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ORBIS AG

Annual Report Mar 31, 2009

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Annual Report

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ORBIS ist ein international tätiges Business Consulting-Unternehmen. ORBIS berät und unterstützt internationale Konzerne und mittelständische Unternehmen – von der IT-Strategie und Systemauswahl über die Optimierung der Geschäftsprozesse bis hin zur Systemimplementierung und Systemintegration. Dabei setzt ORBIS auf die Lösungen der Marktführer SAP und Microsoft.

Die Kernkompetenzen umfassen klassisches Enterprise Ressource Planning (ERP), Supply Chain Management (SCM), Logistik (LES/SCE), Customer Relationship Management (CRM), Business Intelligence (BI) und Product Lifecycle Management (PLM). Die ORBIS AG unterstützt ihre Kunden als zuverlässiger Partner in den weltweiten Rollouts ihrer ERP-Lösungen und Prozesse. Eigene Produkte für eLearning und Business Intelligence sowie zahlreiche Add-Ons auf Basis von SAP und Microsoft vervollständigen das Leistungsportfolio.

Über 1000 erfolgreich realisierte Kundenprojekte belegen die langjährige Branchenerfahrung des Business Consulting-Unternehmens in der Fertigungsindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilzulieferer- sowie Konsumgüterindustrie und im Handel. Im Jahr 1986 gegründet, ist ORBIS seit 2000 börsennotiert. ORBIS ist national in Saarbrücken, Bielefeld, Hamburg, München und Essen vertreten. Weitere internationale Standorte befinden sich in Cham (Schweiz), Paris, Straßburg, Washington D.C. und Shanghai.

Zu den langjährigen Kunden zählen unter anderem die Behr-Gruppe, Eberspächer, Hager Group, Hörmann, hülsta, HYDAC International, Jungheinrich, KSB, Linde Hydraulics, Paul Hartmann, Pilz, Rittal, SaarGummi, Schott, Trelleborg Automotive AVS, Villeroy & Boch, Wagner Tiefkühlprodukte und der ZF-Konzern.

Vorstandsstatement

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

ORBIS hat das Geschäftsjahr 2008 sehr erfolgreich abgeschlossen!

Wir hatten uns vorgenommen, die Performance des Unternehmens weiter zu verbessern. Ziel war die Steigerung des Umsatzes im einstelligen Prozentbereich. Weiterhin sollte die Profitabilität um mehr als 10% verbessert werden.

Diese Zielsetzung wurde in 2008 deutlich übertroffen.

Wir haben einen Konzernumsatz in Höhe von T€ 23.756 erzielt und somit um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr (T€ 22.010) ge steigert. Die Ertragszahlen liegen um 41% beim EBIT und um 81 % beim EBT erheblich über dem Vorjahr: Das Betriebsergebnis (EBIT) 2008 beläuft sich auf T€ 1.061 (Vorjahr T€ 752), das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf T€ 1.253 (Vorjahr T€ 693). Die gute Geschäftsentwicklung wirkte sich auch sehr positiv auf unseren Cashflow aus. Die liquiden Mittel stiegen zum Geschäftsjahresende 2008 um T€ 1.883 (+ 39 %) auf T€ 6.660 (Vorjahr T€ 4.777)

an.

Konjunktureinbruch in historischer Dimension

Das außerordentlich positive Jahresergebnis der ORBIS AG blieb weitestgehend unberührt von der sich 2008 global ausweitenden fundamentalen Krise der Finanzwirtschaft, die sich im dritten und insbesondere vierten Quartal auf die Realwirtschaft ausgeweitet hat. In Deutschland brach die Konjunktur auf breiter Front so massiv ein, wie wir es seit der Wiedervereinigung noch nicht erlebt haben. Ökonomen bewerten die aufeinanderfolgenden Minusquartale als Ausdruck einer schweren Rezession in Deutschland, die die Volkswirtschaft 2009 wohl noch nicht überwinden könne. Im Sog der Finanzkrise erlebte die Automobilindustrie weltweit massive Ab satzeinbrüche, amerikanische Autobauer überleben nur mit massiven staatlichen Stützen, die besser aufgestellten deutschen Autohersteller und ihre Zulieferindustrie leiden als globale Exporteure massiv unter der Zurückhaltung der Käufer in aller Welt und im Inland, wo die Binnennachfrage 2009 durch Abwrackprämie und Konjunkturpakete stimuliert werden soll. Auch ORBIS-Kunden in der Automobilbranche bekamen den massiven Gegenwind vom Markt im letzten Quartal 2008 zu spüren.

Geschäftsentwicklung 2008 von Krise unbeeindruckt

Für die ORBIS verliefen im Geschäftsjahr 2008 der Umsatz und der Ertrag über Plan. Die Geschäftsentwicklung blieb 2008 von der Krise unbeeindruckt. Positiv macht sich bemerkbar, dass die ORBIS keine einseitige Branchenabhängigkeit hat. Unsere Kompetenz umfasst mehrere Branchen: Konsumgüter und Handel, Automotive, Anlagen- und Maschinenbau, Fertigungsindustrie, Elektroindustrie so wie die Metall-, Papier- und Holzindustrie (Mill Products).

ORBIS hat sich in den letzten Jahren konsequent auf die Prozessoptimierung in den Kernprozessen der Kunden ausgerichtet. Die gesamte Organisation in unserem Unternehmen ist dadurch noch stärker auf den Kundennutzen ausgerichtet. So kann ORBIS den Kunden Mehrwerte bieten, die sich in einer konsequenteren Marktbearbeitung und transparenteren Planung, in geringeren Lagerbeständen, schnelleren Durchlaufzeiten, aber auch in Kostenreduzierungen widerspiegeln.

Durch die Ausrichtung auf die Prozesse CRM, SCM, PLM, BI und das Rollout von Prozessen und SAP-ERP Lösungen in die internationale Organisation unserer Kunden profitiert auch ORBIS. Wir erreichen eine deutlich höhere Flexibilität in der Be ratung, da viele Prozesse in den unterschiedlichen Branchen auf ähnlichen Grundfunktionen basieren. Dadurch kann sich ORBIS auch in schwierigen Zeiten auf die Prozesse in den Branchen konzentrieren, die noch nicht so stark von der Wirtschaftskrise betroffen sind, ohne jedoch die anderen Branchen zu vernachlässigen.

Positiv macht sich auch bemerkbar, dass wir im Bereich Kundenbeziehungsmanagement (CRM) neben der SAP-Partnerschaft ebenso ein gewichtiger Partner von Microsoft im deutschen Markt sind. Wir haben damit bei den CRM-Prozessen keine einseitige Anbieterabhängigkeit, was uns als professioneller Kenner beider Softwarewelten zum Vorteil der Kunden positioniert. Wir stehen in keinem Interessenkonflikt als Beratungsunternehmen und können an den Anforderungen und Bedürfnissen des Kunden ausgerichtet Empfehlungen für SAP oder Microsoft CRM aussprechen. Das verleiht unserer Beratung ein besonders hohes Maß an Glaubwürdigkeit.

Positiv ist für unsere Kunden auch, dass wir in den verschiedenen Themen der Ge schäftsprozessoptimierung über die Standardfunktionalitäten der ERP-Systeme hinaus beraten und implementieren können, wie beim Kundenbeziehungsmanagement (CRM) unternehmensinternen (ERP/PLM) und lieferantenorientierten Geschäftsprozessen (SRM) sowie unternehmensinterner und unternehmensübergreifender Logistik (SCM/LES). Unsere breite Prozesskompetenz, die immer um neueste Entwicklungen erweitert und mit eigenen Lösungen ergänzt wird, erlaubt uns, Unternehmen dauerhaft zu begleiten. So gibt es in unserem Kundenkreis zahlreiche Unternehmen, die sich seit vielen Jahren, einige seit zwei Jahrzehnten, auf die ORBIS als kompetenten Beratungspartner verlassen. Durch die konsequente Ausrichtung auf Prozesse und der damit verbundenen hohen Spezialisierung auf die Prozessoptimierung unserer Kunden konnten wir uns bei vielen Kunden und Interessenten positionieren. Allein 2008 waren es rund vierzig Unternehmen, die uns zum ersten Mal mit Aufgaben betraut haben. Darunter sind Arkopharma, Brita, Behr Thermot-tronik, Me litta, BSN Medical, R. Stahl, Schumag und weitere bekannte Marken.

Erfolgreiche Kundenprojekte sprechen für die ORBIS

Zufriedene Kunden kommen immer wieder mit neuen Anforderungen auf uns zu. Aber auch wir gehen auf die Kunden zu mit neuen Themen, die die vorhandenen Prozesse unterstützen, verbessern oder erweitern. Unsere Fokustage – Tagungsveranstaltungen zu zentralen Themen wie etwa Globaler SAP Rollout, Supply Chain Management inklusive Kapazitäts- und Feinplanung oder LES und mobile Lösungen in der Logistik – wecken Interesse bei den Adressaten, unabhängig ob potenziell neuer oder langjähriger Kunde. Wir sehen unsere Fokustage deshalb auch als Veranstaltung zur Kundenbindung, zumal bei den Veranstaltungen unsere Kunden auch selbst über ihre Projekte und ihre Erfahrungen mit der ORBIS vortragen. Dieses Vorgehen wollen wir dieses Jahr auch in unserem Geschäftsbericht praktizieren. Wir möchten unsere Kunden sprechen lassen. Die Unternehmen stellen sich vor und berichten über ihre strategische Ausrichtung und auch über die Zusammenarbeit mit ORBIS.

Qualität, Leistungsfähigkeit, Persönlichkeit zeichnen ORBIS-Berater aus

Langjährige Erfahrung in vielen Projekten, in unterschiedlichen Branchen in der Optimierung der Kundenprozesse – dazu tiefe Kenntnisse der Lösungen von SAP und Microsoft – das ist die Basis auf der erfolgreich Kundenprojekte realisiert werden können. Neben hohem Prozess-Know-How ist aber auch die Ausrichtung auf internationale Projekte entscheidend. ERP-Prozesse aber auch CRM, SCM und alle anderen Prozesse werden in global agierenden Unternehmen weltweit ausgerollt. Die Qualität, Leistungsfähigkeit und Persönlichkeit unserer Berater machen den Erfolg der ORBIS aus. 2008 war unsere Beratungskompetenz in zahlreichen Kundenprojekten gefragt und führte zu einer sehr guten Auslastung. Es ist uns in 2008 gelungen, unseren Mitarbeiterstamm um 23 Personen (+ 11 %) auf 231 Personen zum Jahresende zu erweitern. Neben erfahrenen IT-Beratern haben wir erneut Hochschulabsolventen in unser Trainée-Programm aufgenommen, um diese jungen Leute systematisch in die Beratung einzuarbeiten und auch in das Beratungshaus ORBIS hinein wachsen zu lassen; die Kultur von ORBIS ist bei aller Leistungsorientierung familiär und persönlich geblieben.

Unsicherheiten und düstere Marktprognosen für 2009

Die aktuelle Wirtschaftslage gleicht im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009 einem Wettlauf um düstere Prognosen. In der Politik und unter Ökonomen herrscht hohe Unsicherheit, welche Folgen die Parallelität von Finanz- und Konjunkturkrise auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland haben wird. Die Spannweite der Konjunkturprognosen ist groß, mit Tendenz zu weiterer Verdüsterung. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung schürte Mitte Februar weiter Pessimismus und hält einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 3 % für denkbar. Die Bundesregierung rechnet im Jahreswirtschaftsbericht 2009 mit einem Rückgang um 2,3 %, der Internationale Währungsfonds erwartet minus 2,5 %. Alle Prognosen sind mit einem hohen Unsicherheitsfaktor versehen, da die ak tuelle Weltwirtschaftskrise in den Prognosemodellen der Ökonomen nicht ausreichend abgebildet werden kann. Einige Sektoren der bundesdeutschen Wirtschaft sind bereits sichtbar in der Krise, so die Automobilindustrie und selbst die erfolgsverwöhnten deutschen Maschinenbauer geraten zunehmend in den Sog der weltweit sinkenden Nachfrage nach Investitionsgütern und Ausrüstungen. Ein Grundpfeiler der deutschen Wirtschaft bröckelt – der Export. Die Ausfuhrwirtschaft steht vor dem schwärzesten Jahr der bundesdeutschen Geschichte. Die Wirtschaft hofft auf Impulse aus der Binnennachfrage und positive Effekte aus den beschlossenen Konjunkturstützungsprogrammen der Bundesregierung. Wie stark der Effekt aus diesen Stützungsmaßnahmen sein wird, wann und wie lange diese wirken, wissen auch die Volkswirte nicht, weil eine weltweite Wirtschaftskrise dieses Ausmaßes in einer globalisierten Welt ohne Präzedenzfall ist.

ORBIS ist gut aufgestellt in unsicheren Zeiten

Die ORBIS ist für diese Krisenphase gut gerüstet und dürfte der aktuellen Re zession weit widerstandsfähiger begegnen als in den Rezessionsjahren von 2001 bis 2003. Die ORBIS ist in den vergangenen Jahren durch Struktur- und Kostenanpassungen zu einem sehr robust aufgestellten Business Consulting Unternehmen gereift, das heute in jeder Hinsicht belastbare Strukturen aufweist. Unsere Verwaltungskosten sind im Branchenvergleich auf niedrigem Niveau und unsere Personalkosten, die das Gros in einem Dienstleistungsunternehmen ausmachen, sind zum Teil flexibel. Bereits vor einigen Jahren haben wir mit den Beratern die Flexibilisierung der Gehälter vereinbart, die seither aus einem Grundgehalt und aus einem erfolgsabhängigen variablen Gehalt bestehen. Dies verschafft uns in Krisenzeiten einen Puffer, falls sich die Marktsituation verschlechtern sollte. An gesichts der sehr guten Eigenkapitalbasis und der hohen Liquidität sind wir in unserer Geschäftstätigkeit von Banken unabhängig, was uns im aktuellen Kontext großer Finanzmarktunsicherheiten Freiräume sichert. Wir sind aus einem sehr guten Geschäftsjahr 2008 mit einer sehr soliden Auftragslage ins Jahr 2009 ge startet und sind zuversichtlich, auch das Jahr 2009 positiv abschließen zu können. Eine solide Prognose für 2009 aufzustellen, fällt uns dennoch schwer, da wir nicht abschätzen können, wie weit die Wirtschaftskrise sich weiter auf unsere Kundenkreise ausdehnen wird.

6 2008

ORBIS ist gut aufgestellt. Wir sind überzeugt, dass wir die Herausforderungen der Wirtschaftskrise bestehen werden und zu den Gewinnern einer in solchen Zeiten üblichen Marktbereinigung gehören werden. Unser Unternehmen wird sich als nachhaltig robust erweisen. Für unsere Leistungen gibt es Nachfrage auch in Zeiten schwächerer Wirtschaftskraft, weil Investitionen in die Geschäftsprozessoptimierung strategisch relevant sind und Unternehmen nachhaltig stärken. Wir haben keine einseitige Branchenabhängigkeit und beherrschen eine große Bandbreite an Themen zur Geschäftsprozessoptimierung.

Unsere breite Kundenbasis, die aus großen und mittelständischen Unternehmen besteht, sichert für unser Beratungsgeschäft eine Grundauslastung. Als typisch mittelständisches Unternehmen sind wir flexibel und in jeder Hinsicht fit. Wir werden den aktuellen Herausforderungen selbstbewusst und sportlich begegnen.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ORBIS für ein sehr gutes Geschäftsjahr 2008, unseren Kunden für ihr Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit, unseren Aktionärinnen und Aktionären für Ihre Treue.

Saarbrücken, im März 2009

Thomas Gard Stefan Mailänder Vorstandssprecher Vorstand

O R B I S U n t e r n e h m e n s p r o f i l

Innovationen im Dienst der Kunden

Hager ist der Spezialist für Elektroinstallationen in Gebäuden, im Wohnungsbau und für Gewerbeimmobilien. Denn die Marke Hager steht seit Jahrzehnten für umfassende Systemangebote. Höchste Qualität, innovative Produkte, Modularität, Montagefreundlichkeit, einfache Bedienung, komfortable Anwendung, guter Service und anspruchsvolles Design zeichnen Hager aus.

Als Komplettanbieter für Profis steht Hager für hochwertige, innovative Technik sowie für Kundennähe und Zuverlässigkeit. Innovationen und die systematische Weiterentwicklungen der Produkte und Systeme zeichnen die Marke Hager aus. Unser Ziel dabei ist es, mit Neuheiten und Verbesserungen an der Spitze der Entwicklung zu stehen.

Technischer Fortschritt und wirtschaftlicher Erfolg sind nur möglich, wenn alle Beteiligten das Ziel haben, den Kundennutzen stetig zu erhöhen. Dazu leisten natürlich engagierte, qualifizierte Mitarbeiter einen wesentlichen Beitrag – die äußerst geringe Fluktuation belegt ihre starke Bindung an das Unternehmen und seine Ziele. Eine enge Partnerschaft und ein vertrauensvolles Verhältnis verbinden auch den Elektrogroßhandel und die Installateure mit der Marke Hager.

Hager hat so immer das Ohr am Markt – eine wichtige Voraussetzung, wenn man Systeme entwickelt, die möglichst genau die Kundenbedürfnisse berücksichtigen sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es auch erforderlich, dass Hager trotz seiner inzwischen beträchtlichen Größe eine flexible Unternehmenskultur pflegt, die schnelle und pragmatische Entscheidungen sowie innovative Prozesse er möglicht.

In tausenden von Kontakten und Ge sprächen, die Hager jährlich mit seinen Kunden hat, erfährt das Unternehmen, was die Praktiker benötigen, um erfolgreich und effizient zu arbeiten. Mit diesem Wissen als Grundlage werden die innovativen Lösungen erarbeitet, die die Marke Hager so charakteristisch machen, denn Montagefreundlichkeit, komfortable Anwendung, intuitive Bedienoberflächen, Modularität und Beständigkeit sind Markenwerte, die bei Hager-Systemen eine durchgängige Premium-Qualität verbürgen. Denn seit Bestehen legt Hager Wert auf Markenqualität: Mit großem Erfolg! So liefert das breitgefächerte Angebot für Profis ganzheitliche Lösungen.

80 % des Angebots von Hager ist jünger als fünf Jahre. Dieser hohe Innovationsgrad erlaubt es den Anwendern auch viele neue Aufgaben effektiv zu erledigen. Ein guter Indikator für diese anwenderorientierte Angebotspolitik ist die starke Nachfrage nach Innovationen und Weiterentwicklungen der Marke Hager.

Eine starke Gruppe

Hager gehört zur Hager Group, einem inhabergeführten Familienunternehmen mit einer mehr als 50jährigen Tradition. Das weltweit tätige Unternehmen be schäftigt rund 11.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2008 einen Gesamtumsatz von 1,37 Milliarden Euro. Zur Zeit beschäftigt die Hager Group

rund 850 Ingenieure in der Forschung und Entwicklung (F&E) und wendet ca. fünf % ihres Umsatzes für F&E auf. So werden weltweit jährlich rund 170 Entwicklungen zum Patent angemeldet.

Das gesamte Angebot der Hager Group umfasst heute rund 74.000 Artikel. Die Hager Group produziert weltweit an 30 Standorten in 12 Ländern. Die Vertriebspräsenz in 55 Ländern wird unterstützt durch 20.000 Verkaufspunkte der Großhandelspartner. Dank enger Beziehungen zu Kunden und Fachhändlern sind die Marken der Hager Group stark in ihrer lokalen und regionalen Präsenz. Seit 2007 ist die Hager Group eine Europäische Gesellschaft (SE Societas Europaea) und unterstreicht damit einerseits

ihre kulturelle Diversität und andererseits ihre europäischen Wurzeln.

O R B I S U n t e r n e h m e n s p r o f i l

Ulrich Holzer, Director IT und Controlling der Hager Group:

"Orbis ist kompetent und erfahren in internationalen sAP-Projekten. Ausschlaggebend für Orbis war insbesondere die hohe Prozess- und Fachkompetenz der berater in Deutschland, Frankreich und China."

Mit kompetenten Partnern Hand in Hand

Die Zusammenarbeit von Hager und ORBIS beginnt 1992 mit der Einführung von R/2 in Deutschland. Später unterstützt ORBIS bei weiteren SAP Projekten an mehreren Standorten in Deutschland und Frankreich. Hager ist weltweit im Wachstum begriffen und hat in den vergangenen Jahren neue Produktionsgesellschaften in China, Brasilien und Indien gegründet und Firmen wie Tehalit in Deutschland, Polo in Polen, Weber und Amacher in der Schweiz und die französische Atral Gruppe übernommen. Aufgrund der engen Vernetzung der Standorte und der Zentralisierung der Lager in Europa beabsichtigt Hager 2006, die Geschäftsabläufe effizienter zu gestalten, um integrierte Logistik-, Controlling- und Finanzprozesse auch länderübergreifend mit gleichen Stammdaten und Programmen in einem System durchführen zu können. Das Ziel war dabei, die Kosten in der IT, der Logistik und in den Finanzabteilungen nachhaltig zu senken, für mehr Transparenz zu sorgen sowie neue Funktionalitäten einzuführen, um Wettbewerbsvorteile zu nutzen.

Insgesamt waren bei Hager die 40 Ge sellschaften in zehn Mandanten innerhalb von vier verschiedenen Systemen abgebildet. Sie wurden in einem Mandanten zusammengeführt und inklusive der Altdatenbestände in das neue ERP 2005 migriert. Die weltweite Harmonisierung der SAP-Systeme ist eine umfangreiche Aufgabe. Eine Besonderheit stellte die Migration der kompletten Daten-Historie dar. Es wurden nicht nur die Stammdaten, sondern auch alle im System befindlichen Belege und Altdaten migriert und auf die neue Datenstruktur umgesetzt. Somit können die Altsysteme nach einer Kontrolle durch die lokalen Wirtschaftsprüfer abgeschaltet werden. Während der Migration erfolgte gleichzeitig das Up grade auf ERP 2005 und Unicode.

Gemeinsam mit ORBIS wird 2006 ein globaler Blueprint erstellt, in dem der ge naue Ablauf der Harmonisierung und die Kernprozesse beschrieben sind. 2007 er folgt die erste Migration in Polen und Deutschland. 2008 folgen Frankreich, China und Italien. 2009 soll die weltweite Harmonisierung mit den Ländern UK, Belgien, den Niederlanden und Spanien vorerst abgeschlossen werden, weitere Rollouts sind für die Gesellschaften in Griechenland und Portugal in 2010 ge plant. Neben diesem Großprojekt un terstützt ORBIS Hager auch bei weiteren Projekten: z.B. bei der CRM-System Op timierung, der Einführung von SAP LES bei der Weber AG oder einer einheitlichen Vertriebsplanung.

Technologien von ZF

Die ZF Friedrichshafen AG ist ein weltweit führender Automobilzuliefer-Konzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik an 119 Standorten in 25 Ländern. ZF beschäftigt rund 64.000 Mitarbeiter, davon etwa 37.000 in Deutschland. Im Jahr 2008 erzielte ZF einen Umsatz von voraussichtlich 12,6 Milliarden Euro. Auf der Weltrangliste der Automobilzulieferer ist ZF unter den 15 größten Unternehmen. Ge gründet wurde das Unternehmen im Jahre 1915 zur Entwicklung und Produktion von Getrieben für Luftschiffe und Fahrzeuge. Heute gehören Getriebe und Lenkungen sowie Fahrwerkkomponenten und komplette Achssysteme und -module zum Produktprogramm. In allen Kernprodukten hält der Konzern eine erste, zweite oder dritte Position im Weltmarkt. Anteilseigner des Unternehmens sind mit 93,8 % die Zeppelin-Stiftung, die von der Stadt Friedrichshafen verwaltet wird, sowie mit 6,2 % die Dr.-Jürgen-Ulderup-Stiftung, Lemförde. Der Konzern ist in fünf produktorientierte Bereiche gegliedert: Pkw-Antriebstechnik in Saarbrücken, Pkw-Fahrwerktechnik in Lemförde, Nutzfahrzeug- und Sonder-Antriebstechnik in Friedrichshafen, Arbeitsmaschinen-Antriebstechnik und Achssysteme in Passau sowie Antriebs- und Fahrwerkkomponenten in Schweinfurt. Hinzu kommen die eigenständigen Geschäftsfelder Gummi-Metalltechnik, Marine-Antriebstechnik, Luftfahrt-Antriebstechnik, Elektronikkomponenten und Services. Seit 1999 bildet die ZF Friedrichshafen AG ge meinsam mit der Robert Bosch GmbH das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH.

Innovationen, die sich rechnen

Der Anteil des Automobilgeschäfts des Konzerns liegt bei 86 % des Gesamtumsatzes. Jeweils 50 % werden dabei in der Antriebs- und Fahrwerktechnik erzielt. Im Jahr 2001 hat ZF das weltweit erste 6-Gang-Automatgetriebe auf den Markt gebracht. Seit 2008 wird das Doppelkupplungsgetriebe geliefert. Im selben Jahr startete ZF die erste europäische Se rien-Hybridmodul-Fertigung in Schwein furt. Zudem hat ZF ein neues Pkw-Automatgetriebe mit acht Gängen entwickelt, das im Vergleich zur zweiten Ge neration des 6-Gang-Automatgetriebes Verbrauchseinsparungen von 6 % ermöglicht. Zu den innovativen ZF-Produkten zählen auch das elektronische Dämpfungssystem CDC, die Aktiv- und die Elektrolenkung. Mit IWD und Vector Drive bietet das Unternehmen eine elektronische Vernetzung von Antrieb und Fahrwerk. Um auch in Zukunft mit einem innovativen Produktspektrum auf allen Märkten präsent zu sein, investiert ZF jährlich rund 5 % des Umsatzes in die Forschung und Entwicklung. Weltweit sind rund 4.600 Mitarbeiter an sechs Hauptentwicklungsstandorten in diesem Bereich tätig. Insgesamt lagen die Sachanlagen-Investitionen der ZF Friedrichshafen AG im Jahr 2007 bei 584 Millionen Euro.

Europa ist mit rund 72 % Umsatzanteil der bedeutendste Markt für ZF und wird auch in Zukunft die größte Marktregion bleiben. Um auch der zunehmenden Globalisierung der Märkte gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial außerhalb des Kernmarktes Europa zu nutzen, stärkte ZF in den vergangenen Jahren neben dem Europageschäft vor allem ihre Po sition in Asien. Mit einem Umsatzanteil von rund 13 % ist die Region Asien-Pazifik der zweitwichtigste Markt, gefolg von Nordamerika mit 10 % Umsatzanteil. Die Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit im Kerngeschäft und die Technologieführerschaft ist das oberste Ziel der ZF Friedrichshafen AG.

Peter Kraus, Leiter ZFInformatik, ZF Friedrichshafen AG:

"Wir schätzen Orbis als zuverlässigen und kompetenten Partner mit umfassender Erfahrung im bereich der Automobilzulieferindustrie, der uns auch bei der realisierung innovativer Lösungen und Prozesse unterstützt, die weit über den sAP-standard hinausgehen."

Neben der Technologieführerschaft und neuen Formen der Zusammenarbeit mit Automobilherstellern spielt die effiziente Markterschließung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig soll sich das Ausland jedoch zur Drehscheibe für "gängige Technologie" entwickeln. Produkte und Systeme, die "just-in-time" geliefert werden, will ZF vorwiegend vor Ort produzieren. Dadurch kann das Unternehmen die speziellen Stärken des jeweiligen Standortes wie beispielsweise niedrigere Produktionskosten nutzen und trotz des verschärften Preisdrucks in der Automobil- und Zu lieferindustrie wettbewerbsfähig bleiben. So wird die ZF Friedrichshafen AG ihre Position als führendes Unternehmen für Antriebs- und Fahrwerktechnik auch in Zukunft behaupten können.

Langjährige Zusammenarbeit mit ORBIS

Mit dem Erfolg des Konzerns sind auch im Laufe der Jahre die Anforderungen an die Prozesse gewachsen. So sucht 1992 der Geschäftsbereich ZF Getriebe in Saarbrücken nach einer Logistik-Lösung, die die zukünftigen Anforderungen bezüglich Vertrieb, Produktionsplanung- und Steuerung sowie der Materialwirtschaft unterstützt. ZF entscheidet sich für die SAP-Software und ORBIS als Beratungspartner. Da zu diesem Zeitpunkt die neue SAP R/3-Lösung im Bereich der Logistik funktional noch eingeschränkt ist, fällt die Entscheidung auf SAP R/2. Eine besondere Herausforderung bei der Realisierung ist, dass zunächst nur die gesamte Logistik mit der neuen Lösung arbeitet und das Rechnungswesen erst später auf SAP umgestellt wird. In den Folgejahren entscheiden sich weitere Geschäftsbereiche und Standorte für SAP R/3 und greifen dabei gerne auf die Automotive-Kompetenz und Prozess-Erfahrung von ORBIS zurück.

Seitdem realisiert ZF gemeinsam mit ORBIS zahlreiche nationale und internationale SAP-Projekte. ZF Friedrichshafen, ZF Lenksysteme, ZF Sachs und ZF Passau zählen mittlerweile neben ZF Getriebe zu den langjährigen Kunden des Saarbrücker Beratungsunternehmens. Dabei unterstützten die Berater von ORBIS ZF an diversen Standorten in den Ländern: Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Spanien und Türkei. Die Projekte reichen von der SAP ERP-Kompletteinführung, templatebasierten Rollout-Projekten bis hin zur strategischen Einkaufsplanung.

Als innovativer Automobilzulieferer versucht ZF auch in der IT dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus zu sein. Gemeinsam mit ORBIS entwickelt ZF dafür innovative Lösungen, wie beispielsweise das Servicedatenportal für die weltweite Kundendienstorganisation (Service Data Management SDM) oder die Vertriebsabwicklung der OEM-Kundenbeziehungen (ORM). Durch Erweiterungen der SAP PP-Funktionalität werden von ORBIS die Logistikprozesse in der Ab satzplanung, Disposition, Feinplanung und Montagesteuerung für Fabriken optimiert, je nach produkt- oder kundenspezifischen Anforderungen des ZF-Standortes. Zurzeit unterstützt ORBIS ZF bei der integrierten Vertriebsplanung an diversen Standorten sowie im Bereich mobiler Logistiklösungen wie Scannerlösungen und RFID.

2008 15

Wagner und Pizza: Untrennbar miteinander verbunden

Die Wagner Tiefkühlprodukte GmbH mit Sitz im saarländischen Nonnweiler-Braunshausen und einem zweiten Standort in Nonnweiler-Otzenhausen ist einer der größten Hersteller von Tiefkühlpizzas in Europa. Dank des hohen Qualitätsanspruchs, ständiger Innovationen, einer konsequenten Markenpolitik und eindeutigen Produktdifferenzierungen hat das Unternehmen Wagner (1.272 Mitarbeiter) mittlerweile allein in Deutschland einen nationalen Umsatz-Marktanteil von rund 28 % er reicht (*Quelle: The Nielsen Company, 2008).

Das Sortiment des traditionsreichen Pizza-Spezialisten reicht vom Erfolgsprodukt klassische "Steinofen-Pizza" über die elsässische Spezialität "Herzhafter Flammkuchen", die große "Big Pizza" bis zur Bio-Pizza "Unsere Natur". Es umschließt auch die Fingerfood-Produkte Original Piccolinis, die mit der Variante Salami unverändert das erfolgreichste Tiefkühlpizza-Einzelprodukt in Deutschland sind.

Saarländische Erfolgsgeschichte

Gegründet wurde die Firma Wagner 1968 in Nonnweiler/Braunshausen durch den Bäckermeister Ernst Wagner. Der erfindungsreiche Saarländer suchte schon kurz nach der Übernahme der Gaststätte der Eltern im Jahr 1952 nach Konzepten, um hochwertiges Essen auf Vorrat herstellen zu können. Der Grund: seine Gaststätte lag mitten im Naherholungsgebiet Peterberg und am Wochenende musste sein weithin bekanntes und beliebtes Restaurant Hunderte von hungrigen Wanderoder Skiurlaubern beköstigen.

Ernst Wagner fand die Lösung in der Tiefkühlung, einer in den Anfängen noch gänzlich unbekannten Form der Konservierung – ein weiterer Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.

Eher zufällig entdeckte der Saarländer dagegen das Produkt, für das Wagner in Deutschland heute steht: die Pizza. Von einer Italienreise mit seiner Familie brachte der findige Bäckermeister die Pizza-Idee mit und perfektionierte beinahe akribisch die Zubereitung des Pizzahefeteiges und das Backverfahren. Auf diese Zeit geht auch der Firmengrundsatz zurück, der seitdem jeder Neuentwicklung zugrunde liegt: "Die Technik richtet sich nach dem Produkt und nicht das Produkt nach der Technik!" Das Wissen um den besten Teig einerseits und um das beste Backverfahren andererseits sowie die damit verbundene Innovationsführerschaft war die Grundlage für den Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert.

Wagner konzentrierte sich vor allem auf Tiefkühl-Pizzas für den Lebensmittel-Einzelhandel und verstärkte von 1979 an die Bemühungen, ein Produkt herzustellen, das genauso schmeckt wie beim Italiener. Der Durchbruch bedeutete 1985 die Er findung des ersten industriellen Steinbackofens und die Einführung der "Original Wagner Steinofen-Pizza", die mit ihrem knusperdünnen Boden das Markenzeichen des Unternehmens wurde und mit ihren 20 verschiedenen Varianten heute die beliebteste Steinofen-Pizza Deutschlands ist. In den folgenden Jahren entwickelte das Unternehmen konsequent neue Produkte und erschloss die unterschiedlichsten Zielgruppen – von Singles über junge Familien bis zu den sogenannten Best-Agern.

Frisch tiefgekühlt und nur beste Zutaten

Drei Säulen sorgen bei Wagner für unverändert hohe Qualität: die Verwendung hochwertiger Zutaten, sorgfältige Kontrollen und qualifizierte Mitarbeiter. So arbeitet Wagner nur mit Lieferanten zu sammen, die dauerhaft Qualität und Produktsicherheit gewährleisten. Alle gelieferten Rohstoffe werden sensorischen, mikrobiologischen und chemischen Untersuchungen unterzogen. Auch bei den Zutaten werden keine Kompromisse ge macht: Auf eine Pizza von Wagner kommt nur das Beste. Dazu gehören unter anderem ausschließlich naturgereifte Käsesorten, echter Schwarzwälder Schinken, aus-

Peter Keßler, Leiter IT und SCM, Wagner Tiefkühlprodukte GmbH:

"Orbis kennt nicht nur die Prozesse der Konsumgüterindustrie, sondern auch unsere individuellen Anforderungen ganz genau. innovative Lösungen sind im harten Wettbewerb der Lebensmittelbranche ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Dabei unterstützt uns Orbis sehr."

gewählte Salami und gekochter Hinterschinken. Die sonnengereiften Schältomaten kommen direkt aus Italien.

Die Herstellung der Produkte wird vom ersten bis zum letzten Schritt sorgfältig überwacht: Ständige Kontrollen während und nach dem Produktionsprozess sorgen für höchste Qualität, die Kennzeichnung der gelieferten Rohstoffe ermöglicht es darüber hinaus, jede einzelne Pizza exakt zurückzuverfolgen.

Enorme Innovationskraft

Wagner hat sich zum Ziel gesetzt, die erfolgreiche Produktpalette ständig zu erweitern. Mit der jüngsten Einführung Kinder Piccolinis erschließt Wagner seit Februar 2009 verstärkt den Markt für Kinderprodukte.

Ein Markt mit viel Potenzial

Für die weitere Entwicklung ist Wagner überaus optimistisch. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht, denn der Markt ist noch lange nicht gesättigt: So stieg in Deutschland der Pro-Kopf-Verbrauch an Tiefkühlkost alleine z. B. von 2002 (34,5 kg) auf 2007 (38,1 kg) um + 10,4 % (Quelle: dti). Hinzu kommt: Pizzas sind in Deutschland weiterhin das beliebteste Tiefkühlprodukt. In 2008 konnte die größte Warengruppen in Tiefkühlkost gesamt, bezogen auf den Umsatz, um + 6,1 % auf 1,1 Mrd. Jahresumsatz zulegen. Und es gibt in dieser Warengruppe noch viel Potenzial: Der Anteil der Haushalte, die sich bislang überhaupt noch nie für Tiefkühl-Pizza entschieden haben, liegt in Deutschland noch bei einem Drittel.

Das Unternehmen Wagner ist mit seinen im saarländischen Nonnweiler hergestellten Produkten mittlerweile in den Benelux-Staaten, Österreich, Norwegen sowie in Südwesteuropa und Teilen Osteuropas vertreten.

Mit seinen starken Marken, der klaren Positionierung und der ungebremsten Innovationskraft ist das Unternehmen bestens aufgestellt – und baut weiterhin auf das Vertrauen seiner Kunden. Getreu dem Firmenmotto "Einmal Wagner – Immer Wagner".

ORBIS – Lösungen für die Konsumgüterindustrie

Dass sich die Technik den betrieblichen Bedürfnissen anzupassen hat und nicht umgekehrt, gehört zu den festen Überzeugungen von Wagner. 2003 entscheidet sich Wagner für Microsoft Dynamics CRM und löst die frühere CRM Lösung iC Solutions ab. Die Kernfunktionalitäten des CRM-Systems können von vielen Branchen genutzt werden. Gemeinsam mit ORBIS hat Wagner auf dieser Basis eine Microsoft CRM Lösung für die Konsumgüterindustrie entwickelt. Ein wichtiger Faktor dabei ist die langjährige Zusammenarbeit mit dem Beratungspartner ORBIS, der sowohl die Prozesse der Konsumgüterindustrie als auch die individuellen An forderungen von Wagner genau kennt und Microsoft Dynamics CRM voll in die SAP Prozesse integriert.

Als BI-Lösung setzt Wagner auf Microsoft Analysis Services. Die Integration und Visualisierung der SAP Daten, der Microsoft CRM Informationen und externer Datenquellen wie Scannerdaten erfolgt mittels der ORBIS Consumer Suite Komponente iControl. Damit verfügt der Vertrieb online über tagesaktuelle Statistiken und Auswertungen, die die gezielte Be wertung von Hineinverkäufen, Scannerdaten und POS Besuchen sowie eine detaillierte Sortimentsplanung ermöglichen. Der ganzheitliche Ansatz unterstützt Geschäftsführer, Vertriebsleiter, Key-Account-Manager, POS-Manager und das Category-Management.

Auch die Vertriebs- und Absatzplanung läuft bei Wagner seit 2007 mit einem ORBIS Modul. Die ORBIS Consumer Suite Komponente iPlanning, die ebenfalls auf MSSQL basiert, verbessert die rollierende Planungsgenauigkeit des Unternehmens um mehrere Prozentpunkte. Mittlerweile wird aufgrund weiterer Anforderungen ein weiteres Release dieser Komponente entwickelt und implementiert.

Hauptversammlung mit zufriedenen Aktionären

Die Halle des ehemaligen Elektrizitätswerks auf den Saarbrücker Saarterrassen hat sich als Hauptversammlungsort für das Business Consulting Unternehmen ORBIS AG in den letzten Jahren etabliert und zieht alljährlich zahlreiche Aktionäre an. 2008 kamen rund 300 Anteilseigner, um sich über die Entwicklung ihres In vestments zu informieren. Alle Anträge der Tagesordnung fanden ihre Zustimmung, Vorstand und Aufsichtsrat wurden entlastet und die Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft Gottschalk, Becker & Partner aus Saarbrücken für das Geschäftsjahr 2008 zum neuen Abschlussprüfer bestellt. Die Hauptversammlung ermächtigte die Gesellschaft, im gesetzlich begrenzten Zeitraum von 18 Monaten eigene Aktien zu erwerben und zu verwenden. Schließlich stimmten die Anleger auch einem elektronischen Versand von Informationen an die Aktionäre sowie der entsprechenden Satzungsänderung zu. Angesichts der positiven Ge schäftsentwicklung 2007 und den guten Perspektiven für das Jahr 2008 stellte der Vorstand die Zahlung einer Dividende bei einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2009 in Aussicht. Die Perspektive einer erstmaligen Dividendenzahlung wurde von den ORBIS-Aktionären sehr begrüßt.

Weitere Aktienrückkaufe der ORBIS AG durch Ermächtigungen der Aktionäre

Das Aktienrückkaufprogramm wurde im gesetzlichen Rahmen während des ganzen Jahres 2008 durch eine beauftragte Investmentbank ausgeführt. Detaillierte Angaben zu den Zukäufen sind auf der Website der ORBIS verfügbar. Die Grund lage für die Rückkäufe war eine Ermächtigung der Hauptversammlung am 16. Mai 2007, von der der Vorstand der ORBIS AG durch Beschlüsse vom 05. November 2007 und 23. Januar 2008 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG Gebrauch gemacht hat. Die Hauptversammlung 2008 ermächtigte die Gesellschaft erneut zum Aktienrückkauf, so dass der Vorstand am 04. Juli 2008 die Fortsetzung des Aktienrückkaufprogramms beschließen konnte.

Zum 29. Januar 2008 hielt die ORBIS AG insgesamt 9.611 eigene Aktien. Im Jahresverlauf 2008 wurden bis zum Stichtag 31. Dezember 2008 158.454 Aktien er worben.

Der Rückkauf eigener Aktien durch die ORBIS AG dient unter anderem der Er füllung der Aktienbezugsrechte aus dem Aktienoptionsprogramm an Mitarbeiter der ORBIS. Die Ermächtigungen der Hauptversammlungen vom 16. Mai 2007 und vom 27. Mai 2008 erlauben den Einsatz eigener Aktien zu allen rechtlich zulässigen Zwecken.

Aktienkurs im Strudel der weltweiten Finanzmarktkrise

2008 gab es an den internationalen Ak tienmärkten nur eine Richtung, die Kurse fielen, und sie fielen massiv nach der Pleite der US-amerikanischen Lehman Bank im September 2008. Beide Trends weist auch die Kursentwicklung der ORBIS-Aktie auf. Bereits im Januar fiel sie unter den im November des Vorjahres kurzfristig erreichten Jahrestiefststand von 1,00 Euro und bewegte sich bis Ende Mai zwischen 0,90 Euro und 0,98 Euro, ein Zwischentief markierte ein kurzfristiger Abfall auf 0,86 Euro Anfang März. In den vier Sommermonaten Juni, Juli, August, September hielt sich der Kurs zwischen 0,95 Euro und über längere Strecken über 1,00 Euro, das Jahreshoch markierte in dieser Zeit der Aktienkurs von 1,05 Euro. Ende September brach im Kontext der weltweiten Börsen-Crashes der Aktienkurs innerhalb kurzer Zeit von 0,97 Euro massiv ein und erreichte sein kurzfristiges Jahrestief von 0,70 Euro im Oktober. Die Aktie erholte sich dann zwar auf 0,90 Euro fiel dann aber noch zweimal unter 0,85 Euro und schloss zum Jahresende mit 0,86 Euro. Der Durchschnittskurs 2008 lag bei 0,91 Euro. Nicht Aktionärsstruktur (gerundet) zum 31.12.2008

  • n Aufsichtsrat 14 % n Streubesitz sowie
  • sonstige Aktionäre 60 %

* inklusive über die GMV AG gehaltene Aktien

überraschend im Kontext der Aktienkurseinbrüche an allen internationalen Börsen der Welt ist die ungewöhnlich hohe Volatilität von rund 70 % der ORBIS-Aktie im Börsenjahr 2008. Entgegen früherer Erfahrungen ist in 2008 kein eindeutiger Zusammenhang zwischen Handelsvolumina und Aktienkurs zu sehen. Das durchschnittliche Handelsvolumen lag im Jahr 2008 börsentäglich bei rund 2800 Aktien. Ent Zusammen durchschnitt

Zukäufe der Vorstände erhöhen Aktienbesitz der Unternehmensspitze

Vorstände, Aufsichtsräte und evtl. andere sogenannte Organmitglieder müssen Veränderungen in ihrem Wertpapierbesitz an der Aktiengesellschaft, für die sie tätig sind, dieser Gesellschaft und dem BAFIN melden, gemäß Paragraph 15a des Wertpapierhandelsgesetzes. Dieser Meldepflicht kam der Aufsichtsratsvorsitzende Prof. W.-J. Schieffer gegenüber der BAFIN und der ORBIS nach und meldete den Verkauf von ORBIS Aktien Ende März. Zukäufe Anfang Mai und in mehreren Etappen im Verlauf des Oktober meldete die GMV AG, die den Vorständen Thomas Gard und Stefan Mailänder zugerechnet wurden. Die ORBIS AG veröffentlichte diese Mitteilungen auf der Unternehmens website und hält sie weiterhin im Jährlichen Dokument für 2008 zur Einsicht bereit.

Im Streubesitz sowie bei sonstigen Aktionären befinden sich die übrigen 59,40 % der Aktien. Dabei hält ein Aktionär mehr als 5% und drei weitere halten mehr als 3% der ORBIS Aktien. Investoren, deren Wertpapierpositionen die Aktienbesitzschwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % bzw. 75 % erreichen, überschreiten oder unterschreiten, müssen nach § 21 Abs.1 des Wertpapierhandelsgesetzes die Veränderungen ihrer Be stände der Aktiengesellschaft und dem BaFin anzeigen. Die entsprechenden Mitteilungen hat die ORBIS auf ihrer Website veröffentlicht.

Weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat sind Aktienoptionen zugesagt worden.

Aktien und Optionen der Organmitglieder (31.12.2008)

Inhaber Aktien direkt Aktien indirekt* Organe Aktienanteil
Thomas Gard
Sprecher des Vorstandes
0 %
Stefan Mailänder
Vorstand
0 % 26,37 % 26,37 %
Prof. W.-J. Schieffer
Aufsichtsratsvorsitzender
6,47 % 0 %
Prof. Werner Koetz
Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender
7,76 % 0 % 14,23 %
Dr. Ing. Uwe G. Spörl
Aufsichtsratsmitglied
0 % 0 %

* über die GMV AG gehalten

Finanzkalender 2009

31.03.2009 Veröffentlichung
Konzern-Geschäfts
bericht 2008 und
Jahresabschluss 2008
der ORBIS AG
16.06.2009 Hauptversammlung
15.05.2009 Veröffentlichung
Konzern-Zwischen
mitteilung innerhalb des
ersten Halbjahres
21.08.2009 Veröffentlichung
Konzern-Finanzbericht
(Halbjahr)
13.11.2009 Veröffentlichung
Konzern-Zwischen
mitteilung innerhalb des
zweiten Halbjahres

Bericht des Aufsichtsrates

22 2008

Optimismus trotz globaler Wirtschafts- und Finanzkrise

ORBIS hat im Geschäftsjahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr den Konzernumsatz um 8,0 % auf Mio. € 23,8 und den Konzern-EBIT um 41,1 % auf Mio. € 1,1 deutlich gesteigert. ORBIS hat das bisher beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte aus dem Vorjahr nochmals weit übertroffen.

Das Beratungsgeschäft hat mit einem Plus von 8,7 % gut zugelegt, das Produktgeschäft ist mit rund Mio. € 2 ähnlich wie 2007, allerdings mit stark positiver Tendenz für 2009. 23 neue Arbeitsplätze haben den Einsatz von externen Beratern spürbar reduziert. Zum Jahresende be schäftigt das Unternehmen 231 Mitarbeiter. Die Liquidität ist mit Mio. € 6,6 um 39,4 % verbessert. Die Bankdarlehen belaufen sich nur noch auf Mio. € 1,1, die sich hauptsächlich auf die in 1995 und 1999 errichteten Bürogebäude beziehen (Investitionssumme rund Mio. € 7).

ORBIS hat weitere Key-Kunden gewonnen und mit SAP-Rollouts den internationalen Erfolg ausgebaut. Das Geschäft mit Microsoft CRM entwickelt sich zu einem erfolgsträchtigen Standbein. ORBIS hat mittlerweile eine Vielzahl von Templates entwickelt, die mit geringem Aufwand weltweit bei Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen eingesetzt werden können.

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung zukommende Aufgabe wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstandes zeitnah und kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Grundlage hierfür bildeten zahlreiche mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes sowie Besprechungen mit den Vorstandsmitgliedern, bei denen auch kritische Themen angesprochen wurden.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft sowie ihrer inländischen und ausländischen Tochterunternehmen mit dem Vorstand laufend, und zwar mindestens einmal monatlich, besprochen. Hierbei standen alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, darüber hinaus die detaillierte Umsatzanalyse sowie die Ergebnissituation und die finanzielle Lage der Unternehmen im Vordergrund. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig über das Risikomanagement unterrichten lassen. Die Kontrolle durch den Aufsichtsrat erstreckte sich auch auf die Praktizierung der unternehmensinternen Compliance durch den Vorstand.

Im Geschäftsjahr 2008 ist der Aufsichtsrat zu fünf Sitzungen zusammengetreten. An den Sitzungen des Aufsichtsrates haben durchgängig sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit allen strategischen Überlegungen und Vorhaben des Vorstandes befasst. Bedeutende Gegenstände von Erörterungen und Be schlussfassungen waren die Personalentwicklung, die Möglichkeit des Wachstums durch Übernahmen von Mitbewerbern sowie die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen nach den Grundsätzen IAS/IFRS im Konzernabschluss der Gesellschaft.

Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit bildeten auch die Vorbereitung und Planung der ordentlichen Hauptversammlung sowie Schaffung der bilanzrechtlichen Voraussetzungen für künftige Dividendenausschüttungen an die Aktionäre. In der zweiten Hälfte des Geschäfsjahres be schäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit den möglichen Auswirkungen der Finanzkrise auf die kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung der Gesellschaft.

2008 23

Darüber hinaus hat der sich der Aufsichtsrat mit der Unternehmensplanung, mit bilanzpolitischen Fragen sowie zu stimmungsbedürftigen Geschäften, mit grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik, dem Risikomanagement, der Marktentwicklung, der Wettbewerbssituation der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sowie der Fortentwicklung der Corporate Governance bei der Gesellschaft beschäftigt.

Der Aufsichtsrat hat die vom Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) empfohlene Effizienzprüfung durchgeführt sowie den gemeinsamen Corporate Governance Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat beraten und beschlossen.

Der Aufsichtsrat hat alle notwendigen Beschlüsse auf der Basis von durch den Vorstand vorbereiteten Vorlagen grundsätzlich in Sitzungen gefasst. Zwischen den Sitzungsterminen wurden erforderliche Entscheidungen im Umlaufverfahren getroffen.

Der von der ordentlichen Hauptversammlung gewählte und durch den Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die Gottschalk, Becker & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Saarbrücken, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Ge schäftsjahr 2008, den Lagebericht, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat den Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß §§ 312, 313 AktG gleichfalls geprüft und für in Ordnung befunden. Er hat folgenden Bestätigungsvermerk er teilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind." Die Unterlagen zum Jahresabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugeleitet.

In seiner Sitzung am 23. März 2009 hat der Aufsichtsrat diese Abschlüsse und Berichte ausführlich erörtert. Der Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war in der Bilanzsitzung anwesend und hat über den Ablauf und das Ergebnis der Prüfungen eingehend berichtet sowie alle Fragen der Aufsichtsratsmitglieder umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernabschluss einschließlich des Konzernlageberichts und den Abhängigkeitsbericht geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers bzw. Konzernabschlussprüfers an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keinerlei Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht für die Gesellschaft, den Lagebericht für den ORBIS-Konzern und den Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Der Aufsichtsrat hat auch den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorstand hat im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat die bisher bestehenden bilanzrechtlichen Restriktionen für künftige Dividendenausschüttungen an die Aktionäre beseitigt. Eine Dividendenzahlung an die Aktionäre wird aus Rechtsgründen erst im Geschäftsjahr 2010 möglich sein.

Im Anschluss an die Bilanzsitzung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 gebilligt; der Jahresabschluss ist somit festgestellt.

Die ORBIS AG hat das Regelwerk des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) im Konzern weitestgehend umgesetzt und eingehalten. Der Aufsichtsrat verweist hierzu auf den gemeinsamen Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 DCGK und nach § 161 AktG.

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich bisher noch nicht gravierend auf das Unternehmen ausgewirkt. Die Berater sind wegen der recht guten Auftragslage alle voll ausgelastet. Nach wie vor ist es schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Auch in 2008 ist es leider nicht gelungen, alle vorhandenen neuen Ar beitsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen.

Eine belastbare Prognose für das kommende Jahr ist allerdings sehr schwierig. ORBIS sieht sich gut aufgestellt: ausgezeichnete Liquiditätslage, Auftragsbestand ähnlich gut wie im Vorjahr, mehrere strategische Bestandskunden, starker Zuwachs in der Konsumgüterbranche sowie im Microsoft CRM-Geschäft, internationale Kompetenz und vor allem professionelle, erfahrene Berater und Entwickler.

Mit Optimismus und Zuversicht sieht daher der Aufsichtsrat dem Geschäftsjahr 2009 entgegen – trotz der globalen Wirtschaftskrise.

Er beobachtet und kontrolliert sorgfältig die Geschäftsentwicklung, damit ORBIS die Profitabilität weiter steigert und die Erwartungen der Aktionärinnen und Ak tionäre erfüllt. Der völlig unbefriedigende Aktienkurs sollte endlich so steigen, dass er den tatsächlichen Wert des Unternehmens widerspiegelt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre guten Leistungen. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären für ihre Verbundenheit und Treue, den Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

Prof. Wolf-Jürgen Schieffer Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

Zur Beachtung des deutschen Corporate Governance Kodex bei der ORBIS AG

Vorstand und Aufsichtsrat der ORBIS AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz, dass das Verhalten der ORBIS AG den Em pfehlungen des Deutschen Governance Kodex in der Fassung vom 06. Juni 2008 mit nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entspricht:

Altersgrenzen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Festlegung von Al tersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Bei der ORBIS AG bestehen weder für die Mitglieder des Vorstandes noch für die Mitglieder des Aufsichtsrates Altersgrenzen. Die ORBIS AG erachtet es für wichtig, den Aktionären die Möglichkeit zu geben, den nach Auffassung der Aktionäre am Besten geeigneten Kandidaten/ in als Aufsichtsratsmitglied zu wählen. Sie hält daher die Einschränkung durch den Kodex für unangebracht und wird daher auch in Zukunft keine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder festlegen.

Ebenso stellt die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstandes nach Ansicht der ORBIS AG eine unangebrachte Beschränkung des Rechts des Aufsichtsrates dar, den aus seiner Sicht am Besten geeigneten Kandidaten/-in als Vorstandsmitglied auszuwählen. Aus diesem Grund wird die ORBIS AG abweichend von der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex auch künftig keine Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstandes festlegen.

Selbstbehalt bei D & O Versicherungen Nach Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex soll in Haftpflichtversicherungen, die ein Unternehmen für seine Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder abschließt (so genannte Directors and Officers Liability Insurances / D & O – Versicherungen) ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden. Die ORBIS AG ist der Auffassung, dass ein solcher Selbstbehalt nicht geeignet ist, das Verantwortungsbewusstsein ihrer Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben noch weiter zu verbessern. Die ORBIS AG plant daher keine Anpassung ihrer D&O-Versicherungsverträge.

Bestandteile der Vergütung des Aufsichtsrates

Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält die Empfehlung, für Aufsichtsratsmitglieder neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung festzulegen.

Die ORBIS AG ist nicht der Ansicht, dass das Pflichtbewusstsein und der Einsatz der Aufsichtratsmitglieder bei der Wahrnehmung ihrer Tätigkeiten noch weiter durch die Vergütungsaufteilung gestärkt werden können. Es ist daher keine Änderung der entsprechenden Satzungsvorschriften geplant.

Information der Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates soll die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informieren.

Nach Ansicht der ORBIS AG ist die Be kanntmachung der Grundzüge des Vergütungssystems auf ihrer Internetseite die geeignetste Möglichkeit zur Information der Aktionäre. Eine darüber hinausgehende Unterrichtung der Hauptversammlung wird nicht für erforderlich erachtet.

Begrenzung der Vorstandsvergütung bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sowie infolge eines Kontrollwechsels

Der deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, die Abfindung eines Vorstandsmitglieds bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit ohne wichtigen Grund auf die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages zu begrenzen. Zudem soll die Abfindung zwei Jahresvergütungen (= Gesamtvergütung des abgelaufenen Ge schäftsjahres + voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr) nicht überschreiten (Abfindungs-Cap). Bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels sollen die Leistungen an ein Vorstandsmitglied 150% des Abfindungs-Caps nicht übersteigen.

Der Aufsichtsrat der ORBIS AG wählt den aus ihrer Sicht am besten geeigneten Kandidaten als Vorstandsmitglied aus. Der Aufsichtsrat der ORBIS AG vereinbart mit diesem Kandidaten eine in allen Bestandteilen angemessene und kostenbewußte Vergütungsregelung. Eine formale Be grenzung, die sich auf einen konkreten Punkt bezieht, erachtet der Aufsichtsrat der ORBIS AG daher nicht als zielführend.

Individualisierte Ausweisung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Der deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger An reizwirkung, unter Namensnennung im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichtes offenzulegen.

In Übereinstimmung mit den §§ 314 Nr. 6 a Satz 5, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird die ORBIS AG abweichend von dieser Empfehlung die Gesamtvergütung jedes einzelnen Vorstandsmitglieds ausschließlich im Anhang oder im Lagebericht des Konzernabschlusses gesondert angeben.

Darüber hinaus soll auch die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Auch die von der ORBIS AG an die Mitglieder des Aufsichtsrates ge zahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert im Corporate Governance Bericht gesondert angegeben werden.

Die ORBIS AG erachtet auch hinsichtlich der Offenlegung der Vergütung der Auf sichtsratsmitglieder die §§ 314 Nr. 6 a Satz 1-4, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB als ausreichend. Wie bisher werden daher lediglich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Gesamtvergütung für deren persönlich erbrachte Leistungen veröffentlicht und zwar im Anhang des Konzernabschlusses der ORBIS AG.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, dass Wahlen zum Aufsichtsrat als Einzelwahl durchgeführt werden sollen.

Die ORBIS AG erachtet auch die nach dem Aktienrecht alternativ zu einer Einzelwahl bestehende Möglichkeit zur Durchführung einer Globalwahl als sachgerechtes Wahlverfahren. Daher beabsichtigt die ORBIS AG, die Mitglieder des Aufsichtsrates auch künftig unter Be achtung der aktienrechtlichen Bestim mungen in einer Globalwahl zu bestellen.

Bildung eines Prüfungsauschusses

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss bilden soll, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst.

Bei der ORBIS AG besteht aufgrund der Gesamtgröße des Aufsichtrats kein Prüfungsausschuss.

Bildung eines Nominierungsausschusses

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden soll, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt.

Bei der ORBIS AG besteht kein Nominierungsausschuss, da sich der Aufsichtsrat ausschließlich aus drei Vertretern der An teilseigner zusammensetzt.

Angaben im Corporate Governance Bericht zum Erwerb oder der Veräußerung von Aktien der ORBIS AG durch Personen mit Führungsaufgaben und diesen nahestehenden Personen sowie zum Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Besitz von Aktien der ORBIS AG von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt 1 % der ausgegebenen Aktien der ORBIS AG übersteigt. Dabei soll der Gesamtbesitz der Aktien der ORBIS AG getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden, wenn er 1 % der ausgegebenen Aktien der ORBIS AG überschreitet.

Vorstand und Aufsichtsrat behalten sich vor, diese Angaben im Geschäftsbericht auch an anderer Stelle als im Corporate Governance Bericht anzugeben, wenn sie dies für geeignet erachten.

Angaben im Corporate Governance Bericht über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, im Corporate Governance Bericht konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft zu machen.

Vorstand und Aufsichtsrat behalten sich vor, diese Angaben im Geschäftsbericht auch an anderer Stelle als im Corporate Governance Bericht zu machen, wenn sie dies für geeignet erachten.

Saarbrücken, im März 2009

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Konzernlagebericht 2008

der ORBIS AG Saarbrücken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2008

Anfang 2008 ging man noch davon aus, dass sich die dreijährige Wachstumsphase der Volkswirtschaft mit verminderter Kraft fortsetzen werde und die An triebskräfte der Konjunktur in Deutschland bei andauernder positiver Entwicklung am Arbeitsmarkt vom privaten Konsum gestützt würden. Bereits im zweiten Quartal ließ die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Kontext der amerikanischen Immobilien- und Finanzkrise nach. Dennoch rechnete das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Mo natsbericht Juli damit, dass die mittelfristigen Perspektiven für eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Dynamik in Deutschland sprächen. Die Bundesregierung be stätigte ihre Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,7 % im Jahresdurchschnitt 2008. Die monatlichen Umfragen des Münchner ifo-Instituts zum Geschäftsklima trübten sich im Juli erstmals nach euphorischen Einschätzungen in den Vormonaten ein: eine Verlangsamung der Konjunktur und das Ende des konjunkturellen Aufschwungs wurden prognostiziert. Nach der kritischen Zuspitzung der Finanzmarktkrise durch die Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im September und der Gefahr einer systemischen Krise im globalen Finanzsektor änderten sich die Wahrnehmung der Krise und die konjunkturellen Aussichten fundamental.

Bei der Vorlage des Herbstgutachtens der sechs führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute im Oktober ist der Abschwung der Weltwirtschaft bereits ein Faktum. Sich wechselseitig verstärkende Entwicklungen wie der weltweite rohstoffpreisbedingte Inflationsschub, das Auftreten von Korrekturen an den Immobilienmärkten einer zunehmenden Anzahl von Ländern sowie die weltweite Finanzmarktkrise erlauben es keiner international verflochtenen Volkswirtschaft, sich der Krise und dem Abschwung zu entziehen. In einer Reihe von Industrieländern setzte sich eine konjunkturelle Abwärtsspirale in Gang, die weite Teile der Weltwirtschaft erfasste. Ende November war die globale Rezession greifbar nahe.

Deutschland ist von der internationalen Konjunkturschwäche besonders betroffen, da vor allem die Nachfrage nach Investitionsgütern zurückging, die im deutschen Export eine überragende Rolle spielen. Die weltweite Konjunkturabkühlung traf die deutsche Wirtschaft nach zwei Jahren der Euro-Aufwertung, während derer sich ohnehin die preisliche Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert hatte. Schließlich hatte der massive Anstieg der Weltmarktpreise für Energie, Rohstoffe und Nahrungsmittel die Terms of Trade verschlechtert und dies trugen in erster Linie die Konsumenten. Die Teuerung beschleunigte sich spürbar, womit die verfügbaren Einkommen und der private Konsum zu rückgingen, gleichwohl die Nominaleinkommen 2008 recht deutlich gestiegen waren.

Während die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal noch ein kräftiges Plus von 1,5 % erwirtschaftete, zeichnete sich die Rezession bereits im zweiten und dritten Quartal 2008 mit einer um 0,5 % schrumpfenden Wirtschaftsleistung ab und verschärfte sich im vierten Quartal drastisch. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung vom dritten zum vierten Quartal um 2,1 % war der heftigste, den das wiedervereinigte Deutschland je erlebte. Im Gesamtjahr wuchs die deutsche Volkswirtschaft noch um insgesamt 1,3 %.

Zum Jahresende brach die Konjunktur auf breiter Front ein, Exporte und Investitionen gingen spürbar zurück und auch die Konsumausgaben waren etwas niedriger als im dritten Quartal. Die stark vom Auslandsgeschäft abhängige deutsche Industrie reagiert sensibel auf die weltweiten Konjunkturentwicklungen. Zudem gilt die verarbeitende Industrie als Motor der deutschen Wirtschaft. Die Erzeugung des produzierenden Gewerbes ging im Dezember drastisch um 4,6 % zurück, nach einem Rückgang um 3,7 % im No vember, teilte das Wirtschaftsministerium Anfang Februar mit. Im gesamten Herbstquartal lag die Produktion damit um fast 7 % unter dem Niveau des Vorquartals. Besonders die Hersteller von Vorleistungsund Investitionsgütern erlebten im De zember tiefe Einbrüche von 8,2 % und rund 5 %, während die Produktion bei Konsumgüterherstellern stagnierte und die Bautätigkeit sogar um 1,4 % zulegte, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Das Ifo-Institut wertete es als schlechtes Zeichen für die Produktion in den kommenden Monaten, wenn nur noch wenige Vorleistungsgüter hergestellt würden. Eine baldige Erholung der Konjunktur schließen Ökonomen nach dem scharfen Auftragseinbruch der vergangenen Mo nate aus. Die deutsche Wirtschaft ist in eine Rezession geraten, die noch tiefer ist, als die meisten Prognosen befürchten ließen.

Branchenentwicklung 2008

Die deutsche IT-Branche startete angesichts einer guten Auftragslage und optimistischer Perspektiven auf die Marktentwicklung mit "Champagnerlaune" ins Jahr 2008. Der europäische Branchenverband EITO und der deutsche BITKOM verkündeten Ende April, die Hightech-Branche in der Europäischen Union werde 2008 mit 3 % weiter wachsen und prognostizierten für 2009 ein weiteres Um satzplus von 2,4 %. IT-Services, Software und Breitband seien weiterhin die Markttreiber. Der BITKOM prognostizierte im Frühjahr für den deutschen ITK-Markt 2008 ein Wachstumsplus von 1,6 %, das Segment IT-Services, dem die ORBIS zuzurechnen ist, könne um 6,6 % zulegen. "Die Branche bleibt dynamisch" ließ auch das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner Mitte Mai vernehmen, voraussichtlich 2009 werde es angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einem langsameren Wachstum der IT-Industrie weltweit kommen, doch nicht zu einer Rezession. Ungeachtet der Krise in der amerikanischen Wirtschaft, Berichten von zögerlicheren Kunden seitens SAP, Oracle und Cisco in den USA und den ersten sichtbaren Folgen einer Wirtschaftskrise in anderen Ländern blieben die Experten für die IT-Branche weiterhin optimistisch. Die Marktforscher des amerikanischen IDC rechneten zur Mitte des Jahres damit, dass die IT-Budgets in den USA im laufenden Jahr um 4 % nur minimal und weltweit um 5,7 % zwar deutlich schwächer als im Vorjahr, aber dennoch steigen würden. In Deutschland ist zur Jahresmitte laut BITKOM die Stimmung in der Hightech-Branche überwiegend zuversichtlich, wenngleich der Stimmungsindex der Branche sich gegenüber dem Vorjahreswert nahezu halbiert hatte. Die befragten Unternehmen erwarteten für die zweite Jahreshälfte eine weitere Geschäftsbelebung. Weiterhin wird als größte Wachstumsbremse der leergefegte Markt qualifizierter IT-Fachleute gesehen. Dank der Olympischen Spiele und der Fußball-Europameisterschaft stieg der Absatz der Konsumelektronik und verlief das Geschäftsjahr laut BITKOM deutlich besser als erwartet. Zum Ende des dritten Quartals hob der Branchenverband deshalb seine Wachstumserwartungen für die ITK-Branche von im Frühjahr prognostizierten 1,6 % auf nunmehr 1,8 % an, senkte jedoch die Aussichten für das Segment IT-Services von 6,6 % auf 6,3 %. Infolge der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers im September entwickelte sich die amerikanische Finanzkrise im globalisierten Fi nanzmarkt zusehends zu einem Flächenbrand, der auch in Deutschland bei zahlreichen Banken Krisen unterschiedlichen Ausmaßes entfachte. Die massiven Un sicherheiten an den Finanzmärkten wirkten sich in den Folgemonaten insbesondere auf diejenigen Industrien aus, die starke internationale Verflechtungen aufweisen. Die deutsche IT-Industrie war bis Ende Oktober von der Krise noch nicht betroffen, so spürten 86 % der von der BITKOM befragten Firmen keine direkten Auswirkungen der Krise auf ihr Geschäft. Nur 13 % gaben an, dass sie weniger um setzen bzw. weniger neue Aufträge be kommen als zuvor erwartet. Zwiespältig beurteilten die Unternehmen die Ge schäftsentwicklung in der nahen Zukunft. 60 % der Firmen erwarteten auch in den kommenden Monaten keine negativen Auswirkungen der Finanzkrise. Dagegen rechneten 39 % in diesem Zeitraum mit schwächeren Umsätzen als vor der Krise angenommen. "Der deutsche Hightech-Markt präsentiert sich derzeit noch weitgehend stabil" so das Fazit des Verbands. Eine Umfrage vom 30. September unter den IT-Entscheidern in den Unternehmen durch die Zeitschrift CIO geht der Frage nach, wie sich das IT-Budget 2009 entwickeln werde. 42 % der Teilnehmer geben an, im kommenden Jahr mehr Geld zur Verfügung zu haben. Ihnen stehen allerdings 35 % gegenüber, die sich mit weniger Budget zufrieden geben müssen. Bei den verbleibenden 23 % stagnieren die Gelder. Im letzten Quartal 2008 werden die Auswirkungen der Finanzkrise zunehmend sichtbar und zahlreiche Branchenexperten revidierten ihre Einschätzungen zum Geschäft 2008 und für 2009. Im Dezember setzte der BITKOM das erwartete Wachstum für die ITK-Branche 2008 von 1,8 % auf nun 1,2 % herab und passte den Zuwachs bei IT-Services von zuletzt 6,3 % auf 5,7 % an. Die tatsächlichen Ergebnisse veröffentlicht der BITKOM auf seiner Jahreskonferenz anlässlich der Cebit im März 2009.

ORBIS mit erfolgreichem Geschäftsjahr

Der wirtschaftliche Abschwung hat sich bei ORBIS im Geschäftsjahr 2008 bis zuletzt nicht bemerkbar gemacht. Auch im zweiten Halbjahr 2008 konnte eine deutliche Umsatzsteigerung von rund 5,4 % gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Aufgrund der anhaltend guten Beraterauslastung erzielte ORBIS darüber hinaus eine Steigerung der Profitabilität im EBIT von ca. 41 % zum Vorjahr. Durch eine Verbesserung des Finanzergebnisses resultiert sogar eine Steigerung des Ergebnisses vor Steuern (EBT) um ca. 81 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt konnte ORBIS somit das Jahr 2008 als eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre seit Un ternehmensgründung abschließen.

Neben dem Großprojekt bei der Hörmann KG konnte ORBIS mit vielen Bestandskunden neue Projekte mit Optimierungsthemen im SAP- und Microsoft-Umfeld vereinbaren. Die vertrieblichen Anstrengungen und die allgemein anerkannte Qualität der Beratungsleistungen sowie der eigenen Softwareprodukte haben weitere namhafte Unternehmen der fokussierten Bereiche bewogen, Neukunde bei ORBIS zu werden. Während des gesamten Jahres 2008 führte dies zu einer sehr hohen Auslastung der bei ORBIS beschäftigten Berater.

Die Leistungen von ORBIS wurden auch im Geschäftsjahr 2008 seitens der Produktanbieter SAP und Microsoft anerkannt. In Fach- und Spezialthemen sowie den von ORBIS fokussierten Branchen bestehen Auszeichnungen durch qualifizierte Partnerschaften. Im Geschäftsjahr 2008 war ORBIS hinsichtlich des Lizenzgeschäftes von Microsoft der umsatzstärkste Partner von Microsoft in Deutschland für den Bereich Microsoft Dynamics CRM.

Ertragslage

Umsatzentwicklung Gesamtkonzern

ORBIS hatte für das Jahr 2008 ein Um satzwachstum im einstelligen Prozentbereich geplant. Der Konzernumsatz lag mit T 23.756 um 8 % deutlich über dem Umsatz des Vorjahres von T 22.010.

In den einzelnen Quartalen des Ge schäftsjahres 2008 (Q1: T 5.711, Q2: T 6.063, Q3: T 5.739, Q4: T 6.243) konnten Steigerungen von 5 bis 15 % gegenüber den Umsatzerlösen in den vergleichbaren Vorjahresquartalen ausgewiesen werden. Als Begrenzung des weiteren Umsatzwachstums machten sich, wie schon in den letzten Quartalen des Vorjahres, die hohe Auslastung der für ORBIS tätigen Berater und damit Engpässe in der Beratungskapazität deutlich be merkbar. Die positive Umsatzentwicklung ergibt sich aus der Steigerung der Umsätze aus projektbezogenen Beratungsleistungen auf T 21.783 gegenüber T 20.031 im Geschäftsjahr 2007. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Steigerung von 8,7 % dar. Bei den Umsätzen, die mit externen Beratungspartnern generiert wurden, ergab sich ein Rückgang von T 372 (- 51,6 %) bzw. bei den Umsätzen, die mit eigenen Beratern generiert wurden, ergab sich ein Anstieg von T 2.124 (+ 11,0 %).

Aus den übrigen Leistungsangeboten der ORBIS wurden mit T 1.973 im Ge schäftsjahr 2008 Umsatzerlöse auf Vor jahresniveau generiert. Hierzu gehören der Verkauf der selbst entwickelten Softwarelösungen zur Erweiterung der Funktionalitäten der von SAP und Microsoft entwickelten Standardsoftware, Wartungserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Handelswaren.

Bis zum 31. Dezember 2008 wurden Leistungen in Höhe von T 222 (Vorjahr T 139) erbracht, die noch nicht an die Kunden fakturiert wurden. Diese Leistungen sind vertraglich mit den Kunden vereinbart und in Anwendung der nach IFRS vorgeschriebenen PoC-Methode (Teilgewinnrealisierung) unter den Umsätzen und korrespondierend den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Entwicklung der Tochterunternehmen des ORBIS Konzerns

Im Geschäftsjahr 2008 besteht der ORBIS Konzern aus der ORBIS AG und den Tochterunternehmen in Hamburg, Amerika und China. Darüber hinaus ist ORBIS AG an den nachfolgend angeführten Standorten präsent.

Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist uneingeschränkt möglich, da gegenüber dem Vorjahr keine Strukturveränderungen durchgeführt wurden.

Die ORBIS AG weist einen Umsatz mit Drittkunden von T 21.380 aus, der um T 804 über dem des Vorjahres von T 20.576 liegt. Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein EBIT von T 702 erreicht, das um 25,5 % unter dem des Vorjahres liegt.

Struktur der ORBISGruppe

ORBIS
A
G
Saarbrücken, Bielefeld, Essen, München, Paris und Straßburg/Frankreich, Cham/Schweiz
80 %
ORBIS Hamburg GmbH
Hamburg
100 %
ORBIS Consulting
Shanghai Co., Ltd.
Shanghai/China
100 %
ORBIS America Inc.
Vienna bei Washington DC/
Virginia/USA

34 2008

Hierbei ist anzumerken, dass im Vorjahr ein Einmaleffekt aus der Zuschreibung von Finanzanlagen in entsprechender Höhe von T 260 berücksichtigt wurde. Bereinigt um diesen Einmaleffekt lag das EBIT der ORBIS AG um 2,9 % über dem Vorjahreswert.

Die ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. hat in 2008 einen Umsatz von T 392 (Vorjahr: T 192) erwirtschaftet. Mit einem EBIT von Minus T 45 (Vorjahr: T -79) entsprechen die Anlaufverluste den Erwartungen.

Die ORBIS America Inc. konnte im Ge schäftsjahr 2008 die Umsätze mit Drittkunden trotz der Dollarschwäche um T 569 auf T 1.667 steigern und ein positives EBIT von T 197 (Vorjahr: T 116) erwirtschaften.

Die ORBIS Hamburg GmbH erbringt den wesentlichen Teil ihres gesamten Umsatzes von T 1.370 (T 1.255 in 2007) in Kundenprojekten der ORBIS AG. Die Mitarbeiter in Hamburg verfügen über spezielle Kenntnisse in der von ORBIS fokussierten Branche Konsumgüter und Handel sowie in der Produktentwicklung von iControl. Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein positives EBIT von T 203 (Vorjahr: T 34) erwirtschaftet.

Ergebnis- und Kostensituation

Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein EBIT von T 1.061 erreicht, das um 41,1 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2007 gesteigert werden konnte. Der ausgewiesene Konzernjahresüberschuss in Höhe von T 462 liegt um T 1.056 über dem Vorjahreswert, der jedoch stark durch die Auswirkungen der Steuerreform 2008 beeinflusst war.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von T 813 im Vorjahr auf T 852 angestiegen. Diese Erhöhung resultiert größtenteils aus einer Teilvermietung der Betriebsimmobilie in Saarbrücken. Im Wesentlichen sind in dieser Position mit T 505 Erträge aus der Sachbezugsversteuerung der Dienstfahrzeuge (Vorjahr: T 518) ausgewiesen.

Der Aufwand für fremdbezogene Leistungen betrug im Geschäftsjahr 2008 T 633 und lag damit um T 391 (38 %) unter den Werten des vorangegangenen Ge schäftsjahres. Diese Entwicklung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem um T 372 gesunkenen Beratungsumsatz, der durch Partner der ORBIS erbracht wurde. Der Einsatz von Subunternehmern bietet ORBIS die Möglichkeit, flexibel auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren, ohne selber die entsprechenden Ka pazitäten vorhalten zu müssen. In diesen Projekten tritt ORBIS gegenüber den Endkunden als Vertragspartner auf, während die Partner ihre Leistungen an ORBIS berechnen.

Bei den Aufwendungen für bezogene Waren ist eine Verminderung um T 175 (-23,4 %) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Entsprechend hierzu verminderten sich die Bruttoerlöse aus der Lizenzierung von Softwareprodukten an die Kunden von ORBIS um -17,3 % und somit die Aufwendungen zur Anschaffung der entsprechenden Lizenzen, überwiegend von Microsoft sowie SAP-Add-ons von Mobisys.

Korrespondierend zur ausgewiesenen Umsatzentwicklung erhöhten sich die betrieblichen Kosten (Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) im Geschäftsjahr 2008 gegenüber dem Vorjahresausweis.

Im Jahresdurchschnitt 2008 waren bei ORBIS 222 Mitarbeiter beschäftigt. Dies sind rund 13 % mehr als im vorausgegangenen Geschäftsjahr 2007, in dem durchschnittlich 196 Mitarbeiter beschäftigt waren. Der Personalaufwand von T 16.416 lag deutlich über dem des Vorjahres mit T 15.125. Neben der Erhöhung der Mitarbeiterzahlen ist die Dotierung der Rückstellung für Prämienzahlungen an die Mitarbeiter aufgrund des variablen Vergütungsmodells ursächlich für den Anstieg von 8,5 %.

Die Personalkostenquote (Verhältnis Personalaufwand zu Umsatzerlösen) von 69,1 % ist gegenüber der des Vorjahres (68,7 %) dadurch leicht gestiegen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen liegen mit T 416 um 20,6 % über dem Niveau des Vorjahres. Die Steigerung entfällt im Wesentlichen auf die Betriebsund Geschäftsausstattung sowie Ersatzinvestitionen in der IT-Ausstattung. Im Geschäftsjahr 2008 stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr (T 4.827) an und betragen mit T 5.508 rund 23 % der ausgewiesenen Umsatzerlöse. Mit einem Anteil von 57 % bzw. T 3.155 (Vorjahr: 55 % bzw. T 2.651) bilden die Kfz- und Reisekosten den wesentlichen Kostenblock unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Anstieg entfällt dabei im Wesentlichen auf die Reisekosten infolge der vermehrt durchgeführten Beratungsprojekte sowie erhöhte Ausgaben im Be reich Ausbildungs- und Seminarkosten. Die Erhöhungen und Verminderungen der übrigen Aufwandsarten haben sich nahezu kompensiert.

Forschung und Entwicklung

Entwicklungsleistungen werden überwiegend in kundenspezifischen Projekten erbracht. Es handelt sich dabei um Weiterentwicklungen zusätzlicher Funktionalitäten und Add-ons im SAP-Umfeld. Für die Weiterentwicklungen der eigen erstellten Software werden keine gesonderten Entwicklungsprojekte angelegt. Oftmals können die kundenspezifischen Entwicklungen mit weiteren geringfügigen Modifikationen in anderen Anwendungen eingesetzt werden.

Betriebsergebnis (EBIT und EBT)

Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein positives Betriebsergebnis (EBIT) von T 1.061 er reicht, das mit einer Steigerung von 41 % deutlich über dem des Vorjahres liegt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um rund 81 % auf T 1.253 und entspricht damit 5,3 % der erzielten Umsatzerlöse.

Finanzergebnis/Währungsverluste

Bedingt durch die planmäßige Tilgung der Darlehen im laufenden Geschäftsjahr hat sich das Finanzergebnis von T 89 im Vorjahr auf T 139 im Geschäftsjahr 2008 weiter deutlich verbessert. Aufgrund der Währungsgewinne, überwiegend aus der Aufwertung von USD-Guthaben auf einem USD Konto und den Ausleihungen an das Tochterunternehmen ORBIS America Inc., ergibt sich insgesamt ein positives Finanzergebnis von T 192 gegenüber minus T 59 im vorherigen Geschäftsjahr.

Steuern

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T 791 resultiert im Wesentlichen aus der Veränderung der latenten Steuern auf die steuerlich nutzbaren Verlustvorträge. Der diesbezügliche Ausweis des latenten Steueraufwands errechnet sich aus der Neubewertung der steuerlich nutzbaren Verlustvorträge auf Basis der positiven Ergebnisentwicklung sowie der langfristigen Unternehmensplanung.

Konzernergebnis

Mit T 462 wurde ein positives Konzernergebnis erzielt, das deutlich über dem Vorjahresergebnis von minus T 594 liegt, das allerdings durch die Steuerreform 2008 beeinflusst war.

Der vorliegende Konzernabschluss stellt damit nachhaltig unter Beweis, dass ORBIS ein verlässlicher Partner ist.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Das bilanzielle Gesamtvermögen von ORBIS beträgt zum 31. Dezember 2008 T 23.894 und hat sich um T 985 gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte er höhten sich um T 1.701 (15,8 %) auf T 12.468. Dem Zufluss an Liquidität in Höhe von T 1.883 auf T 6.660 (liquide Mittel) steht eine Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T 5.502 auf T 5.071 gegenüber. Die durchschnittliche Forderungsreichweite beträgt rund 67 Tage und liegt infolge der reduzierten Forderungen im Verhältnis zu den gestiegenen Umsatzerlösen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres mit 79 Tagen. Im Vorratsvermögen sind in Höhe von T 164 Zukäufe von Handelswaren ausgewiesen, die erst im nachfolgenden Geschäftsjahr umsatzwirksam veräußert werden. In Höhe von T 265 werden Forderungen gegen die Finanzbehörden aus der einbehaltenen Zinsabschlagsteuer aufgrund der Ver äußerung der Floating Rate Notes ausgewiesen.

Infolge der planmäßigen Abschreibung des Anlagevermögens und der Reduzierung der aktiven latenten Steuern ergibt sich ein Rückgang des langfristig gebundenen Vermögens von T 12.143 zum 31. Dezember 2007 auf T 11.427 zum 31. Dezember 2008.

Weiterhin bestimmt die eigene Immobilie in Saarbrücken, Nell-Breuning-Allee, die Struktur des Sachanlagevermögens. Das Gebäude wurde planmäßig abgeschrieben. Bei anderen Anlagen, der Betriebsund Geschäftsausstattung wurden überwiegend Investitionen zur Verbesserung der technischen Ausstattung der Berater vorgenommen.

Der Impairmenttest, der im November 2008 durchgeführt wurde, hat den ausgewiesenen Firmenwert mehr als bestätigt. Zum 31. Dezember 2008 wird der Firmenwert unverändert mit rd. 50 % der ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet.

In Höhe von T 3.938 werden aktive latente Steuern ausgewiesen, die überwiegend aus der Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge resultieren. Aufgrund möglicher Auswirkungen der Finanzmarktkrise wurden die Wachstumsannahmen der langfristigen Unternehmensplanung tendenziell etwas niedriger angepasst. Infolge dessen vermindert sich der Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge ge genüber dem Vorjahr.

Die Erhöhung des Gesamtvermögens von ORBIS spiegelt sich im Zuwachs des Eigenkapitals sowie im Aufbau des kurzfristigen Fremdkapitals wider.

Das langfristige Fremdkapital, das sich ausschließlich aus den Krediten gegenüber Finanzinstituten und den Verpflichtungen aus den Pensionszusagen zusammensetzt, hat sich insgesamt um T 409 vermindert. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig um insgesamt T 332 zurückgeführt.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich im Geschäftsjahr 2008 von T 4.431 auf T 5.346 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Prämienverpflichtungen für das Geschäftsjahr 2008. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T 2.094 beinhalten neben Personalverbindlichkeiten im Wesentlichen ausstehende Umsatzsteuerzahlungen. Im kurz fristigen Fremdkapital werden auch kurzfristig fällige Beträge aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T 332 ausgewiesen.

2008 37

Trotz des ausgewiesenen Konzernjahres überschusses von T 462 verringert sich aufgrund des gestiegenen Gesamtvermögens die Eigenkapitalquote von 70,1 % im Vorjahr auf 69,2 % in 2008. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich von T 16.063 zum 31. Dezember 2007 auf T 16.542 zum 31. Dezember 2008.

Kapitalflussrechnung

Zum 31. Dezember 2008 betrugen die finanziellen Mittel von ORBIS T 6.660. Diese haben sich im abgelaufenen Ge schäftsjahr 2008 um T 1.883 gegenüber einem Ausweis von T 4.777 zum 31. Dezember 2007 erhöht. Die finanziellen Mittel bestehen aus den Guthaben bei Banken, überwiegend in Form von Festgeldern. Aus operativer Geschäftstätigkeit erfolgte eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um T 2.845. Die Abweichungen gegenüber dem ausgewiesenen Konzernergebnis ergeben sich insbesondere aus der Erhöhung der Personalverbindlichkeiten, dem Abbau der aktiven latenten Steuern und der Forderungen gegenüber den Kunden. Aus dem Mittelzufluss wurde die Investitionstätigkeit von insgesamt T 325 finanziert, insbesondere Investitionen zur Verbesserung der technischen Ausstattung der Berater. Der Cash-Überschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie der Investitionstätigkeit wurde ebenfalls genutzt, um planmäßig die langfristigen Bankdarlehen in Höhe von T 531 zurück zu führen sowie eigene Aktien zu erwerben. Der verbleibende Betrag erhöhte den Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2008 um T 1.889.

Bilanzstruktur in %

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2008 beschäftigte ORBIS 231 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 208).

ORBIS sieht sich in der Verantwortung zur beruflichen Qualifikation von jungen Menschen. Bei ORBIS werden neben Fachinformatikern auch Bürokaufleute ausgebildet. Zum 31. Dezember 2008 wurden 12 Auszubildende beschäftigt. Im Rahmen der bereits in 2004 begonnenen und seitdem intensiv betriebenen Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) haben Studenten die Möglichkeit, ihre universitäre Ausbildung mit der Praxis im Hause ORBIS zu verbinden. Zum 31. Dezember 2008 werden bei ORBIS 16 Trainees im Rahmen des nach der Studienordnung vorgeschriebenen Praxis jahres beschäftigt. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Hochschulstudium hat ORBIS die Möglichkeit qualifizierte junge Mitarbeiter einzustellen, die bereits mit dem Unternehmen vertraut sind und die ORBIS bereits kennengelernt hat.

Unverändert gilt, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein Beratungsunternehmen qualifizierte und motivierte Mit arbeiterinnen und Mitarbeiter sind. Zur Anerkennung der Leistungen ist bei ORBIS ein variables Vergütungsmodell eingeführt, das abhängig von der Zielerreichung gemessen am EBIT die Möglichkeit bietet, den Einsatz der Mitarbeiter zu vergüten. Im Geschäftsjahr 2008 sind keine weiteren Mitarbeiteroptionen ausgegeben worden. Der Aufwand aus dem bestehenden Optionsprogramm 2004 hat sich im laufenden Geschäftsjahr auf T 1 gegenüber T 2 im vorherigen Geschäftsjahr verringert. Es wird auch in der noch ausstehenden zweiten Tranche nicht mit einer höheren Ausübungsquote gerechnet.

Konzernlagebericht 2008

Risikobericht

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Business-Consulting-Unternehmen ist die ORBIS AG einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind und deren Eintritt die Entwicklung der Gesellschaft auch in ihrem Fortbestand gefährden kann. Dabei geht die ORBIS AG gemäß ihrer Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Die speziellen Instrumente des Risikomanagements sind in den Kerngeschäftsprozess der ORBIS AG unternehmensweit implementiert und umfassen eine Vielzahl von Bausteinen wie die Erfassung, Überwachung und Steuerung der Unternehmensrisiken durch die entsprechenden Geschäftseinheiten und Bereiche. Der Status und die Veränderung der als wesentlich erachteten Risiken werden in der regelmäßigen Berichterstattung kommuniziert. Wir überprüfen unsere Geschäftsziele, interne Unternehmensprozesse und Risikokontrollmaßnahmen das ganze Jahr über anhand der eingesetzten Controlling-Systeme, Verfahren und Berichtsstandards.

Nachfolgend werden nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich be einflussen können.

Globale Risiken

Um Risiken aus der Änderung gesetzlicher Vorschriften (z. B. Regelwerk, Steuerrecht) entgegenzuwirken, stützt ORBIS seine Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf umfassende rechtliche Beratung sowohl durch eigene Ex perten als auch durch ausgewiesene externe Fachleute. Weniger Einfluss hat der ORBIS-Konzern auf politische oder ge setzliche Änderungen, auf die er in den verschiedenen Weltmärkten trifft und die die täglichen Geschäfte nicht unerheblich beeinflussen können.

Insbesondere die derzeitige Finanzmarktkrise und die negative Entwicklung der Weltwirtschaft kann sich aufgrund Investitionszurückhaltung seitens unserer Kunden langfristig auf den Auftragsbestand und damit auf die Finanz- und Ertragslage der ORBIS auswirken. Um die Auswirkungen des schwierigen Marktumfeldes weitgehend zu kompensieren, wird die Entwicklung der internationalen Märkte permanent überwacht und eine Ausrichtung auf mehrere Themen (SAP, Microsoft und eigene Produkte) fokussiert.

Strategische Risiken

Im Berichtsjahr wurden strategische Geschäftsbeziehungen im Hinblick auf die Vermarktung und Beratung von Branchenlösungen im Mittelstand mit erfolgreichen Partnern (Microsoft Corporation) weiterhin fortgesetzt. Zusätzlich werden mit Hilfe eigener Produkte (Branchentemplates, netcoach, ORBIS iControl) Lösungen präsentiert, um der starken Abhängigkeit sowie der Marktakzeptanz und dem Markterfolg der SAP-Produkte teilweise entgegenzuwirken. ORBIS geht davon aus, dass der Markt für SAP-Lösungen sowie Microsoft CRM sich in 2009 trotz anhaltender Finanzkrise vergleichsweise stabil entwickeln wird.

Zur Wahrung und Verbesserung der Wettbewerbsstärke wird die besondere Beziehung zur SAP durch intensive Zu sammenarbeit und gezielte Marktbearbeitung der spezifischen Trends in den für uns bestimmenden Branchen Automotive, Consumer Products / Retail und Industries hinsichtlich der Prozessberatung bei Großkunden nachhaltig untermauert. Das Kundenverhalten in den jeweiligen Branchen wird kontinuierlich analysiert.

Operative Risiken

Der Erfolg von ORBIS hängt im hohen Maße davon ab, inwieweit es auch zukünftig gelingt, qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz, insbesondere in Beratungsprojekten, dauerhaft und motiviert an das Unternehmen zu binden, sowie das Mitarbeiter-Know-how durch gezielte Schulungsmaßnahmen an die sich schneller ändernden Markterfordernisse anzupassen. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter wird sich entsprechend der Auftrags- und Marktlage entwickeln.

Um das Risiko der unzureichenden oder übermäßigen Beraterauslastung auszuschließen und Engpässen vorzubeugen, führt ORBIS monatlich eine zuverlässige und detaillierte Beraterplanung in Projekten durch. Aufgrund der Kontrolle verfügbarer Berater und deren Auslastung sowie über den Bedarf der Projekte, kann flexibler auf Prioritätsverschiebungen reagiert werden. Die zügige Durchführung wichtiger Projekte kann sichergestellt werden. Der sich hieraus ergebende Nutzen entsteht unmittelbar bei den Kunden und erhöht somit den Kundennutzen und damit auch die Kundenzufriedenheit. Im Kundenprojektgeschäft hat ORBIS unterschiedlichste Risiken in Betracht zu ziehen, die nicht alle durch die ORBIS selbst beeinflusst werden können. Der besonderen Behandlung von Festpreisprojekten wird dabei insofern Rechnung getragen, dass diese Aufträge vor der Angebotsabgabe nach konzernweit festgelegten Standards kalkuliert, hinsichtlich der Vertragsgestaltung überprüft und nur durch die Geschäftsführung freigegeben werden können. Dennoch kann es vorkommen, dass trotz sorgfältiger Planung und Kontrolle die tatsächlichen Aufwendungen den vereinbarten Preis übersteigen, was sich in Summe nachteilig auf den Erfolg von ORBIS auswirken könnte.

Die Veränderungen im Markt für IT-Consultingleistungen führen dazu, dass ORBIS zunehmend auf frei am Markt agierende Berater trifft oder mit Angeboten von Wettbewerbern konfrontiert wird, die nicht kostendeckend kalkuliert sind. Diesen Risiken tritt ORBIS mit konzernweiten Standards im Hinblick auf die Kalkulation und Genehmigung zur An nahme bzw. Durchführung von Beratungsprojekten entgegen, um so Verluste aus Projekten zu vermeiden. Trotzdem ist es möglich, dass einzelne Projekte nicht planmäßig verlaufen, was in Summe den Erfolg von ORBIS nachteilig beeinflussen könnte.

Um das Risiko aus Fehlern im Rahmen der Beratung und Implementierung von Kundenlösungen zu verringern, beinhalten unsere Verträge Beschränkungen der Haftungshöhe bei möglichen Gewährleistungsansprüchen. Sofern erforderlich werden der kaufmännischen Vorsicht folgend Rückstellungspositionen für potentielle Haftungsrisiken dotiert.

Grundsätzlich besteht für implementierte selbstentwickelte Software ein Produkthaftungsrisiko. Durch den Wegfall der Eigenentwicklung von CRM-Standardsoftware in 2001 konnte das Produkthaftungsrisiko allerdings wesentlich minimiert werden.

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch die Tatsache eingeschränkt, dass ORBIS überwiegend größere Unternehmen mit hoher Bonität zu ihrer Kundschaft zählt. In einzelnen Fällen werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Systematische Bonitätsprüfungen vor Vertragsunterzeichnung und entsprechend formulierte Vertragsbedingungen sowie die laufende Bonitätsüberwachung während der Projektdauer reduzieren das Risiko. Dennoch kann es vorkommen, dass bei komplexen Großprojekten eine bereits geleistete Beratung aufgrund finanzieller Probleme auf Kundenseite zu ungeplanten Forderungsverlusten führen kann.

Der Konzern verfügte jederzeit über ausreichende liquide Mittel. Das Cash-Management der ORBIS AG überprüft laufend den Forderungsbestand und gewährleistet damit, das Ausfallrisiko zu minimieren und die Liquidität zu sichern. Der Liquiditätsbestand sowie der hohe Eigenkapitalanteil bilden eine solide Basis für die derzeitige wirtschaftlich schwierige Situation.

Die zuvor aufgezeigten Risikobereiche haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdende Auswirkungen.

Sicherungsgeschäfte

ORBIS betreibt derzeit keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen. Bei der Anlage von liquiden Mitteln ist ORBIS vorsichtig und darauf bedacht, dass die als Liquiditätsreserve gehaltenen Mittel kurzfristig verfügbar gemacht werden können. Angelegt wird deshalb überwiegend in Festgeld bzw. in Finanzinstrumente von Schuldnern mit guter Bonität. Eine Zinsabsicherung erfolgt nicht.

Gesamtvergütungssystem des Vorstandes

Das Vergütungssystem für den Vorstand der ORBIS AG beinhaltet neben fixen Gehaltsbestandteilen auch variable Ge haltsbestandteile. Die variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich an der Steigerung der aktuellen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr und an dem EBT (Jahresüberschuss vor Steuern inklusive außerordentlichem Ergebnis) und sind in der Höhe auf 60 % der Gesamtbezüge begrenzt.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

  • Das Grundkapital von 9.147.750 ist in 9.147.750 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1 ge stückelt.
  • Der ORBIS AG sind außer den im Konzernanhang angegeben Beteiligungen der Organe keine direkten oder indirekten Beteiligungen, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, bekannt.
  • Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Bestimmung und Anzahl sowie die Be stellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der An stellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung obliegen dem Aufsichtsrat. In Ermangelung einer satzungsmäßigen Regelung bestellt der Aufsichtsrat Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre, eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig (vgl. im Einzelnen § 84 Abs. 1 Sätze 1 bis 4 AktG). Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, so kann der Aufsichtsrat ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstandes ernennen (§ 84 Abs.2 AktG). Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat in dringenden Fällen das Gericht auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen (§ 85 Abs. 1 S. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (vgl. im Einzelnen § 84 Abs. 3 S. 1 und 2 AktG).
  • Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 02. Juni 2010 einmal oder mehrmalig gegen Bar- oder Sacheinlage um insgesamt 4.573.875 neue Stammstückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2005/1). Des Weiteren ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2008 ermächtigt, eigene Aktien in Höhe von bis zu 10 % des Grundkapitals der ORBIS AG zu erwerben.

Dabei gelten folgende Bedingungen: a) Der Vorstand wird nach § 71 Abs. 1 Nr. 8

AktG ermächtigt, bis zum 26. November 2009 eigene Aktien in Höhe von insgesamt bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, insbesondere um diese Dritten, im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran anbieten zu können oder sie einzuziehen. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft ge richteten öffentlichen Übernahmeangebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, so darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Er werbsnebenkosten) den Börsenkurs um nicht mehr als 5 % unterschreiten und nicht mehr als 5 % überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel bzw. eines das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem während der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusspreis im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- und unterschreiten. Sofern das Erwerbsangebot überzeichnet ist, muss die Annahme nach Quoten erfolgen.

44 2008

  • b) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Veräußerung der erworbenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, insbesondere die Aktien
  • aa) an Dritte, die ein Unternehmen oder eine Unternehmensbeteiligung an die Gesellschaft verkaufen, bzw. deren Unternehmen mit der Gesellschaft verschmolzen wird, als Gegenleistung zu übertragen, sofern der Erwerb des Unternehmens oder der Unternehmensbeteiligung bzw. der Unternehmenszusammenschluss im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt; oder
  • bb) an Dritte zu übertragen, die eine Sacheinlage in die Gesellschaft erbringen; oder
  • cc) an Dritte zu übertragen, soweit dies dazu dient, die Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse einzuführen, an denen die Aktien der Gesellschaft bisher nicht zum Handel zugelassen sind; oder
  • dd) in Erfüllung der Aktienbezugsrechte aus den Aktienoptionsbzw. Beteiligungsprogrammen der Gesellschaft, an Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitarbeiter der verbundenen Unter nehmen gem. § 15 AktG, an den Vorstand der Gesellschaft sowie an Geschäftsführer verbundener Un ternehmen gem. § 15 AktG zu übertragen. Soweit in Erfüllung der Aktienbezugsrechte aus den Beteiligungsprogrammen der Ge sellschaft die erworbenen eigenen Aktien dem Vorstand übertragen werden sollen, liegt die Zuständigkeit beim Aufsichtsrat; oder
  • ee) gegen Barzahlung zu einem Preis zu veräußern, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der vorstehenden Regelung gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) während der letzten fünf Börsentage vor der Veräußerung der Aktien. Bei der Ermächtigung dieses lit.) ee) darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Be zugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben worden sind, insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
  • c ) Das gesetzliche Bezugsrecht der Ak tionäre auf die eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß der Ermächtigung unter lit.) c) verwandt werden.
  • d) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung er worbenen eigenen Aktien der Ge sellschaft ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.
  • e) Vorstehende Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung und ihrer Einziehung können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen ausgeübt werden.

Nachtragsbericht

Ereignisse, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ORBIS Konzerns haben könnten und die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, sind nicht zu berichten.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2009

Die massiven Auftragseinbrüche in der Weltwirtschaft im letzten Quartal 2008 sind für das Jahr 2009 keine günstige Vorlage und lassen Ökonomen damit rechnen, dass das erste und das zweite Quartal 2009 weiter im Zeichen rückläufiger Entwicklungen stehen und erst dann die konjunkturelle Talfahrt eine Bodenbildung erreicht.

Im Jahreswirtschaftsbericht formuliert die Bundesregierung Ende Januar 2009, die deutsche Wirtschaft stünde 2009 vor der größten Herausforderung seit der Wiedervereinigung. Wie kaum ein anderes Industrieland sei Deutschland in die internationale Wirtschaft integriert. Negative Rückwirkungen der weltweiten Rezession und der internationalen Finanzmarktkrise träfen Deutschland deshalb in besonderem Maß. Vor diesem Hintergrund hätten sich die kurzfristigen Wachstumsperspektiven drastisch verschlechtert. Für das Gesamtjahr erwartet die Bundesregierung einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von preisbereinigt 2,25 %, wobei die wachstumsund beschäftigungsstärkenden Wirkungen des »Pakts für Beschäftigung und Stabilität« sowie weitere, bereits früher ergriffene Maßnahmen der Bundesregierung berücksichtigt sind.

Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute wetteifern seit dem letzten Quartal 2008 um die düstersten Prognosen für die Entwicklung der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Alle Konjunkturforscher bewegen sich mit ihren Berechnungen in Neuland, da keine makroökonomischen Modelle existieren, um die Auswirkungen einer Finanzmarktkrise solchen Ausmaßes einzuschätzen. Dies unterstreicht einmal mehr, dass Prognosen keine Prophezeiungen sind, sondern bedingte Wahrscheinlichkeitsaussagen, deren Plausibilität durch Umfragen wie den Ifo-Geschäftsklimaindex unterstützt wird. Proportional zur Prognoseunsicherheit ist die Fülle der laufend veröffentlichten Einschätzungen.

Jenseits voneinander abweichender Zahlenangaben sind sich alle Experten darin einig, dass die deutsche Wirtschaft vor der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte steht. Deutschland sei durch die Konjunktur und Finanzkrise besonders hart von der Rezession ge troffen, weil weltweit der Investitionsaufschwung gestoppt und die deutsche Wirtschaft damit trotz hoher Wettbewerbsfähigkeit an ihrer exponiertesten Stelle, dem Export, getroffen werde.

Im Januar hieß es im Ifo-Institut, die Wirtschaftsleistung werde 2009 um mindestens 2 % schrumpfen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW, in Berlin hält Ende Januar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung 2009 um mehr als 3 % für durchaus wahrscheinlich. Das Institut für Wirtschaftsforschung, IWH, in Halle rechnet mit einem Minus von 1,9 %, das Rheinisch Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung mit einem Rückgang um 2 %. Ende Februar liegt der Consensus Economicus der Prognosen für Deutschland bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistung 2009 um 2 %.

Alle Wirtschaftsforschungsinstitute und Umfragen sind sich außerdem einig, dass die weltweite Krise erhebliche Folgen für den Arbeitsmarkt haben werde. In Deutschland sei trotz breitem Einsatz der verlängerten Kurzarbeit damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit bis zum Jahresende um bis zu einer halben Million Menschen steigen könnte, im Zweijahreszeitraum bis Ende Dezember 2010 gar um 800.000 bis eine Million. Dies entspreche den Erfahrungen aus früheren Rezessionsphasen. Wie lange sich die Abwärtsspirale der Konjunkturentwicklung fortsetzen werde, darüber herrscht Uneinigkeit. Die meisten Ökonomen rechnen erst 2010 mit anhaltendem Wachstum. Wie die Bundesrepublik setzen optimistische Experten darauf, dass die Wirtschaft im zweiten Halbjahr auf einen Wachstumspfad zurückfindet. Maßgeblich für die Trendwende wird sein, wann die initiierten milliardenschweren Konjunkturprogramme ihre Wirkung entfalten.

Ende Februar ist eine konjunkturelle Wende nicht in Sicht. Das Klima der deutschen Wirtschaft hat angesichts der weltweiten Konjunktur- und Finanzkrise einen neuen Tiefpunkt erreicht. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank im Februar um 0,4 Zähler gegenüber dem Vormonat auf 82,6 Punkte, was wesentlich auf die verschlechterte Einschätzung der derzeitigen Lage durch die Unternehmen zurückgeht. Deutlich gestiegen sind hingegen die Erwartungen der Firmen an die Geschäfte in den kommenden sechs Monaten. Bei den befragten Industrieunternehmen habe sich die Geschäftslage erneut verschlechtert, mit einem schrumpfenden Auslandsgeschäft und Stellenabbau sei zu rechnen.

Auch der Großhandel bewerte die aktuelle Lage und die Aussichten schlechter. Bessere Stimmung herrsche dagegen im Baugewerbe und im Einzelhandel. In beiden Branchen werden die derzeitige Lage und die Entwicklungen in den kommenden Monaten besser bewertet als im Januar. Das milliardenschwere Kon junkturprogramm der Bundesregierung zeige erste Wirkungen.

Das ambivalente Bild aus verschlechterter gegenwärtiger Lageeinschätzung und verbesserter Erwartungen für die kommenden Monate interpretieren Ökonomen mit einer zunächst weiteren Vertiefung der Rezession, doch werde die Talsohle im Sommer erreicht, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln, IW, zum Beispiel meint. Der zweite Anstieg der Geschäftserwartungen in Folge mache auch deutlich, so die Deka Bank, dass die Unternehmen auf die Stabilisierung der Konjunktur im zweiten Halbjahr setzten. Komme im März der dritte Anstieg bei den Geschäftserwartungen, bestätige dies die Trendwende bei den Erwartungen. Der weitere Rückgang der Lagekomponente sei angesichts der stärksten Nachkriegsrezession in Deutschland keine Überraschung. Wenn es zutrifft, wie ein Wort Ludwig Ehrhards nahe legt, dass 50 % der Wirtschaft Psychologie seien, dann liegt darin erhebliches Potenzial für die Überwindung der Krise.

2008 47

Branchenentwicklung 2009

Die Finanzkrise hat zum Jahresende auch die IT-Industrie erreicht. Bereits im Oktober hat das Marktforschungsunternehmen Gartner seine Wachstumsprognose 2009 nach unten korrigiert; statt eines deutlichen Plus von 5,8 % für Informations- und Telekommunikationstechnik, weltweit rechnen die Branchenexperten nun mit lediglich 2,3 % Wachstum. Regional be trachtet werde die Flaute im Zuge einer Konjunkturabkühlung besonders Nordamerika und Westeuropa hart treffen: In Nordamerika werde die Branche lediglich 0,5 % zulegen. Für die Region war zunächst ein Wachstum von 5,3 % veranschlagt worden. Für Westeuropa rechnet Gartner jetzt mit einem Marktrückgang von 0,8 %, nachdem das Unternehmen zuvor noch ein Plus von 2,8 % erwartet hatte. Die Analysten der International Data Corporation, IDC, rechnen damit, dass die Finanzkrise im ersten Halbjahr 2009 auf den deutschen IT-Markt durchschlägt. Dann werde der IT-Markt spürbar an Dynamik verlieren – doch sei die Situation nicht vergleichbar mit den Entwicklungen nach dem Platzen der New-Economy-Blase nach 2001. Nach Einschätzung des IDC wird der deutsche ITK-Markt 2009 um 1 % wachsen. Ihre jährlichen IT-Ausgaben würden Unternehmen in Deutschland bis 2012 nur noch um 3,3 % steigern, zuletzt lag die Prognose noch bei 4,3 %. Die verlängerten Investitionszyklen gingen primär zu Lasten der Hardware – hier rechnen die Analysten nur noch mit einem jährlichen Plus von 0,2 %. Der deutsche Branchenverband BITKOM hat im De zember seine Prognose für den deutschen ITK-Markt vom Oktober deutlich revidiert und erwartet nunmehr 0 %, IT-Services wurden von 6 % im Oktober auf 3,7 % Wachstum herabgesetzt. Mit den größten Rückgängen von jeweils rund 2,5 % rechnet der Verband bei digitaler Konsumelektronik, bei Hardware und Telekommunikationsendgeräten. Die ITK-Branche müsse sich angesichts der Auswirkungen der Finanzkrise nunmehr auf eine Durststrecke einstellen. Sowohl IDC als auch BITKOM rechnen nicht damit, dass Konjunkturprogramme kurzfristig positive Auswirkungen auf die IT-Branche haben. IDC geht davon aus, dass nachhaltig positive Impulse für den IT-Markt aus Konjunkturprogrammen frühestens 2011 zu erwarten seien.

Alle Branchenexperten erwarten Budgetkürzungen, Verzögerungen bei Vertragsabschlüssen und Verschiebungen von Projekten. Eine im Januar veröffentlichte Gartner-Befragung unter weltweit 1.500 CIOs zu Kürzungen von IT-Budgets legt jedoch nahe, dass Kürzungen weit weniger drastisch ausfallen dürften als vorhergesagt, da Informationstechnologien als Instrumente zur Verbesserung von Geschäftsprozessen angesehen würden, die die Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten stärkten. Dagegen rechnet Forrester Research vor, dass die weltweiten Ausgaben für IT-Produkte und -Dienste von Unternehmen und Regierungen 2009 um 3 % (gemessen in amerikanischen Dollars) sinken würden, was gegenüber 2008, als die weltweiten IT-Aufwendungen um 8 % stiegen, ein deutlicher Rückgang bedeute.

Die negative Prognose für 2009 beendet eine Periode von sieben Jahren, in der die weltweiten IT-Investitionen stetig kletterten. In den Jahren 2001 und 2002 waren die Technologieausgaben um 6 % gesunken.

Die Nachfrage nach IT-Services sinkt in Deutschland laut der Januar-Umfrage des Münchner Ifo-Instituts. Die IT-Dienstleister beurteilten ihre momentane Geschäftslage nicht mehr ganz so positiv wie im Dezember, nur bei 14 % war der Auftragsbestand höher als im Vormonat. Ein Viertel der befragten Unternehmen sah die schwache Nachfrage als größtes Hindernis fürs Geschäft, des Weiteren sei der anhaltende Fachkräftemangel ein Hemmschuh. Auf der anderen Seite sehen die deutschen IT-Dienstleister der weiteren Entwicklung mit weniger Skepsis entgegen.

Ausblick ORBIS

Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise, die ihre Talsohle Ende Februar noch nicht erreicht hat, liegen keinerlei Wirtschaftsprognosen vor, die auf mittlere Sicht belastbar erscheinen. Angesicht dieser geringen Vorhersehbarkeit der Entwicklungen aller Marktteilnehmer, ist es für die ORBIS nicht möglich, konkrete perspektivische Angaben zu einzelnen Kennzahlen für das Ge schäftsjahr 2009 zu machen, da nicht absehbar ist, wie sich die Weltwirtschaftskrise auf die Kunden von ORBIS weiter auswirken wird. Zum Jahresbeginn ist ORBIS von der Wirtschaftskrise nur wenig betroffen und startet mit einer soliden Auftragslage ins Geschäftsjahr 2009. ORBIS hat keine einseitige Branchenabhängigkeit und beherrscht eine große Bandbreite an Themen zur Geschäftsprozessoptimierung. Wir haben in unserem Kundenkreis eine hohe Zahl großer und mittelständischer Unternehmen, die immer wieder mit ORBIS zusammenarbeiten. Galten noch zu Beginn des Jahrzehnts, als die Dot.com-Blase platzte, IT-Ausgaben als Manövriermasse beim Kostensparen, so hat sich die IT in der Wahrnehmung der Unternehmenslenker in den vergangenen Jahren als zentrales Instrument zur Optimierung von Ge schäftsprozessen und für die Zukunftssicherung verankert und damit strategische Bedeutung mit hoher Priorität er langt. Insofern wird die Geschäftsprozess-Beratung auch in dieser Rezessionsphase dazu beitragen, Unternehmen zu stärken und widerstandsfähiger zu machen. ORBIS hat schlanke und flexible Kostenstrukturen. ORBIS ist solide mit Eigenkapital und Liquidität ausgestattet und hat somit finanzielle Puffer, um sicher durch die Krise zu kommen. Wir sind zuversichtlich, dass das Geschäftsjahr 2009 insgesamt positiv verlaufen wird.

K o n z e r n - G e w i n n - u n d V e r l u s t r e c h n u n g

50 2008

K o n z e r n - G e w i n n - u n d V e r l u s t r e c h n u n g nach IFRS der ORBIS AG vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2008

Alle Angaben in Euro Anhang 01.01.-31.12. 2008 01.01.-31.12. 2007
· 1. Umsatzerlöse (C.1) 23.756.198,22 22.009.641,75
· 2. Sonstige betriebliche Erträge (C.2) 851.948,26 813.007,76
· 3. Materialaufwand / Aufwand für
bezogene Leistungen
(C.3) -1.207.869,69 -1.774.643,85
· 4. Personalaufwand (C.4) -16.415.979,61 -15.124.666,97
· 5. Abschreibungen auf immate
rielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und
Sachanlagen
(C.5) -415.712,07 -344.830,74
· 6. Sonstige betriebliche
Aufwendungen
(C.6) -5.508.035,07 -4.826.954,36
· 7. Betriebsergebnis (EBIT) 1.060.550,04 751.553,59
· 8. Finanzerträge (C.7) 255.440,11 174.997,75
· 9. Finanzaufwendungen (C.7) -62.958,36 -234.039,40
· 10. Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.253.031,79 692.511,94
· 11. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
(C.8) -790.966,67 -1.286.188,88
· 12. Konzernjahresüberschuss/
-fehlbetrag
462.065,12 - 593.676,94
· Ergebnis je Aktie  0,051 - 0,065
· Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien 9.068.880,00 9.146.919,00

A u f s t e l l u n g d e r e r f a s s t e n E r t r ä g e u n d Aufwendungen für das Geschäftsjahr 2008

Alle Angaben in Euro Anhang 31.12. 2008 31.12. 2007
· 1. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 462.065,12 - 593.676,94
· 2. Erträge / Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung auslän-
discher Tochterunternehmen
(B.7) 9.733,64 9.793,65
· 3. Erträge / Aufwendungen aus der
erfolgsneutralen Verrechnung
versicherungsmathematischer
Gewinne / Verluste gem. IAS 19.93A
(B.4) 113.254,49 669.798,29
· 4. Erfolgsneutral erfasste latente Steuern 35.108,74 -275.300,00
· 5. Erfasste Erträge und Aufwendungen 620.161,99 - 189.385,00

Konzern - Bilanz nach IFRS der ORBIS AG zum 31. Dezember 2008

AKTIVA Anhang 31.12.2008 31.12.2007
A. Kurzfristige Vermögenswerte
· 1. Liquide Mittel (A.1) 6.659.658,02 4.776.928,94
· 2. Vorräte (A.2) 164.464,28 0,00
· 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (A.3) 5.070.715,38 5.501.983,29
· 4. Sonstige Vermögenswerte (A.3) 573.091,64 487.948,27
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 12.467.929,32 10.766.860,50
B. Langfristige Vermögenswerte
· 1. Sachanlagen (A.4) 4.574.931,42 4.655.726,24
· 2. Immaterielle Vermögenswerte (A.5) 36.414,84 34.890,38
· 3. Geschäfts- oder Firmenwert (A.6) 2.747.170,00 2.747.170,00
· 4. Latente Steuern (A.7) 3.937.968,79 4.667.327,91
· 5. Sonstige Vermögenswerte (A.3) 130.036,70 37.562,52
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 11.426.521,75 12.142.677,05
Aktiva, gesamt 23.894.451,07 22.909.537,55
PASSIVA Anhang 31.12.2008 31.12.2007
A. Kurzfristiges Fremdkapital
· 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (B.1) 331.763,35 530.881,32
· 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 948.876,98 673.283,44
· 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 158.598,87 66.997,88
· 4. Steuerrückstellungen (B.2) 183.343,90 177.154,25
· 5. Sonstige Rückstellungen (B.2) 1.629.323,40 1.129.178,52
· 6. Sonstige Verbindlichkeiten (B.3) 2.094.115,58 1.853.470,13
Kurzfristiges Fremdkapital, gesamt 5.346.022,08 4.430.965,54
B. Langfristiges Fremdkapital
· 1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (B.1) 769.169,42 1.100.893,70
· 2. Rückstellungen für Pensionen (B.4) 1.236.811,00 1.314.372,00
Langfristiges Fremdkapital, gesamt 2.005.980,42 2.415.265,70
C. Eigenkapital
· 1. Gezeichnetes Kapital (B.5) 8.993.796,00 9.142.639,00
· 2. Kapitalrücklage (B.6) 1.233.968,78 24.714.026,12
· 3. Übriges kumuliertes Eigenkapital (B.7) 116.079,56 -42.017,31
· 4. Ergebnisvortrag 5.736.539,11 -17.157.664,56
· 5. Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 462.065,12 -593.676,94
Eigenkapital, gesamt 16.542.448,57 16.063.306,31
Passiva, gesamt 23.894.451,07 22.909.537,55

K o n z e r n - K a p i t a l f l u s s r e c h n u n g z u m 3 1 . D e z e m b e r 2 0 0 8

Alle Angaben in T 2008 2007
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 462 -594
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 416 345
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 429 215
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 729 1.920
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -10 -27
-/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 431 -884
-/+ Zunahme / Abnahme der sonstigen Vermögenswerte -178 -9
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 276 -262
+/- Zunahme / Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten 290 -157
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.845 547
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 10 32
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -315 -269
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -20 -11
-/+ Auszahlungen / Einzahlungen für Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 1.746
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -325 1.498
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile -100 -5
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -531 -516
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -631 -521
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.889 1.524
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -6 10
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.777 3.243
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.660 4.777

Kennzahlen der ORBIS Gruppe

Veränderung
2008 2007* Berichtsjahr zu Vorjahr
T T* T %
Umsatzerlöse 23.756 22.010 1.746 7,9
Betriebsergebnis (EBIT) 1.061 752 309 41,1
Ergebnis vor Steuern (EBT)
und Minderheitenanteilen
1.253 693 560 80,8
Ergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen
(Konzern-Ergebnis) 462 -594 1.056 177,8
Eigenkapital einschließlich
Minderheiten
16.542 16.063 479 3,0
Bilanzsumme 23.894 22.910 984 4,3
Eigenkapitalquote 69,2% 70,1% -0,9
Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit
2.845 547 2.298 420,1
Finanzmittel 6.660 4.777 1.883 39,4
Ergebnis je Aktie vor Steuern
verwässert/unverwässert
0,138  0,076  0,062  81,6
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien
verwässert/unverwässert 9.068.880 9.146.919 -78.039 -0,9
Anzahl Mitarbeiter konzernweit
(Durchschnitt)
222 196 26 13,3
Anzahl Mitarbeiter
zum Stichtag
231 208 23 11,1

I. Allgemeine Angaben

Grundlegende Informationen zum Unternehmen

Die ORBIS AG ist ein international tätiges Business Consulting-Unternehmen, das auf die Branchen Industrie, Automotive, Konsumgüter und Handel spezialisiert ist. Die Kernkompetenzen liegen in der Beratung von kundenorientierten (CRM), unternehmensinternen (ERP/PLM) und lieferantenorientierten Geschäftsprozessen (SRM) sowie unternehmensinterner und -übergreifender Logistik (SCM/ LES).

Die ORBIS AG wurde am 16. Mai 2000 nach deutschem Recht gegründet und stellt die oberste Muttergesellschaft des ORBIS Konzerns dar. Ihr Geschäftssitz ist die Nell-Breuning-Allee 3 – 5 in 66115 Saarbrücken, Deutschland.

Allgemeine Angaben zum IFRS Konzernabschluss

Die ORBIS AG, Saarbrücken, hat als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 nach den International Financial Reporting Standards, wie sie die Europäische Union fordert, sowie den zusätzlichen Anforderungen nach § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt. Dabei werden alle zum 31. Dezember 2008 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, die zudem alle bis zum 31. Dezember 2008 von der EU als geltende Rechnungslegungsstandards anerkannt wurden, berücksichtigt.

Die seit diesem Geschäftsjahr verpflichtend anzuwendenden Änderungen von IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Reklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten) und IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ORBIS AG. Die ebenfalls ab diesem Geschäftsjahr zwingend zu berücksichtigenden Vorschriften von IFRIC 11 (Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen), IFRIC 13 (Kundentreueprogramme) und IFRIC 14 (IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung) haben keine Auswirkungen auf die Bi lanzierung. Die Anwendung des erstmals ab 2009 zu berücksichtigenden IFRS 8 (Operative Segmente) wird nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu Ergänzungen der Anhangangaben führen. Auf eine frühzeitige Anwendung der Änderungen von IAS 23 vom 29. März 2007, IAS 1 vom 6. September 2007, IFRS 2 vom 17. Januar 2008, IAS 32 und IAS 1 vom 14. Februar 2008 IAS 27 vom 22. März 2008 sowie des jährlichen Improvements-Projekts vom Mai 2008 wurde verzichtet. We sentliche Auswirkungen dieser Änderungen auf die Bilanzierung und Bewertung im ORBIS-Konzern sind voraussichtlich nicht zu erwarten. IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) vom 10. Januar 2008, IFRIC 12 (Dienstleistungsvereinbarungen) vom 30. November 2006, IFRIC 15 (Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien) vom 3. Juli 2008, IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb) vom 3. Juli 2008, IFRIC 17 (Sachausschüttungen an Eigentümer) vom 27. November 2008 und die Änderungen von IAS 27 vom 10. Januar 2008 sowie IAS 39 vom 31. Juli 2008 wurden nicht angewendet, da deren Übernahme durch die EU zum Bilanzstichtag noch ausstand. In wiefern diese Vorschriften wesentliche Auswirkungen auf die im Konzernabschluss dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden, ist derzeit nicht verlässlich bestimmbar.

Eine Segmentberichterstattung wird in Anwendung von IAS 14.35 nicht aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro () aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T) angegeben und ggf. kaufmännisch gerundet.

Der Vorstand gibt den IFRS Konzernabschluss am 31. März 2009 nach der Billigung durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung frei.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der ORBIS AG wurden folgende Tochterunternehmen einbezogen und vollkonsolidiert:

Name ORBIS
America Inc.
ORBIS
Hamburg
GmbH
ORBIS
Consulting
Shanghai
Co., Ltd.
Sitz Vienna bei
Washington
D.C. (USA)
Hamburg Shanghai
(China)
Beteiligungs-/ Stimmrechtsquote 100,0 % 80,0 % 100,0 %
Erstkonsolidierung am 01.01.2000 01.10.2000 31.07.2007
Bilanzsumme 31. Dezember 2008 806 1.968 254
Umsatz 2008 1.723 1.370 392
Ebit
2008
197 203 -45
Ergebnis 2008 133 189 -51

Alle Angaben bei Bilanzsumme, Umsatz, Ebit und Ergebnis erfolgen in T. Die Zahlen sind dem Einzelabschluss nach IFRS der jeweiligen Gesellschaft vor Konsolidierung entnommen. Der Unterschied zwischen Ebit und Ergebnis 2008 resultiert bei der ORBIS Hamburg GmbH im Wesentlichen aus Zinszahlungen des Tochterunternehmens an die ORBIS AG. Bei der ORBIS America Inc. resultiert der Unterschied sowohl aus Zinszahlungen an die ORBIS AG, als auch aus Währungsverlusten und Steuerzahlungen.

Grundlagen der Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften folgt dem Prinzip der funktionalen Währung. Aufgrund der wirtschaftlichen Selbständigkeit der ausländischen Tochterunternehmen wird als funktionale Währung die jeweilige Landeswährung verwendet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode. Demnach werden die Vermögens- und Schuldposten zum Stichtagskurs (Kassa-Mittelkurs), die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs und das Jahresergebnis zum Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bewertet.

Die sich bei der Währungsumrechnung ergebende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und dort gesondert ausgewiesen. Echte Restbeträge aus der Fremdwährungsumrechnung der Schuldenkonsolidierung verändern das Konzernjahresergebnis.

Berichtsjahr Vorjahr
Stichtagskurs \$ /  0,7095 0,6794
Durchschnittskurs \$ /  0,6807 0,7262
Stichtagskurs RMB /  0,10410 0,09315
Durchschnittskurs RMB /  0,09850 0,09580

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den national gültigen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Für die Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2008 wurden die Einzelabschlüsse auf IFRS nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden umgestellt.

Die Konsolidierung der Gesellschaften nach den Vorschriften des IASB wurde wie folgt vorgenommen:

Bei der Kapitalkonsolidierung werden entsprechend der Erwerbsmethode die Konzernanschaffungskosten der Konzerngesellschaften nach Verteilung auf die einzelnen Vermögenswerte und Verpflichtungen gegen das Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Stichtag für die Erstkonsolidierung der ORBIS America Inc., Vienna, Virginia, bei Washington D.C. (USA) ist der 01. Januar 2000. Die ORBIS Hamburg GmbH, Hamburg, ist ab dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung erworben wurde, in den Konzernabschluss einbezogen worden. Die ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd., Shanghai (China), wurde ab der Eintragung in das entsprechende Unternehmensregister einbezogen. Da es sich hierbei um eine Gründung handelt, ergab sich keine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Eigenkapital nach Verteilung der Anschaffungskosten auf die einzelnen Vermögenswerte und Verpflichtungen.

Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung von stillen Reserven und Lasten als Firmenwerte ausgewiesen. Der Firmenwert wird nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Zum Nachweis der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Firmenwerte wurde wie auch schon in den Vorjahren zum 30. September des Geschäftsjahres ein Impairmenttest durchgeführt. Der Impairmenttest kam zu dem Ergebnis, dass im Geschäftsjahr 2008 keine Abschreibungen auf die Firmenwerte vorzunehmen sind.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet.

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die aus dem konzerninternen Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen und Erträge eliminiert. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen im Anlagevermögen sowie in den Vorräten bestanden nicht.

Ertragserfassung

Umsätze und Aufwendungen aus Beratungsaufträgen (Kundenprojekte), die als Werkverträge zu qualifizieren sind, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach Umsätze entsprechend dem Projektfortschritt ausgewiesen werden. Der Projektfortschritt ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Beraterstunden zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Beraterstunden. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bi lanzierte Projekte werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Projektkosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Projektfortschritt ergebenden anteiligen Gewinns in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Projektänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, wie sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart wurden. Wenn das Ergebnis eines Projektes nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallenen Kosten erfasst. Projektkosten werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Ist absehbar, dass die ge samten Projektkosten die Projekterlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste unmittelbar als Aufwand erfasst. Die Umsatzerlöse aus Beratungsaufträgen, die als Dienstleistungsaufträge qualifizieren, sowie Service- und Wartungsleistungen werden erfasst, sofern die Leistungen erbracht sind, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Be zahlung wahrscheinlich ist. Bei Rahmen-

58 2008

verträgen werden erbrachte Leistungen in der Regel monatlich abgerechnet.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Handelswaren werden mit dem Eigentums- bzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist.

Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Komponenten enthalten (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen), werden erfasst, wenn die jeweilige Vertragskomponente geliefert oder erbracht wurde. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer relativer Zeitwerte der einzelnen Vertragskomponenten.

Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatten oder sonstigen Preisnachlässen ausgewiesen.

Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode vereinnahmt.

Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer An schaffungs- oder Herstellungskosten. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung ein künftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die entgeltlich erworbenen immateriellen

Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei bis sechs Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Alle entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte besitzen eine begrenzte Nutzungsdauer.

Goodwills werden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu an deren Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

Das gesamte Sachanlagevermögen unterliegt der betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungskosten – sofern abnutzbar – vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
in Jahren
Grundstücke und Bauten 40
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 3 bis 13

Mit Ausnahme von Peripheriegeräten werden Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 410 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind.

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Goodwills, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes er mittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert, wobei der höhere der beiden Werte maßgeblich ist. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern der erzielbare Betrag für einen einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, wird der erzielba-

re Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Units) bestimmt, dem der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierende Goodwills werden den identifizierten Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating Units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Goodwills durch das Management für interne Zwecke überwacht werden. Der ORBIS Konzern weist einen Goodwill aus, dessen Bewertung anhand der zukünftigen Cash-Flows des ORBIS Konzerns überprüft wird. Der ausgewiesene Goodwill wird jährlich zum 30. September auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige erfolgswirksame Wertberichtigung. Wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis von Cash Generating Units ermittelt, die einen Goodwill enthalten, werden zunächst die Goodwills wertgemindert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Goodwills wird der Rest proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, die sich ohne die Wertberichtigungen in der Vergangenheit ergeben hätten.

Wertaufholungen auf Goodwills sind nicht zulässig.

Alle Wertminderungen werden erfolgswirksam in den Abschreibungen, Werterhöhungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Berechnung der latenten und laufenden Steuern erfolgt nach IAS 12. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in IFRSund Steuerbilanz und auf realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde, die zum Bilanzstichtag gültig bzw. gesetzlich verabschiedet sind. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit die damit verbundenen Steuerforderungen wahrscheinlich genutzt werden. Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung einbezogen, soweit sie wahrscheinlich realisierbar sind.

Die Unternehmen des ORBIS Konzerns haben als Leasingnehmer Leasingverträge (im Wesentlichen für PKWs und Bürogeräte) abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen für solche Operating-Leasingverhältnisse werden als sonstiger betrieblicher Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses er fasst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet. Wenn die Börsen- oder Marktpreise beziehungsweise beizulegenden Zeitwerte auf der Basis von Nettoveräußerungswerten niedriger sind, werden diese angesetzt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch direkt zurechenbaren Aufwendungen. Auf Vorratsbestände, deren Verkaufsfähigkeit fraglich bzw. eingeschränkt ist, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Unternehmen des ORBIS Konzerns erbringen ausschließlich Beratungsleistungen, die gemäß IAS 11 zu klassifizieren sind. Unfertige und fertige Projekte, die zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden berechnet sind, werden entsprechend unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen bzw. Vermögenswerte werden ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. abzüglich Wertminderungen bewertet. Wertminderungen von Forderungen werden auf Einzelbasis vorgenommen, wenn folgende Hinweise die Einbringlichkeit der Forderung unwahrscheinlich machen:

  • erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Gegenpartei,
  • erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Gegenpartei Insolvenz anmelden muss,
  • Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen.

Forderungen, für die keine Wertberichtigung auf Einzelbasis festgestellt wurde, werden auf Portfoliobasis auf Wertminderungsbedarf überprüft. Ein objektiver Hinweis für eine Wertminderung eines Portfolios von Forderungen könnten Erfahrungen des Konzerns mit Zahlungseingängen in der Vergangenheit, ein Anstieg der Häufigkeit der Zahlungsausfälle innerhalb des Portfolios über die durchschnittliche Kreditdauer von 67 Tagen (Vorjahr 79 Tage), sowie beobachtbare Veränderungen des Wirtschafts umfelds, mit denen Ausfälle von Forderungen in Zusammenhang gebracht werden, sein.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwertes der betroffenen finanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Wird eine Forderung aus Lieferung und Leistung als uneinbringlich eingeschätzt, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Änderungen des Buchwertes des Wertminderungskontos werden erfolgswirksam über die GuV (in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen) erfasst. Die flüssigen Mittel umfassen Barmittel, Sichteinlagen und kurzfristige Festgeldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und nur geringen Wertschwan kungen unterliegen. Sie sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die künftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden An nahmen über die künftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Grundlagen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im ORBIS Konzern erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet, wenn der Eintritt wahrscheinlich ist und die Schätzung der Höhe hinreichend zuverlässig möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z.B. bei ei nem Versicherungsvertrag), wird die Er stattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der GuV nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Soweit Rückstellungen erst nach einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge bzw. -zeitpunkte möglich ist, wird der Barwert durch Abzinsung ermittelt.

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden entsprechend der Art und Verwendungsabsicht gemäß IAS 39.9 kategorisiert. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten wurden als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39.9 eingestuft und bei ihrem erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind in den Folgejahren mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (siehe oben) bewertet.

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit dann aus, wenn die Verbindlichkeit des Konzerns beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Unsicherheiten und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode ausgewirkt haben. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten, der konzerneinheitlichen Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den An nahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt.

II. Angaben zu einzelnen Posten der Konzernbilanz

Kurzfristige Vermögenswerte

Liquide Mittel (A.1)

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung sind zum Stichtagskurs umgerechnet.

Vorräte (A.2)

Die in der Bilanz erfassten Vorräte betreffen ausschließlich zum Weiterverkauf be stimmte Softwarelizenzen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte (A.3)

Forderungen und sonstige Vermögenswerte wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dazu wurden angemessene Einzelwertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet, uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben

(T 60; Vorjahr: T 13). Zusätzlich werden Wertberichtigungen in Höhe von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen gebildet (T 39; Vorjahr: T 42). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von T 222 (Vorjahr: T 139) Auftragserlöse für in Arbeit befindliche sowie fertiggestellte Projekte, die noch nicht fakturiert sind, nach den Grundlagen der Teilgewinnrealisierung berücksichtigt.

Forderungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in T Kurzfristig Langfristig Gesamt
Berichtsjahr Vorjahr Berichtsjahr Vorjahr Berichtsjahr Vorjahr
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
5.071 5.502 0 0 5.071 5.502
Sonstige Vermögens-
werte
417 373 130 38 547 411
Rechnungsab-
grenzungsposten
156 115 0 0 156 115
Summe 5.644 5.990 130 38 5.774 6.028

Forderungen in Höhe von T 156 (Vorjahr: T 59) gegen Gesellschafter der ORBIS AG sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Bei den langfristigen sonstigen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um den langfristigen Teil dieser Forderungen.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Wartungskosten abgegrenzt.

Die Fälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gliedern sich wie folgt:

in T Buchwert Davon: zum Abschluss-
stichtag weder wert-
gemindert noch über-
fällig
Davon: zum Abschlussstichtag
nicht wertgemindert und in den
folgenden Zeitbändern überfällig
bis zu
60 Tagen
zwischen
61 und
120 Tagen
mehr
als
120 Tage
31.12.2008 5.071 3.274 1.536 153 108
31.12.2007 5.502 3.360 1.850 197 95

Zum Bilanzstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner des dargestellten Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Das für aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesondert geführte Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Stand Wertberich
tigungen am 01.01. 13 28
Verbrauch -8 -15
Zuführung 55 0
Stand Wertberich
tigungen am 31.12. 60 13

Langfristige Vermögenswerte

Vorbemerkung

Die Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2008 sowie für das Vorjahr sind als Anlage dem Anhang beigefügt.

Sachanlagen (A.4)

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Bauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen, die jeweils mit den historischen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Soweit Investitionszuschüsse gewährt wurden, sind sie von den historischen Anschaffungskosten erfolgsneutral abgesetzt. Die Grundstücke und Bauten dienen der Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Abschreibungen der Sachanlagen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte (Grundstücke und Bauten: 40 Jahre; Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-13 Jahre) linear vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wurde überprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Mit Ausnahme von Peripheriegeräten werden Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 410 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte (A.5)

Der Posten enthält im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die erworbene Software und die gewerblichen Schutzrechte entsprechend ihrem voraussichtlichen Nutzungsverlauf über 3 Jahre linear abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwert (A.6)

Der für den ausgewiesenen Firmenwert durchgeführte Impairmenttest erfolgte nach der DCF-Methode unter Anwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes zur Kapitalisierung der zukünftigen Cash-Flows von 10 %.

Latente Steuern (A.7)

Latente Steuern resultieren vor allem aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen dem steuerlichen Wertansatz und dem Wertansatz nach IFRS sowie aus einem erwarteten zukünftigen Ausgleich steuerlicher Verlustvorträge bewertet mit einem Steuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %).

Aufgrund temporärer Abweichungen liegen aktive latente Steuern entweder bei im IFRS-Abschluss niedriger bewerteten Vermögenswerten oder höher bewerteten Verbindlichkeiten im Vergleich zur Steuerbilanz vor. Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Latente Berichtsjahr Vorjahr
Steuern auf in T in T
Verlustvorträge 3.762 4.453
Pensionen 405 411
Zwischensumme 4.167 4.864
Bewertungsunterschied
Gebäude -212 -192
Bewertungsunterschiede
PoC-Methode -17 -5
Zwischensumme -229 -197
Summe 3.938 4.667

Latente Steueransprüche für nicht ge nutzte steuerliche Verluste sind in dem Umfang gebildet, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese durch zukünftig zu versteuerndes Ergebnis verwendet werden können. Zum Abschlussstichtag bestehende steuerliche Verluste in Höhe von rd. T 6.200 (ca. 34% der gesamten steuerlichen Verlustvorträge; Vorjahr T 4.800, ca. 25% der gesamten steuerlichen Verlustvorträge), auf die keine aktiven latenten Steuern abgegrenzt wurden.

Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Nenn-

wert oder zum höheren Rückzahlungsbetrag bilanziert und teilen sich wie folgt auf:

in T Kurzfristig Langfristig Gesamt
Berichts- Vorjahr Berichts- Vorjahr Berichts- Vorjahr
jahr jahr jahr
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten 332 531 769 1.101 1.101 1.632
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen 949 673 0 0 949 673
Erhaltene Anzahlungen 159 67 0 0 159 67
Rückstellungen 1.812 1.306 1.237 1.314 3.049 2.620
Rechnungsabgrenzungs
posten und sonstige
Verbindlichkeiten 2.094 1.854 0 0 2.094 1.854
Summe 5.346 4.431 2.006 2.415 7.352 6.846

Kurz- und langfristige Verbindlich-

keiten gegenüber Kreditinstituten (B.1) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe gesichert durch Grundschulden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nachfolgend dargestellt:

In T Höhe Laufzeit Zins Besicherung Höhe
Darlehen I 548 2013 3,90 % Grundschuld 548
Darlehen II 345 2014 5,00 % Grundschuld 345
Darlehen III 64 2014 3,90 % Grundschuld 64
Darlehen IV 44 2009 4,63 % Grundschuld 44
Darlehen V 78 2009 4,87 % Grundschuld 78
Darlehen VI 22 2009 3,70 % Grundschuld 22
Summe 1.101 1.101

Kurzfristige Rückstellungen (B.2)

Die Bildung und Bewertung der kurzfristigen Rückstellungen ist in Übereinstimmung mit IAS 37 vorgenommen worden. Mit ihrer Inanspruchnahme ist voraussichtlich innerhalb eines Jahres zu rechnen. Da die sonstigen Rückstellungen kurzfristiger Natur sind, erfolgte keine Abzinsung der Verpflichtungen. Die kurzfristigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

in T 31.12. Inanspruch- Auf- Zufüh- 31.12.
2007 nahme lösung rung 2008
Steuerrückstellungen 177 -3 -10 19 183
Sonstige Rückstellungen:
Personalrückstellungen
930 -868 -58 1.418 1.422
Rückstellungen Kundenverkehr 93 0 0 7 100
Übrige Rückstellungen 106 -101 -1 104 108
Summe kurzfristige
Rückstellungen
1.306 - 972 - 69 1.548 1.813

Sonstige Verbindlichkeiten (B.3)

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem die Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern für noch nicht genommenen Urlaub sowie passive Rechnungsabgrenzungsposten von T 136 (Vorjahr: T 126).

Rückstellungen für Pensionen (B.4)

Die ORBIS AG hat für ihre Vorstände sowie bestimmte Mitarbeiter eine Altersversorgung zugesagt. Die Altersversorgung für die Vorstände ist leistungsorientiert (defined benefit plans) und teilweise rückstellungsfinanziert, während die Altersversorgung für die übrigen Mitarbeiter beitragsorientiert ist. Der Aufwand für die beitragsorientierten Zusagen ist unter dem Aufwand für Altersversorgung er fasst. Die leistungsorientierten Zusagen der ORBIS AG an die Vorstände basieren auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Berechtigten.

Für die Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen bei anerkannten Versicherungsgesellschaften abgeschlossen.

Der Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Anwartschaftsbarwert zum 01.01.2008 2.926 3.225
Laufender Dienstzeitaufwand 90 40
Zinsaufwand 163 159
Versicherungsmathematische Gewinne -513 -498
Anwartschaftsbarwert zum 31.12.2008 2.666 2.926

Folgende Tabelle stellt die Entwicklung des Zeitwertes des zugehörigen Planvermögens dar:

Berichtsjahr Vorjahr
1.612 1.310
130 68
87 62
-400 172
1.429 1.612

Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Altersversorgungsansprüche werden gemäß IAS 19 nach der projected unit credit Methode in Verbindung mit einer dienstzeitorientierten degressiven Quotierung des Leistungsvektors (service-pro-rata-Methode) er mittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen bewertet. Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalles zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Vorstandsmitglieder verteilt. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind die folgenden Rechnungsparameter von Bedeutung:

Berichtsjahr Vorjahr
Rechnungszinsfuß zur Ermittlung
der Pensionsverpflichtung 6,25% 5,40%
Erwartete Einkommensentwicklung 2,75% 2,25%
Erwartete Rentenentwicklung 2,00% 2,00%

Für die qualifizierten Versicherungspolicen wird ein Zinssatz von 5,40 % unter Berücksichtigung eines Bewertungsabschlags von 20 % (Vorjahr: 5,40 % ohne Bewertungsabschlag) angewendet.

Die bilanziell erfassten Pensionsverpflichtungen stellen sich unter Berücksichtigung der zuvor dargestellten Berechnungsgrundlagen wie folgt dar:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Nettoverpflichtung zum Jahresbeginn 1.314 1.915
Altersversorgungsaufwendungen 166 199
Qualifizierte Versicherungspolicen -130 -130
Anpassung versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste -113 -670
Nettoverpflichtung zum Jahresende 1.237 1.314

Sowohl der laufende Dienstzeitaufwand als auch der Zinsaufwand sind im Personalaufwand erfasst. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erhöhen bzw. vermindern das übrige kumulierte Eigenkapital.

Zum 31. Dezember 2008 betrugen diese kumuliert T 194 (Vorjahr: T 81).

Die Beträge der Pensionsverpflichtungen des zugehörigen Planvermögens und die erfahrungsbedingten Anpassungen für das laufende Jahr und die beiden Vorjahre stellen sich folgt dar:

in T 2008 2007 2006
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 2.666 2.926 3.225
Beizulegender Zeitwert qualifizierter
Versicherungspolicen -1.429 -1.612 -1.310
Bilanzielle Nettoverpflichtung 1.237 1.314 1.915
Erfahrungsbedingte Anpassungen
Versorgungszusagen -513 -498
Erfahrungsbedingte Anpassungen
Versicherungspolicen -394 172

Für das Geschäftsjahr 2009 gehen wir davon aus, dass T 130 in das Planvermögen eingezahlt werden.

Eigenkapital

Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2008:

in T Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrück-
lagen und
Jahresüberschuss
Summe
Stand 01.01.2007 9.148 25.235 - 17.604 16.779
Aktienrückkauf -5 0 0 -5
Mitarbeiterbeteiligungs
programm
0 2 0 2
Steuersatzanpassung latente
Steuern auf IPO-Kosten
0 -523 0 -523
Erfasste Erträge / Aufwendungen 0 0 -190 -190
Stand 31.12.2007 9.143 24.714 - 17.794 16.063
Aktienrückkauf -149 7 0 -142
Mitarbeiterbeteiligungs
programm
0 1 0 1
Verwendung der Kapitalrück
lage gem. § 150 Abs. 4 AktG
0 -23.488 23.488 0
Erfasste Erträge / Aufwendungen 0 0 620 620
Stand 31.12.2008 8.994 1.234 6.314 16.542

Gezeichnetes Kapital (B.5)

Als gezeichnetes Kapital wird das Grund kapital der ORBIS AG vermindert um die eigenen Anteile von 153.954 ausgewiesen. Das Grundkapital in Höhe von 9.147.750 ist aufgeteilt in 9.147.750 Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1 am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Beschluss des Vorstandes vom 1. Ok tober 2004 und Zustimmung des Aufsichtsrates vom 5. Oktober 2004 ist das Grundkapital um 47.750 erhöht worden. Die Kapitalerhöhung erfolgte in Ausnutzung des genehmigten Kapitals, be schlossen in der Hauptversammlung vom 16. August 2000. Die Mitarbeiter haben 47.750 Stück Aktien gezeichnet, die sie zu einem bevorzugten Preis erworben haben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2005 wurde das genehmigte Kapital auf 4.573.875 geändert. Die Hauptversammlung vom 16. August 2000 hat das bedingte Kapital zur Einlösung von Aktienoptionen auf 455.000 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien festgesetzt. Die bedingte Ka pitalerhöhung ist am 13. September 2000 in das Handelsregister eingetragen worden. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2004 und Eintragung im Handelsregister am 17. August 2004 ist das bedingte Kapital bis zu 910.000 erhöht worden.

Zur Bedienung der in 2004 an die Mitarbeiter des ORBIS Konzerns gewährten Aktienoptionen hat die ORBIS AG in 2008 148.843 Stück Aktien zu einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von 1 je Aktie erworben.

Kapitalrücklage (B.6)

Unter der Position Rücklage wird das Agio abzüglich der Emissionskosten aus der Emission der Aktien in 2000 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2008 erhöhen die den Mitarbeitern gewährten Vorteile aus dem Aktienoptionsprogramm 2004 die Rücklagen um insgesamt T 1 gem. IFRS 2.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2004 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Rahmen des "Aktienoptionsplanes 2004" bis zu 700.000 Stück Bezugsrechte auf den Erwerb von bis zu 700.000 Stück Aktien der ORBIS AG auszugeben. Gleichzeitig erlischt die Ermächtigung aus dem zuvor beschriebenen Optionsprogramm weitere Bezugsrechte zu gewähren.

Aus dem Aktienoptionsplan 2004 wurden den Mitarbeitern 327.500 Optionen mit Beschluss des Vorstandes und Zustimmung des Aufsichtrates gewährt. Die Optionen können vor Ablauf einer Sperrfrist von drei Jahren nicht ausgeübt werden. Danach können erstmalig 50 % der gewährten Optionsrechte am ersten Bankarbeitstag ausgeübt werden, der auf die erste Geschäftszahlen-Bekanntgabe nach Ablauf der Sperrfrist folgt.

Der den Mitarbeitern aus der Zuteilung der Aktienoptionen gewährte Vorteil beträgt im Geschäftsjahr 2008 T 1 (Vorjahr: T 2) und wird unter dem Personalaufwand ausgewiesen.

Von den ursprünglich 327.500 an die Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen wurden bis zum Bilanzstichtag 4.500 Stück ausgeübt. Im Zeitraum von 2004 bis 2008 sind durch das Ausscheiden von Mitarbeitern 47.000 Bezugsrechte verfallen. Demnach stehen zum 31. Dezember 2008 noch 276.000 Mitarbeiteroptionen aus, die zu einem Preis von 1,03 ausgeübt werden können. Die Ausübungsfrist endet im August 2010.

Während in den Vorjahren noch damit gerechnet wurde, dass die Aktienoptionen unter Berücksichtigung einer Fluktuationsrate nahezu vollständig von den Mitarbeitern ausgeübt werden, wurden

in der Angebotsphase im Zeitraum vom 16. November bis 29. November 2007 insgesamt 4.500 Aktienoptionen ausgeübt. Dementsprechend wird insgesamt von einer verminderten Ausübung der ge währten Aktienoptionen ausgegangen, so dass der jährlich zu erfassende Personalaufwand reduziert ist.

Übriges kumuliertes Eigenkapital (B.7) Das übrige kumulierte Eigenkapital beinhaltet die Differenzen aus der Währungsumrechung, die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen und zugehörigem Planvermögen sowie die darauf entfallenden latenten Steuern. Die Differenz aus Währungsumrechnung ist Folge der Umrechnung nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Differenz ergibt sich aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften zum Durchschnittskurs und des Eigenkapitals der ausländischen Tochtergesellschaften zum historischen Kurs der Erstkonsolidierung einerseits und dem Stichtagskurs andererseits.

Minderheitenanteile

Sofern auf Minderheiten entfallende Anteile negativ sind und für diese Minderheiten keine Ausgleichsverpflichtung besteht, erfolgt eine Verrechnung dieser Anteile mit dem Konzernverlustvortrag oder dem Konzernjahresfehlbetrag. Aufgrund aufgelaufener Verluste, die zu einem negativen Kapital bei der Gesellschaft, an der Minderheitsgesellschafter beteiligt sind, geführt haben, sind zum 31. Dezember 2008 keine gesonderten An teile der Minderheiten auszuweisen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Wesentlichen für Büroräume und Betriebs- und Ge schäftsausstattung in folgender Höhe:

2009 2010 2011 2012 Folge
in T jahre
735 456 195 49 36

III. Angaben zu einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Umsatzerlöse (C.1)

Die Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Die Erlöse werden netto ohne Umsatzsteuer, Rabatte, Skonti und Boni

erfasst, wenn die Lieferung oder die Leistung ausgeführt wurde sowie der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich in Höhe von T 21.783 (Vorjahr: T 20.031) um Beratungsleistungen einschließlich der vertragsmäßigen Erstattungen von Reisekosten in den Kundenprojekten.

Als Auftragserlöse aus noch nicht abgerechneten Projekten wurden T222 (Vorjahr: T 139) unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge (C.2)

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Erträge aus KFZ-Sachbezügen 505 518
Mieterträge 172 97
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 44 77
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 33 28
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 10 23
Erträge aus Herabsetzung von Wertberichtigungen
und abgeschriebenen Forderungen 3 3
Übrige Erträge 85 67
Summe 852 813

In den übrigen Erträgen werden im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an Dritte und aus der Kantine erfasst.

Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen (C.3)

in T Berichtsjahr Vorjahr
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 575 751
Aufwendungen für bezogene Leistungen 633 1.024
Summe 1.208 1.775

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten die Leistungen von Partnern, mit denen gemeinsam Projekte abgewickelt werden, sowie fremdbezogene Programmierarbeiten und ähnliche Leistungen.

Personalaufwand (C.4)

in T Berichtsjahr Vorjahr
Löhne und Gehälter 14.047 12.938
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung 2.369 2.187
davon für Altersversorgung 237 264
Summe 16.416 15.125

Im Geschäftsjahr 2008 waren in den Gesellschaften der ORBIS-Gruppe durchschnittlich 222 (Vorjahr: 196) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der beschäftigten Mitabeiter 231 (Vorjahr: 208). Davon waren 181 im Bereich Beratung und Entwicklung (Vorjahr: 164), 31 im Bereich Verwaltung (Vorjahr: 26) und 19 im Bereich Vertrieb, Marketing sowie Callcenter (Vorjahr: 18) beschäftigt.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (C.5)

Es lagen keine Wertminderungen von Vermögenswerten vor, die nach IAS 36 außerplanmäßige Abschreibungen auf den erlösbaren Betrag (recoverable amount) erfordert hätten. Ausgewiesen werden daher ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (C.6)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Reisekosten 1.806 1.298
Kfz-Kosten 1.349 1.353
Raumkosten 465 490
Kommunikations- und IT-Kosten 405 357
Werbe- und Marketingkosten 261 263
Spezifische Kosten der Börsennotierung und
der Rechtsform als Aktiengesellschaft
231 240
Kosten für Beratung und Prüfung 181 215
Sonstige Personalkosten 174 141
Verluste aus Wertminderung von Forderungen 55 5
Übrige Kosten 581 465
Summe 5.508 4.827

Die übrigen Kosten umfassen im Wesent lichen Seminar- und Tagungskosten, Fremdleistungen, Leasing für Einrichtungsgegenstände, Bürobedarf, Versicherungen, Beiträge und Gebühren sowie Sonstige Steuern.

Finanzergebnis (C.7)

Das Finanzergebnis gliedert sich im Einzelnen folgendermaßen:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 202 170
Ergebnis aus Währungsdifferenzen 53 -148
Zu- / Abschreibungen auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens 0 5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -63 -86
Summe 192 -59

Fremdkapitalkosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind.

Steuern vom Einkommen und Ertrag (C.8)

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedern sich wie folgt:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Ertragsteuern -27 -38
Latente Steuern -764 -1.248
Summe -791 -1.286

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt II. zu entnehmen.

Es wurde unterstellt, dass die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge auf Basis der derzeitigen steuerlichen Gesetzeslage unbegrenzt nutzbar bleiben. Die aktiven latenten Steuern aus den bewerteten steuerlichen Verlustvorträgen werden zukünftig in dem Maße gemindert, in dem die Gesellschaften Gewinne erzielen.

Die erwartete Steuerquote leitete sich wie folgt zur tatsächlichen Steuerquote über:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Konzernjahresüberschuss vor Steuern
und Minderheitenanteilen 1.253 693
Erwartete Steuerquote 31,0 % 40,0 %
Errechneter Steueraufwand 388 277
Effekte aus latenten Steuern 412 872
Sonstige -9 137
Steuern vom Einkommen und Ertrag
für das laufende Geschäftsjahr 791 1.286
Tatsächliche Steuerquote 63,1 % 185,6 %

IV. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die als Anlage beigefügte Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den An forderungen des IAS 7 "cash flow statements" erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Der in der Kapitalfluss rechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds beinhaltet Barmittel und Bankguthaben. Die gesondert dargestellten Anpassungen aus Wechselkursumrechnung resultierten aus der vorgenommenen Fremdwährungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften ORBIS America Inc. und ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. in den Konzernabschluss.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Erhaltene Zinsen 202 170
Gezahlte Zinsen 63 86
Erhaltene Dividenden 0 0
Gezahlte Ertragsteuern 30 10

V. Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden

Für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden stuft das Management diese bei Zugang abhängig von der Art und Verwendungsabsicht in eine der folgenden Kategorien ein:

  • ausgereichte Kredite und Forderungen,
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
  • zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte,
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
  • erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Von der Fair-Value-Option wird kein Ge brauch gemacht. Darüber hinaus wurden zum Bilanzstichtag weder zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte noch erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten gehalten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen wurden weder in 2008 noch in 2007 vorgenommen.

in T Berichtsjahr Vorjahr
Buchwert Buchwert
ausgereichte Kredite und Forderungen 5.618 5.913
Davon kurzfristig 5.488 5.875
Davon langfristig 130 38
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.101 1.632
Davon kurzfristig 332 531
Davon langfristig 769 1.101
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 949 673
Davon kurzfristig 949 673
Erhaltene Anzahlungen 159 67
Davon kurzfristig 159 67
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.094 1.853
Davon kurzfristig 2.094 1.853

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des ORBIS-Konzerns stellen sich getrennt für die Kategorien wie folgt dar:

Die ausgewiesenen Buchwerte stimmen mit den Zeitwerten überein, sofern es sich um Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt. Gleiches gilt für die erhaltenen Anzahlungen und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Zeitwerte der Verbindlichkeiten ge genüber Kreditinstituten weichen nur ge ringfügig von den Buchwerten ab. Auf eine gesonderte Darstellung wurde deshalb verzichtet.

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten wurden mittels folgender Hierarchie ermittelt:

  • Sofern vorhanden, wurde der beizulegende Zeitwert unter Bezugnahme auf allgemeine Marktpreise bestimmt.
  • Sofern ein solcher Marktpreis nicht vorhanden war, wurde der beizulegende Zeitwert in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf DCF-Analysen und beobachtbaren aktuellen Markttransaktionen und Händlernotierungen für ähnliche Instrumente bestimmt. Die so ermittelten beizulegenden Zeitwerte wurden

insbesondere für die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von den Hausbanken zur Verfügung gestellt.

Korrekturen gemäß IAS 8 und bilanzielle Umgliederungen

Die versicherungsmathematischen Ge winne und Verluste auf Pensionsverpflichtungen und zugehöriges Planvermögen sowie die darauf entfallenden latenten Steuereffekte wurden in der Vergangenheit in der Kapitalrücklage erfasst. Zum 31. Dezember 2008 wurden diese Beträge rückwirkend gemäß IAS 8 in das übrige kumulierte Eigenkapital umgegliedert.

Die sonstigen bilanziellen Umgliederungen betreffen im Wesentlichen Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen und Ab grenzungen aus dem Personalbereich, die gemäß den Regelungen des IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen) in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

K o r r e k t u r e n g e m ä ß I A S 8 u n d b i l a n z i e l l e Umgliederuungen

in Euro
Anhang
Korrektur nach IAS 8
Anpassung versiche-
rungsmathematischer
Gewinne u. Verluste
bilanzielle
Umgliede
rungen
31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2007
vor Anpassung nach Anpassung
AKTIVA
Kurzfristige Vermögenswerte 10.766.860,50 10.766.860,50
Langfristige Vermögenswerte 12.142.677,05 12.142.677,05
22.909.537,55 0,00 0,00 22.909.537,55
PASSIVA
Kurzfristiges Fremdkapital
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 530.881,32 530.881,32
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 602.659,24 70.624,20 673.283,44
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 66.997,88 66.997,88
Steuerrückstellungen 172.882,25 4.272,00 177.154,25
Sonstige Rückstellungen 2.123.059,96 -993.881,44 1.129.178,52
Sonstige Verbindlichkeiten 934.484,89 918.985,24 1.853.470,13
Langfristiges Fremdkapital 2.415.265,70 2.415.265,70
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 9.142.639,00 9.142.639,00
Kapitalrücklage 24.658.067,41 55.958,71 24.714.026,12
Übriges kumuliertes Eigenkapital 13.941,40 -55.958,71 -42.017,31
Verlustvortrag -17.157.664,56 -17.157.664,56
Konzernfehlbetrag -593.676,94 -593.676,94
22.909.537,55 0,00 0,00 22.909.537,55
in Euro Anhang Korrektur nach IAS 8
Anpassung versiche
rungsmathematischer
Gewinne und Verluste
31.12.2006 31.12.2006 31.12.2006
vor Anpassung nach Anpassung
AKTIVA
Kurzfristige Vermögenswerte 10.080.272,01 10.080.272,01
Langfristige Vermögenswerte 14.265.042,73 14.265.042,73
24.345.314,74 0,00 24.345.314,74
PASSIVA
Kurzfristiges Fremdkapital 4.018.829,39 4.018.829,39
Langfristiges Fremdkapital 3.547.115,07 3.547.115,07
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 9.147.750,00 9.147.750,00
Kapitalrücklage 24.785.137,09 450.457,00 25.235.594,09
Übriges kumuliertes Eigenkapital 4.147,75 -450.457,00 -446.309,25
Verlustvortrag -17.558.751,97 -17.558.751,97
Konzernjahresüberschuss 401.087,41 401.087,41
24.345.314,74 0,00 24.345.314,74

Kapitalrisikomanagement

ORBIS steuert sein Kapital mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens quartalsweise. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und -möglichkeiten überprüft. Der Konzern hat eine Zieleigenkapitalquote von 65% bis 75%. Es wird erwartet, dass diese wie in den Vorjahren realisiert wird.

Die Kapitalstruktur hat sich in den beiden Berichtsjahren wie folgt geändert:

Berichtsjahr Änderung in %
16.542 16.063 3
69 70
7.352 6.846 7
31 30
5.346 4.431 21
22 19
2.006 2.415 -17
8 11
Vorjahr

Finanzrisikomanagement

Das Finanzrisiko wird zentral durch den Finanzbereich der ORBIS AG gemanagt. Hierzu steuert der Finanzbereich den Kauf und Verkauf von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und überwacht die damit verbundenen Finanzrisiken. Der Finanzbereich unterliegt hierbei den vom Vorstand der ORBIS AG erteilten Weisungen. Der Vorstand erhält vierteljährlich einen Risikobericht. Der ORBIS Konzern unterliegt folgenden finanziellen Risiken, die im Einzelnen wie folgt gesteuert werden:

Liquiditätsrisiko

ORBIS steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse. Hinsichtlich der bestehenden Darlehensbeziehungen wird auf die vorstehenden Er läuterungen verwiesen.

Der ORBIS Konzern kann darüber hinaus offene Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der gesamte, noch nicht in Anspruch ge nommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T 1.200 (Vorjahr: T 1.200). Der Vorstand der ORBIS AG erwartet, dass der ORBIS Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cash-Flows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

Kreditrisiko

Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Es beträgt insgesamt T 5.462 (Vorjahr: T 5.913). Die Vorgaben des Vorstandes sehen vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien, ggf. unter Einholung von Sicherheiten zur Minderung des Ausfallrisikos, eingegangen werden. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen.

Die Unternehmen des ORBIS Konzerns sind keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt, soweit dies den Unternehmen des ORBIS-Konzerns bekannt ist.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer großen Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen durchgeführt.

Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 14 Tagen ohne Abzug (Vorjahr: 14 Tage ohne Abzug) gewährt. Bis zur ersten Mahnung werden keine Zinsen berechnet. Ab der zweiten Mahnung werden Verzugszinsen in Höhe von 9,37% p.a. auf den ausstehenden Betrag erhoben. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 366 Tage sind, nimmt der Konzern unverändert zur Vorgehensweise im Vorjahr eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit be legt, wonach bei Forderungen, die älter als 366 Tage sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann. Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zwischen 183 und 365 Tagen ausstehend sind, werden auf Grundlage der Vergangenheitswerte wertberichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, bestanden weder im Vorjahr noch im laufenden Geschäftsjahr.

Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz dieser Risiken für den Konzern wurden diese bisher nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung.

Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in fakturiert

Die Fremdwährungsforderungen betrugen zum Bilanzstichtag T 396 (Vorjahr: T 612) und die Fremdwährungsverbindlichkeiten T 73 (Vorjahr: T 50). Wenn der gegenüber sämtlichen konzernrelevanten Währungen zum 31. Dezember 2008 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Vorsteuerergebnis um T 32 (Vorjahr: T 56) niedriger (höher) gewesen.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu festen und variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Die Absicherung durch Derivate (z.B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgte nicht. Eine Übersicht über die verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist oben dargestellt. Falls die Zinsen ceteris paribus 2 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um T 27 (Vorjahr: T 38) niedriger (höher) gewesen.

VI. Angaben zu den Unternehmensorganen der ORBIS AG

Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2008 an:

Herr Thomas Gard (Sprecher), Urexweiler

Herr Stefan Mailänder, Ensdorf

Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2008 T 514 und entfallen zu gleichen Teilen auf die Vorstände. Jedem Vorstand wurde ein Dienstwagen der Oberklasse auch zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Weitere Bezüge haben die Vorstände im Geschäftsjahr 2008 nicht erhalten. Den Vorständen ist jeweils eine Pensionszusage erteilt worden, deren Verpflichtung im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt ist. Für den Fall des Ausscheidens aus der ORBIS AG, das nicht in der Person eines Vorstandes begründet ist, erhält dieser ein Ruhegehalt in Höhe von max. 60% der Durchschnittsvergütung der letzten 3 Jahre. Das Ruhegehalt wird längstens bis zum Zeitpunkt der Zahlung der Pensionen bei Erreichen der entsprechenden Altergrenze gezahlt. Dieses wird durch anderweitige Einkünfte, die in dieser Zeit erworben werden, um bis zu 50 % gekürzt.

Zum 31. Dezember 2008 halten die Mitglieder des Vorstandes in ihrem Privatvermögen unmittelbar keine Aktien der ORBIS AG. Über die GMV AG halten die Herren Gard und Mailänder als deren einzige stimmberechtigte Gesellschafter und einzige Vorstandsmitglieder insgesamt 26,37 % der ORBIS AG.

Der Aufsichtsrat wird gebildet von:

Herr Prof. Wolf-Jürgen Schieffer (Vorsitzender), Völklingen, Hochschullehrer

Herr Prof. Werner Koetz, St. Ingbert, Hochschullehrer

Herr Dr. Ing. Uwe G. Spörl, Wimsheim, CEO, Kendrion LINNIG GmbH, Markdorf.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtsjahr die nachstehenden Mandate in anderen Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahrgenommen:

  • Prof. Wolf-Jürgen Schieffer keine weiteren Mandate
  • Prof. Werner Koetz keine weiteren Mandate

Dr. Ing. Uwe G. Spörl Verwaltungsrat: Linnig Corporation, Atlanta Linnig Acoplamentos, Sao Paulo Linnig de Mexico, Mexico Linnig Drive Tec, Nanjing China

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr T 40. Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14,23 % der ORBIS AG.

Die ORBIS AG hat im November 2000 mit zwei Mitgliedern des Aufsichtsrates Verträge abgeschlossen, die hauptsächlich Tätigkeiten für Imagepflege und Öffentlichkeitsarbeit umfassen. Hierfür wurden im Geschäftsjahr T 8 gezahlt.

VII. Honorar Abschlussprüfer

Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB beläuft sich für das Ge schäftsjahr 2008 auf T 55 und gliedert sich wie folgt:

in T Berichtsjahr Vorjahr
Abschlussprüfung 55 69
sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 6
sonstige Leistungen 0 8
Summe 55 83

VIII. Erklärung gemäß § 161 AktG

Die ORBIS AG als Mutterunternehmen des ORBIS Konzerns ist mit ihren Aktien am geregelten Markt notiert. Gemäß § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat einer börsennotierten Ak tiengesellschaft zu erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommis sion Deutscher Corporate Governance Codex" entsprochen wurde und wird und welche Empfehlungen nicht angewendet wurden und werden.

Diese Erklärung für die ORBIS AG wurde im Dezember 2008 abgegeben und ist allen Aktionären auf der Homepage der ORBIS AG www.orbis.de dauerhaft zu gänglich gemacht worden.

IX. Angaben zur Segmentberichterstattung

Infolge der Einheitlichkeit der erbrachten Leistungen der Gesellschaften des ORBIS Konzerns unterbleibt im Geschäftsjahr eine Unterteilung in getrennte berichtspflichtige Segmente im Sinne von IAS 14. Auf eine Segmentierung nach Regionen wurde verzichtet, da die ORBIS-Gruppe überwiegend in Europa und hier in Deutschland tätig war (91,1%, Vorjahr: 93,5 %, der Gesamtumsätze).

X. Angaben zum Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernperiodenergebnisses durch die durchschnittliche Zahl der Aktien errechnet.

Im Geschäftsjahr 2004 wurden den Mitarbeitern im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004 327.500 Optionen für einen begünstigten Bezug von ORBIS Ak tien gewährt. Aus diesen Optionsrechten ergibt sich zum 31. Dezember 2008 gem. IAS 33 kein verwässernder Effekt.

Berichtsjahr Vorjahr
Jahresüberschuss: T 462 -594
Durchschnittliche Aktienanzahl,
unverwässert:
Stück 9.068.880 9.146.919
Ergebnis je Aktie, unverwässert: 0,051 -0,065

Saarbrücken, den 18. März 2009

ORBIS AG

Thomas Gard Stefan Mailänder

Entwicklung des Konzern - Anlagevermögens 2008

in EURO Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am Zugang Abgang Währungs- Stand am
01.01.2008 differenz 31.12.2008
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.180.386,65 0,00 0,00 0,00 5.180.386,65
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 3.589.368,59 315.069,02 -145.268,75 5.340,97 3.764.509,83
8.769.755,24 315.069,02 - 145.268,75 5.340,97 8.944.896,48
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entwicklungskosten 7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86
2. Gewerbliche Schutzrechte
und Lizenzen 1.029.048,03 20.025,50 0,00 75,12 1.049.148,65
8.784.736,89 20.025,50 0,00 75,12 8.804.837,51
III. Firmenwert 5.576.689,29 0,00 0,00 0,00 5.576.689,29
Anlagevermögen gesamt 23.131.181,42 335.094,52 - 145.268,75 5.416,09 23.326.423,28

Entwicklung des Konzern - Anlagevermögens 2007

in EURO Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am Zugang Abgang Währungs- Stand am
01.01.2007 differenz 31.12.2007
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.180.386,65 0,00 0,00 0,00 5.180.386,65
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 3.395.223,39 268.766,21 -65.475,05 -9.145,96 3.589.368,59
8.575.610,04 268.766,21 -65.475,05 -9.145,96 8.769.755,24
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entwicklungskosten 7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86
2. Gewerbliche Schutzrechte
und Lizenzen 1.017.712,53 11.335,50 0,00 0,00 1.029.048,03
8.773.401,39 11.335,50 0,00 0,00 8.784.736,89
III. Firmenwert 5.576.689,29 0,00 0,00 0,00 5.576.689,29
Anlagevermögen gesamt 22.925.700,72 280.101,71 -65.475,05 -9.145,96 23.131.181,42
Abschreibungen Buchwerte
Stand am Zugang Abgang Währungs- Stand am Stand am Stand am
01.01.2008 differenz 31.12.2008 31.12.2008 31.12.2007
1.087.321,86 114.406,00 0,00 0,00 1.201.727,86 3.978.658,79 4.093.064,79
3.026.707,14 282.742,64 -145.231,75 4.019,17 3.168.237,20 596.272,63 562.661,45
4.114.029,00 397.148,64 - 145.231,75 4.019,17 4.369.965,06 4.574.931,42 4.655.726,24
7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86 0,00 0,00
994.157,65 18.563,43 0,00 12,73 1.012.733,81 36.414,84 34.890,38
8.749.846,51 18.563,43 0,00 12,73 8.768.422,67 36.414,84 34.890,38
2.829.519,29 0,00 0,00 0,00 2.829.519,29 2.747.170,00 2.747.170,00
15.693.394,80 415.712,07 - 145.231,75 4.031,90 15.967.907,02 7.358.516,26 7.437.786,62
Abschreibungen Buchwerte
Stand am Zugang Abgang Währungs- Stand am Stand am Stand am
01.01.2007 differenz 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006
972.915,86 114.406,00 0,00 0,00 1.087.321,86 4.093.064,79 4.207.470,79
2.884.898,70 210.815,87 -60.407,80 -8.599,63 3.026.707,14 562.661,45 510.324,69
3.857.814,56 325.221,87 -60.407,80 - 8.599,63 4.114.029,00 4.655.726,24 4.717.795,48
7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86 0,00 0,00
974.549,53 19.608,87 0,00 -0,75 994.157,65 34.890,38 43.163,00
8.730.238,39 19.608,87 0,00 - 0,75 8.749.846,51 34.890,38 43.163,00
2.829.519,29 0,00 0,00 0,00 2.829.519,29 2.747.170,00 2.747.170,00
15.417.572,24 344.830,74 -60.407,80 - 8.600,38 15.693.394,80 7.437.786,62 7.508.128,48

B e s t ä t i g u n g s v e r m e r k des Abschlussprüfers

"Wir haben den von der ORBIS AG, Saarbrücken, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 ge prüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Un richtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Ge samtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Saarbrücken, den 18. März 2009

Gottschalk, Becker & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

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86 2008

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