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OHB SE Annual Report 2006

Mar 28, 2007

315_10-k_2007-03-28_a2144b4c-8008-4312-9279-f37751ed5e62.pdf

Annual Report

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IN ERFOLGREICHEN BAHNEN

Geschäftsbericht 2006

OHB TECHNOLOGY AG IN ZAHLEN

Der Konzern
2006 2005 2004 2003 2002
Umsatzerlöse 163.147 113.829 137.909 96.349 67.961
Gesamtleistung 185.699 117.057 114.081 105.784 78.867
EBITDA 27.936 19.325 11.565 8.508 5.331
EBIT 20.428 14.080 8.467 6.289 3.706
EBT 21.982 13.745 10.331 6.992 4.019
Jahresüberschuss 12.016 10.687 6.119 4.554 3.409
Ergebnis pro Aktie (EUR) 0,81 0,72 0,42 0,31 0,23
Bilanzsumme 287.494 266.269 121.342 120.450 85.981
Eigenkapital 79.104 59.214 44.441 39.381 34.622
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit - 6.511 - 27.679 21.398 28.228 15.152
Investitionen 6.876 8.899 7.613 3.929 7.296
davon Investitionen in Beteiligungen 1.378 3.809 4.012 424 2.388
Mitarbeiter per 31. Dezember 823 795 282 287 292
Die Aktie
2006 2005 2004 2003 2002
Jahresschlusskurs 11,55 7,70 7,30 6,82 3,15
Jahreshöchstkurs 11,89 10,60 7,45 7,90 6,20
Jahrestiefstkurs 7,40 6,50 4,92 3,00 2,70
Marktkapitalisierung
zum Jahresschluss 172 Mio. 115 Mio. 109 Mio. 102 Mio. 47 Mio.
Anzahl Aktien (Stück) 14.928.096 14.928.096 14.928.096 14.928.096 14.928.096

STANDORTE

100%

OHB-System AG, Bremen

10O%

STS Systemtechnik Schwerin GmbH, Schwerin

33,33%

Cosmos Space Systems AG, Bremen

12%

beos GmbH, Bremen

100%

LUXSPACE Sàrl, Betzdorf, Luxemburg

100%

OHB France S.A.S., Paris, Frankreich

50%

OHB-ELectroOPtics GmbH, Bremen

34%

ELTA S.A., Toulouse, Frankreich Raumtransport + Aerospace Strukturen

70% MT Aerospace AG,

Augsburg

10O% MT Mechatronics GmbH, Mainz

10O%

MT Aerospace Guyane S.A.S., Kourou, Französisch-Guyana

100 % MT Aerospace Satellite Products Ltd., Wolverhampton,

England

94,9% MT Aerospace Grundstücks GmbH & Co. KG, München

8 % Arianespace S.A., Evry, Frankreich

Telematik + Satellitenbetrieb

100%

OHB Teledata GmbH,

Bremen

74,9%

megatel GmbH, Bremen

100%

Timtec Teldatrans GmbH,

Bremen

51%

Telematic Solutions S.p.A.,

Mailand, Italien

100 %

ORBCOMM Deutschland AG,

Bremen

50%

ORBCOMM Europe LLC, Wilmington (DE), USA/Bremen

8 %

ORBCOMM Inc., Fort Lee (NJ), USA

Raumfahrtsysteme + Sicherheit

KONZERNSTRUKTUR

Kourou (GUF)

Raumfahrtsysteme + Sicherheit

Schwerpunkte sind die Geschäftsfelder Satelliten, Bemannte Raumfahrt, Exploration und Technolo gien für Sicherheit und Aufklärung. So entwickelt, baut, startet und betreibt OHB-System erdnahe und geo stationäre Kleinsatelliten für Wissenschaft, Kommunikation und Erdbeobachtung. Im Bereich Bemannte Raumfahrt sind u.a. der Aufbau und die wissenschaftliche Ausstattung der Internationalen Raumstation ISS angesiedelt. Die Erforschung des Weltraums, vor allem des Mondes, ist Schwerpunkt im Bereich Exploration. Aufklärungssatelliten und breitbandige Funkübertragung von Bildaufklärungs daten bilden den Kern des Geschäftsfeldes Technologien für Sicherheit und Aufklärung.

Raumtransport + Aerospace Strukturen

Der Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen präsentiert sich im Wesentlichen als ein Ausrüstungsunternehmen für Raumfahrt- und Luftfahrtprodukte und verfügt über System kompetenz für Antennen und Mechatronik. So produziert die MT Aerospace für die europäische Trägerrakete Ariane 5 heute etwa 10 % der Hardware (vor allem Struktur- und Antriebskomponenten) und ist damit der größte deutsche Zulieferer für dieses Programm.

Telematik + Satellitenbetrieb

Lösungen zur effizienten Steuerung gewerblicher Verkehre bilden den Schwerpunkt im Geschäftsfeld Telematik. Hauptfokus sind OEM-Lösungen für Nutzfahrzeughersteller, Anwendungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Geographische Informationssysteme und web basierte Datenbanklösungen.

Über die Beteiligung an der US-amerikanischen Betreibergesellschaft des weltumspannenden Satelliten systems ORBCOMM bietet die OHB Technology AG weltweit Satellitendienste an. Über die Beteiligungen ORBCOMM Europe und ORBCOMM Deutschland vertreibt und vermarktet sie diese Satellitendienste exklusiv in Europa.

UNTERNEHMENSBEREICHE

POSITIONEN

Die OHB Technology

Die OHB Technology AG konnte 2006 ihre Stellung als wichtiger europäischer Raumfahrt- und Technologiekonzern in Europa ausbauen und festigen. In den drei operativen Unternehmensbereichen "Raumfahrtsysteme + Sicherheit", "Raumtransport + Aerospace Strukturen" sowie "Telematik + Satellitenbetrieb" entwickeln und produzieren rund 820 Mitarbeiter Lösungen für nationale und internationale Kunden.

Was wir 2006 erreicht haben

Die Integration der MT Aerospace wurde erfolgreich umgesetzt, und sie ist ein fester Bestandteil der OHB Technology geworden. Einen herausragenden Erfolg bescherte dem Unternehmen der Start des ersten SAR-Lupe-Satelliten. Dieser umkreist derzeit die Erde und liefert hochaufgelöste Bilder in hervorragender Qualität.

Was wir 2007 erreichen wollen

Die gute Umsatz- und Ertragslage ist eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für die Weiterentwicklung des Konzerns. Ziel ist, die gute Position im Bereich der Entwicklung von geostationären Kleinsatelliten weiter auszubauen. Darüber hinaus bildet die erfolgreiche Fortführung des SAR-Lupe-Programms weiterhin einen wichtigen Schwerpunkt.

02 03 04

01

2006

05

06

07

06/06 Ariane-5-Produktionsauftrag

08/06 Neuer OEM-Telematik-Bordrechner

12/06 Erfolgreicher SAR-Lupe-Start

12

STATIONEN 2006/07

Januar / Kapitalerhöhung bei ORBCOMM OHB Technology AG hält nun 8 % der Anteile

Februar / Neue Konzernstruktur Integration der MT Aerospace

März / GMES-Office in Bremen Globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung

Satelliten-Projekt Small GEO Fortführung des Projekts ARTES-11

April / Integration der SAR-Lupe-Satelliten Gesamtsystem in der Integrationsphase

ORBCOMM-Satellit für die U.S. Coast Guard Beginn der Integration

Mai / Columbus / Internationale Raumstation Übergabe des Weltraumlabors Columbus an die ESA

Messe ILA 2006 Erfolgreicher Messeauftritt

Juni / Mondexplorationsprogramm Start der Studie Mona Lisa

Ariane-5-Produktionsauftrag MT Aerospace AG / Auftrag über EUR 55 Mio.

Telematiksystem / Royal Netherlands Army Auslieferung und Inbetriebnahme

Juli / Satellitenentwicklung für ORBCOMM OHB-System AG / Auftrag über sechs Satelliten

Auftrag für militärische Bilddatenübertragung Bund beauftragt Folgeprojekte

August / Messe IAA Nutzfahrzeuge Neuer OEM-Telematik-Bordrechner

September / Beginn Testkampagne SAR-Lupe Satellitentests bei IABG in Ottobrunn

Oktober / Internationale Raumstation OHB erhält Auftrag zum Bau des ersten Experiments für biologisches Forschungslabor

Dezember / Satellitengestützte Aufklärung Auftragserteilung zur Zusammenführung der Bodensegmente von ESGA und FSLGS

Fünfter erfolgreicher Start von Ariane 5 Neu entwickelte, geschweißte Boostergehäuse

Erfolgreicher SAR-Lupe-Start Der erste deutsche Aufklärungssatellit

Januar / Inbetriebnahme von SAR-Lupe SAR-Lupe 1 liefert hervorragende Bilder

INHALT

04

25 JAHRE OHB

04 > Orbitale Hochtechnologie Bremen

VORSTAND

  • 06 >Brief an die Aktionäre
  • 09 > Mitglieder des Vorstands

AUFSICHTSRAT

  • 10 > Bericht des Aufsichtsrats
  • 10 > Mitglieder des Aufsichtsrats

OHB-AKTIE

13 > OHB Technology Aktie

18

IN ERFOLGREICHEN BAHNEN

19 > SAR-Lupe: Stationen eines Satellitensystems

UNTERNEHMENSBEREICHE

  • 26 >Raumfahrtsysteme + Sicherheit
  • 34 > Raumtransport + Aerospace Strukturen
  • 38 > Telematik + Satellitenbetrieb

KONZERNLAGEBERICHT

  • Geschäft und Rahmenbedingungen

  • Umsatz- und Auftragsentwicklung

  • Ertragslage

  • Vermögens- und Finanzlage

  • Mitarbeiter

  • Vergütungsbericht

  • Forschung und Entwicklung

  • Qualitätsmanagement und Zertifizierungen

  • Risikobericht

  • Abhängigkeitsbericht

  • Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

  • Nachtragsbericht

  • Ausblick

> CORPORATE GOVERNANCE

KONZERNABSCHLUSS

  • Konzernbilanz

  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  • Konzernkapitalflussrechnung

  • Konzerneigenkapitalspiegel

  • Konzernanlagespiegel

  • Konzernanhang

  • Bestätigungsvermerk

WEITERE ANGABEN

  • Ansprechpartner

  • Impressum

  • U > Glossar/Termine

25 JAHRE ORBITALE HOCHTECHNOLOGIE BREMEN

1993 1995
1990 1991 1994 > Teledata beginnt mit der Entwicklung von kommerzieller
> Start der
1996
1988 1989 1992 > OHB-System erhält den Auftrag zum Bau des Ölauffangschiffes
> Gründung der STS Systemtechnik Schwerin GmbH für die Entwicklung von medi
> Als Hauptauftragnehmer baut OHB-System das aquatisch-biologische Experiment CEBAS für die DARA
> Der erste deutsche "Mini-Satellit" BremSat wird vom Space Shuttle aus gestartet November 1994 > Erfolgreicher
> OHB-System ist Unterauftragnehmer für das Design
Anwendersoftware für die Verkehrstelematik > Start von Pilotprojekten für die Kommunikation über Satellitensysteme (Teledata) > Phase C/D beginnt für
1984 1985 1986 1987 > Als Unterauftragnehmer baut > OHB ist an der Entwicklung des Fluid Science > Fertigstellung des
> Einstieg von Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs in das Unternehmen OHB > Einstieg von OHB in die Raumfahrt > Entwicklung und Bau des Fallkörper-Erprobungssystems FALKE zur Messung von aerodynami- August 1988 > Erfolgreich: Start und Rückkehr der COSIMA-Nutzlast aus dem Erdorbit Oktober 1988 > Neuer Mai 1989 > Experimentalflug von MIKROBA-4 in Nordschweden September 1989 > Zweiter Start des COSIMA-Experi- > OHB als Hauptauftragnehmer für verschiedene experimentelle Nutzlasten für die deutsche Raumflug-Mission D-2
(Anthrorack und Biolabor) Juni 1990 > Quirltanks von OHB, zur Trennung von Flüssigkeiten und Gasen unterschiedlicher
> Beteiligung von OHB an acht von 14 Forschungsteilen der deutsch-russischen Mission MIR '92 > OHB liefert Engineering Support und das MGSE für den europäischen Umweltsatelliten ENVISAT-1 > Einstieg von Marco R. Fuchs in das Unternehmen OHB-System > Unterauftrag für das Ariane-Verfolgungssystem SYSTA
> OHB-System erhält Auftrag für den Bau von Hardware für medizinische Experimente für die MIR '97 Mission
1981 1982 1983
> OHB stellt mit Ulrich Schulz, dem heutigen Telematikvorstand,
den ersten Diplom-Ingenieur als insgesamt sechsten Mitarbeiter ein
> OHB entwickelt einen hydraulischen Fahrantrieb für den Schiffbau > Auftrag für Subsysteme eines Umweltschiffes (MPOSS Multi-Purpose Oil Skimming System) > Bau der Forschungskapsel MIKROBA (Mikrogravitation mit Ballon) > OHB erhält Unternehmenssitz von OHB in der Universitätsallee 27 in Bremen > OHB baut die Processing Unit für das Spektrometer SCIAMACHY für die DASA
OHB das Video-Kontroll-Modul für NIZEMI (Nieder-Zentrifugen-Mikroskop)
> Umbenennung der OHB in Orbital- und Hydrotechnologie Bremen-System GmbH > Gründung der OHB Teledata GmbH als Anbieter von Telematik-Systemen
> Bau der Satellitenintegrationshalle Columbus
des Raumsegments LLMS/IRIS (Intercontinental Retrieval of Information by Satellite)
Start von SAFIR-1 und Nutzlast mit einer Zenith-Trägerrakete von Baikonur
> Einweihung des zweiten Firmengebäudes der OHB in der Universitätsallee 29 das Atmosphärenmessgerät SCIAMACHY, das Fluid Science Lab und LLMS
Dezember 1981 > Christa Fuchs übernimmt die Otto
Hydraulik Bremen (OHB) und wird Geschäftsführerin
schen Daten durch OHB als Hauptauftragnehmer Dichte, werden in Parabelflügen über der Nordsee getestet Projekts NIZEMI (Nieder-Zentrifugen-Mikroskop) Projektarbeiten für den Röntgensatelliten ABRIXAS
Prime-Auftrag für den Bau des Quirltank Lab für Columbus beteiligt zinischen Anlagen für den Weltraum
ments KNECHTSAND Februar 1994
5
0
0
2
> OHB-System erhält Auftrag über Bau eines ORBCOMM-Satelliten
April 2005 > Die OHB Teledata erhält Auftrag zum Bau der Telematik-Einheit für DAF Juni 2005 > OHB Technology und Apollo Capital Partners erwerben MAN Technologie
folgegeneration von SAR-Lupe erhalten August 2005 > OHB erhält Folgeauftrag vom Bund zur Funkdatenübertragung von hochaufgelösten Luftaufklärungsbildern (D-WERDAS)
September 2005 > Ariane-5-Auftrag für MT Aerospace in Höhe von EUR 150 Mio. > Start der hauseigenen Studie Mona Lisa (Mondprogramm) Oktober 2005 > OHB Teledata
erhält Auftrag zur Steuerung der Mischerfahrzeugflotte der CEMEX in Europa Dezember 2005 > MT Aerospace AG wesentlich am weltweit größten Radioteleskop-Projekt der
AG, Augsburg, und firmieren sie in MT Aerospace AG um Juli 2005 > DLR unterstützt OHB mit Zuwendungsauftrag für Small GEOs (LUX) > Auftrag zur Definition der Nach
Januar 2005 > OHB Technology gründet neues Unternehmen LUXSPACE Sàrl in Luxemburg März 2005
ESO beteiligt > ESA-Ministerratskonferenz beschließt ARTES-11 auf Basis von OHBs LUX-Konzept > MT Aerospace am Bau der Startanlage für die Sojuz-Trägerrakete in Kourou

05

2006

> Weiterer Ariane-5-Produktionsauftrag für MT Aerospace im Wert von EUR 55 Mio. > Bund beauftragt Weiter entwicklung von komplexem

Übertragungssystem D-WERDAS für rund EUR 3 Mio. > MT Aerospace erhält Auftrag, Komponenten für den unbemannten japanischen Raum transporter HTV zu liefern Oktober 2006 > OHB-System erhält Auftrag über biologisches Experiment (WAICO) für die Internationale Raumstation ISS Dezember 2006 > Erfolgreicher Start des ersten Radar satelliten des SAR-

Lupe-Systems > OHB erhält Auftrag über insgesamt rund EUR 87 Mio. zur Umsetzung der Bodensegmente ESGA und FSLGS

und Start von sechs ORBCOMM-Satelliten

06 > Brief an die Aktionäre

Marco R. Fuchs Vorsitzender des Vorstands der OHB Technology AG

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE, LIEBE KUNDEN UND GESCHÄFTSPARTNER,

mit dem Jahr 2006 kann der Erfolgsgeschichte des OHB Technology Konzerns ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden. Die Zahlen und die dazu gewonnenen Projekte sprechen für sich. Der Gewinn pro Aktie stieg auf ein Rekordniveau von EUR 0,81 (Vorjahr EUR 0,72) und die Gesamtleistung wuchs auf EUR 186 Mio. (Vorjahr EUR 117 Mio.). Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende von EUR 0,23 pro Aktie für 2006 vorschlagen (Vorjahr EUR 0,20). Aufbauend auf unseren Auftragsbestand von rund EUR 450 Mio. werden wir auch im laufenden Geschäftsjahr 2007 weiter profitabel wachsen.

Im vergangenen Jahr 2006 feierte unser Tochterunternehmen OHB-System AG sein 25-jähriges Jubiläum. Ein viertel Jahrhundert in denen meine Eltern, Christa und Manfred Fuchs und unsere engagierten Mitarbeiter aktiv ein ganz besonderes Raumfahrtunternehmen aufgebaut haben. Damit liegt dem Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit 25 Jahre erfolgreiches Unternehmertum, Investitionsfreudigkeit, Risikobereitschaft und das erfolgreiche Umsetzen von Visionen zu Grunde. Diese Tradition werden wir innerhalb des gesamten Konzerns als Impuls für eine erfolgreiche Zukunft nutzen.

Alle Tage "All-Tag"

Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit

Die OHB-System AG blickt auf ein herausragendes Jahr 2006 zurück. Der erste von insgesamt fünf SAR-Lupe-Satelliten wurde Ende des Jahres gestartet und ist ein voller Erfolg. Er wurde problemlos in Betrieb genommen und liefert gestochen scharfe Bilder in höchster Auflösung. Mit diesem Erfolg hat sich die OHB einmal mehr als Systemhaus für Kleinsatelliten positioniert. Auch die Projekte "ESGA" und "FSLGS" wurden beauftragt und die Projektarbeiten zum deutsch/französischen Satellitenaufklärungsverbund haben begonnen.

Das OHB-Konzept, kleine europäische Satelliten auch für den geostationären Orbit zu bauen, wurde am 7. März 2007 von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA mit der Vertragsunterzeichnung für das Projekt ARTES-11/Small GEO im Gesamtvolumen vom rund EUR 115 Mio. bestätigt.

Auch dem neuen deutschen Mond-Engagement haben wir vorgegriffen. OHB-System bereitet sich schon seit knapp zwei Jahren im vom DLR co-finanzierten "Mona Lisa"- Programm auf eine zukünftige Beteiligung an der Mond-Exploration vor. Für den ersten Schritt, einen Mondorbiter zur Vermessung und Kartographierung des Erdtrabanten, ist OHB hervorragend aufgestellt. Die Basis des Orbiters bildet die in der Entwicklung befindliche Small-GEO-Plattform.

Diese Arbeiten kommen uns bei der Bearbeitung des ESA-Programms ExoMars zur wissenschaftlichen Erkundung des Mars zu Gute. Denn auch hier ist neben dem Carrier, der einen Roboter auf der Marsoberfläche absetzen soll, ein Orbiter gefragt.

Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen

Auch für die MT Aerospace verlief das Geschäftsjahr 2006 sehr zufriedenstellend. Der Erfolg in Augsburg ist natürlich wesentlich auf den Erfolg der Ariane-5-Trägerrakete zurückzuführen. Bei fünf erfolgreichen Starts im vergangenen Jahr kam im Dezember 2006 auch erstmals der geschweißte Booster der MT Aerospace zum Einsatz, der im Rahmen der Weiterentwicklungen im Ariane-5-Programm gefertigt wird, um die Wirtschaftlichkeit des Trägersystems zu verbessern. Für die kommenden Jahre ist eine Kadenzerhöhung auf bis zu sieben Starts pro Jahr geplant.

Im Zuge der schon in den vergangenen Jahren eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wurde 2006 der Standort Mainz als MT Mechatronics GmbH ausgegründet. Für diesen Bereich, der überwiegend das erfolgreiche Geschäft der Antennen und Großteleskope bearbeitet, rechnen wir durch diese Maßnahme mit weiter verbesserten Entwicklungschancen.

Die MT Aerospace hat sich auch im Ausbau des Luftfahrtgeschäfts zufriedenstellend entwickelt. So liefert unsere Augsburger Tochter Strukturteile für den Airbus A380 und den A400M. Für den OHB Technology Konzern ergänzen die Raumtransport-Aktivitäten der MT Aerospace das Spektrum des OHB-Konzerns hervorragend. Mit ihren facettenreichen Produktionstätigkeiten stellt die MT Aerospace eine ideale Erweiterung des Raumfahrt-Kerngeschäfts dar.

Unternehmensbereich Telematik + Satellitenbetrieb

Im Geschäftsbereich Telematik ging der Auftrag für das DAF-Trucks-Portal, ein internetbasiertes Flottenmanagement-System, gut voran. Das DAF DTS vereint in einem Gerät Telematikfunktionen, die bisher nur von mehreren unterschiedlichen Komponenten geleistet werden konnten. Die Auslieferung beginnt im zweiten Halbjahr 2007. Wir erwarten für dieses Jahr einen weiteren DAF-Auftrag.

Der Börsengang der ORBCOMM Inc. im November 2006 hat sich als voller Erfolg erwiesen. Die erzielte Kapitalzufuhr in Höhe von über USD 100 Mio. kann ORBCOMM für den Ausbau und die Erneuerung des Satellitennetzes und der Bodeninfrastruktur nutzen.

Die OHB-System hatte sich über den "ORBCOMM CDS"-Vertrag gut für eine Lieferantenrolle positioniert und wurde in 2006 mit dem Bau von sechs weiteren Satelliten der neuen Generation beauftragt.

Der Aufbau des ORBCOMM-Dienstgeschäfts kam 2006 weltweit sehr gut voran. Die Anzahl der aktiven Nutzerterminals im ORBCOMM-Netz stieg auf 225.000 und wurde somit nahezu verdoppelt. Die dynamischen Zuwachsraten stimmen uns für die weitere Entwicklung von ORBCOMM sehr zuversichtlich.

Sehr gute Aktienperformance im Jahr 2006

Die Entwicklung unseres Aktienkurses war im Jahr 2006 mit einer Wertsteigerung von 50 % sehr erfreulich. Insbesondere im 4. Quartal des letzten Jahres konnten DAX und TecDAX deutlich outperformt werden. Seit Beginn dieses Jahres hat sich der Kurs weiterhin positiv entwickelt und konnte am 19. Februar einen historischen Höchststand von EUR 12,60 verzeichnen. Aufgrund unserer operativen Geschäftsentwicklung sind wir zuversichtlich, dass sich unser Aktienkurs auch im laufenden Jahr gut entwickelt.

Meinen Dank spreche ich unseren kreativen und innovativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Unternehmen des OHB Technology Konzerns aus. Ihr Engagement und ihre Ideen sind die Basis für unseren Erfolg. Ich bin sicher, dass sie auch in Zukunft ihren Ideenreichtum und ihren Enthusiasmus für unsere Auftraggeber und Kunden und damit für unser gemeinsames Interesse am Erfolg des gesamten Unternehmens einsetzen werden.

Unseren Auftraggebern, Kunden Geschäftspartnern und Aktionären danke ich ganz herzlich für das auch im vergangenen Jahr in uns gesetzte Vertrauen. Es macht mir Spaß, einen so erfolgreichen und zukunftsweisenden Konzern zu leiten.

Wir haben in allen Unternehmensbereichen des Konzerns bereits viel erreicht. Es ist uns ein Ansporn, in Zukunft noch besser zu werden, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden anzubieten und als verantwortungsbewusster Arbeitgeber für unser Team da zu sein. Wir werden alles daran setzen, auch in diesem Jahr wieder ein erfolgreiches Stück Zukunft zu bauen.

Bremen, 20. März 2007

Marco R. Fuchs Vorsitzender des Vorstands

25 Jahre OHB > Vorstand > Aufsichtsrat > Aktie > SAR-Lupe > Unternehmensbereiche > Konzernlagebericht > Corporate Governance > Konzernabschluss

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Ulrich Schulz,

geb. 1951, Dipl.-Ing., Mitglied des Vorstands seit 2001, Vorstand Telematik

Marco R. Fuchs, geb. 1962, Rechtsanwalt, Mitglied des Vorstands seit 2001, Vorsitzender des Vorstands

Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs, geb. 1938, Dipl.-Ing., Mitglied des Vorstands seit 2002, Vorstand Raumfahrt

09

Christa Fuchs, Vorsitzende des Aufsichtsrats der OHB Technology AG

geb. 1938, Kauffrau, Mitglied des Aufsichtsrats seit 2002, Geschäftsführende Gesellschafterin der VOLPAIA Beteiligungsgesellschaft mbH

Prof. Dr.-Ing. Hans J. Rath, geb. 1947, Dipl.-Ing., Mitglied des Aufsichts rats seit 2001, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichts rats, Professor für Tech ni sche Mechanik und Strömungslehre an der Universität Bremen, Fachbereich Produktionstechnik, Geschäfts führer der ZARM-Fallturm-Betriebsgesell schaft mbH

Prof. Heinz Stoewer, geb. 1940, Dipl.-Ing., M. Sc., Mitglied des Aufsichtsrats seit 2005, Professor em. Space Systems Engineering, Technische Universität Delft, Niederlande, Geschäftsführer Space Associates GmbH

SEHR GEEHRTE DAMEN, SEHR GEEHRTE HERREN,

der Aufsichtsrat erstattet hiermit Bericht über die Wahrnehmung seiner Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen umfassend über die Geschäftsabwicklungen, die wirtschaft liche Situation des Unternehmens und der einzelnen Segmente sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert und ausführliche Quartalsberichte vorgelegt.

In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Konzerns.

Die Hauptversammlung fand am 10. Mai 2006 statt. In dieser Hauptversammlung wurde eine Dividendenzahlung von 20 Cent pro Aktie beschlossen. Hier wurde der Aufsichtsrat für die Amtszeit bis zur Hauptversammlung 2011 gewählt. In der anschließenden Sitzung des Aufsichtsrats wurde Frau Christa Fuchs wieder zur Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt und Herr Prof. Dr.-Ing. Hans J. Rath zum Stellvertreter der Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2006 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt und zwar am 14. März, am 10. Mai, am 21. September und am 21. Dezember.

Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie

Die Aufsichtsratsvorsitzende nahm im Jahr 2006 zwei Mal an einer Aufsichtsratssitzung von MT Aerospace in Augsburg teil. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung vom 21. September 2006 wurden die vom Vorstand erläuterten Projekte wie z.B. Mona Lisa (Mond-Programm) ausführlich diskutiert und gutgeheißen. Dies trifft auch auf das neue Programm Small GEO der ESA (Datenübertragung per Satellit) zu. Nach ausführlicher Diskussion wurden insbesondere auch die hierfür erforderlichen Eigeninvestitionen diskutiert und genehmigt. Inzwischen ist daraus ein Auftrag mit einem Gesamtvolumen von EUR 115 Mio. für die Phasen B/C/D geworden. Weitere Diskussionen im Aufsichtsrat gingen um die Zukunfts programme Mond und Mars. Hier wurde der Vorstand ermutigt, insbesondere das Mond-Programm als strategisch langfristiges Programm für die OHB-Gruppe festzulegen.

Die Aufsichtsratsvorsitzende hat den sehr erfolgreichen Start von SAR-Lupe live in Oberpfaffenhofen beobachten können. Inzwischen hat sich bestätigt, dass der Start der Rakete, die Funktionalität des Satelliten und die ersten Ergebnisse der Aufklärungsarbeit ein voller Erfolg sind. Der Aufsichtsrat möchte hier auf diesem Wege nochmals der gesamten SAR-Lupe-Mannschaft seinen herzlichen Dank für ihren Einsatz und den Erfolg bei diesem Projekt aussprechen.

Der Aufsichtsrat behandelte regelmäßig die Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate Governance-Grundsätze des Unternehmens. Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex abgegebene Entsprechenserklärung aktualisiert.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der dazugehörige Lagebericht der OHB Technology für das Jahr 2006 wurden von der BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die vorgenannten Unterlagen wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf übermittelt. In der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 13. März 2007 wurden diese Unterlagen jeweils in Anwesenheit und unter Einbeziehung des Abschlussprüfers erörtert. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen und stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt und der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands stimmte der Aufsichtsrat zu. Der vom Vorstand aufgestellte Abhängigkeitsbericht ist durch die BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch waren." Der Aufsichtsrat erhebt nach eigener Prüfung keine Einwände und billigt den Abhängigkeitsbericht des Vorstands.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen des Konzerns für ihre Arbeit. Sie haben damit erneut zu einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr für die OHB Technology beigetragen.

Bremen, den 13. März 2007

Christa Fuchs Vorsitzende des Aufsichtsrats

Mona Lisa: OHBs fundierter Programmvorschlag für ein Mondexplorationsprogramm – Orbiter und Lander zur Erforschung des Erdtrabanten.

12 >

OHB TECHNOLOGY AKTIE

OHB-Aktie: Kursentwicklung 2006 (indiziert)

WERTSTEIGERUNG DER OHB TECHNOLOGY AKTIE VON 50 %

Die Entwicklung der OHB-Aktie folgte im Großen und Ganzen den Bewegungen des Marktes, konnte jedoch mit einem Kursgewinn von 50 % die Indizes übertreffen. Zum Jahresbeginn blieb die Aktie noch hinter der Entwicklung des TecDAX zurück, holte dies jedoch zunehmend auf und erreichte am 3. April 2006 ein vorläufiges Jahreshoch von EUR 10,64. In der Folgezeit gab der Kurs im allgemein getrübten Marktumfeld etwas nach. Konnte die Aktie den ersten stärkeren Kurseinbrüchen des zweiten Quartals widerstehen, verlor sie im Monat Juli im Zuge anhaltender Kursrückgänge massiv an Boden und näherte sich mit EUR 7,98 am 18. Juli dem Kurs zu Jahresbeginn (EUR 7,70 am 2. Januar 2006). Im Zuge der Markterholung folgte die OHB-Aktie dem allgemeinen Aufwärtstrend. Dabei entwickelte sie sich – zwar teilweise sehr volatil – dynamischer als der Gesamtmarkt. Am 27. Dezember wurde das Jahreshoch – gleichzeitig auch ein historisches Hoch – von EUR 11,89 erreicht. Zum Jahresultimo schloss die Aktie dann bei EUR 11,55 und damit um 50 % höher als zu Jahresbeginn. Diese erfreuliche Entwicklung setzte sich bisher auch 2007 fort. So wurde am 19. Februar ein neuer historischer Höchststand von EUR 12,60 markiert.

Stammdaten der OHB-Aktie
ISIN DE0005936124
Börsenkürzel OHB
Handelssegment Prime Standard
Prime Branche Technology
Industry Group Communications Technology
Indizes Prime All Share, Tec All Share, CDAX, GEX
Designated Sponsor DZ BANK AG, HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA
Grundkapital EUR 14.928.096
Gattung Nennwertlose Inhaber-Stammaktien

Investor-Relations-Aktivitäten

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006 hat der Vorstand einen intensiven Kontakt zu Aktionären, potenziellen Investoren, Finanzanalysten und Wirtschaftsjournalisten im In- und Ausland gepflegt. Zahlreiche Einzelgespräche wurden genutzt, um detailliert die Geschäftsentwicklungen zu erörtern. Regelmäßige Conference Calls mit Analysten und Investoren anlässlich der Veröffentlichung von Quartalszahlen unterstützten die Kommunikation mit der Financial Community.

Der ständige Kontakt zu unseren Anlegern wurde durch Roadshows an den wesentlichen Finanzplätzen im Inland und europäischen Ausland von London bis Paris gesucht. Dabei standen insbesondere Analysten und Investoren im Fokus, die sich auf Technologiewerte sowie Small- und Mid-Cap-Unternehmen spezialisiert haben. Als Unternehmen hat sich OHB auf mehreren Kapitalmarktkonferenzen u.a. in London und auf dem Deutschen Eigenkapitalforum in Frankfurt am Main präsentiert. Der intensive Dialog mit dem Kapitalmarkt soll helfen, das Geschäftsmodell der OHB klar und transparent darzustellen und dazu beitragen, das Vertrauen in die Unternehmensentwicklung kontinuierlich zu festigen und auszubauen. Als Zeichen wachsender Aufmerksamkeit und steigenden Vertrauens ist der Einstieg von Loeb Partners, einem Investor aus den USA, zu werten. Die Loeb Holding Corp. überschritt am 13. Juli 2006 die Schwelle von 5 % am Grundkapital. Ferner konnte insgesamt eine steigende Nachfrage nach Aktien von Investoren aus den Vereinigten Staaten und Großbritannien registriert werden. Die Aktie der OHB hat sich darüber hinaus einer regel mäßigen Research-Coverage erfreut.

Kennzahlen der OHB-Aktie in EUR
2006 2005 2004
Schlusskurs (Xetra 29./30.12.) 11,55 7,70 7,30
Jahreshöchstkurs 11,89 10,60 7,45
Jahrestiefstkurs 7,40 6,50 4,92
Marktkapitalisierung
(Xetra 29./30.12.)
172 Mio. 115 Mio. 109 Mio.
Durchschnittlicher Tagesumsatz
(Xetra + Parkett)
21.760 Stück 35.615 Stück 18.432 Stück
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)
(Xetra 29./30.12.)
14,3 10,7 17,4
Ergebnis pro Aktie (EPS) 0,81 0,72 0,42
Dividende pro Aktie 0,23* 0,20* 0,12
Dividendenrendite (Xetra 29./30.12.) 1,99 % 2,60 % 1,64 %

* Vorschlag an die Hauptversammlung

Dabei waren die Einschätzungen der Analysten im Jahresverlauf zum Großteil positiv und mit erhöhten Kurszielen unterlegt. Eine ausführliche Übersicht finden Sie auf unserer Website im Bereich Investor Relations.

Der durchschnittliche Tagesumsatz der OHB-Aktie in Stück (Xetra + Parkett) ist im Berichtszeitraum gegenüber dem stark gestiegenen Vorjahreswert zurückgegangen. So lag der Umsatz durchschnittlich bei rund 21.800 Stück und damit rund 39 % unter dem des Vorjahres. Im Vergleich zu 2004 bedeutet dies jedoch immer noch einen Anstieg von 18 %.

Großes Interesse an der Hauptversammlung

Die jährlich stattfindende Hauptversammlung ist ein zentrales Forum für den persönlichen Dialog mit unseren Aktionären. Die Hauptversammlung 2006 fand am 10. Mai am Firmensitz von OHB in Bremen statt. Mehr als 200 treue und am Unternehmen interessierte Aktionäre – vorwiegend wie im Vorjahr aus dem nordwestdeutschen Raum – besuchten die Hauptversammlung. Die Präsenz des vertretenen Kapitals betrug rund 70 %. Alle Beschlüsse wurden mit überwältigender Mehrheit von rund 99 % gefasst. Traditionell laden wir unsere Anleger am Tag der Hauptversammlung – im Anschluss an das offizielle Programm – ein, unseren Betrieb zu besichtigen, um sich ein direktes Bild von ihrem Unternehmen zu machen. 2006 wurde dieses Angebot wiederum von einer großen Anzahl von Aktionären genutzt. Zur kommenden Hauptversammlung am 10. Mai 2007 laden wir Sie erneut recht herzlich nach Bremen ein. Die entsprechenden Unterlagen werden wie gewohnt auch auf der Website der OHB verfügbar sein. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 0,23 vor.

Dritter Capital Market Day erfolgreich durchgeführt

In bewährter Tradition veranstaltete OHB zum dritten Mal nach 2005 und 2006 zu Be ginn des Geschäftsjahres einen "Capital Market Day". Zum 6. Februar lud der Vorstand Analysten, Banker, Investoren und Journalisten zu Vorträgen und Gesprächen über Projekte und Trends der bemannten und unbemannten Raumfahrt ein. Außerdem wurde ein Einblick in die Besonderheiten der Telematik gegeben, gefolgt von einer Betriebsbesichtigung, um die Integration von Satelliten aus nächster Nähe live erleben zu können. Daneben hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit dem Vorstand und weiteren Unternehmensvertretern die Unternehmensentwicklung eingehend zu diskutieren.

Die weiteren Investor-Relations-Aktivitäten werden auch im laufenden Jahr den direkten und breiten Dialog mit allen Analysten, Anlegern und Investoren zum Ziel haben und die bereits bestehenden Kommunikationswege intensiv nutzen. Die eigene Rubrik Investor Relations auf der Website der OHB Technology im Internet unter www.ohb-technology.de/ir/ bietet Interessenten die Möglichkeit, sich detailliert über verschiedene Investor-Relations-Themen zu informieren. So finden Sie Informationen rund um die Aktie, eine Vielzahl an Publikationen wie beispielsweise Geschäftsberichte, Quartalszahlen und Pressemitteilungen, Erläuterungen zur Corporate Governance von OHB sowie einen Bereich speziell zur Hauptversammlung. Sie haben auch die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme und können sich in einen E-Mail-Verteiler für künftige Unternehmensnachrichten eintragen.

Analystenbewertungen
Datum Institut Kursziel in EUR Empfehlung
März 2007 DZ Bank 13,75 Kaufen
Februar 2007 Viscardi Securities 20,00 Kaufen
Februar 2007 HSBC Trinkaus & Burkhardt 15,50 Übergewichten
Februar 2007 Berenberg Bank 15,50 Kaufen
November 2006 Sal. Oppenheim 10,50 Kaufen
Oktober 2006 Haspa 8,00 Verkaufen

SAR-LUPE:

Ein historischer Tag

"Drei, zwei, eins: Lift off!" Es ist Dienstag, der 19. Dezember 2006. Um genau 15:00:19 Uhr mitteleuropäischer Zeit erhebt sich die russische Trägerrakete des Typs COSMOS 3M gen Weltall. Gespannt verfolgen die Teams auf dem Weltraumbahnhof Plesetsk, im Kontrollzentrum Oberpfaffenhofen, in der Bodenstation Gelsdorf und in der Zentrale der OHB in Bremen den Start des SAR-Lupe-Satelliten. Er ist der erste von insgesamt fünf Erdbeobachtern des Systems, an dem die Teams seit rund fünf Jahren arbeiten.

Deutschland hatte damals entschieden, ein unabhängiges Aufklärungssystem zu beschaffen. Die Industrie war herausgefordert, ein entsprechendes Instrument dafür zu entwickeln. Die Herausforderung: Es sollte die Welt bei Tag und Nacht beobachten, selbst durch Wolken hindurch in der Lage sein, nahezu jeden Winkel der Erde einzusehen, um dann innerhalb kürzester Zeit gestochen scharfe Bilder zu liefern. Und: Das Ganze sollte viel schneller arbeiten und deutlich günstiger sein als alle bisherigen Konzepte.

SAR-Lupe

SAR steht für das abbilden de Synthetische Apertur Radar-Verfahren. Lupe steht für die hohe Auflösung, die mit den Satelliten erzielt wird.

Pilotprojekt des CPM

SAR-Lupe ist ein Pilot projekt des Customer Product Managements (CPM), einem System zur zeitgerechten, wirtschaftlichen und einsatzreifen Bedarfsdeckung der Bundeswehr.

Das OHB-Team entwickelte ein System, das diesen Anforderungen entspricht und den Auftraggeber überzeugt: Es schlug die Geburtsstunde des innovativen Satellitensystems SAR-Lupe. Mit SAR-Lupe setzt sich eine nunmehr 25-jährige Tradition fort – so

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lange schon machen die Köpfe der OHB immer wieder auch das zunächst unmöglich Geglaubte möglich. Zu ihrem Erfolgsrezept gehört es, dabei weitgehend auf vorhandene und qualifizierte Einzelelemente zurückzugreifen und diese auf intelligente Weise zu kombinieren. Durch Verwendung der besten und günstigsten Komponenten des Weltmarktes gelang es dem Projektteam auch diesmal, nicht nur ein neuartiges Gesamtsystem zu entwickeln, sondern auch Kosten und Risiken zu minimieren.

Integration im eigens geschaffenen Reinraum

Das SAR-Lupe-Projektteam koordiniert weltweit mehr als 20 Unterauftragnehmer und Lieferanten. Als Hauptauftragnehmer ist die OHB-System AG verantwortlich für das Gesamtsystem. Hierzu gehören fünf baugleiche Satelliten, die Bodenstationen zur Steuerung der Satelliten und zur Verarbeitung der Bilddaten, die fünf Satellitenstarts mit der russischen COSMOS-3M-Rakete sowie der 10-jährige Betrieb des Systems. Jeder einzelne Teampartner, darunter namhafte europäische Raumfahrtunternehmen, haben ihr Fachwissen und ihre Kernkompetenzen eingebracht, die bestmöglichen Einzelsysteme geliefert. Die Integration der Satelliten erfolgt in einem eigens dafür gebauten Reinraum bei der OHB im Bremer Technologiepark.

Aufklärung mit Radarsatelliten

Neben Deutschland verfügen nur die USA und vermutlich Russland über Radarsatelliten zur militärischen Aufklärung.

Weltraumtauglich

Bis ein neu entwickeltes Subsystem für den Weltraum qualifiziert ist, kann es ein bis zwei Jahre dauern.

In Begleitung

Es befinden sich derzeit über 800 aktive Satelliten im Weltraum. Rund 75 % davon im erdnahen Orbit zwischen 200 und 1.200 Kilometern Höhe.

Hier werden die Satelliten auch ausgiebigen Testreihen, insbesondere zur Bildaufnahme, unterzogen. Die ultimative Prüfung müssen die SAR-Lupen dann im Umwelttestzentrum in Ottobrunn bestehen. Dort können die Weltraumbedingungen weitestgehend simuliert werden. Mit dem Ergebnis "weltraumtauglich" werden die Satelliten dann zum Weltraumbahnhof nach Plesetsk geflogen und "startfein" gemacht.

Seit Dezember 2006 umkreist nun die erste SAR-Lupe die Erde. Der Satellit hat seine volle Funktionsfähigkeit bereits mehrfach unter Beweis gestellt und bereits nach einem Monat hochaufgelöste Radarbilder generiert. "Wir sind sehr stolz auf dieses hervorragende Ergebnis", erklärt Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB-System AG. "Der Satellit funktioniert sehr gut, und mit den bisher erzielten Bildergebnissen sind wir mehr als zufrieden", ergänzt Wolfgang Perkert, Projektleiter des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) als Auftraggeber.

Der nächste SAR-Lupe-Satellit soll im Juli 2007 in den erdnahen Orbit folgen, das Gesamtsystem dann bis 2008 fertiggestellt sein – und damit ein neuer Meilenstein für die militärische und zivile Aufklärung in Deutschland und Europa.

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Satellitenbetrieb

Small GEO: die System-Kompetenz für kleine geostationäre Satelliten zurück in Europa.

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UNTERNEHMENSBEREICHE

Gesamtleistung nach Unternehmensbereichen vor Konsolidierung und Holding

RAUMFAHRTSYSTEME + SICHERHEIT/ VOR DEM MARS: DER MOND

Die Raumfahrt ist untrennbar mit dem Thema Sicherheit verbunden. Satelliten, ihre Trägerraketen und besonders die Systeme für die Bemannte Raumfahrt unterliegen aufwendigen Qualifikations- und Testprozeduren. Im Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit, dem größten und stärksten Feld der OHB Technology, gilt der Sicherheit besonderes Augenmerk.

Hightech auf kleinstem Raum

Schon vor 25 Jahren setzte OHB – entgegen dem damals herrschenden Trend – auf die Entwicklung kleiner Satelliten, die auf ihre Aufgaben spezialisiert sind. Und dies ist nach wie vor eines der erfolgreichsten Geschäftsfelder der OHB. Der wirtschaftliche Erfolg basiert auf der Strategie, den Kunden maßgeschneiderte Produkte anzubieten. Zum einen nutzt die OHB dabei ihre Fähigkeit, Hochtechnologie auf kleinstem Raum unterzubringen, zum anderen setzt man auf Lösungen, die sich exakt am Bedarf orientieren. Der jüngste vielversprechende Coup dieser Art sind Small GEOs, kleine geostationäre Satelliten für Telekommunikation und Multimediaanwendungen. Damit geht die OHB wieder einen Schritt weiter in der Unternehmensentwicklung und erobert neue Bahnen.

Aufbruch in den geostationären Orbit

Bisher kreisen die OHB-Satelliten im erdnahen Orbit. Doch mit den kleinen GEOs verfolgt die OHB das Ziel, ihre kleineren Spezialisten auch in den geostationären Orbit zu schicken. Schon seit über einem Jahrzehnt wurden in Deutschland keine geostationären Satelliten mehr entwickelt und gebaut. OHB erfüllt diese System-Kompetenz mit neuem Leben und erfährt dabei die volle Unterstützung der Europäischen Raumfahrtagentur ESA. Eine eigenständige Linie im ESA-Langzeitplan wurde unter dem Programmnamen ARTES-11 aufgenommen. Der Prototyp des ersten Small GEO soll 2010 seinen 36.000 Kilometer entfernten Orbit erreichen.

Jubiläum

OHB feierte 2006 ihr 25-jähriges Jubiläum. Im Dezember 1981 übernahm Christa Fuchs die Otto Hydraulik Bremen.

25 Jahre OHB > Vorstand > Aufsichtsrat > Aktie > SAR-Lupe > Unternehmensbereiche > Konzernlagebericht > Corporate Governance > Konzernabschluss

PROJEKTE

Projekt: SAR-Lupe

Unternehmen: OHB-System AG Der erste SAR-Lupe-Satellit liefert hervorragende Bilder aus dem Orbit. Er wurde im Dezember 2006 erfolgreich in seine 500 Kilometer hohe Umlaufbahn gebracht. Seither hat er mehrfach auch hochaufgelöste Radarbilder generiert und seine volle Funktionsfähigkeit bewiesen.

Status

Vier weitere Satelliten gehören zum Gesamtsystem und befinden sich im Aufbau. Der Start der zweiten SAR-Lupe ist für Juli 2007 geplant, der dritte folgt Ende des Jahres. Das System ist mit zwei Satelliten bereits einsatzfähig für den Kunden und wird entsprechend Mitte des Jahres an die Bundeswehr übergeben.

Partner

BMVg, BWB (Auftraggeber) sowie Alcatel Alenia Space, Carlo Gavazzi Space, COSMOS International, DLR GSOC, EADS Defence & Security, Rosoboronexport, RST, RTG, Saab Space, Tesat Spacecom, Thales im Unterauftrag

Projekte: ESGA und FSLGS

Unternehmen: OHB-System AG Die Europäisierung des satellitengestützten Aufklärungsverbundes wird realisiert. Der entsprechende Vertrag wurde im Herbst 2006 unterzeichnet. Die Nutzung des deutschen und franzö sischen Satellitensystems im Verbund gilt als erster Meilenstein für eine europäische strategische Aufklärung. Die Verteidigungsministerien von Frankreich und Deutschland hatten ein entsprechendes Abkommen vor vier Jahren in Schwerin beschlossen.

Status

Die OHB-System, die SAR-Lupe als Hauptauftragnehmer entwickelt und baut, hat bereits in den Vorstudien ESGA und FSLGS das Konzept für den Systemverbund erarbeitet. Nun schafft OHB-System die technischen Voraussetzungen, um Frankreich eine Mitnutzung des deutschen Radarsystems SAR-Lupe zu ermöglichen. Deutschland erhält im Gegenzug den Zugriff auf das optische System Helios II.

Partner

BMVg, BWB, DGA (Auftraggeber), EADS Dornier im Unterauftrag

Projekt: EnMAP

Unternehmen: OHB-System AG EnMAP ist ein Hyperspektralsatellit zur Erdbeobachtung. Hyperspektralinstrumente registrieren die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung vom sichtbaren Licht bis hin zum nahen Infrarot. Dies ermöglicht prä zise Aussagen über Zustand und Veränderungen der Erdoberfläche. Die OHB-System AG gehört zum industriellen Kernteam und ist Unterauftragnehmerin für den Satellitenbus.

Status

Die Entwicklungsphase B soll 2008 in die Fertigung des Satelliten und des optischen Instrumentes übergehen. Die Mission soll im Jahr 2011 starten und ist auf fünf Jahre ausgelegt.

Partner

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Kayser-Threde (Auftraggeber), GeoForschungszentrum Potsdam

Projekt: Small GEO/ARTES-11

Unternehmen: OHB-System AG OHB hat die Führung bei der Entwicklung der kleinen europäischen geostationären Satelliten, so genannten Small GEOs. Das von OHB initiierte Programm einer geostationären Plattform wurde als eigenständige Linie im ESA-Langzeitplan unter dem Namen ARTES-11 etabliert. Mit dieser Entwicklung verfolgt die OHB das Ziel, kostengünstige Satelliten mit geringer Masse und kleinem Volumen auch in den geostationären Orbit zu schicken.

Status

Die Phase-A-Konzeptstudie ist bereits erfolgreich abgeschlossen. OHB hat den Auftrag am 7. März 2007 erhalten. Das Auftragsvolumen umfasst insgesamt EUR 115 Mio. Der erste Small GEO soll Ende 2010 gestartet werden.

Partner

ESA (Auftraggeber), Swedish Space Corp., Oerlikon Space, LUXSPACE im Unterauftrag

Projekt: ORBCOMM CDS und Quick Launch

Unternehmen: OHB-System AG An der Entwicklung und dem Bau der ersten sieben ORBCOMM-Satelliten der neuen Generation arbeitet die OHB mit. Ihr Auftrag umfasst den Bau der Satellitenbusse, die Integration und die Starts. Die neuen Satelliten werden, zusätzlich zu den bisherigen Kommunikationsleistungen, speziell für die amerikanische Küstenwache die Signale des automatischen Identifikationssystems (AIS) zur Überwachung des Schiffsverkehrs vor den amerikanischen Küsten übermitteln können.

Status

Die Integration und die Funktions tests der Satelliten werden in Bremen bei der OHB-System durchgeführt. Der Start des ersten Satelliten ist für dieses Jahr geplant.

Partner

ORBCOMM (Auftraggeber), Cosmos Space Systems/Polyot (Satellitenbus und Start), Orbital Sciences Corporation (Kommunikationsnutzlast)

Forschungsfelder Leben und Energie

Auch die nächste Station ist schon festgelegt: Sie liegt im Mittel rund 384.000 Kilometer von der Erde entfernt und heißt Mond. Unser direkter Nachbar wurde in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt. Die Augen von Wissenschaft und Industrie sahen an ihm vorbei in Richtung Mars. Für die OHB ist die Erforschung des Mondes der nächste logische Schritt nach der Raumstation – und vor dem Mars. Der Mond ist ein absolutes "Muss", wenn man bemannt zum Mars will. Das Explorations-Team von OHB arbeitet bereits an Studien über eine deutsche Beteiligung bei der Nutzung des Mondes. Unter dem Programmnamen Mona Lisa wird ein preiswertes und technologisch höchst interessantes Raumfahrtprogramm zur Erforschung des Erdmondes und später des Planeten Mars erarbeitet. Ganz ihrer Philosophie entsprechend, schlägt OHB ein etwas kleineres Projekt vor: die Entsendung eines Landers mit verschiedenen Experimenten wie z.B. dem AstroHab. Dieses "Weltraumaquarium" kann als Vorläufer für eine Biosphäre auf dem Mond und später auf dem Mars dienen. Auch Energieträger der Zukunft werden auf dem Mond vermutet, beispielsweise Helium-3. Auf der Erde kommt es nur selten, auf dem Mond aber in großen Mengen vor. Dieser Energieträger ist nicht radioaktiv und kann deshalb nach der Nutzung problemlos entsorgt werden.

Ein ganz anderes Problem lösen die sieben ORBCOMM-Satelliten, die OHB unter Vertrag hat. Sie dienen unter anderem der Überwachung des Schiffsverkehrs vor den nordamerikanischen Küsten. Die Schiffe senden automatische Identifikationssignale. Die Kommunikationssatelliten des ORBCOMM-Netzwerks können sie abfangen und der US-amerikanischen Küstenwache zur Verfügung stellen. Insgesamt hat die OHB derzeit 14 Satelliten für verschiedene Auftraggeber unter Vertrag – ein Erfolg der sich nicht zuletzt auch auf detaillierte Marktkenntnisse gründet.

Neuland Mond

Nur circa 8 % des Mondes sind bisher hochauf gelöst kartographiert. Der Mars ist nahezu komplett erfasst.

Projekt: Mona Lisa

Unternehmen: OHB-System AG Mona Lisa ist eine OHB-Mond-Studie. Im Bereich der Erforschung des Weltraums erarbeitet OHB einen fundier ten Programmvorschlag für ein Mond-Explorationsprogramm unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Interessen. Erste Ergebnisse sehen den Einsatz von Mondorbitern und eines Mond-Landefahrzeugs vor, das verschiedene Technologie-Experimente in den Bereichen Biologie, Lebenswissenschaften, Automation und Robotik auf der Mondoberfläche durchführen kann. Das Programm Mona Lisa wird mit einer Zuwendung vom DLR durchgeführt.

Status

Die Ergebnisse werden Mitte 2007 vorliegen. Weiterführende Mond- Studien sind vorgesehen.

Partner

DLR (Zuwendungsgeber)

Projekt: ExoMars

Unternehmen: OHB-System AG ExoMars ist eine wissenschaftliche Marsmission der ESA. Es soll untersucht werden, ob auf dem Roten Planeten einmal Leben existiert hat oder noch existiert. Die Ergebnisse sollen diese wissenschaftlich hochinteressante Frage klären und bilden zudem die Grundlage für künftige bemannte Marsmissionen.

Status

OHB ist Co-Prime in der Phase B1 für die Entwicklung des Carriers, der das Landemodul auf den Mars bringt, sowie Prime für den Orbiter, der die Messdaten empfängt und zur Erde sendet. Die Realisierungsphase ist für Anfang 2008 vorgesehen, der Start für 2013.

Partner

ESA, Alcatel Alenia Space Italia (Auftraggeber), Alcatel Alenia Space France

Unternehmen: OHB-System AG Das Industrial Operator Team IOT verantwortet Nutzlastintegration, Wartung und Service sowie die Vorbereitung der anstehenden Inbetriebnahme des europäischen Columbus-Labors im Orbit. OHB ist dabei für das medizinische Forschungslabor und das Transportrack zuständig – beide hat OHB als Hauptauftragnehmer entwickelt und gebaut –, außerdem für das Labor für physikalische Versuche, das European Drawer Rack und das biologische Forschungslabor, an denen OHB als wesentlicher Unterauftragnehmer beteiligt ist.

Status

Im Herbst 2007 soll das europäische Columbus-Labor gestartet werden, so dass auch die von OHB entwickelten und gebauten Labore in Betrieb gehen.

Partner

ESA, EADS Space Transportation (Auftraggeber)

Projekt: WAICO

Unternehmen: OHB-System AG WAICO ist ein biologisches Experiment für die Internationale Raumstation ISS. Es ist das erste Experiment für das Forschungslabor Biolab in Columbus, dem europäischen Teil der ISS. In der Versuchsanlage WAICO wird das Wurzelwachstum der Acker-Schmalwand-Pflanze unter verschiedenen Stufen der Schwerkraft sowie in Schwerelosigkeit untersucht. OHB-System ist verantwortlich für Entwicklung, Bau, Test und Inbetriebnahme der gesamten Experiment-Hardware und der dazugehörigen Bodenanlage für parallele Referenzversuche.

Status

Das Experiment soll im Herbst 2007 als erstes und vorerst einziges im Biolab mit Columbus gestartet werden.

Partner

Europäische Raumfahrtagentur ESA, Astrium GmbH, Friedrichshafen (Auftraggeber)

Projekt: D-WERDAS

Unternehmen: OHB-System AG Die erfolgreichen Arbeiten am ARDS (Aerial Reconnaissance Data System), mit dem OHB-System ein zukunftsweisendes Übertragungssystem für hochaufgelöste Bilddaten von Flugzeugen zu Bodenstationen entwickelte, haben Folgeaufträge gesichert. Im Rahmen von D-WERDAS werden die Flugzeuge nun als Relaisstationen genutzt, um die Reichweiten zu verlängern. Zusätzlich entwickelt OHB Flächenantennen für Flugzeuge, die künftig in Verbindung mit ARDS eingesetzt werden. Weitere Ausbaustufen des Systems sind in Planung.

Status

ARDS wurde mit unterschiedlichen Flugzeugen (z.B. Turbo-Prop Do 228, Tornado) eingesetzt. D-WERDAS wurde Ende 2006 in Zusammenarbeit mit dem DLR erfolgreich getestet. Zurzeit werden mobile Bodenstationen für Datenempfang und -auswertung sowie Missionsplanung aufgebaut und das ARDS-System um einen störgeschützten Kommando-Daten-Link erweitert.

Partner

BWB (Auftraggeber), EADS MAS, DLR

RAUMTRANSPORT + AEROSPACE STRUKTUREN / ZUGANG ZUM WELTALL

Missionen ins All fördern neue technologische Entwicklungen und stärken Europas Vorreiterrolle als forschungs- und wirtschaftsstarker Kontinent. OHB Technology sichert Deutschland den Zugang zur Zukunftsressource Weltraum: Die 2005 übernommene MT Aerospace AG bleibt mit den Schwerpunkten Strukturen, Tanks und Dienstleistungen im Raumfahrtzentrum Kourou der größte deutsche Zulieferer für das erfolgreiche Ariane-5-Programm.

Ariane 5: Mehr Leistung durch Innovation

Erneut starteten 2006 fünf Ariane-Raketen ins All. Dabei handelte es sich ausnahmslos um das Ariane-Modell 5 ECA, das mit einer Tragfähigkeit von knapp zehn Tonnen etwa ein Drittel mehr als ihre Vorläufer transportieren kann. Einen Beitrag dazu leisten auch die von MT Aerospace entwickelten geschweißten Boostergehäuse: Sie sind erheblich leichter im Gewicht und zudem kostengünstiger in der Produktion. Angesichts des steigenden Bedarfs an Nutzlasttransporten plant das Vermarktungsunternehmen Arianespace S.A., Frankreich, die jährliche Startrate der Ariane 5 auf bis zu sieben zu erhöhen.

Im Juni 2006 erhielt MT Aerospace von Cryospace GIE, Frankreich, einen Auftrag in Höhe von rund EUR 40 Mio. für die Produktion von wesentlichen Tankbauteilen der Ariane-5- Oberstufe. Die Auslieferung erfolgt bis in das Jahr 2009.

Auch Japan setzt auf OHB-Know-how

Auch 2006 hat MT Aerospace die Diversifizierung des Produktspektrums vorangetrieben und damit die Abhängigkeit von der Ariane verringert. Das japanische Unternehmen Mitsubishi Heavy Industries (MHI), Ltd., Tokio, beauftragte die OHB-Tochter mit Lieferungen von Komponenten für den unbemannten japanischen Raumtransporter HTV. In der Luftfahrt wurde das Tankgeschäft gefestigt. Zwei neue Aufträge beinhalten die Entwicklung und Lieferung von Strukturbauteilen für den Airbus-Militärtransporter A400M.

Weltweit größtes Radioteleskop eingeweiht

Im Geschäftsfeld Antennen/Teleskope konnte 2006 das in wesentlichen Teilen von MT Aerospace entwickelte und derzeit größte Radioteleskop der Welt in Mexiko eingeweiht werden. Die Parabolantenne von 50 Metern Durchmesser sowie 2.000 Quadratmetern Fläche ermöglicht Astronomen einen bis 13 Milliarden Jahre tiefen Blick in die Vergangenheit zur Erforschung von Sternen und Galaxien. Mit dem internationalen Großforschungsprojekt ALMA (Atacama Large Millimeter Array) ist die Auslastung auch dieses Bereichs von MT Aerospace langfristig gesichert.

Ariane

Die erste Ariane 1 konnte 1,85 Tonnen Nutzlast fassen und hatte ihren Jung fernflug am 24. Dezem ber 1979.

25 Jahre OHB > Vorstand > Aufsichtsrat > Aktie > SAR-Lupe > Unternehmensbereiche > Konzernlagebericht > Corporate Governance > Konzernabschluss

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PROJEKTE

Projekt: Serienproduktion Ariane 5

Unternehmen: MT Aerospace AG Im Jahr 2006 ist die Ariane 5 fünf Mal erfolgreich gestartet. Ein maßgeblicher Beitrag kam von der MT Aerospace, die etwa 10 % der Hardware liefert. Auch wurden im vergangenen Jahr fünf Flugsätze produziert und ausgeliefert. Für 2007 ist eine Steigerung auf sechs Flugsätze vorgesehen, wobei eine weitere Kadenzerhöhung durchaus möglich ist. Durch die Nachfrageerhöhung ist die volle Auslas tung der Betriebs stätte Augsburg garantiert; eine ent sprechende Erhöhung der Personalkapazität ist geplant.

Status

Die Aufträge sind in der Serienabwicklung.

Partner

EADS (Auftraggeber Strukturen, Tanks und Tankkomponenten), Europropulsion (Auftraggeber Boostergehäuse), Cryospace (Auftraggeber LH2-Tank)

Projekt: Ariane 5 / Schweißbooster Unternehmen: MT Aerospace AG

Die Weiterentwicklungen im Ariane-5-Programm sollen die Wirtschaftlichkeit des Trägersystems verbessern. Dazu gehören die Gewichtsreduktion zur Nutzlasterhöhung sowie die Optimierung der Beschaffungsund Fertigungsprozesse. Die weiterentwickelten Booster von der Clevis-/ Tang-Version zu geschweißten Segmenten kamen erstmals im Dezember 2006 im Rahmen eines Ariane-5- Flugs erfolgreich zum Einsatz.

Status

Umstellungsmaßnahmen von Clevis-Tang auf Schweißbooster werden unter Aufrechterhaltung der Serienabwicklung umgesetzt. Die ge schweißten Fluggehäuse werden noch 2007 ausgeliefert.

Partner

Europropulsion (Auftraggeber Boostergehäuse)

Projekt: Neubau Radioteleskop Sardinien Unternehmen:

MT Mechatronics GmbH

Für das mit 64 Metern Reflektordurchmesser größte Radioteleskop in Italien, das im Südosten Sardiniens nahe Cagliari errichtet werden soll, wurde Planung, Herstellung, Transport und Montage beauftragt. Die kreisförmige Schiene mit circa 40 Metern Durchmesser wird in Segmenten vor Ort zu einem Stück verschweißt und muss mit einer Ebenheitstoleranz von +/- 0,5 Millimetern verlegt werden. Das Ge samtgewicht der Konstruktion be trägt rund 3.200 Tonnen. Die aktive Oberfläche des Primärspiegels besteht aus 1.008 Aluminium-Panelen, die mit 1.116 Aktuatoren in ihrer Höhenposi tion je nach Elevationsstellung verstellt werden können. Auch die Steuerung der Azimut- und Elevations antriebe gehört zum Lieferumfang.

Status

Der Auftrag soll mit der Abnahme Ende 2008 abgeschlossen werden und wird von MT Mechatronics mit Unterlieferanten aus Ägypten und verschiedenen EU-Staaten ausgeführt.

Partner

Istituto Nazionale di Astrofisica (Auftraggeber)

Projekt: 100-m-Radioteleskop Effelsberg/Aktiver Subreflektor Unternehmen:

MT Mechatronics GmbH

Das mit 100 Metern Reflektordurchmesser zweitgrößte steuerbare Radioteles kop der Welt wurde mit einem neuen akti ven Sekundärspiegel aus gestat tet. Neben einer automatischen Fokus-Umschaltung und einer modernen Hexapod-Montierung zeichnet sich das System durch seine aktive Oberfläche aus. So lassen sich Oberflächenfehler des Hauptspiegels durch eine Anpassung der Kontur des Subreflektors korrigieren. Die Anlage ist für erweiterte Frequenzbereiche einsetzbar und der zukünftige Nutzen des Teleskops ist gesichert. Der Nachweis der Leistungssteigerung qualifiziert das System als Referenz für eine Nachrüstung weiterer bestehender Großteleskope.

Status

Der neue Subreflektor wurde im Herbst 2006 montiert. Seither durchgeführte astronomische Messungen haben gezeigt, dass die erwartete Leistungssteigerung der Gesamtanlage erreicht wird.

Partner

Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn (Auftraggeber)

Projekt: Alphabus

Unternehmen: MT Aerospace AG Das Alphabus-Programm hat die Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für geostationäre Telekommunikationssatelliten der Zukunft zum Ziel. MT Aerospace ist mit der Entwicklung der Tanks beauftragt, von denen zwei pro Satellit benötigt werden. Das Design ist gekennzeichnet durch ein innovatives Fertigungsverfahren mit spingeformten Titandomen und einer massenoptimierten Verbundumwicklung. Das Gewicht der Satelliten wird rund sechs bis acht Tonnen betragen; sie eignen sich somit sehr gut für den Start mit der Ariane 5.

Status

Laufendes Entwicklungsprojekt (ein erstes Flugmodell soll 2009 fertiggestellt werden)

Partner

Astrium GmbH (Auftraggeber)

Projekt: Airbus A400M Luftfahrtstrukturen

Unternehmen: MT Aerospace AG RAM Air Inlet/Outlet – Die Versorgung der Wärmetauscher diverser Systeme mit Umgebungsluft erfolgt über Ein- und Auslasskanäle im Rumpfmittelstück. Die großteils aus CFK gefertigten Bauteile werden mit metallischen Klappen und Aktua toren zur Luftmengensteuerung bestückt. Die fertigungsbezogene Konstruktionsoptimierung, die Fertigung der Einzelteile sowie die Bereitstellung der kompletten Luftein- und Auslasssysteme mit Funktionsnachweis liegen bei MT Aerospace. VTP Fuselage Fairing – Das Seitenleitwerk schließt zum Rumpf hin mit aerodynamisch optimierten Paneelen ab. In die CFK-Sandwichstrukturen ist ein Blitzschutz integriert. MT Aerospace verantwortet Design und Bau dieser Teile.

Status

Die Verträge für das gesamte A400M-Programm wurden zum Jahreswechsel 2006/2007 unterzeichnet. Die Projek te befinden sich in der Hochlaufphase zu den ersten Serienlieferun gen im Jahr 2007.

Partner

Airbus (Auftraggeber), PFW Pfalz Flugzeug Werke

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TELEMATIK + SATELLITENBETRIEB / DIE WELT IM BLICK

Ob für das Management internationaler Fuhrparks, die Steuerung kapitalintensiver Maschinen oder anspruchsvolle Sicherheitsaufgaben: Satellitentechnik und Telematik erkennen schon heute die Herausforderungen von morgen und bieten dafür intelligente Lösungen. So steigern satellitengestützte Telematiksysteme die Effizienz in der weltumspannenden Logistik und tragen gleichzeitig zum Umweltschutz bei. Milliarden Liter Kraftstoff, die sich jährlich im Stau in Luft auflösen, können dadurch ebenso gespart werden wie vergeudete Arbeitszeit bei der Suche nach dem Einsatzort. Ausgeklügelte Telematiksysteme machen es auch möglich, die Sicherheitsüberwachung sensibler Bereiche besonders wirksam zu gestalten. Als einer der Technologieführer in Telematik und Satellitenbetrieb ist OHB Technology in den Zukunftsfeldern Logistik, Kommunikation und Sicherheit bestens aufgestellt.

Telematik

Markenübergreifende Anwendung der Telematik: Die euro päischen Lkw-Hersteller haben sich zum so ge nannten FMS-Standard zusammengeschlossen, der markenübergreifende Anwendungen der Telematik ermöglicht.

Telematik: Ausweitung des Geschäfts

Auch im Jahr 2006 weitete die OHB Technology ihr Geschäftsfeld Telematik zur intelligenten Steuerung von Fahrzeugen weiter aus. Dafür arbeitet OHB mit führenden Lkw-Herstellern zusammen. Mit der Ausrüstung von über 2.000 Betonmischer-Fahrzeugen von CEMEX mit Telematik-Endgeräten konnte OHB erneut technisch anspruchsvolle und komplexe Branchenlösungen am Markt platzieren. Mit Erfolg: Die Einführung des Systems in weiteren osteuropäischen Staaten sowie in Spanien ist für 2007 vorgesehen.

Neben der langjährigen Zusammenarbeit mit der MAN Nutzfahrzeuge AG entwickelte OHB im OEM-Geschäft ein Telematiksystem für den niederländischen Nutzfahrzeughersteller DAF Trucks. Das Telematik-Portal für DAF Trucks umfasst ein internetbasiertes Flottenmanagement-System sowie eine Onboard-Unit für den Einbau im Armaturenbrett, die in nur einem Gerät verschiedene Telematikfunktionen auf einen Blick darstellt. Dazu gehören ein Lkw-taugliches Navigationssystem, das mautoptimierte Routen errechnet, sowie Fahrzeugortung, Messaging per E-Mail und die differenzierte Analyse sämtlicher Betriebsdaten. Die Auslieferung des Systems beginnt im zweiten Halbjahr 2007.

Sicherheit: Anspruchsvolle Lösungen

Das Bedürfnis nach Sicherheit wächst. Das OHB-Tochterunternehmen Telematic Solutions mit Sitz in Mailand war daher im Jahr 2006 neben der Entwicklung von Soft- und Hardware für Telematikanwendungen insbesondere im Geschäftsfeld videobasierter, integrierter Überwachungssysteme aktiv und erfolgreich. So verantwortet Telematic

PROJEKTE

Projekt: Servicezentrum zur Satelliten-Erdbeobachtung Unternehmen:

Telematic Solutions S.p.A.

Telematic Solutions bereitet für die Europäische Akademie Bozen derzeit die Eröffnung eines eigenen Forschungsinstituts für Fernerkundung und Satellitenmonitoring der Alpenregion vor. In diesem Servicezentrum werden Bilder von Erdbeobachtungssatelliten empfangen und verarbeitet. Die Umweltschutzämter, Kommunen und der Zivilschutz sind Kunden für derartige Bilder, die Informationen zur Schneedichte, Gletscherentwicklung, zur Umwelt, zur Region und zu Naturkatastrophen enthalten. Die Daten werden vom Servicezentrum in Echtzeit erhalten. Dies bietet einen verbesserten Katastrophenschutz und eine gezielte Umweltpolitik. Die Empfangsstation wird auf dem Rittner Horn bei Bozen installiert.

Status

In Bearbeitung

Partner

EURAC, European Academy of Bolzano (Kunde)

Projekt: visor Update

Unternehmen: megatel GmbH megatel hat für ihre zahlreichen visor-Anwender ein Update herausgebracht, das seinen Schwerpunkt auf die Konnektivität zu den Quasi-Standards des Open Geospatial Consortiums legt. Neben dem Web Map Service WMS wird auch das Format GML (Geographic Markup Language) unterstützt. visor berücksichtigt aber auch neueste Trends in der GIS-Szene wie die Erzeugung von Vektorobjekten für die populäre Google-Maps- und Google-Earth-Plattform. Damit können Anwender ihre in visor erfassten geographischen Objekte über die überall verfügbaren Google Maps anzeigen und präsentieren.

Status

Die neue Version ist verfügbar.

Partner

Verschiedene öffentliche Einrichtungen und Versicherungen.

Projekt: CEMEX

Unternehmen: OHB Teledata GmbH Im Jahr 2006 wurden rund 2.000 Betonmischer-Fahrzeuge mit den Telematiksystemen von OHB Teledata ausgerüstet. Die Zielsetzung, dadurch die Transportaufträge für die Fahrzeuge zeitnah zu überwachen sowie die Effizienz und den Betonumsatz zu steigern, hat sich erfüllt. Auch die Anbindung an das zentrale Datenbanksystem in Mexiko wurde für alle europäischen Kunden realisiert. Die Einführung des Systems in weiteren europäischen Staaten mit Ausrüstungen in Osteuropa und Spanien ist für 2007 vorgesehen. Die Auslieferung der Telematikgeräte in polnische CEMEX-Betonmischer hat bereits Ende 2006 begonnen.

Status

Die Auslieferung läuft sei März 2006.

Partner

CEMEX (Auftraggeber)

Projekt: DTS – Entwicklung eines Telematiksystems

Unternehmen: OHB Teledata GmbH/ megatel GmbH

Das Telematik-Portal für DAF Trucks umfasst ein internetbasiertes Flottenmanagement-System für den Einbau ins Armaturenbrett. In einem Gerät vereint es Telematikfunktionen, die bisher nur von mehreren unterschiedlichen Komponenten dargestellt werden konnten. Dazu gehören ein Lkw-taugliches Navigationssystem, mit dem auch mautoptimierte Routen abgefahren werden können sowie Fahrzeugortung, Messaging per E-Mail und die Analyse der Fahrdaten. Die Lösung mit Endgeräten, Kommunikationskomponenten und Internetportal ist für alle DAF-Modellserien optional vorgesehen. Noch im Jahr 2007 wird ein weiteres Gerät für den Einsatz in gemischten Flotten und den Aftermarket von DAF in Auftrag gegeben werden. Auswertungstools sämtlicher Betriebsdaten erlauben eine spezifisch nach Fahrten und Touren differenzierte Auswertung.

Status

Die Auslieferung beginnt im 2. Halbjahr 2007.

Partner DAF Trucks (Auftraggeber)

Projekt: Container Security System CSS

Unternehmen: OHB Teledata GmbH Es wurde die Umsetzbarkeit von sicherheitstechnischen Konzepten im intermodalen Containertransport untersucht, ein Demonstrator entwickelt und Feldtests zur Verifikation der Prozesse und Techniken durchgeführt. Wesentliche Ergebnisse waren die erfolgreiche Verifikation einer transatlantischen intermodalen door-to-door Container Supply Chain von Bremen (Versender) nach Miami (Empfänger) und die Ausarbeitung von Handlungsempfehlungen für die künftige Implementierung eines integrierten Container Security Systems als Element zukünftiger Kernservices des europäischen GMES-Programms (Global Monitoring for Environment and Security).

Status

Das Projekt wurde im Januar 2007 erfolgreich abgeschlossen. Die Funktionalität von Portal und Komponenten wird erweitert, um sowohl Security- als auch Third Party-Applikationen zu bedienen.

Partner

Land Bremen (Zuwendungsgeber), diverse Industriepartner

Projekt: Überwachungsinfrastruktur in Kourou Unternehmen:

Telematic Solutions S.p.A.

Für die sensitiven Bereiche des Europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guyana ist Telematic Solutions mit der Entwicklung und dem Aufbau des Videoüberwachungssystems beauftragt. Dies umfasst die gesamte Beleuchtung (sichtbares Licht und Infrarotlicht), die Videokamerasteuerung und das Überwachungszentrum einschließlich Verarbeitung und Archivierung der Videodaten. Das Projekt festigt die Position von Telematic Solutions im Feld des Aufbaus und Managements komplexer und sensitiver Sicherheitsbereiche.

Status

Die Arbeiten haben begonnen.

Partner

CNES (Auftraggeber), Norelec Guyane (Projektpartner)

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Das Flottenmanagement-System für DAF vereint alle Telematikfunktionen in einem Gerät.

Solutions außer diversen in Italien installierten Systemen auch den Aufbau der Videoüberwachung für sensitive Bereiche des Europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guyana. Der Auftrag beinhaltet die gesamte Beleuchtung (sichtbares Licht und Infrarotlicht), die Videokamerasteuerung und das Überwachungszentrum einschließlich Verarbeitung und Archivierung der Videodaten. Mit dem Projekt festigt und erweitert sich die Rolle von Telematic Solutions beim Aufbau und Management von komplexen und sensitiven Sicherheitsbereichen.

Satellitenbetrieb: Nach Börsengang noch leistungsfähiger

Im Geschäftsfeld Satellitenbetrieb sind die strategische Beteiligung an der ORBCOMM Inc. sowie deren exklusive europäische und deutsche Vertriebsgesellschaften der Kommunikationsdienstleistungen zusammengefasst.

Ende 2006 ging ORBCOMM Inc. erfolgreich an die US-Börse NASDAQ und erzielte eine Kapitalerhöhung von über USD 100 Mio. Der Mittelzufluss sichert den Ausbau und die Erneuerung des bestehenden ORBCOMM-Satellitennetzwerkes, das in den kommenden Jahren durch eine neue Generation von LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) mit zusätzlichen Leistungen erweitert wird.

Ozeanien

Im Februar 2007 wurde ein ORBCOMM-Gateway in Australien fertiggestellt. Der Service für Ozeanien und Asien wurde damit wesentlich ausgebaut.

Darüber hinaus gelang es ORBCOMM im vergangenen Jahr, die Anzahl der abrechnungsfähigen im Netz befindlichen Systeme (so genannte Subscriber Communicators) auf 225.000 nahezu zu verdoppeln. Dies verdeutlicht die gestiegene Nachfrage an satellitengestützten M2M-Dienstleistungen (machine-to-machine), insbesondere seitens internationaler Konzerne zur globalen Überwachung und Steuerung ihrer Maschinenund Fuhrparks.

Mitte 2006 hat ORBCOMM die OHB Technology Tochter OHB-System AG und die Orbital Sciences Corp. mit der Entwicklung, dem Bau und den Starts der ersten sechs neuen Kommunikationssatelliten im Rahmen der Erneuerung des bestehenden Netzwerks beauftragt. Noch 2007 sollen die Satelliten in ihre Umlaufbahn gebracht werden.

25 Jahre OHB > Vorstand > Aufsichtsrat > Aktie > SAR-Lupe > Unternehmensbereiche > Konzernlagebericht > Corporate Governance > Konzernabschluss

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PROJEKTE

Projekt: Börsengang

Unternehmen: ORBCOMM Inc. Die strategische Beteiligung ORBCOMM Inc. realisierte Ende vergangenen Jahres den erfolgreichen Gang an die US-Börse NASDAQ und erzielte eine Kapitalerhöhung von über USD 100 Mio. Insgesamt wurden gut 9,2 Mio. Aktien zum Emissionspreis von USD 11 platziert. Dieser Mittelzufluss wird in den kommenden Jahren insbesondere zur Finanzierung des Ausbaus und der Erneuerung des bestehenden ORBCOMM-Satelliten-Netzwerkes durch eine neue Generation von LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) mit zusätzlichen Leistungen eingesetzt.

Status

Der Start des ersten von bisher sieben bei OHB-System in Auftrag gegebenen Satelliten der neuen ORBCOMM-Generation ist für 2007 vorgesehen.

Partner

UBS Investment Bank, Morgan Stanley, Banc of America Securities, Cowen and Company

Projekt: GE Asset Intelligence Unternehmen: ORBCOMM Inc./

Stellar Satellite Communications Ltd. Die Stellar Satellite Communications Ltd., ein Tochterunternehmen von ORBCOMM Inc., hat 2006 einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 412.000 Einheiten ihres ORB-COMM-basierten Satellitenmodems unterzeichnet. Der Auftragsumfang beinhaltet sowohl aktuelle Versionen der Endgeräte als auch zukünftige Neuentwicklungen. GE bietet seinen Kunden seit 2003 ein satellitengestütztes Tracking- and Tracing-System an, das auf Basis von ORBCOMM ein weltweites Monitoring von Trailern ermöglicht.

Status

Die Auslieferung läuft seit August 2006 bis Dezember 2009.

Partner

Stellar Satellite Communications, GE Asset Intelligence (Auftraggeber)

Projekt: Markteinführung Hitachi Unternehmen: ORBCOMM Inc./

ORBCOMM Europe LLC Die Hitachi Construction Machinery Co. Ltd. hat auf Basis des Satellitensystems ORBCOMM eine E-Service-Lösung zur globalen Erfassung und Übertragung von Maschinendaten entwickelt. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit der eingesetzten Flotte insgesamt zu steigern. Das System erlaubt es, aktuelle Daten der eingesetzten Maschinen exakt zu erfassen und diese zur Steuerung zu nutzen. Neben Positionsdaten werden auch Betriebsdaten erfasst, um notwendige Wartungsintervalle genau einzuhalten. Die Daten werden den Kunden über ein Webportal zur Verfügung gestellt.

Status

Der Dienst wird zuerst in Japan und in Europa in Betrieb genommen; weitere Staaten werden zeitnah folgen.

Partner

Hitachi Construction Machinery Co. (Auftraggeber)

KONZERNLAGEBERICHT

Konzern-Gesamtleistung über fünf Jahre in Mio. EUR

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2006 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2006

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

Highlights 2006

Integration der MT Aerospace

Die erfolgreiche Übernahme und Integration der MT Aerospace AG zeigt erste Wirkungen. Fünf erfolgreiche Ariane-5-Starts sorgten für eine weitere Ergebnisverbesserung.

Ergebnissteigerung auf 81 Cent pro Aktie

Der Gewinn nach Steuern lag bei EUR 12 Mio. Der Gewinn pro Aktie belief sich im Geschäftsjahr 2006 auf EUR 0,81 (verwässert und unverwässert) nach EUR 0,72 im Vorjahr. Das Ergebnis beinhaltet einen positiven Einmaleffekt in Höhe von EUR 0,29 durch die Übernahme einer konzernfremden Verbindlichkeit einer Tochtergesellschaft durch die OHB Technology AG. Bereinigt um die jeweiligen Einmaleffekte in den Jahren 2005 und 2006 betrug das Ergebnis pro Aktie 2006 EUR 0,52 und 2005 EUR 0,36.

Liquidität liegt mit knapp EUR 90 Mio. auf hohem Niveau

Die sehr gute Liquiditätsausstattung inkl. der Wertpapiere des Konzerns eröffnet einen großen Gestaltungsspielraum zukünftiger Aktivitä ten, insbesondere zur Ausweitung der Geschäfts felder, für Investitionen und ggf. Akquisitionen.

Auftragsbestand steigt auf rund EUR 448 Mio. Die Steigerung des Auftragsbestands von rund

EUR 418 Mio. auf rund EUR 448 Mio. ist zurückzuführen auf eine Steigerung des Auftragsbestands im Bereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit. Dies und die zu erwartende Auftragsentwicklung 2007 geben dem OHB Technology Konzern ein hohes Maß an Planungssicherheit und Auslastungsstabilität.

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Raumfahrt

Es ist weiterhin ein Trend der Verbesserung des nationalen und internationalen Umfelds für die Unternehmensbereiche Raumfahrtsysteme + Sicherheit sowie Raumtransport + Aerospace Strukturen festzustellen.

Die von der neuen Bundesregierung 2005 angegangene Innovations- und Technologieoffensive und die im Koalitionsvertrag vereinbarte Steigerung des Forschungs- und Technologie-Budgets zeigen erste Früchte. Das DLR hat eine zweite nationale Satellitenmission in der Erdbeobachtung (EnMAP) gestartet. OHB-System führt dazu 2007 eine Phase-B-Studie für die Satellitenplattform auf der Basis der SAR-Lupe-Plattform durch. Durch Aktivitäten in den Bereichen Extraterrestrik, Forschung unter Weltraumbedingungen und Exploration des Weltraums mit den Themen Mond und Mars wird die deutsche Industrie position im europäischen Wettbewerb gestärkt werden. OHB-System führt im Auftrag des DLR dazu eine Studie unter dem Titel Mona Lisa durch.

Der Einbruch im Bereich der kommerziellen Kommunikationssatelliten, unter dem die Satellitenindustrie über mehrere Jahre gelitten hat, ist überwunden. Der Markt weist einen deutlichen Trend auf, sich zu stabilisieren. Es zeigt sich hier weltweit ein steigender Bedarf an kleinen geostationären Satelliten (Small GEOs). Die von OHB-System und der ESA finanzierte Entwicklung einer für diesen Markt optimierten Plattform ist hier von besonderer Bedeutung. Damit hat sich OHB optimal auf die zukünftige Marktentwicklung eingestellt. Dies wird durch eine umfangreiche Marktstudie und einen detaillierten Businessplan, entstanden unter Mitarbeit einer Unternehmensberatungsgesellschaft, untermauert und belegt.

Für das auf europäischer Ebene geplante satellitengestützte Navigationssystem Galileo hat die Umsetzung und die Vorbereitung des Betriebs durch die europäische Industrie be gonnen. OHB beobachtet die deutlich stockende und verzögerte Entwicklung. Eine mögliche

Beteiligung der OHB an der TeleOp GmbH wird weiterhin sondiert und bei einer nachhaltigen Stabilisierung des Galileo-Umfelds in Betracht gezogen. Dies könnte – bei einer positiven Entwicklung – den Telematikunternehmen des OHB Technology Konzerns einen besseren Zugang zu den relevanten Telematik-Mehrwertdiensten ermöglichen.

Im Bereich der Bemannten Raumfahrt ist nach der erfolgreichen Wiederaufnahme des US-Shuttle-Betriebs und des Transports des europäischen Columbus-Moduls zur ISS der Betrieb des Moduls mit all seinen industriellen Unterstützungsleistungen mittelfristig gesichert.

Mit dem Projektvorschlag und der erfolgten Beauftragung von Mona Lisa hat OHB das Engagement des DLR in Richtung Exploration des Weltraums durch eine Mission zum Mond und dann in einer zweiten, teilweise parallelen Phase zum Mars nachhaltig beeinflusst. Das DLR engagiert sich intensiv, auch Deutschland eine adäquate Position beim ExoMars-Programm der ESA zu sichern. Hierzu ist OHB-System im Abstimmungsprozess mit der Deutschen und Europäischen Raumfahrtagentur und potenziellen industriellen Partnern.

Auf dem Markt für Raketenstarts ist insgesamt eine Erhöhung der Nachfrage zu verzeichnen. Die deutliche Marktbelebung – hervorgerufen durch die steigende Anzahl von Satellitenprogrammen – sowie der technische Erfolg des Ariane-5-Programms werden zu einer Erhöhung der Startkadenz bei Arianespace führen.

Telematik + Satellitenbetrieb

Der Konzentrations- und Konsolidierungsprozess auf dem Telematikmarkt scheint weitestgehend abgeschlossen zu sein. Viele kleinere Anbieter sind endgültig vom Markt verschwunden oder aber durch größere Anbieter übernommen worden.

Die erwartete Nachfrageerhöhung an Ausrüstungen von Telematiksystemen "ab Werk" für die Nutzfahrzeugindustrie hat sich bestätigt und wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Große, weltweit operierende Logistikdienstleister sowie Spezialanbieter haben ihre jahrelange Zurückhaltung aufgegeben und fragen nun vermehrt spezielle Telematiklösungen nach, basierend auf standardisierten OEM-Ausrüstungen. Der zunehmende Wettbewerbsdruck erfordert eine noch stärkere Fokussierung auf die Reduktion der Transportkosten, die rund 30 % der Gesamtkosten in diesem Segment ausmachen. Um die in einem zunehmenden internationalen Logistikwettbewerb notwendigen Effizienzsteigerungen und erforderlichen Kostenreduktionen erzielen zu können, sind in den kommenden Jahren umfangreiche Investitionen in die Prozessoptimierung dieses Segments erforderlich. Telematiksysteme bieten hier einen enormen Beitrag zur Verbesserung der gesamten Transportprozesse und somit zur Kostenreduktion. Vermehrt werden auch Telematiklösungen mit integrierter RFID-Technologie nachgefragt.

Die Nachfrage nach datenbasierenden Satellitendienstleistungen ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Diese so genannten M2M-Dienstleistungen (machine-to-machine) wurden insbesondere seitens internationaler Konzerne zur globalen Überwachung und Steuerung ihrer Maschinen- und Fuhrparks in Anspruch genommen.

Organisatorische und rechtliche Struktur des Konzerns

Die OHB Technology AG ist der erste deutsche börsennotierte Raumfahrtkonzern. Das Unternehmen untergliedert sein operatives Geschäft in die Unternehmensbereiche "Raumfahrtsysteme + Sicherheit", "Raumtransport + Aerospace Strukturen" und "Telematik + Satellitenbetrieb". Die 25-jährige Erfahrung im Bereich der Hochtechnologie sowie die Bündelung von Luft-, Raumfahrt- und Telematik-Know-how sorgen für eine herausragende Positionierung des Konzerns in Europa.

Raumfahrtsysteme + Sicherheit

Schwerpunkte sind die Geschäftsfelder Satelliten, Bemannte Raumfahrt, Exploration und Technologien für Sicherheit und Aufklärung. So entwickelt, baut, startet und betreibt OHB-System erdnahe und geostationäre Kleinsatelliten für Wissenschaft, Kommunikation und Erdbeobachtung. Im Bereich Bemannte Raumfahrt sind unter anderem der Aufbau und die wissenschaftliche Ausstattung der Internationalen Raumstation ISS angesiedelt. Die Erforschung des Weltraums, vor allem des Mondes, ist Schwerpunkt im Bereich Exploration. Aufklärungssatelliten und breitbandige Funkübertragung von Bildaufklärungsdaten bilden den Kern des Geschäftsfelds Technologien für Sicherheit und Aufklärung.

Raumtransport + Aerospace Strukturen

Der Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen präsentiert sich im Wesentlichen als ein Ausrüstungsunternehmen für Raumfahrt- und Luftfahrtprodukte und verfügt über Systemkompetenz für Antennen und Mechatronik. So produziert die MT Aerospace

für die europäische Trägerrakete Ariane 5 heute etwa 10 % der Hardware (vor allem Struktur- und Antriebskomponenten) und ist damit der größte deutsche Zulieferer für dieses Programm.

Telematik + Satellitenbetrieb

Das Geschäftsfeld Telematik entwickelt umfassende Lösungen zur effizienten Steuerung ge werblicher Verkehre. Hauptfokus sind OEM-Lösungen für Nutzfahrzeughersteller, Anwendungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Geographische Informationssysteme und webbasierte Datenbanklösungen.

Über die Beteiligung an der US-amerikanischen Betreibergesellschaft des weltumspannenden Satellitensystems ORBCOMM bietet die OHB Technology AG weltweit Satellitendienste an. Über die Beteiligungen ORBCOMM Europe

und ORBCOMM Deutschland vertreibt und vermarktet sie diese Satellitendienste exklusiv in Europa.

Geschäftsentwicklung 2006

Die OHB Technology AG konnte im Geschäftsjahr 2006 ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben und ihre gute Position auf dem Markt ausbauen. Insbesondere in den Geschäftsbereichen Raumfahrtsysteme + Sicherheit sowie Raumtransport + Aerospace Strukturen haben sich die Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr noch einmal deutlich verbessert. Nach der Übernahme der MT Aerospace AG im Jahr 2005 und der erfolgreichen Integration im vergangenen Jahr steht der Konzern auf einem breiteren Fundament und kann sich so den Herausforderungen des Marktes noch besser stellen. Die Gesamtleistung des Konzerns erhöhte sich um rund 60 % auf EUR 186 Mio. (Vorjahr EUR 117 Mio.); der Umsatz lag mit EUR 163 Mio. (Vorjahr 114 Mio.) erneut auf hohem Niveau. Es ist hierbei zu

berücksichtigen, dass die Zahlen der MT Aerospace 2006 erstmals ganzjährig einbezogen wurden. Der Gewinn pro Aktie lag mit EUR 0,81 leicht über den Erwartungen und gut 12 % über dem Wert des Vorjahres. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 23 Cent für das Jahr 2006 vor schlagen.

Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit

Die unkonsolidierte Gesamtleistung im Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit belief sich auf EUR 63,0 Mio. (Vorjahr EUR 50,8 Mio.), der unkonsolidierte Umsatz lag bei EUR 59,0 Mio. (Vorjahr EUR 47,2 Mio.).

Die Geschäftstätigkeit der OHB-System AG zeichnet sich durch langfristig angelegte Projekte zumeist öffentlicher Auftraggeber aus. Dies bedeutet hohe Planungssicherheit über lange Zeiträume. Der zurzeit größte Einzelauftrag, das SAR-Lupe-Projekt, Phase C/D, entwickelt sich weiterhin gut. Der erste Satellit SAR-Lupe 1 wurde am 19. Dezember 2006 planmäßig und erfolgreich um 15:00 Uhr MEZ gestartet und hat die vorgegebene Bahn optimal erreicht. Die funktionalen Tests und Umwelttests am ersten Flugmodell wurden allesamt erfolgreich abgeschlossen. Die Inbetriebnahme des Satelliten lief sehr erfolgreich und ohne Probleme. Erste Bilder belegen die hervorragende Leistungsfähigkeit der Systeme. Die Montage und Tests der nächsten zwei Flugmodelle sind bereits in der Endphase. Alle gesetzten Meilensteine wurden 2006 erreicht, und der Auftraggeber, das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), zeigte sich bei den planmäßigen Management-Reviews über die technischen Fortschritte des Projekts ebenso wie über den erfolgreichen Start äußerst zufrieden. Der Start von SAR-Lupe 2 und SAR-Lupe 3 wird 2007 erfolgen.

Die Bundesrepublik Deutschland hat bereits 2002 mit Frankreich eine Übereinkunft unterzeichnet, wonach aus dem Satelliten system SAR-Lupe (Radarbilder) und dem französi schen Helios-II-Programm (optische Bilder) ein gemeinsamer europäischer Aufklärungssatellitenverbund entwickelt werden soll.

Nach dem erfolgreichen Abschluß der mit dem BWB geschlossenen Verträge über die Phasen I und II zur Europäisierung des SAR-Lupe-Projekts wurde am 1. Dezember 2006 der Vertrag für die Realisierungsphase unterzeichnet. Aufgrund der Verschiebungen der Mittelfreigabe und offener Abstimmungen des Partners Frankreich mit anderen Helios-II-Partnern hatte sich der Beginn der Umsetzung des europäischen Systemverbundes bis in den Dezember 2006 verschoben.

Unter dem Produktnamen SAR-SAT werden die im Rahmen des SAR-Lupe-Programms in der Entwicklung befindlichen Radarsatelliten vermarktet. In einer Vielzahl von befreundeten Ländern und Bündnispartnern der NATO besteht ein starkes Interesse an diesen SAR-SAT-Satelliten. OHB führt vielversprechende Verhandlungen mit einigen dieser Interessenten. Durch den erfolgreichen Start des ersten Satelliten von SAR-Lupe haben diese eine stärkere Dynamik erhalten. Im Bereich ziviler Erdbeobachtungssatelliten ist dabei die erfolgreiche Akquisition der Complementary Study zu den GMES-Sentinel-Satelliten zu nennen. Diese kann das Fundament für zukünftige Missionen im Rahmen von GMES legen. Eng verbunden mit dieser Thematik ist die Beauftragung der EnMAP-Phase-B-Studie, in deren Rahmen OHB-System die Plattform und Missionsaspekte auf Basis von SAR-Lupe bearbeitet. Hauptziel ist, die Optische/Infrarot-Beobachtung der Erde. Damit ist die OHB Technology vom Radarsatelliten bis hin zu optischen Satelliten optimal für die Zukunft positioniert.

Anfang März 2005 wurde OHB-System von ORBCOMM Inc. mit der Entwicklung und dem Bau des ersten Satelliten der neuen Generation von Kommunikationssatelliten beauftragt. Dieser Satellit befindet sich in der Integrationsund Testphase. Der Start wird voraussichtlich noch 2007 erfolgen. Im Sommer 2006 wurde OHB-System mit dem Bau weiterer sechs nahezu baugleicher Satelliten von ORBCOMM Inc. beauftragt. Die Fertigung bei den Lieferan ten hat bereits begonnen.

Die im Februar 2006 von der ESA beauftragte Konzeptstudie (Phase A) für Entwicklung und Bau von geostationären Kleinsatelli ten (Small GEOs) wurde zum Jahresende erfolgreich abgeschlossen. Die Beauftragung der weiteren Phasen erfolgte im März 2007.

Zum Thema Satellitensicherheit wurde 2006 der Auftrag für die Systeme gewonnen, die die Sicher heit der SATCOMBw-II-Satelliten gewähr leisten werden. Die Entwicklungen dazu sind mittlerweile weitgehend abgeschlossen, so dass die Bauphase in den nächsten Monaten beginnen wird.

Im Geschäftsfeld der Bemannten Raumfahrt wurde die OHB-System im Berichtszeitraum mit zusätzlichen Erweiterungsarbeiten unter anderem an dem Forschungslabor EPM von der ESA beauftragt.

Unternehmensbereich

Raumtransport + Aerospace Strukturen

Der Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen erbrachte 2006 eine unkonsolidierte Gesamtleistung von EUR 103,4 Mio. (Vorjahr EUR 50,6 Mio.), der unkonsolidierte Umsatz lag bei EUR 93,2 Mio. (Vorjahr EUR 57,1 Mio.).

Geringere Abrechnungen im Luftfahrtgeschäft sowie eine zeitliche Verschiebung von Umsätzen des Antennengeschäfts in das Jahr 2007 wurden durch einen deutlichen Anstieg der Umsätze im Bereich Raumfahrt überkompensiert.

Mit fünf erfolgreichen Starts der leistungsgesteigerten Trägerversion Ariane 5 ECA mit einer Tragfähigkeit von zehn Tonnen Nutzlast konnte die stärkste europäische Startrakete im Geschäftsjahr 2006 ihre marktführende Position behaupten und damit ihren kommerziellen Erfolg weiter stabilisieren. Die MT Aerospace partizipiert an dieser positiven Entwicklung und konnte neben dem erfreulichen Umsatzverlauf der Ariane-Produkte 2006 auch einen

weiteren Produktionsauftrag in Höhe von rund EUR 40 Mio. über wesentliche Bauteile für die Flüssig-Wasserstoff- und Flüssig-Sauerstoff-Tanks der Oberstufe der Ariane 5 verzeichnen.

Der Bereich Raumfahrt verbuchte mit einem Auftrag über die Lieferung von Komponenten für den unbemannten japanischen Raum trans porter HTV auch Erfolge über das Ariane-Geschäft hinaus. Die in Augsburg zu fertigen den Teile gehören zur inneren Struktur des Raumtransporters, die das Antriebs- vom Transportsegment trennt, und werden bis in das Jahr 2009 hinein geliefert.

Das Geschäft mit Luftfahrtprodukten bei der Entwicklung und Produktion von Frischund Abwassertanks war durch sinkende Umsatz zahlen gekennzeichnet. Erfreulicherweise gelang mit zwei gewonnenen Aufträgen zur Entwicklung und Lieferung von Strukturbauteilen für den Airbus-Militärtransporter A400M der Wiedereinstieg in das Leicht baustrukturen-Segment für Flugzeuge.

Der Bereich Antennen/Teleskope war 2006 von der Abarbeitung der bestehenden Großaufträge sowie der Inbetriebnahme des weltweit größten Radioteleskops in Mexiko gekennzeichnet. Mit dem 2005 gewonnenen Auftrag zur Errichtung von 25 Radioteleskop-Anlagen in Chile (Projekt ALMA) sind die Engineeringund Abwicklungskapazitäten am Standort Mainz über Jahre hinweg ausgelastet.

Die nach der Übernahme der MT Aerospace AG eingeleiteten Restrukturierungsmaßnah men wurden 2006 weiter konsequent um ge setzt und zeigen in der deutlichen Ergebnisverbesserung erste Wirkung.

Unternehmensbereich Telematik + Satellitenbetrieb

Der Unternehmensbereich Telematik + Satellitenbetrieb erbrachte 2006 eine unkonsolidierte Gesamtleistung von EUR 15,5 Mio. und lag damit über dem Vorjahreszeitraum (EUR 13,5 Mio.). Der unkonsolidierte Umsatz betrug EUR 14,1 Mio. (Vorjahr EUR 12,6 Mio.).

Telematik

Das wichtigste Standbein für den Bereich Telematik stellt die Zusammenarbeit mit Nutzfahrzeugherstellern dar. Schon seit 2002 rüstet die OHB Teledata Unternehmen wie die MAN Nutzfahrzeuge AG als OEM-Lieferant mit Telematiksystemen aus.

Das derzeit größte Projekt für diesen Markt ist die Entwicklung eines Telematiksystems für die PACCAR-Gruppe und hier insbesondere den niederländischen Lkw-Hersteller DAF Trucks. Auf der Messe IAA Nutzfahrzeuge 2006 wurde erstmalig die neue Generation des OEM-Bord rechners vorgestellt. Die außerordentlich positive Resonanz hat gezeigt, dass das ge meinsam mit DAF entwickelte System eine Marktlücke schließen wird. Aufgrund von Verzögerungen in der Entwicklung und in der Servicebereitstellung ist mit einer Markteinführung des Systems nunmehr im zweiten Halbjahr 2007 zu rechnen.

Das bewusst als offene Plattform konzipierte Produkt bietet auch ausgewählten Drittanbietern die Möglichkeit, branchen- und kunden spezifische Logistikapplikationen für den Fahrer anzubieten. In Kürze wird das System auch für den Einsatz in gemischten Flotten und den Aftermarket von DAF vorbereitet, so dass der Markt für den Einsatz derartiger Telematiklösungen deutlich erweitert werden kann.

Daneben hat OHB im vergangenen Jahr ein Telematiksystem für die Royal Netherlands Army (RNLA) ausgeliefert und in Betrieb ge nom men. Das webbasierte System dient der Überwachung von auswählbaren Parametern der Einsatzfahrzeuge der niederländischen Armee in aller Welt. Die Telematiklösung nutzt die Bordcomputer der OHB Teledata in Verbindung mit einer satellitengestützten Datenübertragung. Ziel des Systems ist es, die logistischen Prozesse der RNLA im Feldeinsatz zu optimieren und somit für eine effizientere Nutzung der Fahrzeuge zu sorgen.

OHB konnte mit der erfolgreichen Aus rüstung (2. Generation) von über 2.000 Betonmischer-Fahrzeugen von CEMEX, einem der weltgrößten Zementtransport- und Verarbeitungsunternehmen, mit Telematik-Endgeräten erneut technisch anspruchsvolle und komplexe Branchenlösungen am Markt platzieren. Die Einführung des Systems in weiteren Ländern in Europa ist für dieses Jahr vorgesehen.

Die megatel GmbH hat neben den Unteraufträgen für DAF Trucks ihr Produktgeschäft im Bereich Geomedia-Produktionen erfolgreich fortgeführt. Diverse Telefonbuch-CD-ROMs für deutsche Großstädte, digitale Atlanten und Übersichtskarten sind neu entstanden oder aber in aktualisierten Versionen vertrieben worden.

Für die ThyssenKrupp Nirosta GmbH entwickelte megatel im Auftrag der zu Alstom gehörenden Converteam GmbH ein neuartiges Verfahren für die ORACLE-basierte Betriebsdatenerfassung der Glüh-Beizlinie. Dies stellt eine weitere sehr erfolgreiche ORACLE-Anwendung der megatel GmbH für die Stahlindustrie dar.

Das italienische Tochterunternehmen Telematic Solutions verbuchte einen Auftrag zur Entwicklung und zum Aufbau des Videoüberwachungssystems der sensitiven Bereiche des Europäischen Weltraumbahnhofs Kourou in Französisch-Guyana und festigt damit die Position im Feld des Aufbaus und Managements komplexer und sensitiver Sicher heitsbereiche.

Satellitenbetrieb

Die Beteiligungsgesellschaft ORBCOMM hat im November 2006 den erfolgreichen Gang an die US-Börse NASDAQ realisiert. Es wurden rund 9,2 Mio. Aktien zum Emissionspreis von USD 11 platziert, die eine Kapitalzufuhr von über USD 100 Mio. erbrachte. Der Anteil der OHB an ORB-COMM beträgt, nach Platzierung der Aktien an der New Yorker NASDAQ, gegenwärtig rund 8 %.

Der Mittelzufluss soll insbesondere zur Finanzierung des Ausbaus und der Erneuerung des bestehenden ORBCOMM-Satelliten-Netzwerks durch eine neue Generation von LEO-Satelliten (Low Earth Orbit) mit zusätzlichen Leistungen dienen.

ORBCOMM erzielte darüber hinaus im vergangenen Jahr auch operativ einige äußerst wichtige Erfolge. Mit der Hitachi Construction Machinery Co. Ltd. (HCM) wurde ein International Value Added Reseller (IVAR)-Vertrag unterzeichnet, der es der HCM ermöglicht, ihr weltweit eingeführtes E-Service-Geschäft zur Steuerung von Baumaschinen auszubauen.

ORBCOMM wird von der geschlossenen Part nerschaft zwischen Wal-Mart Stores und der Trailer Fleet Services Division GE Equipment Services profitieren. Wal-Mart wird zu künftig seine Logistikprozesse auf Basis des ORBCOMM-basierten Telematiksystems von GE steuern.

Über ihr Tochterunternehmen, Stellar Satellite Communications Ltd., hat ORBCOMM Inc. mit GE Asset Intelligence, LLC einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 412.000 Einheiten ihres ORBCOMM-basierten Satellitenmodems unterzeichnet. Der Auftrag beinhaltet sowohl aktuelle Versionen der Endgeräte als auch zukünftige Neuentwicklungen und hat eine Laufzeit bis in das Jahr 2009.

Diese Vereinbarungen führten im Jahr 2006 nahezu zu einer Verdopplung der abrechnungsfähigen im Netz befindlichen Systeme (so ge nannte Subscriber Communicators) auf 225.000 Stück. Dies verdeutlicht eindrucksvoll die gestiegene Nachfrage nach satellitengestützten M2M-Dienstleistungen (machine-tomachine) insbesondere seitens internationaler Konzerne zur globalen Überwachung und Steuerung ihrer Maschinen- und Fuhrparks.

UMSATZ- UND AUFTRAGSENTWICKLUNG

Die Gesamtleistung im OHB Technology Konzern belief sich auf EUR 185,7 Mio. (Vorjahr EUR 117,1 Mio.), der Umsatz des Konzerns lag bei EUR 163,2 Mio. (Vorjahr EUR 113,8 Mio.).

Die MT Aerospace AG (vormals MAN Technologie AG) wurde erstmalig mit einem vollen Geschäftsjahr in den Konzern konsolidiert. Die einzelnen Unternehmensbereiche trugen zur Gesamtleistung des Konzerns wie folgt bei:

Im Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit wurde eine unkonsolidierte Gesamtleistung von EUR 63,0 Mio. (Vorjahr EUR 50,8) erzielt. Der Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen erzielte eine unkonsolidierte Gesamtleistung von EUR 103,4 Mio. (Vorjahr EUR 50,6 Mio.). Der Unternehmensbereich Telematik + Satellitenbetrieb erbrachte im Berichtszeitraum eine unkonsolidierte Gesamtleistung von EUR 15,5 Mio. und blieb damit leicht über dem Vorjahreswert (EUR 13,5 Mio.).

Der Auftragsbestand auf Konzernebene ist von EUR 417,5 Mio. im vergangenen Jahr auf EUR 447,5 Mio. gestiegen. Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen betrug zum Bilanzstichtag EUR 293,9 Mio., der Auftragsbestand im Bereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit EUR 126,2 Mio. und der im Bereich Telematik + Satellitenbetrieb EUR 27,4 Mio.

ERTRAGSLAGE

Das Ergebnis des OHB Technology Konzerns im Jahr 2006 beinhaltet erstmals die ganzjährige Konsolidierung der im Juni 2005 übernommenen MT Aerospace AG.

Im Rahmen der Übernahme einer konzernfremden Verbindlichkeit einer Tochtergesellschaft in den Konzernkreis ergab sich ein Ergebnis erhöhender Einmaleffekt von EUR 0,29 für das Ergebnis pro Aktie.

Der Konzernjahresüberschuss betrug 2006 EUR 12,0 Mio. gegenüber EUR 10,7 Mio. im Vorjahr. Damit lag der Gewinn pro Aktie im Berichtszeitraum bei EUR 0,81 gegenüber EUR 0,72 im Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug EUR 20,4 Mio. (Vorjahr EUR 14,1 Mio.).

Vor Konsolidierung erzielte der Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit ein EBIT von EUR 6,1 Mio. (Vorjahr EUR 4,7 Mio.). Die EBIT-Marge beträgt in diesem Bereich 9,7 % (Vorjahr 9,3 %).

Im Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen betrug das EBIT vor Kon-

solidierung EUR 6,6 Mio. (Vorjahr EUR 3,1 Mio.), dies entspricht einer EBIT-Marge von 6,4 %.

Der Unternehmensbereich Telematik + Satellitenbetrieb erreichte mit einem EBIT von EUR 0,7 Mio. nicht ganz das Ergebnis des vergangenen Jahres (EUR 1,1 Mio.).

Der OHB Technology Konzern weist im Jahr 2006 ein positives Finanzergebnis von EUR 1,6 Mio., nach einem negativem Finanzergebnis von EUR 0,3 Mio. im Vorjahr, aus. Die erhebliche Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Währungsgewinnen, Dividendenerträgen sowie Erträgen aus Geldanlagen am Kapitalmarkt, die 2006, aufgrund der erfolgreichen Anlagestrategie, die Zinslast der Pensionsrückstellungen aus der Übernahme der MT Aerospace übertrafen.

Der HGB-Einzelabschluss weist für die OHB Technology AG 2006 einen Bilanzgewinn von EUR 3,8 Mio. aus.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Die Bilanzsumme stieg von EUR 266 Mio. auf EUR 287 Mio. Dies ist im Wesentlichen auf die Beteiligung an der ORBCOMM Inc. in Höhe von jetzt 7,84 % und deren, aufgrund des im Jahr 2006 erfolgten Börsengangs von ORBCOMM, erstmaliger Fair-Value-Bewertung (Zuwachs von EUR 9,5 Mio.) zurückzuführen. Die Investitionen im Konzern betrugen im Jahr 2006 EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 8,9 Mio.).

Das Vorratsvermögen erhöhte sich von EUR 41,6 Mio. auf EUR 51,4 Mio.; dem stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 65,0 Mio. (Vorjahr EUR 52,4 Mio.) gegenüber.

Die liquiden Mittel inkl. der Wertpapiere betrugen zum Bilanzstichtag EUR 89,5 Mio. gegenüber EUR 95,1 Mio. im Vorjahr. Nennenswerte Kreditaufnahmen fanden im Berichtszeitraum nicht statt und sind auch nicht geplant.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 19,9 Mio. auf insgesamt EUR 79,1 Mio. Die Eigenkapitalquote betrug zum Bilanzstichtag 28 % (Vorjahr 22 %).

Die Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 65,5 Mio. stellen weiterhin die neben dem Eigenkapital größte Position auf der Passivseite dar, sie haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich verändert.

Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 52,8 Mio. (Vorjahr EUR 39,5 Mio.) stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 27,9 Mio. (Vorjahr EUR 33,7 Mio.) gegenüber. Eine Aufstellung der Vermögensstruktur finden Sie auf Seite 56.

MITARBEITER

Der Mitarbeiterzahl der OHB Technology AG ist im Berichtszeitraum – nach einer deutlichen Steigerung aufgrund der Übernahme der MT Aerospace AG im Jahr 2005 – moderat gewachsen. So waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2006 im OHB Technology Konzern 823 Mitarbeiter (Vorjahr 795) beschäftigt.

Davon waren 222 Mitarbeiter im Bereich "Entwicklung, Systemengineering", 327 Mitarbeiter im Bereich "HW-Fertigung, Mechanik, Service", 132 Mitarbeiter im Bereich "Vertrieb, Projektmanagement" und 116 Mitarbeiter im Segment "Verwaltung und Systemadministration" sowie 26 Mitarbeiter im Bereich "Qualitäts management" tätig.

Über 50 % der Mitarbeiter des OHB-Konzerns haben einen Universitäts- oder Hochschulabschluss, rund 45 % sind als Meister, Techniker oder Facharbeiter angestellt.

Die Verträge der Vorstandsmitglieder Marco R. Fuchs, Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs sowie Ulrich Schulz wurden jeweils zum 1. Januar 2006 verlängert und haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2008.

Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2006 wählte Christa Fuchs, Prof. Dr.-Ing. Hans J. Rath sowie Prof. Heinz Stoewer in den Aufsichtsrat. Die Bestellung der drei Mitglieder des Aufsichtsrats erfolgt bis zur Beendigung der Haupt versammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010 beschließt.

VERGÜTUNGSBERICHT

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten zusammen. Der im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 64–65 enthaltene Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts.

Die Grundzüge des Vergütungs systems des Aufsichtsrats sind im Corporate Governance-Bericht sowie im Anhang erläutert.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

OHB Technology wendete im Berichtszeitraum für Forschung und Entwicklung (F+E) rund EUR 8,22 Mio. auf (Vorjahr EUR 5,66 Mio.). Die Finanzierung der F+E-Aktivitäten erfolgt zu einem wesentlichen Teil aus Zuwendungen von Institutionen wie der Europäischen Union, dem Bund oder dem Land Bremen. Entsprechend den Richtlinien der Europäischen Gemeinschaft bewegt sich der Förderanteil jeweils in Abhängigkeit von der Marktnähe des Entwicklungsprojekts zwischen 25 und 75 %.

Der Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit fokussiert seine F+E-Aktivitäten im Bereich der Satelliten insbesondere auf geostationäre Kleinsatelliten (Small GEOs).

Die Erforschung des Weltraums, vor allem des Mondes, ist F+E-Schwerpunkt im Bereich Exploration. Hier erarbeitet OHB zurzeit einen fundierten Programmvorschlag für ein Mond-Explorationsprogramm unter besonderer Berücksichtigung der deutschen Interessen. Erste Ergebnisse sehen den Einsatz eines nationalen Mondorbiters zur Mondkartierung und eines europäischen Mond-Landefahr zeugs vor, das verschiedene Technologie- Experimente in den Bereichen Biologie, Lebenswissenschaften, Automation und Robotik auf der Mondoberfläche durchführen kann.

Im Bereich der Bemannten Raumfahrt konzentriert OHB-System die F+E-Aktivitäten weiterhin auf Studien und die Entwicklung von Subsystemen für zukünftige orbitale Fluggeräte.

Die F+E-Arbeiten am Aufklärungssystem CONDOR/ARDS (Aerial Reconnaissance Data System) sind insbesondere auf die Entwicklung einer leichten bemannten/unbemannten Aufklärungsdrohne mit dem Erprobungsträger Motorsegler Stemme S-10 fokussiert.

Ein weiterer Schwerpunkt stellt die Vorbereitung zur Gründung eines GMES-Centres in Bremen dar. Mit diesem GMES-Centre soll unterschiedlichsten Nutzern ein Experten- und Servicezentrum zur globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung zur Verfügung stehen. Die global von Satelliten und In-situ-Systemen erfassten Daten sollen für Prognosen, Kartierung, Krisenmanagement, Überwachung von Grenzwerten und anderes mehr genutzt werden.

Im Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen konzentriert der OHB Technology Konzern seine F+E-Aktivitäten insbesondere auf die Auslegung und den Test von CFK-Verbindungen (kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe) im Hinblick auf Gewichtsreduzie-

rung und Kostenersparnis im Rahmen der Ariane-5-Produktion sowie auf die Weiterentwicklung des Tankschweißverfahrens für die EPS-Tankdome, ebenfalls für die Trägerrakete Ariane 5.

Ein weiteres Forschungsvorhaben ist u. a. die Entwicklung einer neuen, standardisierten Tankgeneration für Luftfahrt-Wassersysteme (z. B. für Airbus). Schwerpunkte sind hierbei Auslegung, Bau und Test einer neuen Version von Trinkwassertanks mit integrierter Sensorik und Heizung sowie die Qualitätsoptimierung der Verklebung zwischen Liner und Verbundüber wicklung der Abwassertanks in der Serie.

Im Bereich der Satellitentanks werden derzeit Konzeptuntersuchungen zur Harmonisierung von künftigen Treibstofftankauslegungen durchgeführt.

Im Geschäftsbereich Telematik + Satellitenbetrieb sind die Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung insbesondere im Bereich neuer Kommunikationskomponenten von so genannten Ad-hoc-Netzwerken zur Erhöhung der Sicherheit des Fahrers und der Sicherheit

im Straßenverkehr generell. Darüber hinaus wurden auf Basis von RFID-Technologien (Radio Frequency Identification) sicherheitstechnische Konzepte im intermodalen Containertransport untersucht.

QUALITÄTSMANAGEMENT UND ZERTIFIZIERUNGEN

Standort Bremen

Für die Beteiligungen der OHB Technology am Standort Bremen besteht eine einheitliche Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 (Standortzertifizierung). Die Zertifizierung des Qualitätsmanagements ist sowohl auf der Konzernebene als auch auf Ebene der folgenden Einzelfirmen gültig und ausweisbar:

  • OHB-System AG mit STS Systemtechnik Schwerin GmbH
  • OHB Teledata GmbH
  • megatel GmbH

Die Zertifizierung umfasst die Bereiche Vertrieb, Systemführung, Entwicklung, Produktion und Wartung von Produkten der Raumfahrtund Umwelttechnik, Informations- und Kom-

munikations-Technologien sowie von Softwareprodukten und Softwaredienstleistungen.

OHB-System AG ist seit Februar 2006 zu sätzlich nach EN ISO 9100:2003 als Entwickler und Lieferant der Luftfahrttechnik zertifiziert. Diese Zertifizierung schließt die Aufnahme als Lieferant für die Luftfahrtindustrie in die Lieferantenliste des BDLI sowie die Aufnahme in die weltweite OASIS-Datenbank ein.

Die Zertifizierungen wurden 2006 durch Überprüfungsaudits des "Germanischen Lloyd Cert" bestätigt. Die Konformität mit den Qualitätsanforderungen der Bundeswehr/NATO gemäß AQAP 2110 und AQAP 150 ist ebenfalls noch aktuell.

Das Qualitätsmanagement der OHB Tele data GmbH ist zusätzlich zertifiziert gemäß den Forderungen des internationalen (ECE-Regelun gen), des europäischen (EG-Richtlinien) und des deutschen Straßenverkehrsrechts.

Standort Augsburg/Mainz

Die Zertifizierung für MT Aerospace am Standort Augsburg umfasst die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 und EN ISO 9100:2003 für Vertrieb, Entwicklung und Produktion von Luftahrttechnik sowie die Zertifizierung nach EASA Teil 21 G als Herstellungsbetrieb für Luftfahrtzeuggeräte und Teil 145 als Instandhaltungsbetrieb.

Eine eigenständige Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000 für Vertrieb und Entwicklung für Antennenmechatronik ist für MT Aerospace am Standort Mainz durchgeführt worden. Auch diese Zertifizierungen sind durch Überprüfungsaudits 2006 erfolgreich bestätigt worden.

Umweltmanagement in Bremen, Augsburg und Mainz

Eine Zertifizierung des Umweltmanagements nach ISO 14001 für den Umgang mit gefährlichen Arbeitsmitteln und Stoffen ist nicht erforderlich. Die an den Standorten anfallenden Verbrauchsstoffe und Sondermüll, wie z. B. metallische Fertigungsabfälle und Elektronikschrott, werden durch zertifizierte Entsorgungsfirmen kontrolliert, entsorgt oder der Wiederverwertung zugeführt.

Für Projekte, in denen potenziell gefährli che Betriebsstoffe, z. B. Treibstoffe für Satellitenbetankung, eingesetzt werden, übernehmen die Betreiber der Projekt- bzw. Start an lagen die Kontrolle und Entsorgung.

Datenschutz in Bremen, Augsburg und Mainz

Der Datenschutz gemäß Bundesdatenschutzgesetz vom 14. Januar 2003 wird durch Datenschutzbeauftragte vertreten, die beim jeweiligen Landes-Datenschutzbeauftragten formell gemeldet sind. Die Firmen verfügen über entsprechende Datenschutzrichtlinien und Verfahrensanweisungen.

RISIKOBERICHT

Zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftserfolgs überwacht der Vorstand der OHB Technology AG ständig die Betriebs-, Markt- und Finanzrisiken des OHB Technology Konzerns und ist in den Prozess aller wesentlichen Geschäfts- und Investitionsentscheidungen eingebunden.

Das Risikomanagementsystem im OHB-Konzern wird im Wesentlichen unterstützt durch die zentralen Abteilungen Qualitätssicherung und Controlling. Der Vorstand, unterstützt durch die Stabsabteilungen, beobachtet und analysiert kontinuierlich die Entwicklungen der Branchen, des Marktes und der Gesamtwirtschaft.

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der OHB Technology AG betrachten wir die folgenden Risikobereiche als relevant:

Umfeld- und Branchenrisiken

Im Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit wird vornehmlich für öffentliche Auftraggeber gearbeitet. Es besteht eine Abhängigkeit bei den Auftragseingängen von den Budgets der öffentlichen Auftraggeber. In diesem Unternehmensbereich fand in den letzten Jahren eine Marktkonzentration statt. Diese Situation ist für die OHB Technology AG aber aufgrund ihrer besonderen Position als

einziges deutsches Systemhaus für Raumfahrttechnologie eher positiv zu bewerten.

Auch die Telematikbranche ist einem extremen Marktkonzentrationsprozess ausgesetzt. Die Anzahl der Anbieter von Nutzfahrzeugen hat sich in den letzten Jahren auf einige wenige reduziert. Durch diese Entwicklung hat sich die Anzahl der potenziellen Kunden im OEM-Bereich verringert. Auch auf der Seite der Wettbewerber haben erhebliche Konsolidierungsprozesse stattgefunden. Insgesamt erwarten wir dennoch eine positive Entwicklung auf der Nachfrageseite nach Telematikprodukten.

Im Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen bestehen Risiken insbesondere im Bereich der Beschaffung von Rohmaterial für die Boosterfertigung der Ariane-5-Trägerrakete. Der Geschäftserfolg hängt unmittelbar mit dem Erfolg des Ariane-Programms zusammen.

Unternehmensstrategische Risiken

Der Unternehmenserfolg des OHB-Konzerns hängt einerseits von dem Ariane-Programm, anderseits aber auch im Unternehmensbereich Raumfahrtsysteme + Sicherheit vom Erfolg des weiteren SAR-Lupe-Programms und von der erfolgreichen Akquisition neuer Aufträge insbesondere im Bereich der Satelliten ab.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Das Risikomanagementsystem im Rahmen der Angebotskalkulation und des laufenden Projektmanagements beinhaltet ein regelmäßiges Reporting in abgestufter Form an die Projektleiter, die Direktoren sowie den Vorstand der OHB Technology AG.

Alle Projekte unterliegen regelmäßigen Vorstandsreviews und sind hinsichtlich der technischen Performance, der Zeitplankontrolle und der Kostenüberwachung in einen ständigen Monitoringprozess eingebunden.

Personalrisiken

Im OHB-Konzern ist eine Vielzahl hoch qualifizierter Mitarbeiter beschäftigt. Der Unternehmenserfolg hängt von der Motivation und dem Engagement dieser Mitarbeiter ab. Das Unternehmens-Know-how ist allerdings auf viele Mitarbeiter verteilt, so dass die Abhängigkeit von einzelnen Know-how-Trägern nur sehr bedingt gegeben ist. Die Mitarbeiter-Fluktuation im OHB-Konzern ist gering. Aufgrund der Arbeitsmarktsituation kann der OHB-Konzern ausscheidende Mitarbeiter in der Regel zügig und adäquat ersetzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das betriebliche Risikomanagementsystem gewährleistet eine detaillierte Kostenprüfung und -kontrolle im Rahmen des öffentlichen Preisrechts. Um betriebliche und technische Risiken besser einschätzen und entsprechend agieren zu können, findet eine stetige Überwachung der Vorlieferanten insbesondere durch die Abteilungen Produktsicherung und Einkauf statt. Das monatliche bzw. quartalsweise Be richtswesen ist wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements der OHB Technology AG.

Die Budgetierung, regelmäßige Forecasts und Reporting-Gespräche ergänzen das standardisierte Berichtswesen.

Zur Minimierung finanzieller Risiken wird das Zahlungsverhalten der Kunden kontinuierlich beobachtet. Neben einem abgestuften Mahnwesen gehören regelmäßige Reportings an den Vorstand zu den Steuerungsinstrumenten.

Die Lieferungen und Leistungen werden vorwiegend in Euro fakturiert. Fremdwährungsgeschäfte werden – soweit vorteilhaft – durch risikominimierende Sicherungsgeschäfte abgesichert.

Zusammenfassung

Im Geschäftsjahr 2006 bestanden für den OHB Technology Konzern keine wesentlichen Risiken. Im Hinblick auf die Marktentwicklungen sowie aufgrund der Geschäftsaussichten und der Finanzlage schätzt der Vorstand die zu künftigen Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, als gering ein.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der OHB Technology Konzern wird faktisch durch die Familie Fuchs über deren direkte und indirekte Beteiligungen beherrscht. Daher hat der Vorstand einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt, der im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüft und testiert wurde. Der Vorstand erklärt in diesem Abschlussbericht wie folgt: "Im Sinne des § 312 AktG sind keine für die Gesellschaft nachteiligen Rechtsgeschäfte vorgenommen und keine Maßnahmen zum Nachteil der Gesellschaft getroffen worden."

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB

Zu § 315 Abs. 4 Nr. 1 HGB

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag EUR 14.928.096,00, aufgeteilt in 14.928.096 nenn wertlose Inhaber-Stammaktien. Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag 27.394 Stück Aktien im eigenen Bestand.

Zu § 315 Abs. 4 Nr. 2 HGB

Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs, Christa Fuchs und Marco R. Fuchs, die gleichzeitig Gesellschafter der VOLPAIA Beteiligungsgesellschaft mbH sind, und die VOLPAIA Beteiligungsgesellschaft mbH als Aktionäre der OHB Technology AG haben am 20. Dezember 2001 eine Aktionärsvereinbarung (so genannter Pooling-Vertrag) geschlossen, die hinsichtlich des bestehenden, wie auch künftigen, gebundenen Aktienbesitzes eine einvernehmliche Ausübung der Stimmrechte beinhaltet. Insgesamt werden 64,28 % des Grundkapitals erfasst.

Zu § 315 Abs. 4 Nr. 3 HGB

Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs hält 23,18 % und Christa Fuchs hält 13,40 % des gezeichneten Kapitals der OHB Technology AG. Die VOLPAIA Beteiligungsgesellschaft mbH hält darüber hinaus 24,91 % der Anteile. Gemeinsam mit den von Marco R. Fuchs gehaltenen Anteilen sind dies 64,28 %, die über eine Aktionärsvereinbarung an eine einvernehmliche Ausübung der Stimmrechte gebunden sind.

Zu § 315 Abs. 4 Nr. 6 HGB

Hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85 AktG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt § 7 Absatz 2 der Satzung der OHB Technology AG in der Fassung vom September 2005, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt und deren Zahl bestimmt. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren die Befugnis, Vorstandsmitglieder als Stellvertreter des Vorsitzenden des Vorstands zu bestellen.

Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 133, 179 AktG geregelt. Der Aufsichtsrat ist nach § 20 der Satzung der OHB Technology AG auch befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Zu § 315 Abs. 4 Nr. 7 HGB

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Mai 2006 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 9. November 2007 bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand hat von der Ermächtigung bis zum Bilanzstichtag keinen Gebrauch gemacht.

Die Ermächtigung ist erteilt worden, um Aktien der Gesellschaft zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken zu verwenden, insbesondere zu den folgenden:

  • zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen,
  • zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen,
  • zum Zweck des Anbietens und der Übertragung von Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen.

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 22. Mai 2002 ermächtigt, bis zum 22. Mai 2007 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehr mals das Grundkapital insgesamt um bis zu EUR 7.464.048,00 zu erhöhen. Der Vorstand der Gesellschaft wurde darüber hinaus er mächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Be zugsrecht der Aktionäre auszuschließen für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt EUR 1.492.809,00, sofern die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, welcher den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; für einen Anteil am genehmig ten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt EUR 7.464.048,00, so fern die Aktien als Gegenleis tung für den Er werb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden und so fern der Erwerb des Unternehmens oder der Be teiligung im wohlverstandenen Interesse der Ge sellschaft liegt oder gegen Bareinlagen ausgegeben werden, um die Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse einzuführen, an der die Aktien der Gesellschaft bisher nicht zum Handel zugelassen sind (genehmig tes Kapital).

Mit Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 23. Januar 2001 wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu insgesamt EUR 516.404,00 durch Ausgabe von bis zu insgesamt 516.404 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien zur Gewährung von Optionsrechten an die aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Berechtigten geschaffen.

Für weitere Details verweisen wir auch auf die entsprechenden Angaben im Anhang zum Konzernabschluss.

NACHTRAGSBERICHT

Am 7. März 2007 wurde die OHB-System AG von der ESA für weitere Entwicklungsphasen für den geostationären Small GEO beauftragt. Der Vertrag hat ein Gesamtvolumen von EUR 115 Mio.

AUSBLICK

Die OHB Technology AG wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2007 weiter auf Wachstumskurs bleiben.

Nachdem das Projekt SAR-Lupe im Jahr 2006 mit seinem erfolgreichen Start des ersten Satelliten SAR-Lupe 1 sehr erfolgreich vorangekommen ist, sind die Starts der Satelliten SAR-Lupe 2 und SAR-Lupe 3 für dieses Jahr

vorgesehen. Nach der Unterzeichnung des Auftrags zur technischen Realisierung der Interoperabilität von SAR-Lupe mit Helios II werden die Arbeiten seit Anfang 2007 umgesetzt.

Im Bereich der SAR-SAT-Vermarktung (SAR-Lupe-Produktableitung) sind wir in den vergangenen drei Jahren gut vorangekommen und zuversichtlich, in näherer Zukunft den ersten ausländischen Kunden für unser SAR-SAT-System zu gewinnen. Derzeit befindet sich die OHB mit einer Mehrzahl von Interessenten in zum Teil intensiven Verhandlungen. Der erfolgreiche Start hat diesen Aktivitäten ein zusätzliches Momentum gegeben. Dabei wurde auch eine Variante mit einer Nutzlast für optische Erdbeobachtung mit sehr hoher Auflösung konzipiert und einem NATO-Mitgliedsland angeboten. Eine Entscheidung darüber könnte noch 2007 erfolgen. EnMAP, ein optischer Satellit auf Basis der SAR-Lupe-Plattform befindet sich bereits in der Phase B. Die Phase C/D wird 2007/2008 erwartet.

Neben diesen militärischen Projekten ist OHB-System intensiv bei der Akquisition von Aufträgen im Umfeld der ESA/EU-Aktivitäten zu GMES. Speziell von Interesse sind dabei Untersysteme der Satelliten Sentinel 1 bis 3.

Die mit SAR-Lupe begonnenen und mit den Sicherheitssystemen für SATCOMBw II fortgesetzten Entwicklungs- und Fertigungsaufträge im Bereich Satellitensicherheit werden 2007 ein wichtiges Element in der Palette der Kernkompetenzen von OHB darstellen. Eine hochzuverlässige Absicherung von Satelliten im Orbit vor Fremdzugriff ist nicht nur für militärische Kunden von höchster Wichtigkeit.

Ein weiteres Ziel von OHB ist es, die Linie der bisher sieben Satelliten für ORBCOMM Inc. weiterzuführen. Entsprechende Angebote wurden abgegeben.

Ein besonderer strategischer Schwerpunkt bildet das Small-GEO-Programm. OHB-System hat sich zum Ziel gesetzt, der führende europäische Anbieter für kleine geostationäre Satelliten zu werden. Mit dem Auftrag (Phase A beauftragt und abgeschlossen, Angebot für Phase B und C/D abgegeben), der ESA einen Demonstrator (genannt SGEO, ARTES-11-Programm) zu entwickeln und zu bauen, ist OHB-System diesem Ziel ein deutlichen Schritt näher gekommen. Die Beauftragung erfolgte im März dieses Jahres.

Zusammenfassend ist der Vorstand sehr zu versichtlich, dass im laufenden Geschäftsjahr signifikante Projektakquisitionserfolge im Satellitenbereich gelingen. Weiterhin von großer Wichtigkeit wird der weitere erfolgreiche Verlauf des SAR-Lupe-Projekts sein. Es gilt, die hervorragende Arbeit der letzten Monate, die zum erfolgreichen Start des ersten Satelliten geführt hat, konsequent fortzuführen.

Im Bereich Exploration (Mond/Mars) gehen wir davon aus, dass Deutschland national einen Mond-Orbiter initiieren wird und im ESA-Bereich eine starke Beteiligung von OHB am ExoMars-Programm (Mars-Orbiter/Carrier) erreicht wird.

Wie schon im vergangenen Jahr ist der Vorstand überzeugt, an den von der ESA für den weiteren Aufbau der Internationalen Raumstation ISS bereits beauftragten und in Aussicht gestellten Überbrückungsaufträgen, die dem Erhalt der Kernkompetenz in der Industrie dienen, weiterhin teilzuhaben. Der Columbus-Start wird für Ende 2007 erwartet, wobei die vielen Subsysteme und Labors für Columbus in Betrieb genommen werden.

Im Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen stellen der vorhandene hohe Auftragsbestand und die Erhöhung der Startkadenz der Ariane 5 auf sechs pro Jahr eine gute Ausgangslage für das Raumfahrtgeschäft im Jahr 2007 dar. Eine kontinuierliche Produktion und Lieferung von Ariane-5-Komponenten setzt allerdings weiterhin erfolgreich verlaufende Ariane-5-Starts voraus. Beim Service- und Wartungsgeschäft in Kourou geht der OHB-Konzern von einem gleichbleibenden Geschäftsvolumen aus.

Im Luftfahrtgeschäft wird insbesondere bei der Produktion von Frisch- und Abwassertanks für die Airbus-Flugzeuge ein konstantes Geschäft erwartet. Der im Jahr 2006 erreichte Wiedereinstieg in das Geschäft mit Leichtbaustrukturen für Flugzeuge soll 2007 weiter gefestigt werden.

Im Geschäft mit Antennen/Teleskopen sind die Engineering- und Abwicklungskapazitäten am Standort Mainz durch die akquirierten Großprojekte auf Jahre hinaus ausgelastet. Durch die geplante Abrechnung zweier Aufträge wird 2007 mit einem signifikanten Umsatzwachstum gerechnet.

Im Unternehmensbereich Telematik + Satellitenbetrieb ist die OHB Technology AG weiterhin gut aufgestellt. Im zweiten Halbjahr 2007 wird die Markteinführung des Telematiksystems seitens DAF Trucks zu erhöhten Absatzzahlen im Bereich der Telematikhardware führen.

OHB Technology geht davon aus, dass das Telematik-Projektgeschäft weiter anziehen wird und basierend auf den in Zukunft bestehenden OEM-Ausrüstungen größere Projekte für individuelle Anpassungsentwicklungen folgen werden.

Nicht nur über die Nutzfahrzeughersteller, sondern auch im Aftermarket geht OHB von einer erhöhten Nachfrage nach Telematiksystemen aus. Die Entwicklung eines solchen Produkts befindet sich derzeit in der Vorbereitung.

Die weitere Expansion im Bereich der Ausrüstungen für die Baustofflogistik wird angestrebt.

Im Bereich Satellitenbetrieb geht die OHB Technology weiter von steigenden Nutzerzahlen aus. Internationale Konzerne werden weiterhin ihre weltweit operierenden Flotten mit Satellitenkommunikation ausrüsten.

Der OHB Technology Konzern geht von einer Steigerung der Gesamtleistung im Jahr 2007 auf circa EUR 200 Mio. aus. Im Folgejahr erwartet der Konzern wieder eine 2-stellige Wachstumsrate bezogen auf die Gesamtleistung. Im Bereich des operativen EBITs (ohne Sondereffekte) erwartet die OHB Technology für die Jahre 2007 und 2008 jeweils 2-stellige Wachstumsraten.

Wir weisen bezüglich der zukunftsbezogenen Aussagen darauf hin, dass die tatsächli chen Ergebnisse wesentlich von den Erwartun gen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Im Juni 2002 hat eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission Empfehlungen für Verfahrens- und Verhaltensweisen verabschiedet, die zusammengefasst als "Deutscher Corporate Governance Kodex" bezeichnet werden. Corporate Governance umfasst das gesamte Unternehmensleitungs- und -überwachungssystem und soll die in Deutschland geltenden Regeln für nationale wie internationale Investoren trans parent machen, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Aufsichtsrat und Vorstand der OHB Technology AG fühlen sich den im Kodex aufgestellten Prinzipien einer guten, auf Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführung und -kontrolle verpflichtet und begrüßen die Entwicklung zur Corporate Governance in Deutschland.

Vergütungsbericht

Die nachstehenden Vergütungsberichte über die individualisierten Bezüge der Vorstände und der Aufsichtsräte der OHB Technology AG sind Bestandteil des Konzernlageberichts 2006. Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgs abhängigen Komponenten zusammen. Basis der erfolgsabhängigen Vergütungsanteile ist dabei jeweils der Zielerreichungsgrad in Hinblick auf die vom Aufsichtsrat vorgegebenen Zielgrößen. Als Zielgrößen werden vom Aufsichtrat für die Vorstände Marco R. Fuchs und Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs der geplante Jahres überschuss auf Konzernebene pro Jahr sowie für das Vorstandsmitglied Ulrich Schulz der Geschäftserfolg zweier Tochtergesellschaften des Unternehmensbereichs Telematik + Satellitenbetrieb vorgegeben.

Aktienbasierte Vergütungsbestandteile sowie Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung bestehen derzeit nicht. Im Fall des Todes eines Vorstandsmitglieds erhalten die Hinterbliebenen Anspruch auf Weiterzahlung der erfolgsunabhängigen Vergütung des Verstorbenen für sechs Monate. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder Marco R. Fuchs und Ulrich Schulz sind bei der OHB Technology AG, die Bezüge von Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs bei

der OHB-System AG aufgewendet worden. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Insgesamt beliefen sich die festen Bezüge im Jahr 2006 auf TEUR 653 (Vorjahr TEUR 599, ohne Sachbezüge Kfz), die variablen Bezüge des gesamten Vorstands beliefen sich auf TEUR 142 (Vorjahr TEUR 0).

Herr Marco R. Fuchs erhielt als feste Bezüge einschließlich aller Nebenleistungen wie den Zuschüssen zur Krankenversicherung und Altersversorgung und der Anrechnung des Sachbezuges zur Kfz-Überlassung TEUR 214 (Vorjahr TEUR 194) sowie eine kapitalbildende Lebensversicherung i.H.v. TEUR 1,7 (Vorjahr TEUR 1,7). Als variabler Bezug wurde ein Betrag i.H.v. TEUR 61 (Vorjahr TEUR 0) für das vorangegangene Kalenderjahr abgerechnet.

Herr Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs erhielt als feste Bezüge einschließlich aller Nebenleistungen wie den Zuschüssen zur Krankenversicherung und der Anrechnung des Sachbezuges zur Kfz-Überlassung TEUR 244 (Vorjahr TEUR 236). Außerdem sind Zahlungen aus einer 1988 ausgesprochenen Pensionszusage i.H.v. TEUR 36 geflossen, wonach seit Erreichen des 65sten Lebensjahres monatlich TEUR 3 geleistet werden. Als variabler Bezug für das Kalenderjahr 2005 wurde für ihn ein Betrag von TEUR 61 (Vorjahr TEUR 0) abgerechnet.

Herr Ulrich Schulz erhielt als feste Bezüge einschließlich aller Nebenleistungen wie den Zuschüssen zur Krankenversicherung und Altersversorgung und der Anrechnung des Sachbezuges zur Kfz-Überlassung TEUR 156 (Vorjahr TEUR 146) sowie eine kapitalbildende Lebensversicherung i.H.v. TEUR 1,2 (Vorjahr TEUR 1,2). Als variabler Bezug wurde für ihn ein Betrag i.H.v. TEUR 20 (Vorjahr TEUR 0) abgerechnet.

Für das Kalenderjahr 2006 wurde eine Rückstellung für variable Bezüge in Höhe von TEUR 270 für den gesamten Vorstand gebildet.

Frau Christa Fuchs erhält als Vorsitzende des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2006 TEUR 20 (Vorjahr TEUR 20), Herr Prof. Dr.-Ing. Hans J. Rath erhält TEUR 10 (Vorjahr TEUR 10) und Herr Prof. Heinz Stoewer erhält TEUR 10 (Vorjahr zeitanteilig TEUR 5). Auf variable Vergütungsbestandteile wurde verzichtet. Frau Christa Fuchs erhielt aus ihrer Beratungstätigkeit für Unternehmen des OHB Technology Konzerns im Berichtsjahr ein Entgelt von TEUR 125. Herr Prof. Heinz Stoewer erhielt im Berichtszeitraum ein Beratungshonorar in Höhe von insgesamt TEUR 18.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat Zum Bilanzstichtag hielten Christa Fuchs, Vorsitzende des Aufsichtsrats, 2.000.690 Aktien, Prof. Heinz Stoewer, Mitglied des Aufsichtsrats, 1.000 Aktien sowie Marco R. Fuchs, Vorsitzender des Vorstands, 414.796 Aktien. Die Mitglieder des Vorstands Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs und Ulrich Schulz hielten 3.461.064 bzw. 2.904 Aktien. Die VOLPAIA Beteiligungsgesellschaft mbH hielt am 31. Dezember 2006 3.718.579 Aktien. An dieser waren Christa Fuchs zu 20 %, Marco R. Fuchs zu 25 % und Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs zu 35 % am Stichtag beteiligt.

Aktienoptionen

Zum Stichtag 31. Dezember 2006 bestanden keine Optionen für Mitglieder des Vorstands oder für Mitarbeiter des OHB Technology Konzerns. Sämtliche Optionsrechte von Mitarbeitern und Vorstand sind am 5. März 2006, 0.00 Uhr erloschen.

Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte

Der OHB Technology AG wurde im vergangenen Geschäftsjahr folgendes Geschäft gemeldet: Die von der Familie Fuchs beherrschte VOLPAIA Beteiligungsgesellschaft mbH kaufte am 13. Januar 2006 außerbörslich 2.660 Stück Aktien der OHB Technology AG (ISIN DE0005936124) zu einem Kurs/Preis von EUR 7,70.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der OHB Technology AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der Deutschen Bundesregierung eingesetzten Kodex-Kommission zur Unternehmensleitung und -überwachung entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen werden soll. Diese Entsprechenserklärung bezieht sich im Folgenden auf die Fassung des Corporate Governance Kodex vom 12. Juni 2006. Das Verhalten der OHB Technology AG weicht in wenigen Punkten von den Grundsätzen ab:

Altersgrenzen im Vorstand (5.1.2)

Aus Sicht der OHB Technology AG soll keine Festlegung der Altersgrenze für Vorstandsmitglieder erfolgen, da dies für den Aufsichtsrat eine Einschränkung bei der Auswahl der Vorstandsmitglieder bedeuten würde.

Bildung von Aufsichtsratsausschüssen (5.3)

Aufgrund der geringen Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder (drei) wird von der Bildung von Ausschüssen abgesehen.

Altersgrenzen im Aufsichtsrat (5.4.1)

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder. Der Aufsichtsrat wird von den Aktionären der OHB Technology AG gewählt; eine Festlegung der Altersgrenze könnte ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium bedeuten.

Berücksichtigung des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzes bei der Vergütung (5.4.5) Die OHB Technology AG vertritt die Ansicht, dass dies bei einem Drei-Personen-Aufsichtsrat nicht sinnvoll ist. Die Satzung der OHB Technology AG sieht demnach keine besondere Berücksichtigung des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzes bei der Vergütung vor.

Erfolgsorientierte Vergütung für Aufsichtsratsmitglieder (5.4.7)

Die OHB Technology AG vertritt die Auffassung, dass eine erfolgsorientierte Vergütung gegenwärtig nicht sinnvoll ist. Die Satzung der OHB Technology AG sieht demnach keine erfolgsorientierte Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder vor.

Vorstand und Aufsichtsrat der OHB Technology AG

Bremen, 21. Dezember 2006

KONZERNABSCHLUSS

Konzernbilanz in TEUR
31.12.2006 31.12.2005
Aktiva
siehe Anhang
Geschäfts- oder Firmenwerte (1) 3.313 3.313
Übrige immaterielle Vermögenswerte (2) 11.222 10.809
Sachanlagen (3) 37.605 40.228
At-Equity-Beteiligungen (4) 1.868 1.531
Übrige Finanzanlagen (4) 23.443 12.930
Anlagevermögen 77.451 68.811
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (5) 3.444 6.377
Latente Steuern (6) 9.547 9.285
Übrige langfristige Vermögenswerte 12.991 15.662
Anlagevermögen/langfristige Vermögensgegenstände 90.442 84.473
Vorräte (7) 51.395 41.654
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8) 52.784 39.533
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (9) 3.371 5.525
Wertpapiere (10) 35.568 23.706
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11) 53.934 71.378
Kurzfristige Vermögenswerte 197.052 181.796
Bilanzsumme 287.494 266.269
Konzernbilanz in TEUR
31.12.2006 31.12.2005
Passiva siehe Anhang
Gezeichnetes Kapital (12) 14.928 14.928
Kapitalrücklage (13) 15.127 15.125
Gewinnrücklage (14) 520 520
Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten (15) 9.476 0
Eigene Anteile (16) -167 -167
Konzerngewinn nach Fremdanteilen 32.029 22.993
Eigenkapital ohne Anteile anderer Gesellschafter 71.913 53.399
Anteile anderer Gesellschafter (17) 7.191 5.815
Eigenkapital 79.104 59.214
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (18) 65.528 63.757
Langfristige sonstige Rückstellungen (19) 3.237 4.402
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (20) 1.701 1.225
Langfristige erhaltene Anzahlungen (21) 28.655 35.306
Latente Steuerverbindlichkeiten (22) 15.896 12.654
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 115.017 117.344
Kurzfristige Rückstellungen (23) 21.824 22.360
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (24) 2.492 2.165
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (25) 27.879 33.726
Kurzfristige erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (26) 36.391 17.051
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten (27) 4.787 14.409
Kurzfristige Verbindlichkeiten 93.373 89.711

Bilanzsumme 287.494 266.269

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR
2006 2005
siehe Anhang
1. Umsatzerlöse
(28)
163.147 113.829
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
(29)
4.733 -8.247
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
(30)
3.456 3.584
4. Sonstige betriebliche Erträge
(31)
14.363 7.891
5. Gesamtleistung
(32)
185.699 117.057
6. Materialaufwand
(33)
90.247 52.999
7. Personalaufwand
(34)
51.323 33.804
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
(35)
7.508 5.245
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
(36)
16.193 10.929
10. Betriebsergebnis 20.428 14.080
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.504 1.266
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.560 1.786
13. Währungsgewinne/-verluste 2.403 -277
14. Ergebnis aus At-Equity bewerteten Beteiligungen
(37)
336 281
15. Erträge aus Beteiligungen
(37)
-129 181
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 21.982 13.745
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(38)
8.563 2.613
18. Konzernjahresüberschuss 13.419 11.132
19. Anteile anderer Gesellschafter am Jahresergebnis
(39)
-1.403 -445
20. Konzernjahresüberschuss nach Fremdanteilen 12.016 10.687
21. Konzerngewinnvortrag 20.013 12.306
22. Zuführung zur Kapitalrücklage 0 0
23. Konzerngewinn 32.029 22.993
24. Anzahl der Aktien (in Stück) 14.900.702 14.900.702
25. Ergebnis je Aktie (unverwässert in EUR) 0,81 0,72
26. Ergebnis je Aktie (verwässert in EUR) 0,81 0,72
$\sim$
۰
$\sim$
Konzernkapitalflussrechnung in TEUR
2006 2005
Betriebliches EBIT 20.428 14 .080
Nicht zahlungswirksame Erträge aufgrund der Erstkonsolidierung 0 -5 .337
Betriebliches Ergebnis 20.428 8 .743
Gezahlte Ertragsteuern -8 .563 -2 .831
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 188 0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und
das Sachanlagevermögen
7 .508 5 .245
Veränderungen Pensionsrückstellung 1 .771 19
Brutto-Cashflow 21 .332 11 .176
Zunahme (-)/Abnahme (+) aktivierte Eigenleistungen -3 .456 -3 .584
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte -9 .741 8 .520
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Forderungen
und sonstigen Vermögensgegenstände
-13 .871 -17 .671
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten
und kurzfristigen Rückstellungen
-13 .601 -2 .420
Zunahme (+)/Abnahme (-) der erhaltenen Anzahlungen 12 .689 -23 .651
Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des AV 137 -49
Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -6.511 -27.679
Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermögen inkl.
Erwerb Firmenwerte
-3 .605 -5 .316
Veränderung Konsolidierungskreis 0 49 .054
Einnahmen aus Abgängen des Anlagevermögens 64 337
Zins- und sonstige Finanzeinnahmen 3 .982 1 .465
Einzahlungen/ Auszahlungen aus Positionen, die nicht der
betrieblichen oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-5 .120 0
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit -4.679 45.540
Dividendenausschüttung -2 .980 -1 .788
Veränderungen der Rücklagen 1 .378 1 .507
Abnahme (-)/Zunahme (+) der Finanzverbindlichkeiten 476 2 .662
Beteiligung Konzernfremde -1 .403 -127
Zins- und sonstige Finanzausgaben -3 .725 -1 .763
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit -6.254 491
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -17.444 18.352
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 71 .378 53 .026
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 53.934 71.378
Finanzmittelbestand inkl. Wertpapiere
1. Januar 95.084 58.727
Veränderungen des Finanzmittelbestandes inkl. kurzfristige Wertpapiere -5 .582 36 .357
31. Dezember 89.502 95.084
Konzerneigenkapitalspiegel
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinn-
rücklage
in TEUR
31.12.2004 14.928 15.125 0
Dividendenzahlung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Erfolgsneutrale Dotierung der Gewinnrücklage (IFRS 3.81) 0 0 520
Eigene Anteile 0 0 0
31.12.2005 14.928 15.125 520
Dividendenzahlung 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten 0 0 0
Zuführung zur Kapitalrücklage 0 2 0
31.12.2006 14.928 15.127 520
___
___
Neubewertungs-
Bilanz-
Eigene
Eigenkapital
Minderheits-
Eigenkapital
rücklage
gewinn
Aktien
vor Minderheits-
anteile
Gesamt
anteilen
0
14.094
-1.139
43.008
1.433
44.441
0
-1.788
0
-1.788
0
-1.788
0
10.687
0
10.687
4.382
15.069
0
0
0
520
0
520
0
0
972
972
0
972
0
22.993
-167
53.399
5.815
59.214
0
-2.980
0
-2.980
0
-2.980
0
12.016
0
12.016
1.376
13.392
9.476
0
0
9.476
0
9.476
0
0
0
2
0
2
9.476
32.029
-167
71.913
7.191
79.104
Konzernanlagespiegel Anschaffungs- und Herstellungskosten
für das Geschäftsjahr
vom 01.01. bis 31.12.2005
Stand
01.01.2005
Zugänge Erst-
konsolidierung
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2005
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Geschäfts- oder Firmenwerte 3.434 0 520 0 3.954
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und
gewerbliche Schutzrechte 479 8 0 0 487
Software erworben 2.466 3.512 252 106 6.124
Software erstellt 10.763 0 3.526 0 14.289
III. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.243 49.939 792 1.335 57.639
Grundstücke und Bauten 0 40.841 0 2.282 38.559
IV. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 63 0 0 0 63
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.250 0 281 0 1.531
Sonstige Beteiligungen 6.255 21.235 3.528 40 30.978
Gesamt 32.953 115.535 8.899 3.763 153.624
Konzernanlagespiegel Anschaffungs- und Herstellungskosten
für das Geschäftsjahr
vom 01.01. bis 31.12.2006
Stand
01.01.2006
Werterhöhungen
Neubewertung
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Geschäfts- oder Firmenwerte 3.954 0 0 0 3.954
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen und
gewerbliche Schutzrechte 487 0 0 0 487
Software erworben 6.124 0 262 262 6.124
Software erstellt 14.289 0 3.413 0 17.702
III. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.639 0 1.823 5.096 54.366
Grundstücke und Bauten 38.559 0 0 0 38.559
IV. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 63 0 0 0 63
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.531 0 337 0 1.868
Sonstige Beteiligungen 30.978 9.660 1.041 188 41.491
Gesamt 153.624 9.660 6.876 5.546 164.614
and the control of the con-
Contract Contract
-
Service
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.01.2005
Zugänge Erst-
konsolidierung
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2005
Stand
31.12.2005
Stand
31.12.2004
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
641 0 0 0 641 3.313 2.793
128 4 39 0 171 316 351
959 2.884 424 119 4.148 1.976 1.507
3.687 0 2.085 0 5.772 8.517 7.076
5.677 43.456 1.632 1.306 49.459 8.180 2.566
0 7.498 1.065 2.052 6.511 32.048 0
0 0 0 0 0 63 63
0 0 0 0 0 1.531 1.250
0 18.111 0 0 18.111 12.867 6.255
11.092 71.953 5.245 3.477 84.813 68.811 21.861
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.01.2006
Zugänge Erst-
konsolidierung
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2006
Stand
31.12.2006
Stand
31.12.2005
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
641 0 0 0 641 3.313 3.313
171 0 39 0 210 277 316
4.148 0 602 144 4.606 1.518 1.976
5.772 0 2.503 0 8.275 9.427 8.517
49.459 0 2.430 5.014 46.875 7.491 8.180
6.511 0 1.934 0 8.445 30.114 32.048
0 0 0 0 0 63 63
0 0 0 0 0 1.868 1.531
18.111 0 0 0 18.111 23.380 12.867
84.813 0 7.508 5.158 87.163 77.451 68.811

KONZERNANHANG UND ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2006

Sitz der Gesellschaft ist die Karl-Ferdinand-Braun-Str. 8 in 28359 Bremen, Deutschland. Die OHB Technology AG übt die Funktion einer aktiven Holdinggesellschaft aus, die die Tochtergesellschaften innerhalb des OHB-Konzerns steuert. Der OHB-Konzern befasst sich vor allem mit der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten und Projekten, der Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Hochtechnologie, insbesondere in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik, Telematik sowie Satellitendienste.

Grundlagen und Methoden

Die OHB Technology AG ist nach der Verordnung (EG) 1606/2002 des Europäischen Parla ments und des Rates vom 19. Juli 2002 ver pflich tet, einen Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen (IFRS/IAS) aufzustellen. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften der am Abschluss-Stichtag in der EU anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS/IAS) sowie unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) und den ergänzenden Vorschriften des § 315 a HGB erstellt. Erforderliche Anpassungen im Hinblick auf Ausweis und Fristigkeiten wurden auch für die Vorjahreszahlen durchgeführt. Neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzernbilanz werden die Konzernkapitalflussrechnung, der Konzern eigen kapital spiegel und der Konzernanlagespiegel gezeigt. Die Segmentberichter stattung erfolgt ebenso im Anhang wie die Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) zur Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex. Für die Gewinnund Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren verwendet worden.

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRIC haben verschiedene Standards und Interpretationen geändert oder neu verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2006 verpflichtend anzuwenden sind:

  • > IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer": Durch die Überarbeitung des IAS 19 wurden insbesondere weitere Anhangsangaben und ein Wahlrecht zur erfolgsneutralen Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste geschaffen.
  • > IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse": Im OHB-Konzern mangels Sachverhalt keine Anwendung.
  • > IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung": Die Änderungen des IAS 39 schränken das Wahlrecht, Finanz instrumen te in die Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten" zu klassifizieren, ein. Weiterhin betroffen sind die Wahlrechte zur Bilanzierung von Cashflow-Hedges zur Absicherung von Währungsrisiken bei mit hoher Wahrschein lichkeit eintretenden künftigen Transaktionen innerhalb eines Konzerns sowie zur Bilanzierung ausgegebener Finanzgaran tien.
  • > IFRS 4 "Versicherungsverträge": Im OHB-Konzern mangels Sachverhalt keine Anwendung.
  • > IFRS 6 "Exploration und Evaluierung von mineralischen Ressourcen": Der Standard regelt die bilanzielle Behandlung von Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Ex plora tion und Evaluierung von Mineralien, Öl, Erdgas und ähnlich nicht erneuerbaren Ressourcen anfallen, bevor die technische und wirtschaftliche Förderbarkeit der Ressource nachgewiesen ist. Im OHB-Konzern mangels Sachverhalt keine Anwendung.
  • > IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält": Die Inter pretation dehnt den Anwendungsbereich des IAS 17 "Leasingverhältnisse" auf vertragliche Vereinbarungen aus, die rechtlich nicht

als Miet- oder Leasingvertrag zu qualifizieren sind (so genannte verdeckte Leasinggeschäfte). Im OHB-Konzern mangels Sachverhalt keine Anwendung.

> IFRIC 5 "Rechte und Anteile an Fonds für Entsorgung, Wiederherstellung und Umweltsanierung": Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Ansprüchen und Verpflichtungen aus Fonds, die für die Stilllegung von Anlagen und ähnlichen Verpflichtungen gebildet werden. Im OHB-Konzern mangels Sachverhalt keine Anwendung.

> IFRIC 6 "Verbindlichkeiten, die sich aus einer Teilnahme an einem spezifischen Markt er geben – Elektro- und Elektronik-Alt gerä te": Die Interpretation regelt die Bilanzierung

von Rückstellungen im Zusammenhang von Entsorgungsverpflichtungen, die aus der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte resultieren. Im OHB-Konzern mangels Sachverhalt keine Anwendung.

Die erstmalige Anwendung der genannten Standards und Interpretationen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den OHB Technology Konzernabschluss.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung jedoch noch nicht verpflichtend ist und die von der OHB Technology AG auch nicht vorzeitig angewandt werden. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (Endorsement) durch die EU angenommen werden.

IFRIC 7 Anwendung des Restatement
Ansatzes nach IAS 29 Rechnungslegung in
Hochinflationsländern
Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. März 2006 beginnen
IFRIC 8 Anwendungsbereich von IFRS 2 Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Mai 2006 beginnen
IFRIC 9 Neubeurteilung eingebetteter Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
Derivative die am oder nach dem 1. Juni 2006 beginnen
IFRIC 10 Zwischenberichterstattung und Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
Wertminderung die am oder nach dem 1. November 2006 beginnen
Änderung des IAS 1 Darstellung des Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
Abschlusses – Angaben zum Kapital die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2007 beginnen
IFRIC 11 Konzerninterne Geschäfte und Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2 die am oder nach dem 1. März 2007 beginnen
IFRIC 12 Dienstleistungskonzessions Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
vereinbarungen die am oder nach dem 1. Januar 2008 beginnen
IFRS 8 Operative Segmente Verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre,
die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen

Die erstmalige Anwendung der Änderung des IAS 1 und des IFRS 7 wird zu erweiterten Anhangangaben führen. Die OHB Technology AG untersucht derzeit die Auswirkungen des IFRS 8 auf den Konzernabschluss. Die erstmalige Anwendung der übrigen genannten Vorschriften wird nach jetziger Einschätzung keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Abschlüsse haben.

Gegenüber dem letzten Jahresabschluss hat sich der Konsolidierungskreis nicht verändert. Die Bewertungsmethoden haben sich nicht verändert. Die Bilanzierung der liquidi tätsnahen Geldanlagen in Fonds erfolgt im Berichtsjahr erstmalig in einer gesonderten Position, Vorjahresangaben sowie die Kapital flussrechnung wurden entsprechend angepasst.

Die Hauptversammlung der OHB-System AG hat am 14. März 2006 beschlossen, von den Befreiungsvorschriften zur Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 (3) HGB Gebrauch zu machen.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind teilweise Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Höhe und Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden,

Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam. Die Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten wird jährlich im Rahmen eines Impairment-Tests geprüft. Im Rahmen dieses Tests müssen vor allem im Hinblick auf künftige Zahlungsmittelüberschüsse Schätzungen vorgenommen werden. Künftige Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Branchen- oder Unternehmenssituation können zu Reduktionen der Zahlungsmittelüberschüsse und damit zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der Ge schäfts- oder Firmenwerte führen. Techni scher Fortschritt, eine Verschlechterung der Marktsituation oder Schäden können zu einer außerplanmäßigen Abschreibung der Sach anlagen führen. Bei der Ermittlung der Pensionsrückstellungen kommt es durch die Auswahl der Prämissen und Trendannahmen, durch den Ansatz biometrischer Wahrscheinlichkeiten sowie durch anerkannte Näherungsverfahren bei der Ermittlung der Rente gegebenenfalls

Konsolidierungskreis
31.12.2006
Name der Gesellschaft Beteiligungsquote % Konsolidierung
Telematic Solutions S.p.A., Mailand (I) 51,0 voll konsolidiert
OHB Teledata GmbH, Bremen (D) 100,0 voll konsolidiert
megatel Informations- und Kommunikations
systeme GmbH, Bremen (D) 74,9 voll konsolidiert
Timtec Teldatrans GmbH, Bremen (D) 100,0 voll konsolidiert
OHB-System AG, Bremen (D) 100,0 voll konsolidiert
STS Systemtechnik Schwerin GmbH,
Schwerin (D) 100,0 voll konsolidiert
ORBCOMM Deutschland AG, Bremen (D) 100,0 voll konsolidiert
MT Aerospace Holding GmbH, Bremen (D) 70,0 voll konsolidiert
MT Aerospace AG, Augsburg (D)* 100,0 voll konsolidiert
MT Aerospace Grundstücks GmbH & Co. KG,
München (D)** 94,9 voll konsolidiert
ELTA S.A., Toulouse (F) 34,0 At Equity

* gehalten von der MT Aerospace Holding GmbH

** gehalten von der MT Aerospace AG

zu Abweichungen zu den tatsächlichen im Zeitablauf entstehenden Zahlungsverpflichtungen. Für die Bildung von Steuerrückstellungen und die Werthaltigkeitsprüfung von aktiven laten ten Steuern sind ebenfalls Schätzungen vorzunehmen. Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern können Unsicherheiten im Hinblick auf die Auslegung komplexer Steuervorschriften sowie hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt künftiger zu versteuernder Einkünfte bestehen.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der rechtlichen oder faktischen Kontrolle der OHB Technology AG stehen, sind in den Konzernabschluss mit einbezogen. Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Anteilsrechte mit den Anschaffungskosten zuzüglich Zuschreibungen ausgewiesen. Bei Unternehmen, die nach der At-Equity-Methode konsolidiert werden, erfolgt eine Fortschreibung des Beteiligungsansatzes um anteilsmäßig zurechenbare Ergebnisse. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligungen und dem zu Zeitwerten bewerteten Reinvermögen werden nach IFRS 3.51 als Firmenwert aktiviert.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss der OHB Technology AG umfasst in voll konsolidierter Form die OHB Technology AG und neun inländische sowie eine ausländische Tochtergesellschaft und At Equity eine weitere ausländische Beteiligung. Die Tabelle "Konsolidierungskreis" zeigt die Tochtergesellschaften und Beteiligungen mit der Beteiligungsquote. Darüber hinaus bestanden Beteiligungen an weiteren Gesellschaften (siehe Tabelle "Weitere Beteiligungen und Finanzanlagen"). Aufgrund des Wesentlichkeitsprinzips im Rahmenkonzept der IFRS/IAS sind die in der Tabelle aufgeführten prinzipiell konsolidierungspflichtigen (Anteilsbesitz OHB-Konzern › 20 %) Gesellschaften nicht in den Konsolidierungskreis aufgenommen worden.

31.12.2 006
Weitere Beteiligungen und Finanzanlagen
Name der Gesellschaft Beteiligungsquote % Beteiligungsansatz TEUR
Telemondo International GmbH, Bremen (D)* 100,0 26
OHB Marine Technologies GmbH, Bremen (D)* 100,0 25
COSMOS International Satellitenstart GmbH, Bremen (D)* 49,9 13
ORBCOMM Inc., Dulles (USA) 7,8 18.952
beos GmbH, Bremen (D) 12,0 60
ATB GmbH, Bremen (D) 5,0 26
Deutsche SATCOMBw GmbH, Bremen (D)* 100,0 25
LUXSPACE Sàrl, Betzdorf (L)* 100,0 13
OHB-ELectroOPtics GmbH, Bremen (D)* 50,0 13
Cosmos Space Systems AG, Bremen (D)* 33,3 20
MT Aerospace Guyane S.A.S., Kourou, (GUF)* 100,0 152
MT Aerospace Satellite Products Ltd., Wolverhampton (GB)* 100,0 161
Arianespace S.A., Evry (F) 7,8 1.789
MAN Dezentrale Energiesysteme GmbH, München (D)* 100,0 1.022
MT Mechatronics GmbH, Mainz (D)* 100,0 1.002

* unter Materiality-Gesichtspunkten im Geschäftsjahr nicht konsolidiert

Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Nahestehende Personen nach IAS 24 sind Frau Christa Fuchs sowie die Herren Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs, Marco R. Fuchs, Ulrich Schulz, Dr. Fritz Merkle, Hans J. Steininger und Walter H. Köppel. Als nahestehende Unternehmen sind zu nennen:

  • OHB Grundstücksgesellschaft Achterstraße GmbH & Co. KG, Bremen
  • OHB Grundstücksgesellschaft Kitzbühler Straße GmbH & Co. KG, Bremen
  • OHB Grundstücksgesellschaft Universitätsallee GmbH & Co. KG, Bremen
  • Carlo Gavazzi Space S.p.A., Mailand
  • VOLPAIA Beteiligungsgesellschaft mbH, Bremen
  • Apollo Capital Partners GmbH, München

Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. Mit nahestehenden Unternehmen wurden im Geschäftsjahr TEUR 10 (Vorjahr TEUR 430) aus Umsätzen und sonstigen Er trägen erlöst, an Aufwendungen für bezogene Leistungen und Mieten fielen rund TEUR 2.850 (Vorjahr TEUR 5.650) an. Die noch offenen Forderungen zum Bilanzstichtag betragen TEUR 739 (Vorjahr TEUR 850), die Verbindlichkeiten stehen zum gleichen Zeitpunkt mit TEUR 324 (Vorjahr TEUR 128) zu Buche.

Währungsumrechnung

Debitorische Rechnungsstellungen erfolgen zum überwiegenden Teil in Euro. Eingangsund Ausgangsrechnungen in fremder Währung wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet und eingebucht. Bankkonten in Fremdwährung wurden zum Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Zu jedem Bilanzstichtag überprüft die OHB Technology die Buchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen dahin gehend, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen könnten. In diesem Falle wird der erzielbare Ertrag des betreffenden Vermögenswertes ermittelt, um den Umfang einer evtl. vorzunehmenden Wertberichtigung festzustellen. Der erzielbare Betrag entspricht dabei dem um die möglichen Veräußerungskosten verminderten Zeitwert oder dem Nutzungswert, dabei ist für die Bilanzierung der höhere Wert maßgeblich.

(1) Firmenwerte

In der Bilanz per 31. Dezember 2006 werden Firmenwerte von TEUR 3.313 ausgewiesen (siehe Tabelle "Firmenwerte"). Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte er folgt regelmäßig jährlich sowie zusätzlich zu anderen Zeitpunkten, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Ist der erzielbare Betrag eines Firmenwertes niedriger als der

31.12.2006
Firmenwerte
in TEUR
Firmenwert aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs der
Telemondo International GmbH aus Einzelabschluss OHB-System AG
629
Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung:
STS Systemtechnik Schwerin GmbH 566
Timtec Teldatrans GmbH 115
ORBCOMM Deutschland AG 556
Telematic Solutions S.p.A. 801
megatel GmbH 646
Gesamt 3.313

Buchwert, erfolgt eine sofortige ertragswirksame Wertberichtigung. Der erzielbare Betrag entspricht hierbei dem Barwert der erwarteten Cashflows. Die Diskontierung erfolgt unter Anwendung eines marktüblichen Zinssatzes vor Steuern. Es hat sich kein Abschreibungsbedarf ergeben.

(2) Immaterielle Vermögensgegenstände

Fremd erworbene immaterielle Vermögensgegenstände als Aktiva sind im Wesentlichen Softwareprogramme und Lizenzen. Diese werden linear mit einer Nutzungsdauer zwischen drei und sechs Jahren abgeschrieben. Entwicklungsausgaben sind nach IAS 38.57 aktivierungsfähig, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierungsfähigkeit voraus, dass die Entwicklungsausgaben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Die Zuführung erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungskosten, im Wesentlichen Entwicklungsstunden des Geschäftsjahres 2006, mit dem jeweiligen Stundensatz. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von vier Jahren. Die Abschreibungsbeträge sind in der Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen" (S. 91) dargestellt. Für die immateriellen Vermögenswerte bestehen un eingeschränkte Eigentumsrechte. Verpfändungen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten be ste hen nicht. Forschungs- und Entwicklungskosten sind in Höhe von TEUR 8.218 entstanden. Dabei handelt es sich um aktivie rungs fähige Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 3.085.

(3) Sachanlagen

Die Zugänge im Geschäftsjahr setzen sich im Wesentlichen aus technisch-elektronischen Laboreinrichtungen, technischen Anlagen und Maschinen, Hardware, Betriebs- und Ge schäftsausstattung und geringwertigen Wirtschaftsgütern zusammen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig gemäß der erwarteten Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Erhaltungsaufwendungen, die den Wert der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens nicht erhöhen oder deren Nutzungsdauer nicht wesentlich verlängern, werden als laufende Aufwendungen behandelt. Wesentliche Erneuerungen und Verbesserungen werden aktiviert. Abgänge werden sowohl bei den historischen Anschaffungskosten als auch bei den kumulierten Abschreibungen erfasst. Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens werden in den "Sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen" berücksichtigt. Die Abschreibungszeiträume des Sachanlagevermögens betragen zwischen drei und 33 Jahren. Für die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens bestehen uneingeschränkte Eigentumsrechte. Verpfändungen als Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Abschreibungsbeträge sind in der Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und

Planmäßige Abschreibungsdauer des Anlagevermögens Jahre
Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 4–10
Software 3–6
Gebäude 10–33
Umbauten, Einbauten, Außenanlagen 8–14
Maschinen und technische Anlagen 5–15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3–15
Kraftfahrzeuge 3–4

Sach anlagen" (S. 91) dargestellt. Es wurde kein Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen festgestellt.

(4) At-Equity-Beteiligungen

Beteiligungen des Anlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungskosten – bei At Equity in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen unter Berücksichtigung anteiliger Jahresergebnisse – bilanziert. Die Bewertung zu Anschaffungskosten entspricht im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert, so dass aus Gründen der Risikovorsorge von Wertaufholungen abgesehen wurde.

Übrige Finanzanlagen

Dieser Posten betrifft im Wesentlichen Aktien an der ORBCOMM Inc., die im Jahr 2006 im Rahmen einer Kapitalerhöhung an die Börse gegangen ist. Für die Bewertung der Anteile lag damit zum Bilanzstichtag ein Börsenkurs vor. Die Aktien an der ORBCOMM Inc. wurden als Available for Sale eingestuft. Aus der erfolgsneutralen – über Verrechnung mit dem Eigenkapital abgebildeten – Fair-Value-Bewertung ergab sich eine Anpassung von TEUR 9.660. Die sich aus dieser Transaktion ergebenden latenten Steuern von TEUR 184 werden unter den passiven latenten Steuern erfasst.

(5) Langfristige sonstige Forderungen und langfristige sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte sind mit dem Nennwert aktiviert worden. Bestehen in einzelnen Fällen begründete Zweifel, ob Forderungen eingebracht werden können, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen. Ferner werden hier langfristige Darlehensforderungen ausgewiesen, es besteht kein wesentliches Zins- und Ausfallrisiko.

(6) Aktive latente Steuern

Nach IAS 12 führen vorübergehende Differenzen zwischen steuerlichen Wertansätzen für Vermögensgegenstände und Schulden einerseits und andererseits deren Ansatz nach IFRS/IAS zur Abgrenzung latenter Steuern. Für die Berechnung der latenten Steuern gilt für den OHB-Konzern ein Steuersatz von 38 %, aufgrund unterschiedlicher Gewerbesteuerhebesätze wird für den Teilkonzern MT Aerospace bei den latenten Steuern ein Steuersatz von 40 % angewendet. Die wesentlichen aktiven latenten Steuern (TEUR 6.225) resultieren aus dem Unterschied zwischen den Rückstellungen für Pensionszusagen nach deutschem Handelsrecht und IFRS in Höhe von TEUR 15.682. Ferner beziehen sich die aktiven latenten Steuern auf Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit hinreichender Sicherheit wahr scheinlich ist. Aufgrund des bei Timtec Teldatrans GmbH realisierten Gewinns und der Unternehmensplanungen 2007 bis 2008 der OHB Teledata GmbH und der Timtec Teldatrans GmbH werden latente Steuern in Höhe von TEUR 1.903 ausgewiesen.

(7) Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet. Bei Unternehmen im Konsolidierungskreis, die Fertigungsaufträge nach IAS 11 in ihrem Auftragsbestand haben, wurde die Percentage-of-Completion-Methode unter Einrechnung angemessener Sicherheitsabschläge

Vorräte in TEUR
31.12.2006 31.12.2005
In Arbeit befindliche Aufträge 45.194 30.506
Fertige Erzeugnisse und Waren 6.201 11.148
Gesamt 51.395 41.654

("true and fair view") für künftige unerwartete Risiken angewendet, sofern der Teilgewinn hinreichend genau auf Basis des Fertigstellungsgrades ermittelt werden konnte. Die übrigen zum Bilanzstichtag in Arbeit befindlichen lang fristigen Fertigungsaufträge (Projektlaufzeit von ein bis 15 Jahren) wurden, sofern ein Teilgewinn mit hinreichender Sicherheit nicht geschätzt werden konnte, zu Herstellungskosten zzgl. anteiliger Verwaltungsgemeinkosten aktiviert. Teilgewinne wurden bei den übrigen Projekten in Anlehnung an die im Schrifttum entwickelten Grundsätze realisiert. Projekte mit Teilgewinnrealisierung werden nach IAS 11.22 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die entsprechenden Auftragskosten sind im Materialaufwand bzw. den bezogenen Leistungen des Geschäftsjahres enthalten. Die Vorräte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 51.395 (Vorjahr TEUR 41.654). Anzahlungen wurden mit den Vorräten nicht verrechnet.

(8) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert worden. Bestehen in einzelnen Fällen begründete Zweifel, ob Forderungen eingebracht werden können, wurden diese abgeschrieben oder mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt.

(9) Kurzfristige sonstige Forderungen und kurzfristige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert aktiviert worden. Bestehen in einzelnen Fällen begründete Zweifel, ob Forderungen eingebracht werden können, werden diese mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt. Ferner werden hier kurzfristige Darlehensforderungen ausgewiesen, es besteht kein wesentliches Zins- und Ausfallrisiko.

Zum Bilanzstichtag waren für den Export bei einer in den Konzernabschluss einbezoge nen Gesellschaft Devisentermingeschäfte in Höhe

von USD 4,5 Mio. abgeschlossen. Der Marktwert dieser Termingeschäfte beträgt EUR 0,00.

(10) Wertpapiere

Zum Bilanzstichtag betrug der Wert des Wertpapierportefeuilles TEUR 35.568 (Vorjahr TEUR 23.706). Davon entfallen TEUR 30.448 (Vorjahr TEUR 23.706) auf erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte und TEUR 5.120 (Vorjahr TEUR 0) auf Held-to-Maturity-Wertpapiere. Auf grund der Bewertung der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapie re wurden in 2006 in der Gewinn- und Verlustrech nung Erträge von TEUR 1.297 (Vorjahr TEUR 35) unter den Währungsgewinnen/-verlusten und TEUR 285 unter Zinserträgen er fasst. Die beizulegenden Zeitwerte werden an hand der Börsenkurse zum Bilanzstichtag be stimmt. Die Bewertung der Held-to-Maturity-Wertpapiere erfolg te zu fortgeführten An schaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Zu den finanziellen Risiken gehören vor allem Liquiditäts-, Marktpreis- und Ausfallrisiken. Wesentliche Liquiditäts- und Ausfallrisiken bestehen nicht, da im Wesentlichen in risikoarme Fonds inves tiert wird. Zur Absicherung von Marktpreisrisi ken werden liquide Mittel nahezu ausschließlich in kurzfristig liquidierbaren Fondsanteilen an gelegt, um eine breite Risikostreuung zu erreichen.

(11) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Bestand an Zahlungsmitteln betrug zum Bilanzstichtag TEUR 53.934 (Vorjahr TEUR 71.378) und setzt sich sich aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und Commercial Papers zusammen. Die Guthaben bei Kreditinstituten und Forderungen aus Commercial Papers sind innerhalb von drei Monaten fällig. Im Vergleich zum Vorjahr wurden die Wert papiere in einer separaten Position ausgewiesen, die Vorjahreswerte wurden jeweils angepasst.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage betreffen die OHB Technology AG.

(12) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 14.928.096,00 ist in 14.928.096 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert eingeteilt, mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden rechnerischen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

(a) Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat mit Beschluss vom 23. Januar 2001 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 516.404,00 durch Ausgabe von bis zu insgesamt Stück 516.404 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Optionsrechten an die aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Berechtigten. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsrechte von ihren Options rechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien sind erstmals für das Geschäftsjahr gewinnanteilberechtigt, in dessen Verlauf sie ausgegeben worden sind. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Auf sichts rats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen. Für den Fall, dass Optionsrechte an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft ausgegeben werden sollen, wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

(b) Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 22. Mai 2002 hat beschlossen, den Vorstand der Gesellschaft zu ermächtigen, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 22. Mai 2007 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu EUR 7.464.048,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die neuen Aktien können auch an Arbeitnehmer der Gesellschaft ausgegeben werden. Der Vorstand der Gesellschaft wurde darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktio näre auszuschließen für einen Anteil am Ge nehmig ten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt EUR 1.492.809,00, sofern die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag ausgegeben werden, welcher den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; für einen Anteil am genehmigten Kapital in Höhe von bis zu insgesamt EUR 7.464.048,00, sofern die Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen ausgegeben werden und sofern der Er werb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt oder gegen Bareinlagen ausgegeben werden, um die Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse einzuführen, an der die Aktien der Gesellschaft bisher nicht zum Handel zugelassen sind.

(c) Ermächtigung zum Erwerb und zur Veräußerung eigener Aktien

In der Hauptversammlung am 10. Mai 2006 ermächtigten die Aktionäre die Gesellschaft bis zum 9. November 2007, eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Mit Wirksamwerden dieser Ermächtigung wurde die am 12. Mai 2005 beschlossene Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien zurückgenommen.

Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie der Gesellschaft (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Erwerb der Aktie um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten.

Neben allen gesetzlich zulässigen Zwecken können diese Aktien, mit Zustimmung des Aufsichtsrats

  • zur Einführung von Aktien der Gesellschaft an ausländischen Börsen dienen, an denen sie bisher nicht zum Handel zugelassen sind,
  • Dritten zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Betei li-

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gun gen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, auch gegen Sachleistung angeboten und übertragen werden,

  • als Belegschaftsaktien Arbeitnehmern der Gesellschaft oder der mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zum Erwerb angeboten und übertragen werden,
  • ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf, auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein An ge bot an alle Aktionäre veräußert werden, unter der Voraussetzung, dass die Veräußerung gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Falle gilt als maßgeblicher Börsenwert der arithmetische Mittelwert, der durch die Schlussauktionen ermittelten Kurse für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main an den letzten fünf Börsentagen vor der Veräußerung. Diese Ermächtigung ist auf insgesamt zehn von Hundert des Grundkapitals beschränkt.

Im Falle der vorstehenden Ermächtigungen wurde das Bezugsrecht der Aktionäre auf er worbene eigene Aktien ausgeschlossen. Ferner können diese Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Diese Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

(d) Aktienoptionsrechte

Sämtliche Optionsrechte von Mitarbeitern und Vorstand sind am 5. März 2006, 0.00 Uhr er loschen. Ein neues Aktienoptionsprogramm wurde nicht aufgelegt.

Am Bilanzstichtag per 31. 12. 2005 waren aus dem bedingten Kapital Optionsrechte – den Arbeitnehmern auf 100.000 Aktien und den Mitgliedern des Vorstands auf bislang 40.000 Aktien – angeboten worden. Die Optionsrechte konnten während der ersten zwei Jahre nach ihrer Begebung, die zum Tage des Börsengangs am 13. März 2001 erfolgte, nicht ausgeübt werden ("Sperrfrist"). Innerhalb der ersten zwölf Monate nach Ablauf der Sperrfrist konnten von zeitgleich gewähr ten Optionsrechten nur 50 % ausgeübt werden. Mit Beendigung des zwölften Monats nach Ablauf der Sperrfrist konnten von zeitgleich gewährten Optionsrechten 100 % ausgeübt werden. Eine Ausübung von Optionsrechten war nur bei Er rei chen des für das jeweilige Optionsrecht maß geb lichen Erfolgsziels sowie nur an Bank arbeits tagen innerhalb von Aus übungszeit räumen ("Ausübungszeiträume") zulässig. Ein Optionsrecht konnte nur ausgeübt werden, wenn sich seit Gewährung des Options rechts der Kurs der Aktie der Gesellschaft um mindestens 2 % pro abgelaufenem vollen Monat erhöht hätte. Die Kursentwicklung der Aktie der Gesellschaft ergab sich dabei aus einem Vergleich des für diese Optionsrechte gültigen Optionspreises mit dem höchsten Kurs der Aktie der Gesellschaft am ersten Bankarbeitstag nach derjeni gen Geschäftszahlenbekanntgabe, welche der Ausübung des Optionsrechts un mittelbar voran gegangen war. Der Ausgabekurs war EUR 10,50.

(13) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage ist im Wesentlichen aus dem Zufluss liquider Mittel aus dem Börsengang in 2001 hervorgegangen. Erfolgsneutral sind die Kosten der Börseneinführung aus 2001 und der Sachkapitalerhöhung 2002 verrechnet worden; die aus der Sachkapitalerhöhung entstandenen neuen Aktien sind ebenfalls an der Börse eingeführt worden. Zudem wurde in 2002 mit der Kapitalrücklage u.a. der aus der Konsolidierung der OHB-System AG entstandene Firmenwert von TEUR 2.257 verrechnet.

(14) Gewinnrücklage

In der Gewinnrücklage wird die Auflösung eines negativen Firmenwertes aus der Erstkonsolidierung erfolgsneutral im Jahr 2002 nach IFRS 3.81 abgebildet.

(15) Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen/ Verlusten

Diese Eigenkapitalposition ergibt sich aus der Marktbewertung der Aktien an der ORBCOMM Inc. in Höhe des Börsenkurses zum Bilanzstichtag abzüglich der Buchwerte. Die Bewertung erfolgte erfolgsneutral. Auf diesen Betrag wurden entsprechende latente Steuern (TEUR 184) erfolgsneutral gebildet.

(16) Eigene Anteile

Am Bilanzstichtag waren 27.394 eigene Aktien im Bestand (Vorjahr 27.394 Aktien), damit befanden sich zum Bilanzstichtag 14.900.702 Aktien im Umlauf. Die eigenen Anteile wurden zu einem durchschnittlichen Preis von EUR 6,106 je Aktie bewertet. Die eigenen Aktien werden in der Bilanz vom Grundkapital offen abgesetzt.

(17) Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von TEUR 7.191 (Vorjahr TEUR 5.815) betreffen die Mitgesellschafter im Teilkonzern MT Aerospace, der megatel GmbH und der Telematic Solutions S.p.A.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind für Sachverhalte zu verlässig geschätzt worden, aus denen sich aufgrund gegenwärtiger Verpflichtungen ein Zahlungsmittelabfluss ergeben wird (siehe Tabelle "Rückstellungsspiegel"). Basis der Schätzungen waren im Wesentlichen detaillierte Kalkulationen.

(18) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im OHB-Konzern (ohne MT Aerospace) wird eine Pensionsrückstellung für ein Vorstandsmitglied (TEUR 407) gebildet und in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte nach dem Teilwertverfahren. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen er mittelten Teilwerten liegt unter Verwendung der Richttafeln 2005 von Prof. Dr. Klaus Heubeck ein Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde. Es wird bei dieser Rückstellung davon ausgegangen, dass nach dem Anwartschaftsverfahren gemäß IAS 19 sich kein wesentlicher Unterschied für die Dotierung ergeben würde.

Der OHB-Konzern trifft im Unternehmensbereich Raumtransport + Aerospace Strukturen Vorsorge für die Zeit nach der Pensionierung der anspruchsberechtigten Mitarbeiter.

Die Höhe der künftigen Leistungen basiert in der Regel auf Beschäftigungsdauer, Entgelt und der eingenommenen Position im Unter-

Rückstellungsspiegel in TEUR
Stand 01.01.2006 Zuführungen Auflösungen Änderungen Kon-
solidierungskreis
Stand 31.12.2006
Pensionsrückstellungen 63.757 4.367 2.595 0 65.528
davon langfristig 63.757 4.367 2.595 0 65.528
Steuerrückstellungen 1.839 5.723 4.080 0 3.482
davon langfristig 0 0 0 0 0
Latente Steuern 12.654 3.858 616 0 15.896
davon langfristig 12.654 3.858 616 0 15.896
Sonstige Rückstellungen 24.923 14.637 17.981 0 21.579
davon langfristig 4.402 1.021 2.186 0 3.237
Gesamt 103.173 28.585 25.273 0 106.485

nehmen. Die unmittelbaren und mittelbaren Verpflichtungen umfassen solche aus bereits laufenden Pensionen und Anwartschaften für zukünftig zu zahlende Pensionen und Altersruhegelder.

Die Pensionsverpflichtungen für die leistungsorientierten Altersversorgungspläne werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Die zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die gesamte Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt. Außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge infolge der Beendigung von Versorgungsplänen oder wegen der Kürzung und Übertragung der Versorgungsleistungen haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn-/Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Die Bewertung erfolgte unter folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:

  • Abzinsungssatz: 4,25 % (Vorjahr 4,25 %)
  • Lohn-/Gehaltstrend: 2,00 % (Vorjahr 2,00 %)
  • Lohndrift: 0,50 % (Vorjahr 0,50 %)
  • Rententrend: 1,50 % (Vorjahr 1,50 %)

Diese Parameter gelten auch im jeweiligen Fol gejahr für die Berechnung der Kosten der erworbenen Versorgungsansprüche. Der Ge samtaufwand für leistungsorientierte Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

  • Aufwand für die im Geschäftsjahr erworbenen Versorgungsansprüche: TEUR 1.352 (Vorjahr TEUR 643)
  • Zinsaufwand für bereits erworbene Ansprüche: TEUR 2.987 (Vorjahr TEUR 1.546)

Der DBO der nicht durch externe Versorgungseinrichtungen gedeckten Verpflichtungen beträgt TEUR 72.484 (Vorjahr TEUR 72.895). Die im Geschäftsjahr aufgelaufenen versicherungsmathematischen Verluste betragen TEUR 7.446 (Vorjahr TEUR 9.635), somit beträgt die Pensionsrückstellung TEUR 65.038 (Vorjahr TEUR 63.260).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, soweit sie 10 % des Barwerts der Verpflichtungen und des Marktwerts des Fondsvermögens nicht übersteigen, werden gemäß der Korridormethode (IAS 19) grundsätzlich nicht bilanziert. Der 10-%-Korridor wird im laufenden Geschäftsjahr überschritten. Der sich so ergebende Betrag von TEUR 235 wird über zehn Jahre aufgelöst. Die Verpflichtungen werden in regelmäßigen Abständen auch unter Risikoaspekten bewertet.

(19) Langfristige sonstige Rückstellungen

Diese Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitzusagen im Teilkonzern MT Aerospace.

(20) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich um langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der italienischen Tochtergesellschaft Telematic Solutions S.p.A. Der durchschnittliche Zinssatz für diese Verbindlichkeiten beträgt 4,7 %.

(21) Langfristige erhaltene Anzahlungen

Hierbei handelt es sich um Vorauszahlungen von Kunden für in Arbeit befindliche Aufträge, deren Restlaufzeit mehr als zwölf Monate beträgt.

(22) Latente Steuerverbindlichkeiten

Für Ertragsteuern wurden TEUR 3.482 aufgrund der tatsächlichen Steuerbelastung im Konzern zurückgestellt, dieser Betrag ist in den kurzfristigen Rückstellungen enthalten. Nach IAS 12 führen vorübergehende Differenzen zwischen steuerlichen Wertansätzen für Vermögensgegenstände und Schulden einerseits und andererseits deren steuerlicher Ansatz nach IFRS/IAS zur Abgrenzung latenter Steuern. Die Rückstellungen für latente Steuern wurden um TEUR 3.242 erhöht auf TEUR 15.896. Darin enthalten sind TEUR 184 auf die direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Fair-Value-Bewertung der Aktien an der ORBCOMM Inc. Im Wesentlichen wurden latente Steuern gebildet auf den Einmalertrag von TEUR 7.000 (rund TEUR 2.700) sowie auf aktivierte Entwicklungskosten von TEUR 9.427 (rund TEUR

3.600). Weiter wurden für Bewertungsunterschiede auf das übrige Anlagevermögen von TEUR 8.267 (rund TEUR 3.300), das übrige Umlaufvermögen von TEUR 2.961 (rund TEUR 1.200) und aus der Anwendung der Percentageof-Completion-Methode in den Vorjahren (rund TEUR 3.697) gebildet.

(23) Kurzfristige Rückstellungen

Die Rückstellungen für Materialkosten und bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 9.432 wurden für bereits erhaltene Leistungen, aber noch ausstehende Rechnungen gebildet. Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Kosten für Umstrukturierungen (TEUR 7.047) sowie Ertragsteuern (TEUR 3.482).

(24) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der italienischen Tochtergesellschaft Telematic Solutions S.p.A. Der durchschnittliche Zinssatz für diese Verbindlichkeiten beträgt 6,2 %.

(25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungs betrag erfasst. Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

(26) Erhaltene Anzahlungen

Hierbei handelt es sich um Vorauszahlungen von Kunden für in Arbeit befindliche Aufträge, deren Restlaufzeit weniger als zwölf Monate beträgt.

(27) Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

Hierunter werden Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und Verbindlichkeiten aus Steuern ausgewiesen, darüber hinaus betrifft der ganz überwiegende Teil Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Restrukturierung des MT-Teilkonzerns.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen TEUR 46.720, davon mit einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren in Höhe von TEUR 26.759 und mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 19.961. Aus Leasingverträgen (operating leasing) ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von TEUR 341 mit einer Laufzeit von ein bis fünf Jahren. Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht. Es bestehen keine weiteren Verpflichtungen, die den Abfluss von Ressourcen erfordern. Auf den Einsatz von Finanzderivaten wurde verzichtet. Die OHB Technology AG hat für die Timtec Teldatrans GmbH einen Rangrücktritt gegenüber Drittschuldnern in Höhe von TEUR 1.926 für eigene Forderungen erklärt. Die Gesellschaft hat für Verbindlichkeiten der ELTA S.A. keine Bürgschaften ge stellt. Zum Bilanzstichtag bestanden Avalverpflichtungen in Höhe von TEUR 20.012, davon entfallen TEUR 10.000 auf eine Bietungsgarantie.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge zählen ab Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden als realisiert. Nach IAS 11 wurde die Percentage-of-Completion-Methode unter Einrechnung angemessener Sicherheitsabschläge ("true and fair view") für künftige unerwartete Risiken angewendet, da der Teilgewinn hinreichend genau auf Basis des Fertigstellungsgrades ermittelt werden konnte. Hierbei wird der Fertigstellungsgrad anhand der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Auftragskosten im Verhältnis zu den geplanten gesamten Auftragskosten ermittelt. Die zum Bilanzstichtag in Arbeit befindlichen langfristigen Projekte (Projektlaufzeit von ein bis 15 Jahren) wurden, sofern ein Teilgewinn mit hinreichender Sicherheit nicht geschätzt werden konnte, zu Herstellungskosten zzgl. Verwaltungsgemeinkosten aktiviert. Teilgewinne wurden bei den übrigen Projekten in Anlehnung an die im Schrifttum entwickelten Grundsätze realisiert.

(28) Umsatzerlöse

Die Auftragserlöse aus langfristiger Fertigung nach IAS 11 betrugen im Geschäftsjahr 2006 TEUR 58.956 (Vorjahr TEUR 47.206). Die dazugehörigen Auftragskosten betrugen TEUR 52.863 (Vorjahr TEUR 42.510). Der daraus re sultierende Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug im Geschäftsjahr 2006 TEUR 6.093 (Vorjahr TEUR 4.696).

Der Umsatz verteilt sich auf die Geschäftsfelder wie folgt:

Umsatzerlöse in TEUR
2006 2005
Raumfahrtsysteme + Sicherheit 58.956 47.206
Raumtransport + Aerospace Strukturen 93.207 57.102
Telematik + Satellitenbetrieb 14.093 12.555
Konsolidierung -3.109 -3.034
Gesamt 163.147 113.829

(29) Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
2005
-128
-8.499
380
- 8.247

(30) Andere aktivierte Eigenleistungen

Entwicklungsausgaben sind nach IAS 38.57 aktivierungsfähig, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierungsfähigkeit voraus, dass die Entwicklungsausgaben mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittel zuflüsse gedeckt werden. Die Bewertung erfolgt auf Basis der angefallenen Herstellungs kosten, im Wesentlichen Entwicklungsstunden bewertet mit dem jeweiligen Stundensatz.

(31) Sonstige betriebliche Erträge

Hierunter sind u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie die Erlöse aus Zu wendungen erfasst. Der wesentliche Posten resultiert aus der Übernahme einer konzernfremden Verbindlichkeit in den Konzern (TEUR 7.000).

(32) Gesamtleistung

Unter Gesamtleistung werden zusammengefasst:

  • Umsatzerlöse
  • Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
  • Andere aktivierte Eigenleistungen
  • Sonstige betriebliche Erträge

Die Gesamtleistung gliedert sich nach den Geschäftsfeldern wie folgt auf:

Gesamtleistung in TEUR
2006 2005
Raumfahrtsysteme + Sicherheit 63.040 50.767
Raumtransport + Aerospace Strukturen 103.356 50.554
Telematik + Satellitenbetrieb 15.524 13.540
Konsolidierung -4.391 -4.001
Holding 8.170 6.197
Gesamt 185.699 117.057

(33) Materialaufwand

Materialaufwand in TEUR
2006 2005
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 75.975 44.561
Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.272 8.438
Gesamt 90.247 52.999

(34) Personalaufwand

Personalaufwand in TEUR
2006 2005
Löhne und Gehälter 42.233 28.130
Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 9.090 5.674
Gesamt 51.323 33.804

(35) Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände und Sachanlagen Für das abgelaufene Geschäftsjahr bestand kein Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen.

(36) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. die wesentlichen Positionen Mietzahlungen sowie Vertriebs- und Verwaltungskosten.

(37) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis enthält die Ergebnisbeiträge der ELTA S.A. (TEUR 336), die nach der At-Equity-Methode bilanziert ist, sowie im Berichtszeitraum gezahlte Dividenden von ORBCOMM Inc. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Finanzbeteiligungen in Höhe von TEUR 826 abgeschrieben.

(38) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Bei den deutschen Unternehmen sind im Konsolidierungskreis tatsächliche Ertragsteuern in Höhe von TEUR 5.054 entstanden; im Ausland sind TEUR 115 angefallen. Der für die Berechnung der inländischen latenten Steuern verwendete Steuersatz beträgt 38 bzw. 40 %. Mit der Anwendung von IAS 12 werden latente Steuerverrechnungsansprüche berücksichtigt. Überleitung auf den effektiven Steueraufwand (ohne latente Steuern) des Geschäftsjahres 2006: siehe Tabelle "Überleitungsrechnung Steueraufwand". Aus der Gewichtung der o.a. differenzierten Steuersätze ergibt sich für die Überleitungsrechnung ein gewichteter Steuersatz von 38,25 %.

(39) Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter von TEUR 1.403 beziehen sich auf die Telematic Solutions S.p.A., MT Aerospace Holding GmbH und megatel GmbH.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
in TEUR 2006 2005
Firmenwerte 0 0
Immaterielle Vermögenswerte 3.144 2.548
Sachanlagen 4.364 2.697
Gesamt 7.508 5.245
Überleitungsrechnung Steueraufwand 2006 in TEUR
Steuern zum Steuersatz von 38,25 % 8.408
Teilweise steuerbefreite Einnahmen (23,00 % x 732) -168
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben (38,25 % x 830) 317
Mehrsteuern Ausland 6
Effektiver Steueraufwand 8.563

Ergebnis je Aktie nach IFRS/IAS

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem das auf die Aktien entfallende Ergebnis nach Steuern durch die Zahl der gewinnberechtigten Aktien dividiert wird. Eine Verwässerung dieser Kennzahl kann durch so genannte potenzielle Aktien – insbesondere Options- und Bezugsrechte – entstehen. Im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms sind Aktienoptionen ausgegeben worden, die in 2006 aufgrund der Optionsbedingungen nicht ausgeübt werden konnten. Das Optionsprogramm ist im Jahr 2006 erloschen. Damit entsprechen sich das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie. Für die Berechnung wurden 14.900.702 Aktien zugrunde gelegt, da 27.394 eigene Aktien zum Bilanzstichtag im Bestand waren. Als Basis für die Berechnung wurde der Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 12.016 verwendet. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Ge schäftsjahr 2006 EUR 0,81 (Vorjahr EUR 0,72).

Segmentberichterstattung

Der Konzern gliedert sich in die folgenden Unternehmensbereiche:

  • Raumfahrtsysteme + Sicherheit
  • Raumtransport + Aerospace Strukturen
  • Telematik + Satellitenbetrieb

Die Vorjahreszahlen des Segmentes Raumtransport + Aerospace Strukturen beziehen sich auf den Zeitraum 1. Juli 2005 bis 31. Dezem ber 2005. Auf eine Berichterstattung nach einem sekundären Segment wie z.B. die geographi sche

Segmentberichterstattung in TEUR
Raumfahrtsysteme
+ Sicherheit
Raumtransport
+ Aerospace Strukturen
2006 2005 2006 2005
Umsatzerlöse 58.956 47.206 93.207 57.102
davon Innenumsätze 392 248 5 0
Gesamtleistung 63.040 50.767 103.356 50.554
Materialaufwand und bezogene Leistungen 37.977 28.333 47.713 22.185
Abschreibungen 2.254 1.954 3.882 2.080
EBIT 6.093 4.696 6.618 3.118
Anlagevermögen 10.008 10.676 41.763 42.601
Umlaufvermögen 42.223 43.493 146.437 133.349
Bilanzsumme Aktiva 52.231 54.169 188.200 175.950
Eigenkapital 15.084 14.832 15.295 10.489
Verbindlichkeiten 37.147 39.337 172.906 165.461
Bilanzsumme Passiva 52.231 54.169 188.200 175.950

Zuordnung wurde verzichtet, da eine sachgerechte Zuordnung der Umsätze nach geographischen Regionen aufgrund der Struktur der Auftraggeber (internationale Orga nisationen) nicht möglich ist. Segmenterträge, -aufwendungen und -ergebnisse beinhalten ebenso Geschäftsbeziehungen zwischen den Geschäftsfeldern. Diese Transfers werden zu Vollkosten verrechnet. Die Holding ist gesondert dargestellt, da die Beteiligungsansätze im Wesentlichen bei der Holding erfasst sind. Die OHB Technology AG übt die Tätigkeit einer aktiven Holdinggesellschaft aus. Im Berichtszeitraum wurden im Segment Raum fahrtsysteme + Sicherheit TEUR 1.746 investiert (Vorjahr TEUR 2.976), im Segment Raumtransport + Aerospace Strukturen beliefen sich die Investitionen auf TEUR 3.127 (Vorjahr TEUR 1.021) und im Segment Telematik + Satellitenbetrieb betrug der investierte Betrag im Jahr 2006 TEUR 1.563 (Vorjahr TEUR

633). Die Investitionen betrugen im Bereich der Holding TEUR 439 (Vorjahr TEUR 4.270). Der Beteiligungsertrag (At Equity) aus der ELTA S.A. wurde dem Finanzergebnis der Holding zugerechnet (TEUR 336). Für die Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung ist zu beachten, dass die MT Aerospace AG im Jahr 2006 erstmalig ganzjährig konsolidiert wurde.

Telematik
+ Satellitenbetrieb
Holding Konsolidierung Summe
2006 2005 2006 2005 2006 2005 2006 2005
14.093 12.555 0 0 -3.109 -3.034 163.147 113.829
1.815 2.148 0 0 -2.212 -2.396 0 0
15.524 13.540 8.170 6.197 -4.391 -4.001 185.699 117.057
7.606 5.356 0 0 -3.049 -2.875 90.247 52.999
1.414 1.258 9 4 -51 -51 7.508 5.245
681 1.065 6.985 5.150 51 51 20.428 14.080
4.192 3.785 37.956 28.268 -16.469 -16.519 77.451 68.811
16.197 15.169 15.675 14.893 -10.490 -9.446 210.043 197.458
20.389 18.954 53.632 43.161 -26.959 -25.965 287.494 266.269
9.682 8.837 51.585 41.489 -12.541 -16.433 79.104 59.214
10.708 10.117 2.047 1.672 -14.418 -9.532 208.390 207.055
20.389 18.954 53.632 43.161 -26.959 -25.965 287.494 266.269

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstände der Gesellschaft sind:

  • Herr Marco R. Fuchs, Lilienthal; Vorsitzender
  • Herr Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs, Bremen
  • Herr Ulrich Schulz, Bremen

Der Vorstand erhielt im Geschäftsjahr feste Bezüge von TEUR 653 (Vorjahr TEUR 599) inklusive aller Nebenleistungen wie den Zuschüssen zur Krankenversicherung und Altersvorsorge, der Anrechnung des Sachbezuges zur Kfz-Überlassung sowie einer kapitalbildenden Lebensver siche rung. Für das Kalenderjahr 2006 wurde eine Rückstellung für variable Bezüge in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr TEUR 142) für den gesamten Vorstand gebildet.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder Marco R. Fuchs und Ulrich Schulz sind bei der OHB Technology AG aufgewendet worden.

Die Bezüge des Vorstandsmitglieds Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs sind bei der OHB- System AG aufgewendet worden.

Alle Mitglieder des Vorstands waren auch für Tochterunternehmen tätig, wobei die Vergütung dieser Tätigkeiten mit den Vorstandsgehältern abgegolten war.

Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die individualisierten Vorstandsbezüge sind ausführlich im Vergütungsbericht (Bestandteil des Lageberichts) im Corporate Governance Bericht (S. 64–65) dargestellt.

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören an:

  • Frau Christa Fuchs, Bremen, Geschäftsführende Gesellschafterin der VOLPAIA Betei ligungsgesellschaft mbH, Bremen; Vorsitzende
  • Herr Prof. Dr.-Ing. Hans J. Rath, Wilstedt, Professor an der Universität Bremen; stell vertretender Vorsitzender (seit 15. Sep tember 2005)
  • Herr Prof. Heinz Stoewer, St. Augustin, Pro fessor em. Space Systems Engineering, Technische Universität Delft, Niederlande, Geschäftsführer Space Associates GmbH, St. Augustin
Wertpapierbesitz von Organmitgliedern
31.12.2006
Aktien +/- 2006/05
Christa Fuchs, Vorsitzende des Aufsichtsrats 2.000.690 -
Prof. Heinz Stoewer, Mitglied des Aufsichtsrats 1.000 -
Marco R. Fuchs, Vorsitzender des Vorstands 414.796 -
Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs, Vorstand 3.461.064 -
Ulrich Schulz, Vorstand 2.904 -

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betragen für das Geschäftsjahr 2006 TEUR 40 (Vorjahr TEUR 40), wobei TEUR 20 für die Vorsitzende des Aufsichtsrats, je TEUR 10 für die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats zeitanteilig zurückgestellt wurden. Auf variable Vergütungsbestand teile wurde verzichtet.

Mitgliedschaften der Organmitglieder in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG im Jahre 2006:

  • Herr Marco R. Fuchs, beos GmbH, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats; ZARM Technik AG, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats
  • Herr Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs, ATB GmbH, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats; beos GmbH, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats
  • Herr Prof. Dr.-Ing. Hans J. Rath, ZARM Technik AG, Bremen, Vorsitzender des Aufsichtsrats; beos GmbH, Bremen, Mitglied des Aufsichtsrats

Frau Christa Fuchs erhielt aus ihrer Beratungstätigkeit für Unternehmen des OHB Technology Konzerns im Berichtsjahr ein Entgelt von TEUR 125. Herr Prof. Heinz Stoewer erhielt im Berichts zeitraum Beratungshonorar in der Höhe von insgesamt TEUR 18.

ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTIENGESETZ

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die gemäß § 161 AktG geforderte Erklärung abgegeben, dass den Empfehlungen der Bundesregierung mit wenigen Ausnahmen (siehe Kapitel Corporate Governance, Seite 64–65) bereits entsprochen wird und in Zukunft entsprochen werden soll.

ERGÄNZENDE ANGABEN

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der OHB-Konzern an den Abschlussprüfer BDO Deutsche Warentreuhand AG, Hamburg, folgende Honorare gezahlt:

  • Jahresabschlussprüfung: TEUR 130
  • Prüfungsnahe Dienstleistungen: TEUR 51
  • Steuerberatungsleistungen: TEUR 26

ERGEBNISVERWENDUNG

Der HGB-Einzelabschluss zum 31. Dezember 2006 der OHB Technology AG schließt mit einem Bilanzgewinn von EUR 3.780.020,80 ab. Die OHB Technology AG übt die Tätigkeit einer aktiven Holding aus. Wesentlicher Aktiv posten sind die Beteiligungen, die zum Stichtag mit TEUR 26.787 zu Buche stehen. Das Eigenkapital der OHB Technology AG am 31. Dezember 2006 betrug TEUR 40.725. Die Gesellschaft weist im Einzelabschluss liquide Mittel und kurzfristig realisierbare Wertpapiere von insgesamt TEUR 4.778 aus. Zum Jahresüberschuss 2006 haben insbesondere die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von TEUR 5.280 beigetragen.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2006 in Höhe von EUR 3.780.020,80 wie unten dargestellt zu verwenden:

Bei den angegebenen Beträgen für die Gesamtdividende und für den Vortrag auf neue Rechnung sind die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands dividendenberechtigten Aktien berücksichtigt.

Die von der Gesellschaft gegenwärtig gehaltenen eigenen Aktien (27.394 Stückaktien) sind gemäß § 71 b AktG nicht dividendenberechtigt. Sollte die Anzahl der eigenen Aktien, die von der Gesellschaft zum Zeitpunkt der

Beschlussfassung der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gehalten werden, größer oder kleiner sein als zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsvorschlages des Vorstands, vermindert bzw. erhöht sich der insgesamt an die Aktionäre auszuschüttende Betrag um den Dividendenteilbetrag, der auf die Differenz an Aktien entfällt. Der in den Vortrag auf neue Rechnung einzustellende Betrag verändert sich gegenläufig um den gleichen Betrag. Die auszuschüttende Dividende pro dividendenberechtigter Stückaktie bleibt hingegen unverändert.

Der Hauptversammlung wird gegebenenfalls ein entsprechend modifizierter Beschlussvorschlag unterbreitet werden.

Der Konzernabschluss ist zur Freigabe am 27. März 2007 vorgesehen.

Bremen, den 13. März 2007

Ergebnisverwendungsvorschlag
in EUR
2006
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,23 auf jede
dividendenberechtigte Stückaktie (14.900.702 Stückaktien)
3.427.161,46
Vortrag auf neue Rechnung 352.859,34
Bilanzgewinn 3.780.020,80

Marco R. Fuchs Prof. Dr. h.c. Manfred Fuchs Ulrich Schulz

BESTÄTIGUNGSVERMERK

"Wir haben den von der OHB Technology AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2006 bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezo-

Rohardt Wirtschaftsprüfer

genen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Hamburg, den 14. März 2007 BDO Deutsche Warentreuhand Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Kerber Wirtschaftsprüfer

ANSPRECHPARTNER

OHB Technology AG Karl-Ferdinand-Braun-Str. 8 28359 Bremen

Marco R. Fuchs Vorsitzender des Vorstands

Michael Vér Investor Relations

Tel.: +49 (0) 421 2020-727 Fax: +49 (0) 421 2020-613 ir@ohb-technology.de

www.ohb-technology.de

IMPRESSUM

Konzeption, Text: OHB Technology AG, Bremen

Design: moskito Kommunikation und Design, Bremen

Fotos:

Arjay Multimedia/Photography, West Paterson (NJ), USA Airbus S.A.S., Toulouse, Frankreich Arianespace S.A., Evry, Frankreich bremenports GmbH & Co. KG, Bremen CEMEX Deutschland AG, Ratingen CNES, Paris, Frankreich DAF Trucks N.V., Eindhoven, Niederlande EMV Services GmbH & Co. KG, Hamburg ESA, Paris, Frankreich ESA (P. Carril), Paris, Frankreich ESO, Garching bei München fotoetage (Michael Jungblut), Bremen/Berlin Hitachi Construction Machinery (Europe) NV, Amsterdam, Niederlande Frank Pusch, Bremen Kayser-Threde GmbH, München Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn MT Mechatronics GmbH moskito Kommunikation und Design, Bremen MT Aerospace AG, Augsburg NASA, Washington D.C., USA OHB Technology AG, Bremen Ratsch-Design, Bremen

Lektorat:

W. Zertani, Druckerei und Verlag, Bremen

Druck: BerlinDruck, Achim bei Bremen

99

GLOSSAR

ARDS Aerial Reconnaissance Data System; System zur breitbandigen Datenübertragung von Luftaufklärungsbildern

ARTES-11 ESA-Langzeitplan zur Entwicklung kleiner geostationärer Telekommunikationssatelliten

ATV Automated Transfer Vehicle; unbemannte Raumtransporter für ISS-Versorgungsflüge

BMVg Bundesministerium der Verteidigung

BWB Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung

CNES Centre national d'études spatiales; Französische Raumfahrtagentur

Columbus Name des europäischen Moduls der Internationalen Raumstation

DBO Defined Benefit Obligation; Barwert leistungsorientierter Verpflichtungen

DGA Délégué général pour l'armement; französische militärische Beschaffungsagentur

DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

D-WERDAS Demonstrator- Weitreichendes relaisgestütztes Datenübertragungssystem

EBIT Earnings Before Interest and Taxes; Gewinn vor Zinsaufwand und Steuern

EBITDA Earnings Before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation; Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte

EBT Earnings Before Taxes; Gewinn vor Steuern

EnMAP Environmental Mapping and Analysis Program; Satellit zur Erdbeobachtung im Hyperspektralbereich

EPM European Physiology Modules; human-physiologische Forschungsanlage für das Columbus-Modul der ISS

ESA European Space Agency; Europäische Raumfahrtagentur

ESGA Europäisierung der satellitengestützten Aufklärung

EPS Earnings Per Share; Ergebnis pro Aktie

ETC European Transport Carrier; Transportrack für die sensiblen wissenschaftlichen Versuche für das Europäische Columbus-Modul der ISS

ExoMars wissenschaftliche Mission der ESA zur Erforschung des Mars

F+E Forschung und Entwicklung

FM Flugmodell

25 Jahre OHB > S. 04
Vorstand > S. 06
Aufsichtsrat > S. 10
OHB-Aktie > S. 13
In erfolgreichen Bahnen > S. 19
Unternehmensbereiche > S. 25
Konzernlagebericht > S. 45
Corporate Governance > S. 64
Konzernabschluss > S. 67

FSLGS French SAR-Lupe Ground Segment; Auslegung des französischen Helios-Bodensegments zum Empfang von SAR-Lupe-Aufklärungsbildern

Galileo Europäisches globales satellitengestütztes Navigationssystem

GIS Geographisches Informationssystem

GMES Global Monitoring for Environment and Security; europäische Initiative zur globalen Umwelt- und Sicherheitsüberwachung

HTV H-II Transfer Vehicle; unbemannter japanischer Raumtransporter

IAS International Accounting Standards

IFRS International Financial Reporting Standards

IOT Industrial Operator Team; Team zur Vorbereitung der Inbetriebnahme des Columbus-Moduls für die ISS

ISS International Space Station; Internationale Raumstation

LEO Low Earth Orbit (erdnahe Umlaufbahn)

NASA National Aeronautics and Space Administration; US-amerikanische Raumfahrtbehörde

OEM Original Equipment Manufacturer; Bezeichnung für einen Lieferanten, der als Erstausrüster seine Geräte oder Produkte unter dem Namen seines Kunden in den Handel bringt

ORBCOMM CDS ORBCOMM Concept Demonstration Satellite; erster ORBCOMM-Satellit der zweiten Generation

RFID Radio Frequency Identification; Technik zur Identifikation von Gegenständen über Funk (Radiofrequenz, RF)

SAR-Lupe Synthetic Aperture Radar-Lupe; System aus Kleinsatelliten mit einem Verfahren zur Steigerung der Qualität von Radarbildern

Small GEOs Kleine geostationäre Satelliten für Telekommunikation und Multimediaanwendungen

Telematik Verbindung von Telekommunikation und Informatik

Tracking und Tracing Kursverfolgung und Überwachung mobiler Objekte

visor Software-Produkt (GEO-Informationssystem) der megatel

WAICO Waving and Coiling Response of Arabidopsis Roots; biologisches Experiment für die Internationale Raumstation

Glossar

Finanzkalender 2007

Bilanzpressekonferenz und Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2006, Bremen > 28. März

Analystenkonferenz, Frankfurt am Main > 28. März

3-Monats-Bericht /Analysten-Conference Call > 10. Mai

Hauptversammlung, Bremen > 10. Mai

6-Monats-Bericht /Analysten-Conference Call > 9. August

9-Monats-Bericht /Analysten-Conference Call > 13. November

Analystenpräsentation auf dem Deutschen Eigenkapitalforum, Frankfurt am Main > 12.–14. November

OHB Technology AG Karl-Ferdinand-Braun-Str. 8 28359 Bremen, Germany

Tel.: +49 (0) 421 2020-8 Fax: +49 (0) 421 2020-613 ir@ohb-technology.de

www.ohb-technology.de

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