Interim / Quarterly Report • Aug 7, 2023
Interim / Quarterly Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
| in TEUR | Q2/2023 | Q2/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 246.576 | 251.434 | 443.746 | 424.267 |
| Gesamtleistung | 254.269 | 261.303 | 456.619 | 442.819 |
| EBITDA | 22.572 | 22.894 | 44.114 | 42.836 |
| EBIT | 13.419 | 14.010 | 25.961 | 25.439 |
| EBT | 10.298 | 14.332 | 19.632 | 23.928 |
| Anteile der Aktionäre der OHB SE am Jahresergebnis | 6.620 | 8.983 | 13.694 | 15.291 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,38 | 0,52 | 0,79 | 0,88 |
| Bilanzsumme per 30. Juni | 1.154.501 | 1.098.163 | 1.154.501 | 1.098.163 |
| Eigenkapital per 30. Juni | 296.269 | 277.519 | 296.269 | 277.519 |
| Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit | –47.200 | –40.586 | –105.749 | –124.101 |
| Auftragsbestand per 30. Juni | 1.805.395 | 1.846.464 | 1.805.395 | 1.846.464 |
| Mitarbeiter per 30. Juni | 3.159 | 3.041 | 3.159 | 3.041 |
| in TEUR | 6M/2023 | 3M/2023 | 6M/2022 | 3M/2022 |
|---|---|---|---|---|
| Free Cashflow | –112.309 | –62.398 | –136.785 | –88.888 |
| Nettoverschuldung inklusive Pensionsrückstellungen | 306.743 | 240.857 | 292.390 | 250.685 |
| Nettoverschuldung exklusive Pensionsrückstellungen | 235.368 | 169.428 | 211.312 | 154.683 |
| CapEx | 7.721 | 4.349 | 11.493 | 3.424 |
| Zunahme aktivierter Eigenleistungen | 3.238 | 1.578 | 3.548 | 1.848 |
| Gesamtkapitalrentabilität (ROCE) in % | 7 | 8 | 10 | 9 |
Titel: Erste Aufnahme des Wettersatelliten MTG-I1. Meteosat Third Generation (MTG) wird für die nächsten beiden Jahrzehnte verbesserte Daten für Wettervorhersagen liefern. OHB ist für die Plattformen aller sechs MTG-Satelliten verantwortlich, für zwei der Satelliten liefert OHB als Hauptauftragnehmer zusätzlich die Infrared-Sounding-Instrumente.
Aufnahme von Europa aus 36.000 Kilometern Entfernung. Die neuen MTG-Satelliten ermöglichen detailliertere und häufigere Aufnahmen von zum Beispiel Wolkenstrukturen. Dadurch werden Meteorologen in die Lage versetzt, auch sich schnell entwickelnde Wetterereignisse genauer und schneller zu überwachen und vorherzusagen.
die vergangenen Monate waren von einer Reihe organisatorischer Veränderungen geprägt: Im Rahmen der Hauptversammlung verabschiedeten wir uns von unserem Aufsichtsratsmitglied Prof. Heinz Stoewer. Wir möchten ihm bei dieser Gelegenheit noch einmal für seine langjährige Tätigkeit und die von ihm eingebrachte Raumfahrt-Expertise danken. Als neues Mitglied wurde Raimund Wulf in das Gremium gewählt. Außerdem freuen wir uns über die Wiederwahl von Ingo Kramer, der seitdem stellvertretender Vorsitzender des Gremiums ist. Im Vorstand gab es ebenfalls Veränderungen: Seit dem 1. Juli 2023 wird der Vorstand durch Dr. Markus Moeller verstärkt, der die Bereiche Geschäftsentwicklung und Strategie verantwortet und zuvor als Head of Group Sales Management im Thales-Konzern tätig war.
Darüber hinaus haben wir zur Stärkung unserer Kapitalbasis und der Umsetzung der Unternehmensstrategie am heutigen Tag eine Vereinbarung mit der Investmentgesellschaft KKR geschlossen. Diese wird sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung von 10% als Minderheitsinvestor an der OHB SE beteiligen. Neben der Kapitalerhöhung plant KKR ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der OHB SE zum Preis von EUR 44. Die Familie Fuchs wird keine Aktien verkaufen und die dauerhafte Kontrolle über das Unternehmen behalten. Es ist beabsichtigt, das Unternehmen nach Abschluss der Transaktion perspektivisch von der Börse zu nehmen.
Daneben konnten die Konzernunternehmen aller drei Segmente im vergangenen Quartal positive Nachrichten vermelden: Mit dem Start der Heinrich Hertz-Satellitenmission konnte OHB erneut unter Beweis stellen, dass die Rückkehr Deutschlands zur Systemfähigkeit bei geostationären Satelliten gelungen ist. Den thematischen Schwerpunkt im Segment SPACE SYSTEMS bildete insgesamt die europäische Souveränität. Zum einen durch die Bekanntgabe des Bieterkonsortiums für die Satellitenkonstellation IRIS2, in dem sich OHB als Teil des Kernteams engagieren wird. Zum anderen hat OHB System von der Europäischen Kommission den Zuschlag für die Führung des Projekts ODIN'S EYE II erhalten, an dem auch weitere Konzernunternehmen beteiligt sein werden. Beide Projekte werden wichtige Beiträge zur Unabhängigkeit und Sicherheit Europas und seiner Bürgerinnen und Bürger leisten.
Im Segment AEROSPACE erzielte die OHB-Beteiligung Rocket Factory Augsburg (RFA) den bisher größten Testerfolg in der Geschichte des Start-ups. Als erstes europäisches Privatunternehmen konnte die RFA den erfolgreichen Test einer Raketenstufe über ihre gesamte Brenndauer feiern. Das eigenentwickelte Helix-Triebwerk brannte für insgesamt 280 Sekunden. Es ist damit sowohl für den Einsatz in der ersten als auch in der zweiten Stufe des Launchers RFA ONE qualifiziert. Des Weiteren konnte MT Aerospace mit MTU Aero Engines eine Partnerschaft im Wachstumsfeld Wasserstoff schließen.
Im Segment DIGITAL wurde OHB Digital Connect für den Betrieb des von OHB gebauten und kürzlich erfolgreich gestarteten deutschen Telekommunikationssatelliten Heinrich Hertz ausgewählt. Daneben konnten wir im Rahmen des GEOSYSTEMS Inspiration Days sowie durch eine Absichtserklärung mit dem Konstellationsbetreiber Satellogic unseren Fußabdruck im Bereich der innovativen Anwendungslösungen für Erdbeobachtungsdaten vertiefen.
Aufgrund des hohen Auftragsbestands und der positiven Geschäftsentwicklung nach sechs Monaten gehen wir davon aus, dass sich die Finanz- und Vermögenslage weiterhin gut entwickeln wird, und bestätigen den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Erwartet wird eine Gesamtleistung in Höhe von EUR 1.176 Mio. sowie ein EBITDA und EBIT in Höhe von EUR 109 Mio. bzw. EUR 70 Mio.
Bremen, 7. August 2023
Der Vorstand
Die OHB SE ist ein europäischer Raumfahrt- und Technologiekonzern und eine der bedeutenden unabhängigen Kräfte dieser Industrie. Mit seiner mehr als 40-jährigen Erfahrung in der Entwicklung und der Umsetzung innovativer Raumfahrtsysteme und dem Angebot von spezifischen Luft-, Raumfahrt- und Telematikprodukten hat sich der OHB-Konzern herausragend positioniert und für den internationalen Wettbewerb aufgestellt. Die Gesellschaft verfügt über Standorte in wichtigen ESA-Mitgliedsländern. Diese Standorte ermöglichen die Teilhabe an zahlreichen europäischen Programmen und Missionen.
Teleskope, Bodensysteme und Satellitenbetrieb
Cybersicherheit, Verschlüsselung und Eisenbahninfrastruktur
Satellitendatenanalyse, Anwendungen und Professional Services
OHB Digital Connect GmbH Bremen, Mainz & Gelsdorf, Deutschland 100 %
OHB Digital Services GmbH Bremen, Deutschland 74,9 %
GEOSYSTEMS GmbH Germering, Deutschland 100 %
Blue Horizon Sàrl Betzdorf, Luxemburg 100 %
OHB Orbital Access GmbH Bremen, Deutschland 100 %
OHB Teledata GmbH Bremen & Oberpfaffenhofen, Deutschland 100 %
OHB Digital Solutions GmbH Graz, Österreich 100 %
OHB Chile SpA Santiago de Chile, Chile 100 %
MT Aerospace Guyane S.A.S. Kourou, Französisch-Guayana 70 %
OHB Information Technology Services GmbH Bremen & Oberpfaffenhofen, Deutschland 100%
Im Segment SPACE SYSTEMS konzipieren, entwickeln und realisieren wir komplette Raumfahrtsysteme, wir erdenken und planen mit Ihnen gemeinsam das Ziel Ihrer Mission. Das bedeutet insbesondere die Entwicklung und Fertigung von erdnahen und geostationären Satelliten in den Anwendungsfeldern Umwelt-und Wetterbeobachtung, Aufklärung (zivil und militärisch), Telekommunikation und Navigation mit dem Anspruch "grüner, sicherer und vernetzter" zu sein. Außerdem steht der Bereich Weltraumsicherheit im Fokus. Nutzlasten und Instrumente sind dabei ebenso wesentliche Kompetenzfelder unseres Portfolios, um Sie bei Ihrem Vorhaben zu unterstützen. Im Rahmen von Wissenschafts- und Explorationsmissionen erarbeiten wir Studien und Konzepte für die Erforschung unseres Sonnensystems mit den Schwerpunkten Mars, Mond und Asteroiden und bringen dabei die menschlichen Eigenschaften Neugier und Anspruch zusammen.
Mit dem Segment AEROSPACE erreichen wir die Umsetzung Ihrer Mission. Den Zugang zum Weltraum ermöglichen wir durch die Entwicklung und die Fertigung von kleinen Trägerraketen sowie die Zulieferung von wesentlichen Komponenten, Tanks und Strukturen für große Trägerraketen, hauptsächlich für das europäische Ariane-Programm. Ressourcenschonendes Fliegen unterstützen wir durch moderne Systemkomponenten für die Luftfahrtindustrie, insbesondere durch Triebwerkskomponenten unserer Beteiligung Aerotech Peissenberg.
Im Segment DIGITAL sichern wir Ihren Missionserfolg. Unsere Teleskope, Bodensysteme und Antennen stellen die nötige Verbindung zwischen Bodeninfrastruktur und Raumsegment her, die durch unsere Kompetenzen in den Feldern Cybersicherheit und Verschlüsselung zusätzlich abgesichert werden. Mit Satellitendatenanalysen, weiteren Anwendungen und Professional Services helfen wir Ihnen, das volle Potenzial Ihrer Mission auszuschöpfen.
= konsolidiert
Der bereits im vierten Quartal 2022 begonnene Aufwärtstrend an den Märkten setzte sich bis zum Ende des ersten Halbjahres 2023 im Wesentlichen fort. Die Kursgewinne fielen dabei im zweiten Quartal allerdings deutlich geringer aus als im Vorquartal.
Zum Halbjahresende schloss der deutsche Leitindex DAX nur knapp unter seinem Halbjahreshöchststand von 16.358 Punkten bei 16.148 Punkten, was einen Zuwachs von rund 16% im Jahresverlauf bedeutet. Der TecDAX, der die 30 größten deutschen Technologiewerte umfasst, erhöhte sich im gleichen Zeitraum mit rund 10 % aufgrund von Kursrückgängen im zweiten Quartal auf niedrigerem Niveau. Die Branchenindizes STOXX Europe Aerospace & Defense und Euronext Helios Space verzeichneten im ersten Halbjahr jeweils noch deutlichere Zuwächse von rund 21 bzw. 23 %. Die OHB-Aktie konnte der insgesamt positiven Marktbewegung trotz positiver Wertentwicklung im zweiten Quartal nicht folgen. Der Wert veränderte sich bis zum 30.06. von EUR 32,25 am Jahresende 2022 auf EUR 31,95 (rund –1%). Der durchschnittliche Umsatz der OHB-Aktie verringerte sich im Berichtszeitraum auf 4.382 Stücke am Tag (Xetra, Frankfurt Parkett und Tradegate) nach 10.610 im ersten Halbjahr 2022.
Die Aktionärinnen und Aktionäre der OHB SE erhalten mit EUR 0,60 je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr eine im Vergleich zum Vorjahr (EUR 0,48) um 25% erhöhte Dividende. Einem entsprechenden Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat haben die Aktionärinnen und Aktionäre während der Versammlung am 25. Mai zugestimmt. Auch die weiteren Beschlussvorschläge der Tagesordnung wurden mit großer Mehrheit angenommen. Diese waren im Einzelnen die Entlastung der Organe Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bremen, zum Abschlussprüfer, die Ergänzungs- bzw. Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Raimund Wulf und Ingo Kramer, die Billigung des Vergütungsberichts für das Geschäftsjahr 2022 sowie die Beschlussfassung über eine Satzungsänderung zur künftigen Ermöglichung virtueller Hauptversammlungen. Die virtuelle Hauptversammlung wurde zeitgleich im Internet übertragen.
Im Januar nahmen Vertreter der Gesellschaft an einer großen virtuellen Kapitalmarktkonferenz teil und präsentierten das Unternehmen in verschiedenen Gesprächen möglichen Investoren. Einen ersten Ausblick auf das laufende Finanzjahr gaben die Vorstände der OHB SE wie gewohnt während des Capital Market Days, der am 18. Januar erstmals seit dem Jahr 2020 wieder am Hauptsitz in Bremen durchgeführt wurde. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme geboten. Die teilnehmenden Analysten, Investoren und Bankenvertreter wurden von den Referenten über aktuelle Unternehmens- und Marktentwicklungen vor dem Hintergrund der Konzernstrategie "OHB 2025 – Shaping the future" informiert. Außerdem gaben die Vorstände neben der Guidance für das laufende Geschäftsjahr einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung der drei steuerungsrelevanten Kennzahlen bis zum Geschäftsjahr 2026. Den Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 veröffentlichte die Gesellschaft am 15. März 2023. An diesem Tag fand unter Teilnahme zahlreicher Medienvertreter zuerst eine hybride Bilanzpressekonferenz statt, anschließend wurden die Ergebnisse den Analysten in einer separaten virtuellen Konferenz erörtert. Die Ergebnisse des ersten Quartals erläuterte der Vorstand in einem interaktiven Analysten-Webcast am 10. Mai. Im weiteren Jahresverlauf nahmen Vertreter der Gesellschaft an zwei weiteren Kapitalmarktkonferenzen auf Mallorca bzw. virtuell teil.
Die OHB SE hielt zum Stichtag 30. Juni dieses Jahres 105.863 eigene Aktien; dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,61%.
| Datum | Institut | Kursziel in EUR | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| 03.07.2023 | NuWays | 48,00 | kaufen |
| 10.05.2023 | ODDO BHF | 35,00 | neutral |
| 10.05.2023 | Pareto Securities | 42,00 | kaufen |
| 27.03.2023 | DZ Bank | 40,00 | kaufen |
| 16.03.2023 | Kepler Cheuvreux | 47,00 | kaufen |
im Zeitraum vom 01.07.2022 – 31.07.2023 in %
| in EUR | H1/2023 | H1/2022 |
|---|---|---|
| Höchstkurs, Xetra | 34,73 | 38,20 |
| Tiefstkurs, Xetra | 28,94 | 30,20 |
| Schlusskurs, Xetra (Ultimo) | 31,95 | 34,70 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz in Stück (Xetra, Parkett, Tradegate) |
4.382 | 10.610 |
| Marktkapitalisierung (Ultimo, Xetra) | 558 Mio. | 606 Mio. |
| Anzahl der Aktien | 17.468.096 | 17.468.096 |
| 30. Juni 2023 | Aktien | Veränderung in H1 |
|---|---|---|
| Dr. Lutz Bertling, Mitglied des Vorstands | 50.000 | – |
| Daniela Schmidt, Mitglied des Vorstands | 600 | 300 |
Telefon: +49 (0)421 2020 7200 E-Mail: [email protected]
Der schwedische Botschafter Per Thöresson und die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar und Meeresforschung Prof. Dr. Antje Boetius zu Besuch bei OHB. In einem Podiumsgespräch diskutierten sie gemeinsam mit Daniela Schmidt (OHB SE) und Benoit Mathieu (OHB Sweden) die von Satelliten eingenommene Schlüsselrolle für den Klimaschutz und als Wachstumsmotor für ein wettbewerbsfähiges Europa.
GEOSYSTEMS, Spezialist für Geoinformationstechnologie, lud erneut zum GEO-SYSTEMS Inspiration Day, der Plattform für Weiterbildung und Networking rund um die Themen Downstream-Anwendungen und Geo-Analytics, ein. Dabei trafen sich Vertreter aller Entscheidungsebenen aus unterschiedlichsten Branchen, um zentrale Technologietrends zu diskutieren und sich mit Fachexperten auszutauschen. Im Zentrum standen Lösungen zu Klimaanpassungs-Maßnahmen, Digitale Zwillinge, Sicherheit, Geo-Digitalisierung und Wald im Klimawandel.
Unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Robert Wethmar, berichteten Vorstand und Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf und beantworteten die Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre. Darüber hinaus wurde Prof. Heinz Stoewer nach langjähriger Mitgliedschaft aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. An seiner Stelle wurde Raimund Wulf von der Hauptversammlung als neues Aufsichtsratsmitglied bestellt. Ingo Kramer wurde für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.
Auf der 54. Paris Air Show in Le Bourget präsentierten Vertreter verschiedenster Konzerngesellschaften das umfangreiche Leistungsportfolio des Konzerns. Dabei tauschten sie sich mit Vertretern aus Politik, Raumfahrtagenturen, Wirtschaft und Wissenschaft zu Anwendungsmöglichkeiten und dem Nutzen von Raumfahrtlösungen aus.
Nach mehreren wetterbedingten Verschiebungen startete der Telekommunikationssatellit Heinrich Hertz an Bord der 117. und letzten Ariane-5-Rakete am späten Abend deutscher Zeit. Etwa zwei Wochen später erreichte der Satellit seinen Bestimmungsort für die nächsten rund 15 Jahre in 36.000 Kilometern Entfernung.
Die von constellr geplante Satellitenkonstellation wurde von der ESA als "beitragende Mission" für das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus ausgewählt. Der zugrundeliegende Vertrag hat eine Laufzeit von mehreren Jahren und einen Wert von mehreren Millionen Euro.
Das Start-up soll zukünftig hochauflösende Infrarotbilder aus dem Weltall liefern. Diese Daten erlauben Rückschlüsse auf den Wasserbedarf und den allgemeinen Gesundheitszustand von landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Dadurch können Symptome von Trockenstress und Nährstoffmängel frühzeitig erkannt und durch gezielte Maßnahmen behoben werden, bevor es zu stärkeren Schäden kommt. Dieses Vorgehen ermöglicht den sparsameren Einsatz von wertvollen Ressourcen und trägt zur globalen Ernährungssicherheit bei.
Nach dem Start der ersten Nutzlast im vergangenen Jahr, konnte das Start-up bereits erste kommerzielle Kunden aus dem Agrarsektor sowie institutionelle Kunden gewinnen. Der Start des ersten eigenen Satelliten für die Konstellation ist für das Jahr 2024 geplant, die Nutzlast wird von OHB System bereitgestellt.
Darüber hinaus konnte constellr im Juli weiteres Wachstumskapital einsammeln. Nach der Festigung der Marktposition in Europa und dem Markteintritt in Brasilien, wird das Start-up mit dem zusätzlichen Kapital die Expansion in den USA vorantreiben. An der jüngsten Finanzierungsrunde hat sich OHB erneut beteiligt.
Im Rahmen der Paris Air Show haben mit Thales Alenia Space, Airbus Defence and Space und OHB die drei wesentlichen Industrievertreter zusammen mit der ESA eine gemeinsame Erklärung abgegeben.
Alle Beteiligten möchten sich gemeinsam für die Sicherheit und langfristige Nachhaltigkeit von Raumfahrtaktivitäten einsetzen. Durch die vermehrte Nutzung des Weltraums nimmt auch dessen Verschmutzung zu.
Die Industrievertreter erkennen den Zero-Debris-Ansatz der ESA als sinnvollen Beitrag zu Sicherheit und Nachhaltigkeit im Weltraum an und erklären ihre Absicht, sich an der gemeinsamen Entwicklung der Zero-Debris-Charta zu beteiligen. Diese soll zum Ende des Jahres 2023 fertiggestellt werden.
Zum 1. Juli wurde Dr. Markus Moeller in den Vorstand der OHB SE berufen. Er verantwortet seit seinem Einstieg die Bereiche Geschäftsentwicklung sowie Strategie.
In seiner vorherigen Position war er als Head of Group Sales Management für die Geschäftsentwicklung des Thales-Konzerns in Paris verantwortlich. Davor bekleidete er bei Siemens verschiedene Positionen im Bereich Finanzen und Controlling, sowohl im In- als auch im Ausland. Unter anderem begleitete er in führender Position die Fusion von Siemens IT Solutions & Services und Atos Origin. Nach dieser Transaktion war er bei Atos in verschiedenen Führungspositionen tätig.
Dr. Lutz Bertling ist weiterhin für das Segment DIGITAL sowie die Digitalisierung des gesamten Konzerns verantwortlich. Darüber hinaus hat er zusätzlich den Bereich M&A übernommen.
Um dem vergangenen Geschäftsjahr mit Profitabilitätskennzahlen auf absoluten Höchstständen und einem Ergebnis je Aktie auf dem historischen Höchstwert von 1,97 EUR Rechnung zu tragen, beschließt die Hauptversammlung eine um 25% auf 0,60 EUR gesteigerte Dividende je Aktie.
OHB gehört zu den wenigen Raumfahrtunternehmen, die kontinuierlich profitabel sind und eine Dividende zahlen. Mit der Dividendenerhöhung unterstreicht das Unternehmen das Potenzial der Raumfahrtbranche und die eigene Fähigkeit, die sich aus deren Wachstum ergebenden Chancen
Die unkonsolidierte Gesamtleistung lag mit EUR 355,9 Mio. unter dem Niveau der ersten sechs Monate des vorherigen Jahres (EUR 364,7 Mio.). Diese Kennzahl resultierte dennoch in einem gesteigerten operativen Ergebnis (EBITDA) von EUR 33,9 Mio. (Vorjahr: 30,1 Mio.). Das EBIT des Segments lag mit EUR 21,1 Mio. ebenfalls über dem Wert des Vorjahres von EUR 17,4 Mio. Die EBIT-Marge bezogen auf die unkonsolidierte Gesamtleistung erhöhte sich damit von 4,8% im Vorjahr auf 5,9% im Berichtszeitraum.
Ein von OHB geführtes Konsortium aus Unternehmen aus 14 EU-Mitgliedsstaaten erhält eine finanzielle Förderung der Europäischen Kommission für das Projekt ODIN'S EYE II in Höhe von EUR 90 Mio. Das Vorhaben hat die Entwicklung eines europäischen multinationalen weltraumgestützten Frühwarnund Verfolgungssystems für ballistische Flugkörper zum Ziel.
OHB kann auf eine lange Historie bezüglich Konzeptstudien zur weltraumgestützten Raketenfrühwarnung zurückblicken. ODIN'S EYE greift auf das in der Vergangenheit gesammelte Know-how zurück und entwickelt ein technisches Konzept, das durch neu auftretende Bedrohungen und die aktuellen Sicherheitsherausforderungen bestimmt wird.
Im bereits laufenden Projekt ODIN'S EYE I ist OHB System für die Sammlung und Harmonisierung der Anforderungen, für die Systems-of-Systems-Architektur und für die einzelnen Komponenten des Raumsegments verantwortlich.
Im neuen Projekt ODIN'S EYE II wird das Unternehmen für die Definition, Entwicklung, Integration und Verifikation des gesamten Missions- und Systemsimulators zuständig sein. Mit OHB Digital Connect und OHB Hellas sind darüber hinaus zwei weitere Konzerngesellschaften beteiligt. Sie sind für das Bodensegment und die Datenanalyse sowie die On-Board-Verarbeitung verantwortlich.
Mit dem Zuschlag für ODIN'S EYE II festigt OHB die eigene europäische Spitzenposition im Bereich raumgestützter Frühwarnung. Gleichzeitig positioniert sich der Konzern für die Ausschreibung der Umsetzung des Gesamtsystems in aussichtsreicher Position.
OHB ist Teil des Kernteams eines europäischen Bieterkonsortiums für die Ausschreibung der Satellitenkonstellation IRIS². Ziel der Konstellation ist es, den europäischen Regierungen, Unternehmen und Bürgern eine neue sichere und robuste Konnektivitätsinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Außerdem wird sie die EU-Partnerschaftspolitik unterstützen, indem die Infrastruktur im Ausland angeboten wird.
Das integrierte Team zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen allen europäischen Raumfahrtakteuren in der gesamten Wertschöpfungskette der Konnektivität zu fördern, um die strategische Autonomie der EU durch die Bereitstellung souveräner, sicherer und belastbarer staatlicher Dienste zum Schutz der europäischen Bürger zu ermöglichen. Das Team wird Synergieeffekte zwischen staatlichen und kommerziellen Infrastrukturen nutzen. Die Kooperationspartner sind zudem gut positioniert, um kommerzielle Dienstleistungen anzubieten, die die digitale Kluft zwischen den europäischen Gebieten überbrücken und die globale Reichweite und Wettbewerbsfähigkeit Europas als Raumfahrt- und Digitalmacht auf dem Weltmarkt steigern.
Das Konsortium mit OHB-Beteiligung wurde als einziges für das Bieterverfahren der Europäischen Kommission zugelassen. Die Auftragsvergabe ist für Januar 2024 vorgesehen. Das Gesamtvolumen des Projekts wird rund EUR 6 Mrd. betragen.
Im April startete die Raumsonde JUICE vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou, Französisch-Guayana, Richtung Jupiter. Die Sonde wird dreieinhalb Jahre lang die Atmosphäre, die Magnetosphäre, die Ringe und die drei Eismonde Ganymed, Europa und Callisto des Jupiters untersuchen.
Die intensive Strahlung um den Planeten und seine Monde kann jede auf der Erde entwickelte Technologie zerstören, wenn sie nicht richtig geschützt wird. Um die Kommunikation über die Distanz von etwa 800 Mio. Kilometern trotz der extremen Umweltbedingungen, die um den Jupiter herrschen, sicherstellen zu können, werden fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in der Raumfahrttechnik benötigt.
Antwerp Space hat das Kommunikationssubsystem der Sonde über einen Zeitraum von vier Jahren für die widrigen Bedingungen der JUICE-Mission entwickelt, integriert und getestet. Es wird während der achtjährigen Reise zum Jupiter und der anschließenden Wissenschaftsphase mit der Erde kommunizieren. JUICE
OHB Sweden und Space Norway haben einen Vertrag für den Mikrosatelliten ADIS unterzeichnet. Dabei kommt zum bereits siebten Mal die InnoSat-Plattform von OHB Sweden zum Einsatz. Der ADIS-Satellit (Application Development Infrastructure in Space) wird unter anderem als Vorreiter für die Demonstration satellitengeschützter Internet-of-Things-Dienste fungieren.
OHB Sweden verantwortet das Design des gesamten Raumsegments auf Systemebene, die Integration und die Tests, den Start, die Missionskontrollsoftware sowie die Inbetriebnahme im Orbit.
Der Start des Satelliten ist für das Jahr 2025 geplant.
Mit der Beauftragung zur Lieferung des Antriebssystems für die ESA-Mission Ariel setzt OHB Sweden den eigenen Weg hin zum führenden Anbieter von Satellitenantriebssystemen fort.
Der Auftrag reiht sich in eine Serie von Wissenschaftsmissionen ein, bei denen das Unternehmen als verlässlicher Partner fungiert. Ariel soll im Jahr 2029 gestartet werden und untersuchen, wie Planeten und Planetensysteme entstehen und sich entwickeln.
Neben der Beteiligung an verschiedenen Wissenschaftsmissionen, ist das Unternehmen ebenfalls an mehreren Erdbeobachtungsprojekten, wie zum Beispiel Biomass und CO2M beteiligt. Das Antriebsmodul für den CO2M-Satelliten konnte am 15. April an den Hauptauftragnehmer OHB System in Bremen übergeben werden.
Im Juni folgte außerdem die Beauftragung für die Entwicklung, die Integration, den Test und die Lieferung von zwei weiteren Antriebssystemen für die Erdbeobachtungsmissionen CHIME und ROSE-L, die die eigene führende Stellung in Europa untermauert. Je Mission wird OHB Sweden zwei Antriebssysteme liefern, mit einer Option für jeweils ein Weiteres.
»OHB Sweden ist neben der Beteiligung an verschiedenen Wissenschaftsmissionen auch in mehreren Erdbeobachtungsprojekten involviert.« ROSE-L
OHB System wird als Teil eines europäischen Konsortiums zur Entwicklung einer Designmethodik für komplexe Satellitenmissionen auf Grundlage des bewährten Model-Based-Engineering-Ansatzes beitragen. Im Projekt METASAT (Modular Model-Based Design and Testing for Applications in Satellites) soll ein ganzheitlicher und modularer modellbasierter Designrahmen geschaffen werden, um Softwaremodule, die auf bestehende offene Hochleistungsrechenplattformen abgestimmt sind, zu entwerfen und zu testen.
Damit soll das Projekt der steigenden Nachfrage nach immer qualitativ hochwertigeren Satellitendaten und neuen Anwendungsfeldern Rechnung tragen. Die Umsetzung dieser Anforderungen erfordert ein hohes Maß an Rechenleistung und Effizienz, das nur durch moderne Hardwarekomponenten und komplexe Softwarearchitekturen erreicht werden kann. Bei der Nutzung bisheriger Ansätze könnten der Zeitaufwand und die Kosten die Entwicklung neuer Systeme ab einer gewissen Komplexitätsstufe in Zukunft unerschwinglich machen.
Im Rahmen des Konsortiums wird OHB System als Endanwender mit langjähriger Erfahrung aus der Realisierung komplexer Raumfahrtmissionen konkrete Anwendungsfälle auf Basis realer Projekte wie zum Beispiel EnMAP zur Verfügung stellen.
Die ESA hat OHB Czechspace mit der Leitung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Neben dem Unternehmen sind Teams der Universitäten Prag und Stuttgart sowie von OHB System an der Studie beteiligt.
Diese zielt darauf ab, Möglichkeiten zur Anwendung von Kernkraft für noch anspruchsvollere Weltraumlogistik- und Explorationsmissionen zu untersuchen. Dazu soll neben einem Überblick des europäischen Erfahrungsstands und der industriellen Fähigkeiten auch ein vorläufiges Designkonzept für ein kernkraftbasiertes elektrisches Antriebssystem (nuclear-based electric propulsion, NEP) entwickelt werden. Die Ergebnisse der Studie werden für das kommende Jahr erwartet.
Aktuelle Antriebssysteme nutzen entweder chemischen Treibstoff oder Solarenergie. Diese Technologien nähern sich allerdings ihren physikalischen Grenzen. Der Einsatz von NEP könnte neuartige Antriebssysteme und damit bisher nicht umsetzbare Missionen ermöglichen.
Im Juni konnte das Critical Design Review (CDR) für den bei OHB Sweden entstehenden Arctic Weather Satellite (AWS) erfolgreich abgeschlossen werden. Dieser Meilenstein beweist, dass sich das Projekt im Plan für den Start im kommenden Jahr befindet.
Als Teil des Earth-Watch-Programms der ESA wird der Satellit die Wettervorhersagen für die Polarregionen und den gesamten Globus verbessern. Der AWS soll als Vorläufer für eine geplante Konstellation von Wettersatelliten dienen.
Der bereits von der ESA vergebene Auftrag umfasst die Entwicklung des Satelliten und seiner Nutzlast, die Bereitstellung des Bodensegments sowie Vorbereitungsarbeiten für die spätere Konstellationsphase. Alle Satelliten der geplanten Konstellation sollen auf der InnoSat-Plattform von OHB Sweden basieren.
Die unkonsolidierte Gesamtleistung lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 mit EUR 60,4 Mio. oberhalb des Vorjahreswertes von EUR 54,0 Mio. Das operative Ergebnis (EBITDA) für dieses Segment betrug EUR 5,4 Mio. und reduzierte sich damit im Vergleich zum Vorjahr (EUR 6,7 Mio.). Das EBIT erreichte einen Wert von EUR 1,3 Mio. und reduzierte sich damit ebenfalls gegenüber dem Vorjahr (EUR 3,2 Mio.). Die EBIT-Marge bezogen auf die unkonsolidierte Gesamtleistung betrug 2,1% nach 5,9% im Vorjahr.
Die Rocket Factory Augsburg (RFA) konnte den Integrated System Test der Oberstufe der RFA ONE mit einem erfolgreichen Test über die gesamte Brenndauer von 280 Sekunden erfolgreich beenden. Damit erreicht die RFA den bisher größten Meilenstein in der jungen Unternehmensgeschichte. Die Testkampagne beweist sowohl die Funktionalität als auch die Kompatibilität aller Systeme der Oberstufe und liefert gleichzeitig Daten für die weitere Optimierung des Triebwerks und der Stufe.
Mit dem erfolgreichen Test ist die RFA das erste private Unternehmen in Europa, dem es gelungen ist, eine Raketenstufe mit gestufter Verbrennung über ihre gesamte Brenndauer zu testen. Die lange Brenndauer im Rahmen der Testkampagne qualifiziert das Helix-Triebwerk der RFA ONE für den Flug der ersten und zweiten Raketenstufe.
Das Helix-Triebwerk der RFA ONE ist das erste Triebwerk mit gestufter Verbrennung in der EU. Die in dieser Region bisher einzigartige Eigenentwicklung ermöglicht sowohl eine höhere Gesamtleistung als auch einen höheren Wirkungsgrad, wodurch sich die Nutzlastkapazität gegenüber Triebwerken ohne gestufte Verbrennung um 30 % erhöht. Das Triebwerk ist neben dem günstigen industriellen Produktionskonzept ein weiteres Merkmal des Launchers, um die Kosten für die Kunden zu senken.
MT Aerospace und MTU Aero Engines entwickeln gemeinsam ein komplettes Flüssigwasserstoff-Treibstoffsystem für die zivile Luftfahrt. Das System soll erstmalig in der fliegenden Brennstoffzelle von MTU zum Einsatz kommen. Erste Tests sollen noch in diesem Jahr bei MT Aerospace durchgeführt werden.
Das Unternehmen nutzt im Rahmen des Projekts die eigene jahrzehntelange Erfahrung im Bereich Wasserstoff für den Technologietransfer aus der Raumfahrt in die Luftfahrtbranche. MT Aerospace verantwortet unter anderem das kryogene Wasserstoff-Speicher- und Versorgungssystem.
Ab dem Jahr 2035 soll die MTU-Brennstoffzelle zunächst im Zubringer- und Regionalflugzeugbereich, später auch auf Kurz- und Mittelstreckenflügen, zum Einsatz kommen.
Die Rocket Factory Augsburg (RFA) hat mit der französischen Raumfahrtbehörde CNES eine verbindliche Vereinbarung für Starts vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou getroffen. Von dort aus wird die RFA ihren Kunden Starts für alle Missionsprofile anbieten können und gleichzeitig das eigene Portfolio angebotener Orbits und somit die Flexibilität für ihre Kunden erweitern.
Mit dem Abkommen fixiert das Start-up seinen zweiten Startplatz, nachdem mit dem SaxaVord Spaceport auf den Shetland-Inseln im Januar 2023 der Startplatz für den Erststart bekanntgegeben wurde.
Nach der Aufrüstung und Ausstattung des historischen Startplatzes, sollen von Kourou aus im Jahr 2025 die ersten Starts erfolgen.
Die unkonsolidierte Gesamtleistung betrug in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 EUR 51,6 Mio. (Vorjahr: EUR 48,7 Mio.). Das operative Ergebnis (EBITDA) für dieses Segment reduzierte sich von EUR 6,1 Mio. im Vorjahreszeitraum auf EUR 4,7 Mio., das EBIT verminderte sich von EUR 4,9 Mio. auf EUR 3,5 Mio. Die EBIT-Marge bezogen auf die unkonsolidierte Gesamtleistung erreichte 6,8% (Vorjahr: EUR 10,1%).
Nach lediglich zwei Jahren finaler Designphase hat das GMT-Projektteam der OHB Digital Connect das Final Design Review beim Auftraggeber GMTO in Pasadena, Kalifornien erfolgreich absolviert.
Der Meilenstein wurde nicht nur erfolgreich erreicht, sondern der Kunde, mit umfassender Erfahrung in den Bereichen Design und Betrieb von verschiedenen Observatorien weltweit, zeigte sich begeistert von der Qualität des Engineering-Ansatzes und lobte die Kompetenz des OHB-Teams.
OHB und Satellogic wollen Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Dienstleistungen auf Grundlage von Erdbeobachtungsdaten ausloten. Darauf verständigten sich beide Seiten im Rahmen einer Absichtserklärung.
Die Partnerschaft zielt auf die Entwicklung günstiger und nachhaltiger Dienstleistungen für kommerzielle und institutionelle Kunden ab und wird die Einführung von auf Erdbeobachtungsdaten basierenden Anwendungen in verschiedenen Märkten vorantreiben.
Die Erdbeobachtung wird immer wichtiger, um fundierte Entscheidungen in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Energie, kritische Infrastruktur und Klimaschutz zu treffen.
Im Rahmen eines Vorführungstermins hat OHB Teledata ranghohen Vertretern der Deutschen Bahn und der Digitalen Schiene Deutschland voll funktionsfähige Gleis-Feld-Konzentratoren (GFKs) für die grundlegende Modernisierung der Gleisinfrastruktur vorgestellt. Die Besucher bestätigten, dass es sich bei den Prototypen von OHB um die am weitesten entwickelten GFKs handelt, die bereits dem gewünschten Standard entsprechen.
Die Betonschalthäuser beinhalten Equipment für moderne Datenkommunikation und die dezentrale hochverfügbare Energieversorgung zur Ansteuerung von Feldelementen wie Weichen, Signale, Bahnübergänge und Achszähler. Außerdem wird durch sie die Vernetzung mit der Stellwerkszentrale mittels modernster verschlüsselter IP-Kommunikation realisiert.
Mit dem Transport nach Oberpfaffenhofen wurde außerdem demonstriert, dass es problemlos möglich ist, mit einem sehr hohen Vorfertigungsgrad produzierte voll ausgebaute und funktionsfähige GFKs zu transportieren. Dieses Konzept ermöglicht kürzeste Montagezeiten auf den Baustellen und vereinfacht die Logistik erheblich.
Im Juni wurde OHB Digital Connect von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) für den Betrieb der Heinrich-Hertz-Mission beauftragt. Das Auftragsvolumen beträgt EUR 28,7 Mio. Der Vertrag läuft bis Mitte des Jahres 2025.
OHB übernimmt in der Heinrich-Hertz-Mission die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und den Bau des Satelliten sowie die Beschaffung und Koordination des Startsegments. Zudem verantwortet OHB den Aufbau des Bodensegments im Kontrollzentrum in Bonn mit der Kontrollsoftware und den Servern. Auch die fünf Antennenstationen für den Betrieb des Systems stammen von OHB.
Im Anschluss an den erfolgreichen Start Anfang Juli und der Ankunft des Satelliten in seinem Zielorbit in rund 36.000 Kilometern Entfernung, konnte rund zwei Wochen nach dem Start die Verbindung zum Satelliten auf die für die Mission errichteten Antennenstationen umgeschaltet werden.
OHB Digital Connect ist von dem Kunden Max-Planck-Institut für Radioastronomie mit dem Bau von zwei weiteren 15 Meter
Die Gesamtleistung des OHB-Konzerns ist stark abhängig von Leistungsmeilensteinen und Lieferdaten in den jeweiligen Projekten und hat daher einen planmäßig nicht linearen Verlauf. Sie betrug nach sechs Monaten EUR 456,6 Mio. und erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr (EUR 442,8 Mio.).
Das operative Ergebnis (EBITDA) veränderte sich auf EUR 44,1 Mio. (Vorjahr: EUR 42,8 Mio.). Die erzielte operative EBITDA-Marge lag damit im Berichtszeitraum unverändert zum Vorjahreszeitraum bei 9,7%. Das EBIT erhöhte sich nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit EUR 26,0 Mio. gegenüber dem Niveau des Vorjahres (EUR 25,4 Mio.). Die entsprechende EBIT-Marge lag ebenfalls unverändert zum Vorjahreszeitraum bei 5,7%.
Das Finanzergebnis in Höhe von EUR –6,3 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum verschlechtert (EUR –1,5 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) veränderte sich nach den ersten sechs Monaten 2023 auf EUR 19,6 Mio. (Vorjahr: EUR 23,9 Mio.). Einkommen- und Ertragsteuern in Höhe von EUR 6,2 Mio. (Vorjahr: EUR 7,5 Mio.) resultierten im aktuellen Berichtszeitraum in einem reduzierten Konzernperiodenergebnis von EUR 13,2 Mio. (Vorjahr: EUR 16,5 Mio.).
Der regelmäßig auch unterjährig sehr volatile Cashflow ist kennzeichnend für das Geschäftsmodell von OHB, weist aber eine hinreichend gute Planbarkeit auf. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug EUR –105,7 Mio. (Vorjahr: EUR –124,1 Mio.). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR –6,6 Mio. verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (EUR –12,7 Mio.) und ist nach wie vor durch die Investitionen in das Anlagevermögen dominiert. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 47,5 Mio. lag unter dem Wert des Vergleichszeitraums (EUR 85,3 Mio.) und resultierte in einen Finanzmittelbestand zum Ende des Berichtszeitraums von EUR 40,7 Mio. (Vorjahreswert: EUR 47,7 Mio.).
Der feste Auftragsbestand des Konzerns betrug nach sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 EUR 1.805 Mio. nach EUR 1.875 Mio. zum 31.12.2022. Davon entfallen EUR 1.559 Mio. auf das Segment SPACE SYSTEMS, EUR 128 Mio. auf das Segment AEROSPACE und EUR 118 Mio. auf das Segment DIGITAL. Zum Stichtag 30. Juni 2023 lag die Bilanzsumme des OHB-Konzerns mit EUR 1.154,5 Mio. um 7% über dem Niveau des 31. Dezember 2022 (EUR 1.080,7 Mio.). Die Steigerung des Eigenkapitals von EUR 293,5 Mio. auf EUR 296,3 Mio. vollzog sich unterproportional zur Bilanzverlängerung und resultierte in einer Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2023 von 25,7%, nach 27,2% zum Jahresultimo am 31. Dezember 2022.
Die Anzahl der Mitarbeitenden des OHB-Konzerns hat sich von 3.025 Personen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 um 134 auf 3.159 Mitarbeitende zum 30. Juni 2023 erhöht. Die Angabe "Restliche Welt" setzt sich aus 45 in Chile beschäftigten Personen und 53 in Französisch-Guayana beschäftigten Personen zusammen.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung lag in den ersten sechs Monaten im Jahr 2023 wie im Vorjahreszeitraum bei 6,1 Mio.
Die Investitionen in das Anlagevermögen lagen in den ersten sechs Monaten im Jahr 2023 mit EUR 7,7 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 11,5 Mio.).
Im Geschäftsbericht für das Jahr 2022 wird im Chancen- und Risikobericht ausführlich auf Chancen und Risiken hingewiesen, die den Geschäftserfolg beeinflussen könnten. Im aktuellen Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Veränderungen im Chancen- und Risikoprofil des OHB-Konzerns.
Der Vorstand hat während des Capital Market Days am 18. Januar 2023 für das Geschäftsjahr 2023 die folgende Guidance herausgegeben: Die konsolidierte Gesamtleistung des OHB-Konzerns soll EUR 1.176 Mio. betragen, die operativen Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT sollen EUR 109 Mio., respektive EUR 70 Mio. erreichen. Aufgrund des hohen Auftragsbestands und der positiven Geschäftsentwicklung nach drei Monaten gehen wir davon aus, dass sich die Finanz- und Vermögenslage weiterhin gut entwickeln wird und bestätigen die Guidance für das laufende Geschäftsjahr.
Anzahl der Beschäftigten nach Segmenten zum 30.06.2023
Deutschland Europa ohne Deutschland Restliche Welt
| Q2/2023 | Q2/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 |
|---|---|---|---|
| 246.576 | 251.434 | 443.746 | 424.267 |
| 1.815 | 188 | 2.741 | 2.428 |
| 1.660 | 1.700 | 3.238 | 3.548 |
| 4.218 | 7.981 | 6.894 | 12.576 |
| 254.269 | 261.303 | 456.619 | 442.819 |
| 144.876 | 165.613 | 243.534 | 253.761 |
| 69.621 | 63.356 | 135.695 | 126.087 |
| 9.153 | 8.884 | 18.153 | 17.397 |
| 9 | –3 | 9 | 0 |
| 17.191 | 9.443 | 33.267 | 20.135 |
| 13.419 | 14.010 | 25.961 | 25.439 |
| 549 | 174 | 917 | 262 |
| 3.199 | 1.265 | 6.488 | 2.920 |
| –471 | 1.413 | –890 | 1.147 |
| 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 132 | 0 |
| –3.121 | 322 | –6.329 | –1.511 |
| 10.298 | 14.332 | 19.632 | 23.928 |
| 3.463 | 4.392 | 6.213 | 7.470 |
| 6.835 | 9.940 | 13.419 | 16.458 |
| 0 | 0 | –250 | 0 |
| 6.835 | 9.940 | 13.169 | 16.458 |
| 6.620 | 8.983 | 13.694 | 15.291 |
| 215 | 957 | –525 | 1.167 |
| 17.362.224 | 17.360.600 | 17.362.049 | 17.360.600 |
| 0,38 | 0,52 | 0,79 | 0,88 |
| 0,38 | 0,52 | 0,79 | 0,88 |
* EBIT = Earnings Before Interest and Taxes
** EBT = Earnings Before Taxes
| in TEUR | Q2/2023 | Q2/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 |
|---|---|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 6.835 | 9.940 | 13.169 | 16.458 |
| Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen | 0 | 10.058 | 0 | 15.447 |
| Neubewertungen von leistungsorientierten Plänen assoziierter Unternehmen |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutrale Bewertung finanzieller Vermögenswerte (Eigenkapitalinstrumente) |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 0 | 10.058 | 0 | 15.447 |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | –1 | 1.580 | 21 | 1.427 |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung assoziierter Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Cashflow Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Cashflow Hedges assoziierter Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
–1 | 1.580 | 21 | 1.427 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | –1 | 11.638 | 21 | 16.874 |
| Gesamtergebnis | 6.834 | 21.578 | 13.190 | 33.332 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Anteilseigner der OHB SE | 14.433 | 17.603 | 13.715 | 27.531 |
| andere Gesellschafter | –7.599 | 3.975 | –525 | 5.801 |
| in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert | 12.260 | 12.260 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 121.262 | 124.371 |
| Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen | 41.040 | 45.718 |
| Sachanlagen | 107.530 | 107.206 |
| At-Equity-Beteiligungen | 4.973 | 0 |
| Übrige Finanzanlagen | 16.189 | 15.493 |
| Sonstige langfristige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 61.898 | 36.128 |
| Latente Steuern | 17.361 | 17.664 |
| Langfristige Vermögenswerte | 382.513 | 358.840 |
| Vorräte | 34.016 | 25.671 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 87.741 | 79.886 |
| Vertragsvermögenswerte | 575.164 | 428.592 |
| Ertragssteuerforderungen | 1.706 | 6.060 |
| Sonstige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte | 32.639 | 44.477 |
| Wertpapiere | 10 | 10 |
| Zahlungsmittel | 40.712 | 106.110 |
| Als zur Veräußerung gehalten eingestufte Vermögenswerte | 0 | 31.083 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 771.988 | 721.889 |
| Summe Aktiva | 1.154.501 | 1.080.729 |
| in TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| Gezeichnetes Kapital | 17.468 | 17.468 |
| Kapitalrücklage | 15.993 | 15.993 |
| Gewinnrücklage | 521 | 521 |
| Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten | –6.968 | –6.989 |
| Eigene Anteile | –3.213 | –3.241 |
| Konzerngewinn | 248.281 | 245.004 |
| Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter | 272.082 | 268.756 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 24.187 | 24.712 |
| Eigenkapital | 296.269 | 293.468 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 71.375 | 71.616 |
| Langfristige sonstige Rückstellungen | 1.109 | 1.221 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 71.102 | 74.225 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 32.257 | 36.786 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 15.136 | 14.542 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 68.424 | 62.847 |
| Langfristige Schulden | 259.403 | 261.237 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 33.160 | 33.029 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 204.978 | 133.386 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 10.506 | 10.542 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 86.508 | 100.296 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 139.709 | 137.825 |
| Ertragssteuerverbindlichkeiten | 11.602 | 12.407 |
| Finanzielle und nicht finanzielle sonstige Verbindlichkeiten | 112.366 | 90.055 |
| Verbindlichkeiten, die direkt mit als zur Veräußerung gehalten klassifizierten Vermögenswerten verbunden sind |
0 | 8.484 |
| Kurzfristige Schulden | 598.829 | 526.024 |
| Summe Passiva | 1.154.501 | 1.080.729 |
| in TEUR | 6M/2023 | 6M/2022 |
|---|---|---|
| Betriebsergebnis (EBIT) | 25.961 | 25.439 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 3.588 | 2.434 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (–) | –376 | 25 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Nutzungsrechte und Sachanlagen | 18.153 | 17.397 |
| Veränderungen Pensionsrückstellungen | –1.536 | –995 |
| Gewinn (–)/Verlust (+) aus dem Abgang von Vermögenswerten | –720 | –2.985 |
| Brutto-Cashflow | 45.070 | 41.315 |
| Zunahme (–)/Abnahme (+) aktivierte Eigenleistungen | –3.238 | –3.548 |
| Zunahme (–)/Abnahme (+) der Vorräte | –8.345 | 299 |
| Zunahme (–)/Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | –146.666 | –192.955 |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) der Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 4.953 | 16.018 |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) der Vertragsverbindlichkeiten | 2.477 | 14.770 |
| Mittelzufluss / -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | –105.749 | –124.101 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und übrige Finanzanlagen |
–7.721 | –11.493 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | 112 | 0 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb konsolidierter Unternehmen | 0 | –2.037 |
| Zinseinzahlungen | 1.049 | 846 |
| Mittelzufluss / -abfluss aus der Investitionstätigkeit | –6.560 | –12.684 |
| Dividendenausschüttung | –10.417 | –8.333 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten | –3.333 | –3.334 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | –5.417 | –5.723 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 71.803 | 105.998 |
| Gewinnausschüttung an andere Gesellschafter | 0 | –124 |
| Zinsauszahlungen | –5.116 | –3.184 |
| Mittelzufluss / -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 47.520 | 85.300 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | –64.789 | –51.485 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelbestands | –609 | 2.567 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 106.110 | 96.618 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 40.712 | 47.700 |
| in TEUR | Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Eigen kapital aus nicht realisierten Gewinnen/ Verlusten |
Konzern gewinn |
Eigene Aktien |
Eigen kapital ohne Anteile anderer Gesell schafter |
Anteile anderer Gesell schafter |
Eigen kapital Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2022 | 17.468 | 15.968 | 521 | –21.591 | 225.441 | –3.265 | 234.542 | 18.079 | 252.621 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | –8.333 | 0 | –8.333 | 0 | –8.333 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 12.239 | 15.290 | 0 | 27.529 | 5.801 | 33.330 |
| Gewinnausschüttung an andere Gesellschafter |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –124 | –124 |
| Aktienbasierte Vergütungen |
0 | 25 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25 | 0 | 25 |
| Stand am 30.06.2022 | 17.468 | 15.993 | 521 | –9.352 | 232.398 | –3.265 | 253.763 | 23.756 | 277.519 |
| Stand am 31.12.2022 | 17.468 | 15.993 | 521 | –6.989 | 245.004 | –3.241 | 268.756 | 24.712 | 293.468 |
| Dividendenzahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | –10.417 | 0 | –10.417 | 0 | –10.417 |
| Konzerngesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 21 | 13.694 | 0 | 13.715 | –525 | 13.190 |
| Aktienbasierte Vergütungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 28 | 28 | 0 | 28 |
| Stand am 30.06.2023 | 17.468 | 15.993 | 521 | –6.968 | 248.281 | –3.213 | 272.082 | 24.187 | 296.269 |
| SPACE SYSTEMS | AEROSPACE | DIGITAL | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 6M/2023 | 6M/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 | |
| Umsatzerlöse | 346.178 | 347.428 | 56.518 | 48.125 | 51.271 | 44.551 | |
| davon Innenumsätze | 1.210 | 1.756 | 461 | 671 | 8.550 | 13.410 | |
| Gesamtleistung | 355.915 | 364.739 | 60.434 | 53.973 | 51.584 | 48.709 | |
| Materialaufwand und bez. Leistungen |
206.840 | 230.020 | 27.151 | 23.026 | 15.474 | 15.359 | |
| EBITDA | 33.883 | 30.108 | 5.363 | 6.665 | 4.736 | 6.091 | |
| Abschreibungen | 12.760 | 12.680 | 4.076 | 3.480 | 1.248 | 1.167 | |
| EBIT | 21.123 | 17.428 | 1.287 | 3.185 | 3.488 | 4.924 | |
| EBIT-Marge | 5,9% | 4,8% | 2,1% | 5,9% | 6,8% | 10,1% | |
| Eigene Wertschöpfung | 137.241 | 166.436 | 60.279 | 52.641 | 42.532 | 43.219 | |
| EBIT-Marge auf eigene Wertschöpfung |
15,4% | 10,5% | 2,1% | 6,1% | 8,2% | 11,4% |
Die OHB SE ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss zur Zwischenberichterstattung der OHB SE und ihrer Tochtergesellschaften ("Konzern") für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 wurde mit Beschluss des Vorstands vom 7. August 2023 zur Veröffentlichung freigegeben.
Aufgrund einer im Februar 2023 mit dem Management der Rocket Factory Augsburg AG getroffenen Stimmrechtsvereinbarung hat die OHB SE die Kontrolle über die Rocket Factory Augsburg AG abgegeben. Die zum 31.12.2022 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft wurde daher im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2023 entkonsolidiert und wird seitdem At-Equity im Konzernabschluss berücksichtigt.
Der Konzernzwischenabschluss der OHB SE umfasst in voll konsolidierter Form folgende Gesellschaften:
LuxSpace S.à r.l., Betzdorf (L)
OHB Czechspace s.r.o., Brünn (CZ)
Die Ergebnisse der nicht voll konsolidierten verbundenen Unternehmen werden unterjährig nicht berücksichtigt.
| Überleitung | Summe | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Holding | Konsolidierung | ||||||
| 6M/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 | 6M/2023 | 6M/2022 | |
| 44.551 | 0 | 0 | –10.221 | –15.837 | 443.746 | 424.267 | |
| 13.410 | 0 | 0 | –10.221 | –15.837 | 0 | 0 | |
| 48.709 | 8.423 | 7.207 | –19.737 | –31.809 | 456.619 | 442.819 | |
| 15.359 | 18 | 0 | –5.949 | –14.644 | 243.534 | 253.761 | |
| 6.091 | 132 | –28 | 0 | 0 | 44.114 | 42.836 | |
| 1.167 | 69 | 70 | 0 | 0 | 18.153 | 17.397 | |
| 4.924 | 63 | –98 | 0 | 0 | 25.961 | 25.439 | |
| 10,1% | 5,7% | 5,7% | |||||
| 43.219 | 240.053 | 262.296 | |||||
| 11,4% | 10,8% | 9,7% |
| in TEUR | 6M/2023 | 6M/2022 |
|---|---|---|
| SPACE SYSTEMS | ||
| Aufklärung und Weltraumsicherheit |
76.094 | 100.628 |
| Umwelt- und Wettersatelliten | 105.870 | 109.430 |
| Telekommunikations- und Navigationssatelliten |
41.793 | 47.703 |
| Wissenschaft und Exploration (und sonstiges) |
121.210 | 87.912 |
| AEROSPACE | ||
| Trägerraketen-Bauelemente | 46.266 | 38.082 |
| Tanks und Strukturen, spezielle Fertigungsverfahren und Wasser stofftechnologien (und sonstiges) |
14.842 | 14.538 |
| DIGITAL | ||
| Eisenbahninfrastruktur, Cyber security und Verschlüsselung |
5.638 | 5.718 |
| Teleskope, Satellitenbetrieb und Bodensysteme |
5.084 | 4.836 |
| Satellitendatenanalyse, Anwen dungen und Professional Services (und sonstiges) |
26.949 | 15.420 |
| Gesamt | 443.746 | 424.267 |
| in TEUR | 6M/2023 | 6M/2022 |
|---|---|---|
| Deutschland | 135.632 | 164.421 |
| Restliches Europa | 285.574 | 251.436 |
| Restliche Welt | 22.540 | 8.410 |
| Gesamt | 443.746 | 424.267 |
Der vorliegende ungeprüfte Konzernzwischenabschluss zum Zwischenbericht wurde im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) für die Zwischenberichterstattung erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Demzufolge enthält dieser Abschluss zum Zwischenbericht nicht sämtliche Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Der vorliegende ungeprüfte Konzernabschluss zum Zwischenbericht enthält nach Ansicht des Vorstands alle erforderlichen Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ertragslage zum Zwischenergebnis erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2023 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 "Interim Financial Reporting" muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Für die Ertragsteuern wird ein Steuersatz von ca. 32% zugrunde gelegt. Im Vergleich zum Geschäftsbericht 2022 wurden keine wesentlichen Änderungen der Schätzungsgrundlagen vorgenommen. Eine detaillierte Beschreibung der Grundsätze der Rechnungslegung ist im Anhang zum Konzernabschluss des Geschäftsberichts 2022 veröffentlicht.
Der Zwischenbericht wurde weder gemäß § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."
Bremen, 7. August 2023
Der Vorstand
| Datum | |
|---|---|
| 6. September 2023 | |
| 19. September 2023 | |
| 9.–10. Oktober 2023 | |
| 9. November 2023 | |
| 27.– 29. November 2023 | |
| 17. Januar 2024 | |
| 20. März 2024 | |
| 08. Mai 2024 | |
| 29. Mai 2024 | |
| 08. August 2024 | |
| 12. November 2024 | |
Manfred-Fuchs-Platz 2–4 28359 Bremen Deutschland
Telefon: +49 (0)421 2020 8 E-Mail: [email protected]
Text und Inhalt: OHB SE Konzept & Design: HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg Bilder: ESA – S. Corvaja, ESA/CNES/Arianespace/Optique Video ou CSG P. PIRON, EUMETSAT/ESA, MTU Aero Engines AG, TAS; alle weiteren Bilder OHB
Manfred-Fuchs-Platz 2–4 28359 Bremen Deutschland
Telefon: +49 (0)421 2020 7200 E-Mail: [email protected]
Marco Fuchs Vorsitzender des Vorstands
Martina Lilienthal Investor Relations
OHB SE Manfred-Fuchs-Platz 2–4 28359 Bremen, Deutschland Tel.: +49 (0)421 2020 8 [email protected]
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.