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OMV AG

Quarterly Report Jul 31, 2025

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Quarterly Report

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Q2 2025 Quartalsbericht

Inhaltsverzeichnis

1

Lagebericht
(verkürzt, ungeprüft)
5
Konzern-Performance 5
Ausblick 2025 11
Geschäftsbereiche 12
Chemicals 12
Fuels & Feedstock 15
Energy 17

2

Konzernzwischenabschluss 20
(verkürzt, ungeprüft)

3

Erklärung des Vorstands 40

4

Weitere Angaben 41

Titelbild

© OMV Aktiengesellschaft

OMV hat die nächste Ausbaustufe seiner innovativen, firmeneigenen ReOil®-Technologie in der Raffinerie Schwechat bei Wien in Betrieb genommen. Die neue OMV Anlage kann jährlich bis zu 16.000 t schwer recycelbare gemischte Kunststoffabfälle verarbeiten. Es wandelt die gemischten Kunststoffabfällen in Pyrolyseöl um, das als Rohstoff für die Herstellung nachhaltiger Basischemikalien dient. Diese Chemikalien werden anschließend zu zahlreichen wichtigen Alltagsanwendungen weiterverarbeitet, darunter Lebensmittelverpackungen, Gesundheitsprodukte und Komponenten für Elektrofahrzeuge.

Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen

Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen von OMV sowie OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle von OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von OMV Wertpapieren dar.

OMV Konzernbericht Jänner–Juni 2025 mit verkürztem Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025

Leistungskennzahlen0F 1

Konzern

  • CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten auf EUR 1.031 Mio gesunken, hauptsächlich infolge eines niedrigeren Beitrags aus den Bereichen Energy und Fuels & Feedstock, teilweise ausgeglichen durch ein höheres Ergebnis von Chemicals
  • Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten auf EUR 385 Mio gesunken; CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten bei EUR 1,18
  • Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen bei EUR 831 Mio
  • Organischer freier Cashflow von EUR 160 Mio
  • CCS ROACE vor Sondereffekten bei 9%
  • Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) bei 1,45

Chemicals

  • Polyethylen-Referenzmarge Europa auf EUR 492/t gestiegen; Polypropylen-Referenzmarge Europa leicht gesunken auf EUR 377/t
  • Verkaufsmenge von Polyolefinen um 5% auf 1,61 Mio t erhöht

Fuels & Feedstock

  • OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa um 15% auf USD 8,1/bbl gesteigert
  • Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa mit 4,20 Mio t auf ähnlichem Niveau geblieben

Energy

  • Produktion um 10% auf 304 kboe/d gesunken, hauptsächlich aufgrund der Veräußerung von SapuraOMV
  • Produktionskosten gestiegen auf USD 10,9/boe

Hinweise: Die Zahlen in den folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.

1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q2/25; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahres.

Wichtige Veröffentlichungen

Lagebericht (verkürzt, ungeprüft)

Konzern-Performance

Ergebnisse auf einen Blick

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ1 1–6/25 1–6/24 Δ%
5.788 6.215 6.637 –13% Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen2 12.003 12.901 –7%
1.031 1.160 1.232 –16% CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten3 2.191 2.715 –19%
200 126 114 76% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Chemicals3 326 243 34%
242 117 308 –21% CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Fuels & Feedstock3 358 611 –41%
588 910 817 –28% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Energy3 1.498 1.867 –20%
–20 –18 –21 0% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich & Sonstiges3 –39 –38 –1%
22 26 13 61% Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 48 32 47%
45 51 46 –0 CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in %3 48 42 6
554 561 662 –16% CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten3 1.115 1.574 –29%
385 413 494 –22% Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS 798 1.190 –33%
Periodenüberschuss vor Sondereffekten3
1,18 1,26 1,51 –22% CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR3 2,44 3,64 –33%
1.031 1.160 1.232 –16% CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten3 2.191 2.715 –19%
–59 –95 –87 32% Sondereffekte4 –154 –355 57%
–119 –42 –33 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) –161 –15 n.m.
134 39 2 n.m. Operatives Ergebnis Gruppe aus aufgegebenen Geschäftsbereichen2 173 48 n.m.
718 984 1.110 –35% Operatives Ergebnis Gruppe aus fortgeführten Geschäftsbereichen2 1.703 2.297 –26%
61 78 112 –45% Operatives Ergebnis Chemicals aus fortgeführten Geschäftsbereichen2 139 173 –19%
101 67 288 –65% Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock 167 535 –69%
563 829 722 –22% Operatives Ergebnis Energy 1.392 1.600 –13%
–33 –19 –21 –55% Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges –52 –39 –36%
26 30 9 186% Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 56 29 95%
–54 –49 –38 –43% Finanzerfolg aus fortgeführten Geschäftsbereichen2 –103 –54 –93%
664 935 1.072 –38% Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen2 1.599 2.244 –29%
62 75 51 12 Steuerquote des Konzerns aus fortgeführten Geschäftsbereichen in %2 70 49 21
392 288 551 –29% Periodenüberschuss 680 1.220 –44%
242 143 378 –36% Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender 384 846 –55%
Periodenüberschuss
0,74 0,44 1,16 –36% Ergebnis je Aktie in EUR 1,18 2,59 –55%
831 1.356 890 –7% Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital-Positionen 2.188 2.748 –20%
1.083 1.357 1.182 –8% Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.441 3.005 –19%
1.201 317 406 196% Freier Cashflow 1.518 1.408 8%
–748 317 –1.547 52% Freier Cashflow nach Dividenden –432 –545 21%
160 441 405 –60% Organischer freier Cashflow5 601 1.433 –58%
3.218 3.207 3.324 –3% Nettoverschuldung 3.218 3.324 –3%
12 12 12 0 Leverage-Grad in % 12 12 0
901 853 897 0% Investitionen6 1.754 1.630 8%
900 814 831 8% Organische Investitionen7 1.714 1.518 13%
9 9 11 –2 CCS ROACE vor Sondereffekten in %3 9 11 –2
5 6 8 –2 ROACE in % 5 8 –2
22.912 23.463 21.182 8% Mitarbeiteranzahl 22.912 21.182 8%
1,45 1,50 1,29 13% Total Recordable Injury Rate pro 1 Mio Arbeitsstunden8 1,45 1,29 13%

Hinweis: Im März 2025 wurde die Borealis Gruppe, mit Ausnahme der Borouge Beteiligungen, in die Position "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert und zusätzlich als "aufgegebener Geschäftsbereich" ausgewiesen. Mit der Umgliederung wurde die Abschreibung von langfristigen Vermögenswerten und die at-equity Bilanzierung der Veräußerungsgruppe eingestellt. Sofern nicht anders angegeben, enthalten alle Kennzahlen in der obigen Tabelle auch Positionen, die als "zu Veräußerungszwecken gehalten" und als

"aufgegebener Geschäftsbereich" klassifiziert sind. Weitere Details, insbesondere zu den angepassten ausgewiesenen Werten, sind im verkürzten Konzernzwischenabschluss, Abschnitt > OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefin-Joint-Venture zu finden.

1 Q2/25 gegenüber Q2/24

2 Angepasste Zahlen für 2024. Weitere Informationen sind im Abschnitt > OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefin-Joint-Venture zu finden.

3 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu unter der Tabelle > Überleitung vom CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten zum Operativen Ergebnis des Konzerns

4 Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporäre Effekte aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt. 5 Der organische freie Cashflow berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten.

6 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

7 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

8 Berechnet als gleitender 12-Monatsdurchschnitt pro 1 Mio Arbeitsstunden

Zweites Quartal 2025 (Q2/25) im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 (Q2/24)

Die Konzernumsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen sanken um 13% auf EUR 5.788 Mio, insbesondere infolge niedrigerer Ölpreise und geringerer Verkaufsmengen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich um EUR 201 Mio auf EUR 1.031 Mio, was hauptsächlich auf geringere Beiträge von Energy und Fuels & Feedstock zurückzuführen ist, während das bessere Ergebnis in Chemicals teilweise kompensierend wirkte. Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Chemicals stieg auf EUR 200 Mio (Q2/24: EUR 114 Mio). In Fuels & Feedstock sank das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten auf EUR 242 Mio (Q2/24: EUR 308 Mio), während sich der Beitrag des Geschäftsbereichs Energy auf EUR 588 Mio reduzierte (Q2/24: EUR 817 Mio). Die Konsolidierungszeile ergab in Q2/25 EUR 22 Mio (Q2/24: EUR 13 Mio).

Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten blieb mit 45% stabil (Q2/24: 46%). Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 554 Mio (Q2/24: EUR 662 Mio). Der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug EUR 385 Mio (Q2/24: EUR 494 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 1,18 (Q2/24: EUR 1,51).

In Q2/25 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –59 Mio (Q2/24: EUR –87 Mio) verzeichnet. Diese ergaben sich hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten und der Überprüfung von Rückstellungen. In Q2/25 betrugen die CCS Effekte EUR –119 Mio (Q2/24: EUR –33 Mio). Das Operative Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen verringerte sich auf EUR 718 Mio (Q2/24: EUR 1.110 Mio).

Das Finanzergebnis belief sich auf EUR –54 Mio (Q2/24: EUR –38 Mio). Die Abweichung wurde hauptsächlich durch ein negatives Währungsergebnis verursacht, das teilweise durch höhere Zinserträge infolge eines positiven Ausgangs eines Rechtsstreits in Rumänien ausgeglichen wurde. Der Anstieg der Konzernsteuerquote aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf 62% (Q2/24: 51%) wurde hauptsächlich durch einen höheren Anteil von einigen in Hochsteuerländern ansässigen Unternehmen des Geschäftsbereichs Energy am Konzernergebnis und die Neubewertung unsicherer Steuerpositionen beeinflusst. Der Periodenüberschuss sank auf EUR 392 Mio (Q2/24: EUR 551 Mio), und der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenüberschuss reduzierte sich auf EUR 242 Mio (Q2/24: EUR 378 Mio). Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf EUR 0,74 (Q2/24: EUR 1,16).

Der Leverage-Grad, definiert als (Nettoverschuldung inklusive Leasing) / (Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing), betrug 12% per 30. Juni 2025 (30. Juni 2024: 12%). Weitere Informationen zum Leverage-Grad können dem Kapitel > Finanzielle Verbindlichkeiten des verkürzten Konzernzwischenabschlusses entnommen werden.

Die gesamten Investitionen blieben in Q2/25 mit EUR 901 Mio stabil (Q2/24: EUR 897 Mio). Die organischen Investitionen stiegen auf EUR 900 Mio (Q2/24: EUR 831 Mio), was auf höhere Investitionen in allen drei Geschäftsbereichen, insbesondere in Fuels & Feedstock, zurückzuführen ist.

Jänner bis Juni 2025 (1–6/25) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2024 (1–6/24)

Die Konzernumsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen sanken um 7% auf EUR 12.003 Mio. Ursächlich dafür waren insbesondere niedrigere Ölpreise und geringere Verkaufsmengen, die jedoch in nur geringem Umfang durch höhere Erdgaspreise kompensiert wurden. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten reduzierte sich von EUR 2.715 Mio im Jahr 1–6/24 auf EUR 2.191 Mio. Dies ist auf ein schwächeres Ergebnis in Energy und einen geringeren Beitrag von Fuels & Feedstock zurückzuführen, was teilweise durch ein besseres Ergebnis in Chemicals ausgeglichen wurde. Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Chemicals erhöhte sich auf EUR 326 Mio (1– 6/24: EUR 243 Mio), während sich das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Fuels & Feedstock auf EUR 358 Mio verringerte (1–6/24: EUR 611 Mio). Im Bereich Energy reduzierte sich das Operative Ergebnis vor Sondereffekten auf EUR 1.498 Mio (1–6/24: EUR 1.867 Mio). Die Konsolidierungszeile betrug 1–6/25 EUR 48 Mio (1– 6/24: EUR 32 Mio).

Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten stieg auf 48% (1–6/24: 42%), was hauptsächlich auf einen gestiegenen Anteil von einigen in Hochsteuerländern ansässigen Unternehmen des Geschäftsbereichs Energy am Konzernergebnis zurückzuführen war. Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 1.115 Mio (1–6/24: EUR 1.574 Mio). Der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug EUR 798 Mio (1–6/24: EUR 1.190 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 2,44 (1–6/24: EUR 3,64).

In 1–6/25 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –154 Mio (1–6/24: EUR –355 Mio) verzeichnet. Diese ergaben sich hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten. Die Netto-Sondereffekte im Jahr 2024 resultierten vornehmlich aus Wertminderungen von E&P-Vermögenswerten und temporären Bewertungseffekten. Im Jahr 1– 6/25 betrugen die CCS Effekte EUR –161 Mio (1–6/24: EUR –15 Mio), eine Folge des Rückgangs der Rohölpreise. Das Operative Ergebnis sank signifikant auf EUR 1.703 Mio (1–6/24: EUR 2.297 Mio).

Das Finanzergebnis belief sich auf EUR –103 Mio (1–6/24: EUR –54 Mio). Die Abweichung wurde hauptsächlich durch ein negatives Währungsergebnis verursacht, das teilweise durch höhere Zinserträge infolge eines positiven Ausgangs eines Rechtsstreits in Rumänien ausgeglichen wurde. Die Konzernsteuerquote aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg auf 70% (1–6/24: 49%), was insbesondere auf die Neubewertung aktiver latenter Steuern der österreichischen Steuergruppe zurückzuführen war (weitere Details siehe Kapitel "Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss", Abschnitt > OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture). Zusätzlich wurde der Anstieg des effektiven Steuersatzes durch einen höheren Anteil von einigen in Hochsteuerländern ansässigen Unternehmen des Geschäftsbereichs Energy am Konzernergebnis beeinflusst. Der Periodenüberschuss sank auf EUR 680 Mio (1–6/24: EUR 1.220 Mio), und der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenüberschuss reduzierte sich auf EUR 384 Mio (1–6/24: EUR 846 Mio). Das Ergebnis je Aktie verringerte sich auf EUR 1,18 (1–6/24: EUR 2,59).

Die gesamten Investitionen stiegen auf EUR 1.754 Mio (1–6/24: EUR 1.630 Mio), was hauptsächlich durch höhere Investitionen in Energy und Fuels & Feedstock bedingt war, jedoch teilweise durch geringere Investitionen in Chemicals abgeschwächt wurde. Die organischen Investitionen stiegen auf EUR 1.714 Mio (1–6/24: EUR 1.518 Mio). Grund dafür waren höhere Investitionen in allen drei Geschäftsbereichen, vorwiegend in Energy und Fuels & Feedstock.

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ%1 1–6/25 1–6/24 Δ%
1.031 1.160 1.232 –16 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten2 2.191 2.715 –19
–59 –95 –87 32 Sondereffekte –154 –355 57
–13 –11 –0 n.m. davon Personallösungen –23 0 n.m.
5 –123 n.m. davon Wertminderungen/Wertaufholungen 5 –123 n.m.
n.m. davon Anlagenverkäufe n.m.
–51 –85 36 n.m. davon Sonstiges3 –136 –233 42
–119 –42 –33 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) –161 –15 n.m.
134 39 2 n.m. Operatives Ergebnis Gruppe aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 173 48 n.m.
718 984 1.110 –35 Operatives Ergebnis Gruppe aus fortlaufenden Geschäftsbereichen 1.703 2.297 –26

Überleitung vom CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten zum Operativen Ergebnis des Konzerns In EUR Mio

1 Q2/25 gegenüber Q2/24

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte

3 Die Kategorie "Sonstiges" enthält beispielsweise vorübergehende Auswirkungen von Rohstoffabsicherungen und damit verbundene Transaktionen, Spenden und Rückstellungen.

Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte ergebnisbeeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Wertaufholungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.

In Q2/25 ergab sich die Kategorie "Sonstiges" hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten und der Neubewertung von Rückstellungen bei OMV Petrom. In Q2/24 war diese Kategorie vorwiegend von temporären Bewertungseffekten geprägt.

In 1–6/25 ergab sich die Kategorie "Sonstiges" hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten. Dies galt auch für 1–6/24.

Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Operativen Ergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern zu ermöglichen. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zu dem gemäß IFRS ermittelten Operativen Ergebnis.

Cashflow

Konzern-Cashflow-Rechnung (Kurzfassung)

In EUR Mio

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ%1 1–6/25 1–6/24 Δ%
831 1.356 890 –7 Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital 2.188 2.748 –20
Positionen
1.083 1.357 1.182 –8 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.441 3.005 –19
118 –1.040 –777 n.m. Cashflow aus der Investitionstätigkeit –923 –1.597 42
1.201 317 406 196 Freier Cashflow 1.518 1.408 8
–1.692 7 –2.940 42 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –1.685 –3.021 44
–748 317 –1.547 52 Freier Cashflow nach Dividenden –432 –545 21
160 441 405 –60 Organischer freier Cashflow vor Dividenden2 601 1.433 –58

1 Q2/25 gegenüber Q2/24

2 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).

Zweites Quartal 2025 (Q2/25) im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 (Q2/24)

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen belief sich in Q2/25 auf EUR 831 Mio (Q2/24: EUR 890 Mio). Der geringere Beitrag des E&P-Geschäfts in Energy wurde ausgeglichen durch niedrigere Zahlungen für Einkommensteuern. Darüber hinaus enthielt die Vorjahresperiode Zahlungen für den Solidaritätsbeitrag in Rumänien. Die Net-Working-Capital-Positionen führten in Q2/25 zu einem Mittelzufluss von EUR 252 Mio verglichen mit EUR 292 Mio in Q2/24. Als Resultat betrug der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Q2/25 EUR 1.083 Mio gegenüber EUR 1.182 Mio in Q2/24.

Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde ein Mittelzufluss von EUR 118 Mio gegenüber einem Mittelabfluss von EUR –777 Mio in Q2/24 verzeichnet. Q2/25 war positiv beeinflusst durch einen Mittelzufluss von EUR 457 Mio aus der Veräußerung eines 5%-Anteils an der Ghasha-Konzession in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die Rückzahlung eines Darlehens durch Bayport Polymers LLC in Höhe von EUR 656 Mio.

Der freie Cashflow belief sich auf EUR 1.201 Mio (Q2/24: EUR 406 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –1.692 Mio, verglichen mit EUR –2.940 Mio in Q2/24. Während in Q2/24 die Rückzahlung einer Hybridanleihe von EUR 500 Mio enthielt, profitierte Q2/25 von der Emission einer Hybridanleihe von EUR 750 Mio.

Der freie Cashflow nach Dividenden betrug EUR –748 Mio (Q2/24: EUR –1.547 Mio), beeinflusst durch die jährliche Dividendenausschüttung an OMV Anteilseigner und durch Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner der Borealis Gruppe und der Petrom Gruppe.

Der organische freie Cashflow vor Dividenden betrug EUR 160 Mio (Q2/24: EUR 405 Mio).

Jänner bis Juni 2025 (1–6/25) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2024 (1–6/24)

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen verringerte sich in 1–6/25 auf EUR 2.188 Mio (1–6/24: EUR 2.748 Mio). 1–6/25 war durch ein verschlechtertes Marktumfeld sowie geringere erhaltene Dividenden negativ beeinflusst, was teilweise durch niedrigere Zahlungen für Einkommensteuern ausgeglichen wurde. Darüber hinaus enthielt die Vorjahresperiode Zahlungen für den Solidaritätsbeitrag in Rumänien. Die Auswirkungen aus den Net-Working-Capital-Positionen waren positiv und beliefen sich auf EUR 253 Mio. Sie lagen somit auf einem ähnlichen Niveau wie in 1–6/24 (EUR 257 Mio). Als Ergebnis betrug der Cashflow aus der Betriebstätigkeit EUR 2.441 Mio (1–6/24: EUR 3.005 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete in 1–6/25 einen Mittelabfluss von EUR –923 Mio gegenüber EUR –1.597 Mio in 1–6/24 und profitierte von der Veräußerung eines 5%-Anteils an der Ghasha-Konzession in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie der Rückzahlung eines Darlehens durch Bayport Polymers LLC.

Der freie Cashflow betrug EUR 1.518 Mio (1–6/24: EUR 1.408 Mio).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –1.685 Mio gegenüber EUR –3.021 Mio in 1–6/24. Während 1–6/24 die Rückzahlung einer Hybridanleihe von EUR 500 Mio enthielt, profitierte der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in 1–6/25 von der Emission einer Hybridanleihe von EUR 750 Mio.

Der freie Cashflow nach Dividenden belief sich in 1–6/25 auf EUR –432 Mio (1–6/24: EUR –545 Mio).

Der organische freie Cashflow vor Dividenden betrug EUR 601 Mio (1–6/24: EUR 1.433 Mio).

Risikomanagement

Als internationaler, integrierter Chemie-, Treibstoff- und Energiekonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen über die Raffination bis hin zur Vermarktung und zum Handel mit Mineralölprodukten, chemischen Produkten und Erdgas reichen, ist OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operationellen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung dieser Risiken und der damit verbundenen Risikomanagementaktivitäten findet sich in: / OMV Kombinierter Geschäftsbericht 2024.

Die wesentlichen Unsicherheiten, die die Ergebnisse des OMV-Konzerns beeinflussen können, sind Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht, und bei Bedarf werden geeignete Maßnahmen zur Absicherung des Cashflows ergriffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) und Risikomanagement überwacht – mit der klaren Zielsetzung, die Risiken von OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.

Die direkten Auswirkungen der US-Zölle auf OMV sind gering, aber im Falle einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage rechnen wir mit negativen Auswirkungen auf die Nachfrage und die Preise. Es wurde eine Taskforce eingerichtet, die die Auswirkungen der US-Zölle auf OMV analysiert.

OMV beobachtet weiterhin aufmerksam den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine und bewertet regelmäßig die eventuellen Auswirkungen zusätzlicher Sanktionen, möglicher Änderungen der russischen Warenströme sowie möglicher Unterbrechungen in den globalen Lieferketten auf seine Geschäftstätigkeit.

Der jüngste militärische Konflikt zwischen Israel und Iran hat zu erheblicher Volatilität an den internationalen Ölund Gasmärkten geführt. Das Marktumfeld bleibt aufgrund erneuter Spannungen in der Region von Unsicherheit geprägt. OMV beobachtet weiterhin die Entwicklungen in Gaza und der weiteren MENA-Region sowie mögliche Auswirkungen, insbesondere auf die Öl- und Gasinfrastruktur, die Logistik und die Rohstoffpreise. OMV bewertet fortlaufend mögliche Auswirkungen auf Versorgungssicherheit, Logistik und Preisentwicklung, um die Geschäftskontinuität und die zuverlässige Versorgung seiner Kunden bestmöglich zu gewährleisten.

Geoökonomische Fragmentierung, Handelsbeschränkungen sowie Veränderungen in den globalen Lieferketten könnten zu weiteren Kostensteigerungen sowie zu volatilen Rohstoffpreisen für OMV führen. Dies könnte auch das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen, was wiederum die Nachfrage nach den Produkten von OMV beeinträchtigen könnte. Die anhaltend schwache Wirtschaftskonjunktur, insbesondere in Europa, könnte eine Erholung der chemischen Industrie weiter verzögern und sich negativ auf die finanzielle Ertragslage von OMV im Segment Chemicals auswirken.

Darüber hinaus könnte die Kreditqualität des Kontrahentenportfolios von OMV durch die oben genannten Risikofaktoren negativ beeinflusst werden. OMV hat daher eine strengere Überwachung seines Kontrahentenrisikos als Teil seines Kreditrisikomanagementprozesses eingeführt.

Die Folgen der zunehmenden geopolitischen Volatilität, der Umsetzung des europäischen Grünen Deals und der daraus resultierenden Regulierungsmaßnahmen sowie anderer derzeit zu beobachtender wirtschaftlicher Verwerfungen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich eingeschätzt werden. Aus heutiger Sicht gehen wir aufgrund der oben beschriebenen Maßnahmen davon aus, dass die Unternehmensfortführung nicht beeinträchtigt ist.

Weitere Details zu den aktuellen Risiken können dem Kapitel / Ausblick 2025 des Lageberichts entnommen werden.

Ausblick 2025

Marktumfeld

OMV erwartet einen durchschnittlichen Preis für Brent-Rohöl von rund USD 70/bbl (2024: USD 81/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird zwischen EUR 30/MWh und EUR 35/MWh prognostiziert (vorherige Prognose: rund EUR 35/MWh; 2024: EUR 25/MWh), wobei die THE‑Preisprognose bei rund EUR 40/MWh liegt (vorherige Prognose: zwischen EUR 40/MWh und EUR 45/MWh; 2024: EUR 35/MWh).

Konzern

Organische Investitionen werden sich voraussichtlich auf rund EUR 3,6 Mrd belaufen1 (2024: EUR 3,7 Mrd). Darin enthalten sind nicht zahlungswirksame Investitionen im Zusammenhang mit Leasingverträgen in Höhe von rund EUR 0,1 Mrd.

Chemicals

  • Die Ethylen-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich bei über EUR 520/t liegen (vorherige Prognose: rund EUR 520/t; 2024: EUR 505/t). Die Propylen-Referenzmarge Europa wird den Prognosen zufolge bei über EUR 385/t liegen (vorherige Prognose: rund EUR 385/t; 2024: EUR 384/t).
  • Die Polyethylen-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich deutlich über EUR 400/t liegen (vorherige Prognose: über EUR 400/t; 2024: EUR 432/t). Es wird eine Polypropylen-Referenzmarge Europa von rund EUR 400/t erwartet (vorherige Prognose: über EUR 400/t; 2024: EUR 402/t).
  • Der Steamcracker-Auslastungsgrad in Europa wird voraussichtlich bei rund 90% liegen (2024: 84%).
  • Die Verkaufsmenge Polyolefine exklusive JVs wird voraussichtlich rund 4,3 Mio t betragen (vorherige Prognose: rund 4,1 Mio t; 2024: 3,9 Mio t).
  • Die organischen Investitionen im Geschäftsbereich Chemicals werden auf rund EUR 0,9 Mrd prognostiziert (2024: EUR 1,0 Mrd).

Fuels & Feedstock

  • Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich bei über USD 7/bbl liegen (vorherige Prognose: rund USD 6/bbl; 2024: USD 7,1/bbl).
  • Der Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa wird zwischen 85% und 90% erwartet (2024: 87%).
  • Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in den europäischen OMV Märkten werden höher als im Vorjahr prognostiziert (2024: 16,2 Mio t). Die Commercial-Margen werden voraussichtlich niedriger sein als 2024. Die Retail-Margen werden voraussichtlich leicht unter dem Niveau von 2024 liegen.
  • Die organischen Investitionen im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock werden den Prognosen zufolge rund EUR 0,7 Mrd betragen (2024: EUR 0,8 Mrd).

Energy

  • OMV erwartet eine Gesamtproduktion von Kohlenwasserstoffen von rund 300 kboe/d (2024: 340 kboe/d), vorausgesetzt, die Geschäftstätigkeit in Libyen verläuft ohne Einschränkungen.
  • Die Produktionskosten auf OMV Konzernebene werden bei rund USD 11/bbl (2024: USD 10/bbl) erwartet.
  • Die organischen Investitionen im Bereich Energy werden sich voraussichtlich auf rund EUR 1,9 Mrd belaufen (2024: EUR 1,8 Mrd).
  • Die Explorations- und Evaluierungsausgaben (E&A) werden bei rund EUR 220 Mio liegen (2024: EUR 229 Mio).

1 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.

Geschäftsbereiche

Chemicals

Chemicals – Kennzahlen

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ1 1–6/25 1–6/24 Δ
221 238 261 –15% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 459 535 –14%
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen
200 126 114 76% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 326 243 34%
134 71 62 117% davon Borealis exklusive JVs 205 152 35%
41 45 47 –12% davon Borealis JVs2 85 69 24%
–5 –9 0 n.m. Sondereffekte –14 –22 39%
134 39 2 n.m. Operatives Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen3 173 48 n.m.
61 78 112 –45% Operatives Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen3 139 173 –19%
251 236 241 4% Investitionen4 487 519 –6%

Operative Kennzahlen

589 529 512 15% Ethylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 558 493 13%
467 400 397 18% Propylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 433 372 16%
492 446 438 12% Polyethylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 469 421 11%
377 383 405 –7% Polypropylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 380 400 –5%
82 90 83 –1 Steamcracker-Auslastungsgrad Europa in % 86 85 1
1,61 1,59 1,54 5% Verkaufsmenge Polyolefine in Mio t 3,21 2,98 7%
0,53 0,49 0,44 22% davon Verkaufsmenge Polyethylen exkl. JVs in Mio t 1,02 0,88 16%
0,58 0,55 0,51 13% davon Verkaufsmenge Polypropylen exkl. JVs in Mio t 1,13 1,02 11%
0,31 0,37 0,38 –16% davon Verkaufsmenge Polyethylen JVs in Mio t 0,68 0,70 –3%
0,19 0,19 0,21 –11% davon Verkaufsmenge Polypropylen JVs in Mio t 0,38 0,39 –2%

Hinweis: Im März 2025 wurde die Borealis Gruppe, mit Ausnahme der Borouge Beteiligungen, in die Position "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert und zusätzlich als "aufgegebener Geschäftsbereich" ausgewiesen. Mit der Umgliederung wurde die Abschreibung von langfristigen Vermögenswerten und die at-equity Bilanzierung der Veräußerungsgruppe eingestellt. Sofern nicht anders angegeben, enthalten alle Kennzahlen in der obigen Tabelle auch Positionen, die als "zu Veräußerungszwecken gehalten" und als "aufgegebener Geschäftsbereich" klassifiziert sind. Weitere Details, insbesondere zu den angepassten ausgewiesenen Werten, sind im verkürzten Konzernzwischenabschluss, Abschnitt > OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefin-Joint-Venture zu finden. Beim Vergleich des von Chemicals erzielten Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten in Q2/25 mit Q2/24 lässt sich eine positive Abweichung von rund EUR 167 Mio hauptsächlich durch die Unterschiede in der Bilanzierung erklären.

1 Q2/25 gegenüber Q2/24

2 OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen

3 Angepasste Zahlen für 2024. Weitere Informationen sind dem Abschnitt > OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefin-Joint-Venture zu entnehmen.

4 Investitionen inklusive Akquisitionen

Zweites Quartal 2025 (Q2/25) im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 (Q2/24)

  • Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge zu Borouge Group International unterzeichnet. Folglich wurde die Borealis Gruppe, mit Ausnahme der Borouge Beteiligungen, am 3. März 2025 in die Position "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert und als "aufgegebener Geschäftsbereich" ausgewiesen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die folgenden Beschreibungen der Geschäftsentwicklungen auf aufgegebene und fortgeführte Geschäftsbereiche.
  • Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Borealis exklusive JVs stieg auf EUR 134 Mio, primär infolge verbesserter Olefinmargen, höherer Verkaufsmengen und des Wegfalls der Abschreibung von langfristigen Vermögenswerten, während signifikant negative Lagerbewertungseffekte die Ergebnisse belasteten.
  • Der Beitrag der Borealis JVs ging hauptsächlich aufgrund des geringeren Beitrags von Borouge um 12% auf EUR 41 Mio zurück.

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg auf EUR 200 Mio (Q2/24: EUR 114 Mio). Dies war hauptsächlich einem höheren Beitrag von Borealis exklusive JVs zu verdanken, der sich zum Großteil auf die Effekte der Umgliederung in "zu Veräußerungszwecken gehalten" zurückführen lässt, aber auch vor dem Hintergrund deutlich verbesserter Verkaufsmengen und gestiegener Olefinmargen in Europa zu betrachten ist, während ein geringerer Beitrag der Borealis JVs nur geringfügig ausgleichend wirkte.

Das Ergebnis des OMV Basischemikaliengeschäfts stieg im Vergleich zu Q2/24 leicht an. Während verbesserte Olefinmargen das Ergebnis stützten, wirkten niedrigere Auslastungsgrade der Steamcracker und schwächere Benzolmargen teilweise kompensierend. Die Ethylen-Referenzmarge Europa stieg um 15% auf EUR 589/t (Q2/24: EUR 512/t), während sich die Propylen-Referenzmarge Europa um 18% auf EUR 467/t erhöhte (Q2/24: EUR 397/t). Dies war primär das Ergebnis niedrigerer Rohstoffkosten, da die Naphthapreise sanken, wurde aber auch durch geplante und ungeplante Stillstände sowie dauerhafte Schließungen europäischer Cracker unterstützt.

Mit 82% war der Auslastungsgrad der europäischen Steamcracker, die von OMV und Borealis betrieben werden, in Q2/25 ähnlich wie in Q2/24, als er bei 83% lag. Während in Q2/24 die Auslastung der Steamcracker Stenungsund und Porvoo geringer war, war Q2/25 vor allem durch eine geringere Auslastung des Steamcrackers in Burghausen nach dem Stillstand der Rohöldestillationsanlage in der Raffinerie und als Folge von Generalüberholungen bei Kunden beeinflusst.

Der Beitrag von Borealis exklusive JVs stieg auf EUR 134 Mio (Q2/24: EUR 62 Mio), hauptsächlich aufgrund des Wegfalls der Abschreibung von langfristigen Vermögenswerten, aber auch unterstützt durch verbesserte Olefin-Referenzmargen und höhere Verkaufsmengen. Die signifikant negativen Lagerbewertungseffekte belasteten das Ergebnis in Q2/25 und fielen niedriger aus als in Q2/24. Der Beitrag des Basischemikaliengeschäfts reduzierte sich infolge eines merklich geringeren Vorteils bei der Verarbeitung leichter Rohstoffe, niedrigerer Lagerbewertungseffekte und schwächerer realisierter Margen. Verbesserte Olefin-Referenzmargen in Europa konnten dies teilweise ausgleichen. Der Beitrag des Polyolefingeschäfts fiel geringer aus, vor allem aufgrund signifikant negativer Lagerbewertungseffekte. Teilweise kompensierend wirkten die höheren Verkaufsmengen, insbesondere im Energiesektor, sowie gestiegene realisierte Margen. Die Polyethylen-Referenzmarge Europa stieg um 12% auf EUR 492/t (Q2/24: EUR 438/t), während die Polypropylen-Referenzmarge Europa um 7% auf EUR 377/t (Q2/24: EUR 405/t) sank. Während sowohl Polyethylen als auch Polypropylen von rückläufigen Rohstoffkosten profitierten, stand Polypropylen aufgrund des anhaltend starken Importwettbewerbs unter Druck. Die Verkaufsmenge an Polyethylen exklusive JVs stieg um 22%, die Verkaufsmenge an Polypropylen exklusive JVs um 13%. Die Verkaufsmengen in Q2/25 wurden teilweise durch Vorverkäufe im Zusammenhang mit einer anstehenden SAP-Migration unterstützt. Die Verkaufsmengen in den Sektoren Konsumgüter, Infrastruktur und Energie erhöhten sich beträchtlich gegenüber Q2/24, während die Verkaufsmengen im Mobilitäts- und Healthcare-Sektor weitgehend unverändert blieben.

Der Beitrag der Borealis JVs, ausgewiesen als der OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten der atequity konsolidierten Unternehmen, verringerte sich in Q2/25 auf EUR 41 Mio (Q2/24: EUR 47 Mio), hauptsächlich aufgrund eines geringeren Beitrags von Borouge, der nur teilweise dadurch kompensiert wurde, dass Baystar aufgrund der Umklassifizierung in die Veräußerungsgruppe seit März 2025 nicht mehr konsolidiert wird (vormals atequity konsolidiert). Der Beitrag von Borouge sank aufgrund niedrigerer Verkaufsmengen, primär infolge der geplanten Generalüberholung von Borouge 3 und eines weniger vorteilhaften Marktumfelds in Asien. Die Polyethylen-Verkaufsmenge der JVs sank um 16%, während die Polypropylen-Verkaufsmenge der JVs um 11% geringer ausfiel.

Die Netto-Sondereffekte in Q2/25 betrugen EUR –5 Mio (Q2/24: EUR 0 Mio). Das Operative Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wuchs in Q2/25 auf EUR 134 Mio (Q2/24: EUR 2 Mio), während das Operative Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Q2/25 auf EUR 61 Mio zurückging (Q2/24: EUR 112 Mio).

Die Investitionen stiegen leicht in Q2/25 auf EUR 251 Mio (Q2/24: EUR 241 Mio). Organische Investitionen fanden in Q2/25 neben den üblichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen im Zuge der Errichtung der neuen PDH-Anlage im belgischen Kallo durch Borealis und der Errichtung der Sortieranlage für chemisches Recycling in Walldürn (Deutschland) statt. Darüber hinaus wurden organische Investitionen zur Förderung des Wachstums bei Spezialprodukten getätigt.

Jänner bis Juni 2025 (1–6/25) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2024 (1–6/24)

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg in 1–6/25 um EUR 83 Mio und erreichte EUR 326 Mio (1–6/24: EUR 243 Mio). Dies war hauptsächlich einem höheren Beitrag von Borealis exklusive JVs zu verdanken, der sich zum Großteil auf die Effekte der Umgliederung in "zu Veräußerungszwecken gehalten" zurückführen lässt, aber auch vor dem Hintergrund verbesserter Polyolefin-Verkaufsmengen und gestiegener Olefinmargen in Europa zu betrachten ist. Der gestiegene Beitrag der Borealis JVs wirkte ebenfalls unterstützend.

Der Beitrag des OMV Basischemikaliengeschäfts stieg hauptsächlich aufgrund verbesserter Olefinmargen an. Niedrigere Auslastungsgrade der Steamcracker und schwächere Benzolmargen wirkten teilweise kompensierend. Die Ethylen-Referenzmarge Europa stieg um 13% auf EUR 558/t (1–6/24: EUR 493/t), während sich die Propylen-Referenzmarge Europa um 16% auf EUR 433/t (1–6/24: EUR 372/t) erhöhte. Dies war primär das Ergebnis niedrigerer Rohstoffkosten, da die Naphthapreise sanken, aber auch auf geplante und ungeplante Stillstände sowie dauerhafte Schließungen anderer europäischer Cracker zurückzuführen.

Der Auslastungsgrad der europäischen Steamcracker, die von OMV und Borealis betrieben werden, war mit 86% auf ähnlichem Niveau wie in der Vorjahresperiode (1–6/24: 85%). Während 1–6/24 durch die geplanten Generalüberholungen der Steamcracker in Schwechat und Porvoo beeinflusst wurde, war der Auslastungsgrad des Steamcrackers in Burghausen in 1–6/25 hauptsächlich aufgrund des Stillstands der Rohöldestillationsanlage und als Folge von Generalüberholungen bei Kunden geringer.

Der Beitrag von Borealis exklusive JVs verbesserte sich in 1–6/25 auf EUR 205 Mio (1–6/24: EUR 152 Mio), in erster Linie aufgrund des Wegfalls der Abschreibung von langfristigen Vermögenswerten, aber auch dank verbesserter Olefin-Referenzmargen sowie höherer Verkaufsmengen. Die negativen Lagerbewertungseffekte in 1–6/25 belasteten das Ergebnis und fielen wesentlich niedriger aus als in 1–6/24. Der Beitrag des Basischemikaliengeschäfts reduzierte sich deutlich. Ursächlich dafür waren der merklich geringere Vorteil bei der Verarbeitung leichter Rohstoffe, die niedrigeren Lagerbewertungseffekte und die schwächeren realisierten Margen. Verbesserte Olefin-Referenzmargen in Europa konnten dies teilweise ausgleichen. Der Beitrag des Polyolefingeschäfts fiel geringer aus, vor allem aufgrund negativer Lagerbewertungseffekte und höherer Fixkosten. Teilweise kompensierend wirkten die höheren Verkaufsmengen und gestiegene realisierte Margen. Die Polyethylen-Referenzmarge Europa stieg um 11% auf EUR 469/t (1–6/24: EUR 421/t), während die Polypropylen-Referenzmarge Europa um 5% auf EUR 380/t (1–6/24: EUR 400/t) sank. Während sowohl Polyethylen als auch Polypropylen von rückläufigen Rohstoffkosten profitierten, stand Polypropylen aufgrund des anhaltend starken Importwettbewerbs unter Druck. Verglichen mit 1–6/24 stieg die Verkaufsmenge an Polyethylen exklusive JVs um 16%, während die Verkaufsmenge an Polypropylen exklusive JVs um 11% zunahm. Die Verkaufsmengen in den Sektoren Konsumgüter, Infrastruktur und Energie erhöhten sich beträchtlich, während die Verkaufsmengen im Mobilitäts- und Healthcare-Sektor auf einem ähnlichem Niveau wie in 1–6/24 lagen.

Der Beitrag der Borealis JVs, ausgewiesen als der OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten der atequity konsolidierten Unternehmen, stieg in 1–6/25 auf EUR 85 Mio (1–6/24: EUR 69 Mio). Dies resultierte in erster Linie daraus, dass Baystar aufgrund der Umklassifizierung in die Veräußerungsgruppe seit März 2025 nicht mehr konsolidiert wird (vormals at-equity konsolidiert). Der Beitrag von Borouge reduzierte sich in 1–6/25. Während das erste Quartal eine starke operative Performance zeigte, wurde das zweite Quartal von einem geplanten Stillstand bei Borouge 3 beeinflusst. Darüber hinaus erwies sich das Marktumfeld in Asien als weniger vorteilhaft als in 1– 6/24. Die Polyethylen-Verkaufsmengen der JVs sanken im Vergleich zu 1–6/24 um 3%, während die Polypropylen-Verkaufsmengen der JVs um 2% zurückgingen.

Die Netto-Sondereffekte lagen in 1–6/25 bei EUR –14 Mio (1–6/24: EUR –22 Mio) und waren hauptsächlich auf Marktwertbewertungen von Rohstoffderivaten zurückzuführen. Das Operative Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen stieg in 1–6/25 auf EUR 173 Mio (1–6/24: EUR 48 Mio), während das Operative Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen in 1–6/25 auf EUR 139 Mio zurückging (1–6/24: EUR 173 Mio).

Die Investitionen in Chemicals sanken auf EUR 487 Mio (1–6/24: EUR 519 Mio), hauptsächlich weil 1–6/24 die Übernahme des Unternehmens Integra Plastics beinhaltete. Organische Investitionen fanden in 1–6/25 neben den üblichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen im Zuge der Errichtung einer neuen PDH-Anlage in Kallo (Belgien) durch Borealis, der Errichtung der Sortieranlage für chemisches Recycling in Walldürn (Deutschland) sowie zur Förderung des Wachstums bei Spezialprodukten statt.

Fuels & Feedstock

Fuels & Feedstock – Kennzahlen

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ1 1–6/25 1–6/24 Δ
372 249 427 –13% CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 621 847 –27%
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen2
242 117 308 –21% CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten2 358 611 –41%
0 –2 24 –98% davon ADNOC Refining & Trading3 –1 72 n.m.
–17 –4 9 n.m. Sondereffekte –21 –65 68%
–124 –46 –28 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–)
2
–170 –11 n.m.
101 67 288 –65% Operatives Ergebnis 167 535 –69%
215 161 216 –1% Investitionen4 376 320 17%

Operative Kennzahlen

8,08 6,65 7,00 15% OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa basierend auf Brent in USD/bbl5 7,35 8,90 –17%
83 92 89 –6 Raffinerie-Auslastungsgrad Europa in % 88 87 1
4,20 3,52 4,19 0% Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa in Mio t 7,72 7,75 –0%
1,44 1,27 1,38 4% davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 2,71 2,61 4%

1 Q2/25 gegenüber Q2/24

2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu sind der Tabelle "Überleitung vom CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten zum Operativen Ergebnis des Konzerns" zu entnehmen.

3 OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen

4 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

5 Die tatsächlich von OMV realisierten Raffineriemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und anderen

Betriebsbedingungen von der OMV Raffinerie-Referenzmarge abweichen.

Zweites Quartal 2025 (Q2/25) im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 (Q2/24)

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich auf EUR 242 Mio (Q2/24: EUR 308 Mio), was hauptsächlich auf die niedrigere Auslastung der Raffinerien infolge geplanter Stillstände, ein geringeres Ergebnis von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading und höhere Energiekosten zurückzuführen ist. Dies wurde teilweise durch eine höhere Raffinerie-Referenzmarge Europa ausgeglichen.

Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa stieg auf USD 8,1/bbl (Q2/24: USD 7,0/bbl), hauptsächlich aufgrund gestiegener Margen für Naphtha und Heizöl sowie niedrigerer Einsatz- und Verarbeitungsverluste, was nur teilweise durch niedrigere Margen für Mitteldestillate und Benzin ausgeglichen wurde. Der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien verringerte sich in Q2/25 auf 83% (Q2/24: 89%), da das Quartal von geplanten Stillständen in den Raffinerien Burghausen und Petrobrazi betroffen war. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa lagen mit 4,2 Mio t auf dem Niveau des Vorjahres (Q2/24: 4,2 Mio t). Der Beitrag des Retail-Geschäfts lag über dem des Vorjahresquartals, was auf höhere Kraftstoffmargen und gestiegene Verkaufsmengen aufgrund der Akquisition von Tankstellen in Österreich und der Slowakei zurückzuführen ist. Das Ergebnis des Commercial-Geschäfts lag auf einem ähnlichen Niveau wie in Q2/24.

Der Beitrag von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, ausgewiesen als der OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen, sank deutlich auf EUR 0 Mio (Q2/24: EUR 24 Mio). Dies war hauptsächlich auf eine schwächere operative Leistung von ADNOC Refining und geringere Handelsergebnisse im Vergleich zu Q2/24 zurückzuführen.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR –17 Mio (Q2/24: EUR 9 Mio) und standen in erster Linie im Zusammenhang mit der Neubewertung von Rückstellungen bei OMV Petrom und Marktwertbewertungen von Rohstoffderivaten. In Q2/25 wurden CCS Effekte von EUR –124 Mio infolge der rückläufigen Rohölpreise im Laufe des Quartals erfasst (Q2/24: EUR –28 Mio). Das Operative Ergebnis im Bereich Fuels & Feedstock verringerte sich deutlich auf EUR 101 Mio (Q2/24: EUR 288 Mio).

Die Investitionen in Fuels & Feedstock betrugen EUR 215 Mio (Q2/24: EUR 216 Mio). Neben den üblichen Investitionen in das laufende Geschäft flossen die organischen Investitionen in Q2/25 in erster Linie in die Elektrolyseure für grünen Wasserstoff in Österreich, die SAF/HVO-Anlage einschließlich Elektrolyseure und die Aromatenanlage in Petrobrazi sowie in das schnell und ultraschnelle Ladenetz für Elektrofahrzeuge.

Jänner bis Juni 2025 (1–6/25) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2024 (1–6/24)

Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank auf EUR 358 Mio (1–6/24: EUR 611 Mio). Ursächlich dafür waren vor allem niedrigere Raffinerie-Referenzmargen, ein deutlich geringeres Ergebnis von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, gestiegene Energie- und Fixkosten sowie höhere Abschreibungen. Dies wurde teilweise durch ein besseres Ergebnis des Retail-Geschäfts kompensiert.

Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa ging gegenüber dem hohen Niveau in 1–6/24 von USD 8,9/bbl auf USD 7,4/bbl zurück, was durch niedrigere Benzin- und Mitteldestillatmargen bedingt war und nur teilweise durch steigende Naphtha-Margen ausgeglichen wurde. Der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien erhöhte sich geringfügig auf 88% (1–6/24: 87%). Die höhere Auslastung der Raffinerie Schwechat in 1–6/25, nach den geplanten und ungeplanten Stillständen in 1–6/24, konnte die negativen Auswirkungen der geplanten Stillstände in den Raffinerien Burghausen und Petrobrazi in 1–6/25 mehr als ausgleichen. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa waren mit 7,7 Mio t auf einem ähnlichen Niveau wie in 1–6/24. Das Retail-Geschäft lieferte hauptsächlich aufgrund gestiegener Kraftstoffmargen und höherer Verkaufsmengen infolge der Akquisition von Tankstellen in Österreich und der Slowakei sowie einer besseren Entwicklung des Non-Fuel-Geschäfts einen höheren Ergebnisbeitrag. Das Ergebnis des Commercial-Geschäfts lag auf einem ähnlichen Niveau wie in 1–6/24.

Der Beitrag von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, ausgewiesen als der OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen, ging in 1–6/25 deutlich zurück auf EUR –1 Mio (1–6/24: EUR 72 Mio). Dies ist hauptsächlich auf ein gesunkenes Handelsergebnis, schwächere Raffineriemargen und die Inbetriebnahme des Crude-Flexibility-Projekts im Mai 2024 bei ADNOC Refining zurückzuführen, das höhere Abschreibungen und eine geringere Zinsaktivierung zur Folge hatte.

Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR –21 Mio (1–6/24: EUR –65 Mio) und ergaben sich hauptsächlich durch Marktwertbewertungen von Rohstoffderivaten und der Neubewertung von Rückstellungen bei OMV Petrom. Die Netto-Sondereffekte in 1–6/24 standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit Verlusten aus Rohstoffderivaten. Als Folge des Rückgangs der Rohölpreise wurden in 1–6/25 CCS Effekte von EUR –170 Mio erfasst (1–6/24: EUR – 11 Mio). Das Operative Ergebnis im Bereich Fuels & Feedstock sank deutlich auf EUR 167 Mio (1–6/24: EUR 535 Mio).

Die Investitionen in Fuels & Feedstock beliefen sich auf EUR 376 Mio (1–6/24: EUR 320 Mio). Der Anstieg der Investitionen im Vergleich zu 1–6/24 erklärt sich hauptsächlich durch Investitionen in die SAF/HVO-Anlage einschließlich Elektrolyseure in Petrobrazi, Elektrolyseure für grünen Wasserstoff in Österreich sowie Investitionen in das schnell und ultraschnelle Ladenetz für Elektrofahrzeuge. In 1–6/25 entfielen die organischen Investitionen neben den gewöhnlichen laufenden Geschäftsinvestitionen vor allem auf die zuvor erwähnten Projekte.

Energy

Energy – Kennzahlen

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ%1 1–6/25 1–6/24 Δ%
879 1.234 1.162 –24 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, 2.113 2.562 –18
Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen
588 910 817 –28 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 1.498 1.867 –20
–5 102 1 n.m. davon Gas Marketing & Power2 97 297 –67
–25 –81 –95 74 Sondereffekte –106 –267 60
563 829 722 –22 Operatives Ergebnis 1.392 1.600 –13
427 450 430 –1 Investitionen3 877 773 13
53 28 65 –18 Explorationsausgaben 81 105 –23
12 38 24 –49 Explorationsaufwendungen 50 40 25
10,88 10,12 10,16 7 Produktionskosten in USD/boe 10,50 9,85 7

Operative Kennzahlen

304 310 338 –10 Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 307 345 –11
179 178 183 –2 davon Rohöl- und NGL-Produktion in kboe/d 179 185 –3
125 132 156 –19 davon Erdgasproduktion in kboe/d4 129 161 –20
276 282 321 –14 Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen in kboe/d 279 321 –13
169 171 184 –8 davon Rohöl- und NGL-Verkaufsmenge in kboe/d 170 180 –6
107 112 137 –22 davon Erdgas-Verkaufsmenge in kboe/d4 109 142 –23
67,88 75,73 84,97 –20 Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 71,87 84,06 –15
36,37 47,88 31,48 16 Durchschnittlicher THE Erdgaspreis in EUR/MWh 42,09 29,60 42
66,24 72,77 81,45 –19 Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl 69,49 80,49 –14
29,13 38,15 23,24 25 Durchschnittlich realisierter Erdgaspreis in EUR/MWh4, 5 33,71 22,54 50
1,134 1,052 1,077 5 Durchschnittlicher EUR-USD-Wechselkurs 1,093 1,081 1

1 Q2/25 gegenüber Q2/24

2 Umfasst Gas & Power Osteuropa und Gas Marketing Westeuropa

3 Investitionen beinhalten Akquisitionen.

4 Berücksichtigt nicht Gas Marketing & Power

5 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts von 10,8 MWh pro 1.000 Kubikmeter Erdgas über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.

Zweites Quartal 2025 (Q2/25) im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 (Q2/24)

  • Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten verringerte sich um EUR 229 Mio auf EUR 588 Mio, hauptsächlich aufgrund negativer Markteffekte im Bereich Exploration & Production (E&P).
  • Die Kohlenwasserstoffproduktion sank um 34 kboe/d auf 304 kboe/d, was hauptsächlich auf die Veräußerung von SapuraOMV sowie den natürlichen Förderrückgang zurückzuführen ist.

Die Ölpreise unterlagen in Q2/25 erheblichen Schwankungen. Anfang April sorgten die Zollankündigungen der USA für breit angelegte Verkäufe über sämtliche Anlageklassen hinweg, einschließlich der Ölmärkte. Der Brent-Preis fiel bis Anfang Mai auf den niedrigsten Stand seit mehreren Jahren und notierte zeitweise unter USD 60/bbl. Die beschleunigte Aufhebung der OPEC-Beschränkungen begrenzte eine Erholung der Ölpreise. Im Juni führte der Konflikt zwischen Israel und dem Iran vorübergehend dazu, dass die Ölpreise wieder über USD 80/bbl stiegen. Der durchschnittliche Brent-Preis fiel mit USD 68/bbl um etwa 20% niedriger aus als im Vorjahresquartal (Q2/24: USD 85/bbl). Im Jahresvergleich sank der vierteljährliche durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns um 19% von USD 81/bbl auf USD 66/bbl. Die europäischen Erdgaspreise unterlagen ebenfalls vergleichbaren Schwankungen: Auf einen Ausverkauf Anfang April, der durch erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich des Wirtschaftswachstums in einem protektionistischen Umfeld bedingt war, folgte eine moderate Erholung, bevor im Juni eine ausgeprägtere Rally einsetzte, als die Energieflüsse aus dem Nahen Osten vorübergehend gefährdet schienen. Der THE-Gaspreis lag in Q2/25 im Durchschnitt bei über EUR 36/MWh, was einem Anstieg von 16% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht (Q2/24: EUR 31/MWh). Die von OMV durchschnittlich realisierten Erdgaspreise stiegen beträchtlich um 25% auf EUR 29/MWh und damit stärker als die europäischen Benchmark-Preise, hauptsächlich in Folge des Verkaufs von SapuraOMV.

In Q2/25 ging das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 817 Mio in Q2/24 auf EUR 588 Mio zurück, primär aufgrund niedrigerer Ölpreise und einer ungünstigen Währungsentwicklung im E&P-Bereich. Höhere Erdgaspreise konnten dies nur teilweise ausgleichen. Dies führte zu Markteffekten in Höhe von EUR –191 Mio. Geringere Verkaufsmengen in Norwegen und Libyen sowie die Veräußerung von SapuraOMV im Dezember 2024 hatten zusätzlich einen negativen Effekt auf das Ergebnis. Dies wurde teilweise durch die insgesamt positiven Auswirkungen aus Gerichtsverfahren in Rumänien kompensiert. Geringere Abschreibungen in Rumänien und Neuseeland, hauptsächlich bedingt durch die Wertminderung einiger E&P-Vermögenswerte im Jahr 2024, unterstützten das Ergebnis zusätzlich.

Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen sank um 10% auf 304 kboe/d (Q2/24: 338 kboe/d). Dies war hauptsächlich eine Folge der Veräußerung der malaysischen Assets, die in Q2/24 eine Produktion von 26 kboe/d verzeichneten. Darüber hinaus wirkten sich geplante Wartungsarbeiten und der natürliche Förderrückgang in Rumänien sowie eine geringe Produktivität der Sonden und der natürliche Förderrückgang in Neuseeland negativ auf die Produktion aus. Eine gesteigerte Förderung in Libyen und Norwegen zählte zu den wichtigsten ausgleichenden Faktoren. Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren stiegen auf USD 10,9/boe an (Q2/24: USD 10,2/boe). Dies ist vor allem eine Folge der geringeren Produktionsmengen, wobei dies teilweise durch eine geringere absolute Kostenbasis kompensiert wurde. Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen reduzierte sich um 14%, hauptsächlich im Einklang mit der Produktionsentwicklung, auf 276 kboe/d (Q2/24: 321 kboe/d). Die Verkaufsmengen in Norwegen und Libyen fielen in Q2/25 infolge des Lifting-Zeitplans niedriger aus.

Das Ergebnis von Gas Marketing & Power betrug EUR –5 Mio (Q2/24: EUR 1 Mio). Dies ist vor allem auf Gas Marketing Westeuropa zurückzuführen, wo das Ergebnis in Q2/25, hauptsächlich bedingt durch schwächere Supply-Margen und geringere realisierte Gasverkaufsmargen an Industriekunden im Vergleich zum Vorjahresquartal, auf EUR –4 Mio sank (Q2/24: EUR 11 Mio). Ein verbessertes LNG-Ergebnis wirkte teilweise kompensierend. Das Ergebnis von Gas & Power Osteuropa verbesserte sich um EUR 9 Mio auf EUR –1 Mio (Q2/24: EUR –10 Mio). Dies ist größtenteils auf höhere Gasverkaufsmengen, stärkere Gasmargen und eine gesteigerte Stromproduktion zurückzuführen. Das Stromgeschäft wurde nach wie vor durch Gesetzesänderungen in Rumänien negativ beeinflusst, wenn auch in geringerem Ausmaß als in Q2/24.

Die in Q2/25 erfassten Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –25 Mio (Q2/24: EUR –95 Mio) ergaben sich hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten. Das Vorjahresquartal wurde durch die Wertminderung von E&P-Vermögenswerten belastet. Das Operative Ergebnis verringerte sich auf EUR 563 Mio (Q2/24: EUR 722 Mio).

Die Investitionen inklusive aktivierter E&A-Ausgaben blieben mit EUR 427 Mio auf einem vergleichbarem Niveau (Q2/24: EUR 430 Mio). Höhere Investitionen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Projekts Neptun Deep in Rumänien und ein höheres Aktivitätsniveau in Norwegen wurden durch die Rückerstattung von Investitionen, die im Jahr 2025 im Zusammenhang mit dem veräußerten Anteil an der Ghasha-Konzession in den Vereinigten Arabischen Emiraten erfolgten, ausgeglichen. Die organischen Investitionen betrafen vorwiegend Projekte in Rumänien, Norwegen und Österreich. Die Explorationsausgaben verringerten sich in Q2/25 auf EUR 53 Mio (Q2/24: EUR 65 Mio) und betrafen hauptsächlich Aktivitäten in Norwegen und Libyen.

Jänner bis Juni 2025 (1–6/25) im Vergleich zu Jänner bis Juni 2024 (1–6/24)

Der durchschnittliche Brent-Preis betrug in 1–6/25 USD 72/bbl und lag damit rund 15% unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (1–6/24: USD 84/bbl). Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns ging im Einklang mit der Brent-Benchmark um 14% auf USD 69/bbl zurück (1–6/24: USD 80/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in EUR/MWh erhöhte sich um 50% auf rund EUR 34/MWh (1–6/24: EUR 23/MWh), während der THE-Gaspreis um 42% auf EUR 42/MWh anstieg (1–6/24: EUR 30/MWh).

Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank in 1–6/25 auf EUR 1.498 Mio (1–6/24: EUR 1.867 Mio). Ursächlich dafür war primär ein signifikant geringeres Ergebnis von Gas Marketing & Power. Das E&P-Geschäft wurde negativ durch geringere Liftings in Norwegen und die fehlenden Verkaufsmengen der veräußerten malaysischen Assets beeinträchtigt. Dies wurde teilweise durch geringere Abschreibungen in Rumänien und Neuseeland, hauptsächlich bedingt durch die Wertminderung einiger E&P-Vermögenswerte im Jahr 2024, sowie höhere Liftings in den Vereinigten Arabischen Emiraten kompensiert. Negative Markteffekte, hauptsächlich bedingt durch schwächere Ölpreise, verringerten das E&P-Ergebnis in 1–6/25 um EUR 54 Mio.

Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen sank um 38 kboe/d auf 307 kboe/d (1–6/24: 345 kboe/d). Ausschlaggebend hierfür war insbesondere die Veräußerung von SapuraOMV, die in 1–6/24 eine Förderung von 27 kboe/d verzeichnete. Überdies verringerte sich die Produktion in Rumänien und Neuseeland, vor allem infolge natürlicher Förderrückgänge. Eine gesteigerte Förderung von neuen Sonden in Libyen konnte dies teilweise ausgleichen. Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren stiegen in 1–6/25 aufgrund geringerer Fördermengen auf USD 10,5/boe (1–6/24: USD 9,9/boe). Eine niedrigere absolute Kostenbasis konnte dies teilweise kompensieren. Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen ging größtenteils im Einklang mit der Gesamtproduktion um 42 kboe/d auf 279 kboe/d zurück (1–6/24: 321 kboe/d). Zusätzlich fielen die Verkaufsmengen in Norwegen in 1–6/25 aufgrund des Lifting-Zeitplans niedriger aus.

Das Ergebnis von Gas Marketing & Power verringerte sich in 1–6/25 deutlich um EUR 200 Mio auf EUR 97 Mio (1– 6/24: EUR 297 Mio). Der Bereich Gas Marketing Westeuropa verzeichnete in 1–6/25 einen deutlichen Ergebnisrückgang auf EUR 116 Mio (1–6/24: EUR 220 Mio). Ursächlich dafür waren vor allem ein schwächeres Speicherergebnis infolge geringerer Sommer/Winter-Spreads. Dies wurde teilweise kompensiert durch die positive Auswirkung eines Schiedsspruchs in Q1/25 in Höhe von EUR 48 Mio zugunsten von OMV im Zusammenhang mit dem österreichischen Liefervertrag mit Gazprom Export LLC. Das Ergebnis von Gas & Power Osteuropa war mit EUR –18 Mio stark rückläufig (1–6/24: EUR 77 Mio), hauptsächlich aufgrund eines signifikanten Ergebnisrückgangs im Stromgeschäft. Dies ist größtenteils auf die im April 2024 in Kraft getretene Gesetzesänderung für den rumänischen Gas- und Energiesektor zurückzuführen.

Die in 1–6/25 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR –106 Mio (1–6/24: EUR –267 Mio), wobei der Großteil davon auf temporäre Bewertungseffekte zurückzuführen ist. Der Vorjahreszeitraum 1–6/24 wurde durch die Wertminderung von E&P-Vermögenswerten belastet. Das Operative Ergebnis verringerte sich auf EUR 1.392 Mio (1–6/24: EUR 1.600 Mio).

Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben wurden in 1–6/25 auf EUR 877 Mio gesteigert (1– 6/24: EUR 773 Mio). Ursächlich dafür waren hauptsächlich die gestiegenen Investitionen beim Projekt Neptun Deep in Rumänien sowie die verstärkten Aktivitäten in Libyen und Norwegen. Dies wurde teilweise durch die Rückerstattung von Investitionen, die im Jahr 2025 im Zusammenhang mit dem veräußerten Anteil an der Ghasha-Konzession erfolgten, ausgeglichen. Organische Investitionen wurden in 1–6/25 vorwiegend für Projekte in Rumänien, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Norwegen und Libyen bezogen, beliefen sich in 1–6/25 auf EUR 81 Mio und waren damit niedriger als in 1–6/24 (EUR 105 Mio).

Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft)

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

Q2/25 Q1/25 Q2/241 1–6/25 1–6/241
5.788 6.215 6.637 Umsatzerlöse 12.003 12.901
158 127 70 Sonstige betriebliche Erträge 285 156
47 76 115 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 122 249
5.992 6.418 6.822 Summe Erlöse und sonstige Erträge 12.411 13.306
–3.454 –3.493 –3.794 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) –6.946 –7.214
–531 –612 –562 Produktions- und operative Aufwendungen –1.143 –1.191
–159 –235 –149 Produktionsbezogene Steuern –394 –334
–449 –460 –614 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –910 –1.108
–528 –505 –509 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –1.033 –957
–12 –38 –24 Explorationsaufwendungen –50 –40
–141 –91 –61 Sonstige betriebliche Aufwendungen –232 –166
718 984 1.110 Operatives Ergebnis 1.703 2.297
1 5 6 Dividendenerträge 6 6
112 75 76 Zinserträge 187 152
–97 –102 –96 Zinsaufwendungen –199 –187
–70 –27 –24 Sonstiges Finanzergebnis –97 –25
–54 –49 –38 Finanzerfolg –103 –54
664 935 1.072 Ergebnis vor Steuern 1.599 2.244
–415 –702 –545 Steuern vom Einkommen und Ertrag –1.116 –1.098
249 234 527 Periodenüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 483 1.145
143 54 23 Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 197 75
392 288 551 Periodenüberschuss 680 1.220
242 143 378 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 384 846
15 15 15 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 31 33
135 130 157 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 265 341
135 103 361 Periodenüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen den Aktionären des 238 791
Mutterunternehmens zuzurechnen
0,74 0,44 1,16 Ergebnis je Aktie in EUR 1,18 2,59
0,41 0,31 1,10 Ergebnis je Aktie in EUR aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,73 2,42
0,74 0,44 1,16 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 1,17 2,59

1 Angepasste Zahlen – für weitere Informationen siehe "OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture"

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

Q2/25 Q1/25 Q2/241 1–6/25 1–6/241
392 288 551 Periodenüberschuss 680 1.220
–787 –354 114 Währungsumrechnungsdifferenzen –1.141 295
–8 –4 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges –8 –17
–12 1 9 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis –11 3
–799 –361 119 Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung –1.160 281
umgegliedert ("recycelt") werden können
0 –0 0 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen –0 1
3 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den 3
Buchwert des Grundgeschäfts übertragen werden
0 –0 1 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis –0 1
0 –0 4 Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und –0 5
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
1 2 1 Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung 2 2
umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
–0 –0 –1 Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn - und –0 –1
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
1 2 0 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 2 1
–798 –360 124 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen –1.158 288
–34 6 30 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen –28 –43
–833 –354 153 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern –1.186 245
–549 –126 651 Gesamtergebnis der Periode aus fortgeführten Geschäftsbereichen –675 1.433
109 60 53 Gesamtergebnis der Periode aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 169 32
–440 –66 704 Gesamtergebnis der Periode –506 1.465
–433 –168 514 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen –601 1.063
15 15 15 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 31 33
–23 87 174 davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 64 369
–514 –212 474 Gesamtergebnis der Periode aus fortgeführten Geschäftsbereichen, das den –726 1.038
Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen ist

1 Angepasste Zahlen – für weitere Informationen siehe "OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefin-Joint-Venture"

Konzernbilanz (ungeprüft)

30. Juni 2025 31. Dez. 2024
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 1.127 2.023
Sachanlagen 15.210 20.426
At-equity bewertete Beteiligungen 5.207 6.661
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.148 2.116
Sonstige Vermögenswerte 185 200
Latente Steuern 1.076 1.252
Langfristiges Vermögen 23.953 32.679
Vorräte 2.092 3.936
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.900 2.842
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.130 1.074
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 53 72
Sonstige Vermögenswerte 1.137 1.603
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.261 6.182
Kurzfristiges Vermögen 11.573 15.709
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 10.457 425
Summe Aktiva 45.982 48.813
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 327 327
Hybridkapital 2.731 1.986
Rücklagen 13.423 15.554
Eigenkapital der OMV Anteilseigner 16.481 17.868
Nicht beherrschende Anteile 6.406 6.749
Eigenkapital 22.887 24.617
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 638 956
Anleihen 5.723 5.720
Leasingverbindlichkeiten 888 1.534
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 100 717
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 3.867 4.022
Sonstige Rückstellungen 383 387
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 175 238
Sonstige Verbindlichkeiten 64 92
Latente Steuern 750 1.070
Langfristige Verbindlichkeiten 12.588 14.735
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.732 3.723
Anleihen 571 850
Leasingverbindlichkeiten 245 233
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 15 353
Ertragsteuerverbindlichkeiten 516 679
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 80 71
Sonstige Rückstellungen 950 940
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 816 1.047
Sonstige Verbindlichkeiten 1.113 1.507
Kurzfristige Verbindlichkeiten 7.037 9.404
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 3.470 56
Summe Passiva 45.982 48.813

Eigenkapitalveränderungsrechnung (verkürzt, ungeprüft)

In EUR Mio

Nicht
Grund Kapital Hybrid Gewinn Sonstige Eigene Eigenkapital
der OMV
beherr
schende
Summe
Eigen
kapital rücklagen kapital rücklagen Rücklagen1 Anteile Anteilseigner Anteile kapital
1. Jänner 2025 327 1.522 1.986 14.525 –492 –1 17.868 6.749 24.617
Periodenüberschuss 415 415 265 680
Sonstiges Ergebnis der –0 –985 –985 –201 –1.186
Periode
Gesamtergebnis der 415 –985 –570 64 –506
Periode
Kapitalerhöhung 744 744 744
Dividendenausschüttung –1.553 –1.553 –405 –1.959
und Hybridkupon
Anteilsbasierte Vergütung 1 3 4 4
Rückkauf eigener Aktien –14 –14 –14
Erhöhung 1 0 2 –2 0
(+)/Verminderung
(–) nicht beherrschender
Anteile
30. Juni 2025 327 1.523 2.731 13.388 –1.477 –11 16.481 6.406 22.887
Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Gewinn
rücklagen
Sonstige
Rücklagen1
Eigene
Anteile
Eigenkapital
der OMV
Anteilseigner
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
1. Jänner 2024 327 1.520 2.483 14.835 –925 –2 18.238 7.131 25.369
Periodenüberschuss 880 880 341 1.220
Sonstiges Ergebnis der 0 216 216 29 245
Periode
Gesamtergebnis der 880 216 1.096 369 1.465
Periode
Dividendenausschüttung –1.652 –1.652 –280 –1.932
und Hybridkupon
Veränderungen –496 – 14 – 510 – 510
Hybridkapital
Anteilsbasierte Vergütung –1 1 – 0 – 0
Umgliederung von 6 6 2 9
Cashflow-Hedges
in die Bilanz
30. Juni 2024 327 1.519 1.986 14.048 –703 –1 17.177 7.222 24.399

1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsumrechnungsdifferenzen, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.

Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt, ungeprüft)

Q2/25 Q1/25 Q2/24 1–6/25 1–6/24
392 288 551 Periodenüberschuss 680 1.220
450 580 748 Abschreibungen und Wertminderungen inkl. Wertaufholungen 1.029 1.370
13 160 25 Latente Steuern 173 53
432 553 524 Laufende Steuern 986 1.068
–686 –431 –848 Gezahlte Ertragssteuern inkl. Steuerrückerstattungen –1.117 –1.314
8 –2 –1 Verluste (+)/Gewinne (–) aus Abgängen von Anlagevermögen 7 –1
–49 –51 –84 Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge –100 –174
213 80 269 Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen 292 494
Unternehmen
46 43 37 Zinsaufwendungen 89 70
–54 –18 –65 Gezahlte Zinsen –71 –83
–126 –96 –112 Zinserträge –221 –228
95 66 136 Erhaltene Zinsen 161 231
129 274 10 Nettoveränderung von Rückstellungen und Emissionszertifikaten 403 158
–33 –90 –299 Sonstige Änderungen –123 –116
831 1.356 890 Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen 2.188 2.748
201 377 66 Erhöhung (–)/Verminderung (+) von Vorräten 578 –39
263 –286 428 Erhöhung (–)/Verminderung (+) von Forderungen –23 740
–212 –90 –202 Verminderung (–)/Erhöhung (+) von Verbindlichkeiten –302 –444
252 1 292 Veränderung in den Net-Working-Capital-Positionen 253 257
1.083 1.357 1.182 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 2.441 3.005
138 121 98 davon Cashflow aus der Betriebstätigkeit von aufgegebenen Geschäftsbereichen 258 253
Investitionen
–965 –938 –786 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen –1.903 –1.600
–67 –154 –109 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte –221 –278
–10 –1 –2 Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel –11 –50
Veräußerungen und andere Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit
702 53 119 Einzahlungen aus Anlagevermögen und finanziellen Vermögenswerten 755 249
457 0 1 Einzahlungen aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten 458 82
abzüglich liquider Mittel
118 –1.040 –777 Cashflow aus der Investitionstätigkeit –923 –1.597
429 –181 –173 davon Cashflow aus der Investitionstätigkeit von aufgegebenen Geschäftsbereichen 248 –413
–383 –90 –678 Verminderung (–)/Erhöhung (+) von langfristigen Finanzierungen –473 –736
744 Erhöhung Hybridanleihe 744
–500 Rückzahlung Hybridanleihe –500
–14 Rückkauf eigener Anteile –14
–103 112 190 Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen 8 168
–1.553 –1.664 Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons) –1.553 –1.664
–397 –0 –289 Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner –397 –289
–1.692 7 –2.940 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –1.685 –3.021
–455 –23 –184 davon Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von aufgegebenen –477 –187
Geschäftsbereichen
–38 –5 –2 Währungsdifferenz auf liquide Mittel –43 –0
–528 319 –2.536 Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel –209 –1.613
6.501 6.182 7.934 Liquide Mittel Periodenbeginn 6.182 7.011
5.973 6.501 5.397 Liquide Mittel Periodenende 5.973 5.397
712 818 102 davon liquide Mittel, die als zu Veräußerungszwecken gehaltenes 712 102
Vermögen ausgewiesen werden
5.261 5.683 5.295 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.261 5.295
ausgewiesen

Ausgewählte Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Jänner bis 30. Juni 2025 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.

Er enthält nicht alle im Jahresabschluss enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2024 gelesen werden.

Der Konzernzwischenabschluss für Q2/25 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Er wurde in Millionen EUR (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.

Bilanzierungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze vom 31. Dezember 2024 wurden im Wesentlichen unverändert angewandt. Die mit 1. Jänner 2025 in Kraft getretenen Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.

Konsolidierungskreisänderungen

Im Vergleich zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2024 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:

Konsolidierungskreisänderungen

Firma Sitz Art der Veränderung1 Wirksamkeitsdatum
Chemicals
Borealis BoNo Holdings LLC Houston Entkonsolidierung (M) 31. März 2025
OMV Borealis Holding GmbH Wien Entkonsolidierung (M) 16. April 2025
mtm compact GmbH Niedergebra Entkonsolidierung 30. Mai 2025
Fuels & Feedstock
2
Adamant Ecodev S.R.L.
Mailand Erstkonsolidierung (A) 31. Jänner 2025
Energy
OMV Austria South Geothermal GmbH Wien Erstkonsolidierung 16. Jänner 2025
OMV GeoTherm Graz GmbH Wien Erstkonsolidierung 14. Februar 2025

1 "Erstkonsolidierung" verweist auf neu gegründete Gesellschaften, und "Erstkonsolidierung (A)" bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde. "Entkonsolidierung" verweist auf Gesellschaften, die nach einem Verkauf von den Konzernbeteiligungen exkludiert wurden. "Entkonsolidierung (M)" bezieht sich auf Tochtergesellschaften, die nach einer Verschmelzung mit einem Konzernunternehmen entkonsolidiert wurden.

2 Gesellschaft konsolidiert at-equity

Saisonalität und Zyklizität

Aufgrund der Saisonalität bei Angebot und Nachfrage von Erdgas kommt es in der Regel in der Heizperiode von Oktober bis März zu höheren Absatzmengen im Geschäftsbereich Energy. Zusätzlich wirken sich saisonale Effekte auf den Geschäftsbereich Fuels & Feedstock aus, hauptsächlich aufgrund einer erwarteten Spitze im Fuel- und Non-Fuel-Retail-Geschäft im dritten Quartal. Diese Informationen werden bereitgestellt, um ein besseres Verständnis der Ergebnisse zu ermöglichen. Der OMV Konzern hat allerdings kein stark saisonabhängiges Geschäft.

Sonstige wesentliche Transaktionen

Energy

Am 29. Mai 2025 hat OMV eine Vereinbarung zur Veräußerung seines 5%-Anteils an der Ghasha-Konzession in den Vereinigten Arabischen Emiraten an Lukoil Gulf Upstream L.L.C. S.P.C. (Lukoil) unterzeichnet und abgeschlossen. Der zahlungswirksame Verkaufspreis belief sich auf USD 594 Mio abzüglich einer Transaktionsgebühr in Höhe von USD 100 Mio. Der Mittelzufluss in Höhe von EUR 457 Mio ist in der Zeile "Einzahlungen aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel" im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Die Transaktion hatte im Jahr 2025 keine wesentliche Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture

Beschreibung der Transaktion

Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge in einem neuen Unternehmen, Borouge Group International, unterzeichnet. ADNOC hat außerdem mit Nova Chemicals Holdings GmbH, einer indirekt vollständig im Besitz der Mubadala Investment Company P.J.S.C. befindlichen Gesellschaft, einen Aktienkaufvertrag über 100% von Nova Chemicals für USD 13,4 Mrd Unternehmenswert abgeschlossen. ADNOC und OMV haben vereinbart, dass Borouge Group International nach Abschluss des Zusammenschlusses Nova Chemicals erwerben und damit ihre Präsenz in Nordamerika ausbauen wird.

Nach einer Barmittelzuführung von EUR 1,6 Mrd (abzüglich Dividendenzahlungen bis Transaktionsabschluss) durch OMV in das neue Unternehmen werden OMV und ADNOC zu gleichen Anteilen und in gleichberechtigter Partnerschaft mit jeweils 46,94% an Borouge Group International beteiligt sein. Die Zentrale und der Sitz des neuen Unternehmens werden in Wien, Österreich, sein, mit einer regionalen Zentrale in Abu Dhabi. Borouge Group International wird an der Abu Dhabi Securities Exchange (ADX) notiert sein. Eine künftige Doppelnotierung an der Wiener Börse (WBAG) ist beabsichtigt. Die ausgeglichene Beteiligungsstruktur ermöglicht OMV und ADNOC gemeinsame Beherrschung mit gleichen Entscheidungsrechten bei allen strategischen Belangen.

Die 40%-Beteiligung von Borealis an Borouge 4 LLC (Borouge 4) wird auf die OMV Downstream GmbH (30%) und auf die ADNOC-Tochtergesellschaft Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company (10%) übertragen. Mit vollständiger Aufnahme des Betriebs soll Borouge 4 Ende 2026 an Borouge Group International rückübertragen werden. Durch den Zusammenschluss dieser drei einander optimal ergänzenden Unternehmen entsteht der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent, der zu gleichen Anteilen von OMV und ADNOC gehalten wird.

Nova Chemicals ist ein in Nordamerika ansässiger Polyolefin-Produzent und führend bei hochwertigen Verpackungslösungen und proprietären Technologien. Durch die Übernahme von Nova Chemicals wird Borouge Group International die Präsenz auf dem amerikanischen Kontinent weiter stärken und die Position bei kostengünstigen Rohstoffen ausbauen. Borouge Group International wird hervorragend positioniert sein, um Wert zu schaffen und über den gesamten Zyklus hinweg Aktionärsrenditen zu erzielen – gestützt durch Synergieeffekte und eine starke Pipeline an Wachstumsprojekten. Die Nova Chemicals-Transaktion wird durch Akquisitionsverbindlichkeiten finanziert, die am Kapitalmarkt refinanziert werden sollen. Die Bewertung impliziert einen Unternehmenswert zu einem EBITDA-Vielfachen von rund 7,5. Dies basiert auf einem erwarteten EBITDA von USD 1,8 Mrd über den durchschnittlichen Zyklus.

Der Abschluss des Zusammenschlusses von Borealis und Borouge sowie die Übernahme von Nova Chemicals werden voraussichtlich gleichzeitig für das erste Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und der üblichen Abschlussbedingungen.

Umgliederung zu Veräußerung gehalten und aufgegebene Geschäftsbereiche

Basierend auf der unterzeichneten Vereinbarung wird erwartet, dass OMV die Beherrschung über die Borealis-Gruppe (mit Ausnahme der Borouge Beteiligungen) verliert, was nach Abschluss der Transaktion zur Entkonsolidierung führt. Der Abschluss der Transaktion wird voraussichtlich innerhalb eines Jahres ab dem Datum der Bekanntgabe der Transaktion erfolgen. Folglich wurde die Borealis-Gruppe (mit Ausnahme der Borouge Beteiligungen) am 3. März 2025 gemäß IFRS 5 in die Position "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert (nachstehend bezeichnet als "Borealis Veräußerungsgruppe"). Darüber hinaus wurden ein 10%-Anteil an der At-Equity-Beteiligung an Borouge 4 sowie das dazugehörige Gesellschafterdarlehen in die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert. Mit der Umgliederung wurde die Abschreibung von langfristigen Vermögenswerten und die At-Equity-Bewertung von Beteiligungen gemäß den Anforderungen von IFRS 5 eingestellt.

Die Borealis-Veräußerungsgruppe stellt einen separaten wesentlichen Geschäftsbereich für OMV dar und wird daher als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Die Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres wurde angepasst, um die aufgegebenen Geschäftsbereiche getrennt von den fortgeführten Geschäftsbereichen darzustellen.

OMV Gesellschaften werden weiterhin Waren von aufgegebenen Geschäftsbereichen zukaufen und an diese Waren verkaufen. Die konzerninternen Transaktionen werden vollständig auf Konzernebene eliminiert. OMV gliedert konsolidierte Zahlen für die Darstellung des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen um und stellt zusätzliche Angaben zu wesentlichen Transaktionen zwischen OMV und den aufgegebenen Geschäftsbereichen zur Verfügung. Für weitere Details zu wesentlichen eliminierten konzerninternen Verrechnungen siehe Abschnitt "Zusätzliche Angaben zu aufgegebenen Geschäftsbereichen".

Die Borouge Beteiligungen werden derzeit gemeinsam von OMV und ADNOC beherrscht und werden auch nach Abschluss der Transaktion gemeinsamer Beherrschung unterliegen. Sie werden daher weiterhin nach der At-Equity-Methode bilanziert.

Einige Gesellschaften der Borealis-Gruppe sind Mitglieder der österreichischen Steuergruppe und werden auch nach Abschluss der Transaktion weiterhin Teil der österreichischen Steuergruppe durch eine steuerliche Beteiligungsgemeinschaft sein. Diese gemeinsame Steuergruppe wird von den österreichischen Gesellschaftern der Borealis-Gruppe gebildet, und der proportionale Anteil des steuerpflichtigen Ergebnisses der steuerlichen Beteiligungsgemeinschaft wird der österreichischen Steuergruppe zugerechnet. Die erwartete teilweise Veräußerung der Borealis-Gruppe aus der österreichischen Steuergruppe hat eine Neubewertung der Nettoposition der latenten Steueransprüche der österreichischen Steuergruppe in der OMV Aktiengesellschaft bewirkt. Folglich reduzierten sich die aktiven latenten Steuern der österreichischen Steuergruppe um EUR 129 Mio. Der Effekt wird in der Position "Steuern vom Einkommen und Ertrag" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Anpassung

Die Vorjahreszeiträume wurden angepasst, um entsprechend den Anforderungen von IFRS 5.34 vergleichbare Informationen für aufgegebene Geschäftsbereiche darzustellen. Die nachstehenden Tabellen zeigen die Finanzinformationen wie in 2024 berichtet und nach erfolgter Anpassung:

Gewinn- und Verlustrechnung

Berichtet Auswirkung aufgrund aufgegebener Angepasst
Geschäftsbereiche
Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024 Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024 Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024
Umsatzerlöse 8.172 8.584 8.645 8.580 33.981 –1.908 –1.947 –1.919 –2.012 –7.787 6.264 6.637 6.726 6.567 26.194
Sonstige betriebliche Erträge 94 83 98 413 688 –8 –13 –26 –32 –79 86 70 72 381 609
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 90 78 74 57 299 44 37 25 42 148 135 115 99 99 447
Summe Erlöse und sonstige Erträge 8.357 8.745 8.817 9.050 34.968 –1.872 –1.923 –1.920 –2.003 –7.718 6.485 6.822 6.896 7.048 27.251
Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) –4.571 –5.014 –5.272 –4.931 –19.787 1.150 1.220 1.163 1.229 4.763 –3.420 –3.794 –4.109 –3.702 –15.025
Produktions-
und operative Aufwendungen
–959 –884 –955 –1.053 –3.851 330 322 331 402 1.385 –629 –562 –623 –652 –2.466
Produktionsbezogene Steuern –185 –149 –171 –186 –691 –185 –149 –171 –186 –691
Abschreibungen, Wertminderungen und –620 –743 –606 –1.025 –2.994 126 129 131 151 537 –494 –614 –475 –874 –2.457
Wertaufholungen
Vertriebs-
und Verwaltungsaufwendungen
–664 –739 –711 –700 –2.814 216 230 219 245 909 –448 –509 –492 –456 –1.905
Explorationsaufwendungen –17 –24 –43 –67 –151 –17 –24 –43 –67 –151
Sonstige betriebliche Aufwendungen –109 –80 –132 –104 –426 4 20 34 14 72 –105 –61 –98 –90 –354
Operatives Ergebnis 1.233 1.112 926 983 4.254 –46 –2 –41 38 –52 1.187 1.110 885 1.020 4.202
Dividendenerträge 0 6 0 1 7 –0 –0 –0 –1 –1 0 6 0 0 6
Zinserträge 117 116 95 127 455 –40 –40 –39 –36 –155 76 76 56 91 300
Zinsaufwendungen –97 –102 –97 –116 –412 6 6 6 5 23 –91 –96 –92 –111 –390
Sonstiges Finanzergebnis –12 –32 –34 8 –69 10 8 –9 40 50 –1 –24 –43 49 –20
Finanzerfolg 9 –12 –36 20 –19 –24 –26 –43 9 –83 –15 –38 –79 29 –103
Ergebnis vor Steuern 1.242 1.100 890 1.003 4.235 –70 –28 –84 47 –135 1.172 1.072 806 1.050 4.099
Steuern vom Einkommen und Ertrag –572 –549 –464 –626 –2.211 18 5 –10 35 47 –554 –545 –474 –591 –2.163
Periodenüberschuss aus fortgeführten 670 551 427 377 2.024 –52 –23 –94 81 –88 618 527 332 458 1.936
Geschäftsbereichen
Periodenüberschuss aus aufgegebenen 52 23 94 –81 88 52 23 94 –81 88
Geschäftsbereichen
Periodenüberschuss 670 551 427 377 2.024 670 551 427 377 2.024
davon den Aktionären des Mutterunternehmens 468 378 241 301 1.389 468 378 241 301 1.389
zuzurechnen
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 18 15 15 15 64 18 15 15 15 64
davon den nicht beherrschenden Anteilen 184 157 170 60 571 184 157 170 60 571
zuzurechnen

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt)

Berichtet Auswirkung aufgrund aufgegebener
Geschäftsbereiche
Angepasst
Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024 Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024 Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024
Periodenüberschuss 670 551 427 377 2.024 670 551 427 377 2.024
Währungsumrechnungsdifferenzen 173 119 –454 674 511 9 –5 16 –20 –1 181 114 –438 653 510
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges –71 35 34 –7 –8 58 –39 –8 –4 7 –13 –4 26 –11 –1
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am –6 9 0 –1 2 –6 9 0 –1 2
sonstigen Ergebnis
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn-
und
95 163 –419 666 505 67 –44 8 –25 6 162 119 –411 641 511
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von 1 0 –77 60 –16 34 –24 9 1 0 –44 36 –7
leistungsorientierten Plänen
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von –3 –3 –3 –3
Eigenkapitalinstrumenten
Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die –27 –4 15 19 4 27 7 –17 –19 –2 0 3 –1 0 2
nachfolgend auf den Buchwert des Grundgeschäfts übertragen
werden
Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am 0 1 0 1 2 0 1 0 1 2
sonstigen Ergebnis
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn-
und
–26 –3 –62 77 –14 27 7 17 –44 7 1 4 –45 33 –7
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn-
und
16 –8 –8 1 2 –15 9 3 –1 –4 1 1 –5 1 –2
Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn 6 1 5 –12 0 –6 –2 –5 11 –2 –0 –1 0 –1 –2
und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen
Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 22 –7 –3 –10 2 –21 7 –2 10 –5 1 0 –5 0 –3
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern aus fortgeführten 92 153 –484 732 493 73 –30 23 –58 8 164 124 –461 674 501
Geschäftsbereichen
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern aus aufgegebenen –73 30 –23 58 –8 –73 30 –23 58 –8
Geschäftsbereichen
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 92 153 –484 732 493 92 153 –484 732 493
Gesamtergebnis der Periode aus fortgeführten Geschäftsbereichen 761 704 –58 1.109 2.517 21 –53 –71 23 –80 782 651 –129 1.132 2.437
Gesamtergebnis der Periode aus aufgegebenen Geschäftsbereichen –21 53 71 –23 80 –21 53 71 –23 80
Gesamtergebnis der Periode 761 704 –58 1.109 2.517 761 704 –58 1.109 2.517
davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 548 514 –180 925 1.808 548 514 –180 925 1.808
davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 18 15 15 15 64 18 15 15 15 64
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 195 174 107 169 645 195 174 107 169 645

Anpassung Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten

Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024
Berichtet
Chemicals 243 248 245 270 1.007
Fuels & Feedstock 560 573 513 564 2.210
Energy 899 905 861 938 3.603
Konzernbereich & Sonstiges 117 115 118 134 485
Gesamt 1.820 1.842 1.738 1.906 7.305
Auswirkung aufgrund aufgegebener Geschäftsbereiche
Chemicals –15 –19 –16 –16 –66
Fuels & Feedstock
Energy
Konzernbereich & Sonstiges
Gesamt –15 –19 –16 –16 –66
Angepasst
Chemicals 228 229 230 254 941
Fuels & Feedstock 560 573 513 564 2.210
Energy 899 905 861 938 3.603
Konzernbereich & Sonstiges 117 115 118 134 485
Gesamt 1.805 1.823 1.722 1.890 7.239
Umsätze mit Dritten
In EUR Mio
Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024
Berichtet
Chemicals 2.075 2.127 2.069 2.153 8.424
Fuels & Feedstock 3.835 4.395 4.360 3.964 16.554
Energy 2.257 2.054 2.215 2.459 8.984
Konzernbereich & Sonstiges 5 8 1 4 18
Gesamt 8.172 8.584 8.645 8.580 33.981
Auswirkung aufgrund aufgegebener Geschäftsbereiche
Chemicals –1.908 –1.947 –1.919 –2.012 –7.787
Fuels & Feedstock
Energy
Konzernbereich & Sonstiges
Gesamt –1.908 –1.947 –1.919 –2.012 –7.787
Gesamt 6.264 6.637 6.726 6.567 26.194
Konzernbereich & Sonstiges 5 8 1 4 18
Energy 2.257 2.054 2.215 2.459 8.984
Fuels & Feedstock 3.835 4.395 4.360 3.964 16.554
Chemicals 167 180 150 140 637
Angepasst

Umsätze (nicht konsolidiert)

In EUR Mio

Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024
Berichtet
Chemicals 2.318 2.376 2.314 2.423 9.431
Fuels & Feedstock 4.396 4.968 4.874 4.528 18.765
Energy 3.156 2.960 3.075 3.396 12.587
Konzernbereich & Sonstiges 122 123 119 139 503
Gesamt 9.992 10.426 10.382 10.486 41.286
Auswirkung aufgrund aufgegebener Geschäftsbereiche
Chemicals –1.924 –1.966 –1.934 –2.029 –7.853
Fuels & Feedstock
Energy
Konzernbereich & Sonstiges
Gesamt –1.924 –1.966 –1.934 –2.029 –7.853
Angepasst
Chemicals 395 410 380 394 1.578
Fuels & Feedstock 4.396 4.968 4.874 4.528 18.765
Energy 3.156 2.960 3.075 3.396 12.587
Konzernbereich & Sonstiges 122 123 119 139 503
Gesamt 8.068 8.460 8.448 8.457 33.433

Segment- und Konzernergebnis

Q1/24 Q2/24 Q3/24 Q4/24 2024
Berichtet
Operatives Ergebnis Chemicals 106 114 125 58 404
Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock 246 288 105 70 709
Operatives Ergebnis Energy 878 722 670 934 3.205
Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges –17 –21 –21 –19 –80
Operatives Ergebnis Segment Summe 1.213 1.103 880 1.042 4.238
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 20 9 46 –59 16
OMV Konzern Operatives Ergebnis 1.233 1.112 926 983 4.254
Auswirkung aufgrund aufgegebener Geschäftsbereiche
Operatives Ergebnis Chemicals –46 –2 –41 38 –52
Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock
Operatives Ergebnis Energy
Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges
Operatives Ergebnis Segment Summe –46 –2 –41 38 –52
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung
OMV Konzern Operatives Ergebnis –46 –2 –41 38 –52
Angepasst
Operatives Ergebnis Chemicals 61 112 84 95 352
Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock 246 288 105 70 709
Operatives Ergebnis Energy 878 722 670 934 3.205
Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges –17 –21 –21 –19 –80
Operatives Ergebnis Segment Summe 1.167 1.101 838 1.080 4.187
Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 20 9 46 –59 16
OMV Konzern Operatives Ergebnis 1.187 1.110 885 1.020 4.202

Zusätzliche Angaben zu aufgegebenen Geschäftsbereichen

Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

Q2/25 Q1/25 Q2/24 1–6/25 1–6/24
2.055 2.079 1.947 Umsatzerlöse 4.134 3.855
53 18 13 Sonstige betriebliche Erträge 71 21
1 –30 –37 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen –29 –81
2.109 2.067 1.923 Summe Erlöse und sonstige Erträge 4.176 3.795
–91 –129 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –91 –255
–1.975 –1.938 –1.792 Sonstige betriebliche Aufwendungen –3.912 –3.492
134 39 2 Operatives Ergebnis 173 48
40 26 26 Finanzerfolg 66 50
174 65 28 Ergebnis vor Steuern 239 98
–31 –11 –5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –42 –23
143 54 23 Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 197 75
107 40 17 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 147 56
0,33 0,12 0,05 Ergebnis je Aktie in EUR aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0,45 0,17
0,33 0,12 0,05 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 0,45 0,17

Darüber hinaus verzeichnete die Borealis Veräußerungsgruppe nachfolgende wesentliche konzerninterne Verrechnungen, die eliminiert wurden:

Wesentliche eliminierte konzerninterne Verrechnungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

In EUR Mio
Q2/25 Q1/25 Q2/24 1–6/25 1–6/24
15 17 19 Umsatzerlöse an fortgeführte Geschäftsbereiche 32 34
–332 –385 –369 Zukäufe von fortgeführten Geschäftsbereichen –717 –733
–6 –19 –21 Laufende Steuern verrechnet aus fortgeführten Geschäftsbereichen –25 –52

Die Umsatzerlöse an fortgeführte Geschäftsbereiche standen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Verkauf von chemischen Produkten, die überwiegend an die OMV Chemiestandorte in Schwechat (Österreich) und Burghausen (Deutschland) für die Produktion verkauft wurden. Diese Umsatzerlöse wurden vor der Klassifizierung zu "Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" eliminiert. Die damit verbundene Bruttomarge spiegelt sich im "Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" wider. Die zuvor genannten Verkaufsverträge bleiben auch nach Abschluss der Transaktion wirksam.

Zukäufe von fortgeführten Geschäftsbereichen standen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Verkauf von Rohstoffen (Basischemikalien) von den OMV Raffineriestandorten in Schwechat (Österreich) und Burghausen (Deutschland). Diese Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen von OMV an Borealis wurden eliminiert und sind daher nicht in der Zeile "Umsatzerlöse" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Die damit verbundene Bruttomarge spiegelt sich im "Periodenüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen" wider. In der Tabelle "Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" werden diese Zukäufe von fortgeführten OMV Geschäftsbereichen in der Zeile "Sonstige betriebliche Aufwendungen" berücksichtigt. Die zuvor genannten Verkaufsverträge bleiben auch nach Abschluss der Transaktion wirksam.

Die laufende Steuerumlage der BorealisVeräußerungsgruppe für Mitglieder der österreichischen Steuergruppe wurden mit den Steuerumlagen der anderen Mitglieder der österreichischen Steuergruppe in der OMV Aktiengesellschaft zusammengerechnet. Diese Ertragsteuern wurden vor der Klassifizierung in "Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" eliminiert und sind daher nicht in der Zeile "Steuern vom Einkommen und Ertrag" in der Tabelle "Periodenüberschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" enthalten.

Gesamtergebnisrechnung aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

In EUR Mio

Q2/25 Q1/25 Q2/24 1–6/25 1–6/24
143 54 23 Sonstiges Ergebnis der Periode aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 197 75
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
–27 13 44 Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden –15 –23
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
–3 –7 –7 Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden –10 –34
Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
–5 –1 –9 Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen –6 6
Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
1 2 2 Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen 2 8
–4 0 –7 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern –4 14
–34 6 30 Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen –28 –43
109 60 53 Gesamtergebnis der Periode aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 169 32
81 44 40 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 126 24

Borealis Veräußerungsgruppe – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten In EUR Mio

30. Juni 2025
Langfristiges Vermögen 7.140
Kurzfristiges Vermögen 3.120
Summe Aktiva 10.260
Langfristige Verbindlichkeiten 1.892
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.578
Summe Verbindlichkeiten 3.470

Weitere Details zu den Cashflows, die den aufgegebenen Geschäftsbereichen zuzurechnen sind, finden sich in der "Konzern-Cashflow-Rechnung".

Das kumulierte Ergebnis (netto nach Steuern), das im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital enthalten ist, belief sich für die Borealis Veräußerungsgruppe zum 30. Juni 2025 auf EUR 11 Mio.

Die Borealis Veräußerungsgruppe hat im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs Garantien ohne Barsicherheiten übernommen, die hauptsächlich im Zusammenhang mit von Banken gewährten Kreditfazilitäten standen. Es ist nicht davon auszugehen, dass aus solchen Transaktionen wesentliche Verluste entstehen. Darüber hinaus finden sich weitere Details zu finanziellen Garantieverträgen im Zusammenhang mit Bayport Polymers LLC im Unterkapitel "Nahestehende Unternehmen und Personen".

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse

In EUR Mio

1–6/25 1–6/24
Umsätze aus Kundenverträgen 11.787 13.048
Umsätze aus anderen Quellen 217 –148
Gesamte Umsätze 12.003 12.901

Die Umsatzerlöse aus anderen Quellen umfassen hauptsächlich Erlöse aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 "Finanzinstrumente" fallen, und die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des Produktionsanteils, der der nationalen Ölgesellschaft als Ertragsteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Geschäftsbereich Energy zusteht. Des Weiteren enthalten die Umsätze aus anderen Quellen die Auswirkungen der Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert von derivativen Rohstoffabsicherungsverträgen, Umgliederungen von Cashflow-Hedges sowie Miet- und Pachterlöse.

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio

1–6/25
Konzern
Fuels & bereich &
Chemicals Feedstock Energy Sonstiges Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 827 212 1.040
Erdgas und LNG 8 3.040 3.048
Treibstoffe, Heizöl und sonstige
Raffinerieprodukte 6.402 6.402
Chemische Produkte 280 20 300
Sonstige Produkte und Dienstleistungen1 1 451 539 6 997
Gesamt 281 7.709 3.791 6 11.787

Umsätze aus Kundenverträgen

In EUR Mio

1–6/24
Konzern
Fuels & bereich &
Chemicals Feedstock Energy Sonstiges Gesamt
Rohöl, NGL und Kondensate 857 413 1.270
Erdgas und LNG 4 3.696 3.700
Treibstoffe, Heizöl und sonstige
Raffinerieprodukte 6.848 6.848
Chemische Produkte 347 31 378
Sonstige Produkte und Dienstleistungen1 0 446 394 12 852
Gesamt 347 8.186 4.503 12 13.048

1 Im Wesentlichen Retail-Non-Oil-Geschäft in Fuels & Feedstock und Stromgeschäft in Energy

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

Q2/25 Q1/25 Q2/24 1–6/25 1–6/24
–426 –536 –516 Laufende Steuern –963 –1.034
12 –165 –29 Latente Steuern –153 –64
–415 –702 –545 Steuern vom Einkommen und Ertrag –1.116 –1.098
62 75 51 Effektivsteuersatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen in % 70 49

Die Grundlage für die Ermittlung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in den Konzernzwischenabschlüssen sind der tatsächliche Gewinn vor Steuern sowie die relevanten permanenten und temporären Differenzen der Periode und nicht der geschätzte durchschnittliche jährliche effektive Steuersatz. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass der durchschnittliche jährliche effektive Steuersatz maßgeblich durch den Ergebnisbeitrag der Konzerngesellschaften, die Volatilität des Förderplans im E&P-Geschäft und die Änderungen des Steuerwerts von Beteiligungen beeinflusst wird. Folglich besteht eine inhärente Unsicherheit bei der Schätzung des jährlichen effektiven Steuersatzes.

Die latenten Steuern für die Periode 1–6/25 beziehen sich hauptsächlich auf die Neubewertung aktiver latenter Steuern der österreichischen Steuergruppe (weitere Details siehe Abschnitt "OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture").

Erläuterungen zur Bilanz

Vertragliche Verpflichtungen für die Akquisition von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und vertragliche Verpflichtungen für Leasing

Der Gesamtbetrag der vertraglichen Verpflichtungen belief sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 3.721 Mio, wie im OMV Konzernabschluss 2024 (Anhangangabe 17 "Sachanlagen") detailliert dargestellt. Dieser Betrag umfasst

Verpflichtungen in Höhe von EUR 512 Mio, die sich auf die Borealis-Veräußerungsgruppe beziehen, die auf als "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurde und daher in dieser Anhangangabe nicht mehr enthalten sein wird. Seit dem 31. Dezember 2024 gab es keine wesentlichen neuen Projekte, die zu materiellen Verpflichtungen geführt haben.

Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen

Eine umfassende Beschreibung der Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen kann dem OMV Konzernabschluss 2024 (Anhangangabe 28 "Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen") entnommen werden. Alle wesentlichen Änderungen seit dem 31. Dezember 2024 sind nachfolgend angeführt.

Am 3. Jänner 2025 entschied die Stockholmer Handelskammer zugunsten von OMV im Schiedsverfahren im Zusammenhang mit dem österreichischen Liefervertrag und sprach OMV eine Entschädigung durch Gazprom Export LLC zu. Angesichts dieses günstigen Urteils wurde die finanzielle Auswirkung der teilweisen Aufrechnung gegen Verbindlichkeiten aus dem österreichischen Gasliefervertrag im Jahr 2025 in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 48 Mio berücksichtigt, da der Gewinn nicht mehr bedingt war.

Eigenkapital

Am 27. Mai 2025 hat die Hauptversammlung die Zahlung einer Gesamtdividende von EUR 4,75 pro Aktie für 2024 genehmigt, davon EUR 3,05 je Aktie als reguläre Dividende und EUR 1,70 je Aktie als zusätzliche Dividende. Dies führte zu einer Dividendenzahlung von insgesamt EUR 1.553 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft.

Die Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre beliefen sich in 1–6/25 auf EUR 405 Mio.

Am 15. Mai 2025 hat der Vorstand beschlossen, dass OMV sein Recht ausübt, die am 7. Dezember 2015 begebene Hybridanleihe in Höhe von EUR 750 Mio zur ersten Kündigungsmöglichkeit am 9. Dezember 2025 zu kündigen und zurückzuzahlen.

Am 30. Juni 2025 wurde eine neue Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von EUR 750 Mio platziert. Die Hybridanleihe hat keinen Endfälligkeitstag und wird bis zum 30. Dezember 2030 (ausschließlich) ("Erster Resettermin") mit einem festen Zinssatz von 4,3702% per annum verzinst. Gemäß IFRS wurde der Erlös der Hybridanleihe (abzüglich Emissionskosten) vollständig als Eigenkapital behandelt, da die Rückzahlung des Kapitals und die Zahlung der Zinsen ausschließlich im Ermessen von OMV liegen. Die Platzierung der Hybridanleihe ist in der Zeile "Kapitalerhöhung" in der Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesen.

Auf Basis der bestehenden Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Mai 2024 und der Genehmigung des Aufsichtsrats führte die OMV Aktiengesellschaft im März 2025 ein Aktienrückerwerbsprogramm durch. Das Volumen des Rückerwerbsprogramms belief sich auf bis zu 300.000 Aktien und wurde vollständig ausgenutzt. Der Rückerwerb erfolgte ausschließlich über die Wiener Börse und diente der Erfüllung von Verpflichtungen der Gesellschaft aus Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Annual Bonus (Equity Deferrals) oder sonstigen Beteiligungsprogrammen.

Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 30. Juni 2025 271.670 Stück (31. Dezember 2024: 57.329 Stück).

Finanzielle Verbindlichkeiten

Leverage-Grad1

In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)

30. Juni 2025 31. Dez. 2024 Δ
Anleihen 6.600 6.570 0%
Leasingverbindlichkeiten 1.850 1.767 5%
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 741 1.070 –31%
Schulden 9.191 9.407 –2%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.973 6.182 –3%
Nettoverschuldung2 3.218 3.225 –0%
Eigenkapital 22.887 24.617 –7%
Leverage-Grad in % 12% 12% 1

1 Der Leverage-Grad ist definiert als (Nettoverschuldung inklusive Leasing) / (Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing).

2 Inklusive Positionen, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten" umgegliedert wurden

Fair-Value-Bewertung

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß Fair-Value-Hierarchie, wie in der Anhangangabe 30 im OMV Konzernabschluss 2024 angegeben, ausgewiesen.

Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte1 , sonstige Vermögenswerte und Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert In EUR Mio

30. Juni 2025 31. Dez. 2024
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14 14 128 128
Eigenkapitalinstrumente 19 73 19 110 19 62 25 106
Investmentfonds 29 29
Derivate 3 243 245 5 302 307
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert 2 2
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert 2 2
Nettobetrag zu Veräußerungszwecken
gehaltener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
zum beizulegenden Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten bewertet 369 369
Gesamt 21 331 19 371 52 862 27 941

1 Exklusive zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte

Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert1 In EUR Mio

30. Juni 2025 31. Dez. 2024
Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Derivate 5 226 231 28 375 403
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zum
beizulegenden Zeitwert 12 12 16 16
Sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden
Zeitwert2 18 18 40 40
Gesamt 5 255 260 28 431 459

1 Exklusive Verbindlichkeiten, die auf "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurden

2 Enthält abgesicherte Geschäfte, die in Fair-Value-Hedge-Beziehungen designiert sind und im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland stehen

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, für die der beizulegende Zeitwert angegeben wird1

In EUR Mio

Fortgeführte Beizulegender
Anschaffungskosten Zeitwert Stufe 1 Stufe 2
30. Juni 2025
Anleihen 6.294 6.162 6.162
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 115 111 111
Finanzielle Verbindlichkeiten 6.409 6.273 6.162 111
31. Dez. 2024
Anleihen 6.570 6.359 6.359
Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.070 989 989
Finanzielle Verbindlichkeiten 7.640 7.349 6.359 989

1 Exklusive Verbindlichkeiten, die auf "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurden

Die obige Tabelle zeigt den Buchwert und den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Sie enthält keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert anderer finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, da der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.

Segmentberichterstattung

Umsätze mit anderen Segmenten

In EUR Mio

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ%1 1–6/25 1–6/24 Δ%
209 225 229 –9 Chemicals 434 457 –5
422 544 573 –26 Fuels & Feedstock 966 1.133 –15
739 881 905 –18 Energy 1.620 1.805 –10
127 127 115 11 Konzernbereich & Sonstiges 254 232 9
1.497 1.777 1.823 –18 Gesamt 3.275 3.627 –10

Umsätze mit Dritten

In EUR Mio

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ%1 1–6/25 1–6/24 Δ%
110 171 180 –39 Chemicals 281 347 –19
3.938 3.824 4.395 –10 Fuels & Feedstock 7.762 8.230 –6
1.736 2.218 2.054 –16 Energy 3.954 4.311 –8
4 3 8 –46 Konzernbereich & Sonstiges 7 12 –46
5.788 6.215 6.637 –13 Gesamt 12.003 12.901 –7

Umsätze (nicht konsolidiert)

In EUR Mio

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ%1 1–6/25 1–6/24 Δ%
319 396 410 –22 Chemicals 715 804 –11
4.360 4.368 4.968 –12 Fuels & Feedstock 8.728 9.363 –7
2.475 3.099 2.960 –16 Energy 5.575 6.116 –9
132 129 123 7 Konzernbereich & Sonstiges 261 245 7
7.286 7.992 8.460 –14 Gesamt 15.278 16.528 –8

Segment- und Konzernergebnis

In EUR Mio

Q2/25 Q1/25 Q2/24 Δ%1 1–6/25 1–6/24 Δ%
61 78 112 –45 Operatives Ergebnis Chemicals 139 173 –19
101 67 288 –65 Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock 167 535 –69
563 829 722 –22 Operatives Ergebnis Energy 1.392 1.600 –13
–33 –19 –21 –55 Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges –52 –39 –36
692 954 1.101 –37 Operatives Ergebnis Segment Summe 1.646 2.268 –27
26 30 9 186 Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 56 29 95
718 984 1.110 –35 OMV Konzern Operatives Ergebnis 1.703 2.297 –26

1 Q2/25 gegenüber Q2/24

Vermögenswerte1

In EUR Mio

30. Juni 2025 31. Dez. 2024
Chemicals 1.043 7.134
Fuels & Feedstock 5.104 5.023
Energy 9.941 10.031
Konzernbereich & Sonstiges 250 261
Summe 16.337 22.449

1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Vermögenswerte, die in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.

Ergänzende Angaben

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen

Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge in ein neues Unternehmen, Borouge Group International, unterzeichnet. Für mehr Informationen siehe Kapitel "OMV und ADNOC gründen ein neues Polyolefins Joint Venture".

Für eine Beschreibung der Transaktionen und Salden mit nahestehenden Unternehmen siehe den OMV Konzernabschluss und Konzernanhang 2024 (Anhangangabe 35 "Nahestehende Unternehmen und Personen"). Seit 31. Dezember 2024 gab es keine neuen wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen in Bezug auf die Liefer- und Leistungsbeziehungen im normalen Geschäftsverlauf.

Wesentliche Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen können der nachstehenden Tabelle entnommen werden:

Wesentliche Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen

In EUR Mio

1–6/25 1–6/24
Abu Dhabi Oil Refining Company 44 202
Abu Dhabi Petroleum Investments LLC 5
ADNOC Global Trading LTD 24 49
Borouge Beteiligungen1 215 222
Pearl Petroleum Company Limited 15 11

1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte. Ltd.

Für Informationen zu offenen Finanzierungszusagen und Garantien gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen wird auf den OMV Konzernabschluss und Konzernanhang 2024 (Anhangangabe 35 "Nahestehende Unternehmen und Personen") verwiesen. Die Veränderungen in 1–6/25 betrafen eine Erhöhung der in Anspruch genommenen Finanzierung durch Borouge 4 LLC im Rahmen des italienischen Exportkreditagenturvertrags. Dies resultierte in einem garantierten Betrag zum 30. Juni 2025 in Höhe von EUR 981 Mio zuzüglich Zinsen (31. Dezember 2024: EUR 1.009 Mio). Weiters führten zusätzliche Ziehungen aus einem Aktionärsdarlehensvertrag in 1–6/25 zu offenen Finanzierungszusagen gegenüber Borouge 4 LLC zum 30. Juni 2025 in Höhe von EUR 463 Mio (31. Dezember 2024: EUR 615 Mio).

Am 3. Jänner 2025 schloss Bayport Polymers LLC eine Änderung des bestehenden revolvierenden Kreditfazilität-Vertrags ab, wodurch der Höchstbetrag der Kreditfazilität, der von Borealis garantiert wird auf EUR 128 Mio erhöht wurde (31. Dezember 2024: EUR 96 Mio). Die Garantie wurde zum 30. Juni 2025 in Höhe von EUR 111 Mio zuzüglich Zinsen in Anspruch genommen (31. Dezember 2024: EUR 82 Mio).

Am 10. Juni 2025 zahlte Bayport Polymers LLC ein Darlehen an Borealis zurück, womit die Auslagerung von bestimmten Gesellschafterdarlehen abgeschlossen wurde. Dies reduzierte die Darlehensforderungen gegenüber Bayport Polymers LLC auf EUR 44 Mio zum 30. Juni 2025 (31. Dezember 2024: EUR 769 Mio). Die Rückzahlung wurde durch eine syndizierte Baystar Senior Term Loan Fazilität in Höhe von EUR 640 Mio mit drei Tranchen und einer Laufzeit von bis zu 9 Jahren finanziert, die von Borealis in voller Höhe garantiert und als finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von EUR 26 Mio ausgewiesen wurde.

Gemäß dem im Jahr 2018 abgeschlossenen Ghasha-Konzessionsvertrag haben der Supreme Council for Financial and Economic Affairs des Emirats Abu Dhabi (SCFEA) und ADNOC der Übertragung des 5%-Anteils von OMV an der Ghasha-Konzession an Lukoil unter Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Bedingungen zugestimmt. Für OMV ist zum Abschlussdatum der Transaktion, d. h. am 29. Mai 2025, eine Transaktionsgebühr in Höhe von USD 100 Mio angefallen.

Weitere Informationen zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, einschließlich mit Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis, sind dem OMV Konzernabschluss und Konzernanhang 2024 (Anhangangabe 35 "Nahestehende Unternehmen und Personen") zu entnehmen. Bis zur Veröffentlichung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses für den Berichtszeitraum 1–6/25 gab es keine wesentlichen Änderungen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bis zur Veröffentlichung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses für 1–6/25 gab es keine wesentlichen Ereignisse.

Wien, 31. Juli 2025

Der Vorstand

Alfred Stern e.h. Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkung auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen

Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Reinhard Florey e.h. Chief Financial Officer

Martijn van Koten e.h. Executive Vice President Fuels & Feedstock Executive Vice President Chemicals

Berislav Gaso e.h. Executive Vice President Energy

Weitere Angaben

Nächste Ereignisse

  • OMV Konzern Trading Update Q3 2025: 8. Oktober 2025
  • OMV Konzernbericht Jänner–September und Q3 2025: 29. Oktober 2025

Der OMV Finanzkalender und zusätzliche Informationen sind unter / www.omv.com/finanzkalender zu finden.

OMV Kontakte

Florian Greger, Senior Vice President Investor Relations & Sustainability Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: / [email protected]

Sylvia Shin, Senior Vice President Communications Tel.: +43 1 40440-21357; E-Mail: / [email protected]

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