Quarterly Report • Jul 31, 2024
Quarterly Report
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| Lagebericht 5 (verkürzt, ungeprüft) |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Performance | 5 | ||||
| Ausblick | 11 | ||||
| Geschäftsbereiche | 12 | ||||
| Chemicals | 12 | ||||
| Fuels & Feedstock | 15 | ||||
| Energy | 17 |
Konzernzwischenabschluss (verkürzt, ungeprüft) 20
Erklärung des Vorstands 32
Weitere Angaben 33
Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie "Ausblick", "glauben", "erwarten", "rechnen", "beabsichtigen", "planen", "Ziel", "Einschätzung", "können/könnten", "werden" und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen.
Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar.
Hinweise: Die Zahlen in den folgenden Tabellen lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet.
1 Die genannten Werte beziehen sich auf Q2/24; als Vergleichsgrößen dienen, sofern nicht abweichend gekennzeichnet, die Quartalswerte des Vorjahres.
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 8.584 | 8.172 | 8.983 | –4% | Umsatzerlöse | 16.756 | 19.947 | –16% |
| 1.232 | 1.483 | 1.179 | 4% | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten2 | 2.715 | 3.258 | –17% |
| 114 | 129 | 7 | n.m. | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Chemicals2 | 243 | 101 | 141% |
| 308 | 303 | 283 | 9% | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Fuels & Feedstock2 | 611 | 865 | –29% |
| 817 | 1.050 | 895 | –9% | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Energy2 | 1.867 | 2.374 | –21% |
| –21 | –18 | –19 | –10% | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich & Sonstiges2 | –38 | –26 | –49% |
| 13 | 19 | 13 | 1% | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | 32 | –56 | n.m. |
| 46 | 39 | 46 | 0 | CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % | 42 | 42 | 0 |
| 662 | 911 | 636 | 4% | CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten2 | 1.574 | 1.896 | –17% |
| 494 | 696 | 472 | 5% | Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender | 1.190 | 1.497 | –21% |
| CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten2 | |||||||
| 1,51 | 2,13 | 1,44 | 5% | CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten in EUR2 | 3,64 | 4,58 | –21% |
| 1.232 | 1.483 | 1.179 | 4% | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten2 | 2.715 | 3.258 | –17% |
| –87 | –268 | 105 | n.m. | Sondereffekte3 | –355 | –428 | 17% |
| –33 | 18 | –51 | 36% | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) | –15 | –219 | 93% |
| 1.112 | 1.233 | 1.233 | –10% | Operatives Ergebnis Gruppe | 2.345 | 2.611 | –10% |
| 114 | 106 | –83 | n.m. | Operatives Ergebnis Chemicals | 221 | –7 | n.m. |
| 288 | 246 | 422 | –32% | Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock | 535 | 849 | –37% |
| 722 | 878 | 905 | –20% | Operatives Ergebnis Energy | 1.600 | 1.860 | –14% |
| –21 | –17 | –25 | 13% | Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges | –39 | –32 | –20% |
| 9 | 20 | 14 | –33% | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | 29 | –60 | n.m. |
| –12 | 9 | 5 | n.m. | Finanzerfolg | –4 | 1 | n.m. |
| 1.100 | 1.242 | 1.238 | –11% | Ergebnis vor Steuern und vor Solidaritätsbeitrag | 2.341 | 2.611 | –10% |
| — | — | –402 | n.a. | Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl | — | –402 | n.a. |
| 1.100 | 1.242 | 837 | 31% | Ergebnis vor Steuern | 2.341 | 2.210 | 6% |
| 50 | 46 | 61 | –11 | Steuerquote des Konzerns in % | 48 | 58 | –11 |
| 551 | 670 | 326 | 69% | Periodenüberschuss | 1.220 | 918 | 33% |
| 378 | 468 | 380 | 0% | Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender | 846 | 770 | 10% |
| Periodenüberschuss | |||||||
| 1,16 | 1,43 | 1,16 | –1% | Ergebnis je Aktie in EUR | 2,59 | 2,35 | 10% |
| 890 | 1.858 | –375 | n.m. | Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital-Positionen | 2.748 | 1.628 | 69% |
| 1.182 | 1.823 | 226 | n.m. | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 3.005 | 2.912 | 3% |
| 406 | 1.003 | –561 | n.m. | Freier Cashflow | 1.408 | 1.141 | 23% |
| –1.547 | 1.003 | –2.454 | 37% | Freier Cashflow nach Dividenden | –545 | –752 | 28% |
| 405 | 1.028 | –595 | n.m. | Organischer freier Cashflow4 | 1.433 | 1.244 | 15% |
| 3.324 | 1.222 | 3.091 | 8% | Nettoverschuldung | 3.324 | 3.091 | 8% |
| 12 | 4 | 11 | 1 | Leverage-Grad in % | 12 | 11 | 1 |
| 897 | 733 | 1.043 | –14% | Investitionen5 | 1.630 | 1.852 | –12% |
| 831 | 687 | 1.004 | –17% | Organische Investitionen6 | 1.518 | 1.797 | –16% |
| 11 | 11 | 15 | –4 | CCS ROACE vor Sondereffekten in %2 | 11 | 15 | –4 |
| 8 | 7 | 9 | –1 | ROACE in % | 8 | 9 | –1 |
| 21.182 | 21.091 | 22.271 | –5% | Mitarbeiteranzahl | 21.182 | 22.271 | –5% |
| 1,29 | 1,28 | 1,33 | –3% | Total Recordable Injury Rate pro 1 Mio Arbeitsstunden7 | 1,29 | 1,33 | –3% |
1 Q2/24 gegenüber Q2/23
2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte"
3 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporäre Effekte aus dem Rohstoff-Hedging für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt.
4 Der organische freie Cashflow berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten.
5 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
6 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
7 Berechnet als gleitender 12-Monatsdurchschnitt pro 1 Mio Arbeitsstunden
Die Konzernumsatzerlöse sanken um 4% auf EUR 8.584 Mio. Dies ist insbesondere auf niedrigere Erdgaspreise zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg um EUR 52 Mio auf EUR 1.232 Mio, was auf stärkere Ergebnisse in Chemicals und Fuels & Feedstock zurückzuführen ist, während sich das Ergebnis in Energy verschlechterte. Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Chemicals erhöhte sich auf EUR 114 Mio (Q2/23: EUR 7 Mio), und das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Fuels & Feedstock verbesserte sich auf EUR 308 Mio (Q2/23: EUR 283 Mio). Der Beitrag des Bereichs Energy reduzierte sich auf EUR 817 Mio (Q2/23: EUR 895 Mio). Die Konsolidierungszeile ergab in Q2/24 EUR 13 Mio (Q2/23: EUR 13 Mio).
Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten lag bei 46% (Q2/23: 46%). Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten stieg auf EUR 662 Mio (Q2/23: EUR 636 Mio). Der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug EUR 494 Mio (Q2/23: EUR 472 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 1,51 (Q2/23: EUR 1,44).
In Q2/24 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –87 Mio (Q2/23: EUR 105 Mio) verzeichnet. Diese ergaben sich hauptsächlich aus der Wertminderung von E&P Vermögenswerten, teilweise kompensiert durch temporäre Bewertungseffekte. In Q2/23 resultierten die Netto-Sondereffekte hauptsächlich aus dem Verkauf des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien und wurden teilweise durch eine Wertminderung des Stickstoffgeschäfts von Borealis kompensiert. In Q2/24 betrugen die CCS Effekte EUR –33 Mio (Q2/23: EUR – 51 Mio). Das Operative Ergebnis verringerte sich auf EUR 1.112 Mio (Q2/23: EUR 1.233 Mio).
Das Finanzergebnis betrug EUR –12 Mio (Q2/23: EUR 5 Mio). Diese Veränderung ist hauptsächlich auf ein verringertes Nettozinsergebnis zurückzuführen. Die Konzernsteuerquote sank auf 50% (Q2/23: 61%), hauptsächlich aufgrund des Solidaritätsbeitrags auf raffiniertes Rohöl in Rumänien im Jahr 2023 (dieser Beitrag reduzierte das Ergebnis vor Steuern, der Aufwand war jedoch steuerlich nicht abzugsfähig). Dieser Effekt wurde teilweise durch einen höheren Anteil von einigen Unternehmen in Hochsteuerländern des Geschäftsbereichs Energy am Konzernergebnis ausgeglichen. Der Periodenüberschuss stieg auf EUR 551 Mio (Q2/23: EUR 326 Mio) an, während der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenüberschuss mit EUR 378 Mio etwas geringer ausfiel (Q2/23: EUR 380 Mio). Das Ergebnis je Aktie blieb auf dem Niveau von EUR 1,16 (Q2/23: EUR 1,16).
Der Leverage-Grad, definiert als (Nettoverschuldung inklusive Leasing) / (Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing), betrug 12% per 30. Juni 2024 (30. Juni 2023: 11%). Weitere Informationen zum Leverage-Grad können dem Kapitel "Finanzielle Verbindlichkeiten" des verkürzten Konzernzwischenabschlusses entnommen werden.
In Q2/24 verringerten sich die gesamten Investitionen auf EUR 897 Mio (Q2/23: EUR 1.043 Mio). Ursächlich dafür waren insbesondere geringere Investitionen in Fuels & Feedstock und Chemicals. Die organischen Investitionen sanken um 17% auf EUR 831 Mio (Q2/23: EUR 1.004 Mio), was hauptsächlich auf niedrigere Investitionen in Fuels & Feedstock und Chemicals zurückzuführen ist.
Die Konzernumsatzerlöse fielen um 16% auf EUR 16.756 Mio. Dies ist insbesondere auf signifikant niedrigere Erdgaspreise zurückzuführen. Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank deutlich von EUR 3.258 Mio in 1–6/23 auf EUR 2.715 Mio, was auf schwächere Ergebnisse in Fuels & Feedstock und Energy zurückzuführen ist, die jedoch teilweise durch bessere Ergebnisse in Chemicals kompensiert wurden. Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Chemicals erhöhte sich auf EUR 243 Mio (1–6/23: EUR 101 Mio), während sich das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Fuels & Feedstock auf EUR 611 Mio verringerte (1–6/23: EUR 865 Mio). Im Bereich Energy reduzierte sich das Operative Ergebnis vor Sondereffekten auf EUR 1.867 Mio (1–6/23: EUR 2.374 Mio). Die Konsolidierungszeile betrug 1–6/24 EUR 32 Mio (1–6/23: EUR –56 Mio).
Die CCS Konzernsteuerquote vor Sondereffekten lag 1–6/24 bei 42% (1–6/23: 42%). Der CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank auf EUR 1.574 Mio (1–6/23: EUR 1.896 Mio). Der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten betrug EUR 1.190 Mio (1–6/23: EUR 1.497 Mio). Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 3,64 (1–6/23: EUR 4,58).
In 1–6/24 wurden Netto-Sondereffekte in Höhe von EUR –355 Mio (1–6/23: EUR –428 Mio) verzeichnet. Diese ergaben sich hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten und aus der Wertminderung von E&P Vermögenswerten. Die Netto-Sondereffekte im Jahr 2023 resultierten vornehmlich aus temporären Bewertungseffekten und einer Wertminderung des Stickstoffgeschäfts von Borealis, was teilweise durch den Verkauf des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien kompensiert wurde. In 1–6/24 betrugen die CCS Effekte EUR –15 Mio (1–6/23: EUR –219 Mio). Das Operative Konzernergebnis sank signifikant auf EUR 2.345 Mio (1–6/23: EUR 2.611 Mio).
Das Finanzergebnis verringerte sich auf EUR –4 Mio (1–6/23: EUR 1 Mio). Diese Entwicklung war hauptsächlich auf ein verringertes Nettozinsergebnis zurückzuführen, was jedoch teilweise durch ein verbessertes Fremdwährungsergebnis ausgeglichen wurde. Die Konzernsteuerquote sank auf 48% (1–6/23: 58%), vor allem aufgrund des Solidaritätsbeitrags auf raffiniertes Rohöl in Rumänien im Jahr 2023 (dieser Beitrag reduzierte das Ergebnis vor Steuern, der Aufwand war jedoch steuerlich nicht abzugsfähig). Der Periodenüberschuss wuchs auf EUR 1.220 Mio (1–6/23: EUR 918 Mio), und der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenüberschuss stieg auf EUR 846 Mio (1–6/23: EUR 770 Mio). Das Ergebnis je Aktie stieg auf EUR 2,59 (1– 6/23: EUR 2,35).
Die gesamten Investitionen verringerten sich auf EUR 1.630 Mio (1–6/23: EUR 1.852 Mio), was hauptsächlich durch niedrigere Investitionen in Fuels & Feedstock und in Chemicals bedingt war. Die organischen Investitionen sanken auf EUR 1.518 Mio (1–6/23: EUR 1.797 Mio). Grund dafür waren vor allem die niedrigeren Investitionen in Fuels & Feedstock und Chemicals, was jedoch teilweise durch höhere Investitionen in Energy kompensiert wurde.
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ%1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.232 | 1.483 | 1.179 | 4 | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten2 | 2.715 | 3.258 | –17 |
| –87 | –268 | 105 | n.m. | Sondereffekte | –355 | –428 | 17 |
| –0 | 1 | –7 | 98 | davon Personallösungen | 0 | –8 | n.m. |
| –123 | — | –70 | n.m. | davon Wertminderungen/Wertaufholungen | –123 | –70 | –76 |
| — | — | 222 | n.m. | davon Anlagenverkäufe | — | 222 | n.m. |
| 36 | –269 | –40 | n.m. | davon Sonstiges3 | –233 | –573 | 59 |
| –33 | 18 | –51 | 36 | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) | –15 | –219 | 93 |
| 1.112 | 1.233 | 1.233 | –10 | Operatives Ergebnis Gruppe | 2.345 | 2.611 | –10 |
Überleitung vom CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten zum Operativen Ergebnis des Konzerns In EUR Mio
1 Q2/24 gegenüber Q2/23
2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte
3 Die Kategorie "Sonstiges" enthält beispielsweise vorübergehende Auswirkungen von Rohstoffabsicherungen und damit verbundene Transaktionen, Spenden und Rückstellungen.
Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte ergebnisbeeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Wertaufholungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges.
In Q2/24 ergab sich die Kategorie "Sonstiges" hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten. Dies galt auch für Q2/23.
In 1–6/24 ergab sich die Kategorie "Sonstiges" hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten. Dies galt auch für 1–6/23.
Des Weiteren wird der Current Cost of Supply (CCS) Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern ermöglichen zu können. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und -verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen, basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten), zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. Die OMV veröffentlicht daher diese Kennzahl zusätzlich zu dem gemäß IFRS ermittelten Operativen Ergebnis.
In EUR Mio
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ%1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 890 | 1.858 | –375 | n.m. | Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital | 2.748 | 1.628 | 69 |
| Positionen | |||||||
| 1.182 | 1.823 | 226 | n.m. | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 3.005 | 2.912 | 3 |
| –777 | –820 | –787 | 1 | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –1.597 | –1.771 | 10 |
| 406 | 1.003 | –561 | n.m. | Freier Cashflow | 1.408 | 1.141 | 23 |
| –2.940 | –81 | –2.692 | –9 | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –3.021 | –2.798 | –8 |
| –2 | 1 | –7 | 79 | Währungsdifferenz auf liquide Mittel | –0 | –15 | 98 |
| –2.536 | 923 | –3.260 | 22 | Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel | –1.613 | –1.672 | 4 |
| 7.934 | 7.011 | 9.712 | –18 | Liquide Mittel Periodenbeginn | 7.011 | 8.124 | –14 |
| 5.397 | 7.934 | 6.452 | –16 | Liquide Mittel Periodenende | 5.397 | 6.452 | –16 |
| 102 | 101 | 197 | –48 | davon liquide Mittel, die als zu Veräußerungszwecken | 102 | 197 | –48 |
| gehaltenes Vermögen ausgewiesen werden | |||||||
| 5.295 | 7.833 | 6.255 | –15 | In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und | 5.295 | 6.255 | –15 |
| Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen | |||||||
| –1.547 | 1.003 | –2.454 | 37 | Freier Cashflow nach Dividenden | –545 | –752 | 28 |
| 405 | 1.028 | –595 | n.m. | Organischer freier Cashflow vor Dividenden2 | 1.433 | 1.244 | 15 |
1 Q2/24 gegenüber Q2/23
2 Der organische freie Cashflow vor Dividenden berechnet sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit exklusive Veräußerungen und wesentlicher anorganischer Cashflow-Komponenten (zum Beispiel Akquisitionen).
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen erhöhte sich in Q2/24 auf EUR 890 Mio (Q2/23: EUR –375 Mio), unterstützt durch niedrigere Zahlungen für Einkommensteuern. Die Net-Working-Capital-Positionen führten in Q2/24 zu einem Mittelzufluss von EUR 292 Mio verglichen mit EUR 600 Mio in Q2/23. Der positive Effekt aus den Net-Working-Capital-Positionen in Q2/23 war durch den signifikanten Rückgang der Gaspreise im gleichen Zeitraum beeinflusst. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit in Q2/24 erhöhte sich auf EUR 1.182 Mio (Q2/23: EUR 226 Mio).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete einen Mittelabfluss von EUR –777 Mio gegenüber EUR – 787 Mio in Q2/23. Q2/23 beinhaltete einen Mittelzufluss von EUR 272 Mio aus dem Verkauf des OMV Tankstellenund Großkundengeschäfts in Slowenien, war aber durch höhere Mittelabflüsse aus kurzfristigen Veranlagungen beeinflusst.
Der freie Cashflow belief sich auf EUR 406 Mio (Q2/23: EUR –561 Mio).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –2.940 Mio, verglichen mit EUR –2.692 Mio in Q2/23, hauptsächlich aufgrund höherer Rückzahlungen von Anleihen.
Der freie Cashflow nach Dividenden betrug in Q2/24 EUR –1.547 Mio (Q2/23: EUR –2.454 Mio), beeinflusst durch die jährlichen Dividendenzahlungen an OMV Anteilseigner.
Der organische freie Cashflow vor Dividenden erhöhte sich auf EUR 405 Mio (Q2/23: EUR –595 Mio).
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen erhöhte sich in 1–6/24 auf EUR 2.748 Mio
(1–6/23: EUR 1.628 Mio), unterstützt durch niedrigere Zahlungen für Einkommensteuern. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 257 Mio verglichen mit EUR 1.284 Mio in 1–6/23. Die Vorjahresperiode war durch den signifikanten Rückgang der Gaspreise beeinflusst. Als Ergebnis betrug der Cashflow aus der Betriebstätigkeit EUR 3.005 Mio (1–6/23: EUR 2.912 Mio).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete in 1–6/24 einen Mittelabfluss von EUR –1.597 Mio gegenüber
EUR –1.771 Mio in 1–6/23. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in 1–6/23 beinhaltete einen Mittelzufluss von EUR 272 Mio aus dem Verkauf des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien, war aber durch signifikant höhere Netto-Mittelabflüsse aus kurzfristigen Veranlagungen beeinflusst.
Der freie Cashflow betrug EUR 1.408 Mio (1–6/23: EUR 1.141 Mio).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –3.021 Mio gegenüber EUR – 2.798 Mio in 1–6/23, im Wesentlichen aufgrund höherer Rückzahlungen von Anleihen.
Der freie Cashflow nach Dividenden belief sich 1–6/24 auf EUR –545 Mio (1–6/23: EUR –752 Mio), beeinflusst durch die jährlichen Dividendenzahlungen an OMV Anteilseigner.
Der organische freie Cashflow vor Dividenden betrug EUR 1.433 Mio (1–6/23: EUR 1.244 Mio).
Als internationaler, integrierter Chemie-, Treibstoff- und Energiekonzern mit Aktivitäten, die von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen über die Raffination bis hin zur Vermarktung und zum Handel mit Mineralölprodukten, chemischen Produkten und Erdgas reichen, ist die OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem finanziellen und Marktrisiken, operativen sowie strategischen Risiken. Eine detaillierte Beschreibung dieser Risiken und der damit verbundenen Risikomanagementaktivitäten kann dem OMV Geschäftsbericht 2023 (Seiten 92–96) entnommen werden.
Die wesentlichen Unsicherheiten, die die Ergebnisse des OMV Konzerns beeinflussen können, sind Rohstoffpreise, Währungskursschwankungen und operative sowie politische und regulatorische Risiken. Die Entwicklung des Rohstoffpreisrisikos wird laufend überwacht, und bei Bedarf werden entsprechende Cashflow-Sicherungsmaßnahmen getroffen. Das inhärente Risikopotenzial der Sicherheits- und Umweltrisiken wird durch Programme für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) und Risikomanagement überwacht – mit der klaren Zielsetzung, die Risiken der OMV im Rahmen der branchenüblichen Standards zu halten.
Die OMV beobachtet weiterhin aufmerksam den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine und alle daraus resultierenden zusätzlichen Sanktionen und Gegensanktionen. Das Unternehmen überprüft regelmäßig die möglichen weiteren Auswirkungen auf seine Geschäftstätigkeit. Anhaltende und/oder verstärkte Unterbrechungen der russischen Warenströme nach Europa könnten zu einem weiteren Anstieg der europäischen Energiepreise führen. Sanktionen gegen Russland und von Russland verhängte Gegensanktionen könnten zu Störungen in den globalen Lieferketten und Engpässen – beispielsweise bei Energieprodukten, Rohstoffen, Agrarprodukten und Metallen – führen, was wiederum einen weiteren Anstieg der Betriebskosten zur Folge hätte.
Im zweiten Quartal 2024 bezog die OMV im Rahmen langfristiger Lieferverträge mit Gazprom Export durchschnittlich 5,4 TWh Erdgas pro Monat. Es besteht jedoch weiterhin Unsicherheit über zukünftige Liefermengen, was dazu führen könnte, dass Lieferungen wesentlich von den nominierten Mengen abweichen.
Um dieses Risiko zu vermindern, hat die OMV ihr Lieferportfolio diversifiziert und sich erhebliche zusätzliche langfristige Transportkapazitäten nach Österreich gesichert. Dadurch kann die OMV selbst im Falle eines vollständigen Lieferausfalls aus bestehenden langfristigen Verträgen mit Gazprom Export ihre Lieferverpflichtung gegenüber ihren Direktkunden erfüllen. Die OMV beobachtet die Entwicklungen weiterhin genau und bewertet regelmäßig potenzielle Auswirkungen auf den österreichischen Gasmarkt sowie auf den Cashflow und die Liquiditätslage des Konzerns.
Obwohl die europäischen Gaspreise relativ stabil sind, verfügt die OMV über ungenutzte zugesagte und nicht zugesagte Kreditfazilitäten, um bei Bedarf kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken. Dieser Ansatz der OMV sichert die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und gewährleistet eine zuverlässige Energieversorgung.
Die OMV beobachtet die geopolitischen Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit weiterhin sorgfältig, einschließlich des anhaltenden russischen Kriegs gegen die Ukraine sowie der laufenden Angriffe auf Israel und des Konflikts in Gaza, was Bedenken hinsichtlich der regionalen Stabilität und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die geschäftlichen Aktivitäten der OMV aufgeworfen hat. Nichtdestotrotz ist es wichtig festzuhalten, dass die Geschäftstätigkeit der OMV in der MENA-Region bislang von diesen Entwicklungen unberührt geblieben ist.
Geoökonomische Fragmentierung, Handelsbeschränkungen sowie Unterbrechungen in globalen Lieferketten könnten zu weiteren Kostensteigerungen für die OMV führen. Im Zusammenhang mit anhaltend hohen Zinssätzen kann eine derartige Situation das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen, was wiederum die Nachfrage nach den Produkten der OMV beeinträchtigen könnte. Die anhaltend schwache Konjunktur, insbesondere in Europa, könnte eine Erholung der chemischen Industrie weiter verzögern und sich negativ auf die finanzielle Performance der OMV im Segment Chemicals auswirken.
Darüber hinaus könnte die Kreditqualität des Kontrahentenportfolios der OMV durch die oben genannten Risikofaktoren negativ beeinflusst werden. Die OMV hat daher zusätzlich zu ihren standardmäßigen Kreditrisikomanagementprozessen eine strengere Überwachung ihrer Kontrahenten und der damit verbundenen Risiken eingeführt.
Die Folgen der laufenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten, der europäischen Energiekrise und der daraus resultierenden Regulierungsmaßnahmen sowie anderer derzeit zu beobachtender wirtschaftlicher Verwerfungen können zum jetzigen Zeitpunkt nicht verlässlich eingeschätzt werden. Aus heutiger Sicht gehen wir aufgrund der oben beschriebenen Maßnahmen davon aus, dass die Unternehmensfortführung nicht beeinträchtigt ist.
Weitere Details zu den aktuellen Risiken können dem Kapitel "Ausblick" des Lageberichts entnommen werden.
Die OMV erwartet für 2024 einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund USD 85/bbl (2023: USD 83/bbl). Für 2024 wird ein durchschnittlich realisierter Gaspreis von rund EUR 25/MWh (vorherige Prognose: zwischen EUR 20/MWh und EUR 25/MWh; 2023: EUR 29/MWh) mit einer THE-Preisprognose zwischen EUR 30/MWh und EUR 35/MWh erwartet (vorherige Prognose: leicht unter EUR 30/MWh; 2023: EUR 41/MWh).
Organische Investitionen werden sich im Jahr 2024 voraussichtlich auf rund EUR 3,8 Mrd belaufen1 (2023: EUR 3,7 Mrd). Dies beinhaltet nicht zahlungswirksame Investitionen im Zusammenhang mit Leasingverträgen von rund EUR 0,2 Mrd.
1 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen.
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 261 | 274 | 135 | 93% | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, | 535 | 357 | 50% |
| Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen | |||||||
| 114 | 129 | 7 | n.m. | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten | 243 | 101 | 141% |
| 62 | 90 | –58 | n.m. | davon Borealis exklusive JVs | 152 | 18 | n.m. |
| 47 | 22 | 29 | 58% | davon Borealis JVs2 | 69 | 30 | 127% |
| 0 | –23 | –89 | n.m. | Sondereffekte | –22 | –108 | 79% |
| 114 | 106 | –83 | n.m. | Operatives Ergebnis | 221 | –7 | n.m. |
| 241 | 278 | 322 | –25% | Investitionen3 | 519 | 594 | –13% |
| Operative Kennzahlen | |||||||
| 512 | 475 | 567 | –10% | Ethylen-Referenzmarge Europa in EUR/t | 493 | 524 | –6% |
| 397 | 348 | 459 | –13% | Propylen-Referenzmarge Europa in EUR/t | 372 | 419 | –11% |
| 438 | 403 | 320 | 37% | Polyethylen-Referenzmarge Europa in EUR/t | 421 | 334 | 26% |
| 405 | 395 | 372 | 9% | Polypropylen-Referenzmarge Europa in EUR/t | 400 | 383 | 4% |
| 83 | 87 | 83 | 0 | Steamcracker-Auslastungsgrad Europa in % | 85 | 87 | –2 |
| 1,54 | 1,45 | 1,36 | 13% | Verkaufsmenge Polyolefine in Mio t | 2,98 | 2,77 | 8% |
| 0,44 | 0,44 | 0,41 | 7% | davon Verkaufsmenge Polyethylen exkl. JVs in Mio t | 0,88 | 0,85 | 3% |
| 0,51 | 0,50 | 0,45 | 13% | davon Verkaufsmenge Polypropylen exkl. JVs in Mio t | 1,02 | 0,94 | 8% |
| 0,38 | 0,33 | 0,31 | 21% | davon Verkaufsmenge Polyethylen JVs in Mio t4 | 0,70 | 0,57 | 23% |
| 0,21 | 0,18 | 0,18 | 15% | davon Verkaufsmenge Polypropylen JVs in Mio t4 | 0,39 | 0,41 | –5% |
1 Q2/24 gegenüber Q2/23
2 OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen
3 Investitionen inklusive Akquisitionen
4 Anteilige Mengen der at-equity konsolidierten Unternehmen
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg erheblich auf EUR 114 Mio (Q2/23: EUR 7 Mio), hauptsächlich aufgrund eines positiven Einflusses von Lagerbewertungseffekten und eines besseren Ergebnisbeitrags von Borouge. Ein weniger vorteilhaftes Marktumfeld für Olefine wurde durch verbesserte Margen bei Polyolefinen, höhere Verkaufsmengen sowie den Wegfall des in Q2/23 negativen Beitrags aus dem Stickstoffgeschäft mehr als kompensiert.
Das Ergebnis des OMV Basischemikaliengeschäfts ging in Q2/24 hauptsächlich aufgrund geringerer Olefin-Referenzmargen zurück. Der positive Einfluss einer höheren Auslastung des Steamcrackers in Schwechat wurde teilweise durch höhere Kundenrabatte kompensiert. Zusätzlich unterstützte ein Versicherungsertrag das Ergebnis in Q2/23. Die Ethylen-Referenzmarge Europa verringerte sich um 10% auf EUR 512/t (Q2/23: EUR 567/t), während die Propylen-Referenzmarge Europa um 13% auf EUR 397/t zurückging (Q2/23: EUR 459/t). Der Rückgang der Referenzmargen war vor allem auf höhere Naphthakosten zurückzuführen, während der Anstieg der Olefin-Kontraktpreise nur geringfügig ausfiel. Die europäische Nachfrage nach Olefinen verbesserte sich im Vergleich zu den historischen Tiefständen in Q2/23 leicht.
Der Auslastungsgrad der europäischen Steamcracker, die von der OMV und von Borealis betrieben werden, lag in Q2/24 mit 83% auf einem ähnlichen Niveau wie in Q2/23. Während die Auslastung des Steamcrackers in Schwechat im Vergleich zum Zeitraum Q2/23, der von der geplanten Generalüberholung geprägt war, anstieg, verringerte sich die Auslastung der Steamcracker in Stenungsund und Burghausen in Q2/24 aufgrund kleinerer Stillstände.
Der Beitrag von Borealis exklusive JVs stieg signifikant auf EUR 62 Mio (Q2/23: EUR –58 Mio). Ursächlich dafür waren weniger negative Lagerbewertungseffekte, der Wegfall des negativen Beitrags aus dem Stickstoffgeschäft, das im Juli 2023 verkauft wurde, sowie gestiegene Verkaufsmengen. Das Ergebnis in Q2/24 wurde auch durch einen Versicherungsertrag im Zusammenhang mit einer Betriebsunterbrechung im Jahr 2022 unterstützt. Die Lagerbewertungseffekte – ohne jener des Stickstoffgeschäfts – waren negativ, verbesserten sich aber um etwa EUR 80 Mio im Vergleich zu Q2/23. Der Beitrag des Basischemikaliengeschäfts verbesserte sich trotz schwächerer Referenzmargen für Olefine in Europa aufgrund von weniger negativen Lagerbewertungseffekten und eines größeren Vorteils bei der Verarbeitung leichter Rohstoffe. Der Anstieg des Polyolefingeschäfts resultierte im Wesentlichen aus weniger negativen Lagerbewertungseffekten sowie gestiegenen Verkaufsmengen. Die Polyethylen-Referenzmarge Europa wuchs um 37% auf EUR 438/t an (Q2/23: EUR 320/t), während die Polypropylen-Referenzmarge Europa um 9% auf EUR 405/t stieg (Q2/23: EUR 372/t). Die Referenzmargen verbesserten sich in Q2/24 hauptsächlich infolge geringerer Importe bedingt durch Engpässe im Roten Meer und im Panamakanal sowie aufgrund der Bedenken bezüglich der Versorgungssicherheit. Die realisierte Gesamtmarge bei Standardprodukten lag leicht über dem Niveau von Q2/23, während die realisierte Gesamtmarge bei Spezialprodukten stärker zulegte. Die Verkaufsmenge an Polyethylen exklusive JVs stieg um 7%, während die Verkaufsmenge an Polypropylen exklusive JVs um 13% wuchs. Die Verkaufsmengen stiegen in allen von Borealis abgedeckten Sektoren und spiegelten das Wachstum an Marktanteilen, höhere Volumina infolge der Übernahme von Rialti, eine verbesserte Nachfrage sowie die Folgen der aufgrund logistischer Engpässe verringerten Importe nach Europa wider. Der Verkauf des Stickstoffgeschäfts an AGROFERT, a.s. wurde Anfang Juli 2023 abgeschlossen; infolgedessen fiel der negative Beitrag aus dem Stickstoffgeschäft in Höhe von EUR –35 Mio in Q2/23 weg.
Der Beitrag der Borealis JVs, ausgewiesen als der OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten der atequity konsolidierten Unternehmen, verbesserte sich in Q2/24 auf EUR 47 Mio (Q2/23: EUR 29 Mio), insbesondere dank eines stärkeren Beitrags von Borouge. Die Polyethylen-Verkaufsmenge der JVs wuchs um 21%, während die Polypropylen-Verkaufsmenge der JVs um 15% anstieg. Das Ergebnis von Borouge verbesserte sich vor allem infolge höherer Polyolefin-Verkaufsmengen. Bei Baystar stiegen die Polyethylen-Verkaufsmengen im Vergleich zu Q2/23 an, hauptsächlich aufgrund des laufenden Hochfahrprozesses der neuen Polyethylen-Anlage Bay 3. Der Ergebnisbeitrag von Baystar war im Vergleich zu Q2/23 etwas geringer, da die Inbetriebnahme der Bay 3-Anlage zu einer höheren geplanten Abschreibung und einem höheren Zinsaufwand in Q2/24 führte.
Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 0 Mio (Q2/23: EUR –89 Mio). Die Netto-Sondereffekte in Q2/23 waren hauptsächlich durch eine Wertminderung des Stickstoffgeschäfts von Borealis bedingt. Das Operative Ergebnis im Bereich Chemicals stieg um rund EUR 200 Mio auf EUR 114 Mio an (Q2/23: EUR –83 Mio).
Die Investitionen in Chemicals verringerten sich auf EUR 241 Mio (Q2/23: EUR 322 Mio). Ursächlich dafür waren im Wesentlichen der Verkauf des Stickstoffgeschäfts sowie die in Q2/23 durchgeführte Generalüberholung am Standort Schwechat. Organische Investitionen fanden in Q2/24 neben den üblichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen im Zuge der Errichtung der neuen PDH-Anlage im belgischen Kallo durch Borealis und der Errichtung der ReOil®-Anlage in Österreich statt.
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg in 1–6/24 deutlich auf EUR 243 Mio (1–6/23: EUR 101 Mio). Dies war hauptsächlich auf positive Lagerbewertungseffekte, einen höheren Beitrag der Borealis JVs sowie insgesamt höhere Verkaufsmengen zurückzuführen. Der Wegfall des Beitrags des veräußerten Stickstoffgeschäfts, der in 1– 6/23 negativ ausfiel, unterstützte das Ergebnis ebenfalls.
Der Beitrag des OMV Basischemikaliengeschäfts verringerte sich, hauptsächlich aufgrund gesunkener Olefin-Referenzmargen. Die Ethylen-Referenzmarge Europa sank um 6% auf EUR 493/t (1–6/23: EUR 524/t), während die Propylen-Referenzmarge Europa um 11% auf EUR 372/t zurückging (1–6/23: EUR 419/t). Während die Olefin-Kontraktpreise 1–6/24 im Wesentlichen auf dem Niveau von 1–6/23 blieben, setzten höhere Naphtha-Preise die Olefin-Referenzmargen unter Druck.
Der Auslastungsgrad der europäischen Steamcracker, die von der OMV und von Borealis betrieben werden, sank leicht auf 85% (1–6/23: 87%). Während 1–6/23 durch die geplanten Generalüberholungen des Steamcrackers in Schwechat beeinflusst wurde, kam es bei den Steamcrackern in 1–6/24 zu mehreren kleineren Betriebsstopps.
Der Beitrag von Borealis exklusive JVs lag in 1–6/24 mit EUR 152 Mio deutlich über dem Wert des ersten Halbjahres 2023 (1–6/23: EUR 18 Mio). Das Ergebnis wurde durch höhere Lagerbewertungseffekte, gestiegene Verkaufsmengen sowie durch den Wegfall des negativen Beitrags aus dem Stickstoffgeschäft in der Vorjahresperiode infolge des Verkaufs im Juli 2023 gesteigert. Die Lagerbewertungseffekte, exklusive des Stickstoffgeschäfts, waren positiv und fielen um rund EUR 140 Mio höher aus als in 1–6/23. Das Basischemikaliengeschäft von Borealis wuchs trotz schwächerer Olefin-Referenzmargen hauptsächlich aufgrund von positiven Lagerbewertungseffekten und eines höheren Auslastungsgrads der bestehenden PDH-Anlage in Kallo. Das Polyolefingeschäft verbesserte sich vor allem infolge höherer Polyolefin-Referenzmargen sowie positiver Lagerbewertungseffekte als auch bedingt durch höhere Verkaufsmengen; gestiegene Fixkosten kompensierten dies leicht. Die Polyethylen-Referenzmarge Europa wuchs um 26% auf EUR 421/t (1–6/23: EUR 334/t), während die Polypropylen-Referenzmarge Europa um 4% auf EUR 400/t stieg (1–6/23: EUR 383/t). Die Polyolefin-Referenzmargen wurden durch die reduzierte Verfügbarkeit von nach Europa importierten Mengen positiv beeinflusst. Die realisierte Gesamtmarge bei Standardprodukten ging zurück, während die realisierte Gesamtmarge bei Spezialprodukten beinah auf dem Niveau von 1–6/23 lag. Verglichen mit 1–6/23 stieg die Verkaufsmenge an Polyethylen exklusive JVs um 3%, während die Verkaufsmenge an Polypropylen exklusive JVs um 8% wuchs. Der Anstieg der Verkaufsmengen war insbesondere auf den Konsumgütersektor zurückzuführen. Während in den Sektoren Infrastruktur, Healthcare und Mobilität eine Zunahme der Verkaufsmengen zu verzeichnen war, ging die Verkaufsmenge im Energiesektor zurück. Der Verkauf des Stickstoffgeschäfts an AGROFERT, a.s. wurde Anfang Juli 2023 abgeschlossen; infolgedessen fiel der negative Beitrag aus dem Stickstoffgeschäft in Höhe von EUR –28 Mio in 1–6/23 weg.
Der Beitrag der Borealis JVs, ausgewiesen als der OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten der atequity konsolidierten Unternehmen, stieg in 1–6/24 signifikant auf EUR 69 Mio (1–6/23: EUR 30 Mio) infolge eines höheren Beitrags von Borouge. Die Polyethylen-Verkaufsmengen der JVs wuchsen im Vergleich zu 1–6/23 um 23%, während die Polypropylen-Verkaufsmengen der JVs um 5% sanken. Das Ergebnis von Borouge verbesserte sich vor allem aufgrund höherer Verkaufsmengen. In 1–6/24 gingen die Polypropylen-Verkaufsmengen bei Borouge, als Folge der geplanten Generalüberholung der RFCC-Anlage bei ADNOC Refining, die in Q1/24 stattfand und das Rohstoffangebot reduzierte, etwas zurück. Bei den Polyethylen-Verkaufsmengen war hingegen verglichen mit 1– 6/23, als die geplante Generalüberholung bei Borouge 2 stattfand, ein signifikanter Anstieg zu verzeichnen. Im Vergleich zu 1–6/23 stiegen die Polyethylen-Verkaufsmengen bei Baystar hauptsächlich infolge des laufenden Hochfahrprozesses der neuen Polyethylen-Anlage Bay 3. Der Ethancracker von Baystar verzeichnete im Vergleich zu 1–6/23 einen höheren Auslastungsgrad, und das trotz eines durch den Winterfrost in Texas bedingten Ausfalls in der ersten Hälfte von Q1/24. Gestiegene Kosten infolge höherer geplanter Abschreibungen und Zinsaufwendungen nach der Inbetriebnahme der Bay 3-Anlage führten trotz der operativen Verbesserungen zu einem deutlich negativen Ergebnisbeitrag von Baystar.
Die Netto-Sondereffekte lagen in 1–6/24 bei EUR –22 Mio (1–6/23: EUR –108 Mio). Die Netto-Sondereffekte in 1–6/23 waren zu einem großen Teil auf Wertminderungen des Stickstoffgeschäfts von Borealis zurückzuführen. Das Operative Ergebnis im Bereich Chemicals stieg signifikant auf EUR 221 Mio, verglichen mit EUR –7 Mio in 1–6/23.
Die Investitionen in Chemicals sanken auf EUR 519 Mio (1–6/23: EUR 594 Mio). Die Investitionen in 1–6/24 beinhalteten die Übernahme des Unternehmens Integra. Organische Investitionen fanden in 1–6/24 neben den üblichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen im Zuge der Errichtung einer neuen PDH-Anlage in Kallo, Belgien, durch Borealis, der Errichtung der ReOil®-Anlage in Schwechat, Österreich, und der Errichtung der Sortieranlage für chemisches Recycling in Walldürn, Deutschland, statt.
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 427 | 420 | 384 | 11% | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, | 847 | 1.066 | –21% |
| Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen2 | |||||||
| 308 | 303 | 283 | 9% | CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten2 | 611 | 865 | –29% |
| 24 | 48 | 96 | –75% | davon ADNOC Refining & Trading3 | 72 | 204 | –65% |
| 9 | –74 | 191 | –95% | Sondereffekte | –65 | 200 | n.m. |
| –28 | 17 | –51 | 45% | CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) 2 |
–11 | –215 | 95% |
| 288 | 246 | 422 | –32% | Operatives Ergebnis | 535 | 849 | –37% |
| 216 | 103 | 316 | –32% | Investitionen4 | 320 | 502 | –36% |
| Operative Kennzahlen | |||||||
| 7,00 | 10,76 | 7,59 | –8% | OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa basierend auf Brent in USD/bbl5 | 8,90 | 11,31 | –21% |
| 89 | 85 | 73 | 16 | Raffinerie-Auslastungsgrad Europa in % | 87 | 83 | 4 |
| 4,19 | 3,57 | 4,02 | 4% | Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa in Mio t | 7,75 | 7,72 | 0% |
| 1,38 | 1,23 | 1,48 | –6% | davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t | 2,61 | 2,78 | –6% |
1 Q2/24 gegenüber Q2/23
2 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu unter der Tabelle "Sondereffekte und CCS Effekte"
3 OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen
4 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
5 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffineriemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und anderen Betriebsbedingungen von der OMV Raffinerie-Referenzmarge abweichen.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich auf EUR 308 Mio (Q2/23: EUR 283 Mio). Dies war vor allem auf einen höheren Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa, positive Bezugseffekte sowie geringere Energiekosten zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch einen verringerten Beitrag von ADNOC Refining, sowie niedrigere Commercial-Margen, zurückgegangene Raffinerie-Referenzmargen und den fehlenden Beitrag des veräußerten Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien kompensiert.
Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa sank auf USD 7,0/bbl (Q2/23: USD 7,6/bbl), hauptsächlich aufgrund von geringeren Margen für Benzin und des höheren Rohöl-Preisumfelds. Der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien erhöhte sich in Q2/24 auf 89% (Q2/23: 73%), da Q2/23 negativ durch die Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi beeinträchtigt war. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa stiegen leicht auf 4,2 Mio t, insbesondere dank höherer Commercial-Verkaufsmengen. Dies wurde zum Teil durch geringere Retail-Verkaufsmengen ausgeglichen. Das Retail-Geschäft entwickelte sich gut, der Ergebnisbeitrag war jedoch leicht rückläufig. Dies war hauptsächlich dem fehlenden Ergebnisbeitrag des veräußerten Tankstellengeschäfts in Slowenien geschuldet. Ein verbesserter Beitrag des Non-Fuel-Geschäfts konnte dies teilweise kompensieren. Die Performance des Commercial-Geschäfts wurde durch geringere Margen infolge von niedrigeren Terminpreisen beeinträchtigt. Verbesserte Verkaufsmengen konnten dies teilweise kompensieren.
Der Beitrag von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, ausgewiesen als der OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen, ging deutlich auf EUR 24 Mio zurück (Q2/23: EUR 96 Mio), da Q2/23 durch einen Einmaleffekt, der teilweisen Reduzierung einer Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen, begünstigt wurde. Zusätzlich war das Marktumfeld von ADNOC Refining in Q2/24 relativ schwächer im Vergleich zu Q2/23.
Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR 9 Mio (Q2/23: EUR 191 Mio) und waren hauptsächlich auf Rohstoffderivate zurückzuführen. Die Netto-Sondereffekte in Q2/23 waren primär durch die Veräußerung des slowenischen Tankstellen- und Großkundengeschäfts beeinflusst. Dies wurde teilweise durch Verluste aus Rohstoffderivaten ausgeglichen. In Q2/24 wurden CCS Effekte von EUR –28 Mio infolge der rückläufigen Rohölpreise während des Quartals erfasst (Q2/23: EUR –95 Mio). Das Operative Ergebnis im Bereich Fuels & Feedstock verringerte sich auf EUR 288 Mio (Q2/23: EUR 422 Mio).
Die Investitionen in Fuels & Feedstock beliefen sich auf EUR 216 Mio (Q2/23: EUR 316 Mio). Organische Investitionen in Q2/24 betrafen im Wesentlichen Investitionen in die europäischen Raffinerien. Aufgrund von Generalüberholungen in den Raffinerien Schwechat und Petrobrazi fielen die Investitionen höher aus in Q2/23. Neben den üblichen Investitionen in das laufende Geschäft betrafen die organischen Investitionen in Q2/24 in erster Linie Investitionen in die Aromaten-Anlage in Petrobrazi.
Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank auf EUR 611 Mio (1–6/23: EUR 865 Mio). Dies war vor allem auf einen reduzierten Beitrag von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, niedrigere Raffinerie-Referenzmargen in Europa sowie auf ein rückläufiges Retail- und Commercial-Ergebnis zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch geringere Energiekosten sowie einem verbesserten Auslastungsgrad der Raffinerien, da 1–6/23 von der Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi betroffen war, kompensiert.
Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa war mit USD 8,9 /bbl stark, ging aber vom außergewöhnlich hohen Niveau der Vorjahresperiode von USD 11,3/bbl bedingt durch allgemein niedrigere Margen und ein höheres Preisumfeld für Rohöl zurück. Der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien stieg in 1–6/24 um 4% auf 87% an (1–6/23: 83%), da das erste Halbjahr der Vorjahres durch die Generalüberholung der Raffinerie Petrobrazi beeinflusst war. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa waren mit 7,8 Mio t auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Das Retail-Geschäft lieferte hauptsächlich aufgrund rückläufiger Kraftstoffmargen einen geringeren Ergebnisbeitrag, da der Wegfall der Preisobergrenzen in Ungarn die starken Margen der Vorjahresperiode unterstützt hatte. Der fehlende Beitrag des veräußerten slowenischen Tankstellengeschäfts wirkte sich zusätzlich negativ auf das Ergebnis aus. Ein verbesserter Beitrag des Non-Fuel-Geschäfts konnte dies teilweise kompensieren. Der Ergebnisbeitrag des Commercial-Geschäfts ging aufgrund geringerer Margen infolge von niedrigeren Terminpreisen zurück. Verbesserte Verkaufsmengen konnten dies teilweise kompensieren.
Der Beitrag in 1–6/24 von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, ausgewiesen als der OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen, ging auf EUR 72 Mio (1–6/23: EUR 204 Mio) zurück. Dies war hauptsächlich bedingt durch ein schwächeres Marktumfeld bei ADNOC Refining sowie einen geringeren Auslastungsgrad der Raffinerie infolge der Generalüberholung der RFCC-Anlage. Zusätzlich wurde das Ergebnis der Vorjahresperiode durch die teilweise Reduzierung einer Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen begünstigt.
Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR –65 Mio (1–6/23: EUR 200 Mio) und ergaben sich hauptsächlich durch Verluste aus Rohstoffderivaten. Die Netto-Sondereffekte in 1–6/23 standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien. Als Folge eines Rückgangs der Rohölpreise wurden in 1–6/24 CCS Effekte von EUR –11 Mio erfasst (1–6/23: EUR –215 Mio). Das Operative Ergebnis im Bereich Fuels & Feedstock ging auf EUR 535 Mio zurück (1–6/23: EUR 849 Mio).
Die Investitionen in Fuels & Feedstock beliefen sich auf EUR 320 Mio (1–6/23: EUR 502 Mio). Der Anstieg der Investitionen in 1–6/23 war in erster Linie auf die Generalüberholungen in den Raffinerien Schwechat und Petrobrazi zurückzuführen. Organische Investitionen betrafen in 1–6/24 im Wesentlichen die europäischen Raffinerien. Neben den üblichen Investitionen in das laufende Geschäft betrafen die organischen Investitionen in erster Linie Investitionen in die Aromaten-Anlage in Petrobrazi und die Co-Processing-Anlage in Schwechat.
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ%1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.162 | 1.400 | 1.257 | –8 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten und Abschreibungen, | 2.562 | 3.138 | –18 |
| Firmenwertabschreibung und Zuschreibungen zum Anlagevermögen | |||||||
| 817 | 1.050 | 895 | –9 | Operatives Ergebnis vor Sondereffekten | 1.867 | 2.374 | –21 |
| 1 | 296 | 132 | –99 | davon Gas Marketing & Power2 | 297 | 491 | –39 |
| –95 | –172 | 10 | n.m. | Sondereffekte | –267 | –514 | 48 |
| 722 | 878 | 905 | –20 | Operatives Ergebnis | 1.600 | 1.860 | –14 |
| 430 | 343 | 394 | 9 | Investitionen3 | 773 | 741 | 4 |
| 65 | 40 | 53 | 22 | Explorationsausgaben | 105 | 144 | –27 |
| 24 | 17 | 27 | –12 | Explorationsaufwendungen | 40 | 70 | –43 |
| 10,16 | 9,56 | 9,89 | 3 | Produktionskosten in USD/boe | 9,85 | 9,56 | 3 |
| Operative Kennzahlen | |||||||
| 338 | 352 | 353 | –4 | Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen in kboe/d | 345 | 365 | –5 |
| 183 | 187 | 190 | –4 | davon Rohöl- und NGL-Produktion in kboe/d | 185 | 193 | –4 |
| 156 | 165 | 163 | –5 | davon Erdgasproduktion in kboe/d4 | 161 | 171 | –6 |
| 16,6 | 17,0 | 17,3 | –4 | Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl | 33,6 | 35,0 | –4 |
| 81,8 | 87,1 | 86,0 | –5 | Erdgasproduktion in bcf4 | 169,0 | 179,6 | –6 |
| 321 | 322 | 324 | –1 | Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen in kboe/d | 321 | 342 | –6 |
| 184 | 176 | 177 | 4 | davon Rohöl- und NGL-Verkaufsmenge in kboe/d | 180 | 188 | –4 |
| 137 | 146 | 147 | –7 | davon Erdgas-Verkaufsmenge in kboe/d4 | 142 | 154 | –8 |
| 84,97 | 83,16 | 78,05 | 9 | Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl | 84,06 | 79,66 | 6 |
| 81,45 | 79,48 | 74,78 | 9 | Durchschnittlich realisierter Rohölpreis in USD/bbl5 | 80,49 | 76,48 | 5 |
| 7,65 | 7,27 | 9,52 | –20 | Durchschnittlich realisierter Erdgaspreis in USD/1.000 cf4, 5 | 7,45 | 10,56 | –29 |
| 23,24 | 21,88 | 28,52 | –19 | Durchschnittlich realisierter Erdgaspreis in EUR/MWh4, 5, 6 | 22,54 | 31,96 | –29 |
| 1,077 | 1,086 | 1,089 | –1 | Durchschnittlicher EUR-USD-Wechselkurs | 1,081 | 1,081 | 0 |
1 Q2/24 gegenüber Q2/23
2 Umfasst Gas & Power Osteuropa und Gas Marketing Westeuropa
3 Investitionen beinhalten Akquisitionen.
4 Berücksichtigt nicht Gas Marketing & Power
5 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte.
6 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts von 10,8 MWh pro 1.000 Kubikmeter Erdgas über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet.
In Q2/24 fiel das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 895 Mio in Q2/23 auf EUR 817 Mio, primär aufgrund des deutlich niedrigeren Beitrags von Gas Marketing & Power. Ein besseres Ergebnis in Exploration & Production konnte dies nur teilweise ausgleichen. Netto-Markteffekte erhöhten die Einkünfte um EUR 34 Mio, hauptsächlich aufgrund gestiegener Ölpreise. Das Ergebnis von Gas Marketing & Power reduzierte sich deutlich auf EUR 1 Mio (Q2/23: EUR 132 Mio). Ursächlich dafür war vor allem ein wesentlich geringerer Beitrag von Gas & Power Osteuropa, da das Ergebnis in Q2/23 von der Auflösung einer Rückstellung positiv beeinflusst wurde. Darüber hinaus wirkten sich geringere Margen, hauptsächlich infolge einer Gesetzesänderung für den rumänischen Gas- und Energiesektor, die im April 2024 in Kraft trat, negativ auf das Ergebnis von Gas & Power Osteuropa in Q2/24 aus. Das Ergebnis von Gas Marketing Westeuropa war im Vergleich zu Q2/23 rückläufig. Ursächlich dafür war hauptsächlich eine erhöhte Drohverlust-Rückstellung im Zusammenhang mit gebuchten Pipeline-Kapazitäten.
In Q2/24 beliefen sich die Netto-Sondereffekte auf EUR –95 Mio (Q2/23: EUR 10 Mio). Diese ergaben sich hauptsächlich aus der Wertminderung von E&P Vermögenswerten, teilweise kompensiert durch temporäre Bewertungseffekte. Das Operative Ergebnis verringerte sich auf EUR 722 Mio (Q2/23: EUR 905 Mio).
Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren stiegen aufgrund geringerer Fördervolumina leicht auf USD 10,2/boe an (Q2/23: USD 9,9/boe). Eine niedrigere absolute Kostenbasis als Folge erfolgreicher Maßnahmen zur Kostenreduzierung konnte dies teilweise kompensieren.
Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen sank um 15 kboe/d auf 338 kboe/d. Dies war vor allem auf einen Förderrückgang in Neuseeland aufgrund ungeplanter Stillstände und einer geringeren Produktivität der Sonden, sowie auf natürliche Förderrückgänge und geplante Instandhaltungsmaßnahmen in Norwegen und natürliche Förderrückgänge in Rumänien zurückzuführen. Eine gesteigerte Förderung in den Vereinigten Arabischen Emiraten, da Q2/23 durch geplante Wartungsarbeiten beeinflusst war, was sich in Q2/24 nicht in dem gleichen Ausmaß wiederholte, war der wichtigste ausgleichende Faktor.
Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen sank leicht auf 321 kboe/d (Q2/23: 324 kboe/d). Ursächlich dafür waren vorrangig Förderrückgänge in Neuseeland und Norwegen. Dies wurde teilweise durch einen günstigeren Lifting-Zeitplan in Libyen in Q2/24 sowie eine gestiegene Produktion von Kohlenwasserstoffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgeglichen.
Die Ölpreis-Benchmark Brent befand sich während des größten Teils von Q2/24 in einem leichten Abwärtstrend. Zu Beginn des Quartals notierte Brent bei knapp unter 90 USD/bbl und gab zum Ende von Q2/24 leicht auf rund 87 USD/bbl nach. Anfang April stiegen die Ölpreise aufgrund geopolitischer Bedenken auf über 90 USD/bbl, bevor sie im Laufe des Monats zurückgingen. Im Mai führten Sorgen über die chinesische Nachfrage zu einem monatlichen Rückgang des Ölpreises und beendeten damit einen viermonatigen Aufwärtstrend. Anfang Juni entwickelte sich der Ölpreis zunächst schwach, erholte sich aber im weiteren Monatsverlauf, sodass der Durchschnittspreis im Vergleich zum Vormonat Mai nahezu unverändert blieb. Im Vergleich zu Q2/23 stieg der durchschnittliche Brent-Preis um 9% auf einen Schnitt von USD 85,0/bbl. Im Jahresvergleich erhöhte sich der vierteljährliche durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns um 9% und damit in einem ähnlichen Ausmaß wie die Brent-Preisentwicklung. Was das Erdgas betrifft, lagen die europäischen Hub-Preise Anfang April bei knapp unter 27 EUR/MWh, stiegen aber bis Ende Q2/24 trotz hoher Gasspeicherstände auf knapp unter 34 EUR/MWh an. Die Preise zogen im Quartalsverlauf allmählich an, was auf eine Kombination von Faktoren zurückzuführen war, darunter erneute Versorgungssorgen um den Hauptlieferanten Norwegen Anfang Juni nach einem ungeplanten Ausfall einer Onshore-Verarbeitungsanlage. Im Durchschnitt lagen die europäischen Erdgas-Hub-Preise in Q2/24 fast 12% unter dem Niveau von Q2/23, während der Rückgang des von der OMV durchschnittlich realisierten Erdgaspreises in EUR/MWh mit 19%, aufgrund des internationalen Portfolios der OMV, etwas stärker ausgeprägt war.
Die Investitionen inklusive aktivierter E&A-Ausgaben fielen mit EUR 430 Mio höher aus als die EUR 394 Mio in Q2/23. Ursächlich dafür waren vor allem gestiegene Investitionen in den Ausbau von Neptun Deep in Rumänien. Die organischen Investitionen betrafen vorwiegend Projekte in Rumänien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Norwegen. Die Explorationsausgaben stiegen in Q2/24 auf EUR 65 Mio, verglichen mit EUR 53 Mio in Q2/23, und waren hauptsächlich auf Aktivitäten in Norwegen, Rumänien und Österreich zurückzuführen.
Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten fiel 1–6/24 auf EUR 1.867 Mio (1–6/23: EUR 2.374 Mio). Ursächlich dafür waren primär negative Markteffekte aufgrund deutlich niedrigerer Erdgaspreise sowie ein wesentlich geringerer Beitrag von Gas Marketing & Power, vor allem durch Gas & Power Osteuropa. Eine schwächere operative Performance in Exploration & Production beeinträchtigte das Ergebnis zusätzlich. Die rückläufigen Verkaufsmengen folgten weitgehend der geringeren Förderung. Das Ergebnis von Gas Marketing & Power ging in 1–6/24 deutlich zurück auf EUR 297 Mio (1–6/23: EUR 491 Mio), primär aufgrund eines wesentlich geringeren Beitrags von Gas & Power Osteuropa. Dies ist vor allem auf außergewöhnlich hohe Margen im Speichergeschäft in 1–6/23, geringere Handelsspannen bei Gas und Strom und auf die Tatsache zurückzuführen, dass 1–6/23 von der Auflösung einer Rückstellung profitiert hatte. Der Beitrag von Gas Marketing Westeuropa verringerte sich hauptsächlich aufgrund des rückläufigen Ergebnisses der Gasspeicher-Aktivitäten infolge eines sich normalisierenden Preisumfelds verglichen mit den außergewöhnlichen Niveaus der Speicherauktionen in 1–6/23.
Die in 1–6/24 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR –267 Mio (1–6/23: EUR –514 Mio), wobei der Großteil davon auf temporäre Bewertungseffekte und die Wertminderung von E&P Vermögenswerten zurückzuführen ist. Das Operative Ergebnis verringerte sich auf EUR 1.600 Mio (1–6/23: EUR 1.860 Mio).
Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren stiegen in 1–6/24 aufgrund geringerer Fördermengen geringfügig auf USD 9,9/boe (1–6/23: USD 9,6/boe). Eine niedrigere absolute Kostenbasis als Folge erfolgreicher Maßnahmen zur Kostenreduzierung konnte dies teilweise kompensieren.
Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen fiel um 19 kboe/d auf 345 kboe/d. Dies war vor allem auf einen Förderrückgang in Neuseeland aufgrund ungeplanter Stillstände und einer geringeren Produktivität der Sonden, sowie auf natürliche Förderrückgänge und geplante Instandhaltungsmaßnahmen in Norwegen und natürliche Förderrückgänge in Rumänien zurückzuführen. Eine gesteigerte Förderung in den Vereinigten Arabischen Emiraten, da 1–6/23 durch geplante Wartungsarbeiten beeinflusst war, was sich in 1–6/24 nicht in dem gleichen Ausmaß wiederholte, war der wichtigste ausgleichende Faktor.
Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen ging im Einklang mit der Gesamtproduktion um 20 kboe/d auf 321 kboe/d zurück (1–6/23: 342 kboe/d). Der durchschnittliche Brent-Preis erreichte in 1–6/24 USD 84,1/bbl, ein Anstieg um rund 6% im Vergleich zur Vorjahresperiode (1–6/23: USD 79,7/bbl). Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich um 5%. Der durchschnittlich realisierte Gaspreis in EUR/MWh verringerte sich um 29% auf EUR 22,5/MWh, während der THE-Indikatorpreis um 34% zurückging.
Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben wurden in 1–6/24 auf EUR 773 Mio gesteigert (1–6/23: EUR 741 Mio). Ursächlich dafür waren hauptsächlich das gesteigerte Aktivitätslevel beim Projekt Neptun Deep in Rumänien. Organische Investitionen wurden 1–6/24 vorwiegend für Projekte in Rumänien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Norwegen getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Norwegen, Österreich und Rumänien bezogen, beliefen sich in 1–6/24 auf EUR 105 Mio und waren damit gegenüber dem 1–6/23 Niveau in Höhe von EUR 144 Mio um mehr ein Viertel niedriger.
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | 1–6/24 | 1–6/23 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 8.584 | 8.172 | 8.983 | Umsatzerlöse | 16.756 | 19.947 |
| 83 | 94 | 356 | Sonstige betriebliche Erträge | 177 | 514 |
| 78 | 90 | 124 | Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen | 168 | 212 |
| 8.745 | 8.357 | 9.463 | Summe Erlöse und sonstige Erträge | 17.101 | 20.673 |
| –5.014 | –4.571 | –5.552 | Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) | –9.585 | –12.562 |
| –884 | –959 | –971 | Produktions- und operative Aufwendungen | –1.843 | –2.016 |
| –149 | –185 | –218 | Produktionsbezogene Steuern | –334 | –508 |
| –743 | –620 | –659 | Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen | –1.363 | –1.269 |
| –739 | –664 | –719 | Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen | –1.403 | –1.440 |
| –24 | –17 | –27 | Explorationsaufwendungen | –40 | –70 |
| –80 | –109 | –85 | Sonstige betriebliche Aufwendungen | –189 | –197 |
| 1.112 | 1.233 | 1.233 | Operatives Ergebnis | 2.345 | 2.611 |
| 6 | 0 | 5 | Dividendenerträge | 6 | 6 |
| 116 | 117 | 125 | Zinserträge | 232 | 249 |
| –102 | –97 | –92 | Zinsaufwendungen | –199 | –195 |
| –32 | –12 | –33 | Sonstiges Finanzergebnis | –43 | –59 |
| –12 | 9 | 5 | Finanzerfolg | –4 | 1 |
| 1.100 | 1.242 | 1.238 | Ergebnis vor Steuern und vor Solidaritätsbeitrag | 2.341 | 2.611 |
| — | — | –402 | Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl | — | –402 |
| 1.100 | 1.242 | 837 | Ergebnis vor Steuern | 2.341 | 2.210 |
| –549 | –572 | –511 | Steuern vom Einkommen und Ertrag | –1.121 | –1.292 |
| 551 | 670 | 326 | Periodenüberschuss | 1.220 | 918 |
| 378 | 468 | 380 | davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 846 | 770 |
| 15 | 18 | 18 | davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 33 | 36 |
| 157 | 184 | –72 | davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 341 | 113 |
| 1,16 | 1,43 | 1,16 | Ergebnis je Aktie in EUR | 2,59 | 2,35 |
| 1,16 | 1,43 | 1,16 | Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 2,59 | 2,35 |
In EUR Mio
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | 1–6/24 | 1–6/23 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 551 | 670 | 326 | Periodenüberschuss | 1.220 | 918 |
| 119 | 173 | –91 | Währungsumrechnungsdifferenzen | 292 | –391 |
| 35 | –71 | –68 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges | –36 | –243 |
| 9 | –6 | –7 | Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | 3 | –0 |
| 163 | 95 | –166 | Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung | 258 | –635 |
| umgegliedert ("recycelt") werden können | |||||
| 0 | 1 | 2 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 1 | 2 |
| –4 | –27 | 15 | Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den | –30 | –33 |
| Buchwert des Grundgeschäfts übertragen werden | |||||
| 1 | 0 | 1 | Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis | 1 | 3 |
| –3 | –26 | 18 | Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und | –28 | –28 |
| Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden | |||||
| –8 | 16 | 16 | Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung | 8 | 56 |
| umgegliedert ("recycelt") werden können, entfallen | |||||
| 1 | 6 | –4 | Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und | 7 | 7 |
| Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt") werden, entfallen | |||||
| –7 | 22 | 12 | Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern | 15 | 63 |
| 153 | 92 | –137 | Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 245 | –600 |
| 704 | 761 | 189 | Gesamtergebnis der Periode | 1.465 | 318 |
| 514 | 548 | 267 | davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen | 1.063 | 263 |
| 15 | 18 | 18 | davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen | 33 | 36 |
| 174 | 195 | –96 | davon den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen | 369 | 20 |
In EUR Mio
| 30. Juni 2024 | 31. Dez. 2023 | |
|---|---|---|
| Vermögen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.935 | 1.779 |
| Sachanlagen | 19.886 | 20.081 |
| At-equity bewertete Beteiligungen | 6.559 | 6.668 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.778 | 1.704 |
| Sonstige Vermögenswerte | 210 | 165 |
| Latente Steuern | 1.172 | 1.164 |
| Langfristiges Vermögen | 31.540 | 31.559 |
| Vorräte | 3.830 | 3.529 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.900 | 3.455 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.373 | 2.130 |
| Forderungen aus laufenden Ertragsteuern | 68 | 48 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1.044 | 1.351 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.295 | 6.920 |
| Kurzfristiges Vermögen | 14.510 | 17.432 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen | 1.939 | 1.671 |
| Summe Aktiva | 47.988 | 50.663 |
| Eigenkapital und Verbindlichkeiten | ||
| Grundkapital | 327 | 327 |
| Hybridkapital | 1.986 | 2.483 |
| Rücklagen | 14.864 | 15.428 |
| Eigenkapital der OMV Anteilseigner | 17.177 | 18.238 |
| Nicht beherrschende Anteile | 7.222 | 7.131 |
| Eigenkapital | 24.399 | 25.369 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 951 | 966 |
| Anleihen | 5.534 | 5.534 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.414 | 1.404 |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 749 | 1.043 |
| Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen | 4.051 | 4.079 |
| Sonstige Rückstellungen | 418 | 422 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 218 | 316 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 126 | 102 |
| Latente Steuern | 1.011 | 962 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 14.472 | 14.826 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.577 | 3.955 |
| Anleihen | 45 | 540 |
| Leasingverbindlichkeiten | 198 | 181 |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 781 | 427 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 623 | 859 |
| Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen | 63 | 69 |
| Sonstige Rückstellungen | 661 | 777 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.130 | 1.424 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.477 | 1.613 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.554 | 9.846 |
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten | 563 | 622 |
| Summe Passiva | 47.988 | 50.663 |
In EUR Mio
| Nicht | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapital | Gewinn | Sonstige | Eigenkapital | beherr | Summe | ||||
| Grund | rück | Hybrid | rück | Rück | Eigene | der OMV | schende | Eigen | |
| kapital | lagen | kapital | lagen | lagen1 | Anteile | Anteilseigner | Anteile | kapital | |
| 1. Jänner 2024 | 327 | 1.520 | 2.483 | 14.835 | –925 | –2 | 18.238 | 7.131 | 25.369 |
| Periodenüberschuss | — | — | — | 880 | — | — | 880 | 341 | 1.220 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode | — | — | — | 0 | 216 | — | 216 | 29 | 245 |
| Gesamtergebnis der Periode | — | — | — | 880 | 216 | — | 1.096 | 369 | 1.465 |
| Dividendenausschüttung und | — | — | — | –1.652 | — | — | –1.652 | –280 | –1.932 |
| Hybridkupon | |||||||||
| Veränderungen Hybridkapital | — | — | –496 | –14 | — | — | –510 | — | –510 |
| Anteilsbasierte Vergütung | — | –1 | — | — | — | 1 | –0 | — | –0 |
| Umgliederung von Cashflow | — | — | — | — | 6 | — | 6 | 2 | 9 |
| Hedges in die Bilanz | |||||||||
| 30. Juni 2024 | 327 | 1.519 | 1.986 | 14.048 | –703 | –1 | 17.177 | 7.222 | 24.399 |
1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsumrechnungsdifferenzen, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.
| Nicht | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kapital | Gewinn | Sonstige | Eigenkapital | beherr | Summe | ||||
| Grund | rück | Hybrid | rück | Rück | Eigene | der OMV | schende | Eigen | |
| kapital | lagen | kapital | lagen | lagen1 | Anteile | Anteilseigner | Anteile | kapital | |
| 1. Jänner 2023 | 327 | 1.517 | 2.483 | 15.076 | –252 | –2 | 19.149 | 7.478 | 26.628 |
| Periodenüberschuss | — | — | — | 805 | — | — | 805 | 113 | 918 |
| Sonstiges Ergebnis der | — | — | — | 1 | –508 | — | –507 | –93 | –600 |
| Periode | |||||||||
| Gesamtergebnis der Periode | — | — | — | 807 | –508 | — | 298 | 20 | 318 |
| Dividendenausschüttung und | — | — | — | –1.666 | — | — | –1.666 | –331 | –1.997 |
| Hybridkupon | |||||||||
| Anteilsbasierte Vergütung | — | –0 | — | — | — | 1 | 1 | — | 1 |
| Erhöhung (+)/Verminderung | — | — | — | — | — | — | — | 29 | 29 |
| (–) nicht beherrschender | |||||||||
| Anteile | |||||||||
| Umgliederung von Cashflow | — | — | — | — | 14 | — | 14 | 6 | 20 |
| Hedges in die Bilanz | |||||||||
| 30. Juni 2023 | 327 | 1.517 | 2.483 | 14.216 | –746 | –2 | 17.796 | 7.202 | 24.998 |
1 Die "Sonstigen Rücklagen" beinhalten Währungsumrechnungsdifferenzen, nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Bewertung von Hedges sowie den auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallenden Anteil am sonstigen Ergebnis.
In EUR Mio
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | 1–6/24 | 1–6/23 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 551 | 670 | 326 | Periodenüberschuss | 1.220 | 918 |
| 748 | 621 | 671 | Abschreibungen und Wertminderungen inkl. Wertaufholungen | 1.370 | 1.312 |
| 25 | 28 | 91 | Latente Steuern | 53 | 73 |
| 524 | 544 | 419 | Laufende Steuern | 1.068 | 1.219 |
| –848 | –466 | –1.684 | Gezahlte Ertragssteuern inkl. Steuerrückerstattungen | 1.314 | –2.631 |
| –1 | 0 | 2 | Verluste (+)/Gewinne (–) aus Abgängen von Anlagevermögen | –1 | 4 |
| –84 | –91 | –129 | Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge | –174 | –217 |
| 269 | 225 | 281 | Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen | 494 | 505 |
| Unternehmen | |||||
| 37 | 34 | 35 | Zinsaufwendungen | 70 | 72 |
| –65 | –17 | –61 | Gezahlte Zinsen | –83 | –79 |
| –112 | –115 | –118 | Zinserträge | –228 | –227 |
| 136 | 95 | 134 | Erhaltene Zinsen | 231 | 218 |
| 10 | 147 | –108 | Nettoveränderung von Rückstellungen und Emissionszertifikaten | 158 | –33 |
| –299 | 183 | –234 | Sonstige Änderungen | –116 | 495 |
| 890 | 1.858 | –375 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen | 2.748 | 1.628 |
| 66 | –105 | –17 | Erhöhung (–)/Verminderung (+) von Vorräten | –39 | 962 |
| 428 | 312 | 1.210 | Erhöhung (–)/Verminderung (+) von Forderungen | 740 | 2.048 |
| –202 | –242 | –593 | Verminderung (–)/Erhöhung (+) von Verbindlichkeiten | –444 | –1.726 |
| 292 | –36 | 600 | Veränderung in den Net-Working-Capital-Positionen | 257 | 1.284 |
| 1.182 | 1.823 | 226 | Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 3.005 | 2.912 |
| Investitionen | |||||
| –786 | –815 | –821 | Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | –1.600 | –1.679 |
| –109 | –169 | –238 | Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | –278 | –436 |
| –2 | –48 | — | Erwerb einbezogener Unternehmen und Geschäftsbetriebe abzüglich liquider Mittel | –50 | –8 |
| Veräußerungen and andere Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit | |||||
| 119 | 130 | 4 | Einzahlungen aus Anlagevermögen und finanziellen Vermögenswerten | 249 | 48 |
| 1 | 82 | 269 | Einzahlungen aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten | 82 | 304 |
| abzüglich liquider Mittel | |||||
| –777 | –820 | –787 | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –1.597 | –1.771 |
| –678 | –59 | –802 | Verminderung (–)/Erhöhung (+) von langfristigen Finanzierungen | –736 | –853 |
| –500 | — | — | Rückzahlung Hybridanleihe | –500 | — |
| 190 | –22 | 3 | Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen | 168 | –52 |
| –1.664 | — | –1.666 | Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons) | –1.664 | –1.666 |
| –289 | –0 | –227 | Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner | –289 | –227 |
| –2.940 | –81 | –2.692 | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –3.021 | –2.798 |
| –2 | 1 | –7 | Währungsdifferenz auf liquide Mittel | –0 | –15 |
| –2.536 | 923 | –3.260 | Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel | –1.613 | –1.672 |
| 7.934 | 7.011 | 9.712 | Liquide Mittel Periodenbeginn | 7.011 | 8.124 |
| 5.397 | 7.934 | 6.452 | Liquide Mittel Periodenende | 5.397 | 6.452 |
| 102 | 101 | 197 | davon liquide Mittel, die als zu Veräußerungszwecken gehaltenes | 102 | 197 |
| Vermögen ausgewiesen werden | |||||
| 5.295 | 7.833 | 6.255 | In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.295 | 6.255 |
| ausgewiesen |
Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Jänner bis 30. Juni 2024 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt.
Er enthält nicht alle im Jahresabschluss enthaltenen Informationen und Angaben und sollte zusammen mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gelesen werden.
Der Konzernzwischenabschluss für Q2/24 ist ungeprüft. Eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.
Er wurde in Millionen EUR (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze vom 31. Dezember 2023 wurden im Wesentlichen unverändert angewandt. Die mit 1. Jänner 2024 in Kraft getretenen Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss.
Im Vergleich zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2023 fanden folgende Änderungen des Konsolidierungskreises statt:
| Firma | Sitz | Art der Veränderung1 | Wirksamkeitsdatum |
|---|---|---|---|
| Chemicals | |||
| Integra Plastics AD | Sofia | Erstkonsolidierung (A) | 28. März 2024 |
| Fuels & Feedstock | |||
| OMV Renewable Fuels & Feedstock US Inc. | Wilmington | Erstkonsolidierung | 17. Mai 2024 |
| Renovatio Asset Management | Bukarest | Erstkonsolidierung (A) | 31. Mai 2024 |
| Energy | |||
| OMV Petrom Energy Solution SRL | Bukarest | Erstkonsolidierung (I) | 1. Jänner 2024 |
1 "Erstkonsolidierung" verweist auf neu gegründete Gesellschaften, "Erstkonsolidierung (A)" bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde, wobei mit "Erstkonsolidierung (I)" gekennzeichnete Gesellschaften in die Konsolidierung einbezogen wurden, nachdem sie ursprünglich wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert wurden.
Aufgrund der Saisonalität bei Angebot und Nachfrage von Erdgas kommt es in der Regel in der Heizperiode von Oktober bis März zu höheren Absatzmengen im Geschäftsbereich Energy. Zusätzlich wirken sich saisonale Effekte auf den Geschäftsbereich Fuels & Feedstock aus, hauptsächlich aufgrund einer erwarteten Spitze im Fuel- und Non-Fuel-Retail-Geschäft im dritten Quartal. Diese Informationen werden bereitgestellt, um ein besseres Verständnis der Ergebnisse zu ermöglichen. Der OMV Konzern hat allerdings kein stark saisonabhängiges Geschäft.
Ein Veräußerungsprozess für einen Öl- und Gasvermögenswert im Geschäftsbereich Energy wurde initialisiert und führte zu einer Umgliederung auf "zu Veräußerungszwecken gehalten". Basierend auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde eine Wertminderung in Höhe von EUR 118 Mio erfasst.
In EUR Mio
| 1–6/24 | 1–6/23 | |
|---|---|---|
| Umsätze aus Kundenverträgen | 16.199 | 19.233 |
| Umsätze aus anderen Quellen | 557 | 714 |
| Gesamte Umsätze | 16.756 | 19.947 |
Die Umsatzerlöse aus anderen Quellen umfassen hauptsächlich Erlöse aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 "Finanzinstrumente" fallen, und die Anpassung der Umsatzerlöse aus der Berücksichtigung des Produktionsanteils, der der nationalen Ölgesellschaft zusteht, als Ertragsteueraufwand bei bestimmten Produktionsteilungsverträgen im Geschäftsbereich Energy. Des Weiteren enthalten die Umsätze aus anderen Quellen die Auswirkungen der Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert von derivativen Rohstoffabsicherungsverträgen, Umgliederungen von Cashflow-Hedges sowie Miet- und Pachterlöse.
In EUR Mio
| 1–6/24 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | |||||
| Fuels & | bereich & | ||||
| Chemicals | Feedstock | Energy | Sonstiges | Gesamt | |
| Rohöl, NGL und Kondensate | — | 184 | 413 | — | 597 |
| Erdgas und LNG | — | 4 | 3.696 | — | 3.700 |
| Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte | — | 6.848 | — | — | 6.848 |
| Chemische Produkte | 4.160 | 31 | — | — | 4.191 |
| Sonstige Produkte und Dienstleistungen1 | 41 | 446 | 363 | 12 | 861 |
| Gesamt | 4.201 | 7.513 | 4.472 | 12 | 16.199 |
In EUR Mio
| 1–6/23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern | |||||
| Fuels & | bereich & | ||||
| Chemicals | Feedstock | Energy | Sonstiges | Gesamt | |
| Rohöl, NGL und Kondensate | — | 265 | 501 | — | 766 |
| Erdgas und LNG | — | 2 | 6.139 | — | 6.141 |
| Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte | — | 6.836 | — | — | 6.836 |
| Chemische Produkte | 4.691 | 16 | — | — | 4.707 |
| Sonstige Produkte und Dienstleistungen1 | 57 | 444 | 272 | 10 | 783 |
| Gesamt | 4.748 | 7.563 | 6.912 | 10 | 19.233 |
1 Im Wesentlichen Retail-Non-Oil-Geschäft in Fuels & Feedstock und Stromgeschäft in Energy
Der Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl in Rumänien war für Rohöl fällig, das in den Jahren 2022 und 2023 verarbeitet wurde, und entfällt daher ab dem Jahr 2024. Im Jahr 2023 wurde ein Solidaritätsbeitrag in Höhe von EUR 552 Mio in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die in den Jahren 2022 (EUR 300 Mio) und 2023 (EUR 252 Mio) verarbeiteten Rohölmengen erfasst. Ziel der EU-Verordnung war es, einen Solidaritätsbeitrag einzuführen, der sich mit Gewinnüberschüssen befasst. Der Solidaritätsbeitrag für das Jahr 2023 wurde im Juni 2024 bezahlt und ist in der Konzern-Cashflow-Rechnung in der Zeile "Sonstige Änderungen" enthalten.
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | 1–6/24 | 1–6/23 | |
|---|---|---|---|---|---|
| –524 | –544 | –419 | Laufende Steuern | –1.068 | –1.219 |
| –25 | –28 | –91 | Latente Steuern | –53 | –73 |
| –549 | –572 | –511 | Steuern vom Einkommen und Ertrag | –1.121 | –1.292 |
| 50 | 46 | 61 | Effektivsteuersatz in % | 48 | 58 |
Der Betrag zu den vertraglichen Verpflichtungen kann dem OMV Konzernabschluss 2023 (Anhangangabe 17 "Sachanlagen") entnommen werden. Seit dem Jahresende wurde im Segment Chemicals ein neuer Leasingvertrag abgeschlossen, dessen Laufzeit jedoch noch nicht begonnen hat. Am 7. Mai 2024 hat Borealis einen langfristigen Chartervertrag mit einer vertraglichen Verpflichtung in Höhe von EUR 129 Mio abgeschlossen. Diese Verpflichtung bezieht sich auf ein sonderangefertigtes eisgängiges Schiff, das beginnend mit Mitte 2027 für den Transport von Flüssiggas von Nordamerika zu den europäischen Crackern von Borealis eingesetzt wird.
Am 28. Mai 2024 hat die Hauptversammlung die Zahlung einer Gesamtdividende von EUR 5,05 pro Aktie für 2023 genehmigt, davon EUR 2,95 je Aktie als reguläre Dividende und EUR 2,10 je Aktie als Sonderdividende. Dies führte zu einer Dividendenzahlung von insgesamt EUR 1.652 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft.
Die Dividendenausschüttungen an Minderheitsaktionäre beliefen sich in 1–6/24 auf EUR 280 Mio.
Die Anzahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 30. Juni 2024 57.329 Stück (31. Dezember 2023: 142.007 Stück).
Am 3. April 2024 hat der Vorstand die Rückzahlung der am 19. Juni 2018 begebenen Hybridanleihe mit einem Volumen von EUR 500 Mio mit erstem Rückzahlungstermin 2024 beschlossen. Folglich wurde der Marktwert der Hybridanleihe von Eigenkapital auf kurzfristige Anleihen umgegliedert. Die OMV hat die Hybridanleihe 2018 entsprechend § 5 Abs 3 der Anleihebedingungen mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, zum 17. Juni 2024, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Die Rückzahlung des Nominalbetrags in Höhe von EUR 500 Mio wurde in der Zeile "Rückzahlung Hybridanleihe" im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit berichtet.
In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben)
| 30. Juni 2024 | 31. Dez. 2023 | Δ | |
|---|---|---|---|
| Anleihen | 5.580 | 6.073 | –8% |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.612 | 1.587 | 2% |
| Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten | 1.529 | 1.470 | 4% |
| Schulden | 8.721 | 9.130 | –4% |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.397 | 7.011 | –23% |
| Nettoverschuldung2 | 3.324 | 2.120 | 57% |
| Eigenkapital | 24.399 | 25.369 | –4% |
| Leverage-Grad in % | 12% | 8% | 4 |
1 Der Leverage-Grad ist definiert als (Nettoverschuldung inklusive Leasing) / (Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing).
2 Inklusive Positionen, die auf "zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten" umgegliedert wurden
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente werden gemäß Fair-Value-Hierarchie, wie in der Anhangangabe 3 im OMV Konzernabschluss 2023 angegeben, ausgewiesen.
Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte1 , sonstige Vermögenswerte und Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert In EUR Mio
| 30. Juni 2024 | 31. Dez. 2023 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | — | 148 | — | 148 | — | 99 | — | 99 |
| Eigenkapitalinstrumente | — | 54 | 23 | 77 | — | 34 | 23 | 57 |
| Investmentfonds | 28 | — | — | 28 | 28 | — | — | 28 |
| Als Sicherungsinstrumente designierte | ||||||||
| und effektive Derivate | — | 25 | — | 25 | — | 52 | — | 52 |
| Sonstige Derivate | 1 | 385 | — | 387 | 0 | 890 | — | 890 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte zum | ||||||||
| beizulegenden Zeitwert | — | — | 2 | 2 | — | — | 2 | 2 |
| Nettobetrag zu Veräußerungszwecken | ||||||||
| gehaltener Vermögenswerte und | ||||||||
| Verbindlichkeiten | — | 259 | — | 259 | — | 13 | — | 13 |
| Gesamt | 29 | 872 | 25 | 926 | 28 | 1.088 | 25 | 1.141 |
1 Exklusive zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte
| 30. Juni 2024 | 31. Dez. 2023 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumente | ||||||||
| designierten und effektiven Derivaten | — | 89 | — | 89 | — | 67 | — | 67 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten | 27 | 299 | — | 326 | 37 | 432 | — | 469 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zum | ||||||||
| beizulegenden Zeitwert | — | 11 | — | 11 | — | — | — | — |
| Sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden | ||||||||
| Zeitwert2 | — | 43 | — | 43 | — | 28 | — | 28 |
| Gesamt | 27 | 442 | — | 470 | 37 | 528 | — | 564 |
1 Exklusive Verbindlichkeiten, die auf "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurden
2 Enthält abgesicherte Geschäfte, die in Fair-Value-Hedge-Beziehungen designiert sind und im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland stehen
In EUR Mio
| Fortgeführte | Beizulegender | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Zeitwert | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | |
| 30. Juni 2024 | |||||
| Anleihen | 5.580 | 5.230 | 5.230 | — | — |
| Sonstige verzinsliche | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | 1.529 | 1.425 | — | 1.425 | — |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 7.109 | 6.656 | 5.230 | 1.425 | — |
| 31. Dez. 2023 | |||||
| Anleihen | 6.073 | 5.766 | 5.766 | — | — |
| Sonstige verzinsliche | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | 1.470 | 1.349 | — | 1.349 | — |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 7.543 | 7.115 | 5.766 | 1.349 | — |
1 Exklusive Verbindlichkeiten, die auf "zu Veräußerungszwecken gehalten" umgegliedert wurden
Die obige Tabelle zeigt den Buchwert und den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Sie enthält keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert anderer finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, da der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ%1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 248 | 243 | 304 | –18 | Chemicals | 491 | 721 | –32 |
| 573 | 560 | 553 | 4 | Fuels & Feedstock | 1.133 | 1.325 | –14 |
| 905 | 899 | 784 | 15 | Energy | 1.805 | 1.758 | 3 |
| 115 | 117 | 111 | 4 | Konzernbereich & Sonstiges | 232 | 217 | 7 |
| 1.842 | 1.820 | 1.751 | 5 | Gesamt | 3.662 | 4.021 | –9 |
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ%1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2.127 | 2.075 | 2.199 | –3 | Chemicals | 4.203 | 4.761 | –12 |
| 4.395 | 3.835 | 3.986 | 10 | Fuels & Feedstock | 8.230 | 8.244 | –0 |
| 2.054 | 2.257 | 2.794 | –26 | Energy | 4.311 | 6.932 | –38 |
| 8 | 5 | 5 | 53 | Konzernbereich & Sonstiges | 12 | 10 | 23 |
| 8.584 | 8.172 | 8.983 | –4 | Gesamt | 16.756 | 19.947 | –16 |
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ%1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2.376 | 2.318 | 2.503 | –5 | Chemicals | 4.694 | 5.482 | –14 |
| 4.968 | 4.396 | 4.538 | 9 | Fuels & Feedstock | 9.363 | 9.569 | –2 |
| 2.960 | 3.156 | 3.577 | –17 | Energy | 6.116 | 8.690 | –30 |
| 123 | 122 | 116 | 6 | Konzernbereich & Sonstiges | 245 | 227 | 8 |
| 10.426 | 9.992 | 10.734 | –3 | Gesamt | 20.418 | 23.968 | –15 |
In EUR Mio
| Q2/24 | Q1/24 | Q2/23 | Δ%1 | 1–6/24 | 1–6/23 | Δ% | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 114 | 106 | –83 | n.m. | Operatives Ergebnis Chemicals | 221 | –7 | n.m. |
| 288 | 246 | 422 | –32 | Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock | 535 | 849 | –37 |
| 722 | 878 | 905 | –20 | Operatives Ergebnis Energy | 1.600 | 1.860 | –14 |
| –21 | –17 | –25 | 13 | Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges | –39 | –32 | –20 |
| 1.103 | 1.213 | 1.220 | –10 | Operatives Ergebnis Segment Summe | 2.316 | 2.670 | –13 |
| 9 | 20 | 14 | –33 | Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung | 29 | –60 | n.m. |
| 1.112 | 1.233 | 1.233 | –10 | OMV Konzern Operatives Ergebnis | 2.345 | 2.611 | –10 |
1 Q2/24 gegenüber Q2/23
In EUR Mio
| 30. Juni 2024 | 31. Dez. 2023 | |
|---|---|---|
| Chemicals | 6.866 | 6.618 |
| Fuels & Feedstock | 4.592 | 4.508 |
| Energy | 10.120 | 10.488 |
| Konzernbereich & Sonstiges | 242 | 246 |
| Summe | 21.821 | 21.859 |
1 Segmentvermögenswerte bestehen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Vermögenswerte, die in die Bilanzposition "Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen" umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert.
Mit Wirkung zum 28. Februar 2024 wurden, nach Erfüllung aller Bedingungen des Aktienkaufvertrags zwischen Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company (MPPH) und Abu Dhabi National Oil Company P.J.S.C. (ADNOC), die gesamten 24,90% der Anteile an der OMV Aktiengesellschaft von MPPH auf ADNOC übertragen.
Für eine Beschreibung der Transaktionen und Salden mit nahestehenden Unternehmen siehe den OMV Konzernabschluss 2023 (Anhangangabe 37 "Nahestehende Unternehmen und Personen"). Seit 31. Dezember 2023 gab es keine neuen wesentlichen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen in Bezug auf die Liefer- und Leistungsbeziehungen im normalen Geschäftsverlauf.
Wesentliche Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen können der nachstehenden Tabelle entnommen werden:
In EUR Mio
| 1–6/24 | 1–6/23 | |
|---|---|---|
| Abu Dhabi Oil Refining Company | 202 | 206 |
| Abu Dhabi Petroleum Investments LLC | 5 | — |
| ADNOC Global Trading LTD | 49 | 68 |
| Borouge Beteiligungen1 | 222 | 230 |
| Pearl Petroleum Company Limited | 11 | — |
1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte. Ltd.
Für Informationen zu offenen Finanzierungszusagen und Garantien gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen wird auf den OMV Konzernabschluss 2023 (Anhangangabe 37 "Nahestehende Unternehmen und Personen") verwiesen. Die Veränderungen in 1–6/24 betrafen eine Erhöhung der in Anspruch genommenen Finanzierung durch Borouge 4 LLC im Rahmen des italienischen Exportkreditagenturvertrags. Dies resultierte in einem garantierten Betrag zum 30. Juni 2024 in Höhe von EUR 848 Mio zuzüglich Zinsen (31. Dezember 2023: EUR 536 Mio zuzüglich Zinsen). Weiters führten zusätzliche Ziehungen aus einem Aktionärsdarlehensvertrag in 1–6/24, mit insgesamt EUR 998 Mio Finanzierungszusagen, zu offenen Finanzierungszusagen gegenüber der Borouge 4 LLC zum 30. Juni 2024 in Höhe von EUR 781 Mio (31. Dezember 2023: EUR 818 Mio).
Zusätzlich in Anspruch genommene Finanzierungen durch Borouge 4 LLC und Bayport Polymers LLC führten zu einer Erhöhung der Darlehensforderungen gegenüber at-equity bewerteten Beteiligungen und resultierten in insgesamt EUR 1.029 Mio Darlehensforderungen zum 30. Juni 2024 (31. Dezember 2023: EUR 909 Mio). Die Zahlung des Kapitalzuschusses in Höhe von EUR 69 Mio an die Bayport Polymers LLC führte zu einer Verringerung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in 1–6/24.
Weitere Informationen zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, einschließlich mit Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis, sind dem OMV Konzernabschluss 2023 (Anhangangabe 37 "Nahestehende Unternehmen und Personen") zu entnehmen. Bis zur Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses für die Periode 1–6/24 gab es keine Änderungen.
Am 25. Juli 2024 hat die ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre der OMV Petrom S.A. die Zahlung einer Sonderdividende mit einem Bruttowert von RON 0,030 je Aktie genehmigt. Dies führte zu einer an Minderheitsaktionäre auszuschüttenden Sonderdividende von RON 913 Mio (ungefähr EUR 184 Mio).
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Konzernlagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkung auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 31. Juli 2024
Der Vorstand
Alfred Stern e.h. Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer
Reinhard Florey e.h. Chief Financial Officer
Martijn van Koten e.h. Executive Vice President Fuels & Feedstock
Daniela Vlad e.h. Executive Vice President Chemicals
Berislav Gaso e.h. Executive Vice President Energy
Florian Greger, Senior Vice President Investor Relations & Sustainability Tel.: +43 1 40440-21600; E-Mail: [email protected]
Sylvia Shin, Senior Vice President Communications Tel.: +43 1 40440-21357; E-Mail: [email protected]
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