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OMV AG

Annual Report (ESEF) Apr 7, 2025

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Report 549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31iso4217:EURxbrli:sharesiso4217:EUR549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31ifrs-full:CapitalReserveMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31omv_jfb_esef:HybridCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31omv_jfb_esef:RevenueReservesMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31omv_jfb_esef:ShareOfOtherComprehensiveIncomeOfEquityAccountedInvestmentsMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember549300V62YJ9HTLRI4862023-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31ifrs-full:CapitalReserveMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31omv_jfb_esef:HybridCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31omv_jfb_esef:RevenueReservesMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31omv_jfb_esef:ShareOfOtherComprehensiveIncomeOfEquityAccountedInvestmentsMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember549300V62YJ9HTLRI4862024-01-012024-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31ifrs-full:CapitalReserveMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31omv_jfb_esef:HybridCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31omv_jfb_esef:RevenueReservesMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31omv_jfb_esef:ShareOfOtherComprehensiveIncomeOfEquityAccountedInvestmentsMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember549300V62YJ9HTLRI4862024-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31ifrs-full:CapitalReserveMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31omv_jfb_esef:HybridCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31omv_jfb_esef:RevenueReservesMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31omv_jfb_esef:ShareOfOtherComprehensiveIncomeOfEquityAccountedInvestmentsMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember549300V62YJ9HTLRI4862022-12-31549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31ifrs-full:IssuedCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31ifrs-full:CapitalReserveMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31omv_jfb_esef:HybridCapitalMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31omv_jfb_esef:RevenueReservesMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31ifrs-full:ReserveOfExchangeDifferencesOnTranslationMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31ifrs-full:ReserveOfCashFlowHedgesMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31omv_jfb_esef:ShareOfOtherComprehensiveIncomeOfEquityAccountedInvestmentsMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31ifrs-full:TreasurySharesMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember549300V62YJ9HTLRI4862023-01-012023-12-31ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember Titelbild: Mit der innovativen, firmeneigenen ReOil®-Technologie von OMV können schwer recycelbare gemischte Kunststoffabfälle in Pyrolyseöl umgewandelt werden, das als Rohstoff für die Herstellung nachhaltiger Basischemikalien dient und somit wieder in die Wertschöpfungskette gelangt. Im Rahmen der Strategie 2030 strebt OMV an, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Fotos Titel: Jenia Symonds Hinweise: Zahlen in Tabellen und Grafiken lassen sich möglicherweise aufgrund von Rundungsdifferenzen nicht aufaddieren. Die Differenzen zwischen den Prozentsätzen werden im gesamten Dokument in Prozentpunkten angezeigt. Im Interesse des Textflusses und der Lesefreundlichkeit wurden im Konzernanhang des Geschäftsberichts größtenteils geschlechterunspezifische Termini verwendet. Haftungshinweis für die Zukunft betreffende Aussagen: Dieser Bericht beinhaltet die Zukunft betreffende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie „Ausblick“, „glauben“, „erwarten“, „rechnen“, „beabsichtigen“, „planen“, „Ziel“, „Einschätzung“, „können/könnten“, „werden“ und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen der OMV sowie der OMV aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Die Zukunft betreffende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle der OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen, welche durch die Zukunft betreffende Aussagen beschrieben oder unterstellt werden, abweichen. Empfänger dieses Berichts sollten die Zukunft betreffende Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder die OMV noch irgendeine andere Person übernimmt für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen die Zukunft betreffenden Aussagen Verantwortung. Die OMV lehnt jede Verpflichtung ab und beabsichtigt nicht, diese Aussagen im Hinblick auf tatsächliche Ergebnisse, geänderte Annahmen und Erwartungen sowie zukünftige Entwicklungen und Ereignisse zu aktualisieren. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren der OMV dar. Inhalt Teil 1: Konzerngeschäftsbericht – beinhaltet: 5 Konzernlagebericht 6 Managementbericht 85 Nachhaltigkeitserklärung 454 Konzernabschluss und Konzernanhang 455 Bestätigungsvermerk 468 Konzernabschluss und Konzernanhang Teil 2: Einzelabschluss der OMV Aktiengesellschaft – beinhaltet: 607 Lagebericht 621 Bestätigungsvermerk 626 Jahresabschluss und Anhang Teil 3: Abkürzungen und Definitionen – beinhaltet: 662 Abkürzungen und Definitionen Teil 4: Erklärung des Vorstands – beinhaltet: 667 Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018 Managementbericht 6 Nachhaltigkeitserklärung 85 5—453 Konzernlagebericht Der OMV Konzernlagebericht besteht aus zwei Teilen: dem Managementbericht und der Nachhaltigkeitserklärung. Managementbericht 6—84 Managementbericht OMV im Überblick 7 Marktumfeld 10 Strategie 13 Digitalisierung 24 Innovation und Technologie 27 OMV Geschäftsjahr 32 Chemicals 50 Fuels & Feedstock 57 Energy 61 Ausblick 2025 73 Risikomanagement 74 Weitere Informationen 81 Nachhaltigkeitserklärung 85 Der OMV Konzernlagebericht besteht aus zwei Teilen: dem Managementbericht und der Nachhaltigkeitserklärung. OMV im Überblick OMV ist ein integriertes Unternehmen mit drei starken Säulen: Chemicals, Fuels & Feedstock und Energy. Das Unternehmen unterstützt den Übergang zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft und ist bestrebt, bis 2050 Netto-Null-Emissionen für Scope 1, 2 und 3 zu erreichen. Die Mehrheit der rund 24.000 Arbeitnehmer:innen ist an den integrierten europäischen Standorten von OMV tätig. Im Jahr 2024 belief sich der Konzernumsatz auf EUR 34 Mrd. Mit einer Marktkapitalisierung zum Jahresende von rund EUR 12 Mrd ist OMV eines der größten börsennotierten Industrieunternehmen Österreichs. Unser Purpose und unsere Werte Der Purpose von OMV „Re-inventing essentials for sustainable living“ ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie 2030, mit der wir ein integriertes Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie werden wollen – beruhend auf der uns selbst auferlegten Verpflichtung, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Um sicherzugehen, dass dieser Purpose auch wirklich gelebt wird, haben wir Werte und Verhaltensgrundsätze formuliert, die mit dem von uns eingeschlagenen Kurs in Einklang stehen. Unsere OMV-Werte „We care | We’re curious | We progress“ wurden 2023 eingeführt und leiten uns auf unserem Weg in eine nachhaltigere Zukunft. Unsere Geschäftsbereiche Im Geschäftsbereich Chemicals1 zählt OMV zu den weltweit führenden Anbietern von fortschrittlichen und kreislauforientierten Polyolefinlösungen mit Gesamtverkaufsmengen von 6,3 Mio t im Jahr 2024 (2023: 5,7 Mio t). Zudem ist OMV ein europäischer Marktführer bei Basischemikalien und im Kunststoffrecycling. Gemeinsam mit Borealis und den zwei Joint Ventures Borouge (mit ADNOC in den VAE) und Baystar™ (mit TotalEnergies in den USA) bietet das Unternehmen Kunden weltweit Produkte und Dienstleistungen an. Mit Standorten in mehr als 120 Ländern stellt OMV wertsteigernde, innovative und kreislauffähige Materiallösungen für Schlüsselindustrien in fünf Industrieclustern bereit: Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität. Im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock (F&F) betreibt OMV drei Raffinerien in Europa: Schwechat (Österreich) und Burghausen (Deutschland), die beide über eine integrierte Petrochemieproduktion verfügen, sowie die Raffinerie Petrobrazi (Rumänien). Zusätzlich hält OMV jeweils 15% an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading in den VAE. OMV verfügt über eine globale Raffineriekapazität von rund 500 kbbl/d. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa beliefen sich 2024 auf 16,2 Mio t (2023: 16,3 Mio t) und das Retail-Netz umfasste Ende 2024 1.702 Tankstellen (2023: 1.666) in acht europäischen Ländern. F&F erweitert sein Angebot an erneuerbaren Kraftstoffen und nachhaltigen chemischen Rohstoffen und baut gleichzeitig sein Netz an Ladelösungen für Elektrofahrzeuge aus. Im Geschäftsbereich Energy ist OMV in Explorations-, Erschließungs- und Förderungsprojekten von Rohöl und Erdgas mit Schwerpunkt auf seine drei Kernregionen Nord, CEE (Mittel- und Osteuropa) und Süd aktiv.2 Die Aktivitäten umfassen auch das Low-Carbon-Geschäft und den gesamten Gasbereich. Die Tagesproduktion von Kohlenwasserstoffen belief sich 2024 auf 340 kboe/d (2023: 364 kboe/d), wobei der Anteil an Flüssigprodukten etwas höher war als die Erdgasproduktion. Das OMV Segment Gas Marketing & Power handelt und vermarktet Erdgas und Strom in mehreren europäischen Ländern und umfasst auch das LNG-Geschäft. Zudem ist OMV zu 65% am Central European Gas Hub (CEGH) beteiligt und betreibt Erdgasspeicher mit einer Kapazität von rund 30 TWh in Österreich und Deutschland sowie ein Gaskraftwerk in Rumänien. Das Low-Carbon-Geschäft konzentriert sich auf nachhaltigere Energie aus Geothermie und – vor allem in Rumänien – auf erneuerbaren Strom. Außerdem befasst es sich mit der Abscheidung von Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage; CCS). Marktumfeld Im Laufe des Jahres 2024 begannen die meisten großen Zentralbanken in Anbetracht des nachlassenden Preisdrucks und der Befürchtungen einer Wachstumsverlangsamung damit, die monetären Bedingungen zu lockern, während der Konflikt in der Ukraine im dritten Jahr andauerte. Die Brent-Preise bewegten sich weiterhin in einer engen Spanne, während die Gaspreise im Vergleich zu 2023 weiter zurückgingen, was den Preisdruck auf die Verbraucher:innen verringerte. Dennoch blieben die gedämpften Wachstumsaussichten ein zentrales Thema für die Märkte. Dies galt auch für den Rohölmarkt, auf dem sich die umfassende Marktsteuerung durch die Gruppe der OPEC+ erneut als starker Preistreiber erwies. Es ist davon auszugehen, dass diese Themen auch im Jahr 2025 auf der Tagesordnung bleiben werden und die Märkte weiterhin die anhaltenden geopolitischen Konflikte im Blick haben dürften. Die Notwendigkeit der Inflationsbekämpfung ließ 2024 nach, sodass die meisten großen Zentralbanken mit Zinssenkungen begannen. Niedrigere Zinssätze bedeuten eine Entlastung für die Volkswirtschaften, da sich die Kreditkosten für Unternehmen, Regierungen und Privatpersonen verringern. Dies dürfte die wirtschaftliche Erholung mittelfristig unterstützen. Gegenwind war vor allem in der Europäischen Union zu spüren, da die schwache Industrieproduktion die Gesamtwirtschaft weiterhin belastete. Die US-Wirtschaft wurde unterdessen durch den stärkeren Konsum gestützt. Der Brent-Preis blieb im Vergleich zu 2023 weitgehend stabil, wobei die unterjährigen Trends in der ersten Jahreshälfte stärkere Fundamentaldaten zeigten und sich erst im zweiten Halbjahr allmählich abschwächten. Die Preise für Rohöl gerieten zunehmend unter Druck, da die Sorge um die weltweite Ölnachfrage zunahm und die großen Prognoseagenturen ihre kurzfristigen Ausblicke im Jahresverlauf mehrfach revidierten. Aufgrund des zunehmenden Preisdrucks verschob auch die Gruppe der OPEC+ die Steigerung ihrer Produktion. Die Erdgas-Benchmarks kehrten nach dem sprunghaften Anstieg im Jahr 2022 mit dem Ausbruch des Ukraine-Russland-Kriegs langsam wieder zu historischen Werten zurück. In der ersten Jahreshälfte sorgten niedrigere Preisniveaus für eine gewisse Entspannung in der europäischen Industrie. Im zweiten Halbjahr stiegen die Preise jedoch wieder an, da Versorgungsunsicherheiten und die Aussicht auf einen kälteren Winter erneut preisstützend wirkten. Die Raffineriemargen sanken 2024 von den Höchstständen der Jahre 2022 und 2023 auf historische Werte. Die Margen der europäischen Raffinerien waren zu Jahresbeginn noch hoch, gingen aber im Laufe des Jahres allmählich zurück. Dies war in erster Linie auf die Normalisierung der Crack-Spreads für Mitteldestillate zurückzuführen, die nach der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 am meisten profitiert hatten. Auch die Crack-Spreads für Motorenbenzin gerieten durch die schwache Nachfrage und das potenzielle neue Angebot der nigerianischen Dangote-Raffinerie zunehmend unter Druck. Für 2025 ist der Ausblick für die Raffineriemarge moderat, da die Internationale Energieagentur (IEA) ein Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Flüssigprodukten von etwa 1 Mio bbl/d erwartet,3 das damit deutlich niedriger ist als in den Vorjahren und als der historische Durchschnitt. Neu hinzukommende Raffineriekapazitäten üben weiteren Druck auf die Märkte aus und zwingen zur Konsolidierung der europäischen Produktion, für die die langfristigen Nachfrageprognosen am konservativsten sind. Mittel- und längerfristig werden der Pfad der Energiewende und die Dekarbonisierung der Wirtschaft weiterhin von Kontroversen und Unsicherheiten geprägt sein. Der Trend zum kumulativen Anstieg der Zusagen von Staaten, Regionen, Kommunen und Unternehmen zur Dekarbonisierung der Energiesysteme und der Wirtschaft setzte sich auch 2024 fort. Laut dem Carbon Tracker der University of Oxford gibt es mittlerweile für geschätzte 93% des globalen BIP eine Netto-Null-Zusage. In der Unternehmenswelt haben sich inzwischen fast 60% der gemessen am weltweiten Umsatz größten Unternehmen in irgendeiner Form zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen verpflichtet. 47% der beobachteten Unternehmen haben ein Netto-Null-Ziel als Teil ihrer Unternehmensstrategie definiert. Im aktuellsten World Energy Outlook hielt die IEA bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, bei Batteriekapazitäten und bei Wasserstoff eine Aufwärtskorrektur fest, hingegen eine Korrektur nach unten beim Stopp der fossilen Brennstoffe im Announced-Pledges-Szenario (APS). Unter der Annahme, dass alle Umweltzusagen eingehalten werden, erwartet die IEA bis 2030 einen optimistischeren Ausblick für Kohle, während die Aussichten für die LNG-Nachfrage sowohl mittel- als auch langfristig nach oben korrigiert wurden. Der Ausblick für Öl blieb weitgehend stabil. Szenarien, die von Netto-Null-Emissionen für das globale Energiesystem bis 2050 ausgehen, fordern eine noch schnellere Einführung CO2-armer Technologien und eine noch drastischere Reduzierung des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen. Es besteht durchaus die Gefahr, dass die Energiewende langsamer vonstattengeht, was in einer längeren Nutzung fossiler Brennstoffe und einer langsameren Einführung alternativer Technologien resultieren würde. Diese Szenarien gehen davon aus, dass der globale Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 im Vergleich zum vorindustriellen Niveau mehr als 2°C betragen wird. Gesamtangebot an Primärenergie weltweit In EJ Quelle: Internationale Energieagentur (IEA), World Energy Outlook 2024 Im Stated-Policies-Szenario (STEPS) ist die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Gesamtenergienachfrage bis 2030 mit 0,75% etwa halb so hoch wie die Wachstumsrate der Energienachfrage in den letzten zehn Jahren. Die Nachfrage steigt bis 2050 weiter an. Im Announced-Pledges-Szenario (APS) stagniert die Gesamtenergienachfrage dank einer verbesserten Effizienz und der Effizienzvorteile von Technologien, die mit Strom betrieben werden (wie Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen), gegenüber Alternativen auf Basis fossiler Brennstoffe. Im „Netto-Null-Emissionen bis 2050“-Szenario schreiten Elektrifizierung und Effizienzsteigerungen sogar noch schneller voran, was zu einem durchschnittlichen Rückgang der Primärenergie um 1,3% pro Jahr bis 2030 führt. Mehr über die Szenarioanalyse von OMV finden Sie in der Nachhaltigkeitserklärung (Umweltinformationen) sowie im Konzernanhang (>Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende). Globale Nachfrage nach Olefinen1 In Mio t Quelle: Chemical Market Analytics von OPIS, einem Unternehmen von Dow Jones; Herbst 2024 1 Ethylen und Propylen Die Ölnachfrage für die chemische Produktion wird aufgrund einer steigenden Nachfrage in Schwellenländern und der engen Verknüpfung mit der BIP-Entwicklung voraussichtlich zunehmen. Bis 2030 wird die Ölnachfrage für die chemische Produktion um etwa 3% pro Jahr steigen. 75% des Wachstums der Nachfrage nach chemischen Produkten und Kunststoffen werden sich bis 2030 und darüber hinaus auf Schwellenländer, vor allem in Asien, konzentrieren. Auf diese Region entfällt der größte Teil des weltweiten Bevölkerungswachstums und damit des entsprechenden Potenzials zur Verbesserung des Lebensstandards. Die Nachfrage in gesättigten Märkten wie Europa, Nordamerika und Japan dürfte langfristig im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung insgesamt gesund bleiben, die Wachstumsraten werden sich jedoch voraussichtlich verlangsamen. Globale Nachfrage nach Polyolefinen (Neuware und Rezyklat) In Mio t Quelle: Chemical Market Analytics, Chemical Supply & Demand, Herbst 2024 Polyolefine sind das größte Marktsegment bei der Herstellung von Kunststoffprodukten. Die Nachfrage nach Polyolefin-Neuware wird bis 2030 – verstärkt durch den asiatischen Markt – weiterhin stärker als das globale BIP wachsen. Polyolefine werden für verschiedene Branchen, darunter Verpackungen, Bauwesen, Transport, Gesundheitswesen, Pharmazeutika und Elektronik, auch künftig unverzichtbar sein. Der wichtigste Erfolgsfaktor für mittel- bis langfristig nachhaltige Geschäftsmodelle ist das Wachstum bei erneuerbaren Rohstoffen und Biokunststoffen sowie die Entwicklung von kreislauffähigen Lösungen. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach recycelten Polyolefinen bis 2030 mehr als dreimal so schnell wachsen wird wie das globale BIP, wobei Asien den größten Anteil ausmachen wird. Strategie Ziel von OMV ist die Transformation zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie. Ein wesentlicher Bestandteil der OMV-Strategie ist das Ziel, bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Im Bewusstsein um seine Verantwortung als zuverlässiger Lieferant wird das Unternehmen Investitionen in neue Geschäftsfelder sorgfältig abwägen und gleichzeitig das traditionelle Geschäft optimieren. Bis 2030 rechnet OMV mit der Steigerung seines operativen Cashflows auf mindestens EUR 7,5 Mrd, der Realisierung eines ROACE von mindestens 12% und einem Wachstum der Ausschüttungen an seine Aktionär:innen. Der Purpose von OMV „Re-inventing essentials for sustainable living“ ist unser konzernweites Leitbild.4 Strategische Eckpfeiler OMV will sich zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie entwickeln und bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Im Hinblick auf die Energiewende konzentriert sich OMV auf die Führung eines integrierten Unternehmens mit drei starken Säulen: Chemicals, Fuels & Feedstock und Energy. Diese Geschäftsbereiche sollen mittel- bis langfristig Renditen von mindestens 12% erzielen. Innerhalb dieser Säulen wird ein starkes Fundament im traditionellen Geschäft beibehalten. Gleichzeitig werden Wachstumschancen in nachhaltigen Sektoren aktiv verfolgt. Die starken Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von OMV unterstützen das Wachstum und die Transformation. Das Unternehmen wird Investitionen in neue Geschäftsfelder sorgfältig abwägen und gleichzeitig das traditionelle Geschäft optimieren. Vorrangiges Ziel ist es, auf sich ändernde Marktdynamiken zu reagieren und sich an den Erwartungen der Kund:innen auszurichten. Mit diesem Ansatz wird der Notwendigkeit wirtschaftlicher Nachhaltigkeit bei den Projekten sowie der Verantwortung des Unternehmens als zuverlässiger Energielieferant Rechnung getragen. OMV veröffentlichte seine Strategie 2030 im März 2022 und veranstaltete im Juni 2024 einen Kapitalmarkttag, um ein Update zu präsentieren. Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge in einem neuen Unternehmen, Borouge Group International, unterzeichnet. Nach Abschluss wird OMV einen Anteil von 46,9 % am neuen Unternehmen, Borouge Group International, halten – zu gleichen Anteilen und mit gemeinsamer Beherrschung mit ADNOC. ADNOC und OMV haben außerdem vereinbart, dass Borouge Group International nach Abschluss der Zusammenlegung Nova Chemicals für einen Unternehmenswert von 13,4 Milliarden USD erwerben wird. Nova Chemicals ist ein in Nordamerika ansässiger Polyolefin-Produzent und führend bei hochwertigen Verpackungslösungen und proprietären Technologien. Durch die Übernahme von Nova Chemicals wird Borouge Group International die Präsenz auf dem amerikanischen Kontinent weiter stärken und die Position bei kostengünstigen Rohstoffen ausbauen. Borouge Group International wird hervorragend positioniert sein, um Wert zu schaffen und über den gesamten Zyklus hinweg überdurchschnittliche Aktionärsrenditen zu erzielen - gestützt durch Synergieeffekte und eine starke Pipeline an Wachstumsprojekten. Diese wesentlichen Transaktionen stellen einen entscheidenden Schritt zur Umsetzung der OMV-Strategie 2030 dar. Mehr dazu in der >Anhangangabe 37 - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Strategische Säulen  Stärkung, Erweiterung und Diversifizierung des Chemikalienportfolios  Aufbau einer führenden Position bei erneuerbaren und kreislauffähigen Lösungen  Einnahme einer führenden europäischen Position bei der Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen  Fokus auf Erdgas und CO2-arme Lösungen Um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden (Scope 1, 2 und 3), hat OMV auch mittel- und langfristige Zwischenziele für 2030 und 2040 sowie klar definierte Maßnahmen zur Erreichung der 2030er-Ziele festgelegt. OMV hat sich verpflichtet, seine absoluten Emissionen zu reduzieren. So sollen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 30% bzw. bis 2040 um 60% und die Scope-3-Emissionen bis 2030 um 20% bzw. bis 2040 um 50% verringert werden (jeweils im Vergleich zum Bezugsjahr 2019). Außerdem hat sich OMV zum Ziel gesetzt, die CO2-Intensität seiner Energieversorgung bis 2030 um 15–20% und bis 2040 um 50% zu reduzieren (wiederum im Vergleich zu 2019). Die Reduktion von Treibhausgasen soll durch die Steigerung des Absatzes CO2-freier Energie, die Erhöhung des Anteils an nachhaltigen Basischemikalien, Polyolefinen, Rohstoffen und Produkten sowie durch Neutralisierungsmaßnahmen wie die CO2-Abscheidung und Speicherung bei gleichzeitiger Reduzierung der Verkäufe fossiler Brennstoffe erreicht werden. OMV wird zudem das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 komplett einstellen.  Im Segment Chemicals nutzt OMV das Know-how und die technologischen Fortschritte von Borealis. Dieser Geschäftsbereich wird sich auf die Steigerung der Verkaufsmengen von Spezialprodukten, die Optimierung des Portfolios, die Differenzierung am Markt und auf neue Wachstumschancen konzentrieren. Spezialprodukte liefern im Vergleich zu Standardprodukten einen stabileren Ergebnisbeitrag. OMV wird sich auch auf die Realisierung seiner laufenden Wachstumsprojekte Baystar, Kallo und Borouge 4 sowie auf eine stärkere geografische Diversifizierung konzentrieren. Durch diese Bemühungen wird sich das Unternehmen räumlich näher zu den preiswerten Rohstoffen in den USA und im Mittleren Osten sowie zu den großen Verbrauchermärkten in Asien positionieren. Mit diesen Wachstumsprojekten wird OMV seine Polyolefin-Produktionskapazität um 30% gegenüber 2021 steigern. Der Geschäftsbereich will eine führende Position bei erneuerbaren und kreislauffähigen Lösungen einnehmen und strebt bis 2030 nachhaltige Verkaufsmengen von bis zu 1,4 Mio t an. OMV verfügt in Europa über kosteneffiziente Anlagen mit hoher Flexibilität und einem hohen Anteil an Spezialprodukten. Das Unternehmen ist jedoch aktiv darum bemüht, seine Position in Europa durch ein Effizienzprogramm weiter zu verbessern. Mit dem Geschäftsbereich Fuels & Feedstock (F&F) will OMV als innovativer Hersteller von erneuerbaren Kraftstoffen und chemischen Rohstoffen eine führende Rolle mit einer starken Verankerung in Europa einnehmen. Die Produktionskapazität für erneuerbare Kraftstoffe und chemische Rohstoffe soll bis 2030 auf rund 1,5 Mio t steigen. F&F wird sich an Veränderungen der Marktnachfrage anpassen und seine Rohölverarbeitung um etwa 2,5 Mio t reduzieren. Zur Unterstützung des Wachstums bei nachhaltigen Chemikalien wird F&F außerdem den Ertrag der Raffinerien im Westen bei petrochemischen Produkten von derzeit 17% bis 2030 auf rund 25% steigern und damit die Integration mit dem Geschäftsbereich Chemicals vertiefen. Im Bereich Retail will OMV seine Position als Anbieter der Wahl von Kund:innen in Mittel- und Osteuropa behaupten. Dazu baut OMV sein Convenience-Geschäft weiter aus und entwickelt ein führendes Ladenetz für Elektrofahrzeuge mit rund 5.000 schnellen und ultraschnellen Ladepunkten. F&F hat sich zum Ziel gesetzt, die integrierte Marge der herkömmlichen Kraftstoffe über die gesamte Wertschöpfungskette zu maximieren und sich gleichzeitig an Veränderungen der Marktnachfrage anzupassen und den Durchsatz fossiler Brennstoffe in den Raffinerien zu verringern.  Im Geschäftsbereich Energy investiert OMV sowohl in traditionelle als auch in nachhaltige Geschäftsfelder mit dem übergeordneten Ziel, einen stabilen freien Cashflow zu erwirtschaften und Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. OMV richtet sein Produktionsportfolio in und um Europa neu aus und konzentriert sich dabei auf drei Kernregionen: Nord, CEE (Mittel- und Osteuropa) und Süd.  OMV hält an seinem Produktionsziel von 350 kboe/d bis 2030 fest und setzt die qualitative Aufwertung seines Portfolios durch organische und anorganische Projekte fort. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Realisierung von Neptun Deep, dem größten Offshore-Gasprojekt in der Europäischen Union, im vorgegebenen Zeit- und Budgetrahmen.  Im Gas Marketing & Power Geschäft will OMV sein Portfolio in Westeuropa weiter stärken und diversifizieren und das Gas-&-Power-Geschäft in Rumänien ausbauen. OMV hat sich dazu verpflichtet, ein profitables CO2-armes Geschäft aufzubauen, und strebt 7–8 TWh geothermische Energie und erneuerbaren Strom sowie rund 3 Mio t pro Jahr im Bereich der Abscheidung und Speicherung von CO2 an.  Chemicals Strategische Prioritäten bis 2030  Steigerung der Verkaufsmengen von Spezialpolyolefinen  Umsetzung der laufenden Wachstumsprojekte (Baystar, Kallo PDH 2, Borouge 4) und stärkere geografische Diversifizierung  Aufbau einer führenden Position bei erneuerbaren und kreislauffähigen Lösungen  Proaktives Angehen der Herausforderungen des europäischen Marktes durch Effizienzmaßnahmen  Diversifizierung des Portfolios und weitere Integration nachgelagerter Bereiche OMV geht davon aus, dass die Gesamtnachfrage nach Polyolefinen (Neuware und Rezyklate) mit einer CAGR von 4,1% (2024–2030) weiter steigen wird. Für Polyolefin-Neuware wird eine CAGR von 3,4% erwartet, während für Rezyklate eine CAGR von 12,0% prognostiziert wird. Auch wenn in allen Regionen ein Wachstum erwartet wird, ist davon auszugehen, dass 75% davon auf die wachstumsstarken Märkte in Asien entfallen werden. Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal in Europa sind unsere Spezialpolyolefine. Sie machen etwa 45% der Polyolefin-Verkaufsmengen des Unternehmens aus und erzielen eine realisierte Marge, die über den Zyklus hinweg im Durchschnitt doppelt so hoch ist wie die von Standardprodukten. OMV konzentriert sich auf die Entwicklung von Technologien für Spezialpolyolefine, Katalysatoren und das Design für Recycling. Technologien und patentierte neue Produkte werden zunächst in Europa entwickelt und dann an JV-Partner:innen in anderen Regionen lizenziert. Während das Geschäft mit Standardpolyolefinen durch Importe aus verschiedenen Regionen der Welt beeinflusst wird, sind die Spezialpolyolefine aufgrund ihrer hohen technologischen Integration und der engen Kundenbeziehungen des Unternehmens besser geschützt. OMV will den Absatz von Spezialprodukten auf mehr als 2 Mio t erhöhen, was einer Steigerung von rund 30% gegenüber 2023 entspricht. Dies soll vor allem in den Branchen Energie, Mobilität und Infrastruktur geschehen, für die ein Marktwachstum erwartet wird. OMV verfügt über eine starke Pipeline an organischen Wachstumsprojekten in Nordamerika, Europa und dem Mittleren Osten, durch die sich seine Polyolefin-Produktionskapazität im Vergleich zu 2021 bis 2030 um 30% erhöhen wird. Zu den wichtigsten Wachstumsinitiativen gehören:  Baystar JV in Texas, USA: integrierter Ethan-zu-Polyethylen-Komplex mit einer Kapazität von 1 Mio t. Der Ethancracker wird mit einem hohen Auslastungsgrad betrieben, und die neue Borstar®-PE-Anlage befindet sich in der Inbetriebnahmephase. Der mittelfristige EBITDA-Beitrag des gesamten Projekts, an dem Borealis mit 50% beteiligt ist, wird auf USD 500–600 Mio pro Jahr geschätzt.   PDH-Anlage in Kallo, Belgien: Errichtung einer Propan-Dehydrierungsanlage mit einer Produktionskapazität von 740 kt am Standort Kallo, die im ersten Halbjahr 2026 in Betrieb gehen soll. Der mittelfristige EBITDA-Beitrag wird auf rund EUR 200 Mio pro Jahr geschätzt.   Borouge-4-JV, VAE: Bau eines Steamcrackers auf Ethanbasis mit einer Kapazität von 1,5 Mio t und von Polyolefinanlagen mit einer Kapazität von 1,4 Mio t. Dieser Cracker des ersten Quartils und die neueste Generation der Borstar®- und XLPE-Technologie, zielen auch darauf ab den Megatrend der Elektrifizierung in Asien zu bedienen. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für Ende 2025 geplant, die nachfolgenden Anlagen sollen schrittweise im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Die Einnahmen nach vollem Produktionshochlauf für das gesamte Projekt, an dem Borealis mit 36% beteiligt ist, werden auf USD 1,5–1,9 Mrd pro Jahr geschätzt.  Eine wichtige Säule im Geschäftsbereich Chemicals ist die Steigerung der Verkaufsmengen nachhaltiger Produkte. Um eine führende Position bei erneuerbaren und kreislauffähigen Lösungen einzunehmen, will OMV seine Verkaufsmengen von nachhaltigen Basischemikalien und Polyolefinen bis 2030 auf bis zu 1,4 Mio t steigern. 70% dieser Mengen werden aus dem mechanischen und dem chemischen Recycling stammen. Das Vorzeigeprojekt von OMV auf diesem Gebiet ist ReOil®, die firmeneigene Technologie für chemisches Recycling. Die ReOil®-Anlage mit einer Kapazität von 16.000 t wurde fertiggestellt und wird 2025 in Betrieb gehen. Bis 2029 soll sie zu einer industriellen Anlage mit einer Kapazität von 200.000 t ausgebaut werden – der ersten dieser Größe weltweit. Die restlichen 30% der nachhaltigen Verkaufsmengen werden durch biobasierte Basischemikalien und Polyolefine generiert. Im Hinblick darauf wird die Integration mit F&F und den künftigen Anlagen für die Produktion von hydriertem Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil; HVO) eine wesentliche Rolle spielen. OMV investiert auch in Rohstoffprojekte, für die zweistellige Renditen erwartet werden. So baut das Unternehmen zum Beispiel im Rahmen des Joint Ventures mit Interzero die europaweit größte Sortieranlage, um sich Rohstoffe zu konkurrenzfähigen Preisen zu sichern.  Ziel von OMV ist es, sein Polyolefingeschäft weiterzuentwickeln, indem das Unternehmen auf bestehenden Stärken und Fähigkeiten aufbaut und Wettbewerbsvorteile voll ausschöpft, um in angrenzende Märkte zu expandieren. Dafür gilt es, gezielte Investitionen zu tätigen und Initiativen zu starten, die die Rendite verbessern und den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens verringern.  OMV prüft Optionen zur Diversifizierung seines Portfolios und zur Ausweitung der Integration nachgelagerter Bereiche. Das Unternehmen sondiert Möglichkeiten für eine geografische Expansion in Nordamerika und Asien, wo es ein erhebliches Wachstumspotenzial sieht. Im Juli 2024 unterzeichnete Borealis als Mitglied eines Konsortiums mit Borouge und ADNOC eine Kooperationsvereinbarung mit der Wanhua Chemical Group, einem führenden chinesischen Chemieunternehmen. Gegenstand der Zusammenarbeit ist eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung eines hochmodernen Polyolefinkomplexes mit einer Kapazität von 1,6 Mio t pro Jahr in Fuzhou (China). Im Mittelpunkt des Projekts soll die von Borealis entwickelte Borstar®-Technologie stehen, um die Entwicklung von Produkten zu ermöglichen, die geeignet sind, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben. Die Steigerung der Verkaufsmengen von Spezialprodukten, die Ausweitung des Portfolios kreislauffähiger Lösungen und die Erwägung des Eintritts in angrenzende Märkte stellen dabei weitere potenzielle Expansionsmöglichkeiten dar.  Obwohl von einer wachsenden Nachfrage nach Polyolefinen bis 2030 auszugehen ist, steht der Markt unter Druck, da das weltweite Angebot die Nachfrage übersteigt, seit in China und im Mittleren Osten erhebliche neue Produktionskapazitäten entstanden sind. Die chemischen Anlagen von OMV sind auf der Kostenkurve gut positioniert, wobei 75% in den beiden oberen Quartilen liegen. Unterstützend kommt hinzu, dass die Cracker in den nordischen Ländern eine hohe Rohstoffflexibilität aufweisen und strategisch günstig in Meeresnähe gelegen sind. Auch der Besitz von Lagerkavernen ist für die Standorte in diesen Ländern ein Vorteil. Die Cracker in Österreich und Deutschland profitieren von der starken Rückwärtsintegration in die Raffinerien, während Kallo die Vorteile eines integrierten Propan-zu-Propylen-Standorts nutzen kann. Mit insgesamt 84% lag der durchschnittliche Auslastungsgrad der OMV-Anlagen im Jahr 2024 über dem europäischen Durchschnitt von 74%. Zur weiteren Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit in Europa brachte der Geschäftsbereich Chemicals im Jahr 2022 ein Programm für mehr Effizienz bei Mengen, Preisen und variablen Kosten auf den Weg. Die gesamten organischen Investitionen im Geschäftsbereich Chemicals werden im Zeitraum 2024–2030 durchschnittlich EUR 1,1 Mrd pro Jahr betragen, was etwa 30% der organischen Investitionen (CAPEX) von OMV entspricht. Davon werden etwa 60% für nachhaltige Projekte bereitgestellt. Bis 2030 werden das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Chemicals voraussichtlich auf EUR 2,3–2,6 Mrd und der Cashflow aus der Betriebstätigkeit auf mehr als EUR 3 Mrd steigen. Fuels & Feedstock (F&F) Strategische Prioritäten  Einnahme einer führenden Rolle als innovativer Hersteller von erneuerbaren Kraftstoffen und chemischen Rohstoffen mit einer starken Verankerung in Europa (Produktionskapazität von ca. 1,5 Mio t an erneuerbaren Kraftstoffen und chemischen Rohstoffen)  Vertiefung der Integration mit Chemicals (ca. 25%) bei gleichzeitiger Nutzung CO2-armer Lösungen aus dem Geschäftsbereich Energy  Sicherstellung der Position als Anbieter der Wahl bei Tankstellenkund:innen, Aufbau eines führenden Ladenetzes für Elektrofahrzeuge (mit ca. 5.000 schnellen und ultraschnellen Ladepunkten) sowie Ausbau des Convenience-Geschäfts  Maximierung der integrierten Marge herkömmlicher Kraftstoffe in der gesamten Wertschöpfungskette  Anpassung an Veränderungen der Marktnachfrage und Reduzierung des Durchsatzes fossiler Brennstoffe in den Raffinerien (ca. 2,5 Mio t weniger Rohölverarbeitung gegenüber 2019) In Zukunft wird F&F sein Produktportfolio umgestalten und dabei verstärkt auf erneuerbare Kraftstoffe für den Mobilitätssektor sowie auf nachhaltige chemische Rohstoffe setzen. Das Unternehmen konzentriert sich auf sichere, innovative und wirtschaftlich nachhaltige Tätigkeiten. F&F wird die Umstellung auf einen CO2-armen Betrieb und Vertrieb bei gleichzeitig hoher Rentabilität ermöglichen. Das Marktpotenzial europäischer Raffinerien für fossile Brennstoffe wird bis 2030 voraussichtlich zurückgehen, da Prognosen zufolge sowohl die Mengen als auch die Raffineriemargen angesichts der Energiewende in Europa unter Druck geraten werden. Im gleichen Zeithorizont wird eine wachsende Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen für den Mobilitätssektor sowie nach nachhaltigen chemischen Rohstoffen erwartet. Um die Chancen der Energiewende zu nutzen, arbeitet OMV an der Entwicklung eines Produktionsportfolios für erneuerbare Kraftstoffe und nachhaltige chemische Rohstoffe, das bis 2030 die Marke von rund 1,5 Mio t erreichen soll. Im Hinblick auf dieses Ziel setzt OMV auf laufende Projekte und plant weitere Investitionen:  Erfolgreiche Inbetriebnahme einer Co-Processing-Anlage in Österreich mit einer Produktionskapazität von 135 kt pro Jahr  Finale Investitionsentscheidungen in Rumänien im Juni 2024 für eine SAF/HVO-Anlage mit einer Produktionskapazität von 250 kt pro Jahr sowie für Projekte zur Erzeugung von grünem Wasserstoff  Prüfung von Plänen für Gesamtkapazitäten in Deutschland und Österreich von rund 300–400 kt und für eine Anlage in Kallo (Belgien) mit einer Kapazität von rund 300 kt Darüber hinaus prüft OMV potenzielle Standorte für zusätzliche SAF/HVO-Kapazitäten in Europa sowie weltweit in Märkten wie den USA, dem Mittleren Osten und Asien. Dies würde OMV dabei unterstützen, internationale Kund:innen zu akquirieren und sich Zugang zu globalen Rohstoffen zu verschaffen. OMV hat eine ganze Reihe von Initiativen gesetzt, um in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs eine ausreichende Versorgung mit Rohstoffen für die Projekte im Bereich der erneuerbaren Kraftstoffe sicherzustellen. Vor jeder finalen Investitionsentscheidung (FID) für ein Projekt stellt das Unternehmen sicher, dass langfristige Rohstofflieferverträge vorliegen. So hat sich OMV beispielsweise für die SAF/HVO-Anlage in Petrobrazi bereits mehr als 80% des Rohstoffbedarfs gesichert. Darüber hinaus bemüht sich OMV intensiv um Möglichkeiten der Rückwärtsintegration. So erwarb OMV Petrom zum Beispiel einen 50%igen Anteil an Respira Verde, einem führenden Unternehmen im Bereich der Sammlung von Altspeiseöl in Rumänien. Weiters hat OMV ein internationales Akquisitionsteam in Singapur aufgebaut und intensiviert seine Aktivitäten im Handel mit erneuerbaren Materialien in London. Bei den synthetischen Kraftstoffen liegt der Schwerpunkt auf E-Methanol aus biogenem und Abfall-CO2 sowie aus grünem Wasserstoff. Das Unternehmen baut derzeit seine eigenen Elektrolyseure in Österreich und Rumänien. F&F wird den Rohöldestillationsdurchsatz in den Raffinerien Schwechat und Burghausen von 12,9 Mio t im Jahr 2019 auf rund 10,3 Mio t im Jahr 2030 senken, um den prognostizierten Nachfrageveränderungen Rechnung zu tragen. Durch diese Anpassung wird die Produktion von Heizöl- und Dieselprodukten bis 2030 erheblich reduziert, während in den westlichen Raffinerien der Produktertrag im Chemiebereich bis 2030 auf rund 25% steigen wird. OMV wird die Schnittstelle zwischen Öl und Chemikalien mit Schwerpunkt auf den integrierten Standorten Schwechat und Burghausen optimieren, indem das Unternehmen die Anlagen und Standorte neu konfiguriert, um die Quote hochwertiger fossiler Brennstoffressourcen zu maximieren und den Anteil an nachhaltigen Rohstoffen für die Produktion von Chemikalien zu steigern. Außerdem wird OMV seine drei europäischen Raffinerien in Österreich, Deutschland und Rumänien weiterhin als integriertes System betreiben, um die Anlagenauslastung zu optimieren und die Margen zu maximieren. Darüber hinaus führt das Unternehmen Maßnahmen zur Steigerung der Energie- und Betriebseffizienz in den bestehenden Raffinerieanlagen durch, um eine führende Kostenposition in Europa aufrechtzuerhalten. OMV strebt eine Verbesserung der wirtschaftlichen Leistung seiner internationalen, nicht unter seiner Betriebsführerschaft stehenden Raffineriestandorte in den Vereinigten Arabischen Emiraten (ADNOC Refining) und Pakistan (PARCO) an. Kurz- bis mittelfristig wird der Schwerpunkt auf der weiteren Optimierung der Betriebsabläufe (Operational Excellence) und der Förderung einer leistungsorientierten Kultur an den einzelnen Standorten liegen. Mittel- bis langfristig wird OMV kommerzielle Möglichkeiten zur Herstellung von nachhaltigen Kraftstoffen für den Mobilitätssektor und nachhaltigen chemischen Rohstoffen prüfen. Im Tankstellengeschäft plant OMV den weiteren Ausbau des bestehenden Marktpotenzials durch ein deutliches Wachstum des Non-Fuel-Geschäfts (+70% vs. 2021). Neue Gastronomie- und Servicekonzepte sowie Kooperationen im Bereich der Lebensmittellogistik werden das Volumen und die Marge des Non-Fuel-Geschäfts bis 2030 voraussichtlich deutlich erhöhen. Parallel dazu wird das Unternehmen seinen Anteil an Premiumkraftstoffen bis 2030 weiter steigern, um sich von der Konkurrenz abzuheben und höhere Margen zu erzielen. OMV wird in den Bereich E-Mobilität expandieren und eine führende Position bei Ladestationen für Elektrofahrzeuge an Autobahnstationen und Transittankstellen sowie an Convenience-Hubs einnehmen. OMV hat sich verpflichtet, die Anzahl seiner Hochleistungsladepunkte von 804 (Stand Dezember 2024) bis 2030 auf 5.000 zu erhöhen. OMV hat auch erste Schritte zum Aufbau eines Netzes von Ladestationen für schwere Nutzfahrzeuge gesetzt. Die gesamten organischen Investitionen im Geschäftsbereich F&F werden im Zeitraum 2024–2030 durchschnittlich EUR 1,0 Mrd pro Jahr betragen, was etwa 25% der organischen Investitionen (CAPEX) von OMV entspricht. Davon werden etwa 60% für nachhaltige Projekte bereitgestellt. Bis 2030 werden das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von F&F voraussichtlich auf EUR 1–1,3 Mrd und der Cashflow aus der Betriebstätigkeit auf mehr als EUR 1,5 Mrd steigen. Energy Strategische Prioritäten bis 2030  Aktive Steuerung und Optimierung des Öl- und Gasportfolios; Neupositionierung als ein auf Europa fokussierter Akteur  Realisierung von Neptun Deep, dem größten Projekt zur Erschließung von Erdgasvorkommen in der EU, unter der Betriebsführerschaft von OMV  Stärkung und Diversifizierung des Gasportfolios im Westen und Ausbau von Strom und Gas in Rumänien  Aufbau eines profitablen CO2-armen Geschäfts in drei Bereichen: Geothermie, erneuerbare Energien sowie CO2-Abscheidung und Speicherung  In seinem Öl- und Gasportfolio hält OMV an seinem Produktionsziel von rund 350 kboe/d bis 2030 fest, wobei der Schwerpunkt mit rund 60% des Gesamtvolumens auf Erdgas als Brückenenergieträger der Energiewende liegen soll. Das Unternehmen wird sein Portfolio sowohl durch organische als auch anorganische Projekte weiter aufwerten und dabei sicherstellen, dass die Investitionen auf die strategischen Ziele abgestimmt sind. Zur Bewertung von Investitionsmöglichkeiten wird für Projekte, die sich vor 2030 positiv auf den Cashflow auswirken, eine Amortisationsdauer von weniger als zehn Jahren und ein interner Zinsfuß (IZF) von mindestens 12% in Ländern mit Investment-Grade-Ratings bzw. mindestens 15,5% in Ländern ohne Investment-Grade-Ratings erwartet. Die Explorationsaktivitäten werden sich in erster Linie auf Erschließungen in der Nähe bestehender Felder und Exportinfrastrukturen konzentrieren. Insgesamt wird erwartet, dass die Produktionskosten für das Portfolio des Unternehmens bis 2030 unter 9 USD/boe liegen werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der Aktivitäten in der sich verändernden Energielandschaft weiterhin sicherzustellen. Zur Gewährleistung der finanziellen Stabilität wird außerdem ein Kostendeckungspreis von unter 30 USD/boe angestrebt.  OMV richtet sein Produktionsportfolio neu aus und konzentriert sich dabei auf drei Kernregionen: Nord, CEE (Mittel- und Osteuropa) und Süd. In der Region Nord wird der Schwerpunkt auf dem Management des Portfolios in Norwegen und der qualitativen Aufwertung des norwegischen Kontinentalschelfs liegen, um den natürlichen Förderrückgängen entgegenzuwirken, wobei Erdgas Priorität hat. Dabei werden auch potenzielle anorganische Möglichkeiten ausgelotet und Steuersynergien im Land genutzt.  In der Region CEE wird OMV dem natürlichen Förderrückgang reifer Felder wirksam entgegensteuern und die Langlebigkeit seiner Aktivitäten sicherstellen. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen zur Umsetzung des Gasentwicklungsprojekts Neptun Deep verpflichtet, das eine Produktionskapazität von rund 70 kboe/d zum OMV-Portfolio beisteuern wird. Die Entwicklung von Neptun Deep verläuft nach Plan, die ersten Entwicklungsbohrungen werden für 2025 erwartet und das erste Gas soll 2027 gefördert werden. Ebenfalls in der Region CEE will OMV die Wachstumschancen in der Schwarzmeerregion, die sich aufgrund der aktuell starken Position des Unternehmens bieten, durch strategische Partnerschaften und Investitionen nutzen.  In der Region Süd wird OMV seine Position in Nordafrika und im Mittelmeerraum stärken, um die bestehende Präsenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu ergänzen. Angesichts des erheblichen Potenzials dieser Regionen bietet eine solche strategische Expansion OMV die Möglichkeit, sein Portfolio zu diversifizieren und die allgemeine Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Im Gas Marketing & Power Geschäft will OMV sein Portfolio in Westeuropa weiter stärken und diversifizieren und das Gas-&-Power-Geschäft in Rumänien ausbauen. Was die Gasverkäufe betrifft, so hat OMV seine Bezugsquellen erfolgreich diversifiziert. Seit Dezember 2024 bezieht OMV kein Gas mehr von Gazprom. OMV sicherte sich für den Zeitraum 2024–2026 europäische Transportkapazitäten nach Österreich im Ausmaß von 40 TWh pro Jahr über Deutschland und Italien, um die Erfüllung seiner Verpflichtungen gegenüber sämtlichen Kund:innen zu gewährleisten. Dies wird dem Unternehmen die Lieferung von Eigen- und Drittgasmengen aus Norwegen nach Österreich sowie von LNG-Mengen unter Nutzung der Kapazitäten des LNG Regasifizierungsterminals Gate in Rotterdam ermöglichen. OMV will auch grüne Gase in sein Verkaufsportfolio aufnehmen, um die CO2-Intensität seines Produktportfolios zu reduzieren. Im Bereich der Stromerzeugung profitiert OMV weiterhin von der Integration von Gas und Strom in Rumänien. Ausschlaggebend für die Rentabilität sind dabei Strommargen und Spark Spreads sowie Ausgleichsleistungen und die Integration von Kapazitäten erneuerbaren Stroms. Insgesamt wird das Segment Gas Marketing & Power mit einem geschätzten mittelfristigen Operativen Ergebnis vor Sondereffekten von rund EUR 300 Mio pro Jahr auch weiterhin einen wichtigen Ergebnisbeitrag leisten.  OMV hat sich zum Ziel gesetzt, ein profitables CO2-armes Geschäft aufzubauen, das bis 2030 einen wesentlichen Beitrag leistet und danach Wachstum erzielt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf drei Bereichen: Geothermie, erneuerbare Energien sowie CO2-Abscheidung und Speicherung.  Im Juni 2024 kündigte OMV eine Erhöhung seines Ziels für Strom aus erneuerbaren Energien auf 3–4 TWh bis 2030 an, wobei ein IZF von mindestens 10% erreicht werden soll. Das Wachstum konzentriert sich in erster Linie auf Rumänien und soll von den attraktiven Marktbedingungen in der Region profitieren. Neben dem bestehenden 860-MW-Gas-und-Dampfturbinenkraftwerk verfügt OMV in Rumänien über eine solide Pipeline an Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien. OMV Petrom sicherte sich bis 2030 bereits eine voraussichtliche Stromproduktion von rund 2,4 TWh pro Jahr. Im Jahr 2024 wurden in Rumänien mehrere große M&A-Transaktionen abgeschlossen. Dadurch konnte die Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen aufgenommen werden, die bereits in der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen tätig sind. Im September 2024 schloss OMV Petrom die Transaktion mit Jantzen Renewables für den Erwerb mehrerer Photovoltaikprojekte in Rumänien ab, die eine Photovoltaikkapazität von insgesamt rund 710 MW im „Ready-to-Build“-Stadium umfassen. Im November vergab das Unternehmen den EPCC-Auftrag für das Photovoltaikkraftwerk in Ișalnița mit einer Kapazität von rund 89 MW und leitete damit die Ausführungsphase ein. Darüber hinaus schloss OMV Petrom im Oktober 2024 den Erwerb von 50% der Anteile an der Electrocentrale Borzești von RNV Infrastructure ab. Die Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien weisen eine Kapazität von rund 1.000 MW auf, wovon 950 MW auf Windkraft und 50 MW auf Photovoltaik entfallen. Die Windkraftprojekte wird OMV Petrom in Partnerschaft mit RNV Infrastructure entwickeln, bauen und betreiben. Das Photovoltaikprojekt wurde bereits errichtet und durchläuft derzeit Produktionstests. Dieses integrierte Portfolio ermöglicht es dem Unternehmen, die bestehende Infrastruktur zu nutzen und gleichzeitig die Kapazitäten an erneuerbaren Energien auszubauen. Darüber hinaus verfolgt OMV Petrom das Ziel, mit der Verfügbarkeit von EU-Mitteln in Rumänien ein Marktführer im Bereich der erneuerbaren Energien zu werden. OMV prüft zudem Möglichkeiten zur Stärkung seiner Präsenz im Bereich der erneuerbaren Energien in den Nachbarländern Rumäniens, etwa in Serbien, Bulgarien und Ungarn. Durch die Ausweitung seiner geografischen Reichweite kann OMV zusätzliche Wachstumsmärkte erschließen und einen Beitrag zur Energiewende in der Region leisten. Parallel dazu baut OMV aktiv ein Portfolio von Stromabnahmeverträgen in Westeuropa auf und investiert selektiv in eigene Anteile an Projekten im Bereich der erneuerbaren Energie, um seine Scope-2-Emissionen zu reduzieren. Durch die Integration der Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien mit dem Geschäftsbereich Fuels & Feedstock kann OMV Synergien erzielen und die Erträge verbessern.  In den Bereichen Geothermie und CO2-Abscheidung und Speicherung verfolgt OMV nunmehr weniger ehrgeizige Ziele als ursprünglich anvisiert, allerdings mit Potenzial für Wachstum und Expansion über das Jahr 2030 hinaus. OMV geht davon aus, dass die im Jahr 2022 festgelegten Ziele Anfang der 2030er-Jahre erreicht werden.  Das Unternehmen strebt bis 2030 etwa 4 TWh an geothermischer Energie mit einem IZF von mindestens 10% an. In diesem Zusammenhang wird OMV die über Jahrzehnte aufgebauten Kenntnisse und gesammelten Erfahrungen im Bereich E&P im Umgang mit Kohlenwasserstoffen sowie auf dem Gebiet der Geologie nutzen. Im Bereich der Geothermie liegt der Schwerpunkt darauf, zur Dekarbonisierung von Fernwärmenetzen, großen Infrastrukturbetreiber:innen und Industrieanlagen beizutragen. OMV setzt bei der Erschließung von Geothermie zwei Arten von Technologien ein. Die bestehende Technologie mit offenem Kreislauf nutzt natürliche Grundwasserleiter, um das heiße Wasser aus der Tiefe zu fördern und im Kreis zu führen. Die zweite Technologie basiert auf einem geschlossenen Kreislauf und erfordert zur Energieerzeugung lediglich heißes Gestein, in das Wasser eingespritzt und im Kreis geführt wird. Diese Technologie hat großes Potenzial für Skalierbarkeit, da sie nicht von Grundwasserleitern abhängig ist. OMV hat mit Wien Energie, die eines der europaweit größten Fernwärmenetze betreibt, im Jahr 2023 ein Joint Venture gegründet, um das Potenzial des Wiener Beckens mithilfe der auf offenen Kreisläufen basierenden Technologie zu erkunden und zu erschließen. Die erste Bohrung begann am 16. Dezember 2024, und die erste Tiefengeothermie-Anlage wird voraussichtlich 2028 in Betrieb gehen. Langfristig plant das Joint Venture, die Kapazität auf 200 MW zu skalieren. So könnte etwa die Hälfte der Wiener Haushalte, die heute Fernwärme nutzen, mit geothermischer Energie versorgt werden. Neben dem Joint Venture mit Wien Energie wurde OMV im Jahr 2023 Minderheitsanteilseigner an dem kanadischen Unternehmen Eavor, das sich im Bereich der Geothermie auf die innovative Technologie mit geschlossenem Kreislauf spezialisiert hat. Derzeit führt das Unternehmen Tests durch, um die Wirtschaftlichkeit dieser Methode in Deutschland zu prüfen, wo ein immenses Marktpotenzial von bis zu 10 TWh bis 2030 besteht. Im Rahmen seiner Bestrebungen im Bereich der CO2-Abscheidung und Speicherung zielt OMV auf eine Gesamtkapazität von rund 3 Mio t pro Jahr bis 2030 ab. Der Fortschritt in diesem Bereich hängt von externen Faktoren ab, wie etwa Investitionen von Kund:innen und der Verfügbarkeit eines attraktiven und garantierten CO2-Preises. OMV hat bisher zwei CO2-Speicherlizenzen auf dem norwegischen Kontinentalschelf erhalten. Die erste Lizenz, an der OMV und Aker BP jeweils 50% halten, weist eine potenzielle Speicherkapazität von mehr als 5 Mio t CO2 pro Jahr auf. Die zweite Lizenz, an der OMV 30% hält und die in Kooperation mit Vår Energi und Lime Petroleum betrieben wird, hat eine Speicherkapazität von mehr als 7,5 Mio t CO2 pro Jahr. Die Drill-or-Drop-Entscheidung (Bohren oder Lizenzrückgabe) für beide Projekte wird für 2025 erwartet. Das Low-Carbon-Geschäft soll bis 2030 einen Cashflow-Beitrag von rund EUR 400 Mio generieren und bis 2035 durch dieselben Projekte auf rund EUR 600 Mio anwachsen. Die gesamten organischen Investitionen im Geschäftsbereich Energy werden im Zeitraum 2024–2030 durchschnittlich EUR 1,7 Mrd pro Jahr betragen, was etwa 45% der organischen Investitionen (CAPEX) von OMV entspricht. Ungefähr 35% der gesamten organischen Investitionen für diesen Zeitraum sind für das Low-Carbon-Geschäft und 15% für das Projekt Neptun Deep vorgesehen. Die restlichen 50% werden in das Explorations- und Produktionsgeschäft investiert. Bis 2030 werden das Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Energy voraussichtlich auf rund EUR 2,9 Mrd und der Cashflow aus der Betriebstätigkeit auf mehr als EUR 3 Mrd steigen. Dekarbonisierungsstrategie Die Dekarbonisierung ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie und der Transformation von OMV. Demzufolge hat sich OMV verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen (Scope 1, 2 und 3) zu erreichen – mit Zwischenzielen für 2030 und 2040. Die strategischen Prioritäten bis 2030 bestehen darin, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 30%, die Scope-3-Emissionen um 20% und die CO2-Intensität der Energieversorgung um 15–20% zu reduzieren. Alle Reduktionsziele werden im Vergleich zu den Werten von 2019 gemessen. Für Scope 1 und 2 strebt OMV eine absolute Reduktion um 60% bis 2040 an. Für die definierten Kategorien in Scope 3 zielt OMV auf eine absolute Reduktion um 50% bis 2040 ab. Für 2040 verfolgt OMV weiterhin das Ziel einer Senkung der CO2-Intensität der Energieversorgung um 50%. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie strebt OMV bis 2030 eine Methanintensität im Segment Exploration & Produktion (E&P) von 0,1% oder weniger an. Da Emissionssenkungen nur mit erheblichen Anstrengungen zu erreichen sind, hat OMV für den Zeitraum 2024–2030 durchschnittlich 40–50% seiner organischen Investitionen für nachhaltige Projekte vorgesehen. Die wichtigsten Initiativen dabei sind die Reduktion der Verkäufe fossiler Brennstoffe, ein deutlicher Anstieg bei nachhaltigen und biobasierten Brennstoffen, der Absatz von grünem Erdgas und der Ausbau der Photovoltaikkapazitäten sowie der Geothermie. Gleichzeitig sollen die Verkaufsmengen von nachhaltigen Basischemikalien und Polyolefinen bis 2030 auf bis zu 1,4 Mio t pro Jahr gesteigert werden. Mehr dazu finden Sie in unserer Nachhaltigkeitserklärung (>Umweltinformationen). Finanzen Strategische Prioritäten bis 2030 Die Finanzstrategie von OMV zielt darauf ab, den Wert des Unternehmens zu steigern, attraktive Renditen für die Aktionär:innen zu bieten und gleichzeitig eine solide Bilanz sowie ein finanziell robustes Portfolio zu gewährleisten, das in einer CO2-armen Welt erfolgreich ist und über ein attraktives Wachstumspotenzial bis weit in die Zukunft verfügt. Die wertorientierte Finanzstrategie basiert auf einem klaren Rahmen, der ein langfristig rentables und solides Wachstum ermöglicht. Der Finanzrahmen von OMV stützt sich auf fünf Eckpfeiler:   Steigerung des CCS Ergebnisses je Aktie vor Sondereffekten   Erzielen eines positiven (organischen) freien Cashflows nach Dividenden   Sicherstellung einer soliden Bilanz mit einem Leverage-Grad von unter 30%   Mittel- bis langfristige Wertgenerierung mit einem CCS ROACE vor Sondereffekten von mindestens 12%   Erreichen von Netto-Null-Emissionen bis 2050 OMV Finanzziele bis 2030:  CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von ≥ EUR 6,5 Mrd  Operativer Cashflow von ≥ EUR 7,5 Mrd, davon 20% aus nachhaltigen Projekten   Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten von rund EUR 10   Organische Investitionen von bis zu EUR 3,8 Mrd pro Jahr, davon 40–50% in nachhaltige Projekte   Mittel- bis langfristiges CCS ROACE vor Sondereffekten von ≥12%   Leverage-Grad unter 30% und Beibehaltung eines starken InvestmentGradeRatings   Progressive Dividendenpolitik bei den regulären Dividenden und Rahmen für zusätzliche variable Dividende Die starke Finanzlage des Unternehmens in Verbindung mit einem anhaltend starken organischen Cashflow ermöglicht einen erheblichen Finanzierungsspielraum für Investitionen in Wachstumsprojekte und die Neuausrichtung des OMV-Geschäftsmodells. OMV bleibt der strikten Einhaltung von klar definierten Investitionskriterien und seiner bewährten Kostendisziplin in allen Geschäftsbereichen verpflichtet. OMV hat eine solide Politik der Kapitalallokation festgelegt: erstens Investitionen in das organische Portfolio, zweitens die Zahlung attraktiver Dividenden, drittens anorganische Investitionen für eine beschleunigte Transformation, viertens Entschuldung und fünftens zusätzliche variable Dividenden. In Bezug auf die Kapitalallokation hat OMV spezifische Investitionskriterien definiert, darunter IZF und Amortisationszeiten für die einzelnen Geschäftsbereiche, die die jeweiligen Risiko- und Ertragsprofile widerspiegeln. Für alle nachhaltigen Projekte legte OMV eine wettbewerbsfähige Mindest-IZF-Schwelle von 10% fest. OMV plant für den Zeitraum von 2024 bis 2030 durchschnittliche jährliche organische Investitionen in Höhe von bis zu EUR 3,8 Mrd. Insgesamt beabsichtigt OMV, in diesem Zeitraum 40–50% seiner organischen Investitionen für nachhaltige Projekte wie Geothermie, CO2-Abscheidung und Speicherung, erneuerbare Elektrizität, chemisches und mechanisches Recycling und Biokraftstoffe zu verwenden, um seine ambitionierten Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Die restlichen organischen Investitionen werden voraussichtlich in das traditionelle Geschäft fließen, und zwar zu etwa 30% in Energy, zu etwa 10% in F&F und zu etwa 15% in Chemicals. Darüber hinaus wird OMV ein anorganisches Wachstum in Bereichen von strategischer Bedeutung in Betracht ziehen. Dies wird jedoch vom Verschuldungsspielraum des Unternehmens abhängen. OMV erhöhte seine Ziele für das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten und den Cashflow aus der Betriebstätigkeit bis 2030. Das erwartete CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten bis 2030 wurde von EUR 6 Mrd auf mindestens EUR 6,5 Mrd nach oben korrigiert, während der Cashflow aus der Betriebstätigkeit den Prognosen zufolge bis 2030 von EUR 7 Mrd auf mindestens EUR 7,5 Mrd steigen soll. OMV erwartet einen höheren Beitrag zum CCS Operativen Ergebnis vor Sondereffekten des Geschäftsbereichs Energy von rund 45%, während Chemicals etwa 35–40% des Gesamtportfolios und F&F ungefähr 15–20% beitragen wird. Die Strategie 2030 soll das Unternehmen in die Lage versetzen, den Cashflow aus der Betriebstätigkeit auf mindestens EUR 7,5 Mrd zu steigern, wovon rund 40% auf Chemicals, 20% auf Fuels & Feedstock und rund 40% auf Energy entfallen werden. Zur Unterstützung der Zielerreichung und um den erheblichen inflationsbedingten Kostensteigerungen zwischen 2022 und 2024 sowie dem Abschwung auf dem Chemiemarkt entgegenzuwirken, startete OMV ein Effizienzprogramm. Dieses Programm soll bis Ende 2027 jährlich mindestens EUR 0,5 Mrd an nachhaltigem zusätzlichem Cashflow aus der Betriebstätigkeit generieren. OMV hat sich dazu verpflichtet, eine solide Bilanz und ein Investment-Grade-Rating zu gewährleisten. OMV strebt mittel- bis langfristig einen Leverage-Grad – Verhältnis von Nettoverschuldung inklusive Leasing zu eingesetztem Kapital (Eigenkapital plus Verschuldung inklusive Leasing) – von unter 30% an. Je nach den Portfoliomaßnahmen kann der Leverage-Grad 30% überschreiten, allerdings wird dann ein Entschuldungsprogramm durchgeführt, um die Bilanz zu stärken. Während des Zeitraums der Umsetzung der Strategie ist OMV bestrebt, den Aktionär:innen attraktive Ausschüttungen zu bieten. OMV verfolgt eine progressive Dividendenpolitik bei den regulären Dividenden und einen klaren Rahmen für zusätzliche variable Dividenden. OMV ist bestrebt, die reguläre Dividende jedes Jahr zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Damit stellt das Unternehmen sein Engagement unter Beweis, den Aktionär:innen einen nachhaltigen, wachsenden Wert zu bieten. Zudem unterstreicht dies die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells und das Vertrauen in die Zukunft. Darüber hinaus will OMV zusätzliche variable Dividenden ausschütten, wenn der Leverage-Grad unter 30% liegt. Zusammen mit der regulären Dividende wird die gesamte Dividendenausschüttung 20–30% des Cashflows aus der Betriebstätigkeit betragen. Die Dividendenzahlungen in jedem Jahr setzen entsprechende Dividendenvorschläge des OMV-Vorstands und des OMV-Aufsichtsrats sowie die Genehmigung durch die ordentliche Hauptversammlung voraus. Digitalisierung Wie nutzt OMV die Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI)? Mit der Einführung leistungsfähiger Plattformen, die KI-Tools für das gesamte Unternehmen bereitstellen, erzielte OMV im Jahr 2024 bedeutende Fortschritte bei der digitalen Transformation. Dabei geht es nicht nur um Technologie, sondern vor allem darum, Arbeitsabläufe intelligenter, schneller und effektiver zu gestalten. KI als digitale Ressource für alle Arbeitnehmer:innen Das zentrale Element zur Nutzung generativer künstlicher Intelligenz (Gen-KI) ist bei OMV eine robuste, flexible und sichere Plattform, die die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen erleichtert. Durch das Angebot standardisierter Dienste wie Sentiment-Analysen, Chatbots, Übersetzung und Sprache-zu-Text ermöglicht es die Plattform den Teams, KI-gesteuerte Lösungen schnell und zuverlässig zu nutzen. Dieses Grundgerüst war entscheidend dafür, dass mehr als 140 KI-Ideen entwickelt wurden. Daraus entstanden 25 Projekte, die im gesamten Unternehmen konkrete Vorteile bringen. OMV ist sich darüber im Klaren, dass Digitalisierung nur dann gelingt, wenn sie von den Beschäftigten mitgetragen wird. Über 5.000 Kolleg:innen wurden 2024 über verschiedene digitale Kanäle sowie in speziellen Workshops geschult und erwarben so die Fähigkeiten und das nötige Vertrauen im Umgang mit dem Potenzial von Gen-KI. In Verbindung mit den Funktionen der Plattform trägt diese Fortbildungsinitiative zur Förderung einer Innovationskultur bei, in der sich aus Ideen rasch wirkungsvolle Lösungen entwickeln können. Durch die frühzeitige Einführung eigener GPT-gesteuerter Tools machte OMV seinen 23.500 Arbeitnehmer:innen KI direkt zugänglich. Allein im Jahr 2024 wurden Millionen von Nutzungen verzeichnet. Diese Tools haben Arbeitsabläufe verändert, komplexe Aufgaben vereinfacht und Entscheidungsprozesse verbessert, wodurch die Effizienz und Zufriedenheit sowie das Benutzererlebnis im gesamten Unternehmen signifikant gesteigert werden konnten. KI-Anwendungen und andere Digitalisierungsmeilensteine Im Bereich der künstlichen Intelligenz setzte der Geschäftsbereich Chemicals seine Bemühungen zur Erschließung des Potenzials von Gen-KI fort. Borealis prüft den Einsatz von KI-Lösungen zur Verbesserung der Sicherheit, Effizienz, Produktivität und Zuverlässigkeit bei seinen Aktivitäten. Zudem wird mit Microsoft Copilot gearbeitet, einem KI-gestützten virtuellen Assistenten, der bei Aufgaben wie der Erstellung von Texten, der Übersetzung von Sprachen oder der Zusammenfassung von Inhalten sowie beim Programmieren behilflich ist und Antworten auf komplexe Fragen bietet. Diese Initiative wurde 2024 mit der Einführung eines 20-tägigen Schulungsprogramms, der sogenannten MAI-Challenge, gestartet. Das Programm zielt darauf ab, die Arbeitnehmer:innen umfassend über künstliche Intelligenz zu informieren und sie im sicheren und effizienten Umgang mit KI zu schulen. Gleichzeitig wurden weitere Investitionen getätigt, um den Arbeitnehmer:innen die Möglichkeit zu geben, ihre analytischen Fähigkeiten zu vertiefen, und die Community der Citizen Developer zu erweitern. Ziel ist es, die Akzeptanz von KI zu erhöhen, Self-Service-Analysen zu ermöglichen und die Wertschöpfung durch interne KI-Lösungen zu beschleunigen. Weitere strategische Initiativen finden sich im Bereich der Nachhaltigkeit, wo Neoni (eine interne Lösung zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks) und relevante Berichterstattungsinstrumente weiterentwickelt werden. Im Kundenbereich wurde die Kundenplattform MyBorealis um neue Funktionen erweitert. Nicht zuletzt war die Bereitstellung weiterer digitaler Anwendungen auf der Borstar®-Digital-Twin-Plattform, die eine Reihe digitaler Lösungen für Borstar®-Anlagen bietet, ein wichtiger Schwerpunktbereich für Borealis. Im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock tragen Digitalisierungsinitiativen dazu bei, die Belegschaft besser zu schützen, die eigenen Anlagen effizienter zu verwalten und unsere Umweltauswirkungen zu verringern. So konnte beispielsweise durch den Einsatz der „Generic Dynamic Optimization“-Technologie zur mathematischen Modellierung der Einstellungen von Wärmetauschern bei der Rohöldestillation der Erdgasverbrauch eingespart werden, der etwa 1.000 Einfamilienhäusern entspricht. Weitere Anwendungsbeispiele sind die Stärkung der Kundenbindung, die Prognose von Marktpreisen und die Überwachung der Betriebskosten von Photovoltaikanlagen. In den letzten fünf Jahren wurden im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock 220 Prozesse automatisiert und dadurch im Jahresvergleich Zeiteinsparungen von umgerechnet EUR 4,8 Mio erzielt. Im Jahr 2024 setzten wir unsere laufenden Investitionen in die Automatisierung auf der Grundlage der jüngsten Entwicklungen im Bereich der KI fort und bauten die Funktionen und die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Lösungen weiter aus. Neben Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im täglichen Geschäft wurden zehn Automatisierungsprojekte durchgeführt, die unsere Transformation unmittelbar unterstützen und im Jahresvergleich mit EUR 0,5 Mio zu bemessende Zeiteinsparungen bewirken. Digitalisierungsinitiativen tragen auch dazu bei, das Benutzererlebnis für unsere Kund:innen zu verbessern. Die OMV-App für Tankstellenkund:innen erreichte die Marke von 400.000 Nutzer:innen. Kund:innen, die die App nutzen, besuchen unsere Tankstellen häufiger, sind ausgabefreudiger und kaufen mehr Premium-Kraftstoffe als Nichtnutzer:innen. In einer unabhängigen Markenimage-Studie belegte die OMV App in der Kategorie „Top of Mind Awareness“ den ersten Platz. Das Rollout von Ladestationen für Elektrofahrzeuge wurde durch digitale Lösungen unterstützt, die die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme erhöhen. Ein wichtiges Kriterium für die wachsende Nutzung war die Ermöglichung des Roamings in unserem Netz. Dadurch können auch Kund:innen, die bei anderen Mobilitätsanbieter:innen registriert sind, die OMV-Services zum Aufladen ihrer Fahrzeuge nutzen. Nach dem Start in Österreich im Jahr 2023 wurde die eMotion App 2024 auch in der Slowakei, in Ungarn und in Rumänien eingeführt. Mit dieser Plattform können wir in den kommenden Jahren die Kundenbindung stärken. Auch im Geschäftsbereich Energy machen wir uns das Potenzial von Gen-KI zunutze. So entwickeln wir beispielsweise in Norwegen einen Gen-KI-basierten Assistenten für Subsurface Engineering, der wertvolle Erkenntnisse zu Untertagegegebenheiten beisteuert und unsere täglichen Explorations- und Lagerstättenmanagementaktivitäten unterstützt. Dieser Assistent wurde mit öffentlichen und internen E&P-Daten und -Dokumenten trainiert und kann nun spezifische Fragen zum Untertage- und Lagerstättenmanagement mit relevanten und aktuellsten Informationen beantworten. Bezüglich der Bohrlochplanung untersuchen wir, wie Gen-KI gewonnene Erkenntnisse und andere relevante Informationen für vergleichbare Bohrungen ermitteln und entsprechende Daten automatisch aus unserer globalen Berichtsdatenbank abrufen kann. Wir befassen uns auch mit Smart Agents zur Unterstützung komplexer Entscheidungsprozesse. Im Jahr 2024 setzten wir unser Sponsoring der KI-Forschung an der Stanford University fort, um unsere Bemühungen zur Entwicklung eines CO2-armen Geschäfts zu unterstützen. Im Bereich CCS arbeiten wir an einem Smart Agent, der Entscheidungen zur Erschließung von Feldern optimieren soll. Dieses Tool verarbeitet enorme Datenmengen und schlägt die besten Entscheidungen (Injektionsmengen, Zeitplan, Bohrlochplatzierung) vor, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten und gleichzeitig das Speichervolumen zu maximieren. Ein weiterer interessanter KI-Anwendungsfall im Geschäftsbereich Energy ist der SmartShaker. Diese Anwendung trainiert die KI darauf, Echtzeitaufnahmen von Bohrgestein, das an die Oberfläche gebracht wird, zu analysieren und bei Erkennung von Unregelmäßigkeiten eine Warnung auszugeben. Dies verbessert die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz und trägt gleichzeitig zu unserer Vision des Bohrens mit Robotern bei. Die Technologie wurde bei Bohrlöchern in Rumänien getestet und die gewonnenen Daten wurden genutzt, um das KI-Modell weiter zu verbessern und in ein Minimum Viable Product zu überführen. KI steigert auch die Effizienz in unseren Konzernfunktionen. Zu den überzeugendsten Anwendungen gehören das Chatten mit Vorschriften, die intelligente Suche nach Dokumenten und die intelligente Datenverarbeitung mit noch nie dagewesener Effizienz und Genauigkeit. Anwendungsfälle wie diese zeigen das transformative Potenzial von KI zur Rationalisierung komplexer Aufgaben und zur Produktivitätssteigerung in unterschiedlichsten Bereichen auf. Schutz unserer digitalen Assets Informationssicherheit hat bei OMV höchste Priorität. Wir passen unsere Sicherheitsmaßnahmen laufend an sich ändernde Bedrohungen, neue Geschäftsanforderungen und Digitalisierungsbestrebungen an, um den Schutz unserer Daten, Systeme und Anlagen zu gewährleisten. Unser Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS), das nach ISO/IEC 27001 zertifiziert ist, bietet eine umfassende Sicherheitsüberwachung unserer IT-Infrastruktur und -Dienste. Darüber hinaus verfügen wir über spezielle Sicherheitskontrollen für KI-Technologien und halten uns an die Grundsätze einer verantwortungsvollen KI, indem wir unsere KI-Lösungen regelmäßig auf die Einhaltung ethischer Standards überprüfen. Unsere internen Sicherheitsmaßnahmen werden durch regelmäßige externe Bewertungen und Audits unterstützt, die sich an verschiedenen Sicherheitsframeworks orientieren und gesetzlichen Richtlinien folgen. Dadurch wird gewährleistet, dass wir die höchsten Sicherheitsstandards und bewährte Verfahren einhalten und OMV hinsichtlich der IT-Sicherheit und des verantwortungsvollen Einsatzes von KI stets auf dem neuesten Stand ist. Innovation und Technologie Mit unserer Transformation wollen wir zu einer saubereren und gesünderen Zukunft beitragen. Dazu braucht es Innovation und entsprechende Anstrengungen, um neue Technologien auf den Markt zu bringen. OMV konzentriert sich auf die Entwicklung von Technologien, die einen direkten Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens leisten. Im Fokus steht dabei die Erforschung bahnbrechender, hochwirksamer Technologien, die die Umsetzung der OMV-Strategie unterstützen. Das Unternehmen betreibt Innovation sowohl intern als auch in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partner-Panels, die sich aus Vertreter:innen aus der Wissenschaft, privaten Forschungsinstituten und Start-ups zusammensetzen und über ein ausgewogenes Portfolio an Technologien und Produkten verfügen. Das OMV Innovationsökosystem Um Innovationen unternehmensweit voranzutreiben, richtete OMV im Jahr 2023 ergänzend zur etablierten Innovationsabteilung bei Borealis die zentrale Abteilung Innovation & Technology ein. Darüber hinaus leisten technische Teams in den Geschäftsbereichen produktbezogene und angewandte Innovationsarbeit. Die zentrale Abteilung Innovation & Technology konzentriert sich auf strategische und transformative Themen quer durch alle drei Geschäftsbereiche, darunter Kreislaufwirtschaft, Innovation bei Kraftstoffen und Rohstoffen, neue Energietechnologien und Biotechnologie. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf neuen Technologien in den Bereichen eSAF, Kreislaufwirtschaft (einschließlich der Vorbehandlung von Altkunststoffen und chemischen Recyclings), CO2-Abscheidung und -Nutzung, Herstellung von Wasserstoff sowie technische Entwicklung neuer Rohstoffe mittels konventioneller oder biotechnischer Verfahren. Im Geschäftsbereich Chemicals suchen OMV und Borealis aktiv nach neuen Lösungen und Technologien, um leistbare und CO2-effiziente Produkte anbieten zu können. OMV ist ein Vorreiter bei Lösungen für die Kreislaufwirtschaft und legt einen starken Fokus auf Innovation und Technologie. Das Unternehmen sieht es als seine Verpflichtung, Technologien zu entwickeln, die Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Gesellschaft ermöglichen, seien es Klimawandel, Umweltverschmutzung oder steigende Energiekosten. Innovation braucht Kooperation Um Innovationen zu beschleunigen, unser Projektportfolio zu diversifizieren und einen möglichst risikoarmen Ansatz bei der Technologieentwicklung und -implementierung zu verfolgen, unterzeichneten OMV und OMV Petrom im Jahr 2024 eine Investitionsvereinbarung mit InnoEnergy (IE). IE ist ein europäisches Unternehmen, das sich auf Innovation und Unternehmertum im Bereich der nachhaltigen Energien spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde im Jahr 2010 auf Initiative des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) gegründet. Seitdem hat IE ein verlässliches Ökosystem aufgebaut, das in EU-Institutionen verankert und in 21 europäischen Ländern sowie an der Ostküste der USA aktiv ist. Die Umsetzung des Innovations- und Technologieportfolios von OMV erfolgt durch interne Ressourcen in Zusammenarbeit mit externen Partner:innen aus der Wissenschaft und der gesamten Wertschöpfungskette. OMV ist auch dem UIIN (University Industry Innovation Network) beigetreten, einer globalen Community, die sich mit der Verbesserung und Förderung externer Kooperationen zwischen Wissenschaft und Industrie für Innovation, Unternehmertum und soziale Wirkung befasst. Über dieses Netzwerk von Universitäten und Partner:innen aus der Industrie fördert UIIN den Wissenstransfer, Forschungspartnerschaften und den Austausch bewährter Verfahren. Geistiges Eigentum und Lizenzierung OMV bemüht sich aktiv um den Schutz von geistigem Eigentum, einschließlich Patentrechten für technologische Innovationen. Die Vergabe von Technologielizenzen treibt die Kommerzialisierung der patentierten Technologien von OMV voran. Ziel ist es, das Wachstum lizenzierter Unternehmen zu unterstützen und Kund:innen während des gesamten Zyklus zu begleiten, vom Erwerb der Lizenz über die Bereitstellung bis hin zum Support. Ein herausragendes Beispiel im Lizenzportfolio von OMV ist ReOil®, die proprietäre patentierte Technologie für das chemische Recycling von Altkunststoffen, deren kommerzielle Lizenzierung in Zusammenarbeit mit der Wood PLC erfolgt. Technologische Innovation Kreislaufwirtschaft Die proprietäre ReOil®-Technologie von OMV für thermisches Cracken wurde entwickelt, um die Kreislaufwirtschaftsziele der Europäischen Kommission zu erreichen und zukünftige Verpackungsrecyclingquoten zu erfüllen. OMV und Borealis verfolgen das klare Ziel, im Bereich der Technologien für chemisches und mechanisches Recycling eine führende Rolle zu spielen. Durch strenge Tests und Erprobungen konnte OMV mehr als 15 Jahre operative Erfahrung mit der ReOil®-Technologie für das chemische Recycling sammeln. Seit 2018 erreichten wir in unserer industriellen ReOil®-Pilotanlage fast 30.000 Cracking-Stunden. Diese Expertise ebnet den Weg für die kapazitätsstärksten Single-Train-Anlagen auf dem Markt. Die Technologie ist in hohem Maße skalierbar und lässt sich nahtlos in bestehende Industrieanlagen integrieren, wodurch vorhandene Assets genutzt werden können. Nachhaltige Kraftstoffe Im Bereich der nachhaltigen Kraftstoffe werden neue Technologien für die Herstellung von SAF mittels Synthese- und HVO-Routen aktiv weiterentwickelt. Mit Glycerin2Propanol (G2P)®, der patentierten Technologie zur Umwandlung von Rohglycerin in Propanol, ist OMV seit Langem ein Innovator für Biokraftstoffe der zweiten Generation. Die Inbetriebnahme einer Pilotanlage mit einer Kapazität von 1.000 t pro Jahr in der Raffinerie Schwechat wird voraussichtlich Anfang 2025 abgeschlossen sein. Da das Endprodukt Propanol bessere Eigenschaften für die Kraftstoffbeimischung und eine höhere Energiedichte als Ethanol aufweist, ist es eine ideale fortschrittliche biobasierte Diesel-Blending-Komponente. Propanol erhöht die Oktanzahl von Benzin und verringert gleichzeitig die CO2-Emissionen bei der Verbrennung. Biotechnologie Biotechnologie hat transformatives Potenzial für die Zukunft von OMV. Innerhalb von Innovation & Technology wurde eine neue Abteilung zur Unterstützung aller drei Geschäftsbereiche etabliert. Ein Schwerpunktbereich ist die Erforschung alternativer Kohlenstoffquellen für aktuelle und zukünftige OMV-Rohstoffe und Produkte. Von industriellen bis zu landwirtschaftlichen Abfallströmen und Kohlendioxid – mit innovativen enzymatischen und mikrobiellen Verfahren wollen wir neue Ressourcen erschließen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung von Bioprozessen für umweltfreundliche Drop-in-Produkte oder neue Erzeugnisse, die das Potenzial haben, OMV in einer sich verändernden Welt einen Mehrwert zu bringen. Die Entwicklung unserer eigenen mikrobiellen Stämme und Enzyme geht Hand in Hand mit der Bioverfahrenstechnik, um proprietäre Lösungen für zukünftige Herausforderungen zu entwickeln. Neue Energietechnologien Die Zusammenarbeit mit dem finnischen Start-up Hycamite dient der Innovation und Technologie auf dem Gebiet der Methanspaltung. Im Dezember 2024 erhöhte OMV seine Beteiligung an dem jungen Unternehmen durch zusätzliche Investitionen durch OMV Petrom. Die führende Technologie von Hycamite wird die Herstellung von kostengünstigem CO2-armem Wasserstoff und hochwertigem festem Kohlenstoff aus Erdgas ermöglichen. Durch Beimischung von Biogasrohstoffen kann sie sogar Produkte ermöglichen, die als Kohlenstoffsenken dienen. Neben der Einrichtung des Pilotforschungszentrums für CO2-Abscheidung (Carbon Capture; CC) mit einer Kapazität von bis zu 1.000 t CO2 pro Jahr ist eine Reihe bahnbrechender, innovativer CC-Verfahren in der Pipeline, die in den kommenden Jahren entwickelt und großtechnisch umgesetzt werden sollen. Angewandte Technologien Chemicals Innovation ist bei Borealis kundenzentriert und hat eine globale Dimension. In den drei Innovationshubs von Borealis in Linz (Österreich), Stenungsund (Schweden) und Porvoo (Finnland) sind derzeit rund 600 Personen beschäftigt. Borealis wurde im Europäischen Patentindex 2023 als Österreichs Top-Innovator eingestuft und baut sein Patentportfolio weiter aus. Im Jahr 2024 meldete Borealis 121 neue Prioritätspatente (2023: 128) beim Europäischen Patentamt an. Mit Stand Dezember 2024 verfügt Borealis über rund 8.900 Patente sowie ungefähr 3.400 Patentanmeldungen, die in rund 1.600 Patentfamilien zusammengefasst sind. Bei Borealis bilden proprietäre Technologien wie Borstar®, die mit dem Borstar® Nextension-Programm weiterentwickelt wird, die Grundlage für Materiallösungen, die der Industrie dabei helfen, einen Beitrag zur Bewältigung dringender gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen wie Dekarbonisierung, grüne Energiewende und Abfallreduzierung zu leisten. Eine ganze Reihe von eigenen Technologien versetzt Borealis in die Lage, das Angebot an fortschrittlichen Spezialpolyolefinen ständig zu erweitern. Damit erschließt sich ein Marktpotenzial in lukrativen Nischenanwendungen, etwa in Bereichen wie erneuerbare Energien, Mobilität, Healthcare und Konsumgüterverpackungen sowie in der Kreislaufwirtschaft. Mehrere Produkteinführungen im Jahr 2024 verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit mit Partner:innen aus der Wertschöpfungskette und anderen Interessenträger:innen die Entwicklung ökoeffizienter Anwendungen für unterschiedlichste Branchen erleichtert. Borcycle™ ME7153SY, eine einzigartige, nachhaltige Kabelummantelungslösung für Nieder- und Mittelspannungskabel, die zu 50% aus Post-Consumer-Rezyklat besteht, wurde im April auf der Fachmesse WIRE vorgestellt. Borlink™ LS4301R, ein neues Isoliermaterial für Mittelspannungskabel, zeichnet sich dank eines neu optimierten Basisharzes und Vernetzungsmittels durch reduzierte Emissionen aus. Im Infrastrukturbereich erweisen sich die mit dem Verbundmaterial HE1878E-C3 hergestellten PE-X-Rohre als außergewöhnlich beständig gegen Chlor und UV-Strahlung und erreichen die höchste Klasse 5 gemäß der nordamerikanischen Spezifikationsnorm ASTM F876. Fuels & Feedstock OMV erkundet aktiv alternative Rohstoffe, Technologien und Kraftstoffe, um ein gut diversifiziertes und wettbewerbsfähiges Portfolio für die Zukunft zu entwickeln. Zusätzliches Augenmerk wird auf die Produktion von konventionellen und fortschrittlichen Biokraftstoffen, synthetischen Kraftstoffen und grünem Wasserstoff als zukünftige Kraftstoffe für den schwer zu elektrifizierenden Teil des Transportsegments sowie als Basis für nachhaltige chemische Produkte gelegt. Während die entwickelten biogenen Produkte zunächst in erster Linie aufgrund des regulierten Marktes als Kraftstoffe vertrieben werden, können sie auch als Chemierohstoffe verwendet werden. OMV nahm die Co-Processing-Anlage in der Raffinerie Schwechat Mitte 2024 in Betrieb. Diese Technologie ermöglicht es OMV, biogene Rohstoffe (z. B. Rapsöl) zusammen mit Stoffen fossilen Ursprungs in einer bestehenden Hydrotreating-Anlage während der Kraftstofferzeugung zu verarbeiten. Durch die Substitution von fossilem Diesel wird sich der CO2-Fußabdruck von OMV um bis zu 360.000 t CO2 pro Jahr verringern. Im Jahr 2024 setzte OMV die Pilotproduktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel; SAF) nach einem anderen Co-Processing-Verfahren in Schwechat ebenso fort wie die Umwandlung biogener Rohstoffe in hochwertige Chemikalien, wie Ethylen, Propylen, Butadien und Benzol, in der Raffinerie Burghausen. Im Juni 2024 traf OMV Petrom die finale Investitionsentscheidung für den Bau einer SAF/HVO-Anlage sowie für zwei Anlagen für grünen Wasserstoff, der für die Produktion von Biokraftstoffen genutzt werden soll. Die Investitionen für die SAF/HVO-Anlage belaufen sich auf EUR 560 Mio. Ab 2028 wird die Anlage eine Produktionskapazität von 250 kt pro Jahr für SAF und HVO sowie für Nebenprodukte wie Bio-Naphtha und Bio-LPG haben, die in der chemischen Industrie verwendet werden. Die hohe Flexibilität der Anlage ermöglicht die Anpassung des Produktmixes an die Marktnachfrage und den verfügbaren Rohstoffmix. Die Anlage wird einen Jahresverbrauch von etwa 11 kt Wasserstoff haben, der größtenteils von den beiden neuen Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff bereitgestellt werden soll. Die Investitionskosten für die beiden Anlagen für grünen Wasserstoff werden auf rund EUR 190 Mio geschätzt, wobei bis zu EUR 50 Mio mit EU-Mitteln im Rahmen des Nationalen Aufbau- und Resilienzplans (National Recovery and Resilience Plan; NRRP) finanziert werden sollen. Die beiden Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 55 MW werden jährlich geschätzte 8 kt grünen Wasserstoff produzieren. Die Integration von grünem Wasserstoff in nachhaltige Kraftstoffe, wie zum Beispiel nachhaltigen Flugkraftstoff und erneuerbaren Diesel, wird eine Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 70% im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen zur Folge haben. Mit dem UpHy-Projekt wollen OMV und seine Partnerunternehmen grünen Wasserstoff für den Einsatz im Raffinerieprozess erzeugen. Dazu errichtet OMV in der Raffinerie Schwechat eine mit erneuerbarem Strom betriebene Elektrolyseanlage für die Produktion von grünem und CO2-armem Wasserstoff. Zunächst ist geplant, den grünen Wasserstoff für die Hydrierung von Kraftstoffen, einschließlich Biokraftstoffen und SAF, zu verwenden. Energy Im Geschäftsbereich Energy reichen die Aktivitäten von OMV im Bereich Innovation und Technologie von der Maximierung der Produktion reifer Felder bis hin zu Beiträgen zur Definition der Energiespeicherung in der Zukunft. Dazu gehören Technologieanwendungen für Geothermie, CO2-Abscheidung, ‑Nutzung und ‑Speicherung sowie erneuerbare Energien einschließlich Wasserstofferzeugung und ‑speicherung. Die Entwicklung von hochmoderner Onlineüberwachung, Technologien zur Emissionskontrolle, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen für Workflows im untertägigen Bereich und in der Wasseraufbereitung gewährleisten weltweit sichere, nachhaltige und stabile Betriebsabläufe. OMV verfügt dazu über hoch spezialisierte Energietechnologiezentren im OMV Tech Center & Lab (TCL) in Österreich und im OMV Petrom Upstream Laboratory (ICPT) in Rumänien. In Rumänien startete OMV Petrom im Jahr 2024 eine Bohrkampagne mit einer der energieeffizientesten und am stärksten automatisierten Onshore-Bohranlagen der Welt, deren fünfte Bohrung kurz vor dem Abschluss steht. Ziel der Kampagne ist es, neue Ressourcen aus reifen Feldern zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit und Effizienz der Bohrarbeiten zu verbessern. Die von Huisman in den Niederlanden hergestellte Bohranlage ist für einen flexiblen Betrieb ausgelegt und ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen mehreren Bohrlöchern und Standorten. Durch Datenerfassung während des laufenden Betriebs lassen sich die Effizienz bei der Förderung steigern und technische Schwierigkeiten verhindern. Die Automatisierung der Anlage reduziert menschliche Fehler und ermöglicht die Fernüberwachung und -steuerung. Ihr elektrisches Antriebssystem verbessert die Kraftstoffeffizienz und die CO2-Bilanz. Diese Technologie eignet sich auch für Projekte im Bereich der Geothermie und der CO2-Abscheidung und ‑Speicherung. OMV nutzt die „Smart Oil Recovery“-(SOR-)Technologie, um die Ölförderung in sehr reifen Lagerstätten durch Polymerfluten zu verbessern. Neben den bestehenden Mustern werden laufend neue Muster entwickelt. Die bewährte Technologie wird auch in anderen österreichischen Feldern eingesetzt. Das laufende Alkali-Polymer-Pilotprojekt im Feld Matzen als weiterer innovativer Schritt zur Verbesserung der Injektivität und zur Steigerung der Ausbeutung alternder Felder erzielte im Jahr 2024 erste positive Ergebnisse. OMV Geschäftsjahr Im Jahr 2024 erzielte OMV ein starkes CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 5,1 Mrd. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit inklusive Net-Working-Capital-Positionen blieb mit EUR 5,5 Mrd signifikant, und der organische freie Cashflow belief sich auf EUR 2,0 Mrd. Der Leverage-Grad betrug 12%. Diese finanzielle Stärke ist eine exzellente Basis für die laufende strategische Transformation von OMV zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie sowie für unseren Anspruch, den OMV Aktionär:innen attraktive Renditen zu liefern. Wirtschaftliches Umfeld Makroökonomie Das globale BIP-Wachstum war im Jahr 2024 zwar stabil, aber unbefriedigend. Da sich die Volkswirtschaften nicht erholen konnten, blieben die Wachstumsraten auf dem schwächsten Niveau der letzten Jahrzehnte (abgesehen von größeren Rezessionen). Darüber hinaus verzeichneten die Volkswirtschaften einen nachlassenden Inflationsdruck. Diesem Trend folgten auch die Leitzinsen, was einen übermäßigen Anstieg der Realzinsen verhinderte. Laut Prognosen des IWF wurde für 2024 ein jährliches BIP-Wachstum von 3,2% erwartet, das damit unter den Durchschnittswerten von 2023 bzw. 2010–2019 lag.5 Die seit 2020 immer wieder aufgetretenen negativen Angebotsschocks für die Weltwirtschaft hatten nachhaltige Auswirkungen auf Produktion und Inflation. Allerdings stellen sich diese Auswirkungen in den einzelnen Ländern und Ländergruppen recht unterschiedlich dar. In den Industrieländern wurde das Produktionsniveau von vor der Pandemie erreicht und übertroffen, während die Inflation anstieg. Die Schwellenländer hingegen trugen infolge erheblicher Produktionsausfälle und anhaltender Inflation dauerhaftere Spuren davon. Diese Länder sind auch deutlich vulnerabler, wenn es zu Rohstoffpreissteigerungen kommt, wie dies beispielsweise nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine zu beobachten war. Die Wachstumsraten waren weiterhin uneinheitlich, wobei in den einzelnen Regionen unterschiedliche Faktoren zum Tragen kamen. Die USA entwickelten sich wirtschaftlich erneut besser als andere Industrieländer. Zu den Gründen hierfür zählten der gestiegene Konsum, der auf den Anstieg der Reallöhne insbesondere bei Haushalten mit niedrigem Einkommen zurückzuführen war, sowie Investitionen im Nichtwohnungsbau. Die Wirtschaftsleistung des Euroraums war 2024 weiterhin verhalten, da die gestiegenen Rohstoffpreise die Industrieproduktion der letzten zwei Jahre belasteten. Der Anstieg des verfügbaren Einkommens der Haushalte stützte jedoch den privaten Konsum, der nur durch vorsorgliches Sparen gebremst wurde. Für die chinesische Wirtschaft waren die anhaltende Schwäche des Immobiliensektors und die geringe Verbraucherzuversicht nach wie vor die größten Herausforderungen. Die globale Gesamtinflation ging weiter zurück, von durchschnittlich 6,7% im Jahr 2023 auf 5,7% im Jahr 2024. In den Industrieländern vollzog sich der Inflationsrückgang mit 2 Prozentpunkten zwischen 2023 und 2024 schneller als in den Schwellen- und Entwicklungsländern, wo die Inflation von 8,1% im Jahr 2023 auf 7,8% im Jahr 2024 sank. Die Verringerung des Inflationstempos im Jahr 2024 spiegelt die breit gestreute Mäßigung der Preise im gesamten Warenkorb wider. Im Gegensatz dazu war das Jahr 2023 von einer durch die Rohstoffpreise bedingten Abschwächung der Gesamtzahlen im Jahresvergleich bestimmt, was sich nicht in der Kerninflation6 niederschlug. Der verzögerte Effekt vorheriger Straffungen der Geldpolitik und hohe Basiswerte waren die Hauptgründe für den Rückgang der Kern- und Gesamtinflation. Infolge des nachlassenden Inflationsdrucks und des moderaten Wirtschaftswachstums begannen die wichtigsten Zentralbanken in Europa und in den USA, die monetären Konditionen zu lockern. Inmitten schwächerer makroökonomischer Fundamentaldaten begann in Europa erstmals im Juni 2024 ein neuer geldpolitischer Zyklus. Der Leitzins der EZB lag Anfang 2024 bei 4% und beendete das Jahr mit 3%, nachdem Zinssenkungen in vier Schritten (Juni, September, Oktober und Dezember) erfolgt waren. Die Bank of England zog nach und senkte die Leitzinsen in zwei Schritten (Juli und November) von 5,25% auf 4,75%. In den USA waren sowohl die Wachstums- als auch die Inflationserwartungen höher als in Europa, sodass erst im September mit Leitzinssenkungen begonnen wurde. Während der US-Leitzins im Jänner im Bereich von 5,25 bis 5,5% lag, bewegte er sich zu Jahresende (nach den Zinssenkungen in drei Schritten im September, Oktober und Dezember) in einer Bandbreite von 4,25 bis 4,50%. Im Gegensatz zum Rest der Welt erhöhte die Bank of Japan erstmals seit 2016 ihren Leitzins im März 2024 von – 0,1% auf 0,1% und in der Folge in einem weiteren Schritt Ende Juli auf 0,25%. Die zweite Erhöhung bewirkte einen vorübergehenden Crash auf den japanischen Finanzmärkten, da der steigende Yen zu Verkaufsdruck führte. Es wird erwartet, dass sich die niedrigeren Zinssätze in den meisten Teilen der Welt über geldpolitische Transmissionsmechanismen auf die Wirtschaft auswirken werden. Lockerungen der Kreditbedingungen könnten den Wohnungsmarkt, Investitionen und die Wirtschaftstätigkeit im Allgemeinen stützen. Öl Die Ölpreise bewegten sich im Durchschnitt nahe am Niveau von 2023. Platts Dated Brent lag 2024 im Durchschnitt bei USD 81/bbl, was einem Rückgang von rund 2% gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt entspricht. Die Entwicklung der Ölpreise verlief 2024 allerdings etwas anders: In der ersten Jahreshälfte lagen sie im Durchschnitt noch gut über USD 80/bbl, gaben jedoch ab dem dritten Quartal nach. Dieser Trend wurde durch geopolitische Risiken für den Öltransport und das Ölangebot ausgelöst, was zunehmend vom Eindruck abgelöst wurde, dass sich das Wachstums der Ölnachfrage verlangsamt. In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 konvergierten die Ausblicke der großen Prognoseagenturen für das Nachfragewachstum sowohl für 2024 als auch 2025 auf niedrigerem Niveau. Als eine Ursache wurden dabei häufig die schwächeren Aussichten für die chinesische Ölnachfrage angeführt. Auch in Landeswährung blieben die Ölpreise für einen großen Teil des Rohölimportmarkts höher, obwohl die Preise in US-Dollar ab dem dritten Quartal einen Abwärtstrend verzeichneten. Der Eindruck, dass die Nachfrage nicht mit dem Angebotswachstum Schritt hielt, bestätigte sich durch die Politik der OPEC in der zweiten Hälfte des Jahres 2024. Die Produzentengruppe verschob mehrmals die gestaffelte Erhöhung des Angebots, um neuen Preisdruck zu vermeiden. Im Dezember beschloss sie eine erneute Verschiebung nach einem noch langsameren Zeitplan auf das Ende des ersten Quartals 2025. Nach Schätzungen der IEA und der EIA lag das Wachstum der weltweiten Ölnachfrage im Jahr 2024 bei etwa 1 Mio bbl/d im Jahresvergleich, was eine deutliche Verlangsamung gegenüber der für 2023 geschätzten globalen Wachstumsrate von 2 Mio bbl/d im Jahresvergleich bedeutet. Ölpreis (Brent) – Monatsdurchschnitt1 In USD/bbl 1 S&P Platts Dated Brent Monatsdurchschnittskurs Erdgas Die europäischen Erdgas-Benchmarks lagen 2024 im Durchschnitt auf niedrigeren Niveaus als 2023. Anfang 2024 fielen die Preise an den europäischen Hubs auf den niedrigsten Stand seit 2021, wobei der TTF kurzzeitig sogar unter 25 EUR/MWh lag. Die europäische Erdgasnachfrage blieb laut IEA verhalten, wenngleich die Rückgänge weitaus langsamer verliefen als in den Jahren 2022 und 2023, als die Marktpreise für Gas deutlich höher waren. Die zu Beginn des Jahres 2024 beobachteten niedrigeren Preise blieben nicht ohne Auswirkungen. Die Gasnachfrage der europäischen Industrie erholte sich zumindest teilweise und glich gewisse Rückgänge im Stromerzeugungssektor aus, auch wenn in einigen wichtigen energieintensiven Sektoren größere Schwierigkeiten zu beobachten waren. Gleichzeitig waren die LNG-Zuflüsse im Jahr 2024 durchwegs geringer, da das Preisniveau nicht ausreichte, um flexible LNG-Ströme auf den europäischen Markt zu lenken. Dieses Bild änderte sich, als der Markt zu Beginn des dritten Quartals zu einer Rally ansetzte. Versorgungsunsicherheiten sowie der bevorstehende Beginn der Heizsaison und die stärkere Nachfrage des Stromsektors trieben die Preise am TTF und THE gegen Jahresende in Richtung 50 EUR/MWh. Dieses Preisniveau schien ausreichend, um sicherzustellen, dass Europa wieder zum Premiummarkt für LNG vor Asien wurde. Dies zeigte sich schließlich an den vermehrten Zuflüssen, als sich die Speicher nach dem Beginn der Heizperiode phasenweise rasch leerten. Insgesamt war die europäische Erdgasnachfrage 2024 im Vergleich zu 2023 nahezu unverändert. Erdgaspreis (THE) – Monatsdurchschnitt1 In EUR/MWh 1 Powernext Gaspreis Deutschland Raffineriemarge Die Raffineriemarge lag 2024 bei etwa USD 7,1/bbl. Dies bedeutet einen deutlichen Rückgang gegenüber USD 11,6/bbl im Jahr 2023, nachdem die ersten Phasen des Russland-Ukraine-Kriegs zu beispiellosen Höchstständen geführt hatten und sich der Raffineriesektor nur schleppend konsolidierte. Der Crack-Spread für Naphtha erholte sich von den extremen Tiefstständen im Jahr 2023 und kehrte zu historischen Trends zurück, wenngleich makroökonomische Herausforderungen weiterhin die Marktstimmung drückten. Ab der zweiten Jahreshälfte wurde der Markt jedoch dadurch gestützt, dass sich der Abschlag von LPG gegenüber Naphtha verringerte. Für die Hersteller:innen von petrochemischen Produkten wurde Naphtha damit zu einem preislich attraktiveren Ausgangsstoff. Der Crack-Spread für Benzin schwächte sich im Vergleich zu den Spitzenwerten von 2023 ab. Gegen Ende des zweiten Quartals begannen die Fundamentaldaten von den Trends des Jahres 2023 abzuweichen. Der Crack-Spread ließ saisonal gegenläufig nach, da die Reisesaison in den USA schwächer als erwartet ausfiel. Dies führte zu einer komplizierteren transatlantischen Arbitrage von Europa in die USA. Darüber hinaus wurde die Produktion in der Dangote-Raffinerie in Nigeria in der zweiten Jahreshälfte hochgefahren, was zu geringeren Exporten nach Westafrika führte und zukünftige Erwartungen trübte. Die Crack-Spreads für Mitteldestillate profitierten vor allem vom Russland-Ukraine-Krieg. In den letzten Jahren kehrten die Märkte jedoch wieder zu historischen Trends zurück. Dennoch lag der Crack-Spread für Diesel im ersten Quartal 2024 immer noch bei rund USD 200/t und war damit doppelt so hoch wie im historischen Durchschnitt. Die Märkte gaben im April deutlich nach, da die Heizsaison zu Ende ging und das geschwächte makroökonomische Umfeld in Europa die Nachfrage beeinträchtigte. Ab dem Sommer gingen auch die Frachtraten deutlich zurück. Dadurch gelangte mehr Arbitragevolumen aus den USA und dem Mittleren Osten nach Europa, was zusätzlichen Druck auf den Markt ausübte. Raffinerie-Referenzmarge Europa (OMV) – Monatsdurchschnitt1 In USD/bbl 1 Interne Berechnung auf der Grundlage von Platts, Argus und ICIS Interne Berechnung auf der Grundlage von Platts, Argus und ICIS Chemikalien Obwohl sich die Situation auf dem europäischen Markt für Basischemikalien 2024 im Vergleich zum Vorjahr verbesserte, waren die Bedingungen weiterhin herausfordernd. Die Nachfrage nach Basischemikalien übertraf die Erwartungen. Einen stützenden Effekt hatten dabei die eingeschränkten Importe von Monomeren und Derivaten. Dies führte im Jahr 2024 zu einer Steigerung der Cracker-Auslastungen auf rund 72% und damit zu einer Erholung gegenüber dem historisch niedrigen Durchschnittswert von 68% im Jahr 2023. Geplante und ungeplante Cracker-Stillstände sowie dauerhafte Schließungen trugen zum Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Markt bei. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 schränkte der niedrige Wasserstand im Panamakanal die Transporte wichtiger Olefin-Derivate wie PE und PP ein. Obwohl sich die Situation im weiteren Verlauf des Jahres verbesserte, waren die Frachtraten aufgrund der geopolitischen Spannungen am Roten Meer weiterhin hoch. Auch wenn sich die Nachfrage besser als erwartet entwickelte, blieb der europäische Markt aufgrund der Konjunkturflaute insgesamt schwach. Besonders betroffen war das durch die Zinserhöhungen stark beeinträchtigte Baugewerbe. Bei Polyolefinen wirkte sich der Überhang durch neue Kapazitäten in Asien weiterhin beeinträchtigend auf Auslastungen und Preise aus. Die Nachfrage in Asien wurde durch die Konsumgüterindustrie sowie durch staatliche Konjunkturmaßnahmen bis zu einem gewissen Grad gestützt. Die Erholung der Tourismus- und Gastronomiebranche, insbesondere in China und Südostasien, trug ebenfalls zum Nachfragewachstum bei. Allerdings führten die anhaltenden Herausforderungen im Immobiliensektor, die niedrige Geburtenrate in China und die schwache Nachfrage nach Fertigprodukten zu einem im Vergleich zu früheren Jahren langsameren Nachfragewachstum. Im Jahr 2024 lagen die Anlagenauslastungen in Nordostasien für Polyethylen bei 80% (2023: 83%) und für Polypropylen bei 77% (2023: 80%). In Europa war die Endverbrauchernachfrage weiterhin durch die gesamtwirtschaftliche Eintrübung und den Abschwung in mehreren Sektoren, insbesondere in der Infrastrukturbranche, beeinträchtigt. Der erhebliche Zustrom von Fertigwaren aus China sorgte für eine weitere Verzögerung der Erholung der Industrie. Der europäische Polyolefinmarkt stand 2024 unter erheblichem Importdruck. Ursächlich dafür waren günstigere Preise auf externen Märkten und wirtschaftliche Herausforderungen in der Region. Dessen ungeachtet war das Angebot das ganze Jahr über ausreichend. Im Jahr 2024 lagen die Anlagenauslastungen in Europa für Polyethylen bei 77% (2023: 68%) und für Polypropylen bei 80% (2023: 78%). Polyolefinmargen (OMV) – Monatsendwerte1 In EUR/t 1 Interne Berechnung auf der Grundlage von ICIS, berechnet mit 50% Polyethylen und 50% Polypropylen Finanzieller Lagebericht Ergebnisse auf einen Blick In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) 2024 2023 Δ Umsatzerlöse 33.981 39.463 –14% CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1 5.141 6.024 –15% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Chemicals1 459 94 n.m. CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Fuels & Feedstock1 927 1.651 –44% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Energy1 3.810 4.357 –13% Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Konzernbereich & Sonstiges1 –73 –51 –43% Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 19 –27 n.m. CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten in % 45 43 2 CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten1 2.814 3.421 –18% Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten1,2 2.090 2.593 –19% CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten1 in EUR 6,39 7,93 –19% Sondereffekte3 –764 –668 –14% davon Chemicals –55 –214 74% davon Fuels & Feedstock –98 146 n.m. davon Energy –605 –586 –3% davon Konzernbereich & Sonstiges –6 –14 54% CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (−) –123 –130 6% Operatives Ergebnis Konzern 4.254 5.226 –19% Operatives Ergebnis Chemicals 404 –120 n.m. Operatives Ergebnis Fuels & Feedstock 709 1.671 –58% Operatives Ergebnis Energy 3.205 3.771 –15% Operatives Ergebnis Konzernbereich & Sonstiges –80 –65 –22% Konsolidierung: Zwischengewinneliminierung 16 –31 n.m. Finanzerfolg –19 –70 72% Steuerquote des Konzerns in % 52 58 –6 Periodenüberschuss 2.024 1.917 6% Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Periodenüberschuss2 1.389 1.480 –6% Ergebnis je Aktie in EUR 4,25 4,53 –6% Cashflow aus der Betriebstätigkeit 5.456 5.709 –4% Freier Cashflow vor Dividenden 2.304 2.682 –14% Freier Cashflow nach Dividenden –158 349 n.m. Organischer freier Cashflow vor Dividenden 1.986 2.272 –13% Organischer freier Cashflow nach Dividenden –475 –61 n.m. Leverage-Grad in % 12 8 4 Investitionen4 4.101 3.965 3% Organische Investitionen5 3.710 3.748 –1% CCS ROACE vor Sondereffekten in % 10 12 –2 ROACE in % 7 7 0 1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu finden sich in Anhangangabe 6 – Segmentberichterstattung – des Anhangs zum Konzernabschluss 2 Nach Abzug des den Hybridkapitalbesitzern sowie den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnenden Jahresüberschusses 3 Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird der Ausweis von Sondereffekten als angemessen betrachtet. Zur Darstellung vergleichbarer Ergebnisse müssen bestimmte Positionen hinzugefügt oder abgezogen werden. Sondereffekte von at-equity bewerteten Beteiligungen und temporären Hedging-Effekten für wesentliche Hedging-Transaktionen werden berücksichtigt. 4 Investitionen beinhalten Akquisitionen. 5 Organische Investitionen berechnen sich aus Investitionen einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen. Erläuterungen zu den Ergebnissen auf einen Blick CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Sondereffekte und CCS Effekte In EUR Mio 2024 2023 Δ CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1 5.141 6.024 –15% Sondereffekte –764 –668 -14% davon Personallösungen –15 –6 –163% davon Wertminderungen/Wertaufholungen –504 –44 n.m. davon Anlagenverkäufe 23 208 –89% davon Sonstiges –268 –827 68% CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–) –123 –130 6% Operatives Ergebnis Konzern 4.254 5.226 –19% 1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten7 In EUR Mio Mit EUR 5,1 Mrd erzielte OMV im Jahr 2024 ein starkes CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten. Dieses sank um 15% verglichen mit dem Ergebnis 2023 infolge des ungünstigeren Marktumfelds. Während der Beitrag von Chemicals deutlich zunahm, sank das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten von Fuels & Feedstock und Energy aufgrund niedrigerer Erdgasverkäufe, Ölpreise und Raffineriemargen. CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten8 Die CCS Steuerquote des Konzerns vor Sondereffekten lag bei 45%, um 2 Prozentpunkte niedriger im Vergleich zu 43% im Vorjahr. Grund dafür ist der gestiegene Anteil von Unternehmen in Hochsteuerländern des Geschäftsbereichs Energy am Konzernergebnis. Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten9 In EUR Mio Der den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenüberschuss vor Sondereffekten sank von EUR 2,6 Mrd auf EUR 2,1 Mrd im Jahr 2023 infolge des Operativen Ergebnisses. Leverage-Grad10 Die finanzielle Performance von OMV führte zu einem nur moderaten Anstieg des Leverage-Grads auf 12% im Jahr 2024 von 8% im Vorjahr. Dies unterstreicht weiterhin die finanzielle Stärke von OMV trotz konstanter Investitionsaktivitäten und einer hohen Dividende an die Aktionär:innen. CCS ROACE vor Sondereffekten11 Von starken operativen Leistungen getrieben, konnte OMV im Jahr 2024 einen CCS NOPAT vor Sondereffekten von EUR 2,7 Mrd erzielen, verglichen mit EUR 3,3 Mrd im Jahr 2023. Der geringfügige Anstieg des durchschnittlich eingesetzten Kapitals um 1% und der niedrigere CSS NOPAT vor Sondereffekten führten zu einem Rückgang des CCS ROACE vor Sondereffekten von 12% im Jahr 2023 auf 10% im Jahr 2024. Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital-Positionen12 In EUR Mio Im Jahr 2024 stieg der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exkl. Net-Working-Capital-Positionen auf EUR 5,3 Mrd (2023: EUR 4,6 Mrd), was durch niedrigere Zahlungen für Einkommensteuern unterstützt wurde. Organischer freier Cashflow vor Dividenden13 In EUR Mio Im Jahr 2024 wurde ein organischer freier Cashflow vor Dividenden in Höhe von EUR 2,0 Mrd erzielt, der um 13% unter dem Niveau des Vorjahres lag. Organische Investitionen14 In EUR Mio Die organischen Investitionen blieben mit EUR 3,7 Mrd stabil, da der Rückgang der Investitionen in den Geschäftsbereichen Fuels & Feedstock sowie Chemicals durch einen Anstieg der Investitionen im Bereich Energy ausgeglichen wurde. Investitionen (CAPEX)15 Gesamte Investitionen In EUR Mio Die Investitionen in Chemicals sanken erheblich auf EUR 1.081 Mio (2023: EUR 1.345 Mio). Während 2024 die Übernahme des Unternehmens Integra Plastics AD beinhaltete, wurde 2023 durch einen Kapitalzuschuss an Baystar, die Akquisition der Rialti S.p.A. sowie organische Investitionen im Stickstoffgeschäft vor dessen Veräußerung im Juli 2023 beeinflusst. Organische Investitionen fanden 2024 neben den üblichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen im Zuge der Errichtung einer neuen PDH-Anlage in Kallo (Belgien) durch Borealis, der Errichtung der Sortieranlage für chemisches Recycling in Walldürn (Deutschland) und der Errichtung der ReOil®-Anlage in Schwechat (Österreich) sowie zur Förderung des Wachstums bei Spezialprodukten statt. Die Investitionen in Fuels & Feedstock beliefen sich auf EUR 980 Mio (2023: EUR 984 Mio). Die Investitionen waren im Jahr 2023 aufgrund von höheren Investitionen in die Co-Processing-Anlage in Schwechat und Generalüberholungen in den Raffinerien Schwechat und Petrobrazi geringfügig höher, ungeachtet des Erwerbs von Tankstellen in Österreich für den gewerblichen Straßentransport in Q3/24. Die organischen Investitionen umfassten neben den gewöhnlichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen Investitionen in die Aromaten-Anlage und die SAF/HVO-Anlage, einschließlich Elektrolyseuren, in Petrobrazi, sowie Investitionen in das Ladenetz für Elektrofahrzeuge. Die Investitionen in Energy einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben wurden 2024 signifikant auf EUR 1.972 Mio gesteigert (2023: EUR 1.582 Mio). Ursächlich dafür waren hauptsächlich die verstärkten Aktivitäten beim Projekt Neptun Deep in Rumänien. Organische Investitionen wurden 2024 vorwiegend für Projekte in Rumänien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Norwegen getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Norwegen, Rumänien und Österreich bezogen, beliefen sich im Jahr 2024 auf EUR 229 Mio und waren damit niedriger als das Niveau von EUR 248 Mio im Jahr 2023. Die Überleitung von den gesamten Investitionen zu den Investitionen laut Cashflow-Rechnung ist folgender Tabelle zu entnehmen: Investitionen In EUR Mio 2024 2023 ∆ Investitionen gesamt 4.101 3.965 3% +/– sonstige Anpassungen –51 –14 –264% – Investitionen in Finanzanlagen –350 –215 –63% Zugang lt. Anlagespiegel (immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) 3.699 3.736 –1% +/– Anpassungen zur Cashflow-Rechnung1 –186 –248 25% Zahlungswirksame Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.513 3.487 1% + Zahlungswirksame Investitionen, Ausleihungen und sonstige Finanzanlagen 605 635 –5% + Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel 199 52 283% Investitionen laut Cashflow-Rechnung 4.317 4.174 3% 1 Umfasst unter anderem neue Leasingverträge, Investitionen in zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und nicht zahlungswirksame Änderungen. Erläuterungen zur Konzern-Cashflow-Rechnung Konzern-Cashflow-Rechnung (verkürzt) In EUR Mio 2024 2023 ∆ Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen 5.308 4.638 14% Cashflow aus der Betriebstätigkeit 5.456 5.709 –4% Cashflow aus der Investitionstätigkeit –3.152 –3.027 4% Freier Cashflow 2.304 2.682 –14% Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –3.132 –3.771 –17% Währungsdifferenz auf liquide Mittel 0 –25 n.m. Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel –828 –1.114 –26% Liquide Mittel Periodenbeginn 7.011 8.124 –14% Liquide Mittel Periodenende 6.182 7.011 –12% davon liquide Mittel, umgegliedert auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen — 91 n.m. In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen 6.182 6.920 –11% Freier Cashflow nach Dividenden –158 349 n.m. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen erhöhte sich 2024 auf EUR 5.308 Mio (2023: EUR 4.638 Mio), unterstützt durch niedrigere Zahlungen für Einkommensteuern. Net-Working-Capital-Positionen führten zu einem Mittelzufluss von EUR 148 Mio verglichen mit EUR 1.071 Mio im Jahr 2023. Das Vorjahr war durch den signifikanten Rückgang der Gaspreise beeinflusst. Als Ergebnis betrug der Cashflow aus der Betriebstätigkeit EUR 5.456 Mio (2023: EUR 5.709 Mio). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit verzeichnete 2024 einen Mittelabfluss von EUR –3.152 Mio gegenüber EUR –3.027 Mio im Jahr 2023. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt 2024 Mittelzuflüsse von EUR 766 Mio aus dem erfolgreichen Verkauf des 50%-Anteils von OMV an SapuraOMV. Im Jahr 2023 beinhaltete der Cashflow aus der Investitionstätigkeit Mittelzuflüsse von EUR 661 Mio aus dem erfolgreichen Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs von Borealis und von EUR 272 Mio aus dem Verkauf des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergab einen Mittelabfluss von EUR –3.132 Mio gegenüber EUR –3.771 Mio im Jahr 2023. Das Jahr 2024 war positiv beeinflusst durch die Ausgabe von zwei Anleihen (zu je EUR 500 Mio). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthielt in 2024 die Rückzahlung einer Anleihe und einer Hybridanleihe mit einer Nominale von in Summe EUR 1,00 Mrd (2023: EUR 1,25 Mrd). Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung (verkürzt) In EUR Mio (wenn nicht anders angegeben) 2024 2023 Δ Umsatzerlöse 33.981 39.463 –14% Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 988 1.068 –8% Summe Erlöse und sonstige Erträge 34.968 40.531 –14% Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) –19.787 –24.222 –18% Produktions- und operative Aufwendungen und produktionsbezogene Steuern –4.542 –4.929 –8% Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –2.994 –2.463 22% Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –2.814 –3.006 –6% Explorationsaufwendungen –151 –222 –32% Sonstige betriebliche Aufwendungen –426 –462 –8% Operatives Ergebnis 4.254 5.226 –19% Finanzerfolg –19 –70 –72% Ergebnis vor Steuern und vor Solidaritätsbeitrag 4.235 5.156 –18% Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl — –552 –100% Ergebnis vor Steuern 4.235 4.604 –8% Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –2.211 –2.687 –18% Periodenüberschuss 2.024 1.917 6% davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 64 72 –10% davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 571 366 56% Periodenüberschuss den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.389 1.480 –6% Effektivsteuersatz (%) 52 58 –6 Umsätze mit Dritten 2024 (2023) In EUR Mio wenn nicht anders angegeben (Vorjahr) Umsätze nicht konsolidiert 2024 (2023) In EUR Mio wenn nicht anders angegeben (Vorjahr) Der Umsatz sank um 14% auf EUR 33.981 Mio und ist insbesondere auf die niedrigeren Marktpreise zurückzuführen. Die regionale Umsatzaufteilung mit Dritten finden Sie sich im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 6 – Segmentberichterstattung). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von EUR 742 Mio im Jahr 2023 auf EUR 688 Mio. Das Jahr 2024 wurde erheblich durch einen Gewinn von EUR 234 Mio erheblich beeinflusst, der sich aus dem Abschluss des Schiedsgerichtsverfahrens im Zusammenhang mit dem deutschen Gasliefervertrag mit Gazprom Export ergab. Das Jahr 2023 war hauptsächlich durch Gewinne in Höhe von EUR 221 Mio aus dem Verkauf des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien beeinflusst. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 8 – Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen). Das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen verringerte sich im Jahr 2024 um EUR 26 Mio auf EUR 299 Mio, hauptsächlich aufgrund eines geringeren Beitrags von Abu Dhabi Oil Refining, bedingt durch ein schwächeres Marktumfeld, teilweise ausgeglichen durch die Wertminderung von Explorations- und Evaluierungsvermögenswerten im Jahr 2023, die in der ursprünglichen Kaufpreisallokation von OMV für seinen Anteil an der Pearl Petroleum Company Limited enthalten waren. Die Nettoaufwendungen aus Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2024 waren die Haupttreiber Wertminderungen von EUR 222 Mio auf Gasvermögenswerte in Neuseeland, EUR 125 Mio auf Vermögenswerte im Geschäftsbereich Energy, für die ein Veräußerungsprozess eingeleitet wurde, und EUR 121 Mio auf Öl- und Gasvermögenswerte in Rumänien. Im Jahr 2023 gab es Zuschreibungen von EUR 186 Mio im Zusammenhang mit Vermögenswerten in Libyen und Gasspeichern in Deutschland sowie Wertminderungen von EUR 57 Mio im Zusammenhang mit dem Stickstoffgeschäft von Borealis und EUR 54 Mio im Zusammenhang mit der Renasci N.V. und der BlueAlp Holding B.V. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 9 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen). Das Finanzergebnis verbesserte sich von EUR –70 Mio im Jahr 2023 auf EUR –19 Mio im Jahr 2024. Im Jahr 2024 wurde das Ergebnis durch ein positives Fremdwährungsergebnis sowie Zinserträge nach Abschluss des Schiedsgerichtsverfahrens im Zusammenhang mit dem deutschen Gasliefervertrag mit Gazprom Export beeinflusst. Dies wurde teilweise durch geringere Erträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 ausgeglichen. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 13 – Finanzerfolg). Der Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl in Rumänien wurde im Jahr 2023 eingeführt und führte zu einer Verpflichtung zur Zahlung eines Beitrags pro verarbeiteter Tonne Rohöl in den Jahren 2022 und 2023. Im Jahr 2023 wurde ein Solidaritätsbeitrag in Höhe von EUR 552 Mio für die in den Jahren 2022 und 2023 verarbeiteten Rohölmengen erfasst. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen). Der effektive Steuersatz sank von 58% im Jahr 2023 auf 52% im Jahr 2024 was vor allem auf den Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl in Rumänien (verringert das Ergebnis vor Steuern, der Aufwand ist jedoch steuerlich nicht abzugsfähig) zurückzuführen war. Mehr über den Konzern-Effektivsteuersatz finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 14 – Steuern vom Einkommen und Ertrag). Erläuterungen zur Konzernbilanz Konzernbilanz (verkürzt) In EUR Mio 2024 2023 Δ Aktiva Langfristiges Vermögen 32.679 31.559 4% Kurzfristiges Vermögen 15.709 17.432 –10% Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 425 1.671 –75% Passiva Eigenkapital 24.617 25.369 –3% Langfristige Verbindlichkeiten 14.735 14.826 –1% Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.404 9.846 –4% Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 56 622 –91% Summe Aktiva/Passiva 48.813 50.663 –4% Langfristiges Vermögen: Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Jahr 2024 durch wesentliche Investitionen beeinflusst. Diese Effekte wurden hauptsächlich durch Abschreibungen und Wertminderungen teilweise ausgeglichen. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 16 – Immaterielle Vermögenswerte und >Anhangangabe 17 – Sachanlagen). Die at-equity bewerteten Beteiligungen verringerten sich von EUR 6.668 Mio im Jahr 2023 auf EUR 6.661 Mio im Jahr 2024, hauptsächlich aufgrund von Dividendenausschüttungen in Höhe von EUR 776 Mio, teilweise ausgeglichen durch EUR 396 Mio positive Währungseffekte sowie EUR 299 Mio positive Ergebnisse, hauptsächlich von der Borouge PLC und der ADNOC Global Trading. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen). Kurzfristiges Vermögen: Der Rückgang der Derivate von EUR 742 Mio auf EUR 220 Mio war hauptsächlich aufgrund der Änderung von Spreads im Gasgeschäft zurückzuführen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von EUR 6.920 Mio auf EUR 6.182 Mio. Mehr dazu finden Sie im Kapitel Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung.. Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten: Der Rückgang war vor allem auf den Abschluss des Verkaufs der 50-prozentigen Anteile an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. im Jahr 2024 zurückzuführen. Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur). Langfristige Verbindlichkeiten: Der Anstieg in der Position Anleihen war im Wesentlichen auf die Ausgabe von zwei Anleihen (Nominale je EUR 500 Mio) zurückzuführen, der teilweise durch Umgliederungen von ca. EUR 800 Mio von langfristig auf kurzfristig ausgeglichen wurde. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten). Die Position der sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten verringerte sich hauptsächlich aufgrund der Umgliederung von Krediten von langfristig auf kurzfristig um etwa EUR 330 Mio. Kurzfristige Verbindlichkeiten: Der Anstieg in der Position Anleihen war hauptsächlich durch die Umgliederung von ungefähr EUR 800 Mio von langfristig auf kurzfristig bedingt, der durch die Rückzahlung einer Anleihe mit einer Nominale von EUR 500 Mio teilweise ausgeglichen wurde. Mehr dazu finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss (>Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten). Chemicals Im Geschäftsbereich Chemicals zählt OMV zu den weltweit führenden Anbietern von fortschrittlichen und kreislauforientierten Polyolefinlösungen und ist ein europäischer Marktführer bei Basischemikalien und im Kunststoffrecycling. Das Unternehmen versorgt über Borealis und seine beiden Joint Ventures – Borouge mit ADNOC in den VAE und Baystar mit TotalEnergies in den USA – weltweit Kunden mit Dienstleistungen und Produkten. Auf einen Blick 2024 2023 ∆ Operatives Ergebnis vor Sondereffekten in EUR Mio 459 94 n.m. davon Borealis exklusive JVs in EUR Mio 247 –74 n.m. davon Borealis JVs in EUR Mio 180 102 77% Sondereffekte in EUR Mio –55 –214 74% Operatives Ergebnis in EUR Mio 404 –120 n.m. Investitionen1 in EUR Mio 1.081 1.345 –20% Ethylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 505 507 –0% Propylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 384 389 –1% Polyethylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 432 322 34% Polypropylen-Referenzmarge Europa in EUR/t 402 355 13% Steamcracker-Auslastungsgrad Europa 84% 80% 5 Verkaufsmenge Polyolefine in Mio t 6,27 5,69 10% davon Verkaufsmenge Polyethylen exkl. JVs in Mio t 1,83 1,63 12% davon Verkaufsmenge Polypropylen exkl. JVs in Mio t 2,04 1,86 9% davon Verkaufsmenge Polyethylen JVs2 in Mio t 1,52 1,28 19% davon Verkaufsmenge Polypropylen JVs2 in Mio t 0,89 0,92 –3% 1 Investitionen beinhalten Akquisitionen 2 Anteilige Mengen der at-equity konsolidierten Unternehmen Finanzielle Performance Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg im Jahr 2024 erheblich um EUR 365 Mio und erreichte EUR 459 Mio (2023: EUR 94 Mio). Dies war hauptsächlich auf einen deutlich höheren Beitrag von Borealis exklusive JVs, angesichts eines erheblich stärkeren Polyolefingeschäfts und eines verbesserten Basischemikaliengeschäfts, sowie auf einen erhöhten Beitrag der Borealis JVs zurückzuführen. Der Beitrag des OMV Basischemikaliengeschäfts ging leicht zurück, hauptsächlich aufgrund geringfügig niedrigerer Olefin-Referenzmargen. Die Ethylen-Referenzmarge Europa blieb nahezu unverändert bei EUR 505/t (2023: EUR 507/t), während die Propylen-Referenzmarge Europa um 1% auf EUR 384/t (2023: EUR 389/t) sank. Sowohl die Olefin-Kontraktpreise als auch die Naphtha-Preise lagen geringfügig über dem Niveau von 2023. Während die Nachfrage im Vergleich zu den Tiefstständen im Jahr 2023 leichte Verbesserungen verzeichnete, führten gestiegene Rohstoffkosten zu geringfügig niedrigeren Margen. Der Auslastungsgrad der europäischen Steamcracker, die von OMV und Borealis betrieben werden, stieg auf 84% (2023: 80%). Während 2023 durch die geplanten Generalüberholungen der Steamcracker in Schwechat und Porvoo beeinflusst wurde, war der Auslastungsgrad des Steamcrackers in Burghausen im Jahr 2024 hauptsächlich aufgrund eines Ausfalls der Rohöldestillationsanlage in Q3/24 geringer. Der Beitrag von Borealis exklusive JVs belief sich im Jahr 2024 auf EUR 247 Mio, was einem signifikanten Anstieg von EUR 321 Mio im Vergleich zu EUR –74 Mio im Jahr 2023 entspricht. Dies war hauptsächlich auf verbesserte Polyolefin-Referenzmargen, höhere Verkaufsmengen und den Wegfall des negativen Beitrags aus dem Stickstoffgeschäft in der Vorjahresperiode aufgrund dessen Veräußerung im Juli 2023 zurückzuführen. Darüber hinaus waren die Lagerbewertungseffekte, exklusive des Stickstoffgeschäfts, leicht positiv und fielen um rund EUR 135 Mio höher aus als 2023. Das Basischemikaliengeschäft von Borealis verbesserte sich größtenteils aufgrund eines höheren Auslastungsgrads der bestehenden PDH-Anlage in Kallo und des Steamcrackers in Porvoo sowie infolge positiver Lagerbewertungseffekte. Das Polyolefingeschäft verbesserte sich deutlich, insbesondere infolge höherer Polyolefin-Referenzmargen und positiver Lagerbewertungseffekte sowie höherer Verkaufsmengen. Höhere Fixkosten hatten einen leicht kompensierenden Effekt. Die Polyethylen-Referenzmarge Europa stieg um 34% auf EUR 432/t (2023: EUR 322/t), während die Polypropylen-Referenzmarge Europa um 13% auf EUR 402/t (2023: EUR 355/t) zunahm. Die Polyolefin-Referenzmargen profitierten von reduzierten Importmengen nach Europa sowie einer verbesserten Nachfrage infolge des Nachlassens der negativen Folgen der Lebenshaltungskostenkrise. Während die realisierte Gesamtmarge bei Standardprodukten im Vergleich zu 2023 höher war, zeigte die realisierte Gesamtmarge bei Spezialprodukten ein signifikanteres Wachstum. Verglichen mit 2023 stieg die Verkaufsmenge an Polyethylen exklusive JVs um 12%, während die Verkaufsmenge an Polypropylen exklusive JVs um 9% zunahm. Die Verkaufsmengen in allen von Borealis belieferten Sektoren entwickelte sich positiv, hauptsächlich aufgrund erhöhter Marktanteile und Akquisitionen. Der Verkauf des Stickstoffgeschäfts an AGROFERT, a.s. wurde Anfang Juli 2023 abgeschlossen; infolgedessen fiel der negative Beitrag aus dem Stickstoffgeschäft in Höhe von EUR –28 Mio im Jahr 2023 weg. Der Beitrag der Borealis JVs, ausgewiesen als der OMV Anteil am Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen, stieg 2024 signifikant auf EUR 180 Mio (2023: EUR 102 Mio). Dies war in erster Linie dem höheren Beitrag von Borouge zu verdanken, wurde aber auch durch einen weniger negativen Beitrag von Baystar unterstützt. Die Polyethylen-Verkaufsmengen der JVs wuchsen im Vergleich zu 2023 um 19%, während die Polypropylen-Verkaufsmengen der JVs um 3% zurückgingen. Das Ergebnis von Borouge verbesserte sich vor allem aufgrund höherer Verkaufsmengen. Im Jahr 2024 gingen die Polypropylen-Verkaufsmengen bei Borouge leicht zurück, während die Polyethylen-Verkaufsmengen erheblich stiegen, da 2023 von der geplanten Generalüberholung bei Borouge 2 betroffen war. Im Vergleich zu 2023 stiegen auch die Polyethylen-Verkaufsmengen bei Baystar, hauptsächlich infolge des laufenden Hochfahrprozesses der neuen Polyethylen-Anlage Bay 3. Der Ethancracker von Baystar verzeichnete im Vergleich zu 2023 einen höheren Auslastungsgrad, und das trotz eines durch den Frost in Texas bedingten Ausfalls zu Beginn des Jahres 2024. Gestiegene Kosten infolge höherer geplanter Abschreibungen und Zinsaufwendungen nach der Inbetriebnahme der Bay 3-Anlage führten trotz der operativen Verbesserungen zu einem deutlich negativen Ergebnisbeitrag von Baystar. Die Netto-Sondereffekte lagen 2024 bei EUR –55 Mio (2023: EUR –214 Mio) und waren hauptsächlich auf Rohstoffderivate zurückzuführen. Die Netto-Sondereffekte im Jahr 2023 waren zu einem großen Teil eine Folge der Wertminderungen des Stickstoffgeschäfts von Borealis. Das Operative Ergebnis im Bereich Chemicals stieg signifikant auf EUR 404 Mio, verglichen mit EUR –120 Mio im Jahr 2023. Die Investitionen in Chemicals sanken erheblich auf EUR 1.081 Mio (2023: EUR 1.345 Mio). Während 2024 die Übernahme des Unternehmens Integra Plastics AD beinhaltete, wurde 2023 durch einen Kapitalzuschuss an Baystar, die Akquisition von Rialti S.p.A. sowie organische Investitionen im Stickstoffgeschäft vor dessen Veräußerung im Juli 2023 beeinflusst. Organische Investitionen fanden 2024 neben den üblichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen im Zuge der Errichtung einer neuen PDH-Anlage in Kallo, Belgien, durch Borealis, der Errichtung der Sortieranlage für chemisches Recycling in Walldürn, Deutschland, der Errichtung der ReOil®-Anlage in Schwechat, Österreich, sowie zur Förderung des Wachstums bei Spezialprodukten statt. Geschäftsüberblick Im Geschäftsbereich Chemicals zählt OMV zu den weltweit führenden Anbietern von fortschrittlichen und kreislauforientierten Polyolefinlösungen und ist ein europäischer Marktführer bei Basischemikalien und im Kunststoffrecycling. Chemicals umfasst die Produktion von Basischemikalien, integriert in den von OMV betriebenen Raffinerien in Österreich und Deutschland, das Basischemikalien- und Polyolefingeschäft von Borealis sowie mehrere Joint Ventures. OMV hat eine maßgebliche Präsenz in Europa und unterhält zwei starke Partnerschaften – Borouge mit ADNOC in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Baystar mit TotalEnergies in den USA –, um weltweit Kunden in aller Welt mit Dienstleistungen und Produkten zu versorgen. Die Produktionskapazität beläuft sich einschließlich der Joint Ventures auf 7,0 Mio t Basischemikalien, 6,4 Mio t Polyolefine (wobei sich Polyethylen und Polypropylen in etwa die Waage halten) und 0,8 Mio t Polyolefin-Compounding. Das Polyolefingeschäft bedient fünf Industriecluster: Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität. Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge in einem neuen Unternehmen, Borouge Group International, unterzeichnet. Nach Abschluss wird OMV einen Anteil von 46,9 % am neuen Unternehmen, Borouge Group International, halten – zu gleichen Anteilen und mit gemeinsamer Kontrolle mit ADNOC. ADNOC und OMV haben außerdem vereinbart, dass Borouge Group International nach Abschluss der Zusammenlegung Nova Chemicals für einen Unternehmenswert von 13,4 Milliarden USD erwerben wird. Nova Chemicals ist ein in Nordamerika ansässiger Polyolefin-Produzent und führend bei hochwertigen Verpackungslösungen und proprietären Technologien. Durch die Übernahme von Nova Chemicals wird Borouge Group International die Präsenz auf dem amerikanischen Kontinent weiter stärken und die Position bei kostengünstigen Rohstoffen ausbauen. Borouge Group International wird hervorragend positioniert sein, um Wert zu schaffen und über den gesamten Zyklus hinweg überdurchschnittliche Aktionärsrenditen zu erzielen - gestützt durch Synergieeffekte und eine starke Pipeline an Wachstumsprojekten. Mehr dazu in der >Anhangangabe 37 - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Basischemikalien Basischemikalien sind wichtige Grundelemente für die chemische Industrie und werden zu Kunststoffen, Verpackungen, Kleidung und vielen anderen Konsumgütern verarbeitet. OMV betreibt direkt zwei Steamcracker, die in die Raffinerien in Österreich und Deutschland physisch integriert sind und dadurch eine kosteneffiziente Naphtha-Versorgung ermöglichen. Borealis betreibt zwei Cracker – einen in Schweden und einen in Finnland –, die sich durch eine hohe Rohstoffflexibilität auszeichnen. Beide Anlagen können einen hohen Anteil an leichten Rohstoffen nutzen, was einen wirtschaftlichen Vorteil mit sich bringt. In Belgien betreibt Borealis eine Propan-Dehydrierungsanlage, die zu 100% auf Propan als Grundstoff setzt. OMV produziert Basischemikalien wie Olefine (Ethylen, Propylen, Butadien und hochreines Isobuten) und Aromaten (Benzol und Phenol). Trotz des anhaltenden Konjunkturabschwungs in Europa, der die Nachfrage nach Basischemikalien belastet, waren die europäischen Cracker vom OMV Konzern im Jahr 2024 besser ausgelastet als im Vorjahr: Sie erreichten einen Auslastungsgrad von 84% gegenüber 80% im Jahr 2023. Geplante und ungeplante Cracker-Stillstände sowie dauerhafte Schließungen in der gesamten europäischen Industrie trugen 2024 zum Erhalt des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage bei. Darüber hinaus verringerten hohe Frachtraten und längere Transitzeiten den Importdruck nach Europa, während die Nachfrage nach Ethylen und Propylen leicht über den Erwartungen lag und sich im Vergleich zu den niedrigen Vorjahreswerten verbesserte. Trotz schwieriger Marktbedingungen produzierte und verkaufte OMV weiterhin nachhaltige und kreislauffähige Chemikalien und konnte dabei auf eine starke Unterstützung seitens der Kund:innen bauen. Die Butadien-Referenzmargen lagen 2024 über dem Niveau von 2023. Das knappe Angebot führte dazu, dass die Butadien-Preise in der zweiten Jahreshälfte 2024 die Marke von EUR 1.000/t überschritten. Die Spotpreise waren über mehrere Monate hinweg höher als die Kontraktpreise. Im Gegensatz dazu war es 2023 aufgrund eines Long-Markts mit schwacher Nachfrage und großem Angebot zu Abschlägen bei den Spotpreisen von bis zu 50% gekommen. OMV setzte 2024 den Verkauf von nachhaltigem Butadien fort. Zusätzlich wurde erstmals Pyrolyseöl aus Altreifen verarbeitet und in den Verkauf gebracht. Die Referenzmargen für Benzol lagen deutlich über dem Vorjahresniveau. Dies war auf eine überaus rege Turnaround-Saison in den USA, logistische Störungen (Panama- und Suezkanal), eine etwas bessere Nachfrage und die verminderte Verfügbarkeit in Europa zurückzuführen. Vor allem in der ersten Hälfte des Jahres 2024 wurde der Markt durch massive Exporte in die USA, einen Rückgang der Importe, die begrenzte Verfügbarkeit von Crackern und Raffinerien sowie eine verbesserte kurzfristige Nachfrage gestützt. In der zweiten Jahreshälfte, die nicht mehr ganz so stark war, gingen die Referenzmargen hingegen aufgrund der schwachen Nachfrage nach Benzin und Derivaten zurück. Wachstumsprojekt Kallo Im Hinblick auf das erwartete Wachstum der Propylennachfrage in Europa errichtet Borealis in Kallo (Belgien) eine zweite Anlage für die Propan-Dehydrierung (PDH). PDH ist ein unerlässlicher Prozessschritt bei der Herstellung von Propylen aus Propan. Als einer der wichtigsten Bausteine in der chemischen Industrie dient Propylen auch als Rohstoff für die Herstellung von Polypropylen (PP). Das Bauprojekt machte 2024 erhebliche Fortschritte, und ist zu mehr als 90% fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist für die erste Hälfte des Jahres 2026 geplant. Die neue Anlage wird über eine geplante Produktionskapazität von 740 kt Propylen pro Jahr verfügen und an das bestehende Pipelinenetz im Raum Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen (ARA) angeschlossen, was kosteneffiziente und zugleich nachhaltige Propylen-Transporte ermöglicht. Polyolefine Durch seine Tochtergesellschaft Borealis ist OMV heute das zweitgrößte polyolefinproduzierende Unternehmen in Europa und zählt weltweit zu den Top Ten in der Branche. Die Polyolefinprodukte von Borealis sind die Grundlage vieler wertvoller Kunststoffanwendungen, die aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Borealis betreibt acht Polyolefinanlagen, die an den Standorten Schwechat, Stenungsund, Porvoo und Burghausen rückwärts in die Steamcracker integriert sind. Hinzu kommen die Standorte Beringen und Kallo, wo sie in die Propan-Dehydrierung integriert sind, sowie die Anlagen in Antwerpen und Geleen. Darüber hinaus betreibt Borealis mehrere Compoundinganlagen in Europa, den USA, Südkorea und Brasilien (JV mit Braskem). Mit der proprietären Borstar®-Technologie zur Herstellung von Polyolefinen produziert Borealis einen Großteil der Spezialpolyolefine, die rund 45% der Gesamtverkaufsmengen ausmachen. Während das Geschäft mit Standardpolyolefinen durch Importe aus verschiedenen Regionen der Welt beeinflusst wird, sind die Spezialpolyolefine aufgrund ihrer hohen technologischen Integration und der engen Kundenbeziehungen des Unternehmens besser geschützt. Borealis bietet fortschrittliche Polyolefine als Neuware und als kreislauffähige Lösungen für die folgenden Schlüsselindustrien an: Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität. Die Polyolefine von Borealis tragen durch die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen und Energieeffizienz wesentlich zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette bei. Der Markt für Polyolefine im Jahr 2024 blieb im historischen Vergleich schwach, zeigte jedoch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu dem beispiellosen Lagerbestandsabbau, der in der zweiten Jahreshälfte 2023 entlang der gesamten Wertschöpfungskette stattgefunden hatte. Störungen im weltweiten Containerschiffsverkehr, die höhere Logistikkosten und längere Lieferzeiten für importierte Materialien mit sich brachten, erwiesen sich von Februar bis September für den europäischen Polyolefinmarkt von Vorteil. Mit dem Nachlassen dieser Störungen im letzten Quartal 2024 stieg das Angebot in Europa, was sich negativ auf die Rentabilität der Branche auswirkte. Erneuerbare und kreislauforientierte Chemikalien Kunststoffe sind aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken: Sie halten unsere Lebensmittel frisch, reduzieren das Gewicht unserer Fahrzeuge und sorgen dafür, dass unsere Medikamente steril bleiben. In vielen Anwendungsbereichen bieten Kunststoffe im Vergleich zu alternativen Materialien deutliche Vorteile. So zum Beispiel sind Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff höchst effektiv, indem sie die Sterilität aufrechterhalten und die Haltbarkeit verlängern und so zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung beitragen. Aus Kunststoff gefertigte Fahrzeugkomponenten sind leicht und dennoch robust, was das Gewicht der Fahrzeuge und damit auch die Emissionen im Betrieb reduziert. Die meisten der heute hergestellten Kunststoffe werden nach einmaliger Verwendung auf Deponien entsorgt oder der Verbrennung zugeführt. Mit unseren kreislauffähigen Lösungen lassen sich die Mengen dieser Einwegkunststoffe verringern. Dabei kommt der Grundsatz „Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln“ („Reduce-Reuse-Recycle“) zum Tragen. Unser Ziel ist es, Materialien über möglichst viele Lebenszyklen im Kreislauf zu führen und dabei gleichzeitig Abfälle zu reduzieren und den Verbrauch fossiler Ressourcen für die Herstellung neuer Kunststoffe zu senken. In einer solchen Kreislaufwirtschaft wird das, was in einem Stadium des Kreislaufs als Kunststoffabfall betrachtet worden wäre, in einem anderen Stadium zu einem wertvollen Rohstoff. Für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft braucht es eine ganze Reihe unterschiedlicher, sich ergänzender Technologien. Das bereits gängige mechanische Recycling konzentriert sich auf Altkunststoffe, die gereinigt, geschreddert, aufgeschmolzen und zu Kunststoffpellets verarbeitet werden. Bei diesem Verfahren bleibt die chemische Struktur des Materials im Wesentlichen unverändert. Es hat sich als effektiv erwiesen und dürfte auf absehbare Zeit die ökoeffiziente Methode der Wahl bleiben. Dennoch stößt es auch an Grenzen, etwa bei der Verarbeitung mehrschichtiger Ausgangsmaterialien oder bei der Verwendung für bestimmte Produktanwendungen wie zum Beispiel kontaktempfindliche Verpackungen. Im Gegensatz dazu werden beim chemischen Recycling mittels Pyrolyse Kunststoffe durch Erhitzen auf 400 bis 450°C in inerter Atmosphäre in ihre Kohlenwasserstoffelemente zerlegt. Das resultierende Pyrolyseöl wird anschließend in den petrochemischen Anlagen der Raffinerie Schwechat weiterverarbeitet, um eine neuwertige Basischemikalie zu erzeugen, die fossile Kohlenwasserstoffe als chemischen Rohstoff für die Herstellung neuer Kunststoffe ersetzt. Das chemische Recycling ist eine wichtige Ergänzung zum mechanischen Recycling, da es auf schwer zu recycelnde Kunststoffe abzielt. Das daraus entstehende Ausgangsmaterial für die Kunststoffproduktion ist qualitativ von fossilen Rohstoffen nicht zu unterscheiden. Darüber hinaus können Kunststoffe mit diesem Verfahren nahezu unbegrenzt und ohne Qualitätseinbußen recycelt werden. Das gewonnene Rezyklat eignet sich für anspruchsvolle Anwendungen, zum Beispiel in der Healthcare- und Energieindustrie oder für kontaktempfindliche Verpackungen. Das chemische Recycling stärkt die Kreislauffähigkeit in der Kunststoff-Wertschöpfungskette und hilft den Beteiligten im gesamten Prozess, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Wir verfolgen das Ziel, die Kreislaufwirtschaft in jeder Phase des Lebenszyklus von Kunststoffen voranzutreiben und kreislauforientierte Grundsätze bereits in das Produktdesign zu integrieren. OMV strebt auch die Maximierung des Einsatzes alternativer Rohstoffe, darunter Biomasse und Altkunststoffe, an. Dabei setzen wir eigene Technologien für mechanisches und chemisches Recycling ein und arbeiten an verschiedenen Strategien, um Altkunststoffe als Rohstoffe für unsere Recyclingprozesse zu sichern. OMV hat den Anspruch den Anteil der kreislauffähigen Produkte an seiner Gesamtproduktion weiter zu erhöhen. Hierzu werden wir den Zugang zu Rohstoffen verbessern sowie wichtige Kapazitäten im Bereich des mechanischen und chemischen Recyclings weiter ausbauen. Partnerschaften für den Zugang zu Rohstoffen Im Oktober 2023 gab OMV die finale Investitionsentscheidung für den Bau einer innovativen Sortieranlage zur Herstellung von Rohstoffen für das chemische Recycling bekannt. Diese Sortieranlage wurde von Interzero entwickelt, dem europaweit führenden Anbieter von Lösungen für die Kreislaufwirtschaft. Zu diesem Zweck gründeten OMV und Interzero ein Joint Venture, an dem OMV 89,9% der Anteile hält, während 10,1% der Anteile auf Interzero entfallen. OMV investiert über EUR 170 Mio in den Bau dieser hochmodernen Anlage im süddeutschen Walldürn. Mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von bis zu 260.000 t gemischten Post-Consumer-Kunststoffabfällen wird diese vollautomatische Sortieranlage die erste ihrer Art sein, die im großindustriellen Maßstab Rohstoffe für das chemische Recycling von OMV produziert. Die Bauarbeiten wurden im vierten Quartal 2023 aufgenommen und schreiten derzeit planmäßig voran, sodass der Produktionsstart für 2026 erwartet wird. Darüber hinaus gab OMV im April 2024 die Unterzeichnung langfristiger Verträge über die Lieferung von Recyclingrohstoffen aus gemischten Abfällen mit TOMRA bekannt. OMV wird die von TOMRA gelieferten Rohstoffe in seinen ReOil®-Anlagen in Österreich verarbeiten, während Borealis die Rohstoffe von TOMRA in seinen Anlagen für mechanisches Recycling in Europa verarbeiten wird. Die Rohstoffe werden aus gemischten Altkunststoffen hergestellt, die andernfalls auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen entsorgt würden. Mechanisches Recycling Die im März 2024 abgeschlossene Übernahme von Integra Plastics EAD ist der jüngste Schritt zur Steigerung der Produktion des Konzerns im fortschrittlichen mechanischen Recycling. Zur weiteren Unterstützung dieser Bestrebung wurde im Juni eine Anlage für die Compoundierung von rezyklatbasierten Polyolefinen in Beringen (Belgien) installiert. Nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2025 wird die Anlage die kontinuierlich weiterentwickelte Borcycle™ M-Technologie nutzen, um mechanisch recycelte Post-Consumer-Abfälle in hochwertiges starres Polypropylen und Polyethylen zu verwandeln. Diese Produktion wird durch weitere Anlagen für das mechanische Recycling von Unternehmen in der Gruppe ergänzt. Dazu gehören die Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH in Österreich, die mtm compact GmbH und die mtm plastics GmbH in Deutschland sowie das italienische Unternehmen Rialti, S.p.A., das 2023 von Borealis übernommen wurde. Rialti ist ein führender Hersteller von Polypropylen-Compounds auf Basis von Rezyklaten für Spritzguss und Extrusion. Chemisches Recycling In der ReOil®-Pilotanlage in der Raffinerie Schwechat werden seit 2018 Altkunststoffe von Haushalten und aus der Industrie in einem Pyrolyseverfahren zu Pyrolyseöl recycelt. Im Jahr 2024 schloss OMV den Bau einer neuen Anlage ab, die auf der firmeneigenen ReOil®-Technologie basiert, und hat damit die Kapazitäten für das chemische Recycling ausgebaut. Die Anlage mit einer Nennkapazität von 16.000 t pro Jahr, wurde mechanisch fertiggestellt und begann einen schrittweisen Anfahrprozess. Beim Rohstoff handelt es sich um nach ISCC PLUS zertifizierte Altkunststoffe, die Partner aus der gesamten Wertschöpfungskette liefern, darunter Abfallwirtschafts- und Recyclingunternehmen wie das im Bereich des mechanischen Recyclings tätige Borealis Tochterunternehmen Ecoplast. Als nächsten Schritt strebt OMV die Entwicklung einer rentablen großtechnischen ReOil®-Anlage in der Raffinerie Schwechat mit einer Verarbeitungskapazität von bis zu 200.000 t pro Jahr an. Im Oktober 2024 wählte die Europäische Exekutivagentur für Klima, Infrastruktur und Umwelt (CINEA) dieses Projekt aus 337 Anträgen für eine Förderung in Höhe von EUR 81,6 Mio aus. Joint Ventures Borouge (Borealis 36%, ADNOC 54%, Streubesitz 10%) Borouge wurde 1998 gegründet und hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte der langfristigen Zusammenarbeit mit ADNOC entwickelt. Das Joint Venture hat die hochkarätige Borstar®-Technologie mit wettbewerbsfähigen Rohstoffen und dem Zugang zu wachsenden asiatischen Märkten vereint. Borouge betreibt Steamcracker auf Ethanbasis mit einer Kapazität von 3,6 Mio t pro Jahr und eine Anlage zur Olefinumwandlung, die Ethylen in Propylen umwandelt, mit einer Gesamtkapazität von rund 0,8 Mio t pro Jahr. Darüber hinaus betreibt Borouge Polyolefinanlagen mit einer Gesamtproduktionskapazität von 5 Mio t pro Jahr, davon 2,7 Mio t Polyethylen, 2,2 Mio t Polypropylen und 0,1 Mio t sonstige Produkte. Im Juni 2022 wurde Borouge mit 10% des gesamten ausgegebenen Aktienkapitals an der Abu Dhabi Securities Exchange (ADX) notiert. Durch Borouge ist der Konzern im Mittleren Osten, in der Region Asien-Pazifik, auf dem indischen Subkontinent und in Afrika vertreten. Das Produktionsunternehmen Borouge ADP hat seinen Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, während die für Vertrieb und Marketing zuständige Borouge PTE in Singapur ansässig ist. Wachstumsprojekt Borouge 4 Das derzeit größte Wachstumsprojekt ist Borouge 4 am Standort des 1998 von Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) gegründeten Joint Ventures Borouge. Der Spatenstich für den Bau von Borouge 4, der neuen Anlage mit Anschaffungskosten von USD 6,2 Mrd im bestehenden Komplex in Ruwais (VAE), erfolgte im Jahr 2022. Der Bau verläuft planmäßig und ist zu rund 80% abgeschlossen. Die Inbetriebnahme der ersten Anlage ist für Ende 2025 geplant, die nachfolgenden Anlagen sollen schrittweise im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Das Borouge-4-Projekt wird einen Steamcracker auf Ethanbasis mit einer Kapazität von 1,5 Mio t und zwei zusätzliche Borstar®-Polyethylen-(PE)-Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 1,4 Mio t einbringen. Die gesteigerte Produktionskapazität für fortschrittliche Basischemikalien und Polyolefine, die sich mit der Inbetriebnahme von Borouge 4 erschließt, wird die Rolle von Borouge weiter stärken, da das Unternehmen große Mengen an Kunden im Mittleren Osten und in Asien liefern und auch die benachbarte TA’ZIZ Industrial Chemicals Zone mit Rohstoffen versorgen wird. Baystar (Borealis 50%, TotalEnergies 50%) Das Joint Venture Baystar™ mit TotalEnergies in Texas (USA) betreibt einen integrierten Ethan-zu-Polyethylen-Komplex im Weltmaßstab mit einer Kapazität von 1 Mio t unter Verwendung der einzigartigen Borstar®-Technologie. Zu dem texanischen Komplex gehören ein Ethancracker mit einer Kapazität von 1 Mio t in Port Arthur und drei Polyethylen-Anlagen in Pasadena. Die beiden bestehenden Polyethylen-Anlagen, Bay 1 und Bay 2, haben zusammen eine Kapazität von 0,4 Mio t, während die neue Bay 3-Anlage eine Kapazität von 0,6 Mio t aufweist. Bay 3 basiert auf der neuesten Borstar®-3G-Technologie und wurde im Oktober 2023 in Betrieb genommen. Mit der Fertigstellung der USD 1,4 Mrd teuren Anlage konnte Baystar™ seine Produktionskapazität mehr als verdoppeln. Als vollständig integrierter Akteur in der US-Petrochemie kann das Unternehmen Spezialpolymere mit hoher Wertschöpfung für die boomende Energie-, Infrastruktur- und Konsumgüterindustrie in Nordamerika liefern. Fuels & Feedstock Der OMV Geschäftsbereich Fuels & Feedstock raffiniert und vermarktet Kraftstoffe. Er betreibt drei Binnenraffinerien in Europa, hält eine starke Marktposition in den Gebieten, in denen sich diese Raffinerien befinden, und bedient ein robustes Marken-Retail-Netz sowie gewerbliche Kund:innen. Im Mittleren Osten hält der Bereich einen 15%igen Anteil an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading. Auf einen Blick 2024 2023 ∆ CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten1 in EUR Mio 927 1.651 –44% davon ADNOC Refining & Trading in EUR Mio 78 314 –75% Sondereffekte in EUR Mio – 98 146 n.m. CCS Effekte: Lagerhaltungsgewinne (+)/-verluste (–)1 in EUR Mio –119 -126 5% Operatives Ergebnis in EUR Mio 709 1.671 –58% Investitionen2 in EUR Mio 980 984 –0% OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa3 in USD/bbl 7,15 11,70 –39% Raffinerie-Auslastungsgrad Europa 87% 85% 2 Kraftstoff- und sonstige Verkaufsmengen Europa in Mio t 16,21 16,29 –0% davon Retail-Verkaufsmengen in Mio t 5,54 5,62 –1% 1 Bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte; weitere Informationen dazu in Anhangangabe 6 – Segmentberichterstattung – des Konzernanhangs 2 Investitionen beinhalten Akquisitionen. 3 Die tatsächlich von der OMV realisierten Raffineriemargen können aufgrund von Faktoren wie einer anderen Rohölzusammensetzung, Produktausbeute und anderen Betriebsbedingungen von der OMV Raffinerie-Referenzmarge abweichen. Finanzielle Performance Das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank deutlich auf EUR 927 Mio (2023: EUR 1.651 Mio). Ursächlich dafür waren vor allem die niedrigeren Raffinerie-Referenzmargen, ein geringeres Ergebnis von ADNOC Refining sowie der rückläufige Beitrag des Retail- und Commercial-Geschäfts. Dies wurde teilweise durch niedrigere Energiekosten sowie einen verbesserten Auslastungsgrad der Raffinerien ausgeglichen, da das Jahr 2023 von den Generalüberholungen der Raffinerien Petrobrazi und Schwechat betroffen war. Die OMV Raffinerie-Referenzmarge Europa ging gegenüber dem außergewöhnlich hohen Niveau im Jahr 2023 von USD 11,7/bbl auf USD 7,1/bbl zurück, was durch niedrigere Benzin- und Mitteldestillatmargen bedingt war. Der Auslastungsgrad der europäischen Raffinerien stieg 2024 um 2% auf 87% an (2023: 85%), da das Vorjahr durch die Generalüberholungen der Raffinerien Petrobrazi und Schwechat beeinflusst war. Der Auslastungsgrad im Jahr 2024 wurde durch einen Ausfall der Rohöldestillationsanlage in der Raffinerie Burghausen in Q3/24 beeinträchtigt. Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in Europa waren mit 16,2 Mio t auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Das Retail-Geschäft lieferte hauptsächlich aufgrund rückläufiger Kraftstoffmargen einen geringeren Ergebnisbeitrag, da der Wegfall der Preisobergrenzen die starken Margen der Vorjahresperiode unterstützt hatte. Darüber hinaus wirkten sich höhere Fixkosten und der fehlende Beitrag der veräußerten slowenischen und deutschen Tankstellen negativ auf das Ergebnis aus, was teilweise durch den besseren Beitrag des Non-Fuel-Geschäfts kompensiert wurde. Das Ergebnis des Commercial-Geschäfts sank aufgrund niedrigerer Margen, infolge höherer Kosten und des Importpreisdrucks, sowie durch geringere Volumina infolge einer rückläufigen Nachfrage nach Mitteldestillaten, was jedoch teilweise durch einen höheren Beitrag des Luftfahrtgeschäfts ausgeglichen wurde. Der Beitrag von ADNOC Refining & ADNOC Global Trading, ausgewiesen als der OMV Anteil am CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten der at-equity konsolidierten Unternehmen, ging 2024 deutlich zurück auf EUR 78 Mio (2023: EUR 314 Mio). Dies war hauptsächlich bedingt durch ein schwächeres Marktumfeld für ADNOC Refining sowie einen geringeren Auslastungsgrad der Raffinerie infolge der Generalüberholung der RFCC-Anlage. Zusätzlich wurde das Ergebnis des Vorjahres durch die teilweise Reduzierung einer Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen begünstigt. Die Netto-Sondereffekte betrugen EUR –98 Mio (2023: EUR 146 Mio) und ergaben sich hauptsächlich durch Verluste aus Rohstoffderivaten. Die Netto-Sondereffekte im Jahr 2023 standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung des OMV Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien. Als Folge eines Rückgangs der Rohölpreise wurden 2024 CCS Effekte von EUR –119 Mio erfasst (2023: EUR –126 Mio). Das Operative Ergebnis im Bereich Fuels & Feedstock sank deutlich auf EUR 709 Mio (2023: EUR 1.671 Mio). Die Investitionen in Fuels & Feedstock beliefen sich auf EUR 980 Mio (2023: EUR 984 Mio). Die Investitionen waren im Jahr 2023 aufgrund von höheren Investitionen in die Co-Processing-Anlage in Schwechat und Generalüberholungen in den Raffinerien Schwechat und Petrobrazi geringfügig höher, ungeachtet des Erwerbs von Tankstellen in Österreich für den gewerblichen Straßentransport in Q3/24. Die organischen Investitionen umfassten neben den gewöhnlichen laufenden Geschäftsinvestitionen im Wesentlichen Investitionen in die Aromaten-Anlage und die SAF/HVO-Anlage, einschließlich Elektrolyseure, in Petrobrazi, sowie Investitionen in das Ladenetz für Elektrofahrzeuge. Geschäftsüberblick Der Geschäftsbereich Fuels & Feedstock raffiniert Rohöl und andere Rohstoffe. Die Aktivitäten umfassen die Bereiche Refining, Supply & Trading, Commercial und Retail. OMV verfügt über eine Raffineriekapazität von insgesamt rund 500 kbbl/d, mit drei eigenen Raffinerien in Europa und einer 15%igen Beteiligung an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading. In Europa sind die Raffinerieaktivitäten in hohem Maße in den Bereich Marketing integriert, um ein starkes Marken-Retail-Netz und eine breite Basis von gewerblichen Kund:innen zu bedienen. Kraftstoffe und andere Verkaufsmengen in Europa beliefen sich im Jahr 2024 auf 16,21 Mio t. Für rund 34% des Verkaufsvolumens war das starke Marken-Retail-Netz mit 1.702 Tankstellen verantwortlich, während das restliche vermarktete Volumen auf gewerbliche Kund:innen entfiel, die hauptsächlich aus dem Transportsektor und der Baubranche kommen. Raffinerien inklusive Produktbeschaffung und ‑verkauf Die OMV Raffinerie-Referenzmarge sank bis zur zweiten Jahreshälfte 2024 auf das Niveau von vor der Pandemie, da sich die Crack-Spreads bei Kraftstoffen für den Straßenverkehr abschwächten. Die Crack-Spreads bei Mitteldestillaten litten unter dem insbesondere in Europa schwächeren makroökonomischen Umfeld, das die Nachfrage beeinträchtigte. Darüber hinaus sorgten sinkende Frachtraten dafür, dass die Einfuhren aus dem Gebiet östlich des Suezkanals und aus den USA rentabler wurden, wodurch die europäischen Märkte auch von der Angebotsseite her unter Druck gerieten. Die Crack-Spreads für Benzin gaben ab der zweiten Jahreshälfte deutlich nach, da die Reisesaison hinter den Erwartungen zurückblieb. Angebotsseitig wurde die Marktstimmung durch die Inbetriebnahme der Dangote-Raffinerie in Nigeria zusätzlich belastet. Die europäischen Raffinerien von OMV erreichten im Jahr 2024 eine Auslastung von 87%, die durch Wartungsarbeiten in der Raffinerie Schwechat und einen ungeplanten Stillstand der Rohöl-Destillationsanlage in der Raffinerie Burghausen Mitte August stark beeinträchtigt wurde. Trotz dieses herausfordernden wirtschaftlichen und operativen Umfelds konnte OMV seine B2B-Kund:innen zuverlässig beliefern und mit hohen Umsätzen im Commercial-Geschäft im Jahr 2024 ein hervorragendes Geschäftsergebnis erzielen. Um aktiven Marktentwicklungen und -erschließungen Rechnung zu tragen, hat OMV sein Angebot an Produkten und Dienstleistungen im Commercial-Bereich erweitert und treibt die Transformation des Unternehmens mit wertschöpfenden und nachhaltigeren Lösungen voran. Nachhaltiger Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel; SAF) ist und bleibt eine Säule der OMV Strategie 2030 und erweist sich als wichtiger Treiber für neue transformative Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Luftfahrt. So unterzeichneten OMV und Airbus im Dezember 2024 eine Absichtserklärung, um die Dekarbonisierung der Luftfahrtindustrie durch SAF voranzutreiben. OMV beliefert große Fluggesellschaften mit SAF aus Altspeiseöl und verkaufte mehr als 3.000 t SAF über Zertifikate an Firmenkund:innen, die damit die durch Geschäftsreisen und Warentransporte bedingten Emissionen reduzieren können. OMV richtet weiterhin einen starken Fokus auf die Dekarbonisierung des Luft- und Straßenverkehrs. Im Jahr 2024 konnte das Unternehmen die Verkäufe von HVO100-Diesel im Segment des gewerblichen Straßengüterverkehrs erheblich steigern und startete ein Pilotprojekt für Elektrofahrzeug-Depots für den Schwerlastverkehr. OMV treibt auch die Nachhaltigkeit in der Schifffahrtsbranche voran und führte als einer der ersten Anbieter in Österreich hydriertes Pflanzenöl (Hydrotreated Vegetable Oil; HVO) im Marinebereich ein, indem das Unternehmen im September 2024 18.000 Liter des nachhaltigeren Marinegasöls ECO20 auf den Markt brachte und verkaufte. ADNOC Refining und ADNOC Global Trading Neben den Hauptanteilseignerinnen ADNOC (65%) und Eni (20%) ist OMV (15%) ein strategischer Partner von ADNOC Refining, das den viertgrößten Raffineriekomplex der Welt mit integriertem Petrochemiegeschäft betreibt. Im Jahr 2024 führte ADNOC Refining die planmäßige Generalüberholung einer der wichtigsten Anlagen (RFCC) innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmens erfolgreich durch und profitierte von einem günstigen Margenumfeld zu Jahresbeginn. Ab dem zweiten Quartal 2024 schwächte sich das Geschäft jedoch analog zu den globalen Markttrends ab. ADNOC Refining konzentrierte sich auf die fortlaufende Optimierung und nahm 2024 den kommerziellen Betrieb des Projekts Crude Flexibility auf. Damit wird sichergestellt, dass die Raffinerie eine breitere Palette von Rohölen verarbeiten kann, um das volle Potenzial des Raffineriekomplexes und seines Produktportfolios auszuschöpfen. ADNOC Global Trading (AGT) hat die gleiche Eigentümerstruktur wie ADNOC Refining. AGT handelt den Großteil des Exportvolumens der Produkte von ADNOC Refining und beschafft ausländische Rohöle, Kondensate und andere Flüssigprodukte für die Verarbeitung in der Raffinerie. AGT weitet das erfolgreiche Geschäftsmodell auf wichtige geografische Regionen aus. In Zusammenarbeit mit ADNOC verschafft AGT durch kontinuierliche Optimierung der Handelsströme ADNOC Refining Zugang zu wettbewerbsfähigen internationalen Rohstoffquellen und implementiert bewährte Verfahren in Bereichen wie dem Risikomanagement. AGT erbrachte 2024 erneut eine sehr starke Leistung und verfolgte weiterhin das Geschäftsziel, den Handel mit Drittanbieter:innen auszubauen. Durch diesen erfolgreich eingeschlagenen Kurs erstreckt sich die geografische Reichweite des Unternehmens heute auf alle Kontinente. Nominalkapazitäten der Raffinerien In kbbl/d Schwechat (Österreich) 204 Burghausen (Deutschland) 79 Petrobrazi (Rumänien) 86 ADNOC Refining (Vereinigte Arabische Emirate)1 138 Insgesamt 507 1 Entsprechen dem 15%-Anteil von OMV an ADNOC Refining Retail Das Retail-Geschäft erzielte im Jahr 2024 ein starkes Ergebnis und erwies sich einmal mehr als stabiler Abnehmer für Raffinerieerzeugnisse sowie als robuster Cash-Generator. Die Gesamtverkaufsmenge belief sich auf 5,5 Mio t, was in etwa 6,8 Mrd l entspricht. Einen wichtigen Beitrag dazu leisteten die Erholung des Trends bei den Premiumkraftstoffen und das anhaltende Wachstum im Kartengeschäft. Darüber hinaus konnte OMV seine Präsenz im Tankstellengeschäft durch die Übernahme des auf den Lkw-Bereich ausgerichteten AP-Netzes in Österreich im Juli 2024 sowie die Übernahme des B2C-Netzes von BENZINOL in der Slowakei im April bzw. Mai 2024 stärken und sich damit Marktanteile in diesen wichtigen Ländern sichern. Zum Jahresende umfasste das Netzwerk 1.702 Tankstellen (2023: 1.666). OMV profitierte in einem schwierigen Preisumfeld besonders von seiner bewährten Mehrmarkenstrategie. Die Marke OMV ist als Premiummarke positioniert und steht mit VIVA für ein starkes Shop-, Gastronomie- und Serviceangebot, während die Automatentankstellenmarke Avanti in Österreich und die Marke Petrom in Rumänien preissensible Kundengruppen bedienen. Gestützt durch solide Marketingkampagnen zur Kundenbindung legte der Absatz von Kraftstoffen der OMV Premiummarke MaxxMotion neuerlich stark zu und trug als margenstarkes Produkt zum Retail-Gesamtergebnis bei. Durch das kräftige Wachstum im Gastronomiebereich und die Ausweitung von Shop-Kooperationen in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien entwickelte sich das Non-Fuel-Geschäft noch besser als im Jahr 2023. In allen Ländern mit Ausnahme von Ungarn und Moldau wurde das Kundentreueprogramm durch den Einsatz modernster digitaler Lösungen erfolgreich weiterentwickelt. Mehr als 2 Mio aktive Kund:innen nutzen regelmäßig die neue App des Treueprogramms. Bei den treuen Kund:innen wurde ein deutliches Wachstum bei MaxxMotion, beim Kraftstoffverbrauch und beim Warenkorb im Non-Fuel-Geschäft beobachtet. OMV setzte seine Initiativen im Bereich der Elektromobilität erfolgreich fort und implementierte komplette Betriebssysteme einschließlich CPO (Charge Point Operator), eMSP (eMobility Service Provider) und App-Modulen in Österreich, Ungarn, Rumänien und der Slowakei. Darüber hinaus schloss OMV Petrom im Mai 2024 die Übernahme von Renovatio Asset Management, dem führenden Anbieter von Ladelösungen für Elektrofahrzeuge in Rumänien, erfolgreich ab. Per Ende 2024 belief sich die Zahl der von OMV betriebenen Hochleistungsladepunkte auf 804 (2023: 281). Energy Der Geschäftsbereich Energy spielt im Hinblick auf die langfristige Wertschöpfung von OMV eine zentrale Rolle. Er bietet leistbare Energielösungen zur Deckung des heutigen Bedarfs und beschäftigt sich gleichzeitig mit der Entwicklung neuer CO2-armer Lösungen und der Erschließung nachhaltiger Ressourcen für die Zukunft. Energy umfasst das Explorations- und Produktionsgeschäft (E&P), den gesamten Gasbereich (Gas Marketing & Power) und das Low-Carbon-Geschäft (Low Carbon Business; LCB). E&P befasst sich mit der Exploration, Erschließung und Förderung von Kohlenwasserstoffen. Gas Marketing & Power betreibt eine vollständige Wertschöpfungskette im Erdgasbereich mit Vertriebs-, Speicher- und Optimierungsaktivitäten, Logistik und dem Stromgeschäft in Rumänien. LCB konzentriert sich auf Geothermie, erneuerbare Energien sowie die Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage; CCS). Auf einen Blick 2024 2023 Δ Operatives Ergebnis vor Sondereffekten in EUR Mio 3.810 4.357 –13% davon Gas Marketing & Power in EUR Mio 628 609 3% Sondereffekte in EUR Mio –605 –586 –3% Operatives Ergebnis in EUR Mio 3.205 3.771 –15% Investitionen1 in EUR Mio 1.972 1.582 25% Explorationsausgaben in EUR Mio 229 248 –8% Explorationsaufwendungen in EUR Mio 151 222 –32% Produktionskosten in USD/boe 9,98 9,67 3% Gesamtproduktion in kboe/d 340 364 –7% Gesamtverkaufsmenge in kboe/d 324 345 –6% Sichere Reserven per 31. Dezember in Mio boe 979 1.136 –14% Durchschnittlicher Brent-Preis in USD/bbl 80,76 82,64 –2% Durchschnittlicher THE-Erdgaspreis in EUR/MWh 34,57 40,98 –16% Durchschnittlich realisierter Rohölpreis2 in USD/bbl 77,51 79,21 –2% Durchschnittlich realisierter Gaspreis2,3 in EUR/MWh 25,12 29,09 –14% 1 Investitionen beinhalten Akquisitionen. 2 Die durchschnittlich realisierten Preise beinhalten Hedging-Effekte. 3 Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird unter Verwendung eines einheitlichen Brennwerts von 10,8 MWh pro 1.000 Kubikmeter Erdgas über das ganze Portfolio in MWh umgerechnet. Finanzielle Performance Das Operative Ergebnis vor Sondereffekten sank 2024 auf EUR 3.810 Mio (2023: EUR 4.357 Mio). Ursächlich dafür waren primär negative Markteffekte in Höhe von EUR –329 Mio, die überwiegend durch einen Rückgang der Erdgaspreise und niedrigere Ölpreise verursacht wurden. Eine schwächere operative Performance im Bereich Exploration & Production, hauptsächlich bedingt durch eine geringere Produktion und höhere Abschreibungen in Rumänien, beeinträchtigte das Ergebnis zusätzlich um EUR –238 Mio. Die rückläufigen E&P-Verkaufsmengen spiegelten weitgehend die geringere Gesamtproduktion wider. Das Ergebnis von Gas Marketing & Power war 2024 mit EUR 628 Mio etwas höher (2023: EUR 609 Mio). Ein deutlich verbesserter Beitrag von Gas Marketing Westeuropa in Höhe von EUR 557 Mio (2023: EUR 172 Mio) konnte ein wesentlich schwächeres Ergebnis von Gas & Power Osteuropa, das EUR 71 Mio betrug (2023: EUR 437 Mio), ausgleichen. Der Haupttreiber des verbesserten Ergebnisses von Gas Marketing Westeuropa war ein Schiedsspruch in Höhe von rund EUR 230 Mio im November 2024, der nach Abschluss der Schiedsverfahren nach den ICC-Regeln im Zusammenhang mit dem deutschen Gasliefervertrag mit Gazprom Export erging. Nach Berücksichtigung der damit verbundenen Absicherungsverluste beträgt der positive Nettoeffekt des Schiedsspruchs auf das Operative Ergebnis vor Sondereffekten des Geschäftsbereichs Gas Marketing & Power in Q4/24 rund EUR 210 Mio. Darüber hinaus profitierte das Versorgungsergebnis davon, dass es im Jahr 2024 zu keinen Kürzungen der Erdgaslieferungen kam, wie es im Jänner 2023 der Fall gewesen war. Zusätzlich fiel das Transportergebnis im Jahr 2024 höher aus, hauptsächlich deshalb, weil das Vorjahr durch eine erhebliche Erhöhung von Rückstellungen nach der Ersteigerung neuer Transportkapazitäten im Sommer 2023 belastet war. Eine höhere Gasverkaufsmarge wirkte sich unterstützend auf das Ergebnis von Gas Marketing Westeuropa aus, wurde jedoch teilweise durch einen geringeren Logistikbeitrag ausgeglichen. Das Ergebnis von Gas & Power Osteuropa ging stark zurück, hauptsächlich aufgrund eines signifikanten Rückgangs im Stromgeschäft. Dies war größtenteils auf die Gesetzesänderungen für den Gas- und Energiesektor in Rumänien zurückzuführen, die im April 2024 in Kraft traten. Darüber hinaus sanken die Stromhandelsmargen im Vergleich zu den hohen Niveaus im Jahr 2023. Rückläufige Speicher- und Drittanbieter Gasmargen aufgrund eines schwächeren Gaspreisumfelds belasteten das Ergebnis von Gas & Power Osteuropa im Jahr 2024 zusätzlich. Die Produktionskosten abzüglich Lizenzgebühren stiegen 2024 aufgrund geringerer Fördermengen geringfügig auf USD 10,0/boe (2023: USD 9,7/boe). Eine niedrigere absolute Kostenbasis als Folge erfolgreicher Maßnahmen zur Kostenreduzierung konnte dies teilweise kompensieren. Die Gesamtproduktion an Kohlenwasserstoffen sank um 24 kboe/d auf 340 kboe/d. Dies war vor allem auf einen Förderrückgang in Neuseeland aufgrund ungeplanter Stillstände und einer geringeren Produktivität der Sonden, auf natürliche Förderrückgänge in Norwegen und in Rumänien sowie ungeplante Stillstände in Libyen aufgrund höherer Gewalt zurückzuführen. Eine gesteigerte Förderung in den Vereinigten Arabischen Emiraten konnte dies teilweise ausgleichen. Die Gesamtverkaufsmenge an Kohlenwasserstoffen ging im Einklang mit der Gesamtproduktion um 20 kboe/d auf 324 kboe/d zurück (2023: 345 kboe/d). Der durchschnittliche Brent-Preis erreichte im Jahr 2024 USD 80,8/bbl und war damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 2% niedriger (2023: USD 82,6/bbl). Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns ging im Einklang mit der Brent-Benchmark um 2% auf USD 77,5/bbl zurück. Der durchschnittlichrealisierte Gaspreis in EUR/MWh verringerte sich um 14% auf EUR 25/MWh, während der THE-Indikatorpreis um 16% auf EUR 35/MWh zurückging. Die 2024 erfassten Sondereffekte beliefen sich auf EUR –605 Mio (2023: EUR –586 Mio), wobei der Großteil davon auf die Wertminderung von E&P-Vermögenswerten zurückzuführen ist. Das Operative Ergebnis verringerte sich auf EUR 3.205 Mio (2023: EUR 3.771 Mio). Die Investitionen einschließlich aktivierter E&A-Ausgaben wurden 2024 signifikant auf EUR 1.972 Mio gesteigert (2023: EUR 1.582 Mio). Ursächlich dafür waren hauptsächlich die verstärkten Aktivitäten beim Projekt Neptun Deep in Rumänien. Organische Investitionen wurden 2024 vorwiegend für Projekte in Rumänien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Norwegen getätigt. Die Explorationsausgaben, die sich vor allem auf Aktivitäten in Norwegen, Rumänien und Österreich bezogen, beliefen sich im Jahr 2024 auf EUR 229 Mio und waren damit niedriger als das Niveau von EUR 248 Mio im Jahr 2023. Geschäftsüberblick Im Geschäftsbereich Energy investiert OMV sowohl in traditionelle als auch in nachhaltige Geschäftsfelder mit dem übergeordneten Ziel, einen stabilen freien Cashflow zu erwirtschaften und die Emissionen kontinuierlich zu reduzieren. Energy umfasst das Explorations- und Produktionsgeschäft (E&P), den gesamten Gasbereich (Gas Marketing & Power) und das Low-Carbon-Geschäft. Mit der Neuausrichtung des E&P-Portfolios in und um Europa zielt OMV insbesondere auf die Erhöhung des Anteils von Erdgas ab. Gas Marketing & Power ist mit einem vollständig integrierten Erdgasverkaufs- und Logistikgeschäft entlang der gesamten Wertschöpfungskette tätig – vom Bohrloch bis zu den Endkund:innen. Der Geschäftsbereich umfasst zudem ein Gaskraftwerk in Rumänien sowie Stromverkäufe in Rumänien und den Nachbarländern. Das Low-Carbon-Geschäft konzentriert sich auf Geothermie, Lösungen im Bereich der Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage; CCS) und die Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen. Im Jahr 2024 trug das SPARK-Programm zur Cashflow-Verbesserung maßgeblich zur operativen Agilität von Energy bei: Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit konnte im Vergleich zu 2023 um rund EUR 116 Mio (einschließlich OMV Petrom) gesteigert werden. Im Laufe des Jahres wurden mehr als 200 Maßnahmen implementiert. Explorations- und Produktionsgeschäft (E&P) Der strategische Schwerpunkt des E&P-Geschäfts liegt nach wie vor auf der Erhöhung des Anteils von Erdgas auf rund 60% bis 2030 und auf der Verringerung der CO2-Emissionen im gesamten Portfolio. Im Jahr 2024 machte E&P gute Fortschritte bei seinen großen Erdgasentwicklungsprojekten: Neptun Deep (Rumänien), Berling (Norwegen) und Jerun (Malaysia). Das Asset Jerun wurde mittlerweile veräußert. OMV richtet sein Produktionsportfolio neu aus und konzentriert sich dabei auf drei Kernregionen: Nord, CEE (Mittel- und Osteuropa) und Süd. Im Zuge der Neuausrichtung veräußerte OMV seine Assets in Malaysia. Am 9. Dezember schloss OMV die Transaktion mit TotalEnergies zum Verkauf seiner 50%-Beteiligung an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. ab. Der zahlungswirksame Verkaufspreis betrug insgesamt USD 957 Mio. Dieser Betrag beinhaltet die vollständige Rückzahlung des ausstehenden Gesellschafterdarlehens in Höhe von USD 350 Mio, das von OMV an SapuraOMV gewährt wurde, sowie das Net Working Capital und andere Elemente einschließlich der Zinsen auf den Kaufpreis. Im Dezember 2024 beschloss OMV, den Prozess zur Veräußerung von 100% seiner Anteile an der OMV New Zealand Limited nicht mehr weiterzuverfolgen. Als einer der wichtigsten Energieversorger Neuseelands bleibt das Unternehmen damit Teil des E&P-Portfolios. In der Region Nord konzentriert sich OMV in Norwegen auf die Optimierung des Portfolios unter besonderer Berücksichtigung von Erdgas, um den natürlichen Förderrückgängen entgegenzuwirken. Dabei werden auch potenzielle anorganische Möglichkeiten ausgelotet und Steuersynergien im Land genutzt. In der Region Mittel- und Osteuropa setzt OMV Maßnahmen, um dem natürlichen Förderrückgang reifer Felder entgegenzusteuern und die Langlebigkeit seiner Aktivitäten sicherzustellen. Darüber hinaus hat sich OMV zur Umsetzung des Gasentwicklungsprojekts Neptun Deep verpflichtet, das eine Produktion von rund 70 kboe/d zum OMV-Portfolio beisteuern wird. Das Projekt verläuft nach Plan; die ersten Entwicklungsbohrungen werden für 2025 erwartet und das erste Gas soll 2027 gefördert werden. Angesichts seiner aktuell starken Position in der Region ist OMV überdies bestrebt, die Wachstumschancen in der Schwarzmeerregion durch strategische Partnerschaften und Investitionen zu nutzen. In der Region Süd will OMV seine Position in Nordafrika und im Mittelmeerraum stärken, um die bestehende Präsenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu ergänzen. In Anbetracht des erheblichen Potenzials dieser Regionen bietet sich OMV die Möglichkeit, sein Portfolio zu diversifizieren und die allgemeine Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Die durchschnittliche Kohlenwasserstoffproduktion belief sich 2024 auf insgesamt 340 kboe/d, wobei der Erdgasanteil bei rund 47% lag. Produktion 2024 2023 Erdöl & NGL Erdgas¹ Gesamt Erdöl & NGL Erdgas¹ Gesamt in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe in Mio bbl in bcf in Mio boe in Mio boe Rumänien2 19,1 112,4 20,8 39,9 20,0 115,7 21,4 41,4 Österreich 3,0 18,2 3,0 6,0 3,0 18,0 3,0 6,0 Norwegen 10,0 86,1 14,4 24,4 13,4 84,5 14,1 27,5 Libyen 10,2 — — 10,2 11,2 — — 11,2 Tunesien 0,9 9,2 1,5 2,5 1,1 13,6 2,3 3,3 Jemen — — — — 0,1 — — 0,1 Region Kurdistan im Irak 1,0 18,2 3,0 4,0 1,0 17,4 2,9 3,9 Vereinigte Arabische Emirate 18,4 — — 18,4 16,7 — — 16,7 Neuseeland 2,9 36,0 6,0 8,9 3,6 53,8 9,0 12,6 Malaysia2 0,8 56,9 9,5 10,2 0,7 57,9 9,7 10,4 Gesamt 66,2 337,1 58,3 124,4 70,7 361,0 62,3 133,0 1 Für die Umrechnung von Erdgas von cf in boe wurde in allen Ländern folgender Faktor verwendet: 1 boe = 6.000 cf. Eine Ausnahme ist Rumänien, wo folgender Faktor verwendet wurde: 1 boe = 5.400 cf. 2 Die obigen Zahlen enthalten 100% aller vollkonsolidierten Unternehmen. Reservenentwicklung Zum 31. Dezember 2024 sanken die sicheren Reserven (1P) von 1.136 Mio boe (Stand 31. Dezember 2023) auf 979 Mio boe (davon OMV Petrom: 395 Mio boe). Die jährliche Reservenersatzrate betrug 2024 –26% (2023: 174%), hauptsächlich bedingt durch die Veräußerung von SapuraOMV. Der Dreijahresdurchschnitt der Reservenersatzrate erreichte 21% (2023: 56%). Positive Performance-Revisionen bei den sicheren Reserven vor allem in Norwegen, Rumänien und den VAE sowie erfolgreiche Projektentwicklungen hauptsächlich in Rumänien, Libyen und Norwegen konnten die Gesamtproduktion und die Veräußerung von SapuraOMV nicht vollständig ausgleichen. Die sicheren und wahrscheinlichen Reserven (2P) verringerten sich von 1.807 Mio boe (Stand 31. Dezember 2023) auf 1.543 Mio boe (davon OMV Petrom: 637 Mio boe). Netto-Reservenzugänge auf Basis von Projektentwicklungen in Österreich und der Region Kurdistan im Irak konnten die geförderten Mengen und die Veräußerung von SapuraOMV nicht vollständig ersetzen. Nord OMV ist in der Offshore-Exploration, -Evaluierung, -Erschließung und -Produktion in Norwegen tätig. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Optimierung seines Portfolios, um dem natürlichen Förderrückgang entgegenzuwirken. Norwegen Exploration Im Jahr 2024 führte OMV seine erste Tiefsee-Explorationsbohrung im Vøring Basin durch und machte im Explorationsgebiet Haydn/Monn einen Gasfund mit einem vorläufigen geschätzten förderbaren Gesamtvolumen von bis zu 140 Mio boe. Dies war einer der größten Erdgasfunde in Norwegen im Jahr 2024. Ein umfangreiches Programm von Messungen und Kernbohrungen zur Erkundung der Lagerstätte wurde abgeschlossen. Dieser Gasfund wird die Position von OMV in Norwegen weiter stärken und gleichzeitig zur Optimierung des Portfolios beitragen. OMV verstärkte seine Präsenz im Vøring Basin durch zwei neue Lizenzen, die im Rahmen der Vergaberunde APA (Awards in Predefined Areas) 2023 erteilt wurden. Joint Ventures/Joint Operations Im Feld Gullfaks wurden neun Bohrungen durchgeführt und der Produktion übergeben. Mit dem schwimmenden Windpark Hywind Tampen, der die Felder Snorre und Gullfaks mit Strom versorgt, wurden im ersten Betriebsjahr CO2-Einsparungen von 90.000 t erreicht. Das Projekt Solveig Phase 2 – eine Unterwasseranbindung an die Plattform Edvard Grieg – schreitet planmäßig voran. Die erste Produktion wird für 2026 erwartet. Für das Feld Edvard Grieg wurde eine dritte Infill-Kampagne mit zwei neuen Bohrungen genehmigt, die im Jahr 2025 anlaufen sollen. Auch für das Feld Gudrun wurde eine dritte Infill-Kampagne genehmigt, in deren Rahmen 2026 zwei neue Infill-Bohrungen niedergebracht werden sollen. Projekte Berling Bei der Durchführung des Gasprojekts Berling wurde die Marke von 1 Mio Arbeitsstunden ohne meldepflichtige Vorfälle erreicht. Die Installation der Unterwasserpipeline vom Feld Berling zu der von Equinor betriebenen Host-Plattform Aasgard B wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Ausführung anderer Bauwerke, die im Jahr 2025 installiert werden sollen, schreitet plangemäß voran. Der Produktionsstart ist für 2028 mit der Anbindung an die Host-Plattform geplant. Mittel- und Osteuropa (CEE) In CEE ist OMV in Österreich, Rumänien und Bulgarien tätig. Die Hauptziele von OMV in der Region sind die Maximierung der profitablen Förderung von Kohlenwasserstoffen und die Erschließung des Wachstumspotenzials im Schwarzen Meer. Österreich Exploration Die Planung der Explorationsbohrung Wittau West Tief 1 wurde aufgenommen. Die Bohrarbeiten an der Sonde Strasshof Tief 17/17a wurden im März 2024 abgeschlossen. Sondenmessungen ergaben, dass eine wirtschaftliche Erschließung der entdeckten Kohlenwasserstoffressourcen nicht möglich ist. Die Sonde wurde daher abgeschrieben. Operations Im Jahr 2024 stabilisierte OMV Österreich die Ölproduktion durch Erhöhung der Workover-Anlagenkapazitäten und „Smart Oil Recovery“-(SOR-)Projekte. Dies trug dazu bei, den natürlichen Förderrückgang in den bestehenden Feldern zu verringern. Darüber hinaus konnten die Abschaltungen der Sauergasanlagen in Aderklaa, Schönkirchen und Korneuburg im Jahr 2024 erfolgreich durchgeführt werden. Ein Schwerpunkt lag 2024 erneut auf der Kontrolle von Methanemissionen mit Programmen zur Lecksuche und - reparatur (Leak Detection And Repair; LDAR) unter Verwendung modernster innovativer Methoden zur Erkennung und Reduzierung von Methanquellen. Eine deutliche Senkung der Methanemissionen durch Leckagen wurde in Rekordzeit erreicht, und die Verringerung der CO2-Emissionen wurde weiter vorangetrieben. Projekte Wittau Mit der weiteren Erschließung des Gasfundes in Wittau leistete OMV Österreich einen wesentlichen Beitrag zur Gasversorgungssicherheit. Bei der Erlangung des Wegerechts für eine 12 km lange Pipeline zur Gasstation Aderklaa wurden wichtige Fortschritte erzielt: Die Zusage aller Grundbesitzer:innen entlang der Trasse lag Ende November vor. Rumänien Im Jahr 2024 erzielte Rumänien hervorragende Produktionsmengen, machte weitere Fortschritte beim Projekt Neptun Deep und erreichte bemerkenswerte Erfolge bei den Explorationstätigkeiten. Exploration Die Gasexplorationsbohrung Spineni-1 in Rumänien wurde erfolgreich abgeschlossen und stieß in mehreren Lagerstätten auf Gas. Zur Bestätigung der Förderraten wird die Bohrung nun getestet und dann an die bestehende Infrastruktur im Feld angebunden. Operations OMV Petrom startete eine neue Bohrkampagne mit einer hochmodernen automatisierten Anlage. Die Kampagne zielte zunächst auf mehrere Felder in Oltenia, Muntenia und Moldova ab, soll jedoch künftig auf das gesamte Portfolio von OMV Petrom ausgeweitet werden. Ziel ist es, neue Ressourcen in reifen Feldern zu erschließen und gleichzeitig die Sicherheit und Effizienz der Bohrarbeiten zu verbessern. Im Jahr 2024 wurden in Rumänien abgesehen von Production Enhancement Contracts 39 neue Bohrungen und Sidetracks abgeteuft, 511 Workovers durchgeführt und 605 Sonden stillgelegt. Wichtige geplante Wartungsarbeiten sowohl an Offshore- als auch an Onshore-Anlagen wurden im vorgegebenen Zeit- und Budgetrahmen erfolgreich und sicher abgeschlossen. OMV Petrom konzentrierte sich weiterhin auf die profitabelsten Barrels und prüfte selektive Veräußerungsmöglichkeiten. Bei OMV Petrom E&P schritten im Jahr 2024 die Aktivitäten zur Reduzierung seiner Scope-1- und Scope-2-Emissionen voran. Dazu gehören Projekte zur Gewinnung von Strom (Gas to Power; G2P) oder Strom und thermischer Nutzenergie (Kraft-Wärme-Kopplung; KWK) aus Gas, die zusammen mit den Anlagen zur Gewinnung von Solarstrom (Solar to Power; S2P) beinahe den gesamten internen Strombedarf decken. Projekte Neptun Deep Das strategische Projekt Neptun Deep wird wesentlich zur Energieunabhängigkeit und zum Wirtschaftswachstum von Rumänien beitragen. OMV Petrom erzielte bei diesem Projekt im Jahr 2024 gemeinsam mit seinem Partnerunternehmen Romgaz wichtige Fortschritte: Nach der erfolgreichen Vergabe der Hauptaufträge wurde im Mai 2024 auf der Werft von Saipem in Karimun (Indonesien) mit der Herstellung der Aufbauten für die Offshore-Gasplattform begonnen. Im Rahmen der Vorbereitungen für die Bohrarbeiten traf die halbtauchende mobile Offshore-Bohranlage Transocean Barents im November 2024 in Constanța ein. OMV Petrom plant, 2025 mit den Bohrungen zu beginnen und 2027 das erste Gas zu fördern. Andere Großprojekte in Rumänien, wie FRD Bradesti Opportunity Phase 1 und Tank Farm Independenta NFA Safeguarding, schreiten planmäßig voran. Darüber hinaus trat das Projekt Abramut Gas Plant Revamp in die Ausführungsphase ein. In den kommenden Jahren wird die Modernisierung der Anlage abgeschlossen sein. Beim Projekt FRD Bradesti Opportunity Phase 2, das ebenfalls nach Plan verläuft, wurden die ersten Meilensteine bei der Konzeptbewertung erreicht. Auch die Erneuerung der Offshore-Infrastruktur schreitet voran. Schwerpunktmäßig geht es dabei um die langfristige Absicherung der Produktion und die Gewährleistung der Einhaltung sicherheitskritischer Anforderungen. In einigen Gebieten wurden Stilllegungsmaßnahmen eingeleitet. Bulgarien Der Explorationsblock Han Asparuh mit einer Fläche von 13.712 km² befindet sich auf bulgarischem Gebiet im westlichen Teil des Schwarzen Meeres und liegt südlich des Blocks Neptun Deep. OMV Petrom wurde mit einer 100%igen Beteiligung zum Betreiber des Blocks. Im November 2024 wurden Fortschritte bei den Farm-down-Optionen erzielt: Eine Vereinbarung zur Übertragung einer 50%igen Beteiligung an dem Projekt an eine Tochtergesellschaft des israelischen Unternehmens NewMed Energy wurde unterzeichnet. OMV Petrom fungiert bei dem Projekt jedoch weiterhin als Betreiber. Süd In der Region Süd ist OMV in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Libyen, Tunesien und der Region Kurdistan im Irak tätig. Die Hauptziele von OMV in der Region sind der weitere Ausbau seiner Position in den VAE und die Sicherung eines stabilen Beitrags aus Libyen. Libyen Im Jahr 2024 war die Produktion der Anlagen in Libyen, bei denen OMV nicht als Betriebsführer agiert, durch zwei Ereignisse höherer Gewalt im Jänner bzw. von Anfang August bis Anfang Oktober eingeschränkt. Diese Produktionsausfälle waren auf Förderstillstände aufgrund der politischen Instabilität des Landes zurückzuführen. Abgesehen von diesen Störungen blieb die Produktion auf dem derzeitigen Kapazitätsniveau. Ein Meilenstein im Jahr 2024 war der Beginn der von OMV betriebenen Explorationsbohrungen in der Lizenz C103, die im Oktober starteten. Die Produktion der Murzuq-Assets verzeichnete im Laufe des Jahres aufgrund von Bohrungen und Workovers einen deutlichen Anstieg von 257 kboe/d (Ausblick 100%) im Jänner auf eine Jahresendrate von 300 kboe/d (Ausblick 100%). Dies ist das höchste Produktionsniveau seit Jahren. Vereinigte Arabische Emirate (VAE) In den VAE stieg die Förderleistung im Jahr 2024 um 9%, was auf die verbesserte Zuverlässigkeit und Effizienz der Offshore-Anlagen in Umm Lulu und SARB zurückzuführen ist. In beiden Feldern wurden die Erschließungsbohrungen und Evaluierungstätigkeiten fortgesetzt. Die Bohraktivitäten schritten sowohl in den Lizenzen SARB/Umm Lulu mit 17 abgeschlossenen Bohrungen als auch in der Ghasha-Lizenz mit 7 Bohrungen voran. Die ersten beiden Aufbauten der Offshore-Plattformen des Erschließungsprojekts Dalma wurden erfolgreich installiert. Auch die Bautätigkeiten für das Erschließungsprojekt Hail & Ghasha machen Fortschritte, wobei der erste Stahlschnitt im Oktober erfolgte. Tunesien In Tunesien führte OMV im Jahr 2024 nur eine Explorationsbohrung durch. Die Bohrung Aziza bestätigte einen kommerziell nutzbaren Fund und soll die stabile Produktion im Feld Nawara weiter unterstützen. Region Kurdistan im Irak In der Region Kurdistan im Irak bewiesen die Tätigkeiten im Feld Khor Mor trotz schwieriger Sicherheitsbedingungen eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Nach einem Drohnenangriff im April wurde die Produktion rasch wieder in vollem Umfang aufgenommen. Allerdings kam es beim Erweiterungsprojekt KM250 zu erheblichen Verzögerungen, sodass die Bauaktivitäten erst gegen Jahresende weitergeführt wurden. Rest der Welt Abgesehen von den Kernregionen ist OMV in Neuseeland aktiv. Das Unternehmen erklärte hingegen seinen Rückzug aus dem Jemen und veräußerte 2024 seine malaysischen Assets. Neuseeland Im Dezember 2024 beschloss der OMV Vorstand, dass OMV den Verkaufsprozess für 100% seiner Anteile an der OMV New Zealand Limited nicht weiterverfolgen wird. Neuseeland bleibt damit Teil des E&P-Portfolios von OMV. In Pohokura wurde das Bohrcamp für eine Infill-Bohrung vor Ort gebracht. Offshore wurden die Workover-Kampagnen in den Feldern Maari und Māui fortgesetzt, um die Förderung aus bestehenden Bohrungen zu steigern. Das Team feierte vor Kurzem das 25-jährige Bestehen des Standorts Aotearoa. Malaysia Am 10. Dezember gab OMV den Abschluss der Transaktion mit TotalEnergies über den Verkauf seiner 50%-Beteiligung an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. bekannt. Im Feld Jerun wurden die Förderung auf rund 92 kboe/d (100% Basis) gesteigert und der 72-stündige Leistungstestlauf abgeschlossen. Die Unterzeichnung der Projekt- und Betriebsübergabe markierte den erfolgreichen Abschluss des Projekts. Jemen Im Jemen stand die Produktion wegen der anhaltenden Blockade der Erdölexporte weiterhin still. Nach der Aussetzung der Produktion im März 2023 implementierte OMV Jemen einen Erhaltungsplan. Demzufolge wurden die Feldaktivitäten auf Inspektionen sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten beschränkt. Im Jahr 2024 erklärten OMV und sein internationaler JV-Partner ihren Rückzug aus dem Gemeinschaftsprojekt in Block S2 und OMV trat als Betreiber zurück. Das Unternehmen führte mit den zuständigen Behörden Gespräche über die Übergabe des Blocks, einschließlich aller Anlagen. Gas Marketing & Power Im Segment Gas Marketing & Power will OMV sein Kundenportfolio in Westeuropa weiter stärken und diversifizieren und das Gas-&-Power-Geschäft in Rumänien ausbauen. Der europäische Erdgasmarkt war auch 2024 von der durch den Ukrainekrieg ausgelösten Energiemarktkrise und äußerst volatilen Erdgaspreisen geprägt. Gas Marketing Westeuropa OMV vermarktet und handelt Erdgas in mehreren europäischen Ländern sowie in der Türkei. Im Jahr 2024 lagen die Erdgas-Verkaufsmengen in Westeuropa bei 53,1 TWh (2023: 85,0 TWh). Die Grundlage des Erdgasverkaufsgeschäfts ist ein diversifiziertes Gasbezugsportfolio, das Erdgas aus eigenen Produktionsstätten in Österreich und Norwegen (30,5 TWh im Jahr 2024 bzw. 30,7 TWh im Jahr 2023) und von einer Vielzahl internationaler Zulieferunternehmen umfasst. Neben mittel- und langfristigen Aktivitäten ergänzen kurzfristige Geschäfte an den wichtigsten europäischen Handelsplätzen das Gasbezugsportfolio von OMV. Supply, Marketing und Trading von Gas Die Verkaufsaktivitäten von OMV Gas Marketing & Trading konzentrieren sich auf ein diversifiziertes Kundenportfolio in den Segmenten Großindustrie und Kommunen in Österreich, Deutschland, Ungarn, den Niederlanden und Belgien sowie auf Geschäftsmöglichkeiten in Italien, der Slowakei, Frankreich und Großbritannien. OMV will auch grüne Gase in sein Portfolio aufnehmen, um die CO2-Intensität zu reduzieren. Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine verfolgt OMV konsequent eine Strategie zur Diversifizierung der Bezugsquellen und ist nicht mehr von russischen Gaslieferungen nach Österreich abhängig. OMV bezieht Erdgas aus seiner eigenen Produktion in Norwegen und Österreich sowie von norwegischen Erdgasproduzenten. Darüber hinaus hat OMV Zugang zu allen wichtigen mittel- und nordwesteuropäischen Handels- und Kapazitätsmarktplätzen für Erdgas. Aufgrund dieses Zugangs zu alternativen Erdgasbezugsquellen und zusätzlicher Transportkapazitäten kann OMV seine Kund:innen mit nicht russischem Erdgas beliefern. Im Jahr 2024 wurde ein langfristiger LNG-Liefervertrag für den Zeitraum 2025–2029 abgeschlossen, der ausschließlich nicht russisches Erdgas betrifft. Dies macht das LNG-Geschäft zu einem sehr wichtigen Baustein für die Diversifizierung des Erdgasbezugsportfolios von OMV und erhöht damit die Versorgungssicherheit. OMV sicherte sich für den Zeitraum von 2026 bis 2029 zusätzliche europäische Transportkapazitäten nach Österreich im Ausmaß von 29 TWh. Dies ermöglicht dem Unternehmen die Lieferung von Eigen- und Drittgasmengen aus Norwegen nach Österreich sowie von LNG-Mengen unter Nutzung der langfristig vereinbarten Jahreskapazität von 3 Mrd m³ am Regasifizierungsterminal Gate in Rotterdam. Im Jahr 2024 nutzte OMV diese zugeteilte Kapazität am Terminal nahezu voll aus. Im Jahr 2022 wurde eine eigene OMV Gas-Taskforce eingerichtet, um einen kontinuierlichen und diversifizierten Lieferstrom sicherzustellen, die allgemeine Erdgasangebotssituation und die Speicherfüllstände zu überwachen, die Speicherkapazitäten voll auszuschöpfen und ein diversifiziertes, von russischem Gas unabhängiges Gasbezugsportfolio zu erreichen. Nach Abschluss des Schiedsverfahrens nach den ICC-Regeln im Zusammenhang mit dem deutschen Gasliefervertrag mit Gazprom Export im November 2024 erhielt OMV einen Schiedsspruch, in dem OMV eine Entschädigung zugesprochen wurde, die gegen Verbindlichkeiten aus dem österreichischen Gasliefervertrag aufgerechnet wurde. Nach Berücksichtigung der damit verbundenen Absicherungsverluste beträgt der positive Nettoeffekt des Schiedsspruchs auf das Operative Ergebnis vor Sondereffekten des Segments Gas Marketing & Power in Q4/24 rund EUR 210 Mio. Im Dezember 2024 kündigte OMV den langfristigen Erdgasliefervertrag mit Gazprom Export wegen mehrfacher grundlegender Vertragsverletzungen und konnte damit das Risiko von OMV Gas Marketing & Trading (OGMT) deutlich reduzieren. Am 3. Jänner 2025 entschied die Stockholmer Handelskammer (SCC) zugunsten von OMV im Schiedsverfahren im Zusammenhang mit dem österreichischen Liefervertrag und sprach OMV eine Entschädigung durch die Gazprom Export LLC zu. Gas-Logistik OMV betreibt Erdgasspeicher in Österreich und Deutschland mit einer Speicherkapazität von rund 30 TWh. Zudem ist OMV mit 65% am Central European Gas Hub (CEGH), der führenden Erdgashandelsplattform in Mittel- und Osteuropa, beteiligt. Aufgrund des milden Winters im Jahr 2023 konnten die europäischen Speicherbetreiber:innen im April 2024 mit relativ hohen Speicherständen von 59% (1. April 2023: 56%) in das neue Speicherjahr starten. Eine beträchtliche Anzahl neuer internationaler und nationaler Rechtsvorschriften und eine anhaltend hohe Preisvolatilität beherrschten den Energiemarkt. Trotz dieses herausfordernden Umfelds konnte der Bereich OMV Gas Storage im Jahr 2024 neue Kund:innen gewinnen, die Kapazität erweitern und die Speicher von OMV auf Maximalstände von 93% in Österreich und 95% in Deutschland füllen. Im Jahr 2024 wurden am virtuellen Handelspunkt (VTP) des Central European Gas Hub 700 TWh Erdgas gehandelt. Dieses Volumen entspricht etwa dem Zehnfachen des jährlichen österreichischen Erdgasverbrauchs. Gas & Power Osteuropa Im Bereich der Stromerzeugung profitiert OMV weiterhin von der Integration von Gas und Strom in Rumänien. Ausschlaggebend für die Rentabilität sind dabei Strommargen und Spark Spreads sowie Ausgleichsleistungen und die Integration von erneuerbaren Stromkapazitäten. Die Energiemärkte waren ein weiteres Jahr von hoher Volatilität geprägt. Bei den Gas- und Strompreisen hielt der Abwärtstrend an, der 2023 begonnen hatte. Erst gegen Jahresende setzte eine leichte Erholung ein. In Rumänien war der Gas- und Stromverbrauch weiterhin beeinträchtigt, wenngleich vor allem in den letzten Monaten des Jahres 2024 gewisse Verbesserungen festzustellen waren. Die rumänischen Gas- und Strommärkte waren auch 2024 stark reguliert: Mehr als die Hälfte der Gas- und Stromverkaufsportfolios unterlag irgendeiner Regulierung oder Besteuerung. Im April wurde der geltende Rechtsrahmen abermals geändert, was sich insbesondere auf das Stromgeschäft auswirkte. Gas Die Erdgas-Verkaufsmengen in Osteuropa beliefen sich 2024 auf 32,2 TWh und lagen damit um 16% unter den 2023 erreichten Mengen von 38,3 TWh. Die Verkäufe an den regulierten Markt und der Absatz von Fernwärme für Haushalte gingen ebenso zurück wie die Verkaufsmengen an den nicht regulierten Großhandelsmarkt und an Endkundenportfolios. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte OMV Petrom seine führende Position als Gaslieferant auf dem rumänischen Gasmarkt für Nichthaushaltskund:innen behaupten. Der Eintritt von OMV Petrom in den bulgarischen Gasanbietermarkt im Jahr 2024 war ein logischer Schritt zur Konsolidierung der Präsenz des Unternehmens auf den regionalen Märkten. Dabei stützt sich OMV Petrom auf seine Erfahrung und Kenntnis des Gasmarktes in Bulgarien, wo das Unternehmen bereits im Gasgroßhandel tätig ist, sowie auf die Präsenz des OMV Tankstellennetzes im Land und die Explorationsaktivitäten im Schwarzen Meer. In der Republik Moldau wurde OMV Petrom 2024 zu einem der wichtigsten Gaslieferanten. Strom Die Nettostromerzeugung des Gaskraftwerks Brazi im Jahr 2024 belief sich auf 4,9 TWh. Dieses Plus von 18% gegenüber 2023 war auf einen kürzeren geplanten Wartungsstillstand des Kraftwerks zurückzuführen. Brazi deckte 10% des rumänischen Stromerzeugungsmixes ab und trug wesentlich zur Versorgungssicherheit und Stabilität des nationalen Stromnetzes bei. Darüber hinaus führte OMV Petrom das regionale Stromgeschäft im Jahr 2024 fort, um Marktchancen zu nutzen und seine Position und Expertise zu konsolidieren. OMV Petrom machte bedeutende Fortschritte in Richtung seines strategischen Ziels, bis 2030 eine Kapazität an erneuerbarem Strom von 2,5 GW zu installieren. Das Unternehmen hat zusammen mit Partner:innen ein solides Portfolio von Projekten, Möglichkeiten und Initiativen mit unterschiedlichen Implementierungsphasen und einer ausgewogenen Mischung aus selbst entwickelten Projekten und Partnerschaften aufgebaut. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Low-Carbon-Geschäft. Low-Carbon-Geschäft Im Low-Carbon-Geschäft (Low Carbon Business; LCB) will OMV bis 2030 EUR 5 Mrd investieren, um das zukünftige Wachstum in den Bereichen Geothermie, erneuerbare Energien sowie CO2-Abscheidung und ‑Speicherung (Carbon Capture and Storage; CCS) voranzutreiben. Ziel ist es, bis 2030 rund 4 TWh geothermische Energie und 3–4 TWh erneuerbaren Strom zu erzeugen sowie ungefähr 3 Mio t CCS pro Jahr zu speichern. Das für unser Low-Carbon-Geschäft zuständige Team hält daher Ausschau nach Möglichkeiten zur Erschließung und kommerziellen Nutzung von geothermischen Energiequellen und prüft CCS-Lösungen. Darüber hinaus arbeitet das Segment an der Sicherung der Ökostromversorgung für die Anlagen von OMV. Die Initiativen in diesen Bereichen haben in den letzten Jahren enorm an Dynamik gewonnen. Eine Vielzahl von Maßnahmen wurde eingeführt, und mehrere Projekte wurden in die Wege geleitet bzw. umgesetzt. Derzeit befinden sich viele dieser Projekte in der Bewertungsphase oder im Stadium erster Investitionen, wobei geplant ist, das Investitionsniveau nach 2027 zu erhöhen. Geothermie OMV strebt eine starke Position im Bereich der Geothermie an und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 eine Produktion von rund 4 TWh zu erreichen. Dazu soll die jahrzehntelange Expertise und Erfahrung von OMV untertage und beim Bohren genutzt werden. Ziel ist es, bestehende und neue Technologien einzusetzen, um das Potenzial der Geothermie zu erschließen. Das Unternehmen möchte damit zur Dekarbonisierung von Fernwärmenetzen, großen Infrastrukturbetreiber:innen und Industrieanlagen beitragen. Im Joint Venture namens „deeep“ arbeitet OMV mit Wien Energie zusammen, um Tiefengeothermieanlagen im Großraum Wien zu entwickeln. Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung für Wien. Die erste Anlage in Aspern im Nordosten der Stadt wird in Kombination mit Wärmepumpen eine Kapazität von 20 MW aufweisen, was ausreicht, um rund 20.000 Haushalte zu versorgen. Die Bohrungen, die über 3.000 Meter in die Tiefe gehen, starteten im Dezember 2024. Die Anlage wird das heiße Formationswasser für die Wärmeerzeugung nutzen. Die erste Tiefengeothermie-Anlage des Joint Ventures deeep wird als Grundlage für den weiteren Ausbau der Geothermie in Wien dienen. Insgesamt wollen OMV und Wien Energie bis zu sieben Tiefengeothermie-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 200 MW im Rahmen von Bohrprogrammen umsetzen. Damit kann klimaneutrale Fernwärme für umgerechnet bis zu 200.000 Wiener Haushalte erzeugt werden. OMV prüft und entwickelt laufend weitere Möglichkeiten und Projekte zur geothermischen Energiegewinnung mit offenem und geschlossenem Kreislauf. So ist OMV beispielsweise an der Eavor Technologies Inc. beteiligt, einer führenden Entwicklerin von Geothermie-Lösungen mit geschlossenem Kreislauf. Die Technologie von Eavor basiert auf geschlossenen Systemen, die tief unter der Erde installiert werden. Zwischen der Oberfläche und einer Reihe von geschlossenen Kreisläufen im Untergrund zirkuliert eine Flüssigkeit, die die gespeicherte Wärme aufnimmt. Da diese Technologie von Wasservorkommen in der Tiefe unabhängig ist, ermöglicht sie die Nutzung von Geothermie für Fernwärmeanlagen in Gebieten, die über keine konventionellen hydrothermalen Ressourcen verfügen. CO2-Abscheidung und -Speicherung Mit der Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage; CCS) will OMV die absoluten Emissionen sowohl aus den eigenen Betrieben als auch von Dritten kompensieren. OMV hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 3 Mio t CO2 pro Jahr zu speichern. Der Fokus liegt dabei auf der Nordsee, wo OMV mit Partnerunternehmen zwei Speicherlizenzen hält. Zusammen mit Aker BP hält OMV die Poseidon-Lizenz für die Speicherung von CO2 in der norwegischen Nordsee (OMV Norge 50%). Das Projekt hat das Potenzial zur Speicherung von über 5 Mio t CO2 jährlich. OMV beabsichtigt, den Standort als Speicher für CO2 zu nutzen, das von verschiedenen Industrieanlagen in Nordwesteuropa abgeschieden wird, darunter auch von den europäischen Anlagen von Borealis. Ende 2023 wurde eine 3D-Seismik-Untersuchung erfolgreich abgeschlossen. Die Drill-or-Drop-Entscheidung (Bohren oder Lizenzrückgabe) soll 2025 fallen. Zusammen mit den Partnerunternehmen Vår Energi (Betriebsführer) und Lime Petroleum AS konnte sich OMV 2024 eine zweite Lizenz zur Speicherung von CO2 sichern (OMV Norge 30%). Das Feld namens Iroko befindet sich in der zentralen norwegischen Nordsee und bietet eine Kapazität zur Speicherung von rund 215 Mio t CO2, mit einer erwarteten Injektionskapazität von mehr als 7,5 Mio t CO2 pro Jahr. Neben diesen Lizenzen wird an weiteren Lizenzanträgen und Möglichkeiten gearbeitet, um ein Projektportfolio aufzubauen und OMV als wichtigen Akteur im Bereich CCS auf dem norwegischen Kontinentalschelf zu etablieren. OMV prüft auch Onshore- und Offshore-Möglichkeiten in Mittel- und Osteuropa. Erneuerbarer Strom OMV strebt eine starke Position im Bereich der erneuerbaren Energien an und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 3 – 4 TWh Strom mit erneuerbaren Quellen zu erzeugen. Investitionen in erneuerbaren Strom werden vor allem in Südosteuropa getätigt. Südosteuropa Im Geschäftsbereich Gas & Power Osteuropa werden in Rumänien mehrere Projekte zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen verfolgt. Im Jahr 2024 schloss OMV Petrom den Erwerb von 50% der Anteile an der Electrocentrale Borzești von RNV Infrastructure ab. Die Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien weisen eine Kapazität von rund 1.000 MW auf, davon 950 MW Windkraft und 50 MW Photovoltaik. Die Windkraftprojekte werden in Partnerschaft mit RNV Infrastructure entwickelt, gebaut und betrieben. Das Photovoltaikprojekt ist bereits errichtet und durchläuft nun Produktionstests. Weiters schloss OMV Petrom im Jahr 2024 die Transaktion mit Jantzen Renewables für den Erwerb mehrerer Photovoltaikprojekte in Rumänien ab, die eine Photovoltaikkapazität von insgesamt rund 710 MW im „Ready-to-Build“-Stadium umfassen. Darüber hinaus vergab OMV Petrom den EPCC-Auftrag für das Photovoltaikkraftwerk in Ișalnița und leitete damit die Ausführungsphase ein. Es handelt sich dabei um das erste Photovoltaik-Großprojekt, das zur Gänze von OMV Petrom entwickelt wird und eine Kapazität von rund 89 MW aufweist. Westeuropa In Westeuropa baut OMV ein Portfolio von Stromabnahmeverträgen (Power Purchase Agreements; PPAs) auf und tätigt selektive Investitionen in Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien zur Stromversorgung der eigenen Betriebe. Im Jahr 2024 schloss OMV Stromabnahmeverträge mit VERBUND und ImWind ab und sicherte sich damit einen jährlichen Bezug von 67 GWh nachhaltigen Strom. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 16.000 Haushalten. Mit diesem Ökostrom kann OMV über 35% des Bedarfs an zugekauftem Strom der Raffinerie Schwechat und der Adria-Wien Pipeline (AWP) decken. Dies versetzt OMV in die Lage, seine CO2-Bilanz zu verbessern und die Nutzung erneuerbarer Energien zu forcieren. Ausblick 2025 Marktumfeld OMV erwartet einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund USD 75/bbl (2024: USD 81/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird bei rund EUR 35/MWh erwartet (2024: EUR 25/MWh), wobei die THE-Preisprognose zwischen EUR 40/MWh und EUR 45/MWh liegt (2024: EUR 35/MWh). Konzern  Organische Investitionen werden sich voraussichtlich auf rund EUR 3,6 Mrd belaufen (2024: EUR 3,7 Mrd). Darin enthalten sind nicht zahlungswirksame Investitionen im Zusammenhang mit Leasingverträgen in Höhe von rund EUR 0,1 Mrd. Chemicals  Die Ethylen-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich bei rund EUR 520/t liegen (2024: EUR 505/t). Die Propylen-Referenzmarge Europa wird den Prognosen zufolge auf einem ähnlichem Niveau wie im Jahr 2024 liegen (2024: EUR 384/t).  Die Polyethylen-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich über EUR 400/t liegen (2024: EUR 432/t). Es wird eine Polypropylen-Referenzmarge Europa von über EUR 400/t erwartet (2024: EUR 402/t).  Der Steamcracker-Auslastungsgrad in Europa wird voraussichtlich bei rund 90% liegen (2024: 84%).  Die Verkaufsmenge Polyolefine exklusive JVs wird voraussichtlich rund 4,1 Mio t betragen (2024: 3,9 Mio t).  Die organischen Investitionen im Geschäftsbereich Chemicals werden auf rund EUR 0,9 Mrd prognostiziert (2024: EUR 1,0 Mrd). Fuels & Feedstock  Die OMV-Raffinerie-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich bei rund USD 6/bbl liegen (2024: USD 7,1/bbl).  Der Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa wird zwischen 85% und 90% erwartet (2024: 87%).  Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in den europäischen OMV-Märkten werden höher als 2024 prognostiziert (2024: 16,2 Mio t). Die Commercial-Margen werden voraussichtlich niedriger sein als 2024. Die Retail-Margen werden voraussichtlich leicht unter dem Niveau von 2024 liegen.  Die organischen Investitionen im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock werden den Prognosen zufolge rund EUR 0,7 Mrd betragen (2024: EUR 0,8 Mrd). Energy  OMV erwartet eine Gesamtproduktion von Kohlenwasserstoffen von rund 300 kboe/d (2024: 340 kboe/d), vorausgesetzt, die Geschäftstätigkeit in Libyen verläuft ohne Einschränkungen.  Die Produktionskosten werden bei rund USD 11/bbl (2024: USD 10/bbl) erwartet.  Die organischen Investitionen im Bereich Energy werden sich voraussichtlich auf rund EUR 1,9 Mrd belaufen (2024: EUR 1,8 Mrd).  Die Explorations- und Evaluierungsausgaben (E&A) werden bei rund EUR 220 Mio liegen (2024: EUR 229 Mio). Informationen über den längerfristigen Ausblick finden Sie in den Kapiteln >Strategie und >Marktumfeld. Risikomanagement Als internationales Öl-, Gas- und Chemieunternehmen, dessen Aktivitäten von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zum Handel und zur Vermarktung von Mineralölprodukten, chemischen Produkten und Erdgas reichen, ist OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem Marktpreisrisiken und anderen finanziellen Risiken, operativen Risiken sowie strategischen Risiken in Verbindung mit den relevanten ESG-Risiken. Im Risikomanagementprozess des Unternehmens liegt der Schwerpunkt auf der Identifizierung, Bewertung und Beurteilung dieser Risiken und ihrer Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität. Ziel ist es, die Risiken entsprechend dem Risikoappetit und den festgelegten Risikotoleranzen des Unternehmens aktiv zu steuern, um langfristige strategische Ziele von OMV zu verwirklichen. Risikomanagement-Governance Eine wirksame Risikosteuerung ist von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Bewältigung von Unsicherheiten, die in der Natur der Geschäftstätigkeit von OMV liegen. Auf Ebene des Aufsichtsrats kontrolliert der Prüfungsausschuss die Umsetzung und Wirksamkeit der Risikomanagementprozesse bei OMV. Durch die Nutzung der Expertise des Prüfungsausschusses und laufende Fortbildungsmaßnahmen setzt sich der Aufsichtsrat weiterhin für eine solide Risikosteuerung ein. Der Vorstand überwacht und verbessert proaktiv die Risikomanagementprozesse von OMV und sorgt für eine starke Risikokultur im gesamten Unternehmen. Ein funktionsübergreifender Risikoausschuss bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements unter der Leitung des:der CFO stellt sicher, dass wesentliche Risiken innerhalb des Unternehmens im Rahmen des Risikomanagementprozesses effektiv erfasst und gesteuert werden. OMV verfügt über eine effektive zentrale Risikomanagementfunktion innerhalb des CFO-Bereichs, die direkt an den Vorstand berichtet und von den Geschäftsfeldern unabhängig ist. Das Unternehmen vertritt die Ansicht, dass durch sein integriertes Geschäftsmodell und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko wesentlich niedriger ist als die Summe der einzelnen Risiken. Die ausgleichende Wirkung von Branchenrisiken erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Die Risikomanagementaktivitäten fokussieren sich daher auf die Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Geschäftsportfolios des Unternehmens. Die wechselseitigen Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen den einzelnen Risiken spiegeln sich auch im konzernweiten Risikoprofil wider. Die Risikomanagement- und Versicherungsaktivitäten werden zentral durch die Bereiche Treasury und Risk & Insurance Management koordiniert. Damit wird sichergestellt, dass im gesamten Unternehmen klare und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf das Risikomanagement angewendet werden. Für jedes Risiko wird ein:eine Risk Owner:in definiert, der:die am besten geeignet ist, die Überwachung und Steuerung des jeweiligen Risikos zu verantworten. Das übergeordnete Ziel der OMV-Risikopolitik besteht darin, die Liquidität des Unternehmens abzusichern und ein dem Risikoappetit von OMV entsprechend starkes Investment-Grade-Rating zu erhalten. Finanzielle und nicht finanzielle Risiken werden regelmäßig im Rahmen des Prozesses des unternehmensweiten Risikomanagements (Enterprise-Wide Risk Management; EWRM) von OMV identifiziert, beurteilt und berichtet. Hauptzweck des EWRM-Prozesses ist es, einen wesentlichen Wertbeitrag für das Unternehmen zu leisten, indem risikobasierte Managemententscheidungen ermöglicht werden. Dies erfolgt mithilfe des Modells der drei Verteidigungslinien: 1. Unternehmensführung, 2. Risikomanagement und Aufsichtsfunktionen, 3. Interne Revision. Durch die richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken wird die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt, wodurch der Wert von OMV nachhaltig gesteigert wird. Das EWRM-System hat seit 2003 in allen Konzernbereichen, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert. OMV arbeitet laufend an der Weiterentwicklung des EWRM-Prozesses gemäß den internen und externen Anforderungen, wie zum Beispiel der Berücksichtigung von ESG-( „Environment, Social, Governance“-) Reportingstandards und -Rahmenwerken. Der OMV EWRM-Prozess wurde gemäß der Norm ISO 31000 eingerichtet und wird durch ein konzernweites IT-System unterstützt, in dem sämtliche festgelegten Prozessschritte dokumentiert werden: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobehandlung, Berichterstattung und Risikoüberprüfung führen zur kontinuierlichen Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die Auswirkungen der durch einen Bottom-up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation bewertet und den Planungsdaten gegenübergestellt. Diese Herangehensweise wird vom Senior Management in einem Top-down-Ansatz unter Einbeziehung der mit der Konzernstrategie verbundenen Risiken ergänzt. Auch nicht voll konsolidierte Gesellschaften sind in diesem Prozess inkludiert. Im Rahmen des EWRM-Prozesses bedienen wir uns konzernweit derselben Risikoterminologie und sprechen eine gemeinsame Risikosprache, um eine effektive Kommunikation von Risiken zu gewährleisten, wobei ESG-Risiken in der OMV-Risikotaxonomie eine Schlüsselrolle spielen. Zweimal im Jahr werden die Ergebnisse dieses Prozesses zusammengeführt und dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des EWRM jährlich durch einen:eine Wirtschaftsprüfer:in evaluiert. Folgende wesentliche finanzielle und nicht finanzielle Risiken wurden in Bezug auf die Mittelfristplanung von OMV ermittelt:  Finanzielle Risiken wie Marktpreisrisiken und Währungsrisiken  Operationelle Risiken inklusive aller mit Anlagen verbundenen Risiken und Auswirkungen, Produktionsrisiken, Projektrisiken, Personalrisiken, IT-Risiken, Risiken im Zusammenhang mit Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE); - und regulatorischer bzw. Compliance-Risiken  Strategische Risiken, die zum Beispiel im Zusammenhang mit der Energiewende und durch technologischen Fortschritt entstehen, aber auch Reputationsrisiken und politische Risiken wie Sanktionen beinhalten Mehr über das Risikomanagement und die Verwendung von Finanzinstrumenten finden Sie im Konzernabschluss (>Anhangangabe 29). Finanzielle Risiken Marktpreis- und andere finanzielle Risiken, einschließlich der Marktpreisrisiken durch EU-Emissionszertifikate, entstehen durch die Volatilität von Rohstoffpreisen, Wechselkursen und Zinssätzen. Kreditrisiken, die durch die Unfähigkeit von Kontrahenten entstehen können, einer Zahlungs- oder Lieferverpflichtung nachzukommen, zählen ebenfalls zu den wesentlichen Risiken. Als Öl-, Gas- und Chemieunternehmen ist OMV den Preisschwankungen der entsprechenden Rohstoffe in signifikantem Maße ausgesetzt. Auf der Währungsseite hat das Unternehmen wesentliche Risikopositionen in USD, RON, NOK, NZD und SEK. Aus dem Verkauf von Ölprodukten resultiert eine ökonomische Netto- Long-Position in USD bei OMV. Die vergleichsweise weniger signifikanten Risikopositionen in RON, NOK, NZD und SEK entstehen aus Kosten in lokalen Währungen in den jeweiligen Ländern. Management von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit EU-Emissionszertifikaten Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, die aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Rohstoffpreisen, EU-Emissionszertifikaten, Kontrahent:innen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, werden zentral konsolidiert. Marktpreisrisiken werden konzernweit betrachtet und ihre möglichen Cashflow-Auswirkungen werden mittels eines Risikomodells analysiert, das Portfolioeffekte berücksichtigt. Die Auswirkungen der finanziellen Risiken (z. B. Rohstoffpreise und Währungen) auf Cashflow und Liquidität von OMV werden regelmäßig im Risikokomitee präsentiert. Dieser Ausschuss unter der Leitung des CFO setzt sich aus den Mitgliedern des Senior Managements der Geschäftsbereiche und Konzernfunktionen zusammen. In Bezug auf Rohstoffpreisrisiken und Währungsrisiken entscheidet der OMV-Vorstand bei Bedarf über Hedging-Strategien zur Reduzierung dieser Risiken. OMV setzt Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein, um die Konzernliquidität beispielsweise gegen den potenziell negativen Einfluss fallender Öl- und Gaspreise im Geschäftsbereich Energy abzusichern. In den Geschäftsbereichen Fuels & Feedstock und Chemicals ist OMV insbesondere volatilen Raffinerie- und Chemiemargen, Erdgaspreisen und CO2-Emissionszertifikaten sowie Lagerrisiken ausgesetzt. Entsprechende Optimierungs- und Hedging-Aktivitäten werden durchgeführt, um diese Risiken zu reduzieren. Hierunter fallen insbesondere Margen-Hedges sowie Rohstoff-Hedges. Ein Governance-System zur Kontrolle von Optimierungs-, Handels- und Hedging-Risiken legt klare Mandate einschließlich der Risikoschwellen für diese Aktivitäten fest. Zinsrisikomanagement Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Unternehmens können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixer auf variable Zinsbindung und vice versa umgestellt werden. Weiters analysiert OMV regelmäßig die Auswirkungen von Zinsänderungen auf die Zinserträge und -aufwendungen aus variabel verzinsten Geldanlagen und Krediten Kreditrisikomanagement Das Kreditrisiko wesentlicher Kontrahent:innen wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limits für Banken, Geschäftspartner:innen und Sicherheitengeber:innen überwacht und gesteuert. Die Abläufe sind durch OMV-Richtlinien auf Konzernebene geregelt. Angesichts eines schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds mit volatilen Rohstoffpreisen, hohen Zinsen und verzerrten Lieferketten wird besonders auf Frühwarnsignale geachtet, wie beispielsweise Änderungen im Zahlungsverhalten. Operationelle Risiken OMV ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) ausgesetzt. Dazu zählen die möglichen Auswirkungen von Naturkatastrophen sowie von Vorfällen im Bereich der Prozesssicherheit und der Sicherheit von Personen. Weitere operationelle Risiken gehen mit der Durchführung von Investitionsprojekten und der Nichteinhaltung von gesetzlichen oder regulatorischen Bestimmungen einher. Sämtliche operationellen Risiken werden nach dem definierten Risikomanagementverfahren des Konzerns identifiziert, analysiert, überwacht und gemindert. Die bewerteten Risiken werden auf allen Unternehmensebenen unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien und mit klar zugeordneten Verantwortlichkeiten gesteuert und gemindert. Die wesentlichen Risiken, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, Recht und Compliance, Personalmanagement sowie Nachhaltigkeit, werden zentral durch definierte Konzernrichtlinien geregelt, um sicherzustellen, dass Planungsziele erreicht werden können. Projektrisiken Bei der Umsetzung der Strategie 2030 investiert OMV sowohl in organische als auch anorganische Wachstumsprojekte und verfolgt dabei einen ausgereiften Projektrisikomanagementprozess zur regelmäßigen Identifizierung, Analyse und Überwachung der Projektrisiken. OMV verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Management von Großprojekten und bei der Minimierung von Projektrisiken. Das Unternehmen kann operationellen, politischen, technologischen und anderen Risiken ausgesetzt sein, die sich seinem eigenen Einfluss und dem seiner Vertragspartner:innen entziehen, was den Fortschritt der Projekte von OMV verzögern oder behindern kann. So kann beispielsweise die Durchführung großer Onshore- und Offshore-Projekte in Rumänien, Norwegen und den VAE durch Änderungen des jeweiligen regulatorischen oder steuerlichen Rahmens, durch die Nichtverfügbarkeit von Auftragnehmer:innen oder den Mangel an qualifiziertem Personal beeinträchtigt werden. Die Projektkosten können durch Preisinflation, Arbeitskräftemangel oder die Unterbrechung bzw. Neuorganisation von Lieferketten negativ beeinflusst werden. Insbesondere Projekte in den Bereichen Recycling sowie nachhaltige Kraftstoffe und Rohstoffe können von einer unzureichenden Verfügbarkeit der benötigten Ausgangsstoffe, der Unfähigkeit einer kommerziellen Nutzung neuer Technologien oder mangelnder regulatorischer Klarheit betroffen sein. Vor allem in neuen Geschäftsbereichen investiert OMV unter Umständen häufiger über Partnerschaften und Joint Ventures, wodurch das Unternehmen erhöhten Governance- und Kreditrisiken ausgesetzt sein kann, die die Projektabwicklung unter Umständen negativ beeinflussen. Jedes dieser Risiken kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Ertrags- und Finanzlage von OMV haben. IT-Risiken Da OMV bei seinen Aktivitäten auf IT-Systeme angewiesen ist, kann es zu Beeinträchtigungen aufgrund von groß angelegten Cyberattacken kommen. Zum Schutz von Daten und IT-Assets, die Daten speichern und verarbeiten, ist ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) mit entsprechenden Sicherheitskontrollen in alle IT-Dienste des Unternehmens implementiert. IT-Risiken werden bewertet, regelmäßig überwacht und mit gezielten Maßnahmen adressiert oder durch umfassende IT- und Sicherheitsprogramme im gesamten Unternehmen gesteuert. Betriebstechnische Risiken spiegeln sich in der Bewertung von Prozesssicherheitsrisiken wider. OMV ist sich auch der aufkommenden Risiken durch künstliche Intelligenz (KI) bewusst und integriert daher aktiv Maßnahmen in die bestehenden Konzepte und Kontrollen zur Security Governance, um potenziellen Sicherheitslücken und Schwachstellen im Zusammenhang mit KI entgegenzuwirken. Strategische Risiken Zur Identifizierung strategischer Risiken, die potenziell langfristige Auswirkungen auf die Unternehmensziele haben könnten, beobachtet OMV laufend sein internes und externes Umfeld. Geopolitische und regulatorische Risiken OMV beobachtet die geopolitischen Entwicklungen aufmerksam, insbesondere den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie eventuelle zusätzliche Sanktionen und Gegensanktionen, die sich daraus ergeben könnten. Auch die jüngsten Entwicklungen in Israel und Syrien haben Bedenken hinsichtlich der regionalen Stabilität und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten von OMV hervorgerufen. Dennoch ist es wichtig festzuhalten, dass die Geschäftstätigkeit von OMV in der MENA-Region bislang von diesen Entwicklungen unberührt geblieben ist. Das Unternehmen prüft regelmäßig die Auswirkungen derartiger geopolitischer Entwicklungen auf seine Geschäftstätigkeit. Zum Beispiel könnten anhaltende und/oder zunehmende Unterbrechungen der russischen Rohstofflieferungen nach Europa zu einem weiteren Anstieg der europäischen Energiepreise führen. Sanktionen gegen Russland und von Russland verhängte Gegensanktionen könnten zu weiteren Störungen in den globalen Lieferketten und Engpässen führen – beispielsweise bei Energieprodukten, Rohstoffen, Agrarprodukten und Metallen –, was wiederum einen weiteren Anstieg der Betriebskosten zur Folge hätte. Im Dezember 2024 kündigte OMV nach schwerwiegenden Vertragsverletzungen durch Gazprom Export seinen Vertrag mit Gazprom Export über die Lieferung von Gas nach Österreich mit sofortiger Wirkung. Mit dieser Kündigung wurde das Vertragsverhältnis beendet und das Russland-Risiko des Unternehmens erheblich reduziert. Bereits davor hatte OMV im Hinblick auf die erwartete Unterbrechung aller russischen Erdgaslieferungen nach Österreich aufgrund der Beendigung des Gastransitvertrags zwischen der Ukraine und Russland sowohl die Gasbezugsquellen als auch die Lieferwege diversifiziert, um die Energieversorgung seiner Kund:innen sicherzustellen. Mit dem Kauf zusätzlicher Transportkapazitäten nach Österreich an den Übergabepunkten Oberkappel (Pipeline aus Deutschland) und Arnoldstein (Pipeline aus Italien) im Juli 2023 sowie der Sicherung zusätzlicher Lieferungen war OMV auf diese Situation gut vorbereitet. Das überdurchschnittlich wärmere Wetter in Europa, die gestiegene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie hohe Gaspreise waren die Hauptgründe für den reduzierten Gasverbrauch von Haushalten und der Industrie im Jahr 2024. Zudem waren die Lagerbestände in Mitteleuropa im Vergleich zu den Vorjahren höher. OMV beobachtet die Entwicklungen weiterhin genau und bewertet regelmäßig potenzielle Auswirkungen auf den Cashflow und die Liquiditätslage des Unternehmens. Eine hohe Volatilität der Erdgaspreise kann potenziell zu Liquiditätsspitzen führen, um Margin Calls für kurzfristige Börsenhandelsaktivitäten zu erfüllen. OMV verfügt über ungenutzte zugesagte und nicht zugesagte Kreditfazilitäten, um solche kurzfristigen Anforderungen im Bedarfsfall zu erfüllen. Das Unternehmen reagiert auf die Situation mit gezielten Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Abgesehen von den oben erwähnten geopolitischen Spannungen ist die Geschäftstätigkeit von OMV noch weiteren geopolitischen Risiken ausgesetzt, wie beispielsweise Enteignung und Verstaatlichung von Eigentum, Beschränkungen für ausländisches Eigentum, inneren Unruhen, Kriegshandlungen oder Terrorismus und politischer Instabilität, etwa in Libyen, im Jemen oder Tunesien sowie anderen Ländern, in denen OMV tätig ist und Investitionen getätigt hat. OMV verfügt jedoch über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Schwellenländern. Mögliche regulatorische Änderungen können auch zu Unterbrechungen, Produktionseinschränkungen oder einer höheren Steuerbelastung führen. OMV beobachtet laufend politische und regulatorische Entwicklungen in allen Märkten, die sich auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auswirken. Spezifische Länderrisiken werden vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Makroökonomische Risiken Geoökonomische Fragmentierung, Handelsbeschränkungen sowie Unterbrechungen der globalen Lieferketten könnten zu weiteren Kostensteigerungen für OMV führen. Im Zusammenhang mit hohen Zinssätzen kann diese Situation das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen, was wiederum die Nachfrage nach den Produkten von OMV beeinträchtigen könnte. Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel Neben dem Marktpreisrisiko im Zusammenhang mit EU-Emissionszertifikaten bewertet OMV laufend die Exposition des Unternehmens gegenüber Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Dazu zählen die potenziellen Auswirkungen von akuten oder chronischen Ereignissen, wie etwa häufigeren extremen Wetterereignissen, aber auch systemische Änderungen unseres Geschäftsmodells aufgrund veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen oder die Substitution von OMV-Produkten durch verändertes Konsumverhalten. OMV betrachtet den Klimawandel als zentrale globale Herausforderung und berücksichtigt daher bei der Entwicklung seiner Geschäftsstrategie klimarelevante Risiken und Chancen. Die Maßnahmen zur Steuerung oder Minderung dieser Risiken sind in den entsprechenden Abschnitten dieses Berichts, insbesondere in der Nachhaltigkeitserklärung und im Abschnitt Strategie, näher erläutert. Risiken im Zusammenhang mit der Unternehmenstransformation Die Transformation von OMV zu einem führenden Anbieter von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien sowie nachhaltigen Energielösungen ist von einer Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Zu diesen Risiken gehören die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitnehmer:innen, Technologie- und Skalierungsrisiken, die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe in ausreichender Qualität und Quantität sowie Governance-Risiken im Zusammenhang mit Joint Ventures und Partnerschaften. Personalrisiken Durch eine gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung will die OMV Abteilung People & Culture geeignete Führungskräfte für das weitere Unternehmenswachstum entwickeln bzw. für OMV gewinnen und damit Personalrisiken mindern. Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich der Nachhaltigkeit Durch die entsprechende Verankerung im unternehmensweiten Risikomanagementprozess legt OMV besonderes Augenmerk auf fünf Schwerpunktbereiche der Nachhaltigkeit: Klimawandel, Management natürlicher Ressourcen, Menschen und Menschenrechte, Gesundheit und Arbeitsschutz sowie ethische Geschäftspraktiken. Das weiter oben kurz beschriebene bewährte Risikosicherungsmodell wurde angepasst, um eine wirksame Steuerung der potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Governance zu gewährleisten. Mehr über Risiken in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Governance finden Sie in den entsprechenden Abschnitten der >Nachhaltigkeitserklärung. OMV Group Security Die Abteilung OMV Group Security beobachtete 2024 ein zunehmend instabiles geopolitisches Umfeld. Laut dem Uppsala Conflict Data Program gibt es derzeit weltweit mehr als 50 staatliche Konflikte – die höchste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg. Die globale Sicherheit wird insbesondere durch die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Mittleren Osten beeinträchtigt. OMV Group Security investierte daher weiterhin beträchtliche Ressourcen in die Gewährleistung der Resilienz und Sicherheit in Regionen, die zuvor als risikoarm galten. Der Schwerpunkt lag jedoch wie schon bisher auf den Standorten im Mittleren Osten und Nordafrika. Neben der herausfordernden Sicherheitslage für die OMV-Geschäftstätigkeit im Jemen, in Tunesien und in Libyen hat auch die anhaltende Bedrohung durch Terroranschläge und hybride Kriegsführung in Europa nicht abgenommen. Politischer Extremismus, organisierte Kriminalität und die zunehmende Konvergenz von Cyberrisiken und physischen Bedrohungen machten es erforderlich, dass sich OMV Group Security weiterhin auf eine robuste und dennoch flexible Sicherheitsstrategie konzentrierte. Diese Strategie ermöglicht es OMV, seine Geschäftstätigkeit in dynamischen Umfeldern mit asymmetrischen Bedrohungen fortzusetzen. Der konzerninterne OMV-Sicherheitsmanagementstandard legt eine breite Palette von Vorschriften, Plänen, Maßnahmen und Systemen zum Thema Sicherheit fest. Das Dokument berücksichtigt die IOGP-Leitlinien sowie andere branchenspezifische bewährte Verfahren (ASIS und UK Security Institute), damit das Unternehmen Bedrohungen bestmöglich erkennen, abwenden, verhindern, aufzeichnen und untersuchen sowie vor diesen schützen kann. Managementprozesse und Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht OMV verfügt über ein einzigartiges, agiles und bewährtes Sicherheitsmanagementsystem, das je nach Bedarf regelmäßig überprüft, angepasst und erweitert wird. Die Philosophie, Sicherheitsinformationen aus unterschiedlichsten Quellen einzuholen und als präventives Sicherheitsinstrument einzusetzen, ist und bleibt ein Grundprinzip der Strategie von OMV Group Security. Mit diesem Ansatz können wir ein breites Spektrum an geopolitischen Ereignissen, regionalen Konflikten und vereinzelten Zwischenfällen vorhersehen und unverzüglich darauf reagieren. Zusätzlich gestärkt wird dieser Ansatz durch die wirksame Zusammenarbeit mit staatlichen und lokalen Sicherheitsbehörden zum Zwecke der zuverlässigen Bestätigung der Faktenlage vor Ort. Die Plattform von OMV zur Bewertung von Sicherheitsrisiken bietet auch weiterhin einen Echtzeitüberblick über den Grad an Sicherheitsrisiken, dem die OMV-Vermögenswerte ausgesetzt sind, und kann rasch an geopolitische und andere sicherheitsrelevante Ereignisse angepasst werden. Außerdem ermöglicht sie die Verbreitung sicherheitskritischer Informationen in Echtzeit. Um die Wirksamkeit und Angemessenheit der Security-Praktiken in den Geschäftsbereichen von OMV zu gewährleisten, führt OMV Group Security regelmäßige Audits durch. Diese finden jedes Jahr für Unternehmen in Hochrisikoländern statt. Im Jahr 2024 waren dies Tunesien, Libyen und der Jemen. Zwei weitere größere Audits werden jährlich durchgeführt, wobei die Geschäftsbereiche nach den betrieblichen Erfordernissen ausgewählt werden. Für 2024 fiel die Wahl auf OMV Abu Dhabi und OMV Libyen, einschließlich der operativen Tätigkeiten vor Ort. Ebenso wurden die Security-Aktivitäten in Tripolis und Bengasi einer detaillierten Prüfung unterzogen. Die Leistungsbeschreibung (Terms of Reference) wird vor dem Audit mit dem Geschäftsbereich vereinbart. Anschließend findet eine gründliche Prüfung mit Besuchen vor Ort, Interviews, Dokumentenanalysen und Beobachtungen statt. Anschließend wird ein Auditbericht verfasst, verteilt, genehmigt und veröffentlicht. Der Bericht enthält SMART-Maßnahmen, wobei der gesamte Prozess im HSSE-Reporting-Tool von OMV protokolliert wird. OMV Group Security leistete auch weiterhin konzernweit operative Unterstützung für alle OMV-Unternehmensbereiche weltweit und stellte bei Sicherheitsproblemen zusätzliche Kapazitäten bereit. In Hochrisikoländern setzte OMV zudem eigene Country-Security-Manager:innen und Asset-Protection-Expert:innen vor Ort ein, um die Sicherheit durch zusätzliche und gegebenenfalls lokale Expertise zu verbessern. Sicherheit und Menschenrechte Wir verpflichten uns, die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht zu achten und gleichzeitig die Sicherheit unserer Arbeitskräfte und unserer Geschäftstätigkeit zu gewährleisten. Wir erreichen dies, indem wir im Einklang mit allen einschlägigen Gesetzen und internationalen Standards oder Initiativen handeln, einschließlich der Freiwilligen Grundsätze zur Wahrung der Sicherheit und Menschenrechte (Voluntary Principles on Security and Human Rights; VPs) und des Internationalen Verhaltenskodex für private Sicherheitsdienstleister (International Code of Conduct for Private Security Service Providers; ICoC). Insbesondere, aber nicht ausschließlich gilt dies für unsere Interaktionen mit öffentlichen und privaten Sicherheitsdiensten. Diese Bestrebung ist ein fester Bestandteil unserer effektiven Arbeitsweise, jedoch noch nicht vollständig auf die Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (European Sustainability Reporting Standards; ESRS) abgestimmt. Mehr über unseren Ansatz zum Schutz der Menschenrechte finden Sie in der Nachhaltigkeitserklärung (>S1 Menschenrechte). OMV stellte 2023 einen Antrag auf Mitgliedschaft in den Freiwilligen Grundsätzen zur Wahrung der Sicherheit und Menschenrechte. Seitdem gelten wir als antragstellendes Mitglied und engagieren uns aktiv für die Initiative, beispielsweise während des jährlichen Forums in Washington und während eigener Q&A-Calls mit dem Sekretariat und aktiven Mitgliedern aus den Bereichen Corporate, Government und NGO – alles im Rahmen des Antragsverfahrens. OMV hält sich weiterhin an die Richtlinien der Initiative, wobei die VPs eine tragende Säule für alle unsere weltweiten Sicherheitsoperationen darstellen. Weitere Informationen Informationen gemäß § 267 Absatz 3a in Verbindung mit § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB) 1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. 2. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) und Abu Dhabi National Oil Company P.J.S.C. (ADNOC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.16 3. ÖBAG hält 31,5% und ADNOC hält 24,9% des Grundkapitals. 4. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten. 5. Arbeitnehmer, die Aktien halten, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus. 6. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern gemäß § 87 Abs. 8 Aktiengesetz (AktG) bedarf der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG und Satzungsänderungen (ausgenommen Änderungen des Unternehmensgegenstands) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. 7. 7.1. In der Hauptversammlung vom 29. September 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben. 7.2. Zuletzt in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2024 wurde der Vorstand ermächtigt: a) gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals der Gesellschaft, b) während einer Geltungsdauer von 15 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung der Hauptversammlung, c) zu einem niedrigsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30% unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 20% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats zu erwerben, wobei allfällige Erwerbe so auszuüben sind, dass die Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt mehr als 1.300.000 Stück eigene Aktien hält. Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine jede sonstige gesetzlich zulässige Weise und zum Zweck der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen erfolgen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats aber ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen und den Aufsichtsrat zu ermächtigen, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen. 7.3. In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, somit bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. 8. An eigenen Aktien wurden zum Bilanzstichtag 2024 insgesamt 57.329 Stück gehalten (EUR 57.329), was 0,02% des Grundkapitals entspricht. Im Geschäftsjahr wurden zur Bedienung von aktien-basierten Vergütungsprogrammen 84.678 Stück, das entspricht 0,03% des Grundkapitals, mit einem Kurs-wert von EUR 3,88 Mio verwendet. Die Differenz zum historischen Rückkaufswert in Höhe von EUR 2,95 Mio wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 9. Per 31. Dezember 2024 hat OMV unbefristete Hybridschuldverschreibungen im nominalen Ausmaß von EUR 2.000 Mio ausstehend, die gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangig sind. Die Nettoerlöse aus den Hybridschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1.986 Mio werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital klassifiziert, da die Rück- sowie Zinszahlungen im alleinigen Ermessen der OMV liegen. Am 7. Dezember 2015 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio: (i) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1, mit einem erstmöglichen Kündigungstag im Jahr 2021, wurden gekündigt und zu ihrem Nennbetrag (zuzüglich Zinsen) am 30. November 2021 zurückgezahlt. (ii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht, verzinst. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung von OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten. Am 19. Juni 2018 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Diese wurden mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, zum 17. Juni 2024, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Am 1. September 2020 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung: (iii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 1. September 2026 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 1, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,500% verzinst. Vom ersten Resettermin (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. (iv) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 1. September 2029 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Vom 1. September 2029 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung von OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV-Aktien zu leisten. Die zum 31. Dezember 2024 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständigen Zinsen zur Zahlung fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, andernfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein. 10. Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, und von OMV begebene Anleihen beinhalten übliche Standardklauseln für den Fall eines Kontrollwechsels. 11. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots. 12. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind folgende: Die Governance für das interne Kontrollsystem wird in einer internen Konzernrichtlinie (Richtlinie Internes Kontrollsystem und ihre Anhänge) festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Grundsätze und Anforderungen durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von Ad-hoc-Prüfungen. Mehr über unser Risikomanagementsystem finden Sie im Abschnitt > Risikomanagement. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichts¬rats präsentiert. Für die Überwachung der wesentlichen „End-to-End“-Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden kon-zernweit gültige Mindestanforderungen definiert. Diese werden nach einem festgelegten Zeitplan hinsichtlich ihrer Umsetzung und Effektivität überprüft. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahres¬abschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird eben¬falls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Ri¬sikomanagementsystem. Der Rechnungs¬legungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktions¬fähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet. Nachhaltigkeitserklärung 85–453 Managementbericht 6 Nachhaltigkeitserklärung Allgemeine Angaben 86 Umweltinformationen 153 Sozialinformationen 286 Informationen zu Governance 406 Kennzahlen der OMV Aktiengesellschaft 444 Zusicherungsvermerk 449 Der OMV Konzernlagebericht besteht aus zwei Teilen: dem Managementbericht und der Nachhaltigkeitserklärung. ESRS 2 Allgemeine Angaben BP-1 Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen OMV veröffentlicht seit 2008 jedes Jahr einen Nachhaltigkeitsbericht, zuletzt am 7. April 2025. Die Nachhaltigkeitserklärung für 2024 beschreibt, welche Resultate OMV bei den wesentlichen Aspekten im Hinblick auf Umwelt, Soziales und Governance vorweisen kann. Sie bezieht sich auf die Geschäftstätigkeit von OMV mit Hauptsitz in Wien, Österreich, im Geschäftsjahr 2024. [ESRS 2-BP-1.5a] [ESRS 2-BP-2.15] Diese nicht finanzielle Erklärung wurde gemäß § 267a Unternehmensgesetzbuch (UGB) als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses entsprechend den Anforderungen des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG) erstellt. Entsprechend den Berichtspflichten des NaDiVeG (UGB § 243b) werden die für die OMV Aktiengesellschaft besonders relevanten Daten in einem Anhang zu den Governance-Informationen (Kennzahlen der OMV AG) gesondert berichtet. Die nicht finanzielle Erklärung wurde außerdem in Übereinstimmung mit den Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (European Sustainability Reporting Standards; ESRS) zur Vorbereitung auf die Berichtspflicht gemäß der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive; CSRD) erstellt. Da der Bericht erstmalig zur Gänze den ESRS entspricht, sind gemäß ESRS 1.136 keine Vergleichsinformationen erforderlich. Vergleichsinformationen werden nur für Kennzahlen berichtet, die schon zuvor berichtet wurden und für die sich die Begriffsbestimmungen nicht geändert haben. Die OMV Nachhaltigkeitserklärung 2024 enthält die von der EU-Taxonomie-Verordnung 2020/852 verlangten Angaben. Unsere Nachhaltigkeitserklärung orientiert sich außerdem an den von Ipieca, API und IOGP entwickelten Leitlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Öl- und Gasindustrie. Bei der Berichterstattung über die Ausrichtung von OMV an den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals; SDGs) richteten wir uns nach der von der Global Reporting Initiative (GRI) und vom UN Global Compact (UNGC) veröffentlichten Analyse zur Berichterstattung zu den SDGs. Das Dokument ist gleichzeitig unser Fortschrittsbericht zum UNGC. Da die Empfehlungen der Task-Force „klimabezogene Finanzinformationen“ (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures; TCFD) – wie zum Beispiel in Bezug auf Governance, Strategie, Risikomanagement und Kennzahlen im Zusammenhang mit klimabezogenen Risiken und Chancen – nun in die ESRS integriert sind, ist für OMV kein separater Index für TCFD-Offenlegungen mehr erforderlich. Umfang und Grenzen des Berichts [ESRS 2-BP-1.5b] Grundsätzlich wurden die in der Nachhaltigkeitserklärung präsentierten Daten auf Konzernebene erhoben und umfassen analog zum Jahresabschluss des Unternehmens alle voll konsolidierten Gesellschaften. In Bezug auf die folgenden Aspekte geht die Nachhaltigkeitserklärung über den für den Konzernabschluss geltenden Umfang hinaus: Tochtergesellschaften, die mangels Wesentlichkeit nicht im Konzernabschluss konsolidiert sind, werden entsprechend ihrer thematischen Relevanz in die Nachhaltigkeitserklärung aufgenommen. Dieser Rahmen gilt für alle wesentlichen Themen, es sei denn, im Text dieses Berichts wird zu einem bestimmten wesentlichen Thema ausdrücklich Anderweitiges festgelegt. Wenn eine Gesellschaft nicht in die Berichterstattung einbezogen ist, wird dies in einer Fußnote erwähnt. Daten zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE), einschließlich der Daten zu Scope-1-, Scope-2- und Scope-317-Treibhausgasemissionen (THG-Daten) wurden für die Aktivitäten berichtet (100%), bei denen OMV Betriebsführer ist oder einen Anteil von über 50% hält und einen beherrschenden Einfluss ausübt. Eine Ausnahme ist Scope 3 Kategorie 15 „Investitionen“, für deren Berichterstattung dem Equity-Ansatz gefolgt wird. Der Anteil von OMV an Scope‑1-, Scope‑2- und, sofern relevant, Scope‑3-Emissionen von Investitionen wird in dieser Kategorie erfasst. Handelt es sich bei einer Investition um eine:n Geschäftspartner:in in der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette von OMV, werden die betreffenden Emissionen in Scope 3 in der entsprechenden Kategorie erfasst. [ESRS-2-BP-2.13a-13c] [ESRS-2-BP-2.14] Die Nachhaltigkeitserklärung wurde erstmals in Übereinstimmung mit den ESRS erstellt. In den Themenkapiteln werden nach Möglichkeit Vergleichszahlen angegeben. Bei den von den ESRS eingeführten Kennzahlen wird n.r. verwendet, um das Fehlen von Vergleichsdaten anzuzeigen, sofern nicht anders angegeben. Gegebenenfalls wird die Differenz zwischen den im vorangegangenen Zeitraum angegebenen Zahlen und den korrigierten Vergleichszahlen im Abschnitt Kennzahlen in den Themenkapiteln angegeben. Da dies der erste ESRS-konforme Bericht ist, wurden keine Daten aufgrund von Änderungen in der Berechnungsmethode oder wesentlichen Fehlern angepasst, und es mussten keine wesentlichen Fehler aus früheren Berichtszeiträumen berichtigt werden. [ESRS 2-BP-1.5c] Geschäftsbeziehungen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette wurden bei der Ermittlung unserer wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse berücksichtigt. Die Wesentlichkeit wurde nach der Art der Tätigkeiten, der Geschäftsbeziehungen oder des geografischen Schwerpunkts bestimmt. Relevante Informationen zur Wertschöpfungskette in dieser Erklärung umfassen tatsächliche und potenzielle wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen, die vor- und nachgelagerte Geschäftsbeziehungen betreffen oder sich aus diesen ergeben können, sowie Strategien und Maßnahmen, die über unsere eigenen Tätigkeiten hinausreichen. Gegebenenfalls enthaltene Informationen zur Wertschöpfungskette sind als solche angegeben. BP-2 Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen Zeithorizonte [ESRS 2-BP-2.9a, 2.9b] OMV folgt einem umfassenden Prozess zur Bewertung nachhaltigkeitsbezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen über verschiedene Zeithorizonte hinweg. Dieser Prozess ist auf das Geschäftsmodell und die Strategie von OMV abgestimmt. Der kurzfristige Horizont (bis zu einem Jahr) konzentriert sich auf den Umgang mit tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen und Risiken, die das Tagesgeschäft betreffen. Der mittelfristige Horizont (bis zu fünf Jahren) integriert die Auswirkungen, Risiken und Chancen in die Mittelfristplanung des Konzerns. Der langfristige Horizont (über fünf Jahre hinaus) ist mit der Umsetzung der OMV Strategie verknüpft und bietet dem Management eine objektive Perspektive zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen. Quellen für Schätzungen und Ergebnisunsicherheit [ESRS 2-BP-2.10a-10d] [ESRS 2-BP-2.11a-11b] Im Jahr 2024 wurden alle offengelegten Daten zu unseren eigenen Tätigkeiten und unserer Wertschöpfungskette, wie zum Beispiel Gesundheits- und Sicherheitskennzahlen für unsere Auftragnehmer:innen, auf der Grundlage tatsächlicher Daten gemessen oder berechnet, sofern nicht anders angegeben. Um den Leser:innen ein besseres Verständnis der Daten zu ermöglichen, haben wir alle relevanten Hintergrundinformationen zur Berechnung der jeweiligen Kennzahlen mitaufgenommen. Zu den spezifischen Kennzahlen in unserem Bericht gehören Daten zur vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, die anhand indirekter Quellen geschätzt werden, wie zum Beispiel Sektordurchschnittsdaten zu Emissionsfaktoren. Hierbei handelt es sich um folgende Kennzahlen: Scope-3-Treibhausgasemissionen – umfassen indirekte Emissionen, die in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen, wie sie zum Beispiel in der Kategorie 3.15 „Investitionen“ ausgewiesen werden. [ESRS 2-BP-2.12] Unsere Nachhaltigkeitserklärung beinhaltet vorausschauende Aussagen. Diese Aussagen sind üblicherweise durch Bezeichnungen wie „Ausblick“, „erwarten“, „rechnen“, „beabsichtigen“, „planen“, „Ziel“, „Einschätzung“, „können/könnten“, „werden“ und ähnliche Begriffe gekennzeichnet oder können sich aus dem Zusammenhang ergeben. Aussagen dieser Art beruhen auf aktuellen Erwartungen, Einschätzungen und Annahmen von OMV sowie uns aktuell zur Verfügung stehenden Informationen. Vorausschauende Aussagen unterliegen ihrer Natur nach bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, weil sie sich auf Ereignisse beziehen und von Umständen abhängen, die in der Zukunft eintreten werden oder eintreten können und die außerhalb der Kontrolle von OMV liegen. Folglich können die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen Ergebnissen abweichen, die in den vorausschauenden Aussagen beschrieben oder angedeutet wurden. Empfänger:innen dieses Berichts sollten die vorausschauenden Aussagen daher mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Weder OMV noch irgendeine andere Person übernimmt Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Bericht enthaltenen vorausschauenden Aussagen. Aufnahme von Informationen mittels Verweis [ESRS 2-BP-2.16] In dieser Nachhaltigkeitserklärung verweist OMV auf andere Abschnitte des Kombinierten Geschäftsberichts 2024, insbesondere auf den Konzernanhang. Wir halten uns an die ESRS-Anforderung 9.1, und die folgenden Offenlegungsanforderungen sind im Konzernanhang enthalten:  [ESRS-2-SBM-1.40d-i, 40d-ii] in Anhangangabe 7 – Umsatzerlöse;  [ESRS 2-SBM-3.48d], [E1-4.34f AR 30c] in Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende;  [E1-IRO-1.AR 12c], [E1-IRO-1.AR 13a-13d], [E1-IRO-1.AR 15], [E1-SBM-3.AR 7a-7c], [E1-SBM-3.AR 8a-8b], [E1-8.AR 65a-65c] in Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende;  [E1-5.AR 36c, AR 36e] [E1-5.AR 38] [E1-6.55] [E1-6.AR 55b] in Anhangangabe 7 – Umsatzerlöse;  [E2-2.18a] [MDR-A.68a-68c, 68e], [E1-3.29c-i] in der Konzern-Cashflow-Rechnung im Konzernabschluss und im Konzernanhang. GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane OMV hat eine zweistufige Führungsstruktur, bestehend aus einem Vorstand und einem Aufsichtsrat. Der Vorstand, der sich aus CEO (auch zum Vorstandsvorsitzenden ernannt), CFO, Executive Vice President (EVP) Chemicals, EVP Fuels & Feedstock und EVP Energy zusammensetzt, ist das höchste Managementgremium des Unternehmens und dafür verantwortlich, die Strategie des Unternehmens einschließlich seiner Klima- und sonstigen Nachhaltigkeitsziele festzulegen und umzusetzen. Der Vorstand hält zumindest alle zwei Wochen Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen Angelegenheiten ab, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen. [ESRS 2-GOV-1.21a-1.21b] Der Aufsichtsrat von OMV besteht in der Regel aus zehn von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern (Kapitalvertreter:innen) und fünf von der Konzernvertretung entsandten Mitgliedern (Arbeitnehmervertreter:innen). Aufgrund eines Rücktritts im Juni 2024 besteht der Aufsichtsrat derzeit nur aus neun Kapitalvertreter:innen. Eines der Aufsichtsratsmitglieder fungiert nach seiner Wahl durch den Aufsichtsrat als Vorsitzende:r. Der Aufsichtsrat ernennt die Mitglieder des Vorstands, kontrolliert und überwacht dessen Entscheidungen und berät den Vorstand in relevanten Fragen, einschließlich der Strategieentwicklung. Bestimmte Entscheidungen des Vorstands bedürfen der Genehmigung durch den Aufsichtsrat. Darüber hinaus bewertet der Aufsichtsrat die Leistung des Vorstands, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien. Der Vorstand berichtet regelmäßig und anlassbezogen an den Aufsichtsrat. [ESRS 2-GOV-1.22] Wie im Abschnitt „Aufgaben und Zuständigkeiten“ näher erläutert, bestellt der Aufsichtsrat aus seinen eigenen Reihen qualifizierte Fachausschüsse, die ihn bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Der:die Vorsitzende des OMV Aufsichtsrats erhält regelmäßig externes Feedback zur Strategie des OMV Konzerns, wie beispielsweise auf Corporate-Governance-Roadshows oder im Rahmen der Hauptversammlung. Die Konzernführung obliegt dem Vorstand. Die Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren bestellt. Wiederbestellungen sind möglich. Derzeit besteht der Vorstand aus vier Mitgliedern mit folgenden Funktionsperioden:  Alfred Stern (CEO), vertragliche Amtszeit: 1. September 2021 bis 31. August 2026  Reinhard Florey (CFO), vertragliche Amtszeit: 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2027  Martijn Arjen van Koten (Executive Vice President Fuels & Feedstock und nach dem Ausscheiden von Daniela Vlad aus dem Vorstand auch ad-interim Executive Vice President Chemicals mit Wirkung vom 1. März 2025), vertragliche Amtszeit: 1. Juli 2021 bis 30. Juni 2026  Berislav Gašo (Executive Vice President Energy), vertragliche Amtszeit: 1. März 2023 bis 29. Februar 2028 Daniela Vlad war Mitglied des Vorstands als Executive Vice President Chemicals bis zum 28. Februar 2025, dem Datum ihres Ausscheidens aus dem Vorstand. Erfahrung und Expertise [ESRS 2-GOV-1.21c] Die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane von OMV verfügen über ein breites Spektrum an branchenrelevanter Erfahrung und internationaler Expertise. Vorstand Die Vorstandsmitglieder, die im Jahr 2024 dem Vorstand angehörten, haben drei verschiedene Nationalitäten und verfügen über umfangreiche internationale Managementerfahrung in allen relevanten Geschäftsbereichen.  Alfred Stern: Alfred Stern ist seit September 2021 Vorstandsvorsitzender der OMV Aktiengesellschaft und Generaldirektor (CEO). Bevor Alfred Stern im April 2021 als verantwortliches Vorstandsmitglied für den Bereich Chemicals in die OMV Aktiengesellschaft eintrat, hatte er seit Juli 2018 die Position des CEO bei Borealis inne. Während seiner Zeit bei Borealis von insgesamt 14 Jahren bekleidete er eine Reihe von weiteren Führungspositionen und war vor seiner Bestellung zum CEO von Borealis als Vorstandsmitglied für die Geschäftsbereiche Polyolefine und Innovation & Technologie verantwortlich. Seine berufliche Laufbahn startete Alfred Stern bei DuPont de Nemours, die zu umfassender internationaler Erfahrung in der Schweiz, Deutschland und den USA führte und die Bereiche Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Marketing sowie Qualität und Geschäftsführung beinhaltete.  Reinhard Florey: Seit 1. Juli 2016 ist Reinhard Florey CFO der OMV Aktiengesellschaft. Er begann seine Berufslaufbahn im Bereich der Unternehmens- und Strategieberatung. Von 2002 bis 2012 war er weltweit in verschiedenen Positionen für thyssenkrupp Steel tätig. Vor seinem Eintritt in die OMV Aktiengesellschaft war er CFO und stellvertretender CEO des Unternehmens Outokumpu.  Daniela Vlad: Daniela Vlad war vom 1. Februar 2023 bis 28. Februar 2025 Mitglied des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft und verantwortete als Executive Vice President den Bereich Chemicals. Sie war in leitenden Positionen bei Shell und Philips tätig und leitete zuletzt, vor ihrer Tätigkeit bei OMV, bei AkzoNobel wichtige globale Geschäftsbereiche wie Powder Coatings und Industrial Coatings. Dank ihrer langjährigen internationalen Erfahrung in der Chemiebranche und in der Leitung strategischer Transformationen vereint Daniela Vlad chemisches und finanzielles Know-how mit Expertise im Bereich nachhaltiger technischer Lösungen.  Martijn Arjen van Koten: Martijn van Koten ist seit 1. Juli 2021 Mitglied des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft und für den Geschäftsbereich Fuels & Feedstock verantwortlich. Er begann seine berufliche Laufbahn bei Shell im Jahr 1994 mit verschiedenen Management- und technischen Positionen im Raffinerie- und Downstream-Geschäft in Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden. Ab 2004 übernahm Martijn van Koten jeweils die Positionen des General Managers der Shell-Produktionsstandorte in Schweden und Singapur, bevor er 2009 zum Vice President Manufacturing East & Middle East in Singapur und 2013 zum Vice President Supply & Distribution Americas in den USA ernannt wurde. Im Jahr 2013 wechselte Martijn van Koten zu Borealis als Executive Board Member Operations, HSE & PTS. Von 2018 bis Juni 2021 war er bei Borealis Executive Board Member Base Chemicals & Operations.  Berislav Gašo: Am 1. März 2023 trat Berislav Gašo seine Funktion als Mitglied des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft an und ist für den Geschäftsbereich Energy verantwortlich. Nach seiner Tätigkeit als Juniorpartner bei McKinsey & Company bekleidete er verschiedene Managementpositionen in der MOL Group. Zuletzt war er als Executive Vice President für den Bereich Exploration & Produktion der MOL Group zuständig. Aufsichtsrat [ESRS 2-GOV-1.21c] Die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats (Kapitalvertreter:innen) verfügen über qualifizierte Erfahrung in verschiedenen Branchen:  Lutz Feldmann ist selbstständiger Unternehmensberater und Vorsitzender des Aufsichtsrats der EnBW Energie Baden-Württemberg AG sowie Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thyssen’sche Handelsgesellschaft mbH. Im Laufe seiner über 40-jährigen Karriere hatte er verschiedene Vorstands- und Managementpositionen bei der Aral AG, der BP AG (Deutschland) und der E.ON AG (Marketing, Retail, Corporate Management) inne.  Edith Hlawati wurde 2022 zur Vorstandsvorsitzenden der Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) ernannt, die Beteiligungen der Republik Österreich an verschiedenen Unternehmen verwaltet. Vor ihrem Eintritt in die ÖBAG war Edith Hlawati als Rechtsanwältin und geschäftsführende Gesellschafterin einer der führenden Wirtschaftskanzleien Österreichs mit den Schwerpunkten Aktienrecht, Corporate Governance, Kapitalmarktrecht, Mergers & Acquisitions sowie Banking & Finance tätig. Edith Hlawati hält Aufsichtsratsmandate bei der VERBUND AG (stellvertretende Vorsitzende), der Telekom Austria AG (Vorsitzende) und der EuroTeleSites AG.  Khaled Salmeen ist Chief Executive Officer Downstream bei der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC). Nach seiner Tätigkeit als stellvertretender Betriebsleiter bei Borouge wurde er Projektleiter bei der Abu Dhabi Future Energy Company. Später bekleidete er die Funktion des COO bei Tabreed und war als CEO der Khalifa Industrial Zone Abu Dhabi und als Executive Director für Marketing, Supply & Trading bei ADNOC tätig. Khaled Salmeen ist Mitglied des Verwaltungsrats mehrerer Unternehmen der ADNOC Group.  Khaled Al Zaabi ist CFO der Abu Dhabi National Oil Company Group. Davor war er als Senior Vice President für Finanzplanung, Budgetierung und Berichterstattung zuständig, bevor er zum Group CFO bestellt wurde. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats mehrerer börsennotierter und nicht börsennotierter Unternehmen der ADNOC Group.  Dorothée Deuring ist CEO von Deuring Corporate Advisory. Nach ihrer ursprünglichen Ausbildung als Chemikerin erwarb sie während ihrer Tätigkeit als Strategieberaterin bei McKinsey & Company und als Managing Director für Investitionen bei der CoCap AG umfangreiche Kenntnisse in der Geschäfts- und Unternehmenswelt. Später wurde sie Vizedirektorin für Corporate Development bei der F. Hoffmann La Roche AG. Für das Bankhaus Sal. Oppenheim leitete sie als Managing Director die M&A-Abteilung für Chemie und Healthcare. Bei der UBS AG war Dorothée Deuring als Leiterin der Europe Corporate Advisory Group tätig. Sie hatte in der Vergangenheit zahlreiche Verwaltungsratsmandate inne und ist derzeit Mitglied des Verwaltungsrats der Elementis plc, der Temenos SA und der Cornucopia SIVAC.  Patrick Lammers ist CEO der Skyborn Renewables GmbH. Bei Royal Dutch Shell war er unter anderem als Global Business Development Manager und Commercial Director tätig. Danach wurde er CEO der Dyson Group plc in Großbritannien und arbeitete für AEA Investors in den USA. Nach seiner Rückkehr nach Europa war er für die Essent N.V. Group tätig, unter anderem als Chief Commercial Officer und Chief Executive Officer. Darüber hinaus war er bei der innogy SE als Senior Vice President für digitale Transformation und als Executive Senior Vice President für den Bereich Retail zuständig. Bis Mai 2024 war er Mitglied des Vorstands der E.ON SE.  Jean-Baptiste Renard ist selbstständiger Unternehmensberater und war über 20 Jahre für die BP plc tätig. Seine Aufgaben reichten von operativen Funktionen im Retail-Bereich über Supply Management bis hin zu Marketing. Darüber hinaus war er Supply Manager für Europa und Group Vice President für Business Marketing & New Markets. In seinen letzten Jahren bei der BP plc bekleidete er die Position des Regional Group Vice President für Europa und das südliche Afrika. Jean-Baptiste Renard ist Gründungspartner von 2PR Consulting und hat verschiedene Positionen als nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied inne, unter anderem bei der Exolum-Gruppe. Bis 2022 war er außerdem nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied von Neste.  Elisabeth Stadler hält Aufsichtsratsmandate bei der voestalpine AG, der Österreichische Post AG (Vorsitzende) und der Andritz AG (stellvertretende Vorsitzende). Elisabeth Stadler verbrachte ihre berufliche Laufbahn in der Versicherungswirtschaft, unter anderem als Vorstandsmitglied der UNIQA Personenversicherung AG und der Raiffeisen Versicherung AG. Elisabeth Stadler war CEO der Ergo Versicherungsgruppe AG, der Donau Versicherung AG und zuletzt der VIG Vienna Insurance Group AG (bis Juni 2023).  Robert Stajic ist Executive Director der Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) und Mitglied des Aufsichtsrats der VERBUND AG. Davor war er unter anderem als Engagement Manager bei McKinsey & Company tätig. Bei der OMV Aktiengesellschaft war er Mitglied des Transformation Office und Head of Procurement Steering & Services. Darüber hinaus war er Business Partner für die Corporate Strategy im Bereich Upstream. Nach seiner Tätigkeit bei der OMV Aktiengesellschaft (von 2013 bis 2018) wurde er Director Corporate Development (Strategy) & Transformation bei der Semperit AG.  Stefan Doboczky, der im Juni 2024 aus dem Aufsichtsrat ausschied, war CEO der Heubach-Gruppe. Davor hatte er verschiedene Managementpositionen in der DSM Group inne und war von 2011 bis 2015 Mitglied des Vorstands von Royal DSM, Netherlands & Singapore. Von 2015 bis 2021 war er CEO der Lenzing AG.  Karl Rose, dessen Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats der OMV Aktiengesellschaft mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. Mai 2024 endete, begann seine Karriere bei der Royal Dutch Shell, wo er bis 2010 die Funktion des Chief Strategist innehatte. Karl Rose ist seit 2010 Professor für strategisches Management und angewandte Unternehmensführung an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich, und hatte verschiedene andere Positionen inne, darunter Senior Director Policy and Scenarios beim World Energy Council. Von 2017 bis 2022 war er Strategieberater der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), VAE. Karl Rose ist auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Energie Steiermark AG.  Gertrude Tumpel-Gugerell, deren Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats der OMV Aktiengesellschaft mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. Mai 2024 endete, startete ihre Karriere in der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), der Zentralbank der Republik Österreich, wo sie von 1998 bis 2003 die Position der Vizegouverneurin innehatte. Von 2003 bis 2011 war Gertrude Tumpel-Gugerell Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank, zuständig für Markttransaktionen (bis 2006), Zahlungssysteme und Marktinfrastruktur, Personal, Budget und Organisation. Weiters ist sie Mitglied des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft, der Vienna Insurance Group AG und der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft.  Alyazia Ali Al Kuwaiti, deren Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats der OMV Aktiengesellschaft mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. Mai 2024 endete, war Executive Director für den Bereich Energy bei der Mubadala Investment Company und Executive Director bei UAE Industries. Davor hatte sie verschiedene Führungspositionen bei der International Petroleum Investment Company (IPIC) und der GASCO Abu Dhabi Gas Industries Ltd. inne.  Saeed Al Mazrouei, dessen Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats der OMV Aktiengesellschaft mit Ablauf der Hauptversammlung am 28. Mai 2024 endete, war in leitenden Funktionen bei der Mubadala Investment Company (u. a. als stellvertretender CEO verantwortlich für Direktinvestitionen) und zuletzt als Managing Director und CEO des Abu Dhabi Investment Council tätig. Er hatte auch einen Sitz im Verwaltungsrat der Abu Dhabi Commercial Bank. Diese Personen bringen eine Fülle von Erfahrungen aus leitenden Positionen, aus der Unternehmensberatung und aus Führungsaufgaben in großen Unternehmen mit, die für die Tätigkeitsbereiche und die Produkte von OMV relevant sind. [ESRS 2-GOV-1.23a] Die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane von OMV stellen sicher, dass geeignete Fähigkeiten und Fachkenntnisse vorhanden sind oder entwickelt werden, um Nachhaltigkeitsaspekte mithilfe verschiedener Mechanismen zu überwachen. Mit der Unterstützung eines externen Beratungsunternehmens wird jährlich eine Selbstbewertung des Aufsichtsrats durchgeführt, bei der die Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse überprüft wird. Die Bewertung 2024 ergab insgesamt positive Ergebnisse. Insbesondere der Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss, der sich während des gesamten Jahres 2024 auf die ESG-Compliance konzentrierte, erhielt hohe Bewertungen für seine Rolle bei der Beaufsichtigung von umweltbezogenen Prozessen und der Umweltleistung. Durch jährliche Schulungsprogramme zu relevanten Themen, einschließlich ESG-bezogener Interessengebiete, erwirbt der Aufsichtsrat die zur Überwachung aktueller und künftiger Nachhaltigkeitsaspekte erforderlichen Sachkenntnisse. So umfasste das Programm im Jahr 2023 beispielsweise einen externen Vortrag über den Sechsten Sachstandsbericht des IPCC zum Klimawandel. Im Jahr 2024 absolvierte der Aufsichtsrat eine Schulung zu den Anforderungen der CSRD und der ESRS sowie eine Schulung zu Risikobewusstsein, die sich auf das unternehmensweite Risikomanagementprogramm von OMV konzentrierte. Auch die Mitglieder des Vorstands nahmen an dieser Schulung teil. Im Jahr 2024 absolvierte der Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss Deep Dives zu Themen wie Kreislaufwirtschaft und Menschenrechte. [ESRS 2-GOV-1.23b] Durch die Qualifikationen und Fachkenntnisse der Personen, die an der Überprüfung und Ausarbeitung von Strategien, Maßnahmen und Zielen beteiligt sind, ist der Zusammenhang zwischen den Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb des Unternehmens mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich der Nachhaltigkeit gegeben. Die im Jahr 2024 veranstaltete Schulung für den Aufsichtsrat zur CSRD und zu den ESRS konzentrierte sich auch auf den Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit zur Identifizierung und Bewertung von Auswirkungen und Risiken sowie auf die Erörterung der Ergebnisse der OMV Wesentlichkeitsanalyse. Arbeitnehmervertretung [ESRS 2-GOV-1.21b] Der Aufsichtsrat bezieht die Interessenvertretung der Belegschaft über das Gremium der Arbeitnehmervertretung ein. Nach österreichischem Recht muss die Arbeitnehmervertretung für je zwei Kapitalvertreter:innen eine:n Vertreter:in der Arbeitnehmer:innen in den Aufsichtsrat entsenden. Ist die Zahl der Kapitalvertreter:innen ungerade, kann die Arbeitnehmervertretung eine:n zusätzliche:n Arbeitnehmervertreter:in entsenden. Dem Aufsichtsrat gehören daher derzeit fünf Arbeitnehmervertreter:innen an. Dadurch ist sichergestellt, dass die Interessen und Perspektiven der Belegschaft in Entscheidungsprozessen vertreten sind Mitglieder des Aufsichtsrats - Arbeitnehmervertreter:innen Arbeitnehmervertreter:innen (Juni 2024) Position im Aufsichtsrat Ausschuss Mitgliedschaft Amtsdauer Angela Schorna Mitglied Vorsitzende des Betriebsrats von OMV Aktiengesellschaft Erstmals 2018 entsended Alexander Auer Mitglied Vorsitzender des Betriebsrats von OMV Downstrean GmbH Erstmals 2021 entsended Nicole Schachenhofer Mitglied Vorsitzende des Betriebsrats von Austria Exploration&Production GmbH Erstmals 2021 entsended Hubert Bunderla Mitglied Stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von OMV Aktiengesellschaft Erstmals 2021 entsended Alfred Redlich Mitglied Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von OMV Aktiengesellschaft Erstmals 2013 entsendet, 2023 Geschlechtervielfalt in Leitungsorganen [ESRS 2-GOV-1.21d] OMV fällt in den Anwendungsbereich von § 86 Abs. 7 Aktiengesetz, weshalb der Aufsichtsrat die darin genannte Mindestquote (d. h. 30% Frauen und 30% Männer) erfüllen muss. Derzeit sind sechs der Sitze der Kapitalvertreter:innen von Männern und drei von Frauen besetzt. Damit sind die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestquoten derzeit erfüllt. Der Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft setzte sich aus 63% männlichen und 37% weiblichen Mitgliedern zusammen, von denen 25% unter 50 Jahre und 75% über 50 Jahre alt waren. 68% der Aufsichtsratsmitglieder waren österreichische und 32% nicht österreichische Staatsangehörige. Der Vorstand der OMV Aktiengesellschaft setzte sich während des gesamten Jahres 2024 und bis zum 28. Februar 2025 aus 80% männlichen und 20% weiblichen Mitgliedern zusammen, von denen 20% zwischen 30 und 50 Jahre und 80% über 50 Jahre alt waren. Was die Nationalität betrifft, so waren während des gesamten Jahres 2024 und bis zum 28. Februar 2025 40% der Vorstandsmitglieder österreichische und 60% nicht österreichische Staatsangehörige. Unabhängigkeit der Aufsichtsräte [ESRS 2-GOV-1.21e] Alle (100%) Kapitalvertreter:innen im Aufsichtsrat haben ihre Unabhängigkeit von der Gesellschaft gemäß den auf der OMV / Website veröffentlichten Unabhängigkeitskriterien erklärt. Sollte es in bestimmten Angelegenheiten zu Interessenkonflikten kommen, gelten die entsprechenden gesetzlichen Regelungen nach österreichischem Recht. Das betroffene Aufsichtsratsmitglied muss den Interessenkonflikt offenlegen, und je nach Intensität des Konflikts werden weitere Maßnahmen ergriffen (vom Ausschluss des Mitglieds von der Abstimmung in der Angelegenheit über den Ausschluss von der Unterrichtung bis hin zum Ausschluss von der Teilnahme an Gruppendiskussionen in der betreffenden Angelegenheit). GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen Steuerung der Nachhaltigkeit [ESRS 2-GOV-1.22c] Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der OMV Strategie 2030. Dies zeigt sich daran, dass sich das Unternehmen für 2050 ein Netto-Null-Ziel gesetzt hat, ehrgeizige Dekarbonisierungsziele verfolgt und über eine entsprechende Roadmap für 2030/2040 verfügt. Darüber hinaus deckt das OMV Nachhaltigkeits-Framework 2030 alle ESG-bezogenen wesentlichen Themen ab, die für OMV relevant sind. Strategie, Ziele und Anreize sind klar festgelegt. Zudem wird der Reifegrad des ESG-Managementsystems regelmäßig überprüft, um identifizierte Lücken im Betriebsmodell für Nachhaltigkeit (Sustainability Operating Model) zu schließen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >G1 Unternehmensführung, ESRS 2 GOV-1-5a/b. Nachhaltigkeitsthemen sind in die Governance-Struktur des Unternehmens voll integriert. Diese Themen haben dasselbe Gewicht wie jedes andere Geschäftsthema und sind gemäß dem verantwortungsvollen Geschäftsansatz von OMV in den täglichen Betrieb und die Managementprozesse des Unternehmens eingebunden. So sind beispielsweise Nachhaltigkeitskriterien Teil des Kapitalallokationsrahmens (siehe > Klimawandel). Die Sorgfaltspflicht in Bezug auf ESG-Aspekte ist auch ein fester Bestandteil von Unternehmenszusammenschlüssen und Akquisitionen. Aufgaben und Zuständigkeiten [ESRS 2-GOV-1.22a, 22c-i, 22c ii] Bei OMV gibt es auf Führungsebene mehrere Positionen und Ausschüsse, die für die Governance-Prozesse, -Kontrollen und -Abläufe im Zusammenhang mit der Überwachung, Verwaltung und Beaufsichtigung von Auswirkungen, Risiken und Chancen verantwortlich sind. Die Aufsicht über diese Funktionen und Ausschüsse erfolgt durch regelmäßige Sitzungen, Berichterstattung an den Vorstand und Präsentationen vor dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen. Die Aufsicht über nachhaltigkeitsbezogene Auswirkungen, Risiken und Chancen wird bei OMV in erster Linie von den folgenden Gremien und Einzelpersonen wahrgenommen: Aufsichtsebene [ESRS-2-GOV-1.22a-22c] Der Aufsichtsrat ist die höchste Unternehmensebene, die nachhaltigkeitsbezogene Risiken und Auswirkungen beaufsichtigt. Er erfüllt seine Aufgaben nach Maßgabe des geltenden Rechts, insbesondere des österreichischen Aktiengesetzes, der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat konzentriert sich unter anderem über den Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss darauf, wirksame Nachhaltigkeitsinitiativen in die Umsetzung der Strategie einzubinden und die Beaufsichtigung nachhaltigkeitsbezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen sicherzustellen. Der Aufsichtsrat prüft und genehmigt zudem jährlich die Nachhaltigkeitserklärung von OMV. Der Aufsichtsrat bestellt aus seinen eigenen Reihen qualifizierte Fachausschüsse und legt deren Aufgaben und Befugnisse fest. Aufgabe der Ausschüsse ist es, Empfehlungen für die Vorbereitung von Beschlüssen des Aufsichtsrats zu formulieren. Allerdings ist dadurch nicht ausgeschlossen, dass sich der Gesamtaufsichtsrat mit den an die Ausschüsse delegierten Angelegenheiten befasst. Zur Beaufsichtigung nachhaltigkeitsbezogener Auswirkungen, Risiken und Chancen bei OMV hat der Aufsichtsrat insbesondere folgende Ausschüsse eingesetzt: Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss [ESRS 2-GOV-1.22c-i; 1.22c-ii] Der Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss des Aufsichtsrats konzentriert sich darauf, wirksame Nachhaltigkeitsinitiativen in die Umsetzung der Strategie einzubinden. Dieser Ausschuss tritt vierteljährlich zusammen, um Themen wie regulatorische ESG-Anforderungen, einschließlich der Anforderungen an die nicht finanzielle Berichterstattung, ESG-bezogene Kapitalmarktaktivitäten, ESG-Governance und -Steuerung sowie kritische Anliegen im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit zu erörtern und zu lenken.18 Der Zweck des Nachhaltigkeits- und Transformationsausschusses besteht darin, den Aufsichtsrat des Unternehmens bei der Überprüfung und Überwachung der OMV Strategie in Bezug auf Nachhaltigkeit, ESG-Standards, Leistungen und Prozesse und insbesondere die Performance in Sachen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) sowie im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu unterstützen. Darüber hinaus dient der Ausschuss der Unterstützung und Überwachung des Prozesses der Transformation zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell, einschließlich der kulturellen Integration strategisch bedeutender Akquisitionen. In den Aufsichtsratssitzungen erstattet der:die Vorsitzende des Nachhaltigkeits- und Transformationsausschusses dem gesamten Plenum vierteljährlich Bericht. Die im Rahmen der Selbstbewertung des Aufsichtsrats durchgeführte Evaluierung des Nachhaltigkeits- und Transformationsausschusses zeigte eine starke Entwicklung seit seiner Gründung im Jahr 2022. So spielte der Ausschuss beispielsweise eine maßgebliche Rolle bei der Überwachung des Fortschritts des OMV Nachhaltigkeits-Frameworks. [ESRS 2-GOV-2.26a; 26b] Der Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss wird von Group Sustainability als verantwortlicher Stelle für den Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit regelmäßig, mindestens jedoch einmal jährlich, über die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse informiert. Diese Informationen umfassen alle identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, die Umsetzung der Sorgfaltspflicht sowie die Ergebnisse und die Wirksamkeit der Konzepte, Maßnahmen, Kennzahlen und Ziele, die im Hinblick auf den Umgang mit den ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen festgelegt wurden. ESG-Aspekte sind Teil der Anträge für alle größeren Transaktionen, die dem OMV Vorstand und dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorgelegt werden. Sie werden zudem bei der Entscheidungsfindung für alle größeren Transaktionen berücksichtigt und sind auch Teil der Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht bei M&A-Aktivitäten. Im Rahmen des Entscheidungsprozesses wird stets auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den potenziellen Risiken und den Chancen für nachhaltiges Wachstum geachtet. Bei der strategischen Entscheidungsfindung geht es um die Abwägung von Kompromissen zwischen dem Eingehen von Risiken, dem Umgang mit Auswirkungen und dem Ergreifen von Chancen. Prüfungsausschuss [ESRS-2-GOV-1.22c-i, 22c-ii] Der Prüfungsausschuss ist für die Überwachung der Wirksamkeit der internen Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsysteme des Unternehmens zuständig. Er überprüft die Funktionsweise dieser Systeme und berichtet dem Aufsichtsrat über seine Erkenntnisse. Darüber hinaus überwacht der Ausschuss die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer:innen und überprüft die Prüfungsentgelte und -aktivitäten. Die Interne Revision, die dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss unterstellt ist, evaluiert die Wirksamkeit der Governance-, Risikomanagement- und internen Kontrollverfahren. Zudem stellt sie sicher, dass angemessene Kontrollen und Prozesse vorhanden sind und wirksam funktionieren. [ESRS 2-GOV-2.26a, 26b] Der Prüfungsausschuss wird zweimal jährlich von der zentralen Risikomanagementfunktion über das OMV Risikoprofil informiert. Darüber hinaus beaufsichtigt der Ausschuss gewissenhaft die Umsetzung und Wirksamkeit der Risikomanagementprozesse und erhält im Rahmen der jährlichen Prüfung der Risiken des Unternehmens einen Überblick über die wichtigsten Risiken, Auswirkungen und Chancen. Der Prüfungsausschuss bestätigt Entscheidungen über größere Transaktionen oder strategische Entscheidungen, bei denen es um die Abwägung potenzieller Kompromisse zwischen dem Eingehen von Risiken, dem Umgang mit Auswirkungen und dem Ergreifen von Chancen geht. Leitungsebene [ESRS 2-GOV-1.22c-i,22c-ii] Der Vorstand ist dafür verantwortlich, die Auswirkungen von OMV auf die Wirtschaft, die Umwelt und die Menschen zu steuern. Dazu gehört auch die Aufsicht über wesentliche Themen wie Klimaschutz, Menschenrechte und Sicherheit. Der Vorstand ergreift eine proaktive Haltung, um die Risikomanagementprozesse von OMV zu überwachen und zu verbessern sowie eine starke Risikokultur bei OMV sicherzustellen. Er treibt das Risikomanagementprogramm des Unternehmens aktiv voran und setzt entscheidende Akzente für den Aufbau einer nachhaltigen Risikokultur. Der Generaldirektor und der CFO sind ausdrücklich in die Aufsicht von Menschenrechtsbelangen eingebunden und erhalten halbjährliche Briefings zu den Auswirkungen auf die Menschenrechte. Darüber hinaus ist das Management in die Bewertung und Steuerung von klimabezogenen Risiken und Chancen eingebunden, wie im Index der TCFD-Empfehlungen dargelegt. Der Vorstand beaufsichtigt auch das Compliance-Management-System von OMV, das die Themen Geschäftsethik, Korruptionsbekämpfung, Wettbewerbsrecht und Handelssanktionen abdeckt. [ESRS 2-GOV-2.26a, 26b] Der Vorstand genehmigt die Ergebnisse des Prozesses zur Bewertung der Wesentlichkeit einschließlich aller ermittelten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Im Rahmen dieses Genehmigungsverfahrens wird der Vorstand von Group Sustainability als verantwortlicher Stelle für den Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit mindestens einmal jährlich über die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse informiert. Diese Informationen umfassen alle identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, die Umsetzung der Sorgfaltspflicht sowie die Ergebnisse und die Wirksamkeit der Konzepte, Maßnahmen, Kennzahlen und Ziele, die im Hinblick auf den Umgang mit den ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen festgelegt wurden. ESG-Aspekte sind Teil der Anträge für alle größeren Transaktionen, die dem OMV Vorstand zur Entscheidung vorgelegt werden müssen. Sie werden zudem bei der Entscheidungsfindung für alle größeren Transaktionen berücksichtigt und sind auch Teil der Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht bei M&A-Aktivitäten. Im Rahmen des Entscheidungsprozesses wird stets auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den potenziellen Risiken und den Chancen für nachhaltiges Wachstum geachtet. Bei der strategischen Entscheidungsfindung geht es um die Abwägung von Kompromissen zwischen dem Eingehen von Risiken, dem Umgang mit Auswirkungen und dem Ergreifen von Chancen. [ESRS 2-GOV-1.22b] Der Vorstand erfüllt seine Aufgaben, einschließlich der Aufsicht über das Risikomanagement, nach Maßgabe des geltenden Rechts, insbesondere des österreichischen Aktiengesetzes, der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnung für den Vorstand. Als Anreiz für den Vorstand integriert die auf der Hauptversammlung im Juni 2022 genehmigte und 2024 in Kraft getretene Vergütungsrichtlinie THG- und ESG-Ziele in den Jahresbonus und den Long-Term Incentive Plan (LTIP). OMV hat verschiedene konzernweit geltende Regelungen implementiert, die die Mindestanforderungen für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung bei OMV festlegen. Die OMV Aktiengesellschaft hält sich auch an den Österreichischen Corporate Governance Kodex und ist folglich bestrebt, ein verantwortungsvolles, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichtetes Management- und Kontrollsystem zu etablieren. [ESRS 2-GOV-1.22d] Der Vorstand ist dafür verantwortlich, die Strategie des Unternehmens einschließlich seiner Nachhaltigkeitsziele festzulegen und umzusetzen. Er hält zumindest alle zwei Wochen Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in Angelegenheiten ab, die der Genehmigung des gesamten Organs bedürfen. Die Verantwortung für die strategischen Ziele von OMV liegt beim OMV Vorstand. Konzernfunktionen wie Investor Relations & Sustainability, Group HSSE, Strategic Planning & Projects, People & Culture, Compliance und Procurement, die alle direkt an den Vorstand berichten, sind für wesentliche Themen verantwortlich und für die Definition und Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen in Zusammenarbeit mit Group Sustainability und den Geschäftsbereichen zuständig. Diese Funktionen informieren den Vorstand laufend über Fortschritte bei der Umsetzung des OMV Nachhaltigkeits-Frameworks. Der Vergütungsausschuss bewertet die Leistung des Vorstands auch in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien und legt Kriterien fest, die sich aus der OMV Strategie 2030 ableiten. Ein Schwerpunkt ist dabei die Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Risikoausschuss [ESRS 2-GOV-1.22c-i,22c-ii] Der Risikoausschuss unter der Leitung des:der CFO von OMV stellt sicher, dass wesentliche Risiken innerhalb von OMV im Rahmen des Risikomanagementprozesses effektiv erfasst und gesteuert werden. Das Management hat die Aufgabe, geeignete Strategien zur Minderung festgestellter Risiken umzusetzen. Zudem ist es dafür verantwortlich, die Wirksamkeit dieser Strategien durch einen strukturierten Prozess zur Identifizierung, Bewertung und Beurteilung dieser Risiken sicherzustellen. Darüber hinaus stellt das Management sicher, dass die Prozesse des Unternehmens zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von klimabezogenen Risiken in das allgemeine Risikomanagement-Framework des Unternehmens integriert sind. [ESRS 2-GOV-2.26a, 26b] Zweimal im Jahr wird der Risikoausschuss von Group Sustainability über die identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen informiert. Der Risikoausschuss bewertet die Maßnahmen zur Risikominderung im Hinblick auf deren Wirksamkeit und rechtzeitige Umsetzung, damit alle relevanten Risiken gemanagt werden, und empfiehlt dem OMV Vorstand Maßnahmen für den Fall, dass Risikotoleranzgrenzen überschritten werden. Die Ergebnisse des OMV Risikoprofils werden außerdem dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss berichtet. Der Risikoausschuss bestätigt Entscheidungen über größere Transaktionen oder strategische Entscheidungen, bei denen es um die Abwägung potenzieller Kompromisse zwischen dem Eingehen von Risiken, dem Umgang mit Auswirkungen und dem Ergreifen von Chancen geht. Sustainability Coordination Forum [ESRS 2-GOV-1. 22c-i. 22c-ii] Im Jahr 2023 wurde unter dem Vorstand ein neuer Ausschuss gebildet – das Sustainability Coordination Forum. Dieser Ausschuss wird vom:von der CFO von OMV geleitet und besteht aus leitenden Führungskräften, die für wesentliche Themen verantwortlich sind, sowie aus Vertreter:innen der Geschäftsbereiche, die für die Umsetzung der OMV Nachhaltigkeits- und Transformationsagenda zuständig sind. Seine Aufgabe ist es, die Entwicklung der Nachhaltigkeitsagenda bei OMV zu koordinieren, die Fortschritte bei der Zielerreichung zu überwachen, im Falle von Abweichungen Maßnahmen vorzuschlagen und Nachhaltigkeitsthemen für die Diskussion im Vorstand und Aufsichtsrat vorzubereiten. Der Ausschuss tritt mindestens alle zwei Monate zusammen. [ESRS 2-GOV-2.26a, 26b] Das Sustainability Coordination Forum wird mindestens zweimal im Jahr von Group Sustainability im Rahmen des Prozesses zur Bewertung der Wesentlichkeit über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie über die Ergebnisse und die Wirksamkeit von Konzepten, Maßnahmen, Kennzahlen und Zielen informiert. Das Sustainability Coordination Forum legt auch die Wesentlichkeitsschwellenwerte für OMV fest. Die Gesamtergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse werden vom Sustainability Coordination Forum genehmigt und im Hinblick auf Genehmigung durch den Vorstand vorbereitet. Der Sustainability Coordination Forum bestätigt Entscheidungen über größere Transaktionen oder strategische Entscheidungen, bei denen es um die Abwägung potenzieller Kompromisse zwischen dem Eingehen von Risiken, dem Umgang mit Auswirkungen und dem Ergreifen von Chancen geht. Das Sustainability Coordination Forum stellt sicher, dass die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen richtig verstanden und im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen von OMV gesteuert werden. Es überprüft die Exposition von OMV gegenüber Auswirkungen, Risiken und Chancen sowie die entsprechenden Maßnahmenpläne und stellt sicher, dass diese mit den Nachhaltigkeitszielen übereinstimmen. Aufsichts- und Eskalationsverfahren unterstützen die fortlaufende Überwachung des Nachhaltigkeitsrisikoprofils von OMV. Das wirksame Management der ermittelten Auswirkungen und Risiken wird auf der zweiten Verteidigungslinie in enger Abstimmung zwischen dem Sustainability Coordination Forum und dem Risikoausschuss überprüft. Das Sustainability Coordination Forum unterstützt die Entscheidungsfindung durch die Überprüfung und Erörterung wesentlicher ESG-Auswirkungen, -Risiken und -Chancen bei den zweimonatlichen Meetings. Die ESG-relevanten Auswirkungen, Risiken und Chancen werden vollständig in das Risikoprofil von OMV integriert und vom Risikoausschuss erörtert, bevor sie dem Vorstand zur Kenntnis gebracht werden. Die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden im Berichtsjahr nach einem Top-down-Ansatz im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse ermittelt, wohingegen Nachhaltigkeitsaspekte im gesamten Unternehmen bereits auf lokaler Ebene behandelt werden. Der bestehende Prozess zur Berichterstattung über das Risikomanagement wird weiter angepasst, um lokale Risikoregister einzubeziehen, die auf den wesentlichen Auswirkungen und Risiken gemäß den von den zuständigen Expert:innen festgelegten ESG-Kriterien basieren. Group Sustainability [ESRS 2-GOV-1.22c-i, 22c-ii] Unter der Verantwortung des:der CFO entwickelt die Abteilung Group Sustainability das OMV Nachhaltigkeits-Framework, definiert die Mindestanforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement bei OMV, stellt die Governance und Verantwortlichkeit für wesentliche Themen sicher und ist für die ESRS-konforme Nachhaltigkeitsberichterstattung und die ESG-Offenlegung verantwortlich. Die Abteilung Group Sustainability treibt in enger Zusammenarbeit mit den für die wesentlichen Themen verantwortlichen Personen, die als Sachverständige für ihre jeweiligen Themen fungieren, die übergreifende Nachhaltigkeitsagenda für alle wesentlichen Themen voran, die zur Umsetzung in die OMV Strategie aufgenommen wurden. Group Sustainability informiert den Vorstand und den Aufsichtsrat vierteljährlich über die Fortschritte bei der Umsetzung des OMV Nachhaltigkeits-Frameworks. Mehr dazu finden Sie in diesem Bericht in den jeweiligen Erläuterungen zur Governance zu den einzelnen wesentlichen Themen. [ESRS 2-GOV-1.22d] Die ESG-Risiken des Unternehmens können sich in unterschiedlicher Form manifestieren und wurden innerhalb der Organisation bereits identifiziert. Das Management ESG-bezogener Auswirkungen kann sich allerdings mit verschiedenen anderen Risikomanagementaktivitäten innerhalb von OMV überschneiden. Das Programm zur Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken wurde von Group Sustainability eingerichtet, um das Unternehmen bei der Bewertung und Minderung von ESG-Risiken und -Auswirkungen zu unterstützen, die das Erreichen mittel- und langfristiger Ziele gefährden könnten. Gleichzeitig dient es dazu, Chancen mit ESG-Bezug aufzuzeigen. Für jedes wesentliche Thema wurde auf verschiedenen Ebenen der Organisation eine verantwortliche Person („Material Owner“) bestimmt. Diese ist als treibende Kraft dafür zuständig, die ESRS-Anforderungen in Aktionspläne zu überführen und entsprechende Ressourcen, Kontrollen und Verfahren zur Steuerung der jeweiligen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu implementieren. Zudem definiert, überwacht und meldet sie die Ziele und Kennzahlen für das jeweilige wesentliche Thema entsprechend der von Group Sustainability definierten Nachhaltigkeitsagenda und erstattet Bericht über die damit verbundenen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Darüber hinaus stellt die Interne Revision das wirksame Funktionieren des Risikomanagementprogramms von OMV sicher und unterstützt die Abteilung Group Sustainability mit Empfehlungen für mögliche Verbesserungen. Dies gewährleistet die strukturierte, konsistente und kontinuierliche Anwendung der Prozesse zur Steuerung der Nachhaltigkeitsrisiken bei OMV. [ESRS 2-GOV-2.26a, 26b] OMV Group Sustainability ist für den Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit verantwortlich und stellt sicher, dass die anderen relevanten Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen informiert werden. Group Sustainability legt gemeinsam mit den für die wesentlichen Themen verantwortlichen Personen die Konzepte, Maßnahmen, Kennzahlen und Ziele fest, um die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in Angriff zu nehmen und die Umsetzung einer Sorgfaltsprüfung sicherzustellen. Group Sustainability unterstützt die Entscheidungsfindung bei größeren Transaktionen durch fachliche Beaufsichtigung und Beratung zu Nachhaltigkeitsaspekten. Zentrale Risikomanagementfunktion [ESRS 2-GOV-1.22c-i, 22c-ii, 22c-iii] Diese eigenständige Funktion innerhalb des CFO-Bereichs berichtet direkt an den Vorstand und ist von den Geschäftseinheiten unabhängig, wodurch eine wirksame Risikosteuerung gewährleistet wird. OMV hat umfassende Risikomanagementprozesse etabliert, die das Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen in andere interne Funktionen integrieren. Der Risikomanagementprozess basiert auf einer Kombination von Bottom-up- und Top-down-Ansatz und stellt sicher, dass jede:r Arbeitnehmer:in für die Umsetzung geeigneter Strategien zur Risikobegrenzung verantwortlich ist. Die Risiken werden anhand einer standardisierten Methodik ermittelt und bewertet, die auch umweltbezogene Faktoren und Auswirkungen einbezieht. Die Identifizierung, Analyse, Evaluierung, Behandlung und Überprüfung der Risiken wird durch ein konzernweites IT-System unterstützt. Als Grundlage dafür dienen die Leitlinien der ISO-Reihen 31000/27000. Die Integration mit internen Funktionen wird durch einen funktionsübergreifenden Risikoausschuss unter der Leitung des:der CFO von OMV unterstützt. Dieser Ausschuss, dem Mitglieder des Senior Managements angehören, stellt sicher, dass wesentliche Risiken bei OMV effektiv erfasst und wirksam gesteuert werden. Der Prozess umfasst auch regelmäßige Diskussionen des Vorstands über umwelt-, klima- und energiebezogene Richtlinien und Vorschriften sowie über Fortschritte bei den Nachhaltigkeitszielen. Außerdem werden die Risikomanagementprozesse zentral von den Bereichen Treasury und Risk & Insurance Management koordiniert, um eine konzernweit einheitliche Anwendung der Methoden und Techniken für das Risikomanagement zu gewährleisten. [ESRS 2-GOV-1.22d] Das unternehmensweite Risikomanagement (EWRM) von OMV konzentriert sich auf die Bewertung und Bewältigung wesentlicher Auswirkungen und Risiken, einschließlich solcher, die mit den Themen Umwelt, Soziales und Governance (Environmental, Social, and Governance; ESG) in Zusammenhang stehen. Das Nachhaltigkeitsrisikomanagement basiert auf einem systematischen Ansatz für den Umgang mit ESG-Risiken und ‑Chancen in Bezug auf die Unternehmensziele bzw. mit Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft über verschiedene Zeithorizonte hinweg. Dieser Ansatz ist vollständig in das EWRM-Framework von OMV integriert. OMV entwickelt diesen Prozess auf der Grundlage interner und externer Anforderungen laufend weiter. Zur Erfassung, Analyse, Verwaltung und Berichterstattung wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen wird die gleiche IT-Anwendung wie für das EWRM eingesetzt – das Active Risk Management System. Eine effektive Risikosteuerung ist für die erfolgreiche Bewältigung von Unsicherheiten, die mit der OMV Geschäftstätigkeit einhergehen, von entscheidender Bedeutung. [ESRS 2-GOV-2.26a, 26b] Die zentrale Risikomanagementfunktion integriert die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen auf der Grundlage der von Group Sustainability bereitgestellten Informationen und der entsprechenden Maßnahmen zweimal jährlich in das Risikoprofil von OMV. Bei größeren Transaktionen schlägt die zentrale Risikomanagementfunktion Kompromissstrategie vor, um identifizierte Risiken zu mindern und Chancen zu nutzen. [ESRS 2-GOV-2.26c] Die Liste aller wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, mit denen sich die zuständigen Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane von OMV (Aufsichtsrat, Vorstand, Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss, Prüfungsausschuss, Sustainability Coordination Forum, Risikoausschuss) im Berichtszeitraum wie oben beschrieben befassten, beinhaltet alle wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen, wie sie im Abschnitt SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell angegeben sind. GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme [ESRS 2-GOV-3.29a] [E1-GOV-3.13] Der Aufsichtsrat bewertet die Leistung des Vorstands, auch im Hinblick auf die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie. Der Vergütungsausschuss entscheidet über die Vergütung des Vorstands, einschließlich der Struktur des Vergütungssystems und der tatsächlichen Zielerreichung. Die Vergütung des Vorstands besteht aus fixen und variablen Elementen. Ausgewählte Arbeitnehmer:innen der obersten Führungsebene sind ebenfalls zur Teilnahme am Long-Term Incentive Plan (LTIP) berechtigt. Die variable Vergütung – der LTIP und der Jahresbonus – berücksichtigt Leistungskriterien in Bezug auf die Performance des Unternehmens in Sachen Nachhaltigkeit und Treibhausgas-(THG-)Emissionen. Die langfristigen Interessen der Aktionär:innen und sonstiger Interessenträger:innen werden in der leistungsbezogenen Vergütung berücksichtigt, die sowohl kurz- als auch langfristige Elemente beinhaltet. [ESRS 2-GOV-3.29b-29d] [E1-GOV-3.13] Die Vergütungsrichtlinie für den Vorstand wurde auf der Hauptversammlung im Juni 2022 genehmigt und trat im Jahr 2023 in Kraft. Sie sieht vor, dass THG- und ESG-Ziele Teil des Jahresbonus und des LTIP sind. Der Anteil der variablen Vergütung, der an nachhaltigkeitsbezogene Ziele geknüpft ist, entspricht 15% des Jahresbonus, der auf der Erreichung der festgelegten Reduzierung der absoluten Netto-THG-Emissionen nach Scope 1 und 2 basiert, und 30% des Long-Term Incentive Plan (LTIP), der von der Erreichung von ESG-Zielen abhängt. Diese ESG-Ziele sind die Reduzierung der Netto-CO2-Intensität der Energieversorgung (gewichtet mit 20%) und die Verbesserung der Diversität im OMV Konzern (gewichtet mit 10%). Die THG-Ziele im Jahresbonus (d. h. Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Emissionen) und im LTIP (d. h. Reduktion der CO2-Intensität der Energieversorgung) sind miteinander verknüpft und leiten sich direkt von den THG-Reduktionszielen von OMV für 2030 und den erforderlichen Reduktionspfaden bis 2030 im Vergleich zum Bezugsjahr 2019 ab. Das bedeutet, dass die Erreichung der im Jahresbonus und im LTIP festgelegten THG-Ziele die Umsetzung des definierten Dekarbonisierungspfads durch OMV erfordert, um seine THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 zu erreichen. Diese beinhalten die Reduktion der absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 30%, die Reduktion der Scope-3-Emissionen um 20% und die Reduktion der CO2-Intensität der Energieversorgung um 20% – jeweils im Vergleich zum Bezugsjahr 2019. [ESRS-2-GOV-3.29b, 29c; 29e] [ESRS-2-GOV-3.13] Der Vergütungsausschuss hat eigens für OMV einen Kriterienkatalog erstellt, der sich aus der OMV Strategie 2030 ableitet. Darunter befinden sich auch strategische KPIs zur Reduktion von THG-Emissionen, die die Dekarbonisierungsmaßnahmen von OMV bis 2030 steuern. Dazu gehören die Verringerung der THG-Emissionen nach Scope 1 und 2 und die Reduzierung der CO2-Intensität der Energieversorgung. dieses Katalogs wählt der Vergütungsausschuss die spezifischen ESG-Ziele und deren Gewichtung für jede LTIP-Tranche aus und genehmigt sie. Der Katalog wird jedes Jahr nach einem von der OMV Abteilung People & Culture festgelegten und verantworteten Verfahren überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Die Reduzierung der THG-Emissionen wird immer ein ESG-Ziel im LTIP sein. Die THG- und ESG-Ziele und ihre Gewichtung werden im Vergütungsbericht für das Jahr der Gewährung veröffentlicht. Den Vergütungsbericht finden Sie auf der /OMV Website. Basierend auf vordefinierten Kriterien (z. B. Todesfälle, TRIR, Prozesssicherheit) und im Vergleich zu Branchenbenchmarks wird sowohl für den Jahresbonus als auch für den LTIP ein Gesundheits- und Sicherheitsmalus von 0,8 bis 1,0 auf die Gesamtzielerreichung angewendet. Bei schwerwiegenden Zwischenfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf null reduzieren. Dieser Malus berücksichtigt das Engagement von OMV für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Der:die Abschlussprüfer:in von OMV führt ein externes Review der tatsächlichen Zielerreichung durch. Die Ergebnisse der Prüfung werden an den Vergütungsausschuss und den Aufsichtsrat kommuniziert. GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht Erklärung zur Sorgfaltspflicht [ESRS 2-GOV-4.30] [ESRS 2-GOV-4.32] Kernelemente der Sorgfaltspflicht Absätze in der Nachhaltigkeitserklärung Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell ESRS 2-GOV-2 Vom Management behandelte Nachhaltigkeitsaspekte, ESRS 2-GOV 2.26a ESRS 2-GOV-3 Anreizsysteme, GOV 3.29a-e ESRS 2-SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell, ESRS 2-SBM 3.48a-b Die Sorgfaltspflicht ist in die Governance, die Strategie und das Geschäftsmodell des Unternehmens eingebunden. Mehr dazu finden Sie jeweils im Abschnitt Managementprozesse und Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht zum betreffenden wesentlichen Thema. Einbindung betroffener Interessenträger:innen in alle wichtigen Schritte der Sorgfaltspflicht ESRS 2 GOV-2 Vom Management behandelte Nachhaltigkeitsaspekte, ESRS 2-GOV 2.26a ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen, ESRS 2-SBM-2.45a-i-v, S1-SBM-2.12, S2-SBM-2.9, S3-SBM-2.8 Themenbezogene ESRS, S1-SBM-2.12, S1-1.19, S1-2.27, S2-2, S3–2 ESRS 2-IRO-1 Verfahren für die Wesentlichkeitsanalyse, ESRS 2-IRO-1.53b-iii ESRS 2-MDR-P Überblick über die Konzepte, E5-1, E5-1.14, E4-2, E4-2.22, E3-1, E3–1.14, E2-1, E2-1.14, S1-1, S1-1.24, S2-1, S2-1.16, S3-1, S3-1.14 Das Unternehmen bindet betroffene Interessenträger:innen in alle wichtigen Schritte des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht ein. Das Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte umfasst die kontinuierliche Einbindung und Konsultation externer Interessenträger:innen, einschließlich jener, auf die unsere Geschäftstätigkeiten Auswirkungen haben. Diese Einbindung ist Teil der Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf die Menschenrechte, der Integration und Umsetzung der Due-Diligence-Ergebnisse, der Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen und der Kommunikation darüber, wie diese Auswirkungen gehandhabt werden. Mehr über die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht finden Sie in der OMV Erklärung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel. Ermittlung und Bewertung nachteiliger Auswirkungen ESRS 2-SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen, ESRS 2-SBM-2.48a-b ESRS 2-IRO-1 Verfahren für die Wesentlichkeitsanalyse, ESRS 2 IRO-1.53a, 53e, 53g, E1.20a, 20b-ii, 20c-i; E1.21; E2.11a; E4.17c Die OMV Erklärung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel aus dem Jahr 2023 erläutert, dass die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von OMV vier Schritte umfasst. Der erste dieser Schritte ist die Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen unserer aktuellen und künftigen Geschäftstätigkeiten auf die Menschenrechte. Dies zeigt, dass auch die Identifizierung und Bewertung nachteiliger Auswirkungen, insbesondere im Zusammenhang mit den Menschenrechten, Teil der Verfahren von OMV zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht sind. Maßnahmen gegen diese nachteiligen Auswirkungen Themenbezogene ESRS, E1-3, E2-2, E3-2, E4-3, E5-2, S1-4, S2-4, S3-4 OMV ergreift Maßnahmen zur Bewältigung nachteiliger Auswirkungen, die im Zuge des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht festgestellt werden. Mehr dazu finden Sie in der OMV Erklärung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel aus dem Jahr 2023. Das Verfahren von OMV zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte umfasst vier Schritte: die Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen unserer aktuellen und künftigen Geschäftstätigkeiten auf die Menschenrechte, die Integration und Umsetzung der Due-Diligence-Ergebnisse bei unseren Tätigkeiten, die Überprüfung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen sowie die Kommunikation darüber, wie diese Auswirkungen gehandhabt werden. Überprüfung und Kommunikation der Wirksamkeit dieser Bemühungen ESRS 2-MDR-T Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen durch Zielvorgaben, E1-4, E2-3, E5-3, S1-5, S2-5, S3-3 OMV überprüft die Wirksamkeit seiner Bemühungen zur Bewältigung der im Zuge des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht festgestellten nachteiligen Auswirkungen. Mehr dazu finden Sie in der OMV Erklärung zu moderner Sklaverei und Menschenhandel aus dem Jahr 2023. Die Erklärung umreißt das Verfahren von OMV zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte, der vier Schritte umfasst: die Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen unserer aktuellen und künftigen Geschäftstätigkeiten auf die Menschenrechte, die Integration und Umsetzung der Due-Diligence-Ergebnisse bei unseren Tätigkeiten, die Überprüfung der Wirksamkeit unserer Maßnahmen sowie die Kommunikation darüber, wie diese Auswirkungen gehandhabt werden. GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung [ESRS 2-GOV-5.36a] OMV hat im Laufe der Jahre ein robustes internes Kontrollsystem entwickelt, das alle wesentlichen „End-to-End“-Prozesse umfasst, um die Integrität und Zuverlässigkeit unserer Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung zu gewährleisten. Unser Engagement für die Aufrechterhaltung hoher Governance- und Transparenzstandards spiegelt sich in der aktiven Umsetzung eines Modells der vier Verteidigungslinien wider. Das operative Management bildet die erste Verteidigungslinie, indem es die Verantwortung für Risiken übernimmt und diese steuert. Die zweite Linie umfasst das Risikomanagement, das unternehmensweite IKS und die Compliance-Funktionen, die diese Praktiken beaufsichtigen und überwachen. Als dritte Verteidigungslinie fungiert unsere interne Revision, die für die unabhängige Prüfung der Wirksamkeit des Risikomanagements und der internen Kontrollen sorgt. Als vierte Verteidigungslinie werden bei OMV externe Prüfungsunternehmen betrachtet, die eine enge Abstimmung mit IKS-bezogenen Themen sicherstellen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass die Zuständigkeiten für das Risikomanagement und interne Kontrollen innerhalb des Unternehmens klar definiert und verteilt sind, um die Integrität und Genauigkeit der Nachhaltigkeitsdaten zu wahren und alle Risiken, die mit unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung verbunden sein könnten, zu mindern. Group Sustainability definiert und verantwortet den Prozess zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von OMV. Der Prozess wird jährlich evaluiert, und im Falle von Änderungen aktualisiert. Der Prozess selbst wird sowohl intern als auch extern auf seine Wirksamkeit geprüft. Um dem sich wandelnden regulatorischen Umfeld Rechnung zu tragen, hat OMV außerdem vor Kurzem interne Kontrollen eingeführt, die speziell auf die Einhaltung der EU-Taxonomie ausgerichtet sind. Diese Kontrollen stellen sicher, dass unsere nachhaltigkeitsbezogenen Aktivitäten und Angaben den strengen Anforderungen der EU entsprechen. Damit verbessern sie die Glaubwürdigkeit und Transparenz unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung. [ESRS 2-GOV-5.36b] Unser Risikomanagement und unsere internen Kontrollverfahren sind auf die Ermittlung, Bewertung und Minderung der Risiken ausgelegt, die sich auf unsere Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung auswirken könnten. Im Zuge unserer jährlichen Risikobewertungen ermitteln wir potenzielle Risiken wesentlicher Falschangaben anhand von Kriterien wie Wesentlichkeit, Prozesskomplexität und Fehlerwahrscheinlichkeit. Das interne Kontrollsystem von OMV umfasst Richtlinien, Verfahren und Kontrollen, die jährlich überprüft und aktualisiert werden, um unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen auf neue Risiken reagieren zu können. Gemäß den Grundsätzen des unternehmensweiten Risikomanagements (EWRM) werden Risiken im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach ihren potenziellen Auswirkungen auf die Einhaltung von Vorschriften, unsere strategischen Ziele und die Erwartungen der Interessenträger:innen nach Prioritäten geordnet. Der Prozess zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wird 2025 neu bewertet, um alle notwendigen Aktualisierungen entsprechend den in den ESRS festgelegten Anforderungen vorzunehmen. Dazu gehört auch der Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit. Zusätzliche interne Kontrollen zur Erfüllung der in den ESRS dargelegten Mindestangabepflichten werden schrittweise eingeführt. Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Implementierung robuster interner Kontrollen von quantitativen Daten zu Treibhausgasemissionen, zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE), zu den Arbeitskräften unseres Unternehmens, zu Menschenrechten und zum Thema nachhaltige Beschaffung. Mit diesem stufenweisen Ansatz schaffen wir eine solide Grundlage für eine umfassende und korrekte Nachhaltigkeitsberichterstattung. [ESRS 2-GOV-5.36c] Zu den potenziellen Risiken im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung gehören fehlerhafte Angaben von quantitativen Daten, unvollständige Daten und die nicht rechtzeitige Bereitstellung von Daten. Zur Minderung dieser Risiken werden mehrere Kontrollen implementiert. So dienen beispielsweise Validierungskontrollen dazu, die Genauigkeit der Daten durch automatische und manuelle Überprüfungen sicherzustellen. Die Vollständigkeit der Daten wird durch umfassende Datenerfassungsverfahren und regelmäßige Prüfungen kontrolliert, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Daten erfasst werden. Zur Kontrolle der rechtzeitigen Bereitstellung der Daten werden stringente Zeitrahmen festgelegt, und die Einhaltung der Fristen wird entsprechend überwacht. Die Implementierung zusätzlicher Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium. Umfassende interne Kontrollen zur wirksamen Bewältigung aktueller und künftiger Risiken werden nach und nach integriert. [ESRS 2-GOV-5.36d] Das robuste interne Kontrollsystem (IKS) von OMV dient der fortlaufenden Neubewertung von Risiken. Dazu gehören alle drei Jahre stattfindende Überprüfungen aller „End-to-End“-Prozesse, die in den Anwendungsbereich des IKS fallen, einschließlich des Verfahrens der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Tritt jedoch während dieses Zeitraums eine wesentliche Änderung ein, wird eine Ad-hoc-Überprüfung durchgeführt, und der Dreijahreszyklus beginnt von neuem. Interne Kontrollen sind in diese Prozesse eingebunden, um ein umfassendes Risikomanagement zu gewährleisten. Wird ein neues Risiko erkannt, nimmt die zuständige Funktion eine Bewertung vor. Für neue Risiken, die als erheblich eingeschätzt werden, werden interne Kontrollen konzipiert und in das IKS des Unternehmens integriert. [ESRS 2-GOV-5.36e] Das IKS von OMV basiert auf dem COSO-Framework. Dieser Rahmen gewährleistet effektive Kontrollen, die Identifizierung von Mängeln und entsprechende Abhilfemaßnahmen, kontinuierliche Verbesserungen und die Einhaltung von Vorschriften. OMV hat ein Verfahren zur stichprobenartigen Prüfung der internen Kontrollen und eine jährliche interne Überprüfung etabliert. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen werden der obersten Führungsebene und dem Prüfungsausschuss berichtet. Für etwaige identifizierte Probleme werden Abhilfemaßnahmen umgesetzt und überwacht. Zudem wird deren Status regelmäßig berichtet – in Übereinstimmung mit der Häufigkeit der Sitzungen des Prüfungsausschusses, die mindestens viermal im Jahr stattfinden. Für das IKS gibt es bei den Sitzungen des Prüfungsausschusses erforderlichenfalls einen eigenen Tagesordnungspunkt für Aktualisierungen und dringende Fragen, wodurch kontinuierliche Verbesserungen gewährleistet werden. Die Arbeit von Group Sustainability wird von der Internen Revision geprüft. Ihre Aufgabe ist es, die Vollständigkeit, Genauigkeit und Qualität der THG-Bilanzierung sicherzustellen und die korrekte Berichterstattung der Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen nach Maßgabe internationaler Standards zu bestätigen. Durch diese gründliche Prüfung werden hohe Standards in Bezug auf Transparenz und Verantwortung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung gewahrt. Der Prüfungsausschuss überwacht das Umfeld der internen Kontrollen und stellt deren Wirksamkeit und Abstimmung auf die strategischen Ziele des Unternehmens sicher. Darüber hinaus verbessert eine externe Prüfung der Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten die Zuverlässigkeit der OMV Berichterstattung. SBM -1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette Über OMV [ESRS 2-SBM-1.40a-i-40a-iii], [ESRS 2-SBM-1.40e-40g] OMV ist ein integriertes Unternehmen mit drei Säulen: Chemicals, Fuels & Feedstock und Energy. Im Segment Chemicals ist OMV in Europa einer der größten Hersteller von Ethylen und Propylen und gehört weltweit zu den zehn größten Produzenten von Polyolefinen. Über OMV und Borealis sowie die Joint Ventures Borouge und Baystar™ stellt OMV weltweit fortschrittliche und kreislauforientierte Polyolefinlösungen bereit. Die Joint Ventures eingerechnet, verfügt OMV über bedeutende Produktionskapazitäten für Basischemikalien, Polyolefine und Compounding. Der Geschäftsbereich bedient die Segmente Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität. Im Segment Fuels & Feedstock beschäftigt sich OMV in vier Ländern mit der Verarbeitung von Kohlenwasserstoffen und betreibt in Europa drei Raffinerien mit einer Verarbeitungskapazität von insgesamt rund 500 kbbl/d. Zusätzlich hält OMV Beteiligungen an ADNOC Refining und ADNOC Global Trading in den VAE. Ende 2024 umfasste das Retail-Netz von OMV 1.702 Tankstellen in acht europäischen Ländern. Im Segment Energy fördert OMV Kohlenwasserstoffe in den Regionen Nord, CEE und Süd. Dieses Segment deckt auch das Low-Carbon-Geschäft und das Gasgeschäft ab. Die Tagesproduktion von Kohlenwasserstoffen belief sich 2024 auf 340 kboe/d, wobei sich Flüssigprodukte und Erdgas in etwa die Waage hielten. Die Aktivitäten von OMV Gas Marketing & Power umfassen Supply, Marketing und Trading von Gas in West- und Osteuropa. OMV betreibt Erdgasspeicher mit einer Kapazität von rund 30 TWh sowie ein Gaskraftwerk in Rumänien. Die Zahl der Beschäftigten von OMV gliedert sich nach geografischen Gebieten wie folgt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S1 Arbeitskräfte des Unternehmens unter der Überschrift Kennzahlen. Arbeitnehmer:innen nach Regionen und Ländern1 [ESRS 2 SBM-1-40a-iii] Personenzahl 31. Dezember 2024 Österreich 5.407 Übriges Europa 16.723 Mittlerer Osten und Afrika 639 Rest der Welt 788 GESAMT 23.557 1 Ohne Berücksichtigung der Investition von OMV Petrom im Mai 2024 (Renovatio Asset Management SRL) – 10 Arbeitnehmer:innen OMV will sich zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie entwickeln und bis 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Das Unternehmen hat Zwischenziele für die Jahre 2030 und 2040 festgelegt: So sollen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 30% bzw. bis 2040 um 60% und die Scope-3-Emissionen bis 2030 um 20% bzw. bis 2040 um 50% reduziert werden, jeweils im Vergleich zu den Werten von 2019. OMV hat sich außerdem zum Ziel gesetzt, die CO2-Intensität seiner Energieversorgung bis 2030 um bis zu 20% und bis 2040 um 50% zu reduzieren. Im Hinblick darauf will OMV den Absatz CO2-freier Energie steigern, verstärkt auf nachhaltige Basischemikalien, Polyolefine und Produkte sowie auf CO2-Abscheidung und -Speicherung setzen und gleichzeitig die Verkäufe fossiler Brennstoffe reduzieren. OMV wird zudem das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 schrittweise einstellen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >E1 Klimawandel. OMV behält in seinem traditionellen Geschäft ein starkes Fundament bei und verfolgt gleichzeitig aktiv Wachstumschancen in nachhaltigen Sektoren. Starke Cashflows aus den laufenden Aktivitäten unterstützen das Wachstum und die Transformation von OMV. Dabei wird auf die Ausgewogenheit der Investitionen in neue Geschäftsfelder und die Optimierung des traditionellen Geschäfts geachtet. Vorrangiges Ziel ist es, auf Marktdynamiken und Kundenerwartungen zu reagieren und gleichzeitig wirtschaftliche Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die Strategie 2030 stützt sich auf vier Säulen:  Stärkung, Erweiterung und Diversifizierung des Chemikalienportfolios  Aufbau einer führenden Position bei erneuerbaren und kreislaufbasierten Lösungen  Einnahme einer führenden europäischen Position bei der Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen  Fokus auf das Gasgeschäft und CO2-arme Lösungen Im Segment Chemicals will OMV sein Portfolio von nachhaltigen Produkten ausbauen und die Verkaufsmengen von nachhaltigen Basischemikalien und Polyolefinen bis 2030 auf 1,4 Mio t steigern, wobei erhebliche Mengen aus dem Recycling stammen sollen. Das ReOil®-Projekt von OMV soll bis 2029 zu einer industriellen Anlage ausgebaut werden. Ein weiterer Fokus liegt auf erneuerbaren biobasierten Chemikalien und Polyolefinen. Dazu setzt das Unternehmen auf die Integration mit Fuels & Feedstock sowie auf nachhaltige Projekte mit wettbewerbsfähigen Renditen. Im Segment Fuels & Feedstock strebt OMV eine Produktionskapazität für erneuerbare Kraftstoffe und chemische Rohstoffe von rund 1,5 Mio t an. Schwerpunktbereiche sind dabei SAF, Biodiesel und chemische Rohstoffe. Zu den Schlüsselprojekten gehören Co-Processing-Anlagen und SAF/HVO-Anlagen an verschiedenen Standorten. Gleichzeitig werden weitere Kapazitäten weltweit geprüft. [ESRS 2-SBM-1.40a-iv] Keine der in den drei OMV Raffinerien hergestellten Substanzen unterliegt gemäß EU-Chemikalienverordnung REACH einem Verbot in den 27 EU- und den 3 EWR-Ländern. OMV will die E-Mobilität ausbauen und hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 5.000 schnelle und ultraschnelle Ladepunkte zu errichten sowie ein Netz von Ladestationen für schwere Nutzfahrzeuge aufzubauen. Das Produktionsziel von rund 350 kboe/d bis 2030 wird beibehalten, wobei der Schwerpunkt auf Erdgas als Brückenenergieträger der Energiewende liegen wird. Das Unternehmen will ein profitables CO2-armes Geschäft aufbauen und konzentriert sich dabei auf Geothermie, erneuerbare Energien sowie CO2-Abscheidung und ‑Speicherung. So strebt OMV bis 2030 mit Projekten in ganz Europa 3 bis 4 TWh erneuerbare Energie und etwa 4 TWh Geothermie an. Im Bereich der CO2-Abscheidung und -Speicherung will OMV bis 2030 eine Kapazität von 3 Mio t CO2 jährlich erreichen. Mehr dazu siehe >Netto-Null-Transformation. Die Zusammenstellung und die Bindung eines talentierten und qualifizierten Teams von Arbeitnehmer:innen für internationales und integriertes Wachstum sind entscheidend für den Erfolg der Strategie von OMV. Im Jahr 2022 entwickelten wir eine neue „People & Culture“-Strategie, die die Transformation von OMV uneingeschränkt unterstützt und sich auf die Kernaussage „People make it happen“ konzentriert. Im Zentrum steht dabei unser Purpose: „Re‑inventing essentials for sustainable living“. Wir haben vier strategische Schwerpunkte entwickelt: „Employee Experience“, „Growing Talent“, „Organizational Evolution“ und „New Ways of Working“. Sie alle werden durch eine solide Basis transformationaler Führungskompetenzen („Transformational Leadership“) unterstützt, die von unseren Führungskräften gelebt werden. Damit bei der Umsetzung unserer Strategie niemand auf der Strecke bleibt, haben wir uns zu einem gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) verpflichtet. Daher bieten wir Schulungen zur Gestaltung eines CO2-armen Unternehmens an und bauen unsere Initiativen zur Fortbildung unserer Belegschaft weiter aus. Unser Ziel ist es, das Fachwissen auf dem neuesten Stand zu halten, da vorhandene Kenntnisse auch auf neue Energielösungen übertragen werden können Einnahmen aus fossilen Brennstoffen [ESRS 2-SBM-1. 40d-i, 40d ii] Die Gesamteinnahmen aus fossilen Brennstoffen (einschließlich einer Aufschlüsselung der Einnahmen aus Öl und Gas) und aus der Produktion von Chemikalien sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 in Anhangangabe 7, Umsatzerlöse, dargestellt. Da OMV keine Einnahmen aus Kohle generiert, ist dieser Brennstoff in der Tabelle nicht berücksichtigt. Im laufenden Berichtsjahr wurden keine Einnahmen aus taxonomiekonformen Tätigkeiten im Zusammenhang mit fossilem Gas erzielt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > EU-Taxonomie. Aufschlüsselung der Einnahmen aus Öl, Gas und Chemikalien In EUR Mio 2024 Rohöl, NGL, Kondensate, Kraftstoff und Heizöl, andere Raffinerieprodukte 14.920 Erdgas und LNG 7.270 Chemikalien 8.388 Gesamt 30.578 Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette [ESRS 2-SBM-1.42] OMV ist ein integriertes Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie mit einem vielfältigen Geschäftsmodell, das die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Die wichtigsten Bestandteile des Geschäftsmodells von OMV sind die Exploration und Förderung von Erdöl und Erdgas sowie die Entwicklung von CO2-armen Energieprojekten wie Geothermie; die Raffination von Rohöl und nachhaltigen Rohstoffen zu verschiedenen Produkten, darunter Kraftstoffe, Heizöl, biobasierte Brennstoffe und petrochemische Rohstoffe; das Marketing- und Retailgeschäft für seine raffinierten Kraftstoffprodukte; der Transport, die Speicherung und die Vermarktung von Erdgas; die Stromerzeugung; die Herstellung und Vermarktung von hochwertigen Kunststoffen und Chemikalien; das mechanische und chemische Recycling von Kunststoffabfällen sowie die Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet nachhaltiger Chemikalien und Materialien, Kraftstoffe und Energie. Die Petrochemie-Aktivitäten von OMV in Österreich und Deutschland sind rückwärts in die OMV Raffinerien integriert. Naphtha wird als Einsatzstoff für die von OMV betriebenen Steamcracker verwendet. Die wichtigsten Produkte sind Ethylen und Propylen, die größtenteils an die OMV Tochter Borealis zur Weiterverarbeitung zu Polyolefinen geliefert werden. Durch den Einsatz modernster Technologien im Bereich des chemischen und mechanischen Recyclings will OMV ein kreislauforientiertes Geschäftsmodell etablieren. Ein immer größerer Anteil der von OMV produzierten Polyolefine wird demnach auf recycelten Rohstoffen basieren. Damit wird OMV seinen integrierten Geschäftsansatz auch in Zukunft weiter verfolgen. [ESRS 2-SBM-1.42a] Das Geschäftsmodell von OMV ist auf eine Vielzahl von Inputs angewiesen, die für seine Aktivitäten entlang der gesamten Wertschöpfungskette unerlässlich sind. Die wichtigsten Inputs und der Ansatz von OMV, um diese Inputs zu sammeln, zu entwickeln und zu sichern, sind im Folgenden beschrieben.  Natürliche Ressourcen: Erdöl, Erdgas und andere Kohlenwasserstoffe, die durch eigene Explorations- und Produktionsaktivitäten sowie durch Einkäufe auf den globalen Märkten beschafft werden; biobasierte Rohstoffe und Kunststoffabfälle, die auf nationalen und internationalen Märkten bezogen werden; petrochemische Produkte, die durch eigene Tätigkeiten von OMV gewonnen und auf den globalen Märkten eingekauft werden  Technologie und Innovation: Fortschrittliche Technologien und innovative Lösungen sind für effiziente Explorations-, Produktions-, Raffinerie- und Chemieprozesse entscheidend. OMV investiert in Forschung und Entwicklung, um seine technologischen Fähigkeiten zu verbessern.  Humankapital: Qualifizierte und erfahrene Beschäftigte sind für den Erfolg von OMV von zentraler Bedeutung. OMV konzentriert sich auf die Akquise, Entwicklung und Bindung von Talenten durch umfassende Schulungsprogramme und Karriereentwicklungsmöglichkeiten.  Finanzkapital: OMV benötigt erhebliche finanzielle Mittel für Investitionen in Explorations- und Produktionstätigkeiten, Raffinerien und nachhaltige Energieprojekte. OMV sichert sich die Finanzierung durch eine Mischung aus Eigenkapital, Fremdkapital und reinvestierten Gewinnen.  Partnerschaften und Kooperationen: Strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Regierungen sind für den Zugang zu neuen Ressourcen, Technologien und Märkten unverzichtbar. [ESRS 2-SBM-1.42b] Die Leistungen und Ergebnisse von OMV sollen für eine Vielzahl von Interessenträger:innen – darunter Kund:innen, Investor:innen, Arbeitnehmer:innen und die Gesellschaft im Allgemeinen – Wert schaffen. Die aktuellen und künftig erwarteten Hauptvorteile für die Interessengruppen sind: Kund:innen  Förderung der Energiewende: Im Mittelpunkt der OMV Strategie 2030 steht die Transformation zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie, das erhebliche Emissionsreduktionen erzielt und gleichzeitig auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse eingeht.  Zuverlässige Energieversorgung: OMV gewährleistet eine stabile und sichere Versorgung mit Energieprodukten, einschließlich Öl, Gas, petrochemischer Produkte und nachhaltiger Energieprodukte, die für verschiedene Branchen und das tägliche Leben unerlässlich sind.  Qualitätsprodukte: OMV konzentriert sich darauf, hochwertige Kraftstoffe und Chemikalien zu liefern, die strenge Umwelt- und Sicherheitsstandards erfüllen.  Innovation und Nachhaltigkeit: OMV investiert in innovative Lösungen wie grünen Wasserstoff und Initiativen für die Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, den Kund:innen nachhaltigere Energieoptionen zu bieten. Investor:innen  Finanzielle Performance: OMV kann bezüglich der finanziellen Leistung auf eine sehr gute Erfolgsbilanz verweisen und bietet Renditen durch Dividenden und Aktienkurssteigerungen.  Strategisches Wachstum: Die OMV Strategie 2030 setzt auf Wachstum bei nachhaltigen und innovativen Energielösungen und positioniert das Unternehmen damit für langfristigen Erfolg.  Transparenz und Governance: OMV hält einen hohen Standard der Unternehmensführung aufrecht, wahrt ein hohes Maß an Transparenz und fördert so das Vertrauen der Investor:innen. Arbeitnehmer:innen  Wettbewerbsfähige Vergütung: OMV bietet wettbewerbsfähige Löhne und Gehälter und sonstige betriebliche Leistungen und trägt so zum wirtschaftlichen Wohlergehen seiner Beschäftigten bei.  Karriereentwicklung: OMV bietet Möglichkeiten für berufliches Fortkommen und Entwicklung, einschließlich Schulungsprogrammen und Aufstiegsmöglichkeiten.  Sicheres Arbeitsumfeld: OMV legt großen Wert auf Gesundheit und Sicherheit und gewährleistet ein sicheres Arbeitsumfeld für alle Beschäftigten.  Just Transition: Damit bei der Umsetzung unserer Strategie niemand auf der Strecke bleibt, haben wir uns zu einem gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft verpflichtet. Unser Ziel ist es, das Fachwissen auf dem neuesten Stand zu halten, da vorhandene Kenntnisse auch auf neue Energielösungen übertragen werden können. Gesellschaft  Wirtschaftlicher Beitrag: OMV leistet durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, durch Steuern und durch Investitionen in die lokalen Gemeinschaften einen Beitrag zur Wirtschaft.  Engagement für Umweltschutz: OMV ist bestrebt, seine Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, und investiert dazu in Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien und nachhaltigen Praktiken.  Gemeinnütziges Engagement: OMV unterstützt verschiedene soziale Projekte, Sponsoring und Spenden. So trägt das Unternehmen zur Verbesserung der Lebensqualität in seinen Standortgemeinden bei.  Der integrierte Ansatz von OMV stellt sicher, dass das Unternehmen über seine gesamte Wertschöpfungskette hinweg Wert schafft, der allen Interessenträger:innen zugutekommt. [ESRS 2-SBM-1.42c] Unsere Wertschöpfungskette reicht von unseren Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen über unsere Assets und Arbeitnehmer:innen bis hin zu unseren Kund:innen und Partner:innen. Für die OMV Geschäftsbereiche Fuels & Feedstock und Chemicals sowie das Gasverkaufsgeschäft liefern unsere Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen aus der vorgelagerten Wertschöpfungskette hauptsächlich Roh- und Einsatzstoffe (z. B. Rohöl, Zwischenprodukte, Erdgas, LNG) sowie (petro-)chemische Produkte. Diese Einsatzstoffe werden von nationalen und internationalen Energie-, Chemie- und Handelsunternehmen bezogen. Im Segment Energy beziehen wir hauptsächlich Ausrüstung, Komponenten und Dienstleistungen für unsere Explorations-, Erschließungs- und Bohraktivitäten – entsprechend unserer geografischen Präsenz in erster Linie von europäischen Lieferant:innen. Mehr über unsere eigenen Tätigkeiten finden Sie in der folgenden Grafik der OMV Wertschöpfungskette sowie im Abschnitt >Über OMV in diesem Bericht, der auch eine Beschreibung unserer Assets sowie eine geografische Aufschlüsselung unserer Geschäftstätigkeiten enthält. Unsere Kund:innen – sie bilden die nachgelagerte Wertschöpfungskette – reichen von Energieunternehmen über den Großhandel bis zu Industriebetrieben und Endverbraucher:innen. Etwa die Hälfte des vom Segment Energy produzierten Öls und Gases wird intern weiterverarbeitet. Die andere Hälfte wird hauptsächlich an nationale und internationale Energieunternehmen und -märkte verkauft. Im Segment F&F werden die Produkte in erster Linie über unser Tankstellennetz und an Industriekund:innen verkauft. Über Letztere bedient F&F direkt und indirekt Endkund:innen des Mobilitätssektors (z. B. Straßenverkehr, Luft- und Schifffahrt) sowie Industriekund:innen, wie etwa die Baubranche. Darüber hinaus beliefert F&F unseren Geschäftsbereich Chemicals mit Rohstoffen. Der Geschäftsbereich Chemicals verkauft seine Basischemikalien an europäische Chemieunternehmen. Polyolefine werden an Industriekund:innen in mehr als 100 Ländern weltweit verkauft, wobei der Schwerpunkt auf den europäischen Märkten liegt. Dieser Geschäftsbereich bedient Endverbraucher:innen in einer Vielzahl von Branchen, darunter Konsumgüter, Energie, Healthcare, Infrastruktur und Mobilität. Partner:innen von OMV entlang der Wertschöpfungskette betreiben Joint-Venture-Assets mit OMV, liefern Rohstoffe und Zwischenprodukte, tragen zur Entwicklung und Verbesserung von Technologien bei oder arbeiten mit uns beim Verkauf unserer Produkte zusammen. Mit der Neuausrichtung unseres Unternehmens und der damit einhergehenden Anpassung des Produktangebots für unsere Kund:innen wird sich die Wertschöpfungskette erweitern und künftig auch unsere nachhaltigen Geschäftsmodelle umfassen. Mehr über die im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf unser eigenes Geschäftsmodell und unsere Wertschöpfungskette finden Sie im Abschnitt >SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell. SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger:innen [ESRS-2-SBM-2.45; 2.45a-i-45a ii; 45a-iv] OMV verpflichtet sich zur proaktiven Einbeziehung seiner Interessenträger:innen. Ziel der Einbeziehung der Interessenträger:innen von OMV ist es, gegenseitigen Respekt, Transparenz und einen offenen Dialog mit den verschiedenen Interessenträger:innen zu fördern. Dieser Ansatz hilft OMV bei der Identifizierung und Pflege von Beziehungen zu Personen, Gruppen oder Organisationen, die von unseren Aktivitäten betroffen sein oder einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben könnten. Durch die Einbeziehung der Interessenträger:innen kann OMV auf Bedenken eingehen, Informationen austauschen und starke, kollaborative Beziehungen aufbauen. Die wichtigsten Interessenträger:innen von OMV, Informationen darüber, wie die Einbeziehung für welche Kategorie von Interessenträger:innen erfolgt, sowie die spezifischen Themen der Einbeziehung der Interessenträger:innen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Einbeziehung von Stakeholder:innen Stakeholdergruppen Beispiele für die Einbeziehung durch die OMV Beispiele für wichtige von den Stakeholder:innen vorgebrachte Themen und Belange Kapitalmarkt- teilnehmer:innen • Regelmäßige Berichte und Präsentationen, Roadshows, Hauptversammlungen, Konferenzen • Treffen von sozial verantwortlichen Investor:innen (SRIs) • Aktienkurs und allgemeine Unternehmensleistung • Kreditwürdigkeit • Bewertung im Vergleich zu Mitbewerber:innen • Klimastrategie • Signifikante ESG-bezogene Kontroversen Kund:innen • Werbung • Veranstaltungen • Kundenbefragungen • Preis und Qualität der Produkte und Dienstleistungen • Kundendienst Mitarbeiter:innen • Informative Betriebsversammlungen, kleine Informationsveranstaltungen mit einem Vorstandsmitglied • Interne Newsletter, Infoscreens, Intranet, interner Blog • Mitarbeiterbefragungen • Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten • Transparente Kommunikation und Information• • Unterstützendes Management Staatliche Stellen • Informationsaustausch • Beziehungsmanagement • Regelmäßige Berichterstattung (gemäß gesetzlicher Anforderung) • Regulatorischer Rahmen • Geschäftsumfeld • Sicherheit der (Energie-)Versorgung Branchenverbände • Informationsaustausch und regelmäßiger Kontakt • Regulatorischer Rahmen • Geschäftsumfeld Lokale Bevölkerung • Nachhaltigkeitsprojekte, Sponsoring und Spenden • Beschwerdemechanismen • Soziale und Umweltstandards und -auswirkungen • Einbeziehung der lokalen Bevölkerung Medien • Pressemitteilungen und Konferenzen • Interviews • Allgemeine Unternehmensstrategie, Performance und Ergebnisse NGOs/NPOs • Soziale Projekte, Sponsoring und Spenden • Stakeholderdialog und Beschwerdemechanismen • Treffen zwischen dem CEO der OMV und wichtigen NGOs • Performance und Risiken in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Klima • Langfristige Strategie der OMV Referenzunternehmen, Mitbewerber:innen, Joint-Venture- und sonstige Geschäftspartner:innen • Branchentreffen • Verträge • Beteiligung an Arbeitsgruppen wie Ipieca, IOGP • Branchenweite Standards für Nachhaltigkeitsthemen • Gute Praxis bei Explorations-, Entwicklungs- und Produktionsaktivitäten Wissenschaftliche und Forschungseinrichtungen • Projektkooperationen mit Industriepartner:innen, Wissenschaftsinstitutionen und Universitäten • Konferenzen und Vorträge • Information und Best Practices zu neuen Technologien Lieferant:innen und Vertragsunternehmen • Verhandlungen und Verträge • Audits und Beurteilungen von Lieferant:innen • Lieferantenevents • Faire Verträge • Pünktliche Zahlung • Angemessene Arbeitsbedingungen [ESRS 2-SBM-2.45a-iii]Die Einbeziehung der Interessenträger:innen baut bei OMV auf der Identifizierung und Pflege von Beziehungen zu verschiedenen Interessengruppen auf, die von den Aktivitäten von OMV betroffen sein oder einen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit von OMV haben könnten. Die wichtigsten Aspekte unseres Ansatzes sind:  Identifizierung der Interessenträger:innen: OMV identifiziert Interessenträger:innen wie Kapitalmarktteilnehmer:innen, Kund:innen, Arbeitnehmer:innen, Regierungsbehörden, Branchenverbände, lokale Gemeinschaften, Medien, NGOs/NPOs, Mitbewerber:innen, wissenschaftliche Einrichtungen und Lieferant:innen.  Formen der Einbeziehung von Interessenträger:innen: Für den Dialog mit den Interessenträger:innen nutzt OMV verschiedene Kanäle, darunter regelmäßige Berichte, Präsentationen, Roadshows, Betriebsversammlungen, interne Newsletter, Pressemitteilungen, Konferenzen, direkte Meetings und soziale Projekte.  Wichtige Themen und Anliegen: OMV befasst sich mit Themen und Belangen, die von den Interessenträger:innen vorgebracht werden, wie zum Beispiel Unternehmensleistung, regulatorische Rahmenbedingungen, soziale und ökologische Auswirkungen und Branchenstandards.  Transparenz und Dialog: OMV setzt auf gegenseitigen Respekt, transparentes Verhalten und einen offenen Dialog als Grundlage für gute Beziehungen zu den Interessenträger:innen. Das OMV Managementteam ist sich seiner Verantwortung für die Leistung und das Handeln des Unternehmens bewusst. Dazu gehört auch die grundlegende Verantwortung, die Interessen der Aktionär:innen zu vertreten und zu fördern. Dieser Rechenschaftspflicht kommen wir durch den Dialog mit Aktionär:innen und potenziellen Investor:innen nach. So nahmen das Topmanagement und das Team der Abteilung Investor Relations im Jahr 2024 an Konferenzen sowie Analysten- und Investorengesprächen teil, um die aktive Präsenz von OMV auf lokalen und internationalen Kapitalmärkten aufrechtzuerhalten. Darüber hinaus nahm das Topmanagement an Konferenzen und Meetings mit Investmentfondsvertreter:innen teil, um Investor:innen und Analyst:innen regelmäßig über die vierteljährliche operative und finanzielle Performance, die Umsetzung der Strategie und geplante Vorhaben zu informieren. Der Dialog mit den Gewerkschaften ist für ein harmonisches Miteinander in unserem Unternehmen sehr wichtig. Der OMV Vorstand und das Senior Management arbeiten daher weiterhin konstruktiv mit den Arbeitnehmervertreter:innen zusammen, und der Austausch von OMV mit den Gewerkschaften zur Entwicklung gemeinsam getragener Ansätze wird auch in Zukunft ein Schlüsselelement für die Entscheidungsprozesse von OMV sein. Wir nehmen auch aktiv an Meetings und Diskussionen mit NGOs teil, um sicherzustellen, dass wir uns mit gesellschaftlichen Anliegen auf einer breiteren Basis befassen. Darüber hinaus führt OMV mindestens alle drei Jahre ein umfassenden Konsultationsprozess mit externen und internen Interessenträger:innen für die Wesentlichkeitsanalyse durch. Dieser Prozess, der von Group Sustainability gesteuert wird, dient dazu, Feedback zu unseren wesentlichen Themen einzuholen und erforderlichenfalls neue Nachhaltigkeitsprioritäten festzulegen. [ESRS 2-SBM-2.45a-v] Die Ergebnisse der Einbeziehung der Interessenträger:innen werden durch ihre Integration in die Entscheidungsprozesse von OMV auf verschiedene Weise berücksichtigt. So gehen wir zum Beispiel auf die Bedenken von Investor:innen zu ESG-Themen in Einzelgesprächen und Gruppenmeetings ein, nehmen an externen Veranstaltungen teil und engagieren uns aktiv in wichtigen Interessengruppen, Arbeitskreisen und Partnerschaften. Das Feedback der Interessenträger:innen wird auch bei der Bewertung der Wesentlichkeit berücksichtigt, um die relevantesten Themen auf der Grundlage des Inputs der Interessenträger:innen zu ermitteln und zu priorisieren. Zudem berichten wir in unserer Nachhaltigkeitsberichterstattung transparent darüber, wie das Feedback der Interessenträger:innen unsere Entscheidungen und Maßnahmen beeinflusst hat. Das Feedback der Interessenträger:innen wird auch bei der Entwicklung oder Aktualisierung der Strategien und Richtlinien von OMV berücksichtigt. Dies gilt insbesondere für den einmal im Quartal stattfindenden Austausch zwischen Arbeitnehmer:innen und Vorstandsmitgliedern sowie zusätzlich anlassbezogen bei entsprechenden Veranstaltungen, die sich mit den Anliegen und Erwartungen interner Interessenträger:innen befassen. Das Feedback der Interessenträger:innen wird auch zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Leistung genutzt, insbesondere in Bereichen wie Umweltauswirkungen, soziale Verantwortung und Governance. Dies geschieht beispielsweise durch regelmäßige Treffen mit Umwelt-NGOs, die Durchführung von Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen für neue Projekte sowie die Einbeziehung lokaler Gemeinschaften über unsere Sozialinvestitionsprojekte oder durch die Erörterung von Anliegen, die über Community-Beschwerdemechanismen vorgebracht werden. [ESRS 2-SBM-2.45b] Während des Prozesses zur Bewertung der Wesentlichkeit wurden unsere wichtigsten Interessenträger:innen identifiziert, um ein besseres Verständnis für ihre Interessen und Ansichten zu entwickeln. Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse konsultierten wir mittels Online-Fragebögen zehn verschiedene wichtige Interessengruppen, darunter Arbeitnehmer:innen, Kund:innen, Lieferant:innen, Auftragnehmer:innen, Geschäftspartner:innen, Kapitalmarktteilnehmer:innen, NGOs, Behörden, Gemeinden, Verbände, Netzwerke, Medien sowie Organisationen aus Wissenschaft und Forschung. Mit dieser Einbeziehung sollte sichergestellt werden, dass die für OMV und seine Interessenträger:innen wichtigsten Themen identifiziert und nach Prioritäten geordnet werden. Der an die Interessenträger:innen versandte Fragebogen enthielt eine Liste der wichtigsten Themen, die OMV im Rahmen seiner Wesentlichkeitsanalyse identifiziert hatte. Die Interessenträger:innen wurden gebeten, diese Themen je nach ihren Ansichten und Interessen zu bewerten. Es gingen Rückmeldungen von mehr als 900 Interessenträger:innen ein. Die Ansichten und Interessen der Interessenträger:innen, die in Form von Bewertungen der wesentlichen Themen zum Ausdruck kamen, wurden herangezogen, um die Ansichten von OMV zu den wesentlichen Fragen und Themen zu validieren bzw. gegebenenfalls anzupassen. Insgesamt bestätigte das Feedback der wichtigsten Interessenträger:innen im Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit die internen Ansichten von OMV zu wesentlichen Themen. [ESRS 2-SBM-2.45d] Der OMV Vorstand wird während des Genehmigungsprozesses der Wesentlichkeitsanalyse über die Standpunkte und Interessen der betroffenen Interessenträger:innen unterrichtet. Darüber hinaus wird er über ihre Sichtweisen in regelmäßigen Meetings mit Expert:innen des Unternehmens, die direkt mit allen in der oben stehenden Tabelle aufgeführten Interessengruppen interagieren, auf dem Laufenden gehalten. Dazu gehören die Ergebnisse unserer jährlichen Pulse Checks und Initiativen zur direkten Einbindung der Arbeitnehmer:innen ebenso wie Erkenntnisse aus Meetings mit Vertreter:innen von Investor:innen, Medien, Geschäftspartner:innen und aus der Wissenschaft. S1 Arbeitskräfte des Unternehmens [S1-SBM-2.12] Bei OMV haben die Ansichten, Interessen und Rechte unserer Arbeitnehmer:innen, einschließlich der Achtung ihrer Menschenrechte, maßgeblichen Einfluss auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell. Dieser Einfluss spiegelt sich in unserem Code of Conduct und unserem umfassenden Ansatz in Bezug auf die Menschenrechte wider, wie in unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung dargelegt. Unsere eigenen Arbeitnehmer:innen stehen für uns stets im Mittelpunkt, weshalb die Gewährleistung sicherer und angemessener Arbeitsbedingungen sowie die Akquise und Bindung von Talenten, Gleichbehandlung und Chancengleichheit, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung immer ein wesentlicher Bestandteil unserer „People & Culture“-Strategie sind. [S1-SBM-2 AR 4] Daher sind unsere wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften unseres Unternehmens bereits in unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell verankert. Darüber hinaus berücksichtigt unsere „People & Culture“-Strategie die Interessen der Arbeitnehmer:innen und trägt durch die Anpassung unseres Geschäftsmodells an veränderte Bedürfnisse zur Umsetzung der OMV Strategie 2030 bei. [S1-SBM-2.12] Wir legen großen Wert auf die Achtung der Menschenrechte und stellen sicher, dass die Standpunkte der Arbeitnehmer:innen gehört und wertgeschätzt werden. Dies geschieht durch Aktivitäten zur Einbeziehung wie die jährliche Pulse-Check-Umfrage, mit der Feedback zu verschiedenen Aspekten des Arbeitsumfelds und der allgemeinen Zufriedenheit eingeholt wird. Direkte Interaktionen zwischen dem Vorstand und Expert:innen des Unternehmens sowie regelmäßige Meetings mit den Arbeitnehmervertreter:innen sorgen für kontinuierliche Updates zu den Anliegen und Vorschlägen der Arbeitnehmer:innen. Indem wir diese Erkenntnisse in unsere strategische Planung einbeziehen, wollen wir die Werte und Erwartungen unserer Arbeitnehmer:innen berücksichtigen. [S1-SBM-2 AR 4] Wir sind uns bewusst, dass unsere Strategie und unser Geschäftsmodell einen erheblichen Einfluss auf unsere Belegschaft haben. Dazu gehören die Gewährleistung gerechter und angemessener Arbeitsbedingungen, die Förderung der Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie die Gewinnung talentierter und qualifizierter Arbeitnehmer:innen. Darüber hinaus ist unsere Strategie wichtig, um das Risiko ineffizienter Schulungen und Umschulungen unserer Belegschaft zu mindern. Mehr dazu finden Sie in den Abschnitten >S1 Menschenrechte, > S1 Arbeitskräfte des Unternehmens sowie >S1Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen. S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [S2-SBM-2.9] [S2-SBM-2.AR 4] Bei OMV sind wir uns bewusst, dass die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette wichtige Interessenträger:innen sind, deren Interessen, Ansichten und Rechte maßgeblichen Einfluss auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell haben. Um sicherzustellen, dass ihre Stimmen gehört und respektiert werden, haben wir zwei anonyme Feedback-Kanäle eingerichtet: den SpeakUp-Kanal, der sich mit Arbeitsbedingungen und Menschenrechtsfragen befasst, und die Integrity Platform, die sich auf geschäftsethische Belange konzentriert. Beide Kanäle sind für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zugänglich. Der Code of Conduct wurde 2024 aktualisiert, um im Einklang mit den geltenden internationalen Standards ausdrücklich auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sowie die Themenbereiche Arbeitsschutz, Menschenhandel, Zwangsarbeit und Kinderarbeit einzugehen. Darüber hinaus führen wir regelmäßig Audits und Beurteilungen (z. B. HSSE, Menschenrechte) unserer Lieferkette durch, um potenzielle Auswirkungen auf die Menschenrechte zu identifizieren und zu thematisieren. Dazu tauschen wir uns direkt mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette und ihren Vertreter:innen aus, um ein besseres Verständnis für ihre Anliegen und Sichtweisen zu entwickeln. Wir arbeiten mit unseren Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen zusammen, um faire Arbeitspraktiken zu fördern und die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards sicherzustellen. Die aus diesen Interaktionen gewonnenen Erkenntnisse fließen in unsere strategische Planung und unser Geschäftsmodell ein. Ziel ist es, unsere Tätigkeiten mit den Werten und Bedürfnissen der Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette in Einklang zu bringen, ihre Rechte und ihr Wohlergehen zu unterstützen und gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. [S2-SBM AR 4] Wir sind uns der Rolle bewusst, die unsere Strategie und unser Geschäftsmodell im Hinblick auf wesentliche Auswirkungen für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette spielen können, insbesondere durch aktives Engagement für Sicherheit, starke Menschenrechtsgrundsätze und den Zugang zu qualifiziertem Personal in der gesamten Wertschöpfungskette. Die Strategie und das Geschäftsmodell können eine Rolle bei der Minderung negativer Auswirkungen und Risiken spielen, die mit dem Verlust von qualifiziertem Personal in der gesamten Wertschöpfungskette einhergehen. Wir sind uns unserer Auswirkungen, Risiken und Chancen bewusst und verpflichten uns, ihnen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Aus heutiger Sicht werden diese Maßnahmen unsere Gesamtstrategie und unser Geschäftsmodell jedoch nicht verändern. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. S3 Betroffene Gemeinschaften [S3-SBM-2.7] [S3-SBM-2.AR 3] Bei OMV berücksichtigen wir die Ansichten, Interessen und Rechte betroffener Gemeinschaften, einschließlich indigener Bevölkerungsgruppen. Dazu führen wir Sozialverträglichkeitsprüfungen mit freiwilliger und in Kenntnis der Sachlage erteilter vorheriger Zustimmung der lokalen Interessenträger:innen durch. Diese Prüfungen werden in einigen Fällen mit Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen kombiniert. Damit stellen wir sicher, dass die Sichtweisen lokaler Gemeinschaften und indigener Bevölkerungsgruppen in allen Projektphasen berücksichtigt werden. Wir beziehen die Gemeinschaften, einschließlich der indigenen Gemeinschaften, durch Aktivitäten zur Einbindung der Interessenträger:innen, öffentliche Konsultationen, Treffen, Projekte und Partnerschaften sowie Community-Beschwerdekanäle ein und pflegen eine offene und transparente Kommunikation. Diese Verpflichtung, ihr Feedback zu respektieren und in unsere strategische Planung und unser Geschäftsmodell einfließen zu lassen, hilft uns, unsere Tätigkeiten mit den Werten und Bedürfnissen dieser Gemeinschaften in Einklang zu bringen, eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen und unsere gesellschaftliche Akzeptanz zu verbessern. [S3-SBM-2.AR 3] Wir sind uns bewusst, dass unsere Strategie und unser Geschäftsmodell Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften, einschließlich indigener Völker, haben können. Durch die Wahrung ihrer Bürgerrechte und politischen Rechte und die Schaffung von Geschäftschancen für die lokale Bevölkerung wollen wir positive Beziehungen pflegen. Unser Ansatz zielt auch darauf ab, potenzielle Auswirkungen wie die Missachtung sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Rechte von Gemeinschaften, die Beeinträchtigung des kulturellen Erbes, die Unfähigkeit zur Vermeidung von Zwangsumsiedlungen oder eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten zu mindern. Wir sind uns unserer positiven und negativen Auswirkungen voll und ganz bewusst und verpflichten uns, ihnen durch die Förderung einer nachhaltigen Community-Entwicklung und die Stärkung unseres Vertrauens in die Gemeinschaften zu begegnen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S3 Betroffene Gemeinschaften. SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell Die von OMV im Jahr 2024 durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse basierte auf dem ESRS-konformen Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit, der sowohl die Wesentlichkeit der Auswirkungen als auch die finanzielle Wesentlichkeit berücksichtigt. Die identifizierten wesentlichen Themen für OMV sind den fünf definierten Fokusthemen des OMV Nachhaltigkeits-Frameworks zugeordnet. Die folgenden Themen und Unterthemen wurden als wesentlich für OMV identifiziert: 1 Nicht wesentlich für OMV, nur wesentlich für Borealis. Das E1-Unterthema "Anpassung an den Klimawandel" und das G1-Unterthema "Geschäftsethik einschließlich Korruption und Bestechung" wurden in der OMV-Tochtergesellschaft Borealis aufgrund der Borealis-spezifischen Doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) als wesentliche Unterthemen identifiziert [ESRS 2-SBM-3.48g] Die im Jahr 2023 durchgeführte und im Jahr 2024 geprüfte Wesentlichkeitsanalyse war die erste, die von OMV nach Maßgabe des ESRS-Frameworks durchgeführt wurde, und somit auch die erste, die auf dem Grundsatz der doppelten Wesentlichkeit basierte, der sowohl die Wesentlichkeit der Auswirkungen als auch die finanzielle Wesentlichkeit berücksichtigt. In den Berichtsjahren davor hatten wir uns zur Bestimmung der wesentlichen Themen für OMV auf das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) und die Angaben der GRI gestützt. Dies ist auch unseren bisherigen Nachhaltigkeitsberichten zu entnehmen, die auf unserer Website verfügbar sind. Ein direkter Vergleich mit wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) aus einem früheren Berichtszeitraum ist daher nicht möglich. OMV plant, eine jährliche Überprüfung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen durchzuführen. Eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse unter Beteiligung von internen und externen Interessenträger:innen wird zumindest alle drei Jahre oder bei signifikanten Veränderungen im Geschäfts- oder Marktumfeld wiederholt. [ESRS 2-SBM-3.48h] Im Vergleich zum Vorjahr wurden biologische Vielfalt und Ökosysteme, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, Cybersicherheit und Wirtschaftliche Auswirkungen zusammen mit den jeweiligen Auswirkungen, Risiken und Chancen als zusätzliche wesentliche Themen identifiziert. Für alle Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impact, Risks and Opportunities; IROs), die für jedes wesentliche Thema identifiziert wurden (wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, Wasser, Arbeitskräfte des Unternehmens, betroffene Gemeinschaften, Abfälle und Kreislaufwirtschaft, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, biologische Vielfalt und Ökosysteme sowie Unternehmensführung), wurden die Angabepflichten gemäß den ESRS sowie dem NaDiVeG soweit zutreffend berücksichtigt. Für zusätzliche unternehmensspezifische Angaben, die in den Bericht aufgenommen wurden, wurden die jeweils angewendeten Standards ebenfalls angegeben. Alle zusätzlichen Informationen, die aufgenommen wurden und für unsere Branche relevant sind, jedoch nicht aus den oben genannten Quellen stammen, wurden als freiwillige Angaben definiert. Mehr dazu finden Sie >in den Tabellen zu den IROs. [ESRS-2-SBM-3.48b], [S1-SBM-3.13a-ii], [S2-SBM-3.10a-ii], [S3-SBM-3.8a-ii] OMV ist sich seiner derzeitigen und zu erwartenden negativen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Klima und Umwelt bewusst und nimmt diese sehr ernst. Im Mittelpunkt der OMV Strategie 2030 steht daher die Transformation zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie, das erhebliche Emissionsreduktionen erzielt und gleichzeitig auf Marktanforderungen und Kundenbedürfnisse eingeht. Im Sinne dieser strategischen Neuausrichtung passen wir unser Geschäftsmodell und unsere Kerngeschäftsprozesse fortlaufend an. Es wurden keine aktuellen oder erwarteten Auswirkungen wesentlicher IROs auf das Geschäftsmodell, die Strategie der Wertschöpfungskette oder die Entscheidungsfindung im Jahr 2024 festgestellt, weshalb keine Änderungen an der Strategie und dem Geschäftsmodell vorgenommen wurden. Mehr über die Abstimmung unserer Nachhaltigkeitsziele auf unseren strategischen Fokus und unser Geschäftsmodell finden Sie im Abschnitt >Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette[ESRS 2-SBM-1]. Konkrete Maßnahmen, die wir ergreifen, um negative Umweltauswirkungen und -risiken zu mindern und Chancen zu nutzen, sind stets auf unsere strategischen Ziele abgestimmt. Mehr zu unseren Maßnahmen im Zusammenhang mit unseren wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen finden Sie den jeweiligen Kapiteln über Umwelt, Soziales und Governance. [S1-SBM-3.13a-ii] Unsere eigenen Arbeitnehmer:innen stehen für uns stets im Mittelpunkt, weshalb die Gewährleistung sicherer und förderlicher Arbeitsbedingungen und die Sicherstellung der Akquise und Bindung von Talenten immer wesentliche Bestandteile unserer „People & Culture“-Strategie sind. Daher sind unsere wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit unserer eigenen Belegschaft bereits in unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell verankert, und es sind keine größeren Veränderungen absehbar. Fortlaufende Qualitätssicherungs- und Verbesserungsmaßnahmen werden geprüft und je nach Bedarf implementiert. Diese haben jedoch keine Auswirkungen auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell als solches. Mehr dazu finden Sie in der IRO-Tabelle im Abschnitt >S1 Arbeitskräfte des Unternehmens[S1-SBM-13a-i]. [S2-SBM-3.10a-ii] Was die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette anbelangt, haben wir festgestellt, dass unsere diesbezüglichen Maßnahmen einer Anpassung bedürfen. Mit der Wesentlichkeitsanalyse wurde S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette als wesentliches Thema identifiziert. Wir sind uns all unserer wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen voll bewusst und sehr darauf bedacht, mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Die Maßnahmen werden sich aus heutiger Sicht jedoch nicht auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell auswirken. Mehr dazu finden Sie in der IRO-Tabelle im Abschnitt >S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette[S2-SBM-10a-i]. [S3-SBM-3.8a-ii] Was betroffene Gemeinschaften anbelangt, ist sich OMV im Klaren, dass Transparenz, Vertrauen und partnerschaftliche Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften von entscheidender Bedeutung sind. Somit stellen wir sicher, dass wir ein verantwortungsbewusster und willkommener Nachbar sind. Die Strategie von OMV orientiert sich sowohl an positiven als auch an negativen Auswirkungen, wie zum Beispiel der Missachtung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Gemeinschaften und der Achtung der bürgerlichen und politischen Rechte. Diese spiegeln sich in unserem Code of Conduct und unserem umfassenden Ansatz zu den Menschenrechten wider, der in unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung dargelegt ist. Die Auswirkungen fließen durch die Messung und Erfüllung unserer Ziele in unsere Strategie ein. Mehr dazu finden Sie in der IRO-Tabelle im Abschnitt >S3 Betroffene Gemeinschaften (S3-SBM-10a-i). Die Strategie von OMV in diesem Kontext ist gut geeignet, um die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen zu adressieren, und es sind keine unmittelbaren Anpassungen geplant. Von den wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Unternehmensführung erfordert ein Risiko erhöhte Aufmerksamkeit: die geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit. Da wir in politisch instabilen Ländern tätig sind und unsere Wertschöpfungskette mit diesen Ländern verbunden ist, beobachten wir die jeweilige Situation vor Ort genau, um die Implikationen für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs realistisch einschätzen zu können. Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine Notwendigkeit, unsere Strategie und/oder unser Geschäftsmodell zu ändern, beobachten die Auswirkungen, Risiken und Chancen allerdings weiterhin genau. [ESRS 2-AR 17] Die Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen spiegelt die Komplexität der Wertschöpfungskette von OMV wider, die entsprechend dem OMV Betriebsmodell abgebildet wird. Die potenzielle Risikoexposition von Lieferant:innen, Kund:innen und JV-Partner:innen wird durch die Abbildung globaler ESG-Risiken und geografischer Angaben zur Lieferkette bewertet. Diese ESG-Risikobewertung wird mithilfe einer externen Plattform für globale Risikoinformationen durchgeführt. Diese stellt eine detaillierte Liste von Indizes bereit, die unterteilt sind in Klima und Umwelt, Geopolitik und soziale Faktoren einschließlich Menschenrechten. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette. Die Bewertung der Wertschöpfungskette vermittelt uns ein besseres Verständnis der geografischen Konzentration von OMV und hilft uns, die Hauptschwachstellen in der Lieferkette zu ermitteln. Dadurch sind wir in der Lage, Anpassungsmaßnahmen zur Steigerung unserer Widerstandsfähigkeit gegenüber kurzfristigen Herausforderungen und Megatrends zu definieren. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz können wir Schwachstellen in der Wertschöpfungskette lokalisieren und im Bedarfsfall zusammen mit wichtigen Lieferant:innen und Kund:innen geeignete Lösungen erarbeiten. Eine detaillierte Zuordnung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen innerhalb der Wertschöpfungskette finden Sie unter den jeweiligen wesentlichen Themen. [ESRS 2-SBM-3.48c-i] Neben den Effekten der Auswirkungen, Risiken und Chancen auf unsere Strategie und unser Geschäftsmodell spiegeln die Auswirkungen den Inside-Out-Effekt von OMV auf die Umwelt und die Menschen wider. Sowohl die negativen als auch die positiven wesentlichen Auswirkungen von OMV betreffen Menschen und die Umwelt in erheblichem Maße. Es liegt in der Natur der Geschäftstätigkeit von OMV, dass sich die Tätigkeiten auf Mensch und Umwelt auswirken – durch Emissionen, Freisetzung gefährlicher Stoffe, Verschmutzungen und Ressourcenerschöpfung. Durch die Einhaltung strenger Umweltvorschriften und kontinuierliche Verbesserungen bei Sicherheitsmaßnahmen will OMV seine negativen Auswirkungen weiter minimieren. In diesem Zusammenhang werden in Zukunft positive Auswirkungen durch die Umweltinitiativen von OMV erwartet, wie zum Beispiel der Reduzierung der THG-Emissionen oder Investitionen in erneuerbare Energien. Diese Initiativen verdeutlichen das Engagement von OMV für nachhaltige Praktiken und kommen durch einen verantwortungsvollen Umgang sowohl dem Planeten als auch künftigen Generationen zugute. Das Engagement von OMV für Sicherheit, Menschenrechte, gerechte und angemessene Arbeitsbedingungen und die Förderung des Gemeinwesens wirkt sich positiv auf die eigenen Arbeitnehmer:innen, die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und die lokalen Gemeinschaften aus. Es wird erwartet, dass die konsequente Einhaltung und Verbesserung des internen Frameworks von OMV in diesen Bereichen den Menschen auch in Zukunft zugutekommen wird. Mehr über die Effekte wesentlicher Auswirkungen auf Mensch und Umwelt finden Sie unter den jeweiligen wesentlichen Themen. [ESRS 2-SBM-3.48c-ii] Die Auswirkungen von OMV sind mit seiner Strategie und seinem Geschäftsmodell eng verknüpft. Die Tätigkeiten von OMV als Energieunternehmen in der Exploration, Förderung und Veredelung von Öl und Gas sowie im Chemiebereich haben Umweltauswirkungen wie Emissionen und Ressourcenerschöpfung. Im Gegenzug setzt sich OMV für Nachhaltigkeit ein, beispielsweise durch Investitionen in erneuerbare Energien und Initiativen zur Verringerung der THG-Emissionen. Mit diesem dualen Ansatz sollen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen wirtschaftlichem Wachstum und Umweltschutz erreicht und kurzfristige Rentabilität mit langfristiger Verantwortung in Einklang gebracht werden. Ebenso gilt es, durch nachhaltige Veränderungen positiven Einfluss auf Gemeinschaften und Ökosysteme zu nehmen. Das Engagement von OMV für einen CO2-armen Betrieb und das Erreichen von Netto-Null-Emissionen bis 2050 zielt darauf ab, negative Umweltauswirkungen zu mindern. [ESRS 2-SBM-3.48c-iii] Die vernünftigerweise zu erwartenden Zeithorizonte für die Auswirkungen von OMV hängen von den jeweiligen Aktivitäten und Initiativen ab. Der kurzfristige Zeithorizont bezieht sich auf einen Zeitraum von bis zu einem Jahr und umfasst beispielsweise eine gesteigerte Betriebseffizienz, positive Umwelteffekte und kurzfristige wirtschaftliche Beiträge für lokale Gemeinschaften. Mittelfristige Auswirkungen (über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren) umfassen weitreichendere Veränderungen wie etwa Verringerungen der CO2-Emissionen, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und Fortschritte bei Investitionen in erneuerbare Energien. Die Effekte strategischer Weichenstellungen in Richtung Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft werden in diesem Zeitraum immer deutlicher zutage treten. Langfristige Auswirkungen (über fünf Jahre hinaus) konzentrieren sich auf das Erreichen von Netto-Null-Emissionen bis 2050, substanzielle Umweltverbesserungen und einen dauerhaften sozioökonomischen Nutzen durch Praktiken und Technologien für nachhaltige Entwicklung. Diese Zeitrahmen berücksichtigen die strategische Planung und die Compliance-Bemühungen von OMV. [ESRS 2-SBM-3.48c-iv] OMV kann durch seine direkten Aktivitäten und Geschäftsbeziehungen einen Anteil an wesentlichen Auswirkungen haben. Direkte Aktivitäten wie der Raffineriebetrieb, die Chemieproduktion oder die Rohstoffgewinnung können ökologische und soziale Auswirkungen wie Emissionen, Ressourcenerschöpfung oder Missstände bei Arbeitspraktiken haben. So können beispielsweise Explorationsaktivitäten zu Umweltverschmutzung führen. Zudem kann OMV durch Geschäftsbeziehungen, zum Beispiel mit Lieferant:innen oder Partner:innen, mit Auswirkungen in Verbindung gebracht werden. Wenn Lieferant:innen unethische Arbeitspraktiken anwenden oder die Umwelt schädigen, ist OMV indirekt davon betroffen. Sowohl unsere direkten Aktivitäten als auch unsere Geschäftsbeziehungen erfordern eine sorgfältige Überwachung und Steuerung, um negative Auswirkungen zu mindern und positive Beiträge zu verstärken. Mehr darüber, ob OMV durch seine Tätigkeiten oder aufgrund seiner Geschäftsbeziehungen einen Anteil an wesentlichen Auswirkungen hat, finden Sie in den jeweiligen Tabellen mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen. [ESRS 2-SBM-3.48d] Die identifizierten wesentlichen Risiken und Chancen hatten keine wesentlichen messbaren Auswirkungen auf die aktuelle Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von OMV. Die im Jahr 2024 angefallenen Investitionsausgaben (CAPEX) für Maßnahmen zur Verhinderung oder Minderung dieser Risiken bzw. Nutzung dieser Chancen sind in den Tabellen mit den Zusammenfassungen der wichtigsten Maßnahmen in den jeweiligen Kapiteln enthalten, einschließlich einer Zuordnung der CAPEX zu den jeweiligen Auswirkungen, Risiken und Chancen. Die aktuellen finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken und Chancen, bei denen ein erhebliches Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten innerhalb des nächsten Berichtszeitraums unter Berücksichtigung des für die mittelfristige Planung verwendeten Basisszenarios besteht, sind im Konzernabschluss in Anhangangabe 3, Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende angeführt. [ESRS 2-SBM-3.48f] Die Widerstandsfähigkeit der Strategie und des Geschäftsmodells von OMV ist entscheidend, um wesentliche Auswirkungen und Risiken zu bewältigen und gleichzeitig Chancen zu nutzen. Der strategische Rahmen von OMV ist auf Anpassungsfähigkeit ausgelegt und ermöglicht es dem Unternehmen, sich auf dem dynamischen und oft volatilen Energiemarkt zurechtzufinden. Durch die Integration von Nachhaltigkeit in seine Kernaktivitäten verfolgt OMV einen proaktiven Ansatz zur Minderung von Umweltrisiken wie CO2-Emissionen und Ressourcenerschöpfung. Die selbst auferlegte Verpflichtung des Unternehmens, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, unterstreicht seine langfristige Vision und sein Engagement für Umweltschutz. Darüber hinaus wendet OMV ein solides Risikomanagement an, um menschenrechtliche und operationelle Risiken innerhalb seiner Lieferkette zu identifizieren und zu mindern. Diese Widerstandsfähigkeit wird durch erhebliche Investitionen in erneuerbare Energien und technologische Innovationen gestärkt. Dies versetzt OMV in die Lage, die sich bietenden Chancen im Bereich der grünen Energie entsprechend zu nutzen. Durch die transparente Offenlegung seiner Strategien und Initiativen gibt OMV den Interessenträger:innen die Gewissheit, dass das Unternehmen in der Lage ist, wirtschaftlich nachhaltig zu wachsen und gleichzeitig seine Verantwortung für die Umwelt wahrzunehmen. Das von OMV für den Umgang mit potenziellen Krisen oder unvorhersehbaren Bedrohungen angewendete Resilienzkonzept folgt den Prinzipien der Bewertung, Prüfung, Überwachung und kontinuierlichen Verbesserung. Mit E1 Klimawandel verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [IRO-E1-CC1] Durch unsere Geschäftstätigkeit, verkaufte Produkte und geringe Energieeffizienz an unseren Standorten bedingte THG-Emissionen Hohe Emissionen und erheblicher Energieverbrauch durch die Fortführung von Standorten und Geschäftsaktivitäten entsprechend dem derzeitigen Geschäftsmodell Direkte und indirekte THG-Emissionen aus eigenen Tätigkeiten, Produkten und infolge geringer Energieeffizienz tragen zur globalen Erwärmung und zum Klimawandel bei und haben negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Auswirkungen sind auf das Geschäftsmodell und die Strategie von OMV zurückzuführen, da Freisetzungen von THG-Emissionen aus den Kernaktivitäten von OMV resultieren. OMV hat aufgrund der durch Lieferant:innen, eigene Tätigkeiten und die Verwendung unserer Produkte verursachten Emissionen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig, mittelfristig, langfristig I _ Tatsächlich ● ● ● Richtlinie für Fusionen und Übernahmen THG-Management-Framework Umweltmanage- mentstandard Direktive zur Kontrolle von Investitionen Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [IRO-E1-CC2] Senkung der THG-Emissionen im Zuge der Energiewende Unterstützung des Übergangs der Gesellschaft von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft durch ein diversifiziertes Angebot an Produkten mit geringerem CO2-Fußabdruck und die schrittweise Abkehr von fossilen Brennstoffen im Hinblick auf unser Netto-Null-Ziel bis 2050 Die Bereitstellung eines diversifizierten, weniger CO2-intensiven Produktportfolios führt zu einer Verringerung der THG-Emissionen und wirkt sich somit positiv auf Mensch und Umwelt aus. Die Auswirkungen sind auf die Strategie von OMV zurückzuführen, die darauf abzielt, fossile Rohstoffe schrittweise durch nachhaltige Rohstoffe zu ersetzen. OMV hat aufgrund seiner Beziehungen zu Lieferant:innen (z. B. Beschaffung von nachhaltigen Rohstoffen), seiner eigenen Tätigkeiten (z. B. schrittweise Anpassung des Produktportfolios) und durch seine Kund:innen (z. B. geringere Emissionen bei der Verwendung von OMV Produkten) einen Anteil an den Auswirkungen. Langfristig I + Tatsächlich und potenziell ● ● ● Code of Conduct Umweltmanagementstandard THG-Management-Framework Direktive zur Kontrolle von Investitionen Unterliegt der ESRS-Angabepflicht IRO-E1-CC3] Verlust des Vertrauens der Investor:innen aufgrund unzureichender Umsetzung unserer Strategie 2030 Unfähigkeit der Umsetzung unseres strategischen Fahrplans zur Klimaneutralität mit Zwischenzielen aufgrund regulatorischer Unsicherheiten und mangelnden technologischen Fortschritts, der für unsere Transformation unerlässlich ist (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange) Langfristig R ○ ● ○ UWRM Code of Conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [IRO-E1-CC4] Reputationsvorteile durch Umsetzung naturbasierter Lösungen Reputationsvorteile durch die Umsetzung naturbasierter Lösungen zur Bindung und potenziellen Nutzung von CO2 als Ressource Langfristig O ○ ● ○ UWRM Code of conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [IRO-E1-CC5] Energiewende und kreislauforientierte Technologien Wettbewerbsvorteil durch Mitgestaltung der Energiewende und Umstellung auf saubere Energien (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange) Langfristig O ○ ● ○ UWRM Code of conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [IRO-E1-CC6] Höhere Kosten infolge regulatorischer Änderungen in der Wertschöpfungskette Finanzielle Auswirkungen durch die Implementierung neuer, zwingend vorzunehmender Änderungen in der Wertschöpfungskette; zum Beispiel Einschränkung der Fähigkeit des Unternehmens, seine Geschäfte schneller nachhaltiger zu gestalten, oder Entstehung erheblicher Zusatzkosten Mittelfristig R ○ ● ○ UWRM Code of conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [IRO-E1-CC7] Wettbewerbsvorteil und Kostensenkung durch Erzeugung erneuerbarer Energie für unsere eigenen Standorte Effektives Management des Energieverbrauchs und Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion für den Eigenverbrauch; dadurch geringere Umweltkosten für unsere Betriebe, höhere Kosteneinsparungen dank Energieeffizienzmaßnahmen, Beitrag zur Einhaltung regulatorischer Anforderungen an den Einsatz von Energie und Verringerung von THG-Emissionen Langfristig O ○ ● ○ UWRM Code of Conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht E1: Anpassung an den Klimawandel (Borealis spezifisch): Für weitere Details zu den Borealis IROs siehe den Borealis Group Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nichtfinanzieller Bericht [IRO-E1-CC8] Die Wertschöpfungskette ergreift Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und wird dadurch widerstandsfähiger (Borealis spezifisch) Sicherstellung der kontinuierlichen Versorgung mit wichtigen Rohstoffen aus dem vorgelagerten Bereich für die eigenen Tätigkeiten sowie der zuverlässigen Lieferung von Produkten im nachgelagerten Bereich Mittelfristig, langfristig I+ Tatsächlich ● ● ● Code of Conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [IRO-E1-CC9] Verfügbare Produkte und Lösungen zur Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel (Borealis spezifisch) Borealis bietet Produkte und Lösungen an, die die Anpassung an den Klimawandel unterstützen und damit die Klimaresilienz der Kund:innen und der Gesellschaft erhöhen (Produkte für Kühl- und Regenwassermanagement und anderes mehr). Kurzfristig O ○ ● ○ UWRM Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [IRO-E1-CC10] Höhere Rohstoffkosten (Borealis spezifisch) Lieferant:innen von Borealis werden einen wachsenden Teil ihrer Kosten für die Anpassung an den Klimawandel auf Borealis abwälzen. Langfristig R ○ ● ○ UWRM Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E1-SBM-3.18] Alle in der obigen Tabelle aufgeführten wesentlichen klimabezogenen Risiken sind klimabedingte Übergangsrisiken. Mit E2 Umweltverschmutzung verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO `-/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [E2-P-IRO-1] Auswirkungen von Luftschadstoffen entlang der Wertschöpfungskette Durch Lieferant:innen, unsere eigenen Tätigkeiten und die Verwendung von OMV Produkten bedingte Luftschadstoffe, dadurch negative Auswirkungen auf die Luftqualität und folglich auf die Gesundheit von Mensch Die Luftverschmutzung durch Luftschadstoffe führt zu einer Verschlechterung der Luftqualität und hat negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Auswirkungen sind auf das Geschäftsmodell und die Strategie von OMV zurückzuführen, da Luftschadstoffe aus den Kernaktivitäten von OMV resultieren. OMV hat aufgrund der durch Lieferant:innen, eigene Tätigkeiten und die Verwendung unserer Produkte verursachten Emissionen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I - Tatsächlich ● ● ● Code of Conduct Umweltmanagementstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E2-P-IRO-2] Senkung der Luftschadstoffe im Zuge der Energiewende Verringerte Luftschadstoffe im Zuge der Energiewende durch neue Geschäftsfelder, die möglichst keine Luftverschmutzung verursachen (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange) Langfristig O ○ ● ○ Code of Conduct Umweltmanagementstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E2-P-IRO-3] Verringerung der Wasser- und Bodenverschmutzungen durch Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen Geringere Wasser- und Bodenverschmutzungen in unserer Lieferkette durch aktive Zusammenarbeit von OMV mit Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen, dadurch positive Auswirkungen auf die Umwelt Prozesse zur Einbeziehung von Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen und entsprechende Audits verbessern die Umweltleistung und führen zu positiven Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Auswirkungen sind mit dem Geschäftsmodell von OMV durch interne Regelungen betreffend Geschäftsstandards verbunden. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen einen Anteil an den Auswirkungen. Langfristig I + Tatsächlich ● ○ ● Code of Conduct Standard für die Bereitschafts- und Reaktionsplanung bei der Freisetzung gefährlicher Stoffe Umweltmanagementstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E2-IRO-4] Wasserverschmutzung durch Routinearbeiten Wasserverschmutzungen durch unsere eigenen Tätigkeiten oder die unserer Lieferant:innen, beispielsweise durch Bohrklein, Bohrspülungen oder die Einleitung von Prozesswasser, oder aber auch infolge von Abweichungen von Umweltvorschriften in der nachgelagerten Wertschöpfungskette Wasserverschmutzungen beeinträchtigen die Wasserqualität und wirken sich negativ auf Mensch und Umwelt aus. Die Auswirkungen sind auf das Geschäftsmodell von OMV zurückzuführen, da das Risiko von Verschmutzungen unseren Tätigkeiten innewohnt, wenn Präventionsmaßnahmen nicht konsequent befolgt werden. OMV hat sowohl durch die eigenen Tätigkeiten (z. B. Wasserableitung, Störfallprävention) als auch durch Lieferant:innen, Auftragnehmer:innen oder nachgelagerte Dienstleistungen (z. B. Bohrklein, Bohrflüssigkeiten) ein Anteil an den Auswirkungen Kurzfristig, mittelfristig I - Tatsächlich ● ● ● Code of Conduct Standard für die Bereitschafts- und Reaktionsplanung bei der Freisetzung gefährlicher Stoffe Umweltmanagementstandard t Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E2-P-IRO-5] Wasserverschmutzung durch Geschäftstätigkeiten Wasserverschmutzungen durch das Versagen der Anlagenintegrität bei unseren Onshore-Aktivitäten, dadurch Folgen für die Umwelt und die Gesellschaft, kostspielige Abhilfemaßnahmen und Reputationsschäden (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange Kurzfristig R ○ ● ○ UWRM Umweltmanagementstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E2-P-IRO-6] Auswirkungen von Vorfällen auf die Bodenverschmutzung Unfähigkeit, Vorfälle zu verhindern – sowohl bei routinemäßigen als auch nicht routinemäßigen Arbeiten –, die zu Bodenverschmutzung durch Lieferant:innen oder im Rahmen unserer eigenen Tätigkeiten führen Vorfälle während des Betriebs führen zu Bodenverunreinigungen, die sich negativ auf Mensch und Umwelt auswirken. Die Auswirkungen sind auf das Geschäftsmodell von OMV zurückzuführen, da das Risiko von Vorfällen unseren Tätigkeiten innewohnt, wenn Präventionsmaßnahmen nicht konsequent befolgt werden. OMV hat sowohl durch die eigenen Tätigkeiten als auch durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig, mittelfristig I - Tatsächlich ● ● ○ Code of Conduct Standard für die Bereitschafts- und Reaktionsplanung bei der Freisetzung gefährlicher Stoffe Umweltmanagementstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E2-P-IRO-7] Verschmutzung durch Kunststoffabfälle und -pellets Verschmutzung infolge unsachgemäßer Handhabung von Kunststoffabfällen (einschließlich des Versäumnisses, Kunststoffabfälle ordnungsgemäß zu sammeln, zu sortieren und zu entsorgen), durch Pelletverluste während des Transports und achtlose Entsorgung von Kunststoffen nach der Nutzungsphase Verschmutzungen durch Kunststoffabfälle wirken sich negativ auf Mensch und Umwelt aus. Die Auswirkungen stehen mit dem Geschäftsmodell von OMV im Zusammenhang (Geschäftsbereich Chemicals). OMV hat durch seine nachgelagerten Geschäftsbeziehungen und seine Kund:innen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig, mittelfristig, langfristig I - Tatsächlich ○ ○ ● Umweltmanage- mentstandard Code of Conduct “Responsible Care”-Richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E2-P-IRO-8] Positiver Einfluss durch den Übergang zu neuen, saubereren EnergiequellenV Reduzierung der Luftverschmutzung im Vergleich zu fossilen Quellen (z.B. Wasserstoff, Geothermie) durch den Übergang zu neuen, sauberen Energiequellen Die Nutzung sauberer Energiequellen führt zu einer Verringerung der Luftverschmutzung und wirkt sich positiv auf Mensch und Umwelt aus. Die Auswirkungen sind auf die Strategie von OMV zurückzuführen, die für die eigenen Tätigkeiten benötigte Energie aus saubereren Energiequellen zu beziehen. OMV hat durch den Energieverbrauch für seine Geschäftstätigkeiten einen Anteil an den Auswirkungen. Langfristig I + Potenziell ○ ● ○ Code of Conduct Umweltmanagementstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Unternehmensspezifisch: Mit E2 Prozesssicherheit verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [E2-PS- IRO-1] Umweltverschmutzung durch Freisetzung gefährlicher Stoffe Prozesssicherheitsereignisse, die zu Freisetzung gefährlicher Stoffe, Sachschäden und Umweltverschmutzung in der Nähe unserer Standorte führen Prozesssicherheitsereignisse wirken sich negativ auf Mensch und Umwelt aus. Die Auswirkungen sind auf das Geschäftsmodell von OMV zurückzuführen, das bei nicht konsequenter Anwendung der Vorschriften zur Prozesssicherheit und zur Verhinderung von Zwischenfällen der Gefahr der Freisetzung gefährlicher Stoffe ausgesetzt ist. Prozesssicherheitsereignisse können finanzielle Folgen sowie Folgen für den Ruf des Unternehmens haben. OMV hat durch die Sicherheitsleistung bei den eigenen Tätigkeiten einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I - Tatsächlich ○ ● ○ Prozesssicher- heitsmanage- mentstandard, HSSE-Richtlinie; Kontraktoren-HSSE-Management; HSSE-Risikomanagement; Management von Gefahrstoffen und Personentransport; Standard für Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen Abgedeckt durch unternehmens- spezifische Offenlegungs- anforderung Mit E3 Wasser- und Meeresressourcen verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [E3-W-IRO-1] Nutzung von Wasser aus Gebieten mit Wasserstress Entnahme von Süßwasser für Produkte und/oder Dienstleistungen in Gebieten mit Wasserstress, dadurch Auswirkungen auf die regionale Verfügbarkeit von Wasser für die Natur und lokale Gemeinschaften Die Nutzung von Wasser aus Gebieten mit Wasserstress hat negative Auswirkungen auf die Menschen (Verfügbarkeit von Wasser) und die Umwelt. Die Auswirkungen sind auf das Geschäftsmodell und die Strategie von OMV zurückzuführen, da das Unternehmen für seine Kernaktivitäten auf Wasser angewiesen ist. OMV hat durch seine Kernaktivitäten und damit zusammenhängende Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I - Tatsächlich ● ● ○ Code of Conduct Umweltmanage- mentstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E3-W-IRO-2] Gefährdung der Wasserressourcen Negative Auswirkungen auf die Wasserressourcen durch inadäquates Abwassermanagement und Wasserverschmutzung Eine Verschlechterung der Wasserqualität hat negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Auswirkungen sind auf das Geschäftsmodell von OMV zurückzuführen, da die Wasserqualität während der Tätigkeiten beeinträchtigt wird, wenn Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung und Abwassermanagementprozesse nicht konsequent angewendet werden. OMV hat durch seine Kernaktivitäten einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I - Tatsächlich ○ ● ○ Code of Conduct Umweltmanage- mentstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E3-W-IRO-3] Auswirkungen der Wasserverfügbarkeit auf die eigenen Tätigkeiten Betriebsunterbrechungen aufgrund unzureichender Wasserverfügbarkeit, resultierend aus unzureichender Bewertung wasserbezogener Einschränkungen wie Baseline-Wasserstress, Grundwasserstress und saisonale Variabilität (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange) Langfristig R ○ ● ○ Code of Conduct Umweltmanage- mentstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen Mit E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [E4-BE-IRO-1] Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, Ökosysteme und Ökosystemdienstleistungen durch verschiedene Einflussfaktoren, einschließlich THG-Emissionen, Landnutzungsänderungen, Nutzung von Wasser und anderen Ressourcen, Freisetzung von Schadstoffen, Einführung invasiver Arten und andere Beeinträchtigungen (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange) Die negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme beeinflussen Menschen und die Umwelt. Die Auswirkungen sind auf das Kerngeschäftsmodell von OMV zurückzuführen, da sich die Tätigkeiten von OMV direkt auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme auswirken. OMV hat durch seine Kernaktivitäten und Geschäftsbeziehungen mit Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen sowie durch die Kund:innen aufgrund der Verwendung der Produkte von OMV einen Anteil an den Auswirkungen Mittelfristig, langfristig I - Potenziell ● ● ● Code of Conduct Umweltmanagementstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Mit E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [E5-CE-IRO-1] Substitution von fossilen Rohstoffen Positive Auswirkungen auf Natur und Gesellschaft durch nachhaltige Produkte und Geschäftspraktiken, die wir in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette einsetzen Die Verwendung nachhaltiger statt fossiler Rohstoffe spart Ressourcen und reduziert Emissionen, was sich positiv auf Mensch und Umwelt auswirkt. Die Auswirkungen sind auf die Strategie von OMV zurückzuführen, die darauf abzielt, fossile Rohstoffe schrittweise durch nachhaltige Rohstoffe zu ersetzen. Aufgrund der Beschaffung, der Verarbeitung und dem Verkauf nachhaltiger Produkte hat OMV durch seine Aktivitäten und die damit verbundenen Geschäftsbeziehungen mit Lieferant:innen und Kund:innen einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I + Tatsächlich ● ● ● Code of Conduct Umweltmanage- mentstandard Anforderungen an das Nachhaltigkeits- management von erneuerbaren Rohstoffen Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E5-CE-IRO-2] Umweltauswirkungen durch den Wettbewerb um nachhaltige Rohstoffe Ökologische und soziale Auswirkungen aufgrund der wachsenden Nachfrage nach alternativen Rohstoffen, einschließlich Landnutzungsänderungen, Natur- und Waldzerstörung oder Menschenrechtsverletzungen Die steigende Nachfrage nach biobasierten Rohstoffen hat negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Auswirkungen sind auf die Strategie von OMV zurückzuführen, die darauf abzielt, fossile Rohstoffe schrittweise durch nachhaltige Rohstoffe zu ersetzen. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Kund:innen einen Anteil an den Auswirkungen, wenn nachhaltige Produkte knapp werden. Langfristig I - Tatsächlich ○ ○ ● Code of Conduct Umweltmanage- mentstandard Anforderungen an das Nachhaltigkeits- management von erneuerbaren Rohstoffen Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E5-CE-IRO-3] Nutzung fossiler Primärrohstoffe Beschaffung und Verwendung fossiler Primärrohstoffe, die negative Auswirkungen auf die Umwelt haben Die Beschaffung und Verwendung fossiler Primärrohstoffe (im Gegensatz zu nachhaltigen Rohstoffen) trägt zu Emissionen bei, die sich negativ auf Mensch und Umwelt auswirken. Die Auswirkungen sind auf die Strategie und das Geschäftsmodell von OMV zurückzuführen, da die Kernaktivitäten die Verwendung fossiler Primärrohstoffe implizieren. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen, von denen fossile Rohstoffe bezogen werden, einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I - Tatsächlich ● ○ ○ Code of Conduct Umweltmanage- mentstandard Anforderungen an das Nachhaltigkeits- management von erneuerbaren Rohstoffen Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E5-CE-IRO-4] Verringerung der Emissionen durch die Verwendung von abgeschiedenem CO2 Verringerung der Emissionen durch Nutzung von abgeschiedenem CO2 als wertvollen Rohstoff für Energielösungen und industrielle Prozesse (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange) Langfristig O ○ ● ○ UWRM Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E5-CE-IRO-5] Bewährte Verfahren der Kreislaufwirtschaft Erzielung von Kosteneffizienzen durch bewährte Verfahren im Zusammenhang mit Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz (NaDiVeG-Zuordnung: Umweltbelange) Langfristig O ○ ● ○ UWRM Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E5-CE-IRO-6] Verringerung der Emissionen durch nachhaltige Produkte Geringere Emissionen durch nachhaltige Produkte, die aus erneuerbaren Rohstoffen oder recycelten Kunststoffabfällen hergestellt werden Die Verwendung nachhaltiger statt fossiler Rohstoffe kann Ressourcen sparen und Emissionen reduzieren, was sich positiv auf Mensch und Umwelt auswirkt. Die potenziellen Auswirkungen sind auf die Strategie von OMV zurückzuführen, die darauf abzielt, fossile Rohstoffe schrittweise durch nachhaltige Rohstoffe zu ersetzen. OMV hat durch seine Aktivitäten zur Herstellung nachhaltiger Produkte einen Anteil an den Auswirkungen. Langfristig I + Potenziell ○ ● ○ Umweltmanage- mentstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [E5-CE-IRO-7] Unsachgemäßes Abfallmanagement Negative Auswirkungen auf die Umwelt und die umliegenden Gemeinden durch unsachgemäße Abfallentsorgung in unseren Betrieben oder unserer Lieferkette Unsachgemäß entsorgte Anfälle wirken sich negativ auf Mensch und Umwelt aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von OMV, da durch die Tätigkeiten Abfälle entstehen, die entsorgt werden müssen. OMV hat durch eigene Tätigkeiten und Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I - Tatsächlich ● ● ○ Umweltmanage- mentstandard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [E5-CE-IRO-8] Nutzung von Abfallstoffen und Abfallmanagement Steigerung der Wiederverwendung von Betriebsabfällen, Verringerung von Abfallverlusten in Produktionsstätten und Prozessoptimierung, um Restabfälle zu minimieren Die Minimierung von Abfallrückständen reduziert Emissionen und Umweltverschmutzung und wirkt sich somit positiv auf Mensch und Umwelt aus. Die Auswirkungen sind auf die Strategie von OMV zurückzuführen, die darauf ausgerichtet ist, Ziele in den Bereichen Energieeffizienz und Dekarbonisierung zu verfolgen. OMV hat durch seine Aktivitäten zur Verringerung von Abfallverlusten, zur Verbesserung der Abfallmanagements und zur Wiederverwendung von Abfallstoffen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig, mittelfristig I + Tatsächlich ○ ● ○ Umweltmanage- mentstandard Code of Conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen Mit S1 Menschenrechte verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iii] [SBM-3.48c-iv] [SBM-3.48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [S1-HR-IRO-1]: Unzureichende Anwendung von Menschenrechtsstandards Eine unzureichende Anwendung von Menschenrechtsstandards könnte sich negativ auf die Rechte unserer Belegschaft auswirken. Dazu zählen unzugängliche Beschwerdemechanismen, die Missachtung der Vereinigungsfreiheit in Fällen, in denen die Gesetzgebung eine formelle Arbeitnehmervertretung verbietet, und das Versäumnis, sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Entlassung von Arbeitnehmer:innen auseinanderzusetzen. Unzureichende Identifizierung und Lösung von Auswirkungen auf Menschenrechte, die auch die Risiken von Zwangsarbeit und Menschenhandel oder von Verletzungen des Rechts auf Privatsphäre erhöhen (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechtsbelange) Menschenrechtsverletzungen haben negative Auswirkungen auf die Menschen und führen zu weniger Engagement und geringerer Produktivität. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da es infolge von Menschenrechtsverletzungen zu Rufschädigungen kommen kann und Talente nicht mehr gewonnen und gebunden werden können. OMV hat durch seine Aktivitäten in Form von Initiativen und Feedback-Mechanismen oder Vorschriften und Verfahren zum Schutz der Rechte und Interessen der Menschen einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig, mittelfristig I - Tatsächlich und potenziell ○ ● ○ Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Code of Conduct Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen Mit S1 Gesundheit und Sicherheit verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [S1-HSW-IRO-1] Unzureichendes Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagement Komplexe Schicht- und Rotationsmuster, projektbezogener Druck und Herausforderungen beim Zugang zu Beschwerdemechanismen können sich negativ auf die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen auswirken. (NaDiVeG-Zuordnung: Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Das Versäumnis, angemessene Sicherheits- und Gesundheitsstandards zu etablieren, wirkt sich negativ auf die Menschen aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da ein unzureichendes Arbeitssicherheits- und Gesundheitsmanagement zu Reputationsschäden und zum Verlust der Fähigkeit führt, Talente zu gewinnen und zu binden. OMV hat durch seine Aktivitäten in Form von internen Vorschriften und Standards (z. B. zu Ruhezeiten, Schulungsstunden), Beschwerdemechanismen oder Initiativen zur Gesundheit am Arbeitsplatz einen Anteil an den Auswirkungen Kurzfristig I - Tatsächlich und potenziell ○ ● ○ Code of Conduct; Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Personalrichtlinie; HSSE-Richtlinie, -Direktive und -Standards; Gesundheitsstandard; Standard für die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen; Standard für das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Mit S1 Arbeitskräfte des Unternehmens verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] [S1-13a-ii] [S1-SBM-13b] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [S1-OW-IRO-1] Gerechte und angemessene Arbeitsbedingungen Erhöhte Zufriedenheit, Produktivität und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen durch die Gewährleistung gerechter und günstiger Arbeitsbedingungen, Förderung der Work-Life-Balance und der Gesundheit und Sicherheit sowie Verbesserung der Chancen für Arbeitnehmer:innen, die einer Minderheit angehören (NaDiVeG-Zuordnung: Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Die Auswirkungen führen zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung, zu mehr Engagement der Beschäftigten sowie zur Gewinnung von Talenten. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da der Aufbau und die Bindung qualifizierter und engagierter Arbeitnehmer:innen als Schlüsselfaktor für den Erfolg des Unternehmens angesehen wird. OMV hat durch seine Aktivitäten in Form von Initiativen und Feedback-Mechanismen, Schulungsprogrammen und internen Kommunikationskanälen (Intranet) einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig, mittelfristig I + Tatsächlich und potenziell ○ ● ○ Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Personalrichtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [S1-OW-IRO-2] Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle Verbesserte Zufriedenheit, Produktivität und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen durch eine umfassende und inklusive Personalstrategie Die Auswirkungen führen zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung, zu mehr Engagement der Beschäftigten sowie zur Gewinnung von Talenten. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da der Aufbau und die Bindung qualifizierter und engagierter Arbeitnehmer:innen als Schlüsselfaktor für den Erfolg des Unternehmens angesehen wird. OMV hat durch seine Aktivitäten in Form von Initiativen und Prozessen (z. B. Talentmanagement, Entwicklungsgespräche) oder Schulungsprogrammen einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I + Tatsächlich ○ ● ○ People & Culture Ethics Policy zur Nichtdiskrimi- nierung Personalrichtlinie Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S1-OW-IRO-3] Gewinnung von Talenten und qualifiziertem Personal Wettbewerbsvorteile, Gewinnung und Bindung von Talenten durch Schulungsmöglichkeiten für unsere Belegschaft (NaDiVeG-Zuordnung: Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Die Chance steht im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da die Gewinnung und Bindung qualifizierter Arbeitnehmer:innen als Schlüsselfaktor für den Erfolg des Unternehmens angesehen wird. Mittelfristig O ○ ● ○ UWRM Personalrichtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [S1-OW-IRO-4] Ineffiziente Schulungen und Umschulungen Unfähigkeit, aufgrund unzureichender Schulungen unsere Strategie erfolgreich umzusetzen und gesetzliche Anforderungen zu erfüllen (NaDiVeG-Zuordnung: Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Das Risiko steht im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da unzureichend geschultes Personal die erfolgreiche Umsetzung der Strategie gefährden könnte. Langfristig R ○ ● ○ UWRM Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Mit S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] [S2-10a-i] [S2-SBM-10b] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [S2-WV-IRO-1] Unzureichende Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen Versäumnis, angemessene Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen zu gewährleisten oder zugängliche Beschwerdekanäle bzw. andere Mechanismen zur Verfügung zu stellen, um gegen Faktoren vorzugehen, die zu Diskriminierung und Belästigung von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette führen (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechtsbelange) Menschenrechtsverletzungen in der Wertschöpfungskette können sich negativ auf die Menschen auswirken und zu weniger Engagement und geringerer Produktivität führen. Die potenziellen Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da Menschenrechtsverletzungen zum Verlust von Fachkräften und von Ansehen führen können, was beides kritische Faktoren für die Umsetzung der Strategie sind. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I - Potenziell ● ○ ● Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung HSSE-Richtlinie; Kontraktoren-HSSE-Management Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S2-WV-IRO-2] Aktive Einbeziehung der Geschäftspartner:innen in die Sicherheit Gewährleistung eines sicheren Umgangs mit den Produkten und Dienstleistungen von OMV, was eine sichere und gesunde Umwelt zur Folge hat (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechts- und Sozialbelange) Prozesse zur Einbeziehung von Sicherheitsaspekten bei Produkten und Dienstleistungen können sich positiv auf Mensch und Umwelt auswirken. Die potenziellen Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von OMV, da die Produktsicherheit die Grundlage für einen nachhaltigen Geschäftsbetrieb bildet. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen in der nachgelagerten Wertschöpfungskette einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I + Potenziell ○ ○ ● Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung HSSE-Richtlinie; Kontraktoren-HSSE-Management Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [S2-WV-IRO-3] Starke Menschenrechtsgrundsätze entlang der Wertschöpfungskette Förderung und Schutz der Menschenrechte in der gesamten Lieferkette durch Einbeziehung der Lieferant:innen und herausragende Leistungen für die Kund:innen Starke Menschenrechtsgrundsätze entlang der Wertschöpfungskette wirken sich positiv auf Arbeitsbedingungen, die Fähigkeiten und das Engagement von Arbeitskräften aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da gute Arbeitsbedingungen die Gewinnung und Bindung von qualifizierten Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette fördern, die kritische Faktoren für die Umsetzung der Strategie sind. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette einen Anteil an den Auswirkungen Kurzfristig I + Tatsächlich ● ○ ● Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Konzernweite Beschaffungsrichtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S2-WV-IRO-4] Potenzielle Rufschädigung aufgrund von Ungleichbehandlung Risiko der Rufschädigung durch ungleiche Behandlung und ungleiche Chancen für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechtsbelange) Das Risiko steht im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da Rufschädigung zu einem Verlust qualifizierter Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette führen könnte, was die erfolgreiche Umsetzung der Strategie gefährden könnte. Kurzfristig R ○ ● ○ Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S2-WV-IRO-5] Verlust von qualifizierten Arbeitnehmer:innen Verlust von qualifizierten Arbeitnehmer:innen und sinkende Qualität der von Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen geleisteten Arbeit als Folge ungleicher Rechte und Chancen (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechts-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Das Risiko steht im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da der Verlust von qualifizierten Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette die erfolgreiche Umsetzung der Strategie gefährden könnte. Kurzfristig R ○ ● ○ Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [S2-WV-IRO-6] Wettbewerbsvorteil Wettbewerbsvorteil durch Anwendung und Förderung der sozialen Grundsätze von OMV bei den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechts-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Die Chance steht im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da die Anwendung der sozialen Grundsätze von OMV zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität beitragen kann und damit die Umsetzung der Strategie ermöglicht. Kurzfristig O ○ ● ○ Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [S2-WV-IRO-7] Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften entlang der gesamten Wertschöpfungskette Höhere Rentabilität durch Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften entlang der gesamten Wertschöpfungskette (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechts-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Die Chance steht im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da der Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Umsetzung der Strategie ist. Kurzfristig, Mittelfristig O ○ ● ○ Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [S2-WV-IRO-8] Gerechter Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft (Just Transition) für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette OMV trägt zur Förderung eines gerechten Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) bei, indem das Unternehmen rechtzeitig Maßnahmen durchführt, die darauf abzielen, die Fähigkeiten von Arbeitskräften zu entwickeln und ihre Beschäftigungsfähigkeit in anderen Sektoren zu verbessern. Die Chance steht im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, indem die für den Übergang von OMV zu einem nachhaltigen Geschäftsmodell erforderlichen Branchen durch rechtzeitige Umschulung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette unterstützt werden. Mittelfristig O ○ ● ○ Code of Conduct Menschenrechts-Grundsatz- erklärung Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Mit S3 Betroffene Gemeinschaften verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] [S2-10a-i] [S2-SBM-10b] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [S3-AC-IRO-1] Nichtbeachtung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte von Gemeinschaften Nichtbeachtung, fehlender Schutz und Nichteinhaltung wirtschaftlicher, sozialer, politischer, ziviler, und kultureller Rechte oder fehlende Konsultation mit den Gemeinschaften bzw. fehlende Entschädigung und Wiedergutmachung im Zusammenhang mit der Lieferkette oder den eigenen Tätigkeiten, mit Auswirkungen von Prozesssicherheitsereignissen oder von Staub- und Lärmbelästigungen auf Gemeinschaften durch Bauarbeiten und Transport (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechts- und Sozialbelange) Wenn es nicht gelingt, die Rechte der Gemeinschaften zu berücksichtigen, eine respekt- und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und für beide Seiten akzeptable Lösungen zu finden, wirkt sich dies negativ auf die Menschen und die Umwelt aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da vertrauensvolle Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften dazu beitragen, ein förderliches Betriebsumfeld zu schaffen und Rufschädigungen zu vermeiden. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu lokalen Gemeinschaften ein Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig, mittelfristig I - Tatsächlich und potenziell ● ● ○ Code of Conduct; Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Nachhaltigkeits- richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S3-AC-IRO-2] Unfähigkeit, Zwangsumsiedlungen zu vermeiden Unfähigkeit, Zwangsumsiedlungen zu vermeiden, die negative Auswirkungen auf das wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Wohlergehen der Rechteinhaber:innen in den betroffenen Gemeinschaften haben. (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechts- und Sozialbelange) Zwangsumsiedlungen und das Versäumnis, für beide Seiten akzeptable Lösungen zu finden und eine respekt- und vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, können sich negativ auf die Menschen auswirken. Die potenziellen Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da vertrauensvolle Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften dazu beitragen, ein förderliches Betriebsumfeld zu schaffen und Rufschädigungen zu vermeiden. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu lokalen Gemeinschaften ein Anteil an den Auswirkungen. Langfristig I - Potenziell ● ● ○ Code of Conduct; Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Nachhaltigkeits- richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S3-AC-IRO-3] Geschäftschancen für lokale Gemeinschaften Unterstützung der lokalen Beschäftigungs- und Geschäftsentwicklung über Geschäftsinitiativen von OMV, was zu greifbar positiven Ergebnissen für lokale Gemeinschaften führt Die Unterstützung der Entwicklung lokaler Gemeinschaften führt zu einer respekt- und vertrauensvollen Beziehung und wirkt sich positiv auf die Menschen aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da vertrauensvolle Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften dazu beitragen, ein förderliches Betriebsumfeld zu schaffen. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu lokalen Gemeinschaften ein Anteil an den Auswirkungen Kurzfristig, mittelfristig I + Tatsächlich und potenziell ● ● ○ Code of Conduct; Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Nachhaltigkeits- richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S3-AC-IRO-4] Bürgerrechte und politische Rechte von Gemeinschaften Förderung und Unterstützung der Achtung des Rechts auf Protest und der Möglichkeit der freien Meinungsäußerung bei gleichzeitiger Umsetzung einer Richtlinie zu nicht tödlichen Waffen und eines Modells zur abgestuften Reaktion bei Anwendung von Gewalt Die Achtung der Bürgerrechte und politischen Rechte von Gemeinschaften führt zu einer respekt- und vertrauensvollen Beziehung, was sich positiv auf die Menschen auswirkt. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da vertrauensvolle Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften dazu beitragen, ein förderliches Betriebsumfeld zu schaffen. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu lokalen Gemeinschaften ein Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I + Tatsächlich ● ● ○ Code of Conduct; Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Nachhaltigkeits- richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S3-AC-IRO-5] Beeinträchtigung des kulturellen Erbes Potenzielle Beeinträchtigungen von Kulturerbestätten indigener Völker und anderer Gemeinschaften infolge der Geschäftsentwicklung könnten nachteilige Auswirkungen auf die Erhaltung des lokalen kulturellen Erbes und seiner materiellen und immateriellen Werte haben (z. B. Beschädigung, Beeinträchtigung, Zugangsbeschränkungen). (NaDiVeG-Zuordnung: Menschenrechts-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Die Beeinträchtigung des kulturellen Erbes kann den Aufbau von respekt- und vertrauensvollen Beziehungen beeinträchtigen und sich negativ auf die Menschen auswirken. Die potenziellen Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da vertrauensvolle Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften dazu beitragen, ein förderliches Betriebsumfeld zu schaffen und Rufschädigungen zu vermeiden. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu lokalen Gemeinschaften ein Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I - Potenziell ● ○ ○ Code of Conduct; Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Nachhaltigkeits- richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen [S3-AC-IRO-6] Begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten Wenn lokale Gemeinschaften keine Beschäftigungsmöglichkeiten erhalten, da die erforderlichen Qualifikationen nicht ermittelt oder erworben werden können, kann dies zu unerschwinglichem Wohnraum, unzureichenden Transportmöglichkeiten oder fehlendem Zugang zu Arbeitsplätzen führen. Begrenzte Beschäftigungsmöglichkeiten oder eine begrenzte Entwicklung der Gemeinschaft wirken sich negativ auf die Menschen aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da die Förderung der Entwicklung lokaler Gemeinschaften und die Bereitstellung von Beschäftigungsmöglichkeiten dazu beitragen, ein förderliches Betriebsumfeld zu schaffen. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu lokalen Gemeinschaften ein Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig und mittelfristig I - Tatsächlich ● ● ○ Code of Conduct; Menschenrechts-Grundsatz- erklärung; Nachhaltigkeits- richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen Mit G1 Unternehmensführung verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [G1-BE-IRO-1] Integrität, ethische und transparente Geschäfte Positives Arbeitsumfeld durch Förderung von Integrität, ethischen Praktiken und Transparenz im Geschäftsumfeld (NaDiVeG-Zuordnung: Korruptionspräventionsbelange) Mittelfristig O ○ ● ○ Code of Conduct; Ethics & Integrity Policy Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [G1-BE-IRO-2] Schutz von Hinweisgeber:innen (Whistleblowers) Förderung eines integren, ethischen und transparenten Geschäftsumfelds durch sicheres, zugängliches Whistleblowing Mechanismen zum Schutz von Hinweisgeber:innen helfen dabei, illegale oder unethische Praktiken, die sich auf Mensch und Umwelt auswirken, aufzudecken, zu melden, zu untersuchen und zu verhindern. Diese Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell und der Strategie von OMV, indem Integrität und Transparenz als grundlegende Basis für nachhaltige Geschäftsaktivitäten sichergestellt werden. OMV hat aufgrund seiner Geschäftsbeziehungen und Aktivitäten, einschließlich des Schutzes vor jeder Form von Vergeltung innerhalb von OMV, einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I + Tatsächlich ○ ● ○ Code of Business Ethics; Whistleblowing-Richtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [G1-BE-IRO-3] Unternehmenskultur Durch seine Unternehmenskultur bleibt OMV ein starker Arbeitgeber in der Branche, der eine gesetzeskonforme und ethische Unternehmenskultur fördert und ein positives Arbeitsumfeld und Arbeitsplätze bietet. (NaDiVeG-Zuordnung: Korruptionspräventionsbelange) Eine starke Unternehmenskultur wirkt sich positiv auf die Arbeitnehmer:innen aus und führt zu einer besseren Weiterbeschäftigung und stärkeren Arbeitnehmerbindung sowie zur Gewinnung von Talenten. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da der Aufbau und die Bindung talentierter und qualifizierter Arbeitnehmer:innen als Schlüssel für den Erfolg des Unternehmens angesehen wird. OMV hat durch seine Aktivitäten in Form von Initiativen und Feedback-Mechanismen, Schulungsprogrammen und internen Kommunikationskanälen (Intranet) einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I + Tatsächlich und potenziell ○ ● ○ Code of Conduct; Code of Business Ethics; Ethics & Integrity Policy Unterliegt der ESRS-Angabepflicht G1: Unternehmensführung | Korruption und Bestechung (nur Borealis): Für weitere Details zu den Borealis IROs siehe den Borealis Group Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nichtfinanzieller Bericht Korruptions- und Bestechungsfälle in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette Die wirtschaftliche Entwicklung wird behindert, Institutionen werden untergraben, die Rechtsstaatlichkeit ist beeinträchtigt, die Gesellschaft hat kein Vertrauen in ihre Regierungen und Institutionen und die soziale Ungleichheit, die soziale und wirtschaftliche Instabilität und die Not nehmen zu. Korruptions- und Bestechungsfälle können aufgrund der zunehmenden Verstöße gegen rechtmäßige Geschäftspraktiken negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Die potenziellen Auswirkungen sind aufgrund potenzieller Rufschädigungen mit der Strategie von Borealis verbunden. Borealis hat durch Geschäftsbeziehungen mit Lieferant:innen und Aktivitäten in Form von Präqualifizierungsverfahren für Lieferant:innen, durch Untersuchungen potenzieller Verstöße, durch Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht (einschließlich der Überprüfung von Geschäftspartner:innen auf Sanktionen), Beobachtungslisten und negative Medienberichte einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I - Potenziell ● ○ ● Borealis Ethikrichtlinie für Geschäftspartner Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Eine solide Kultur der Korruptions- und Bestechungsbekämpfung ist vorhanden, und die Rechtsvorschriften werden durchgesetzt. Förderung des Vertrauens der Gesellschaft in ihre Institutionen, soziale Gerechtigkeit, gerechte Verteilung des Wohlstands, wirtschaftliches und soziales Wohlergehen Die Förderung einer Kultur der Korruptions- und Bestechungsbekämpfung kann sich durch die Aufrechterhaltung rechtmäßiger Geschäftspraktiken positiv auf Mensch und Umwelt auswirken. Die potenziellen Auswirkungen sind durch die Wahrung des Ansehens des Unternehmens mit der Strategie von Borealis verbunden. Borealis hat durch Geschäftsbeziehungen mit Lieferant:innen und Aktivitäten wie spezifische E-Learnings und Schulungen zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung sowie Zertifizierungen und Überwachung von Vertragsbestimmungen einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I + Potenziell ● ○ ○ Borealis Ethikrichtlinie für Geschäftspartner Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Eine starke Kultur der angewandten Ethik mit klaren Richtlinien, Verfahren und wirksamen Instrumenten ist vorhanden. Minderung von Korruptions- und Bestechungsrisiken, Stärkung der Reputation von Borealis, Erhöhung des Vertrauens von Lieferant:innen und Arbeitnehmer:innen in den Umgang mit unethischen Angeboten, Verbesserung der Rechtskonformität, Vermeidung von finanziellen und Reputationsschäden und Förderung vertrauensvoller Beziehungen zu Geschäftspartner:innen Kurzfristig O ○ ● ○ Borealis Ethikrichtlinie Unterliegt der ESRS-Angabepflicht Mit G1 Lieferantenbeziehungen verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS (G1-SR-IRO-1) Hoher Geschäftsstandard Ein ethisches und transparentes Geschäftsumfeld, gestützt auf strenge interne Vorschriften in Bezug auf Geschäftsstandards, das sowohl den Menschen als auch der Umwelt zugutekommt Prozesse zur Einbindung der Lieferkette (z. B. Code of Conduct, Allgemeine Einkaufsbedingungen, ESG-Audits, Community-Beschwerdemechanismen) führen zu positiven Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Die Auswirkungen sind mit dem Geschäftsmodell von OMV durch interne Regelungen betreffend den Geschäftsstandard verbunden. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I + Tatsächlich ● ○ ○ Konzernweite Beschaffungsrichtlinie Purchase to Pay-Standard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen (G1-SR-IRO-2) Bewusstseinsbildung für Nachhaltigkeit bei Lieferant:innen Einbeziehung von Lieferant:innen/Geschäftspartner:innen, um eine gute Unternehmenskultur zu etablieren und zu entwickeln und diese bei den Geschäftspartner:innen kontinuierlich zu fördern ESG-Lieferantenbewertungen führen zu positiven Auswirkungen auf die Unternehmenskultur in der Lieferkette. Potenziell können sie zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen/der Lebensqualität der Arbeitnehmer:innen in der Lieferkette in Ländern mit niedrigeren Standards als in Österreich/der EU führen. Die Auswirkungen sind mit dem Geschäftsmodell und der Strategie von OMV durch die Zusammenarbeit mit Lieferant:innen verbunden. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I + Tatsächlich und potenziell ● ○ ○ Konzernweite Beschaffungsrichtlinie Purchase to Pay-Standard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht [G1-SR-IRO-3] Abhängigkeit und wirtschaftliche Instabilität von Geschäftspartner:innen Wirtschaftliche Instabilität von Geschäftspartner:innen aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von OMV Zahlungen (NaDiVeG-Zuordnung: Sozialbelange) Potenzielle negative Auswirkungen aufgrund von Zahlungsverzug können zu Abhängigkeit und anschließender wirtschaftlicher Instabilität von Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen führen. Die Auswirkungen sind mit dem Geschäftsmodell und der Strategie von OMV durch die Zusammenarbeit mit Lieferant:innen verbunden. OMV hat durch seine Geschäftsbeziehungen zu Lieferant:innen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I - Tatsächlich ● ○ ○ Konzernweite Beschaffungsrichtlinie Purchase to Pay-Standard Unterliegt der ESRS-Angabepflicht und unternehmensspezifische Offenlegungen Unternehmensspezifisch: Mit G1 Cybersicherheit verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungs- kette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [G1-CS-IRO-1] Potenzieller fortgeschrittener Cyberangriff Ein potenzieller fortgeschrittener Cyberangriff zielt auf die konvergenten IT/OT-Systeme ab und könnte Fehlfunktionen und Unterbrechungen bei wichtigen Prozesssteuerungen der Anlagen zur Folge haben. Dies kann zu falschen Informationen über die Parameter von Produktionsprozessen führen und eine Kettenreaktion auslösen, die in physischen Störfällen mit Auswirkungen auf die Umwelt resultieren kann, wie beispielsweise Bränden, Gaslecks oder Ölaustritten. Je nach der zugrunde liegenden Software könnte der Angriffsvektor auch Systeme treffen, auf denen Daten gespeichert sind, die als vertraulich und geheim eingestuft sind, was wiederum zu einem Datenleck führen könnte. (NaDiVeG-Zuordnung: Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange) Die Unterbrechung wichtiger Prozessleitsysteme in Anlagen kann negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Die potenziellen Auswirkungen hängen mit dem Geschäftsmodell von OMV zusammen, da es zu Betriebsstörungen kommen kann, die zu finanziellen Kosten und Reputationsverlust führen können. OMV hat durch seine Aktivitäten, die sensible Tätigkeiten und Infrastrukturen betreffen, einen Anteil an den Auswirkungen. Kurzfristig I - Potenziell ● ● ○ IT/OT-Sicherheitsrichtlinie; Datenschutzrichtlinie Abgedeckt durch unternehmens spezifische Offenlegungs anforderung [G1-CS-IRO-2] Ausgereiftes Informationssicherheitsmanagementsystem Ein ausgereiftes Informationssicherheitsmanagementsystem erhöht die Sicherheit personenbezogener Daten und schützt das Recht auf Privatsphäre. Der Schutz personenbezogener Daten und der Rechte auf Privatsphäre durch den Einsatz ausgereifter Systeme kann sich positiv auf Menschen auswirken. Die potenziellen Auswirkungen sind durch interne Datenverwaltungsvorschriften mit dem Geschäftsmodell und der Strategie von OMV verbunden. OMV hat durch seine Aktivitäten, bei denen personenbezogene Daten von Arbeitnehmer:innen, Kund:innen und Interessenträger:innen gespeichert werden, einen Anteil an den Auswirkungen Kurzfristig I + Potenziell ○ ● ● IT/OT-Sicherheitsrichtlinie; Datenschutzrichtlinie Abgedeckt durch unternehmens- spezifische Offenlegungs- anforderung Unternehmensspezifisch: Mit G1 wirtschaftlichen Auswirkungen verbundene wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen gemäß OMV Wesentlichkeitsanalyse 2024 [SBM-3.48a] [SBM-3.48c-i, 48c-ii, 48c-iii, 48c-iv] [SBM-3-48h] Beschreibung [SBM-3.48a] Weitere Einzelheiten [SBM-3.48c-i] [SBM-3.48c-ii] [SBM-3.48c-iv] Zeithorizont [SBM- 3.48c-iii] IRO -/+ Tatsächlich/ potenziell Wertschöpfungskette Relevante Richtlinien Art der Angabe US OO DS [G1-EI-IRO-1] Aufwertungspotenzial durch den Beitrag von OMV zur lokalen Wirtschaft Neue Geschäftsmöglichkeiten, die durch den aktiven Beitrag von OMV zur lokalen Wirtschaft entstehen könnten Kurzfristig O ○ ● ● Steuerrichtlinie Abgedeckt durch unternehmens- spezifische Offenlegungs- anforderung [G1-EI-IRO-2] Positiver Beitrag zur lokalen Wirtschaft Positive Auswirkungen auf Investitionen in die Gemeinschaft durch den Beitrag von OMV zur lokalen Wirtschaft Investitionen in die Entwicklung von Gemeinschaften stärken die lokale Wirtschaft und wirken sich positiv auf die Menschen aus. Die Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit der Strategie von OMV, da eine gerechte Verteilung des wirtschaftlichen Werts nachhaltige Geschäftsbeziehungen unterstützt, was wiederum die Umsetzung der Strategie erleichtert. OMV hat durch seine Programme für Community-Investitionen sowie durch seine Geschäftsbeziehungen mit lokalen Lieferant:innen einen Anteil an den Auswirkungen . Mittelfristig I + Tatsächlich und potenziell ● ● ○ Steuerrichtlinie Abgedeckt durch unternehmens- spezifische Offenlegungs- anforderung [G1-EI-IRO-3] Geringerer Beitrag zu Gemeinschaften Geringere Beiträge zu Gemeinschaften, die sich aus der geringeren Zahlung von lokalen Steuern und Abgaben in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs ergeben Ein geringeres Einkommen der Gemeinschaft kann zu geringeren öffentlichen Ausgaben führen und die Entwicklung der Gemeinschaft beeinträchtigen und sich somit negativ auf Menschen und Umwelt auswirken. Die potenziellen Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von OMV, das möglicherweise wirtschaftlichen Abschwüngen ausgesetzt sein könnte. OMV hat durch seine Aktivitäten, einschließlich der Zahlung von Steuern, Abgaben und Gebühren, einen Anteil an den Auswirkungen. Mittelfristig I - Potenziell ○ ● ○ Steuerrichtlinie Abgedeckt durch unternehmens- spezifische Offenlegungs- anforderung [G1-EI-IRO-4] Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit Höhere Steuern aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit sowie regulatorischer Änderungen Kurzfristig R ○ ● ○ UWRM Abgedeckt durch unternehmens- spezifische Offenlegungs- anforderung [G1-EI-IRO-5] Reputationsverlust durch geringere Verteilung des wirtschaftlichen Werts OMV verpasst Chancen und erleidet Reputationsverluste aufgrund geringerer Beiträge für Gemeinschaften und Investor:innen (z. B. geringere Zahlungen an lokale Haushalte). Kurzfristig R ○ ● ○ UWRM Abgedeckt durch unternehmens- spezifische Offenlegungs- anforderung IRO-1 Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen [ESRS 2-IRO-1.53a] Unsere Wesentlichkeitsanalyse hilft uns, wichtige ESG-Themen und wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen zu ermitteln und nach Prioritäten einzustufen. Damit stellen wir sicher, dass unsere ESG-Strategie mit den Erwartungen von Interessenträger:innen und externen Anforderungen im Einklang steht. Im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse im Jahr 2024 wurden zum Abgleich mit den ESRS Änderungen an unseren wesentlichen Themen vorgenommen. Unter anderem wurden Themen bzw. Unterthemen umgruppiert oder umbenannt, und es kamen neue Themen bzw. Unterthemen wie „Sonstige arbeitsbezogene Rechte“ und „Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette“ hinzu. Ausgehend von den mit der Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen wurde festgelegt, dass neun der zehn in den ESRS dargelegten Nachhaltigkeitsthemen für OMV als wesentlich angesehen werden. Darüber hinaus wurden unternehmensspezifische Themen wie Prozesssicherheit, Cybersicherheit und wirtschaftliche Auswirkungen für wesentlich befunden. Die ESRS-Unterthemen Anpassung an den Klimawandel sowie Korruption und Bestechung sind für OMV nicht wesentlich, wohl aber für die OMV Tochter Borealis. Mehr über diese Unterthemen finden Sie in den Themenkapiteln E1 und G1. [ESRS 2-IRO-1.53a] Die Wesentlichkeitsanalyse wurde auf Konzernebene durchgeführt, wobei ähnlich wie beim Jahresabschluss des Unternehmens alle voll konsolidierten Gesellschaften einbezogen wurden. Um einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen zu erhalten, wurde die Wesentlichkeitsanalyse in fünf Schritten durchgeführt, wobei Auswirkungen, Risiken, Chancen und Erwartungen der Interessenträger:innen berücksichtigt wurden. Zunächst wurde eine lange Liste von Themen aus den ESRS‑, GRI‑ und SASB-Branchenstandards erstellt, wobei nicht relevante Themen nach Rücksprache mit Fachexpert:innen ausgeschlossen wurden. Als Nächstes wurden Expertenbefragungen durchgeführt, um Auswirkungen, Risiken und Chancen zu verschiedenen Themen und Unterthemen zu ermitteln und zu formulieren. In einem dritten Schritt wurden zehn interne und externe Interessengruppen (darunter Arbeitnehmer:innen, Kund:innen, Lieferant:innen, Kapitalmarktteilnehmer:innen, NGOs, Behörden, Gemeinschaften, Verbände, Medien und Wissenschaft/Forschung) im Rahmen einer Konsultation gefragt, welche Nachhaltigkeitsthemen für sie besonders wichtig sind. Die Ergebnisse dieser Konsultation bestätigten die Einschätzung der Expert:innen und wurden entsprechend berücksichtigt. Im vierten Schritt wurden die für die verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen in eigenen Workshops von Fachexpert:innen bewertet und beurteilt, um die Wesentlichkeit der Auswirkungen und die finanzielle Wesentlichkeit zu bestimmen. Schließlich wurden die Themen anhand des festgelegten Schwellenwerts und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der vorangegangenen Schritte nach Prioritäten geordnet. Dieser Prozess beinhaltete eine übergreifende Bewertung der Wertschöpfungskette, um potenzielle Auswirkungen, Risiken oder Chancen zu ermitteln, die sich in den Geschäftsbereichen und der Wertschöpfungskette von OMV ergeben könnten. Jede Auswirkung, jedes Risiko und jede Chance steht im Zusammenhang mit mindestens einem OMV Geschäftsbereich (Energy, Fuels & Feedstock, Chemicals) und den entsprechenden Stufen der Wertschöpfungskette. Zu den von uns herangezogenen Ressourcen gehörten interne Daten (z. B. Datenerhebung: quantitative Datenberichte, qualitative Berichte, interne Vorschriften), Daten von Dritten, Einschätzungen interner Fachexpert:innen und Konsultationen von Interessenträger:innen mittels einer Onlineumfrage, um die Bewertungen der Fachexpert:innen zu validieren und entsprechend zu berücksichtigen. [ESRS 2-IRO-1.53b-i] Die Wesentlichkeitsanalyse wurde für alle drei OMV Geschäftsbereiche – Chemicals, Fuels & Feedstock und Energy – durchgeführt, einschließlich der Wertschöpfungskette gemäß ESRS 2-SBM-1.42c. Die geografische Präsenz der OMV Geschäftsbereiche erstreckt sich über Europa, den Mittleren Osten, Nordamerika und Asien. OMV priorisiert Hochrisikogebiete, einschließlich Regionen mit strengen gesetzlichen Auflagen oder sensiblen Ökosystemen, und überwacht die Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Rohstoffgewinnung und -veredelung genau. [ESRS 2-IRO-1.53d] Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse wurden im Sustainability Coordination Forum präsentiert, mit dem Senior Management diskutiert und schließlich genehmigt. Die endgültigen Ergebnisse wurden vom OMV Vorstand genehmigt. Der Prozess der Nachhaltigkeitsberichterstattung, der durch die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse geprägt ist, wird durch die Nachhaltigkeitsrichtlinie und den Prozess „Manage Sustainability Reporting“ geregelt. Sowohl die Richtlinie als auch der Prozess sind wesentliche Bestandteile des allgemeinen Management-Frameworks von OMV. Die Nachhaltigkeitserklärung, die im OMV Geschäftsbericht enthalten ist, wird vom OMV Vorstand und dem Aufsichtsrat genehmigt. ESG-Themen werden auch in die Entscheidungsprozesse bei Investitionen integriert, um diese mit den Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen. Die Anträge an den Vorstand für Investitionsentscheidungen enthalten Kernelemente betreffend Umwelt und Gesellschaft (Environmental and Social; E&S). Diese Elemente umfassen eine breite Palette von Faktoren, die sicherstellen, dass negative Auswirkungen und Risiken adressiert werden. Gleichzeitig bekräftigen sie das Engagement von OMV, positive Beiträge zu leisten. [ESRS 2-IRO-1.53b, 53b-iv] Die „Inside-Out“-Auswirkungen beziehen sich auf die positiven oder negativen Auswirkungen der regulären Geschäftstätigkeit von OMV oder auf ungeplante Ereignisse mit Auswirkungen auf die Umwelt (Luft, Wasser, Boden, Ressourcen, Biodiversität) oder die Menschen (Gesundheit, Sicherheit, sozioökonomische Entwicklung und Gerechtigkeit, Arbeitnehmer:innen, Menschenrechte). Die Auswirkungen wurden für alle Tätigkeiten und Geschäftsbeziehungen des Unternehmens anhand folgender Kriterien bewertet: Ausmaß (Schwere der Auswirkung), Umfang (Tragweite), Behebbarkeit (Möglichkeit und Ausmaß dessen, wie die Umwelt oder die betroffenen Menschen in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden können) und Wahrscheinlichkeit (potenzielle Auswirkungen), wobei alle auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet wurden. Darüber hinaus wurden auch mögliche Auswirkungen auf die Menschenrechte berücksichtigt. Negative Auswirkungen wurden nach ihrem Schweregrad (Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit der Auswirkungen) und Wahrscheinlichkeit bewertet. Positive Auswirkungen wurden nach Ausmaß, Umfang und Wahrscheinlichkeit bewertet. Bei einer potenziellen negativen Auswirkung auf die Menschenrechte hatte der Schweregrad Vorrang vor der Wahrscheinlichkeit. Bei der Bewertung wurden sowohl positive als auch negative Auswirkungen und deren Zeithorizonte berücksichtigt. Für Umweltthemen wurde aufgrund der Verfügbarkeit fundierter Daten ein von der EFRAG empfohlener Schwellenwert für Auswirkungen von 8 angesetzt. Für die Bereiche Soziales und Governance wählte OMV einen Schwellenwert von 5, um eine umfassende Beaufsichtigung zu gewährleisten. [ESRS 2-IRO-1.53b-ii] OMV evaluiert Auswirkungen, die sich aus seinen eigenen Tätigkeiten ergeben, wie in IRO 1.53a beschrieben (z. B. Datenerhebung: quantitative Datenberichte, qualitative Berichte, interne Vorschriften, Einschätzungen interner Fachexpert:innen), und solche, die sich aus seinen Geschäftsbeziehungen ergeben. Bei Geschäftsbeziehungen prüft OMV Partner:innen und Lieferant:innen, um die Wahrung ethischer Praktiken und die Einhaltung von Menschenrechtsstandards sicherzustellen. Regelmäßige Bewertungen und Audits helfen dabei, potenzielle Risiken sowohl für unsere eigenen Tätigkeiten als auch für unsere Geschäftsbeziehungen zu identifizieren und in Angriff zu nehmen. Dieser ganzheitliche Ansatz gewährleistet verantwortungsvolle Praktiken in der gesamten Wertschöpfungskette von OMV, fördert die Nachhaltigkeit und minimiert nachteilige Auswirkungen auf Gemeinschaften und die Umwelt. [ESRS 2-IRO-1.53b-iii] Wie oben ausführlicher beschrieben. OMV konsultierte interne und externe Interessenträger:innen mittels einer Onlineumfrage im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse. Die Bewertung der Wesentlichkeit erfolgte nach einem Top-down-Ansatz und stützte sich hauptsächlich auf die Expertise und das Wissen von Fachexpert:innen. [ESRS 2-IRO-1.53c-ii] Die OMV Definition von „Risiko“ (Outside-In-Perspektive) stellt die Unsicherheit in Bezug auf die OMV Ziele dar, gemessen an der Wahrscheinlichkeit oder Häufigkeit eines Ereignisses und dessen Folgen, was in Chancen (Upside) oder Gefährdungen (Downside) resultieren kann. Die ermittelten Risiken und Chancen beziehen sich auf mögliche zukünftige Ereignisse, die sich über verschiedene Zeithorizonte hinweg negativ oder positiv auf die Ziele von OMV auswirken könnten. Dabei wurden Abhängigkeiten von natürlichen, personellen und sozialen Ressourcen berücksichtigt, wie etwa Vorschriften in Bezug auf Emissionen, Energieeffizienz und den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix, was zu einem Rückgang der Produktion fossiler Brennstoffe und zu Verlusten bei Umsatz bzw. Ertrag führen könnte. Die Risiken und Chancen wurden anhand der folgenden Kriterien bewertet: Ausmaß der finanziellen Auswirkungen (auf einer Skala von 0-keine bis 3-hoch) und Eintrittswahrscheinlichkeit (auf einer Skala von 0-nie bis 5-ganz sicher). Je nach Bedarf wurden bei der Bewertung Expert:innen für Risikomanagement konsultiert. Für die finanzielle Wesentlichkeit wurde ein Schwellenwert von 1,5 festgelegt. Damit werden finanzielle Auswirkungen im hohen und oberen Bereich des Mittelwerts als wesentlich einstuft. Das OMV Risikouniversum („Risk Universe“) wurde angepasst, um das gesamte Spektrum der ESG-bezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu erfassen, die sich in unterschiedlicher Form manifestieren und von Jahr zu Jahr ändern können. Das OMV Risikouniversum wird jährlich nach Maßgabe der Konzernanforderungen überprüft. Der strategische Top-down-Risikomanagementprozess zur Bewertung und Steuerung von mit der OMV Strategie verbundenen Risiken wird jährlich durchgeführt. Dabei werden interne und externe Zusammenhänge berücksichtigt, um den Wert für Aktionär:innen und Interessenträger:innen zu erhalten. Dieser Prozess umfasst langfristige Risikobewertungen und Chancen, die als Teil des strategischen Risikoprofils von OMV anerkannt sind und mithilfe von Szenario-Modellen oder in Gesprächen mit dem Topmanagement identifiziert werden. Dieser Prozess wird durch einen Bottom-up-Ansatz zur Steuerung operationeller mittelfristiger Risiken ergänzt. Der Fokus liegt dabei auf geschäftlichen Unsicherheiten auf Ebene der Tochtergesellschaften und daraus resultierenden Unsicherheiten im Hinblick auf mittelfristige Planziele. Potenzielle Risiken werden mit den Risiken verknüpft, die gemäß dem unternehmensweiten Risikomanagement-(EWRM-)Prozess bewertet werden. Alle relevanten Risiken werden zweimal jährlich in einem zentralen Repository, dem Active Risk Management System (ARMS), erfasst und dokumentiert und dem Topmanagement berichtet. [ESRS 2-IRO-1.53c-i] [S1-AR 45] Das Verständnis des Zusammenhangs zwischen Auswirkungen, Abhängigkeiten und Risiken ist für ein wirksames Risikomanagement von wesentlicher Bedeutung. Im Zuge der Bewertung der Risiken erfolgte eine Evaluierung der potenziellen Auswirkungen auf verschiedene Aspekte von OMV und des Umfelds, in dem OMV agiert, wie zum Beispiel finanzielle, operative oder strategische Aspekte. Auf der anderen Seite können Abhängigkeiten die Wahrscheinlichkeit und den Schweregrad von Risiken beeinflussen und werden daher im Hinblick auf die finanzielle Wesentlichkeit berücksichtigt. Das Verständnis dieser Abhängigkeiten hilft somit bei der Ermittlung potenzieller Schwachstellen und ihrer Kaskadeneffekte durch die Risikoereignisse, wobei interne und externe Entwicklungen (künftige Anforderungen des Arbeitsmarkts) berücksichtigt werden. [ESRS 2-IRO-1.53c-iii] ESG-Risiken sind Teil des OMV Risikouniversums und werden wie jede andere Art von Risiken nach Prioritäten eingeteilt. Dazu werden die potenziellen Auswirkungen und die Wahrscheinlichkeit evaluiert, um festzustellen, welche Risiken am meisten Aufmerksamkeit erfordern. Bei der Bewertung der Wesentlichkeit werden vorhandene Daten zu Risiken und Chancen, frühere Vorfälle, die Einbeziehung von Interessenträger:innen, Audits und nachhaltige Praktiken herangezogen, um wesentliche Themen und miteinander verknüpfte Abhängigkeiten zu ermitteln. Dieser integrierte Ansatz stellt sicher, dass nachhaltigkeitsbezogene Risiken neben anderen Risiken priorisiert werden, um eine fundierte Entscheidungsfindung und eine belastbare Strategieumsetzung zu unterstützen. Siehe dazu auch Steuerung der Nachhaltigkeit. [ESRS 2-IRO-1.53e] Der Prozess zur Ermittlung, Bewertung und zum Management von Auswirkungen und Risiken ist in das allgemeine Risikomanagementverfahren von OMV integriert und wird zur Bewertung des allgemeinen Risikoprofils und der Risikomanagementverfahren von OMV verwendet. Risiken sind potenzielle Ereignisse, die im Falle ihres Eintretens die Ziele von OMV beeinträchtigen sowie Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft haben können. Mehr über den Prozess finden Sie unter [ESRS 2-IRO-1.53c-i-ii]. [ESRS 2-IRO-1.53f] Das OMV Risikoprogramm beinhaltet zudem einen strukturierten Prozess für das Chancenmanagement, um Geschäftsmöglichkeiten in der gesamten Organisation aufzuzeigen und zur Reife zu bringen. OMV integriert diesen Prozess in die strategische Planung, in operative Überlegungen und Investitionsentscheidungen. Funktionsübergreifende Teams arbeiten zusammen, um potenzielle Chancen zu ermitteln und ihre Machbarkeit und Vereinbarkeit mit den Unternehmenszielen zu bewerten. Dieser ganzheitliche Ansatz versetzt OMV in die Lage, wertsteigernde Chancen proaktiv zu nutzen, um so das nachhaltige Wachstum und die langfristige Widerstandsfähigkeit des Unternehmens zu unterstützen. [ESRS 2-IRO-1.53g] Die Informationen stammten aus internen Berichten, aus Feedback aus Community-Beschwerdemechanismen und aus operativen Daten. Auch Drittdaten wurden während der Wesentlichkeitsanalyse verwendet. Diese Informationen stammten in erster Linie aus der bereits vorhandenen Berichterstattung zu ESG-Themen und aus Workshops mit Fachexpert:innen, die mit ESG-Management befasst sind. Darüber hinaus wurden Standards wie GRI und SASB geprüft, um die Bewertung der Wesentlichkeit hinsichtlich sektorspezifischer Auswirkungen zu unterstützen. Auch externe und interne Interessenträger:innen wurden in die Bewertung einbezogen. Jedes Segment der Wertschöpfungskette (vorgelagert, eigene Tätigkeiten, nachgelagert) wurde gründlich evaluiert. [ESRS 2-IRO-1.53h] In den vergangenen Berichtsjahren stützten wir uns zur Bestimmung der nachhaltigkeitsbezogenen Wesentlichkeit für OMV auf das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) und die Angaben der GRI. In Vorbereitung auf die CSRD-konforme Berichterstattung führte OMV im Jahr 2023 eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse gemäß den ESRS-Anforderungen durch, die 2024 gründlich überprüft wurde. OMV beabsichtigt, die Wesentlichkeitsanalyse zumindest alle drei Jahre oder bei signifikanten Veränderungen im Geschäfts- oder Marktumfeld zu wiederholen. E1 Klimawandel [E1-IRO-1.20a], [E1-IRO-1.21], [E1-IRO-1.AR 11a] Die Bewertung der klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse erfolgte nach dem unter dem Datenpunkt ESRS 2-IRO-1.53a beschriebenen mehrstufigen Prozess. Die Folgenabschätzung wurde von der Abteilung Group Sustainability durchgeführt, die für die THG-Bilanzierung und die THG‑Berichterstattung sowie die Steuerung von Nachhaltigkeitsrisiken zuständig ist. Unter Einbeziehung von Experteneinschätzungen und internen qualitativen und quantitativen Berichten prüften unsere Sachverständigen die Aktivitäten und Pläne (nach kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizonten), um potenzielle und künftige klimawandel- und energiebezogene Auswirkungen zu ermitteln. Die Risiken und Chancen wurden nach demselben Ansatz evaluiert. Dabei wurde die gesamte Wertschöpfungskette in die Bewertung einbezogen, um sowohl die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen als auch Risiken und Chancen zu identifizieren. [E1-IRO-1 AR 9a] Tatsächliche und potenzielle THG-Emissionsquellen wurden durch ein Screening der Aktivitäten und Pläne von OMV nur für die eigenen Tätigkeiten identifiziert, wie unter E1 beschrieben, zum Beispiel im Abschnitt Gebundene Emissionen. [E1-IRO-1.AR 9b] Die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf den Klimawandel wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse bewertet. Mehr dazu finden Sie unter >IRO-1-53a/b. [E1-IRO-1-.20b], [E1-IRO-1.21], [E1-IRO-1.AR 11c] Die Bewertung der physischen Klimarisiken erfolgt gemäß dem unternehmensweiten Risikomanagementprozess. Group Sustainability und Corporate Risk Management koordinieren gemeinsam eine umfassende Analyse dieser Risiken und konzentrieren sich dabei auf mehrere Schlüsselaspekte. Sie beginnen mit der Auswahl einer Liste der Risiken des Klimawandels, die für die geografischen Standorte der eigenen Geschäftsaktivitäten von OMV relevant sind. Als Basis dafür dient ihnen die Delegierte Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission. Als Nächstes bewerten sie die Spezifität und Kritikalität der Aktivitäten von OMV, um ein besseres Verständnis davon zu bekommen, wie sich die Risiken des Klimawandels auf diese auswirken könnten. Zusätzlich evaluieren sie die Lebensdauer der gefährdeten Vermögenswerte und Geschäftsbereiche. Daraufhin entwickeln sie den Ansatz für das Risikomanagement in dem Bewusstsein, dass sich die potenziellen Auswirkungen der klimawandelbedingten Risiken über die Zeit des Bestehens eines Geschäftsbereichs oder Vermögenswerts hinweg verändern können. Mit der Unterstützung eines externen Beratungsunternehmens, das über umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, modelliert OMV die relevanten physischen Klimarisiken unter besonderer Berücksichtigung von Überschwemmungen durch Oberflächengewässer und Flüsse, Überflutungen in Küstenzonen, Bodenbewegungen, extremem Wind, Wald- und Flächenbränden, Frost-Tau-Wechsel und extremer Hitze. Dieses Klimawandelmodell zeigt, wie sich ausgewählte klimabedingte Risiken im zeitlichen Verlauf entwickeln könnten, und quantifiziert die für das Anlagenportfolio möglicherweise zu erwartenden physischen Schäden. Der Schweregrad der Risiken wird mit dem Prozentsatz des Sachschadens für jede in die Analyse einbezogene Anlage abgebildet, um den potenziellen geschätzten finanziellen Verlust zu eruieren. Dabei werden die zur Darstellung der Anlagenspezifikationen von OMV herangezogenen standardisierten Grundmodelle berücksichtigt. Bei der Bewertung der physischen Risiken wird davon ausgegangen, dass sich der Wiederbeschaffungswert der gefährdeten Anlagen nicht wesentlich ändert. [E1‑IRO-1.AR 11c] Die potenzielle Exposition unserer Vermögenswerte gegenüber klimabedingten Gefahren wurde berücksichtigt. [E1-IRO-1.20b] Für die Lieferkette werden mögliche Gefährdungen durch klimabedingte physische Risiken anhand einer Reihe klimawandelbezogener Risikoindikatoren ermittelt. Diese werden den Lieferant:innen und ihren geografischen Standorten zugeordnet, wobei auf die Art der erbrachten Dienstleistungen und gelieferten Produkte Bezug genommen wird. [E1-IRO-1.20a, 20b], [E1-IRO-1.21], [E1-IRO-1.AR 11a, 11b] Für 2024 deutet das Ergebnis der Bewertung der physischen Risiken darauf hin, dass die analysierten Anlagen bis zur Mitte des Jahrhunderts weitgehend nicht von Naturgefahren betroffen sein werden. Bis zum Jahr 2030 ist es nicht erforderlich, die analysierten Anlagen von OMV an unvermeidbare Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Dies bestätigt, dass das OMV-Portfolio in Bezug auf Strategie und Geschäftsmodell unter kurz-, mittel- und langfristigen Zeithorizonten bis 2030 klimaresilient ist. [E1-IRO-1.21], [E1-IRO-1.AR 11d] Häufigkeit und Schweregrad von Naturgefahren wurden anhand der folgenden repräsentativen Konzentrationspfade (Representative Concentration Pathways; RCPs) gemäß IPCC ermittelt: RCP 8.5, ein Business-as-Usual-Szenario mit sehr hohen Emissionen, und RCP 4.5, ein mittleres Emissionsszenario, bei dem die globalen Emissionen um 2040 ihren Höchststand erreichen und dann sinken, wodurch sich die Treibhausgaskonzentration bis 2100 stabilisiert. Darüber hinaus führt OMV jedes Jahr eine robuste Vulnerabilitätsbewertung der physischen Klimarisiken in Übereinstimmung mit der EU-Taxonomie durch. Die taxonomiekonformen Tätigkeiten werden auf der Basis ihrer wirtschaftlichen Spezifika und ihrer geografischen Standorte anhand einer Reihe von Indizes geprüft, die speziell darauf abzielen, ein solides Verständnis der Veränderungen der künftigen Umweltbedingungen für die jeweilige wirtschaftliche Aktivität zu vermitteln. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >EU Taxonomie. [E1-IRO-1.20b], [E1-IRO-1.AR 12a-12c] OMV führt eine strategische Risikomanagementanalyse unter Verwendung der Risikoszenarien durch, um die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Tempo der Energiewende zu verstehen, die sich auf die Strategie und das Geschäftsmodell von OMV auswirken könnten. Die wichtigsten klimabezogenen Risiken und Chancen (Übergang und physisch) werden von OMV in der strategischen Planung oder im Risikomanagementprozess berücksichtigt, um potenzielle finanzielle Folgen zu ermitteln. [E1-IRO-1.20c], [E1-IRO-1.AR 12a-12b] Die Übergangsrisiken und -chancen werden über kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte bewertet, wie in den Grundlagen für die Erstellung [BP-2.9a] beschrieben, und im Kontext des Geschäftsmodells und der Strategie von OMV bewertet. Die Übergangsrisiken sind bereichsübergreifend und daher bereits durch den unternehmensweiten Risikomanagementprozess hinreichend abgedeckt. Dieser Prozess umfasst eine Reihe finanzieller, operativer und strategischer Maßnahmen, die mit dem Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft vorangetrieben werden. Die folgenden Arten von Übergangsrisiken und -chancen werden bewertet:  Regulatorische Risiken im Zusammenhang mit Richtlinien, die die Anpassung an den Klimawandel forcieren oder Maßnahmen einschränken, die zu den negativen Auswirkungen des Klimawandels beitragen (Herausforderungen bei der Anpassung der Wertschöpfungskette an regulatorische Änderungen)  Technologiebezogene Risiken bzw. Chancen, die potenzielle Vor- und Nachteile technologischer Verbesserungen oder Innovationen erfassen, die den Übergang zu einer CO2-ärmeren Zukunft unterstützen bzw. die Energieeffizienz steigern  Marktunsicherheiten unter besonderer Berücksichtigung von positiven oder negativen Marktveränderungen für bestimmte Rohstoffe, Produkte oder Dienstleistungen (z. B. CO2-Bepreisung, Nachfrage nach Öl- und Gasprodukten)  Reputationsrisiken, die durch verändertes Verbraucherverhalten, die Wahrnehmung des Beitrags von OMV zum Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft oder die Behinderung des Übergangs zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft entstehen [E1-IRO-1.AR 12c] Für Informationen zur Szenarioanalyse klimabedingter Übergangsrisiken verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2024, Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende. [E1-IRO-1 AR 12d] Informationen zu identifizierten Vermögenswerten und Geschäftstätigkeiten, die nicht mit dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft vereinbar sind oder erhebliche Anstrengungen erfordern, um mit dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft vereinbar zu sein, sind in Abschnitt E1 enthalten, z. B. im Abschnitt Gebundene Emissionen. [E1-IRO-1.AR 13a-13d] Informationen zur Analyse von Klimaszenarien sind in Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 im Geschäftsbericht 2024 enthalten. [E1-IRO-1 AR 15] Für weitere Informationen zu den Base-Case- und „Netto-Null-Emissionen bis 2050“-Annahmen verweisen wir auf die Anhangangabe 3 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 im Geschäftsbericht 2024. E2 Umweltverschmutzung [E2-IRO-1.11a] Zur Ermittlung der durch Umweltverschmutzung bedingten Auswirkungen, Risiken und Chancen von OMV prüften die OMV Umweltexpert:innen (die auch für die Berichterstattung im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung zuständig sind) im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse die OMV Geschäftsaktivitäten auf tatsächliche und potenzielle Umweltverschmutzungsaspekte für alle Dimensionen, das heißt Luft, Wasser und Boden. Der Screening-Prozess umfasste die Bewertung früherer Ereignisse und potenzieller künftiger Szenarien, um die Auswirkungen zu ermitteln. Für eine umfassende qualitative Top-down-Bewertung der Risiken, Auswirkungen und Chancen wurde der solide Rahmen für Umwelt-Governance von OMV herangezogen. Es wurden sowohl unternehmensspezifische Inputs als auch spezifische Inputs aus unseren Community-Feedback-Mechanismen berücksichtigt. In Anbetracht der Komplexität und der Wechselwirkungen von Umweltverschmutzungsbelangen erkennt OMV die Bedeutung einer strukturierten und systematischen Identifizierungs- und Bewertungsmethode an, wie etwa des von den ESRS vorgeschriebenen LEAP-Ansatzes (Locate, Evaluate, Assess, Prepare – Lokalisieren, Evaluieren, Bewerten, Vorbereiten). Bei der ersten ESRS-konformen Wesentlichkeitsanalyse im Jahr 2024 haben wir diesen systematischen Ansatz, der sich nach einer klaren Methodik richtet, noch nicht angewendet. Allerdings wurde parallel zur Wesentlichkeitsanalyse und zur Vorbereitung auf die Berichterstattung in einem eigenen Workstream mit der Entwicklung eines LEAP-Ansatzes begonnen, der in den kommenden Jahren für Belange im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung, Wasser und biologischer Vielfalt herangezogen werden soll. [E2-IRO-1.11b] Interne und externe Interessenträger:innen, einschließlich betroffener Gemeinschaften, wurden über ihre Stellvertretenden in den Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit einbezogen. [E2-IRO-1 AR 9a-9b] [E2-IRO-1.AR 3] Die Wesentlichkeitsanalyse erfolgte in erster Linie nach einer Top-down-Methode. Die Bewertung enthielt zwar keine detaillierten Informationen über bestimmte Standorte, stützte sich aber in hohem Maße auf die Expertise und das Wissen von Fachexpert:innen. Alle drei OMV Geschäftsbereiche sind mit den identifizierten wesentlichen IROs im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung verbunden. Beim Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit von Auswirkungen, Risiken und Chancen berücksichtigte OMV die in ESRS 2 IRO-1 und IRO-2 dargelegten Bestimmungen. [E2-IRO-1.AR 4a] Alle Unterthemen Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung wurden in die Wesentlichkeitsanalyse einbezogen und als wesentlich für OMV identifiziert. [E2-IRO-1.AR4b] Bei der Bewertung wurden keine Abhängigkeiten von Ökosystemen festgestellt, die möglicherweise dazu beitragen könnten, die mit Umweltverschmutzung zusammenhängenden Auswirkungen zu mindern E3 Wasser- und Meeresressourcen [E3-IRO 1.8a] Im Rahmen des Prozesses zur Bewertung der Wesentlichkeit prüften die Umweltexpert:innen von OMV die Geschäftsaktivitäten auf tatsächliche und potenzielle Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen. Die Auswirkungen, Risiken und Chancen wurden anhand eines soliden Rahmens für Umwelt-Governance bewertet. Dabei wurden Informationen aus den Geschäftsbereichen für die qualitative Bewertung nach dem Top-down-Ansatz berücksichtigt. Auch die Wertschöpfungskette wurde in die Evaluierung einbezogen. Zur Ermittlung von Aktivitäten, die für die Natur belastend sein können (z. B. Aktivitäten in Gebieten, die von Wasserknappheit oder Wasserstress bedroht sind), wurde der Water Stress Index von Verisk Maplecroft herangezogen, um den Zustand der Natur einschließlich der Wasserressourcen zu prüfen. Die bislang durchgeführten Risikobewertungen deuten für die meisten eigenen Tätigkeiten von OMV auf einen niedrigen bis mittleren Wasserrisikograd hin. Die Bewertung zur wissenschaftlichen Abgrenzung von Gebieten auf Grundlage des Wasserrisikos ist noch im Gange. Für weitere Analysen basierend auf dem LEAP-Ansatz (Locate, Evaluate, Assess, Prepare – Lokalisieren, Evaluieren, Bewerten, Vorbereiten) sollen auch noch andere Tools wie der Water Risk Filter des WWF und der Aqueduct Water Risk Atlas des World Resources Institute (WRI) herangezogen werden. [E3-IRO 1.8b] Interne und externe Interessenträger:innen, einschließlich Vertreter:innen betroffener Gemeinschaften, wurden über ihre Stellvertretenden durch die Onlineumfrage in die Wesentlichkeitsanalyse einbezogen. [E3‑IRO‑1.AR 3] Beim Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit von Auswirkungen, Risiken und Chancen berücksichtigte OMV die in ESRS 2 IRO-1 und IRO-2 dargelegten Bestimmungen. [E3-IRO-1.AR 4a, AR 4b] Alle Unterthemen Wasser, die den Verbrauch von Oberflächengewässer und Grundwasser sowie Wasserentnahmen und -ableitungen umfassen, wurden bei der Bewertung der Wesentlichkeit berücksichtigt. Die folgenden wasserbezogenen Unter-Unterthemen wurden als wesentlich identifiziert: Wasserverbrauch, Wasserentnahme, Wasserableitung, Wassernutzung, produziertes Wasser und erzeugter Rückfluss. [E3-IRO-1.AR 6] Der Wesentlichkeitsprozess konzentrierte sich auf umfassendere Bewertungen auf einer breiteren Basis, weshalb spezifische Flusseinzugsgebiete für den angewendeten Top-down-Ansatz nicht berücksichtigt wurden. In den standortspezifischen Wassermanagementplänen für unsere Betriebe werden jedoch spezifische Informationen über Flusseinzugsgebiete berücksichtigt. [E3-IRO-1.AR7] Bei der Wesentlichkeitsanalyse wurden die Kriterien für die Bestimmung des Zustands von Gewässern gemäß den einschlägigen Anhängen der Richtlinie 2000/60/EG (Wasserrahmenrichtlinie) bzw. den Leitlinien für deren Umsetzung von OMV nicht berücksichtigt. Wir werden diese Kriterien prüfen und in Erwägung ziehen, sie in künftige Bewertungen einzubeziehen. [E3-IRO-1.AR 15a], [E3-IRO-1.AR 15d] Die wichtigsten Geschäftsbereiche innerhalb unserer Aktivitäten, die mit diesem wesentlichen Thema in Zusammenhang stehen, sind Raffination (F&F), Chemicals und Energy (Exploration und Produktion). Die Wesentlichkeitsanalyse erfolgte nach einem Top-down-Ansatz, wobei der Schwerpunkt auf übergreifenden Evaluierungen auf einer breiteren Basis lag und keine detaillierten Informationen über bestimmte Standorte einbezogen wurden. [E3-IRO-1.AR 10], [E3-IRO-1.15b] Aufgrund der Natur unserer Aktivitäten ist unsere Geschäftstätigkeit nicht auf Rohstoffe im Zusammenhang mit Meeresressourcen angewiesen. E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme [E4-IRO-1.17a] Zur Ermittlung der Auswirkungen, Risiken und Chancen untersuchten Umweltexpert:innen von OMV im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse in einer qualitativen Top-down-Bewertung die Geschäftsaktivitäten von OMV auf tatsächliche und potenzielle Aspekte im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und den Ökosysteme. Auch die Wertschöpfungskette wurde in die Analyse einbezogen. Parallel zu unserer Wesentlichkeitsanalyse begannen wir damit, die OMV Standorte mit Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität abzugleichen und eine interne formale Bewertung der Biodiversitätsrisiken gemäß den Environmental Management Standards und dem LEAP-Ansatz (Locate, Evaluate, Assess, Prepare) durchzuführen. [E4-IRO-1.17a, 17b] Die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse werden in den nächsten Jahren mit einem spezifischeren Ansatz konsolidiert, der auch weiterhin entsprechend den Empfehlungen der TNFD auf den Leitlinien und Phasen des LEAP-Ansatzes basieren wird. Im Jahr 2023 begann OMV eine konzernweite Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz der TNFD, um naturrelevante Auswirkungen und Risiken zu ermitteln und zu bewerten. In der Phase „Locate“ wurden alle OMV Standorte einer Geodatenanalyse unterzogen, um eine Priorisierung der Standorte basierend auf der Ökosystemintegrität und Biodiversitätsbedeutung vorzunehmen. Dabei wurden verschiedene aus dem Integrated Biodiversity Assessment Tool (IBAT) übernommene Datenlayer zur biologischen Vielfalt (z. B. Layer zu Schutzgebieten, zu Schlüsselgebieten der biologischen Vielfalt (Key Biodiversity Areas; KBAs) und zu auf der Roten Liste der IUCN stehenden Arten) sowie frei verfügbare Layer zu Landbedeckung (von Esri), mittlerer Artenhäufigkeit (Mean Species Abundance) und Wasserstress verwendet. Die Ergebnisse der „Locate“-Phase wurden auch zur Auswahl von sechs Pilotstandorten aus allen Geschäftsbereichen herangezogen. Die Phase „Evaluate“ basiert auf den direkten Ursachen des Biodiversitätsverlusts. Dazu gehören Klimawandel, Landnutzungsänderungen, Süßwasser- und Meeresnutzungsänderungen, direkte Nutzung, invasive gebietsfremde Arten, Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung und andere Beeinträchtigungen. Darüber hinaus werden die Auswirkungen auf den Zustand der Arten sowie Auswirkungen auf die Ausdehnung und den Zustand von Ökosystemen berücksichtigt, einschließlich Themen wie Landdegradation, Wüstenbildung und Bodenversiegelung. In dieser Phase wurde ein Register der Auswirkungen und Abhängigkeiten erstellt. Dafür wurden die Tätigkeiten von OMV mit Daten aus dem ENCORE-Tool und den Branchenleitlinien der TNFD abgeglichen. Das Register dient als Ausgangspunkt für die Bewertungen auf Standortebene an den sechs Pilotstandorten. Bei diesen Bewertungen werden die Einflussfaktoren mit den Auswirkungen auf die Natur, das heißt auf Arten, Lebensräume und Ökosysteme in Zusammenhang gebracht. Zur Beurteilung der Auswirkungen auf Standortebene ist es erforderlich, die Größe des Effekts der Auswirkungen auf die Natur und die Sensitivität der Rezeptoren zu bewerten. Auf ähnliche Weise werden auch die Abhängigkeiten bewertet. Die Ergebnisse der „Evaluate“-Phase dienen als Input für den Schritt „Assess“, in dem die Risiken und Chancen analysiert werden. Zur Bewertung von Biodiversitätsrisiken verwendet OMV ein biodiversitätsspezifisches Risikoregister, das in das bestehende HSSE-Risikomanagement-Framework von OMV integriert ist. In den „Prepare“-Schritten konzentrierten wir uns auf Arbeiten zur Definition von Kennzahlen und Zielen, auf die Aktualisierung der Biodiversitätsrichtlinie und die Festlegung eines Fahrplans für den weiteren Rollout. Da unsere LEAP-Bewertung noch nicht abgeschlossen ist, können wir noch keine Liste der wesentlichen Standorte offenlegen und sind auch nicht zu dem Schluss gekommen, dass OMV unmittelbar zu den Einflussfaktoren im Hinblick auf Landnutzungsänderungen, Süßwasser- und/oder Meeresnutzungsänderungen beiträgt. Im Jahr 2025 werden wir die Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz auf die verbleibenden prioritären Standorte ausdehnen, um schließlich eine Liste der wesentlichen Standorte zu erhalten. [E4-IRO-1.17c] Basierend auf dem Szenario, das auch für die Klimawandelanalyse verwendet wurde, zeigte der IPCC auf, wie der Klimawandel die Ökosysteme verändern und zum Verlust der biologischen Vielfalt führen könnte, was durch Umweltverschmutzung oder Landnutzungsänderungen verschärft wird. Durch die Reduzierung seines CO2-Fußabdrucks will OMV jede zusätzliche Belastung der Natur minimieren. Dessen ungeachtet verpflichtet sich OMV, ein noch besseres Verständnis für die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu entwickeln, die mit dem Geschäft mit fossilen Brennstoffen und der Belastung durch Mikroplastik einhergehen. Die OMV Analyse der biologischen Vielfalt berücksichtigt die folgenden Dimensionen:  Die Analyse in Bezug auf den Klimawandel ist in E1 abgedeckt;  Wasser ist ein relevanter Einflussfaktor, um die Widerstandsfähigkeit von OMV anhand der IPCC-Klimawandelszenarien und den Wasserverbrauch von OMV nachvollziehen zu können;  Potenzielle Veränderungen natürlicher Lebensräume zusätzlich zu den oben genannten Faktoren werden in Anbetracht der Art der Geschäftstätigkeit voraussichtlich nur begrenzte Implikationen für die Aktivitäten von OMV haben. Diese Überprüfung bezieht sich lediglich auf die langfristigen potenziellen Implikationen für die Geschäftstätigkeit von OMV. Eine Analyse der wirtschaftlichen und sozialen Widerstandsfähigkeit vor dem Hintergrund der verschiedenen verwendeten Szenarien erfolgte dabei nicht. Die Wesentlichkeitsanalyse ergab, dass es keine Übergangsrisiken oder -chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen gibt. Diese Schlussfolgerung wurde nach Anwendung von Bewertungskriterien auf der Grundlage der Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und der Abhängigkeiten gezogen. [E4-IRO-1.17d] Die Bewertung ergab, dass keine systemischen Risiken im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt bestehen. Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die systemischen Risiken gründlich evaluiert und in die Analyse des physischen Klimawandels einbezogen wurden. Dies gewährleistet ein umfassendes Verständnis potenzieller Bedrohungen und ihrer weitreichenden Folgen. [E4-IRO-1.17e-i, 17e ii] Interne und externe Interessenträger:innen, einschließlich Vertreter:innen betroffener Gemeinschaften, wurden über ihre Stellvertretenden durch die Onlineumfrage in die Wesentlichkeitsanalyse einbezogen. Der Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit folgte einem Top-down-Ansatz, bei dem vor allem die Expertise und das Wissen von Fachexpert:innen genutzt wurden. Folglich wurden nicht alle relevanten Kriterien berücksichtigt, wie zum Beispiel bestimmte Standorte, die Rohstoffproduktion oder die Beschaffung, da unsere LEAP-Bewertung noch im Gange ist. [E4-IRO-1.17e-iii] Die Ergebnisse der Online-Konsultation der betroffenen Gemeinschaften bestätigten die Einschätzung der Expert:innen und wurden entsprechend berücksichtigt. Spezifische Anforderungen an die Nachhaltigkeitsbewertungen von gemeinsam genutzten biologischen Ressourcen und Ökosystemen wurden jedoch nicht in den Konsultationsprozess einbezogen, da unser derzeitiges Geschäftsmodell weder biologische Ressourcen nutzt noch Rohstoffe oder Produkte aus Ökosystemdienstleistungen bezieht. [E4-IRO-1.19, 19a] Die Bewertung durch die Expert:innen erfolgte durch die Kartierung von OMV Standorten mit Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität. Wir arbeiten in oder in der Nähe von verschiedenen Arten von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität, wie zum Beispiel nationalen Schutzgebieten (Nationally Protected Areas; NPAs), Natura-2000-Gebieten und Schlüsselgebieten der biologischen Vielfalt (Key Biodiversity Areas; KBAs). Die meisten dieser sensiblen Gebiete sind Natura-2000-Gebiete. Nach unserer Einschätzung macht die Gesamtfläche der Standorte in oder in der Nähe von sensiblen Gebieten eine Gesamtfläche aus, die in der nachstehenden Tabelle zusammengefasst ist. Es ist wichtig zu betonen, dass die in der nachstehenden Tabelle enthaltenen Informationen keine Aussage über negative Auswirkungen auf sensible Gebiete darstellen. Vielmehr zeigen sie lediglich die Nähe des OMV Betriebs zu solchen Gebieten auf. Da unsere LEAP-Bewertung noch nicht abgeschlossen ist, können wir derzeit nicht sagen, ob die an unseren Standorten durchgeführten Aktivitäten negative Auswirkungen auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität haben. Verknüpfung von OMV Standorten mit Gebieten schutzbedürftiger Biodiversität In ha Geschäftsbereich Land Fläche der Standorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität Arten von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität Chemicals AT 75 NPA, Natura 2000, KBA BE 168 NPA, Natura 2000, KBA BR 0 n.a. DE 7 NPA, Natura 2000 FI 79 NPA, Natura 2000 IT 0 n.a. NL 0 n.a. SE 52 NPA US 0 n.a. Fuels & Feedstock AT 318 NPA, Natura 2000, KBA DE 160 NPA, Natura 2000, KBA HU 9 Natura 2000 RO 25 NPA, Natura 2000, KBA Energy AT 25 NPA, Natura 2000, KBA NO 0 n.a. NZ 2 KBA RO 222 NPA, Natura 2000, KBA TN 0 n.a. YE 0 n.a. Gesamt 1.141 n.a. Die Fläche der Standorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität, aggregiert (nach Geschäftsbereich und Land) ist definiert als die Gesamtfläche der OMV Standorte (in ha), die sich in einem Umkreis von 1 km um Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität befinden. Die Analyse berücksichtigt dabei nicht den Überschneidungsbereich zwischen OMV Standorten und dem biodiversitätssensiblen Gebiet, das durch die 1-km-Pufferzone vergrößert wird. Stattdessen wird die gesamte Standortfläche berücksichtigt, sobald ein Teil des Standorts innerhalb der 1-km-Pufferzone liegt. Die Geodatenanalyse der Industriestandorte unserer Geschäftsbereiche Fuels & Feedstock und Chemicals wurde jeweils für das gesamte Gelände innerhalb der Einfriedung durchgeführt. Dieser Ansatz lässt sich nicht auf die Standorte unseres Geschäftsbereichs Energy anwenden, da diese eine Vielzahl kleinerer Anlagen umfassen, die über ein großes Areal verteilt sind. In diesem Fall wurde daher eine differenzierte Analyse basierend auf einzelnen Bohrungen und Einrichtungen durchgeführt. Da alle Bohrungen und die meisten unserer Anlagen in unseren GIS-Systemen als Punktdaten (d. h. ohne Flächenangabe) eingegeben werden, mussten Proxy-Polygone mit durchschnittlichen Flächen erstellt und in der Geodatenanalyse verwendet werden. Für Bohrungen wurde eine durchschnittliche Proxy-Fläche von 900 m² und für Anlagen eine durchschnittliche Proxy-Fläche von 5.000 m² für die Analyse verwendet. Die Annahmen und Einschränkungen für diese Analyse ergaben sich in erster Linie durch die Verwendung von Proxy-Flächen für OMV Anlagen und Bohrungen im Geschäftsbereich Energy. Darüber hinaus wurde von der Annahme ausgegangen, dass Tankstellen, Pipelines und gewisse Arten von Einrichtungen (z. B. Bürogebäude außerhalb von Industriestandorten) keine Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme haben. Diese wurden daher von der Analyse ausgeschlossen. Die Analyse wird einmal pro Jahr durchgeführt. Das Jahr 2024 ist das erste, für das OMV Bericht erstattet. Für die Bewertung werden Primärdaten (OMV Standorte) und öffentlich verfügbare Daten über Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität verwendet. [E4-IRO-1.19b] Bei der Bewertung berücksichtigten wir keine Abhilfemaßnahmen in Bezug auf die biologische Vielfalt, wie sie in verschiedenen Richtlinien und Standards beschrieben sind, darunter die Richtlinie 2009/147/EG, die Richtlinie 92/43/EWG des Rates, die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) gemäß der Richtlinie 2011/92/EU oder gleichwertige nationale Bestimmungen und internationale Standards wie der IFC Performance Standard 6. Die Richtlinien werden evaluiert und möglicherweise in Zukunft integriert. Die Auswirkungen und Abhilfemaßnahmen bei OMV werden unter Berücksichtigung der für jeden unserer Standorte erteilten Genehmigungen definiert. Zur Minderung erheblicher Auswirkungen, die im Rahmen behördlicher Prüfverfahren in Abstimmung mit den Umweltbehörden identifiziert wurden, werden entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die Genehmigungs- und Bewertungsverfahren gelten in allen Ländern, in denen OMV tätig ist. Werden erhebliche Auswirkungen beobachtet oder erwartet, wird nach der Abhilfemaßnahmenhierarchie vorgegangen, und bei der Maßnahmenplanung haben die Vermeidung und Minimierung von Auswirkungen Vorrang. E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [E5-IRO-1.11, 11a] Die Bewertung der Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft erfolgte im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse. Der Wesentlichkeitsprozess wurde nach einer Top-down-Methode durchgeführt. Die Bewertung enthielt zwar keine detaillierten Informationen über bestimmte Standorte, stützte sich aber in hohem Maße auf die Expertise und das Wissen von Fachexpert:innen. [E5-IRO-1.11b] Einer der Schritte im Wesentlichkeitsprozess war die Konsultation interner und externer Interessenträger:innen mittels einer Onlineumfrage. Die Ansichten der betroffenen Gemeinschaften, die von ihren Stellvertretenden erläutert wurden, fanden in der Wesentlichkeitsanalyse mittels Fragebögen Berücksichtigung. Wir stützten uns dabei auf die Schlussfolgerungen aus den an OMV gerichteten Community-Beschwerden und die regelmäßigen Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften, um ein besseres Verständnis für deren Anliegen, Bedürfnisse und Prioritäten zu entwickeln. Beim Prozess zur Bewertung der Wesentlichkeit von Auswirkungen, Risiken und Chancen berücksichtigte OMV die in ESRS 2 IRO-1 und IRO-2 dargelegten Bestimmungen. [E5-IRO-1.AR 7a] Es wurden alle drei OMV Geschäftsbereiche (Chemicals, Fuels & Feedstock und Energy) betrachtet, mit besonderem Fokus auf die Bereiche Chemicals und F&F, da diese laut den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse eng mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft verbunden sind. [E5-IRO-1-AR 7b] Wir priorisierten Materialien, die für OMV im Kontext der Kreislaufwirtschaft relevant sind, wie zum Beispiel Polymere und Chemikalien. Was Abfälle anbelangt, orientierten wir uns an der Liste der bestehenden Abfallkategorien in unseren Betrieben. [E5-IRO-1.AR7c], [E5-IRO-1.AR 7d] Risiken und Chancen wurden im Rahmen des internen EWRM-Prozesses berücksichtigt. Die Auswirkungen der Beibehaltung eines „Business-as-Usual“-Ansatzes in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft wurden nicht berücksichtigt, da sich OMV zu einer Netto-Null-Transformation verpflichtet hat. [E5-IRO-1.AR 7e] Bei der Bewertung der Wesentlichkeit wurden keine wesentlichen Risiken für die Kreislaufwirtschaft festgestellt. [E5-IRO-1.AR 7f] Die negativen Auswirkungen und die Chancen konzentrieren sich auf die vorgelagerte Wertschöpfungskette und unsere eigenen Tätigkeiten, einschließlich Rohstoffen und Dienstleistungen, Verarbeitung und Fertigungstätigkeiten. G1 Unternehmensführung [G1-IRO-1.6] Die Wesentlichkeitsanalyse wurde nach einem Top-down-Ansatz durchgeführt und stützte sich in erster Linie auf die Expertise und das Wissen von Fachexpert:innen. Daher wurden nicht alle relevanten Kriterien in den Prozess einbezogen, einschließlich Standort, Tätigkeit, Sektor und Struktur der Transaktionen. IRO-2 In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten [ESRS 2-IRO-2.56] ESRS Angabepflicht Aufnahme von Informationen mittels Verweis Seite ESRS 2 Allgemeine Angaben BP-1 Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen 86 BP-2 Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen 87 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane 88 GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen 93 GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme 101 GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht 103 GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung 103 SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette Anhangangabe 7 – Umsatzerlöse 105 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 111 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende 116 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende 133 IRO-2 In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten 133 E1 Klimawandel GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme 101 E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz 181 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende 191 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen 136 E1-2 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel 192 E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten Konzern-Cashflow-Rechnung im Konzernabschluss und Konzernanhang 197 E1-4 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende 204 E1-5 Energieverbrauch und Energiemix Anhangangabe 7 – Umsatzerlöse 212 E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen Anhangangabe 7 – Umsatzerlöse 216 E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate 223 E1-8 Interne CO2-Bepreisung Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende 225 E2 Umweltverschmutzung IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 138 E2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 228 E2-2: Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Konzern-Cashflow-Rechnung im Konzernabschluss und Konzernanhang 234 E2-3 Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung 236 E2-4 Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung 238 Unternehmensspezifisch: Prozesssicherheit 241 E3 Wasser- und Meeresressourcen IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 139 E3-1 Konzepte im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 251 E3-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 254 E3-3 Ziele im Zusammenhang mit Wasser- und Meeresressourcen 255 E3-4 Wasserverbrauch 255 E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme E4-1 Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell 260 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 261 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen 139 E4-2 Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen 261 E4-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen 264 E4-4 Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen 265 E4-5 Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemveränderungen 265 E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 143 E5-1 Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 267 E5-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 273 E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 276 E5-4 Ressourcenzuflüsse 280 E5-5 Ressourcenabflüsse 282 S1 Arbeitskräfte des Unternehmens SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 114 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 288 303 322 S1-1 Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens 289 289 326 S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen 311 331 S1-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können 295 333 S1-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zur Minderung wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze 295 312 335 S1-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen 299 313 340 S1-6 Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens 345 S1-7 Merkmale der Fremdarbeitskräfte des Unternehmens 352 S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog 352 S1-9 Diversitätskennzahlen 354 S1-10 Angemessene Entlohnung 355 S1-11 Soziale Absicherung 355 S1-12 Menschen mit Behinderungen 356 S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung 357 S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit 318 S1-15 Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben 359 S1-16 Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) 360 S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten 362 S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 114 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 116 365 S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette 367 S2-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen 371 S2-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können 373 S2-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen 374 S2-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen 378 S2 Unternehmensspezifische Kennzahlen 383 S3 Betroffene Gemeinschaften SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger 115 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell 116 386 S3-1 Konzepte im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften 388 S3-2 Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen 391 S3-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können 394 S3-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen 397 S3-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen 400 S3 Unternehmensspezifische Kennzahlen 403 G1 Unternehmensführung GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane 409 IRO-1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen 143 G1-1 Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung 410 G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten 422 G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung 414 G1-4 Bestätigte Korruptions- oder Bestechungsfälle 419 G1-6 Zahlungspraktiken 429 Unternehmensspezifisch: Cybersicherheit 431 Unternehmensspezifisch: Wirtschaftliche Auswirkungen 437 Liste der Datenpunkte in generellen und themenbezogenen Standards, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt SFDR Referenz Säule-3-Referenz2 Benchmark-Verordnungs-Referenz3 EU-Klimagesetz-Referenz4 Wesentlichkeit Art der Angabepflicht Seite ESRS 2 GOV-1 Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen Absatz 21 (d) Indikator Nr. 13 in Anhang I Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/181627 der Kommission, Anhang II wesentlich 93 ESRS 2 GOV-1 Prozentsatz der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind Absatz 21 (e) Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 93 ESRS 2 GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht Absatz 30 Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 103 ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen Absatz 40 (d) i Indikator Nr. 4 Tabelle 1 in Anhang I Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/245328 der Kommission, Tabelle 1: Qualitative Angaben zu Umweltrisiken, und Tabelle 2: Qualitative Angaben zu sozialen Risiken Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 107 ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien Absatz 40 (d) ii Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 2 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 107 ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen Absatz 40 (d) iii Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/181829, Artikel 12 Absatz 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II nicht wesentlich n.a. ESRS 2 SBM-1 Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak Absatz 40 (d) iv Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12 Absatz 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II nicht wesentlich n.a. ESRS E1-1 Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 Absatz 14 Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2 Absatz 1 wesentlich 181 ESRS E1-1 Unternehmen, die von den Paris-abgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind Absatz 16 (g) Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 1: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emissionen und Restlaufzeit Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12 Absatz 1 Buchstaben d bis g und Artikel 12 Absatz 2 nicht wesentlich n.a. ESRS E1-4 THG-Emissionsreduktionsziele Absatz 34 Indikator Nr. 4 in Anhang I Tabelle 2 Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 3: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Angleichungskennzahlen Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 6 wesentlich 204 ESRS E1-5 Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren) Absatz 38 Indikator Nr. 5 in Anhang I Tabelle 1 und Indikator Nr. 5 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 212 ESRS E1-5 Energieverbrauch und Energiemix Absatz 37 Indikator Nr. 5 Anhang I Tabelle 1 wesentlich 212 ESRS E1-5 Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren Absatz 40 to 43 Indikator Nr. 6 Anhang I Tabelle 1 wesentlich 212 ESRS E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen Absatz 44 Indikatoren Nr. 1 und 2 in Anhang I Tabelle 1 Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 1: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Kreditqualität der Risikopositionen nach Sektoren, Emissionen und Restlaufzeit Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 5 Absatz 1, Artikel 6 und Artikel 8 Absatz 1 wesentlich 216 ESRS E1-6 Intensität der THG-Bruttoemissionen Absatz 53 to 55 Indikator Nr. 3 Tabelle 1 in Anhang I Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Meldebogen 3: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Angleichungskennzahlen Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 8 Absatz 1 wesentlich 216 ESRS E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und CO2-Zertifikate Absatz 56 Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2 Absatz 1 wesentlich 223 ESRS E1-9 Risikoposition des Referenzwert-Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen Risiken Absatz 66 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II wesentlich schrittweise Einführung angewendet n.a. ESRS E1-9 Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko Absatz 66 (a) Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Absätze 46 und 47; Meldebogen 5: Anlagebuch – Physisches Risiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Risikopositionen mit physischem Risiko wesentlich schrittweise Einführung angewendet n.a. ESRS E1-9 Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesentlichem physischen Risiko befinden Absatz 66 (c). Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission, Absätze 46 und 47; Meldebogen 5: Anlagebuch – Physisches Risiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Risikopositionen mit physischem Risiko wesentlich schrittweise Einführung angewendet n.a. ESRS E1-9 Aufschlüsselungen des Buchwerts seiner Immobilien nach Energieeffizienzklassen Absatz 67 (c). Artikel 449a der Verordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsverordnung (EU) der Kommission 2022/2453, Absatz 34; Meldebogen 2: Anlagebuch – Übergangsrisiko im Zusammenhang mit dem Klimawandel: Durch Immobilien besicherte Darlehen – Energieeffizienz der Sicherheiten wesentlich schrittweise Einführung angewendet n.a. ESRS E1-9 Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen Absatz 69 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 der Kommission, Anhang II wesentlich schrittweise Einführung angewendet n.a. ESRS E2-4 Menge jedes in Anhang II der E-PRTR-Verordnung (Europäisches Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird Absatz 28 Indikator Nr. 8 in Anhang I Tabelle 1 Indikator Nr. 2 in Anhang I Tabelle 2 Indikator Nr. 1 in Anhang I Tabelle 2 Indikator Nr. 3 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 238 ESRS E3-1 Wasser- und Meeresressourcen Absatz 9 Indikator Nr. 7 Anhang I Tabelle 2 wesentlich 251 ESRS E3-1 Spezielles Konzept Absatz 13 Indikator Nr. 8 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 251 ESRS E3-1 Nachhaltige Ozeane und Meere Absatz 14 Indikator Nr. 12 in Anhang I Tabelle 2 nicht wesentlich n.a. ESRS E3-4 Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers Absatz 28 (c) Indikator Nr. 6.2 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 255 ESRS E3-4 Gesamtwasserverbrauch in m3 je Nettoerlös aus eigenen Tätigkeiten Absatz 29 Indikator Nr. 6.1 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 255 ESRS 2- IRO 1 - E4 Absatz 16 (a) i Indikator Nr. 7 in Anhang I Tabelle 1 wesentlich 139 ESRS 2- IRO 1 - E4 Absatz 16 (b) Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 139 ESRS 2- IRO 1 - E4 Absatz 16 (c) Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 139 ESRS E4-2 Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft Absatz 24 (b) Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 2 nicht wesentlich n.a. ESRS E4-2 Nachhaltige Verfahren oder Konzepte im Bereich Ozeane/Meere Absatz 24 (c) Indikator Nr. 12 in Anhang I Tabelle 2 nicht wesentlich n.a. ESRS E4-2 Konzepte zur Bekämpfung der Entwaldung Absatz 24 (d) Indikator Nr. 15 in Anhang I Tabelle 2 nicht wesentlich n.a. ESRS E5-5 Nicht recycelte Abfälle Absatz 37 (d) Indikator Nr. 13 in Anhang I Tabelle 2 wesentlich 282 ESRS E5-5 Gefährliche und radioaktive Abfälle Absatz 39 Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 1 nicht wesentlich n.a. ESRS 2- SBM3 - S1 Risiko von Zwangsarbeit Absatz 14 (f) Indikator Nr. 13 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 322 ESRS 2- SBM3 - S1 Risiko von Kinderarbeit Absatz 14 (g) Indikator Nr. 12 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 362 ESRS S1-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz 20 Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 1 wesentlich 327 291 ESRS S1-1 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden Absatz 21 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 327 292 ESRS S1-1 Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des Menschenhandels Absatz 22 Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 327 362 ESRS S1-1 Konzept oder Managementsystem für die Verhütung von Arbeitsunfällen Absatz 23 Indikator Nr. 1 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 310 ESRS S1-3 Bearbeitung von Beschwerden Absatz 32 (c) Indikator Nr. 5 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 333 295 ESRS S1-14 Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle Absatz 88 (b) and (c) Indikator Nr. 2 in Anhang I Tabelle 3 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 318 ESRS S1-14 Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage Absatz 88 (e) Indikator Nr. 3 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 318 ESRS S1-16 Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle Absatz 97 (a) Indikator Nr. 12 in Anhang I Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 360 ESRS S1-16 Überhöhte Vergütung von Mitgliedern der Leitungsorgane Absatz 97 (b) Indikator Nr. 8 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 360 ESRS S1-17 Fälle von Diskriminierung Absatz 103 (a) Indikator Nr. 7 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 362 ESRS S1-17 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 104 (a) Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 1 und Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 3 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12 Absatz 1 wesentlich 362 ESRS 2- SBM3 – S2 Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette Absatz 11 (b) Indikatoren Nr. 12 und 13 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 365 ESRS S2-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz 17 Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 1 wesentlich 369 ESRS S2-1 Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Absatz 18 Indikatoren Nr. 11 und 4 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 369 ESRS S2-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 19 Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12 Absatz 1 wesentlich 369 ESRS S2-1 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden Absatz 19 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 369 ESRS S2-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette Absatz 36 Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 383 ESRS S3-1 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte Absatz 16 Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 1 wesentlich 390 ESRS S3-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte bzw. der OECD-Leitlinien Absatz 17 Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12 Absatz 1 wesentlich 390 ESRS S3-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 36 Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 403 ESRS S4-1 Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern Absatz 16 Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 1 nicht wesentlich n.a. ESRS S4-1 Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitlinien Absatz 17 Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12 Absatz 1 nicht wesentlich n.a. ESRS S4-4 Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten Absatz 35 Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 3 nicht wesentlich n.a. ESRS G1-1 Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption Absatz 10 (b) Indikator Nr. 15 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 408 ESRS G1-1 Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) Absatz 10 (d) Indikator Nr. 6 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 412 ESRS G1-4 Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften Absatz 24 (a) Indikator Nr. 17 in Anhang I Tabelle 3 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission, Anhang II wesentlich 419 ESRS G1-4 Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung Absatz 24 (b) Indikator Nr. 16 in Anhang I Tabelle 3 wesentlich 419 1 Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (ABl. L 317 vom 9.12.2019, S. 1). 2 Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 (Eigenmittelverordnung) (ABl. L 176 vom 27.6.2013, S. 1). 3 Verordnung (EU) 2016/1011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2016 über Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwert oder zur Messung der Wertentwicklung eines Investmentfonds verwendet werden, und zur Änderung der Richtlinien 2008/48/EG und 2014/17/EU sowie der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (ABl. L 171 vom 29.6.2016, S. 1). 4 Verordnung (EU) 2021/1119 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 2021 zur Schaffung des Rahmens für die Verwirklichung der Klimaneutralität und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 401/2009 und (EU) 2018/1999 („Europäisches Klimagesetz“) (ABl. L 243 vom 9.7.2021, S. 1). [ESRS 2-IRO-2.58] Besorgniserregende und besonders besorgniserregende Stoffe sind für OMV nicht wesentlich, da die Wahrscheinlichkeit von Vorfällen aufgrund der hohen Prozesssicherheitsstandards, der Vermeidung von Kontaminationen und der strengen behördlichen Auflagen gering ist. Diese Bewertung basiert auf Daten und Informationen, wie zum Beispiel Daten zu Vorfällen, und berücksichtigt auch die EU-Rechtsvorschriften. Darüber hinaus gelten behördliche Auflagen (z. B. Genehmigungen, Inspektionen) und Abhilfemaßnahmen, die den Seveso-Anforderungen an allen Standorten entsprechen. Alle von uns hergestellten und eingekauften Produkte sind zertifiziert und Sicherheitsdatenblätter werden auf unserer Website öffentlich zugänglich gemacht. [ESRS 2-IRO-2.59] Die erste Nachhaltigkeitserklärung, die gemäß CSRD und ESRS erstellt wird, enthält die Mindestangaben gemäß ESRS 2 sowie die Pflichtangaben für das erste Jahr. Basierend auf den Ergebnissen der Wesentlichkeitsanalyse analysierten wir die Wesentlichkeit für alle Angabepflichten. Mehr über den Prozess finden Sie unter IRO-1-53a/b. Folglich wurden alle Angabepflichten und Datenpunkte im Zusammenhang mit Themen und Unterthemen, die bei der Wesentlichkeitsanalyse als unwesentlich eingestuft wurden, aus dieser Erklärung ausgeschlossen. Umweltinformationen 153–285 EU Taxonomy Reporting 154 E1 – Klimawandel 179 E2 – Umweltverschmutzung 226 E2 – (Unternehmensspezifisch) Prozesssicherheit 242 E3 – Wasser- und Meeresressourcen 251 E4 – Biologische Vielfalt und Ökosysteme 260 E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 266 Der Abschnitt Umweltinformationen beinhaltet die strategischen Schwerpunktbereiche Netto-Null-Transformation und Management natürlicher Ressourcen. Darin erfasst sind die wesentlichen Themen Klimawandel, Umwelt sowie Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. Bis 2050 strebt OMV einen Geschäftsbetrieb mit Netto-Null-Emissionen an. Die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt – und unsere Verantwortung, zu handeln – beschränken sich nicht nur auf den Aspekt der Treibhausgasemissionen. Als Öl-, Gas- und Chemieunternehmen weist OMV einen signifikanten Fußabdruck im Hinblick auf Wasserverbrauch, Abfall, potenzielle Umweltschäden durch die Freisetzung gefährlicher Stoffe und Auswirkungen auf die biologische Vielfalt auf. Andererseits verfügen wir über das technische Know-how, um Lösungen zur Verringerung dieser Auswirkungen zu entwickeln, insbesondere durch den Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Im Gegensatz zum linearen „Take-Make-Waste“-Ansatz, der zu mehr Plastikmüll und Umweltverschmutzung führt und die begrenzten Ressourcen des Planeten weiter unter Druck setzt, ist eine Kreislaufwirtschaft allein durch ihr Konzept regenerativ. Sie zielt darauf ab, Wachstum vom Verbrauch endlicher Ressourcen zu entkoppeln. OMV hat sich voll und ganz dem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen verschrieben. Wir wollen unsere Emissionen verringern und treiben den Übergang von einer linearen zu einer kreislauforientierten Wirtschaft proaktiv voran. Ziel von OMV ist es, die Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit auf die Umwelt auf ein Minimum zu begrenzen, indem das Unternehmen die Verschmutzung von Gewässern und Böden verhindert, Emissionen reduziert, natürliche Ressourcen effizient nutzt und dem Verlust der biologischen Vielfalt entgegenwirkt Berichterstattung zur EU-Taxonomie Die EU-Taxonomie ist ein wichtiges Instrument für die Europäische Union zur Neuausrichtung der Kapitalströme auf nachhaltige Investitionen und zur Schaffung von Markttransparenz. Sie fördert eine bessere Steuerung der Investitionen von Unternehmen, Investor:innen und politischen Entscheidungsträger:innen in die Bereiche, in denen sie für eine nachhaltige Entwicklung am meisten benötigt werden. Somit wird die EU-Taxonomie-Verordnung eine wichtige Rolle bei der Ausweitung nachhaltiger Investitionen und der Umsetzung des europäischen Green Deal spielen. Im Rahmen des Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums der EU-Kommission trat 2020 die Verordnung (EU) 2020/852 zur Einführung eines EU-Klassifikationssystems für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten (EU-Taxonomie) in Kraft. Seitdem wurden delegierte Rechtsakte zu allen sechs Umweltzielen veröffentlicht. Die sechs relevanten Umweltziele der Taxonomie-Verordnung sind: 1. Klimaschutz 2. Anpassung an den Klimawandel 3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen 4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft 5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung 6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme Für OMV ist die EU-Taxonomie ein Mittel, um zu beurteilen, welche unserer derzeitigen und zukünftigen wirtschaftlichen Tätigkeiten als ökologisch nachhaltig klassifiziert werden können. Verfahren von OMV zur Identifizierung und Bewertung von EU-Taxonomie-Aktivitäten Bewertung der Taxonomiefähigkeit Eine Wirtschaftstätigkeit ist taxonomiefähig, wenn sie mit der Beschreibung der Tätigkeit in der EU-Taxonomie übereinstimmt. Um taxonomiefähige Tätigkeiten/Produkte bei OMV zu identifizieren, führten wir ein Screening des gesamten Portfolios der OMV Tätigkeiten durch und verglichen unsere Tätigkeiten mit der Beschreibung der Wirtschaftstätigkeiten/Produkte, die in Anhang I oder II des delegierten Rechtsakts zur EU-Klimataxonomie und in Anhang I–IV des delegierten Rechtsakts zur EU-Umwelttaxonomie aufgeführt sind. Die Bewertung der taxonomiefähigen Tätigkeiten und Produkte von OMV wird von einem interdisziplinären Projektteam durchgeführt, das einen Bottom-up- und einen Top-down-Ansatz verfolgt. In einer Reihe interner Meetings und Schulungen mit dem Management und Expert:innen wurden die OMV Geschäftsbereiche in die neue EU-Taxonomie und die Offenlegungspflichten eingeführt. Eine weitere Reihe von Workshops, an denen sämtliche Geschäftsbereiche und Konzerngesellschaften teilnahmen, stellte sicher, dass die taxonomiefähigen Tätigkeiten, Vermögenswerte und Prozesse sowie die damit zusammenhängenden taxonomiefähigen Investitionsausgaben (CAPEX), Betriebsausgaben (OPEX) und Umsätze „bottom-up“ identifiziert wurden. Die von OMV identifizierten taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Umweltziel des Klimaschutzes. Eine Analyse aller unserer Wirtschaftstätigkeiten wird jährlich durchgeführt und beinhaltet eine Aktualisierung der Bewertung aus dem Vorjahr. Bewertung der Taxonomiekonformität Gemäß der Taxonomie-Verordnung muss jede in dieser Kategorie identifizierte konforme Tätigkeit einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der Umweltziele der EU leisten, darf keines der Ziele erheblich beeinträchtigen und muss den festgelegten sozialen Mindestschutz erfüllen. Im Jahr 2022 führte OMV erstmals eine Konformitätsbewertung auf der Grundlage der Kriterien der EU-Taxonomie durch. Mit der Bewertung sollte festgestellt werden, ob neu identifizierte taxonomiefähige Tätigkeiten die Kriterien für einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutzziel bzw. zum Umweltziel der Anpassung an den Klimawandel, die „Do No Significant Harm“-(DNSH-)Kriterien der anderen Umweltziele und die Kriterien für den sozialen Mindestschutz erfüllen. Seit 2024 umfasst die Konformitätsbewertung auch Aktivitäten gemäß dem delegierten Rechtsakt zur EU-Umwelttaxonomie. Die Konformitätsbewertung wird jährlich aktualisiert. Die wirtschaftlichen Tätigkeiten, die von OMV als taxonomiekonform identifiziert wurden, sind alle mit dem Umweltziel des Klimaschutzes verbunden. Die Zuständigkeit für die Konformitätsprüfungen und das Sammeln von Informationen wurde in den EU-Taxonomie-Leitlinien des OMV Konzerns klar definiert. Den Projekt- bzw. Asset-Manager:innen für das jeweilige taxonomiefähige Projekt/die jeweilige taxonomiefähige Tätigkeit oblag die Bewertung der Konformität mit den Kriterien für einen wesentlichen Beitrag und den jeweiligen DNSH-Kriterien. Unterstützt wurden sie dabei vom OMV Group Sustainability Team und von Nachhaltigkeitsexpert:innen von OMV Petrom und Borealis. Die zur Erfüllung der DNSH-Kriterien zur Anpassung an den Klimawandel erforderlichen Klimarisiko- und Vulnerabilitätsbewertungen der physischen Klimarisiken wurden zentral von der OMV Abteilung Group Sustainability gemeinsam mit Corporate Risk Management und mit Unterstützung eines externen Unternehmens im Einklang mit dem unternehmensweiten Risikomanagementansatz von OMV durchgeführt. Im Allgemeinen können die wichtigsten taxonomiefähigen Geschäftsaktivitäten von OMV der Tätigkeit 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“, 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“ und 4.13 „Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen“ zugeordnet werden. Mehr dazu finden Sie im jeweiligen KPI-Abschnitt (Umsatz, CAPEX, OPEX). Die Bewertung der Konformität mit dem sozialen Mindestschutz und den Governance-Kriterien wurde von der OMV Abteilung Group Sustainability durchgeführt. Geprüft wurde, ob die Bestimmungen in den relevanten OMV Richtlinien (Menschenrechts-Grundsatzerklärung, Code of Conduct, Code of Business Ethics, Steuerstrategie) mit den in der EU-Taxonomie genannten internationalen Standards übereinstimmen. Weiters wurde geprüft, ob das Menschenrechtsmanagementsystem von OMV und die damit verbundenen Verfahren (z. B. Beschwerdemechanismen und Konsultation der lokalen Bevölkerung) im Einklang mit diesen internationalen Standards eingerichtet sind. Die detaillierte Bewertung ergab keine Lücken zwischen dem Ansatz von OMV Konzern in Bezug auf Menschenrechtspolitik und Sorgfaltspflicht und dem in der EU-Taxonomie festgelegten sozialen Mindestschutz. Mehr über das unbereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle und die Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen finden in den Abschnitten >S1 Arbeitskräfte des Unternehmens bzw. >ESRS 2 Allgemeine Angaben. Angesichts der kartellrechtlichen Untersuchungen in Moldau und der Ukraine gegen die Tochtergesellschaften von OMV ist es wichtig zu beachten, dass OMV präventive, detektive und reaktive Maßnahmen implementiert hat, die darauf abzielen, Risiken aus der Nichteinhaltung des Kartellrechts innerhalb der Organisation zu verhindern und zu mindern. Präventive Maßnahmen umfassen die Entwicklung verbindlicher Regeln zur Vermeidung von Compliance-Verstößen und die Durchführung von Schulungen in diesem Bereich. Darüber hinaus wird den Mitarbeitern Beratung zu kartellrechtlichen Themen angeboten und Compliance-Prüfungen in Geschäftsprozesse integriert. Um Fehlverhalten zu erkennen, können Compliance-Verstöße über das Whistleblowing-System gemeldet werden und externe Entwicklungen werden genau überwacht, um Risiken zu identifizieren. Jeder Hinweis auf Fehlverhalten wird untersucht und gegebenenfalls werden reaktive Maßnahmen ergriffen. Das Compliance-System von OMV wird regelmäßig evaluiert und wurde von externen Prüfern nach dem IDW PS 980-Standard zertifiziert. Die letzte Zertifizierung wurde im Jahr 2023 durchgeführt, wobei das Compliance-System von OMV als Best Practice und geeignet für die Identifizierung, Kontrolle und Verwaltung aller wesentlichen kartellrechtlichen Risiken angesehen wurde. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >G1 Unternehmensführung. Definition der Finanzkennzahlen Die Berechnung der Finanzkennzahlen (KPIs) von OMV erfolgt auf Basis der Zahlen des Konzernabschlusses nach IFRS. Die KPIs werden auf Basis der Umsatzerlöse, Investitionsausgaben (CAPEX) und Betriebsausgaben (OPEX) aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften des OMV Konzerns berechnet. Tochtergesellschaften, die nicht konsolidiert wurden, assoziierte Unternehmen und Joint Ventures wurden gemäß den Berichtsanforderungen der EU-Taxonomie-Verordnung von der Berechnung der KPIs ausgeschlossen. Der Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten an den Umsatzerlösen, CAPEX und OPEX (die „Taxonomiekonformitätsquote“) wurde berechnet als Anteil der Umsatzerlöse, CAPEX und OPEX, der auf Produkte und Dienstleistungen entfällt, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind (Zähler), dividiert durch Gesamtumsatzerlöse, Gesamt-CAPEX und Gesamt-OPEX (Nenner). Die gleiche Logik gilt für die Berechnung der „Taxonomiefähigkeitsquote“. Die Nenner für die Finanzkennzahlen wurden wie folgt definiert und lassen sich wie folgt mit dem IFRS-Konzernabschluss abstimmen:  Der Nenner für die Umsatz-KPI basiert auf den konsolidierten Umsatzerlösen von OMV (OMV Konzernabschluss für 2024, Anhangangabe 7).  Der Nenner für die CAPEX-KPI besteht aus Zugängen zu den immateriellen Vermögenswerten (einschließlich Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven), Sachanlagen und IFRS 16 Nutzungsrechten. > Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 16 – Immaterielle Vermögenswerte und Anhangangabe 17 – Sachanlagen). Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen werden in den Nenner einbezogen, mit Ausnahme von Zugängen zu Firmenwerten. Weiters enthält der Nenner Zugänge zu langfristigen zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerten. Aktivierte Kosten für den Rückbau von Anlagen werden nicht in den Nenner einbezogen. Die im Nenner enthaltenen Zugänge weichen von den Zugängen gemäß IFRS-Konzernabschluss ab, da die Zuwendungen der öffentlichen Hand im Nenner nicht berücksichtigt sind, während für den Konzernabschluss die IFRS-Nettomethode angewendet wird.  Die Gesamt-OPEX umfassen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E), Wartungs- und Reparaturkosten, sonstige direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Instandhaltung von Vermögenswerten sowie kurzfristige Leasingverhältnisse. Die F&E-Aufwendungen beinhalten auch die Aufwendungen, die gemäß IAS 38 und in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen sind. > Weitere Einzelheiten finden sich im Anhang zum Konzernabschluss (Anhangangabe 11 – Sonstige betriebliche Aufwendungen). Wartungs- und Reparaturkosten und sonstige direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der täglichen Instandhaltung von Vermögenswerten beinhalten hauptsächlich Kosten für externe Dienstleistungen, Personalaufwand sowie Materialkosten im Zusammenhang mit regelmäßiger und ungeplanter Wartung, Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen. Die dazugehörigen Kosten finden sich in den Posten „Produktions- und operative Aufwendungen“ sowie „Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen“ der Gewinn- und Verlustrechnung. Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse wurden ermittelt und gemäßIFRS 16 inkludiert. Direkte Kosten für Schulungen und sonstigen personalbezogenen Verbesserungsbedarf sind unwesentlich und deshalb weder im Nenner noch im Zähler enthalten. Für die meisten Tätigkeiten konnten Umsatzerlöse, CAPEX und OPEX für taxonomiekonforme und taxonomiefähige Tätigkeiten direkt den einzelnen in der Taxonomie aufgeführten Tätigkeiten zugeordnet werden. Als Grundlage dafür dienten die in den ERP-Systemen der Konzernunternehmen verfügbaren Daten. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass es keine Doppelzählung von taxonomiekonformen oder taxonomiefähigen Umsatzerlösen, CAPEX und OPEX gab. In den Raffinerien wurden CAPEX für Anlagen, die für die Kuppelproduktion von Treibstoffen und organischen Basischemikalien verwendet werden, der taxonomiefähigen Tätigkeit 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“ zugeordnet. Die Zuordnung zu dieser taxonomiefähigen Tätigkeit bzw. den nicht taxonomiefähigen Tätigkeiten erfolgte mithilfe eines Verteilungsschlüssels, der die Ausbeute, die Größe und die Komplexität der verschiedenen zu diesem Zweck verwendeten Raffinerieanlagen widerspiegelt. Die gleiche Vorgehensweise wurde für Wartungs- und Reparaturkosten auf Kostenstellen, die sowohl an der Herstellung von Treibstoffen als auch von organischen Basischemikalien beteiligt sind, angewendet. EU Taxonomie – Überblick Kennzahlen 2024 2024 Umsatzerlöse CAPEX OPEX EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % Ökologisch nachhaltige (taxonomiekonforme) Tätigkeiten 66 0,2 756 18,7 3 0,5 Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten 7.684 22,6 908 22,4 358 49,1 Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten 26.230 77,2 2.388 58,9 367 50,4 Gesamt 33.981 4.052 728 EU Taxonomie – Überblick Kennzahlen 2023 2023 Umsatzerlöse CAPEX OPEX EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % Ökologisch nachhaltige (taxonomiekonforme) Tätigkeiten 69 0,2 415 10,5 3 0,3 Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten 7.135 18,1 1.096 27,7 347 42,1 Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten 32.259 81,7 2.441 61,8 474 57,5 Gesamt 39.463 3.952 824 Taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Umsatz Im Jahr 2024 wurden 22,6% (2023: 18,1%) des Gesamtumsatzes von OMV als taxonomiefähig (nicht taxonomiekonform) eingestuft. 0,2% (2023: 0,2%) des Gesamtumsatzes von OMV konnten als taxonomiekonform eingestuft werden. Im Jahr 2024 standen alle taxonomiefähigen/taxonomiekonformen Umsatzerlöse im Zusammenhang mit dem Ziel des Klimaschutzes. Taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Umsatz 2024 Der taxonomiefähige Umsatz resultiert aus der Tätigkeit 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“, in der sich die Tätigkeiten unseres Geschäftsbereichs Chemicals widerspiegeln (z. B. Produktion von Polyolefinen), der Tätigkeit 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“, die ebenfalls auf den Geschäftsbereich Chemicals entfällt (z. B. Produktion von Ethylen und Propylen), sowie der Tätigkeit 4.29 „Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen“, die hauptsächlich die Stromverkäufe des Gaskraftwerks Brazi in Rumänien enthält. Darüber hinaus trugen die Tätigkeiten 4.30 „Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen“ und 5.9 „Materialrückgewinnung aus nicht gefährlichen Abfällen“ zum taxonomiefähigen Umsatz bei. Im Jahr 2024 wurde ein taxonomiefähiger Umsatz aus der Tätigkeit 4.22 „Erzeugung von Wärme aus geothermischer Energie“ in Zusammenhang mit unseren Aktivitäten im Bereich der Geothermie im Wiener Becken erzielt. Taxonomiekonformer Umsatz 2024 In EUR Mio Der größte Teil des taxonomiekonformen Umsatzes im Jahr 2024 stammt aus der Tätigkeit 4.25 „Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme“, die die Lieferungen von Abwärme der Raffinerie Schwechat widerspiegelt. Ein weiterer Beitrag resultiert aus der Tätigkeit 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“ der Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH, die Altkunststoffe zu hochwertigen LDPE-Rezyklaten verarbeitet. Weitere Beiträge zum taxonomiekonformen Umsatz stammen aus der Tätigkeit 4.13 „Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen“, die die Verkäufe von nachhaltigen Flugkraftstoffen enthält, und aus der Tätigkeit 6.15 „Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr“, die die Verkäufe von Wasserstoff und elektrischem Strom für Mobilitätzwecke enthält. Die Aufteilung des taxonomiekonformen und taxonomiefähigen Umsatzes auf Erlöse aus Verträgen mit Kund:innen und Erlöse im Anwendungsbereich von IFRS 9 ist in der folgenden Tabelle enthalten. Die taxonomiefähigen Erlöse aus Transaktionen im Anwendungsbereich von IFRS 9 beinhalten Stromverkäufe aus dem Gaskraftwerk in Rumänien. EU Taxonomie – Taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Umsatz In EUR Mio 2024 2023 Taxonomiekonformer Umsatz Taxonomiefähiger (nicht taxonomiekonformer) Umsatz Taxonomiekonformer Umsatz Taxonomiefähiger (nicht taxonomiekonformer) Umsatz Erlöse aus Verträgen mit Kund:innen (IFRS 15) 66 7.173 69 6.624 Erlöse aus Transaktionen im Anwendungsbereich von IFRS 9 – 511 – 511 Gesamt 66 7.684 69 7.135 Taxonomiefähige und taxonomiekonforme CAPEX Im Jahr 2024 wurden 22,4% (2023: 27,7%) der Gesamt-CAPEX von OMV als taxonomiefähig (nicht taxonomiekonform) eingestuft. Von den Gesamt-CAPEX von OMV konnten 18,7% (2023: 10,5%) als taxonomiekonform eingestuft werden. Die niedrigeren taxonomiefähigen CAPEX im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 sind auf einen Rückgang der Tätigkeiten 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“ und 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“ zurückzuführen, wobei dieselben Tätigkeiten im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 höhere taxonomiekonforme CAPEX aufweisen. Ein weiterer Anstieg der taxonomiekonformen CAPEX resultiert aus der Tätigkeit 6.15 „Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr“, die vor allem die Projekte zur Errichtung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge an verschiedenen Standorten widerspiegelt, sowie aus den höheren CAPEX für die Herstellung von Wasserstoff und für Photovoltaikprojekte. Im Jahr 2024 war der Großteil der taxonomiefähigen/taxonomiekonformen CAPEX mit dem Ziel des Klimaschutzes verbunden, und nur ein geringer Teil der taxonomiefähigen CAPEX stand mit dem Umweltziel des Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft im Zusammenhang. Taxonomiefähige und taxonomiekonforme CAPEX 2024 Der größte Teil der taxonomiefähigen CAPEX ergab sich aus den Tätigkeiten 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“ und 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“, die beide die Tätigkeiten unseres Geschäftsbereichs Chemicals widerspiegeln. Weitere Beiträge leisteten die Tätigkeiten in Abschnitt 6 (z. B. 6.2 „Güterbeförderung im Eisenbahnverkehr“ oder 6.10 „Güterbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt“ und 6.14 „Schienenverkehrsinfrastruktur“) sowie die Tätigkeit 3.10 „Herstellung von Wasserstoff“ und verschiedene Tätigkeiten in Abschnitt 4 „Energie“ (z. B. Erzeugung von Wärme/Kälte aus geothermischer Energie, Stromerzeugung mittels Solar- und Photovoltaik-Technologie, Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen, Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und öffentlichen Verkehr, Übertragung und Verteilung von Elektrizität usw.). Im Sektor Baugewerbe und Immobilien werden die Tätigkeiten 7.2 „Renovierung bestehender Gebäude“ (hauptsächlich Tankstellengebäude), 7.3 „Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten“ (an Tankstellen) und 7.7 „Erwerb von und Eigentum an Gebäuden“ (z. B. Erwerb der Benzinol Tankstellen in der Slowakei) ausgewiesen. Den größten Beitrag zu den taxonomiekonformen CAPEX leisteten die Tätigkeit 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“, die unsere Investition in die Propan-Dehydrierungsanlage 2 (PDH2) von Borealis in Kallo widerspiegelt, und die Tätigkeit 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“, die zum Beispiel die Investition in die Vorbehandlungsanlage Walldürn darstellt, die darauf abzielt die europaweit größte Sortieranlage für chemisches Recycling zu errichten und betreiben. Die Sortieranlage wurde vom Ziel Kreislaufwirtschaft im Jahr 2023 in das Ziel Klimaschutz im Jahr 2024 umgegliedert und konnte 2024 den Status der Taxonomiekonformität erreichen. EUR 116 Mio wurden in Photovoltaikanlagen investiert, vor allem in Rumänien. Die folgenden Tätigkeiten leisteten ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu den taxonomiekonformen CAPEX: 3.10 „Herstellung von Wasserstoff (z. B. UpHy-Projekt), die im Vergleich zu 2023 gesteigert wurde, 4.13 „Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen“ (z. B. Anlagen zur Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen und Aktivitäten zur Umwandlung von Glycerin in Propanol), 6.15 „Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr“ (z. B. Wasserstofftankstellen, Stromladestationen an Tankstellen, Erwerb von Renovatio, dem Eigentümer des größten Ladenetzes für Elektrofahrzeuge in Rumänien) und 9.1 „Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation“, die sich aus der Investition in die ReOil®plant für chemisches Recycling in der Raffinerie Schwechat sowie in F&E in den Bereichen chemisches Recycling und E-Kraftstoffe ergibt). Weitere kleinere Tätigkeiten sind 4.9 „Übertragung und Verteilung von Elektrizität“ (z. B. Übertragungsleitung für erneuerbaren Strom zum Feld Edvard Grieg), 4.25 „Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme“ (z. B. Fernwärme-Hub in der Raffinerie Schwechat) und 7.6 „Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien“ (z. B. Installation von PV-Paneelen und Wärmepumpen an Tankstellen). Taxonomiekonforme CAPEX 2024 In EUR Mio Taxonomiekonforme und taxonomiefähige CAPEX können in die verschiedenen Anlageklassen gemäß unten stehender Tabelle aufgeschlüsselt werden. Zugänge zu Nutzungsrechten sind in den Zugängen zu den Sachanlagen enthalten. Der Großteil der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Zugänge zu Sachanlagen in den Jahren 2024 und 2023 stand im Zusammenhang mit der Tätigkeit 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“. EU Taxonomie – Taxonomiefähige und taxonomiekonforme CAPEX In EUR Mio 2024 2023 Taxonomiekonforme CAPEX Taxonomiefähige (nicht taxonomiekonforme) CAPEX Taxonomiekonforme CAPEX Taxonomiefähige (nicht taxonomiekonforme) CAPEX Zugänge zu Sachanlagen 690 883 338 1.031 Zugänge zu aktivierten Entwicklungskosten 62 15 75 19 Zugänge zu sonstigen immateriellen Vermögenswerten 4 11 2 46 Gesamt 756 908 415 1.096 davon Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen 89 41 – 107 EU Taxonomie – 5-Jahres-CAPEX-Plan EUR Mio Umweltziel Tätigkeitscode Tätigkeit Taxonomiekonforme CAPEX 2024 Geplante CAPEX 2025–2029 Klimaschutz 3.10 Herstellung von Wasserstoff 41 832 3.14 Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien 323 674 3.17 Herstellung von Kunststoffen in Primärformen 107 996 4.1 Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Technologie 116 629 4.3 Stromerzeugung aus Windkraft 0 51 4.9 Übertragung und Verteilung von Elektrizität 5 600 4.13 Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen 30 1.416 4.25 Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme 4 10 6.15 Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr 61 251 7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten 2 3 7.6 Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien 5 – 8.2 Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen 0 – 9.1 Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation 61 38 Gesamt 756 5.500 1 Die Liste mit den Tätigkeitscodes enthält alle Tätigkeiten, die zwischen 2022 und 2024 als taxonomiekonform erklärt wurden. Der CAPEX-Plan enthält Nachhaltigkeitsinvestitionen laut Mittelfristplanung zur Ausweitung der bereits in den Jahren 2022 bis 2024 als taxonomiekonform erklärten Tätigkeiten. Für den CAPEX-Plan gemäß EU-Taxonomie werden Zuwendungen der öffentlichen Hand nicht von den CAPEX abgezogen (Bruttoansatz) (siehe auch Punkt 4.1.2 der EU-Taxonomie-Leitlinien). Taxonomiefähige Tätigkeiten, die 2024 noch nicht als taxonomiekonform ausgewiesen sind, aber wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt als taxonomiekonform erklärt werden sind nicht enthalten.> Taxonomiefähige und taxonomiekonforme OPEX Im Jahr 2024 wurden 49,1% (2023: 42,1%) der Gesamt-OPEX von OMV als taxonomiefähig (nicht taxonomiekonform) eingestuft. Von den Gesamt-OPEX von OMV konnten 0,5% (2023: 0,3%) als taxonomiekonform eingestuft werden. Im Jahr 2024 standen alle taxonomiefähigen/taxonomiekonformen OPEX im Zusammenhang mit dem Ziel des Klimaschutzes. Taxonomiefähige und taxonomiekonforme OPEX 2024 Die größten Beiträge zu den taxonomiefähigen OPEX leisteten die Tätigkeit 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“ und die Tätigkeit 3.14 „Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien“, wobei beide die Tätigkeiten unseres Geschäftsbereichs Chemicals widerspiegeln, sowie die Tätigkeit 4.29 „Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen“. Beiträge leisteten zudem die Tätigkeit 9.1 „Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation“ (z. B. F&E im Bereich von ReOil®). Taxonomiekonforme OPEX 2024 In EUR Mio Taxonomiekonforme OPEX stammten hauptsächlich aus den Tätigkeiten 3.17 „Herstellung von Kunststoffen in Primärformen“ (was unser Segment Chemicals widerspiegelt), 4.1 „Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Technologie“ , 4.25 „Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme“ (Fernwärme-Hub in der Raffinerie Schwechat) und 6.15 „Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr“ (Ladestationen an unseren Tankstellen). EU Taxonomie – Taxonomiefähige und taxonomiekonforme OPEX In EUR Mio 2024 2023 Taxonomiekonforme OPEX Taxonomiefähige (nicht taxonomiekonforme) OPEX Taxonomiekonforme OPEX Taxonomiefähige (nicht taxonomiekonforme) OPEX Aufwendungen für Forschung und Entwicklung – 48 – 43 Aufwendungen für Wartung und Reparaturen 3 301 3 299 Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse 0 9 – 5 Gesamt 3 358 3 347 EU Taxonomie Daten Tabellen EU Taxonomy - CAPEX-Überleitung mit dem Konzernabschluss In EUR Mio 2024 2023 Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen gemäß Konzernabschluss 3.697 3.736 Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen gemäß Konzernabschluss 275 - abzüglich Zugänge zum Firmenwert (106) 132 zuzüglich Zugänge zu zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 178 92 zuzüglich Zugänge zu staatlichen Zuschüssen 7 13 Gesamt 4.052 3.973 CAPEX gemäß EU Taxonomie Reporting 4.052 3.952 EU Taxonomie – Umsatz Geschäftsjahr 2024 2024 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) Wirtschaftstätigkeiten (1) Code(s) (2) Umsatz (3) Umsatzanteil (4) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7) Kreislauf-wirtschaft (8) Umwelt- verschmutzung (9) Biodiversität (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13) Kreislauf-wirtschaft (14) Umwelt- verschmutzung (15) Bio- diversität (16) Mindest- schutz (17) Anteil taxonomie-konforme (A.1) oder taxonomie-fähige (A.2) OPEX 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (19) Kategorie Übergangs-tätigkeit (20) EUR Mio % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) Herstellung von Kunststoffen in Primärformen CCM 3.17. 21 0,1 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,1 T Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen CCM 4.13. 10 0,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,0 Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme CCM 4.25. 32 0,1 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,1 Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr CCM 6.15. 3 0,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,0 E Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 66 0,2 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 J J J J J J J 0,2 Davon ermöglichende Tätigkeiten 3 0,0 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 E Davon Übergangstätigkeiten 21 0,1 100,0 0,1 T A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) EUR Mio % EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien CCM 3.14. 1.528 4,5 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 3,4 Herstellung von Kunststoffen in Primärformen CCM 3.17. 5.633 16,6 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 13,3 Übertragung und Verteilung von Elektrizität CCM 4.9. 0 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Erzeugung von Wärme/Kälte aus geothermischer Energie CCM 4.22. 2 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL – Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM 4.29. 511 1,5 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,3 Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM 4.30. 1 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Unterirdische dauerhafte geologische Speicherung von CO2 CCM 5.9. 7 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 7.684 22,6 18,1 Gesamt (A.1 + A.2) 7.750 22,8 18,3 B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 26.230 77,2 Gesamt (A + B) 33.981 100,0 J Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit; N Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit; EL „eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit; N/EL „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit EU Taxonomie – CAPEX Geschäftsjahr 2024 2024 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) Wirtschaftstätigkeiten (1) Code(s) (2) CAPEX (3) CAPEX-Anteil (4) Klima- schutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7) Kreislauf-wirtschaft (8) Umwelt- ver- schmut- zung (9) Bio-diversität (10) Klima-schutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13) Kreislauf- wirtschaft (14) Umwelt- ver- schmut- zung (15) Bio- diversität (16) Mindest- schutz (17) Anteil taxonomie-konforme (A.1) oder taxonomie-fähige (A.2) CAPEX 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (19) Kategorie Übergangs tätigkeit (20) EUR Mio % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) Herstellung von Wasserstoff CCM 3.10. 41 1,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,1 Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien CCM 3.14. 323 8,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 7,0 T Herstellung von Kunststoffen in Primärformen CCM 3.17. 107 2,7 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,0 T Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Technologie CCM 4.1. 116 2,9 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,0 Stromerzeugung aus Windkraft CCM 4.3. 0 0,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,2 Übertragung und Verteilung von Elektrizität CCM 4.9. 5 0,1 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,0 E Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen CCM 4.13. 30 0,7 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,4 Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme CCM 4.25. 4 0,1 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,1 Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr CCM 6.15. 61 1,5 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,7 E Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten CCM 7.3. 2 0,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,1 E Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien CCM 7.6. 5 0,1 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,2 E Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen CCM 8.2. 0 0,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J - E Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation CCM 9.1. 61 1,5 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 1,6 E CAPEX ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 756 18,7 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 J J J J J J J 10,5 Davon ermöglichende Tätigkeiten 134 3,3 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 2,6 E Davon Übergangstätigkeiten 431 10,6 100,0 7,1 T A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) EUR Mio % EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL Herstellung von Wasserstoff CCM/CCA 3.10. 15 0,4 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,1 Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien CCM/CCA 3.14. 274 6,8 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 9,9 Herstellung von Kunststoffen in Primärformen CCM/CCA 3.17. 315 7,8 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 10,5 Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Technologie CCM/CCA 4.1. – - EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Übertragung und Verteilung von Elektrizität CCM/CCA 4.9. 15 0,4 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,5 Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen für den Verkehr und von flüssigen Biobrennstoffen CCM/CCA 4.13. 48 1,2 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 3,1 Erzeugung von Wärme/Kälte aus geothermischer Energie CCM/CCA 4.22. 8 0,2 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,1 Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM/CCA 4.29. 39 1,0 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,8 Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM/CCM 4.30. 1 0,0 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Erneuerung von Systemen der Wassergewinnung, -behandlung und -versorgung CCM/CCA 5.2 3 0,1 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL - Güterbeförderung im Eisenbahnverkehr CCM/CCA 6.2. 21 0,5 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,5 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen CCM/CCA 6.5. 11 0,3 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,3 Güterbeförderung im Straßenverkehr CCM/CCA 6.6. 1 0,0 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL - Güterbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt, Schiffe für den Hafenbetrieb und Hilfstätigkeiten CCM/CCA 6.10. 62 1,5 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,8 Schienenverkehrsinfrastruktur CCM/CCA 6.14. 7 0,2 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,3 Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr CCM/CCA 6.15. 2 0,1 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL - Neubau CCM/CCA 7.1. 4 0,1 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL - Renovierung bestehender Gebäude CCM/CCA 7.2. 19 0,5 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,2 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten CCM/CCA 7.3. 15 0,4 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,1 Erwerb von und Eigentum an Gebäuden CCM/CCA 7.7. 41 1,0 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,1 Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten CCM/CCA 8.1. 6 0,1 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,1 Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation CCM/CCA 9.1. – - EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Sortierung und stoffliche Verwertung nicht gefährlicher Abfälle CE 2.7. – - N/EL N/EL N/EL EL N/EL N/EL 0,3 Bereitstellung datengesteuerter IT-/OT-Lösungen für die Leckageverringerung CE 4.1. 0 0,0 N/EL N/EL N/EL EL N/EL N/EL - CAPEX taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 908 22,4 27,7 Gesamt (A.1 + A.2) 1.664 41,1 38,2 B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN CAPEX nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 2.388 58,9 Gesamt (A + B) 4.052 100,0 J Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit; N Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit; EL „eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit; N/EL „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit EU Taxonomie – OPEX Geschäftsjahr 2024 2024 Kriterien für einen wesentlichen Beitrag DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) Wirtschaftstätigkeiten (1) Code(s) (2) OPEX (3) OPEX-Anteil (4) Klimaschutz (5) Anpassung an den Klimawandel (6) Wasser (7) Kreislauf-wirtschaft (8) Umwelt- verschmutzung (9) Biodiversität (10) Klimaschutz (11) Anpassung an den Klimawandel (12) Wasser (13) Kreislauf-wirtschaft (14) Umwelt- verschmutzung (15) Biodiversität (16) Mindestschutz (17) Anteil taxonomie-konforme (A.1) oder taxonomie-fähige (A.2) OPEX 2023 (18) Kategorie ermöglichende Tätigkeit (19) Kategorie Übergangs-tätigkeit (20) EUR Mio % J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J; N; N/EL J/N J/N J/N J/N J/N J/N J/N % E T A. TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) Herstellung von Kunststoffen in Primärformen CCM 3.17. 2 0,3 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,2 T Stromerzeugung mittels Photovoltaik-Technologie CCM 4.1. 0 0,0 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,0 Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abwärme CCM 4.25. 1 0,1 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,1 Infrastruktur für einen CO2-armen Straßenverkehr und öffentlichen Verkehr CCM 6.15. 1 0,1 J N N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J – E OPEX ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) 3 0,5 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 J J J J J J J 0,3 Davon ermöglichende Tätigkeiten 1 0,1 100,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 – E Davon Übergangstätigkeiten 2 0,3 100,0 0,2 T A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) EUR Mio % EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL EL; N/EL % Herstellung von Wasserstoff CCM/CCA 3.10. 1 0,1 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Herstellung organischer Grundstoffe und Chemikalien CCM/CCA 3.14. 111 15,2 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 13,3 Herstellung von Kunststoffen in Primärformen CCM/CCA 3.17. 167 22,9 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 20,5 Übertragung und Verteilung von Elektrizität CCM/CCA 4.9. 3 0,4 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,4 Speicherung von Wasserstof CCM/CCA 4.12. 1 0,1 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL – Stromerzeugung aus fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM/CCA 4.29. 19 2,6 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 2,1 Hocheffiziente Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen CCM/CCM 4.30. 0 0,0 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Unterirdische dauerhafte geologische Speicherung von CO2 CCM/CCA 5.12. 4 0,6 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,5 Güterbeförderung im Eisenbahnverkehr CCM/CCA 6.2. 0 0,0 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen CCM/CCA 6.5. 2 0,2 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Güterbeförderung in der See- und Küstenschifffahrt, Schiffe für den Hafenbetrieb und Hilfstätigkeiten CCM/CCA 6.10. 7 1,0 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,3 Schienenverkehrsinfrastruktur CCM/CCA 6.14. 4 0,5 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,6 Renovierung bestehender Gebäude CCM/CCA 7.2. 1 0,1 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0 Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation CCM/CCA 9.1. 39 5,3 EL EL N/EL N/EL N/EL N/EL 4,4 OPEX taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) 358 49,1 42,1 Gesamt (A.1 + A.2) 361 49,6 42,4 B. NICHT TAXONOMIEFÄHIGE TÄTIGKEITEN OPEX nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) 367 50,4 Gesamt (A + B) 728 100,0 J Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit; N Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit; EL „eligible“, für das jeweilige Umweltziel taxonomiefähige Tätigkeit; N/EL „not eligible“, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit EU Taxonomie – Zusammenfassung pro Nachhaltigkeitsziel % 2024 Umsatzanteil/Gesamtumsatz CAPEX-Anteil/Gesamt-CAPEX OPEX-Anteil/Gesamt-OPEX Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel CCM1 0,2 22,8 18,7 41,1 0,5 49,6 CCA2 - - - 41,1 - 49,6 WTR3 - - - - - - CE4 - - - 0,0 - - PPC5 - - - - - - BIO6 - - - - - - EU Taxonomie – Zusammenfassung pro Nachhaltigkeitsziel % 2023 Umsatzanteil/Gesamtumsatz CAPEX-Anteil/Gesamt-CAPEX OPEX-Anteil/Gesamt-OPEX Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel Taxonomie- konform je Ziel CCM1 0,2 18,3 10,5 37,9 0,3 42,5 CCA2 - - - 37,9 - 42,5 WTR3 – – – – – – CE4 – – – 0,3 – – PPC5 – – – – – – BIO6 – – – – – – 1 Klimaschutz 2 Anpassung an den Klimawandel 3 Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen 4 Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft 5 Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung 6 Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme EU Taxonomy – Tätigkeiten im Bereich Kernenergie und fossiles Gas Zeile Tätigkeiten im Bereich Kernenergie 1. Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN 2. Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN 3. Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme – auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung – sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN Zeile Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas 4. Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. JA 5. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. JA 6. Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. NEIN ⁠EU Taxonomie – Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner) - Umsatz 2024 Umsatzanteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI – – – – – – 2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI – – – – – – 3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI – – – – – – 4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI – – – – – – 5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI – – – – – – 6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI – – – – – – 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der Umsatz-KPI 66 0,2 66 0,2 – - 8 Gesamtumsatz 33.981 100,0 33.981 100,0 33.981 100,0 EU Taxonomie – Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner) – CAPEX 2024 CAPEX-Anteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – – – – – – 2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – – – – – – 3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – – – – – – 4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – – – – – – 5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – – – – – – 6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – – – – – – 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der CAPEX-KPI 756 18,7 756 18,7 – - 8 Gesamt-CAPEX 4.052 100,0 4.052 100,0 4.052 100,0 EU Taxonomie – Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Nenner) – OPEX 2024 OPEX-Anteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der OPEX-KPI 3 0,5 3 0,5 – - 8 Gesamt-OPEX 728 100,0 728 100,0 728 100,0 ⁠EU Taxonomie – Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler) - Umsatz 2024 Umsatzanteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der Umsatz-KPI – - – - – - 2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der Umsatz-KPI – - – - – - 3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der Umsatz-KPI – - – - – - 4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der Umsatz-KPI – - – - – - 5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der Umsatz-KPI – - – - – - 6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der Umsatz-KPI – - – - – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Zähler der Umsatz-KPI 66 100,0 66 100,0 – - 8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler der Umsatz-KPI 66 100,0 66 100,0 – - EU Taxonomie – Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler) – CAPEX 2024 CAPEX-Anteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der CAPEX-KPI – - – - – - 2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der CAPEX-KPI – - – - – - 3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der CAPEX-KPI – - – - – - 4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der CAPEX-KPI – - – - – - 5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der CAPEX-KPI – - – - – - 6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der CAPEX-KPI – - – - – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Zähler der CAPEX-KPI 756 100,0 756 100,0 – - 8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler der CAPEX-KPI 756 100,0 756 100,0 – - EU Taxonomie – Taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten (Zähler) – OPEX 2024 OPEX-Anteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der OPEX-KPI – - – - – - 2 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der OPEX-KPI – - – - – - 3 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der OPEX-KPI – - – - – - 4 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der OPEX-KPI – - – - – - 5 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der OPEX-KPI – - – - – - 6 Betrag und Anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Zähler der OPEX-KPI – - – - – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Zähler der OPEX-KPI 3 100,0 3 100,0 – - 8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Zähler der OPEX-KPI 3 100,0 3 100,0 – - EU Taxonomie – Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten – Umsatz 2024 Umsatzanteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI - - - - - - 2 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI - - - - - - 3 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI - - - - - - 4 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI 511 1,5 511 1,5 - - 5 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI 1 0,0 1 0,0 - - 6 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der Umsatz-KPI - - - - - - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der Umsatz-KPI 7.171 21,1 7.171 21,1 - - 8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der Umsatz-KPI 7.684 22,6 7.684 22,6 - - EU Taxonomie – Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten – CAPEX 2024 CAPEX-Anteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – - – - – - 2 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – - – - – - 3 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – - – - – - 4 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI 39 1,0 39 1,0 39 1,0 5 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI 1 0,0 1 0,0 1 0,0 6 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der CAPEX-KPI – - – - – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der CAPEX-KPI 869 21,4 869 21,4 869 21,4 8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der CAPEX-KPI 908 22,4 908 22,4 908 22,4 EU Taxonomie – Taxonomiefähige, aber nicht taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeiten – OPEX 2024 OPEX-Anteil CCM + CCA Klimaschutz (CCM) Anpassung an den Klimawandel (CCA) Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % EUR Mio % EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 2 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 3 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 4 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI 19 2,6 19 2,6 19 2,6 5 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI 0 0,0 0 0,0 0 0,0 6 Betrag und Anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeit gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 im Nenner der OPEX-KPI – - – - – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter taxonomiefähiger, aber nicht taxonomiekonformer Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der OPEX-KPI 339 46,5 339 46,5 339 46,5 8 Gesamtbetrag und -anteil der taxonomiefähigen, aber nicht taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der OPEX-KPI 358 49,1 358 49,1 358 49,1 EU Taxonomie – Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten – Umsatz 2024 Umsatz Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der Umsatz-KPI – - 2 Betrag und Anteil der in Zeile 2 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der Umsatz-KPI – - 3 Betrag und Anteil der in Zeile 3 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der Umsatz-KPI – - 4 Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der Umsatz-KPI – - 5 Betrag und Anteil der in Zeile 5 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der Umsatz-KPI – - 6 Betrag und Anteil der in Zeile 6 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der Umsatz-KPI – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der Umsatz-KPI 26.230 77,2 8 Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der Umsatz-KPI 26.230 77,2 EU Taxonomie – Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten – CAPEX 2024 CAPEX Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der CAPEX-KPI – - 2 Betrag und Anteil der in Zeile 2 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der CAPEX-KPI – - 3 Betrag und Anteil der in Zeile 3 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der CAPEX-KPI – - 4 Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der CAPEX-KPI – - 5 Betrag und Anteil der in Zeile 5 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der CAPEX-KPI – - 6 Betrag und Anteil der in Zeile 6 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der CAPEX-KPI – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der CAPEX-KPI 2.388 58,9 8 Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der CAPEX-KPI 2.388 58,9 EU Taxonomie – Nicht taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeiten – OPEX 2024 OPEX Zeile Wirtschaftstätigkeiten EUR Mio % 1 Betrag und Anteil der in Zeile 1 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.26 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der OPEX-KPI – - 2 Betrag und Anteil der in Zeile 2 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.27 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der OPEX-KPI – - 3 Betrag und Anteil der in Zeile 3 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.28 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der OPEX-KPI – - 4 Betrag und Anteil der in Zeile 4 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.29 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der OPEX-KPI – - 5 Betrag und Anteil der in Zeile 5 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.30 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der OPEX-KPI – - 6 Betrag und Anteil der in Zeile 6 des Meldebogens 1 genannten, gemäß Abschnitt 4.31 der Anhänge I und II der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit im Nenner der OPEX-KPI – - 7 Betrag und Anteil anderer, in den Zeilen 1 bis 6 nicht aufgeführter nicht taxonomiefähiger Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der OPEX-KPI 367 50,4 8 Gesamtbetrag und -anteil der nicht taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten im Nenner der OPEX-KPI 367 50,4 Netto-Null-Transformation E1 Klimawandel Wesentliches Thema: E1 Klimawandel Wesentliche Unterthemen: Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel (Borealis spezifisch), Energie Unterstützung der Ziele des Pariser Abkommens durch Reduzierung des CO2-Fußabdrucks unserer Geschäftstätigkeit, zum Beispiel durch Verbesserung der Energieeffizienz, Verringerung des routinemäßigen Abfackelns und Ablassens von Erdölbegleitgas sowie Reduzierung des CO2-Fußabdrucks unserer Energieversorgung, insbesondere durch Steigerung des Absatzes von CO2-freien Energieprodukten, wie zum Beispiel von erneuerbaren Kraftstoffen für den Mobilitätssektor und Strom aus erneuerbaren Energieträgern Relevante SDGs: SDG-Ziele: 7.2 Bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energie am globalen Energiemix deutlich erhöhen 7.3 Bis 2030 die weltweite Steigerungsrate der Energieeffizienz verdoppeln 13.1 Die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern stärken [E1-1 AR 1] [E1-1.14] [E1-1.16] OMV bekennt sich in vollem Umfang zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens. Die Bekämpfung des Klimawandels ist daher ein zentraler Bestandteil unserer Konzernstrategie. Wir wollen uns zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Chemikalien, Kraftstoffe und Energie entwickeln und bis 2050 das Netto-Null-Ziel erreichen19. Dieses Commitment umfasst nicht nur die Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2), sondern auch die Emissionen aus unserem Produktportfolio und andere Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope1). OMV setzt sich für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel ein und will die Energiewende fördern bzw. vorantreiben. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Die durch unsere Geschäftstätigkeit und die von uns verkauften Produkte bedingten Treibhausgas-(THG‑)Emissionen tragen zu hohen Emissionen und einem erheblichen Energieverbrauch bei. Diese Herausforderungen gehen unvermeidlich mit unserem derzeitigen Geschäftsmodell einher. OMV hat sich daher im Sinne der Energiewende verpflichtet, die THG-Emissionen zu reduzieren und den Übergang der Gesellschaft von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft zu unterstützen. Im Hinblick auf unser Ziel, bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden, sind ein diversifiziertes Angebot an Produkten mit geringerem CO2-Fußabdruck und die schrittweise Abkehr von fossilen Brennstoffen von zentraler Bedeutung. Dieser Wandel mindert nicht nur negative Umweltauswirkungen, sondern bietet für OMV auch Chancen. Durch die Mitgestaltung der Energiewende und die Umstellung auf saubere Energien und kreislauforientierte Technologien kann OMV einen Wettbewerbsvorteil erzielen. OMV will diese Chancen nutzen und durch den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion für den Eigenverbrauch Kosten senken. Ein effektives Management unseres Energieverbrauchs und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien werden dazu beitragen, die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit zu verringern, dank Energieeffizienzmaßnahmen höhere Kosteneinsparungen zu erzielen, die Einhaltung von regulatorischen Anforderungen an den Einsatz von Energie zu unterstützen und THG-Emissionen zu reduzieren. Diese Chancen stehen im Einklang mit unseren strategischen Zielen, verbessern unsere Betriebseffizienz und untermauern unser Engagement für den Umweltschutz. Mehr über wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit E1 Klimawandel finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. Governance Die Letztverantwortung für die Reduzierung der CO2-Emissionen liegt beim OMV Vorstand. Der:die Generaldirektor:in ist für das Gesamtmanagement und die Gesamtkoordination zuständig. Hierunter fallen auch klimarelevante Themen. Die Vorstandsmitglieder von OMV treffen sich regelmäßig (zumindest vierteljährlich), um aktuelle und geplante Richtlinien und Vorschriften zu folgenden Themen zu erörtern: Umwelt, Klima und Energie, damit verbundene Entwicklungen auf den Kraftstoff- und Gasmärkten, finanzielle Auswirkungen von Verpflichtungen aus dem Emissionshandel, Status von Innovationsprojekten und Fortschritte bei den Klimazielen. Die Vergütung des Vorstands ist an das Erreichen der THG-Emissionsreduktionsziele von OMV geknüpft (mehr dazu siehe >Steuerung der Nachhaltigkeit). Das Thema Reduzierung der CO2-Emissionen steht auch beim OMV Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Der Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss wurde 2021 ins Leben gerufen, um den Aufsichtsrat bei der Überprüfung und Überwachung der Nachhaltigkeitsstrategie, der ESG-Standards, der Leistung und der Prozesse von OMV und insbesondere der Performance des Konzerns in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) und den Klimaschutz zu unterstützen. Eine seiner Aufgaben ist zum Beispiel die Prüfung und Bewertung der Fortschritte, die OMV bei der Erreichung seiner Ziele in den Bereichen CO2-Bilanz, Klimawandel und Energiewende macht. [E1-1.16i] Der Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss (NTA) des Aufsichtsrats wurde im November 2021 eingerichtet. Er tritt vierteljährlich zusammen und überwacht die Strategie in Bezug auf Nachhaltigkeit, ESG-Standards, Leistung, Prozesse, HSSE sowie den Maßnahmenplan zum Klimaschutz und den Übergangsplan von OMV. Das Koordinationsforum für Nachhaltigkeit wurde 2023 unter dem Vorstand gebildet. Dieser Ausschuss wird vom:von der CFO von OMV geleitet und besteht aus leitenden Führungskräften, die für wesentliche Themen verantwortlich sind, sowie aus Vertreter:innen der Geschäftsbereiche, die für die Umsetzung der OMV Nachhaltigkeits- und Transformationsagenda zuständig sind. Seine Aufgabe ist es, die Entwicklung der Nachhaltigkeitsagenda bei OMV zu koordinieren, die Fortschritte bei der Zielerreichung zu überwachen, im Falle von Abweichungen Maßnahmen vorzuschlagen, sich abzeichnende Geschäftschancen zu diskutieren und Nachhaltigkeitsthemen für die Diskussion im Vorstand und Aufsichtsrat vorzubereiten. Der Ausschuss tritt mindestens zwölfmal im Jahr zusammen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Allgemeine Angaben Steuerung der Nachhaltigkeit. Die Strategieabteilung ist zusammen mit den Geschäftsbereichen und Konzernfunktionen für die Entwicklung der Strategie von OMV verantwortlich und stimmt die strategischen Ziele, Prioritäten und Chancen des Konzerns auf eine schlüssige und ganzheitliche Unternehmensstrategie ab. Diese Strategie wird vom OMV Vorstand genehmigt und vom Aufsichtsrat bestätigt. Sie umfasst die gesamte Wertschöpfungskette von OMV und sondiert neue Geschäftsfelder und Marktchancen, wie etwa organisches und anorganisches Wachstum, Partnerschaften, Technologie und Innovation. Die Fahrpläne zur Umsetzung der Strategie werden in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsbereichen entwickelt. Darüber hinaus führt die Strategieabteilung die jährliche Überprüfung der Strategieumsetzung (Strategy Implementation Review; SIR) durch. Dabei befasst sie sich mit strategischen Leitlinien für potenzielle Portfolioentscheidungen im Falle wesentlicher Marktstörungen oder Bedrohungen, überprüft Änderungen im Portfolio für die Umsetzung der Strategie und bewertet die Auswirkungen auf die Umsetzungsfahrpläne. Mit Gap-Analysen, Deep Dives und Segmentanalysen trägt die SIR dazu bei, erkannte Lücken zu schließen und neue strategische Projekte zu identifizieren. Diese Überprüfung beinhaltet auch einen sogenannten Health Check, der in Zusammenarbeit mit dem Risikomanagement durchgeführt wird und unter anderem eine Bewertung der Risiken und Chancen und damit verbundener Risikominderungsmaßnahmen umfasst. [E1-1.16i] Strategische Maßnahmen zur Unterstützung des Übergangsplans von OMV und zur Erreichung unserer Klimaziele werden vom OMV Vorstand im Zuge der Mittelfristplanung von OMV und der Investitionsgenehmigungsprozesse genehmigt. Das Risikomanagement von OMV ist ein zentrales Element dieser Prozesse und befasst sich eingehend sowohl mit physischen als auch klimabedingten Übergangsrisiken, einschließlich Risiken im Zusammenhang mit gebundenen Emissionen. Es gewährleistet einen systematischen Ansatz zur Identifizierung, Bewertung und Minderung potenzieller Auswirkungen auf die Geschäftsbereiche und die Vermögenswerte des Unternehmens. Auf Konzernebene liegt die Verantwortung für die THG-Bilanzierung und das THG-Management, für die Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie für die ESG-Governance bei der Abteilung Group Sustainability, die im Bereich Investor Relations & Sustainability angesiedelt ist und dem:der CFO untersteht. Die Abteilung Group Sustainability hat die Aufgabe, das Treibhausgasinventar von OMV auf der Grundlage internationaler Standards und bewährter Verfahren zu erstellen, um einen konzernweit einheitlichen Ansatz zu gewährleisten. Zu den Hauptaufgaben des Teams gehören die Entwicklung und Umsetzung und das Management des THG-Management-Frameworks von OMV, einschließlich der Klimaziele des Konzerns, die Überwachung, Berechnung und Meldung der THG-Emissionen (Scopes 1–3) von OMV sowie die Definition der Protokolle und Instrumente von OMV für die THG-Bilanzierung und ‑Berichterstattung. Das Team koordiniert die Aktivitäten unternehmensweit und bietet Tochtergesellschaften, Geschäftsbereichen und Anlagen Orientierungshilfen und Schulungen zu THG-Emissionen und in Energiebelangen an. Dieser übergreifende Ansatz gewährleistet die Abstimmung und Effektivität der Nachhaltigkeitsbemühungen von OMV im gesamten Konzern. E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz [E1-1.16h] [E1-4.34 AR 31] Zur Unterstützung des Ziels von OMV, bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden, hat OMV einen Übergangsplan entwickelt. Dieser Plan ist fester Bestandteil der OMV Strategie 2030 und wird durch konkrete kurz-, mittel- und langfristige Ziele ergänzt. Die Ziele von OMV werden sowohl auf absoluter Ebene als auch auf Ebene der Emissionsintensität festgelegt – mit dem Endziel, bis 2050 in Scope 1, 2 und 3 Netto-Null-THG-Emissionen zu erreichen. Für Scope 1 und 2 strebt OMV eine absolute Reduktion um 30% bis 2030 und um 60% bis 2040 an. Für die definierten Kategorien in Scope 3 zielt OMV auf eine absolute Reduktion um 20% bis 2030 und um 50% bis 2040 ab. Diese absoluten Reduktionen der THG-Emissionen und die Steigerung des Verkaufs CO2-freier Energie sind der Schlüssel, um die CO2-Intensität unserer Energieversorgung zu reduzieren. Angestrebt wird ein Rückgang um 15–20% bis 2030 sowie um 50% bis 2040. Diese Ziele wurden 2021 festgelegt und sind für 2030 an das nachhaltige Entwicklungsszenario (Sustainable Development Scenario; SDS) der Internationalen Energieagentur (IEA) angelehnt. Unser Ziel, bereits bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, ist jedoch weitaus ehrgeiziger als der Emissionsminderungspfad des nachhaltigen Entwicklungsszenarios. Als Basis für diese Ziele dient das Jahr 2019 als letztes volles Jahr vor der Covid-19-Pandemie, in dem der Großteil der Anlagen von OMV das gesamte Jahr über in Betrieb war. [E1-1.16b] Um unsere Ziele zu erreichen, hat sich OMV verpflichtet, in verschiedenen Bereichen Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Dies betrifft unser Produkt- und Serviceportfolio, unsere Aktivitäten für den Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft, aber auch Innovationen und Forschung & Entwicklung, unser Arbeitsumfeld und Investitionen in das Gemeinwesen. Zur Erreichung der Ziele, die wir uns bis 2030 und darüber hinaus gesetzt haben, bedarf es erheblicher Anstrengungen aller unserer Geschäftsbereiche. Dabei können wir jedoch auf unsere bereits bestehenden Stärken und Kompetenzen aufbauen. Die Reduktion von Treibhausgasen (THG) soll durch mehrere Schlüsselinitiativen erreicht werden:  Drosselung des Verkaufs von fossilen Brennstoffen und Erdgas: deutlicher Abbau bei den fossilen Brennstoffen und moderaterer Rückgang bei den Erdgasverkäufen  Steigerung des Verkaufs von CO2-freier Energie: deutlicher Anstieg bei nachhaltigen und biobasierten Brennstoffen, Absatz von grünem Erdgas, Ausbau der Photovoltaikkapazitäten sowie der Geothermie  Erhöhung der Verkaufsmengen von nachhaltigen (erneuerbaren und recycelten) Chemikalien und Polymeren auf bis zu 1.400 kt/J bis 2030  Verbesserung der Energie- und Betriebseffizienz und Verzicht auf das Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas, wodurch Methanemissionen reduziert werden  Der gesamte Strombezug im Segment Chemicals wird zu 100% auf erneuerbarer Energie basieren. Zusätzlich zu diesen Initiativen plant OMV, bis 2030 Kapazitäten zur CO2-Abscheidung und Speicherung (Carbon Capture and Storage; CCS) von etwa 3 Mio t pro Jahr aufzubauen. Dies wird uns dabei helfen, unsere THG-Ziele zu erreichen. [E1-1.16d] [E1-4.34f] [E1-4.34 AR 30a] OMV hat potenzielle Übergangsrisiken im Zusammenhang mit gebundenen Emissionen in seinen strategischen Risikomanagementprozess integriert, um finanzielle und operative Aspekte des Übergangs zu einer nachhaltigen Wirtschaft zu berücksichtigen. Die Maßnahmen von OMV zur Emissionsreduzierung sind nach Dekarbonisierungshebeln kategorisiert, die im Folgenden beschrieben werden. Diese Dekarbonisierungshebel fassen die Investitionen zusammen, die als Teil der Mittelfristplanung im Hinblick auf die Implementierung der OMV Strategie 2030 und das Erreichen der Klimaziele von OMV festgelegt wurden. Dekarbonisierungshebel Geschätzter Beitrag zu den absoluten THG-Emissionsreduktionszielen 2019–2030 Scope 1 & 2 Scope 3 Verbesserung der Betriebseffizienz Dieser Dekarbonisierungshebel umfasst Initiativen zur Optimierung und Dekarbonisierung unserer betrieblichen Prozesse, zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Elektrifizierung der Standorte, zur Installation von Photovoltaikanlagen für die eigene Stromversorgung, zur Reduzierung des Abfackelns und Ablassens von Erdölbegleitgas sowie zur Verringerung der Methanemissionen durch Leckerkennung und Verbesserungen der Anlagenintegrität. 60% Erhöhung der Einkäufe erneuerbarer Energie Für den Betrieb seiner eigenen Anlagen setzt OMV zunehmend auf erneuerbare Energien. Eine Möglichkeit, dies zu tun, ist der Zukauf von erneuerbarer Energie, wodurch unsere Scope 2-Emissionen reduziert werden. 20% Zusätzliche Erzeugung von petrochemischen Produkten und geringerer Absatz von fossilen Brennstoffen OMV geht davon aus, dass sich die Rohölverarbeitung in den Raffinerien des Konzerns verringern und gleichzeitig der Produktertrag im Chemiebereich steigen wird. Im Hinblick darauf will OMV die Schnittstelle zwischen Öl und Chemikalien mit Schwerpunkt auf den integrierten Standorten Schwechat und Burghausen optimieren. Die Neukonfiguration der Anlagen und Standorte zur Maximierung der Quote hochwertiger fossiler Kohlenwasserstoffressourcen sowie die Integration eines wachsenden Anteils an nachhaltigen Rohstoffen für die Produktion von Chemikalien werden die Dekarbonisierungsstrategie von OMV unterstützen. 49% Erhöhung des Anteils an recycelten und nachhaltigen Rohstoffen Durch die verstärkte Nutzung recycelter und nachhaltiger Rohstoffe reduziert sich der Bedarf an Primärrohstoffen. Die Einführung einer Kreislaufwirtschaft wird die THG-Emissionen erheblich verringern. Kreislauffähige Produkte, die aus biobasierten erneuerbaren Rohstoffen oder recycelten Kunststoffabfällen erzeugt werden, zeichnen sich durch geringere Emissionen aus als Produkte, die auf fossilen Primärrohstoffen basieren. Das Vorzeigeprojekt von OMV auf diesem Gebiet ist ReOil®. Weitere Initiativen in diesem Bereich sind das mechanische Recycling und die Verarbeitung von Kunststoffabfällen. 3% Steigerung der Verkäufe CO2-freier Produkte Wir verringern aktiv die CO2-Intensität unserer Energieversorgung durch die Aufnahme erneuerbarer Produkte in unser Vertriebsportfolio, indem wir den Absatz von nachhaltigen und biobasierten Brennstoffen sowie von grünem Erdgas deutlich steigern, sowie durch den Ausbau unserer Photovoltaikkapazitäten und des Bereichs Geothermie. Beitrag zur Verringerung der CO2-Intensität der Energieversorgung Portfolio-Änderungen Die Umsetzung weiterer strategischer Portfolio-Änderungen durch Akquisitionen und Investitionen, die Stilllegung und Veräußerung von Anlagen sowie die Optimierung unseres Öl- und Gasportfolios mit Schwerpunkt auf Erdgas als Brückenenergieträger der Energiewende wird uns dabei helfen, Emissionen zu reduzieren und unsere Klimaziele zu erreichen. 20% 38% CCS/CCU Die Nutzung von Kapazitäten zur Abscheidung und Speicherung von CO2 (Carbon Capture and Storage; CCS) als Minderungsmaßnahme wird unsere Bemühungen zur Erreichung der Klimaziele unterstützen. 10% Dekarbonisierungsmaßnahmen zur Erreichung der OMV Klimaziele 2030 mit dem Ziel, bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden [E1-1.16c] Zur Unterstützung der Klimaziele und der Strategie 2030 von OMV plant das Unternehmen für den Zeitraum 2024 bis 2030 organische Investitionen von durchschnittlich rund EUR 3,8 Mrd pro Jahr. Im Hinblick auf unsere ehrgeizigen Dekarbonisierungsziele werden 40–50% dieser Investitionen in nachhaltige Projekte in Bereichen wie Geothermie, CCS, erneuerbarer Strom, mechanisches und chemisches Recycling und Biokraftstoffe fließen. Etwa 40% der CAPEX für nachhaltige Projekte werden auf das Segment Energy entfallen, jeweils 30% auf die Geschäftsbereiche Chemicals und Fuels & Feedstock. [E1-1.16e] OMV hat auch einen auf die EU-Taxonomie abgestimmten CAPEX-Plan, um taxonomiekonforme Tätigkeiten weiter auszubauen. Dieser Plan basiert auf dem neuesten vom Aufsichtsrat genehmigten Geschäftsplan und entspricht dem maximalen Zeitraum von fünf Jahren für einen CAPEX-Plan gemäß Anhang I bis V der Delegierten Verordnung der Kommission (EU) 2020/852. Die geplanten CAPEX sind Gegenstand von Überprüfungen und möglichen Änderungen. Der Plan berücksichtigt nicht die für taxonomiefähige Tätigkeiten geplanten CAPEX, die seit 2022 nicht als taxonomiekonform geltend gemacht wurden, aber in Zukunft taxonomiekonform sein könnten, wie beispielsweise Tätigkeiten im Bereich der Geothermie und CCS-Aktivitäten. [E1 AR 4] Die Taxonomiekonformität von Wirtschaftstätigkeiten unterstützt den Übergang von OMV zu einer nachhaltigen Wirtschaft. Der Konzern hat im Durchschnitt 40–50% seiner organischen Investitionen für nachhaltige Projekte im Zeitraum 2024–2030 vorgesehen. Im mittelfristigen Planungszeitraum von 2025 bis 2029 werden voraussichtlich durchschnittlich rund 64% der Investitionen in nachhaltige Projekte taxonomiekonform sein. Ein Projekt gilt als „nachhaltig“, wenn es entweder taxonomiekonform ist oder zur Erreichung der THG-Ziele von OMV gemäß dem Nachhaltigkeits-Framework von OMV beiträgt. OMV hat im Jahr 2024 einen insgesamt taxonomiekonformen CAPEX-Anteil am gesamten CAPEX von 18,7% und wird diesen voraussichtlich im nächsten Fünfjahreszeitraum auf 29% erhöhen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt>EU-Taxonomie. [E1-1.16f AR 5] E1-1.16g] OMV ist von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen. Im Jahr 2024 wurden erhebliche Investitionen in Wirtschaftstätigkeiten in den Bereichen Öl und Gas in Höhe von EUR 2 Mrd getätigt Fortschritte bei der Umsetzung des Übergangsplans [E1-1.16j] OMV arbeitet aktiv an der Umsetzung seines Übergangsplans und erzielt entsprechende Fortschritte. Einzelheiten zu den Fortschritten bei unseren Nachhaltigkeitsprojekten finden Sie im Abschnitt Wichtigste Maßnahmen. Im Sinne der Energiewende hat OMV außerdem seine Öl- und Gasproduktion zurückgefahren und den Rohöldurchsatz gesenkt. Eine der diesbezüglichen Maßnahmen ist die Veräußerung des Explorations- und Produktionsgeschäfts in Malaysia. OMV hat seine Energie- und Betriebseffizienz verbessert und die absoluten Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen im Vergleich zu 2019 um 23% reduziert. Die Scope‑3-Emissionen haben sich im Vergleich zu 2019 um 17% verringert, da die Verkäufe fossiler Brennstoffe zurückgingen. Die Methanintensität von OMV ist kontinuierlich auf 0,2% im Jahr 2024 gesunken, und auch das Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas wurde deutlich reduziert. Um diese Fortschritte zu erreichen, investierte OMV im Jahr 2024 EUR 1 Mrd. Diese Investitionen konzentrierten sich hauptsächlich auf recycelte und nachhaltige Rohstoffe und auf CO2-freie Produkte. [E1-1.16c] Im Jahr 2024 wurden 22,4% (2023: 27,7%) der Gesamt-CAPEX von OMV als taxonomiefähig und 18,7% (2023: 10,5%) als taxonomiekonform eingestuft. Szenario-Analyse [E1-4.34f AR 30c] Die Szenario-Analyse bildet für OMV den Grundstein seiner Strategieentwicklung und zeigt mögliche zukünftige Pfade zur Positionierung der Strategie von OMV auf. Fortlaufende Szenario-Analysen unterstützen den Konzern dabei, die Resilienz seines Geschäftsmodells und seiner Strategie zu stärken: Szenarien werden eingesetzt, um Risiken und Chancen zu ermitteln (z. B. Risiken und Chancen für die Geschäftsentwicklung, die sich aus einer langsameren oder schnelleren Energiewende ergeben; Risiken und Chancen für aktuelle und künftige Geschäftsfelder, die sich aus Richtlinien und Verordnungen ergeben). Zudem werden sie verwendet, um das Geschäftsmodell Stresstests zu unterziehen (z. B. in Bezug auf unterschiedliche Preisumfelder) und Kapitalallokationsentscheidungen zu unterstützen (z. B. zur Sicherstellung der Cashflow-Resilienz in verschiedenen Szenarien). Die Strategieentwicklung von OMV stützt sich auf ein zugrunde liegendes Markt-Basisszenario, das auf dem APS-Szenario der IEA und anderen externen und internen Marktanalysen basiert. Dieses Basisszenario wird zur Evaluierung von Strategieoptionen, zur Definition unserer mittelfristigen Strategie und Planung sowie für Schätzungen verwendet, die in die Bewertung verschiedener Bilanzpositionen des Konzernabschlusses eingehen, wie Werthaltigkeitstests für nicht finanzielle Vermögenswerte und die Bewertung von Rückstellungen. Für Investitionsentscheidungen werden Wirtschaftlichkeitsrechnungen beruhend auf dem Basisszenario erstellt. Darüber hinaus werden die Investitionen einem Stresstest basierend auf einem Szenario von „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ unterzogen, das in erster Linie vom NZE-Szenario der IEA inspiriert ist. Mehr dazu finden Sie im > Konzernabschluss in Anhangangabe 3, Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende. [E1-1.16a, 16h] Bei der Bewertung der Übereinstimmung der Klimaziele von OMV mit einer 1,5-Grad-Welt wurden mehrere Szenarien und Ansätze untersucht, da keine Leitlinien für ein integriertes Öl-, Gas- und Chemieunternehmen verfügbar sind. Einer der wichtigsten Ausgangspunkte für die Bewertung von OMV waren die vom Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) entwickelten Szenarien, insbesondere die C1-Szenarien, bei welchen die globale Erwärmung auf 1,5°C ohne oder mit begrenzter Überschreitung begrenzt ist (>50% Wahrscheinlichkeit). Eine Untersuchung der weltweiten energiebezogenen THG-Emissionen (CO2, CH4 und N2O) – zur besseren Darstellung der OMV Geschäftstätigkeit unter Ausschluss der Emissionen aus Kohle – ergibt ein breites Spektrum von rund 70 Szenarien bis 2030 und darüber hinaus. Die Emissionen wurden für 2019, das Bezugsjahr für die Klimaziele von OMV, auf 100% normalisiert. Dann wurden jeweils 5% der extremen Ausreißer nach unten und oben herausgenommen, um das Spektrum der Szenarien zu verdichten. Alle Ziele von OMV liegen innerhalb des definierten Wertebereichs, was auf eine Übereinstimmung mit einer 1,5-Grad-Welt hinweist (siehe Abbildung unten). Im Vergleich zu den Scope‑3-Zielen von OMV für 2030 bzw. 2040 sind etwa 40% bzw. über 20% der analysierten IPCC-Szenarien durch weniger ehrgeizige CO2-Emissionsreduktionen gekennzeichnet. Übereinstimmung der Ziele zur Verringerung der Treibhausgase Die zweite wichtige Quelle, auf die sich OMV zur Bewertung seiner Klimaziele stützt, ist der World Energy Outlook (WEO 2024) der IEA. Dabei ziehen wir insbesondere drei IEA-Szenarien heran: das Netto-Null-Emissionen-Szenario (Net Zero Emissions; NZE), das einem Temperaturanstieg von 1,5°C entspricht, das Announced-Pledges-Szenario (APS), das von einem Anstieg um 1,7°C ausgeht, und das Stated-Policies-Szenario (STEPS) mit einem Temperaturanstieg von 2,4°C. Das Scope‑3-Ziel von OMV bis 2030 entspricht dabei annähernd dem Emissionspfad für den Öl- und Gassektor im NZE-Szenario, während die Ziele bis 2040 zwischen dem NZE- und dem APS-Szenario liegen. Eine weitere wichtige Referenz für sektorspezifische Dekarbonisierungspfade ist der 2023 veröffentlichte Sonderbericht der IEA mit dem Titel „The Oil and Gas Industry in Net Zero Transitions“. Für ein Unternehmen wie OMV, das weiterhin im Öl- und Gasgeschäft tätig ist und sein Produktionsziel von 350 kboe/d für 2030 beibehält, schlägt die IEA vor, dass bis 2030 ein Kapitalbudgetanteil von mehr als 50% auf saubere Energietechnologien entfallen sollte. Dies wird als Schlüsselkriterium für einen angemessenen Beitrag zur Erreichung von Netto-Null-Emissionen bis 2050 erachtet. Wie die IEA anmerkt, wäre dieser Kapitaleinsatz für Unternehmen der Öl- und Gasindustrie nur machbar, wenn Regierungen ihre Steuereinnahmen erheblich reduzieren würden und Aktionär:innen bereit wären, niedrigere Dividenden zu akzeptieren. Dies entspricht der Verpflichtung von OMV, im Zeitraum bis 2030 durchschnittlich 40–50% der organischen Investitionen20 für nachhaltige Projekte aufzuwenden und dabei gleichzeitig eine wettbewerbsfähige Aktionärsrendite beizubehalten. Der IEA-Bericht erläutert zudem Scope‑1- und Scope‑2-Emissionspfade für den Öl- und Gassektor. Diese wurden mit den im World Energy Outlook prognostizierten Emissionen des Chemiesektors kombiniert, wobei eine Gewichtung auf Grundlage der Scope‑1- bis Scope‑3-Emissionen von OMV in den jeweiligen Geschäftsbereichen im Jahr 2019 durchgeführt wurde. Der Vergleich mit den Zielen von OMV für 2030 bzw. 2040 deutet darauf hin, dass diese dem APS-Szenario entsprechen, nicht aber dem NZE-Szenario. Dem NZE-Szenario zufolge sollen allein die Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen der Öl- und Gasindustrie bis 2030 um mehr als 60% sinken. Die IEA räumt allerdings ein, dass dies für Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit umfangreiche Maßnahmen zur Emissionsreduzierung gesetzt haben, eine Herausforderung darstellen könnte, und schlägt daher für die vorgelagerte Öl- und Erdgasförderung und die Ölveredelung alternative Emissionsintensitätsziele für 2030 vor. Nach diesen Intensitätszielen stimmen die Scope‑1- und Scope‑2-Ziele von OMV zu über 80% mit den Ergebnissen des NZE-Szenarios überein. Der Vergleich mit den Intensitätszielen deckt jedoch nur etwa ein Drittel der aktuellen zielrelevanten Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen von OMV ab und lässt folglich einen wesentlichen Teil der Geschäftstätigkeit von OMV unberücksichtigt. Weiters treffen die Leitlinien der IEA für die Übereinstimmung der Öl- und Gasindustrie mit dem NZE-Szenario für OMV nicht vollständig zu, da sie das Chemiegeschäft von OMV ausschließen. Diese Einschränkung gilt insbesondere für das Emissionsintensitätsziel der IEA, das auf konventionelle Erdölraffinerien ausgelegt ist. Für einen aussagekräftigen Vergleich mit den Zielen der IEA ist es notwendig, das Chemiegeschäft und die damit verbundenen Emissionen der integrierten OMV Petrochemiestandorte Schwechat und Burghausen herauszurechnen. Daraus ergibt sich ein etwas beschränkterer Umfang des verbleibenden Ölraffineriegeschäfts, und durch die damit verbundenen geringeren Emissionen fällt das Ergebnis insgesamt positiver aus. Für ein vollständigeres Bild wird das „One Earth Climate Model“ (OECM) als Referenz herangezogen. Das OECM wurde von der von den Vereinten Nationen gegründeten Net-Zero Asset Owner Alliance und der European Climate Foundation in Auftrag gegeben, um spezifische Dekarbonisierungsfahrpläne für Aktivitäten des Öl-, Gas- und Chemiesektors zu erstellen. Im Vergleich zum NZE-Szenario der IEA hat das OECM-Szenario einige restriktivere Annahmen: Es geht von einem niedrigeren CO2-Budget, dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen für die energetische Nutzung bis 2050 und dem Verzicht auf Technologien zur CO2-Abscheidung wie CCS aus. Folglich spielen Öl und Gas, insbesondere mit Blick auf 2040, im OECM eine deutlich geringere Rolle als im NZE-Szenario der IEA. Der im OECM vorgesehene Verzicht auf CCS entspricht jedoch nicht der Strategie von OMV, da das Unternehmen CCS für das Erreichen des Netto-Null-Ziels bis 2050 als essenziell erachtet. Eine erfolgreiche weltweite Einführung von Technologien zur CO2-Abscheidung könnte jedoch das verfügbare CO2-Budget erhöhen und damit den sektorspezifischen Dekarbonisierungspfaden auf Basis des OECM mehr Spielraum verschaffen. Wie bei den IEA-Szenarien wurden auch die OECM-Pfade für den Öl-, Gas- und Chemiesektor gewichtet und kombiniert, um die Geschäftsstruktur von OMV widerzuspiegeln. Daraus ergibt sich für die Emissionsziele in den Scopes 1 und 2 eine klare Ausrichtung auf einen 1,5-Grad-Pfad bis 2030. Den kombinierten Pfad auf Basis des OECM würde OMV bis 2040 verfehlen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich das Geschäft von OMV bis dahin entsprechend den politischen Gegebenheiten und dem wirtschaftlichen Umfeld weiterentwickelt haben wird, wodurch die 2019 vorgenommene Gewichtung nicht mehr anwendbar wäre. Voraussichtlich wird der Anteil des Gasgeschäfts von OMV steigen und der des Ölgeschäfts sinken. Dies würde die Übereinstimmung von OMV mit dem 1,5-Grad-Pfad verbessern, da der OECM-Pfad in den Scopes 1 und 2 für Gas weniger ehrgeizig definiert ist als die Ziele von OMV. Die Scope‑3-Ziele von OMV stimmen indes nicht mit dem kombinierten OECM-Pfad überein. Temperaturausrichtung der OMV-Ziele für 2030 Scope 1 & 2 Ausrichtungskriterium Temperaturanstieg Übereinstimmung Pariser Abkommen deutlich unter 2°C Ja IEA APS Szenario 1,7°C Ja NZE CAPEX 1,5°C 90% von Zielwert NZE Intensitäten1 >80% Übereinstimmung NZE Szenario Nein OECM Szenario 1,5°C Ja 1 Einschränkungen hinsichtlich der Anwendbarkeit auf OMV wie im Text beschrieben Scope 3 Ausrichtungskriterium Temperaturanstieg Übereinstimmung Pariser Abkommen deutlich unter 2°C Ja IPCC Szenarios 1,5°C Innerhalb Bereich IEA APS Szenario 1,7°C Ja NZE Szenario 1,5°C Beinahe OECM Szenario 1,5°C Nein Die Klimaziele von OMV stimmen eindeutig mit dem Ziel des Pariser Abkommens überein, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Allerdings ergibt die Bewertung der Vereinbarkeit mit einer 1,5-Grad-Welt ein differenzierteres Bild, da es derzeit noch an verbindlichen Leitlinien für die Öl-, Gas- und Chemieindustrie und glaubwürdigen sektorspezifischen Emissionsreduktionspfaden mangelt. Gegenwärtig ist OMV zuversichtlich, dass seine Emissionsreduktionsziele in Scope 3 bis 2030 mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C vereinbar sind, während die Ziele in den Scopes 1 und 2 der Bestrebung, einen angemessenen Beitrag zu leisten, sehr nahe kommen. Sobald neue Szenarien und Leitlinien verfügbar sind, wird OMV seine Bewertung der Übereinstimmung mit dem 1,5-Grad-Ziel überprüfen und die Schlussfolgerungen entsprechend anpassen. Gebundene Emissionen Wichtige Anlagen, damit verbundene Emissionsquellen und Reduktionsmaßnahmen [E1-1.16d] Gebundene („locked-in“) Emissionen sind zu erwartende künftige Treibhausgasemissionen, die durch aktive und fest geplante wichtige Anlagen von OMV oder verkaufte Produkte über ihre gesamte Lebensdauer hinweg erzeugt werden. Wichtige Anlagen von OMV in Bezug auf gebundene Emissionen sind:  die Raffinerien in Schwechat, Burghausen und Petrobrazi  die Chemiebetriebe in Kallo, Stenungsund und Porvoo  das Kraftwerk Brazi  die Geschäftsbereiche Exploration & Production (E&P) in Rumänien und Österreich Rund die Hälfte der gebundenen Emissionen bis 2030 entfällt auf die Raffinerien, während die großen Chemiebetriebe etwa ein Fünftel und das Kraftwerk Brazi und die wichtigen E&P-Anlagen den Rest beitragen. Diese wichtigen Anlagen machen zusammen über 90% der gesamten Scope‑1- und Scope‑2-Treibhausgasemissionen von OMV im Zeitraum 2024 bis 2030 aus. Um diese Emissionen zu reduzieren, setzt OMV fortlaufend Schritte zur Optimierung seiner Betriebe und Anlagen, insbesondere im Hinblick auf deren Energieeffizienz. Im Folgenden werden diese vier Arten von Anlagen, ihre Hauptemissionsquellen sowie potenzielle Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen beschrieben. Gebundene Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen wichtiger Anlagen von 2024 bis 2030 nach Umsetzung von Maßnahmen zur Emissionsverringerung Raffinerien [E1-1.16d] Die Raffinerien von OMV, insbesondere jene in Österreich (Schwechat) und Deutschland (Burghausen), sind petrochemisch integrierte Standorte. Neben dem traditionellen Geschäft mit Kraftstoffen für den Straßen- und Luftverkehr beliefern sie Borealis und andere Kund:innen mit petrochemischen Monomeren. Zu den Treibhausgasemissionen der Raffinerien gehören Emissionen der Prozessanlagen für die Herstellung von Kraftstoffen (Hydrotreating-Anlagen, Rohöldestillationsanlagen usw.), die zum Teil auch für vorgelagerte petrochemische Prozesse benötigt werden. Hinzu kommen hauptsächlich Emissionen der Steamcracker bei der Herstellung petrochemischer Produkte sowie Emissionen der für die Strom- und Dampferzeugung benötigten Anlagen. Bis spätestens 2030 umzusetzende Maßnahmen zur Senkung der Emissionen werden derzeit geprüft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Elektrifizierung von Antrieben, der Brennstoffoptimierung, dem Umgang mit Raffinerierückständen und der Nutzung von grünem Wasserstoff. Darüber hinaus verringert OMV seinen Rohöldurchsatz, was ebenfalls zu einer Reduzierung der damit verbundenen Emissionen in allen Scopes beitragen wird. Über das Jahr 2030 hinaus wird OMV die CO2-Emissionen weiter reduzieren, etwa durch die Umstellung des künftigen Produktportfolios auf nachhaltigere und recycelte Produkte und die Dekarbonisierung der restlichen Prozessanlagen mittels Elektrifizierung, CCS oder nachhaltigerer Prozessbrennstoffe. Chemiegeschäft in Kallo, Stenungsund und Porvoo [E1-1.16d] Die Hauptquellen von Treibhausgasemissionen im Chemiegeschäft von OMV sind die Erzeugung von Prozesswärme (aus Fernwärme) und Dampf für den Betrieb der Propan-Dehydrierungsanlage (PDH-Anlage) in Kallo (wo eine zweite Anlage derzeit in Bau ist) sowie die Steamcracker in Stenungsund und Porvoo. Strom und Dampf werden für den Betrieb von Kompressoren und Pumpen benötigt. Die meisten der derzeitigen Scope‑1-Emissionen der PDH-Anlage und der Steamcracker können als bis 2030 gebundene Emissionen betrachtet werden. Maßnahmen zur Emissionsreduzierung in Scope 2 bieten ein erhebliches Potenzial, etwa durch den Umstieg auf Strom aus externen erneuerbaren Quellen oder die Umsetzung von Effizienzverbesserungen. Mit Blick auf 2040 können CCS und die Elektrifizierung von Kesseln als Möglichkeiten zur deutlichen Senkung der direkten Emissionen in Betracht gezogen werden. Bis zum Jahr 2050 könnten Technologien zur Elektrifizierung der in der PDH-Anlage und in den Steamcrackern verwendeten Öfen sowie CO2-neutraler Wasserstoff als alternativer Brennstoff verfügbar sein. Diese Optionen könnten zu einer signifikanten Verringerung der Emissionen beitragen. Ein Teil der gebundenen Emissionen ist auf die Dampf- und Stromversorgung durch Dritte über direkte Leitungen der jeweiligen Versorgungsunternehmen zurückzuführen. Zur Senkung dieser Emissionen bedarf es einer engen Zusammenarbeit mit den betreffenden Unternehmen. Kraftwerk Brazi [E1-1.16d] Das Kraftwerk Brazi von OMV Petrom ist ein Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk mit einer Gesamtkapazität von 860 MW, das etwa 10% des rumänischen Stromverbrauchs deckt. Die dort gebundenen Emissionen stehen in direktem Zusammenhang mit dem Gasverbrauch für die Stromerzeugung über die Lebensdauer des Kraftwerks hinweg. Emissionsreduktionen könnten durch verschiedene technische Wege erreicht werden, die stark variieren können, wie zum Beispiel der Betrieb mit einem niedrigeren Kapazitätsfaktor oder die Einbindung sauberer Brennstoffquellen, die Erdgas ergänzen (wie Biomethan, Wasserstoff) usw. Allerdings müssen die Aussichten die Machbarkeit und Reife dieser technischen Wege sowie die Marktentwicklung (einschließlich Nachfrage, Preisgestaltung und regulatorischem Umfeld) berücksichtigen. Exploration & Production [E1-1.16d] Der Geschäftsbereich E&P von OMV Petrom in Rumänien betreibt rund 150 kommerzielle Öl- und Gasfelder mit ungefähr 6.000 Förderbohrungen, 9.000 km Pipelines und rund 900 Verarbeitungsanlagen. Insgesamt produzieren diese Einrichtungen derzeit rund 110 kboe/d. Ab 2027 soll das Projekt Neptun Deep die Erdgasproduktion von OMV Petrom um bis zu 70 kboe/d steigern. In Österreich fördern rund 1.000 Bohrungen über 16 kboe/d. Der größte Anteil der Scope‑1-Emissionen des Geschäftsbereichs E&P in Rumänien und Österreich (ca. 70% bzw. ca. 60%) entsteht durch den Verbrauch von Brenngas für die Förderung und Verarbeitung von Öl und Gas, beispielsweise beim Betrieb von Kompressoren und bei der Dampferzeugung. Die Scope‑2-Emissionen stehen im Zusammenhang mit dem Stromverbrauch. Es ist davon auszugehen, dass sich die Emissionen über die Lebensdauer der Öl- und Gasfelder im Zuge des natürlichen Förderrückgangs reduzieren werden. Bei E&P Rumänien sind Energieeffizienzsteigerungen, Prozessoptimierungen, Feldmodernisierungen und Integritätsverbesserungen die wichtigsten Maßnahmen, die zur Reduzierung der Scope‑1-Emissionen bis 2030 in Betracht gezogen werden. Bei E&P Österreich ist der Austausch von gasbetriebenen durch elektrische Kompressoren die wichtigste Maßnahme zur Reduktion der Scope‑1-Emissionen bis 2030 und darüber hinaus. Auch der natürliche Förderrückgang dürfte künftig erheblich zur Emissionsminderung beitragen. Bis 2040 sollen die mit den laufenden Aktivitäten verbundenen Emissionen auf weniger als die Hälfte des derzeitigen Niveaus sinken. Dies ist hauptsächlich auf den Produktionsrückgang, aber auch auf die Umstellung auf erneuerbare Energien zurückzuführen. Insgesamt werden die für alle wichtigen Anlagen ermittelten Maßnahmen dazu beitragen, die Scope‑1- und Scope‑2-Ziele von OMV bis 2030 zu erfüllen. Rund zwei Drittel der Reduktionen der gebundenen Emissionen bis 2030 werden dabei auf das Kraftwerk Brazi und die Raffinerie Schwechat entfallen. Emissionen durch verkaufte Produkte [E1-1.16d] Die gebundenen Emissionen aus den von OMV im Berichtsjahr verkauften Produkten (Scope 3, Kategorie 11) gemäß ESRS-Definition machten 2024 über 55% der gesamten Scope‑3-Emissionen von OMV aus (79,9 von 145,9 Mio t CO2e). Diese Emissionen stehen in direktem Zusammenhang mit der Verbrennung der für die Energienutzung verkauften Öl- und Gasprodukte. Das heißt, sie fallen größtenteils im Berichtsjahr an und sind nicht für viele Jahre gebunden, sondern gehen Jahr für Jahr zurück – im Einklang mit der Strategie 2030 und den Emissionszielen von OMV. Mehr dazu finden Sie in den Abschnitten Allgemeine Angaben und Wichtigste Maßnahmen. Auswirkungen von gebundenen Emissionen auf THG-Reduktionsziele [E1-1.16d] [E1-IRO-1 AR 12d] Die Emissionsziele von OMV decken 100% der Treibhausgase in Scope 1 und 2 im Zusammenhang mit den oben genannten wichtigen Anlagen und 99% der durch verkaufte Produkte bedingten Emissionen ab (da der Bereich Chemicals nicht inkludiert ist). Die Klimaziele von OMV bis 2030 sind zentraler Bestandteil der Strategie 2030 und der damit verbundenen Geschäftsziele sowie ein wesentliches Element der Vorstandsvergütung. Um sowohl die Geschäfts- als auch die Klimaziele zu erreichen, folgt OMV einem entsprechend abgestimmten Planungsprozess. Die gebundenen Emissionen aus den wichtigen Anlagen von OMV und aus verkauften Produkten werden in die Strategie und deren Umsetzung einbezogen, um sicherzustellen, dass sie das Erreichen der Emissionsziele von OMV für 2030 nicht gefährden. Mit Blick auf 2040 und 2050 ergeben sich weitere Optionen zur Reduzierung der Emissionen im Einklang mit den Klimazielen von OMV: Neben der Umstellung auf nachhaltigere Kraftstoffe und Rohstoffe gehören dazu auch Dekarbonisierungsmaßnahmen, wie etwa verstärkte Elektrifizierung, Technologien zur CO2-Abscheidung und andere neu entstehende Lösungen. Die endgültige Auswahl der umzusetzenden Maßnahmen wird davon abhängen, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen entwickeln, inwieweit geeignete Technologien und die entsprechende Infrastruktur verfügbar sein werden (z. B. Pipelines für Wasserstoff oder CCS) und wie sich die Nachfrage nach und das Angebot an nachhaltigeren Produkten gestalten werden. OMV geht davon aus, dass bis 2050 alle verbleibenden gebundenen Emissionen kompensiert werden, um das Ziel von Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Mit der Umsetzung komplexer Dekarbonisierungsprojekte gehen finanzielle und zeitliche Herausforderungen einher. Von der Planung bis zur Betriebsreife können viele Jahre vergehen. Zudem erfordern derartige Projekte hoch qualifiziertes Personal und umfassende Prozessänderungen. Um das Erreichen der Emissionsreduktionsziele von OMV nicht zu gefährden, werden daher Projektverzögerungen in das Risikomanagement von OMV einbezogen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Risikomanagement. Resilienzanalyse [E1-SBM-3 AR 7a, 7b, 7c] [E1-SBM-3 AR 6] [E1-SBM-3.19a, 19b] Das Resilienzkonzept von OMV für das Management potenzieller klimawandelbedingter Krisen oder unvorhersehbarer Bedrohungen folgt den Prinzipien der Bewertung, Prüfung, Überwachung und kontinuierlichen Verbesserung. Es beinhaltet einen Stresstest basierend auf einem Szenario von „Netto-Null-Emissionen bis 2050“. Dieser Stresstest dient dazu, Herausforderungen zu identifizieren, mit denen die gesamte Wertschöpfungskette von OMV vor 2030 im Zusammenhang mit der Energiewende konfrontiert sein könnte, einschließlich des Risikos von „Stranded Assets“ (gestrandeten Vermögenswerten). Der Stresstest dient auch dazu, die notwendigen Fähigkeiten zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu entwickeln. Die Annahmen für dieses Szenario stehen im Einklang mit dem „Net-Zero Emissions“-(NZE-)Szenario der IEA. Mehr über unsere Marktausblickszenarien, die auf Annahmen darüber basieren, wie der Übergang zu einer CO2-ärmeren und widerstandsfähigeren Wirtschaft durch makroökonomische Trends, Energieverbrauch und -mix sowie Technologieeinsatz beeinflusst wird, finden Sie unter „Marktumfeld“. Die Resilienzanalyse wurde in Übereinstimmung mit dem nach IFRS erstellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 durchgeführt. Für weitere Einzelheiten wird auf die Anhangangabe 3 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 im Geschäftsbericht 2024 verwiesen. Die kritischen Annahmen für eine CO2-arme und resiliente Wirtschaft wurden für OMV anhand von Sensitivitäten definiert, die auf der Grundlage der Preisannahmen des „Net-Zero Emissions“-(NZE-)Szenarios der IEA berechnet wurden. Weitere Einzelheiten zu den Zeithorizonten und finanziellen Auswirkungen sowie zu den erforderlichen Abhilfemaßnahmen und Ressourcen finden sich in Anhangangabe 3 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 im Geschäftsbericht 2024. [E1-SBM-3 AR 8a] Mehr über Unsicherheiten bei der Resilienzanalyse und darüber, inwieweit die risikobehafteten Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten bei der Festlegung der OMV Strategie, bei Investitionsentscheidungen sowie den laufenden und geplanten Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigt werden, finden Sie in Anhangangabe 3 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 im Geschäftsbericht 2024. [E1-SBM-3 AR 8b] OMV hat sich verpflichtet, dem Klimawandel mit Klimazielen zu begegnen, die 2022 eingeführt wurden und durch die OMV Strategie 2030 untermauert werden. Für unsere Klimaschutzmaßnahmen werden erhebliche Investitionsausgaben bereitgestellt. Dies betrifft unsere Betriebsabläufe, den Produktbereich, Initiativen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft, Innovationen und F&E, aber auch unser Arbeitsumfeld und Investitionen in das Gemeinwesen. OMV entwickelt sein Produktportfolio weiter, um den Absatz von nachhaltigen und biobasierten Brennstoffen sowie von grünem Erdgas einzubeziehen. Durch die Erhöhung der Verkaufsmengen von nachhaltigen (erneuerbaren und recycelten) Chemikalien und Polymeren strebt das Unternehmen eine führende Position in der Kreislaufwirtschaft an. OMV entwickelt zudem Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energien und CO2-arme Projekte, etwa in den Bereichen Geothermie, Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen und CCS. Wichtige Anlagen sind dabei die Raffinerien von OMV, die modernisiert werden, um der künftigen Nachfrage nach nachhaltigen Produkten gerecht zu werden. Mit innovativen Technologien wie ReOil® werden Kunststoffabfälle zu hochwertigen Basischemikalien und Kunststoffen verarbeitet. Weitere Einzelheiten finden Sie in Anhangangabe 3 im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 im Geschäftsbericht 2024. Die Transformation von OMV zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen bis 2050 und die notwendigen Schritte auf dem Dekarbonisierungspfad sind für OMV weiterhin wichtige Inhalte im Dialog mit Finanzinstitutionen und Investor:innen. Um sich den Zugang zu attraktiven Fremd- und Eigenkapitalfinanzierungen zu sichern, zeigt OMV regelmäßig eine starke ESG-Performance ebenso wie einen aktiven Ansatz bei der Gestaltung seiner Nachhaltigkeitsstrategien und deren Ausrichtung auf die globalen Klimaziele. Dazu folgt OMV einem soliden Übergangsplan, stärkt die für die Nachhaltigkeitsberichterstattung erforderlichen Kompetenzen und intensiviert neben anderen Aktivitäten insbesondere die ESG-Governance und das Risikomanagement. Neben der Anpassung an die ESRS-Anforderungen und der Verbesserung seiner Nachhaltigkeitspraktiken strebt OMV eine breite Diversifizierung seiner Anlegerbasis und seiner Finanzierungsquellen an. Gleichzeitig stellt OMV sicher, dass die Finanzierungsmaßnahmen das starke Investment-Grade-Rating des Unternehmens und die langfristigen Ziele hinsichtlich seines Leverage-Grads unterstützen. Das Unternehmen bemüht sich um das Vertrauen der Investor:innen und prüft laufend ESG-konforme Finanzierungsoptionen, um einen kontinuierlichen Zugang zu Finanzierungen und liquiden Mitteln zu attraktiven Konditionen entsprechend den Marktentwicklungen sicherzustellen. E1-2 Spezifische Richtlinien21 und Verpflichtungen Aufgrund der engen Verflechtung zwischen den wesentlichen Themen Klimawandel, Umwelt (einschließlich aller wesentlichen Unterthemen, Abfallmanagement und Prozesssicherheit) und dem im Abschnitt Sozialinformationen behandelten wesentlichen Thema Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen kommen für die Steuerung dieser Themen dieselben übergreifenden Richtlinien zum Tragen. In diesem Abschnitt werden alle allgemeinen Richtlinien beschrieben, die für die wesentlichen Themen und Unterthemen relevant sind, die unter unseren Schwerpunktbereich „Netto-Null-Transformation“ fallen. Spezifische Richtlinien, die sich auf einzelne wesentliche Themen und Unterthemen beziehen, werden hingegen in den jeweiligen Kapiteln erläutert. Zur Unterstützung des Übergangs von OMV zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen gemäß dem Pariser Klimaschutzabkommen und den Klimastrategien und -zielen der EU hat OMV die folgenden Richtlinien und Frameworks entwickelt, die sein Handeln leiten sollen. Code of Conduct Unser Code of Conduct bekräftigt unsere Verpflichtung zur Reduzierung der THG-Emissionen und zur Unterstützung des Übergangs der Gesellschaft von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft. Wichtige Schritte sind dabei ein diversifiziertes Angebot an Produkten mit geringerem CO2-Fußabdruck, die schrittweise Abkehr von fossilen Brennstoffen und unsere Transformation zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen bis 2050. [E1-2.24] [MDR-P 65a] Unsere Prozessmanagementsysteme und unsere Konzernrichtlinien und -direktiven regeln die verpflichtende Detailumsetzung der OMV Unternehmenspolitik. Sie sind Ausdruck unserer verantwortungsbewussten Umsetzung des Code of Conduct und dienen als Grundlage für unsere Monitoringsysteme. OMV hat geeignete Due-Diligence-Systeme, Maßnahmen und laufende Kontrollen eingeführt, um sicherzustellen, dass der Grundgedanke und die Bestimmungen dieses Code of Conduct auch in der Praxis angewendet werden, unter anderem in unseren Betrieben und entlang der Wertschöpfungskette. Unser Code of Conduct erläutert unsere Verpflichtungen zur Verringerung der betrieblichen Emissionen durch Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz. Dazu gehören die Umstellung auf saubere Energiequellen an unseren Standorten und die Beschaffung erneuerbarer Energien, so wie dies auch in der OMV Strategie 2030 dargelegt ist. Durch den verstärkten Einsatz erprobter Technologien für erneuerbare Energien und die Entwicklung innovativer Lösungen in den Bereichen CO2-arme bzw. CO2-freie Technologien für Energieversorgung, Mobilität und Industrie will OMV die Produktion und den Verkauf von CO2-armer bzw. CO2-freier Energie steigern. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Lieferant:innen und Kund:innen wollen wir die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren. Darüber hinaus stellen wir sicher, dass unsere Produkte und ihr Emissionsminderungspotenzial korrekt und transparent vermarktet und irreführende Aussagen vermieden werden. Wir sind uns auch der sozialen Auswirkungen bewusst, die die Energiewende mit sich bringt. OMV ist daher bestrebt, den Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft für seine Arbeitnehmer:innen und betroffenen Gemeinschaften gerecht zu gestalten („Just Transition“) und sich mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen auseinanderzusetzen, die aus diesem Übergang resultieren. Der Prozess zur Überwachung der Wirksamkeit unseres Code of Conduct ist eine fortlaufende Maßnahme. Dazu gehören die Durchführung von Menschenrechtsprüfungen, die Bewertung der Wirksamkeit unserer Community-Beschwerdemechanismen (Community Grievance Mechanisms; CGMs) sowie interne Audits, Compliance-Prüfungen, Stichprobenkontrollen und Lieferantenbewertungen. Diese Bemühungen gewährleisten Transparenz, Verantwortung und ethisches Verhalten im gesamten Unternehmen und stärken unser Engagement für verantwortungsvolle Geschäftspraktiken. [MDR-P 65b, MDR-P 65c – E1, E2, E3, E4, E5, S1, S2, S3, G1] Unser vom OMV Vorstand genehmigter Code of Conduct gilt weltweit für alle Geschäftsbereiche und konsolidierten Konzerngesellschaften. Unternehmensspezifische und/oder gewisse bereichs- und länderspezifische Anpassungen werden begrüßt, sofern sie mit dem OMV Code of Conduct im Einklang stehen. Das Dokument ist ein Anhang zur Nachhaltigkeitsrichtlinie von OMV. Der Code of Conduct gilt weltweit für alle Geschäftsbereiche und voll konsolidierten Tochtergesellschaften. Die Einhaltung des Code of Conduct gilt für alle, die für OMV arbeiten oder im Namen von OMV agieren, mit OMV zusammenarbeiten und für OMV tätig sind. Alle unsere Geschäftspartner:innen sowie alle anderen Personen, die im Namen von OMV agieren, haben sämtliche relevanten Gesetze und Vorschriften zu beachten und sich an unseren Code of Conduct bzw. bei Nachweis eigener angemessener Regeln an diese alternativen Standards zu halten. Dies betrifft alle Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, wie zum Beispiel jene von Rohstoffpartner:innen, JV-Partner:innen, Lieferant:innen, Vertreter:innen, Beratungsunternehmen, Handelsvertretungen, Händler:innen, Auftragnehmer:innen, Subunternehmen, Vertragsbeschäftigte und verbundene Unternehmen. [MDR-P 65d – E1, E2, E3, E4, E5] Unser Code of Conduct richtet sich nach verschiedenen internationalen Standards für nachhaltige Entwicklung. OMV hat den Global Compact der Vereinten Nationen (United Nations Global Compact; UNGC) unterzeichnet. In all unserem geschäftlichen Handeln bekennen wir uns zu den Werten der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie zu den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Wir unterstützen im vollen Umfang die Ziele des Pariser Abkommens, die Vision 2050 und die Mission 2030 des Globalen Biodiversitätsrahmens (Global Biodiversity Framework; GBF) von Kunming-Montreal sowie die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (UN Sustainable Development Goals; SDGs). [MDR-P 65e – E1, E2, E3, E4, E5] Der Code of Conduct wurde 2024 überarbeitet. Dabei wurden bestimmte wichtige Interessenträger:innen wie Fachexpert:innen und Arbeitnehmer:innen von OMV entweder direkt (z. B. in Meetings) oder indirekt (z. B. über den Community-Beschwerdemechanismus) konsultiert. Das erhaltene Feedback wurde berücksichtigt, um sicherzustellen, dass die jeweiligen Interessen nach Möglichkeit nicht beeinträchtigt werden. [MDR-P 65f – E1, E2, E3, E4, E5] Der Code of Conduct ist auf der OMV Website abrufbar und auch in unseren Allgemeinen Einkaufsbedingungen enthalten. Er wird ergänzt durch weitere Dokumente und Schulungen, mit denen sichergestellt werden soll, dass die Arbeitnehmer:innen und Geschäftspartner:innen ein Verständnis für unsere Commitments entwickeln und lernen, wie sie in der Praxis umzusetzen sind. Umweltmanagementstandard Der Umweltmanagementstandard enthält detaillierte Leitlinien zur Steuerung der negativen Auswirkungen von THG-Emissionen, die durch unsere Tätigkeiten und die von uns verkauften Produkte bedingt sind, sowie zur Verbesserung der Energieeffizienz unserer Betriebe. Dazu gehört auch, dass die hohen Emissionen und der erhebliche Energieverbrauch durch die Fortführung von Standorten und Geschäftsaktivitäten entsprechend dem derzeitigen Geschäftsmodell gemindert werden. [MDR-P 65a – E1, E2, E3, E4, E5] Der Standard fordert eine Bewertung der Umweltauswirkungen und ‑risiken sowie die Einhaltung von Umweltanforderungen im Hinblick auf Emissionen in die Atmosphäre, Wasserverbrauch und Wassereinleitung, Verschmutzung durch Freisetzungen gefährlicher Stoffe, Einsatz von Rohstoffen, Abfallmanagement, Umgang mit Gefahrstoffen, Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme. Konkret geht es unter anderem um folgende Stoffe und Schadstoffe: THG-Emissionen und Emissionen von Luftschadstoffen, Freisetzungen gefährlicher Stoffe, Kunststoffpartikel, Gefahrstoffe, natürlich vorkommende radioaktive Stoffe, Lärm und Vibrationen sowie nicht gefährliche Abfälle. In den letzten Jahren wurde der Umweltmanagementstandard um Mindestanforderungen in Bezug auf Geruchsemissionen und den H2S-Gehalt in abgelassenem Gas sowie um zwei neue Anhänge mit dem Framework und einem Template für Wassermanagementpläne erweitert. Der Umweltmanagementstandard von OMV definiert auch den Prozess der Durchführung von Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen (Environmental and Social Impact Assessments; ESIAs). Dies ist hauptsächlich für Projekte relevant. Der Umweltmanagementstandard von OMV schreibt zudem vor, dass alle OMV Geschäftsbereiche und -aktivitäten verantwortungsvoll mit Energie umgehen, Primärenergieträger schonen und Energiemanagementpläne gemäß ISO 50001 implementieren. Er enthält zudem Vorgaben für das Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bei bestehenden und künftigen Tätigkeiten. [MDR-P 65b] [MDR-P 65c – E1, E2, E3, E4, E5]Der Umweltmanagementstandard wird vom:von der Generaldirektor:in von OMV genehmigt, der:die die Gesamtverantwortung für dessen Umsetzung trägt, und gilt weltweit für alle Geschäftsbereiche von OMV und alle voll konsolidierten Konzerngesellschaften mit Ausnahme von SapuraOMV. Er gilt auch für alle externen Berater:innen, die Umweltdienstleistungen für Unternehmen von OMV erbringen. [MDR-P 65d – E1, E2, E3, E4, E5] Zu den allgemeinen Grundsätzen des Umweltmanagements bei OMV gehören die Einhaltung aller geltenden Umweltgesetze und -vorschriften sowie die Beachtung international anerkannter Branchenrichtlinien für bewährte Verfahren, zum Beispiel der International Standards Organization (ISO), der International Association of Oil & Gas Producers (IOGP) unddes globalen Verbands der Öl- und Gasindustrie für Umwelt- und Sozialfragen im Rahmen der Energiewende (Ipieca). Der Umweltmanagementstandard von OMV fordert, dass alle relevanten Geschäftsbereiche und Aktivitäten von OMV (einschließlich Investitionen, Akquisitionen und Ausgliederungen) ein Umweltmanagementsystem (UMS) gemäß ISO 14001 implementieren und die angeführten Mindestanforderungen erfüllen. [MDR-P 65e] Fachexpert:innen und relevante Arbeitnehmer:innen von OMV waren entweder direkt an der Entwicklung des Standards beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Entwurf des Standards gebeten. [MDR-P 65f – E1, E2, E3, E4, E5] Der Umweltmanagementstandard ist auf der OMV Regulations Alignment Platform verfügbar. Er wird ergänzt durch Schulungen, um sicherzustellen, dass alle betroffenen Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen unsere allgemeinen Richtlinien verstehen und wissen, wie sie in der Praxis anzuwenden sind. Mehr dazu finden Sie in den Abschnitten> E2 Umweltverschmutzung, > E3Wasser, > E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme sowie > E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. THG-Management-Framework-Standard Der THG-Management-Framework-Standard ergänzt die Leitlinien unseres Umweltmanagementstandards. Er bietet einen detaillierten Ansatz zur Steuerung der negativen Auswirkungen von THG-Emissionen, die durch unsere Tätigkeiten und die von uns verkauften Produkte bedingt sind, sowie zur Verbesserung der Energieeffizienz in unseren Betrieben. Dazu gehört auch, dass die hohen Emissionen und der erhebliche Energieverbrauch durch die Fortführung von Standorten und Geschäftsaktivitäten entsprechend dem derzeitigen Geschäftsmodell gemindert werden. [E1-2.24] [MDR-P 65a] Das THG-Management-Framework ist ein Standard von OMV, der festlegt, wie Treibhausgasemissionen gemessen, gemeldet und gemanagt werden sollen. Er enthält die Definitionen, Grenzen und Regeln für die strategischen THG-Reduktionsziele von OMV und das „Netto-Null bis 2050“-Ziel. Außerdem definiert er Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, wie etwa durch Carbon Capture and Storage (CCS) und Carbon Capture and Utilization (CCU), und legt die Anforderungen für die freiwillige CO2-Kompensation und deren Beitrag zur Erreichung der THG-Ziele des Konzerns fest. Der Standard enthält zudem Leitlinien für den Umgang mit Methanemissionen sowie für die Bilanzierung und Berichterstattung von biogenen CO2-Emissionen. [MDR-P 65b] Der Standard gilt für OMV, einschließlich Borealis und OMV Petrom, nicht jedoch für die SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. [MDR-P 65c] Der:die CFO von OMV genehmigt den THG-Management-Framework-Standard und ist auch für dessen Erfüllung verantwortlich. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt beim:bei der SVP Investor Relations & Sustainability. [MDR-P 65d] Der THG-Management-Framework-Standard stützt sich auf das THG-Protokoll, das Framework der OGMP 2.0 sowie die Richtlinien des IPCC und des Integrity Council for the Voluntary Carbon Market. [MDR-P 65e] Fachexpert:innen und relevante Arbeitnehmer:innen von OMV waren entweder direkt an der Entwicklung des Standards beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Entwurf des Standards gebeten. [MDR-P 65f] Der Standard steht allen Arbeitnehmer:innen von OMV über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet zur Verfügung. Direktive zur Kontrolle von Investitionen [E1-2.24] [MDR-P 65a] Die Direktive zur Kontrolle von Investitionen (Controlling of Investment Directive) regelt den Prozess der Investitionsentscheidungen und entsprechenden Berichterstattung bei OMV, insbesondere CAPEX-Definitionen für Controllingzwecke. Darüber hinaus regelt sie die Investitionskriterien für Nachhaltigkeitsprojekte zur Minderung der festgestellten negativen Auswirkungen und Risiken. Dazu gehören auch Projekte zur Verringerung der THG-Emissionen, die durch unsere Geschäftstätigkeit, die von uns verkauften Produkte und geringe Energieeffizienz an unseren Standorten bedingt sind. Das Ziel besteht darin, Investitionen in Projekte zu fördern und zu erleichtern, die mit unseren Klimazielen, einschließlich unseres langfristigen Netto-Null-Ziels, im Einklang stehen. OMV definiert die CAPEX für Nachhaltigkeitsprojekte als Investitionen, die eines von zwei Kriterien erfüllen müssen: Entweder sind sie an der EU-Taxonomie ausgerichtet oder sie unterstützen die Umsetzung des OMV Nachhaltigkeits-Frameworks 2030. Dieses Framework umfasst unter anderem Investitionen in die Erkennung und Reparatur von Methanlecks, Energieeffizienzprogramme, chemisches Recycling und Community-Investitionen, die als strategische Investitionen in das Gemeinwesen eingestuft werden. Damit Nachhaltigkeitsprojekte die finale Investitionsentscheidung bestehen, gelten für sie andere finanzielle Hürden als für die restlichen Projekte des Portfolios. Auf „Nachhaltigkeitsinvestitionen“ werden besondere „gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten“ (Weighted Average Cost of Capital; WACC) angewendet, die die spezifischen Risiken von Nachhaltigkeitsprojekten (in der Regel niedriger als bei anderen Projekten) und eine Amortisationsdauer von weniger als 20 Jahren (länger als bei anderen Projekten) berücksichtigen. [MDR-P 65b] Die Direktive zur Kontrolle von Investitionen gilt für OMV einschließlich aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften. [MDR-P 65c] Die Direktive wird vom OMV Vorstand genehmigt, der für ihre Erfüllung verantwortlich ist. Die Zuständigkeit für die Umsetzung liegt beim:bei der SVP Group Controlling & Performance Management. [MDR-P 65e] Fachexpert:innen und relevante Arbeitnehmer:innen von OMV waren entweder direkt an der Entwicklung der Direktive beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Entwurf der Direktive gebeten. [MDR-P 65f] Die Direktive steht allen Arbeitnehmer:innen von OMV über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet zur Verfügung. Richtlinien von Borealis zur Anpassung an den Klimawandel Als Teil des OMV Konzerns setzt Borealis aktiv Schritte zur Anpassung an den Klimawandel, um seine Widerstandsfähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken. Das Unternehmen verfügt über mehrere Richtlinien, die auf den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel Bezug nehmen (u. a. die „Responsible-Care-Policy, Konzept für das HSE-Managementsystem, Konzept des Energiemanagementsystems, Konzept Gewerblicher Betrieb von Energie, Versorgungswirtschaft und CO2-Emissionszertifikaten). Diese Richtlinien dienen der Sicherstellung der kontinuierlichen Versorgung mit wichtigen Rohstoffen aus dem vorgelagerten Bereich für die eigenen Tätigkeiten sowie der zuverlässigen Lieferung von Produkten im nachgelagerten Bereich. Borealis bietet Produkte und Lösungen an, die die Anpassung an den Klimawandel unterstützen und damit die Klimaresilienz der Kund:innen und der Gesellschaft erhöhen. Dazu gehören beispielsweise Lösungen zur Kühlung, für Regenwassermanagement und anderes mehr. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Lieferant:innen von Borealis einen wachsenden Teil ihrer Kosten für die Anpassung an den Klimawandel weitergeben werden, was für Borealis höhere Rohstoffkosten bedeuten würde. Eine konzernweite Richtlinie, die sich mit dem Thema der Anpassung an den Klimawandel befasst, gibt es bei OMV nicht. Richtlinie für Mergers & Acquisitions (M&A) Die Richtlinie verbessert den Rahmen für das Management identifizierter wesentlicher Auswirkungen, Risiken und Chancen durch den Due-Diligence-Prozess, der dazu dient, die Auswirkungen und Risiken von M&A-Projekten im Hinblick auf den CO2-Fußabdruck des Unternehmens zu bewerten sowie Rufschädigungen und den Verlust von Kund:innen zu verhindern. [E1-2.24] [E1-2.25] [MDR-P 65a-65d, 65f] Ziel dieser Richtlinie ist es, die Mindestanforderungen für die Planung, Genehmigung und Durchführung von M&A-Projekten bei Borealis festzulegen. Sie enthält auch Anforderungen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel während eines M&A-Projekts. Gemäß dieser Richtlinie müssen die Auswirkungen des M&A-Projekts auf den CO2-Fußabdruck von Borealis, den Übergangsplan und die Risiken im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel in der Due-Diligence-Phase bewertet werden. Die Richtlinie gilt für die folgenden M&A-Projekte: Erwerb aller oder eines Teils der Anteile oder Vermögenswerte von Unternehmen, die nicht unter der Kontrolle von Borealis stehen; Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten oder Anteilen, die von Borealis kontrolliert werden; Fusionen, die die Einbringung von Anteilen oder bestehenden Vermögenswerten beinhalten. Die Richtlinie für Fusionen und Übernahmen verlangt, dass in der Due-Diligence-Phase eines M&A-Projekts dessen Auswirkungen auf den CO2-Fußabdruck von Borealis, den Übergangsplan und die Risiken im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel bewertet werden. Der:die Vice President for Strategy & Group Development von Borealis ist für die Umsetzung der Richtlinie verantwortlich. Jede wesentliche Abweichung von diesem Verfahren muss von der verantwortlichen Person (Project Owner) vorgeschlagen und vom Vorstand von Borealis genehmigt werden. Diese Richtlinie enthält keine Verweise auf Standards Dritter. Es wurden keine weiteren Bereiche identifiziert. Die Richtlinie wird den Beschäftigten von Borealis intern zur Verfügung gestellt. E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten [E1-3.28] [MDR-A 68a, 68b, 68c, 68d, 68e] [E1-3.29a, 29b] [E1-4.34f] [AR 30a, 30b] Die Emissionsreduzierung sowie nachhaltige Energielösungen spielen eine wichtige Rolle auf unserem Weg zur Deckung des Energiebedarfs der Gesellschaft. Um die für E1 Klimawandel identifizierten Auswirkungen und Risiken zu verhindern bzw. gegebenenfalls zu mindern, hat OMV die folgenden wichtigen Maßnahmen festgelegt.22 Durch die Steigerung der Verkäufe CO2-freier Produkte, die zunehmende Nutzung recycelter und nachhaltiger Rohstoffe, die Einführung von CO2-Abscheidung, ‑Nutzung und ‑Speicherung (Carbon Capture, Utilization and Storage; CCUS) und die Verbesserung unserer Betriebseffizienz begegnen wir den negativen Auswirkungen der THG-Emissionen, die durch unsere Geschäftstätigkeit, die von uns verkauften Produkte und geringe Energieeffizienz in unseren Betrieben verursacht werden. Diese Anstrengungen tragen dazu bei, die hohen Emissionen und den erheblichen Energieverbrauch durch die Fortführung von Standorten und Geschäftsaktivitäten entsprechend dem derzeitigen Geschäftsmodell zu senken. Dies wirkt sich im Sinne der Energiewende positiv auf die Verringerung der THG-Emissionen aus und unterstützt den Übergang der Gesellschaft von einer linearen zu einer Kreislaufwirtschaft durch ein diversifiziertes Angebot an Produkten mit geringerem CO2-Fußabdruck sowie durch die schrittweise Abkehr von fossilen Brennstoffen im Hinblick auf unser Netto-Null-Ziel bis 2050. Innovationen sind dabei ein wichtiges Element bei der Umsetzung der OMV Strategie 2030 und entscheidend für die Transformation der Wertschöpfungskette von einem linearen zu einem kreislauforientierten Modell. OMV sucht immer nach innovativen Lösungen, um das operative Geschäft zu optimieren, Geschäftsmöglichkeiten auszuloten und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und OMV so zu einem nachhaltigen Unternehmen zu machen. Die in der Tabelle aufgelisteten wichtigen Maßnahmen bauen auf dem vorhandenen Know-how von OMV sowie den neuesten verfügbaren Technologien auf, die für die Umsetzung der OMV Strategie 2030 und die Erreichung unserer THG-Emissionsreduktionsziele von zentraler Bedeutung sind. Dekarbonisierungshebel Wichtige Maßnahme (Summe von einzelnen Maßnahmen, deren Implementierung CAPEX von je EUR ≥5 Mio. benötigt) Status Erwartetes Ergebnis Beitrag zu Vorgaben/Ziele der Richtlinie Umfang Zeithorizont Abhilfe Fortschritt CAPEX 2024 CAPEX 2025– 2029 Relevante IROs Erzielte THG-Reduktion, mn tCO2e (2024 vs. Bezugsjahr 2019) Geplante THG-Reduktion, mn tCO2e (2030 vs. Bezugsjahr 2019) EUR Mrd Steigerung der Verkäufe CO2-freier Produkte Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraft, Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abfall Tatsächlich & geplant Steigerung der Verkäufe CO2-freier Energie als Beitrag zur Verringerung der CO2-Intensität der Energieversorgung Beitrag zu den Zielen der strategischen Säule für 2030 zur „Einnahme einer führenden europäischen Position bei der Herstellung von nachhaltigen Kraftstoffen“; Scope 3-Reduktionsziel und Ziel der Verringerung der CO2-Intensität der Energieversorgung; Schlüsselinitiativen zur Erreichung der angestrebten Reduzierungen bis 2030; Erhöhung der Verkäufe von CO2-freier Energie; erhebliche Steigerung des Absatzes von nachhaltigen und erneuerbaren biobasierten Brennstoffen, Absatz von grünem Erdgas, Ausbau der Photovoltaikkapazitäten für die Stromerzeugung sowie des Bereichs Geothermie Eigene Tätigkeiten Mittelfristig n.a. Bewertung, Ausführung 0.4 9.2 E1-1, E1-2, E1-7, E2-9 Keine absoluten THG-Auswirkungen, aber Beitrag zur Reduzierung der CO2-Intensität der Energieversorgung Aktivitäten im Bereich der Geothermie Tatsächlich & geplant Mittel- bis langfristig Bewertung, Ausführung E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-6, E1-7, E2-9 Infrastruktur für CO2-armen Verkehr Tatsächlich & geplant Steigerung der Verkäufe biobasierter CO2-freier Energie als Beitrag zur Verringerung der CO2-Intensität der Energieversorgung Kurz- bis langfristig Bewertung, Ausführung, Fertigstellung Herstellung von Biogas und Biokraftstoffen Tatsächlich Kurz- bis mittelfristig Ausführung, Fertigstellung E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-6, E1-7, E5-1, E2-9 Nachhaltige Kraftstoffe und Rohstoffe, E-Kraftstoffe Tatsächlich & geplant Steigerung der Verkäufe CO2-freier Produkte Kurz- bis langfristig Bewertung, Ausführung, Fertigstellung Herstellung von Wasserstoff Tatsächlich Mittelfristig Ausführung E1-1, E1-2, E1-7 Erhöhung des Anteils an recycelten und nachhaltigen Rohstoffen Herstellung organischer Basischemikalien Tatsächlich & geplant Reduktion von THG- (Scope 1 und 2) und Scope‑3-Emissionen Unterstützung des strategischen Ziels von OMV für 2030, die Produktionskapazität für erneuerbare chemische Rohstoffe zu erhöhen und den Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten aus nachhaltigen Polyolefinen und anderen Chemikalien zu steigern, um damit die Kreislaufwirtschaft zu fördern; trägt auch zum THG-Scope‑3-Ziel (und in gewissem Maße zum THG-Scope‑1- und ‑Scope‑2-Ziel) bei Eigene Tätigkeiten Mittel- bis langfristig n.a. Bewertung, Ausführung 0.5 E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-6, E1-7, E5-1 0,0 1,0 Herstellung von Kunststoffen in Primärformen Tatsächlich Erhöhung der Recyclingkapazitäten zur Steigerung des Absatzes von nachhaltigen Polymeren. Reduktion von THG- (Scope 1 und 2) und Scope 3-Emissionen. Die Einführung einer Kreislaufwirtschaft wird die THG-Emissionen erheblich verringern. Kreislauffähige Produkte, die aus erneuerbaren Rohstoffen oder recycelten Kunststoffabfällen hergestellt werden, verursachen weniger Emissionen als Produkte, die aus fossilen Primärrohstoffen hergestellt werden. Beitrag zur strategischen Säule von OMV, nachhaltige Produkte zu entwickeln, zur Bestrebung, eine führende Position im Bereich von kreislauffähigen Lösungen einzunehmen, und zum Ziel, die Verkaufsmengen von nachhaltigen Basischemikalien und Polymeren bis 2030 auf bis zu 1.400 kt/J zu steigern – und zwar auf der Grundlage von erneuerbaren und recycelten Rohstoffen; trägt auch zum THG-Scope 3-Ziel (und in gewissem Maße zum THG-Scope 1- und -Scope 2-Ziel) bei Mittelfristig Ausführung E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-6, E1-7, E5-1, E5-3, E5-5, E5-6 Mechanisches Recycling und Kunststoffabfallverarbeitung Tatsächlich & geplant Kurz- bis langfristig Bewertung, Ausführung, Fertigstellung Chemisches Recycling Geplant Langfristig Bewertung Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation Tatsächlich & geplant Kurz- bis langfristig Bewertung, Fertigstellung E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-6, E1-7, E5-1, E5-5, E5-6 CCS/CCU Carbon Capture and Storage (CCS) Geplant Verringerung der in die Atmosphäre freigesetzten CO2-Emissionen durch unterirdische Speicherung in geologischen Formationen. Dieser Prozess unterstützt die Eindämmung des Klimawandels, da er verhindert, dass große Mengen CO2 zur globalen Erwärmung beitragen. Beitrag zur strategischen Säule der OMV 2030 „Verringerung der Förderung und Weiterverarbeitung von fossilen Energieträgern“; OMV strebt eine Gesamtkapazität von jährlich rund 3 Mio t bis 2030 an; Beitrag zum Scope‑1- und Scope‑2-Reduktionsziel, zum Scope‑3-Reduktionsziel und zum Ziel der Verringerung der CO2-Intensität der Energieversorgung Eigene Tätigkeiten Mittel- bis langfristig n.a. Bewertung 0 E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-6, E1-7, E5-4 0,0 3,0 Verbesserung der Betriebseffizienz Energieeffizienzprogramme Tatsächlich & geplant Senkung des Energieverbrauchs und Verbesserung der Energieeffizienz an den Standorten. Energieeffizienz bedeutet geringere THG-Emissionen in Scope 1 und 2 und mehr Nachhaltigkeit. Strategisches Ziel für 2030, Beitrag zum Scope‑1- und Scope‑2-Reduktionsziel und zum Ziel der Verringerung der CO2-Intensität der Energieversorgung Eigene Tätigkeiten Kurz- bis langfristig n.a. Bewertung, Ausführung, Fertigstellung 0.1 E1-1, E1-7, E2-9 1,5 2,9 Sonstige Reduktionen in Scope 1 und 2 Tatsächlich & geplant Verbesserung der Betriebseffizienz mit dem Ergebnis geringerer THG-Emissionen in Scope 1 und 2 für mehr Nachhaltigkeit Mittel- bis langfristig Bewertung, Ausführung Stromerzeugung aus Photovoltaik und Windkraft, Erzeugung von Wärme/Kälte aus Abfall Tatsächlich & geplant Verringerung der Emissionen in Scope 1 und 2 durch Produktion und Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen. Verbesserung der Betriebseffizienz mit dem Ergebnis geringerer THG-Emissionen in Scope 1 und 2 für mehr Nachhaltigkeit. Kurz- bis langfristig Bewertung, Ausführung, Fertigstellung [MDR-A 69b] [E1-3.29c-i] Im Jahr 2024 erforderte die Umsetzung wichtiger Maßnahmen im Zusammenhang mit E1 Klimawandel einen Investitionsaufwand von EUR 1.046 Mio. Die Gesamt-CAPEX von OMV und ihre Überleitung zu den in der Cashflow-Rechnung ausgewiesenen Investitionen sind den Abschnitten Investitionsausgaben (CAPEX) im Konzernlagebericht und der Konzern-Cashflow-Rechnung im Konzernabschluss zu entnehmen. [MDR-A 69b] [E1-3.29c-ii] Von den Gesamt-CAPEX 2024 für die Umsetzung wichtiger Maßnahmen sind 71% taxonomiekonform. Von den insgesamt geplanten CAPEX für die Umsetzung von wichtigen Maßnahmen im Zeitraum 2025 bis 2029 werden voraussichtlich 60% taxonomiekonform und Teil des CAPEX-Plans gemäß EU-Taxonomie sein. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > EU-Taxonomie. [MDR-A 69a] OMV ist bestrebt, seine langfristige Finanzierungspolitik mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in Einklang zu bringen. Aus diesem Grund prüft OMV die Möglichkeiten nachhaltiger Finanzierungen und nachhaltigkeitsbezogener Finanzierungen, bei denen die Kosten eines Finanzinstruments an die Erreichung bestimmter strategischer Nachhaltigkeitsziele gekoppelt sind. Ein erster Schritt in Richtung nachhaltige Finanzierung wurde 2021 mit einem grünen Darlehen für die ReOil®-2000-Anlage für chemisches Recycling in Schwechat (Österreich) gemacht. Dieses Darlehen wurde in Einklang mit den Green Loan Principles gewährt und basiert auf einem projektspezifischen Rahmen für grüne Finanzierungen und einer Second Party Opinion. Für die Durchführung anderer in der oben stehenden Tabelle aufgeführten wichtigen Maßnahmen steht derzeit kein nachhaltiges Finanzinstrument aus. [E1-3 AR 21] OMV verfügt über eine solide Liquidität (rund EUR 5,8 Mrd per Ende Q3/24). Darüber hinaus stützt sich OMV in der Regel auf Fremdkapitalmärkte als Hauptfinanzierungsquelle, da diese effizient und liquide sind und lange bzw. längere Laufzeiten bieten. OMV strebt eine breite Diversifizierung seiner Anlegerbasis und seiner Finanzierungsquellen an und möchte ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil seiner Verbindlichkeiten beibehalten. OMV ist um effiziente Finanzierung bemüht und stellt gleichzeitig sicher, dass die Finanzierungsmaßnahmen das Investment-Grade-Rating des Unternehmens und den langfristigen Ziel-Leverage-Grad (12% per Ende Q3/24) unterstützen. Außerdem verfügt OMV über zugesagte und nicht zugesagte Kreditlinien, um kurzfristige Cashflow-Schwankungen abzufedern. Ergänzt wird die Palette der Finanzierungsinstrumente durch Strukturen, die es dem Unternehmen ermöglichen, das Working Capital zu optimieren. Die Finanzierung des künftigen Wachstums und des Transformationsprozesses wird im Wesentlichen auf einer Mischung aus operativem Cashflow, Beiträgen aus weiteren Kostenoptimierungen und Veräußerungen basieren. Jegliche zusätzliche Finanzierung kann mithilfe der oben erwähnten Instrumente entsprechend dem Cashflow-Profil der Investition sowie in Übereinstimmung mit den finanziellen Prioritäten und langfristigen Zielen von OMV aufgebracht werden. Hybridkapital wird auch langfristig eine solide Säule unserer Kapitalstruktur bleiben. Fortschritte bei ausgewählten wichtigen Maßnahmen Steigerung des Anteils CO2-freier Produkte Die Steigerung der Verkäufe CO2-freier und auf erneuerbaren Energien basierender Produkte bei gleichzeitiger Reduzierung der Verkäufe fossiler Brennstoffe ist von zentraler Bedeutung, um den CO2-Fußabdruck unserer Energieversorgung zu verringern. Zu diesen Produkten gehören Biokraftstoffe, Elektrizität, Abwärme und neue Optionen wie Geothermie. In unserem Geschäftsbereich Energy befasst sich das für unser Low-Carbon-Geschäft (Low Carbon Business; LCB) zuständige Team mit Geothermie und erneuerbaren Energielösungen. In den letzten Jahren haben die Initiativen in diesen Bereichen enorm an Dynamik gewonnen. Derzeit befinden sich viele dieser Projekte in der Bewertungsphase oder im Stadium erster Investitionen, wobei geplant ist, das Investitionsniveau nach 2027 zu erhöhen. Im Joint Venture mit dem Namen „deeep“ arbeiten wir mit Wien Energie zusammen, um Tiefengeothermieanlagen im Großraum Wien zu entwickeln. Die erste Anlage wird in Aspern im Nordosten der Stadt entstehen und in Kombination mit Wärmepumpen eine Kapazität von 20 MW aufweisen, was ausreicht, um rund 20.000 Haushalte zu versorgen. Mit der ersten geothermischen Tiefenbohrung wurde im Dezember 2024 begonnen. Die Bohrungen werden über 3.000 Meter in die Tiefe gehen, um das heiße Formationswasser dort für die Wärmeerzeugung zu nutzen. Die erste Tiefengeothermie-Anlage von deeep wird als Grundlage für den weiteren Ausbau der Geothermie in Wien dienen. Insgesamt wollen OMV und Wien Energie bis zu sieben Tiefengeothermie-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 200 MW im Rahmen von Bohrprogrammen umsetzen. Damit kann klimaneutrale Fernwärme für umgerechnet bis zu 200.000 Wiener Haushalte erzeugt werden. In unserem Geschäftsbereich Fuels & Feedstock (F&F) arbeiten wir an der Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems, indem wir innovative Lösungen identifizieren und zur Reife bringen. Dabei konzentrieren wir uns hauptsächlich auf Märkte, die nur schwer mit Akkus und Batterien zu elektrifizieren sind, sowie auf Kundensegmente wie den Schwerlast- und Luftverkehr. Diese Märkte haben gemeinsam, dass sie energiereiche und doch klimafreundliche Treibstoffe bei geringstmöglicher Standzeit benötigen. Unser Portfolio fördert abfallbasierte und fortschrittliche Biokraftstoffe, Wasserstoff und E-Kraftstoffe, da sich bei diesen Synergien mit unseren bestehenden Raffineriestandorten und Kompetenzen ergeben, mit denen grüne Technologien in größerem Umfang eingeführt werden können. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Projekte wird unsere Gesamtemissionen senken, innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen für die Gesellschaft hervorbringen und OMV als ein führendes Unternehmen der grünen Energiewende positionieren. Im Juni 2024 nahm OMV die Co-Processing-Anlage in der Raffinerie Schwechat in Betrieb, die bis zu 160.000 t flüssige Biomasse pro Jahr in eine hochwertige, erneuerbare Diesel-Blending-Komponente umwandeln wird. Es wurden knapp EUR 200 Mio investiert, und die Einsparungen durch den erzeugten erneuerbaren Kraftstoff belaufen sich auf rund 360.000 t CO2e. Ebenfalls im Juni 2024 traf OMV Petrom die finale Investitionsentscheidung für den Bau einer Anlage für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAFs) und erneuerbaren Diesel (HVO) sowie für zwei Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff, der für die Produktion von Biokraftstoffen genutzt werden soll. Ab 2028 will OMV Petrom rund 250 kt nachhaltige Kraftstoffe pro Jahr liefern. Im selben Monat unterzeichnete OMV Petrom eine neue Akquisition für Photovoltaikprojekte in Rumänien und erweiterte seine Partnerschaft mit Renovatio durch den Erwerb einer 50%-Beteiligung an Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien mit einer Kapazität von insgesamt 130 MW. In seiner Raffinerie in Schwechat gewinnt OMV Abwärme und liefert diese an den Flughafen Wien und an Wien Energie. Im Jahr 2024 wurden 836.446 MWh geliefert. Der OMV Geschäftsbereich Chemicals investierte im Jahr 2024 weiter in seine ReOil®-Technologie und in die mechanischen Recyclingverfahren von Borealis. Ziel ist es, das Spektrum der Anwendungen zu erweitern, für die recycelte Kunststoffe oder erneuerbare Rohstoffe als Ausgangsmaterialien eingesetzt werden können. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Bereitstellung, Sortierung und Behandlung von Abfällen. Darüber hinaus investierte Borealis in die Cracker-Öfen seiner Olefin-Anlage in Porvoo, Finnland, um den Einsatz erneuerbarer und recycelter Rohstoffe in der Produktion von Basischemikalien zu steigern. In unserem Retail-Geschäft setzte OMV seine Initiativen im Bereich der Elektromobilität erfolgreich fort und implementierte ein komplettes Betriebssystem einschließlich CPO (Charge Point Operator), eMSP (eMobility Service Provider) und App-Modulen in Österreich, Ungarn, Rumänien und der Slowakei. Darüber hinaus schloss OMV Petrom im Mai die Übernahme von Renovatio Asset Management, dem führenden Anbieter von Ladelösungen für Elektrofahrzeuge in Rumänien, erfolgreich ab. Per Ende 2024 belief sich die Zahl der von OMV betriebenen Hochleistungsladepunkte auf 804 (2023: 292). Einen Überblick über die Standorte dieser Ladestationen finden Sie im Abschnitt >Geschäftsfelder. CO2-Abscheidung und -Speicherung OMV hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 3 Mio t CO2 pro Jahr zu speichern. Zusammen mit Aker BP halten wir die Poseidon-Lizenz für die Speicherung von CO2 in der norwegischen Nordsee (OMV Norge 50%). Das Projekt hat das Potenzial zur Speicherung von über 5 Mio t CO2 jährlich. Wir beabsichtigen, den Standort als Speicher für CO2 nutzen, das von verschiedenen Industrieanlagen in Nordwesteuropa abgeschieden wird, darunter auch von den europäischen Anlagen von Borealis. Ende 2023 wurde eine 3D-Seismik-Untersuchung erfolgreich abgeschlossen. Die Drill-or-Drop-Entscheidung (Bohren oder Lizenzrückgabe) soll bis 2025/26 fallen. Zusammen mit unseren Partnerunternehmen Vår Energi (Betriebsführer) und Lime Petroleum AS konnten wir uns 2024 eine zweite Lizenz zur Speicherung von CO2 sichern (OMV Norge 30%). Die Lizenz namens Iroko befindet sich in der zentralen norwegischen Nordsee und bietet die Kapazität zur Speicherung von rund 215 Mio t CO2, mit einer erwarteten Injektionskapazität von mehr als 7,5 Mio t CO2 pro Jahr. Im Juni 2024 begann OMV Petrom in der Raffinerie Petrobrazi mit der Erprobung einer innovativen Technologie zur Abscheidung und Nutzung von CO2. Die Erprobung der neuen Technologie ist Teil einer Demonstrationskampagne, die in drei Ländern – Dänemark, Rumänien und Griechenland – im Rahmen eines von der Europäischen Kommission über das Programm „Horizont 2020“ finanzierten Innovationsprojekts durchgeführt wird. Energieeffizienzmaßnahmen Ein effektives CO2- und Energiemanagement trägt dazu bei, THG-Emissionen und dadurch bedingte Verbindlichkeiten zu reduzieren. Damit lassen sich Umweltkosten senken, finanzielle Einsparungen durch Energieeffizienz erzielen und regulatorische Vorgaben erfüllen. Regierungsbehörden verlangen die Einhaltung der Vorschriften des EU-Emissionshandelssystems (EU-EHS), der nationalen Umsetzungen der EU‑Energieeffizienzrichtlinie sowie verpflichtende Energieaudits alle vier Jahre. Der umfassende Ansatz von OMV zum Management seiner Treibhausgasemissionen ist in der Formulierung und Umsetzung der OMV Strategie verankert. Er beinhaltet die THG- und energiebezogene Bilanzierung und Berichterstattung, das Bestandsmanagement, Audits, Bewertungspläne sowie Schulungen für die Arbeitnehmer:innen. Die Energieeffizienzmaßnahmen an OMV Standorten stehen in direktem Zusammenhang mit technischen Verbesserungen, die bei gleichbleibender operativer Leistung Energie einsparen. Auch in unseren Raffinerien konzentrieren wir uns auf die Optimierung von Prozessen und die Steigerung der Energieeffizienz, um Kosten und CO2-Emissionen zu senken. In der Raffinerie Burghausen wurde 2024 ein Projekt zur Verwendung von Dampfkondensatstrom aus der Metathese-Anlage zur Erwärmung des kühleren Dampfkondensats aus dem Spaltgasverdichter umgesetzt. Dadurch wird die Energieeffizienz des Prozesses erhöht, was zu einer jährlichen Reduzierung von rund 1.000 t CO2e führt. Das Potenzial für einen reduzierten Energieeinsatz wird in jährlichen Kampagnen zur Verbesserung der Umweltleistung einschließlich Energieverbrauch erhoben. Wir haben Ziele für die Raffinerien festgelegt, bestimmte Werte gemäß dem Energieintensitätsindex zu erreichen, die jährlich überwacht werden. Darauf aufbauend ermitteln wir Bereiche für Energieeffizienzverbesserungen und entscheiden über die zu ergreifenden Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs im Rahmen unseres Umweltmanagements. Auf Borealis entfallen 20% des Energieverbrauchs von OMV. Das Unternehmen betrachtet Energieeffizienz daher als wesentliches Element seiner Klimastrategie und will seinen Energieverbrauch gegenüber 2015 bis 2030 um 10% reduzieren. Für die gemeinsamen Anlagen in Schwechat und Burghausen gibt es Initiativen zur Verstärkung von Synergien, die zu Energie- und CO2-Einsparungen führen. Ein Beispiel dafür ist der Ersatz von Kesselspeisewasser in der Raffinerie Schwechat durch kostengünstigeres, kälteres und voll entsalztes Wasser. Schrittweise Einstellung des routinemäßigen Abfackelns von Erdölbegleitgas [MDR-A 68a, 68b, 68c]Bei der Ölproduktion fällt neben dem Öl auch Erdölbegleitgas an. Ein Großteil dieses Gases wird zwar genutzt, aber ein Teil davon wird aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen abgefackelt, was zur Freisetzung von Treibhausgasen wie CO2 und Methan führt. Etwa 1% der gesamten direkten THG-Emissionen von OMV und etwa 6% der direkten THG-Emissionen des OMV Geschäftsbereichs Energy resultierten aus dem routinemäßigen Abfackeln von Begleitgas. Seit dem Jahr 2017 unterstützt OMV die Weltbank-Initiative „Zero Routine Flaring by 2030“. Bestehende Standorte, an denen Begleitgas und freies Gas nach wie vor routinemäßig abgefackelt werden, müssen einen Ausstiegsplan erstellen, um das routinemäßige Abfackeln so bald wie möglich, jedoch bis spätestens 2030 einzustellen. Neue Produktionsstätten werden mit geeigneten Lösungen für die Verwendung des Begleitgases entwickelt. Ein routinemäßiges Abfackeln findet an diesen Standorten dann nicht mehr statt. Im Rahmen dieser Initiative berichten wir jährlich an die Weltbank über unsere Fortschritte. Außerdem müssen alle Betriebe von OMV Methanemissionen – sowohl aus Punktquellen als auch aus diffusen Quellen – sowie technisch vermeidbare Emissionen, wie etwa bei Sondentests oder Workovers, auf ein Mindestmaß reduzieren. Im Jahr 2024 fackelten wir routinemäßig 32.914.000 m³ Erdölbegleitgas ab. [MDR-A 68e]Seit 2017 haben wir die Menge an routinemäßig abgefackeltem Gas um 77% reduziert. Überwachung von diffusen Emissionen sowie Lecksuche und -reparatur [MDR-A 68a, 68b, 68c] Diffuse Methanemissionen und andere Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen ohne Methan (Non-Methane Volatile Organic Compounds; NMVOCs) werden von OMV mithilfe von Programmen zur Leckerkennung und -reparatur (Leak Detection and Repair; LDAR) systematisch überwacht und kontrolliert. Zur Leckerkennung werden routinemäßige akustische und visuelle Inspektionen sowie Geruchsprüfungen durchgeführt. Auch mittels Seifenblasentests und optischer Gasdetektion wird nach Lecks gesucht. Modernste Methoden wie Infrarotkameras und die Zusammenarbeit mit Dritten, die Drohnen, Satellitendaten und akustische Leck-Bildgebung einsetzen, tragen zur weiteren Verbesserung der Überwachung von diffusen Emissionen bei. Lecks werden basierend auf Priorisierungen und Risikobewertungen umgehend repariert. Zu den wichtigsten Initiativen gehören das Pipeline-Integritätsprogramm und die Modernisierung von Anlagen, zum Beispiel von Verdichterstationen. OMV setzt die LDAR-Programme sowohl im Upstream- (OMV Energy) als auch im Downstream-Bereich (OMV Fuels & Feedstock) ein. Im OMV Geschäftsbereich Energy sind die LDAR-Programme abgestimmt auf das THG-Management-Framework, das Framework der OGMP 2.0 und das UN-Programm zur Reduktion von Methanemissionen, dem OMV im April 2024 beitrat. Ein internes LDAR-Team bei OMV Österreich setzt modernste Technologien für regelmäßige Standortuntersuchungen ein. Das interne LDAR-Programm von OMV Petrom deckt mehr als 300 Einrichtungen ab, wobei der Schwerpunkt auf dem Screening von Methan und der Reduzierung von Leckagen liegt. Globale und lokale Programme zum Management von Methan, wie zum Beispiel Ops CH4llenge bei OMV Petrom, bereiten die Betriebe auf die neuen Anforderungen an die Erkennung, Messung und Berichterstattung von Methan vor. Beschaffung erneuerbarer Energien für Anlagen [MDR-A 68a, 68b, 68c] Für den Betrieb seiner Anlagen setzt OMV zunehmend auf erneuerbare Energien. Ein Ansatz ist dabei der Zukauf von erneuerbarer Energie, wodurch unsere Scope‑2-Emissionen reduziert werden. So besagen zum Beispiel die Stromverträge für unsere Raffinerien Schwechat und Burghausen, dass 50% des zugekauften Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen müssen. Im Jahr 2024 stammten 53% des zugekauften Stroms in der Raffinerie Schwechat und 75% in der Raffinerie Burghausen einschließlich der Tanklager und Pumpstationen aus erneuerbaren Quellen. Der Strom, der von den österreichischen Tankstellen von OMV sowie vom OMV Headoffice eingekauft wird, ist zu 100% erneuerbar. Die Stromverträge für die Raffinerien von OMV und die AWP sind in der Regel spotindexiert und werden mit einer Laufzeit von ein bis drei Jahren abgeschlossen. Das Rohstoffpreisrisiko wird durch entsprechende Risikomanagementinstrumente gesteuert. OMV wird die Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Quellen zur Versorgung unserer Betriebe weiter intensivieren. Um unsere Scope‑2-Emissionen zu senken und das Ziel von Borealis zu erreichen, bis 2030 100% des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu beziehen (Stand 2024: >50%), schloss OMV weitere Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements; PPAs) über den langfristigen Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen ab, um die notwendige Elektrizität und Versorgung für die Produktionsprozesse sicherzustellen. OMV plant, durch weitere PPAs und Investitionen in die Solarenergie jährlich zusätzlich 580–780 GWh aus erneuerbaren Energien zu beziehen. Im Geschäftsbereich Chemicals, die am meisten Energie verbraucht, wollen wir sicherstellen, dass der gesamte zugekaufte Strom bis 2030 aus erneuerbaren Quellen stammt. Im Jahr 2024 machte der von Chemicals eingekaufte Strom 2.731 GWh aus (2023: 2.771 GWh), das sind etwa 73% (2023: 73%) des insgesamt von OMV eingekauften Stroms. Soweit es die lokalen Vorschriften zulassen, plant OMV auch die Erzeugung erneuerbarer Energie und deren Einspeisung in das Stromnetz zur Nutzung durch Dritte. Dazu werden derzeit in den Ländern, in denen wir tätig sind, potenzielle Möglichkeiten geprüft. Im Jahr 2024 schloss OMV Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements; PPAs) mit VERBUND und ImWind ab und sicherte sich damit einen jährlichen Bezug von 67 GWh nachhaltigen Stroms. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 16.000 Haushalten. Mit diesem Ökostrom kann OMV über 35% des Bedarfs an zugekauftem Strom der Raffinerie Schwechat und der AWP decken. Dies versetzt OMV in die Lage, seine CO2-Bilanz zu verbessern und die Nutzung erneuerbarer Energien zu forcieren. In Deutschland schloss OMV eine Partnerschaft mit Statkraft, einem der größten Erzeuger erneuerbarer Energie in Europa. Im Rahmen eines Fünfjahresvertrags wird OMV jährlich 73 GWh Windenergie von Statkraft beziehen, um zur Dekarbonisierung der OMV Standorte in Deutschland beizutragen. Außerdem unterzeichnete Borealis langfristige PPAs über die Lieferung erneuerbarer Energie von zwei Onshore-Windparks mit den finnischen Energieversorgungsunternehmen Fortum und Axpo Nordic, einer Tochtergesellschaft des größten Schweizer Anbieters von erneuerbaren Energien. Ab Mitte 2024 wird Borealis für seine Produktionsanlagen in Porvoo, Finnland, über einen Zeitraum von acht Jahren 800 GWh Strom aus erneuerbaren Energiequellen von Fortum beziehen. Darüber hinaus wird Borealis über die nächsten zehn Jahre für seinen Produktionsstandort in Stenungsund, Schweden, jährlich mehr als 130.000 MWh Windstrom von Axpo Nordic beziehen. Dieser Strom wird von dem neuen Onshore-Windpark Hultema in Mittelschweden erzeugt und seit Jänner 2024 geliefert. Maßnahmen von Borealis für den Umgang mit Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel [E1-3.28] [E1-3 AR 19d] [MDR-A 68a, 68b, 68c] Borealis hat ein Programm zur Anpassung an den Klimawandel initiiert. Dieses Programm begann mit einer anfänglichen Planübung auf höchster Ebene für alle Anlagen von Borealis, um Standorte mit erheblichen Risiken zu identifizieren. Im Jahr 2025 wird eine eingehendere Analyse erfolgen, die einen Überblick über die Standorte mit erheblichen physischen Risiken in Verbindung mit dem Klimawandel für die Anlagen von Borealis geben wird. E1-4 Ziele im Zusammenhang mit der Anpassung an den Klimawandel Die durch unsere eigenen Tätigkeiten und die von uns verkauften Produkte bedingten Treibhausgas-(THG‑)Emissionen tragen zu hohen Emissionen und einem erheblichen Energieverbrauch bei. Diese Herausforderungen gehen mit unserem derzeitigen Geschäftsmodell unvermeidlich einher. Um sie zu bewältigen, hat OMV absolute THG-Emissionsreduktionsziele für Scope 1 und 2 (kombiniert) sowie für Scope 3 festgelegt und will die CO2-Intensität seiner Energieversorgung reduzieren. Darüber hinaus haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Methanintensität zu senken und das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 komplett einzustellen. [MDR-T-80f] Um die Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit bei der Verfolgung unserer Fortschritte in Richtung dieser THG-Reduktionsziele zu gewährleisten, nehmen wir eine Neuberechnung der Baseline vor, wenn es aufgrund von Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen zu signifikanten Änderungen der THG-Emissionen kommt. Diese Neuberechnung gilt auch für die Bewertung der Erreichung der THG-Ziele, einschließlich der Zielerreichung für den LTIP und den Jahresbonus für den Vorstand. Eine signifikante Änderung bedeutet, dass sich Fusionen, Übernahmen oder Veräußerungen im Berichtsjahr kumulativ mit mehr als 5% auf die in den Geltungsbereich der THG-Ziele fallenden absoluten Emissionen in Scope 1 bis 3 des Bezugsjahres auswirken. Dies umfasst Scope 1- und Scope 2-THG-Emissionen (marktbezogen), indirekte Scope 3-THG-Emissionen von OMV Energy und F&F aus Kategorie 11 (3.11) „Verwendung verkaufter Produkte“ an Dritte auf Eigenproduktionsbasis, indirekte Scope 3-THG-Emissionen von OMV Chemicals aus Kategorie 1 „Erworbene Waren und Dienstleistungen“ (3.1) auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz und indirekte Scope 3-THG-Emissionen von Chemicals (Borealis) aus Kategorie 12 „Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer“, die an Dritte verkauft wurden, auf Eigenproduktionsbasis (3.12). Alle unsere THG-Ziele wurden 2021 an das nachhaltige Entwicklungsszenario (Sustainable Development Scenario; SDS) der IEA angeglichen, sind jedoch ehrgeiziger, da es unser Ziel ist, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Dieser Ansatz und die Neuberechnung des Bezugsjahres gelten auch für unsere Ziele in Bezug auf die Scope 3-THG-Emissionen und die CO2-Intensität der Energieversorgung. [MDR-T-80g] Für die Öl- und Gasindustrie gibt es keine wissenschaftlich fundierten Leitlinien zur Festlegung von Klimazielen oder zur Evaluierung der Übereinstimmung von Klimazielen mit schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Bei der Festlegung von Klimazielen und der Bewertung der Vereinbarkeit der OMV Klimaziele mit einer 1,5-Grad-Welt untersuchten wir jedoch mehrere Szenarien und Ansätze, die wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen oder auf solchen basieren, wie zum Beispiel die vom Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change; IPCC) entwickelten Szenarien, insbesondere die C1-Szenarien, die die globale Erwärmung auf 1,5°C ohne oder mit begrenzter Überschreitung begrenzen (>50% Wahrscheinlichkeit). Dies gilt für alle unsere Ziele. [MDR-T-80h] Alle Klimaziele wurden zunächst von der Abteilung Group Sustainability dem Vorstand und dem Aufsichtsrat vorgeschlagen. Anschließend wurden sie mit internen Interessenträger:innen, darunter die Abteilung Group Strategy und relevante Geschäftsfunktionen, im Rahmen interner Strategieabstimmungsgespräche erörtert und vereinbart. Letztendlich wurden die Ziele vom Vorstand genehmigt. Absolutes Ziel – Scopes 1 und 2 [E1-4.32] [MDR-T-80a-80j] [E1-7.60] [E1-4.34a-34c] [E1-4.34 AR 23-24, 36] [MDR-T-80a] In unserem Code of Conduct verpflichten wir uns zur Reduzierung betrieblicher Emissionen, unter anderem durch die Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz, zur Umstellung auf saubere Energien an unseren Standorten und zur Beschaffung erneuerbarer Energien, so wie dies auch in der OMV Strategie 2030 dargelegt ist. OMV wird daher auf eine Dekarbonisierung seiner Geschäftstätigkeit hinarbeiten, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Dieses Ziel ist an unsere strategische und mittelfristige Planung gekoppelt, und als Anreiz für die Zielerreichung ist ein entsprechender Bonus für den Vorstand vorgesehen. 2030 Absolute Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen um ≥30% 2040 Absolute Reduktion der Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen um ≥60% 2050 Netto-Null Scope 1 und Scope-2 Treibhausgasemissionen AbsolutesZiel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten und vorgelagerte Wertschöpfungskette (Stromerzeugung) Im Umfang enthalten 100% Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen (marktbezogen) von Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, von Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie von Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Nicht im Umfang enthalten Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen von Anlagen, die nicht von OMV betrieben werden oder nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2019 Bezugswert in Mio t CO2e 13,9 [MDR-T-80f] Die Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionsreduktionen bis 2030 und 2040 beinhalten eigene Maßnahmen und die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S); die Entnahme von Treibhausgasen (gemäß ESRS-Definitionen), vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate sind als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040 ausgeschlossen. Für das Netto-Null-Ziel der Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen bis 2050 sollen die verbleibenden THG-Emissionen (nach einer Verringerung der THG-Emissionen um rund 90–95%) durch Methoden wie Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen im Zuge der eigenen Tätigkeiten, in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (Stromerzeugung) und durch CO2-Zertifikate neutralisiert werden. [MDR-T-80i] Im Jahr 2024 überarbeiteten wir unsere Methodik zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040, um sie mit den ESRS-Leitlinien in Einklang zu bringen. Dabei wurde die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S) inkludiert, während die Entnahme von Treibhausgasen, vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate ausgeschlossen wurden. Das Bezugsjahr 2019 wurde für die Berechnung der CO2e-Emissionen von Nicht-CO2-Gasen die Erderwärmungspotenziale (Global Warming Potentials; GWPs) gemäß dem Sechsten Sachstandsbericht des IPCC (AR6 – 100 Jahre) angepasst. Stand 2024: [MDR-T- 80j] Absolute Scope-1- und Scope-2-Emissionen reduziert um 23% vs. 2019 (2023: –26%) Für die THG-Ziele von OMV werden dieselben Abgrenzungen wie für das Treibhausgasinventar verwendet, um die Konsistenz zwischen Zielsetzung und Berichterstattung zu gewährleisten. Das Ziel deckt 100% der Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen aus dem OMV Treibhausgasinventar ab und umfasst somit die gleichen Treibhausgase: CO2, CH4 und N2O. Im Jahr 2024 betrug der Anteil der Scope‑1-Emissionen an den kombinierten Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen (marktbezogen) 91%, während die Scope‑2-Emissionen 9% ausmachten. Gemessen an den THG-Gesamtemissionen (Scope 1–3, marktbezogen) lag der Anteil der Scope‑1-Emissionen bei 7% und der Anteil der Scope‑2-Emissionen bei 1%. Dieses freiwillige Ziel wird jährlich überwacht und überprüft. Absolutes Ziel – Scope 3 [E1-4.32] [MDR-T-80a-80j] [E1-7.60] [E1-4.34a-c] [E1-4.34 AR 23-24, 36] [MDR-T-80a] Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns, die Scope‑3-Emissionen aus unserem Produktportfolio und andere Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Wir wollen die Produktion und den Verkauf von CO2-armer bzw. CO2-freier Energie steigern, indem wir den Einsatz reifer Technologien für erneuerbare Energien ausweiten und neue Lösungen in den Bereichen CO2-arme bzw. CO2-freie Technologien für Energieversorgung, Mobilität und Industrie entwickeln. Das strategische Ziel von OMV ist die Dekarbonisierung des Produktportfolios, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Dieses Ziel steht im Einklang mit der OMV Strategie 2030 und ist vollumfänglich an die strategische und mittelfristige Planung von OMV gekoppelt. 2030 Absolute Reduktion der Scope-3-Treibhausgasemissione um ≥20% 2040 Absolute Reduktion der Scope-3-Treibhausgasemissionen um ≥50% 2050 Netto-Null Scope 3 Treibhausgasemissionen Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten, vorgelagerte Wertschöpfungskette (Rohstoffe) und nachgelagerte Wertschöpfungskette (Verwendung von Produkten und Produkte am Ende der Lebensdauer) Im Umfang enthalten Indirekte Scope‑3-THG-Emissionen von Energy und F&F aus Kategorie 11 (3.11) „Verwendung verkaufter Produkte“ an Dritte auf Eigenproduktionsbasis; indirekte Scope‑3-THG-Emissionen von Chemicals aus Kategorie 1 „Erworbene Waren und Dienstleistungen“ (3.1) auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz; indirekte Scope‑3-THG-Emissionen von Chemicals (Borealis) aus Kategorie 12 „Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer“, die an Dritte verkauft wurden, auf Eigenproduktionsbasis (3.12) Nicht im Umfang enthalten Unternehmensinterne Verkäufe und rein finanziell gehandelte Mengen, unternehmensinterne Lieferungen; sonstige indirekte Scope‑3-THG-Emissionen Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2019 Bezugswert in Mio t CO2e 114,9 [MDR-T-80f] Die Verringerung der THG-Emissionen in Scope 3 bis 2030 und 2040 umfasst unsere eigenen Maßnahmen sowie Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S) in der Wertschöpfungskette und durch zusätzlich geschaffene CCS-Kapazitäten. Die Entnahme von Treibhausgasen (gemäß ESRS-Definitionen), vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate sind als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040 ausgeschlossen. Für das Netto-Null-Ziel der Scope‑3-Emissionen bis 2050 sollen die verbleibenden THG-Emissionen (nach einer Verringerung der THG-Emissionen um rund 90–95%) durch Methoden wie Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, zusätzlich geschaffene CCS-Kapazitäten und CO2-Zertifikate neutralisiert werden. [MDR-T-80g] Die Reduktion der Scope-3-THG-Emissionen bis 2030 und 2040 umfasst unsere eigenen Maßnahmen sowie CCU/S in der Wertschöpfungskette und alle zusätzlich geschaffenen CCS-Kapazitäten. Die Entmahme von Treibhausgasen (gemäß ESRS-Definitionen), vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate sind als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040 ausgeschlossen. Für das Netto-Null-Ziel der Scope-3-Emissionen bis 2050 sollen die verbleibenden THG-Emissionen (nach der Reduktion der THG-Emissionen um ca. 90–95%) durch Methoden wie Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, zusätzliche CCS-Kapazitäten und CO2-Zertifikate neutralisiert werden [MDR-T-80i] Im Jahr 2024 überarbeiteten wir unsere Methodik zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040, um sie mit den ESRS-Leitlinien in Einklang zu bringen. Dabei wurde die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S) inkludiert, während die Entnahme von Treibhausgasen, vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate ausgeschlossen wurden. Das Bezugsjahr 2019 wurde für die Berechnung der CO2e-Emissionen von Nicht-CO2-Gasen die Erderwärmungspotenziale (Global Warming Potentials; GWPs) gemäß dem Sechsten Sachstandsbericht des IPCC (AR6 – 100 Jahre) angepasst. Stand 2024: [MDR-T-80j] Absolute Scope‑3-Emissionen reduziert um 17% vs. 2019 (2023: –10%) Für die THG-Ziele von OMV werden dieselben Abgrenzungen wie für das Treibhausgasinventar verwendet, um die Konsistenz zwischen Zielsetzung und Berichterstattung zu gewährleisten. Im Jahr 2024 betrug der Anteil der Scope‑3-Emissionen, die unter die Zielvorgabe für die gesamten Scope‑3-Emissionen des THG-Inventars von OMV fallen, 65%. Gemessen an den THG-Gesamtemissionen (Scope 1–3, marktbezogen) lag der Anteil der Scope‑3-Emissionen bei 61%. Dieses freiwillige Ziel wird jährlich überwacht und überprüft. CO2-Intensität der Energieversorgung (Scopes 1–3) [E1-4.32] [MDR-T-80a-80j] [E1-7.60] [E1-4.34a-34c] [E1-4.34 AR 23-24, 36] [MDR-T-80a] Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns zur Dekarbonisierung unserer Geschäftstätigkeit und unseres Produktportfolios, um bis 2050 zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Diese Verpflichtung bezieht sich nicht nur auf die Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2), sondern auch auf unser Produktportfolio und andere Emissionen entlang der Wertschöpfungskette (Scope 3). Das Ziel steht im Einklang mit der OMV Strategie 2030 und ist vollumfänglich an die strategische und mittelfristige Planung von OMV gekoppelt. Anreize für die Zielerreichung bieten der LTIP und der Jahresbonus für den Vorstand. 2030 Reduktion der CO2-Intensität der Energieversorgung um 15-20% 2040 Reduktion der CO2-Intensität der Energieversorgung um ≥50% 2050 Netto-Null CO2-Intensität der Energieversorgung Relatives Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten, vorgelagerte Wertschöpfungskette (Stromerzeugung) und nachgelagerte Wertschöpfungskette (Verwendung von Produkten) Im Umfang enthalten Direkte Scope‑1-THG-Emissionen auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz von Energy und F&F; indirekte Scope‑2-THG-Emissionen (marktbezogen) aus Einkäufen von Energie von Dritten (z. B. Strom, Wärme, Dampf) auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz von Energy und F&F; indirekte Scope‑3-THG-Emissionen aus Kategorie 11 „Verwendung verkaufter Produkte“ an Dritte auf Eigenproduktionsbasis Nicht im Umfang enthalten Direkte Scope‑1-THG-Emissionen von Chemicals, direkte Scope‑1-THG-Emissionen im Zusammenhang mit der petrochemischen Produktion im Raffineriebereich sowie von Anlagen von Energy und F&F, die nicht von OMV betrieben bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind; indirekte Scope‑2-THG-Emissionen (marktbezogen) aus Einkäufen von Energie von Dritten (z. B. Strom, Wärme, Dampf) von Chemicals, direkte Scope‑1-THG-Emissionen im Zusammenhang mit der petrochemischen Produktion im Raffineriebereich sowie von Anlagen von Energy und F&F, die nicht von OMV betrieben bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind; indirekte Scope‑3-THG-Emissionen aus Kategorie 11 „Verwendung verkaufter Produkte“: unternehmensinterne Verkäufe und rein finanziell gehandelte Mengen sowie sonstige indirekte Scope‑3-THG-Emissionen Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2019 Bezugswert in g CO2e/MJ 70,0 [MDR-T-80f] Die Emissionsreduzierungen der CO2-Intensität der Energieversorgung bis 2030 und 2040 umfassen sowohl unsere eigenen Maßnahmen als auch die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S) (bei unseren eigenen Tätigkeiten und in der Wertschöpfungskette sowie zusätzlich geschaffene CCS-Kapazitäten). Die Entnahme von Treibhausgasen (gemäß ESRS-Definitionen), vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate sind als Mittel zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040 ausgeschlossen. Für das Netto-Null-Ziel der CO2-Intensität der Energieversorgung bis 2050 sollen die verbleibenden THG-Emissionen (nach einer Verringerung der THG-Emissionen um rund 90–95%) durch Methoden wie Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, zusätzlich geschaffene CCS-Kapazitäten und CO2-Zertifikate neutralisiert werden. [MDR-T-80i] Im Zuge der Weiterentwicklung des OMV Portfolios haben sich einige unserer Projektzeitpläne verschoben und der Konzern hat sein Ziel für die CO2-Intensität der Energieversorgung von 20% auf 15–20% bis 2030 revidiert. Für 2040 verfolgt OMV weiterhin das Ziel einer Senkung der CO2-Intensität der Energieversorgung um 50%. Im Jahr 2024 überarbeiteten wir unsere Methodik zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele für 2030 und 2040, um sie mit den ESRS-Leitlinien in Einklang zu bringen. Dabei wurde die Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU/S) inkludiert, während die Entnahme von Treibhausgasen, vermiedene Emissionen und CO2-Zertifikate ausgeschlossen wurden. Das Bezugsjahr 2019 wurde für die Berechnung der CO2e-Emissionen von Nicht-CO2-Gasen die Erderwärmungspotenziale (Global Warming Potentials; GWPs) gemäß dem Sechsten Sachstandsbericht des IPCC (AR6 – 100 Jahre) angepasst. Stand 2024: [MDR-T-80j] CO2-Intensität der Energieversorgung reduziert um 1% vs. 2019; (2023: –1%) Dieses freiwillige Ziel wird jährlich überwacht und überprüft. Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns oder Ablassens von Erdölbegleitgas [E1-4.32] [MDR-T-80a-80j] [E1-4.34a-34c] [E1-4.34 AR 23-24] [MDR-T-80a] Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns zur Reduzierung betrieblicher Emissionen, unter anderem durch Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz, so wie dies auch in unserer Strategie 2030 dargelegt ist. In unserem Umweltmanagementstandard haben wir die Vorgabe verankert, das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 schrittweise einzustellen. Dieses Ziel unterstützt das strategische Ziel von OMV, seine Geschäftstätigkeit zu dekarbonisieren, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. 2030 Abschaffung des routinemäßigen Abfackelns oder Ablassens von Erdölbegleitgas 2050 Netto-Null Scope 1 Treibhausgasemissionen Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten 100% der durch routinemäßiges Abfackeln und Ablassen von Begleitgas bedingten Emissionen aus Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, aus Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie aus Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Nicht im Umfang enthalten Von Energy betriebene Kraftwerke, F&F und Chemicals; routinemäßiges Abfackeln und Ablassen von Begleitgas bei Anlagen, die nicht von OMV betrieben werden bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind Geografische Abdeckung OMV Energy Bezugsjahr 2019 Bezugswert in Mio Sm3 514 [MDR-T-80f, 80i] OMV definiert routinemäßiges Abfackeln in Übereinstimmung mit der Global Flaring and Methane Reduction Partnership (GFMR) und der Initiative „Zero Routine Flaring by 2030“ der Weltbank. Die Mengen an routinemäßig abgefackeltem und abgelassenem Gas werden auf Ebene der E&P-Länder/Vermögenswerte, einschließlich Gasspeicher, ausgewiesen und auf Ebene von OMV Energy aggregiert. An diesem Ziel wurden 2024 keine Änderungen vorgenommen. Stand 2024: [MDR-T-80j] Menge an routinemäßig abgefackeltem und abgelassenem Gas von 53 Mio Sm3 im Jahr 2023 auf 37 Mio Sm3 im Jahr 2024 reduziert Dieses freiwillige Ziel wird jährlich überwacht und überprüft. Methanintensität [E1-4.32] [MDR-T-80a-80f] [E1-4.34a-34c] [E1-4.34 AR 23-24] [MDR-T-80a] Im OMV Code of Conduct verpflichten wir uns zur Reduzierung betrieblicher Emissionen, unter anderem durch Verbesserung der Betriebs- und Energieeffizienz. In unserem Umweltmanagementstandard haben wir die Vorgabe verankert, das routinemäßige Abfackeln und Ablassen von Erdölbegleitgas bis 2030 schrittweise einzustellen. Dieses Ziel unterstützt das strategische Ziel von OMV, seine Geschäftstätigkeit zu dekarbonisieren, um bis 2050 ein Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. 2025 Methanintensitat von ≤0,2% erreichen 2030 Methanintensitat von ≤0,1% erreichen 2050 Netto-Null Scope 1 Treibhausgasemissionen Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Die Aktivitäten von Energy E&P umfassen alle Tätigkeiten von der Exploration bis zur Produktion sowie die Gasverarbeitung und Gasspeicherung (bis zum ersten Point of Sale; PoS), einschließlich LNG-Verflüssigungsanlagen, wenn diese sich vor dem ersten Point of Sale befinden. Der PoS ist definiert als die Stelle, an der die Übertragung des Eigentums an dem Produkt auf den nachgelagerten Akteur erfolgt. Bei diesem kann es sich um einen Dritten oder eine nachgelagerte Geschäftseinheit innerhalb von OMV handeln. Vereinfacht beschreiben lässt sich dies mit „vom Bohrloch zum Point of Sale“. 100% der Methanemissionen (als Teil der direkten Scope‑1-THG-Emissionen) und das gesamte (brutto) vermarktete Gas (Verkäufe) von Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, von Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie von Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist. Alle Methanemissionen aus selbst betriebenen vorgelagerten Anlagen zur Vermarktung von Öl und/oder Gas sind einbezogen, einschließlich der von OMV betriebenen Gasspeicher. Ebenfalls einbezogen sind diffuse Methanemissionen sowie Methanemissionen, die bei der Entgasung und unvollständigen Verbrennung entstehen, zum Beispiel in Fackeln und Turbinen. Nach diesem Ansatz sind auch Emissionen im Zusammenhang mit Ereignissen höherer Gewalt oder Sabotage einbezogen. Nicht im Umfang enthalten Methanemissionen und vermarktetes Gas von Anlagen, die nicht von OMV betrieben werden bzw. nicht im Mehrheitsbesitz von OMV sind. Explorationsbohrungen werden als außerhalb der Grenze für die Einbeziehung liegend angesehen (da diese Tätigkeit getrennt von der Wertschöpfungskette für vermarktetes Gas und Öl betrachtet werden kann), wohingegen Produktionsbohrungen und Abschlussarbeiten innerhalb der Grenze für die Einbeziehung eingestuft werden. Von Energy betriebene Kraftwerke, F&F und Chemicals. Geografische Abdeckung OMV Energy Bezugsjahr 2019 Bezugswert in % (Sm3/Sm3) 1,3 [MDR-T-80f] Das Ziel der Verringerung der Methanintensität resultiert aus der Notwendigkeit, die Methanemissionen im Öl- und Gassektor gemäß den EU-Anforderungen (EU-Verordnungen zu Methanemissionen) und den Erwartungen der IEA an die Branche zu verringern. Die Methode zur Berechnung der Methanintensität ist auf den Ansatz der Oil and Gas Climate Initiative (OGCI) abgestimmt und wie folgt definiert: Methanintensität [%] = Methanemissionen [Sm3]/vermarktetes Gas (Verkäufe) [Sm3]. [MDR-T-80h] Die THG-Ziele wurden zunächst von der Abteilung Group Sustainability dem Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen und anschließend mit internen Interessenträger:innen, darunter die Abteilung Group Strategy und relevante Geschäftsfunktionen, im Rahmen interner Strategieabstimmungsgespräche erörtert und vereinbart. Die Ziele wurden dann vom Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] An diesem Ziel wurden 2024 keine Änderungen vorgenommen. Stand 2024: [MDR-T-80j] 0,2% Methanintensität (2023: 0,3%) Dieses freiwillige Ziel wird jährlich überwacht und überprüft. [E1-4.33] Zu den zusätzlichen Leistungskennzahlen, die zum Management der Dekarbonisierung von OMV betragen, gehören:  Reduzierung der CO2-Intensität unserer Geschäftstätigkeit (Scope 1) (Stand 2024: 79% vs. 100% im Jahr 2010)  Erhebliche Reduzierung der CO2-Emissionen der von OMV betriebenen Anlagen im Zeitraum 2020–2025 (Scope 1) durch konkrete Reduktionsinitiativen und Veräußerungen (Stand 2024: 0,8 Mio t CO2e)  Reduzierung der CO2-Intensität des Produktportfolios (Scope 3) (Stand 2024: 2,6 Mio t CO2e pro Mio t Öläquivalent) [E1-4.34c AR 25a] Als Basis für alle drei Scopes und unsere Ziele für 2030, 2040 und 2050 dient OMV das Jahr 2019. Das war das letzte volle Jahr vor der Covid-19-Pandemie, in dem der Großteil der Anlagen von OMV das gesamte Jahr über in Betrieb war. Die Berichterstattungsgrenzen, die erfassten Aktivitäten und die Methoden für Kennzahlen und Ziele bleiben im Zeitverlauf einheitlich. Im Falle von Änderungen der Methoden wird deren Erheblichkeit bewertet, und die Baseline-Daten werden nach Möglichkeit angepasst. [E1-4.34c AR 25b] Im Jahr 2024 wurde keine Neuberechnung des Bezugsjahres veranlasst. [E1-4.34f] [E1-4.34f AR 30a] Mehr über die erwarteten Dekarbonisierungshebel und deren quantitativen Gesamtbeitrag zur Erreichung der THG-Emissionsreduktionsziele finden Sie im Abschnitt >E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz. [MDR-T-72] Borealis hat noch kein Ziel für die Anpassung an den Klimawandel definiert, jedoch im Jahr 2024 ein Programm gestartet, das sich mit diesem Thema befasst. Im Zuge dessen wurde eine umfassende Bewertung aller Anlagen von Borealis vorgenommen, um Standorte mit erheblichen klimabedingten Risiken zu identifizieren. Eine detailliertere Analyse wird 2025 vorliegen und einen Überblick über die Standorte mit erheblichen physischen Risiken in Verbindung mit dem Klimawandel für die Anlagen von Borealis bieten. Kennzahlen [Freiwillig] 59% der Standorte sind nach ISO 50001 zertifiziert (2023: 57%). Kennzahlendefinitionen und Methoden [Freiwillig] [MDR-M.77a-77c] Prozentsatz der nach ISO 50001 zertifizierten Standorte: Berechnet als Prozentsatz der nach ISO 50001 zertifizierten Standorte im Verhältnis zur Gesamtzahl der Betriebsstandorte. Die Messung dieser Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. E1-5 Energieverbrauch und Energiemix Energieverbrauch [E1-5.37a, 37b, 37c] [E1-5.38a, 38b, 38c, 38d, 38e] [E1-5.39] [E1-5 AR 34] [GRI 302-1] [GRI 302-2] In MWh 2024 2023 Gesamtenergieverbrauch 46.265.174 38.994.387 davon Verbrauch von nicht erneuerbarer Energie 43.775.979 37.399.001 davon Verbrauch von Kernenergie 281.639 n.a. davon Verbrauch von erneuerbarer Energie 2.207.556 1.595.387 davon Gesamtenergieverbrauch aus fossilen Quellen 41.851.084 33.916.489 davon aus Kohle und Kohleerzeugnissen 0 n.a. davon aus Rohöl und Erdölerzeugnissen 4.030.888 4.214.558 davon aus Erdgas 35.805.770 28.082.617 davon aus sonstigen fossilen Quellen 2.014.426 1.619.314 davon Gesamtverbrauch aus erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen 1.924.895 3.482.512 davon Elektrizität 1.146.867 2.059.688 davon Wärme 4.626 237.429 davon Kühlung 0 0 davon Dampf 773.401 1.185.394 davon Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen 281.639 n.a. davon selbst erzeugte erneuerbare Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt 39.775 34.497 davon Gesamtbrennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse 82.628 0 davon Gesamtverbrauch aus erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen 2.085.153 1.560.890 davon Verbrauch aus erworbener Elektrizität 2.050.046 1.558.048 davon Wärme 803 1.644 davon Kühlung 0 0 davon Dampf 34.304 1.197 Anteil fossiler Brennstoffquellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) 95% 96% Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) 1% n.a. Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %) 5% 4% Gesamtenergieverbrauch außerhalb des Unternehmens Gesamtenergieproduktion (für den Markt) 344.166.550 380.740.954 davon aus nicht erneuerbaren Quellen 335.524.028 375.023.036 davon Brennstoffe 327.592.038 367.322.279 davon Elektrizität 7.095.544 6.896.826 davon Wärme 836.446 803.931 davon Kühlung 0 0 davon Dampf 0 0 davon aus erneuerbaren Quellen 8.642.522 5.717.918 Kennzahlendefinitionen und Methoden [E1-5.37a, 37b, 37c] [E1-5.38a, 38b, 38c, 38d, 38e] [E1-5.39] [E1-5 AR 34] [GRI 302-1] [GRI 302-2] [MDR-M.77b] Sofern nicht anders angegeben, wird die Messung aller unten angeführten Kennzahlen von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [MDR-M.77a, 77c] Gesamtenergieverbrauch: Der aggregierte Gesamtenergieverbrauch wird aus standortspezifischen Daten abgeleitet, wobei eine Kombination aus direkten Messungen, Berechnungen und Schätzungen verwendet wird. Sind direkte Messungen oder Berechnungen nicht möglich, werden Schätzungen zur Ermittlung des Energieverbrauchs herangezogen. Zu den potenziellen Einschränkungen der Methode gehören die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Schätzungen, wenn direkte Messungen und Berechnungen nicht möglich sind. Der Gesamtenergieverbrauch wird getrennt nach Verbrauch von nicht erneuerbarer, nuklearer und erneuerbarer Energie ausgewiesen. Zur Berechnung der Anteile der fossilen, nuklearen und erneuerbaren Quellen wird der jeweilige Energieverbrauch durch den Gesamtenergieverbrauch dividiert. Die Daten zum Energieverbrauch werden unter Anwendung derselben Berichterstattungsgrenzen ausgewiesen, wie sie für die Scope 1- und Scope 2-THG-Emissionen beschrieben wurden. [MDR-M.77b] Einige der in dieser Kennzahl enthaltenen Daten werden von einer externen Stelle verifiziert, wenn der Brennstoffverbrauch direkt mit den THG-Emissionen im Rahmen eines regulierten Emissionshandelssystems korreliert. [MDR-M.77a, 77c] Gesamtenergieverbrauch aus fossilen Quellen: Der aggregierte Energieverbrauch aus fossilen Quellen wird aus standortspezifischen Daten abgeleitet, wobei eine Kombination aus direkten Messungen, Berechnungen und Schätzungen verwendet wird. Sind direkte Messungen oder Berechnungen nicht möglich, werden Schätzungen zur Ermittlung des Energieverbrauchs herangezogen. Zu den potenziellen Einschränkungen der Methode gehören die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Schätzungen, wenn direkte Messungen und Berechnungen nicht möglich sind. Der Gesamtenergieverbrauch wird auch getrennt für vier Arten von Brennstoffen ausgewiesen: aus Kohle und Kohleerzeugnissen, aus Rohöl und Erdölerzeugnissen (bezieht sich auf Diesel, Heizöl und Rückstands-/Altöl sowie andere flüssige Brennstoffe), aus Erdgas (bezieht sich auf Erdgas, Restgas und andere gasförmige Brennstoffe) sowie aus sonstigen fossilen Quellen (bezieht sich auf FCC-Koks und andere feste Brennstoffe). [MDR-M.77b] Einige der in dieser Kennzahl enthaltenen Daten werden von einer externen Stelle verifiziert, wenn der Brennstoffverbrauch direkt mit den THG-Emissionen im Rahmen eines regulierten Emissionshandelssystems korreliert. [MDR-M.77a, 77c] Gesamtverbrauch aus erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen: Der aggregierte Gesamtverbrauch aus erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung wird aus standortspezifischen Messungen abgeleitet, die von den Energieversorgungsunternehmen als Basis für die Rechnungsstellung aufgezeichnet werden. Zu den potenziellen Einschränkungen dieser Methode gehören Unstimmigkeiten oder Fehler in den Rechnungen der Versorgungsunternehmen, Schwankungen bei der Messgenauigkeit und mögliche Verzögerungen bei der Rechnungslegung. Die Bestimmung des fossilen Anteils an erworbener Energie erfolgt entweder nach einem marktbezogenen Ansatz unter Bezugnahme auf den anbieterspezifischen Mix oder nach einem standortbezogenen Ansatz, bei dem in Ermangelung des anbieterspezifischen Mixes der allgemeine Energiemix des Standorts verwendet wird. Eine Einschränkung dieser Methode ist die potenzielle zeitliche Diskrepanz zwischen den für die Lieferant:innen geltenden Fristen für die Veröffentlichung des Energiemixes und dem Zeitplan für die Nachhaltigkeitserklärung eines Unternehmens. Folglich muss möglicherweise der Energiemix des vorangegangenen Zeitraums herangezogen werden, was zu Unstimmigkeiten oder einer weniger genauen Darstellung des aktuellen Verbrauchs von erneuerbarer Energie führen kann. Der Gesamtverbrauch wird auch getrennt nach Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung ausgewiesen. [MDR-M.77a, 77c] Gesamtenergieverbrauch aus nuklearen Quellen: Der aggregierte Energieverbrauch aus nuklearen Quellen bezieht sich auf den Verbrauch von gekauftem Strom aus nuklearen Quellen. Zur Ermittlung dieses Anteils des gekauften Stroms werden standortspezifische Stromeinkäufe und Strommixe herangezogen – entweder marktbezogen mit dem lieferantenspezifischen Mix oder standortbezogen mit dem allgemeinen Energiemix des Standorts, wenn der lieferantenspezifische Mix nicht verfügbar ist. Eine wesentliche Einschränkung dieser Methode ist die potenzielle zeitliche Diskrepanz zwischen den für die Lieferant:innen geltenden Fristen für die Veröffentlichung des Energiemixes und dem Zeitplan für die Nachhaltigkeitserklärung eines Unternehmens. Folglich muss möglicherweise der Energiemix des vorangegangenen Zeitraums herangezogen werden, was zu Unstimmigkeiten oder einer weniger genauen Darstellung des aktuellen Verbrauchs von erneuerbarer Energie führen kann. [MDR-M.77a, 77c] Selbst erzeugte nicht erneuerbare Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt: Die aggregierte selbst erzeugte erneuerbare Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt, bezieht sich auf die Erzeugung von Strom mittels Photovoltaik-(PV-)Technologie für den Verbrauch in den eigenen Anlagen. Sie wird abgeleitet aus standortspezifischen Messungen, die an der PV-Station aufgezeichnet werden. Potenzielle Einschränkungen ergeben sich dabei durch die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Messgeräte. [MDR-M.77a, 77c] Gesamtbrennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse: Der aggregierte Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen wird aus standortspezifischen Daten abgeleitet, wobei eine Kombination aus direkten Messungen, Berechnungen und Schätzungen verwendet wird. Sind direkte Messungen oder Berechnungen nicht möglich, werden Schätzungen zur Ermittlung des Brennstoffverbrauchs herangezogen. Zu den potenziellen Einschränkungen der Methode gehören die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Schätzungen, wenn direkte Messungen und Berechnungen nicht möglich sind. [MDR-M.77a, 77c] Gesamtverbrauch aus erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen: Der aggregierte Gesamtverbrauch aus erworbener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen wird aus standortspezifischen Messungen abgeleitet, die von den Energieversorgungsunternehmen als Basis für die Rechnungsstellung aufgezeichnet werden. Zu den potenziellen Einschränkungen dieser Methode gehören Unstimmigkeiten oder Fehler in den Rechnungen der Versorgungsunternehmen, Schwankungen bei der Messgenauigkeit und mögliche Verzögerungen bei der Rechnungslegung. Die Bestimmung des erneuerbaren Anteils an erworbener Energie erfolgt entweder nach einem marktbezogenen Ansatz unter Bezugnahme auf den anbieterspezifischen Mix oder nach einem standortbezogenen Ansatz, bei dem in Ermangelung des anbieterspezifischen Mixes der allgemeine Energiemix des Standorts verwendet wird. Eine Einschränkung dieser Methode ist die potenzielle zeitliche Diskrepanz zwischen den für die Lieferant:innen geltenden Fristen für die Veröffentlichung des Energiemixes und dem Zeitplan für die Nachhaltigkeitserklärung eines Unternehmens. Folglich muss möglicherweise der Energiemix des vorangegangenen Zeitraums herangezogen werden, was zu Unstimmigkeiten oder einer weniger genauen Darstellung des aktuellen Verbrauchs von erneuerbarer Energie führen kann. Der Gesamtverbrauch wird auch getrennt nach Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung ausgewiesen. [MDR-M.77a, 77c] Gesamtenergieproduktion (für den Markt): Der aggregierte Wert wird anhand der Rechnungsbeträge und dokumentierten Transaktionen für die gesamte Energie, die produziert und an Drittkund:innen verkauft wird, ermittelt. Unternehmensinterne Verkäufe sind darin nicht enthalten. Die Gesamtenergieproduktion (für den Markt) wird getrennt nach nicht erneuerbaren und erneuerbaren Quellen ausgewiesen. Während sich die erneuerbaren Quellen auf unsere Biokraftstoffe unter den verkauften Produkten beziehen (z. B. nachhaltige Flugkraftstoffe), beziehen sich die nicht erneuerbaren Quellen auf die Verkäufe fossiler Energie, die getrennt nach Kraftstoffen (z. B. Diesel, Benzin) und Elektrizität/Wärme/Kühlung/Dampf (z. B. im Kraftwerk Brazi mit Erdgas erzeugter Strom) ausgewiesen werden. Energieintensität [E1-5.40] [E1-5.41] [E1-5 AR 36a-36e] [E1-5 AR 37] [E1-5 AR 38] Energieintensität pro Umsatzerlös 2024 Gesamtenergieverbrauch pro Umsatzerlös aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren und in Sektoren mit geringen Klimaauswirkungen MWh/EUR 0,001 Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren und in Sektoren mit geringen Klimaauswirkungen MWh 46.265.174 Erlöse aus Verträgen mit Kund:innen EUR Mio 32.411 Erlöse aus anderen Quellen EUR Mio 1.569 Gesamtumsatzerlöse aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren und in Sektoren mit geringen Klimaauswirkungen (siehe Anhangangabe 7 Umsatzerlöse) EUR Mio 33.981 Kennzahlendefinitionen und Methoden Die nachstehende Kennzahl bezieht sich auch auf ausgewiesene Kennzahlen in [E1-5.37a-37c] [E1-5.38a-38e] [E1-5.39 AR 34] [MDR-M.77a-77d] Gesamtenergieverbrauch pro Umsatzerlös aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren: Die Energieintensität pro Umsatzerlös bezieht sich auf den Gesamtenergieverbrauch in klimaintensiven Sektoren und Sektoren mit geringen Klimaauswirkungen im Verhältnis zu den Gesamtumsatzerlösen in EUR. Eine Aufschlüsselung des Energieverbrauchs aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren und in Sektoren mit geringen Klimaauswirkungen ist nicht verfügbar. Die Umsatzerlöse werden im Jahresabschluss ausgewiesen. Die Messung all dieser Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [E1-5.42] [E1-5 AR 33] Die wichtigsten NACE-Codes von OMV sind C.19.2. Herstellung von Mineralölerzeugnissen, B.6.2. Gewinnung von Erdgas, B.6.1. Gewinnung von Rohöl, C.29.2. Herstellung von Mineralölerzeugnissen und C.20.16 Herstellung von Kunststoffen in Primärformen. Alle angegebenen Energieverbrauchszahlen spiegeln den Verbrauch in klimaintensiven Sektoren und in Sektoren mit geringen Klimaauswirkungen wider. E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen [E1-6.44 AR 39] [E1-AR 32a] [E1-6 AR 46h-i, 46h-ii, 46h-iii] Die Daten zu Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE), einschließlich der Daten zum Energieverbrauch und zu Scope‑1-, Scope‑2- und Scope‑3-Treibhausgasemissionen23, wurden für die Aktivitäten berichtet (100%), bei denen OMV Betriebsführer ist oder einen Anteil von über 50% hält und einen beherrschenden Einfluss ausübt. Eine Ausnahme ist Scope 3 Kategorie 15 (Investitionen), für deren Berichterstattung dem Equity-Ansatz gefolgt wird. Der Anteil von OMV an Scope‑1-, Scope‑2- und, sofern relevant, Scope‑3-Emissionen von Investitionen wird in dieser Kategorie erfasst. Handelt es sich bei einer Investition um eine:n Geschäftspartner:in in der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette von OMV, werden die betreffenden Emissionen in Scope 3 in der entsprechenden Kategorie erfasst. OMV berechnet den CO2-Fußabdruck (Scope‑1-, Scope‑2- und Scope‑3-Emissionen) nach den Grundsätzen, Anforderungen und Leitlinien des Unternehmensstandards des THG-Protokolls (Fassung von 2004), der Leitlinien des THG-Protokolls für Scope‑2-Treibhausgasemissionen (Fassung von 2015) und des Bilanzierungs- undBerichterstattungsstandards des THG-Protokolls für die Wertschöpfungskette von Unternehmen (Scope 3) (Fassung von 2011).  Scope 1: Bezieht sich auf direkte Emissionen aus Anlagen, die im Besitz von OMV sind oder von OMV kontrolliert werden. OMV verwendet Emissionsfaktoren aus verschiedenen Quellen, wie beispielsweise dem IPCC und der API-THG-Dokumentation. OMV bezieht die Treibhausgase CO2, CH4 und N2O in seine Scope‑1-Berechnungen ein. Seit 2024, inklusive Bezugsjahr 2019 legt OMV den Berechnungen der CO2e-Emissionen von Nicht-CO2-Gasen die Erderwärmungspotenziale (Global Warming Potentials; GWPs) gemäß dem Sechsten Sachstandsbericht des IPCC (AR6 – 100 Jahre) zugrunde. Vermögenswerte, die dem EU-EHS unterliegen, berichten wir nach der EU-EHS-Methode.  Scope 2: Scope‑2-Emissionen sind indirekte Emissionen aus der Erzeugung von eingekauftem bzw. erworbenem Strom und Dampf oder eingekaufter bzw. erworbener Heiz- und Kühlenergie. OMV berichtet sowohl nach der standortbasierten als auch nach der marktbasierten Methode und verwendet dabei Emissionsfaktoren aus verschiedenen Quellen, darunter die Internationale Energieagentur und lieferantenspezifische Emissionsfaktoren.  Scope 3: Deckt andere indirekte Emissionen ab, die außerhalb des Unternehmens auftreten, einschließlich vor- und nachgelagerter Emissionen. OMV verwendet Emissionsfaktoren aus verschiedenen Quellen, wie beispielsweise IPCC, Plastics Europe und DBEIS. Die Daten beinhalten Scope‑3-Emissionen aus der Nutzung und Verarbeitung verkaufter Produkte. Reine „Trading Margin“-Verkäufe sowie unternehmensinterne Verkäufe sind nicht enthalten. Seit 2015 werden Emissionen von erworbenen Waren, Dienstleistungen und Investitionsgütern ebenfalls mitberücksichtigt. Seit 2018 werden auch Nettoimporte von Raffinerierohstoffen miteinbezogen. Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen, unterteilt in Konsolidierungskreis und Anteil von Partner:innen an Joint Operations, die von OMV kontrolliert werden [E1-6.50a, 50b] [E1-6.50 AR 40] In t CO2e 2024 Scope 1 Scope 2 (marktbezogen) Scope 2 (standortbezogen) THG-Gesamtemissionen von OMV 9.778.526 991.275 1.036.020 Konsolidierungskreis 9.605.122 989.062 1.033.789 Anteil von Partner:innen an Joint Operations, die von OMV kontrolliert werden 173.403 2.213 2.231 Kennzahlendefinitionen und Methoden Die nachstehenden Kennzahlen beziehen sich auch auf ausgewiesene Kennzahlen in [E1-6.44a, 44b] [E1-6.48a] [E1-6.48 AR 43] [E1-6.44-52] [E1-6.49a, 49b] [E1-6.52a, 52b] [E1-6.49 AR 45] [E1-6.47]. [MDR-M.77a-c] Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen, unterteilt in Konsolidierungskreis und nicht voll konsolidierte Gesellschaften mit operativer Kontrolle: Die Scope‑1 und Scope‑2-THG-Emissionen des Konsolidierungskreises umfassen 100% der Scope‑1-Bruttoemissionen und 100% der Scope‑2-Bruttoemissionen des Mutterunternehmens und der Tochterunternehmen sowie den proportionalen Anteil von OMV an Emissionen von Joint Operations, bei denen OMV die operative Kontrolle hat. Die unter „nicht vollkonsolidierte Unternehmen mit operativer Kontrolle“ ausgewiesenen Scope‑1- und Scope‑2-Emissionen umfassen auch die Anteile der Partner:innen an Joint Operations, bei denen OMV die operative Kontrolle hat. Einige der in dieser Kennzahl enthaltenen Daten werden von einer externen Stelle verifiziert, wenn die THG-Emissionen im Rahmen eines Emissionshandelssystems reguliert werden. THG-Emissionen [E1-6.44a, 44b, 44c, 44d] [E1-6.48a] [E1-6.48a AR 43] [E1-6.48b AR 44] [E1-6.44-52] [E1-6.49a, 49b] [E1-6.52a, 52b] [E1-6.49 AR 45] [E1-6.51 AR 46] [E1-6.52 AR 47] [E1-6 AR-41] [E1-6.47] In t CO2e Rückblickend Etappenziele und Zieljahre 2019 (Bezugsjahr) 2023 2024 % N/N-1 20301 20401 jährlich % des Ziels/Bezugsjahr Scope‑1- und Scope‑2-THG-Emissionen (marktbezogen) 13.920.157 10.297.163 10.769.800 105% 9.744.110 5.568.063 3,00% Scope‑1- THG-Emissionen Scope 1-THG-Bruttoemissionen 12.648.004 9.307.079 9.778.526 105% – – – davon aus Energiesegmenten von OMV 9.516.872 6.523.692 6.675.721 102% – – – davon CO2 7.790.533 6.161.600 6.384.552 104% – – – davon CH42 1.708.657 353.402 282.589 80% – – – davon N2O 17.682 8.690 8.580 99% – – – davon aus Nichtenergiesegmenten von OMV 3.131.132 2.783.387 3.102.805 111% – – – davon CO2 3.126.781 2.778.850 3.098.710 112% – – – davon CH4 2.020 2.255 1.909 85% – – – davon N2O 2.332 2.281 2.186 96% – – – Prozentsatz der Scope 1-THG-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen 67% 83% 85% 102% – – – Scope 2-Brutto-THG-Emissionen Standortbezogene Scope 2-THG-Bruttoemissionen 906.219 778.761 1.036.020 133% – – – Marktbezogene Scope 2-THG-Bruttoemissionen 1.272.153 990.084 991.275 100% – – – Signifikante Scope-3-THG -Emissionen Gesamte indirekte (Scope‑3-)THG-Bruttoemissionen (z.r.) [Unternehmensspezifisch] 114.857.247 103.850.767 95.362.239 92% 91.885.798 57.428.624 2,00% Gesamte indirekte (Scope‑3-)THG-Bruttoemissionen (alle wesentlichen Kategorien) 135.579.824 120.512.791 145.906.773 121% – – – 1 Erworbene Waren und Dienstleistungen3 13.274.484 13.156.102 13.494.945 103% – – – davon aus Rohstoffen (z.r.)3 6.764.709 5.755.170 85% 2 Investitionsgüter 536.442 503.792 462.182 92% – – – 3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten) 212.529 221.034 161.192 73% – – – 5 Abfallaufkommen in Betrieben 1.142.347 263.685 216.402 82% – – – 10 Verarbeitung verkaufter Produkte 12.195.100 8.486.094 9.541.912 112% – – – davon aus Öl für nicht energetische Nutzung 7.775.223 5.144.729 4.918.252 96% – – – davon aus Gas für nicht energetische Nutzung 2.042.525 1.295.459 472.575 36% – – – davon aus Chemikalien 2.377.352 2.045.906 4.151.085 203% – – – 11 Verwendung verkaufter Produkte 96.466.758 88.170.050 79.908.065 91% – – – davon aus Öl für energetische Nutzung (z.r.) 64.543.321 56.799.969 56.038.351 99% – – – davon aus Gas für energetische Nutzung (z.r.) 31.923.436 30.574.054 23.025.700 75% – – – davon aus Chemikalien – 796.026 844.014 106% – – – 12 Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer (z.r.) 11.752.165 9.712.034 10.543.018 109% – – – 15 Investitionen4 – – 31.579.057 0% – – – THG-Gesamtemissionen THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) 149.134.047 130.598.631 156.721.318 120% – – – THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) 149.499.981 130.809.954 156.676.573 120% – – – 1 Die Ziele von OMV sind als prozentuale Reduktion im Vergleich zum Bezugsjahr 2019 definiert. Bei signifikanten Veränderungen (wie in unseren Zielen präzisiert) werden die Werte des Bezugsjahres neu berechnet und die absoluten Zielwerte entsprechend angepasst. 2 Angesichts der vor Kurzem verabschiedeten EU-Methanverordnung könnte in Zukunft eine Aktualisierung der Methanemissionen erforderlich sein. 3 3.1 Die Daten zu den aus Rohstoffen von erworbenen Waren und Dienstleistungen resultierenden Emissionen wurden für die Jahre 2019 und 2023 aufgrund einer Änderung der Berechnungsmethode angepasst. Bei Scope 3.1 (Erworbene Waren und Dienstleistungen) und Scope 3.2 (Investitionsgüter) wurde ein Fehler in den Berechnungen festgestellt, der eine Anpassung der Werte für 2023 für diese Kategorien erforderlich machte. Das Jahr 2019 blieb davon unberührt. 4 Die Emissionen in Scope 3.15 von OMV exklusive OMV Petrom und exklusive Borealis wurden 2024 erstmals geschätzt. Die dazu verwendete Methode wird für künftige Berichte eventuell weiter verfeinert. z.r. = zielrelevant [E1-6 AR 45d] OMV verwendet für verschiedene vertragliche Instrumente24 für den Verkauf und Kauf von Energie, die mit Attributen zur Energieerzeugung gebündelt oder nicht mit Energieattributen gebündelt ist. Diese vertraglichen Instrumente bilden die Grundlage für die angegebenen marktbezogene Scope‑2-Emissionen. Von den 4.291.687 MWh an erworbener Elektrizität, Wärme und Dampf sind 55% durch vertragliche Instrumente abgedeckt. Die wichtigsten vertraglichen Instrumente von OMV sind Vollversorgungsverträge, Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements; PPAs) und Herkunftsnachweise. 36% der erworbenen Energie sind mit Attributen zur Energieerzeugung gebündelt und 64% sind nicht mit Energieattributen gebündelt. [E1-6 AR 46g] Im Jahr 2024 wurden 0,1% von Scope 3.1 „Erworbene Waren und Dienstleistungen“ und 1% von Scope 3.2 „Investitionsgüter“ anhand von Daten berechnet, die von Lieferant:innen eingeholt wurden. Dies entspricht 0,02% der gesamten Scope‑3-Emissionen. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Sofern nicht anders angegeben, wird die Messung aller unten angeführten Kennzahlen von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [MDR-M.77a-77c] Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen (marktbezogen): Die aggregierten Scope‑1- und Scope‑2-Treibhausgasemissionen (marktbezogen) sind die Summe von 100% der Scope‑1- und 100% der Scope‑2-Bruttoemissionen (marktbezogen). Einige der in dieser Kennzahl enthaltenen Daten werden von einer externen Stelle verifiziert, wenn die THG-Emissionen im Rahmen eines Emissionshandelssystems reguliert werden. [MDR-M.77a-77c] Scope‑1-THG-Bruttoemissionen: Die aggregierten Scope‑1-THG-Bruttoemissionen umfassen Emissionsquellen wie stationäre Verbrennung, mobile Verbrennung, Abfackeln und Ablassen von Gas, Prozessemissionen und diffuse Emissionen. Scope‑1-THG-Emissionen werden durch Multiplikation der Aktivitätsdaten mit den Emissionsfaktoren berechnet. Die Aktivitätsdaten werden aus standortspezifischen Informationen abgeleitet, wobei eine Kombination aus direkten Messungen, Berechnungen und Schätzungen verwendet wird. Sind direkte Messungen oder Berechnungen nicht möglich, werden Schätzungen zur Ermittlung des Energieverbrauchs herangezogen. Zu den potenziellen Einschränkungen der Methode gehören die Genauigkeit und Zuverlässigkeit von Schätzungen, wenn direkte Messungen und Berechnungen nicht möglich sind. Weitere potenzielle Einschränkungen ergeben sich durch die Genauigkeit der Messgeräte, die Zuverlässigkeit der Schätzmethoden, Schwankungen bei den Emissionsfaktoren und potenzielle Lücken bei der Datenerfassung aus allen relevanten Quellen. Die Scope‑1-Gesamtemissionen werden für die Energiegeschäftsbereiche von OMV (Energy und F&F) und das Nichtenergiesegment von OMV (Chemicals) für jedes der berichteten Treibhausgase, CO2, CH4 und N2O, umgerechnet in t CO2e mit dem jeweiligen GWP getrennt ausgewiesen. Einige der in dieser Kennzahl enthaltenen Daten werden von einer externen Stelle verifiziert, wenn die THG-Emissionen im Rahmen eines Emissionshandelssystems reguliert werden. [MDR-M.77a-77c] Prozentsatz der Scope-1-THG-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen: Zur Berechnung des prozentualen Anteils der Scope‑1-THG-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen wird die Summe der THG-Emissionen aus EU-EHS-Anlagen und Nicht-EU-EHS-Anlagen durch die Scope‑1-THG-Gesamtemissionen dividiert. Einschränkungen können sich durch unterschiedliche Berichterstattungsfristen ergeben, wenn beispielsweise die Emissionen in der jährlichen Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens angegeben werden, bevor der endgültige Prüfbericht von einer externen Stelle erstellt wird. Auch bei den Emissionshandelssystemen kann es Unterschiede bezüglich der Fristen und Verfahren geben, da diese auf das jeweilige regulatorische Umfeld zugeschnitten sind. Die Messung des Zählers für diese Kennzahl (THG-Emissionen von EU-EHS-Anlagen und Nicht-EU-EHS-Anlagen) wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. Sofern nicht anders angegeben, wurde die Messung der Kennzahl von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [MDR-M.77a, 77c] Standortbezogene und marktbezogene Scope‑2-THG-Bruttoemissionen: Scope‑2-Emissionen werden nach dem standortbezogenen und dem marktbezogenen Ansatz getrennt ausgewiesen. Die aggregierten Scope‑2-THG-Emissionen werden durch Multiplikation der Aktivitätsdaten (MWh Stromverbrauch) mit den THG-Emissionsfaktoren berechnet und in t CO2e angegeben. Die marktbezogene Methode spiegelt Emissionen wider, die durch den elektrischen Strom bedingt sind, für den sich ein Unternehmen bewusst entschieden hat. Die Emissionsfaktoren werden dabei aus vertraglichen Instrumenten abgeleitet. Sind keine Daten aus Verträgen verfügbar, werden ein Restmix oder standortbezogene Emissionsfaktoren verwendet. Eine Einschränkung dieser Methode ist die potenzielle zeitliche Diskrepanz zwischen den für die Lieferant:innen geltenden Fristen für die Veröffentlichung des Energiemixes und Emissionsfaktors und dem Zeitplan für die Nachhaltigkeitserklärung eines Unternehmens. Folglich muss möglicherweise ein Emissionsfaktor des vorangegangenen Zeitraums herangezogen werden, was zu Unstimmigkeiten oder einer weniger genauen Darstellung des aktuellen Verbrauchs von erneuerbarer Energie führen kann. [MDR-M.77a, 77c] Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen (z.r. – zielrelevant): Diese Kennzahl ist ein aggregierter Wert der zielrelevanten Scope‑3-Emissionen in den folgenden Kategorien: Emissionen nach Scope 3.1 aus Rohstoffen des Nichtenergiesegments von OMV (Chemicals), nach Scope 3.11 aus den Energiesegmenten von OMV (Energy und Fuels & Feedstock) und nach Scope 3.12 aus dem Nichtenergiesegment von OMV (Chemicals). [MDR-M.77a, 77c] Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen (alle wesentlichen Kategorien): Bei dieser Kennzahl handelt es sich um einen aggregierten Emissionswert aller wesentlichen Scope‑3-Kategorien. [MDR-M.77a, 77c] 1 Erworbene Waren und Dienstleistungen: Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.1 aus erworbenen Waren und Dienstleistungen werden aus erworbenen Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen mit einer Kombination aus einer Durchschnittsdatenmethode für eingekaufte Rohstoffe und einer Hybridmethode (durchschnittliche Emissionsfaktoren und lieferantenspezifische Faktoren, falls verfügbar) für erworbene Waren und Dienstleistungen abgeleitet. Die Hauptquelle für Emissionsfaktoren sind dabei DBEIS, Ecoinvent© oder andere Quellen. OMV arbeitet aktiv mit den Lieferant:innen zusammen, um den Anteil der mit lieferantenspezifischen Emissionsfaktoren berechneten Emissionen zu erhöhen. [MDR-M.77a, 77c] 2 Investitionsgüter: Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.2 aus Investitionsgütern werden aus den Ausgaben für Investitionsgüter mit einer Hybridmethode abgeleitet (durchschnittliche Emissionsfaktoren und lieferantenspezifische Faktoren, falls verfügbar). Die Hauptquelle für Emissionsfaktoren sind dabei DBEIS. OMV arbeitet aktiv mit den Lieferant:innen zusammen, um den Anteil der mit lieferantenspezifischen Emissionsfaktoren berechneten Emissionen zu erhöhen. [MDR-M.77a, 77c] 3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten): Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.3 werden von der erworbenen und verbrauchten Menge an Brennstoffen, Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und geeigneten Emissionsfaktoren der IEA, von DEFRA oder aus anderen Quellen auf Länderbasis abgeleitet. [MDR-M.77a, 77c] 5 Abfallaufkommen in Betrieben: Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.5 werden aus Abfalldaten und geeigneten Emissionsfaktoren von DEFRA, Ecoinvent© oder aus anderen Quellen abgeleitet. [MDR-M.77a, 77c] 10 Verarbeitung verkaufter Produkte (z.r.): Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.10 werden aus dem Volumen der an Dritte verkauften Produkte und aus geschätzten Emissionsfaktoren abgeleitet. Die Scope-3.10-Emissionen werden für Öl für nicht energetische Nutzung, Gas für nicht energetische Nutzung und Chemikalien getrennt ausgewiesen. [MDR-M.77a, 77c] 11 Verwendung verkaufter Produkte (z.r.): Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.11 werden aus dem Volumen der an Dritte verkauften Produkte und aus geeigneten Emissionsfaktoren von IPCC oder aus anderen Quellen abgeleitet. Die Scope-3.11-Emissionen werden für Öl für energetische Nutzung, Gas für energetische Nutzung und Chemikalien getrennt ausgewiesen. [MDR-M.77a, 77c] 12 Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer (z.r.): Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.12 Emissionen ergeben sich aus dem recycelten und biogenen Gehalt der Produkte von Borealis. Durch diesen konservativen und transparenten Ansatz, der als „Circular Product Offering Cut-off“-Methode bekannt ist, wird sichergestellt, dass Borealis die Last des Recyclings und der End-of-Life-Emissionen in seine eigene THG-Berechnung übernimmt, anstatt sich auf die Bemühungen anderer Organisationen zu verlassen, um Klimaneutralität zu erreichen oder die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. [MDR-M.77a, 77c] 15 Investitionen: Die aggregierten Emissionen nach Scope 3.15 umfassen Schätzungen der Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen und werden aus einer Kombination von Primärdaten zu Investitionen und Aktivitätsdaten, multipliziert mit geeigneten Emissionsfaktoren von IWF oder aus anderen Quellen, abgeleitet. [MDR-M.77a-77c] THG-Gesamtemissionen: Die THG-Gesamtemissionen werden getrennt als standortbezogene und marktbezogene THG-Gesamtemissionen ausgewiesen. Beide Kennzahlen werden als Summe von 100% der Scope‑1-Bruttoemissionen, 100% der Scope‑2-Bruttoemissionen (standortbezogen bzw. marktbezogen) und 100% der indirekten THG-Bruttoemissionen (Scope 3) (alle wesentlichen Kategorien) berechnet. Einige der in dieser Kennzahl enthaltenen Daten werden von einer externen Stelle verifiziert, wenn die THG-Emissionen im Rahmen eines Emissionshandelssystems reguliert werden. [E1-6 AR 46i] Bestimmte Kategorien unserer Scope‑3-Emissionen wurden aus dem Inventar ausgeschlossen, was wie folgt begründet wird: Die Kategorie 3.4 (Vorgelagerter Transport und Vertrieb) wurde basierend auf den Ipieca-Leitlinien ausgeschlossen. Diese schlagen vor, vorgelagerte Emissionen aus Transport und Verteilung nicht gesondert auszuweisen, da die verwendeten Kraftstoffe bereits in Scope 3 Kategorie 11 (Verwendung verkaufter Produkte) erfasst werden. Dies verhindert Doppelzählungen und gilt für OMV inklusive Borealis, obwohl die Kategorie für Borealis als unabhängiges Unternehmen relevant sein könnte. Ebenso ausgeschlossen wurden Emissionen der Kategorie 3.6 (Geschäftsreisen), der Kategorie 3.7 (Pendeln der Arbeitnehmer:innen) und der Kategorie 3.9 (nachgelagerte Emissionen aus Transport und Verteilung), um eine Doppelzählung zu vermeiden, da die betreffenden Kraftstoffe in Kategorie 11 (Verwendung verkaufter Produkte) enthalten sind. Diese Ausschlüsse gelten für OMV inklusive Borealis, obwohl die genannten Kategorien für Borealis als unabhängiges Unternehmen relevant sein könnten. Die Kategorie 3.8 (Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter) wird nicht gesondert ausgewiesen, da Offshore-Plattformen und Joint Ventures bereits unter den Scope‑1-Emissionen von OMV erfasst sind. Für Borealis ist diese Kategorie nicht berücksichtigt, da sie unter das 0,5%-Ausschlusskriterium der gesamten Scope‑3-Emissionen von Borealis fällt. Die Kategorie 3.13 bezieht sich auf Emissionen aus „Nachgelagerten geleasten Wirtschaftsgütern“ im Besitz von OMV, die jedoch bereits in Scope 1 oder 2 enthalten sind, weshalb dieser Kategorie keine Emissionen zugeordnet sind. Und da OMV keine Franchise-Geschäftstätigkeiten betreibt, entstehen auch keine Emissionen nach Kategorie 3.14 (Franchises). THG-Intensität [E1-6.53-54 AR 53a, AR 53b, AR 53c, AR 53d, AR 53e] [E1-6.AR 55b] [E1-6.55] 2024 THG-Intensität pro Umsatzerlös THG-Gesamtemissionen (standortbezogen) pro Umsatzerlös tCO2e/EUR 0,005 THG-Gesamtemissionen (marktbezogen) pro Umsatzerlös tCO2e/EUR 0,005 Gesamtumsatzerlöse (siehe Anhangangabe 7 Umsatzerlöse) EUR Mio 33.981 Kennzahlendefinitionen und Methoden Die nachstehende Kennzahl bezieht sich auch auf ausgewiesene Kennzahlen [E1-6.44a-44d] [E1-6.48a] [E1-6.48a AR 43] [E1-6.44-52] [E1-6.49a-49b] [E1-6.52a-52b] [E1-6.48 AR 43] [E1-6.49 AR 45] [E1-6.51 AR 46] [E1-6.52 AR 47] [E1-6.47] [MDR-M.77a-77d] THG-Emissionen insgesamt pro Umsatzerlös: Die THG-Intensität pro Umsatzerlös bezeichnet die THG-Gesamtemissionen, aufgeschlüsselt nach standort- und marktbezogen, im Verhältnis zu den Gesamtumsatzerlösen in EUR. Die Gesamtumsatzerlöse werden im Jahresabschluss ausgewiesen. Die Messung aller dieser Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. Biogene CO2-Emissionen [E1-6 AR 43c] [E1-6 AR 45e] [E1-6 AR 46j] In t CO2 2024 2023 Biogene CO2-Emissionen, die nicht in den Scope-1-THG-Emissionen enthalten sind 16.219 n.a Biogene CO2-Emissionen, die nicht in den Scope-2-THG-Emissionen enthalten sind (marktbezogen) 205.337 n.a Biogene CO2-Emissionen, die nicht in den Scope-3-THG-Emissionen enthalten sind1 2.713.258 1.900.541 1 2023 neu ausgewiesen aufgrund aktualisierter Umrechnungsfaktoren Kennzahlendefinitionen und Methoden Die nachstehende Kennzahl bezieht sich auch auf ausgewiesene Kennzahlen in [E1-5.37a, 37b, 37c] [E1-5.38a, 38b, 38c, 38d, 38e] [E1-5.39 AR 34]. [MDR-M.77a-77c] Biogene CO2-Emissionen: Biogene CO2-Emissionen werden durch Messung des bei der Verbrennung oder Zersetzung von organischen Materialien wie Biomasse und Biokraftstoffen freigesetzten CO2 berechnet und für jeden Scope der THG-Emissionen separat angegeben. Biogene CO2-Emissionen, die nicht in Scope‑1-THG-Emissionen enthalten sind, werden aus dem standortspezifischen Verbrauch von erneuerbaren Kraftstoffen, einschließlich Biomasse, und den vom IPCC veröffentlichten Emissionsfaktoren abgeleitet. Biogene CO2-Emissionen, die nicht in den Scope‑2-THG-Emissionen enthalten sind, werden aus standortspezifischen Energieeinkäufen unter Berücksichtigung des Biomasseanteils am Energiemix (entweder marktbezogen oder standortbezogen in Ermangelung lieferantenspezifischer Daten) und den vom IPCC festgelegten und veröffentlichten Emissionsfaktoren abgeleitet. Biogene CO2-Emissionen, die nicht in den Scope‑3-THG-Emissionen enthalten sind, werden aus dem Verkauf von Energie aus erneuerbaren Quellen, wie z. B. Biokraftstoffen, und den vom IPCC veröffentlichten Emissionsfaktoren abgeleitet. Die Messung aller Kennzahlen in dieser Tabelle wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. Abfackeln und Ablassen [GRI 305-1] in t 2024 2023 Abgefackelte Kohlenwasserstoffe 87.912 100.162 Abgelassene Kohlenwasserstoffe 6.228 8.967 Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77a-77c] Abgefackelte und abgelassene Kohlenwasserstoffe: Die aggregierten abgefackelten und abgelassenen Kohlenwasserstoffe werden anhand standortspezifischer Daten ermittelt. Dazu wird eine Kombination aus direkten Messungen, Berechnungen und Schätzungen des zu den Fackeln oder Lüftungsöffnungen geleiteten Gases verwendet, wobei der Kohlenwasserstoffgehalt in der Gaszusammensetzung berücksichtigt wird. Sind direkte Messungen oder Berechnungen nicht möglich, werden Schätzungen zur Bestimmung der Menge an abgefackeltem oder abgelassenem Gas herangezogen. Zu den potenziellen Einschränkungen dieser Methode gehören die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Schätzungen, wenn keine direkten Messungen und Berechnungen vorliegen, sowie die Häufigkeit der Gasanalysen. Die Messung aller Kennzahlen in dieser Tabelle wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. E1-7 Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2‑Zertifikate [E1-7.56a] [E1-7 AR 57] [E1-7.58a-58f] Im Jahr 2024 kam es bei OMV zu keiner Entnahme und Speicherung von Treibhausgasen durch Projekte im Rahmen der eigenen Tätigkeiten oder in der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette. Im Berichtsjahr gelöschte CO2-Zertifikate [E1-7.AR 64] [E1-7.59a, 59b] [E1-7.AR-64] [E1-7.AR-62a, 62b, 62c, 62d, 62e] 2024 Gesamt t CO2e 346.094 Anteil von Entnahmeprojekten % 0 Anteil von Reduktionsprojekten % 100,00 Anteil von Projekten innerhalb der EU % 0,03 Anteil von CO2-Zertifikaten, der als entsprechende Anpassung gemäß Artikel 6 des Übereinkommens von Paris gilt % 0 Anerkannte Qualitätsstandards CDM (Clean Development Mechanism) % 18,4 Gold Standard % 0,13 VCS (Verified Carbon Standard) % 81,4 Freiwillige CO2-Kompensation [E1-7.56b] [E1-7.56 AR 56-57] [E1-7.59a-59b] [E1-7.61a-61c] OMV bietet seinen Kund:innen die Möglichkeit der freiwilligen CO2-Kompensation und arbeitet dabei eng mit ClimatePartner, einem international anerkannten Servicepartner mit Sitz in München, zusammen. OMV wählt zertifizierte Klimaschutzprojekte aus, ClimatePartner bietet diese an und stellt sicher, dass OMV Kund:innen, die diese Möglichkeit nutzen, diese Projekte mit einem bestimmten Betrag unterstützen können. Die Kriterien für die Nutzung von CO2-Zertifikaten zur freiwilligen CO2-Kompensation sind im THG-Management-Framework von OMV klar definiert. Im Jahr 2024 machten Windprojekte in Indien und China sowie der Waldschutz in Brasilien den größten Teil der CO2-Kompensationen in unserem Portfolio aus. Die Klimaschutzprojekte zur CO2-Kompensation setzten sich wie folgt zusammen: Wasserkraftprojekte (5,68%) in der Türkei, Indien und China; Solarprojekte (5,49%) in China und Indien; Windenergieprojekte (71,15%) in Bulgarien, der Türkei, China und Indien; naturbasierte Projekte (15,53%) in Brasilien; Projekt zur Abwärmerückgewinnung (2,15%) in Pakistan. Die CO2-Zertifikate sind nach einem oder mehreren der folgenden international anerkannten Standards verifiziert: Gold Standard (GS), Verified Carbon Standard (VCS), Clean Development Mechanism (CDM) und Climate, Community & Biodiversity Standard (CCBS). Keine dieser freiwilligen Kompensationen wurde als Beitrag zur Erreichung der THG-Reduktionsziele von OMV angerechnet. Das THG-Management-Framework-Standard von OMV enthält Mindestanforderungen für freiwillige CO2-Kompensationen. [E1-7.59b] Die Gesamtmenge der CO2-Zertifikate außerhalb der Wertschöpfungskette von OMV, deren Löschung geplant ist, beträgt 612.288 t CO2e. Alle diese Zertifikate basieren auf bestehenden vertraglichen Vereinbarungen. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Kennzahlen in dieser Tabelle werden von einer anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle nach Maßgabe der jeweils anerkannten Qualitätsstandards validiert. [MDR-M.77a, 77c] Insgesamt im Berichtsjahr gelöschte CO2-Zertifikate: Zur Bestimmung der Gesamtzahl der im Berichtsjahr gelöschten CO2-Zertifikate wird die Anzahl der im Berichtsjahr offiziell zurückgezogenen oder gelöschten CO2-Zertifikate dokumentiert. Dies geschieht durch Nachverfolgung von Zertifikattransaktionen und die Sicherstellung, dass diese den Anforderungen gesetzlicher und freiwilliger Kompensationsprogramme entsprechen. Der Gesamtwert wird getrennt für den Anteil nach Projekttyp, den Anteil der Projekte innerhalb der EU und den Anteil der CO2-Zertifikate, die als entsprechende Anpassung gelten, ausgewiesen. Zu den potenziellen Einschränkungen gehören die Genauigkeit und Vollständigkeit der Aufzeichnungen, mögliche Verzögerungen bei der Bearbeitung von Zertifikatlöschungen und die erforderliche Einhaltung sich entwickelnder regulatorischer Standards. [MDR-M.77a, 77c] Anerkannte Qualitätsstandards: Die Kennzahl für die Berichterstattung der insgesamt im Berichtsjahr gelöschten CO2-Zertifikate nach anerkanntem Qualitätsstandard wird ermittelt, indem die Anzahl der im Berichtszeitraum offiziell zurückgezogenen oder gelöschten CO2-Zertifikate nachverfolgt und überprüft wird, um sicherzustellen, dass sie den Kriterien etablierter Standards wie dem Verified Carbon Standard (VCS) oder dem Gold Standard entsprechen. Dieser Prozess umfasst eine detaillierte Dokumentation und Validierung der Zertifikattransaktionen anhand der anerkannten Qualitätsstandards. Zu den potenziellen Einschränkungen gehören die Genauigkeit und Vollständigkeit der Dokumentation, Verzögerungen bei den Validierungs- und Löschungsprozessen und die Konsistenz bei der Anwendung und Auslegung der Qualitätsstandards in verschiedenen Projekten und Registern. [MDR-M.77a, 77c] In der Zukunft zu löschende CO2-Zertifikate: Diese Kennzahl wird ermittelt, indem die Anzahl der für die Löschung zugewiesenen CO2-Zertifikate auf der Grundlage einer Schätzung des künftigen Bedarfs bestimmt wird. Zu den potenziellen Einschränkungen gehören Ungewissheiten in Bezug auf künftige regulatorische Änderungen, die sich auf die Verfügbarkeit und die Kosten von CO2-Zertifikaten auswirkende Volatilität des Marktes sowie die Genauigkeit bei Schätzungen des künftigen Bedarfs. E1-8 Interne CO2-Bepreisung [E1-8.62] [E1-8.63a-63c] OMV wendet bei Investitionsentscheidungen in allen Geschäftsbereichen eine interne CO2-Bepreisung an. Im Basisszenario werden die Kosten der CO2-Emissionen immer dann einberechnet, wenn es in den jeweiligen Ländern CO2-Bepreisungssysteme gibt. Zusätzlich wird ein Stresstest basierend auf einem Szenario von „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ durchgeführt, bei dem für den Zeitraum 2025–2030 Schattenpreise auf alle Scope‑1-Emissionen von OMV weltweit angewendet werden. Davon ausgenommen sind bestimmte Anlagen in der EU, die nicht unter das Emissionshandelssystem der EU fallen. Ab 2031 werden die internen CO2-Preise auf 100% der Scope‑1-Emissionen angewendet. Da die internen CO2-Preise für künftige Investitionen herangezogen werden, gelten diese nicht für das Berichtsjahr, in dem die tatsächlichen CO2-Preise berücksichtigt werden. Diese tatsächlichen CO2‑Preise decken 85% der für 2024 berichteten Scope‑1-Emissionen von OMV ab – das entspricht 8,3 Mio t CO2. Die zugrunde gelegten internen CO2-Preise stimmen mit den CO2-Preisen gemäß Mittelfristplanung und den für Bilanzierungszwecke (einschließlich Werthaltigkeitstests, Abschreibungsberechnungen und Bewertungen der Nutzungsdauer gemäß IFRS) verwendeten CO2-Preisen überein. Die CO2-Preise im Basisszenario basieren auf dem Announced-Pledges-Szenario (APS) der IEA und anderen externen und internen Marktanalysen, während die Preise des „Netto-Null-Emissionen bis 2050“-Szenarios weitgehend auf dem Netto-Null-Emissionen-Szenario (Net Zero Emissions; NZE) der IEA bis 2050 basieren. [E1-8 AR 65a-65c] Die angewendeten CO2-Preise finden Sie im > Konzernabschluss in Anhangangabe 3, Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende Management natürlicher Ressourcen Die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt – und unsere Verantwortung, zu handeln – beschränken sich nicht nur auf den Aspekt der Treibhausgasemissionen. Als Öl-, Gas- und Chemieunternehmen weist OMV einen signifikanten Fußabdruck im Hinblick auf Wasserverbrauch, Abfall, Umweltschäden durch Produktaustritte und mögliche Auswirkungen auf die Biodiversität auf. Andererseits verfügen wir über das technische Know-how, um Lösungen zur Verringerung dieser Auswirkungen zu entwickeln, insbesondere durch den Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Im Gegensatz zum linearen „Take-Make-Waste“-Ansatz („Nehmen, Herstellen und Wegwerfen“), der zu mehr Plastikmüll und Umweltverschmutzung führt und die begrenzten Ressourcen des Planeten weiter unter Druck setzt, ist eine Kreislaufwirtschaft allein durch ihr Konzept regenerativ. Sie zielt darauf ab, Wachstum vom Verbrauch endlicher Ressourcen zu entkoppeln. Unser Engagement und unsere Maßnahmen zum Umweltschutz sind im strategischen Schwerpunktbereich „Management natürlicher Ressourcen“ zusammengefasst. Wie im nachfolgenden Unterkapitel „Umwelt“ beschrieben, besteht der erste Schritt darin, die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit zu steuern. Anschließend werden das wesentliche Thema „Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“ erläutert und die Strategien und Technologien beschrieben, die OMV einsetzt, um Nebenprodukte oder Abfälle zu verwerten und zur Herstellung neuer Materialien und Produkte wiederzuverwenden und so zu einer saubereren Umwelt beizutragen. E2 Umweltverschmutzung Wesentliches Thema: E2 Umweltverschmutzung Wesentliche Unterthemen: E2 Umweltverschmutzung (Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Bodenverschmutzung, Verschmutzung von lebenden Organismen und Nahrungsressourcen und Mikroplastik) und E2 (Unternehmensspezifisch) Prozesssicherheit Minimierung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt durch Verhinderung der Verschmutzung von Gewässern und Böden, wo immer möglich, sowie Reduzierung der Emissionen in die Luft Relevante SDGs: SDG-Ziele: 6.3 Bis 2030 die Wasserqualität durch Verringerung der Verschmutzung, Beendigung des Einbringens und Minimierung der Freisetzung gefährlicher Chemikalien und Stoffe, Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers und eine beträchtliche Steigerung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung weltweit verbessern 12.4 Bis 2020 einen umweltverträglichen Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen während ihres gesamten Lebenszyklus in Übereinstimmung mit den vereinbarten internationalen Rahmenregelungen erreichen und ihre Freisetzung in Luft, Wasser und Boden erheblich verringern, um ihre nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf ein Mindestmaß zu beschränken 14.1 Bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung, insbesondere durch vom Lande ausgehende Tätigkeiten und namentlich Meeresmüll und Nährstoffbelastung, verhüten und erheblich verringern OMV setzt sich für den Schutz von Mensch und Natur ein und ergreift Maßnahmen, um die Verschmutzung von Luft, Gewässern und Böden zu verhindern. Wir übernehmen Verantwortung für die Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf die Umwelt und sind uns bewusst, dass Verstöße gegen Umweltvorschriften auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu finanziellen Verlusten führen und unserer Reputation schaden können. Unsere gesellschaftliche Akzeptanz („License to Operate“) beruht auf unserer Einhaltung der Vorschriften zum Umweltschutz. Dies ist für Regierungsbehörden, Aktionär:innen und andere Interessenträger:innen wie die Öffentlichkeit, lokale Gemeinschaften sowie Umwelt-NGOs und ‑NPOs von entscheidender Bedeutung. Unsere öffentlichen Verpflichtungen zum Schutz der Umwelt sind im Code of Conduct sowie in der HSSE-Richtlinie von OMV festgeschrieben. Mit der Eingliederung von Borealis in OMV ist die Eindämmung von Mikroplastikverschmutzung zu einer Priorität geworden. Jeder Polyolefin-Produktionsstandort von Borealis erzeugt Mikroplastik in Form von Granulat, Flakes und Pulver, aber auch in Form von feinen Fäden und Staub. Diese Kunststoffpartikel sind in der Regel kleiner als 5 mm. Mikroplastik ist nicht biologisch abbaubar und sammelt sich an, sobald es einmal in die Umwelt gelangt. Dies gibt zunehmend Anlass zur Besorgnis über potenzielle langfristige negative Auswirkungen von Mikroplastik auf die Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. Der Großteil des produzierten Mikroplastiks verlässt die Borealis Produktionsstätten als verpacktes Produkt innerhalb des für den Versand und Vertrieb vorgesehenen Behälters. Allerdings können Vorfälle, bei denen es zu einer unbeabsichtigten Freisetzung von Kunststoffpellets kommt, dazu führen, dass Mikroplastik in die Umwelt gelangt, vor allem dann, wenn ein Rückhalt oder Einsammeln des Kunststoffs nicht möglich ist. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) OMV ist sich bewusst, dass Luftschadstoffe, die bei Lieferant:innen, unseren eigenen Tätigkeiten und der Verwendung von OMV Produkten emittiert werden, negative Auswirkungen auf die Luftqualität und folglich auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt haben können. Eine Möglichkeit zur Verringerung von Luftschadstoffen bietet sich im Zuge der Energiewende durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder, die möglichst keine Luftverschmutzung verursachen. Dieser Übergang zu neuen, saubereren Energiequellen wie Wasserstoff und Geothermie führt zu einer im Vergleich zu fossilen Quellen geringeren Luftverschmutzung. Durch die Zusammenarbeit mit Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen zur Reduzierung von Wasser- und Bodenverschmutzungen in unserer Lieferkette kann OMV positive Umweltauswirkungen erzielen. Dennoch kann es immer noch zu Wasserverschmutzungen kommen – durch routinemäßige Abläufe, etwa durch Bohrklein, Bohrspülungen und die Einleitung von Prozessabwasser, oder aber auch infolge von Abweichungen von Umweltvorschriften in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Darüber hinaus können Wasser- und/oder Bodenverschmutzungen durch das Versagen der Anlagenintegrität bei unseren Onshore- und Offshore-Aktivitäten schwerwiegende Folgen für die Umwelt und die Gesellschaft haben. Dies gilt sowohl für routinemäßige als auch nicht routinemäßige Arbeiten. Mögliche Konsequenzen sind kostspielige Abhilfemaßnahmen und Reputationsschäden. Potenzielle Verschmutzungen durch Kunststoffabfälle und -pellets infolge unsachgemäßer Handhabung – einschließlich des Versäumnisses, Kunststoffabfälle ordnungsgemäß zu sammeln, zu sortieren und zu entsorgen – können zu Kontaminationen führen. Auch Pelletverluste während des Transports und die achtlose Entsorgung von Kunststoffen durch Nutzer:innen nach der Nutzungsphase können dieses Problem weiter verschärfen. Mikroplastik in Form von Kunststoffpellets entsteht an jedem Polyolefin-Produktionsstandort von Borealis. Dabei kann es sich um Pellets, Flakes, Pulver, feine Fäden oder Staub handeln. Der Großteil des produzierten Mikroplastiks verlässt die Produktionsstätten als Produkt innerhalb der für den Versand und Vertrieb vorgesehenen Behälter. Ein Vorfall, bei dem es zu einem Austritt aus diesen Behältern kommt, kann jedoch zu einer unbeabsichtigten Freisetzung von Pellets führen, bei der Mikroplastik in die Umwelt gelangen könnte. Durch die Auseinandersetzung mit diesen tatsächlichen und potenziellen nachteiligen Auswirkungen und Risiken verpflichtet sich OMV, die negativen Auswirkungen auf Luft, Wasser und Böden zu reduzieren und auf sauberere Energiequellen umzusteigen, um positive Auswirkungen auf die Umwelt zu erzielen. Mehr über die wesentlichen IROs in Bezug auf E2 Umweltverschmutzung finden Sie im Abschnitt > ESRS 2 Allgemeine Angaben. Governance Zwischen dem wesentlichen Thema Umwelt (einschließlich aller wesentlichen Unterthemen, d. h. E2 Umweltverschmutzung, E3 Wasser, E4 Biologische Vielfalt und E5 Abfallmanagement) und dem wesentlichen Thema S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen, das im Kapitel Soziales behandelt wird, besteht eine enge Verflechtung. Sie werden deshalb zentral durch die für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) zuständige Konzernfunktion gesteuert. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen unter Governance. E2-1 Spezifische Richtlinien25 und Verpflichtungen Umweltverschmutzung (Luft, Wasser und Boden) Code of Conduct [E2-1.14] [MDR-P 65a] Der OMV Code of Conduct bekräftigt unsere Verpflichtung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen: Wir sind bestrebt, alle unsere Aktivitäten auf verantwortliche Weise durchzuführen und der Umwelt keine Schäden zuzufügen. Das bedeutet auch, dass wir uns zur Umsetzung von Maßnahmen zur Vermeidung und Kontrolle der Freisetzung gefährlicher Stoffe in Gewässer und Böden verpflichten. Dazu befolgen wir bei unseren Aktivitäten anerkannte, branchenübliche bewährte Verfahren, die oft über gesetzliche Vorgaben und maßgebliche Standards hinausgehen. Jegliche Freisetzung ist unmittelbar nach ihrem Auftreten zu bewerten und zu beseitigen, um die Auswirkungen auf die Umwelt und/oder die Gesellschaft zu begrenzen. Der Code of Conduct unterstreicht unsere umfassende Verpflichtung, die im Zusammenhang mit Wasser- und Bodenverschmutzung festgestellten negativen Auswirkungen zu mindern und Luftschadstoffe zu reduzieren. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Prozess zur Überwachung, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. [E2-1.15b] Darüber hinaus verpflichten wir uns in unserem Code of Conduct, Gefahrstoffe im Rahmen eines vertretbaren Aufwands durch weniger gefährliche Alternativen zu ersetzen. Zur Unterstützung dessen sind Prozesse so zu gestalten, zu modifizieren und zu befolgen, dass die Herstellung sowie Verwendung von Gefahrstoffen auf ein Mindestmaß reduziert wird. Ebenso gilt es, gefährliche Nebenprodukte und Abfälle zu reduzieren bzw. deren Mengen und Konzentrationen bei der Handhabung und Lagerung zu verringern. Umweltmanagementstandard [E2-1.14] [MDR-P 65a] Der Umweltmanagementstandard (UMS) bietet Leitlinien für ein effektives Management der negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Luftschadstoffen, die von unseren eigenen Tätigkeiten ausgehen. Diese Leitlinien gelten auch für den Umgang mit Wasser- und Bodenverschmutzungen bedingt durch das Versagen der Anlagenintegrität bei unseren Onshore- und Offshore-Aktivitäten. Der OMV Umweltmanagementstandard verlangt, dass alle OMV Geschäftsbereiche für alle ihre Aktivitäten die Auswirkungen verstehen müssen, die ihre Luftemissionen lokal und regional auf die Qualität der Umgebungsluft haben. Emissionen in die Luft müssen überwacht, kontrolliert und auf ein Mindestmaß begrenzt werden, um ihr Schädigungspotenzial für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu mindern. Alle unsere Raffinerien und großen Chemiewerke befinden sich in der EU, wo Luftemissionen durch strenge gesetzliche Vorschriften geregelt sind, wie etwa die Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen (National Emissions Ceiling; NEC) und die Luftqualitätsrichtlinie. Luftemissionen müssen systematisch überwacht oder abgeschätzt werden, und es müssen geeignete Überwachungssysteme oder Schätzmodelle vorhanden sein. Bei allen neuen Anlagen oder erheblichen Änderungen bestehender Anlagen muss die Emissionsreduzierung mittels sogenannter „Value Improving Practices“ und technischer Verfahren in sämtlichen Entscheidungsphasen berücksichtigt werden. Unsere Verpflichtung zur Verbesserung der Luftqualität an unseren Betriebsstandorten, um das Recht der Bevölkerung auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt zu gewährleisten, sowie die Zusammenarbeit mit unseren Lieferant:innen und Kund:innen zur Verringerung der Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind auch in unserem Code of Conduct festgehalten. Zur Überwachung dieses Prozesses sollte jährlich ein internes Audit des Umweltmanagementsystems und alle drei Jahre ein vollständiges Umweltmanagement-Audit durch eine:n externe:n Prüfer:in oder eine:n OMV Umweltberater:in/Expert:in für Standorte ohne ISO 14001-Zertifizierung durchgeführt werden. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den UMS werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Im Rahmen des UMS von OMV wurden Prozesse und Mechanismen definiert, um potenzielle negative Auswirkungen und Risiken zu verhindern, abzumildern und zu beheben. Diese umfassen: Risikomanagement [MDR-P 65a] Das Management von Sicherheits- und Umweltrisiken und -auswirkungen ermöglicht es OMV, Chancen zu nutzen und gleichzeitig den Schutz von Menschen, der Umwelt und der Vermögenswerte des Unternehmens zu gewährleisten. Vorrang haben dabei alle Aktivitäten des Unternehmens zur Sicherstellung der Geschäftsintegrität. Durch Umweltverschmutzung bedingte Risiken sind ein integraler Bestandteil unseres Risikomanagement-Frameworks sowohl auf Konzernebene als auch im HSSE-Bereich. Im Rahmen des halbjährlichen EWRM-Prozesses werden Risiken im Zusammenhang mit Wasser/Umweltverschmutzung sowie Abhilfemaßnahmen in einem größeren strategischen Kontext analysiert. Lokale Umweltauswirkungen, -risiken und -chancen werden hingegen von allen OMV Geschäftsbereichen identifiziert, analysiert und bewertet, so wie dies in unserem Umweltmanagementstandard vorgeschrieben ist. Risiken für die Integrität unserer Anlagen, die zu Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung führen können, werden über unser integriertes Risikoregister (Integrated Group Risk Register; IGRR) gesteuert. Risiken für die Anlagenintegrität im Zusammenhang mit Stofffreisetzungen (Loss of Primary Containment) bestehen sowohl für unsere Offshore- als auch unsere Onshore-Aktivitäten. Dank der Implementierung mehrerer aufeinanderfolgender Schutzschichten sind größere Offshore-Ölaustritte sehr unwahrscheinlich, können jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Meeresumwelt haben. Daher gilt es, die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken so weit wie möglich zu minimieren und so umfassend wie möglich vorbereitet zu sein, um im unwahrscheinlichen Fall eines Ölaustritts rechtzeitig eingreifen zu können. OMV stellt umfangreiche Ressourcen für Präventions- und Abhilfemaßnahmen bereit. Neue oder laufende Offshore-Bohrungen werden einer externen Analyse unterzogen, um das Ausmaß eines potenziell schwerwiegenden Vorfalls und dessen mögliche Konsequenzen zu bewerten. Bei OMV haben Onshore-Integritätsereignisse eine höhere Eintrittswahrscheinlichkeit, wenngleich das Ausmaß der Auswirkungen geringer ist. Programme für die Anlagenintegrität wurden implementiert, um die entsprechenden Auswirkungen und Risiken ermitteln und beheben zu können. Das Management von Sicherheits- und Umweltrisiken konzentriert sich darauf, die Risiken im Rahmen eines vertretbaren Aufwands so weit wie möglich zu minimieren, bei der Bewertung von Gefahren die Gefahrenbeseitigung dem Gefahrenmanagement vorzuziehen und Gefahrenereignisse bevorzugt zu verhindern anstatt nur zu bekämpfen. Sobald ein Risiko im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung festgestellt wird, setzt das Unternehmen Reaktivmaßnahmen gemäß dem Konzern-Rahmenwerk um, berücksichtigt dabei aber auch die lokalen gesetzlichen Vorgaben und die Komplexität der betreffenden Anlage. Überwachung [MDR-P 65a] Wie von der europäischen und nationalen Gesetzgebung und den jeweiligen Zulassungen gefordert überwachen wir in allen unseren Raffinerien die Emissionen von Schadstoffen wie Schwefeloxiden (SOx), Stickoxiden (NOx), Kohlenmonoxid (CO), Feinstaub/Staub und flüchtigen organischen Verbindungen ohne Methan (Non-Methane Volatile Organic Compounds; NMVOCs). Wenn festgestellt wird, dass die Emissionen die national vorgeschriebenen und/oder in einer Zulassung festgelegten Grenzwerte überschreiten, werden entsprechende Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen eingeleitet und zusätzliche Überwachungsstationen installiert. OMV verfügt über ein Well-Integrity-Managementsystem (WIMS) für alle von OMV betriebenen aktiven Öl- und Gassonden. Das WIMS ermöglicht einen einheitlichen und strukturierten Ansatz zur Beschreibung, Dokumentation und Berichterstattung der Sondenintegrität während der gesamten Produktionsphase. Somit stellt das WIMS sicher, dass wir unsere Sonden sicher betreiben – sowohl für die Menschen als auch für die Umwelt. Prävention und Aufbereitung [MDR-P 65a] Luftschadstoffe müssen systematisch überwacht oder geschätzt und kontrolliert werden. Geeignete Überwachungssysteme oder Schätzmodelle sollten eingeführt werden. OMV setzt schon seit Langem Technologien zur Emissionsreduzierung ein, wie zum Beispiel End-of-Pipe-Technologien oder Schwimmdächer zur Reduzierung von Emissionen. In den letzten Jahren haben wir uns darauf konzentriert, diese Technologien so aufzurüsten, dass sie ihre Aufgaben weiterhin erfüllen und Emissionen wirksam reduzieren. So wurde zum Beispiel in der Raffinerie Schwechat eine Rauchgasentschwefelungsanlage installiert. Mit der Einführung des Programms „SNOx Refurbishment of Wet Gas Sulfuric Acid“ (WSA), bei dem eine von OMV patentierte Lösung (zweilagige PFA-Folienstruktur mit Monitoringsystem) zum Einsatz kommt, konnten sowohl die Zuverlässigkeit als auch die Verfügbarkeit des Rauchgasreinigungssystems gesteigert werden. Die Rauchgasreinigungsanlage in der Raffinerie Schwechat dient neben der Beseitigung von Staub der Entstickung und Entschwefelung der Rauchgase aus den beiden Kraftwerken, bevor diese über den Schornstein in die Luft abgegeben werden. Dadurch lassen sich 98% des Staubs abscheiden, mehr als 96% des Schwefels zurückgewinnen und rund 95% der NOx-Emissionen verhindern. Wenn Lecks erkannt werden, werden diese entweder sofort oder innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens gemäß den Instandhaltungsverfahren des Standorts behoben. Diese Verfahren basieren auf den Ergebnissen der Risikobewertung und anderen Faktoren, wie zum Beispiel der Durchführbarkeit von Reparaturen im laufenden Betrieb. Um unsere Reaktionsfähigkeit bei Ölaustritten zu verbessern und deren Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, führen wir periodisch Notfallübungen anhand von Verschmutzungsszenarien durch. In unseren Raffinerien Petrobrazi, Schwechat und Burghausen wurden Programme zur Lecksuche und -reparatur (Leak Detection And Repair; LDAR) eingeführt. An diesen Programmen wirken sowohl externe Geschäftspartner:innen als auch eigene Arbeitskräfte mit, die die Anlagen laufend auf Leckagen überwachen. Identifizierte Lecks werden so schnell wie möglich repariert, und die durchgeführten Reparaturen werden eingehend auf ihre Wirksamkeit überprüft. Corrosion Management Framework [E2-1.14] [MDR-P 65a, 65b] Das Rahmenwerk für das Korrosionsmanagement (Corrosion Management Framework; CMF) bietet Leitlinien für ein effektives Management unserer Anlagen und Einrichtungen, um negative Auswirkungen wie Wasser- und Bodenverschmutzungen durch das Versagen der Anlagenintegrität bei unseren Onshore- und Offshore-Aktivitäten zu verhindern. Ergänzend zum Umweltmanagementstandard hat OMV ein Rahmenwerk für das Korrosionsmanagement (Corrosion Management Framework; CMF) entwickelt, das für den Geschäftsbereich Energy von OMV einen proaktiven und konsistenten Ansatz für die Überwachung und das Management von Korrosion bietet. Dieses Rahmenwerk deckt den vollen Lebenszyklus der Anlagenteile ab, die sowohl in Öl- als auch Gaseinrichtungen vom Bohrloch bis zum Vertriebspunkt einem Korrosionsrisiko ausgesetzt sind, und umfasst somit die gesamte Wertschöpfungskette dieses Geschäftsteils. Dieser vom:von der Head of Development von OMV genehmigte Standard gilt für die gesamte Belegschaft von OMV sowie für alle Partnerunternehmen, die weltweit mit dem Korrosionsmanagement während der Planungs-, Bau- und Betriebsphase von Öl- und Gasfeldern von OMV Energy und von OMV Petrom Exploration & Production (einschließlich seiner Tochtergesellschaften) befasst sind, nicht jedoch für SapuraOMV. Das CMF schreibt vor, dass alle Schutzbeschichtungen und Ummantelungen internationalen Normen wie ISO 14879, ISO 16961 und/oder ISO 12944 entsprechen müssen. Freisetzung gefährlicher Stoffe Standard für die Bereitschafts- und Reaktionsplanung bei der Freisetzung gefährlicher Stoffe [E2-1.14] [MDR-P 65a, 65b] Ölaustritte26 sind in unserer Branche ein kritisches Umweltthema. Beim Management von Ölaustritten geht es um die Vermeidung betriebsbedingter und sonstiger Ölaustritte, die beispielsweise auf Sabotage oder Naturereignisse zurückzuführen sind, und um die Handhabung und Beseitigung von Austritten nach einem Zwischenfall. Unser Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Sollte es dennoch zu Austritten in Böden oder Gewässer kommen, bietet der Standard für die Bereitschafts- und Reaktionsplanung bei Freisetzungen gefährlicher Stoffe (Spills Preparedness and Response Planning Standard) klare Leitlinien für die Handhabung und Beseitigung, um die Auswirkungen des Vorfalls so gering wie möglich zu halten. [MDR-P 65b] Der Standard für die Bereitschafts- und Reaktionsplanung bei Freisetzungen gefährlicher Stoffe ist ein Anhang zum Umweltmanagementstandard und gilt für alle Standorte von OMV weltweit, die Borealis AG und die OMV Petrom S.A., nicht jedoch die SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. und alle ihre voll konsolidierten Tochtergesellschaften (separate Regulierung vorhanden). Die Zielgruppe umfasst alle Arbeitnehmer:innen und externen Expert:innen, die mit der fachlichen Beratung von Unternehmen von OMV befasst sind, sowie alle Beschäftigten von Vertragsunternehmen. Unsere Aktivitäten zum Management von Freisetzungen gefährlicher Stoffe wirken sich auf mehrere Interessengruppen aus. Regierungsbehörden sind aufgrund potenzieller Verstöße gegen Umweltvorschriften betroffen, während Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen durch potenzielle negative Folgen für die Gesundheit und Sicherheit aufgrund von Unfällen und Schäden an Umwelt und Gesellschaft gefährdet sind. NGOs/NPOs befassen sich mit potenziellen Schäden für die Umwelt und die Gesellschaft. Die Gesellschaft wiederum kann unter Umweltschäden leiden, und Aktionär:innen müssen eventuell mit direkten finanziellen Verlusten aufgrund der Kosten für Sanierungsmaßnahmen und Reputationsschäden rechnen. Nachdem OMV gerade dabei ist, sich zu diversifizieren, sind Ölaustritte nicht mehr die einzigen relevanten Freisetzungen gefährlicher Stoffe. Für unsere Tochtergesellschaft Borealis sind auch Pelletfreisetzungen ein zentrales Thema. [MDR-P 65c, 65d, 65e, 65f] Sofern nicht anders angegeben, werden die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. [E2-1.15a] Der Umweltmanagementstandard, das Corrosion Management Framework und der Spills Preparedness and Response Planning Standard sind essenzielle Instrumente, die Leitlinien zur Minderung der negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung bieten. Diese Richtlinien decken die mit unserer Wesentlichkeitsanalyse identifizierten und in der IRO-Tabelle aufgeführten Präventions- und Kontrollmaßnahmen ab und gelten derzeit ausschließlich für die Tätigkeiten von OMV. Darüber hinaus unterstreicht unser Code of Conduct als übergreifende Richtlinie unsere Verpflichtung zur Umsetzung von Präventions- und Kontrollmaßnahmen zum Schutz von Gewässern und Böden. Wir sind bestrebt, bei unseren Aktivitäten anerkannte branchenübliche bewährte Verfahren zu befolgen, die oft über gesetzliche Vorgaben und maßgebliche Standards hinausgehen. Jegliche Freisetzung gefährlicher Stoffe ist unverzüglich zu bewerten und zu beseitigen, um die Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft zu minimieren. [E2-1.15c] Um Vorfälle und Notfallsituationen zu vermeiden, bzw., falls sie dennoch eintreten, ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu kontrollieren und zu begrenzen, hält sich OMV an seinen Umweltmanagementstandard. Dieser schreibt vor, dass die Pläne zur Vermeidung und Kontrolle von Freisetzungen gefährlicher Stoffe auf die spezifischen Merkmale jedes Unternehmens angepasst werden müssen. Bei allen Onshore- und Offshore-Aktivitäten müssen Tätigkeiten, bei denen das Risiko einer Freisetzung flüssiger Substanzen mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt besteht, identifiziert und analysiert werden. Werden derartige Risiken festgestellt, müssen Verfahren zur Verhinderung, Kontrolle und Bekämpfung von Freisetzungen für alle gefährlichen Stoffe am Standort, insbesondere für Öl und Kohlenwasserstoffe, ausgearbeitet und schriftlich festgehalten werden. Je nach den gesetzlichen Bestimmungen, der Komplexität der betreffenden Anlage und den jeweiligen Erfordernissen kann dieses Dokument der übergeordneten Verfahrensanweisung als Anhang beigefügt oder als eigenständiger Plan erstellt werden. Jedes Reaktionssystem muss folgende Elemente beinhalten: Gefahrenerkennung, Risikobewertung, Präventions-, Kontroll- und Reaktionspläne, Führungsvorkehrungen und Kontrollregelungen sowie Schulungen und Tests. Eine vorausschauende Planung ist für die Beherrschung von Freisetzungen gefährlicher Stoffe von zentraler Bedeutung und umfasst das Einholen von Informationen, die Durchführung von Risikobewertungen, die Identifizierung gefährdeter ökologischer und sozioökonomischer Rezeptoren sowie die Entwicklung von Reaktionsstrategien. Darüber hinaus werden Verfahren etabliert, um sicherzustellen, dass für die identifizierten Risiken angemessene Reaktionskapazitäten auch im Hinblick auf die verantwortungsvolle Entsorgung zurückgewonnener freigesetzter Substanzen mobilisiert werden. Mit der Befolgung dieser Leitlinien verpflichtet sich OMV, Vorfälle zu verhindern, bzw., wenn sie dennoch eintreten, ihre Auswirkungen wirksam zu kontrollieren und zu mindern. Im Rahmen der Richtlinien von OMV wurden Prozesse und Mechanismen definiert, um potenzielle negative Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit der Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden zu verhindern, abzumildern und zu beheben. Diese umfassen: Notfall- und Katastrophenpläne [MDR-P 65a] Wir reagieren auf Schadstofffreisetzungen gemäß einem Plan, der geeignete Ressourcen (verantwortliche Personen und Interventionsmaterialien) und die erforderliche Expertise festlegt. Dieser Plan unterstützt das Personal vor Ort beim Umgang mit Freisetzungen, indem er die Zuständigkeiten für die notwendigen Maßnahmen zum Stoppen und Eindämmen der Freisetzungen und zur Minderung der Auswirkungen klar definiert. Dazu zählen Techniken, die eine Ausbreitung über den unmittelbaren Standort hinaus verhindern, sowie das Entfernen des freigesetzten Stoffes und des kontaminierten Materials. In den lokalen Plänen sind klare Kommunikations- und Koordinationsprotokolle festgelegt, insbesondere für den Fall, dass nationale oder internationale Ressourcen erforderlich sind. Wir führen regelmäßig Übungen und Schulungen zur Bekämpfung von Schadstofffreisetzungen durch. Reinigung und Sanierung [MDR-P 65a] Alle Ölaustritte, ob an Land oder im Wasser, werden sofort nach ihrem Auftreten in Übereinstimmung mit unserem Umweltmanagementstandard, Anhang „Spill Preparedness and Response Planning“, bewertet und beseitigt. In besonders scherwiegenden Fällen fordern wir für das Abdichten und Eindämmen, die Oberflächenreinigung und das Notfallmanagement die Unterstützung Dritter an. Lecks werden entweder sofort oder innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens gemäß den Instandhaltungsverfahren des Standorts repariert. Diese Verfahren basieren auf den Ergebnissen der Risikobewertung und anderen Faktoren, wie zum Beispiel der Durchführbarkeit von Reparaturen im laufenden Betrieb. Unser Ansatz für Abhilfemaßnahmen steht im Einklang mit den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen, die die Reinigung, Wiederherstellung, Sanierung und/oder den Ersatz beschädigter Umweltrezeptoren umfassen. Zu den Abhilfemaßnahmen zählen die Beseitigung freigesetzter Stoffe (z. B. durch Erdaushub und anschließende Verfüllung mit sauberer Erde) sowie die natürliche Erholung – immer auf Grundlage der jeweiligen Entscheidung der Umweltbehörden. So stellen wir sicher, dass die betroffenen Areale wieder für die vorgesehene Nutzung geeignet sind. In unseren Büchern werden Rückstellungen für Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Schadstofffreisetzungen gebildet; sie decken Reinigungs- und Sanierungskosten ab. Mikroplastik „Responsible Care“-Richtlinie [E2-1.14] [MDR-P 65a] [E2-1.15a] Bei Borealis wurden Verschmutzungen durch Mikroplastik infolge unbeabsichtigter Pelletverluste in seinen Betrieben als wesentliche Auswirkungen identifiziert. Borealis begegnet diesen Auswirkungen mit seiner „Responsible Care“-Richtlinie. Die Auswirkungen unbeabsichtigter Pelletverluste in den Betrieben der Tochtergesellschaft Borealis werden insbesondere dadurch gezielt gesteuert, dass für die Polyolefin-(PO-)Produktionsstätten der „Operation Clean Sweep“-(OCS-)Standard zur Anwendung gelangt. OCS ist eine freiwillige Brancheninitiative, die speziell darauf abzielt, Freisetzungen von Kunststoffen in Form von Pellets, Flakes oder Pulver über die gesamte Kunststofflieferkette, von der Produktion über die Handhabung bis zum Transport, zu verringern bzw. zu verhindern. Die an der Initiative teilnehmenden Unternehmen verpflichten sich, bewährte Verfahren im Umgang mit Kunststoffpellets umzusetzen. Außerdem wird von ihnen eine externe Zertifizierung zur Einhaltung des Standards verlangt. [MDR-P 65b] Die Anforderungen des OCS-Standards sind ein fester Bestandteil des Umweltmanagementsystems von Borealis und damit auch der „Responsible Care“-Richtlinie. Diese gilt weltweit für alle Entitäten und verbundenen Unternehmen von Borealis, die mit der Verarbeitung, der Handhabung oder dem Management von Polyolefinen befasst sind (PO-Standorte). Neu erworbene Unternehmen müssen einen umfassenden Umsetzungsplan befolgen, der die Einhaltung der „Responsible Care“-Grundsätze und die Implementierung des OCS-Standards vorsieht. [MDR-P 65a] Die Richtlinie zielt darauf ab, Freisetzungen von Kunststoffpartikeln in die Umwelt so weit wie möglich zu reduzieren. Zu den wichtigsten Inhalten und Zielen der Richtlinie gehören die Einführung des OCS-Standards an allen PO-Standorten von Borealis, die Erlangung einer externen OCS-Zertifizierung aller europäischen PO-Standorte (Recyclinganlagen sind derzeit vom Zertifizierungsprozess ausgenommen) und die Umsetzung der folgenden Maßnahmenhierarchie als Leitprinzip zur Vermeidung von Pelletfreisetzungen in die Umwelt: Verhinderung von Pelletaustritten aus den vorgesehenen Behältern, Minderung der Auswirkungen im Falle von Pelletaustritten und Beseitigung von ausgetretenem Material, um nicht rückgängig zu machende Pelletfreisetzungen in die Umwelt zu verhindern. [E2-1.15c] Darüber hinaus beinhaltet die Richtlinie die Umsetzung der sechs OCS-Hauptanforderungen an jedem PO-Standort: Verbesserung der technischen Infrastruktur der Betriebsstätten, um Pelletaustritte zu verhindern und zu beseitigen; Erstellung und Veröffentlichung interner Verfahren zur Erreichung des Ziels „Zero Pellet Loss“; Mitarbeiterschulungen und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die Vermeidung und Eindämmung von Pelletfreisetzungen sowie für entsprechende Reinigungs- und Aufräumarbeiten und die Entsorgung; regelmäßige Leistungsprüfung; Einhaltung aller einschlägigen geltenden staatlichen und örtlichen Vorschriften; Aufforderung der Geschäftspartner:innen, die gleichen Ziele zu verfolgen. [MDR-P 65c] Die „Responsible Care“-Richtlinie fällt in den Zuständigkeitsbereich des:der CEO von Borealis, der:die auch für ihre Umsetzung und die Einhaltung des OCS-Standards an allen PO-Standorten verantwortlich ist. [MDR-P 65d, 65e, 65f] Die Richtlinie basiert auf dem OCS-Standard und dem ISO-14001-Standard für Umweltmanagementsysteme. Bei der Ausarbeitung dieser Richtlinie berücksichtigte Borealis die Interessen wichtiger Interessenträger:innen, einschließlich seiner Eigentümer:innen, in Absprache mit dem Aufsichtsrat sowie die Interessen der eigenen Beschäftigten in Absprache mit dem Betriebsrat. Der OCS-Standard wird von einem Lenkungsausschuss verwaltet, dem Vertreter:innen der Europäischen Kommission, der EU-Mitgliedstaaten und von NGOs angehören. Dadurch wird sichergestellt, dass die jeweiligen Interessen und Perspektiven Berücksichtigung finden. Diese Richtlinie steht externen Interessenträger:innen nicht zur Verfügung. Der OCS-Standard, der dieser Richtlinie zugrunde liegt, ist hingegen über die Website von Operation Clean Sweep öffentlich zugänglich. Bei Borealis ist der OCS-Standard in das konzernweite Managementsystem integriert. Zudem wurde er kontextbezogen in die Sprachen der Standortländer übersetzt, um sicherzustellen, dass er für alle Beschäftigten von Borealis zugänglich und verständlich ist. Überdies absolvieren alle Beschäftigten bei Borealis regelmäßig Schulungen über die Einhaltung der Anforderungen und die Maßnahmen zur Vermeidung von Pelletaustritten. Mehr dazu finden Sie im /Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. [E2-1.15a] Wasser- und Bodenverschmutzung durch unbeabsichtigte Pelletverluste wird bei Borealis durch die „Responsible Care“-Richtlinie und den „Operation Clean Sweep“-(OCS-)Standard geregelt. Darüber hinaus werden alle Umweltthemen, die die Standorte von Borealis betreffen, über das Borealis Umweltmanagementsystem gesteuert, dessen Grundlage die „Responsible Care“-Richtlinie darstellt. Das Borealis Managementsystem gliedert sich in fünf Ebenen. Die erste Ebene („Policy“) legt den Rahmen für Bereiche wie Umwelt, Gesundheit und Sicherheit und Produktverantwortung fest, wie in der „Responsible Care“-Richtlinie dargelegt. Die zweite Ebene umfasst Managementhandbücher, die dritte beschreibt Prozesse, die vierte stellt detaillierte Anweisungen bereit und die fünfte Ebene deckt Meeting-Chartas ab. [E2-1.15c] Zur Vermeidung von Vorfällen und Notfallsituationen im Zusammenhang mit unbeabsichtigten Freisetzungen von Kunststoffpellets setzt jeder PO-Standort die sechs Hauptanforderungen des OCS-Standards um, wie in der Konzernbetriebsanweisung zur Umsetzung dieses Standards beschrieben. Jeder Borealis Standort muss außerdem einen Risikomanagementplan erstellen und jährlich überprüfen. Dieser Plan umfasst Protokolle und Verfahren zur Verhinderung und Bekämpfung von Freisetzungen, einschließlich Präventivmaßnahmen wie Preventive Maintenance und doppelte Abdichtungen, Maßnahmen zum Rückhalt, wie Auffangwannen und Gehäuse, sowie Reinigungs- bzw. Reaktionsmaßnahmen, einschließlich des Einsatzes von Staubsaugern und Straßenkehrmaschinen. Der Plan beschreibt Zuständigkeiten, Maßnahmen, Zeitrahmen und Dokumentationsverfahren für den Fall, dass Pellets außerhalb der vorgesehenen Behälter gefunden werden. Ebenso sind in diesem Plan die Verantwortlichkeiten und Vorgaben für die Durchführung von Reinigungsarbeiten definiert. Auch die Zuständigkeiten für Meldungen und Follow-ups, sowohl intern als auch nach außen, zum Beispiel gegenüber den Behörden, sind darin geregelt. E2-2 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Bei all seinen Aktivitäten zielt OMV darauf ab, Luftemissionen sowohl aus Punktquellen als auch aus diffusen Quellen zu minimieren. Dabei kommen das Vorsorgeprinzip, internationale branchenspezifische bewährte Verfahren und/oder die beste verfügbare Technik (BVT) zur Anwendung. Unser Ziel ist es auch, Ölaustritte und Leckagen in unseren Betrieben sowohl auf See als auch an Land zu verhindern und zu reduzieren. Wir haben Pläne zur Vermeidung und Kontrolle von Ölaustritten etabliert, die den spezifischen Bedingungen des Unternehmens Rechnung tragen. Dazu gehören sowohl proaktive Managementpläne, die Risikobewertungen, präventive Maßnahmen und Inspektionen vorsehen, als auch reaktive Managementpläne mit Kontroll-, Reaktions- und Reinigungsverfahren. Die meisten Ölaustritte fanden geografisch in Rumänien statt. Deshalb konzentrieren wir uns auf die Instandhaltung unserer Infrastruktur und auf die Verbesserung der Anlagensicherheit. Wichtigste Maßnahmen [E2-2.18a] [MDR-A 68a, 68b, 68c, 68e] [E1-3.29c-i] OMV hat die folgende wichtigste Maßnahme definiert, um die für E2 Umweltverschmutzung identifizierten negativen Auswirkungen und Risiken zu verhindern bzw. zu mindern. Beispiele dafür sind die negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit Luftschadstoffen sowie die negativen Auswirkungen von Boden- und/oder Wasserverschmutzungen durch Versagen der Anlagenintegrität.27 [MDR-A 69b] [E1-3.29c-i] Im Jahr 2024 erforderte die Umsetzung wichtiger Maßnahmen für E2 Umweltverschmutzung einen Investitionsaufwand von EUR 35 Mio. Die Gesamt-CAPEX des Konzerns und ihre Überleitung zu den in der Cashflow-Rechnung ausgewiesenen Investitionen sind den Abschnitten Investitionsausgaben (CAPEX) im Lagebericht und der Konzern-Cashflow-Rechnung in den Konzernabschlüssen und Anmerkungen zu entnehmen. [MDR-A 69a] OMV ist bestrebt, seine langfristige Finanzierungspolitik mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in Einklang zu bringen. Aus diesem Grund prüft OMV die Möglichkeiten nachhaltiger Finanzierungen und nachhaltigkeitsbezogener Finanzierungen, bei denen die Kosten eines Finanzinstruments an die Erreichung bestimmter strategischer Nachhaltigkeitsziele gekoppelt sind. Für die Durchführung der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten wichtigsten Maßnahmen steht derzeit kein nachhaltiges Finanzinstrument aus. Wichtige Maßnahme (Summe von einzelnen Maßnahmen, deren Implementierung CAPEX von je EUR ≥5 Mio. benötigt) Vermeidung von Umweltverschmutzung Status Tatsächlich & geplant Erwartetes Ergebnis Verringerung von Schadstofffreisetzungen in Luft, Boden und Wasser Beitrag zu Vorgabe/Ziel der Richtlinie Vermeidung von Umweltverschmutzung, Minimierung der Umweltauswirkungen und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen Umfang Eigene Tätigkeiten Zeithorizont Mittelfristig Abhilfe n.a. Fortschritt Bewertung, Ausführung CAPEX 2024 EUR Mio 35 CAPEX 2025-2029 EUR Mio ~100 Relevante IROs E2-1, E2-2, E2-4, E2-5, E2-6, E2-8 Reduktion der Emission von Luftschadstoffen [E2-2.18a] [MDR-A 68a, 68b, 68c]Auf der Grundlage der Richtlinien für die Vermeidung und Behandlung in unserem Umweltmanagementstandard ermitteln unsere Standorte regelmäßig das Potenzial für Verbesserungen, um die Emissionen von Luftschadstoffen zu verringern. Im Jahr 2024 wurde zur Optimierung des Abfackelsystems in der Raffinerie Burghausen eine Kombination von Verbesserungen umgesetzt, die zu einer Verringerung des abgefackelten Gases und der damit verbundenen Luftschadstoffe, einschließlich NOx, VOC und CO, geführt haben. Diese Maßnahmen umfassten die Erhöhung des Arbeitsvolumens des Fackelgasbehälters, die Optimierung des Backup-Gas-Algorithmus und die Umleitung eines stickstoffreichen Stroms von der Fackel in den Raffinerieprozess. Darüber hinaus wurde bei der Erschließung der Lagerstätte Berling in Norwegen zum Schutz der verlegten Pipeline ein vollständig digitalisiertes Wachschiff eingesetzt. Durch den Einsatz digitaler Technologie anstelle eines physischen Schiffes konnten die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, einschließlich NOx, VOC und CO, erheblich reduziert werden. Diese Maßnahme beschränkt sich auf unsere eigene Geschäftstätigkeit in der Raffinerie Burghausen in Deutschland und wurde im Jahr 2024 abgeschlossen. Umweltverschmutzung durch Mikroplastik [E2-2.18a, 18b] [MDR-A 68a] Ein Ziel der „Responsible Care“-Richtlinie ist die Sicherstellung, dass alle Polyolefin-(PO‑)Standorte von Borealis den „Operation Clean Sweep“-(OCS-)Standard erfüllen und alle europäischen PO-Standorte (mit Ausnahme der Recyclinganlagen) nach OCS zertifiziert sind. In Übereinstimmung mit dem OCS-Standard wurden mehrere Standorte von Borealis, wie zum Beispiel die Borealis Antwerpen N.V. und die Borealis Polymers N.V. in Beringen, Belgien, sowie die Borealis Polymere GmbH in Burghausen, Deutschland, durch ein externes Audit für die OCS-Zertifizierung ausgewählt. Auch auf Standortebene wurden wichtige Maßnahmen geplant oder durchgeführt. So planen beispielsweise in Belgien die Borealis Antwerpen N.V. die Anschaffung eines Laubsaugers, die Borealis Polymers N.V. die Installation von Bodenschwellen als zusätzliche Maßnahme, um Pellets vor dem Verlassen des Geländes abzuschütteln, und die Borealis Kallo N.V. die Installation von Sieben in Ablaufgräben. Mehr über alle anderen Standorte finden Sie im / Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. [MDR-A 68b] Diese definierten Maßnahmen konzentrieren sich auf die eigene Geschäftstätigkeit von Borealis an seinen PO-Produktionsstandorten weltweit, wo das Unternehmen die operative Kontrolle hat. [E2-2 AR 13] Es gibt keine Mikroplastikemissionen im vorgelagerten Bereich von Borealis, weshalb keine Maßnahmen in Bezug auf die Umweltverschmutzung in der vorgelagerten Wertschöpfungskette ergriffen wurden, abgesehen von der Durchführung regelmäßiger Lieferantenbeurteilungen und -bewertungen durch externe Anbieter:innen, die umweltbezogene Kriterien abdecken. Die Maßnahmen von Borealis in Bezug auf Mikroplastik erstrecken sich nicht auf seine nachgelagerte Wertschöpfungskette. [E2-2.19b] Das OCS-Programm zielt auf Vermeidung ab, und alle Maßnahmen konzentrieren sich darauf, die Freisetzung von Kunststoffpellets in die Umwelt zu verhindern. Da es jedoch noch nicht gelungen ist, Pelletverluste vollständig zu vermeiden, werden alle OCS-Aktivitäten als Verringerung der Umweltverschmutzung eingestuft. [MDR-A 68c] Alle von Borealis für seine einzelnen Standorte festgelegten Maßnahmen wurden im Laufe des Jahres 2024 abgeschlossen, mit Ausnahme der Borealis Plastomers B.V. in Geleen, Niederlande, deren Aktionsplan auf 2025 verschoben wurde. [MDR-A 69a] Alle OCS-Maßnahmen im Jahr 2024 waren entweder mit geringen Investitionen verbunden oder verursachten keine Kosten, sodass keine der Maßnahmen, weder einzeln noch kumuliert, den von Borealis für seine wichtigsten Maßnahmen festgelegten Schwellenwert von EUR 2,5 Mio überschritt. Mehr dazu finden Sie im / Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. E2-3 Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Externe Zertifizierung aller europäischen Polyolefin-(PO-)Standorte (mit Ausnahme der Recyclinganlagen) nach dem OCS-System [E2-3.22] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] [E5-3.25] Dieses freiwillige Ziel bezieht sich auf das angestrebte Ziel, den Verlust von Pellets aus den vorgesehenen Behältern zu verhindern, und unterstützt das wesentliche Ziel von Borealis, die Emissionen von Kunststoffpartikeln in die Umwelt so weit wie möglich zu minimieren. [MDR-T 80b] Das Ziel gilt für alle Polyolefin-Produktionsstandorte von Borealis (mit Ausnahme der Recyclinganlagen) in Europa und umfasst alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Handhabung von Kunststoffpellets. Die Anzahl der ausgestellten OCS-Zertifikate wird als Maßeinheit verwendet. Der Bezugswert für Ziel 1 ist das Ergebnis für 2024: 9. 2024 Alle europäischen PO-Standorte von Borealis gemäß dem europäischen OCS-Standard extern zertifizieren Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Das Ziel gilt für alle Polyolefin-Produktionsstandorte von Borealis und umfasst alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Handhabung von Kunststoffpellets Nicht im Umfang enthalten Recyclinganlagen von Borealis Geografische Abdeckung PO-Standorte Europa Bezugsjahr 2024 Bezugswert 9 (basierend auf dem Ergebnis von 2024) [MDR-T.80f] Das Ziel wird anhand der Daten über die Anzahl der von externen Zertifizierungsstellen ausgestellten OCS-Zertifikate festgelegt. Ein Lenkungsausschuss aus leitenden Angestellten von Borealis bewertete und beschloss die Zielvorgabe, die dann vom höchsten Managementgremium für den Betrieb genehmigt und durchgesetzt wurde. [MDR-T-80i] Da das Ziel im Jahr 2024 festgelegt wurde, hat Borealis seine Ziele, Kennzahlen und Methoden nicht geändert. Borealis überprüft regelmäßig seine Methoden, um sicherzustellen, dass sie mit den sich entwickelnden wissenschaftlichen und regulatorischen Standards übereinstimmen. [MDR-T-80g] Das Ziel für die Minimierung von Pelletverlusten und -austritten stützt sich nicht auf schlüssige wissenschaftliche Erkenntnisse. Es wurde durch internes Benchmarking unter Berücksichtigung bewährter Verfahren der Branche, erreichbarer Werte, vorhandener Technologien und betrieblicher Verbesserungen ermittelt. [MDR-T-80h] In die Festlegung dieser Ziele wurden keine Interessenträger:innen direkt einbezogen. Stand 2024 [MDR-T-80j] Von 14 Borealis PO-Standorten wurde die externe OCS-Zertifizierung für 9 abgeschlossen, für 1 verschoben und ist für 4 nicht anwendbar. Borealis überwacht die Leistung durch vierteljährliche Treffen der lokalen OCS-Teams vor Ort. Das Ziel wird jährlich im Rahmen des integrierten Umweltmanagementsystems im Zuge von Managementbewertungen überprüft und auf der Grundlage von Leistungstrends und betrieblichen Entwicklungen angepasst. Mehr dazu finden Sie im Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. Gesamtzahl der Pelletfreisetzungen in die Umwelt von ≤1 pro Polyolefin-(PO-)Standort und Jahr [E2-3.22] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] [E5-3.25] Dieses freiwillige Ziel steht im Einklang mit dem angestrebten Ziel, die Auswirkungen von Pelletverlusten zu verringern, und unterstützt das wichtige Ziel von Borealis, die Emissionen von Kunststoffpartikeln in die Umwelt so weit wie möglich zu minimieren. [MDR-T 80b] Das Ziel gilt für alle PO-Produktionsstandorte von Borealis weltweit und deckt alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Handhabung von Kunststoffpellets ab. Alle Vorfälle werden im internen Berichtstool von Borealis aufgezeichnet. Die Leistung im Hinblick auf das Ziel wird anhand der Anzahl der pro Jahr und Standort gemeldeten Fälle gemessen. Der Bezugswert für Ziel 2 ist das Ergebnis für 2024: 7. Dieses Ziel gilt seit dem Jahr 2024, das als Bezugsjahr herangezogen wird. 2025 ≤ 1 Pelletverlust in die Umwelt pro PO-Standort und Jahr Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Das Ziel gilt für alle Polyolefin-Produktionsstandorte von Borealis und umfasst alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Verarbeitung und Handhabung von Kunststoffpellets Nicht im Umfang enthalten n.r. Geografische Abdeckung Polyolefin-Standorte von Borealis Bezugsjahr 2024 Bezugswert 7 (basierend auf dem Ergebnis von 2024) [MDR-T 80f] Das Ziel basiert auf Daten über die Nichteinhaltung von standortspezifischen OCS-Verfahren, die bei Inspektionen außerhalb des Standorts durch lokale OCS-Teams beobachtet und dokumentiert werden, sowie auf Beobachtungen des gesamten Standortpersonals, von Auftragnehmer:innen und Anwohner:innen. Ein Lenkungsausschuss aus leitenden Angestellten von Borealis bewertete und beschloss die Zielvorgabe, die dann vom höchsten Managementgremium für den Betrieb genehmigt und durchgesetzt wurde. [MDR-T 80i] Da das Ziel im Jahr 2024 festgelegt wurde, hat Borealis seine Ziele, Kennzahlen und Methoden nicht geändert. Borealis überprüft regelmäßig seine Methoden, um sicherzustellen, dass sie mit den sich entwickelnden wissenschaftlichen und regulatorischen Standards übereinstimmen. [MDR-T 80g] Das Ziel für die Minimierung von Pelletverlusten und -austritten stützt sich nicht auf schlüssige wissenschaftliche Erkenntnisse. Es wurde durch internes Benchmarking unter Berücksichtigung bewährter Verfahren der Branche, erreichbarer Werte, vorhandener Technologien und betrieblicher Verbesserungen ermittelt. [MDR-T 80h] In die Festlegung dieses Ziels wurden keine Interessenträger:innen direkt einbezogen. Stand 2024 [MDR-T-80j] Fünf der 14 Borealis PO-Standorte meldeten Pelletfreisetzungen. Dazu gehörten Borealis Polymers Beringen (1 Freisetzung), Borealis Polymers Oy (Porvoo: 1 Freisetzung), Borealis AB Stenungsund (2 Freisetzungen), Borealis Compounds Port Murray & Taylorsville (2 Freisetzungen) und 1 Freisetzung bei mtm plastics Niedergebra und Fürstenwalde. Mehr dazu finden Sie im / Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. [E2-3.23a]Keines der Ziele bezieht sich auf Luftschadstoffe und entsprechende Frachtwerte. In der EU, wo sich die wichtigsten Standorte von OMV befinden, sind Emissionen in die Luft streng geregelt. OMV plant, die Luftemissionen seiner Anlagen zu analysieren und anhand der Ergebnisse dieser Analysen zu entscheiden, ob die Festlegung eines über die strengen gesetzlichen Vorgaben hinausreichenden Luftschadstoffziels erforderlich ist. Ziel 2 bezieht sich sowohl auf Emissionen ins Wasser und spezifische Frachtwerte als auch auf Verschmutzungen des Bodens und spezifische Frachtwerte, mit dem Ziel, die Freisetzung von Kunststoffpellets in die Umwelt zu reduzieren. Aufgrund ihrer mangelnden biologischen Abbaubarkeit neigt Mikroplastik dazu, sich in verschiedenen Umweltbereichen, einschließlich Wasser und Boden, anzusammeln. Keines der Ziele steht im Zusammenhang mit der Vermeidung und Kontrolle von besorgniserregenden und besonders besorgniserregenden Stoffen. [E2-3.23b] Unser Ziel in Bezug auf Pelletfreisetzungen ist es, den Eintrag von Kunststoff in die Umwelt, insbesondere ins Wasser, zu verringern. [E2-3.23c] Bei OMV ist unser Ansatz für den Umgang mit Freisetzungen gefährlicher Stoffe darauf ausgerichtet, Bodenverschmutzungen zu minimieren und die Integrität der Umwelt in der Umgebung unserer Standorte zu wahren. Zu diesem Ziel haben wir uns verpflichtet. Ein spezifisches Ziel zur Minimierung der Bodenverschmutzung durch Freisetzungen gefährlicher Stoffe muss allerdings erst entwickelt werden. E2-4 Kennzahlen im Zusammenhang mit der Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden [E2-4.29] [E2-4.30b] Alle Umweltverschmutzungsdaten werden aus standortspezifischen Informationen und Messungen abgeleitet, bei denen die jeweiligen nationalen gesetzlichen Vorgaben für Messmethoden und -häufigkeiten eingehalten werden. Luftschadstoffdaten werden mithilfe einer gemischten Methode ermittelt: kontinuierliche Messungen, auf Jahreswerte hochgerechnete Spotmessungen und Datenberechnungen anhand von Standardfaktoren. Schadstoffe in Wasser werden durch Stichproben und interne oder externe Laboranalysen gemessen. Bodenverschmutzungen durch freigesetzte Kohlenwasserstoffe werden je nach Art und Schwere der Freisetzung bzw. der Verfügbarkeit von Daten mit verschiedenen Methoden gemessen. Annahmen und Einschränkungen ergeben sich in erster Linie durch die Verwendung von Schätzungen und Standardfaktoren sowie durch Extrapolationen von Spotmessungen. [E2-4.30c] Umweltdaten, einschließlich Daten zur Umweltverschmutzung, werden im Umweltreportingsystem von OMV entweder auf kontinuierlicher Basis (z. B. Meldung von Vorfällen, bei denen gefährliche Stoffe freigesetzt wurden) oder im Rahmen von Datenerfassungskampagnen erfasst. Um die Richtigkeit der Daten zu gewährleisten, sollte eine andere Person als diejenige, die die Daten auf Standortebene erfasst oder eingegeben hat, diese nach dem Vieraugenprinzip überprüfen, validieren und genehmigen. Dies ist erforderlich, bevor die Daten auf Geschäftsbereichs- oder Konzernebene verwendet oder konsolidiert werden können. Das lokale Management bleibt Eigentümer der Daten. [E2-4.31] Alle Messmethoden entsprechen den nationalen gesetzlichen Vorschriften und Industrienormen. Je erheblicher der jeweilige Frachtwert im regionalen und nationalen Kontext ist, desto genauer muss die angewendete Messmethode in der Regel sein. Für eine höhere Genauigkeit sind indes komplexere und kostspieligere Messtechniken und -methoden erforderlich. Bei geringen oder unerheblichen Schadstoffmengen ist es im Sinne einer möglichst effizienten Nutzung der Ressourcen durchaus akzeptabel und auch vernünftig, weniger genaue Methoden zu verwenden. Die dadurch frei werdenden Ressourcen können im Rahmen des Umweltmanagementsystems sinnvoller eingesetzt werden. Freisetzung von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden [MDR-M.77c] [E2-4.28a, 28b] [E2-4 AR 22] kg/Jahr 2024 Schadstoff in Luft in Wasser in Boden Teilfluorierte Kohlenwasserstoffe (HFKWs) 110,5 n.a.1 n.a.1 Flüchtige organische Verbindungen ohne Methan (NMVOC) 3.808.131 n.a.1 n.a.1 Stickoxide (NOx/NO2) 4.458.812 n.a.1 n.a.1 Schwefeloxide (SOx/SO2) 2.387.598 n.a.1 n.a.1 Gesamtstickstoff n.a.1 51.599 n.a.2 Gesamtphosphor n.a.1 n.a.3 n.a.2 Arsen und Verbindungen (als As) n.a.3 55,9 n.a.2 Cadmium und Verbindungen (als Cd) 20 n.a.3 n.a.2 Chrom und Verbindungen n.a.3 n.a.3 n.a.2 Kupfer und Verbindungen (als Cu) n.a.3 93,1 n.a.2 Quecksilber und Verbindungen (als Hg) n.a.3 n.a.3 n.a.2 Nickel und Verbindungen (als Ni) 103 20,7 n.a.2 Blei und Verbindungen (als Pb) n.a.3 n.a.3 n.a.2 Zink und Verbindungen (als Zn) n.a.3 1.560 n.a.2 Halogenierte organische Verbindungen (als AOX) n.a.1 n.a.3 n.a.2 Benzol 63.159 n.a.3 n.a.2 Di-(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP) n.a.3 n.a.3 n.a.2 Phenole (als Gesamt C) n.a. 177,8 n.a.2 Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) n.a.3 n.a.3 n.a.2 Gesamter organischer Kohlenstoff (als Gesamt-C oder CSB/3) n.a.1 n.a.3 n.a.2 Chloride (als Gesamt-Cl) n.a.1 2.882.950 n.a.2 Fluoride (als Gesamt-F) n.a.1 2.711 n.a.2 Feinstaub (PM10) 59.000 n.a.1 n.a.1 1 Der Schadstoff ist für den Umweltrezeptor nicht relevant. 2 Dieser Emissionstyp ist bei OMV nicht relevant. 3 Unter dem Grenzwert für die Berichterstattung. Gesamtemissionen von Luftschadstoffen [GRI 305-7] kg/Jahr 2024 2023 SO2 2.461.811 2.580.742 NOx 7.560.341 8.539.003 NMVOC 7.673.828 8.089.970 Feinstaubemissionen 139.384 100.434 Ozonabbauende Stoffe 134 280 [Freiwillig] 30 Standorte nach ISO 14001 zertifiziert [Freiwillig] Konzentration an Öl in abgeleitetem Abwasser: 0,0125 mg/l Mikroplastik [E2-4.28b] [MDR-M.77c] Im Jahr 2024 erzeugte Borealis an seinen PO-Standorten 4.024.286,9 Tonnen Mikroplastik in Form von produzierten Kunststoffpellets und emittierte 0,018 Tonnen Mikroplastik in Form von freigesetzten Pellets, die nicht wieder eingesammelt werden konnten. [E2-4.30a] Borealis begann 2024 im Rahmen der Implementierung des OCS-Standards an allen PO-Standorten mit spezifischen Untersuchungen und Datenerhebungen zu unbeabsichtigten Pelletaustritten und verfügte daher nicht über Informationen zu Veränderungen im Laufe der Zeit. [E2-4.30b, 30c] Die Gesamtmasse des erzeugten Mikroplastiks bezieht sich auf die Produktionsleistung jedes der Borealis Extruder (letzter Anlagenteil für die Herstellung von Polyolefin-Neuware, Compounding und Recycling), die gemessen und im Umwelt- und Energiedatenmanagementsystem des Unternehmens erfasst wird. Die Gesamtmasse des nicht wieder eingesammelten Mikroplastiks infolge eines größeren Pelletaustritts28 wird in erster Linie von geschultem Personal vor Ort bei Routinekontrollen geschätzt. Eine gründliche Ursachenforschung, die erforderlich ist, wenn substanzielle Beweise für eine Freisetzung vorliegen, kann eine genauere Gewichtsschätzung ermöglichen. Diese Methode entspricht den Zertifizierungsanforderungen von OCS Europe. Schätzungen basieren auf der Differenz zwischen wieder eingesammelten und abgewogenen Pellets und der Quelle des Austritts. Eine schnelle Reaktion des Personals begrenzt in der Regel das Ausmaß der Freisetzung und ermöglicht eine vollständige Beseitigung. [E2-4.31] Derzeit gibt es keine standardisierten, wissenschaftlich anerkannten Methoden zur direkten Messung von nicht wieder eingesammelten Pellets, die aus den Betrieben von Borealis stammen. Daher basiert die Quantifizierung auf einer Schätzung nach einer gründlichen Ursachenforschung. In den jüngsten EU-Verordnungen wurde eine standardisierte Methode zur Messung von Mikroplastikemissionen vorgeschlagen, und Borealis wird sie übernehmen, sobald sie etabliert und anwendbar ist. Mehr dazu finden Sie im /Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird, sofern nicht anders angegeben, von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [E2-4.1] [E2-4.2] [E2-4.28b] [E2-4 AR 22] [MDR-M.77a] Für die in der Tabelle zur Freisetzung von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden angeführten Luft- und Wasserschadstoffe verwendet OMV die nach nationalen und internationalen Umweltrahmen und -gesetzen, wie zum Beispiel nach der E-PRTR-Verordnung, vorgeschriebenen Schadstoffdefinitionen.29 Die an Luft und Wasser abgegebenen Schadstofffrachten werden als jährliche Frachtwerte angegeben. Die Maßeinheit hierfür ist die metrische Tonne. Kohlenwasserstofffreisetzungen werden als Gesamtmenge quantifiziert. Die Maßeinheit hierfür ist Liter. [E2-4-28b] [E2-4 AR 22] [E2-4 AR 20] [MDR-M.77a] Die Menge an erzeugtem oder verwendetem Mikroplastik entspricht der Gesamtproduktionsleistung (Polyolefin-Neuware, Compounding und Recycling) zuzüglich der unbeabsichtigten und nicht wieder beseitigten Freisetzungen von Mikroplastik in die Umwelt, wie sie von allen unseren Standorten im Berichtssystem dokumentiert werden. Der Prozess zur Herstellung von Polyolefinen ist darauf ausgelegt, Mikroplastik in Form von Pellets zu produzieren, die dann für Anwendungen wie Wasserrohre, Kabelisolierungen und Healthcare-Produkte weiterverarbeitet werden können. Daher fällt die gesamte, von Borealis produzierte Menge an Polyolefinen in die Kategorie „erzeugtes Mikroplastik“. Die Produktionsleistung jedes unserer Extruder (letzter Anlagenteil für die Herstellung von Polyolefin-Neuware, Compounding und Recycling) wird gemessen und in unserem Umwelt- und Energiedatenmanagementsystem erfasst. Unbeabsichtigte Freisetzungen von Mikroplastik (Pellets, Flakes, Pulver oder Staub) werden in unserem internen Tool für das Management von Vorfällen dokumentiert und weiterverfolgt. Mehr dazu finden Sie im / Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. Freisetzung gefährlicher Stoffe [Unternehmensspezifisch] [GRI 306-3] [MDR-M.77c] 2024 2023 Freisetzung gefährlicher Stoffe Anzahl 2.305 2.027 davon größere (d. h. Schweregrad 3 bis 5) Anzahl 4 4 Freigesetzte Menge Liter 127.015 185.745 Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Die Summe der Freisetzungen gefährlicher Stoffe bezieht sich auf die Gesamtzahl der im Meldesystem innerhalb der Berichtsgrenzen für das Berichtsjahr dokumentierten Freisetzungen. ● davon größere (d. h. Schweregrad 3 bis 5): Das OMV System zur Klassifizierung von Störfällen sieht fünf Schweregrade vor, wobei Stufe 1 der niedrigste und Stufe 5 der höchste Schweregrad ist. Ein Störfall der Stufe 3 ist definiert als mittlerer Umweltschaden in einem großen Gebiet außerhalb der Standortgrenzen, der Maßnahmen zur Sanierung/Wiederherstellung erfordert. [Unternehmensspezifisch][MDR-M.77a] Freigesetzte Menge: Menge der freigesetzten Flüssigkeit in Litern. Je nach Art und Schwere der Freisetzung und der Verfügbarkeit von Daten werden unterschiedliche Methoden zur Bestimmung der freigesetzten Menge angewendet. Bei größeren Mengen an freigesetztem Material können Prozessdaten zur Bestimmung der freigesetzten Menge herangezogen werden (z. B. Tankfassungsvermögen und ‑füllstände, Durchflussmessungen und dergleichen). Bei kleineren Mengen an freigesetztem Material können das Volumen des abgetragenen Bodens und die spezifische Kohlenwasserstoffbelastung des Bodens herangezogen werden. Bei sehr kleinen Mengen an freigesetztem Material, die keine Bodensanierung erfordern, werden Schätzungen vorgenommen. Umweltbezogene Aufwendungen Freiwillig Einheit 2024 2023 Aufwendungen für Umweltschutz exkl. Abschreibungen EUR Mio 555 624 Umweltinvestitionen für in Betrieb gesetzte Anlagen EUR Mio 592 422 E2 (Unternehmensspezifisch) Prozesssicherheit Wesentliches Thema: E2 Umweltverschmutzung Wesentliches Unterthema (Unternehmensspezifisch): E2 Prozesssicherheit Verringerung der Vorfälle und Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung durch Umsetzung eines effektiven Gefahren- und Prozesssicherheitsmanagements Relevante SDG: SDG-Ziel: 3.9 Bis 2030 die Zahl der Todesfälle und Erkrankungen aufgrund gefährlicher Chemikalien und der Verschmutzung und Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden erheblich verringern Das Prozesssicherheitsmanagement umfasst die systematische Anwendung standardisierter Anweisungen, Praktiken und Spezifikationen, um eine sichere und zuverlässige Produktion zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Zu den grundlegenden Komponenten gehören unsere Organisation, Ressourcen, Managementprozesse, die Leistung von Menschen und Anlagen, die vorherrschende Sicherheitskultur sowie dokumentierte Vorschriften und Praktiken. Ein weiterer Aspekt des Prozesssicherheitsmanagements ist der Umgang mit Gefahren im Zusammenhang mit den chemischen und physikalischen Eigenschaften der Substanzen, die wir in unseren Öl-, Gas- und Chemietätigkeiten einsetzen. OMV und Borealis verarbeiten große Mengen an entzündlichen und/oder giftigen Materialien unter hohem Druck und hohen Temperaturen, die bei unsachgemäßer Handhabung potenziell zu schwerwiegenden Prozesssicherheitsereignissen führen können. In einem Worst-Case-Szenario könnten Leckagen, Brände oder Explosionen auch Todesopfer fordern. Weitere mögliche Folgen sind eine gravierende Unterbrechung der Lieferungen an unsere Kund:innen und beträchtliche Kosten. Der Prozesssicherheitsmanagementstandard von OMV dient als Rahmen und Referenz für die Umsetzung und Aufrechterhaltung wirksamer Richtlinien für die Prozesssicherheit. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Die identifizierten wesentlichen negativen Auswirkungen stehen im Zusammenhang mit ungeplanten Freisetzungen aufgrund von Prozesssicherheitsereignissen, die zu Sachschäden und Umweltverschmutzung in der Nähe unserer Standorte führen können. Diese Prozesssicherheitsereignisse und Freisetzungen gefährlicher Stoffe sind kritische Themen, die rigorose Management- und Minderungsstrategien erfordern, um die Auswirkungen auf Umwelt und Eigentum in der Umgebung der OMV Betriebsstandorte zu minimieren. Aus strategischer Sicht ist die konsequente Umsetzung solider Prozesssicherheitsmaßnahmen für OMV von zentraler Bedeutung, um die betrieblichen Abläufe zu sichern, die Umwelt zu schützen und die Sicherheit unserer Arbeitnehmer:innen, Auftragnehmer:innen, Geschäftspartner:innen und anderer externer Interessenträger:innen zu gewährleisten. Auch im Hinblick auf die Einhaltung von Vorschriften, die Wahrung der Reputation von OMV und den langfristigen Erfolg des Unternehmens sind diese Prozesssicherheitsmaßnahmen essenziell. Mehr über die wesentlichen IROs in Bezug auf E2 Prozesssicherheit finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. Governance Für die Prozesssicherheit ist die HSSE-Konzernfunktion unter der Leitung des:der VP HSSE zuständig, der:die direkt an den:die Generaldirektor:in berichtet. Die HSSE-Abteilung von OMV beschäftigt ein auf Prozesssicherheitsmanagement spezialisiertes Team. Hinzu kommen lokale HSSE-Beauftragte an jedem Standort sowie lokale Fachexpert:innen. So gibt es zum Beispiel in jeder Raffinerie eine eigens für das Prozesssicherheitsmanagement verantwortliche Person. Sie steht in direktem Kontakt mit allen Abteilungen, die sich im Rahmen ihres Tagesgeschäfts um die Prozesssicherheit kümmern, arbeitet aktiv mit diesen zusammen und kommuniziert mit diesen. Außerdem erhält diese Person Anweisungen zur Prozesssicherheit von einem:einer zentralen Prozesssicherheitsbeauftragten (Process Safety Advisor), der:die den gesamten Geschäftsbereich Refining überwacht. Darüber hinaus haben auch die OMV Petrom und Borealis HSSE-Abteilungen, die sich um spezifische Belange kümmern und lokale HSSE-Beauftragte und Expert:innen koordinieren. Die HSSE-Abteilungen von OMV Petrom und Borealis berichten funktional an den:die VP HSSE auf Konzernebene. E2-1 (Unternehmensspezifisch) Spezifische Richtlinien30 und Verpflichtungen Prozesssicherheitsmanagementstandard [MDR-P 65a] Der Prozesssicherheitsmanagementstandard von OMV dient als Rahmen und Referenz für die Umsetzung und Aufrechterhaltung wirksamer Richtlinien für die Prozesssicherheit. Er legt die Mindestanforderungen fest und bietet Leitlinien zur Integration der Prozesssicherheit in das Management von Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE). Der Prozesssicherheitsmanagementstandard konzentriert sich auf die Minimierung von Risiken im Zusammenhang mit der Handhabung von Gefahrstoffen bei Tätigkeiten in den Bereichen Öl, Gas, Energie und Chemie. Ziel ist es, Zwischenfälle zu verhindern, durch die Personen, die Umwelt oder Vermögenswerte und die Reputation von OMV Schaden erleiden könnten. Der Rahmen umfasst eine proaktive Risikoerkennung und -steuerung durch die Analyse und Evaluierung von Gefahren, um Risiken innerhalb akzeptabler Grenzen zu halten. Zudem fördert er durch das Engagement der Führungskräfte, die Einbindung der Arbeitnehmer:innen und kontinuierliches Lernen eine starke Sicherheitskultur. Mit der Integration des Prozesssicherheitsmanagementstandards in das HSSE-Managementsystem stellt OMV die Einhaltung der rechtlichen und branchenspezifischen Standards sicher. Im Hinblick auf den Umgang mit Zwischenfällen bietet der Rahmen klare Leitlinien zur Minderung der Auswirkungen sowie zu Notfallmaßnahmen. [MDR-P 65b] Der Prozesssicherheitsmanagementstandard, die HSSE-Direktive und alle weiteren relevanten Standards, die in diesem Abschnitt erwähnt sind, gelten für OMV weltweit. Im Hinblick auf die Einhaltung lokaler Rechtsvorschriften gelangen zusätzlich eigene Bestimmungen zur Anwendung. Dies betrifft die OMV Aktiengesellschaft und alle ihre Tochtergesellschaften sowie die Borealis AG und die OMV Petrom S.A. mit ihren jeweiligen Tochtergesellschaften, nicht jedoch die SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. und ihre Tochtergesellschaften. In geringem Umfang gibt es auch Ausnahmeregelungen. So gelten zum Beispiel bei Borealis separate Richtlinien für unternehmensspezifische betriebliche Vorfälle. Aufgrund der engen Verflechtung zwischen den Richtlinien zur Regelung des wesentlichen Themas der Prozesssicherheit und den Richtlinien, die andere wesentliche Umweltthemen steuern, wird für weitere Informationen zu unseren übergreifenden Verpflichtungen im Code of Conduct und zum Geltungsbereich unseres Umweltmanagementstandards auf Umweltverschmutzung und für Informationen über unsere HSSE-Strategie auf >S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen verwiesen. [MDR-P 65c, 65d, 65e, 65f] Alle Richtlinien zur Regelung des Prozesssicherheitsmanagements bei OMV werden vom Vorstand genehmigt. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Richtlinien liegt bei den jeweiligen Geschäftsbereichen bzw. den jeweils zuständigen Mitgliedern des Vorstands. Die Konzernfunktionen sind dafür verantwortlich, die Umsetzung zu unterstützen und bis zu einem gewissen Grad deren Steuerung und Kontrolle zu beaufsichtigen. Die HSSE-Direktive und damit verbundene Konzernrichtlinien stehen allen Arbeitnehmer:innen von OMV über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet zur Verfügung. Zur Minderung der negativen Auswirkungen ungeplanter Freisetzungen aufgrund von Prozesssicherheitsereignissen, die zu Sachschäden und Umweltverschmutzung in der Nähe unserer Standorte führen können, folgt OMV dem Prozesssicherheitsmanagementstandard. Dieser Standard bietet umfassende Leitlinien und Verfahren zur Verhinderung und zum Management von Prozesssicherheitsereignissen und Freisetzungen gefährlicher Stoffe. Er stellt strenge Kontrollen sicher, um die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen solcher Vorfälle zu minimieren, und trägt so zum Schutz von Umwelt und Eigentum in der Umgebung unserer Standorte bei. Im Rahmen des Prozesssicherheitsmanagementstandards von OMV wurden Prozesse und Mechanismen definiert, um tatsächliche negative Auswirkungen zu verhindern, abzumildern und zu beheben. Diese umfassen: Risikomanagement [MDR-P 65a] Prozesssicherheitsrisiken werden durch eine Vielzahl von Risikobeurteilungen systematisch bewertet, wie etwa PAAG/HAZOP-Studien, quantitative Risikoanalysen (Quantitative Risk Assessments; QRAs) und Risikobewertungen gemäß der Seveso-Richtlinie, der wichtigsten EU-Verordnung zur Beherrschung der Gefahren schwerer Unfälle mit gefährlichen Stoffen an Land. Empfehlungen aus Prozesssicherheitsanalysen (Process Hazard Analyses; PHAs), Audits, Überprüfungen und Untersuchungen von Zwischenfällen, die sich mit Risiken der Prozesssicherheit befassen, werden zentral erfasst und im integrierten Risikoregister von OMV systematisch priorisiert. Die Empfehlungen werden an die Mittelfristplanung gekoppelt, damit für die Umsetzung der Empfehlungen auch Mittel zur Verfügung stehen. Vor der Inbetriebnahme einer neuen Anlage, nach größeren Änderungen oder nach einer Generalüberholung führen wir eine unabhängige Sicherheitsüberprüfung durch, um die Sicherheit der Anlage in der Inbetriebnahmephase und im laufenden Betrieb zu gewährleisten. Im Jahr 2024 wurde zur Identifizierung und Steuerung der Risiken in jedem operativen Produktionsbereich ein Register mit Maßnahmen zur Risikominderung erstellt und mit Daten – auch von Borealis Standorten – befüllt, wobei die Maßnahmen durch diverse Prozesssicherheitsanalysen (PHAs), Bewertungen und Sicherheitsüberprüfungen identifiziert wurden. So entstand ein konsolidierter Überblick, der uns bei der Priorisierung und Weiterentwicklung von Plänen zur Risikominderung unterstützt. Außerdem wurde bei OMV ein Softwaretool zur Auswertung der Ergebnisse von Prozesssicherheitsanalysen sowie zur Nachverfolgung von daraus resultierenden Empfehlungen und Arbeitsabläufen implementiert. Notfallmanagementpläne [MDR-P 65a] Prozesssicherheitsereignisse können mitunter auch unsere Anrainergemeinden betreffen. Aus diesem Grund verfügen wir über effektive Notfallmanagementpläne, die mit den umliegenden Gemeinden abgestimmt sind. Diese Notfallmanagementpläne sehen verschiedene Stufen vor, für die Aufgaben und Zuständigkeiten, Struktur und Kommunikation sowie Schnittstellen zu Notfall- und Störfallmanagementteams festgelegt sind. Um eine koordinierte Durchführung von Notfallmaßnahmen sicherzustellen, umfassen unsere Notfallpläne spezifische Notfallprozeduren sowie Alarmierungs- und Benachrichtigungsvorschriften. Inspektion und Wartung [MDR-P 65a] Umfassende Inspektions- und Wartungsprogramme werden von speziellen Abteilungen für Inspektion, Wartung und Anlagenintegrität durchgeführt. Diese nehmen regelmäßige Inspektionen von Anlagen und Maschinen, Rohrleitungen, Tanks usw. vor und kümmern sich um die Prüfung von Sicherheitsausrüstungen sowie die Instandhaltung und Revision von Anlagen. Untersuchungen und Audits [MDR-P 65a] Regelmäßige Audits, Überprüfungen und Aktualisierungen unserer Sicherheitssysteme und -verfahren sind in den Richtlinien vorgeschrieben. Das Engagement von OMV zur Verbesserung unserer Sicherheitsprotokolle gewährleistet nicht nur ein sicheres Arbeitsumfeld, sondern verhindert auch Schäden an unseren Anlagen und mindert negative Auswirkungen auf unser Personal, lokale Gemeinschaften und die Umwelt. Sämtliche Vorfälle werden in angemessener Weise zeitgerecht identifiziert und gemeldet. Arbeitsbezogene Vorfälle mit potenziellen Folgen für Menschen, die Umwelt, Vermögenswerte oder unsere Reputation werden entsprechend untersucht, um unmittelbare Ursachen, tiefer liegende Ursachen und systemische Ursachen zu ermitteln, aus denen Erkenntnisse gezogen werden können, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Tier‑1- und Tier‑2-Prozesssicherheitsereignisse31 werden regelmäßig erfasst, nachverfolgt und untersucht, um einen konsistenten Überblick über die Prozesssicherheitsleistung von OMV zu erhalten. Zusätzlich überwachen wir Tier‑3-Prozesssicherheitsereignisse, um eine bessere Bewertung der kritischen Barrieren auf Anlagenebene zu ermöglichen. Die Überwachung von Prozesssicherheitsereignissen sowie die Berichterstattung über diese vermitteln uns einen Überblick über die Herausforderungen für die Sicherheitssysteme, sodass wir Schwachstellen innerhalb der Barrieren auf Anlagenebene identifizieren und korrigieren können. Im Jahr 2024 führte Borealis regelmäßige Blue Audits durch, um die Einhaltung der Standards in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) zu überprüfen. Diese umfassenden Audits sehen eine detaillierte drei- bis viertägige Prüfung vor, in deren Rahmen die Korrekturmaßnahmen von Fachexpert:innen validiert und überwacht werden. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird in einem Audit-Zyklus evaluiert, um kontinuierliche Verbesserungen in den Bereichen Gesundheitsschutz und Sicherheit zu erwirken. HSSE-Direktive [MDR-P 65a] Die HSSE-Direktive legt die Prinzipien und Regeln für das Management von HSSE-Risiken und ‑Aktivitäten über den gesamten Lebenszyklus des Konzerngeschäfts und der Konzerntätigkeiten fest, einschließlich Investitionsprojekten, Unternehmenszusammenschlüssen und Akquisitionen. Die Direktive gibt auch die wichtigsten HSSE-Aufgaben für alle Arbeitnehmer:innen, Geschäftspartner:innen und Auftragnehmer:innen von OMV vor. Außerdem schreibt sie die laufende Verbesserung der HSSE-Performance fest. Die HSSE-Direktive definiert die zentralen Aspekte des HSSE-Managements und fasst diese in zwölf Elementen entlang des „Plan-Do-Check-Act“-Zyklus zusammen. Für jedes Element legt die HSSE-Direktive den Ansatz für ein wirksames HSSE-Management fest, das auch das Prozesssicherheitsmanagement einschließt. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf die HSSE-Direktive werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen behandelt. Zur Minderung der negativen Auswirkungen ungeplanter Freisetzungen aufgrund von Prozesssicherheitsereignissen, die zu Sachschäden und Umweltverschmutzung in der Nähe unserer Standorte führen können, enthält die HSSE-Direktive Leitlinien dazu, wie derartige Vorkommnisse gemeldet, auf ihre Ursachen hin analysiert und künftig verhindert werden sollen. Darüber hinaus schreibt die HSSE-Direktive vor, dass für organisatorische Vorkehrungen sowie entsprechende Ausstattungen, Schulungen und Übungen zu sorgen ist, um Notfälle und Krisensituationen effizient zu managen. Zusätzliche relevante Standards [MDR-P 65a] Weitere Konzernrichtlinien zum Thema Prozesssicherheit bei OMV sind das HSSE-Risikomanagement, das Kontraktoren-HSSE-Management, das Management von Gefahrstoffen und Personentransport sowie die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen. Zusammen bilden sie den Rahmen für das Sicherheitsmanagement. Sie schreiben regelmäßige Überprüfungen und Aktualisierungen der Risikoregister und Aktionspläne vor, um die Einhaltung der Maßnahmen und eine kontinuierliche Verbesserung unserer Sicherheitskultur zu gewährleisten. Unsere Richtlinie zur Vermeidung schwerer Unfälle (Major Accident Prevention Policy) definiert die generellen Ziele und Leitlinien zur Kontrolle des Risikos eines schweren Unfalls im Rahmen von Arbeiten und Tätigkeiten von OMV. OMV ist sich dessen bewusst, dass das Risiko schwerer Unfälle bei Onshore- und Offshore-Arbeiten im Zusammenhang mit der Gewinnung, dem Transport, der Aufbereitung und der Verteilung von Öl und Gas signifikant ist und dass derartige Unfälle erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und betroffene Menschen haben können. Deshalb ist OMV überzeugt, dass ein tief verwurzeltes Bewusstsein für HSSE in der Unternehmenskultur das Fundament all seiner Geschäftstätigkeiten und Beziehungen mit Vertragsunternehmen ist. Unser Konzernstandard für das Kontraktoren-HSSE-Management definiert die Mindestanforderungen für die Integration von HSSE-Themen in alle Phasen des Vertragslebenszyklus und in das Kontraktorenmanagement. Er legt einen strukturierten Prozess für das Kontraktoren-HSSE-Management – von der Auswahl bis zum Vertragsabschluss – fest. Zusammen bieten diese Richtlinien umfassende Leitlinien und Maßnahmen zur Minderung der negativen Auswirkungen ungeplanter Freisetzungen aufgrund von Prozesssicherheitsereignissen, die zu Sachschäden und Umweltverschmutzung in der Nähe unserer Standorte führen können. [MDR-P 65f] Das HSSE-Management von OMV steht in engem Austausch mit den Arbeitnehmer:innen und ihren Vertreter:innen, darunter Betriebsräte und Gewerkschaften, um kritische Themen anzusprechen und Bereiche mit Verbesserungsbedarf aufzuzeigen. So gibt es zum Beispiel bei Borealis an jedem Standort ein HSE-Forum, das dazu dient, Arbeitnehmervertreter:innen anzuhören und über das HSE-Managementsystem zu informieren. Die HSSE-Abteilung organisiert HSSE-Tage für verschiedene OMV Bereiche, um die Arbeitnehmer:innen über HSSE-Themen einschließlich Prozesssicherheit aufzuklären. Darüber hinaus stellt OMV durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit lokalen Stellen und Regulierungsbehörden sicher, dass die Richtlinien des Unternehmens den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Außerdem bieten die an den Standorten eingerichteten Sicherheitsschulungszentren eine Plattform für Interaktion und Austausch. E2-2 (OMV spezifisch) Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Prozesssicherheit Wichtigste Maßnahmen [MDR-A 66] Unser Ziel, in Bezug auf unsere Prozesssicherheitsereignisrate eine führende Position beizubehalten, unterstützt unser strategisches Ziel, weiterhin einen starken Fokus auf die traditionelle Risikokontrolle zu legen und uns gleichzeitig auf neue Technologien vorzubereiten, die in der HSSE-Strategie 2030 von OMV definiert sind. Durch Schulungen und die Verbesserung unserer Sicherheitskultur sorgen wir dafür, dass Sicherheit für unsere Standorte oberste Priorität bleibt und Risiken im Zusammenhang mit ungeplanten Freisetzungen aufgrund von Prozesssicherheitsereignissen wirksam gesteuert werden. Diese Maßnahme ist in unserem Prozesssicherheitsmanagementstandard festgeschrieben, mit dem wir unser Engagement für den Schutz unserer Arbeitnehmer:innen und der Umwelt bekräftigen. Die Maßnahme im Zusammenhang mit E2 Prozesssicherheit fällt nicht unter die OMV Definition der wichtigsten Maßnahmen32. Schulungen und Sicherheitskultur [MDR-A 68a, 68b, 68c] Wie in unserem Prozesssicherheitsmanagementstandard dargelegt, sind Schulungsprogramme von entscheidender Bedeutung, um zu gewährleisten, dass alle Arbeitnehmer:innen und das Betriebspersonal mit unseren Sicherheitsverfahren vertraut sind. Die Kompetenz der Arbeitnehmer:innen auf dem Gebiet der Prozesssicherheit wird durch einen klar definierten Schulungsplan, kontinuierliche Kommunikation und den Austausch von Erfahrungen sichergestellt. In den Raffinerien werden neben den regulären Feuerwehrübungen regelmäßig szenariobasierte Notfallübungen unter Beteiligung des Notfallmanagementteams des Standorts durchgeführt. Wir haben ein OMV Process Safety Network mit einer Online-Kollaborationsplattform einschließlich einer Referenzbibliothek und eines Diskussionsforums eingerichtet. Regelmäßige virtuelle Sitzungen erleichtern den konzernweiten Austausch von Know-how, an denen Arbeitnehmer:innen aus verschiedenen OMV Ländern und unterschiedlichen Fachbereichen teilnehmen. Dies fördert das kontinuierliche Lernen. Die Teilnahme des Topmanagements an diesen Online-Veranstaltungen demonstriert Führungskompetenz und Engagement und vermittelt die klare Botschaft, dass Prozesssicherheit wichtig ist. Im Jahr 2024 wurde ein Projekt zur Verbesserung der Prozesssicherheitskompetenz der Arbeitnehmer:innen von OMV initiiert, wobei spezielle Schulungen für das Betriebspersonal noch in Vorbereitung sind. Ein Konzernausschuss für Prozesssicherheit unter Beteiligung von Vorstandsmitgliedern tagte regelmäßig. Auf diesen Sitzungen wurden die Leistungen, Erfolge und Herausforderungen erörtert. Vierteljährliche halbtägige Veranstaltungen und der jährliche Process Safety Day förderten den Wissensaustausch mit bis zu 200 Teilnehmer:innen, darunter auch Mitglieder des Senior Managements. Im Geschäftsbereich F&F wurde für das Tanklager Lobau und die Raffinerie Schwechat das neue LOTOTO-System (Lock Out, Tag Out, Try Out) mit einer umfassenden Schulung eingeführt. Regelmäßige Feedback-Runden und praktische Übungen trugen zu kontinuierlichen Verbesserungen bei. Für das Schichtpersonal wurden Schulungen zu Rohrleitungs- und Instrumentenfließschemata (Pipe & Instrumentation Diagrams; P&IDs) organisiert. Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen wurden für den Prozess sensibilisiert, was eine positive Resonanz bewirkte und zu einer vorbildlichen Nutzung des neuen Systems führte. Um unsere Sicherheitskultur weiter zu verbessern, wurden im Jahr 2024 an den von uns betriebenen Standorten (einschließlich Borealis) Bewertungen der konzernweit geltenden lebensrettenden Regeln (Life-Saving Rules) mit dem Schwerpunkt auf Prozesssicherheit durchgeführt. Für festgestellte Mängel wurden Aktionspläne erstellt, und bewährte Verfahren wurden kommuniziert. OMV Petrom verbesserte die Datenqualität des Risikoregisters und priorisierte die Prozesssicherheitsmaßnahmen anhand der Risikominderung und des erforderlichen Aufwands. Unsere HSSE-Strategie unterstützt die Transformation von OMV, in deren Rahmen wir unser Produktportfolio erweitern, neue Märkte erschließen und in enger Zusammenarbeit mit Geschäftspartner:innen eine gemeinsame Sicherheitskultur entwickeln. Die im Jahr 2024 eingerichteten Sicherheitszentren in den Raffinerien Burghausen, Schwechat und Petrobrazi spielen eine wichtige Rolle bei der Implementierung und praktischen Anwendung unserer lebensrettenden Regeln (Life-Saving Rules). Diese jährliche Schulung richtet sich an Arbeiter:innen und Auftragnehmer:innen, die in unseren Raffinerien in Österreich, Deutschland und Rumänien tätig sind. E2-3 (Unternehmensspezifische) Ziele im Zusammenhang mit Prozesssicherheit Prozesssicherheitsereignisrate [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Unser freiwilliges Ziel, in Bezug auf die Prozesssicherheitsereignisrate eine führende Position aufrechtzuerhalten, steht im Einklang mit der in unserem Code of Conduct und unserem Prozesssicherheitsmanagementstandard festgeschriebenen Verpflichtung, Arbeitsplätze und Prozesse so zu gestalten, dass sie sicher sind – für unsere Arbeitnehmer:innen, Auftragnehmer:innen und Geschäftspartner:innen ebenso wie für externe Interessenträger:innen und die Umwelt. 2025 Führende Position bei der Prozesssicherheitsereignisrate beibehalten 2030 Führende Position bei der Prozesssicherheitsereignisrate beibehalten Relatives Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten 100% für Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, für Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie für Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Nicht im Umfang enthalten Joint Ventures, bei denen OMV weder die Kontrolle noch die Betriebsführerschaft innehat Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2023 Bezugswert 0,23 [MDR-T-80f] Die Methode zur Klassifizierung einer Prozesssicherheitsereignisrate folgt einem Stufenkonzept, wie es im API-754-Standard dargelegt ist. Diese Rate wird berechnet als die normalisierte Rate von Tier-1- und Tier-2-Prozesssicherheitsereignissen pro 1.000.000 Arbeitsstunden, die von den entsprechenden Unternehmensfunktionen innerhalb des Berichtsumfangs geleistet wurden, mit Ausnahme der Arbeitsstunden der Konzernfunktionen. [MDR-T-80g] Dieses Ziel basiert auf dem Vergleich unserer Leistung mit Vergleichsgruppen unter Verwendung von Daten, die von Branchenverbänden wie IOGP und Concawe für das vorangegangene Jahr veröffentlicht wurden. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde nach Beratungen mit den Vorstandsmitgliedern, SVPs und HSSE festgelegt und vom Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Im Jahr 2024 wurden keine Änderungen an dem Ziel vorgenommen. Alle Daten werden wie gehabt in unserem internen Register zur Meldung von Vorfällen erfasst. Stand 2024 [MDR-T-80j] 0,20 (2023: 0,23) Kennzahlen Prozesssicherheitsereignisse [Unternehmensspezifisch] [GRI 403-9] [MDR-M-77a] 2024 2023 Tier 1 Anzahl 8 12 davon Energy Anzahl 5 2 davon F&F Anzahl 3 7 davon Chemicals Anzahl 0 3 Tier 2 Anzahl 13 15 davon Energy Anzahl 5 3 davon F&F Anzahl 0 5 davon Chemicals Anzahl 8 7 Prozesssicherheitsereignisrate1 pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,20 0,23 1 Prozesssicherheitsereignisrate: Anzahl der Tier 1 und Tier 2 Prozesssicherheitsereignisse pro 1 Mio Arbeitsstunden. Arbeitsstunden der Corporate Functions Generel Management (OMV)/Executive Office (OMV, OMV Petrom, Borealis), und Corporate Finance (OMV)/Finance Office (OMV, OMV Petrom, Borealis) sind exkludiert. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird, sofern nicht anders angegeben, von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Die Kennzahlen für Tier‑1- und Tier‑2-Prozesssicherheitsereignisse basieren auf der Klassifizierung von Prozesssicherheitsereignissen (PSEs) nach einem Stufenkonzept gemäß API Recommended Practice 754 bzw. IOGP Report 456. Die Stufen (Tiers) 1 und 2 geben nachlaufende Kennzahlen zur Prozesssicherheitsleistung an, während die Stufen 3 und 4 als vorlaufende Indikatoren dienen. ● PSEs der Stufe 1 sind Zwischenfälle mit schwerwiegenderen Auswirkungen und stellen den nach dem vierstufigen Ansatz am weitesten nachlaufenden Leistungsindikator dar. Dieses Konzept leitet sich von der API Recommended Practice 754 ab. Die Anzahl der Tier‑1-PSEs spiegelt die Prozesssicherheitsleistung wider und umfasst Stofffreisetzungen (Losses of Primary Containment; LoPC) mit erheblichen Folgen. Selbst wenn diese Stofffreisetzungen im Rückhaltesystem (Secondary Containment) aufgefangen werden, weisen Tier‑1-PSEs auf Schwachstellen im Barrieresystem hin und ermöglichen eine Bewertung der Prozesssicherheitsleistung des Unternehmens. Ein Tier‑1-PSE ist eine ungeplante oder unkontrollierte Freisetzung eines Stoffes, einschließlich nicht toxischer und nicht entzündbarer Stoffe (z. B. Dampf, heißes Wasser, Stickstoff, komprimiertes CO2 oder Druckluft), von einem Prozess, die erhebliche Konsequenzen für Arbeitnehmer:innen, die Allgemeinheit oder das Unternehmen hat. ● PSEs der Stufe 2 sind LoPC-Ereignisse mit geringeren Folgen als bei Stufe 1. Sowohl Tier‑1- als auch Tier‑2-Prozesssicherheitsereignisse werden kumulativ und aufgeschlüsselt nach unseren drei Geschäftsbereichen Energy, F&F und Chemicals ausgewiesen und basieren auf einer Zählung, die im HSSE-Reporting-Tool erfasst wird. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Die Prozesssicherheitsereignisrate (PSER) wird als normalisierte Rate von Prozesssicherheitsereignissen (Tier‑1- und Tier‑2-PSEs) berechnet, um die Vergleichbarkeit im zeitlichen Verlauf bzw. von Anlagen oder Unternehmen zu erleichtern. Da es keinen einheitlich anwendbaren Normalisierungsfaktor für Prozesssicherheitsindikatoren auf der Grundlage von Anlagenkonfigurationen gibt, verwendet die Industrie die Expositionsstunden von Arbeitnehmer:innen (vergleichbar mit Verletzungsraten) als geeigneten und leicht zu ermittelnden Faktor. Die Gesamtzahl umfasst die von Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen für relevante Unternehmensfunktionen im Umfang der Berichterstattung geleisteten Arbeitsstunden. Für die vorgelagerte Wertschöpfungskette werden die geleisteten Arbeitsstunden in den von uns betriebenen Anlagen berücksichtigt, für die nachgelagerte Wertschöpfungskette hingegen die in allen Anlagen geleisteten Arbeitsstunden. Die Arbeitsstunden der Konzernfunktionen, einschließlich General Management und Finance bei OMV und OMV Petrom, werden nicht einbezogen. Aufgrund der wahrscheinlich geringen Häufigkeit von PSEs ist bei der Bewertung der PSER Vorsicht geboten, da die Raten wahrscheinlich nur für Vergleiche auf Branchen- oder Unternehmensebene statistische Gültigkeit haben. Dadurch wird sichergestellt, dass die normalisierte Rate Schwankungen bei den Expositionsstunden der Arbeitnehmer:innen berücksichtigt und genaue Vergleiche ermöglicht. Berichtsformel: PSER = PSE (Tier 1 + Tier 2) / Arbeitsstunden * 1.000.000 E3 Wasser Wesentliches Thema: E3 Wasser Wesentliches Unter-thema: E3 Wasser Effiziente Wassernutzung in unseren Betrieben und Minimierung der Auswirkungen der Wassernutzung und der Wasserableitung auf die Umwelt und lokale Gemeinschaften Relevante SDGs SDG-Ziele: 6.3 Bis 2030 die Wasserqualität durch Verringerung der Verschmutzung, Beendigung des Einbringens und Minimierung der Freisetzung gefährlicher Chemikalien und Stoffe, Halbierung des Anteils unbehandelten Abwassers und eine beträchtliche Steigerung der Wiederaufbereitung und gefahrlosen Wiederverwendung weltweit verbessern 6.4 Bis 2030 die Effizienz der Wassernutzung in allen Sektoren wesentlich steigern und eine nachhaltige Entnahme und Bereitstellung von Süßwasser gewährleisten, um der Wasserknappheit zu begegnen und die Zahl der unter Wasserknappheit leidenden Menschen erheblich zu verringern 12.2 Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen 14.1 Bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung, insbesondere durch vom Lande ausgehende Tätigkeiten und namentlich Meeresmüll und Nährstoffbelastung, verhüten und erheblich verringern Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Zu den tatsächlichen negativen Auswirkungen, die wir identifiziert haben, gehört die Nutzung von Wasser aus Gebieten mit Wasserstress, wie zum Beispiel die Entnahme von Süßwasser für Produkte und/oder Dienstleistungen in Regionen mit begrenzter Wasserverfügbarkeit. Dies kann sich erheblich auf die regionale Verfügbarkeit von Wasser für die Natur und lokale Gemeinschaften auswirken. Dadurch könnten wiederum die Wasserressourcen gefährdet sein und durch ein inadäquates Abwassermanagement verschmutzt werden. Darüber hinaus kann es zu Betriebsunterbrechungen kommen, wenn nicht genügend Wasser zur Verfügung steht, weil Parameter wie Baseline Water Stress (d. h. Gesamtentnahme von Grundwasser in Relation zur Grundwassermenge), Groundwater Stress (d. h. Verhältnis zwischen Grundwasserentnahme und Grundwasserneubildung) und saisonale Schwankungen unzureichend bewertet werden. Mehr über die wesentlichen IROs in Bezug auf E3 Wasser finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. E3-1 Richtlinien33 und Verpflichtungen Code of Conduct [E3-1.12] [E3-1.14] [MDR-P 65a] Der Code of Conduct hilft uns im Umgang mit den festgestellten tatsächlichen negativen Auswirkungen, zu denen die Nutzung von Wasser aus Gebieten mit Wasserstress gehört. Wir betrachten Wasser als wertvollen knappen Rohstoff und legen Wert auf seine nachhaltige und effiziente Nutzung. Diese Verpflichtung ist in unserem Code of Conduct festgeschrieben. Wir respektieren das Recht auf Wasser unserer Interessenträger:innen, insbesondere der lokalen Gemeinschaften, und minimieren die Auswirkungen der Wassernutzung (etwa durch Reduzierung der Süßwasserentnahme, insbesondere in wasserarmen Gebieten) und der Wasserableitung (beispielsweise durch Verbesserung der Wasser- bzw. Abwasserqualität). Der Code of Conduct konzentriert sich auf die Verpflichtungen von OMV als Unternehmen, und wir streben an, mit Geschäftspartner:innen zusammenzuarbeiten, die unsere Werte teilen und unsere Prinzipien respektieren, insbesondere in unseren Anlagen und der Wertschöpfungskette. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Prozess zur Überwachung, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Umweltmanagementstandard [E3-1.14] [MDR-P 65a] Gemäß dem Umweltmanagementstandard (UMS) von OMV müssen alle Geschäftsbereiche bei ihren Tätigkeiten die Auswirkungen von Abwässern auf die Umwelt und lokale Gemeinschaften so gering wie möglich halten. Der Standard legt außerdem spezifische Anforderungen für die Abwassereinleitung an Land und auf See fest. Die in diesem Standard festgeschriebenen Leitlinien und Maßnahmen unterstützen uns beim Umgang mit den festgestellten negativen Auswirkungen der Nutzung von Wasser aus Gebieten mit Wasserstress, wie etwa der Entnahme von Süßwasser für Produkte und/oder Dienstleistungen in Regionen mit begrenzter Wasserverfügbarkeit. Direkte Einleitungen von Abwässern in Böden, Feuchtgebiete oder Gewässer sind ohne vorherige Aufbereitung nicht zulässig. Wo immer möglich, müssen alle Geschäftsbereiche von OMV bei ihren Aktivitäten die besten verfügbaren Techniken (BVTs) und internationale Standards evaluieren und anwenden. Ziel ist es, die Abwassermengen und Schadstoffbelastungen zu verringern und die Effizienz der Wassernutzung nach dem Prinzip „Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln“ („Reduce-Reuse-Recycle“) zu optimieren. Abwässer dürfen die Qualität der aufnehmenden Umwelt weder verändern noch mindern. Auf der Grundlage der nationalen Gesetzgebung und der entsprechenden Bescheide müssen alle Einleitungen systematisch überwacht und alle Umweltauswirkungen in angemessener Weise behandelt werden. Lokale Behörden und die für das Flussgebietsmanagement zuständigen Stellen werden miteinbezogen. So wird sichergestellt, dass OMV regionale Umweltvorschriften befolgt und alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt hat. Der Umweltmanagementstandard von OMV enthält auch detaillierte Leitlinien für die Erstellung und Umsetzung von Wassermanagementplänen. Unsere Zielerklärung zum Thema Wasser ist das öffentliche Bekenntnis von OMV zum Wassermanagement. Sie ist auf unserer / Website öffentlich zugänglich. Alle OMV Arbeitnehmer:innen sind dafür verantwortlich, die Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf Wasserressourcen so gering wie möglich zu halten. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den UMS werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Im Rahmen des Umweltmanagementstandards von OMV wurden Prozesse und Mechanismen definiert, um die identifizierten tatsächlichen und potenziellen negativen Auswirkungen und Risiken zu verhindern, abzumildern und zu beheben. Diese umfassen: Risikomanagement [MDR-P 65a] Gebiete mit hohem Wasserstress werden jährlich bewertet. Um Standorte mit einem erhöhten Risiko für Wasserknappheit oder Wasserstress zu identifizieren, verwendet OMV internationale Tools und Indizes wie etwa den Wasserstressindex von Verisk Maplecroft, der auf dem „Aqueduct Baseline Water Stress“-Index des World Resources Institute (WRI) basiert, sowie bei Bedarf auch eigene Bewertungen. In einigen Regionen, in denen OMV tätig ist, kam es in trockenen Jahren bereits zu Wasserstress. Vor allem aufgrund des Klimawandels müssen wir mit einem weiteren Rückgang des verfügbaren Wassers rechnen. Ein Bottom-up-Ansatz bei der Bewertung der Wasserrisiken gemäß unserer konzernweiten Richtlinie für die Bewertung von Umweltrisiken (Environmental Risk Assessment; ERA) gewährleistet eine konsistente qualitative Beurteilung von operationellen Risiken und Auswirkungen auf die Umwelt. Wesentliche Risiken werden im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagementsystems (EWRM) von OMV bewertet. Bevor wir unsere Geschäftstätigkeit in einem neuen Land aufnehmen oder neue Tätigkeiten starten, identifizieren wir potenzielle künftige Wasserrisiken. Hierzu zählen beispielsweise die jährliche Gesamtentnahme von Grundwasser in Relation zur Grundwassermenge (Baseline Water Stress; BWS), das Verhältnis zwischen Grundwasserentnahme und Grundwasserneubildung (Groundwater Stress) und saisonale Schwankungen. Dazu verwendet OMV in erster Linie die Aqueduct-Tools des World Resources Institute (WRI) und die Indizes von Verisk Maplecroft. Wassermanagementrisiken sind eng mit der Verhinderung der Freisetzung gefährlicher Stoffe verknüpft. Mehr über die Vermeidung von Freisetzungen gefährlicher Stoffe finden Sie im Abschnitt >E2 Umweltverschmutzung. Wassermanagementpläne [MDR-P 65a] [E3-1.12a] Wassermanagementpläne sind für OMV ein essenzielles Instrument, um alle wasserbezogenen Themen, Probleme und Aufgaben zu behandeln und haben das Ziel, das Wassermanagement zu verbessern. Sie geben Aufschluss über die aktuelle Wassernutzung und weisen den Weg für Verbesserungen der Wassereffizienz, Maßnahmen zur Wassereinsparung und Ziele zur Wasserreduzierung. Jeder Standort von OMV muss einen Wassermanagementplan entwickeln, umsetzen und aufrechterhalten. Dieser Plan sollte mindestens die folgenden Elemente enthalten: Umfang und Ziele einschließlich Standortbeschreibung; geltende Rechtsvorschriften, sonstige Anforderungen und Genehmigungen; Identifizierung von Wasserquellen, Einleitungen einschließlich Wasserqualitätsparametern und Überwachungsplänen; Wasserkarte, -inventar und ‑bilanz einschließlich Ableitungen; Systeme für Wassertransport, -speicherung und -aufbereitung; wesentliche Wasserrisiken und Maßnahmen zur Risikominderung; Maßnahmen zur Wassereinsparung und Steigerung der Wassereffizienz einschließlich eines Aktionsplans. Betriebseinrichtungen in Regionen, die von Wasserknappheit betroffen sind oder sein könnten, und Betriebe, die signifikante Wasserressourcen nutzen (z. B. in Tunesien), wurden bei der Entwicklung und Umsetzung von Wassermanagementplänen priorisiert. Das Ziel dieser Pläne ist eine langfristige nachhaltige Produktion mit minimalen Auswirkungen auf die Umwelt. Beste verfügbare Techniken [MDR-P 65a] [E3-1.12a] Wir ergreifen Maßnahmen, um die Süßwasserentnahme auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu zählen die Reduzierung der Komplexität der Betriebsabläufe, die Modernisierung von Anlagen (Kesseln), die Wartung von Anlagen zur Verringerung von Wasserverlusten, die Verwendung von entsalztem Meerwasser anstelle von Süßwasser, die Installation von Umlaufkühlsystemen, die Verwendung von Luft oder Glykol als Kühlmittel anstelle von Wasser (z. B. in der Verdichterstation 2 Bustuchin im Oltenia-Asset) und die Optimierung der Leitungswege für die Wasserversorgung. Neben der Umsetzung von Maßnahmen zur Verringerung der Süßwasserentnahme implementieren wir die beste verfügbare Technik (BVT), um Wasser nachhaltig aufzubereiten. Außerdem wollen wir die Wassereffizienz im täglichen Betrieb an unseren Tankstellen verbessern. In diesem Geschäftssegment sind Autowaschanlagen einer der Hauptverbraucher von Wasser. Daher ist die in unsere Anlagen implementierte Wasserrecyclingtechnik ein wichtiges Element zur effizienten und nachhaltigen Nutzung der Wasserressourcen von OMV. Im Jahr 2024 führte OMV Tunesien eine Reihe von Maßnahmen zur Optimierung der Wasserentnahme in der Central Processing Facility (CPF) Nawara durch. Dies umfasste eine Kombination aus kleineren Verbesserungen, wie zum Beispiel verstärkte Überwachung und Nachverfolgung, Automatisierung und kleinere Konstruktionsänderungen. Diese Maßnahmen zielten auf eine Verringerung der Emissionen und die Wiederverwendung von Wasser ab und trugen letztlich zu einer deutlichen Reduzierung der Wasserentnahme bei. Einbeziehung von Interessenträger:innen Die Auswirkung unserer Geschäftstätigkeit auf die Wasserressourcen ist für diverse Interessenträger:innen von Bedeutung. Wir arbeiten mit Behörden – zum Beispiel mit jenen, die für das Flussgebietsmanagement zuständig sind – im Hinblick auf die Einhaltung von Wassernutzungsvorschriften sowie in Bezug auf die Einhaltung der für die Abwasseraufbereitung geltenden Umweltparameter zusammen. Zudem stimmen wir uns mit lokalen Wasserversorgungsunternehmen zur Süßwasserversorgung der OMV Betriebseinrichtungen sowie zur Abwasseraufbereitung ab. Darüber hinaus kooperieren wir mit NGOs in Bezug auf den Umweltschutz und die Erhaltung der Wasserressourcen sowie mit lokalen Gemeinschaften im Hinblick auf die gemeinsame Nutzung lokaler Wasserressourcen und die Qualität der eingeleiteten Abwässer. In Österreich zum Beispiel fischen Ortsansässige nahe der Raffinerie Schwechat und des Tanklagers Lobau in der Donau sowie im dortigen Hafen. Mit ihnen führen wir bereits seit Jahren einen aktiven und offenen Dialog. In Gebieten, in denen OMV Betriebe große Wassermengen benötigen oder die unter Wasserstress leiden, ist die Einbeziehung lokaler Interessenträger:innen in das Wassermanagement besonders wichtig, um uns die gesellschaftliche Akzeptanz zu sichern. Die Aktivitäten von OMV im Rahmen des Wassermanagements haben eine sozial gerechte Wassernutzung zum Ziel. Zudem führt OMV regelmäßig Lieferantenaudits durch, um die Einhaltung unserer Anforderungen in Bezug auf die Menschenrechte sicherzustellen. Damit die Interessen lokaler Gemeinschaften bekannt sind und während des gesamten Lebenszyklus eines Projekts berücksichtigt werden, führt OMV im Zuge von Sozialverträglichkeitsprüfungen (Social Impact Assessments; SIAs) eine gesellschaftliche Bestandsaufnahme und Bedarfsanalysen durch. Zeigt sich aufgrund dieser Analysen ein Bedarf, startet OMV Entwicklungsprojekte, die für die lokale Bevölkerung einen besseren Zugang zu sauberem Wasser sicherstellen. Bedenken über wasserspezifische Probleme können auch über unsere Community-Beschwerdemechanismen geäußert werden. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S3 Betroffene Gemeinschaften. E3-2 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Wasser [E3-2.19] OMV verwendet für vor- und nachgelagerte Tätigkeiten erhebliche Mengen Wasser. Süßwasser zum Beispiel wird für Öl- und Gasbohrungen, zur Dampferzeugung und zum Kühlen eingesetzt. Kleinere Mengen Wasser werden auch für nicht industrielle Zwecke genutzt. Lagerstättenwasser wird aufbereitet und wenn möglich erneut in die Kohlenwasserstofflagerstätten eingepresst, um die Förderrate zu optimieren. Entsalztes Wasser wird für einige Offshore-Tätigkeiten eingesetzt. Raffinerien und verschiedene andere Betriebseinrichtungen verwenden auch Brackwasser und/oder wiederaufbereitetes Wasser für diverse betriebliche Zwecke. Einige OMV Betriebsanlagen befinden sich in Wasserstressgebieten.34 Wichtigste Maßnahmen [MDR-A 68a, 68b, 68c, 68e] [MDR-A 69b] Um die oben genannten negativen Auswirkungen, die für das wesentliche Thema E3 Wasser identifiziert wurden, zu verhindern bzw. gegebenenfalls zu mindern, hat OMV die folgende wichtigste Maßnahme festgelegt.35 Diese wird umgesetzt bzw. für die Zukunft geplant, um unsere im Folgenden aufgeführten Ziele zu erreichen. Unsere geplante wichtigste Maßnahme für den Umgang mit den Auswirkungen im Zusammenhang mit E3 Wasser spiegelt unsere Verpflichtung wider, die besten verfügbaren Techniken (BVTs) anzuwenden, um die Schadstofffracht zu verringern und den Wert der aufnehmenden Umwelt nicht zu beeinträchtigen. Diese Maßnahme trägt dazu bei, die negativen Auswirkungen auf die Wasserressourcen aufgrund unangemessener Abwasserpraktiken und Wasserverschmutzung zu mindern. Mehr über die Maßnahmen zur Minderung der Wasserverschmutzung finden Sie unter E2 Umweltverschmutzung. Im Jahr 2024 überstieg keine der Maßnahmen im Zusammenhang mit dem wesentlichen Thema E3 Wasser unseren für die wichtigsten Maßnahmen festgelegten Schwellenwert von EUR 5 Mio. Folglich wird dieses Thema im Jahresabschluss nicht berücksichtigt. [MDR-A 69a] OMV ist bestrebt, seine langfristige Finanzierungspolitik mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in Einklang zu bringen. Aus diesem Grund prüft OMV die Möglichkeiten nachhaltiger Finanzierungen und nachhaltigkeitsbezogener Finanzierungen, bei denen die Kosten eines Finanzinstruments an die Erreichung bestimmter strategischer Nachhaltigkeitsziele gekoppelt sind. Für die Durchführung der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten wichtigen Maßnahmen steht derzeit kein nachhaltiges Finanzinstrument aus. Wichtigste Maßnahme (Summe von einzelnen Maßnahmen, deren Implementierung CAPEX von je EUR ≥5 Mio. benötigt) Wassermanagement Status Geplant Erwartetes Ergebnis Verbesserungen für eine zuverlässige Abwasserbehandlung nach dem Stand der Technik Beitrag zu Vorgaben/Ziel der Richtlinie Minimierung der Umweltauswirkungen und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen Umfang Eigene Tätigkeiten Zeithorizont Mittelfristig Abhilfe n.a. Fortschritt Bewertung CAPEX 2024 EUR Mio Keine Maßnahmen oberhalb des Schwellenwerts für wichtige Maßnahmen CAPEX 2025-2029 EUR Mio ~20 Relevante IROs E3-2 E3-3 – Ziele im Zusammenhang mit Wasser Unsere Bestrebung [MDR-T.81b-i] OMV hat noch kein ESRS-konformes Ziel für das wesentliche Thema E3 Wasser festgelegt, da wir es für unsere aktuellen Anlagen nicht als strategische Priorität betrachten. Seit 2021 berichten wir jedoch über die Süßwasserentnahme und es ist unsere Bestrebung, die Süßwasserentnahme zu reduzieren und die Auswirkungen der Wassernutzung, insbesondere in wasserarmen Gebieten, zu minimieren. Dieses Commitment ist in unserem Code of Conduct und dem Umweltmanagementstandard festgelegt. Wir überprüfen die Wirksamkeit, indem wir die jährliche Reduktion der Süßwasserentnahme in unseren Betrieben messen, ohne ein spezifisches Bezugsjahr zu verwenden. Stand 2024: [MDR-T.81b-ii] 44.998 Megaliter Süßwasserentnahme (2023: 154.583 Megaliter) E3-4 – Kennzahlen im Zusammenhang mit Wasserverbrauch Wasser und Abwasser [MDR-M.77c] [E3-4.26] [E3-4.28a-28c] [E3-4.29] [E3-4-28 AR 28] [GRI 303-3] [GRI 303-4] [GRI 303-5] m3 2024 2023 Wasserverbrauch Gesamtwasserverbrauch 68.126.854 70.614.415 davon in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress 1.706.154 672.000 Wasserwiederverwendung Zurückgewonnenes und wiederverwendetes Wasser 314.056.151 255.783.878 Wasserintensität (in m3/MEUR) 2.005 n.a. Entnahmen von Wasser 568.598.186 612.206.000 davon Grundwasser 27.228.924 24.707.212 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 22.439.019 18.214.709 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 4.789.905 6.492.503 davon Oberflächenwasser 18.623.214 131.850.347 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 18.623.214 131.850.347 davon Durchlaufkühlwasser 1.636.279 102.986.662 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon Wasser aus öffentlichen Systemen 3.951.688 4.517.697 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 3.951.688 4.517.697 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon Meerwasser 469.922.685 400.380.304 davon Durchlaufkühlwasser 467.992.793 399.751.510 davon produziertes Wasser 48.871.675 50.760.395 Entnahmen von Wasser in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress 3.153.508 1.898.000 davon Grundwasser 1.018.748 1.121.693 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 1.018.748 1.121.693 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon Oberflächenwasser n.a. 346.000 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. 346.000 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon Wasser aus öffentlichen Systemen 1.816.026 58.000 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 1.816.026 58.000 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS])1 n.a. n.a. davon Meerwasser n.a. n.a. davon produziertes Wasser 318.735 372.000 Ableitungen von Wasser Ableitungen von Wasser nach Zielort 500.662.842 541.746.811 davon ins Grundwasser1 n.a. 208.817 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. 208.817 davon ins Oberflächenwasser 21.902.446 132.912.865 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 17.258.804 128.663.330 davon Durchlaufkühlwasser 1.636.279 102.986.662 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. 4.249.535 davon ins Meerwasser 472.296.220 402.388.687 davon Durchlaufkühlwasser 467.992.793 399.751.510 davon an Dritte 6.464.156 6.236.441 davon an andere 34.798 58.453 Ableitungen von Wasser nach Ziel in allen Gebieten mit Wasserstress 1.500.979 1.245.000 davon ins Grundwasser n.a. n.a. davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon ins Oberflächenwasser 734.904 527.000 davon Süßwasser (≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) 734.904 527.000 davon anderes Wasser (>1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand [TDS]) n.a. n.a. davon ins Meerwasser 590.378 n.a. davon an Dritte 140.899 660.000 davon an andere 34.798 58.453 Ableitungen von Wasser – Qualität Abgeleitete Kohlenwasserstoffe (Öl) 6 7 Produziertes Wasser Produziertes Wasser, erzeugt 48.871.675 50.760.395 Produziertes Wasser, eingespritzt 46.546.754 479.279.945 Produziertes Wasser, abgeleitet 846.203 749.992 n.a. Diese Art von Wasser wird in unseren Betrieben nicht verwendet. 1 Keine Ableitung ins Grundwasser bei OMV. Das Stickstoffgeschäft von Borealis wurde im Jahr 2023 veräußert. [Freiwillig] Wassermanagementpläne für 77% der Standorte umgesetzt Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77a, 77b] [E3-4.28e] [GRI 303-3] [GRI 303-4] [GRI 303-5] [MDR-M.77a] Alle Wasserdaten werden aus standortspezifischen Informationen abgeleitet, die auf eigenen Messungen, Messungen und Rechnungen von Dritten, Berechnungen und Schätzungen beruhen. Es werden Messdaten verwendet. Sind jedoch keine Messdaten verfügbar, werden die Daten berechnet. Sind keine Messdaten verfügbar, werden die Daten zum Beispiel auf der Grundlage einer Wasserbilanz oder auf der Grundlage von Pumpenspezifikationen und Betriebsstunden berechnet. Sind weder Messdaten noch Berechnungen verfügbar, werden die Wasserdaten geschätzt. Bei den Annahmen im Zusammenhang mit den Wasserkennzahlen handelt es sich um feste Faktoren für die Verteilung innerhalb eines Netzes, feststehende Pumpenspezifikationen oder die Verwendung anderer fester Faktoren, insbesondere für die Berechnung der Einleitungen von Wasser. Die Haupteinschränkung bei den Wasserdaten besteht darin, dass nicht für jeden Wasserstrom ein eigener Zähler vorhanden ist. [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [E3-4.28a] Der Gesamtwasserverbrauch in Kubikmetern (m³) errechnet sich aus der Gesamtwasserentnahme (siehe E3-3.4 AR 32) abzüglich der Gesamtableitungen von Wasser (siehe E3-3.4 AR 32). [E3-4.28b] [MDR-M.77a, 77c] davon in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress (m³) ist der Gesamtwasserverbrauch (siehe E3-4.28a) von Standorten in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind. Von Wasserrisiken betroffene Gebiete werden auf der Grundlage des Wasserstressindex von Verisk Maplecroft bestimmt, der den Gesamtwasserverbrauch im Verhältnis zum gesamten jährlich verfügbaren Durchfluss misst. [E3-4.28c] [MDR-M.77a, 77c] Zurückgewonnenes und wiederverwendetes Wasser in Kubikmetern (m³) wird auf Standortebene berechnet und berichtet. Der Wert für OMV ergibt sich aus der Summe der jeweiligen Daten, die von allen Betriebsstätten gemeldet werden. [E3-4.29] [MDR-M.77a, 77c] Die Wasserintensität errechnet sich aus dem Gesamtwasserverbrauch der OMV Betriebe in Kubikmetern dividiert durch die Nettoerlöse in EUR Mio. [E3-3.4 AR 32] [MDR-M.77a, 77c] Die Gesamtwasserentnahme errechnet sich aus der Summe der Wasserentnahmen aus allen Quellen, darunter Süßwasser, anderes Wasser und produziertes Wasser. Regenwasser und recyceltes Wasser sind von der Gesamtwasserentnahme ausgenommen, da sie der Natur nicht bewusst für den Bedarf von OMV entnommen werden.. Regenwasser und recyceltes Wasser werden jedoch nicht in die gesamte Wasserentnahme einbezogen, da sie nicht absichtlich aus der Natur für die Bedürfnisse von OMV entnommen wurden ● Die Entnahmen von Süßwasser setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen: Entnahmen von Grundwasser (Süßwasser), Entnahmen von Oberflächenwasser (Süßwasser), Entnahmen von Süßwasser aus öffentlichen Systemen und Entnahmen von Süßwasser aus anderen Quellen (Regenwassernutzung, Recycling). ● Die Entnahmen von anderem Wasser setzen sich aus den folgenden Komponenten zusammen: Entnahmen von Grundwasser (anderes Wasser), Entnahmen von Meerwasser und Entnahmen von anderem Wasser aus anderen Quellen (Recycling). Entnahmen von Wasser in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress sind die Gesamtwasserentnahmen von Standorten in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind. ● Süßwasser ist definiert als Wasser mit ≤1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand. ● Anderes Wasser ist definiert als Wasser mit >1.000 mg/l Filtrattrockenrückstand. ● Oberflächenwasser ist definiert als jegliches Wasser, das während des Berichtszeitraums aus Oberflächengewässern (einschließlich Wasser aus Feuchtgebieten, Seen, Teichen, Bächen und Flüssen sowie Meeren und Ozeanen) entnommen und für jegliche Verwendung in die Grenzen der berichtenden Organisation geleitet wurde. ● Grundwasser ist definiert als jegliches Wasser, das während des Berichtszeitraums aus Grundwasserkörpern entnommen und für jegliche Verwendung in die Grenzen der berichtenden Organisation geleitet wurde. ● Wasser aus öffentlichen Systemen ist definiert als jegliches Wasser, das während des Berichtszeitraums aus öffentlichen Versorgungssystemen (kommunale Wasserversorgung) oder anderen Wasserversorgungseinrichtungen entnommen und für jegliche Verwendung in die Grenzen der berichtenden Organisation geleitet wurde. ● Durchlaufkühlwasser ist definiert als Wasser aus jeglichen Quellen, das für Durchlaufkühlungszwecke verwendet wird. [E3-3.4 AR 32] [MDR-M.77a, 77c] Ableitungen von Wasser errechnen sich aus der Summe von Wasserableitungen zu jeglichem der unten angeführten Zielorte. ● Zu den Zielorten von Wasserableitungen zählen Süßwasser, anderes Wasser und andere Zielorte. Zu den Süßwasserzielorten zählen Grundwasserleiter (Süßwasser) und Oberflächengewässer (Süßwasser). ● Zu anderen Wasserzielorten zählen Grundwasserleiter (anderes Wasser), Oberflächengewässer (anderes Wasser) und Meerwasser. ● Zu anderen Zielorten zählen externe Wasseraufbereitung (Dritte), Begünstigte oder andere Nutzer:innen (Dritte) und Verdunstungsteiche. [E3-3.4 AR 32] [MDR-M.77a, 77c] Ableitungen von Wasser nach Zielorten in allen Gebieten mit Wasserstress ist das gesamte abgeleitete Wasser von Standorten in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind. [Freiwillig] [MDR-M.77a, 77c] Ableitungen von Wasser – Qualität abgeleiteten Kohlenwasserstoffen (Öl) gemäß unten stehender Definition. ● Abgeleitete Kohlenwasserstoffe (Öl) errechnet sich aus der Menge der Kohlenwasserstoffableitungen über Abwässer gemäß den Ipieca-E9-Standards. Diese Kennzahl misst die Mengen an Kohlenwasserstoffen, die in Gewässer eingeleitet werden, sei es in Binnengewässer oder ins Meer. Sie umfasst die Menge an Kohlenwasserstoffen, die als Prozessabwässer aus Anlagen ins Abwasser eingeleitet werden, wie zum Beispiel Prozesswasser, Kühlwasser, ölhaltige Schlämme und Schnittverluste, Kesselabschlämmwasser und Oberflächenabflusswasser. Bei Raffinerien und anderen Öl- und Gasverarbeitungsanlagen bezieht sie sich auf die Menge der Kohlenwasserstoffe im abgeleiteten Prozessabwasser und Regenwasser. Ableitungen in Binnengewässer über Entwässerungssysteme, die mit Wasserstraßen verbunden sind, sind ebenfalls eingeschlossen. Nicht in dieser Kennzahl enthalten sind: Öl, das in produziertes Wasser abgeleitet wird (ENV_90d); Kohlenwasserstoffe, die durch die Injektion von Abwasser in Lagerstätten abgeleitet werden; Freisetzungen von Kohlenwasserstoffen, Chemikalien und/oder ölbasierten Bohrspülungen und Bohrklein; Freisetzungen von Bohr- und Produktionschemikalien. [Freiwillig] [MDR-M.77a, 77c] Produziertes Wasser errechnet sich aus dem Wasser, das während der Produktion von Kohlenwasserstoffen an die Oberfläche gebracht wird, einschließlich Formationswasser, Rückflusswasser und Kondenswasser. (Quelle: Ipieca/IOGP). ● Produziertes Wasser, erzeugt errechnet sich aus dem Wasser, das während der Produktion von Kohlenwasserstoffen an die Oberfläche gebracht wird, einschließlich Formationswasser, Rückflusswasser und Kondenswasser. ● Produziertes Wasser, eingespritzt errechnet sich aus der Summe des zur verbesserten Erdölförderung (Enhanced Oil Recovery; EOR) oder zur Aufrechterhaltung des Drucks eingespritzten produzierten Wassers und des zur Entsorgung eingespritzten produzierten Wassers. Produziertes Wasser bezieht sich auf Wasser, das aufgrund der Förderung, Verarbeitung oder Nutzung von beliebigem Rohmaterial in das abgegrenzte Gebiet einer Organisation gelangt und zur Einspritzung für EOR oder zur Druckaufrechterhaltung verwendet wird. EOR bezieht sich auf die Gewinnung von Erdöl mit Techniken der Ölförderung, die eine Ölausbeute ermöglichen, die über die mit primären Methoden erzielbare hinausgeht, das heißt, es lassen sich höhere Ölausbeuten in den primären Lagerstätten erzielen. Dazu werden Methoden wie zum Beispiel Druckaufrechterhaltung, Einspritzung von Verdrängungsflüssigkeiten oder andere Techniken wie thermische Verfahren verwendet. EOR-Techniken zielen darauf ab, die Ölausbeute insgesamt so weit wie möglich zu steigern. Darüber hinaus bezieht sich produziertes Wasser, das zur Entsorgung eingespritzt wird, auf Wasser, das aufgrund der Förderung, Verarbeitung oder Nutzung von beliebigem Rohmaterial in das abgegrenzte Gebiet einer Organisation gelangt und zu Entsorgungszwecken in andere Lagerstätten oder geologische Formationen eingespritzt wird. ● Produziertes Wasser, abgeleitet errechnet sich aus dem produzierten Wasser, das in abgedichtete Verdunstungsbecken geleitet oder für diverse Tätigkeiten abgeleitet wird. E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Wesentliches Thema: ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme Wesentliche Unterthemen: Direkte Ursachen des Biodiversitätsverlusts, Auswirkungen auf den Zustand der Arten, Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen sowie Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen Minimierung von Störungen, Beeinträchtigungen und Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme bei allen unseren Projekten und Tätigkeiten in Übereinstimmung mit dem Globalen Biodiversitätsrahmen (Global Biodiversity Framework; GBF) und der EU-Biodiversitätsstrategie Relevante SDGs: Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, die Ökosysteme und die Ökosystemdienstleistungen sind auf verschiedene Einflussfaktoren zurückzuführen. Dazu gehören Treibhausgasemissionen, Landnutzungsänderungen, die Nutzung von Wasser und anderen Ressourcen, die Freisetzung von Schadstoffen, die Einführung invasiver Arten und andere Beeinträchtigungen, zum Beispiel durch Licht und Lärm. Jeder dieser Faktoren kann die natürlichen Lebensräume und die entsprechenden Ökosystemdienstleistungen erheblich verändern – mit nachteiligen Effekten sowohl für die Umwelt als auch für die lokalen Gemeinschaften. OMV hat sich verpflichtet, sich mit diesen Einflussfaktoren auseinanderzusetzen, um ihre negativen Folgen für die biologische Vielfalt und die Ökosysteme an unseren Standorten zu minimieren. Mehr über die wesentlichen IROs in Bezug auf E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. E4-1 Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell [E4-1.11] [E4-1.13e] Die Bewertung der Widerstandsfähigkeit der Strategie und des Geschäftsmodells von OMV gegenüber den Auswirkungen auf die biologische Vielfalt wurde noch nicht durchgeführt, da die Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz der TNFD noch nicht abgeschlossen ist. Die Ergebnisse werden zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen, Abhängigkeiten, Risiken und Chancen von OMV in Bezug auf die biologische Vielfalt beitragen und sind für die Durchführung dieser Analyse unerlässlich. Die Ergebnisse der bisher bewerteten Standorte zeigen, dass potenzielle Veränderungen der natürlichen Ökosysteme angesichts der Art unserer Geschäftstätigkeit voraussichtlich nur einen begrenzten Einfluss auf die Aktivitäten von OMV haben werden. Nichtsdestotrotz sind wir aufgrund unserer Commitments in Bezug auf die Biodiversität im Einklang mit dem Globalen Biodiversitätsrahmen und der Biodiversitätsstrategie der EU verpflichtet, auf unsere Auswirkungen zu reagieren – ungeachtet der operationellen Risiken für OMV. Überdies werden Biorohstoffe eine immer wichtigere Rolle in der Strategie und im Geschäftsmodell von OMV spielen, wodurch die Abhängigkeit von der Ökosystemdienstleistung der Biomassebereitstellung in den kommenden Jahren mehr Aufmerksamkeit erfordern wird. ESRS 2 SBM-3 Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell [E4-SBM 3-4.16a] Eine Geodatenanalyse ergab, dass sich mehrere OMV Standorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität befinden. Eine entsprechende Übersichtstabelle finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. Um die wesentlichen Standorte zu bestimmen, müssen die Auswirkungen und Risiken auf Standortebene analysiert werden. Dazu begann OMV im letzten Quartal 2023 mit einer Bewertung seiner Betriebsstandorte nach dem LEAP-Ansatz der TNFD. Diese Analyse ist noch in Arbeit, weshalb wir noch keine Liste der wesentlichen Standorte veröffentlichen können. Die Tätigkeiten, die sich auf die biologische Vielfalt negativ auswirken könnten, sind typisch für unsere Branche: zum Beispiel die Exploration und Erschließung neuer Öl- und Gasvorkommen, aber auch die Förderung, der Transport und die Raffination dieser Ressourcen. Die letztendliche Nutzung dieser Ressourcen trägt zum Klimawandel bei, einer der Hauptursachen für den Verlust an biologischer Vielfalt. Neue Aktivitäten von OMV, wie die Erschließung geothermischer Ressourcen oder der Bau von Anlagen zur Erzeugung und Umwandlung von kreislauffähigen Rohstoffen, könnten sich ebenfalls auf die biologische Vielfalt auswirken (wenn sie nicht gut gehandhabt werden). Diese Aktivitäten können auch zu indirekten und kumulativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt führen – sowohl kurz- als auch langfristig. Die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt können die Verfügbarkeit, die Zugänglichkeit oder die Qualität der natürlichen Ressourcen einschränken, was sich wiederum negativ auf das Wohlergehen und die Lebensgrundlagen lokaler Gemeinschaften auswirken kann. Die Schädigung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme geht mit der Nutzung von Süßwasser- und Meeresökosystemen, der Nutzung von Wasser und anderen Ressourcen, dem Klimawandel, der Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie der potenziellen Einschleppung invasiver gebietsfremder Arten einher und erfordert unsere Aufmerksamkeit. [E4-SBM 3-4.16a-ii] Um die Auswirkungen und Abhängigkeiten auf Standortebene zu bestimmen, ist seit dem letzten Quartal 2023 eine Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz der TNFD in Arbeit. Die Bewertung bezog sich in der ersten Phase (Q3/23 bis Q3/24) auf sechs Pilotstandorte und soll 2025 auf alle Betriebsstandorte (mit Ausnahme der Tankstellen) ausgerollt werden. [E4-SBM 3-4.16a-iii] OMV ist in oder in der Nähe von verschiedenen Arten von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität tätig, darunter nationale Schutzgebiete gemäß der gemeinsamen Datenbank für ausgewiesene Gebiete (Common Database on Designated Areas), Natura-2000-Gebiete und Schlüsselgebiete der biologischen Vielfalt (Key Biodiversity Areas; KBAs). Der Schritt „Evaluate“ der LEAP-Bewertung muss für alle Standorte durchgeführt werden, um eine Liste der wesentlichen Standorte zu erstellen, die Auswirkungen auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität haben. OMV ist noch dabei, diesen Evaluierungsschritt abzuschließen, und kann daher diese Liste noch nicht zur Verfügung stellen. OMV hat sich dennoch entschieden, alle Standorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität aggregiert offenzulegen, unabhängig von ihren Auswirkungen auf derartige Gebiete. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt >ESRS-2 Allgemeine Angaben. [E4-SBM 3-4.16b] Wir sind dabei, die Auswirkungen, Risiken und Chancen zu evaluieren (TNFD LEAP). Für die bisher untersuchten Standorte haben wir keine wesentlichen negativen Auswirkungen in Bezug auf Landdegradation, Wüstenbildung oder Bodenversiegelung festgestellt. [E4-SBM 3-4.16c] Auf der Grundlage der laufenden LEAP-Bewertung haben wir derzeit keine potenziellen Auswirkungen unserer Tätigkeiten auf bedrohte Arten festgestellt. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Geschäftstätigkeit nicht auf bedrohte Arten auswirkt. Zur Verifizierung dieser Annahme bedarf es jedoch eingehenderer Untersuchungen auf Standortebene. E4-2 Spezifische Richtlinien36 und Verpflichtungen Code of Conduct [E2-1.14] [MDR-P 65a] Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, Ökosysteme und Ökosystemdienstleistungen entstehen durch verschiedene Einflussfaktoren, darunter Treibhausgasemissionen, Landnutzungsänderungen, Wasser- und Ressourcennutzung, Schadstofffreisetzungen, die Einführung invasiver Arten und andere Beeinträchtigungen. Diese Faktoren führen zu erheblichen Veränderungen der natürlichen Lebensräume und ihrer Dienstleistungen, was sich sowohl auf die Umwelt als auch die lokalen Gemeinschaften nachteilig auswirkt. Im Einklang mit dem OMV Code of Conduct, der die Bedeutung ethischer und verantwortungsvoller Geschäftspraktiken unterstreicht, hat sich OMV verpflichtet, sich mit diesen Einflussfaktoren auseinanderzusetzen, um die negativen Folgen für die biologische Vielfalt und Ökosysteme an unseren Standorten zu minimieren. Unser Engagement für den Erhalt und die Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme in Übereinstimmung mit dem Globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal sowie mit der Biodiversitätsstrategie der EU ist in unserem Code of Conduct ausdrücklich festgehalten. Wir wenden die Abhilfemaßnahmenhierarchie („Mitigation Hierarchy“) an und priorisieren dabei Vermeidung oder Minimierung gegenüber Wiederherstellung oder Kompensation. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartner:innen will OMV sicherstellen, dass diese Verpflichtung nicht durch Auswirkungen unserer Wertschöpfungskette beeinträchtigt wird. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, der Verweis auf die Standards oder Initiativen Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Umweltmanagementstandard [E4-1.22] [MDR-P 65a] Der Umweltmanagementstandard (UMS) zielt darauf ab, die negativen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt, Ökosysteme und Ökosystemdienstleistungen durch verschiedene Einflussfaktoren, einschließlich THG-Emissionen und Landnutzungsänderungen, mittels Vorgabe klarer Leitlinien zu steuern. Er verlangt, dass alle Tätigkeiten von OMV unter minimaler Beeinträchtigung von Schutzgebieten und der lokalen Flora und Fauna durchgeführt werden. Screenings der biologischen Vielfalt und der Ökosystemdienstleistungen (Biodiversity and Ecosystem Services; BES) sind im Rahmen des Standards vorgeschrieben, um potenzielle Bedrohungen für national oder global bedrohte Arten, empfindliche Ökosysteme und gesetzlich geschützte oder international anerkannte Gebiete festzustellen. In Fällen, in denen erhebliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt beobachtet oder prognostiziert werden, ist ein entsprechender Aktionsplan in den Umweltmanagementplan aufzunehmen. Dieser Plan soll den gesellschaftlichen, regulatorischen und ökologischen Kontext abdecken, Partnerschaften mit externen Interessengruppen aufbauen, Grundlagenerhebungen zur Biodiversität und Wirkungsabschätzungen durchführen sowie Minderungs- und Schutzmaßnahmen zusammen mit Überwachungsmaßnahmen umsetzen. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den UMS werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Anwendungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Verweis auf die Standards oder Initiativen Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Im Rahmen des Umweltmanagementstandards von OMV wurden Prozesse und Mechanismen definiert, um identifizierte potenzielle negative Auswirkungen zu verhindern, abzumildern und zu beheben. Diese umfassen: Bewertungen der Biodiversität auf Standortebene [MDR-P 65a] Screenings der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen (Biodiversity and Ecosystem Services; BES) sind im UMS vorgeschrieben. Unser Ansatz zur Durchführung dieser Bewertungen besteht darin, die Schritte „Locate“, „Evaluate“ und „Assess“ gemäß dem LEAP-Ansatz der TNFD anzuwendenIm letzten Quartal des Jahres 2023 haben wir mit der Arbeit an BES-Screenings für sechs Pilotstandorte im Rahmen der laufenden Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz der TNFD begonnen. Aktionspläne für die Biodiversität [MDR-P 65a] OMV ist Mitglied der Biodiversity Task Force der Internationalen Umweltschutzorganisation der Erdölindustrie (International Petroleum Industry Environmental Conservation Association; Ipieca). Diese gab einen Leitfaden zur Entwicklung von Aktionsplänen für die Biodiversität (Biodiversity Action Plans; BAPs) heraus. Im Jahr 2024 entwickelte OMV eine BAP-Vorlage, die sich am Ipieca-Leitfaden orientiert und auch die Anforderungen der TNFD und der CSRD erfüllt. Wie im UMS von OMV festgelegt, beabsichtigt OMV ab 2025 eine Entwicklung von BAPs für alle Standorte und Projekte, bei denen erhebliche Auswirkungen oder Risiken identifiziert werden. Abhilfemaßnahmenhierarchie [MDR-P 65a] Im Falle von signifikanten beobachteten oder erwarteten Auswirkungen wenden wir die Abhilfemaßnahmenhierarchie („Mitigation Hierarchy“) an und stellen bei der Maßnahmenplanung die Vermeidung oder Minimierung der Auswirkungen über die Wiederherstellung oder Kompensation. Beispiele für Abhilfemaßnahmen sind die Umplanung der Streckenführung von Pipelines oder die Planung von Projekten in Jahreszeiten, in denen die Auswirkungen auf Brutpopulationen vermieden werden können. Ein Beispiel für gutes Biodiversitätsmanagement ist das Entwicklungsprojekt Berling vor der norwegischen Küste. Ziel war es, eine Schädigung der empfindlichen Kaltwasserkorallen zu vermeiden. Auf der Grundlage des vorhandenen Know-hows und der verfügbaren Technologie wurden im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung ein Screening der Artenvielfalt und Bestandsaufnahmen durchgeführt. Unter Anwendung der Abhilfemaßnahmenhierarchie wurden die Bohrstelle, die Position der Unterwasserinstallationen und der Verlauf der Pipeline möglichst weit von Korallenkolonien entfernt geplant. Wir setzten die besten verfügbaren Techniken ein, um die Auswirkungen auf die Umwelt auf ein Mindestmaß zu reduzieren. OMV arbeitet bei Sanierungs- und Renaturierungsprojekten auf lokaler Ebene auch mit Dritten zusammen. So unterstützten wir gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften aktiv Projekte zum Schutz der Biodiversität als Teil unseres umfassenderen Stakeholder-Engagement- und „Corporate Social Responsibility“-Portfolios in Neuseeland. Beispiele dafür sind eine Partnerschaft mit Ngāti Rāhiri Hapū zur Regenerierung der beiden Feuchtgebiete in der Nähe der Pohokura-Produktionsstation sowie mit der Ngāti Tara Sandy Bay Society zur Wiederherstellung und Bepflanzung von Dünen in der Nähe der Māui-Produktionsstation. [E4-2.23a, 23b, 23c] Unser Umweltmanagementstandard fordert eine Bewertung der Umweltauswirkungen, -risiken und ‑abhängigkeiten sowie die Einhaltung von Umweltanforderungen in den Bereichen Energieeinsatz, Emissionen in die Atmosphäre, Wasserverbrauch und Wasserableitung, Einsatz von Rohstoffen, Abfallmanagement, Umgang mit Gefahrstoffen und Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme. Mit Stand von 2024 wird die Bewertung der wesentlichen Auswirkungen und Abhängigkeiten in Bezug auf die biologische Vielfalt und Ökosystemdienstleistungen im UMS jedoch nicht detailliert beschrieben, da sie einem Top-down-Prozess folgt. Das Management von Risiken und Chancen (einschließlich systemischer Risiken und Übergangsrisiken) wird durch den unternehmensweiten Risikoprozess von OMV geregelt. Auf Standortebene wird die Analyse von IROs im Rahmen der Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz der TNFD in einem Bottom-up-Prozess durchgeführt. Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVPs) beschreiben und analysieren die beobachteten oder voraussichtlichen direkten und indirekten Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (Biodiversity and Ecosystem Services; BES). Diese Detailtiefe ist derzeit im UMS nicht enthalten. Sobald die Evaluierungsphase abgeschlossen ist, wird die Aufnahme dieser Informationen in unsere Richtlinien jedoch geprüft. [E4-2.23d-23e] Die wichtigsten Produkte (z. B. Öl, Gas, Raffinerieprodukte) und Rohstoffe von OMV werden nicht aus Ökosystemdienstleistungen abgeleitet. Folglich hängen deren Produktion und Beschaffung nicht von Ökosystemen ab, und es besteht keine unmittelbare Notwendigkeit für Maßnahmen zur Rückverfolgbarkeit oder zur regelmäßigen Überwachung sowie zur Berichterstattung über den Zustand der biologischen Vielfalt und den Gewinn oder Verlust an biologischer Vielfalt. Da jedoch einige Materialien, die aus Ökosystemen stammen, in unserer langfristigen Strategie immer wichtiger werden könnten, planen wir, unsere Richtlinien zu erweitern bzw. anzupassen, um eine transparente Rückverfolgbarkeit über die gesamte Wertschöpfungskette sowie eine regelmäßige Überwachung und Berichterstattung über den Zustand der biologischen Vielfalt in den kommenden Jahren sicherzustellen. Alle erneuerbaren biobasierten Rohstoffe sind nach ISCC PLUS oder ISCC EU zertifiziert, was Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und Transparenz gewährleistet. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft. [E4-2.23f] Wir sind uns darüber im Klaren, dass unsere potenziellen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt auch die Fähigkeit der Ökosysteme beeinträchtigen können, wichtige Dienstleistungen zu erbringen, was wiederum soziale Folgen haben kann. Die Schädigung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme, die durch Faktoren wie Klimawandel, Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung, Landnutzungsänderungen und Interaktionen mit gefährdeten oder bedrohten Arten sowie durch das Potenzial für invasive gebietsfremde Arten verursacht wird, erfordert unsere Aufmerksamkeit. Unser UMS schreibt vor, dass vor der Aufnahme neuer Betriebstätigkeiten UVPs durchgeführt werden, die auch die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme berücksichtigen. Die derzeitigen Richtlinien enthalten keine detaillierten Leitlinien zur Bewertung sozialer Folgen von Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen. Sobald die Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz abgeschlossen ist und das Ausmaß unserer Auswirkungen besser bekannt ist, können wir die Aufnahme solcher Leitlinien in unsere Richtlinien in Betracht ziehen. [E4-2.24a, 24b, 24c, 24d] Unser UMS gilt für unsere Betriebsstandorte und schließt auch jene ein, die sich in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität befinden. OMV hat keine spezifischen Richtlinien in Bezug auf nachhaltige Verfahren oder Strategien im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft, nachhaltige Verfahren oder Strategien im Bereich Meere und Ozeane oder in Bezug auf Entwaldung eingeführt, da bei unserer letzten Wesentlichkeitsanalyse keine diesbezüglichen Auswirkungen, Risiken oder Chancen identifiziert wurden. E4-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen [E4-3.25] [ESRS 2.62] Maßnahmen im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und den Ökosystemen wurden noch nicht beschlossen, da die Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz der TNFD noch im Gange ist. E4-4 Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemem Unsere Bestrebung [MDR-T.81b-i] OMV hat noch kein ESRS-konformes Ziel für das wesentliche Thema E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme festgelegt, da die Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz noch im Gange ist. Wir sind jedoch bestrebt, die biologische Vielfalt und die Ökosysteme auf dem Land und in den Meeren in Übereinstimmung mit dem Globalen Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal zu erhalten und wiederherzustellen. Wir wenden die Abhilfemaßnahmenhierarchie an und priorisieren dabei Vermeidung oder Minimierung gegenüber Wiederherstellung oder Kompensation. Die Wirksamkeit unseres Umweltmanagementstandards speziell in Bezug auf die biologische Vielfalt kann nicht verfolgt werden, da unsere konzernweite Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz noch nicht abgeschlossen ist. Stand 2024 [MDR-T.81b-ii] Sechs Standorte wurden nach dem LEAP-Ansatz bewertet, und bisher wurden noch keine Aktionspläne für die biologische Vielfalt entwickelt und umgesetzt. E4-5 Kennzahlen für die Auswirkungen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen [E4-5.33]Kennzahlen in Bezug auf unsere wesentlichen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme werden festgelegt, sobald die Bewertung gemäß dem LEAP-Ansatz abgeschlossen ist. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > ESRS 2 Allgemeine Angaben. E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Wesentliches Thema: E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Wesentliche Unterthemen: Ressourcenzuflüsse, einschließlich Ressourcennutzung, Ressourcenabflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen und Abfälle Entkopplung des Wirtschaftswachstums von der Ressourcenerschöpfung durch Umstellung auf erneuerbare Rohstoffe sowie Wiederverwendung von Produkten und Wiederverwertung von Abfällen zur Herstellung neuer Materialien und Produkte, wie zum Beispiel Chemikalien und Polymere aus recycelten oder erneuerbaren Ressourcenzuflüssen sowie Rohstoffe und Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen Relevante SDGs: SDG-Ziele: 8.4 Bis 2030 die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion Schritt für Schritt verbessern und die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung anstreben, im Einklang mit dem Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, wobei die entwickelten Länder die Führung übernehmen 9.4 Bis 2030 die Infrastruktur modernisieren und die Industrien nachrüsten, um sie nachhaltig zu machen, mit effizienterem Ressourceneinsatz und unter vermehrter Nutzung sauberer und umweltverträglicher Technologien und Industrieprozesse, wobei alle Länder Maßnahmen entsprechend ihren jeweiligen Kapazitäten ergreifen 12.5 Bis 2030 das Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung deutlich verringern 12.6 Die Unternehmen, insbesondere große und transnationale Unternehmen, dazu ermutigen, nachhaltige Verfahren einzuführen und in ihre Berichterstattung Nachhaltigkeitsinformationen aufzunehmen 14.1 Bis 2025 alle Arten der Meeresverschmutzung, insbesondere durch vom Lande ausgehende Tätigkeiten und namentlich Meeresmüll und Nährstoffbelastung, verhüten und erheblich verringern Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Durch nachhaltige Produkte und Geschäftspraktiken, die wir in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette einsetzen, können wir einen positiven Einfluss auf Natur und Gesellschaft ausüben. Die wachsende Nachfrage nach alternativen Rohstoffen kann jedoch zu ökologischen und sozialen Auswirkungen wie Landnutzungsänderungen, Natur- und Waldzerstörung und potenziellen Menschenrechtsverletzungen führen. Darüber hinaus verursachen die Beschaffung und die Nutzung fossiler Primärrohstoffe weiterhin negative Umweltauswirkungen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, hat sich OMV verpflichtet, fossile Primärrohstoffe durch erneuerbare und recycelte Alternativen zu ersetzen und dadurch Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig arbeiten wir daran, andere negative Auswirkungen zu vermeiden, die mit dieser Umstellung verbunden sind, und unterstreichen damit unser Engagement für den Umweltschutz. Darüber hinaus betrachtet OMV die Nutzung von abgeschiedenem CO2 in Zukunft als wertvollen Rohstoff für Produkte, Energielösungen (z. B. E-Fuels) und industrielle Prozesse. Dieser innovative Ansatz wird dazu beitragen, unsere CO2-Bilanz zu verbessern und nachhaltigere Produkte und Energielösungen zu entwickeln. Die Erzielung von Kosteneffizienzen durch bewährte Verfahren im Zusammenhang mit Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz ist ein wesentlicher Aspekt unserer Strategie. Durch die Anwendung von Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft kann OMV Abfälle reduzieren und die Ressourcennutzung im gesamten Unternehmen optimieren. Darüber hinaus sind die Steigerung der Wiederverwendung von Abfallstoffen aus unseren Anlagen, die Verringerung von Abfallaustritten in die Umwelt und die Optimierung der Abfallmanagementprozesse wesentliche Schritte in unseren Bemühungen, Abfall zu minimieren und die Nachhaltigkeit zu verbessern. Durch die Integration dieser nachhaltigen Praktiken ist OMV bestrebt, einen positiven Einfluss auf die Umwelt und die Gesellschaft auszuüben und eine nachhaltigere und verantwortungsvollere Wertschöpfungskette zu fördern. Mehr über wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette finden Sie im Abschnitt > ESRS 2 Allgemeine Angaben. Governance Die Verantwortung für das wesentliche Thema der Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft wird innerhalb von OMV von verschiedenen Abteilungen gemeinsam getragen. OMV Group Sustainability ist zusammen mit den OMV Geschäftsbereichen Fuels & Feedstock und Chemicals für dieses Thema zuständig. Die Abteilung Group Sustainability hat die Aufgabe, die regulatorischen Anforderungen zu prüfen, deren Umsetzung innerhalb von OMV beratend zu begleiten, Methoden zur effektiven Messung der Ressourcennutzung und der Kreislaufwirtschaft zu definieren und erzielte Fortschritte nach außen zu kommunizieren. Die Geschäftsbereiche sind indes mit der Umsetzung von Maßnahmen, der Ausarbeitung von Richtlinien und Zielen sowie der Überwachung der Fortschritte befasst. Formal obliegt die gemeinsame Verantwortung dem:der SVP Investor Relations & Sustainability, dem:der SVP Circular Economy (OMV Chemicals) sowie dem:der VP Business & Digital Transformation und dem:der SVP Value Chain Optimization (Fuels & Feedstock). Für die Themen Abfall und Abwasser sind der:die SVP Investor Relations & Sustainability und der:die VP OMV Group HSSE gemeinsam verantwortlich. E5-1 Spezifische Richtlinien37 und Verpflichtungen Code of Conduct [E5-1.14] [MDR-P 65a] Der Code of Conduct (CoC) von OMV bekräftigt das Engagement des Unternehmens für den Übergang von einer linearen zu einer kreislauforientierten Wirtschaft, um natürliche Ressourcen zu schonen und Abfälle zu reduzieren. OMV ist sich der Notwendigkeit bewusst, vom herkömmlichen Modell des „Nehmens, Herstellens und Wegwerfens“ („Take-Make-Waste“) zu einem Kreislaufmodell überzugehen. Zu den spezifischen Verpflichtungen von OMV im Zusammenhang mit dem Management von Abfällen gehört es, sicherzustellen, dass die Praktiken des Abfallmanagements keine beeinträchtigenden Risiken für die Belegschaft, lokale Gemeinschaften oder die Umwelt mit sich bringen. OMV verpflichtet sich, Gefahrstoffe durch weniger gefährliche Alternativen zu ersetzen, soweit dies vernünftigerweise praktikabel ist, und Prozesse so zu gestalten, dass die Herstellung und Verwendung von Gefahrstoffen auf ein Mindestmaß reduziert wird. Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen für die Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Kunststoffprodukte unter anderem dadurch ein, dass es die Kreislaufwirtschaft fördert, die Verwendung von nicht erneuerbaren Primärrohstoffen schrittweise reduziert und den Anteil an recycelten und erneuerbaren Materialien in seinen Produkten anhebt. Diese Verpflichtungen sind ein fester Bestandteil der umfassenderen Strategie von OMV, seine Geschäfte auf ökologisch verantwortliche Weise zu führen und zu einer nachhaltigen Wirtschaft beizutragen. Der Code of Conduct ist eine übergreifende Richtlinie, mit deren Hilfe folgende Herausforderungen gemeistert werden sollen: die negativen Auswirkungen eines unsachgemäßen Abfallmanagements und der Nutzung fossiler Primärrohstoffe, die Umweltauswirkungen, die sich aus dem Wettbewerb um alternative Rohstoffe ergeben, sowie die Chancen des Übergangs von einer linearen zu einer kreislauforientierten Wirtschaft, die zur Erhaltung des natürlichen Kapitals und zur Minimierung von Abfällen beitragen. Diese Richtlinie unterstreicht auch das Engagement von OMV für die schrittweise Verringerung des Einsatzes von nicht erneuerbaren Primärrohstoffen, die Erhöhung des Anteils recycelter und erneuerbarer Materialien in seinen Produkten und die Bekämpfung der Kunststoffverschmutzung durch die Förderung einer Kreislaufwirtschaft. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Prozess zur Überwachung, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Umweltmanagementstandard [E5-1.14] [MDR-P 65a] Ein unsachgemäßes Abfallmanagement kann sich aufgrund der unsachgemäßen Entsorgung von Abfällen aus unseren Anlagen oder unserer Lieferkette negativ auf die Umwelt und die umliegenden Gemeinden auswirken. Aus diesem Grund haben wir uns dazu verpflichtet, die Wiederverwendung von Abfallstoffen aus unseren Anlagen zu erhöhen, Abfallverluste zu reduzieren, Prozesse zu optimieren und so Restabfälle zu minimieren. Unser Abfallmanagement orientiert sich am OMV Umweltmanagementstandard (UMS), der vorschreibt, dass unser Unternehmen stets jene Materialoptionen zu ermitteln und einzusetzen hat, bei denen die geringsten Mengen an gefährlichen Abfällen anfallen. Zudem sind sowohl der Rohstoffeinsatz als auch das Abfallaufkommen auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Damit stellen wir sicher, dass das Abfallmanagement keine Risiken für die Belegschaft, lokale Gemeinschaften oder die Umwelt mit sich bringt. Die Entsorgung von Flüssigkeiten auf Deponien sowie die offene Verbrennung fester und flüssiger Materialien sind strengstens verboten. Die Verarbeitung bzw. Entsorgung sämtlicher Abfälle muss in dafür zugelassenen Einrichtungen oder über anerkannte und entsprechend zugelassene Vertragsunternehmen erfolgen, die regelmäßig anhand ihres Risikoprofils überprüft werden. Darüber hinaus unterstützt OMV Dritte bei der Entwicklung von Abfallmanagementkapazitäten, wenn die bestehenden lokalen, regionalen und nationalen Einrichtungen unzureichend sind. Der UMS von OMV verlangt zudem, dass für den gesamten Lebenszyklus von Anlagen – einschließlich deren Stilllegung – ökologische und soziale Aspekte ermittelt werden, damit zukünftige Anpassungsmaßnahmen festgelegt und geplant werden können. Die Bedürfnisse lokaler Gemeinschaften, auch indigener Völker, werden in allen Phasen des Projektlebenszyklus einschließlich der Stilllegung von Anlagen berücksichtigt. Jeder Standort hat einen umfassenden Abfallmanagementplan zu erstellen, umzusetzen und aufrechtzuerhalten, der den Richtlinien des UMS entspricht. Ein solcher Plan muss die Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften, Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -minimierung sowie ausführlich geregelte Verfahren für die Sammlung, Trennung, Kennzeichnung, Lagerung und Behandlung von Abfällen umfassen. Zur Überwachung dieses Prozesses sollte jährlich ein internes Audit des UMS und alle drei Jahre ein vollständiges Umweltmanagement-Audit durch eine:n externe:n Prüfer:in oder eine:n OMV Umweltberater:in/Expert:in für Standorte ohne ISO 14001-Zertifizierung durchgeführt werden. [E5-1.AR 9a, AR 9b] Ein Abfallmanagementplan, wie er im Umweltmanagementstandard definiert ist, regelt das Management und Monitoring von Abfallunternehmen und entsprechenden Einrichtungen. Die dabei zur Anwendung gelangende Abfallkontrollhierarchie priorisiert die Abfallvermeidung, gefolgt von der Aufbereitung zur Wiederverwendung, dem Recycling, sonstigen Verwertungsmethoden, wie etwa der energetischen Verwertung, und der kontrollierten Entsorgung. Der Standard legt auch fest, dass die Abfallhierarchie bei der Abfallkontrolle angewendet werden muss, wobei die Abfallvermeidung als wichtigste Maßnahme Vorrang vor Verwertungs- oder Behandlungsoptionen hat. Ein:e spezielle:r Beauftragte:r für das Abfallmanagement überwacht die Abfalldaten und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften auf Standortebene. Der:die Abfallbeauftragte muss unter anderem sicherstellen, dass Abfälle nur an Abfallunternehmen übergeben werden, die für die Art der Abfälle, die sie erhalten, zertifiziert sind. Menge, Art, Gefährlichkeit und Entsorgungsart der Abfälle werden vom Abfallunternehmen ermittelt, erfasst und an OMV gemeldet. Dieser Plan sollte auf gegebenenfalls vorhandene länderspezifische Abfallmanagementstrategien abgestimmt sein. In Abwesenheit lokaler oder nationaler Vorgaben muss der Plan die Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften und Anforderungen sicherstellen. Er muss demnach allen einschlägigen Gesetzen und Vorschriften entsprechen. Außerdem muss er Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -minimierung inkludieren sowie entsprechende Strategien zur Umsetzung enthalten. Der Schwerpunkt sollte dabei auf der Identifizierung, Erfassung und Rückverfolgung von Abfallströmen liegen. Zudem muss eine detaillierte Nachverfolgung bis zur endgültigen Verwertung oder Entsorgung gegeben sein. Der Plan muss auch die Sammlung, Trennung, Kennzeichnung, Lagerung und Behandlung von Abfällen abdecken, um eine ordnungsgemäße Handhabung und Abwicklung zu gewährleisten. Und schließlich muss er das Management und Monitoring von Abfallunternehmen und entsprechenden Einrichtungen umfassen, wobei sicherzustellen ist, dass diese anerkannt und zugelassen sind und regelmäßige Audits auf der Grundlage von Risikoprofilen durchgeführt werden. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Umweltmanagementstandard werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Im Rahmen des Umweltmanagementstandards ist die Anwendung von bewährten Verfahren und Richtlinien zum Recycling von Betriebsabfällen festgelegt. Anwendung von bewährten Verfahren [E5-1.14] [MDR-P 65a] Für das Management und die Behandlung von Abfällen einschließlich Bohrabfällen finden internationale bewährte Verfahren der Branche Anwendung. Dort, wo die bestehenden lokalen, regionalen und nationalen Abfallentsorgungseinrichtungen unzureichend sind, unterstützt OMV Dritte bei der Entwicklung entsprechender Kapazitäten. Die Einhaltung dieser Verfahren ermöglicht es OMV, unsachgemäßes Abfallmanagement zu managen, das negative Auswirkungen auf die Umwelt und umliegende Gemeinden haben könnte. Recycling von Betriebsabfällen [E5-1.15a] Abfälle werden, wo immer möglich, zurückgewonnen und recycelt. Dies gilt auch für die Schließung von Standorten oder der Stilllegung von Anlagen. Diese Richtlinien ermöglichen es OMV, die Nutzung eigener Betriebsabfälle zu erhöhen und die damit verbundenen Auswirkungen positiv zu steuern. Wenn ein Recycling nicht möglich ist, wird der gesamte Abfall ausschließlich in dafür zugelassenen Einrichtungen oder über seriöse und entsprechend zugelassene Vertragsunternehmen verarbeitet und/oder entsorgt. Mit der Müllentsorgung beauftragte Abfallunternehmen werden regelmäßig überprüft. Dies stellt sicher, dass Abfallverluste reduziert und durch Prozessoptimierung Abfallrückstände minimiert werden. Standard für unternehmensweites Risikomanagement [MDR-P 65a-65d, 65f] Der unternehmensweite Risikomanagementstandard (Enterprise-Wide Risk Management Standard; EWRM-Standard) befasst sich mit den Unsicherheiten, die die Ziele von OMV in Bezug auf Umwelt-, Sozial- oder Governance-Angelegenheiten beeinflussen. Diese Unsicherheiten werden durch die Kombination der Wahrscheinlichkeit oder Häufigkeit eines Ereignisses und dessen Konsequenzen oder Ausmaß gemessen. Dieser Prozess identifiziert nicht nur potenzielle Bedrohungen für den Erfolg (Abwärtspotenzial), sondern hebt auch Chancen für Vorteile (Aufwärtspotenzial) hervor, einschließlich solcher, die sich aus der Kreislaufwirtschaft ergeben und Innovation, Emissionsreduktion, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wachstum fördern können. Er gilt weltweit für alle Unternehmen und voll konsolidierten Tochtergesellschaften der OMV Aktiengesellschaft, schließt jedoch einige Borealis Tochtergesellschaften wie die mtm plastics GmbH, die Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH, die DYM Solution Co. Ltd. und die Etenförsörjning i Stenungsund AB aus. Der Standard wird vom OMV Vorstand genehmigt, und die oberste Verantwortung für seine Umsetzung trägt der:die SVP Finance, Tax, Treasury & Risk Management. Der EWRM-Standard basiert auf der internationalen Risikomanagementnorm ISO 31000. Der EWRM-Standard ist auf der OMV Regulations Alignment Platform verfügbar und wird durch Schulungen ergänzt, um sicherzustellen, dass alle betroffenen Arbeitnehmer:innen unsere allgemeinen Richtlinien verstehen und wissen, wie sie diese in der Praxis anwenden können. Anforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement von erneuerbaren Rohstoffen [E5-1.14] [MDR-P 65a] Die OMV Renewables Sustainability Management Requirements beziehen sich auf ein internes Verfahren, das allgemeine Regeln und Verantwortlichkeiten hinsichtlich der Anforderungen an ein nachhaltiges Management von erneuerbaren Rohstoffen definiert, wie zum Beispiel den Prozess der Überprüfung von Zertifizierungen von Lieferant:innen. Diese Richtlinie zielt darauf ab, negative wesentliche Auswirkungen in den Griff zu bekommen, die mit Landnutzungsänderungen, Natur- und Waldzerstörung und potenziellen Menschenrechtsverletzungen verbunden sind. Derartige Auswirkungen können durch den Wettbewerb um nachhaltige Rohstoffe entstehen. Daher ist es wichtig, die Korrektheit und Rückverfolgbarkeit der Nachhaltigkeitszertifizierungen der Lieferant:innen von erneuerbaren biobasierten Rohstoffen sicherzustellen. Die Richtlinie gilt für alle biobasierten erneuerbaren Komponenten, Zwischenprodukte und erneuerbaren Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs (RNFBOs), die als Biokraftstoffe oder Zwischenprodukte verwendet werden, sowie für alle Biokraftstoffe für den Verkehrssektor. Die Umsetzung der OMV Renewables Management Requirements liegt in der Verantwortung des:der SVP Value Chain Optimization, der:die auch die formale Mitverantwortung für das wesentliche Thema „Ressourcenverbrauch und Kreislaufwirtschaft“ trägt. Darüber hinaus erstellt OMV derzeit Prozessanweisungen für seine relevanten Anlagen, die den spezifischen Umgang mit nachhaltigen sekundären oder erneuerbaren Rohstoffen detailliert beschreiben. OMV hat eine digitale Plattform zur Nachverfolgung erneuerbarer Rohstoffe implementiert, in der die Bilanzen von erneuerbaren Rohstoffen und die Übermittlung von PoS (Proofs of Sustainability) und SDs (Sustainability Declarations) zwischen Lieferant:innen und Kund:innen verwaltet werden. Diese Plattform wird schrittweise auf Produkte und Standorte ausgeweitet. Auswirkungen der Richtlinien auf Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [E5-1.15a] OMV ist der Überzeugung, dass der Umstieg auf eine Kreislaufwirtschaft seinen ökologischen Fußabdruck und seine THG-Emissionen erheblich reduzieren wird. Eine Kreislaufwirtschaft entkoppelt das Wirtschaftswachstum von der Ressourcenerschöpfung. Sie sorgt dafür, dass Materialien, Rohstoffe und Produkte so lange wie möglich im Umlauf bleiben und zu ihrem höchstmöglichen Wert genutzt werden, wodurch ihr Austritt in die Umwelt, insbesondere in die Ozeane, sowie ihre Entsorgung auf Deponien minimiert wird. Der Übergang von einem linearen Modell des „Nehmens, Herstellens und Wegwerfens“ („Take-Make-Waste“) zu einem kreislauforientierten Modell, bei dem die Prinzipien „Reduzieren, Wiederverwenden und Recyceln“ („Reduce-Reuse-Recycle“) im Mittelpunkt stehen, wird auch zu einer Eindämmung der globalen Erwärmung beitragen. Durch die effiziente Nutzung wertvoller Ressourcen können wir Nebenprodukte oder Abfälle verwerten, wiederverwenden und zu neuen Materialien und Produkten machen. Dieser Ansatz hat das Potenzial, die THG-Emissionen entlang der Produktwertschöpfungsketten deutlich zu verringern. Neben der verstärkten Nutzung von Sekundärrohstoffen, wie zum Beispiel dem Recycling von Kunststoffabfällen zur Herstellung neuer Materialien und Produkte, betrachtet OMV auch Chemikalien, Polymere und Kraftstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen als wichtige Bestandteile der Kreislaufwirtschaft. Die Verwendung erneuerbarer Rohstoffe senkt den Bedarf an fossilen Primärrohstoffen und reduziert die CO2-Bilanz beträchtlich. Für Monomere und Polymere aus erneuerbaren Quellen konzentriert sich OMV auf die Verwendung von Abfallbiomasse wie etwa von Rückständen aus der Forstwirtschaft, die nicht in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelkette stehen und deshalb keine zusätzlichen natürlichen Ressourcen wie Land und Wasser in Anspruch nehmen. Wenn sie dann recycelt werden, können diese erneuerbaren biobasierten Kunststoffe der zweiten Generation in einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft eine wichtige Rolle spielen und die Treibhausgasemissionen sowohl in der Input- als auch in der End-of-Life-Phase reduzieren. Darüber hinaus plant OMV, eine führende Position bei der Herstellung von erneuerbaren Kraftstoffen einzunehmen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf erneuerbarem Diesel und nachhaltigem Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel; SAF). Die Schaffung einer effektiven kreislauforientierten Wirtschaft hat auch umfassende gesellschaftliche Auswirkungen. So kann sie beispielsweise die finanzielle Belastung durch ineffektive Abfallmanagementsysteme und unzureichendes Umweltverschmutzungsmanagement reduzieren und gleichzeitig neue Geschäftschancen und Arbeitsplätze auf verschiedenen Ebenen der Wertschöpfungskette schaffen. Wenn sie wirksam umgesetzt wird, kann eine Kreislaufwirtschaft zu besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen und einer insgesamt saubereren Umwelt beitragen. Bis 2030 will OMV jährlich bis zu 1.400 kt an nachhaltigen (einschließlich recycelter und erneuerbarer) Polymeren und Chemikalien verkaufen. Genauer gesagt handelt es sich dabei um Polyolefinprodukte oder andere Chemikalien, die aus Kunststoffabfällen (mittels mechanischer oder chemischer Recyclingprozesse) oder aus erneuerbaren Rohstoffen gewonnen werden. Gleichzeitig wird die Nutzung fossiler Brennstoffe abnehmen. Deshalb plant OMV auch, bis 2030 das Produktionsniveau für Öl und Gas auf rund 350 kboe/d und den Rohöldurchsatz um 2,5 Mio t zu senken. Diese fossilen Primärrohstoffe würden normalerweise auch zur Produktion von Polymeren eingesetzt. Stattdessen werden künftig mehr Polymere auf der Basis von recyceltem Abfall oder erneuerbaren Ressourcen, wie zum Beispiel biobasierten Rohstoffen, hergestellt. Im Jahr 2024 erzielte OMV einen Absatz von 150,92 kt nachhaltigen (einschließlich recycelter und biobasierter) Polymeren und anderen Chemikalien. Prozesse und Mechanismen Zertifizierung [E5-1.15] Die Nutzung renommierter Zertifizierungssysteme liefert konkrete Nachweise für Herkunftsangaben von erneuerbaren und sekundären Rohstoffen und stärkt das Vertrauen der Verbraucher:innen in die Produkte von OMV. OMV betrachtet Materialien nur dann als nachhaltig, wenn sie durch ein anerkanntes Nachhaltigkeitszertifizierungssystem zertifiziert sind, wie dies im internen OMV Verfahren „Renewables Sustainability Management Requirements“ festgehalten ist. OMV verwendet die folgenden Zertifizierungssysteme für seine nachhaltigen (erneuerbaren und recycelten) Einsatzstoffe und Produkte: Die Borealis Recyclingunternehmen mtm plastics, Ecoplast, Rialti und Integra sind nach dem europaweiten EuCertPlast/RecyClass-Programm zertifiziert. Es bietet Unternehmen, die Kunststoffabfälle aus dem Endverbraucherbereich recyceln, ein System zur zuverlässigen Rückverfolgbarkeit des Ursprungs von Kunststoffabfällen. Die ReOil®-Pilotanlage und die ReOil®-Anlage (2000) sind beide nach ISCC PLUS zertifiziert. ISCC PLUS ist eine Nachhaltigkeitszertifizierung, die von allen Akteur:innen im Bereich recycelter und erneuerbarer biobasierter Materialien anerkannt wird. Sie ermöglicht die Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette durch Erstellung einer Chain of Custody und bestätigt, dass Unternehmen Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Konformität mit der Zertifizierung bedeutet, dass für jede Tonne nachhaltigen Rohstoffs, die einer Anlage anstelle fossiler Rohstoffe zugeführt wird, ein bestimmter Anteil des produzierten Materials als nachhaltig klassifiziert werden kann. Dies wird als Massenbilanzansatz bezeichnet. Die Anwendung des Massenbilanzansatzes bedeutet, dass die primären fossilen und erneuerbaren oder recycelten Materialien in den Produktionsprozessen über die gesamte Lieferkette hinweg physisch gemischt, aber buchhalterisch getrennt geführt werden. Dies schafft eine überprüfbare Grundlage für die Rückverfolgung der Menge und der Nachhaltigkeitseigenschaften von recycelten und/oder erneuerbaren Bestandteilen in der Wertschöpfungskette. Dieses Zertifizierungssystem gewährleistet die Rückverfolgbarkeit des erneuerbaren oder recycelten, nachhaltig produzierten Rohstoffs von seinem Ursprungsort über die gesamte Produktkette (Chain of Custody) hinweg. Dank der Anwendung des Massenbilanzansatzes kann OMV die Menge seiner erneuerbaren und chemisch recycelten Rohstoffe in der Wertschöpfungskette nachvollziehen. Für den Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft ist es von entscheidender Bedeutung, mehr Produkte anzubieten, die gemäß ISCC PLUS zertifiziert sind. Der Cracker von OMV in Burghausen war einer der ersten 20 weltweit, die gemäß ISCC PLUS für die Produktion von erneuerbarem Benzol, Butadien und Isobutylen zertifiziert wurden. Auch die Herstellung von Ethylen und Propylen in den Crackern von OMV in Burghausen und Schwechat ist gemäß ISCC PLUS zertifiziert. Das Bornewables™-Portfolio, Borcycle™ C und Borvida™, von Borealis ist ebenfalls nach ISCC PLUS gemäß dem Massenbilanzansatz zertifiziert. Alle von OMV im Jahr 2024 gekauften und zum Beimischen verwendeten Biokraftstoffe erfüllten die Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (EU) 2018/2001 (REDII). Die ISCC-EU-Zertifizierung ermöglicht die Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Treibhausgas-(THG-)-Einsparungskriterien für nachhaltige Kraftstoffe sowie die Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte aus Biomasse, wie in der aktualisierten Erneuerbare-Energien-Richtlinie (REDII) für alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union festgelegt. Seit 2013 wurde die ISCC-EU-Zertifizierung der OMV Downstream GmbH jedes Jahr erneuert. OMV Petrom, OMV Ungarn, OMV Tschechien, OMV Deutschland und OMV Slowakei sind ebenfalls nach dem ISCC-EU-Standard zertifiziert. Seit 2024 ist OMV auch ein nach ISCC EU zertifizierter Produzent von Biokomponenten für Kraftstoffe und SAF in der Raffinerie Schwechat. Technologie Erneuerbare Rohstoffe für Kraftstoffe [E5-1.15a] Mehr über die technologischen Fortschritte von OMV im Bereich CO2-armer und CO2-freier Produkte unter Verwendung erneuerbarer Rohstoffe finden Sie im Abschnitt > E1 Klimawandel. Komplementarität von Recyclingtechnologien [E5-1.15a] OMV hat sich verpflichtet, das Spektrum der Anwendungen zu erweitern, für die recycelte Kunststoffabfälle als Rohstoffe eingesetzt werden können. Derzeit ist das mechanische Recycling die vorherrschende Methode für das Recycling von Altkunststoffen, bei der sie geschreddert und wieder aufgeschmolzen werden. Da das chemische Recycling auf schwer zu recycelnde Kunststoffe abzielt, ergänzen sich die beiden Technologien. Darüber hinaus lassen sich mittels chemischem Recycling, insbesondere durch Pyrolyse, hochwertigere Kunststoffe herstellen, die qualitativ mit Neuware vergleichbar sind. Die Bestrebungen von OMV im Bereich des mechanischen Recyclings werden von seiner Tochtergesellschaft Borealis verfolgt. In diesem Sinne setzt Borealis seine Zusammenarbeit mit Partner:innen fort, um neue Technologien für das mechanische Recycling zu entwickeln – mit dem Ziel, Produkte in einer mit Neuware vergleichbaren Qualität zu liefern, wo immer dies möglich ist, und das mit der bestmöglichen CO2-Bilanz. Durch chemisches Recycling können Restabfallströme aus dem mechanischen Recycling sowie gemischte Kunststoffabfallströme verwertet werden, die sonst verbrannt oder deponiert würden. Bei diesem Prozess wird die chemische Zusammensetzung des Kunststoffs verändert. Das resultierende Pyrolyseöl wird anschließend weiterverarbeitet und veredelt, um eine Basischemikalie zu erzeugen, die fossile Kohlenwasserstoffe als chemischen Rohstoff für die Herstellung neuer Kunststoffe ersetzt. Da diese Kunststoffe praktisch mit Neukunststoffen vergleichbar sind, können sie im Vergleich zu mechanisch recyceltem Kunststoff auch für ein breiteres Anwendungsspektrum eingesetzt werden. Mechanisches Recycling [E5-1.15a] OMV setzt sich für weitere Innovationen im Bereich fortschrittlicher Technologien für das mechanische Recycling ein. Ziel ist es, die Qualität der Rezyklate so zu verbessern, dass sie für anspruchsvollere Anwendungen wie kontaktsensible Verpackungen verwendet werden können, oder den Rezyklatanteil in Produkten zu erhöhen. Chemisches Recycling ReOil® [E5-1.15a] Im Vergleich zu Glas oder Metall ist Kunststoff ein exzellenter Wärmeisolator mit schlechten Wärmeübertragungseigenschaften. Diese Eigenschaften, die Kunststoff im Alltag so begehrt machen, sind jedoch auch der Grund, weshalb Kunststoff nur schwer aufzuspalten ist. Die firmeneigene ReOil®-Technologie von OMV basiert auf der Pyrolyse, einer bewährten Raffinerietechnik, bei der Thermokunststoffe zuerst aufgeschmolzen und anschließend bei einer Temperatur von 400–450°C gecrackt werden. Dies bedeutet, dass langkettige Kohlenwasserstoffe in kürzerkettige leichte Kohlenwasserstoffe gespalten werden. Eine der inhärenten Herausforderungen der Pyrolyse basiert auf der Tatsache, dass sich Kunststoffe im Vergleich zu Glas oder Metall nur schwer schmelzen lassen. Sind sie aber erst einmal geschmolzen, sind sie in hohem Maße viskos, was die für die Pyrolyse benötigte Wärmeübertragung beeinträchtigt. Die ReOil®-Technologie ist im Vergleich zu den Verfahren von Mitbewerber:innen einzigartig. Dies liegt daran, dass bei ihr eine innovative Wärmeübertragungstechnik zum Einsatz kommt, die es ermöglicht, die Viskosität des geschmolzenen Kunststoffs zu verringern. Auf diese Weise wird die Wärmeübertragung verbessert. Damit lässt sich das ReOil®-Verfahren zu einem Verfahren im industriellen Maßstab skalieren. Durch die Integration in die OMV Raffinerie in Schwechat erzielt ReOil® zudem eine höhere Effizienz als andere nicht integrierte chemische Recyclingverfahren. Rohstoffauswahl [E5-1.15b] Die ReOil®-Anlage kann verschiedene Arten von Kunststoffabfällen verarbeiten. Die Palette reicht dabei von Haushaltsabfällen bis hin zu Abfällen aus gewerblichen und industriellen Quellen. Die wichtigsten Rohstoffe sind Polyethylen (z. B. Folien), Polypropylen (z. B. Lebensmittelverpackungen und Autoteile) und Polystyrol (z. B. Verpackungen und Isolationsmaterialien). Derzeit werden die eingesetzten Abfälle noch fast ausschließlich aus österreichischen Wertstoffsortieranlagen bezogen. Angesichts der Absicht, eine ReOil®-Anlage im industriellen Maßstab zu entwickeln, und des daraus resultierenden Bedarfs an mehr Einsatzstoffen wird der geografische Aktionsradius für die Beschaffung erweitert. In diesem Zuge werden die Nachbarländer Österreichs erkundet. Die Skalierbarkeit der ReOil®-Technologie und ihre Integration in die Raffinerie ermöglichen es, exponentielle Skaleneffekte zu erzielen und die Ressourcen- und Energiebilanz zu optimieren. OMV und Borealis haben mit TOMRA Feedstock, einer Tochtergesellschaft des führenden Sortiertechnikherstellers TOMRA, langfristige Rohstofflieferverträge für ihre Recyclinganlagen abgeschlossen. Diese Verträge sichern eine kontinuierliche Versorgung der Recyclingaktivitäten von OMV mit nachhaltigen und qualitativ hochwertigen Rohstoffen. OMV wird die von TOMRA Feedstock gelieferten Rohstoffe in seinen ReOil®-Anlagen in Österreich verarbeiten, während Borealis die von TOMRA produzierten Rohstoffe in seinen Anlagen für mechanisches Recycling in Europa verarbeiten wird. Die Rohstoffe werden aus gemischten Post-Consumer-Kunststoffabfällen hergestellt, die andernfalls auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen entsorgt würden. Dies wird in einer einzigartigen Sortieranlage geschehen, die derzeit von TOMRA in Deutschland entwickelt wird. Dadurch wird OMV in der Lage sein, fossile Primärrohstoffe durch eine kontinuierliche Versorgung mit hochwertigen Einsatzstoffen aus Kunststoffabfällen zu ersetzen. E5-2 Maßnahmen und Ressourcen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Wichtigste Maßnahmen [E5-2.19] [MDR-A 68a, 68b, 68c, 68e]Um unsere positiven Auswirkungen auf die Natur und die Gesellschaft zu verstärken, indem wir fossile Rohstoffe durch nachhaltige (recycelte und erneuerbare) Alternativen ersetzen, haben wir wichtige Maßnahmen zur Förderung der Verwendung von nachhaltigen Rohstoffen definiert. Diese Initiative wird uns dabei helfen, unser Ziel von 1.400 kt/J an nachhaltigen (recycelten und erneuerbaren) Verkaufsmengen zu erreichen. Diese Maßnahme und dieses Ziel tragen auch zur Verringerung der negativen Umweltauswirkungen bei, die sich aus der Beschaffung und Nutzung fossiler Primärrohstoffe ergeben. [MDR-A 69b]Da diese wichtigen Maßnahmen auch zu den Konzernzielen in Bezug auf > E1 Klimawandel beitragen, sind die für ihre Umsetzung erforderlichen finanziellen Mittel dort aufgeführt. Die wichtigsten Maßnahmen38, die zur Erreichung unserer Ziele und Vorgaben ergriffen und geplant wurden, sind in der Tabelle aufgeführt. Zusätzliche Maßnahmen, die diesen Schwellenwert nicht erreichen, aber für die Erreichung dieses Ziels von strategischer Bedeutung sind, werden nach der Tabelle angeführt. [MDR-A 69a] OMV ist bestrebt, seine langfristige Finanzierungspolitik mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in Einklang zu bringen. Aus diesem Grund prüft OMV die Möglichkeiten nachhaltiger Finanzierungen und nachhaltigkeitsbezogener Finanzierungen, bei denen die Kosten eines Finanzinstruments an die Erreichung bestimmter strategischer Nachhaltigkeitsziele gekoppelt sind. Ein erster Schritt in Richtung nachhaltige Finanzierung wurde 2021 mit einem grünen Darlehen für die ReOil®-Anlage (2000) für chemisches Recycling in Schwechat, Österreich, gemacht. Dieses Darlehen wurde in Einklang mit den Green Loan Principles gewährt und basiert auf einem projektspezifischen Rahmen für grüne Finanzierungen und einer Second Party Opinion. Für die Durchführung anderer in der unten stehenden Tabelle aufgeführten wichtigen Maßnahmen steht derzeit kein nachhaltiges Finanzinstrument aus. Decarbonization lever Wichtige Maßnahme (Summe von einzelnen Maßnahmen, deren Implementierung CAPEX von je EUR ≥5 Mio. benötigt) Status Erwartetes Ergebnis Beitrag zu Vorgaben/Ziel der Richtlinie Umfang Zeithorizont Abhilfe Fortschritt CAPEX 2024 CAPEX 2025-2029 Relevante IROs n.a. EUR Mrd Erhöhung des Anteils an recycelten und nachhaltigen Rohstoffen Herstellung von Kunststoffen in Primärformen Tatsächlich Erhöhung der Recyclingkapazitäten zur Steigerung des Absatzes von nachhaltigen Polymeren. Reduktion von THG- (Scope 1 und 2) und Scope-3-Emissionen. Die Einführung einer Kreislaufwirtschaft wird die THG-Emissionen erheblich verringern. Kreislauffähige Produkte, die aus erneuerbaren Rohstoffen oder recycelten Kunststoffabfällen hergestellt werden, verursachen weniger Emissionen als Produkte, die aus fossilen Primärrohstoffen hergestellt werden. Beitrag zur strategischen Säule von OMV, nachhaltige Produkte zu entwickeln, zur Bestrebung, eine führende Position im Bereich von erneuerbaren und kreislauffähigen Lösungen einzunehmen, und zum Ziel, die Verkaufsmengen von nachhaltigen Basischemikalien und Polymeren bis 2030 auf bis zu 1.400 kt/J zu steigern – und zwar auf der Grundlage von erneuerbaren und recycelten Rohstoffen; außerdem Beitrag zum THG-Scope-3-Ziel (und in gewissem Maße zum THG-Scope-1- und -Scope-2-Ziel) Eigene Tätigkeiten Mittelfristig Ausführung See chapter E1 See chapter E1 E5-1, E5-3, E5-5, E5-6, E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-7 Mechanisches Recycling/Kunststoffabfallverarbeitung Tatsächlich & geplant Kurz- bis langfristig Bewertung, Ausführung, Fertigstellung Chemisches Recycling Geplant Langfristig Bewertung Marktnahe Forschung, Entwicklung und Innovation Tatsächlich & geplant Kurz- bis langfristig Bewertung, Fertigstellung E5-1, E5-5, E5-6, E1-1, E1-2, E1-3, E1-5, E1-7 Lebenszyklusanalysen [MDR-A 68a] Die zunehmende Erstellung von Lebenszyklusanalysen (Life Cycle Assessments; LCAs) für die Anlagen und vermarkteten Produkte von OMV ermöglicht die Erlangung konkreter Daten nach akzeptierten internationalen Standards, um Nachhaltigkeitsbehauptungen zu belegen, wie zum Beispiel reduzierte Emissionen von nachhaltigen Produkten, die aus erneuerbaren Rohstoffen oder recycelten Kunststoffabfällen hergestellt werden. Die LCAs unterstützen die strategische Säule von OMV, nachhaltige Produkte zu entwickeln, unser Bestreben, eine führende Position im Bereich der erneuerbaren Energien und der Kreislaufwirtschaft einzunehmen, sowie unser Ziel, die Verkaufsmengen von nachhaltigen Basischemikalien und Polyolefinen auf der Basis von erneuerbaren und recycelten Rohstoffen bis 2030 auf bis zu 1,4 Millionen Tonnen zu steigern. Im Jahr 2024 wurde die erste Lebenszyklusanalyse für die gesamte Raffinerie Burghausen nach ISO 14040/14044 mit Fokus auf die Produkte Ethylen, Propylen, Benzol, Butadien und Isobuten von einem externen Beratungsunternehmen durchgeführt. Dabei wurden mehrere Auswirkungskategorien untersucht: Klimawandel, Versauerung, Eutrophierung, Strahlung, Landnutzung, Ozonabbau, Feinstaub, photochemische Ozonbildung, Ressourcenverbrauch und Wassernutzung. LCAs für die Integration nachhaltiger erneuerbarer Produkte in den Cracker in der Raffinerie Burghausen wurden vorgenommen. Die Ergebnisse dieser LCAs werden derzeit von Dritten geprüft. Nach Abschluss der Prüfungen werden auch für die anderen Raffineriestandorte LCAs durchgeführt. [MDR-A 68b, 68c] Die Zielgruppe für die LCA-Ergebnisse sind in erster Linie petrochemische Kund:innen in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Für Daten zu den Aktivitäten wurden Primärdatensätze von OMV herangezogen. Für die Rohstoffe (Rohöl, Zwischenprodukte, hydriertes Pflanzenöl) wurden aktuelle länderspezifische Datensätze aus kommerziellen validierten Datenbanken verwendet. Die Datensätze für alle eingehenden Ressourcen (z. B. Rohöl) stammten aus standortbasierten kommerziellen Datensätzen. Die Durchführung von LCAs ist ein laufender Prozess. E5-3 – Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft [E5-3.23] [E5-3.27] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Gemäß dem Code of Conduct von OMV haben wir uns dazu verpflichtet, die Verwendung von fossilen Primärrohstoffen schrittweise zu reduzieren und den Anteil an recycelten und erneuerbaren Materialien in unseren Produkten anzuheben. Aufbauend auf dieser Verpflichtung hat sich OMV das freiwillige Ziel gesetzt, die Verkaufsmengen nachhaltiger Produkte zu erhöhen. Dazu gehören Polymere und andere Chemikalien, die aus recycelten oder erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden. OMV wird darauf hinarbeiten, den Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten aus nachhaltigen Chemikalien und Polymeren zu steigern, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern, wie es in der OMV Strategie 2030 festgeschrieben ist. Es ist anzumerken, dass sich das Ziel von OMV in Sachen Kreislaufwirtschaft lediglich auf erneuerbare Rohstoffe und Rohstoffe aus recycelten Kunststoffabfällen für Chemikalien und Polymere bezieht, nicht jedoch auf Kraftstoffe 2030 Nachhaltiges Verkaufsvolumen (recycelt und erneuerbar) von bis zu 1.400 kt/J erreichen Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten von OMV sowie die vorgelagerte Wertschöpfungskette (Handel, Sortierung, Behandlung, Transport und Verarbeitung von Kunststoffabfällen) und die nachgelagerte Wertschöpfungskette (Bereitstellung von recycelten Kunststoff-Flakes, Pyrolyseöl und erneuerbaren Rohstoffen zur Herstellung von nachhaltigen Polymeren und anderen nachhaltigen Chemikalien sowie deren Verkauf) Im Umfang enthalten Verkauf von nachhaltigen (einschließlich recycelter und erneuerbarer) Polyolefinen oder anderen Chemikalien auf Basis der Eigenproduktion und von Drittmengen sowie Mengen von Joint Ventures, die nicht von OMV/Borealis vermarktet werden, basierend auf dem Eigenanteil von OMV Nicht im Umfang enthalten Erneuerbare Rohstoffe für Kraftstoffe und erneuerbare Kraftstoffe; konzerninterne Verkäufe werden nicht auf das Ziel angerechnet Geografische Abdeckung OMV Chemicals (global) Bezugsjahr 2022 Bezugswert in kt 92,1 [MDR-T-80f]Dieses Ziel wurde gemäß der OMV Strategie 2030 definiert und ist vollständig mit der strategischen und mittelfristigen Planung von OMV verknüpft, um das Volumen nachhaltiger Chemikalien und Polymere zu erhöhen. Der Ausblick des bestehenden Projekttrichters umfasst Volumina aus eigenen Projekten von OMV Chemicals sowie Mengen von Drittanbietern, die am Markt erworben werden sollen. Das Ziel von 1.400 kt setzt sich zusammen aus 950 kt recycelten Mengen und 450 kt erneuerbaren Mengen. Künftige EU-Vorschriften zu Recyclingzielen, wie die Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (Packaging and Packaging Waste Regulation; PPWR) und die Richtlinie über Einwegkunststoffe (Single-Use Plastics Directive; SUPD), wurden ebenso berücksichtigt wie die im Rahmen der SUPD diskutierten Zuweisungsmethoden für chemisches Recycling. Polyolefine, die ganz oder teilweise auf erneuerbaren oder recycelten Rohstoffen basieren, werden als nachhaltige Produkte klassifiziert und somit auf das Ziel angerechnet, solange der nachhaltige Anteil mehr als 25% beträgt. Das Ziel umfasst recycelte Rohstoffe aus Kunststoffabfällen sowohl von Haushalten als auch aus der Industrie. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde von OMV Chemicals vorgeschlagen und intern mit der Konzernstrategie, dem OMV Vorstand und dem Aufsichtsrat abgestimmt. [MDR-T-80i] Am Capital Markets Day 2024 im Juni 2024 kündigte OMV an, sein für 2030 gesetztes Ziel in Bezug auf nachhaltige Chemikalien und Polymere zu ändern. Die ursprüngliche Zielsetzung lautete, bis 2030 eine Produktionskapazität von rund 2.000 kt/J an nachhaltigen Polyolefinen (einschließlich recycelter und biobasierter Polyolefine) und anderen Chemikalien aufzubauen. Nun lautet das Ziel, bis 2030 einen Absatz von bis zu 1.400 kt/J an nachhaltigen (recycelten und erneuerbaren) Polymeren und anderen Chemikalien zu erreichen. Das Zwischenziel, bis zum Jahr 2025 Produktionskapazitäten für nachhaltige (recycelte und erneuerbare) Polyolefine oder andere Chemikalien in einer Größenordnung von 600 kt/J zu schaffen, gilt daher nicht mehr. Stand 2024: [MDR-T-80j]150,92 kt/J nachhaltige (recycelte und erneuerbare) Polymere und andere Chemikalien verkauft Zur Überwachung der Leistung von OMV bezüglich dieses Ziels werden sowohl vom OMV Geschäftsbereich Chemicals als auch von den Borealis Abteilungen Circular Economy Solutions und Base Chemicals fortlaufend Daten gesammelt. Die Daten werden täglich erfasst und in monatlichen Berichten konsolidiert. Zudem werden diese Daten zu Beginn jedes Kalenderjahres aggregiert, mit den Konzernzielen verglichen und zur Veröffentlichung vorbereitet. OMV führt bei Bedarf strategische Überprüfungen seiner Ziele durch. Die letzte Überprüfung wurde im Juni 2024 abgeschlossen. [E5-3.24a] Das Ziel steht in Zusammenhang mit der Verbesserung des kreislauforientierten Designs, da es die Verfügbarkeit von Rohstoffen (Chemikalien und Polymeren) für Partnerunternehmen in der nachgelagerten Wertschöpfungskette fördert, die Produkte aus erneuerbaren oder sekundären Rohstoffen herstellen wollen. Kund:innen in der nachgelagerten Wertschöpfungskette, die nach den Grundsätzen des kreislauforientierten Produktdesigns arbeiten möchten, finden bei OMV geeignete Rohstoffe, wodurch kreislauforientierte Produkteigenschaften über die gesamte Lebensdauer ermöglicht werden. Da OMV ein Rohstoffproduzent ist, entfällt die Erhöhung der Kreislauffähigkeit von Produkten hinsichtlich Haltbarkeit, Demontage, Reparierbarkeit und Recycling. [E5-3.24b] Die kreislauforientierte Materialnutzungsrate der EU erfasst, wie viel des gesamten in der Wirtschaft verwendeten Materials aus recyceltem Abfall stammt. OMV strebt eine Erhöhung dieser Rate an, da das Unternehmen sowohl erneuerbare als auch sekundäre Produkte in sein Ziel einbezieht. Etwa ein Drittel dieses Ziels soll durch erneuerbare Produkte erfüllt werden, während die restlichen zwei Drittel aus Sekundärprodukten stammen sollen, die aus Kunststoffabfällen gewonnen wurden. Die ReOil®-Technologie von OMV verarbeitet Kunststoffabfälle, die nicht mechanisch recycelt werden können und andernfalls deponiert oder verbrannt würden. Auf diese Weise tragen die Bemühungen von OMV dazu bei, die Menge der recycelten Abfälle in der Wirtschaft zu erhöhen und damit die kreislauforientierte Materialnutzungsrate zu steigern. [E5-3.24c] Das Ziel steht in direktem Zusammenhang mit der Minimierung des Einsatzes von Primärrohstoffen, da OMV bestrebt ist, eine bestimmte Menge an fossilen Primärrohstoffen durch nachhaltige (recycelte oder erneuerbare) Produkte zu ersetzen. [E5-3.24d] In Zusammenarbeit mit Partner:innen verfolgt OMV die Entwicklung von Projekten in großem Maßstab zur Herstellung von biobasierten Kraftstoffen, Chemikalien und Kunststoffen aus erneuerbaren Rohstoffen und Abfallströmen. Abfallbiomasse, wie Rückstände aus der Land- und Forstwirtschaft sowie aus der holzverarbeitenden Industrie oder gemischte Siedlungsabfälle, steht nicht in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelkette. Die Umwandlung dieser Abfallbiomasse in hochwertige Produkte ist zwar technisch anspruchsvoll, trägt jedoch im Vergleich zu fossilen Brennstoffen zu einer erheblichen Senkung der CO2-Emissionen bei. Zudem werden lokale Ressourcen effektiv genutzt. OMV verwendet für die Chemikalienproduktion ausschließlich sekundäre Rohstoffe wie Altspeiseöl, während für die Herstellung von Kraftstoffen auch primäre Rohstoffe wie Pflanzenöle Verwendung finden. Die bei der OMV Tochter Borealis zur Herstellung nachhaltiger Polyolefine verwendeten biobasierten Rohstoffe stammen zur Gänze aus Abfallbiomasse wie Rückständen aus der Landwirtschaft oder gesammelten Abfallströmen. Diese Polyolefine werden unter dem Portfolionamen Bornewables™ vermarktet. Bei OMV wird die nachhaltige Beschaffung für alle erneuerbaren Rohstoffe durch ISCC‑PLUS- oder ISCC-EU-Zertifizierungen sichergestellt. Rohstoffe aus recycelten Kunststoffabfällen sind nach ISCC PLUS oder EuCertPlast/RecyClass zertifiziert. OMV verwendet für seine ReOil®-Technologie für chemisches Recycling ausschließlich Altkunststoffe, die nicht mechanisch recycelt werden können, und stellt damit sicher, dass verfügbare Kunststoffabfälle mit der jeweils nachhaltigsten verfügbaren Recyclingtechnologie verarbeitet werden. OMV bezieht Biokraftstoffe hauptsächlich von europäischen Hersteller:innen und schließt Palmöl als Rohstoff aus. Gemäß den ISCC-Richtlinien darf seit Jänner 2008 für Rohstoffe, die zur Herstellung von Biodiesel verwendet werden, keine Abholzung mehr stattfinden. Seit Juli 2021 hält OMV auch die rechtliche Anforderung Österreichs ein, zur Zielerfüllung keine auf Palmöl basierenden Biokraftstoffe mehr zu verwenden. Im Jahr 2024 betrug der Anteil von Kraftstoffen auf Palmölbasis an allen Biokraftstoffen, die von OMV auf den Markt gebracht wurden, 0,0%. Die Rohstoffe mit den höchsten Einsatzmengen waren Altspeiseöl (23,02%), Rapsöl (24,43%) und Mais (18,76%). Insgesamt 59,44% der erneuerbaren biobasierten Rohstoffe von OMV stammten aus konventionellen Quellen, die als konkurrierend mit der Lebens- und Futtermittelproduktion gelten. 23,02% der Rohstoffe stammten aus Abfällen, 7,25% aus tierischen Fetten und 10,29% aus fortschrittlichen Ressourcen wie Weizenstroh, Bagasse (ein Rückstand aus der Zuckerrohrmahlung), Braunlauge (ein Nebenprodukt aus der Papierproduktion) oder POME (Abwasser aus Palmölmühlen). [E5-3.24e] Das Ziel steht in direktem Zusammenhang mit dem Abfallmanagement, da etwa zwei Drittel des Zielvolumens auf Chemikalien und Polymere entfallen, die mit sekundären recycelten Rohstoffen aus Kunststoffabfällen hergestellt werden. Für seine ReOil®-Technologie zielt OMV speziell auf Kunststoffabfälle ab, die nicht mechanisch recycelt werden können und andernfalls deponiert oder verbrannt würden. Um genügend Kunststoffabfälle als Rohstoffe für seine Recyclingprozesse zu sichern, gründete OMV 2023 ein Joint Venture mit Interzero, das den Aufbau und Betrieb der europaweit größten Sortieranlage für chemisches Recycling zum Zweck hat. Die Anlage mit einer geplanten Kapazität von bis zu 260.000 t pro Jahr wird bisher nicht verwertbare Mischkunststoffe für das chemische Recycling von OMV verarbeiten. Die Inbetriebnahme ist für 2026 geplant. [E5-3.24f] Die Zusammenarbeit mit Partner:innen aus der Wertschöpfungskette ist eine Notwendigkeit, um nachhaltigere, ressourceneffiziente und innovative Produktlösungen zu ermöglichen. OMV und Borealis bemühen sich häufig um Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette, um gemeinsam einen positiven Beitrag zu leisten. Das diesbezügliche Ziel betrifft die eigenen Tätigkeiten von OMV ebenso wie seine vorgelagerte Wertschöpfungskette (Handel, Sortierung, Behandlung, Transport und Verarbeitung von Kunststoffabfällen) und die nachgelagerte Wertschöpfungskette (Bereitstellung von recycelten Kunststoff-Flakes, Pyrolyseöl und erneuerbaren Rohstoffen zur Herstellung von nachhaltigen Polymeren und anderen nachhaltigen Chemikalien). [E5-3.25] Das Ziel steht im Zusammenhang mit der Recycling-Ebene der Abfallhierarchie. [E5-3.27] Das OMV Ziel für Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft ist ein freiwilliges Ziel. [E5-AR 15] Das OMV Ziel für Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft definiert einen absoluten Wert, den das Unternehmen erreichen will. [E5-AR 16] Das OMV Ziel für Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft bezieht sich auf die Produktionsphase von Produkten und Materialien. [E5-AR 17] [E5-AR 20] Bei der Zielfestlegung wurden die möglichen Auswirkungen auf den Verlust an biologischer Vielfalt nicht speziell berücksichtigt. Wie in unserem Code of Conduct festgelegt, hat sich OMV jedoch verpflichtet, Störungen, Beeinträchtigungen und Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme bei allen unseren Projekten und Tätigkeiten in Übereinstimmung mit dem Globalen Biodiversitätsrahmen (Global Biodiversity Framework; GBF) und der EU-Biodiversitätsstrategie zu minimieren. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > E4 Biologische Vielfalt und > Ökosysteme. Unsere Bestrebung [MDR-T.81b-i] OMV ist bestrebt, die Verwendung von fossilen Primärrohstoffen schrittweise zu reduzieren und den Anteil an recycelten und erneuerbaren Materialien in unseren Produkten anzuheben. Zur Reduzierung der Nutzung natürlicher Ressourcen will das Unternehmen seine Öl- und Gasfördermengen auf etwa 350 kboe/d senken und den Anteil an wiederverwendeten und recycelten Abfällen aus seiner Geschäftstätigkeit weiter steigern. Diese Ziele sind fester Bestandteil der OMV Strategie 2030, jedoch nicht vollständig auf die ESRS-Zielvorgaben abgestimmt [MDR-T.81b-ii] Wir überprüfen ihre Wirksamkeit, indem wir die jährliche Entwicklung der Abfallverwertungs- oder Recyclingquote von OMV in unseren Betrieben sowie die Öl- und Gasproduktionsmengen von OMV messen, ohne dabei ein spezifisches Bezugsjahr zu verwenden. Stand 2024: Rate des aufbereiteten oder wiederverwerteten Abfalls: 74% (2023: 74%) Produktion: 340 kboe/d (2023: 364 kboe/d) Kennzahlen E5-4 Ressourcenzuflüsse [E5-4.30] Bei den Materialzuflüssen von OMV handelt es sich um primäre fossile Materialien wie Rohöle und Erdölerzeugnisse. Die nachhaltigen Ressourcenzuflüsse von OMV bestehen aus Kunststoffabfällen, synthetischem Rohöl wie Pyrolyseöl und erneuerbaren biobasierten Rohstoffen wie FAME, Bioethanol, Rohglycerin, hydrierten Pflanzenölen oder Altspeiseöl. OMV führt eine Liste aller kritischen Rohstoffe, die für seine Geschäftsaktivitäten Verwendung finden, einschließlich des Standorts und der Art der Verwendung. Ressourcenzuflüsse und -abflüsse [E5-4.31a, 31b, 31c] 2024 2023 Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Produkte und technischen und biologischen Materialien t 24.831.597 n.a. Prozentualer Anteil biologischer Materialien (und von Biokraftstoffen, die für nicht energetische Zwecke verwendet werden) % 2,85 n.a. Absolutes Gewicht der zur Herstellung der Produkte und im Rahmen der Dienstleistungen des Unternehmens verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien (einschließlich Verpackungen) t 191.938 n.a. Prozentualer Anteil der zur Herstellung der Produkte und im Rahmen der Dienstleistungen des Unternehmens verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien (einschließlich Verpackungen) % 0,77 n.a. Kennzahlendefinitionen und Methoden [E5-4.31a] [MDR-M.77a, 77b, 77c] Das Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Produkte und technischen und biologischen Materialien wird durch die Bildung der Summe des absoluten Volumens der zertifizierten erneuerbaren Rohstoffe (in Tonnen), des absoluten Volumens der zertifizierten recycelten Rohstoffe aus Kunststoffabfällen (in Tonnen) und des absoluten Volumens der primären fossilen Rohstoffe (in Tonnen) berechnet. Dieses Gesamtgewicht der Produkte und der technischen und biologischen Materialien stellt auch das gesamte Volumen von Rohstoffen für die Produkte von OMV dar, das für die Ermittlung der prozentualen Anteile der biologischen Materialien und der Sekundärmaterialien als Rohstoffe herangezogen wird. OMV definierte den Rahmen für die Messung der Kennzahlen auf der Grundlage des OMV Value Chain and IRO Assessment 2024. Für zertifizierte nachhaltige Ressourcenzuflüsse, wie Pyrolyseöle aus Kunststoffabfällen oder erneuerbare biobasierte Rohstoffe für Kraftstoffe, Chemikalien und Polymere, kann der Nachhaltigkeitsnachweis (Proof of Sustainability; PoS) oder die Nachhaltigkeitserklärung (Sustainability Declaration; SD) von den Lieferant:innen bis zu einem Quartal nach jenem Quartal, in dem die physische Lieferung erfolgte, vorgelegt werden. Dies kann zu Verzögerungen bei den monatlichen und vierteljährlichen Abschlüssen führen. OMV wird die Kennzahlen unter der Annahme offenlegen, dass das Unternehmen für alle gekauften und als solche gebuchten nachhaltigen Ressourcenzuflüsse einen PoS oder eine SD erhalten wird. Etwaige Abweichungen werden im nächsten Berichtszyklus korrigiert. Bei der Berechnung der Kennzahlen für die Rohstoffe werden Halbfertigprodukte, Chemikalien und Materialien für die Veredelung, Zusatzstoffe, Nebenprodukte, frei gehandelte Mengen und Mengen ohne Zertifizierung nicht berücksichtigt. Um Doppelzählungen zu vermeiden, werden auch konzerninterne Verkäufe ausgeschlossen. Die gemeldeten Daten stellen das Material in seinem ursprünglichen Zustand ohne weitere Datenmanipulation dar. ISCC-Zertifizierungen halten eine Abweichung von 0,5% zwischen dem physischen Bestand und der Bestandsführung gemäß Massenbilanzen oder Nachhaltigkeitserklärungen für akzeptabel (ISCC EU 203, Traceability and Chain of Custody). Die Kennzahlenmessung wird von einer externen Stelle validiert. Für nachhaltige zertifizierte Rohstoffe, wie etwa zertifizierte erneuerbare Rohstoffe für Chemikalien und Polymere und Pyrolyseöl aus Kunststoffabfällen, werden die Verbrauchsdaten bei OMV in einem monatlichen Bericht zusammengefasst, der von TÜV SÜD geprüft wird. Die nachhaltigen Rohstoffe von Borealis werden extern von SGS geprüft. [E5-4.31b] [MDR-M.77a, 77b, 77c] Der prozentuale Anteil biologischer Materialien (und von Biokraftstoffen, die für nicht energetische Zwecke verwendet werden) wird berechnet als das Volumen (in Tonnen) des zertifizierten erneuerbaren Rohstoffs geteilt durch das gesamte Rohstoffvolumen (in Tonnen), ausgedrückt in Prozent. Zu den wichtigsten Annahmen und Einschränkungen gehören folgende: OMV definierte den Rahmen für die Messung der Kennzahlen auf der Grundlage des OMV Value Chain and IRO Assessment 2024. Für zertifizierte nachhaltige Ressourcenzuflüsse, wie Pyrolyseöle aus Kunststoffabfällen oder erneuerbare biobasierte Rohstoffe für Kraftstoffe, Chemikalien und Polymere, kann der Nachhaltigkeitsnachweis (Proof of Sustainability; PoS) oder die Nachhaltigkeitserklärung (Sustainability Declaration; SD) von den Lieferant:innen bis zu einem Quartal nach jenem Quartal, in dem die physische Lieferung erfolgte, vorgelegt werden. Dies kann zu Verzögerungen bei den monatlichen und vierteljährlichen Abschlüssen führen. OMV wird die Kennzahlen unter der Annahme offenlegen, dass das Unternehmen für alle gekauften und als solche gebuchten nachhaltigen Ressourcenzuflüsse einen PoS oder eine SD erhalten wird. Etwaige Abweichungen werden im darauffolgenden Berichtszyklus korrigiert. Bei der Berechnung der Kennzahlen für die Rohstoffe werden Halbfertigprodukte, Chemikalien und Materialien für die Veredelung, Zusatzstoffe, Nebenprodukte, frei gehandelte Mengen und Mengen ohne Zertifizierung nicht berücksichtigt. OMV stellt auch sicher, dass konzerninterne Verkäufe ausgeschlossen werden, um Doppelzählungen zu vermeiden. Die gemeldeten Daten stellen das Material in seinem ursprünglichen Zustand ohne weitere Datenmanipulation dar. ISCC-Zertifizierungen halten eine Abweichung von 0,5% zwischen dem physischen Bestand und der Bestandsführung gemäß Massenbilanzen oder Nachhaltigkeitserklärungen für akzeptabel (ISCC EU 203, Traceability and Chain of Custody). Die Kennzahlenmessung wird von einer externen Stelle validiert. Für nachhaltige zertifizierte Rohstoffe, wie etwa zertifizierte erneuerbare Rohstoffe für Chemikalien und Polymere und Pyrolyseöl aus Kunststoffabfällen, werden die Verbrauchsdaten bei OMV in einem monatlichen Bericht zusammengefasst, der von TÜV SÜD geprüft wird. Die nachhaltigen Rohstoffe von Borealis werden extern von SGS geprüft. [E5-4.31c][MDR-M.77a, 77b, 77c] Das absolute Gewicht der zur Herstellung der Produkte und im Rahmen der Dienstleistungen des Unternehmens verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien (einschließlich Verpackungen) wird berechnet als das absolute Volumen von zertifizierten recycelten Rohstoffen aus Kunststoffabfällen (in Tonnen). Der prozentuale Anteil der zur Herstellung der Produkte und im Rahmen der Dienstleistungen des Unternehmens verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Produkte und Materialien (einschließlich Verpackungen) wird berechnet als das Volumen (in Tonnen) von zertifizierten recycelten Rohstoffen aus Kunststoffabfällen geteilt durch das gesamte Rohstoffvolumen (in Tonnen), ausgedrückt als Prozentsatz. Wichtige Annahmen und Einschränkungen: OMV definierte den Rahmen für die Messung der Kennzahlen auf der Grundlage des OMV Value Chain and IRO Assessment 2024. Für zertifizierte nachhaltige Ressourcenzuflüsse, wie Pyrolyseöle aus Kunststoffabfällen oder erneuerbare biobasierte Rohstoffe für Kraftstoffe, Chemikalien und Polymere, kann der Nachhaltigkeitsnachweis (Proof of Sustainability; PoS) oder die Nachhaltigkeitserklärung (Sustainability Declaration; SD) von den Lieferant:innen bis zu einem Quartal nach jenem Quartal, in dem die physische Lieferung erfolgte, vorgelegt werden. Dies kann zu Verzögerungen bei den monatlichen und vierteljährlichen Abschlüssen führen. OMV wird die Kennzahlen unter der Annahme offenlegen, dass das Unternehmen für alle gekauften und als solche gebuchten nachhaltigen Ressourcenzuflüsse einen PoS oder eine SD erhalten wird. Etwaige Abweichungen werden im nächsten Berichtszyklus korrigiert. Bei der Berechnung dieser Kennzahl werden Nebenprodukte, Zusatzstoffe, Füllstoffe und erneuerbare abfallbasierte Mengen nicht berücksichtigt. OMV stellt auch sicher, dass konzerninterne Verkäufe ausgeschlossen werden, um Doppelzählungen zu vermeiden. Die gemeldeten Daten stellen das Material in seinem ursprünglichen Zustand ohne weitere Datenmanipulation dar. ISCC-Zertifizierungen halten eine Abweichung von 0,5% zwischen dem physischen Bestand und der Bestandsführung gemäß Massenbilanzen oder Nachhaltigkeitserklärungen für akzeptabel (ISCC EU 203, Traceability and Chain of Custody). Die Kennzahlenmessung wird von einer externen Stelle validiert. Für nachhaltige zertifizierte Rohstoffe, wie etwa Pyrolyseöl aus Kunststoffabfällen, werden die Verbrauchsdaten bei OMV in einem monatlichen Bericht zusammengefasst, der von TÜV SÜD geprüft wird. Die nachhaltigen Rohstoffe von Borealis werden extern von SGS geprüft E5-5 Ressourcenabflüsse [E5-5.35] OMV produziert Kraftstoffe sowohl aus fossilen als auch aus erneuerbaren Rohstoffen, wie zum Beispiel Kraftstoffe für den Straßenverkehr und Flugkraftstoffe. Das Unternehmen stellt auch Basischemikalien wie Olefine und Aromaten sowie Polyolefinprodukte in Form von Pellets her, für die fossile Primärrohstoffe, erneuerbare Rohstoffe oder recycelte Kunststoffabfälle verwendet werden können. Mehr dazu finden Sie in den Abschnitten Fuels & Feedstock und Chemicals. [E5-5.36c] Die von der OMV Tochtergesellschaft Borealis verkauften Polyolefinprodukte sind zu 100% recycelbar, bevor sie von den Kund:innen des Unternehmens zu Endprodukten verarbeitet werden. Bei der Verarbeitung zu Endprodukten können sie mit unverträglichen und untrennbaren Komponenten vermischt werden, was ihre Recyclingfähigkeit beeinträchtigen könnte. [E5-5.38a, 38b] Bei unseren Produktionsaktivitäten fallen sowohl feste als auch flüssige Abfälle an. Darunter befinden sich auch gefährliche Stoffe wie etwa Ölschlämme, Chemikalien und Katalysatoren. Beispiele für nicht gefährliche Abfälle umfassen Erdaushub, gemischte Siedlungsabfälle, Papier und Metall. Oft werden Kunststoffabfälle unkontrolliert auf Deponien entsorgt oder verbrannt, die nicht dem Stand der Technik entsprechen. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass sie in Wasserläufe, Seen oder Ozeane gelangen und sich damit negativ auf die Umwelt, das Meeresleben und eventuell sogar die menschliche Gesundheit auswirken. Abfall [E5-5.37a-37d] [E5-5.39] [E5-5.40] [GRI 306-3] [GRI 306-4] [GRI 306-5] 2024 2023 Gesamtmenge des Abfallaufkommens t 1.001.027 853.937 davon nicht gefährliche Abfälle t 628.992 582.419 davon gefährliche Abfälle t 372.034 271.518 Insgesamt von Beseitigung abgezweigte Abfälle t 736.803 634.485 davon nicht gefährliche Abfälle t 455.971 455.521 davon Vorbereitung zur Wiederverwendung t 1.180 8.311 davon sonstige Verwertungsverfahren t 380.682 394.782 davon Recycling t 74.108 60.731 davon gefährliche Abfälle t 280.165 177.608 davon Vorbereitung zur Wiederverwendung t n.a. n.a. davon sonstige Verwertungsverfahren t 4.249 1.688 davon Recycling t 275.916 175.920 Insgesamt zur Beseitigung bestimmte Abfälle t 264.224 219.452 davon nicht gefährliche Abfälle t 172.913 126.899 davon Verbrennung (mit energetischer Verwertung) t 15.012 16.058 davon Verbrennung (ohne energetische Verwertung) t 2.246 1.767 davon Deponierung t 150.965 102.486 davon sonstige Arten der Beseitigung t 4.690 6.588 davon gefährliche Abfälle t 91.549 92.554 davon Verbrennung (mit energetischer Verwertung) t 15.572 17.166 davon Verbrennung (ohne energetische Verwertung) t 6.204 3.114 davon Deponierung t 16.747 20.060 davon sonstige Arten der Beseitigung t 52.360 52.014 davon grenzüberschreitend verbrachte gefährliche Abfälle (laut Basler Übereinkommen) t 666 1.356 Gesamtrate der verwerteten oder wiederverwendeten Abfälle % 74 74 Gesamtmenge nicht recycelter Abfälle t 264.224 219.452 Prozentualer Anteil nicht recycelter Abfälle % 26 26 n.a. Kein solcher Stream in unseren Operationen in 2024 und 2023. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77a, 77c] [E5-5.40] [GRI 306-3] [GRI 306-4] [GRI 306-5] [MDR-M.77a, 77b] Alle offengelegten Abfalldaten sind von standortspezifischen Informationen abgeleitet, die auf einer Mischung aus Berechnungen und Schätzungen basieren. Werden Schätzungen verwendet, so basiert die Abfallmenge in Tonnen in erster Linie auf der Anzahl der Abfallcontainer und Abfallfahrzeuge. In einigen Fällen wird nicht jeder Container und jede Lkw-Ladung gewogen, und es können feste Faktoren zur Schätzung der Abfallmenge herangezogen werden. Eine wesentliche Einschränkung der Abfalldaten von OMV ist die Vermischung von Abfallstoffen innerhalb einer bestimmten Kategorie, wie sie durch den Abfallschlüssel definiert ist. Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [E5-5.37a] Die Gesamtmenge des Abfallaufkommens ist die Summe der gefährlichen und nicht gefährlichen Abfälle in den verschiedenen Kategorien, einschließlich der Abfälle, die deponiert werden, der Abfälle für das Recycling, der Abfälle für die Verbrennung, der Abfälle für sonstige Arten der Beseitigung, der Abfälle für sonstige Verwertungsverfahren, der Abfälle, die für die Wiederverwendung vorbereitet werden, und der gefährlichen Abfälle, die grenzüberschreitend verbracht werden. ● Davon nicht gefährliche Abfälle bezieht sich auf alle Abfälle, die gemäß den lokalen Gesetzen und Vorschriften als nicht gefährlich eingestuft sind. In Ermangelung spezifischer lokaler Vorschriften und Definitionen sollten andere Definitionen, wie beispielsweise die des Basler Übereinkommens, angewendet werden. ● Davon gefährliche Abfälle bezieht sich auf alle Abfälle, die gemäß den lokalen Gesetzen und Vorschriften als gefährlich eingestuft sind. In Ermangelung spezifischer lokaler Vorschriften und Definitionen sollten andere Definitionen, wie beispielsweise die des Basler Übereinkommens, angewendet werden. Der Begriff „lokal“ bezieht sich auf den Ort der Abfallerzeugung. [E5-5.37b] [E5 AR 31] [GRI 306-4] [GRI 306-5] Insgesamt von der Beseitigung abgezweigte Abfälle wird als Summe der gefährlichen und nicht gefährlichen Abfälle berechnet, die für das Recycling, die Vorbereitung zur Wiederverwendung, sonstige Verwertungsverfahren und die grenzüberschreitende Verbringung gefährlicher Abfälle bestimmt sind. Dies wird weiter unterteilt in die folgenden Punkte: ● Davon nicht gefährliche Abfälle ist die Summe der nicht gefährlichen Abfälle, die für das Recycling, die Vorbereitung zur Wiederverwendung und sonstige Verwertungsverfahren bestimmt sind und somit von der Beseitigung abgezweigt werden. ● Davon Vorbereitung zur Wiederverwendung bezieht sich auf die Summe aller nicht gefährlichen Abfälle, die nach Überprüfung, Reinigung oder Reparatur für denselben Zweck verwendet werden, für den sie konzipiert wurden. ● Davon sonstige Verwertungsverfahren bezieht sich auf alle nicht gefährlichen Abfälle, die zur Erfüllung eines Zwecks anstelle neuer Produkte, Komponenten oder Materialien vorbereitet werden, die ansonsten für diesen Zweck verwendet worden wären. ● Davon Recycling bezieht sich auf die Summe aller nicht gefährlichen Abfälle, die einem Recyclingverfahren unterzogen werden, bei dem die Abfälle in den kommerziellen und/oder produktiven Kreislauf zurückgeführt werden. ● Davon gefährliche Abfälle ist die Summe der gefährlichen Abfälle, die für das Recycling, die Vorbereitung zur Wiederverwendung und sonstige Verwertungsverfahren bestimmt sind und somit von der Beseitigung abgezweigt werden. ● Davon Vorbereitung zur Wiederverwendung bezieht sich auf die Summe aller gefährlichen Abfälle, die nach Überprüfung, Reinigung oder Reparatur für denselben Zweck verwendet werden, für den sie konzipiert wurden. ● Davon sonstige Verwertungsverfahren bezieht sich auf alle gefährlichen Abfälle, die zur Erfüllung eines Zwecks anstelle neuer Produkte, Komponenten oder Materialien vorbereitet werden, die ansonsten für diesen Zweck verwendet worden wären. ● Davon Recycling bezieht sich auf die Summe aller gefährlichen Abfälle, die einem Recyclingverfahren unterzogen werden, bei dem die Abfälle in den kommerziellen und/oder produktiven Kreislauf zurückgeführt werden. ● [Freiwillig] Davon grenzüberschreitend verbrachte gefährliche Abfälle (laut Basler Übereinkommen) bezieht sich auf die Verbringung von Abfällen zwischen Staaten (z. B. Transport, Import, Export), die gemäß den Bestimmungen des Basler Übereinkommens Anlage I, II, III und VIII als gefährlich gelten Hinweis: Gegebenenfalls werden auch die am Standort und außerhalb des Standorts verarbeiteten Abfälle angegeben. Am Standort bezieht sich auf Orte innerhalb der physischen Grenzen oder unter der administrativen Kontrolle der berichtenden Organisation, während außerhalb des Standorts Orte außerhalb der physischen Grenzen oder der administrativen Kontrolle der berichtenden Organisation bezeichnet. [E5-5.37b] [E5-5.39] [E5 AR 32] [GRI 306-4] [GRI 306-5] Insgesamt zur Beseitigung bestimmte Abfälle ist die Summe der gefährlichen und nicht gefährlichen Abfälle in den verschiedenen Kategorien, einschließlich gefährlicher Abfälle zur Deponierung, gefährlicher Abfälle zur Verbrennung, gefährlicher Abfälle für sonstige Arten der Beseitigung, nicht gefährlicher Abfälle zur Deponierung, nicht gefährlicher Abfälle zur Verbrennung, nicht gefährlicher Abfälle für sonstige Arten der Beseitigung, nicht gefährlicher Abfälle zur Wiederverwendung und nicht gefährlicher Abfälle für sonstige Verwertungsverfahren. Dies wird weiter unterteilt in die folgenden Punkte: ● Davon nicht gefährliche Abfälle ist die Summe der nicht gefährlichen Abfälle zur Deponierung, der nicht gefährlichen Abfälle zur Verbrennung und der nicht gefährlichen Abfälle für sonstige Arten der Beseitigung. ● Davon Verbrennung (mit energetischer Verwertung) ist die Summe aller als nicht gefährliche Abfälle eingestuften Materialien, die der Verbrennung zugeführt werden und bei denen Energie zur Nutzung oder zum Verkauf zurückgewonnen wird. ● Davon Verbrennung (ohne energetische Verwertung) ist die Summe aller als nicht gefährliche Abfälle eingestuften Materialien, die der Verbrennung zugeführt werden und bei denen keine Energie zurückgewonnen wird. ● Davon Deponierung bezieht sich auf die Summe aller nicht gefährlichen Abfälle, die in einer genehmigten Deponie entsorgt werden. Deponien sind definiert als Abfallentsorgungsanlagen, in denen Abfälle auf dem oder im Erdreich abgelagert werden. Dazu gehören auch Abfallmengen, die bei der biologischen Sanierung anfallen und auf Deponien entsorgt werden. ● Davon sonstige Arten der Beseitigung bezieht sich auf jede genehmigte Methode zur endgültigen Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle mit Ausnahme von Deponierung, Recycling und Verbrennung. Beispiele für solche Entsorgungsmethoden sind die Entsorgung von Bohrabfällen aus einer Offshore-Anlage auf den Meeresboden, die Reinjektion in geologische Formationen, Landfarming, die externe Entsorgung zur biologischen Sanierung durch Dritte mit anschließender Entsorgung sowie eine nicht spezifizierte Behandlung, sofern sie rechtlich zulässig ist (z. B. nach der österreichischen Abfallnachweisverordnung). ● Davon gefährliche Abfälle ist die Summe der gefährlichen Abfälle zur Deponierung, der gefährlichen Abfälle zur Verbrennung und der gefährlichen Abfälle für sonstige Arten der Beseitigung. OMV erzeugt keine radioaktiven Abfälle, daher ist diese Kennzahl nicht wesentlich. ● Davon Verbrennung (mit energetischer Verwertung) ist die Summe aller als gefährliche Abfälle eingestuften Materialien, die der Verbrennung zugeführt werden und bei denen Energie zur Nutzung oder zum Verkauf zurückgewonnen wird. ● Davon Verbrennung (ohne energetische Verwertung) ist die Summe aller als gefährliche Abfälle eingestuften Materialien, die der Verbrennung zugeführt werden und bei denen keine Energie zurückgewonnen wird. ● Davon Deponierung bezieht sich auf die Summe aller gefährlichen Abfälle, die in einer genehmigten Deponie entsorgt werden. Deponien sind definiert als Abfallentsorgungsanlagen, in denen Abfälle auf dem oder im Erdreich abgelagert werden. Dazu gehören auch Abfallmengen, die bei der biologischen Sanierung anfallen und auf Deponien entsorgt werden. ● Davon sonstige Arten der Beseitigung bezieht sich auf jede genehmigte Methode zur endgültigen Entsorgung gefährlicher Abfälle mit Ausnahme von Deponierung, Recycling und Verbrennung. Beispiele für solche Entsorgungsmethoden sind die Entsorgung von Bohrabfällen aus einer Offshore-Anlage auf den Meeresboden, die Reinjektion in geologische Formationen, Landfarming, die externe Entsorgung zur biologischen Sanierung durch Dritte mit anschließender Entsorgung sowie eine nicht spezifizierte Behandlung, sofern sie rechtlich zulässig ist (z. B. nach der österreichischen Abfallnachweisverordnung). [Freiwillig] Die Gesamtrate der verwerteten oder wiederverwendeten Abfälle wird berechnet, indem die Menge der Abfälle berücksichtigt wird, die nach der Datenkonsolidierung von jedem Standort von der Beseitigung abgezweigt oder zur Beseitigung bestimmt werden. [Freiwillig] Die Gesamtmenge nicht recycelter Abfälle ist die Summe aller Abfälle, die nicht recycelt werden. [Freiwillig] Der prozentuale Anteil nicht recycelter Abfälle wird als Summe aller nicht recycelten Abfälle berechnet, jedoch als Prozentsatz ausgedrückt. Sozialinformationen 286—405 S1 – Menschenrechte 287 S1 – HSSE 302 S1 – Arbeitskräfte des Unternehmens 321 S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette 364 S3 – Betroffene Anrainergemeinden 385 Das Kapitel „Sozialinformationen“ umfasst „Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen“ und den strategischen Schwerpunktbereich „Menschen und ihre Menschenrechte“. Letzterer ist in fünf wesentliche Unterthemen gegliedert, nämlich S1 Menschenrechte, S1 HSSE, S1 Arbeitskräfte des Unternehmens, S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und S3 Betroffene Gemeinschaften. Als Unterzeichnerin des United Nations Global Compact (UNGC) bekennt sich OMV voll und ganz zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und will durch gezielte Investitionen in Projekte für das Gemeinwesen, die auf lokale Bedürfnisse und die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals; SDGs) ausgerichtet sind, einen Beitrag zur Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung leisten. Wir sind uns dessen bewusst, dass die Energiewende auch soziale Auswirkungen hat. OMV ist bestrebt, den Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft für seine Arbeitnehmer:innen und betroffene Gemeinschaften gerecht zu gestalten („Just Transition“) und sich mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen auseinanderzusetzen, die aus diesem Übergang resultieren. S1 Menschenrechte Wesentliches Thema: S1 Menschenrechte Wahrung und Erfüllung der Menschenrechte (z. B. Arbeitnehmerrechte, Vereinigungsfreiheit und Landrechte) von Arbeitnehmer:innen bzw. Geschäftspartner:innen des OMV Konzerns sowie von Dritten, wie zum Beispiel betroffenen Gemeinschaften einschließlich indigener Bevölkerungsgruppen, im Zusammenhang mit unseren Geschäftsaktivitäten Relevante SDGs: SDG-Ziele: 4.7 Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung 8.7 Sofortige und wirksame Maßnahmen ergreifen, um Zwangsarbeit abzuschaffen, moderne Sklaverei und Menschenhandel zu beenden und das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, einschließlich der Einziehung und des Einsatzes von Kindersoldat:innen, sicherstellen und bis 2025 jeder Form von Kinderarbeit ein Ende setzen 8.8 Die Arbeitsrechte schützen und sichere Arbeitsumgebungen für alle Arbeitnehmer:innen, einschließlich der Wanderarbeitnehmer, insbesondere der Wanderarbeitnehmerinnen, und der Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, fördern 16.1 Alle Formen der Gewalt und die gewaltbedingte Sterblichkeit überall deutlich verringern Unsere Geschäftstätigkeit hat Auswirkungen auf unsere Arbeitnehmer:innen und die Anrainergemeinden der Standorte, an denen wir vertreten sind. Diese Auswirkungen können positiver Natur, beispielsweise in Bezug auf Beschäftigung, Förderung ansässiger Betriebe und Infrastruktur, aber auch negativer Art sein, wenn es etwa um die Konkurrenz bei der Landnutzung, die Staubentwicklung, den Schutz der Privatsphäre oder die Abhängigkeit der lokalen Bevölkerung vom Unternehmen geht, um nur einige Beispiele zu nennen. Unsere gesellschaftliche Akzeptanz („License to Operate“) beruht darauf, dass wir Menschenrechte und Arbeitnehmerrechte achten und positive Beziehungen zu unseren Arbeitnehmer:innen und betroffenen Gemeinschaften pflegen. Menschenrechte sind universelle Werte, die unser Verhalten in allen Aspekten unserer Geschäftstätigkeit leiten. In seinem Bestreben, ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein, übernimmt OMV die Verantwortung dafür, die Menschenrechte im Zusammenhang mit all unseren geschäftlichen Aktivitäten zu achten, zu erfüllen und zu unterstützen. Wir greifen nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte auf, an denen wir beteiligt sind, und ergreifen angemessene Maßnahmen, um sie zu verhindern, zu mindern und gegebenenfalls wiedergutzumachen. Die Verantwortung von OMV für die Achtung der Menschenrechte gilt gleichermaßen für unsere Arbeitnehmer:innen wie für jene Menschen, die direkt von unserer Geschäftstätigkeit betroffen oder an ihr beteiligt sind, so zum Beispiel für unsere Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen, lokale Gemeinschaften und indigene Bevölkerungsgruppen. Unsere Verantwortung im Bereich der Menschenrechte umfasst insbesondere Gleichberechtigung und Gleichbehandlung, existenzsichernde Löhne, angemessene Arbeitszeiten, Arbeitnehmervertretung, Sicherheit, betriebliche Gesundheitsversorgung und Gesundheitsschutz, Arbeitnehmerrechte in der Lieferkette, Bildung, Landrechte sowie das Recht auf freie, vorherige und informierte Zustimmung (Free, Prior, and Informed Consent; FPIC). Wir konzentrieren uns insbesondere auf die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Menschenrechte von Einzelpersonen und Gruppen, die sich mit größerer Wahrscheinlichkeit in prekären Verhältnissen wiederfinden, wie indigene Bevölkerungsgruppen, Frauen oder Kinder. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Eine unzureichende Anwendung von Menschenrechtsstandards könnte sich negativ auf die Rechte unserer Belegschaft auswirken. Dazu zählen unzugängliche Beschwerdemechanismen, die Missachtung der Vereinigungsfreiheit an Orten, an denen die Gesetzgebung eine formelle Arbeitnehmervertretung verbietet, und das Versäumnis, sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Entlassung von Arbeitnehmer:innen auseinanderzusetzen. Außerdem kann eine unzureichende Identifizierung und Auflösung von Auswirkungen auf Menschenrechte die Risiken von Zwangsarbeit, Verletzungen des Rechts auf Privatsphäre und Menschenhandel erhöhen. Mehr über unsere wesentlichen IROs für S1 Menschenrechte finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. ESRS 2 SBM-3 Zusammenspiel der Wesentlichen IROs mit Strategie und Geschäftsmodell [S1-SBM-13] Die OMV Strategie 2030 legt die Pläne des Unternehmens für den Übergang zu einer CO2-ärmeren Zukunft dar. Die tatsächlichen und potenziellen wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten auf die Belegschaft des Unternehmens sind mit seinem Geschäftsmodell und seinen strategischen Plänen verbunden, die nur mithilfe seiner Arbeitnehmer:innen sicher und nachhaltig umgesetzt werden können. Die „People & Culture“- und die HSSE-Strategie sind von entscheidender Bedeutung für die Erreichung des Purpose und der Strategie von OMV. OMV ist ständig bemüht, negative Auswirkungen auf die Menschenrechte seiner Belegschaft zu mindern. OMV ist sich des hohen Sicherheitsrisikos seiner Branche bewusst und fördert eine Kultur, die den Grundsätzen der Menschenrechte Rechnung trägt. Ziel des Unternehmens ist es, eine anpassungsfähige, innovative und widerstandsfähige Organisation mit modernen Strukturen, schlanken Prozessen und digitalen Lösungen aufzubauen, die für eine CO2-arme und erneuerbare Zukunft geeignet ist. [SBM‑3.14a] Alle Personen in unserer eigenen Belegschaft, die von wesentlichen Auswirkungen von OMV betroffen sein könnten, fallen in den Anwendungsbereich der Angaben gemäß ESRS 2. Alle OMV Arbeitnehmer:innen und Fremdarbeitskräfte (z. B. Leiharbeitskräfte), die für das wesentliche Thema Menschenrechte relevant sind, sind im Abschnitt Arbeitskräfte des Unternehmens aufgeführt. Zur Ausübung seiner Geschäftstätigkeiten beschäftigt OMV direkt Fachpersonal und setzt bei Bedarf Leiharbeitskräfte (z. B. Berater:innen) ein, die nach ESRS S1 als Fremdarbeitskräfte klassifiziert werden. [S1-3.14] [SBM-3.14b-i, b-ii] Die weithin festgestellte negative Auswirkung betraf begrenzte Arbeitnehmergruppen. So beispielsweise jene in Raffinerien oder anderen Anlagen mit komplexen Schichtplänen sowie in Ländern, in denen eine formelle Arbeitnehmervertretung gesetzlich untersagt ist. Im Berichtszeitraum wurden vereinzelte Ereignisse identifiziert, die sich auf einen bestimmten Standort oder Betrieb auswirken. So zum Beispiel können vereinzelte Ereignisse durch das Fehlen eines zentralen Beschwerdekanals, durch den mangelnden Schutz personenbezogener Daten, durch unangemessene Unterbringung oder die Verletzung des Rechts auf Privatsphäre ausgelöst werden. [SBM-3.14f] OMV unterhält Betriebsstätten (z. B. Herstellung von Ethylen und Propylen, Öl- und Gasexploration und -produktion, Raffinerien) in den folgenden Regionen, in denen die Arbeitnehmerrechte nur unzureichend durchgesetzt werden und damit ein höheres Risiko für Zwangsarbeit besteht: Mittlerer Osten, Osteuropa, Nordafrika, Asien, Südafrika sowie Nord- und Südamerika. [SBM-3.14g] OMV unterhält Betriebsstätten (z. B. Öl- und Gasexploration und -produktion, Tätigkeiten im Zusammenhang mit Chemikalien) in den folgenden Regionen, in denen die Arbeitnehmerrechte nur unzureichend durchgesetzt werden und damit ein höheres Risiko für Kinderarbeit besteht: Mittlerer Osten, Nordafrika, Asien und Lateinamerika. Governance [S1-1.19c] Die Verantwortung für Menschrechte ist in unserer Unternehmensführung verankert. Auf Konzernebene ist das Team der Menschenrechtsexpert:innen in das Nachhaltigkeitsteam integriert, das über den:die Nachhaltigkeitsleiter:in des Konzerns und den:die SVP Investor Relations an den:die CFO berichtet. Die Hauptverantwortung für das Thema Menschenrechte bleibt weiterhin bei unserem:unserer Generaldirektor:in, wobei der:die CFO Mitverantwortung trägt. Der:die Generaldirektor:in und der:die CFO werden halbjährlich über Erfolge, Herausforderungen und wichtige Belange im Zusammenhang mit Menschenrechten informiert. Ende 2022 erneuerte OMV seine Verpflichtung zur Achtung der Menschenrechte mit der überarbeiteten Menschenrechts-Grundsatzerklärung, die vom Vorstand genehmigt und verabschiedet wurde. Unterhalb der Vorstandsebene liegt die Verantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte bei den jeweiligen Geschäftsführer:innen. Lokale Menschenrechtsbeauftragte sorgen für die notwendige Sorgfalt an den Betriebsstandorten. Unterstützt werden sie dabei von drei Menschenrechtsexpert:innen bei OMV Petrom und OMV sowie einem vierköpfigen Social-Compliance-Expertenteam bei Borealis. Aktionspläne und Abhilfemaßnahmen werden von den jeweiligen Funktionen umgesetzt und berichtet, je nachdem, um welchen Menschenrechtsaspekt es sich handelt. So befasst sich die Abteilung People & Culture (P&C) mit Menschenrechtsfragen im Zusammenhang mit dem Arbeitsrecht, während der Einkauf das Management von Menschenrechtsaspekten in den Lieferantenbeziehungen steuert. Die HSSE-Abteilung ist wiederum für gesundheits-, sicherheits- und umweltrelevante Menschenrechtsfragen zuständig, und die Konzernfunktion Community Relations & Development überwacht die Verantwortlichkeiten von OMV in Bezug auf die Auswirkungen der Menschenrechte auf lokale Gemeinschaften und indigene Bevölkerungsgruppen. Mehr über unseren Ansatz zu diesen Themen finden Sie in den >S1 Abschnitten Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen, >S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und >S3 Betroffene Gemeinschaften. S1-1 Spezifische Richtlinien39 und Verpflichtungen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Code of Conduct [S1-1.17] [S1-1.19a] [MDR-P-65a] In unserem aktualisierten Code of Conduct haben wir die Verpflichtung von OMV zur Einhaltung der Menschenrechte detailliert dargelegt. Wir erwarten und fordern von unseren Geschäftspartner:innen, sich an dieselben Grundsätze zu halten. Sie sind dazu verpflichtet, ihre Risiken und Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten zu ermitteln bzw. zu managen und diese Sorgfaltspflicht ihren eigenen Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen aufzuerlegen. Mit dem Code of Conduct verpflichten wir uns, unsere Geschäfte verantwortungsvoll zu führen, die Umwelt und die Menschenrechte zu respektieren und einen Mehrwert für die Bevölkerung in jenen Regionen zu schaffen, in denen wir tätig sind. In Bezug auf den Schwerpunktbereich „Menschen und ihre Menschenrechte“ legt der Code of Conduct unsere Menschenrechtsverpflichtungen gegenüber unseren eigenen Arbeitskräften, den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette und den betroffenen Gemeinschaften fest. Dazu gehören die Vereinigungsfreiheit, die Freiheit von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel, vorteilhafte Arbeitsbedingungen, der Zugang zu Beschwerdemechanismen, die Freiheit von Diskriminierung und Belästigung sowie Sicherheitskonzepte, die die Menschenrechte achten. OMV hat geeignete Due-Diligence-Systeme, Maßnahmen und laufende Kontrollen eingeführt, um sicherzustellen, dass der Grundgedanke und die Bestimmungen unseres Code of Conduct auch in der Praxis angewendet werden, unter anderem in unseren Betrieben und unserer Wertschöpfungskette. Das Verfahren zur Überwachung der Einhaltung unserer Menschenrechtsverpflichtungen und -anforderungen, die im Code of Conduct festgelegt sind, ist im Menschenrechtsmanagementsystem definiert. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt > E1 Klimawandel behandelt. Menschenrechts-Grundsatzerklärung [S1-1.17] [S1-1.19] [MDR-P 65a] Die Menschenrechts-Grundsatzerklärung enthält Leitlinien, mit denen sichergestellt werden soll, dass die negativen Auswirkungen auf unsere Belegschaft im Zusammenhang mit der unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsstandards verhindert werden können. Dazu zählen unzugängliche Beschwerdemechanismen, die Missachtung der Vereinigungsfreiheit an Orten, an denen die Gesetzgebung eine formelle Arbeitnehmervertretung verbietet, und das Versäumnis, sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Entlassung von Arbeitnehmer:innen auseinanderzusetzen. Im Rahmen unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung hat OMV die wichtigsten Verantwortungsbereiche in Bezug auf die Menschenrechte zusammengefasst, die unseren relevanten Interessenträger:innen (insbesondere unseren eigenen Arbeitnehmer:innen, Auftragnehmer:innen und deren Arbeitnehmer:innen) zukommen. Dies gilt für die folgenden Bereiche: Rechte der eigenen Arbeitskräfte sowie von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, Gemeinschaften und schutzbedürftiger Gruppen (einschließlich indigener Bevölkerungsgruppen), Sicherheitsvorkehrungen sowie Menschenrechte im Zusammenhang mit Umwelt und Klimawandel. Sie sind im Einzelnen in einer umfassenden Menschenrechtsverantwortungsmatrix abgebildet, die Teil unseres internen Menschenrechtsmanagementsystems ist und die Grundlage für unsere Aktivitäten in Sachen Menschenrechte darstellt. Zudem dient sie als grundlegendes Instrument für deren Umsetzung. OMV nimmt die Perspektive des Rechteinhabers ein und gewährleistet, dass sowohl geschäftsspezifische Risiken als auch Auswirkungen auf Menschenrechte professionell identifiziert, bewertet und behandelt werden. Zu diesem fortlaufenden Due-Diligence-(DD-)Prozess gehört die kontinuierliche Einbeziehung externer Interessenträger:innen mithilfe interner sowie externer Ressourcen. Um die Wirksamkeit dieser Grundsatzerklärung zu überprüfen, nützen wir die Ergebnisse der Human Rights Self-Assessments und der Menschenrechtsüberprüfungen vor Ort, die fortlaufende Prozesse sind. [MDR-P 65b, 65c] Diese Richtlinie gilt für alle Arbeitnehmer:innen des OMV Konzerns, und wir erwarten von unseren Geschäftspartner:innen, dass sie dieselben Grundsätze einhalten. Durch die Aufnahme dieser Menschenrechtsverpflichtungen in unseren Code of Conduct, der Teil unserer vertraglichen Beziehungen ist, wird er auch für unsere Geschäftspartner:innen verbindlich. Die Menschenrechts-Grundsatzerklärung wird vom:von der Generaldirektor:in von OMV genehmigt, der:die die Gesamtverantwortung für dessen Umsetzung trägt, und gilt weltweit für alle Geschäftsbereiche des OMV Konzerns und alle voll konsolidierten Konzerngesellschaften. [MDR-P 65d] [S1-1.AR 10, AR 13] OMV respektiert die Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in international anerkannten Abkommen, einschließlich der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization; ILO)40, beschrieben sind. Dementsprechend haben OMV, Borealis und OMV Petrom den UN Global Compact unterzeichnet und bekennen sich in vollem Umfang zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie zu den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen zu verantwortungsvollem unternehmerischem Handeln. Dies beinhaltet auch eine Verpflichtung zur Einhaltung von Arbeitnehmerrechten, einschließlich angemessener und existenzsichernder Löhne, Arbeitszeiten, Arbeitnehmervertretung und Maßnahmen gegen Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel. Wir unterstützen damit auch die Ziele des UK Modern Slavery Act von 2015 in vollem Umfang und setzen uns dafür ein, unser Geschäft und unsere Lieferkette frei von Zwangsarbeit, Sklaverei und Menschenhandel zu betreiben. Die Erklärung von OMV zu moderner Sklaverei und Menschenhandel führt detailliert auf, welche Gegenmaßnahmen wir diesbezüglich in allen Geschäftsbereichen und in der Lieferkette ergreifen. Unsere Verpflichtung zu den Menschenrechten ist in jedem Geschäftsansatz verankert und unterstützt die Einhaltung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). [MDR-P 65e, 65f] Unsere Menschenrechts-Grundsatzerklärung wird auf der Grundlage von Feedback aus Peer-Reviews, von Benchmarking- und ESG-Ratingagenturen, Berichtsstandards, internen und externen Expertenkonsultationen sowie bestehenden und anstehenden rechtlichen Anforderungen aktualisiert. Die OMV Menschenrechts-Grundsatzerklärung und das OMV Menschenrechtsmanagementsystem werden mit wichtigen internen Interessenträger:innen aus verschiedenen Abteilungen wie People & Culture, HSSE, Sicherheit, Einkauf, Business, Community Relations & Development, Umwelt und Datenschutz koordiniert. Auch der Betriebsrat wird während der Entwicklung oder Überarbeitung der Menschenrechts-Grundsatzerklärung konsultiert. In den Entwurfs- und großen Überarbeitungsphasen dieser Richtlinie fließt auch der Input von externen unabhängigen Menschenrechtsexpert:innen ein. Sie ist auf unserer / Website öffentlich zugänglich. Innerhalb des Unternehmens wird sie an alle Arbeitnehmer:innen über unser Intranet in Form von internen Blogs, Schulungsunterlagen und der OMV Regulations Alignment Platform kommuniziert. Die spezifischen Menschenrechtsverpflichtungen, die im Rahmen dieser Richtlinie eingegangen werden, sind im Folgenden aufgeführt. Arbeitnehmerrechte [S1-1.20a] [S1-1.2.27d] Dazu gehören angemessene und existenzsichernde Löhne, Arbeitszeiten, Arbeitnehmervertretung, Tarifverhandlungen sowie Maßnahmen gegen Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel. Wir unterstützen die in der Erklärung der ILO definierten fünf grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit. Wir haben uns zur Einhaltung der Rechte von Arbeitnehmer:innen in Übereinstimmung mit den Kernarbeitsnormen der ILO verpflichtet und erwarten dies auch von unseren Auftragnehmer:innen und Lieferant:innen sowie von Joint Ventures, an denen wir beteiligt sind. Wenn lokale arbeitsrechtliche Normen unter den OMV Standards liegen, die auf internationalem Recht zum Schutz der Menschenrechte basieren, richtet sich OMV nach seinen eigenen höheren Standards, sofern dies nicht gesetzlich verboten ist. OMV bemüht sich, ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein. Die Wahrung und Förderung von Arbeitnehmerrechten ist eine wesentliche Voraussetzung für die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen in einem lokalen und internationalen Umfeld. Sie ist auch entscheidend dafür, dass sich unsere Arbeitnehmer:innen weltweit – im Einklang mit unseren Geschäftsanforderungen – beruflich weiterentwickeln und ihre persönlichen Ziele verwirklichen können. Mehr über unseren Ansatz zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt > S1 Arbeitskräfte des Unternehmens, Betriebliche Veränderungen und Mindestkündigungsfristen. Sicherheit [S1-1.20a] Dazu gehören präventive, defensive und gemeinschaftsorientierte Sicherheitsansätze, klare Richtlinien sowie Supervision und Schulungen, die im Einklang mit allen einschlägigen Gesetzen und internationalen Standards oder Initiativen stehen, einschließlich der Freiwilligen Grundsätze zur Wahrung der Sicherheit und der Menschenrechten (Voluntary Principles on Security and Human Rights; VPs) und des Internationalen Verhaltenskodex für private Sicherheitsdienstleister:innen (International Code of Conduct for Private Security Service Providers; ICoC). Gesundheit und Arbeitsschutz [S1-1.20a] [S1-1.23] Dazu gehören das Managementsystem von OMV für Arbeits- und Gesundheitsschutz, einschließlich der Richtlinie und des Managementsystems zur Verhütung von Unfällen am Arbeitsplatz, sowie entsprechende Vorkehrungen in den lokalen Gemeinschaften. Mehr über unseren Ansatz zu diesem Thema finden im in den Abschnitten > S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen sowie S3 Betroffene Gemeinschaften. Eigentums- und Landrechte [S1-1.20a] Wir halten uns an internationale bewährte Verfahren, wonach Zwangsumsiedlungen zu vermeiden bzw. auf ein Minimum zu beschränken sind. Unrechtmäßige Landnahme wird von uns nicht toleriert. Sind Umsiedlungen unvermeidlich, so sollten alle Betroffenen umfassend und fair entschädigt werden. Im Hinblick auf Landnutzung und Entschädigungszahlungen an lokale Gemeinschaften oder Behörden sorgen wir für faire und transparente Verfahren. Wenn sich Explorations-, Erschließungs- oder Produktionstätigkeiten potenziell auf Gemeinschaften bzw. deren Land auswirken könnten, konsultieren wir im Vorfeld alle relevanten Interessenträger:innen und holen die Erlaubnis ein, das Land entweder vorübergehend oder dauerhaft zu nutzen. Mehr über unseren Ansatz zur Einbeziehung lokaler Gemeinschaften finden Sie im Abschnitt > S3 Betroffene Gemeinschaften. Lokale Gemeinden und indigene Bevölkerungsgruppen [S1-1.20a] Wir verpflichten uns zur Konsultation der lokalen Gemeinschaften und erkennen den Grundsatz der freien, vorherigen und informierten Zustimmung (Free, Prior, and Informed Consent; FPIC) gemäß dem IFC Performance Standard 7 und dem ILO-Übereinkommen 169 an. Wir wissen, dass es in den Regionen um Māui, Pohokura und Maari in Neuseeland sowie im Distrikt Arma im Jemen indigene Anrainergemeinden gibt. Mehr über unseren Ansatz zur Einbeziehung lokaler Gemeinschaften finden Sie im Abschnitt > S3 Betroffene Gemeinschaften. Umwelt und Klimawandel [S1-1.20a] OMV anerkennt das Recht auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt als ein Menschenrecht, das untrennbar mit vielen anderen Menschenrechten verbunden ist. Mit unserer OMV Strategie 2030 haben wir uns verpflichtet, die Energiewende zu unterstützen und zu beschleunigen, ein verantwortungsvolles Ressourcenmanagement zu betreiben und die Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit zu minimieren. Im Wissen um die sozialen Auswirkungen, die die Energiewende mit sich bringt, ist OMV bestrebt, zu einer gerechten Gestaltung des Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft für seine Arbeitnehmer:innen und Anrainergemeinden beizutragen („Just Transition“) und sich mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen auseinanderzusetzen, die aus diesem Übergang resultieren. Menschenrechtsmanagementsystem [S1-1.20a] Die Menschenrechts-Grundsatzerklärung von OMV stellt unsere Verpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte in unseren Geschäftstätigkeiten, zur Ermittlung aller potenziellen bzw. tatsächlichen negativen Auswirkungen und zum angemessenen Umgang damit dar. Das Menschenrechtsmanagementsystem von OMV ist unsere interne Leitlinie. Sie bildet die wichtigsten Menschenrechtsthemen in einer Menschenrechtsverantwortungsmatrix ab, beschreibt den Due-Diligence-Prozess und die einschlägigen Instrumentarien und definiert die Rollen und Verantwortlichkeiten. [S1-1 AR 10] Im Jahr 2024 wurde das Menschenrechtsmanagementsystem überarbeitet, um neue und bevorstehende gesetzliche Anforderungen (CSRD, CSDDD) zu berücksichtigen und um es mit der aktualisierten OMV Menschenrechts-Grundsatzerklärung, die 2022 überarbeitet wurde, in Einklang zu bringen. [S1-1.20a] OMV verpflichtet sich, die Menschenrechte und Arbeitnehmerrechte aller Arbeitnehmer:innen zu achten, wie dies in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR), den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organziation; ILO) und den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte (United Nations Guiding Principles on Business and Human Rights; UNGPs) niedergelegt ist. Unser Due-Diligence-Prozess und die dazugehörigen Instrumente, die im Menschenrechtsmanagementsystem dokumentiert sind, helfen uns dabei, die Einhaltung unserer Menschenrechtsverpflichtungen sicherzustellen. Dazu gehören unter anderem auch Maßnahmen der Wirksamkeitsüberprüfung wie das Human Rights Self-Assessment (HRSA) und der Zugang zu Beschwerdekanälen. Wir haben die wichtigsten Menschenrechtsthemen auf Konzernebene ermittelt und in der Menschenrechtsverantwortungsmatrix abgebildet, die Teil unseres internen Menschenrechtsmanagementsystems ist. Sie sind auch in unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung festgeschrieben:  Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung: OMV setzt sich für Chancengleichheit und eine faire Behandlung aller Arbeitnehmer:innen ein. Gegen unsere Arbeitnehmer:innen sowie gegen Bewerber:innen darf es keine Form der Diskriminierung geben. Bei OMV werden Diskriminierung, Mobbing sowie sexuelle und sonstige Belästigung in Arbeitsbeziehungen unter keinen Umständen toleriert. Wir verbieten jede Form der rassistischen Diskriminierung sowie Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, genetischen Merkmalen, Sprache, Religion oder Glaube, politischer oder sonstiger Anschauung, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, indigener Herkunft, Vermögen, Familienstand, Behinderung, Gesundheitszustand einschließlich psychischer Gesundheit oder eines sonstigen Status.  Freiheit von moderner Sklaverei und Kinderarbeit: Wir haben uns verpflichtet, zur Abschaffung aller Formen von Zwangsarbeit, moderner Sklaverei und Menschenhandel sowie Kinderarbeit beizutragen.  Gerechte und angemessene Arbeitsbedingungen: Wir verpflichten uns zu einem transparenten und gerechten Ansatz bei der Einstellung und Entlassung von Arbeitnehmer:innen, der Zahlung lokal angemessener und existenzsichernder Löhne, der Einhaltung angemessener Arbeits- und Ruhezeiten sowie der Bereitstellung eines sicheren und gesunden Arbeitsplatzes für unsere Belegschaft. OMV achtet das Recht, Gewerkschaften zu bilden und diesen beizutreten. Das bedeutet, dass wir nicht von der Mitgliedschaft oder Mitwirkung in Gewerkschaften abraten und Maßnahmen unterlassen, die eine angemessene kollektive Arbeitnehmervertretung, einschließlich der Durchführung von Tarifverhandlungen, untergraben. Wenn die Einrichtung einer formellen Arbeitnehmervertretung durch nationale Gesetze verboten wird, ist OMV bestrebt, alternative Formen der Interessenvertretung von Arbeitnehmer:innen stets im Rahmen des jeweiligen geltenden Rechts zu ermöglichen. [S1-1.20b] Wir binden unsere Belegschaft ein, indem wir Arbeitnehmervertreter:innen laufend über Unternehmensentwicklungen, die sich auf ihre Interessen auswirken können, informieren und beraten. Der Betriebsrat wird zu allen Belangen in Bezug auf Arbeitnehmer:innen, wie Bedingungen am Arbeitsplatz und Datenschutz, angehört. Bei der Überarbeitung unserer Menschenrechtsgrundsätze und -prozesse, einschließlich der Menschenrechts-Grundsatzerklärung von 2022 und des Menschenrechtsmanagementsystems von 2024, bezogen wir eine Vielzahl interner Interessenträger:innen in die Gap-Analyse und Konsultationsphase mit ein. Die Arbeitnehmervertreter:innen wurden auch zu unserem Vorschlag, das E-Learning zu Menschenrechten zu einer obligatorischen Schulungsanforderung für alle Arbeitnehmer:innen zu machen, konsultiert und haben diesen unterstützt. [S1-1.20c] OMV hat sich öffentlich verpflichtet, nachteilige Auswirkungen auf die Menschenrechte, an denen wir beteiligt sind, zu adressieren und angemessene Maßnahmen zu deren Vermeidung, Minderung und, falls erforderlich, Wiedergutmachung zu ergreifen. Wir erachten Beschwerdemechanismen als unverzichtbares Instrument zur Verhinderung und zum Management unserer negativen Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften, Arbeitnehmer:innen und andere Interessenträger:innen. Unser Ziel besteht darin, alle eingegangenen Beschwerden in Übereinstimmung mit den UN-Wirksamkeitskriterien zu bearbeiten, unabhängig davon, ob sie auf tatsächlichen oder wahrgenommenen Sachverhalten beruhen und ob der:die Beschwerdeführer:in bekannt oder anonym ist. [S1-1.21] OMV respektiert die Menschenrechte, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und in international anerkannten Abkommen, einschließlich der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization; ILO), beschrieben sind. Wir haben spezifische Anforderungen in Bezug auf unter anderem Arbeits- und Ruhezeiten, angemessene existenzsichernde Löhne, Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, die alle im Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards stehen, in unsere Menschenrechtsverantwortungsmatrix integriert, die die Grundlage für alle unsere Sorgfaltsprüfungen bildet. Darüber hinaus informieren wir unsere Belegschaft im Rahmen des verpflichtenden E‑Learnings über Menschenrechte. Wo immer wir Lücken in der Umsetzung dieser internationalen Standards feststellen, wie sie in der AEMR bzw. von der ILO oder der OECD festgelegt sind, entwickeln wir Aktionspläne, um diese Lücken zu schließen und unserer Verpflichtung in vollem Umfang gerecht zu werden. Als Unterzeichner des UN Global Compact bekennt sich OMV in vollem Umfang zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie zu den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. [S1-1.22] In unserem Code of Conduct und unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung wird unsere Haltung zu Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel ausdrücklich angesprochen und auf die jeweiligen ILO-Übereinkommen verwiesen. Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht [S1-1.21] Das Verfahren zur Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht folgt den Schritten, die in den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte definiert sind und in vier Schritten zusammengefasst werden: Ermitteln, Adressieren, Wirksamkeitskontrolle und Abhilfe.  Zunächst werden die Auswirkungen auf Menschenrechte und die Risiken im Zusammenhang mit unseren aktuellen und zukünftigen Geschäftsaktivitäten auf der Grundlage der Menschenrechtsverantwortungsmatrix und verschiedener von uns entwickelter Instrumente wie Länderbewertungen, Impact & Risk Mapping und Compliance Checks für Geschäftspartner:innen ermittelt.  Um nachteilige Auswirkungen zu adressieren, entwickeln wir auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten Phase Maßnahmen und Risikominderungspläne. Dieser Prozess umfasst die Zusammenarbeit zwischen Menschenrechtsexpert:innen auf Konzernebene, lokalen Menschenrechtsbeauftragten sowie Fachexpert:innen und stützt sich auf Konsultationen mit internen Interessenträger:innen, externen Expert:innen sowie betroffenen Rechteinhaber:innen.  Die Wirksamkeit unserer Risikominderungsmaßnahmen wird mithilfe des Human Rights Self-Assessment kontrolliert, das dazu beiträgt, Lücken zu ermitteln und weitere Strategien zu formulieren.  Wenn nötig, verpflichten wir uns dazu, nachteilige Auswirkungen durch unsere Beschwerdemechanismen, wie den SpeakUp-Kanal und Community-Beschwerdemechanismen, zu beheben Menschenrechtsverantwortungsmatrix Die Menschenrechtsverantwortungsmatrix ist ein präventives Instrument zur Ermittlung und Adressierung von negativen Auswirkungen, die im Zusammenhang mit der Anwendung der Menschenrechtsgrundsätze festgestellt werden. In allen Phasen des fortlaufenden Verfahrens zur Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht verwenden wir sie als gemeinsame Grundlage. Dabei stellen wir die Gegebenheiten vor Ort den in der Matrix definierten konkreten Verantwortlichkeiten gegenüber und identifizieren alle Lücken, auf die wir uns konzentrieren müssen. Dieser Ansatz hilft uns dabei, alle potenziellen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten auf die Menschenrechte zu identifizieren – sei es in Bezug auf Nichtdiskriminierung und Diversität, arbeitsbezogene Themen (z. B. existenzsichernde Löhne und angemessene Ruhezeiten), die Rechte indigener Bevölkerungsgruppen oder die Menschenrechte in der Lieferkette, wie beispielsweise das Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel. Damit können wir auch Prioritäten für das Management unserer Auswirkungen setzen. Die Menschenrechtsverantwortungsmatrix zeigt unsere Verantwortlichkeiten für alle wichtigen Menschenrechtsthemenbereiche auf. Dazu gehören auch jene, die wir als wesentliche negative Auswirkungen identifiziert haben. Dies hilft uns dabei, nachteilige Auswirkungen auf Menschenrechte während unseres menschenrechtlichen Due-Diligence-Prozesses zu identifizieren und zu beseitigen. Dies betrifft beispielsweise den Zugang zu Beschwerdemechanismen, die Vereinigungsfreiheit, den Schutz vor Zwangsarbeit, Menschenhandel und Kinderarbeit sowie faire und transparente Einstellungs- und Entlassungsverfahren. [MDR-A 68] Seit 2008 bilden wir unsere wichtigsten Verantwortungsbereiche in Bezug auf Menschenrechte in einer umfassenden Menschenrechtsverantwortungsmatrix ab, die als Grundlage für unsere Aktivitäten in diesem Bereich dient. Wir nutzen dieses Instrument, um die Auswirkungen zu ermitteln, unsere Herausforderungen und Aktivitäten im Bereich der Menschenrechte zu bewerten und unsere Maßnahmen nach ihrer Priorität einzustufen. Dabei unterscheiden wir zwischen wesentlichen, erwarteten und wünschenswerten Maßnahmen. Im Jahr 2023 leiteten wir eine Überarbeitung der Menschenrechtsverantwortungsmatrix ein, nachdem im Jahr davor die Menschenrechts-Grundsatzerklärung des OMV Konzerns überarbeitet worden war. Unter Beibehaltung der allgemeinen Struktur haben wir die inhaltliche und sprachliche Ausrichtung unserer Menschenrechtsverantwortungsmatrix an internationalen Standards und Rechtsvorschriften zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht verbessert. Die Überarbeitung wurde 2024 abgeschlossen und in das Menschenrechtsmanagementsystem integriert. S1-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die eigene Arbeitskräfte Bedenken äußern können Beschwerdemechanismen [S1-3.30] [S1-3.32b, 32c] [S1-3.34] [S1-3.AR 30] Wir betrachten Beschwerdemechanismen als ein wichtiges Instrument zur Verhinderung, Bewältigung und Behebung negativer Auswirkungen auf Arbeitnehmer:innen, Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette, lokale Gemeinschaften und andere Interessenträger:innen. Im Einklang mit den UN-Wirksamkeitskriterien sind wir bestrebt, alle eingegangenen Beschwerden zu bearbeiten, unabhängig davon, ob sie auf tatsächliche oder vermeintliche Sachverhalte zurückzuführen sind und ob der:die Beschwerdeführer:in bekannt oder anonym ist. Das Ziel unserer Mechanismen ist es, einen Kanal zur Ermittlung potenzieller negativer Auswirkungen, zur Beilegung von Beschwerden und, falls wir eine negative Auswirkung verursacht oder dazu beigetragen haben, zur Behebung der Auswirkung für die Rechteinhaber:innen anzubieten. Die eingebrachten Beschwerden könnten sich auf jeden Menschenrechtsaspekt beziehen, der Teil unseres Commitments ist. Dazu gehören unter anderem Diskriminierung oder Belästigung, unangemessene Arbeits- oder Wohnbedingungen, jegliche Hinweise auf Menschenhandel, Zwangsarbeit oder Kinderarbeit sowie Störungen lokaler Gemeinschaften. Wir erkennen an, dass damit das Recht der Interessenträger:innen , rechtliche Schritte einzuleiten oder sonstige Rechtsbehelfe in Anspruch zu nehmen, nicht beeinträchtigt wird. Alle Arbeitnehmer:innen haben Zugang zu sämtlichen Kanälen, entweder über unsere Website oder vor Ort. Unser Code of Conduct und unsere Whistleblowing-Richtlinie schließen den Schutz unserer Arbeitskräfte vor Vergeltungsmaßnahmen ein. Mehr über unserer Integrity Plattform und den Schutz von Hinweisgeber:innen finden Sie im Abschnitt >G1 Unternehmensführung. Im Oktober 2024 startete OMV einen neuen SpeakUp-Kanal, der ein Verfahren und ein Instrument zur Meldung und Behebung von Belangen in Bezug auf schwerwiegendes arbeitsbezogenes Fehlverhalten, einschließlich Diskriminierung, Belästigung, ungleicher Beschäftigungschancen und jeglicher Verletzung arbeitsbezogener Menschenrechte (wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel), bietet. Er wurde von OMV eingerichtet und steht allen internen oder externen Interessenträger:innen zur Verfügung und ist somit ein gemeinsamer Kanal für unsere eigenen Arbeitskräfte sowie Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Die Arbeitnehmer:innen von OMV wurden im Rahmen einer internen Kommunikationskampagne über diesen neuen Kanal informiert. Im Jahr 2025 werden wir Kommunikationsaktivitäten starten, die sich an unsere Geschäftspartner:innen richten, um den Zugang für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu fördern. Genauere Informationen über den / SpeakUp-Kanal werden 2025 auf der OMV Website verfügbar sein. [S1-3.32a, 32b, 32c, 32d, 32e] [S1-3.33] Mehr über unseren allgemeinen Ansatz und den Prozess, mit dem wir die Verfügbarkeit des SpeakUp-Kanals unterstützen, über unseren Ansatz zur Verfolgung, Überwachung und Sicherstellung seiner Wirksamkeit und darüber, wie wir beurteilen, dass unsere eigenen Arbeitnehmer:innen ihn kennen und ihm vertrauen, finden Sie im Abschnitt >S1 Arbeitskräfte des Unternehmens. S1-4 Maßnahmen zum Umgang mit den IROs hinsichtlich Arbeitskräfte des Unternehmens [S1-4.35] [S1-4.37] Um den wesentlichen negativen Auswirkungen einer unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsstandards entgegenzuwirken, haben wir folgende Maßnahmen festgelegt: Identifizierung und Bewertung von Auswirkungen und Risiken, Kontrolle der Wirksamkeit durch Human Rights Self-Assessments sowie Durchführung von Schulungen und Sensibilisierung im Bereich der Menschenrechte. [S1-4.39] Diese Maßnahmen werden auf der Grundlage der Ergebnisse der ersten Phase der menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfung entwickelt. Dieser Prozess umfasst die Zusammenarbeit zwischen Menschenrechtsexpert:innen auf Konzernebene, lokalen Menschenrechtsbeauftragten sowie Fachexpert:innen und stützt sich auf Konsultationen mit internen Interessenträger:innen , externen Expert:innen sowie betroffenen Rechteinhaber:innen. [MDR-A 69a, 69b] In Bezug auf das wesentliche Thema S1 Menschenrechte haben keine unserer Maßnahmen den monetären Schwellenwert von EUR 5 Mio überschritten, weshalb diese Datenanforderungen nicht adressiert wurden. [S1-4.40b] Es wurden im Zuge der Wesentlichkeitsanalyse keine wesentlichen Risiken oder Möglichkeiten im Bereich der Menschenrechte identifiziert. [S1-4 AR 43] Um die negativen Auswirkungen der unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsstandards auf unsere Arbeitskräfte abzumildern, hat OMV die folgenden Ressourcen bereitgestellt: drei Menschenrechtsexpert:innen – zwei bei OMV und eine:n bei OMV Petrom. Darüber hinaus steuert und unterstützt ein vierköpfiges Expertenteam für Social Compliance bei Borealis die Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Sie stellen Instrumente, Anleitungen, Trainings und Fachwissen zur Verfügung, um die oben beschriebenen Schritte der menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfung durchzuführen. Diese Bemühungen werden von Menschenrechtsbeauftragten und entsprechenden Fachexpert:innen innerhalb des Unternehmens unterstützt. [S1-4.AR 45] Mehr darüber, ob und wie externe Entwicklungen in Bezug auf Abhängigkeiten, die zu Risiken werden, berücksichtigt wurden, finden Sie im Abschnitt > ESRS 2 Allgemeine Angaben Identifizierung und Bewertung von Auswirkungen und Risiken [S1-4.41] Die Identifizierung und Bewertung von Auswirkungen und Risiken dient als Präventivmaßnahme, um sicherzustellen, dass unsere Geschäftstätigkeiten keine negativen Auswirkungen auf die betroffenen Rechteinhaber:innen, einschließlich unserer eigenen Arbeitskräfte, der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und der Gemeinschaften, verursachen oder zu ihnen beitragen. Außerdem gilt es, negative Auswirkungen auf Menschenrechte zu adressieren, wo immer sie nicht ausreichend verhindert werden können. OMV hat deshalb Instrumente und Techniken für Sorgfaltsprüfungen entwickelt, um die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen und Risiken im Bereich der Menschenrechte in Verbindung mit unserer Geschäftstätigkeit zu identifizieren und zu bewerten – noch bevor wir in einem neuen Land oder einer neuen Region tätig werden oder Unternehmen akquirieren. Menschenrechte sind eines der Kriterien, die bei der Entscheidung über ein Engagement von OMV in einem neuen Land oder in einem großen Projekt berücksichtigt werden. Die relevanten Auswirkungen auf die Menschenrechte und die dazugehörigen Risiken werden dem zuständigen Vorstandsmitglied dargelegt und fließen in die Entscheidung für oder gegen ein Engagement in einem Land ein. Wir nutzen diese Bewertungen zur Ableitung konkreter Due-Diligence-Maßnahmen, um unserer Verantwortung in Bezug auf die Menschenrechte bei allen Aktivitäten gerecht zu werden. Der Prozess der Sorgfaltsprüfung beginnt mit einer ersten Risikokartierung auf Länderebene: Jedes Land, in dem wir tätig sind (oder tätig werden wollen), wird auf der Grundlage umfassender Menschenrechtsdaten beurteilt. Die Länder werden in Niedrig-, Mittel- oder Hochrisikoländer bzw. Länder mit extremem Risiko eingestuft. Auf der Grundlage dieser Bewertung werden weitere Due-Diligence-Maßnahmen und Schulungsbedarfe im Bereich der Menschenrechte festgelegt, um sicherzustellen, dass wir keine negativen Auswirkungen auf die Menschenrechte unserer Rechteinhaber:innen verursachen oder zu ihnen beitragen und alle potenziellen negativen Auswirkungen entsprechend adressieren. In Ländern mit hohen Menschenrechtsrisiken unterstützen international anerkannte externe Expert:innen OMV bei der Durchführung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Der Human Rights Compliance Check ist ein Instrument zur Ermittlung potenzieller Auswirkungen und Risiken im Bereich der Menschenrechte im Zusammenhang mit Geschäftsbeziehungen. Anhand eines Fragebogens soll festgestellt werden, ob potenzielle Geschäftspartner:innen unseren Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten gemäß unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung und unserer Menschenrechtsverantwortungsmatrix nachkommen können. Ziel ist es, zu verhindern, dass wir durch unsere Geschäftsbeziehungen zu negativen Auswirkungen auf Menschenrechte beitragen. Geprüft werden die Richtlinien und Prozesse potenzieller Geschäftspartner:innen in Bezug auf Menschenrechtsfragen wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Menschenhandel, gerechte und angemessene Arbeitsbedingungen, Gemeinschaften und indigene Bevölkerungsgruppen, Vielfalt und Nichtdiskriminierung sowie die Verfügbarkeit von Beschwerdemechanismen. [MDR-A 68a] Im Jahr 2024 führten wir für drei Länder Bewertungen der Menschenrechtssituation im Zusammenhang mit einer neuen potenziellen Geschäftstätigkeit von OMV in diesen Ländern durch, die Vorschläge für konkrete Abhilfemaßnahmen für den Fall eines Markteinstiegs beinhalteten. Dabei analysierten wir, inwieweit OMV bei der Entscheidung für eine geplante Geschäftstätigkeit potenziell negative Auswirkungen auf die Menschenrechte seiner eigenen Arbeitskräfte, der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette oder der betroffenen Gemeinschaften verursachen könnte und wie diese Auswirkungen adressiert werden könnten. Zusätzlich führen wir spezielle Länderrisikobewertungen in Bezug auf Arbeitnehmerrechte unserer eigenen Arbeitskräfte durch, um die Rechtslage und künftige Änderungen zu ermitteln und zu überwachen. Neben der Überwachung relevanter Risiken in Bezug auf Arbeitnehmerrechte arbeiten wir je nach Art des Risikos und der potenziellen Auswirkungen eng mit verschiedenen Arbeitnehmervertretungen zusammen. Im Rahmen unserer jährlichen Länderrisikoeinstufung identifizieren wir auch Länder mit einem erhöhten Risiko für schwere Menschenrechtsverletzungen wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit oder Einschränkungen der Vereinigungsfreiheit. In 12 von 48 (25%) Ländern, in denen wir tätig sind (z. B. Jemen, Libyen und Brasilien), besteht ein erhöhtes Risiko von Kinderarbeit. In 18 von 48 (38%) Ländern (z. B. Jemen, Libyen und China) besteht ein erhöhtes Risiko von Zwangsarbeit. Die Vereinigungsfreiheit ist in 14 von 48 (29%) Ländern (z. B. VAE, China und Malaysia) generell eingeschränkt. Wir informieren die jeweiligen Geschäftsführer:innen und Menschenrechtsbeauftragten über die erhöhten Risiken in ihren Ländern und empfehlen spezifische Maßnahmen zur Risikominderung, wie etwa Menschenrechtsschulungen für Arbeitnehmer:innen oder die Erörterung der genannten Menschenrechtsthemen und angemessener Managementmaßnahmen in Meetings mit Auftragnehmer:innen. [MDR-A 68b, 68c] Dieser Prozess ist für unsere aktuellen und zukünftigen Geschäftsaktivitäten weltweit relevant und konzentriert sich auf unsere eigenen Arbeitskräfte sowie auf die Aktivitäten unserer Geschäftspartner:innen. Dies ist ein fortlaufender Prozess. Wirksamkeitsüberprüfung [S1-4.37] [S1-4.38a] [MDR-A 68a, 68b, 68c] Im Jahr 2024 führten wir mit Unterstützung externer Menschenrechtsexpert:innen ein Human Rights Self-Assessment bei OMV Tunesien durch. Die Ergebnisse und wichtigsten Empfehlungen wurden im Rahmen von Workshops mit dem Team und externen Expert:innen diskutiert. Es zeigte sich, dass OMV Tunesien über einige formalisierte Systeme zum Management von Auswirkungen im Bereich der Menschenrechte verfügt, die bei der Integration und Umsetzung der Menschenrechtsverpflichtungen helfen. Allerdings ist eine detaillierte Bewertung der menschenrechtlichen Auswirkungen empfehlenswert, um eingehender zu ermitteln, welche tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen die Geschäftstätigkeiten auf die Arbeitnehmer:innen und Gemeinschaften haben. Damit könnte man den Schweregrad der Auswirkungen besser nachvollziehen und die Maßnahmen zu deren Management gegebenenfalls entsprechend anpassen. Darüber hinaus sollten die Zusammenarbeit mit den Rechteinhaber:innen und eine wirksame Überwachung der Managementmaßnahmen gestärkt werden. Diese Maßnahme betrifft unsere eigenen Aktivitäten in Tunesien und wurde im Jahr 2024 abgeschlossen. [S1-4.41] OMV hat sich dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass unsere Praktiken keine wesentlichen negative Auswirkungen auf unsere Belegschaft verursachen oder dazu beitragen. Dazu setzen wir regelmäßige Bewertungen unserer aktuellen und zukünftigen Aktivitäten um. Diese Bewertungen sind dazu da, tatsächliche oder potenzielle menschenrechtliche Auswirkungen und Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Dies beinhaltet auch jene in Bezug auf Diversität und Gleichbehandlung, gerechte und angemessene Arbeitsbedingungen für unsere Belegschaft und die Freiheit von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel. [S1-4 AR 42] Die Durchführung von Human Rights Self-Assessments ist entscheidend, um die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zum Umgang mit den Auswirkungen auf die Menschenrechte unserer Arbeitskräfte zu überprüfen. So wurden seit 2017 keine schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen oder Vorfälle im Zusammenhang mit Kinderarbeit oder Zwangsarbeit gemeldet. Schulungen [S1-4.37] [S1-4.38a] [MDR-A 68a] Besonderes Augenmerk legen wir auf Schulungen und Bewusstseinsbildung. Damit wird unser Engagement für die Menschenrechte zur gelebten Realität. Außerdem können wir so negative Auswirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung der Menschenrechtsgrundsätze verhindern. Wir bieten Schulungen zu Menschenrechten an, die unseren Arbeitnehmer:innen ein Verständnis des OMV Managementprozesses für Menschenrechte vermitteln und ihnen die Möglichkeit geben, an konkreten operativen Aspekten und geschäftsspezifischen Herausforderungen zu arbeiten. Diese reichen von Menschenrechten im Umfeld bewaffneter Konflikte und menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in Joint Ventures sowie anderen Geschäftsbeziehungen bis hin zur persönlichen Haftung und den Menschenrechten der Arbeitnehmer:innen (einschließlich Vereinigungsfreiheit), den Risiken von Zwangsarbeit, Menschenhandel und Kinderarbeit sowie den Beschwerdekanälen. Alle Arbeitnehmer:innen sind aufgefordert, unseren interaktiven E-Learning-Kurs über Menschenrechte zu absolvieren, der Teil des Lehrplans und damit für alle unsere Arbeitnehmer:innen weltweit verpflichtend ist. Der Kurs vermittelt ein grundlegendes Verständnis der Menschenrechte im geschäftlichen Kontext und gibt Einblicke in unsere spezifische Verantwortung, beispielsweise in Bezug auf Diversität und Nichtdiskriminierung, Arbeitnehmerrechte unserer eigenen Arbeitnehmer:innen und der Arbeitskräfte von Auftragnehmer:innen, Menschenrechte und Sicherheit, die Rechte lokaler Gemeinschaften sowie schwere Menschenrechtsverletzungen wie Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Menschenhandel. Außerdem gibt der Kurs einen Einblick in unsere Instrumente und Techniken für Sorgfaltsprüfungen und informiert darüber, was im Falle einer beobachteten oder vermuteten Menschenrechtsverletzung zu tun ist. In unserer Tochtergesellschaft Borealis wird ein für die gesamte Belegschaft verpflichtender E-Learning-Kurs zum Thema Menschenrechte angeboten. Er ist in neun Sprachen verfügbar und deckt alle relevanten Menschenrechtsaspekte ebenso ab wie transparente Informationen und Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Zwischenfall, der sich 2022 beim Bau der PDH-Anlage in Kallo ereignete. Darüber hinaus behandelt das E-Learning zur Ethik-Richtlinie von Borealis Menschenrechtsthemen wie Diskriminierung, Belästigung, Vielfalt, Integration, Bestechung und Korruption. Was spezifische arbeitsrechtliche Fragen anbelangt, so sind die Rechte und Pflichten unserer Arbeitnehmer:innen in Arbeitsverträgen geregelt. Über unsere verschiedenen internen Kommunikationskanäle (z. B. Intranet, E-Mails und Newsfeed) weisen wir unsere Arbeitnehmer:innen laufend auf rechtliche Änderungen oder neue Informationen hin. Für die Beantwortung von Fragen und die Bereitstellung spezifischer Informationen sind lokale P&C-Ansprechpersonen und Hotlines für die Arbeitnehmer:innen verfügbar. Im Jahr 2024 absolvierten 6.86841 Arbeitnehmer:innen den E-Learning-Kurs zu Menschenrechten, und insgesamt 23 Teilnehmer:innen lernten in von Referent:innen geleiteten Einheiten über Menschenrechte im geschäftlichen Kontext, neue und anstehende regulatorische Anforderungen, das Menschenrechtsmanagementsystem von OMV und weitere Schwerpunktthemen, die jeweils auf die Hintergründe und Bedürfnisse der Teilnehmer:innen abgestimmt waren. So gab es zum Beispiel ein Webinar für ein Projektteam, das mit vielen Auftragnehmer:innen zusammenarbeitet, bei dem wir uns auf die Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette konzentrierten. Zu den behandelten Themen zählten unter anderem Diversität und Nichtdiskriminierung, gerechte und angemessene Arbeitsbedingungen (z. B. Arbeitszeiten, angemessene Löhne) sowie die Risiken von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel und wie man diese erkennt. Bis Ende 2024 wurden 80% der Arbeitskräfte von Borealis, OMV Petrom und OMV in Menschenrechten geschult. Um die Wirksamkeit unserer Schulungen zu ermitteln, bitten wir die Teilnehmer:innen um ihr Feedback in einem standardisierten Fragebogen. Neben einer offenen Frage nach den wichtigsten Erkenntnissen enthält er Fragen dazu, als wie nützlich und relevant die Schulung empfunden wird und wie einfach das Gelernte umzusetzen ist. Darüber hinaus absolvierten 85% der Arbeitskräfte von Borealis im Jahr 2024 das E-Learning zum Code of Business Ethics. [MDR-A 68b, 68c] Die Zielgruppe der in diesem Abschnitt beschriebenen Schulungen sind unsere eigenen Arbeitnehmer:innen. Schulungen werden jedoch auch Arbeitskräften in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette angeboten. Mehr über unsere Schulungsangebote für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette finden Sie im Abschnitt > S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Dies ist ein fortlaufender Prozess. [MDR-A 68e] Seit seiner Einführung im Jahr 2023 hatten alle Arbeitnehmer:innen von OMV Zugang zu einem eigenen Schulungsprogramm der Sustainability Academy zu Menschenrechten. Im Rahmen dieses Programms erhielten sie Lernmaterialien zu Menschenrechten im Allgemeinen und im geschäftlichen Kontext, zu Menschenrechten bei OMV, zu Menschenrechten von Arbeitnehmer:innen (unseren eigenen sowie jenen von Auftragnehmer:innen und Lieferant:innen), zu Menschenrechten externer Interessenträger:innen sowie zu Menschenrechten und Sicherheit. Durch die Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen (z. B. Links zu Online-Webinaren und Informationsmaterial von renommierten externen Institutionen wie der ILO, den Vereinten Nationen, der Ipieca oder dem IKRK) können die Kolleg:innen spezifische Themen weiter vertiefen, wie beispielsweise Diversität und Nichtdiskriminierung, Arbeitsbedingungen, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Menschenhandel und andere Menschenrechtsthemen. Bewusstseinsbildung [S1-4.37] [S1-4.38a] [MDR-A 68a] Wir führen auch interne Sensibilisierungskampagnen im gesamten Konzern durch, um unsere Belegschaft über unsere Richtlinien und Aktivitäten in Bezug auf wichtige Menschenrechtsfragen wie Kinderarbeit und Menschenhandel zu informieren. Im Jahr 2024 haben wir weiter daran gearbeitet, die höchste Führungsebene in das Thema Menschenrechte einzubeziehen. Als wichtige Persönlichkeiten und Mitverantwortliche in Bezug auf das Thema Menschenrechte im OMV Konzern nahmen der Generaldirektor und der CFO aktiv an zwei persönlichen Briefings mit den Menschenrechtsexpert:innen des Konzerns teil. Dabei wurden die Aktualisierungen unserer Richtlinien und Du-Diligence-Aktivitäten besprochen. Menschenrechtsthemen wurden 2024 auch in zwei der vierteljährlichen Sitzungen des Nachhaltigkeits- und Transformationsausschusses des Aufsichtsrats sowie bei mehreren Treffen des Sustainability Coordination Forums von OMV besprochen. [MDR-A 68b, 68c] Unsere Sensibilisierungskampagnen richten sich an unsere eigenen Arbeitnehmer:innen und finden das ganze Jahr über statt. [S1-4.38b, 38c] Wo immer es nötig ist, verpflichten wir uns, negative Auswirkungen auf unsere eigenen Arbeitskräfte durch unsere Beschwerdemechanismen, wie zum Beispiel den SpeakUp-Kanal, zu beheben. Dieser Prozess ist für unsere gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftstätigkeiten weltweit und über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg von Bedeutung, und es handelt sich um einen fortlaufenden Prozess. [S1-4.38c] Die Wirksamkeit unserer Risikominderungsmaßnahmen wird mithilfe des Human Rights Self-Assessment verfolgt, das dazu beiträgt, Lücken zu ermitteln und weitere Strategien zu formulieren. [S1-4.38d] Das Human Rights Self-Assessment dient der Beurteilung der Wirksamkeit unseres Menschenrechtsmanagementsystems und unseres Due-Diligence-Ansatzes für Menschenrechte. Solche Bewertungen schaffen internes Bewusstsein, erfassen unsere Selbstwahrnehmung in Bezug auf unsere Menschenrechtsleistung und ermöglichen die Identifizierung von Lücken und die Definition von weiteren Maßnahmen. Ermittelte Lücken können sich auf alle in unserer Menschenrechtsverantwortungsmatrix aufgeführten Menschenrechtsthemen beziehen, wie beispielsweise unzugängliche Beschwerdemechanismen, die Missachtung der Vereinigungsfreiheit, unfaire oder intransparente Entlassungsprozesse oder das Versäumnis, Risiken der modernen Sklaverei zu adressieren. Ausgehend von den Ergebnissen dieser Bewertungen erarbeiten wir Maßnahmenpläne, die unter anderem den weiteren Aufbau von Kapazitäten für lokale Expert:innen oder gemeinsame Initiativen mit unseren Mitbewerber:innen und Geschäftspartner:innen zur Bewältigung lokaler Herausforderungen umfassen können. S1-5 Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Schulung aller Arbeitskräfte von OMV in Menschenrechten [S1-5.44] [MDR-T-80a-80j] Durch die Schulung der Arbeitskräfte des OMV Konzerns in Menschenrechten wollen wir eine angemessene Anwendung der Menschenrechtsstandards sicherstellen. In E-Learning-Modulen und Webinaren lernen sie über unsere Menschenrechtsrichtlinien und unseren Ansatz der Sorgfaltspflicht sowie darüber, wie negative Auswirkungen auf Menschenrechte verhindert und gemindert werden können. Dies beinhaltet auch solche, die als wesentlich eingestuft wurden, wie zum Beispiel die Freiheit von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel oder der Zugang zu Beschwerdemechanismen. [MDR-T-80a] Professionelle Schulungen und die Sensibilisierung für Menschenrechte sind von entscheidender Bedeutung, um unser Engagement für die Menschenrechte, wie es in unserer OMV Menschenrechts-Grundsatzerklärung dokumentiert ist, mit Leben zu erfüllen. Es ist wichtig, dass unsere Arbeitskräfte ihre eigenen Rechte sowie die Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und der Gemeinschaften kennen. Dieses Wissen versetzt sie in die Lage, potenzielle oder tatsächliche Auswirkungen auf faire Arbeitsbedingungen, Nichtdiskriminierung, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, die Rechte indigener Völker, Gesundheit und Sicherheit von Arbeitskräften und Gemeinschaften zu erkennen und zu adressieren und zu einer Wertschöpfungskette beizutragen, die frei von Zwangsarbeit, Menschenhandel und Kinderarbeit ist. Daher ist unser verpflichtendes E-Learning zum Thema Menschenrechte ein wichtiger Bestandteil des Schulungsprogramms für alle Arbeitnehmer:innen weltweit. 2025 Alle Arbeitnehmer:innen des OMV Konzerns in Menschenrechten schulen 2030 Alle Arbeitnehmer:innen des OMV Konzerns in Menschenrechten schulen 0 Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Alle Arbeitnehmer von OMV (auf Basis der Personenzahl) Nicht im Umfang enthalten Arbeitnehmer von Lieferanten/Vertragsunternehmen Geografische Abdeckung Alle Arbeitnehmer konzernweit Basisjahr 2019 Bezugswert in % 47 [MDR-T-80f] Das Ziel wurde festgelegt, um eine messbare und vergleichbare KPI zu schaffen und durch Schulungs- und Sensibilisierungsinitiativen die Fähigkeiten im Umgang mit Menschenrechten zu verbessern. Zum Zeitpunkt der Festlegung dieses Ziels hatten nur wenige Mitbewerber:innen messbare Ziele im Zusammenhang mit Menschenrechten, und wir erkannten das Schulungsziel als ein wertvolles Instrument zur Unterstützung der Umsetzung unseres Commitments. Ursprünglich konzentrierte sich die KPI auf eine bestimmte Zielgruppe (Arbeitskräfte in Konzernfunktionen, die Menschenrechtsrisiken managen, sowie entsprechende Funktionen in Ländern mit erhöhten Menschenrechtsrisiken) mit einem Bezugswert von 4%, die im Jahr 2017 geschult wurden. Im Jahr 2019 hatten wir bereits die Marke von 82% Schulungen in dieser Gruppe erreicht und beschlossen, die Schulungen auf die gesamte Belegschaft auszuweiten. Damit legten wir einen neuen Bezugswert von 47% fest, die im Jahr 2019 geschult wurden. [MDR-T-80h, 80i] Interne Interessenträger:innen, die in der Festlegung des Ziels involviert waren, umfassten Vorstandsmitglieder (z. B. im Rahmen von Vorstands-Workshops während der Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie 2017/18), den Betriebsrat (Diskussion und Zustimmung zum verpflichtenden E-Learning-Modul 2022) und die Abteilung P&C Learning (laufende Beratung und Abstimmung mit Expert:innen). Das Ziel wurde durch den OMV Vorstand freigegeben. Im Berichtsjahr wurden keine Änderungen an diesem Ziel oder den damit verbundenen Kennzahlen vorgenommen. Stand 2024: [MDR-T-80j] Das Ziel wird halbjährlich überwacht und jährlich berichtet. 80% (2023: 71%) der Arbeitnehmer:innen wurden in Menschenrechten geschult. Im Jahr 2024 absolvierten 6.868 (2023: 7.124) Arbeitnehmer:innen den E-Learning-Kurs zu Menschenrechtsthemen, und 23 (2023: 170) Arbeitnehmer:innen nahmen an einer virtuellen bzw. Präsenzschulung zu Menschenrechten teil42. [S1-5.47a, 47b, 47c] Zum Zielsetzungsprozess gehören eine umfassende Bewertung unserer aktuellen Performance, die Ermittlung von wichtigen Bereichen mit Verbesserungsbedarf sowie die direkte Einbindung von Geschäftsbereichen, des Topmanagements und von Arbeitnehmervertreter:innen im Rahmen von Meetings und Workshops. Dadurch erhalten wir Input und lernen, ihre Bedenken zu verstehen. Weitere Aspekte sind das Benchmarking mit Branchenstandards, um realistische Ziele festzulegen, sowie die regelmäßige Überwachung der Fortschritte, sodass wir die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen und bei Bedarf Anpassungen vornehmen können. Die halbjährliche Überwachung des Fortschritts, kombiniert mit den jährlichen Zahlen, bietet einen Einblick in die Erreichung dieses Ziels. Unser:e Generaldirektor:in und unser:e CFO erhalten im Rahmen unserer halbjährlichen Briefings zu Menschenrechten Updates zu den Fortschritten in Bezug auf die Zielerreichung. Nur ausgewählte Arbeitnehmer:innen sind an der Verfolgung der Leistung von OMV im Hinblick auf dieses Ziel beteiligt, wie zum Beispiel Menschenrechtsexpert:innen von OMV, die untereinander sowie mit den für Learning & Development zuständigen Expert:innen über die Fortschritte und Maßnahmen zur Verbesserung des Leistungsniveaus diskutieren. Kennzahlen [Freiwillig][MDR-M.77c] 7 Beschwerden zu Menschenrechten (2023: 19), davon 2 extern (2023: 19) und 5 intern (2023: 0); 0 (2023: 0) nachgewiesene Verletzungen Kennzahlendefinitionen und Methoden [Freiwillig] [MDR-M.77a, 77b, 77c] Die Anzahl der externen und internen Beschwerden zu Menschenrechten und die Anzahl der nachgewiesenen Verletzungen werden auf der Grundlage der bei den Community-Beschwerdemechanismen eingegangenen Menschenrechtsbeschwerden und der in der internen Menschenrechts-Mailbox eingegangenen Beschwerden berechnet. Die Messung dieser Kennzahl wird (sofern nicht anders angegeben) von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen Wesentliches Thema: S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen Reduktion der Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Arbeitnehmer:innen, Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Kund:innen von OMV sowie für Dritte, wie zum Beispiel Gemeinschaften, und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit auf integrative Weise Relevante SDGs: SDG-Ziele: 3.9 Bis 2030 die Zahl der Todesfälle und Erkrankungen aufgrund gefährlicher Chemikalien und der Verschmutzung und Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden erheblich verringern 8.8 Die Arbeitsrechte schützen und sichere Arbeitsumgebungen für alle Arbeitnehmer:innen, einschließlich der Wanderarbeitnehmer, insbesondere der Wanderarbeitnehmerinnen, und der Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, fördern Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen sind ein fester Bestandteil unseres Commitments, unsere Geschäfte auf verantwortungsvolle Art und Weise zu führen. Wir sind ständig bestrebt, die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit unserer Arbeitnehmer:innen durch ein integriertes Gesundheitsmanagement zu verbessern. Wir bauen auf nachhaltige Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Menschen, indem wir für ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld sorgen und die Sicherheit und Zuverlässigkeit unserer Anlagen gewährleisten. Außerdem schützen wir Menschen und Anlagen vor vorsätzlichen bösartigen Bedrohungen. Der langfristige Geschäftserfolg von OMV hängt von unserer Fähigkeit ab, die Qualität unserer Geschäftstätigkeiten kontinuierlich zu verbessern und gleichzeitig die Menschen, die Umwelt, unsere Vermögenswerte und unsere Reputation zu schützen. Der strategische Schwerpunktbereich „Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen“ stellt die Reduktion von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für die Arbeitnehmer:innen, Auftragnehmer:innen und Kund:innen und Lieferant:innen von OMV, aber auch den Schutz von Vermögenswerten, Informationen und Geschäftsabläufen vor jeglicher Bedrohung in den Mittelpunkt. Gerade in Zeiten geopolitischer Unruhen hängt die Belastbarkeit unseres Unternehmens von unseren Kompetenzen im Notfall- und Krisenmanagement ab. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Die Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit unserer Arbeitnehmer:innen, Auftragnehmer:innen und Vermögenswerte ist von grundlegender Bedeutung für das Engagement von OMV zur Aufrechterhaltung der Arbeitssicherheit. Ein unzureichendes Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz in Verbindung mit komplexen Schicht- und Rotationsmustern, projektbedingtem Druck und Herausforderungen beim Zugang zu Beschwerdemechanismen kann sich negativ auf die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen auswirken. Mehr über unsere wesentlichen IROs für S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. ESRS 2 SBM-3 Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell [S1-SBM-3.14a] Alle Arbeitskräfte von OMV, einschließlich Arbeitnehmer:innen (z. B. Ingenieur:innen und Techniker:innen, Außendienstmitarbeiter:innen, HSSE-Kräfte, Projektmanager:innen, Arbeitnehmer:innen in der Lieferkette und Beschaffung sowie Beschäftigte in Recht und Compliance) und Fremdarbeitskräfte (z. B. Leiharbeitskräfte, Selbstständige oder Personen, die von Unternehmen bereitgestellt werden, die in erster Linie im Bereich der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften tätig sind) sind im Umfang der Offenlegung enthalten. Alle anderen Arbeitskräfte, die an OMV Standorten tätig sind, sogenannte Auftragnehmer:innen und Subunternehmer:innen, sind von den wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit betroffen und werden gemäß den ESRS-Anforderungen zur Angabepflicht S1-14 unter den Gesundheitsschutz- und Sicherheitskennzahlen berücksichtigt. [S1-SBM-3.14b] Die identifizierte potenziell negative Auswirkung ist innerhalb begrenzter Arbeitnehmergruppen weit verbreitet, wie etwa in Raffinerien oder Offshore-Anlagen mit komplexen Schichtplänen, die möglicherweise durch ein unzureichendes Gesundheits- und Sicherheitsmanagement verursacht wurden. [S1-SBM-3.14d] Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Risiken und Chancen festgestellt. Allerdings sind wir uns der Vorteile kontinuierlicher Entwicklungen bewusst, die sich an unserer Vision „Committed to Zero Harm“ orientieren sowie Gesundheit und Sicherheit in den Mittelpunkt stellen. [S1-SBM-3.15] Wir haben festgestellt, dass Arbeitskräfte, die vor Ort in der Exploration, in einer Raffinerie oder in der Erzeugung von Chemikalien tätig sind, aufgrund der Natur ihrer Tätigkeit im Allgemeinen ein höheres Potenzial für negative Auswirkungen haben, insbesondere im Falle unerwarteter Zwischenfälle, als Arbeitskräfte, die nicht im operativen Bereich tätig sind. Diese potenziellen negativen Auswirkungen können durch ein robustes Gesundheits- und Sicherheitsmanagement auf ein Mindestmaß reduziert bzw. abgemildert werden. Die Ermittlung erfolgte auf der Grundlage der Ergebnisse interner Konsultationen und Bewertungen mit P&C sowie mit Menschenrechts- und HSSE-Expert:innen. [S1-SBM-3.16] In Bezug auf das Thema Gesundheitsschutz und Sicherheit wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse keine wesentlichen Risiken und Chancen festgestellt. Unter dem intern verwendeten Claim „Protecting what we care for“ verpflichten wir uns zu einer Gesundheits- und Sicherheitskultur der Fürsorge. Daraus ergeben sich vielfältige Maßnahmen und Projekte, die unter diesem Motto umgesetzt werden. HSSE-Strategie Die HSSE-Strategie von OMV legt die mittelfristigen strategischen Ziele zur Unterstützung der Geschäftsstrategie des Unternehmens fest. Angesichts der umfassenden Aktualisierung der transformativen Geschäftsstrategie von OMV (OMV Strategie 2030) im Jahr 2022 sowie der wesentlichen Änderungen, die sich im regulatorischen Umfeld ergeben hatten, erfolgte im Jahr 2023 eine grundlegende Überprüfung der HSSE-Strategie, deren Ergebnis eine aktualisierte HSSE-Strategie 2030 war. Bewährte HSSE-Managementkonzepte werden fortgeführt und weiterentwickelt. Im Rahmen der Überprüfung wurde jedoch festgestellt, dass die HSSE-Kultur, das Auftragsmanagement und bestimmte Aspekte des Sicherheits- und Umweltmanagements in den kommenden Jahren eine stärkere und aktualisierte strategische Ausrichtung benötigen. In diesen Überarbeitungsprozess der Strategie waren zahlreiche Interessenträger:innen eingebunden. Dazu gehörten insbesondere Manager:innen, die von der Änderung unseres traditionellen Geschäftsansatzes wie etwa in den Bereichen der CO2-armen Lösungen und des Recyclings besonders betroffen sind. Die Vorschläge zur Aktualisierung der Strategie wurden danach mit allen Vorstandsmitgliedern von OMV, OMV Petrom und Borealis besprochen und verabschiedet. Die aktualisierte HSSE-Strategie 2030 ist eng mit den Werten des Unternehmens verknüpft und lässt sich wie folgt zusammenfassen:  We care: Wir sorgen uns um die Sicherheit und das körperliche und geistige Wohlbefinden unserer Arbeitnehmer:innen, um den Planeten, auf dem wir leben, um die Menschen, mit denen wir zu tun haben, und um unsere Standorte und Vermögenswerte.  We’re curious: Wir sind gespannt auf unsere zukünftigen Partner:innen, Auftragnehmer:innen und Technologien, damit wir gemeinsam Geschäftsbeziehungen entwickeln können, um die höchsten HSSE-Standards zu erreichen.  We progress: Wir entwickeln uns weiter, um die erfolgreiche Transformation unseres Unternehmens in Richtung Nachhaltigkeit zu ermöglichen und ein Branchenführer im Bereich HSSE zu werden. Unsere überarbeitete HSSE-Strategie wird uns dabei helfen, die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Arbeitnehmer:innen weiter zu verbessern und verstärkt Augenmerk auf die psychische Gesundheit zu legen. Gerade in Hochrisikobranchen wie der unseren ist es entscheidend, dass alle ihren Beitrag zu unserem Ziel von null Zwischenfällen leisten. Wir wollen arbeitsbedingte Todesfälle verhindern und eine Kultur fördern, in der sicheres Verhalten und die Sorge um sich selbst und andere für alle, die für uns tätig sind, ein Anliegen ist. Obwohl wir über eine solide Grundlage für die strategische Entwicklung und Einbindung der verschiedenen HSSE-Felder in das Unternehmen verfügen, haben wir Schlüsselbereiche identifiziert, auf die wir uns im Hinblick auf das Management von HSSE in Zukunft wesentlich stärker konzentrieren werden.  Ziel ist es, eine Unternehmenskultur zu leben, in der HSSE die Entscheidungsfindung zu jeder Zeit und auf jeder Unternehmensebene prägt. Dafür setzen wir auf hoch engagierte Führungskräfte sowie fähige Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen. Wir streben außerdem eine Atmosphäre der Offenheit an, in der alle beherzt ihre Meinung äußern.  Angesichts des hohen Anteils an Auftragsarbeiten in unserem Geschäft werden wir unser Lieferanten- und Kontraktorenmanagement weiter stärken. Wir wollen das Auswahlverfahren verbessern, sodass nur mehr Auftragnehmer:innen mit angemessenen HSSE-Strategien mit uns zusammenarbeiten. Falls erforderlich, werden wir die Auftragnehmer:innen (z. B. durch Schulungen oder Supervision) dabei unterstützen, die erwartete Leistung im Bereich HSSE zu erreichen. Dabei werden wir unser Hauptaugenmerk auf langfristige und vertrauensvolle Beziehungen zu unseren wichtigsten Auftragnehmer:innen legen und unsere HSSE-Kultur weiter ausbauen.  Wir werden die Möglichkeiten neuer Technologien nutzen, um unsere Systeme und Tools für das HSSE-Management, einschließlich der Produktverantwortung, zu verbessern. Die HSSE-Strategie umfasst alle Angestellten und Arbeiter:innen von OMV, unabhängig von ihrem Beschäftigungsvertrag, sowie alle externen Personen, die für unser Geschäft von wesentlicher Bedeutung sind, wozu Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen zählen. Governance [S1-2.27c] Zwischen dem wesentlichen Thema „Umwelt“ (einschließlich aller wesentlichen Unterthemen, Abfallmanagement und Prozesssicherheit) und dem wesentlichen Thema „Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen“ besteht eine enge Verflechtung. Sie werden deshalb zentral durch die HSSE-Konzernfunktion geregelt. Die HSSE-Strategie und deren Umsetzung sind Bestandteil der Konzernstrategie sowie der Corporate-Governance-Struktur und vollumfänglich in diese integriert. Die Mitglieder des Vorstands und Führungskräfte tragen die Führungsverantwortung. Die Vorstandsvergütung unterliegt einem „Health & Safety“-Malus (mehr dazu im Abschnitt Steuerung der Nachhaltigkeit). Je ein Vorstandsmitglied ist für ein bestimmtes HSSE-Thema verantwortlich. Die HSSE-Konzernfunktion steht unter der Leitung des:der VP HSSE, der:die direkt an den:die Generaldirektor:in berichtet. Die Abteilung ist in spezialisierte Teams gegliedert, die sich aus erfahrenen Expert:innen in verschiedenen HSSE-Bereichen zusammensetzen. Sie sollen ein umfassendes Management für die Aspekte Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) gewährleisten und diese beaufsichtigen. Dazu gehört die Entwicklung und Implementierung der HSSE-Strategie von OMV sowie der entsprechenden Vorschriften und Prozesse genauso wie die Durchführung von HSSE-Risikobewertungen, die Untersuchung von Zwischenfällen, eine Analyse von HSSE-Daten und deren Berichterstattung, das Gesundheitsmanagement, das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz, das Management der Prozesssicherheit sowie das Sicherheits- und Resilienzmanagement bzw. das Umweltmanagement. Jedes Team ist auf seinen jeweiligen Bereich spezialisiert, und eine enge Zusammenarbeit gewährleistet die Aufrechterhaltung und Verbesserung der HSSE-Gesamtleistung der Organisation. Hinzu kommen lokale HSSE-Beauftragte an jedem Standort sowie lokale Fachexpert:innen. Darüber hinaus gibt es bei OMV Petrom und Borealis zentrale HSSE-Abteilungen, die die Einhaltung von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltvorschriften sicherstellen, ein sicheres Arbeitsumfeld fördern, Risiken für Arbeitnehmer:innen und Umwelt mindern und für die Koordination ihrer lokalen HSSE-Beauftragten und -Expert:innen sorgen. Die HSSE-Abteilungen von OMV Petrom und Borealis berichten funktional an den:die VP HSSE auf Konzernebene. In Übereinstimmung mit der HSSE-Direktive sind für die gesamte Belegschaft, das Linienmanagement und das Senior Management klare Aufgaben und Zuständigkeiten festgelegt. Das Linienmanagement ist dafür verantwortlich, dass HSSE-Aspekte in allen Geschäftsentscheidungen und -tätigkeiten berücksichtigt werden. Die Mitglieder des Linienmanagements müssen Engagement und Führungskompetenz zeigen, indem sie mit gutem Beispiel vorangehen und die entsprechenden Maßnahmen zur Kontrolle und Steuerung aller HSSE-Risiken in ihrem Verantwortungsbereich ergreifen. Das HSSE-Management von OMV umfasst die Interaktion mit Arbeitnehmer:innen oder deren Vertretungen (Betriebsräte, Gewerkschaften), um sie in Themen einzubinden, die besonders wichtig sind und bei denen Verbesserungsbedarf besteht. Im gesamten Unternehmen werden Gesundheit, Sicherheit, Wohlergehen und Umweltbewusstsein durch verschiedene Aktivitäten gefördert. So findet beispielsweise ein regelmäßiger Austausch zum Thema Umweltmanagement statt, bei dem sich Umweltexpert:innen und interessierte Kolleg:innen aus dem gesamten Unternehmen über bewährte Verfahren an anderen Standorten informieren und Anregungen erhalten können. Alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften haben HSSE-Foren, die eine regelmäßige Informierung von und den Austausch mit Arbeitnehmervertreter:innen fördern und über das HSSE-Managementsystem informieren. Die HSSE-Abteilung des Konzerns organisiert außerdem HSSE-Tage für die verschiedenen Bereiche von OMV, um die Arbeitnehmer:innen über HSSE-Themen auf dem Laufenden zu halten. S1-1 Spezifische Richtlinien43 und Verpflichtungen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens [S1-1.17] [S1-1.19] Die HSSE-Vision von OMV lautet „Committed to Zero Harm – Protect People, Environment, and Assets“. Diese Vision ist in unserer / HSSE-Richtlinie verankert, die unsere öffentliche Verpflichtung in Bezug auf Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umwelt darstellt. Unsere Tochtergesellschaft Borealis verpflichtet sich zur Implementierung der Richtlinien der Responsible Care Global Charter, einer freiwilligen Initiative der Chemieindustrie, die eine kontinuierliche Verbesserung der Performance in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt anstrebt. Für das Management der identifizierten wesentlichen negativen HSSE-Auswirkungen in Bezug auf unsere eigenen Arbeitskräfte und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette dienen unser Code of Conduct und unsere Menschenrechts-Grundsatzerklärung als übergreifende Dokumente, die unsere allgemeinen Verpflichtungen darlegen. Die HSSE-Direktive, der Gesundheitsstandard, der Standard für die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen und der Standard für das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz enthalten spezifische Anforderungen für Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen, die Teil der eigenen Belegschaft von OMV sind. Code of Conduct [MDR-P 65a] Im Rahmen unseres Code of Conduct verpflichten wir uns, Gefahren und Bedrohungen zu beseitigen, indem wir diese identifizieren und indem wir Risiken verhindern bzw. kontrollieren oder auf ein akzeptables Maß reduzieren. Um dies zu erreichen und unseren Arbeitsplatz für alle unsere Arbeitnehmer:innen sicher zu machen, bieten wir Schulungen an und stellen persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung. Wir sind bestrebt, unseren Arbeitnehmer:innen Unterstützung zu bieten, damit sie sowohl ihr psychisches Wohlbefinden steigern als auch ihre physische Gesundheit stärken können. Darüber hinaus verpflichten wir uns, die Fähigkeiten und die Motivation unserer Arbeitnehmer:innen, jederzeit sicher zu arbeiten, durch Schulungen zu fördern. Wir investieren in Technologien, Programme und Prozesse, damit unsere Standorte und Arbeitsabläufe für unsere Arbeitnehmer:innen, unsere Interessenträger:innen und die Umwelt sicher sind. Diese Verpflichtungen bilden die Grundlage unserer HSSE-Richtlinien, die Leitlinien für den Umgang mit den negativen Auswirkungen eines unzureichenden Managements von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auf unsere eigenen Arbeitskräfte und die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette vorgeben. [MDR-P-65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Menschenrechts-Grundsatzerklärung [MDR-P 65a] Die Gewährleistung eines hohen Niveaus der Fürsorge für das Wohlergehen sowie die körperliche und geistige Gesundheit unserer Arbeitnehmer:innen konzernweit ist eine Verpflichtung, die in unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung festgelegt ist. OMV hält sich an die verbindlichen Gesundheitsstandards des Konzerns, um seinen Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen/Lieferant:innen einen sicheren Arbeitsplatz bei OMV zu bieten. Unser Sicherheitsmanagementsystem basiert auf der HSSE-Richtlinie und der HSSE-Direktive von OMV sowie auf verschiedenen Konzernvorschriften. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf die Menschenrechts-Grundsatzerklärung werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt S1 Menschenrechte behandelt. HSSE-Direktive [MDR-P 65a] Diese Direktive und ihre Anhänge legen die Grundsätze und Regeln für das Management von Gesundheit, Sicherheit und Resilienz sowie Umwelt (HSSE) während des gesamten Lebenszyklus der Geschäfte und Aktivitäten von OMV fest, einschließlich Investitionsprojekten, Unternehmenszusammenschlüssen und Akquisitionen. Sie bietet einen Rahmen für das Management aller HSSE-Aspekte zum Schutz von Menschen, Umwelt, Vermögenswerten und unserer Reputation im Einklang mit unserer HSSE-Richtlinie und im Hinblick auf unsere HSSE-Vision und -Mission: „Committed to Zero Harm – Protect People, Environment, and Assets“. In dieser Direktive sind auch die wichtigsten HSSE-Aufgaben aller Arbeitnehmer:innen, Geschäftspartner:innen und Auftragnehmer:innen des OMV Konzerns, die HSSE-Richtlinie, die Richtlinie zur Vermeidung schwerer Unfälle (Major Accident Prevention Policy), HSSE-Begriffe und -Definitionen, lebensrettende Regeln (Life-Saving Rules; LSRs) sowie die kontinuierliche Verbesserung der HSSE-Leistung festgelegt. Diese HSSE-Direktive wird durch eine Reihe von HSSE-Vorschriften und -Prozessen untermauert, die das HSSE-Risikomanagement, das Prozesssicherheitsmanagement, das Arbeitsschutzmanagement, das Kontraktoren-HSSE-Management, das Management von Gefahrstoffen und Personentransport sowie die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen umfassen. Zusammen bilden sie den Rahmen für das Sicherheitsmanagement. Unsere Major Accident Prevention Policy beschreibt die wichtigsten Ziele und Richtlinien für das Management des Risikos schwerer Unfälle in den Betrieben von OMV. OMV ist sich des erheblichen Risikos schwerer Unfälle bei Onshore- und Offshore-Öl- und -Gasaktivitäten und deren potenziell schwerwiegenden Auswirkungen auf Menschen und die Umwelt bewusst und ist daher überzeugt, dass ein starkes, in die Unternehmenskultur eingebettetes HSSE-Bewusstsein unabdingbar ist. Unser Standard für das Kontraktoren-HSSE-Management legt die Mindestanforderungen für den Umgang mit HSSE-Themen in alle Phasen des Vertragslebenszyklus und des Kontraktorenmanagements – von der Auswahl bis zum Vertragsabschluss – fest. Die wirksame Umsetzung der Direktive wird durch Spot Checks und interne Audits überwacht. [MDR-P 65b] Alle HSSE-Richtlinien gelten weltweit für alle Arbeitskräfte von OMV. Im Hinblick auf die Einhaltung lokaler Rechtsvorschriften gelangen zusätzlich eigene Bestimmungen zur Anwendung. Dies betrifft die OMV Aktiengesellschaft und alle ihre Tochtergesellschaften sowie die Borealis AG und die OMV Petrom S.A. mit ihren jeweiligen Tochtergesellschaften, nicht jedoch die SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. und ihre Tochtergesellschaften. In geringem Umfang gibt es auch Ausnahmeregelungen. So gelten zum Beispiel bei Borealis separate Richtlinien für unternehmensspezifische betriebliche Vorfälle. Die HSSE-Richtlinien gelten auch für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, einschließlich externer Expert:innen, die die OMV Konzerngesellschaften fachlich beraten, sowie für alle Arbeitskräfte von Auftragnehmer:innen. [MDR-P 65c] Mitglieder des Vorstands tragen die oberste Verantwortung für die Genehmigung und Umsetzung der HSSE-Direktive, des Gesundheitsstandards, des Standards für die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen und des Standards für das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz. Dies umfasst auch alle Umweltrichtlinien, die Leitlinien zur Minimierung unserer betrieblichen Umweltauswirkungen enthalten. Die Verantwortung für deren Umsetzung liegt bei den jeweiligen Geschäftsbereichen bzw. den jeweils zuständigen Mitgliedern des Vorstands. Die Konzernfunktionen sind dafür verantwortlich, die Umsetzung zu unterstützen und bis zu einem gewissen Grad deren Steuerung und Kontrolle zu beaufsichtigen. [MDR-P 65e] Fachexpert:innen von OMV und Arbeitnehmer:innen aus Geschäftsfunktionen (z. B. Raffinerien, Rechtsabteilung) waren entweder direkt an der Entwicklung der HSSE-Richtlinien beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Richtlinienentwurf gebeten. Damit wurde sichergestellt, dass ihre Interessen möglichst nicht untergraben wurden. [MDR-P 65f] Alle HSSE-Richtlinien, die von der HSSE-Direktive geregelt werden, werden allen Arbeitnehmer:innen von OMV über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet und im Rahmen von Schulungen zur Verfügung gestellt. Die für Lieferant:innen relevanten Aspekte werden in die vertraglichen Vereinbarungen aufgenommen, und detaillierte Aspekte des Gesundheits- und Sicherheitsmanagements werden beim Onboarding von Auftragnehmer:innen kommuniziert. Risikobewertungen [MDR-P 65a] Unser Risikomanagementansatz umfasst die Identifizierung von Gefahren, die Bewertung von Risiken und die Implementierung geeigneter Kontrollen. Vorschriften für das Risikomanagement werden entwickelt, aufrechterhalten und angewendet. HSSE-Risiken bei Übernahmen und Veräußerungen werden bewertet, um eine solide Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Alle Standorte und Aktivitäten werden systematisch und in regelmäßigen Abständen überprüft. Verfahren und Vorschriften werden auf ihre HSSE-Auswirkungen geprüft. Arbeitsmedizinische Untersuchungen werden durchgeführt, um zu verhindern, dass Arbeitnehmer:innen durch ihre spezifische Arbeit oder ihr Arbeitsumfeld Schaden erleiden. Die Risiken werden entsprechend folgender Hierarchie kontrolliert: Beseitigen – Tolerieren – Reduzieren – Übertragen („Eliminate – Tolerate – Reduce – Transfer“). Der Prozess der Gefahrenermittlung und Risikobewertung wird dokumentiert, aufrechterhalten und am Ort des Einsatzes verfügbar gemacht. Festgestellte Probleme werden gemeldet und adressiert, Folgemaßnahmen entsprechend ihrer Priorität zeitnah umgesetzt und ihre Wirksamkeit überprüft. Personen, die Gefahren ausgesetzt sind, werden auf die Risiken, die durchgeführten Kontrollen und ihre Verantwortlichkeiten aufmerksam gemacht. Gefahrenregister und Risikobewertungen werden regelmäßig aktualisiert und im Rahmen des Änderungsmanagements überprüft. Wesentliche Risiken und deren entsprechende Minderungsmaßnahmen werden im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-(EWRM-)Systems evaluiert und überwacht und in einer konzernweiten Datenbank, dem Active Risk Management System (ARMS), dokumentiert. Sie werden dem Topmanagement berichtet – zumindest zweimal jährlich, aber immer, sobald neue Themen anstehen. Das Senior Management ist in die Überprüfung der als vorrangig eingestuften Risiken direkt eingebunden. Diese präventive Maßnahme kommt in Bezug auf alle unsere wesentlichen Auswirkungen zum Einsatz. Audits [MDR-P 65a] Um die effektive Umsetzung der HSSE-Vorschriften zu bewerten und Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln, haben wir ein Audit- und Überprüfungssystem eingerichtet. Dieses System stellt sicher, dass HSSE-relevante Informationen und Daten regelmäßig gesammelt, gemeldet, kompiliert und analysiert werden. Unsere HSSE-Vorschriften werden von unabhängiger Seite überprüft, um eine kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten. Die HSSE-Aspekte aller Tätigkeiten werden regelmäßig von uns selbst und von unabhängigen Stellen gemäß den festgelegten Verfahren geprüft. Wir stellen sicher, dass ausreichende und kompetente Ressourcen für die Durchführung dieser Audits und Überprüfungen zur Verfügung stehen. Maßnahmen, die sich aus Audits und Überprüfungen ergeben, werden hinsichtlich ihrer Qualität bewertet und überwacht, bis sie zufriedenstellend geklärt sind. Wir sorgen dafür, dass Systeme, Konzepte, Arbeitsprozesse, Aktivitäten oder Aufgaben den festgelegten Vorschriften entsprechen, und überprüfen die Möglichkeit des Zugriffs auf die geltenden HSSE-Vorschriften. Meldung und Untersuchung von Zwischenfällen als Abhilfemaßnahme [MDR-P 65a] Alle Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen sind angehalten, dem Linienmanagement unsichere Arbeitsbedingungen und unsicheres Verhalten zu melden, damit Situationen mit Unfallgefahr erkannt und verhindert werden können. Wir begrüßen diese Verbesserungsvorschläge von Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen auf lokaler Ebene. Alle Zwischenfälle, Gefahrensituationen, HSSE-Begehungen, Audits, Erkenntnisse und festgelegten Maßnahmen werden in unserem zentralen HSSE-Melderegister erfasst und nachverfolgt. Über die Learning-Plattform „My Success Factors“ finden regelmäßige Online-Schulungen statt, um die effektive Nutzung des Tools sicherzustellen, wobei die Bedeutung der Datenqualität hervorgehoben wird. Wir untersuchen Zwischenfälle und Unfälle und stützen uns dabei auf die Expertise der Mitglieder unseres Pools für die Untersuchung von Zwischenfällen und anderer technischer Expert:innen. Unser Ziel ist es, die Ursachen von Zwischenfällen zu finden und Maßnahmen zu ergreifen, um künftig noch schwerwiegendere Zwischenfälle zu verhindern. Wir konzentrieren uns aber auch auf Beinaheunfälle, die unter anderen Umständen zu schweren Unfällen hätten führen können. Außerdem prüfen wir die Wirksamkeit von Maßnahmen, die nach schweren Unfällen, Zwischenfällen mit hohem Potenzial (High-Potential Incidents; HiPos) und Prozesssicherheitsereignissen ergriffen wurden, indem wir unser Melderegister mit Informationen über frühere Sicherheitsereignisse aktualisieren. Wir arbeiteten an der Weiterentwicklung des Prozesses zur Untersuchung von Zwischenfällen und richteten einen Teilprozess ein, um HSSE-Informationen auszutauschen und organisationales Lernen zu fördern. Unser Ausschuss zur Untersuchung von Zwischenfällen trifft sich vierteljährlich, um das Verfahren zu prüfen und praktische Verbesserungen durchzuführen. Gesundheitsstandard [MDR-P 65a] Der OMV Gesundheitsstandard bietet Leitlinien, um die negativen Auswirkungen von einem unzureichenden Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, komplexen Schicht- und Rotationsmustern oder projektbedingtem Druck auf die Gesundheit von Arbeitnehmer:innen abzumildern. Damit wird eine wirksame Gesundheitsversorgung für Arbeitnehmer:innen im gesamten Unternehmen sichergestellt, wobei der Schwerpunkt auf dem Management von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz sowohl für unsere eigenen Arbeitskräfte als auch für die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette liegt. Gemäß dem Standard basiert die Gesundheitsversorgung des OMV Konzerns auf vier Säulen: Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, kurative Medizin, Notfallversorgung und -vorsorge sowie Präventionsprogramme. Darüber hinaus enthält er die wichtigsten Prinzipien, Rollen und Verantwortungsbereiche sowie Kommunikationswege innerhalb des Konzerns und gibt den Rahmen für das Management der Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsversorgung sowie für die Zusammenarbeit zwischen den HSSE-Spezialist:innen vor. Er ergänzt die lokalen rechtlichen Anforderungen, wodurch es uns möglich ist, ein weitgehend einheitliches Niveau von Gesundheitsdiensten und den Zugang zu medizinischen Einrichtungen an allen Standorten von OMV sicherzustellen. Der Gesundheitsstandard des OMV Konzerns regelt die Arbeit der medizinischen Fachkräfte im Bereich der Personalplanung, der medizinischen Einrichtungen und Leistungen sowie der vor Ort geltenden Gesundheitspläne. Außerdem umfasst er die Bewertung und das Management betrieblicher Gesundheitsrisiken, Notfallbereitschaft, Präventivmaßnahmen wie gezielte Initiativen zur Gesundheitsförderung, Gesundheitsprogramme und -schulungen sowie allgemeinmedizinische Betreuung. Er soll ein Mindestniveau an Ausrüstung und Materialien für unsere medizinischen Versorgungseinrichtungen zu Lande und auf den Ölplattformen, wie etwa EKG-Geräte, Absauggeräte, Absaugeinheiten, Rettungshilfen und Notfallmedikamente sicherstellen. Regelmäßige Kontrollen und Lieferantenaudits erfolgen bei Lieferant:innen im medizinischen Bereich sowie in Bezug auf die Hygiene in Lebensmitteleinrichtungen und die Kundenzufriedenheit. Auch die Berichterstattung und Zusammenarbeit mit Auftragnehmer:innen und Subunternehmer:innen in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit bilden einen wesentlichen Teil unseres Prozesses. Ein aktives und kooperatives Gesundheitsmanagement durch OMV, Auftragnehmer:innen und deren Subunternehmer:innen ist für ein effektives Management des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz unerlässlich, wenn mehrere Organisationen zusammenarbeiten. Vor Beginn einer solchen Zusammenarbeit müssen die Anforderungen, die zu erbringenden Leistungen und die Service-Levels vereinbart und organisiert, die Rollen und Zuständigkeiten klar definiert sowie eine Informationsstrategie und Berichtsanforderungen festgelegt werden. [MDR-P 65b] Zusätzlich zu den Angaben unter der HSSE-Direktive gilt der OMV Gesundheitsstandard auch für das medizinische Personal, einschließlich der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, die medizinische Dienstleistungen und Beratungsdienste für die OMV Konzerngesellschaften erbringen. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Gesundheitsstandard werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >HSSE-Direktive behandelt. Standard für die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen [MDR-P 65a] OMV hält sich an die höchsten Standards, um seinen Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Wir erachten dies nicht nur als moralische Verpflichtung, sondern auch als wichtige Voraussetzung, um einen reibungslosen Betrieb ohne kostspielige Anlagenabschaltungen oder Verzögerungen aufgrund von Zwischenfällen zu gewährleisten. Der Standard von OMV für die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen enthält eine klare Darstellung des systematischen Ansatzes, der (über die lokalen/nationalen Gesetze hinaus) zu befolgen ist. Er umfasst auch Vorschriften sowie Rollen und Verantwortlichkeiten bei der Meldung, Berichterstattung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen innerhalb des Unternehmens. Darüber hinaus finden sich darin geeignete Präventiv- und Korrekturmaßnahmen. Damit soll sichergestellt werden, dass sämtliche Zwischenfälle zeitgerecht identifiziert und gemeldet werden. Arbeitsbedingte Zwischenfälle mit potenziellen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit von Menschen, die Umwelt, die Qualität, unsere Kund:innen, unser Kapital und unsere Anlagen, unsere Reputation, das Medieninteresse oder die Compliance werden gründlich untersucht. Dabei gilt es auch, ihre direkten, zugrunde liegenden und systemischen Ursachen zu ermitteln. Zudem werden Sicherheitsereignisse, einschließlich böswilliger Handlungen, untersucht, um die beteiligten Parteien und Umstände zu ermitteln. Selbst schwerwiegende Verdachtsfälle werden in ähnlicher Weise behandelt. Um die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens solcher Zwischenfälle so gering wie vernünftigerweise praktikabel (As Low As Reasonably Practicable; ALARP) zu halten, werden Präventiv- und Korrekturmaßnahmen umgesetzt. Alle Einrichtungen von OMV müssen die vor Ort geltenden Gesetze zur Meldung und Untersuchung von Zwischenfällen einhalten. Länderspezifische gesetzliche Vorgaben haben dabei stets Vorrang. Trotzdem wird OMV stets die gewonnenen Erkenntnisse teilen und Maßnahmen definieren, um ein Wiederauftreten vergleichbarer Zwischenfälle innerhalb des Unternehmens schnellstmöglich zu verhindern. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Standard für die Meldung, Untersuchung und Klassifizierung von Zwischenfällen werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >HSSE-Direktive behandelt. Management von Sicherheit am Arbeitsplatz [MDR-P 65a, 65d] Das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz ist ein integraler Bestandteil des konzernweiten Ansatzes für das HSSE-Management. Dafür kommen standardisierte Anweisungen, Verfahren und Spezifikationen zur Anwendung, um sicheres Arbeiten zu gewährleisten. Zu den grundlegenden Komponenten gehören unsere Organisation, die Ressourcen und Managementprozesse, die Leistung, die Sicherheitskultur sowie dokumentierte Praktiken, die mit der ISO 45001 in Einklang stehen. Ziel ist es, einen Rahmen für die Prävention von arbeitsbezogenen Zwischenfällen zu schaffen, Arbeitssicherheitsziele zu entwickeln und umzusetzen, Führungsqualitäten und Engagement für das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz zu demonstrieren und systematische Prozesse zu etablieren, bei denen Sicherheitsrisiken und Verbesserungsmöglichkeiten berücksichtigt werden. Dazu gehören die Ermittlung von Gefahren, die Bewertung von Arbeitssicherheitsrisiken und die Einrichtung von betrieblichen Kontrollen, mit denen sich solche Risiken auf ein Minimum beschränken lassen. Darüber hinaus geht es um eine Sensibilisierung für Arbeitssicherheitsrisiken und deren Minderung durch Informationen, Kommunikation und Schulungen, eine kontinuierliche Bewertung und Verbesserung der Sicherheitsleistung, die Entwicklung der erforderlichen Kompetenzen und die Förderung einer ausgereiften Sicherheitskultur. Hierbei müssen die Einbindung von Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen sowie deren Informierung und Beteiligung sichergestellt werden. [MDR-P 65b, 65c, 65e, 65f] In Bezug auf das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt HSSE-Direktive behandelt [S1-1.23] Im OMV Konzern gibt es eine Richtlinie und ein Managementsystem in Bezug auf die Verhütung von Arbeitsunfällen. Die Richtlinien zur Verhütung von Arbeitsunfällen sind die HSSE-Richtlinie, die HSSE-Direktive und der Standard für das Management von Sicherheit am Arbeitsplatz, die alle von unserer HSSE-Vision und -Mission geleitet werden: „Committed to Zero Harm – Protect People, Environment, and Assets“. Das HSSE-Managementsystem umfasst 12 wichtige Elemente, von denen einige speziell auf die Verhütung von Arbeitsunfällen ausgerichtet sind. Der OMV Konzern legt Wert auf eine offene und transparente Meldung von Zwischenfällen, eine gründliche Ursachenanalyse und die Umsetzung von gewonnenen Erkenntnissen, um eine Wiederholung zu verhindern. In Rahmen der Ursachenanalyse werden alle Ursachen und Managementfehler untersucht. Die gewonnenen Erkenntnisse werden innerhalb des Unternehmens und mit externen Interessenträger:innen geteilt. Bei den Untersuchungen kommen bewährte Methoden und kompetente Teams zum Einsatz. S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertreter:innen in Bezug auf Auswirkungen [S1-2.27a, 27b] [AR 24a] [AR 24b] Sicherheitsbegehungen und Kampagnen zur Sensibilisierung für HSSE, die sich sowohl an die eigene Belegschaft als auch an Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette richten, werden laufend durchgeführt, um sicherzustellen, dass Sicherheit in unserer Unternehmenskultur verankert ist. Wir legen verstärktes Augenmerk auf die Verbesserung unserer HSSE-Begehungen und fördern diesbezüglich einen offenen Dialog. Nur so können wir das Verständnis für die Herausforderungen im Feld vertiefen und größeres Vertrauen zwischen Belegschaft und Management schaffen. Feedback fließt in die HSSE-Pläne ein (sowohl auf lokaler Ebene als auch auf Ebene des Konzerns) und wird über unser HSSE-Melderegister überwacht. Praktische Schulungen zu lebensrettenden Regeln (Life-Saving Rules; LSRs), die in den 2024 angepassten und zum Teil neu errichteten Sicherheitszentren gestartet wurden, werden systematisch für alle Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen fortgesetzt. Zuvor wurden für das neue Konzept die Materialen und Übungsaufbauten der Schulungen vollständig überarbeitet und aktualisiert. Die LSRs werden mit den eigenen Arbeitnehmer:innen und den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette (z. B. Auftragnehmer:innen in unseren Anlagen) im Rahmen von Sensibilisierungsprogrammen, Workshops, Arbeitsplatzbegehungen durch Führungskräfte, Sicherheitsbegehungen und verschiedenen Teammeetings laufend diskutiert. Wir sind davon überzeugt, dass wir sicheres Verhalten bei der Arbeit fördern, indem wir psychologische Sicherheit bieten, einen offenen Dialog pflegen und eine Kultur schaffen, in der Gesundheit und Sicherheit fest in der Rolle jeder einzelnen Arbeitskraft verankert sind. Arbeitnehmer:innen starten, implementieren, bewerten und verbessern Gesundheits- und Sicherheitsprogramme mit großem Engagement. Sie arbeiten eng mit ihren Vorgesetzten zusammen, um gemeinsam Lösungen für häufige Probleme zu finden. So können Vorgesetzte Schwachstellen lokalisieren, während Arbeitnehmer:innen motiviert und ermutigt werden, ihre eigene Sicherheit zu verbessern. Aktivitäten verbessern. Aktivitäten zur Förderung der Sicherheit stehen in unserer Organisation stets im Mittelpunkt. Dazu gehören konkrete Maßnahmen, die monatlich, vierteljährlich und jährlich umgesetzt werden. Mit solchen Initiativen sollen die Sicherheit aller Arbeitnehmer:innen fortlaufend gewährleistet und eine Kultur des Sicherheitsbewusstseins und des proaktiven Risikomanagements im gesamten Unternehmen gefördert werden. [AR 24c] Auf mehreren Ebenen des OMV Konzerns gibt es Aktivitäten zur Einbeziehung in HSSE-Themen. Auf Konzernebene gehören dazu die Erstellung eines HSSE-Jahresplans für den Konzern, die Kommunikation und Abstimmung der Kontaktpersonen (Points of Contact; PoCs) in den Sicherheitszentren sowie die Umsetzung einer konzernweiten Kommunikationsstrategie. Zudem umfassen die Konzerninitiativen HSSE-Kampagnen und ‑Veranstaltungen wie die HSSE Manager Days und den Welttag für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Auf lokaler Ebene bestehen diese Einbeziehungsaktivitäten aus regelmäßigen Meetings und HSSE-Tagen. Durch sie soll sichergestellt werden, dass Informationen sowohl in lokale als auch in konzernweite HSSE-Pläne und interne Kommunikationskampagnen einfließen. [AR 24d] OMV weist den Gesundheits- und Sicherheitsaktivitäten wesentliche finanzielle und personelle Ressourcen zu. Dazu gehört die Finanzierung der Einbeziehungsaktivitäten, wie HSSE-Kampagnen, HSSE-Begehungen, Schulungsprogramme und Workshops sowie eigenes Gesundheits- und Sicherheitspersonal. [S1-2.27e] Die Wirksamkeit unseres Engagements in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit wird durch Feedback von Teilnehmer:innen, einschließlich Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen, sowie durch jährliche interne Audits bewertet. Wenn negatives Feedback eingeht oder bei Sicherheitsbegehungen unsichere Praktiken festgestellt werden, wird die Ursache untersucht und gemeldet. Interne Audits werden durchgeführt, um sicherzustellen, dass unsere Sicherheitsmaßnahmen und -protokolle unseren internen Richtlinien entsprechen. Ermittelte Verbesserungsvorschläge werden dann in die HSSE-Jahrespläne aufgenommen. Um sicherzustellen, dass wir ein wirksames Gesundheits- und Sicherheitsmanagement aufrechterhalten, werden unsere Leistungskennzahlen und Fortschritte bei der Erreichung unserer Ziele monatlich verfolgt und jährlich berichtet. S1-4 Maßnahmen zum Umgang mit den IROs im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens [S1-4.39] Um die notwendigen Maßnahmen zur Behebung der negativen Auswirkungen eines unzureichenden Gesundheits- und Sicherheitsmanagements zu bestimmen, werden HSSE-Jahrespläne entwickelt. Die HSSE-Strategie wird mithilfe dieser Jahresplänen und Ziele umgesetzt. In einem kombinierten Top-down- und Bottom-up-Prozess werden 44 lokale HSSE-Jahrespläne entwickelt und zentral überwacht. [MDR-A 69a, 69b] In Bezug auf das wesentliche Thema S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen haben keine unserer Maßnahmen den monetären Schwellenwert von EUR 5 Mio überschritten, weshalb diese Datenanforderungen nicht adressiert wurden. [S1-4.35] [S1-4.37] Im Jahr 2024 legten wir Maßnahmen fest, die sich auf Gesundheitsvorsorge und Schulungen, Bewusstseinsbildung und die Förderung von Sicherheitspraktiken konzentrieren. [S1-4.AR 43] OMV unternimmt erhebliche Anstrengungen und setzt viel Personal ein, um das Gesundheits- und Sicherheitsmanagement zu verbessern. Dazu gehört auch die Durchführung der in den HSSE-Plänen festgelegten Maßnahmen. Gesundheitsvorsorge [S1-4.37] [S1-4.38a, 38b, 38c] [MDR-A 68a] Gesundheitsvorsorge ist unsere proaktive Maßnahme, um die wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Arbeitnehmer:innen aufgrund eines unzureichenden Managements von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu adressieren. Dies erreichen wir durch die Umsetzung einer Vielzahl von Initiativen und Projekten im gesamten OMV Konzern. An seinen operativen Betriebsstandorten unterhält OMV insgesamt 45 medizinische Einrichtungen bzw. arbeitet mit diesen zusammen. Um Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz zu mindern, führt unser medizinisches Personal Vorsorgeuntersuchungen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen jener Länder durch, in denen wir tätig sind. Dazu gehören zum Beispiel Blutuntersuchungen bei Arbeitnehmer:innen, die mit Gefahrstoffen arbeiten, oder Hörtests für Arbeitnehmer:innen, die Lärm ausgesetzt sind. [S1-4.38d] Um die Wirksamkeit dieser medizinischen Einrichtungen zu überprüfen, werden interne Audits durchgeführt. So wird sichergestellt, dass die Qualität der Vorsorgeuntersuchungen unserem Gesundheitsstandard und den gesetzlichen Bestimmungen der Länder, in denen wir tätig sind, entspricht. Im "Gesundheitszirkel" treffen sich Arbeitnehmer:innen in Gänserndorf (Österreich) regelmäßig und erarbeiten gemeinsam mit dem lokalen Gesundheitsteam maßgeschneiderte Lösungen für Gesundheitsthemen aus ihrem Arbeitsalltag. In einigen Ländern konnten auf lokaler Ebene Präsenzschulungen zur Gesundheitsförderung durchgeführt werden. Zu den wichtigsten Themen gehörte eine in Rumänien und Neuseeland fortgesetzte Kampagne zur Sensibilisierung für Brustkrebs. Weiterhin konnten Arbeitnehmer:innen an Untersuchungen auf Hautkrebs teilnehmen und sich bei Auffälligkeiten anschließend einer fachärztlichen Untersuchung unterziehen. All dies erfolgte freiwillig und kostenlos. [MDR-A 68b, 68c, 68e] Die Vorsorgeuntersuchungen, die von den medizinischen Einrichtungen an unseren Standorten angeboten werden, stehen sowohl unseren eigenen Arbeitskräften als auch den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette zur Verfügung. Zusätzliche Gesundheitsinitiativen und Sensibilisierungskampagnen wie das Hautkrebsscreening sind unseren eigenen Arbeitskräften vorbehalten. Diese Maßnahme ist ein fortlaufender Prozess. Die Abteilungen Corporate Health und Learning haben in den letzten Jahren eine neue gemeinsame Initiative zur Sensibilisierung für Gesundheitsthemen entwickelt. Im Jahr 2024 fanden Webinare statt, bei denen Ideen für eine bessere Work-Life-Balance besprochen wurden. Ein weiteres Webinar konzentrierte sich auf die Förderung der psychischen Gesundheit. Das Thema psychische Gesundheit wurde 2024 mit mehreren Aktionen, Interviews, verschiedenen Kommunikationssitzungen, Webinaren und Frage-Antwort-Sitzungen ausführlich behandelt. Mit diesem besonders sensiblen Thema sind auch Gesundheitsausschüsse der Branche befasst. Schulungen, Sensibilisierungsmaßnahmen und Förderung der Sicherheitskultur [MDR-A 68a] [S1-4.37] [S1-4.38a, 38c] [S1-2.27 AR 24a] Schulungen, Sensibilisierungsmaßnahmen und Aktivitäten zur Förderung der Sicherheitskultur sind Teil unserer Präventiv- und Verbesserungsmaßnahmen, die die negativen Auswirkungen eines unzureichenden Managements von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz adressieren. [MDR-A 68b, 68c] Sie werden laufend angeboten und richten sich an alle Arbeitnehmer:innen von OMV. Arbeitnehmer:innen von OMV aller Ebenen werden regelmäßig in ihren Aufgaben und Zuständigkeiten geschult. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sind unerlässlich, um die Belegschaft und Führungskräfte über Gefahren am Arbeitsplatz und die entsprechenden Kontrollmechanismen zu informieren, damit sie die Gefahren genau kennen, die Risiken beseitigen oder mindern sowie sicher arbeiten. Nach der Aktualisierung und konzernweiten Angleichung unserer LSRs führten wir unter der Leitung des Linienmanagements ein intensives Programm von Präsenzworkshops zur Einführung durch, um alle Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen zu erreichen. Alle Arbeitnehmer:innen müssen mit der HSSE-Richtlinie, internen HSSE-Vorschriften und den einschlägigen Gesetzen sowie insbesondere mit den lebensrettenden Regeln vertraut sein. Sie tragen aktiv zum HSSE-Bewusstsein bei und entwickeln dieses als Teil der Unternehmenskultur weiter, indem sie beispielsweise unsicheres oder verantwortungsloses Verhalten bei der Arbeit und unsichere Zustände stoppen und melden sowie alle Beinaheunfälle, Zwischenfälle und Verstöße melden. [S1-4.38d] Anhand dieser Berichte können wir die Wirksamkeit von Schulungen, Sensibilisierungsmaßnahmen und der Förderung von Sicherheitspraktiken verfolgen. Sicherheitszentren für lebensrettende Regeln [MDR-A 68a, 68b, 68c] Im Jahr 2024 starteten wir mit der Umsetzung unseres neuen Konzepts für praktische Schulungen zu unseren lebensrettenden Regeln an 20 Betriebsstandorten. Auftragnehmer:innen und unsere eigenen Arbeitnehmer:innen werden in eigens dafür eingerichteten Sicherheitsschulungszentren geschult, um dann vor Ort als Multiplikator:innen für Sicherheit zu agieren. Dies trägt dazu bei, das Verhältnis zwischen der Belegschaft und dem Management zu verbessern und sicheres Verhalten zu fördern und wirkt sich insgesamt positiv auf unsere Standorte aus. Ein Schwerpunkt der Sicherheitszentren ist die Erhöhung des Bewusstseins für Sicherheit und die Vertiefung des einschlägigen Know-hows durch praktische Schulungen zur Vermeidung schwerer Zwischenfälle. Sicherheitsprogramme mit dem Ziel der Konsolidierung und Verbesserung der Sicherheitsleistung wurden bei verschiedenen Auftragnehmer:innen durchgeführt. Um deren Bedeutung zu unterstreichen, werden sie vom Senior Management als Sponsor unterstützt und geleitet. Dies ist eine fortlaufende Initiative. S1-5 Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] Die HSSE-Ziele in S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen (mit Ausnahme des Ziels für Gesundheitsvorsorgeprogramme mit Schwerpunkt auf psychischem Wohlergehen) und S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette gelten für alle unsere eigenen Arbeitnehmer:innen und Fremdarbeitskräfte (Leiharbeitskräfte, z. B. Ingenieur:innen und Techniker:innen, Außendienstmitarbeiter:innen, HSSE-Kräfte, Projektmanager:innen, Arbeitnehmer:innen in der Lieferkette und Beschaffung sowie Beschäftigte in Recht und Compliance) und alle anderen Arbeitskräfte, die an OMV Standorten tätig sind, sogenannte Auftragnehmer:innen und Subunternehmer:innen. Um die Vergleichbarkeit dieser Indikatoren innerhalb der Branche zu gewährleisten, werden die Ziele auf der Grundlage von Leitlinien für bewährte Verfahren in der Öl-, Gas- und Chemieindustrie festgelegt. Alle Ziele werden monatlich überwacht und jährlich überprüft, um unsere Leistung im Jahresvergleich zu bewerten und mögliche Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln. Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle [S1-5.44a] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Dieses Ziel unterstützt unser in der HSSE-Strategie 2030 von OMV definiertes strategisches Ziel, die Sicherheit sowie die körperliche und geistige Unversehrtheit von Menschen zu gewährleisten. 2025 Mindestens das zweite Quartil im jeweiligen Geschäftsbereich 2030 Erstes Quartil im jeweiligen Geschäftsbereich Relatives Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Arbeitnehmer und Arbeitnehmer von Vertragsunternehmen Im Umfang enthalten 100% für Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, für Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie für Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Wir ziehen Vergleiche für jeden Geschäftsbereich und jede Region (in der Regel auf Kontinentebene), in der wir tätig sind. Relevante Branchenverbände (z. B. IOGP, Concawe, Cefic, Solomon, NACE) Nicht im Umfang enthalten Joint Ventures, bei denen OMV weder die Kontrolle noch die Betriebsführerschaft innehat; bei denen OMV nicht die Managementkontrolle innehat; M&A in der Integrationsphase Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2024 Bezugswert Der KPI wird für jedes Jahr unabhängig berechnet, ohne Bezugnahme auf frühere Jahre. [MDR-T-80f] Die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) ist die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Todesfälle, Fälle mit Ausfalltagen, Fälle mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und Fälle, die einer medizinischen Behandlung bedürfen) pro 1.000.000 Arbeitsstunden. Die TRIR wird auf jährlicher Basis berechnet und als kombinierte Quote berichtet, die sowohl Daten von Arbeitnehmer:innen als auch von Auftragnehmer:innen enthält. Die folgenden Quellen werden zur Definition bzw. zum Benchmarking dieser KPI herangezogen: HSSE-Richtlinie/-Direktive von OMV, konzernweite HSSE-Richtlinie und internes HSSE-Melderegister. Die Berichterstattung orientiert sich an den Sicherheits- und Umweltdatenberichten der IOGP, den Concawe-Berichtsrichtlinien und den Ipieca/IOGP-Indikatoren für Gesundheitsleistung, die Leitlinien für die Öl- und Gasindustrie darstellen. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde im Rahmen interner Workshops unter Einbeziehung relevanter interner Interessenträger:innen und Geschäftsfunktionen vorgeschlagen und vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR‑T‑80i] Da das Ziel im Jahr 2024 festgelegt wurde, gibt es keine Änderungen des Ziels, der Kennzahlen oder der Methoden. Stand 2024: [MDR-T-80j] TRIR: 1,33 pro 1 Mio Arbeitsstunden (2023: 1,3844) Engagement Walks/HSSE-Begehungen [S1-5.44a] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Dieses Ziel unterstützt unser in der HSSE-Strategie 2030 von OMV definiertes strategisches Ziel der Verbesserung der Wirksamkeit und Effizienz von Verfahren, Vorschriften und Instrumenten. Es gilt, sicheres Arbeiten vor Ort zu gewährleisten, positive Beobachtungen auszutauschen, unsichere Situationen und Verhaltensweisen zu beseitigen und Engagement zu fördern. 2025 30% der Engagement Walks (EWs)/HSSE-Begehungen sollten den folgenden Schwerpunktbereichen zugeordnet werden: 1. EWs mit Fokus auf LSRs, 2. EWs mit Fokus auf Auftragnehmer:innen, 3. EWs mit Fokus auf die Schulung von Neueinsteiger:innen und weniger erfahrenen Arbeitnehmer:innen 2030 EWs mit positiven Beobachtungen werden belohnt, wird bis 2030 hinzugefügt Relatives Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten (einschließlich ggf. kontrahierter Dienstleistungen) Im Umfang enthalten 100% für Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, für Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie für Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Nicht im Umfang enthalten Joint Ventures, bei denen OMV weder die Kontrolle noch die Betriebsführerschaft innehat Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2025 Bezugswert in % n.a. [MDR-T-80f] Das Ziel wird gemäß folgender Formel berechnet: (Anzahl EWs mit LSRs + Anzahl EWs Auftragnehmer:innen + Anzahl EWs gecoacht) / (Gesamtanzahl EWs) * 100. Die Anzahl EWs mit LSRs bezieht sich auf Engagement Walks (EWs) mit Schwerpunkt auf lebensrettenden Regeln (LSRs), die Anzahl EWs Auftragnehmer:innen bezieht sich auf Engagement Walks mit Auftragnehmer:innen, und die Anzahl EWs gecoacht bezieht sich auf EWs zur Schulung von Neueinsteiger:innen und weniger erfahrenen Arbeitnehmer:innen. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde im Rahmen interner Workshops vorgeschlagen, an denen relevante interne Interessenträger:innen, darunter von Group HSSE (z. B. in den Raffinerien), Group Sustainability und spezifischen Geschäftsfunktionen, teilnahmen. Es wurde vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Das Ziel konzentriert sich auf die Verringerung negativer Auswirkungen auf die Sicherheit. Dieses neue Ziel soll sicheres Arbeiten vor Ort gewährleisten, um wesentliche Auswirkungen auf Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen zu verringern. Stand 2024: [MDR-T-80j] Die Entwicklung, Koordination und Einführung dieser Leading KPI (LeKPI) fand im Jahr 2024 statt. Die erforderliche Berichtsplattform wurde erweitert, um die Eingabe und Verarbeitung von Plan- und Ist-Werten sowie deren Verfolgung zu ermöglichen. Das erste Tracking wird ab 2025 beginnen. Gesundheitsvorsorgeprogramme mit Schwerpunkt auf psychischem Wohlbefinden [S1-5.44a] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Dieses Ziel unterstützt das in der HSSE-Strategie 2030 von OMV definierte strategische Ziel der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch integriertes Gesundheitsmanagement und steht im Einklang mit unserer Verpflichtung, unsere Arbeitnehmer:innen bei der Verbesserung ihres psychischen Wohlbefindens und ihrer körperlichen Gesundheit zu unterstützen. 2025 Mindestens 3 Konzernmaßnahmen (Webinare, Umfragen, Vorträge) zum Thema psychische Gesundheit 2030 Erreichen einer Beteiligung von mindestens 30 % der gesamten Belegschaft an mindestens einer Maßnahme zur psychischen Gesundheit Relatives Ziel von 2025-2030; absolutes Ziel ab 2030 Aktivitäten der Wertschöpfungskette Arbeitskräfte des Unternehmens Im Umfang enthalten 100% für Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, für Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie für Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Nicht im Umfang enthalten Joint Ventures, bei denen OMV weder die Kontrolle noch die Betriebsführerschaft innehat Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2023 Bezugswert in % 0 [MDR-T-80f] Die Methode zur Berechnung der Zielerreichung für das Jahr 2025 besteht darin, die Anzahl von jeder Art von Veranstaltungen zur psychischen Gesundheit zu melden, die von der für das Gesundheitsmanagement zuständigen Abteilung pro Jahr organisiert werden, einschließlich interner Kommunikation (Blogs, MyNews), Webinaren und Schulungen zur psychischen Gesundheit. Für das Jahr 2030 besteht die Methode in der Berechnung des prozentualen Anteils der Gesamtzahl der Personen, die in den letzten fünf Jahren an mindestens einer der organisierten Aktivitäten zum Thema psychische Gesundheit teilgenommen haben, im Verhältnis zur Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen. Die Annahme bezüglich der Anzahl der Teilnehmer:innen an den Online-Veranstaltungen basiert auf der Anzahl der Personen, die die Einladung zur Schulung angenommen haben. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde im Rahmen interner Workshops unter Einbeziehung relevanter interner Interessenträger:innen und Geschäftsfunktionen vorgeschlagen und vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Da das Ziel im Jahr 2024 festgelegt wurde, gibt es keine Änderungen des Ziels, der Kennzahlen oder der Methoden. Stand 2024: [MDR-T-80j] Im Jahr 2024 nahmen in Spitzenzeiten knapp 500 Personen teil. Durchschnittlich 350 Personen nahmen an den Webinaren zur psychischen Gesundheit teil. Im Laufe des Jahres wurden vier Webinare durchgeführt und vier Schulungen auf Anfrage für die Geschäftsbereiche organisiert. Zusätzlich wurden sieben Blogs und zwei MyNews-Artikel im Intranet von OMV veröffentlicht, um das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen. Der erste Kurs für Ersthelfer:innen für psychische Gesundheit wurde durchgeführt. Zwölf Teilnehmer:innen wurden drei Tage lang darin geschult, akute Anzeichen für psychische Störungen zu erkennen. Darüber hinaus wurde für Führungskräfte der CEO-Linie 1 ein Leadership-Training über die Auswirkungen von Führungsverhalten auf die psychische Gesundheit durchgeführt. Arbeitsunfälle mit Todesfolge [S1-5.44a] [S1-5.45] MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Dieses Ziel unterstützt unser in der HSSE-Strategie 2030 von OMV definiertes strategisches Ziel, die Sicherheit sowie die körperliche und geistige Unversehrtheit von Menschen zu gewährleisten. 2025 0 2030 0 Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Arbeitnehmer und Arbeitnehmer von Vertragsunternehmen Im Umfang enthalten 100% für Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, für Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie für Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Nicht im Umfang enthalten Joint Ventures, bei denen OMV weder die Kontrolle noch die Betriebsführerschaft innehat; bei denen OMV nicht die Managementkontrolle innehat; M&A in der Integrationsphase Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2023 Bezugswert 1 [MDR-T-80f] Die Methode zur Ermittlung der Arbeitsunfälle mit Todesfolge basiert auf den in der HSSE-Richtlinie von OMV festgeschriebenen Leitlinien und orientiert sich an Berichtsstandards wie der Global Reporting Initiative (GRI), den Sicherheits- und Umweltdatenberichten der IOGP, den Concawe-Berichtsrichtlinien und den Ipieca/IOGP-Indikatoren für Gesundheitsleistung, die Leitlinien für die Öl- und Gasindustrie darstellen. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde im Rahmen interner Workshops unter Einbeziehung relevanter interner Interessenträger:innen und Geschäftsfunktionen vorgeschlagen und vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Im Jahr 2024 gab es keine Änderungen an diesem Ziel. Stand 2024: [MDR-T-80j] 0 Arbeitsunfälle mit Todesfolge (2023: 1) [S1-5.47a] Das Verfahren zur Festlegung unserer HSSE-Ziele für Zwischenfälle, Engagement Walks/HSSE-Begehungen, Gesundheitsvorsorgeprogramme mit Schwerpunkt auf psychischem Wohlbefinden und Arbeitsunfälle mit Todesfolge umfasste eine Auswertung der Ergebnisse gemeldeter HSSE-Zwischenfälle, interner Audits und Bewertungen von Auftragnehmer:innen, um Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln. Es folgten Konsultationen mit internen Interessenträger:innen wie Vorstandsmitgliedern und der Abteilung Group Sustainability sowie ein Benchmarking mit bewährten Verfahren und Richtlinien von IOGP und Concawe. Wir haben uns nicht direkt mit Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette oder ihren Vertreter:innen ausgetauscht. [S1-5.47b] Wir überwachen unsere Leistung in Bezug auf diese Ziele monatlich und prüfen sie jährlich. [S1-5.47c] Die monatliche Überprüfung der Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele in Verbindung mit den Zahlen im Jahresvergleich gibt Aufschluss über die Wirksamkeit der zur Erreichung dieser Ziele ergriffenen Maßnahmen. Wenn ein negativer Trend beobachtet wird, untersuchen wir die Ursache und stellen sicher, dass die daraus gewonnenen Erkenntnisse an die betroffenen Interessenträger:innen (z. B. Arbeitnehmer:innen, Geschäftspartner:innen und Auftragnehmer:innen) weitergegeben werden. S1-14 – Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit1 [S1-14.88] [S1-14.89] [S1-14.AR90] [GRI 403-9] [MDR-M.77c] 2024 2023 Prozentsatz der Personen unter den Arbeitskräften des Unternehmens, die auf der Grundlage gesetzlicher Anforderungen und/oder anerkannter Normen oder Leitlinien vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit des Unternehmens abgedeckt sind % 100 100 Sicherheit am Arbeitsplatz – Arbeitskräfte des Unternehmens Todesfälle Anzahl 0 0 Häufigkeit tödlicher Arbeitsunfälle pro 100 Mio Arbeitsstunden 0,00 0,00 Anzahl der gearbeiteten Stunden 1.000 Stunden 36.976 36.429 Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 1,05 1,04 Mit schweren Folgen Anzahl 2 0 Mit schweren Folgen pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,05 0,00 Schwere der Unfälle mit Ausfallzeit Durchschnittliche Anzahl von LWDs pro LWDI 29,23 21,47 Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle Anzahl 52 55 Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 1,41 1,51 Sicherheit am Arbeitsplatz – Auftragnehmer Todesfälle Anzahl 0 1 Häufigkeit tödlicher Arbeitsunfälle pro 100 Mio Arbeitsstunden 0,00 1,17 Anzahl der gearbeiteten Stunden 1.000 Stunden 72.562 85.120 Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,87 0,80 Mit schweren Folgen Anzahl 1 2 Mit schweren Folgen pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,01 0,02 Schwere der Unfälle mit Ausfallzeit Durchschnittliche Anzahl von LWDs pro LWDI 32,41 35,34 Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle Anzahl 94 113 Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 1,30 1,33 Sicherheit am Arbeitsplatz – Arbeitskräfte des Unternehmens und Auftragnehmer Todesfälle Anzahl 0 1 Häufigkeit tödlicher Arbeitsunfälle pro 100 Mio Arbeitsstunden 0,00 0,82 Anzahl der gearbeiteten Stunden 1.000 Stunden 109.540 121.549 Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,93 0,87 Mit schweren Folgen Anzahl 3 2 Mit schweren Folgen pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,03 0,02 Schwere der Unfälle mit Ausfallzeit Durchschnittliche Anzahl von LWDs pro LWDI 31,20 30,37 Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle Anzahl 146 1682 Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 1,33 1,382 1 Die Tabelle zeigt Statistiken für alle Vorfälle, die unsere eigene Belegschaft und Arbeitnehmer:innen innerhalb der Wertschöpfungskette unter OMV-Managementkontrolle betreffen. Es gab einen Todesfall innerhalb der Borealis-Wertschöpfungskette, der außerhalb unserer Managementkontrolle lag und daher gemäß den Berichtsrichtlinien von OMV nicht in die Statistiken aufgenommen wurde. 2 2023 geringfügige Datenkorrektur basierend auf Vorfall-Neuklassifizierungen [S1-14.90] [MDR-M.77c] 41,7% unserer Standorte sind nach ISO 45001 zertifiziert (was 30,59% der Arbeitskräfte von OMV abdeckt). [Freiwillig] 10 von OMV Corporate Health im Jahr 2024 auditierte Kliniken Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-14.88a] [MDR-M.77a, 77c] Prozentsatz der Personen unter den Arbeitskräften des Unternehmens, die auf der Grundlage gesetzlicher Anforderungen und/oder anerkannter Normen oder Leitlinien vom Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit des Unternehmens abgedeckt sind: Dies ist eine rechtliche Anforderung, die für alle Arbeitnehmer:innen gilt. [S1-14.88c] [MDR-M.77a, 77c] Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle für Arbeitskräfte des Unternehmens: die Summe der Verletzungen, die zum Tod, zu dauerhafter Vollinvalidität, zu Ausfalltagen, zu eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und zu einer medizinischen Behandlung führen [S1-14.88b] [MDR-M.77a, 77c] Zahl der Todesfälle, die auf arbeitsbedingte Verletzungen zurückzuführen sind, für Arbeitskräfte des Unternehmens: Tod von Arbeitskräften des Unternehmens infolge einer arbeitsbedingten Verletzung, wenn die betreffende Person aufgrund der Verletzung innerhalb von 12 Monaten verstirbt [S1-14.88c] [MDR-M.77a, 77c] Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle für Arbeitskräfte des Unternehmens: die Summe der Verletzungen, die zum Tod, zu dauerhafter Vollinvalidität, zu Ausfalltagen, zu eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und zu einer medizinischen Behandlung führen [S1-14.88c] [MDR-M.77a, 77c] Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle für Arbeitskräfte des Unternehmens (Total Recordable Injury Rate; TRIR): die Anzahl der meldepflichtigen Verletzungen (Todesfälle + Fälle mit Ausfalltagen + Fälle mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit – Fälle, die eine medizinische Behandlung erfordern) pro 1.000.000 Arbeitsstunden [S1-14.88e] [MDR-M.77a, 77c] Zahl der Ausfalltage, die auf arbeitsbedingte Verletzungen zurückzuführen sind, für Arbeitskräfte des Unternehmens (Lost Workdays; LWDs): die Summe der Kalendertage nach dem Tag der arbeitsbedingten Verletzung, an denen eine als verletzt gemeldete Person arbeitsunfähig war, einschließlich arbeitsfreier Tage. Die maximale Anzahl der meldepflichtigen Ausfalltage pro Fall beträgt 180. [S1-14.88e] [MDR-M.77a, 77c] Zahl der Todesfälle, die auf arbeitsbedingte Verletzungen zurückzuführen sind, für Arbeitskräfte des Unternehmens: Tod von Arbeitskräften des Unternehmens infolge einer arbeitsbedingten Verletzung, wenn die betreffende Person aufgrund der Verletzung innerhalb von 12 Monaten verstirbt [S1-14 AR 90] [MDR-M.77a, 77c] Prozentsatz der Arbeitskräfte des Unternehmens, die unter ein Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit fallen, das auf rechtlichen Anforderungen und/oder anerkannten Standards oder Leitlinien beruht und intern geprüft und/oder von einer externen Partei geprüft oder zertifiziert wurde: Summe der Anzahl eigener Arbeitskräfte an nach ISO 45001 zertifizierten Standorten, geteilt durch die Summe eigener Arbeitskräfte (Personenzahl), multipliziert mit 100 [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Häufigkeit tödlicher Arbeitsunfälle für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer: Anzahl der Todesfälle unter Arbeitnehmer:innen und/oder Auftragnehmer:innen pro 100 Millionen Arbeitsstunden [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Zahl der geleisteten Arbeitsstunden für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer: die Gesamtanzahl der von Arbeitnehmer:innen/Auftragnehmer:innen geleisteten Arbeitsstunden. Die geleisteten Arbeitsstunden von Auftragnehmer:innen sollten alle vom Personal der Auftragnehmer:innen auf dem Betriebsgelände geleisteten Arbeitsstunden und alle arbeitsbezogenen Tätigkeiten umfassen. Die geleisteten Arbeitsstunden werden wie folgt berechnet: ► Für österreichische und deutsche Unternehmen: ► Arbeitsstunden pro Jahr für Arbeitnehmer:innen von OMV = Anzahl der Arbeitnehmer:innen * 1.570 ► Arbeitsstunden pro Jahr für Auftragnehmer:innen = Anzahl der Arbeitnehmer:innen von Auftragnehmer:innen * 2.000 (Die unterschiedlichen Faktoren sind darauf zurückzuführen, dass Auftragnehmer:innen in der Regel 10 Stunden pro Tag auf dem Betriebsgelände arbeiten, während der Faktor für eigene Arbeitnehmer:innen auf einer 38-Stunden-Arbeitswoche basiert.) ► Für Unternehmen in anderen Ländern können die geleisteten Arbeitsstunden erheblich variieren. Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit liegt in der Regel zwischen 1.600 und 2.300 Stunden pro Person und hängt von den regionalen Beschäftigungsbedingungen und den jeweiligen Schichtarbeitszeiten ab. [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer: die Anzahl der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Todesfälle und Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit) pro 1 Million Arbeitsstunden [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Mit schweren Folgen für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer (Zahl): Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit, die zu 180 oder mehr verlorenen Arbeitstagen oder dauerhafter Vollinvalidität führen [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Mit schweren Folgen für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer (pro 1 Mio Arbeitsstunden): Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit, die zu 180 oder mehr verlorenen Arbeitstagen oder dauerhafter Vollinvalidität führen [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Schwere der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer: die durchschnittliche Anzahl der tatsächlich ausgefallenen Arbeitstage pro Arbeitsunfall [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Meldepflichtige Arbeitsunfälle insgesamt für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer: die Summe der Verletzungen, die zum Tod, zu dauerhafter Vollinvalidität, zu Arbeitsausfällen, zu eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und zu einer medizinischen Behandlung führen [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate, TRIR) für Arbeitskräfte des Unternehmens/Auftragnehmer: die Anzahl der meldepflichtigen Verletzungen (Todesfälle + Fälle mit Ausfalltagen + Fälle mit eingeschränkter Arbeitsfähigkeit + Fälle, die eine medizinische Behandlung erfordern) pro 1.000.000 Arbeitsstunden [GRI 403-9] [MDR-M.77a, 77c] Meldepflichtige Arbeitsunfälle insgesamt für Arbeitskräfte des Unternehmens und Auftragnehmer: die Summe der Verletzungen, die zum Tod, zu dauerhafter Vollinvalidität, zu Arbeitsausfällen, zu eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und zu einer medizinischen Behandlung führen S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Wesentliches Thema: S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Wesentliche Unterthemen: Arbeitsbedingungen; Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle; und Sonstige arbeitsbezogene Rechte Unser Ziel ist es, eine talentierte und qualifizierte Belegschaft aufzubauen und zu binden. Wir schaffen stabile Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen, fördern Weiterbildungen für einen Übergang zu einer gerechten und ökologischen Wirtschaft („Just Transition“) und setzen uns aktiv für Chancengleichheit ein. So entsteht ein respektvolles und psychologisch sicheres Umfeld, in dem sich alle Arbeitnehmer:innen selbst verwirklichen können. Relevante SDGs: SDG-Ziele: 4.4 Bis 2030 die Zahl der Jugendlichen und Erwachsenen wesentlich erhöhen, die über die entsprechenden Qualifikationen einschließlich fachlicher und beruflicher Qualifikationen für eine Beschäftigung, eine menschenwürdige Arbeit und Unternehmertum verfügen 5.1 Alle Formen der Diskriminierung von Frauen und Mädchen überall auf der Welt beenden 5.5 Die volle und wirksame Teilhabe von Frauen und ihre Chancengleichheit bei der Übernahme von Führungsrollen auf allen Ebenen der Entscheidungsfindung im politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Leben sicherstellen 8.2 Eine höhere wirtschaftliche Produktivität durch Diversifizierung, technologische Modernisierung und Innovation erreichen, einschließlich durch Konzentration auf mit hoher Wertschöpfung verbundene und arbeitsintensive Sektoren 8.5 Bis 2030 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer, einschließlich junger Menschen und Menschen mit Behinderungen, sowie gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit erreichen 10.2 Bis 2030 alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Religion oder wirtschaftlichem oder sonstigem Status zu Selbstbestimmung befähigen und ihre soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern Nach Bekanntgabe der OMV Strategie 2030 wurden alle Personalfunktionen konzernweit in People & Culture (P&C) umbenannt. Ziel dieser Abteilung ist es, die OMV Strategie 2030 in vollem Umfang zu unterstützen. Durch zielgenaues Priorisieren, ermöglichen wir die Entfaltung des vollen Potentials unserer Organisation. Der neue Name macht deutlich, dass Menschen und Kultur entscheidend sind, um die in unserer Strategie verankerten Ziele zu erreichen. Unsere neue P&C-Strategie konzentriert sich auf die Kernaussage „People make it happen“ und unterstützt damit die Transformation. Im Zentrum steht unser Purpose „Re-inventing essentials for sustainable living“. Die vier strategischen Schwerpunkte sind „Employee Experience“, „Growing Talent“, „Organizational Evolution“ und „New Ways of Working“. Sie alle werden durch transformationale Führungskompetenzen („Transformational Leadership Competencies“) unterstützt. Damit gewährleisten wir, dass sich unsere Arbeitnehmer:innen entfalten und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können, um so den geschäftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Initiativen, wie die Einführung unserer neuen OMV Werte leisten dazu einen großen Beitrag. Ein talentiertes und qualifiziertes Team von Arbeitnehmer:innen zusammenzustellen und zu binden, ist entscheidend für den Erfolg unserer internationalen und integrierten Wachstumsstrategie. Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem alle Arbeitnehmer:innen lernen, wachsen, zusammenarbeiten, sich vernetzen und ein sicheres sowie gesundes Leben führen können. OMV unterstützt einen gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“), indem wir die Kompetenzen unserer Belegschaft auf dem neuesten Stand halten und unsere Arbeitnehmer:innen im traditionellen Öl- und Gasgeschäft auf die Transformation vorbereiten sowie für die Aufgaben in unserem CO2-armen Geschäft zukunftsfit machen. Die zentralen Verpflichtungen gegenüber unseren Arbeitnehmer:innen sind in unserem Verhaltenskodex, dem Code of Conduct, detailliert beschrieben. Diese umfassen die Förderung von Lernen und Entwicklung sowie die Schaffung eines Umfelds, in dem berufliche und persönliche Ziele im Einklang mit unseren Geschäftsanforderungen verwirklicht werden können. Vielfalt ist eine Stärke, die wir aktiv nutzen. Wir sind davon überzeugt, dass kulturell vielfältige Teams kreativer, einfallsreicher und kompetenter sind und dadurch breitere Perspektiven und neue Ideen entwickeln. Diversität, Gleichstellung und Inklusion (Diversity, Equity, and Inclusion; DE&I) verbessern das Engagement und die Arbeitszufriedenheit, was wiederum direkt zur Prosperität und Nachhaltigkeit des Unternehmens beiträgt. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) OMV strebt danach, gerechte und positive Arbeitsbedingungen zu bieten, die zu höherer Zufriedenheit, Produktivität und Gesundheit der Arbeitnehmer:innen führen können. Durch die Förderung einer ausgewogenen Work-Life-Balance und die Verbesserung der Möglichkeiten für Arbeitnehmer:innen, die eine Minderheit repräsentieren, bemühen wir uns, ein positives und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Unsere umfassende und inklusive Personalstrategie konzentriert sich auf die Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, was die Zufriedenheit fördert und die Produktivität der Arbeitnehmer:innen steigert. Diese Bemühungen wirken sich positiv auf unsere Belegschaft aus und unterstützen eine positive und gerechte Unternehmenskultur, die sowohl den Arbeitnehmer:innen als auch OMV zugutekommt. Die Akquise und Bindung talentierter und geschulter Arbeitnehmer:innen ist eine unserer wichtigsten Chancen. Durch das Angebot von wettbewerbsfähigen Schulungen, wollen wir einen Vorteil bei der Gewinnung und Bindung von Talenten erlangen, was für unseren nachhaltigen Erfolg entscheidend ist. Da wir das Risiko erkennen, dass unser Fortschritt durch nicht aktuelles Wissen und mangelnde Fähigkeiten beeinträchtigt wird, verpflichten wir uns, unsere Schulungsprogramme kontinuierlich zu verbessern, um sicherzustellen, dass unsere Belegschaft qualifiziert bleibt und alle Vorschriften eingehalten werden. Dies ist wesentlich für die erfolgreiche Umsetzung unserer Strategie und die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen. Mehr über unsere wesentlichen IROs für S1 Arbeitskräfte des Unternehmens finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. ESRS 2 SBM-3 Zusammenspiel der Wesentlichen IROs mit Strategie und Geschäftsmodell Wir haben eine „People & Culture“-Strategie entwickelt, die die OMV Transformation, wie sie in der Strategie 2030 festgehalten ist, uneingeschränkt unterstützt. Im Kern dieser „People & Culture“-Strategie steht unser Purpose: „Re-inventing essentials for sustainable living“. Dafür haben wir vier strategische Schwerpunkte gesetzt: „Employee Experience“, „Growing Talent“, „Organizational Evolution“ und „New Ways of Working“. Diese werden durch transformationale Führungskompetenzen („Transformational Leadership Competencies“), die von unseren Führungskräften vorgelebt werden, unterstützt. Der Aufbau und die Bindung eines talentierten und qualifizierten Teams von Arbeitnehmer:innen sind entscheidend für internationales und integriertes Wachstum und den Erfolg unserer Konzernstrategie. Wir setzen uns dafür ein, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Arbeitnehmer:innen lernen, wachsen, sich vernetzen und zusammenarbeiten sowie ein sicheres und gesundes Leben führen können. Zu unseren Maßnahmen gehören die Förderung von Lernen und Entwicklung sowie die Schaffung eines Umfelds, in dem sich alle im Einklang mit unseren Geschäftsanforderungen beruflich weiterentwickeln und selbst verwirklichen können. [SBM-3.14a] Alle OMV Arbeitskräfte, einschließlich unserer eigenen Arbeitnehmer:innen (z. B. Pipeline-Ingenieur:innen, Außendiensttechniker:innen, Chemieingenieur:innen, Bohranlagen-Betreiber:innen, Finanzanalyst:innen und Projektleiter:innen) und Fremdarbeitskräften (z. B. Leiharbeitskräfte, Selbständige oder Personen, die von Unternehmen bereitgestellt werden, die in erster Linie im Bereich der „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ tätig sind), sind von wesentlichen Auswirkungen betroffen. [SBM-3.14b-i, 3.14b-ii] Von einigen der identifizierten negativen Auswirkungen waren begrenzte Gruppen von Arbeitnehmer:innen in hohem Maße betroffen. So zum Beispiel sind in einigen Ländern formelle Arbeitnehmervertretungen gesetzlich verboten. Im Berichtszeitraum wurden einzelne Ereignisse identifiziert, die sich auf einen bestimmten Standort oder Betrieb auswirken (z. B. Fehlen eines zentralen Beschwerdekanals, unangemessene Unterbringung, keine Privatsphäre). [SBM-3.14c] Die von OMV umgesetzten Maßnahmen für die identifizierten wesentlichen positiven Auswirkungen in Bezug auf gerechte und vorteilhafte Arbeitsbedingungen sowie Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle gelten für den gesamten Konzern. Schulungs- und Weiterbildungsprogramme, die sich sowohl an Arbeiter:innen als auch an Angestellte richten, unterstützen die Gewinnung und Bindung von Talenten. Performance-Management und Maßnahmen zur Karriereentwicklung konzentrieren sich auf unsere eigenen Arbeitnehmer:innen. Spezielle DE&I- Maßnahmen werden in sechs Workstreams entwickelt: Barrierefreiheit, Gender, Generationen, Interkulturelles, LGBTQ+ und Elternschaft/Pflege. Die Entwicklung von transformationalen Führungskompetenzen ist für Arbeitnehmer:innen mit Führungsfunktion verfügbar. [S1 SBM-3.14f, 3.14g] Mehr über Standorte, an denen ein erhebliches Risiko von Zwangs- oder Kinderarbeit besteht, finden Sie im Abschnitt > S1 Menschenrechte. Talentprogramm [SBM-3.14c] Das OMV „Leading Ahead“-Programm wird gemeinsam mit Borealis und OMV Petrom durchgeführt und bietet den Top-Talenten der Gruppe eine umfassende Führungskräfteentwicklung und eine breite Karriereplattform. Im Jahr 2023 absolvierten die ersten Teilnehmer:innen das Programm. Top-Talente für die nächsten Durchgänge des Programms werden jährlich nominiert. Unterstützung von Führungskräften, um Transformation und Wandel voranzutreiben [SBM-3.14c] Das Change-Management-Toolkit bietet unseren Teams einen umfassenden Leitfaden und unterstützende Maßnahmen für den Umgang mit verschiedenen Transformationsprozessen. Es stattet sie mit den wesentlichen Ressourcen und Strategien aus, um organisatorische Veränderung effektiv zu begleiten und eine reibungslose und erfolgreiche Transformation für unsere Arbeitnehmer:innen und Interessenträger:innen zu gewährleisten. Ein wesentlicher Bestandteil zur Stärkung einer neuen Teamstruktur ist das im Jänner 2023 eingeführte Team-Effektivitätstraining. Dieses Training vermittelt den Teams die notwendigen Fähigkeiten und Werkzeuge, um sich in veränderten Strukturen gut entfalten zu können. Ziel ist es, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und ein effizienteres Arbeitsumfeld mit stärkerem Zusammenhalt zu fördern. Das Training wird jährlich gemäß unserem Personalbedarf durchgeführt und auf die speziellen Bedürfnisse der entsprechenden Geschäftsbereiche abgestimmt. Um Führungskräfte mit den für die Transformation erforderlichen Kompetenzen auszustatten, wurde im Jahr 2024 ein neues „Transformational Leadership“-Programm eingeführt. Es konzentriert sich darauf, wie die OMV Strategie erreicht werden kann und uns selbst und das Team dazu motiviert, die Transformation voranzutreiben. Diese Maßnahme befasst sich mit der Sicherstellung gerechter und positiver Arbeitsbedingungen und mindert das Risiko ineffizienter Umschulung und Weiterbildung der Belegschaft. Wohlergehen der Arbeitnehmer:innen Gerade während der OMV Transformation ist das Wohlergehen unserer Arbeitnehmer:innen von entscheidender Bedeutung. Im Zuge der Transformation unseres Unternehmens kann es bei den Arbeitnehmer:innen zu Unsicherheiten über die Auswirkungen auf ihre Arbeit und zu Stress aufgrund der häufigen Strukturänderungen oder neuen Prozesse kommen. Wir legen daher einen erheblichen Fokus auf das Management der Work-Life-Balance, indem flexible Arbeitsweisen wie Homeoffice oder Teilzeitmodelle unterstützt und in psychologische Betreuung sowie ein Well-Being-Trainingsprogramm investiert wurde. Wir beobachten das Wohlergehen unserer Arbeitnehmer:innen durch unseren jährlichen Pulse-Check und verzeichneten im Jahr 2024 eine positive Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Aktuell haben 72% der Arbeitnehmer:innen des OMV Konzerns das Gefühl, dass das Gleichgewicht zwischen ihren beruflichen und privaten Verpflichtungen stimmt. [S1 SMB-3.14d, 3.14e] Das Wohlergehen der Arbeitnehmer:innen wird jedoch nicht nur durch die Work-Life-Balance bestimmt, sondern auch dass OMV sicherstellt, dass sie vorbereitet sind und die richtigen Fähigkeiten für das Geschäft jetzt und in der Zukunft haben. Unser Engagement für einen gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) zeigt sich auch in der Vermeidung eines der wichtigsten identifizierten wesentlichen Risiken: die ineffiziente Umschulung unserer Arbeitnehmer:innen im Einklang mit den strategischen Transformationsanforderungen. Wir müssen einem potenziellen Mangel an qualifiziertem Personal für unser bestehendes und zukünftiges Geschäft vorbeugen, da dies zu geringerer Produktivität, wirtschaftlicher Ungleichheit und Arbeitsplatzunsicherheit bei den Arbeitnehmer:innen führen könnte. Es ist entscheidend, dass wir alle Arbeitnehmer:innen in unsere Weiterbildungsstrategie einbeziehen, um Fairness und Inklusivität zu fördern. Wir bieten allen Arbeitnehmer:innen die gleichen Chancen, die notwendigen Fähigkeiten für bestehende und neue Rollen zu erwerben. Die Ausrichtung der Schulungsprogramme an den strategischen Bedürfnissen von OMV trägt zur wirtschaftlichen Stabilität bei und verringert das Risiko von Arbeitsplatzverlusten und wirtschaftlichen Härtefällen. Darüber hinaus kann effektives Training sozioökonomische Lücken schließen, soziale Gerechtigkeit fördern und nachhaltiges Wachstum unterstützen. Durch die Bewältigung dieser Risiken und die Nutzung der Chancen kann OMV zu einem gerechten Übergang beitragen, der sowohl unserer Belegschaft als auch der Allgemeinheit zugutekommt. Im Rahmen unserer Upskilling-Strategie bieten wir Schulungen an, die unsere Arbeitnehmer:innen im traditionellen Öl- und Gasgeschäft auf die Veränderung vorbereiten und fit für zukünftige Rollen in unserem CO2-armen Geschäft machen wird. Ziel ist es, die Fähigkeiten auf dem neuesten Stand zu halten und anzuerkennen, dass bestehende Fähigkeiten auf neue Energielösungen übertragen werden können und auch für bestehende Energielösungen sehr gefragt sind. Zum Beispiel bietet unsere Sustainability Academy, eine SharePoint-basierte Plattform, Schulungen für alle Arbeitnehmer:innen von OMV an. Hier können sie ihr Wissen über ESG-Themen erweitern und Denkanstöße im Bereich der Klimaneutralität bekommen. Unsere „Operational Excellence“-Programme bieten unseren Betriebsleiter:innen die notwendige Unterstützung, um unser bestehendes Raffinerie- und Energiegeschäft so effektiv wie möglich zu halten. Durch Initiativen wie diese fördern wir eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und der Weiterentwicklung und befähigen unser Team, in der sich ständig veränderten Landschaft der Energielösungen erfolgreich zu sein. [S1 SMB-3.14d] Der OMV Transition Plan darauf ab, bis 2050 klimaneutrale Betriebsabläufe zu erreichen, und könnte wesentliche Auswirkungen auf unsere eigene Belegschaft haben. Diese Auswirkungen und Risiken umfassen Umstrukturierungen und mögliche Änderungen der Stellenbeschreibungen aufgrund der Bemühungen, die CO2-Emissionen im Einklang mit internationalen Vereinbarungen zu reduzieren. Unsere Personalpolitik fördert langfristige Beschäftigung, um sowohl den Arbeitnehmer:innen als auch der Organisation durch stabile Arbeitsbeziehungen zu nutzen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Betriebliche Veränderungen und Mindestkündigungsfristen. [S1 SBM-3.15] OMV verpflichtet sich, eine faire Behandlung und gleiche Chancen für alle Arbeitnehmer:innen zu gewährleisten, mit null Toleranz gegenüber Diskriminierung und Belästigung. Wir anerkennen unsere Unterschiede und nutzen unsere Vielfalt als Katalysator für Wachstum und Kreativität. Durch unsere „People & Culture“-(P&C‑)Strategie passen wir laufend aktuelle Praktiken an, um ein inklusives und sinnstiftendes Arbeitsumfeld sowie Vielfalt und Mobilität innerhalb des OMV Konzerns zu fördern. Basierend auf der OMV DE&I-Umfrage, die 2021 durchgeführt wurde, und Konsultationen mit P&C-, DE&I- und Menschenrechtsexpert:innen haben wir bestimmte Gruppen identifiziert, die aufgrund ihrer Merkmale, ihres Kontexts oder ihrer Tätigkeiten einem höheren Schadensrisiko ausgesetzt sind. Dazu gehören LGBTQ+-Personen, behinderte Arbeitnehmer:innen, ethnische und rassische Minderheiten, ältere Arbeitnehmer:innen (über 50), Personen mit Pflegeverantwortung, Frauen und schwangere Arbeitnehmerinnen. Wir haben auch erhöhte Risiken für Alleinarbeiter, Personen in abgelegenen oder Konfliktgebieten und Umgebungen mit unterschiedlichen kulturellen Werten erkannt. Darüber hinaus sind Arbeitnehmer:innen in gefährlichen Rollen und Nachtschichten, insbesondere schwangere Frauen, einem höheren Risiko ausgesetzt. Durch die Bewältigung dieser Risiken zielen wir darauf ab, einen sichereren und inklusiveren Arbeitsplatz zu schaffen, in dem sich jeder entfalten kann. [SBM-3.16] Die jüngste Pandemie hat gezeigt, dass OMV durch die digitalen Arbeitsmethoden hohe Serviceniveaus aufrechterhalten kann. Für unsere Arbeiter:innen in der Produktion haben wir verschiedene Schichten organisiert und den Kontakt zwischen den Gruppen reduziert, um die Kontinuität des Schichtplans zu gewährleisten. Die Belegschaft von OMV besteht zu mehr als 50% aus Personen der Generation X und den Babyboomer:innen. Dies hat zu Bedenken geführt, da große Gruppen in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand gehen werden. Um dieses Risiko zu adressieren, konzentriert sich OMV darauf, den Wissenstransfer zwischen den Generationen zu verbessern und die nächste Generation von Führungskräften durch unsere „Operational Excellence“-Programme zu fördern. Um einen sichereren und inklusiveren Arbeitsplatz zu schaffen, haben wir mehrere Initiativen umgesetzt. Dazu gehören interkulturelle Schulungen, um Arbeitnehmer:innen auf Geschäftsreisen oder internationale Versetzungen vorzubereiten und sicherzustellen, dass sie gut gerüstet sind, um sich in verschiedenen kulturellen Umgebungen zurechtzufinden. Um das interkulturelle Bewusstsein weiter zu stärken, wird das Management ermutigt, internationale Erfahrungen durch Jobrotation zu sammeln. Darüber hinaus organisiert das Unternehmen DE&I-Sensibilisierungsveranstaltungen und Schulungen zu bedeutenden Anlässen wie dem Internationalen Frauentag, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen und dem Pride Month sowie zur Stärkung des Bewusstseins für das Thema Generationen und begeht verschiedene interkulturelle Tage. Um Jungeltern zu unterstützen, hat das Unternehmen Schulungsprogramme eingeführt, die darauf abzielen, das Bewusstsein beider Geschlechter für die Verfügbarkeit von Teilzeitmodellen und anderen Arbeitsanpassungen zu erhöhen. Diese Programme sollen einen sicheren und unterstützenden Arbeitsplatz für alle Arbeitnehmer:innen gewährleisten und Flexibilität und Verständnis bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern. Governance [S1-2.27c] Die OMV Abteilung People & Culture (P&C) ist für eine Vielzahl von Funktionen verantwortlich, die für unseren Unternehmenserfolg von entscheidender Bedeutung sind. Dazu gehört die Talentakquise, die sich darauf konzentriert, die richtigen Kandidat:innen für unser Team zu gewinnen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Personalentwicklung, die die strategische Kompetenzentwicklung, das Talentmanagement und das Lernmanagement umfasst, um sicherzustellen, dass unsere Arbeitnehmer:innen die für ihre Rollen erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen. People Relations umfasst die Verwaltung von Gehaltsabrechnungen, Mitarbeiterverwaltung sowie Arbeitsrecht und Arbeitsverträge, um reibungslose und konforme Abläufe zu gewährleisten. Die P&C-Abteilung kümmert sich auch um Total Rewards und Global Mobility, um sicherzustellen, dass unsere Arbeitnehmer:innen anerkannt werden und bei Bedarf in verschiedenen Regionen arbeiten können. Schließlich koordinieren die P&C-Vertreter:innen die Aktivitäten der verschiedenen Organisationseinheiten und Länder, in denen wir tätig sind, und bringen Synergien und sorgen für übergreifende Abstimmung über unsere globalen Operations. Die organisatorische Aufstellung der lokalen P&C-Abteilungen in den verschiedenen Ländern ist darauf ausgerichtet, zweckmäßig zu sein, so effizient wie möglich zu arbeiten und die größtmöglichen Synergien zu erzielen. Wir fördern den strategischen Austausch von Talenten zwischen OMV und Borealis, um Arbeitnehmer:innen zusätzliche Jobmöglichkeiten zu bieten und die Entwicklung neuer Fähigkeiten zu unterstützen. Das Führungsteam von OMV P&C berichtet direkt an den:die Senior Vice President (SVP) von P&C des OMV Konzerns. Der:die SVP berichtet direkt an den:die Generaldirektor:in. Die Verantwortung für das Thema Diversität ist auf höchster Ebene verankert, da die Erreichung der Diversitätsziele Teil der ESG-Ziele im Long-Term Incentive Plan (LTIP) für die Vergütung des Vorstands ist. Die P&C-Abteilung des OMV Konzerns ist für die Umsetzung der DE&I-Strategie des Konzerns verantwortlich. Ein Governance-Team, bestehend aus P&C, Communications und Sponsor:innen auf Vorstandsebene wurde 2022 gegründet, um an unserer DE&I-Strategie zu arbeiten und die in unserer Roadmap definierten Meilensteine zu erreichen. Darüber hinaus wurden während der DE&I-Workshops Employee Resource Groups (ERGs) gegründet, die aus freiwilligen Arbeitnehmer:innen von OMV bestehen und das Erreichen unserer DE&I-Ziele unterstützen. Die ERGs fördern unsere Maßnahmen, indem sie die Initiativen in ihre eigenen Teams tragen, die Sichtbarkeit des Themas unterstützen und eine Stimme für die DE&I-Community sind. S1-1 Spezifische Richtlinien45 und Verpflichtungen im Zusammenhang mit Arbeitskräften des Unternehmens [S1-1.19] Alle in diesem Abschnitt behandelten Richtlinien gelten für alle Arbeitskräfte unseres Unternehmens, sofern nicht anders angegeben. Im Allgemeinen unterliegen die IROs im Zusammenhang mit den eigenen Arbeitskräften dem Code of Conduct und der Menschenrechts-Grundsatzerklärung, die unsere Verpflichtungen gegenüber unseren eigenen Arbeitskräften öffentlich unterstreichen. Wesentliche Auswirkungen auf S1 Arbeitskräfte des Unternehmens werden durch spezifische Richtlinien, wie die Personalrichtlinie, die People & Culture Ethics Policy zur Nichtdiskriminierung und unsere DE&I-Vision adressiert und gemanagt. Code of Conduct [S1-1.19] [MDR-P 65a] OMV strebt danach, ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein, der Chancengleichheit, moderne Formen der Mitarbeiterentwicklung und ein positives und dynamisches Arbeitsumfeld fördert. Durch die Schaffung gerechter und positiver Arbeitsbedingungen können die Zufriedenheit, die Produktivität und die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen gesteigert werden, was sich sowohl auf die Arbeitnehmer:innen als auch auf OMV positiv auswirkt. Wir sorgen für die Einhaltung von lokalen Lohnstandards, Arbeits- und Ruhezeiten sowie Überstundenvergütungen, die unseren Arbeitnehmer:innen und ihren Familien einen menschenwürdigen Lebensstandard sichern und mit den Standards der Internationalen Arbeitsorganisation in Einklang stehen. Wo der gesetzliche Schutz nicht ausreicht, sorgen wir für mindestens einen ununterbrochenen freien Tag pro Woche und eine angemessene Kompensation. Durch die Förderung der Work-Life-Balance und die Verbesserung der Möglichkeiten für Arbeitnehmer:innen, die einer Minderheit angehören, bemühen wir uns, ein positives und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Unsere umfassende und inklusive Personalstrategie zielt auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle ab und fördert die Zufriedenheit und Produktivität der Arbeitnehmer:innen. Unser Code of Conduct hält eindeutig fest, dass Diskriminierung aufgrund von Ethnie, Hautfarbe, sexueller Identität, Geschlechtsidentität oder -ausdruck, Alter, ethnischer oder sozialer Herkunft, genetischen Merkmalen, Sprache, Religion oder Weltanschauung, politischer Meinung, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, indigener Herkunft, Vermögen, Ehe- oder Familienstand, Behinderung, Gesundheitszustand oder eines sonstigen Status nicht toleriert wird. In Bezug auf die Elternzeit halten wir uns an das nationale Recht und das ILO-Übereinkommen Nr. 183, das einen Mutterschaftsurlaub von mindestens 14 Wochen vorsieht. Wir sorgen für ein faires und wirksames Entlohnungssystem, das gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit durch konzernweite Governance unterstützt. Wir verfolgen einen fairen und transparenten Ansatz bei Entlassungen, Sanktionen, Abzügen und Beschwerden im Einklang mit nationalem Recht und Standards für faire Verfahren. OMV ist sich der Bedeutung der Arbeitsplatzsicherheit bewusst und unternimmt alle Anstrengungen, um seiner Verantwortung durch vorausschauende Planung gerecht zu werden. Diese Bemühungen wirken sich positiv auf unsere Belegschaft aus und fördern eine unterstützende und gerechte Arbeitsplatzkultur, von der sowohl die Arbeitnehmer:innen als auch OMV profitieren. [MDR-P-65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. [S1-1.24a, 24c] Unser Code of Conduct unterstreicht die entscheidende Bedeutung der Diversität in unserem Unternehmen. Wir haben uns dazu verpflichtet, dass es gegenüber Arbeitnehmer:innen und Bewerber:innen keinerlei Form von Diskriminierung aufgrund von Alter, Rasse, Glaube oder Religion, Hautfarbe, Nationalität, ethnischer Herkunft, politischen oder anderen Überzeugungen, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder Familienstand geben darf. Menschenrechts-Grundsatzerklärung [S1-1.19] [S1-1.20] [MDR-P 65a] OMV verpflichtet sich, die Rechte von Arbeitskräften gemäß den acht Kernarbeitsnormen und der Erklärung der ILO über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit zu achten. Dies umfasst die Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Tarifverhandlungen, die Beseitigung von Zwangsarbeit und moderner Sklaverei, die Abschaffung von Kinderarbeit, die Abschaffung von Diskriminierung und die Sicherstellung eines sicheren und gesunden Arbeitsumfelds. Wir respektieren das Recht, Gewerkschaften zu bilden und diesen beizutreten, und unterlassen Maßnahmen, die Tarifverhandlungen untergraben. Wo nationales Recht eine formelle Arbeitnehmervertretung verbietet, sucht OMV nach alternativen Formen der Vertretung innerhalb des jeweiligen gesetzlichen Rahmens. Wir halten uns an die lokalen Standards für angemessene, existenzsichernde Löhne, Arbeits- und Ruhezeiten sowie die Bezahlung von Überstunden. Wenn die lokalen Arbeitsstandards nicht an die höheren auf internationalen Menschenrechtsgesetzen basierenden Standards von OMV heranreichen, halten wir uns an unsere höheren Standards unter gleichzeitiger Beachtung der geltenden Gesetze. OMV setzt sich für Chancengleichheit und eine faire Behandlung aller Arbeitnehmer:innen ein und toleriert keinerlei Diskriminierung, Mobbing und Belästigung am Arbeitsplatz. Durch die Förderung der Work-Life-Balance und die Verbesserung der Möglichkeiten für Arbeitnehmer:innen, die einer Minderheit angehören, bemühen wir uns, ein positives und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Unsere umfassende und inklusive Personalstrategie zielt auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle ab und fördert die Zufriedenheit und Produktivität der Arbeitnehmer:innen. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf die Menschenrechts-Grundsatzerklärung werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >S1 Menschenrechte behandelt. [S1-1.24a] Mit der Menschenrechts-Grundsatzerklärung bekräftigt OMV seine Verpflichtung zur Gleichbehandlung aller Personen, unabhängig von Rasse, Geschlecht, sexueller Identität, Alter, Hautfarbe, ethnischer oder sozialer Herkunft, genetischer Merkmale, Sprache, Religion oder Weltanschauung, politischer oder sonstiger Anschauung, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, indigener Herkunft, Vermögen, Familienstand, Behinderung, Gesundheitszustand (einschließlich psychischer Gesundheit) oder eines sonstigen Status. [S1-1.21] [S1-1.22 [S1-1.24a, 24b, 24c, 24d] Mehr über unsere Menschenrechtsverpflichtungen und die Maßnahmen, die wir zur Verhinderung und Bewältigung von Menschenrechtsverletzungen innerhalb unserer eigenen Belegschaft ergriffen haben, finden Sie im Abschnitt > S1 Menschenrechte. Wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens werden durch spezifische Richtlinien, wie die Personalrichtlinie, die People & Culture Ethics Policy zur Nichtdiskriminierung und unsere DE&I-Vision adressiert und gemanagt, die mehr Einzelheiten über das Management gerechter und vorteilhafter Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, die Gewinnung von Talenten und geschulten Arbeitnehmer:innen, Umschulung und Ausbildung enthalten. Personalrichtlinie (HR-Direktive) [S1-1.19] [MDR-P 65a, 65b] Die Personalrichtlinie (HR-Direktive) von OMV schafft einen einheitlichen Rahmen für alle HR-Prozesse und -Regelungen im gesamten Unternehmen, mit Ausnahme der Borealis AG und der SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. Sie umreißt die wichtigsten Grundsätze, Werte und organisatorischen Strukturen für HR-Funktionen und geht detailliert auf Rollen und Verantwortlichkeiten, HR-Prozesse und die Governance ein. Ziel der Richtlinie ist es, Konsistenz, interne Gleichbehandlung und Transparenz in der Personalpolitik zu gewährleisten. Darüber hinaus unterstützt sie die Konzernstrategie und schafft einen Mehrwert, indem das gesamte Unternehmen in Personalangelegenheiten einbezogen wird. Sie deckt Bereiche wie Vergütungsmanagement, Talentakquise, Personalentwicklung, internationale Mobilität und Personaladministration ab, wobei lokale Gesetze und länderspezifische Vorschriften berücksichtigt werden. Indem wir wettbewerbsfähige Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, wollen wir uns einen Vorteil bei der Gewinnung und Bindung von Talenten verschaffen, was für unseren anhaltenden Erfolg entscheidend ist.Die Richtlinie beschreibt die Prinzipien und Prozesse für das Management von Mitarbeitervergütungen, einschließlich Gehaltsüberprüfungen, Leistungsbewertungen und Sozialleistungen, um Transparenz und Konsistenz bei der Anerkennung und Belohnung von Arbeitnehmer:innen für ihre Beiträge zu gewährleisten. Sie unterstreicht die Bedeutung der Mitarbeiterentwicklung durch strukturierte Lern- und Entwicklungsprogramme. Dazu gehören Leistungsbeurteilungen, Nachfolgeplanung und Talentmanagement, um den Arbeitnehmer:innen Wachstums- und Aufstiegsmöglichkeiten zu bieten. Darüber hinaus betont die Richtlinie die Bedeutung von Diversität mit dem Ziel, den Frauenanteil in der oberen Führungsebene zu erhöhen, und fördert Initiativen, wie zum Beispiel Mentoring, Nachfolgeplanung sowie spezifische Schulungsprogramme. Zudem enthält sie Bestimmungen für die Verwaltung von Arbeitsverhältnissen und die Erbringung von personalrechtlichen Dienstleistungen. Damit gewährleistet die Richtlinie die Einhaltung lokaler und internationaler Arbeitsgesetze, den Schutz der Arbeitnehmerrechte und eine faire Behandlung in allen personalbezogenen Angelegenheiten. Durch die Förderung der Work-Life-Balance und die Verbesserung der Möglichkeiten für Arbeitnehmer:innen, die einer Minderheit angehören, bemühen wir uns, ein positives und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen. Unsere umfassende und inklusive Personalstrategie zielt auf Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle ab und fördert die Zufriedenheit und Produktivität der Arbeitnehmer:innen. Die wirksame Umsetzung der Richtlinie wird durch Stichprobenkontrollen und interne Audits überwacht. [MDR-P 65c] Der:die Senior Vice President der Abteilung People & Culture trägt die oberste Verantwortung für die Umsetzung der HR-Direktive und der People & Culture Ethics Policy. [MDR-P 65e] Fachexpert:innen von OMV (z. B. aus der P&C-Abteilung, Menschenrechtsexpert:innen, juristische Expert:innen) waren entweder direkt an der Entwicklung der HR-Direktive und der P&C Ethics Policy beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Richtlinienentwurf gebeten. [MDR-P 65f] Die HR-Direktive und die P&C Ethics Policy stehen allen Arbeitnehmer:innen von OMV über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet und während Schulungen zur Verfügung. [S1-1.24a] Die HR-Direktive unterstreicht die Bedeutung, die dem Umgang mit Diversität bei OMV zukommt. Diversität ist für uns eine Stärke, auf die wir aktiv aufbauen. Unser Ziel ist es, kontinuierlich neue Initiativen und Maßnahmen zu entwickeln, um die Vielfalt und Chancengleichheit innerhalb unseres Unternehmens weiter auszubauen. Unterstützt wird diese Richtlinie durch Anhang 1, der die P&C Ethics Policy enthält. Darin ist festgeschrieben, dass OMV keine Form von Missbrauch, Belästigung oder Diskriminierung in jeglicher Art und Weise, die im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses stattfinden, toleriert. [S1-1.24] Mit dieser Direktive wird sichergestellt, dass alle Arbeitnehmer:innen in einem Umfeld arbeiten können, das frei von Belästigung, unrechtmäßiger Diskriminierung und Vergeltung ist. [S1-1 AR 10] Im Jahr 2024 wurde Anhang 3 in die bestehende HR-Direktive aufgenommen, um Aufbau, Prinzipien und Prozesse für den neuen SpeakUp-Kanal zu beschreiben und dessen Anwendbarkeit auf die Tochtergesellschaften von OMV und OMV Petrom sicherzustellen. Mithilfe unseres SpeakUp-Kanals können Arbeitnehmer:innen ihre Bedenken über schwerwiegendes Fehlverhalten am Arbeitsplatz online äußern. Arbeitszeiten und Flexibilität [S1-1.20a] [MDR-P 65a] Wir sorgen für die Einhaltung maßgeblicher lokaler Arbeitszeit- und Überstundenregelungen, die für ein professionelles Arbeitsumfeld unerlässlich sind. Wir ermöglichen auch Teilzeitarbeit. Unsere Teilzeitkräfte haben generell Anspruch auf die gleichen Zusatzleistungen wie Vollzeitkräfte, außer wenn diese Leistungen an den Umfang der geleisteten Arbeitsstunden gebunden sind (z. B. eine bestimmte Anzahl von Homeoffice-Tagen pro Monat, wobei Vollzeitkräfte Anspruch auf mehr Homeoffice-Tage haben als Teilzeitkräfte). Entsprechend den lokalen gesetzlichen Vorschriften bieten wir weitere flexible Arbeitsmöglichkeiten an, wie etwa spezielle Teilzeitarbeit für bestimmte Altersgruppen oder Möglichkeiten für das Arbeiten von zu Hause aus, wodurch sich unsere Arbeitnehmer:innen die Zeit flexibler einteilen können. Wir bieten verschiedene Formen von lang- und kurzfristigen Unterbrechungen der Berufstätigkeit an, wie Sabbaticals und Elternzeit oder andere Formen des Betreuungsurlaubs. Betriebliche Veränderungen und Mindestkündigungsfristen [S1-1.20a] [MDR-P 65a] Unsere Personalpolitik basiert auf langfristiger Beschäftigung. Sowohl die Arbeitnehmer:innen als auch unser Unternehmen profitieren von langfristigen Arbeitsverhältnissen. In diesem Zusammenhang sind wir uns bewusst, dass Arbeitsplatzsicherheit nicht nur für die einzelnen Arbeitnehmer:innen, sondern auch für die Gesellschaft und die betroffene Region ein großes Anliegen darstellt. Wir streben daher danach, dieser Verantwortung durch die Entwicklung umfassender Geschäftskontinuitätspläne gerecht zu werden. Wo geschäftliche, organisatorische oder sicherheitsrelevante Veränderungen Anpassungen am Arbeitsplatz oder sogar eine Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfordern, evaluieren wir alle Optionen, führen konstruktive Dialoge und reagieren mit größtmöglicher Sorgfalt und Sensibilität. Für fast alle unsere Arbeitnehmer:innen gelten im Falle von Umstrukturierungen arbeitsrechtliche oder tarifvertragliche Kündigungsfristen. In Fällen, in denen eine Trennung von Arbeitnehmer:innen unvermeidbar wird, berücksichtigen wir die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf die betroffenen Personen im größtmöglichen Umfang. Wir verpflichten uns, in jedem Land, in dem wir tätig sind, die lokalen Gesetze hinsichtlich der Mindestkündigungsfristen einzuhalten. Löhne [S1-1.20a] [MDR-P 65a] Wir verpflichten uns, in den Regionen, in denen wir tätig sind, lokal angemessene Löhne zu zahlen. Für fast alle unsere Arbeitnehmer:innen sind Mindestlöhne oder -gehälter gesetzlich festgelegt oder tarifvertraglich vereinbart. [S1-1 AR 10] Die HR-Direktive wurde mit Leitlinien zum internen Beschwerdekanal („SpeakUp-Kanal“) aktualisiert, der auch unseren eigenen Arbeitskräften zur Verfügung steht. Entlohnung [S1-1.20a] [MDR-P 65a] Zur Förderung und Unterstützung der OMV Strategie bieten wir Vergütungs- und Leistungspakete, die auf den relevanten Arbeitsmärkten in der Öl-, Gas- und Chemieindustrie wettbewerbsfähig sind. Zu diesem Zweck werden jährliche Vergütungsüberprüfungen durchgeführt. OMV beobachtet kontinuierlich Markttrends und internationale bewährte Verfahren, um die bestqualifizierten Talente aus aller Welt zu gewinnen, zu motivieren und zu halten. Grundgehälter werden gemäß international anerkannten Methoden zur Bestimmung von Marktvergütungsniveaus festgelegt und entsprechen den relevanten gesetzlichen Vorschriften, wie zum Beispiel Tarifverträgen. Die Grundgehälter sind marktgerecht und fair und auf die Position und Expertise der Arbeitnehmer:innen zugeschnitten. Darüber hinaus fördert OMV die Entgeltgleichheit auf allen Karrierestufen. Dies erfolgt beispielsweise durch die Festlegung standardisierter Einstiegsgehälter, die jährlich entsprechend der lokalen Marktsituation überprüft werden. OMV strebt nach langfristigen Arbeitsverhältnissen. Durch klar definierte Methoden und Prozesse stellen wir eine konsistente, faire und objektive Bewertung von Positionen über alle Bereiche und Länder hinweg sicher, die von externen Berater:innen für bestimmte Rollen validiert wird. Das Ergebnis der Bewertung bildet die Grundlage der Vergütungsentscheidungen für alle Arbeitnehmer:innen. Zur Vergütung gehört eine ausgewogene und transparente Mischung aus festen und variablen monetären und nicht monetären Bestandteilen. Mit dem Group Incentive Plan (GIP) wurde 2024 ein neues Bonusprogramm für Arbeitnehmer:innen eingeführt, um einen Anreiz für den gemeinsamen Erfolg des Unternehmens zu bieten. Dieses neu gestaltete jährliche Incentive-Programm orientiert sich zur Gänze an den Unternehmenszielen und sorgt dafür, dass die Bonusausschüttung an die Arbeitnehmer:innen vollständig an den wichtigsten finanziellen und nicht finanziellen strategischen Prioritäten von OMV ausgerichtet ist. Während der Implementierung des GIP führt OMV den jährlichen Zielsetzungsprozess fort. Das Performance-Management wird auch weiterhin eine entscheidende Rolle für den Geschäftserfolg von OMV spielen, da es ein gemeinsames Verständnis der Prioritäten sicherstellt und die individuelle Performance und Entwicklung fördert. Das Angebot an Mitarbeiterzusatzleistungen wird individuell auf die Bedürfnisse der lokalen Arbeitnehmer:innen in jedem Land, in dem OMV tätig ist, zugeschnitten. Abhängig von den lokalen Bedingungen können Zusatzleistungen Folgendes umfassen: Pensionspläne, subventionierte Betriebsrestaurants, Gesundheitszentren, Kindergärten, Sommercamps für Kinder und Jubiläumsgelder. People & Culture Ethics Policy zur Nichtdiskriminierung [S1-1.19] [MDR-P 65a] Ziel unserer P&C Ethics Policy ist es, gleiche Beschäftigungschancen zu schaffen. Dabei wird keinerlei Diskriminierung bzw. Belästigung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder -ausdruck, Alter, Behinderung, Ehe- bzw. Familienstand, politischer oder anderer Überzeugung, Staatsbürgerschaft, nationaler Herkunft, genetischer Informationen oder anderen gesetzlich geschützten Merkmalen toleriert. Bei OMV ist jegliche derartige Diskriminierung oder Belästigung untersagt. Alle wahrgenommenen Fälle von Diskriminierung, Belästigung oder Vergeltung sollen bei OMV unabhängig von der Identität bzw. Position des:der Zuwiderhandelnden gemeldet werden. Eigens zu diesem Zweck hat OMV Kanäle entwickelt, über die Interessenträger:innen ihren Beschwerden Ausdruck verleihen können. Alle gemeldeten Anschuldigungen wegen Belästigung, Diskriminierung oder Vergeltung werden unverzüglich untersucht, wobei unter anderem die Grundsätze der Vertraulichkeit, der Anonymität, der fairen und gleichen Behandlung sowie des angemessenen Schutzes eingehalten werden. Durch die Förderung der Work-Life-Balance und die Verbesserung der Möglichkeiten für Arbeitnehmer:innen, die einer Minderheit angehören, bietet diese Richtlinie eine Orientierungshilfe für die Schaffung eines positiven und inklusiven Arbeitsumfelds Die wirksame Umsetzung dieser Richtlinie wird durch Stichprobenkontrollen und interne Audits überwacht. [MDR-P 65b, 65c, 65e, 65f] In Bezug auf die P&C Ethics Policy werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, unter der HR-Direktive behandelt. Vision zu Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DE&I) [MDR-P 65a] [S1-1.24a] Die „Diversity, Equity & Inclusion“-(DE&I-)Vision von OMV basiert auf drei Säulen: Vielfalt der Gedanken und der Erfahrung, Chancengleichheit sowie inklusive und sichere Räume. Wir möchten uns zu einer Organisation entwickeln, in der man unsere Unterschiede zu schätzen weiß und diese als Katalysator für Wachstum und Kreativität nutzt. Unsere Handlungen konzentrieren sich darauf, Hindernisse zu beseitigen, damit wir uns alle entfalten und zum Erfolg unseres Unternehmens beitragen können. Darüber hinaus bemühen wir uns, eine Kultur des Vertrauens und des Respekts aufzubauen und in enger Zusammenarbeit dafür zu sorgen, dass wir alle unser volles Potenzial in die Arbeit einbringen können. Diese Vision stützt sich auf folgende Richtlinien, in denen niedergelegt ist, dass OMV Missbrauch, Belästigung oder Diskriminierung in keinerlei arbeitsbezogener Situation duldet: den Code of Conduct, die HR-Direktive (einschließlich der P&C Ethics Policy) und die Menschenrechts-Grundsatzerklärung. [S1-1.24b] Der Code of Conduct, die Menschenrechts-Grundsatzerklärung und die P&C Ethics Policy legen ausdrücklich die Haltung von OMV gegen eine Vielzahl von Diskriminierungsgründen dar. Sie gewährleisten den Schutz gegen jegliche Form der ungerechten Behandlung aufgrund von Rasse und ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Ausrichtung, Geschlechtsidentität, Behinderung, Alter, Religion, politischer Meinung, nationaler Abstammung oder sozialer Herkunft sowie anderen Formen der Diskriminierung, die unter die EU-Rechtsvorschriften und nationales Recht fallen. [S1-1.24c] Darüber hinaus engagiert sich OMV für inklusive Praktiken und positive Handlungen für vulnerablere Gruppen innerhalb seiner Belegschaft. Insbesondere für Frauen stellen wir durch unsere Initiativen zur Chancengleichheit die Gleichstellung der Geschlechter bei der Rekrutierung, Einstellung und Beförderung sicher. Darüber hinaus hat OMV unterstützende Maßnahmen eingeführt, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, Mutterschaftsurlaub ermöglichen und die Karriereentwicklung von Frauen unterstützen. Unser Angebot umfasst beispielsweise das SHEnergy-Programm, eine auf Frauen zugeschnittene Initiative zur Führungskräfteentwicklung, und das New Parents Program, eine Informationsveranstaltung für junge Eltern (aller Geschlechter), in der sie über verfügbare Unterstützungsangebote, Teilzeitarbeitsmodelle und andere unterstützende Maßnahmen informiert werden. [S1-1.24d] Diese Richtlinien werden durch eine konzernweite DE&I-Governance-Struktur und freiwillige Mitarbeiterressourcengruppen (Employee Resource Groups; ERGs) umgesetzt. Zusätzlich ist das Erreichen unserer Diversitätsziele in den ESG-Zielen im Long-Term Incentive Plan (LTIP) festgeschrieben, der an die Vorstandsvergütung geknüpft ist. Um sicherzustellen, dass weibliche Talente identifiziert und Frauen über ihre gesamte Karriere hinweg unterstützt werden, haben wir Diversitätsziele in unseren Personalprozessen, wie etwa Rekrutierung, Talent- und Nachfolgeplanung, Lernen und Führungskräfteentwicklung, verankert. S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertreter:innen in Bezug auf Auswirkungen [S1-2.27a, 27b] [AR 24a] Wir treten mit unseren Arbeitnehmer:innen und Arbeitnehmervertreter:innen durch Initiativen zur direkten Einbindung und Wertschöpfung, jährliche Pulse-Check-Umfragen sowie vierteljährliche Veranstaltungen mit dem Topmanagement in Kontakt. Diese vierteljährlichen Veranstaltungen umfassen Diskussionen über Finanzergebnisse und Q&A-Sitzungen, während Townhall-Meetings eine offene Kommunikation erleichtern. Zusätzlich setzt OMV auf Tarifverhandlungen, um die Interessen und Rechte der Arbeitnehmer:innen wirksam zu vertreten und zu schützen. Einbeziehung von Arbeitnehmer:innen [S1-2.28] Bei OMV ist es von entscheidender Bedeutung, Einblicke in die Perspektiven unserer Arbeitnehmer:innen zu gewinnen, insbesondere von denen, die möglicherweise marginalisiert oder anfällig für Auswirkungen sind, um unser Engagement für DE&I zu erfüllen. Zu diesem Zweck haben wir Mitarbeiterressourcengruppen (Employee Resource Groups; ERGs) eingerichtet, die sich über verschiedene Ebenen und Funktionen hinweg aktiv mit Arbeitnehmer:innen auseinandersetzen. OMV verfügt über sechs verschiedene ERG-Workstreams, die Erkenntnisse liefern und darüber informieren, was zur Reduzierung von Ausgrenzung nötig ist: Barrierefreiheit, Gender, Generationen, Interkulturelles, LGBTQ+ und Elternschaft/Pflege. Diese Gruppen werden durch DE&I-Botschafter:innen (DE&I Ambassadors) innerhalb des Unternehmens unterstützt, die als Fürsprecher:innen fungieren und sicherstellen, dass DE&I-Grundsätze in das Tagesgeschäft und in strategische Entscheidungen integriert werden. Der diesjährige Pulse Check enthält einen neuen Standard zum Thema Inklusion und 64% der Befragten des OMV Konzerns stimmen zu, dass wir uns bemühen, die vielfältigen Talente, Erfahrungen und Hintergründe aller Arbeitnehmer:innen einzubeziehen und voll auszuschöpfen. Darüber hinaus veranstalten wir konzernweite Events mit eigenen Q&A Sessions, die als Plattform für einen offenen Dialog dienen und auf alle Bedenken oder Vorschläge unserer vielfältigen Belegschaft eingehen. Wir organisieren Fokusgruppendiskussionen zum Thema Generationen, um die spezifischen Bedürfnisse und Sichtweisen verschiedener Altersgruppen innerhalb unseres Unternehmens zu verstehen und zu thematisieren. Um die Kommunikation noch weiter zu erleichtern, haben wir eine eigene E-Mail-Adresse für alle Arbeitnehmer:innen eingerichtet, über die sie ihre Erfahrungen und Ideen in Bezug auf DE&I mitteilen können. Unsere Verpflichtung zu Transparenz spiegelt sich in unserer DE&I-Berichterstattung wider, die detaillierte Informationen über Geschlecht, Alter und Nationalität liefert. Diese Berichte werden im Rahmen des Talentmanagementprozesses auf unseren jährlichen Group People Days geteilt, um sicherzustellen, dass unsere Fortschritte und Herausforderungen für alle Interessenträger:innen sichtbar sind, und um unsere fortlaufenden Bemühungen zur Förderung eines inklusiven und gerechten Arbeitsplatzes zu unterstützen. Mit diesen umfassenden Schritten möchte OMV ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Arbeitnehmer:innen wertgeschätzt und gehört fühlen. Pulse-Check-Umfrage [S1-2.27a] [S1-2 AR 24b] Basierend auf dem Feedback der Pulse-Check-Umfrage werden auf Konzernebene Schwerpunktbereiche definiert, die im nächsten Jahr weiterverfolgt werden. Dieses Feedback ist auch in Aktionspläne integriert, die den Arbeitnehmer:innen im Rahmen von Meetings, interner Kommunikation und Fortschrittsberichten rückgemeldet werden. Dies gewährleistet Transparenz und kontinuierliches Engagement. Im Jahr 2024 führten wir auf Grundlage der Pulse-Check-Ergebnisse 2023 (64% Engagement-Score) mehrere Initiativen ein. Um beispielsweise mehr Klarheit über unseren Purpose und unsere Strategie zu schaffen, wurden konzernweit Engagement-Sitzungen zum Thema Strategie durchgeführt. Damit stellen wir sicher, dass alle informiert sind und sich aktiv beteiligen können. Als Reaktion auf das Feedback zum Thema Mitarbeiterentwicklung haben wir Vorgesetzte und Arbeitnehmer:innen ermutigt, individuelle Entwicklungspläne zu erstellen. Damit hat sich die Anzahl der Entwicklungspläne um 44% erhöht, was unsere Verpflichtung zu kontinuierlichem Lernen und Wachstum unterstreicht. [S1-2 AR 24c] Der Pulse Check ist eines unserer wichtigsten Instrumente zur Messung des Engagements unserer Arbeitnehmer:innen und ein wesentlicher Bestandteil unserer „People & Culture“-Strategie in Bezug auf „Employee Experience“. Zudem bietet er den Arbeitnehmer:innen die Gelegenheit, sich zu äußern und ihre Gedanken und Ideen zu teilen. Der Pulse Check bewertet mehrere Schlüsselindikatoren, darunter Sicherheit, Innovation, Vorgesetzte:r, Mitarbeiterentwicklung, Strategie, Empowerment/Beteiligung, Well-being, Werte, Nachhaltigkeit, transformationale Führung und Inklusion. Der Pulse Check findet jährlich auf Konzernebene statt. In vierteljährlichen Webcasts zu Finanzergebnissen, die allen Arbeitnehmer:innen und Fremdarbeitskräften zur Verfügung stehen, werden zentrale Schwerpunktthemen angesprochen und es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wir veranstalten Treuezeremonien zur Ehrung langjähriger Arbeitnehmer:innen, und spezielle „North Star“-Sessions. Diese „North Star“-Sessions bieten einen persönlicheren Rahmen für angemeldete Arbeitnehmer:innen, um direkt mit dem Vorstand in Kontakt zu treten. Bei Fuels & Feedstock sowie Energy gibt es vierteljährliche Updates mit den jeweiligen Vorstandsmitgliedern. [S1-2.27] [S1-2.AR 24d] OMV weist den Aktivitäten zur Einbeziehung unserer eigenen Arbeitskräfte wesentliche finanzielle und personelle Ressourcen zu. Dazu gehören die Finanzierung von Engagement-Aktivitäten wie dem Pulse Check, Schulungsprogrammen und Workshops sowie speziell zugewiesenem Personal. Das P&C-Team organisiert den jährlichen Pulse Check mit einem externen Unternehmen. Es geht in erster Linie darum, dass die Vorgesetzten mit ihren Teams besprechen, wie diese noch besser einbezogen werden können. Dabei erhält jede:r Vorgesetzte Zugriff auf das Reporting-Tool, Enablement-Sessions und einen praxisorientierten Leitfaden, um nicht nur ein besseres Verständnis der Ergebnisse zu erlangen, sondern auch bewährten Verfahren zur Verbesserung der Arbeitsweise folgen zu können. Die Vorgesetzten organisieren in der Regel Workshops mit ihren Teams, um die Ergebnisse zu teilen und einen Aktionsplan mit Verbesserungen für das nächste Jahr zu erarbeiten. Diese Aktionspläne gehen dann an Funktions- und Bereichsleiter:innen, und diese prüfen, was auf organisatorischer Ebene getan werden kann, um Verbesserungen zu erzielen. Jedes Jahr kommunizieren wir die Ergebnisse, die durchgeführten Maßnahmen und die von jeder Organisation und jedem Geschäftsbereich angestoßenen Verbesserungen über das Intranet. Obgleich die externen Kosten nur einen Bruchteil unseres jährlichen P&C-Budgets ausmachen, sind die Auswirkungen des Pulse Checks auf das gesamte Unternehmen von entscheidender Bedeutung. [S1-2.AR 24e] Im Zuge der Transformation von OMV ermöglicht uns der Pulse Check nicht nur, das Engagement unserer Arbeitnehmer:innen im Auge zu behalten, sondern auch in Erfahrung zu bringen, inwieweit sie das Gefühl haben, einen Beitrag zur Strategie zu leisten, mit den richtigen Kompetenzen für die Zukunft ausgestattet zu werden und die Nachhaltigkeitsziele zu verstehen, die wir gemeinsam verfolgen. Im Jahr 2024 konnten wir auf Konzernebene in Bezug auf die jeweiligen Schlüsselindikatoren eine 3%ige Steigerung bei der Strategie, ebenfalls eine 3%ige Steigerung bei der Mitarbeiterentwicklung und eine 2%ige Steigerung bei der Nachhaltigkeit erzielen. [S1-2.27e] Anhand der Pulse-Check-Rücklaufquote lässt sich die Wirksamkeit der Maßnahmen ablesen, die das Unternehmen ergreift. Hier zeigt sich, ob die Arbeitnehmer:innen das Gefühl haben, dass wir ihnen zuhören und entsprechend handeln. Beim Pulse Check 2024 erreichten wir eine sehr hohe Rücklaufquote von 86% auf Konzernebene. Im Vergleich zu 2023 wechselten 3% der Arbeitnehmer:innen im Konzern (OMV 7%) von „aktiv unengagiert/passiv“ zu „mäßig/sehr engagiert“, was einen Anstieg des Engagement-Werts für den OMV Konzern um insgesamt 3% bedeutet. Dieser positive Trend ist bei beiden Geschlechtergruppen zu beobachten. Seit 2022 ist der Wert für unengagierte Arbeitnehmer:innen kontinuierlich zurückgegangen, und die Diskrepanz zur Benchmark des Sektors Öl, Gas und Verbrauchskraftstoffe wird geringer. Alle Geschäftsbereiche haben verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter die Förderung von Bottom-up-Initiativen zur Geschäftsentwicklung, die Erstellung individueller Entwicklungspläne für alle Arbeitnehmer:innen und die Durchführung von Workshops zu unseren Werten, um unser Engagement für eine Kultur der Integrität und des Respekts zu stärken. Zusätzlich zu Mitarbeiterengagement haben wir für den Pulse Check wichtige Schlüsselindizes wie „Sicherheit“, „Mitarbeiterentwicklung“, „Well-being“ und „Inklusion“ ausgewählt. Für diese Indizes hat der OMV Konzern aktive Maßnahmen ergriffen, um Risiken im Zusammenhang mit unserer Belegschaft zu vermeiden.  Sicherheit: Die HSSE-Schulung ist ein gut etablierter Präventionsstandard für alle Arbeitnehmer:innen im OMV Konzern. Diese Programme werden jährlich für spezielle Jobfamilien aktualisiert. Im Jahr 2024 erprobte der Bereich HSSE erstmals die Nutzung von Virtual Reality, um die Anzahl der Arbeitnehmer:innen zu erhöhen, die im Umgang mit gefährlichen Situationen geschult werden.  Mitarbeiterentwicklung: Wie im Abschnitt Mitarbeiterentwicklung erläutert, wurden spezifische Programme entwickelt, um sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer:innen für die Zukunft gerüstet sind.  Wohlbefinden: Der OMV Konzern verfügt über ein umfassendes Trainingsprogramm für Arbeitnehmer:innen, um körperliche, physische oder soziale Schwierigkeiten in ihrem Arbeitsumfeld zu vermeiden. Darüber hinaus bietet OMV die Dienste externer Psycholog:innen an, die zusätzliche Unterstützung leisten können. Inklusion: Um zu verhindern, dass sich schutzbedürftige Arbeitnehmer:innen oder Arbeitnehmer:innen aus Minderheiten ausgegrenzt oder diskriminiert fühlen, hat der OMV Konzern mehrere Präventivmaßnahmen ergriffen. Dabei geht es vor allem um die Schaffung einer inklusiven Kultur durch Veranstaltungen zur Sensibilisierung für das Thema DE&I und die Förderung des Lernens über den Internationalen Frauentag, den Pride Month, Barrierefreiheit, Generationen und interkulturelle Tage. Darüber hinaus haben wir Management-KPIs für das Geschlechterverhältnis sowie für internationale Erfahrungen und Nationalität festgelegt. Letztlich gibt es verschiedene Prozesse, um Diskriminierung bei der Rekrutierung, Talentidentifizierung und Nachfolgeplanung zu vermeiden. S1-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können SpeakUp-Kanal [S1-3.32a, 32b, 32c, 32e] [S1-3.AR 30] Unsere Arbeitnehmer:innen und sonstigen Interessenträger:innen spielen eine wesentliche Rolle, wenn es darum geht, Fehlerverhalten am Arbeitsplatz zu identifizieren. OMV fördert eine Kultur der Offenheit und Verantwortlichkeit. Wir ermutigen alle Interessenträger:innen dazu, vermutetes Fehlverhalten zu melden. OMV wendet ein umfassendes Verfahren an, um arbeitsbezogene Missstände zu adressieren und zu beseitigen. Melden Arbeitnehmer:innen beispielsweise Fälle von Belästigung oder Diskriminierung oder haben sie Bedenken wegen unsicherer Arbeitsbedingungen, werden diese Beschwerden untersucht. Zu den verfügbaren Kanälen für die Meldung arbeitsbezogener Beschwerden gehören lokale Meldemechanismen auf Unternehmensebene und unser Online-/ SpeakUp-Kanal. Der SpeakUp-Kanal bietet Arbeitnehmer:innen und anderen Interessenträger:innen eine sichere Plattform, um vertraulich und bei Bedarf auch anonym Informationen über von ihnen wahrgenommenes oder beobachtetes potenzielles Fehlverhalten am Arbeitsplatz zu teilen. Die P&C-Abteilung ist für den Betrieb des SpeakUp-Kanals verantwortlich und verwaltet die Meldung von arbeitsplatzbezogenen Beschwerden mit den Meldenden über das zugehörige IT-Tool. Geschultes P&C-Personal überwacht den Beschwerdeprozess und stellt sicher, dass alle Beschwerden konsistent und fair bearbeitet werden. Alle Beschwerden, die über unseren SpeakUp-Kanal gemeldet werden, werden umgehend nach folgendem Prozess untersucht: eine erste Vorprüfung zur Priorisierung der Fälle, Zuweisung, Planung, interne Untersuchung, angemessene Lösungsmaßnahmen, klare Kommunikation der Ergebnisse, Follow-up zur Gewährleistung einer wirksamen Umsetzung (sofern erforderlich) und Dokumentation nach Abschluss. Dieser Ansatz stellt sicher, dass alle Beschwerden fair und transparent bearbeitet werden, um ein unterstützendes und sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Er gewährleistet überdies, dass jedes Anliegen gründlich geprüft wird und geeignete Maßnahmen zur Lösung der festgestellten Probleme ergriffen werden. OMV bewertet die Wirksamkeit der angebotenen Abhilfemaßnahmen, indem das Unternehmen Feedback von Arbeitnehmer:innen und anderen Interessenträger:innen einholt, die für die Lösung von Problemen erforderliche Zeit im Auge behält und prüft, ob ähnliche Probleme erneut auftreten. Um eine Wiederholung zu verhindern, stellt OMV sicher, dass die umgesetzten Maßnahmen kontinuierlich überwacht und bei Bedarf verbessert werden. So werden beispielsweise Stichprobenkontrollen und interne Audits durchgeführt, um die Wirksamkeit der Maßnahme und etwaige Lücken oder Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln. Dieser Ansatz hilft OMV dabei, unsere Arbeitnehmer:innen, unser Unternehmen, unsere Werte, andere Interessenträger:innen und die Gesellschaft als Ganzes zu schützen. Wir erachten Beschwerdemechanismen als unverzichtbares Instrument zur Verhinderung und zum Management negativer Auswirkungen auf Arbeitnehmer:innen. OMV hat dafür eigene Kanäle für Interessenträger:innen eingerichtet, über die Bedenken hinsichtlich eines Fehlverhaltens am Arbeitsplatz gemeldet werden können. [S1-3.32d] Mit der kürzlich erfolgten Einführung unseres SpeakUp-Kanals bieten wir umfassende Schulungen für Arbeitnehmer:innen an, die mit der Überwachung und Unterstützung des Beschwerdeprozesses befasst sind. Wir informieren alle unsere Arbeitnehmer:innen und die Geschäftsführung über die Verfügbarkeit dieser Kanäle über unsere internen Kommunikationstools. Dabei betonen wir die Bedeutung der Nutzung der Beschwerdekanäle und der Aufrechterhaltung einer offenen Kommunikation. Auf unseren Intranet- und Internetseiten finden sich detaillierte Informationen über die Funktionsweise, Prozesse und Zwecke der Beschwerdebearbeitung. Diese Informationen helfen dabei, Erwartungen zu formulieren, eine ordnungsgemäße Berichterstattung sicherzustellen und zuverlässige Untersuchungen durchzuführen. [S1-3.33] [S1-3.34] Um sicherzustellen, dass unsere Belegschaft diesem Kanal bei der Meldung von Bedenken vertrauen kann, arbeiten wir auch an der Umsetzung wirksamer Feedback-Mechanismen, zum Beispiel indem wir die Themen des SpeakUp-Kanals zu einem regelmäßigen Tagesordnungspunkt bei Besprechungen mit dem Betriebsrat machen. Bestimmungen zum Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen gegen Personen, die arbeitsbezogenes Fehlverhalten melden, sind in unserer P&C Ethics Policy und unserem P&C-Verfahren zur Meldung von Fehlverhalten enthalten. Diese Bestimmungen schützen Arbeitnehmer:innen insbesondere davor, negative Konsequenzen in Bezug auf ihren beruflichen Aufstieg, ihre Fortbildung, ihr Einkommen oder andere berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu erfahren, wie beispielsweise Entlassung, Herabstufung, Verweigerung der Beförderung, negative Leistungsbeurteilungen oder Disziplinarmaßnahmen für Meldungen, die in gutem Glauben gemacht wurden. [S1-3 AR 30] Zusätzlich zu unserem SpeakUp-Kanal bieten wir verschiedene andere lokale Kanäle auf Unternehmensebene an, wie Hotlines für Arbeitnehmer:innen und für die jeweilige Problemstellung zuständige Ansprechpartner:innen (z. B. People & Culture, Compliance, HSSE-Vertreter oder PetrOmbudsman). In vielen unserer Unternehmen sind Arbeitnehmervertretungen wie Betriebsräte eingerichtet, die bei Beschwerden weitere Unterstützung bieten. S1-4 Maßnahmen im Zusammenhang mit Arbeitskräften des Unternehmens [S1-4.35] [S1-4.37] Zur Bewältigung der wesentlichen IROs im Zusammenhang mit unseren Arbeitskräften, insbesondere der Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und -produktivität durch Gewährleistung von Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, der Gewinnung und Bindung von talentiertem und geschultem Personal und der Minderung des Risikos der Stagnation aufgrund veralteter Kenntnisse und Fähigkeiten, haben wir spezifische Maßnahmen festgelegt. Zu diesen Maßnahmen gehören Ausbildung und Kompetenzentwicklung, Entwicklung von transformationalen Führungskompetenzen, Gewinnung und Bindung von Talenten, Performance-Management und Karriereentwicklung sowie die Sensibilisierung für DE&I. [S1-4.43] [MDR-A 69a, 69b] In Bezug auf das wesentliche Thema S1 Arbeitskräfte des Unternehmens hat keine unserer Maßnahmen die monetäre Schwelle von EUR 5 Mio überschritten, und daher wurden diese Datenanforderungen nicht adressiert. [S1-4.39] Basierend auf unserer P&C-Strategie priorisieren wir jährlich Projekte zur Umsetzung. [S1-4.43] OMV setzt erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen ein, um wesentliche Risiken zu mindern und zur Entwicklung der Bevölkerung und der Kultur in den Gebieten, in denen wir tätig sind, beizutragen. Dazu gehören ein jährliches Budget für die Umsetzung der in der „People & Culture“-Strategie definierten Maßnahmen sowie dediziertes P&C-Personal im gesamten Unternehmen. [S1-4.41] OMV verpflichtet sich, sicherzustellen, dass unsere Praktiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere eigenen Arbeitskräfte verursachen oder dazu beitragen. Wir priorisieren den Datenschutz und die Datensicherheit, indem wir sicherstellen, dass Mitarbeiterinformationen verantwortungsvoll, ethisch und in Übereinstimmung mit allen geltenden Vorschriften behandelt werden, indem Zugriffsrechte nur berechtigten Personen gewährt werden. Stichprobenkontrollen und interne Audits werden durchgeführt, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Personen Zugang zu persönlichen Daten haben. [S1-4.AR 43] Im Wissen um die sozialen Auswirkungen, die die Energiewende mit sich bringt, ist OMV bestrebt, zu einer gerechten Gestaltung des Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft für seine Arbeitnehmer:innen beizutragen („Just Transition“)46 und sich mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen auseinanderzusetzen, die aus diesem Übergang resultieren. Für unsere P&C-Strategie und die laufende Transformation hat die Entwicklung unserer Arbeitnehmer:innen höchste Priorität. Wir müssen Arbeitnehmer:innen mit vielfältigen Kompetenzen identifizieren und integrieren. Es ist von entscheidender Bedeutung, ein Gleichgewicht zwischen der Umschulung von Arbeitnehmer:innen für die Entwicklung neuer Energielösungen und der Bindung von Arbeitnehmer:innen mit den für unser Stammgeschäft erforderlichen Fähigkeiten zu finden. [S1-4.AR 45] Mehr darüber, ob und wie externe Entwicklungen in Bezug auf Abhängigkeiten, die zu Risiken werden, berücksichtigt wurden, finden Sie im Abschnitt ESRS 2 Allgemeine Angaben. [S1-4.AR 47] Alle Risiken in Bezug auf P&C werden im Rahmen des regulären unternehmensweiten Risikomanagement-(EWRM-)Prozesses bewertet, behandelt und überwacht. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > ESRS 2 Allgemeine Angaben. Schulungen und Kompetenzentwicklung [S1-4.37] [S1-4.38a, 38c] [S1-4.40a] [MDR-A 68a] [S1-4.AR 43] [S1-2.27] [S1-4.AR 24e] Training und Kompetenzentwicklung sind sowohl präventive als auch fördernde Maßnahmen zur Nutzung der Chancen im Zusammenhang mit der Gewinnung und Bindung von Talenten. Indem wir konkurrenzfähige Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, wollen wir uns einen Vorteil bei der Akquise und Bindung von Talenten verschaffen, was wir als entscheidend für anhaltenden Erfolg einschätzen. Wir sind uns des Risikos bewusst, das ein Mangel an Fachkenntnissen und Fähigkeiten für unseren Fortschritt darstellt. Deshalb verpflichten wir uns, unsere Schulungsprogramme kontinuierlich zu verbessern, um die Qualifikation unserer Arbeitskräfte sicherzustellen sowie die Einhaltung aller notwendigen Vorschriften zu gewährleisten. Um den Anforderungen unseres dynamischen Geschäftsumfelds gerecht zu werden und bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen, konzentrieren wir uns bei der Entwicklung unserer Arbeitnehmer:innen auf mehrere Schlüsselbereiche. Um das Know-how unserer Arbeitnehmer:innen im Bereich Nachhaltigkeit zu vertiefen, bietet OMV eine breite Palette an Online-Lernmaterialien an und fügt regelmäßig neue Lernpfade hinzu, um die Arbeitnehmer:innen besser auf die Weiterentwicklung unseres Geschäfts vorzubereiten. So stellt die Sustainability Academy kuratierte Materialien zu Nachhaltigkeitsthemen bereit und erweitert das ESG-Wissen der Arbeitnehmer:innen. Im Jahr 2024 wurde ein neuer Lernpfad mit Schwerpunkt Wasserstoff eingeführt. Um die negativen Auswirkungen des Übergangs zu einer grüneren, klimaneutralen Wirtschaft auf unsere Belegschaft abzuschwächen, werden spezifische Initiativen zur Weiterbildung der Arbeitnehmer:innen in technischen Bereichen fortgesetzt. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Übergang zu einem CO2-armen Unternehmen, beispielsweise durch Schulungen zu Geothermie, Kohlenstoffabscheidung und -speicherung, Wasserstoff und erneuerbarer Elektrizität. Die Data Academy, eine globale Initiative für alle Finanzarbeitskräfte, bietet datenbezogene Schulungen, die vollständig in das Kompetenzmanagement, die Kompetenzdefinition und die DataCamp-Lehrpläne integriert sind und umfassende Kurse für alle Kompetenzniveaus bereitstellen. Darüber hinaus unterstützt ein globales Data-Analytics-Programm die Weiterbildung in den Bereichen Datenanalyse und -wissenschaft. OMV hat auch einen globalen KI-Lernpfad über LinkedIn Learning für alle Kompetenzniveaus erstellt. Diese Initiativen bereiten die Arbeitnehmer:innen auf ein sich schnell entwickelndes berufliches Umfeld und das wachsende Feld der Digitalisierung vor. Das Portfolio für Führungskräftetrainings von OMV bietet Programme für neue und bestehende Führungskräfte, um ihre Führungskompetenzen zu vertiefen. Im Jahr 2024 wurde das Transformational Leadership Program für Senior Leaders eingeführt, um sie in die Lage zu versetzen, ihre Teams durch die nachhaltige Transformation zu führen. Das SHEnergy-Programm, das sich an weibliche Führungskräfte richtet, fördert weiterhin essenzielle Führungskompetenzen von Frauen. Das OpsXcelerate-Programm wurde ebenfalls eingeführt, um zukünftige Betriebsleiter:innen in unserem Stammgeschäft darauf vorzubereiten, unsere Betriebsabläufe zu optimieren. Führungskräfteentwicklung ist eine unserer essenziellen Maßnahmen zur Verbesserung. [MDR-A 68b; 68c] Diese Maßnahme richtet sich an alle Arbeitskräfte unseres Unternehmens. Dies ist ein fortlaufender Prozess und Teil unseres Ziels, die durchschnittliche Anzahl der jährlichen Lernstunden bis 2030 auf mindestens 30 Stunden pro Arbeitskraft zu erhöhen. [S1-4.38d] Um die Wirksamkeit der Qualität der angebotenen Schulungen zu verfolgen, werden alle Arbeitskräfte, die Online- oder Präsenzschulungen absolvieren, gebeten, an einer Umfrage teilzunehmen. In dieser Umfrage wird Feedback zu verschiedenen Aspekten der Schulungen eingeholt, unter anderem zur Relevanz der Inhalte, zur Effizienz der Schulungsleiter:innen und zur generellen Zufriedenheit. Die Ergebnisse helfen uns, Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln und sicherzustellen, dass die Schulungsprogramme laufend aktualisiert werden, um den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Arbeitskräfte gerecht zu werden. Transformationale Führungskompetenzen [S1-4.37] [S1-4.38a, 38c] [MDR-A 68a] [S1-4.40b] Um die Transformation von OMV erfolgreich zu gestalten, müssen wir unsere derzeitigen Arbeitsweisen an unsere neuen Zielsetzungen anpassen. Ausgehend von unseren Fähigkeiten definieren wir die Art und Weise, wie wir führen und arbeiten, von Grund auf neu. Deshalb haben wir in Verbindung mit unserem Purpose und unseren Werten konzernweite transformationale Führungskompetenzen (Transformational Leadership Competencies; TLCs) eingeführt. Unsere TLCs legen die Erwartungen an unsere Führungskräfte fest und vervollständigen unseren transformationalen Rahmen, um die Umsetzung unserer Strategie erfolgreich voranzutreiben. Die vier TLCs, die für alle Führungskräfte konzernweit gelten, sind: „Lead self“, „Grow people“, „Drive change“ und „Deliver impact“. Die neuen TLCs werden in die jeweiligen P&C-Prozesse integriert, zum Beispiel in die Bewertung und Entwicklung von Führungskräften (Group People Day Process), unsere Talentprogramme, die Rekrutierung von Talenten und die Performance-Prozesse. Im Rahmen unseres kontinuierlichen Engagements für die Entwicklung eines belastbaren und kompetenten Führungsteams führten wir ein konzernweit obligatorisches Leadership Assessment als Teil des Rekrutierungsprozesses für Schlüsselpositionen im Management und Projektmanagement ein. Dieses Leadership Assessment, das von einem externen Partnerunternehmen durchgeführt wird, basiert auf den TLCs von OMV. Unter Einsatz strenger und standardisierter Bewertungsmethoden werden Kandidat:innen identifiziert und ausgewählt, die nicht nur über die notwendigen Fähigkeiten und Fachkenntnisse verfügen, sondern sich auch an unserer Verpflichtung zu nachhaltigen Führungspraktiken orientieren. Im Jahr 2024 führten wir mehr als 100 Bewertungen von Führungskräften auf der Grundlage unserer transformationalen Führungskompetenzen (Transformational Leadership Competencies; TLCs) durch. [MDR-A 68b, 68c] Diese Maßnahme richtet sich speziell an Führungskräfte unseres Unternehmens. Dies ist ein fortlaufender Prozess und unterstützt unser Ziel, bis 2030 den Anteil von Frauen in der oberen Führungsebene auf 30% zu erhöhen. [S1-4.38d] Die transformationalen Führungskompetenzen, die in unseren Schulungsprogrammen angewendet und mithilfe der Schulungsbewertungsformulare bewertet werden, helfen, die Wirksamkeit dieser Maßnahme zu verfolgen und zu bewerten. Durch die Integration dieser Kompetenzen in unsere Schulungsprogramme und deren kontinuierliche Bewertung können wir die Effektivität unserer Führungsentwicklungsmaßnahmen präzise messen und sicherstellen, dass sie Führungskräfte optimal fördern. Dieser Prozess ermöglicht es uns, die Auswirkungen unserer Schulungen auf die Mitarbeiterleistung, das Engagement und die gesamte Unternehmenskultur zu beurteilen und sicherzustellen, dass unsere Initiativen positive Ergebnisse für unsere Belegschaft erzielen. Akquise und Bindung von Talenten [S1-4.37] [S1-4.38a, c] [MDR-A 68a] [S1-4.40b] Unsere Arbeitnehmer:innen werden ausschließlich auf der Grundlage ihrer Qualifikation, Eignung und Berufserfahrung ausgewählt. Intern konzentrieren wir uns auf Jobrotation, Beförderungen und Fortbildungsmaßnahmen, um Herausforderungen (z. B. die Transformation hin zu einem CO2-armen Unternehmen) in Angriff zu nehmen. Überdies entwickeln wir innovative Lösungen zur Förderung unserer Arbeitskräfte. Bei OMV nutzen wir gemeinsame interne Job Boards, um unseren Arbeitnehmer:innen ein breites Spektrum an Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens zu bieten. Mit dieser Maßnahme möchten wir das Risiko mindern, dass unsere Strategie aufgrund unzureichender Schulung nicht erfolgreich umgesetzt werden kann. Extern befassen wir uns verstärkt mit dem Aufbau von soliden Talent-Pipelines durch die Zusammenarbeit mit wichtigen Universitäten an unseren Standorten. Zusätzlich versuchen wir, einen Talent-Pool aufzubauen, indem wir Ausbildungsprogramme und Praktika anbieten, die sich vorrangig auf die technischen und kaufmännischen Bereiche unseres Unternehmens konzentrieren. Die Petrochemical School ist ein Pilotprojekt in Rumänien, das für einen kontinuierlichen Nachschub an gut ausgebildeten Fachkräften sorgen soll. Sowohl im Geschäftsbereich Energy als auch im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock führen wir regelmäßig Programme für hoch qualifizierte Hochschulabsolvent:innen durch, um sie bei der Entwicklung ihrer Karrieren zu unterstützen. Das Integrated Graduate Development (IGD) Program in Energy konzentriert sich auf ein verbessertes Verständnis der Energiewertschöpfungskette sowie die Entwicklung von Soft Skills und technischen Fähigkeiten mit Schwerpunkt auf dem Low-Carbon-Geschäft. Das Programm ist auf interdisziplinäres und immersives Lernen ausgerichtet und auf unsere Kompetenzpools maßgeschneidert, um ein ähnliches Kompetenzniveau aller Absolvent:innen zu erreichen. Das Fuels & Feedstock Fresh Graduate Program richtet sich an Absolvent:innen der Ingenieurwissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre und bietet virtuelle sowie Präsenzschulungen, kombiniert mit Standortbesuchen und Treffen mit Führungskräften. Beide Programme unterstützen die Karriereentwicklung junger Arbeitnehmer:innen, indem sie technische und betriebswirtschaftliche Kompetenzen verbessern, die für eine herausragende Arbeitsleistung erforderlich sind. Im Jahr 2024 nahmen 55 Arbeitnehmer:innen am IGD-Programm sowie 56 am Fuels & Feedstock Fresh Graduate Program teil. [S1-4.38d] Um die Wirksamkeit der Qualität dieser Programme zu verfolgen, werden alle Teilnehmer:innen aufgefordert, in einer Umfrage am Ende des Kurses Feedback zu geben. [MDR-A 68b] Diese Maßnahme richtet sich an alle Arbeitskräfte unseres Unternehmens sowie an externe Interessenträger:innen, die sich für eine Karriere bei OMV interessieren. [MDR-A 68c] Dies ist ein fortlaufender Prozess. [MDR-A 68a, 68b, 68c, 68e] Um Talente zu binden, haben wir laufende Leadership-Programme eingerichtet. Diese Programme unterstützen sowohl alle Arbeitnehmer:innen, die neue Führungsaufgaben übernehmen, als auch aktuelle Führungskräfte, die ihre Grundkenntnisse in der Mitarbeiterführung auffrischen wollen. Das „Leading Ahead“-Programm von OMV wurde im Jahr 2022 gemeinsam mit Borealis und OMV Petrom mit dem Ziel gestartet, Toptalenten des Konzerns vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von Führungskompetenzen und eine umfassende Karriereplattform zu bieten. Im Rahmen unserer fortschreitenden Transformation setzen wir alles daran, dass alle miteinbezogen werden. Daher bieten wir Schulungen zur Gestaltung eines CO2-armen Unternehmens an und bauen unsere Initiativen zur Fortbildung unserer Belegschaft weiter aus. Ziel ist es, das Fachwissen auf dem neuesten Stand zu halten, da uns bewusst ist, dass vorhandene Kenntnisse auch auf neue Energielösungen übertragen werden können. Darüber hinaus starteten wir auch die Sustainability Academy, eine SharePoint-basierte Plattform für alle Arbeitnehmer:innen, damit sie ihr Wissen zu ESG-relevanten Themen vertiefen können. Mit Initiativen wie diesen fördern wir eine Kultur des kontinuierlichen Lernens und der laufenden Weiterentwicklung. So kann sich unser Team in der sich wandelnden Landschaft nachhaltiger Energielösungen erfolgreich behaupten. In Rumänien werden Stipendien im Rahmen der dualen Programme zwischen der Petrochemischen Schule und der berufsbildenden Ausbildungsstätte für Erdölfachleute von OMV Petrom an Schüler:innen vergeben. OMV Petrom unterstützte vier Berufsschulklassen mit einem aktualisierten Lehrplan, Betriebspraktika, Stipendien und Schulungen durch Arbeitnehmer:innen. Die Schüler:innen erhalten ein monatliches Stipendium von bis zu RON 700 von OMV Petrom und RON 200 von der Regierung. Nach Abschluss der dreijährigen Ausbildung verfügen die Schüler:innen über einen anerkannten Berufsabschluss, und erhalten die Möglichkeit, in unserem Unternehmen zu arbeiten. Im Jahr 2024 entwickelten wir unsere neue Employer Value Proposition (EVP), deren Einführung für 2025 geplant ist. Dieses Werteversprechen soll als Statement oder Rahmen dienen, der umreißt, wofür OMV als Arbeitgeber steht. Die EVP wird die besonderen Leistungen und Vorteile hervorheben, die wir unseren Arbeitnehmer:innen bieten. Außerdem soll uns unsere EVP helfen, potenzielle Kandidat:innen anzusprechen und für uns zu gewinnen, die sich mit unserem neuen Purpose, den OMV Werten sowie unserem Angebot an Möglichkeiten identifizieren können. Im Wesentlichen wollen wir vermitteln, warum OMV ein attraktiver Arbeitgeber ist, und welche Vorteile es mit sich bringt, Teil unseres Teams zu werden. Performance-Management und Karriereentwicklung [S1-4.37] [S1-4.38a] [MDR-A 68a, 68b, 68c] OMV legt Wert auf eine Organisationsstruktur, die Verantwortlichkeiten und hierarchische Positionen klar und transparent definiert. Für eine erfolgreiche Karriereentwicklung haben wir für unsere Arbeitnehmer:innen unternehmensweit gültige Karrierepfade etabliert, die die erforderlichen Fähigkeiten und Erfahrungen für jede Position beschreiben. Unser jährlicher Beurteilungsprozess dient dazu, unsere Arbeitnehmer:innen und Führungskräfte in der strukturierten und systematischen Planung von Leistung und persönlicher Entwicklung im Unternehmen zu unterstützen. Die Arbeitnehmer:innen legen gemeinsam mit ihren Vorgesetzten Leistungs- und Entwicklungsziele fest, überprüfen die Fortschritte und evaluieren die Erfolge. Dies wirkt sich letztendlich auf die jährliche Vergütung und Anerkennung der Arbeitnehmer:innen aus. Im Rahmen der Leistungsbeurteilung und Nachfolgeplanung (Group People Days Process) wird das Tool „Personal Impact x Potential“ genutzt, um strukturiertes Feedback zu geben. Führungskräfte evaluieren ihre Arbeitnehmer:innen nach „Personal Impact“ und Potenzial (Transformational Leadership Competencies; TLCs) und identifizieren Nachfolger:innen für geschäftskritische Positionen. Basierend darauf wird ein Entwicklungsplan für Arbeitnehmer:innen erstellt, damit sie die Fähigkeiten, die sie für ihre zukünftigen Aufgaben benötigen, stärken können. Im Rahmen des jährlichen Performance-Management-Prozesses werden die Unternehmensziele, einschließlich der Erreichung von Nachhaltigkeitszielen (z. B. HSSE, Reduktion von THG-Emissionen, Diversität), an die Arbeitnehmer:innen in den jeweiligen Abteilungen weitergegeben. Zusätzlich werden für einzelne Arbeitnehmer:innen sowie auf Ebene der Teams individuelle monetäre und nicht monetäre Vergütungen für außerordentliche Leistungen gewährt. Im Jahr 2024 wurden 15.560 Leistungsbeurteilungen für den vorangegangenen Leistungszyklus abgeschlossen, wobei einige Arbeitnehmer:innen mehr als eine Beurteilung hatten. [S1-4.38d] Die Nachfolgeplanung ist ein wesentlicher Bestandteil zur Verfolgung und Bewertung der Wirksamkeit dieser Maßnahme. Indem wir sicherstellen, dass Kandidat:innen für verfügbare Positionen aus einem klar definierten Nachfolgeplan ausgewählt werden, können wir den Erfolg unserer Talententwicklungsprogramme, Führungstrainings und Karriereentwicklungsinitiativen messen. Dieser Prozess hilft uns, zu bewerten, wie effektiv wir unsere Arbeitskräfte auf zukünftige Rollen vorbereiten, und unterstützt somit unsere Gesamtstrategie für die Entwicklung der Arbeitskräfte und die organisatorische Resilienz. Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DE&I) [S1-4.37] [S1-4.38a] [MDR-A 68a] Im Jahr 2024 entwickelten wir unsere DE&I-Initiativen weiter, um unsere Ziele für 2030 zu unterstützen: die Erhöhung des Frauenanteils im Management auf 30%, die Sicherstellung, dass mindestens 20% (Stretch-Ziel 30%) der Vorstandsmitglieder weiblich sind, und die Schaffung eines inklusiven und barrierefreien Arbeitsumfelds für Menschen mit Behinderung. Wir fördern Diversität nun in sechs Workstreams: Barrierefreiheit, Gender, Generationen, Interkulturelles, LGBTQ+ und Elternschaft/Pflege. Die unternehmensübergreifenden Mitarbeiterressourcengruppen organisierten mehrere Veranstaltungen: die Internationale Frauenwoche, Veranstaltungen zum Pride Month sowie das Generationen-Event und das Positively Purple Event. Darüber hinaus wurden mehrere Fokusgruppendiskussionen initiiert, Community-Lunches abgehalten und interne Blog-Artikel veröffentlicht, die zur wachsenden Sichtbarkeit des Themas DE&I im OMV Konzern beitrugen. Im Jahr 2024 wurde das neue DE&I-Playbook eingeführt. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Toolkit, das Vorgesetzte beim Aufbau einer inklusiven Arbeitsumgebung unterstützt und sicherstellt, dass sich alle Mitglieder wertgeschätzt und unterstützt fühlen. Darüber hinaus bietet das DE&I Learning Hub eine breite Palette von LinkedIn-Schulungsmodulen, mit denen die Fähigkeiten sowohl von Führungskräften als auch von Arbeitnehmer:innen verbessert werden sollen. Im Rahmen unseres Workstreams zur Barrierefreiheit ging es erneut um eine kontinuierliche Bewusstseinsbildung. So wurden beispielsweise DE&I-Schulungen für bestimmte Zielgruppen gestartet, bei denen Barrierefreiheit im Mittelpunkt stand. Die Schulungen und Leitfäden für Barrierefreiheit sind Schlüsselelemente, um ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung zu entwickeln. Darüber hinaus setzten wir unser Schulprojekt OMV Ability fort. Dabei handelt es sich um eine Initiative, bei der zweimal im Jahr Jugendliche einer Sonderschule ins Unternehmen eingeladen werden. Diese Besuche gewähren den Jugendlichen wertvolle Einblicke in die Unternehmenswelt und fördern damit die Inklusion. [MDR-A 68b, 68c] Diese Maßnahme richtet sich an alle Arbeitskräfte unseres Unternehmens. Die Förderung von und Sensibilisierung für DE&I ist ein fortlaufender Prozess. [S1-4.38d] Der Wert der Frage zu „Inklusion“ im Pulse Check und unsere Schulungsbewertungsformulare sind wesentliche Werkzeuge zur Überprüfung und Bewertung der Wirksamkeit unserer DE&I-Programme. Diese Tools helfen uns, zu messen, wie gut wir ein vielfältiges und inklusives Umfeld fördern, wie wirksam unsere Schulungen zu DE&I-Themen sind und welche Fortschritte wir insgesamt im Hinblick auf unsere DE&I-Ziele bereits erzielt haben S1-5 Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Frauen auf Führungsebene [S1-5.44b, 44c] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] OMV verpflichtet sich, den Frauenanteil auf Führungsebene zu erhöhen, um gleiche Beschäftigungschancen zu gewährleisten, wie es in der P&C Ethics Policy festgeschrieben ist. Dieses Ziel leitet sich aus der DE&I-Vision von OMV ab und unterstützt das Bestreben von OMV, eine faire Behandlung und Chancengleichheit für alle Arbeitnehmer:innen zu gewährleisten, Diskriminierung nicht zu tolerieren und ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu fördern. 2025 Erhöhung des Frauenanteils auf Führungsebene auf 25% 2030 Erhöhung des Frauenanteils auf Führungsebene auf 30% Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Absoluter Personalstand von OMV Nicht im Umfang enthalten Ohne Akquisitionen, Personalstand von DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. und SapuraOMV Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2021 Bezugswert in % 20,9 [MDR-T-80f] Führungsebene ist definiert als OMV Stufe 15 und höher sowie Borealis Stufe 14 und höher, um sich in Richtung der EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern unter den Direktoren börsennotierter Gesellschaften und über damit zusammenhängende Maßnahmen (2022/2381) zu bewegen. [MDR-T-80h] Dieses Ziel wurde im Rahmen interner Konsultationen von der P&C-Abteilung entwickelt. Anschließend wurde es dem Vorstand, den DE&I-Sponsor:innen von OMV, Group Sustainability und anderen relevanten Unternehmens- und Geschäftsfunktionen innerhalb von OMV, OMV Petrom und Borealis zur Prüfung unterbreitet. In der Folge wurde das Ziel vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Es konzentriert sich darauf, die positiven Auswirkungen in Bezug auf Chancengleichheit für alle in der OMV Kultur durch ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in der Führungsebene voranzutreiben. Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen des Ziels und der Kennzahlen. Stand 2024 [MDR-T-80j] 23,7% Frauen auf Führungsebene (2023: 24,4%). Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. Weibliche Vorstandsmitglieder [S1-5.44b, 44c] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] OMV hat sich dazu verpflichtet, die Anzahl weiblicher Vorstandsmitglieder von OMV, OMV Petrom und Borealis zu erhöhen. Im Rahmen unserer P&C Ethics Policy haben wir uns verpflichtet, gleiche Beschäftigungschancen zu schaffen. Dabei wird keinerlei Diskriminierung bzw. Belästigung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder -ausdruck, Alter, Behinderung, Ehe- bzw. Familienstand, politischer oder anderer Überzeugung, Staatsbürgerschaft, nationaler Herkunft, genetischer Informationen oder anderen gesetzlich geschützten Merkmalen toleriert. Bei OMV ist jegliche derartige Diskriminierung oder Belästigung untersagt. 2030 Mindestens 20% weibliche Vorstandsmitglieder (Stretch-Ziel: 30%) Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Vorstände von OMV, OMV Petrom und Borealis Nicht im Umfang enthalten Vorstände von nicht von OMV betriebenen Anlagen und Minderheitsbeteiligungen Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2021 Bezugswert in % 26,7 [MDR-T-80f] Die Methode basiert auf der EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern unter den Direktoren börsennotierter Gesellschaften und über damit zusammenhängende Maßnahmen (2022/2381) und zielt darauf ab, die Einhaltung dieser Richtlinie zu erreichen. [MDR-T-80h] Dieses Ziel wurde im Rahmen interner Konsultationen von der P&C-Abteilung entwickelt. Anschließend wurde es dem Vorstand, den DE&I-Sponsor:innen von OMV, Group Sustainability und anderen relevanten Unternehmens- und Geschäftsfunktionen innerhalb von OMV, OMV Petrom und Borealis zur Prüfung unterbreitet. In der Folge wurde das Ziel vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Das Ziel konzentriert sich darauf, die positiven Auswirkungen in Bezug auf Chancengleichheit für alle in der OMV Kultur durch ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis in der Führungsebene voranzutreiben. Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen des Ziels und der Kennzahlen. Stand 2024: [MDR-T-80j] 20% weibliche Vorstandsmitglieder (2023: 26,8%). Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. Executives mit internationaler Erfahrung [S1-5.44b, 44c] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] OMV möchte den Anteil an Executives mit internationaler Erfahrung erhöhen. Im Rahmen unserer P&C Ethics Policy haben wir uns verpflichtet, gleiche Beschäftigungschancen zu schaffen. Dabei wird keinerlei Diskriminierung bzw. Belästigung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder -ausdruck, Alter, Behinderung, Ehe- bzw. Familienstand, politischer oder anderer Überzeugung, Staatsbürgerschaft, nationaler Herkunft, genetischer Informationen oder anderen gesetzlich geschützten Merkmalen toleriert. Bei OMV ist jegliche derartige Diskriminierung oder Belästigung untersagt. 2025 Beibehaltung des Anteils von mindestens 75% an Executives mit internationaler Erfahrung 2030 Beibehaltung des Anteils von mindestens 75% an Executives mit internationaler Erfahrung Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Absoluter Personalstand von OMV Nicht im Umfang enthalten Ohne Akquisitionen, Gas Connect Austria GmbH, DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. und SapuraOMV Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2021 Bezugswert in % 71,8 [MDR-T-80f] Die Methode basiert auf der EU-Richtlinie zur Gewährleistung einer ausgewogeneren Vertretung von Frauen und Männern unter den Direktoren börsennotierter Gesellschaften und über damit zusammenhängende Maßnahmen (2022/2381) und zielt darauf ab, die Einhaltung dieser Richtlinie zu erreichen. [MDR-T-80h] Dieses Ziel wurde im Rahmen interner Konsultationen von der P&C-Abteilung entwickelt. Anschließend wurde es dem Vorstand, den DE&I-Sponsor:innen von OMV, Group Sustainability und anderen relevanten Unternehmens- und Geschäftsfunktionen innerhalb von OMV, OMV Petrom und Borealis zur Prüfung unterbreitet. In der Folge wurde das Ziel vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Das Ziel konzentriert sich sowohl auf die Reduzierung negativer Auswirkungen als auch auf die Verstärkung positiver Auswirkungen auf die OMV Kultur durch internationales Management. Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen der Zielvorgaben und Kennzahlen. Stand 2024: [MDR-T-80j] 72,3% Executives mit internationaler Erfahrung (2023: 71,4%). Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. Anteil der internationalen Führungskräfte [S1-5.44b, 44c] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] OMV möchte den Anteil an internationalen Arbeitnehmer:innen auf Führungsebene erhöhen. Im Rahmen unserer P&C Ethics Policy haben wir uns verpflichtet, gleiche Beschäftigungschancen zu schaffen. Dabei wird keinerlei Diskriminierung bzw. Belästigung aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität oder -ausdruck, Alter, Behinderung, Ehe- bzw. Familienstand, politischer oder anderer Überzeugung, Staatsbürgerschaft, nationaler Herkunft, genetischer Informationen oder anderen gesetzlich geschützten Merkmalen toleriert. Bei OMV ist jegliche derartige Diskriminierung oder Belästigung untersagt. 2030 Erhöhung des Anteils der internationalen Führungskräfte auf 65% Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Absoluter Personalstand von OMV Nicht im Umfang enthalten Ohne Akquisitionen, Personalstand von DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. und SapuraOMV Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2021 Bezugswert in % 60 [MDR-T-80f] Dieses Ziel gilt für das gesamte Management, definiert als OMV Grade 15 und höher sowie Borealis Grade 14 und höher. [MDR-T-80h] Dieses Ziel wurde im Rahmen interner Konsultationen von der P&C-Abteilung entwickelt. Anschließend wurde es dem Vorstand, den DE&I-Sponsor:innen von OMV, Group Sustainability und anderen relevanten Unternehmens- und Geschäftsfunktionen innerhalb von OMV, OMV Petrom und Borealis zur Prüfung unterbreitet. In der Folge wurde das Ziel vom OMV Vorstand genehmigt.[MDR-T-80i] Das Ziel konzentriert sich sowohl auf die Reduzierung negativer Auswirkungen als auch auf die Verstärkung positiver Auswirkungen auf die OMV Kultur durch internationales Management. Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen des Ziels und der Kennzahlen. Stand 2024: [MDR-T-80j] 60,3% Anteil an internationalen Führungskräften (2023: 59,2%). Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft Schaffung eines inklusiven und barrierefreien Arbeitsumfelds für Menschen mit Behinderung [S1-5.44b, 44c] [S1-5.45] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] OMV setzt sich für die Schaffung eines inklusiven und barrierefreien Arbeitsumfelds ein, in dem Menschen mit Behinderung für OMV arbeiten können. Im Rahmen unserer P&C Ethics Policy haben wir uns verpflichtet, gleiche Beschäftigungschancen zu schaffen. Dabei wird keinerlei Diskriminierung bzw. Belästigung aufgrund einer Behinderung toleriert. Bei OMV ist jegliche derartige Diskriminierung oder Belästigung untersagt. 2025 Verbesserung der Basislinie von Inklusion beim Pulse Check um +1% Anzahl der gemeldeten Arbeitnehmer:innen mit Behinderung bei den Rechtseinheiten des OMV Konzerns in Wien zeigen eine Verbesserung 2030 Verbesserung der Basislinie von Inklusion beim Pulse Check +5% Anzahl der gemeldeten Arbeitnehmer:innen mit Behinderung bei den Rechtseinheiten des OMV Konzerns in Wien ist um +1% gestiegen Relatives Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Die Schaffung eines inklusiven Arbeitsumfelds gilt für alle Länder. Nicht im Umfang enthalten Länder ohne Behindertengesetzgebung fallen nicht unter die Meldepflicht für Arbeitnehmer mit Behinderung. Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2024 Bezugswert in % Pulse Check DE&I Inklusionswert von 64% und % der Arbeitnehmer mit Behinderung in den rechtlichen Einheiten von OMV in Wien: 0,3 bis 1,6% [MDR-T-80f] Zu den wesentlichen Annahmen, die bei der Festlegung des Ziels zugrunde gelegt wurden, gehören die folgenden: In den einzelnen Ländern gibt es unterschiedliche Rechtsvorschriften, Definitionen und Richtlinien zum Arbeitnehmerschutz (z. B. Mindestprozentsatz an Arbeitskräften), und in einigen Fällen gibt es überhaupt keine Rechtsvorschriften. Nicht alle Unternehmensniederlassungen verfügen über ausreichend sichere Arbeitsplätze für Arbeitnehmer:innen mit Behinderung, und daher kann OMV nicht in allen Einheiten eine 100%ige Konformität erreichen. Nur OMV Unternehmen mit ausreichend sicheren Arbeitsplätzen in Ländern mit Behindertengesetzgebung sind qualifiziert. [MDR-T-80h] Dieses Ziel wurde im Rahmen interner Konsultationen von der P&C-Abteilung entwickelt. Anschließend wurde es dem Vorstand, den DE&I-Sponsor:innen von OMV, Group Sustainability und anderen relevanten Unternehmens- und Geschäftsfunktionen innerhalb von OMV, OMV Petrom und Borealis zur Prüfung unterbreitet. In der Folge wurde das Ziel vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Das Ziel konzentriert sich darauf, negative Auswirkungen auf die Arbeitskräfte unseres Unternehmens im Zusammenhang mit einem barrierefreien und inklusiven Arbeitsumfeld zu verringern. Das Ziel wurde im Berichtszeitraum aktualisiert, um wesentliche Auswirkungen und Risiken im Zusammenhang mit einem barrierefreien und inklusiven Arbeitsumfeld zu berücksichtigen, indem der Zeithorizont erweitert und insbesondere der geografische Umfang spezifiziert wurde. Stand 2024: [MDR-T-80j]64% gemäß dem Pulse Check. Die rechtlichen Einheiten des OMV Konzerns beschäftigen durchschnittlich 0,9% Arbeitnehmer:innen mit Behinderung. Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. Jährliche Lernstunden [S1-5.44b, 44c] [S1-5.45] [MDR-T-80a-j] [MDR-T-80a] OMV hat sich dazu verpflichtet, den Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft für seine Arbeitnehmer:innen gerecht zu gestalten („Just Transition“) und die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu adressieren, die aus diesem Übergang resultieren. Ziel ist es, sowohl die negativen Auswirkungen für die Arbeitskräfte unseres Unternehmens zu verringern als auch die positiven Auswirkungen zu fördern, wobei es im Berichtsjahr keine Änderungen des Ziels und der Kennzahlen gab. 2030 Erhöhung der durchschnittlichen Anzahl der jährlichen Lernstunden auf mindestens 30 Stunden pro Arbeitnehmer:in Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Arbeitskräfte von OMV Nicht im Umfang enthalten Arbeitskräfte von DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft. und SapuraOMV sowie OMV Russland; ohne DYM Solutions, mtm, Rialti, Renasci Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2022 Bezugswert in Stunden 23 [MDR-T-80f] Die Aufstockung der Lernstunden von Arbeitnehmer:innen wird die notwendige Kompetenzentwicklung ausreichend unterstützen. Eine Erhöhung der Zahl der Lernstunden ist erforderlich, um den Bedarf an verpflichtenden/HSSE-Schulungen zu decken und die notwendige Fortbildung und Umschulung zu gewährleisten. Ausgehend von einem Vergleich mit anderen Unternehmen der Branche und der Annahme, dass eine Erhöhung um durchschnittlich 3 bis 4 Stunden pro Jahr realistisch und machbar ist, haben wir das Ziel auf 30 Stunden festgelegt. Die verwendete Kennzahl ist die Gesamtzahl der den Arbeitnehmer:innen bereitgestellten Schulungsstunden geteilt durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen (Personalstand zum 31. Dezember). [MDR-T-80h] Dieses Ziel wurde im Rahmen interner Konsultationen von der P&C-Abteilung entwickelt. Anschließend wurde es dem Vorstand, den DE&I-Sponsor:innen von OMV, Group Sustainability und anderen relevanten Unternehmens- und Geschäftsfunktionen innerhalb von OMV, OMV Petrom und Borealis zur Prüfung unterbreitet. In der Folge wurde das Ziel vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Das Ziel konzentriert sich auf die negativen Auswirkungen auf die Arbeitskräfte unseres Unternehmens im Zusammenhang mit der Umschulung und der Gewinnung von Talenten und geschultem Personal. An diesem Ziel wurden im Berichtsjahr keine Änderungen vorgenommen. Stand 2024: [MDR-T-80j] 23 durchschnittliche Lernstunden pro Jahr und Arbeitnehmer:in (2023: 30). Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. [S1-5.47a, 47b, 47c] Das Verfahren zur Festlegung unserer DE&I-Ziele umfasst eine Auswertung von Daten aus der Vergangenheit, eine externe Analyse bewährter Verfahren und gesetzliche Anforderungen. Darauf folgen Konsultationen mit Group Sustainability und Group DE&I Governance und schließlich die Genehmigung durch den Konzernvorstand. Wir überwachen unsere Leistung anhand dieser Ziele vierteljährlich und überprüfen sie jährlich. Die vierteljährliche Überprüfung der Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele in Verbindung mit den Zahlen im Jahresvergleich gibt Aufschluss über die Wirksamkeit der zur Erreichung dieser Ziele ergriffenen Maßnahmen. Die DE&I-Ziele und ihre Ergebnisse werden dem Führungsteam und dem Vorstand während der Group People Days mitgeteilt, um potenzielle positive oder negative Trends und Verbesserungsmaßnahmen zu diskutieren. Darüber hinaus werden Vertreter:innen der betroffenen Arbeitskräfte, unsere sogenannten Mitarbeiterressourcengruppen, um ihren Input gebeten, um Verbesserungsmaßnahmen planen zu können. Kennzahlen S1-6 – Arbeitnehmer:innen von OMV Arbeitnehmer nach Geschlecht1 [S1-6.50a] [MDR-M.77a, 77c] Personenzahl 2024 2023 Männlich 17.557 14.890 Weiblich 6.000 5.702 Divers – – Keine Angaben – – Gesamt 23.557 20.592 1 Ohne Berücksichtigung der Investition von OMV Petrom im Mai 2024 (Renovatio Asset Management SRL) – 10 Arbeitnehmer:innen Kennzahlendefinitionen und Methode [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-6.50a] [S1-6.52] [MDR-M.77a, 77c] Arbeitnehmer nach Geschlecht werden auf der Grundlage der Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen berechnet und nach Geschlecht aufgeteilt. Die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen errechnet sich aus der Summe der Personenzahlen, wie sie in den internen Vorschriften beschrieben sind, und bezieht sich auf Arbeitnehmer:innen, vorübergehend Abwesende, Auslandsentsandte und Auszubildende zum 31. Dezember 2024. Zu uns entsendete Expats and Leiharbeitskräfte sind in der Personenzahl nicht enthalten. Arbeitnehmer1 nach Region und Land sowie nach lokaler Staatszugehörigkeit [S1-6.50a] [S1-6.51] [Freiwillig] Personenzahl Weiblich Männlich Divers Keine Angaben Personen- zahl gesamt (31.12.2024) Davon lokale Staatszuge- hörigkeit2 % Personen- zahl gesamt (31.12.2023) Davon lokale Staatszuge- hörigkeit2 % Österreich Österreich 1.599 3.808 – – 5.407 3.991 73,81 5.242 3.911 74,61 Übriges Europa Belgien 238 1.027 – – 1.265 1.176 92,96 1.331 1.242 93,31 Bulgarien 73 129 – – 202 201 99,50 65 65 100,00 Kroatien – 1 – – 1 1 100,00 1 1 100,00 Tschechien 21 25 – – 46 43 93,48 43 40 93,02 Dänemark – 1 – – 1 1 100,00 1 1 100,00 Finnland 223 720 – – 943 910 96,50 953 923 96,85 Frankreich 5 13 – – 18 15 83,33 20 17 85,00 Deutschland 118 792 – – 910 792 87,03 883 778 88,11 Ungarn 34 59 – – 93 93 100,00 93 93 100,00 Italien 19 180 – – 199 163 81,91 193 163 84,46 Moldawien 23 21 – – 44 41 93,18 47 44 93,62 Niederlande 10 107 – – 117 108 92,31 113 105 92,92 Norwegen 40 47 – – 87 69 79,31 83 67 80,72 Polen 2 5 – – 7 7 100,00 7 7 100,00 Rumänien 2.855 8.488 – – 11.343 11.280 99,44 8.448 8.394 99,36 Russland 1 2 – – 3 3 100,00 15 15 100,00 Serbien 25 22 – – 47 47 100,00 46 46 100,00 Slowakei 140 46 – – 186 164 88,17 169 146 86,39 Slowenien – 1 – – 1 1 100,00 – – 0,00 Spanien 2 9 – – 11 8 72,73 9 7 77,78 Schweden 246 740 – – 986 957 97,06 1.002 973 97,11 Schweiz 5 60 – – 65 2 3,08 66 2 3,03 Türkei 24 32 – – 56 56 100,00 55 55 100,00 Großbritannien 20 72 – – 92 77 83,70 89 76 85,39 Mittlerer Osten und Afrika Iran – 3 – – 3 3 100,00 3 3 100,00 Libyen 5 24 – – 29 28 96,55 29 29 100,00 Marokko – 1 – – 1 1 100,00 1 1 100,00 Südafrika 1 – – – 1 1 100,00 1 1 100,00 Tunesien 44 225 – – 269 267 99,26 277 276 99,64 Vereinigte Arabische Emirate 23 69 – – 92 1 1,09 26 – 0,00 Jemen 14 230 – – 244 243 99,59 293 292 99,66 Rest der Welt Argentinien – 1 – – 1 1 100,00 1 1 100,00 Australien – – – – – – 0,00 3 3 100,00 Brasilien 50 98 – – 148 148 100,00 127 127 100,00 Chile 3 2 – – 5 4 80,00 6 5 83,33 China 1 1 – – 2 2 100,00 3 3 100,00 Kolumbien 4 3 – – 7 7 100,00 5 5 100,00 Malaysia – – – – – – 0,00 241 215 89,21 Mexiko 1 3 – – 4 4 100,00 3 3 100,00 Neuseeland 65 173 – – 238 179 75,21 249 192 77,11 Singapur 1 9 – – 10 2 20,00 – – 0,00 Südkorea 19 87 – – 106 87 82,08 102 84 82,35 USA 46 221 – – 267 246 92,13 248 245 98,79 GESAMT 6.000 17.557 – – 23.557 21.430 90,97 20.592 18.656 90,60 1 OMV Petrom Investment im Mai 2024 (Renovatio Asset Management SRL) ist exkludiert – 10 Mitarbeiter:innen 2 Arbeitnehmer:innen, die Staatsangehörige des Landes sind, in dem sie beschäftigt sind. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-6.50a] [Freiwillig] [MDR-M.77a] Arbeitnehmer nach Region und Land sowie nach lokaler Staatszugehörigkeit errechnen sich auf der Grundlage der Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen und der Aufteilung nach Geschlecht, Land, Region und lokaler Staatszugehörigkeit. Die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen errechnet sich aus der Summe der Personenzahlen, wie sie in den internen Vorschriften beschrieben sind, und bezieht sich auf Arbeitnehmer:innen, vorübergehend Abwesende, Auslandsentsandte und Auszubildende zum 31. Dezember 2024. Zu uns entsendete Expats and Leiharbeitskräfte sind in der Personenzahl nicht enthalten. Lokale Staatszugehörigkeit bezieht sich auf Arbeitnehmer:innen, die Staatsangehörige des Landes sind, in dem sie beschäftigt sind. Arbeitnehmer1 nach Geschlecht, Region, Beschäftigungsverhältnis und Art des Vertrags [S1-6.50b-i, b-ii, b-iii] [S1-6.50d] [S1-6.51] [S1-6.52a, 52b] [GRI 2-7] [MDR-M.77a, 77c] Personenzahl 31. Dezember 2024 Österreich Übriges Europa Mittlerer Osten und Afrika Rest der Welt GESAMT Art des Vertrags Arbeitnehmer mit unbefristeten Arbeitsverträgen 4.961 16.154 633 770 22.518 davon weiblich 1.467 3.972 85 183 5.707 davon männlich 3.494 12.182 548 587 16.811 davon divers4 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen2 446 569 6 18 1.039 davon weiblich 132 152 2 7 293 davon männlich 314 417 4 11 746 davon divers4 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Beschäftigungsverhältnis Vollzeitkräfte3 4.924 16.186 612 769 22.491 davon weiblich 1.222 3.967 84 177 5.450 davon männlich 3.702 12.219 528 592 17.041 davon divers4 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Teilzeitkräfte 483 537 27 19 1.066 davon weiblich 377 157 3 13 550 davon männlich 106 380 24 6 516 davon divers4 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Beschäftigte ohne garantierte Arbeitsstunden – – – – – 1 Ohne Berücksichtigung der Investition von OMV Petrom im Mai 2024 (Renovatio Asset Management SRL) – 10 Arbeitnehmer:innen. 2 Ein befristeter Arbeitsvertrag ist auf bestimmte Zeit abgeschlossen und endet mit einem konkreten Ereignis wie etwa der Beendigung eines Projekts oder der Rückkehr ersetzter Personen usw. 3 Bei der OMV Petrom besteht die Option, die tägliche Arbeitszeit zur Erziehung eines Kindes bis zum Alter von zwei bzw. drei Jahren zu reduzieren. Diese Mitarbeiter:innen werden in der Kategorie „Vollzeit“ erfasst. 4 Geschlecht gemäß den eigenen Angaben der Beschäftigten Beschäftigte nach Geschlecht, Region, Beschäftigungsverhältnis und Arbeitsvertrag Personenzahl December 31, 2023 Österreich Übriges Europa Mittlerer Osten und Afrika Rest der Welt GESAMT Art des Vertrags Arbeitnehmer mit unbefristeten Arbeitsverträgen 4.834 13.394 630 969 19.827 davon weiblich 1.428 3.695 81 263 5.467 davon männlich 3.406 9.699 549 706 14.360 davon divers3 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen1 408 338 – 19 765 davon weiblich 128 98 – 9 235 davon männlich 280 240 – 10 530 davon divers3 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Beschäftigungsverhältnis Vollzeitkräfte2 4.777 13.222 630 969 19.598 davon weiblich 1.193 3.640 81 257 5.171 davon männlich 3.584 9.582 549 712 14.427 davon divers3 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Teilzeitkräfte 465 510 – 19 994 davon weiblich 363 153 – 15 531 davon männlich 102 357 – 4 463 davon divers3 – – – – – davon keine Angaben – – – – – Beschäftigte ohne garantierte Arbeitsstunden – – – – – 1 Ein befristeter Arbeitsvertrag ist auf bestimmte Zeit abgeschlossen und endet mit einem konkreten Ereignis wie etwa der Beendigung eines Projekts oder der Rückkehr ersetzter Personen usw. 2 Bei OMV Petrom besteht die Option, die tägliche Arbeitszeit zur Erziehung eines Kindes bis zum Alter von zwei bzw. drei Jahren zu reduzieren. Diese Arbeitnehmer:innen werden als Vollzeitkräfte erfasst. 3 Geschlecht gemäß den eigenen Angaben der Beschäftigten Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-6.50b-i, b-ii, b-iii] [S1-6.50d] [S1-6.51] [S1-6.52a, 52b] [GRI 2-7] [MDR-M.77a, 77c] Arbeitnehmer nach Geschlecht, Region, Beschäftigungsverhältnis und Art des Vertrags errechnen sich aus der Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen zum Jahresende wie oben beschrieben. [S1-6.50bi, b-ii, b-iii, AR 56, AR 58] [GRI 2-7] [MDR-M.77a] [MDR-M.77c] Bei OMV verwenden wir die folgenden Definitionen für Verträge: ● Unbefristete Verträge sind Arbeitsverträge, die kein vorher festgelegtes Enddatum haben. ● Befristete Verträge sind auf bestimmte Zeit abgeschlossen und enden mit einem konkreten Ereignis wie etwa dem Abschluss eines Projekts oder der Rückkehr ersetzter Personen usw. ● Abrufkräfte treffen auf OMV nicht zu. Bei OMV gibt es ausschließlich Verträge mit definierten Arbeitsstunden. Hinweis: Die Summe aller Vollzeit- und Teilzeitkräfte sowie der Abrufkräfte ergibt den Gesamtpersonalbestand. ● [S1-6.52a, 52b] [GRI 2-7] [MDR-M.77a, 77c] ● Beschäftigungsverhältnis: Vollzeitkräfte, Teilzeitkräfte, Abrufkräfte ● Eine Vollzeitkraft ist ein Vollzeitäquivalent (FTE=1) und leistet die vom Land festgelegte Arbeitszeit. ● Eine Teilzeitkraft ist ein FTE<1 und leistet weniger als die vom Land festgelegte Arbeitszeit. Hinweis: Die Summe der Vollzeit- und Teilzeitkräfte ergibt den Gesamtpersonalbestand. Gesamtzahl der Arbeitnehmer, die das Unternehmen verlassen haben, und Quote der Arbeitnehmerfluktuation1 [S1-6.50c] [GRI 401-1] [Voluntary] [MDR-M.77a, 77c] Personenzahl 2024 Österreich Übriges Europa Mittlerer Osten und Afrika Rest der Welt GESAMT Gesamtzahl der Arbeitnehmer, die das Unternehmen verlassen haben2 276 1.071 76 128 1.551 Quote der Arbeitnehmerfluktuation 5,10% 6,40% 11,89% 16,24% 6,58% Freiwillig ausgeschiedene Arbeitnehmer 106 173 38 57 374 Quote der Arbeitnehmerfluktuation – freiwillig ausgeschiedene Arbeitnehmer 1,96% 1,03% 5,95% 7,23% 1,59% Zahl der ausgeschiedenen Arbeitnehmer nach Geschlecht Weiblich 90 296 11 30 427 Männlich 186 775 65 98 1.124 Divers – – – – – Keine Angaben – – – – – Zahl der ausgeschiedenen Arbeitnehmer nach Altersgruppe Unter 30 Jahren 39 201 – 19 259 30 bis 50 Jahre 144 311 60 79 594 Über 50 Jahre 93 559 16 30 698 Quote der Arbeitnehmerfluktuation nach Geschlecht Weiblich 5,63% 7,18% 12,64% 15,79% 7,12% Männlich 4,88% 6,15% 11,78% 16,39% 6,40% Divers – – – – – Keine Angaben – – – – – Quote der Arbeitnehmerfluktuation nach Altersgruppe Unter 30 Jahren 6,27% 16,86% 0,00% 32,20% 13,80% 30 bis 50 Jahre 4,15% 4,33% 11,63% 15,90% 5,09% Über 50 Jahre 7,09% 6,70% 13,45% 12,93% 6,98% 1 Exklusive Veräußerung von Sapura OMV (240 Arbeitnehmer:innen). 2 Arbeitnehmer, die das Unternehmen freiwillig, aufgrund von Kündigung, Pensionierung oder Tod verlassen haben. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-6.50c] [MDR-M.77a, 77c] Gesamtzahl der Arbeitnehmer, die das Unternehmen verlassen haben (Personenzahl), errechnet sich aus den Abgängen während des gesamten Jahres, aufgeschlüsselt nach Altersgruppe, Geschlecht und Region. [S1-6.50c] [Freiwillig] [MDR-M.77a, 77c] [GRI 401-1] Die Quote der Arbeitnehmerfluktuation wird wie folgt ausgewiesen: ● Quote der Arbeitnehmerfluktuation: errechnet sich aus der Anzahl aller Arbeitnehmer:innen (Personenzahl), die während des betreffenden Jahres ausgeschieden sind, geteilt durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen zum Jahresende. ● Quote der Arbeitnehmerfluktuation – freiwillig ausgeschiedene Arbeitnehmer: errechnet sich aus der Anzahl der Arbeitnehmer:innen (Personenzahl), die während des betreffenden Jahres freiwillig ausgeschieden sind, geteilt durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen zum Jahresende. Hinweis: Die obigen Zahlen zu den ausgeschiedenen Arbeitnehmer:innen wurden nach Geschlecht, Region und Altersgruppe aufgeschlüsselt, sowohl in absoluten Zahlen als auch in Prozent. Neueinstellungen nach Region, Geschlecht, Alter und Ebene [GRI 401-1a] 2024 Österreich Übriges Europa Mittlerer Osten und Afrika Rest der Welt Gesamt Personen- zahl % Personen- zahl % Personen- zahl % Personen- zahl % Personen- zahl % Gesamt nach Region 444 9,69 3.973 86,75 20 0,44 143 3,12 4.580 100,00 Geschlecht Männlich 312 70,27 3.376 84,97 16 80,00 104 72,73 3.808 83,14 Weiblich 132 29,73 597 77,33 4 20,00 39 27,27 772 16,86 Divers – – – – – keine Angaben – – – – – Gesamt 444 100,00 3.973 100,00 20 100,00 143 100,00 4.580 100,00 Alter Unter 30 Jahren 145 32,66 2.433 61,24 – 0,00 31 21,68 2.609 56,97 30 bis 50 Jahre 270 60,81 1.486 37,40 20 100,00 99 69,23 1.875 40,94 Über 50 Jahre 29 6,53 54 1,36 – 0,00 13 9,09 96 2,10 Gesamt 444 100,00 3.973 100,00 20 100,00 143 100,00 4.580 100,00 Stufe Oberste Führungsebene 1 3 0,68 – – – 3 0,07 Advanced Level 15 3,38 22 0,55 – 0,00 1 0,70 38 0,83 Core Level 107 24,10 182 4,58 1 5,00 20 13,99 310 6,77 Primary Level 129 29,05 291 7,32 7 35,00 27 18,88 454 9,91 Entry Level 172 38,74 3.265 82,18 11 55,00 78 54,55 3.526 76,99 Nicht klassifiziert 18 4,05 213 5,36 1 5,00 17 11,89 249 5,44 Gesamt 444 100,00 3.973 100,00 20 100,00 143 100,00 4.580 100,00 1 Oberste Führungsebene = Executives und umfasst OMV Senior Vize Präsidenten sowie Vorstandsmitglieder von OMV Petrom und der Borealis Gruppe. Neueinstellungen nach Region, Geschlecht, Alter und Führungsebene 2023 Österreich Übriges Europa Mittlerer Osten und Afrika Rest der Welt Gesamt Personen- zahl % Personen- zahl % Personen- zahl % Personen- zahl % Personen- zahl % Gesamt nach Region 498 27,05 1.105 60,02 65 3,53 173 9,40 1.841 100,00 Geschlecht Männlich 321 64,46 767 69,41 58 89,23 119 68,79 1.265 68,71 Weiblich 177 35,54 338 30,59 7 10,77 54 31,21 576 31,29 Divers – – – – – – – – – – keine Angaben – – – – – – – – – – Gesamt 498 100,00 1.105 100,00 65 100,00 173 100,00 1.841 100,00 Alter Unter 30 Jahren 145 29,12 316 28,60 3 4,62 38 21,97 502 27,27 30 bis 50 Jahre 315 63,25 627 56,74 58 89,23 113 65,32 1.113 60,46 Über 50 Jahre 38 7,63 162 14,66 4 6,15 22 12,72 226 12,28 Gesamt 498 100,00 1.105 100,00 65 100,00 173 100,00 1.841 100,00 Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [GRI 401-2] [MDR-M.77a] Neueinstellungen nach Region: Arbeitnehmer:innen (nur Personenzahl), die im betreffenden Jahr (2024) ihre Arbeit bei OMV aufgenommen haben, ausgedrückt sowohl als Gesamtzahl als auch als Prozentsatz der gesamten Neueinstellungen für dieses Jahr [GRI 401-2] [MDR-M.77a] Neueinstellungen nach Geschlecht: Arbeitnehmer:innen, die im betreffenden Jahr ihre Arbeit bei OMV aufgenommen haben, aufgeschlüsselt nach Geschlecht, ausgedrückt sowohl als Gesamtzahl als auch als Prozentsatz der gesamten Neueinstellungen für dieses Jahr [GRI 401-2] [MDR-M.77a] Neueinstellungen nach Altersgruppe: Arbeitnehmer:innen, die im betreffenden Jahr ihre Arbeit bei OMV aufgenommen haben, aufgeschlüsselt nach Altersgruppe, ausgedrückt sowohl als Gesamtzahl als auch als Prozentsatz der gesamten Neueinstellungen für dieses Jahr [GRI 401-2] [MDR-M.77a] Neueinstellungen nach Ebene: Arbeitnehmer:innen, die im betreffenden Jahr ihre Arbeit bei OMV aufgenommen haben, aufgeschlüsselt nach Karrierestufe S1-7 Fremdarbeitskräfte von OMV Fremdarbeitskräfte des Unternehmens [S1-7.55a] [MDR-M.77a, 77c] Anzahl1 December 31, 2024 December 31, 2023 Gesamtzahl der im Unternehmen tätigen Fremdarbeitskräfte – Selbstständige – Leiharbeitskräfte2 182 191 1 Anzahl: Fremdarbeitskräfte/Leiharbeitskräfte werden als Manpower (MP/MP-FTE) und nicht als Personenzahl (Headcount) gezählt. 2 Arbeitskräfte, die über ein externes Personaldienstleistungsunternehmen angestellt sind und reguläre Arbeitsaufgaben unter Aufsicht des OMV Managements ausführen (d. h. sie erhalten Aufgaben vom OMV Management und sind diesem unterstellt). Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-7.55a] [MDR-M.77a, 77c] Die Gesamtzahl der im Unternehmen tätigen Fremdarbeitskräfte (Selbstständige oder Personen, die von Agenturen zur Verfügung gestellt werden, die in erster Linie im Bereich der „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ (NACE-Code N78) (als Manpower) tätig sind) errechnet sich aus der Gesamtzahl der Leiharbeitskräfte zum Jahresende. Leiharbeitskräfte sind definiert als Arbeitskräfte, die über ein externes Personaldienstleistungsunternehmen angestellt sind und reguläre Arbeitsaufgaben unter Aufsicht des OMV Managements ausführen (d. h. sie erhalten Aufgaben vom OMV Management und sind diesem unterstellt). S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog [S1-8.60a, 60b] 92% unserer gesamten Arbeitskräfte sind durch Tarifverträge abgedeckt. Im EWR haben wir mehr als einen Tarifvertrag. Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog [S1-8.60a, 60b, 60c] [S1-8.63a, 63b] [S1 AR 70] [MDR-M.77c] 2024 Tarifvertragliche Abdeckung Sozialer Dialog Abdeckungsquote Arbeitnehmer – nur EWR (für Länder mit >50 Arbeitnehmern, die >10% der Gesamtzahl ausmachen) Arbeitnehmer – Nicht-EWR-Länder (Schätzung für Regionen mit >50 Arbeitnehmern, die >10% der Gesamtzahl ausmachen) Vertretung am Arbeitsplatz – nur EWR (für Länder mit >50 Arbeitnehmern, die >10% der Gesamtzahl ausmachen) 0–19% Übriges Europa (0,13%); Rest der Welt (19%) 20–39% 40–59% 60–79% Rumänien (79,4%) 80–100% Österreich (100%), Rumänien (100%) Mittlerer Osten und Afrika (80%) Österreich (99%) [S1-8.63b] OMV schloss im Jahr 2013 mit der Arbeitnehmervertretung eine Vereinbarung über die Einsetzung eines Europäischen Betriebsrats ab und verlängerte diese im Jahr 2021. Der Europäische Betriebsrat und sein Lenkungsausschuss treten regelmäßig zusammen. Vertreter:innen des Managements, einschließlich der Mitglieder des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft, nehmen auf Einladung des Europäischen Betriebsrats an den Sitzungen teil. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-8.60a] [MDR-M.77a, 77c] Prozentualer Anteil aller Arbeitnehmer:innen mit tarifvertraglicher Abdeckung: Zahl der Arbeitnehmer:innen mit tarifvertraglicher Abdeckung/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen (Personenzahl) X 100. Arbeitnehmer:innen mit tarifvertraglicher Abdeckung sind jene, bei denen wir verpflichtet sind, den Vertrag anzuwenden. [S1-8.60b] [MDR-M.77a, 77c] Prozentualer Anteil der eigenen Arbeitnehmer mit tarifvertraglicher Abdeckung nach Ländern mit hoher Beschäftigung (im EWR): Zahl der Arbeitnehmer:innen mit tarifvertraglicher Abdeckung in einem Land (die mehr als 10% der Gesamtzahl ausmachen)/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen (Personenzahl) in dem jeweiligen Land X 100. OMV berichtet, ob ein oder mehrere Tarifverträge relevant sind, und meldet den prozentualen Anteil der Arbeitnehmer:innen, die von diesen Verträgen abgedeckt sind, jeweils nach Land, in dem das Unternehmen gemäß der obigen Formel eine signifikante Zahl von Arbeitnehmer:innen hat. [S1-8.60c] [MDR-M.77a, 77c] Prozentualer Anteil der eigenen Arbeitnehmer mit tarifvertraglicher Abdeckung nach Region (außerhalb des EWR): prozentualer Anteil der Arbeitnehmer:innen mit tarifvertraglicher Abdeckung nach Region gemäß der obigen Formel. [S1-8.63a] [MDR-M.77a] Gesamtprozentsatz der Arbeitnehmer mit Vertretung am Arbeitsplatz, mit Angaben auf Länderebene für jedes EWR-Land, in dem das Unternehmen eine signifikante Zahl von Arbeitnehmer:innen hat. Zahl der Arbeitnehmer:innen mit Vertretung am Arbeitsplatz pro Land / Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen pro Land x 100. [S1-8.60a] [S1-8.60b] [MDR-M.77a] Eigene Arbeitnehmer in Regionen (Nicht-EWR-Länder) mit tarifvertraglicher Abdeckung und sozialem Dialog nach Abdeckungsquote und Region: Zahl der Arbeitnehmer:innen aus Nicht-EWR-Ländern pro Region mit tarifvertraglicher Abdeckung/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen pro Region x 100. Arbeitnehmer:innen mit tarifvertraglicher Abdeckung sind jene, bei denen wir verpflichtet sind, den Vertrag anzuwenden. S1-9 Diversitätskennzahlen Diversitätskennzahlen1 [S1-9.66a, 66b] [S1-9 AR 71] [GRI 405-1b] [MDR-M.77c] 31. Dezember 2024 Altersgruppe Geschlecht Gesamt Unter 30 Jahren 30 bis 50 Jahre Über 50 Jahr Weiblich Männlich Divers Keine Angaben OMV Aufsichtsrat2 Anzahl – 2 7 3 6 – – 9 % 0,00 22,22 77,78 33,33 66,67 0,00 0,00 100,00 OMV Vorstand Personenzahl – 1 4 1 4 – – 5 % 0,00 20,00 80,00 20,00 80,00 0,00 0,00 100,00 Oberste Führungsebene (Executives)3 Personenzahl – 17 30 8 39 – – 47 % 0,00 36,17 63,83 17,02 82,98 0,00 0,00 100,00 Advanced Level Personenzahl – 505 376 212 669 – – 881 % 0,00 57,32 42,68 24,06 75,94 0,00 0,00 100,00 Core Level Personenzahl 19 2.286 1.140 1.073 2.372 – – 3.445 % 0,55 66,36 33,09 31,15 68,85 0,00 0,00 100,00 Primary Level Personenzahl 290 3.548 1.851 2.105 3.584 – – 5.689 % 5,10 62,37 32,54 37,00 63,00 0,00 0,00 100,00 Entry Level Personenzahl 1.441 4.975 6.349 2.453 10.312 – – 12.765 % 11,29 38,97 49,74 19,22 80,78 0,00 0,00 100,00 Nicht klassifiziert Personenzahl 127 345 253 148 577 – – 725 % 17,52 47,59 34,90 20,41 79,59 0,00 0,00 100,00 Diversität generell Personenzahl 1.877 11.677 10.003 6.000 17.557 – – 23.557 % 7,97 49,57 42,46 25,47 74,53 0,00 0,00 100,00 1 Ohne Berücksichtigung der Investition von OMV Petrom im Mai 2024 (Renovatio Asset Management SRL) – 10 Arbeitnehmer:innen. 2Aufsichtsratsmitglieder werden nicht als Arbeitnehmer:innen ausgewiesen. 3 Zu den Executives zählen OMV Senior Vice Presidents sowie Vorstandsmitglieder von OMV Petrom und der Borealis Gruppe. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-9.66a] [MDR-M.77a, 77c] Die Geschlechterverteilung nach Personenzahl sowie prozentualem Anteil auf der obersten Führungsebene: Die oberste Führungsebene entspricht der Karrierestufe Executives. Dazu zählen OMV OMV Senior Vize Präsidenten sowie Vorstandsmitglieder/oberste Führungsebene von OMV Petrom und der Borealis Gruppe – und dies aufgeschlüsselt nach Geschlecht. [S1-9.66b] [MDR-M.77a, 77c] Diversität generell nach Altersgruppe (<30, 30–50 und >50): Summe der Arbeitnehmer:innen nach Altersgruppe/Gesamtpersonenzahl am Jahresende [GRI 405-1b] [MDR-M.77a, 77c] Diversität generell nach Geschlecht (weiblich/männlich/divers/keine Angaben) und Altersgruppe (<30, 30–50 und >50): Summe der Arbeitnehmer:innen (im Konzern)/Gesamtpersonenzahl am Jahresende [GRI 405-1b] [MDR-M.77a, 77c] Diversität generell nach Karrierestufe: Zahl der Arbeitnehmer:innen (Altersgruppe)/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen in der Karrierestufe. Oberste Führungsebene = Karrierestufe Executives, wozu OMV Senior Vize Präsidenten sowie Vorstandsmitglieder von OMV Petrom und der Borealis Gruppe zählen. S1-10 Angemessene Entlohnung [S1-10.69] Alle Arbeitnehmer:innen des OMV Konzerns erhalten einen angemessenen Lohn, der den geltenden Benchmarks entspricht. S1-11 Soziale Absicherung [S1-11.74] Alle unsere Arbeitnehmer:innen sind gegen Einkommensverluste aufgrund bedeutender Lebensereignisse sozial abgesichert, mit Ausnahme der folgenden Arten von Arbeitnehmer:innen für die in dieser Tabelle aufgeführten bedeutenden Lebensereignisse in den jeweiligen Ländern. Kennzahlen zur sozialen Absicherung [S1-11.75] Neuseeland Großbritannien Jemen Personenzahl 31. Dezember 2024 238 39 244 Krankheit Angestellte ● ● Arbeiter ● Executives ● Arbeitslosigkeit1 Angestellte ● ● Arbeiter ● ● Executives ● ● Arbeitsunfälle und Erwerbsunfähigkeit Angestellte ● Arbeiter Executives Elternzeit Angestellte ● ● Arbeiter ● Executives ● Ruhestand Angestellte ● Arbeiter Executives 1 Ab dem Zeitpunkt, zu dem die Arbeitskraft für das Unternehmen tätig ist. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [MDR-M.77a] [S1-11.74a, 74b, 74c, 74d, 74e] [S1-11.75] Alle unsere Arbeitnehmer:innen sind gegen Einkommensverluste aufgrund bedeutender Lebensereignisse sozial abgesichert, mit Ausnahme der in der Tabelle angeführten Arten von Arbeitnehmer:innen für die in dieser Tabelle aufgeführten bedeutenden Lebensereignisse in den jeweiligen Ländern. S1-12 Menschen mit Behinderungen [S1-12.77] [S1-12.79] [S1-12.AR 76] Weltweit sind 0,7% der Arbeitnehmer:innen des OMV Konzerns Menschen mit Behinderungen. Die Zahl der Arbeitnehmer:innen mit Behinderung wird für jedes Land angegeben, das lokalen Gesetzen unterliegt. Die für das Jahr 2024 gemeldeten Zahlen bilden ein Bezugsjahr, auf dessen Grundlage die Länder eine Steigerung dieser Zahlen anstreben können. Länder ohne Behindertengesetzgebung fallen nicht unter die Meldepflicht für Arbeitnehmer:innen mit Behinderung. Mit unserem Headoffice in Österreich streben die Unternehmen von OMV in Österreich an, den Anteil von Arbeitnehmer:innen mit Behinderung bis 2030 im Vergleich zum Bezugsjahr 2024 um 1% zu erhöhen. Im Jahr 2024 beschäftigen die Unternehmen von OMV in Österreich durchschnittlich 0,9% Arbeitnehmer:innen mit Behinderung. Außerdem messen wir mit dem jährlichen Pulse Check, wie die Arbeitnehmer:innen unseren barrierefreien Arbeitsplatz erleben. Im Jahr 2024 lag die positive Rückmeldung bei 64%. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-12.79] [MDR-M.77a, 77c] Der prozentuale Anteil von Arbeitnehmer:innen mit Behinderung in den entsprechenden Unternehmen von OMV hängt konzernweit von der lokalen Gesetzgebung ab. Diese Zahl schließt Auftragnehmer:innen und Fremdarbeitskräfte aus. Die Kennzahl wurde errechnet, indem die Zahl der Arbeitnehmer:innen mit Behinderung durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen x 100 geteilt wurde. Die Zählung erfolgte für die Länder, in denen es eine gesetzliche Quote für Menschen mit Behinderung gibt, und die Summe wurde auf Konzernebene berechnet. S1-13 Kennzahlen für Weiterbildung und Kompetenzentwicklung Karriereentwicklung und Leistungsbeurteilungen sowie Anzahl der Schulungsstunden nach Beschäftigungsart, durchschnittlichen Schulungsstunden und Geschlecht [S1-13.83a, 83b, AR 77] [S1-13 AR 77b] [MDR-M.77a, 77c] Personenzahl 2024 Weiblich Männlich Divers Keine Angaben Gesamt Prozentsatz der Arbeitnehmer, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben1 91,53% 86,82% – – 88,31% Gesamtzahl der Schulungsstunden für alle Arbeitnehmer2 158.778 375.064 – – 533.842 Durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden pro Arbeitnehmer 27 22 – – 23 Anzahl der Arbeitnehmer, die im Berichtsjahr in Gesundheits- und Sicherheitsstandards geschult wurden 4.502 12.949 – – 17.451 Durchschnittliche Stundenanzahl von Gesundheits-, Sicherheits- und Notfallschulungen für Arbeitnehmer 7 9 – – 8 Durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden nach Beschäftigungsart Oberste Führungsebene (Executives) 60 49 – – 51 Advanced Level 41 28 – – 31 Core Level 33 26 – – 28 Primary Level 31 29 – – 30 Entry Level 20 18 – – 18 Nicht klassifiziert 15 17 – – 17 Anzahl der Schulungsteilnehmer 5.737 15.011 – – 20.748 Schulungsausgaben (EUR) 3.397.045 7.830.491 – – 11.227.536 1 Berechtigte Mitarbeiter für Leistungsbeurteilungen (ohne OMV Petrom Blaumann-Mitarbeiter): Leistungsmanagement wurde nicht in Ecoplast, MTM, DYM, Integra, Rialit, Renasci (kein Leistungsmanagement vorhanden oder nicht BIP) eingeführt und nicht für Neueinsteiger im derzeit laufenden Zyklus durchgeführt – diese sind von den Gesamtprozentsätzen ausgeschlossen. 2 Schulungszahlen: ohne Konferenzen; Schulungen für den OMV Aufsichtsrat und Vorstand sowie externe Mitarbeiter ohne OMV Russland Upstream, OMV Orient Upstream; ohne DYM Solutions, Integra, Rialti, Renasci. [S1-13 AR 77 a] OMV berichtet, dass es im Berichtsjahr 15.560 Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen gab, wobei einige Arbeitnehmer:innen im Berichtsjahr mehr als einmal beurteilt wurden. [S1-13 AR 77 b] 14.226 Arbeitnehmer:innen (91.5% der entsprechenden weiblichen und 86.8% der entsprechenden männlichen Arbeitnehmer:innen) nahmen zumindest einmal pro Jahr an Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teil. Dies entspricht etwa 88.3% aller Arbeitnehmer:innen, die für eine Beurteilung auf der unternehmenseigenen IT-Plattform infrage kommen. Ausgenommen davon Büroangestellte von OMV Petrom, da sie keinen Zugang zur Plattform haben und daher bei der Berechnung dieses Prozentsatzes nicht berücksichtigt werden. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-13.83a, AR 77b][MDR-M.77a, 77c] Der Prozentsatz der Arbeitnehmer, die an regelmäßigen Leistungs- und Laufbahnbeurteilungen teilgenommen haben, errechnet sich, indem die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen, die zumindest einmal im Jahr an einer Beurteilung teilgenommen haben, durch die Zahl der Arbeitnehmer:innen geteilt wird, die für Beurteilungen über die unternehmenseigene IT-Plattform infrage kommen. [MDR-M.77a, 77c] [S1-13.83a, 83b] Die durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden pro Arbeitnehmer nach Geschlecht (männlich und weiblich) wird als durchschnittliche Schulungsstunden für weibliche (männliche) Arbeitnehmer:innen berechnet: Gesamtzahl der Schulungsstunden für weibliche (männliche) Arbeitnehmer:innen/Gesamtzahl der weiblichen (männlichen) Arbeitnehmer:innen (Personenzahl zum 31. Dezember). [Freiwillig] Die Gesamtzahl der Schulungsstunden für alle Arbeitnehmer wird als Gesamtzahl der für die Arbeitnehmer:innen erbrachten Schulungsstunden berechnet. [Freiwillig] Die Anzahl der Arbeitnehmer, die im Berichtsjahr in Gesundheits- und Sicherheitsstandards geschult wurden, wird als Anzahl der Arbeitnehmer:innen berechnet, die mindestens eine HSSE-Schulung erhalten haben. [Freiwillig] Die durchschnittliche Stundenanzahl von Gesundheits-, Sicherheits- und Notfallschulungen für Arbeitnehmer errechnet sich wie folgt: Gesamtzahl der Stunden, in denen Arbeitnehmer:innen im Bereich HSSE geschult wurden/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen (Personenzahl zum 31. Dezember). [GRI 404-1] [MDR-M.77a, 77c] Die durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden pro Arbeitnehmer errechnet sich wie folgt: Gesamtzahl der für die Arbeitnehmer:innen erbrachten Schulungsstunden/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen (Personenzahl zum 31. Dezember). [GRI 404-1] [MDR-M.77a, 77c] Die durchschnittliche Zahl der Schulungsstunden nach Beschäftigungsart errechnet sich wie folgt: Gesamtzahl der Schulungsstunden für Arbeitnehmer:innen pro Beschäftigungsart (Karrierestufe)/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen pro Beschäftigungsart (Karrierestufe) (Personenzahl zum 31. Dezember). [Freiwillig] Die Anzahl der Schulungsteilnehmer errechnet sich aus der Zahl der Arbeitnehmer:innen, die an mindestens einer Schulung teilgenommen haben. [Freiwillig] Die Schulungsausgaben (EUR) errechnen sich aus dem Gesamtbetrag, der für Schulungen ausgegeben wurde (einschließlich variabler und fixer Kosten). S1-15 Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben Prozentsatz der Arbeitnehmer, die Anspruch auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen haben, im Vergleich zu jenen, die sie in Anspruch genommen haben [S1-15.93a, 93b] [S1-15.94] [MDR-M.77a, 77c] In % 2024 Geschlecht Anspruchsberechtigt In Anspruch genommen Weiblich 100,00 8,22 Männlich 98,67 5,29 Divers – – Keine Angaben – – Total 99,01 6,05 Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung dieser Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-15.93a][MDR-M.77a] Der Prozentsatz der berechtigten Arbeitnehmer:innen, die Anspruch auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen haben, ist die Zahl der Arbeitnehmer:innen, die Anspruch auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen haben, ausgedrückt in der Personenzahl zum Jahresende. Die Kennzahl errechnet sich wie folgt: Gesamtzahl der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer:innen am Jahresende/Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen am Jahresende. [S1-15.93b][MDR-M.77a] Der Prozentsatz der berechtigten Arbeitnehmer:innen, die im betreffenden Jahr eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen von mehr als einem Monat in Anspruch genommen haben, wurde in den Zahlen berücksichtigt und errechnet sich wie folgt: Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen, die im betreffenden Jahr eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen in Anspruch genommen haben/Gesamtzahl der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer:innen zum Jahresende. Beide Kennzahlen werden nach Geschlecht aufgeschlüsselt. S1-16 Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle [S1-16-98] [S1-16.97a] [MDR-M.77c] Personenzahl per 31. Dezember 2024 / Verdienstunterschiede 2024 Land Oberste Führungsebene Advanced Level Primary Level Core Level Entry Level Nicht klassifiziert Gesamt Personen- zahl Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen (%) Personen- zahl Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen (%) Personen- zahl Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen (%) Personen- zahl Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen (%) Personen- zahl Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen (%) Personen- zahl Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen (%) Personen- zahl Verdienstgefälle zwischen Männern und Frauen (%) Österreich 40 13,53 472 12,48 1.625 8,93 1.401 6,96 1.774 4,97 62 24,45 5.374 9,79 Belgien n.a. n.a. 79 19,06 333 8,01 241 3,07 583 0,55 29 5,07 1.265 -2,53 Deutschland 2 n.a. 30 19,06 222 23,38 152 3,46 264 -52,36 235 5,43 905 16,95 Finnland n.a. n.a. 31 -11,55 224 -1,02 155 0,82 507 2,81 26 -7,04 943 -8,43 Rumänien1 5 n.a. 109 13,37 2.244 8,63 857 5,89 7.905 0,63 124 20,14 11.244 -16,84 Schweden n.a. n.a. 30 12,54 255 2,38 128 3,93 573 5,45 n.a. n.a. 986 1,93 Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle für alle Arbeitnehmer 23.296 1,41 1 Ohne Berücksichtigung der Investition von OMV Petrom im Mai 2024 (Renovatio Asset Management SRL) – 10 Arbeitnehmer:innen. n.a. Nicht relevant; nicht offengelegte Informationen, weil die Zielgruppe zu klein ist und wir sie aus Datenschutzgründen nicht öffentlich machen können. [S1-16.97a.] Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle für alle Arbeitnehmer: 1,41 %. [MDR-M.77c] [S1-16.97b, 97c] Verhältnis der Vergütung des Generaldirektors zum Median der Vergütung aller Arbeitnehmer:innen: 76:1 (2023: 78:1). Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung dieser Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [MDR-M.77a; 77c] [S1-16.97a] Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle: die Differenz zwischen dem Durchschnittseinkommen von weiblichen und männlichen Arbeitnehmer:innen, ausgedrückt als Prozentsatz des Durchschnittseinkommens männlicher Arbeitnehmer. Für diese Berechnung wurde die jährliche Gesamtvergütung pro Arbeitnehmer:in (nur Personenzahl) herangezogen. Die jährliche Gesamtvergütung umfasst das jährliche Grundgehalt, garantierte Zulagen, variable Zulagen, Überstundenvergütungen, Einmalzahlungen, Bonuszahlungen, LTIP und Geldleistungen, die im jeweiligen Jahr ausgezahlt werden. Die jährliche Gesamtvergütung wird für Vollzeitbeschäftigung und das gesamte betreffende Jahr berechnet. Der Stundensatz wird berechnet, indem die jährliche Gesamtvergütung durch die jährliche tatsächliche Arbeitszeit pro Arbeitnehmer:in geteilt wird (liegen keine Daten zur tatsächlichen Arbeitszeit vor, werden stattdessen die vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten herangezogen). [S1-16.97b] [S1-16 AR 101] Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmer:innen (ohne die am höchsten bezahlte Einzelperson) Für diese Berechnung wurde die Gesamtvergütung pro Arbeitnehmer:in (nur Personenzahl) herangezogen. Für die Kennzahl des geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles wird die jährliche Gesamtvergütung wie oben beschrieben berechnet. [S1-16.98][MDR-M.77a] Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle nach Beschäftigtenkategorie und gewöhnlichem Grundgehalt sowie ergänzenden/variablen Komponenten: Die Aufschlüsselung erfolgt auf der Grundlage von Mitarbeiterkategorie und Land. [S1-16.98][MDR-M.77a] Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle nach Beschäftigtenkategorie und/oder Land/Segment: Die Aufschlüsselung erfolgt auf der Grundlage von Beschäftigtenkategorie und Land. Bei der Berechnung des geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles und des Verhältnisses zwischen der jährlichen Gesamtvergütung der höchstbezahlten Person und dem Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Arbeitnehmer:innen sind die folgenden Arbeitnehmer:innen ausgeschlossen: ● Arbeitnehmer:innen in unbezahltem Urlaub für das gesamte betreffende Jahr ● Internationale Arbeitnehmer:innen, die aus dem Ausland für Projekte in einem der OMV Länder eingestellt werden, wo sie der Einkommenssteuer und/oder Sozialversicherungsbeiträgen unterliegen. Diese Arbeitnehmer:innen haben einen internationalen Hintergrund und verfügen über Nettogehaltsvereinbarungen, um ein einheitliches und transparentes Gehaltsniveau zu erreichen. Die lokale Einkommenssteuer und die Sozialversicherungsbeiträge richten sich nach dem Arbeitsort und werden vom Unternehmen abgeführt. [S1-16.AR100] Grundgehälter sind marktorientiert, fair und an die Position und Expertise der Arbeitnehmer:innen angepasst. OMV fördert gleiche Bezahlung in allen Karrierestufen, zum Beispiel durch die Festlegung standardisierter Einstiegsgehälter, die jedes Jahr entsprechend der lokalen Marktsituation überprüft werden. S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten [S1-17.104] [MDR-M.77c] 0 Fälle von Kinderarbeit (2023: 0) [S1-17.104] [MDR-M.77c] 0 Fälle von Zwangsarbeit (2023: 0) [S1-17.104] [MDR-M.77c] 0 schwerwiegende Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte, in denen das Unternehmen eine Rolle bei der Gewährleistung von Abhilfemaßnahmen für die Betroffenen übernommen hat [S1-17.103b] [MDR-M.77c] 0 Beschwerden, die bei nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD eingebracht wurden [S1-17.104a] [MDR-M.77c] 0 schwerwiegende Menschenrechtsprobleme und -vorfälle im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens [S1-17.104a] [MDR-M.77c] 0 schwerwiegende Menschenrechtsprobleme und -vorfälle im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens, die gegen die UNGC-Grundsätze und gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstoßen [S1-17.104b] [MDR-M.77c] 0 Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen in Verbindung mit schwerwiegenden Vorfällen in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird, sofern nicht anders angegeben, von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [MDR-M.77a] Für alle Kennzahlen erheben wir die Zahlen von zuständigen Fachexpert:innen innerhalb des Konzerns, wobei wir davon ausgehen, dass diese die jeweiligen Datenanforderungen vollständig verstehen und erfüllen. [S1-17.104][MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der Fälle von Kinderarbeit und die Anzahl der Fälle von Zwangsarbeit basieren auf den Zahlen der schwerwiegenden Menschenrechtsvorfälle, die Kinderarbeit bzw. Zwangsarbeit definitionsgemäß einschließen, sowie auf der Analyse der unterstützenden Informationen, die dem:der Menschenrechtsexpert:in auf Anfrage im Falle schwerwiegender Menschenrechtsvorfälle zur Verfügung gestellt werden. [S1-17.104][MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der schwerwiegenden Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte, in denen das Unternehmen eine Rolle bei der Gewährleistung von Abhilfemaßnahmen für die Betroffenen übernommen hat, basiert auf der Zahl der schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen und der Analyse der unterstützenden Informationen, die dem:der Menschenrechtsexpert:in auf Anfrage im Fall von schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen zur Verfügung gestellt wurden. [S1-17.103b][MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der Beschwerden, die bei nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD eingebracht wurden, ergibt sich aus den Fällen, die auf der Grundlage von Informationen des Leiters bzw. der Leiterin der Abteilung Group Sustainability gezählt wurden. [S1-17.104a][MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der schwerwiegenden Menschenrechtsprobleme und -vorfälle im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens bezieht sich auf die Anzahl solcher Vorfälle, die den lokalen und konzernweiten P&C-Manager:innen gemeldet wurden. Wir haben den Schweregrad von Menschenrechtsverletzungen anhand der Kategorien Ausmaß (z. B. Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Menschenhandel), Umfang (eine erhebliche Anzahl von Menschen ist betroffen) und Unumkehrbarkeit (schwer oder gar nicht zu beheben) definiert, wobei jede dieser Kategorien für sich genommen schwerwiegende Auswirkungen haben kann. [S1-17.104a][MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der schwerwiegenden Menschenrechtsprobleme und -vorfälle im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens, die gegen die UNGC-Grundsätze und gegen die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen verstoßen, ist eine Zählung der gemeldeten schwerwiegenden Menschenrechtsvorfälle und die Analyse der unterstützenden Informationen, die dem:der Menschenrechtsexpert:in auf Anfrage im Fall von schwerwiegenden Menschenrechtsvorfällen zur Verfügung gestellt wurden. Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten [S1-17-103a, 103b, 103c] [S1-17 AR 106] [MDR-M.77c] 2024 2023 Zahl der Fälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung Anzahl 31 n.a. Zahl der Beschwerden, die über Kanäle eingereicht wurden, über die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können Anzahl 27 n.a. Betrag der Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen in Verbindung mit schwerwiegenden Vorfällen in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens EUR Mio 0 n.a. Betrag der Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit Fällen von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, und eingereichten Beschwerden sowie eine Abstimmung dieser offengelegten Geldbeträge mit dem relevantesten Betrag im Finanzbericht EUR Mio 0 n.a. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung der Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [S1-17.103a] [MDR-M.77a, 77c] Die Zahl der Fälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, errechnet sich aus der Gesamtzahl der gemeldeten Fälle, in denen Personen diskriminiert oder belästigt wurden, wobei die einzelnen Länder über die Vorfälle im Jahr 2024 berichteten. [S1-17.103b] [MDR-M.77a] Zahl der Beschwerden, die über Kanäle eingereicht wurden, über die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können: Meldung der einzelnen Länder zu Vorfällen im Jahr 2024 [S1-17.103c] [MDR-M.77a, 77c, 77d] Betrag der Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen im Zusammenhang mit Fällen von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, und eingereichten Beschwerden: Summe aller bezahlten Geldbußen und Sanktionen [S1-17.104c] [MDR-M.77a, 77c, 77d] Betrag der Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen in Verbindung mit schwerwiegenden Vorfällen in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens: Summe aller bezahlten Geldbußen S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Wesentliches Thema: S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Wesentliches Unterthema: Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung, sonstige arbeitsbezogene Rechte (z.B. Kinderarbeit) Schutz der Grundrechte der Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette, einschließlich Arbeitnehmerrechten wie Vereinigungsfreiheit und Nichtdiskriminierung bei gleichzeitiger Schaffung stabiler Arbeitsplätze und Gewährleistung sicherer Arbeitsbedingungen im Zusammenhang mit unseren Geschäftsaktivitäten Relevante SDGs: SDG-Ziele: 4.7 Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung 8.3 Entwicklungsorientierte Politiken fördern, die produktive Tätigkeiten, die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze, Unternehmertum, Kreativität und Innovation unterstützen, und die Formalisierung und das Wachstum von Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen unter anderem durch den Zugang zu Finanzdienstleistungen begünstigen 8.7 Sofortige und wirksame Maßnahmen ergreifen, um Zwangsarbeit abzuschaffen, moderne Sklaverei und Menschenhandel zu beenden und das Verbot und die Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit, einschließlich der Einziehung und des Einsatzes von Kindersoldat:innen, sicherstellen und bis 2025 jeder Form von Kinderarbeit ein Ende setzen 8.8 Die Arbeitsrechte schützen und sichere Arbeitsumgebungen für alle Arbeitnehmer:innen, einschließlich der Wanderarbeitnehmer, insbesondere der Wanderarbeitnehmerinnen, und der Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen, fördern Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Die Richtlinien, Maßnahmen und Ziele von OMV sind darauf ausgerichtet, wesentliche positive und negative Auswirkungen, Risiken und Chancen zu behandeln, die in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt werden. Eine unzureichende Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen, wie zum Beispiel das Versäumnis, angemessene Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen zu gewährleisten oder zugängliche Beschwerdekanäle zur Verfügung zu stellen, um gegen Faktoren vorzugehen, die zu Diskriminierung und Belästigung führen, könnte sich negativ auf die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette auswirken. Dies kann zu einer potenziellen Rufschädigung führen, die durch die ungleiche Behandlung und die ungleichen Chancen dieser Arbeitskräfte verursacht wird, was ein erhebliches Risiko für OMV darstellt. Darüber hinaus könnten der Verlust von qualifizierten Arbeitskräften und die sinkende Qualität der von Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen geleisteten Arbeit aufgrund ungleicher Rechte und Chancen dieses Risiko noch weiter verschärfen. Umgekehrt gewährleistet eine aktive Einbeziehung der Lieferant:innen in Sicherheitsthemen den sicheren Umgang mit den Produkten und Dienstleistungen von OMV, was eine sichere und gesunde Umwelt zur Folge hat. Dies kann sich wiederum positiv auf die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette auswirken. Durch die Förderung und den Schutz der Menschenrechte in der gesamten Lieferkette durch Einbeziehung der Lieferant:innen und die herausragenden Leistungen für Kund:innen wird OMV starke Menschenrechtsgrundsätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreichen, was sich wiederum positiv auswirkt. Indem wir die sozialen Grundsätze von OMV anwenden und sie bei den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette fördern, können wir uns einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Dieser Ansatz erhöht die Rentabilität durch den Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Darüber hinaus trägt OMV zur Förderung eines gerechten Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) bei, indem das Unternehmen rechtzeitig Maßnahmen durchführt, um die Fähigkeiten von Arbeitskräften zu entwickeln und ihre Beschäftigungsfähigkeit in anderen Sektoren zu verbessern. Die Richtlinien, Maßnahmen und Ziele von OMV sind darauf ausgerichtet, diese wesentlichen positiven und negativen Auswirkungen, Risiken und Chancen zu behandeln, die in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette festgestellt werden. Mehr über unsere wesentlichen IROs für S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. ESRS 2 SBM-3 Zusammenspiel der Wesentlichen IROs mit Strategie und Geschäftsmodell [S2-SBM-3.11a-i, 11a-ii, 11a-iii, 11a-iv] Alle Arbeitskräfte in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, die von wesentlichen Auswirkungen von OMV betroffen sind, werden in den Umfang der Offenlegung einbezogen. Im vorgelagerten Bereich sind dies Arbeitskräfte von Auftragnehmer:innen (Tier 1) und Subunternehmer:innen (Tier n), die Dienstleistungen an OMV Standorten oder im Auftrag von OMV erbringen, wie zum Beispiel Bohrungen, Straßen-, Wasser- und Lufttransport, Instandhaltung, Engineering, Facility Management, Catring, Sicherheit, Fahrer:innen sowie Berater:innen, die von ihren eigenen Büros aus arbeiten. Dazu gehören auch Arbeitskräfte von Tier-1-Lieferant:innen, die Waren und Materialien an OMV liefern, wie etwa Kompressoren, Rohstoffe, Rohre und Motoren. Im nachgelagerten Bereich sind dies Arbeitskräfte, die mit unseren Produkten und Dienstleistungen zu tun haben, auch wenn sie nicht direkt an unseren Standorten arbeiten. Arbeitskräfte sowohl im vor- als auch im nachgelagerten Bereich sind wesentlichen Auswirkungen ausgesetzt, einschließlich einer potenziell unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen, der Förderung strenger Menschenrechtsgrundsätze und eines aktiven Engagements für Sicherheit. Mehr über die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen von OMV im Hinblick auf Nachhaltigkeit in unserer Wertschöpfungskette finden Sie im Abschnitt ESRS 2 Allgemeine Angaben. [S2-SBM-3.11a-v] Zu den Arbeitskräften, die für negative Auswirkungen als potenziell anfällig identifiziert wurden, gehören Wanderarbeitnehmer:innen, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Minderheiten, Frauen, junge und ältere Arbeitskräfte, Arbeitskräfte aus indigenen Bevölkerungsgruppen, Arbeitskräfte, die mit gefährlichen Aufgaben betraut oder an Hochrisikostandorten wie in Konfliktgebieten und entlegenen Gebieten tätig sind, Arbeitskräfte mit Betreuungspflichten und Mitglieder der LGBTQ+ Community. [S2-SBM-3.11b] Um Länder zu identifizieren, die für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette aus menschenrechtlicher Sicht ein hohes Risiko mit sich bringen, nutzen wir das globale Risikobewertungssystem von Verisk Maplecroft, einem Unternehmen, das sich auf die Bewertung und Kartierung geopolitischer, ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Risiken spezialisiert hat. Basierend auf den Maplecroft-Daten betrachten wir Länder, die aus menschenrechtlicher Sicht ein hohes Risiko mit sich bringen, als solche, die mit bis zu 5 von 10 Punkten bewertet werden (der Verisk Maplecroft Index wird auf einer Skala von 0,00–10,00 dargestellt, wobei 0,00 für das höchste und 10,00 für das niedrigste Risiko steht). Dies sind der Jemen, Libyen, Indien und China. [S2-SBM-3.11c] Die potenziellen negativen Auswirkungen der unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen sind systembedingt und treten tendenziell in Ländern auf, die aus menschenrechtlicher Sicht ein hohes Risiko mit sich bringen. Ziel unseres Ansatzes zum Management unserer Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ist es, negative Auswirkungen zu vermeiden, zu mindern und zu beheben sowie eine nachhaltige positive Auswirkung zu erreichen. [S2-SBM-3.11a-iv] [S2-SBM-3.11d] [S2-SBM-3.13] Die wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten in Bezug auf unsere Wertschöpfungskette ergeben, gelten für alle Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette. [S2-SBM-3. 10] Einige der Aspekte der negativen Auswirkungen sind weit verbreitet und stehen im Zusammenhang mit der unzureichenden Überwachung von Lieferant:innen, JV-Partner:innen und anderen Geschäftspartner:innen sowie dem fehlenden Zugang zu einem OMV Beschwerdemechanismus für alle Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, der erst im vierten Quartal 2024 eingeführt wurde. Andere negative Auswirkungen beziehen sich auf einzelne Vorfälle, die im Zusammenhang mit Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen, Diskriminierung oder Belästigung auftreten können. [S2-SBM-3.11d] Um die identifizierten wesentlichen positiven Auswirkungen, wie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, zu adressieren, führen wir verschiedene Maßnahmen durch. Dazu gehören Audits, Bewertungen der menschenrechtlichen Auswirkungen und Risiken, Menschenrechtsprüfungen sowie die Verbesserung der Sicherheit von Auftragnehmer:innen, durch die Arbeitskräfte, die an den Standorten von OMV oder im Auftrag von OMV tätig sind, positiv beeinflusst werden könnten. Darüber hinaus bieten wir Schulungen, Bewusstseinsbildung und Kompetenzentwicklung durch Webinare, HSSE-Schulungen, Zugang zur TfS Academy und zur EcoVadis Academy für Arbeitskräfte, die an OMV Standorten oder im Auftrag von OMV Dienstleistungen erbringen, sowie für Arbeitskräfte, die mit unseren Produkten und Dienstleistungen zu tun haben, an. Dies alles kann positive Auswirkungen auf diese Arbeitskräfte haben. Unsere eigenen Arbeitnehmer:innen werden außerdem im Rahmen von Programmen wie dem verpflichtenden E-Learning zu Menschenrechten über die Rechte der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette aufgeklärt, was so zu den positiven Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette beiträgt. [S2-SBM-3.11e] Die wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ergeben, stehen im Zusammenhang mit dem Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften und wettbewerbsfähigen Vorteilen, wenn Geschäftsbeziehungen eingegangen werden. Als erhebliches Risiko wurde der potenzielle Verlust qualifizierter Arbeitnehmer:innen und die sinkende Qualität der von Lieferant:innen und Kund:innen geleisteten Arbeit identifiziert, wenn diese nicht von gleichen Rechten und Chancen profitieren. Sofern nicht sichergestellt wird, dass sich die globale Belegschaft beruflich weiterentwickeln kann, kann die Qualität ihrer Arbeit darunter leiden. Ein weiteres Risiko besteht in Reputationsschäden in Verbindung mit Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung, Chancen und sonstigen arbeitsbezogenen Rechten für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Umgekehrt wurden mehrere wesentliche Chancen identifiziert: Höhere Löhne und Möglichkeiten für Schulungen und zur Kompetenzentwicklung verbessern unseren Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften und damit die Rentabilität von OMV. Qualifizierte Arbeitskräfte ermöglichen eine höhere Arbeitseffizienz und -qualität und verbessern so die Rentabilität von OMV. Darüber hinaus kann unser Ansatz, die Arbeitskräfte auf nicht diskriminierende Weise zu unterstützen, indem wir einen gerechten Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) planen, zu einer höheren Arbeitsqualität führen, die durch Diversität und Nichtdiskriminierung noch weiter verbessert wird. Dies beinhaltet auch rechtzeitige Maßnahmen zur Entwicklung ihrer Fertigkeiten und Verbesserung ihrer Beschäftigungsfähigkeit in anderen Branchen. [S2-SBM-3.12] Um zu verstehen, inwiefern bestimmte Arbeitskräfte einem größeren Schadensrisiko ausgesetzt sind, hat OMV basierend auf der Exposition gegenüber schlecht regulierten oder überwachten Arbeitsgesetzen und ‑standards verschiedene Risikogruppen identifiziert. Wanderarbeitnehmer:innen könnten einem höheren Schadensrisiko ausgesetzt sein, weil sie auf einen bestimmten Arbeitsplatz angewiesen sind, um ihre Aufenthaltserlaubnis zu behalten. Damit fehlt ihnen häufig auch ein unterstützendes soziales und familiäres Netzwerk in der Nähe. Menschen mit besonderen Bedürfnissen müssen sich gegebenenfalls auf zusätzliche Bedingungen verlassen können, um Chancengleichheit zu erfahren, wie etwa den barrierefreien Zugang zu Einrichtungen. Minderheiten, Frauen, Mitglieder der LGBTQ+ Community und Arbeitskräfte, die indigenen Bevölkerungsgruppen angehören, könnten in einem Umfeld, in dem sie strukturell oder routinemäßig diskriminiert werden, mit ungleichen Chancen und Arbeitsbedingungen konfrontiert sein. Junge wie auch ältere Arbeitskräfte sind oft besonders gefährdet, da sie stärker von ihrem Arbeitsplatz abhängig sind, sei es aufgrund mangelnder Erfahrung oder aufgrund begrenzter Möglichkeiten, bei Bedarf eine andere Beschäftigung zu finden. Selbstständige, denen es an Möglichkeiten für einen beruflichen Austausch mangelt, sind ebenfalls stärker gefährdet, Schaden zu nehmen. Arbeitskräfte, die Gefahrstoffen ausgesetzt bzw. in großen Höhen, auf Offshore-Plattformen oder in anderen schwierigen Umgebungen tätig sind, sind besonders durch Auswirkungen auf ihre Gesundheit und Sicherheit gefährdet. Arbeitskräfte in Konfliktregionen oder abgelegenen Gebieten sind aufgrund ihrer Lage in Hochrisikogebieten mit Risiken für ihre Sicherheit, physische und psychische Integrität konfrontiert. Arbeitskräfte mit Betreuungspflichten sind gefährdeter, weil es für sie schwierig ist, ihre beruflichen Pflichten mit der Betreuungsverantwortung in Einklang zu bringen, insbesondere in Fällen, in denen es um die Pflege von älteren Menschen bzw. von Personen mit chronischen oder langfristigen Krankheiten geht oder wenn alleinstehende Pflegende die alleinige Verantwortung für ihre Angehörigen tragen. All diese Gruppen nehmen vor dem Hintergrund schlecht regulierter oder überwachter Arbeitsgesetze und -standards mit höherer Wahrscheinlichkeit Schaden. [S2‑SBM-3.12] Wir wenden eine gründliche Methode an, um die Risiken für diese potenziell gefährdeten Gruppen zu identifizieren. Dazu gehören Befragungen und Datenanalysen, wie beispielsweise Lieferantenrisikoberichte und ‑überwachung, sowie das interne Zwischenfallmeldesystem. Überwachung und kontinuierliche Verbesserung werden durch regelmäßige Bewertungen erreicht. Dazu zählen Arbeitsplatzaudits, Audits bei Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen sowie Feedback von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette (z. B. Synergi, Audits). Ein Beispiel dafür, wie wir das Feedback von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette integrieren, ist der HSSE-Jahresplan. [S2-SBM-3.13] Im Einklang mit der Wesentlichkeitsanalyse von OMV (siehe IRO-1 im Abschnitt Allgemeine Angaben) und den Ergebnissen der Analyse für das Thema „Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette“ (siehe Tabelle S2 Wesentliche IROs) beziehen sich die wesentlichen Risiken, die sich aus den Auswirkungen auf und den Abhängigkeiten von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette ergeben, auf Arbeitskräfte mit den oben beschriebenen besonderen Merkmalen, vor allem im Hinblick auf die Anwendung von Menschenrechtsgrundsätze. Governance [MDR-P 65c] Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Einhaltung der Menschenrechte in seinen jeweiligen Bereichen. Die Verantwortung für das Kontraktoren-HSSE-Management teilen sich die Bereiche Business, Einkauf und HSSE, wodurch sichergestellt wird, dass alle Aspekte unserer HSSE-Vorschriften im gesamten Kontraktorenmanagementprozess beachtet und eingehalten werden. Alle wichtigen Richtlinien, die für das Management unserer Auswirkungen, Risiken und Chancen in Bezug auf die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette relevant sind, werden vom OMV Vorstand gebilligt. Die Verantwortung für die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette teilen sich die Abteilung Group Sustainability (für Menschenrechte) und die Abteilungen Group Procurement, OMV Value Chain Optimization und Legal. Die Abteilung Group Sustainability definiert die Menschenrechtsverpflichtungen durch den Code of Conduct, die Menschenrechts-Grundsatzerklärung und die Menschenrechtsverantwortungsmatrix. Nachhaltigkeitsanforderungen in Bezug auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette von Lieferant:innen, die von OMV Group Procurement verwaltet werden, sind in Aktivitäten wie der Präqualifikation, der Rekrutierung, der Überwachung und der Einbeziehung von Lieferant:innen integriert. Im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit der Auftragnehmer:innen hat die HSSE-Abteilung den Standard für das Kontraktoren-HSSE-Management entwickelt und überwacht dessen Umsetzung. Mehr dazu finden Sie in den Abschnitten >Menschenrechte, >Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen sowie >Unternehmensführung. S2-1 Spezifische Richtlinien47 und Verpflichtungen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette [S2-1.14] [S2-1.16] Für das Management der identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette dienen unser Code of Conduct und unsere Menschenrechts-Grundsatzerklärung als übergreifende Dokumente, die unsere allgemeinen Verpflichtungen gegenüber den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette darlegen. Die HSSE-Direktive und die konzernweite Beschaffungsrichtlinie enthalten spezifische Anforderungen an die von OMV beauftragten Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Dies gilt unter anderem für jene Arbeitskräfte, die ausgelagerte Dienstleistungen erbringen (z. B. Sicherheit, Catering), sowie für Lieferant:innen von Ausrüstungen, die vertraglich vereinbarte regelmäßige Wartungsarbeiten an von OMV kontrollierten Standorten durchführen. Mehr über die IROs finden Sie im Abschnitt > ESRS 2 Allgemeine Angaben. Code of Conduct [MDR-P 65a] In unserem Code of Conduct legen wir die Verpflichtung von OMV zur Einhaltung der Menschenrechte dar, und wir erwarten von unseren Geschäftspartner:innen, dass sie sich an dieselben Grundsätze halten. Sie müssen Risiken und Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten ermitteln bzw. managen und diese Sorgfaltspflicht ihren eigenen Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen auferlegen. Diese spezifischen Anforderungen beziehen sich auf alle unsere wesentlichen negativen und positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit den Menschenrechten der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, mit dem Ziel, die angemessene Anwendung unserer Menschenrechtsgrundsätze in der gesamten Wertschöpfungskette sicherzustellen. OMV respektiert die Rechte der Arbeitskräfte, eine Gewerkschaft zu bilden oder einer solchen beizutreten und an Tarifverhandlungen teilzunehmen. Wo eine formelle Vertretung untersagt ist, ermöglicht OMV alternative Vertretungen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten und unterlässt Maßnahmen, die eine kollektive Arbeitnehmervertretung untergraben. Zwangs- oder Pflichtarbeit, Menschenhandel, Sklaverei und Leibeigenschaft sind strengstens untersagt, um sicherzustellen, dass jede Art von Arbeit freiwillig ist und Arbeitskräfte keine Vermittlungsgebühren zahlen. OMV erwartet von seinen Geschäftspartner:innen, dass diese keine Arbeitskräfte unter 15 Jahren bzw. in Ländern, die in den Ausnahmen des ILO-Übereinkommens 138 aufgeführt sind, unter 14 Jahren beschäftigen und sicherstellen, dass keine gefährlichen Arbeiten von Arbeitskräften unter 18 Jahren ausgeführt werden. Jegliche rassistische Diskriminierung oder Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, sexueller oder Geschlechtsidentität, Alter, Herkunft, Religion, Meinung, Behinderung oder eines sonstigen Status ist untersagt, und wir dulden keine Form von Missbrauch, Belästigung oder Diskriminierung im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses. OMV hält sich an die höchsten Gesundheits- und Sicherheitsstandards, strebt „Zero Harm“ an, sorgt für sichere Arbeitsplätze für Arbeitnehmer:innen, Auftragnehmer:innen und Geschäftspartner:innen und fordert seine Geschäftspartner:innen dazu auf, ebenfalls alle diese Standards einzuhalten. [MDR-P-65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. [S2-1 AR 12] Die letzte Version des Code of Conduct stammt aus dem Jahr 2018. Seitdem hat OMV eine neue Strategie mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit eingeführt. Folglich wurde der Code of Conduct im Jahr 2024 überarbeitet, um zusätzliche Werte und Verpflichtungen aufzunehmen. Diese Änderungen zielen darauf ab, die Rechenschaftspflicht sowohl für unsere Organisation als auch für unsere Geschäftspartner:innen bei der Umsetzung verantwortungsvoller und nachhaltiger Geschäftspraktiken zu stärken. Diese Aktualisierung war auch notwendig, um den neuen Erwartungen der Lieferant:innen gerecht zu werden und die jüngsten Gesetzesänderungen in unsere internen Richtlinien einzubauen. Mit dem aktualisierten Code of Conduct haben wir spezifischere und präzisere Verpflichtungen und Anforderungen eingeführt, zum Beispiel in Bezug auf die Bereitstellung von Beschwerdekanälen und eine Nichtvergeltungsklausel zum Schutz von Beschwerdeführer:innen und Hinweisgeber:innen (Whistleblowers). Menschenrechts-Grundsatzerklärung [MDR-P 65a] Die Menschenrechts-Grundsatzerklärung befasst sich über ihre Leitprinzipien und Commitments sowohl mit den negativen als auch mit den positiven Auswirkungen in Bezug auf die Einhaltung der Menschenrechte. Im Rahmen dieser Grundsatzerklärung hat OMV seine wesentlichen menschenrechtlichen Verantwortlichkeiten in Bezug auf relevante Interessenträger:innen, einschließlich unserer Auftragnehmer:innen und ihrer Arbeitnehmer:innen, in einer umfassenden Menschenrechtsverantwortungsmatrix identifiziert. Diese Matrix bildet die Grundlage für unsere Aktivitäten in Sachen Menschenrechten und dient als wichtiges Instrument für deren Umsetzung. Zur Sicherstellung der angemessene Anwendung der Menschenrechtsgrundsätze, wie zum Beispiel der Gewährleistung angemessener Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen, ist OMV bestrebt, die höchsten Standards einzuhalten, um seinen Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen/Lieferant:innen sichere Arbeitsplätze zu bieten. Mehr dazu finden Sie in den Abschnitten S1 Menschenrechte und S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf die Menschenrechts-Grundsatzerklärung werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >S1 Menschenrechte behandelt. Verpflichtungen gegenüber Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette [S2-1.17a] Die Verpflichtungen von OMV zur Achtung der Arbeitnehmerrechte gemäß den Kernarbeitsnormen und der Erklärung der ILO über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit sind im Abschnitt >S1 Menschenrechte zusammengefasst. Insbesondere für die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette haben wir uns verpflichtet, die höchsten Standards einzuhalten, um sichere Arbeitsplätze zu gewährleisten. Unser Sicherheitsmanagementsystem stützt sich auf die HSSE-Richtlinie, die HSSE- Direktive und verschiedene Konzernvorschriften von OMV. Mit der Unterzeichnung unserer Allgemeinen Einkaufsbedingungen verpflichten sich Auftragnehmer:innen und Lieferant:innen, die in unserem Code of Conduct festgelegten Menschenrechtsstandards einzuhalten. Wir gehen nur Partnerschaften mit Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen ein, die sich an unseren Werten orientieren. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S1 Menschenrechte. [S2-1.17b] Im Einklang mit den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte umfasst unsere menschenrechtliche Sorgfaltspflicht die kontinuierliche Einbindung und Konsultation externer Interessenträger:innen, einschließlich jener, auf die unsere Geschäftstätigkeiten Auswirkungen haben. Wir sind bestrebt, die Perspektive der Rechteinhaber:innen einzunehmen und zu gewährleisten, dass neben den geschäftsbezogenen Risiken auch die tatsächlichen und potenziellen menschenrechtlichen Auswirkungen professionell bewertet und entsprechend behandelt werden. OMV bezieht die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette über jährliche Umfragen und regelmäßige Townhall-Meetings mit ein. Einige Beispiele für diese Einbeziehung sind die Durchführung von Lieferantenaudits und -bewertungen, die Abhaltung von Meetings zur Servicequalität, die Veranstaltung von Foren und Sitzungen zur Sicherheitsleistung mit Auftragnehmer:innen, die Durchführung von HSSE-Begehungen mit den Vorgesetzten der Auftragnehmer:innen in ihren Einrichtungen sowie die Organisation jährlicher Treffen mit strategischen Lieferant:innen und Veranstaltungen zum Tag der Nachhaltigkeit für Lieferant:innen. [S2-1.17c] Um negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten zu beheben, die die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette betreffen könnten, bieten wir Beschwerdemechanismen an, die es ihnen ermöglichen, ihre Bedenken anonym zu melden. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können. [S2-1.17] [S2-1.19] [S2-1.AR 14] Die OMV Menschenrechts-Grundsatzerklärung und das OMV Menschenrechtsmanagementsystem basieren auf internationalen Menschenrechtsstandards und -gesetzen, wie der Internationale Menschenrechtscharta, humanitärem Völkerrecht (sofern anwendbar), den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization; ILO), dem UN Global Compact, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen. Darüber hinaus haben wir uns verpflichtet, im Einklang mit den Freiwilligen Grundsätzen zur Wahrung der Sicherheit und Menschenrechte (Voluntary Principles on Security and Human Rights; VPs) und dem Internationalen Verhaltenskodex für private Sicherheitsdienstleister (International Code of Conduct for Private Security Service Providers; ICoC) zu handeln. [S2-1.18] Wir lehnen Zwangsarbeit, Sklaverei, Kinderarbeit und Menschenhandel strikt ab. Dies ist in unserem Code of Conduct klar dargelegt, den unsere Partner:innen in der Lieferkette als Teil ihres Vertrags unterzeichnen müssen. OMV behält sich das Recht vor, die Vertragsbeziehungen mit Lieferant:innen zu kündigen, wenn Verstöße gegen unseren Code of Conduct festgestellt und nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums behoben werden. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S1 Menschenrechte. HSSE-Direktive und Kontraktoren-HSSE-Managementstandard [MDR-P 65a] Die HSSE-Direktive und der Kontraktoren-HSSE-Managementstandard bieten Leitlinien zum Umgang mit den negativen Auswirkungen, die sich aus dem Versäumnis ergeben, angemessene Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen zu gewährleisten. Um die Sicherheit der Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette zu gewährleisten, definieren sie die wichtigsten HSSE-Verantwortlichkeiten für alle Arbeitnehmer:innen, Partner:innen und Auftragnehmer:innen von OMV, von denen erwartet wird, dass sie sich an die in der HSSE-Richtlinie und unserem Managementsystem festgelegten Leitlinien halten. Die HSSE-Vision von OMV lautet „Committed to Zero Harm – Protect People, Environment, and Assets“. Diese Vision ist in unserer HSSE-Richtlinie verankert, die unsere öffentliche Verpflichtung in Bezug auf Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umwelt darstellt. Unsere Tochtergesellschaft Borealis verpflichtet sich zur Implementierung der Richtlinien der Responsible Care Global Charter, einer freiwilligen Initiative der Chemieindustrie, die eine kontinuierliche Verbesserung der Performance in Bezug auf Gesundheit, Sicherheit und Umwelt anstrebt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen. [MDR-P 65e] HSSE-Expert:innen von OMV, die Nachhaltigkeits- und Beschaffungsteams sowie Vertreter:innen der Geschäftsbereiche waren entweder direkt an der Entwicklung der HSSE-Direktive und des Kontraktoren-HSSE-Managementstandards beteiligt oder wurden während des internen Review-Prozesses konsultiert. Sofern relevant, wurde ihr Feedback berücksichtigt. [MDR-P 65b- 65c, 65d, 65f] In Bezug auf die HSSE-Direktive und den Kontraktoren-HSSE-Managementstandard werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinien, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinien potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht werden, im Abschnitt S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen behandelt. [S2-1 AR 15] Die Mindestanforderungen für die Integration von HSSE-Themen in alle Phasen des Vertragslebenszyklus und den Kontraktorenmanagementprozess sind in unserem Kontraktoren-HSSE-Managementstandard festgeschrieben. Er legt einen strukturierten Ansatz zum Umgang mit den HSSE-Facetten von Auftragnehmer:innen – von der Auswahl bis zum Vertragsabschluss – fest. Arbeitnehmer:innen und deren Vertreter:innen werden in Gesundheits- und Sicherheitsbelange einbezogen und dazu konsultiert Konzernweite Beschaffungsrichtlinie und Purchase-to-Pay-Standard [MDR-P 65a]Die konzernweite Beschaffungsrichtlinie legt den Rahmen, die Grundsätze und die Regeln für das Management der Beschaffungsaktivitäten von OMV fest, einschließlich des Managements der Lieferantenbeziehungen, der Beschaffungsprozesse und des Vertragsmanagements. Sie unterstreicht, wie wichtig eine frühzeitige Einbindung der Einkaufsabteilung, ethische Werte und die Einhaltung rechtlicher Anforderungen sind, um Transparenz, Effizienz und Wertschöpfung zu gewährleisten. Das Dokument beschreibt den gesamten Prozess der Lieferanteneinbeziehung und des Lieferantenmanagements und erläutert detailliert, wie Menschenrechtsaspekte in die Präqualifikation und Audits von Lieferant:innen sowie in Meetings mit Lieferant:innen integriert werden. So zum Beispiel fragen wir die Lieferant:innen in der Präqualifikationsphase, ob sie eine CSR- oder Menschenrechtsrichtlinie haben, und bitten sie, diese mit uns zu teilen, während der Ansatz der Lieferant:innen zu Menschenrechten im Rahmen von TfS-Audits und -Bewertungen als eigene Kategorie überprüft wird. Indem wir die Menschenrechte in diesen wichtigen Beschaffungsaktivitäten verankern, stellen wir sicher, dass unsere Lieferkette ethisch und verantwortungsvoll arbeitet und die höchsten Standards im Hinblick auf Menschenrechte erfüllt. Dieser Ansatz führt zu verbesserten Arbeitsbedingungen in der gesamten Wertschöpfungskette und verringert das Risiko einer Rufschädigung, die durch ungleiche Behandlung und Chancen für Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette entstehen könnte. Darüber hinaus definiert unser Purchase-to-Pay-Standard die Mindestanforderungen für den konzernweiten Purchase-to-Pay-Prozess, der alle bestehenden Regelungen innerhalb des Prozessumfangs umfasst. Dieser Standard betrifft Aktivitäten wie die Bestellung und den Einkauf von Waren und Dienstleistungen bei externen Lieferant:innen (ausgenommen Intercompany-Einkäufe) sowie deren Empfang, Abrechnung und Bezahlung. Beide Richtlinien regeln die identifizierten wesentlichen Auswirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen. Die darin festgelegten Prinzipien und Mindeststandards gelten für alle Beschaffungsaktivitäten des OMV Konzerns, mit Ausnahme des Einkaufs von Waren und Dienstleistungen, die nicht in den Aufgabenbereich der Einkaufsabteilung fallen (z. B. Kraftstoffe und Rohstoffe, Handelstätigkeiten usw.), wie dies im Anhang zu dieser Richtlinie „Einkäufe außerhalb des Aufgabenbereichs der Einkaufsabteilung“ aufgeführt ist. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf die konzernweite Beschaffungsrichtlinie und den Purchase-to-Pay-Standard werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinien, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinien (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinien potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht werden, im Abschnitt >G1 Lieferantenbeziehungen behandelt. [S2-1.16] Diese Richtlinien gelten für Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen. Sie behandeln wesentliche IROs im Zusammenhang mit Wettbewerbsvorteilen, der Anwendung der Menschenrechtsgrundsätze und dem Verlust von qualifiziertem Personal. Präqualifikation [MDR-P 65a] Die konzernweite Beschaffungsrichtlinie verlangt ein umfassendes Präqualifikationsverfahren für Lieferant:innen, um negative Auswirkungen und Risiken zu ermitteln und zu mindern. Dadurch wird sichergestellt, dass alle potenziellen Lieferant:innen unsere Standards für die ökologische, soziale und wirtschaftliche Leistung erfüllen und sich unserer Verpflichtung zu nachhaltigen und verantwortungsvollen Beschaffungspraktiken anschließen. Diese Maßnahmen zielen sowohl auf die negativen als auch auf die positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen, dem Verlust von qualifiziertem Personal und der Minderung des Risikos der Ungleichbehandlung von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette ab. Im Berichtszeitraum legte OMV bei der Präqualifikation weiterhin einen starken Fokus auf soziale und menschenrechtliche Themen. In Zukunft will OMV diesen Prozess kontinuierlich verbessern, um die Menschenrechtsstandards innerhalb der Wertschöpfungskette weiter zu stärken. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >G1 Beziehungen zu Lieferant:innen. Lieferantenauswahl [MDR-P 65a] Die Lieferantenauswahl dient als spezifische laufende Präventivmaßnahme, die auf alle identifizierten negativen Auswirkungen und Risiken für die Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette abzielt. Dieses Verfahren, das durch die konzernweite Beschaffungsrichtlinie geregelt wird, behandelt sowohl negative als auch positive Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechtsgrundsätzen, reduziert den Verlust von qualifiziertem Personal und verringert das Risiko der Ungleichbehandlung von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >G1 Beziehungen zu Lieferant:innen. S2-2 Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen [S2-2.22a, 22b] OMV fördert die Zusammenarbeit mit und Einbeziehung von Auftragnehmer:innen und Subunternehmer:innen zu Gesundheit, Sicherheit und anderen Nachhaltigkeitsthemen. Die Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette erfolgt auf allen Stufen unserer Geschäftsbeziehungen sowie auf allen Ebenen von Interessenträger:innen (sowohl in der Geschäftsführung als auch bei Arbeitskräften vor Ort). Um das Bewusstsein für die Verankerung von HSSE- und Nachhaltigkeitsgrundsätzen in unserer Geschäftstätigkeit zu erhöhen, organisieren wir jährliche Foren und Schulungen für Auftragnehmer:innen, bei denen wir uns mit Vertreter:innen des Managements unserer Auftragnehmer:innen und Lieferant:innen austauschen. Darüber hinaus halten wir vierteljährliche Service-Meetings zwischen Vertreter:innen des OMV Business, von HSSE und der Einkaufsabteilung und ausgewählten Vertreter:innen der Vertragsunternehmen ab, um die Serviceleistung zu überprüfen und zu verbessern. Um die Bedingungen vor Ort besser zu verstehen, führen wir jährlich gemeinsame HSSE- und Sicherheitsbegehungen sowie Menschenrechtsprüfungen vor Ort durch. Dazu kommen jährliche HSSE-, TfS- und Kontraktorenaudits mit externen Prüfungsunternehmen, um die Wirksamkeit der ergriffenen Korrekturmaßnahmen zu bewerten. Im Berichtszeitraum setzte OMV seine Bemühungen zum Schutz der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette fort, indem das Unternehmen solide ethische Standards und umfassende Einbeziehungsmaßnahmen einführte. In Zukunft will OMV sich kontinuierlich verbessern, indem das Unternehmen die Beschwerdemechanismen optimiert, mehr Schulungen zu Menschenrechten durchführt und eine stärkere Einbeziehung der Lieferant:innen fördert, um eine faire Behandlung sicherzustellen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass unsere Maßnahmen alle identifizierten positiven und negativen Auswirkungen berücksichtigen und die damit verbundenen Risiken mindern. [S2-2.22c] Die Aufgaben und Zuständigkeiten für das Kontraktoren-HSSE-Management teilen sich die Bereiche Business, Einkauf und HSSE. Die HSSE VPs, die direkt dem:der CEO unterstellt sind, und die SVPs von Beschaffung sowie Investor Relations & Nachhaltigkeit, die direkt dem:der CFO unterstellt sind, überwachen dieses Engagement mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette. [S2-2.22e] Die Wirksamkeit der Zusammenarbeit mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette oder ihren Vertreter:innen wird mithilfe einer Reihe von Instrumenten bewertet. Wir führen eine 360-Grad-Bewertung durch, um zu verstehen, ob die Regelmäßigkeit und das Format der bei OMV eingesetzten Methoden zur Einbeziehung der Lieferant:innen den erwarteten Anforderungen entsprechen. Im Rahmen unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht gemäß den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UN Guiding Principles on Business and Human Rights; UNGPs) verwenden wir das Human Rights Self-Assessment, um die Wirksamkeit des Menschenrechtsmanagements einer Unternehmenseinheit nachzuverfolgen. Der Selbstbewertungsfragebogen, der auf unserer Menschenrechtsverantwortungsmatrix basiert, behandelt Themen wie die Einbeziehung von Rechteinhaber:innen, Arbeitsbedingungen sowie Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. So zum Beispiel enthält er Fragen zu den Schritten, die das Unternehmen unternimmt, um Lieferant:innen, Auftragnehmer:innen und Geschäftspartner:innen in die Identifizierung und das Management von Vorfällen moderner Sklaverei einzubinden, Überwachungssysteme einzurichten und die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen zu verfolgen. Der Selbstbewertungsfragebogen zu den Menschenrechten wird vom lokalen Management ausgefüllt, bevor er von unabhängigen externen Menschenrechtsexpert:innen analysiert und ausgewertet wird. Auf der Grundlage der Ergebnisse erarbeiten wir einen Aktionsplan, um die aufgeworfenen Bedenken auszuräumen und die bei der Umsetzung unserer Menschenrechtsverpflichtungen identifizierten Lücken zu schließen. Wir lassen das Human Rights Self-Assessment durch Dritte durchführen, um die Einhaltung der UNGP (United Nations Guiding Principles) zu gewährleisten und die Wirksamkeit der Einbeziehung zu bewerten. [S2-2.23] OMV unternimmt konkrete Schritte, um Einblicke in die Sichtweisen der Arbeitskräfte zu gewinnen, die besonders gefährdet sein könnten. Wir identifizieren diese gefährdeten Gruppen und haben über unsere Beschwerdekanäle und TfS-Audits Feedbackmechanismen eingerichtet, um Einblicke von Arbeitskräften zu sammeln, die besonders anfällig für Auswirkungen oder marginalisiert sein könnten. Darüber hinaus führen wir während der Audits Gespräche mit den Arbeiter:innen der Vertragsunternehmen, um deren Sichtweisen besser zu verstehen und potenzielle Probleme zu identifizieren. Jedes mit einem Warnhinweis versehene Auditergebnis wird vom Einkaufsteam in Zusammenarbeit mit Vertreter:innen des Business und anderen relevanten Funktionen (z. B. HSSE, Rechtsabteilung, Interne Revision und Compliance) weiterverfolgt und analysiert. Die Lieferant:innen werden über das Ergebnis des Audits informiert und aufgefordert, einen Korrekturplan mit konkreten Maßnahmen und einen Zeitplan für deren Umsetzung vorzulegen. S2-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können [S2-3.27a] Wir betrachten Beschwerdemechanismen als ein zentrales Instrument zur Verhinderung und zum Management negativer Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften, Arbeitnehmer:innen und andere Interessenträger:innen, einschließlich Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette. Im Einklang mit den UN-Wirksamkeitskriterien sind wir bestrebt, alle eingegangenen Beschwerden zu bearbeiten, unabhängig davon, ob sie auf tatsächliche oder vermeintliche Sachverhalte zurückzuführen sind und ob der:die Beschwerdeführer:in bekannt oder anonym ist. Diese Mechanismen bieten einen Kanal zur Ermittlung potenzieller negativer Auswirkungen, zur Beilegung von Beschwerden und, falls wir eine negative Auswirkung verursacht oder dazu beigetragen haben, zur Behebung der Auswirkung für die Rechteinhaber:innen. Wir erkennen an, dass durch diese Mechanismen die Rechte der Interessenträger:innen, rechtliche Schritte einzuleiten oder sonstige Rechtsbehelfe in Anspruch zu nehmen, nicht beeinträchtigt werden dürfen. Jede Beschwerde einer Arbeitskraft in der Wertschöpfungskette wird gründlich untersucht, wobei Vertraulichkeit, Datenschutz, Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen, Gleichbehandlung, Objektivität und Unparteilichkeit gewährleistet sind. Wo immer OMV negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten verursacht oder dazu beigetragen hat, ergreifen wir Abhilfemaßnahmen, um diesen entgegenzuwirken oder sie zu mildern, wie etwa durch finanzielle oder nicht finanzielle Entschädigung, Restitution, Wiederherstellung, Rehabilitation oder andere Abhilfemaßnahmen. Bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Abhilfemaßnahme arbeiten wir mit den betroffenen Rechteinhabern zusammen und stellen sicher, dass die Abhilfemaßnahme rechtskonform ist und nicht zu Folgeschäden führt. Die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette können ihre Anliegen über die folgenden Kanäle vorbringen: den SpeakUp-Kanal, Community-Beschwerdemechanismen und unsere Integrity Platform für Whistleblowing. Alle diese Kanäle wurden von OMV eingerichtet. SpeakUp-Kanal [S2-2.27a, 27b] [S2-3.27b] [S2-3 AR 23] Unser allgemeiner Ansatz zur Behebung einer identifizierten wesentlichen negativen Auswirkung in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette besteht in der Bereitstellung von Beschwerdemechanismen. Im Oktober 2024 richtete OMV einen neuen SpeakUp-Kanal ein, der allen Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette ein Verfahren und ein Instrument zur Verfügung stellt, um Bedenken in Bezug auf schwerwiegendes arbeitsbezogenes Fehlverhalten, einschließlich Diskriminierung, Belästigung, ungleicher Beschäftigungschancen und jeglicher Verletzung arbeitsbezogener Menschenrechte (wie Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Menschenhandel) zu äußern und diese untersuchen zu lassen. Er steht allen internen und externen Interessenträger:innen zur Verfügung und ist somit ein gemeinsamer Kanal für unsere eigene Belegschaft und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. [S2-2.27c] Um den Zugang zum SpeakUp-Kanal für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu verbessern, wird OMV im Jahr 2025 speziell an unsere Geschäftspartner:innen gerichtete Kommunikationsaktivitäten starten. Weitere Informationen über den / SpeakUp-Kanal werden im Jahr 2025 auf der OMV Website verfügbar sein. [S2-2.27d] Mehr über das Verfahren, mit dem wir die Verfügbarkeit des SpeakUp-Kanals unterstützen, sowie zu unserem Ansatz zur Verfolgung, Überwachung und Sicherstellung der Wirksamkeit unseres SpeakUp-Kanals finden Sie im Abschnitt >S1 Arbeitskräfte des Unternehmens. Community-Beschwerdemechanismen (CGMs) [S2-3.27b] Bei Menschenrechtsproblemen oder anderen Belangen in Verbindung mit der OMV Geschäftstätigkeit, wie etwa Lärm, Verschlechterung der Bodenqualität oder Wasserverschmutzung, kann jede externe Partei – auch Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette – lokal verfügbare Community-Beschwerdemechanismen (Community Grievance Mechanisms; CGMs) nutzen. Diese Mechanismen werden im Einklang mit den Wirksamkeitskriterien der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie geltenden nationalen Vorschriften für Beschwerdeverfahren entwickelt und stehen an unseren Betriebsstandorten zur Verfügung. Sie ermöglichen die Meldung von Beschwerden, die Identifizierung potenziell nachteiliger Auswirkungen, die Lösung von Problemen und das Ergreifen von Abhilfemaßnahmen, wenn OMV negative Auswirkungen verursacht oder dazu beigetragen hat. Die CGMs, die von Community-Relations-Teams oder speziellen Beauftragten gemanagt werden, stehen an unseren Standorten zur Bearbeitung von Beschwerden von externen Interessenträger:innen zur Verfügung. Gemäß dem Code of Conduct von OMV müssen Geschäftspartner:innen von OMV, soweit gesetzlich zulässig, ebenfalls über einen zugänglichen und wirksamen Beschwerdemechanismus (oder einen anderen Mechanismus nach geltendem Recht) für ihre eigenen Arbeitskräfte und andere Interessenträger:innen verfügen, damit Menschenrechtsverletzungen gemeldet werden können. Auch bei Kontrollen der Einhaltung der Menschenrechte (z. B. bei Kontrollen vor Ort) überprüfen wir die Zugänglichkeit der Beschwerdemechanismen für Arbeitskräfte. [S2-3.27c, 27d] Wir bemühen uns, alle Beschwerden umgehend zu lösen. Je nach Schweregrad und Art des Sachverhalts können die Reaktionszeiten zwischen 24 Stunden für dringende Fälle und maximal 45 Tagen für Fälle liegen, die eingehende Untersuchungen erfordern. Unser Ansatz steht im Einklang mit dem bewährten Verfahren von Ipieca und den Wirksamkeitskriterien der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und stellt sicher, dass unsere CGMs legitim, zugänglich, berechenbar, gerecht, transparent und rechtekompatibel sind, sich kontinuierlich verbessern und auf Dialog basieren. Mehr über das Verfahren, mit dem wir die Verfügbarkeit unserer CGMs unterstützen, sowie über unseren Ansatz zur Verfolgung, Überwachung und Sicherstellung seiner Wirksamkeit finden Sie im Abschnitt > S3 Betroffene Gemeinschaften. Integrity Platform [S2-3.27b] Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette sind wertvolle Informationsquellen, um Verstöße gegen Ethikstandards zu identifizieren. Um dies zu erleichtern, hat OMV einen Whistleblower-Mechanismus eingeführt, die sogenannte „Integrity Platform“. [S2-3.27c] [S2-2.27d] Mehr über das Verfahren, mit dem wir die Verfügbarkeit der Integrity Platform unterstützen, sowie über unseren Ansatz zur Verfolgung, Überwachung und Sicherstellung seiner Wirksamkeit finden Sie im Abschnitt >G1 Ethische Geschäftspraktiken. [S2-3.28] Der Bekanntheitsgrad von Beschwerdekanälen und das Vertrauen in diese werden im Rahmen von Auditgesprächen mit Arbeiter:innen bewertet. Zusätzlich zur derzeitigen Arbeitsweise definieren wir zurzeit eine Methode zur Messung der Wirksamkeit der Umsetzung aller drei Kanäle. OMV verfügt über mehrere Beschwerdekanäle und -mechanismen, über die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette allfällige Probleme ansprechen können. Alle diese Kanäle sind gegen Vergeltungsmaßnahmen geschützt, indem sie Methoden wie den von OMV gesetzlich geforderten „Whistleblower-Schutz“ anwenden. Sie werden in Schulungen, Sitzungen und Veranstaltungen vermittelt und sind auf unserer Website und an den Standorten (z. B. über CGMs) öffentlich zugänglich.Bei Audits werden Gespräche mit Arbeiter:innen geführt, um ihr Vertrauen in diese Beschwerdekanäle zu bewerten. S2-4 Maßnahmen zum Umgang mit den IROs im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette [S2-4.31] Um die wesentlichen IROs in Bezug auf die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette zu adressieren, wie zum Beispiel die unzureichende Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen, einschließlich des Versäumnisses, Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten oder Beschwerdekanäle zur Verfügung zu stellen, und die Rufschädigung aufgrund von ungleicher Behandlung und ungleichen Chancen, wurden spezielle Maßnahmen festgelegt. Dazu gehören die Durchführung von Folgenabschätzungen, Risikobewertungen, Menschenrechtsprüfungen, Audits, Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen sowie der aktive Austausch mit Auftragnehmer:innen zu Sicherheitsthemen. [MDR-A 69a, 69b] In Bezug auf das wesentliche Thema S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette haben keine unserer Maßnahmen den monetären Schwellenwert von EUR 5 Mio überschritten, weshalb diese Datenanforderungen nicht adressiert wurden. [S2-4.AR 41] Mehr darüber, ob und wie externe Entwicklungen in Bezug auf Abhängigkeiten, die zu Risiken werden, berücksichtigt wurden, finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. Bewertungen der menschenrechtlichen Folgen und Risiken sowie Menschenrechtsprüfungen [MDR-A 68a] [S2-4.32a] [S2-4.33a] [S2-4.35] [S2-4 AR 28a, 28c] Der Prozess, durch den OMV die notwendigen und angemessenen Maßnahmen identifiziert, um bestimmte tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu adressieren, beinhaltet Bewertungen der menschenrechtlichen Folgen und Risiken sowie Menschenrechtsprüfungen. Diese dienen als fortlaufende Präventivmaßnahmen, um identifizierte negative Auswirkungen und Risiken in Bezug auf Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette im Einklang mit der konzernweiten Beschaffungsrichtlinie zu adressieren. Dazu gehören Sachverhalte wie die unzureichende Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen, das Versäumnis, angemessene Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen zu gewährleisten, und das Fehlen zugänglicher Beschwerdekanäle, um gegen Diskriminierung und Belästigung vorzugehen. Im Jahr 2024 wurden bei OMV konzernweit 20 (2023: 13) Menschenrechtsprüfungen und -bewertungen durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse, sowohl positive wie auch negative, fließen in Berichte ein, die an die verantwortlichen Manager:innen ergehen. Unsere konzernweiten Menschenrechtsexpert:innen unterstützen das lokale Management bei der Entwicklung von Aktionsplänen, um festgestellte Probleme oder Risiken zu adressieren und die Integration der Menschenrechte in unsere Geschäftstätigkeit und unsere Geschäftsbeziehungen weiter zu stärken. Es wurden auch Menschenrechtsprüfungen bei etwa 15 potenziellen Lieferant:innen von erneuerbaren Materialien (erneuerbaren Rohstoffen, THG-Tickets und erneuerbaren Produkten wie SAF) durchgeführt. Mit diesen Prüfungen soll festgestellt werden, ob diese Lieferant:innen Verpflichtungen, Systeme und Prozesse zur Einhaltung der Menschenrechtsverpflichtungen von OMV etabliert haben. [S2-4.33d] Wir verfolgen die Wirksamkeit dieser Maßnahmen, indem wir laufend Warnmeldungen über registrierte Lieferant:innen überwachen. Die Ergebnisse der Risikobewertung helfen uns, das Risiko einer ungleichen Behandlung und ungleicher Chancen von Arbeitskräften zu mindern, die Wahrscheinlichkeit einer geringeren Arbeitsqualität bei Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen zu reduzieren und negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechtsgrundsätzen zu adressieren. Unsere Menschenrechtsprüfungen vor Ort konzentrieren sich auf gefährdete Gruppen und wesentliche negative Auswirkungen, wobei eine Checkliste Fragen zu Wanderarbeitnehmer:innen und jungen Arbeitnehmer:innen enthält. Die 2024 neu eingeführte Menschenrechtsprüfung vor Ort wird künftig als eigenständiges Instrument für die laufende Überwachung und Überprüfung von Menschenrechtsvorwürfe dienen. Bei regelmäßigen Update-Meetings prüfen wir Aktivitäten und bieten Orientierungshilfen und Schulungen an, um Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Aktionspläne zu bewältigen. [MDR-A68b, 68c] Dieser Prozess ist für unsere derzeitigen und zukünftigen Geschäftsaktivitäten und -beziehungen weltweit relevant. Er konzentriert sich auf unsere eigenen Arbeitskräfte sowie auf die unserer Geschäftspartner:innen, vor allem auf jene, die als Auftragnehmer:innen vor Ort oder in der vorgelagerten Wertschöpfungskette arbeiten. Es ist ein fortlaufender Prozess, der auf unsere Aktivitäten weltweit angewendet wird und Teil unseres Ziels ist, bis 2030 in 100% unserer Hochrisikoländer alle fünf Jahre Menschenrechtsbewertungen durchzuführen und Aktionspläne zu entwickeln. [MDR-A 68e] [S2-4.34a] Die Kenntnis des Risikos von Lieferant:innen ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, ob und wie wir mit ihnen Geschäfte machen. Seit 2019 erhalten wir über SAP Ariba täglich Warnmeldungen über unsere registrierten Lieferant:innen. Damit können wir ihre Risiken in vier Kategorien überwachen: Umwelt und Gesellschaft, einschließlich Themen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, Finanzen, regulatorische und rechtliche Angelegenheiten sowie Geschäftstätigkeit. Diese Warnmeldungen helfen uns bei der Anwendung eines präventiven Risikomanagementprozesses. Zusätzlich hat OMV einen Screening-Prozess eingeführt, der sicherstellt, dass Vertragspartner:innen, gegen die von der EU oder internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen Sanktionen verhängt wurden, nicht als Einkaufspartner:innen akzeptiert werden. Audits [MDR-A68a, 68b] [S2-4.32a] [S2-4.33a, 33b] [S2-4-35] [S2-4 AR 28a, AR 28c] Audits sind Präventiv- und Überwachungsmaßnahmen, die sich mit den negativen Auswirkungen und Risiken einer unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen befassen, wie beispielsweise das Versäumnis, Gesundheit und Sicherheit zu gewährleisten oder Beschwerdekanäle für Diskriminierung und Belästigung bereitzustellen. Sie dienen der Überprüfung, ob unsere strengen Menschenrechtsgrundsätze entlang der Wertschöpfungskette eingehalten werden, und sollen einer möglichen Rufschädigung durch Ungleichbehandlung vorbeugen. [S2-4.32d] OMV führt jedes Jahr zwei Arten von Audits ausgewählter Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen von OMV durch: TfS-Audits vor Ort, die sich auf die Nachhaltigkeitsleistung konzentrieren, und Remote Audits, die von externen Prüfungsunternehmen vorgenommen werden. Bei den von externen Prüfungsunternehmen durchgeführten Audits wird besonderes Augenmerk auf die finanzielle Stabilität, die Strategie, die Organisation, die Lieferkette, die Nachhaltigkeit und die Leistung im Bereich der Cybersicherheit gelegt. Die Audits tragen dazu bei, die Einhaltung der Umwelt- und Sozialverpflichtungen unserer Lieferant:innen zu verfolgen und zu bewerten und potenzielle Probleme zu entschärfen. Diese betreffen beispielsweise die unzureichende Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen, die mangelnde Gewährleistung zugänglicher Beschwerdekanäle oder die Unfähigkeit, den Verlust von qualifiziertem Personal zu vermeiden, die Verringerung der Arbeitsqualität zu verhindern und die Ungleichbehandlung von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette zu bekämpfen. [MDR-A 68c] Beiderlei Audits werden fortlaufend während der Präqualifikation bzw. der Vertragsausführung durchgeführt und zielen darauf ab, die Performance unserer Lieferant:innen zu messen und zu verbessern, um den OMV Standards gerecht zu werden. Dies ist auch Teil unseres Ziels, die Nachhaltigkeitsbewertung bis 2030 auf all jene Lieferant:innen auszuweiten, die 90% unseres Einkaufsvolumens ausmachen. [MDR-A 68e] Seit 2021 ist OMV Mitglied von Together for Sustainability (TfS), einem globalen Netzwerk von 53 Unternehmen, das den Standard für die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung in den Lieferketten der chemischen Industrie festlegt. Das TfS-Programm basiert auf den Grundsätzen des UN Global Compact und von Responsible Care®. Die TfS-Mitgliedschaft hilft OMV dabei, Nachhaltigkeit noch fester im Tagesgeschäft zu verankern und Nachhaltigkeitsanforderungen in unsere Lieferkette zu integrieren. Schulungen und Bewusstseinsbildung [MDR-A68a] [S2-4.32a, 32c] [S2-4 AR 28a, AR 28b, AR 28c, AR 28d] Verbesserungsmaßnahmen wie Schulungen, Webinare und spezielle Veranstaltungen für Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen beziehen sich auf alle wesentlichen Auswirkungen und Chancen und stehen im Einklang mit unseren internen Richtlinien, wie zum Beispiel dem Konzernstandard für das Kontraktoren-HSSE-Management und der konzernweiten Beschaffungsrichtlinie. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass die von OMV geförderten sozialen Grundsätze auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette angewendet werden. Dazu gehören die Förderung und der Schutz der Menschenrechte, der Zugang zu qualifiziertem Personal entlang der gesamten Wertschöpfungskette, ein gerechter Übergang zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft („Just Transition“) für die Arbeitskräfte und die aktive Einbeziehung von Geschäftspartner:innen in Sicherheitsfragen. Im Berichtszeitraum setzte OMV seine Maßnahmen zum Schutz der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette fort, indem das Unternehmen solide Ethik- und Sicherheitsstandards und Auditpraktiken einführte. In Zukunft will OMV sich kontinuierlich verbessern, indem das Unternehmen die Beschwerdemechanismen optimiert, mehr Schulungen zu Menschenrechten durchführt und eine stärkere Einbeziehung der Lieferant:innen fördert, um eine faire Behandlung sicherzustellen. Werden Lieferant:innen dazu aufgefordert, eine EcoVadis-Bewertung zu absolvieren, erhalten sie auch Zugang zu einer E-Learning-Plattform mit einem umfangreichen Katalog von Kursen zu nachhaltigen Geschäftspraktiken (einschließlich Arbeitspraktiken und Menschenrechten). Darüber hinaus können sich unsere Lieferant:innen auch auf der Plattform der TfS Academy registrieren, auf der eine Vielzahl von Kursen zu Themen wie Diskriminierung und Belästigung, Menschenhandel, moderne Sklaverei, Kinderarbeit, Anerkennung und Prävention von Zwangsarbeit usw. angeboten wird. Außerdem sorgt die Schulung unserer eigenen Arbeitskräfte im Bereich der Menschenrechte dafür, dass sie in der Lage ist, diese Standards in der gesamten Wertschöpfungskette einzuhalten und für sie einzutreten und so zu besseren Arbeitsbedingungen und einer fairen Behandlung aller Arbeitskräfte beizutragen. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 26 Lieferant:innen in Sozialbelangen geschult. [MDR-A68b, 68c] [S2-4.32d] OMV arbeitet auch gemeinsam mit seinen Lieferant:innen an bewusstseinsbildenden Maßnahmen zur Verbesserung der gesamten Nachhaltigkeitsleistung. Die Schulung und Sensibilisierung von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette ist von entscheidender Bedeutung für unsere globalen Geschäftsaktivitäten. Diese Bemühung konzentriert sich in erster Linie auf Geschäftspartner:innen in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette, insbesondere auf jene, die als Auftragnehmer:innen vor Ort arbeiten. Dies ist ein fortlaufender Prozess. Um seine Wirksamkeit zu verfolgen, überprüft OMV den Fortschrift der Lieferant:innen über verbesserte EcoVadis-Ergebnisse. Das ermöglicht es uns, die Verbesserungen ihrer Nachhaltigkeitsleistung zu messen. [S2-4.38] OMV setzt eigene Ressourcen für die Schulung und Bewusstseinsbildung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ein. Die für nachhaltige Beschaffung und Innovationen bei Lieferant:innen zuständigen Abteilungen organisieren seit 2022 Webinare und Schulungen, um sie für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Das Menschenrechtsmanagement ist in der gesamten Organisation integriert, wie beispielsweise in Beschaffung, Sicherheit, HSSE und Community Relations. Wir nutzen auch externe Ressourcen für Bewertungen, Audits und andere damit verbundene Aktivitäten. Sicherheit von Auftragnehmer:innen [S2-4 AR 28a, 28b] Die Verbesserung der Sicherheit von Auftragnehmer:innen ist im Kontraktoren-HSSE-Managementstandard enthalten, verringert den Verlust von qualifiziertem Personal und verhindert, dass die Qualität der Arbeit von Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen abnimmt und dass keine angemessenen Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für die Arbeitskräfte gewährleistet werden. Sie fördert auch die aktive Einbeziehung von Geschäftspartner:innen in Sicherheitsfragen. [MDR-A68a] [S2-4.34a] [S2-4 AR 28c] Bei mehreren Auftragnehmer:innen wurden Sicherheitsprogramme eingeführt, um die Sicherheitsleistung zu konsolidieren und zu verbessern. Um deren Bedeutung zu betonen, werden diese Programme vom Senior Management als Sponsor unterstützt und geleitet. Die Fokussierung auf die Sicherheit von Auftragnehmer:innen ist Teil unserer Präventivmaßnahmen, die sich mit den identifizierten tatsächlichen und potenziellen negativen Auswirkungen auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf das Sicherheitsmanagement befassen. [S2-4 AR 43] Das Verfahren zum Management der wesentlichen Risiken in der Wertschöpfungskette, insbesondere bei Auftragnehmer:innen und Lieferant:innen, ist in unser bestehendes Risikomanagementsystem für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) integriert. Mithilfe dieses etablierten Rahmenwerks identifiziert, bewertet und mindert OMV systematisch potenzielle Risiken im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette. Zu den wichtigsten Bestandteilen dieses Verfahrens gehören regelmäßige Audits, strenge Präqualifikationsverfahren und die kontinuierliche Einbeziehung von Interessenträger:innen, um sicherzustellen, dass alle potenziellen Risiken proaktiv gemanagt und beseitigt werden [MDR-A 68a] Die Sicherheit unserer Auftragnehmer:innen liegt uns ebenso am Herzen wie die Sicherheit unserer eigenen Arbeitnehmer:innen. Daher haben wir Prozesse definiert, mit denen wir die Einhaltung unserer Standards gewährleisten. Unser Kontraktoren-HSSE-Managementprozess beginnt, sobald wir die Leistungsbeschreibung mitsamt den dazugehörigen Risiken, Informationen über HSSE-Anforderungen und den HSSE-Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators; KPIs) ausgeben. Der Prozess setzt sich mit der HSSE-Evaluierung und gegebenenfalls einem HSSE-Audit durch die gesamte Ausschreibungsphase fort. Sobald die Vertragsbedingungen vereinbart sind und der Auftrag vergeben ist und noch bevor mit der Ausführung der Arbeiten vor Ort begonnen wird, bekräftigen wir unsere Erwartungen und Anforderungen bei Kick-off-Meetings, während der Unterweisung in HSSE-Belangen sowie im Rahmen von standortspezifischen Schulungen und anderen gemeinsamen Treffen. Alle Auftragnehmer:innen nehmen an einer eigens für sie entwickelten Sicherheitsschulung teil. Die Anwesenheit von Auftragnehmer:innen an unseren Standorten wird mithilfe von Registrierungssystemen entweder elektronisch (z. B. in den Raffinerien) oder in Papierform (z. B. Anwesenheitsblatt, Arbeitserlaubnis und Einweisungsblatt) rund um die Uhr überwacht. Während der Vertragslaufzeit überwachen wir unsere Auftragnehmer:innen mittels Supervision, Audits, Inspektionen, gemeinsamer HSSE- oder Sicherheitsbegehungen, Besprechungen zur Servicequalität, Foren und Workshops. Die Ergebnisse dienen dem Informationsaustausch und bilden die Grundlage für Verbesserungsvorschläge für unsere HSSE-Leistungen als Team. Zur Schärfung des Bewusstseins und Vertiefung des Know-hows von Bedarfsträger:innen (d. h. Personen, die Bedarf an externen Dienstleistungen haben), Arbeitnehmer:innen aus dem Einkauf sowie HSSE-Expert:innen für unseren Kontraktoren-HSSE-Managementprozess führten wir weiterhin spezielle Schulungen durch, in denen erläutert wird, wie die HSSE-Anforderungen und -Tools in den Source-to-Contract-Prozess integriert sind. Bei OMV wurden die HSSE Contractor Awards eingeführt, um jene Auftragnehmer:innen zu würdigen und zu fördern, die außergewöhnliche Sicherheitspraktiken demonstrieren. Auch im Jahr 2024 hat diese Initiative dazu beigetragen, durch ein erhöhtes Sicherheitsbewusstsein und bewährte Verfahren Zwischenfälle unter unseren Auftragnehmer:innen zu reduzieren. OMV beteiligt sich aktiv an Branchennetzwerken, um bewährte Verfahren im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit auszutauschen und regelmäßig von Branchenführer:innen zu lernen, beispielsweise im Rahmen der International Association of Oil & Gas Producers (IOGP). [MDR-A68b, 68c] [S2-4.32d] Dieser Prozess ist für unsere derzeitigen Geschäftsaktivitäten weltweit relevant. Er konzentriert sich auf unsere Geschäftspartner:innen in unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette, vor allem auf jene, die als Auftragnehmer:innen vor Ort arbeiten. Die Priorisierung der Sicherheit von Auftragnehmer:innen ist ein fortlaufender Prozess und seine Wirksamkeit wird durch unsere Performance hinsichtlich des Ziels des Onboardings von Auftragnehmer:innen überprüft. [S2-4 AR 28d] In den kommenden Jahren will OMV die Sicherheit der Auftragnehmer:innen durch spezielle Sicherheitsschulungen kontinuierlich verbessern. Mit den HSSE Contractor Awards werden wir auch weiterhin jene Auftragnehmer:innen würdigen und fördern, die außergewöhnliche Sicherheitspraktiken demonstrieren. [S2-4.32b] [S2-4.33c] Um die negativen Auswirkungen auf Auftragnehmer:innen abzumildern, die sich aus einer unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen ergeben können, wie zum Beispiel das Versäumnis, angemessene Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen zu gewährleisten oder zugängliche Beschwerdekanäle zur Bekämpfung von Diskriminierung und Belästigung zur Verfügung zu stellen, richtete OMV im Jahr 2024 den SpeakUp-Kanal ein. Dieser Beschwerdemechanismus dient als Abhilfemaßnahme, über die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette ihre Anliegen vorbringen können. [S2-4.34b] Um unsere wesentlichen Chancen zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte in der gesamten Lieferkette durch die Einbeziehung von Lieferant:innen und die Anwendung der sozialen Grundsätze von OMV zu verfolgen, haben wir unsere Erwartungen in Bezug auf arbeitsbezogene Menschenrechte in unserem Code of Conduct festgelegt. Zu diesen Erwartungen gehören Vielfalt und Nichtdiskriminierung, aber auch Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen. Durch die Einhaltung dieser Standards, die auch Teil unserer Allgemeinen Einkaufsbedingungen sind, werden unsere Geschäftspartner:innen dazu ermutigt, ihr eigenes Engagement in diesen Bereichen zu verstärken, was sich positiv auf die Qualität der Arbeit der Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette auswirkt. S2-5 Ziele hinsichtlich der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Durchführung von Menschenrechtsprüfungen [S2-5.41 MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Der Code of Conduct und die Menschenrechts-Grundsatzerklärung von OMV unterstreichen unser uneingeschränktes Bekenntnis zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Unser freiwilliges Ziel, bis 2030 Menschenrechtsbewertungen für 100% der Hochrisikoländer alle fünf Jahre durchzuführen und einen Aktionsplan zu entwickeln, bekräftigt unsere Verpflichtung, die Auswirkungen auf die Menschenrechte in unserer Wertschöpfungskette zu identifizieren und zu beseitigen. Mithilfe dieser Bewertungen können wir tatsächliche und potenzielle nachteilige Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten und Geschäftsbeziehungen im Zusammenhang mit Menschenrechten identifizieren, vermeiden und entschärfen. Dies gilt insbesondere für Hochrisikoländer und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Auf diese Weise können wir unsere Aktionspläne effektiver festlegen und umsetzen. 2030 Durchführung von Menschenrechtsbewertungen an allen Standorten des OMV Konzerns mit hohen Menschenrechtsrisiken und Entwicklung von Aktionsplänen alle 5 Jahre Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfungskette, eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten JV, operative Partner, eigene Tätigkeiten, operative Partner mit einem OMV Anteil von mehr als 10% Nicht im Umfang enthalten Minderheitsbeteiligungen von 10% und weniger Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2022 Bezugswert in % 4/15 Ländern: 26,6% [MDR-T-80f] Zur Vermeidung von Menschenrechtsrisiken und zur Verhinderung negativer Auswirkungen auf Rechteinhaber:innen, einschließlich unserer Arbeitskräfte und Gemeinschaften, hält sich OMV an die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGP) und an die Anforderungen des UN Global Compact (UNGC) in Bezug auf die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht, die nun auch in den Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) enthalten sind. In unserer vorgelagerten Wertschöpfungskette sind die Verfahren für lokale Lieferant:innen in die Due-Diligence-Aktivitäten auf Länder- oder Anlagenebene integriert. Wir dokumentieren jährlich alle Aktivitäten, bei denen Auswirkungen, Risiken sowie Minderungs- und Abhilfemaßnahmen im Zusammenhang mit Menschenrechten festgestellt werden, einschließlich Aktionsplänen für unsere Geschäftstätigkeiten. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde nach Konsultationen mit Vorstandsmitgliedern, SVPs und HSSE festgelegt und vom Vorstand genehmigt. Es wurden keine Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in die Zielsetzung involviert. [MDR-T-80i] Im laufenden Berichtsjahr wurden keine Änderungen an den Zielen vorgenommen. Die Messmethoden werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob sie den neuesten Sicherheitsstandards und ‑praktiken entsprechen. Stand 2024: [MDR-T-80j] In den letzten fünf Jahren wurden in 70% (7 von 10) unserer Betriebe in Hochrisikoländern eine Menschenrechtsprüfung durchgeführt und Aktionspläne entwickelt. Dieses Ziel wird jährlich überwacht und überprüft. [S2-5.42a] Der Zielsetzungsprozess umfasst eine umfassende Bewertung unserer aktuellen Leistung, die Identifizierung der wichtigsten Bereiche mit Verbesserungsbedarf sowie ausführliche Konsultationen mit den Geschäftsbereichen, HSSE-Fachexpert:innen, dem Senior Management und unserem Vorstand. Obwohl wir uns nicht direkt mit den Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette oder ihren Vertreter:innen ausgetauscht haben, wurde das Ziel in dem Bewusstsein festgelegt, dass Menschenrechtsprüfungen unerlässlich sind, um tatsächliche oder potenzielle Auswirkungen auf die Rechte der Betroffenen (einschließlich der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, unserer eigenen Arbeitskräfte und der betroffenen Anrainergemeinden) sowie damit verbundene Geschäftsrisiken zu ermitteln und entsprechend zu behandeln. Um realistische Ziele zu setzen, wurde ein Benchmarking mit Branchenstandards durchgeführt. [S2-5.42b] Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sind nicht in die Überwachung unserer Performance hinsichtlich dieses gesetzten Ziels involviert. [S2-5.42c] Die Zahlen im Jahresvergleich geben Aufschluss über die Wirksamkeit unserer Maßnahmen. Wird ein negativer Trend festgestellt, analysieren wir die Ursachen und ermitteln Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung. So können wir beispielsweise Workshops veranstalten, um das interne Bewusstsein für unsere Verantwortung im Bereich der Menschenrechte und die Bedeutung ausführlicher Bewertungen zu schärfen. TfS-Bewertungen und Nachhaltigkeitsbewertungen von Lieferant:innen [S2-5.41 MDR-T-80a-80h] [MDR-T-80a] Wie in unserem Code of Conduct festgelegt, verpflichtet sich OMV, unser Management und unsere Leistung im Bereich der Nachhaltigkeit kontinuierlich zu verbessern. Wir berichten über unsere Leistung und überprüfen diese anhand spezifischer Ziele, Maßstäbe bzw. Benchmarks und bemühen uns um eine transparente Berichterstattung zu unseren Fortschritten. Unser Ziel bis 2025 ist es, ein aktives Mitglied von TfS zu sein und Nachhaltigkeitsbewertungen für alle Lieferant:innen durchzuführen, die mehr als 80% des Einkaufsvolumens abdecken. Bis 2030 möchten wir diese Bewertungen auf alle Lieferant:innen ausweiten, die 90% des Einkaufsvolumens abdecken. Mit dieser Verpflichtung wollen wir die Nachhaltigkeit bei den täglichen Beschaffungsaktivitäten verbessern, einen besseren Überblick über die ökologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der gekauften Waren und Dienstleistungen bieten und ehrgeizigere Nachhaltigkeitsziele in der Lieferkette verankern. 2025 Aktive Tätigkeit im Rahmen der „Together for Sustainability“-(TfS-)Initiative und Durchführung von Nachhaltigkeitsbewertungen aller Lieferant:innen, auf die >80% des Einkaufsvolumens entfallen 2030 Ausweitung der Nachhaltigkeitsbewertungen auf Lieferant:innen, auf die 90% des Einkaufsvolumens entfallen Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfungskette – Lieferanten der ersten Stufe Im Umfang enthalten Lieferanten, die gemäß Beschaffungsrichtlinie in den Aufgabenbereich der Einkaufsabteilung fallen Nicht im Umfang enthalten Alle Lieferanten, die gemäß Beschaffungsrichtlinie nicht in den Aufgabenbereich der Einkaufsabteilung fallen Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2022 Bezugswert in % 36 [MDR-T-80f] Dieses Ziel wurde im Rahmen der Verpflichtungen von OMV zu TfS und in Übereinstimmung mit anderen TfS-Mitgliedern festgelegt. Ziel ist es, sich bei den EcoVadis-Bewertungen auf die Lieferant:innen mit den höchsten Ausgaben und bei den TfS-Audits auf jene aus Ländern mit hohem Risiko in Bezug auf Menschenrechte oder Arbeitsrechte (z. B. Südostasien) zu konzentrieren. Zusätzlich zu den Lieferant:innen, die 80% des Einkaufsvolumens abdecken, werden jedes Jahr Lieferant:innen mit einem EcoVadis-Score unter 45 Punkten aufgefordert, sich einer neuen EcoVadis-Bewertung zu unterziehen, um ihre Leistung zu verbessern. [MDR-T-80h] Interne Interessenträger:innen, wie Vorstandsmitglieder und die Abteilung Group Sustainability, sowie externe Interessenträger:innen, einschließlich der TfS-Organisation, wurden durch Konsultationen in den Zielsetzungsprozess einbezogen. Das Ziel wurde vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] An diesen Zielen wurden im laufenden Berichtsjahr keine Änderungen vorgenommen. Die Messmethoden werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob sie den neuesten Standards und Praktiken der nachhaltigen Beschaffung entsprechen. Stand 2024: [MDR-T-80j] Lieferant:innen, die 65% des Einkaufsvolumens abdecken, wurden bewertet (2023: 40,6%). Dieses Ziel wird monatlich überwacht und jährlich überprüft. [S2-5.42a] Der Zielsetzungsprozess umfasst eine gründliche Bewertung unserer aktuellen Leistung, die Identifizierung der wichtigsten Bereiche mit Verbesserungsbedarf und Konsultationen mit internen Interessenträger:innen wie Vorstandsmitgliedern und der Abteilung Group Sustainability sowie mit externen Interessenträger:innen wie der TfS-Organisation. Wir haben uns nicht direkt mit Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette oder ihren Vertreter:innen ausgetauscht. Als TfS-Mitglied fordern wir unsere Lieferant:innen auf, Nachhaltigkeitsbewertungen (über EcoVadis) und Audits durchzuführen, um ihre ESG-Leistung zu bewerten. Der Austausch von Ergebnissen innerhalb des TfS-Netzwerks verringert Doppelungen und kommt der gesamten Lieferkette zugute. [S2-5.42b] Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette sind nicht in die Überwachung unserer Performance hinsichtlich dieses gesetzten Ziels involviert. [S2-5.42c] Die monatliche Überprüfung der Fortschritte bei der Verwirklichung dieses Ziels sowie die Zahl im Vergleich zum Vorjahr geben Aufschluss über die Wirksamkeit unserer Maßnahmen. Wenn die Zahl einen negativen Trend anzeigt, analysieren wir die Gründe und ermitteln mögliche Maßnahmen, um unsere Leistung in Bezug auf dieses Ziel zu verbessern. So können beispielsweise zusätzliche Schulungen mit unseren Auftragnehmer:innen durchgeführt werden, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Durchführung der TfS-Nachhaltigkeitsbewertungen (über EcoVadis) zu schärfen. Onboarding von Auftragnehmer:innen [S1-5.45] [MDR-T-80a-80h] [MDR-T-80a] Das Ziel unterstützt das in der OMV HSSE-Strategie 2030 definierte strategische Ziel der „Entwicklung von Managementfähigkeiten von Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen auf allen Ebenen, sowohl intern als auch extern“. Dazu gehört auch die Sicherstellung des Onboardings der wichtigsten Auftragnehmer:innen und die Gewährung spezieller HSSE-Unterstützung während der Anlaufphase. Die HSSE-Strategie 2030 dient als Grundlage für alle Leitlinien, die in unseren HSSE-Richtlinien enthalten sind. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > S1 Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen. [MDR-T-80c] Dieses Ziel umfasst alle Auftragnehmer:innen innerhalb unserer Belegschaft, wie in S1-AR3 definiert. Es umfasst auch die an OMV Standorten arbeitenden Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette, einschließlich jener Arbeitskräfte, die ausgelagerte Dienstleistungen erbringen (z. B. Sicherheit, Catering), sowie Lieferant:innen von Ausrüstungen, die vertraglich vereinbarte regelmäßige Wartungsarbeiten an von OMV kontrollierten Standorten durchführen. 2025 Abschlussrate des Trainings für lebensrettende Regeln in Sicherheitszentren für externe Arbeitskräfte (Phasenweise Einführung) Ziel: 85 % der Arbeitnehmer:innen von Auftragnehmer:innen gemäß Abteilungsplänen geschult Relatives Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten (einschließlich ggf. kontrahierter Dienstleistungen) Im Umfang enthalten 100% für Anlagen, die sich vollständig im Besitz des Konzerns befinden, für Anlagen, an denen der Konzern zu weniger als 100%, aber zu mehr als 50% beteiligt ist, sowie für Anlagen, an denen der Konzern zu 50% oder weniger beteiligt ist, wenn OMV der Betreiber eines Joint Ventures ist Nicht im Umfang enthalten Joint Ventures, bei denen OMV weder die Kontrolle noch die Betriebsführerschaft innehat, bzw. die über kein Sicherheitszentrum verfügen Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2025 Bezugswert n.a. [MDR-T-80f] Die Methode zur Ermittlung der Onboarding-Rate von Auftragnehmern (CR) basiert auf der folgenden Berechnung: Die Anzahl der im Sicherheitszentrum für lebensrettende Regeln (Life Saving Rules; LSR) geschulten Arbeitnehmer:innen von Auftragnehmer:innen geteilt durch die Anzahl der Arbeitnehmer:innen von Auftragnehmer:innen, die im LSR-Sicherheitszentrum geschult werden sollen, multipliziert mit 100, sollte mindestens 85% betragen. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der HSSE-Richtlinie und der HSSE-Direktive von OMV, der HSSE-Strategie 2030 und bewährten Verfahren der Branche. Dieses Ziel soll die potenziellen negativen Auswirkungen einer unzureichenden Anwendung von Menschenrechtsgrundsätzen adressieren, wie zum Beispiel das Versäumnis, angemessene Gesundheits- und Sicherheitsbedingungen für Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Durch das proaktive Onboarding von Auftragnehmer:innen in Bezug auf unseren Ansatz für bewährte Gesundheits- und Sicherheitsverfahren kann OMV ein sichereres und ethischeres Arbeitsumfeld fördern, das unsere Reputation verbessert und das Vertrauen der Interessenträger:innen stärkt. [MDR-T-80h] Die Kennzahl und das Ziel wurden im Leading KPI Framework während interner Workshops vorgeschlagen, an denen interne Interessenträger:innen aus HSSE und Group Sustainability sowie aus spezifischen Geschäftsfunktionen teilnahmen, die eng mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten (z. B. in der Raffinerie). Der Leading KPI wurde anschließend vom OMV Vorstand genehmigt. [MDR-T-80i] Das Ziel konzentriert sich auf die Verringerung negativer Auswirkungen auf die Sicherheit. Dies ist ein neues Ziel, das für den Umgang mit unseren wesentlichen Auswirkungen auf Auftragnehmer:innen und Lieferant:innen festgelegt wurde. Stand 2024: [MDR-T-80j] Die Entwicklung, Koordination und Einführung der neuen Leading KPI (LeKPI) wurde im Jahr 2024 abgeschlossen. Darüber hinaus wurde die Berichtsplattform erweitert, um die Eingabe und Verarbeitung von Plan- und Ist-Werten zu ermöglichen und so die Verfolgung von KPIs zu erleichtern. Die erste konkrete Verfolgung wird im Jahr 2025 beginnen. Da es sich um eine neue LeKPI handelt, werden wir ihre Anwendbarkeit insbesondere im ersten Jahr genau überwachen und gegebenenfalls verbessern, um sicherzustellen, dass sie zu einer aussagekräftigen und effektiven LeKPI wird. Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. [S2-5.42a]Das Verfahren zur Festlegung des Ziels für das Onboarding von Auftragnehmer:innen umfasste eine Auswertung der Ergebnisse von Auftragnehmerbewertungen und -audits, um Bereiche mit Verbesserungsbedarf zu ermitteln. Es folgten Konsultationen mit internen Interessenträger:innen wie Vorstandsmitgliedern und der Abteilung Group Sustainability sowie ein Benchmarking mit bewährten Verfahren und Richtlinien von IOGP und Concawe. Wir haben uns nicht direkt mit Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette oder ihren Vertreter:innen ausgetauscht. [S2-5.42b] Wir überwachen unsere Leistung in Bezug auf dieses Ziel jährlich. [S2-5.42c] Die vierteljährliche Überprüfung der Fortschritte bei der Erreichung dieses Ziels sowie die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr geben Aufschluss über die Wirksamkeit unserer Maßnahmen. Wird ein negativer Trend festgestellt, kommunizieren und implementieren wir die gewonnenen Erkenntnisse und Verbesserungen an den Standorten gemeinsam mit Auftragnehmer:innen und tauschen bewährte Sicherheitsverfahren aus. Unternehmensspezifische Kennzahlen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [S2-4.36] [S2-1.19] [Entity-specific] [Voluntary] [MDR-M.77c] 2024 2023 Vom OMV Einkauf mit einem externen Prüfungsunternehmen durchgeführte Audits Anzahl 42 40 Über EcoVadis durchgeführte TfS-(Neu-)Bewertungen Anzahl 570 224 Durchgeführte TfS-Audits Anzahl 13 8 Lieferanten mit einem gültigen EcoVadis-Rating (nicht älter als 3 Jahre) Anzahl 697 303 Lieferanten mit einem verbesserten EcoVadis-Rating % 67 57 Einkäufer über alle Standorte hinweg, die an Veranstaltungen zur Sensibilisierung für das Thema nachhaltige Beschaffung teilnahmen Anzahl 155 205 Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien (z. B. Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Tarifverträgen) und Umweltkriterien bewertet wurden Anzahl 1.531 1.022 Neue Lieferanten mit negativen sozialen Auswirkungen in der Lieferkette, die disqualifiziert wurden % 1 1 Lieferanten, die in Sozialbelangen geschult wurden Anzahl 26 na. Auf lokale Lieferanten entfallene Ausgaben % 71,10 71,20 Schwerwiegende Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette1 Anzahl 0 0 Gemeldete Fälle der Nichteinhaltung internationaler Standards in der Wertschöpfungskette von OMV Anzahl 0 na. 1 Für Borealis ist der Ansatz zur Definition dieser Kennzahl anders und die Zahlen weichen von den Zahlen der OMV-Gruppe ab. Weitere Informationen finden Sie im Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. Kennzahlen und Methoden [MDR-M.77b] Die Kennzahlen werden von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert, mit Ausnahme der TfS-bezogenen Kennzahlen, bei denen die Daten von TfS validiert werden. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, c] Vom OMV Einkauf mit einem externen Prüfungsunternehmen durchgeführte Audits: Die Anzahl der mit einem externen Prüfungsunternehmen durchgeführten Audits wird am Ende des Jahres gemessen. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Über EcoVadis durchgeführte TfS-(Neu-)Bewertungen: Die Anzahl wird direkt von der (von TfS bereitgestellten) Tableau-Plattform gemessen/erhoben. Der Umfang der im Jahr 2024 über EcoVadis bewerteten Lieferant:innen umfasst: Erste Bewertung, Neubewertung und Wiederverwendung von externen Quellen (Lieferant:in bereits auf Anfrage anderer Unternehmen über EcoVadis bewertet, aber erst 2024 in unsere Datenbank aufgenommen). [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Durchgeführte TfS-Audits: Die Anzahl der Lieferant:innen, die auf unseren Wunsch hin ein TfS-Audit durchgeführt haben, wird auf der OASIS-Plattform gemessen/erhoben. Dies beinhaltet vollständige Prüfungen und Folgeprüfungen. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Lieferant:innen mit einem gültigen EcoVadis-Rating (nicht älter als 3 Jahre): Daten aus der TfS-Tableau-Plattform sowie eine Auswahl von Lieferant:innen, die in den letzten drei Jahren an der Bewertung teilgenommen haben [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Lieferant:innen mit einem verbesserten EcoVadis-Rating: Anzahl der Lieferant:innen, die ihr Gesamt-Rating im Vergleich zu früheren Bewertungen verbessert haben. Die Information wird der Tableau Plattform (bereitgestellt durch TfS) entnommen. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Einkäufer über alle Standorte hinweg, die an Veranstaltungen zur Sensibilisierung für das Thema nachhaltige Beschaffung teilnahmen: Dies wird anhand von Anwesenheitslisten gemessen. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Neue Lieferant:innen, die hinsichtlich sozialer Kriterien (z. B. Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Tarifverhandlungen) und Umweltkriterien (z.B. Umweltzertifizierungen: ISO 14001, ISO 50001 usw.) überprüft wurden. Die Daten werden als Excel-Datei von der SAP-Ariba-Plattform heruntergeladen. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, c] Neu bewertete Lieferanten mit negativen sozialen Auswirkungen in der Lieferkette, die disqualifiziert wurden (im Zusammenhang mit den Menschenrechten, z. B. moderne Sklaverei, Zwangsarbeit, Kinderarbeit usw., und unzulässigen Geschäftspraktiken, z. B. Bestechung und Korruption): Diese Kennzahl errechnet sich aus der Anzahl der disqualifizierten Lieferant:innen in der Präqualifikation im Verhältnis zur Gesamtzahl der Lieferant:innen, die an der Präqualifikation teilgenommen haben. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Lieferanten, die zu sozialen Themen geschult wurden: Die Daten zu Nachhaltigkeitsschulungen, die von Lieferanten durchgeführt werden, werden von der EcoVadis-Plattform heruntergeladen und dann nach Schulungen gefiltert, die sich auf soziale Themen konzentrieren. Während wir in den Vorjahren alle Nachhaltigkeitsschulungen (allgemeine ESG-Themen) berücksichtigt haben, liegt der Schwerpunkt im Jahr 2024 ausschließlich auf sozialen Themen, in Verbindung mit unseren IROs. [Freiwillig] [MDR-M.77a, 77c] Auf lokale Lieferanten entfallene Ausgaben: Diese Kennzahl wird von Power BI automatisch auf Basis des gesamten Einkaufsvolumens von OMV berechnet. Der Begriff „lokal“ bezieht sich auf das Lieferantenland, in dem die Zahlung erfolgt. [S2-4.36] [MDR-M.77a, 77c] Schwerwiegende Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette bezieht sich auf die Anzahl solcher Vorfälle, die an unsere Community-Beschwerdemechanismen gemeldet wurden, sowie auf Rechtsfälle. Wir haben den Schweregrad von Menschenrechtsverletzungen anhand der Kategorien Ausmaß (z. B. Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Menschenhandel), Umfang (eine erhebliche Anzahl von Menschen ist betroffen) und Unumkehrbarkeit (schwer oder gar nicht zu beheben) definiert, wobei jede dieser Kategorien für sich genommen schwerwiegende Auswirkungen haben kann. Eine der Einschränkungen dieses derzeitigen Ansatzes besteht darin, dass die Ergebnisse von Sorgfaltsprüfungen bei Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, wie etwa Audits oder Bewertungen durch Dritte (z. B. Fragen im Zusammenhang mit Arbeits- und Lebensbedingungen oder ineffektivem Beschwerdemanagement), im aktuellen Berichtszeitraum noch nicht vollständig berücksichtigt sind. Im Laufe des Jahres 2025 planen wir, den Prozess der Zusammenstellung der Ergebnisse der Sorgfaltsprüfung für die Wertschöpfungskette weiter zu verbessern und sie in die Zählung der Menschenrechtsvorfälle im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette zu integrieren. [S2-1.19] [MDR-M.77a, 77c] Gemeldete Fälle der Nichteinhaltung internationaler Standards in der Wertschöpfungskette von OMV: Aufgrund der oben genannten Einschränkungen wurden im Berichtsjahr keine Fälle der Nichteinhaltung internationaler Standards gemeldet. S3 Betroffene Gemeinschaften Wesentliches Thema: S3 Betroffene Gemeinschaften Wesentliche Unterthemen: Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von Gemeinschaften; Bürgerrechte und politische Rechte von Gemeinschaften; und Rechte indigener Völker Steuerung der Auswirkungen von Aktivitäten auf lokale Gemeinschaften (z. B. lokale Beschäftigung und Entwicklung von Fertigkeiten, Auswirkungen auf die Infrastruktur, Auswirkungen auf Umwelt, Gesundheit und Wohlergehen), auch durch gezielte Sozialinvestitionen Relevante SDGs: SDG-Ziele: 3.8 Die allgemeine Gesundheitsversorgung, einschließlich der Absicherung gegen finanzielle Risiken, den Zugang zu qualitativ hochwertigen grundlegenden Gesundheitsdiensten und den Zugang zu sicheren, wirksamen, qualitativ hochwertigen und bezahlbaren unentbehrlichen Arzneimitteln und Impfstoffen für alle erreichen 8.3 Entwicklungsorientierte Politiken fördern, die produktive Tätigkeiten, die Schaffung menschenwürdiger Arbeitsplätze, Unternehmertum, Kreativität und Innovation unterstützen, und die Formalisierung und das Wachstum von Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen unter anderem durch den Zugang zu Finanzdienstleistungen begünstigen 16.6 Leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und transparente Institutionen auf allen Ebenen aufbauen 16.7 Dafür sorgen, dass die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen bedarfsorientiert, inklusiv, partizipatorisch und repräsentativ ist Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Für OMV sind Transparenz, Vertrauen und partnerschaftliche Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften von entscheidender Bedeutung. Somit stellen wir sicher, dass wir ein verantwortungsbewusster und willkommener Nachbar sind. Durch die Geschäftsstrategie und das Geschäftsmodell könnten sich Auswirkungen auf die Gemeinden ergeben, in denen OMV tätig ist. Die Wertschöpfung in den betroffenen Gemeinschaften ist eine wesentliche Voraussetzung zur Sicherung unserer Geschäftstätigkeit für die Zukunft. OMV sichert sich seine gesellschaftliche Akzeptanz („License to Operate“), indem es die Menschenrechte und Arbeitnehmerrechte achtet und positive Beziehungen zu lokalen Gemeinschaften pflegt. Als verantwortungsbewusstes internationales Unternehmen tragen wir in unserem unmittelbaren Umfeld durch eine Reihe von Projekten und Initiativen positiv zur Einhaltung der Menschenrechte bei. Die Investitionen in Community Relations und Entwicklung tragen insbesondere den ermittelten Bedürfnissen der Gemeinschaften Rechnung. Sie sollen soziale Risiken mindern, die sich aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergeben könnten, und positive Veränderungen für die Anrainergemeinden und im Einflussbereich von OMV bewirken. Nichtbeachtung, fehlender Schutz und Nichteinhaltung wirtschaftlicher, sozialer, politischer, ziviler, und kultureller Rechte oder fehlende Konsultation mit den Gemeinschaften bzw. fehlende Entschädigung und Wiedergutmachung im Zusammenhang mit unserer Wertschöpfungskette oder unseren eigenen Tätigkeiten können jedoch zu negativen Auswirkungen führen. Zusätzliche Auswirkungen können sich durch Prozesssicherheitsereignisse oder durch Staub- und Lärmbelästigung in den umliegenden Gemeinden aufgrund von Bau- und Transportaktivitäten ergeben. Darüber hinaus könnten sich eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten aufgrund des Mangels an erforderlichen Kompetenzen negativ auf die Entwicklung der Gemeinschaften in der Nähe unserer Betriebe auswirken. Die Geschäftsentwicklung kann Kulturerbestätten indigener Völker und anderer Gemeinschaften stören und die Erhaltung des lokalen Kulturerbes und seiner materiellen und immateriellen Werte durch Beschädigung, Störung oder Einschränkung des Zugangs beeinträchtigen. Die Unfähigkeit, Zwangsumsiedlungen zu vermeiden, kann sich auch negativ auf das wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Wohlergehen der Rechteinhaber:innen in den betroffenen Gemeinschaften auswirken, was deren Herausforderungen noch weiter verschärft. Die Achtung der Bürgerrechte und politischen Rechte von Gemeinschaften durch die Förderung des Rechts auf Protest und der Möglichkeit der freien Meinungsäußerung bei gleichzeitiger Umsetzung einer Richtlinie zu nicht tödlichen Waffen und eines Modells zur abgestuften Reaktion bei Anwendung von Gewalt hat positive Auswirkungen. Darüber hinaus führt die Unterstützung der lokalen Beschäftigungs- und Geschäftsentwicklung durch Geschäftsinitiativen von OMV zu greifbaren positiven Ergebnissen für die lokalen Gemeinschaften. Mehr über unsere wesentlichen IROs für S3 Betroffene Gemeinschaften finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. ESRS 2 SBM-3 Zusammenspiel der Wesentlichen IROs mit Strategie und Geschäftsmodell [S3-SBM-3.9]Gemeinschaften werden definiert als Körperschaften oder Einzelpersonen, die von den Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen des Unternehmens erheblich betroffen sein können und deren Handlungen die Fähigkeit des Unternehmens beeinflussen können, seine Strategien umzusetzen und seine Ziele zu erreichen. Dazu gehören verschiedene Gemeinschaften oder Einzelpersonen, die aufgrund ihrer gesetzlichen Rechte bzw. ihrer Rechte im Rahmen internationaler Übereinkommen legitime Ansprüche gegen das Unternehmen haben: lokale Gemeinschaften, weiter entfernt lebende Gemeinschaften, Gemeinschaften, die an unserer Wertschöpfungskette beteiligt oder von ihr betroffen sind. Gemeinschaften sind den Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit und der vorgelagerten Wertschöpfungskette von OMV ausgesetzt. Zu den Umweltauswirkungen gehören Prozesssicherheitsereignisse und zu den sozialen Auswirkungen gehören Staub- und Lärmbelästigungen, Zwangsumsiedlungen, eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten und die Erhaltung des lokalen Kulturerbes. [S3-SBM-3.9a-i] Zu den lokalen Gemeinschaften, auf die wir wesentliche Auswirkungen haben, gehören jene, die in der Nähe von OMV Betriebsstandorten und -einrichtungen, wie Bohrstellen, Raffinerien und Pipelinetrassen, leben und von unseren Geschäftsaktivitäten direkt betroffen sind. Auch abgelegene Gemeinden, die weiter von unseren Hauptstandorten entfernt sind und indirekt von den Aktivitäten von OMV betroffen sind, werden hierbei berücksichtigt. Dazu gehören Einzelpersonen, die in der Nähe von OMV Standorten leben, sowie Grundbesitzer:innen, die von unseren Geschäftstätigkeiten betroffen sind. Auch einflussreiche Gemeindemitglieder wie Stammesführer:innen, politische oder religiöse Führungspersönlichkeiten sind betroffen. Diese Interessenträger:innen spielen eine entscheidende Rolle im sozialen Gefüge der Gemeinschaften, und ihre Sichtweisen sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Einbeziehungsprozesse. Unser Ansatz umfasst regelmäßige Konsultationen und Dialoge mit diesen Gruppen, um ihre Anliegen und Wünsche zu verstehen. Dies hilft uns, nachteilige Auswirkungen abzumildern und positive Beziehungen zu fördern, die auf Vertrauen und gegenseitigem Respekt basieren. [S3-SBM-3.9a-ii, a-iii] Die wesentlichen Auswirkungen sind auch in der vorgelagerten Wertschöpfungskette auf unterschiedliche Weise mit dem Geschäftsmodell verbunden, und die folgenden Gemeinschaften sind von den identifizierten wesentlichen Auswirkungen von OMV betroffen  Weiter entfernt lebende Gemeinschaften (Bevölkerungsgruppen, die weiter von unseren primären Betriebsstandorten entfernt leben und direkt oder indirekt von unseren Aktivitäten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette betroffen sind, z. B. Gemeinschaften, die durch den Baustellenverkehr oder durch Ölverluste auf der Straße beeinträchtigt werden)  Gemeinschaften, die an unserer Wertschöpfungskette beteiligt oder davon betroffen sind, einschließlich jener in Regionen, aus denen wir Rohstoffe beziehen oder in denen wir Förderverfahren entwickeln, sowie in Gebieten, die am Transport- und Vertriebsnetz beteiligt sind, wie z. B. Gemeinschaften an vorgelagerten Endpunkten der Wertschöpfungskette. [S3-SBM-3.9a-iv] Wo wir in ländlichen Gebieten und auf See tätig sind, gehören zu den betroffenen Gemeinschaften im Allgemeinen benachbarte Landwirt:innen, indigene Stämme mit Verbindungen zu den Land- und Meeresgebieten, in denen wir tätig sind, sowie benachbarte Stämme, deren Gebiete im unwahrscheinlichen Fall einer Freisetzung gefährlicher Stoffe betroffen sein könnten. Indigene Bevölkerungsgruppen leben bekanntlich in der Nähe unserer Standorte in Māui, Pohokura und Maari in Neuseeland sowie im Distrikt Arma im Jemen. [S3-SBM-3.9b] Die ermittelten potenziellen wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Gemeinschaften in der Nähe unserer Standorte stehen in der Regel im Zusammenhang mit einzelnen Vorfällen im Rahmen der eigenen Tätigkeit von OMV oder solchen aus Geschäftsbeziehungen, wie zum Beispiel Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität von Gemeinschaften, obwohl es zu einigen weitreichenden Auswirkungen kommen könnte, wenn bestimmte Verfahren nicht befolgt werden. Systemische Auswirkungen können mit Problemen oder Herausforderungen verbunden sein, die im lokalen Kontext vorherrschen und durch Ursachen hervorgerufen werden, die sich der unmittelbaren Kontrolle von OMV entziehen, wie beispielsweise mangelnde Kontrolle über die öffentlichen Sicherheitskräfte. Dennoch erhöhen sie das Risiko von nachteiligen Auswirkungen im Rahmen der eigenen Tätigkeiten oder der Wertschöpfungskette von OMV. Beschwerden können im Namen einer anderen Einzelperson oder als Sammelbeschwerde eingereicht werden. Im Falle von weitreichenden Fällen können Beschwerden von einer Gruppe von Gemeinschaftsmitgliedern mittels eines gemeinsamen Schreibens von einem:einer wichtigen Vertreter:in, der:die im Namen der Gemeinschaft an OMV herantritt, oder über eine Gewerkschaft, die Arbeitskräfte der Wertschöpfungskette vertritt, eingereicht werden. Aufgrund des Profils unserer Branche können unsere Wertschöpfungskette und unsere Logistik negative Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften haben, indem sie Staus verursachen und die Luftverschmutzung erhöhen. Dies kann die Gesundheit und das Wohlergehen der lokalen Gemeinschaften beeinträchtigen. In unserem Beschwerderegister wurden bereits in der Vergangenheit erhebliche negative Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit, Lebensqualität und Umwelt festgehalten. Dabei ging es hauptsächlich um Probleme in Bezug auf Staub- und Lärmbelästigungen durch unsere Geschäftstätigkeit und den Wettbewerb um Land. In der Regel handelt es sich dabei um Einzelereignisse im Zusammenhang mit Grundbesitzer:innen und Vorfälle von Umweltverschmutzung wie Freisetzungen gefährlicher Stoff, Lärm und Staub. Das Prozesssicherheitsmanagement (PSM) bleibt als moralische und geschäftliche Notwendigkeit ein entscheidender Schwerpunkt für das Unternehmen. Ein Prozesssicherheitsereignis könnte erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, Sicherheit und Lebensqualität von Gemeinschaften sowie auf die Umwelt haben, wie beispielsweise Wasserverunreinigungen durch Bohrungen oder die Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen. Zur Minderung dieser Risiken werden wirksame präventive Maßnahmen umgesetzt. Die meisten Beschwerden, die bisher über die Community-Beschwerdemechanismen (Community Grievance Mechanisms; CGMs) von OMV eingingen, wurden im Geschäftsbereich Exploration & Production (E&P) von OMV Petrom verzeichnet. Im Jahr 2024 führten wir mehrere Bewertungen und Analysen unter besonderer Bezugnahme auf den Umgang mit wiederholten Beschwerden durch, die insbesondere historisch belastete Standorte betreffen. Wir arbeiten daran, die Ursachen wiederkehrender Beschwerden effizienter zu beseitigen, wie etwa Forderungen im Zusammenhang mit Landpacht und Entschädigungen für Umweltschäden. Mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten für lokale Gemeinschaften (qualifizierte und ungelernte Arbeitskräfte) und mangelnde Kontrolle über die öffentlichen Sicherheitskräfte können das Risiko nachteiliger Auswirkungen innerhalb der eigenen Tätigkeiten und der Wertschöpfungskette von OMV erhöhen. Diese Auswirkungen sind in der Regel systemischer Natur. [S3-SBM-3.9c]Neben diesen nachteiligen Auswirkungen wurden auch positive Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften festgestellt, wie zum Beispiel lokale Beschaffung, Zugang zu Beschwerdekanälen, Achtung von Gemeinschaften und Menschenrechten, Erste Hilfe für benachteiligte Gemeinschaften, Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Beiträge zur lokalen Entwicklung durch soziale und kommunale Investitionen (z. B. Sozialinvestitionen in Rumänien und Österreich). Mit unseren Sozialinvestitionen möchten wir die Gemeinschaften und Regionen in jenen Ländern, in denen wir tätig sind, unterstützen, wobei Investitionen in Gemeindeentwicklungsprojekte so konzipiert sind, dass sie möglichst den Gemeinschaften oder der Gesellschaft als Ganzes zugute kommen. Wir konzentrieren uns dabei auf Projekte, die das Potenzial haben, langfristigen gesellschaftlichen Wert zu generieren und das Leben der Begünstigten nachhaltig zu verändern. [S3-SBM-3.10] OMV bemüht sich um eine ständige Einbeziehung von Gemeinschaften auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt, Transparenz und einem offenen Dialog. Im Rahmen unseres Ansatzes identifizieren und pflegen wir Beziehungen zu Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen, die von unseren Aktivitäten betroffen sind oder Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben. Die Analyse von Interessenträger:innen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung (Social and Human Rights Impact Assessment; SHIA), die Informationen über unsere Community-Strategie und die jährlichen Einbeziehungspläne liefert, die im Handbuch zu Community Relations und Entwicklung (CR&D) dargelegt sind. Der Community-Beschwerdemechanismus ist ein fortlaufender Prozess, mit dem lokale Bedürfnisse und Anliegen überwacht werden. Beispielsweise haben wir indigene Bevölkerungsgruppen (iwi und hapū) in Neuseeland aufgrund der kulturellen Bedeutung der Umwelt als Interessenträger:innen mit hoher Priorität identifiziert und tauschen uns im Rahmen des laufenden Programms von OMV Neuseeland zur Einbeziehung von Interessengruppen regelmäßig mit ihnen aus. Diese Einbeziehung ist auf verschiedene Anlagen und Projekte zugeschnitten und bezieht mehrere Gruppen ein, um sicherzustellen, dass ihre Stimmen gehört werden. [S3-SBM-3.11] In Bezug auf das Thema der betroffenen Gemeinschaften wurden im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse keine wesentlichen Risiken und Chancen festgestellt. Allerdings sind wir uns auch der Vorteile einer positiver Reputation bewusst, die sich aus der Gewährung von Sofortunterstützung und humanitärer Hilfe für von Naturkatastrophen oder Kriegen betroffene Gemeinschaften ergeben. Governance [MDR-P-65c] Die Funktion Community Relations and Development hat die Aufgabe, die Beziehungen zu Gemeinschaften und die Entwicklung von Gemeinschaften partnerschaftlich zu lenken, um die gesellschaftliche Akzeptanz für die Tätigkeit von OMV zu erlangen und aufrechtzuerhalten. Sie ist in das Team von Group Sustainability integriert, das über den:die Head of Group Sustainability und den:die SVP Investor Relations and Sustainability an den:die CFO berichtet. S3-1 Richtlinien48 im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften [S3-1.14] Für das Management der identifizierten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit allen betroffenen Gemeinschaften im Umfeld unserer Aktivitäten dienen unser Code of Conduct und unsere Menschenrechts-Grundsatzerklärung als übergeordnete Dokumente, die unsere allgemeinen Verpflichtungen gegenüber betroffenen Gemeinschaften und ihren Menschenrechten darlegen. Die Nachhaltigkeitsrichtlinie beschreibt spezifische Prozesse und deckt das Thema der sozialen Verantwortung von OMV ab, darunter Beziehungen zu und Entwicklung von Gemeinschaften, Sozialinvestitionen, Menschenrechte, ehrenamtliches Engagement und Beziehungen zu NGOs. Darüber hinaus steht das Handbuch für Community Relations and Development allen Community-Relations-Manager:innen von OMV zur Verfügung. Mehr über die IROs finden Sie im Abschnitt > ESRS 2 Allgemeine Angaben. Code of Conduct [MDR-P-65a] Der Code of Conduct (CoC) von OMV enthält verschiedene Verpflichtungen, die den direkten und indirekten Wechselwirkungen zwischen unseren Aktivitäten und den Gemeinden, die im Umfeld unserer Aktivitäten angesiedelt sind, Rechnung tragen. Um den negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, die sich aus der Nichtbeachtung, dem fehlenden Schutz und der Nichteinhaltung wirtschaftlicher, sozialer, politischer, ziviler, und kultureller Rechte oder aus der fehlenden Konsultation mit Gemeinschaften bzw. der fehlenden Entschädigung und Wiedergutmachung im Zusammenhang mit unserer Wertschöpfungskette oder unseren eigenen Tätigkeiten ergeben, stellt OMV sicher, dass betroffene Gemeinschaften über Sicherheitsrisiken, die sich aus unseren Tätigkeiten ergeben, informiert werden. Dies muss auch entsprechend kommuniziert und mit Verfahren für Notfallsituationen hinterlegt werden. Für den Einsatz in ökologisch sensiblen Schutzgebieten oder in dicht besiedelten Gebieten entwickeln wir zeitgemäße Schutzmaßnahmen. Wir respektieren auch das Recht auf Zugang zu Informationen, auf Beteiligung der Öffentlichkeit an Entscheidungsprozessen und auf Zugang zur Justiz. Betroffene Interessenträger:innen, wie zum Beispiel relevante lokale Gemeinschaften, werden proaktiv über geplante und laufende Arbeiten und deren Auswirkungen ebenso wie über die von OMV ergriffenen Risikominderungsmaßnahmen informiert. Unsere Geschäftsentwicklung kann Kulturerbestätten indigener Völker und anderer Gemeinschaften stören und die Erhaltung des lokalen Kulturerbes und seiner materiellen und immateriellen Werte durch Beschädigung, Störung oder Einschränkung des Zugangs beeinträchtigen. Die Unfähigkeit, Zwangsumsiedlungen zu vermeiden, kann sich auch negativ auf das wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Wohlergehen der Rechteinhaber:innen in den betroffenen Gemeinschaften auswirken, was deren Herausforderungen noch weiter verschärft. Sollte es zu einer Beeinträchtigung der Rechte lokaler Gemeinschaften, insbesondere jener indigener Völker, durch OMV kommen, verpflichten wir uns, in enger Absprache mit allen Interessenträger:innen, einschließlich der staatlichen Stellen des jeweiligen Landes, angemessene Folgenminderungs-, Wiedergutmachungs- und Ausgleichspläne zu entwickeln. Wir erkennen indigene Völker als soziale Gruppen an, deren Identitäten sich von den Mainstream-Gruppen in den nationalen Gesellschaften unterscheiden und die oft zu den am stärksten marginalisierten und schutzbedürftigen Teilen der Bevölkerung gehören. Wir verpflichten uns, alle nachteiligen Auswirkungen auf lokale Kultur, Religion, Gepflogenheiten und Traditionen, die Rechte indigener Völker, legitime Landrechte und die Lebensgrundlagen im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sowie durch unsere Gemeinschaftsfinanzierungsprojekte einzudämmen. [MDR-P-65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Menschenrechts-Grundsatzerklärung [MDR-P 65a] Die OMV Menschenrechts-Grundsatzerklärung legt unsere Verpflichtungen gegenüber betroffenen Gemeinschaften und indigenen Völkern fest, die in unserem Code of Conduct verankert sind. Um den negativen Auswirkungen eines Versäumnisses, wirtschaftliche, soziale, politische, bürgerliche und kulturelle Rechte zu respektieren, zu schützen und zu erfüllen, entgegenzuwirken, schreibt unsere Menschenrechts-Grundsatzerklärung vor, dass lokale Strategien für die Sicherheit und die Einbeziehung von Gemeinschaften, insbesondere in Hochrisikogebieten, einem präventiven, defensiven und gemeinschaftsorientierten Ansatz folgen. Bei der Planung und Durchführung sicherheitsrelevanter Aktivitäten beziehen wir auch Anrainergemeinden aktiv mit ein und berücksichtigen deren Sicherheitsanliegen. Die Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte und die Förderung positiver Beziehungen zu betroffenen Gemeinschaften sind die Voraussetzung für unsere gesellschaftliche Akzeptanz. Daher verpflichten wir uns, die Menschenrechte betroffener Gemeinschaften zu achten, zu erfüllen und zu unterstützen und gleichzeitig jegliche Risiken für deren Gesundheit oder Sicherheit, die sich aus unseren projektbezogenen Aktivitäten ergeben, zu vermeiden oder zu mindern. Potenziell gefährdeten Personen und Gruppen, wie Kindern, Frauen, indigenen Völkern und Menschenrechtsverteidiger:innen, wird dabei Vorrang eingeräumt. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf die Menschenrechts-Grundsatzerklärung werden, sofern nicht anders angegeben, der Überwachungsprozess, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt > S1 Menschenrechte behandelt. Verpflichtungen gegenüber lokalen Gemeinschaften und indigenen Völkern [S3-1.15] OMV verpflichtet sich, allen nachteiligen Auswirkungen auf die lokale Kultur, Religion, Sitten und Gebräuche, die Rechte indigener Völker, rechtmäßige Ländereien oder Lebensgrundlagen entgegenzuwirken, die sich aus unserer Geschäftstätigkeit sowie durch unsere Community-Investitionsprojekte ergeben. [S3-1.16a] OMV hält sich an den Grundsatz der freien, vorherigen und informierten Zustimmung gemäß dem IFC (International Finance Corporation) Performance Standard 7 und dem ILO-Übereinkommen 169. Diese Verpflichtung umfasst Konsultationen der betroffenen Gemeinschaften, um sicherzustellen, dass die Rechte, die Kultur und die Gebräuche indigener Völker respektiert und geschützt werden. OMV bemüht sich, Zwangsumsiedlungen zu vermeiden, und verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber unrechtmäßiger Landaneignung. Wir achten die legitimen Besitzrechte im Zusammenhang mit Land und natürlichen Ressourcen, einschließlich Wasser, gemäß dem IFC Performance Standard 5. Falls Aktivitäten von OMV zu einer Beeinträchtigung der Rechte von betroffenen Gemeinschaften, insbesondere von indigenen Völkern, führen könnten, verpflichten wir uns, in Absprache mit den entsprechenden Interessenträger:innen, einschließlich der staatlichen Stellen des jeweiligen Landes, Pläne zur Schadensbegrenzung, Wiedergutmachung und Entschädigung zu entwickeln. [S3-1.16b, 16c] Wir pflegen einen regelmäßigen Dialog mit verschiedenen Interessenträger:innen, darunter auch mit Einzelpersonen aus lokalen Gemeinschaften, die wir als entscheidende Partner:innen für die Erreichung unserer Ziele betrachten. Mit diesen Gemeinschaften arbeiten wir im Rahmen des Prozesses der Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung und regelmäßiger Konsultationssitzungen in Bezug auf unsere Auswirkungen auf die Menschenrechte zusammen. Die im Rahmen dieses Prozesses ermittelten lokalen Bedürfnisse und das bei den Konsultationen erhaltene Feedback leiten unsere Investitionsprioritäten. Die negativen und positiven Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften werden durch spezifische Richtlinien wie die Nachhaltigkeitsrichtlinie des Konzerns und den Community-Beschwerdemechanismus auf lokaler Ebene gemanagt. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können. [S3-1.17] Die Menschenrechts-Grundsatzerklärung und das Menschenrechtsmanagementsystem von OMV orientieren sich an der Internationalen Menschenrechtscharta, humanitärem Völkerrecht (sofern anwendbar), den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization; ILO), dem UN Global Compact, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, um sicherzustellen, dass die Rechte betroffener Gemeinschaften und die Rechte indigener Völker respektiert und geschützt werden. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > S1 Menschenrechte. Nachhaltigkeitsrichtlinie [MDR-P 65a] Um sicherzustellen, dass lokale Gemeinschaften in der Nähe unserer Betriebe von unserer Präsenz profitieren, legt die Nachhaltigkeitsrichtlinie die Anforderungen für die Erlangung und Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Akzeptanz („License to Operate“) durch partnerschaftliche Beziehungen und Entwicklung mit den betroffenen Gemeinschaften im Umfeld von OMV Betriebe fest. Die Sozialinvestitionen in Community Relations und Entwicklung tragen den ermittelten Bedürfnissen der betroffenen Gemeinschaften Rechnung und sollen soziale Risiken mindern, die sich aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens ergeben, und gleichzeitig positive Veränderungen für die betroffenen Gemeinschaften bewirken. Zudem sollen sie wertvolle Geschäftsmöglichkeiten schaffen, indem sie das Vertrauen, die Zusammenarbeit und den gegenseitigen Nutzen zwischen OMV und den betroffenen Gemeinschaften fördern. [MDR-P 65b] Diese Richtlinie gilt für die weltweiten Geschäftsaktivitäten von OMV, einschließlich Borealis and OMV Petrom. Bestimmte Tochtergesellschaften, wie SapuraOMV, sind jedoch davon ausgenommen. [MDR-P 65c] Die Zuständigkeiten für die Entwicklung von Beziehungen zu Gemeinschaften werden den einzelnen Aufgabenbereichen zugewiesen, um sicherzustellen, dass die jeweilige Funktion gemäß der vom Vorstand genehmigten Nachhaltigkeitsrichtlinie gemanagt wird. Zu den wichtigsten Verantwortlichkeiten gehört die Unterstützung der Umsetzung der Community-Relations- und Entwicklungsaktivitäten, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit im Land zu gewährleisten. Dazu zählen die Unterstützung der Umsetzung von Community-Relations- und Entwicklungsaktivitäten an den Standorten durch die zuständigen Geschäftsführer:innen gemäß der genehmigten Strategie und dem genehmigten Plan, die Unterstützung der Community-Relations-Manager:innen bei der Planung, Budgetierung und Meldung dieser Aktivitäten im jeweiligen Land, der Aufbau und die Aufrechterhaltung von Beziehungen zu Interessenträger:innen aus den lokalen Gemeinschaften sowie die Auseinandersetzung mit lokalen Anliegen und Beschwerden im Einklang mit den Community-Beschwerdemanagementsystemen. Darüber hinaus gilt es, die Einstellung der Interessenträger:innen aus den lokalen Gemeinschaften gegenüber dem Unternehmen im Auge zu behalten, um negative Auswirkungen für das Unternehmen zu mindern, und das Linienmanagement über schwerwiegende soziale Probleme zu informieren, die weitreichende Auswirkungen auf Projektaktivitäten haben. Der in der Nachhaltigkeitsrichtlinie geregelte Prozess der Beziehungen zu und der Einbeziehung von Gemeinschaften dient der Überwachung der Wirksamkeit. [MDR-P 65d] Die Nachhaltigkeitsstrategie von OMV und die damit verbundenen Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, zur Erreichung der SDGs beizutragen. Im Einklang mit diesen Bemühungen legen wir den Schwerpunkt auf Investitionen in Community Relations und Entwicklung, um den Bedürfnissen von betroffenen Gemeinschaften gerecht zu werden und positive Veränderungen zu steuern, die sich aus unserer Tätigkeit ergeben. S3-2 Verfahren zur Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in Bezug auf Auswirkungen [S3-2.21a] Die Einbeziehung betroffener Gemeinschaften hängt von der Projektphase und dem Grad der Etablierung des Projekts ab. Bei neuen Unternehmensprojekten erfolgt die Einbeziehung betroffener Gemeinschaften in der Regel über deren legitime Vertreter:innen, während bei ausgereiften Projekten, wie zum Beispiel in Raffinerien oder Produktionsstätten, die Einbeziehung auch direkt erfolgen kann. Wir pflegen einen regelmäßigen Dialog mit verschiedenen Interessenträger:innen, darunter auch mit Einzelpersonen aus lokalen Gemeinschaften, die wir als entscheidende Partner:innen für die Erreichung unserer Ziele betrachten. Im Rahmen des Prozesses der Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung und regelmäßiger Konsultationssitzungen arbeiten wir mit ihnen in Bezug auf unsere Auswirkungen auf die Menschenrechte zusammen. Die im Rahmen dieses Prozesses ermittelten lokalen Bedürfnisse und das bei den Konsultationen erhaltene Feedback leiten unsere Prioritäten bei Sozialinvestitionen. Unser Managementprozess für Community Relations und Entwicklung basiert auf zentralisierten Richtlinien und Zielen und wird von lokalen Verantwortlichen mit lokalen Ressourcen umgesetzt. Gemäß dem internen Community-Relations- und Entwicklungsverfahren, das in allen Ländern, in denen wir tätig sind, angewendet wird, implementieren wir gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften maßgeschneiderte Programme. Zum Beispiel müssen alle Projekte des OMV Geschäftsbereichs Energy in der Entwicklungsphase mit den betroffenen Gemeinschaften besprochen werden. Wir stehen in regelmäßigem Kontakt mit betroffenen Gemeinschaften und bemühen uns, sie im Voraus über alle geplanten Geschäftsaktivitäten zu informieren, die sie betreffen könnten. In der Nähe unserer Raffinerien werden beispielsweise Interessenträger:innen wie lokale Behörden und Anrainer:innen proaktiv im Vorhinein über Arbeiten in Kenntnis gesetzt, die zu Störungen führen können (z. B. Lärm bei Wartungsarbeiten). Je nach Situation erfolgt die Verständigung im Rahmen von Treffen mit Interessenträger:innen, über soziale Medien, Broschüren oder andere Kanäle. Ein Beispiel dafür ist das sogenannte „Grüne Telefon“ in der Raffinerie Schwechat, das seit einigen Jahren allen Anrainer:innen rund um die Uhr den direkten Kontakt ermöglicht. Jeder Anruf wird von dem:der Schichtleiter:in beantwortet, und bei Lärm- oder Geruchswahrnehmungen erfolgt unverzüglich eine Überprüfung der Raffinerie vor Ort zur Ermittlung möglicher Ursachen, die ehestmöglich behoben werden. Wenn Anlagen stillgelegt werden oder wir uns von einem Standort zurückziehen, befasst sich unser Community-Relations-Team mit den potenziellen sozialen Auswirkungen, indem es gezielte Programme zur Einbindung betroffener Gemeinschaften, eine Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung, Managementpläne und Ausstiegsstrategien für laufende Projekte zur Entwicklung von Gemeinschaften erarbeitet. Der Schutz vor Vergeltungsmaßnahmen ist eine präventive Maßnahme, um die negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit den Rechten von betroffenen Gemeinschaften, der Störung des kulturellen Erbes und der Unfähigkeit, eine Zwangsumsiedlung zu vermeiden, entgegenzuwirken. [S3-2.21b] Wir arbeiten in jeder Phase unserer Geschäftsprojekte mit lokalen Gemeinschaften zusammen und stellen sicher, dass deren Sichtweisen in unsere Aktivitäten integriert werden. Unser Einbeziehungsprozess beginnt mit einer Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung. Erst danach wird das Projekt und die vorherige auf Kenntnis der Sachlage gestützte Konsultation eingeleitet sowie die Zustimmung der lokalen Interessenträger:innen eingeholt. Diese fortlaufende Einbeziehung erstreckt sich über den gesamten Projektlebenszyklus – von der Inbetriebnahme über die Betriebsphasen bis hin zur Stilllegung. Damit soll sichergestellt werden, dass die Standpunkte der betroffenen Gemeinschaften konsequent integriert und berücksichtigt werden. Die Häufigkeit der Einbindung richtet sich nach dem Plan zur Einbeziehung von Interessenträger:innen (Stakeholder Engagement Plan), ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Größe und Art des Projekts, der geografischen Lage und den spezifischen Merkmalen des jeweiligen Projekts. An einigen Standorten kann die Einbindung beispielsweise weniger häufig erfolgen, weil die Projekte bereits gut etabliert sind oder OMV bereits als wertvoller Partner geschätzt wird, während sie an anderen Standorten aufgrund des Bedarfs an kontinuierlicher Entwicklung und Kommunikation häufiger stattfinden kann. [S3-2.21c] Die der Abteilung Group Sustainability unterstehende Funktion Community Relations & Development regelt und steuert die Beziehungen zu Gemeinschaften auf Konzernebene und setzt Entwicklungsaktivitäten in den Ländern um, in denen wir tätig sind. Weiters erhält sie vierteljährlich Berichte und Feedback von den Social-Responsibility-Teams, darunter Menschenrechtsexpert:innen und Teams vor Ort, und stellt sicher, dass die Konzernvorgaben für Community Relations und Entwicklung eingehalten werden. Wir halten vierteljährliche strukturierte Abstimmungsgespräche und bei Bedarf auch spontane Treffen mit unseren lokalen Community-Relations-Manager:innen ab, um die lokale Umsetzung unserer standortspezifischen globalen Community-Relations- und Entwicklungsverpflichtungen zu überwachen und zu steuern. Überdies organisieren wir den regelmäßigen Austausch zwischen allen Ländern, um Herausforderungen und Erfahrungen mit bewährten Verfahren als Ergänzung zu den bereitgestellten Leitlinien zu teilen. Gemäß unserer Nachhaltigkeitsrichtlinie können alle Geschäftsbereiche und Tochtergesellschaften im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie von OMV Investitionen in die Entwicklung von Gemeinschaften und Investitionen in das Gemeinwesen initiieren. Zur Einbeziehung der Interessenträger:innen gehört die Verbesserung der Maßnahmen für die positiven Auswirkungen, die wir auf unsere Anrainergemeinden haben. Der ständige Dialog mit den betroffenen Gemeinschaften ist eine wertvolle Quelle der Unterstützung für die Beschäftigung und Geschäftsentwicklung vor Ort und fördert die Achtung des Rechts auf Meinungsäußerung, indem wir unsere Initiativen auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gemeinschaft zuschneiden. [S3-2.21d] Unmittelbar nach der Lösung eines Problems oder dem Start eines Sozialinvestitionsprogramms holen wir das Feedback unserer Interessenträger:innen ein. Die Wirksamkeit der Einbeziehung unserer Interessenträger:innen wird durch die Erfassung und Auswertung derartigen Feedbacks systematisch bewertet. Dieses Feedback wird entweder direkt oder über Umfragen eingeholt und anschließend im jährlichen Bericht über die Einbeziehung von Interessenträger:innen konsolidiert und zusammengefasst. Durch diesen Prozess können wir die Auswirkungen unserer Einbeziehungsaktivitäten bewerten. Durch die Analyse dieses Feedbacks ermitteln wir Bereiche mit Verbesserungsbedarf, verfolgen den Fortschritt im Hinblick auf unsere Einbeziehungsziele und stellen sicher, dass unsere Interaktion mit den betroffenen Gemeinschaften produktiv und sinnvoll ist. Unsere Community- und Sozialinvestitionen sind von den Bedürfnissen gelenkt, die bei den Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen sowie den fortlaufenden Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften ermittelt werden. Wir priorisieren jedes Jahr die Kooperationsprojekte mit lokalen Interessenträger:innen, um den sozialen Nutzen unserer Investitionen zu maximieren. Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung [S3-2.22] Das Framework für die Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung (Social and Human Rights Impact Assessment; SHIA) schreibt Konsultationen zu Beginn und während jeder Projektphase vor, um einen fortlaufenden Dialog zu fördern. Darüber hinaus ermöglicht unser Community-Beschwerdemechanismus ein schnelles Feedback und geht auf Bedenken ein. Der Zeitplan eines Projekts und die sich entwickelnden Bedürfnisse der betroffenen Gemeinschaften sind ausschlaggebend dafür, wie oft unsere Interessenträger:innen einbezogen werden. Zunächst führen wir eine SHIA durch. Dazu gehört auch die freie, vorherige und informierte Zustimmung (Free, Prior, and Informed Consent; FPIC) der lokalen Interessenträger:innen. In einigen Fällen wird die SHIA in eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (Environmental and Social Impact Assessment; ESIA) integriert, um Synergien zu nutzen und die Effizienz zu steigern. Ziel der SHIA ist es, sicherzustellen, dass die Ansichten der betroffenen Gemeinschaften, insbesondere indigener Bevölkerungsgruppen, in allen Phasen des Projektlebenszyklus – von der Inbetriebnahme über den Betrieb bis hin zur Stilllegung – berücksichtigt werden. Wir legen auch besonderes Augenmerk auf mögliche Auswirkungen auf Menschenrechte, insbesondere von potenziell gefährdeten Einzelpersonen und Gruppen, wie indigenen Bevölkerungsgruppen, Frauen und Kindern. Wo immer möglich, führen wir Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen auf partizipative Weise durch, indem wir uns direkt mit potenziell betroffenen Gemeinschaften beraten. Gemäß den internen Richtlinien für SHIAs führen wir eine Bestandsaufnahme, Bedarfsanalysen für Gemeinschaften, Analysen der Interessengruppen und eine Bewertung der mit dem Projekt verbundenen sozialen Risiken durch. Wo immer möglich, werden SHIAs auf partizipative Weise durchgeführt, indem wir uns direkt mit potenziell betroffenen Gemeinschaften beraten. Unsere Standards verlangen, dass die Ergebnisse der SHIA den betroffenen Interessenträger:innen zur Kenntnis gebracht werden. Basierend auf diesen Ergebnissen entwickeln und implementieren wir standortspezifische Strategien für das Community-Relations- und Entwicklungsmanagement, für Programme zur Einbindung der Interessenträger:innen und für entsprechende Beschwerdemechanismen. Neben der SHIA führen wir kulturelle Folgenabschätzungen für bestimmte Gemeinschaften durch, wie etwa indigene Bevölkerungsgruppen. Um beispielsweise negative Auswirkungen auf kulturell bedeutsame Stätten zu vermeiden, haben wir die anfängliche Planung von Geschäftsprojekten geändert und unter anderem den Verlauf von Bohrungen angepasst. Einbeziehung von Gemeinschaften [S3-2.22] In enger Zusammenarbeit mit NGOs wollen wir über verschiedene soziale Projekte, Sponsorings und Spendenaktionen Einblicke in die Anfälligkeiten bestimmter Gruppen der von uns betroffenen Gemeinschaften gewinnen. Unser Dialog mit den Interessenträger:innen, unsere Beschwerdemechanismen und unsere SHIAs erleichtern den Erhalt von direktem Feedback von betroffenen Gemeinschaften und stellen sicher, dass ihre Anliegen gehört und gelöst werden. Über diesen kooperativen Ansatz können wir gefährdete Gruppen wie Kinder und Frauen ermitteln und schützen. [S3-2.23] In einigen Ländern, in denen wir tätig sind, wie zum Beispiel Neuseeland, sind die betroffenen Gemeinschaften indigene Völker. In unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung verpflichten wir uns, ihre Menschenrechte zu respektieren und zu wahren, insbesondere ihr kulturelles, intellektuelles, religiöses und spirituelles Eigentum, die Aktivitäten, die sich auf ihr Land und ihre Gebiete auswirken, und die legislativen oder administrativen Maßnahmen, die sie betreffen. Wir verpflichten uns zur Konsultation der Gemeinschaften und erkennen den Grundsatz der freien, vorherigen und informierten Zustimmung (Free, Prior, and Informed Consent; FPIC) in Übereinstimmung mit dem Performance Standard 7 der International Finance Corporation (IFC) und dem ILO-Übereinkommen 169 an. OMV berücksichtigt und respektiert die legitimen Besitzrechte im Zusammenhang mit Eigentum und der Nutzung von Land und natürlichen Ressourcen (einschließlich Wasser), wie im IFC Performance Standard 5 festgelegt. Wir verpflichten uns, Zwangsumsiedlungen zu vermeiden und verfolgen eine Null-Toleranz-Politik gegenüber unrechtmäßiger Landnahme und respektieren gleichzeitig das Recht auf Wasser. Sollte es zu einer Beeinträchtigung der Rechte lokaler Gemeinschaften, insbesondere jener indigener Völker, durch OMV kommen, verpflichten wir uns, in enger Absprache mit allen Interessenträger:innen, einschließlich der staatlichen Stellen des jeweiligen Landes, angemessene Pläne zur Schadensbegrenzung, Wiedergutmachung und Entschädigung zu entwickeln. Die Assets von OMV Neuseeland sind seit Langem etabliert. Als betroffene Gemeinschaften wurden Landwirtschaftsbetriebe in der Nachbarschaft und indigene Bevölkerungsgruppen ermittelt, die mit Land und Meer verbunden sind. Die Māori, die als das indigene Volk Neuseelands anerkannt sind und dem Vertrag von Waitangi unterliegen, haben das Recht, ihre Lebensweise und Ressourcen zu schützen. Der Vertrag beeinflusst die Geschäftstätigkeit von OMV Neuseeland und unterstreicht die enge Zusammenarbeit mit den iwi (Stämmen) und hapū (Unterstämmen), um eine laufende gesellschaftliche Akzeptanz aufrechtzuerhalten. Die langjährige Beziehung zu den iwi und hapū basiert auf gegenseitigem Respekt und wechselseitiger Kommunikation, wobei es die iwi vorziehen, sich zeitweise getrennt von größeren Gruppen der Gemeinde zu engagieren. Zu den Einbeziehungsmethoden gehören Telefonate, persönliche Meetings, Foren mit mehreren Gruppen, Standortbesuche und E-Mails. Die Häufigkeit dieser Interaktionen hängt von den Aktivitäten am Standort oder laufenden Projekten ab, wobei einige monatlich, andere wiederum je nach Bedarf stattfinden. In den Diskussionen geht es um die Auswirkungen und Minderungsmaßnahmen, insbesondere um die kulturellen Auswirkungen. Häufig bedarf es einer Bewertung der kulturellen Auswirkungen durch die indigene Gruppe. Auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit, wie etwa Kulturbeobachter:innen, Einführungen in die jeweilige Kultur und Beschäftigungsmöglichkeiten, werden untersucht. S3-3 Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können Community-Beschwerdemechanismus [S3-3.27a, 27b, 27c] Bei OMV ist ein Community-Beschwerdemechanismus (Community Grievance Mechanism; CGM) ein zentrales Instrument zur Verhinderung und zum Management unserer potenziellen Auswirkungen auf die Abhängigkeit lokaler Gemeinschaften von OMV, der potenziellen Nichteinhaltung von Gemeinschaftsrechten und damit verbundener sozialer Risiken. Unser Beschwerdemanagement soll die Richtlinien der Ipieca für bewährte Verfahren und die Wirksamkeitskriterien der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte vollumfänglich erfüllen. Gemäß den Wirksamkeitskriterien muss ein Beschwerdemechanismus legitim, zugänglich, berechenbar, ausgewogen, transparent, rechtekompatibel und eine Quelle kontinuierlichen Lernens sein sowie auf Dialog und Austausch aufbauen. Der CGM-Prozess ist bei OMV in das OGMS-System integriert, das sicherstellt, dass unser Beschwerdemanagement den Wirksamkeitskriterien der Leitprinzipien der Vereinten Nationen entspricht. Ziel ist es, die Effizienz und Wirksamkeit unseres Dialogs insbesondere mit Interessenträger:innen und Gemeinschaften zu erhöhen und die Risiken von Compliance-Verstößen und deren finanzielle Folgen für das Unternehmen zu reduzieren. Dazu gehören die Umsetzung angemessener und leicht zugänglicher Beschwerdekanäle für betroffene Gemeinschaften an den Standorten durch die zuständigen Geschäftsführer:innen, der Aufbau und die Aufrechterhaltung von Beziehungen zu Interessenträger:innen aus den lokalen Gemeinschaften und die Auseinandersetzung mit lokalen Anliegen und Beschwerden gemäß den Community-Beschwerdemanagementsystemen. Mithilfe des Community-Beschwerdemechanismus will OMV sicherstellen, dass die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte geachtet werden. Der Community-Beschwerdemechanismus gilt in allen Geschäftsbereichen von OMV und seinen Tochtergesellschaften. Die lokalen Verfahren des Community-Beschwerdemechanismus von OMV fordern einen stringenten Ansatz zur systematischen Entgegennahme, Dokumentation, Bearbeitung und Klärung von Beschwerden in allen Ländern, in denen wir tätig sind. Fachexpert:innen und relevante Arbeitnehmer:innen von OMV waren entweder direkt an der Entwicklung der Community-Beschwerdemechanismen beteiligt oder wurden im Rahmen des internen Konsultationsprozesses um Feedback zum Entwurf gebeten. Einzelheiten zu den verfügbaren Kanälen sind auf unserer Unternehmenswebsite und an den Standorten zu finden. [S3-3.28] [S3-3 AR 21] OMV unternimmt keinerlei Vergeltungsmaßnahmen gegenüber Gemeindemitgliedern, die eine Beschwerde vorbringen. Die Verfügbarkeit des Beschwerdemechanismus wird allen externen Interessenträger:innen mitgeteilt und ist so konzipiert, dass er für alle Mitglieder betroffener Gemeinschaften, insbesondere für schutzbedürftige Gruppen, leicht zugänglich ist. Wir sind uns der spezifischen Rolle und Vulnerabilität von Menschenrechtsverteidiger:innen bewusst, und treten Drohungen, Einschüchterungen und physischen, verbalen oder rechtlichen Angriffe gegen Menschenrechtsverteidiger:innen in Zusammenhang mit unserer Geschäftstätigkeit entschieden entgegen. Um beispielsweise sicherzustellen, dass die von OMV betroffenen Gemeinschaften nicht nur unsere Beschwerdeverfahren kennen, sondern auch auf deren Wirksamkeit vertrauen, überwachen wir die Anzahl und Art der eingereichten Beschwerden. Wir analysieren das Verhältnis zwischen eingegangenen und gelösten Beschwerden, um einen Einblick in die Zuverlässigkeit unseres Verfahrens zu erhalten und die Anzahl der gelösten Beschwerden als Indikator dafür zu verfolgen, wie wirksam das Verfahren bei der Bereitstellung von Abhilfemaßnahmen ist. Diese genaue Überwachung von Missständen bei OMV wird den beteiligten Interessenträger:innen kommuniziert, um Transparenz und Rechenschaftspflicht zu gewährleisten. [S3-1.16c] [S3-3.27a] Der Community-Beschwerdemechanismus (CGM) von OMV bietet einen systematischen, zeitnahen, fairen und konsistenten Prozess zur Entgegennahme, Untersuchung, Beantwortung und Lösung von Beschwerden oder Anliegen von betroffenen Gemeinschaften. Unser Beschwerdemanagementsystem basiert in erster Linie auf dem Dialog mit unseren Interessenträger:innen und ist darauf ausgelegt, Vergeltung zu vermeiden. So sorgen wir beispielsweise bei Bedenken oder Beschwerden im Zusammenhang mit Entschädigungen für die Nichtnutzung von Land (wie etwa durch oberirdische Rohrleitungen, Freileitungen, Betonblöcke) für eine angemessene finanzielle Entschädigung für die Landnutzung oder bieten, wenn möglich, ein Ersatzgrundstück an. Wenn ein Standort nach Abschluss des Projekts stillgelegt wird, stellen wir außerdem sicher, dass er ordnungsgemäß wiederhergestellt und saniert wird. [S3-3 AR 22] Wir gewährleisten die Bereitstellung von Abhilfemaßnahmen durch unseren Community-Beschwerdemechanismus. Damit soll die Effizienz und Wirksamkeit unseres Dialogs mit Interessenträger:innen und Gemeinschaften erhöht werden, um Abhilfemaßnahmen zu schaffen, wo diese erforderlich sind, und um die Risiken von Compliance-Verstößen und die finanziellen Folgen für das Unternehmen zu verringern. Auf der Grundlage unserer Verpflichtungen gegenüber indigenen Völkern in unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung ist der Prozess des Beschwerdemanagements so strukturiert, dass er transparent, glaubwürdig und gerecht ist. Er schafft Vertrauen, indem er ihre Sitten, Traditionen, Regeln und Rechtssysteme berücksichtigt. [S3-3.27a] Unser Ansatz zum Umgang mit Beschwerden aus den lokalen Gemeinschaften folgt dem Vorsorgeprinzip und sichert uns die lokale Zustimmung für die Geschäftstätigkeit von OMV. Dazu gehört, dass wir frühzeitig die Sorgen und Nöte der lokalen Bevölkerung identifizieren und lösen. Wir achten darauf, dass unsere Geschäftstätigkeiten für unsere Anrainergemeinden möglichst störungsfrei ablaufen. Dennoch kann es zu Beschwerden kommen. Wir handhaben diese Beschwerden mithilfe lokaler CGMs. Die CGMs helfen OMV und den potenziell von seiner Geschäftstätigkeit Betroffenen, Probleme außergerichtlich zu lösen, und bieten je nach Fall Zugang zu entsprechenden Lösungen. [S3-3.27c] OMV stellt die Verfügbarkeit von Beschwerdekanälen nicht nur im direkten Betrieb, sondern auch durch unsere Geschäftsbeziehungen sicher. CGMs sind in allen E&P-Assets unter der Betriebsführerschaft von OMV, in den Raffinerien von OMV in Schwechat, Österreich, und Burghausen, Deutschland, sowie in der Raffinerie Petrobrazi und dem Kraftwerk Brazi von OMV Petrom in Rumänien voll funktionsfähig. Bei SapuraOMV wurde ein Community-Feedback-Mechanismus (CFM) eingerichtet. Borealis verfügt über ein Hotline-System, über das interne und externe Interessenträger:innen Beschwerden einbringen können. [S3-3.27a] [S3-3.27d] Bei OMV sind CGMs ein zentrales Instrument zur Verhinderung und zum Management unserer potenziellen Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften und der damit verbundenen sozialen Risiken. Unser Beschwerdemanagement soll die Richtlinien der Ipieca für bewährte Verfahren und die Wirksamkeitskriterien der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte vollumfänglich erfüllen. Gemäß den Wirksamkeitskriterien muss ein Beschwerdemechanismus legitim, zugänglich, berechenbar, ausgewogen, transparent, rechtekompatibel und eine Quelle kontinuierlichen Lernens sein sowie auf Dialog und Austausch aufbauen. OMV hat sich das Ziel gesteckt, die CGMs an allen Standorten bis 2025 anhand der UN-Wirksamkeitskriterien für außergerichtliche Beschwerdemechanismen zu bewerten. Bei den CGM-Bewertungen werden die bestehenden Prozesse und Praktiken überprüft und praktische Verbesserungsmaßnahmen identifiziert. Im Rahmen dieser Bewertungen werden interne und externe Interessenträger:innen unter anderem in Form von Interviews zur aktuellen Leistung der CGMs und zu eventuell erforderlichen Verbesserungen befragt. Die wichtigsten Erkenntnisse (z. B. wesentliche Stärken, Bereiche mit Verbesserungsbedarf und vorgeschlagene Maßnahmen) sind im CGM-Bewertungsbericht enthalten. Die Aktionspläne werden vom lokalen Management umgesetzt und von der Konzernfunktion Community Relations & Development überwacht. [S3-3.27d] Wir nutzen einen systematischen Ansatz zur Verfolgung und Überwachung von Problemen, die durch unsere Beschwerdemechanismen aufgeworfen werden. Durch die detaillierte Aufzeichnung aller Beschwerden können wir die Anzahl der Beschwerden nach Kategorie und Unterkategorie erfassen, die Anzahl der eingegangenen Beschwerden im Vergleich zu den gelösten Beschwerden berechnen und die Anzahl der durch Abhilfemaßnahmen gelösten Beschwerden ermitteln. Jede Beschwerde wird gründlich untersucht und außergerichtlich behandelt, um sicherzustellen, dass Mitglieder der betroffenen Gemeinschaften Zugang zu geeigneten und auf ihren spezifischen Fall zugeschnittenen Rechtsbehelfen haben. Letztlich bewerten wir die Wirksamkeit unseres Beschwerdemechanismus, indem wir die Ergebnisse der Lösung und die Zufriedenheit der beteiligten Interessenträger:innen bewerten. Diese Bewertung hilft uns dabei, unsere Prozesse kontinuierlich zu verbessern und sicherzustellen, dass unsere Kanäle zugänglich, bedarfsorientiert und wirksam bleiben, um die Anliegen der betroffenen Gemeinschaften, mit denen wir zusammenarbeiten, zu berücksichtigen. [S3-3.27a] Wir sind bestrebt, alle Beschwerden umgehend zu lösen. Je nach Schweregrad und Art des Problems können die Reaktionszeiten zwischen 24 Stunden für dringende Fälle und maximal 45 Tagen für Fälle liegen, die eingehende Untersuchungen erfordern. Durch unseren Beschwerdemechanismus, der in das Compliance-Management-System integriert ist, stellen wir sicher, dass Abhilfemaßnahmen verfügbar sind. Diese Integration erhöht die Effizienz und Wirksamkeit des Dialogs mit den Interessenträger:innen und betroffenen Gemeinschaften, ermöglicht die Umsetzung der erforderlichen Abhilfemaßnahmen und reduziert die Risiken von Compliance-Verstößen sowie die finanziellen Folgen für das Unternehmen. Der Beschwerdemanagementprozess ist so konzipiert, dass er transparent, glaubwürdig und gerecht ist, Vertrauen fördert und unsere soziale Leistung in den Beziehungen zu den betroffenen Gemeinschaften verbessert. Abhilfemaßnahmen sind Mittel, mit denen negative Auswirkungen, die durch unsere Aktivitäten entstehen, ausgeglichen oder bekämpft werden. Für betroffene Gemeinschaften könnten dies Entschuldigungen, finanzielle oder nicht finanzielle Entschädigungen, die Vermeidung von Schäden durch gerichtliche Verfügungen oder Garantien für die Nichtwiederholung, Strafsanktionen (wie Bußgelder), Rückgabe, Wiederherstellung und Rehabilitation sein. Wenn eine Beschwerde gelöst ist, sollte festgestellt werden, ob die Lösung durch eine Abhilfemaßnahme oder auf andere Weise erreicht wurde. OMV setzt sich dafür ein, Beschwerden wirksam zu lösen, um das Wohlergehen und die Zufriedenheit der betroffenen Gemeinschaften zu gewährleisten. [S3-3.27b] Die CGM-Kanäle werden von OMV eingerichtet und verwaltet. Die CGMs fordern einen stringenten Ansatz zur systematischen Entgegennahme, Untersuchung, Dokumentation, Bearbeitung und Klärung von Beschwerden in allen Ländern, in denen wir tätig sind. All das muss rechtzeitig, fair und einheitlich erfolgen. Damit legen wir den Grundstein für unsere gesellschaftliche Akzeptanz. Unser Beschwerdemanagementsystem basiert in erster Linie auf dem Dialog mit unseren Interessenträger:innen und ist darauf ausgelegt, jegliche Vergeltungsrisiken zu vermeiden. Die CGMs helfen OMV und den potenziell von seiner Geschäftstätigkeit Betroffenen, Probleme außergerichtlich zu lösen. Die CGMs von OMV hindern betroffene Interessenträger:innen, einschließlich der lokalen Bevölkerung, jedoch nicht daran, zur Behandlung ihrer Beschwerden auf gerichtliche oder andere Verfahren zuzugreifen. Sie ermöglichen die außergerichtliche Beilegung von Beschwerden und bieten je nach Fall einen Zugang zu Rechtsbehelfen für die lokale Bevölkerung. S3-4 Maßnahmen zum Umgang mit den IROs im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften [S3-4.30] [S3-4.32a] Zur Adressierung der wesentlichen IROs in Bezug auf betroffene Gemeinschaften, wie zum Beispiel soziale Risiken durch die Geschäftstätigkeit von OMV, die potenzielle Störung von Kulturerbestätten indigener Völker und anderer Gemeinschaften durch unsere Geschäftsentwicklung und die Unfähigkeit, Zwangsumsiedlungen zu vermeiden, haben wir spezifische Maßnahmen definiert, die auf unseren Verpflichtungen im Code of Conduct und in der Menschenrechts-Grundsatzerklärung von OMV basieren und den Leitlinien unserer Nachhaltigkeitsrichtlinie folgen. Diese Maßnahmen stehen im Einklang mit unseren Zielen, die Community-Beschwerdemechanismen (CGMs) an allen Standorten bis 2025 anhand der UN-Wirksamkeitskriterien für außergerichtliche Beschwerdemechanismen zu bewerten und mindestens 1% pro Jahr für soziale Investitionen zu verwenden, basierend auf dem den Aktionär:innen der Muttergesellschaft zuzurechnenden Jahresüberschuss des Vorjahres. Zu den Maßnahmen gehören die Konsultation der Gemeinschaften, die Durchführung von Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen und die Bewertung von Community-Beschwerdemechanismen. Darüber hinaus leisten wir durch unsere Sozialinvestitionen, die Initiativen zur Entwicklung von Gemeinschaften umfassen, sowohl monetäre als auch nicht monetäre Unterstützung. Diese über unser Kerngeschäft hinausgehenden Aktivitäten sollen einen Beitrag zum sozialen Wohlergehen und zum Fortschritt der Gesellschaft im Allgemeinen leisten. [MDR-A 69a,69b] In Bezug auf das wesentliche Thema S3 Betroffene Gemeinschaften haben keine unserer Maßnahmen den monetären Schwellenwert von EUR 5 Mio überschritten, weshalb diese Datenanforderungen nicht adressiert wurden. [S3-4.38] OMV setzt erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen ein, um soziale Risiken zu mindern und einen Beitrag zum sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fortschritt in den Gebieten zu leisten, in denen wir tätig sind. Dazu gehören ein jährliches Budget für die Umsetzung der in den Plänen zur Förderung der Beziehungen zu und der Entwicklung von Gemeinschaften festgelegten Maßnahmen sowie eigenes Community-Relations-Personal im gesamten Konzern. Konsultation von Gemeinschaften und Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen [MDR-A-68a, 68b, 68c] [S3-4.32a] [S3-4.33a, 33b] [S3-4.35] Unsere primären Präventivmaßnahmen zum Umgang mit den identifizierten wesentlichen negativen Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften, wie zum Beispiel negative Auswirkungen, die sich aus der Geschäftstätigkeit von OMV ergeben, und potenzielle Störungen von Kulturerbestätten indigener Völker und anderer Gemeinschaften durch unsere Geschäftsentwicklung, umfassen Konsultationen der Gemeinschaften sowie Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen. Diese laufenden Maßnahmen orientieren sich an unserer Menschenrechts-Grundsatzerklärung und unserer Nachhaltigkeitsrichtlinie und ermöglichen es uns, Störungen im Zusammenhang mit der Planung, dem Landerwerb und der Landnutzung, der Öl- und Gasförderung, der Nutzung natürlicher Ressourcen und dem Management von Umweltauswirkungen abzumildern. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Themen wie kulturelle Rechte, eingeschränkte Beschäftigungsmöglichkeiten, Zwangsumsiedlungen und die Missachtung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Gemeinschaften. Die Ergebnisse der Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen (Social and Human Rights Impact Assessments; SHIAs) dienen uns als Leitfaden bei der Festlegung der erforderlichen Maßnahmen zur Behebung tatsächlicher oder potenzieller negativer Auswirkungen auf betroffene Gemeinschaften. Mittels einer gründlichen Analyse der gewonnenen Erkenntnisse ermitteln wir geeignete Maßnahmen. Im Jahr 2024 befanden sich insgesamt fünf (2023: 5) von neun (2023: 13) Entwicklungsprojekten des Geschäftsbereichs Energy in der Konsultationsphase. So zum Beispiel ist OMV seit 1950 im niederösterreichischen Weinviertel in Kooperationspartnerschaften eingebunden. Im Juli 2023 bestätigte OMV den neuen Gasfund Wittau Tief-2a. Die Förderung beginnt 2026. Die im März 2024 durchgeführte ESIA zeigte vernachlässigbare Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft, die durch die erheblichen Vorteile für das öffentliche Interesse wettgemacht werden. Zu den betroffenen Interessenträger:innen gehören Grundbesitzer:innen, die sich besorgt über eine vorübergehende Zwangsnutzung von Land geäußert haben. OMV entwickelte einen Plan zur Einbeziehung von Interessenträger:innen, und der Geschäftsführer von OMV Österreich führte Meetings durch, die letztendlich zu einer Vereinbarung mit den Grundbesitzer:innen führten und somit Menschenrechts- und Reputationsrisiken minderten. Im Rahmen dieser Konsultationen werden alle wesentlichen Auswirkungen behandelt, da dies der direkte Weg ist, um potenzielle negative Auswirkungen abzumildern und den Geschäftsplan anzupassen, wobei die Rechte von Gemeinschaften berücksichtigt, Störungen des kulturellen Erbes vermieden und Zwangsumsiedlungen verhindert werden. Darüber hinaus verstärken diese Maßnahmen die positiven Auswirkungen, indem sie die lokale Beschäftigung und die Geschäftsentwicklung durch verschiedene Initiativen unterstützen und das Recht der Gemeinschaften auf Meinungsäußerung achten. [MDR-A-68a, 68b, 68c] Außerdem führte OMV Tunesien im Jahr 2023 eine Selbstbewertung zu den Menschenrechten durch, die zwei Ziele hatte: die Verfolgung der Maßnahmen, die zum Umgang mit tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf Menschenrechte unserer Rechteinhaber:innen, einschließlich Gemeinden, ergriffen wurden, und eine unabhängige, externe Bewertung der Wahrnehmung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten durch die Geschäftsführung von OMV Tunesien. In dem 2024 eingegangenen Abschlussbericht wurde das bestehende Verfahren zum Meldemechanismus als Stärke hervorgehoben, da es die Meldung und Untersuchung von Auswirkungen auf die Menschenrechte von Gemeinschaftsmitgliedern ermöglicht. [S3-4.32d] Wir verfolgen die Wirksamkeit unserer Konsultation von Gemeinschaften und unserer Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen, indem wir Feedback einholen und Leistungsbewertungen vornehmen. Dazu gehört auch, dass wir Beiträge von Interessenträger:innen sammeln und die Ergebnisse von Konsultationen analysieren. Bewertungen von Community-Beschwerdemechanismen [MDR-A-68a, 68b, 68c] [S3-4.32a, 32b, 32d] [S3-4.33c] [S3-4.AR 25a, AR 25c, AR 25d] Als Abhilfemaßnahme für lokale Gemeinschaften in der Nähe unserer Betriebe stehen Community-Beschwerdemechanismen zur Verfügung, die sich an unserer Nachhaltigkeitsrichtlinie orientieren und über die Gemeinschaften ihre Bedenken äußern können, beispielsweise im Zusammenhang mit den Auswirkungen von Prozesssicherheitsereignissen oder Störungen durch Staub und Lärm. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt S3-3 Community-Beschwerdemechanismen. OMV hat sich das Ziel gesteckt, die CGMs an allen Standorten bis 2025 anhand der UN-Wirksamkeitskriterien für außergerichtliche Beschwerdemechanismen zu bewerten. Die CGM-Bewertungen dienen dazu, die Wirksamkeit der bestehenden Prozesse und Praktiken zu überprüfen und praktische Verbesserungsmaßnahmen zu ermitteln. Im Rahmen dieser Bewertungen werden interne und externe Interessenträger:innen unter anderem in Form von Interviews zur aktuellen Leistung der CGMs und zu eventuell erforderlichen Verbesserungen befragt. Die wichtigsten Erkenntnisse (z. B. wesentliche Stärken, Bereiche mit Verbesserungsbedarf und vorgeschlagene Maßnahmen) sind im CGM-Bewertungsbericht enthalten. Die Aktionspläne werden vom lokalen Management umgesetzt und von der Konzernfunktion Community Relations & Development überwacht. CGM-Bewertungen wurden bisher im OMV Geschäftsbereich Energy in Österreich, Tunesien, Neuseeland und Malaysia sowie in den Raffinerien Schwechat und Burghausen und an den Standorten von OMV Petrom durchgeführt. Um eine kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten, setzen wir derzeit die auf den Ergebnissen basierenden Folgemaßnahmen um. Die bereits bewerteten Standorte repräsentieren 89% aller im Jahr 2024 bei OMV eingegangenen Beschwerden. Die CGM-Bewertungen sind ein fortlaufender Prozess und beziehen sich auf unsere aktuellen globalen Geschäftsaktivitäten, wobei der Schwerpunkt auf den Gemeinschaften in der Nähe unserer Betriebe liegt. Mehr über unsere CGMs finden Sie im Abschnitt Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die betroffene Gemeinschaften Bedenken äußern können. Sozialinvestitionen [MDR-A 68a, 68b, 68c] [S3-4.32c] [S3-4.AR 25b, AR 25c] OMV hat für seine Aktivitäten, die monetäre oder nicht monetäre Unterstützung und über das Kerngeschäft hinausgehende Maßnahmen umfassen und einen Beitrag zum sozialen Wohlergehen und zum Fortschritt der Gesellschaft im Allgemeinen leisten sollen, den Oberbegriff „Sozialinvestitionen“ definiert. Unsere Sozialinvestitionen (einschließlich Projekten zur Entwicklung von Gemeinschaften), die sich an unserer Nachhaltigkeitsrichtlinie orientieren, zielen darauf ab, einen langfristigen gesellschaftlichen Wert für die lokalen Gemeinschaften zu schaffen, die von unserer Geschäftstätigkeit betroffen sind. Wir bemühen uns, die negativen Auswirkungen zu mildern sowie die positiven Auswirkungen zu erweitern, indem wir Konsultationen von Interessenträger:innen und die Ermittlung des Bedarfs von Gemeinschaften in diesen laufenden Prozess einbeziehen. Unsere Community-Relations-Prozesse und -Projekte helfen uns, auf gegenseitigem Vertrauen und Respekt begründete Beziehungen zwischen OMV und betroffenen Gemeinschaften aufzubauen. So können wir unsere gesellschaftliche Akzeptanz aufrechterhalten und Win-win-Situationen für alle schaffen. Wir verfolgen die Wirksamkeit der Ergebnisse mithilfe der „Input, Output, Outcome, Impact“-(IOOI-)Methode. Dank maßgeschneiderter Fragebögen von Projektteilnehmer:innen gewinnen wir Erkenntnisse und können die Qualität sozialer Projekte bewerten. Das hilft uns, den Erfolg unserer Bemühungen zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen effektiv zu messen. Durch unsere Sozialinvestitionsprojekte erreichten wir im Jahr 2024 1,1 Mio Begünstigte (2023: 1 Mio) und investierten EUR 36,1 Mio (2023: EUR 45,2 Mio). Investitionen im Jahr 2024 nach den wichtigsten SDGs und nach Begünstigten Investitionen in die Entwicklung von Gemeinschaften [MDR-A 68a, 68b, 68c] [S3-4.32c] Investitionen in die Entwicklung von Gemeinschaften werden immer auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmt und nach Absprache mit den lokalen Interessenträger:innen sowie unter Berücksichtigung länderspezifischer Prioritäten in Bezug auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals; SDGs) getätigt. Wir konzentrieren uns auf Projekte, die das Potenzial haben, langfristigen gesellschaftlichen Wert zu generieren und das Leben der Begünstigten nachhaltig zu verändern. Community- und Sozialinvestitionen erfolgen in Übereinstimmung mit den SDGs und den bei den Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfungen identifizierten Bedürfnissen der betroffenen Gemeinschaften oder mit breiter gefassten gesellschaftlichen Prioritäten (z. B. durch Konsultation des Social Progress Index49). Unser Ziel ist die Implementierung unserer Projekte in Partnerschaft mit lokal aktiven Interessenträger:innen oder NGOs, um eine maximale soziale Rendite unserer Investitionen sicherzustellen. Wir setzen unsere Projekte zur Entwicklung von Gemeinschaften in Form von Investitionen um und erwarten daher, dass jedes Projekt für lokale Gemeinschaften oder die Gesellschaft im weiteren Sinne gewinnbringend ist. Dazu gehört häufig auch der Wissenstransfer, bei dem es darum geht, die fachlichen Kompetenzen von potenziellen neuen Arbeitnehmer:innen bzw. Geschäftspartner:innen auf lokaler Ebene zu erweitern. Eine konsistente Kommunikation gewährleistet einen einheitlichen strategischen Ansatz und unterstützt die Ziele, die sich OMV hinsichtlich seiner sozialen Verantwortung gesetzt hat. OMV hat drei Schwerpunktbereiche für seine Community- und Sozialinvestitionen definiert:  Zugang zu Grundversorgungsleistungen:  Bildung, Unternehmertum und Beschäftigung:  Klimaschutz und kreislauforientiertes Ressourcenmanagement: Zusätzlich zu den vom Konzern definierten Prioritäten legen einzelne Länder oder Tochtergesellschaften auch für sie spezifische Prioritäten fest. So wurden etwa vom Borealis Social Fund drei Bereiche sozialen Engagements definiert, die zu den SDGs 14, 6, 7 und 4 beitragen. Beim ehrenamtlichen Engagement von Unternehmen geht es um eine Reihe unterschiedlicher Aktivitäten, die ergriffen werden, um positive Auswirkungen für betroffene Gemeinschaften zu erzielen. Die Arbeitnehmer:innen von OMV werden dazu ermutigt, persönlich an Nachhaltigkeitsinitiativen teilzunehmen, auch durch ehrenamtliches Engagement. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, sich aktiv für verantwortungsvolles und nachhaltiges Handeln einzusetzen, und unterstützen das Engagement unserer Arbeitnehmer:innen bei gemeinnützigen Partnerorganisationen. Konzernweite ehrenamtliche Tätigkeiten, die mit spezifischen Zielen in Einklang stehen, sind Teil unserer Community- und Sozialinvestitionen. S3-5 Ziele im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften [S3-5.39a, 39b] Zur Adressierung der negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit den sozialen Risiken, die sich aus der Geschäftstätigkeit von OMV ergeben, der potenziellen Störung von Kulturerbestätten indigener Völker und anderer Gemeinschaften durch unsere Geschäftsentwicklung und dem Versäumnis, Gemeinschaften zu konsultieren oder zugängliche Beschwerdekanäle bei Problemen im Zusammenhang mit Sicherheitsvorfällen oder Umweltverschmutzung einzurichten, haben wir uns zwei Ziele gesetzt. Das erste besteht darin, sicherzustellen, dass 100% der an unseren Standorten vorhandenen Community-Beschwerdemechanismen (CGMs) anhand der UN-Wirksamkeitskriterien bewertet sind, um so die negativen Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften, die in der Nähe unserer Standorte leben, zu verringern. Das zweite Ziel konzentriert sich darauf, die positiven Auswirkungen von OMV auf diese Gemeinschaften durch strategische Investitionen in die Gemeinschaften zu verstärken. Dabei handelt es sich um freiwillige Beiträge oder Maßnahmen von OMV zur Unterstützung von Gemeinschaften in ihren Tätigkeitsbereichen, um auf lokale Bedürfnisse einzugehen und das Leben der Menschen zu verbessern, während gleichzeitig eine Verbindung zum Geschäft von OMV aufrechterhalten wird. Community-Beschwerdemechanismen an allen Standorten nach den UN-Wirksamkeitskriterien überprüft [S3-5.39] [S3-5.41] [MDR-T-80a-80j] [MDR-T-80a] Im Code of Conduct von OMV verpflichten wir uns vollumfänglich zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und beziehen lokale Gemeinschaften ein, wenn wir diesbezügliche Aktivitäten planen und umsetzen. Unser Ansatz zum Umgang mit Beschwerden von betroffenen Gemeinschaften konzentriert sich darauf, positive Beziehungen mit ihnen und mit den potenziell von unserer Geschäftstätigkeit Betroffenen zu schaffen und aufrechtzuerhalten, Probleme außergerichtlich zu lösen und bei Bedarf Zugang zu entsprechenden Lösungen zu bieten. 2025 100% Community-Beschwerdemechanismus aller Standorte nach den UN-Wirksamkeitskriterien überprüft 2030 100 % Community-Beschwerdemechanismus aller Standorte nach den UN-Wirksamkeitskriterien überprüft Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Neun definierte Anlagen in den Geschäftsbereichen Upstream, Raffinerie und Power, die sich zu 100% unter der Betriebsführerschaft bzw. im Mehrheitsbesitz von OMV befinden (der Umfang kann sich je nach Betriebsführerschaft bzw. aufgrund von Veräußerungen ändern) Nicht im Umfang enthalten Nicht von OMV betriebene bzw. nicht mehrheitlich im Besitz von OMV befindliche Anlagen/Unternehmen; das Chemiegeschäft ist derzeit nicht im Umfang enthalten. Wir werden das Ziel nach 2025 überprüfen, um es im Zuge der Erweiterung unserer JV-Beschwerdekanäle anzupassen oder neu zu definieren. Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2018 Bezugswert 0 [MDR-T-80f] Zwischen 2015 und 2017 wurde der Community-Beschwerdemechanismus (CGM) an den vorgelagerten Geschäftsstandorten (jetzt Energy), in den Kraftwerken und in den Raffinerien von OMV eingeführt. Seit 2018 ist er bei OMV Energy, in den drei OMV Raffinerien (Schwechat in Österreich, Burghausen in Deutschland und Petrobrazi in Rumänien) und in zwei Kraftwerken (Samsun in der Türkei und Brazi in Rumänien) voll funktionsfähig. OMV hat sich das Ziel gesteckt, 80% der CGMs an allen Standorten bis 2020 und 100% bis 2030 anhand der UN-Wirksamkeitskriterien für außergerichtliche Beschwerdemechanismen zu bewerten. Gemäß den UN-Wirksamkeitskriterien muss der Beschwerdemechanismus legitim, zugänglich, berechenbar, ausgewogen, transparent, rechtekompatibel und eine Quelle kontinuierlichen Lernens sein sowie auf Dialog und Austausch aufbauen. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde von Group Sustainability mit Unterstützung eines externen Beratungsunternehmens vorgeschlagen. Das vorgeschlagene Ziel wurde dann in internen Sitzungen mit den relevanten Unternehmensfunktionen wie Group Strategy, Finance und HSSE diskutiert. Es wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat genehmigt. [MDR-T-80i] OMV hat keine Änderungen an diesem Ziel und den damit verbundenen Kennzahlen oder Methoden vorgenommen. Stand 2024: [MDR-T-80j] 89%50 der Community-Beschwerdemechanismen an allen Standorten nach den UN-Wirksamkeitskriterien überprüft. Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. Verwendung von mindestens 1% des den Aktionär:innen des Mutterunternehmens zuzurechnenden Jahresüberschuss des Konzerns des Vorjahres für soziale Investitionen um soziale Ziele zu erreichen [S3-5.39] [S3-5.41] [MDR-T-80a-8080j] [MDR-T-80a] Im Code of Conduct von OMV verpflichten wir uns vollumfänglich zu den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Da wir uns der sozialen Auswirkungen, die die Energiewende mit sich bringt, bewusst sind, ist OMV bestrebt, zu einer gerechten Gestaltung des Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft für die lokalen Gemeinschaften beizutragen („Just Transition“) und sich mit den sozialen und wirtschaftlichen Folgen auseinanderzusetzen, die aus diesem Übergang resultieren. Indem wir unsere potenziellen Auswirkungen auf die lokalen Gemeinden, in denen wir tätig sind, anerkennen, ist es unser Ziel, positive Beziehungen zu diesen Gemeinden zu fördern und aufrechtzuerhalten. OMV hat sich zur Durchführung von Projekten zur Entwicklung von Gemeinschaften verpflichtet, die die lokalen Bedürfnisse erfüllen sowie einen Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen leisten. Dieses Ziel konzentriert sich auf die Verringerung der negativen und die Förderung der positiven Auswirkungen auf die betroffenen Gemeinschaften. 2030 OMV verwendet 2,4% des den Aktionär:innen des Mutterunternehmens zuzurechnenden Jahresüberschusses des Vorjahres für Investitionen in soziale Ziele. Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. Relatives Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Alle Anlagen auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz aller OMV Geschäftsbereiche Nicht im Umfang enthalten Ohne Sport- und Kultursponsoring sowie Managementkosten Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2020 Bezugswert in EUR Mio 16,8 [MDR-T-80f] Als Ergebnis eines 2020 durchgeführten internen Benchmarkings entwickelten wir 2021 in Abstimmung mit der Finanzabteilung des Konzerns einen KPI auf Konzernebene. Diese KPI basiert auf dem den Aktionär:innen des Mutterunternehmens zuzurechnenden Jahresüberschuss des Vorjahres. Das Ziel wurde in Übereinstimmung mit der OMV Strategie 2030 definiert, die vollständig in die strategische und mittelfristige Planung von OMV zur Erhöhung der Sozialinvestitionen integriert ist. Wir werden das Ziel in regelmäßigen Abständen überprüfen, um es an wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Veränderungen anzupassen oder neu zu definieren. [MDR-T-80h] Das Ziel wurde von Group Sustainability mit Unterstützung eines externen Beratungsunternehmens vorgeschlagen. Das vorgeschlagene Ziel wurde dann in internen Sitzungen mit den relevanten Unternehmensfunktionen wie Group Strategy, Finance und HSSE diskutiert. Es wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat genehmigt. [MDR-T-80i] Die Ziele und die dazugehörigen Kennzahlen oder Methoden wurden im Berichtsjahr nicht aktualisiert. Stand 2024: [MDR-T-80j] Wir verwendeten 2,4% des den Aktionär:innen des Mutterunternehmens zuzurechnenden Jahresüberschusses des Vorjahres für Investitionen in soziale Ziele. Das Ziel wird vierteljährlich überwacht und jährlich überprüft. [S3-5.42a, 42b, 42c] Der Zielsetzungsprozess für beide unserer Ziele umfasst eine umfassende Bewertung unserer aktuellen Leistung, die Identifizierung der wichtigsten Bereiche mit Verbesserungsbedarf sowie ausführliche Konsultationen mit den Geschäftsbereichen, HSSE-Fachexpert:innen, dem Senior Management und unserem Vorstand. Obwohl wir uns nicht direkt mit den betroffenen Gemeinschaften oder ihren Vertreter:innen ausgetauscht haben, wurde das Ziel in dem Bewusstsein festgelegt, dass Menschenrechtsprüfungen unerlässlich sind, um tatsächliche oder potenzielle Auswirkungen auf die Rechte der Betroffenen (einschließlich der betroffenen Gemeinschaften) sowie damit verbundene Geschäftsrisiken zu ermitteln und entsprechend zu behandeln. Um realistische Ziele zu setzen, wurde ein Benchmarking mit Branchenstandards durchgeführt. Wir überprüfen die Leistung in Bezug auf dieses Ziel jährlich. Die Zahlen im Jahresvergleich geben Aufschluss über die Wirksamkeit dieser Maßnahme. Dieses Ziel hängt zum Großteil von dem den Aktionär:innen des Mutterunternehmens zuzurechnenden Jahresüberschuss des Vorjahres ab. Unternehmensspezifische Kennzahlen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften Daten zu betroffenen Gemeinschaften [GRI 203-1] [GRI 11.15.4] [GRI 410-1] [S3-1.17] [S3-4.36] [Freiwillig] [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77c] Einheit 2024 2023 Gesamtbetrag der Community- und Sozialinvestitionen EUR Mio 36,1 45,2 Anzahl der Begünstigten Anzahl in Mio 1,1 1,0 Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter Anzahl 1.625 2.471 In Menschenrechten geschulte Sicherheitskräfte % 61,9 n.a. Aktuelle Produktionsanlagen, die Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften erforderten Anzahl 16 n.a. Aktuelle Produktionsanlagen, die Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften erforderten % 84 n.a. Gesamtzahl der in der Konsultationsphase befindlichen Entwicklungsprojekte Anzahl 5 5 Entwicklungsprojekte in der Konsultationsphase % 56 38 Externe Beschwerden insgesamt Anzahl 733 732 davon eingegangene Beschwerden über Auswirkungen auf die Gesellschaft Anzahl 500 494 davon insgesamt gelöst Anzahl 432 432 davon eingegangene Beschwerden über Auswirkungen auf die Umwelt Anzahl 233 238 davon insgesamt gelöst Anzahl 196 178 Durch Abhilfemaßnahmen gelöste Beschwerden 1 Anzahl 220 n.a. Schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften Anzahl 0 n.a. Gemeldete Fälle der Nichteinhaltung internationaler Standards in Bezug auf betroffene Gemeinschaften2 Anzahl 0 n.a. 1 2024 wurden 35% der gelösten Beschwerden durch Abhilfemaßnahmen gelöst. 2 Für Borealis ist der Ansatz zur Definition dieser Kennzahl anders und die Zahlen weichen von den Zahlen der OMV-Gruppe ab. Weitere Informationen finden Sie im Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Kennzahlen für betroffene Gemeinschaften werden von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [MDR-M.77d] Währung gilt nur für Community- und Sozialinvestitionen. [GRI 203-1] [MDR-M.77a] Der Gesamtbetrag der Community- und Sozialinvestitionen bezieht sich auf die Summe der tatsächlichen Investitionen zum Jahresende für die durchgeführten Sozial- und Community-Projekte. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Die Anzahl der Begünstigten bezieht sich auf die Gesamtzahl der Personen, die direkt von den durch Sozialinvestitionsprojekte bereitgestellten Dienstleistungen, Ressourcen und Schulungen profitiert haben. [Freiwillig] [MDR-M.77a] Die Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter bezieht sich auf die Gesamtzahl der OMV Arbeitnehmer:innen, die mit ihrer Zeit, ihren Fähigkeiten und ihrem Einsatz die Aktivitäten eines Sozial- oder Community-Projekts unterstützen. [GRI 410-1] [MDR-M.77a] In Menschenrechten geschulte Sicherheitskräfte: Der Prozentsatz wird mit Vorbehalt auf der Grundlage einer von lokalen Sicherheitsmanager:innen erstellten Excel-Datei gemessen. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Aktuelle Produktionsanlagen, die Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften erforderten: Gesamtzahl der aktuellen Produktionsanlagen im Geschäftsbereich Energy, die eine Konsultation mit Gemeinschaften erforderten. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Aktuelle Produktionsanlagen, die Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften erforderten: Der Prozentsatz errechnet sich aus der Gesamtzahl der aktuellen Produktionsanlagen im Geschäftsbereich Energy, die eine Konsultation mit Gemeinschaften erforderten/Gesamtzahl aller aktuellen Produktionsanlagen x 100. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Gesamtzahl der in der Konsultationsphase befindlichen Entwicklungsprojekte: die Anzahl der Entwicklungsprojekte im Geschäftsbereich Energy während des Berichtszeitraums, die Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften haben. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Entwicklungsprojekte in der Konsultationsphase: Der Prozentsatz errechnet sich aus der Gesamtzahl der Entwicklungsprojekte im Geschäftsbereich Energy, die eine Konsultation mit Gemeinschaften erforderten/Gesamtzahl aller Entwicklungsprojekte x 100. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Externe Beschwerden insgesamt: Summe aller über die Community-Beschwerdemechanismen eingegangenen Beschwerden. ● [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Davon eingegangene Beschwerden über Auswirkungen auf die Gesellschaft: Summe aller Beschwerden in Bezug auf gesellschaftliche Themen (z. B. Menschenrechte, Geruch, Lärm), die über die Community-Beschwerdemechanismen eingegangen sind. ● [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Davon eingegangene Beschwerden über Auswirkungen auf die Umwelt: Summe aller Beschwerden in Bezug auf Umweltthemen (z. B. Verschmutzung, Ölaustritte), die über die Community-Beschwerdemechanismen eingegangen sind [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a Davon insgesamt gelöst: Summe der über die Community-Beschwerdemechanismen eingegangenen Beschwerden, die innerhalb eines bestimmten Berichtszeitraums bearbeitet und gelöst wurden. [GRI 11.15.4] [MDR-M.77a] Durch Abhilfemaßnahmen gelöste Beschwerden: Summe aller Beschwerden, die über die Community-Beschwerdemechanismen eingegangen sind und durch Abhilfemaßnahmen (z. B. Entschädigung, Rehabilitation) gelöst wurden. [S3-4.36] [MDR-M.77a] Schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit betroffenen Gemeinschaften bezieht sich auf die Anzahl solcher Vorfälle, die an unsere Community-Beschwerdemechanismen gemeldet wurden, sowie auf Rechtsfälle. Wir haben den Schweregrad von Menschenrechtsverletzungen anhand der Kategorien Ausmaß (z. B. Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Menschenhandel), Umfang (eine erhebliche Anzahl von Menschen ist betroffen) und Unumkehrbarkeit (schwer oder gar nicht zu beheben) definiert, wobei jede dieser Kategorien für sich genommen schwerwiegende Auswirkungen haben kann. [S3-1.17][MDR-M.77a] Gemeldete Fälle der Nichteinhaltung internationaler Standards in Bezug auf betroffene Gemeinschaften: Im Berichtsjahr wurden keine Fälle der Nichteinhaltung internationaler Standards gemeldet. Information zur Governance 406–448 G1 – Unternehmenskultur, Geschäftsethik sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung 407 G1 – Beziehungen zu Lieferant:innen 423 (Unternehmensspezifisch) Cybersicherheit 431 (Unternehmensspezifisch) Wirtschaftliche Auswirkungen 438 Der Abschnitt Governance behandelt den strategischen Schwerpunktbereich „Ethische Geschäftspraktiken“, der die folgenden wesentlichen Themen umfasst: „Unternehmenskultur“, „Geschäftsethik sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung“, „Beziehungen zu Lieferant:innen“, „Cybersicherheit“ und „Wirtschaftliche Auswirkungen“. Ethische Geschäftspraktiken OMV schafft in zahlreichen Ländern weltweit direkten und indirekten wirtschaftlichen Wert (einerseits beispielsweise durch Steuern, andererseits z. B. durch regionalen Einkauf, was der Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort zugutekommt). Daher ist es unerlässlich, dass wir an allen unseren Standorten nach internationalen ethischen Standards handeln und diese entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette durchsetzen. Unethisches Verhalten, wie etwa Korruption, ist ein Hemmschuh für wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung. G1 Unternehmenskultur, Geschäftsethik sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung Wesentliches Thema: G1 Unternehmensführung Wesentliche Unterthemen: G1-1 Unternehmenskultur, G1-1 Geschäftsethik, G1-1 Schutz von Hinweisgeber:innen (Whistleblowers) und G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung Pflege einer Unternehmenskultur, die Innovation, Nachhaltigkeit, Integrität, Transparenz und ein förderliches Arbeitsumfeld priorisiert, sowie Einhaltung von Richtlinien zur Korruptionsbekämpfung und anderen gesetzlichen Vorgaben Relevante SDGs: SDG-Ziel: 16.5 Korruption und Bestechung in allen ihren Formen erheblich reduzieren Unternehmenskultur [G1-1.9] Unsere Unternehmenskultur ist in unseren zentralen Werten verankert: „We care“, „We’re curious“ und „We progress“. Wir handeln achtsam und sind uns der Auswirkungen unseres Tuns stets bewusst. Wir zeigen Respekt, äußern offen unsere Meinung und agieren verantwortungsvoll gegenüber anderen, unseren Kund:innen und der Umwelt. Wir nehmen neue Sichtweisen an und lernen dadurch, dass wir alle einbeziehen, Fragen stellen, unser Wissen teilen und den Mut haben, Neues auszuprobieren. Wir entwickeln uns weiter, ergreifen die Initiative, vertrauen einander und spornen uns gegenseitig an. So können wir mutige Entscheidungen treffen und unsere Ergebnisse sicher und schnell erzielen. Diese Werte stärken unsere Kultur und signalisieren, was uns wichtig ist. Der Aufbau einer Unternehmenskultur, die auf diesen Werten basiert, verschafft uns einen Wettbewerbsvorteil, ermöglicht neue, verbesserte Arbeitsweisen und führt uns in eine erfolgreiche, nachhaltige Zukunft. Wir integrieren unsere Werte in alles, was wir tun – von der Art und Weise, wie wir unsere Meetings abhalten, bis hin zu der Art und Weise, wie wir mit anderen außerhalb unserer Teams in Kontakt treten. Zudem beziehen wir externes Gedankengut in das Unternehmen ein. Unsere Werte sind auch Teil unserer HSSE- und Wohlfühlprogramme. Mit unseren Vorschriften, Maßnahmen und Ressourcen wollen wir eine gesunde Unternehmenskultur mit einem hohen Maß an Integrität aufrechterhalten. Wir geben allen Arbeitnehmer:innen Leitlinien für das erwartete Verhalten bei OMV und den Umgang mit unseren Interessenträger:innen an die Hand. Ethisches und integres Handeln ist ein grundlegender Bestandteil der Unternehmenskultur von OMV und leitet die Entscheidungsfindungsprozesse auf allen Ebenen unserer Organisation. Wir sind bestrebt, unsere täglichen Entscheidungen auf der Grundlage unserer ethischen Standards zu treffen, da uns bewusst ist, dass Vertrauen und Integrität wesentliche Werte für ein Unternehmen sind. [G1-1.7] Um unsere Unternehmenskultur zu fördern und die Integration unserer Werte zu beurteilen, tauschen wir uns regelmäßig mit unseren Arbeitnehmer:innen über verschiedene Initiativen und Feedback-Mechanismen aus, wie zum Beispiel über die jährliche Pulse-Check-Umfrage, Schulungsprogramme und interne Kommunikationskanäle wie unser Intranet. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Werte tief verankert sind und sich in unseren täglichen Aktivitäten und langfristigen strategischen Zielen widerspiegeln. Dieser Ansatz steht im Einklang mit unserer Transformationsstrategie und fördert ein Umfeld, in dem innovatives, ethisches und verantwortungsbewusstes Verhalten gedeiht. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Werte aufrechterhalten und weiterentwickelt werden, um neue Herausforderungen und Chancen zu bewältigen und unsere Mission des nachhaltigen Erfolgs zu unterstützen. Geschäftsethik sowie Korruptions- und Bestechungsbekämpfung OMV wird nach dem Verhalten unserer Arbeitnehmer:innen beurteilt. Eine nachhaltige und ethische Art und Weise, die Geschäfte zu führen, ist für OMV entscheidend. Nur so können wir langfristig Wert schaffen und Werte sichern sowie vertrauensvolle Partnerschaften aufbauen. Gleichzeitig gelingt es uns, Kund:innen sowie die besten Lieferant:innen, Investor:innen und Arbeitnehmer:innen zu gewinnen. Unser Anspruch ist, den strengsten gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, wie etwa im Bereich der Korruptionsbekämpfung oder im Steuerrecht. Gleichzeitig achten wir auf Transparenz und wollen eine gute Corporate Governance umsetzen, um ethisch korrektes Verhalten sicherzustellen. Die Grundsätze guter Corporate Governance sind ein Schlüsselelement für unser nachhaltiges Wachstum, die Steigerung des langfristigen Werts für unsere Aktionär:innen sowie die Stärkung des Vertrauens unserer Interessenträger:innen.51 Der OMV Konzern hat seinen Hauptsitz in Österreich, einem Land mit hohen Geschäftsethikstandards. Wir sind jedoch auch in mehreren Staaten im Mittleren Osten, in Nordafrika, Asien-Pazifik, Nord- und Südamerika und Europa tätig, die der Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index; CPI) von Transparency International als Hochrisikoländer einstuft. Wir streben danach, branchenspezifische Bestechungs- und Korruptionsrisiken zu vermeiden. Auch unsere Reputation ist uns sehr wichtig. Deshalb legen wir größten Wert darauf, die einheitliche Einhaltung unserer Geschäftsethikstandards überall sicherzustellen, wo wir tätig sind. [G1-1.7a] [G1-1.9] Die Einhaltung von Ethikstandards ist ein nicht verhandelbarer Wert, der vor allen Geschäftsinteressen Priorität hat. Die absolute Verbindlichkeit dieses Ziels gilt auf allen Ebenen des OMV Konzerns – vom Topmanagement bis zu den einzelnen Arbeitnehmer:innen. Von unseren Geschäftspartner:innen erwarten wir dasselbe Verständnis von und dieselbe Verpflichtung zu ethischen Standards. Jede geschäftliche Aktivität – von der Planung der Geschäftsstrategie bis zum Tagesgeschäft – wird an der Einhaltung von Ethikstandards wie dem Code of Conduct, dem Code of Business Ethics und der Ethics & Integrity Policy gemessen. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > Spezifische Richtlinien und Verpflichtungen. [G1-1.10b] OMV hat den Global Compact der Vereinten Nationen (UN) unterzeichnet. Wir sind der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit mit unserem Wertesystem und einem prinzipienbasierten Geschäftsansatz beginnt. Von unseren Geschäftspartner:innen erwarten wir dasselbe Verständnis von und dieselbe Verpflichtung zu ethischen Standards. Unter dem strategischen Schwerpunktbereich „Ethische Geschäftspraktiken“ haben wir unsere Verpflichtungen und Maßnahmen im Hinblick auf die Integrität unserer Arbeitnehmer:innen und Geschäftspartner:innen zusammengefasst. Die Etablierung einer Kultur der Integrität ist grundlegend für die weitere Unterstützung der UN-Agenda für nachhaltige Entwicklung: Wir fördern beispielsweise die lokale Entwicklung der Wirtschaft durch regionalen Einkauf und stellen sicher, dass unser öffentliches Engagement und die Zusammenarbeit mit unseren Lieferant:innen im Einklang mit den Klimaverpflichtungen von OMV stehen. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) OMV unterstützt ein positives Arbeitsumfeld durch die Förderung von Inklusion, Integrität, ethischen Praktiken und Transparenz in seinen Geschäftstätigkeiten. Durch die Schaffung eines sicheren und leicht zugänglichen Whistleblowing-Kanals sorgt OMV für die Förderung dieser Werte. Diese starke Unternehmenskultur ermöglicht es OMV, ein führender Arbeitgeber in der Branche zu bleiben, ein positives Arbeitsumfeld zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen. Bei OMV sind Compliance und ethisches Engagement auf allen Konzernebenen verankert, und wir erwarten, dass unsere Geschäftspartner:innen das gleiche Verständnis und Engagement für ethische Standards haben. OMV betreibt ein ehrgeiziges, gut etabliertes und ausgereiftes Compliance-Programm für den gesamten Konzern, das im internationalen Branchenvergleich auf dem neuesten Stand ist. Aufgrund der derzeitigen soliden Handhabung der Compliance im gesamten Konzern wurden die Korruptions- und Bestechungsbekämpfung auf Konzernebene unterhalb der Wesentlichkeitsschwelle bewertet. Für Borealis, eine voll konsolidierte Tochtergesellschaft des OMV Konzerns, sind diese Themen jedoch aufgrund ihres spezifischen betrieblichen Kontextes wesentlich. Borealis ist in verschiedenen Branchen tätig, unter anderem in der Automobilindustrie, im Energiesektor, im Infrastrukturbereich, im Gesundheitswesen und in der Konsumgüterindustrie. Das Unternehmen ist in 120 Ländern vertreten und steht damit vor vielfältigen Herausforderungen in Bezug auf ethische Geschäftspraktiken, was das potenzielle Risiko von Bestechung und Korruption in seiner Wertschöpfungskette erhöht. Um diesen wesentlichen Auswirkungen und Risiken zu begegnen, hat Borealis Maßnahmen zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung in seine Ethikrichtlinie aufgenommen und sich nach ISO 37301 und ISO 37001 zertifizieren lassen. ESRS-2 GOV-1 Governance [ESRS 2-GOV-1-5a, 5b] [G1-3.21c] Die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane von OMV sind von entscheidender Bedeutung für die Sicherstellung eines ethischen Geschäftsverhaltens im Konzern. Der Vorstand legt die ethischen Standards von OMV fest und hält diese aufrecht, während sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat die oberste Verantwortung für die Sicherstellung des ethischen Verhaltens von OMV bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Wertschöpfung tragen. Die Mitglieder dieser Gremien verfügen über fundierte Kenntnisse in Fragen der Unternehmenspolitik, da sie vom Compliance-Team umfassend zu allen relevanten Compliance-Themen geschult werden. Dazu gehört auch, dass die Mitglieder des Vorstands Teil der Zielgruppe des E-Learning-Programms für Geschäftsethik und der Onboarding-Schulungen zum Thema Compliance sind. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Meetings mit dem Gesamtvorstand und jedem einzelnen Vorstandsmitglied, regelmäßige Sitzungen des Prüfungsausschusses mit dem Aufsichtsrat sowie Meetings mit dem:der Aufsichtsratsvorsitzenden, bei denen Compliance-Belange berichtet und erörtert werden. Die Zuständigkeit für das Management der IROs im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Auswirkungen und Geschäftsgrundsätzen ist nicht zentral angesiedelt, sondern über verschiedene Abteilungen verteilt. So wird zum Beispiel unser Compliance-Management-System konzernweit durch die Zusammenarbeit zwischen zentralen Managementfunktionen und lokalen Verantwortlichen in allen Ländern umgesetzt, in denen OMV tätig ist. Das Thema Steuern und die damit verbundenen Risiken werden von der Steuerabteilung (Teil des Konzernbereichs Finanzen) betreut und vom:von der CFO und dem Aufsichtsrat überwacht. Mit der Einhaltung der Steuervorschriften im Allgemeinen sind die Finanzmanager:innen befasst. Auf Ebene der Rechtspersönlichkeiten sind dafür lokale Steuerverantwortliche, gemeinsam genutzte Dienstleistungszentren oder externe Steuerberatungsunternehmen zuständig. Die Tax-Compliance-Funktionen und -Abteilungen berichten an den:die CFO von OMV. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Wirtschaftliche Auswirkungen. Die Verantwortung für die Definition und Verankerung unserer Unternehmenskultur im Unternehmen liegt beim „People & Culture“-(P&C-)Team, das direkt an den:die Senior Vice President (SVP) P&C des OMV Konzerns berichtet. Die endgültige Genehmigung der Werte und Richtlinien, die unsere Unternehmenskultur bestimmen, liegt beim Vorstand. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt > S1 Arbeitskräfte des Unternehmens. Die Unternehmensleitung verpflichtet sich, einen ethischen, von Vertrauen und Integrität geprägten Standard in unserem Tagesgeschäft zu etablieren und zu pflegen. Die Mitglieder unseres Senior Managements unterzeichnen eine Compliance-Erklärung, um zu bestätigen, dass ihr Verhalten dem Code of Business Ethics entspricht. Neue Mitglieder des Senior Managements werden überdies zu Beginn ihrer Tätigkeit vom Compliance-Team persönlich über die Integritätsstandards von OMV informiert. Darüber hinaus müssen alle Führungskräfte und Arbeitnehmer:innen in besonders exponierten Positionen einmal im Jahr eine Erklärung zu Interessenkonflikten und zur Einhaltung der Geschäftsethik unterzeichnen G1-1 Spezifische Richtlinien52 und Verpflichtungen Code of Conduct [G1-3.18c] [G1-1.7] [G1-1.9] [MDR-P 65a] Um unsere Verpflichtung zur geschäftlichen Integrität deutlich zu machen, hat OMV einen Code of Conduct53 eingeführt, der die erforderlichen Standards ebenso wie die hohen Erwartungen unserer Aktionär:innen berücksichtigt. Der Code of Conduct bringt die Werte von OMV zum Ausdruck und definiert, was es für OMV bedeutet, seine Geschäfte auf verantwortungsvolle Art und Weise unter besonderer Beachtung von ethischen und rechtlichen Standards zu führen. Mit dieser übergreifenden Richtlinie verpflichten wir uns, ein positives Arbeitsumfeld zu fördern, indem wir Integrität, ethische Praktiken und Transparenz in unserer Geschäftstätigkeit stärken und sicherstellen, dass unsere Werte eine Kultur der Compliance und Ethik unterstützen. [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. People & Culture (P&C) Ethics Policy [MDR-P 65a] Die P&C Ethics Policy zur Nichtdiskriminierung befasst sich mit der Bedeutung der wertorientierten Entscheidungsfindung von OMV und unserer Verpflichtung, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem alle Personen mit Respekt und Würde behandelt werden. Jede:r Einzelne hat das Recht, in einer professionellen Atmosphäre zu arbeiten, die die Chancengleichheit bei der Beschäftigung fördert und rechtswidrige diskriminierende Praktiken, einschließlich Belästigung, verbietet. Dieser Ansatz stärkt die Unternehmenskultur und fördert die Bindung, das Engagement und das Wohlbefinden der Beschäftigten. Ohne eine starke Unternehmenskultur besteht ein höheres Risiko für unethisches Verhalten, geringes Engagement und geringere Produktivität, was die Lebensqualität der Beschäftigten beeinträchtigen kann. Die Überwachung dessen erfolgt anhand der gegenüber unmittelbaren Vorgesetzten oder Mitgliedern der Abteilung P&C geäußerten Bedenken, der über den SpeakUp-Kanal eingegangenen Beschwerden sowie der an eine Ombudsstelle oder eigens eingerichtete lokale Ausschüsse herangetragenen Anliegen [MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf Einzelheiten zu dieser Richtlinie werden, sofern nicht anders angegeben, der wesentlichen Inhalte, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt > S1 Arbeitskräfte des Unternehmens behandelt. Code of Business Ethics [MDR-P 65a] Der Code of Business Ethics gibt Richtlinien vor, wie Integrität, ethische Praktiken und Transparenz im Geschäftsumfeld gefördert werden können, damit alle Arbeitnehmer:innen in Bezug auf verantwortungsvolles Verhalten die höchsten Standards wahren. Er beschreibt, wie OMV seinen geschäftsethischen und rechtlichen Pflichten intern nachkommt, und definiert die Regeln und Prozesse im Zusammenhang mit Interessenkonflikten, Geschenken und Einladungen, Spenden- und Sponsoringaktivitäten, dem Umgang mit Vermittler:innen und Lobbyist:innen sowie anderen Rechtsbereichen wie Handelssanktionen, Geldwäsche oder fairen Wettbewerb. OMV hat auch Vorschriften zur Einhaltung des Kapitalmarktrechts, einschließlich der Verhinderung von Insiderhandel, eingeführt. Diese Vorschriften sind in einer separaten Richtlinie, dem Issuer Compliance Standard, enthalten. Der Überwachungsprozess ist im Abschnitt Compliance-Management-System beschrieben. Der Code of Business Ethics ergänzt die Whistleblowing-Richtlinie und hebt die positiven Auswirkungen der Förderung von Integrität und eines ethischen, transparenten Geschäftsumfelds durch einen sicheren und zugänglichen Kanal für die Meldung von Missständen hervor. Wir fordern von allen Parteien, mit denen wir Partnerschaftsvereinbarungen, wie beispielsweise Joint Ventures eingehen, die Einhaltung internationaler Geschäftsgrundsätze. Unternehmen, die Dienstleistungen für OMV erbringen (z. B. Lieferant:innen), müssen Verfahren zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption befolgen, die den Grundsätzen des OMV Code of Business Ethics und den OMV Geschäftsethikstandards gemäß dem Code of Conduct entsprechen. Die im Code of Business Ethics dargelegten Richtlinien werden durch eine Reihe organisatorischer Maßnahmen ergänzt. So müssen zum Beispiel Führungskräfte jedes Jahr allfällige Interessenkonflikte offenlegen oder bestätigen, dass es keine derartigen Konflikte gibt. Darüber hinaus müssen Führungskräfte und Arbeitnehmer:innen in besonders exponierten Positionen die Einhaltung der Regeln des Code of Business Ethics durch Unterzeichnung der Compliance-Erklärung bestätigen. Auch neue Arbeitnehmer:innen müssen die Regeln des Code of Business Ethics zur Kenntnis nehmen, sich ausdrücklich zur Einhaltung dieser Regeln verpflichten und bei ihrem Eintritt in OMV das E-Learning zu Geschäftsethik absolvieren. Ethisches und integres Handeln ist Teil der OMV Unternehmenskultur und leitet die Entscheidungsfindungsprozesse auf allen Ebenen unserer Organisation. Ergänzend zum Code of Business Ethics umreißt die Ethics & Integrity Policy mit ihren Grundsätzen für ethisches und integres Handeln das akzeptable und wünschenswerte Verhalten, das über die Einhaltung von Gesetzen und internen Vorschriften hinausgeht. [MDR-P 65b, 65c] Die höchste Ebene, die den Code of Business Ethics, die Ethics & Integrity Policy und die Whistleblowing-Richtlinie unterzeichnet, ist der Vorstand von OMV, der auch die rechtliche Verantwortung trägt. Die Verantwortung für die Umsetzung und Verwaltung der entsprechenden Prozesse und Richtlinien liegt beim:bei der SVP Internal Audit & Compliance. Diese Richtlinien gelten für alle Arbeitnehmer:innen in allen Ländern, in denen OMV tätig ist. Die in diesen Dokumenten festgelegten Vorgehensweisen und Prozesse werden bei jeder voll konsolidierten OMV Tochtergesellschaft umgesetzt und gelten für jede Person, die für OMV arbeitet. Sie werden über alle verfügbaren internen Kommunikationskanäle innerhalb der Organisation an alle Arbeitnehmer:innen kommuniziert und sind auch Teil der Compliance-Schulungen für OMV Arbeitnehmer:innen. [G1-1.9] [MDR-P 65d] Im OMV Code of Business Ethics sind unsere Null-Toleranz-Politik in Bezug auf Bestechung, Veruntreuung, Schmiergeldzahlungen, Betrug, Diebstahl und andere Formen der Korruption sowie Geldwäsche und das Verbot jeglicher Unterstützung politischer Parteien einschließlich Spenden festgeschrieben. Dieser Code entspricht den Standards der österreichischen und internationalen Antikorruptionsvorschriften, insbesondere dem Antikorruptionsübereinkommen der OECD und dem UK Bribery Act. OMV ist Unterzeichner des UN Global Compact und bekennt sich zu den Werten der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. Diese Leitsätze bringen die Erwartungen der Regierungen an verantwortungsvolles Verhalten von Unternehmen zum Ausdruck und decken sämtliche Schlüsselbereiche unternehmerischer Verantwortung ab, einschließlich Bestechung, Wettbewerb und Steuerwesen. OMV brachte auch eine eigene Richtlinie zu steuerlichen Aspekten heraus: die Tax Policy. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Wirtschaftliche Auswirkungen. [G1-1.7] [MDR-P 65e, 65f] OMV holt mit seinem standardisierten „Know Your Customer“-(KYC-)Fragebogen Informationen von seinen Geschäftspartner:innen ein, um das Risiko von Korruption, Geldwäsche, Sanktionen und anderen illegalen Verhaltensweisen bewerten zu können. Derartige Umfragen sind für OMV wichtig, um bei der Gestaltung und Weiterentwicklung des OMV Compliance-Management-Systems und der zugrunde liegenden Richtlinien und Verfahren die Erwartungen seiner Geschäftspartner:innen und Interessenträger:innen berücksichtigen zu können. Unser Code of Business Ethics und unsere Ethics & Integrity Policy legen die Verpflichtungen von OMV zu einem verantwortungsvollen und ethisch korrekten Geschäftsgebaren öffentlich dar. Diese Dokumente sind auf unserer Website öffentlich zugänglich. Innerhalb des Unternehmens werden diese Richtlinien im Intranet über interne Blogs, in Schulungen und über unsere Compliance-App kommuniziert. So stellen wir sicher, dass sich alle Arbeitnehmer:innen mit den Inhalten vertraut machen und diese auch richtig verstehen. Nach außen hin werden diese Richtlinien und ihre Bedeutung für die Geschäftstätigkeit von OMV in regelmäßigen Meetings und bei Vertragsverhandlungen mit lokalen Gemeinschaften und anderen externen Interessenträger:innen (z. B. Auftragnehmer:innen Lieferant:innen) kommuniziert. Ethics & Integrity Policy [G1-1.7] [G1-1.9] [MDR-P 65a, 65d] In der Ethics & Integrity Policy, die für alle Arbeitnehmer:innen von OMV gilt, sind die Grundsätze für ethisches und integres Handeln dargelegt. Diese Richtlinie soll als Leitfaden dafür dienen, wie die Geschäfte in OMV geführt werden und was über die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften hinaus als akzeptables oder wünschenswertes Verhalten angesehen wird. Sie ist zudem Teil der OMV Werte und untermauert den Wert „We care“. Unterstützend zur Ethics & Integrity Policy wurde ein Ethics & Integrity Committee eingerichtet, das sicherstellen soll, dass das Unternehmen seinen ethischen Werten und Verpflichtungen gerecht wird. Die in dieser Richtlinie enthaltenen Leitlinien zeigen auf, wie Integrität, ethische Praktiken und Transparenz im Geschäftsumfeld gefördert werden können, damit alle Arbeitnehmer:innen in Bezug auf verantwortungsvolles Verhalten die Standards von OMV wahren. Der Überwachungsprozess ist im Abschnitt Compliance-Management-System beschrieben. [MDR-P 65d] Durch die Umsetzung der Ethics & Integrity Policy bekräftigt OMV als Unterzeichner des United Nations Global Compact (UNGC) sein Engagement. [MDR-P 65b-65c, 65e-65f] In Bezug auf diese Richtlinie werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt > Code of Business Ethics behandelt. Whistleblowing-Richtlinie [G1-1.10a, 1.10e] [G1-1.10c-i, 10c-ii] Die positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit der sicheren Meldung von Fehlverhalten werden in der Whistleblowing-Richtlinie ausführlich behandelt und durch den Code of Business Ethics ergänzt. Whistleblowing spielt bei der Aufdeckung von Fehlverhalten eine wichtige Rolle. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt Integrity Platform: Schutz von Hinweisgeber:innen. [G1-1.7] [G1-1.9] [G1-1.10a] [MDR-P 65a] Unsere interne Whistleblowing-Richtlinie legt fest, wie unsere Arbeitnehmer:innen und externe Interessenträger:innen vertraulich und anonym Meldungen, insbesondere im Zusammenhang mit Korruption, Bestechungsgeldern, Interessenkonflikten und dem Wettbewerbs- oder Kapitalmarktrecht, vornehmen können. Die Richtlinie regelt zudem, wie derartige Fälle zu handhaben sind, und definiert einen besonderen Schutz für Hinweisgeber:innen gegen jegliche Form von Repressalien bei OMV. Dies umfasst sämtliche Handlungen oder Unterlassungen in einem arbeitsbezogenen Kontext, wie beispielsweise Entlassung, Herabstufung, Verweigerung der Beförderung, negative Leistungsbeurteilung oder Disziplinarmaßnahmen. [G1-1.11] [MDR-P 65a, 65d] Diese Richtlinie und die Integrity Platform sind speziell auf die Umsetzung der EU-Whistleblowing-Richtlinie (Richtlinie (EU) 2019/1937) zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden, ausgerichtet. Der Überwachungsprozess und die entsprechenden externen Audits zur Wirksamkeit des Compliance-Management-Systems sind im Abschnitt Compliance-Management-System beschrieben. [MDR-P 65b-65c, 65e-65f] In Bezug auf diese Richtlinie werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >Code of Business Ethics behandelt. Integrity Platform: Schutz von Hinweisgeber:innen [G1-3.18a] [G1-1.10a] [G1-1.10c-i, 10c-ii] [G1-1.10e] Wir haben Kanäle zur möglichst frühzeitigen Feststellung ethischen Fehlverhaltens eingerichtet. Um vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung großer finanzieller Verluste oder von Reputationsschäden zu ergreifen, sind rechtzeitige Mitteilungen von entscheidender Bedeutung. Beobachten Arbeitnehmer:innen potenzielles oder tatsächliches Fehlverhalten bzw. Verstöße gegen interne Regeln oder gesetzliche Vorschriften oder erhalten sie davon Kenntnis, sind sie ermutigt, dies zu melden. Dabei spielt es keine Rolle, ob derartige Verstöße von Arbeitnehmer:innen oder von Geschäftspartner:innen begangen werden. Neben Arbeitnehmer:innen sind andere Interessenträger:innen ebenfalls eine wertvolle Informationsquelle. Auch sie können uns bei der Feststellung von Verstößen gegen Ethikstandards unterstützen. Zu diesem Zweck hat OMV einen Whistleblower-Mechanismus eingeführt – die sogenannte „Integrity Platform“. Sie ist für alle Personen online zugänglich (omv-group.integrityplatform.org). Alle Personen können dort vertraulich Meldungen übermitteln, sei es insbesondere im Zusammenhang mit Korruption, Bestechungsgeldern, Interessenkonflikten und dem Wettbewerbs- oder Kapitalmarktrecht. Die Meldung kann auf Wunsch anonym erfolgen. [G1-1.10c-i, 10c-ii] Werden die Informationen in gutem Glauben gegeben, wird den jeweiligen Arbeitnehmer:innen in ihrer Eigenschaft als Hinweisgeber:innen besonderer Schutz gewährt. Dies fördert wiederum die „Speak-up“-Kultur im Unternehmen. Meldungen ziehen zu keinem Zeitpunkt Nachteile für die Hinweisgeber:innen innerhalb von OMV nach sich. Hinweisgeber:innen werden gegen jegliche Form von Vergeltung geschützt. Dies umfasst sämtliche Handlungen oder Unterlassungen in einem arbeitsbezogenen Kontext, wie beispielsweise Entlassung, Herabstufung, Verweigerung der Beförderung, negative Leistungsbeurteilung oder Disziplinarmaßnahmen. Whistleblowing und der Schutz von Hinweisgeber:innen sind immer wieder Gegenstand interner Kommunikationskampagnen und Teil der Schulungen zum Thema Geschäftsethik, die entweder in Form von E-Learnings oder als Präsenzschulungen angeboten werden. [G1-3.18b] Arbeitnehmer:innen sind aufgefordert, jegliches Fehlverhalten zu melden. Dazu sieht die interne Whistleblowing-Richtlinie von OMV die Möglichkeit zur anonymen Meldung ebenso vor wie den Schutz der Identität von Hinweisgeber:innen und die Zusicherung von Vertraulichkeit sowie einen besonderen Schutz von Hinweisgeber:innen vor Vergeltungsmaßnahmen. Alle Whistleblowing-Meldungen werden streng vertraulich behandelt, in jeder Hinsicht sorgfältig geprüft und vom Whistleblowing Committee weiter verfolgt. Dieses Komitee, dem Mitglieder des Senior Managements angehören, ist von der in die Angelegenheit involvierten Management-Kette getrennt. Informationen zur Integrity Platform, den zugrunde liegenden Prozessen und dem Schutz von Hinweisgeber:innen finden sich in der Integrity Platform selbst, in einem eigenen Infobereich im Intranet und in der Compliance-App. Borealis Ethikrichtlinie [MDR-P 65a] [G1.1.7a] Die Borealis Ethikrichtlinie dient den Arbeitnehmer:innen von Borealis als Orientierung und legt die ethischen Grundsätze des Unternehmens fest. Dazu gehören insbesondere die Menschenrechte, ethisch korrektes Geschäftsverhalten auf der Grundlage von Respekt, Ehrlichkeit und Integrität sowie die Einhaltung der geltenden Gesetze. Die wichtigsten Inhalte der Ethikrichtlinie sind ethische Grundsätze, Korruptionsbekämpfung, geschäftliche und persönliche Integrität, Einhaltung von Wettbewerbsgesetzen und Datenschutz. Um die Standards zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung hochzuhalten, akzeptiert Borealis keinerlei Bestechungsgelder, Schmiergelder oder andere unzulässige Zahlungen. Das Unternehmen führt genaue Bücher und Aufzeichnungen, um Zahlungen wahrheitsgemäß zu beschreiben. Die Ethikrichtlinie unterstreicht die Bedeutung einer wertorientierten Entscheidungsfindung im Geschäftsbetrieb, des Umgangs mit Risiken durch Fehlinformationen und der Förderung des Vertrauens und der Einbeziehung der Interessenträger:innen. Gleichzeitig dient sie als Orientierungshilfe, um individuelles Handeln nach ethischen Grundsätzen auszurichten. Dieser Ansatz trägt zum Aufbau einer starken Unternehmenskultur bei. Ohne eine solche Kultur würde ein höheres Risiko für rechtswidriges und unethisches Verhalten sowie ein erhöhtes Risiko bestehen, dass Borealis das Vertrauen der Interessenträger:innen verliert, Reputationsschäden erleidet und mit Geldbußen, Rechtsansprüchen, dem Verlust von Aufträgen, Verträgen oder Lizenzen oder sogar damit konfrontiert wird, dass den beteiligten Führungskräften und Arbeitnehmer:innen Freiheitsstrafen auferlegt werden. [G1-1.7b] Die Borealis Ethikrichtlinie ist in zehn Sprachen verfügbar und gilt für die gesamte Belegschaft von Borealis weltweit. [G1-1.7c] Der:die Chief Executive Officer (CEO) und der Vorstand von Borealis sind für die Umsetzung der Ethikrichtlinie und die Einhaltung der Werte von Borealis verantwortlich. Auch die Funktion Compliance & Ethics und der Borealis Ethics Council spielen eine wichtige Rolle. Die Gewährleistung der Einhaltung ethischer Grundsätze erfordert jedoch gemeinsame Anstrengungen aller hierarchischen und funktionalen Ebenen von Borealis. [G1-1.7d] Borealis hat sich verpflichtet, bei der Umsetzung seiner Ethikrichtlinie eine Reihe von Standards und Initiativen Dritter einzuhalten [G1-1.7e] und berücksichtigt bei der Überprüfung dessen die Interessen wichtiger Interessenträger:innen. [G1-1.7f] Die / Borealis Ethikrichtlinie ist auf der Website des Unternehmens verfügbar. Mehr dazu finden Sie im Die /Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung Compliance-Management-System [G1-3.16] [G1-3.18a] OMV verfügt über ein weitreichendes Compliance-Management-System, das auf den Anforderungen des IDW PS 980 basiert und Richtlinien, Audits und Schulungen umfasst, die insbesondere der Verhinderung, Aufdeckung, Überwachung und Behandlung von Korruptions- und Bestechungsvorwürfen oder ‑fällen dienen. Das System zielt darauf ab, die OMV Richtlinien zur Geschäftsethik im gesamten Unternehmen zu verankern und deren korrekte Umsetzung zu gewährleisten. Die Ausgestaltung und Umsetzung des OMV Compliance-Management-Systems wurden extern auf seine Eignung und Wirksamkeit geprüft. Das Ergebnis jedes Audits war, dass das System von OMV angemessen konzipiert ist und wirksam umgesetzt wird. So kann systematisches Fehlverhalten hinsichtlich Geschäftsethik und Korruptionsbekämpfung, Kapitalmarkt- und Wettbewerbsrecht sowie in Bezug auf Handelssanktionen verhindert, aufgedeckt und unterbunden werden. Die letzte Prüfung wurde 2023 von Ernst & Young (EY) nach dem Prüfungsstandard (PS) 980 des deutschen Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) durchgeführt. Es wurde bestätigt, dass OMV ein ambitioniertes, gut etabliertes und ausgereiftes Compliance-Programm unterhält, das für alle Compliance-Bereiche angemessen konzipiert ist und im gesamten OMV Konzern wirksam umgesetzt wird. Darüber hinaus wurde Borealis im Jahr 2024 nach ISO 37301 (Compliance-Management) und ISO 37001 (Antikorruptionsmanagementsysteme) rezertifiziert und ersetzte und aktualisierte bestehende Compliance-Richtlinien, einschließlich der Ethikrichtlinie und des Untersuchungs- und Disziplinarverfahrens. Das Unternehmen verstärkte zudem seine Anstrengungen zur Integration der neu erworbenen Unternehmen in Bulgarien und Italien. [G1-3.18c] Compliance-Themen, einschließlich aller Korruptions- und Bestechungsvorwürfe, werden regelmäßig berichtet und in planmäßigen und Ad-hoc-Meetings behandelt. An diesen Meetings nehmen entweder der gesamte Vorstand oder einzelne Vorstandsmitglieder teil, oder es handelt sich um regelmäßige Sitzungen des Prüfungsausschusses mit dem Aufsichtsrat oder um Meetings mit dem:der Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Umgang mit Fehlverhalten [G1-3.18a] [G1-1.10c-i, 10c-ii] OMV hat eine strikte Null-Toleranz-Politik bei Verstößen gegen die im Code of Business Ethics festgelegten Regeln eingeführt. Die Ergebnisse von Compliance-Untersuchungen werden nach diesem Grundsatz bewertet. Sollte eine Untersuchung ergeben, dass sich ein:e Arbeitnehmer:in tatsächlich eines Fehlverhaltens schuldig gemacht hat, werden mögliche arbeitsrechtliche Maßnahmen mit der Geschäftsleitung und der Personalabteilung besprochen. Diese Maßnahmen richten sich nach Art und Schweregrad des Vergehens, wobei alle Umstände des Einzelfalls berücksichtigt werden. Compliance-Belange werden in regelmäßigen Meetings mit dem Gesamtvorstand und jedem einzelnen Vorstandsmitglied, in regelmäßigen Sitzungen des Prüfungsausschusses mit dem Aufsichtsrat oder in Meetings mit dem:der Vorsitzenden des Aufsichtsrats erörtert und berichtet. Risikomanagement [G1-3.18a] Externe und interne Risikofaktoren, insbesondere Veränderungen des regulatorischen Rahmens sowie jüngste Entwicklungen oder Vorfälle, werden laufend überwacht, um deren mögliche Auswirkungen auf das ständige Risikopotenzial von OMV zu beurteilen. Diese laufende Risikoanalyse schließt auch eine institutionalisierte halbjährliche Risikoanalyse im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagements (EWRM) von OMV ein. Werden neue Risiken identifiziert, ergreift OMV Maßnahmen zu deren Beseitigung. Bevor wir in einem neuen Land tätig werden, führen wir eine Analyse der Situation in diesem Land im Hinblick auf Geschäftsethik und Sanktionsgesetze durch. Dieses Business Ethics Entry Assessment berücksichtigt auch eine Analyse des Corruption Perception Index von Transparency International für das jeweilige Land. Auf der Grundlage des Bewertungsergebnisses wird die Corporate Governance an den lokalen Standorten angepasst, um die Einhaltung der OMV Ethikstandards zu gewährleisten. OMV hat einen Prozess zur Überprüfung sowohl potenzieller neuer als auch bestehender Geschäftspartner:innen anhand von EU- und US-Sanktionslisten implementiert. Zusätzlich zu diesen Sanktionsprüfungen werden vor einem Vertragsabschluss oder bei Bedarf auch während der Geschäftsbeziehung umfassendere Due-Diligence-Prüfungen durchgeführt. Insbesondere erfolgt eine eingehende Überprüfung von Partner:innen von M&A-Transaktionen und strategischen Partnerschaften oder Geschäftspartner:innen, die bereits im Zusammenhang mit illegalem Verhalten in den Medien standen. Eine derartige Überprüfung umfasst potenzielle Geschäftspartner:innen, deren direkte und indirekte Aktionär:innen, andere Investor:innen sowie die wirtschaftlichen Eigentümer:innen von direkt oder indirekt involvierten juristischen Personen. [G1-1.7] Deutliche Warnsignale sind Verbindungen zu Regierungsvertreter:innen sowie anderen Personen und Unternehmen, die in öffentlichkeitswirksamen Medienberichten im Zusammenhang mit politischen Affären und Korruptionsfällen genannt werden, oder zu sanktionierten Unternehmen sowie jede andere vermutete Verwicklung in illegales Verhalten. In Fällen, in denen Vermittler:innen, Lobbyist:innen oder Berater:innen beauftragt werden, lassen wir von einem externen Dienstleistungsunternehmen umfassende Recherchen einschließlich Hintergrundprüfungen durchführen. Darüber hinaus führt die OMV Einkaufsabteilung Lieferantenbewertungen durch. Schulungen [G1-3.18a] [G1-3.21a, 21c] [G1-1.9] [G1-1.10g] Es ist für uns wichtig sicherzustellen, dass alle unsere Arbeitnehmer:innen unsere ethischen Werte und Grundsätze in vollem Umfang kennen. Schulungen sind ein wesentliches Element, um unsere Arbeitnehmer:innen über unsere Vorschriften zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung zu informieren und das Bewusstsein für ethische Fragen zu schärfen. Schulungen zum Thema Geschäftsethik konzentrieren sich insbesondere auf die Bekämpfung von Bestechung und Korruption. Arbeitnehmer:innen erfahren, wie mit Einladungen, Geschenken und möglichen Interessenkonflikten umzugehen ist und dass von ihnen erwartet wird, Ethik- und Integritätsgrundsätze im Tagesgeschäft und bei ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Darüber hinaus werden die Arbeitnehmer:innen in den Themen Spenden und Sponsoring sowie in den Anforderungen im Umgang mit Vermittler:innen und Lobbyist:innen geschult. Alle Schulungsprogramme zum Thema Compliance sind Teil unseres umfassenden Compliance-Management-Systems und werden von diesem gesteuert. Sie sind für Arbeitnehmer:innen, die als Zielgruppe für die jeweilige Schulung identifiziert wurden, verpflichtend. [G1-3.21c] Das Online-Schulungsmodul zum Thema Geschäftsethik, das alle zwei Jahre neu ausgerollt wird, richtet sich an alle voll- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer:innen von OMV, während die Teilnehmer:innen an Präsenzschulungen nach risikospezifischen Kriterien, wie zum Beispiel der Tätigkeit im Vertrieb oder im Einkauf, ausgewählt werden. Die von uns angebotenen Schulungen zum Kartellrecht konzentrieren sich auf die Regeln für den Umgang mit Mitbewerber:innen, Kund:innen und Lieferant:innen. Teilnehmer:innen der Online- und Präsenzschulungen werden nach risikospezifischen Kriterien (z. B. Budgetverantwortung, Entscheidungsbefugnis gegenüber Dritten, exponierte Funktionen wie Einkauf und Verkauf) ausgewählt und – einem regelmäßigen Schulungszyklus folgend – zur Teilnahme eingeladen. [G1-1.10h] Alle Arbeitnehmer:innen, die einer Compliance-Schulung zugewiesen werden (d. h. die Schulungszielgruppen), werden zu Beginn des Schulungszyklus auf Basis der bestehenden Organisation und des jeweiligen Risikopotenzials definiert. Dazu gehören Vorstandsmitglieder, Senior Vice Presidents, Vice Presidents und Abteilungsleiter:innen. Die Zielgruppen umfassen außerdem alle Arbeitnehmer:innen, die direkt an Mitglieder der oben genannten Managementfunktionen berichten. Darüber hinaus müssen alle Arbeitnehmer:innen der Einkaufsabteilung an verpflichtenden Schulungen zum Thema Geschäftsethik teilnehmen. Organisatorische und personelle Veränderungen während eines Schulungszyklus werden fortlaufend berücksichtigt. Im Jahr 2024 setzte die Compliance-Abteilung die Verankerung der Ethics & Integrity Policy im Konzern durch zusätzliche Schulungsmaßnahmen konsequent fort. In 14 lokalen Niederlassungen wurden maßgeschneiderte Workshops und Schulungen zur Vermittlung der Ethik- und Integritätsgrundsätze für Führungsteams und Arbeitnehmer:innen abgehalten. Die Compliance-Abteilung tauschte sich zudem mit den Arbeitnehmer:innen vor Ort in Meetings über Compliance-Belange und entsprechende Prioritäten aus. In Zukunft wird OMV die Erwartungen von OMV im Zusammenhang mit Ethik- und Integritätsstandards in laufende Verhandlungen mit wichtigen strategischen Lieferant:innen integrieren. Beratung [G1-3.18a] Alle Arbeitnehmer:innen von OMV haben die Möglichkeit, sich zu Compliance-Themen beraten zu lassen. Diese Beratungen ergänzen das Schulungsangebot. Schulungen dienen der Sensibilisierung der Arbeitnehmer:innen, damit sie in der Lage sind, potenzielle Risiken zu erkennen, und auch bereit sind, Beratung in Anspruch zu nehmen. Aufgabe der Beratung ist es, kritische Compliance-Situationen zu bewerten und rechtskonforme Lösungen zu bieten. Die Arbeitnehmer:innen können sich dazu entweder an lokale Compliance-Beauftragte vor Ort oder direkt an die Compliance-Abteilung in der Konzernzentrale wenden. Integration in Geschäftsprozesse [G1-3.18a] Eine weitere präventive Maßnahme ist die Implementierung von Compliance-Prüfungen in Geschäftsprozesse. Die Ausgestaltung und der Grad der Automatisierung dieser Prüfungen variieren je nach Compliance-Bereich. Mit Blick auf Handelssanktionen erfolgt beispielsweise täglich ein vollautomatischer Abgleich aller in den Stammdatensystemen enthaltenen Daten mit Sanktionslisten. In bestimmten Ländern, in denen OMV tätig ist, wird eine automatische Integritätsprüfung der Geschäftspartner:innen durchgeführt. In anderen Bereichen erfolgt die Compliance-Prüfung aufgrund der im Code of Business Ethics definierten Prozessanforderungen unter expliziter Einbeziehung der Compliance-Organisation. Beispiele hierfür sind Prüfungen und Genehmigungen von Geschenken, Einladungen, Sponsoring- und Spendenaktivitäten, Hintergrundrecherchen vor der Einbeziehung bestimmter Geschäftspartner:innen (z. B. Vermittler:innen) und Bewertungen vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit in einem neuen Land. Ergänzend zu den im Code of Business Ethics festgelegten Prozessen wird die Compliance-Organisation anlassspezifisch hinzugezogen, etwa bei der Entwicklung neuer Geschäftsstrategien oder Geschäftsmodelle oder der Durchführung von (Groß-)Projekten. Das bedeutet, dass Projekte bereits in einem frühen Stadium auf ihre Compliance hin geprüft werden. Bewusstseinsbildung [G1-3.21, 21a] Für OMV ist es von strategischer Bedeutung, sicherzustellen, dass alle unsere Arbeitnehmer:innen die ethischen Werte und Grundsätze von OMV sowie die zugrunde liegenden Richtlinien in vollem Umfang kennen. Schulungen sind ein wesentliches Element, um unsere Arbeitnehmer:innen über unsere Vorschriften und Richtlinien zur Geschäftsethik sowie zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung zu informieren und das Bewusstsein für ethische Fragen zu schärfen. Darüber hinaus gibt es einen eigenen Compliance-Bereich im Intranet, in dem die OMV Arbeitnehmer:innen detaillierte Informationen, Orientierungshilfen und Richtlinien zu allen Compliance-Bereichen und insbesondere zu Fragen der Geschäftsethik und Korruptionsbekämpfung finden. Außerdem sind Compliance-Themen, wie Whistleblowing und Schutz von Hinweisgeber:innen, Speaking-up und geschäftsethische Themen immer wieder Gegenstand interner Kommunikationsmaßnahmen, die im Intranet veröffentlicht werden. Mehr dazu finden Sie im Abschnitt >Kennzahlen. [G1-3.18a] [G1-3.21, 21a] [G1-1.9] [G1-3.20] Darüber hinaus hat OMV eine Compliance-App eingeführt, die Arbeitnehmer:innen auf ihren Mobiltelefonen nutzen können und die den schnellen Zugriff auf Unterlagen, Richtlinien und dazugehörige Tools für alle Compliance-Belange ermöglicht. Arbeitnehmer:innen können Anfragen zu sämtlichen ethischen Themen stellen, wie zum Beispiel zu Geschenken, Einladungen oder Interessenkonflikten. Weiters können Sponsoring- oder Spendenaktivitäten geprüft und registriert sowie neue Geschäftspartner:innen einer Handelssanktions- und Embargolistenprüfung unterzogen werden. Außerdem erfahren Arbeitnehmer:innen, wie man mit Insiderinformationen umgeht, und können Anträge zum Wertpapierhandel oder Anfragen zu kartellrechtlichen Angelegenheiten stellen. Und nicht zuletzt können nützliche Anleitungen zu allen ethischen Themen abgerufen und Meldungen zu ethischem Fehlverhalten über den sicheren Meldekanal der Integrity Platform übermittelt werden. Borealis [G1-1.10g] Bei Borealis müssen alle neuen Arbeitnehmer:innen einen verpflichtenden 30-minütigen E-Learning-Kurs über die Werte und ethischen Grundsätze des Unternehmens absolvieren. Maßgeschneiderte Präsenzschulungen oder virtuelle Schulungen zu Ethik und Compliance werden von der Borealis Ethics & Compliance-Funktion oder lokalen Ethik-Botschafter:innen angeboten. Darüber hinaus werden maßgeschneiderte Schulungen für Arbeitnehmer:innen angeboten, die spezifischen ethischen Risiken ausgesetzt sind, zum Beispiel zu Themen wie Korruption und Bestechung, Wettbewerbsrecht, Datenschutzbestimmungen und Emittenten-Compliance im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Insiderinformationen. [G1-1.10h] Die Funktionen innerhalb von Borealis, die in Bezug auf Korruption und Bestechung am stärksten gefährdet sind, werden von der jeweiligen direkten Führungskraft identifiziert. Dazu gehören Einkauf, Vertrieb, Kundendienst, Logistikbeschaffung, Zollabteilung, Rechtsabteilung, Standortleitung, Versandleitung, Finanzteam, Hydrocarbons Risk Officer, Group Tax sowie die Geschäftsleitung und das Senior Management. [G1-3.20] Für diese Arbeitnehmer:innen hat Borealis einen verpflichtenden E-Learning-Kurs zum Thema Korruption und Bestechung entwickelt. Dieser Kurs bietet einen Überblick über die weltweite Korruptionsbekämpfung und behandelt dabei insbesondere die wichtigsten Aspekte internationaler Gesetze zur Bekämpfung von Korruption. Durch interaktive Übungen und reale Szenarien erhalten die Kursteilnehmer:innen Einblicke in bewährte Verfahren zur Bekämpfung von Bestechung und zur Wahrung von Integrität im internationalen Geschäftsverkehr. Mehr dazu finden Sie im Die /Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. [G1-3.18a] Alle Arbeitnehmer:innen von Borealis sind für die Einhaltung der Borealis Ethikrichtlinie und der Richtlinien des Unternehmens zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption verantwortlich, in denen die grundlegenden Elemente und der Rahmen der Compliance-Regeln von Borealis in diesen Bereichen dargelegt sind. Geschäftspartner:innen, die gegen Gesetze zur Bekämpfung von Bestechung oder Korruption verstoßen, können Borealis Rufschädigung, Geldbußen und Sanktionen einbringen. Potenzielle Verstöße werden von Borealis daher auf die gleiche Art und Weise untersucht wie Ethikfälle. Dieser Prozess umfasst das Whistleblowing oder die Meldung mutmaßlicher Verstößen, die Fallaufnahme, die Untersuchung und, falls erforderlich, Disziplinarmaßnahmen und Abhilfemaßnahmen. [G1-3.18b] Untersuchungsbeauftragte, die sich mit Meldungen von Korruption oder Bestechung befassen, gehören der Abteilung Ethics & Compliance an und sind von der in die Angelegenheit involvierten Managementkette unabhängig. Um Interessenkonflikte zu vermeiden bzw. zu mindern, stellt der in der Borealis Ethikrichtlinie beschriebene Prozess sicher, dass die Interessen der Untersuchungsbeauftragten nicht mit ihrer Pflicht kollidieren, im besten Interesse von Borealis zu handeln. [G1-3.20] Die Ethikrichtlinie leitet die Arbeitnehmer:innen von Borealis zur Einhaltung der Gesetze zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung an. Darüber hinaus enthält die jährliche verpflichtende allgemeine Ethikschulung für alle Arbeitnehmer:innen ein Modul zum Thema Korruptionsprävention. [G1-3.21a] Dieses für alle Arbeitnehmer:innen verpflichtende E-Learning schärft das Bewusstsein für Bestechung und Korruption innerhalb von Borealis und weist auf die Risiken von Borealis hin, einschließlich des Risikos des Verlusts des Vertrauens der Interessenträger:innen, von Reputationsschäden, Geldbußen, Rechtsansprüchen usw. Mehr dazu finden Sie im Die /Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. Ziele Förderung des Bewusstseins für ethische Werte und Prinzipien [S1-5.44] [G1-MDR-T-80a-80h] Um die positiven Auswirkungen einer konsequenten Einhaltung unserer Geschäftsethikrichtlinien an allen Standorten zu gewährleisten, wurde eine Maßnahme zur Schulung der Arbeitnehmer:innen definiert. Sie soll bis 2030 das Bewusstsein für ethische Werte und Grundsätze bei allen Arbeitnehmer:innen fördern. [MDR-T-80a] Mit dem OMV Code of Conduct verpflichten wir uns, die Grundsätze des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen Korruption und des Antikorruptionsübereinkommens der OECD sowie sämtliche geltenden nationalen Antikorruptionsgesetze zu beachten und daran festzuhalten. Deshalb legen wir größten Wert darauf, die einheitliche Einhaltung unserer Geschäftsethikstandards überall sicherzustellen, wo wir tätig sind. Wir erreichen dies, indem wir Präsenz- oder Online-Schulungen zum Thema Geschäftsethik für alle definierten Zielgruppen durchführen und das Bewusstsein für ethische Werte und Prinzipien der betreffenden Arbeitnehmer:innen fördern. 2025 Durchführung von Präsenz- oder Online-Schulungen zum Thema Geschäftsethik für alle Zielarbeitnehmer:innen 2030 Förderung des Bewusstseins für ethische Werte und Prinzipien bei allen Zielarbeitnehmer:innen Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Eigene Tätigkeiten Im Umfang enthalten Alle betroffenen Arbeitnehmer von OMV auf Basis von 100% Betriebsführerschaft/Mehrheitsbesitz (exkl. Borealis) aller Geschäftsbereiche von OMV Nicht im Umfang enthalten Arbeitnehmer von Anlagen/Unternehmen, die nicht von OMV oder Borealis betrieben werden bzw. sich nicht mehrheitlich im Besitz von OMV oder Borealis befinden Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2022 Bezugswert betroffene Arbeitnehmer von OMV und Petrom (ohne Borealis) [MDR-T-80f] Dieses Ziel stimmt mit unserer Verpflichtung überein, die Geschäfte auf nachhaltige und ethische Art und Weise zu führen. Dies ist für OMV entscheidend, denn nur so können wir langfristig Wert schaffen und Werte sichern sowie vertrauensvolle Partnerschaften aufbauen. Gleichzeitig gelingt es uns, Kund:innen sowie die besten Lieferant:innen, Investor:innen und Arbeitnehmer:innen zu gewinnen. Die Zielgruppe der Arbeitnehmer:innen umfasst all jene, die innerhalb der definierten risikobasierten Zielgruppen für Schulungen zur Geschäftsethik identifiziert wurden. [MDR-T-80i] Im Jahr 2024 wurden keine Änderungen an diesem Ziel oder den entsprechenden Kennzahlen vorgenommen. Stand 2024 [MDR-T-80j] Insgesamt 1.201 OMV Arbeitnehmer:innen wurden im Jahr 2024 persönlich in Geschäftsethik/Korruptionsbekämpfung geschult. Im Jahr 2024 wurden zudem 1.107 OMV Arbeitnehmer:innen in Wettbewerbsrecht geschult. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 296 OMV Arbeitnehmer:innen, die persönlich in Wettbewerbsrecht geschult wurden, und 811 Arbeitnehmer:innen, die das E-Learning-Programm zu Wettbewerbsrecht absolvierten. Dieses Ziel wird jährlich überprüft. Insgesamt 629 Arbeitnehmer:innen (2023: n.a.) von Borealis erhielten maßgeschneiderte Präsenzschulungen/virtuelle Schulungen zu Korruptionsbekämpfung (2024: 323) bzw. Wettbewerbsrecht (2024: 306). G1-4 Kennzahlen OMV verwendet die folgenden Kennzahlen, um seine Leistung und Wirksamkeit zu bewerten: [MDR-M.77a, 77c-77d] [G1-3.21b] [G1-4.22, 24a] [G1-4.25a-25c] Präsenzschulungen 2024: • 39% der risikobehafteten Funktionen sind derzeit im laufenden Schulungszyklus für das Programm der Präsenzschulungen in Geschäftsethik/Korruptionsbekämpfung abgedeckt. • 38% der risikobehafteten Funktionen sind derzeit im laufenden Schulungszyklus für das Programm der Präsenzschulungen in Wettbewerbsrecht abgedeckt. E-Learning-Programm 2024: • 95% der risikobehafteten Funktionen sind durch das E-Learning-Programm zu Wettbewerbsrecht abgedeckt. 0 Verurteilungen wegen Verstoßes gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften54 EUR 0 Mio Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften 0 bestätigte Korruptions- oder Bestechungsfälle 0 bestätigte Fälle, in denen eigene Arbeitskräfte wegen Korruption oder Bestechung entlassen oder abgemahnt wurden 0 bestätigte Fälle, in denen Verträge mit Geschäftspartner:innen aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption oder Bestechung beendet oder nicht verlängert wurden [Freiwillig]6055 Whistleblowing-Fälle im OMV Konzern, die der Compliance-Abteilung über die OMV Whistleblowing-Kanäle zur Kenntnis gebracht wurden Schulungen zu Geschäftsethik/Bekämpfung von Korruption (Präsenzschulungen) [G1-3.21b][G1-3 AR-8][MDR-M.77c] 2024 Risikobehaftete Funktionen Führungskräfte Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane Sonstige eigene Arbeitskräfte Abdeckung durch Schulungen Zielgruppe insgesamt Anzahl 920 723 59 n.a. Im Jahr 2024 geschulte Personen insgesamt Anzahl 357 344 22 844 Schulungsmethode und -dauer Präsenzschulungen Stunden 1 1 1 1 Computerbasierte Schulungen Stunden n.a. n.a. n.a. n.a. Freiwillige computerbasierte Schulungen Stunden n.a. n.a. n.a. n.a. Häufigkeit Wie häufig sind Schulungen erforderlich? Dreijähriger Schulungszyklus Dreijähriger Schulungszyklus Dreijähriger Schulungszyklus n.a. Behandelte Themen Definition von Korruption x x x x Richtlinien (Code of Business Ethics, Ethics & Integrity Policy, Whistleblowing-Richtlinie) x x x x Verfahren zur Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung x x x x Schutz von Hinweisgeber:innen x x x x Schulungen zum Wettbewerbsrecht (virtuell und/oder E-Learning) [G1-3.21b][G1-3AR 8] 2024 Risikobehaftete Funktionen Führungskräfte Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane Sonstige eigene Arbeitskräfte Abdeckung durch Schulungen Zielgruppe insgesamt Anzahl 642 209 38 n.a. Im Jahr 2024 geschulte Personen insgesamt Anzahl 245 73 17 51 Schulungsmethode und -dauer Präsenzschulungen Stunden 1,5 1,5 1,5 1,5 Computerbasierte Schulungen Stunden n.a. n.a. n.a. n.a. Freiwillige computerbasierte Schulungen Stunden n.a. n.a. n.a. n.a. Häufigkeit Wie häufig sind Schulungen erforderlich? Dreijähriger Schulungszyklus Dreijähriger Schulungszyklus Dreijähriger Schulungszyklus n.a. Behandelte Themen Horizontale Beziehungen/Kartelle x x x x Vertikale Beziehungen x x x x Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung x x x x Vorgehen bei Hausdurchsuchungen x x x x Schulungen zum Wettbewerbsrecht (E-Learning-Programm) [G1-3.21b] [G1-3AR 8] 2024 Risikobehaftete Funktionen Führungskräfte Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane Sonstige eigene Arbeitskräfte Abdeckung durch Schulungen Zielgruppe insgesamt Anzahl 858 201 27 n.a. Im Jahr 2024 geschulte Personen insgesamt Anzahl 811 188 23 n.a. Schulungsmethode und -dauer Präsenzschulungen Stunden n.a. n.a. n.a. n.a. Computerbasierte Schulungen Stunden 0,75 0,75 0,75 n.a. Freiwillige computerbasierte Schulungen Stunden n.a. n.a. n.a. n.a. Häufigkeit Wie häufig sind Schulungen erforderlich? Zweijähriger Schulungszyklus Zweijähriger Schulungszyklus Zweijähriger Schulungszyklus n.a. Behandelte Themen Horizontale Beziehungen/Kartelle x x x n.a. Vertikale Beziehungen x x x n.a. Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung x x x n.a. Vorgehen bei Hausdurchsuchungen x x x n.a. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [G1-21b] [MDR-M.77a, 77c] Der Prozentsatz der von Schulungsprogrammen abgedeckten risikobehafteten Funktionen wird wie folgt berechnet: die Anzahl der Arbeitnehmer:innen (Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte), die an Schulungsprogrammen teilgenommen haben, geteilt durch die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen, die in der Zielgruppe für Schulungsprogramme identifiziert wurden, multipliziert mit 100. [G1-4.22, 24a] [MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der Verurteilungen wegen Verstößen gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften wird von Fall zu Fall für die spezifischen Verstöße gezählt. [G1-4.24a, 24c-24d][MDR-M.77a, 77c, 77d] Die Geldstrafen in EUR Mio für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften basieren auf dem Gesamtbetrag der für die spezifischen Verstöße erhaltenen Geldstrafen. [G1-4.25a] [MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der bestätigten Korruptions- oder Bestechungsfälle bezieht sich auf Fälle, in denen ein:e Arbeitnehmer:in einer anderen Person nachweislich einen finanziellen Vorteil gewährt, zusagt, verspricht oder anbietet, um Geschäfte mit OMV oder einer dritten Partei zu machen. [G1-4.25b] [MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der bestätigten Fälle, in denen eigene Arbeitskräfte wegen Korruption oder Bestechung entlassen oder abgemahnt wurden, bezieht sich auf Fälle, in denen ein:e Arbeitnehmer:in einer anderen Person nachweislich einen finanziellen Vorteil gewährt, zusagt, verspricht oder anbietet, um Geschäfte mit OMV zu machen. [G1-4.25c] [MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der bestätigten Fälle, in denen Verträge mit Geschäftspartner:innen aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption oder Bestechung beendet oder nicht verlängert wurden, bezieht sich auf Vorfälle, bei denen ein:e Geschäftspartner:in einer anderen Person nachweislich einen finanziellen Vorteil gewährt, zusagt, verspricht oder anbietet, um Geschäfte mit OMV oder einer dritten Partei zu machen. [Freiwillig] Die Anzahl der Whistleblowing-Fälle im OMV Konzern bezieht sich auf Meldungen über mutmaßliches Fehlverhalten/Verstöße gegen Gesetze oder interne Vorschriften, die der Compliance-Abteilung über die OMV Whistleblowing-Kanäle zur Kenntnis gebracht wurden. [G1-3.21b] [G1-3 AR 8] [MDR-M.77c] Tabelle zu Schulungen zum Thema Geschäftsethik (Präsenzschulung und/oder E‑Learning) ● Im Jahr 2024 geschulte Personen insgesamt bezieht sich auf die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen, die eine Präsenzschulung und/oder E-Learning-Schulung zum Thema Geschäftsethik absolvierten. ● Freiwillige computerbasierte Schulungen: Der Begriff „freiwillig“ bezieht sich auf Schulungen, die im Berichtszyklus nicht verpflichtend sind. [G1-3.21b] [G1-3 AR 8] [MDR-M.77c] Tabelle zu Schulungen zum Thema Wettbewerbsrecht (Präsenzschulung und/oder E‑Learning) ● Im Jahr 2024 geschulte Personen insgesamt bezieht sich auf die Gesamtzahl der Arbeitnehmer:innen, die eine Präsenzschulung und/oder E-Learning-Schulung zum Thema Wettbewerbsrecht absolvierten. Borealis G1 Geschäftsethik und Bekämpfung von Korruption und Bestechung [G1-3.21b] [G1-3 AR-8] [MDR-M.77c] Risikobehaftete Funktionen 2024 Abdeckung durch Schulungen Gesamt 537 Geschulte Personen insgesamt 166 Schulungsmethode und -dauer Präsenzschulungen (Stunden) n.a. Computerbasierte Schulungen (Stunden) 0,5 Freiwillige computerbasierte Schulungen (Stunden) n.a. Häufigkeit Häufigkeit der Schulungen Jährlich [MDR-M77a] Borealis verwendet die folgenden Kennzahlen, um seine Leistung und Wirksamkeit zu bewerten: G1 Borealis verwendet die folgenden Kennzahlen, um seine Leistung und Wirksamkeit zu bewerten [MDR-M77a] Kennzahl und Definition Einheit Methode 2024 Prozentsatz der Arbeitnehmer von Borealis, die das E-Learning zur Borealis Ethikrichtlinie abgeschlossen haben % Anzahl der Arbeitnehmer von Borealis, die die Schulung absolvierten, als Prozentsatz der Anzahl der Arbeitnehmer von Borealis, die der Schulung zugewiesen wurden 85 Anzahl der von den eigenen Arbeitskräften von Borealis über die Whistleblower-Hotline erstatteten Meldungen Anzahl Die Daten stammen von EQS, dem externen Dienstleister für die Borealis Whistleblower-Hotline. Nicht begründete Fälle werden gezählt, es sei denn, der gemeldete Missstand verstößt offensichtlich nicht gegen die Borealis Ethikrichtlinie. 62 Anzahl der Verstöße oder Empfehlungen aus Rezertifizierungs- oder Überwachungsaudits nach ISO 37301/37001 Anzahl Die verpflichtende jährliche Prüfung der Borealis AG wird vom externen Prüfungsunternehmen durchgeführt. Danach wird ein Bericht, in dem jeder Verstoß beschrieben wird, erstellt und verteilt. 2 [MDR-M77b] Die Anzahl der Verstöße oder Empfehlungen aus Rezertifizierungs- oder Überwachungsaudits nach ISO 37301/37001 wird von der Zertifizierungsstelle Austrian Standards validiert. Die ISO-Zertifikate können von der Borealis Website heruntergeladen werden: / www.borealisgroup.com. Mehr dazu finden Sie im /Borealis Geschäftsbericht 2024 – Konzernlagebericht – Nicht-finanzielle Erklärung. G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferanten Wesentliches Thema: Beziehungen zu Lieferant:innen Wesentliches Unterthema: G1-2 Management der Beziehungen zu Lieferant:innen einschließlich Zahlungspraktiken Förderung starker Lieferantenbeziehungen, um eine widerstandsfähige und innovative Lieferkette zu gewährleisten, die unseren allgemeinen Fortschritt und Erfolg unterstützt, sowie Einbeziehung sozialer und ökologischer Aspekte (z. B. Geschäftsethik, Menschenrechte, Sicherheit und CO2-Fußabdruck von Lieferant:innen) in das Lieferkettenmanagement Relevante SDGs: SDG-Ziele 13.1 Die Widerstandskraft und die Anpassungsfähigkeit gegenüber klimabedingten Gefahren und Naturkatastrophen in allen Ländern stärken 16.5 Korruption und Bestechung in allen ihren Formen erheblich reduzieren [G1-2.12] Unser Ziel bei OMV ist es, Innovationen zu fördern, den Wertbeitrag zu maximieren und Wachstum in der Lieferkette zu ermöglichen. Wir erreichen dies, indem wir unser Beschaffungs- und Logistik-Know-how anwenden, um sicherzustellen, dass Materialien und Dienstleistungen von höchster Qualität in unserer gesamten Lieferkette bereitgestellt werden. Dazu gehört die enge Zusammenarbeit mit unseren Partner:innen, Auftragnehmer:innen und Lieferant:innen. Beim Management unserer Lieferkette ist es für unser Unternehmen von höchster Bedeutung, sämtliche geltenden gesetzlichen Bestimmungen sowie unsere internen Sicherheits-, Umweltschutz- und Menschenrechtsstandards vollumfänglich einzuhalten. Durch die Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in unsere gesamte Lieferkette (z. B. Audits, Bewertungen und Nachhaltigkeitskriterien in der Beschaffung) wollen wir eine positive Veränderung in der Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen bewirken. Gleichzeitig gilt es, mögliche negative Auswirkungen wie wirtschaftliche Störungen aufgrund von Zahlungsverzögerungen zu begrenzen. Unser Lieferantenportfoliomanagement konzentriert sich auf die Zusammenarbeit mit unseren Lieferant:innen sowie auf Innovation und Risikomanagement, um die Wertschöpfung zu steigern und Risiken zu verringern. Damit verschaffen wir uns den notwendigen Überblick, um das Innovationspotenzial und die Nachhaltigkeitsinitiativen von Lieferant:innen zu identifizieren und zu maximieren, wobei auch Risikofaktoren berücksichtigt werden. Um die Risiken in der Lieferkette, einschließlich Zwangsarbeit, Sklaverei, Menschenhandel und Korruption, zu minimieren, erlegt OMV seinen Lieferant:innen die für OMV geltenden gesetzlichen Bestimmungen und internen Regeln und Standards auf. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) OMV hält hohe Geschäftsstandards aufrecht, indem das Unternehmen durch strenge interne Vorschriften ein ethisches und transparentes Geschäftsumfeld fördert. Dieses Commitment kommt sowohl den Menschen als auch der Umwelt zugute. Darüber hinaus ist die aktive Einbeziehung von Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen zur Schaffung einer positiven Unternehmenskultur und zur kontinuierlichen Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstseins in unserem gesamten Netzwerk für alle Beteiligten von großem Nutzen. Die wirtschaftliche Instabilität von Geschäftspartner:innen, die aufgrund ihrer starken Abhängigkeit von OMV Zahlungen entsteht, kann jedoch negative Auswirkungen haben. Alle unter G1 Beziehungen zu Lieferant:innen identifizierten IROs sind mit unserer gesamten vorgelagerten Wertschöpfungskette verbunden. Mehr über unsere wesentlichen IROs für G1 Beziehungen zu Lieferant:innen finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben . Governance Der OMV Konzerneinkauf ist als integrierte Funktion organisiert und deckt die täglichen Beschaffungsaktivitäten im gesamten Konzern ab. Der OMV Konzerneinkauf wird vom:von der Chief Procurement Officer (CPO) geleitet, der:die an den:die Chief Financial Officer (CFO) berichtet. Bei OMV Petrom und bei Borealis gibt es lokale CPOs, die an die jeweiligen CFOs berichten. Organisatorisch gesehen ist der OMV Konzerneinkauf in mehrere Einkaufseinheiten gegliedert, die Aspekte wie Operations & Materials, Energy & Technology, Business Services, Chemicals & Packaging und Projects & Engineering abdecken. Die Abteilung für nachhaltige Beschaffung und Innovation bei Lieferant:innen (Sustainable Procurement & Supplier Innovation) arbeitet weiter daran, die bis 2025 bzw. 2030 für eine nachhaltige Beschaffung festgelegten Ziele zu erreichen. Spezifische Richtlinien56 und Verpflichtungen Code of Conduct [MDR-P 65a] Unsere Lieferant:innen sind verpflichtet, den OMV Code of Conduct vollständig zu erfüllen, und unsere Geschäftspartner:innen müssen diesen unterzeichnen. Sowohl durch unsere direkte Geschäftstätigkeit als auch indirekt über unsere Wertschöpfungskette können unsere Aktivitäten gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen haben. Die Geschäftspartner:innen sind daher aufgefordert, alle geltenden Anforderungen an ihre jeweiligen eigenen Geschäftspartner:innen weiterzugeben, um die Anwendung unserer Werte und der Grundsätze unseres Code of Conduct, einschließlich ethischen Verhaltens, über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg sicherzustellen. Diese übergreifende Richtlinie thematisiert die positiven Auswirkungen der Aufrechterhaltung der OMV Geschäftsstandards durch die Förderung eines ethischen und transparenten Geschäftsumfelds durch strenge interne Vorschriften sowie die aktive Einbindung von Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen zur Schaffung einer positiven Unternehmenskultur und zur kontinuierlichen Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstseins. [MDR-P 65b -65f] In Bezug auf den Code of Conduct werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E1 Klimawandel behandelt. Konzernweite Beschaffungsrichtlinie und Purchase-to-Pay-Standard [MDR-P 65a] Die konzernweite Beschaffungsrichtlinie von OMV beschreibt den gesamten Prozess der Lieferantenbindung und des Lieferantenmanagements, einschließlich der Einbindung von Menschenrechtsaspekten in die Präqualifikation von Lieferant:innen sowie in Audits und Meetings. Durch die Befolgung der Leitlinien für die aktive Einbeziehung von Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen kann eine positive Unternehmenskultur geschaffen und das Nachhaltigkeitsbewusstsein in unserem gesamten Netzwerk kontinuierlich gefördert werden. Der Purchase-to-Pay-Standard definiert die Mindestanforderungen für den konzernweiten Purchase-to-Pay-Prozess, der alle bestehenden Regelungen innerhalb des Prozessumfangs umfasst. Dieser Standard betrifft Aktivitäten wie die Bestellung und den Einkauf von Waren und Dienstleistungen bei externen Lieferant:innen (ausgenommen Intercompany-Einkäufe) sowie deren Empfang, Abrechnung und Bezahlung. Der Purchase-to-Pay-Standard und die konzernweite Beschaffungsrichtlinie gehen auf die Abhängigkeit und wirtschaftliche Instabilität von Geschäftspartner:innen ein, die sich aus ihrer starken Abhängigkeit von OMV Zahlungen ergeben. Die Einkaufseinheiten „Governance and Analytics“ und „Strategy and Digitalization“ führen halbjährliche Kontrollen durch, um die Umsetzung der Beschaffungsrichtlinie zu überwachen. In diesen Dokumenten sind die Verfahren und Zahlungsbedingungen festgelegt, die den zeitlichen Rahmen für die Begleichung der Rechnungen unserer Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen vorgeben, wodurch die mit wirtschaftlicher Instabilität verbundenen Risiken gemindert und eine stabilere Beziehung zu unseren Geschäftspartner:innen gefördert werden. [MDR-P 65b] Sowohl die konzernweite Beschaffungsrichtlinie als auch der Purchase-to-Pay-Standard gelten für die OMV Aktiengesellschaft und alle ihre voll konsolidierten Tochtergesellschaften, einschließlich der Borealis AG und der OMV Petrom S.A. und deren Tochtergesellschaften. Sie gelten teilweise auch für die SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. und ihre Tochtergesellschaften. Die in dieser Richtlinie festgelegten Grundsätze und Mindeststandards gelten für alle Beschaffungsaktivitäten des OMV Konzerns, die vom OMV Konzerneinkauf verwaltet werden, während einige Waren und Dienstleistungen (wie zum Beispiel erneuerbare Kraftstoffe und Rohstoffe oder Handelsaktivitäten) von anderen Abteilungen eingekauft werden. Die konzernweite Beschaffungsrichtlinie und der Purchase-to-Pay-Standard von OMV werden vom Vorstand unterzeichnet und genehmigt. [MDR-P 65c] Die oberste Verantwortung für die konzernweite Beschaffungsrichtlinie liegt beim:bei der Chief Procurement Officer. Für den Purchase-to-Pay-Standard ist hingegen der:die Chief Information Officer zuständig, der:die direkt an den:die CFO berichtet. [MDR-P 65e] Die konzernweite Beschaffungsrichtlinie und der Purchase-to-Pay-Standard wurden in umfassender Abstimmung mit internen Interessenträger:innen, einschließlich Kreditoren- und Unternehmensvertreter:innen, entwickelt. Sie basieren zudem auf Informationen, die im Zuge unserer Zusammenarbeit mit den externen Partnern CDP und EcoVadis eingeholt wurden. [MDR-P 65f] Sie stehen allen Arbeitnehmer:innen von OMV über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet zur Verfügung. Relevante Aspekte für Lieferant:innen werden in vertragliche Vereinbarungen aufgenommen. Mehr darüber, wie wir mit den Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, finden Sie im Abschnitt >S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette [G1-2.14] Zur Standardisierung der Zahlungsbedingungen für unsere Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen, einschließlich der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), sind in unserer konzernweiten Beschaffungsrichtlinie und im Purchase-to-Pay-Standard Standardzahlungsfristen von 60 Tagen festgelegt. Wir überwachen die Zahlungsfristen kontinuierlich, um sicherzustellen, dass die Zahlungsfrist von 60 Tagen für unsere Lieferant:innen nicht überschritten wird. Zu diesem Zweck schlägt das SAP-System einen Tag vor Ablauf der Zahlungsfrist alle fälligen Rechnungen zur Zahlung vor, die dann automatisch am nächsten Tag bezahlt werden, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist. Wenn Rechnungen zur Zahlung gesperrt werden (z. B. aus steuerlichen Gründen), werden die Gründe analysiert und Abhilfemaßnahmen eingeleitet.Die konzernweite Beschaffungsrichtlinie beschreibt spezifische Prozesse im Zusammenhang mit der Lieferantenbindung und dem Lieferantenmanagement, die im folgenden Abschnitt näher erläutert werden. Management der Beziehungen zu Lieferant:innen [G1-2.15a] Das OMV Rahmenwerk für das Management der Beziehungen zu Lieferant:innen konzentriert sich darauf, strategische Beziehungen zu unseren Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen zu schaffen. Außerdem berücksichtigt dieses Rahmenwerk das Thema Nachhaltigkeit in der Lieferantensegmentierung, bei der Lieferantenleistung, bei Lieferantenmeetings und in Bezug auf Innovation bei Lieferant:innen. Um OMV bei seiner Transformation zu einem führenden Unternehmen im Bereich innovativer nachhaltiger Kraftstoffe, Chemikalien und Materialien sowie Kreislaufwirtschaft zu unterstützen, ist es unabdingbar, die Lieferant:innen zu Innovationen zu ermutigen. Dies trägt dazu bei, ihr Potenzial freizusetzen, und die innovativen Lösungen, die sie entwickeln, bieten eine gute Möglichkeit zur Intensivierung und Konsolidierung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Einkauf und Lieferant:innen. OMV steuert seine Lieferantenbeziehungen verantwortungsbewusst und stellt ein faires Verhalten sicher, indem er Nachhaltigkeitsanforderungen in die Lieferketten- und Beschaffungsprozesse einbezieht, wie beispielsweise Purchase to Pay, Lieferantenaudits und -bewertungen, Lieferantensegmentierung, Performance, Meetings und Innovation. Dieser Ansatz fördert einen positiven Wandel und beugt potenziellen negativen Auswirkungen, wie wirtschaftlichen Störungen durch Zahlungsverzögerungen, vor. Um die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu stärken und die Anforderungen der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive; CSRD) und der Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability Due Diligence Directive; CSDDD) zu erfüllen, wurden 2024 unser Risikomanagementprozess für Lieferant:innen überarbeitet und in unseren internen IT-Systemen ein neues Risikoprofil für Tier-1-Lieferant:innen erstellt. Dieses Risikoprofil berücksichtigt drei Kriterien: Nachhaltigkeitsrisiko, Beschaffungsrisiko und HSSE-Risiko. Präqualifikation [G1-2.15b] Die Präqualifikation von Lieferant:innen ist Teil der vorvertraglichen Tätigkeiten, bei denen OMV Informationen von potenziellen Lieferant:innen einholt, um die Einhaltung unserer HSSE- und Nachhaltigkeitsanforderungen zu bewerten. Ziel des Präqualifikationsprozesses ist es, potenzielle Lieferant:innen zu prüfen, bevor wir sie an Bord holen. Nur so können wir sicherstellen, dass nur jene Lieferant:innen für eine zukünftige Zusammenarbeit infrage kommen, die unsere HSSE- und Nachhaltigkeitsstandards erfüllen. Die Präqualifikation basiert auf einer standardisierten Liste von Elementen und Zielen in Übereinstimmung mit dem HSSE-Managementsystem von OMV (z. B. HSSE-Richtlinie; ISO 9001, 14001, 45001) und unserem Nachhaltigkeits-Framework (z. B. Nachhaltigkeitsrichtlinie, Menschenrechts-Grundsatzerklärung und Beschwerdemechanismen). Auswahl von Lieferant:innen [G1-2.15b] Im Anschluss an die Präqualifikation wählt der Einkauf gemeinsam mit Unternehmensvertreter:innen im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens die geeignetsten Lieferant:innen auf der Grundlage eines vordefinierten Katalogs wirtschaftlicher und technischer Kriterien aus. Zur Unterstützung der allgemeinen Nachhaltigkeitsziele 2030 des OMV Konzerns und der Bestrebung der Abteilung Sustainable Procurement, der Nachhaltigkeit bei der Beschaffung einen „Wert“ zu geben, nahm die Einkaufsabteilung zwei Kriterien zur Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistung der Bieter:innen in deren wirtschaftliche Bewertung auf: das EcoVadis-Rating und die Beantwortung unseres Fragebogens zum Klimawandel. Im Jahr 2024 lud OMV mehr als 1.400 Lieferant:innen ein, einen vereinfachten Fragebogen zum Klimawandel auszufüllen, der intern in Anlehnung an die Struktur des CDP-Fragebogens entwickelt wurde. Zusätzlich zur Berichterstattung über ihre Emissionen fragten wir die Lieferant:innen, ob sie CO2-Reduktionsziele festgelegt haben, und luden sie ein, uns Initiativen oder Projekte zur Verringerung des CO2-Ausstoßes vorzustellen, an denen sie uns gerne beteiligen würden. Die Lieferant:innen wurden anhand des Einkaufsvolumens, ihres geschätzten CO2-Ausstoßes und der CO2-Intensität der von ihnen bezogenen Waren und Dienstleistungen ausgewählt. Darüber hinaus vermittelten wir unseren Lieferant:innen in persönlichen Treffen und Webinaren ein besseres Verständnis der Anforderungen des Fragebogens zum Klimawandel oder der TfS-Bewertung und erläuterten ihnen, warum diese Informationen für OMV wichtig sind. Risikobewertungen [G1-2.15a] Die Kenntnis des Risikos von Lieferant:innen ist ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, ob und wie wir mit ihnen Geschäfte machen. Der OMV Einkauf hat ein neues Risikoprofil erstellt, um die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette zu stärken und die Anforderungen der Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive; CSRD) und der Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit (Corporate Sustainability Due Diligence Directive; CSDDD) zu erfüllen. Die darin definierten Hauptrisikobereiche sind Nachhaltigkeit, Beschaffung und HSSE. Zusätzlich hat OMV einen Screening-Prozess eingeführt, der sicherstellt, dass Vertragspartner:innen, gegen die von der EU oder internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen Sanktionen verhängt wurden, nicht als Einkaufspartner:innen akzeptiert werden. Audits [G1-2.15a] OMV führt zwei Arten von Audits seiner Lieferant:innen und Auftragnehmer:innen durch: „Together for Sustainability“-Audits vor Ort, die sich auf die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens konzentrieren, und Audits, die von einem externen Prüfungsunternehmen vorgenommen werden. Die Audits werden im Rahmen des Präqualifikationsprozesses und/oder während des Vertragsabschlusses durchgeführt. Das Ziel der Audits ist, die Performance unserer Lieferant:innen zu messen und Maßnahmen zu definieren, die es ihnen ermöglichen, ihre Performance zu optimieren und die Anforderungen von OMV zu erfüllen. Bei externen Audits achten wir besonders auf die finanzielle Stabilität unserer Lieferant:innen, ihre Strategie und Organisation, die Lieferkette, die Nachhaltigkeit (z. B. soziale und ökologische Aspekte) und ihre Cybersicherheitsleistung. Jedes mit einem Warnhinweis versehene Auditergebnis wird vom Einkaufsteam in Zusammenarbeit mit Unternehmensvertreter:innen und anderen relevanten Funktionen (z. B. HSSE, Rechtsabteilung, Interne Revision und Compliance) weiterverfolgt und analysiert. Die Lieferant:innen werden über das Ergebnis des Audits informiert und aufgefordert, einen Korrekturplan mit konkreten Maßnahmen und einen Zeitplan für deren Umsetzung vorzulegen. Im Jahr 2024 hatten 13 Audits (2023: 22) konkrete Maßnahmen zur Folge. CO2-Transparenz in der Lieferkette [G1-2.15a] Unser Ziel ist es, den CO2-Gehalt der von uns eingekauften Waren und Dienstleistungen fortlaufend zu überwachen und zu verringern. OMV engagiert sich für Klimaschutz und verantwortungsvolles Ressourcenmanagement. Nur gemeinsam mit unseren Lieferant:innen können wir Initiativen zur CO2-Reduktion entwickeln, um die CO2-Emissionen in der Lieferkette kontinuierlich zu senken und unsere Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen zu erfüllen. Aufbau von Lieferantenkapazitäten [G1-2.15a] OMV arbeitet mit seinen Lieferant:innen zusammen, um die Nachhaltigkeitsleistung insgesamt zu verbessern. Die Lieferant:innen werden zu persönlichen Treffen oder Webinaren eingeladen, um ihnen zu vermitteln, warum TfS-Bewertungen oder unser Fragebogen zum Klimawandel wichtig sind. Themen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und CO2-armer Beschaffung besprechen wir auch bei unseren jährlichen strategischen Lieferantenmeetings, und wir laden wichtige Lieferant:innen zu vertiefenden Workshops zum Thema Innovation ein. Im Jahr 2024 standen die Themen der nachhaltigen und CO2-armen Beschaffung auch auf der Tagesordnung unserer jährlichen Meetings mit strategischen Lieferant:innen (z. B. Innovation – Wie können wir durch Innovation nachhaltige Werte schaffen?; Klimawandel – Wie können wir erfolgreiche Allianzen auf dem Weg zu Netto-Null bilden?; Kreislaufwirtschaft – Wie können wir zusammenarbeiten, um zirkuläre Lösungen effektiv umzusetzen?). Wir tauschten uns nicht nur mit unseren Lieferant:innen, sondern auch mit Einkäufer:innen über nachhaltige Beschaffungspraktiken und Innovationen bei den Lieferant:innen aus. Insgesamt 155 Einkäufer:innen (2023: 205) von OMV, OMV Petrom und Borealis nahmen im Laufe des Jahres an mehreren Schulungen teil, bei denen es insbesondere darum ging, sie auf Themen wie nachhaltige Beschaffung, Supplier Relationship Management und Innovation bei Lieferant:innen zu sensibilisieren. Im Jahr 2024 fanden 9 Meetings mit unseren strategischen Lieferant:innen statt, bei denen wirtschaftliche und technische Themen ebenso diskutiert wurden wie HSSE- und Nachhaltigkeitsbelange. Mit wichtigen Lieferant:innen wurden 7 vertiefende Workshops zum Thema Innovation abgehalten. Regionale Wertschöpfung [G1-2.15a] Wir wollen die Gemeinden an den Standorten, an denen wir tätig sind, durch Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung unterstützen. Regionaler Einkauf stärkt die lokale Wirtschaft und erfüllt die Erwartungen der Nachbargemeinden in Bezug auf den regionalen Einkauf. Der verstärkte regionale Einkauf hatte in den letzten Jahren den zusätzlichen Vorteil, dass Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs reduziert wurden. Außerdem hat er das Potenzial für eine bessere CO2-Bilanz aufgrund der kürzeren Transportwege der eingekauften Waren. Im Jahr 2024 entfielen 71,1% der konzernweiten Ausgaben auf lokale Lieferant:innen (2023: 71,2%). Ziele Einbindung der Lieferant:innen und Bewertung ihres CO2-Fußabdrucks [S1-5.44] [G1-MDR-T-80a-80j] Um die positiven Auswirkungen einer aktiven Zusammenarbeit mit Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen zur Etablierung einer positiven Unternehmenskultur und zur kontinuierlichen Förderung des Nachhaltigkeitsbewusstseins zu nutzen, haben wir eine Maßnahme definiert, die sich auf die Einbeziehung von Lieferant:innen in Bezug auf ihre Ziele zur Reduzierung der CO2-Emissionen und ihre Nachhaltigkeitspraktiken konzentriert. Diese jährliche Einbindung zahlreicher Lieferant:innen unterstützt die Erreichung unseres Ziels, dass 100% der Lieferant:innen, auf die 80% des Einkaufsvolumens entfallen, bis 2030 CO2-Reduktionsziele festgelegt haben. [MDR-T-80a] Bis 2025 wollen wir eine Bewertung der CO2-Bilanz von Lieferant:innen vornehmen, auf die 80% des Einkaufsvolumens entfallen. Ebenso wollen wir sicherstellen, dass 100% der Lieferant:innen, auf die 80% des Einkaufsvolumens entfallen, bis 2030 Ziele zur Verringerung des CO2-Ausstoßes festgelegt haben. Dies steht im Einklang mit unserer Verpflichtung, bis 2050 zu einem Unternehmen mit Netto-Null-Emissionen zu werden. Dieses Commitment bezieht sich nicht nur auf die Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit, sondern auch auf die Emissionen aus unserem Produktportfolio und andere Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Daher verpflichten wir uns zur Zusammenarbeit mit unseren Lieferant:innen und Kund:innen, um die Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu reduzieren. 2025 Bewertung des CO2-Fußabdrucks für 80% des Einkaufsvolumens 2030 100% der Lieferant:innen, auf die 80% des Einkaufsvolumens entfallen, haben CO2-Reduktionsziele umgesetzt Absolutes Ziel Aktivitäten der Wertschöpfungskette Vorgelagerte Wertschöpfungskette – Lieferanten der ersten Stufe Im Umfang enthalten Lieferanten, die gemäß Beschaffungsrichtlinie in den Aufgabenbereich der Einkaufsabteilung fallen Nicht im Umfang enthalten Alle Lieferanten, die gemäß Beschaffungsrichtlinie nicht in den Aufgabenbereich der Einkaufsabteilung fallen Geografische Abdeckung Konzernweit Bezugsjahr 2021 Bezugswert in % 33 [MDR-T-80f] Dieser KPI wurde eingeführt, um die Genauigkeit und Transparenz der Scope-3-Emissionen aus erworbenen Waren und Dienstleistungen zu verbessern. Wir haben uns für den 80/20-Ansatz entschieden und konzentrieren uns auf die Lieferant:innen, auf die 80% des Einkaufsvolumens entfallen, um die Wirkung zu maximieren. [MDR-T-80i] Im Jahr 2024 wurden keine Änderungen an diesem Ziel oder den entsprechenden Kennzahlen vorgenommen. Stand 2024: [MDR-T-80j] 100% der Lieferant:innen, auf die mehr als 80% des Einkaufsvolumens entfallen, konnten zur Bewertung ihres CO2-Fußabdrucks sowie zur Definition und Durchführung gemeinsamer Initiativen zur Verringerung der CO2-Emissionen verpflichtet werden. Dieses Ziel wird jährlich überprüft. G1-6 Kennzahlen Kennzahlen zu Lieferantenbeziehungen [MDR-M.77a; 77c][G1-6.31][G1-6.33a; 33b; 33c][Unternehmensspezifisch][Freiwillig] Einheit 2024 2023 Lieferant:innen, die zur Beantwortung des Fragebogens zum Klimawandel aufgefordert wurden Anzahl 1.450 394 Gesamtzahl bewerteter Lieferant:innen mit negativen Umweltauswirkungen in der Lieferkette, die disqualifiziert wurden % 0,1 1 Betriebsstätten von Lieferant:innen, die durch ein nach ISO 14001 oder EMAS zertifiziertes Umweltmanagementsystem abgedeckt sind % 68,90 n.a. Zahlungen, die den Standardzahlungsbedingungen entsprechen % 75,50 n.a. Durchschnittliche Frist für die Bezahlung einer Rechnung ab dem Datum, an dem die vertragliche oder gesetzliche Zahlungsfrist begann Tage 56,10 n.a. Aktuell laufende Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzugs Anzahl 1 n.a. Kennzahlendefinitionen und Methoden [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Lieferant:innen, die zur Beantwortung des Fragebogens zum Klimawandel aufgefordert wurden: bezieht sich auf alle strategischen Lieferant:innen (auf die 80% des Einkaufsvolumens entfallen), die zur Beantwortung des Fragebogens zum Klimawandel aufgefordert wurden und diesen ausgefüllt haben. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a] Gesamtzahl bewerteter Lieferant:innen mit negativen Umweltauswirkungen (z. B. in Bezug auf Ressourcennutzung, Abfallmanagement, Energiemanagement usw.) in der Lieferkette, die disqualifiziert wurden: Dieser Wert errechnet sich aus der Anzahl der disqualifizierten Lieferant:innen in der Präqualifikation im Verhältnis zur Gesamtzahl der Lieferant:innen, die an der Präqualifikation teilgenommen haben. [Freiwillig] [MDR-M.77a] Betriebsstätten von Lieferant:innen, die durch ein nach ISO 14001 oder EMAS zertifiziertes Umweltmanagementsystem abgedeckt sind: Dieser Wert wird dem EcoVadis-Portal entnommen. [G1-6.33b] [MDR-M.77a] Zahlungen, die mit den Standardzahlungsbedingungen in Einklang stehen, wird auf der Grundlage der Anzahl der Zahlungen berechnet, die innerhalb der Standardzahlungsfrist von 60 Tagen geleistet wurden. [G1-6.31] [G1-6.33a, 33d] [MDR-M.77a] Die durchschnittliche Zeit in Tagen bis zur Bezahlung einer Rechnung wird anhand der gewichteten durchschnittlichen Zahlungsfristen des Rahmenvertrags (Basisdatum) ermittelt. Dies wird als Differenz zwischen dem Basisdatum und dem Ausgleichsdatum berechnet, gewichtet mit dem jeweiligen Rechnungswert in EUR. Liegt das Ausgleichsdatum vor dem Basisdatum, wird es auf 0 gesetzt und von der Berechnung ausgeschlossen. In Fällen, in denen kein Rahmenvertrag existiert, sondern nur ein Auftrag vorliegt, werden anstelle der Differenz zwischen dem Basisdatum und dem Ausgleichsdatum die jeweiligen Zahlungsfristen laut Auftrag herangezogen. Diese Zahlen werden in einem vom Einkauf verwalteten internen digitalen Tool gemeldet und nachverfolgt. Sie werden auf der Grundlage von Aufträgen mit Zahlungsfristen von 60 Tagen oder weniger berechnet. [G1-6.33c] [MDR-M.77a] Aktuell laufende Gerichtsverfahren wegen Zahlungsverzugs werden auf Basis von Einzelfällen ermittelt und beziehen sich auf Verfahren, die unsere Zahlungsfristen von 60 Tagen oder weniger überschreiten. Cybersicherheit Wesentliches Thema (Unternehmensspezifisch): Cybersicherheit Schutz von Menschen, Vermögenswerten, Betrieben, Informationen und Ansehen vor Cyberbedrohungen, Zwischenfällen oder Krisen, um die Kontinuität unserer Geschäftstätigkeit zu gewährleisten In einer zunehmend vernetzten globalen Welt sind Informationen immer mehr Risiken, Bedrohungen und anderen unberechenbaren Herausforderungen ausgesetzt. OMV investiert daher in die Informations- und Cybersicherheit, um Technologien, Anlagen und kritische Informationen zu schützen, aber auch um unseren Ruf zu wahren und Schäden oder finanzielle Verluste durch unbefugten Zugriff auf unsere Systeme und Daten zu vermeiden. Das wesentliche Ziel hierbei ist es, OMV frei von Sicherheitslücken zu halten und vor potenziellen Sicherheitsrisiken zu schützen. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Ein potenzieller fortgeschrittener Cyberangriff auf konvergente IT/OT-Systeme von OMV könnte Fehlfunktionen und Unterbrechungen bei wichtigen Prozesssteuerungen der Anlagen zur Folge haben. Dies kann zu falschen Informationen über die Parameter von Produktionsprozessen führen und eine Kettenreaktion auslösen, die in physischen Störfällen mit Auswirkungen auf die Umwelt resultieren kann, wie beispielsweise Bränden, Gaslecks oder Ölaustritten. Darüber hinaus könnte der Angriff, abhängig von der verwendeten Software, Systeme mit vertraulichen und privaten Daten treffen, was wiederum zu einem Datenleck führen könnte. Um das Risiko eines möglichen Datenlecks oder -verlusts zu mindern, setzt OMV ein ausgereiftes Informationssicherheitsmanagementsystem ein, das die Sicherheit personenbezogener Daten erhöht und Persönlichkeitsrechte schützt. Beide für OMV unter G1 Cybersicherheit identifizierten IROs sind mit allen drei OMV Geschäftsbereichen (Energy, Fuels & Feedstock und Chemicals) innerhalb unserer eigenen Geschäftstätigkeit verbunden. Außerdem erstrecken sich beide Auswirkungen auf unsere vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette. Mehr über unsere wesentlichen IROs für Cybersicherheit finden Sie im Abschnitt >ESRS 2 Allgemeine Angaben. Governance Für die IT-Sicherheit ist das Group IT & Digital Office unter der Leitung des:der Chief Information Officer (CIO) zuständig, der:die direkt an den:die Chief Financial Officer (CFO) berichtet. Der:die Group CIO wird von dem:der Chief Information Security Officer (CISO) des Konzerns und dem Group IT/OT Governance Team unterstützt. Für den Datenschutz ist das Group Data Protection Office zuständig. Spezifische Richtlinien57 und Verpflichtungen IT/OT-Sicherheitsrichtlinie [MDR-P 65a] Die IT58/OT59-Richtlinie von OMV enthält umfassende Leitlinien und Präventivmaßnahmen zum Schutz der Integrität und Sicherheit von IT/OT-Systemen, die dazu beitragen, die negativen Auswirkungen potenzieller fortschrittlicher Cyberangriffe auf unsere IT/OT-Konvergenzsysteme zu adressieren. Diese Richtlinie ist von entscheidender Bedeutung für den Schutz kritischer Infrastrukturen und die Gewährleistung der Widerstandsfähigkeit von Prozesssteuerungssystemen gegen einen potenziellen fortschrittlichen Cyberangriff. Ein solcher Angriff könnte zu Fehlfunktionen und Unterbrechungen in wichtigen Prozesssteuerungen von Anlagen führen, was wiederum falsche Informationen über die Parameter von Produktionsprozessen zur Folge haben und möglicherweise eine Kettenreaktion auslösen könnte, die zu physischen Unfällen mit Auswirkungen auf die Umwelt führt, wie zum Beispiel Bränden, Gaslecks oder Ölaustritten. Unsere interne IT/OT-Sicherheitsrichtlinie legt die Details des IT/OT-Sicherheitsframeworks fest, mit dem themen- oder bereichsbezogene Sicherheitsstandards und ‑richtlinien laufend angepasst und verwaltet werden. Das Sicherheitsframework besteht aus insgesamt etwa 50 Regelwerken und ist auf die Empfehlungen der ISO-27000-Reihe für IT-Kontrollen und -Domänen (insbesondere ISO/IEC 27001:2022) abgestimmt, wobei die Zertifizierung durch externe Überwachungs- und jährliche Rezertifizierungsprozesse aufrechterhalten wird.Eine vollständige Rezertifizierungsprüfung wurde im Juli 2022 erfolgreich abgeschlossen und die Zertifizierungsperiode für OMV bis 2025 verlängert. Eines der Grundprinzipien eines Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) ist der Zyklus der kontinuierlichen Verbesserungen, um potenzielle IT-Sicherheitslecks oder -schwachstellen zu identifizieren, zu verhindern bzw. zu reduzieren und entsprechende Korrekturmaßnahmen zu setzen. Es umfasst auch die Verpflichtung von OMV zur Sicherung des Betriebs seiner Services in bestimmten Bereichen, wie beispielsweise im Retail-Geschäft und den damit verbundenen PCI-DSS60-Anforderungen. Die IT/OT-Sicherheitsrichtlinie wird durch zusätzliche interne Standards und Vorschriften ergänzt, die genau beschreiben, wie wir das ISMS gemäß dem festgelegten Framework implementieren, pflegen und überwachen. Das ISMS wird laufend überwacht und zielt darauf ab, Risiken zu minimieren, die sich aus Cyberbedrohungen ergeben und zu Produktionsunterbrechungen, Rechtsverstößen und Reputationsschäden führen können. Die IT/OT-Sicherheitsrichtlinie spiegelt unsere Verpflichtung wider, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit aller Informationen und IT/OT-Cyber-Assets innerhalb der Organisation zu schützen. [MDR-P 65b, 65c] Diese Richtlinie gilt für den OMV Konzern weltweit, einschließlich unserer Tochtergesellschaften Borealis AG und OMV Petrom S.A. Wo immer erforderlich, werden die jeweils geltenden lokalen Gesetze und Vorschriften berücksichtigt. Sie gilt jedoch nicht für die SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. und deren Tochtergesellschaften. Die Richtlinie wird vom OMV Vorstand genehmigt, und die oberste Verantwortung für ihre Umsetzung trägt der:die CIO. [MDR-P 65e, 65f] Sowohl das IT/OT-Sicherheitsframework als auch die Datenschutzrichtlinie wurden im Rahmen umfassender Konsultationen mit internen Interessenträger:innen entwickelt, darunter Vertreter:innen unserer eigenen Belegschaft, des Betriebsrats und der Geschäftsbereiche. Alle Richtlinien, internen Standards und Prozesse in Bezug auf IT/OT, die OMV bei der Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit aller Informationen und IT/OT-Cyber-Assets des Unternehmen leiten, werden über interne Kommunikationskanäle und über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet regelmäßig an alle Arbeitnehmer:innen von OMV kommuniziert. Relevante Aspekte für bestimmte externe Interessenträger:innen, wie zum Beispiel Lieferant:innen, werden in vertragliche Vereinbarungen aufgenommen. Datenschutzrichtlinie [MDR-P 65a] Um das Risiko eines möglichen Datenlecks oder -verlusts durch einen fortschrittlichen Cyberangriff zu mindern, setzt OMV ein ausgereiftes Informationssicherheitsmanagementsystem ein, das mit der Datenschutzrichtlinie abgestimmt ist. Diese Richtlinie ist die wichtigste Quelle für die Datenschutzgrundsätze, -verfahren und -verantwortlichkeiten im OMV Konzern und gewährleistet die Einhaltung der DSGVO und anderer relevanter Datenschutzbestimmungen. Sie besteht aus einem Hauptdokument und sieben Anhängen, die für OMV relevante Themen und regulatorische Verpflichtungen des Unternehmens behandeln. Die Richtlinie enthält eine umfassende Einführung in die Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten, die sich aus der DSGVO ableiten, sowie in die Rechte der betroffenen Personen und die Verfahren zur Ausübung dieser Rechte. Sie bietet Erklärungen zu den vertraglichen Beziehungen mit Lieferant:innen und der Verwendung von Daten für Marketingzwecke des Unternehmens. Außerdem geht sie auf Fälle ein, in denen personenbezogene Daten von Dritten gemäß Artikel 28 DSGVO verarbeitet oder in Länder außerhalb der EU mit einem niedrigeren Datenschutzniveau als in der EU übermittelt werden. Darüber hinaus bietet sie detaillierte Informationen über wesentliche Verfahren und Aufgaben, die sich aus der DSGVO ergeben, wie etwa die Führung des Verarbeitungsverzeichnisses, die Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung (Data Protection Impact Assessment; DPIA), das Management möglicher Datenschutzverletzungen sowie die korrekte Verwendung von Geräten des Unternehmens und die damit verbundenen möglichen Konsequenzen für Arbeitnehmer:innen im Falle deren Missbrauchs. [MDR-P 65b, 65c] Diese Richtlinie gilt für die OMV Aktiengesellschaft weltweit, einschließlich unserer Tochtergesellschaften Borealis AG und OMV Petrom S.A. Wo immer erforderlich, werden die jeweils geltenden lokalen Gesetze und Vorschriften berücksichtigt. Anonymisierte Daten sowie Daten im Zusammenhang mit der Staatssicherheit, der Landesverteidigung und der öffentlichen Sicherheit fallen nicht unter die Datenschutzrichtlinie. Alle Arbeitnehmer:innen, Auftragnehmer:innen und Geschäftspartner:innen von OMV haben die in dieser Richtlinie enthaltenen Weisungen zu befolgen. Die Richtlinie wird vom OMV Vorstand genehmigt, der auch für ihre Umsetzung verantwortlich ist. Die Verantwortung für die Umsetzung liegt beim:bei der SVP Finance, Tax, Treasury & Risk Management. [MDR-P 65d, 65f] Diese Datenschutzrichtlinie von OMV gilt für alle Systeme, die konzernweit zur Verarbeitung personenbezogener Daten eingesetzt werden, sowie für alle Unternehmen und Datenverarbeitungstätigkeiten von OMV, die der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung; DSGVO) unterliegen (siehe unten stehenden Abschnitt 7 dieser Richtlinie). Die Datenschutzrichtlinie steht allen Arbeitnehmer:innen von OMV über die OMV Regulations Alignment Platform im OMV Intranet zur Verfügung und dient als Referenz für spezielle Schulungen zur Sensibilisierung der Arbeitnehmer:innen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte und des Geltungsbereichs der Richtlinie ist ebenfalls für alle Arbeitnehmer:innen von OMV über das Intranet verfügbar. Relevante Aspekte für externe Interessenträger:innen, wie zum Beispiel Lieferant:innen und Geschäftspartner:innen, werden in vertragliche Vereinbarungen aufgenommen. Darüber hinaus ist unsere Datenschutzrichtlinie auf unserer/ Website aufrufbar. In Bezug auf die Datenschutzrichtlinie werden die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen in der IT/OT-Sicherheitsrichtlinie behandelt. Maßnahmen zum Umgang mit IROs. Wichtigste Maßnahmen [MDR-A 68a-68e] Die wichtigsten Maßnahmen61, die zur Erreichung unserer Ziele und Vorgaben ergriffen und geplant wurden, sind im Folgenden aufgeführt. Das Bestreben, einen Gesamtreifegrad der Cybersicherheit von 4,0 (auf einer Skala von 1 bis 5) zu erreichen, zeigt in direkter Korrelation die Effizienz des Richtlinienrahmens in Bezug auf das ISMS und die daraus resultierende Widerstandsfähigkeit gegen Bedrohungen, die sich in der Anzahl nennenswerter Cybersicherheitsvorfälle widerspiegelt. Da der menschliche Faktor ausschlaggebend für die Gewährleistung der Cybersicherheit im täglichen Betrieb ist, werden Sensibilisierungsmaßnahmen in allen möglichen Formaten entwickelt und bereitgestellt, um unsere Arbeitnehmer:innen entsprechend zu schulen. [MDR-A 69b] Im Jahr 2024 überschritt keine der Maßnahmen im Zusammenhang mit dem wesentlichen Thema Cybersicherheit den für unsere wichtigsten Maßnahmen festgelegten Schwellenwert von EUR 5 Mio. Folglich wird dieses Thema im Jahresabschluss nicht berücksichtigt. [MDR-A 69a] OMV ist bestrebt, seine langfristige Finanzierungspolitik mit der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in Einklang zu bringen. Aus diesem Grund prüft OMV die Möglichkeiten nachhaltiger Finanzierungen und nachhaltigkeitsbezogener Finanzierungen, bei denen die Kosten eines Finanzinstruments an die Erreichung bestimmter strategischer Nachhaltigkeitsziele gekoppelt sind. Für die Durchführung der in der nachstehenden Tabelle aufgeführten wichtigsten Maßnahmen steht derzeit kein nachhaltiges Finanzinstrument aus. Wichtige Maßnahme (Summe von einzelnen Maßnahmen, deren Implementierung CAPEX von je EUR ≥5 Mio. benötigt) Management und Verbesserung der Cybersicherheit1 Status Geplant Erwartetes Ergebnis Management und/oder Verbesserung der Cybersicherheit Beitrag zu Vorgaben/Ziel der Richtlinie Trägt zum Ziel von OMV bei, eine allgemeine Cybersicherheitsreife von 4,0 (auf einer Skala von 1 bis 5) auf der Grundlage des „Capability Maturity Model Integration“-(CMMI-)Referenzmodells zu erreichen. Ein hoher Reifegrad wirkt sich auf die allgemeine Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen aus und schützt unsere Technologie, Anlagen und kritischen Informationen vor Risiken, die sich bei einem Vorfall in verschiedenen Dimensionen wie Rufschädigung, finanziellem Verlust oder Datenlecks manifestieren könnten. Umfang Eigene Tätigkeiten Zeithorizont Mittelfristig Abhilfe n.a. Fortschritt Bewertung CAPEX 2024 EUR Mio keine Maßnahmen oberhalb des Schwellenwerts für wichtige Maßnahmen CAPEX 2025–2030 EUR Mio ~5 Relevante IROs G1-5 1 Im Zusammenhang mit Aktivitäten in Deutschland [MDR-A 68] Zusätzlich zu den wichtigsten Maßnahmen, die zur Adressierung der wesentlichen IROs definiert wurden, sind auch Maßnahmen vorgesehen, die diesen Schwellenwert nicht erreichen, aber ebenso wichtig sind, um die negativen Auswirkungen eines potenziellen fortschrittlichen Cyberangriffs auf die IT/OT-Konvergenzsysteme von OMV zu adressieren, der zu Fehlfunktionen und Unterbrechungen der wesentlichen Prozesssteuerungen von Anlagen führen könnte. Risikobewertungen und Audits [MDR-A 68a-68c, 68e] Ein wichtiger Aspekt der IT/OT-Sicherheitsrichtlinie ist die Bewertung von Risiken im Zusammenhang mit Cyber-Assets in IT und OT. OMV unterhält seit 2019 ein Exzellenzprogramm für Informationssicherheit. Jedes Jahr werden verschiedene Projekte auf der Grundlage von Vorevaluierungen durchgeführt, die die Grundsätze der Ressourcenzuweisung und deren Auswirkungen auf eine Verringerung der Cyberrisiken berücksichtigen. Die Umsetzung dieser Projekte erhöht den allgemeinen Reifegrad der Informationssicherheit bei OMV und trägt dazu bei, die Gefährdung durch Cyberbedrohungen zu verringern. Der Umfang konzentriert sich auf unsere eigenen Tätigkeiten. Risikobewertungen sind ein fortlaufender Prozess, wohingegen die ISMS-Aktivitäten von OMV jährlich externen Audits unterzogen werden, um die Einhaltung und Effizienz der entsprechenden Zertifizierung zu überprüfen. Die jüngste Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 wurde im Juni 2024 erteilt. Technische, proaktive und reaktive Maßnahmen [MDR-A 68a-68e] Basierend auf den Leitlinien der IT/OT-Sicherheitsrichtlinie wird das Sicherheitsrisiko durch die Einführung von neuen Tools, individuellen Erkennungsstrategien und Reaktionsplänen reduziert, um unsere physischen und digitalen Umgebungen gut abzuschirmen. Technische „Housekeeping“-Maßnahmen sorgen mit der neuesten Hard- und Software sowie adäquaten Informationssicherheitsprozessen für eine solide Basis. Wir implementieren Sicherheitspatches und bieten Leitlinien für konsistente Hard- und Softwarelebenszyklen an. Proaktive und reaktive Maßnahmen sorgen für eine permanente Transparenz rund um bestehende Risiken, Sicherheitslücken und Schwachstellen. Wir integrieren diese Maßnahmen, um unsere Anlagen vor Eindringlingen zu schützen, eventuelle Schäden auf ein Minimum reduzieren und eine schnelle und vollständige Wiederherstellung unserer Systeme zu gewährleisten. Beispiele für derartige Maßnahmen sind kontinuierliche Schwachstellen-Scans von Cyber-Assets, Simulationen von Sicherheitsverletzungen und Angriffen zur Bewertung potenzieller Angriffsflächen, laufende interne und externe Penetrationstests für kritische Anwendungen/Systeme sowie externe Audits zur Qualitätssicherung (ISO 27000, PCI-DSS, NIS usw.). Dieser umfassende Ansatz gewährleistet, dass wir proaktiv gegen potenzielle Bedrohungen vorgehen und die hohe Sicherheit unserer Systeme aufrechterhalten. Der Umfang konzentriert sich auf unsere eigenen Tätigkeiten. Die Einführung und Identifizierung neuer Tools, individueller Erkennungsstrategien und Reaktionspläne ist ein fortlaufender Prozess. Im Jahr 2024 wurden rund 500 IT-Projekte von der Funktion IT Security Governance begleitet (2023: 400), um die festgelegten Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und somit die Anlagen von OMV entsprechend ihrem spezifischen Bedarf zu schützen. Schulungen MDR-A 68a-68c, 68e] Die Sensibilisierung und Schulung von Arbeitnehmer:innen innerhalb unserer eigenen Betriebe zum Thema Cybersicherheit ist eine wesentliche Anforderung der IT/OT-Sicherheitsrichtlinie. OMV führt jährlich regelmäßige und intensive Schulungen durch, um das Bewusstsein unserer Arbeitnehmer:innen für Informationssicherheit auf einem angemessenen Niveau zu halten. Diese Schulungen decken eine Reihe von Themen ab, darunter allgemeine Fragen der Informationssicherheit, anlassbezogene Forderungen nach zeitnahen Gegenmaßnahmen für bestimmte Anwendungsfälle und zielgruppenorientierte Inhalte. Zu den Schulungsformaten gehören verpflichtende E-Learning-Kurse inklusive Wissensabfrage, themenbezogene Videos, Präsenzschulungen, Anti-Phishing-Trainings sowie der Austausch von Nachrichten über die MyNews-Plattform im Intranet und interne Blog-Postings. Dieser facettenreiche Ansatz gewährleistet ein umfassendes Programm für kontinuierliches Lernen und damit eine effektive Vertiefung der Kenntnisse unserer Arbeitnehmer:innen in IT-Sicherheitsbelangen. Im Jahr 2024 wurden rund >55 verschiedene Arten von Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt (z. B. Präsenzübungen, Online-Schulungen und E-Mail-Phishing-Kampagnen, verpflichtendes E-Learning, MyNews im Intranet), um Cybersicherheitsrisiken zu mindern und gleichzeitig zu den positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit dem ausgereiften Informationsmanagementsystem zum Schutz personenbezogener Daten beizutragen (2023: rund 65). IT Business Continuity [MDR-A 68a-68c] Die Kontinuität der Informationssicherheit unserer eigenen Tätigkeiten ist in die Managementsysteme von OMV zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs integriert, wie in unserer IT/OT-Sicherheitsrichtlinie dargelegt. OMV testet seine IT-Business-Continuity-Pläne und Verfahren zur Reaktion auf IT-Vorfälle jährlich in Cyber-Notfallübungen. Diese werden in bestimmten Formaten durchgeführt (z. B. im Jahr 2024 durch die Teilnahme an der Übung Cyber Europe 2024) und konzentrieren sich auf realistische Bedrohungsszenarien mit dem Ziel, die entsprechenden Verfahren und Prozesse zur Schadensbegrenzung zu testen. Diese Übungen umfassen eine Reihe von sogenannten „Injects“. Jedes Inject stellt ein Ereignis oder eine Teilinformation dar, das bzw. die im Laufe des Szenarios eingespielt wird und sich auf den jeweiligen Sicherheitsvorfall bezieht. Die Zielgruppe für dieses Szenario besteht in der Regel aus Vertreter:innen verschiedener Funktionen, darunter IT-Sicherheit, oberes IT-Management, OT-Sicherheit und Kommunikation. Nach jedem Inject wird eine Überprüfung und Bewertung des Prozesses durchgeführt. Dazu gehört auch eine Evaluierung der gewonnenen Erkenntnisse Ziele Unsere Bestrebung [MDR-T-81b-i] Unser Bestreben ist es, dass alle von der OMV Group IT bereitgestellten Dienste, Anlagen und Infrastrukturen entsprechend ihrem jeweiligen Schutzbedarf zur Verfügung gestellt und entsprechend überwacht und gewartet werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt. Diese beziehen sich entweder auf Menschen und Bewusstseinsbildung mittels prozess- und cyberrisikobasierter Initiativen oder auf technologische Implementierungen (Tools, Cyberabwehrkapazitäten, Endpunkterkennung usw.), um eine angemessene Cyberresilienz zu gewährleisten. Um die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zu überprüfen, bewerten wir regelmäßig den Reifegrad unserer Sicherheitsdienste durch externe Audits auf der Grundlage gegebener Standards (CMMI). Weitere Indikatoren zur Bewertung unseres Fortschritts und der Effizienz der Informationssicherheitsstrategien sind die Anzahl der durchgeführten Schulungen, die Häufigkeit dieser Schulungen, die Gesamtexposition gegenüber IT-Risiken und die Anzahl nennenswerter Cybersicherheitsvorfälle. Stand 2024: [MDR-T-81b-ii] In einer zunehmend digitalisierten Welt stellen Ransomware, Phishing-Angriffe und gezielte Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen für Unternehmen eine Bedrohung dar. Deepfakes und die Verbreitung von Fehlinformationen und Desinformationen durch den verstärkten Einsatz von KI rücken immer mehr in den Fokus und stellen auch OMV vor neue Herausforderungen. Mit gezielten Maßnahmen wie dem Einsatz neuester IT-Sicherheitstechnologien, umfassenden Schulungsmaßnahmen für unsere Arbeitnehmer:innen und ganzheitlichen Konzepten zur Cyberresilienz des Unternehmens sieht sich OMV gut auf diese neuen Herausforderungen vorbereitet Kennzahlen [Unternehmensspezifisch][MDR-M.77c] >55 Schulungen zum Thema Cybersicherheit [Unternehmensspezifisch][MDR-M.77c] 0 nennenswerte Vorfälle im Bereich der Cybersicherheit Kennzahlendefinitionen und Methode [MDR-M.77b] Die Messung aller unten aufgeführten Kennzahlen wird von einer externen Stelle während der jährlichen ISO-27K-Audits validiert, um die Wirksamkeit der implementierten ISMS-Aktivitäten zu bewerten. [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl der Schulungen zum Thema Cybersicherheit bezieht sich auf die Anzahl der durchgeführten Schulungen, E-Learnings und Kampagnen zur Sensibilisierung für E-Mail-Phishing sowie der veröffentlichten MyNews- und Blog-Artikel. Die Häufigkeit dieser Schulungen variiert je nach Thema – von monatlich (z. B. für Neueinstellungen) bis jährlich (verpflichtendes E-Learning). [Unternehmensspezifisch] [MDR-M.77a, 77c] Die Anzahl nennenswerter Vorfälle im Bereich der Cybersicherheit bezieht sich auf rechtlich definierte Vorfälle (aus der Richtlinie zur Netzwerk- und Informationssicherheit), zu deren Meldung OMV als Anbieter kritischer Infrastrukturen verpflichtet ist. Wirtschaftliche Auswirkungen Wesentliches Thema: (Unternehmensspezifisch) Wirtschaftliche Auswirkungen Schaffung von direktem und indirektem wirtschaftlichen Wert durch die OMV Geschäftstätigkeiten für nachhaltiges Wachstum und den Aufbau starker Beziehungen zu Gemeinschaften (Community Relations) Relevante SDGs: Unsere Geschäftstätigkeiten generieren einen hohen Steueraufwand in unterschiedlichster Form. Wir zahlen Körperschaftsteuern, Lizenzgebühren, Produktionssteuern, Stempelgebühren, Steuern in Zusammenhang mit Löhnen und Gehältern sowie andere Steuern. Darüber hinaus behalten wir Lohnsteuern und indirekte Steuern wie Verbrauchs- und Umsatzsteuer ein und führen diese ab. Die Steuern, die wir bezahlen und einbehalten, machen einen wesentlichen Teil unseres wirtschaftlichen Beitrags in den Ländern aus, in denen wir tätig sind. Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks, and Opportunities; IROs) Die ermittelten wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen stehen im Zusammenhang mit unserem positiven Beitrag zur lokalen Wirtschaft. Dazu gehört die verantwortungsvolle und gerechte Verteilung des wirtschaftlichen Werts auf verschiedene Interessenträger:innen, was eine potenzielle Verbesserung unserer Reputation und mehr Anreize für Investor:innen mit sich bringt. Eine verminderte Zahlung lokaler Steuern und Abgaben aufgrund von Konjunkturabschwüngen oder Geschäftsrückgängen könnte sich jedoch auf die Leistung von Beiträgen für Gemeinschaften auswirken, während eine geringe Verteilung des wirtschaftlichen Werts zu weniger Anreizen für verschiedene wichtige Interessenträger:innen führt. Der aktive Beitrag von OMV zur lokalen Wirtschaft kann neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen und das Potenzial eines solchen Engagements aufzeigen. Dieser positive Beitrag wirkt sich auch positiv auf Investitionen in Gemeinschaften aus, was den Nutzen der wirtschaftlichen Aktivitäten von OMV für die lokale Entwicklung unterstreicht. Außerdem können geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten zu höheren Steuern und regulatorischen Änderungen führen. Diese Herausforderungen können einen Reputationsverlust für OMV zur Folge haben, da eine geringere Verteilung des wirtschaftlichen Werts die Chancen schmälert und das Ansehen des Unternehmens in Gemeinschaften und bei Investor:innen untergräbt, wie zum Beispiel durch geringere Zahlungen an lokale Haushalte. Alle für den OMV Konzern unter G1 Wirtschaftliche Auswirkungen identifizierten IROs sind mit allen drei OMV Geschäftsbereichen (Energy, Fuels & Feedstock und Chemicals) innerhalb unserer eigenen Geschäftstätigkeit verbunden. Außerdem erstrecken sich einige dieser IROs auf unsere vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette. Governance Für die Steuertransparenz ist die Steuerabteilung zuständig, während die Berichterstattung über die Verteilung nach Interessengruppen und finanzielle Unterstützungen dem Finance Group Reporting obliegt. Beide Abteilungen berichten direkt an den Finanzvorstand. Die Berichterstattung zu erheblichen Bußgeldern und Verstößen gegen Gesetze und Vorschriften obliegt dem Team der Rechtsabteilung des Konzerns, das direkt dem:der Generaldirektor:in unterstellt ist. Die konzernweite Steuerrichtlinie regelt steuerliche Angelegenheiten und stellt klare Prozesse und Verantwortlichkeiten in Bezug auf die Steuertransparenz sicher. Die Strategie wird vom:von der Vice President Tax Group überwacht und jährlich überprüft. Wesentliche Änderungen bedürfen der Genehmigung des:der CFO. Die für diesen Nachhaltigkeitsaspekt verantwortliche ranghöchste Person ist der:die Vice President Tax Group. Die Genehmigung von Richtlinien erfolgt durch den:die CFO. Spezifische Richtlinien62 und Verpflichtungen Der aktive Beitrag von OMV zur lokalen Wirtschaft kann neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen und das Potenzial eines solchen Engagements aufzeigen, das sich an den Grundsätzen der OMV Steuer- und Nachhaltigkeitsrichtlinien orientiert. Dieser positive Beitrag wirkt sich auch positiv auf die Investitionen in Gemeinschaften aus, was den Nutzen der wirtschaftlichen Aktivitäten von OMV für die lokale Entwicklung unterstreicht. Die Richtlinien stellen sicher, dass OMV die lokalen Steuervorschriften einhält und pünktliche Zahlungen leistet, was die finanzielle Stabilität und das Wachstum unterstützt. In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs kann es jedoch zu geringeren Beiträgen an das Gemeinwesen kommen, da weniger lokale Steuern und Abgaben gezahlt werden. Dies zeigt, wie wichtig die Steuer- und Nachhaltigkeitsrichtlinien für die Aufrechterhaltung konsistenter und verantwortungsvoller Steuer- und Sozialinvestitionspraktiken sind. Steuerrichtlinie [MDR-P 65a] OMV verpflichtet sich, Steuergesetze auf verantwortungsvolle Weise einzuhalten sowie offene und konstruktive Beziehungen zu Steuerbehörden zu pflegen. Dies spiegelt sich auch in der OMV Steuerstrategie wider. Die OMV Steuerstrategie gründet auf den Werten unseres Code of Conduct und spiegelt diese wider. Beide Dokumente sind öffentlich zugänglich. Diese Richtlinie definiert die Mindestanforderungen für Steuern, Abgaben und Beiträge, Steuerplanung und Steuerbuchhaltung sowie Verrechnungspreise und Mehrwertsteuerverwaltung. Unsere Steuerplanung unterstützt die Geschäftstätigkeit von OMV und berücksichtigt unsere kommerziellen und wirtschaftlichen Aktivitäten. OMV betreibt keine Steuerplanung mit künstlichen Strukturen, die lediglich zur Steuerersparnis eingerichtet werden, oder mit Transaktionen ohne wirtschaftliche Substanz, die auf die Erlangung unzulässiger Steuervorteile abzielen. Die Gesellschaften des OMV Konzerns werden in für geeignet befundenen Rechtsformen unter Berücksichtigung unserer Geschäftstätigkeiten und des vorherrschenden regulatorischen Umfelds gegründet. [MDR-P 65b-65d] Die Richtlinie gilt weltweit für alle Unternehmen und voll konsolidierten Tochtergesellschaften des OMV Konzerns, schließt jedoch einige Borealis Tochtergesellschaften aus, wie beispielsweise Rosier S.A. Belgium, mtm plastics GmbH, Kunststoffrecycling GmbH, DYM Solution Co, Ltd. und Etenförsörjning i Stenungsund AB. OMV gründet keine Tochtergesellschaften in Ländern, die sich nicht an internationale Standards hinsichtlich der Transparenz von und des Informationsaustauschs zu Steuerangelegenheiten halten, außer wenn dies aus betrieblichen Gründen erforderlich ist und nicht im Widerspruch zum Code of Business Ethics und zum Code of Conduct von OMV steht. Das wichtigste interne Regelwerk von OMV für Steuern ist die konzernweite Steuerrichtlinie (Global Tax Directive). Die Richtlinie wird vom OMV Vorstand genehmigt, und die oberste Verantwortung für deren Umsetzung trägt der:die SVP Finance, Tax, Treasury & Risk Management. Wir halten uns an die geltenden Steuergesetze und versuchen, das Risiko von Unsicherheiten oder Streitigkeiten zu begrenzen. Wir führen Transaktionen zwischen Unternehmen des OMV Konzerns zu marktüblichen Bedingungen und in Übereinstimmung mit den aktuell geltenden OECD-Grundsätzen durch. [MDR-P 65e, 65f] OMV pflegt einen offenen Dialog mit Regierungen und Steuerbehörden und ist dabei um Transparenz und einvernehmliche Lösungen bemüht. Das Unternehmen beteiligt sich aktiv an Gesetzgebungsverfahren und bringt sich bei der Entwicklung von Steuergesetzen ein. OMV hält sich an die Vorschriften zur Finanzberichterstattung und erstellt seine Abschlüsse gemäß den Internationalen Rechnungslegungsstandards (International Financial Reporting Standards; IFRS). Das Unternehmen sorgt für Transparenz, indem Zahlungen an staatliche Stellen offengelegt werden und den österreichischen Behörden ein länderbezogener Bericht (Country-by-Country Report; CbCR) in Übereinstimmung mit der Maßnahme 13 des OECD-Aktionsplans zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting; BEPS) übermittelt wird. Es werden regelmäßige Risikoprüfungen durchgeführt, die auch steuerliche Risiken einschließen. Schlüsselrisiken werden dem Aufsichtsrat berichtet. Der Vorstand setzt sich für eine nachhaltige Risikokultur ein, und die Steuerstrategie wird jährlich von internen Expert:innen überprüft. Die Steuerrichtlinie ist auf der OMV Regulations Alignment Platform verfügbar. Sie wird ergänzt durch Schulungen, um sicherzustellen, dass alle betroffenen Arbeitnehmer:innen unsere allgemeinen Richtlinien verstehen und wissen, wie sie in der Praxis anzuwenden sind. Unternehmensweiter Risikomanagementstandard [MDR-P 65a] Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten können zu höheren Steuern und regulatorischen Änderungen führen. Diese Herausforderungen können die Reputation von OMV schädigen, da eine geringere Verteilung des wirtschaftlichen Werts die Chancen schmälert und das Ansehen des Unternehmens bei Gemeinschaften und Investor:innen schwächt. Ein Beispiel dafür sind geringere Zahlungen an die lokalen Haushalte. Um diesen Risiken und negativen Auswirkungen wirksam zu begegnen, hält sich OMV an den unternehmensweiten Risikomanagementstandard (EWRM-Standard). Dieser Standard gewährleistet, dass geopolitische und wirtschaftliche Risiken proaktiv erkannt, bewertet und gesteuert werden. Der unternehmensweite Risikomanagementstandard (EWRM-Standard) ist die Richtlinie, die die Auswirkungen und Chancen innerhalb von OMV direkt steuert, insbesondere im Hinblick auf Risiken im Zusammenhang mit geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und einer geringeren Verteilung des wirtschaftlichen Werts. Dieser Standard soll den Konzernfunktionen sowie den Geschäftsbereichen und deren Tochtergesellschaften innerhalb des OMV Konzerns als Anleitung dafür dienen, wie Risiken auf allen Ebenen des Konzerns zu bewerten, zu steuern und zu berichten sind. Er enthält Anweisungen zur Identifizierung, Analyse, Bewertung und Bewältigung von Risiken, um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiken und potenziellen Erträgen zu gewährleisten. Das Rahmenwerk fördert die kontinuierliche Bewertung, Minderung und Berichterstattung von Risiken durch Integration des Risikomanagements in das Tagesgeschäft. MDR-P 65b-65f] In Bezug auf den EWRM-Standard werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt >E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft behandelt. Im Rahmen des EWRM-Standards von OMV sind Prozesse und Mechanismen definiert, um potenzielle negative Auswirkungen und Risiken zu verhindern, abzumildern und zu beheben. Beispiele dafür sind: Risikobewertungen Wir evaluieren laufend die aktuellen und zukünftigen finanziellen und nicht finanziellen Risiken, die auch steuerliche Risiken einschließen, bewerten die Bedeutung dieser Entwicklungen für OMV und planen entsprechende Maßnahmen. Intern berichten wir dem Aufsichtsrat mindestens zweimal jährlich in einem klar definierten Prozess über die Schlüsselrisiken. Der Vorstand treibt das Risikomanagementprogramm von OMV aktiv voran und setzt entscheidende Akzente für den Aufbau einer starken Kultur des Risikobewusstseins im gesamten Unternehmen. Wir wenden das OMV Risikomanagementsystem als Teil unserer internen Kontrollprozesse an. Wir identifizieren, bewerten und managen steuerliche Risiken, indem wir Risikomanagementmaßnahmen auf operativer Ebene in Form einer Reihe robuster und komplexer Kontrollen und Verfahren umsetzen. Damit gewährleisten wir, dass die Korrektheit der in den jeweiligen Steuererklärungen, unseren Steuerzahlungen sowie Mitteilungen an die Steuerbehörden enthaltenen Daten rechtzeitig überprüft wird. Die Wirksamkeit und Relevanz dieser Kontrollen und Verfahren werden regelmäßig bewertet, um gegebenenfalls notwendige Abhilfemaßnahmen und Änderungen umgehend vornehmen zu können. Mit diesen Maßnahmen sollen die erheblichen negativen Risiken und Auswirkungen minimiert werden, die mit der geringeren Zahlung lokaler Steuern und Abgaben sowie mit geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten einhergehen. Nachhaltigkeitsrichtlinie [MDR-P 65a] Die Nachhaltigkeitsrichtlinie dient als übergreifende Richtlinie, die alle wesentlichen Nachhaltigkeitsbelange im OMV Konzern regelt.[MDR-P 65b, 65c, 65d, 65e, 65f] In Bezug auf die Nachhaltigkeitsrichtlinie werden, sofern nicht anders angegeben, der Geltungsbereich der Richtlinie, die Einbeziehung der obersten Führungsebene, die Bezugnahme auf Standards Dritter (sofern zutreffend), die Interessen der wichtigsten Interessenträger:innen bei der Festlegung der Richtlinie (sofern zutreffend) und die Art und Weise, wie die Richtlinie potenziell betroffenen Interessenträger:innen zugänglich gemacht wird, im Abschnitt > Betroffene Gemeinschaften behandelt. Maßnahmen zum Umgang mit IROs [MDR-A 69a, 69b] In Bezug auf das wesentliche Thema Wirtschaftliche Auswirkungen wurde bei keiner unserer Maßnahmen der für unsere wichtigsten Maßnahmen festgelegte Schwellenwert von EUR 5 Mio überschritten, weshalb diese Datenanforderungen adressiert wurden. Steuerberichterstattung [MDR-A 68a] Ein wichtiger Aspekt der Steuerrichtlinie ist, dass OMV vierteljährliche Steuererklärungen erstellen muss. Die Berichtsmaßnahmen werden durchgeführt, um die festgestellten negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit der potenziell geringeren Zahlung lokaler Steuern und Abgaben zu verhindern bzw. abzumildern. Seit 2016 erfüllt OMV die Verpflichtung, Zahlungen an staatliche Stellen zu melden (EU-Rechnungslegungsrichtlinie umgesetzt in § 267c des österreichischen Unternehmensgesetzbuches), und veröffentlicht Zahlungen an staatliche Stellen im Zusammenhang mit Explorations- und Fördertätigkeiten – wie beispielsweise Produktionszahlungsansprüche, Steuern oder Lizenzgebühren – im Konzernabschluss (mehr dazu siehe den Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen im Geschäftsbericht). Darüber hinaus berichtet OMV Zahlungen an staatliche Stellen wie Steuern oder Lizenzgebühren im Zusammenhang mit Explorations- und Fördertätigkeiten in Ländern, die Teil der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) sind. Wir übermitteln den österreichischen Steuerbehörden außerdem einen länderbezogenen Bericht (Country-by-Country Report; CbCR) für den OMV Konzern. Dies erfolgt in Übereinstimmung mit der Maßnahme 13 des OECD-Aktionsplans zur Bekämpfung von Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung (Base Erosion and Profit Shifting; BEPS). Der CbCR ist eine jährliche Steuererklärung, die wesentliche Elemente des Jahresabschlusses nach Steuerhoheit aufschlüsselt. Für das Geschäftsjahr 2025 wird OMV einen öffentlichen länderbezogenen Bericht in Übereinstimmung mit den Anforderungen der entsprechenden EU-Richtlinie veröffentlichen. [MDR-A 68b-68c, 68e] Die Berichterstattung gilt für die eigenen Tätigkeiten von OMV weltweit. Alle Steuererklärungen werden jährlich erstellt. Die Veröffentlichung von jährlichen und vierteljährlichen Finanzberichten dient der Transparenz der finanziellen Leistung, der strategischen Initiativen und der operativen Ergebnisse. Diese Praxis zeigt unser Engagement für eine gute Unternehmensführung. Durch die regelmäßige Veröffentlichung dieser Berichte stellen wir sicher, dass alle Interessenträger:innen über unsere Finanzlage und unsere strategische Ausrichtung gut informiert sind. Außerdem fördern wir so das Vertrauen und die Rechenschaftspflicht innerhalb des Unternehmens Ziele im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Auswirkungen Unsere Bestrebung [MDR-T-81b-i] OMV hat noch kein Ziel für das wesentliche Thema „Wirtschaftliche Auswirkungen“ definiert. Im Sinne unserer Verpflichtung, den OMV Aktionär:innen über den Geschäftszyklus hinweg einen attraktiven und kalkulierbaren Shareholder Return zu bieten, hat OMV jedoch im Dezember 2022 seine Ausschüttungspolitik abgeändert und zusätzliche variable Dividenden63 als neues Instrument ergänzend zur bestehenden progressiven Dividendenpolitik eingeführt. Im Einklang mit seiner progressiven Dividendenpolitik ist OMV bestrebt, die reguläre Dividende jedes Jahr zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten. Ziel des OMV Konzerns ist es, jährlich etwa 20% bis 30% des operativen Cashflows inklusive Net-Working-Capital-Positionen auszuschütten – vorrangig über die reguläre Dividende und zusätzlich, wenn ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, über eine zusätzliche variable Dividende. Stand 2024 [MDR-T.81b-ii] Im Jahr 2024 schüttete OMV eine reguläre Dividende von EUR 2,95 je Aktie sowie eine zusätzliche Dividende von EUR 2,10 je Aktie aus, sodass sich für das Geschäftsjahr 2023 eine Gesamtdividende von EUR 5,05 je Aktie ergab. Darüber hinaus plant der Vorstand, auf der nächsten Hauptversammlung am 27. Mai 2025 eine reguläre Dividende in Höhe von EUR 3,05 je Aktie sowie eine zusätzliche Dividende von EUR 1,70 je Aktie für das Geschäftsjahr 2024 vorzuschlagen. Kennzahlen Ausschüttung an Interessenträger [GRI 201-1][MDR-M.77c, 77d] 2024 2023 Interessenträger Kategorie des ausgeschütteten Werts EUR Mio % EUR Mio % Lieferanten Operative Kosten (exkl. Lizenzzahlungen; inkl. Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen; Fremdwährungsergebnis) 27.672 78 32.109 79 Regierungen Steuern (Einkommensteuern und Lizenzzahlungen) 2.886 8 3.989 10 Arbeitnehmer Löhne, Gehälter und sonstige betriebliche Leistungen 2.144 6 2.023 5 Kapitalgeber Zinsaufwendungen und sonstiger Finanzerfolg 482 1 553 1 Aktionäre (und Hybridkapitalbesitzer) Dividendenausschüttung 2.461 7 2.333 6 Öffentlichkeit Investitionen in das Gemeinwesen 38 0 47 0 Gesamt 35.683 100 41.054 100 Zurückbehaltener Wert1 –422 –1,2 –240 –0,6 1 Der zurückbehaltene Wert berücksichtigt die an die Aktionäre gezahlten Dividenden aus dem Vorjahr. Der zurückbehaltene Wert vor Dividendenzahlungen würde EUR 2.093 Mio (2022: EUR 2.093 Mio) betragen. Finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand [GRI 201-4] [MDR-M.77c; 77d] 2024 Unternehmen Länder EUR Mio Gesamt: EUR Mio Details OMV Petrom S.A. Rumänien 11,2 11,2 Andere finanzielle Unterstützungen Borealis Group Finnland 12,9 14,0 Investitionszuschüsse Österreich 0,6 Belgien 0,5 Österreich 0,4 0,5 Andere finanzielle Unterstützungen Belgien 0,1 OMV Downstream GmbH Österreich 9,1 9,1 Investitionszuschüsse Österreich 0,2 0,2 Andere finanzielle Unterstützungen OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG Deutschland 0,2 0,2 Investitionszuschüsse Deutschland 3,3 3,3 Andere finanzielle Unterstützungen OMV (NORGE) AS Norwegen 6,0 6,0 Investitionszuschüsse OMV Austria Exploration & Production GmbH Österreich 0,1 0,1 Andere finanzielle Unterstützungen OMV Exploration & Production GmbH Österreich 0,1 0,1 Investitionszuschüsse Österreich 0,0 0,0 Andere finanzielle Unterstützungen OMV Slovensko s.r.o Slovakei 0,9 1,0 Andere finanzielle Unterstützungen Gesamt 45,7 Kennzahlendefinitionen und Methode [MDR-M.77b] Die Messung aller unten angeführten Kennzahlen wird von keiner anderen als der für die Qualitätssicherung zuständigen externen Stelle validiert. [GRI 201-1] [MDR-M.77a, 77c, 77d] Ausschüttung an Interessenträger: Der erzeugte und ausgeschüttete wirtschaftliche Wert (EVG&D) von OMV wird in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) berichtet. Die EVG&D-Zahlen von OMV beruhen auf geprüften Jahresabschlüssen. Der erzeugte wirtschaftliche Wert (EVG) umfasst Umsatzerlöse, sonstige Erträge und das Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen. Diesem wird der ausgeschüttete wirtschaftliche Wert (EVD) gegenübergestellt, der den an Lieferant:innen, Arbeitnehmer:innen, Aktionär:innen und andere Interessenträger:innen ausgeschütteten Wert umfasst. Die Differenz zwischen EVG und EVD ist der beibehaltene wirtschaftliche Wert (EVR). [GRI 201-1] [MDR-M.77a, 77c, 77d] Finanzielle Unterstützung: Die finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand bezieht sich auf den gesamten Geldwert der von einer Regierung während des Berichtszeitraums gewährten Unterstützung. Dazu gehören verschiedene Formen der finanziellen Unterstützung, wie Investitionszuschüsse, Forschungs- und Entwicklungshilfen, Steuererleichterungen und andere finanzielle Vorteile. Der Gesamtbetrag der erhaltenen Unterstützung sowie eine Aufschlüsselung der verschiedenen Arten der Unterstützung und ihres jeweiligen Werts werden in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) offengelegt. OMV Aktiengesellschaft (AG) Daten Umweltkennzahlen OMV Aktiengesellschaft Umweltkennzahlen1 2024 2023 Verbrauchtes Wasser m3 13.693 13.773 Gesamtabfall t 159 119,0 Energieverbrauch TJ 31,77 33,9 davon Strom MWh 6.580 6.929 davon Wärme MWh 2.246 2.495 Anteil Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen2 % 84 91 Scope-2-Emissionen t CO2-Äquivalent 49 55 1 Umweltdaten werden pro Standort erfasst, nicht pro Rechtspersönlichkeit. Das OMV Headoffice in Wien wurde daher stellvertretend für die Rechtspersönlichkeit OMV Aktiengesellschaft verwendet. Die in der Tabelle angeführten Umweltdaten beziehen sich auf das Headoffice und es wurden nur die für das Headoffice relevanten Daten ausgewählt. Umweltdaten, die an anderer Stelle im Nachhaltigkeitsbericht berichtet werden, wie z. B. THG-Scope-1-Emissionen und andere Luftemissionen, sind für das Headoffice nicht relevant. 2 Der Stromverbrauch stammt zu 100% aus erneuerbaren Quellen. Arbeitssicherheit OMV Aktiengesellschaft Arbeitssicherheit 2024 2023 Arbeitssicherheit – Arbeitnehmer:innen der OMV Arbeitsunfälle mit Todesfolge Anzahl 0 0 Anzahl der gearbeiteten Stunden 1.000 Stunden 1.560 1.493 Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,64 0,67 Unfallschwere pro 1 Mio Arbeitsstunden 30,00 8,00 Meldepflichtige Arbeitsunfälle Anzahl 1 1 Quote der meldepflichtigen Häufigkeit der berichtspflichtigen (Total Recordable Injury Rate; TRIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 0,64 0,67 Arbeitssicherheit – MitarbeiterAuftragnehmer:innen von OMV – – Arbeitsunfälle mit Todesfolge Anzahl 0 0 Anzahl der gearbeiteten Stunden 1.000 Stunden 280 278 Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 3,58 0,00 Unfallschwere pro 1 Mio Arbeitsstunden 1,00 0,00 Meldepflichtige Arbeitsunfälle Anzahl 1 0 Quote der meldepflichtigen (Total Recordable Injury Rate; TRIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 3,58 0,00 Arbeitssicherheit – Arbeitnehmer:innen und Auftragnehmer:innen von OMV Arbeitsunfälle mit Todesfolge Anzahl 0 0 Anzahl der gearbeiteten Stunden 1.000 Stunden 1.840 1.771 Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit (Lost-Time Injury Rate; LTIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 1,09 0,56 Unfallschwere pro 1 Mio Arbeitsstunden 15,50 8,00 Meldepflichtige Arbeitsunfälle Anzahl 2 1 Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (Total Recordable Injury Rate; TRIR) pro 1 Mio Arbeitsstunden 1,09 0,56 Belegschaft Gesamtzahl der Beschäftigten nach Beschäftigungsverhältnis OMV Aktiengesellschaft Personalstand nach Geschlecht, Beschäftigungsverhältnis und Arbeitsvertrag 2024 2023 Arbeitnehmer:innen Gesamt (inkl. Lehrlingen) Anzahl 959 937 Beschäftigungsverhältnis Vollzeit Anzahl 819 796 davon Männer Anzahl 438 415 davon Frauen Anzahl 381 381 Teilzeit Anzahl 140 141 davon Männer Anzahl 13 12 davon Frauen Anzahl 127 129 Geschlecht Männer Anzahl 451 427 Frauen Anzahl 508 510 Arbeitsvertrag Befristet1 Anzahl 78 91 davon Männer Anzahl 41 40 davon Frauen Anzahl 37 51 Unbefristet Anzahl 881 846 davon Männer Anzahl 410 387 davon Frauen Anzahl 471 459 Angestellte mit nicht garantierten Arbeitsstunden Anzahl davon Männer Anzahl – – davon Frauen Anzahl – – 1 Ein befristeter Arbeitsvertrag ist von begrenzter Dauer und wird durch ein bestimmtes Ereignis beendet, wie zum Beispiel das Ende eines Projekts oder die Rückkehr von ersetztem Personal Lokale Beschäftigung (lokale Staatszugehörigkeit) OMV Aktiengesellschaft Lokale Beschäftigung (lokale Staatszugehörigkeit)1 in % 2024 2023 Österreich 63,40 66,06 1 Gemäß Staatszugehörigkeit Elternzeit OMV Aktiengesellschaft Elternzeit (Personenzahl) 2024 2023 Anspruchsberechtigte Arbeitnehmer:innen per 31. Dezember Männer 451 427 Frauen 508 510 Arbeitnehmer:innen, die Elternzeit in Anspruch nahmen Männer 18 12 Frauen 36 22 Arbeitnehmer:innen, die aus der Elternzeit zurückkamen Männer 17 12 Frauen 10 24 Arbeitnehmer:innen, die nach Beendigung der Elternzeit an den Arbeitsplatz zurückkehrten und zwölf Monate nach ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz noch beschäftigt waren Männer 12 13 Frauen 22 28 Arbeitnehmer:innen, deren Rückkehr an den Arbeitsplatz nach Beendigung der Elternzeit vereinbart war2 Männer 17 12 Frauen 10 26 Verbleibrate Männer 100% 93% Frauen 92% 100% Rückkehrrate Männer 100% 100% Frauen 100% 92% 1 Von denen, deren Mutterschaftsurlaub im Jahr vor dem Berichtsjahr endete 2 Von denen, deren Mutterschaftsurlaub im Berichtsjahr endete Neueinstellungen nach Geschlecht und Alter OMV Aktiengesellschaft Neueinstellungen nach Geschlecht und Alter 2024 2023 Abs. % Abs. % Geschlecht Männer 48 59,26 38 40,86 Frauen 33 40,74 55 59,14 Gesamt 81 100 93 100 Alter <30 16 19,75 16 17 30–50 58 71,60 67 72,04 >50 7 8,64 10 10,75 Gesamt 81 100 93 100 Vertragsbeendigungen nach Geschlecht und Alter OMV Aktiengesellschaft Vertragsbeendigungen nach Geschlecht und Alter 2024 2023 Abs. % Abs. % Geschlecht Männer 21 42 35 44 Frauen 29 58 44 56 Gesamt 50 100 79 100 Alter <30 6 12 9 11 30–50 34 68 47 59 >50 10 20 23 29 Gesamt 50 100 79 100 Fluktuationsrate nach Geschlecht und Alter OMV Aktiengesellschaft Fluktuationsrate nach Geschlecht und Alter1 2024 2023 Abs. % Abs. % Geschlecht Männer 21 4,66 35 8,38 Frauen 29 5,71 44 8,81 Gesamt 50 5,21 79 8,62 Alter <30 6 12,00 9 16,34 30–50 34 4,82 47 6,88 >50 10 4,90 23 12,89 Gesamt 50 5,21 79 8,62 1 Die Fluktuationsrate für 2024 wird mit den Jahresendzahlen berechnet. 2023, 2022 und 2021 werden mit Durchschnittszahlen berechnet. Indikatoren für Arbeitspraktiken OMV Aktiengesellschaft Indikatoren für Arbeitspraktiken 2024 2023 Anteil der Arbeitnehmer:innen, die das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen haben 99,27% 100% Anteil der Arbeitnehmer:innen, die durch lokale Gewerkschaften oder Betriebsräte vertreten sind 97,91% 100% Anteil der Arbeitnehmer:innen, für die Mindestlöhne oder -gehälter durch gesetzliche Regelungen oder Kollektivverträge festgelegt sind 99,27% 100% Anteil der Arbeitnehmer:innen, für die im Fall von Restrukturierungsmaßnahmen arbeitsrechtlich oder kollektivvertraglich geregelte Kündigungsfristen gelten 100% 100% Geschäftsgrundsätze OMV Aktiengesellschaft Geschäftsgrundsätze – Kennzahlen 2024 2023 Anzahl der in Geschäftsethik geschulten Arbeitnehmer:innen1 147 828 Anzahl der in Menschenrechten geschulten Arbeitnehmer:innen 189 410 1 Da das E-Learning für Geschäftsethik einem zweijährigen Schulungs-/Umsetzungszyklus folgt, variiert die Zahl der geschulten Mitarbeiter:innen entsprechend pro Jahr. Wien, am 14. März 2025 Der Vorstand Alfred Stern e.h. Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer Reinhard Florey e.h. Chief Financial Officer Martijn van Koten e.h. Executive Vice President Fuels & Feedstock und Executive Vice President Chemicals Berislav Gaso e.h. Executive Vice President Energy Zusicherungsvermerk über die unabhängige Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung gemäß §§ 243b und 267a UGB Wir haben die Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der im Konzernlagebericht im Abschnitt Nachhaltigkeitserklärung enthaltene konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung gemäß §§ 243b und 267a UGB (im Folgenden „nichtfinanzielle Berichterstattung“) für das Geschäftsjahr 2024 der OMV Aktiengesellschaft, Wien, (im Folgenden auch kurz „Gesellschaft“ genannt), durchgeführt. Zusammenfassende Beurteilung mit begrenzter Zusicherung Auf Grundlage unserer durchgeführten Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise sind uns keine Sachverhalte bekanntgeworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die im Konzernlagebericht im Abschnitt Nachhaltigkeitserklärung enthaltene konsolidierte nichtfinanzielle Berichterstattung der Gesellschaft nicht in allen wesentlichen Belangen mit den Anforderungen des Artikel 19a und Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU und den gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§§ 243b und 267a UGB) übereinstimmt, einschließlich  der Übereinstimmung mit den Vorschriften der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2772 (im Folgenden „ESRS“),  der Einhaltung der Vorschriften gemäß Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 (in der Folge EU-Taxonomie-VO), und  der Durchführung des Verfahrens zur Ermittlung von Informationen, über die nach den ESRS zu berichten ist (in der Folge „Verfahren zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse“), und dessen Darstellung in der Angabe ESRS 2-IRO-1.53. Grundlage für die zusammenfassende Beurteilung Wir haben unsere Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der österreichischen berufsüblichen Grundsätze zu sonstigen Prüfungen sowie des für derartige Aufträge geltenden International Standard on Assurance Engagements (ISAE 3000 (Revised)) durchgeführt. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, so dass dementsprechend eine geringere Prüfungssicherheit gewonnen wird. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortung des Prüfers der nichtfinanziellen Berichterstattung“ unseres Zusicherungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen berufsrechtlichen Vorschriften und Artikel 22 ff. der Richtlinie 2006/43/EG, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Unser Prüfungsbetrieb unterliegt den Bestimmungen der KSW-PRL 2022, die im Wesentlichen den Anforderungen gemäß ISQM 1 entspricht, und wendet ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem an, einschließlich dokumentierter Richtlinien und Verfahren zur Einhaltung ethischer Anforderungen, professioneller Standards sowie geltender gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Zusicherungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere zusammenfassende Beurteilung zu diesem Datum zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen der nichtfinanziellen Berichterstattung und unseren Zusicherungsvermerk. Unsere zusammenfassende Beurteilung über die nichtfinanzielle Berichterstattung erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir werden dazu keine Art der Zusicherung geben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung mit begrenzter Sicherheit der nichtfinanziellen Berichterstattung haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald sie vorhanden sind, und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zur nichtfinanziellen Berichterstattung oder zu unseren bei der Prüfung mit begrenzter Sicherheit erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft  Die gesetzlichen Vertreter sind für die Aufstellung einer nichtfinanziellen Berichterstattung einschließlich der Entwicklung und Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse gemäß den geltenden Anforderungen und Standards verantwortlich. Diese Verantwortlichkeit umfasst  die Identifizierung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen sowie der Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten und die Beurteilung der Wesentlichkeit dieser Auswirkungen, Risiken und Chancen,  die Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung unter Einhaltung der Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§§ 243b und 267a UGB) und den Anforderungen des Artikel 19a und Artikel 29a der Richtlinie 2013/34/EU, einschließlich der Übereinstimmung mit den ESRS,  die Aufnahme von Angaben in die nichtfinanzielle Berichterstattung in Übereinstimmung mit der EU-Taxonomie-VO, sowie  die Gestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung interner Kontrollen, die die gesetzlichen Vertreter als relevant erachten, um die Aufstellung einer nichtfinanziellen Berichterstattung, die frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und die Durchführung des Verfahrens zur Wesentlichkeitsanalyse in Übereinstimmung mit den Anforderungen der ESRS zu ermöglichen. Diese Verantwortlichkeit umfasst weiters die Auswahl und Anwendung geeigneter Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Inhärente Einschränkungen bei der Erstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung Bei der Berichterstattung über zukunftsgerichtete Informationen ist die Gesellschaft verpflichtet, diese zukunftsgerichteten Informationen auf der Grundlage offengelegter Annahmen über Ereignisse, die in der Zukunft eintreten könnten, sowie möglicher zukünftiger Maßnahmen der Gesellschaft zu erstellen. Das tatsächliche Ergebnis wird wahrscheinlich anders ausfallen, da erwartete Ereignisse häufig nicht wie angenommen eintreten. Bei der Festlegung der Angaben gemäß EU-Taxonomie-VO sind die gesetzlichen Vertreter verpflichtet, unbestimmte Rechtsbegriffe auszulegen. Unbestimmte Rechtsbegriffe können unterschiedlich ausgelegt werden, auch hinsichtlich der Rechtskonformität ihrer Auslegung, und unterliegen dementsprechend Unsicherheiten. Verantwortung des Prüfers der konsolidierten nichtfinanziellen Berichterstattung Unsere Ziele sind die Planung und Durchführung einer Prüfung, um begrenzte Sicherheit darüber zu erlangen, ob die nichtfinanzielle Berichterstattung einschließlich der darin dargestellten Verfahren zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse zur Ermittlung der Informationen, über die berichtet werden muss, und der Berichterstattung nach EU-Taxonomie-VO frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, und darüber einen Bericht mit begrenzter Sicherheit zu erstellen, der unsere zusammenfassende Beurteilung enthält. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf Grundlage dieser nichtfinanziellen Berichterstattung getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Während der gesamten Prüfung mit begrenzter Sicherheit üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Zu unseren Verantwortlichkeiten gehören  die Durchführung von risikobezogenen Prüfungshandlungen, einschließlich der Erlangung eines Verständnisses der internen Kontrollen, die für den Auftrag relevant sind, um Darstellungen zu identifizieren, bei denen es wahrscheinlich zu wesentlichen falschen Angaben kommt, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, jedoch nicht mit dem Ziel, eine zusammenfassende Beurteilung über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben;  die Entwicklung und Durchführung von Prüfungshandlungen bezogen auf Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung, bei denen wesentliche falsche Darstellungen wahrscheinlicher sind. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. Zusammenfassung der durchgeführten Arbeiten Eine Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit erfordert die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Nachweisen über die nichtfinanzielle Berichterstattung. Die Prüfung von Vorjahreszahlen, abgedruckten Interviews sowie anderen freiwilligen, zusätzlichen Angaben der Gesellschaft, einschließlich Verweisen auf Webseiten oder anderen weiterführenden Berichterstattungsformaten der Gesellschaft dazu und andere nichtfinanzielle Berichterstattungen, sind nicht Gegenstand unseres Auftrags. Die Art, der Zeitpunkt und der Umfang der ausgewählten Prüfungshandlungen hängen von pflichtgemäßem Ermessen ab, einschließlich der Identifizierung von Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung, bei denen wesentliche falsche Darstellungen auftreten können, sei es aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtum. Bei der Durchführung unserer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit in Bezug auf die nichtfinanzielle Berichterstattung gehen wir wie folgt vor:  Wir gewinnen ein Verständnis von den Verfahren der Gesellschaft, die für die Aufstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung relevant sind.  Wir beurteilen, ob alle durch das Verfahren zur Wesentlichkeitsanalyse ermittelten relevanten Informationen in die nichtfinanzielle Berichterstattung aufgenommen wurden.  Wir beurteilen, ob die Struktur und die Darstellung der nichtfinanziellen Berichterstattung im Einklang mit den gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (§§ 243b und 267a UGB), sowie den ESRS stehen.  Wir führen Befragungen des relevanten Personals und analytische Prüfungshandlungen zu ausgewählten Darstellungen in der nichtfinanziellen Berichterstattung durch.  Wir führen stichprobenartige ergebnisorientierte Prüfungshandlungen zu ausgewählten Darstellungen in der nichtfinanziellen Berichterstattung durch.  Wir gleichen ausgewählte Angaben der nichtfinanziellen Berichterstattung mit den entsprechenden Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht ab.  Wir erlangen Nachweise über die dargestellten Methoden zur Entwicklung von Schätzungen und zukunftsgerichteter Informationen.  Wir erlangen ein Verständnis des Verfahrens zur Identifikation taxonomiefähiger und taxonomiekonformer Wirtschaftsaktivitäten und der entsprechenden Angaben in der nichtfinanziellen Berichterstattung. Haftungsbeschränkung, Veröffentlichung und Auftragsbedingungen Bei der Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung mit begrenzter Sicherheit handelt es sich um eine freiwillige Prüfung. Diesen Zusicherungsvermerk erstatten wir auf Grundlage des mit dem Auftraggeber geschlossenen Prüfungsvertrags, dem auch mit Wirkung gegenüber Dritten die von der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen herausgegebenen „Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe“ zugrunde liegen. Diese können online auf der Internetseite der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen eingesehen werden (derzeit unter https://ksw.or.at/berufsrecht/mandatsverhaeltnis/). Hinsichtlich unserer Verantwortlichkeit und Haftung aus dem Auftragsverhältnis gilt Punkt 7. der Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe. Der Zusicherungsvermerk über die Prüfung darf ausschließlich zusammen mit der im Konzernlagebericht im Abschnitt Nachhaltigkeitserklärung enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Berichterstattung und nur in vollständiger und ungekürzter Form Dritten zugänglich gemacht werden. Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. (FH) Gerhard Wolf. Wien, 17. März 2025 KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Mag. (FH) Gerhard Wolf e.h. Wirtschaftsprüfer Konzernabschluss Bestätigungsvermerk 455 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024 468 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2024 469 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 470 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2024 471 Konzern-Cashflow-Rechnung 2024 472 Konzernanhang 473 Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) 595 454 — 605 Konzernabschluss und Konzernanhang Bestätigungsvermerk Bericht zum Konzernabschluss Prüfungsurteil Wir haben den Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften („der Konzern“ oder „OMV“), bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und der Konzern-Cashflow-Rechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, ausgenommen „Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft)“, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Der Klimawandel und die Energiewende haben erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft von OMV und stellen eine strategische Herausforderung dar. Entsprechend handelt es sich um einen Sachverhalt von übergreifender Bedeutung für den Konzernabschluss und hat potentielle Auswirkungen auf eine Reihe einzelner Posten des Konzernabschlusses sowie auf die im Konzernanhang enthaltenen Angaben. Diese Effekte hatten einen wesentlichen Einfluss auf unsere gesamte Prüfungsstrategie. Als Ergebnis haben wir die folgenden besonders wichtigen Prüfungssachverhalte identifiziert, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Energiewende stehen:  Anhangangaben zu den Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende;  Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven;  Werthaltigkeit von at-equity bewerteten Beteiligungen;  Bewertung von Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen; und  Werthaltigkeit von Raffinerien. Diese einzelnen besonders wichtigen Prüfungssachverhalte werden im Folgenden zusätzlich zu anderen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten ausführlich beschrieben. Anhangangaben zu den Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende Siehe Anhangangabe 3 „Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende“. Das Risiko für den Konzernabschluss Im Rahmen der im Jahr 2022 vorgestellten Strategie 2030 bekennt sich der Konzern zur Unterstützung der Energiewende. Der Konzern strebt an bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. In der Anhangangabe 3 des Konzernabschlusses beschreibt der Konzern, wie das Management sowohl klimabezogene Auswirkungen als auch Emissionsreduktionsziele in Schlüsselbereichen des Konzernabschlusses berücksichtigt und wie sich dies auf die Bewertung von Vermögenswerten und die Bewertung von Verbindlichkeiten auswirkt. Der Konzern betrachtet zwei verschiedene Szenarien:  der Base Case, dessen Annahmen in Bezug auf die Nachfrage und die Öl- und Gaspreise mit dem Announced Pledges Scenario (APS) der IEA übereinstimmen, wird für die Mittelfristplanung sowie für Schätzungen in verschiedenen Bereichen des Konzernabschlusses verwendet, einschließlich der Wertminderungstests für nicht finanzielle Vermögenswerte und der Bewertung von Rückstellungen; sowie  der „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Case, dessen Annahmen mit dem Net Zero Emissions by 2050 (NZE) Szenario der IEA übereinstimmen, wird zur Durchführung von Sensitivitätsanalysen für die Bewertung nicht finanzieller Vermögenswerte und die Bewertung von Rückstellungen verwendet. Diese Szenarien unterscheiden sich in den zugrundeliegenden Erwartungen über die Geschwindigkeit der künftigen weltweiten Dekarbonisierung und führen zu unterschiedlichen Annahmen für die Nachfrage und die Preise von Öl und Gas sowie die CO2-Preise. 2024 Preisannahmen Die wesentlichsten von den Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende betroffen Bereiche sind:  die Werthaltigkeit von Vermögenswerten,  die Nutzungsdauern von Vermögenswerten,  die Bewertung von Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen. Aufgrund des hohen Maßes an Unsicherheit und der Komplexität der Transformation in einem „Netto-Null Emissionen bis 2050“-Szenario für Raffinerien im Fuels & Feedstock Segment sowie Vermögenswerten im Chemicals Segment fokussieren die entsprechenden Angaben auf Sensitivitäten und qualitative Analysen. Die Angaben zu den oben genannten Bereichen stehen im Blickpunkt der Öffentlichkeit und beinhalten ein hohes Maß an Ermessensspielraum sowie wesentliche makroökonomische Annahmen. Daher haben wir die Angaben zu den Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt identifiziert. Unsere Vorgehensweise in der Prüfung Wir haben die Angaben zu den Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende wie folgt beurteilt:  Wir haben die Gestaltung und Umsetzung der internen Kontrollen im Schätzungsprozess beurteilt, wobei wir uns darauf konzentriert haben, wie die Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende bei den wesentlichsten Annahmen in den betroffenen Bereichen des Konzernabschlusses berücksichtigt wurden.  Wir haben ein „Climate Change Panel“, bestehend aus einer Gruppe erfahrener internationaler KPMG-Partner mit spezifischen Fachkenntnissen in den Bereichen Klimawandel, Energiewende sowie Prüfung und Rechnungslegung eingerichtet, um unsere wesentlichsten Entscheidungen und Schlussfolgerungen in Bezug auf die wichtigsten Annahmen in diesem besonders wichtigen Prüfungssachverhalt unabhängig zu hinterfragen.  Wir haben Befragungen durchgeführt, um die Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende auf den Konzernabschluss zu verstehen.  Wir haben die Annahmen für Öl- und Gaspreise als auch CO2-Preise, die im Base Case und im „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Case verwendet wurden, mit öffentlich verfügbaren Informationen verglichen (APS und NZE Szenario der IEA).  Wir haben evaluiert, ob sich die Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende in den jeweiligen Angaben zur Werthaltigkeit von Vermögenswerten, zu Nutzungsdauern von Vermögenswerten und zur Bewertung von Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen widerspiegeln.  Wir haben die konsolidierte nicht-finanzielle Erklärung gelesen und beurteilt, ob es Unstimmigkeiten mit dem Konzernabschluss gibt.  Wir haben die Genauigkeit dieser Angaben im Konzernabschluss evaluiert. Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven Siehe Anhangangaben 3 „Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende“, 9 „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen“ und 17 „Sachanlagen“. Das Risiko für den Konzernabschluss Der Buchwert des Öl- und Gasvermögens mit sicheren Reserven beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 8.278 Mio. Die betriebliche Leistung der jeweiligen Anlagen und externe Faktoren haben einen erheblichen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows und damit auf den erzielbaren Betrag des Öl- und Gasvermögens mit sicheren Reserven. Der erzielbare Betrag ist in hohem Maße ermessensabhängig und komplex zu schätzen. Zu den wesentlichsten Annahmen, die der Konzern bei der Bewertung des Nutzungswerts berücksichtigt, gehören Öl- und Gaspreise, CO2-Preise, Öl- und Gasreserven und Abzinsungssätze. Wie in Anhangangabe 3 beschrieben, sind diese wesentlichen Annahmen zukunftsorientiert und können durch zukünftige Wirtschafts- und Marktbedingungen, einschließlich Fragen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und der Energiewende, beeinflusst werden. Der Konzern verzeichnete zum 31. Dezember 2024 Wertminderungen in Höhe von EUR 495 Mio für Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven. Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven (in EUR Mio) Für den Konzernabschluss besteht das Risiko, dass die Bewertung des Öl- und Gasvermögens mit sicheren Reserven nicht angemessen ist und Wertminderungen falsch dargestellt sind. Unsere Vorgehensweise in der Prüfung Wir haben die Werthaltigkeit des Öl- und Gasvermögens mit sicheren Reserven wie folgt beurteilt:  Wir haben über den Prozess zur Ermittlung des erzielbaren Betrages von Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven ein Verständnis erlangt und die Gestaltung und Umsetzung der wesentlichsten internen Kontrollen beurteilt. Unsere Arbeit umfasste die Prüfung der internen Kontrollen in Bezug auf die Identifikation von Anhaltspunkten für eine Wertminderung und die Bestimmung der wesentlichen Managementannahmen, die dem erzielbaren Betrag der getesteten Vermögenswerte zugrunde liegen. Zukünftige Cashflows  Wir haben die wesentlichsten Annahmen (zukünftige Öl- und Gaspreise, zukünftige CO2-Preise, Produktionsmengen, zukünftige Produktionskosten), die in den zukünftigen Cashflow-Modellen verwendet werden, mit jenen in der vom Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanung verglichen.  Wir haben die Konsistenz der Annahmen zu den zukünftigen Produktionskosten beurteilt, indem wir das Verhältnis von Kosten zu Produktion über mehrere Jahre verglichen haben. Preisannahmen  Wir haben die Angemessenheit der verwendeten kurz- und langfristigen Öl- und Gaspreisannahmen beurteilt, indem wir diese mit verfügbaren Brancheninformationen verglichen haben, insbesondere mit dem APS Scenario der IEA.  Wir haben die in den zukünftigen Cashflows enthaltenen CO2-Preisannahmen mit aktuellen Marktdaten und verfügbaren Brancheninformationen verglichen. Öl- und Gasreserven  Wir haben ein Verständnis über den „OMV Petroleum Resource Evaluation Standard“ erlangt und einen Walkthrough durch den Prozess und die Kontrollen der Reservenschätzung durchgeführt.  Wir haben die Produktionsprognosen mit den internen Bewertungen der nachgewiesenen und wahrscheinlichen Öl- und Gasreserven verglichen.  Wir haben für ausgewählte Vermögenswerte die für das Vorjahr vom unabhängigen Sachverständigen DeGolyer & MacNaughton vorgenommenen Schätzungen der Öl- und Gasreserven beurteilt und Abweichungen zu den internen Schätzungen hinterfragt.  Wir haben die Kompetenz und Objektivität der internen Reservoir Engineers, die für die Schätzung der Öl- und Gasreserven verantwortlich sind, sowie der unabhängigen Sachverständigen DeGolyer & MacNaughton anhand ihrer relevanten beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen beurteilt.  Wir haben die Gründe für wesentlichen Veränderungen bei den Öl- und Gasreserven für ausgewählte Vermögenswerte hinterfragt. Abzinsungssätze  Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Inputfaktoren für die Bestimmung der Abzinsungssätze evaluiert, indem wir sie mit markt- und branchenspezifischen Benchmarks verglichen haben. Andere Prüfungshandlungen  Wir haben die Bestimmung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basierend auf der Art und Weise, wie Cashflows generiert werden, und der Branchenpraxis nachvollzogen.  Wir haben die Identifikation von Anhaltspunkten für eine Wertminderung und eine Wertaufholung durch das Management beurteilt.  Wir haben die rechnerische Richtigkeit der relevanten Discounted-Cashflow-Modelle überprüft.  Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Konzernabschluss beurteilt. Werthaltigkeit von at-equity bewerteten Beteiligungen Siehe Anhangangabe 18 „At-equity bewertete Beteiligungen“. Das Risiko für den Konzernabschluss Der Buchwert der at-equity bewerteten Beteiligungen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf EUR 6.661 Mio und enthält im Wesentlichen Borouge PLC (Teil von Borouge Beteiligungen), Abu Dhabi Oil Refining Company (ADNOC Refining) und Bayport Polymers LLC (Baystar). At-equity bewertete Beteiligungen zum 31. Dezember 2024 (in EUR Mio) Borouge PLC ist an der Börse in Abu Dhabi notiert. Da die anteilige Markkapitalisierung den Buchwert der Beteiligung deutlich übersteigt und die Beteiligung regelmäßig hohe Dividendenausschüttungen aus dem laufenden Ergebnis vornimmt, gehen wir bei dieser Beteiligungen von keinem Werthaltigkeitsrisiko aus. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags der at-equity bewerteten Beteiligungen ADNOC Refining und Baystar erfordert Ermessensentscheidungen und Schätzungen in den folgenden Bereichen:  Feststellung, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Beteiligung wertgemindert sein könnte, oder ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein in Vorperioden erfasster Wertminderungsaufwand nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte, und  Ermittlung eines solchen Wertminderungsaufwands oder einer Wertaufholung. Zu den wichtigsten Annahmen, die der Konzern bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags der at-equity bewerteten Beteiligung ADNOC Refining und Baystar berücksichtigt, gehören Margenprognosen, zukünftige Auslastungen oder Produktionsmengen, Abzinsungssätze als auch die Wachstumsrate in der ewigen Rente. In Anbetracht der Komplexität des Wertminderungsmodells, der Schätzungsunsicherheiten bei der Ableitung der verwendeten Daten und Parameter sowie der immanenten Ermessensentscheidungen wird die Werthaltigkeit der at-equity bewerteten Beteiligungen ADNOC Refining und Baystar als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt betrachtet. Insgesamt besteht für den Konzernabschluss das Risiko, dass die Bewertung der at-equity bewerteten Beteiligungen falsch dargestellt ist. Unsere Vorgehensweise in der Prüfung Wir haben die Werthaltigkeit der at-equity bewerteten Beteiligungen ADNOC Refining und Baystar wie folgt beurteilt:  Wir haben ein Prozessverständnis bezüglich der Identifikation von Anhaltspunkten für eine Wertminderung und die Bestimmung der wesentlichen Annahmen, die dem erzielbaren Betrag der at-equity bewerteten Beteiligungen zugrunde liegen, erlangt.  Wir haben die wesentlichsten Annahmen zu zukünftigen Auslastungen oder Produktionsmengen, die in den zukünftigen Cashflow-Modellen verwendet werden, mit den Annahmen in den verfügbaren Budgets verglichen.  Wir haben die Margenprognosen mit externen Marktdaten und anderen öffentlich verfügbaren Informationen analysiert.  Wir haben die Annahmen des Discounted-Cashflow-Modells durch eine Sensitivitätsanalyse überprüft, bei der wir eine Reihe von wahrscheinlichen Ergebnissen auf der Grundlage verschiedener Szenarien berücksichtigt haben.  Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Inputfaktoren für die Bestimmung der Abzinsungssätze und die Wachstumsrate in der ewigen Rente beurteilt.  Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Bewertungsmodelle überprüft.  Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Konzernabschluss beurteilt. Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen Siehe Anhangangabe 25 „Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen“. Das Risiko für den Konzernabschluss Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 sind Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen in Höhe von EUR 4.093 Mio ausgewiesen. Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen (in EUR Mio) Wie in der Anhangangabe 25 beschrieben, führen die Kernaktivitäten des Konzerns regelmäßig zu Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Die meisten dieser Tätigkeiten sind in ferner Zukunft geplant und können auch durch den Klimawandel und die Energiewende beeinflusst werden, während sich Technologien für die Rekultivierung, Kosten und Vorschriften ständig ändern. Die Schätzung der Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen ist daher ein Bereich, in dem Ermessensentscheidungen zu treffen sind und eine Reihe wesentlicher Schätzungen in Bezug auf die zukünftigen Kosten und die zeitliche Lagerung der Rekultivierung, die Inflation und die Annahmen zum Abzinsungssatz beinhaltet. Für den Konzernabschluss besteht das Risiko, dass die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen falsch dargestellt ist. Unsere Vorgehensweise in der Prüfung Wir haben die Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen wie folgt beurteilt:  Wir haben ein Verständnis über den Prozess des Konzerns zur Berechnung des Barwerts der geschätzten zukünftigen Kosten für Rekultivierungsverpflichtungen in Übereinstimmung mit den lokalen Vorschriften erlangt, die Gestaltung und Umsetzung sowie die Wirksamkeit der wichtigsten internen Kontrollen getestet.  Wir haben die Vollständigkeit der Vermögenswerte, die Rekultivierungsverpflichtungen unterliegen, beurteilt, insbesondere durch Nachvollziehen des Prozesses zur Bestimmung, ob eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zum Berichtszeitpunkt besteht, und durch Vergleich der wesentlichen Zugänge zu den Sachanlagen mit der Einschätzung des Konzerns zu neuen Rekultivierungsverpflichtungen.  Wir haben uns über regulatorische und rechtliche Veränderungen in den betroffenen Ländern informiert und beurteilt, ob solche Veränderungen einen Einfluss auf die Rekultivierungsverpflichtungen hatten. Zukünftige Kosten und Zeitplan für die Rekultivierung  Wir haben uns vergewissert, dass die geschätzten Zeitpunkte für die Rekultivierung mit den Annahmen in anderen Bereichen übereinstimmen, insbesondere bei den Wertminderungstests für Öl- und Gasvermögen und der Schätzung der Öl- und Gasreserven.  Wir haben wesentliche Änderungen der Kostenschätzungen im Berichtszeitraum nachvollzogen.  Wir haben die Kostenschätzungen mit den tatsächlichen im Berichtsjahr angefallenen Kosten verglichen. Abzinsungssatz und Inflationsraten  Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir Inflationsraten und Abzinsungssätze analysiert, indem wir sie mit markt- und branchenspezifischen Benchmarks verglichen haben. Andere Prüfungshandlungen  Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Berechnung der Rekultivierungsverpflichtungen geprüft.  Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Konzernabschluss beurteilt. Werthaltigkeit von Raffinerien Siehe Anhangangaben 3 „Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende“, 9 „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen“ und 17 „Sachanlagen“. Risiko für den Konzernabschluss Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 sind Vermögenswerte für Raffinerien im Wert von EUR 3.508 Mio ausgewiesen. Es wurden keine Wertminderungen erfasst. Die wirtschaftlichen Erträge aus den Raffinerien verändern sich im Zeitabauf aufgrund von Fluktuationen in Angebot und Nachfrage, die auf makroökonomische Einflüsse und Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende zurückzuführen sind. Darüber hinaus gibt es in den folgenden Bereichen Unsicherheiten, die Ermessensentscheidungen und Schätzungen erfordern:  das Niveau von Investitionen in die Raffinerien, um ihre Produktion hin zu nachhaltigen chemischen Grundstoffen und erneuerbare Treibstoffe anzupassen;  zukünftige Cashflows aus dem Verkauf der Produktion der Raffinerien;  wirtschaftliche Nutzungsdauern der Raffinerien, die sich aus der Geschwindigkeit der gesellschaftlichen Dekarbonisierung ergeben. Für den Konzernabschluss besteht das Risiko, dass die Bewertung der Raffinerien nicht angemessen ist und Wertminderungen falsch dargestellt sind. Unsere Vorgehensweise in der Prüfung Wir haben die Werthaltigkeit der Raffinerien wie folgt beurteilt:  Wir haben über den Prozess zur Ermittlung des erzielbaren Betrages von Raffinerien ein Verständnis erlangt und die Gestaltung und Umsetzung der wesentlichsten internen Kontrollen beurteilt. Unsere Arbeit umfasste die Prüfung der internen Kontrollen in Bezug auf die Identifikation von Anhaltspunkten für eine Wertminderung und die Bestimmung der wesentlichen Managementannahmen, die dem erzielbaren Betrag der getesteten Vermögenswerte zugrunde liegen.  Wir haben ein Verständnis über die Strategie von OMV für ihre Raffinerien erlangt.  Wir haben interne und externe Marktstudien zur zukünftigen Entwicklung von Angebot und Nachfrage analysiert, um den Einfluss möglicher Veränderungen von Angebot und Nachfrage auf die Raffinerien zu verstehen.  Für Raffinerien in zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ohne Firmenwert haben wir die Analyse des Managements im Hinblick auf Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung beurteilt.  Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Managementannahmen (zukünftige Auslastung, zukünftige Raffineriemargen) in den zukünftingen Cashflow-Modellen beurteilt, indem wir diese mit verfügbaren Brancheninformationen verglichen haben.  Wir haben die wesentlichen Annahmen, die in zukünftigen Cashflow-Modellen verwendet werden, mit jenen in der vom Aufsichtsrat genehmigten Mittelfristplanung verglichen.  Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Inputfaktoren für die Bestimmung der Abzinsungssätze beurteilt, indem wir sie mit markt- und branchenspezifischen Benchmarks verglichen haben.  Wir haben auf der Basis eines Vergleichs von historischen Planungen und tatsächlich erzielten Ergebnissen die Prognosegenauigkeit des Managements evaluiert.  Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Bewertungsmodelle überprüft.  Wir haben die wirtschaftlichen Nutzungsdauern beurteilt, indem wir sie mit Angaben von Vergleichsunternehmen der Branche verglichen haben.  Wir haben die Angemessenheit der wirtschaftlichen Restnutzungsdauern evaluiert, in dem wir sie den Prognosen für die Nachfrage nach raffinierten Erdölprodukten aus dem Announced Pledges Szenario der IEA gegenübergestellt haben.  Wir haben Angemessenheit der Angaben im Konzernabschluss beurteilt. Bilanzierung für komplexe Transaktionen im Bereich Gasversorgung und -handel Siehe Anhangangaben 8 „Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen“, 13 „Finanzerfolg“, 28 „Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen“, 29 „Risikomanagement“ und 30 „Fair-Value-Hierarchie“ und 37 „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag“. Risiko für den Konzernabschluss Die Aktivitäten des Konzerns sind einer Reihe von Marktrisiken ausgesetzt, einschließlich Gaspreis- und Gasmengenrisiken, die durch Forward- und Future-Kontrakte gesteuert werden, die als derivative Finanzinstrumente klassifiziert werden oder, für die die „Own-use Exemption“ angewendet wird. Zum 31. Dezember 2024 beliefen sich die derivativen Vermögenswerte im Zusammenhang mit Gasverkäufen und -käufen auf EUR 133 Mio und die derivativen Verbindlichkeiten auf EUR 231 Mio. Darüber hinaus war der Konzern Partei von Schiedsverfahren im Zusammenhang mit langfristigen Gaslieferverträgen mit Gazprom Export LLC, die in 2024 zu positiven Effekten in den sonstigen betrieblichen Erträgen von EUR 234 Mio und Zinserträgen von EUR 25 Mio sowie einer Eventualforderung von EUR 48 Mio zum 31. Dezember 2024 resultierten. Aufgrund des Umfangs der Gasversorgungs- und -handelsgeschäfte, der Komplexität der zu-grundeliegenden Buchhaltungssysteme, der erheblichen Ermessensentscheidungen, die für die Anwendung der „Own-use Exemption“ erforderlich sind, und der verschiedenen Arten von Geschäften, einschließlich derjenigen, die aufgrund der Art der Liefer- und Handelsverträge Saldierungen erfordern, betrachteten wir die Bilanzierung komplexer Transaktionen im Bereich Gasversorgung und -handel als einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt. Für den Konzernabschluss besteht das Risiko, dass derivative Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen für Verträge, für die die „Own-use Exemption“ angewendet wird, falsch dargestellt sind. Daneben besteht das Risiko, dass die Ergebnisse der Schiedsverfahren im Zusammenhang mit langfristigen Gaslieferverträgen mit Gazprom Export LLC nicht sachgerecht im Konzernabschluss abgebildet sind. Unsere Vorgehensweise in der Prüfung Wir haben die Bilanzierung für komplexe Transaktionen im Bereich Gasversorgung und -handel wie folgt beurteilt:  Wir haben über die wesentlichsten internen Kontrollen im Bereich Gasversorgung und -handel ein Verständnis erlangt und deren Gestaltung und Umsetzung sowie operative Wirksamkeit beurteilt.  Wir haben in wesentliche langfristige Liefervereinbarungen Einsicht genommen und die Bilanzierungsauswirkungen der Urteile aus den Schiedsverfahren im Zusammenhang mit langfristigen Gaslieferverträgen mit Gazprom Export LLC beurteilt.  Wir haben die Vollständigkeit, Integrität und Genauigkeit der Transaktionsdaten im Bereich Gasversorgung und -handel evaluiert.  Wir haben die Bilanzierung der derivativen Finanzinstrumente im Bereich Gasversorgung und -handel in Übereinstimmung mit „IFRS 9 – Finanzinstrumente“ und „IAS 32 – Finanzinstrumente: Darstellung“ beurteilt.  Wir haben die bilanzielle Behandlung der verschiedenen Arten von Liefer- und Handelsportfolios untersucht.  Wir haben die Auswirkungen von Saldierungen auf die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und die Konzern-Gesamtergebnisrechnung nachgerechnet. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns. Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:  Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.  Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.  Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche innerhalb des Konzerns zu erlangen als Grundlage für die Bildung eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.  Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Bericht zum Konzernlagebericht Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt. Urteil Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss. Erklärung Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt. Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt und am 22. August 2024 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 Abschlussprüfer der Gesellschaft. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben. Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dipl.-Betriebsw. (FH) Karl Braun. Wien, 17. März 2025 KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dipl.-Betriebsw. (FH) Karl Braun e.h. Wirtschaftsprüfer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2024 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung In EUR Mio Anhangangabe 2024 2023 Umsatzerlöse 6, 7 33.981 39.463 Sonstige betriebliche Erträge 8 688 742 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 8, 18 299 326 Summe Erlöse und sonstige Erträge 34.968 40.531 Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen) 19 –19.787 –24.222 Produktions- und operative Aufwendungen –3.851 –4.004 Produktionsbezogene Steuern –691 –925 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen 9 –2.994 –2.463 Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –2.814 –3.006 Explorationsaufwendungen 9, 10 –151 –222 Sonstige betriebliche Aufwendungen 11 –426 –462 Operatives Ergebnis 4.254 5.226 Dividendenerträge 32 7 10 Zinserträge 13, 32 455 473 Zinsaufwendungen 13, 32 –412 –415 Sonstiges Finanzergebnis 13, 32 –69 –138 Finanzerfolg –19 –70 Ergebnis vor Steuern und vor Solidaritätsbeitrag 4.235 5.156 Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl 2 — –552 Ergebnis vor Steuern 4.235 4.604 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14 –2.211 –2.687 Jahresüberschuss 2.024 1.917 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.389 1.480 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 64 72 davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 571 366 Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 15 4,25 4,53 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 15 4,24 4,52 Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2024 Konzern-Gesamtergebnisrechnung In EUR Mio Anhangangabe 2024 2023 Jahresüberschuss 2.024 1.917 Währungsumrechnungsdifferenzen 511 –542 Saldo Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahres 22 551 –542 Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Gewinn- und Verlustrechnung 4 –40 –0 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges 29 –8 –360 Saldo Gewinne (+)/Verluste (–) des Jahres –82 –320 Umgliederung von Gewinnen (–)/Verlusten (+) in die Gewinn- und Verlustrechnung 74 –40 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 18 2 –4 Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden können 505 –907 Gewinne (+)/Verluste(–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 24 –16 –58 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten 20 –3 –2 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den Buchwert des Grundgeschäftes übertragen werden 29 4 –27 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 18 2 5 Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden –14 –83 Ertragsteuern, die auf Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden können, entfallen 2 83 Ertragsteuern, die auf Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert („recycelt“) werden, entfallen 0 14 Summe der auf das sonstige Ergebnis entfallenden Ertragsteuern 22 2 97 Sonstiges Ergebnis des Jahres nach Steuern 22 493 –893 Gesamtergebnis des Jahres 2.517 1.025 davon den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnen 1.808 737 davon den Hybridkapitalbesitzern zuzurechnen 64 72 davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 645 216 Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 Vermögen In EUR Mio Anhangangabe 2024 2023 Immaterielle Vermögenswerte 16 2.023 1.779 Sachanlagen 17 20.426 20.081 At-equity bewertete Beteiligungen 18 6.661 6.668 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 20 2.116 1.704 Sonstige Vermögenswerte 21 200 165 Latente Steuern 14 1.252 1.164 Langfristiges Vermögen 32.679 31.559 Vorräte 19 3.936 3.529 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 2.842 3.455 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 20 1.074 2.130 Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 72 48 Sonstige Vermögenswerte 21 1.603 1.351 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 6.182 6.920 Kurzfristiges Vermögen 15.709 17.432 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 5 425 1.671 Summe Aktiva 48.813 50.663 Eigenkapital und Verbindlichkeiten In EUR Mio Anhangangabe 2024 2023 Grundkapital 327 327 Hybridkapital 1.986 2.483 Rücklagen 15.554 15.428 Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 17.868 18.238 Nicht beherrschende Anteile 23 6.749 7.131 Summe Eigenkapital 22 24.617 25.369 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24 956 966 Anleihen 26 5.720 5.534 Leasingverbindlichkeiten 26 1.534 1.404 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 26 717 1.043 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 25 4.022 4.079 Sonstige Rückstellungen 25 387 422 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 26 238 316 Sonstige Verbindlichkeiten 26 92 102 Latente Steuern 14 1.070 962 Langfristige Verbindlichkeiten 14.735 14.826 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 3.723 3.955 Anleihen 26 850 540 Leasingverbindlichkeiten 26 233 181 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 26 353 427 Ertragsteuerverbindlichkeiten 679 859 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 25 71 69 Sonstige Rückstellungen 25 940 777 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 26 1.047 1.424 Sonstige Verbindlichkeiten 26 1.507 1.613 Kurzfristige Verbindlichkeiten 9.404 9.846 Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 5 56 622 Summe Passiva 48.813 50.663 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2024 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2024¹ In EUR Mio Grund- kapital Kapital- rücklage Hybrid- kapital Gewinn- rücklage Währungs- umrechnungs- differenzen Hedges Sonst. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen Eigene Anteile Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunter- nehmens Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital 1. Jänner 2024 327 1.520 2.483 14.835 –844 -0 –81 –2 18.238 7.131 25.369 Jahresüberschuss — — — 1.453 — — — — 1.453 571 2.024 Sonstiges Ergebnis des Jahres — — — –17 434 –1 3 — 419 74 493 Gesamtergebnis des Jahres — — — 1.436 434 –1 3 — 1.872 645 2.517 Dividendenausschüttung und Hybridkupon — — — –1.732 — — — — –1.732 –711 –2.443 Veränderungen Hybridkapital — — –496 –14 — — — — –510 — –510 Anteilsbasierte Vergütungen — 2 — — — — — 1 3 — 3 Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile — — — — — — — — — –316 –316 Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz — — — — — –2 — — –2 0 –2 31. Dezember 2024 327 1.522 1.986 14.525 –410 –4 –78 –1 17.868 6.749 24.617 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2023¹ In EUR Mio Grund- kapital Kapital- rücklage Hybrid- kapital Gewinn- rücklage Währungs- umrechnungs- differenzen Hedges Sonst. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen Eigene Anteile Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunter- nehmens Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital 1. Jänner 2023 327 1.517 2.483 15.076 –370 200 –82 –2 19.149 7.478 26.628 Jahresüberschuss — — — 1.551 — — — — 1.551 366 1.917 Sonstiges Ergebnis des Jahres — — — –46 –474 –223 1 — –743 –150 –893 Gesamtergebnis des Jahres — — — 1.505 –474 –223 1 — 808 216 1.025 Dividendenausschüttung und Hybridkupon — — — –1.746 — — — — –1.746 –609 –2.355 Anteilsbasierte Vergütungen — 3 — — — — — 1 3 — 3 Erhöhung (+)/Verminderung (–) nicht beherrschender Anteile — — — — — — — — — 36 36 Umgliederung von Cashflow-Hedges in die Bilanz — — — — — 23 — — 23 9 32 31. Dezember 2023 327 1.520 2.483 14.835 –844 -0 –81 –2 18.238 7.131 25.369 1 Siehe Anhangangabe 22 – Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens und Anhangangabe 23 – Nicht beherrschende Anteile Konzern-Cashflow-Rechnung 2024 Konzern-Cashflow-Rechnung In EUR Mio Anhangangabe 2024 2023 Jahresüberschuss 2.024 1.917 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen 9 3.079 2.619 Latente Steuern 14 15 175 Laufende Steuern 14 2.195 2.512 Gezahlte Ertragsteuern –2.374 –3.920 Steuerrückerstattungen 22 41 Verluste (+)/Gewinne (-) aus Abgängen von Anlagevermögen und Geschäftseinheiten 8, 11 –0 –2 Anteil am Ergebnis at-equity bewerteter Beteiligungen und Dividendenerträge 8, 20, 32 –307 –336 Einzahlung aus Dividenden von at-equity bewerteten Beteiligungen und anderen Unternehmen 18, 35 784 793 Zinsaufwendungen 13, 32 148 148 Gezahlte Zinsen –177 –181 Zinserträge 13, 32 –446 –459 Erhaltene Zinsen 444 400 Erhöhung (+)/Verminderung (–) Personalrückstellungen 24 –13 –102 Nettoveränderung von sonstigen Rückstellungen und Emissionszertifikaten 3, 25 23 –72 Sonstige Änderungen 27 –110 1.106 Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen 5.308 4.638 Verminderung (+)/Erhöhung (–) Vorräte 19 –72 1.320 Verminderung (+)/Erhöhung (–) Forderungen 20, 21 729 1.043 Erhöhung (+)/Verminderung (–) Verbindlichkeiten 26 –508 –1.293 Veränderungen in den Net-Working-Capital-Positionen 148 1.071 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 5.456 5.709 Investitionen Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 16, 17 –3.513 –3.487 Beteiligungen, Ausleihungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 20 –605 –635 Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel 4 –199 –52 Veräußerungen und andere Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus Anlagevermögen und finanziellen Vermögenswerten 350 183 Einzahlungen aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel 4 814 965 Cashflow aus der Investitionstätigkeit –3.152 –3.027 Zugänge langfristige Finanzierungen 27 990 0 Rückzahlung langfristiger Finanzierungen 27 –1.047 –1.477 Rückzahlung Hybridanleihe 27 –500 — Erhöhung (+)/Verminderung (–) kurzfristige Finanzierungen 27 –113 40 Verminderung von nicht beherrschenden Anteilen — –1 Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons) 22 –1.744 –1.746 Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner 23 –717 –587 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –3.132 –3.771 Währungsdifferenz auf liquide Mittel 0 –25 Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel –828 –1.114 Liquide Mittel Jahresbeginn 27 7.011 8.124 Liquide Mittel Jahresende 27 6.182 7.011 Davon liquide Mittel umgegliedert auf „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen“ — 91 In der Konzernbilanz als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen 6.182 6.920 Konzernanhang 1 | Grundlagen der Abschlusserstellung Die OMV Aktiengesellschaft (im österreichischen Firmenbuch eingetragen mit dem Sitz Trabrennstraße 6–8, 1020 Wien, Österreich) ist ein integriertes, internationales Öl-, Gas- und Chemieunternehmen, welches Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Chemicals, Fuels und Feedstock und Energy unterhält. Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung der IFRS AccountingStandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 245a (1) anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) erstellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erfolgt. Hiervon ausgenommen sind bestimmte Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen jenen des vorangegangenen Geschäftsjahres, sofern nicht anders angegeben. Der Konzernabschluss wurde in Millionen Euro (EUR Mio, EUR 1.000.000) erstellt. Durch die Angabe in EUR Mio können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Der Konzernabschluss 2024 wurde vom OMV Vorstand am 14. März 2025 erstellt und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgelegt. 2 | Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen. Diese Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und anderen Faktoren, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung als angemessen betrachtet werden. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Wesentliche Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen, die mit der Erstellung des Konzernabschlusses verbunden sind, sind in der unten stehenden Tabelle dargestellt. Anhangangabe Wesentliche rechnungslegungsbezogene Schätzungen und Ermessensentscheidungen Schätzung/ Ermessensentscheidung Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende Annahmen über Dekarbonisierungspfade und Warenpreise für die Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten Schätzung Anhangangabe 9 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen Werthaltigkeit von nicht-finanziellen Vermögenswerten Schätzung Anhangangabe 14 – Steuern vom Einkommen und Ertrag Werthaltigkeit von aktiven latenten Steuern Schätzung Anhangangabe 16 – Immaterielle Vermögenswerte Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögenswerten ohne sichere Reserven Schätzung Anhangangabe 17 – Sachanlagen Schätzung von Öl- und Gasreserven Schätzung Anhangangabe 17 – Sachanlagen Verlängerungs- und Kündigungsoptionen in Leasingverträgen Ermessensentscheidung Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte Werthaltigkeit und Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten Schätzung Anhangangabe 24 – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Annahmen für die Bewertungen von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Schätzung Anhangangabe 25 – Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen Annahmen für die Bewertungen von Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und belastende Verträge Schätzung Anhangangabe 29 – Risikomanagement Einstufung von Verträgen über den Kauf und Verkauf von Erdgas als „own use“-Verträge außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9 Ermessensentscheidung Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungsmethoden für die einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung werden in den entsprechenden Abschnitten des Anhangs erläutert. Grundsätze der Konsolidierung Der Konzernabschluss beinhaltet die Abschlüsse der OMV Aktiengesellschaft und aller Unternehmen, die von ihr beherrscht werden, sowie die von OMV gehaltenen Anteile an gemeinschaftlich beherrschten und nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen. Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen sind auf Basis konzerneinheitlicher Rechnungslegungsstandards erstellt. Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwerte Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt erfasst und mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Zugang zum entsprechenden Anteil der bilanzierten Beträge des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Der Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des zuvor von OMV am erworbenen Unternehmen gehaltenen Eigenkapitalanteils über das zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Nettovermögen. Ein Gewinn aus einem günstigen Unternehmenserwerb wird sofort im Ergebnis erfasst. Assoziierte Unternehmen und gemeinsame Vereinbarungen Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung hat. Für gemeinsame Vereinbarungen, d.h. Vereinbarungen, die der gemeinsamen Führung durch den OMV Konzern und einer oder mehreren weiteren Parteien unterliegen, erfolgt eine Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen oder gemeinschaftliche Tätigkeit. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die Parteien, die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte an den der Vereinbarung zuzurechnenden Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden haben. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, wobei die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt werden und in den Folgeperioden um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust abzüglich erhaltener Dividenden und um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst werden. Wesentliche gemeinschaftliche Explorations- und Produktionsaktivitäten im E&P-Geschäft des Energy-Segments werden über gemeinschaftliche Tätigkeiten ausgeübt, die nicht als eigenständiges Vehikel aufgebaut sind. OMV bilanziert im Konzernabschluss für diese gemeinschaftlichen Tätigkeiten seinen Anteil an den mit den anderen Partnern gehaltenen Vermögenswerten und eingegangenen Verbindlichkeiten und Aufwendungen sowie die Erlöse des Konzerns aus dem Verkauf ihres Anteils an der Produktion sowie Verbindlichkeiten und Aufwendungen, die der Konzern für die gemeinschaftliche Tätigkeit eingegangen ist. Akquisitionen von Beteiligungen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen die gemeinschaftliche Tätigkeit einen Geschäftsbetrieb darstellt, werden nach den Vorschriften des IFRS 3 als Unternehmenszusammenschluss bilanziert. Zusätzlich gibt es vertragliche Vereinbarungen ähnlich zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten, bei denen aber keine gemeinschaftliche Führung besteht und die deshalb nicht die Definition einer gemeinschaftlichen Tätigkeit gemäß IFRS 11 erfüllen. Das ist der Fall, wenn die wesentlichen Entscheidungen durch mehr als eine Kombination der Zustimmung durch die involvierten Parteien getroffen werden können oder eine Partei über Beherrschung verfügt. Die Beurteilung, ob die Vereinbarungen inner- oder außerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 11 sind, wird von OMV auf Basis der relevanten rechtlichen Vereinbarungen wie Konzessions-, Lizenz- oder gemeinsamen Betriebsvereinbarungen vorgenommen, die festlegen, wie und durch wen die relevanten Entscheidungen für diese Aktivitäten getroffen werden. Die Bilanzierung dieser Vereinbarungen erfolgt grundsätzlich analog zu den gemeinschaftlichen Tätigkeiten. Da Erwerbe von Anteilen an solchen Vereinbarungen nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, bilanziert OMV solche Transaktionen als Anschaffung von Anlagevermögen. Währungsumrechnung Monetäre Fremdwährungspositionen werden mit den Stichtagskursen zum Bilanzstichtag bewertet, wobei eingetretene Kursgewinne und -verluste ergebniswirksam erfasst werden. Die Umrechnung der Abschlüsse von Gesellschaften, bei denen die funktionale Währung von der Konzernwährung abweicht, erfolgt nach der Stichtagskursmethode. Dabei werden Differenzen, die sich aus der Umrechnung von Bilanzpositionen zu aktuellen Stichtagskursen ergeben, im sonstigen Ergebnis erfasst. Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Die aus der Anwendung des Durchschnittskurses in der Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber aktuellen Stichtagskursen bei Bilanzpositionen zusätzlich entstehenden Differenzen werden gleichfalls im sonstigen Ergebnis verbucht. Die wesentlichsten Kurse für die Währungsumrechnung in EUR waren: Währungsumrechnung 2024 2023 Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Ungarischer Forint (HUF) 411,350 395,300 382,800 381,850 Neuseeland Dollar (NZD) 1,853 1,788 1,750 1,762 Norwegische Krone (NOK) 11,795 11,629 11,241 11,425 Rumänischer Leu (RON) 4,974 4,975 4,976 4,947 Schwedische Krone (SEK) 11,459 11,433 11,096 11,479 US Dollar (USD) 1,039 1,082 1,105 1,081 Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl Als direkte Folge der Energiekrise in Europa wurden in einigen Ländern, in denen die OMV Gruppe tätig ist, regulatorische Maßnahmen wie Preisobergrenzen, Förderungsprogramme und der EU-Solidaritätsbeitrag eingeführt. Mit der Verordnung (EU) 2022/1854 des Rates wurde ein Solidaritätsbeitrag eingeführt, der in das nationale Recht der Mitgliedstaaten umgesetzt wurde und für 2022 und/oder 2023 galt. Am 12. Mai 2023 wurde in Rumänien das Gesetz Nr. 119/2023 zur Genehmigung der Government Emergency Ordinance 186/2022 zur Umsetzung der EU-Verordnung über den Solidaritätsbeitrag im Amtsblatt veröffentlicht. Für Unternehmen, die Rohöl fördern und raffinieren, sah das Gesetz die Zahlung eines Beitrags von RON 350 pro verarbeiteter Tonne Rohöl in den Jahren 2022 und 2023 vor. Im Jahr 2023 wurde ein Solidaritätsbeitrag in Höhe von EUR 552 Mio für die im Jahr 2022 (EUR 300 Mio) und die im Jahr 2023 (EUR 252 Mio) verarbeiteten Rohölmengen erfasst. Ziel der EU-Verordnung war es, einen Solidaritätsbeitrag auf Gewinnüberschüsse einzuführen. Der Solidaritätsbeitrag in Rumänien basierte jedoch nicht auf Gewinnen, sondern auf raffinierten Rohölmengen und fällt daher nicht in den Anwendungsbereich von IAS 12 – Ertragsteuern. Aufgrund seines spezifischen Charakters wurde der Solidaritätsbeitrag in Rumänien in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nicht als Teil des operativen Ergebnisses, sondern als separate Zeile oberhalb der „Steuern vom Einkommen und vom Ertrag“ ausgewiesen. Änderungen in den Bilanzierungsgrundsätzen Die folgenden Änderungen von Standards wurden ab 1. Jänner 2024 angewandt:  Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig  Änderungen an IAS 1: Langfristige Schulden mit Kreditbedingungen  Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer Sale-and-leaseback-Transaktion  Änderungen an IAS 7 und IFRS 7: Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den OMV Konzernabschluss. Noch nicht verpflichtend anwendbare neue und überarbeitete Standards Die folgenden neuen bzw. überarbeiteten Standards, die bereits veröffentlicht aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind, wurden vom OMV Konzern nicht angewandt. Teilweise ist die Anerkennung dieser Standards durch die EU noch ausständig. IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss IFRS 18 wird IAS 1 – Darstellung des Abschlusses ersetzen und ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2027 beginnen. Auch wenn IFRS 18 keine Auswirkungen auf den Ansatz oder die Bewertung von Posten im Abschluss haben wird, wird erwartet, dass die Auswirkungen auf den Ausweis und Angaben erheblich sein werden. OMV prüft derzeit im Detail die Auswirkungen der Anwendung des neuen Standards auf den Konzernabschluss. In der durchgeführten vorläufigen High-Level-Analyse wurden die folgenden potenziellen Auswirkungen ermittelt:  OMV geht davon aus, dass sich die Gruppierung von Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung in die neuen Kategorien auf die Berechnung und Berichterstattung des operativen Ergebnisses auswirken wird. Die größte Auswirkung wird aus dem Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen kommen, das künftig in der Kategorie Investitionen ausgewiesen und damit nicht mehr im operativen Ergebnis enthalten sein wird. Auswirkungen auf den Konzern-Jahresüberschuss ergeben sich jedoch nicht.  In der Cashflow-Rechnung werden die Hauptauswirkungen aus Änderungen kommen, wie erhaltene und gezahlte Zinsen sowie erhaltene Dividenden dargestellt werden. Erhaltene Zinsen und Dividenden werden künftig als Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen, was eine Änderung gegenüber dem aktuellen Ausweis als Teil der Cashflows aus der Betriebstätigkeit darstellt. Die gezahlten Zinsen werden als Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit und nicht mehr im Cashflow aus der Betriebstätigkeit ausgewiesen werden.  Neue Angaben werden für vom Management festgelegte Erfolgskennzahlen erforderlich sein. Darüber hinaus wird eine Aufschlüsselung von bestimmten Aufwandsarten für in der operativen Kategorie der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Posten nach Funktionen offengelegt. OMV wird den neuen Standard ab dem verpflichtenden Zeitpunkt des Inkrafttretens am 1. Jänner 2027 anwenden. Eine rückwirkende Anwendung ist erforderlich, so dass die Vergleichsinformationen für das am 31. Dezember 2026 endende Geschäftsjahr gemäß IFRS 18 angepasst werden. Sonstige Standards Durch die folgenden überarbeiteten Standards werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet: Änderungen an IFRS Datum des Inkrafttretens laut IASB Änderungen an IAS 21: Mangel an Umtauschbarkeit 1. Jänner 2025 Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten 1. Jänner 2026 Jährliche Verbesserungen an den IFRS Accounting Standards – Band 11 1. Jänner 2026 Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7: Verträge, die sich auf naturabhängigen Strom beziehen 1. Jänner 2026 3 | Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende OMV hat die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende bei der Aufstellung des Konzernabschlusses berücksichtigt. Sie unterliegen Unsicherheiten und können erhebliche Auswirkungen auf die derzeit vom Konzern ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten haben. Der Konzern ist Klimarisiken und Risiken aus der Energiewende ausgesetzt, wozu Risiken für „stranded assets“, ein Nachfragerückgang für fossile Produkte und regulatorische Risiken gehören. Die Risiken aus dem Klimawandel und deren Management werden im Lagebericht beschrieben. Die OMV Dekarbonisierungsziele 2022 definierte OMV erstmals konkrete kurz-, mittel- und langfristige Ziele für die Reduktion der Emissionen und verpflichtete sich, bis 2050 ein Netto-Null-Emissions-Unternehmen (Scope 1, 2 und 3) zu werden. Für die Scope-1 und Scope-2-Emissionen strebt OMV eine absolute Reduktion von mindestens 30% bis 2030 und mindestens 60% bis 2040 an. Für die definierten Kategorien der Scope-3-Emissionen peilt OMV eine Reduktion von mindestens 20% bis 2030 und von 50% bis 2040 an.64 Diese absoluten Reduktionen der THG-Emissionen und die Steigerung des Verkaufs CO2-freier Produkte sind der Schlüssel, um die CO2-Intensität der Energieversorgung durch OMV zu reduzieren. 2024 passte OMV das Ziel zur Reduktion der CO2-Intensität bis 2030 aufgrund von Projektverschiebungen an und verfolgt nun eine Reduktion von 15-20% bis 2030. Bis 2040 strebt OMV weiterhin eine Reduktion um 50% an.65 Gemäß der aktuellen Mittelfristplanung plant OMV, in den Jahren 2025–2029 organische Investitionsausgaben für Projekte im Zusammenhang mit nachhaltiger Geschäftstransformation, Entwicklung CO2-armer Geschäftslösungen und Energieeffizienzmaßnahmen in Höhe von rund EUR 9,2 Mrd zu tätigen. Auswirkungen auf Schätzunsicherheiten Die vom Management getroffenen, wesentlichen Schätzungen berücksichtigen die künftigen Auswirkungen der strategischen Entscheidungen und das Engagement von OMV, das Portfolio an den Zielen der Energiewende, an kurz- und langfristigen klimabezogenen Risiken sowie am Übergang zu weniger kohlenstoffhaltigen Energieträgern auszurichten, zusammen mit einer bestmöglichen Schätzung des globalen Angebots und Nachfrage, inklusive prognostizierter Warenpreise. Dennoch gibt es eine erhebliche Unsicherheit hinsichtlich der Veränderungen im Energieträgermix in den nächsten 30 Jahren und dem Ausmaß, in dem mit diesen Veränderungen die Ziele des Pariser Abkommens erreicht werden. Während sich Unternehmen zu solchen Zielen verpflichten können, erfordert die Bilanzierung nach IFRS die Anwendung von Annahmen, die die aktuellen, bestmöglichen Schätzungen der Bandbreite an möglichen zukünftigen Rahmenbedingungen darstellen, die von solchen Zielen abweichen können. Zu diesen Annahmen gehören Erwartungen über die künftigen, weltweiten Dekarbonisierungsanstrengungen und den Übergang zu Volkswirtschaften mit Netto-Null-Emissionen. OMV verwendet zwei unterschiedliche Szenarien: den Base Case und den „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Case. Die Szenarien unterscheiden sich durch die zugrunde gelegten Erwartungen über die Geschwindigkeit der künftigen weltweiten Dekarbonisierung und führen zu unterschiedlichen Annahmen über Nachfrage, Preise und Margen von fossilen Produkten. Der Base Case orientiert sich am IEA Announced Pledges Scenario (APS), der davon ausgeht, dass alle weltweit von Regierungen angekündigten Dekarbonisierungszusagen vollständig und fristgerecht umgesetzt werden.66 In diesem Szenario wird der Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 mit einer Wahrscheinlichkeit von 50% auf 1,7°C begrenzt sein. Das zugrunde liegende Angebot und die Nachfrage sind an das APS Szenario angelehnt, und die entsprechenden Preisannahmen wurden von der internen Abteilung Strategic Intelligence entwickelt. Der Base Case wird für die Mittelfristplanung sowie für Schätzungen verwendet, die in die Bewertung verschiedener Bilanzpositionen dieses Konzernabschlusses eingehen, wie Werthaltigkeitstests für nicht-finanzielle Vermögenswerte und die Bewertung von Rückstellungen. Der „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Case, der auf einem schnelleren Dekarbonisierungspfad basiert als der Base Case, wird für die Berechnung von Sensitivitäten verwendet, um die Unsicherheit aus der Geschwindigkeit der Energiewende zu berücksichtigen und das finanzielle Risiko für die bestehenden OMV Vermögenswerte aus der Energiewende besser abschätzen zu können. Die Annahmen in diesem Szenario stehen im Einklang mit dem Net Zero Emissions by 2050 (NZE) Szenario, das von der IEA modelliert wurde.66 Dieses Szenario zeigt einen Pfad für den globalen Energiesektor, bei dem bis 2050 Netto-Null-THG-Emissionen erreicht werden und der mit einer Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5°C vereinbar ist. Für Investitionsentscheidungen werden Wirtschaftlichkeitsrechnungen auf Basis der Preis- und Nachfrageannahmen des Base Cases und mit dem Ziel, bis 2050 einen Netto-Null-Status zu erreichen, erstellt. Diese Annahmen sind die gleichen Preis- und Nachfrageannahmen wie in der Mittelfristplanung und den Werthaltigkeitstests. Weiters ist für alle Investitionsentscheidungen ein Stresstest auf Basis der Warenpreisannahmen des „Netto-Null Emissionen bis 2050“ Cases verpflichtend, um das Risiko für „stranded assets“ in diesem Dekarbonisierungsszenario beurteilen zu können. Werthaltigkeit von Vermögenswerten Die folgende Tabelle fasst die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und at-equity-bewerteten Beteiligungen des Konzerns aufgeteilt nach Art des Vermögenswerts zusammen: Buchwerte zum 31. Dezember In EUR Mio Segment Immaterielle Vermögens- werte (inkl. Firmenwerte) Sachanlagen At-equity bewertete Beteiligungen 2024 Chemische Produktion und Recycling (inkl. chemischer Teil der Raffinerien) Chemicals 1.047 6.087 4.777 Raffinerien F&F 185 3.508 1.524 Tankstellen F&F 45 1.285 — Öl- und Gasexploration und - evaluierung Energy 285 — — Öl- und Gasproduktion Energy 360 8.679 288 Gasspeicher und -kraftwerk Energy 16 515 0 Sonstige 85 352 72 Gesamt 2.023 20.426 6.661 2023 Chemische Produktion und Recycling (inkl. chemischer Teil der Raffinerien) Chemicals 975 5.643 4.747 Raffinerien F&F 101 3.255 1.655 Tankstellen F&F 23 1.129 — Öl- und Gasexploration und - evaluierung Energy 270 — — Öl- und Gasproduktion Energy 356 9.313 264 Gasspeicher und -kraftwerk Energy 17 523 0 Sonstige 38 217 2 Gesamt 1.779 20.081 6.668 Annahmen über Warenpreise haben eine wesentliche Auswirkung auf die erzielbaren Beträge von Explorations- und Sachanlagevermögen sowie Firmenwerte. Für die Wertminderungstests werden die Preisannahmen verwendet, die für die Mittelfristplanung auf Basis des oben beschriebenen Szenarios über die Energiewende festgelegt wurden. Kosten für CO2-Emissionen werden insoweit berücksichtigt, als es in den jeweiligen Ländern eine CO2-Bepreisung gibt. Angaben zu den Wertminderungstests sind in der Anhangangabe 9 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen enthalten. Die Preis- und EUR-USD-Wechselkursannahmen im Base Case, die für die Wertminderungstests verwendet werden, werden nachfolgend dargestellt (in realen Werten mit Basisjahr 2024 im Jahr 2024 bzw. 2023 im Jahr 2023): 2024 Preisannahmen für Base Case und Wertminderungstests 2025 2026 2027 2028 2029 2030 2040 2050 Brent Rohölpreis (USD/bbl) 73 72 71 69 68 67 63 56 EUR–USD Wechselkurs 1,10 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 Brent Rohölpreis (EUR/bbl) 67 63 61 60 59 58 55 48 Gaspreis THE (EUR/MWh) 32 30 26 23 23 22 24 24 CO2 Preis EUA (EUR/t) 69 86 104 111 118 125 147 147 2023 Preisannahmen für Base Case und Wertminderungstests 2024 2025 2026 2027 2028 2030 2040 2050 Brent Rohölpreis (USD/bbl) 78 71 65 64 59 59 55 55 EUR–USD Wechselkurs 1,10 1,10 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 Brent Rohölpreis (EUR/bbl) 71 65 57 56 51 51 48 48 Gaspreis THE (EUR/MWh) 44 38 34 25 22 22 22 22 CO2 Preis EUA (EUR/t) 92 99 106 112 118 130 144 144 Sensitivitäten basierend auf dem Klimaszenario „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ wurden berechnet, um die Widerstandsfähigkeit von Vermögenswerten gegenüber Risiken der Energiewende zu testen. Die für die Sensitivitätsanalyse verwendeten Annahmen sind in folgender Tabelle enthalten (reale Preise mit Basisjahr 2024): 2024 Preisannahmen für 'Netto-Null Emissionen bis 2050' Sensitivitäten 2025 2026 2027 2028 2029 2030 2040 2050 Brent Rohölpreis (USD/bbl) 64 58 52 47 42 38 30 23 EUR–USD Wechselkurs 1,10 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 1,15 Brent Rohölpreis (EUR/bbl) 58 50 45 41 37 33 26 20 Gaspreis THE (EUR/MWh) 24 22 20 18 16 14 14 14 CO2 Preis (EUR/t): — EUA/Entwickelte Länder 88 98 107 117 125 134 191 231 Schwellen- und Entwicklungsländer mit Netto-Null-Zusagen 35 44 53 64 74 86 149 185 Ausgewählte Schwellen- und Entwicklungsländer 8 11 13 17 20 24 79 166 Sonstige Schwellen- und Entwicklungsländer 4 6 8 10 12 14 33 51 Die „Netto-Null-Emissionen bis 2050“-Sensitivitäten wurden anhand einer vereinfachten Methode berechnet und basieren auf einem Discounted Cash Flow-Modell ähnlich zu einer Werthaltigkeitsrechnung. In den Berechnungen für Öl- und Gasvermögenswerte basieren die Cashflows auf einer angepassten Mittelfristplanung für fünf Jahre und einer Feldlebensplanung für die Jahre bis zur Stilllegung. Der „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Case beinhaltet keine anderen Änderungen von Inputfaktoren als Preise und Mengen. Die Berechnung berücksichtigt eine frühere Stilllegung von Öl- und Gasfeldern, falls die durch die niedrigeren Preise reduzierten Einnahmen die Kosten nicht decken. Insbesondere wurden aber keine Restrukturierungs- oder Kostensenkungsmaßnahmen, Veräußerungen oder andere Änderungen in der Planung, die nicht im Base Case enthalten sind, angenommen. Die angeführten Beträge sind deshalb nicht als beste Schätzung eines erwarteten Wertminderungsverlusts aus einem solchen Szenario zu sehen. Die berücksichtigten CO2-Kosten für Öl- und Gasanlagen basieren auf den CO2-Preisen im IEA NZE by 2050 Szenario. CO2-Kosten sind für 100% der anteilsmäßig dem Konzern zurechenbaren direkten Emissionen enthalten, mit Ausnahme der Emissionen von E&P Österreich und Rumänien, wo CO2-Kosten nur in dem Umfang berücksichtigt werden, in dem die Aktivitäten in den Jahren bis 2030 in den Geltungsbereich des europäischen Emissionshandelssystems (ETS) fallen und für 100 % der anteiligen direkten Emissionen nach 2030. Die auf Basis des „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Cases ermittelten Sensitivitäten zeigen für die Öl- und Gasvermögenswerte ein Risiko für Wertminderungen. Die Buchwerte der Öl- und Gasvermögenswerte mit sicheren Reserven (inkl. E&P at-equity bewertete Beteiligungen) würden um EUR 4,2 Mrd und Firmenwerte um EUR 0,1 Mrd reduziert. Zusätzlich würden alle Öl- und Gasvermögenswerte ohne sichere Reserven mit einem Verlust vor Steuern von EUR 0,3 Mrd aufgegeben werden. Der gesamte Nach-Steuer-Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung würde EUR 3,1 Mrd betragen. Was das Chemicals-Segment betrifft, sieht das Management im beschleunigten Dekarbonisierungsszenario keine negativen Auswirkungen auf die Gesamtnachfrage nach Polyolefinlösungen. Die Preisgestaltung für Polyolefine wird hauptsächlich durch die Märkte für Basischemikalien wie Naphtha, Ethan und Propan bestimmt. Eine beschleunigte Veränderung der weltweiten Energielandschaft könnte zu unterschiedlichen Preisbewegungen bei diesen relevanten Basischemikalien führen und sich vorübergehend auf die Rentabilität einiger Vermögenswerte in der Polyolefin-Wertschöpfungskette auswirken. Aufgrund der erwarteten starken Nachfrage nach Polyolefinlösungen sieht das Management keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die gesamte integrierte Wertschöpfungskette. OMV plant, seine europäischen Raffinerien so zu transformieren, dass sie im Zuge der fortschreitenden Dekarbonisierung des Kraftstoff- und Chemiesektors wettbewerbsfähig bleiben. Der Durchsatz der Rohöldestillation wird verringert. Der Produktmix wird angepasst, um die Heizöl- und Dieselproduktion zu reduzieren und gleichzeitig die Ausbeute für chemische Produkte zu erhöhen. Parallel dazu wird ein Produktionsportfolio für erneuerbare Kraftstoffe und nachhaltige chemische Rohstoffe entwickelt. Es wird erwartet, dass der energiewendebedingte Nachfragerückgang für fossile Produkte in den Märkten im Mittleren Osten und Asien, zu denen ADNOC Refining Zugang hat, langsamer voranschreiten wird. Angesichts der hohen Unsicherheit und der Komplexität des Zusammenspiels verschiedener treibender Faktoren in einem Klimaszenario "Netto-Null-Emissionen bis 2050" , werden für Raffinerien Sensitivitäten basierend auf Veränderungen der Margen und Auslastungsraten offengelegt. Die für die Berechnung des Nutzungswertes im Rahmen der Wertminderungstests angewandten OMV Raffinerie-Referenzmargen liegen für die sechs Jahre bis 2030 bei durchschnittlich 6,0 USD/bbl und sind danach schrittweise rückläufig. Eine Veränderung der Raffineriemargen um USD –1,0/bbl bzw. +1,0/bbl über den gesamten Cashflow-Prognosezeitraum und in der ewigen Rente würde ceteris paribus zu einer Wertminderung vor Steuern von EUR 0,3 Mrd bzw. zu keiner Wertaufholung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien sowie keine Wertminderung bzw. Zuschreibung der Raffinerien in Österreich und Deutschland führen. Die in den Wertminderungstests der europäischen Raffinerien angenommenen Auslastungsgrade liegen für die sechs Jahre bis 2030 bei durchschnittlich 91% und sinken langfristig schrittweise. Eine Veränderung der Auslastungsgrade über den gesamten Cashflow-Prognosezeitraum und in der ewigen Rente um –10% bzw. +10% würde ceteris paribus zu einer Wertminderung vor Steuern in Höhe von EUR 0,2 Mrd bzw. zu keiner Wertaufholung der Raffinerie Petrobrazi in Rumänien sowie keine Wertminderung bzw. Zuschreibung der Raffinerien in Österreich und Deutschland führen. Im Wertminderungstest für die Beteiligung an ADNOC Refining (inklusive ADNOC Trading) werden Brutto-Raffineriemargen für die sechs Jahre bis 2030 von durchschnittlich 9,4 USD/bbl und danach leicht niedriger angenommen. Eine Veränderung der Brutto-Raffineriemargen um USD –1,0/bbl bzw. +1,0/bbl über den gesamten Cashflow-Prognosezeitraum und in der ewigen Rente würde ceteris paribus zu einer Wertminderung der Beteiligung an ADNOC Refining in Höhe von EUR 0,3 Mrd bzw. einer Wertaufholung von bis zu EUR 0,6 Mrd führen. Für das Tankstellengeschäft reichten Cashflows über einen Zeitraum von weniger als 10 Jahren aus, um die Werthaltigkeit der Buchwerte der aktuell vorhandenen Vermögenswerte nachzuweisen. Aus diesem Grund wurde keine Berechnung für das Szenario „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ durchgeführt. Nutzungsdauern Die Geschwindigkeit der Energiewende kann eine Auswirkung auf die Restnutzungsdauer des Anlagevermögens haben. Der Großteil des Sachanlagevermögens im Geschäftsbereich Chemicals wird über die nächsten 10 Jahre oder weniger voll abgeschrieben. Das abnutzbare Vermögen in den Raffinerien wird im Durchschnitt über die nächsten 9 Jahre und im Retail-Bereich über die nächsten 5 bis 11 Jahre abgeschrieben. Es wird erwartet, dass die Nachfrage für Mineralöl- und chemische Produkte in diesem Zeitraum stabil bleiben wird. Darüber hinaus hat OMV bereits mit der Umsetzung eines Investitionsprogramms zur Transformation der Anlagen im Raffinerie- und Retail-Bereich begonnen. Durch die Energiewende wird deshalb keine wesentliche Auswirkung auf die erwarteten Nutzungsdauern des bestehenden Anlagevermögens in den Segmenten F&F und Chemicals erwartet. Die Öl- und Gasvermögenswerte im Energy-Segment werden gemäß der Unit-of-Production-Methode auf Basis der sicheren Reserven abgeschrieben. Entsprechend den aktuellen Produktionsplänen werden von den sicheren Reserven zum 31. Dezember 2024 bis 2030 41%, bis 2040 8% und bis 2050 2% verbleiben. Die bestehenden Öl- und Gasanlagen mit sicheren Reserven werden daher ohne Berücksichtigung von künftigen Investitionen bis 2030 erheblich und mit Ausnahme eines Feldes bis 2050 vollständig abgeschrieben. Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen Die Buchwerte und das Fälligkeitsprofil für die Rekultivierungsrückstellungen stellen sich wie folgt dar: Geschätzte Fälligkeit und Mittelabflüsse der Rekultivierungsverpflichtungen1 In EUR Mio 2024 2023 Buchwert Undiskontierte, inflationierte Kosten Buchwert Undiskontierte, inflationierte Kosten ≤1 Jahr 71 76 69 78 1–10 Jahre 1.617 2.340 1.239 1.762 11–20 Jahre 1.923 4.315 2.421 4.673 21–30 Jahre 296 791 233 730 >30 Jahre 187 753 185 679 Gesamt 4.093 8.275 4.148 7.922 1 Hauptsächlich bezogen auf Rekultivierungsverpflichtungen im Geschäftsbereich Energy Die Geschwindigkeit der Energiewende beeinflusst den Zeitpunkt der Stilllegung und folglich der Durchführung von Rekultivierungen von Öl- und Gasanlagen. Im „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Szenario könnte es bei einigen Öl- und Gasfeldern zu einer früheren Stilllegung kommen. Aufgrund der für die Berechnung herangezogenen niedrigen realen Abzinsungssätze und unter der Annahme einer gleichbleibenden jährlichen Kapazität für Rekultivierungen wäre die Auswirkung auf den Buchwert der Rekultivierungsrückstellungen nicht wesentlich. Für Raffinerie- und Chemiestandorte auf Eigengrund werden keine Rekultivierungsrückstellungen erfasst, da es sich bei diesen Anlagen um langlebige Vermögenswerte handelt, die auch in einem Energiewendeszenario weiterhin genutzt werden. Für die europäischen OMV Raffineriestandorte sind in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen mit dem Ziel, sie in Richtung erneuerbare Treib- und chemische Rohstoffe mit stärkerer Chemie-Integration zu transformieren, geplant. Weiters wird für ADNOC Refining eine Fortsetzung des Betriebs in einem Szenario im Einklang mit den Zielen des Pariser Abkommens dank der guten Positionierung im Markt erwartet. Aktive latente Steuern Im „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Szenario werden auf Basis der vereinfachten Werthaltigkeitsüberprüfung die infolge der zusätzlichen Wertminderungen erfassten latenten Steueransprüche großteils als werthaltig angesehen. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Nettoposition der latenten Steueransprüche der österreichischen Steuergruppe erwartet. Auswirkung auf Dividendenzahlungsfähigkeit Das Management bewertete die Auswirkungen des „Netto-Null-Emissionen bis 2050“ Szenarios auf die Dividendenzahlungsfähigkeit der OMV Aktiengesellschaft. Der potenzielle Wertminderungsverlust in diesem Szenario hätte aufgrund des starken Ergebnisses sowie der finanziellen Rücklagen im Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, der die Basis für die Dividendenzahlungen ist, keinen Einfluss auf die Fähigkeit zur Dividendenzahlung im Jahr 2025. Emissionszertifikate und CO2-Kosten Bilanzierungsgrundsätze Emissionszertifikate werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und unter den sonstigen, kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Von Regierungsstellen gratis zugeteilte Emissionszertifikate (im Rahmen des EU Emissionshandelssystems für Treibhausgas-Emissionszertifikate) werden mit Anschaffungskosten von null bewertet. Durch die verursachten Emissionen entsteht eine Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten. Für diese Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet, die mit den Anschaffungskosten der gehaltenen Emissionszertifikate, Terminpreisen von offenen Forward-Einkäufen und für eine verbleibende Unterdeckung mit dem Marktwert bewertet wird. Die Richtlinie 2003/87/EG des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats hat ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten geschaffen, das die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, nationale Pläne für die Zuteilung von Emissionszertifikaten zu erstellen. Die Richtlinie richtet ein Emissionshandelssystem ein, bei dem eine Obergrenze für die Gesamtmenge bestimmter Treibhausgase festgelegt wird, die von den im System erfassten Anlagen ausgestoßen werden dürfen. Unternehmen melden ihre Emissionen jährlich und geben genügend Zertifikate ab, um ihre Emissionen abzudecken. Im Rahmen dieses Programms haben die betroffenen Gesellschaften im OMV Konzern einen Anspruch auf die jährliche unentgeltliche Zuteilung von Emissionszertifikaten und kaufen zusätzliche Zertifikate für die verbleibende Unterdeckung. Die neuseeländische Regierung hat ein System für den Handel mit Treibhausgas-Emissionszertifikaten auf Basis des Climate Change Response Act 2002 geschaffen. Unter diesem System haben neuseeländische Gesellschaften keinen Anspruch auf eine Zuteilung von Gratiszertifikaten. OMV hat Emissionszertifikate gekauft, um den eigenen Verpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus entsteht für OMV mit jedem Gasverkauf an inländische Kunden in Neuseeland eine Verpflichtung, für deren Erfüllung OMV Emissionszertifikate von den Kunden erhält. Diese erhaltenen Zertifikate werden als Durchlaufposten behandelt. In Deutschland ist das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) die Basis für den nationalen Emissionsrechtehandel in den Sektoren Wärme und Verkehr. Es verpflichtet Unternehmen, die die Brenn- und Kraftstoffe in Verkehr bringen, von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) kostenpflichtige Zertifikate zu erwerben. Die Zertifikate sind derzeit nicht handelbar, und es gibt keine unentgeltlichen Zuteilungen. Die gesamten CO2-Kosten sowie Kohlenstoffsteuern betrugen 2024 EUR 474 Mio (2023: EUR 368 Mio). Die Rückstellungen für CO2 Emissionen werden unter den kurzfristigen sonstigen Rückstellungen ausgewiesen und betrugen 2024 EUR 509 Mio (2023: EUR 437 Mio). Für 2025 erwartet OMV für (noch nicht extern verifizierte) Emissionen voraussichtlich 8.194 Tausend Emissionszertifikate des europäischen Emissionshandelssystems, 3.867 Tausend BEHG-Zertifikate sowie 1.683 Tausend Zertifikate des neuseeländischen Emissionshandelssystems zurückzugeben. Darin enthalten sind 1.506 Tausend Zertifikate, für die eine Übertragung an OMV von Kunden in Neuseeland erwartet wird. Emissionszertifikate1 Anzahl der Zertifikate, in Tausend 2024 2023 EU Emissions- handels- system NZ Emissions- handels- system DE Emissions- handels- system EU Emissions- handels- system NZ Emissions- handels- system DE Emissions- handels- system Emissionszertifikate gehalten zum 1. Jänner 11.506 2.079 3.472 13.569 1.901 3.183 Unentgeltliche Zuteilung für das Jahr 3.588 — — 5.541 — — Rückgabe der Zertifikate2 –7.618 –2.730 –3.668 –9.743 –2.292 –3.504 Netto-Zukäufe und -Verkäufe während des Jahres 3.424 26 3.836 3.429 156 3.793 Von Kunden erhaltene Emissionszertifikate — 1.983 — — 2.314 — Konsolidierungskreisänderungen3 — — — –1.292 — — Emissionszertifikate gehalten zum 31. Dezember 10.899 1.358 3.640 11.506 2.079 3.472 1 Ein Zertifikat berechtigt jeweils zur Emission einer Tonne Treibhausgase (in CO2e) in einem bestimmten Zeitraum. 2 Für tatsächliche Emissionen des Vorjahres 3 Bezieht sich auf den Verkauf des Borealis Stickstoff-Geschäftsbereichs im Jahr 2023 4 | Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur Eine vollständige Liste aller OMV Beteiligungen sowie sämtliche Konsolidierungskreisänderungen sind in Anhangangabe 38 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft – zu finden. Wesentliche Änderungen des Konsolidierungskreises werden im Folgenden näher beschrieben. Akquisitionen – Unternehmenszusammenschlüsse Im Jahr 2024 hat OMV den Erwerb von 100% der Anteile an den folgenden Unternehmen abgeschlossen, für die die Vorschriften von IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse angewendet wurden. Diese wurden vollständig in den Konzernabschluss einbezogen.  28. März 2024: Integra Plastics AD (nach der Übernahme umbenannt in Integra Plastics EAD), ein Unternehmen, das eine moderne, hochentwickelte mechanische Recyclinganlage betreibt, die 2019 nach dem neuesten Stand der Technik errichtet wurde und eine jährliche Produktionskapazität von mehr als 20 kt hat. Integra Plastics EAD kann Post-Consumer-Abfälle in hochwertige Polyolefin-Rezyklate umwandeln, die für anspruchsvolle Anwendungen geeignet sind.  31. Mai 2024: Renovatio Asset Management S.R.L., das das größte Ladenetzwerk für Elektrofahrzeuge in Rumänien besitzt  25. Juli 2024: AP-NewCo GmbH (nach der Übernahme umbenannt in AP Truck Mobility GmbH), die ein Tankstellennetz in Österreich besitzt.  27. September 2024: Intertrans Karla S.R.L., Bridgeconstruct S.R.L. und ATS Energy S.A., die eine betriebliche Kapazität von 18 MW an erneuerbaren Energieanlagen besitzen, bestehend aus Windkraft- und Wasserkraftwerken Die zusammengefassten finanziellen Informationen für diese Akquisitionen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: Beizulegende Zeitwerte des erworbenen Nettovermögens In EUR Mio 2024 Langfristiges Vermögen 89 Kurzfristiges Vermögen 34 Summe Aktiva 123 Langfristige Verbindlichkeiten 16 Kurzfristige Verbindlichkeiten 42 Summe Verbindlichkeiten 58 Erworbenes Nettovermögen 65 Gesamtkaufpreis 167 Firmenwert 102 Der Gesamtkaufpreis und der beizulegende Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten für die oben genannten Unternehmenszusammenschlüsse, mit Ausnahme der AP-NewCo GmbH, wurden auf vorläufiger Basis ermittelt. Der Firmenwert in Höhe von EUR 102 Mio war im Wesentlichen mit der Übernahme von AP-NewCo GmbH verbunden und resultiert hauptsächlich aus erwarteten Synergien, der unterstützten Nutzung der Raffineriekapazitäten und der verbesserten Planungsflexibilität, die durch AP-Tankstellen als Volumenabnehmer bereitgestellt werden. Veräußerungen Am 9. Dezember 2024 hat OMV den Verkauf seines 50-prozentigen Anteils an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. an TotalEnergies abgeschlossen. Die Verkaufstransaktion führte 2024 zu einem Gewinn von EUR 59 Mio, der in der Position „Sonstige betriebliche Erträge“ in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Segment Energy berücksichtigt wurde und auch FX-Recycling-Effekte enthält. Auswirkung von Änderungen in der Konzernstruktur auf den Cashflow Zusätzlich zu den als Unternehmenszusammenschlüsse bilanzierten Akquisitionen enthielt die Zeile „Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel“ der Konzern-Cashflow-Rechnung den Erwerb von Tochterunternehmen außerhalb des Anwendungsbereichs von IFRS 3. 2024 standen Akquisitionen außerhalb des Anwendungsbereichs von IFRS 3 hauptsächlich im Zusammenhang mit JR Constanta SRL, JR Solar Teleorman SRL und JR TELEORMAN SRL. Siehe Anhangangabe 38 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft für nähere Details. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthielt einen Mittelzufluss von EUR 766 Mio aus der Veräußerung von SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd., bestehend aus EUR 886 Mio erhaltenem Kaufpreis abzüglich EUR 120 Mio abgegangenen liquiden Mitteln. Weitere Details sind nachfolgenden Tabellen zu entnehmen: Cashflow-Auswirkung aus dem Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten In EUR Mio 2024 Bezahlter Kaufpreis –213 Abzüglich übernommene liquide Mittel 14 Erwerb von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel –199 Cashflow-Auswirkung aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten In EUR Mio 2024 Erhaltener Kaufpreis 934 Abzüglich abgegangene liquide Mittel –120 Einzahlungen aus dem Verkauf einbezogener Unternehmen und Geschäftseinheiten abzüglich liquider Mittel 814 Veräußertes Nettovermögen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten In EUR Mio 2024 Langfristiges Vermögen 1.500 Kurzfristiges Vermögen 236 Langfristige Verbindlichkeiten 407 Kurzfristige Verbindlichkeiten 151 Nettovermögen 1.178 5 | Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten Bilanzierungsgrundsätze Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als zu „Veräußerungszwecken gehalten“ klassifiziert, wenn ihr Buchwert durch Verkauf und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Voraussetzung für diese Klassifikation ist, dass der Verkauf als sehr wahrscheinlich eingeschätzt wird und der Vermögenswert bzw. die Gruppe von Vermögenswerten im derzeitigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Bei OMV werden diese Voraussetzungen üblicherweise als nicht erfüllt angesehen, solange sie keine verbindlichen Angebote von interessierten Parteien bekommen hat. Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten, die als zu „Veräußerungszwecken gehalten“ klassifiziert werden, werden mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wurden, werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, und Anteile an Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen werden nicht mehr at-equity bilanziert. Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten In EUR Mio Energy OMV Konzern 2024 Immaterielle Vermögenswerte 31 31 Sachanlagen 385 385 Langfristiges Vermögen 416 416 Vorräte 2 2 Sonstige Vermögenswerte 7 7 Kurzfristiges Vermögen 9 9 Summe Aktiva 425 425 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 2 2 Sonstige Verbindlichkeiten 18 18 Langfristige Verbindlichkeiten 19 19 Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen 37 37 Kurzfristige Verbindlichkeiten 37 37 Summe Verbindlichkeiten 56 56 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten In EUR Mio Sapura OMV Jemen Energy OMV Konzern 2023 Immaterielle Vermögenswerte 272 — 272 Sachanlagen 1.059 8 1.067 Sonstige Vermögenswerte inkl. latenter Steuern 4 2 6 Langfristiges Vermögen 1.335 10 1.345 Vorräte 1 21 22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30 0 30 Sonstige Vermögenswerte 153 31 184 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 88 3 91 Kurzfristiges Vermögen 272 55 327 Summe Aktiva 1.607 65 1.671 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen — 15 15 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 6 — 6 Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen 0 10 10 Latente Steuern 319 — 319 Langfristige Verbindlichkeiten 325 25 351 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 208 9 217 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 2 — 2 Sonstige Verbindlichkeiten inkl. Rückstellungen 36 17 52 Kurzfristige Verbindlichkeiten 245 26 271 Summe Verbindlichkeiten 571 51 622 Energy Am 9. Dezember 2024 wurde der Verkauf des 50-prozentigen Anteils von OMV an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. an TotalEnergies abgeschlossen. Weitere Informationen befinden sich in der Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur. OMV hat in 2024 beschlossen, den Verkauf der Gesellschaften in Jemen nicht weiter zu verfolgen, und folglich wurden diese wieder von den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zurückgegliedert. Ein Veräußerungsprozess für einen Öl- und Gasvermögenswert im Geschäftsbereich Energy wurde in 2024 initiiert und führte somit zu einer Umgliederung auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“. Basierend auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde eine Wertminderung in Höhe von EUR 125 Mio erfasst. Zum 31. Dezember 2024 bezogen sich die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zur Gänze auf diesen Veräußerungsprozess. 6 | Segmentberichterstattung Bilanzierungsgrundsätze Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns sind zum Zweck der Unternehmenssteuerung in drei operative Geschäftsbereiche sowie in das Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S) gegliedert. Jeder Bereich stellt eine strategische Einheit dar und ist in unterschiedlichen Märkten tätig. Die Führung der Geschäftsbereiche erfolgt eigenständig. Strategische Entscheidungen bezüglich der Geschäftstätigkeit werden vom OMV Vorstand getroffen. Mit Ausnahme von Kb&S entsprechen die berichtspflichtigen OMV Segmente den operativen Geschäftssegmenten. In die Ermittlung des Vermögens fließen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ein. Für die regionale Aufteilung externer Umsätze wird der Ort herangezogen, an dem das Risiko auf den Kunden übergeht. Die Nettoumsatzerlöse aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen und das Hedging-Ergebnis werden dem jeweiligen Land zugeordnet, in welchem die berichtende Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Die im Konzernanhang erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze stimmen mit jenen der operativen Segmente überein, mit bestimmten Ausnahmen betreffend Innenumsätze und Kostenzuordnungen des Mutterunternehmens, welche nach internen OMV Grundsätzen ermittelt wurden. Der Vorstand ist der Meinung, dass die Verrechnungspreise für Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten den Marktpreisen entsprechen. Geschäftsfälle, die den operativen Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden im Ergebnis von Kb&S ausgewiesen. Geschäftsaktivitäten und Hauptmärkte Der Geschäftsbereich Chemicals ist einer der weltweit führenden Anbieter fortschrittlicher und kreislauffähiger Polyolefin-Lösungen und ein europäischer Marktführer bei Basischemikalien und Kunststoff-Recycling. Der OMV Konzern, inklusive Joint Ventures, verfügt über Produktionskapazitäten von 7,0 Mio t Basischemikalien, 6,4 Mio t Polyolefine und 0,8 Mio t Compounding-Kapazitäten. Der Großteil der Produktionsanlagen liegt in Europa. Zusätzlich gibt es zwei Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten, eine in Brasilien und eine weitere in Südkorea. Darüber hinaus hält OMV Minderheitsanteile an verschiedenen at-equity bewerteten Beteiligungen. Die wesentlichsten sind: Borouge (Vereinigte Arabische Emirate), das Joint Venture von Borealis mit ADNOC, das den größten petrochemischen Komplex der Welt betreibt, und das Joint Venture Baystar (Pasadena, Vereinigte Staaten), das seit 2022 einen Ethan-Cracker betreibt und 2023 eine zusätzliche Polyethylen-Anlage mit der einzigartigen Borstar® -Technologie in Betrieb nahm. Der Konzern verfolgt verschiedene Initiativen im Bereich des mechanischen und chemischen Recyclings sowie der Herstellung von erneuerbaren Polyolefinen. Am Standort in Belgien befindet sich eine Propan-Dehydrierungsanlange in Bau durch Borealis, um das erwartete Wachstum der Propylennachfrage in Europa zu nutzen. Die neue Anlage wird eine Produktionskapazität von 0,7 Mio t Propylen haben. Gemeinsam mit ADNOC errichtet Borealis Borouge 4 (Ruwais, Vereinigte Arabische Emirate), einen Steamcracker auf Ethanbasis mit einer Kapazität von 1,5 Mio t (OMV Anteil 0,6 Mio t) und Polyolefin-Anlagen mit einer Kapazität von 1,4 Mio t (OMV Anteil 0,6 Mio t), die die einzigartige Borstar® -Technologie nutzen werden. Der Geschäftsbereich Fuels & Feedstock (F&F) raffiniert und vermarktet Rohöl sowie andere Rohstoffe und betreibt die Raffinerien Schwechat (Österreich), Burghausen (Deutschland) und Petrobrazi (Rumänien) mit einer jährlichen Kapazität von 17,8 Mio t. In diesen Raffinerien wird Erdöl zu Mineralölprodukten verarbeitet, die an Unternehmen und Privatpersonen verkauft werden. OMV besitzt eine starke Marktposition innerhalb der Bereiche Versorgung, Betreuung gewerblicher Kunden und Betrieb eines Retail-Geschäfts mit 1.702 Tankstellen. OMV hält Minderheitsanteile an verschiedenen at-equity bewerteten Beteiligungen. Die wesentlichste ist die 15% Beteiligung an ADNOC Refining (Vereinigte Arabische Emirate) mit einer jährlichen Kapazität von 7,1 Mio t (OMV Anteil). Der Geschäftsbereich Energy umfasst drei Aktivitäten in drei Kernregionen: Nord, CEE und Süd. Das Geschäft Exploration & Produktion konzentriert sich auf die Exploration, Entwicklung und Produktion von Rohöl, Flüssigerdgas und Erdgas. Das Gasgeschäft verwaltet ein umfassendes Verkaufs- und Logistiknetzwerk für Erdgas vom Bohrloch bis zum Endkunden, einschließlich Handels- und Stromaktivitäten der Gruppe. Das Low Carbon-Geschäft des Segments Energy entwickelt nachhaltige Energiequellen wie Geothermieprojekte, Abscheidung sowie Speicherung von Kohlendioxid und erneuerbare Energielösungen. Die Konzernführung, Finanzierungs- und Versicherungsaktivitäten sowie gewisse Servicefunktionen sind im Geschäftsbereich Konzernbereich & Sonstiges (Kb&S) zusammengefasst. Eine zentrale operative Ergebnissteuerungsgröße für den Konzern ist das CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten. Um die Analyse der üblichen Geschäftsentwicklung zu erleichtern, wird die Offenlegung von Sondereffekten als angemessen erachtet. Um vergleichbare Werte wiedergeben zu können, werden bestimmte das Ergebnis beeinflussende Effekte hinzugefügt oder abgezogen. Diese Effekte können in vier Unterkategorien unterteilt werden: Personallösungen, Wertminderungen und Wertaufholungen, Anlagenverkäufe und Sonstiges. Des Weiteren wird der CCS Effekt aus dem Jahresergebnis eliminiert, um ein effektives Performance-Management in einem Umfeld mit volatilen Preisen sowie die Vergleichbarkeit mit Mitbewerbern zu ermöglichen. Der CCS Effekt, auch als Lagerhaltungsgewinne und-verluste bezeichnet, ist die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitende Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse führen. Diese Leistungskennzahl erhöht die Transparenz der Ergebnisse und wird üblicherweise in der Erdölindustrie verwendet. OMV veröffentlicht daher diese Ergebniskennzahl zusätzlich zum gemäß IFRS ermittelten operativen Ergebnis. Segmentberichterstattung In EUR Mio 2024 Chemicals F&F Energy Kb&S Gesamt Konsoli- dierung OMV Konzern Umsatzerlöse1 9.431 18.765 12.587 503 41.286 –7.305 33.981 Umsätze mit anderen Segmenten –1.007 –2.210 –3.603 –485 –7.305 7.305 — Umsatzerlöse mit Dritten 8.424 16.554 8.984 18 33.981 — 33.981 Sonstige betriebliche Erträge 102 90 433 63 688 — 688 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 178 79 43 — 299 — 299 Planmäßige Abschreibungen 599 489 1.307 41 2.435 — 2.435 Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung) 16 18 620 1 654 — 654 Wertaufholungen — 16 –0 — 15 — 15 Operatives Ergebnis 404 709 3.205 –80 4.238 16 4.254 Sondereffekte für Personallösungen 8 0 6 — 15 — 15 Sondereffekte für Wertminderungen und Wertaufholungen 16 16 472 — 504 — 504 Sondereffekte für Anlagenverkäufe — — –23 — –23 — –23 Sonstige Sondereffekte 31 82 149 6 268 — 268 Sondereffekte 55 98 605 6 764 — 764 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 459 808 3.810 –73 5.003 16 5.018 CCS Effekte — 119 — — 119 4 123 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 459 927 3.810 –73 5.122 19 5.141 Segmentvermögen2 7.134 5.023 10.031 261 22.449 — 22.449 Zugänge SAV/IV3 1.087 871 1.679 59 3.697 — 3.697 At-equity bewertete Beteiligungen4 4.777 1.530 355 — 6.661 — 6.661 1 Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten 2 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert. 3 Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert. 4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden Segmentberichterstattung In EUR Mio 2023 Chemicals F&F Energy Kb&S Gesamt Konsoli- dierung OMV Konzern Umsatzerlöse1 9.650 20.186 17.038 471 47.346 –7.883 39.463 Umsätze mit anderen Segmenten –1.305 –2.433 –3.694 –451 –7.883 7.883 — Umsatzerlöse mit Dritten 8.345 17.753 13.344 20 39.463 — 39.463 Sonstige betriebliche Erträge 129 336 208 69 742 — 742 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 101 296 –71 — 326 — 326 Planmäßige Abschreibungen 541 425 1.434 40 2.439 — 2.439 Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung) 126 7 231 1 365 — 365 Wertaufholungen — — 189 0 189 — 189 Operatives Ergebnis –120 1.671 3.771 –65 5.257 –31 5.226 Sondereffekte für Personallösungen 5 0 — — 6 — 6 Sondereffekte für Wertminderungen und Wertaufholungen 135 — –91 — 44 — 44 Sondereffekte für Anlagenverkäufe 12 –221 — — –208 — –208 Sonstige Sondereffekte 62 74 677 14 827 — 827 Sondereffekte 214 –146 586 14 668 — 668 Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 94 1.525 4.357 –51 5.925 –31 5.894 CCS Effekte — 126 — — 126 4 130 CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten 94 1.651 4.357 –51 6.050 –27 6.024 Segmentvermögen2 6.618 4.508 10.488 246 21.859 — 21.859 Zugänge SAV/IV3 1.110 986 1.585 54 3.736 — 3.736 At-equity bewertete Beteiligungen4 4.747 1.655 266 — 6.668 — 6.668 1 Inklusive Umsätze mit anderen Segmenten 2 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert. 3 Zugänge zu Vermögenswerten, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden und Zugänge zu Rekultivierungsvermögen sind nicht inkludiert. 4 Exklusive Vermögenswerte, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden 2024 waren die Sondereffekte für Wertminderungen und Wertaufholungen hauptsächlich auf Wertminderungen von E&P-Vermögenswerten im Geschäftsbereich Energy zurückzuführen. Nähere Details über Wertminderungen und Zuschreibungen können der Anhangangabe 9 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen– entnommen werden. Sondereffekte für Anlagenverkäufe standen im Zusammenhang mit dem Verkauf des 50%-Anteils von OMV an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. Weitere Informationen sind der Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur – zu entnehmen. Sonstige Sondereffekte bestanden hauptsächlich aus temporären Bewertungseffekten. Informationen über geografische Bereiche In EUR Mio 2024 2023 Umsätze mit Dritten Segmentver- mögen1 At-equity bewertete Beteiligungen2 Umsätze mit Dritten Segmentver- mögen1 At-equity bewertete Beteiligungen2 Österreich 7.154 5.109 12 9.097 4.918 13 Belgien 717 2.840 25 814 2.384 29 Deutschland 5.371 1.391 25 6.302 1.301 30 Neuseeland 303 339 — 451 676 — Norwegen 861 941 — 1.045 1.056 — Rumänien 6.003 6.480 70 6.728 6.013 — Vereinigte Arabische Emirate 1.511 1.547 5.644 1.459 1.682 5.638 Übriges MOE3 5.072 676 — 5.677 568 — Übriges Europa 4.785 1.841 23 5.545 1.859 24 Übrige Welt4 2.205 1.286 862 2.344 1.072 934 Zugeteilt 33.981 22.449 6.661 39.463 21.529 6.668 Nicht zugeordnetes Vermögen — — — — 330 — Gesamt 33.981 22.449 6.661 39.463 21.859 6.668 1 Sachanlagen (SAV) und immaterielle Vermögenswerte (IV); zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert. 2 Die Zuordnung der at-equity bewerteten Beteiligungen erfolgt auf Basis des eingetragenen Sitzes der Muttergesellschaft; zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte sind nicht inkludiert. 3 Inkludiert Türkei 4 Übrige Welt: im Wesentlichen Algerien, Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada, Chile, China, Kolumbien, Ägypten, Ghana, Indien, Libyen, Malaysia, Mexiko, Marokko, Nigeria, Peru, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Tunesien und Vereinigte Staaten von Amerika Im Jahr 2023 enthielt das nicht zugeordnete Vermögen einen Firmenwert in Höhe von EUR 330 Mio, der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Mittlerer Osten und Afrika“ zugeordnet war. Dieser Firmenwert wurde im Jahr 2024 auf die Länder Libyen, die Vereinigten Arabischen Emirate und Tunesien umverteilt. Weitere Informationen sind der Anhangangabe 16 – Immaterielle Vermögenswerte zu entnehmen. 7 | Umsatzerlöse Bilanzierungsgrundsätze Umsatzerlöse Grundsätzlich werden die Umsatzerlöse bei Kontrollübergang der Produkte oder Dienstleistungen auf den Kunden realisiert. Die Ertragsrealisierung erfolgt auf Basis der mit dem Kunden vereinbarten Gegenleistung mit Ausnahme von Beträgen, die im Auftrag Dritter eingezogen werden. Beim Verkauf von Gütern wie Rohöl, LNG, Ölprodukten, chemischen und ähnlichen Produkten stellt grundsätzlich die Lieferung einer Mengeneinheit eine separate Leistungsverpflichtung dar. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Kontrolle über die Güter an den Kunden übertragen wird, wobei dies der Zeitpunkt ist, an dem die Eigentumsrechte sowie das Untergangsrisiko auf den Kunden übergehen. Dieser Zeitpunkt kann auf Basis der im Kundenvertrag vereinbarten Incoterms festgestellt werden. Diese Verkäufe erfolgen mit entsprechend dem Industriestandard üblichen Zahlungszielen. Umsatzerlöse aus der Rohölproduktion, an der OMV mit anderen Produzenten beteiligt ist, werden gemäß der Umsatzmethode verbucht. Das bedeutet, dass die Umsatzerlöse auf Basis der tatsächlichen Verkäufe an Dritte, unabhängig vom prozentualen Anteil oder Anspruch des Konzerns, verbucht werden. Für die Differenz zwischen den Kosten der verkauften Mengen und den Kosten auf Basis der Menge, auf die ein Anspruch besteht, wird eine Anpassung der Produktionskosten auf Basis der durchschnittlichen Kosten mit Gegenbuchung in den sonstigen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten erfasst. Im F&F Tankstellengeschäft werden die Umsätze aus dem Verkauf von Treibstoffen realisiert, wenn die Produkte an den Kunden abgegeben werden. Abhängig davon, ob OMV beim Verkauf von Tankstellenshopware als Prinzipal oder Agent handelt, werden die Erlöse und diesen Erlösen zuordenbaren Kosten in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto oder netto dargestellt. OMV ist Prinzipal, wenn OMV vor dem Verkauf Kontrolle über die Güter hat, wofür der Hauptindikator das Lagerrisiko bei OMV ist. An Tankstellen sind die Zahlungen sofort zum Zeitpunkt des Kaufs oder bei Zahlung mit Tankkarten im Folgemonat der Lieferung fällig. Die OMV Gas- und Stromlieferverträge enthalten eine Leistungsverpflichtung, die über den vereinbarten Lieferzeitraum erbracht wird. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den von den Kunden abgenommenen Mengen und in Übereinstimmung mit dem Betrag, den OMV in Rechnung stellen darf, realisiert. In einigen Kundenverträgen für die Lieferung von Erdgas umfasst das dem Kunden verrechnete Entgelt einen Fixbetrag und ein variables Entgelt abhängig von der gelieferten Menge. Diese Verträge enthalten nur eine Leistungsverpflichtung und zwar eine Zusage, über einen bestimmten Zeitraum für die Lieferung von Gas bereitzustehen. Die Erlöse aus dem fixen und variablen Entgelt werden entsprechend den Beträgen, die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Gas- und Stromlieferungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt. Gasspeicherverträge enthalten eine Zusage, Speicherleistungen über einen vereinbarten Zeitraum zu erbringen. Die Umsatzerlöse werden entsprechend den Beträgen, die OMV den Kunden in Rechnung stellen darf, verbucht. Diese Serviceleistungen werden monatlich in Rechnung gestellt und gezahlt. Bei OMV gibt es einige Kundenverträge für Öl- und Gaslieferungen sowie für Gasspeicherleistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Gemäß IFRS 15 sind die gesamten auf die noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen entfallenden Teile der Transaktionspreise grundsätzlich für solche Verträge anzugeben. Die Verträge für Öllieferungen enthalten, so wie in der Ölindustrie üblich, variable Preise auf Basis der Marktpreise zum Lieferzeitpunkt, weshalb für diese Verträge eine Zuordnung des Transaktionspreises auf die nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen nicht möglich ist. Für Gasliefer- und Gasspeicherverträge wendet OMV die Erleichterungsvorschriften gemäß IFRS 15.121 (b) an, wonach diese Informationen bei jenen Verträgen nicht angegeben werden müssen, bei denen die Erlöse in einer Höhe erfasst werden, die dem Wert entspricht, der in Rechnung gestellt werden darf. OMV veröffentlicht diese Information daher nicht. Umsätze aus anderen Quellen Die Umsätze aus anderen Quellen enthalten Erlöse aus Warengeschäften, die in den Anwendungsbereich des IFRS 9 fallen. Umsatzerlöse und Kosten für Rohstoffe werden netto dargestellt, wenn die Warentermingeschäfte zu Handelszwecken und nicht mit dem Ziel der finalen physischen Lieferung abgeschlossen wurden. Die Umsätze aus anderen Quellen enthalten weiters die Anpassung der Umsatzerlöse durch die Berücksichtigung des Produktionsanteils der nationalen Ölgesellschaft als Ertragsteueraufwand bei Produktionsteilungsverträgen im E&P-Geschäft und realisierte und unrealisierte Ergebnisse aus der Absicherung von Umsatztransaktionen. Umsatzerlöse in EUR Mio 2024 2023 Umsätze aus Kundenverträgen 32.411 37.451 Umsätze aus anderen Quellen 1.569 2.012 Umsatzerlöse 33.981 39.463 Umsätze aus Kundenverträgen In EUR Mio Chemicals Fuels & Feedstock Energy Konzern- bereich & Sonstiges OMV Konzern 2024 Rohöl, NGL und Kondensate — 319 846 — 1.166 Erdgas und LNG — 7 7.263 — 7.270 Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte — 13.754 — — 13.754 Chemische Produkte 8.330 58 — — 8.388 Sonstige Produkte und Dienstleistungen1 91 958 768 16 1.833 Umsätze aus Kundenverträgen 8.422 15.097 8.877 16 32.411 2023 Rohöl, NGL und Kondensate — 508 1.050 — 1.558 Erdgas und LNG — 4 10.947 — 10.950 Treibstoffe, Heizöl und sonstige Raffinerieprodukte — 14.928 — — 14.928 Chemische Produkte 8.193 40 — — 8.233 Sonstige Produkte und Dienstleistungen1 135 872 756 18 1.782 Umsätze aus Kundenverträgen 8.329 16.351 12.753 18 37.451 1 Im Wesentlichen Retail-Non-Oil-Geschäft in Fuels & Feedstock und Stromgeschäft in Energy 8 | Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen In EUR Mio 2024 2023 Fremdwährungskursgewinne aus operativen Geschäften 169 200 Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen und Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten 74 237 Übrige sonstige betriebliche Erträge 445 305 Sonstige betriebliche Erträge 688 742 Erträge aus at-equity bewerteten Beteiligungen 497 580 Aufwendungen aus at-equity bewerteten Beteiligungen –197 –254 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 299 326 Fremdwährungskursgewinne aus operativen Geschäften waren 2024 und 2023 im Wesentlichen von der USD Wechselkursentwicklung beeinflusst. Gewinne aus Abgängen von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen und Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten bezogen sich hauptsächlich auf Gewinne aus der Veräußerung des 50-prozentigen OMV Anteils an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. Nähere Details können der Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur – entnommen werden. 2023 wurde hauptsächlich durch Gewinne aus dem Verkauf des Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien beeinflusst. Nach Abschluss des Schiedsverfahrens im Zusammenhang mit dem deutschen Gasliefervertrag mit Gazprom Export gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer (ICC) im November 2024 erhielt OMV einen Schiedsspruch, in dem OMV eine Entschädigung zugesprochen wurde, die gegen Verbindlichkeiten aus dem österreichischen Gasliefervertrag aufgerechnet wurde. Dies führte zu einem positiven Effekt von EUR 259 Mio in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, davon sind EUR 234 Mio im Posten „Sonstige betriebliche Erträge“ (in der obigen Tabelle unter „Übrige sonstige betriebliche Erträge“ enthalten) und EUR 25 Mio im Posten „Zinserträge“ berücksichtigt. Übrige sonstige betriebliche Erträge enthielten in beiden Jahren auch staatliche Zuschüsse. Darüber hinaus enthielt die Position Lagerhaltungserträge im Zusammenhang mit der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. in Höhe von EUR 46 Mio (2023: EUR 42 Mio). Erträge aus at-equity bewerteten Beteiligungen waren im Wesentlichen durch die Borouge Beteiligungen und die ADNOC Global Trading beeinflusst. Aufwendungen aus at-equity bewerteten Beteiligungen betrafen hauptsächlich Bayport Polymers LLC. 2023 wurde zusätzlich durch eine Wertminderung innerhalb Pearl Petroleum Company Limited beeinflusst. Nähere Details können der Anhangangabe 18 – At-equity bewertete Beteiligungen – entnommen werden. 9 | Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen Bilanzierungsgrundsätze Wertminderung von Vermögenswerten Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen (inklusive Öl- und Gasvermögen) und at-equity bewertete Beteiligungen werden auf Wertminderung überprüft, wenn Ereignisse oder veränderte Umstände einen Anhaltspunkt für eine potenzielle Wertminderung eines Vermögenswerts geben. Überprüfungen auf Werthaltigkeit werden auf der Ebene des Vermögenswerts oder der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten durchgeführt, die Zahlungsmittel weitgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder Gruppen von Vermögenswerten generieren, der sogenannten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE). Wenn festgestellt wurde, dass Vermögenswerte wertgemindert sind, werden die Buchwerte bis zu ihrem erzielbaren Betrag, der dem höheren aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert entspricht, abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes nach Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Die Cashflows werden aus den aktuellen Budget- und Planungsrechnungen abgeleitet, die für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, denen die einzelnen Vermögenswerte zugeordnet sind, separat erstellt werden. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden, falls vorhanden, kürzlich erfolgte Markttransaktionen herangezogen. Sind keine derartigen Transaktionen identifizierbar, wird ein angemessenes Bewertungsmodell herangezogen. Falls in einer Folgeperiode die Gründe für eine Wertminderung wegfallen, wird eine ergebniswirksame Wertaufholung erfasst. Der infolge einer Wertaufholung erhöhte Buchwert eines Vermögenswerts darf nicht den Buchwert übersteigen, der unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung bestimmt worden wäre, wäre in früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand für den Vermögenswert erfasst worden. Wertminderungen sind in der Zeile „Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen“ in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten, mit Ausnahme der Wertminderungen auf Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung, welche in den „Explorationsaufwendungen“ gezeigt werden. Wesentliche Schätzungen: Werthaltigkeit der Vermögenswerte Die Beurteilung, ob Vermögenswerte oder ZGE wertgemindert sind oder ob vergangene Wertminderungen wieder zugeschrieben werden sollen, erfordert die Anwendung verschiedener Schätzungen und Annahmen wie beispielsweise über die Preis- und Margenentwicklung, Produktionsmengen und Diskontierungssätze. Änderungen der wirtschaftlichen Lage, der Erwartungen hinsichtlich klimabezogener Risiken oder anderer Tatsachen und Umstände können eine Überprüfung dieser Annahmen erforderlich machen und zu Wertminderungen oder Wertaufholungen von Vermögenswerten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres führen. Das Management führt diese Analyse für jede wesentliche ZGE durch. Die den Wertminderungstests zugrundeliegenden Preis- und Margenannahmen werden jährlich im Rahmen der Mittelfristplanung (MTP) vom Management überprüft und vom Aufsichtsrat verabschiedet. Sie stellen die bestmöglichen Schätzungen des Managements dar und sind im Einklang mit externen Quellen. Während die kurzfristigen Annahmen aus aktuellen Forward-Preisen und Marktentwicklungen abgeleitet werden, werden die langfristigen Preisannahmen anhand einer Vielzahl von langfristigen Prognosen von anerkannten Fachleuten unter Berücksichtigung von weltweitem Angebot und Nachfrage entwickelt. Die langfristigen Annahmen von OMV berücksichtigen die Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende hin zu kohlenstoffärmeren Energieträgern (siehe mehr Informationen in Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende). Die wesentlichen Bewertungsparameter zur Ermittlung der erzielbaren Beträge für E&P-Vermögenswerte sind die Öl- und Gaspreise, Produktionsmengen, Wechselkurse und die Diskontierungssätze. Die Förderprofile wurden aufgrund der Reservenschätzungen (siehe Anhangangabe 17 – Sachanlagen) und der Erfahrungswerte aus der Vergangenheit geschätzt und stellen die beste Schätzung des Managements bezüglich der zukünftigen Produktionsmengen dar. Die Cashflow-Prognosen für die ersten fünf Jahre basieren auf der Mittelfristplanung und darüber hinaus auf einer Feldlebensplanung und umfassen damit die gesamte Lebensdauer des Feldes. In den Geschäftsbereichen F&F- und Chemicals sind die Hauptannahmen für die Berechnung des erzielbaren Betrags die relevanten Margen, Volumina sowie Diskontierungs‑, Inflations- und Wachstumsraten. Die Nutzungswertberechnung basiert auf den Cashflows der Fünf-Jahres-Mittelfristplanung sowie einer ewigen Rente. Die wesentlichen Preisannahmen für die Berechnung der Nutzungswerte sind in Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende – enthalten. Die folgenden Tabellen zeigen eine Überleitung zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen: Abschreibungen, Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) und Wertaufholungen In EUR Mio 2024 2023 Planmäßige Abschreibungen 2.435 2.439 Wertaufholungen –15 –189 Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) 575 213 Abschreibungen, Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) und Wertaufholungen 2.994 2.463 Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung) In EUR Mio 2024 2023 Wertminderungen (ohne Exploration und Evaluierung) 575 213 Wertminderungen (Exploration und Evaluierung) 79 152 Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung) 654 365 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – Aufteilung auf die Funktionen In EUR Mio 2024 2023 Planmäßige Abschreibungen 2.435 2.439 davon Explorationsaufwendungen — — davon Produktions- und operative Aufwendungen 2.121 2.152 davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen 314 287 Wertaufholungen –15 –189 davon Explorationsaufwendungen — -1 davon Produktions- und operative Aufwendungen –15 –116 davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen –0 –72 Wertminderungen (inkl. Exploration und Evaluierung) 654 365 davon Explorationsaufwendungen 80 158 davon Produktions- und operative Aufwendungen 555 203 davon Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen 19 4 Wertminderungen in Chemicals Im Jahr 2024 erfasste Borealis Wertminderungen in Höhe von insgesamt EUR 16 Mio, darunter EUR 10 Mio für ungenutzte Sachanlagen bei Renasci N.V. und EUR 6 Mio für immaterielle Vermögenswerte. Im Jahr 2023 wurde der Verkauf des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis Gruppe, welcher Pflanzennährstoffe, technischen Stickstoff und Melaminprodukte umfasste, an AGROFERT, a.s. abgeschlossen. Um den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten widerzuspiegeln, wurde basierend auf dem Kaufvertrag mit AGROFERT, a.s., eine Wertminderung von EUR 57 Mio erfasst. Ebenfalls im Jahr 2023 führte der Erwerb des zusätzlichen 48,55%-Anteils an Renasci N.V. zum 30. November 2023 zu einer Neubewertung, die zu einer Wertminderung in Höhe von EUR 54 Mio führte, wovon EUR 23 Mio der at-equity bewerteten Beteiligung BlueAlp Holding B.V. zugeordnet wurden. Wertminderungen und Wertaufholungen in Energy Im Jahr 2024 wurde eine Wertminderung von EUR 222 Mio für bestimmte Gasvermögenswerte mit sicheren Reserven in Neuseeland erfasst. Diese Wertminderung wurde durch erwartete niedrigere Produktionsvolumina verursacht. Der erzielbare Betrag der zugehörigen Vermögenswerte, basierend auf dem Nutzungswert, betrug EUR 40 Mio. Der angewandte Diskontierungssatz nach Steuern betrug 8,25%. Eine Wertminderung von EUR 121 Mio wurde für einige ZGE in Rumänien erfasst, die hauptsächlich Öl- und Gasvermögenswerte betrafen, im Wesentlichen bedingt durch aktualisierte allgemeine Betriebskostensteigerungen im Kontext des hohen Inflationsdrucks. Der erzielbare Betrag der zugehörigen Vermögenswerte, basierend auf dem Nutzungswert, betrug EUR 671 Mio. Der angewandte Diskontierungssatz nach Steuern betrug 9,50%. Ein Veräußerungsprozess für einen Öl- und Gasvermögenswert im Geschäftsbereich Energy wurde initiiert und führte zu einer Umgliederung auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ in Q2/24. Basierend auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde eine Wertminderung in Höhe von EUR 125 Mio erfasst. Die berichteten Wertminderungsverluste, die der Exploration und Evaluierung zuzurechnen sind, beliefen sich auf EUR 79 Mio und betrafen hauptsächlich erfolglose Explorationsbohrungen in Österreich und Norwegen. Weitere Wertminderungen im Jahr 2024 umfassten EUR 65 Mio, die hauptsächlich im Zusammenhang mit nicht erfolgreichen Generalüberholungen und veralteten oder ersetzten Sachanlagen in Rumänien standen. Im Jahr 2023 wurde eine Wertaufholung von EUR 114 Mio in einigen ZGE in Libyen nach stabilisierter Produktion in den letzten Jahren erfasst. Darüber hinaus wurde im Jahr 2023 ein Wertminderungstest für die Etzel-Gasspeicheranlage in Deutschland durchgeführt, was zu einer Wertaufholung von EUR 72 Mio aufgrund des verbesserten Marktumfelds für Gasspeicheranlagen in Europa führte. Wertminderungsverluste im Jahr 2023 umfassten Wertminderungen von EUR 152 Mio, die hauptsächlich nicht erfolgreiche Explorationsbohrungen und abgelaufene Explorationslizenzen in Malaysia und Norwegen betrafen. Ebenfalls im Jahr 2023 betrafen weitere Wertminderungen überwiegend nicht erfolgreiche Generalüberholungen und veraltete oder ersetzte Sachanlagen in Rumänien (EUR 55 Mio). 10 | Explorationsaufwendungen Bilanzierungsgrundsätze Explorationsaufwendungen betreffen ausschließlich das E&P-Geschäft im Energy-Segment und umfassen jene Kosten, die im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen. Dazu zählen u.a. geologische und geophysikalische Kosten für die Identifikation und Untersuchung von Gebieten mit möglichen Öl- und Gasreserven sowie Verwaltungs-, Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit Explorationsaktivitäten. Des Weiteren umfasst diese Position alle Wertminderungen von Explorationsbohrungen, die keine sicheren Reserven nachweisen konnten. Die folgende Tabelle zeigt die Konzernbeiträge der Aktivitäten, welche auf die Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen entfallen. All diese Aktivitäten sind im Segment Energy enthalten. Exploration und Evaluierung von Öl- und Gasressourcen In EUR Mio 2024 2023 Wertminderungen (Exploration und Evaluierung) 79 152 Sonstiger Explorationsaufwand 72 70 Explorationsaufwand 151 222 Netto-Mittelabfluss aus der Betriebstätigkeit 71 75 Netto-Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit 141 171 11 | Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen In EUR Mio 2024 2023 Fremdwährungskursverluste aus operativen Geschäften 185 182 Verluste aus dem Abgang von Geschäftseinheiten, Tochterunternehmen und Sachanlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten –9 31 Netto-Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten 16 38 Personallösungen 19 9 Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 87 76 Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 127 125 Sonstige betriebliche Aufwendungen 426 462 Fremdwährungskursverluste aus operativen Geschäften waren 2024 und 2023 wesentlich von der USD-Entwicklung beeinflusst. Netto-Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalteten im Wesentlichen Wertminderungen von Forderungen in Tunesien in Höhe von EUR 17 Mio (2023: EUR 26 Mio). Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen enthielten Aufwendungen im Zusammenhang mit verschiedenen Digitalisierungsinitiativen in Höhe von EUR 12 Mio (2023: EUR 22 Mio) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der an die Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. ausgelagerten Mindestbevorratungsverpflichtung in Höhe von EUR 56 Mio (2022: EUR 46 Mio). Darüber hinaus umfasste diese Position eine Steuer auf den Umsatz in Höhe von EUR 43 Mio, die 2024 in Rumänien eingeführt wurde. 12 | Personalaufwendungen und durchschnittliche Arbeitnehmer Personalaufwendungen In EUR Mio 2024 2023 Löhne und Gehälter 1.498 1.418 Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen 38 29 Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen 66 62 Personallösungen 19 9 Sonstiger Personalaufwand 263 230 Steuern und Sozialabgaben 260 275 Personalaufwendungen 2.144 2.023 Anteilsbasierte Vergütungen waren Teil der Position sonstiger Personalaufwand. Weitere Informationen sind in Anhangangabe 33 – Anteilsbasierte Vergütungen – zu finden. Für nähere Details zu den leistungsorientierten Plänen siehe Anhangangabe 24 – Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer1 2024 2023 OMV Konzern ohne OMV Petrom Konzern und Borealis Konzern 6.959 6.724 OMV Petrom Konzern 8.337 7.711 Borealis Konzern 6.110 6.859 OMV Konzern 21.406 21.295 1 Berechnet als Durchschnitt der Monatsendstände an Arbeitnehmern des Jahres 13 | Finanzerfolg Bilanzierungsgrundsätze Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rekultivierungsrückstellung der OMV Petrom SA wurde mit den Zinserträgen aus vom rumänischen Staat erstattungsfähigen Forderungen saldiert. Zinserträge In EUR Mio 2024 2023 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 300 355 Abgezinste Forderungen 9 14 Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte 63 35 Ausleihungen 83 69 Zinserträge 455 473 Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten standen 2024 hauptsächlich im Zusammenhang mit Zinserträgen auf Bankeinlagen in EUR, RON und USD. Zinserträge aus sonstigen finanziellen und nicht finanziellen Vermögenswerten enthielten Zinserträge in Höhe von EUR 25 Mio nach Abschluss der Schiedsgerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem deutschen Gasliefervertrag mit Gazprom Export. Weitere Details können der Anhangangabe 8 – Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen entnommen werden. Die Position Zinserträge aus Ausleihungen enthielt EUR 64 Mio (2023: EUR 59 Mio) im Zusammenhang mit einem Darlehensvertrag gegenüber Bayport Polymers LLC, wobei die verbleibenden Erträge auf andere an at-equity konsolidierte Unternehmen gewährte Darlehen entfielen. Weitere Details können der Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen und Personen entnommen werden. Zinsaufwendungen In EUR Mio 2024 2023 Anleihen 108 104 Leasingverbindlichkeiten 44 36 Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten 34 49 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 205 204 Rückstellungen für Jubiläumsgeld, Personallösungen und andere Leistungen an Arbeitnehmer 4 5 Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen 30 33 Rückstellungen für belastende Verträge 5 5 Sonstige 8 3 Zinsaufwendungen, brutto 439 437 Aktivierte Fremdkapitalzinsen –26 –23 Zinsaufwendungen 412 415 Weitere Details zu Anleihen und Leasingverbindlichkeiten können der Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten entnommen werden. Die Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen wurden 2024 durch Aufzinsungseffekte in Höhe von EUR 174 Mio (2023: EUR 181 Mio) beeinflusst. Der verbleibende Teil der Zinsaufwendungen für Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen entfiel vollständig auf negative Neubewertungseffekte auf vom rumänischen Staat erstattungsfähigen Forderungen in Höhe von EUR 31 Mio (2023: EUR 23 Mio). Die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen wurden mit Zinserträgen aus dem Planvermögen von EUR 21 Mio (2023: EUR 19 Mio) saldiert dargestellt. Die für qualifizierte Vermögenswerte aktivierten Fremdkapitalzinsen bezogen sich vorwiegend auf die in Bau befindliche Propan-Dehydrierungsanlage am Produktionsstandort von Borealis in Kallo, Belgien, und den Bau der ReOil®- und Co-Processing-Anlagen in Österreich. Sonstiges Finanzergebnis In EUR Mio 2024 2023 Buchwert verkaufter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen –11.881 –11.825 Erlöse aus verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Forderungen 11.801 11.748 Finanzierungskosten für Factoring und Securitization –80 –77 Nettofremdwährungsgewinne (+)/-verluste (-) 20 –29 Sonstige –8 –32 Sonstiges Finanzergebnis –69 –138 2024 war das Nettofremdwährungsergebnis hauptsächlich durch USD beeinflusst. Die Position Sonstige stand 2024 hauptsächlich im Zusammenhang mit Bankgebühren. Im Jahr 2023 enthielt sie zusätzlich eine negative Fair-Value-Anpassung der Beteiligungen in Russland in Höhe von EUR 23 Mio. 14 | Steuern vom Einkommen und Ertrag Bilanzierungsgrundsätze Neben Körperschaftsteuern und Gewerbesteuern werden auch die für das E&P-Geschäft typischen Steuern aus der Öl- und Gasproduktion wie z.B. die jeweiligen Anteile des Landes bzw. der nationalen Ölgesellschaft aus bestimmten EPSA-Verträgen als Ertragsteuern behandelt und ausgewiesen. Ein Explorations- und Produktionsteilungsvertrag (Exploration and Production Sharing Agreement, EPSA) ist eine Vertragsform bei Erdöl- und Erdgaslizenzen, bei der sich ein oder mehrere Ölunternehmen und das Gastland bzw. die nationale Ölgesellschaft die Erdöl- bzw. Erdgasproduktion nach einem festgelegten Schlüssel teilen. Explorationsaufwendungen werden dabei grundsätzlich von den Ölgesellschaften getragen und nur im Erfolgsfall vom Staat oder der nationalen Ölgesellschaft in Form des sogenannten „cost oil“ erstattet. In bestimmten EPSA-Verträgen stellen die Anteile an der Produktion, die der nationalen Ölgesellschaft zustehen, eine Form der Ertragsbesteuerung dar. In solchen Fällen wird der Anteil der nationalen Ölgesellschaft an der Produktion in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteueraufwand dargestellt. Für temporäre Differenzen werden latente Steuern bilanziert. Aktive latente Steuern werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiger zu versteuernder Gewinn zur Verfügung stehen wird, gegen den die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, noch nicht genutzten Steuergutschriften und abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Der Konzern wendete die temporäre, verpflichtende Ausnahmeregelung hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern, die sich aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung ergeben, an. Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern Der Ansatz von aktiven latenten Steuern erfordert eine Einschätzung darüber, wann sie sich wahrscheinlich umkehren werden und ob zu versteuernde Gewinne in ausreichender Höhe den aktiven latenten Steuern zum Zeitpunkt ihrer Umkehrung entgegenstehen. Diese Beurteilung der Realisierbarkeit macht Annahmen über künftige, zu versteuernde Gewinne erforderlich und unterliegt deshalb Unsicherheiten. Bei OMV erfolgt diese Beurteilung auf Basis einer Planung über die Feldlebensdauern bei E&P-Konzerngesellschaften bzw. über einen Zeitraum von fünf Jahren bei allen anderen Konzerngesellschaften. 2024 wurde ebenso wie im Vorjahr eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe erfasst. Die für die österreichische Steuergruppe zum 31. Dezember 2024 erfassten aktiven latenten Steuern spiegeln die erwartete Nutzung von abzugsfähigen temporären Differenzen von Bilanzposten und steuerlichen Verlustvorträgen basierend auf der Mittelfristplanung für den Zeitraum 2025–2029 wider. Bei der Bemessung der realisierbaren aktiven latenten Steuern innerhalb sowie nach dem Planungszeitraum wurde die Begrenzung der steuerlichen Verlustnutzung auf 75% gemäß österreichischem Körperschaftsteuergesetz berücksichtigt. Änderungen in Annahmen über künftige, zu versteuernde Gewinne können zu einem Anstieg oder einer Reduktion der aktiven latenten Steuern führen, was eine Auswirkung auf den Jahresüberschuss der Periode hat, in der die Änderung stattfindet. Steuern vom Einkommen und Ertrag In EUR Mio 2024 2023 Ergebnis vor Steuern 4.235 4.604 Laufende Steuern 2.195 2.512 davon betreffend Vorjahre –8 –57 Latente Steuern 15 175 Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.211 2.687 Direkt im sonstigen Ergebnis verbuchte Ertragsteuern In EUR Mio 2024 2023 Latente Steuern –2 –97 Laufende Steuern — — Direkt im sonstigen Ergebnis verbuchte Ertragsteuern –2 –97 Entwicklung der latenten Steuern1 In EUR Mio 2024 2023 Latente Steuern zum 1. Jänner –114 –78 Latente Steuern zum 31. Dezember 182 –114 Veränderung latente Steuern 297 –36 Direkt im sonstigen Ergebnis oder im Eigenkapital verbuchte latente Steuern 3 87 Konsolidierungskreisänderungen, Kursdifferenzen und Sonstiges2 309 52 Latenter Steueraufwand laut Gewinn- und Verlustrechnung –15 –175 Die latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung setzen sich wie folgt zusammen: Steuersatzänderung –2 –4 Nichtansatz und Änderungen der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern –45 –327 Anpassungen bei den Verlustvorträgen (in den Vorjahren nicht berücksichtigte oder verfallene Verlustvorträge sowie sonstige Anpassungen) –3 10 Zugänge und Verbrauch von Verlustvorträgen –52 –98 Entstehung und Umkehrung von temporären Differenzen 86 243 1 Latente Steuerpositionen beinhalten auch latente Steuerpositionen, welche in die Bilanzposition „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden. 2 2024 standen diese Effekte hauptsächlich in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von OMVSapura (EUR 349 Mio). Nähere Details befinden sich in der Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur. Die OMV Aktiengesellschaft bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988 (KStG), in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie allfällige Verluste einer ausländischen Tochtergesellschaft (OMV AUSTRALIA PTY LTD) zusammengefasst werden. Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen sowie von Tochtergesellschaften, die in einem Staat ansässig sind, mit welchem Österreich ein umfassendes Amtshilfeabkommen abgeschlossen hat, sind ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt und mindestens ein Jahr hält, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit. Die Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern für die österreichische Steuergruppe wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, ausgenommen in dem Umfang, in welchem die aktiven latenten Steuern aus Geschäftsvorfällen oder Ereignissen herrührten, welche außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden, d.h. im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital. Solidaritätsbeitrag Auf Grundlage der EU-Ratsverordnung 2022/1854 wurde ein Solidaritätsbeitrag eingeführt und in das nationale Recht der Mitgliedstaaten umgesetzt. Der Solidaritätsbeitrag stellt einen Beitrag auf Überschussgewinne von Unternehmen dar, die im Erdöl-, Erdgas-, Kohle- und Raffineriebereich tätig sind, und galt für die Jahre 2022 und 2023. Die österreichische Bundesregierung hat im Jänner 2024, trotz Auslaufens der EU-Regeln mit Ende 2023, entschieden, den Solidaritätsbeitrag rückwirkend für das Jahr 2024 zu verlängern. Der Solidaritätsbeitrag (Energiekrisenbeitrag) wird auf Grundlage der steuerpflichtigen Gewinne der jeweiligen Unternehmen gemäß den österreichischen nationalen Steuervorschriften berechnet, die mehr als 5% (2023: mehr als 10%) über dem Durchschnitt der steuerpflichtigen Gewinne der Jahre 2018 bis 2021 liegen. Die Unternehmen des OMV Konzerns in Österreich unterlagen im Jahr 2024 nicht dem Solidaritätsbeitrag, da der steuerpflichtige Gewinn der betreffenden Gesellschaften den durchschnittlichen steuerpflichtigen Gewinn der Jahre 2018 bis 2021 nicht überstieg. Details zum Solidaritätsbeitrag in Rumänien können der Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen – entnommen werden. Globale Mindeststeuer Im Dezember 2023 wurde das Mindestbesteuerungsgesetz (Pillar Two), das mit 1. Jänner 2024 in Kraft trat, in Österreich, wo das oberste Mutterunternehmen der Gruppe ansässig ist, verabschiedet. Den Regelungen zufolge unterliegen Konzernunternehmen einer Ergänzungssteuer auf Gewinne, die mit einem effektiven Steuersatz von weniger als 15% besteuert werden. Bestimmte Tochterunternehmen der Gruppe unterliegen in den Ländern, in denen die Regeln der Pillar Two in nationales Recht umgesetzt wurden, einer qualifizierten inländischen Mindeststeuer. Die Gruppe hat eine vorläufige Berechnung der temporären Safe Harbour Regelungen für die Zwecke von Pillar Two durchgeführt. Auf Basis einer vorläufigen Berechnung der temporären Safe Harbour Regelungen und einer detaillierten Pillar Two Berechnung für jene Länder, die sich nicht für den Safe Harbour qualifizieren, wird kein wesentlicher Steueraufwand für die globale Mindeststeuer erwartet. Die Länder, in denen ein unwesentlicher Steueraufwand erwartet wird, sind Bulgarien und Moldawien, deren nominelle Steuersätze 10% bzw. 12% betragen, sowie Gibraltar, wo der gesetzliche Steuersatz im ersten Halbjahr 2024 12,5% betrug und anschließend auf 15% erhöht wurde. Effektivsteuersatz Bei der Ermittlung des Effektivsteuersatzes werden die Ertragsteuern dem Ergebnis vor Steuern gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende Steuersatz wird in den nachfolgenden Tabellen mit dem österreichischen Regelsteuersatz von 23% (2023: 24%) verglichen und die wesentlichen Abweichungen werden analysiert. Steuerüberleitungsrechnung 2024 2023 In EUR Mio In % In EUR Mio In % Theoretische Steuern vom Einkommen und Ertrag auf Basis des österreichischen Körperschaftssteuersatzes 974 23,0 1.105 24,0 Steuereffekte durch: Abweichende ausländische Steuersätze 1.152 27,2 1.359 29,5 Nicht abzugsfähige Aufwendungen 273 6,5 258 5,6 Steuerfreies Einkommen und Steueranreize –53 –1,2 –128 –2,8 Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit at-equity bewerteten Beteiligungen –137 –3,2 –128 –2,8 Steuersatzänderung 2 0,0 4 0,1 Permanente Effekte aus Verlustvorträgen 15 0,3 5 0,1 Steuerliche Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen an Tochterunternehmen –32 –0,8 –1 –0,0 Nichtansatz und Änderungen der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 45 1,1 327 7,1 Steuern betreffend Vorjahre –7 –0,2 –5 –0,1 Sonstige –21 –0,5 –108 –2,4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.211 52,2 2.687 58,4 2024 bezogen sich die Auswirkungen aus abweichenden ausländischen Steuersätzen hauptsächlich auf Tochtergesellschaften, die in Steuergebieten mit hohen Körperschaftsteuersätzen (Norwegen, Vereinigte Arabische Emirate und Libyen) tätig sind. Der Rückgang dieser Position war im Vergleich zu 2023 hauptsächlich auf den geringeren Gewinn vor Steuern dieser Tochtergesellschaften zurückzuführen. Die nicht abzugsfähigen Aufwendungen beinhalteten hauptsächlich die Wertminderung von einem Öl- und Gasvermögen im Segment Energy, für das ein Veräußerungsprozess im Jahr 2024 initialisiert wurde, sowie auf die Anpassungseffekte auf Bruttobeträge im Zusammenhang mit Explorations- und Produktionsteilungsvereinbarungen. 2023 war hauptsächlich durch den Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl in Rumänien beeinflusst. Steuerfreies Einkommen und Steueranreize im Jahr 2024 betrafen hauptsächlich staatliche Zuschüsse und Investitionsfreibeträge, während diese Effekte im Jahr 2023 überwiegend durch die Zuschreibung von Sachanlagen beeinflusst waren. Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit at-equity bewerteten Beteiligungen im Jahr 2024 und 2023 bezogen sich hauptsächlich auf Gewinnanteile von at-equity bewerteten Beteiligungen. Die Position Nichtansatz undÄnderungen der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern im Jahr 2023 wurde im Wesentlichen durch die Erhöhung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche in Österreich beeinflusst. Die Position Sonstige im Jahr 2024 bezog sich überwiegend auf Hybridanleihezinsen. 2023 war hauptsächlich durch die Umkehrung temporärer Differenzen (Outside Basis Differenzen) in Bezug auf den Stickstoff-Geschäftsbereich sowie durch Steuergutschriften beeinflusst. Latente Steuern Latente Steuern In EUR Mio Aktive latente Steuern Gesamt Nicht angesetzte aktive latente Steuern Angesetzte aktive latente Steuern Passive latente Steuern 2024 Immaterielle Vermögenswerte 112 — 112 214 Sachanlagen 223 86 137 2.255 Vorräte 47 — 47 33 Derivate 22 — 22 49 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 113 22 92 253 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 209 97 112 109 Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und Umweltschutzkosten 1.208 25 1.183 — Sonstige Rückstellungen 103 — 103 1 Verbindlichkeiten 345 36 308 0 Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 476 — 476 — Verlustvorträge 1.438 1.075 364 — Outside Basis Differenzen 141 - 141 — Gesamt 4.438 1.340 3.097 2.915 Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten –1.845 –1.845 Latente Steuern laut Bilanz 1.252 1.070 2023 Immaterielle Vermögenswerte 141 1 140 199 Sachanlagen 57 9 48 2.259 Vorräte 49 — 49 34 Derivate 81 — 81 206 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 92 20 73 313 Latente Steuern, die auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden 127 124 3 319 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 212 94 118 106 Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen und Umweltschutzkosten 1.247 15 1.233 0 Sonstige Rückstellungen 122 — 122 1 Verbindlichkeiten 354 37 317 10 Abzugsfähige Siebentelabschreibungen (§ 12 (3) Z 2 KStG) 574 — 574 — Verlustvorträge 1.536 1.088 448 — Outside Basis Differenzen 144 — 144 17 Gesamt 4.737 1.387 3.350 3.464 Saldierung aufgrund gleicher Steuerhoheiten –2.183 –2.183 Latente Steuern, die auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden –3 –319 Latente Steuern laut Bilanz 1.164 962 Latente Steuern resultierten im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsregeln, Unterschieden bei Wertminderungen, Wertaufholungen und Abschreibungen sowie unterschiedlichen Kostendefinitionen. Der Rückgang der latenten Steuerverbindlichkeiten im Zusammenhang mit latenten Steuern, die auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert wurden, war ausschließlich auf die Veräußerung von SapuraOMV zurückzuführen. Weitere Einzelheiten befinden sich in der Anhangangabe 5 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2024 beliefen sich die abzugsfähigen temporären Differenzen, für die keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden, auf EUR 960 Mio (2023: EUR 929 Mio). Die Summe der angesetzten aktiven latenten Steuern von jenen Steuerhoheiten, die entweder im Berichtsjahr oder im vorangegangenen Jahr einen steuerlichen Verlust aufgewiesen haben, beliefen sich auf EUR 10 Mio, (2023: EUR 503 Mio, davon EUR 464 Mio der österreichischen Steuergruppe zuordenbar). Steuerliche Verlustvorträge Zum 31. Dezember 2024 setzte OMV steuerliche Verlustvorträge vor Wertberichtigung von EUR 6.108 Mio an (2023: EUR 6.257 Mio). Davon wurden EUR 1.539 Mio (2023: EUR 1.842 Mio) für die Berechnung latenter Steuern als werthaltig angesehen. Die zeitliche Verteilung der Vortragsfähigkeit von steuerlichen Verlusten stellte sich wie folgt dar: Steuerliche Verlustvorträge1 In EUR Mio 2024 2023 Basiswert (vor Wertberichtigung) davon nicht angesetzt Basiswert (vor Wertberichtigung) davon nicht angesetzt 2024 — — 2 2 2025 11 11 11 11 2026 3 3 3 3 2027 3 3 52 3 2028 2 2 2 2 2029 4 3 — — Nach 2029/2028 0 — 2 2 Unbegrenzt 6.085 4.547 6.185 4.393 Steuerliche Verlustvorträge 6.108 4.569 6.257 4.415 1 Steuerliche Verlustvorträge im Zusammenhang mit Veräußerungsgruppen, die auf „Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen“ umgegliedert wurden, sind nicht inkludiert. In bestimmten Steuergebieten sehen die örtlichen Steuergesetze Beschränkungen für die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge vor. Diese Beschränkungen liegen zwischen 50% und 80% des steuerpflichtigen Jahresgewinns. Zum 31. Dezember 2024 beliefen sich die steuerlichen Verlustvorträge im Zusammenhang mit Steuergebieten mit den oben genannten Beschränkungen auf EUR 5.725 Mio (2023: EUR 5.813 Mio), wovon EUR 1.470 Mio (2023: EUR 1.717 Mio) für die Berechnung der latenten Steuern als werthaltig angesehen werden. Nicht angesetzte steuerliche Verlustvorträge bezogen sich im Wesentlichen auf die österreichische Steuergruppe und Frankreich. Outside Basis Differenzen Zum 31. Dezember 2023 bestanden temporäre Differenzen in Höhe von EUR 9.667 Mio (2023: EUR 9.317 Mio), die im Zusammenhang mit Anteilen an vollkonsolidierten Tochtergesellschaften und at-equity bewerteten Beteiligungen stehen und für die keine latente Steuerverbindlichkeit gebildet wurde. Die Ausnahmekriterien gemäß IAS 12 für den Nichtansatz dieser latenten Steuerschulden werden als erfüllt angesehen, da der Konzern in der Lage ist, die relevanten Entscheidungen hinsichtlich des Zeitpunkts der Umkehrung zu kontrollieren oder zu beeinflussen und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden oder der Konzern beabsichtigt, nicht ausgeschüttete Gewinne zu reinvestieren. Die Realisierung von Gewinnen aus dem Verkauf von Unternehmensbeteiligungen ist in Abhängigkeit von der Strukturierung des Veräußerungsvorgangs auf verschiedenen Stufen des Konzerns möglich. Aufgrund der komplexen rechtlichen Struktur im Konzern und der damit verbundenen steuerlichen Implikationen wurden für die Ermittlung der temporären Differenzen vereinfachende Annahmen getroffen, um Kaskadeneffekte zu minimieren. 15 | Ergebnis je Aktie Bilanzierungsgrundsätze Für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl an im Umlauf befindlichen Aktien berücksichtigt, welche sich nach Umwandlung aller potenziellen Aktien mit Verwässerungseffekten ergeben würde. Ergebnis je Aktie 2024 2023 Unverwässert Verwässert Unverwässert Verwässert Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis in EUR Mio 1.389 1.389 1.480 1.480 Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien 327.001.732 327.226.795 326.940.897 327.169.060 Ergebnis je Aktie in EUR 4,25 4,24 4,53 4,52 Die potenziellen Aktien mit Verwässerungseffekten umfassten 225.063 (2023: 228.163) Stück aus den Long-Term- Incentive-Plänen und aus dem Equity Deferral zu gewährende Bonusaktien. 16 | Immaterielle Vermögenswerte Bilanzierungsgrundsätze Immaterielle Vermögenswerte inklusive Firmenwert Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen, ausgewiesen. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind. Alle anderen Forschungs- und Entwicklungskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand verbucht. Software, Lizenzen, Konzessionen und ähnliche immaterielle Vermögenswerte werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben, die zwischen 3 und 20 Jahren beträgt. Firmenwerte werden als Vermögenswerte erfasst und mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung überprüft. Jede Wertminderung wird sofort ergebniswirksam berücksichtigt. Eine spätere Wertaufholung ist nicht möglich. Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven E&P-Aktivitäten werden nach der Successful-Efforts-Methode bilanziert. Der Erwerb von geologischen und geophysikalischen Studien vor der Auffindung von sicheren Reserven wird im Periodenaufwand erfasst. Die Kosten einer Bohrung werden bis zum Zeitpunkt der Feststellung, ob potenziell wirtschaftlich förderbare Öl- oder Gasreserven vorliegen, aktiviert und als immaterielle Vermögenswerte dargestellt. Kosten für nicht wirtschaftlich fündige Bohrungen werden aufwandswirksam erfasst. Ist die wirtschaftliche Fündigkeit noch nicht geklärt, bleiben die Kosten einer Explorationsbohrung aktiviert, solange die folgenden Bedingungen erfüllt sind: 1. Durch die Bohrung wurden ausreichend Öl- oder Gasreserven gefunden, die eine Fertigstellung als Produktionsbohrung rechtfertigen würden. 2. Es werden ausreichende Fortschritte hinsichtlich der Einschätzung der wirtschaftlichen und technischen Realisierbarkeit gemacht, die die Aufnahme der Feldentwicklung in naher Zukunft rechtfertigen. 3. Der Zeitraum, für den das Unternehmen das Recht zur Exploration eines bestimmten Gebietes hat, ist nicht abgelaufen. Zum Jahresende werden noch nicht fertiggestellte Bohrungen, die sich nach dem Bilanzstichtag als nicht fündig herausstellen, als nicht zu berücksichtigende Ereignisse behandelt, d.h. die Kosten für die Explorationsbohrung bleiben zum jeweiligen Periodenende aktiviert und werden in der Folgeperiode als Aufwand verbucht. Lizenzanschaffungskosten sowie aktivierte Vermögenswerte aus Exploration und Evaluierung werden nicht planmäßig abgeschrieben, solange sie im Zusammenhang mit nicht sicheren Reserven stehen, aber bei Vorliegen eines Indikators für eine potenzielle Wertminderung auf Wertminderung überprüft. Sobald es sich um sichere und wirtschaftlich förderbare Mineralölvorkommen handelt, werden die damit im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit von Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven Es kann Fälle geben, bei denen die Kosten für Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven über einen längeren Zeitraum aktiviert bleiben, während die verschiedenen Evaluierungsaktivitäten und seismischen Analysen zur Beurteilung der Größe des Reservoirs und dessen Wirtschaftlichkeit fortgesetzt werden. Weitere Entscheidungen über den optimalen Zeitpunkt für solche Entwicklungen werden aus einer Ressourcen- und Portfoliosichtweise getroffen. Sobald keine Absichten mehr bestehen, einen Fund zu entwickeln, wird eine sofortige Wertminderung auf die Vermögenswerte erfasst. Immaterielle Vermögenswerte In EUR Mio Konzessionen, Software, Lizenzen, Rechte Entwicklungs- kosten Öl- und Gasvermögen mit nicht sicheren Reserven Firmenwerte Gesamt 2024 Entwicklung der Kosten 1. Jänner 1.385 695 963 384 3.428 Währungsumrechnungsdifferenzen –3 0 17 21 34 Konsolidierungskreisänderungen 20 — — 106 125 Zugang 93 101 139 — 333 Umbuchung 30 0 –15 — 16 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen — — –41 — –41 Abgang –12 –1 –42 — –55 31. Dezember 1.512 795 1.022 511 3.840 Entwicklung der Abschreibung 1. Jänner 842 119 688 — 1.649 Währungsumrechnungsdifferenzen –2 –0 15 — 13 Planmäßige Abschreibung 98 36 0 — 134 Wertminderung 0 6 89 — 95 Umbuchung –7 — — — –7 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen — — –15 — –15 Abgang –12 –0 –40 — –53 31. Dezember 920 161 737 — 1.817 Buchwert 1. Jänner 543 576 275 384 1.779 Buchwert 31. Dezember 593 635 285 511 2.023 2023 Entwicklung der Kosten 1. Jänner 1.330 572 1.811 585 4.298 Währungsumrechnungsdifferenzen –3 –0 –28 –17 –48 Konsolidierungskreisänderungen 28 — — 21 49 Zugang 39 112 201 — 352 Umbuchung 20 14 –583 — –549 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –0 — –243 –205 –448 Abgang –28 –3 –195 — –225 31. Dezember 1.385 695 963 384 3.428 Entwicklung der Abschreibung 1. Jänner 769 86 934 — 1.788 Währungsumrechnungsdifferenzen –2 — –21 — –23 Planmäßige Abschreibung 93 34 0 — 127 Wertminderung 11 3 158 — 171 Umbuchung –0 — –14 — –14 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –0 — –173 — –173 Abgang –29 –3 –195 — –227 Wertaufholung — — –1 — –1 31. Dezember 842 119 688 — 1.649 Buchwert 1. Jänner 562 486 878 585 2.510 Buchwert 31. Dezember 543 576 275 384 1.779 Konsolidierungskreisänderungen im Jahr 2024 waren hauptsächlich auf den Erwerb der AP-NewCo GmbH zurückzuführen, der zu Änderungen bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von EUR 94 Mio, einschließlich EUR 82 Mio Firmenwert, führte, sowie auf den Erwerb der Renovatio Asset Management SRL, der zu einem Firmenwert von EUR 10 Mio führte. Beide Akquisitionen betrafen das Segment Fuels & Feedstock. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur. Die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten beinhalteten 2024 die Aktivierung selbstgeschaffener Vermögenswerte in der Höhe von EUR 35 Mio (2023: EUR 37 Mio), hauptsächlich aus aktivierten Entwicklungskosten. Die Umbuchungen im Jahr 2023 standen hauptsächlich im Zusammenhang mit OMV Petrom, nachdem die finale Investitionsentscheidung für das Projekt Neptun Deep getroffen wurde. Infolgedessen wurden die damit verbundenen Öl- und Gasvermögenswerte in Höhe von EUR 483 Mio von immateriellen Vermögenswerten auf Sachanlagen umgegliedert. Im Jahr 2024 bezogen sich die zu dem zuVeräußerungszwecken gehaltenen Vermögen umgegliederten immateriellen Vermögenswerte hauptsächlich auf bestimmte Öl- und Gasvermögenswerte im Segment Energy, für die ein Veräußerungsprozess eingeleitet wurde. Im Jahr 2023 bezogen sich diese Vermögenswerte hauptsächlich auf die Veräußerungsgruppe SapuraOMV. Für Details siehe Anhangangabe 5 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten. Nähere Details zu Wertminderungen und Wertaufholungen sind in Anhangangabe 9 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu finden. Firmenwertzuordnung In EUR Mio 2024 2023 Energy zugeordnete Firmenwerte 357 330 Fuels & Feedstock zugeordnete Firmenwerte 125 33 Chemicals zugeordnete Firmenwerte 29 21 Firmenwerte 511 384 Im August 2024 führte OMV ein neues Target Operating Model für das Energy-Segment ein, das von einer regionalen Aufteilung zu einer Struktur basierend auf von OMV betriebenen und von OMV nicht betriebenen Länderstandorten überging. Infolgedessen wurde der zuvor der Region Mittlerer Osten und Afrika zugeordnete Firmenwert auf die Länder Libyen, die Vereinigten Arabischen Emirate und Tunesien umverteilt. Die Umverteilung basierte auf dem relativen beizulegenden Zeitwert der Geschäftsaktivitäten in diesen Ländern. Diese Umverteilung hatte keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Zum 31. Dezember 2024 betrugen die Firmenwerte dieser Länder EUR 198 Mio für Libyen, EUR 120 Mio für die Vereinigten Arabischen Emirate und EUR 33 Mio für Tunesien und sind im Segment Energy enthalten. Die Überprüfung aller Firmenwerte auf Werthaltigkeit, die auf Basis der Nutzungswerte erfolgte, führte zu keinen Wertminderungen. Anhangangabe 17 – Sachanlagen enthält Details zu vertraglichen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten. 17 | Sachanlagen Bilanzierungsgrundsätze Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert (inklusive Kosten für Großinspektionen und Generalüberholungen). Fremdkapitalzinsen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind, werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten enthalten den Barwert für die erwarteten Rückbaukosten von Anlagen nach deren Nutzung, wenn eine Rückstellung für Rückbaukosten angesetzt wurde (siehe Anhangangabe 25 – Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen). Kosten für den Austausch von Anlagenteilen werden aktiviert und die Buchwerte der ersetzten Teile ausgebucht. Kleinere Instandhaltungsleistungen und Reparaturen werden im Jahr des Anfallens als Aufwand gebucht. Abnutzbare Sachanlagen werden (mit Ausnahme von Öl- und Gasvermögen) linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Nutzungsdauer Jahre Immaterielle Vermögenswerte Software 3–7 oder Lizenzlaufzeit Konzessionen, Lizenzen, vertragliche immaterielle Vermögenswerte u.Ä. 3–20 oder Vertragslaufzeit Bereichsspezifische Sachanlagen Chemicals Chemische Produktionsanlagen 15–20 F&F Leitungen 20–30 Hochbehälter 40 Raffinerieverarbeitungsanlagen 25 Tankstellen 5–20 Energy Öl- bzw. Gasvermögen Unit-of-Production-Methode Gaskraftwerk 8–30 Sonstige Sachanlagen Produktions- und Verwaltungsgebäude 20–50 Sonstige technische Anlagen 10–20 Betriebs- und Geschäftsausstattung 3–15 Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven werden in den Sachanlagen ausgewiesen. Sie werden von immateriellen Vermögenswerten umgegliedert, sobald es sich um sichere und wirtschaftlich förderbare Mineralölvorkommen handelt. Entwicklungskosten für die Errichtung von Infrastruktureinrichtungen wie Ölplattformen und Pipelines sowie für Entwicklungsbohrungen werden innerhalb des Sachanlagevermögens aktiviert. Mit Produktionsbeginn erfolgt eine planmäßige Abschreibung der aktivierten Kosten. Aktivierte Explorations- und Entwicklungsaufwendungen sowie Hilfseinrichtungen werden grundsätzlich produktionsabhängig auf Basis sicherer entwickelter Reserven abgeschrieben. Davon ausgenommen sind aktivierte Kosten für Aufsuchungsrechte sowie erworbene Reserven, die auf Basis der gesamten sicheren Reserven abgeschrieben werden, sofern nicht eine andere Basis von Reserven für die Abschreibung angemessener ist. Die Abschreibungen von wirtschaftlich erfolgreichen Explorations- und Produktionsvermögenswerten werden als Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen ausgewiesen. Wesentliche Schätzung: Öl- und Gasreserven Die Öl- und Gasreserven werden durch firmeninterne Fachleute unter Anwendung von Industriestandards geschätzt und zumindest einmal jährlich neu beurteilt. Zusätzlich werden regelmäßig externe Überprüfungen durchgeführt. Im Jahr 2024 wurden die Reserven zum 31. Dezember 2023 der Öl- und Gasvermögenswerte in Tunesien und der Kurdischen Region im Irak (KRI) extern von DeGolyer und MacNaughton (D&M) überprüft. Die Reserven der anderen wesentlichen Öl- und Gasvermögenswerte wurden im Vorjahr extern überprüft. Die Ergebnisse der externen Reviews zeigten abgesehen von Ausnahmefällen keine wesentlichen Abweichungen zu den internen Schätzungen. Bei Vorliegen von wesentlichen Abweichungen führt OMV weiterführende Analysen, ggf. unter Einbindung von weiteren, unabhängigen Fachleuten, durch. Die Schätzungen der Öl- und Gasreserven haben eine wesentliche Auswirkung auf die Beurteilung der Werthaltigkeit der Öl- und Gasvermögenswerte des Konzerns. Korrekturen dieser Schätzungen nach unten können zu einer Wertminderung des Buchwerts des Vermögenswerts führen. Zusätzlich beeinflussen Schätzungsänderungen der Öl- und Gasreserven prospektiv die Höhe der Abschreibungen. Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte In EUR Mio Grundstücke und Bauten Öl- und Gas- vermögen mit sicheren Reserven Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Anlagen in Bau Gesamt 2024 Entwicklung der Kosten 1. Jänner 3.606 26.425 13.191 2.178 2.479 47.878 Währungsumrechnungsdifferenzen –20 –8 –62 –4 –2 –96 Konsolidierungskreisänderungen 40 — 37 1 73 150 Zugang 85 1.333 281 196 1.473 3.366 Neue Verpflichtungen und Änderung der Parameter für Rekultivierung 14 –141 –11 0 34 –105 Umbuchung 120 17 702 130 –984 –16 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –0 406 1 2 11 420 Abgang –32 –954 –65 –125 –15 –1.191 31. Dezember 3.811 27.078 14.074 2.377 3.067 50.408 Entwicklung der Abschreibung 1. Jänner 1.900 17.498 6.844 1.540 15 27.798 Währungsumrechnungsdifferenzen –11 –80 –45 –3 –0 –140 Planmäßige Abschreibung 145 1.191 788 179 — 2.302 Wertminderung 5 495 36 2 14 552 Umbuchung 6 1 1 0 –1 7 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –0 648 0 2 7 657 Abgang –28 –953 –63 –124 –12 –1.179 Wertaufholung –0 1 –16 –0 –0 –15 31. Dezember 2.017 18.800 7.547 1.596 22 29.982 Buchwert 1. Jänner 1.705 8.927 6.347 637 2.464 20.081 Buchwert 31. Dezember 1.794 8.278 6.527 782 3.046 20.426 Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte In EUR Mio Grundstücke und Bauten Öl- und Gas- vermögen mit sicheren Reserven Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Anlagen in Bau Gesamt 2023 Entwicklung der Kosten 1. Jänner 3.512 26.549 12.002 2.043 2.061 46.168 Währungsumrechnungsdifferenzen –9 –700 –21 –4 –5 –738 Konsolidierungskreisänderungen 11 — 53 2 12 78 Zugang 143 1.265 491 95 1.389 3.383 Neue Verpflichtungen und Änderung der Parameter für Rekultivierung 4 309 12 0 — 326 Umbuchung –33 592 848 121 –969 559 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –6 –1.431 0 –0 –8 –1.444 Abgang –18 –160 –195 –79 –2 –454 31. Dezember 3.606 26.425 13.191 2.178 2.479 47.878 Entwicklung der Abschreibung 1. Jänner 1.805 17.205 6.378 1.457 6 26.851 Währungsumrechnungsdifferenzen –5 –467 –6 –3 0 –480 Konsolidierungskreisänderungen –1 — –4 –0 — –5 Planmäßige Abschreibung 159 1.330 674 150 — 2.314 Wertminderung 0 59 29 1 12 101 Umbuchung –37 16 34 2 — 14 Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen –6 –370 — –0 –3 –380 Abgang –13 –158 –191 –67 –1 –429 Wertaufholung –2 –116 –70 –0 — –188 31. Dezember 1.900 17.498 6.844 1.540 15 27.798 Buchwert 1. Jänner 1.706 9.344 5.624 586 2.055 19.317 Buchwert 31. Dezember 1.705 8.927 6.347 637 2.464 20.081 Die Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von EUR 150 Mio im Jahr 2024 waren auf mehrere Akquisitionen zurückzuführen, insbesondere AP-NewCo GmbH, Integra Plastics AD, JR Constanta S.R.L., JR Solar Teleorman S.R.L. und JR Teleorman S.R.L. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur. Im Jahr 2023 resultierten die Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von EUR 84 Mio hauptsächlich aus der Änderung der Konsolidierungsmethode von Renasci N.V., nachdem Borealis ihre Anteile von 27,42% auf 50,01% zum 11. Jänner 2023 erhöht hat, und dem Erwerb von 100% der Anteile an Rialti S.p.A. durch Borealis am 31. Oktober 2023. Die Umbuchungen standen 2023 hauptsächlich im Zusammenhang mit OMV Petrom, nachdem die finale Investitionsentscheidung für das Projekt Neptun Deep getroffen wurde. Infolgedessen wurden die damit verbundenen Öl- und Gasvermögenswerte in Höhe von EUR 483 Mio von immateriellen Vermögenswerten auf Sachanlagen umgegliedert. Im Jahr 2024 wurden Sachanlagen mit einem Buchwert von insgesamt EUR 237 Mio (2023: EUR 1.065 Mio) in zuVeräußerungszwecken gehaltenes Vermögen umgegliedert. Diese bezogen sich hauptsächlich auf bestimmte Öl- und Gasvermögenswerte im Segment Energy, für die ein Veräußerungsprozess eingeleitet wurde. Im Jahr 2023 bezogen sich diese Vermögenswerte hauptsächlich auf die Veräußerungsgruppe SapuraOMV. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 5 – Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen und Verbindlichkeiten. Nähere Details zu Wertminderungen und Wertaufholungen sind in Anhangangabe 9 – Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen – zu finden. Vertragliche Verpflichtungen für Akquisitionen In EUR Mio 2024 2023 Immaterielle Vermögenswerte 248 296 Sachanlagen 3.221 3.345 Vertragliche Verpflichtungen 3.470 3.640 2024 standen vertragliche Verpflichtungen für die Akquisition von Anlagevermögen hauptsächlich in Verbindung mit Tätigkeiten im Segment Energy. OMV als Leasingnehmer Bilanzierungsgrundsätze OMV setzt für Leasingverhältnisse, in denen OMV Leasingnehmer ist, gemäß IFRS 16 Leasingverbindlichkeiten und Nutzungsrechte an. Das Unternehmen wendet die Vereinfachungsregeln für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse mit geringwertigem zugrundeliegendem Sachvermögen an und setzt damit für solche Leasingverhältnisse keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz an. Nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 16 fallen Leasingverhältnisse für die Exploration und die Nutzung von Öl und Erdgas, die hauptsächlich Pachtverträge für Grundstücke für solche Aktivitäten umfassen. Die Pacht für diese Verträge wird linear als Aufwand über den Leasingzeitraum erfasst. Leasingverträge werden für die Bewertung der Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten in ihre Leasingkomponenten und andere Elemente aufgeteilt. Die Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der fixen Leasingzahlungen und der Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, über den Leasingzeitraum abgezinst mit dem Diskontierungssatz bewertet. Nutzungsrechte werden in der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich Vorauszahlungen und anfänglichen direkten Kosten angesetzt. Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Verlängerungs- und Kündigungsoptionen von Leasingverträgen OMV hat eine Reihe von Verträgen über die Miete oder Pacht von Tankstellen. Viele von diesen Verträgen enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Verlängerungsoptionen bzw. Perioden nach Kündigungsoptionen wurden bei der Bestimmung des Leasingzeitraums berücksichtigt, wenn eine Verlängerung (bzw. keine Kündigung) hinreichend sicher ist. Bei der Feststellung des Leasingzeitraums berücksichtigt OMV alle relevanten Fakten und Umstände, die zu wirtschaftlichen Anreizen für die Verkürzung oder Verlängerung des Leasingzeitraums gemäß den verfügbaren Optionen führen. Bei der Beurteilung des Leasingzeitraums von Tankstellenmiet- und -pachtverträgen mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wurde von der Annahme ausgegangen, dass der Leasingzeitraum 20 Jahre nicht überschreitet. Optionale Zeiträume, die in der Bewertung der Leasingverhältnisse nicht berücksichtigt wurden, gibt es in erster Linie für technische Ausrüstung für E&P-Tätigkeiten in Rumänien, Bürogebäude, ein Grundstück in Belgien sowie für Gasspeicherkavernen in Deutschland. Die Ausübung der Verlängerungsoption für die Bürogebäude und die Gasspeicherkavernen liegt in ferner Zukunft. Die Nutzungsrechte betrafen im Wesentlichen das Leasing von Tankstellengrundstücken und -gebäuden, anderen Grundstücken, Tankschiffen, Pipelines und Bürogebäuden. Darüber hinaus least OMV eine Speicherinfrastruktur im Zusammenhang mit der Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) in Kallo, Belgien, eine Wasserstoffanlage in der Petrobrazi Raffinerie in Rumänien, Gasspeicheranlagen in Österreich und Deutschland, technische Ausrüstung und Fahrzeuge. Leasingverträge, die 2024 abgeschlossen wurden, deren Laufzeit jedoch noch nicht begonnen hat, beliefen sich auf EUR 251 Mio (2023: EUR 94 Mio). Diese bezogen sich hauptsächlich auf Schiffe. Nutzungsrechte nach IFRS 16 In EUR Mio Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung Gesamt 2024 1. Jänner 556 692 149 1.397 Konsolidierungskreisänderungen1 24 — 0 24 Zugang 72 86 186 345 Planmäßige Abschreibung –63 –71 –91 –226 Sonstige Bewegungen 10 –7 0 3 31. Dezember 599 701 244 1.543 2023 1. Jänner 581 504 149 1.233 Konsolidierungskreisänderungen — 29 — 29 Zugang 123 80 81 283 Planmäßige Abschreibung –82 –25 –69 –176 Sonstige Bewegungen –66 105 –11 27 31. Dezember 556 692 149 1.397 1 Hauptsächlich aus den Akquisitionen von JR Constanta S.R.L., JR Solar Teleorman S.R.L., JR Teleorman S.R.L. und AP-NewCo GmbH 2024; 2023 hauptsächlich aus der Änderung der Konsolidierungsmethode der Renasci N.V. Für weitere Details zu den Akquisitionen siehe Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur. Angaben zu Leasingverbindlichkeiten sind in Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten zu finden. 18 | At-equity bewertete Beteiligungen Wesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Borealis hält einen Anteil von 36% (2023: 36%) an Borouge PLC (PLC), und Abu Dhabi National Oil Company hält 54%, die restlichen 10% sind an der Abu Dhabi Securities Exchange notiert. PLC ist in Abu Dhabi registriert und ist die Beteiligungsgesellschaft für ihren 100%-Anteil an Abu Dhabi Polymers Company Limited(Borouge) (ADP) und ihrer 84,75%-Beteiligung an Borouge Pte. Ltd. (PTE). Zum 31. Dezember 2024 betrug der Marktwert der Konzernbeteiligung an PLC, die an der Abu Dhabi Securities Exchange in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gelistet ist, basierend auf dem verfügbaren börsenotierten Kurs EUR 6.807 Mio. Der korrespondierende Buchwert der PLC zum 31. Dezember 2024 betrug EUR 3.799 Mio. Die „Borouge Beteiligungen“ (den OMV Gesamtanteil an PLC, ADP und PTE umfassend) sind führender Anbieter von innovativen, wertschöpfenden Kunststofflösungen für die Energie-, Infrastruktur-, Automobil-, Gesundheits- und Agrarindustrie sowie von modernen Verpackungsanwendungen und sind auch für das Marketing und den Vertrieb der hergestellten Produkte verantwortlich. Durch den Umstand, dass gemeinschaftliche Beherrschung gegeben ist, werden die Borouge Beteiligungen als Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. Bayport Polymers LLC (Baystar) mit Sitz in Pasadena (eingetragen in Wilmington) ist ein petrochemisches Unternehmen, das hauptsächlich in der Herstellung und im Verkauf von Polyethylen und Ethylen unter dem Markennamen Baystar tätig ist. Da OMV gemeinschaftliche Führung über Bayport Polymers LLC ausübt (Anteilsteilung 50/50) und Rechte am Nettovermögen besitzt, wird das Unternehmen als ein Gemeinschaftsunternehmen bilanziert. OMV hält auch einen 15%-Anteil (2023: 15%) an der in Abu Dhabi registrierten Abu Dhabi Oil RefiningCompany, die ein Raffineriezentrum mit integrierter Petrochemie betreibt. Gemäß der vertraglichen Vereinbarung zwischen den Teilhabern hat OMV starke Gesellschafterrechte, die einen wesentlichen Einfluss gemäß der Definition von IAS 28 darstellen. Folgende Tabellen zeigen zusammengefasste Finanzinformationen der wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Gesamtergebnisrechnung – wesentliche assoziierte Unternehmen In EUR Mio 2024 2023 Abu Dhabi Oil Refining Company Abu Dhabi Oil Refining Company Umsatzerlöse 25.498 29.259 Jahresüberschuss –101 1.187 Sonstiges Ergebnis 7 11 Gesamtergebnis –94 1.198 Bilanz – wesentliche assoziierte Unternehmen In EUR Mio 2024 2023 Abu Dhabi Oil Refining Company Abu Dhabi Oil Refining Company Langfristiges Vermögen 16.961 16.212 Kurzfristiges Vermögen 5.328 5.846 Langfristige Verbindlichkeiten 5.226 4.289 Kurzfristige Verbindlichkeiten 4.403 4.456 Eigenkapital 12.661 13.313 OMV Anteil 1.899 1.997 Abschreibung der Investition –588 –553 Buchwert der Investition 1.311 1.444 Erhaltene Dividende 202 206 Gesamtergebnisrechnung – wesentliche Gemeinschaftsunternehmen In EUR Mio 2024 2023 Borouge Beteiligungen Bayport Polymers LLC Borouge Beteiligungen Bayport Polymers LLC Umsatzerlöse 5.566 644 5.356 577 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –746 –200 –760 –135 Zinserträge 26 2 25 2 Zinsaufwendungen –189 –199 –204 –107 Steuern vom Einkommen und Ertrag –397 –1 –301 –0 Jahresüberschuss 978 –280 764 –317 Sonstiges Ergebnis 4 — –7 — Gesamtergebnis 982 –280 757 –317 Bilanz – wesentliche Gemeinschaftsunternehmen In EUR Mio 2024 2023 Borouge Beteiligungen Bayport Polymers LLC Borouge Beteiligungen Bayport Polymers LLC Langfristiges Vermögen 7.159 3.992 7.318 3.871 Kurzfristiges Vermögen 2.090 266 1.823 352 davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 403 22 320 41 Langfristige Verbindlichkeiten 3.428 2.915 3.479 2.683 davon langfristige finanzielle Verbindlichkeiten (exkl. sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen) 2.985 2.912 2.988 2.681 Kurzfristige Verbindlichkeiten 900 363 815 343 davon kurzfristige finanzielle Verbindichkeiten (exkl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen) 9 178 8 195 Eigenkapital 4.922 980 4.846 1.197 OMV Anteil 1.784 490 1.752 598 Firmenwerte 2.113 — 1.986 — Zwischengewinneliminierung –2 –12 –2 –12 Buchwert der Investition 3.895 478 3.737 586 Erhaltene Dividende 436 — 455 — Überleitungsrechnung Buchwert In EUR Mio 2024 2023 Assoziiertes Unternehmen Gemeinschafts- unternehmen Assoziiertes Unternehmen Gemeinschafts- unternehmen Abu Dhabi Oil Refining Company Borouge Beteiligungen Bayport Polymers LLC Abu Dhabi Oil Refining Company Borouge Beteiligungen Bayport Polymers LLC 1. Jänner 1.444 3.737 586 1.524 4.030 674 Währungsumrechnungs- differenzen 83 230 32 –54 –117 –22 Zugänge und andere Änderungen — — — — — 921 Jahresüberschuss –15 359 –140 178 281 –158 Sonstiges Ergebnis 1 2 — 2 –1 — Dividendenausschüttungen –202 –434 — –206 –455 — 31. Dezember 1.311 3.895 478 1.444 3.737 586 1 Bezieht sich auf den Kapitalzuschuss. Einzeln unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen OMV hält 55,6% (2023: 55,6%) an der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. (ELG), mit Sitz in Lannach, die den größten Teil der Pflichtnotstandsreserve für Rohöl- und Erdölprodukte in Österreich hält. Trotz Mehrheit der Stimmrechte in der Generalversammlung übt OMV keine Beherrschung über die ELG aus. Die wesentlichen Entscheidungen über die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens wurden an das Gremium der Ständigen Versammlung der Gesellschafter, in dem für Beschlüsse ein Quorum von zwei Drittel des Stammkapitals erforderlich ist, delegiert. OMV hält über Borealis einen 40%-Anteil (2023: 40%) an Borouge 4 LLC, mit Sitz in Abu Dhabi. Die Gesellschaft führt das laufende Projekt Borouge 4 aus, das die Entwicklung eines auf Ethan basierten Dampfcrackers, zwei Polyolefin-Anlagen, einer 1-Hexen-Anlage, einer Anlage für vernetztes Polyethylen (XLPE) sowie einer umfassenden Studie für eine Kohlenstoffabscheidungsanlage umfasst. Das Borouge 4 Projekt war früher Teil des direkten 40%-Anteils an ADP, wurde jedoch nach dem Börsengang im Juni 2022 aus Borouge PLC ausgenommen und aufgrund dessen in die neu gegründete Gesellschaft übertragen. Jedoch besteht die Absicht, das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuführen. Durch den Umstand, dass keine dem Vorstand vorbehaltenen Angelegenheiten, die alle relevanten Aktivitäten beeinflussen, ohne die Zustimmung von Borealis entschieden werden können, hat OMV gemeinschaftliche Beherrschung über Borouge 4 LLC und bilanziert diese als Gemeinschaftsunternehmen. OMV übt gemeinschaftliche Kontrolle über Abu Dhabi Petroleum Investments LLC (ADPINV, OMV-Anteil 25%, 2023: 25%), mit Sitz in Abu Dhabi, und Pak-Arab Refinery Limited (PARCO; indirekte Beteiligung von OMV: 10%, 2023: 10%), mit Sitz in Karachi, aus und bilanziert beide Beteiligungen at-equity. ADPINV ist eine Holding-Gesellschaft mit einem Anteil von 40% an PARCO. Da für die Entscheidungen über relevante Aktivitäten eine einstimmige Zustimmung der Parteien erforderlich ist und OMV aufgrund der rechtlichen Struktur Rechte am Nettovermögen hat, stufte OMV diese Beteiligungen gemäß IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen ein. Darüber hinaus hält OMV einen Anteil von 10% (2023: 10%) an Pearl Petroleum Company Limited mit Sitz in Road Town, British Virgin Islands, die in der Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen in der Region Kurdistan im Irak tätig ist. Aufgrund der Joint-Venture-Vereinbarung hat OMV maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 auf Pearl, da es für einige strategische Entscheidungen einstimmiger Zustimmung bedarf. Daher wird dieses Unternehmen trotz eines nur 10%-Anteils at-equity einbezogen. 2023 wurden Vermögenswerte für Exploration und Evaluierung, die in der ursprünglichen Kaufpreisallokation von OMV für den Anteil an Pearl Petroleum Company Limited enthalten waren, teilweise wertgemindert. Gesamtergebnisrechnung für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen – OMV Anteil In EUR Mio 2024 2023 Assoziierte Unternehmen Gemeinschafts- unternehmen Assoziierte Unternehmen Gemeinschafts- unternehmen Umsatzerlöse 6.212 329 5.797 360 Jahresüberschuss 122 –27 23 2 Gesamtergebnis 122 –27 23 2 Überleitungsrechnung Buchwert für individuell unwesentliche assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen In EUR Mio 2024 2023 Assoziierte Unternehmen1 Gemeinschafts- unternehmen Assoziierte Unternehmen1 Gemeinschafts- unternehmen 1. Jänner 458 443 568 498 Währungsumrechnungsdifferenzen 25 26 –15 –33 Konsolidierungskreisänderungen2 — 70 7 — Zugänge und andere Änderungen — — — 2 Jahresüberschuss 122 –27 23 2 Wertminderungen3 — — –23 — Veräußerungen und andere Änderungen — — –1 –2 Dividendenausschüttungen –116 –24 –102 –23 31. Dezember 488 489 458 443 1 Inklusive assoziierter Unternehmen, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden 2 Konsolidierungskreisänderungen im Jahr 2024 beziehen sich auf den Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlich beherrscht Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien. Weitere Details können der Anhangangabe 38 – Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft – entnommen werden. 3 Bezieht sich auf die Wertminderung der Beteiligung an BlueAlp Holding B.V. im Jahr 2023. 19 | Vorräte Bilanzierungsgrundsätze Vorräte werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Kosten werden bei austauschbaren Gütern nach ihren individuellen Kosten, bei Öl- und Gasvorräten nach dem Durchschnittspreisverfahren und bei chemischen Produkten nach der FIFO-Methode ermittelt. Für die Ermittlung der Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Kosten sowie fixe und variable Material- und Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Im Raffineriebereich kommt ein Kostentragfähigkeitsprinzip zur Anwendung, wonach die Herstellungskosten den produzierten Produktgruppen nach deren jeweiligen Marktwerten am Ende der Periode zugeordnet werden. Vorratsbestand In EUR Mio 2024 2023 Rohöl 652 585 Erdgas 582 367 Petrochemische Rohstoffe 308 364 Sonstige Rohstoffe und Hilfsgüter 416 341 Raffinierte Mineralölprodukte (inklusive unfertige Produkte) 1.041 1.013 Petrochemische Produkte (inklusive unfertige Produkte) 853 785 Sonstige fertige Erzeugnisse 84 73 Vorratsbestand 3.936 3.529 Die Position „Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet Material- und Warenaufwendungen, Bestandsveränderungen sowie die Bewertung von Vorräten (netto). 2024 wurden Netto-Erträge aus der Bewertung von Vorräten in Höhe von EUR 294 Mio erfasst, verglichen mit Netto-Aufwendungen von EUR 73 Mio im Jahr 2023. Dies betraf in beiden Jahren hauptsächlich im Speicher befindliches Gas. 20 | Finanzielle Vermögenswerte Bilanzierungsgrundsätze Beim Erstansatz stuft OMV seine finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien zu fortgeführten Anschaffungskosten, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) oder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) ein. Die Einstufung erfolgt abhängig vom Geschäftsmodell, nach dem sie vom Konzern gesteuert werden, sowie den vertraglichen Zahlungsstromeigenschaften der finanziellen Vermögenswerte. Käufe und Verkäufe im Rahmen handelsüblicher Verträge werden zum Handelstag – jenem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen – bilanziert. Schuldinstrumente werden primär zu fortgeführten Anschaffungskosten und in einem geringen Umfang zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. OMV berücksichtigt für alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte Wertberichtigungen auf Basis der erwarteten Kreditausfälle (ECL). Die erwarteten Kreditausfälle werden auf Basis externer oder interner Ratings der Kontrahenten und den entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeiten oder in einem bestimmten Fall auf Basis eines wahrscheinlichkeitsgewichteten Betrags, der durch die Bewertung einer Reihe möglicher Ergebnisse bestimmt wird, ermittelt. Verfügbare zukunftsgerichtete Informationen werden berücksichtigt, sofern sie eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der erfassten Wertberichtigungen haben. Erwartete Kreditausfälle werden in zwei Stufen erfasst. Wenn es seit dem Erstansatz keine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos gegeben hat, wird die Wertberichtigung auf Basis des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen. Der 12-Monats-Kreditverlust ist der Kreditverlust, der aus Ausfallereignissen resultiert, der innerhalb der nächsten zwölf Monate möglich ist. Ein finanzieller Vermögenswert weist aus Sicht des Konzerns ein geringes Ausfallrisiko auf, wenn sein Kreditrisikorating der Definition von „Investment Grade“ entspricht. Wenn das Kreditrisiko hingegen seit dem Erstansatz wesentlich angestiegen ist, ist eine Wertberichtigung in Höhe des über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusts erforderlich, d.h. die erwarteten Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren. Für diese Einschätzung berücksichtigt der Konzern alle angemessenen und belastbaren Informationen, die ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Darüber hinaus nimmt OMV an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswerts signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 30 Tage überfällig ist. Wenn die Bonität sich wiederum verbessert, geht OMV auf den Ansatz eines 12-Monats-Kreditverlusts zurück. Ein finanzieller Vermögenswert wird als ausgefallen betrachtet, wenn er für mehr als 90 Tage überfällig ist, es sei denn, es liegen vernünftige und vertretbare Informationen vor, dass ein längeres Ausfallkriterium angemessener ist. Ein finanzieller Vermögenswert wird abgeschrieben, wenn keine realistische Aussicht besteht, dass die vertraglichen Cashflows realisierbar sind. Für Lieferforderungen und vertragliche Vermögenswerte aus Kundenverträgen wird eine vereinfachte Vorgehensweise, bei der die Wertberichtigungen mit den über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverlusten berücksichtigt werden, angewandt. Im Fall, dass es für die ausstehenden Salden eine Kreditversicherung oder Sicherheiten gibt, werden die erwarteten Kreditverluste für den versicherten bzw. garantierten Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Versicherers bzw. Garantiegebers und für den verbleibenden Betrag auf Basis der Ausfallswahrscheinlichkeit des Kontrahenten ermittelt. Die nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL) bewertet werden, enthalten Lieferforderungen aus Verkaufsverträgen mit vorläufiger Preisfestlegung und Investmentfonds, da die vertraglichen Zahlungsströme nicht ausschließlich Tilgung und Zinszahlungen auf ausstehende Rückzahlungsbeträge darstellen. Weiters sind in dieser Bewertungskategorie Portfolios von Lieferforderungen enthalten, für die eine Verkaufsabsicht besteht. Eigenkapitalinstrumente werden entweder zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen durch die Gewinn- und Verlustrechnung (FVTPL) oder durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) bewertet. OMV klassifiziert den Großteil seiner nicht börsennotierten Beteiligungen, die mit einer strategischen Zielsetzung und nicht zu Handelszwecken gehalten werden, unwiderrufbar als FVOCI. OMV bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte hinsichtlich der Cashflows aus einem Vermögenswert auslaufen oder wenn OMV den Vermögenswert und alle wesentlichen mit dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Werthaltigkeit und beizulegender Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten Das Management bewertet periodisch die Forderungen in Zusammenhang mit vom rumänischen Staat rückerstattbaren Ausgaben für Rekultivierungs- und Entsorgungskosten der OMV Petrom SA. Die Schätzung berücksichtigt unter anderem die Entwicklung der eingeforderten Beträge, die Anforderungen an den Dokumentationsprozess und mögliche Gerichts- oder Schiedsgerichtsverfahren. Die Beteiligungen an den russischen Unternehmen JSC GAZPROM YRGM Development (YRGM) und OJSC Severneftegazprom (SNGP) werden seit ihrer Entkonsolidierung infolge des russischen Krieges gegen die Ukraine gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bilanziert. Am 19. Dezember 2023 hat der russische Präsident einen Erlass in Bezug auf das Juschno-Russkoje-Feld unterzeichnet. Gemäß diesem Dekret sollen die OMV Beteiligungen an den russischen Firmen und damit die OMV Anteile an dem Gasfeld an neue russische Unternehmen übertragen werden. Diese Unternehmen sollen schließlich vom Versicherungsunternehmen JSC SOGAZ und Gazprom gehalten werden. Die Erlöse aus der Übertragung der OMV Anteile an JSC SOGAZ sollen auf ein russisches Sonderkonto eingezahlt werden. Dieser Erlass gleicht einer einseitigen und unumkehrbaren Zwangsenteignung durch die Beschlagnahme der OMV Anteile gegen eine Entschädigung, deren Höhe im Grunde durch Russland festgelegt wird und die auf letztlich unter Russlands Kontrolle stehende Konten gutgeschrieben wird. Am 1. Juli 2024 hat die russische Regierung die neuen Unternehmen gegründet. Den öffentlichen Aufzeichnungen zufolge wurden die OMV zuzurechnenden Anteile bis Jahresende 2024 nicht an die SOGAZ übertragen. Aufgrund dieser Entwicklung sowie der unveränderten Situation hinsichtlich des russischen Krieges gegen die Ukraine geht OMV davon aus, dass seine Beteiligungen an YRGM und SNGP zum 31. Dezember 2024 einen beizulegenden Zeitwert von Null (2023: Null) haben. OMV hat eine vertragliche Position gegenüber Gazprom aus der Neufeststellung der Reserven aus dem Juschno-Russkoje-Gasfeld, die als Teil des Erwerbs der Beteiligung an diesem Feld 2017 übernommen wurde. Gemäß dieser Vereinbarung wurden die Reserven vertraglich definiert, und falls die Reserven höher oder niedriger sind als in der Vereinbarung festgelegt, kann entweder OMV verpflichtet sein, Gazprom zu entschädigen (hätte in diesem Fall aber in der Zukunft von höheren Absatzvolumen profitiert), oder kann umgekehrt Gazprom verpflichtet sein, OMV zu entschädigen. Die Zahlung für die Neufeststellung der Reserven ist an die tatsächlich vorhandenen Gasreserven gebunden. Basierend auf den von einem unabhängigen Experten, der gemäß dem Swap-Vertrag bestellt wurde, ermittelten Reserven hätte OMV Anspruch auf eine Entschädigung. Aufgrund der aktuell schwierigen politischen und rechtlichen Lage in Russland rechnet OMV derzeit nicht mit der Einbringlichkeit dieser vertraglichen Position und bewertet diesen Vermögenswert deshalb mit Null (2023: Null). Finanzielle Vermögenswerte In EUR Mio Ergebnis-wirksam zum beizu- legenden Zeitwert bewertet Ergebnis- neutral durch das sonstige Ergebnis zum beizu- legenden Zeitwert bewertet Zu fortgeführten Anschaf- fungskosten bewertet Gesamt Buchwert davon kurzfristig davon langfristig 2024 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Verträgen mit Kunden 128 — 2.230 2.358 2.358 — Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen — — 484 484 484 — Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 128 — 2.714 2.842 2.842 — Eigenkapitalinstrumente 1 105 — 106 — 106 Investmentfonds 29 — — 29 — 29 Anleihen — — 91 91 59 33 Als Sicherungsinstrumente designierte Derivate — 39 — 39 27 12 Sonstige Derivate 269 — — 269 193 75 Ausleihungen — — 1.286 1.286 5 1.282 Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 2 — 1.369 1.370 790 581 Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 301 143 2.746 3.190 1.074 2.116 Finanzielle Vermögenswerte 429 143 5.460 6.032 3.916 2.116 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus Verträgen mit Kunden 99 — 2.571 2.670 2.670 — Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen — — 785 785 785 — Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 99 — 3.356 3.455 3.455 — Eigenkapitalinstrumente 1 56 — 57 — 57 Investmentfonds 28 — — 28 — 28 Anleihen — — 285 285 245 39 Als Sicherungsinstrumente designierte Derivate — 52 — 52 50 2 Sonstige Derivate 890 — — 890 692 198 Ausleihungen — — 910 910 5 905 Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 2 — 1.610 1.612 1.139 474 Summe sonstige finanzielle Vermögenswerte 921 108 2.805 3.834 2.130 1.704 Finanzielle Vermögenswerte 1.020 108 6.160 7.288 5.584 1.704 Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte enthielten hauptsächlich zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte. Die Position Ausleihungen enthielt 2024 Ausleihungen und damit verbundene abgegrenzte Zinsen im Rahmen eines Gesellschafterdarlehens an Bayport Polymers LLC in Höhe von EUR 769 Mio (2023: EUR 701 Mio) sowie EUR 435 Mio (2023: EUR 155 Mio) aus Inanspruchnahmen und damit verbundenen abgegrenzten Zinsen aus einem Aktionärsdarlehensvertrag mit Borouge 4 LLC. Für nähere Details wird auf Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen und Personen verwiesen. Die übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalteten vom rumänischen Staat erstattungsfähige Kosten in Höhe von EUR 429 Mio (2023: EUR 399 Mio) im Zusammenhang mit Rekultivierungsverpflichtungen und Umweltschutzmaßnahmen der OMV Petrom S.A. Die Forderungen bestanden aus EUR 419 Mio (2023: EUR 391 Mio) betreffend Rekultivierungskosten und aus EUR 9 Mio (2023: EUR 8 Mio) betreffend Kosten im Zusammenhang mit der Umweltsanierung. Am 2. Oktober 2020 hat die OMV Aktiengesellschaft, als Partei des Privatisierungsvertrags, ein Schiedsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer eingeleitet, in dem es um bestimmte unbezahlte Forderungen des rumänischen Umweltministeriums in Bezug auf Rekultivierungskosten für Bohrungen und Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von EUR 31 Mio ging. Am 30. August 2022 erließ das Schiedsgericht den endgültigen Schiedsspruch und verpflichtete das Umweltministerium, der OMV Petrom S.A. den Betrag von EUR 31 Mio und die entsprechenden Zinsen zu erstatten. Im Oktober 2022 hat das Umweltministerium den Schiedsspruch vor dem Pariser Berufungsgericht beeinsprucht, zum 31. Dezember 2024 war das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Außerdem hat die OMV Aktiengesellschaft, als Partei des Privatisierungsvertrags, in Q4/22 weitere Schiedsgerichtsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer zu bestimmten unbezahlten Forderungen hinsichtlich Rekultivierungskosten für Bohrungen und Verpflichtungen für Umweltschutzmaßnahmen in Höhe von EUR 47 Mio eingeleitet. Diese wurden zu einem einzigen Verfahren zusammengefasst. Am 15. Jänner 2025 erließ das Schiedsgericht den endgültigen Schiedsspruch und verpflichtete das Umweltministerium, der OMV Petrom S.A. den vollen Betrag und die entsprechenden Zinsen zu erstatten. Am 20. Dezember 2024 hat die OMV Aktiengesellschaft, als Partei des Privatisierungsvertrags, ein Schiedsverfahren gegen das rumänische Umweltministerium gemäß den Regeln der Internationalen Handelskammer eingeleitet, in dem es um bestimmte unbezahlte Forderungen des rumänischen Umweltministeriums in Bezug auf Rekultivierungskosten für Bohrungen in Höhe von EUR 50 Mio ging. Zum 31. Dezember 2024 war das Verfahren noch nicht abgeschlossen. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthielten des Weiteren Forderungen gegenüber Partnern im Bereich Exploration & Produktion sowie Seller Participation Notes und Complementary Notes an Carnuntum DAC (siehe Anhangangabe 36 – Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen für nähere Details). Eigenkapitalinstrumente ergebnisneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI) In EUR Mio 2024 2023 Beteiligung Beizule- gender Zeitwert Änderungen des beizule- genden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis Dividenden- ertrag Beizule- gender Zeitwert Änderungen des beizule- genden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis Dividenden- ertrag Eavor Technologies Inc. 53 –1 — 34 — — Vulcan Energy Resources Limited 19 –1 — — — — Hycamite TCD Technologies Ltd. 9 — — 5 — — Wiener Börse AG 7 1 1 6 –1 1 KIC InnoEnergy SE 6 –2 — — — — Übrige 12 1 5 11 –1 4 Eigenkapitalinstrumente zum FVOCI 105 –3 6 56 –2 4 Ausfallwahrscheinlichkeit Entsprechend der externen Bonitätseinstufung Ausfallwahrscheinlichkeit 2024 2023 Risikoklasse 1 AAA, AA+, AA, AA–, A+, A, A– 0,13% 0,13% Risikoklasse 2 BBB+, BBB, BBB– 0,44% 0,44% Risikoklasse 3 BB+, BB, BB– 1,18% 1,18% Risikoklasse 4 B+, B, B– 8,52% 8,52% Risikoklasse 5 CCC/C 29,54% 29,54% Risikoklasse 6 SD/D 100,00% 100,00% Weitere Informationen zur Steuerung des Kreditrisikos können der Anhangangabe 29 – Risikomanagement entnommen werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In EUR Mio 2024 2023 1. Jänner 101 65 Ausbuchungen –6 –3 Netto-Neubewertung der erwarteten Kreditausfälle 25 41 Währungsumrechnungsdifferenzen 3 –1 Umgliederung aus der/in die Position zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte 3 –1 31. Dezember 127 101 Kreditqualität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In EUR Mio 2024 2023 Risikoklasse 1 666 1.155 Risikoklasse 2 700 855 Risikoklasse 3 952 873 Risikoklasse 4 262 252 Risikoklasse 5 225 268 Risikoklasse 6 37 53 Bruttobuchwert gesamt 2.841 3.457 Erwartete Kreditausfälle –127 –101 Gesamt 2.714 3.356 Wertminderungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten In EUR Mio 12-Monate ECL Lifetime ECL not credit impaired Lifetime ECL credit impaired Gesamt 2024 1. Jänner 13 32 1.442 1.487 Ausbuchungen –0 — –3 –3 Netto-Neubewertung der erwarteten Kreditausfälle –1 –10 155 144 Währungsumrechnungsdifferenzen –0 2 5 7 31. Dezember1,2 12 23 1.600 1.635 2023 1. Jänner 10 44 1.311 1.365 Ausbuchungen –1 — –5 –6 Netto-Neubewertung der erwarteten Kreditausfälle 4 –11 140 133 Währungsumrechnungsdifferenzen –0 –1 –3 –5 31. Dezember1,2 13 32 1.442 1.487 1 „Lifetime ECL credit impaired“ enthielt den vollständig wertberichtigten Bruttobuchwert der Kreditforderungen einschließlich aufgelaufener Zinsen im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen für das Nord Stream 2 Pipeline-Projekt in Höhe von EUR 1,4 Mrd (2023: EUR 1,2 Mrd). 2 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio (2023: EUR 1 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 9 Mio (2023: EUR 8 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind. Kreditqualität von sonstigen finanziellen Vermögenswerten zu fortgeführten Anschaffungskosten In EUR Mio 12-Monate ECL Lifetime ECL not credit impaired Lifetime ECL credit impaired Gesamt 12- Monate ECL Lifetime ECL not credit impaired Lifetime ECL credit impaired Gesamt 2024 2023 Risikoklasse 1 452 — — 452 826 — — 826 Risikoklasse 21 832 81 91 1.004 751 — 8 759 Risikoklasse 3 1.401 0 — 1.401 1.140 94 77 1.312 Risikoklasse 4 0 — — 0 2 — — 2 Risikoklasse 5 15 — 22 37 36 — 22 58 Risikoklasse 62 — — 1.487 1.487 — — 1.335 1.335 Bruttobuchwert gesamt 2.700 81 1.600 4.381 2.755 94 1.442 4.292 Erwartete Kreditausfälle3 –12 –23 –1.600 –1.635 –13 –32 –1.442 –1.487 Gesamt 2.688 58 — 2.746 2.742 62 — 2.805 1 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 430 Mio (2023: EUR 401 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 9 Mio (2023: EUR 8 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind. 2 „Lifetime ECL credit impaired“ enthielt den vollständig wertberichtigten Bruttobuchwert der Kreditforderungen einschließlich aufgelaufener Zinsen im Zusammenhang mit den Finanzierungsvereinbarungen für das Nord Stream 2 Pipeline-Projekt in Höhe von EUR 1,4 Mrd (2023 EUR 1,2 Mrd). 3 „12-Monate ECL“ enthielt einen Betrag in Höhe von EUR 1 Mio (2023: EUR 1 Mio) und „Lifetime ECL credit impaired“ einen Betrag von EUR 9 Mio (2023: EUR 8 Mio) in Zusammenhang mit erstattungsfähigen Kosten gegenüber dem rumänischen Staat, die außerhalb des Anwendungsbereiches von IFRS 9 sind. 21 | Sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte In EUR Mio 2024 2023 Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig Aktivische Abgrenzungen 87 12 89 13 Geleistete Anzahlungen auf Anlagevermögen 221 13 184 – Sonstige geleistete Anzahlungen 193 17 124 25 Forderungen aus sonstigen Steuern und Sozialversicherung 287 43 202 40 Emissionszertifikate1 666 — 630 — Kundenforderung zur Übertragung von Emissionszertifikaten1 23 — 42 — Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte 125 116 81 87 Sonstige Vermögenswerte 1.603 200 1.351 165 1 Weitere Details sind in der Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende. Der Anstieg der Anzahlungen auf das Anlagevermögen und der sonstigen Anzahlungen ist hauptsächlich auf das Projekt Neptun Deep in Rumänien zurückzuführen. Forderungen aus sonstigen Steuern und Sozialversicherung stiegen hauptsächlich im Zusammenhang mit Verbrauchsteuern in Rumänien aufgrund von Änderungen der Gesetzgebung. 22 | Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens Grundkapital Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2023: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2023: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2024 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien. In der Hauptversammlung vom 29. September 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben. Kapitalrücklagen Kapitalrücklagen wurden bei der OMV Aktiengesellschaft durch Mittel gebildet, die der OMV Aktiengesellschaft von ihren Anteilseignern aufgrund ihrer Eigentümerstellung über das Grundkapital zugeführt wurden. Hybridkapital Bilanzierungsgrundsätze Die Nettoerlöse aus den Hybridschuldverschreibungen werden gemäß IFRS zur Gänze als Eigenkapital klassifiziert, da die Rück- sowie Zinszahlungen im alleinigen Ermessen von OMV liegen. Das im Eigenkapital ausgewiesene Hybridkapital in Höhe von EUR 1.986 Mio besteht aus unbefristeten, nachrangigen Hybridschuldverschreibungen. Am 7. Dezember 2015 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio:  Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 mit einem erstmöglichen Kündigungstag im Jahr 2021, wurden gekündigt und zu ihrem Nennbetrag (zuzüglich Zinsen) am 30. November 2021 zurückgezahlt.  Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht, verzinst. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die OMV Hauptversammlung beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten. Am 1. September 2020 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung:  Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 1. September 2026 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 1, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,500% verzinst. Vom ersten Resettermin (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht.  Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 1. September 2029 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Von 1. September 2029 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere, wenn die OMV Hauptversammlung beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten. Die zum 31. Dezember 2024 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständige Zinsen zur Zahlung fällig. Im Fall eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, anderenfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein. Am 3. April 2024 hat der Vorstand die Rückzahlung der am 19. Juni 2018 begebenen Hybridschuldverschreibung mit einem Volumen von EUR 500 Mio mit erstem Rückzahlungstermin 2024 beschlossen. Folglich wurde der Marktwert der Hybridschuldverschreibung von Eigenkapital auf kurzfristige Anleihen umgegliedert. OMV hat die Hybridschuldverschreibung 2018 entsprechend § 5 Abs. 3 der Anleihebedingungen mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, zum 17. Juni 2024, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Gewinnrücklagen Die Ergebnisse aller in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen sind unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge in den Gewinnrücklagen des Konzerns enthalten. Eigene Anteile Bilanzierungsgrundsätze Bei Erwerb eigener Aktien wird das Eigenkapital in Höhe der Anschaffungskosten der zurückgekauften eigenen Anteile gekürzt. Gewinne oder Verluste aus dem erneuten Verkauf eigener Anteile im Vergleich zu den Anschaffungskosten erhöhen oder vermindern die Kapitalrücklagen. Zuletzt in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2024 wurde der Vorstand ermächtigt: 1. gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals der Gesellschaft, 2. während einer Geltungsdauer von 15 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung der Hauptversammlung, 3. zu einem niedrigsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30% unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 20% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats zu erwerben, wobei allfällige Erwerbe so auszuüben sind, dass die Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt mehr als 1.300.000 Stück eigene Aktien hält. Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine jede sonstige gesetzlich zulässige Weise und zum Zweck der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen erfolgen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats aber ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen und der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen. In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, somit bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Die direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Gewinne und Verluste und damit verbundenen Steuereffekte setzten sich wie folgt zusammen: Steuereffekte im Zusammenhang mit den Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses In EUR Mio 2024 2023 Brutto Aufwand (–) Ertrag (+) Steuer Aufwand (–) Ertrag (+)1 Netto Aufwand (–) Ertrag (+) Brutto Aufwand (–) Ertrag (+) Steuer Aufwand (–) Ertrag (+)1 Netto Aufwand (–) Ertrag (+) Währungsumrechnungsdifferenzen 511 0 511 –542 –0 –542 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges –8 2 –6 –360 83 –277 Gewinne (+)/Verluste(–) aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen –16 0 –16 –58 7 –51 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten –3 1 –3 –2 1 –2 Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Bewertung von Hedges, die nachfolgend auf den Buchwert des Grundgeschäftes übertragen werden 4 –1 3 –27 6 –21 Auf at-equity bewertete Beteiligungen entfallender Anteil am sonstigen Ergebnis 42 n.a. 4 02 n.a. 0 Sonstiges Ergebnis des Jahres 491 2 493 –989 97 –893 1 Enthält Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern für die österreichische Steuergruppe. Weitere Details sind in der Anhangangabe 14 – Steuern vom Einkommen und Ertrag – zu finden. 2 Stellt das Nettoergebnis (nach Steuern) dar. Am 28. Mai 2024 genehmigte die Hauptversammlung die Zahlung einer Gesamtdividende von EUR 5,05 pro Aktie, davon EUR 2,95 je dividendenberechtigter Aktie als reguläre Dividende und EUR 2,10 je dividendenberechtigter Aktie als zusätzliche Dividende. Die gesamte Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte im Juni 2024 und betrug EUR 1.652 Mio. 2023 betrug die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2022 EUR 1.652 Mio (EUR 5,05 je Aktie). Im Jahr 2024 beliefen sich die bezahlten Zinsen für im Eigenkapital ausgewiesene Hybridanleihen auf EUR 80 Mio (2023: EUR 94 Mio). Am 4. Februar 2025 wurde seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Gesamtdividende von EUR 4,75 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2024 vorgeschlagen. Die vorgeschlagene Gesamtdividende umfasst eine reguläre Dividende von EUR 3,05 pro Aktie und eine zusätzliche Dividende von EUR 1,70 pro Aktie, welche von der Hauptversammlung in 2025 zu genehmigen sind. Eigene Anteile Anzahl der Aktien in EUR Mio 1. Jänner 2023 201.674 2,2 Abgang –59.667 –0,7 31. Dezember 2023 142.007 1,6 Abgang –84.678 –0,9 31. Dezember 2024 57.329 0,6 Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile Anzahl der Aktien Eigene Anteile Im Umlauf befindliche Anteile 1. Jänner 2023 327.272.727 201.674 327.071.053 Bedienung von aktienbasierten Vergütungen — –59.667 59.667 31. Dezember 2023 327.272.727 142.007 327.130.720 Bedienung von aktienbasierten Vergütungen — –84.678 84.678 31. Dezember 2024 327.272.727 57.329 327.215.398 23 | Nicht beherrschende Anteile Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen In EUR Mio 2024 2023 Teilkonzerne Nicht beherrschende Anteile (%) Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes Ergebnis Kumulierte nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile (%) Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes Ergebnis Kumulierte nicht beherrschende Anteile OMV Petrom Gruppe 49% 411 3.823 49% 398 3.848 Borealis Gruppe 25% 108 2.916 25% –21 3.021 SapuraOMV Gruppe 50% 50 — 50% –13 251 Sonstige Tochterunternehmen n.a. 2 11 n.a. 2 10 OMV Gruppe n.a. 571 6.749 n.a. 366 7.131 Die Beteiligungsquote der nicht beherrschenden Anteile stimmt in allen Fällen mit deren Stimmrechtsquote überein. Die Haupttätigkeiten der OMV Petrom Gruppe, das größte integrierte Energieunternehmen in Südosteuropa, sind die Exploration und Produktion von Öl und Gas (in Rumänien und Bulgarien), der Raffineriebetrieb (in Rumänien), der Verkauf von Mineralölprodukten (in Rumänien, Bulgarien, Serbien und Moldawien) und der Verkauf von Erdgas sowie Stromproduktion und -verkauf (in Rumänien und Nachbarländern). Die Borealis Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter von fortschrittlichen und kreislauforientierten Polyolefin-Lösungen. Darüber hinaus ist Borealis einer der europäischen innovativen Marktführer im Bereich Recycling von Polyolefinen sowie führender Hersteller von Basischemikalien. Der Großteil der Produktionsanlagen liegt in Europa, zusätzlich gibt es zwei Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten, eine in Brasilien und eine weitere in Südkorea. Die SapuraOMV Gruppe ist ein Öl- und Gasunternehmen mit Sitz in Malaysia. Es verfügt über ein starkes Wachstumspotenzial mit beträchtlichen entdeckten Ressourcen und einem starken Portfolio an Explorationsaussichten. Neben Malaysia bestehen Explorationsbeteiligungen in Neuseeland, Australien und Mexiko. Am 9. Dezember 2024 hat OMV die Transaktion zum Verkauf seines 50-prozentigen Anteils an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. an TotalEnergies abgeschlossen (siehe Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur). Die folgenden Tabellen fassen die Finanzinformationen der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen zusammen: Gesamtergebnisrechnung der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1 In EUR Mio 2024 2023 OMV Petrom Gruppe Borealis Gruppe OMV Petrom Gruppe Borealis Gruppe Umsatzerlöse 7.189 7.853 7.845 7.770 Jahresüberschuss 842 424 815 33 Gesamtergebnis des Jahres 840 670 811 –438 davon nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 410 168 396 –138 an nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividende 430 286 498 88 1 Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns. Bilanz zum 31. Dezember der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1 In EUR Mio 2024 2023 OMV Petrom Gruppe Borealis Gruppe OMV Petrom Gruppe Borealis Gruppe Langfristiges Vermögen 7.791 12.296 7.109 11.524 Kurzfristiges Vermögen 3.797 3.485 4.579 4.779 Langfristige Verbindlichkeiten 2.083 1.996 2.064 2.646 Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.642 2.137 1.710 1.595 1 Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns. Cashflow-Rechnung der Teilkonzerne mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen1 In EUR Mio 2024 2023 OMV Petrom Gruppe Borealis Gruppe OMV Petrom Gruppe Borealis Gruppe Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.300 1.188 2.045 945 Cashflow aus der Investitionstätigkeit –1.160 –1.033 –1.158 –359 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –968 –1.471 –1.071 –480 Nettozunahme (+)/-abnahme (–) liquider Mittel –828 –1.320 –198 105 1 Die Werte beziehen sich auf den jeweiligen Teilkonzern, d.h. inkl. at-equity Konsolidierung und nach Eliminierung der Intercompany-Beziehungen innerhalb des Teilkonzerns. 24 | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Bilanzierungsgrundsätze Bei Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wird zwischen beitragsorientierten und leistungsorientierten Vorsorgepläne unterschieden. Bei beitragsorientierten Plänen werden die laufenden Beiträge als Aufwand verbucht. Im Fall von leistungsorientierten Plänen werden Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pensionspläne und Verpflichtungen aus Abfertigungen werden vollständig zum Zeitpunkt ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im sonstigen Ergebnis (OCI) ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung („Recycling“) berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Verpflichtungen für Jubiläumsgelder werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Der Netto-Zinsaufwand wird auf Basis der Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen ermittelt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen den Erträgen aus dem Planvermögen und dem im Netto-Zinsaufwand enthaltenen Zinsertrag aus dem Planvermögen wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Restrukturierungsrückstellungen für freiwillige und verpflichtende Personallösungen werden gebucht, wenn ein detaillierter Plan mit Zustimmung des Managements vor dem Bilanzstichtag vorliegt, der den Betroffenen kommuniziert wurde und dem sich das Unternehmen nicht mehr entziehen kann. Aufwendungen aus solchen Restrukturierungsplänen sind in der Zeile Sonstige betriebliche Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Freiwillige Änderungen in den Bezügevereinbarungen werden auf Basis der geschätzten Anzahl der Beschäftigten, die das Angebot der Gesellschaft annehmen, gebucht. Die im Rahmen von Einzelvereinbarungen betragsmäßig fixierten Lösungsverpflichtungen, die über einen feststehenden Zeitraum zur Auszahlung gelangen, werden mit dem Barwert der Verpflichtung ausgewiesen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Berechnung von Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode erfordert Schätzungen von Abzinsungssätzen, Gehaltstrends und Pensionstrends. Für die österreichischen Konzerngesellschaften werden der Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ 2018 P – Angestellte - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – zugrunde gelegt. In anderen Ländern werden ähnliche versicherungsmathematische Berechnungsgrundlagen verwendet. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter ermittelt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen des betreffenden Landes. Die untenstehenden Tabellen beinhalten Details zu den über einen Fonds finanzierten Pensionsplänen und zu nicht über einen Fonds finanzierten Pensionsplänen (im Wesentlichen in Österreich, Deutschland, Schweden und Belgien), als auch zu Abfertigungen (hauptsächlich in Österreich). Diese unterliegen weitgehend ähnlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In EUR Mio 2024 2023 Barwert der fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen 867 853 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens –618 –598 Rückstellung für fondsfinanzierte Pensionsverpflichtungen 249 255 Barwert der nicht fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen 462 479 Barwert der Verpflichtungen für Abfertigungen und andere Pläne 157 145 Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und andere Pläne 867 879 Barwert der Verpflichtungen für andere langfristige Leistungspläne 89 87 Gesamtrückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 956 966 Andere langfristige Leistungspläne umfassen hauptsächlich Jubiläumszahlungen. In Österreich und Deutschland erhalten Beschäftigte nach Erreichung eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder. Diese Pläne erfordern keine Mitarbeiterbeiträge und keine Wertpapierdeckung. Barwert der Verpflichtungen In EUR Mio 2024 2023 Pensionspläne Abfertigungen und sonstige Pläne Pensionspläne Abfertigungen und sonstige Pläne Barwert der Verpflichtung zum 1. Jänner 1.332 145 1.302 135 Laufender Dienstzeitaufwand 21 4 21 4 Nachzuverrechender Dienstzeitaufwand 2 6 — — Zinsaufwand 45 6 46 6 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 69 16 67 9 Anpassungen aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen 1 –1 0 –0 Anpassungen aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen 39 3 –20 1 Erfahrungsbedingte Anpassungen –18 –1 72 12 Gesamte Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis) 22 2 52 13 Tatsächlich bezahlte Leistungen –89 –22 –89 –13 Konsolidierungskreisänderungen — — — 1 Währungsumrechnungsdifferenzen –5 1 –1 –0 Umgliederung auf/von zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten — 15 — — Barwert der Verpflichtung zum 31. Dezember 1.329 157 1.332 145 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens In EUR Mio 2024 2023 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner 598 526 Zinserträge 21 19 Erträge aus dem Planvermögen exklusive Zinserträge (sonstiges Ergebnis) 8 6 Tatsächlich bezahlte Leistungen –58 –57 Arbeitgeberbeiträge 51 104 Währungsumrechnungsdifferenzen –1 –1 Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember 618 598 Rückstellungen und Aufwendungen In EUR Mio 2024 2023 Pensionspläne Abfertigungen und sonstige Pläne Pensionspläne Abfertigungen und sonstige Pläne Rückstellung zum 1. Jänner 734 145 775 135 Laufender Dienstzeitaufwand 21 4 21 4 Nachzuverrechender Dienstzeitaufwand 2 6 — — Nettozinsaufwand 24 6 27 6 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 48 16 48 9 Anpassungen aufgrund von Änderungen der demografischen Annahmen 1 –1 0 –0 Anpassungen aufgrund von Änderungen finanzieller Annahmen 39 3 –20 1 Erfahrungsbedingte Anpassungen –18 –1 72 12 Erträge aus dem Planvermögen exklusive Zinserträge –8 — –6 — Gesamte Neubewertung der Periode (sonstiges Ergebnis) 15 2 46 13 Tatsächlich bezahlte Leistungen –31 –22 –32 –13 Arbeitgeberbeiträge –51 — –104 — Konsolidierungskreisänderungen — — — 1 Währungsumrechnungsdifferenzen –3 1 0 –0 Umgliederung auf/von zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten — 15 — — Rückstellung zum 31. Dezember 711 157 734 145 Pensionspläne Im OMV Konzern gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen OMV nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Die Ansprüche sind bei leistungsorientierten Pensionsplänen grundsätzlich vom Dienstalter und den durchschnittlichen Bezügen abhängig. Diese leistungsorientierten Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken aus, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Zinsrisiko, Inflationsrisiko (aufgrund der Wertsicherung) und dem Marktrisiko. Die Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis von länder- und planspezifischen Annahmen berechnet. Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen von mehreren OMV Gesellschaften wurde an länderspezifische externe Pensionsfonds übertragen. Es gibt jedoch auch eine Reihe von nicht über einen Fonds finanzierten Plänen, bei denen die Verpflichtung zur Leistungszahlung bei der Gruppe liegt. Die gewährten Leistungen hängen von der Dienstzeit des Mitarbeiters und dem Gehalt in den letzten Jahren vor dem Ruhestand ab. In der Regel werden diese Leistungen entsprechend dem Verbraucherpreisindex oder einem ähnlichen Index aktualisiert. Der Großteil der Anwartschaften für Pensionszusagen betrifft die Pläne in Österreich und Belgien, die hauptsächlich über Fonds finanziert sind, sowie Deutschland und Schweden, die nicht über einen Fonds finanziert sind. In Österreich und Belgien wurde der Großteil der Pensionsverpflichtungen auf externe Pensionsfonds übertragen, die in Österreich von der APK-Pensionskasse AG und in Belgien von Vivium, Towers Watson LifeSight sowie KBC Asset Management verwaltet werden. Die Veranlagung des Planvermögens in Österreich wird durch § 25 Pensionskassengesetz und durch das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl der Fondsmanager geregelt. Die Investitionspläne in Belgien folgen der Investmentstrategie der jeweiligen Versicherungsgesellschaft als auch den lokalen rechtlichen Vorschriften. Das Planvermögen ist hauptsächlich in Schuldverschreibungen und Versicherungsverträgen veranlagt. Mit der Ausnahme der Versicherungsverträge, für welche keine Preisnotierungen existieren, ist der Großteil des Planvermögens in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren. Erwartete Beiträge in die Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für das Jahr 2025 betragen EUR 28 Mio. Zusätzlich werden im Jahr 2025 für leistungsorientierte Pläne EUR 22 Mio Zahlungen für das Jahr 2024 erwartet. Abfertigungen und sonstige Pläne Beschäftigte österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden, einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Beschäftigte, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt. Ähnliche Verpflichtungen zu Abfertigungsansprüchen bestehen auch in anderen Ländern, in denen der Konzern Personal beschäftigt. Diese leistungsorientierten Pläne setzen die Gruppe versicherungsmathematischen Risiken aus, insbesondere dem Zinsrisiko und dem Inflationsrisiko (aufgrund der Indexierung des Gehalts). Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche zum 31. Dezember 2024 2023 Pensionspläne Abfertigungen und sonstige Pläne Pensionspläne Abfertigungen und sonstige Pläne Kapitalmarktzinssatz 3,25%–4,50% 3,00%–7,00% 3,25%–5,00% 3,75%–6,25% Gehaltstrend 3,00%–5,50% 3,00%–5,50% 2,69%–5,00% 3,25%–4,00% Pensionstrend 1,75%–3,25% — 1,75%–3,50% — Die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung des Pensionsaufwands und der erwarteten leistungsorientierten Ansprüche werden als erheblich erachtet und in folgenden Bandbreiten einem Stresstest unterzogen. Die daraus resultierenden Steigerungen und Verringerungen im Vergleich zu den Verpflichtungen der leistungsorientierten Ansprüche sind in prozentualen und absoluten Veränderungen wie folgt: Sensitivitäten – prozentuale Veränderung 2024 Kapitalmarktzinssatz Gehaltstrend Pensionstrend +0,50% –0,50% +0,50% –0,50% +0,50% –0,50% Pensionspläne –5,05% 5,54% 1,72% –1,61% 3,67% –3,40% Abfertigungen und sonstige Pläne –3,68% 3,94% 3,29% –3,13% — — Sensitivitäten – absolute Veränderung In EUR Mio 2024 Kapitalmarktzinssatz Gehaltstrend Pensionstrend +0,50% –0,50% +0,50% –0,50% +0,50% –0,50% Pensionspläne –67 74 23 –21 49 –45 Abfertigungen und sonstige Pläne –5 5 5 –4 — — Durchschnittliche Laufzeiten und Laufzeitprofile leistungsorientierter Pläne zum 31. Dezember In EUR Mio 2024 Laufzeitprofile Durchschnittliche Laufzeiten (Duration) 1–5 Jahre 6–10 Jahre >10 Jahre in Jahren Pensionspläne 400 343 587 11 Abfertigungen und sonstige Pläne 72 51 35 8 Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember 2024 2023 Anlagekategorien Anteilswertpapiere 19% 17% Schuldverschreibungen 33% 33% Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen 2% 5% Versicherungsverträge 37% 36% Sonstige 9% 10% Gesamt 100% 100% 25 | Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen Bilanzierungsgrundsätze Rückstellungen werden für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist und die Höhe der Inanspruchnahme zuverlässig geschätzt werden kann. Einzelverpflichtungen werden mit jenem Betrag rückgestellt, der aufgrund einer bestmöglichen Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird, im Fall von langfristigen Verpflichtungen abgezinst auf den Barwert. Der Konzern bildet Rückstellungen für Rekultivierungs- und Umweltverpflichtungen. Im Zusammenhang mit den Kernaktivitäten des Konzerns entstehen regelmäßig Verpflichtungen zum Abbruch bzw. Rückbau von Anlagen sowie zur Bodensanierung. Diese Rekultivierungsverpflichtungen sind vor allem im Geschäftsbereich Energy (Öl- und Gassonden, obertägige Einrichtungen) und bei Tankstellen auf fremdem Grund von großer Bedeutung. Zum Zeitpunkt der Entstehung einer Verpflichtung wird für diese durch Passivierung des Barwerts der künftigen Rekultivierungsausgaben vollständig vorgesorgt. In gleicher Höhe wird ein Vermögenswert als Teil des Buchwerts des Anlagevermögens aktiviert. Die Berechnung der Verpflichtung beruht auf bestmöglichen Schätzungen. Die Aufzinsung der Rückstellungen führt zu einem Zinsaufwand und erhöht die Verpflichtung zu jedem Bilanzstichtag bis zum Anlagenrückbau. Für sonstige Umweltrisiken und -maßnahmen werden Rückstellungen gebildet, wenn diese Verpflichtungen wahrscheinlich sind und die Höhe der Verpflichtung vernünftig schätzbar ist. Rückstellungen für belastende Verträge werden für Verträge gebildet, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung höher sind als der erwartete Nutzen aus dem Vertragsverhältnis. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt mit dem niedrigeren Betrag aus den Kosten bei Vertragserfüllung und eventuellen Straf- oder Entschädigungszahlungen im Falle einer Nichterfüllung des Vertrages. Wesentliche Schätzungen und Annahmen: Rekultivierungs- und Rückstellungen für belastende Verträge Die wesentlichsten Verpflichtungen für Rekultivierungen bestehen im Konzern für die Versiegelung von Bohrlöchern, die Stilllegung von Anlagen und die Beseitigung und Entsorgung von Offshore-Anlagen. Die Durchführung eines Großteils dieser Tätigkeiten ist in ferner Zukunft geplant, während Technologien für die Rekultivierung, Kosten, Vorschriften und öffentliche Erwartungen sich laufend ändern. Schätzungen künftiger Wiederherstellungskosten basieren auf Berichten interner Fachleute oder der Partnerunternehmen sowie auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Änderungen in den erwarteten künftigen Kosten nach unten oder Verschiebungen in die Zukunft werden über eine Änderung der Rückstellung und des dazugehörigen Vermögenswerts berücksichtigt, sofern ein Buchwert in ausreichender Höhe vorliegt. Sonst wird die Rückstellung über das Ergebnis aufgelöst. Bei wesentlichen Erhöhungen wird eine Beurteilung der Werthaltigkeit des zugrundeliegenden Vermögenswerts erforderlich. Rückstellungen für Rekultivierungs- und Entsorgungsverpflichtungen erfordern die Schätzung von Abzinsungssätzen und Inflationsraten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung haben. Der Vorstand ist der Ansicht, dass die Einhaltung der gegenwärtigen Gesetze und Bestimmungen und der künftig strengeren Gesetze und Bestimmungen in absehbarer Zukunft keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Konzernergebnisse, -bilanz und -cashflows haben wird. OMV ging einige langfristige, nicht kündbare Verträge ein, die aufgrund von negativen Marktentwicklungen zu belastenden Verträgen wurden. Dies führte im Konzernabschluss zum Ansatz von Rückstellungen für belastende Verträge in Höhe der unvermeidbaren Kosten bei Erfüllung dieser Verträge. Die Schätzungen zur Berechnung der positiven Beiträge, die die Fixkosten teilweise decken, basieren auf externen Quellen und Erwartungen des Managements. Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen und sonstige Rückstellungen In EUR Mio Rekultivierungs-verpflichtungen Sonstige Rückstellungen Gesamt 1. Jänner 2024 4.148 1.200 5.347 Währungsumrechnungsdifferenzen –41 –3 –44 Konsolidierungskreisänderungen 0 1 1 Verbrauch –127 –725 –852 Auflösungen –210 –73 –283 Zuweisung 325 876 1.202 Umbuchungen –0 40 40 Umgliederung auf/von zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –2 11 9 31. Dezember 2024 4.093 1.327 5.420 davon kurzfristig zum 31. Dezember 2024 71 940 1.011 davon kurzfristig zum 1. Jänner 2024 69 777 846 Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen In EUR Mio Buchwert 1. Jänner 2024 4.148 Währungsumrechnungsdifferenzen –41 Neue Verpflichtungen 84 Erhöhung aus Parameteränderungen 48 Kürzung aus Parameteränderungen –210 Aufzinsung 193 Umgliederung auf/von zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten –2 Verbrauch, Abgänge und andere Änderungen –127 31. Dezember 2024 4.093 Die Kürzung aus Parameteränderungen war vor allem bedingt durch eine Erhöhung der realen Diskontierungssätze für RON und USD verglichen mit 2023. Wesentliche Annahmen zur Berechnung der Rekultivierungsverpflichtungen zum 31. Dezember1 2024 Abzinsungssatz Inflationsrate Realer Abzinsungssatz Eurozone (EUR) 2,25–2,50% 2,00% 0,25–0,50% Neuseeland (NZD) 3,75–5,25% 2,25% 1,50–3,00% Norwegen (NOK) 3,75% 2,00% 1,75% Rumänien (RON) 7,50% 3,25% 4,25% Vereinigte Staaten (USD) 4,50–4,75% 2,00% 2,50–2,75% 1 Basierend auf den Hauptwährungen der zugrundeliegenden Verpflichtungen. Mehrere Abzinsungssätze pro Währung entstehen durch unterschiedliche Laufzeiten. Ein Rückgang um 1 Prozentpunkt bei den realen Abzinsungssätzen, die für die Berechnung der Rekultivierungsrückstellungen angewandt werden, würde zu einer zusätzlichen Rückstellung von EUR 548 Mio führen; im umgekehrten Fall würde die Rückstellung um EUR 467 Mio fallen. Details zur geschätzten Fälligkeit und zu den Mittelabflüssen der Rekultivierungsverpflichtungen können der Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende entnommen werden. Die Rückstellung für Rekultivierungsverpflichtungen enthielt Verpflichtungen der OMV Petrom SA in Höhe von EUR 1.726 Mio (2023: EUR 1.786 Mio). Gemäß der Privatisierungsvereinbarung sollte ein Teil der Verpflichtung vom rumänischen Staat erstattet werden. Für weitere Informationen siehe Anhangangabe 20 – Finanzielle Vermögenswerte. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen In EUR Mio 2024 2023 Kurzfristig Langfristig Kurzfristig Langfristig Umweltschutzkosten 27 98 16 119 Belastende Verträge 43 158 64 194 Sonstige Personalrückstellungen 172 10 146 9 Emissionszertifikate 509 — 437 — Übrige sonstige Rückstellungen 189 120 114 100 Sonstige Rückstellungen 940 387 777 422 Zum 31. Dezember 2024 enthielten die Rückstellungen für Umweltschutzkosten eine Rückstellung für Bodensanierung im Zusammenhang mit der Raffinerie Arpechim in Rumänien in Höhe von EUR 51 Mio (2023: EUR 57 Mio). Rückstellungen für belastende Verträge beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen für abgeschlossene Transportkapazitäten der OMV Gas Marketing & Trading GmbH. Die Rückstellung für unkündbare Transportverpflichtungen der OMV Gas Marketing & Trading GmbH betrug 2024 EUR 199 Mio (2023: EUR 258 Mio). Der Rückgang der Rückstellung wurde hauptsächlich durch die Abschaffung der Gasspeicherumlage in Deutschland verursacht. Die Ermittlung der Rückstellung wurde als Differenz zwischen den Fixkosten der Nutzung der Kapazitäten und dem erwarteten Gewinn aus der Verwendung der Kapazitäten ermittelt. Der angewandte Diskontierungssatz betrug 2,25% (2023: 2,00%). Neben dem Diskontierungssatz sind die Schlüsselannahmen die erwarteten Preise der relevanten Gas Hubs. Diese Preise basieren auf den Forward-Preisen oder auf den Managementannahmen von zukünftigen Preisen. Die sonstigen Personalrückstellungen enthielten kurzfristige Personallösungskosten in Höhe von EUR 17 Mio (2023: EUR 14 Mio). Der Restbetrag bezog sich hauptsächlich auf Prämienrückstellungen. Rückstellungen für Emissionszertifikate stiegen im Jahr 2024 hauptsächlich aufgrund der Erhöhung des Fixpreises für Emissionszertifikate gemäß dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) in Deutschland. Für weitere Informationen zu den für den OMV Konzern geltenden Emissionshandelssystemen siehe Anhangangabe 3 – Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende. 26 | Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten In EUR Mio 2024 2023 Kurzfristig Langfristig Gesamt Kurzfristig Langfristig Gesamt Anleihen 850 5.720 6.570 540 5.534 6.073 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 353 717 1.070 427 1.043 1.470 Leasingverbindlichkeiten 233 1.534 1.767 181 1.404 1.585 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.723 — 3.723 3.955 — 3.955 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.047 238 1.284 1.424 316 1.740 Sonstige Verbindlichkeiten 1.507 92 1.600 1.613 102 1.715 Verbindlichkeiten 7.713 8.301 16.014 8.140 8.398 16.538 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bezogen sich überwiegend auf Bankkredite, enthielten aber auch Privatplatzierungen und andere Finanzierungsinstrumente. Leasingverbindlichkeiten stiegen hauptsächlich im Zusammenhang mit geleasten Schiffen in Finnland, Schweden und Rumänien sowie der Lagerinfrastruktur in Schweden. Weitere Details zu Leasingverträgen können der Anhangangabe 17 – Sachanlagen entnommen werden. Für nähere Details zu zahlungswirksamen und zahlungsunwirksamen Veränderungen in den Anleihen, sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten siehe Anhangangabe 27 – Konzern-Cashflow-Rechnung. Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen Bilanzierungsgrundsätze OMV hat Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen mit verschiedenen Finanzdienstleistern abgeschlossen. Der Konzern hat den Großteil der ursprünglichen Verbindlichkeiten, auf die sich die Vereinbarung bezieht, nicht ausgebucht, da weder eine rechtliche Befreiung erlangt wurde noch die ursprüngliche Verbindlichkeit bei Abschluss der Vereinbarung wesentlich verändert wurde und weist diese Verbindlichkeiten bis zur Zahlung weiterhin in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten aus. Aus OMV Sicht verlängern diese Vereinbarungen die Zahlungsfristen nicht wesentlich gegenüber den mit anderen Lieferanten üblicherweise vereinbarten Fristen, die nicht an den Programmen teilnehmen. Dem Bilanzausweis folgend sind Zahlungsflüsse Teil des Cashflow aus der Betriebstätigkeit. OMV nimmt an Supplier Finance Programmen teil, in deren Rahmen sich seine Lieferanten entscheiden können, eine vorzeitige Zahlung ihrer Rechnung von einer Bank zu erhalten, indem sie ihre Forderungen gegenüber dem Konzern an die Bank abtreten. Im Rahmen dieser Vereinbarung erklärt sich die Bank bereit, Beträge an einen am Programm teilnehmenden Lieferanten für die von OMV geschuldeten Rechnungsbeträge zu zahlen, und erhält den Ausgleich von OMV zu einem späteren Zeitpunkt. Der Hauptzweck dieser Programme ist die Erleichterung einer effizienten Zahlungsabwicklung und die Möglichkeit für die zustimmenden Lieferanten, ihre Forderungen gegenüber OMV vor deren Fälligkeit an eine Bank zu verkaufen. Aufgrund des Zugangs zu Lieferantenfinanzierungsfazilitäten bei mehreren Finanzdienstleistern besteht kein signifikantes Liquiditätsrisiko im Zusammenhang mit den Lieferantenfinanzierungsprogrammen. OMV hat Vereinbarungen mit mehr als einer Bank getroffen, wodurch die Konzentration des Liquiditätsrisikos verringert wird. Die folgende Tabelle stellt die Auswirkungen der Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen auf die Verbindlichkeiten des Konzerns 2024 dar (der Buchwert der Verbindlichkeiten im Rahmen der Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 102 Mio an Lieferverbindlichkeiten und EUR 23 Mio an sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten). Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten In EUR Mio 2024 Buchwert der Verbindlichkeiten im Rahmen von Lieferantenfinanzierungs- vereinbarungen davon bereits durch Finanzdienstleister beglichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66 50 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 24 18 Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten 90 68 Spanne der Zahlungsfristen Verbindlichkeiten, die Teil der Vereinbarung sind 20−180 Tage Vergleichbare Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10−90 Tage Anleihen Internationale Unternehmensanleihen In EUR Mio 2024 2023 Nominale Kupon Rückzahlung Buchwert zum 31. Dezember Buchwert zum 31. Dezember EUR 500.000.000 1,50% fix 09.04.2024 — 505 EUR 500.000.000 0,00% fix 03.07.2025 500 499 EUR 300.000.000 1,75% fix 10.12.2025 305 309 EUR 1.000.000.000 1,00% fix 14.12.2026 998 997 EUR 750.000.000 3,50% fix 27.09.2027 754 753 EUR 500.000.000 2,00% fix 09.04.2028 506 506 EUR 500.000.000 1,875% fix 04.12.2028 500 500 EUR 750.000.000 0,75% fix 16.06.2030 750 749 EUR 500.000.000 3,25% fix 04.09.2031 501 — EUR 750.000.000 2,375% fix 09.04.2032 759 759 EUR 500.000.000 1,00% fix 03.07.2034 497 497 EUR 500.000.000 3,75% fix 04.09.2036 500 — Internationale Unternehmensanleihen 6.570 6.073 Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2024 umfassten langfristige Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten Darlehensvereinbarungen in Höhe von EUR 510 Mio, die der Einhaltung festgelegter Finanzkennzahlen (Covenants) durch die OMV Gruppe unterlagen. Zum 31. Dezember 2024 und zum 31. Dezember 2023 erfüllte der OMV Konzern alle in den Kreditvereinbarungen festgelegten Finanzkennzahlen (Covenants) und verfügte über einen erheblichen Spielraum im Vergleich zu den in den Darlehensverträgen festgelegten Schwellenwerten. Anleihen und sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten In EUR Mio 2024 2023 Kurzfristige Kreditfinanzierungen 6 106 Kurzfristiger Teil langfristiger Finanzierungen 1.197 860 Gesamt kurzfristig 1.203 967 Fälligkeit langfristiger Finanzierungen 2024 — 860 2025 1.197 1.149 2026 1.188 1.189 2027 875 875 2028 1.156 1.158 2029 97 — 2030/2029 und folgende Jahre 3.121 2.205 Gesamt langfristig 7.634 7.436 Aufgliederung der Anleihen und sonstigen verzinslichen Finanzverbindlichkeiten In EUR Mio 2024 2023 Gewogener Durch- schnittszins- satz Gewogener Durch- schnittszins- satz Anleihen und sonstige langfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten1 Fixe Zinssätze EUR 7.353 1,80% 6.911 1,53% USD 240 4,19% 265 4,06% Gesamt 7.592 1,87% 7.176 1,63% Variable Zinssätze2 EUR 26 3,61% 45 4,85% USD 16 6,57% 183 6,64% Sonstige Währungen — — 32 0,45% Gesamt 42 4,68% 260 5,57% Sonstige kurzfristige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten EUR — — 52 — NOK — — 54 — Sonstige Währungen 6 4,08% — — Gesamt 6 4,08% 106 — 1 Inklusive kurzfristiger Teile langfristiger Finanzierungen 2 Zinssatz zum Jahresende Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten In EUR Mio Kurzfristig Langfristig Gesamt 2024 Verbindlichkeiten aus Derivaten 302 100 403 Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumente designierten Derivaten 44 16 60 Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 258 85 342 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 744 137 882 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.047 238 1.284 2023 Verbindlichkeiten aus Derivaten 386 150 536 Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumente designierten Derivaten 33 34 67 Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten 353 116 469 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.038 166 1.204 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.424 316 1.740 Die nachfolgende Tabelle fasst die Fristigkeitsstruktur der vertraglichen, nicht diskontierten Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten zusammen: Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse) In EUR Mio ≤1 Jahr 1 – 5 Jahre >5 Jahre Gesamt 2024 Anleihen 924 3.124 3.248 7.297 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 356 592 151 1.098 Leasingverbindlichkeiten 277 662 1.234 2.173 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.723 — — 3.723 Verbindlichkeiten aus Derivaten 315 102 — 417 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1 744 82 89 916 Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse) 6.339 4.562 4.722 15.623 2023 Anleihen 597 3.845 2.113 6.555 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 459 857 231 1.547 Leasingverbindlichkeiten 219 588 1.231 2.038 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.955 — — 3.955 Verbindlichkeiten aus Derivaten 393 157 — 550 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1 1.039 82 139 1.260 Finanzverbindlichkeiten (nicht diskontierte Mittelabflüsse) 6.662 5.529 3.713 15.904 1 Inkludiert den Buchwert finanzieller Garantien, die von Borealis an Bayport Polymers LLC gewährt wurden; für nähere Details zu den Garantien sowie deren maximalem Risiko siehe Anhangangabe 29 – Risikomanagement. Sonstige Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten In EUR Mio Kurzfristig Langfristig Gesamt 2024 Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 934 — 934 Fremde Vorauszahlungen 136 32 168 Vertragsverbindlichkeiten 201 53 253 Übrige sonstige Verbindlichkeiten 237 7 245 Sonstige Verbindlichkeiten 1.507 92 1.600 2023 Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.168 — 1.168 Fremde Vorauszahlungen 79 31 109 Vertragsverbindlichkeiten 165 66 231 Übrige sonstige Verbindlichkeiten 202 5 208 Sonstige Verbindlichkeiten 1.613 102 1.715 Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit war im Wesentlichen durch die Zahlung des Solidaritätsbeitrags auf raffiniertes Rohöl in Rumänien beeinflusst, der 2023 eingeführt wurde. Weitere Informationen befinden sich in Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen. Vertragsverbindlichkeiten In EUR Mio 2024 2023 1. Jänner 231 227 Realisierte Umsatzerlöse, die zu Jahresbeginn in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren –159 –140 Anstieg aufgrund von Zahlungseingängen, exklusive während der Periode als Umsatzerlöse realisierte Beträge 182 144 31. Dezember 253 231 Die Vertragsverbindlichkeiten beinhalteten hauptsächlich nicht rückzahlbare Vorauszahlungen der Entgelte aus langfristigen Lager- und Dienstleistungsverträgen seitens der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach, verkauften Gutscheine und erhaltenen Zahlungen für Kundenbindungsprogramme aus dem OMV Retail Geschäft. 27 | Konzern-Cashflow-Rechnung Bilanzierungsgrundsätze Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Bankguthaben und jederzeit verfügbare kurzfristige Veranlagungen mit geringem Verwertungsrisiko, welches dann gegeben ist, wenn die kurzfristige Verwertung mit einem vernachlässigbaren Kurs- und Zinsrisiko verbunden ist. Die Veranlagungen dürfen zum Anschaffungszeitpunkt eine maximale Laufzeit von drei Monaten aufweisen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente In EUR Mio 2024 2023 Kassenbestände und Bankguthaben 573 884 Kurzfristige Veranlagungen 5.610 6.126 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.182 7.011 Wesentliche unbare Effekte Die Zeile „Sonstige Änderungen“ der Konzern-Cashflow-Rechnung enthält verschiedene zahlungswirksame und zahlungsunwirksame Anpassungen, unter anderem Anpassungen für realisierte und unrealisierte Derivate sowie für nicht zahlungswirksame Bewertungsanpassungen von Vorräten und Forderungen. Des Weiteren enthielt diese Zeile in 2024 eine Zahlung von EUR 250 Mio für den Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl betreffend das Jahr 2023. Für weitere Details wird auf Anhangangabe 2 – Bilanzierungsgrundsätze, Ermessensentscheidungen und Schätzungen verwiesen. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit exklusive Net-Working-Capital-Positionen beinhaltete 2024 einen positiven Effekt von EUR 259 Mio aus dem Abschluss des Schiedsverfahrens mit Gazprom Export. Dieser positive Effekt resultierte nicht aus einer direkten Zahlung, sondern aus der Aufrechnung mit Verbindlichkeiten aus dem österreichischen Gasliefervertrag. Weitere Details sind Anhangangabe 8 – Sonstige betriebliche Erträge und Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen zu entnehmen. 2023 enthielt die Zeile „Sonstige Änderungen“ eine Anpassung für den Solidaritätsbeitrag auf raffiniertes Rohöl in Höhe von EUR 252 Mio für das Jahr 2023, welcher 2024 zahlbar war. Darüber hinaus beinhaltete diese Zeile den Abzug des Gewinns aus dem Verkauf des Tankstellen- und Großkundengeschäfts in Slowenien. 2024 und 2023 beinhalteten die nicht zahlungswirksamen Zugänge im Anlagevermögen im Wesentlichen neue Leasingverträge sowie die Neubewertung der Rekultivierungsverpflichtungen. Cashflow aus der Investitionstätigkeit Nähere Details zu zahlungswirksamen Effekten aus Veräußerungen von einbezogenen Unternehmen und Geschäftseinheiten befinden sich in Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2024 war positiv beeinflusst durch die Ausgabe von zwei Anleihen (zu je EUR 500 Mio), teilweise ausgeglichen durch die Rückzahlung einer Anleihe mit einer Nominale von EUR 500 Mio. Des Weiteren enthielt die Zeile „Rückzahlung Hybridanleihe“ die Rückzahlung einer Hybridanleihe mit einer Nominale von EUR 500 Mio. Für weitere Details wird auf Anhangangabe 22 – Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens verwiesen. Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten) In EUR Mio 2024 Anleihen Sonstige verzinsliche Finanzver- bindlichkeiten Leasing- verbind- lichkeiten Gesamt 1. Jänner 6.073 1.470 1.587 9.130 Zugänge langfristige Finanzierungen 990 — — 990 Rückzahlung langfristiger Finanzierungen –500 –307 –240 –1.047 Rückzahlung Hybridanleihe –500 — — –500 Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen — –113 — –113 Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit –10 –421 –240 –671 Währungsumrechnungsdifferenzen — 14 8 22 Konsolidierungskreisänderungen — 18 21 39 Umgliederung der Hybridanleihe vom Eigenkapital in finanzielle Verbindlichkeiten 510 — — 510 Differenz zwischen Zinsaufwendungen und gezahlten Zinsen 8 –13 2 –3 Sonstige Änderungen — — 3901 390 Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen 519 20 420 959 Kuponzahlung der Hybridanleihe vor Umgliederung aus dem Eigenkapital 2 –112 — — –11 31. Dezember 6.570 1.070 1.767 9.407 1 Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen 2 In der Cashflow-Rechnung in der Zeile „Dividendenzahlungen an Anteilseigner des Mutterunternehmens (inkl. Hybridkupons)“ ausgewiesen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (inkl. zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten) In EUR Mio 2023 Anleihen Sonstige verzinsliche Finanzver- bindlich- keiten Leasing- verbind- lichkeiten Gesamt 1. Jänner 7.320 1.487 1.524 10.331 Rückzahlung langfristiger Finanzierungen –1.250 –44 –184 –1.477 Verminderung (–)/Erhöhung (+) von kurzfristigen Finanzierungen — 40 — 40 Summe Mittelflüsse aus der Finanzierungstätigkeit –1.250 –3 –184 –1.437 Währungsumrechnungsdifferenzen — –22 –4 –25 Konsolidierungskreisänderungen — 24 –23 1 Differenz zwischen Zinsaufwendungen und gezahlten Zinsen 3 –15 1 –11 Sonstige Änderungen — — 2721 272 Summe nicht zahlungswirksamer Änderungen 3 –14 247 236 31. Dezember 6.073 1.470 1.587 9.130 1 Hauptsächlich resultierend aus neuen Leasingvereinbarungen Der Mittelabfluss in Verbindung mit Leasingverbindlichkeiten betrug in Summe EUR 283 Mio (2023: EUR 218 Mio). Am 31. Dezember 2024 betrugen die nicht in Anspruch genommenen, zugesagten Kreditlinien, die für künftige Aktivitäten verwendet werden können, EUR 4.173 Mio (31. Dezember 2023: EUR 5.310 Mio). Finanzierungszusagen an nahestehende Unternehmen und Personen werden in Anhangangabe 35 – Nahestehende Unternehmen und Personen – beschrieben. 28 | Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen Das OMV Management vertritt den Standpunkt, dass für jene Rechtsstreitigkeiten, die nicht durch Rückstellungen oder Versicherungen gedeckt sind, keine gegenwärtige Verpflichtung besteht und/oder der Abfluss von Ressourcen unwahrscheinlich ist und/oder diese keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage haben werden. OMV ging im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten des Konzerns und genehmigter Kreditrahmen bei Banken Garantien ohne zusätzliche Barsicherheiten ein. Es ist unwahrscheinlich, dass daraus wesentliche Verluste entstehen. Weitere Informationen zu finanziellen Garantien können der Anhangangabe 29 – Risikomanagement entnommen werden. Zum 31. Dezember 2024 war im Zusammenhang mit lokalen Auftragnehmern in einer der Tochtergesellschaften ein Verfahren gegen OMV anhängig. Der OMV Anteil am geforderten Betrag beläuft sich auf etwa USD 300 Mio. Das Management geht derzeit nicht davon aus, dass einer der mutmaßlichen Sachverhalte einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- oder Ertragslage haben wird. Diese Einschätzung basiert auf Annahmen, die vom Management als angemessen erachtet werden, einschließlich solcher über zukünftige Ereignisse und Ungewissheiten. Der Ausgang dieser Angelegenheiten ist letztlich ungewiss, so dass unvorhergesehene Ereignisse und Umstände eintreten könnten, die OMV dazu veranlassen könnten, diese Annahmen zu ändern, und zu einer wesentlichen nachteiligen Auswirkung auf die Finanzlage in der Zukunft führen könnten. Der russische Einmarsch in die Ukraine und die darauffolgenden Sanktionen führten zu Unterbrechungen der Gaslieferungen in Österreich, was für den OMV Konzern aufgrund hoher Erdgaspreise und Volatilität zu erheblichen betrieblichen Verlusten führte. Im Jänner 2023 leitete OMV ein Schiedsverfahren bei der Stockholmer Handelskammer (SCC) gemäß dem österreichischen Liefervertrag ein, um Schadenersatz von Gazprom Export LLC (GPE) wegen unvorhersehbarer Lieferungen im Rahmen des bis 2040 laufenden österreichischen Vertrags zu fordern. Nach einer einseitigen vollständigen Lieferunterbrechung durch GPE am 16. November 2024 kündigte OMV den österreichischen Vertrag am 11. Dezember 2024 mit sofortiger Wirkung. Am 23. Dezember 2024 erklärte OMV eine teilweise Aufrechnung ihrer offenen Schadenersatzansprüche in Höhe von EUR 48 Mio gegen Verbindlichkeiten aus dem österreichischen Gasliefervertrag. Da das SCC-Schiedsverfahren jedoch zum 31. Dezember 2024 noch andauerte, berücksichtigte OMV den Gewinn dieser Aufrechnung nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern als Eventualforderung im Jahr 2024. Für nähere Details siehe Anhangangabe 37 – Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. 29 | Risikomanagement Kapitalrisiko Die OMV Finanzsteuerungsstrategie basiert auf den Prinzipien der operativen Effizienz, Kapitaleffizienz, Finanzierungseffizienz und des nachhaltigen Portfoliomanagements. Mit dem Fokus auf die Stärkung der OMV Bilanz, das Erzielen eines positiven freien Cashflows und die Verbesserung der Ertragskraft ist die Finanzsteuerungsstrategie die Basis für eine nachhaltige, risikobewusste und zukunftsorientierte Wertsteigerung für OMV und seine Stakeholder. OMV steuert die Kapitalstruktur zur Sicherung der Kapitalbasis, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und des Kapitalmarkts zu bewahren und, um eine nachhaltige finanzielle Basis für die zukünftige operative Entwicklung des Konzerns zu schaffen. Die OMV Finanzierungsstrategie legt den Fokus auf den Cashflow und die finanzielle Stabilität. Hauptziele sind das Erreichen eines positiven freien Cashflows nach Dividenden sowie ein starkes Investment Grade Rating auf Basis einer gesunden Bilanz und eines langfristigen Leverage-Grads von unter 30%. Kapitalmanagement – wichtige Leistungskennzahlen In EUR Mio (wenn nichts anderes angegeben) 2024 2023 Anleihen 6.570 6.073 Leasingverbindlichkeiten 1.767 1.587 Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.070 1.470 Schulden 9.407 9.130 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.182 7.011 Nettoverschuldung1 3.225 2.120 Eigenkapital 24.617 25.369 Leverage-Grad2 in % 12 8 1 Inklusive Positionen, die auf „zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten“ umgegliedert wurden 2 Der Leverage-Grad ist definiert als (Nettoverschuldung inklusive Leasing)/(Eigenkapital + Nettoverschuldung inklusive Leasing) Liquiditätsrisiko Zur Beurteilung des Liquiditätsrisikos werden konzernweit die jährlich budgetierten operativen und finanziellen Zahlungsströme des Konzerns auf Monatsbasis beobachtet und analysiert. In der Folge erstellt der Konzern jeden Monat eine Prognose zur Entwicklung der Nettoliquidität, die den zum Monatsende bestehenden Geldanlagen und Finanzierungen und deren geplante Abreifung sowie bestehenden Liquiditätsreserven gegenübergestellt wird. Diese Analyse stellt die Basis für Finanzierungsentscheidungen und Kapitalanlagen dar. Um die Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität des OMV Konzerns stets sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von zugesagten Kreditlinien und kurzfristigen, nicht zugesagten Geldmarktaufnahmen gehalten. Zum 31. Dezember 2024 betrug die durchschnittlich gewichtete Laufzeit des Schuldenportfolios (exklusive Leasingverbindlichkeiten) des Konzerns 4,5 Jahre (31. Dezember 2023: 4,3 Jahre). Das operative Liquiditätsmanagement des OMV Konzerns erfolgt hauptsächlich über Cash-Pooling-Systeme, die einen optimalen Nutzen bestehender liquider Mittel und Liquiditätsreserven zum Vorteil jedes einzelnen Mitglieds des Cash-Pooling Systems und der Gruppe als Ganzes, ermöglichen. Eine hohe Volatilität der Rohstoffpreise kann potenziell zu Spitzen im Liquiditätsbedarf führen, um Margin Calls für börsengehandelte Aktivitäten kurzfristig zu erfüllen. Um das Risiko von Margin Calls und das damit verbundene Liquiditätsrisiko des OMV Konzerns zu überwachen und aktiv zu steuern, bleiben die im Jahr 2023 umgesetzten zielgerichteten Maßnahmen in Kraft. Die Konzern-Handelsgesellschaften sind verpflichtet, regelmäßig Stresstests durchzuführen. Sie sollen die Auswirkungen vorab festgelegter, extremer Rohstoffpreise auf das Kreditrisiko und die Margen-Anforderungen bewerten. Zusätzlich werden bei neuen Transaktionen außerbörsliche Transaktionen (Over-the-Counter Geschäfte) gegenüber börsengehandelten Instrumenten bevorzugt. Detaillierte Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten des OMV Konzerns enthält Anhangangabe 26 – Verbindlichkeiten. Finanzielle Garantieverträge Die Borealis AG hat eine ausstehende Garantie, die sie für die Finanzierung der Borouge 4 LLC im Rahmen der Vereinbarung mit der italienischen Exportkreditagentur bereitgestellt hat. Darüber hinaus vergaben Borealis und ihr Joint-Venture Partner TotalEnergies eine Garantie für eine revolvierende Kreditfazilität, die von Bayport Polymers LLC (Baystar) als Liquiditätsinstrument zur Ausübung ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt wird. Im Jahr 2022 zahlte Bayport Polymers LLC ihr Darlehen teilweise an den Konzern zurück. Die Rückzahlung wurde durch die Ausgabe von Senior-Notes-Tranchen in Höhe von EUR 337 Mio und EUR 289 ermöglicht, die 2027 bzw. 2032 fällig werden. Diese Senior Notes, insgesamt EUR 626 Mio, sind vollständig von der Borealis AG garantiert. Darüber hinaus gewährte Borealis im Jahr 2022 eine Garantie der Muttergesellschaft für das Leasing von Eisenbahnwaggons. Für nähere Details siehe Kapitel „Kreditrisikomanagement“. Marktrisiko Bilanzierungsgrundsätze Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Marktrisiken aus der Veränderung von Wechselkursen, Warenpreisen und Zinssätzen als auch zu Handelszwecken eingesetzt. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Erfassung unrealisierter Gewinne und Verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer Hedge Accounting gemäß IFRS 9 wird angewandt. Derivate, die die Voraussetzungen für die Verbuchung als Sicherungsgeschäft erfüllen und als solches designiert wurden, werden klassifiziert als 1) Fair-Value-Hedge, wenn das Risiko einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines verbuchten Vermögenswerts oder einer verbuchten Verbindlichkeit abgesichert wird, 2) Cashflow-Hedge, wenn das Risiko von Schwankungen der Cashflows, das sich aus einem speziellen, mit einer erfassten Forderung oder Verbindlichkeit oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko ergibt, abgesichert wird, oder 3) Net-Investment-Hedge, wenn das Währungsrisiko einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb abgesichert wird. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte im sonstigen Ergebnis erfasst, der ineffektive Teil hingegen wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Führt die Cashflow-Absicherung zum Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit, wird der Buchwert dieser Position um die kumulierten Gewinne oder Verluste, die im sonstigen Ergebnis abgegrenzt wurden, angepasst. Die Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb wird in ähnlicher Weise wie Cashflow-Hedges bilanziert. Der Teil des Gewinns oder Verlusts aus dem Sicherungsinstrument, der als wirksame Absicherung ermittelt wird, wird im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Rücklage aus Währungsdifferenzen kumuliert. Gewinne und Verluste aus dem ineffektiven Teil werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Bei Veräußerung des ausländischen Geschäftsbetriebs werden die Gewinne und Verluste, die im Eigenkapital kumuliert wurden, in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Verträge über den Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Posten, die durch einen Nettoausgleich in bar oder anderen Finanzinstrumenten erfüllt werden können, werden als Finanzinstrumente behandelt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Damit verbundene Gewinne oder Verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Werden solche Verträge jedoch für den Empfang oder die Lieferung nicht-finanzieller Gegenstände gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Konzerns geschlossen und weiter gehalten, werden sie als schwebende Geschäfte bilanziert. OMV hat mehrere langfristige Strombezugsverträge für den Eigenbedarf abgeschlossen und hält diese weiterhin zu diesem Zweck. Sie werden daher als schwebende Geschäfte bilanziert. Wesentliche Ermessensentscheidung: Klassifizierung von Verträgen über den Kauf oder Verkauf von Erdgas als „Eigenverbrauchsverträge“ (own use) Die Klassifizierung von Verträgen über den Kauf oder Verkauf von Erdgas als Eigenverbrauchsverträge, die nicht unter den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, erfordert erhebliches Ermessen. OMV analysiert systematisch die Gasliefer- und -verkaufsverträge, ob sie die Bedingungen für die Anwendung der Eigenbedarfsausnahme (Own Use Exemption) erfüllen. Verträge werden als Eigenverbrauchsverträge klassifiziert, wenn nachgewiesen werden kann, dass sie zum Zweck der physischen Lieferung oder des physischen Empfangs des Erdgases gemäß den erwarteten Kauf-, Verkaufs- oder Nutzungsanforderungen des Konzerns abgeschlossen und weiterhin gehalten werden und dass der Konzern keine Praxis hat, ähnliche Verträge auf Nettobasis abzurechnen. Darüber hinaus umfasst diese Analyse den Nachweis, dass die Eigenverbrauchsverträge keine schriftlichen Optionen wie Volumenflexibilitäten enthalten, die über die Bedürfnisse des gewöhnlichen Geschäfts hinausgehen und daher finanzielle Optionen gemäß IFRS 9 darstellen. Nur Verträge, die diese Kriterien erfüllen, werden als Eigenverbrauchsverträge außerhalb des Anwendungsbereichs von IFRS 9 behandelt und als schwebende Geschäfte bilanziert. Zum Zweck der Minderung von Marktpreisrisiken schließt der Konzern derivative Finanzinstrumente wie OTC-Swaps, Optionen, Futures und Forwards ab. Swaps erfordern beim Vertragsabschluss kein initiales Investment. Der Zahlungsausgleich erfolgt in der Regel zum Quartals- bzw. Monatsende. Die Prämien für gekaufte Optionen sind bei Vertragsabschluss zu bezahlen. Bei Ausübung der Option erfolgt die Auszahlung der Differenz zwischen dem Basispreis und dem durchschnittlichen Marktpreis der Periode am Ende der Vertragslaufzeit. Das Risikomanagement von Rohstoffpreisen umfasst die Analyse, Bewertung, Berichterstattung und Absicherung von Marktpreisrisiken, die aus Handels- und Nicht-Handelsaktivitäten entstehen. Dies umfasst die Bereiche Produktion (Öl-, Gas-, Strom- und Rohstoffpreise), Raffinerie- (Raffineriemarge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert), Öl- und Gasverkaufsaktivitäten (Verkaufsmarge, Lagerbestände bis zu einem vordefinierten Schwellenwert) ebenso wie die Stromerzeugung (Spark Spreads) und Aktivitäten im Eigenhandel. Um Marktzugang zu Öl-, Strom- sowie Gasmärkten zu bekommen, wird im begrenzten Ausmaß auch Eigenhandel bis zu einem festgelegten Schwellenwert betrieben. Sicherungsgeschäfte werden in der Regel in jenen Gesellschaften abgeschlossen, in denen das zugrundeliegende Risiko besteht. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann der Konzern ein Sicherungsgeschäft nach IFRS 9 bilanzieren (Hedge Accounting), um kompensatorische Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit dem zugrundeliegenden Grundgeschäft gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Derivate werden großteils zu wirtschaftlichen Absicherungszwecken abgeschlossen und nicht als spekulative Investitionen. Wenn Derivate nicht als Sicherungsinstrument designiert werden (d.h. keine Bilanzierung von Sicherungsgeschäften), werden diese zu Rechnungslegungszwecken ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die nachfolgenden Tabellen stellen die beizulegenden Zeitwerte sowie Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente dar. Der Nominalbetrag ist brutto erfasst, stellt den Wert des dem Derivat zugrundeliegenden Vermögenswerts, Referenzsatzes oder Index dar und ist die Basis für die Messung der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Derivate. Die Nominalwerte geben das Volumen der am Jahresende ausstehenden Transaktionen an und lassen weder auf Markt- noch auf Kreditrisiko schließen. Nominal- und beizulegende Zeitwerte offener derivativer Finanzinstrumente In EUR Mio 2024 2023 Nominale Beizule- gender Zeitwert Vermögens- werte Beizule- gender Zeitwer Verbindlich- keiten Nominale Beizule- gender Zeitwert Vermögens- werte Beizule- gender Zeitwer Verbindlich- keiten Rohstoffpreisrisiko Öl inkl. Öl-Produkte 1.609 21 –1 1.120 27 –8 Gas 15 — –1 31 — — Strom 393 16 –48 411 13 –59 Rohstoffabsicherungen (in einer Sicherungsbeziehung designiert)1 2.017 38 –50 1.562 39 –67 Öl inkl. Öl-Produkte 11.232 2 –24 10.614 2 –40 Gas 17.450 133 –231 16.104 714 –386 Strom 1.058 86 –68 262 47 –29 Sonstige2 176 44 –7 190 98 –3 Rohstoffabsicherungen 29.915 265 –330 27.171 861 –458 Fremdwährungsrisiko USD 180 0 –10 159 3 –0 SEK 138 1 –1 123 7 — Fremdwährungsabsicherungen (in einer Sicherungsbeziehung designiert)1 317 1 –11 282 10 –0 USD 1.471 1 –10 702 5 –11 NOK 800 2 –3 817 23 –0 SEK 14 0 — 35 0 –0 Sonstige 80 0 –0 153 1 –0 Fremdwährungsabsicherungen 2.366 3 –13 1.707 29 –11 Zinsrisiko Zinsabsicherungen (in einer Sicherungsbeziehung designiert)1 — — — 100 3 — 1 Inklusive dem in einer Sicherungsbeziehung designierten, ineffektiven Teil der Sicherungsgeschäfte 2 Enthält Derivate für europäische Emissionszertifikate Die in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellte Hedging-Rücklage bezieht sich auf folgende Absicherungsinstrumente: Cashflow hedging – Auswirkung von Hedge Accounting In EUR Mio Planbe- schaffung Planumsätze Fremd- währungs- absicherung, Verkaufspreis für Ver- äußerungen Fremd- währungsab- sicherungen Zinsab- sicherungen Gesamt Davon Absicherungs- kosten Hedge Rücklage Rohstoff-Preisrisiko Fremdwährungs- risiko Zinsrisiko 2024 Cashflow-Hedge-Rücklage zum 1. Jänner (netto nach Steuern) –21 9 — 7 2 –2 — Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne (+)/Verluste (–) –26 –15 –21 –17 0 –79 –7 Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung 44 14 21 –2 –3 74 7 Umgliederung in die Bilanz –3 — — — — –3 — Steuereffekte –4 0 — 5 1 2 — Cashflow-Hedge-Rücklage zum 31. Dezember (netto nach Steuern) –9 8 — –7 — –8 — 2023 Cashflow-Hedge-Rücklage zum 1. Jänner (netto nach Steuern) 245 8 — 3 7 264 — Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne (+)/Verluste (–) –326 –24 — 5 –2 –347 — Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung –62 24 — 1 –4 –40 — Umgliederung in die Bilanz 42 — — — — 42 — Steuereffekte 80 –0 — –1 1 80 — Cashflow-Hedge-Rücklage zum 31. Dezember (netto nach Steuern) –21 9 — 7 2 –2 — Rücklage unrealisierter Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Absicherung einer Nettoinvestition1 In EUR Mio Fremdwährungsrisiko 2024 2023 Rücklage zum 1. Jänner (netto nach Steuern) –9 –13 Bewertung der USD Darlehen –5 6 Steuereffekte 1 –1 Rücklage zum 31. Dezember (netto nach Steuern) –13 –9 1 Enthalten in Währungsumrechnungsdifferenzen innerhalb des sonstigen Ergebnisses Zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023 hielt der Konzern folgende Positionen, die in einer Fair Value Sicherungsbeziehung designiert wurden: Auswirkung von Fair Value Hedge Accounting auf die Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz in EUR Mio Grundgeschäft Buchwert der Verbindlichkeit Kumulative Fair-Value- Hedge-Bewertung, die im Buchwert des Grundgeschäfts enthalten ist In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste effektive Perioden- gewinne (+)/verluste(–) Bilanzposition 2024 Nicht-finanzielle Verbindlichkeit 40 –7 1 Sonstige Verbindlichkeiten 2023 Nicht-finanzielle Verbindlichkeit 28 –8 1 Sonstige Verbindlichkeiten Zum 31. Dezember 2024 und 31. Dezember 2023 hielt der Konzern folgende Cashflow- und Fair Value Hedges sowie Absicherungen einer Nettoinvestition. Die folgende Tabelle zeigt das Fälligkeitsprofil der Nominalwerte der Absicherungsinstrumente: Auswirkung von Hedge Accounting auf die Bilanz In EUR Mio Planbe- schaffung Plan- umsätze Ausgewie- sene Ver- bindlich- keit Absiche- rung von Netto- investi- tionen Fremd- währungs- absiche- rungen Zins- absiche- rungen Rohstoff-Preisrisiko Fremdwährungsrisiko Zins- risiko Gesamt 2024 Nominalwert 1.976 — 41 68 317 — 2.403 Bis zum einem Jahr 1.427 — 41 29 317 — 1.814 Länger als ein Jahr 549 — — 39 — — 588 Beizulegender Zeitwert – Vermögenswerte 37 0 n.a. 1 — 39 Beizulegender Zeitwert – Verbindlichkeiten 49 1 n.a. 11 — 60 2023 Nominalwert 1.447 85 29 109 282 100 2.052 Bis zum einem Jahr 1.251 85 29 44 282 100 1.792 Länger als ein Jahr 196 — — 64 — — 260 Beizulegender Zeitwert – Vermögenswerte 39 — n.a. 10 3 52 Beizulegender Zeitwert – Verbindlichkeiten 66 1 n.a. 0 — 67 Die in der vorgehenden Tabelle dargestellten aktiven und passiven beizulegenden Zeitwerte sind in den Posten „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“ und „Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten“ in der OMV Konzernbilanz ausgewiesen. Rohstoffpreisrisiko Europäische Emissionszertifikate Alle Geschäftsbereiche des OMV Konzerns sind Preisschwankungen für Treibhausgasemissionen (GHG-Emissionen) im Rahmen des EU-Emissionshandelssystems (ETS) ausgesetzt. Käufe von europäischen Emissionszertifikaten werden immer fristgerecht durchgeführt, und es ist die höchste Priorität von OMV, alle gesetzlichen Verpflichtungen aus dem ETS zu erfüllen. OMV überwacht Preisrisiken aus Emissionsrechten und steuert diese durch bilateral auf dem Sekundärmarkt gehandelte derivative Instrumente (Forwards – sogenannte Over-the-Counter- oder OTC-Geschäfte). Strompreise Die OMV Geschäftsbereiche sind Strompreisschwankungen ausgesetzt und überwachen daher die damit verbundenen Preisrisiken engmaschig. Die OMV Geschäftsbereiche sichern Teile ihrer erwarteten Stromzukäufe mittels derivativer Instrumente und langfristiger Stromliefer- und Strombezugsverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) ab, um die Auswirkungen von potenziell extremen Marktpreisbewegungen zu reduzieren. Chemicals Für die petrochemische Produktion werden Teile der geplanten Cracker Rohstoff-Beschaffung sowie Produktverkäufe mittels Swaps auf raffinierte Erdölerzeugnisse abgesichert. Für diese Derivate wird Cashflow-Hedge Accounting angewandt, mit Ausnahme von Derivaten zur Begrenzung von Preisrisiken von Vorräten, die zum unmittelbaren Verbrauch zur Verfügung stehen. Derivatkontrakte, die nicht als Cashflow Hedges designiert werden, werden zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet. Borealis sichert seine prognostizierten Stromeinkäufe mit Stromswaps ab. Für diese Derivate wird Cashflow-Hedge Accounting angewandt. Fuels & Feedstock Fuels & Feedstock ist Marktpreisrisiken ausgesetzt, die aus Handels- und Nicht-Handelsaktivitäten entstehen. Dazu gehören Produktions-, Raffinerie- sowie Verkaufsaktivitäten in Bezug auf Öl, Ölprodukte, ebenso wie begrenzte Aktivitäten im Eigenhandel mit dem Ziel, für Öl- und Ölprodukte einen Marktzugang zu schaffen. In Fuels & Feedstock werden Derivate sowohl für die Ergebnisabsicherung selektiver Produktverkäufe als auch zur Reduktion des Preisrisikos aus den volatilen Vorratsbeständen verwendet. Eingesetzt werden Rohöl- und Produktswaps, welche die Raffineriemarge (Crack-Spread), die Preisdifferenz zwischen Rohöl und den erzeugten Bulk-Produkten, absichern sollen. Darüber hinaus werden börsengehandelte Öl-Futures wie auch OTC-Kontrakte (Contracts for Difference und Swaps) zur Absicherung von kurzfristigen Einkaufs- wie Verkaufspreisrisiken eingesetzt. Energy Operatives Rohstoffpreisrisikomanagement in Energy umfasst die Absicherung der Marktpreisrisiken aus Nichthandels- und Handelsaktivitäten des Gasverkaufs (Absicherung des Preisrisikos bei Bestandsschwankungen und den unterschiedlichen Einkaufs- und Verkaufsbedingungen) sowie begrenzte Eigenhandelspositionen zum Zwecke der Schaffung eines Marktzugangs innerhalb der Gasmärkte. Diese derivativen Finanzinstrumente wurden nicht als Sicherungsgeschäfte bilanziert. Hedge Accounting von Rohstoffabsicherungen in Chemicals und Fuels & Feedstock In den Geschäftsbereichen Chemicals und Fuels & Feedstock ist OMV insbesondere schwankenden Raffineriemargen und Bestandsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu reduzieren, werden entsprechende Rohstoffabsicherungskontrakte getätigt, für die Hedge Accounting angewendet werden kann. Wenn Hedge-Accounting angewendet wird, wird für die Absicherung erwarteter Beschaffungen und für die Absicherung ausgewiesener Verbindlichkeiten die erfasste Ineffektivität im Posten „Zukäufe (inklusive Bestandsveränderungen)“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die erfasste Ineffektivität und die Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung von Planumsätzen, bei denen die Risikokomponente eines nicht-finanziellen Postens als Grundgeschäft in einer Sicherungsbeziehung designiert wurde, sind im Posten „Umsatzerlöse“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Im Geschäftsbereich Chemicals wird Cashflow-Hedge-Accounting für erwartete Zukäufe von Strom und Erdgas angewendet, zusätzlich zu Sicherungsgeschäften der Planbeschaffung und Planumsätze von Cracker-Produkten die in einer Cashflow-Hedge-Beziehung designiert sind. Im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock wird Bestands-Hedging dazu eingesetzt, das Marktpreisrisiko zu verringern, sobald die tatsächlichen bepreisten Bestände von den Zielwerten abweichen. Die geplanten Verkäufe von Ölprodukten und Zukäufe von Rohöl sowie Ölprodukten stellen in solchen Fällen das abgesicherte Grundgeschäft dar. Im Allgemeinen stellt Rohöl die wesentlichste Risikokomponente der Bestandspreise dar, allerdings werden in vereinzelten Fällen auch Ölprodukte für die Absicherung von Beständen eingesetzt. In solchen Fällen werden Platts/Argus Produktnotierungen als Risikokomponente definiert. Die Sicherungsbeziehungen werden mit einer Absicherungsquote von 1:1 aufgebaut, wobei die zugrundeliegenden Rohstoff-Derivate den abgesicherten Risiken entsprechen. Ineffektivität von Sicherungsgeschäften kann im Falle von unterschiedlichen Zeitpunkten zwischen Absicherungsinstrument und Lieferung vom Grundgeschäft entstehen. Zum 31. Dezember 2024 bestand keine aktive Sicherungsbeziehung für Bestands-Hedging. Im Falle der Absicherung der Raffineriemargen können Rohöl und daraus gewonnene Erzeugnisse allgemein separat behandelt werden, um zukünftige Margen abzusichern. Die Mandate sind im Rahmen des Jahresplans für Hedging-Aktivitäten dokumentiert und freigegeben. Zum 31. Dezember 2024 bestand keine aktive Sicherungsbeziehung für Raffineriemargenabsicherungen. Darüber hinaus wurden sowohl im Jahr 2024 als auch 2023 physische Produkttauschgeschäfte für Ölprodukte zwischen dem OMV Konzern und der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland abgeschlossen. Um das Risiko von Marktpreisschwankungen zwischen Entnahme und Rückgabe von Produkten zu reduzieren, wurden derivative Swap-Geschäfte (Sell Fix, Buy Floating zum Zeitpunkt der Entnahme und Buy Fix, Sell Floating zum Zeitpunkt der Rückgabe) abgeschlossen und in einer Fair Value Hedge Sicherungsbeziehung (Absicherung einer ausgewiesenen Verbindlichkeit) designiert. Risikomanagement im Fremdwährungsbereich OMV ist in einer Vielzahl von Ländern und unterschiedlichen Währungsräumen tätig. Daher müssen branchenspezifische Transaktions- und entsprechende Umrechnungsrisiken genau analysiert werden. Die größte Risikoposition stellt der USD dar, und zwar aufgrund der jeweiligen Veränderung des USD im Verhältnis zum EUR sowie zu anderen Hauptwährungen des OMV Konzerns (RON, NOK, NZD und SEK). Veränderungen dieser Währungen im Verhältnis zum EUR spielen auch eine wichtige Rolle in der Risikobetrachtung. Andere Währungen haben nur geringen Einfluss auf den Cashflow und das operative Ergebnis. Das Transaktionsrisiko der Fremdwährungszahlungsströme wird laufend beobachtet. Mindestens halbjährlich wird die Long- und Short-Nettoposition des Konzerns und deren Sensitivität für den Konzern berechnet. Diese Analyse stellt die Basis für das Risikomanagement des Transaktionsrisikos bei Währungen dar. Als Produzent von hauptsächlich in USD gehandelten Rohstoffen weist der OMV Konzern eine wirtschaftliche USD-Long-Position auf. FX Optionen, Forwards und Swaps können hauptsächlich zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken von offenen Forderungen oder Verbindlichkeiten verwendet werden. Der beizulegende Zeitwert dieser Instrumente entwickelt sich bei einer Veränderung der zugrundeliegenden Wechselkurse genau gegenläufig zur Veränderung der Forderung oder Verbindlichkeit. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann der Konzern Hedge Accounting nach IFRS 9 anwenden, um kompensatorische Effekte aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments mit dem zugrundeliegenden Grundgeschäft gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Bestimmte Sicherungsgeschäfte für geplante Fremdwährungspositionen sind als Cashflow-Hedges designiert und werden zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet. Das Umrechnungsrisiko auf Konzernebene wird ebenfalls laufend beobachtet und die daraus resultierende Risikoposition bewertet. Als Umrechnungsrisiko wird jenes Risiko bezeichnet, das aufgrund der Konsolidierung von Tochtergesellschaften, assoziierten Unternehmen und Joint Ventures entsteht, die in einer anderen funktionalen Währung als dem EUR bilanzieren. Die größten Risikopositionen stellen dabei Veränderungen auf RON, USD, NOK und SEK lautende Nettovermögenswerte im Verhältnis zum EUR dar. Währungsumrechnungsdifferenzen aus diesen Nettoinvestitionen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Borealis hat einen Teil seiner Investitionen in ein Gemeinschaftsunternehmen mit USD als funktionaler Währung mittels externer USD-Kredite abgesichert, die als Sicherungsgeschäfte für die Nettoinvestitionen des Konzerns in einen ausländischen Betrieb designiert sind. Das abgesicherte Risiko in einem Sicherungsgeschäft zur Absicherung einer Nettoinvestition ist das Risiko einer Abwertung des USD gegenüber dem EUR, was zu einer Verringerung des Buchwerts der Nettoinvestition in das Gemeinschaftsunternehmen in USD führt. Der EUR/USD-Effekt auf die Bewertung der Kredite wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Um die Wirksamkeit des Sicherungsgeschäftes zu beurteilen, legt der Konzern die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft fest, indem die Buchwertänderungen des Kredits, die auf eine Änderung des Kassakurses zurückzuführen sind, mit den Änderungen des Buchwerts der Nettoinvestition in einen ausländischen Betrieb auf Grund von Kassakursschwankungen verglichen werden (Dollar-Offset-Methode). Die Konzernstrategie sieht vor, Absicherungen der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe maximal in Höhe des Kreditbetrages abzuschließen. Zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument besteht ein wirtschaftlicher Zusammenhang, da die Nettoinvestition ein Umrechnungsrisiko birgt, das dem Fremdwährungsrisiko aus dem USD-Kredit gleichgesetzt ist. Der Konzern hat eine Sicherungsquote von 1:1 festgelegt, da das dem Sicherungsinstrument zugrundeliegende Risiko dem abgesicherten Risiko entspricht. Zinsmanagement Das OMV Schuldenportfolio ist zum 31. Dezember 2024 nur in begrenztem Ausmaß Zinsveränderungen ausgesetzt, da beinahe alle Verbindlichkeiten festverzinslich sind. Zukünftige Finanzierungsaktivitäten werden den dann vorherrschenden Marktbedingungen ausgesetzt sein und können potenziell zu höheren Zinsaufwendungen führen. Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten von OMV hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Kennzahlen für die verschiedenen Kategorien festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert. Festverzinsliche Kredite können mittels Zinsswaps in variable Kredite oder umgekehrt konvertiert werden. Die erfasste Ineffektivität der Sicherungsgeschäfte und die Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung von Zinsswaps werden im Posten „Zinsaufwendungen“ in der OMV Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Sensitivitätsanalyse Für die offenen Absicherungskontrakte wird der Effekt einer Marktpreisschwankung (+/–10%) auf deren beizulegenden Zeitwert mittels Sensitivitätsanalyse gemessen. Die Sensitivität der Gesamtergebnisse des OMV Konzerns weicht von der nachfolgend dargestellten Sensitivität ab, da die abgeschlossenen Verträge zur Absicherung von operativen Positionen verwendet werden. Die Auswirkung von Marktpreisschwankungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung oder auf das sonstige Ergebnis ist von der Art des eingesetzten Derivats und der Anwendung von Hedge Accounting abhängig. Die Marktpreissensitivität für Derivate, für die Cashflow-Hedge Accounting angewendet wird, ist in der Tabelle als Sensitivität des sonstigen Ergebnisses dargestellt. Marktpreissensitivitäten für alle weiteren offenen Derivate werden in der Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern gezeigt. Sensitivitätsanalyse der offenen Rohstoff-Derivate auf das Ergebnis vor Steuern In EUR Mio 2024 2023 Marktpreis +10% Marktpreis –10% Marktpreis +10% Marktpreis –10% Öl inkl. Öl Produkte –22 22 –4 4 Öl inkl. Öl Produkte - designiert in einer Sicherungsbeziehung1 4 –4 3 –3 Gas –58 58 –34 34 Strom –9 9 2 –2 Sonstige2 21 –21 28 –28 Gesamt –64 64 –4 4 1 Beinhaltet Sicherungsinstrumente, die in einer Fair Value Hedge Beziehung im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland stehen. Für weitere Einzelheiten siehe Kapitel „Hedge Accounting in Chemicals und Fuels & Feedstock“. 2 Enthält Derivate für europäische Emissionszertifikate Sensitivitätsanalyse der offenen Rohstoff-Derivate auf das sonstige Ergebnis vor Steuern In EUR Mio 2024 2023 Marktpreis +10% Marktpreis –10% Marktpreis +10% Marktpreis –10% Öl inkl. Öl Produkte –16 16 –34 34 Gas 1 –1 2 –2 Strom 29 –29 31 –31 Rohstoffabsicherungen (designiert in einer Sicherungsbeziehung) 14 –14 –1 1 Für Finanzinstrumente wird eine Sensitivitätsanalyse in Bezug auf Änderungen der für den Konzern wesentlichen Wechselkurse durchgeführt. Auf Konzernebene beinhaltet die EUR–RON-Sensitivität nicht nur die RON-Nettoposition gegenüber EUR, sondern auch die RON-Nettoposition gegenüber USD, da das USD–RON Risiko in eine EUR–RON- sowie eine EUR–USD-Position aufgeteilt werden kann. Gleiches gilt für die EUR–NOK-, EUR–SEK- sowie EUR–NZD-Position. Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das Ergebnis vor Steuern1 In EUR Mio 2024 2023 EUR Aufwertung um 10% EUR Abwertung um 10% EUR Aufwertung um 10% EUR Abwertung um 10% EUR–RON –18 18 –12 12 EUR–USD –6 6 –23 23 EUR–NZD –34 34 –17 17 EUR–NOK 5 –5 7 –7 EUR–SEK –2 2 –4 4 1 Bezieht sich nur auf Finanzinstrumente und entspricht nicht der vom Konzern berechneten Gesamt-Währungssensitivität auf das operative Ergebnis. Sensitivitätsanalyse der Finanzinstrumente auf das sonstige Ergebnis vor Steuern1 In EUR Mio 2024 2023 EUR Aufwertung um 10% EUR Abwertung um 10% EUR Aufwertung um 10% EUR Abwertung um 10% EUR–USD 25 –25 28 –28 EUR–SEK –14 14 –12 12 1 Inklusive der Sensitivität für die Absicherung einer Nettoinvestition OMV analysiert regelmäßig die Auswirkungen von Zinsänderungen auf das Zinsergebnis aus variabel verzinsten Geldanlagen und -aufnahmen. Derzeit werden Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko nicht als substanzielles Risiko eingestuft. Kreditrisikomanagement Das Kreditrisiko der Hauptkontrahenten wird auf Konzernebene und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limits für Banken, Geschäftspartner und Sicherheitengeber überwacht. Für alle Geschäftspartner, Banken und Sicherheitengeber werden, basierend auf einer Risikobewertung, Limithöhe, interne Risikoklasse und Limitlaufzeit vergeben. Die Bonitätseinschätzung wird zumindest jährlich oder ad hoc überprüft. Diese Vorgehensweise ist auf OMV Konzernebene in einer Konzernrichtlinie festgelegt, in der konzernweite Mindestanforderungen definiert und vorgegeben werden. Derivative Finanzinstrumente werden zum überwiegenden Teil mit Vertragspartnern mit „Investment Grade Rating“ abgeschlossen. OMV verwendet zur Reduktion von Kreditrisiken gewerbliche Versicherungen für Teile der Forderungen in einigen Geschäftsbereichen. Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Unsicherheit, die sich aus der aktuellen geopolitischen Situation ergibt, wird besonderes Augenmerk auf Frühwarnsignale, wie zum Beispiel Änderungen im Zahlungsverhalten, gelegt. Als Kreditrisiko bezeichnet man das Risiko, dass die Kontrahenten des OMV Konzerns ihren Verpflichtungen aus einem Finanzinstrument oder Kundenvertrag nicht nachkommen, was zu einem finanziellen Verlust führen würde. Ein Kreditrisiko besteht in Bezug auf die von Borealis ausgestellten Finanzgarantien an Bayport Polymers LLC und Borouge 4 LLC, die beide nach der Equity-Methode bilanziert werden. Der garantierte Höchstbetrag für Borealis belief sich auf EUR 1.735 Mio zuzüglich Zinsen (2023: EUR 1.234 Mio zuzüglich Zinsen). Details zu den von der Borealis AG gewährten Garantien werden im Folgenden näher beschrieben. Die Borealis AG gewährte eine Garantie für die Finanzierung der Borouge 4 LLC gemäß Vereinbarung mit der italienischen Exportkreditagentur (Italian Export Credit Agency agreement). Die Gesamtgarantie beläuft sich auf EUR 1.228 Mio zuzüglich Zinsen (2023: EUR 1.155 Mio zuzüglich Zinsen). Aufgrund der von Borouge 4 LLC in Anspruch genommenen Finanzierung belief sich der garantierte Betrag zum 31. Dezember 2024 auf EUR 1.009 Mio zuzüglich Zinsen (2023: EUR 536 Mio zuzüglich Zinsen). Die an Bayport Polymers LLC gewährte Garantie in Höhe von EUR 626 Mio zuzüglich Zinsen (2023: EUR 588 Mio zuzüglich Zinsen) endet frühestens mit Zahlung und/oder Beendigung der Verpflichtung im Jahr 2027 bzw. 2032 und kann jederzeit in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus wurde im Jahr 2023 von Borealis eine Garantie für eine revolvierende Kreditfazilität (Revolving Credit Facility, RCF) gewährt, die von Bayport Polymers LLC als Liquiditätsinstrument für die Ausübung ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt wird. Diese wurde zum Jahresende in Höhe von EUR 82 Mio zuzüglich Zinsen (2023: EUR 90 Mio zuzüglich Zinsen) in Anspruch genommen. Der garantierte Höchstbetrag der Kreditfazilität beträgt zum 31. Dezember 2024 EUR 96 Mio zuzüglich Zinsen (2023: EUR 90 Mio zuzüglich Zinsen). Des Weiteren bleibt eine Garantie der Muttergesellschaft für das Leasing von Eisenbahnwaggons durch Bayport Polymers LLC mit einem maximalen Risiko von EUR 19 Mio (2023: EUR 20 Mio) weiterhin in Kraft. Im Allgemeinen wird eine Zahlung im Rahmen der Garantievereinbarung durch die Nichterfüllung der von der Garantie abgedeckten Verpflichtung durch die garantierte Partei ausgelöst. Daher wurde eine finanzielle Verbindlichkeit erfasst, die anfangs zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde. Maximales Kreditrisiko1 in EUR Mio 2024 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.842 3.455 Beteiligungen 135 85 Anleihen 91 285 Derivate 307 942 Ausleihungen 1.286 910 Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.370 1.612 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.182 6.920 Finanzgarantieverträge2 1.735 1.234 Summe maximales Kreditrisiko 13.950 15.442 1 Exklusive Positionen, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden 2 Maximales Kreditrisiko von Finanzgarantieverträgen aufgrund der Inanspruchnahme von Finanzierungsfazilitäten zum 31. Dezember 2024 exklusive Zinsabgrenzungen. 30 | Fair-Value-Hierarchie Bilanzierungsgrundsätze Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit am Bewertungsstichtag hätte übertragen werden können. Dabei wird von einem Transfer zwischen Teilnehmern im Hauptmarkt und ggf. von einer bestmöglichen Nutzung des Vermögenswerts ausgegangen. Die beizulegenden Zeitwerte werden entsprechend der folgenden Hierarchie ermittelt: Stufe 1: Börsennotierte Kurse in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Diese Kategorie ist im OMV Konzern zumeist nur relevant für Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Futures. Stufe 2: Bewertungstechniken mit der Verwendung von direkt und indirekt beobachtbaren Inputs. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten innerhalb der Stufe 2 werden üblicherweise Terminpreise für Rohöl und Erdgas, Zinssätze und Wechselkurse als Inputs für das Bewertungsmodell herangezogen. Zusätzlich werden das Kreditrisiko der Gegenpartei und ggf. ein Volatilitätsfaktor berücksichtigt. Stufe 3: Bewertungstechniken wie z.B. Discounted Cashflow-Modelle mit der Verwendung von wesentlichen nicht beobachtbaren Inputs (z.B. langfristige Preisannahmen und Schätzungen von Reserven). Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Vermögenswerte1 und Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltener Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert In EUR Mio Buchwert Stufe des beizulegenden Zeitwerts Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet Zum beizu- legenden Zeitwert bewertet Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt 2024 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.714 128 2.842 — 128 — 128 Eigenkapitalinstrumente — 106 106 19 62 25 106 Investmentfonds — 29 29 29 — — 29 Anleihen 91 — 91 — — — — Als Sicherungsinstrumente designierte Derivate — 39 39 — 39 — 39 Sonstige Derivate — 269 269 5 264 — 269 Ausleihungen 1.286 — 1.286 — — — — Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.369 2 1.370 — — 2 2 Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten n.a. 369 369 — 369 — 369 Gesamt 5.460 941 6.401 52 862 27 941 2023 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.356 99 3.455 — 99 — 99 Eigenkapitalinstrumente — 57 57 — 34 23 57 Investmentfonds — 28 28 28 — — 28 Anleihen 285 — 285 — — — — Als Sicherungsinstrumente designierte Derivate — 52 52 — 52 — 52 Sonstige Derivate — 890 890 0 890 — 890 Ausleihungen 910 — 910 — — — — Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.610 2 1.612 — — 2 2 Nettobetrag zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten n.a. 13 13 — 13 — 13 Gesamt 6.160 1.141 7.301 28 1.088 25 1.141 1 Exklusive Vermögenswerte, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden Fair-Value-Hierarchie für finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert1 In EUR Mio Buchwert Stufe des beizulegenden Zeitwerts Zu fortgeführten Anschaffungs- kosten bewertet Zum beizu- legenden Zeitwert bewertet Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt 2024 Verbindlichkeiten aus Liefe- rungen und Leistungen 3.723 — 3.723 — — — — Anleihen 6.570 — 6.570 — — — — Leasingverbindlichkeiten 1.767 — 1.767 — — — — Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.070 — 1.070 — — — — Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten Derivaten — 60 60 — 60 — 60 Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten — 342 342 28 315 — 342 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 865 16 882 — 16 — 16 Sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert2 — 40 40 — 40 — 40 Gesamt 13.996 459 14.455 28 431 — 459 2023 Verbindlichkeiten aus Liefe- rungen und Leistungen 3.955 — 3.955 — — — — Anleihen 6.073 — 6.073 — — — — Leasingverbindlichkeiten 1.585 — 1.585 — — — — Sonstige verzinsliche Finanz- verbindlichkeiten 1.470 — 1.470 — — — — Verbindlichkeiten aus als Sicherungsinstrumenten designierten Derivaten — 67 67 — 67 — 67 Verbindlichkeiten aus sonstigen Derivaten — 469 469 37 432 — 469 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.204 — 1.204 — — — — Sonstige Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert2 — 28 28 — 28 — 28 Gesamt 14.287 564 14.851 37 528 — 564 1 Exklusive Verbindlichkeiten, die auf „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert wurden 2 Enthält Absicherungsgeschäfte, die in einer Fair-Value-Hedge-Beziehung designiert sind und im Zusammenhang mit Produkttauschgeschäften mit der nationalen Bevorratungsgesellschaft in Deutschland stehen. Finanzielle Verbindlichkeiten für die der beizulegende Zeitwert angegeben wird In EUR Mio Fortgeführte Anschaffungs- kosten Beizulegender Zeitwert Stufe des beizulegenden Zeitwerts Stufe 1 Stufe 2 2024 Anleihen 6.570 6.359 6.359 — Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.070 989 — 989 Finanzielle Verbindlichkeiten 7.640 7.349 6.359 989 2023 Anleihen 6.073 5.766 5.766 — Sonstige verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.470 1.349 — 1.349 Finanzielle Verbindlichkeiten 7.543 7.115 5.766 1.349 Die obige Tabelle zeigt den Buchwert und den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Fair-Value-Hierarchie. Sie enthält keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert anderer finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, da der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt 31 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Bilanzierungsgrundsätze Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden nur saldiert, wenn der Konzern zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat und die Absicht besteht, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen, oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen. OMV schließt im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs diverse Globalnettingvereinbarungen in Form von International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Vereinbarungen, European Federation of Energy Traders (EFET) Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen ab. Die nachfolgenden Tabellen stellen die Buchwerte der erfassten Finanzinstrumente dar, die diversen Aufrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die Werte in der Spalte „Netto“ würden die Positionen in der Bilanz darstellen, wenn alle Aufrechnungsrechte ausgeübt worden wären. Saldierung von finanziellen Vermögenswerten In EUR Mio Anhang- angabe Finanz- instrumente (brutto) Saldierte Beträge in der Bilanz Finanz- instrumente in der Bilanz (netto) Verbindlich-keiten mit Saldierungs- rechten (nicht saldiert) Netto 2024 Derivative Finanzinstrumente 20 1.805 –1.498 307 –38 269 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 4.018 –1.176 2.842 –85 2.757 Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 20 1.374 –3 1.370 –0 1.370 Gesamt 7.197 –2.677 4.520 –123 4.397 2023 Derivative Finanzinstrumente 3.359 –2.417 942 –122 820 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.535 –1.081 3.455 –65 3.390 Übrige sonstige finanzielle Vermögenswerte 1.626 –13 1.612 –1 1.611 Gesamt 9.520 –3.511 6.009 –187 5.822 Saldierung von finanziellen Verbindlichkeiten In EUR Mio Anhang- angabe Finanz- instrumente (brutto) Saldierte Beträge in der Bilanz Finanz- instrumente in der Bilanz (netto) Vermögens-werte mit Saldierungs- rechten (nicht saldiert) Netto 2024 Derivative Finanzinstrumente 26 1.900 –1.498 403 –38 365 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 4.899 –1.176 3.723 –85 3.638 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 26 885 –3 882 –0 882 Gesamt 7.684 –2.677 5.007 –123 4.884 2023 Derivative Finanzinstrumente 2.953 –2.417 536 –122 415 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.035 –1.081 3.955 –65 3.890 Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.217 –13 1.204 –1 1.203 Gesamt 9.206 –3.511 5.695 –187 5.508 32 | Ergebnis aus Finanzinstrumenten Ergebnis aus Finanzinstrumenten In EUR Mio Betrag Finanz- instrumente ergebnis- wirksam zum beizulegenden Zeitwert Eigenkapital- instrumente designiert zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis Finanzielle Vermögens- werte zu fortgeführten Anschaffungs- kosten Finanzielle Verbindlich- keiten zu fortgeführten Anschaffungs- kosten 2024 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte und Derivate –212 –212 — — — Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, netto –16 — — –16 — Ergebnis aus Finanzinstrumenten im operativen Ergebnis –228 –212 — –16 — Dividendenerträge 7 — 6 — — Zinserträge 455 — — 448 — Zinsaufwendungen –412 — — — –155 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von FX Derivaten –107 –107 — — — Finanzierungskosten für Factoring und Securitization –80 –80 — — — Wertminderungen von Finanzinstrumenten, netto –7 — — –2 — Sonstige –1 — 0 0 0 Ergebnis aus Finanzinstrumenten im Finanzergebnis –146 –187 6 446 –155 2023 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte und Derivate 111 111 — — — Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, netto –38 — — –38 — Ergebnis aus Finanzinstrumenten im operativen Ergebnis 73 111 — –38 — Dividendenerträge 10 — 4 — — Zinserträge 473 — — 473 — Zinsaufwendungen –415 –3 — — –148 Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten –21 –21 — — — Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von FX Derivaten –191 –191 — — — Finanzierungskosten für Factoring und Securitization –77 –77 — — — Wertminderung von Finanzinstrumenten, netto –5 — — –2 — Sonstige –6 –0 –1 0 –5 Ergebnis aus Finanzinstrumenten im Finanzergebnis –232 –292 3 471 –153 Die nicht aufgeteilten Zinsaufwendungen bezogen sich im Wesentlichen auf die Aufzinsung von Rückstellungen. Weitere Details können der Anhangangabe 13 – Finanzerfolg entnommen werden. 33 | Anteilsbasierte Vergütungen Bilanzierungsgrundsätze Der beizulegende Zeitwert der aktienbasierten Vergütungen aus dem Long-Term-Incentive (LTI) Plan – dem wesentlichen aktienbasierten OMV Vergütungsplan - wird mit Hilfe eines Modells ermittelt, das auf erwarteten Zielerreichungen und Aktienkursen beruht. Bei Vergütungen mit Barausgleich wird eine Rückstellung auf Basis der beizulegenden Zeitwerte des zu zahlenden Betrags über den Erdienungszeitraum verteilt gebildet. Die Rückstellung wird zu jedem Bilanzstichtag sowie zum Fälligkeitszeitpunkt neu bewertet, wobei Änderungen im beizulegenden Zeitwert in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht werden. Bei Vergütungen mit Ausgleich in Aktien wird der beizulegende Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand (inklusive Einkommensteuer) mit einer Gegenbuchung im Eigenkapital über den Erdienungszeitraum der Vergütung erfasst. Der als Aufwand berücksichtigte Betrag wird um nachträgliche Änderungen in den Leistungsbedingungen, die nicht Marktbedingungen darstellen, angepasst. Zusätzlich erfolgt die Vergütung für den Equity Deferral Teil der jährlichen Bonifikation in Aktien. Dementsprechend werden die damit verbundenen Aufwendungen mit Gegenbuchung im Eigenkapital erfasst. Die Erfüllung von Vergütungen mit Ausgleich in Aktien erfolgt an die Teilnehmer nach Abzug der Einkommensteuer. Long-Term-Incentive (LTI) Pläne Im Konzern werden jährlich LTI-Pläne mit vergleichbaren Bedingungen für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Zum Ausübungszeitpunkt erfolgt die Zuteilung der Aktien an die Teilnehmer. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Leistungskriterien und ihre typische Gewichtung für die Vorstandsmitglieder sind in der Vergütungspolitik festgelegt und lauten seit 2022 wie folgt: Relative Total Shareholder Return (30%), Clean CCS (Current Cost of Supply) ROACE (40%), ESG-Ziele (30%). Basierend auf vorab definierten Kriterien (z.B. Todesfälle, Total Recordable Injury Rate (TRIR), Prozesssicherheit, auch im Branchenvergleich) wird auf die Gesamtzielerreichung der Vorstandsmitglieder ein Health & Safety Malus zwischen 0,8 und 1,0 angewendet. Bei schwerwiegenden Vorfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf Null reduzieren. Für Führungskräfte sind folgende Leistungskriterien seit 2022 anwendbar: Relative Total Shareholder Return (30%), Free Cash Flow (35%) und ESG-Ziele/Transformations-Ziele (35%). Die festgelegten Leistungskriterien dürfen während des Zeitraums des LTI-Plans nicht geändert werden. Um den Anreizcharakter des Programms zu erhalten, hat das zuständige Verwaltungsorgan jedoch die Möglichkeit, die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte des freien Cashflows bei wesentlichen Änderungen der äußeren Einflussfaktoren wie Öl- und Gaspreise für Führungskräfte anzupassen. Die Anpassung ist in beide Richtungen möglich. Die Auszahlung erfolgt in bar oder in Form von Aktien. Seit 2022 erfolgt die Auszahlung des OMV Petrom LTI Plans ausschließlich in Form von Aktien. Vorstand und Führungskräfte sind verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten. Für Führungskräfte, die für zukünftige LTI-Pläne nicht mehr anspruchsberechtigt sind, aber noch in einem aufrechten Anstellungsverhältnis mit dem Unternehmen stehen, endet das Aktienbesitzerfordernis mit Auszahlung des letzten LTI-Plans. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des Bruttojahresgehalts für den Vorstand und als Prozentsatz der jeweiligen Ziel-Long Term Incentives für die Führungskräfte definiert. Vorstandsmitglieder müssen dieses Aktienbesitzerfordernis innerhalb von fünf Jahren nach der ersten diesbezüglichen Vereinbarung erfüllen. Bis zur Erfüllung des Aktienbesitzerfordernisses erfolgt die Auszahlung in Form von Aktien, während die Planteilnehmer danach zwischen Barzahlung und Zahlung in Form von Aktien entscheiden können. Solange das Aktienbesitzerfordernis nicht erfüllt ist, werden die gewährten Aktien nach Abzug von Steuern auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt. Bei den auf Aktien basierenden Zahlungen werden die beizulegenden Zeitwerte zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand über den dreijährigen Leistungszeitraum verteilt, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals. Im Falle zu erwartender Barzahlungen wird für die erwarteten zukünftigen Kosten des LTI-Plans zum Bilanzstichtag auf Basis von beizulegenden Zeitwerten eine Rückstellung gebildet. Long-Term-Incentive Pläne Plan 2024 Plan 2023 Plan 2022 Plan 2021 Planbeginn 01.01.2024 01.01.2023 01.01.2022 01.01.2021 Ende Leistungszeitraum 31.12.2026 31.12.2025 31.12.2024 31.12.2023 Anspruchstag 31.03.2027 31.03.2026 31.03.2025 31.03.2024 Aktienbesitzerfordernis Vorstandsvorsitzender 200% vom Bruttojahres- grundgehalt 200% vom Bruttojahres- grundgehalt 200% vom Bruttojahres- grundgehalt 200% vom Bruttojahres- grundgehalt Stellvertretender Vorstandsvorsitzender 175% vom Bruttojahres- grundgehalt 175% vom Bruttojahres- grundgehalt 175% vom Bruttojahres- grundgehalt 175% vom Bruttojahres- grundgehalt Andere Vorstandsmitglieder 150% vom Bruttojahres- grundgehalt 150% vom Bruttojahres- grundgehalt 150% vom Bruttojahres- grundgehalt 150% vom Bruttojahres- grundgehalt Führungskräfte 75% vom Ziel Long Term Incentive 75% vom Ziel Long Term Incentive 75% vom Ziel Long Term Incentive 75% vom Ziel Long Term Incentive Details per Plan Aktienkurs (beizulegender Zeitwert) am Zuteilungsdatum 47,50 42,17 43,94 — Eigenkapitalrücklage (in EUR Mio) zum 31. Dezember 2024 3 3 4 — Maximale Aktien zum 31. Dezember 2024 850.210 675.790 586.370 — Erwartete Aktien zum 31. Dezember 2024 504.096 263.308 257.605 — davon Ausgleich in Aktien 188.325 103.918 87.384 — davon Ausgleich in bar 315.771 159.390 170.221 — Beizulegender Zeitwert des Plans - Durchschnittsaktienkurs 36,14 37,08 38,18 — Beizulegender Zeitwert des Plans (in EUR Mio) zum 31. Dezember 2024¹ 18 10 10 — Rückstellungen (in EUR Mio) zum 31. Dezember 2024¹ 4 4 6 — 1 Exklusive Lohnnebenkosten Equity Deferral Das Equity Deferral (Aktienteil des Jahresbonus) dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, welches die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in Aktien mit eingeschränkter Verfügbarkeit zusammengeführt werden. Die Behaltedauer für das Equity Deferral ist drei Jahre ab dem Anspruchstag. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, dem Eingehen unangemessener Risiken vorzubeugen. Die Leistungskriterien und ihre typische Gewichtung für den Vorstand sind in der Vergütungspolitik festgelegt und lauten wie folgt: Jahresüberschuss (40%), Free Cash Flow (30%), operatives Ziel (15%) und ESG-Ziel (15%). Basierend auf vorab definierten Kriterien (z.B. Todesfälle, TRIR, Prozesssicherheit, auch im Branchenvergleich) wird auf die Gesamtzielerreichung ein Health & Safety Malus zwischen 0,8 und 1,0 angewendet. Bei schwerwiegenden Vorfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf Null reduzieren. Der Jahresbonus ist mit 180% des Zieljahresbonus begrenzt. Mindestens ein Drittel des Jahresbonus wird in Form von Aktien zugeteilt. Die Bonuserreichung wird am 31. März des Folgejahres festgestellt, wobei die Zielerreichung und der Aktienkurs am Bilanzstichtag geschätzt werden (letzterer auf Basis von Marktnotierungen). Aufgrund der branchenspezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen bieten die variablen Vergütungspläne dem Vergütungsausschuss gemäß der in der Öl- und Gasindustrie üblichen Praxis die Möglichkeit, für die finanziellen Ziele die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte auf der Grundlage des Öl- bzw. Gaspreises sowie des tatsächlichen EUR/USD-Wechselkurses gegenüber den Annahmen, die zum Zeitpunkt der Zielvorgabe zugrunde gelegt wurden, anzupassen. Die Anpassung kann in beide Richtungen angewendet werden, wird vom Vergütungsausschuss festgelegt und im Vergütungsbericht veröffentlicht. Die gewährten Aktien werden nach Abzug von Steuern für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt. 2024 wurden Aufwendungen von EUR 2 Mio erfasst, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals (2023: EUR 3 Mio). In Aktien gehaltenes Eigeninvestment1 31.12.2024 Aktive Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2024 Stern 41.308 Florey 54.380 van Koten 10.821 Gaso 3.550 Vlad2 3.720 Ehemalige Vorstandsmitglieder Pleininger3 14.203 Skvortsova4 7.329 Seele5 7.795 Gangl6 533 Vorstände gesamt 143.639 Andere Führungskräfte gesamt 243.899 Eigeninvestment gesamt 387.538 1 In Aktien gehaltenes Eigeninvestment bezieht sich auf noch laufende LTI-Pläne sowie auf Equity Deferral, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden. 2 Daniela Vlad trat als Vorstandsmitglied per 28. Februar 2025 zurück. 3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück. 4 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück. 5 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück. 6 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück. Gesamte Aufwendungen Die Aufwendungen in Bezug auf alle anteilsbasierten Vergütungen sind in untenstehender Tabelle zusammengefasst. Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen1 In EUR Mio 2024 2023 Ausgleich in bar 6 6 Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 7 6 Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen 13 12 1 Exklusive Lohnnebenkosten 34 | Aufwendungen Konzernabschlussprüfer Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks im Sinne des § 271b UGB) setzten sich wie folgt zusammen: Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers (einschließlich des internationalen Netzwerks) In EUR Mio 2024 2023 Konzern- abschlussprüfer davon KPMG Austria GmbH Wirtschafts- prüfungs- und Steuerberatungs- gesellschaft Konzern- abschlussprüfer davon KPMG Austria GmbH Wirtschafts- prüfungs- und Steuerberatungs- gesellschaft Konzern- und Jahresabschlussprüfung 5,70 2,55 5,40 2,38 Sonstige Bestätigungsleistungen 1,67 1,48 0,84 0,74 Steuerberatungsleistungen 2,51 — 2,50 — Sonstige Beratungsleistungen 0,55 — 0,74 0,00 Gesamt 10,44 4,03 9,48 3,12 35 | Nahestehende Unternehmen und Personen Gemäß IAS 24 müssen Beziehungen zu nahestehenden Personen sowie nahestehenden, nicht konsolidierten Unternehmen (Related Parties) offengelegt werden. Unternehmen und Personen gelten als nahestehend, wenn ein Beherrschungsverhältnis oder maßgeblicher Einfluss vorliegt. Mit Wirkung zum 28. Februar 2024 wurden, nach Erfüllung aller Bedingungen des Aktienkaufvertrags zwischen Mubadala Petroleum and Petrochemicals Holding Company (MPPH) und Abu Dhabi National Oil Company P.J.S.C. (ADNOC), die gesamten 24,90% der Anteile an der OMV Aktiengesellschaft von MPPH auf ADNOC übertragen. Folglich hält die Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG), Wien, einen Anteil von 31,5% und die Abu Dhabi National Oil Company P.J.S.C., Abu Dhabi, einen Anteil von 24,9% an der OMV Aktiengesellschaft; beide Gesellschaften sind Related Parties im Sinne des IAS 24. 2024 und 2023 bestanden folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen (inklusive der Vergabe von Lizenzen für die Nutzung von Technologien des Konzerns) zu fremdüblichen Marktpreisen zwischen dem Konzern und at-equity bewerteten Unternehmen. Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Umsätze und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen In EUR Mio 2024 2023 Umsätze und sonstige Erträge Forderungen aus Liefe- rungen und Leistungen Umsätze und sonstige Erträge Forderungen aus Liefe- rungen und Leistungen Abu Dhabi Oil Refining Company 2 1 1 1 ADNOC Global Trading LTD 4 1 4 0 Bayport Polymers LLC 11 4 6 3 Borouge Beteiligungen1 507 126 519 106 Borouge 4 LLC 7 2 6 2 EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH 1 0 1 0 Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 46 0 148 — GENOL Gesellschaft m.b.H. 134 22 138 22 Kilpilahden Voimalaitos Oy 5 3 4 0 Recelerate GmbH 1 0 3 0 Société d'Intérêt Collectif Agricole Laignes Agrifluides (SICA Laignes Agrifluides)2 — — 1 — Gesamt 719 159 833 135 1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. 2 Entkonsolidiert per 5. Juli 2023 als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff-Geschäftsbereichs der Borealis. Mit der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. wurden weitere nicht monetäre Transaktionen in 2024 in Höhe von EUR 5 Mio getätigt, die in der oben angeführten Tabelle in der Position „Umsätze und sonstige Erträge“ nicht ausgewiesen sind, da diese Transaktionen nicht in den Geltungsbereich von IFRS 15 fallen und somit aufgrund der vorgenommenen Saldierung mit den Aufwendungen in den Umsätzen der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung nicht berichtet werden (2023: EUR 51 Mio). Darüber hinaus verzeichnete OMV Erträge in Höhe von EUR 7 Mio aus finanziellen Garantien, die an at-equity bewerteten Beteiligungen gewährt wurden (2023: EUR 5 Mio). Weitere Details siehe unten. Transaktionen mit at-equity bewerteten Beteiligungen – Zukäufe und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen In EUR Mio 2024 2023 Zukäufe und erhaltene Leistungen Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen Zukäufe und erhaltene Leistungen Verbindlich- keiten aus Lieferungen und Leistungen Bayport Polymers LLC 43 3 1 — Borouge Beteiligungen1 434 143 377 91 Chemiepark Linz Betriebsfeuerwehr GmbH2 — — 2 — Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 33 3 30 3 EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG 4 — 3 — Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 56 2 60 28 GENOL Gesellschaft m.b.H. 12 1 11 1 Industrins Räddningstjänst i Stenungsund AB 1 0 — — Kilpilahden Voimalaitos Oy 85 — 99 0 PetroPort Holding AB 4 0 4 0 Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A. 5 1 4 0 Recelerate GmbH 3 0 3 0 Salzburg Fuelling GmbH 1 0 2 0 Gesamt 679 154 596 125 1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. 2 Entkonsolidiert per 5. Juli 2023 als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff-Geschäftsbereichs von Borealis. Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen In EUR Mio 2024 2023 Abu Dhabi Oil Refining Company 202 206 Abu Dhabi Petroleum Investments LLC 24 23 ADNOC Global Trading LTD 76 96 Borouge Beteiligungen1 434 455 Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH 1 1 EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH 1 1 GENOL Gesellschaft m.b.H. 0 1 Neochim AD2 — 1 Pearl Petroleum Company Limited 35 — Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A. 1 1 Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H. 1 1 Dividendenausschüttungen von at-equity bewerteten Beteiligungen 776 787 1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. 2 Entkonsolidiert per 5. Juli 2023 als Teil der Veräußerungsgruppe des Stickstoff-Geschäftsbereichs von Borealis. Sonstige ausstehende Salden mit at-equity bewerteten Beteiligungen In EUR Mio 2024 2023 Bayport Polymers LLC 769 701 Borouge 4 LLC 435 155 Electrocentrale Borzesti SRL 25 — Kilpilahden Voimalaitos Oy 55 52 Darlehensforderungen 1.285 909 Bayport Polymers LLC 21 24 C2PAT GmbH 1 1 Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG 7 8 Sonstige finanzielle Forderungen 29 33 Borouge Beteiligungen1 8 8 Vertragsvermögenswerte 8 8 Kilpilahden Voimalaitos Oy 10 11 Geleistete Anzahlungen 10 11 Bayport Polymers LLC 20 91 Borouge 4 LLC 1 1 Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 21 92 Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 66 79 Vertragsverbindlichkeiten 66 79 Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. 32 — Rückstellungen 32 — 1 Beinhaltet Borouge PLC und Borouge Pte Ltd. Per 31. Dezember 2024 bestanden offene Finanzierungszusagen in Höhe von EUR 615 Mio (31. Dezember 2023: EUR 818 Mio) gegenüber Borouge 4 LLC aus einem Aktionärsdarlehensvertrag, der am 3. Februar 2023 für die Teilfinanzierung von CAPEX-Anforderungen der Borouge 4 LLC mit der Borealis AG als Darlehensgeber und der Borouge 4 LLC als Darlehensnehmer abgeschlossen wurde. Zum 31. Dezember 2024 wurden EUR 413 Mio der Finanzierungszusagen in Höhe von insgesamt EUR 1.028 Mio gezogen. Der Aktionärsdarlehensvertrag ist als Fazilität mit einer Laufzeit von fünf Jahren strukturiert. Borealis behält sich jedoch das Recht vor, die Vorauszahlung der ausstehenden Beträge zum Zeitpunkt der Wiedereingliederung in Borouge PLC zu beschleunigen. Darüber hinaus gewährte die Borealis AG eine Garantie für die Finanzierung der Borouge 4 LLC im Rahmen des italienischen Exportkreditagenturvertrags. Die Gesamtgarantie beläuft sich auf EUR 1.228 Mio zuzüglich Zinsen. Aufgrund der von Borouge 4 LLC in Anspruch genommenen Finanzierung belief sich der garantierte Betrag zum 31. Dezember 2024 auf EUR 1.009 Mio (31. Dezember 2023: EUR 536 Mio). Borealis gewährte eine Garantie für eine revolvierende Kreditfazilität (RCF), die von Bayport Polymers LLC (Baystar) als Liquiditätsinstrument für die Ausübung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt wurde und zum Jahresende in Höhe von EUR 82 Mio zuzüglich Zinsen ausgeschöpft war (31. Dezember 2023: EUR 90 Mio). Der Höchstbetrag der Kreditfazilität beläuft sich auf EUR 193 Mio zuzüglich Zinsen per 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: EUR 181 Mio), wovon 50% (EUR 96 Mio zuzüglich Zinsen) von Borealis garantiert wurden, während der verbleibende Betrag vom Joint-Venture-Partner TotalEnergies gewährt wurde. Im Jahr 2022 zahlte Bayport Polymers LLC ein Darlehen an den Konzern zurück, das vollständig durch zwei Tranchen von Senior Notes finanziert wurde. Borealis gewährte Bayport Polymers LLC eine Garantie der Muttergesellschaft in Höhe des gesamten Betrags der Senior Notes, die per 31. Dezember 2024 EUR 626 Mio zuzüglich Zinsen betrug (31. Dezember 2023 EUR 588 Mio). Darüber hinaus hat Borealis im Jahr 2022 eine Garantie der Muttergesellschaft für das Leasing von Eisenbahnwaggons durch Bayport Polymers LLC mit einem maximalen Risiko von EUR 19 Mio per 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: EUR 20 Mio) übernommen. Im September 2024 hat OMV Petrom den Erwerb von 50% der Anteile am Joint Venture Electrocentrale Borzesti SRL abgeschlossen, das gemeinsam mit der RNV Infrastructure gehalten wird. Beide Partner planen gemäß dem Gesellschaftervertrag Investitionen in Höhe von ca. EUR 1,3 Mrd in Projekte im Bereich erneuerbarer Energien, wovon ein großer Teil fremdfinanziert werden wird. Ein Teil der geschätzten Investitionen wird daher durch von beiden Partnern zu gleichen Teilen zu gewährenden Kapitalerhöhungen und/oder Gesellschafterdarlehen, vorbehaltlich der endgültigen Investitionsentscheidung für die jeweiligen Projekte, finanziert werden. Zum 31. Dezember 2024 betrugen die Darlehensforderungen von OMV Petrom gegenüber Electrocentrale Borzesti SRL EUR 25 Mio. Die Zahlung des Kapitalzuschusses in Höhe von EUR 69 Mio an die Bayport Polymers LLC führte 2024 zu einer Verringerung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Vertragsverbindlichkeiten gegenüber der Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H. standen im Zusammenhang mit einem langfristigen Servicevertrag. Unternehmen mit staatlichem Naheverhältnis Basierend auf der OMV Eigentümerstruktur hat die Republik Österreich über die ÖBAG ein Naheverhältnis zu OMV, die damit ebenso wie die unter Kontrolle der Republik stehenden Unternehmen als nahestehende Parteien einzustufen sind. OMV hat im Rahmen seiner üblichen Geschäftstätigkeit hauptsächlich Geschäftsbeziehungen mit der Österreichischen Post Aktiengesellschaft, der VERBUND AG, der Österreichischen Bundesbahnen-Holding Aktiengesellschaft, der Bundesbeschaffung GmbH und jeweils deren Tochtergesellschaften. Die Transaktionen mit diesen Unternehmen erfolgten zu fremdüblichen Konditionen. 2024 schloss OMV einen langfristigen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement) mit VERBUND über die Lieferung von nachhaltigen Strom aus Wasserkraft für vier Jahre ab, beginnend mit Jänner 2025. Über die ADNOC sind weiters das Emirat Abu Dhabi sowie die unter Kontrolle von Abu Dhabi stehenden Gesellschaften als nahestehende Unternehmen einzustufen. Liefer- und Leistungsbeziehungen bestanden 2024 zum Beispiel mit Abu Dhabi Company for Offshore Petroleum Operations Ltd, NOVA Chemicals Corporation (NOVA) und Abu Dhabi National Oil Company P.J.S.C. Darüber hinaus hat OMV mehrere Kooperationen mit ADNOC im Bereich Exploration & Produktion und eine bestehende strategische Partnerschaft mit ADNOC, die das ADNOC Raffineriegeschäft wie auch ein Trading Joint Venture umfasst. Bezüge von Führungskräften Vorstandsbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2024 In EUR Mio 2024 Stern Florey Gaso van Koten Vlad5 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 2,24 1,87 1,30 1,36 1,32 8,09 Fixer Bezug (Grundbezug) 1,04 0,87 0,60 0,62 0,58 3,70 Variabel (Barbonifikation)1 1,19 0,99 0,63 0,72 0,66 4,18 Sachbezüge2 0,01 0,01 0,073 0,034 0,093 0,21 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,26 0,22 0,15 0,15 0,14 0,93 Pensionskassenbeiträge 0,26 0,22 0,15 0,15 0,14 0,93 Anteilsbasierte Vergütungen 1,58 1,19 0,35 0,61 0,36 4,09 Variabel (Equity Deferral 2023) 0,87 0,72 0,35 0,40 0,36 2,70 Variabel (LTIP 2021) 0,71 0,47 — 0,21 — 1,39 Vorstandsbezüge 4,08 3,27 1,80 2,13 1,82 13,10 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2023, für die der Bonus 2024 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen für Zulagen in bar 3 Inklusive Miet- und Beratungskosten und damit verbundenen Steuern 4 Inklusive PKW-Zulage 5 Daniela Vlad trat als Vorstandsmitglied per 28. Februar 2025 zurück. Vorstandsbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2024 In EUR Mio 2024 Pleininger3 Skvortsova4 Seele5 Gangl6 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 0,34 0,34 — — 0,68 Variabel (Barbonifikation)1 0,34 0,33 — — 0,67 Sachbezüge2 — 0,01 — — 0,01 Anteilsbasierte Vergütungen 0,88 0,61 1,80 0,11 3,39 Variabel (Equity Deferral 2023) 0,27 0,18 — — 0,46 Variabel (LTIP 2021) 0,60 0,43 1,80 0,11 2,94 Vorstandsbezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder 1,22 0,95 1,80 0,11 4,07 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2023, für die der Bonus 2024 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen für Zulagen in bar 3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. April 2023. 4 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023. 5 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022. 6 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück. Vorstandsbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023 In EUR Mio 2023 Stern Florey Gaso4 van Koten Vlad8 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 2,16 1,83 1,24 1,31 0,86 7,39 Fixer Bezug (Grundbezug) 0,99 0,81 0,50 0,58 0,53 3,41 Fixer Bezug (Einmalige Kompensationszahlung) — — 0,635 — 0,269 0,89 Variabel (Barbonifikation)1 1,16 0,97 — 0,70 — 2,83 Sachbezüge2 0,01 0,053 0,116 0,037 0,0710 0,26 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,25 0,20 0,13 0,14 0,13 0,86 Pensionskassenbeiträge 0,25 0,20 0,13 0,14 0,13 0,86 Anteilsbasierte Vergütungen 0,68 1,04 — 0,31 — 2,04 Variabel (Equity Deferral 2022) 0,68 0,57 — 0,31 — 1,56 Variabel (LTIP 2020) — 0,48 — — — 0,48 Vorstandsbezüge 3,09 3,07 1,37 1,76 0,99 10,28 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2022, für die der Bonus 2023 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen für Zulagen in bar 3 Inklusive Schulkosten und damit verbundene Steuern 4 Berislav Gaso trat dem Vorstand per 1. März 2023 bei. 5 Berislav Gaso erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der MOL Gruppe zur OMV Aktiengesellschaft. 6 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern 7 Inklusive PKW-Zulage 8 Daniela Vlad trat dem Vorstand per 1. Februar 2023 bei. 9 Daniela Vlad erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der AkzoNobel N.V. zur OMV Aktiengesellschaft. 10 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern Vorstandsbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023 In EUR Mio 2023 Pleininger3 Skvortsova5 Seele7 Gangl8 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 1,52 1,04 0,72 — 3,28 Fixer Bezug (Grundbezug) 0,25 0,26 — — 0,51 Fixer Bezug (Einmalige Kompensationszahlung) 0,274 — — — 0,27 Variabel (Barbonifikation)1 1,00 0,70 0,72 — 2,42 Sachbezüge2 0,00 0,086 — — 0,08 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0,12 0,07 — — 0,19 Pensionskassenbeiträge 0,12 0,07 — — 0,19 Anteilsbasierte Vergütungen 1,26 0,55 2,16 0,44 4,40 Variabel (Equity Deferral 2022) 0,65 0,31 0,32 — 1,27 Variabel (LTIP 2020) 0,61 0,24 1,84 0,44 3,13 Vorstandsbezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder 2,90 1,66 2,88 0,44 7,87 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2022, für die der Bonus 2023 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen für Zulagen in bar 3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. April 2023. 4 Johann Pleininger erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für den verkürzten Ausstiegszeitraum für den Zeitraum 1. Mai bis 31. August 2023. 5 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023. 6 Inklusive Miet- und Beratungskosten und damit verbundenen Steuern 7 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022. 8 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück. Vergütung für leitende Führungskräfte (exkl. Vorstand)1 In EUR Mio 2024 2023 Gehälter und Prämien 27,0 28,5 Pensionskassenbeiträge 1,5 1,5 Leistungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Dienstverhältnissen 0,0 2,5 Anteilsbasierte Vergütungen 5,9 6,4 Sonstige langfristige Vergütungen 0,1 0,1 Vergütung für leitende Führungskräfte (exkl. Vorstand) 34,5 39,0 1 2024 gab es im Durchschnitt 48 leitende Führungskräfte (2023: 51) basierend auf den einbezogenen Monaten in der Gruppe. Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen einer Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Straf-Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, so dass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet. Anhangangabe 33 – Anteilsbasierte Vergütungen enthält Details zu Long-Term-Incentive-Plänen und Equity Deferral. Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen 2024 EUR 1,1 Mio (2023: EUR 1,0 Mio). 36 | Nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen Bilanzierungsgrundsätze OMV verkauft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Securitization-Programms und übernimmt weiterhin das Servicing und das Inkasso der Forderungen. Das beim OMV Konzern verbleibende Risiko ist nicht signifikant, weshalb die veräußerten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zur Gänze ausgebucht werden. OMV verkauft im Rahmen eines Securitization-Programms Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Carnuntum DAC mit Sitz in Dublin, Irland. Obwohl OMV weiterhin das Servicing der Forderungen übernimmt, hat OMV keine Beherrschung über die Carnuntum DAC. OMV führt das Inkasso der Forderungen streng nach der vertraglich vereinbarten Kredit- und Inkassorichtlinien durch, und alle Entscheidungen in Bezug auf überfällige Forderungen können nur vom Käufer getroffen werden. 2024 hat OMV Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wert von EUR 5.505 Mio an Carnuntum DAC übertragen (2023: EUR 6.032 Mio). Die Forderungen werden zu ihrem Nominalbetrag abzüglich eines Kaufpreisabschlags verkauft. Die Kaufpreisabschläge, die 2024 in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden, beliefen sich in Summe auf EUR 51 Mio (2023: EUR 53 Mio). Die Zinserträge für die in Carnuntum DAC gehaltenen Notes betrugen 2024 EUR 11 Mio (2023: EUR 12 Mio). Weiters erhielt OMV ein Serviceentgelt für das Debitorenmanagement der verkauften Forderungen. Zum 31. Dezember 2024 wurden von OMV in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Seller Participation Notes in Höhe von EUR 83 Mio (2023: EUR 137 Mio) und Complementary Notes an Carnuntum DAC in Höhe von EUR 96 Mio (2023: EUR 108 Mio) gehalten. Das maximale Verlustrisiko aus dem Securitization-Programm zum 31. Dezember 2024 betrug EUR 107 Mio (2023: EUR 187 Mio). Eine Loss Reserve und eine Beteiligung durch einen Drittinvestor sind gegenüber den Seller Participation Notes nachrangig. Die Complementary Notes sind vorrangig zu den Seller Participation Notes und haben den gleichen Rang wie die durch das Programm ausgegebenen Senior Notes. 37 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Am 3. Jänner 2025 entschied die Stockholmer Handelskammer (SCC) zugunsten von OMV im Schiedsverfahren im Zusammenhang mit dem österreichischen Liefervertrag und sprach OMV eine Entschädigung durch Gazprom Export LLC zu. Angesichts dieses günstigen Urteils wurde die finanzielle Auswirkung der teilweisen Aufrechnung gegen Verbindlichkeiten aus dem österreichischen Gasliefervertrag im Jahr 2025 in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 48 Mio berücksichtigt, da der Gewinn nicht mehr bedingt war. Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge in einem neuen Unternehmen, Borouge Group International, unterzeichnet. ADNOC hat außerdem mit Nova Chemicals Holdings GmbH, einer indirekt vollständig im Besitz der Mubadala Investment Company P.J.S.C. befindlichen Gesellschaft, einen Aktienkaufvertrag über 100% von Nova Chemicals für USD 13,4 Mrd Unternehmenswert abgeschlossen. ADNOC und OMV haben zudem vereinbart, dass Borouge Group International nach Abschluss des Zusammenschlusses Nova Chemicals erwerben und damit ihre Präsenz in Nordamerika ausbauen wird. Nach einer Barmittelzuführung von EUR 1,6 Mrd (abzüglich Dividendenzahlungen bis Transaktionsabschluss) durch OMV in das neue Unternehmen sind OMV und ADNOC zu gleichen Anteilen und in gleichberechtigter Partnerschaft mit jeweils 46,94% an Borouge Group International beteiligt. Die Zentrale und der Sitz des neuen Unternehmens werden in Wien, Österreich, sein, mit einer regionalen Zentrale in Abu Dhabi. Borouge Group International wird an der Abu Dhabi Securities Exchange (ADX) notiert sein. Eine künftige Doppelnotierung an der Wiener Börse (ATX) ist beabsichtigt. Die ausgeglichene Beteiligungsstruktur ermöglicht OMV und ADNOC gemeinsame Beherrschung, mit gleichen Entscheidungsrechten bei allen strategischen Belangen. Sobald Borouge 4 vollständig in Betrieb ist, soll es Ende 2026 von OMV und ADNOC an Borouge Group International rückübertragen werden. Durch den Zusammenschluss dieser drei einander optimal ergänzenden Spitzenunternehmen entsteht der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent, der zu gleichen Anteilen von OMV und ADNOC gehalten wird. Nova Chemicals ist ein in Nordamerika ansässiger Polyolefin-Produzent und führend bei hochwertigen Verpackungslösungen und proprietären Technologien. Durch die Übernahme von Nova Chemicals wird Borouge Group International die Präsenz auf dem amerikanischen Kontinent weiter stärken und die Position bei kostengünstigen Rohstoffen ausbauen. Borouge Group International wird hervorragend positioniert sein, um Wert zu schaffen und über den gesamten Zyklus hinweg überdurchschnittliche Aktionärsrenditen zu erzielen - gestützt durch Synergieeffekte und eine starke Pipeline an Wachstumsprojekten. Die Nova Chemicals-Transaktion wird durch Akquisitionsverbindlichkeiten finanziert, die am Kapitalmarkt refinanziert werden sollen. Die Bewertung impliziert einen Unternehmenswert zu einem EBITDA-Vielfachen von rund 7,5. Dies basiert auf einem erwarteten EBITDA von USD 1,8 Mrd über den durchschnittlichen Zyklus. Der Abschluss des Zusammenschlusses von Borealis und Borouge sowie der Übernahme von Nova Chemicals wird voraussichtlich gleichzeitig für das erste Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und der üblichen Abschlussbedingungen. Dieses Ereignis nach dem Bilanzstichtag wird voraussichtlich folgende wesentliche Auswirkungen auf den OMV Konzernabschluss haben:  Basierend auf der unterzeichneten Vereinbarung wird erwartet, dass OMV die Beherrschung über die Borealis-Gruppe (mit Ausnahme der Borouge Investitionen) verliert, was nach Abschluss der Transaktion zur Dekonsolidierung führt. Folglich wird die Borealis-Gruppe (mit Ausnahme der Borouge Investitionen) am 3. März 2025 gemäß IFRS 5 in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ umgegliedert. Mit der Umgliederung in die Position „zu Veräußerungszwecken gehalten“ wird die Abschreibung von langfristigen Vermögenswerten und die At-Equity-Bilanzierung der Veräußerungsgruppe gemäß den Anforderungen von IFRS 5 eingestellt.  Die Borealis-Gruppe (mit Ausnahme der Borouge Investitionen) stellt einen separaten wesentlichen Geschäftsbereich für OMV dar und wird daher gemäß IFRS 5.32 als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen werden. Dies wird eine Anpassung des Konzernabschlusses für das Jahr 2024 als Vergleichsperiode auslösen und als Teil des OMV Konzernberichts für Q1/25 veröffentlicht werden.  Die Borouge Investitionen werden derzeit gemeinsam von OMV und ADNOC beherrscht und werden auch nach Abschluss der Transaktion weiterhin gemeinsam beherrscht werden.  Einige Gesellschaften der Borealis-Gruppe sind Mitglieder der österreichischen Steuergruppe und werden auch nach Abschluss der Transaktion weiterhin Teil der österreichischen Steuergruppe durch eine steuerliche Beteiligungsgemeinschaft sein. Diese gemeinsame Steuergruppe wird von den österreichischen Gesellschaftern der Borealis-Gruppe gebildet, und der proportionale Anteil des steuerpflichtigen Ergebnisses der steuerlichen Beteiligungsgemeinschaft wird der österreichischen Steuergruppe zugerechnet. Die erwartete teilweise Veräußerung der Borealis-Gruppe aus der österreichischen Steuergruppe wird eine Neubewertung der Nettoposition der latenten Steueransprüche der österreichischen Steuergruppe in der OMV Aktiengesellschaft auslösen. Folglich werden sich die aktiven latenten Steuern der österreichischen Steuergruppe um ca. EUR 100 Mio reduzieren. Der Effekt wird in der Position „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung Q1/25 ausgewiesen werden. 38 | Direkte und indirekte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft Konsolidierungskreisänderungen Firma Sitz Art der Veränderung1 Wirksamkeitsdatum Chemicals Integra Plastics AD Sofia Erstkonsolidierung (A) 28. März 2024 Petrogas International B.V.2 Eindhoven Entkonsolidierung (I) 31. Dezember 2024 Fuels & Feedstock OMV Renewable Fuels & Feedstock US Inc. Wilmington Erstkonsolidierung 17. Mai 2024 Renovatio Asset Management Bukarest Erstkonsolidierung (A) 31. Mai 2024 AP-NewCo GmbH3 Wien Erstkonsolidierung (A) 25. Juli 2024 Respira Verde SRL2 Cheriu Erstkonsolidierung (A) 30. Dezember 2024 Energy OMV Petrom Energy Solution SRL Bukarest Erstkonsolidierung (I) 1. Jänner 2024 JR Constanta SRL Bukarest Erstkonsolidierung (A) 26. September 2024 JR Solar Teleorman SRL Bukarest Erstkonsolidierung (A) 26. September 2024 JR TELEORMAN SRL Bukarest Erstkonsolidierung (A) 26. September 2024 ATS Energy SA Vetis Erstkonsolidierung (A) 27. September 2024 BridgeConstruct SRL Iasi Erstkonsolidierung (A) 27. September 2024 Intertrans Karla SRL Buzau Erstkonsolidierung (A) 27. September 2024 Electrocentrale Borzesti SRL2 Bukarest Erstkonsolidierung (A) 30. September 2024 Cil PV Plant SRL2 Bukarest Erstkonsolidierung (A) 29. November 2024 Enerintens Solar SRL2 Bukarest Erstkonsolidierung (A) 29. November 2024 Tenersolar Park SRL2 Bukarest Erstkonsolidierung (A) 29. November 2024 SapuraOMV Block 30, S. de R.L. de C.V. Mexiko-Stadt Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Americas) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Australia) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Holding) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Malaysia) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Mexico) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (NZ) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Oceania) Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Sarawak) Inc. Nassau Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream (Western Australia) Pty Ltd Perth Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. Kuala Lumpur Entkonsolidierung 9. Dezember 2024 IROKO CCS ANS4 Sandnes Erstkonsolidierung 16. Dezember 2024 OMV Russia Upstream GmbH Wien Entkonsolidierung (I) 31. Dezember 2024 1 „Erstkonsolidierung“ verweist auf neu gegründete Gesellschaften, „Erstkonsolidierung (A)“ bedeutet, dass die Gesellschaft erworben wurde, wobei mit „Erstkonsolidierung (I)“ gekennzeichnete Gesellschaften in die Konsolidierung einbezogen wurden, nachdem sie ursprünglich wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiert wurden. „Entkonsolidierung“ verweist auf Gesellschaften, die nach einem Verkauf von den Konzernbeteiligungen exkludiert wurden und „Entkonsolidierung (I)“ bezieht sich auf Gesellschaften die aufgrund von Unwesentlichkeit entkonsolidiert wurden. 2 (Vormals) at-equity konsolidierte Gesellschaft 3 Der eingetragene Name der Gesellschaft wurde 2025 auf AP Truck Mobility GmbH geändert. 4 Konsolidierung des OMV Anteils an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen Weitere Informationen wesentliche Veräußerungen betreffend sind in der Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur – zu finden. Anzahl der einbezogenen Unternehmen 2024 2023 Vollkonsoli- dierung Equity- Konsoli dierung Bilanzierung des OMV Anteils1 Vollkonsoli- dierung Equity- Konsoli dierung Bilanzierung des OMV Anteils1 1. Jänner 115 23 6 123 23 4 Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 10 5 1 6 3 2 Änderung in der Konsolidierungsart — –1 — 1 –1 — Im Berichtsjahr entkonsolidiert –11 — — –15 –2 — 31. Dezember 114 27 7 115 23 6 davon mit Sitz und Betrieb im Ausland 81 22 6 82 18 5 davon mit Sitz in Österreich und Betrieb im Ausland 9 — — 10 — — 1 Bilanzierung des OMV Anteils an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen Liste der Beteiligungen Register der Tochtergesellschaften, at-equity bewerteten Gesellschaften und anderen Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mind. 20% Obergesell- schaft Konsolidie-rungsart1 Anteil der Obergesell-schaft am Kapital in % am 31. Dezember 2024 Anteil der Obergesell- schaft am Kapital in % am 31. Dezember 2023 Chemicals Bayport Polymers LLC, Pasadena BNOVUS AEJ 50,00 50,00 BlueAlp Holding B.V., Groot-Ammers BRENBE AEA 21,25 21,25 Borealis AB, Stenungsund (BABSWE) BSVSWE C 100,00 100,00 Borealis AG, Wien (BORAAG) BHOLAT C 39,00 39,00 OMVRM 32,67 32,67 OMV AG 3,33 3,33 Borealis Antwerpen N.V., Zwijndrecht BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Argentina SRL, Buenos Aires BORAAG NC 98,00 98,00 BSVSWE 2,00 2,00 BOREALIS ASIA LIMITED, Hongkong BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis BoNo Holdings LLC, Houston (BBNHUS) BUS C 100,00 100,00 Borealis Brasil S.A., Itatiba BORAAG C 80,00 80,00 BOREALIS CHEMICALS ZA (PTY) LTD, Germiston BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Chile SpA, Santiago BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Chimie S.A.R.L., Casablanca BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Circular Solutions Holding GmbH, Wien (BCIRC) BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Colombia S.A.S., Bogota BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Compounds Inc., Port Murray (BCOMUS) BUS C 100,00 100,00 Borealis Denmark ApS, Kopenhagen BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Digital Studio B.V., Mechelen BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Financial Services N.V., Mechelen BORAAG C 100,00 100,00 Borealis France S.A.S., Courbevoie (BFR) BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Group Services AS, Bamble BABSWE C 100,00 100,00 Borealis Insurance A/S (captive insurance company), Kopenhagen BORAAG C 100,00 100,00 Borealis ITALIA S.p.A., Monza BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Kallo N.V., Kallo BORAAG C 100,00 100,00 Borealis México, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt BORAAG NC 100,00 100,00 BCOMUS 0,00 0,00 Borealis Middle East Holding GmbH, Wien (BORMEH) BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Plasticos, S.A. de C.V., Mexiko-Stadt BORAAG NC 100,00 100,00 BCOMUS 0,00 0,00 Borealis Plastik ve Kimyasal Maddeler Ticaret Limited Sirketi, Istanbul BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Plastomers B.V., Geleen BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Poliolefinas da América do Sul Ltda., Itatiba BORAAG NC 99,99 99,99 BSVSWE 0,01 0,01 Borealis Polska Sp. z o.o., Warschau BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Polymere GmbH, Burghausen (BPODE) BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Polymers N.V., Beringen BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Polymers Oy, Porvoo BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Polyolefine GmbH, Schwechat (BPOAT) BORAAG C 100,00 100,00 BSVSWE 0,00 0,00 Borealis Polyolefins d.o.o., Zagreb BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Polyolefins S.R.L., Bukarest BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Polyolefins s.r.o., Bratislava BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Química España S.A., Barcelona BORAAG C 100,00 100,00 Borealis RUS LLC, Moskau BORAAG NC — 100,00 Borealis s.r.o., Prag BORAAG NC 100,00 100,00 Borealis Services S.A.S., Paris BFR NC 100,00 100,00 Borealis Sverige AB, Stenungsund (BSVSWE) BORAAG C 100,00 100,00 Borealis Technology Oy, Porvoo BORAAG C 100,00 100,00 BOREALIS UK LTD, Manchester BORAAG C 100,00 100,00 Borealis USA Inc., Houston (BUS) BORAAG C 100,00 100,00 Borouge 4 LLC, Abu Dhabi BORMEH AEJ 40,00 40,00 Borouge PLC, Abu Dhabi (BOROLC) BORMEH AEJ 36,00 36,00 Borouge Pte. Ltd., Singapur BOROLC AEJ 84,75 84,75 BORMEH 15,25 15,25 Circular Feedstock Walldürn GmbH, Walldürn2 OMVD C 89,90 89,90 DYM SOLUTION CO., LTD, Cheonan BORAAG C 100,00 100,00 Ecoplast Kunststoffrecycling GmbH , Wildon BORAAG C 100,00 100,00 EPS Ethylen-Pipeline-Süd Geschäftsführungs GmbH, München OMVD NC-I 15,46 15,46 BPODE 7,73 7,73 EPS Ethylen-Pipeline-Süd GmbH & Co KG, München OMVD AEA 20,66 20,66 BPODE 10,33 10,33 Etenförsörjning i Stenungsund AB, Stenungsund BABSWE C 80,00 80,00 Hallbar Kemi i Stenungsund, Stenungsund BABSWE NC-I 20,00 20,00 Industrins Räddningstjänst i Stenungsund AB, Stenungsund BABSWE NC-I 25,00 25,00 Integra Plastics EAD, Sofia BORAAG C 100,00 KB Munkeröd 1:72, Stenungsund BABSWE NC 100,00 100,00 BSVSWE 0,00 0,00 Kilpilahden Voimalaitos Oy, Porvoo BORAAG AEA 20,00 20,00 mtm compact GmbH, Niedergebra BORAAG C 100,00 100,00 mtm plastics GmbH, Niedergebra BORAAG C 100,00 100,00 Novealis Holdings LLC, Houston (BNOVUS) BBNHUS C 50,00 50,00 BSBHUS 50,00 50,00 OMV Borealis Holding GmbH, Wien (BHOLAT) OMVRM C 100,00 100,00 Petrogas International B.V., Eindhoven3 BRENBE NC-I 25,00 25,00 PetroPort Holding AB, Stenungsund BABSWE AEJ 50,00 50,00 Recelerate GmbH, Herborn BORAAG AEJ 50,00 50,00 Renasci N.V., Ostende (BRENBE) BCIRC C 99,18 98,56 Renasci Oostende Holding N.V., Ostende (BRHOBE) BRENBE C 100,00 100,00 Renasci Oostende Recycling N.V., Ostende BRHOBE C 100,00 100,00 Renasci Oostende SCP N.V., Ostende BRHOBE C 100,00 100,00 Rialti S.p.A., Taino BORAAG C 100,00 100,00 Star Bridge Holdings LLC, Houston (BSBHUS) BUS C 100,00 100,00 Fuels & Feedstock Abu Dhabi Oil Refining Company, Abu Dhabi OMVRM AEA 15,00 15,00 Abu Dhabi Petroleum Investments LLC, Abu Dhabi (ADPINV) OMVRM AEJ 25,00 25,00 ADNOC Global Trading LTD , Abu Dhabi OMVRM AEA 15,00 15,00 Aircraft Refuelling Company GmbH, Wien OMVRM NC-I 33,33 33,33 AP Truck Mobility GmbH, Wien4 OMVRM C 100,00 Autobahn - Betriebe Gesellschaft m.b.H., Wien OMVRM NC-I 47,19 47,19 BSP Bratislava-Schwechat Pipeline GmbH in Liqu., Wien OMVRM NC-I 0,00 26,00 Deutsche Transalpine Oelleitung GmbH, München OMVD AEA 32,26 32,26 DUNATÀR Köolajtermék Tároló és Kereskedelmi Kft., Budapest OHUN C 100,00 100,00 Erdöl-Lagergesellschaft m.b.H., Lannach5 OMVRM AEA 55,60 55,60 GENOL Gesellschaft m.b.H., Korneuburg OMVRM AEA 29,00 29,00 OMV - International Services Ges.m.b.H., Wien OMVRM C 100,00 100,00 OMV BULGARIA OOD, Sofia PETROM C 99,90 99,90 OMVRM 0,10 0,10 OMV Česká republika, s.r.o., Prag OMVRM C 100,00 100,00 OMV Deutschland Services GmbH, Burghausen (OMVDS) OMVD C 100,00 100,00 OMV Downstream SLO, trgovina z nafto in naftnimi derivati, d.o.o., Ljubljana OMVRM NC 100,00 OMV Hungária Ásványolaj Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest (OHUN) OMVRM C 100,00 100,00 OMV PETROM Aviation S.R.L., Otopeni PETROM C 100,00 100,00 ROMAN 0,00 0,00 OMV Petrom Biofuels SRL, Bukarest PETROM C 25,00 25,00 OMVRM 75,00 75,00 OMV PETROM MARKETING SRL, Bukarest (ROMAN) PETROM C 100,00 100,00 OMV Refining & Marketing Middle East & Asia GmbH, Wien OMVRM C 100,00 100,00 OMV Renewable Fuels & Feedstock B.V., Beveren OMVRM C 100,00 100,00 OMV Renewable Fuels & Feedstock US Inc., Wilmington OMVRM C 100,00 OMV Slovensko s.r.o., Bratislava OMVRM C 99,99 99,99 OMV SRBIJA d.o.o., Belgrad PETROM C 99,96 99,96 OMVRM 0,04 0,04 OMV Supply & Trading Italia S.r.l., Triest OMVRM C 100,00 100,00 OMV Supply & Trading Limited, London (OTRAD) OMVRM C 100,00 100,00 OMV Supply & Trading Singapore PTE LTD., Singapur OTRAD NC 100,00 100,00 OMV Switzerland Holding AG in Liquidation, Zug6 OGI NC 100,00 100,00 Pak-Arab Refinery Limited, Karachi ADPINV AEJ 40,00 40,00 Petrom-Moldova S.R.L., Kischinau PETROM C 100,00 100,00 Renovatio Asset Management, Bukarest PETROM C 100,00 Respira Verde SRL, Cheriu PETROM AEJ 40,48 Routex B.V., Amsterdam OMVRM NC-I 20,00 20,00 Salzburg Fuelling GmbH, Salzburg OMVRM NC-I 50,00 50,00 Società Italiana per l'Oleodotto Transalpino S.p.A., Triest OMVRM AEA 32,26 32,26 SuperShop Marketing Korlátolt Felelősségű Társaság, Budapest OHUN NC-I 50,00 50,00 TGN Tankdienst-Gesellschaft Nürnberg GbR, Nürnberg OMVD NC-I 33,33 33,33 Transalpine Ölleitung in Österreich Gesellschaft m.b.H., Matrei in Osttirol OMVRM AEA 32,26 32,26 Energy ATS Energy SA, Vetis PETROM C 100,00 BridgeConstruct SRL, Iasi PETROM C 100,00 Central European Gas Hub AG, Wien (HUB) OGI C 65,00 65,00 Cil PV Plant SRL, Bukarest PETROM AEJ 50,00 deeep Tiefengeothermie GmbH, Wien OGEO PC 49,00 49,00 EEX CEGH Gas Exchange Services GmbH, Wien HUB AEA 49,00 49,00 Electrocentrale Borzesti SRL, Bukarest PETROM AEJ 50,00 Energy Infrastructure Limited, Wellington NZEA C 100,00 100,00 Energy Petroleum Holdings Limited, Wellington NZEA C 100,00 100,00 Energy Petroleum Investments Limited, Wellington NZEA C 100,00 100,00 Enerintens Solar SRL, Bukarest PETROM AEJ 50,00 Freya Bunde-Etzel GmbH & Co. KG, Bonn OGSG AEA 39,99 39,99 Intertrans Karla SRL, Buzau PETROM C 100,00 IROKO CCS ANS, Sandnes ONOR PC 30,00 JR Constanta SRL, Bukarest PETROM C 100,00 JR Solar Teleorman SRL, Bukarest PETROM C 100,00 JR TELEORMAN S.R.L., Bukarest PETROM C 100,00 JSC GAZPROM YRGM Development, Sankt Petersburg7,8 OMVEP NC-I — — OJSC Severneftegazprom, Krasnoselkup8 OMVEP NC-I 24,99 24,99 OMV (Berenty) Exploration GmbH in Liqu, Wien6 OMVEP NC 100,00 100,00 OMV (IRAN) onshore Exploration GmbH, Wien OMVEP C 100,00 100,00 OMV (Mandabe) Exploration GmbH in Liqu., Wien6 OMVEP NC 100,00 100,00 OMV (NAMIBIA) Exploration GmbH, Wien ONAFRU NC 100,00 100,00 OMV (NORGE) AS, Stavanger (ONOR) OMVEP C 100,00 100,00 OMV (Tunesien) Production GmbH, Wien OMVEP C 100,00 100,00 OMV (TUNESIEN) Sidi Mansour GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV (Yemen Block S 2) Exploration GmbH, Wien OMVEP C 100,00 100,00 OMV (YEMEN) Al Mabar Exploration GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV (YEMEN) South Sanau Exploration GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Abu Dhabi E&P GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Abu Dhabi Offshore GmbH, Wien OMVEP C 100,00 100,00 OMV Abu Dhabi Production GmbH, Wien OMVEP C 100,00 100,00 OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth (OAUST) OMV AG C 100,00 100,00 OMV Austria Exploration & Production GmbH, Wien (OEPA) OMVEP C 100,00 100,00 OMV Austria Geothermal GmbH, Wien (OGEO) OGREEN C 100,00 100,00 OMV Barrow Pty Ltd, Perth OAUST NC 100,00 100,00 OMV Beagle Pty Ltd, Perth OAUST NC 100,00 100,00 OMV Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wien OMVRM NC 100,00 — OMV AG — 100,00 OMV Bina Bawi GmbH, Wien PETEX NC 100,00 100,00 OMV Block 70 Upstream GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Croatia Geothermal GmbH, Wien OGREEN NC 100,00 100,00 OMV East Abu Dhabi Exploration GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Enerji Ticaret Anonim Şirketi, Istanbul OMVRM C 100,00 100,00 OMV Exploration & Production GmbH, Wien (OMVEP) OMV AG C 100,00 100,00 OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien (OGI) OMV AG C 100,00 100,00 OMV Gas Marketing & Trading Belgium, Brüssel ECOGAS C 100,00 100,00 OMV Gas Marketing & Trading Deutschland GmbH, Düsseldorf ECOGAS C 100,00 100,00 OMV Gas Marketing & Trading GmbH, Wien (ECOGAS) OMVRM C 100,00 100,00 OMV Gas Marketing & Trading Hungária Kft., Budapest ECOGAS C 100,00 100,00 OMV Gas Marketing & Trading Italia S.r.l., Mailand ECOGAS NC 100,00 100,00 OMV Gas Marketing Trading & Finance B.V., Amsterdam OFS C 100,00 100,00 OMV Gas Storage Germany GmbH, Köln (OGSG) OMVDS C 100,00 100,00 OMV Gas Storage GmbH, Wien OGI C 100,00 100,00 OMV Gaz Iletim A.S., Istanbul OMVRM C 100,00 100,00 OMV Green Energy GmbH, Wien (OGREEN) OMVEP C 100,00 100,00 OMV Jardan Block 3 Upstream GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Maurice Energy GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Middle East & Africa GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Myrre Block 86 Upstream GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV New Zealand Limited, Wellington (NZEA) OMVEP C 100,00 100,00 OMV NZ Production Limited, Wellington NZEA C 100,00 100,00 OMV OF LIBYA LIMITED, Douglas OMVEP C 100,00 100,00 OMV Offshore (Namibia) GmbH, Wien (ONAFRU) OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Offshore Bulgaria GmbH, Wien PETROM C 100,00 100,00 OMV Offshore Morondava GmbH in Liqu., Wien6 OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Oil and Gas Exploration GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Oil Exploration GmbH, Wien OMVEP C 100,00 100,00 OMV Oil Production GmbH, Wien OMVEP C 100,00 100,00 OMV Orient Hydrocarbon GmbH in Liqu., Wien6 OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Orient Upstream GmbH, Wien OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Petroleum Exploration GmbH, Wien (PETEX) OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Petroleum Pty Ltd, Perth NZEA NC 100,00 100,00 OMV PETROM E&P BULGARIA S.R.L., Bukarest PETROM C 100,00 100,00 OMV Petrom Energy Solution SRL, Bukarest3 PETROM C 100,00 100,00 OMV PETROM GEORGIA LLC, Tiflis PETROM C 100,00 100,00 OMV Proterra GmbH, Wien OEPA NC 100,00 100,00 OMV Russia Upstream GmbH, Wien3 OMVEP NC 100,00 100,00 OMV Upstream International GmbH, Wien (OUPI) OMVEP C 100,00 100,00 Pearl Petroleum Company Limited, Road Town OUPI AEA 10,00 10,00 PEI Venezuela Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Burghausen OMVEP NC 100,00 100,00 PETROM EXPLORATION & PRODUCTION LIMITED, Douglas PETROM NC 100,00 100,00 POSEIDON EXL 005 ANS, Lysaker ONOR PC 50,00 50,00 Preussag Energie International GmbH, Burghausen OMVEP NC 100,00 100,00 S. PARC FOTOVOLTAIC ISALNITA S.A., Târgu Jiu PETROM PC 50,00 50,00 S. PARC FOTOVOLTAIC ROVINARI EST S.A., Târgu Jiu PETROM PC 50,00 50,00 S. PARC FOTOVOLTAIC TISMANA 1 S.A., Târgu Jiu PETROM PC 50,00 50,00 S. SOLARIST TISMANA 2 S.A., Târgu Jiu PETROM PC 50,00 50,00 SapuraOMV Block 30, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt SEUPMY C — 99,00 SEMXMY — 1,00 SapuraOMV Upstream (Americas) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEAMMY) SEUPMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream (Australia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEAUMY) SEOCMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream (Holding) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEUPMY) SOUPMY C — 100,00 SAPURAOMV UPSTREAM (MALAYSIA) SDN. BHD., Kuala Lumpur SEUPMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream (Mexico) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEMXMY) SEAMMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream (NZ) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SENZMY) SEOCMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream (Oceania) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SEOCMY) SEUPMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream (Sarawak) Inc., Nassau SEUPMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream (Western Australia) Pty Ltd, Perth SEAUMY C — 100,00 SapuraOMV Upstream JV Sdn. Bhd., Kuala Lumpur SENZMY NC — 100,00 SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd., Kuala Lumpur (SOUPMY) OMVEP C — 50,00 Tenersolar Park SRL, Bukarest PETROM AEJ 50,00 Konzernbereich & Sonstiges ASOCIATIA ROMANA PENTRU RELATIA CU INVESTITORII, Bukarest PETROM NC-I 20,00 20,00 Diramic Insurance Limited, Gibraltar OMV AG C 100,00 100,00 OMV Clearing und Treasury GmbH, Wien SNO C 100,00 100,00 OMV Finance Services GmbH, Wien (OFS) SNO C 100,00 100,00 OMV Finance Services NOK GmbH, Wien SNO C 100,00 100,00 OMV Finance Solutions USD GmbH, Wien SNO C 100,00 100,00 OMV Insurance Broker GmbH in Liqu., Wien OMV AG NC — 100,00 OMV International Oil & Gas GmbH, Baar OMV AG C 100,00 100,00 OMV Petrom Global Solutions SRL, Bukarest SNO C 75,00 75,00 PETROM 25,00 25,00 OMV Solutions GmbH, Wien (SNO) OMV AG C 100,00 100,00 PETROMED SOLUTIONS SRL, Bukarest PETROM C 100,00 100,00 Mehreren Segmenten zugeordnet9 BTF Industriepark Schwechat GmbH, Schwechat BPOAT NC 50,00 50,00 OMVRM 50,00 50,00 C2PAT GmbH, Wien BORAAG AEJ 25,00 25,00 OMVRM 25,00 25,00 OMV Deutschland GmbH, Burghausen (OMVD) OMVRM C 90,00 90,00 OMV AG 10,00 10,00 OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG, Burghausen10 OMVD C 99,99 99,99 OMVDS 0,01 0,01 OMV Deutschland Operations GmbH & Co. KG, Burghausen OMVD C 99,99 99,99 OMVDS 0,01 0,01 OMV Downstream GmbH, Wien (OMVRM) OMV AG C 100,00 100,00 OMV PETROM SA, Bukarest (PETROM) OMV AG C 51,16 51,16 1 Konsolidierungsart: C Verbundene einbezogene Unternehmen AEA Assoziierte Unternehmen at-equity bewertet AEJ Gemeinschaftsunternehmen at-equity bewertet PC Konsolidierung des OMV Anteils an Vermögenswerten, Verpflichtungen für Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen NC-I Sonstige, nicht konsolidierte Beteiligungen; assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist NC Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen; Firmenmäntel und Vertriebsorganisationen, die einzeln und gesamt betrachtet für die Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung sind 2 Wirtschaftlicher Anteil 100,00% 3 Konsolidierungsart wurde im Vergleich zu 2023 geändert 4 Der eingetragene Name der Gesellschaft wurde 2025 geändert; vorher AP-NewCo GmbH 5 Trotz Anteilsmehrheit keine Einbeziehung mittels Vollkonsolidierung, sondern at-equity bilanziert, da kein Beherrschungsverhältnis vorliegt 6 Der eingetragene Name der Gesellschaft wurde nach Einleitung der Liquidation geändert. 7 Wirtschaftlicher Anteil 99,99% 8 Das Dekret des russischen Präsidenten Nr. 965 sieht die Enteignung der Anteile vor. 9 In der Segmentberichterstattung den jeweiligen Segmenten zugeordnet 10 Die OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG, Burghausen, Deutschland, machte im Geschäftsjahr 2024 von den Befreiungsvorschriften für die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, Prüfung und Offenlegung nach § 264b HGB i.V.m. § 325 HGB Gebrauch. Die Befreiung der Gesellschaft wird unter Bezugnahme auf diese Vorschriften und unter Angabe des Mutterunternehmens im Bundesanzeiger veröffentlicht. Bei den nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Gesellschaften mit geringem Geschäftsvolumen sowie um Vertriebsgesellschaften, wobei deren Umsatzvolumina, Jahresüberschüsse bzw. -fehlbeträge und deren Eigenkapital insgesamt unter 1% der Konzernwerte liegen. Wesentliche gemeinschaftliche Tätigkeiten (IFRS 11) Name Tätigkeit Sitz % Anteile 31.12.2024 % Anteile 31.12.2023 Nafoora – Augila1 Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen Libyen 100 100 Concession 1031 Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen Libyen 100 100 Pohokura Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Neuseeland 74 74 Neptun Deep Offshore-Exploration und Entwicklung von Kohlenwasserstoffen Rumänien 50 50 Nawara Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen Tunesien 50 50 1 OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft (NOC) stehen 88–90% der Produktion zu („primary split“). Anteile an anderen wesentlichen Tätigkeiten Name Tätigkeit Sitz % Anteile 31.12.2024 % Anteile 31.12.2023 NC 1151 Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen Libyen 30 30 NC 1861 Onshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen Libyen 24 24 SK 4082 Offshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen Malaysia — 40 Aasta Hansteen Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Norwegen 15 15 Edvard Grieg Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Norwegen 20 20 Gullfaks Offshore-Produktion von Kohlenwasserstoffen Norwegen 19 19 Berling Offshore-Entwicklung von Kohlenwasserstoffen Norwegen 30 30 Sarb & Umm Lulu Offshore-Entwicklung und Produktion von Kohlenwasserstoffen Abu Dhabi 20 20 Ghasha Offshore-Exploration und Entwicklung von Kohlenwasserstoffen Abu Dhabi 5 5 1 OMV hält 100% der Second Party Beteiligung. Der libyschen staatlichen Ölgesellschaft NOC stehen 88–90% der Produktion zu („primary split“). 2 SK408 ist Teil der Veräußerungsgruppe SapuraOMV, die am 9. Dezember 2024 verkauft wurde. Weitere Informationen sind in der Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur – zu finden. Ergänzende Informationen zu Öl- und Gasreserven (ungeprüft) Die folgenden Tabellen stellen Zusatzinformationen hinsichtlich der Öl- und Gasaktivitäten des Konzerns dar. Da dieser Themenbereich unter IFRS nicht detailliert geregelt ist, hat der Konzern beschlossen, jene Daten freiwillig zu veröffentlichen, die gemäß der ASC 932 erforderlich wären, würde gemäß US GAAP berichtet werden. Sofern sich die nachfolgenden Zusatzangaben auf Jahresabschlussinformationen beziehen, beruhen diese auf den Daten des IFRS Konzernabschlusses. Die Zusatzangaben beziehen sich auf den Geschäftsbereich Energy mit Ausnahme der Bereiche Gasversorgung, -marketing, -handel und -logistik und Low-Carbon-Geschäft. Weitere Informationen zu den OMV Geschäftsbereichen können der Anhangangabe 6 – Segmentberichterstattung entnommen werden. Die regionale Aufteilung wird nachfolgend beschrieben1: Rumänien und Schwarzes Meer Bulgarien und Rumänien Österreich Österreich Russland Russland (bis Februar 2022) Nord Norwegen Süd Iran (Evaluierung ausgesetzt), Region Kurdistan im Irak, Libyen, Tunesien, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen2 (bis Dezember 2024) Neuseeland und Australien Australien und Neuseeland Malaysia SapuraOMV3 (bis Dezember 2024) 1 Die Regionen Mittel- und Osteuropa (beinhaltet Rumänien und Schwarzes Meer sowie Österreich) und Rest der Welt (beinhaltet Neuseeland und Australien sowie Malaysia) laut Lagebericht werden für diese Angabe weiter untergliedert, um die Informationen detaillierter darzustellen. 2 Im Jahr 2024 erklärten OMV und ihr internationaler JV-Partner ihren Rückzug aus dem Joint Venture im Block S2, und OMV trat als Betreiber zurück. 3 Beinhaltet nicht nur Malaysia, sondern auch die Tochtergesellschaften der SapuraOMV in Neuseeland, Australien und Mexiko. Akquisitionen Es gab es keine wesentlichen Akquisitionen in den Jahren 2024, 2023 und 2022. Veräußerungen und Entkonsolidierung Am 9. Dezember 2024 hat OMV den Verkauf des 50-prozentigen Anteils an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. an TotalEnergies abgeschlossen. Weitere Informationen können der Anhangangabe 4 – Signifikante Änderungen in der Konzernstruktur entnommen werden. Es gab keine wesentliche Veräußerungen im Jahr 2023. Mit 1. März 2022 hat OMV die Vollkonsolidierung von JSC GAZPROM YRGM Development aufgrund des Verlusts der Beherrschung infolge des Kriegs Russland gegen die Ukraine beendet. Nicht beherrschende Anteile Da OMV 51% an OMV Petrom hält, ist diese vollkonsolidiert. Es sind daher 100% der OMV Petrom Vermögenswerte und Ergebnisse enthalten. OMV hielt eine 50% Beteiligung an SapuraOMV, die vollkonsolidiert war. Die Zahlen beinhalten daher 100% der Vermögenswerte und Ergebnisse von SapuraOMV bis zu ihrer Entkonsolidierung. At-equity bewertete Beteiligungen OMV hält 10% an Pearl Petroleum Company Limited (Region Süd). Am 1. März 2022 hat OMV die at-equity-Bilanzierung der OJSC Severneftegazprom (Region Russland), an der es 24,99% hält, aufgrund des Verlusts des maßgeblichen Einflusses, dem Krieg Russlands gegen die Ukraine folgend, beendet. Die nachfolgenden Angaben zu den at-equity bewerteten Beteiligungen entsprechen dem OMV Anteil an den Unternehmen. Weitere Informationen zu wesentlichen Auswirkungen 2023 war wesentlich beeinflusst durch die finale Investitionsentscheidung (FID) zur Ausführung des Neptun Deep Projekts im Schwarzen Meer und der Hail und Ghasha Entwicklung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die nachfolgenden Darstellungen können Rundungsdifferenzen enthalten. Tabellen a) Aktivierte Kosten Die aktivierten Kosten umfassen die Summe des aktivierten Öl- und Gasvermögens einschließlich sonstiges immaterielles Vermögen und Sachanlagen wie Grundvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Konzessionen, Lizenzen und Rechte. Aktivierte Kosten – Tochtergesellschaften In EUR Mio 2024 2023 2022 Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 1.068 1.197 1.811 Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 28.515 29.501 28.240 Gesamt 29.583 30.698 30.051 Kumulierte Abschreibungen –20.223 –20.009 –19.411 Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibungen) 9.360 10.689 10.640 Aktivierte Kosten – at-equity bewertete Beteiligungen In EUR Mio 2024 2023 2022 Öl- und Gasvermögen ohne sichere Reserven 123 116 151 Öl- und Gasvermögen mit sicheren Reserven 380 344 292 Gesamt 504 460 443 Kumulierte Abschreibungen –214 –193 –76 Aktivierte Kosten (abzüglich Abschreibungen) 290 267 367 b) Kosten der Periode Die Kosten der Periode umfassen alle Kosten, die im Zusammenhang mit der Anschaffung, Exploration und Entwicklung von Öl- und Gasvorkommen anfallen, unabhängig davon, ob diese Kosten aktiviert werden oder Aufwand der laufenden Periode sind. Kosten der Periode In EUR Mio Rumänien und Schwarzes Meer Österreich Russland Nord Süd Neusee- land und Australien Malaysia Gesamt 2024 Tochterunternehmen Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven — — — — — — — — Explorationskosten 42 41 — 74 40 2 29 229 Entwicklungskosten 652 48 — 159 312 15 33 1.218 Kosten der Periode 694 89 — 233 352 17 61 1.447 At-equity bewertete Beteiligungen — — — — 14 — — 14 2023 Tochterunternehmen Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven — — — — — — — — Explorationskosten 35 61 — 62 28 25 38 248 Entwicklungskosten 338 40 — 168 252 71 154 1.024 Kosten der Periode 373 101 — 231 280 96 191 1.272 At-equity bewertete Beteiligungen — — — — 33 — — 33 2022 Tochterunternehmen Anschaffungskosten für nicht sichere Reserven — — — — — — — — Explorationskosten 35 24 — 59 10 26 48 202 Entwicklungskosten 327 21 — 159 171 188 102 969 Kosten der Periode 362 45 — 219 181 214 150 1.171 At-equity bewertete Beteiligungen — — 2 — 27 — — 29 c) Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion Die folgenden Tabellen stellen Erträge und Aufwendungen dar, die direkt im Zusammenhang mit der Öl- und Gasproduktion von OMV anfallen. Das Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion entspricht nicht dem Ergebnis des Energy Bereichs, da Zinsen, allgemeine Verwaltungskosten, andere Aufwendungen und die Bereiche Stromproduktion, Gasversorgung, -marketing, -handel und -logistik und Low-Carbon-Geschäft nicht enthalten sind. Weitere Informationen zu den OMV Geschäftsbereichen können der Anhangangabe 6 – Segmentberichterstattung entnommen werden. Die Ertragsteuer wird nach Berücksichtigung von Investitionsbegünstigungen und Verlustvorträgen und unter Anwendung des lokalen Steuersatzes hypothetisch errechnet. Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion In EUR Mio Rumänien und Schwarzes Meer Österreich Russland Nord Süd Neusee- land und Australien Malaysia Gesamt 2024 Tochterunternehmen Umsatz mit Dritten1 5 0 — 766 572 159 257 1.759 Konzerninterner Umsatz 2.107 382 — 885 1.736 172 — 5.281 2.112 383 — 1.651 2.308 330 257 7.041 Produktionsaufwand –565 –89 — –182 –173 –78 –18 –1.104 Förderzinsabgaben –282 –80 — — –296 –25 –9 –691 Explorationsaufwand2 –26 –54 — –46 –13 –2 –10 –151 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –639 –98 — –286 –389 –389 –1 –1.802 Sonstige Kosten3 –88 –18 — –120 –87 –7 –24 –344 –1.601 –339 — –633 –957 –501 –61 –4.092 Ergebnis vor Steuern 511 44 — 1.018 1.351 –170 196 2.949 Ertragsteuern4 –79 1 — –808 –1.224 48 –63 –2.125 Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion 432 45 — 210 127 –123 132 823 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen — — — — 42 — — 42 2023 Tochterunternehmen Umsatz mit Dritten1 6 1 — 979 635 218 268 2.107 Konzerninterner Umsatz 2.452 418 — 1.064 1.646 231 — 5.812 2.458 419 — 2.044 2.282 450 268 7.920 Produktionsaufwand –535 –94 — –197 –181 –83 –18 –1.108 Förderzinsabgaben –501 –84 — — –283 –46 –10 –925 Explorationsaufwand2 –23 –8 — –60 –16 –8 –107 –222 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –475 –97 — –333 –168 –214 –72 –1.358 Sonstige Kosten3 –54 –17 — –116 –50 –15 –19 –271 –1.587 –300 — –707 –698 –367 –226 –3.884 Ergebnis vor Steuern 871 119 — 1.337 1.584 83 42 4.036 Ertragsteuern4 –124 –42 — –1.063 –1.273 –23 –16 –2.542 Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion 746 76 — 274 311 60 26 1.493 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen — — — — –72 — — –72 Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion In EUR Mio Rumänien und Schwarzes Meer Österreich Russland Nord Süd Neusee- land und Australien Malaysia Gesamt 2022 Tochterunternehmen Umsatz mit Dritten1 5 –32 206 1.394 931 225 302 3.032 Konzerninterner Umsatz 3.281 959 — 3.530 1.927 236 — 9.933 3.286 927 206 4.924 2.858 461 302 12.965 Produktionsaufwand –512 –91 — –183 –183 –87 –16 –1.071 Förderzinsabgaben –1.102 –182 — — –312 –46 –21 –1.663 Explorationsaufwand2 –28 –12 — –118 2 –53 –41 –250 Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen –845 –43 –12 –416 –424 46 –91 –1.785 Sonstige Kosten3 –65 –15 –60 –131 –64 –2 –22 –359 –2.552 –344 –72 –848 –980 –142 –191 –5.128 Ergebnis vor Steuern 734 583 135 4.077 1.878 319 111 7.837 Ertragsteuern4 –121 –229 –28 –3.274 –1.553 –83 –34 –5.322 Operatives Ergebnis aus der Öl- und Gasproduktion 613 354 107 803 325 237 77 2.516 Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen — — 3 — 56 — — 59 1 Enthält Hedging-Effekte aus Derivaten; die Region Österreich enthält Hedging-Effekte zentral gesteuerter Derivate (2024: null, 2023: null, 2022: EUR –33 Mio) 2 Enthält Wertminderungen betreffend Exploration und Evaluierung 3 Enthält Bestandsveränderungen von Vorräten 4 Ertragsteuern in den Regionen Nord und Süd enthalten Körperschaftsteuern und „Special Petroleum Taxes“. 2024, 2023 und 2022 enthielten die Ertragssteuern in Österreich den EU Solidaritätsbeitrag. d) Öl- und Gasreserven Sichere Reserven sind jene Mengen an Erdöl und -gas, für welche durch Analysen von geologischen und technischen Daten mit begründeter Sicherheit beurteilt werden kann, dass sie aus bekannten Lagerstätten unter gegenwärtigen wirtschaftlichen, produktionstechnischen und regulatorischen Bedingungen in der Zukunft und innerhalb der Konzessionsdauer – außer die Verlängerung der Konzession ist sicher – wirtschaftlich gefördert werden können. Die sicheren Reserven werden auf Basis eines 12-Monats-Durchschnittspreises ermittelt, es sei denn, die Preise sind vertraglich festgelegt. Sichere, entwickelte Reserven sind jene Reserven, die voraussichtlich mittels bestehenden Bohrungen mit bestehenden Ausrüstungen und Verfahren, oder wenn die Kosten der benötigten Ausrüstung verglichen mit den Kosten einer neuen Bohrung relativ gering sind, gefördert werden können. Weiters ist von sicheren entwickelten Reserven auszugehen, falls sichere Reserven voraussichtlich durch bereits vorhandene und zurzeit in Betrieb befindliche Förderanlagen und -infrastruktur gefördert werden können. Es sollte sichergestellt sein, dass die benötigten zukünftigen Aufwendungen zur Sicherstellung der bestehenden Ausrüstungen innerhalb des aktuellen Budgets geleistet werden. Sichere, nicht entwickelte Reserven sind jene sicheren Reserven, die voraussichtlich aus neuen Bohrungen in Gebieten, in denen noch keine Bohrungen stattgefunden haben oder aus bestehenden Bohrungen, die zur Fertigstellung eine verhältnismäßig hohe Aufwendung oder substanzielle neue Investition benötigen, um den Zustand alternder Einrichtungen zu gewährleisten oder diese zu ersetzen, gefördert werden können. Erdöl und NGL in Mio bbl Rumänien und Schwarzes Meer Österreich Russland Nord Süd Neusee- land und Australien Malaysia Gesamt Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen 1. Jänner 2022 258,8 31,4 — 46,4 275,7 12,9 6,5 631,7 Revision früherer Schätzungen –8,4 1,9 — 15,8 32,3 1,1 0,4 43,1 Erwerb von Reserven — — — — — — — — Verkauf von Reserven — — — — — — — — Erweiterungen und Neufunde 0,1 — — — — — — 0,1 Produktion –20,9 –3,3 — –14,7 –27,3 –3,0 –0,6 –69,9 31. Dezember 2022 229,6 30,0 — 47,6 280,6 11,0 6,2 605,0 Revision früherer Schätzungen –1,6 0,7 — 6,9 89,9 0,6 2,1 98,6 Erwerb von Reserven — — — — — — — — Verkauf von Reserven — — — — — — — — Erweiterungen und Neufunde 0,3 — — — — — — 0,3 Produktion –20,0 –3,0 — –13,4 –29,1 –3,6 –0,7 –69,7 31. Dezember 2023 208,3 27,7 — 41,1 341,5 8,0 7,6 634,2 Revision früherer Schätzungen –1,8 1,1 — 3,8 13,7 0,0 0,0 16,9 Erwerb von Reserven — — — — — — — — Verkauf von Reserven — — — — –4,4 — –6,9 –11,3 Erweiterungen und Neufunde 0,2 — — — — — — 0,2 Produktion –19,1 –3,0 — –10,0 –29,5 –2,9 –0,8 –65,2 31. Dezember 2024 187,6 25,8 — 35,0 321,3 5,1 — 574,8 Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen 31. Dezember 2022 — — — — 16,0 — — 16,0 31. Dezember 2023 — — — — 15,1 — — 15,1 31. Dezember 2024 — — — — 15,7 — — 15,7 Sichere, entwickelte Reserven – Tochterunternehmen 31. Dezember 2022 206,6 30,0 — 39,4 234,5 9,2 1,7 521,4 31. Dezember 2023 187,6 27,7 — 32,8 252,4 8,0 1,4 509,8 31. Dezember 2024 171,1 25,8 — 23,6 245,3 4,8 — 470,6 Sichere, entwickelte Reserven – at-equity bewertete Beteiligungen 31. Dezember 2022 — — — — 15,4 — — 15,4 31. Dezember 2023 — — — — 13,4 — — 13,4 31. Dezember 2024 — — — — 14,8 — — 14,8 Erdgas in bcf Rumänien und Schwarzes Meer Österreich Russland Nord Süd Neusee- land und Australien Malaysia Gesamt Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – Tochterunternehmen 1. Jänner 2022 865,5 152,4 — 289,2 145,8 274,2 514,7 2.241,7 Revision früherer Schätzungen 68,1 15,2 — 144,4 –1,3 9,0 –7,9 227,6 Erwerb von Reserven — — — — — — — — Verkauf — — — — — — — — Erweiterungen und Neufunde 1,6 — — — — — — 1,6 Produktion –122,0 –19,7 — –102,2 –14,7 –47,1 –60,0 –365,6 31. Dezember 2022¹ 813,2 147,9 — 331,4 129,8 236,1 446,8 2.105,2 Revision früherer Schätzungen 464,3 13,7 — 37,0 195,5 –36,5 56,2 730,1 Erwerb von Reserven — — — — — — — — Verkauf — — — — — — — — Erweiterungen und Neufunde 4,9 — — — — — — 4,9 Produktion –115,7 –18,0 — –84,5 –13,6 –53,8 –57,9 –343,6 31. Dezember 2023¹ 1.166,8 143,6 — 283,9 311,7 145,7 445,0 2.496,7 Revision früherer Schätzungen 65,9 20,3 — 49,5 6,6 –35,4 1,8 108,7 Erwerb von Reserven — — — — — — — — Verkauf — — — — — — –389,9 –389,9 Erweiterungen und Neufunde 1,9 — — — — — — 1,9 Produktion –112,4 –18,2 — –86,1 –9,2 –36,0 –56,9 –318,9 31. Dezember 2024¹ 1.122,3 145,7 — 247,2 309,1 74,3 — 1.898,5 Sichere, entwickelte und nicht entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen 31. Dezember 2022 — — — — 303,6 — — 303,6 31. Dezember 2023 — — — — 292,5 — — 292,5 31. Dezember 2024 — — — — 307,8 — — 307,8 Sichere, entwickelte Reserven – Tochterunternehmen 31. Dezember 2022 723,4 80,3 — 290,8 39,9 195,9 228,9 1.559,1 31. Dezember 2023 628,0 76,0 — 246,8 35,0 145,7 158,5 1.290,0 31. Dezember 2024 621,2 74,9 — 203,9 39,5 56,1 — 995,6 Sichere, entwickelte Reserven – At-equity bewertete Beteiligungen 31. Dezember 2022 — — — — 288,3 — — 288,3 31. Dezember 2023 — — — — 259,3 — — 259,3 31. Dezember 2024 — — — — 268,8 — — 268,8 1 2024: Inklusive rund 70,8 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs 2023: Inklusive rund 67,6 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs 2022: Inklusive rund 67,6 bcf an Kissengas in Gasspeicherreservoirs e) Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows Die zukünftige Netto-Cashflow-Information wird unter der Annahme erstellt, dass die vorherrschenden wirtschaftlichen und operativen Rahmenbedingungen über die Produktionsdauer der sicheren Reserven bestehen bleiben. Weder zukünftige Veränderungen der Preise, noch Fortschritte in der Technologie oder Veränderungen der operativen Bedingungen werden berücksichtigt. Zukünftige Mittelzuflüsse beinhalten die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionsmengen, inklusive Kissengas in Gasspeicherreservoirs, unter der Annahme, dass die zukünftige Produktion zu jenen Preisen verkauft wird, die zur Schätzung der sicheren Reserven zu den Jahresend-Mengen dieser Reserven verwendet werden (12-Monats-Durchschnittspreis). Die zukünftigen Produktionskosten umfassen geschätzte Ausgaben für die Förderung sicherer Reserven sowie entsprechende Steuern ohne Berücksichtigung der zukünftigen Inflation. In den zukünftigen Rekultivierungsausgaben sind die Nettokosten der Rekultivierung von Sonden und Produktionsanlagen enthalten. Die zukünftigen Entwicklungsausgaben umfassen die geschätzten Kosten für Entwicklungsbohrungen und Produktionsanlagen. Allen drei Bereichen liegt die Annahme zugrunde, dass das Kostenniveau zum Bilanzstichtag ohne Berücksichtigung der Inflation beibehalten wird. Die zukünftigen Steuerzahlungen werden unter Verwendung des Steuersatzes jenes Landes berechnet, in dem OMV tätig ist. Der Barwert ergibt sich aus der Diskontierung des zukünftigen Netto-Cashflows mit einem Diskontfaktor von 10% pro Jahr. Die standardisierte Ermittlung stellt keine Schätzung des beizulegenden Zeitwertes der sicheren Reserven im Konzern dar. Eine Schätzung des beizulegenden Zeitwertes würde neben vielen anderen Faktoren auch die Gewinnungsmöglichkeit von Reserven, die über die Menge der sicheren Reserven hinausgeht, und voraussichtliche Veränderungen in den zukünftigen Preisen und Kosten und einen dem Risiko der Öl- und Gasproduktion entsprechenden Diskontierungssatz berücksichtigen. Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows In EUR Mio Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen Rumänien und Schwarzes Meer Österreich Russland Nord Süd Neusee- land und Australien Malaysia Gesamt 2024 Tochterunternehmen Zukünftige Mittelzuflüsse 21.487 3.154 — 4.798 24.536 704 — 54.679 Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben –12.668 –2.071 — –2.240 –7.589 –1.227 — –25.795 Zukünftige Entwicklungsausgaben –2.652 –335 — –579 –1.551 –78 — –5.195 Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 6.167 748 — 1.979 15.395 –601 — 23.689 Zukünftige Ertragsteuern –783 –94 — –1.924 –10.831 191 — –13.442 Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 5.384 654 — 55 4.564 –410 — 10.247 10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows –1.864 –353 — 26 –2.237 167 — –4.261 Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows 3.519 301 — 81 2.327 –243 — 5.986 At-equity bewertete Beteiligungen — — — — 370 — — 370 2023 Tochterunternehmen Zukünftige Mittelzuflüsse 30.238 3.656 — 6.457 28.233 1.170 2.256 72.011 Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben –13.937 –2.276 — –2.397 –8.842 –1.412 –622 –29.486 Zukünftige Entwicklungsausgaben –3.184 –378 — –512 –1.901 –86 –71 –6.131 Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 13.117 1.002 — 3.549 17.491 –327 1.563 36.395 Zukünftige Ertragsteuern –1.857 –129 — –3.265 –12.340 168 –461 –17.884 Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 11.260 873 — 284 5.150 –159 1.103 18.511 10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows –4.546 –422 — –11 –2.582 169 –297 –7.689 Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows 6.714 451 — 273 2.568 10 806 10.821 At-equity bewertete Beteiligungen — — — — 475 — — 475 Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows In EUR Mio Tochterunternehmen und at-equity bewertete Beteiligungen Rumänien und Schwarzes Meer Österreich Russland Nord Süd Neusee- land und Australien Malaysia Gesamt 2022 Tochterunternehmen Zukünftige Mittelzuflüsse 29.864 7.435 — 14.937 26.611 2.051 2.248 83.145 Zukünftige Produktions- und Rekultivierungsausgaben –15.951 –2.766 — –2.711 –7.771 –1.829 –690 –31.718 Zukünftige Entwicklungsausgaben –1.424 –246 — –631 –890 –222 –213 –3.626 Zukünftiger Netto-Cashflow vor Ertragsteuern 12.489 4.422 — 11.594 17.950 0 1.345 47.800 Zukünftige Ertragsteuern –1.724 –1.028 — –10.465 –13.283 132 –380 –26.748 Zukünftiger Netto-Cashflow undiskontiert 10.765 3.394 — 1.129 4.667 132 965 21.053 10% jährlicher Diskontsatz für die zeitliche Differenz des Cashflows –4.718 –1.815 — –184 –1.547 213 –296 –8.347 Standardisierte Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows 6.048 1.579 — 945 3.120 345 669 12.705 At-equity bewertete Beteiligungen — — — — 451 — — 451 f) Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows Veränderung der standardisierten Berechnung des diskontierten zukünftigen Netto-Cashflows In EUR Mio 2024 2023 2022 Tochterunternehmen 1. Jänner 10.821 12.705 7.373 Verkauf von gefördertem Öl und Gas in der laufenden Periode abzüglich dazugehöriger Produktionsausgaben –4.714 –7.049 –4.102 Nettoveränderung Preise und Produktionskosten für künftige Perioden –4.427 –6.538 13.243 Nettoveränderung aus dem Kauf und Verkauf von Mineralvorkommen1 –684 — — Nettoveränderung aufgrund von Erweiterungen und neuen Funden 9 32 7 Entwicklungs- und Rekultivierungsausgaben der laufenden Periode 1.369 823 895 Veränderung der geschätzten zukünftigen Entwicklungs- und Rekultivierungskosten in der Periode –436 –1.912 –344 Revision früherer Schätzungen 293 4.239 4.507 Zuwachs aus der Diskontierung 1.011 1.146 671 Nettoveränderung der Ertragsteuern (inkl. Steuereffekte aus Zukäufen und Verkäufen) 2.908 7.539 –9.593 Sonstiges2 –165 –165 48 31. Dezember 5.986 10.821 12.705 At-equity bewertete Beteiligungen 370 475 451 1 Das Jahr 2024 enthält den Effekt aus der Veräußerung von SapuraOMV. 2 Enthält Wechselkursveränderungen gegenüber dem EUR. 2022 war von der Entkonsolidierung der russischen Aktivitäten beeinflusst. Wien, 14. März 2025 Der Vorstand Alfred Stern e.h. Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer Reinhard Florey e.h. Chief Financial Officer Martijn van Koten e.h. Executive Vice President Fuels & Feedstock und Executive Vice President Chemicals Berislav Gaso e.h. Executive Vice President Energy Lagebericht Geschäftsverlauf 2024 Die im Geschäftsjahr 2024 erwirtschafteten Umsatzerlöse betrugen EUR 289,47 Mio (2023: EUR 268,86 Mio). Da die OMV Aktiengesellschaft die Aufgaben einer Management-Holding wahrnimmt, bestehen die Umsatzerlöse hauptsächlich aus den an die Tochtergesellschaften verrechneten Konzernumlagen und Servicedienstleistungen. Das Betriebsergebnis belief sich auf EUR -60,39 Mio (2023: EUR -49,01 Mio). Das Finanzergebnis betrug im Geschäftsjahr 2024 EUR 1.618,58 Mio (2023: EUR 1.425,92 Mio). Das Finanzergebnis der OMV Aktiengesellschaft als Holding besteht im Wesentlichen aus Dividenden- und Beteiligungserträgen der operativen Gesellschaften. Die Netto-Erträge aus Beteiligungen betrugen EUR 1.728,22 Mio und lagen damit über dem Niveau von 2023 (EUR 1.428,10 Mio). Die Dividende von OMV Petrom lag mit EUR 264,59 Mio (2023: EUR 242.02 Mio) über dem Vorjahresniveau. Zusätzlich wurde von OMV Petrom eine Sonderdividende in Höhe von EUR 192,43 Mio (2023: EUR 288,56 Mio) ausgeschüttet. Das Beteiligungsergebnis der Gesellschaften im Geschäftsbereich Energy exklusive OMV Petrom lag mit EUR 149,04 Mio deutlich unter dem Vorjahresniveau (2023: EUR 504,25 Mio). Darin ist das Beteiligungsergebnis der OMV Gas Logistics Holding GmbH mit EUR 80,27 Mio enthalten (2023: OMV Gas Logistics Holding GmbH sowie der OMV Gas Marketing & Trading GmbH EUR 573,80 Mio). Das Beteiligungsergebnis der Gesellschaften im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock exklusive OMV Petrom lag mit EUR 268,85 Mio deutlich über dem Vorjahresniveau (2023: EUR 97,45 Mio). Der Chemicals & Materials Bereich trug zum Beteiligungsergebnis mit einem Betrag von EUR 812,26 Mio (2023: EUR 305,19 Mio) bei. Im Geschäftsjahr 2024 gab es keinen Kapitalzuschuss (2023: Kapitalzuschuss an die OMV Deutschland GmbH). Es wurden Anteile an KIC InnoEnergy SE erworben. Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit für das Geschäftsjahr 2024 betrug EUR 118,32 Mio (2023: EUR -150,20 Mio), der Cashflow aus der Investitionstätigkeit EUR 3.440,98 Mio (2023: EUR 4.532,11 Mio) und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR -2.090,34 Mio (2023: EUR -5.669,10 Mio). Der Jahresüberschuss betrug EUR 1.623,21 Mio (2023: EUR 1.470,83 Mio). Die Bilanzsumme verringerte sich 2024 auf EUR 18.836,87 Mio (2023: EUR 19.190,37 Mio). Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2024 belief sich auf EUR 6.600,41 Mio (2023: EUR 6.626,56 Mio). Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2024 betrug 35,04% (2023: 34,53%). Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2024 lag bei rund 74,55% (2023: 81,36%). Die Eigenkapitalrendite (Return On Equity) betrug 24,54% (2023: 21,90%). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Konzernzentrale tätig waren, betrug 2024 955 (2023: 917) Definitionen dieser Kennzahlen finden Sie in der Beilage „Abkürzungen und Definitionen”, welche ein integraler Bestandteil des Lageberichts ist. Eigene Anteile An eigenen Aktien wurden zum Bilanzstichtag 2024 insgesamt 57.329 Stück gehalten (EUR 57.329), was 0,02% des Grundkapitals entspricht. Zum Erwerb der eigenen Anteile verweisen wir auf den Punkt „Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)“. Im Geschäftsjahr wurden zur Bedienung von aktienbasierten Vergütungsprogrammen 84.678 Stück, das entspricht 0,03% des Grundkapitals, mit einem Kurswert von EUR 3,88 Mio verwendet. Die Differenz zum historischen Rückkaufswert in Höhe von EUR 2,95 Mio wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB) 1. Das Grundkapital beträgt EUR 327.272.727 und ist in 327.272.727 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen. 2. Zwischen den Kernaktionären Österreichische Beteiligungs AG (ÖBAG) und Abu Dhabi National Oil Company P.J.S.C. (ADNOC) besteht ein Syndikatsvertrag, der ein gemeinsames Verhalten sowie Übertragungsbeschränkungen bezüglich der gehaltenen Aktien vorsieht.67 3. ÖBAG hält 31,5% und ADNOC hält 24,9% des Grundkapitals. 4. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten. 5. Arbeitnehmer, die Aktien halten, üben bei der Hauptversammlung ihr Stimmrecht unmittelbar aus. 6. Der Vorstand der Gesellschaft muss aus zwei bis sechs Mitgliedern bestehen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft muss aus mindestens sechs von der Hauptversammlung gewählten und den gemäß § 110 Abs. 1 Arbeitsverfassungsgesetz entsandten Mitgliedern bestehen. Die Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern gemäß § 87 Abs. 8 Aktiengesetz (AktG) bedarf der einfachen Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Für Kapitalerhöhungen gemäß § 149 AktG und Satzungsänderungen (ausgenommen Änderungen des Unternehmensgegenstands) genügt die einfache Stimmen- und Kapitalmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. 7. 7.1. In der Hauptversammlung vom 29. September 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital von OMV Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben. 7.2. Zuletzt in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2024 wurde der Vorstand ermächtigt: a) gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals der Gesellschaft, b) während einer Geltungsdauer von 15 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung der Hauptversammlung, c) zu einem niedrigsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30% unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 20% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats zu erwerben, wobei allfällige Erwerbe so auszuüben sind, dass die Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt mehr als 1.300.000 Stück eigene Aktien hält. Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine jede sonstige gesetzlich zulässige Weise und zum Zweck der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen erfolgen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats aber ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen und den Aufsichtsrat zu ermächtigen, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen. 7.3. In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, somit bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. 8. Per 31. Dezember 2024 hat OMV unbefristete Hybridschuldverschreibungen im nominalen Ausmaß von EUR 2.000 Mio ausstehend, die gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangig sind. Am 7. Dezember 2015 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.500 Mio in zwei Tranchen von je EUR 750 Mio: (i) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1, mit einem erstmöglichen Kündigungstag im Jahr 2021, wurden gekündigt und zu ihrem Nennbetrag (zuzüglich Zinsen) am 30. November 2021 zurückgezahlt. (ii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich), dem erstmöglichen Kündigungstag von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Ab 9. Dezember 2025 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht, verzinst. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 9. Dezember eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung von OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten. Am 19. Juni 2018 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 500 Mio. Diese wurden mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, zum 17. Juni 2024, gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Am 1. September 2020 begab OMV Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von EUR 1.250 Mio in zwei Tranchen (Tranche 1: EUR 750 Mio; Tranche 2: EUR 500 Mio) mit folgender Verzinsung: (iii) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 1 werden bis zum 1. September 2026 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 1, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,500% verzinst. Vom ersten Resettermin (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 1 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. (iv) Die Hybridschuldverschreibungen der Tranche 2 werden bis zum 1. September 2029 (ausschließlich), dem ersten Resettermin von Tranche 2, mit einem jährlichen festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Vom 1. September 2029 (einschließlich) bis 1. September 2030 (ausschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Reset-Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge entspricht. Ab dem 1. September 2030 (einschließlich) wird die Tranche 2 mit einem jährlichen Zinssatz verzinst, der dem dann geltenden 5-Jahres-Swapsatz zuzüglich einer definierten Marge und eines Step-ups von 100 Basispunkten entspricht. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 1. September eines jeden Jahres zur Zahlung fällig, sofern sich OMV nicht entscheidet, die betreffende Zinszahlung aufzuschieben. Ausstehende aufgeschobene Zinszahlungen müssen unter bestimmten Umständen bezahlt werden, insbesondere wenn die Hauptversammlung von OMV beschließt, eine Dividende auf die OMV Aktien zu leisten. Die zum 31. Dezember 2024 ausstehenden Hybridschuldverschreibungen haben keinen Endfälligkeitstag und können seitens OMV unter bestimmten Bedingungen gekündigt werden. OMV hat insbesondere das Recht, die Hybridschuldverschreibungen zu bestimmten Stichtagen zurückzuzahlen. Bei Rückzahlung werden sämtliche ausständigen Zinsen zur Zahlung fällig. Im Falle eines Kontrollwechsels, zum Beispiel, hat OMV die Möglichkeit, die Hybridschuldverschreibungen vorzeitig zurückzuzahlen, andernfalls tritt gemäß Anleihebedingungen eine Erhöhung der Verzinsung ein. 9. Die wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, und von der OMV begebene Anleihen beinhalten übliche Standardklauseln für den Fall eines Kontrollwechsels. 10. Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots. 11. Die wichtigsten Merkmale des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sind folgende: Die Governance für das interne Kontrollsystem wird in einer internen Konzernrichtlinie (Richtlinie Internes Kontrollsystem und ihre Anhänge) festgelegt. Corporate Internal Audit überwacht die Einhaltung dieser Grundsätze und Anforderungen durch regelmäßige Prüfungen, basierend entweder auf dem vom Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats genehmigten Jahresprüfungsplan oder in Form von Ad-hoc-Prüfungen. Die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. Für die Überwachung der wesentlichen „End-to-End“-Prozesse (z.B. Purchase-to-Pay, Order-to-Cash) werden konzernweit gültige Mindestanforderungen definiert. Diese werden nach einem festgelegten Zeitplan hinsichtlich ihrer Umsetzung und Effektivität überprüft. Die Festlegung von konzerneinheitlichen Regelungen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Zwischenabschlüssen durch das Konzern-IFRS-Accounting-Manual wird ebenfalls in einer internen Konzernrichtlinie geregelt. Der Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagementsystem. Der Rechnungslegungsprozess wurde hinsichtlich wesentlicher Teilprozesse analysiert. Zusätzlich beurteilen die Abschlussprüfer regelmäßig die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems. Die Ergebnisse werden dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet. > Details zu unserem Risikomanagementsystem finden Sie im nachfolgenden Abschnitt Risikomanagement Risikomanagement Als internationales Öl-, Gas- und Chemieunternehmen, dessen Aktivitäten von der Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen bis zum Handel und zur Vermarktung von Mineralölprodukten, chemischen Produkten und Erdgas reichen, ist OMV einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt – unter anderem Marktpreisrisiken und anderen finanziellen Risiken, operativen Risiken sowie strategischen Risiken in Verbindung mit den relevanten ESG-Risiken. Im Risikomanagementprozess des Unternehmens liegt der Schwerpunkt auf der Identifizierung, Bewertung und Beurteilung dieser Risiken und ihrer Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität und Rentabilität. Ziel ist es, die Risiken entsprechend dem Risikoappetit und den festgelegten Risikotoleranzen des Unternehmens aktiv zu steuern, um langfristige strategische Ziele von OMV zu verwirklichen. Risikomanagement-Governance Eine wirksame Risikosteuerung ist von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Bewältigung von Unsicherheiten, die in der Natur der Geschäftstätigkeit von OMV liegen. Auf Ebene des Aufsichtsrats kontrolliert der Prüfungsausschuss die Umsetzung und Wirksamkeit der Risikomanagementprozesse bei OMV. Durch die Nutzung der Expertise des Prüfungsausschusses und laufende Fortbildungsmaßnahmen setzt sich der Aufsichtsrat weiterhin für eine solide Risikosteuerung ein. Der Vorstand überwacht und verbessert proaktiv die Risikomanagementprozesse von OMV und sorgt für eine starke Risikokultur im gesamten Unternehmen. Ein funktionsübergreifender Risikoausschuss bestehend aus Mitgliedern des Senior Managements unter der Leitung des:der CFO stellt sicher, dass wesentliche Risiken innerhalb des Unternehmens im Rahmen des Risikomanagementprozesses effektiv erfasst und gesteuert werden. OMV verfügt über eine effektive zentrale Risikomanagementfunktion innerhalb des CFO-Bereichs, die direkt an den Vorstand berichtet und von den Geschäftsfeldern unabhängig ist. Das Unternehmen vertritt die Ansicht, dass durch sein integriertes Geschäftsmodell und die damit verbundenen teilweise gegenläufigen Risiken das Gesamtrisiko wesentlich niedriger ist als die Summe der einzelnen Risiken. Die ausgleichende Wirkung von Branchenrisiken erfolgt jedoch häufig zeitlich verzögert oder abgeschwächt. Die Risikomanagementaktivitäten fokussieren sich daher auf die Nettoposition der Risiken des aktuellen und zukünftigen Geschäftsportfolios des Unternehmens. Die wechselseitigen Abhängigkeiten und Korrelationen zwischen den einzelnen Risiken spiegeln sich auch im konzernweiten Risikoprofil wider. Die Risikomanagement- und Versicherungsaktivitäten werden zentral durch die Bereiche Treasury und Risk & Insurance Management koordiniert. Damit wird sichergestellt, dass im gesamten Unternehmen klare und konsistente Prozesse, Methoden und Techniken in Bezug auf das Risikomanagement angewendet werden. Für jedes Risiko wird ein:eine Risk Owner:in definiert, der:die am besten geeignet ist, die Überwachung und Steuerung des jeweiligen Risikos zu verantworten. Das übergeordnete Ziel der OMV-Risikopolitik besteht darin, die Liquidität des Unternehmens abzusichern und ein dem Risikoappetit von OMV entsprechend starkes Investment-Grade-Rating zu erhalten. Finanzielle und nicht finanzielle Risiken werden regelmäßig im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement-(EWRM-)Prozesses von OMV identifiziert, beurteilt und berichtet. Hauptzweck des EWRM-Prozesses ist es, einen wesentlichen Wertbeitrag für das Unternehmen zu leisten, indem risikobasierte Managemententscheidungen ermöglicht werden. Dies erfolgt mithilfe des Modells der drei Verteidigungslinien: 1. Unternehmensführung, 2. Risikomanagement und Aufsichtsfunktionen, 3. Interne Revision. Durch die richtige Einschätzung der finanziellen, operativen und strategischen Risiken wird die Nutzung von Geschäftsmöglichkeiten systematisch unterstützt, wodurch der Wert von OMV nachhaltig gesteigert wird. Das EWRM-System hat seit 2003 in allen Konzernbereichen, einschließlich der Tochtergesellschaften in mehr als 20 Ländern, das Risikobewusstsein und die Kenntnisse über das Risikomanagement deutlich verbessert. OMV arbeitet laufend an der Weiterentwicklung des EWRM-Prozesses gemäß den internen und externen Anforderungen, wie zum Beispiel der Berücksichtigung von ESG- („Environment, Social, Governance“-) Reportingstandards und -Rahmenwerken. Der OMV EWRM-Prozess wurde gemäß der Norm ISO 31000 eingerichtet und wird durch ein konzernweites IT-System unterstützt, in dem sämtliche festgelegten Prozessschritte dokumentiert werden: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikobehandlung, Berichterstattung und Risikoüberprüfung führen zur kontinuierlichen Überwachung von Änderungen des Risikoprofils. Die Auswirkungen der durch einen Bottom-up-Prozess ermittelten Konzernrisiken werden mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation bewertet und den Planungsdaten gegenübergestellt. Diese Herangehensweise wird vom Senior Management in einem Top-down-Ansatz unter Einbeziehung der mit der Konzernstrategie verbundenen Risiken ergänzt. Auch nicht voll konsolidierte Gesellschaften sind in diesem Prozess inkludiert. Im Rahmen des EWRM-Prozesses bedienen wir uns konzernweit derselben Risikoterminologie und sprechen eine gemeinsame Risikosprache, um eine effektive Kommunikation von Risiken zu gewährleisten, wobei ESG-Risiken in der OMV-Risikotaxonomie eine Schlüsselrolle spielen. Zweimal im Jahr werden die Ergebnisse dieses Prozesses zusammengeführt und dem Vorstand sowie dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats präsentiert. In Übereinstimmung mit dem Österreichischen Corporate Governance Kodex wird die Funktionsfähigkeit des EWRM jährlich durch einen:eine Wirtschaftsprüfer:in evaluiert. Folgende wesentliche finanzielle und nicht finanzielle Risiken wurden in Bezug auf die Mittelfristplanung von OMV ermittelt:  Finanzielle Risiken wie Marktpreisrisiken und Währungsrisiken  Operationelle Risiken inklusive aller mit Anlagen verbundenen Risiken und Auswirkungen, Produktionsrisiken, Projektrisiken, Personalrisiken, IT-Risiken, Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE); - und regulatorischer bzw. Compliance-Risiken  Strategische Risiken, die zum Beispiel im Zusammenhang mit der Energiewende und durch technologischen Fortschritt entstehen, aber auch Reputationsrisiken und politische Risiken wie Sanktionen beinhalten > Mehr über das Risikomanagement und die Verwendung von Finanzinstrumenten finden Sie im Konzerlagebericht. Finanzielle Risiken Marktpreis- und andere finanzielle Risiken, einschließlich der Marktpreisrisiken durch EU-Emissionszertifikate, entstehen durch die Volatilität von Rohstoffpreisen, Wechselkursen und Zinssätzen. Kreditrisiken, die durch die Unfähigkeit von Kontrahenten entstehen können, einer Zahlungs- oder Lieferverpflichtung nachzukommen, zählen ebenfalls zu den wesentlichen Risiken. Als Öl-, Gas- und Chemieunternehmen ist OMV den Preisschwankungen der entsprechenden Rohstoffe in signifikantem Maße ausgesetzt. Auf der Währungsseite hat das Unternehmen wesentliche Risikopositionen in USD, RON, NOK, NZD und SEK. Aus dem Verkauf von Ölprodukten resultiert eine ökonomische Netto- Long-Position in USD bei OMV. Die vergleichsweise weniger signifikanten Risikopositionen in RON, NOK, NZD und SEK entstehen aus Kosten in lokalen Währungen in den jeweiligen Ländern. Management von Rohstoffpreisrisiken, Währungsrisiken und Risiken im Zusammenhang mit EU-Emissionszertifikaten Die Analyse und das Management finanzieller Risiken, die aus Fremdwährungen, Zinssätzen, Rohstoffpreisen, EU-Emissionszertifikaten, Kontrahent:innen, Liquidität und versicherbaren Risiken resultieren, werden zentral konsolidiert. Marktpreisrisiken werden konzernweit betrachtet und ihre möglichen Cashflow-Auswirkungen werden mittels eines Risikomodells analysiert, das Portfolioeffekte berücksichtigt. Die Auswirkungen der finanziellen Risiken (z. B. Rohstoffpreise und Währungen) auf Cashflow und Liquidität von OMV werden regelmäßig im Risikokomitee präsentiert. Dieser Ausschuss unter der Leitung des CFO setzt sich aus den Mitgliedern des Senior Managements der Geschäftsbereiche und Konzernfunktionen zusammen. In Bezug auf Rohstoffpreisrisiken und Währungsrisiken entscheidet der OMV-Vorstand bei Bedarf über Hedging-Strategien zur Reduzierung dieser Risiken. OMV setzt Finanzinstrumente zu Sicherungszwecken ein, um die Konzernliquidität beispielsweise gegen den potenziell negativen Einfluss fallender Öl- und Gaspreise im Geschäftsbereich Energy abzusichern. In den Geschäftsbereichen Fuels & Feedstock und Chemicals ist OMV insbesondere volatilen Raffinerie- und Chemiemargen, Erdgaspreisen und CO2-Emissionszertifikaten sowie Lagerrisiken ausgesetzt. Entsprechende Optimierungs- und Hedging-Aktivitäten werden durchgeführt, um diese Risiken zu reduzieren. Hierunter fallen insbesondere Margen-Hedges sowie Rohstoff-Hedges. Ein Governance-System zur Kontrolle von Optimierungs-, Handels- und Hedging-Risiken legt klare Mandate einschließlich der Risikoschwellen für diese Aktivitäten fest. Zinsrisikomanagement Zur Ausbalancierung des Zinsportfolios des Unternehmens können im Rahmen definierter Regelungen Kredite von fixer auf variable Zinsbindung und vice versa umgestellt werden. Weiters analysiert OMV regelmäßig die Auswirkungen von Zinsänderungen auf die Zinserträge und -aufwendungen aus variabel verzinsten Geldanlagen und Krediten. Kreditrisikomanagement Das Kreditrisiko wesentlicher Kontrahent:innen wird auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene bewertet und mittels definierter Limits für Banken, Geschäftspartner:innen und Sicherheitengeber:innen überwacht und gesteuert. Die Abläufe sind durch OMV-Richtlinien auf Konzernebene geregelt. Angesichts eines schwierigen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds mit volatilen Rohstoffpreisen, hohen Zinsen und verzerrten Lieferketten wird besonders auf Frühwarnsignale geachtet, wie beispielsweise Änderungen im Zahlungsverhalten. Operationelle Risiken OMV ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety, Security, and Environment; HSSE) ausgesetzt. Dazu zählen die möglichen Auswirkungen von Naturkatastrophen sowie von Vorfällen im Bereich der Prozesssicherheit und der Sicherheit von Personen. Weitere operationelle Risiken gehen mit der Durchführung von Investitionsprojekten und der Nichteinhaltung von gesetzlichen oder regulatorischen Bestimmungen einher. Sämtliche operationellen Risiken werden nach dem definierten Risikomanagementverfahren des Konzerns identifiziert, analysiert, überwacht und gemindert. Die bewerteten Risiken werden auf allen Unternehmensebenen unter Anwendung der definierten Risikorichtlinien und mit klar zugeordneten Verantwortlichkeiten gesteuert und gemindert. Die wesentlichen Risiken, wie beispielsweise Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, Recht und Compliance, Personalmanagement sowie Nachhaltigkeit, werden zentral durch definierte Konzernrichtlinien geregelt, um sicherzustellen, dass Planungsziele erreicht werden können. Projektrisiken Bei der Umsetzung der Strategie 2030 investiert OMV sowohl in organische als auch anorganische Wachstumsprojekte und verfolgt dabei einem ausgereiften Projektrisikomanagementprozess zur regelmäßigen Identifizierung, Analyse und Überwachung der Projektrisiken. OMV verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Management von Großprojekten und bei der Minimierung von Projektrisiken. Das Unternehmen kann operationellen, politischen, technologischen und anderen Risiken ausgesetzt sein, die sich seinem eigenen Einfluss und dem seiner Vertragspartner:innen entziehen, was den Fortschritt der Projekte von OMV verzögern oder behindern kann. So kann beispielsweise die Durchführung großer Onshore- und Offshore-Projekte in Rumänien, Norwegen und den VAE durch Änderungen des jeweiligen regulatorischen oder steuerlichen Rahmens, durch die Nichtverfügbarkeit von Auftragnehmer:innen oder den Mangel an qualifiziertem Personal beeinträchtigt werden. Die Projektkosten können durch Preisinflation, Arbeitskräftemangel oder die Unterbrechung bzw. Neuorganisation von Lieferketten negativ beeinflusst werden. Insbesondere Projekte in den Bereichen Recycling sowie nachhaltige Kraftstoffe und Rohstoffe können von einer unzureichenden Verfügbarkeit der benötigten Ausgangsstoffe, der Unfähigkeit einer kommerziellen Nutzung neuer Technologien oder mangelnder regulatorischer Klarheit betroffen sein. Vor allem in neuen Geschäftsbereichen investiert OMV unter Umständen häufiger über Partnerschaften und Joint Ventures, wodurch das Unternehmen erhöhten Governance- und Kreditrisiken ausgesetzt sein kann, die die Projektabwicklung unter Umständen negativ beeinflussen. Jedes dieser Risiken kann wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Geschäfts-, Ertrags- und Finanzlage von OMV haben. IT-Risiken Da OMV bei seinen Aktivitäten auf IT-Systeme angewiesen ist, kann es zu Beeinträchtigungen aufgrund von groß angelegten Cyberattacken kommen. Zum Schutz von Daten und IT-Assets, die Daten speichern und verarbeiten, ist ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) mit entsprechenden Sicherheitskontrollen in alle IT-Dienste des Unternehmens implementiert. IT-Risiken werden bewertet, regelmäßig überwacht und mit gezielten Maßnahmen adressiert oder durch umfassende IT- und Sicherheitsprogramme im gesamten Unternehmen gesteuert. Betriebstechnische Risiken spiegeln sich in der Bewertung von Prozesssicherheitsrisiken wider. OMV ist sich auch der aufkommenden Risiken durch künstliche Intelligenz (KI) bewusst und integriert daher aktiv Maßnahmen in die bestehenden Konzepte und Kontrollen zur Security Governance, um potenziellen Sicherheitslücken und Schwachstellen im Zusammenhang mit KI entgegenzuwirken. Strategische Risiken Zur Identifizierung strategischer Risiken, die potenziell langfristige Auswirkungen auf die Unternehmensziele haben könnten, beobachtet OMV laufend sein internes und externes Umfeld. Geopolitische und regulatorische Risiken OMV beobachtet die geopolitischen Entwicklungen aufmerksam, insbesondere den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie eventuelle zusätzliche Sanktionen und Gegensanktionen, die sich daraus ergeben könnten. Auch die jüngsten Entwicklungen in Israel und Syrien haben Bedenken hinsichtlich der regionalen Stabilität und ihrer potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten von OMV hervorgerufen. Nichtdestotrotz ist es wichtig festzuhalten, dass die Geschäftstätigkeit von OMV in der MENA-Region bislang von diesen Entwicklungen unberührt geblieben ist. Das Unternehmen prüft regelmäßig die Auswirkungen derartiger geopolitischer Entwicklungen auf seine Geschäftstätigkeit. Zum Beispiel könnten anhaltende und/oder zunehmende Unterbrechungen der russischen Rohstofflieferungen nach Europa zu einem weiteren Anstieg der europäischen Energiepreise führen. Sanktionen gegen Russland und von Russland verhängte Gegensanktionen könnten zu weiteren Störungen in den globalen Lieferketten und Engpässen führen – beispielsweise bei Energieprodukten, Rohstoffen, Agrarprodukten und Metallen –, was wiederum einen weiteren Anstieg der Betriebskosten zur Folge hätte. Im Dezember 2024 kündigte OMV nach schwerwiegenden Vertragsverletzungen durch Gazprom Export seinen Vertrag mit Gazprom Export über die Lieferung von Gas nach Österreich mit sofortiger Wirkung. Mit dieser Kündigung wurde das Vertragsverhältnis beendet und das Russland-Risiko des Unternehmens erheblich reduziert. Bereits davor hatte OMV im Hinblick auf die erwartete Unterbrechung aller russischen Erdgaslieferungen nach Österreich aufgrund der Beendigung des Gastransitvertrags zwischen der Ukraine und Russland sowohl die Gasbezugsquellen als auch die Lieferwege diversifiziert, um die Energieversorgung seiner Kund:innen sicherzustellen. Mit dem Kauf zusätzlicher Transportkapazitäten nach Österreich an den Übergabepunkten Oberkappel (Pipeline aus Deutschland) und Arnoldstein (Pipeline aus Italien) im Juli 2023 sowie der Sicherung zusätzlicher Lieferungen war OMV auf diese Situation gut vorbereitet. Das überdurchschnittlich wärmere Wetter in Europa, die gestiegene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie hohe Gaspreise waren die Hauptgründe für den reduzierten Gasverbrauch von Haushalten und der Industrie im Jahr 2024. Zudem waren die Lagerbestände in Mitteleuropa im Vergleich zu den Vorjahren höher. OMV beobachtet die Entwicklungen weiterhin genau und bewertet regelmäßig potenzielle Auswirkungen auf den Cashflow und die Liquiditätslage des Unternehmens. Eine hohe Volatilität der Erdgaspreise kann potenziell zu Liquiditätsspitzen führen, um Margin Calls für kurzfristige Börsenhandelsaktivitäten zu erfüllen. OMV verfügt über ungenutzte zugesagte und nicht zugesagte Kreditfazilitäten, um solche kurzfristigen Anforderungen im Bedarfsfall zu erfüllen. Das Unternehmen reagiert auf die Situation mit gezielten Maßnahmen, um die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Abgesehen von den oben erwähnten geopolitischen Spannungen ist die Geschäftstätigkeit von OMV noch weiteren geopolitischen Risiken ausgesetzt, wie beispielsweise Enteignung und Verstaatlichung von Eigentum, Beschränkungen für ausländisches Eigentum, inneren Unruhen, Kriegshandlungen oder Terrorismus und politischer Instabilität, etwa in Libyen, im Jemen oder Tunesien sowie anderen Ländern, in denen OMV tätig ist und Investitionen getätigt hat. OMV verfügt jedoch über umfangreiche Erfahrungen und Kenntnisse hinsichtlich des politischen Umfelds in Schwellenländern. Mögliche regulatorische Änderungen können auch zu Unterbrechungen, Produktionseinschränkungen oder einer höheren Steuerbelastung führen. OMV beobachtet laufend politische und regulatorische Entwicklungen in allen Märkten, die sich auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens auswirken. Spezifische Länderrisiken werden vor dem Eintritt in neue Länder überprüft. Makroökonomische Risiken Geoökonomische Fragmentierung, Handelsbeschränkungen sowie Unterbrechungen der globalen Lieferketten könnten zu weiteren Kostensteigerungen für OMV führen. Im Zusammenhang mit hohen Zinssätzen kann diese Situation das Wirtschaftswachstum negativ beeinflussen, was wiederum die Nachfrage nach den Produkten von OMV beeinträchtigen könnte. Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel Neben dem Marktpreisrisiko im Zusammenhang mit EU-Emissionszertifikaten bewertet OMV laufend die Exposition des Unternehmens gegenüber Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Dazu zählen die potenziellen Auswirkungen von akuten oder chronischen Ereignissen, wie etwa häufigeren extremen Wetterereignissen, aber auch systemische Änderungen unseres Geschäftsmodells aufgrund veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen oder die Substitution von OMV-Produkten durch verändertes Konsumverhalten. OMV betrachtet den Klimawandel als zentrale globale Herausforderung und berücksichtigt daher bei der Entwicklung seiner Geschäftsstrategie klimarelevante Risiken und Chancen. Die Maßnahmen zur Steuerung oder Minderung dieser Risiken sind in den entsprechenden Abschnitten dieses Berichts, insbesondere in der Nachhaltigkeitserklärung und im Abschnitt Strategie, näher erläutert. Risiken im Zusammenhang mit der Unternehmenstransformation Die Transformation von OMV zu einem führenden Anbieter von nachhaltigen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien sowie nachhaltigen Energielösungen ist von einer Vielzahl von Unsicherheiten geprägt. Zu diesen Risiken gehören die Verfügbarkeit qualifizierter Mitarbeiter:innen, Technologie- und Skalierungsrisiken, die Verfügbarkeit nachhaltiger Rohstoffe in ausreichender Qualität und Quantität sowie Governance-Risiken im Zusammenhang mit Joint Ventures und Partnerschaften. Personalrisiken Durch eine gezielte Nachfolge- und Entwicklungsplanung will die OMV Abteilung People & Culture geeignete Führungskräfte für das weitere Unternehmenswachstum entwickeln bzw. für OMV gewinnen und damit Personalrisiken mindern. Auswirkungen, Risiken und Chancen im Bereich der Nachhaltigkeit Durch die entsprechende Verankerung im unternehmensweiten Risikomanagementprozess legt OMV besonderes Augenmerk auf fünf Schwerpunktbereiche der Nachhaltigkeit: Klimawandel, Management natürlicher Ressourcen, Menschen und Menschenrechte, Gesundheit und Arbeitsschutz sowie ethische Geschäftspraktiken. Das weiter oben kurz beschriebene bewährte Risikosicherungsmodell wurde angepasst, um eine wirksame Steuerung der potenziellen Auswirkungen, Risiken und Chancen in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Governance zu gewährleisten. > Mehr über Risiken in den Bereichen Umwelt, Gesellschaft und Governance finden Sie in den entsprechenden Abschnitten der Nachhaltigkeitserklärung des OMV Konzernlageberichts. OMV Group Security Die Abteilung OMV Group Security beobachtete 2024 ein zunehmend instabiles geopolitisches Umfeld. Laut dem Uppsala Conflict Data Program gibt es derzeit weltweit mehr als 50 staatliche Konflikte – die höchste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg. Die globale Sicherheit wird insbesondere durch die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Mittleren Osten beeinträchtigt. OMV Group Security investierte daher weiterhin beträchtliche Ressourcen in die Gewährleistung der Resilienz und Sicherheit in Regionen, die zuvor als risikoarm galten. Der Schwerpunkt lag jedoch wie schon bisher auf den Standorten im Mittleren Osten und Nordafrika. Neben der herausfordernden Sicherheitslage für die OMV-Geschäftstätigkeit im Jemen, in Tunesien und in Libyen hat auch die anhaltende Bedrohung durch Terroranschläge und hybride Kriegsführung in Europa nicht abgenommen. Politischer Extremismus, organisierte Kriminalität und die zunehmende Konvergenz von Cyberrisiken und physischen Bedrohungen machten es erforderlich, dass sich OMV Group Security weiterhin auf eine robuste und dennoch flexible Sicherheitsstrategie konzentrierte. Diese Strategie ermöglicht es OMV, seine Geschäftstätigkeit in dynamischen Umfeldern mit asymmetrischen Bedrohungen fortzusetzen. Der konzerninterne OMV-Sicherheitsmanagementstandard legt eine breite Palette von Vorschriften, Plänen, Maßnahmen und Systemen zum Thema Sicherheit fest. Das Dokument berücksichtigt die IOGP-Leitlinien sowie andere branchenspezifische bewährte Verfahren (ASIS und UK Security Institute), damit das Unternehmen Bedrohungen bestmöglich erkennen, abwenden, verhindern, aufzeichnen und untersuchen sowie vor diesen schützen kann. Managementprozesse und Verfahren zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht OMV verfügt über ein einzigartiges, agiles und bewährtes Sicherheitsmanagementsystem, das je nach Bedarf regelmäßig überprüft, angepasst und erweitert wird. Die Philosophie, Sicherheitsinformationen aus unterschiedlichsten Quellen einzuholen und als präventives Sicherheitsinstrument einzusetzen, ist und bleibt ein Grundprinzip der Strategie von OMV Group Security. Mit diesem Ansatz können wir ein breites Spektrum an geopolitischen Ereignissen, regionalen Konflikten und vereinzelten Zwischenfällen vorhersehen und unverzüglich darauf reagieren. Zusätzlich gestärkt wird dieser Ansatz durch die wirksame Zusammenarbeit mit staatlichen und lokalen Sicherheitsbehörden zum Zwecke der zuverlässigen Bestätigung der Faktenlage vor Ort. Die Plattform von OMV zur Bewertung von Sicherheitsrisiken bietet auch weiterhin einen Echtzeitüberblick über den Grad an Sicherheitsrisiken, dem die OMV-Vermögenswerte ausgesetzt sind, und kann rasch an geopolitische und andere sicherheitsrelevante Ereignisse angepasst werden. Außerdem ermöglicht sie die Verbreitung sicherheitskritischer Informationen in Echtzeit. Um die Wirksamkeit und Angemessenheit der Security-Praktiken in den Geschäftsbereichen von OMV zu gewährleisten, führt OMV Group Security regelmäßige Audits durch. Diese finden jedes Jahr für Unternehmen in Hochrisikoländern statt. Im Jahr 2024 waren dies Tunesien, Libyen und der Jemen. Zwei weitere größere Audits werden jährlich durchgeführt, wobei die Geschäftsbereiche nach den betrieblichen Erfordernissen ausgewählt werden. Für 2024 fiel die Wahl auf OMV Abu Dhabi und OMV Libyen, einschließlich der operativen Tätigkeiten vor Ort. Ebenso wurden die Security-Aktivitäten in Tripolis und Bengasi einer detaillierten Prüfung unterzogen. Die Leistungsbeschreibung (Terms of Reference) wird vor dem Audit mit dem Geschäftsbereich vereinbart. Anschließend findet eine gründliche Prüfung mit Besuchen vor Ort, Interviews, Dokumentenanalysen und Beobachtungen statt. Anschließend wird ein Auditbericht verfasst, verteilt, genehmigt und veröffentlicht. Der Bericht enthält SMART-Maßnahmen, wobei der gesamte Prozess im HSSE-Reporting-Tool von OMV protokolliert wird. OMV Group Security leistete auch weiterhin konzernweit operative Unterstützung für alle OMV-Unternehmensbereiche weltweit und stellte bei Sicherheitsproblemen zusätzliche Kapazitäten bereit. In Hochrisikoländern setzte OMV zudem eigene Country-Security-Manager:innen und Asset-Protection-Expert:innen vor Ort ein, um die Sicherheit durch zusätzliche und gegebenenfalls lokale Expertise zu verbessern. Sicherheit und Menschenrechte Wir verpflichten uns, die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht zu achten und gleichzeitig die Sicherheit unserer Arbeitskräfte und unserer Geschäftstätigkeit zu gewährleisten. Wir erreichen dies, indem wir im Einklang mit allen einschlägigen Gesetzen und internationalen Standards oder Initiativen handeln, einschließlich der Freiwilligen Grundsätze zur Wahrung der Sicherheit und Menschenrechte (Voluntary Principles on Security and Human Rights; VPs) und des Internationalen Verhaltenskodex für private Sicherheitsdienstleister (International Code of Conduct for Private Security Service Providers; ICoC). Insbesondere, aber nicht ausschließlich gilt dies für unsere Interaktionen mit öffentlichen und privaten Sicherheitsdiensten. Diese Bestrebung ist ein fester Bestandteil unserer effektiven Arbeitsweise, jedoch noch nicht vollständig auf die Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (European Sustainability Reporting Standards; ESRS) abgestimmt.> Mehr über unseren Ansatz zum Schutz der Menschenrechte finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht (Abschnitt S1 Menschenrechte in der Nachhaltigkeitserklärung) des OMV Konzernlageberichts. OMV stellte 2023 einen Antrag auf Mitgliedschaft in den Freiwilligen Grundsätzen zur Wahrung der Sicherheit und Menschenrechte. Seitdem gelten wir als antragstellendes Mitglied und engagieren uns aktiv für die Initiative, beispielsweise während des jährlichen Forums in Washington und während eigener Q&A-Calls mit dem Sekretariat und aktiven Mitgliedern aus den Bereichen Corporate, Government und NGO – alles im Rahmen des Antragsverfahrens. OMV hält sich weiterhin an die Richtlinien der Initiative, wobei die VPs eine tragende Säule für alle unsere weltweiten Sicherheitsoperationen darstellen. Nachhaltigkeit & HSSE (Gesundheit, Sicherheit und Umwelt) > Details finden Sie in der Nachhaltigkeitsberichterstattung des OMV Konzerlageberichts Forschung und Entwicklung Die OMV Aktiengesellschaft betreibt selbst keine Forschung und Entwicklung, koordiniert jedoch die gruppenweiten Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Ausblick 2025 Auch für 2025 werden für die OMV Aktiengesellschaft neben einem leicht negativen operativen Ergebnis positive Ergebnisbeiträge aus den von der Gesellschaft gehaltenen Beteiligungen erwartet. Die Ertragslage der OMV Aktiengesellschaft wird auch weiterhin im Wesentlichen die strukturelle Entwicklung des OMV Konzerns sowie das aktuelle Marktumfeld widerspiegeln. Marktumfeld OMV erwartet einen durchschnittlichen Brent-Rohölpreis von rund USD 75/bbl (2024: USD 81/bbl). Der durchschnittlich realisierte Gaspreis wird bei rund EUR 35/MWh erwartet (2024: EUR 25/MWh), wobei die THE-Preisprognose zwischen EUR 40/MWh und EUR 45/MWh liegt (2024: EUR 35/MWh). Konzern  Organische Investitionen werden sich voraussichtlich auf rund EUR 3,6 Mrd belaufen (2024: EUR 3,7 Mrd). Darin enthalten sind nicht zahlungswirksame Investitionen im Zusammenhang mit Leasingverträgen in Höhe von rund EUR 0,1 Mrd. Chemicals  Die Ethylen-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich bei rund EUR 520/t liegen (2024: EUR 505/t). Die Propylen-Referenzmarge Europa wird den Prognosen zufolge auf einem ähnlichem Niveau wie im Jahr 2024 liegen (2024: EUR 384/t).  Die Polyethylen-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich über EUR 400/t liegen (2024: EUR 432/t). Es wird eine Polypropylen-Referenzmarge Europa von über EUR 400/t erwartet (2024: EUR 402/t).  Der Steamcracker-Auslastungsgrad in Europa wird voraussichtlich bei rund 90% liegen (2024: 84%).  Die Verkaufsmenge Polyolefine exklusive JVs wird voraussichtlich rund 4,1 Mio t betragen (2024: 3,9 Mio t).  Die organischen Investitionen im Geschäftsbereich Chemicals werden auf rund EUR 0,9 Mrd prognostiziert (2024: EUR 1,0 Mrd). Fuels & Feedstock  Die OMV-Raffinerie-Referenzmarge Europa wird voraussichtlich bei rund USD 6/bbl liegen (2024: USD 7,1/bbl).  Der Auslastungsgrad der Raffinerien in Europa wird zwischen 85% und 90% erwartet (2024: 87%).  Die Kraftstoff- und sonstigen Verkaufsmengen in den europäischen OMV-Märkten werden höher als 2024 prognostiziert (2024: 16,2 Mio t). Die Commercial-Margen werden voraussichtlich niedriger sein als 2024. Die Retail-Margen werden voraussichtlich leicht unter dem Niveau von 2024 liegen.  Die organischen Investitionen im Geschäftsbereich Fuels & Feedstock werden den Prognosen zufolge rund EUR 0,7 Mrd betragen (2024: EUR 0,8 Mrd). Energy  OMV erwartet eine Gesamtproduktion von Kohlenwasserstoffen von rund 300 kboe/d (2024: 340 kboe/d), vorausgesetzt, die Geschäftstätigkeit in Libyen verläuft ohne Einschränkungen.  Die Produktionskosten auf OMV-Konzernebene werden bei rund USD 11/bbl (2024: USD 10/bbl) erwartet.  Die organischen Investitionen im Bereich Energy werden sich voraussichtlich auf rund EUR 1,9 Mrd belaufen (2024: EUR 1,8 Mrd).  Die Explorations- und Evaluierungsausgaben (E&A) werden bei rund EUR 220 Mio liegen (2024: EUR 229 Mio). Nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 243b Unternehmensgesetzbuch (UGB) Die nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 243b UGB wurde in die im Konzernlagebericht enthaltene konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 267a UGB integriert. Wien, 14. März 2025 Der Vorstand Alfred Stern e.h. Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer Reinhard Florey e.h. Chief Financial Officer Martijn van Koten e.h. Executive Vice President Fuels & Feedstock und Executive Vice President Chemicals Berislav Gaso e.h. Executive Vice President Energy Bestätigungsvermerk Bericht zum Jahresabschluss Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2024 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der Verordnung (EU) Nr 537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen Siehe Anhangangaben „Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“, 1 „Anlagevermögen“ und 12 „Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis“. Das Risiko für den Jahresabschluss Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 13.109 Mio. EUR, nach Zuschreibungen in Höhe von 89 Mio. EUR im Jahr 2024. Der Buchwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 898 Mio. EUR. Die Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen werden zu jedem Bilanzstichtag einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Falls erforderlich, werden Wertminderungsberechnungen durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Berechnungen sind in hohem Maße von Schätzungen der zukünftigen Cashflows und den Annahmen zur Bestimmung der Abzinsungssätze abhängig. Für den Jahresabschluss besteht das Risiko, dass die Bewertung von Anteilen und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen falsch dargestellt ist. Unsere Vorgehensweise in der Prüfung Wir haben die Werthaltigkeit der relevanten Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen wie folgt beurteilt:  Wir haben ein Verständnis über die wesentlichsten internen Kontrollen für die Werthaltigkeitsprüfung erlangt und deren Gestaltung und Umsetzung beurteilt.  Wir haben die vom Unternehmen durchgeführte Analyse der Anhaltspunkte für einen wesentlich gesunkenen beizulegenden Wert (einschließlich der Deckung des Beteiligungsansatzes durch das anteilige Eigenkapital) der Anteile an verbundenen Unternehmen nachvollzogen.  Wir haben die Angemessenheit der für Wertminderungsberechnungen verwendeten Bewertungsmethoden evaluiert.  Wir haben die in die Wertminderungsberechnungen eingeflossenen zukünftigen Cashflows mit der genehmigten Mittelfristplanung verglichen.  Mit Unterstützung unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Angemessenheit der Annahmen zur Bestimmung der Abzinsungssätze durch Vergleich mit markt- und branchenspezifischen Benchmarks beurteilt.  Wir haben die rechnerische Richtigkeit der Wertminderungsberechnungen überprüft.  Wir haben die Angemessenheit der Angaben im Jahresabschluss beurteilt. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung darauf. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage, der von uns zu den sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft. Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:  Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.  Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.  Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.  Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.  Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.  Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.  Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.  Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Bericht zum Lagebericht Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt. Urteil Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss. Erklärung Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt. Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 AP-VO Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. Mai 2024 als Abschlussprüfer gewählt und am 22. August 2024 vom Aufsichtsrat mit der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024 endende Geschäftsjahr beauftragt. Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 Abschlussprüfer der Gesellschaft. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben. Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Dipl.-Betriebsw. (FH) Karl Braun. Wien 17. März 2025 KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Dipl.-Betriebsw. (FH) Karl Braun e.h. Wirtschaftsprüfer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 Bilanz Aktiva Anhangangabe in EUR in EUR 1.000 2024 2023 A. Anlagevermögen 1 I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Rechte 16.490.794 14.667 2. geleistete Anzahlungen — 177 16.490.794 14.844 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grund 13.051 16 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.984.012 11.317 11.997.063 11.333 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.108.816.909 13.019.782 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 898.000.000 2.562.166 3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.276.509 4.506 4. sonstige Ausleihungen 1.290 20 14.014.094.708 15.586.474 14.042.582.565 15.612.652 B. Umlaufvermögen I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 380.000 380 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr — — 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.573.220.909 1.573.289 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr — — 3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 24.568.754 73.652 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr — — 1.598.169.662 1.647.320 II. Wertpapiere und Anteile 1. sonstige Wertpapiere 178.594.424 244.550 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.986.112.560 1.658.307 4.762.876.647 3.550.177 C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.514.393 25.152 D. Aktive latente Steuern 3 2.900.369 2.394 18.836.873.974 19.190.374 Bilanz Passiva Anhangangabe in EUR in EUR 1.000 2024 2023 A. Eigenkapital 4 I. eingefordertes und eingezahltes Grundkapital übernommenes Grundkapital 327.272.727 327.273 Nennbetrag eigener Anteile –57.329 –142 327.215.398 327.131 II. Kapitalrücklagen 1. gebundene 1.752.626.405 1.749.677 2. nicht gebundene 333.728 334 1.752.960.133 1.750.011 III. Rücklage für anteilsbasierte Vergütungen 11.895.715 13.809 IV. Gewinnrücklagen 1. freie Rücklagen 2.724.194.070 2.722.152 2. Rücklage für eigene Anteile 57.329 142 2.724.251.399 2.722.294 V. Bilanzgewinn 1.784.084.803 1.813.317 davon Gewinnvortrag 160.878.907 342.486 6.600.407.447 6.626.561 B. Rückstellungen 5 1. Rückstellungen für Abfertigungen 9.796.448 10.940 2. Rückstellungen für Pensionen 52.546.726 59.796 3. Steuerrückstellungen 37.737.729 56.854 4. sonstige Rückstellungen 49.495.464 48.833 149.576.367 176.423 C. Verbindlichkeiten 6 1. Anleihen 8.250.000.000 8.250.000 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 500.000.000 500.000 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.750.000.000 7.750.000 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 105.955.934 154.045 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 5.955.934 54.045 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 100.000.000 100.000 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51.237.695 36.370 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 51.237.695 36.370 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr — — 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.457.115.764 3.695.823 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 3.457.115.764 3.695.823 5. sonstige Verbindlichkeiten 222.580.766 251.152 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 210.436.928 235.231 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 12.143.838 15.921 davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 4.224.746.321 4.521.468 davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.862.143.838 7.865.921 12.086.890.159 12.387.390 18.836.873.974 19.190.374 Gewinn- und Verlustrechnung Anhangangabe in EUR in EUR 1.000 2024 2023 1. Umsatzerlöse 7 289.471.670 268.857 2. sonstige betriebliche Erträge 8 a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen 138 9.426 b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.616.386 950 c) übrige 802.039 1.102 5.418.562 11.478 3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen 9 a) Materialaufwand –162.593 –326 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen –68.109.610 –62.881 –68.272.202 –63.207 4. Personalaufwand 10 a) Gehälter –142.234.905 –131.032 b) soziale Aufwendungen –36.271.845 –37.030 davon Aufwendungen für Altersversorgung –5.242.329 –9.415 aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –2.881.713 –2.585 bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge –26.580.648 –23.737 –178.506.750 –168.062 5. Abschreibungen a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen –8.996.102 –9.152 davon außerplanmäßige Abschreibung — –304 6. sonstige betriebliche Aufwendungen 11 a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen –1.189.380 –1.183 b) übrige –98.317.917 –87.741 –99.507.297 –88.924 7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebsergebnis) –60.392.118 –49.010 8. Erträge aus Beteiligungen 1.640.382.092 1.587.990 davon aus verbundenen Unternehmen 1.634.883.369 1.584.789 9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 127.377.927 191.247 davon aus verbundenen Unternehmen 127.377.771 191.182 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 352.720.319 594.587 davon aus verbundenen Unternehmen 103.008.390 375.682 11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen 89.070.000 — 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen –1.232.330 –159.895 davon Abschreibungen –1.229.939 –159.891 davon aus verbundenen Unternehmen –2.391 –159.858 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –589.738.348 –788.011 davon betreffend verbundene Unternehmen –212.394.289 –229.032 14. Zwischensumme aus Z 8 bis 13 (Finanzergebnis) 12 1.618.579.661 1.425.917 15. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme aus Z 7 und Z 14) 1.558.187.543 1.376.907 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13 65.018.353 93.924 davon latente Steuern 481.428 –2.203 17. Jahresüberschuss 1.623.205.896 1.470.831 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 160.878.907 342.486 19. Bilanzgewinn 1.784.084.803 1.813.317 Anhang Der vorliegende Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft, Wien, zum 31. Dezember 2024 ist nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensgesetzbuchs (UGB) in der aktuellen Fassung unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wird von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen und der Grundsatz der Einzelbewertung angewendet. Die Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise betreffen die OMV Aktiengesellschaft insoweit, als die wesentlichen Vermögensgegenstände und Erträge im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochtergesellschaften stehen, welche vor allem in den Bereichen Exploration & Production und Refining & Marketing von erheblichen Unsicherheiten hinsichtlich der Veränderungen im Energieträgermix in den nächsten 30 Jahren betroffen sind. OMV hat die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Klimawandels und der Energiewende in der Aufstellung ihres Jahresabschlusses berücksichtigt. 2022 definierte OMV erstmals konkrete kurz-, mittel- und langfristige Ziele für die Reduktion ihrer Emissionen und verpflichtete sich bis 2050 ein Netto-Null-Emissions-Unternehmen zu werden. Die vom Management getroffenen, wesentlichen Schätzungen berücksichtigen die künftigen Auswirkungen der strategischen Entscheidungen und das Engagement von OMV, ihr Portfolio an den Zielen der Energiewende auszurichten, kurz- und langfristige klimabezogene Risiken sowie den Übergang zu weniger kohlenstoffhaltigen Energieträgern zusammen mit einer bestmöglichen Schätzung des globalen Angebots und Nachfrage, inklusive prognostizierter Warenpreise. Die Mittelfristplanung (MTP) von OMV basiert auf einem Szenario, das von der internen Marktforschungsabteilung entwickelt wurde, und geht davon aus, dass alle von Regierungen weltweit angekündigten Dekarbonisierungszusagen vollständig und pünktlich umgesetzt werden. In diesem Szenario wird der Temperaturanstieg bis 2100 mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % auf 1,7 °C begrenzt. Die zugrundeliegende Nachfrage- und Preisentwicklung fossiler Rohstoffe entspricht dem APS-Szenario der IEA.68 Aus diesem Szenario wurden die Erwartungen über die künftige Nachfrage und Preise für die relevanten Waren abgeleitet. Diese Schätzungen fließen in die Bewertung der Beteiligungen an den Tochtergesellschaften ein. Die durch den Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 ausgelösten Entwicklungen wirkten sich auf den Jahresabschluss der OMV Aktiengesellschaft vor allem im Zusammenhang mit direkten und indirekten Beteiligungen an Tochtergesellschaften aus, welche im Bereich Energy im Gasgeschäft tätig sind und über Cash-Pooling- und Ergebnisabführungsverträge mit der OMV Aktiengesellschaft verbunden sind. Das Management sieht den Fortbestand der Gesellschaft durch die Klimakrise, die Ukraine-Krise derzeit nicht gefährdet und wird die Auswirkungen von Aspekten des Klimawandels und der Energiewende auch in der Zukunft weiter beobachten. Dem Vorsichtsprinzip wird dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen werden. Für alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wird vorgesorgt. Weiters erstellt die OMV Aktiengesellschaft als Mutterunternehmen des OMV Konzerns einen gesonderten Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRSs). Der Konzernabschluss der OMV Aktiengesellschaft liegt zur Einsichtnahme beim Handelsgericht Wien unter Nummer FN 93363z auf bzw. ist im Internet veröffentlicht. Eine detaillierte Darstellung der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt im Anhang. Die Darstellung der Gewinn-und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Der Jahresabschluss wurde in Euro (EUR) erstellt. Die zahlenmäßige Darstellung im Anhang erfolgt in Tausend Euro (EUR 1.000 sowie TEUR). Aufgrund der Darstellung in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde: Kategorie Nutzungsdauer Immaterielle Vermögensgegenstände 4-8 Jahre Bauten auf fremden Grundstücken 10-15 Jahre Maschinen und maschinelle Anlagen 4-10 Jahre Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-10 Jahre In Anlehnung an die steuerrechtlichen Bestimmungen wird für Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung, für Zugänge im zweiten Halbjahr eine halbe Jahresabschreibung vorgenommen. Über das Ausmaß der planmäßigen Abschreibung hinausgehende wesentliche und andauernde Wertminderungen bei Anlagegegenständen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Betrag von bis EUR 1.000 (2023: EUR 1.000) werden im Jahr der Anschaffung aktiviert und voll abgeschrieben und im Anlagespiegel im Anschaffungsjahr als Zu- und Abgang ausgewiesen. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei wesentlichen Wertminderungen werden niedrigere Werte angesetzt. Beim Wegfall der Gründe für eine vorangegangene außerplanmäßige Abschreibung wird eine Zuschreibung im Umfang der Werterhöhung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungswerten bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden bei Wesentlichkeit abgezinst. Fremdwährungsforderungen werden zum EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Entstehungstages oder zum niedrigren EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Bilanzstichtages bewertet. Für alle erkennbaren Risiken werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Sonstige Wertpapiere und Anteile werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Die latenten Steuern werden in der Bilanz entweder unter der Position aktive latente Steuern oder Steuerrückstellungen und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. Die Bilanzierung latenter Steuern basiert auf dem bilanzorientierten Konzept. Dabei sind aktive und passive Steuern verpflichtend zu bilanzieren, wenn temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Aktiva und Passiva in der Bilanz nach UGB im Vergleich zu den Wertansätzen nach den steuerlichen Vorschriften bestehen. Für aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge besteht grundsätzlich ein Ansatzwahlrecht, das von der OMV Aktiengesellschaft nicht ausgeübt wurde. Der Nennbetrag der erworbenen Eigenen Anteile wird gemäß § 229 Abs. 1a UGB offen vom Grundkapital abgezogen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. In der OMV Aktiengesellschaft gibt es sowohl beitrags- als auch leistungsorientierte Pensionsvorsorgepläne. Bei beitragsorientierten Pensionszusagen treffen die Gesellschaft nach Zahlung der vereinbarten Prämien keine Verpflichtungen mehr. Eine Rückstellung wird daher nicht angesetzt. Teilnehmern leistungsorientierter Pensionspläne wird hingegen eine bestimmte Pensionshöhe zugesagt. Den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen wird durch die Bildung von Pensionsrückstellungen Rechnung getragen. Das Risiko im Zusammenhang mit diesen leistungsorientierten Pensionsplänen verbleibt bei OMV. Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Projected-Unit-Credit-Method (laufendes Einmalprämienverfahren) berechnet. Dabei werden die erwarteten Versorgungsleistungen auf den gesamten Zeitraum der Beschäftigung verteilt. Zukünftige Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Die Darstellung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die für das laufende Geschäftsjahr ermittelt werden, erfolgt im Rahmen der Gesamtbetrachtung im Personalaufwand bzw. im sonstigen betrieblichen Ertrag. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie die Erträge aus dem Planvermögen werden im Finanzerfolg dargestellt. Zahlungen für beitragsorientierte Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sind im laufenden Personalaufwand ausgewiesen. Verbindlichkeiten für Personallösungen sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen, wenn dieser betragsmäßig fixiert ist und sich das Unternehmen der Leistung nicht mehr entziehen kann. Verbindlichkeiten für Altersteilzeitblockmodelle sind für geleistete aber noch nicht entlohnte Arbeitszeit in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Rückstellungen und langfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet, weshalb zukünftige Kostensteigerungen berücksichtigt sind. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit einem marktüblichen Zinssatz abgezinst. In den sonstigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe sowie dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach der bestmöglichen Schätzung erforderlich sind. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Entstehungstages oder zum höheren EUR-Referenzkurs der Europäischen Zentralbank des Bilanzstichtages bewertet. Die mit Banken sowie mit Konzernunternehmen abgeschlossenen Fremdwährungsderivate bilden Bewertungseinheiten aus der Sicht der OMV Aktiengesellschaft; der bilanzielle Ausweis dieser Derivate erfolgt nicht in der OMV Aktiengesellschaft, sondern in den jeweiligen Konzerngesellschaften. Anteilsbasierte Vergütungen Long-Term-Incentive (LTI) Pläne Im Konzern werden jährlich LTI-Pläne mit vergleichbaren Bedingungen für den Vorstand und einen bestimmten Kreis leitender Führungskräfte gewährt. Zum Ausübungszeitpunkt erfolgt die Zuteilung der Aktien an die Teilnehmer. Die Zahl der Bonusaktien hängt vom Ausmaß der Erreichung definierter Leistungskriterien ab. Die Leistungskriterien und ihre typische Gewichtung für die Vorstandsmitglieder sind in der Vergütungspolitik festgelegt und lauten seit 2022 wie folgt: Relative Total Shareholder Return (30%), Clean CCS (Current Cost of Supply) ROACE (40%), ESG-Ziele (30%). Basierend auf vorab definierten Kriterien (z.B. Todesfälle, Total Recordable Injury Rate (TRIR), Prozesssicherheit, auch im Branchenvergleich) wird auf die Gesamtzielerreichung der Vorstandsmitglieder ein Health & Safety Malus zwischen 0,8 und 1,0 angewendet. Bei schwerwiegenden Vorfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf Null reduzieren. Für Führungskräfte sind folgende Leistungskriterien seit 2022 anwendbar: Relative Total Shareholder Return (30%), Free Cash Flow (35%) und ESG-Ziele/Transformations-Ziele (35%). Die festgelegten Leistungskriterien dürfen während des Zeitraums des LTI-Plans nicht geändert werden. Um den Anreizcharakter des Programms zu erhalten, hat das zuständige Verwaltungsorgan jedoch die Möglichkeit, die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte des freien Cashflows bei wesentlichen Änderungen der äußeren Einflussfaktoren wie Öl- und Gaspreise für Führungskräfte anzupassen. Die Anpassung ist in beide Richtungen möglich. Die Auszahlung erfolgt in bar oder in Form von Aktien. Seit 2022 erfolgt die Auszahlung des OMV Petrom LTI Plans ausschließlich in Form von Aktien. Vorstand und Führungskräfte sind verpflichtet, ein angemessenes Ausmaß an Aktien an der Gesellschaft aufzubauen und bis zu ihrer Pensionierung oder ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen zu halten. Für Führungskräfte, die für zukünftige LTI-Pläne nicht mehr anspruchsberechtigt sind, aber noch in einem aufrechten Anstellungsverhältnis mit dem Unternehmen stehen, endet das Aktienbesitzerfordernis mit Auszahlung des letzten LTI-Plans. Das Aktienbesitzerfordernis ist als Prozentsatz des Bruttojahresgehalts für den Vorstand und als Prozentsatz der jeweiligen Ziel-Long Term Incentives für die Führungskräfte definiert. Vorstandsmitglieder müssen dieses Aktienbesitzerfordernis innerhalb von fünf Jahren nach der ersten diesbezüglichen Vereinbarung erfüllen. Bis zur Erfüllung des Aktienbesitzerfordernisses erfolgt die Auszahlung in Form von Aktien, während die Planteilnehmer danach zwischen Barzahlung und Zahlung in Form von Aktien entscheiden können. Solange das Aktienbesitzerfordernis nicht erfüllt ist, werden die gewährten Aktien nach Abzug von Steuern auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt. Bei den auf Aktien basierenden Zahlungen werden die beizulegenden Zeitwerte zum Gewährungszeitpunkt als Aufwand über den dreijährigen Leistungszeitraum verteilt, bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals. Im Falle zu erwartender Barzahlungen wird für die erwarteten zukünftigen Kosten des LTI-Plans zum Bilanzstichtag auf Basis von beizulegenden Zeitwerten eine Rückstellung gebildet. Für die Rückstellungsberechnung kommt ein Diskontierungssatz von 1,76% zur Anwendung (2023: 1,49%). Long-Term-Incentive Pläne Plan 2024 Plan 2023 Plan 2022 Plan 2021 Planbeginn 01.01.2024 01.01.2023 01.01.2022 01.01.2021 Ende Leistungszeitraum 31.12.2026 31.12.2025 31.12.2024 31.12.2023 Anspruchstag 31.03.2027 31.03.2026 31.03.2025 31.03.2024 Aktienbesitzerfordernis Vorstandsvorsitzender 200% vom Bruttojahres- grundgehalt 200% vom Bruttojahres- grundgehalt 200% vom Bruttojahres- grundgehalt 200% vom Bruttojahres- grundgehalt Stellvertretender Vorstandsvorsitzender 175% vom Bruttojahres- grundgehalt 175% vom Bruttojahres- grundgehalt 175% vom Bruttojahres- grundgehalt 175% vom Bruttojahres- grundgehalt Andere Vorstandsmitglieder 150% vom Bruttojahres- grundgehalt 150% vom Bruttojahres- grundgehalt 150% vom Bruttojahres- grundgehalt 150% vom Bruttojahres- grundgehalt Führungskräfte 75% vom Ziel Long Term Incentive 75% vom Ziel Long Term Incentive 75% vom Ziel Long Term Incentive 75% vom Ziel Long Term Incentive Details per Plan Aktienkurs (beizulegender Zeitwert) am Zuteilungsdatum 47,50 42,17 43,94 Eigenkapitalrücklage (in EUR 1.000) zum 31. Dezember 2024 2.982 2.922 3.840 — Maximale Aktien zum 31. Dezember 2024 (OMV Konzern) 850.210 675.790 586.370 — Erwartete Aktien zum 31. Dezember 2024 (OMV Konzern) 504.096 263.308 257.605 — davon Ausgleich in Aktien 188.325 103.918 87.384 davon Ausgleich in bar 315.771 159.390 170.221 Beizulegender Zeitwert des Plans - Durchschnittsaktienkurs 36,14 37,08 38,18 — Beizulegender Zeitwert des Plans (in EUR 1.000) zum 31. Dezember 2024¹ (OMV Konzern) 18.218 9.764 9.835 — Rückstellungen (in EUR 1.000) zum 31. Dezember 20241 2.787 989 787 — 1 Exklusive Lohnnebenkosten Equity Deferral Das Equity Deferral (Aktienteil des Jahresbonus) dient als langfristiges Vergütungsinstrument für die Vorstandsmitglieder, welches die Bindung an OMV und die Angleichung an Aktionärsinteressen fördert, indem die Interessen des Managements und der Aktionäre durch ein langfristiges Investment in Aktien mit eingeschränkter Verfügbarkeit zusammengeführt werden. Die Behaltedauer für das Equity Deferral ist drei Jahre ab dem Anspruchstag. Mit dem Plan wird auch das Ziel verfolgt, dem Eingehen unangemessener Risiken vorzubeugen. Die Leistungskriterien und ihre typische Gewichtung für den Vorstand sind in der Vergütungspolitik festgelegt und lauten wie folgt: Jahresüberschuss (40%), Free Cash Flow (30%), operatives Ziel (15%) und ESG-Ziel (15%). Basierend auf vorab definierten Kriterien (z.B. Todesfälle, TRIR, Prozesssicherheit, auch im Branchenvergleich) wird auf die Gesamtzielerreichung ein Health & Safety Malus zwischen 0,8 und 1,0 angewendet. Bei schwerwiegenden Vorfällen kann der Vergütungsausschuss die Auszahlung auf Null reduzieren. Der Jahresbonus ist mit 180% des Zieljahresbonus begrenzt. Mindestens ein Drittel des Jahresbonus wird in Form von Aktien zugeteilt. Die Bonuserreichung wird am 31. März des Folgejahres festgestellt, wobei die Zielerreichung und der Aktienkurs am Bilanzstichtag geschätzt werden (letzterer auf Basis von Marktnotierungen). Aufgrund der branchenspezifischen Volatilität der Rohstoffpreise und Marktbedingungen bieten die variablen Vergütungspläne dem Vergütungsausschuss gemäß der in der Öl- und Gasindustrie üblichen Praxis die Möglichkeit, für die finanziellen Ziele die Schwellen-, Ziel- und Maximalwerte auf der Grundlage des Öl- bzw. Gaspreises sowie des tatsächlichen EUR/USD-Wechselkurses gegenüber den Annahmen, die zum Zeitpunkt der Zielvorgabe zugrunde gelegt wurden, anzupassen. Die Anpassung kann in beide Richtungen angewendet werden, wird vom Vergütungsausschuss festgelegt und im Vergütungsbericht veröffentlicht. Die gewährten Aktien werden nach Abzug von Steuern für einen Zeitraum von drei Jahren auf ein vom Unternehmen verwaltetes Treuhanddepot hinterlegt. Die folgende Tabelle bezieht sich auf den OMV Konzern: In Aktien gehaltenes Eigeninvestment1 31.12.2024 Aktive Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2024 Stern 41.308 Florey 54.380 van Koten 10.821 Gaso 3.550 Vlad2 3.720 Ehemalige Vorstandsmitglieder Pleininger3 14.203 Skvortsova4 7.329 Seele5 7.795 Gangl6 533 Vorstände gesamt 143.639 Andere Führungskräfte gesamt 243.899 Eigeninvestment gesamt 387.538 1 In Aktien gehaltenes Eigeninvestment bezieht sich auf noch laufende LTI-Pläne sowie auf Equity Deferral, sofern diese Aktien auf dem OMV Treuhanddepot gehalten werden. 2 Daniela Vlad trat als Vorstandsmitglied per 28. Februar 2025 zurück. 3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück. 4 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück. 5 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück. 6 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück. Gesamte Aufwendungen 2024 wurden folgende Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen erfasst: Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen In EUR 1.000 20241 20231 Gesamtaufwand für anteilsbasierte Vergütungen 4.933 5.310 davon in bar ausgezahlt 924 1.486 davon Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 4.009 3.824 1 davon sind TEUR 885 (2023: TEUR 950) in der Position Erträge aus Auflösung von Rückstellungen enthalten Erläuterungen zur Bilanz 1 | Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens 2024 ist im Anlagespiegel dargestellt. Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen liegen in folgendem Umfang vor: Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen In EUR 1.000 2024 2023 Im nächsten Jahr 247 265 In den nächsten fünf Jahren 650 827 Ausleihungen In EUR 1.000 2024 2023 Inland OMV Exploration & Production GmbH 400.000 1.962.166 OMV Downstream GmbH 300.000 600.000 AP Truck Mobility GmbH 12.000 — Erste gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH 1 20 Ausland OMV Deutschland GmbH 100.000 — Circular Feedstock Walldürn GmbH 55.000 — OMV Slovensko s.r.o. 31.000 — Gesamt 898.001 2.562.186 Ausleihungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr belaufen sich auf insgesamt TEUR 400.001 (2023: TEUR 600.019). Im Geschäftsjahr wurden neue Darlehen gewährt an: OMV Deutschland GmbH TEUR 100.000, Circular Feedstock Walldürn GmbH TEUR 55.000, OMV Slovensko s.r.o. TEUR 31.000 und AP Truck Mobility GmbH TEUR 12.000. In der Berichtsperiode wurden Darlehen an die OMV Exploration & Production GmbH in Höhe von TEUR 1.250.000 und TUSD 350.000 sowie an die OMV Downstream GmbH in Höhe von TEUR 300.000 getilgt. Die Laufzeit und Konditionen des verbleibenden Darlehens an die OMV Downstream GmbH wurden geändert. 2 | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In EUR 1.000 2024 2023 ≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 380 — 380 — Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1.573.221 — 1.573.289 — davon aus Lieferungen und Leistungen 29.493 — 24.601 — davon aus Finanzierung 25.421 — 49.887 — davon aus Gewinnübernahmen 1.127.432 — 1.040.869 — davon sonstige 390.875 — 457.932 — Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 24.569 — 73.652 — Gesamt 1.598.170 — 1.647.320 — Die Sonstigen Forderungen beinhalten eine Forderung an das Finanzamt in Höhe von TEUR 17.311 (2023: TEUR 16.754) und eine Forderung gegenüber Banken in Höhe von TEUR Null (2023: TEUR 49.990). Die sonstigen Forderungen beinhalten eine Forderung für abgegrenzte Bankzinsen in Höhe von TEUR 6.696 (2023: TEUR 5.211). Diese Erträge werden erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam. 3 | Latente Steuern Latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Bewertungsregeln und unterschiedlichen Verteilungsnormen. Aufgrund ausreichender zu versteuernder Gruppenergebnisse in der Zukunft wurden im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.900 (2023: TEUR 2.394) angesetzt. Die Bewertung der latenten Steuern zum 31. Dezember 2024 erfolgt mit dem im Körperschaftsteuergesetz vorgesehenen Steuersatz von 23%. Das Wahlrecht zum Ansatz der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wird nicht ausgeübt. 4 | Eigenkapital Das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft besteht aus 327.272.727 (2023: 327.272.727) voll einbezahlten Stückaktien mit einem Gesamtbetrag von EUR 327.272.727 (2023: EUR 327.272.727). Es bestehen weder unterschiedliche Aktiengattungen noch Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Für das Geschäftsjahr 2024 sind alle Aktien dividendenberechtigt, mit Ausnahme der von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Aktien. In der Hauptversammlung vom 29. September 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, bis einschließlich 29. September 2025 das Grundkapital der OMV Aktiengesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats – auf einmal oder in mehreren Tranchen – um insgesamt höchstens EUR 32.727.272 durch Ausgabe von bis zu 32.727.272 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien mit Stimmrecht gegen Bareinlage zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung kann auch im Wege eines mittelbaren Bezugsangebots nach Übernahme durch ein oder mehrere Kreditinstitute gemäß § 153 Abs. 6 Aktiengesetz durchgeführt werden. Der Ausgabebetrag sowie die sonstigen Ausgabebedingungen können durch den Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festgesetzt werden. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung auch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung (i) dem Ausgleich von Spitzenbeträgen oder (ii) der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen für Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens sowie sonstigen Mitarbeiterbeteiligungsmodellen dient. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben. Kapitalrücklagen wurden bei der OMV Aktiengesellschaft durch Mittel gebildet, die der OMV Aktiengesellschaft von ihren Anteilseignern aufgrund ihrer Eigentümerstellung über das Grundkapital zugeführt wurden. Eigene Anteile: Zuletzt in der Hauptversammlung vom 28. Mai 2024 wurde der Vorstand ermächtigt: 1. gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 5% des Grundkapitals der Gesellschaft, 2. während einer Geltungsdauer von 15 Monaten ab dem Tag der Beschlussfassung der Hauptversammlung, 3. zu einem niedrigsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 30% unter dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, und einem höchsten Gegenwert je Aktie, der höchstens 20% über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der vorangegangenen zehn Handelstage vor dem jeweiligen Rückkauf der Aktien liegen darf, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats zu erwerben, wobei allfällige Erwerbe so auszuüben sind, dass die Gesellschaft zu keinem Zeitpunkt mehr als 1.300.000 Stück eigene Aktien hält. Der Erwerb kann über die Börse, im Wege eines öffentlichen Angebots oder auf eine jede sonstige gesetzlich zulässige Weise und zum Zweck der Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen, Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen erfolgen. Der Vorstand wurde weiters ermächtigt, eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats aber ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen und der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von Aktien ergeben, zu beschließen. In der Hauptversammlung vom 2. Juni 2021 wurde der Vorstand für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, somit bis einschließlich 1. Juni 2026, ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien nach erfolgtem Rückerwerb sowie die bereits derzeit im Bestand der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und/oder Mitglieder des Vorstands/der Geschäftsführung der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens, einschließlich zur Bedienung von Aktienübertragungsprogrammen, insbesondere von Long-Term-Incentive-Plänen einschließlich Equity Deferrals oder sonstigen Beteiligungsprogrammen, unter Ausschluss der allgemeinen Kaufmöglichkeit der Aktionäre zu veräußern oder zu verwenden (Bezugsrechtsausschluss). Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Tranchen durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a Z 7 Unternehmensgesetzbuch) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Der Nennbetrag der erworbenen Eigenen Anteile wird gemäß § 229 Abs. 1a UGB offen vom Grundkapital abgezogen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und den Anschaffungskosten ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Die eigenen Anteile entwickelten sich in den Berichtsperioden wie folgt: Eigene Anteile Anzahl der Aktien in EUR 1.000 1. Jänner 2023 201.674 2.224 Abgang –59.667 –655 31. Dezember 2023 142.007 1.569 Abgang –84.678 –929 31. Dezember 2024 57.329 640 Entwicklung der Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile Anzahl der Aktien Eigene Anteile Im Umlauf befindliche Anteile 1. Jänner 2023 327.272.727 201.674 327.071.053 Bedienung von aktienbasierten Vergütungen — –59.667 59.667 31. Dezember 2023 327.272.727 142.007 327.130.720 Bedienung von aktienbasierten Vergütungen — –84.678 84.678 31. Dezember 2024 327.272.727 57.329 327.215.398 5 | Rückstellungen Die Bildung des Sozialkapitals erfolgt nach dem laufenden Einmalprämienverfahren. Die Anwartschaften für wertgesicherte Pensionszusagen wurden an die außerbetriebliche APK-Pensionskasse AG übertragen. Grundsätzlich sind die Ansprüche bei leistungsorientierten Pensionsplänen vom Dienstalter und dem Durchschnitt der Bezüge der letzten fünf Kalenderjahre abhängig. Die Pensionspläne erfordern keine Beitragsleistungen von den Mitarbeitern. Die Entwicklung der leistungsorientierten Pläne und Jubiläumsgeldrückstellung stellt sich wie folgt dar: Entwicklung leistungsorientierter Pläne und Jubiläumsgeldverpflichtungen In EUR 1.000 2024 2023 Pensions- pläne Abferti- gung Jubiläums- geld Pensions- pläne Abferti- gung Jubiläums- geld Barwert der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 111.520 — — 115.858 — — Marktwert des Planvermögens –58.973 — — –56.062 — — Rückstellung der über einen Fonds finanzierten Verpflichtung 52.547 — — 59.796 — — Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung — 9.797 7.733 — 10.940 8.458 Rückstellung der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtung — 9.797 7.733 — 10.940 8.458 Rückstellung zum 1.1. 59.796 10.940 8.458 64.628 11.361 7.138 Periodenaufwand –2.274 465 –379 3.237 855 1.168 Fondsdotierung –4.975 — — –8.069 — — Auszahlungen — –1.785 –263 — –1.485 –242 Konzernübertrag — 177 –83 — 209 394 Rückstellung zum 31.12. 52.547 9.797 7.733 59.796 10.940 8.458 Zinsaufwand 1.733 163 134 1.398 115 95 Laufender Dienstzeitaufwand — 370 587 — 371 496 Erwartete Erträge aus dem Planvermögen –2.672 — — –1.415 — — Realisierung versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) –1.335 –68 –1.100 3.254 369 577 Periodenaufwand –2.274 465 –379 3.237 855 1.168 Annahmen zur Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtungen und Jubiläumgsgeldverpflichtungen zum 31. Dezember: Annahmen zur Berechnung 2024 2023 Pensions- pläne Abferti- gungen Jubiläen Pensions- pläne Abferti- gungen Jubiläen Kapitalmarktzinssatz 1,74% 1,64% 1,83% 1,53% 1,60% 1,60% Gehaltstrend — 5,50% 5,50% — 5,25%1 5,25%1 Pensionstrend 2,50% — — 2,25%2 — — Langfristige Planvermögensrendite 4,30% — — 5,00% — — 1 zusätzliche Erhöhung um 5,25% (2022: 5,10%) im ersten Jahr 2 zusatzliche Erhöhung um 6% (2022: keine zusätzliche Erhöhung) im ersten Jahr Für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen werden die biometrischen Rechnungsgrundlagen AVÖ-2018 P – Angestellte – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung zugrunde gelegt. Die Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden altersspezifisch bzw. abhängig vom Dienstalter geschätzt. Das für die Berechnung herangezogene Pensionsantrittsalter richtet sich nach dem frühestmöglichen Pensionsantrittsalter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des ASVG in geltender Fassung. Unter Anwendung der AFRAC-Stellungnahme 27 „Personalrückstellungen (UGB)“ wurde für die Berechnung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellung der jeweilige Durchschnittszinssatz aus dem Zinssatz des aktuellen Stichtags und den Zinssätzen der 6 vorangegangenen Abschlussstichtage anhand der jeweiligen durchschnittlichen Restlaufzeit der Gesamtverpflichtung ermittelt. Veranlagung des Planvermögens zum 31. Dezember 2024 2023 VRG IV Österreich VRG VI Österreich VRG IV Österreich VRG VI Österreich Vermögenskategorien Anteilswertpapiere 20,53% 20,27% 18,04% 18,08% Schuldverschreibungen 54,02% 51,73% 52,53% 52,27% Liquide Mittel und Geldmarktveranlagungen 3,24% 3,44% 7,41% 7,30% Sonstige 22,21% 24,56% 22,02% 22,35% Gesamt 100,00% 100,00% 100,00% 100,00% Ziele der Investitionspolitik sind ein optimierter Aufbau des Planvermögens und die jederzeitige Deckung der bestehenden Ansprüche. Die Veranlagung des Planvermögens in Österreich wird durch § 25 Pensionskassengesetz und das Investmentfondsgesetz geregelt. Zusätzlich zu diesen Vorschriften sind in den Veranlagungsrichtlinien der APK-Pensionskasse AG u.a. die Bandbreite der Asset-Allokation, der Einsatz von Dachfonds sowie die Auswahl von Fondsmanagern geregelt. Das Planvermögen ist hauptsächlich in Schuldverschreibungen und Aktien veranlagt. Alternative-Veranlagungen hierunter Immobilien können bis zu 25% des Planvermögens ausmachen. Mit der Ausnahme der Alternative-Veranlagungen, ist der Großteil des Planvermögens in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren. Der Einsatz neuer Instrumente oder eine Erweiterung der Fondspalette ist vom Vorstand der APK-Pensionskasse AG zu genehmigen. Sowohl im Bereich der Anteilswertpapiere als auch der Schuldverschreibungen erfolgt die Diversifikation global, wobei jedoch die Schuldverschreibungen schwerpunktmäßig auf EUR lauten oder EUR gesichert sind. Das Vermögen der Veranlagungs- und Risikogruppen VRG IV und VRG VI ist in internationale Aktien und Anleihenfonds, alternative Veranlagungsstrategien (Absolute Return Strategien, Immobilien und Private Equity) sowie Anlagen auf dem Geldmarkt investiert. Das langfristige Investitionsziel der VRG IV und VRG VI ist es, die Benchmark (20% globale Aktien, 50% globale Anleihen, 5% Cash, 5% Alternatives & Infrastruktur, 15% Immobilien und 5% Private Equity) zu übertreffen und ihre bestehenden und künftigen Anspruchszahlungen zu decken. Das Vermögen der VRG IV und VRG VI ist gemäß § 25 des österreichischen Pensionskassengesetzes so veranlagt, dass die Sicherheit, Qualität, Liquidität und Rentabilität des der VRG IV und VRG VI zugeordneten Vermögens insgesamt gewährleistet ist. Eine zur Benchmark abweichende Asset Allokation oder regionale Allokation ist erlaubt, wenn dies nach Beurteilung der APK durch die aktuellen Bewertungen oder zukünftigen erwarteten Renditen begründet ist. Für alle Asset Klassen können Investmentvehikel, die nach einem aktiven Ansatz verwaltet werden, eingesetzt werden, wenn dies durch Markteigenschaften oder Kosten-/Nutzenerwägungen begründet werden kann. Der Großteil des Vermögens der VRG IV und VRG VI wird in liquiden aktiven Märkten investiert, an welchen Preisnotierungen existieren. Vermögenswerte, für die keine aktive Marktpreisnotierung vorhanden ist (z.B. bestimmte Immobilien und Absolute-Return-Strategien), können auf vorsichtigem Niveau gehalten werden, wenn das Rendite-/Risikoprofil solcher Vermögenswerte als günstig erachtet wird. Das Risiko wird aktiv gesteuert und es wird allgemein erwartet, dass die Volatilität und vor allem das Downsiderisiko niedriger sein werden als jenes der Benchmark. Für leistungsorientierte Pläne für das Jahr 2024 werden im Jahr 2025 Zahlungen im Ausmaß von TEUR 5.568 (2023: TEUR 4.975) an die APK-Pensionskasse AG erwartet. In der Position Steuerrückstellungen ist eine Körperschaftsteuerrückstellung für die Nachversteuerung von Verlusten ausländischer Gruppenmitglieder auf Gruppenträger-Ebene in Höhe von TEUR 26.015 (2023: TEUR 26.015) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Sonstige Rückstellungen In EUR 1.000 2024 2023 Personalrückstellungen 46.874 48.659 Übrige Rückstellungen 2.621 174 Gesamt 49.495 48.833 Die Personalrückstellungen enthalten eine Rückstellung für den Long Term Incentive Plan in Höhe von TEUR 4.563 (2023: TEUR 8.180); der darin enthaltene Anteil mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde mit einem Zinssatz von 1,76% abgezinst (2023: 1,49%). Darüber hinaus beinhaltet die Position Sonstige Rückstellungen keine langfristigen Rückstellungen. 6 | Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten In EUR 1.000 2024 2023 ≤1 Jahr >1 Jahr ≤1 Jahr >1 Jahr Anleihen 500.000 7.750.000 500.000 7.750.000 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.956 100.000 54.045 100.000 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51.238 — 36.370 — Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.457.116 — 3.695.823 — davon aus Lieferungen und Leistungen 5.089 — 2.881 — davon aus Finanzierung 1.846.051 — 1.897.847 — davon aus Cash Pooling 1.422.962 — 1.564.119 — davon aus Verlustübernahmen — — — — davon sonstige 183.015 — 230.976 — Sonstige Verbindlichkeiten 210.437 12.144 235.231 15.921 davon aus Steuern 142.626 — 165.084 — davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (inklusive Personallösungen) 6.693 11.869 7.525 15.910 Gesamt 4.224.746 7.862.144 4.521.468 7.865.921 Im September 2024 wurde eine Anleihe in Höhe von TEUR 1.000.000 in zwei Tranchen von je TEUR 500.000 begeben und eine 2020 begebene Anleihe in Höhe von TEUR 500.000 getilgt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die 2018 begebene Anleihe in Höhe von TEUR 500.000 sowie die 2020 begebene Anleihe in Höhe von TEUR 750.000 getilgt. Am 7. Dezember 2015 begab OMV Hybridschuldverschreibungen mit einem Gesamtvolumen von TEUR 1.500.000 in zwei Tranchen von je TEUR 750.000. Tranche 1 wurde bis zur Kündigung und Tilgung am 30. November 2021 mit einem festen Zinssatz von 5,250% verzinst; Tranche 2 wird bis zum 9. Dezember 2025 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 6,250% verzinst. Die OMV hat die Hybridschuldverschreibung im Gesamtvolumen von TEUR 500.000, welche am 19. Juni 2018 begeben wurde, mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit, zum 17. Juni 2024 gekündigt und zu ihrem Nennbetrag zuzüglich Zinsen zurückgezahlt. Die Hybridschuldverschreibung wurde bis zur Kündigung und Tilgung mit einem festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Im September 2020 begab OMV weitere Hybridschuldverschreibungen im Gesamtvolumen von TEUR 1.250.000. Tranche 1 in Höhe von TEUR 750.000 wird bis zum 1. September 2026 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 2,5% und Tranche zwei in Höhe von TEUR 500.000 bis zum 1. September 2029 (ausschließlich) mit einem festen Zinssatz von 2,875% verzinst. Die Position Verbindlichkeiten aus Finanzierung gegenüber verbundenen Unternehmen beinhaltet kurzfristige Aufnahmen (Geldmarktgeschäfte) von diversen Tochtergesellschaften im Rahmen des Liquiditätsmanagements der OMV Gruppe. Begebene Anleihen Nominale Kupon Begebung Rückzahlung Internationale Industrieanleihe EUR 500.000.000 0,00% fix Juli 2019 03.07.2025 EUR 1.000.000.000 1,00% fix Dezember 2017 14.12.2026 EUR 750.000.000 3,50% fix September 2012 27.09.2027 EUR 500.000.000 2,00% fix April 2020 09.04.2028 EUR 500.000.000 1,875% fix Dezember 2018 04.12.2028 EUR 750.000.000 0,75% fix Juni 2020 16.06.2030 EUR 500.000.000 3,25% fix September 2024 04.09.2031 EUR 750.000.000 2,375% fix April 2020 09.04.2032 EUR 500.000.000 1,00% fix Juli 2019 03.07.2034 EUR 500.000.000 3,75% fix September 2024 04.09.2036 Hybridanleihe EUR 750.000.000 Dezember 2015 EUR 750.000.000 September 2020 EUR 500.000.000 September 2020 Gesamt EUR 8.250.000.000 In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 331 (2023: TEUR 610) solche enthalten, deren Begleichung im Rahmen einer Lieferkettenfinanzierung an ein Kreditinstitut erfolgt. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten unter anderem Zinsen für Anleihen in Höhe von TEUR 59.458 (2023: TEUR 61.085) und Personallösungskosten in Höhe von TEUR 15.945 (2023: TEUR 20.990). Diese Aufwendungen werden erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. In den Verbindlichkeiten größer als ein Jahr sind folgende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten: eine Verbindlichkeit aus Anleihen über TEUR 5.000.000 (2023: TEUR 4.500.000) sowie Verbindlichkeiten aus Personallösungen in Höhe von TEUR 2.161 (2023:TEUR 3.804). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 7 | Umsatzerlöse Umsatzerlöse In EUR 1.000 2024 2023 Inland 238.893 220.029 Ausland 50.579 48.829 Gesamt 289.472 268.858 Die Umsatzerlöse bestehen aus den an die Konzerngesellschaften verrechneten Konzernumlagen, Erlösen aus den für Konzerngesellschaften wahrgenommenen operativen Aufgaben und für den Konzern erbrachten Servicedienstleistungen in den Bereichen IT, Rechnungswesen, Personalwesen, Facility Management und betriebliche Medizin. 8 | Sonstige betriebliche Erträge Sonstige betriebliche Erträge In EUR 1,000 2024 2023 Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 0 9.426 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.574 950 Übrige 802 1.102 Gesamt 5.376 11.478 In der Position Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen ist der Gewinn vom Abgang eines Grundstücks in Höhe von TEUR Null (2023: TEUR 9.266) enthalten. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen für Personal in Höhe von TEUR 4.574 (2023: TEUR 950). In der Position Übrige sind unter anderem der Mitarbeiteranteil aus der Betriebskantine, diverse Bonifikationen und Funktionsentschädigungen enthalten. 9 | Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Leistungen In EUR 1.000 2024 2023 Materialaufwand 163 326 Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 68.110 62.881 Gesamt 68.272 63.207 Die Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen umfassen im Wesentlichen von Dritten zugekaufte Fremdleistungen in Höhe von TEUR 6.738 (2023: TEUR 6.453) und sonstige Leistungen von OMV Petrom Global Solutions SRL in Höhe von TEUR 6.996 (2023: TEUR 5.690). Für die Servicierung von Software wurden Fremdleistungen in Höhe von TEUR 52.724 (2023: TEUR 49.419) zugekauft 10 | Personalaufwand In den Aufwendungen für Gehälter sind Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen enthalten. Wir verweisen diesbezüglich auf die Tabelle „Aufwendungen in Bezug auf anteilsbasierte Vergütungen“ im Abschnitt Long Term Incentive (LTI) Pläne und Equity Deferral des Jahresbonus. Die Aufwendungen für Rückstellungen für Jubiläumsgeld betragen TEUR Null (2023: TEUR 1.073). Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie Altersversorgung In EUR 1.000 2024 2023 Aufwendungen für Abfertigungen 974 907 Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 1.908 1.677 Beitragsorientierter Pensionsaufwand 5.163 4.696 Leistungsorientierter Pensionsaufwand 37 4.719 Gesamt 8.082 12.000 In der Position Aufwendungen für Abfertigungen sind TEUR 672 (2023: TEUR 167) und in der Position Leistungsorientierter Pensionsaufwand ein Ertrag über TEUR 42 (2023: Aufwand TEUR 1.465) für Personallösungen enthalten. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung verteilen sich folgendermaßen: Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung In EUR 1.000 2024 2023 Abfertigungen Pensionspläne Abfertigungen Pensionspläne Vorstände und ehemalige Vorstände 186 926 209 982 Leitende Angestellte 427 449 152 422 Andere Arbeitnehmer 2.337 5.160 1.854 4.757 Versicherungsmathematischer Verlust (+)/Gewinn (–) –68 –1.335 369 3.254 11 | Sonstige betriebliche Aufwendungen Sonstige betriebliche Aufwendungen In EUR 1.000 2024 2023 Steuern, soweit sie nicht unter Z 16 (Steuern vom Einkommen und Ertrag) fallen 1.189 1.183 Übrige 98.318 87.741 Gesamt 99.507 88.924 In der Position Steuern sind zum Großteil Gebühren für die Finanzmarktaufsicht enthalten. Im übrigen Aufwand sind unter anderem enthalten: Konzernverrechnungen von TEUR 21.198 (2023: TEUR 20.663), Werbeaufwand TEUR 14.510 (2023: TEUR 9.318), Rechts- und Beratungskosten TEUR 35.287 (2023: TEUR 31.567), Mietaufwand TEUR 1.818 (2023: TEUR 2.486), Versicherungsaufwand TEUR 2.410 (2023: TEUR 3.069), Nachrichtenaufwand TEUR 5.945 (2023: TEUR 5.805), Personalbeistellungen TEUR 1.040 (2023: TEUR 1.198), Reiseaufwand TEUR 2.839 (2023: TEUR 2.147), Instandhaltungsaufwand TEUR 1.582 (2023: TEUR 1.612) und Mitgliedsbeiträge TEUR 1.903 (2023: TEUR 1.649). Bezüglich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer verweisen wir auf den OMV Konzernabschluss. 12 | Erträge und Aufwendungen im Finanzergebnis Von den Beteiligungserträgen in Höhe von TEUR 1.640.382 (2023: TEUR 1.587.990) resultieren TEUR 1.127.432 (2023: TEUR 1.040.869) aus Ergebnisabführungsverträgen, TEUR 507.452 (2023: TEUR 543.920) aus Dividenden von verbundenen Unternehmen und TEUR 5.499 (2023: TEUR 3.202) aus sonstigen Beteiligungserträgen. Ergebnisabführungsverträge zum 31. Dezember 2024 liegen für folgende Gesellschaften vor: OMV Solutions GmbH, OMV Downstream GmbH und OMV Gas Logistics Holding GmbH. Die Position Erträge aus Finanzanlagen beinhaltet Zuschreibungen zu Beteiligungen in Höhe von TEUR 89.070 (2023: TEUR Null); davon TEUR 68.770 (2023: außerplanmäßige Abschreibung TEUR 69.200) zu OMV Gas Logistics Holding GmbH sowie TEUR 20.300 (2023: außerplanmäßige Abschreibung TEUR 90.300) zu OMV Solutions GmbH. Die Aufwendungen aus Finanzanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen im Zusammenhang mit der OMV Solutions GmbH in Höhe von TEUR Null (2023: TEUR 90.300), der OMV Gas Logistics Holding GmbH in Höhe von TEUR Null (2023: TEUR 69.200), eine Beteiligungsabschreibung der OMV AUSTRALIA PTY LTD in Höhe von TEUR Null (2023: TEUR 354) sowie eine außerplanmäßige Abschreibung im Zusammenhang mit der KIC InnoEnergy SE in Höhe von TEUR 1.230 (2023: TEUR Null). Ebenso ist in dieser Position ein Verlust aus dem Abgang der Beteiligung an der OMV Beteiligungsverwaltungs GmbH in Höhe von TEUR 2 (2023: TEUR Null) enthalten. 13 | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steuern vom Einkommen und Ertrag In EUR 1.000 2024 2023 Laufende Steuern –64.537 –96.127 davon Verwendung/Dotierung Rückstellung für zukünftige Steuerumlagezahlungen für österreichische Gruppenmitglieder –3.905 5.834 Steuerumlage Gruppenmitglieder –73.865 –117.928 Körperschaftsteueraufwand Gruppe 10.046 25.220 Steuerumlage Gruppenmitglieder aus Vorjahren 3.187 –9.253 Latente Steuern –481 2.203 Gesamt –65.018 –93.924 Der ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von TEUR 481 (2023: latenter Steueraufwand ich Höhe von TEUR 2.203) betrifft im Wesentlichen die Verringerung der Wertberichtigung auf die aktiven latenten Steuern. Mit Wirkung ab 1. Jänner 2005 besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz (KStG) mit der OMV Aktiengesellschaft als Gruppenträgerin. In der Unternehmensgruppe werden die steuerpflichtigen Ergebnisse aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften sowie allfällige Verluste einer ausländischen Tochtergesellschaft (OMV AUSTRALIA PTY LTD) zusammengefasst. Im Rahmen der Gruppenbesteuerung erhält die OMV Aktiengesellschaft von jenen Gruppenmitgliedern, die im Wirtschaftsjahr ein positives Einkommen erzielen, eine Steuerumlage in Höhe der auf diesen Gewinn entfallenden Körperschaftsteuer. An jene Gruppenmitglieder mit einem Beteiligungsausmaß von 100%, die im Wirtschaftsjahr einen steuerlichen Verlust erzielen, entrichtet die OMV Aktiengesellschaft eine Steuerumlage in Höhe von 23% bzw. den jeweils gültigen Körperschaftsteuersatz des überrechneten steuerlichen Verlusts. Für Gruppenmitglieder mit einem Beteiligungsausmaß von unter 100% erfolgt eine Verlustzuweisung in einen internen Verlustvortrag der Gesellschaft. Es bestehen mit allen Gruppenmitgliedern Steuerumlageverträge. Mit dem 31.12.2023 ist in Österreich das Mindestbesteuerungsgesetz in Kraft getreten. Die gesetzlichen Vorschriften sind erstmals im Geschäftsjahr 2024 auf die OMV Aktiengesellschaft als oberste Muttergesellschaft anwendbar. Auf Basis der Jahresabschlussdaten wurden detaillierte Safe Harbour Berechnungen durchgeführt, für Österreich wurde darüber hinaus eine detaillierte Berechnung des effektiven Steuersatzes vorgenommen. Im Jahr 2024 ist bei der OMV Aktiengesellschaft weder durch die nationale Ergänzungssteuer, noch die Primärergänzungssteuer ein zusätzlicher Steueraufwand angefallen. Daher ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Die OMV Aktiengesellschaft wendet die verpflichtende temporäre Ausnahmeregelung hinsichtlich der Bilanzierung latenter Steuern und der Offenlegung von Informationen über latente Steuern im Zusammenhang mit der globalen Mindeststeuer an. Ergänzende Angaben 14 | Zinsmanagement und Derivate Um das Zinsrisiko in ausgewogener Form zu steuern, wird das Profil der Verbindlichkeiten hinsichtlich fixer und variabler Verzinsung, Währungen und Fristigkeiten analysiert. Es werden entsprechende Vergleichskennzahlen festgelegt und bei Abweichungen über definierte Bandbreiten mittels derivativer Instrumente optimiert. Fallweise werden festverzinsliche Kredite mittels Zinsswaps in variable Kredite oder vice versa umgewandelt. Die letzte Zinssicherung ist im Jahr 2015 ausgelaufen, danach wurden keine weiteren Zinsderivate mehr abgeschlossen. Die Gesellschaft sichert bei Bedarf entsprechende Fremdwährungsrisiken für die Gesellschaft selbst sowie für Konzerngesellschaften ab. Die OMV Aktiengesellschaft hat Derivate mit Banken abgeschlossen und diese teilweise an Konzerngesellschaften weitergegeben. Die Hauptpositionen per 31. Dezember 2024 betreffen den EUR-NOK und EUR-USD Wechselkurs. Mit den Devisentermingeschäften wurde der Zeitraum bis März 2025 abgesichert. Per 31. Dezember gab es zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos für die Konzerngesellschaften folgende Transaktionen, welche aufgrund der Bildung von Bewertungseinheiten in der OMV Aktiengesellschaft nicht angesetzt werden: Währungsderivate: Forwards In EUR 1.000 2024 2023 Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert Nominale aktiv passiv Bilanz- ansatz Nominale aktiv passiv Bilanz- ansatz EUR/CZK 16.203 16 –16 – 24.052 115 –114 – EUR/GBP 46.607 49 –46 – 11.073 51 –50 – EUR/HUF 61.898 183 –181 – 127.150 273 –269 – EUR/RON – – — – 15.702 1 –1 – EUR/USD 87.015 404 –400 – 53.713 289 –286 – USD/CZK – – – – 577 – — – USD/RON 99.514 72 –69 – 57.617 265 –263 – Gesamt 311.237 724 –711 — 289.884 994 –984 — Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird retrospektiv auf Basis des Wechselkurses des Sicherungsgeschäftes und der Korrelation mit dem Wechselkurs des dazugehörigen Grundgeschäftes ermittelt. Dabei wird die Kursdifferenz aus dem Grundgeschäft durch die Kursdifferenz aus dem Sicherungsgeschäft ausgeglichen. Prospektiv erfolgt die Effektivitätsmessung durch Überprüfung der Übereinstimmung der Critical Terms zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft (Critical Term Match). Ohne Bildung von Bewertungseinheiten wären aufgrund des imparitätischen Bewertungsprinzips Drohverlustrückstellungen in Höhe des passiven Marktwertes von TEUR 711 (2023: TEUR 984) zu bilden gewesen. Zur Liquiditätssteuerung verwendet die OMV Aktiengesellschaft Devisenswaps. Per 31. Dezember gab es für die OMV Aktiengesellschaft folgende Transaktionen: Währungsderivate: FX Swaps In EUR 1.000 2024 2023 Nominale Beizulegender Zeitwert Bilanzansatz Nominale Beizulegender Zeitwert Bilanzansatz FX Swap EUR-CZK 5.174 12 — 8.128 38 — FX Swap EUR-HUF 10.939 2 — 42.160 164 — FX Swap EUR-NOK 801.467 –604 –2.621 591.642 13.331 –158 FX Swap USD-NOK — — — 212.809 9.698 — FX Swap EUR-GBP — — — 1.840 –1 –1 FX Swap EUR-USD 230.127 906 — — — — Der beizulegende Zeitwert (Tageswert) der derivativen Finanzinstrumente spiegelt den geschätzten Betrag wider, den OMV zahlen oder erhalten müsste, wenn diese Transaktion am Bilanzstichtag geschlossen würde. Für die Schätzung der Tageswerte von Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden Preisanbote von Banken oder entsprechende Preismodelle verwendet. Bei diesen Modellen werden die zum Bilanzstichtag geltenden Terminpreise und Wechselkurse sowie Volatilitätskennzahlen zur Preisberechnung herangezogen. Der Bilanzansatz erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen. 15 | Organe, Arbeitnehmer, Related Parties Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug: Durchschnitt 2024 2023 Angestellte 955 917 Gesamt 955 917 Die Vorstandsbezüge der OMV Aktiengesellschaft verteilen sich wie folgt: Vorstandsbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2024 In EUR 1.000 2024 Stern Florey Gaso van Koten Vlad5 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 2.238 1.867 1.304 1.362 1.318 8.089 Fixer Bezug (Grundbezug) 1.040 868 604 1.362 575 3.703 Variabel (Barbonifikation)1 1.186 988 628 717 658 4.177 Sachbezüge2 11 11 733 294 863 210 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 260 217 151 154 144 926 Pensionskassenbeiträge 260 217 151 154 144 926 Anteilsbasierte Vergütungen 1.583 1.189 346 609 363 4.090 Variabel (Equity Deferral 2023) 872 723 346 396 363 2.699 Variabel (LTIP 2021) 711 466 — 213 — 1.391 Vorstandsbezüge 4.081 3.272 1.801 2.125 1.825 13.104 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2023, für die der Bonus 2024 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen für Zulagen in bar 3 Inklusive Miet- und Beratungskosten und damit verbundenen Steuern 4 Inklusive PKW-Zulage 5 Daniela Vlad trat als Vorstandsmitglied per 28. Februar 2025 zurück. Vorstandsbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2024 In EUR 1.000 2024 Pleininger3 Skvortsova4 Seele5 Gangl6 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 342 337 — — 679 Variabel (Barbonifikation)1 342 329 — — 670 Sachbezüge2 — 8 — — 8 Anteilsbasierte Vergütungen 876 608 1.804 107 3.394 Variabel (Equity Deferral 2023) 274 181 — — 456 Variabel (LTIP 2021) 601 427 1.804 107 2.938 Vorstandsbezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder 1.217 945 1.804 107 4.073 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2023, für die der Bonus 2024 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen für Zulagen in bar 3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. April 2023. 4 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023. 5 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022. 6 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück. Vorstandsbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023 In EUR 1.000 2023 Stern Florey Gaso4 van Koten Vlad8 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 2.160 1.828 1.239 1.306 857 7.389 Fixer Bezug (Grundbezug) 990 810 504 575 527 3.406 Fixer Bezug (Einmalige Kompensationszahlung) — — 6275 — 2649 891 Variabel (Barbonifikation)1 1.160 967 — 702 — 2.828 Sachbezüge2 10 513 1086 297 6610 264 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 248 203 129 144 134 857 Pensionskassenbeiträge 248 203 129 144 134 857 Anteilsbasierte Vergütungen 683 1.043 — 310 — 2.036 Variabel (Equity Deferral 2022) 683 567 — 310 — 1.560 Variabel (LTIP 2020) — 476 — — — 476 Vorstandsbezüge 3.091 3.073 1.368 1.760 991 10.282 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2022, für die der Bonus 2023 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen Bar für Zulagen in bar 3 Inklusive Schulkosten und damit verbundene Steuern 4 Berislav Gaso trat dem Vorstand per 1.März 2023 bei. 5 Berislav Gaso erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der MOL Gruppe zur OMV Aktiengesellschaft. 6 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern 7 Inklusive PKW-Zulage 8 Daniela Vlad trat dem Vorstand per 1.Februar 2023 bei. 9 Daniela Vlad erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für verfallene Vergütungen im Geschäftsjahr 2023 in Abgeltung der nachweislich verfallenen variablen Vergütung durch den Wechsel von der AkzoNobel N.V. zur OMV Aktiengesellschaft. 10 Inklusive Umzugs- und Mietkosten sowie damit verbundene Steuern Vorstandsbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2023 In EUR 1.000 2023 Pleininger3 Skvortsova5 Seele7 Gangl8 Gesamt Kurzfristige Vergütungen 1.524 1.039 716 — 3.279 Fixer Bezug (Grundbezug) 250 262 — — 511 Fixer Bezug (Einmalige Kompensationszahlung) 2684 — — — 268 Variabel (Barbonifikation)1 1.002 702 716 — 2.420 Sachbezüge2 4 756 — — 79 Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 121 72 — — 192 Pensionskassenbeiträge 121 72 — — 192 Anteilsbasierte Vergütungen 1.260 546 2.160 436 4.402 Variabel (Equity Deferral 2022) 645 310 316 — 1.272 Variabel (LTIP 2020) 615 236 1.844 436 3.131 Vorstandsbezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder 2.905 1.657 2.876 436 7.874 1 Der variable Teil bezieht sich auf Zielerreichungen 2022, für die der Bonus 2023 ausbezahlt wurde. 2 Inklusive Auszahlungen für Zulagen in bar 3 Johann Pleininger trat als Vorstandsmitglied per 31. Dezember 2022 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. April 2023. 4 Johann Pleininger erhielt eine einmalige Kompensationszahlung für den verkürzten Ausstiegszeitraum für den Zeitraum 1. Mai bis 31. August 2023. 5 Elena Skvortsova trat als Vorstandsmitglied per 31. Oktober 2022 zurück, und ihr Vertrag endete mit 14. Juni 2023. 6 Inklusive Miet- und Beratungskosten und damit verbundenen Steuern 7 Rainer Seele trat als Vorstandsmitglied per 31. August 2021 zurück, und sein Vertrag endete mit 30. Juni 2022. 8 Thomas Gangl trat als Vorstandsmitglied per 31. März 2021 zurück. Daneben sind die Vorstandsmitglieder und Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O) und einer Rechtsschutzversicherung versichert. Auch eine große Anzahl anderer OMV Mitarbeiter sind Begünstigte dieser Versicherungen, und es erfolgen Gesamtprämienzahlungen an die Versicherer, sodass eine spezifische Zuordnung an Vorstandsmitglieder nicht stattfindet. An Aufsichtsratsvergütungen wurden 2024 TEUR 1.088 aufgewendet (2023: TEUR 1.030). Die OMV Aktiengesellschaft ist das Mutterunternehmen des OMV Konzerns und nimmt als solches eine Holdingfunktion ein. Die OMV Aktiengesellschaft erbringt für die restlichen Konzerngesellschaften Finanzierungs-, Konzernsteuerungs- sowie diverse Servicedienstleistungen. Die Fremdüblichkeit der Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird laufend dokumentiert und überwacht. Mit nahestehenden Personen oder Unternehmen wurden keine wesentlichen Geschäfte unter marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen. 16 | Haftungsverhältnisse gemäß § 199 und sonstige Verpflichtungen gemäß § 237 UGB Haftungsverhältnisse liegen in folgendem Umfang vor: Haftungsverhältnisse In EUR 1.000 2024 2023 Garantien 2.743.556 3.006.611 davon für verbundene Unternehmen 2.743.344 3.006.399 Die Veränderung der Haftungsverhältnisse resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung der Garantien für OMV Gas Marketing & Trading GmbH um TEUR 517.179 und für OMV Deutschland GmbH um TEUR 65.000, sowie aus einer Erhöhung der Garantien für OMV Supply & Trading Limited in Höhe von TUSD 207.000 sowie für OMV Deutschland Marketing & Trading GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 82.000. Nicht in der Bilanz und unter den Haftungsverhältnissen ausgewiesene sonstige finanzielle Verpflichtungen: Die OMV Aktiengesellschaft hat sich gegenüber der OMV Clearing und Treasury GmbH, die das Konzern-Clearing betreibt, verpflichtet, deren Liquidität für die Dauer der Konzernzugehörigkeit aufrechtzuerhalten. Für einige Explorations-, Produktions- und Vertriebsgesellschaften bestehen seitens der OMV Aktiengesellschaft Garantien und Patronatserklärungen für die Einhaltung von Konzessionen, Lizenzen und von verschiedenen Verträgen, die in ihrer Höhe unbestimmt sind. Ebenso hat sich die OMV Aktiengesellschaft gegenüber der OMV Gas Marketing & Trading GmbH mit einem Letter of Financial Support verpflichtet, deren Liquidität im Bedarfsfall aufrechtzuerhalten. Diese Vereinbarung gilt für Verpflichtungen bis zu einem Betrag von TEUR 1.600.000, die bis zum 30.06.2026 fällig werden. Die OMV Aktiengesellschaft haftet für die Auszahlung der im Rahmen von Schuldbeitritten von den Konzernunternehmen übernommenen Pensionsansprüchen, Nachschussverpflichtungen für an überbetriebliche Pensionskassen übertragene Ansprüche und Überbrückungszahlungen für Personallösungen. 17 | Vorschlag zur Gewinnverteilung Der verteilungsfähige Bilanzgewinn per Ende des Geschäftsjahrs 2024 wurde mit TEUR 1.784.085 (2023: TEUR 1.813.317) ermittelt. Für das Geschäftsjahr 2024 wird seitens des Vorstands der OMV Aktiengesellschaft eine Ausschüttung in Höhe von EUR 3,05 (2023: EUR 2,95) je dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche von der Hauptversammlung zu bestätigen ist. Ebenso wird vom Vorstand der OMV Aktiengesellschaft die Ausschüttung einer zusätzlichen Dividende in Höhe von EUR 1,70 (2023: EUR 2,10) pro dividendenberechtigter Aktie vorgeschlagen, welche ebenfalls von der Hauptversammlung zu bestätigen ist. Die Sonderdividende soll zusätzlich zur und gleichzeitig mit der regulären Dividende ausgeschüttet werden. Die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 erfolgte im Juni 2024 und betrug TEUR 1.652.438 (2023: TEUR 1.652.010). 18 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Daniela Vlad, für den Berichtszeitraum Mitglied des OMV Vorstands und Executive Vice President Chemicals, hat ihr Vorstandsmandat im gegenseitigen Einvernehmen zum 28. Februar 2025 niedergelegt. Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge in einem neuen Unternehmen, Borouge Group International, unterzeichnet. ADNOC hat außerdem mit Nova Chemicals Holdings GmbH, einer indirekt vollständig im Besitz der Mubadala Investment Company P.J.S.C. befindlichen Gesellschaft, einen Aktienkaufvertrag über 100% von Nova Chemicals für USD 13,4 Mrd Unternehmenswert abgeschlossen. ADNOC und OMV haben zudem vereinbart, dass Borouge Group International nach Abschluss des Zusammenschlusses Nova Chemicals erwerben und damit ihre Präsenz in Nordamerika ausbauen wird. Nach einer Barmittelzuführung von EUR 1,6 Mrd (abzüglich Dividendenzahlungen bis Transaktionsabschluss) durch OMV in das neue Unternehmen sind OMV und ADNOC zu gleichen Anteilen und in gleichberechtigter Partnerschaft mit jeweils 46,94% an Borouge Group International beteiligt. Die Zentrale und der Sitz des neuen Unternehmens werden in Wien, Österreich, sein, mit einer regionalen Zentrale in Abu Dhabi. Borouge Group International wird an der Abu Dhabi Securities Exchange (ADX) notiert sein. Eine künftige Doppelnotierung an der Wiener Börse (ATX) ist beabsichtigt. Die ausgeglichene Beteiligungsstruktur ermöglicht OMV und ADNOC gemeinsame Beherrschung, mit gleichen Entscheidungsrechten bei allen strategischen Belangen. Sobald Borouge 4 vollständig in Betrieb ist, soll es Ende 2026 von OMV und ADNOC an Borouge Group International rückübertragen werden. Durch den Zusammenschluss dieser drei einander optimal ergänzenden Spitzenunternehmen entsteht der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent, der zu gleichen Anteilen von OMV und ADNOC gehalten wird. Nova Chemicals ist ein in Nordamerika ansässiger Polyolefin-Produzent und führend bei hochwertigen Verpackungslösungen und proprietären Technologien. Durch die Übernahme von Nova Chemicals wird Borouge Group International die Präsenz auf dem amerikanischen Kontinent weiter stärken und die Position bei kostengünstigen Rohstoffen ausbauen. Borouge Group International wird hervorragend positioniert sein, um Wert zu schaffen und über den gesamten Zyklus hinweg überdurchschnittliche Aktionärsrenditen zu erzielen - gestützt durch Synergieeffekte und eine starke Pipeline an Wachstumsprojekten. Die Nova Chemicals-Transaktion wird durch Akquisitionsverbindlichkeiten finanziert, die am Kapitalmarkt refinanziert werden sollen. Die Bewertung impliziert einen Unternehmenswert zu einem EBITDA-Vielfachen von rund 7,5. Dies basiert auf einem erwarteten EBITDA von USD 1,8 Mrd über den durchschnittlichen Zyklus. Der Abschluss des Zusammenschlusses von Borealis und Borouge sowie der Übernahme von Nova Chemicals wird voraussichtlich gleichzeitig für das erste Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und der üblichen Abschlussbedingungen. Direkte Beteiligungen der OMV Aktiengesellschaft mit einem Anteil von mindestens 20% Direkte Beteiligungen Währung Eigenkapital 31.12.2024 Jahresüber- schuss/ Jahresfehl- betrag 2024 Anteil am Kapital in % Inland OMV Exploration & Production GmbH, Wien1 in EUR 1.000 3.506.124 301.558 100 OMV Gas Logistics Holding GmbH, Wien1 in EUR 1.000 96.152 80.268 100 OMV Downstream GmbH, Wien 1 in EUR 1.000 8.183.700 1.880.670 100 OMV Solutions GmbH, Wien1 in EUR 1.000 397.709 16.494 — Ausland Diramic Insurance Limited, Gibraltar in EUR 1.000 113.443 4.730 100 OMV AUSTRALIA PTY LTD, Perth1 in AUD 1.000 –168.519 796 100 OMV International Oil & Gas GmbH, Zug2 in CHF 1.000 1.793 196 100 OMV PETROM SA, Bukarest in RON Mio. 37.621 4.144 51,16 1 Gruppenmitglied gemäß § 9 KStG 2 Werte aus 2023 Aufsichtsrat Lutz Feldmann Vorsitzender Edith Hlawati Stellvertreterin Khaled Salmeen Stellvertreter (seit 28.05.2024) Saeed Al Mazrouei Stellvertreter (bis 28.05.2024) Khaled Al Zaabi (seit 28.05.2024) Alyazia Ali Al Kuwaiti (bis 28.05.2024) Dorothée Deuring (seit 28.05.2024) Stefan Doboczky (bis 11.06.2024) Patrick Lammers (seit 28.05.2024) Karl Rose(bis 28.05.2024) Jean-Baptiste Renard Elisabeth Stadler Robert Stajic Gertrude Tumpel-Gugerell(bis 28.05.2024) Vom Betriebsrat delegiert: Alexander Auer Angela Schorna Nicole Schachenhofer Hubert Bunderla Alfred Redlich Neben international erfahrenen Vorständen und Direktoren der Kernaktionäre setzt sich der von der Hauptversammlung gewählte Aufsichtsrat aus hochqualifizierten unabhängigen Mitgliedern zusammen, wobei sich OMV bezüglich der Unabhängigkeit an den Empfehlungen der EU orientiert. Präsidial- und Nominierungsausschuss: Feldmann (Vorsitzender), Hlawati (Stellvertreterin), Salmeen (Stellvertreter), Al Zaabi, Auer, Redlich Prüfungsausschuss: Deuring (Vorsitzende), Stadler (Stellvertreterin), Al Zaabi (Stellvertreter), Stajic, Feldmann, Schorna, Auer, Bunderla Portfolio- und Projektausschuss: Renard (Vorsitzender), Stajic (Stellvertreter), Salmeen (Stellvertreter), Al Zaabi, Lammers, Schachenhofer, Auer, Redlich Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss: Renard (Stellvertreter), Salmeen, Stajic, Stadler, Lammers, Schachenhofer, Schorna, Bunderla Vergütungsausschuss: Feldmann (Vorsitzender), Hlawati (Stellvertreterin), Salmeen (Stellvertreter), Stadler, Deuring Vorstand Alfred Stern Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer Reinhard Florey Chief Financial Officer Martijn van Koten Executive Vice President Fuels & Feedstock Daniela Vlad Executive Vice President Chemicals Berislav Gaso Executive Vice President Energy Wien, 14. März 2025 Der Vorstand Alfred Stern e.h. Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer Reinhard Florey e.h. Chief Financial Officer Martijn van Koten e.h. Executive Vice President Fuels & Feedstock und Executive Vice President Chemicals Berislav Gaso e.h. Executive Vice President Energy Anlagespiegel gemäß § 226 Absatz 1 UGB Entwicklung der Anschaffungskosten In EUR 1.000 Stand 01.01.2024 Zugänge Abgang Stand 31.12.2024 Abschreibungen 31.12.2024 (kumuliert) Bilanzwert 31.12.2024 Bilanzwert 31.12.2023 I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 48.290 6.198 1.287 53.201 36.710 16.491 14.667 2. Geleistete Anzahlungen 177 — 177 — — — 177 48.467 6.198 1.464 53.201 36.710 16.491 14.844 II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grund 2.095 — — 2.095 2.082 13 16 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.696 5.298 1.496 30.498 18.514 11.984 11.318 28.791 5.298 1.496 32.593 20.596 11.997 11.334 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.497.435 — 35 17.497.400 4.388.583 13.108.817 13.019.782 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.562.166 198.000 1.862.166 898.000 — 898.000 2.562.166 3. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.506 4.000 — 8.506 1.230 7.276 4.506 4. Sonstige Ausleihungen 20 — 19 1 — 1 20 20.064.127 202.000 1.862.220 18.403.907 4.389.813 14.014.094 15.586.474 20.141.385 213.496 1.865.180 18.489.701 4.447.119 14.042.582 15.612.652 1 Inklusive von verbundenen Unternehmen übernommene Vermögenswerte: TEUR Null (2023: TEUR 17) Immaterielle Vermögensgegenstände Entwicklung der Abschreibungen In EUR 1.000 01.01.2024 Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen Zuschreibungen Abgang 31.12.2024 I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 33.623 4.362 — — 1.275 36.710 II. Sachanlagen — — — — — — 1. Grundstücke und Bauten auf fremden Grund 2.079 3 — — — 2.082 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.378 4.631 — — 1.495 18.514 17.457 4.634 — — 1.495 20.596 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.477.653 — — 89.070 — 4.388.583 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen — — — — — — 3. Wertpapiere des Anlagevermögens — — 1.230 — — 1.230 4. sonstige Ausleihungen — — — — — — 4.477.653 — 1.230 89.070 — 4.389.813 4.528.733 8.996 1.230 89.070 2.770 4.447.119 Abkürzungen und Definitionen A ADNOC Abu Dhabi National Oil Company APS Announced-Pledges-Szenario ARMS Active Risk Management System Ausschüttungsgrad %-Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie B bbl Barrel (Fass zu ca. 159 Litern) bcf Milliarde Standard-Kubikfuß (cf) boe Barrel Öläquivalent C CAGR Compounded Annual Growth Rate; durchschnittliche jährliche Wachstumsrate CAPEX Capital Expenditure; Investitionen CbCR Country-by-Country Report; länderbezogener Bericht CCBS Climate, Community & Biodiversity Standard CCS/CCUS Carbon Capture, (Utilization) and Storage; CO2-Abscheidung, (‑Nutzung) und ‑Speicherung CCS/CCS Effekte/Lagerhaltungsgewinne/-verluste Current Cost of Supply; zu aktuellen Beschaffungskosten Lagerhaltungsgewinne und -verluste stellen die Differenz zwischen den Umsatzkosten zu aktuellen Beschaffungskosten und den Umsatzkosten auf Basis der gleitenden Durchschnittsmethode nach Anpassung jeglicher Wertberichtigungen – falls der Nettoveräußerungswert der Vorräte geringer ist als die Anschaffungskosten – dar. In volatilen Energiemärkten kann die Ermittlung der Kosten von verkauften Mineralölerzeugnissen basierend auf historischen Werten (zum Beispiel gleitenden Durchschnittskosten) zu verzerrenden Effekten der berichteten Ergebnisse (Operatives Ergebnis, Jahresüberschuss etc.) führen. Der als CCS Effekt offengelegte Wert stellt die Differenz zwischen dem in der Gewinn- und Verlustrechnung für Vorräte erfassten Betrag auf Basis der Durchschnittsmethode (angepasst um Wertminderungen, bezogen auf den Nettoveräußerungswert) und dem zu aktuellen Beschaffungskosten bewerteten Betrag dar. Die aktuellen Beschaffungskosten werden monatlich auf Basis von Daten der Versorgungs- und Produktionssysteme berechnet. CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten Das CCS Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten wird wie folgt berechnet: den Aktionären zuzurechnender CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten dividiert durch die durchschnittlich gewichtete Aktienanzahl. CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten Operatives Ergebnis vor Sondereffekten, bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte Das Konzern CCS Operative Ergebnis vor Sondereffekten stellt die Summe des CCS Operativen Ergebnisses vor Sondereffekten von F&F, der Operativen Ergebnisse vor Sondereffekten der anderen Geschäftsbereiche und des berichteten Konsolidierungseffekts, bereinigt um Änderungen von Wertberichtigungen – falls der Nettoveräußerungswert der Vorräte geringer ist als die Anschaffungskosten –, dar. CCS ROACE vor Sondereffekten Der CCS Return On Average Capital Employed vor Sondereffekten wird wie folgt berechnet: NOPAT, bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS Effekten, dividiert durch durchschnittlich eingesetztes Kapital (auf rollierender Basis, als Durchschnitt der letzten vier Quartale; in %). CDM Clean Development Mechanism CEGH Central European Gas Hub cf Standard-Kubikfuß (16°C/60°F) CGMs Community Grievance Mechanisms; Community-Beschwerdemechanismen CMF Corrosion Management Framework; Rahmenwerk für das Korrosionsmanagement CR&D Community Relations and Development CSDDD Corporate Sustainability Due Diligence Directive; EU-Lieferkettenrichtlinie CSRD Corporate Sustainability Reporting Directive; EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung D Den Aktionär:innen zuzurechnender CCS Jahresüberschuss vor Sondereffekten Den Aktionär:innen zuzurechnender Jahresüberschuss, bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS Effekten DS Downstream E ECL Expected credit losses; erwartete Kreditausfälle Eigenkapitalquote %-Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtkapital Eingesetztes Kapital Eigenkapital inklusive Anteilen anderer Gesellschafter:innen, zuzüglich Nettoverschuldung eMSP eMobility Service Provider; E-Mobilitätsdienstleister EPCC Engineering, Procurement, Construction and Commissioning EPSA Exploration and Production Sharing Agreement; Explorations- und Produktionsteilungsvertrag Ergebnis je Aktie Den Aktionär:innen zuzurechnender Jahresüberschuss dividiert durch die durchschnittliche gewichtete Aktienanzahl ERGs Employee Resource Groups; Mitarbeitenden-Netzwerke ESIA Environmental and Social Impact Assessments; Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung Ethylen Referenzmarge Europa Ethylene CP WE (ICIS) – 1.18 * Naphtha FOB Rotterdam EVG&D Economic Value Generated and Distributed; erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert EWRM Unternehmensweites Risikomanagementsystem E&A Exploration & Evaluierung E&P Exploration & Produktion, Teil des Geschäftsbereichs Energy F FIFO-Methode First-In-First-Out-Verfahren FPIC Free, Prior, and Informed Consent; freie, vorherige und informierte Zustimmung FVOCI Beizulegender Zeitwert mit Wertänderungen durch das sonstige Ergebnis FVTPL Beizulegender Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust F&F Geschäftsbereich Fuels & Feedstock G GBF Global Biodiversity Framework; Globaler Biodiversitätsrahmen GFMR Global Flaring and Methane Reduction Partnership H HiPos High-Potential Incidents; Zwischenfälle mit hohem Potenzial HV Hauptversammlung HVO Hydrotreated vegetable oil; hydriertes Pflanzenöl I IAS International Accounting Standards ICoC International Code of Conduct for Private Security Service Providers; Internationaler Verhaltenskodex für private Sicherheitsdienstleister:innen IEA International Energy Agency; Internationale Energieagentur IFRS International Financial Reporting Standards ISCC International Sustainability & Carbon Certification J Jahresüberschuss Nettogewinn bzw. Nettoverlust nach Zinsen und Steuern K kbbl Tausend Barrel kboe Tausend Barrel Öläquivalent Kb&S Konzernbereich und Sonstiges KStG Körperschaftssteuergesetz L LCA Life Cycle Assessment; Lebenszyklusanalyse LDAR Leak Detection and Repair; Leckerkennung und -reparatur Leverage-Grad %-Verhältnis Nettoverschuldung zu eingesetztem Kapital LNG Liquefied natural gas; Flüssigerdgas LoPC Losses of Primary Containment events; Stofffreisetzungen LPG Liquefied petroleum gas; Flüssiggas LTIP Long-Term Incentive Plan LTIR Lost-Time Injury Rate; Häufigkeit der Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit pro 1 Mio Arbeitsstunden N NEC National Emissions Ceiling; Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen Net assets Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-equity bewertete Beteiligungen, Anteile an sonstigen Unternehmen, Ausleihungen an at-equity bewertete Beteiligungen, Summe Net Working Capital, abzüglich Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen Nettoverschuldung Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten inklusive Anleihen und Finanzierungsleasing, abzüglich liquider Mittel NGL Natural Gas Liquids; Erdgas, das in flüssiger Form bei der Förderung von Kohlenwasserstoffen auftritt NMVOCs Non-Methane Volatile Organic Compounds; flüchtige organische Verbindungen ohne Methan NOPAT Net Operating Profit After Tax; Jahresüberschuss + Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten – Steuereffekt auf den Nettozinseffekt aus Finanzierungsaktivitäten NOPAT ist eine Kennzahl, die das finanzielle Unternehmensergebnis nach Steuern unabhängig von der Finanzierungsstruktur einer Firma zeigt. NZE Net Zero Emissions; Netto-Null-Emissionen-Szenario n.a. Not applicable; nicht zutreffend n.m. Not meaningful; Wert nicht aussagefähig O ÖBAG Österreichische Beteiligungs AG ÖCGK Österreichischer Corporate Governance Kodex OCI Other comprehensive income; sonstiges Ergebnis OECM One Earth Climate Model OO Own Operations P Pearl Pearl Petroleum Company Limited PDH Propane dehydrogenation; ein Propylen-Produktionsprozess PoC Points of Contact; Kontaktpersonen Polyethylen-Referenzmarge Europa HD BM FD EU Domestic EOM (ICIS low) – Ethylene CP WE (ICIS) Polypropylen-Referenzmarge Europa PP Homo FD EU Domestic EOM (ICIS low) – Propylene CP WE (ICIS) PoS Proofs of Sustainability; Nachhaltigkeitsnachweis Propylen-Referenzmarge Europa Propylene CP WE (ICIS) – 1.18 * Naphtha FOB Rotterdam PSER Process Safety Event Rate; Prozesssicherheitsereignisrate R RFCC Residual Fluid Catalytic Cracking; Technologie zur Umwandlung von schweren Einsatzstoffen in leichte Produkte ROACE Return On Average Capital Employed; %-Verhältnis NOPAT zu durchschnittlich eingesetztem Kapital ROE Return On Equity; %-Verhältnis Jahresüberschuss/-fehlbetrag zu durchschnittlichem Eigenkapital RRR Reserve Replacement Rate; Reservenersatzrate: Gesamtveränderung der Reserven exklusive Produktion, dividiert durch Gesamtproduktion S SAF Sustainable Aviation Fuel; nachhaltiger Flugkraftstoff SDs Sustainability Declarations; Nachhaltigkeitserklärungen SHIA Social and Human Rights Impact Assessment; Sozialverträglichkeits- und Menschenrechtsprüfung SIA Social Impact Assessments; Sozialverträglichkeitsprüfungen SIR Strategy Implementation Review; Überprüfung der Strategieumsetzung Sondereffekte Sondereffekte sind Aufwendungen und Erträge, die separat offengelegt werden, da sie nicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind. Diese Effekte werden separat ausgewiesen, um es Investor:innen zu ermöglichen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des OMV Konzerns besser zu verstehen und zu beurteilen. STEPS Stated-Policies-Szenario T THE Trading Hub Europe; Handelsplatz für den deutschen Erdgasmarkt THG Treibhausgas TRIR Total Recordable Injury Rate; Häufigkeit der berichtspflichtigen Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit pro 1 Mio Arbeitsstunden TSR Total Shareholder Return; Aktienrendite TTF Die Title Transfer Facility; ein virtueller Handelspunkt für Erdgas in den Niederlanden U UGB Österreichisches Unternehmensgesetzbuch UMS Umweltmanagementsystem Umsatzerlöse Umsatzerlöse ausgenommen Mineralölsteuer US Upstream V VCS Verified Carbon Standard VPs Voluntary Principles on Security and Human Rights; freiwillige Grundsätze zur Wahrung der Sicherheit und der Menschenrechte W WIMS Well-Integrity-Management System Z ZGE Zahlungsmittelgenerierende Einheit Kontakte und Impressum OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6–8 1020 Wien, Österreich Tel. + 43 1 40440–0 [email protected] www.omv.com Investor Relations Florian Greger OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6–8 1020 Wien, Österreich Tel. + 43 1 40440–21600 Fax + 43 1 40440–621600 [email protected] Herausgeber OMV Aktiengesellschaft, Wien Erklärung gemäß § 124 Abs. 1 BörseG 2018 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist. Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Abschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Wien, am 14. März 2025 Alfred Stern e.h. Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer Reinhard Florey e.h. Chief Financial Officer Martijn van Koten e.h. Executive Vice President Fuels & Feedstock und Executive Vice President Chemicals Berislav Gaso e.h. Executive Vice President Energy OMV Aktiengesellschaft Trabrennstraße 6–8 1020 Wien Österreich Tel. + 43 1 40440-0 www.omv.com 1 Am 3. März 2025 haben OMV und ADNOC eine verbindliche Vereinbarung über die Zusammenlegung ihrer Anteile an Borealis und Borouge in einem neuen Unternehmen, Borouge Group International, unterzeichnet. Mehr dazu in der >Anhangangabe 37 - Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. 2 Nord: Norwegen; CEE: Österreich, Rumänien, Bulgarien; Süd: Libyen, Vereinigte Arabische Emirate, Tunesien, Region Kurdistan im Irak; Rest der Welt: Neuseeland, Malaysia und Jemen. OMV schloss die Veräußerung seiner 50%igen Beteiligung an der malaysischen SapuraOMV Upstream Sdn. Bhd. an TotalEnergies am 9. Dezember 2024 ab. 3 IEA Oil Market Report, Dezember 2024 4 Hinweis: Die Finanzziele für 2030 beruhen auf folgenden nominalen Marktannahmen: Brent-Rohölpreis von USD 80/bbl, THE-(„Trading Hub Europe“-)Gaspreis von EUR 25/MWh, Raffinerie-Referenzmarge Europa von USD 6,0/bbl, Ethylen/Propylen-Referenzmarge Europa von EUR 520/t, Polyethylen/Polypropylen-Referenzmarge Europa von EUR 480/t. 5 IMF World Economic Outlook, Jänner 2025 6 Inflation ohne Lebensmittel und Energie 7 Operatives Ergebnis bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte. 8 Den Aktionären des Mutterunternehmens zuzurechnender Periodenüberschuss, bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS Effekten. 9 Die Steuerquote des Konzerns bereinigt um Sondereffekte und CCS Effekte. Die Quote stellt den durchschnittlichen Steuersatz dar, mit dem die Gewinne des Konzerns vor Steuern besteuert sind. 10 Der Leverage-Grad errechnet sich aus der Division der Nettoverschuldung inkl. Leasing durch Eigenkapital plus Nettoverschuldung inkl. Leasing. 11 Der CCS ROACE (%) vor Sondereffekten wird wie folgt berechnet: Net Operating Profit After Tax (NOPAT – als Summe vom aktuellen und den letzten drei Quartalen) bereinigt um Nach-Steuer-Effekte von Sondereffekten und CCS Effekten, dividiert durch das durchschnittlich eingesetzte Kapital. 12 Betrag der liquiden Mittel, die der OMV Konzern aus seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet, abzüglich Effekten aus Net-Working-Capital-Positionen. 13 Der organische freie Cashflow ist der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit abzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit ohne Veräußerungen und wesentliche anorganische Cashflow-Komponenten (z.B. Akquisitionen). 14 Der Betrag ist definiert als Investitionsausgaben einschließlich aktivierter Explorations- und Evaluierungsausgaben und exklusive Eigenkapitalzuführungen in at-equity und vollkonsolidierte Unternehmen, Akquisitionen und bedingter Gegenleistungen. 15 Enthalten auch Akquisitionen sowie Investitionen in at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen; bereinigt um aktivierte Rekultivierungskosten, nicht fündige Explorationsbohrungen, Fremdkapitalkosten sowie weitere nicht als Investitionen definierte Zugänge 16 Am 21. Dezember 2022 hatte die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) den Plan bekanntgegeben, den 24,9%-Anteil der MPPH an der OMV Aktiengesellschaft, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Zustimmungen, zu übernehmen. Mit Wirkung zum 28. Februar 2024 wurden, nach Erfüllung aller Bedingungen unter dem Aktienkaufvertrag zwischen MPPH und ADNOC, sämtliche der 24,90% der Anteile an der OMV Aktiengesellschaft von der MPPH auf ADNOC übertragen. 17 Für die Scope-3-Kategorien 10, 11 und 12 wird der Ansatz der operativen Kontrolle angewendet. Wenn sich beispielsweise im Geschäftsbereich Energy eine OMV Konzerngesellschaft an einer Joint Operation beteiligt und die operative Kontrolle hat, werden 100% des Umsatzes der jeweiligen OMV Konzerngesellschaft berücksichtigt. Allerdings stellt dieser Wert in der Regel nur den Anteil des OMV Konzerns an der Joint Operation dar. 18 Kritische Anliegen sind Fälle, die bei wichtigen Interessenträger:innen große Aufmerksamkeit erregt haben, die stichhaltig sind (z. B. Gerichtsurteile, Behauptungen mit aussagekräftigen Beweisen usw.), die in der direkten Geschäftstätigkeit oder Wertschöpfungskette von OMV angesiedelt sind und die einen Verstoß gegen eines der zehn Prinzipien des UN Global Compact darstellen würden. Im Jahr 2023 wurden drei solcher Anliegen gemeldet und vom Nachhaltigkeits- und Transformationsausschuss erörtert. Dazu gehörten ein Todesfall in der Raffinerie Petrobrazi, ein Rechtsstreit über Klimafragen und ein Update in der Rechtssache von Borealis in Kallo. 19 Das „Netto-Null bis 2050“-Ziel bezieht sich auf die Treibhausgas-(THG-)Emissionen aus unserer Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2) und unserem Produktportfolio sowie andere Scope‑3-Emissionen entlang der Wertschöpfungskette. Unsere zwischenzeitlichen THG-Ziele bis 2030 und 2040 umfassen Scope 1 und 2 sowie die folgenden Scope‑3-Kategorien: Kategorie 11: Verwendung verkaufter Produkte für die Energieversorgung, Kategorie 1: Eingekaufte Waren (Rohstoffe) aus dem OMV Geschäftsbereich Chemicals, und Kategorie 12: Lebenszyklusende verkaufter Produkte für nicht energetische Zwecke. 20 Potenzielle zusätzliche anorganische Investitionen für Fusionen und Übernahmen werden strategisch entschieden, um den Übergang von OMV in Übereinstimmung mit seiner Strategie 2030 und seinem Netto-Null-Ziel bis 2050 zu beschleunigen. 21 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 22 [MDR-A 69b] Als wichtigste Maßnahmen gelten jene, deren Umsetzung Investitionsausgaben (CAPEX) von mehr als EUR 5 Mio erfordert. Die CAPEX umfassen Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. IFRS 16 Nutzungsrechte) und Ausgaben für Akquisitionen sowie at-equity bewertete Beteiligungen und sonstige Zinsen für vordefinierte CAPEX-Kategorien, die mit nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Nicht in den CAPEX-Zahlen enthalten sind Rekultivierungsvermögen, staatliche Zuschüsse, Fremdkapitalkosten und andere Zugänge, die per Definition nicht als Investitionsausgaben gelten. Im Rahmen der geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden Ausgaben, die während der Projektdurchführung anfallen, in der Regel aktiviert und sind daher in den CAPEX-Zahlen enthalten. Die Zahlen wurden nicht von externen Stellen validiert. Für das wesentliche Thema E1 Klimaschutz beziehen sich die wichtigsten Maßnahmen in erster Linie auf Aktivitäten in Europa, die meisten davon in Österreich, Deutschland und Rumänien. Aufgrund des Schwellenwerts von >EUR 5 Mio pro Maßnahme entsprechen die angegebenen CAPEX-Zahlen nicht den Gesamt-CAPEX von OMV für Klimaschutzmaßnahmen. 23 Für die Scope‑3-Kategorien 10, 11 und 12 wird der Ansatz der operativen Kontrolle angewendet. Wenn sich beispielsweise im Geschäftsbereich Energy eine OMV Konzerngesellschaft an einer Joint Operation beteiligt und die operative Kontrolle hat, werden 100% des Umsatzes der jeweiligen OMV Gesellschaft berücksichtigt. Allerdings stellt dieser Wert in der Regel nur den Anteil von OMV an der Joint Operation dar. 24 Gemäß den Leitlinien des THG-Protokolls für Scope‑2-Treibhausgasemissionen zählen zu vertraglichen Instrumenten „alle Arten von Verträgen zwischen zwei Parteien über den Verkauf und Kauf von Energie, die mit Attributen zur Energieerzeugung gebündelt oder nicht mit Energieattributen gebündelt ist“. 25 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 26 Unter Ölaustritten versteht man austretende flüssige Kohlenwasserstoffe, die in die Umwelt gelangen. 27 [MDR-A 68b] Als wichtigste Maßnahmen gelten jene, deren Umsetzung Investitionsausgaben (CAPEX) von mindestens EUR 5 Mio erfordert. Die CAPEX umfassen Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. IFRS 16 Nutzungsrechte), Ausgaben für Akquisitionen sowie at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen für vordefinierte CAPEX-Kategorien, die mit nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Nicht in den CAPEX-Zahlen enthalten sind Rekultivierungsvermögen, staatliche Zuschüsse, Fremdkapitalkosten und andere Zugänge, die per Definition nicht als Investitionsausgaben gelten. Im Rahmen der geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden Ausgaben, die während der Projektdurchführung anfallen, in der Regel aktiviert und sind daher in den CAPEX-Zahlen enthalten. Die Zahlen wurden nicht von externen Stellen validiert. Für das wesentliche Thema E2 Umweltverschmutzung beziehen sich die wichtigsten Maßnahmen in erster Linie auf Aktivitäten in Österreich, Deutschland und Rumänien. 28 Unter Pelletaustritt ist ein Vorfall zu verstehen, bei dem es zu einer unbeabsichtigten oder ungeplanten Freisetzung von mehr als 0,5 kg Pellets aus den für den Versand und Vertrieb vorgesehenen Behältern oder dem Rückführsystem in die Umwelt außerhalb des Betriebsgeländes kommt. 29 Verordnung (EG) Nr. 166/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Schaffung eines Europäischen Schadstofffreisetzungs- und ‑verbringungsregisters 30 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 31 Tier-1- und Tier-2-Prozesssicherheitsereignisse, klassifiziert gemäß API RP 754 32 Als wichtigste Maßnahmen gelten jene, deren Umsetzung Investitionsausgaben (CAPEX) von mindestens EUR 5 Mio erfordert. Die CAPEX umfassen Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. IFRS 16 Nutzungsrechte), Ausgaben für Akquisitionen sowie at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen für vordefinierte CAPEX-Kategorien, die mit nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Nicht in den CAPEX-Zahlen enthalten sind Rekultivierungsvermögen, staatliche Zuschüsse, Fremdkapitalkosten und andere Zugänge, die per Definition nicht als Investitionsausgaben gelten. Im Rahmen der geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden Ausgaben, die während der Projektdurchführung anfallen, in der Regel aktiviert und sind daher in den CAPEX-Zahlen enthalten. Die Zahlen wurden nicht von externen Stellen validiert. 33 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 34 Wasserstress tritt auf, wenn der Wasserbedarf die verfügbaren Wassermengen während einer bestimmten Periode oder im Falle einer eingeschränkten Verwendung aufgrund schlechter Qualität übersteigt. Wasserstress führt zu einer Verschlechterung der Süßwasserversorgung in quantitativer (Überstrapazierung der Grundwasserleiter, Austrocknung von Flüssen usw.) und in qualitativer Hinsicht (Eutrophierung, Verunreinigung mit organischen Substanzen, Salzintrusion usw.). Quelle: Europäische Umweltagentur 35 [MDR-A 68b] Als wichtigste Maßnahmen gelten jene, deren Umsetzung Investitionsausgaben (CAPEX) von mehr als mindestens EUR 5 Mio erfordert. Die CAPEX umfassen Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. IFRS 16 Nutzungsrechte) und Ausgaben für Akquisitionen sowie at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen für vordefinierte CAPEX-Kategorien, die mit nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Nicht in den CAPEX-Zahlen enthalten sind Rekultivierungsvermögen, staatliche Zuschüsse, Fremdkapitalkosten und andere Zugänge, die per Definition nicht als Investitionsausgaben gelten. Im Rahmen der geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden Ausgaben, die während der Projektdurchführung anfallen, in der Regel aktiviert und sind daher in den CAPEX-Zahlen enthalten. Die Zahlen wurden nicht von externen Stellen validiert. Für das wesentliche Thema E3 Wasser beziehen sich die wichtigsten Maßnahmen in erster Linie auf Aktivitäten in Deutschland. 36 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 37 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 38 Als wichtigste Maßnahmen gelten jene, deren Umsetzung Investitionsausgaben (CAPEX) von mindestens EUR 5 Mio erfordert. Die CAPEX umfassen Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. IFRS 16 Nutzungsrechte) und Ausgaben für Akquisitionen sowie at-equity bewertete Beteiligungen und sonstige Zinsen für vordefinierte CAPEX-Kategorien, die mit nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Nicht in den CAPEX-Zahlen enthalten sind Rekultivierungsvermögen, staatliche Zuschüsse, Fremdkapitalkosten und andere Zugänge, die per Definition nicht als Investitionsausgaben gelten. Im Rahmen der geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden Ausgaben, die während der Projektdurchführung anfallen, in der Regel aktiviert, weshalb sie in den CAPEX-Zahlen enthalten sind. Für das wesentliche Thema E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft beziehen sich die wichtigsten Maßnahmen hauptsächlich auf Aktivitäten in Europa, wobei der Großteil davon in Österreich und Deutschland stattfindet. 39 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 40 Übereinkommen (Nr. 87) über die Vereinigungsfreiheit und den Schutz des Vereinigungsrechtes; 2. Übereinkommen (Nr. 98) über die Anwendung der Grundsätze des Vereinigungsrechtes und des Rechtes zu Kollektivverhandlungen; 3. Übereinkommen (Nr. 29) über Zwangs- oder Pflichtarbeit; 4. Übereinkommen (Nr. 105) über die Abschaffung der Zwangsarbeit; 5. Übereinkommen (Nr. 138) über das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung; 6. Übereinkommen (Nr. 182) über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit; 7. Übereinkommen (Nr. 100) über die Gleichheit des Entgelts männlicher und weiblicher Arbeitskräfte für gleichwertige Arbeit; 8. Übereinkommen (Nr. 111) über die Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf. 41 In den absoluten Zahlen sind Vorstandsmitglieder, externe Arbeitskräfte, Leiharbeitskräfte und Praktikant:innen enthalten. 42 In den absoluten Zahlen sind Vorstandsmitglieder, externe Arbeitskräfte, Leiharbeitskräfte und Praktikant:innen enthalten. 43 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 44 TRIR von 2023 angepasst von 1,37 auf 1,38 aufgrund der Neuklassifizierung von 2 Borealis Vorfällen (1 Mitarbeiter und 1 Auftragnehmer) 45 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 46 „Just Transition“ bezieht sich auf die Auseinandersetzung mit sozialen und wirtschaftlichen Folgen des Übergangs zu einer ökologisch nachhaltigen Wirtschaft gemäß den Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation für einen gerechten Klimaübergang. 47 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 48 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 49 Der von der Social Progress Imperative herausgegebene Social Progress Index misst die tatsächliche Lebensqualität von Ländern unabhängig von wirtschaftlichen Kennzahlen. Mehr dazu finden Sie unter: www.socialprogress.org 50 8 von 9 vorgesehenen Standorten wurden bewertet. CGM-Bewertungen wurden bisher im OMV Geschäftsbereich Energy in Österreich, Rumänien, Tunesien, Neuseeland und Malaysia sowie in den Raffinerien Schwechat, Burghausen und Petrobrazi durchgeführt. 51 Mehr dazu finden Sie in unserem > Corporate-Governance-Bericht. 52 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 53 Die Ethikrichtlinie von Borealis steht mit dem Code of Conduct und dem Code of Business Ethics von OMV im Einklang. Für die Belegschaft und die Geschäftspartner:innen der Borealis Gruppe gilt weiterhin die Borealis Ethikrichtlinie als relevante Arbeitsanweisung für ethisch korrektes Verhalten und ethische Unternehmensführung. 54 [G1-4.24b] Inklusive Borealis. Da es im Jahr 2024 keine Verurteilungen wegen Verstößen gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften gab, waren keine Maßnahmen zur Behebung von Verstößen gegen die Verfahren und Standards zur Korruptions- und Bestechungsbekämpfung erforderlich. 55 Ohne Borealis. 56 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 57 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 58 Informationstechnologie-(IT-)Sicherheit umfasst eine Reihe von Cybersicherheitsstrategien, die den unbefugten Zugriff auf Vermögenswerte des Unternehmens wie Computer, Netzwerke und Daten verhindern. Sie wahrt die Integrität und Vertraulichkeit sensibler Informationen und verhindert Hackerangriffe. 59 OT-Sicherheit bezeichnet die Operational-Technology-(OT-)Hardware und -Software, die eine Veränderung durch die direkte Überwachung und/oder Steuerung von physischen Geräten, Prozessen und Ereignissen im Unternehmen erkennen oder verursachen. OT ist in industriellen Steuerungssystemen (Industrial Control Systems; ICS) wie etwa einem SCADA-System üblich. 60 Payment Card Industry Data Security Standard 61Als wichtigste Maßnahmen gelten jene, deren Umsetzung Investitionsausgaben (CAPEX) von mehr als EUR 5 Mio erfordert. Die CAPEX umfassen Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. IFRS 16 Nutzungsrechte), Ausgaben für Akquisitionen sowie at-equity bewertete Beteiligungen und andere Beteiligungen für vordefinierte CAPEX-Kategorien, die mit nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind. Nicht in den CAPEX-Zahlen enthalten sind Rekultivierungsvermögen, staatliche Zuschüsse, Fremdkapitalkosten und andere Zugänge, die per Definition nicht als Investitionsausgaben gelten. Im Rahmen der geltenden Rechnungslegungsvorschriften werden Ausgaben, die während der Projektdurchführung anfallen, in der Regel aktiviert und sind daher in den CAPEX-Zahlen enthalten. Die Zahlen werden nicht von externen Stellen validiert. 62 Anstelle des in den ESRS verwendeten Begriffs „Konzept“ wird der Begriff „Richtlinie“ verwendet 63 Zuvor als Sonderdividende bezeichnet 64 Die folgenden Scope-3-Kategorien sind enthalten: Kategorie 11 – Nutzung der verkauften Produkte für die Energiebereitstellung; Kategorie 1 – Eingekaufte Güter (Rohstoffe); und Kategorie 12 –Lebenszyklusende verkaufter Produkte für die nicht-energetische Nutzung. 65 Die Ausgangswerte für die Emissionsreduktionsziele bilden die Emissionen des Konzerns im Jahr 2019, korrigiert um die Emissionen von Borealis, an der OMV 2020 eine Mehrheitsbeteiligung übernommen hat. 66 Auf Basis des von der IEA veröffentlichten Berichts „World Energy Outlook 2024“. 67 Am 21. Dezember 2022 hat die Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) den Plan bekanntgegeben, den 24,9%-Anteil der MPPH an der OMV Aktiengesellschaft, vorbehaltlich der erforderlichen behördlichen Zustimmungen, zu übernehmen. Mit Wirkung zum 28. Februar 2024 wurden, nach Erfüllung aller Bedingungen unter dem Aktienkaufvertrag zwischen MPPH und ADNOC, sämtliche der 24,90% der Anteile an der OMV Aktiengesellschaft von der MPPH auf ADNOC übertragen. 68 Basierend auf dem Bericht World Energy Outlook, der von der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlicht wurde.

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