Annual Report • Apr 2, 2007
Annual Report
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ORBIS ist ein international tätiges Business Consulting-Unternehmen, das auf die Branchen Industrie, Automotive, Konsumgüter und Handel spezialisiert ist. Die Kernkompetenzen liegen in der Beratung von kundenorientierten (CRM), unternehmensinternen (ERP / PLM) und lieferantenorientierten Geschäftsprozessen (SRM) sowie unternehmensinterne und -übergreifende Logistik (SCM). ORBIS verfolgt einen durchgängigen Beratungsansatz von der strategischen Beratung sowie Organisationsund Prozessberatung, über Technologieberatung bis hin zur Systemintegration.
Über 900 erfolgreich realisierte Kundenprojekte belegen die Kompetenz und langjährige Branchenerfahrung des Unternehmens. Seit der Gründung 1986 bietet ORBIS Dienstleistungen rund um SAP. Praxisorientierte Lösungen (Add-ons) im SAP-Umfeld und innovative Produkte für eLearning (ORBIS NetCoach) und Business Intelligence (ORBIS iControl) runden das Portfolio ab.
ORBIS ist einer der ersten SAP Alliance Partner Service und mehrfacher SAP Special Expertise Partner, z.B. für SAP for Automotive, SAP for Industrial Machinery & Components, mySAP CRM, SAP APO, SAP Global Trade Services, mySAP PLM und LES. Darüber hinaus ist ORBIS SAP-Partner Mittelstand.
Neben der engen Zusammenarbeit mit SAP ist ORBIS auch Microsoft Gold Certified Partner im Bereich Customer Relationship Management (CRM) und bietet eine Branchenlösung auf Basis von Microsoft Navision für Dienstleistungsunternehmen an.
Seit 2000 ist ORBIS an der Deutschen Börse zugelassen. Der Hauptsitz liegt in Saarbrücken. Weitere Standorte sind Bielefeld, Hamburg, München, Essen, Cham, Paris, Washington D.C und Shanghai.
Zu den Kunden zählen namhafte internationale sowie mittelständische Unternehmen wie Behr Gruppe, Brose Fahrzeugteile, Bitzer Kühlmaschinenbau, Eberspächer, Hager Group, Paul Hartmann AG, Hydac International, Pilz, Rittal, SG technologies, Trelleborg Automotive AVS, Villeroy & Boch, Wagner Tiefkühlprodukte und die ZF Gruppe.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Geschäftsfreunde, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
2006 war ein gutes Jahr für die ORBIS. Die ORBIS AG erzielte ein EBIT von T€626, der leicht über dem Vorjahresniveau lag und einen Konzerngewinn von T€ 380 oder €0.04 pro Aktie. Unser wirtschaftlicher Erfolg freut uns besonders angesichts unseres 20-jährigen Firmenjubiläums 2006. Attraktive Neuaufträge zeigen eindrucksvoll, dass die Erfolgsgeschichte von ORBIS weitergeht. Wir haben das Vertrauen zahlreicher neuer Kunden gewonnen. Auch von Bestandskunden und Wegbegleitern haben wir Neuaufträge im In- und Ausland erhalten sowie viele Zeichen der Wertschätzung und Verbundenheit zu unserem 20-jährigen Bestehen. Gestärkt durch Zuspruch und Erfolg verfolgen wir weiterhin hartnäckig die Strategie, durch Innovationen am Markt immer ein wenig voraus zu sein. Das gelingt uns durch hoch qualifizierte und engagierte Berater, deren spezialisiertes Knowhow der Schlüssel zum Erfolg unserer Kunden und der ORBIS AG ist.
2006 war ein gutes Jahr, nicht nur für die ORBIS. In Deutschland wuchs die Zuversicht in die Wirtschaft, die Konjunktur zog an. Während wir im Frühjahr noch über Projektverschiebungen im ersten Quartal berichteten, liefen diese Projekte im zweiten Quartal an. Weitere deutliche Umsatzsteigerungen und Neuaufträge im dritten und vierten Quartal sind ein klares Signal, dass der Investitionsstau der vergangenen Jahre langsam abgebaut wird und schon
länger vorgesehene Projekte umgesetzt werden. Wir spüren durch die zahlreiche, positive Resonanz auf unsere Informationstage und Fachkonferenzen, dass es wieder Bewegung im Markt gibt und die Bereitschaft zu investieren steigt. Dies gilt insbesondere für größere Unternehmen. Weite Teile des Mittelstands müssen sich weiterhin den Herausforderungen der Globalisierung, dem Preis- und Wettbewerbsdruck sowie der Bestandssicherung stellen. Sie investieren daher noch sehr zögerlich in innovative Softwarelösungen zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse.
Deutschland ein Sommermärchen? Die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land, der Hockey-Weltmeistertitel der Herren-Nationalmannschaft, Millionen Fans, die sich an der Energie, dem Geschick, der Hartnäckigkeit und dem Erfolg ihrer Vorzeigespieler erfreuten – wenn das kein Ansporn ist, auf die eigenen Stärken und die eigene Kraft zu vertrauen. "Beginnen können ist Stärke, vollenden können ist Kraft." So heißt es bei Laotse. Dieser Sinnspruch aus unserer kleinen Jubiläumsbroschüre steht für unser Selbstverständnis und ermutigt uns, bei jeder Aufgabe Können und Energie unter Beweis zu stellen.
Die gute Auftragslage 2006 lastet unsere Berater zunehmend stärker aus, so dass wir dabei sind, aktiv IT-Spezialisten mit fundierter SAP-Erfahrung zu suchen. Sie sollen unsere Teams verstärken, damit unser Unternehmen erneut wachsen kann. Allerdings ist der Wettbewerb um gute Mitarbeiter groß, da die Branche wieder verstärkt einstellt. Daher bilden wir parallel dazu im Rahmen unserer Partnerschaft mit der HTW des Saarlands in Saarbrücken Hochschulabsolventen in einjährigen Trainee-Programmen zu Beratern aus. Wir gewäh-
ren so Studierenden während ihrer Abschlussphase Einblick in die Beratungspraxis und bieten ihnen die Möglichkeit, ihre Diplomarbeiten bei uns zu schreiben. Dieses finanzielle und Zeit bindende Engagement für die Ausbildung von Fachkräften ist ein Ausdruck unseres unternehmerischen Selbstverständnisses und der Verantwortung für die Region; für uns ein wichtiger Weg, Mitarbeiter dauerhaft an unser Unternehmen zu binden.
ORBIS berät Großunternehmen und große Mittelständler bei der Optimierung von Geschäftsprozessen und führt gemeinsam mit ihnen Softwaresystemen zur Steuerung von Geschäftsabläufen ein. Die Schwerpunktbranchen sind Industrie, Konsumgüter/Handel und Automotive. ORBIS hat sich außerdem einen Namen gemacht als innovativer Softwareentwickler: Auf der Grundlage von Standardsoftware der Weltmarktführer SAP und Microsoft entwickeln wir eigene Branchenlösungen und Ergänzungsmodule, so genannte Add-ons. Mit ihnen gelingt es, individuell passende Lösungen in einem engen Zeit- und Budgetrahmen zu implementieren.
Über alle Branchen und Unternehmen hinweg ist das Beziehungsmanagement zwischen Unternehmen und Kunden (CRM) ein wichtiges Thema im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Seit Jahren verweisen internationale Branchenprognosen auf stetig steigende Nachfrage nach Software zur Gestaltung dieses zentralen Teils des Geschäftsprozesses. ORBIS ist im CRM-Bereich seit der Zeit der eigen entwickelten CRM-Software Ende der 80er Jahre – noch bevor SAP und später Microsoft sich dieses Teils der Geschäftsprozesse angenommen haben – ein anerkannter Experte in Sachen Kundenbeziehungsmanagement. Die enge Zusammenarbeit mit SAP und Microsoft unterstreichen die Wertschätzung der weltweit führenden Softwarehäuser für ORBIS. ORBIS stellt diese Erfahrung zunehmend in den Dienst der Unternehmen und positioniert sich verstärkt als neutraler Berater und Anbieter. Unsere Marketing-Roadshows zum Kundenbeziehungsmanagement wecken sehr großes Interesse und sind sehr gut besucht. Zahlreiche Firmen ziehen ORBIS nun bereits in einer früheren Planungsphase hinzu, lassen sich nicht nur bei der Ausgestaltung und systemtechnischen Umsetzung des Kundenbeziehungsmanagements im Unternehmensprozess beraten, sondern auch bei der Auswahl der geeigneten Software. Dabei gibt es nicht nur ein 'Entweder' 'Oder', sondern auch Kombinationsmöglichkeiten zwischen SAP und Microsoft. Das ORBIS Produkt iControl ergänzt die Lösung in der Regel auf sinnvolle Weise. Dies ist ein Add-on, das den Umgang mit der Software insbesondere im Bereich der Datenanalyse erheblich vereinfacht. Das ORBIS Produkt NetCoach passt ebenfalls in die CRM-Strategie von ORBIS. Es erlaubt, einerseits durch interaktives Computertraining neue Nutzer leichter in die CRM-Anwendung einzuarbeiten, Andererseits können unsere Kunden ihre Produkte mit NetCoach ihrem Vertriebsaußendienst, den Servicemitarbeiter und sogar den Geschäftspartnern auf einfache Weise vertraut machen. Eine Fülle von Referenzprojekten aus rund 15 Jahren CRM-Erfahrung bietet die Grundlage für eine Beratung, die sich am konkre-
ten Bedarf orientiert und den Kunden die Sicherheit gibt, die richtige Wahl zu treffen. ORBIS stellt ihren Kunden eine starke international erfahrene Mannschaft mit spezifischer Branchenerfahrung zur Verfügung, wodurch wir z.B. für die Bau- und Bauzubehörindustrie oder für die Fertigungsindustrie spezifische Branchenlösungen anbieten können.
Einen Riesenbedarf an Optimierung der Geschäftsprozesse haben Unternehmen im Bereich der klassischen Fertigungssteuerung, Logistik und Planung (SCM). Dabei geht es nicht notwendigerweise um die unternehmensübergreifende, sondern zunächst um die unternehmensinterne Integration der Planungs- und Logistikprozesse. Die Vielfalt an Entscheidungen, welche die Projektteams in der ersten Phase der Prozessausgestaltung und der Softwarewahl zu treffen haben, birgt jede Menge Fehlerrisiken. Erfahrene Berater des SCM-Teams von ORBIS helfen bereits in einem frühen Stadium, Prozesse zu ordnen, Fragen zu klären und so Risiken zu minimieren. Die umfangreiche Erfahrung mit SCM in der Konsumgüter- und Fertigungsindustrie wie der Automobilzuliefererindustrie schafft die Vertrauensbasis, uns solche Projekte zu übertragen. Die Nachfrage ist groß. Viele Anfragen erreichen uns neuerdings auch auf dem Weg über unser Call Center, das sich nunmehr im zweiten Jahr bewährt. Wir freuen uns über viele Gesprächstermine, in denen wir unseren Ansatz und unsere Arbeitsweise erfolgreich vermitteln können. Ebenfalls in einem engen Zusammenhang mit SCM steht in den Unternehmen das Lager- und Transportmanagement (Logistics Execution System, LES). Die deutsche Wirtschaft ist Exportweltmeister. Dementsprechend optimieren die Unternehmen
konsequent Betriebsabläufe sowie Transport und Logistik. Das inzwischen gängige Verfahren, Produkte und Leistungen "just in time" bereit zu stellen, zwingt dazu, Lagerumfänge und -zeiten aus Kostengründen klein zu halten: Waren müssen präzise kommissioniert und beschafft, produziert und zugestellt werden. Modernes Lager- und Transportmanagement wird elektronisch gesteuert zum Beispiel durch das LES-Modul von SAP. Es ist vollends in die Software zur Unternehmenssteuerung integriert. Die riesigen Datenmengen, sogenannte "Pickpositionen", die täglich im Lager- und Logistikbereich anfallen, sind durch die komplette Abbildung der Wertschöpfungsprozesse und durch den durchgängigen Belegfluss unter SAP besser zu bewältigen. Vor Ort im Lager wird die Bestandskontrolle und Kommissionierung durch Mikrofon und Kopfhörer, sprachgesteuert und beleglos durch so genannte Pick-by-Voice-Technologie gefördert. Alternativ oder ergänzend kommen im modernen Warenlager auch elektronische Etiketten zum Einsatz, die Funksignale an entsprechende Empfänger senden. Diese Radio Frequency Identification (RFID) ist eine Alternative zu Barcode-Etiketten, die einzeln abgescannt werden müssen. Diese Technologien steigern die Produktivität innerhalb der gesamten Prozesskette. Der fortdauernde Preis- und Kostendruck in den globalisierten Märkten beschleunigt in den Großunternehmen die Modernisierung des Lager- und Transportmanagements. LES wird in den kommenden Jahren ein wich-
tiges Thema mit Wachstumspotenzial sein und häufig mit Rollout-Projekten in Firmenniederlassungen im In- und Ausland verbunden sein.
Im Bereich Product Lifecycle Management (PLM) beraten wir Unternehmen darin, wie sie durch internetgestützte Technologien, die in ihre Unternehmenssteuerungssoftware eingebunden sind, den Lebenszyklus ihrer Produkte besser überwachen und neue Produkte schneller entwickeln können. Die Beschleunigung in allen unseren Lebensbereichen wirkt sich auf das Konsumverhalten der Menschen aus und verkürzt den Lebenzyklus vieler Produkte, weil Markt und Nachfrage durch Produktneuheiten belebt werden wollen. Damit wachsen die Anforderungen an das Produktmanagement in den Unternehmen. ORBIS hat in diesem Bereich eine Menge Erfahrung. Wir gehen davon aus, dass das Prozessthema PLM in den Unternehmen noch deutlich an Priorität gewinnen wird. Business Intelligence (BI) ist das Gehirn und Gedächtnis einer Organisation. Man bezeichnet damit die intelligente Berichte, ad hoc Analysen und grafische Aufbereitung von Daten, die in einem Unternehmen in den verschiedensten Bereichen entstehen. Ziel der Analyse ist es, aus der Vielzahl häufig unstrukturierter Unternehmens-, Markt- und Wettbewerbsdaten handlungsgerichtetes, strategisches Wissen über Position, Performance und Fähigkeiten des eigenen wie auch konkurrierender Unternehmen zu gewinnen. Das ORBIS Add on iControl, bietet den Anwendern eine intuitiv zu nutzende Benutzeroberfläche, Daten etwa aus SAP Business Warehouse (BW) ohne IT-Kenntnisse einfach zu analysieren und in vielfältigen Berichten festzuhalten. Business Intelligence (BI), gehört zu den Kernkompetenzen der ORBIS. Für die Unternehmen wird BI immer wichtiger. Die Nachfrage wird weiter wachsen.
Viele unserer Kunden sind international tätige Unternehmen mit Produktionsstandorten in der ganzen Welt. Für diese Häuser sind wir national und international tätig. In sogenannten Rollout-Projekten, die ersten datieren aus 1998, implementieren unsere internationalen Projektteams weltweite SAP Lösungen auf Basis eines zentralen, einheitlichen Geschäftsmodells. Sie vernetzen somit die Unternehmensprozesse über alle Grenzen hinweg. ORBIS hat mittlerweile mehr als 60 Rollouts in mehr als 20 Ländern weltweit erfolgreich realisiert. Den vereinbarten Zeit- und Kostenrahmen garantiert am besten ein eingespieltes internationales Team für alle Rollouts eines Kunden. Die ORBIS-Berater bringen nicht
nur das erforderliche fachliche Know-how mit: Dank langjähriger internationaler Erfahrung und hoher Sprachkompetenz sind sie auch vertraut mit Mentalität, Kultur und Rechtsgrunglagen fremder Länder, insbesondere weil einige aus diesen Ländern stammen.
ORBIS hat Niederlassungen in strategisch wichtigen Ländern eingerichtet wie etwa in Frankreich, den USA, der Schweiz und seit Ende 2006 in China. In Shanghai entsteht seit dem Spätsommer eine Tochtergesellschaft unter der Leitung eines deutschen Beraters mit China-Erfahrung. Rund 2700 deutsche Unternehmen sind nach Angaben des DIHK gegenwärtig in China tätig, 900 allein rund um Shanghai. Während die deutsche Großindustrie schon seit vielen Jahren dort etabliert ist, versucht neuerdings auch der Mittelstand, im Reich der Mitte seine Chancen aktiv zu nutzen. Die ersten Projekte für deutsche Unternehmen sind in China bereits angelaufen, versierte Berater werden rekrutiert und Marktaktivitäten vor Ort aufgenommen. In Saarbrücken haben wir bereits seit längerem chinesisch stämmige Hochschulabsolventen als Trainees eingestellt, um Sie nach ihrer Ausbildung zum Berater mittelfristig im chinesischen Markt einzusetzen. So investieren wir auf vielfältige Weise in unseren Erfolg in Shanghai. Unsere Auslandsniederlassungen sind Brückenköpfe. Die Mitarbeiter vor Ort sind mit den Geschäftsgepflogenheiten und kulturellen Eigenarten vertraut und haben ihr Ohr am Markt. Folglich führt ORBIS in diesen Ländern nicht nur in Deutschland generierte Aufträge aus, sondern gewinnt auch im jeweiligen Markt entstandene Projekte, wie das die ORBIS Frankreich mit dem SAP CRM-Neukunden Brake France 2006 bewies. Die ORBIS America ist gut etabliert und gewinnt regelmäßig Projekte aus amerikanischer Anfrage. 2006 gibt es allerdings eine Umsatzverschiebung zugunsten von Deutschland, da Berater nach mehreren Jahren in den USA 2006 nach Deutschland zurückkehrten. In der Schweiz gewinnt das eigenständige Geschäft weiter an Dynamik. Fokustage zu unterschiedlichen Themen, teils in Zusammenarbeit mit der SAP oder mit Microsoft, finden großen Anklang und ORBIS hat in der Schweiz einige Aufträge gewonnen wie z.B. ein SCM-Projekt bei Lindt & Sprüngli.
2006 war ein gutes Jahr. Die deutsche Wirtschaft boomt. ORBIS erwartet 2007 die Fortsetzung des wirtschaftlichen Aufschwungs. Unternehmen investieren wieder verstärkt in ihre Unternehmenssteuerungsprozesse, um Betriebsabläufe zu optimieren und die Produktiviät zu steigern, sodass sich der Investitionsstau der vergangenen Jahre weiter auflöst. Wir rechnen damit, dass sich die ITK-Branche auch 2007 weiter positiv entwickelt. Der Branchenverband BITKOM stellt fest "Die Wirtschaft investiert kräftig in Informationstechnologie – europaweit." Das ITK-Wachstum in Europa werde 2007 bei 2,9 % liegen. In Deutschland sind die Wachstumsmotoren der Branche allen voran Software (+5,7 %) sowie mit 4,6 % IT-Dienstleistungen in Form von Outsourcing, Consulting und System-Integration.
ORBIS profitiert bereits von der Dynamik im Markt. Inwieweit dies in Wachstum umsetzbar sein wird, hängt auch davon ab, ob es im Wettbewerb um erfahrene SAP-Berater gelingt, die Beraterkapazitäten auszubauen. Wir investieren in die Ausweitung der Kapazitäten durch Rekrutierung und Ausbildung. Wir investieren in unsere Auslandsniederlassungen, insbesondere die neue Tochter in Shanghai. Wir investieren kontinuierlich in die Schulung im Umgang mit neuen Produkten wie die neue Mittelstandssoftware der SAP oder wie etwa GTS, Global Trade System, ein System zur elektronischen Zollabwicklung der SAP. Wir gehen davon aus, dass der Mittelstandsmarkt noch erhebliches Wachstumspotenzial birgt. Ob SAP und Microsoft in 2007 ein entscheidender Durchbruch gelingt, muss sich erst herausstellen. Beide Softwarehersteller investieren in dieses Marktsegment Mittelstand sehr stark. Nach unserer eigenen Einschätzung wächst der Mittelstandsmarkt trotz allem noch langsam und ist unter den Beratern durch einen hohen Wettbewerb gekennzeichnet. Die erneut optimistischen Geschäftsprognosen der SAP basieren auf positiver Entwicklung sowohl im Mittelstand als auch besonders im Großkundensegment, das das angestammte Kundensegment der ORBIS ist. ORBIS bietet den Unternehmen in den Branchen Automotive, Industrie, Bauzulieferindustrie, Konsumgüterindustrie und Handel spezialisierte Berater mit profundem Know-how in der Optimierung von Geschäftsprozessen und ist als Unternehmen rundum gut aufgestellt. Unser Ziel ist es, durch innovative Produkte und exzellente Beratung, unsere Kunden darin zu unterstützen, ihren Vorsprung im Markt auszubauen. Dafür werden wir uns stark machen. Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ein gutes Jubiläumsjahr und ihre engagierte Leistung, unseren Kunden für das gewährte Vertrauen und die Zusammenarbeit und unseren Aktionärinnen und Aktionären für ihre Treue. Wir zählen auch 2007 auf Ihre wohlwollende Verbundenheit mit der ORBIS und hoffen in einem Jahr sagen zu können: 2006 war ein gutes Jahr!
Saarbrücken, im März 2007
Vorstandssprecher Vorstand
Thomas Gard Stefan Mailänder
ORBIS hat auch im Geschäftsjahr 2006 konsequent die Positionierung als international tätiges Business Consulting-Unternehmen in den Branchen Automotive, Industries, Konsumgüterindustrie und Handel weiter gestärkt.
Dabei verfolgt ORBIS die Strategie, die Marktstellung im Segment Großkunden zu festigen und den Zugang zum Mittelstand auszubauen. Die Kunden in beiden Marktsegmenten unterstützt ORBIS mit einem differenzierten Leistungsportfolio aus Beratungsleistungen und Softwarelösungen – sowohl in Deutschland als auch in internationalen Projekten. Dabei setzt ORBIS auf eine enge Partnerschaft mit den Marktführern SAP und Microsoft. Durch eigene Lösungen und Produkte, die die Standardsoftware funktional erweitern, kann ORBIS die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse optimal unterstützen. Auch die Internationalisierung nimmt eine zunehmend wichtigere Rolle ein, um die Kunden bei ihren Rollouts verlässlichen zu unterstützen und in neue Wachstumsmärkte zu begleiten. Im Zuge der weiteren Internationalisierung eröffnet ORBIS in 2007 eine Niederlassung in China.
Als Software zur Unternehmenssteuerung von Großkunden setzt ORBIS in allen Branchen auf Lösungen von SAP, da SAP als Softwareanbieter hier hervorragend positioniert ist. Die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit SAP hat sich seit 21 Jahren bewährt. Durch die hohe Marktdurchdringung der SAP R/3 Software in dem attraktiven Marktsegment Großkunden werden ERP-Kompletteinführungen im wesentlichen allerdings nur noch in einzelnen Branchen oder gar Sub branchen nachgefragt. ORBIS hat daher
jeweils spezielle Lösungen auf Basis der SAP-Software für die Branchen Automobilzulieferer, Stahlhandels- und Brennschneidebe triebe sowie Bauzulieferer entwickelt.
Gleichzeitig ist der Wechsel von SAP R/3 zu mySAP ERP oder der mySAP Business Suite in vollem Gange. Daher steigt die Nachfrage bei den Großkunden, die schon SAP im Einsatz haben, nach Optimierung der Prozesse CRM, SCM und PLM. Die Lizenzen wurden von vielen Unternehmen bereits gekauft, werden jedoch oft noch nicht genutzt. Zur Realisierung dieser Prozesse im SAP System sind qualifizierte, erfahrene Spezialisten notwendig, die es so in den unternehmenseigenen IT-Abteilungen meist nicht ausreichend gibt. Hier hat ORBIS in den vergangenen Jahren stark investiert und bereits zahlreiche Projekte realisiert. In den Prozessthemen ist ORBIS seit nunmehr 21 Jahren etabliert. Deutliche Bedarfe zeichnen sich ebenfalls bei internationalen Rollout Themen ab. Rollout bedeutet, dass z.B. deutsche Unternehmen in ihren ausländischen Tochtergesellschaften komplett SAP einführen. Solche Projekte können je nach Anzahl der Gesellschaften und Umfang des SAP Systems mehrere Jahre dauern. Hier besitzt ORBIS eine gute Expertise wie die Aufträge von Trelleborg, der Hager Gruppe, Hörmann und Rittal zeigen. ORBIS hat für Rollout Projekte ein eingespieltes internationales Beraterteam, die sich in den rechtlichen und kulturellen Länderspezifika auskennen und seit Jahren internationale SAP-Einführungen zielorientiert und effizient zum Erfolg führen.
In all diesen Prozessen entstehen Daten, die wichtige Informationen wie Mengen, Kosten und Umsätze enthalten und den Anwendern in einfacher und visualisierter Form für Analysen und Auswertungen zur Verfügung stehen müssen. Business Intelligence (BI) Systeme wie SAP Business Information Warehouse (SAP BW) oder ORBIS iControl sind hierzu unverzichtbare Komponenten, da sie diese Prozesse erst messbar machen. Mit ORBIS iControl ist der Anwender in der Lage, schnell und unkompliziert Daten auszuwerten, ohne großen Programmieraufwand. Aufgrund der Zertifizierung durch SAP kann iControl auch zur einfachen Navigation als Front-End für SAP BW eingesetzt werden. Ein weiteres Beispiel dafür wie ORBIS Produkte die Kundenprozesse unterstützen, zeigt ORBIS NetCoach. Die eLearning Lösung wird im Großkundenbereich zur Vertriebs- und Service-Schulung oder auch zur Unterstützung der SAP Einführungen eingesetzt und ergänzt das Produktportfolio von ORBIS neben den zahlreichen SAP Add-ons, die im Laufe der Projekterfahrung entstanden sind. NetCoach zeichnet sich dadurch aus, dass sich das System an den Lernenden und sein Vorwissen anpasst und so das Lernen optimal unterstützt. Teure und aufwändige Präsenzschulung können so verkürzt oder ganz ersetzt werden.
Die Marktsituation im Mittelstand ist grundlegend verschieden von der im Großkundenumfeld. Aufgrund der deutlichen Investitionszurückhaltung ist dieses Potenzial nur mittelfristig zu erschließen, obwohl die Konsolidierung bei den traditionellen Anbietern mittelständischer ERP-Lösungen zu einem gewissen Investitionsdruck führt, auf die Standardsoftware der Weltmarktführer umzusteigen. ORBIS bietet mittelständischen Unternehmen komplette, integrierte Lösungen, die sich aus Produkten von SAP, Microsoft und eigenen Produkten zusammensetzen. Diese Lösungen können aber auch von Großkunden für internationale Rollouts von Konzerntöchter oder Niederlassungen genutzt werden, da viele Töchter dem Zuschnitt nach mit mittelständischen Unternehmen vergleichbar sind.
Auch im Mittelstand setzt ORBIS auf das ERP-System von SAP – allerdings in Form von vorkonfigurierten, branchenspezifischen Komplettlösungen (sog. SAP All-in-One Lösungen), die aufgrund der schlanken Prozesse leicht zu implementieren sind. Mit ORBIS Car verfügt ORBIS über eine eigene vorkonfigurierte SAP All-in-One Lösung für Automobilzulieferer auf der Basis von SAP, die mit geringem Aufwand einzuführen und schnell zu nutzen ist. Gemeinsam mit der IBM-Tochter SerCon wird diese Lösung vermarktet.
Die SAP-Branchenlösungen werden komplettiert durch die CRM-Lösungen von Microsoft, da im Mittelstand bereits häufig Microsoft Produkte wie Outlook oder Office im Einsatz sind. In diese Umgebung ist Microsoft CRM voll integriert, die Benutzerführung ist dementsprechend bekannt bzw. angepasst, daher sind aufwändige Schulungen der Anwender nicht mehr notwendig. Zur Abrundung der Mittelstandskomplettlösung eignet sich beson-
ders ORBIS iControl, da ORBIS iControl in die SAP Welt und in die Microsoft Welt voll integriert ist. Es gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten sowohl als analytische Komponente für Microsoft CRM als auch als eigenständiges, leistungsfähiges Managementinformationssystem (BI).
Die Konzentration auf die Prozesse und die Ausrichtung auf die Branchen tragen zum Erfolg von ORBIS bei. Dies spiegelt sich auch bei den einzelnen Branchen wider, wie die Aktivitäten 2006 zeigen.
Das Jahr 2006 stand im Bereich Industries ganz im Zeichen von Customer Relationship Management (CRM), Supply Chain Management (SCM) und Logistics Execution System (LES). Es fanden zahlreiche branchenübergreifende Veranstaltungen und Aktionen zu den Themen CRM, SCM und Logistik statt. Unter dem Titel "LES zum Frühstück", konnten sich Kunden und Interessenten umfassend über moderne Datenerfassung mit RFID, Pick-by-Voice und Datenfunk informieren. Das Besondere: Neben Fachinformationen konnten die Teilnehmer nicht nur die technischen Geräte kennenlernen, sondern sie auch selbst testen und bedienen. Speziell auf die Branche Bauzulieferer waren weitere CRM Frühstücksveranstaltungen zugeschnitten. Hier gab die Hüppe AG, führendes Unternehmen der Sanitär-Industrie in Europa, Einblick in ihre gemeinsam mit ORBIS entwickelte CRM-Lösung, die an die Bedürfnisse von Bauzulieferer angepasst ist.
Im Bereich Industries setzten auch 2006 zahlreiche Bestandskunden mit verschiedenen Optimierungsthemen und weiteren Projekten auf die Fachkompetenz von ORBIS: Pilz, Walter AG, hülsta, IWKA. Gerade im Bereich SCM konnten einige Neukunden gewonnen werden: So implementiert ORBIS bei DWK Drahtwerk Köln und Schott AG mySAP SCM und führt bei der Linde AG das eigenentwickelte Planungstool ein.
HOLZHER-Reich Spezialmaschinen GmbH beauftragte ORBIS mit dem Rollout in USA und Kanada sowie mit der kompletten SAP-Betreuung. Die Hörmann Gruppe beauftragte ORBIS mit der Einführung von mySAP ERP im Bereich Rechnungswesen und Personalwesen in allen deutschen Standorten. Mehrere Rollout Projekte wurden in 2006 auch bei der Friedhelm Loh Group durchgeführt oder begonnen. Dies betraf neben diversen Vertriebsgesellschaften auch Produktionsstandorte in Deutschland, USA und England.
Im Rahmen eines umfangreichen Projektes zur weltweiten Harmonisierung von Prozessen und Daten mehrerer SAP Systeme auf einem einzigen SAP Mandanten wurde ORBIS von ihrem langjährigen Bestandskunden, der Hager Group beauftragt. Dieses Projekt stößt auch bei vielen anderen Unternehmen auf hohes Interesse, die ebenfalls eine Harmonisierung bzw. Synchronisierung ihrer Daten und Prozesse anvisieren.
Das Thema CRM wurde auch im Bereich Konsumgüterindustrie und Handel stark fokussiert. Zum einen mit einem CRM Tag für die Konsumgüterindustrie, in der das Unternehmen Wagner Tiefkühlprodukte die gemeinsam mit ORBIS entwickelte Microsoft CRM Branchenlösung präsentierte. Zum anderen mit zahlreichen bundesweiten und branchenübergreifenden CRM Frühstücken, die konsequent das umfassende CRM Know-how von ORBIS im Bereich SAP und Microsoft CRM vermarkten. Hier können sich die Teilnehmer direkt intensiv über die CRM Software der beiden Marktführer informieren und mit den ORBIS CRM Experten klären, welche Lösung am besten Ihre Anforderungen und Prozesse abdeckt.
So konnten auch für Microsoft CRM mit der Technogroup IT Service und Rügenwalder Mühle weitere Neukunden gewonnen werden. Im Bereich mySAP CRM war ORBIS bei Brake France, B. Braun und August Rüggeberg tätig. Neben dem Unternehmen Rügenwalder Mühle werden auch die folgenden Neukunden zukünftig die ORBIS Business Intelligence Lösung iControl einsetzen: Vorwerk, Milupa, BITO Lagertechnik Bittemann GmbH, Eckes-Granini Deutschland, Coronet International, s.Oliver Bernd Freier GmbH sowie G4S Sicherheitsdienste GmbH.
Im Bereich Automotive war ORBIS 2006 auf der CeBIT und auf der Systems am IBM Partnerstand vertreten. Im Herbst hatte ORBIS außerdem zum Erfahrungsaustausch Globale Rollouts geladen. Im Mittelpunkt standen interessante Erfahrungsberichte weltweit agierender Unternehmen wie Trelleborg Automotive und der Hager Gruppe. Diese Veranstaltung stieß auf reges Interesse und zeigte die umfassenden internationalen Erfahrungen der ORBIS. Insbesondere ist ORBIS als Spezialist für deutsch-französische Projekte gefragt. 2006 waren wir bei folgenden Kunden in Frankreich aktiv: dem Automobilzulieferer Behr France, bei dem französischen Convencience-Produkthersteller Brake France, Hager France sowie in Kanada bei dem Weltmarktführer von motorisierten Freizeitprodukten der Firma Bombardier Recreational Products Inc. (BRP). Henkell & Söhnlein hat ORBIS 2006 mit einem Rollout nach Frankreich beauftragt.
Sowohl bei Automobilzulieferern als auch in anderen Branchen wurden LES-Lösungen verstärkt nachgefragt. In 2006 konnten mehrere LES Projekte gewonnen werden – bei den Bestandskunden wie SG technologies, der Paul Hartmann AG und Nölke, sowie bei den Neukunden Bombardier Recreational Products in Kanada, Hodorff IT Services, der Reichhart Logistik Gruppe und Edscha Cabrio-Dachsysteme. Bei Edscha folgt nun auch der Rollout in weitere Werke. Mit den Kunden ZF, Hydac, ZF Sachs, Trelleborg, Magna Drivetrain wurde die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit weiter fortgesetzt und weitere Projekte beauftragt.
Die 6. ordentliche Hauptversammlung der ORBIS AG fand aus Anlass des 20-jährigen Firmenjubiläums an einem besonderen Ort, nämlich in der Gasgebläsehalle der ehemaligen Völklinger Hütte statt. Die Stilllegung der Hütte erfolgte im Gründungjahr der Gesellschaft für ORganisation, Beratung und Innovatives Systemmanagement GmbH 1986. Die ORBIS Vorstände Thomas Gard und Stefan Mailänder legten dar, dass das Unternehmenskonzept von damals bis heute erfolgreich sei. Die ORBIS berät Großunternehmen und Mittelständler bei der Optimierung von Geschäftsprozessen und der Einführung von Softwaresystemen zur Steuerung von Unternehmensprozessen – inzwischen als branchenfokussiertes Beratungshaus und damals wie heute als Unternehmen mit Softwareentwicklungskompetenz. Nach dem Bericht des Vorstands brachte der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Prof. Schieffer die verschiedenen Tagungsordnungspunkte zur Abstimmung, die allesamt die volle Zustimmung erfuhren. Die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder wurden für weitere 5 Jahre in ihren Ämtern bestätigt und die aus dem Gesetz zur Unternehmensintegrität und Modernisierung des Anfechtungsrechts (UAMG) resultierenden Satzungsänderungen wurden beschlossen. Mit rund 340 Teilnehmern und weiteren Gästen besuchten mehr Aktionäre als je zuvor die Hauptversammlung der ORBIS.
Eine zeitnahe, regelmäßige und transparente Kommunikation mit den Aktionären, Analysten und Journalisten ist uns wichtig. Dazu suchen wir das Gespräch und veröffentlichen regelmäßig Informationen über die Entwicklungen im Unternehmen. Da zudem an ORBIS fast ausschließlich deutschsprachige Aktionäre beteiligt sind, haben Vorstand und Aufsichtsrat zum Jahresbeginn 2006 beschlossen, den Segmentwechsel vom Prime Standard in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse vorzunehmen. Dieser Wechsel wurde etwa zur Jahresmitte wirksam. Darüber haben wir unsere Aktionäre im Frühjahr 2006 informiert. Im General Standard ist es nicht notwendig, die Pflichtpublikationen in Deutsch und Englisch zu veröffentlichen. Die Quartalsberichterstattung reduziert sich auf das Erfordernis eines Halbjahresberichts und es gibt keine Verpflichtung, offizielle Bilanzpresse- und Analystenkonferenzen zu veranstalten. Praktisch bedeutete das für die Investor Relations Arbeit der ORBIS 2006, dass der Halbjahresbericht nur noch in deutscher Sprache erschien und der dritte Quartalsbericht entfiel. Durch den Segmentwechsel ist ORBIS nicht mehr Indexmitglied im GEX. Im Januar 2007 wurde das Transparenzrichtlinien Umsetzungsgesetz (TUG) wirksam. ORBIS wird künftig in Ergänzung zum Jahresabschluss und dem Halbjahreszwischenbericht in der gesetzlich vorgesehenen Frist quartalsbezogene Zwischenmitteilungen veröffentlichen.
Aktionärsstruktur (gerundet) zum 31.12.2006
* inklusive der über GMV AG gehaltenen Aktien
Die Wertentwicklung der ORBIS Aktie war 2006 wie in den vergangenen Jahren weitestgehend unbeeindruckt von jedweden Index-Entwicklungen. Vielmehr zeigt sich, dass der Aktienkurs dann positive Impulse erfährt, wenn Stücke gehandelt werden. Das Jahreshoch der Aktie mit € 1,58 am 23.3. lag am Ende eines 1. Quartals mit für ORBIS vergleichsweise hohen Handelsvolumina und einem Aktienkurs, der sich in einem Korridor von € 1,40 bis € 1,57 bewegte. Der Kurs sank bei noch reger Handelstätigkeit im zweiten Quartal deutlich ab und bewegte sich zwischen € 1,45 und € 1,25. Zwischen Juni und Ende Oktober wurden nur kleine Aktienmengen gehandelt, der Kurs lag drei Monate lang zwischen 1,15 und 1,05 und erreichte mit € 0,98 am 27. Oktober sein Jahrestief. Im November und Dezember kamen wieder größere Stückzahlen in den Handel, der Kurs bewegte sich von 1,05 Anfang November auf seinen Quartalshochstand von € 1,32 im Dezember. Zum Jahresschluss notierte die ORBIS Aktie bei € 1,27.
Den gesetzlichen Veröffentlichungspflichten entsprechend informierten die Aufsichtsratsmitglieder Prof. W.-J. Schieffer und Prof. W. Koetz die ORBIS AG sowie die BAFIN über Aktienverkäufe im Jahresverlauf. Die GMV sowie die Vorstände Thomas Gard und Stefan Mailänder informierten über die Aufstockung ihrer Aktienpositionen. Die ORBIS AG stellte die entsprechenden Mitteilungen auf der Unternehmenswebsite zur Verfügung.
Im Streubesitz sowie bei sonstigen Aktionären befinden sich die übrigen 60,71 % der Aktien. Dabei halten zwei Aktionäre mehr als 5 % der Aktien der ORBIS AG. Investoren, deren Aktienpositionen gemäß § 21 Abs.1 WpHG die Aktienbesitzschwellen von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % bzw. 75 % erreichen, überschreiten oder unterschreiten, sind verpflichtet, die Veränderungen ihrer Positionen der Aktiengesellschaft und dem BaFin anzuzeigen.
Weder dem Vorstand noch dem Aufsichtsrat sind Aktienoptionen zugesagt worden.
| Finanzkalender 2007 | |
|---|---|
| 30.03.2007 | Veröffentlichung Jahresabschluss |
| 05 /2007 | Veröffentlichung der Zwischenmitteilung |
| 16.05.2007 | Ordentliche Haupt versammlung in Saarbrücken |
| 17.08.2007 | Veröffentlichung 6-Monatsbericht |
| 11/2007 | Veröffentlichung der Zwischenmitteilung |
| 31.12.2007 | Ende des Geschäftsjahres |
| Aktienanteil | |||
|---|---|---|---|
| Inhaber | Aktien direkt | Aktien indirekt* | Organe |
| Thomas Gard | |||
| Sprecher des Vorstands | 2,79 % | ||
| Stefan Mailänder | 18,48 % | 24,06 % | |
| Vorstand | 2,79 % | ||
| Prof. W.-J. Schieffer | |||
| Aufsichtsratsvorsitzender | 6,98 % | 0 % | |
| Prof. Werner Koetz | 14,90 % | ||
| Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender | 7,92 % | 0 % | |
| Dr. Ing. Uwe G. Spörl | |||
| Aufsichtsratsmitglied | – | – |
* diese Aktien werden durch die GMV AG gehalten, deren Vorstände die Vorstände der ORBIS AG sind.
ORBIS hat im Geschäftsjahr 2006 den Konzern-EBIT mit über 11 % gegenüber dem Vorjahr auf 626 T€deutlich gesteigert. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die eigenen Beratern einen um rund 544 T€ höheren Umsatz erzielt haben. Dadurch mussten weniger externe Dienstleistungen herangezogen werden. Nach einem verhaltenen ersten Quartal hat sich das Beratungsgeschäft sehr gut entwickelt. So hat ORBIS noch einen Umsatz mit 19,9 Mio. € auf Vorjahresniveau erreicht. Die Liquiditätslage ist gut.
ORBIS hat insbesondere im internationalen Geschäft deutlich zugelegt und einige erfolgreiche SAP-Rollouts im vereinbarten Termin- und Budgetrahmen durchgeführt. ORBIS hat sich als vertrauensvoller Partner einiger weltweit agierender Unternehmen etabliert und ist in mehr als 20 Ländern erfolgreich. Konsequenterweise hat ORBIS auch den Sprung nach China gewagt. So erhalten die Kunden weltweit alle Dienstleistungen aus einer Hand. Sie sind nicht auf mehrere Partner angewiesen.
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung zukommende Aufgabe wahrgenommen, den Vorstand zu beraten und zu überwachen. In insgesamt 5 ordentlichen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die notwendigen und die vom Vorstand vorgelegten Maßnahmen geprüft sowie die erforderlichen Beschlüsse gefasst.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Verhülsdonk & Partner GmbH hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2006 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Unterlagen zum Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers liegen jedem Mitglied des Aufsichtsrats vor.
In seiner Sitzung am 14. März 2007 hat der Aufsichtsrat diese Abschlüsse und Berichte ausführlich mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht sowie den Konzernabschluss einschließlich des
Konzernlageberichts und den Abhängigkeitsbericht gegenüber der GMV AG geprüft. Die Prüfung des Abhängigkeitsberichtes durch den Abschlussprüfer einschließlich der Erklärung des Vorstands am Schluss dieses Berichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Die wörtliche Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlußprüfers zum Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen lautet wie folgt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind." Dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat am 29. März 2007 zugestimmt. Der Aufsichtsrat billigt die Jahresabschlüsse des Konzerns und der AG zum 31. Dezember 2006, die damit festgestellt sind.
Der Aufsichtsrat wertet das positive Betriebsergebnis als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem dauerhaft profitablen Unternehmen. Für 2007 gilt es, ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis zu erreichen. Dazu sind auch neue Geschäftsfelder zu bedienen, um weiter neue Kunden zu gewinnen. Insbesondere bietet das internationale Geschäft gute Chancen. Die Berater sind wegen der guten Auftragslage alle voll ausgelastet. Für neues Wachstum muss ORBIS neue erfahrene Berater gewinnen. Das ist wegen der großen Nachfrage und des sehr engen Angebots schwierig. Parallel hat deshalb ORBIS erfolgreich eine Nachwuchsoffensive gestartet.
Im Geschäftsjahr 2007 beobachtet und kontrolliert der Aufsichtsrat sorgfältig die Geschäftsentwicklung, damit ORBIS die Profitabilität weiter steigert und die Erwartungen der Aktionärinnen und Aktionäre erfüllt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre guten Leistungen. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionärinnen und Aktionären für ihre Verbundenheit und Treue, den Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.
Dem Geschäftsjahr 2007 sieht der Aufsichtsrat mit der positiven Erwartung entgegen, dass ORBIS den Erfolgskurs weiter ausbauen kann.
Prof. Wolf-Jürgen Schieffer Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zur Beachtung des deutschen Corporate Governance Kodex bei der ORBIS AG
Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Diese Standards werden in Form von Vorschriften, Empfehlungen und Anregungen an das Unternehmen bzw. an die entsprechenden Organe gerichtet.
Allein die Vorschriften sind für die deutschen Unternehmen zwingend anzuwenden. Den im Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen muss nicht entsprochen werden. Allerdings besteht für die börsennotierten Unternehmen die Verpflichtung einmal jährlich zu erklären, ob diesen Empfehlungen entsprochen wird und welche Empfehlungen nicht angewendet wurden (§ 161 Aktiengesetz). Von den Anregungen kann hingegen ohne Erklärungspflicht abgewichen werden.
Der Schutz und die Achtung der Aktionärsrechte, eine am Kunden ausgerichtete, transparente und nachvollziehbare Unternehmenstätigkeit und eine verantwortungsvolle Unternehmensführung gehören seit je her zu den Grundlagen der Geschäftspolitik von ORBIS. Durch die gelebten Standards des Deutschen Corporate Governance Kodex wird der deutsche Finanz- und Wirtschaftsplatz attraktiver werden. Die ORBIS AG begrüßt und unterstützt daher diesen Kodex.
Vorstand und Aufsichtsrat der ORBIS AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz, dass das Verhalten der ORBIS AG den Empfehlungen des Deutschen Governance Kodex in der Fassung vom 12. Juni 2006 mit nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entspricht:
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Festlegung von Altersgrenzen für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder.
Bei der ORBIS AG bestehen weder für die Mitglieder des Vorstands noch für die Mitglieder des Aufsichtsrats Altersgrenzen. Die ORBIS AG erachtet es für wichtig, den Aktionären die Möglichkeit zu geben, den nach Auffassung der Aktionäre geeignetesten Kandidaten/in als Aufsichtsratsmitglied zu wählen. Sie hält daher die Einschränkung durch den Kodex für unangebracht und wird daher auch in Zukunft keine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder festlegen.
Ebenso stellt die Festlegung einer Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands nach Ansicht der ORBIS AG eine unangebrachte Beschränkung des Rechts des Aufsichtsrats dar, den aus seiner Sicht geeignetesten Kandidaten/-in als Vorstandsmitglied auszuwählen. Aus diesem Grund wird die ORBIS AG abweichend von der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex auch künftig keine Altersgrenze für die Mitglieder des Vorstands festlegen.
Nach Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex soll in Haftpflichtversicherungen, die ein Unternehmen für seine Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder abschließt (so genannte Directors and Officers Liability Insurances / D & O – Versicherungen) ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden. Die ORBIS AG ist der Auffassung, dass ein solcher Selbstbehalt nicht geeignet ist, das Verantwortungsbewusstsein ihrer Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder bei der Erfüllung ihrer Aufgaben noch weiter zu verbessern. Die ORBIS AG plant daher keine Anpassung ihrer D&O-Versicherungsverträge.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält die Empfehlung für Aufsichtsratsmitglieder neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung festzulegen. Die ORBIS AG ist nicht der Ansicht, dass das Pflichtbewusstsein und der Einsatz der Aufsichtratsmitglieder bei der Wahrnehmung ihrer Tätigkeiten noch weiter durch die Vergütungsaufteilung gestärkt werden können. Es ist daher keine Änderung der entsprechenden Satzungsvorschriften geplant.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderung informieren. Nach Ansicht der ORBIS AG ist die Bekanntmachung der Grundzüge des Vergütungssystems auf ihrer Internetseite die geeignetste Möglichkeit zur Information der Aktionäre. Eine darüber hinausgehende Unterrichtung der Hauptversammlung wird nicht für erforderlich erachtet.
Der deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, unter Namensnennung im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichtes offenzulegen.
In Übereinstimmung mit den §§ 314 Nr. 6 a Satz 5, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB wird die ORBIS AG abweichend von dieser Empfehlung die Gesamtvergütung jedes einzelnen Vorstandsmitglieds ausschließlich im Anhang oder im Lagebericht des Konzernabschlusses gesondert angeben. Darüber hinaus soll auch die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Zudem sollen die von der ORBIS AG an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, individualisiert im Corporate Governance Bericht gesondert angegeben werden.
Die ORBIS AG erachtet auch hinsichtlich der Offenlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder die §§ 314 Nr. 6 a Satz 1-4, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB als ausreichend. Wie bisher werden daher lediglich die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Geamtvergütung für deren persönlich erbrachte Leistungen veröffentlicht und zwar im Anhang des Konzernabschlusses der ORBIS AG.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht vor, dass Wahlen zum Aufsichtsrat als Einzelwahl durchgeführt werden sollen.
Die ORBIS AG erachtet auch die nach dem Aktienrecht alternativ zu einer Einzelwahl bestehende Möglichkeit zur Durchführung einer Globalwahl als sachgerechtes Wahlverfahren. Daher beabsichtigt die ORBIS AG, die Mitglieder des Aufsichtsrats auch künftig unter Beachtung der aktienrechtlichen Bestimmungen in einer Globalwahl zu bestellen.
Angaben im Corporate Governance Bericht zum Erwerb oder der Veräußerung von Aktien der ORBIS AG durch Personen mit Führungsaufgaben und diesen nahestehenden Personen sowie zum Aktienbesitz der Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder
Nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Corporate Governance Bericht Angaben zum Erwerb oder der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft durch Personen mit Führungsaufgaben und diesen nahestehenden Personen beinhalten, wenn diese Wertpapiergeschäfte € 5.000,- im Kalenderjahr überschreiten. Außerdem soll der Besitz von Aktien der
ORBIS AG von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt 1 % der ausgegebenen Aktien der ORBIS AG übersteigt. Dabei soll der Gesamtbesitz der Aktien der ORBIS AG getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden, wenn er 1% der ausgegebenen Aktien der ORBIS AG überschreitet.
Vorstand und Aufsichtsrat behalten sich vor, diese Angaben im Geschäftsbericht auch an anderer Stelle als im Corporate Governance Bericht anzugeben, wenn sie dies für geeignet erachten.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, den Konzernabschluss binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraumes öffentlich zugänglich zu machen. Bisher hat die ORBIS AG die Zwischenberichte innerhalb von 50 bis 55 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht. Nach Ansicht der ORBIS AG ist auch bei dieser unwesentlichen Überschreitung des empfohlenen Zeitraums das Interesse der Aktionäre an einer zeitnahen Information über die Lage des Unternehmens gewährleistet.
Saarbrücken, im Dezember 2006
Der Vorstand Der Aufsichtsrat
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2006
Die deutsche Wirtschaft erlebte 2006 einen kräftigen Aufschwung und erzielte mit einem Wachstum von 2,7 % das höchste Wirtschaftswachstum seit 2000. Im Kontext einer weiterhin kräftig expandierenden Weltwirtschaft kamen erneut wesentliche Konjunkturimpulse aus dem starken Export. Zum vierten Mal in Folge erwies sich Deutschland als Exportweltmeister bei Waren. Wie erhofft, entwickelte sich 2006 die Binnennachfrage. Die weiter verbesserten Absatz- und Ertragserwartungen der Unternehmen und die gestiegene Kapazitätsauslastung führten dazu, dass die Ausrüstungsinvestitionen kräftig zunahmen und verstärkt Arbeitskräfte eingestellt wurden. Nach einem lange Jahre währenden Rückgang stiegen die Bauinvestitionen erstmals wieder deutlich. Schwach blieben hingegen die privaten Konsumausgaben. Viele Ökonomen begründen den Zuwachs im zweiten Halbjahr zu einem beträchtlichen Teil mit vorgezogenen Käufen angesichts der Mehrwertsteuererhöhung ab Januar 2007.
Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im vergangenen Jahr deutlich stärker als es die meisten nationalen und internationalen Experten und Institute Anfang des Jahres 2006 für möglich gehalten hatten. Die Bundesregierung erwartete für 2006 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um real rund 1,4 % und lag mit dieser konservativen Projektion zum Jahresbeginn 2006 innerhalb des Prognosespektrums der großen Wirtschaftsforschungsinstitute (1,4 % HWWA, 1,6% RWI, 1,7 % Ifo und IWH) und der Gemeinschaftsprognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute vom Oktober 2005 (1,2%). Im Jahresverlauf, spätestens nachdem das Statistische Bundesamt seine Wachstumsdaten für das erste und zweite Quartal im August 2006 drastisch nach oben revidiert hatte, hob die Mehrheit der deutschen Prognostiker die Wachstumseinschätzungen an. In ihrem Herbstgutachten prognostizierten die Sachverständigen für das laufende Jahr ein Wachstum von 2,4 %. Die boomenden Exporte zum Jahresende sorgten für einen nochmaligen Wachstumsschub, so dass das Bruttoinlandsprodukts 2006 um insgesamt 2,7% gegenüber dem Vorjahr wuchs. Damit erzielte die deutsche Wirtschaft das zweitbeste Ergebnis seit der Wiedervereinigung.
Der deutsche Branchenverband BITKOM prognostizierte für den deutschen ITK-Markt 2006 ein Wachstum von 2,4 %, Software und IT-Services gäben dem Wachstum der gesamten Branche Auftrieb. IT-Firmen rechneten mit steigenden Umsätzen hieß es im Frühjahr 2006, die Unternehmen hätten sich auf der CeBIT Schwung für das ganze Jahr geholt. Im Bereich IT-Services sei mit einem Wachstum von 4,7 % zu rechnen. Das ITK-Jahr hielt nicht, was es zunächst erwarten ließ. Die schleppenden Geschäfte mit Hardware und die zurückgehenden Umsätze im Bereich der Festnetztelefonie führten dazu, dass der Branchenverband BITKOM seine Wachstumserwartungen für 2006 und 2007 reduzieren musste. "Die Bereiche Software und IT-Services laufen sehr gut. Es gibt aber auch einige Segmente, in denen sich der Wettbewerb weiter verschärft, die Preise ver-
fallen und die Umsätze zurückgehen", erläuterte BITKOM-Präsident Willi Berchthold Anfang September 2006. Rechnete der Verband im März noch mit ITK-Einnahmen von 137,4 Milliarden Euro, plante die Branche dann für 2006 nur noch mit 136,3 Milliarden Euro. Nur die erstmalige Einbeziehung der Umsätze mit Consumer Electronics rettete die Wachstumsdynamik von 2,5 %. Ohne die 10,1 Milliarden aus diesem Geschäft hätte das Wachstum der ITK-Branche nicht über 1,6 % gelegen. Die Computerwoche befand deshalb, die ITK-Branche könne nicht länger vom BITKOM zum Motor der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland stilisiert werden. Sie sei eine ganz normale Branche geworden.
Die ersten Einschätzungen zur Entwicklung der ITK Märkte haben sich im Laufe des Geschäftsjahres relativiert. Die ITK Branche wird nunmehr als ganz normale Branche bezeichnet, die nicht mehr der Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft ist. ORBIS hat sich aufgrund der eigenen Einschätzung der Entwicklung in den ITK-Märkten moderate Ziele für das Geschäftsjahr 2006 gesetzt. Das Erreichen dieser Ziele war abhängig von der Einstellung qualifizierter Berater, um das geplante organische Umsatzwachstum genieren zu können. Die angekündigten Ziele wurden im Geschäftsjahr 2006 für das Beratungsgeschäft erreicht. ORBIS konnte somit das geäußerte Ziel, ein dauerhaft profitables Unternehmen zu sein, erneut erreichen. Damit ist ORBIS ein verlässlicher Partner in einer normalen Branche.
In 2006 hat ORBIS vertriebliche Anstrengungen unternommen, so dass namhafte Unternehmen der fokussierten Bereiche Automotive, Fertigungs- und Konsumgüterindustrie als Neukunden gewonnen werden konnten. Allerdings ergaben sich im ersten Quartal 2006 Projektverzögerungen bei einigen Großprojekten, so dass die geplante Gesamtleistung nicht erreicht wurde.
Die kompetenten Leistungen von ORBIS wurden auch im Geschäftsjahr 2006 seitens der Produktanbieter und Systemhäuser anerkannt. In den entsprechenden Fachund Spezialthemen sowie den von ORBIS fokussierten Branchen wurden mit qualifizierten Partnerschaften von SAP, Microsoft und SerCon/IBM die Leistungen erneut ausgezeichnet.
ORBIS hatte für das Jahr 2006 ein moderates Umsatzwachstum im einstelligen Bereich geplant. Der Umsatz lag mit T€ 19.822 leicht über dem Umsatz des Vorjahres von T€19.820. Die Umsatzentwicklung verlief ansteigend über das Jahr (Q1: T€4.547, Q2: T€4.955, Q3: T€4.925, Q4: T€ 5.395). Nach einem unter den Erwartungen und dem Vorjahr liegenden Start in das Geschäftsjahr wurde der Umsatz zum Jahresende gesteigert. Mit T€5.395 lag der Umsatz des vierten Quartals 2006 um T€673 über dem des Vorjahresvergleichsquartals. Als Begrenzung des weiteren Umsatzwachstums machten sich die überdurchschnittliche Auslastung der für ORBIS tätigen Berater und damit Engpässe in der Beratungskapazität deutlich bemerkbar.
Diese Entwicklung verdeutlicht sich bei der Steigerung der Umsätze aus projektbezogenen Beratungsleistungen auf T€ 18.533 gegenüber T€18.170 im Geschäftsjahr 2005. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich damit eine Steigerung von 2 %. Bei den Umsätzen, die mit Partnern generiert wurden ergab sich ein Rückgang von T€ 181 (17,2 %) bzw. bei den Umsätzen, die mit eigenen Beratern generiert wurden, ergab sich ein Anstieg von T€ 544 (3,2 %).
Gegenüber dem Vorjahr wurden aus den übrigen Leistungsangeboten der ORBIS mit T€ 1.289 im Geschäftsjahr 2006 T€ 361 weniger Umsatzerlöse generiert. Hierzu gehören der Verkauf der selbst entwickelten Softwarelösungen zur Erweiterung der Funktionalitäten der von SAP und Microsoft entwickelten Standardsoftware, Wartungserlöse sowie Erlöse aus dem Verkauf von Handelswaren.
Bis zum 31. Dezember 2006 wurden Leistungen in Höhe von T€ 146 (Vorjahr T€ 539) erbracht, die noch nicht an die Kunden fakturiert wurden. Diese Leistungen sind vertraglich mit den Kunden vereinbart und in Anwendung der nach IFRS vorgeschriebenen PoC-Methode (Teilgewinnrealisierung) unter den Umsätzen und korrespondierend den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Der im Geschäftsjahr 2006 ab Oktober in Gründung befindliche Standort in Shanghai hat bedingt durch den Aufbau der Aktivitäten noch nicht wesentlich zu den Umsatzerlösen beigetragen. Die vertrieblichen Aktivitäten zeigen positive Ergebnisse, so dass der bisherige Auftragseingang eine positive Entwicklung für das Gesamtjahr erwarten lässt.
Im Geschäftsjahr 2006 besteht der ORBIS Konzern aus der ORBIS AG und den beiden Tochterunternehmen in Hamburg und in Amerika. Darüber hinaus ist ORBIS AG an den nachfolgend angeführten Standorten präsent.
Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist uneingeschränkt möglich, da gegenüber dem Vorjahr keine Strukturveränderungen durchgeführt wurden.
Die ORBIS AG weist einen Umsatz mit Drittkunden von T€ 18.917 aus, der um T€ 473 über dem des Vorjahres von T€ 18.444 liegt. Mit T€ 779 ist das im Geschäftsjahr 2006 erreichte EBIT um 85 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert worden. Die ORBIS America Inc. mit Sitz in Vienna bei Washington D.C. (Virginia) konnte trotz eines Umsatzrückganges im Geschäftsjahr 2006 noch ein positives EBIT von T€20 bei einem Umsatz von T€650 mit Drittkunden erwirtschaften.
ORBIS Hamburg GmbH Hamburg
ORBIS America Inc. Vienna bei Washington DC/Virginia/USA
Die ORBIS Hamburg GmbH erbringt den wesentlichen Teil ihres gesamten Umsatzes von T€1.092 (T€1.276 in 2005) in Kundenprojekten der ORBIS AG. Die Mitarbeiter in Hamburg verfügen über spezielle Kenntnisse in der von ORBIS fokussierten Branche Konsumgüter und Handel sowie in der Produktentwicklung von iControl. Das positive EBIT von T€100 im Geschäftsjahr 2006 lag leicht unter dem Vorjahresniveau.
Der Konzernjahresüberschuss ist um nahezu 10 % auf T€380 im Geschäftsjahr 2006 gesteigert worden.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Wesentlichen vergleichbar den Vorjahreswerten Erstattungen aus der Sachbezugsversteuerung der Dienstfahrzeuge (T€ 472) ausgewiesen. Die gesamte Verminderung in Höhe von T€377 gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere mit T€235 aus der reduzierten Auflösung von Rückstellungen und in Höhe von T€42 aus der verminderten Herabsetzung der Wertberichtigungen auf Forderungen.
Der Aufwand für fremdbezogene Leistungen betrug im Geschäftsjahr 2006 T€1.092 und lag damit um T€148 (12 %) unter den Werten des vorangegangenen Geschäftsjahres. Diese Entwicklung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem um 3 % gestiegenen Beratungsumsatz, der durch eigene Mitarbeiter erbracht wurde. ORBIS besetzt u.a. durch den Kompetenzaufbau der vergangenen Jahre zunehmend Projekte mit eigenen Mitarbeitern. Die realisierte Marge in diesen Projekten ist größer als diejenige der Projekte, in denen Partner von ORBIS eingesetzt werden. Der Einsatz von Partnern bietet ORBIS darüber hinaus die Möglichkeit, flexibel auf die Anforderungen der Kunden zu reagieren, ohne selbst die entsprechenden Kapazitäten vorhalten zu müssen. In diesen Projekten tritt ORBIS gegenüber den Endkunden als Vertragspartner auf, während die Partner ihre Leistungen an ORBIS berechnen.
Geringfügig konnten bei der ausgewiesenen Umsatzentwicklung die betrieblichen Kosten (Personalaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) im Geschäftsjahr 2006 reduziert werden.
Im Jahresdurchschnitt waren bei ORBIS 189 Mitarbeiter beschäftigt. Dies sind 2,2 % mehr als im vorausgegangenen Geschäftsjahr 2005, in dem durchschnittlich 185 Mitarbeiter beschäftigt waren. Es ist jedoch hervorzuheben, dass zu Beginn des Jahres 2006 bei ORBIS weniger Mitarbeiter beschäftigt waren als im Vergleichszeitraum 2005. Der Personalaufbau fand im Wesentlichen in den Monaten November und Dezember 2006 statt, so dass zum Geschäftsjahresende 194 Mitarbeiter bei ORBIS beschäftigt waren. Der Personalaufwand von T€ 13.542 lag daher geringfügig unter dem des Vorjahres mit T€ 13.694. Die Personalkostenquote (Verhältnis Personalaufwand zu Umsatzerlösen) von 68,3 % ist dementsprechend gegenüber der des Vorjahres (69,1 %) leicht verbessert. Im Geschäftsjahr 2006 wurden die Kosten im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahezu konstant gehalten. Nach T€ 4.713 im Vorjahr betrugen diese im Geschäftsjahr 2006 T€ 4.693. Mit einem Anteil von 54 % bzw. T€ 2.540 (Vorjahr: 51 % bzw. T€ 2.389) bilden die
Kfz- und Reisekosten den wesentlichen Kos-
tenblock unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Anstieg entfällt dabei nahezu ausschließlich auf die Reisekosten, da insbesondere die Rollout-Projekte mit intensiver Reisetätigkeit verbunden sind. Darüber hinaus wirkten sich die Aufwendungen resultierend aus der Entwicklung des Standortes in Shanghai/China aufwandserhöhend aus. Deutliche Einsparungen wurden bei den Raumkosten erzielt, da ORBIS für die an den Standorten benötigten Räumlichkeiten günstigere Konditionen erreichen konnte.
Entwicklungsleistungen werden überwiegend in kundenspezifischen Projekten erbracht. Es handelt sich dabei um Weiterentwicklungen zusätzlicher Funktionalitäten und Add-ons im SAP Umfeld. Für die Weiterentwicklungen der eigen erstellten Software werden keine gesonderten Projekte angelegt. Oftmals können die kundenspezifischen Entwicklungen mit weiteren geringfügigen Modifikationen in anderen Anwendungen eingesetzt werden.
Im Geschäftsjahr 2006 wurde ein positives Betriebsergebnis (EBIT) von T€626 erreicht, das über dem des Vorjahres von T€ 561 liegt. Mit einer Steigerung von 11,6 % liegt diese im angekündigten Erwartungsbereich.
Das Zinsergebnis hat sich mit einem Ausweis von minus T€7 gegenüber dem Vorjahresausweis von minus T€ 86 im Vorjahr verbessert. Ursächlich für diese Entwicklung ist die Rückführung der langfristigen Darlehen.
Aufgrund der veränderten Paritäten des Euro gegenüber dem US-Dollar im Geschäftsjahr 2006 werden im vorliegenden Konzernabschluss Währungsverluste überwiegend für die Aktivitäten in den USA ausgewiesen.
Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag resultiert aus der Veränderung der latenten Steuern, da die steuerlichen Verlustvorträge in Folge der ebenfalls positiven steuerlichen Ergebnisentwicklung vermindert wurden.
Mit T€ 380 wurde das Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr (T€ 346) um 9,8 % gesteigert. Der vorliegende Konzernjahresabschluss mit einem erneuten Konzernjahresüberschuss stellt damit nachhaltig unter Beweis, dass ORBIS ein verlässlicher Partner ist.
Das bilanzielle Gesamtvermögen von ORBIS beträgt zum 31. Dezember 2006 T€ 24.059 und hat sich um T€ 1.132 gegenüber dem Vorjahr vermindert.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich um T€ 732 (6,8 %) auf T€ 10.080. Dem Abgang an Liquidität (liquide Mittel und Wertpapiere) von T€ 1.474 auf T€ 4.989 steht eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von T€4.081 auf T€4.618 gegenüber. Die durchschnittliche Forderungsreichweite beträgt rund 76 Tage und liegt in Folge der gestiegenen Forderungen über dem Niveau des Vorjahres mit 68 Tagen. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert aus einem Erstattungsanspruch gegen eine Versicherungsgesellschaft in Höhe von T€ 160.
In Folge der planmäßigen Abschreibung des Anlagevermögens und der Reduzierung der aktiven latenten Steuern ergibt sich ein Rückgang des langfristig gebunden Vermögens von T€14.379 zum 31. Dezember 2005 auf T€ 13.979 zum 31. Dezember 2006.
Weiterhin bestimmt die eigene Immobilie in Saarbrücken, Nell-Breuning-Allee, die Struktur des Sachanlagevermögens. Das Gebäude wurde planmäßig abgeschrieben. Bei anderen Anlagen, der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden ausschließlich Ersatzinvestitionen vorgenommen, die unter den planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres lagen.
Der Impairment Test, der im November 2006 durchgeführt wurde, hat den ausgewiesenen Firmenwert mehr als bestätigt. Zum 31. Dezember 2006 wird der Firmenwert unverändert mit rd. 50 % der ursprünglichen Anschaffungskosten bewertet.
In Höhe von T€6.428 werden aktive latente Steuern, die überwiegend aus der Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge resultieren, ausgewiesen. Da in der steuerlichen Ergebnisrechnung ein positives Ergebnis erzielt wird, ergibt sich eine Verminderung bei dem Ausweis aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Die Verminderung des Gesamtvermögens von ORBIS spiegelt sich überwiegend in der Abnahme der langfristigen Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten, die sich aus den Krediten gegenüber Finanzinstituten und den Verpflichtungen aus den Pensionszusagen zusammensetzen, haben sich insgesamt um T€1.191 vermindert. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Mitarbeitern wurden planmäßig zurückgeführt. Die Verminderung betrug insgesamt T€961. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2006 von T€ 4.408 auf T€ 4.019 weiter vermindert. Neben den übrigen Rückstellungen mit T€ 1.317, die im Wesentlichen einem Beratungsunternehmen typisch personalbezogen sind, bilden die ebenfalls überwiegend personalbezogenen sonstigen Verbindlichkeiten mit T€1.107 und die kurzfristig fälligen Beträge aus den Verbind-
lichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit T€516 die bedeutenden Positionen bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten.
Aufgrund eines gesunkenen Gesamtvermögens und eines gleichzeitig ausgewiesenen Konzernjahresüberschusses von T€ 380 stieg die Eigenkapitalquote von 66,7 % im Vorjahr auf 71,7 % in 2006. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich von T€16.797 zum 31. Dezember 2005 auf T€17.244 zum 31. Dezember 2006.
Zum 31. Dezember 2006 betrugen die finanziellen Mittel von ORBIS T€ 4.989. Diese haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 um T€ 1.474 gegenüber einem Ausweis von T€ 6.463 zum 31. Dezember 2006 vermindert. Die finanziellen Mittel setzen sich aus den Guthaben, überwiegend in Form von Festgeldern, bei Banken in Höhe von T€ 3.243 und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von T€1.746 zusammen. Die Veränderung des Bestandes der liquiden Mittel, die in der Kapitalflussrechnung den Finanzmittelfonds bilden, betrug im Geschäftsjahr 2006 minus T€ 986. Diese finanziellen Mittel wurden zur planmäßigen Rückführung der Bankdarlehen genutzt. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2006 T€ 1.123 Bankdarlehen abgelöst. Weiterhin hat die Abgabe der Anleihe einer deutschen Großbank zu einem Mittelzufluss in Höhe von T€500 geführt, so dass der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit mit T€ 432 positiv war
kurzfristige Verbindlichkeiten langfristige Verbindlichkeiten Eigenkapital
und die getätigten Investitionen aus diesem Mittelzufluss finanziert werden konnten. Der überschießende Teil aus diesem Mittelzufluss wurde zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit genutzt. Der Cash Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit war mit T€295 negativ. Durch den Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den Abbau der sonstigen Verbindlichkeiten ergibt sich insgesamt ein Mittelabfluss im working capital von T€ 1.187
(jeweils zum 31. Dezember)
Zum 31. Dezember 2006 beschäftigte ORBIS 194 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 185) und hat damit erstmalig seit 2001 wieder Personal aufgebaut. ORBIS sucht neue Mitarbeiter, um die Beratungskapazitäten den Markterfordernissen entsprechend zu erhöhen, dies allerdings bei schwierigen Marktverhältnisse. Den Ausführungen des BITKOM Präsidenten folgend verhindert insbesondere der Mangel an Fachkräften weiteres Wachstum der ITK-Branche.
ORBIS sieht sich in der Verantwortung zur beruflichen Qualifikation von jungen Menschen. Bei ORBIS werden neben Fachinformatikern auch Bürokaufleute ausgebildet. Zum 31. Dezember 2006 wurden 9 Auszubildende beschäftigt.
Fortgesetzt wurde die bereits in 2004 begonnene und seitdem intensiv betriebene Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW). Im Rahmen der vereinbarten Kooperation haben Studenten die Möglichkeit, ihre universitäre Ausbildung mit der Praxis im Hause ORBIS zu verbinden.
Unverändert gilt, dass ein wesentlicher Erfolgsfaktor für ein Beratungsunternehmen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind.
Im Geschäftsjahr 2006 sind keine weiteren Optionen ausgegeben worden. Der Aufwand in Höhe von T€ 64 für das Geschäftsjahr 2006 des in dem Geschäftsjahr 2004 aufgelegten Aktienoptionsprogramms wurde ergebniswirksam im Per-
Im Rahmen seiner Tätigkeit als Business-Consulting-Unternehmen ist ORBIS einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind und deren Eintritt die Entwicklung der Gesellschaft auch in ihrem Fortbestand gefährden kann. Dabei geht ORBIS gemäß der Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Die speziellen Instrumente des Risikomanagements sind in den Kerngeschäftsprozess der ORBIS unternehmensweit implementiert und umfassen eine Vielzahl von Bausteinen wie die Erfassung, Überwachung und Steuerung der Unternehmensrisiken durch die entsprechenden Geschäftseinheiten und Bereiche. Der Status und die Veränderung der als wesentlich erachteten Risiken werden in der regelmäßigen Berichterstattung kommuniziert. ORBIS überprüft die Geschäftsziele, interne Unternehmensprozesse und Risikokontrollmaßnahmen das ganze Jahr über anhand der eingesetzten Controlling-Systeme, Verfahren und Berichtsstandards. Hinsichtlich der Art der Risiken, ihrer Auswirkung und der Eintrittswahrscheinlichkeit gibt es gegenüber dem Vorjahr keine negativen Veränderungen zu berichten. Es können allerdings zusätzliche, nicht absehbare oder vernachlässigbare Risiken auftreten, die teilweise Unwägbarkeiten politischer und konjunktureller Bedingungen unterworfen sind und die außerhalb des Einflussbereiches der ORBIS liegen. Nachfolgend werden nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanzund Ertragslage maßgeblich beeinflussen können.
Im Beratungsgeschäft herrscht intensiver Wettbewerb um hochqualifizierte Fachkräfte. Der Erfolg von ORBIS hängt im hohen Maße davon ab, inwieweit es auch zukünftig gelingt, qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter mit hoher fachlicher und sozialer Kompetenz, insbesondere in Beratungsprojekten, dauerhaft und motiviert an das Unternehmen zu binden. Neben der Bindung der gegenwärtigen Mitarbeiter an ORBIS kommt auch wegen der starken Nachfrage nach spe-
zialisierten Fachkräften der kostenintensiven Mitarbeiterrekrutierung eine entscheidende Bedeutung zu. Des weiteren gilt es, das Mitarbeiter-Know-how durch gezielte Schulungsmaßnahmen an die sich schneller ändernden Markterfordernisse anzupassen.
Im Kundenprojektgeschäft hat ORBIS unterschiedlichste Risiken in Betracht zu ziehen, die nicht alle durch ORBIS selbst beeinflusst werden können. Der besonderen Behandlung von Festpreisprojekten wird dabei insofern Rechnung getragen, dass diese Aufträge vor der Angebotsabgabe nach konzernweit festgelegten Standards kalkuliert, hinsichtlich der Vertragsgestaltung überprüft und nur durch die Geschäftsführung freigegeben werden können. Dennoch kann es vorkommen, dass trotz sorgfältiger Planung und Kontrolle die tatsächlichen Aufwendungen den vereinbarten Preis übersteigen, was sich in Summe nachteilig auf den Erfolg von ORBIS auswirken könnte.
Die Veränderungen im Markt für IT-Consultingleistungen führen dazu, dass ORBIS zunehmend auf frei am Markt agierende Berater trifft oder mit Angeboten von Wettbewerbern konfrontiert wird, die nicht kostendeckend kalkuliert sind. Diesen Risiken tritt ORBIS mit konzernweiten Standards im Hinblick auf die Kalkulation und Genehmigung zur Annahme bzw. Durchführung von Beratungsprojekten entgegen, um so Verluste aus Projekten zu vermeiden. Trotzdem ist es möglich, dass einzelne Projekte nicht planmäßig verlaufen, was in Summe den Erfolg von ORBIS nachteilig beeinflussen könnte.
tische Bonitätsprüfungen vor Vertragsunterzeichnung bzw. in größeren Projekten während der Projektdauer durchgeführt werden, so dass dieses Risiko durch entsprechend formulierte Vertragsbedingungen reduziert werden konnte. Dennoch kann es vorkommen, dass bei komplexen Großprojekten eine bereits geleistete Beratung aufgrund finanzieller Probleme auf Kundenseite zu ungeplanten Forderungsverlusten führen kann.
Die zuvor aufgezeigten Risikobereiche haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdende Auswirkungen.
Da Transaktionen mit Unternehmen außerhalb des EURO Raumes nur in geringem Umfang anfallen, betreibt ORBIS derzeit keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen.
Bei der Anlage von liquiden Mitteln ist ORBIS vorsichtig und darauf bedacht, dass die als Liquiditätsreserve gehaltenen Mittel kurzfristig verfügbar gemacht werden können. Angelegt wird deshalb überwiegend in Festgeld bzw. in Finanzinstrumente von Schuldnern mit guter Bonität. Eine Zinsabsicherung erfolgt nicht.
Das Vergütungssystem für den Vorstand der ORBIS AG beinhaltet neben fixen Gehaltsbestandteilen auch variable Gehaltsbestandteile. Die variablen Vergütungsbestandteile orientieren sich an der Steigerung der aktuellen Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr und an dem EBT (Jahresüberschuss vor Steuern inklusive außerordentlichem Ergebnis) und sind in
der Höhe auf 60 % der Gesamtbezüge begrenzt.
Das Vergütungssystem für den Aufsichtsrat der ORBIS AG beinhaltet ausschließlich fixe Bezüge, wobei die Bezüge des Vorsitzenden doppelt so hoch sind, wie die eines übrigen Mitgliedes.
zum Vorsitzenden des Vorstandes widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (vgl. im Einzelnen § 84 Abs. 3 S. 1 und 2 AKG).
System ersetzenden vergleichbaren Nachfolgesystem während der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien. Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusspreis im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 % über- und unterschreiten. Sofern das Erwerbsangebot überzeichnet ist, muss die Annahme nach Quoten erfolgen.
neuen Aktien, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben worden sind, insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung.
Am Grundkapital der ORBIS AG ist die GMV AG, Urexweiler, zu 18,5 % beteiligt. Die Vorstände der ORBIS AG sind zugleich alleinige Vorstände und alleinige Inhaber der stimmberechtigten Aktien der GMV AG.
Gemäß § 312 AktG wird daher ein Abhängigkeitsbericht erstellt. Am Schluss der Berichtes erklären wir, dass im Jahr 2006 keinerlei geschäftliche Beziehungen der ORBIS AG zur GMV AG bestanden haben.
Zuversicht macht sich breit, dass sich die deutsche Wirtschaft nach einer langen Durststrecke in einem mehrere Jahre anhaltenden Aufschwung befinde. "Der Konjunkturmotor läuft wieder rund und wird auch in diesem Jahr nicht ins Stocken geraten", heißt es im Jahreswirtschaftsbericht 2007 der Bundesregierung Ende Januar. Sie erwartet – entsprechend der Einschätzung anderer Prognostiker und internationaler Organisationen – , dass die Aufwärtskräfte in Deutschland weiterhin stark bleiben und setzt für 2007 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % an. Das RWI Essen erwartet für 2007 eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs und prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 1,9 %. Einig sind sich alle Sachverständigen, dass das Wachstum 2007 aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung geringer ausfallen werde als 2006. Allerdings habe die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 % im Januar 2007 keinen Konsumschock ausgelöst, vielmehr gehen die führenden Volkswirte davon aus, dass der Aufschwung über die Delle "hinwegbrausen" und 2008 wieder für deutlich mehr als 2 % Wachstum sorgen werde. Die meisten Ökonomen haben ihre Prognosen für 2007 nach den überraschend guten Wachstumsangaben für 2006 angehoben.
Der Markt für Informationstechnik und Telekommunikation wird in der Europäischen Union 2007 weiter wachsen, die europäische Marktforschungsgruppe EITO, der die deutsche BITKOM angehört, rechnet mit einem Zuwachs um 2,9 %. Die Wirtschaft investiere europaweit kräftig in Informationstechnologie. Die stärkste Wachstumsdynamik läge in den Bereichen Software und IT-Services, die die Wachstumsraten von 2006 in Höhe von 6,3 % bzw. 5,3 % im Jahr 2007 weiter übertreffen sollten. In Deutschland liegen die BIT-KOM-Prognosen 2007 für die Softwarebranche bei 5,7 % und für IT-Services bei 4,6 %. Für den deutschen ITK-Markt insgesamt rechnet der deutsche Branchenverband für 2007 mit nur einem moderaten Gesamtwachstum von 1,6 %, nach 2,5 % für 2006. Das monatliche IT-Branchenbarometer der BITKOM stieg zum Jahresende 2006 weiter. Die befragten kleineren und mittleren Hightech-Unternehmen erwarteten 2007 steigende Einnahmen, besonders aus Software und Services, dank hoher Investitionen der freien Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand. Wachstumsgrenzen innerhalb der dynamisch wachsenden ITK-Segmente könnten sich aus Rekrutierungsengpässen ergeben: "Der Mangel an Fachkräften verschärft sich dramatisch", erklärte Willi Berchthold, Präsident der BITKOM. Insgesamt optimistischer ist die Markteinschätzung der TechConsult. Deutsche Unternehmen werden 2007 laut TechConsult rund 94,3 Milliarden Euro in ITK-Produkte und -Services investieren und damit 3,3 % mehr als 2006. Das ergab die Befragung unter rund 4000 Unternehmen.
Jedoch falle dieser Zuwachs geringer aus als zwischen den Jahren 2005 und 2006, als die Verantwortlichen in den Vorstandsetagen 3,6 % mehr Geld für ihre ITK-Ausstattung ausgaben. Der Löwenanteil in Höhe von 34,2 Milliarden Euro gehe an die Serviceanbieter. Ihr Geschäft soll 2007 im Jahresvergleich um 5,8 Prozent zulegen. Die amerikanischen Marktforscher von IDC erwarten, dass der weltweite IT-Beratungsmarkt in den Jahren 2006 bis 2010 mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 5,2% expandieren werde, wobei der Anstieg zum Ende des Beobachtungszeitraums dynamischer sei. Erstmals werde im Jahr 2009 im europäischen Markt mehr Geld mit Beratung verdient als in Nordamerika.
"Die Deutsche Wirtschaft brummt" titelte das Handelsblatt Mitte Februar 2007. Die Konjunktur hat 2006 tatsächlich an Fahrt gewonnen und ORBIS partizipiert an dieser Entwicklung durch rege Nachfrage nach Informationen, Produkten und Beratungsleistungen. Offensichtlich ist die Bereitschaft der Unternehmen gestiegen, verstärkt in IT zu investieren. Inwieweit die Dynamik im Markt in Wachstum der ORBIS umsetzbar sein wird, hängt auch davon ab, ob es im Wettbewerb um erfahrene SAP-Berater gelingt, die Beraterkapazitäten auszubauen. 2007 wird ORBIS besonders die Rekrutierung und Ausbildung forcieren und investiert kontinuierlich in die Schulung im Umgang mit neuen Produkten wie etwa GTS, Global Trade System oder die neue Mittelstandssoftware der SAP. Der weitere Aufbau des Standortes in Shanghai ist 2007 ein wichtiges Thema. Die erneut optimistischen Geschäftsprognosen der SAP basieren auf positiven Entwicklungen sowohl im Mittelstand als auch besonders im Großkundensegment, welches das angestammte Kundensegment der ORBIS ist. ORBIS bietet den Unternehmen in den Branchen Automotive, Industrie, Bauzulieferindustrie, Konsumgüterindustrie und Handel spezialisierte Berater mit profundem Know-how in der Optimierung von Geschäftsprozessen und ist als Unternehmen rundum gut aufgestellt. Innovative Produkte und exzellente Beratung werden unsere Kunden darin unterstützen, ihren Vorsprung im Markt auszubauen. ORBIS ist in ihren Kernbranchen sehr gut positioniert und gerade auch bei den Trendthemen CRM, SCM und BI ein renommierter Experte. Wir werden unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit mit SAP, Microsoft und IBM pflegen und weiter intensivieren und mit unseren eigenen Produkten interessante Geschäftsfelder besetzen können.
Unser unternehmerisches Kernziel bleibt die Steigerung der Profitabilität . Wir rechnen mit einem deutlichen Umsatzwachstum im Bereich der Beratungsprojekte, sofern es gelingt, neue qualifizierte Berater für ORBIS zu gewinnen. Sollte sich der IT-Arbeitsmarkt weiterhin als schwierig erweisen, so gehen wir von einem moderaten Umsatzwachstum im einstelligen Bereich aus. Unser Ziel ist es, die Profitabilität um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau zu steigern.
| Alle Angaben in Euro | 01.01.-31.12 2006 | 01.01.-31.12 2005 |
|---|---|---|
| · 1. Umsatzerlöse | 19.821.992,59 | 19.820.091,19 |
| · 2. Sonstige betriebliche Erträge | 722.299,52 | 1.099.096,14 |
| · 3. Materialaufwand / Aufwand für | ||
| bezogene Leistungen | -1.295.018,99 | -1.514.117,94 |
| · 4. Personalaufwand | -13.541.819,37 | -13.694.223,00 |
| · 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens | ||
| gegenstände und auf Sachanlagen | -388.085,96 | -436.977,78 |
| · 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.693.170,07 | -4.712.994,58 |
| · 7. Betriebsergebnis (EBIT) | 626.197,72 | 560.874,03 |
| · 8. Finanzergebnis | -6.874,75 | -85.772,83 |
| a. Zinserträge / -aufwendungen | -13.564,75 | -86.082,83 |
| b. Übrige Finanzerträge / -aufwendungen | 6.690,00 | 310,00 |
| · 9. Währungsgewinne / -verluste | -87.308,51 | 126.547,73 |
| · 10. Ergebnis vor Steuern (EBT) und | ||
| Minderheitenanteilen | 532.014,46 | 601.648,93 |
| · 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -152.441,85 | -255.930,70 |
| · 12. Ergebnis vor Minderheitenanteilen / | ||
| Konzern-Ergebnis | 379.572,61 | 345.718,23 |
| · Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) | 0,041 | 0,038 |
| · Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien | ||
| (verwässert/unverwässert) | 9.147.750 | 9.147.750 |
| AKTIVA | 31.12.2006 | 31.12.2005 |
|---|---|---|
| Alle Angaben in Euro | ||
| A. Kurzfristige Vermögensgegenstände | ||
| · 1. Liquide Mittel | 3.243.193,65 | 4.223.975,79 |
| · 2. Wertpapiere des Umlaufvermögens | 1.745.625,00 | 2.238.935,00 |
| · 3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.618.261,92 | 4.081.171,91 |
| · 4. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige | ||
| kurzfristige Vermögensgegenstände | 473.191,44 | 268.174,36 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände, gesamt | 10.080.272,01 | 10.812.257,06 |
| B. Langfristige Vermögensgegenstände |
||
| · 1. Sachanlagevermögen | 4.717.795,48 | 4.989.775,49 |
| · 2. Immaterielle Vermögensgegenstände | 43.163,00 | 59.542,00 |
| · 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 2.747.170,00 | 2.747.170,00 |
| · 4. Latente Steuern | 6.427.677,30 | 6.582.534,90 |
| · 5. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige | ||
| langfristige Vermögensgegenstände | 43.080,15 | 0,00 |
| Langfristige Vermögensgegenstände, gesamt | 13.978.885,93 | 14.379.022,39 |
| Aktiva, gesamt | 24.059.157,94 | 25.191.279,45 |
| PASSIVA | 31.12.2006 | 31.12.2005 |
|---|---|---|
| Alle Angaben in Euro | ||
| A. Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| · 1. Kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil | ||
| an langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber | ||
| Kreditinstituten | 515.851,16 | 678.102,58 |
| · 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 864.261,25 | 584.062,12 |
| · 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 51.913,29 | 169.789,06 |
| · 4. Rückstellungen | 1.316.875,26 | 1.431.787,07 |
| · 5. Steuerrückstellungen | 162.882,25 | 234.612,25 |
| · 6. Kurzfristiger Anteil der Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.107.046,18 | 1.309.167,78 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 4.018.829,39 | 4.407.520,86 |
| B. Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| · 1. Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| gegenüber Kreditinstituten | 1.631.736,00 | 2.592.449,67 |
| · 2. Rückstellungen für Pensionen | 1.164.422,07 | 1.064.474,90 |
| · 3. Langfristiger Anteil der Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| und sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 0,00 | 330.000,00 |
| Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 2.796.158,07 | 3.986.924,57 |
| C. Eigenkapital | ||
| · 1. Gezeichnetes Kapital | 9.147.750,00 | 9.147.750,00 |
| · 2. Kapitalrücklage | 25.341.940,65 | 25.278.140,65 |
| · 3. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung | 4.147,75 | 183,90 |
| · 4. Verlustvortrag | -17.629.240,53 | -17.974.958,76 |
| · 5. Konzern-Ergebnis | 379.572,61 | 345.718,23 |
| Eigenkapital, gesamt | 17.244.170,48 | 16.796.834,02 |
| Passiva, gesamt | 24.059.157,94 | 25.191.279,45 |
Die ORBIS AG, Saarbrücken, hat für das Geschäftsjahr 2006 einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind.
Die Gliederung des Konzernabschlusses orientiert sich entsprechend der Vorgehensweise des Vorjahres an der Gliederung gem. Anlage zu § 63 Absatz 6 der Börsenordnung für die Frankfurter Wertpapierbörse und berücksichtigt die Mindestgliederungsvorschriften nach IAS 1.
In den Konzernabschluss der ORBIS AG wurden folgende Tochterunternehmen einbezogen und vollkonsolidiert:
| Name | ORBIS America Inc. |
ORBIS Hamburg GmbH |
|---|---|---|
| Sitz | Vienna bei Washington D.C. (USA) |
Hamburg |
| Beteiligungs-/ Stimmrechtsquote | 100,0 % | 80,0 % |
| Erstkonsolidierung am | 01.01.2000 | 01.10.2000 |
| Bilanzsumme 31. Dezember 2006 | 432 | 871 |
| Umsatz 2006 | 765 | 1.092 |
| Ebit 2006 | 20 | 100 |
| Ergebnis 2006 | -34 | 60 |
Alle Angaben bei Bilanzsumme, Umsatz, Ebit und Ergebnis erfolgen in T€. Die Zahlen sind dem Einzelabschluss nach IFRS der jeweiligen Gesellschaft vor Konsolidierung entnommen. Der Unterschied zwischen Ebit und Ergebnis 2006 resultiert bei beiden Tochtergesellschaften im wesentlichen aus Zinszahlungen der Tochterunternehmen an die ORBIS AG.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2005 nicht geändert.
Die Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, der Konzernanlagenspiegel sowie die Erläuterungen zum Konzerneigenkapital werden in € (EURO) aufgestellt.
Die Währungsumrechnung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft folgt dem Prinzip der funktionalen Währung. Aufgrund der wirtschaftlichen Selbständigkeit des US-Tochterunternehmens wird als funktionale Währung der US-Dollar verwendet. Die Umrechnung erfolgt nach der modifizierten Stichtagsmethode. Demnach werden die Vermögens- und Schuldposten zum Stichtagskurs (Kassa-Mittelkurs), die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs und das Jahresergebnis zum Stichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung bewertet.
| Berichtsjahr | Vorjahr |
|---|---|
| € / \$ |
€ / \$ |
| 0,7580 | 0,8444 |
| Durchschnittskurs 0,7935 |
0,8088 |
Die sich bei der Währungsumrechnung ergebende Umrechnungsdifferenz wird erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und dort gesondert ausgewiesen. Echte Restbeträge aus der Fremdwährungsumrechnung der Schuldenkonsolidierung verändern das Konzernjahresergebnis.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den national gültigen Rechnungslegungsvorschriften erstellt. Für die Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2006 wurden die Einzelabschlüsse auf IFRS nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden umgestellt. Für ORBIS ergaben sich gegenüber der Bilanzierung nach HGB vor allem im Bereich der Abschreibung von Gebäuden, der Pensionsverpflichtungen, der Bewertung von Beratungsprojekten, dem Ansatz von Rückstellungen sowie der latenten Steuern Ergebnisveränderungen (insgesamt minus T€ 418).
Die Konsolidierung der Gesellschaften nach den Vorschriften des IASB wurde wie folgt vorgenommen:
Bei der Kapitalkonsolidierung werden entsprechend der Erwerbsmethode die Konzernanschaffungskosten der Konzerngesellschaften gegen das Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet. Stichtag für die Erstkonsolidierung der ORBIS America Inc., Vienna, Virginia, bei Washington D.C. (USA) ist der 01. Januar 2000. Die ORBIS Hamburg GmbH ist ab dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung erworben wurde, in den Konzernabschluss einbezogen worden.
Verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge wurden nach Zuordnung von stillen Reserven und Lasten als Firmenwerte ausgewiesen. Der Firmenwert wird nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Zum Nachweis der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Firmenwerte wurde zum 30.09.2006 ein Impairmenttest durch-
geführt. Der Impairmenttest kam zu dem Ergebnis, dass im Geschäftsjahr 2006 keine Abschreibungen auf die Firmenwerte vorzunehmen sind.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet.
Im Zuge der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die aus dem konzerninternen Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen und Erträge eliminiert. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen im Anlagevermögen sowie in den Vorräten bestanden nicht.
Bei der Aufstellung des freiwilligen konsolidierten Abschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode ausgewirkt haben. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten, der konzerneinheitlichen Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des freiwilligen konsolidierten Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des Umfeldes zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereich des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstigen am Stichtag bestehenden wesentlichen Quellen von Schätzunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein könnte, werden soweit erforderlich erläutert.
II. Angaben zu einzelnen Posten der Konzernbilanz
Vermögensgegenstände (Aktiva A. und B.)
Kurzfristige liquide Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens (Aktiva A.1. und 2.)
Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung sind zum Stichtagskurs umgerechnet
Ausgewiesen werden verzinsliche, börsennotierte Floating Rate Notes, die jederzeit über die Börse veräußert werden können und unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen (Zahlungsmitteläquivalente). Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zum Stichtag mit dem Kurswert als beizulegendem Wert bewertet.
Kurz- und langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögensgegenstände (Aktiva A.3., A.4. und B.5.)
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert bzw. niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Dazu wurden angemessene Einzelwertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet, uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Aufgrund des verbesserten Forderungsmanagementes und der Umstellung des Mahnwesens mit Ansatz von Verzugszinsen konnte das allgemeine Zins- und Kreditrisiko gesenkt werden, so dass Wertberichtigungen in Höhe von 1% (Vorjahr: 2%) auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen gebildet wurden. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von T€ 146 (Vorjahr: T€ 539) Auftragserlöse für in Arbeit befindliche sowie fertiggestellte Projekte, die noch nicht fakturiert sind, nach den Grundlagen der Teilgewinnrealisierung berücksichtigt.
Forderungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | Berichtsjahr Vorjahr | Kurzfristig | Langfristig Berichtsjahr Vorjahr |
Gesamt Berichtsjahr Vorjahr |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
4.618 | 4.081 | 0 | 0 | 4.618 | 4.081 |
| Sonstige Vermögens- gegenstände |
375 | 177 | 43 | 0 | 418 | 177 |
| Rechnungsab- grenzungsposten |
98 | 91 | 0 | 0 | 98 | 91 |
| Summe | 5.091 | 4.349 | 43 | 0 | 5.134 | 4.349 |
Forderungen in Höhe von T€ 65 gegen Gesellschafter der ORBIS AG sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bei den langfristigen sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich um den langfristigen Teil dieser Forderungen.
In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Wartungskosten, Kfz-Steuer und Versicherungen abgegrenzt.
Weitere langfristige Vermögensgegenstände (Aktiva B.1. bis 4.)
Der Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2006 ist als Anlage dem Anhang beigefügt.
Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Bauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammen, die jeweils mit den historischen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Soweit Investitionszuschüsse gewährt wurden, sind sie von den historischen Anschaffungskosten erfolgsneutral abgesetzt. Die Grundstücke und Bauten dienen der Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die Abschreibungen der Sachanlagen wurden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (Grundstücke und Bauten: 40 Jahre; Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-13 Jahre) linear vorgenommen. Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wurde überprüft. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht vorgenommen.
Mit Ausnahme von Peripheriegeräten werden Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis € 410 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.
Bei den Abschreibungen auf Gebäude wird die Nutzungsdauer für den Konzernabschluss nach den Vorschriften des IASB im Vergleich zum HGB-Abschluss auf 40 Jahre angepasst.
42 2006
Der Posten enthält im Wesentlichen entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die erworbene Software und die gewerblichen Schutzrechte entsprechend ihrem voraussichtlichen Nutzungsverlauf über 3 Jahre linear abgeschrieben.
Die ausgewiesenen Firmenwerte resultieren aus der Kapitalkonsolidierung der ORBIS Gesellschaft für Organisation, Beratung und Innovatives Systemengineering mbH, und der ORBIS Strategy GmbH – beide Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2004 auf die ORBIS AG verschmolzen – sowie der ORBIS America Inc..
Latente Steuern resultieren vor allem aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen dem steuerlichen Wertansatz und dem Wertansatz nach IFRS sowie aus einem erwarteten zukünftigen Ausgleich steuerlicher Verlustvorträge.
Aufgrund temporärer Abweichungen liegen aktive latente Steuern entweder bei im IFRS–Abschluss niedriger bewerteten Vermögensgegenständen oder höher bewerteten Verbindlichkeiten im Vergleich zur Steuerbilanz vor. Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Latente | Berichtsjahr | Vorjahr |
|---|---|---|
| Steuern auf | in T€ | in T€ |
| Verlustvorträge | 6.207 | 6.419 |
| Pensionen | 452 | 404 |
| Zwischensumme | 6.659 | 6.823 |
| Bewertungsunterschied | ||
| Gebäude | -223 | -197 |
| Bewertungsunterschiede | ||
| PoC-Methode | -8 | -43 |
| Zwischensumme | -231 | -240 |
| Summe | 6.428 | 6.583 |
Latente Steueransprüche für nicht genutzte steuerliche Verluste sind in dem Umfang gebildet, in dem es wahrscheinlich ist, dass diese steuerlichen Verluste durch zukünftig zu versteuerndes Ergebnis verwendet werden können.
Darüber hinaus wurden zum Abschlussstichtag steuerliche Verluste in Höhe von rd. T€4.500 (23 %; Vorjahr: 25 %) der gesamten steuerlichen Verlustvorträge nicht für die Berechnung der latenten Steuern auf Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum höheren Rückzahlungsbetrag bilanziert. Verbindlichkeiten (Passiva A. und B.) teilen sich wie folgt auf:
| in T€ | Kurzfristig | Langfristig | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Berichts- | Vorjahr | Berichts- Vorjahr | Berichts- Vorjahr | |||
| jahr | jahr | jahr | ||||
| Verbindlichkeiten gegen über Kreditinstituten |
516 | 678 | 1.632 | 2.592 | 2.148 | 3.270 |
| Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen |
864 | 584 | 0 | 0 | 864 | 584 |
| Erhaltene Anzahlungen | 52 | 170 | 0 | 0 | 52 | 170 |
| Rückstellungen | 1.480 | 1.667 | 1.164 | 1.065 | 2.644 | 2.732 |
| Rechnungsabgrenzungs posten und sonstige |
||||||
| Verbindlichkeiten | 1.107 | 1.309 | 0 | 330 | 1.107 | 1.639 |
| Summe | 4.019 | 4.408 | 2.796 | 3.987 | 6.815 | 8.395 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe gesichert durch Grundschulden, Forderungsabtretungen, Verpfändungen oder Sicherungsübereignungen. Unter den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen in Höhe von T€ 330 gegenüber den ehemaligen Mitgliedern des Vorstandes ausgewiesen, die in 2007 ausgezahlt werden.
(Passiva A.4. und 5.)
Die Bildung und Bewertung der kurzfristigen Rückstellungen ist in Übereinstimmung mit IAS 37 vorgenommen worden. Mit ihrer Inanspruchnahme ist voraussichtlich innerhalb eines Jahres zu rechnen. Da die sonstigen Rückstellungen kurzfristiger Natur sind, erfolgte keine Abzinsung der Verpflichtungen. Die kurzfristigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
| in T€ | 31.12. | Inanspruch- | Auf- | Zufüh- | 31.12. |
|---|---|---|---|---|---|
| 2005 | nahme | lösung | rung | 2006 | |
| Steuerrückstellungen | 235 | 68 | 4 | 0 | 163 |
| Sonstige Rückstellungen: Personalrückstellungen |
1.140 | 512 | 0 | 431 | 1.059 |
| Rückstellungen Kundenverkehr | 88 | 0 | 0 | 8 | 96 |
| Übrige Rückstellungen | 203 | 161 | 35 | 155 | 162 |
| Summe kurzfristige Rückstellungen |
1.666 | 741 | 39 | 594 | 1.480 |
Die Personalrückstellungen beinhalten die Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern für noch nicht genommenen Urlaub und für variable Gehaltsbestandteile. Die Rückstellungen aus dem Kundenverkehr betreffen vollumfänglich Gewährleistungsansprüche.
Kurzfristiger Anteil der passiven Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (Passiva A.6.)
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 107) beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Erlöse.
Die ORBIS AG hat für ihre Vorstände sowie bestimmte Mitarbeiter eine Altersversorgung zugesagt. Die Altersversorgung für die Vorstände ist leistungsorientiert (defined benefit plans) und teilweise rückstellungsfinanziert, während die Altersversorgung für die übrigen Mitarbeiter beitragsorientiert ist. Der Aufwand für die beitragsorientierten Zusagen ist unter dem Aufwand für Altersversorgung erfasst. Die leistungsorientierten Zusagen der ORBIS AG an die Vorstände basieren auf der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Berechtigten.
Im Geschäftsjahr 2006 ergaben sich aus der leistungsorientierten Altersversorgung Aufwendungen von T€ 230, die in den Personalkosten enthalten sind. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Aufwand für im Geschäftsjahr | ||
| erdiente Pensionsansprüche | 101 | 93 |
| Zinsaufwendungen | 149 | 132 |
| Erträge plan assets | -56 | -38 |
| Amortisation versicherungsmathematischer Verluste | 36 | 26 |
| Summe | 230 | 213 |
Die Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Altersversorgungsansprüche werden gemäß IAS 19 nach der projected unit credit Methode in Verbindung mit einer dienstzeitorientierten degressiven Quotierung des Leistungsvektors (service-pro-rata-Methode) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen bewertet. Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalles zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Vorstandsmitglieder verteilt. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind die folgenden Rechnungsparameter von Bedeutung:
| Rechnungszinsfuß | 4,75% |
|---|---|
| Erwartete | |
| Einkommensentwicklung | 2,25% |
| Erwartete | |
| Rentenentwicklung | 2,00% |
Für die qualifizierten Versicherungspolicen wird ein Zinssatz von 4,25 % angewendet. Die Versorgungsverpflichtungen stellen sich unter Berücksichtigung der zuvor dargestellten Berechnungsgrundlagen wie folgt dar:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Bilanzielle Nettoverpflichtung zum Jahresbeginn | 1.064 | 1.655 |
| Altersversorgungsaufwendungen | 230 | 213 |
| Qualifizierte Versicherungspolicen | -130 | -804 |
| Bilanzielle Nettoverpflichtung zum Jahresende | 1.164 | 1.064 |
Aus sogenannten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (z.B. aufgrund abweichender Einkommenstrends gegenüber den Rechnungsannahmen) ergeben sich noch nicht ertragsmäßig verrechnete Anpassungsbeträge zwischen dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwert und der bilanziellen Rückstellung. Diese Beträge werden nach IAS 19 über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Versorgungsanwärter bilanziell erfasst und ergebniswirksam verrechnet. Die Überleitung zwischen dem Anwartschaftsbarwert und der bilanziellen Nettoverpflichtung ergibt sich wie folgt:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | ||
|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 3.225 | 3.049 | |
| Anpassungsbetrag aufgrund nicht realisierter versicherungsmathematischer |
|||
| (+) Gewinne / (-) Verluste | -751 | -788 | |
| Beizulegender Zeitwert qualifizierte | |||
| Versicherungspolicen | -1.310 | -1.197 | |
| Bilanzielle Nettoverpflichtung | 1.164 | 1.064 |
Die Verpflichtungen (ca. 31% des Anwartschaftsbarwertes) gegenüber den ehemaligen Vorständen erhöhen sich zukünftig um die Zinskomponente der Altersversorgungsaufwendungen. 38% des Anwartschaftsbarwertes entfällt auf die Verpflichtung gegenüber Herrn Thomas Gard und 31% des Anwartschaftsbarwertes auf die Verpflichtung gegenüber Herrn Stefan Mailänder.
Minderheitenanteile (Passiva C.)
Sofern auf Minderheiten entfallende Anteile negativ sind und für diese Minderheiten keine Ausgleichsverpflichtung besteht, erfolgt eine Verrechnung dieser Anteile mit dem Konzernverlustvortrag oder dem Konzernjahresfehlbetrag. Aufgrund aufgelaufener Verluste, die zu einem negativen Kapital bei der Gesellschaft, an der Minderheitsgesellschafter beteiligt sind, geführt haben, sind zum 31. Dezember 2006 keine gesonderten Anteile der Minderheiten auszuweisen.
Die Konzerneigenkapitalveränderung für das Geschäftsjahr 2006 ist als Anlage dem Anhang beigefügt.
Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der ORBIS AG ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital in Höhe von € 9.147.750 ist aufgeteilt in 9.147.750 Stückaktien mit jeweils einem rechnerischen Anteil von €1 am Grundkapital der Gesellschaft.
Mit Beschluss des Vorstandes vom 1. Oktober 2004 und Zustimmung des Aufsichtsrates vom 5. Oktober 2004 ist das Grundkapital um € 47.750 erhöht worden. Die Kapitalerhöhung erfolgte in Ausnutzung des genehmigten Kapitals, beschlossen in der Hauptversammlung vom 16. August 2000. Die Mitarbeiter haben 47.750 Stück Aktien gezeichnet, die sie zu einem bevorzugten Preis erworben haben. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2005 wurde das genehmigte Kapital auf € 4.573.875 geändert. Die Hauptversammlung vom 16. August 2000 hat das bedingte Kapital zur Einlösung von Aktienoptionen auf € 455.000 durch Ausgabe von auf den Inhaber lautenden Stückaktien festgesetzt. Die bedingte Kapitalerhöhung ist am 13. September 2000 in das Handelsregister eingetragen worden. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2004 und Eintragung im Handelsregister am 17. August 2004 ist das bedingte Kapital bis zu € 910.000 erhöht worden.
Unter der Kapitalrücklage wird das Agio abzüglich der Emissionskosten aus der Emission der Aktien in 2000 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2006 erhöhen die den Mitarbeitern gewährten Vorteile aus dem Aktienoptionsprogramm 2004 die Kapitalrücklagen in Höhe von insgesamt T€ 64 gem. IFRS 2.
In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2004 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates im Rahmen des "Aktienoptionsplanes 2004" bis zu 700.000 Stück Bezugsrechte auf den Erwerb von bis zu 700.000 Stück Aktien der ORBIS AG auszugeben. Gleichzeitig erlischt die Ermächtigung aus dem zuvor beschriebenen Optionsprogramm weitere Bezugsrechte zu gewähren.
Aus dem Aktienoptionsplan 2004 wurden den Mitarbeitern 327.500 Optionen mit Beschluss des Vorstandes und Zustimmung des Aufsichtrates gewährt. Die Optionen können vor Ablauf einer Sperrfrist von drei Jahren nicht ausgeübt werden. Danach können erstmalig 50 % der gewährten Optionsrechte am ersten Bankarbeitstag ausgeübt werden, der auf die erste Geschäftszahlen-Bekanntgabe nach Ablauf der Sperrfrist folgt.
Der den Mitarbeitern aus der Zuteilung der Aktienoptionen gewährte Vorteil beträgt im Geschäftsjahr 2006 T€64 und wird unter dem Personalaufwand ausgewiesen.
Die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ist Folge der Umrechnung nach der modifizierten Stichtagsmethode. Die Differenz ergibt sich aus der Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der ORBIS America Inc. zum Durchschnittskurs und des Eigenkapitals der ORBIS America Inc. zum historischen Kurs der Erstkonsolidierung einerseits und dem Stichtagskurs andererseits.
Verpflichtungen/Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Wesentlichen für Büroräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung in folgender Höhe:
| in T€ | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | Folge | |
| jahre |
III. Angaben zu einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
Die Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Zufluss des wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Die Erlöse werden netto ohne Umsatzsteuer, Rabatte, Skonti und Boni erfasst, wenn die Lieferung oder die Leistung ausgeführt wurde sowie der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich in Höhe von T€ 18.533 um Beratungsleistungen einschließlich der vertragsmäßigen Erstattungen von Reisekosten in den Kundenprojekten.
Als Auftragserlöse aus langfristigen Projekten wurden T€ 146 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Erträge aus KFZ-Sachbezügen | 472 | 479 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 68 | 70 |
| Mieterträge | 65 | 88 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 35 | 270 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 33 | 35 |
| Erträge aus Herabsetzung von Wertberichtigungen |
||
| und abgeschriebenen Forderungen | 17 | 59 |
| Übrige Erträge | 32 | 98 |
| Summe | 722 | 1.099 |
In den übrigen Erträgen werden im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen an Dritte und aus der Kantine erfasst.
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | ||
| und für bezogene Waren | 203 | 274 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.092 | 1.240 |
| Summe | 1.295 | 1.514 |
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten die Leistungen von Partnern, mit denen gemeinsam Projekte abgewickelt werden sowie fremdbezogene Programmierarbeiten und ähnliche Leistungen.
| 11.385 | ||
|---|---|---|
| 11.542 | ||
| 2.157 | 2.152 | |
| 283 | 240 | |
| 13.542 | 13.694 | |
Im Geschäftsjahr 2006 waren in den Gesellschaften der ORBIS-Gruppe durchschnittlich 189 (Vorjahr: 185) Mitarbeiter beschäftigt. Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der beschäftigten Mitabeiter 194 (Vorjahr: 185).
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen (GuV 5.) Es lagen keine Wertminderungen von Vermögensgegenständen vor, die nach IAS 36 außerplanmäßige Abschreibungen auf den erlösbaren Betrag (recoverable amount) erfordert hätten. Ausgewiesen werden daher ausschließlich planmäßige Abschreibungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Kfz-Kosten | 1.278 | 1.273 |
| Reisekosten | 1.262 | 1.116 |
| Kommunikations- und IT-Kosten | 411 | 454 |
| Raumkosten | 395 | 542 |
| Werbe- und Marketingkosten | 287 | 266 |
| Spezifische Kosten der Börsennotierung und | ||
| der Rechtsform als Aktiengesellschaft | 264 | 258 |
| Sonstige Personalkosten | 185 | 87 |
| Kosten für Beratung und Prüfung | 165 | 177 |
| Verluste aus Wertminderung von Forderungen | 2 | 109 |
| Übrige Kosten | 444 | 431 |
| Summe | 4.693 | 4.713 |
Die übrigen Kosten umfassen im Wesentlichen Seminar- und Tagungskosten, Versicherungen, Beiträge und Gebühren, Bürobedarf sowie Leasing für Einrichtungsgegenstände.
Das Finanzergebnis gliedert sich im Einzelnen folgendermaßen:
| 114 | ||
|---|---|---|
| 6 | 0 | |
| -160 | -200 | |
| -7 | -86 | |
| 147 |
Fremdkapitalkosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedern sich wie folgt:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Ertragsteuern | 1 | -93 |
| Latente Steuern | -153 | -163 |
| Summe | -152 | -256 |
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt II. zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird unverändert ein Ertragsteuersatz von 40 % für die inländischen Kapitalgesellschaften zugrunde gelegt. Weiter wurde unterstellt, dass die vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge auf Basis der derzeitigen steuerlichen Gesetzeslage unbegrenzt nutzbar bleiben. Die aktiven latenten Steuern aus den bewerteten steuerlichen Verlustvorträgen werden zukünftig in dem Maße gemindert, in dem die Gesellschaften Gewinne erzielen.
Die tatsächliche Steuerertragsquote ergibt sich wie folgt:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss vor Steuern und | ||
| Minderheitenanteilen | 532 | 602 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | ||
| für das laufende Geschäftsjahr | -154 | -189 |
| tatsächliche Steuerertragsquote | -28,9 % | -31,3 % |
Die erwartete Steuerertragsquote berechnet sich nach folgenden Modifikationen:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss vor Steuern | ||
| und Minderheitenanteilen | 532 | 602 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 9 | 9 |
| Sonstige | -156 | 138 |
| Bemessungsgrundlage für die Berechnung | ||
| des erwarteten Steuerertrags | 385 | 473 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -154 | -189 |
| Erwartete Steuerertragsquote | 40% | 40% |
Die als Anlage beigefügte Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Anforderungen des IAS 7 "cash flow statements" erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds beinhaltet Barmittel und Bankguthaben. Die gesondert dargestellten Anpassungen aus Wechselkursumrechnung resultierten aus der vorgenommenen Fremdwährungsumrechnung der einbezogenen US-Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss. Zum 31. Dezember 2005 wurden noch Zahlungsmitteläquivalente im Finanzmittelfonds ausgewiesen. Im vorliegenden Konzernabschluss erfolgte ein geänderter Ausweis, da keine Absicht mehr besteht, diese kurzfristig zu liquidieren. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
V. Angaben zu den Unternehmensorganen der ORBIS AG
Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2006 an:
Herr Thomas Gard (Sprecher), Urexweiler
Herr Stefan Mailänder, Ensdorf
Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2006 T€ 400. Sie beinhalten keine variablen Komponenten und entfallen zu gleichen Teilen auf die Vorstände. Jedem Vorstand wurde ein Dienstwagen der Oberklasse auch zur privaten Nutzung zur Verfügung gestellt. Weitere Bezüge haben die Vorstände im Geschäftsjahr 2006 nicht erhalten. Den Vorständen ist jeweils eine Pensionszusage erteilt worden, deren Verpflichtung im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt ist. Für den Fall des Ausscheidens aus der ORBIS AG, das nicht in der Person eines Vorstandes begründet ist, erhält dieser ein Ruhegehalt in Höhe von max. 60% der Durchschnittsvergütung der letzten 3 Jahre. Das Ruhege-
halt wird längstens bis zum Zeitpunkt der Zahlung der Pensionen bei Erreichen der entsprechenden Altergrenze gezahlt. Dieses wird durch anderweitige Einkünfte, die in dieser Zeit erworben werden, um bis zu 50 % gekürzt.
Zum 31. Dezember 2006 halten die Mitglieder des Vorstands je Stück 255.000 Aktien der Gesellschaft. Darüber hinaus sind die Herren Gard und Mailänder einzige stimmberechtigte Gesellschafter und einzige Vorstandsmitglieder der GMV Aktiengesellschaft, die insgesamt Stück 1.690.000 Aktien der ORBIS AG in Besitz hat.
Der Aufsichtsrat wird gebildet von:
Herr Prof. Wolf- Jürgen Schieffer (Vorsitzender), Völklingen, Hochschullehrer
Herr Prof. Werner Koetz, St. Ingbert, Hochschullehrer
Herr Dr. Ing. Uwe G. Spörl, Wimsheim, geschäftsführender Gesellschafter bei
der Linnig Antriebstechnik GmbH, Markdorf.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Geschäftsjahr keine weiteren Aufsichtsrats/ Beiratsmandate ausgeübt.
Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr T€ 41.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates halten Stück 1.362.969 Aktien der ORBIS AG.
Die ORBIS AG hat im November 2000 mit zwei Mitgliedern des Aufsichtsrates Verträge abgeschlossen, die hauptsächlich Tätigkeiten für Imagepflege und Öffentlichkeitsarbeit umfassen. Hierfür wurden im Geschäftsjahr T€ 9 gezahlt.
Das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer im Sinne des § 319 Abs. 1 Satz 1, 2 HGB beläuft sich für das Geschäftsjahr 2006 auf T€82 und gliedert sich wie folgt:
| Berichtsjahr in T€ | Vorjahr in T€ | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 67 | 68 |
| sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 13 | 20 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 4 |
| sonstige Leistungen | 2 | 5 |
| Summe | 82 | 97 |
Die ORBIS AG als Mutterunternehmen des ORBIS Konzerns ist mit ihren Aktien am geregelten Markt notiert. Gem. § 161 AktG haben der Vorstand und der Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft zu erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Codex" entsprochen wurde und wird sowie welche Empfehlungen nicht angewendet wurden und werden. Diese Erklärung für die ORBIS AG wurde im Dezember 2006 abgegeben und ist allen Aktionären auf der Homepage der ORBIS AG www.orbis.de dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Segmentberichterstattung Infolge der Einheitlichkeit der erbrachten Leistungen der Gesellschaften des ORBIS Konzerns unterbleibt im Geschäftsjahr eine Unterteilung in getrennte berichtspflichtige
Segmente im Sinne von IAS 14. Auf eine Segmentierung nach Regionen
wurde verzichtet, da die ORBIS-Gruppe überwiegend in Europa und hier in Deutschland tätig war (96,7% der Gesamtumsätze).
Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernperiodenergebnisses durch die durchschnittliche Zahl der Aktien errechnet.
Im Geschäftsjahr 2004 wurden den Mitarbeitern im Rahmen des Aktienoptionsplanes 2004 327.500 Optionen für einen begünstigten Bezug von ORBIS Aktien gewährt. Aus diesen Optionsrechten ergibt sich zum 31. Dezember 2005 gem. IAS 33 kein verwässernder Effekt.
| Berichtsjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|
| T€ | 380 | 346 |
| Stück | 9.147.750 | 9.147.750 |
| € | 0,041 | 0,038 |
Saarbrücken, den 9. März 2007
ORBIS AG
Thomas Gard Stefan Mailänder
| Stand am | Zugang | Abgang | Währungs- | Stand am | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2006 | differenz | 31.12.2006 | ||||
| I. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 5.180.386,65 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.180.386,65 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs | ||||||
| und Geschäftsausstattung | 3.387.821,89 | 99.791,60 | -82.593,28 | -9.796,82 | 3.395.223,39 | |
| 8.568.208,54 | 99.791,60 | -82.593,28 | -9.796,82 | 8.575.610,04 | ||
| II. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entwicklungskosten | 7.755.688,86 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.755.688,86 | |
| 2. Gewerbliche Schutzrechte | ||||||
| und Lizenzen | 1.008.240,59 | 9.471,94 | 0,00 | 0,00 | 1.017.712,53 | |
| 8.763.929,45 | 9.471,94 | 0,00 | 0,00 | 8.773.401,39 | ||
| III. Firmenwert | 5.576.689,29 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 5.576.689,29 | |
| Anlagevermögen gesamt | 22.908.827,28 | 109.263,54 | -82.593,28 | -9.796,82 | 22.925.700,72 |
in EURO
Abschreibungen Buchwerte Buchwerte
| Stand am | Stand am | Stand am | Währungs- | Abgang | Zugang | Stand am |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2005 | 31.12.2006 | 31.12.2006 | differenz | 1.1.2006 | ||
| 4.321.876,79 | 4.207.470,79 | 972.915,86 | 0,00 | 0,00 | 114.406,00 | 858.509,86 |
| 667.898,70 | 510.324,69 | 2.884.898,70 | -8.955,84 | -73.897,67 | 247.829,02 | 2.719.923,19 |
| 4.989.775,49 | 4.717.795,48 | 3.857.814,56 | -8.955,84 | -73.897,67 | 362.235,02 | 3.578.433,05 |
| 0,00 | 0,00 | 7.755.688,86 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.755.688,86 |
| 59.542,00 | 43.163,00 | 974.549,53 | 0,00 | 0,00 | 25.850,94 | 948.698,59 |
| 59.542,00 | 43.163,00 | 8.730.238,39 | 0,00 | 0,00 | 25.850,94 | 8.704.387,45 |
| 2.747.170,00 | 2.747.170,00 | 2.829.519,29 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.829.519,29 |
| 7.796.487,49 | 7.508.128,48 | 15.417.572,24 | -8.955,84 | -73.897,67 | 388.085,96 | 15.112.339,79 |
| in T € | Stand 01. Januar | Sonstige Veränderungen | Stand 31. Dezember | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2005 | 2006 | 2005 | 2006 | 2005 | 2006 | |
| · 1. Gezeichnetes Kapital | 9.148 | 9.148 | 0 | 0 | 9.148 | 9.148 |
| · 2. Kapitalrücklage | 25.214 | 25.278 | 64* | 64* | 25.278 | 25.342 |
| · 3. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung |
32 | 0 | -32 | 4 | 0 | 4 |
| · 4. Verlustvortrag | -18.093 | -17.975 | 118 | 346 | -17.975 | -17.629 |
| · 5. Konzern-Ergebnis | 118 | 346 | 228 | 33 | 346 | 379 |
| · Eigenkapital, gesamt | 16.419 | 16.797 | 378 | 447 | 16.797 | 17.244 |
* Aufwand aus Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
| Alle Angaben in T € | 2006 | 2005 |
|---|---|---|
| 1. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | ||
| Konzern-Ergebnis | 380 | 346 |
| +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 388 | 437 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen | -87 | -488 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 212 | 244 |
| -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -33 | -34 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -537 | 2.104 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Sonstigen Vermögensgegenstände, aktive Rechnungsabgrenzung |
-248 | 877 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 280 | -254 |
| +/- Zunahme / Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten, passive Rechnungsabgrenzung |
-650 | -331 |
| = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit |
-295 | 2.901 |
| 2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 41 | 51 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
-100 | -112 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
-9 | -47 |
| - Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen |
500 | -500 |
| = Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
432 | -608 |
| 3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
||
| Aufnahme von Finanzkrediten | 250 | 0 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten |
-1.373 | -1.020 |
| = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
-1.123 | -1.020 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -986 | 1.273 |
| +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen | ||
| des Finanzmittelfonds | 5 | -32 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
4.224 | 2.983 |
| = Finanzmittelfonds am Ende der Periode |
3.243 | 4.224 |
| Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere) | 1.746 | 1.746 |
bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der ORBIS AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, den 9. März 2007
Verhülsdonk & Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Michael Hüchtebrock Rainer Grote Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
| 2006 | 2005 | Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| zu Vorjahr | |||||
| T € | T € | T € | % | ||
| Umsatzerlöse | 19.822 | 19.820 | 2 | 0,0 | |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 626 | 561 | 65 | 11,6 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) und Minderheitenanteilen |
532 | 602 | -70 | -11,6 | |
| Ergebnis nach Steuern und Minderheitenanteilen |
|||||
| (Konzern-Ergebnis) | 380 | 346 | 34 | 9,8 | |
| Eigenkapital einschließlich | |||||
| Minderheiten | 17.244 | 16.797 | 447 | 2,7 | |
| Bilanzsumme | 24.059 | 25.191 | -1.132 | -4,5 | |
| Eigenkapitalquote | 71,7% | 66,7% | 5,0 | ||
| Cashflow aus der laufenden | |||||
| Geschäftstätigkeit | -295 | 2.901 | -3.196 | -110,2 | |
| Finanzmittel | 4.989 | 5.970 | -981 | -16,4 | |
| Ergebnis je Aktie | |||||
| verwässert/unverwässert | 0,041 € | 0,038 € | 0,003 € | 7,9 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien |
|||||
| verwässert/unverwässert | 9.147.750 | 9.147.750 | 0 | 0,0 | |
| Anzahl Mitarbeiter konzernweit | |||||
| (Durchschnitt) | 189 | 185 | 4 | 2,2 | |
| Anzahl Mitarbeiter | |||||
| zum Stichtag | 194 | 185 | 9 | 4,9 |
Impressum
Konzeption, Text und Redaktion ORBIS / Evamaria Berg, Finanzkommunikation
Gestaltung und Produktion IDEEN! Netzwerk Satzweiss.com und Michael Weiss
Fotografie Angelika Klein
Druck O/D, Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH
Kontakt
Investor Relations Telefon +49 (0) 6 81/99 24-999 [email protected]
ORBIS AG Nell-Breuning-Allee 3-5 D-66115 Saarbrücken Telefon +49 (0) 6 81/99 24-0 Telefax +49 (0) 6 81/99 24-111 [email protected] www.orbis.de
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