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ORBIS AG

Annual Report May 8, 2008

316_10-k_2008-05-08_c2799dcf-8d0f-46ce-92f2-40e4b460e77c.pdf

Annual Report

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ORBIS Unternehmensprofil

ORBIS ist ein international tätiges Business Consulting-Unternehmen, das auf die Branchen Fertigungsindustrie, Anlagen-/ Maschinenbau, Automotive, Konsumgüter und Handel spezialisiert ist. Die Kernkompetenzen liegen in der Beratung von kundenorientierten (CRM), unternehmensinternen (ERP/PLM) und lieferantenorientierten Geschäftsprozessen (SRM) sowie unternehmensinterner und unternehmensübergreifender Logistik (SCM/LES).

Von der IT-Strategieberatung inklusive Systemauswahl über die Geschäftsprozessberatung auf Basis der Standardsoftware von SAP und Microsoft, der Systemintegration bis zum weltweiten SAP Rollout deckt ORBIS alle Anforderungen international tätiger Konzernunternehmen und des gehobenen Mittelstandes ab. Ein darauf abgestimmtes Leistungsportfolio von eigenen Produkten und SAP Add-Ons verstärkt die Differenzierung zu Mitbewerbern.

Über 900 erfolgreich realisierte Kundenprojekte belegen die Kompetenz und langjährige Branchenerfahrung des Unternehmens. Seit der Gründung 1986 bietet ORBIS Dienstleistungen rund um SAP. Praxisorientierte Zusatzlösungen für SAP und Microsoft sowie innovative Produkte für eLearning (ORBIS NetCoach) und Business Intelligence (ORBIS iControl) runden das Portfolio ab.

ORBIS ist einer der ersten SAP Alliance Partner Service und mehrfacher SAP Special Expertise Partner, z.B. für SAP CRM, SAP APO, SAP Global Trade Services (GTS), SAP PLM und SAP for Supply Chain Execution (SCE ehemals LES). Darüber hinaus ist ORBIS SAP-Partner Mittelstand.

Neben der engen Zusammenarbeit mit SAP ist ORBIS auch Microsoft Gold Certified Partner im Bereich Customer Relationship Management (CRM) und bietet Branchenlösungen auf Basis von Microsoft Dynamics CRM für die Fertigungs-, Konsumgüter-, Bauzuliefererindustrie und Dienstleistungsunternehmen an.

Seit 2000 ist ORBIS an der Deutschen Börse zugelassen. Der Hauptsitz liegt in Saarbrücken. Weitere Standorte sind Bielefeld, Hamburg, München, Essen, Cham (Schweiz), Paris, Straßburg, Washington D.C und Shanghai.

Zu den Kunden zählen namhafte internationale sowie mittelständische Unternehmen wie Behr-Gruppe, Bitzer Kühlmaschinenbau, Brose Fahrzeugteile, Eberspächer, Hager Group, Hörmann, HYDAC International, PAUL HARTMANN AG, Pilz, Rittal, SG technologies, Trelleborg Automotive AVS, Villeroy & Boch, Wagner Tiefkühlprodukte und die ZF-Gruppe.

V orstandsstatement

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

2007 war ein gutes Jahr! Die ORBIS AG steigert ihren Umsatz deutlich um 11 % auf 22.010 T€gegenüber dem Vorjahr (19.882 T€). Das Ergebnis des operativen Geschäftes (EBIT) wächst mit 752 T€ um rund 14 %, das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 693 T€ sogar um rund 22 %.

Im 2. Halbjahr 2007 sind aufgrund der vom Gesetzgeber im Juli 2007 erlassenen Unternehmenssteuerreform 2008 die aktiven latenten Steuern ergebnismindernd angepasst. Wie im 6-Monatsbericht angekündigt, ist deswegen ein einmaliger, erhöhter Steueraufwand ausgewiesen. Dies hat jedoch keinerlei negativen Auswirkungen auf das operative Ergebnis und die Liquidität.

Das Konzernergebnis liegt dadurch bei -594 T€. Ab 2008 wirkt sich die Steuerreform positiv auf den zukünftig auszuweisenden Steueraufwand und damit das Konzernergebnis aus.

In Deutschland zieht in 2007 die Binnennachfrage in einem Klima der gesamtwirtschaftlichen Zuversicht spürbar an. Der positive Trend, schon im 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2006 spürbar, setzt sich bei ORBIS auch im abgelaufenen Jahr kontinuierlich fort. ORBIS knüpft viele neue Kontakte und stellt die Weichen für eine weiterhin positive Zukunft. Die nachhaltige Marktbearbeitung trägt 2007 deutlich sichtbare Früchte in Form von zahlreichen Neukunden und attraktiven Aufträgen.

Der Auftragseingang nimmt im vergangenen Jahr nochmals deutlich zu, die Beratungsressourcen sind noch stärker ausgelastet. Aus unserer Sicht wandelt sich der IT-Beratungsmarkt in 2007 stark in Richtung eines Anbietermarktes. Die Nachfrage nach IT-Personal steigt in 2007 sowohl bei SAP-Anwendern als auch bei Beratungshäusern. Dies führt zu einem gravierenden Mangel an IT-Fachleuten, insbesondere im SAP Umfeld. Deshalb ist es uns nicht gelungen, alle geplanten Mitarbeiterstellen mit berufserfahrenen, hoch qualifizierten IT-Fachkräften zu besetzen. Wir investieren daher stark in die Ausbildung von Hochschulabsolventen als Berufsneueinsteiger oder IT-Umschüler mit entsprechendem fachlichem Hintergrund aus der beruflichen Praxis. Allein in 2007 stellt ORBIS 18 neue Trainées als Berufseinsteiger ein! Diese bilden wir zurzeit im Rahmen von Kundenprojekten als Prozessberater aus. Die Ausbildungskosten, die sich deutlich im sechsstelligen Kostenbereich bewegen, sind eine gute Investition für die Zukunft.

Es zahlt sich für die ORBIS aus, dass wir in den vergangenen Jahren den IT-Markt konsequent mit eigenen innovativen IT-Lösungen auf der Grundlage von Technologie und Produkten der SAP und Microsoft bearbeitet haben. Unser Angebot globaler Beratungsdienstleistungen ergänzen wir mit eigener innovativer Software (Addon), die sich auf funktionale Lücken der großen Standard-Systeme beider Hersteller fokussiert. Dies sehen wir als die richtige Strategie für die ORBIS an.

Unsere Business-Units sind auf Branchen und Prozesse ausgerichtet. Sie können somit die spezifischen Prozessanforderungen einerseits und die Standardfunktionalität der ERP-Systeme andererseits zu einem passenden Angebot für Beratung und Software bündeln. Die dazugehörige Strategie stärkt unsere Position am Markt.

So bietet ORBIS punktgenau und Zielgruppen orientiert IT-Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen überwiegend im deutschen, aber zunehmend auch im ausländischen IT-Markt an. Viele Kontakte zu neuen Kunden, aber auch die positive Resonanz unserer rund 300 Bestandskunden zeigen den Erfolg dieser Vorgehensweise. Wir haben nicht nur unsereBekanntheit als branchen- und prozessorientiertes Beratungsunternehmen erhöht, sondern insbesondere unsere Positionierung als Partner der Weltmarktführer SAP und Microsoft deutlich stärken können.

Unsere langjährige enge Partnerschaft mit SAP und Microsoft qualifiziert die ORBIS als quasi-neutralen Berater, der mit der SAP- und mit der Microsoft-Welt bestens vertraut ist. Zudem sind wir auf die Branchen Industrie mit Serien- und Variantenfertigung, Maschinen- und Anlagenbau, Automotive, Konsumgüterindustrie und Handel spezialisiert. Deshalb ist unser Know-how bereits in einer sehr frühen Beratungsphase bei Entwicklung und Beurteilung der richtigen IT-Strategie gefragt. Zielgerichtet beauftragen uns die Kunden anschließend mit der klassischen Implementierung der Geschäftsprozesssoftware oder als Systemintegrator. Durch unsere langjährige Erfahrung sind wir in der Lage, die beiden IT-Welten SAP und Microsoft zu verbinden. Das ist unsere besondere Stärke, die uns deutlich vom Wettbewerb unterscheidet. Im Bereich Kundenbeziehungsmanagement (CRM) bietet ORBIS verschiedene Branchenlösung alternativ auf Basis von SAP oder Microsoft. Über den Weg der Softwareintegration lassen sich in fast allen Unternehmen deutliche Effizienzsteigerungen erzielen und Arbeitsabläufe erleichtern. Deshalb ist die Integration ein Schlüsselthema! Wir geben unseren Kunden die Sicherheit, bei der Neugestaltung oder Ergänzung ihrer Geschäftsprozesse die richtige CRM-Lösung zu wählen, die am besten zu ihren Anforderungen passt.

Diesen Anspruch untermauern wir glaubhaft mit unserer langjährigen Praxis als Berater und Softwareentwickler. Seit einigen Jahren konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von speziellen Zusatzkomponenten, so genannte Add-ons. Diese bieten wir zusätzlich zum SAP-Standard, um Standardfunktionen abzurunden und die Bedienung einfacher zu machen. Das ORBIS-Produkt iControl ergänzt zum Beispiel sinnvoll u.a. die CRM-Software von SAP oder Microsoft, weil es die Datenanalyse erheblich vereinfacht. Das ORBIS-Produkt NetCoach wiederum macht durch interaktives Computertraining neue Nutzer mit den Softwareanwendungen vertraut. Kunden setzen es u.a. im Kundendienst zur Schulung und Information bei ihren neuen Produkten ein. Daneben bieten wir unseren Kunden zahlreiche weitere Add-Ons, mit deren Hilfe verschiedene Prozesse der SAP-Standardsoftware leichter handhabbar sind. Dazu zählen zum Beispiel

  • ORBIS Pricing Cockpit zur effizienten Auftragserfassung und einheitlichen Preisfindung
  • ORBIS Engineering Cockpit zur mehrstufigen integrierten Pflege der Auftragsstücklisten und Auftragsarbeitspläne

ORBIS KNOP zur Pflege und Verteilung umfangreicher Konfigurationsdaten und -modelle.

Solche Programmkomponenten entwickeln wir stets dann, wenn Bedarf nach komfortablerer Abwicklung konkreter Aufgaben der Unternehmenspraxis besteht.

Auf eine außerordentlich positive Resonanz stoßen auch in 2007 unsere Fokustage zu den Themen: Supply Chain Management (SCM), Customer Relationship Management (CRM), Logistik (LES), Zoll und Fracht (Global Trade Services – GTS), Business Intelligence (BI) und SAP-Rollout weltweit. Dort kommen hauptsächlich unsere Kunden zu Wort und berichten den vielen Interessenten über ihre konkreten Erfahrungen in ORBIS-Projekten.

Auf der CeBIT im März 2007 präsentiert ORBIS ihr Angebot in der CRM-Arena am Microsoft Partnerstand sowie am Partnerstand bei IBM. Das rege Interesse der zahlreichen Besucher führt zu sehr viel mehr qualifizierten Kontakten als in den Vorjahren.

Höhepunkt der CeBIT: Die Initiative Mittelstand zeichnet in der Kategorie Business Intelligence unsere Analyse-Software ORBIS iControl mit dem Innovationspreis 2007 ITK aus! Die Initiative Mittelstand verleiht seit 2004 diesen Innovationspreis ITK jährlich auf der CeBIT. Eine unabhängige Jury aus Experten und Fachredakteuren vergibt diesen Preis an Unternehmen, die innovative Produkte und Lösungen mit besonders hoher Funktionalität und hohen Potenzialen für den Mittelstand anbieten. Diese Anerkennung freut uns sehr! Sie ist ein Signal an den Markt und an unsere Kunden.

Weitere Auszeichnungen unterstreichen die hohe Qualität der Beratung, der innovativen Lösungen und des Engagements unserer Beraterinnen und Berater. ORBIS iControl ist ein standardisiertes Planungsund Analyseinstrument, das Unternehmensdaten tagesaktuell aufbereitet und aktualisiert. iControl wurde in mehreren BARC-Studien überzeugend getestet und erhielt bereits verschiedene Zertifizierungen. Im Juli 2007 zertifiziert Microsoft unsere CRM-Lösung für die Konsumgüterindustrie, die zuvor anspruchsvolle Tests durchlaufen musste, um den hohen Qualitätsstandard von Microsoft zu erfüllen. Unsere Branchenlösung erweitert den Standard von Microsoft Dynamics CRM um spezifische Funktionalitäten und Prozesse aus der Konsumgüterindustrie und dem Handel. Mit den Funktionen Distributionskontrolle, Listungs- und Kampagnenmanagement sowie Besuchs- und Tourenplanung unterstützt unsere Software effizient die Mitarbeiter im Innendienst, Key Account Management, POS Management, Marketing und Category Management.

HÖRMANN KG, Fertigungshalle Freisen

SAP ernennt im März 2007 die ORBIS zum neuen SAP Special Expertise Partner für SAP Global Trade Services und vertieft so die gemeinsame Partnerschaft weiter. SAP GTS ist eine integrierte Lösung für die Außenhandelsabwicklung. Damit können Unternehmen ihre Import- und Exportprozesse standardisieren sowie die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Bestandteile des neuen SAP-Systems sind unter anderem das Compliance Management zur unternehmensweiten Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien, das Customs Management zur Zollabwicklung und der elektronischen Kommunikation mit den Behörden (ATLAS Ausfuhr/NCTS) sowie das Risk Management zur werksübergreifenden Präferenzkalkulation und Akkreditivabwicklung. Diese neue SAP-Lösung wird richtig attraktiv, wenn die gesetzliche Verpflichtung zur elektronischen Ausfuhrabwicklung in Kraft trifft – voraussichtlich 2009. Die Veranstaltungsreihe in Frankfurt, München, Stuttgart, Dortmund und Hamburg, durchgeführt von SAP gemeinsam mit ORBIS, stößt daher mit diesem Thema auf ein hohes Interesse.

Unsere Stärke in den Themen Supply Chain Management und Customer Relationship Management findet auch international immer mehr Beachtung und Anerkennung. Die SAP Schweiz nimmt die ORBIS in den exklusiven Kreis der Special Expertise Partner SCM und CRM auf. Am 1. Schweizer SAP Purchasing & Logistics Kundentreffen wirkt ORBIS auf Einladung der SAP mit einem Vortrag mit und knüpft interessante Kontakte. Das Swiss CRM Forum bietet eine weitere Gelegenheit, die Kompetenz der ORBIS weiter bekannt zu machen. So vertieft sich in 2007 die Zusammenarbeit zwischen der ORBIS Schweiz mit der SAP Schweiz.

Das internationale Geschäft insgesamt entwickelt sich zu einem soliden Standbein der ORBIS. Zwei Quellen speisen die internationale Tätigkeit: Rollout-Projekte und Projekte, die unsere Auslandstöchter selbständig in dem jeweiligen Markt akquirieren. Rollout-Projekte schließen wir bei deutschen SAP-Anwendern sowie bei Bestandskunden ab. Hierbei handelt es sich um Unternehmen, die weltweit Tochtergesellschaften, Produktionsstätten oder Niederlassungen betreiben, deren IT-System in das vorhandene zentrale SAP-System zu integrieren ist. ORBIS entwickelt gemeinsam mit dem Auftraggeber eine Musterlösung, das so genannte Template, und implementiert diese in den dezentralen Standorten, kosten- und termingerecht, weltweit.

V orstandsstatement

ORBIS hat heute umfangreiche Erfahrungen aus mehr als 150 internationalen Projekten auf vier Kontinenten in mehr als 25 Ländern, nicht nur fachliche, sondern besonders auch sprachliche, kulturelle und zwischenmenschliche.

In Frankreich sind wir bereits seit vielen Jahren mit inzwischen mehr als 50 Projekten erfolgreich tätig. Jetzt wollen wir die Marktpotenziale im französischen Osten, im deutsch-französischen Grenzbereich, dem 'Grand Est', verstärkt adressieren und werden 2008 in Straßburg eine neue Niederlassung eröffnen. Vom Standort in Paris aus werden wir gezielt die SAP CRM Beratung für Frankreich ausbauen. Hierbei reduziert die neue TGV-Verbindung zwischen Paris und Saarbrücken die Reisezeit ganz erheblich. Damit nutzen wir verstärkt die Möglichkeiten eines an der deutschfranzösischen Grenze ansässigen Unternehmens mit Mitarbeitern aus beiden Ländern.

Das Geschäft der ORBIS America entwickelt sich 2007 dank unserem ausgebauten Team sehr gut. Insbesondere die im US-Markt direkt gewonnenen Kundenumsätze sind sehr erfreulich. Diese leiden jedoch in der Konsolidierung unter dem ungünstigen Wechselkurs zwischen Euro und US Dollar.

Unsere Tochtergesellschaft ORBIS China realisiert bereits im Gründungsjahr erfolgreich zum Jahresende ein erstes SAP Rollout Projekt. Weitere Projekte sind angelaufen. Die starke Präsenz deutscher Unternehmen im dynamischen chinesischen Markt hat uns ermöglicht, innerhalb kurzer Zeit in China Fuß zu fassen. Angesichts der traditionell hohen Fluktuation sind Investitionen in Mitarbeiteraufbau und kontinuierliche systematische Personalentwicklung weiterhin nötig. Ein langer Atem ist gefragt. Wir haben uns darauf eingestellt! Unsere Kernmannschaft in Shanghai ist mit den Gepflogenheiten der chinesischen Kultur vertraut. China ist ein wichtiger Meilenstein für ORBIS auf dem Weg zu einem anerkannten, global agierenden Beratungshaus. Gerade in China stehen die meisten unserer Kunden vor besonderen Herausforderungen, die einen erhöhten Betreuungsbedarf erfordern.

Ausblick

Deutschland bleibt 2008 auf Wachstumskurs, doch die Wachstumsgeschwindigkeit nimmt im Schatten der sich abflachenden Weltwirtschaftsdynamik leicht ab. Die Experten rechnen weiter mit einer verstärkten Binnennachfrage. Davon sollte die deutsche ITK-Branche auch 2008 profitieren können. Der Branchenverband BIT-KOM rechnet damit, dass das Segment IT-Services, dem die ORBIS zuzurechnen ist, 2008 um 4,9% wachsen wird, während der deutsche Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics (ITK) insgesamt einen Umsatzanstieg um 1,6% gegenüber dem Vorjahr erzielen soll. Damit liegt die Branchenprognose unterhalb des 2008 erwarteten Zuwachses von 1,9% des deutschen Bruttosozialprodukts.

Versierte SAP-Berater zu gewinnen, hat 2008 weiterhin eine hohe Priorität. Personalmangel hat in 2007 stärkeres Wachstum in vielen Unternehmen gehemmt, auch in der ORBIS. Unsere traditionell engen Verbindungen zu den Hochschulen in der Region werden wir nutzen, um mit attraktiven Angeboten für Studierende und Absolventen verstärkt Nachwuchskräfte aufzubauen.

SAP bringt 2008 eine neue CRM Lösung auf den Markt. Diese beinhaltet zusätzliche Funktionen und Erweiterungen. Eine dynamische Benutzeroberfläche verspricht eine bessere Handhabung. Wir erwarten, dass zahlreiche Unternehmen nun ihre Anwendungen für das Kundenbeziehungsmanagement neu überdenken und durch das neue SAP-CRM ersetzen wollen. Unser unternehmerisches Kernziel bleibt weiterhin, die Profitabilität zu steigern. Wir sind zuversichtlich, die Ergebnisse von 2007 im angelaufenen Geschäftsjahr 2008 deutlich übertreffen zu können. Wir danken unseren motivierten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für das gute Jahr 2007, unseren Kunden für ihr Vertrauen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit, unseren Aktionärinnen und Aktionären für ihre Treue.

Saarbrücken, im März 2008

Vorstandssprecher Vorstand

Thomas Gard Stefan Mailänder

Marktausrichtung und Leistungsportfolio

"Innovating Your Business Processes" Unser Slogan ist Programm. ORBIS hat im Geschäftsjahr 2007 seine Stellung als international agierender IT Service Provider weiter ausgebaut.

In den Branchen Fertigungsindustrie, Anlagen- / Maschinenbau, Automotive sowie Konsumgüterindustrie und Handel hat ORBIS sein Beratungs- und Produktportfolio erfolgreich positioniert. Über die IT-Strategieberatung inklusive Systemauswahl, die Geschäftsprozessberatung auf Basis der Standardsoftware von SAP und Microsoft, der Systemintegration bis hin zum weltweiten SAP Rollout deckt ORBIS alle Anforderungen international tätiger Konzernunternehmen und des gehobenen Mittelstandes ab. Ein darauf abgestimmtes Leistungsportfolio von eigenen Produkten und SAP Add-Ons verstärkt die Differenzierung zu Wettbewerbern.

Internationale Rollout Projekte

Mit der Gründung der 100 % Tochtergesellschaft in Shanghai erweiterte ORBIS den Handlungsradius im internationalen Beratungsgeschäft auch auf China. Insbesondere hier aber auch in anderen Wachstumsregionen wie in Indien war ORBIS in 2007 als Beratungspartner für europäische Großkunden tätig. Das Profil als Partner beim internationalen SAP Rollout mit Schwerpunkten auf China, Europa und USA konnte im Rahmen zweier erfolgreicher Fokustage gezeigt werden. Hier wurden die laufenden Rollout Projekte bei der Hager Group, Rittal GmbH, Trelleborg Automotive AVS und Hydac International GmbH vorgestellt. Aus den Veranstaltungen ergaben sich unmittelbar Folgeaufträge zum SAP ERP Rollout , wie zum Beispiel in die US Niederlassung von TMD Friction.

Supply Chain Management (SCM)

Das Jahr 2007 stand im Bereich Industries ganz im Zeichen des Supply Chain Managements. Hier wurden bei vielen SAP R/3 ERP Anwendern die praxiserprobten ORBIS Add Ons zur Stammdatenpflege im Bereich Arbeitsvorbereitung, das ORBIS Engineering Cockpit sowie ORBIS KNOP, positioniert. Zur Feinsteuerung der Fertigung bietet ORBIS ein eigenes SAP Planungstool an. Die Business Unit SCM konnte im Rahmen mehrerer Veranstaltungen auch viele Interessenten zum Thema SAP APO für die Prozesse Planung mit Demand Planning (DP) und Supply Network

Produktionsanlage unseres Kunden Hager

Planning (SNP) sowie Material Requirements Planning (MRP) und Fertigungssteuerung (PP/DS) gewinnen. Das Thema Fein- und Kapazitätsplanung wurde auch auf einem ORBIS Fokustag mit drei spannenden Vorträgen der Kunden Rittal GmbH, KSB AG und die Drahtwerk Köln GmbH beleuchtet. Auf dem Jahreskongress der Deutschen SAP Anwendergemeinschaft (DSAG) im November unterstützte KSB ORBIS ebenfalls mit einem Vortrag zum Thema Kapazitätsplanung.

Neue Supply Chain Management-Projekte starteten unter anderem bei Lindt & Sprüngli in der Schweiz sowie bei der KSB AG. Der Systemanbieter für Hochdruck Einspritztechnolgie von Off-Highway Anwendungen L'Orange, das Schweiß- und Schneidtechnikunternehmen Cloos Schweißtechnik sowie Areva wurden als SCM-Neukunden gewonnen. In der Schweiz führt ORBIS bei der Schott AG nun die Bereiche Demand Planning (DP) und Supply Network Planning (SNP) ein, die dann innerhalb des Konzerns ausgerollt werden. Darüber hinaus unterstützt ORBIS Schott auch in weiteren Teilbereichen mit Rollouts in die USA, Spanien und Tschechien. Auch die langjährigen Kunden SG Technologies und Saarstahl beauftragten ORBIS mit neuen Logistik-Projekten.

Logistic Execution System (LES)

Die Business Unit LES hat ihr Leistungsportfolio auf die Logistikprozesse rund um das Thema Lagersteuerung konzentriert. Hier bietet ORBIS auch als Generalunternehmer Komplettlösungen von der Prozessberatung über die Systemintegration sowie die Lieferung der erforderlichen Software und Hardwarekomponenten an. Neben dem Themenkomplex Warehouse Management und den angrenzenden Prozessen in den Unternehmensbereichen Wareneingang, Lagersteuerung, Kommissionierung und Produktionsversorgung liegen weitere Schwerpunkte in der mobilen Datentechnik wie Scanner, mobile Terminals, RFID, Pick-by-Voice, usw. Auf einem ORBIS LES Fokustag präsentierte der ORBIS Kunde Edscha Cabrio Dachsysteme das bei ihm durchgeführte LES-Projekt. Bei Edscha wird die LES-Lösung nun auch im Unternehmensbereich Karosseriebau eingeführt. Weitere Logistik-Projekte gab es in Österreich bei der Unternehmenstochter Service Technologie GmbH von Magna Powertrain und bei dem Neukunden ATB Austria Antriebstechnik AG. In Luxemburg wurde ein LES Projekt bei Zerno S. A. gewonnen. Bei dem kanadischen Unternehmen Bombardier Recreational Products (BRP) Rotax standen 2007 Logistik-Rollouts in Mexico und Finnland auf dem Programm. Bei der Erbslöh Gruppe führte ORBIS einen Rollout nach Frankreich durch.

Marktausrichtung und Leistungsportfolio

Großen Anklang findet auch das Thema Frachtkosten, mit dem das Frachtkostenmanagement und die Abwicklung mit Spediteuren in SAP transparent und effizient gestaltet werden kann. Zwei Projekte hierzu wurden 2007 von Rittal und Bomag Automotive beauftragt.

Customer Relationship Manangement (CRM)

Im ersten Halbjahr führte ORBIS gemeinsam mit SAP eine bundesweite Roadshow zum Thema Außenhandel durch. Über 150 Teilnehmer informierten sich über das elektronische Ausfuhrverfahren, das 2009 gesetzlich verpflichtend wird, und wie es mit SAP Global Trade Services (GTS) umgesetzt wird. Bei der Pilz GmbH & Co. KG hat ORBIS 2007 das erste SAP GTS Projekt gestartet.

Die im letzten Jahr erfolgreiche Roadshow zu SAP CRM und Microsoft Dynamics CRM wurde auch 2007 fortgesetzt. Die zahlreichen CRM Aktivitäten führten zu einigen Neukunden. Der Spezialist für Antriebselektronik REFU Elektronik, die Papierfabrik Scheufelen, die awk Media Service GmbH, die Hubtex Maschinenbau GmbH und der Logistikdienstleister Fixemer haben sich für die Einführung von Microsoft Dynamics CRM mit ORBIS entschieden. Bei Rheinzink und der maxit Deutschland GmbH wird die spezielle CRM-Branchenlösung für Bauzulieferer eingeführt. Schwarze & Schlichte setzt dagegen zukünftig die von ORBIS entwickelte CRM-Branchenlösung für die Konsumgüterindustrie inklusive iControl ein.

In Frankreich hat ORBIS das pharmazeutische Unternehmen Arkopharma als Neukunden auf Basis der neuen SAP Lösung CRM 2007 gewonnen – das SAP CRM Mobile Sales Projekt bei B. Braun mit über 600 Anwendern wurde erfolgreich abgeschlossen.

HÖRMANN KG, Fertigungslinie Freisen

Business Intelligence (BI)

Im BI-Umfeld hat ORBIS verschiedene IT-Lösungen in einer Planungsuite zusammengestellt, die SAP Produkte BW und APO sowie das Planungs- und Analysesystem iControl von ORBIS. Wir können den Kunden so neutral beraten und in Abhängigkeit seiner Problemstellung die optimale Lösung für die Planungs- und Analyseprozesse anbieten. Neue BI-Projekte auf Basis SAP BW wurden bei unseren Kunden Trelleborg, Hager und Villeroy & Boch gestartet. Auch bei Magna Powertrain, ZF Sachs, Erbslöh und der Walter AG ist ORBIS weiterhin in BW-Projekten tätig. In der Konsumgüterindustrie positioniert ORBIS neben den speziell auf dieses Segment ausgerichteten Konditionsplanungssystemen die pragmatische Scannerdaten-Lösung ORBIS Scanner Data Suite. Mit Hilfe dieser modularen Lösungssuite berät und unterstützt ORBIS die Konsumgüterindustrie bei Promotionsbewertungen,

Potenzialdefinitionen und Sortimentsoptimierungen im Bereich Category Mana-

gement.

Auch im Handel ist ORBIS seit Jahren in Deutschland, Schweiz und Österreich sehr aktiv – allerdings meist als Subunternehmer. ORBIS berät Einzel- und Großhandel rund um SAP Retail und ist auf die Bereiche Handelskalkulation, Stammdatenmanagement, Rechnungsprüfung, Fakturierung sowie Forecasting und Replenishment spezialisiert. Im Bereich SAP BW ist nun eine direkte integrierte Planung möglich, so dass ORBIS mehrere Planungsprojekte im Handel gewonnen hat z.B. Promotionsplanung, Margen- und Forecastplanung sowie Geschäftsplanung. Bei dem weiteren Neukunden Edeka Minden-Hannover unterstützt ORBIS bei der Implementierung der SAP Lösung Retail Store.

Investor Relations

Noch mehr Transparenz durch neue Informationsformen

Der Dialog mit den Aktionären der ORBIS AG hat 2007 eine neue Form gefunden. Nach dem 2006 vollzogenen Wechsel von dem Prime Standard in den General Standard ergaben sich 2007 neue Regeln durch die Einführung des Umsetzungsgesetzes der Europäischen Transparenzrichtlinie (TUG), das zur europaweiten Harmonisierung und Transparenz der Kapitalmärkte führen soll. Insofern galt es neben dem klassischen Halbjahresbericht neuerdings Zwischenmitteilungen zu erstellen. Diese Mitteilungen geben schnell einen guten Überblick zu der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Zahlreiche weitere Vorschriften waren neu zu beachten, z.B. ist nunmehr auch ein sogenanntes Jährliches Dokument zu erstellen und auf der Unternehmenswebsite bereitzuhalten, das alle Investor Relations relevanten Dokumente und Vorgänge aufzuführen hat. So haben wir die Transparenz der ORBIS AG im Interesse ihrer Anteilseigner weiter erhöht.

Hauptversammlung ermächtigt zum Aktienrückkauf

Wie jedes Jahr haben die ORBIS Aktionäre die Einladung zur Hauptversammlung rege genutzt, um zusammen zu kommen, sich über die Entwicklung ihres Investments zu informieren und die Nähe zu der Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ORBIS zu suchen. Rund 370 Aktionäre kamen am 16. Mai 2007 nach Saarbrücken um unweit des ORBIS-Firmensitzes auf den Saarterrassen im E-Werk an der Hauptversammlung teilzunehmen. Die Anteilseigner stimmten allen Anträgen der Tagesordnung zu. Sie entlasteten damit Vorstand und Aufsichtsrat und bestellten die Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Verhülsdonk & Partner GmbH zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2007. Außerdem beschloss die Hauptversammlung erneut, die Gesellschaft zu ermächtigen, eigene Aktien zu erwerben. Diese Ermächtigung hat eine gesetzlich festgelegte Gültigkeit von 18 Monaten.

Erste Aktienrückkäufe durch die ORBIS AG im November

Von diesem Aktienrückkaufsrecht hat die Gesellschaft im November auf der Grundlage eines Vorstandbeschlusses vom 05.11.2007 erstmals Gebrauch gemacht und im Zeitraum vom 20.11.2007 bis zum 30.11.2007 insgesamt 9.611 Aktien über die Börse erworben. Dieser Rückkauf diente der Erfüllung der Aktienbezugsrechte aus den Aktienoptionsprogrammen der Gesellschaft an Mitarbeiter der Gesellschaft. Der Vorstand der ORBIS AG hat am 23.01.2008 beschlossen in der Zeit ab dem 29.01.2008 Aktien der ORBIS AG bis zu einem Gegenwert von 100.000,- Euro über die Börse zu erwerben für alle rechtlich zulässigen und von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 16.05.2007 gedeckte Zwecke.

Aktionärsstruktur (gerundet) zum 31.12.2007

Finanzkalender 2008

31.12.2007 Ende des
Geschäftsjahres 2007
28.03.2008 Veröffentlichung
Konzern-Geschäfts
bericht 2007 und
Jahresabschluss 2007
der ORBIS AG
15.05.2008 Veröffentlichung
Konzern-Zwischen
mitteilung innerhalb des
ersten Halbjahres
27.05.2008 Hauptversammlung
14.08.2008 Veröffentlichung
Konzern-Finanzbericht
(Halbjahr)
14.11.2008 Veröffentlichung
Konzern-Zwischen
mitteilung innerhalb des
zweiten Halbjahres

Kursentwicklung der Aktie in schmalem Korridor

Die Entwicklung der ORBIS-Aktie verlief 2007 die meiste Zeit in einem Kurskorridor zwischen 1,10 Euro und 1,20 Euro. Ab Mitte März stieg die Aktie auf ihr Jahreshoch von 1,38 Euro an und hielt sich im April von einem kurzzeitigen Abstieg abgesehen über 1,20 Euro. Der niedrigste Kurs mit 1,00 Euro wurde im Dezember erreicht und markierte die Mitte November einsetzende Abwärtsbewegung unter 1,10 Euro. Ob dies im Sog der internationalen Finanzkrise und der Kursverluste an den Börsen geschah, bleibt offen.

Veränderungen im Aktienbesitz der Organmitglieder

Den gesetzlichen Veröffentlichungspflichten entsprechend informierten die Aufsichtsratsmitglieder Prof. W.-J. Schieffer und Prof. W. Koetz die ORBIS AG sowie die BaFin über Aktienverkäufe im August 2007. Die GMV AG sowie die Vorstände Thomas Gard und Stefan Mailänder informierten über die Aufstockung ihrer Aktienpositionen. Die ORBIS AG stellte die entsprechenden Mitteilungen auf der Unternehmenswebsite im Jährlichen Dokument zur Verfügung.

Im Streubesitz sowie bei sonstigen Aktionären befinden sich die übrigen 60,72% der Aktien. Dabei hält ein Aktionär mehr als 5 % der Aktien der ORBIS AG; drei Aktionäre halten mehr als 3 % der Aktien der ORBIS AG. Investoren, deren Aktienpositionen gemäß der Neufassung von § 21 Abs.1 WpHG nunmehr die Aktienbesitzschwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % bzw. 75 % erreichen, überschreiten oder unterschreiten, sind verpflichtet, die Veränderungen ihrer Positionen der Aktiengesellschaft und dem BaFin anzuzeigen.

Weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat sind Aktienoptionen zugesagt worden.

Aktienanteil
Inhaber Aktien direkt Aktien indirekt* Organe
Thomas Gard
Sprecher des Vorstands 0 %
Stefan Mailänder 25,03 % 25,03 %
Vorstand 0 %
Prof. W.-J. Schieffer
Aufsichtsratsvorsitzender 6,49 % 0 %
Prof. Werner Koetz 14,25 %
Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender 7,76 % 0 %
Dr. Ing. Uwe G. Spörl
Aufsichtsratsmitglied 0 % 0 %
* über die GMV AG gehalten Stand: 31. Dezember 2007

Aktien und Optionen der Organmitglieder (31.12.2007)

Bericht des Aufsichtsrates

ORBIS auf profitablem Wachstumskurs

ORBIS hat im Geschäftsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr den Konzernumsatz um 11% auf 22,0 Mio. €und den Konzern-EBIT um 14 % auf 751 T€ deutlich gesteigert. Dies ist das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Das Beratungsgeschäft einschließlich dem Produktgeschäft hat gut zugelegt, und das bei nur gering auf 196 Mitarbeiter angestiegenem Personalstand. Die Liquiditätslage ist mit 4,8 Mio. € ähnlich gut wie im Vorjahr.

ORBIS hat das internationale Geschäft deutlich ausgebaut und weitere neue Kunden in Deutschland gewonnen. ORBIS hat sich als vertrauensvoller Partner weltweit agierender Unternehmen etabliert und ist in mehr als 25 Ländern erfolgreich. Die Tochtergesellschaft in China hat nach ihrer Gründung ihre Arbeit aufgenommen. ORBIS kann ihren Kunden weltweit alle Dienstleistungen aus einer Hand bieten. Diese sind somit nicht auf mehrere Partner angewiesen.

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung zukommende Aufgabe wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstands zeitnah und kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. Die Grundlage hierfür bildeten zahlreiche mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte des Vorstands sowie Besprechungen mit den Vorstandsmitgliedern, bei denen auch kritische Themen angesprochen wurden.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft sowie ihrer inländischen und ausländischen Tochterunternehmen mit dem Vorstand laufend, und zwar mindestens einmal monatlich, besprochen. Hierbei standen alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, darüber hinaus die detaillierte Umsatzanalyse sowie die Ergebnissituation und die finanzielle Lage der Unternehmen im Vordergrund. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig über das Risikomanagement unterrichten lassen. Die Kontrolle durch den Aufsichtsrat erstreckte sich auch auf die Praktizierung der unternehmensinternen Compliance durch den Vorstand.

Der Aufsichtsrat ist zu fünf Sitzungen zusammengetreten.

Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit allen strategischen Überlegungen und Vorhaben des Vorstands befasst. Bedeutende Gegenstände von Erörterungen und Beschlussfassungen waren zudem die Rechnungslegung nach IAS/IFRS.

Der Aufsichtsrat hat sich auch mit bilanzpolitischen Fragen sowie der Unternehmensplanung, zustimmungsbedürftigen Geschäften, grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik, dem Risikomanagement, der Marktentwicklung, der Wettbewerbssituation der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen sowie der Fortentwicklung der Corporate Governance bei der Gesellschaft beschäftigt.

Schließlich hat der Aufsichtsrat eine Effizienzprüfung durchgeführt und gemeinsam mit dem Vorstand die Einhaltung der Bestimmungen des "Deutschen Corporate Governance Kodex" (DCGK) erörtert.

Der Aufsichtsrat fasste alle notwendigen Beschlüsse auf der Basis von durch den Vorstand vorbereiteten Vorlagen grundsätzlich in Sitzungen. Zwischen den Sitzungsterminen wurden erforderliche Entscheidungen im Umlaufverfahren getroffen.

Der Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Verhülsdonk & Partner GmbH, hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2007 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungs-

vermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß §§ 312, 313 AktG gleichfalls geprüft und für in Ordnung befunden. Er hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind. Die Unterlagen zum Jahresabschluss und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet".

In seiner Sitzung am 07. März 2008 hat der Aufsichtsrat diese Abschlüsse und Berichte ausführlich erörtert. Der Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war in der Bilanzsitzung anwesend und hat über den Ablauf und das Ergebnis der Prüfungen eingehend berichtet sowie alle Fragen der Aufsichtsratsmitglieder umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernabschluss einschließlich des Konzernlageberichts und den Abhängigkeitsbericht gegenüber der GMV AG geprüft. Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers bzw. Konzernabschlussprüfers an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keinerlei Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht für die Gesellschaft, den Lagebericht für den ORBIS-AG-Konzern und den Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Am 27. März 2008 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 gebilligt; der Jahresabschluss ist somit festgestellt.

Der Aufsichtsrat wertet das deutlich positive Betriebsergebnis als weiteren Schritt zu dauerhaft profitablem Wachstum. Für 2008 gilt es, diesen Erfolgskurs auszubauen. Dazu sind auch neue Geschäftsfelder zu bedienen, um weiterhin neue Kunden zu gewinnen. Insbesondere bietet das internationale Geschäft zunehmend gute Chancen. Die Berater sind wegen der guten Auftragslage alle voll ausgelastet. Für neues Wachstum muss ORBIS neue, erfahrene Mitarbeiter gewinnen. Das ist wegen der großen Nachfrage und des sehr engen Angebots schwierig. In 2007 ist es leider nicht gelungen, alle vorhandenen neuen Arbeitsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Deshalb hat ORBIS erfolgreich eine Nachwuchsoffensive gestartet und mehrere Trainees eingestellt wie auch in 2008. Diese werden durch systematische Schulung und konkrete Mitarbeit in Projekten zu qualifizierten Beratern oder Entwickler ausgebildet.

Im Geschäftsjahr 2008 beobachtet und kontrolliert der Aufsichtsrat sorgfältig die Geschäftsentwicklung, damit ORBIS die Profitabilität weiter steigert und die Erwartungen der Aktionärinnen und Aktionäre erfüllt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre guten Leistungen. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären für ihre Verbundenheit und Treue, den Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

Dem Geschäftsjahr 2008 sieht der Aufsichtsrat mit der positiven Erwartung entgegen, dass ORBIS den Erfolgskurs weiter ausbauen wird.

Prof. Wolf-Jürgen Schieffer Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Zur Beachtung des deutschen Corporate Governance Kodex bei der ORBIS AG

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Diese Standards werden in Form von Vorschriften, Empfehlungen und Anregungen an das Unternehmen bzw. an die entsprechenden Organe gerichtet.

Allein die Vorschriften sind für die deutschen Unternehmen zwingend anzuwenden. Den im Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen muss nicht entsprochen werden. Allerdings besteht für die börsennotierten Unternehmen die Verpflichtung einmal jährlich zu erklären, ob diesen Empfehlungen entsprochen wurde und wird und welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden (§ 161 Aktiengesetz). Von den Anregungen kann hingegen ohne Erklärungspflicht abgewichen werden.

Der Schutz und die Achtung der Aktionärsrechte, eine am Kunden ausgerichtete, transparente und nachvollziehbare Unternehmenstätigkeit und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung gehören seit je her zu den Grundlagen der Geschäftspolitik von ORBIS. Durch die gelebten Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex wird der deutsche Finanzund Wirtschaftsplatz attraktiver werden. Die ORBIS AG begrüßt und unterstützt daher diesen Kodex.

Vorstand und Aufsichtsrat der ORBIS AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz, dass das Verhalten der ORBIS AG den Empfehlungen des Deutschen Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007 mit nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entspricht:

Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen im Wege der Datenfernübertragung

Nach dem deutschen Corporate Governance Kodex soll die Gesellschaft allen inund ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind.

Vorstand und Aufsichtsrat der ORBIS AG haben der Hauptversammlung bislang nicht vorgeschlagen, einen Zustimmungsbeschluss über die Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung sowie den Einberufungsunterlagen an ihre Aktionäre, Finanzdienstleister und Aktionärsvereinigungen auf elektronischem Wege zu fassen. Die Einberufungsunterlagen werden Aktionären und sonstigen interessierten Personen auch in 2008 postalisch zugesandt und stehen zudem auf der Homepage der Gesellschaft zum Download zur Verfügung.

Um der Gesellschaft künftig die Möglichkeit zu eröffnen, diese Informationen zusätzlich auch auf elektronischem Wege zu übermitteln, beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat, der Hauptversammlung im kommenden Jahr einen Beschluss über die Informationsübermittlung durch Datenfernübertragung vorzuschlagen.

Altersgrenzen von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Festlegung von Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.

Bei der ORBIS AG bestehen weder für die Mitglieder des Vorstands noch für die Mitglieder des Aufsichtsrats Altersgrenzen. Die ORBIS AG erachtet es für wichtig, den Aktionären die Möglichkeit zu geben, den nach Auffassung der Aktionäre geeignetesten Kandidaten/in als Aufsichtsratsmitglied zu wählen. Sie hält daher die Einschränkung durch den Kodex für unangebracht und wird daher auch in Zukunft keine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder festlegen.

Ebenso stellt die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands nach Ansicht der ORBIS AG eine unangebrachte Beschränkung des Rechts des Aufsichtsrats dar, den aus seiner Sicht geeignetesten Kandidaten/-in als Vorstandsmitglied auszuwählen. Aus diesem Grund wird die ORBIS AG abweichend von der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex auch künftig keine Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands festlegen.

Selbstbehalt bei D & O Versicherungen

Nach Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex soll in Haftpflichtversicherungen, die ein Unternehmen für seine Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder abschließt (so genannte Directors and Officers Liability Insurances / D & O - Versicherungen) ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden. Die ORBIS AG ist der Auffassung, dass ein solcher Selbstbehalt nicht geeignet ist, das Verantwortungsbewusstsein ihrer Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben noch weiter zu verbessern. Die ORBIS AG plant daher keine Anpassung ihrer D&O-Versicherungsverträge.

Bestandteile der Vergütung des Aufsichtsrats Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält die Empfehlung für Aufsichtsratsmitglieder neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung festzulegen. Die ORBIS AG ist nicht der Ansicht, dass das Pflichtbewusstsein und der Einsatz der Aufsichtratsmitglieder bei der Wahrnehmung ihrer Tätigkeiten noch weiter durch die Vergütungsaufteilung gestärkt werden können. Es ist daher keine Änderung der entsprechenden Satzungsvorschriften geplant.

Corporate Governance Bericht

Information der Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informieren. Nach Ansicht der ORBIS AG ist die Bekanntmachung der Grundzüge des Vergütungssystems auf ihrer Internetseite die geeignetste Möglichkeit zur Information der Aktionäre. Eine darüber hinausgehende Unterrichtung der Hauptversammlung wird nicht für erforderlich erachtet.

Individualisierte Ausweisung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, unter Namensnennung im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichtes offenzulegen.

In Übereinstimmung mit den §§ 314 Nr. 6 a Satz 5, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird die ORBIS AG abweichend von dieser Empfehlung die Gesamtvergütung jedes einzelnen Vorstandsmitglieds ausschließlich im Anhang oder im Lagebericht des Konzernabschlusses gesondert angeben.

Darüber hinaus soll auch die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Auch die von der ORBIS AG an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert im Corporate Governance Bericht gesondert angegeben werden.

Die ORBIS AG erachtet auch hinsichtlich der Offenlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder die §§ 314 Nr. 6 a Satz 1-4, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB als ausreichend. Wie bisher werden daher lediglich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Geamtvergütung für deren persönlich erbrachte Leistungen veröffentlicht und zwar im Anhang des Konzernabschlusses der ORBIS AG.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, dass Wahlen zum Aufsichtsrat als Einzelwahl durchgeführt werden sollen.

Die ORBIS AG erachtet auch die nach dem Aktienrecht alternativ zu einer Einzelwahl bestehende Möglichkeit zur Durchführung einer Globalwahl als sachgerechtes Wahlverfahren. Daher beabsichtigt die ORBIS AG, die Mitglieder des Aufsichtsrats auch künftig unter Beachtung der aktienrechtlichen Bestimmungen in einer Globalwahl zu bestellen.

Bildung eines

Nominierungsausschusses

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden soll, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt.

Bei der ORBIS AG besteht kein Nominierungsausschuss, da sich der Aufsichtsrat ausschließlich aus drei Vertretern der Anteilseigner zusammensetzt.

Angaben im Corporate Governance Bericht zum Erwerb oder der Veräußerung von Aktien der ORBIS AG durch Personen mit Führungsaufgaben und diesen nahestehenden Personen sowie zum Aktienbesitz der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder

Nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Besitz von Aktien der ORBIS AG von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt 1 % der ausgegebenen Aktien der ORBIS AG übersteigt. Dabei soll der Gesamtbesitz der Aktien der ORBIS AG getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden, wenn er 1 % der ausgegebenen Aktien der ORBIS AG überschreitet.

Vorstand und Aufsichtsrat behalten sich vor, diese Angaben im Geschäftsbericht auch an anderer Stelle als im Corporate Governance Bericht anzugeben, wenn sie dies für geeignet erachten.

Zeitraum für Veröffentlichung des Konzernabschlusses bzw. der Zwischenberichte

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, den Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraumes öffentlich zugänglich zu machen.

ORBIS veröffentlicht den Konzern-Jahresabschluss schon immer im März, also innerhalb von 90 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres.

Bisher hat die ORBIS AG die Zwischenberichte innerhalb von 50 bis 55 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Nach Ansicht der ORBIS AG ist auch bei dieser unwesentlichen Überschreitung des empfohlenen Zeitraums das Interesse der Aktionäre an einer zeitnahen Information über die Lage des Unternehmens gewährleistet.

Saarbrücken, im Dezember 2007

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Konzernlagebericht 2007

der ORBIS AG Saarbrücken

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2007

Die Deutsche Wirtschaft zeigte 2007 erneut ein robustes Wachstum. Preis- und kalenderbereinigt stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,5% gegenüber dem Vorjahr. 2007 kamen die Wachstumsimpulse sowohl aus dem Ausland als auch aus dem Inland. Die Außenhandelsbilanz schloss 2007 mit einem deutlich gegenüber 2006 erhöhten Überschuss. Im Inland trugen die Ausrüstungsinvestitionen deutlich zur BIP-Entwicklung bei. Die Unternehmen investierten auch 2007 wieder signifikant mehr in neue Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge als im Vorjahr. Lediglich die realen privaten Konsumausgaben lagen gegenüber 2006 um 0,3% niedriger, was auch auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer ab 2007 zurückzuführen ist, die 2006 zu Vorzieheffekten geführt hatte.

Das deutsche Wirtschaftswachstum entwickelte sich 2007 deutlich kräftiger als von den Wirtschaftsexperten 2006/2007 erwartet. Die Bundesregierung rechnete konservativ im Jahreswirtschaftsbericht 2007 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7%. Seinerzeit waren sich alle Experten einig, dass die Mehrwertsteuererhöhung zu einer Nachfragedelle führen werde, gleichwohl kein Konsumschock erwartet wurde. Diese Effekte fielen schwächer aus als erwartet. Dementsprechend wurden im Jahresverlauf die Prognosen angehoben: die Bundesregierung erwartete schließlich ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,5 %, das Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnete mit einem Zuwachs von 2,6%. Die positive Einschätzung der Impulse aus dem US-Markt für die deutsche Wirtschaft vom Jahresbeginn 2007 musste jedoch in der zweiten Jahreshälfte durch die Immobilien- und nachfolgende Finanzmarktkrise in den USA revidiert werden und führte zu einer Neubewertung des globalen gesamtwirtschaftlichen Rahmens für die deutsche Volkswirtschaft. Nachdem man Anfang 2007 in Deutschland mit einer Wachstumsdelle aus der Mehrwertsteuererhöhung gerechnet hatte, ging man davon aus, dass 2008 die deutsche Wirtschaft deutlich mehr als 2% wachsen würde. Diese Prognosen wurden zum Jahresende nach unten revidiert. Jedoch wurde durch die Absenkung des Steuersatzes im Rahmen der am 6. Juli 2007 im Bundesrat verabschiedeten Unternehmenssteuerreform 2008 der Standort Deutschland im internationalen Wettbewerb deutlich gestärkt.

Branchenentwicklung 2007

Der starke Start der ITK-Branche ins Jahr 2007 und die spürbare Dynamik der CEBIT veranlassten im März den Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) in seinem Frühjahrsgutachten seine Wachstumsprognose von 1,6% auf 2% anzuheben, um dann im Herbstgutachten aufgrund der per September erfolgten Umfrage die ITK-Gesamtmarktprognose 2007 noch hinter die ursprüngliche Prognose auf +1,3% zurückzunehmen. Vor allem die Telekommunikationsbranche blieb in ihren Entwicklungen deutlich gegenüber den Erwartungen zurück. Insgesamt verlief die Entwicklung des deutschen Marktes für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics (ITK) 2007 sehr uneinheitlich. Während die Informationstechnik trotz Preisverfall im Segment Hardware insgesamt mit 3,5% zulegen konnte und die Teilsegmente Software mit 5,8% und IT-Services mit 4,9% den ursprünglichen Prognosen entsprachen, verzeichnete der Telekom-

munikationsmarkt einen Rückgang um 1,8% und litt an einem fortgesetzten Preisverfall. Erneut erwiesen sich die digitalen Consumer Electronics als der Wachstumstreiber der ITK-Branche mit einem kräftigen Umsatzzuwachs um 6,7%.

Die Marktentwicklungen 2007 zeigen einmal mehr, wie schwierig es ist, zu absolut belastbaren Aussagen über die Entwicklung des deutschen Marktes für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics zu gelangen. Bereits im Vorjahr zeigte sich eine ähnliche Entwicklung. Seinerzeit rettete die Neueinbeziehung des Marktes für Consumer Electronics in die Betrachtung das Wachstum der neudefinierten Gesamtbranche (2006: +2,5%, ohne CE 1,6%). Insbesondere der Telekommunikationsmarkt einschließlich des Mobilfunks und der Telekommunikationsdienste erweist sich als äußerst volatil.

Der ITK-Branche machte 2007 außerdem der Fachkräftemangel erheblich zu schaffen. Angesichts der Wachstumsdynamik in der Gesamtwirtschaft wurde allerorten kräftig eingestellt, so auch in der IT-Branche, wodurch es sich als zunehmend schwierig erwies, IT-Fachleute zu rekrutieren. Zahlreiche Unternehmen gaben Personalknappheit als Wachstumsbremse für ihr Geschäft an. Die Angaben im Segment IT-Services bilden die Bezugsgröße für ORBIS. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Prognosen für das Marktsegment für die ORBIS in der Regel nicht uneingeschränkt anwendbar sind. Während in Vorjahren ORBIS Umsatzzuwächse unter dem Branchendurchschnitt erwirtschaftet hat, konnte ORBIS 2007 mit einem Umsatzzuwachs von 11% das Branchenwachstum IT-Services in Höhe von 4,9% deutlich übertreffen. Branchenkonform erwies sich das Problem, geeignetes Fachpersonal in der gewünschten Stärke zu rekrutieren.

ORBIS hat seine operativen Ziele in 2007 deutlich übertroffen

Der wirtschaftliche Aufschwung hat sich auch positiv bei ORBIS bemerkbar gemacht. Aufgrund der nicht immer verlässlichen Prognosen des Branchenverbandes hatte ORBIS sich für 2007 deutliche Umsatzsteigerungen vorgenommen, die mit einem Umsatzwachstum von 11 % erfüllt wurden. Das Ziel der Steigerung der Profitabilität wurde ebenfalls erreicht, da das Ergebnis vor Steuern um 22 % gesteigert wurde. Erneut hat ORBIS damit unter Beweis gestellt, ein verlässlicher Partner zu sein. Jedoch ergab sich durch die Steuersatzreduzierung und damit exogen für ORBIS vorgegeben, ein einmaliger Aufwand aus der Neubewertung der bilanzierten latenten Steuern, der nicht liquiditätswirksam ist.

Die vertrieblichen Anstrengungen in 2007 und die allgemein anerkannte Qualität der Beratungsleistungen haben namhafte Unternehmen der fokussierten Bereiche Automotive, Fertigungs- und Konsumgüterindustrie bewogen, Neukunde bei ORBIS zu werden. Seit Jahresbeginn 2007 führte dies zu einer nahezu Vollauslastung der bei ORBIS beschäftigten Berater.

Die kompetenten Leistungen von ORBIS wurden auch im Geschäftsjahr 2007 seitens der Produktanbieter und Systemhäuser anerkannt. Die ORBIS Lösung "Microsoft Dynamics CRM for Consumer Industries" hat den "Microsoft Dynamics Test for ISV Solutions" bestanden und ist seit 2007 offiziell als Microsoft Dynamics CRM Branchenlösung für die Konsumgüterindustrie zertifiziert. In den anderen Fach- und Spezialthemen sowie den von ORBIS fokussierten Branchen bestehen Auszeichnungen durch qualifizierte Partnerschaften von SAP und Microsoft.

Konzernlagebericht 2007

Ertragslage

Umsatzentwicklung Gesamtkonzern

ORBIS hatte für das Jahr 2007 ein deutliches Umsatzwachstum geplant. Der Umsatz lag mit T€ 22.010 um 11 % über dem Umsatz des Vorjahres von T€ 19.822. In den einzelnen Quartalen des Geschäftsjahres 2007 (Q1: T€ 5.358, Q2: T€ 5.288, Q3: T€ 5.415, Q4: T€ 5.949) konnten Steigerungen von 7 bis 18 % gegenüber den Umsatzerlösen in den vergleichbaren Vorjahresquartalen ausgewiesen werden, wobei die EBIT-Margen zwischen 2,6 und 4,3 % lagen. Als Begrenzung des weiteren Umsatzwachstums machten sich, wie schon in den letzten Quartalen des Vorjahres, die überdurchschnittliche Auslastung der für ORBIS tätigen Berater und damit Engpässe in der Beratungskapazität deutlich bemerkbar. Diese positive Umsatzentwicklung ergibt sich aus der Steigerung der Umsätze aus projektbezogenen Beratungsleistungen auf T€20.031 gegenüber T€18.533 im Geschäftsjahr 2006. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Steigerung von 8 % dar. Bei den Umsätzen, die mit externen Beratungspartnern generiert wurden, ergab sich ein Rückgang von T€ 150 (17,2 %) bzw. bei den Umsätzen, die mit eigenen Beratern generiert wurden, ergab sich ein Anstieg von T€1.649 (9,3 %). Gegenüber dem Vorjahr wurden aus den übrigen Leistungsangeboten der ORBIS mit T€1.978 im Geschäftsjahr 2007 T€689 (53,4 %) mehr Umsatzerlöse generiert. Hierzu gehören der Verkauf der selbst entwickelten Softwarelösungen zur Erweiterung der Funktionalitäten der von SAP und Microsoft entwickelten Standardsoftware, Wartungserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Handelswaren.

Bis zum 31. Dezember 2007 wurden Leistungen in Höhe von T€ 139 (Vorjahr T€146) erbracht, die noch nicht an die Kunden fakturiert wurden. Diese Leistungen sind vertraglich mit den Kunden vereinbart und in Anwendung der nach IFRS vorgeschriebenen PoC-Methode (Teilgewinnrealisierung) unter den Umsätzen und korrespondierend den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. In Geschäftsjahr 2007 wurde der in 2006 ab Oktober in Gründung befindliche Standort in Shanghai in eine eigene Gesellschaft überführt. Für das Geschäftsjahr 2007 hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von T€ 192 ausgewiesen. Die in 2007 intensivierten vertrieblichen Aktivitäten für das Chinageschäft lassen eine positive Entwicklung für die Zukunft erwarten.

Entwicklung der Tochterunternehmen des ORBIS Konzerns

Im Geschäftsjahr 2007 besteht der ORBIS Konzern aus der ORBIS AG und den Tochterunternehmen in Hamburg, Amerika und China. Darüber hinaus ist die ORBIS AG an den nachfolgend angeführten Standorten präsent.

Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist nahezu uneingeschränkt möglich, da gegenüber dem Vorjahr außer der Gründung des Tochterunternehmens in China keine Strukturveränderungen durchgeführt wurden.

Die ORBIS AG weist einen Umsatz mit Drittkunden von T€ 20.576 aus, der um T€ 1.659 über dem des Vorjahres von T€ 18.917 liegt. Mit T€ 942 ist das im Geschäftsjahr 2007 erreichte EBIT um 21 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert worden. Die ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. ist im Geschäftsjahr 2007 gegründet worden und hat einen Umsatz von T€ 192

Struktur der ORBIS-Gruppe

ORBIS AG Saarbrücken, Bielefeld, Essen, München, Paris/Frankreich, Cham/Schweiz

ORBIS Hamburg GmbH Hamburg

ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. Shanghai/China

ORBIS America Inc. Vienna bei Washington DC/Virginia/USA

erwirtschaftet. Mit einem EBIT von Minus T€ 79 entsprechen die Anlaufverluste den Erwartungen.

Die ORBIS America Inc.konnte nach einem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2006 im Geschäftsjahr 2007 die Umsätze mit Drittkunden trotz der Dollarschwäche um T€448 auf T€1.098 steigern und ein positives EBIT von T€ 116 erwirtschaften.

Die ORBIS Hamburg GmbH erbringt den wesentlichen Teil ihres gesamten Umsatzes von T€ 1.255 (T€ 1. 092 in 2006) in Kundenprojekten der ORBIS AG. Die Mitarbeiter in Hamburg verfügen über spezielle Kenntnisse in der von ORBIS fokussierten Branche Konsumgüter und Handel sowie in der Produktentwicklung von iControl. Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein positives EBIT von T€ 34 erwirtschaftet.

Ergebnis- und Kostensituation

Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein EBIT von T€ 752 erreicht, das um 14 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2006 gesteigert werden konnte. Bedingt durch die Auswirkungen der Steuerreform 2008 wird ein negatives Konzernergebnis von T€ 594 ausgewiesen.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen mit T€46 erhöht gegenüber den Vorjahreswerten Erträge aus der Sachbezugsversteuerung der Dienstfahrzeuge (T€518) ausgewiesen. Diese Erhöhung ist zugleich die wesentliche Ursache des Anstieges der sonstigen betrieblichen Erträge von T€91 gegenüber dem Vorjahr. Der Aufwand für fremdbezogene Leistungen betrug im Geschäftsjahr 2007 T€ 1.024 und lag damit um T€68 (6 %) unter den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahres. Diese Entwicklung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem um 17 % gesunkenen Beratungsumsatz, der durch Partner der ORBIS erbracht wurde. Der Einsatz von Partnern bietet ORBIS die Möglichkeit, flexibel auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren, ohne selber die entsprechenden Kapazitäten vorhalten zu müssen. In diesen Projekten tritt ORBIS gegenüber den Endkunden als Vertragspartner auf, während die Partner ihre Leistungen an ORBIS berechnen.

Mit T€ 548 ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahresausweis bei den Aufwendungen für bezogene Waren zu verzeichnen. Korrespondierend zum Anstieg der Erlöse aus der Lizenzierung von Softwareprodukten an die Kunden von ORBIS

Konzernlagebericht 2007

stiegen die entsprechenden Aufwendungen für die Anschaffung der entsprechenden Lizenzen, überwiegend von Microsoft und SAP Add-Ons.

Korrespondierend zur ausgewiesenen Umsatzentwicklung erhöhten sich die betrieblichen Kosten (Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) im Geschäftsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahresausweis.

Im Jahresdurchschnitt waren bei ORBIS 196 Mitarbeiter beschäftigt. Dies sind rd. 4 % mehr als im vorausgegangenen Geschäftsjahr 2006, in dem durchschnittlich 189 Mitarbeiter beschäftigt waren. Der Personalaufwand von T€ 15.125 lag deutlich über dem des Vorjahres mit T€ 13.506*. Neben der Erhöhung der Mitarbeiterzahlen ist die Dotierung der Rückstellung für Prämienzahlungen an die Mitarbeiter aufgrund des variablen Vergütungsmodells ursächlich für den Anstieg von 12 %. Die Personalkostenquote (Verhältnis Personalaufwand zu Umsatzerlösen) von 68,7 % ist gegenüber der des Vorjahres (68,1 %) leicht gestiegen.

Im Geschäftsjahr 2007 stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 3 % unterproportional gegenüber dem Vorjahr an und betragen mit T€4.827 rd. 22 % der ausgewiesenen Umsatzerlöse.

Mit einem Anteil von 55 % bzw. T€ 2.651 (Vorjahr: 54 % bzw. T€ 2.540) bilden die Kfz- und Reisekosten den wesentlichen Kostenblock unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Anstieg entfällt dabei nahezu ausschließlich auf die Reisekosten infolge der vermehrt durchgeführten Auslandsprojekte. Die Erhöhungen und Verminderungen der übrigen Aufwandsarten haben sich nahezu kompensiert.

Forschung und Entwicklung

Entwicklungsleistungen werden überwiegend in kundenspezifischen Projekten erbracht. Es handelt sich dabei um Weiterentwicklungen zusätzlicher Funktionalitäten und Add-Ons im SAP Umfeld. Für die Weiterentwicklungen der eigen erstellten Software werden keine gesonderten Entwicklungsprojekte angelegt. Oftmals können die kundenspezifischen Entwicklungen mit weiteren geringfügigen Modifikationen in anderen Anwendungen eingesetzt werden.

Betriebsergebnis (EBIT und EBT)

Im Geschäftsjahr 2007 wurde ein positives Betriebsergebnis (EBIT) von T€752 erreicht, das über dem des Vorjahres von T€ 662* liegt. Mit einer Steigerung von 14 % liegt dies deutlich über dem Vorjahr. Deutlicher ist die Steigerung des EBT mit 22 % auf T€ 693.

Finanzergebnis/Währungsverluste

Bedingt durch die planmäßige und außerplanmäßige Tilgung der Darlehen im laufenden Geschäftsjahr und gegen Ende des vorherigen Geschäftsjahres hat sich das Zinsergebnis von minus T€7 im Vorjahr auf plus T€89 im Geschäftsjahr 2007 deutlich verbessert. Aufgrund der Währungsverluste, überwiegend aus der Abwertung von USD-Guthaben auf einem USD-Konto und den Ausleihungen an das Tochterunternehmen ORBIS America Inc., ergibt sich insgesamt ein negatives Finanzergebnis von minus T€ 59 gegenüber minus T€ 94 im vorherigen Geschäftsjahr.

Steuern

Im Geschäftsjahr 2007 hat die Bundesregierung die Steuersätze für Ertragsteuern

deutlich gesenkt. Bedingt durch diese Steuersatzänderung sowie die positive Ergebnisentwicklung hat sich der latente Steueraufwand von T€ 167 auf T€ 1.248 erhöht.

Konzernergebnis

Ausschließlich bedingt durch die einmalige steuerliche Belastung, die in Deutschland nicht nur ORBIS betrifft, hat sich das Konzernergebnis auf minus T€ 594 vermindert.

Vermögens- und Kapitalstruktur

ORBIS hat im Geschäftsjahr 2007 die Bilanzierungsmethode der Pensionsrückstellungen geändert und bilanziert die Pensionsverpflichtungen zu ermittelten Zeitwerten. Die Veränderungen aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste werden damit nicht mehr nach der Korridormethode erfasst, sondern in den Rücklagen direkt erfasst. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Das bilanzielle Gesamtvermögen von ORBIS beträgt zum 31. Dezember 2007 T€ 22.910 und hat sich um T€ 1.435 gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um T€687 (6,8 %) auf T€10.767. Dem Abgang an Liquidität (liquide Mittel und Wertpapiere) von T€212 auf T€4.777 steht eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€4.618 auf T€ 5.502 gegenüber. Die durchschnittliche Forderungsreichweite beträgt rund 79 Tage und liegt in Folge der gestiegenen Forderungen im Verhältnis zu den ebenfalls gestiegenen Umsatzerlösen über dem Niveau des Vorjahres mit 76 Tagen. Der zum Vorjahresbilanzstichtag ausgewiesene Erstattungsanspruch gegen eine

Versicherungsgesellschaft in Höhe von T€ 160 wurde in 2007 beglichen. In Höhe von T€ 242 werden Forderungen gegen die Finanzbehörden aus der einbehaltenen Zinsabschlagsteuer infolge von Zinserträgen sowie der einbehaltenen Zinsabschlagsteuer infolge der Veräußerung der Floating Rate Notes ausgewiesen.

In Folge der planmäßigen Abschreibung des Anlagevermögens und der Reduzierung der aktiven latenten Steuern ergibt sich ein Rückgang des langfristig gebunden Vermögens von T€14.265 zum 31. Dezember 2006 auf T€ 12.143 zum 31. Dezember 2007.

Weiterhin bestimmt die eigene Immobilie in Saarbrücken, Nell-Breuning-Allee, die Struktur des Sachanlagevermögens. Das Gebäude wurde planmäßig abgeschrieben. Bei anderen Anlagen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden überwiegend Investitionen zur Verbesserung der technischen Ausstattung der Berater vorgenommen, die unter den planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres lagen. Der Impairmenttest, der im November 2007 durchgeführt wurde, hat den ausgewiesenen Firmenwert mehr als bestätigt. Zum 31. Dezember 2007 wird der Firmenwert unverändert mit rd. 50 % der ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet.

In Höhe von T€4.667 werden aktive latente Steuern, die überwiegend aus der Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge resultieren, ausgewiesen. Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahresausweis resultiert aus der Steuersatzänderung aufgrund der am 6. Juli 2007 verabschiedeten Unternehmenssteuerreform 2008 und der Reduzierung der latenten Steuern auf die Bewertungsdifferenzen bei den Pensionsrückstellungen.

Konzernlagebericht 2007

Die Verminderung des Gesamtvermögens von ORBIS geht einher mit einer Verschiebung zwischen den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten.

Die langfristigen Verbindlichkeiten, die sich ausschließlich aus den Krediten gegenüber Finanzinstituten und den Verpflichtungen aus den Pensionszusagen zusammensetzen, haben sich insgesamt um T€ 1.132 vermindert. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig um insgesamt T€ 531 zurückgeführt. Die Pensionsverpflichtungen haben sich um T€601 im Wesentlichen bedingt durch die Anpassung der Berechnungsparameter an die geänderten Verhältnisse (Anpassung des Rechnungszinssatzes von 4,75 % auf 5,4 %) vermindert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2007 von T€ 4.019 auf T€ 4.431 erhöht. Die Rückstellungen sind von T€1.317 auf T€2.123, die im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen sind, angestiegen. Die Veränderung ist bedingt durch die Erhöhung der Rückstellungen für Prämienzahlungen für das Geschäftsjahr 2007 an die Mitarbeiter. Ebenfalls überwiegend personalbezogen sind die sonstigen Verbindlichkeiten mit T€ 934. Unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden auch die kurzfristig fälligen Beträge aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit T€ 531 ausgewiesen. Aufgrund des gesunkenen Gesamtvermögens sowie der Berücksichtigung der Gewinne aus der erfolgsneutralen Anpassung der Pensionsrückstellung aufgrund der geänderten Bewertungsparameter stieg die Eigenkapitalquote, trotz des gleichzeitig ausgewiesenen Konzernjahresfehlbetrages von minus T€ 594, von 68,9 %* im Vorjahr auf 70,1 % in 2007. Das Konzerneigenkapital verminderte sich von T€ 16.779* zum 31. Dezember 2006 auf T€ 16.063 zum 31. Dezember 2007.

kurzfristige Vermögenswerte langfristige Vermögenswerte

Bilanzstruktur in %

*) Nach Änderung der Methode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne /Verluste der Pensionsrückstellungen.

kurzfristige Verbindlichkeiten langfristige Verbindlichkeiten

Eigenkapital

Kapitalflussrechnung

Zum 31. Dezember 2007 betrugen die finanziellen Mittel von ORBIS T€ 4.777. Diese haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 um T€ 212 gegenüber einem Ausweis von T€ 4.989 (einschließlich der Wertpapiere) zum 31. Dezember 2006 vermindert. Die finanziellen Mittel bestehen aus den Guthaben bei Banken, überwiegend in Form von Festgeldern. Aus der operativen Geschäftstätigkeit erfolgte eine Erhöhung des Finanzmittelfonds um T€547. Die Abweichungen gegenüber dem ausgewiesenen Konzernergebnis ergeben sich im Wesentlichen aus Bewertungsänderungen im Bereich der Pensionsverpflichtungen und bei den aktiven latenten Steuern. Die Abgabe der Wertpapiere (Floating Rate Notes) hat zu einem Mittelzufluss in Höhe von T€ 1.746 geführt, so dass der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit mit T€ 1.498 positiv war und die getätigten Investitionen zur Verbesserung der technischen Ausstattung der Berater in Höhe von insgesamt T€280 aus diesem Mittelzufluss finanziert werden konnten. Der Überschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie der Investitionstätigkeit wurde genutzt, um planmäßig die langfristigen Darlehen zurückzuzahlen. Der verbleibende Betrag erhöhte den Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2007 um T€ 1.524.

Mitarbeiter

Zum 31. Dezember 2007 beschäftigte ORBIS 208 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 194). ORBIS sucht neue Mitarbeiter, um die Beratungskapazitäten den Markterfordernissen entsprechend zu erhöhen, dies allerdings bei schwierigen Marktverhältnissen. Den Ausführungen des BIT-KOM Präsidenten folgend stellt der Mangel an Fachkräften das derzeit größte Hindernis eines weiteren Wachstums der IT-Branche. ORBIS sieht sich in der Verantwortung zur beruflichen Qualifikation von jungen Menschen. Bei ORBIS werden neben Fachinformatikern auch Bürokaufleute ausgebildet. Zum 31. Dezember 2007 wurden 9 Auszubildende beschäftigt.

Im Rahmen der bereits in 2004 begonnenen und seitdem intensiv betriebenen Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) haben Studenten die Möglichkeit, ihre universitäre Ausbildung mit der Praxis im Hause ORBIS zu verbinden. Zum 31. Dezember 2007 werden bei ORBIS 18 Trainées im Rahmen des nach der Studienordnung vorgeschriebenen Praxisjahres beschäftigt. Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Hochschulstudium hat ORBIS die Möglichkeit qualifizierte junge Mitarbeiter einzustellen, die mit dem Unternehmen vertraut sind und die ORBIS bereits kennengelernt hat.

Unverändert gilt, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein Beratungsunternehmen qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind. Zur Anerkennung der Leistungen ist bei ORBIS ein variables Vergütungsmodell eingeführt, das abhängig von der Zielerreichung gemessen am EBIT die Möglichkeit bietet, den Einsatz der Mitarbeiter zu vergüten.

Im Geschäftsjahr 2007 sind keine weiteren Optionen ausgegeben worden. Der Aufwand aus dem bestehenden Optionsprogramm 2004 hat sich im laufenden Geschäftsjahr auf T€ 2 gegenüber T€ 64 im vorherigen Geschäftsjahr verringert, da weniger Mitarbeiter das ihnen gewährte Optionsrecht ausgeübt haben und dementsprechend auch für die noch ausstehende zweite Tranche nicht mit einer höheren Ausübungsquote gerechnet wird.

Mitarbeiterentwicklung ORBIS 2003 bis 2007 (jeweils zum 31. Dezember)

Konzernlagebericht 2007

Risikobericht

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Business-Consulting-Unternehmen ist ORBIS einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind und deren Eintritt die Entwicklung der Gesellschaft auch in ihrem Fortbestand gefährden kann. Dabei geht ORBIS gemäß der Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Die speziellen Instrumente des Risikomanagements sind in den Kerngeschäftsprozess der ORBIS unternehmensweit implementiert und umfassen eine Vielzahl von Bausteinen wie die Erfassung, Überwachung und Steuerung der Unternehmensrisiken durch die entsprechenden Geschäftseinheiten und Bereiche. Der Status und die Veränderung der als wesentlich erachteten Risiken werden in der regelmäßigen Berichterstattung kommuniziert. ORBIS überprüft die Geschäftsziele, internen Unternehmensprozesse und Risikokontrollmaßnahmen das ganze Jahr über anhand der eingesetzten Controlling-Systeme, Verfahren und Berichtstandards.

Hinsichtlich der Art der Risiken, ihrer Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit gibt es gegenüber dem Vorjahr keine negativen Veränderungen zu berichten. Es können allerdings zusätzliche, nicht absehbare oder vernachlässigbare Risiken auftreten, die teilweise Unwägbarkeiten politischer und konjunktureller Bedingungen unterworfen sind und die außerhalb des Einflussbereiches der ORBIS liegen. Nachfolgend werden nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanzund Ertragslage maßgeblich beeinflussen können.

Strategische Risiken

  • Im Berichtsjahr wurden strategische Geschäftsbeziehungen im Hinblick auf die Vermarktung und Beratung von Branchenlösungen im Mittelstand mit erfolgreichen Partnern (Microsoft Corporation) intensiv fortgesetzt. Zusätzlich werden mit Hilfe eigener Produkte und Add-Ons (ORBIS Car, netCoach, ORBIS iControl) Lösungen präsentiert, um der starken Abhängigkeit sowie der Marktakzeptanz und dem Markterfolg der SAP-Produkte teilweise entgegenzuwirken. ORBIS geht aber auch davon aus, dass der Markt für SAP-Lösungen und Microsoft CRM weiter expandiert.
  • Zur Wahrung und Verbesserung der Wettbewerbsstärke wird die besondere Beziehung zur SAP durch intensive Zusammenarbeit und gezielte Marktbearbeitung der spezifischen Trends in den Branchen Automotive, Consumer Products / Retail und Industries hinsichtlich der Prozessberatung bei Großkunden nachhaltig untermauert. Das Kundenverhalten in den jeweiligen Branchen wird kontinuierlich analysiert.

Operative Risiken

Im Beratungsgeschäft herrscht aufgrund der guten Auftragslage ein intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte. Der Erfolg von ORBIS hängt im hohen Maße davon ab, inwieweit es auch zukünftig gelingt, qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz, insbesondere in Beratungsprojekten, dauerhaft und motiviert an das Unternehmen zu binden. Neben der Bindung der gegenwärtigen Mitarbeiter an ORBIS kommt auch wegen der starken Nachfrage nach spe-

zialisierten Fachkräften der kostenintensiven Mitarbeiterrekrutierung eine entscheidende Bedeutung zu. Des Weiteren gilt es, das Mitarbeiter-Knowhow durch gezielte Schulungsmaßnahmen an die sich schneller ändernden Markterfordernisse anzupassen.

  • Um das Risiko der unzureichenden oder übermäßigen Beraterauslastung auszuschließen und Engpässen vorzubeugen, führt ORBIS monatlich eine zuverlässige und detaillierte Beraterplanung in Projekten durch. Aufgrund der Kontrolle verfügbarer Berater und deren Auslastung sowie über den Bedarf der Projekte, kann flexibler auf Prioritätsverschiebungen reagiert werden. Die zügige Durchführung wichtiger Projekte kann sichergestellt werden. Der sich hieraus ergebende Nutzen entsteht unmittelbar bei den Kunden und erhöht somit den Kundenutzen und damit auch die Kundenzufriedenheit.
  • Im Kundenprojektgeschäft hat ORBIS unterschiedlichste Risiken in Betracht zu ziehen, die nicht alle durch ORBIS selbst beeinflusst werden können. Der besonderen Behandlung von Festpreisprojekten wird dabei insofern Rechnung getragen, dass diese Aufträge vor der Angebotsabgabe nach konzernweit festgelegten Standards kalkuliert, hinsichtlich der Vertragsgestaltung überprüft und nur durch die Geschäftsführung freigegeben werden können. Dennoch kann es vorkommen, dass trotz sorgfältiger Planung und Kontrolle die tatsächlichen Aufwendungen den vereinbarten Preis übersteigen, was sich in Summe nachteilig auf den Erfolg von ORBIS auswirken könnte.

  • Die Veränderungen im Markt für IT-Consultingleistungen führen dazu, dass ORBIS zunehmend auf frei am Markt agierende Berater trifft oder mit Angeboten von Wettbewerbern konfrontiert wird, die nicht kostendeckend kalkuliert sind. Diesen Risiken tritt ORBIS mit konzernweiten Standards im Hinblick auf die Kalkulation und Genehmigung zur Annahme bzw. Durchführung von Beratungsprojekten entgegen, um so Verluste aus Projekten zu vermeiden. Trotzdem ist es möglich, dass einzelne Projekte nicht planmäßig verlaufen, was in Summe den Erfolg von ORBIS nachteilig beeinflussen könnte.

  • Um das Risiko aus Fehlern im Rahmen der Beratung und Implementierung von Kundenlösungen zu verringern, beinhalten die Verträge Beschränkungen der Haftungshöhe bei möglichen Gewährleistungsansprüchen. Ob die vereinbarten Haftungsbeschränkungen in jedem Falle einer gerichtlichen Überprüfung standhalten, lässt sich jedoch nicht vorhersehen. Sofern erforderlich werden der kaufmännischen Vorsicht folgend jährlich entsprechende Rückstellungspositionen dotiert.
  • Durch den Wegfall der Eigenentwicklung von CRM-Standardsoftware in 2001 konnte das Produkthaftungsrisiko wesentlich minimiert werden. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass die bis dahin implementierte Software bislang nicht entdeckte Fehler aufweist.

Konzernlagebericht 2007

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch die Tatsache eingeschränkt, dass ORBIS überwiegend größere Unternehmen mit hoher Bonität zu ihrer Kundschaft zählt. In einzelnen Fällen werden Kreditversicherungen abgeschlossen. Bei Neukunden sind systematische Bonitätsprüfungen vor Vertragsunterzeichnung bzw. in größeren Projekten während der Projektdauer durchzuführen, so dass die Risiken durch entsprechend formulierte Vertragsbedingungen reduziert werden konnte. Dennoch kann es vorkommen, dass bei komplexen Großprojekten eine bereits geleistete Beratung aufgrund finanzieller Probleme auf Kundenseite zu ungeplanten Forderungsverlusten führen kann.

Die zuvor aufgezeigten Risikobereiche haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdende Auswirkungen.

Sicherungsgeschäfte

ORBIS betreibt derzeit keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen. Bei der Anlage von liquiden Mitteln ist ORBIS vorsichtig und darauf bedacht, dass die als Liquiditätsreserve gehaltenen Mittel kurzfristig verfügbar gemacht werden können. Angelegt wird deshalb überwiegend in Festgeld bzw. in Finanzinstrumente von Schuldnern mit guter Bonität. Eine Zinsabsicherung erfolgt nicht.

Gesamtvergütungssystem des Vorstandes Das Vergütungssystem für den Vorstand der ORBIS AG beinhaltet neben fixen Gehaltsbestandteilen auch variable Gehaltsbestandteile. Die variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich an der Steigerung der aktuellen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr und an dem EBT (Jahresüberschuss vor Steuern inklusive außerordentlichem Ergebnis) und sind in der Höhe auf 60 % der Gesamtbezüge begrenzt.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

  • Das Grundkapital von 9.147.750 € ist in 9.147.750 Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1 € gestückelt.
  • Der ORBIS AG sind außer den im Konzernanhang angegeben Beteiligungen der Organe keine direkten oder indirekten Beteiligungen, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, bekannt.
  • Satzungsgemäß besteht der Vorstand aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Bestimmung und Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung obliegt dem Aufsichtsrat. In Ermangelung einer satzungsmäßigen Regelung bestellt der Aufsichtsrat Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre, eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig (vgl. im Einzelnen § 84 Abs. 1 Sätze 1 bis 4 AktG). Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, so kann der Aufsichtsrat ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstandes ernennen (§ 84 Abs.2 AktG). Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, so hat in dringenden Fällen das Gericht auf Antrag eines Beteiligten das Mitglied zu bestellen (§ 85 Abs. 1 S. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (vgl. im Einzelnen § 84 Abs. 3 S. 1 und 2 AktG).
  • Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 02. Juni 2010 einmal oder mehrmalig gegen Bar- oder Sacheinlage um insgesamt 4.573.875 neuen Stammstückaktien zu erhöhen (Geneh-

migtes Kapital 2005/1). Des Weiteren ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Mai 2007 ermächtigt, eigene Aktien in Höhe von bis zu 10 % des Grundkapitals der ORBIS AG zu erwerben. Dabei gelten folgende Bedingungen:

a) Der Vorstand wird nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 15.11.2008 eigene Aktien in Höhe von insgesamt bis zu 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, insbesondere um diese Dritten im Rahmen des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen daran anbieten zu können oder sie einzuziehen. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Übernahmeangebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, so darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Börsenkurs um nicht mehr als 5 % unterschreiten und nicht mehr als 5 % überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel bzw. eines das Xetra-System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem während der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusspreis im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- und unterschreiten. Sofern das Erwerbsangebot überzeichnet ist, muss die Annahme nach Quoten erfolgen.

  • c) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der erworbenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, insbesondere die Aktien
  • aa) an Dritte, die ein Unternehmen oder eine Unternehmensbeteiligung an die Gesellschaft verkaufen, bzw. deren Unternehmen mit der Gesellschaft verschmolzen wird, als Gegenleistung zu übertragen, sofern der Erwerb des Unternehmens oder der Unternehmensbeteiligung bzw. der Unternehmenszusammenschluss im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt; oder
  • bb) an Dritte zu übertragen, die eine Sacheinlage in die Gesellschaft erbringen; oder
  • cc) an Dritte zu übertragen, soweit dies dazu dient, die Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse einzuführen, an denen die Aktien der Gesellschaft bisher nicht zum Handel zugelassen sind; oder
  • dd) in Erfüllung der Aktienbezugsrechte aus den Aktienoptionsbzw. Beteiligungsprogrammen der Gesellschaft, an Mitarbeiter der Gesellschaft sowie an Mitarbeiter der verbundenen Unternehmen gem. § 15 AktG, an den Vorstand der Gesellschaft sowie

Konzernlagebericht 2007

an Geschäftsführer verbundener Unternehmen gem. § 15 AktG zu übertragen. Soweit in Erfüllung der Aktienbezugsrechte aus den Beteiligungsprogrammen der Gesellschaft die erworbenen eigenen Aktien dem Vorstand übertragen werden sollen, liegt die Zuständigkeit beim Aufsichtsrat; oder

  • ee) gegen Barzahlung zu einem Preis zu veräußern, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der vorstehenden Regelung gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) während der letzten fünf Börsentage vor der Veräußerung der Aktien. Bei der Ermächtigung dieses lit.) ee) darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben worden sind, insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
  • d) Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der Ermächtigung unter lit.) c) verwandt werden.
  • e) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die aufgrund dieser Ermächtigung erwor-

benen eigenen Aktien der Gesellschaft ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

f) Vorstehende Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung und ihrer Einziehung können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen ausgeübt werden.

Schlusserklärung des Vorstandes zum Abhängigkeitsbericht

Am Grundkapital der ORBIS AG ist die GMV AG, Urexweiler, zu 25,03 % beteiligt. Die Vorstände der ORBIS AG sind zugleich alleinige Vorstände und alleinige Inhaber der stimmberechtigten Aktien der GMV AG. Gemäß § 312 AktG wird daher ein Abhängigkeitsbericht erstellt. Am Schluss des Berichtes erklären wir, dass im Jahr 2007 keinerlei geschäftliche Beziehungen der ORBIS AG zur GMV AG bestanden haben.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2008

Die dreijährige Wachstumsphase der deutschen Wirtschaft setzt sich 2008 mit etwas geringerer Geschwindigkeit fort. Davon ist die Bundesregierung überzeugt und rechnet für 2008 mit einem Zuwachs des Bruttosozialprodukts von 1,7%; ursprünglich hatte sie mit 2% gerechnet. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2008 legt sie im Januar dar, dass die konjunkturellen Antriebskräfte im Kern intakt seien. Mehr als bisher werde im laufenden Jahr neben den Ausrüstungsinvestitionen der private Verbrauch zur tragenden Säule des Wachstums. Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt begünstige die Bereitschaft zu konsumieren, so dass im Jahresverlauf mit einer Belebung des privaten Konsums zu rechnen sei.

32 2007

Die Bundesregierung wie die Experten der großen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten, dass die Flankierung des deutschen Wachstums durch die Weltwirtschaft wegen der amerikanischen Finanzkrise und ihrer globalen Folgen nachlassen werde. Hinzu kämen der hohe Ölpreis und die Dollar- und Yenschwäche gegenüber dem Euro. Als Folge rechnet die Regierung mit einem vergleichsweise schwachen Exportplus von 5,8 Prozent – nach 8,3 Prozent im Vorjahr und sogar 12,5 Prozent 2006. Wirtschaftsexperten rechnen damit, dass 2008 China die Rolle des globalen Exportweltmeisters übernehmen werde. Der Chef des Internationalen Währungsfonds warnt, die Krise am US-Hypothekenmarkt werde das Wachstum in Europa und den USA beeinträchtigen. Gleichwohl es bislang noch keinen massiven Wachstumsrückgang in den USA und Europa gebe, seien aber bereits merkliche Folgen zu beobachten.

Die deutsche Volkswirtschaft sei nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in "einem ruhigeren konjunkturellen Fahrwasser", ihr drohe trotz einer "Wachstumsdelle" zu Jahresbeginn vorerst kein Abschwung und "keine Rezessionsgefahr". Der Jahreswirtschaftsbericht 2008 stellt auch heraus, dass die deutsche Wirtschaft heute in robuster Verfassung und gut aufgestellt sei. Ihre Widerstandsfähigkeit gegen Schocks von außen habe in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Branchenentwicklung 2008

"IT-Dienstleister starten gut ins neue Jahr", ließ das Münchner Ifo-Institut Mitte Januar vermelden, sie "haben ihre Champagner-Laune vom Jahresende 2007 mit ins neue Jahr genommen". Laut monatlicher Umfrage des Ifo Instituts liefen die IT-Servicegeschäfte im Januar 2008 so gut wie lange nicht mehr. Der Ausblick auf die kommenden Monate allerdings sei weniger euphorisch: Große Probleme bereitet der Fachkräftemangel. Dies ist nicht allein ein deutsches, sondern ein internationales Problem wie eine im Februar veröffentliche Studie des IT Governance Institute (ITGI) unter 749 Vorständen aus 23 Ländern zeigte. Danach beklagten fast 60% der Befragten das nicht ausreichende IT-Fachpersonal. In Deutschland ist dies laut Ifo-Institut für ein Drittel der IT-Dienstleister ein Hindernis für die weitere geschäftliche Entfaltung. Rund 40% der IT-Dienstleister suchen neue Mitarbeiter. Dies überrascht nicht weiter, sind doch die Wachstumsprognosen für das Segment national wie international sehr positiv.

Nach den Prognosen des amerikanischen Marktforschungsinstituts Gartner wird der weltweite Markt für IT-Services bis 2011 um durchschnittlich 7,3% pro Jahr auf 958,3 Milliarden Dollar zulegen und dabei in fast allen Segmenten wachsen. Für Deutschland rechnet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) für das laufende Geschäftsjahr 2008 damit, dass die Segmente Software (+5,3%) und IT-Dienstleister mit einem Zuwachs von 6,6% die Wachstumstreiber für die deutsche ITK-Branche sein werden. In ihrer Jahrespressekonferenz im März 2008 prognostizieren die Branchenexperten für den deutschen Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics (ITK) einen Umsatzanstieg um 1,6% auf 145,2 Mrd. €. Die amerikanischen Marktforscher von IDC rechnen damit, dass wirtschaftliche Unsicherheiten und Rezessionsrisiken weltweit die IT-Ausgaben drücken werden und erwartet für 2008 einen moderaten Zuwachs der Branche von weltweit 5 % gegenüber dem 2007 verzeichneten Wachstum von 6 %.

Konzernlagebericht 2007

Ausblick ORBIS

ORBIS geht davon aus, 2008 an den Markterfolg von 2007 anknüpfen zu können und plant ein Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich. Dabei wird die kritische Größe für das angestrebte Wachstum weiterhin die Personalfrage sein.

Das insgesamt günstige Wirtschaftsklima in Deutschland sollte diesem Vorhaben förderlich sein. Die steten Marketingaktivitäten erweisen sich als fruchtbar und zielführend, so dass eine weitere Steigerung bei den Auftragseingängen und des Gesamtumsatzvolumens möglich sein sollte. Zugleich vertraut die ORBIS auf die breite Aufstellung als Business Consulting Unternehmen in Partnerschaft mit SAP, Microsoft und IBM und ihrer Fachkompetenz bei CRM, SCM, PLM, Business Intelligence, LES. Als Beratungsunternehmen mit umfassender Erfahrung in der Systemintegration und Entwickler von ergänzenden Softwarekomponenten für die Standardsoftware von SAP und Microsoft, sog. Add-Ons, kommt ORBIS mit seinem Angebot dem wachsenden Bedarf nach Systemintegration nach. ORBIS konzentriert sich auf ausgewählte Branchen wie Automotive, Fertigungs- und Konsumgüterindustrie und bietet diesen Branchenlösungen. Schließlich ist ORBIS weltweit tätig und führt für seine Kunden Rollout Projekte in deren ausländischen Niederlassungen und Fertigungsstandorten durch, so dass sich ORBIS als Partner seiner Kunden bewährt, der umfassend auf deren Bedürfnisse eingehen kann.

In den eigenen Auslandsniederlassungen in Frankreich, der Schweiz, den USA und neuerdings China demonstriert ORBIS die eigene Fähigkeit, mit seinem Angebot ausländische Märkte erschließen zu können.

2008 wird der Ausbau der neuen Niederlassung in Shanghai weiterhin mit Investitionen in Personalrekrutierung und Personalentwicklung verbunden sein, um vor Ort das Team weiter leistungsfähig auszubauen. Der zweite Schwerpunkt der Marktentwicklung gilt dem Osten Frankreichs. ORBIS trifft Vorbereitungen zur Eröffnung eines zweiten ORBIS-Büros in der Nähe von Straßburg, so dass der 'Grand Est', wie die Franzosen die Region von Lothringen bis Lyon nennen, von Straßburg aus bedient werden kann.

Neben der Rekrutierung von erfahrenen IT-Beratern wird ORBIS 2008 ihre Aktivitäten in der Hochschulzusammenarbeit ausbauen und wiederum Studierende in der Studienschlussphase zum Hospitieren und für die Diplomarbeit ins Haus holen, um sie mit dem Beratungsunternehmen, seiner Arbeitsweise und dem Instrumentarium vertraut zu machen. Diesen Studierenden ist nach erfolgreichem Praktikums- und Studienabschluss eine Anstellung bei ORBIS sicher. Hochschulabsolventen wird die ORBIS auch 2008 ein Trainéeprogramm anbieten, um sich so Fachpersonal heranzuziehen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr verfügbar sind. Da ORBIS seit langem auf diese Weise ausbildet, verfügt das Unternehmen über qualifizierte, erfahrenen Mitarbeiter, die die notwendige Ausbildungsroutine haben, um dieses Investment in Nachwuchskräfte zum Erfolg zu führen.

Wir werden 2008 die Performance des Unternehmens weiter verbessern und die Profitabilität um mehr als 10 % erhöhen. Dies bleibt unser unternehmerisches Kernziel.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS der ORBIS AG vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2007

Alle Angaben in Euro Anhang 01.01.-31.12 2007 01.01.-31.12 2006
· 1. Umsatzerlöse (C.1) 22.009.641,75 19.821.992,59
· 2. Sonstige betriebliche Erträge (C.2) 813.007,76 722.299,52
· 3. Materialaufwand / Aufwand für
bezogene Leistungen (C.3) -1.774.643,85 -1.295.018,99
· 4. Personalaufwand (C.4) -15.124.666,97 -13.505.961,37*
· 5. Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und auf
Sachanlagen (C.5) -344.830,74 -388.085,96
· 6. Sonstige betriebliche
Aufwendungen (C.6) -4.826.954,36 -4.693.170,07
· 7. Betriebsergebnis (EBIT) 751.553,59 662.055,72*
· 8. Finanzergebnis (C.7) 88.876,58 -6.874,75
a. Zinserträge / -aufwendungen 84.101,58 -13.564,75
b. Übrige Finanzerträge 4.775,00 6.690,00
· 9. Währungsverluste -147.918,23 -87.308,51
· 10. Ergebnis vor Steuern (EBT) und
Minderheitenanteilen 692.511,94 567.872,46*
· 11. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag (C.8) -1.286.188,88 -166.785,05*
· 12. Ergebnis vor Minderheitenanteilen /
Konzern-Ergebnis -593.676,94 401.087,41*
· Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) - €
0,065

0,044*
· Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(verwässert/unverwässert) 9.146.919 9.147.750

Konzern-Bilanz nach I FRS der ORBIS AG zum 31. Dezember 2007

AKTIVA Anhang 31.12.2007 31.12.2006
Alle Angaben in Euro
A. Kurzfristige Vermögenswerte
· 1. Liquide Mittel (A.1) 4.776.928,94 3.243.193,65
· 2. Wertpapiere des Umlaufvermögens (A.2) 0,00 1.745.625,00
· 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (A.3) 5.501.983,29 4.618.261,92
· 4. Rechnungsabgrenzungsposten und
sonstige kurzfristige Vermögenswerte (A.3) 487.948,27 473.191,44
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 10.766.860,50 10.080.272,01
B. Langfristige Vermögenswerte
· 1. Sachanlagevermögen (A.4) 4.655.726,24 4.717.795,48
· 2. Immaterielle Vermögenswerte (A.5) 34.890,38 43.163,00
· 3. Geschäfts- oder Firmenwert (A.6) 2.747.170,00 2.747.170,00
· 4. Latente Steuern (A.7) 4.667.327,91 6.713.834,10*
· 5. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige
langfristige Vermögenswerte (A.3) 37.562,52 43.080,15
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 12.142.677,05 14.265.042,73*
Aktiva, gesamt 22.909.537,55 24.345.314,74*
PASSIVA Anhang 31.12.2007 31.12.2006
Alle Angaben in Euro
A. Kurzfristige Verbindlichkeiten
· 1. Kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristiger
Anteil an langfristigen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten (B.1) 530.881,32 515.851,16
· 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 602.659,24 864.261,25
· 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 66.997,88 51.913,29
· 4. Rückstellungen (B.2) 2.123.059,96 1.316.875,26
· 5. Steuerrückstellungen (B.2) 172.882,25 162.882,25
· 6. Kurzfristiger Anteil der Rechnungsabgrenzungs
posten und sonstige kurzfristige
Verbindlichkeiten (B.3) 934.484,89 1.107.046,18
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 4.430.965,54 4.018.829,39
B. Langfristige Verbindlichkeiten
· 1.Langfristige Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten (B.1) 1.100.893,70 1.631.736,00
· 2. Rückstellungen für Pensionen (B.4) 1.314.372,00 1.915.379,07*
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 2.415.265,70 3.547.115,07*
C. Eigenkapital
· 1. Gezeichnetes Kapital (B.5) 9.142.639,00 9.147.750,00
· 2. Rücklage (B.6) 24.658.067,41 24.785.137,09*
· 3. Eigenkapitaldifferenz aus
Währungsumrechnung (B.7) 13.941,40 4.147,75
· 4. Verlustvortrag -17.157.664,56 -17.558.751,97*
· 5. Konzern-Ergebnis -593.676,94 401.087,41*
Eigenkapital, gesamt 16.063.306,31 16.779.370,28*
Passiva, gesamt 22.909.537,55 24.345.314,74*

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

I. Allgemeine Angaben

Grundlegende Informationen zum Unternehmen

Die ORBIS AG ist ein international tätiges Business Consulting-Unternehmen, das auf die Branchen Industrie, Automotive, Konsumgüter und Handel spezialisiert ist. Die Kernkompetenzen liegen in der Beratung von kundenorientierten (CRM), unternehmensinternen (ERP/PLM) und lieferantenorientierten Geschäftsprozessen (SRM) sowie unternehmensinterner und übergreifender Logistik (SCM/LES). Die ORBIS AG wurde am 16. Mai 2000 nach deutschem Recht gegründet und stellt die oberste Muttergesellschaft des ORBIS

Konzerns dar. Ihr Geschäftssitz ist die Nell-Breuning-Allee 3 - 5 in 66115 Saarbrücken, Deutschland.

Allgemeine Angaben zum IFRS Konzernabschluss

Die ORBIS AG, Saarbrücken, hat als oberstes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2007 nach den International Financial Reporting Standards, wie sie die Europäische Union fordert, sowie den zusätzlichen Anforderungen nach § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt. Dabei werden alle zum 31.12.2007 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, die zudem alle bis zum 31.12.2007 von der EU als geltende Rechnungslegungsstandards anerkannt wurden, berücksichtigt.

Folgende Rechnungslegungsvorschriften hat die ORBIS AG in 2007 erstmalig angewandt:

  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (Anwendungspflicht ab 1.1.2007): Durch den Standard werden die Anhangangaben zu Finanzinstrumenten, bisher vor allem in IAS 32 bestimmt, neu geregelt. IFRS 7 hat einen Einfluss auf Art und Umfang der Veröffentlichungen der Informationen über Finanzinstrumente im IFRS Konzern-abschluss, nicht jedoch auf Ansatz und Bewertung von Finanzinstrumenten.
  • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (Anwendungspflicht ab 1.1.2007): Die Änderungen des IAS 1 regeln die Angabepflichten in Bezug auf Ziele, Richtlinien und Verfahren für das Eigenkapitalmanagement. Der geänderte IAS 1 hat einen Einfluss auf die Anhangangaben, nicht jedoch auf Ansatz und Bewertung im IFRS Konzernabschluss.
  • Die Änderungen in IFRIC 7, IFRIC 8, IFRIC 9 und IFRIC 10 sind ohne Auswirkungen auf den IFRS Konzernabschluss der ORBIS AG.

Folgende in 2006 und 2007 neu herausgegebene, im vorliegenden Abschluss indes noch nicht verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften hat die ORBIS AG in ihrem IFRS Konzernabschluss nicht vorzeitig angewandt; z.T. steht für einzelne Änderungen auch die Anerkennung als gültiger Rechnungslegungsstandard durch die EU noch aus. Dementsprechend wurden IFRS 8 "Operating Segments", IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", IAS 23 "Fremdkapitalkosten" sowie IFRIC 11 bis 14 und deren Implikationen auf andere Vorschriften des IASB (z.B. IAS 32) im vorliegenden Abschluss nicht angewandt. Die Anwendung dieser Vorschriften wird vor-

aussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den IFRS Konzernabschluss haben. Eine Segmentberichterstattung wird in Anwendung von IAS 14.35 nicht aufgestellt.

Der Konzerabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in TEuro (T€) angegeben und ggf. kaufmännisch gerundet.

Der Vorstand gibt den IFRS Konzernabschluss am 27.03.2008 nach der Billigung durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung frei.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der ORBIS AG wurden folgende Tochterunternehmen einbezogen und vollkonsolidiert:

Name ORBIS
America Inc.
ORBIS
Hamburg
GmbH
ORBIS
Consulting
Shanghai
Co., Ltd.
Sitz Vienna bei
D.C. (USA)
Hamburg
Washington
Shanghai
(China)
Beteiligungs-/ Stimmrechtsquote 100,0 % 80,0 % 100,0 %
Erstkonsolidierung am 01.01.2000 01.10.2000 31.07.2007
Bilanzsumme 31. Dezember 2007 619 1.819 144
Umsatz 2007 1.232 1.255 192
Ebit 2007 116 34 -79
Ergebnis 2007 58 5 -81

Alle Angaben bei Bilanzsumme, Umsatz, Ebit und Ergebnis erfolgen in T€. Die Zahlen sind dem Einzelabschluss nach IFRS der jeweiligen Gesellschaft vor Konsolidierung entnommen. Der Unterschied zwischen Ebit und Ergebnis 2007 resultiert bei der ORBIS Hamburg GmbH im Wesentlichen aus Zinszahlungen des Tochterunternehmens an die ORBIS AG. Bei der ORBIS America Inc. resultiert der Unterschied sowohl aus Zinszahlungen an die ORBIS AG, als auch aus Steuerzahlungen. Im Geschäftsjahr 2007 wurde von der ORBIS AG die ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. mit einem Eigenkapital von RMB 3.010.000 gegründet, wovon zum 31.12.2007 RMB 2.056.860 (T€ 200) bereits eingezahlt wurden.

Grundlagen der Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften folgt dem Prinzip der funktionalen Währung. Aufgrund der wirtschaftlichen Selbständigkeit der ausländischen Tochterunternehmen wird als funktionale Währung die jeweilige Landeswährung verwendet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode. Demnach werden die Vermögens- und Schuldposten zum Stichtagskurs (Kassa-Mittelkurs), die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs und das Jahresergebnis zum Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bewertet.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Berichtsjahr Vorjahr
Stichtagskurs \$ / € 0,6794 0,7580
Durchschnittskurs \$ / € 0,7262 0,7935
Stichtagskurs RMB / € 0,09315
Durchschnittskurs RMB / € 0,09580

Die sich bei der Währungsumrechnung ergebende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und dort gesondert ausgewiesen. Echte Restbeträge aus der Fremdwährungsumrechnung der Schuldenkonsolidierung verändern das Konzernjahresergebnis.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den national gültigen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Für die Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2007 wurden die Einzelabschlüsse auf IFRS nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden umgestellt.

Die Konsolidierung der Gesellschaften nach den Vorschriften des IASB wurde wie folgt vorgenommen:

Bei der Kapitalkonsolidierung werden entsprechend der Erwerbsmethode die Konzernanschaffungskosten der Konzerngesellschaften nach Verteilung auf die einzelnen Vermögenswerte und Verpflichtungen gegen das Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Stichtag für die Erstkonsolidierung der ORBIS America Inc., Vienna, Virginia, bei Washington D.C. (USA) ist der 01. Januar 2000. Die ORBIS Hamburg GmbH ist ab dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung erworben wurde, in den Konzernabschluss einbezogen worden. Die ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. wurde ab der Eintragung in das entsprechende Unternehmensregister einbezogen. Da es sich hierbei um eine Gründung handelt, ergab sich keine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem Eigenkapital nach Verteilung der Anschaffungskosten auf die einzelnen Vermögenswerte und Verpflichtungen.

Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung von stillen Reserven und Lasten als Firmenwerte ausgewiesen. Der Firmenwert wird nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Zum Nachweis der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Firmenwerte wurde wie auch schon in den Vorjahren im November des Geschäftsjahres ein Impairmenttest durchgeführt. Der Impairmenttest kam zu dem Ergebnis, dass im Geschäftsjahr 2007 keine Abschreibungen auf die Firmenwerte vorzunehmen sind.

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet.

Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die aus dem konzerninternen Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen und Erträge eliminiert.

Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen im Anlagevermögen sowie in den Vorräten bestanden nicht.

Ertragserfassung

Umsätze und Aufwendungen aus Beratungsaufträgen (Kundenprojekte), die als Werkverträge qualifizieren, werden nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanziert, wonach Umsätze entsprechend dem Projektfortschritt ausgewiesen werden. Der Projektfortschritt ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag

angefallenen Beraterstunden zu den insgesamt zum Stichtag geschätzten Beraterstunden. Nach der Percentage-of-Completion-Methode bilanzierte Projekte werden entsprechend den zum Stichtag aufgelaufenen Projektkosten zuzüglich des sich aus dem erreichten Projektfortschritt ergebenden anteiligen Gewinns in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Projektänderungen, Nachforderungen oder Leistungsprämien werden insoweit berücksichtigt, wie sie mit dem Kunden bereits verbindlich vereinbart wurden. Wenn das Ergebnis eines Projektes nicht verlässlich schätzbar ist, werden wahrscheinlich erzielbare Umsätze bis zur Höhe der angefallen Kosten erfasst. Projektkosten werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Ist absehbar, dass die gesamten Projektkosten die Projekterlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste unmittelbar als Aufwand erfasst.

Die Umsatzerlöse aus Beratungsaufträgen, die als Dienstleistungsaufträge qualifizieren, Service- und Wartungsleistungen werden erfasst, sofern die Leistungen erbracht sind, ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist. Bei Rahmenverträgen werden erbrachte Leistungen regelmäßig, in der Regel monatlich, abgerechnet.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Handelswaren werden mit dem Eigentumsbzw. Gefahrenübergang an den Kunden erfasst, sofern ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und dessen Bezahlung wahrscheinlich ist.

Umsatzerlöse aus Verträgen, die mehrere Komponenten enthalten (z.B. Warenverkäufe in Kombination mit Dienstleistungen), werden erfasst, wenn die jeweilige Vertragskomponente geliefert oder erbracht wurde. Die Umsatzrealisierung erfolgt auf Basis objektiv nachvollziehbarer relativer Zeitwerte der einzelnen Vertragskomponenten.

Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Rabatten oder sonstigen Preisnachlässen ausgewiesen.

Zinserträge werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode vereinnahmt.

Dividendenerträge aus Kapitalanlagen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Zahlung rechtlich entstanden ist.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt mit Ausnahme bestimmter Finanzinstrumente, die zu Zeitwerten ausgewiesen werden, auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung ein künftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswertewerden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer über drei bis sechs Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Alle entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte besitzen eine begrenzte Nutzungsdauer.

Goodwillswerden zu Anschaffungskosten bilanziert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft sowie zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Das gesamte Sachanlagevermögenunterliegt der betrieblichen Nutzung und wird zu Anschaffungskosten – sofern abnutzbar – vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
in Jahren
Grundstücke und Bauten 40
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 3 bis 13

Mit Ausnahme von Peripheriegeräten werden Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu €410 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen werden ergebniswirksam erfasst, soweit sie nicht aktivierungspflichtig sind.

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte der Goodwills, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen dahingehend, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte. In diesem Fall wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer gegebenenfalls vorzunehmenden Wertberichtigung zu bestimmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder dem Nutzungswert, wobei der höhere der beiden Werte maßgeblich ist. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash-Flows. Als Diskontierungszinssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern der erzielbare Betrag für einen einzelnen Vermögenswert nicht ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Units) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Aus Unternehmenserwerben resultierende Goodwills werden den identifizierten Gruppen von Vermögenswerten (Cash Generating units) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Solche Gruppen stellen die niedrigste Berichtsebene im Konzern dar, auf der Goodwills durch das Management für interne Zwecke überwacht werden. Der ORBIS Konzern weist einen Goodwill aus, dessen Bewertung anhand der zukünftigen Cash-Flows des ORBIS Konzerns überprüft wird. Der ausgewiesene Goodwill wird regelmäßig jährlich zum Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit überprüft und zusätzlich, wenn zu anderen Zeitpunkten Hinweise für eine mögliche Wertminderung vorliegen.

Ist der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes niedriger als der Buchwert, erfolgt eine sofortige erfolgswirksame Wertberichtigung. Wird der Wertberichtigungsbedarf auf Basis von Cash Generating Units ermittelt, die einen Goodwill enthalten, werden zunächst die Goodwills wertgemindert. Übersteigt der Wertberichtigungsbedarf den Buchwert des Goodwills wird der Rest proportional auf die verbleibenden langfristigen Vermögenswerte der Cash Generating Unit verteilt.

Ergibt sich nach einer vorgenommenen Wertminderung zu einem späteren Zeitpunkt ein höherer erzielbarer Betrag des Vermögenswertes oder der Cash Generating Unit, erfolgt eine Wertaufholung. Die Wertaufholung ist begrenzt auf die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstel-

lungskosten, die sich ohne die Wertberichtigungen in der Vergangenheit ergeben hätten. Wertaufholungen auf Goodwills sind nicht zulässig.

Alle Wertminderungen werden erfolgswirksam in den Abschreibungen, Werterhöhungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die Berechnung der latenten und laufenden Steuern erfolgt nach IAS 12. Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in IFRSund Steuerbilanz und auf realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde, die zum Bilanzstichtag gültig bzw. gesetzlich verabschiedet sind. Aktive latente Steuern werden nur angesetzt, soweit die damit verbundenen Steuerforderungen wahrscheinlich genutzt werden. Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung einbezogen, soweit sie wahrscheinlich realisierbar sind. Die Unternehmen des ORBIS Konzerns haben als Leasingnehmer Leasingverträge (im Wesentlichen für PKWs und Bürogeräte) abgeschlossen, die gemäß IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse zu klassifizieren sind, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen für solche Operating-Leasingverhältnisse werden als sonstiger betrieblicher Aufwand in der Gewinnund Verlustrechnung über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Die Unternehmen des ORBIS Konzerns erbringen ausschließlich Beratungsleistungen, die gemäß IAS 11 zu klassifizieren sind. Unfertige und fertige Projekte, die zum Bilanzstichtag noch nicht an den Kunden berechnet sind, werden entsprechend unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Umsatzerlöse werden entsprechend der Projektfortschritte gemessen an den geleisteten Beratungstagen ermittelt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen bzw. Vermögenswerte werden ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. abzüglich Wertminderungen bewertet. Wertminderungen von Forderungen werden auf Einzelbasis vorgenommen, wenn folgende Hinweise die Einbringlichkeit der Forderung unwahrscheinlich machen:

  • erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Gegenpartei,
  • erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Gegenpartei Insolvenz anmelden muss,
  • Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen.

Forderungen, für die keine Wertberichtigung auf Einzelbasis festgestellt wurde, werden auf Portfoliobasis auf Wertminderungsbedarf überprüft. Ein objektiver Hinweis für eine Wertminderung eines Portfolios von Forderungen könnten Erfahrungen des Konzerns mit Zahlungseingängen in der Vergangenheit, ein Anstieg der Häufigkeit der Zahlungsausfälle innerhalb des Portfolios über die durchschnittliche Kreditdauer von 79 Tagen (Vorjahr 76 Tage), sowie beobachtbare Veränderungen des Wirtschaftsumfelds, mit denen Ausfälle von Forderungen in Zusammenhang gebracht werden, sein.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwertes der betroffenen finanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemin-

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

dert wird. Wird eine Forderung aus Lieferung und Leistung als uneinbringlich eingeschätzt, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Änderungen des Buchwertes des Wertminderungskontos werden erfolgswirksam über die GuV (in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen) erfasst.

Die flüssigen Mittel umfassen Barmittel, Sichteinlagen und kurzfristige Festgeldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und nur geringen Wertschwankungen unterliegen. Sie sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Pensionsrückstellungenwerden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Dabei werden die künftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Annahmen über die künftige Entwicklung bestimmter Parameter, die sich auf die künftige Leistungshöhe auswirken berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf einem versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Grundlagen.

Bisher wurden im ORBIS Konzern versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach der Korridormethode berükksichtigt. Beträge, die den so genannten "Korridor" überstiegen, wurden danach in der GuV-Rechnung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Dies bedeutet, dass der Betrag der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (Nettobetrag) zum Ende der vorangegangenen Berichtsperiode, der den "Korridor" überstieg, jeweils über die durchschnittliche erwartete restliche Arbeitszeit der Mitarbeiter verteilt wurde. Entsprechend IAS 19 beträgt der Korridor 10 % des Barwerts der Versorgungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) oder 10 % des Fair Value des Planvermögens, wobei jeweils der zum Ende des vorangegangenen Berichtsjahres höhere Betrag maßgeblich war. Seit der Änderung von IAS 19 zum 1. Januar 2005 ist es zulässig, die noch nicht realisierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht nach der Korridormethode sukzessive ergebniswirksam zu amortisieren, sondern vollständig gegen das Eigenkapital zu verrechnen. Dies hat zur Folge, dass keine ergebniswirksamen Amortisationen der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst werden.

Der ORBIS Konzern hat im vorliegenden IFRS Konzernabschluss die Verteilung der versicherungsmathematischen Gewinne/ Verluste von der bisher angewandten Korridormethode auf die vollständige Erfassung im Eigenkapital umgestellt, um die Transparenz der Berichterstattung zu erhöhen.

Durch die Berücksichtigung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital ändern sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Zusätzlich sind auf die durchgeführten Ausweisänderungen latente Steuern zu berechnen, die ebenfalls gegen die entsprechende Eigenkapitalposition verrechnet werden. Entsprechend wurden im vorliegenden IFRS Konzernabschluss die Vorjahreswerte zum 31. Dezember 2006 angepasst. Aufgrund der Ausweisänderung verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 36 T€, wobei ein latenter Steueraufwand von 14 T€dem entgegenstand. Brutto- und Netto-Cashflow werden durch diese zahlungsneutralen Vorgänge nicht beeinflusst.

Auf die Bilanz zum 31. Dezember 2006 ergaben sich aus der Umstellung folgende Auswirkungen auf die betroffenen Bilanzpositionen:

In T€ Bilanzwert Auswirkung Bilanzwert
vor Umstellung der Umstellung nach Umstellung
Vermögenswerte
Latente Steuerforderungen 6.428 286 6.714
Eigenkapital und Schulden
Eigenkapital 17.244 -465 16.779
Pensionsrückstellungen und
ähnliche Verpflichtungen 1.164 751 1.915

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie die erwarteten Vermögenserträge aus den Pensionsfonds werden zusammen mit den übrigen Aufwendungen aus der Dotierung der Pensionsverpflichtungen den Personalaufwendungen zugeordnet.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet, wenn der Eintritt wahrscheinlich ist und die Schätzung der Höhe hinreichend zuverlässig möglich ist. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert nur dann erfasst, wenn die Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der GuV nach Abzug der Erstattung ausgewiesen.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 mit der bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsumfangs. Soweit Rückstellungen erst nach einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Abschätzung der Auszahlungsbeträge bzw. -zeitpunkte möglich ist, wird der Barwert durch Abzinsung ermittelt.

Die finanziellen Verbindlichkeitenwerden entsprechend der Art und Verwendungsabsicht gemäß IAS 39.9 kategorisiert. Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten wurden als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39.9 eingestuft und bei ihrem erstmaligen Ansatz mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Hierbei werden auch die Transaktionskosten berücksichtigt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind in den Folgejahren mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (siehe oben) bewertet.

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit dann aus, wenn die Verbindlichkeit des Konzerns beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen ist.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Unsicherheiten und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode ausgewirkt haben. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten, der konzerneinheitlichen Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des Umfeld zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereich des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.

II. Angaben zu einzelnen Posten der Konzernbilanz

Vermögenswerte

Kurzfristige liquide Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Liquide Mittel (A.1)

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung sind zum Stichtagskurs umgerechnet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens (A.2)

Die im Vorjahr ausgewiesenen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden im Geschäftsjahr 2007 veräußert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte (A.3)

Forderungen und sonstige Vermögenswerte wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dazu wurden angemessene Einzelwertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet, uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben (T€ 13; Vorjahr: T€ 28). Zusätzlich werden Wertberichtigungen in Höhe von 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen gebildet (T€ 42; Vorjahr T€ 37). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von T€ 139 (Vorjahr: T€146) Auftragserlöse für in Arbeit befindliche sowie fertiggestellte Projekte, die noch nicht fakturiert sind, nach den Grundlagen der Teilgewinnrealisierung berükksichtigt.

Forderungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr Kurzfristig Berichtsjahr Vorjahr Langfristig Gesamt
Berichtsjahr Vorjahr
Forderungen aus
Lieferungen und
Leistungen
5.502 4.618 0 0 5.502 4.618
Sonstige Vermögens-
werte
373 375 38 43 411 418
Rechnungsab-
grenzungsposten
115 98 0 0 115 98
Summe 5.990 5.091 38 43 6.028 5.134

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Forderungen in Höhe von 59 T€ (Vorjahr: 65 T€) gegen Gesellschafter der ORBIS AG sind unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Bei den langfristigen sonstigen Vermögenswerten handelt es sich um den langfristigen Teil dieser Forderungen. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Wartungskosten, Kfz-Steuer und Versicherungen abgegrenzt.

Langfristige Vermögenswerte

Vorbemerkung

Der Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2007 und 2006 ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

Sachanlagevermögen (A.4)

Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Bauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen, die jeweils mit den historischen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Soweit Investitionszuschüsse gewährt wurden, sind sie von den historischen Anschaffungskosten erfolgsneutral abgesetzt. Die Grundstücke und Bauten dienen der Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Abschreibungen der Sachanlagen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögenswerte (Grundstücke und Bauten: 40 Jahre; Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-13 Jahre) linear vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wurde überprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen. Mit Ausnahme von Peripheriegeräten werden Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis 410 € im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte (A.5)

Der Posten enthält im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die erworbene Software und die gewerblichen Schutzrechte entsprechend ihrem voraussichtlichen Nutzungsverlauf über 3 Jahre linear abgeschrieben.

Geschäfts- oder Firmenwert (A.6)

Der für den ausgewiesenen Firmenwert durchgeführte Impairmenttest erfolgte nach der DCF Methode unter Anwendung eines durchschnittlichen Zinssatzes zur Kapitalisierung der zukünftigen Cash-Flows von 10 %.

Latente Steuern (A.7)

Latente Steuern resultieren vor allem aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen dem steuerlichen Wertansatz und dem Wertansatz nach IFRS sowie aus einem erwarteten zukünftigen Ausgleich steuerlicher Verlustvorträge bewertet mit einem Steuersatz von 31 % (Vorjahr: 40 %). Aufgrund temporärer Abweichungen liegen aktive latente Steuern entweder bei im

IFRS-Abschluss niedriger bewerteten Vermögenswerten oder höher bewerteten Verbindlichkeiten im Vergleich zur Steuerbilanz vor. Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:

Latente Berichtsjahr Vorjahr
Steuern auf in T€ in T€
Verlustvorträge 4.453 6.192*
Pensionen 411 753*
Zwischensumme 4.864 6.945
Bewertungsunterschied
Gebäude -192 -223
Bewertungsunterschiede
PoC-Methode -5 -8
Zwischensumme -197 -231
Summe 4.667 6.714

Latente Steueransprüche für nicht genutzte steuerliche Verluste sind in dem Umfang gebildet, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese durch zukünftig zu versteuerndes Ergebnis verwendet werden können. Zum Abschlussstichtag bestehende steuerliche Verluste in Höhe von rd. 4.800 T€, ca.25% der gesamten steuerlichen Verlustvorträge (Vorjahr 4.500 T€, ca. 23% der gesamten steuerlichen Verlustvorträge) wurden nicht für die Berechnung der latenten Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt.

Hinsichtlich der Effekte aus der Änderung der Steuersätze zur Berechnung der latenten Steuern aufgrund der Unternehmenssteuerreform 2008 wird auf die Erläuterungen zum Steueraufwand verwiesen.

Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum höheren Rückzahlungsbetrag bilanziert und teilen sich wie folgt auf:

in T€ Kurzfristig Langfristig Gesamt
Berichts- Vorjahr Berichts- Vorjahr Berichts- Vorjahr
jahr jahr jahr
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten
531 516 1.101 1.632 1.632 2.148
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen
603 864 0 0 603 864
Erhaltene Anzahlungen 67 52 0 0 67 52
Rückstellungen 2.296 1.480 1.314 1.915* 3.610 3.395*
Rechnungsabgrenzungs
posten und sonstige
Verbindlichkeiten 934 1.107 0 0 934 1.107
Summe 4.431 4.019 2.415 3.547 6.846 7.566

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Unter den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten waren im Vorjahr Verpflichtungen in Höhe von T€330 gegenüber den ehemaligen Mitgliedern des Vorstandes ausgewiesen. In 2007 wurde dieser Betrag ausgezahlt.

Kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (B.1)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe gesichert durch Grundschulden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nachfolgend dargestellt:

In T€ Höhe Laufzeit Zins Besicherung Höhe
Darlehen I 657 2013 3,90 % Grundschuld 657
Darlehen II 411 2014 5,00 % Grundschuld 411
Darlehen III 76 2014 3,90 % Grundschuld 76
Darlehen IV 174 2009 4,63 % Grundschuld 174
Darlehen V 206 2009 4,87 % Grundschuld 206
Darlehen VI 108 2009 3,70 % Grundschuld 108
Summe 1.632

Kurzfristige Rückstellungen (B.2)

Die Bildung und Bewertung der kurzfristigen Rückstellungen ist in Übereinstimmung mit IAS 37 vorgenommen worden. Mit ihrer Inanspruchnahme ist voraussichtlich innerhalb eines Jahres zu rechnen. Da die sonstigen Rückstellungen kurzfristiger Natur sind, erfolgte keine Abzinsung der Verpflichtungen. Die kurzfristigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12. Inanspruch- Auf- Zufüh- 31.12.
2006 nahme lösung rung 2007
Steuerrückstellungen 163 0 0 10 173
Sonstige Rückstellungen:
Personalrückstellungen 1.059 1.047 4 1.768 1.776
Rückstellungen Kundenverkehr 96 3 0 0 93
Übrige Rückstellungen 162 134 24 250 254
Summe kurzfristige
Rückstellungen 1.480 1.184 28 2.028 2.296

Die Personalrückstellungen beinhalten die Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern für noch nicht genommenen Urlaub und für variable Gehaltsbestandteile. Die Rückstellungen aus dem Kundenverkehr betreffen vollumfänglich Gewährleistungsansprüche.

Kurzfristiger Anteil der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (B.3)

Passive Rechnungsabgrenzungsposten 126 T€ (Vorjahr: T€ 107) beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Erlöse.

Rückstellungen für Pensionen (B.4)

Die ORBIS AG hat für ihre Vorstände sowie bestimmte Mitarbeiter eine Altersversorgung zugesagt. Die Altersversorgung für die Vorstände ist leistungsorientiert (defined benefit plans) und teilweise rückstellungsfinanziert, während die Altersversorgung für die übrigen Mitarbeiter beitragsorientiert ist. Der Aufwand für die beitragsorientierten Zusagen ist unter dem Aufwand für Altersversorgung erfasst. Die leistungsorientierten Zusagen der ORBIS AG an die Vorstände basieren auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Berechtigten. Für die Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen bei anerkannten Versicherungsgesellschaften abgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2007 ergaben sich aus der leistungsorientierten Altersversorgung Aufwendungen von T€ 199 (Vorjahr: T€ 194*), die in den Personalkosten enthalten sind. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Berichtsjahr Vorjahr
103 101
158 149
-62 -56
199 194*

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Altersversorgungsansprüche werden gemäß IAS 19 nach der projected unit credit Methode in Verbindung mit einer dienstzeitorientierten degressiven Quotierung des Leistungsvektors (service-pro-rata-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen bewertet. Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalles zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Vorstandsmitglieder verteilt. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind die folgenden Rechnungsparameter von Bedeutung:

Berichtsjahr Vorjahr
Rechnungszinsfuß zur Ermittlung
der Pensionsverpflichtung 5,40% 4,75%
Erwartete Einkommensentwicklung 2,25% 2,25%
Erwartete Rentenentwicklung 2,00% 2,00%

Für die qualifizierten Versicherungspolicen wird ein Zinssatz von 5,40 % (Vorjahr: 4,25 %) angewendet.

Die Versorgungsverpflichtungen stellen sich unter Berücksichtigung der zuvor dargestellten Berechnungsgrundlagen wie folgt dar:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Nettoverpflichtung zum Jahresbeginn 1.915 1.852
Altersversorgungsaufwendungen 199 194
Qualifizierte Versicherungspolicen -130 -130
Anpassung versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste -670 -1
Nettoverpflichtung zum Jahresende 1.314 1.915*

Aus sogenannten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (z.B. aufgrund abweichender Einkommenstrends gegenüber den Rechnungsannahmen) ergeben sich noch nicht ertragsmäßig verrechnete Anpassungsbeträge zwischen dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwert und der bilanziellen Rückstellung. Diese Beträge werden nach IAS 19 über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Versorgungsanwärter bilanziell erfasst und ergebniswirksam verrechnet. Die Überleitung zwischen dem Anwartschaftsbarwert und der bilanziellen Nettoverpflichtung ergibt sich wie folgt:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 2.926 3.225
Beizulegender Zeitwert qualifizierte
Versicherungspolicen -1.612 -1.310
Bilanzielle Nettoverpflichtung 1.314 1.915

Die Verpflichtungen (31 %; Vorjahr: ca. 31% des Anwartschaftsbarwertes) gegenüber den ehemaligen Vorständen erhöhen sich zukünftig um die Zinskomponente der Altersversorgungsaufwendungen. 38 % (Vorjahr: 38%) des Anwartschaftsbarwertes entfällt auf die Verpflichtung gegenüber Herrn Thomas Gard und 31 % (Vorjahr: 31 %) des Anwartschaftsbarwertes auf die Verpflichtung gegenüber Herrn Stefan Mailänder.

Minderheitenanteile

Sofern auf Minderheiten entfallende Anteile negativ sind und für diese Minderheiten keine Ausgleichsverpflichtung besteht, erfolgt eine Verrechnung dieser Anteile mit dem Konzernverlustvortrag oder dem Konzernjahresfehlbetrag. Aufgrund aufgelaufener Verluste, die zu einem negativen Kapital bei der Gesellschaft, an der Minderheitsgesellschafter beteiligt sind, geführt haben, sind zum 31. Dezember 2007 keine gesonderten Anteile der Minderheiten auszuweisen.

Eigenkapital

Die Konzerneigenkapitalveränderung für das Geschäftsjahr 2007 ist als Anlage dem Anhang beigefügt.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Gezeichnetes Kapital (B.5)

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der ORBIS AG vermindert um die eigenen Anteile von € 5.111 ausgewiesen. Das Grundkapital in Höhe von € 9.147.750 ist aufgeteilt in 9.147.750 Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil von € 1 am Grundkapital der Gesellschaft.

Mit Beschluss des Vorstandes vom 1. Oktober 2004 und Zustimmung des Aufsichtsrates vom 5. Oktober 2004 ist das Grundkapital um €47.750 erhöht worden. Die Kapitalerhöhung erfolgte in Ausnutzung des genehmigten Kapitals, beschlossen in der Hauptversammlung vom 16. August 2000. Die Mitarbeiter haben 47.750 Stück Aktien gezeichnet, die sie zu einem bevorzugten Preis erworben haben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2005 wurde das genehmigte Kapital auf € 4.573.875 geändert. Die Hauptversammlung vom 16. August 2000 hat das bedingte Kapital zur Einlösung von Aktienoptionen auf €455.000 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien festgesetzt. Die bedingte Kapitalerhöhung ist am 13. September 2000 in das Handelsregister eingetragen worden. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2004 und Eintragung im Handelsregister am 17. August 2004 ist das bedingte Kapital bis zu € 910.000 erhöht worden.

Zur Bedienung der in 2004 an die Mitarbeiter des ORBIS Konzerns gewährten Aktienoptionen hat die ORBIS AG in 2007 9.611 Stück Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 1,04 €/Aktie erworben. Im Dezember 2007 wurden im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 4.500 Stück Aktien an Mitarbeiter übertragen. Die verbleibenden 5.111 Stück Aktien mindern das gezeichnete Kapital. Der den rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1 €/Aktie übersteigende Betrag wird gegen die ausgewiesene Rücklage verrechnet.

Rücklage (B.6)

Unter der Position Rücklage wird u.a. das Agio abzüglich der Emissionskosten aus der Emission der Aktien in 2000 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2007 erhöhen die den Mitarbeitern gewährten Vorteile aus dem Aktienoptionsprogramm 2004 die Rücklagen in Höhe von insgesamt 2 T€ gem. IFRS 2.

Aufgrund der im vorliegenden IFRS-Konzernabschluss erfolgten Umstellung der Verteilung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste von der bisher angewandten Korridormethode auf die vollständige Erfassung im Eigenkapital, erhöht sich die Kapitalrücklage um 670 T€.

Die Rücklage vermindert sich hingegen durch die Reduzierung der aktiven latenten Steuern aufgrund der Unternehmensteuerreform 2008. Als Gesamteffekt aus der Veränderung der ergebnisneutral zu erfassenden latenten Steuern auf Verlustvorträge und der latenten Steuern auf die Bewertungsunterschiede der Pensionsrückstellungen resultiert eine Verminderung um T€ 799.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2004 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Rahmen des "Aktienoptionsplanes 2004" bis zu 700.000 Stück Bezugsrechte auf den Erwerb von bis zu 700.000 Stück Aktien der ORBIS AG auszugeben. Gleichzeitig erlischt die Ermächtigung aus dem zuvor beschriebenen Optionsprogramm weitere Bezugsrechte zu gewähren.

Aus dem Aktienoptionsplan 2004 wurden den Mitarbeitern 327.500 Optionen mit Beschluss des Vorstandes und Zustimmung des Aufsichtrates gewährt. Die Optionen können vor Ablauf einer Sperrfrist von drei Jahren nicht ausgeübt werden. Danach können erstmalig 50 % der gewährten Optionsrechte am ersten Bankarbeitstag ausgeübt werden, der auf die erste Geschäftszahlen-Bekanntgabe nach Ablauf der Sperrfrist folgt.

Der den Mitarbeitern aus der Zuteilung der Aktienoptionen gewährte Vorteil beträgt im Geschäftsjahr 2007 T€ 2 (Vorjahr: T€ 64) und wird unter dem Personalaufwand ausgewiesen. Während in den Vorjahren noch damit gerechnet wurde, dass die Aktienoptionen unter Berücksichtigung einer Fluktuationsrate nahezu vollständig von den Mitarbeitern ausgeübt werden, wurden in der Angebotsphase im Zeitraum vom 16. November bis 29. November 2007 insgesamt 4.500 Aktienoptionen ausgeübt. Dementsprechend wird insgesamt von einer verminderten Ausübung der gewährten Aktienoptionen ausgegangen, so dass der jährlich zu erfassende Personalaufwand reduziert ist.

Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (B.7)

Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ist Folge der Umrechnung nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Differenz ergibt sich aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften zum Durchschnittskurs und des Eigenkapitals der ausländischen Tochtergesellschaften zum historischen Kurs der Erstkonsolidierung einerseits und dem Stichtagskurs andererseits.

Sonstige finanzielle

Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Wesentlichen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung in folgender Höhe:

2008 2009 2010 2011 Folge
in T€ jahre
680 315 89 0 0

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

III. Angaben zu einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

Umsatzerlöse (C.1)

Die Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Die Erlöse werden netto ohne Umsatzsteuer, Rabatte, Skonti und Boni erfasst, wenn die Lieferung oder die Leistung ausgeführt wurde sowie der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich in Höhe von 20.031 T€ (Vorjahr: T€ 18.533) um Beratungsleistungen einschließlich der vertragsmäßigen Erstattungen von Reisekosten in den Kundenprojekten.

Als Auftragserlöse aus noch nicht abgerechneten Projekten wurden 139 T€(Vorjahr: T€ 146) unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Dabei wird ein Gewinnanteil von 15 T€ realisiert

Sonstige betriebliche Erträge (C.2)

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Erträge aus KFZ-Sachbezügen 518 472
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 77 68
Mieterträge 97 65
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 28 35
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 23 33
Erträge aus Herabsetzung von Wertberichtigungen
und abgeschriebenen Forderungen 3 17
Übrige Erträge 67 32
Summe 813 722

In den übrigen Erträgen werden im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an Dritte und aus der Kantine erfasst.

Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen (C. 3)

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 751 203
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.024 1.092
Summe 1.775 1.295

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten die Leistungen von Partnern, mit denen gemeinsam Projekte abgewickelt werden sowie fremdbezogene Programmierarbeiten und ähnliche Leistungen.

Personalaufwand (C.4)

Summe 15.125 13.506*
davon für Altersversorgung 264 247*
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung
2.187 2.121*
Löhne und Gehälter 12.938 11.385
in T€ Berichtsjahr Vorjahr

*) Nach Änderung der Methode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne /Verluste der Pensionsrückstellungen.

Im Geschäftsjahr 2007 waren in den Gesellschaften der ORBIS-Gruppe durchschnittlich 196 (Vorjahr: 189) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter 208 (Vorjahr: 194).

Davon waren 164 im Bereich Beratung und Entwicklung (Vorjahr 147), 26 im Bereich Verwaltung (Vorjahr 26) und 18 im Bereich Vertrieb, Marketing sowie Callcenter (Vorjahr 21) beschäftigt.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Sachanlagen (C.5)

Es lagen keine Wertminderungen von Vermögenswerten vor, die nach IAS 36 außerplanmäßige Abschreibungen auf den erlösbaren Betrag (recoverable amount) erfordert hätten. Ausgewiesen werden daher ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen (C.6)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Kfz-Kosten 1.353 1.278
Reisekosten 1.298 1.262
Raumkosten 490 395
Kommunikations- und IT-Kosten 357 411
Werbe- und Marketingkosten 263 287
Spezifische Kosten der Börsennotierung und
der Rechtsform als Aktiengesellschaft 240 264
Kosten für Beratung und Prüfung 215 165
Sonstige Personalkosten 141 185
Verluste aus Wertminderung von Forderungen 5 2
Übrige Kosten 465 444
Summe 4.827 4.693

Die übrigen Kosten umfassen im Wesentlichen Seminar- und Tagungskosten, Versicherungen, Beiträge und Gebühren, Bürobedarf sowie Leasing für Einrichtungsgegenstände.

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Finanzergebnis (C. 7)

Das Finanzergebnis gliedert sich im Einzelnen folgendermaßen:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 170 147
Zu- / Abschreibungen auf Wertpapiere
des Umlaufvermögens 5 6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -86 -160
Summe 89 -7

Fremdkapitalkosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind.

Steuern vom Einkommen und Ertrag (C.8)

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedern sich wie folgt:

Berichtsjahr Vorjahr
-38 1
-1.248 -167*
-1.286 -166

*) Nach Änderung der Methode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne /Verluste der Pensionsrückstellungen.

Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt II. zu entnehmen.

Es wurde unterstellt, dass die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge auf Basis der derzeitigen steuerlichen Gesetzeslage unbegrenzt nutzbar bleiben. Die aktiven latenten Steuern aus den bewerteten steuerlichen Verlustvorträgen werden zukünftig in dem Maße gemindert, in dem die Gesellschaften Gewinne erzielen.

Aufgrund der von der am 6. Juli 2007 im Bundesrat verabschiedeten Unternehmenssteuerreform wurden die ab 2008 anzuwendenden Steuersätze in Deutschland gesenkt. Damit werden die latenten Steuern auf die Differenzen zwischen den Wert

ansätzen der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Rückstellungen in der IFRS Konzernbilanz und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen sowie die latenten Steuern auf die steuerlichen Verlustvorträge mit einem Steuersatz von 31 % (Vorjahr: 40 %) bewertet. Soweit sich die Steuersatzänderung auf steuerliche Verlustvorträge auswirkt (T€ 538), die aus den direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Emissionskosten resultierten, erfolgt eine erfolgsneutrale Verrechnung mit den Kapitalrücklagen.

Die erwartete Steuerquote leitete sich wie folgt zur tatsächlichen Steuerquote über:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Konzernjahresüberschuss vor Steuern und
Minderheitenanteilen 693 568*
Erwartete Steuerquote 40,0 % 40,0 %
Errechneter Steueraufwand 277 227
Effekte aus Steuersatzänderungen 872 0
Nur steuerlich zu berücksichtigende Erträge 104 0
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 11 4
Sonstige 22 -63
Steuern vom Einkommen und Ertrag
für das laufende Geschäftsjahr 1.286 168*
Tatsächliche Steuerquote 185,6 % 29,6 %

*) Nach Änderung der Methode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne /Verluste der Pensionsrückstellungen.

IV. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die als Anlage beigefügte Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Anforderungen des IAS 7 "cash flow statements" erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds beinhaltet Barmittel und Bankguthaben. Die gesondert dargestellten Anpassungen aus Wechselkursumrechnung resultierten aus der vorgenommenen Fremdwährungsumrechnung der ausländischen Tochtergesellschaften ORBIS America Inc. und ORBIS Consulting Shanghai Co., Ltd. in den Konzernabschluss.

Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Ein- und Auszahlungen enthalten:

in T€ 2007 2006
Erhaltene Zinsen 170 147
Gezahlte Zinsen 86 160
Erhaltene Dividenden 0 0
Gezahlte Ertragsteuern 10 66

V. Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden

Für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden stuft das Management diese bei Zugang abhängig von der

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Art und Verwendungsabsicht in einer der folgenden Kategorien ein:

  • ausgereichte Kredite und Forderungen,
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
  • zu Handelszwecken gehaltene originäreund derivative finanzielle Vermögenswerte,
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte,
  • erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
  • sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Von der Fair-value-option wird kein Gebrauch gemacht. Darüber hinaus wurden zum Bilanzstichtag weder über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte noch über erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten gehalten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen.

Neueinstufungen wurden weder in 2006 noch in 2007 vorgenommen.

Die Buchwerte und Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des ORBIS-Konzerns stellen sich getrennt für die Kategorien wie folgt dar:

in T€ 31.12.2007
Buchwert
31.12.2006
Buchwert
ausgereichte Kredite und Forderungen 5.913 5.036
Davon kurzfristig 5.875 4.993
Davon langfristig 38 43
Erfolgswirksam bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 1.746
Davon kurzfristig 0 1.746
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.632 2.148
Davon kurzfristig 531 516
Davon langfristig 1.101 1.632
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 603 864
Davon kurzfristig 603 864
Erhaltene Anzahlungen 67 52
Davon kurzfristig 67 52
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 809 1.000
Davon kurzfristig 809 1.000

Die ausgewiesenen Buchwerte stimmen mit den Zeitwerten überein, sofern es sich um Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt. Gleiches gilt für die erhaltenen Anzahlungen und die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Die Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weichen nur geringfügig von den Buchwerten ab. Auf eine gesonderte Darstellung wurde deshalb verzichtet.

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten wurden mittels folgender Hierarchie ermittelt:

  • Sofern vorhanden, wurde der beizulegende Zeitwert unter Bezugnahme auf allgemeine Marktpreise bestimmt.
  • Sofern ein solcher Marktpreis nicht vorhanden war, wurde der beizulegende Zeitwert in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf DCF-Analysen und beob-

achtbaren aktuellen Markttransaktionen und Händlernotierungen für ähnliche Instrumente bestimmt. Die so ermittelten beizulegenden Zeitwerte wurden insbesondere für die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von den Hausbanken zur Verfügung gestellt.

Kapitalrisikomanagement

ORBIS steuert sein Kapital mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens quartalsweise. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und -möglichkeiten überprüft. Der Konzern hat eine Zieleigenkapitalquote von 65% bis 75%. Es wird erwartet, dass diese wie in den Vorjahren realisiert wird.

Die Kapitalstruktur hat sich in den beiden Berichtsjahren wie folgt geändert:

31.12.2007 31.12.2006 Änderung in %
Eigenkapital in T€ 16.063 16.779 -4
als % vom Gesamtkapital 70 69
Schulden in T€ 6.846 7.566 -10
als % vom Gesamtkapital 30 31
Kurzfristige Schulden in € 4.431 4.019 10
als % vom Gesamtkapital 19 17
Langfristige Schulden in € 2.415 3.547 -32
als % vom Gesamtkapital 11 14

Finanzrisikomanagement

Das Finanzrisiko wird zentral durch den Finanzbereich der ORBIS AG gemanagt. Hierzu steuert der Finanzbereich den Kauf und Verkauf von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten und überwacht die damit verbundenen Finanzrisiken. Der Finanzbereich unterliegt hierbei dem vom Vorstand der ORBIS AG erteilten Weisungen. Der Vorstand erhält viertel-

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

jährlich einen Risikobericht. Der ORBIS Konzern unterliegt folgenden finanziellen Risiken, die im einzelnen wie folgt gesteuert werden:

Liquiditätsrisiko

ORBIS steuert die Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen sowie Planung und Abstimmung der Mittelzu- und -abflüsse. Hinsichtlich der bestehenden Darlehensbeziehungen wird auf die vorstehenden Erläuterungen verwiesen.

Der ORBIS Konzern kann darüber hinaus offene Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der gesamte, noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 1.200 (Vorjahr: T€ 1.200). Der Vorstand der ORBIS AG erwartet, dass der ORBIS Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cash Flows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.

Kreditrisiko

Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Es beträgt insgesamt T€ 5.913 (Vorjahr: T€ 5.036). Die Vorgaben des Vorstandes sehen vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien, ggf. unter Einholung von Sicherheiten zur Minderung des Ausfallrisikos, eingegangen werden. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit insbesondere von Großkunden werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Unternehmen des ORBIS Konzerns sind keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt, soweit dies den Unternehmen des ORBIS-Konzerns bekannt ist. Die Konzentration der Ausfallrisiken überschritt in diesem Jahr zu keinem Zeitpunkt 10 % (Vorjahr: 10 %) des monetären Bruttovermögens.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer großen Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Zustands der Forderungen durchgeführt.

Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 14 Tagen ohne Abzug (Vorjahr 14 Tage ohne Abzug) gewährt. Bis zur ersten Mahnung werden keine Zinsen berechnet. Ab der zweiten Mahnung werden Verzugszinsen in Höhe von 9,37% p.a. auf den ausstehenden Betrag erhoben. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als 366 Tage sind, nimmt der Konzern unverändert zur Vorgehensweise im Vorjahr eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen, die älter als 366 Tage sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann. Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zwischen 183 und 365 Tagen ausstehend sind, werden auf Grundlage der Vergangenheitswerte wertberichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, bestanden weder im Vorjahr noch im laufenden Geschäftsjahr.

Marktrisiken

Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz dieser Risiken für den Konzern wurden diese bisher nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung.

Wechselkursrisiken werden dadurch weitgehend vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in € fakturiert. Die Fremdwährungsforderungen betrugen zum Bilanzstichtag 612 T€ (Vorjahr: 537 T€) und die Fremdwährungsverbindlichkeiten 50 T€ (Vorjahr: 2 T€). Wenn der € gegenüber sämtlichen konzernrelevanten Währungen zum 31.12.2007 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre das Vorsteuerergebnis um 56 T€ (Vorjahr: 54 T€) niedriger (höher) gewesen.

Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu festen und variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Die Absicherung durch Derivate (z.B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgte nicht. Eine Übersicht über die verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und Schulden ist oben dargestellt. Falls die Zinsen ceteris paribus 2 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 38 T€(Vorjahr: 54 T€) niedriger (höher) gewesen.

VI. Angaben zu den Unternehmensorganen der ORBIS AG

Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2007 an:

Herr Thomas Gard (Sprecher), Urexweiler

Herr Stefan Mailänder, Ensdorf

Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2007 T€ 451 und entfallen zu gleichen Teilen auf die Vorstände. Jedem Vorstand wurde ein Dienstwagen der Oberklasse auch zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Weitere Bezüge haben die Vorstände im Geschäftsjahr 2007 nicht erhalten. Den Vorständen ist jeweils eine Pensionszusage erteilt worden, deren Verpflichtung im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt ist. Für den Fall des Ausscheidens aus der ORBIS AG, das nicht in der Person eines Vorstandes begründet ist, erhält dieser ein Ruhegehalt in Höhe von max. 60% der Durchschnittsvergütung der letzten 3 Jahre. Das Ruhegehalt wird längstens bis zum Zeitpunkt der Zahlung der Pensionen bei Erreichen der entsprechenden Altergrenze gezahlt. Dieses wird durch anderweitige Einkünfte, die in dieser Zeit erworben werden, um bis zu 50 % gekürzt.

Zum 31. Dezember 2007 halten die Mitglieder des Vorstands in ihrem Privatvermögen unmittelbar keine Aktien der ORBIS AG. Über die GMV AG halten die Herren Gard und Mailänder als deren einzige stimmberechtigte Gesellschafter und einzige Vorstandsmitglieder insgesamt 25,03% der Aktien der ORBIS AG.

2007 63

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2007 nach IFRS

Der Aufsichtsrat wird gebildet von:

Herr Prof. Wolf- Jürgen Schieffer (Vorsitzender), Völklingen, Hochschullehrer

Herr Prof. Werner Koetz, St. Ingbert, Hochschullehrer

Herr Dr. Ing. Uwe G. Spörl, Wimsheim, geschäftsführender Gesellschafter bei der Linnig Antriebstechnik GmbH, Markdorf.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Berichtsjahr die nachstehenden Mandate in anderen Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahrgenommen:

  • Prof. Wolf-Jürgen Schieffer keine weiteren Mandate
  • Prof. Werner Koetz keine weiteren Mandate
  • Dr. Ing. Uwe G. Spörl Verwaltungsrat: Linnig Corporation, Atlanta Linnig Acoplamentos, Sao Paulo Linnig de Mexico, Mexico Linnig Drive Tec, Nanjing China

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr T€ 40.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten 14,25% der Aktien der ORBIS AG. Die ORBIS AG hat im November 2000 mit zwei Mitgliedern des Aufsichtsrates Verträge abgeschlossen, die hauptsächlich Tätigkeiten für Imagepflege und Öffentlichkeitsarbeit umfassen. Hierfür wurden im Geschäftsjahr T€ 11 gezahlt.

VI. Honorar Abschlussprüfer

Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB beläuft sich für das Geschäftsjahr 2007 auf T€83 und gliedert sich wie folgt:

in T€ Berichtsjahr Vorjahr
Abschlussprüfung 69 67
sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 6 13
Steuerberatungsleistungen 0 0
sonstige Leistungen 8 2
Summe 83 82

VII. Erklärung gemäß § 161 AktG

Die ORBIS AG als Mutterunternehmen des ORBIS Konzerns ist mit ihren Aktien am geregelten Markt notiert. Gem. § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft zu erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Codex" entsprochen wurde und wird sowie welche Empfehlungen nicht angewendet wurden und werden. Diese Erklärung für die ORBIS AG wurde im Dezember 2007 abgegeben und ist allen Aktionären auf der Homepage der ORBIS AG www.orbis.de dauerhaft zugänglich gemacht worden.

VIII. Angaben zur Segmentberichterstattung

Infolge der Einheitlichkeit der erbrachten Leistungen der Gesellschaften des ORBIS Konzerns unterbleibt im Geschäftsjahr eine Unterteilung in getrennte berichtspflichtige Segmente im Sinne von IAS 14. Auf eine Segmentierung nach Regionen wurde verzichtet, da die ORBIS-Gruppe überwiegend in Europa und hier in Deutschland tätig war (93,5%, Vorjahr: 96,7 %, der Gesamtumsätze).

IX. Angaben zum Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernperiodenergebnisses durch die durchschnittliche Zahl der Aktien errechnet.

Im Geschäftsjahr 2004 wurden den Mitarbeitern im Rahmen des Aktienoptionsplanes 2004 327.500 Optionen für einen begünstigten Bezug von ORBIS Aktien gewährt. Aus diesen Optionsrechten ergibt sich zum 31. Dezember 2007 gem. IAS 33 kein verwässernder Effekt.

Berichtsjahr Vorjahr
Jahresüberschuss/-fehlbetrag: T€ -594 401*
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien, unverwässert:
Stück 9.146.919 9.147.750
Unverwässertes Ergebnis je Aktie: -0,065 0,044

*) Nach Änderung der Methode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne /Verluste der Pensionsrückstellungen.

Bilanzeid

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Saarbrücken, den 6. März 2008

ORBIS AG

Thomas Gard Stefan Mailänder

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2007

in EURO Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am Zugang Abgang Währungs- Stand am
1.1.2007 differenz 31.12.2007
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.180.386,65 0,00 0,00 0,00 5.180.386,65
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 3.395.223,39 268.766,21 -65.475,05 -9.145,96 3.589.368,59
8.575.610,04 268.766,21 -65.475,05 -9.145,96 8.769.755,24
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entwicklungskosten 7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86
2. Gewerbliche Schutzrechte
und Lizenzen 1.017.712,53 11.335,50 0,00 0,00 1.029.048,03
8.773.401,39 11.335,50 0,00 0,00 8.784.736,89
III. Firmenwert 5.576.689,29 0,00 0,00 0,00 5.576.689,29
Anlagevermögen gesamt 22.925.700,72 280.101,71 -65.475,05 -9.145,96 23.131.181,42

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2006

in EURO Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am Zugang Abgang Währungs- Stand am
1.1.2006 differenz 31.12.2006
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.180.386,65 0,00 0,00 0,00 5.180.386,65
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 3.387.821,89 99.791,60 -82.593,28 -9.796,82 3.395.223,39
8.568.208,54 99.791,60 -82.593,28 -9.796,82 8.575.610,04
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. Entwicklungskosten 7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86
2. Gewerbliche Schutzrechte
und Lizenzen 1.008.240,59 9.471,94 0,00 0,00 1.017.712,53
8.763.929,45 9.471,94 0,00 0,00 8.773.401,39
III. Firmenwert 5.576.689,29 0,00 0,00 0,00 5.576.689,29
Anlagevermögen gesamt 22.908.827,28 109.263,54 -82.593,28 -9.796,82 22.925.700,72

66 2007

Abschreibungen Buchwerte Buchwerte
Stand am
1.1.2007
Zugang Abgang Währungs-
differenz
Stand am
31.12.2007
Stand am
31.12.2007
Stand am
31.12.2006
972.915,86 114.406,00 0,00 0,00 1.087.321,86 4.093.064,79 4.207.470,79
2.884.898,70 210.815,87 -60.407,80 -8.599,63 3.026.707,14 562.661,45 510.324,69
3.857.814,56 325.221,87 -60.407,80 -8.599,63 4.114.029,00 4.655.726,24 4.717.795,48
7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86 0,00 0,00
974.549,53 19.608,87 0,00 -0,75 994.157,65 34.890,38 43.163,00
8.730.238,39 19.608,87 0,00 -0,75 8.749.846,51 34.890,38 43.163,00
2.829.519,29 0,00 0,00 0,00 2.829.519,29 2.747.170,00 2.747.170,00
15.417.572,24 344.830,74 -60.407,80 -8.600,38 15.693.394,80 7.437.786,62 7.508.128,48
Abschreibungen Buchwerte Buchwerte
Stand am Zugang Abgang Währungs- Stand am Stand am Stand am
1.1.2006 differenz 31.12.2006 31.12.2006 31.12.2005
858.509,86 114.406,00 0,00 0,00 972.915,86 4.207.470,79 4.321.876,79
2.719.923,19 247.829,02 -73.897,67 -8.955,84 2.884.898,70 510.324,69 667.898,70
3.578.433,05 362.235,02 -73.897,67 -8.955,84 3.857.814,56 4.717.795,48 4.989.775,49
7.755.688,86 0,00 0,00 0,00 7.755.688,86 0,00 0,00
948.698,59 25.850,94 0,00 0,00 974.549,53 43.163,00 59.542,00
8.704.387,45 25.850,94 0,00 0,00 8.730.238,39 43.163,00 59.542,00
2.829.519,29 0,00 0,00 0,00 2.829.519,29 2.747.170,00 2.747.170,00
15.112.339,79 388.085,96 -73.897,67 -8.955,84 15.417.572,24 7.508.128,48 7.796.487,49

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ORBIS AG vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2007

in T € Gezeichnetes
Kapital
Rücklage* Eigenkapital-
differenz aus
Währungs
umrechnung
Verlustvortrag Summe
Eigenkapital
Betrag zum 1.1.2007 9.148 24.785* 4 -17.158* 16.779
Rückkauf eigene Aktien -5 -5
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2* 2
Summe -5 2* 0 0* -3
Anpassung versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 670* 670
Latente Steuern auf die versicherungs
mathematischen Gewinne/Verluste
-276* -276
Steuersatzänderung für Bewertung der
ergebnisneutral gebildeten latenten Steuern
auf Verlustvorträge
-523* -523
Währungsdifferenz aus Umrechnung
ausländischer Abschlüsse
10 10
Jahresfehlbetrag -594* -594
insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge 0 -129* 10 -594* -713
Betrag zum 31.12.2007 9.143 24.658* 14 -17.752* 16.063
in T € Gezeichnetes
Kapital
Rücklage* Eigenkapital-
differenz aus
Währungs
umrechnung
Verlustvortrag Summe
Eigenkapital
Betrag zum 1.1.2006 9.148 24.720* 0 -17.559* 16.309*
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 64* 64
Anpassung versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 1* 1
Latente Steuern auf die versicherungs
mathematischen Gewinne/Verluste
0* 0
Währungsdifferenz aus Umrechnung
ausländischer Abschlüsse
4 4
Jahresüberschuss 401* 401*
insgesamt erfasste Aufwendungen/Erträge 0 1* 4 401* 406*
Betrag zum 31.12.2006 9.148 24.785* 4 -17.158* 16.779*

Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2007

Alle Angaben in T € 2007 2006
1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Konzern-Ergebnis -594 401*
+/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 345 388*
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 215 -124*
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 1.920 228*
-/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens /
Finanzinvestitionen -27 -33
-/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -884 -537
-/+ Zunahme / Abnahme der Sonstigen Vermögensgegenstände, aktive Rechnungsabgrenzung -9 -248
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -262 280
+/- Zunahme / Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten, passive Rechnungsabgrenzung -157 -650
=
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
547 -295
2.
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens / Finanzinvestitionen 32 41
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
-269 -100
-
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
-11 -9
-/+ Auszahlungen / Einzahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 1.746 500
=
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
1.498 432
3.
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus Eigenkapitalzuführungen -5 0
+
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten
0 250
-
Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten
-516 -1.373
=
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
-521 -1.123
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.524 -986
+/-
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen
des Finanzmittelfonds 10 5
+
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
3.243 4.224
=
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
4.777 3.243
Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere) 0 1.746

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ORBIS AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der ORBIS AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 6. März 2008

Verhülsdonk & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Michael Hüchtebrock Rainer Grote Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Kennzahlen der ORBIS Gruppe

2007 2006* Veränderung
zu Vorjahr
T € T €* T € %
Umsatzerlöse 22.010 19.822* 2.188 11,0
Betriebsergebnis (EBIT) 752 662* 90 13,6
Ergebnis vor Steuern (EBT)
und Minderheitenanteilen
693 568* 125 22,0
Ergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen
(Konzern-Ergebnis) **
-594
401* -995 -248,1
Eigenkapital einschließlich
Minderheiten
16.063 16.779* -716 -4,3
Bilanzsumme 22.910 24.345* -1.435 -5,9
Eigenkapitalquote 70,1% 68,9%* 1,2
Cashflow aus der
laufenden Geschäftstätigkeit 547 -295* 842 285,4
Finanzmittel 4.777 4.989* -212 -4,3
Ergebnis je Aktie vor Steuern
verwässert/unverwässert
0,076 € 0,062 €* 0,014 € 22,6
Durchschnittlich im Umlauf
befindliche Aktien
verwässert/unverwässert 9.146.919 9.147.750* -831 0,0
Anzahl Mitarbeiter konzernweit
(Durchschnitt) 196 189* 7 3,7
Anzahl Mitarbeiter
zum Stichtag 208 194* 14 7,2

*) Nach Änderung der Methode zur Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne /Verluste der Pensionsrückstellungen. **) Siehe Erläuterung zum Steueraufwand aus latenten Steuern S. 58 und 59.

Standorte:

Deutschland (Hauptsitz Saarbrücken)

China (Shanghai)

Frankreich (Paris)

USA (Washington D.C.)

Erfolgreiche Rollout-Projekte:

Belgien Brasilien Dänemark Deutschland Frankreich Großbritannien Indien Irland Italien Kanada Luxemburg Mexiko Niederlande Österreich Polen Portugal Rumänien Russland Schweden Schweiz Slowakei Spanien Tschechien Türkei USA VR China

Impressum / Kontakt

Impressum

Konzeption, Text und Redaktion ORBIS / Evamaria Berg, Finanzkommunikation

Gestaltung und Produktion IDEEN! Netzwerk Michael Weiss

Fotografie Angelika Klein

Druck O/D, Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH

Kontakt

Investor Relations Telefon +49 (0) 6 81/99 24-999 [email protected]

ORBIS AG Nell-Breuning-Allee 3-5 D-66115 Saarbrücken Telefon +49 (0) 6 81/99 24-0 Telefax +49 (0) 6 81/99 24-111 [email protected] www.orbis.de

2007 73

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