Steige rung erfolgte durch die erstmalige ergebniswirksame Kon solidierung der angeführten Unter neh men. Im Quartalsvergleich ist zu beachten, dass das erste Quartal 2008 gegenüber dem ersten Quartal 2007 mit geringerem Transportvolumen negativ beeinflusst war, bedingt durch einen Arbeitstag weniger sowie durch den Zeitpunkt von Ostern bereits im ersten Quartal.

Wie bereits Ende 2007 prognostiziert und nunmehr bestätigt, spiegelt diese Umsatzent wick lung auch ein geringeres Volumen im österreichi schen Paketgeschäft aufgrund des Wegfalls zweier be deu tender Versandhandelskunden wider. Aller dings konnten andere wichtige Paketkunden der Österreichischen Post gehalten und der Produktbereich Prämiumpaket gesteigert werden. Die aktuelle Entwick lung im Paketgeschäft entspricht somit den Erwar tungen des Unternehmens. Die Umsätze der Division Brief erhöhten sich um 8,3%, jene der Divi sion Paket & Logistik um 4,5%, die Division Filial netz hingegen verzeichnete einen Rückgang von 3,4%.

Umsatz nach Divisionen1)

Ver- Struktur
Mio EUR Q1 2006 Q1 2007 Q1 2008 änderung Q1 2008
Umsatz gesamt 444,3 575,5 609,9 +6,0% 100,0%
Brief 335,8 341,8 370,0 +8,3% 60,7%
Paket & Logistik 56,7 182,9 191,2 +4,5% 31,3%
Filialnetz 50,3 49,7 48,0 -3,4% 7,9%
Sonstiges/Konsolidierung 1,4 1,2 0,7 -39,2% 0,1%

1) Externer Umsatz der Divisionen

Umsatzanteile nach Divisionen (%) Umsatz (Mio EUR)

Gewinn- und Verlustrechnung

Ver- Struktur
Mio EUR Q1 2006 Q1 2007 Q1 2008 änderung Q1 2008
Umsatzerlöse 444,3 575,5 609,9 +6,0% 100,0%
Sonstige betriebliche Erträge 13,0 20,8 14,7 -29,2% 2,4%
Materialaufwand und Aufwand
für bezogene Leistungen -66,0 -165,2 -183,1 +10,8% 30,0%
Personalaufwand -270,7 -287,6 -297,5 +3,4% 48,8%
Sonstige betriebliche
Aufwendungen -51,5 -66,8 -68,9 +3,3% 11,3%
Ergebnis aus
assoziierten Unternehmen 0,5 0,6 0,2 -61,1% 0,0%
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen) 69,4 77,4 75,4 -2,6% 12,4%
Abschreibungen -20,4 -22,3 -25,5 +14,4% 4,2%
EBIT (Ergebnis vor
Zinsen und Steuern) 49,0 55,1 49,9 -9,5% 8,2%
Sonstiges Finanzergebnis 0,0 0,7 2,1 +202,8% 0,3%
EBT (Ergebnis vor Steuern) 49,0 55,8 52,0 -6,9% 8,5%
Ertragsteuern -12,0 -13,1 -10,1 -23,0% 1,7%
Ergebnis nach Ertragsteuern
= Periodenergebnis 37,0 42,7 41,9 -2,0% 6,9%

Österreichische Post

Neben einem Anstieg des Umsatzes um 6,0% zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung der Österreichischen Post einen Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge, der auf geringere Sachanlagenverkäufe als im Vergleichsquartal 2007 zurückzuführen ist.

Nach der erstmaligen Konsolidierung der erworbenen Unternehmen liegt der Personalaufwand des Österreichischen Post Konzerns bei 48,8% des Umsatzes, Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen bei 30,0%. Die Steigerungen im Quartalsvergleich sind vorwiegend auf die durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen.

Im Personalaufwand der Österreichischen Post in Höhe von 297,5 Mio EUR ist eine Rückstellung für Personal-Unterauslastung enthalten. Der Netto-Rück stellungseffekt für das erste Quartal 2008 beträgt 10,2 Mio EUR (Q1 2007: 17,0 Mio EUR). Dieser Betrag entspricht der Nettozunahme der entsprechenden Position in der Bilanz von 331,0 Mio EUR per 1. Jänner 2008 auf 341,1 Mio EUR per 31. März 2008. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeit äquivalente) ist im Periodenvergleich um 1.870 auf 26.686 gestiegen.

Das EBITDA lag im ersten Quartal 2008 mit 75,4 Mio EUR um 2,6% unter dem Vergleichswert des Vor jah res. Die EBITDA-Marge beträgt somit 12,4%.

Ver
Mio EUR Q1 2006 Q1 2007 Q1 2008 änderung
EBIT gesamt 49,0 55,1 49,9 -9,5%
Brief 77,6 74,4 74,1 -0,4%
Paket & Logistik 5,6 9,7 4,7 -51,6%
Filialnetz 6,8 4,6 2,6 -44,0%
Sonstiges/Konsolidierung -40,9 -33,6 -31,5 -6,2%

In den ersten drei Monaten 2008 verringerte sich das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) der Österreichischen Post bedingt durch die beschriebenen Sondereffekte der Quartalsbetrachtung, geringere Sachanlagenverkäufe sowie durch ein verändertes Marktumfeld im österreichischen Paketgeschäft gegenüber dem Vor jahres zeitraum um 9,5% auf 49,9 Mio EUR. Die EBIT-Marge beträgt damit 8,2%.

Alle operativen Unternehmensbereiche leisteten einen positiven Beitrag zu diesem Ergebnis. Die Division Brief erreichte ein EBIT von 74,1 Mio EUR, jenes der Division Paket & Logistik betrug 4,7 Mio EUR, und die Division Filialnetz erwirtschaftete ein EBIT von 2,6 Mio EUR.

Der Bereich Sonstiges/Konsolidierung wies im ersten Quartal ein negatives EBIT von 31,5 Mio EUR aus (Q1 2007: minus 33,6 Mio EUR). Dieser Betrag enthält Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwend ungen im Zusammenhang mit leer stehenden Immo bilien sowie die Erhöhung der Rückstellung für Unter auslastung.

Das Periodenergebnis der Österreichischen Post reduzierte sich im ersten Quartal geringfügig um 2,0% auf 41,9 Mio EUR.

EBITDA (Mio EUR) EBIT (Mio EUR) Periodenergebnis (Mio EUR) Q1 06 Q1 07 Q1 08 75 50 25 0 Q1 06 Q1 07 Q1 08 75 50 25 0 75,4 69,4 77,4 49,0

Ergebniskennzahlen

EBIT nach Divisionen

49,9

55,1

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur

Struktur
Mio EUR 31. 12. 2007 31. 3. 2008 31. 3. 2008
AKTIVA
Langfristiges Vermögen 1.361,9 1.357,7 65,0%
davon andere Finanzanlagen und
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 211,7 215,3 10,3%
Kurzfristiges Vermögen 694,3 728,9 34,9%
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 309,4 330,2 15,8%
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 2,4 2,4 0,1%
2.058,6 2.089,0 100,0%
PASSIVA
Eigenkapital 874,3 912,7 43,7%
Langfristige Verbindlichkeiten 598,0 600,7 28,8%
davon Rückstellungen 487,7 499,8 23,9%
Kurzfristige Verbindlichkeiten 586,3 575,6 27,6%
2.058,6 2.089,0 100,0%

Aktivseitig entfällt die Bilanzsumme des Österreichischen Post Konzerns von insgesamt 2.089,0 Mio EUR mit einem Anteil von 65,0% bzw. 1.357,7 Mio EUR überwiegend auf langfristiges Vermögen.

Innerhalb des langfristigen Vermögens sind vor allem die Positionen Sachanlagen mit 713,1 Mio EUR sowie Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Fi nanz anlagen mit 215,3 Mio EUR von Relevanz. Die größten Posten des kurzfristigen Vermögens sind mit 361,8 Mio EUR Forderungen sowie mit 330,2 Mio EUR Zah lungsmittel und Zahlungs mittel äqui valente.

Passivseitig besteht die Bilanzsumme zum überwiegenden Teil aus Eigenkapital (43,7%) und langfris tigen Verbindlichkeiten (28,8%). Diese langfristigen Ver bind lichkeiten von insgesamt 600,7 Mio EUR be inhalten primär Rückstellungen (in Summe 499,8 Mio EUR). Die da rin enthaltene Rückstellung für Unter auslastung hat sich im ersten Quartal 2008 um 10,2 Mio EUR auf 341,1 Mio EUR erhöht. Bei den kurzfristigen Verbind lich keiten in Höhe von 575,6 Mio EUR dominieren Verbind lich keiten aus Liefer un gen und Leistungen (192,7 Mio EUR).

Der Österreichische Post Konzern weist derzeit eine Nettoverschuldung von 149,7 Mio EUR auf. Diese er rechnet sich als Differenz aus verzinslichen Aktiva (Wertpapiere, andere Finanzanlagen und Zahlungs mittel) von 557,9 Mio EUR und verzinslichem Fremd kapital (Finanzverbindlichkeiten, Sozialkapital sowie andere verzinsliche Verbindlichkeiten und Rück stellungen) von 707,6 Mio EUR.

In den nächsten zwei bis drei Jahren strebt die Österreichische Post ein Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA von 2,0 an. Als ein Teil dieser Kapital stru ktur ziele wurde eine Dividenden-Ausschüttungs quo te von mindestens 75% des Periodenergebnisses definiert.

Cash-Flow weiterhin stabil

Mio EUR Q1 20061) Q1 20071) Q1 2008
Cash-Flow aus dem Ergebnis 88,5 78,0 77,0
± Veränderungen im Nettoumlaufvermögen -43,1 -19,9 -23,3
= Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 45,4 58,1 53,7
± Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 27,5 -18,1 -13,2
= Free Cash-Flow 72,9 39,9 40,5
± Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -44,7 0,1 -19,7
= Nettozunahme des Finanzmittelbestandes 28,2 40,0 20,8

1) Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte des Cash-Flows an die Gliederung des Jahres 2008 angepasst.

Der Cash-Flow aus dem Ergebnis der Österreichischen Post blieb mit 77,0 Mio EUR nahezu konstant auf dem Niveau des ersten Quartals 2007.

Der Cash-Flow aus der Veränderung des Netto um lauf vermögens betrug im ersten Quartal 2008 minus 23,3 Mio EUR. Im Wesentlichen ergibt sich dies durch gestiegene Forderungen von 17,6 Mio EUR (um 3,0 Mio EUR mehr als in Q1 2007), reduzierte Ver bind lich keiten von 7,9 Mio EUR (um 12,0 Mio EUR weniger als in Q1 2007) sowie gestiegenen kurzfristige Rück stel lungen von 3,2 Mio EUR (um 8,9 Mio EUR weniger als in Q1 2007). In Summe errechnet sich für das erste Quartal 2008 ein Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 53,7 Mio EUR.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit minus 13,2 Mio EUR inkludiert den Erwerb von Sachanlagen mit 16,8 Mio EUR, den Erwerb der restlichen Anteile an Scanpoint in Höhe von 2,6 Mio EUR (Position Erwerb von weiteren Anteilen an Tochterunternehmen), den Erlös aus Anlagenverkäufen mit 1,5 Mio EUR sowie erhaltene Zinsen von 4,3 Mio EUR. Der ausgewiesene Free Cash-Flow erhöhte sich leicht auf 40,5 Mio EUR.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit des ersten Quartals 2008 umfasst eine Reduktion der Finanz verbindlichkeiten in Höhe von 18,0 Mio EUR. Die Zahl ung der Basisdividende erfolgt im zweiten Quartal, jene der Sonderdividende im dritten Quar tal 2008. In Summe ergab sich eine Netto zu nah me des Finanzmittelbestandes um 20,8 Mio EUR.

Investitionen Die Investitionen der Österreichischen Post in Sachanlagen lagen im ersten Quartal 2008 bei insgesamt 16,8 Mio EUR und wurden hauptsächlich in Österreich getätigt. Die Investitionen erfolgten im Wesentlichen für Erweiterung und Erneuerung des Fuhrparks, die Zustellertische in den Distributionsbasen, Adaptierungen von Standorten sowie bauliche Vorhaben, unter anderem in Bratislava (Slowakei) sowie Zagreb (Kroatien). Die restlichen Anteile an Scanpoint wurden für 2,6 Mio EUR erworben.

Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte des Österreichischen Post Konzerns stieg im Berichtszeitraum gegenüber dem Ver gleichs zeitraum des Vorjahres um 7,5% oder rund 1.870 Mitarbeiter auf nunmehr 26.686 Mitarbeiter.

Der Anstieg ist bedingt durch den Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen. Der Anstieg der Mitarbeiter in Sonstiges/ Konso li dierung resultiert aus dem geänderten Ausweis von dauerhaft erkrankten Mitarbeitern. Im Stamm ge schäft in Österreich war im Quartalsvergleich eine Reduktion von rund 330 Mitarbeitern zu verzeichnen. Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (22.500). Mehr als 4.000 Mitarbeiter sind in den Tochterunternehmen beschäftigt, davon entfielen auf die trans-o-flex Gruppe rund 1.300 Mit arbeiter, auf meiller direct rund 1.000 Mit ar beiter und auf City Express (serbische Paketgesellschaft) mehr als 500 Mitarbeiter.

Mitarbeiter nach Divisionen1)

Q1 2007 Q1 2008 Struktur
15.053 14.878 15.704 58,8%
2.297 3.231 4.048 15,2%
5.220 5.080 4.907 18,4%
1.666 1.627 2.027 7,6%
24.236 24.816 26.686 100,0%
Q1 2006

1) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Wesentliche Risiken/Ungewissheiten Der Österreichische Post Konzern ist – als international tätiges Post- und Logistikdienstleistungsunternehmen – im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Mit diesen strategischen und operativen Risiken setzt sich das Unter nehmen bewusst auseinander. Durch die Konzen tra tion auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Bereich ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, Risiken frühzeitig zu identifizieren, diese zu bewerten und geeignete Vor sorgemaßnahmen zu treffen. Das Risikomanage ment der Österreichischen Post sowie die wesentlichen Risiko gruppen – regulatorische und rechtliche Risi ken, Markt- und Wettbewerbsrisiken, Risiken aus der Struktur der Dienstverhältnisse, technische Risiken und finanzielle Risiken – sind im Konzernabschluss 2007 bzw. im Geschäftsbericht 2007 der Österreichi schen Post AG ausführlich erläutert (siehe Ge schäfts bericht 2007, Seiten 74 bis 78).

Aus den definierten Risiken leiten sich auch Un gewissheiten für die restlichen neun Monate des laufenden Geschäftsjahrs ab. In den Divisionen Brief sowie Paket & Logistik unterliegen die prognostizierten Versandmengen jahreszeitlich bedingten Schwankungen und hängen von der wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Kundensegmente ab. Planungsprämissen können naturgemäß von den tatsächlichen Werten abweichen. Darüber hin aus sieht sich die Österreichische Post zunehmendem Wettbewerb ausgesetzt. So hat etwa Mitte 2007 ein deutsches Paketdienstleistungs unter nehmen seine Geschäftstätigkeit in Österreich aufgenommen, dessen Markteintritt Einfluss auf Paket volumen und Preisentwicklung in Österreich hat. In der Division Filialnetz sind die Erträge aus Finanz dienstleistungen stark von der wirtschaftlichen Ent wicklung des Bankpartners BAWAG PSK geprägt, die Erträge aus Telekommunikationsprodukten von der Produktgestaltung des Partners Telekom Austria.

Ausblick für 2008 Für das Gesamtjahr 2008 be stätigt der Österreichische Post Konzern den bereits zu Jahresende 2007 prognostizierten Ausblick einer in Summe stabilen bis leicht steigenden Umsatz ent wicklung (von bis zu 3%). Die Steigerung inkludiert die Einbeziehung der im Laufe des Jahres 2007 er-worbenen neuen Tochtergesellschaften. Diese Pro gnose resultiert aus der Annahme eines weitgehend stabilen Volumens an Briefsendungen und Direct Mails, eines Anstiegs im internationalen Paket ge schäft sowie eines geringeren Volumens im österreichischen Paketgeschäft aufgrund des Abgangs wesent licher Versandhandelskunden.

Trotz dieser Marktbeeinträchtigung im österreichischen Paketgeschäft geht das Unternehmen davon aus, dass das operative Ergebnis (EBIT) 2008 nur geringfügig unter dem des Jahres 2007 liegen und in den Folgejahren wieder kontinuierlich ansteigen wird. Die EBIT-Marge wird daher 2008 knapp unter 7% liegen und danach wieder die Bandbreite von 7% bis 8% erreichen.

Basierend auf einer stabilen Cash-Flow-Entwicklung und einer soliden Bilanzstruktur ist weiterhin eine attraktive Dividendenpolitik vorgesehen. Die Basis divi dende soll auf eine Ausschüttungsquote von zu mindest 75% des Nettoergebnisses (bisher 70%) ge steigert werden.

Ereignisse nach dem Ende der Zwischen be richtsperiode Die Hauptversammlung am 22. April 2008 beschloss, eine Dividende in Höhe von 98,0 Mio EUR (das sind 1,40 EUR pro Aktie) auszuschütten. Darüber hinaus wurde die Ausschüttung einer Sonderdividende von 70,0 Mio EUR (das sind 1,00 EUR pro Aktie) beschlossen. Der Zahltag für die Basis dividende ist der 6. Mai 2008, jener für die Sonder dividende der 5. September 2008.

Weiters wurde der Antrag über die Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf und gegebenenfalls zur Einziehung eigener Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals auf die Dauer von 18 Monaten (zweckneutraler Erwerb) angenommen.

Geschäftsentwicklung der Divisionen

Division Brief

Ver
Mio EUR Q1 2006 Q1 2007 Q1 2008 änderung
Außenumsatz 335,8 341,8 370,0 +8,3%
Briefpost 202,8 204,2 201,4 -1,4%
Infomail 102,6 107,0 134,7 +25,9%
Medienpost 30,5 30,6 33,9 +10,8%
Innenumsatz 17,3 12,4 11,1 -10,4%
Umsatz gesamt 353,1 354,1 381,1 +7,6%
EBIT 77,6 74,4 74,1 -0,4%
EBIT-Marge1) 22,0% 21,0% 19,5% -
Mitarbeiter2) 15.053 14.878 15.704 +5,6%

1) Bezogen auf Gesamtumsatz

2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Brief stieg in den ersten drei Monaten 2008 gegenüber der Vergleichs periode 2007 um 8,3% auf 370,0 Mio EUR. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der erstmaligen Kon solidierung der seit dem ersten Quartal 2007 akquirierten Gesellschaften, inkludiert allerdings auch operatives Umsatzwachstum.

Das Geschäftsfeld Briefpost entwickelte sich sehr zu frieden stellend. Dies vor allem angesichts des negativen Volumeneffekts im ersten Quartal 2008 (ein Arbeitstag weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres; Ostern bereits im März 2008). Der Umsatz ist im Quartalsvergleich nur um 1,4% zu rück gegangen.

Die Umsatzerlöse des Geschäftsfelds Infomail (adres sierte und unadressierte Werbesendungen) stiegen in den ersten drei Monaten 2008 um 25,9% auf 134,7 Mio EUR. Hier erfolgte die erstmalige Konsoli dierung des Direct Marketing-Dienstleisters meiller direct. Weitere Impulse kamen aus internationalen Dienstleistungen für Werbesendungen.

Im Geschäftsfeld Medienpost wurde ein Umsatz an stieg von 10,8% erzielt, der auf die positive Ent wick lung bei Regionalmedien zurückzuführen ist, aber auch auf Einmaleffekte einer Landtagswahl in Öster reich.

In Summe erwirtschaftete die Division Brief ein annähernd unverändertes EBIT in Höhe von 74,1 Mio EUR (minus 0,4%).

Division Paket & Logistik

Ver
Mio EUR Q1 2006 Q1 2007 Q1 2008 änderung
Außenumsatz 56,7 182,9 191,2 +4,5%
Innenumsatz 11,7 8,4 8,8 +5,1%
Umsatz gesamt 68,5 191,3 199,9 +4,5%
EBIT 5,6 9,7 4,7 -51,6%
EBIT-Marge1) 8,1% 5,0% 2,3% -
Mitarbeiter2) 2.297 3.231 4.048 +25,3%

1) Bezogen auf Gesamtumsatz

2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik hat sich im ersten Quartal 2008 auf 191,2 Mio EUR erhöht. Die Österreichische Post unterteilt das Leistungs an gebot in Premiumpakete (Paket zu stell ung innerhalb von 24 Stunden an Privat- und Businesskunden) und Standardpakete. Das Premiumpaket verzeichnete Wachstum resultierend zum einen aus neu akquirierten Konzerngesellschaften (Scherübl, Road Parcel, Merland, City Express, DDS, VOP), die in der Vergleichsperiode 2007 noch nicht zum Kon so lidierungskreis gehörten, zum anderen aus der generellen Steigerung in diesem Bereich. Sowohl das Paketgeschäft in Österreich als auch die internationalen Tochtergesellschaften verzeichneten hier Zu ge winne.

Erwartungsgemäß rückläufig zeigte sich das Stan dard paket in Österreich. Durch den Markteintritt eines deutschen Paketdienstleisters erfolgte ein Vo lumens rückgang im prognostizierten Ausmaß. Bereits Ende 2007 wurden in der Division Paket & Logistik in Österreich umfassende Redimension ierungs maßnahmen gestartet, die die Profitabilität des Paketgeschäfts erhöhen werden. Die Re di men si onierung der Paketlogistik verläuft plangemäß. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Division Paket & Logistik betrug in den ersten drei Monaten 2008 4,7 Mio EUR.

Division Filialnetz

Ver
Mio EUR Q1 2006 Q1 2007 Q1 2008 änderung
Außenumsatz 50,3 49,7 48,0 -3,4%
Innenumsatz 54,1 52,5 50,9 -3,0%
Umsatz gesamt 104,4 102,2 98,9 -3,2%
EBIT 6,8 4,6 2,6 -44,0%
EBIT-Marge1) 6,5% 4,5% 2,6% -
Mitarbeiter2) 5.220 5.080 4.907 -3,4%

1) Bezogen auf Gesamtumsatz

2) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Der Außenumsatz der Division Filialnetz ist im ersten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahres ver gleichs zeitraum um 3,4% auf 48,0 Mio EUR gesunken. Ein Grund dafür waren Rückgänge im Bereich von Mobilfunk-Verkäufen. Im Bereich Finanz dienst leistungen war eine leichte Steigerung aufgrund der eingeleiteten Wachstumsmaßnahmen – insbesondere die Neupositionierung der PSK BANK und eine Vertriebsoffensive für Privatkunden – zu verzeichnen. Das Produkt- und Leistungssortiment wurde verbessert und auch die Vertriebsstrukturen wurden verstärkt. Der Innenumsatz der Division zeigte, be dingt durch geringe Sendungsvolumina über das Filial netz, ebenfalls einen Rückgang. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Division Filialnetz be trug in den ersten drei Monaten 2008 2,6 Mio EUR.

Konzernanhang Konzernzwischenabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio EUR Q1 2007 Q1 2008
Umsatzerlöse 575,5 609,9
Sonstige betriebliche Erträge 20,8 14,7
Gesamte betriebliche Erträge 596,4 624,6
Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen -165,2 -183,1
Personalaufwand -287,6 -297,5
Abschreibungen -22,3 -25,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -66,8 -68,9
Gesamte betriebliche Aufwendungen -541,8 -575,0
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 54,5 49,6
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,6 0,2
Sonstiges Finanzergebnis 0,7 2,1
Finanzergebnis 1,3 2,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 55,8 52,0
Ertragsteuern -13,1 -10,1
Ergebnis nach Ertragsteuern 42,7 41,9
Periodenergebnis 42,7 41,9
Zuzurechnen an:
die Aktionäre des Mutterunternehmens 42,7 41,9
EUR
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,61 0,60
Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,61 0,60
Mio EUR
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 54,5 49,6
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,6 0,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 55,1 49,9

Konzernbilanz

Mio EUR 31. 12. 2007 31. 3. 2008
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Firmenwerte 216,0 216,0
Immaterielle Vermögenswerte 106,1 102,5
Sachanlagen 716,7 713,1
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 36,6 36,0
Anteile an assoziierten Unternehmen 3,5 3,2
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 131,8 135,4
Andere Finanzanlagen 79,9 79,9
Forderungen 15,9 15,6
Latente Steuern 55,5 55,8
1.361,9 1.357,7
Kurzfristiges Vermögen
Finanzinvestitionen in Wertpapiere 15,2 10,2
Vorräte 25,6 26,6
Forderungen 344,0 361,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 309,4 330,2
694,3 728,9
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 2,4 2,4
2.058,6 2.089,0
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 350,0 350,0
Kapitalrücklagen 212,0 212,0
Gewinnrücklagen 188,7 309,2
Marktbewertung von Wertpapieren -0,5 -1,5
Währungsumrechnungsrücklagen 1,0 1,2
Periodenergebnis 122,5 41,9
873,7 912,7
Anteile anderer Gesellschafter 0,6 0,0
874,3 912,7
Langfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 487,7 499,8
Finanzverbindlichkeiten 58,6 52,7
Verbindlichkeiten 18,7 18,4
Latente Steuern 33,2 29,8
598,0 600,7
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 102,3 105,4
Steuerrückstellungen 14,4 15,1
Finanzverbindlichkeiten 128,5 117,3
Verbindlichkeiten 341,1 337,9
586,3 575,6
2.058,6 2.089,0

Konzern-Cash-Flow-Statement

Mio EUR Q1 2007 Q1 2008
Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern 55,8 52,0
Abschreibungen 22,3 25,5
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen -0,2 -0,3
Langfristige Rückstellungen 18,8 12,2
Ergebnis aus Anlagenverkäufen -7,8 -1,1
Gezahlte Steuern -9,9 -8,4
Nettoabfluss/-zufluss Zinsen -1,1 -2,7
Währungsumrechnung 0,1 -0,2
Cash-Flow aus dem Ergebnis 78,0 77,0
Veränderung des Nettoumlaufvermögens
Forderungen -14,6 -17,6
Vorräte 2,5 -1,0
Verbindlichkeiten -19,9 -7,9
Kurzfristige Rückstellungen 12,1 3,2
Cash-Flow aus Veränderung des Nettoumlaufvermögens -19,9 -23,3
Cash-Flow aus Geschäftstätigkeit 58,1 53,7
Investitionstätigkeit
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -2,1 -0,1
Erwerb von Sachanlagen -19,6 -16,8
Erwerb von Tochterunternehmen -2,2 0,0
Erwerb von weiteren Anteilen an Tochterunternehmen 0,0 -2,6
Erwerb von Finanzinvestitionen in Wertpapiere -9,0 0,0
Erlöse aus Anlagenverkäufen 12,0 1,5
Erlöse aus Verkauf von Finanzinvestitionen in Wertpapiere 0,1 0,0
Erhaltene Ausschüttungen von assoziierten Unternehmen 0,0 0,5
Erhaltene Zinsen 2,7 4,3
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -18,1 -13,2
Free Cash-Flow 39,9 40,5
Finanzierungstätigkeit
Veränderung von Finanzverbindlichkeiten
1,7 -18,0
Gezahlte Zinsen -1,6 -1,6
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 0,1 -19,7
Nettozunahme des Finanzmittelbestandes 40,0 20,8
Finanzmittelbestand am 1. Jänner 229,4 309,4
Finanzmittelbestand am 31. März 269,5 330,2

Segmentberichterstattung

Segmentberichterstattung nach Divisionen

1. Quartal Sonstiges/

Brief Paket & Logistik Filialnetz Konsolidierung Konzern
Mio EUR 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008
Außenumsatz 341,8 370,0 182,9 191,2 49,7 48,0 1,2 0,7 575,5 609,9
Innenumsatz 12,4 11,1 8,4 8,8 52,5 50,9 -73,2 -70,7 0,0 0,0
Umsatz gesamt 354,1 381,1 191,3 199,9 102,2 98,9 -72,0 -70,0 575,5 609,9
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 73,9 74,1 9,6 4,7 4,6 2,6 -33,7 -31,7 54,5 49,6
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,2 0,6 0,2
EBIT 74,4 74,1 9,7 4,7 4,6 2,6 -33,6 -31,5 55,1 49,9
Segmentvermögen 401,7 456,2 429,5 530,1 46,4 54,8 534,8 429,3 1.412,5 1.470,5
Anteile an assoziierten Unternehmen 3,2 2,7 0,1 0,0 0,0 0,0 0,4 0,5 3,8 3,2
Segmentverbindlichkeiten 315,4 320,5 123,8 185,2 82,8 80,2 384,6 385,7 906,6 971,6
Segmentinvestitionen 6,7 8,9 4,5 6,2 1,1 0,4 14,5 2,4 26,8 17,9
Abschreibungen 6,4 8,3 5,2 6,3 1,1 1,5 9,5 9,4 22,3 25,5
davon Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige nicht zahlungs
wirksame Aufwendungen 1,9 1,7 0,1 -0,1 1,1 -0,4 15,6 10,9 18,8 12,2
Mitarbeiter1) 14.878 15.704 3.231 4.048 5.080 4.907 1.627 2.027 24.816 26.686

1) Periodendurchschnitt, Vollzeitkräfte

Segmentberichterstattung nach Regionen

1. Quartal

Österreich Deutschland Andere Länder Konzern
Mio EUR 2007 2008 2007 2008 2007 2008 2007 2008
Außenumsatz 436,1 427,7 128,7 153,4 10,7 28,8 575,5 609,9
Segmentvermögen 1.105,2 1.048,6 294,0 350,9 13,2 71,1 1.412,5 1.470,5
Segmentinvestitionen 23,3 12,1 2,0 3,0 1,5 2,7 26,8 17,9

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Markt- Währungs- Anteile
Kapital Gewinn bewertung umrech- anderer Konzern
Grund- rück- rück- von Wert- nungs- Perioden- Gesell- Eigen
Mio EUR kapital lagen lagen papieren rücklagen ergebnis Gesamt schafter kapital
1. QUARTAL 2007
Stand am 1. Jänner 2007 350,0 274,5 96,4 -0,1 0,9 99,8 821,4 0,0 821,4
Veränderung des Konsolidierungskreises
Unternehmenserwerbe 0,0 0,5 0,5
Anteilserhöhung 0,0 0,0
Veränderung von Rücklagen 99,8 -99,8 0,0 0,0
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste
Währungsumrechnung 0,1 0,1 0,1
Neubewertung von Wertpapieren 0,3 0,3 0,3
0,0 0,0 0,0 0,3 0,1 0,0 0,5 0,0 0,5
Periodenergebnis 42,7 42,7 42,7
Summe der erfassten Gewinne und Verluste 0,0 0,0 99,8 0,3 0,1 -57,1 43,1 0,5 43,7
Ausschüttung 0,0 0,0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,0 0,0
Stand am 31. März 2007 350,0 274,5 196,2 0,2 1,0 42,7 864,5 0,5 865,1
Markt- Währungs- Anteile
Kapital Gewinn bewertung umrech- anderer Konzern
Grund- rück- rück- von Wert- nungs- Perioden- Gesell- Eigen
Mio EUR kapital lagen lagen papieren rücklagen ergebnis Gesamt schafter kapital
1. QUARTAL 2008
Stand am 1. Jänner 2008 350,0 212,0 188,7 -0,5 1,0 122,5 873,7 0,6 874,3
Veränderung des Konsolidierungskreises
Unternehmenserwerbe 0,0 0,0
Anteilserhöhung 0,0 -0,6 -0,6
Veränderung von Rücklagen 120,5 -122,5 -2,0 -2,0
Direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste
Währungsumrechnung 0,2 0,2 0,2
Neubewertung von Wertpapieren -1,0 -1,0 -1,0
0,0 0,0 0,0 -1,0 0,2 0,0 -0,9 0,0 -0,9
Periodenergebnis 41,9 41,9 41,9
Summe der erfassten Gewinne und Verluste 0,0 0,0 120,5 -1,0 0,2 -80,7 39,0 -0,6 38,4
Ausschüttung 0,0 0,0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0,0 0,0
Stand am 31. März 2008 350,0 212,0 309,2 -1,5 1,2 41,9 912,7 0,0 912,7

Konzernanhang

Vorwort des Vorstands Geschäftsentwicklung 1. Quartal Geschäftsentwicklung Divisionen Konzernzwischenabschluss Konzernanhang

1 | Grundlagen der Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernzwischenabschlusses der Österreichischen Post AG zum 31. März 2008 erfolgte in Übereinstimmung mit den zum 31. März 2008 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Die Bilanzierung und Bewertung sowie die Erläuterungen und Angaben basieren grundsätzlich auf denselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 zugrunde liegen. Die seit 1. März 2007 verpflichtend anzuwendende neue IFRIC Interpretation 11 (Konzern interne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2) wurde bei der Erstellung des Konzern zwischenabschlusses berücksichtigt. Aus der Anwendung der neuen Interpretation ergeben sich keine Aus wirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die funktionale Währung ist der Euro. Alle Beträge sind, so fern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Für weitergehende Angaben zu den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007, der die Grundlage für den vorliegenden Zwischen ab schluss darstellt.

2 | Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 19 inländische (31. Dezember 2007: 18) und 45 ausländische (31. Dezember 2007: 45) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Weiters wurden 3 inländische Unternehmen (31. Dezember 2007: 3) nach der Equity-Methode bewertet.

Änderungen durch Unternehmenserwerbe

Ende Jänner 2008 hat die Österreichische Post die restlichen 49% der Anteile an Scanpoint Europe um einen Kaufpreis in Höhe von 2,6 Mio EUR erworben. Das Kerngeschäft der Scanpoint-Gesellschaften ist die datenschutzrechtliche Digitalisierung von Dokumenten sowie die Zulieferung geschäftsrelevanter Informationen in den hausinternen Workflow des Kunden.

3 | Eventualschulden und Eventualforderungen

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 dargestellten Eventualforderungen blieben im ersten Quartal 2008 unverändert. Auch die Eventualschulden haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2007 nicht wesentlich verändert.

4 | Sonstige Angaben

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 dargestellten Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen haben sich zum 31. März 2008 nicht wesentlich verändert.

5 | Ereignisse nach Ende der Zwischenberichtsperiode

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die für die Bewertung am Bilanzstichtag von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle oder Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht werden müssen, sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss berücksichtigt.

Auf Vorschlag des Vorstands beschloss die Hauptversammlung am 22. April 2008 die Ausschüttung einer Dividende von 1,40 EUR pro Aktie (98,0 Mio EUR). Darüber hinaus wurde die Ausschüttung einer Sonder dividende von 1,00 EUR pro Aktie (70,0 Mio EUR) beschlossen. Dies entspricht einer Ausschüttung von insgesamt 168,0 Mio EUR. Der Zahltag für die Basisdividende ist der 6. Mai 2008, die Zahlung der Sonderdividende erfolgt am 5. September 2008.

Weiters erfolgte die Beschlussfassung über die Ermächtigung des Vorstands zum Rückkauf und gegebenenfalls zur Einziehung eigener Aktien bis 10% des Grundkapitals auf die Dauer von 18 Monaten gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG (zweckneutraler Erwerb) nach Maßgabe der Bestimmungen des Aktiengesetzes und des Börsegesetzes.

Finanzkalender 2008

6. Mai 2008 Ex-Dividendentag/Dividendenzahltag
für Basisdividende 1,40 EUR
16. Mai 2008 Zwischenbericht 1. Quartal 2008
14. August 2008 Zwischenbericht 1. Halbjahr 2008
5. September 2008 Ex-Dividendentag/Dividendenzahltag
für Sonderdividende 1,00 EUR
13. November 2008 Zwischenbericht 1.–3. Quartal 2008

Entwicklung der Post Aktie

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Österreichische Post AG Unternehmenszentrale Postgasse 8 1010 Wien www.post.at

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Konzept, Gestaltung und Gesamtkoordination: Scholdan & Company, Wien Druck: Ueberreuter Print und Digimedia GmbH, Korneuburg

Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Satz oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Dieser Bericht enthält auch zukunftsbezogene Einschätzungen und Aussagen, die wir auf Basis aller uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "erwarten", "schätzen", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Gegebenheiten – und damit auch die tatsächlichen Ergebnisse – aufgrund verschiedenster Faktoren von den in diesem Bericht dargestellten Erwartungen abweichen können. Personenbezogene Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Dieser Bericht ist auch in englischer Sprache verfügbar. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.

Redaktionsschluss: 30. April 2008

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