Annual Report • Apr 30, 2012
Annual Report
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Jahresfinanzbericht
| Konzernlagebericht | Seite 3 |
|---|---|
| Konzernabschluss Seite 24 | |
| Erklärung der gesetzlichen Vertreter Seite 89 | |
| Lagebericht der Oberbank AG Seite 95 | |
| Jahresabschluss der Oberbank AG gemäß UGB Seite 116 | |
| Erklärung der gesetzlichen Vertreter Seite 133 | |
| Verantwortungsbereiche des Vorstandes Seite 134 | |
| Organe der Bank Seite 135 | |
| Impressum Seite 136 |
Das gesamte Jahr 2011 war von der Eskalation der Schuldenkrise in der EU und in den USA geprägt. Das Zögern der Regierungen bei konkreten Maßnahmen und die Uneinigkeit innerhalb der EU trugen zusätzlich zur Verunsicherung der Märkte bei.
Mit Jahresbeginn 2011 wurde Estland das 17. Mitglied des Euro-Raumes, die drei neuen europäischen Aufsichtsbehörden für die Banken (EBA), die Börsen (ESMA) und die Versicherungen (EIOPA) nehmen ihre Arbeit auf.
Im März 2011 stufte die Ratingagentur Moody's die Bonität Griechenlands um drei Stufen von Ba1 auf B1 herab, Spaniens Bonität wurde von Aa1 auf Aa2 reduziert. Die 27 EU-Staaten beschlossen auf einem Gipfel in Brüssel ein umfangreiches Paket zur Sicherung des Euro. Der bisherige Rettungsfonds EFSF wurde auf 500 Milliarden Euro aufgestockt, ab 2013 soll er von dem 700-Milliarden-Euro-Fonds ESM abgelöst werden.
Im April leitete die EZB die Zinswende ein und erhöhte den Leitzins um 0,25 Punkte auf 1,25 %. Griechenland kündigte ein unerwartet hohes Haushaltsdefizit an: 2010 betrug die Lücke 10,5 % des BIP. Bisher war der IWF von einem Defizit von 9,6 % des BIP ausgegangen.
Im Mai 2011 wurde für Portugal ein 78-Milliarden-Euro-Hilfspaket beschlossen. Standard & Poor's senkte die Kreditwürdigkeit Griechenlands von BB- auf B. In der Folge verstärkte Griechenland seine Privatisierungsbemühungen, Häfen und Flughäfen sollen verkauft werden.
Im Juni nahm Standard & Poor's eine Senkung der Kreditwürdigkeit Griechenlands um drei Stufen, von B auf CCC, vor. Nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bekräftigte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel den Wunsch nach einer "Beteiligung privater Gläubiger auf freiwilliger Basis" an einem möglichen Schuldenschnitt für Griechenland.
Im Juli gaben die Finanzminister der Euro-Länder die fünfte Tranche des Hilfspaketes für Griechenland mit einem Volumen von 12 Milliarden Euro frei. Moody's stufte als erste Ratingagentur die Kreditwürdigkeit Portugals und Irlands auf Ramschstatus herunter. Die EZB setzte einen weiteren Zinsschritt und erhöhte den Leitzins auf 1,5 %. Am 21. Juli wurde auf einem Sondergipfel der Euro-Staaten ein zweites Hilfspaket für Griechenland in Höhe von 109 Milliarden Euro beschlossen. Auch private Gläubiger sollen einen freiwilligen Beitrag leisten. Zudem werden die Aufgaben des Rettungsfonds EFSF erweitert.
Im August kam es zu einer weiteren Verschärfung der Krise: Italien und Spanien gerieten an den Finanzmärkten immer stärker unter Druck und die EZB gab bekannt, für 22 Milliarden Euro Staatsanleihen von Euro-Ländern gekauft zu haben. Nach einem Treffen in Paris forderten Kanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy die Gründung einer Wirtschaftsregierung der Euro-Zone, zudem solle es eine Schuldengrenze für alle Euro-Länder geben.
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso stellte im Oktober Pläne zur erneuten Bankenrettung vor. Es wurde befürchtet, dass einige Banken durch einen möglichen Schuldenschnitt Griechenlands in ernsthafte Schwierigkeiten geraten könnten. In Brüssel begannen mit einem Treffen der Euro-Finanzminister dreitägige Verhandlungen zur Lösung der Schuldenkrise.
Aus einem Bericht von IWF, EU und EZB ging hervor, dass Griechenland deutlich mehr Finanzmittel benötigt und wahrscheinlich vor 2021 kein Geld an den Kapitalmärkten aufnehmen können wird. Daher wurde am 26. Oktober ein Schuldenschnitt für Griechenland beschlossen, auch private Gläubiger verzichteten auf 50 % ihrer Forderungen. Zudem beschlossen die Staats- und Regierungschefs ein weiteres Hilfspaket für Griechenland von 100 Milliarden Euro bis 2014, eine höhere Kapitalausstattung systemrelevanter europäischer Banken und eine Hebelung des EFSF. Der griechische Premierminister Giorgos Papandreou kündigte eine Volksabstimmung über den Euro-Rettungsplan für sein Land und die damit verbundenen drastischen Sparmaßnahmen an.
Diese Ankündigung schickte im November weltweit die Börsen auf Talfahrt. Die griechische Führung knickte angesichts des Drucks der internationalen Geldgeber ein, Ministerpräsident Papandreou zog den umstrittenen Plan zurück. Am 6. November stellte er sein Amt zur Verfügung, am 11. November wurde die neue griechische Regierung unter dem früheren EZB-Vizepräsidenten Loukas Papademos vereidigt. Auch Italien geriet an den Finanzmärkten immer stärker unter Druck, für die zehnjährige Staatsanleihe musste das Land eine Rekordrendite von 6,7 % zahlen. Am 12. November trat der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi zurück, tags darauf erhielt der ehemalige EU-Kommissar Mario Monti den Auftrag, eine neue Regierung zu bilden.
Die Zinsen, die Frankreich und Belgien für zehnjährige Staatsanleihen zahlen müssen, erreichten im November Rekordwerte, Spanien musste die höchsten Zinsen für Anleihen seit 14 Jahren zahlen. Österreich kündigte die Einführung einer gesetzlichen Schuldenbremse an. Die Banken in der Euro-Zone mussten sich im November so viel Geld bei der EZB leihen wie seit zwei Jahren nicht mehr, weil das Misstrauen der Institute untereinander infolge der Schuldenkrise immer größer wurde. Am 30. November stellten die wichtigsten Notenbanken der Welt gemeinsam den Banken mehr Geld zur Verfügung und "erkauften" der Politik damit Zeit. Die Aktion sorgte weltweit für ein Kursfeuerwerk an den Börsen.
Anfang Dezember 2011 drohte Standard & Poor's praktisch allen Euro-Ländern mit der Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit und versah 15 Staaten mit einem negativen Ausblick. Vor dem EU-Krisengipfel am 8./9. Dezember mehrten sich die Anzeichen, dass die Euro-Länder wegen des Widerstandes einiger EU-Partner eigene Wege zur Lösung der Schuldenkrise in Erwägung ziehen. Deutschland und Frankreich machten klar, dass sie auf einen Vertrag bestehen werden, der die Haushaltsdisziplin in der Euro-Zone verbindlich und einklagbar festschreibt. Der EU-Gipfel sollte mit weitreichenden Beschlüssen das Vertrauen der Investoren in die Euro-Zone wiederherstellen. Dafür nahm die Europäische Union auch ihre Spaltung in Kauf, falls Großbritannien den Vertrag nicht mitträgt. Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) traute den Banken nicht mehr zu, ihre Eigenkapitalquote schon bis Mitte 2012 auf die geforderten 9 % zu steigern und ließ viele Institute im jüngsten Stresstest durchfallen.
Mit 1. November 2011 übergab Jean-Claude Trichet das Amt des EZB-Präsidenten an den Italiener Mario Draghi. Dieser begann seine Amtszeit mit einer Senkung der EZB-Leitzinsen auf 1,25 %. Das bisherige Credo der Geldstabilität verlor für die EZB mehr und mehr an Bedeutung: Die Gefahr einer Rezession im Euro-Raum wog schwerer als die Angst vor steigender Inflation. Draghi verweigerte zwar die Zusage, dass die EZB unbegrenzt Staatsanleihen verschuldeter Staaten aufkaufen wird, das begonnene Programm will er aber fortsetzen. Seit Mai 2010 hat die EZB Bonds im Gesamtwert von 203,5 Milliarden Euro aufgekauft. Sie begründet diese Käufe mit der Stützung der Märkte, drückt aber damit die Zinskosten von Euro-Problemländern wie Italien und Spanien.
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel unternahmen immer wieder Anläufe, die Ursachen der Euro- und Schuldenkrise zu lösen. Als "Durchbruch" wurde der EU-Gipfel am 9. Dezember 2011 gesehen. Die Ratingagenturen meldeten zwar weiterhin Handlungsbedarf an, aber immerhin konnten Merkel und Sarkozy einen "Fiskalpakt" für eine strengere Haushaltsdisziplin durchsetzen. Mit Ausnahme Großbritanniens stimmten alle EU-Mitglieder vorbehaltlich einer Diskussion in ihren Parlamenten zu.
Nicht nur Europa, auch die USA kämpften 2011 mit einer Schuldenkrise. So konnte Ende Juli ein Staatsbankrott nur knapp abgewendet werden. Zuvor war heftig über die Erhöhung der Schuldenobergrenze debattiert worden, die von den Republikanern vehement zurückgewiesen wurde. Letztlich einigte man sich auf einen Kompromiss und eine Schuldenerhöhung in zwei Etappen. Als Folge der nicht gelösten Schuldenproblematik entzog Standard & Poor's der größten Volkswirtschaft der Welt die Bestnote und senkte die Bonität der USA um eine Stufe von AAA auf AA+.
Nicht unwesentlichen Anteil an der Verunsicherung der Märkte hatten im Jahr 2011 die Ratingagenturen. Die drei großen Agenturen Moody's, Fitch und Standard & Poor's trieben die Politik mit regelmäßigen Warnungen und Herabstufungen von Staaten, Banken und Versicherern regelrecht vor sich her.
Wegen der Turbulenzen rund um das Thema Staatsschulden wuchs die Konjunktur im abgelaufenen Jahr weltweit deutlich schwächer als in 2010. Die Weltwirtschaft wuchs 2011 um 3,8 %, nach einem Anstieg um 5,1 % im Vorjahr. Das BIP der USA legte um 1,6 % zu (nach 3,0 % in 2010), die japanische Wirtschaft schrumpfte um 1,0 % (nach + 4,4 %). Chinas Wirtschaft wuchs um 9,5 % besonders stark, aber auch hier war vor allem in der zweiten Jahreshälfte eine Wachstumsverlangsamung zu erkennen.
Nur mäßig entwickelte sich das Wirtschaftswachstum in der EU bzw. im Euro-Raum mit jeweils + 1,7 % nach + 1,9 % im Jahr zuvor. Lediglich Deutschland ragte mit einem Zuwachs um 3,1 % klar heraus.
Die mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedstaaten profitierten von der starken Entwicklung in Deutschland und der Exportnachfrage aus den BRIC-Staaten, ihre Wirtschaftsleistung wuchs um durchschnittlich 3,1 %.
Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2011 mit 3,2 % ein Wachstum, das etwas stärker als der Durchschnittswert des Euro-Raumes (+ 1,7 %) war. Vor allem die Exporte erwiesen sich einmal mehr als Wachstumsmotor, sie erhöhten sich um 7,8 %. Die Investitionen der Unternehmen stiegen um 5,6 % ebenfalls merklich an, während der private Konsum nur um 0,8 % wuchs.
Die US-amerikanische Notenbank FED ließ die Leitzinsen im Berichtsjahr unverändert in der Spanne von 0,00 % bis 0,25 %, auf die sie bereits am 16. Dezember 2008 gesenkt worden sind. Die EZB setzte 2011 mehrere Zinsschritte, seit 8. Dezember 2011 liegen die Leitzinsen aber mit 1,00 % wieder auf dem Niveau vom Jahresbeginn.
| Entwicklung der Leitzinsen | USD | EUR | ||
|---|---|---|---|---|
| 1.1. – 31.12. | 0,00 % – 0,25 % | 1.1. – 6.4. | 1,00 % | |
| 7.4. – 6.7. | 1,25 % | |||
| 7.7. – 2.11. | 1,50 % | |||
| 3.11. – 7.12. | 1,25 % | |||
| 8.12. – 31.12. | 1,00 % |
Der 3-Monats-Euribor lag im Jänner 2011 mit 1,02 % um 0,72 %-Punkte höher als der 3-Monats-USD-Libor. Bis Oktober stieg der Euribor deutlich auf 1,58 % an, danach ging er bis Dezember auf 1,43 % wieder leicht zurück. Der USD-Libor ging bis Jahresmitte auf 0,25 % geringfügig zurück und stieg dann bis Dezember kontinuierlich auf 0,56 % an. Somit lag der Euribor Ende 2011 um 0,87 %-Punkte über dem USD-Libor, der Abstand hat sich leicht vergrößert. Auch der 10-Jahres-SWAP verzeichnete im Euro-Raum einen stärkeren Anstieg als im US-Dollar. Zu Jahresbeginn lag der Euro-SWAP um 0,10 %-Punkte unter dem USD-SWAP (3,32 % zu 3,42 %), im Dezember lag er um 0,42 %-Punkte höher als der USD-Swap (Euro 2,53 %, USD 2,11 %).
Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war 2011 weiterhin von der Staatsschuldenkrise und der daraus resultierenden Verunsicherung geprägt. Der EUR/USD-Kurs lag Anfang 2011 bei 1,34. Bis Juni stieg der Euro bis auf 1,44 Dollar, danach ging er wieder bis zu einem Dezember-Durchschnitt von 1,32 zurück. Diese Entwicklung ist nicht mit den wirtschaftlichen Fundamentaldaten zu erklären: Sowohl bei der Gesamtverschuldung als auch beim laufenden Defizit (in Relation zum BIP) liegt die EU klar besser als die USA. Die Investoren vertrauen aber dem US-Dollar in einem turbulenten Umfeld offensichtlich mehr als dem Euro. Im Jahresdurchschnitt lag der Kurs bei 1,39, also aus Euro-Sicht leicht über dem Wert des Vorjahres (1,33).
Die Entwicklung des Euro zum japanischen Yen war in der ersten Jahreshälfte 2011 von der Natur- und Atomkatastrophe in Japan und den befürchteten Auswirkungen auf die japanische Wirtschaft geprägt: Nach einem EUR/JPY-Kurs von 110,42 im Jänner 2011 fiel der Yen bis April auf 120,27. Danach führte die Verschärfung der EU-Schuldenkrise wieder zu einem Yen-Anstieg, bis Dezember auf 102,36. Der Durchschnittskurs lag 2011 bei 110,92, nach 116,46 im Jahr davor.
Trotz der engen Verflechtung der Schweizer Wirtschaft mit jener der EU zeigte sich 2011 besonders deutlich, dass die Anleger den Schweizer Franken nach wie vor als "sicheren Hafen" sehen: Der EUR/CHF-Kurs ging von 1,28 zu Jahresbeginn bis August auf 1,12 zurück. Nach Interventionen der Schweizerischen Nationalbank und der Ankündigung, den EUR/CHF-Kurs bei 1,20 fixieren zu wollen, stieg der Kurs bis Dezember wieder auf 1,23 an. Der Jahresdurchschnitt betrug 1,23, nach 1,38 im Jahr 2010.
Die tschechische Krone und der ungarische Forint verloren gegenüber dem Euro 2011 an Wert. Die Krone ging von Jänner bis Dezember von 24,45 auf 25,51 um 4,3 % zurück, der Forint um 10,5 % von 275,33 auf 304,19.
Die Entwicklung an den internationalen Börsen war im Jahr 2011 uneinheitlich. Der Dow Jones konnte leicht zulegen, der S&P 500-Index gab leicht nach, Euro Stoxx 50, Topix, DAX und ATX gingen hingegen deutlich zurück.
| Index | Jänner 2011 | Dezember 2011 | Jänner – Dezember 2011 |
|---|---|---|---|
| Dow Jones (USA) | 11.802 | 12.076 | + 2,3 % |
| S&P 500 (USA) | 1.283 | 1.243 | - 3,1 % |
| Euro Stoxx 50 (Europa) | 2.901 | 2.283 | - 21,3 % |
| Topix (Japan) | 924 | 733 | - 20,7 % |
| DAX (Deutschland) | 7.040 | 5.868 | - 16,6 % |
| ATX (Österreich) | 2.882 | 1.839 | - 36,2 % |
Die Bilanzsumme der österreichischen Kreditinstitute erreichte zum Ende des dritten Quartals 2011 insgesamt 1.012,5 Mrd. Euro und wies damit im Vergleich zum Jahresultimo 2010 einen Anstieg um 3,5 % auf. Für diese Entwicklung war in erster Linie das Zwischenbankgeschäft im In- und Ausland verantwortlich.
Die Direktkredite an inländische Nichtbanken beliefen sich zum 30. September 2011 auf 315,2 Mrd. Euro, damit ist dieser Wert in den ersten drei Quartalen um 1,3 % gestiegen. Die Eurokredite stiegen um 1,7 % auf 258,1 Mrd. Euro, die Fremdwährungskredite gingen um 0,4 % auf 57,1 Mrd. Euro zurück. Der Anteil der Fremdwährungskredite an allen Krediten sank damit von 18,2 % auf 18,1 %.
Die Gesamteinlagen bei Österreichs Banken stiegen gegenüber Ende 2010 um 2,6 % auf 288,8 Mrd. Euro leicht an, in den einzelnen Einlagenkategorien war jedoch eine sehr unterschiedliche Entwicklung zu beobachten. Die Sichteinlagen wuchsen um 4,4 % auf 93,6 Mrd. Euro, die Termineinlagen erhöhten sich um 10,4 % auf 39,4 Mrd. Euro besonders deutlich. Die Spareinlagen waren mit 54 % aller Einlagen weiterhin die bedeutendste Sparform in Österreich. Sie blieben aber mit einem Rückgang um 0,3 % auf 155,8 Mrd. Euro nahezu unverändert, was zum insgesamt nur leichten Anstieg der Einlagen führte.
Die anrechenbaren Eigenmittel aller österreichischen Banken betrugen per Ende September 2011 92,3 Mrd. Euro, was einem nur marginalen Anstieg in den ersten drei Quartalen um 0,2 Mrd. Euro bzw. 0,2 % entspricht. Von den gesamten Eigenmitteln entfielen 73,2 Mrd. Euro auf das Kernkapital, um 0,2 % weniger als Ende 2010. Die Eigenmittelquote stieg gegenüber dem Jahresultimo 2010 um 0,29 %-Punkte auf 18,94 % leicht an.
Das gemeinsame Betriebsergebnis der österreichischen Banken stieg vom dritten Quartal 2010 zum dritten Quartal 2011 um 2,5 % auf 5,9 Mrd. Euro an. Getragen wurde das Ergebniswachstum in erster Linie vom um 4,4 % auf 7,2 Mrd. Euro gestiegenen Nettozinsertrag, während die Provisionserträge um 0,6 % auf 2,9 Mrd. Euro leicht zurückgingen. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften verringerte sich um 49,9 %, ist aber mit 0,3 Mrd. Euro insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Die Betriebsaufwendungen stiegen um 3,8 % auf 8,6 Mrd. Euro.
Für das Gesamtjahr 2011 erwarteten die österreichischen Banken per Ende September 2011 einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 12,1 % auf 7,2 Mrd. Euro, des EGT um 52,8 % auf 2,2 Mrd. Euro und des Jahresüberschusses nach Steuern um 72,9 % auf 1,1 Mrd. Euro.
Der Konzernabschluss wird nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss nach österreichischem Recht. Der Konzernlagebericht wurde nach internationalen Rechnungslegungsstandards erstellt.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2011 neben der Oberbank AG 24 inländische und 20 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 durch die erstmalige Einbeziehung folgender Gesellschaften verändert: Oberbank airplane Leasing GmbH, Linz; Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Bratislava; OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting; Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz; die Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis, wurde per 1. Juli 2011 in die Oberbank Leasing spol s.r.o., Prag, eingebracht.
Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 25 Tochterunternehmen und 24 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.
Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 64 dieses Geschäftsberichtes.
Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2011 wieder eine ausgezeichnete Ertragslage ausweisen. Das Betriebsergebnis stieg um 2,4 % auf 223,6 Mio. Euro an. Der Jahresüberschuss vor Steuern wuchs trotz der weiterhin besonders vorsichtigen Vorsorgepolitik um 10,1 % auf 126,0 Mio. Euro, der Jahresüberschuss nach Steuern um 13,1 % auf 111,2 Mio. Euro.
| Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung nach IFRS in Mio. D |
2011 | Veränderung | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsergebnis | 341,7 | 7,1 % | 318,9 | 262,4 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 97,6 | - 5,9 % | - 103,8 | - 90,7 |
| Provisionsergebnis | 104,5 | 3,3 % | 101,2 | 88,6 |
| Handelsergebnis | 9,3 | 42,8 % | 6,5 | 11,3 |
| Verwaltungsaufwand | - 229,5 | 4,0 % | - 220,7 | - 208,2 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | - 2,4 | > - 100 % | 12,4 | 28,8 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 126,0 | 10,1 % | 114,5 | 92,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 14,8 | - 8,4 % | - 16,1 | - 14,7 |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 111,2 | 13,1 % | 98,4 | 77,3 |
| davon den Anteilseignern des | ||||
| Mutterunternehmens zuzurechnen | 111,2 | 13,1 % | 98,4 | 77,3 |
| davon den Minderheitsgesellschaftern | ||||
| zuzurechnen | 0,0 | - 13,8 % | 0,0 | 0,0 |
Das Zinsergebnis erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um 7,1 % auf 341,7 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist auf das um 1,3 % auf 278,9 Mio. Euro gestiegene Ergebnis aus dem Kreditgeschäft und den um 44,2 % auf 62,8 Mio. Euro gewachsenen Ergebnisbeitrag der Equity-Beteiligungen zurückzuführen.
Im Rahmen der Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken besteht auch eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39. Zudem wurden Garantieprovisionen an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet. Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2011 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von 97,6 Mio. Euro nach 103,8 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen Rückgang der Wertberichtigungsquote von 0,99 % auf 0,90 % aus. Die hohen Risikovorsorgen stellen sicher, dass die Oberbank ausreichend gegen Kreditrisiken abgesichert ist.
Zuwachs der Zahlungsverkehrsprovision prägt Provisionsgeschäft
Das Provisionsergebnis stieg im Geschäftsjahr 2011 um 3,3 % auf 104,5 Mio. Euro an. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Zahlungsverkehr, wo die Provisionen um 7,6 % auf 36,2 Mio. Euro stiegen. Die Entwicklung im Wertpapiergeschäft war vom turbulenten Umfeld an den internationalen Börsen und der daraus resultierenden Risikoaversion der Anleger geprägt, die Provisionen lagen mit 32,1 Mio. Euro um 3,6 % unter dem Wert des Vorjahres.
Das Handelsergebnis umfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jenes aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2011 war das Handelsergebnis mit 9,3 Mio. Euro um 42,8 % höher als im Vorjahr. Einem Rückgang der Gewinne im Wertpapierbereich stehen Zuwächse im Devisen-, Valuten- und Edelmetall- sowie im Derivatebereich gegenüber.
Aufgrund der ungebrochenen Expansion und der Gründung von acht Filialen stiegen die Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % auf 229,5 Mio. Euro an. Die Personalaufwendungen stiegen um 5,1 % auf 132,7 Mio. Euro an, die Sachaufwendungen um 6,2 % auf 74,6 Mio. Euro. Vorwiegend bedingt durch geringere Abschreibungen im Leasing-Teilkonzern gingen die Abschreibungsaufwendungen um 8,8 % auf 22,1 Mio. Euro zurück. Die Kosten-Ertrags-Relation war 2011 mit 50,64 % weiterhin klar besser als im gesamten österreichischen Bankenmarkt.
Betriebsergebnis + 2,4 %, Überschuss vor Steuern + 10,1 %, nach Steuern + 13,1 %
Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis, Handelsergebnis und dem sonstigen betrieblichen Erfolg abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2011 um 2,4 % auf 223,6 Mio. Euro gesteigert werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 10,1 % höherer Jahresüberschuss vor Steuern von 126,0 Mio. Euro ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit 14,8 Mio. Euro um 8,4 % niedriger als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 111,2 Mio. Euro, womit der Vorjahreswert um 13,1 % übertroffen wurde. Es bestehen Fremdanteile am Jahresüberschuss von 25.838,45 Euro, damit beträgt der Konzernjahresüberschuss im Oberbank-Konzern 111,2 Mio. Euro (+ 13,1 %).
Die Anzahl der ausgegebenen Aktien der Oberbank AG beträgt 28.783.125 Stück. Das Ergebnis je Aktie betrug im Berichtsjahr 3,87 Euro nach 3,43 Euro im Jahr davor.
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt 79,7 Mio. Euro. Nach Rücklagendotation von 65,4 Mio. Euro und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von 0,2 Mio. Euro ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von 14,5 Mio. Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, auf das Grundkapital von 86,3 Mio. Euro eine Dividende in Höhe von 0,50 Euro je anspruchsberechtigter Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von 14.391.562,50 Euro. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von 94.984,13 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
| Unternehmenskennzahlen nach IFRS | 2011 | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Betriebsergebnisquote | 1,31 % | 1,32 % | 1,16 % |
| Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) | 10,56 % | 10,57 % | 9,86 % |
| Return on Equity nach Steuern | 9,32 % | 9,08 % | 8,28 % |
| Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) | 50,64 % | 50,28 % | 53,26 % |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) | 28,58 % | 32,55 % | 34,58 % |
| Eigenmittelquote | 16,49 % | 16,69 % | 15,39 % |
| Kernkapitalquote | 11,51 % | 10,50 % | 9,58 % |
| IFRS-Ergebnis pro Aktie in A | 3,87 | 3,43 | 2,83 |
Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – blieb im Jahr 2011 mit 1,31 % im Vergleich zum Vorjahr (1,32 %) nahezu unverändert, womit ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.
Der Return on Equity (RoE) vor Steuern blieb mit 10,56 % nach 10,57 % im Jahr zuvor ebenfalls auf hohem Niveau stabil, der RoE nach Steuern stieg von 9,08 % auf 9,32 % merklich an. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie stieg aufgrund der guten Ergebnisentwicklung von 3,43 Euro im Jahr 2010 auf 3,87 Euro 2011 deutlich an.
Die Cost-Income-Ratio lag im Jahr 2011 mit 50,64 % weiterhin ausgezeichnet und klar besser als der österreichische Bankendurchschnitt. Die Risk-Earning-Ratio ging trotz der vorsichtigen Vorsorgepolitik und weiterhin hoher Risikovorsorgen von 32,55 % auf 28,58 % zurück. Die für die Beurteilung der Bankenbonität besonders wichtige Kernkapitalquote stieg von 10,50 % auf 11,51 %.
Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2011 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 4,3 % auf 17.483,7 Mio. Euro erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.
Deutlicher Anstieg der Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kreditinstitute gingen 2011 um 15,6 % auf 1.566,2 Mio. Euro zurück, womit ihr Anteil an den Bilanzaktiva von 11,1 % auf 9,0 % sank. Die Forderungen an Kunden konnten um 4,5 % auf 10.914,2 Mio. Euro gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden auf 6.851,5 Mio. Euro um 5,6 % zulegten, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden um 2,8 % auf 4.062,7 Mio. Euro. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist einen Anstieg bei den Privatkrediten um 27,5 Mio. Euro und eine Steigerung um 444,4 Mio. Euro bei den Firmenkrediten aus.
Der Anstieg der Risikovorsorgen um 12,1 % auf 350,3 Mio. Euro ergibt sich als Saldo der Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.
Die Finanzanlagen stiegen 2011 um 10,9 % auf 4.392,2 Mio. Euro deutlich an. Dieses Volumen verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Vermögenswerte At Fair Value 288,5 Mio. Euro, Vermögenswerte Available for Sale 1.075,5 Mio. Euro, Vermögenswerte Held to Maturity 2.506,8 Mio. Euro sowie Anteile an at Equity bewerteten Unternehmen 521,4 Mio. Euro.
In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva stiegen um 10,7 % auf 50,4 Mio. Euro, das immaterielle Anlagevermögen ging um 25,9 % auf 4,6 Mio. Euro zurück.
Die Sachanlagen blieben mit 220,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert, die Position sonstige Aktiva erhöhte sich um 19,4 % auf 386,2 Mio. Euro (darin enthalten sind Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge, sonstige Forderungen der Leasingunternehmen sowie latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wuchsen im Jahr 2011 um 11,6 % auf 4.278,6 Mio. Euro. Die Primärmittel konnten in Summe um 1,6 % auf 11.315,2 Mio. Euro gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 1,8 % auf 9.064,2 Mio. Euro wieder etwas stärker zu als im Jahr zuvor, weil die Kunden aufgrund der unsicheren Entwicklung an den Börsen ihre Vermögenswerte wieder vermehrt in die traditionellen Anlageformen umschichteten. Die Bilanzposition Spareinlagen ging um 1,1 % auf 3.407,6 Mio. Euro leicht zurück, die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 3,7 % auf 5.656,6 Mio. Euro merklich an. Die verbrieften Verbindlichkeiten wuchsen um 1,4 % auf 1.506,6 Mio. Euro, die Bilanzposition Nachrangkapital blieb mit 744,4 Mio. Euro (- 0,2 %) nahezu unverändert. Die Steigerung des Eigenkapitals um 5,3 % auf 1.222,0 Mio. Euro erklärt sich vor allem durch die aufgrund der sehr guten Ertragslage mögliche hohe Dotierung der Rücklagen und die höheren Ergebnisbeiträge der Equity-Beteiligungen.
| Struktur des Primärmittelaufkommens in % | ||
|---|---|---|
| Nachrangkapital1 | 6,6 % | 2 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten2 | 13,3 % | 1 3 |
| Spareinlagen3 | 30,1 % | |
| Sicht- und Termineinlagen4 | 50,0 % | |
| 4 |
In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 6,4 % auf 402,6 Mio. Euro. Sie setzen sich hauptsächlich aus den Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen (207,7 Mio. Euro) und den Rückstellungen für das Kreditgeschäft (131,0 Mio. Euro) zusammen.
Die sonstigen Passiva stiegen um 1,8 % auf 265,3 Mio. Euro. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing-Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.
| Refinanzierungsstruktur in Mio. B | 2011 | Veränderung | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 3.407,6 | - 1,1 % | 3.447,2 | 3.399,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5.656,6 | 3,7 % | 5.455,6 | 5.477,0 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.506,6 | 1,4 % | 1.486,4 | 1.308,1 |
| Nachrangkapital | 744,4 | - 0,2 % | 746,2 | 732,1 |
| Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital | 11.315,2 | 1,6 % | 11.135,3 | 10.916,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.278,6 | 11,6 % | 3.833,2 | 3.466,5 |
| Summe | 15.593,8 | 4,2 % | 14.968,5 | 14.382,9 |
Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2011 um 5,3 % auf 1.222,0 Mio. Euro an. Das Grundkapital blieb mit 86,3 Mio. Euro im Vergleich zum Jahresultimo 2010 unverändert.
Die Eigenmittel gemäß § 24 BWG betrugen zum 31. Dezember 2011 1.673,1 Mio. Euro gegenüber 1.635,1 Mio. Euro zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von 875,1 Mio. Euro betrug demnach 798,0 Mio. Euro und liegt damit um 8,49 %-Punkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8 %. Die Eigenmittelquote 2011 ging damit von 16,69 % auf 16,49 % leicht zurück, die Kernkapitalquote stieg von 10,50 % auf 11,51 % deutlich an.
| Bilanzielles Eigenkapital in Mio. B | 2011 | Veränderung | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Grundkapital | 86,3 | 0,0 % | 86,3 | 86,2 |
| Kapitalrücklagen | 194,5 | - 0,1 % | 194,6 | 194,5 |
| Gewinnrücklagen | 915,3 | 7,3 % | 852,8 | 726,5 |
| Unversteuerte Rücklagen | 22,7 | - 5,2 % | 23,9 | 25,1 |
| Passive Unterschiedsbeträge | 1,9 | – | 1,9 | 1,9 |
| Anteile im Fremdbesitz | 1,4 | 1,7 % | 1,4 | 1,4 |
| Bilanzielles Eigenkapital | 1.222,0 | 5,3 % | 1.160,9 | 1.035,6 |
| Eigenmittel gemäß § 24 BWG | 1.673,1 | 2,3 % | 1.635,1 | 1.534,3 |
| hievon Kernkapital (Tier I) | 1.167,6 | 13,5 % | 1.028,7 | 955,4 |
| Eigenmittelerfordernis | 875,1 | 3,5 % | 845,3 | 854,8 |
| Eigenmittelquote in % | 16,49 | - 0,20 %-P. | 16,69 | 15,39 |
| hievon Kernkapitalquote in % | 11,51 | 1,01 %-P. | 10,50 | 9,58 |
| Überdeckung Eigenmittelquote in %-Punkten | 8,49 | - 0,20 %-P. | 8,69 | 7,39 |
| Bemessungsgrundlage der Eigenmittel | 10.146,2 | 3,6 % | 9.795,8 | 9.970,5 |
Die Weltwirtschaft wird laut der aktuellen Prognosen des WIFO 2012 langsamer als zuletzt wachsen, aber nicht in eine Rezession zurückfallen. Vor allem die anhaltenden Spannungen im Euro-Raum und die ungelösten Arbeitsmarktprobleme in den USA verhindern eine bessere Entwicklung. Aufgrund der enormen Staatsschulden sind in beiden Wirtschaftsregionen Konjunkturspritzen der öffentlichen Hand praktisch nicht mehr möglich.
Das Wirtschaftswachstum wird in den USA nach 1,6 % im Jahr 2011 auf 1,3 % im Jahr 2012 zurückgehen. In der EU sinkt das Wachstum von 1,7 % auf 0,3 %, im Euro-Raum von 1,7 % auf 0,0 %. Vor allem exportorientierte Länder wie Österreich und Deutschland werden deutliche Einbußen erleiden, sie werden aber immer noch stärker zulegen als der Rest des Euro-Raumes. Die neuen osteuropäischen EU-Mitglieder entwickeln sich 2012 trotz einer deutlichen Wachstumsverlangsamung von 2,7 % auf 1,4 % immer noch klar besser als die übrigen Länder der Gemeinschaft.
Die globale Konjunkturabschwächung und die Staatsschuldenprobleme werden sich 2012 auch in den "Oberbank-Ländern" im Osten auswirken: Die Exportnachfrage lässt spürbar nach, der private Konsum schafft kaum zusätzliche Impulse. In der Tschechischen Republik wird das Wachstum daher von 1,9 % im Jahr 2011 auf 0,5 % in 2012 zurückgehen. In Ungarn wird die Wirtschaft 2012 um 0,6 % schrumpfen, nach einem Wachstum um 0,9 % im Jahr 2011. In der Slowakei wird das BIP-Wachstum 2012 mit 1,0 % ebenfalls klar unter dem Niveau von 2011 (2,9 %) liegen.
Das Management der Oberbank AG erwartet für 2012 einen gegenüber dem US-Dollar etwas stärkeren Euro, für Ende 2012 wird mit einem Kurs von 1,35 – 1,40 gerechnet. Gegenüber dem Schweizer Franken wird der Euro voraussichtlich auf dem Niveau von 1,20 – 1,25 verharren. Die tschechische Krone sollte 2012 gegenüber dem Euro weitgehend stabil bleiben. Zur Entwicklung des Forint lassen sich aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Ungarn derzeit keine sicheren Prognosen abgeben.
Für Österreich wird von den Prognoseinstituten für 2012 ein Wirtschaftswachstum von unter 1 % erwartet. Diese Entwicklung schlägt vor allem auf die Investitionen durch, sie werden 2012 voraussichtlich nur noch um 0,9 % wachsen (Ausrüstungsinvestitionen + 1,5 %, Bauinvestitionen + 0,4 %). Die Exportwirtschaft wird unter der Konjunkturabschwächung in ganz Europa leiden. Das Exportwachstum ist zwar mit 3,5 % deutlich höher als das gesamtwirtschaftliche Wachstum, aber klar niedriger als in den vergangenen beiden Jahren. Der private Konsum wird voraussichtlich mit + 0,8 % gleich stark wie 2011 wachsen und damit keine wesentlichen Impulse für die Konjunktur liefern können.
Die Inflationsrate wird mit 2,1 % deutlich niedriger als im abgelaufenen Jahr sein und damit wieder im Zielkorridor der EZB liegen. Das Beschäftigungswachstum dürfte sich aufgrund der schwächeren Produktionsentwicklung von 1,9 % auf 0,6 % verlangsamen, die Arbeitslosigkeit wird damit nach österreichischer Berechnung von 6,8 % in 2011 auf 7,1 % in 2012 ansteigen.
Konzernlagebericht Ausblick für 2012
Die hervorragende Kapital- und Liquiditätsausstattung ermöglicht es dem Management der Oberbank, für 2012 ein Kreditwachstum von 5 – 6 % zu planen. Schwerpunkte im Firmenkundengeschäft werden das Auslandsgeschäft sowie Investitions- und Exportfinanzierungen sein, wo die Oberbank über eine herausragende Position am Markt verfügt. Im Privatkundenbereich soll die Kreditvergabe mit einer Wohnbauoffensive im 1. Halbjahr 2012 deutlich ausgebaut werden.
Die Refinanzierung der Kredite soll durch einen Zuwachs bei den Primäreinlagen um rund 5,5 % sichergestellt werden. Wenn das erwartete Kreditwachstum aufgrund des konjunkturellen Umfeldes nicht zu realisieren ist, wird auch die Unternehmenspolitik bei der Einlagengewinnung zu überdenken sein. Bei der bewährten Risikostrategie sind hingegen keine großen Änderungen geplant. Es wird erwartet, dass sich das Kreditrisiko etwa auf dem Niveau des Jahres 2011 bewegen wird.
Der Weg des organischen Wachstums der Oberbank soll auch 2012 und in den Folgejahren fortgesetzt werden. Regionale Schwerpunkte für Filialgründungen werden dabei Wien, Bayern und Tschechien sein.
Das Zinsgeschäft wird auch 2012 eine tragende Säule der Ertragsentwicklung sein. Beim Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft erwartet die Oberbank einen weiteren leichten Anstieg gegenüber 2011. Im Dienstleistungsgeschäft rechnet das Management, in erster Linie aufgrund der ambitionierten Planung im Wertpapierbereich, mit einem spürbaren Ergebnisanstieg.
Die Betriebsaufwendungen werden in Summe gegenüber dem Vorjahr nur moderat ansteigen. Beim Personal- und Sachaufwand wird aufgrund eines straffen Kostenmanagements nur ein mäßiger Anstieg erwartet, die Abschreibungen werden leicht rückläufig sein.
Aufgrund der Unsicherheit bezüglich des Ausmaßes der Konjunkturabschwächung ist eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2012 kaum möglich. Der Vorstand ist aber zuversichtlich, sowohl im operativen Geschäft als auch beim Jahresüberschuss vor und nach Steuern das herausragende Ergebnis des Jahres 2011 wiederholen zu können. Damit wird es auch im Geschäftsjahr 2012 möglich sein, im Wege der Rücklagendotation die Eigenmittel zu stärken und der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten.
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee.
Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und berichtet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiterinnen und -leiter bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System von Kontrollmaßnahmen, es umfasst alle Prozesse der Bank und wird ständig weiterentwickelt. Die Prozesse und Verfahren sind in Arbeitsanweisungen bzw. Ablaufbeschreibungen dokumentiert und beinhalten wesentliche Kontrollgrundsätze; u.a. Funktionstrennung, 4-Augen-Prinzip, Unterschrifts- und Kompetenzregelungen sowie EDV-Berechtigungssysteme. Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft das interne Kontrollsystem. Abgeprüft werden die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements sowie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen.
Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitatives Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung entsprochen. Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden für das Kreditrisiko (inkl. Kontrahentenausfallrisiko), das Beteiligungsrisiko, das Marktrisiko im Handelsbuch, das Marktrisiko im Bankbuch und die operationellen Risiken Risikolimits abgeleitet. Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind (Liquiditätsrisiko und Konzentrationsrisiko). Für die sonstigen, nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputationsrisiken, strategische und sonstige Risiken sowie Risiken, die aus dem makroökonomischen Umfeld erwachsen) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.
Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden entwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und die den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Kundenbonität ergeben. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet.
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Der Vorstand und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien.
Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Kreditnehmer den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet ist.
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der Kreditkunden befindet sich in den durch das Filialnetz abgedeckten Regionen. In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Die operativen Risikoziele werden tourlich im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung gemeinsam mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Dabei wird das dem Kreditrisiko im Zuge der Allokation der Risikodeckungsmasse zugeordnete ICAAP-Limit berücksichtigt.
Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibung, Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.
Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, bank- und vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit im Bezug auf diese darstellt.
Soweit das Eingehen von Beteiligungen aus ertragsorientiertem oder strategischem Interesse erfolgt, werden bereits vor dem Eingehen dieser Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. Die Oberbank genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung durch Allokation der Risikodeckungsmasse generiert werden.
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.
Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk-Modells (historische Simulation). Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.
Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen Euro-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen "Global Financial Markets", "Rechnungswesen und Controlling", "Private Banking & Asset Management", "Kredit-Management", "Corporate & International Finance", "Sekretariat", "Interne Revision" und "Organisationsentwicklung, Strategie und Prozessmanagement".
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. Die Risiken werden in folgende Kategorien eingeteilt: interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit, Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten, Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle, Ausführung, Lieferung & Prozessmanagement und Sachschäden.
Das operative Risikomanagement von operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von schlagend gewordenen operationellen Risiken.
In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich. Zur Absicherung von im Rahmen der Risikoanalysen festgestellten existenzgefährdenden Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum).
Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann. Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis. Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Grundsatz, mit den Primärmitteln und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank ein großzügiges Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Abteilung Rechnungswesen und Controlling erstellt für das tägliche Liquiditätsmanagement und für den Risikovorstand eine Liquiditätsablaufbilanz für die nächsten 30 Tage inklusive dem vorhandenen Liquiditätspuffer als Limit. Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des APM-Komitees. Zur Darstellung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende Liquiditätsablaufbilanz erstellt. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Für extreme Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.
Das Grundkapital der Oberbank AG belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 86.349.375 Euro und war unterteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % vom anteiligen Grundkapital.
Der Vorstand der Oberbank AG wurde von der Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5 % des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien bis zum Ausmaß von 5 % des Grundkapitals können auch zur Weitergabe an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Oberbank-Konzerns erworben werden. Eigene Aktien bis zum Ausmaß von 10 % des Grundkapitals können zweckneutral erworben werden.
Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung. Deren Zweck ist es, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. In dieser Vereinbarung haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte beschlossen. Die Stimmrechte der von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden in der OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.
Die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft hält 17,00 % am Gesamtkapital der Oberbank AG zum Stichtag 31. Dezember 2011, die BKS Bank AG 16,95 %. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,15 % die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. werden 4,62 % gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98 %. Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oberbank beläuft sich auf 3,69 %.
Neben den per Gesetz definierten Bestimmungen bestehen keine weiteren über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über die Änderung der Satzung der Gesellschaft. Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Eigentümer im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es kein Entschädigungsabkommen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.
Linz, am 1. März 2012 Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Verantwortungsbereich: Firmenkundengeschäft
Direktor Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Verantwortungsbereich: Privatkundengeschäft Verantwortungsbereich: Gesamtrisikomanagement
Konzernabschluss 2011 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
| Konzernrechnung | ||
|---|---|---|
| Gesamtergebnisrechnung 2011 | 27 | |
| Konzern-Gewinn- und Verlust-Rechnung | 27 | |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 28 | |
| Bilanz zum 31. Dezember 2011 | 29 | |
| Entwicklung des Konzerneigenkapitals | 31 | |
| Geldflussrechnung | 33 | |
| Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss | 35 | |
| Einleitung | 35 | |
| 1) | Konsolidierungskreis der Oberbank | 35 |
| 2) | Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze | 35 |
| Details zur Gewinn- | und Verlust-Rechnung |
44 |
| 3) | Zinsergebnis | 44 |
| 4) | Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 44 |
| 5) | Provisionsergebnis | 44 |
| 6) | Handelsergebnis | 44 |
| 7) | Verwaltungsaufwand | 45 |
| 8) | Sonstiger betrieblicher Erfolg | 45 |
| 9) | Ertragsteuern | 45 |
| 10) | Ergebnis je Aktie | 45 |
| Details zur Bilanz | 46 | |
| 11) | Barreserve | 46 |
| 12) | Forderungen an Kreditinstitute | 46 |
| 13) | Forderungen an Kunden | 46 |
| 14) | Risikovorsorgen | 47 |
| 15) | Handelsaktiva | 47 |
| 16) | Finanzanlagen | 47 |
| 17) | Immaterielle Anlagevermögenswerte | 48 |
| 18) | Sachanlagen | 48 |
| 19) | Sonstige Aktiva | 49 |
| 20) | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 49 |
| 21) | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 50 |
| 22) | Verbriefte Verbindlichkeiten | 50 |
| 23) | Rückstellungen | 50 |
| 24) | Sonstige Passiva | 51 |
| 25) | Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) | 52 |
| 26) | Nachrangkapital | 52 |
| 27) | Eigenkapital | 52 |
| 28) | Anlagenspiegel | 53 |
|---|---|---|
| 29) | Fair Value von Finanzinstrumenten | 54 |
| 30) | Angaben zu nahe stehenden Personen und Unternehmen | 57 |
| 31) | Segmentberichterstattung | 58 |
| 32) | Non performing loans | 60 |
| 33) | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 60 |
| 34) | Nachrangige Vermögensgegenstände | 60 |
| 35) | Fremdwährungsvolumina | 60 |
| 36) | Treuhandvermögen | 60 |
| 37) | Echte Pensionsgeschäfte | 60 |
| 38) | Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | 60 |
| 39) | Unternehmen des Konsolidierungskreises | 61 |
| Risikobericht | 64 | ||
|---|---|---|---|
| 40) | Gesamtrisikomanagement | 64 | |
| 41) | Kreditrisiko | 67 | |
| 42) | Beteiligungsrisiko | 75 | |
| 43) | Marktrisiko | 76 | |
| 44) | Operationelles Risiko | 78 | |
| 45) | Liquiditätsrisiko | 79 | |
| 46) | Sonstige Risiken | 81 | |
| 47) | Risikobericht – Zusammenfassung | 81 | |
| 48) | Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte | 82 | |
| 49) | Patronatserklärungen für Beteiligungen | 83 | |
| Informationen aufgrund österreichischen Rechts | 83 | ||
| 50) | Konzerneigenkapital | 83 | |
| 51) | Personal | 84 | |
| 52) | Wertpapieraufgliederung nach BWG | 84 | |
| 53) | Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis | 84 | |
| 54) | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB | 85 | |
| 55) | Beteiligungsliste gemäß UGB | 86 |
Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2011
| in A 1.000 | 2010 | Veränd. in A 1.000 |
Veränd. in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | (3) | 598.621 | 540.860 | 57.761 | 10,7 | |
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3) | - 319.713 | - 265.473 | - 54.240 | 20,4 | |
| 3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | (3) | 62.777 | 43.544 | 19.233 | 44,2 | |
| Zinsergebnis | (3) | 341.685 | 318.931 | 22.754 | 7,1 | |
| 4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | (4) | - 97.649 | - 103.826 | 6.177 | - 5,9 | |
| 5. Provisionserträge | (5) | 115.242 | 112.402 | 2.840 | 2,5 | |
| 6. | Provisionsaufwendungen | (5) | - 10.724 | - 11.195 | 471 | - 4,2 |
| Provisionsergebnis | (5) | 104.518 | 101.207 | 3.311 | 3,3 | |
| 7. Handelsergebnis | (6) | 9.253 | 6.480 | 2.773 | 42,8 | |
| 8. | Verwaltungsaufwand | (7) | - 229.453 | - 220.733 | - 8.720 | 4,0 |
| 9. Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | - 2.358 | 12.424 | - 14.782 | > - 100,0 | |
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | (8) | - 8.145 | 8.446 | - 16.591 | > - 100,0 | |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | (8) | 1.935 | 2.844 | - 909 | - 32,0 | |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | (8) | 1.708 | 610 | 1.098 | > 100,0 | |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | (8) | 2.144 | 524 | 1.620 | > 100,0 | |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 125.996 | 114.483 | 11.513 | 10,1 | ||
| 10. Steuern vom Einkommen und Ertrag | (9) | - 14.760 | - 16.108 | 1.348 | - 8,4 | |
| Jahresüberschuss nach Steuern | 111.236 | 98.375 | 12.861 | 13,1 | ||
| davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen | 111.211 | 98.346 | 12.865 | 13,1 | ||
| davon den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 25 | 29 | - 4 | - 13,8 |
| 2011 | 2010 |
|---|---|
| 111.236 | 98.375 |
| - 39.887 | 41.083 |
| 9.972 | - 10.271 |
| 81 | 988 |
| - 1.738 | 9.865 |
| - 31.572 | 41.665 |
| 79.664 | 140.040 |
| 79.640 | 140.005 |
| 24 | 35 |
| Kennzahlen | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % | 50,64 | 50,28 |
| RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % | 10,56 | 10,57 |
| RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % | 9,32 | 9,08 |
| Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % | 28,58 | 32,55 |
| Ergebnis pro Aktie in A | 3,87 | 3,43 |
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | Veränd. | Veränd. | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | in A 1.000 | in % | |||
| Aktiva | |||||
| 1. Barreserve | (11) | 300.172 | 226.923 | 73.249 | 32,3 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | (12) | 1.566.172 | 1.856.019 | - 289.847 | - 15,6 |
| 3. Forderungen an Kunden | (13) | 10.914.226 | 10.442.324 | 471.902 | 4,5 |
| 4. Risikovorsorgen | (14) | - 350.289 | - 312.585 | - 37.704 | 12,1 |
| 5. Handelsaktiva | (15) | 50.351 | 45.493 | 4.858 | 10,7 |
| 6. Finanzanlagen | (16) | 4.392.223 | 3.959.503 | 432.720 | 10,9 |
| a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL | (16) | 288.528 | 336.182 | - 47.654 | - 14,2 |
| b) Finanzielle Vermögenswerte AfS | (16) | 1.075.451 | 752.368 | 323.083 | 42,9 |
| c) Finanzielle Vermögenswerte HtM | (16) | 2.506.843 | 2.406.477 | 100.366 | 4,2 |
| d) Anteile an at Equity-Unternehmen | (16) | 521.401 | 464.476 | 56.925 | 12,3 |
| 7. Immaterielles Anlagevermögen | (17) | 4.561 | 6.155 | - 1.594 | - 25,9 |
| 8. Sachanlagen | (18) | 220.080 | 221.083 | - 1.003 | - 0,5 |
| a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (18) | 76.302 | 76.953 | - 651 | - 0,8 |
| b) Sonstige Sachanlagen | (18) | 143.778 | 144.130 | - 352 | - 0,2 |
| 9. Sonstige Aktiva | (19) | 386.208 | 323.449 | 62.759 | 19,4 |
| a) Latente Steueransprüche | (19) | 39.922 | 20.837 | 19.085 | 91,6 |
| b) Sonstige | (19) | 346.286 | 302.612 | 43.674 | 14,4 |
| Summe Aktiva | 17.483.704 | 16.768.364 | 715.340 | 4,3 |
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | Veränd. | Veränd. | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | in A 1.000 | in % | |||
| Passiva | |||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (20) | 4.278.563 | 3.833.165 | 445.398 | 11,6 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (21) | 9.064.238 | 8.902.751 | 161.487 | 1,8 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | (22) | 1.506.552 | 1.486.395 | 20.157 | 1,4 |
| 4. Rückstellungen | (23) | 402.634 | 378.441 | 24.193 | 6,4 |
| 5. Sonstige Passiva | (24) | 265.316 | 260.527 | 4.789 | 1,8 |
| a) Handelspassiva | (25) | 36.359 | 32.376 | 3.983 | 12,3 |
| b) Steuerschulden | (24) | 12.609 | 2.356 | 10.253 | > 100,0 |
| c) Sonstige | (24) | 216.348 | 225.795 | - 9.447 | - 4,2 |
| 6. Nachrangkapital | (26) | 744.367 | 746.159 | - 1.792 | - 0,2 |
| 7. Eigenkapital | (27) | 1.222.034 | 1.160.926 | 61.108 | 5,3 |
| a) Eigenanteil | (27) | 1.220.627 | 1.159.543 | 61.084 | 5,3 |
| b) Minderheitenanteil | (27) | 1.407 | 1.383 | 24 | 1,7 |
| Summe Passiva | 17.483.704 | 16.768.364 | 715.340 | 4,3 |
| Gezeichnetes | Kapital- | Gewinn- | |
|---|---|---|---|
| in D 1.000 | Kapital | rücklagen | rücklagen |
| Stand am 1.1.2010 | 86.229 | 194.481 | 512.389 |
| Gesamtergebnis | 63.769 | ||
| Dividendenausschüttung | - 14.335 | ||
| Kapitalerhöhung | |||
| Erwerb eigener Aktien | 67 | 143 | |
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | |||
| Stand am 31.12.2010 | 86.296 | 194.624 | 561.823 |
| Stand am 1.1.2011 | 86.296 | 194.624 | 561.823 |
| Gesamtergebnis | 61.809 | ||
| Dividendenausschüttung | - 14.299 | ||
| Kapitalerhöhung | |||
| Erwerb eigener Aktien | - 55 | - 169 | |
| Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen | - 7 | ||
| Stand am 31.12.2011 | 86.241 | 194.455 | 609.326 |
| Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Gewinne | 4.382 | 37.255 |
| Verluste | - 35.059 | - 4.878 |
| Aus dem Eigenkapital entfernt | 762 | - 1.565 |
| Gesamt | - 29.915 | 30.812 |
| Eigenkapital | Anteile im Fremdbesitz |
Eigenkapital ohne Fremdanteile |
Assoziierte Unternehmen |
Bewertungs- rücklagen gem. IAS 39 |
Währungs- ausgleichsposten |
|---|---|---|---|---|---|
| 1.035.575 | 1.348 | 1.034.227 | 227.589 | 14.159 | - 620 |
| 140.040 | 35 | 140.005 | 44.436 | 30.812 | 988 |
| - 14.335 | - 14.335 | ||||
| 210 | 210 | ||||
| - 564 | - 564 | - 564 | |||
| 1.160.926 | 1.383 | 1.159.543 | 271.461 | 44.971 | 368 |
| 1.160.926 | 1.383 | 1.159.543 | 271.461 | 44.971 | 368 |
| 79.664 | 24 | 79.640 | 47.665 | - 29.915 | 81 |
| - 14.299 | - 14.299 | ||||
| - 224 | - 224 | ||||
| - 4.033 | - 4.033 | - 4.026 | |||
| 1.222.034 | 1.407 | 1.220.627 | 315.100 | 15.056 | 449 |
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 111.211 | 98.346 |
| Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung | ||
| auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | ||
| Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen | 60.392 | 72.000 |
| Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen | 24.193 | 15.451 |
| Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten | - 68.980 | - 84.003 |
| Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, | ||
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | - 1.531 | - 574 |
| Zwischensumme | 125.285 | 101.220 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer | ||
| Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 333.391 | 286.316 |
| Forderungen an Kunden | - 486.619 | - 610.166 |
| Handelsaktiva | - 962 | 5.186 |
| Sonstiges Umlaufvermögen | - 251.451 | 91.019 |
| Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit | 54.807 | 107.499 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 418.944 | 345.194 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 113.030 | 11.278 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - 6.070 | 153.994 |
| Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit | - 32.543 | - 69.552 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 267.812 | 421.988 |
| Mittelzufluss aus der Veräußerung von | ||
| Finanzanlagen | 423.511 | 227.602 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | 3.668 | 6.286 |
| Mittelabfluss für den Erwerb von | ||
| Finanzanlagen | - 513.266 | - 599.063 |
| Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen | - 23.380 | - 26.603 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 109.467 | - 391.778 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | - 14.299 | - 14.335 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit | - 35.193 | 5.224 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 49.492 | - 9.111 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 226.923 | 164.730 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 267.812 | 421.988 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 109.467 | - 391.778 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 49.492 | - 9.111 |
| Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen | - 35.685 | 40.106 |
| Effekte aus der Änderung von Wechselkursen | 81 | 988 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 300.172 | 226.923 |
| Erhaltene Zinsen | 598.963 | 494.376 |
| Erhaltene Dividenden | 21.202 | 18.945 |
| Gezahlte Zinsen | - 312.757 | - 259.700 |
| Ertragsteuerzahlungen | 8.379 | - 10.797*) |
Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.
*) Die Vorjahreszahl wurde in der Höhe von 19.360 Tsd. Euro um die nicht zahlungswirksamen Dotierungen der Vorjahre angepasst.
| in A 1.000 | Operative Geschäfts- tätigkeit |
Investitions- tätigkeit |
Finanzierungs tätigkeit |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Erhaltene Zinsen | 2011 | 521.649 | 77.314 | 0 | 598.963 |
| 2010 | 423.570 | 70.806 | 0 | 494.376 | |
| Erhaltene Dividenden | 2011 | 1.391 | 19.811 | 0 | 21.202 |
| 2010 | 1.117 | 17.828 | 0 | 18.945 | |
| Gezahlte Zinsen | 2011 | - 299.787 | 0 | - 12.970 | - 312.757 |
| 2010 | - 247.475 | 0 | - 12.225 | - 259.700 | |
| Gezahlte Dividenden | 2011 | 0 | 0 | - 14.299 | - 14.299 |
| 2010 | 0 | 0 | - 14.335 | - 14.335 | |
| Ertragsteuerzahlungen | 2011 | 24.465 | - 19.329 | 3.243 | 8.379 |
| 2010*) | 3.849 | - 17.702 | 3.056 | - 10.797 | |
*) Die Vorjahreszahlen wurden in der Höhe von 19.360 Tsd. Euro um die nicht zahlungswirksamen Dotierungen der Vorjahre angepasst.
Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Untere Donaulände 28. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Sie strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.
Die Genehmigung des Abschlusses 2011 und die Freigabe zur Veröffentlichung sind für den 29. März 2012 vorgesehen.
Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2011 neben der Oberbank AG 24 inländische und 20 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 durch die erstmalige Einbeziehung folgender Gesellschaften verändert: Oberbank airplane Leasing GmbH, Linz; Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Bratislava; OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting; Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz; die Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis, wurde per 1. Juli 2011 in die Oberbank Leasing spol s.r.o., Prag eingebracht. Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 25 Tochterunternehmen und 24 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31. Dezember. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30. September aufgestellt.
Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2011 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres.
Folgende Tabelle zeigt neu veröffentlichte bzw. geänderte Standards und Interpretationen zum Bilanzstichtag, die in der Berichtsperiode erstmalig zur Anwendung kamen. Es ergeben sich daraus keine wesentlichen Auswirkungen auf den Oberbank-Konzern.
| Standard/Interpretation | Bezeichnung | Anzuwenden für Geschäftsjahre ab |
Von EU bereits übernommen |
|---|---|---|---|
| IAS 24 - Änderungen | Related Party Disclosures | 01.01.2011 | Ja |
| IAS 32 - Änderungen | Classification of Rights Issues | 01.02.2010 | Ja |
| IFRS 1 - Änderungen | Exemption from IFRS 7 | ||
| Comparatives | 01.07.2010 | Ja | |
| IFRIC 14 - Änderungen | Prepayments of a Minimum | ||
| Funding Requirement | 01.01.2011 | Ja | |
| IFRIC 19 | Extinguishing Financial | ||
| Liabilities with Equity Instruments | 01.07.2010 | Ja |
Die nächste Tabelle zeigt veröffentlichte bzw. geänderte Standards und Interpretationen zum Bilanzstichtag, die vollständig durch den IASB bzw. teilweise durch das EU-Endorsementverfahren in Kraft getreten, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Diese wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht angewandt.
| Anzuwenden für | Von EU bereits | ||
|---|---|---|---|
| Standard/Interpretation | Bezeichnung | Geschäftsjahre ab | übernommen |
| IAS 1 - Änderungen | Presentation of Items of Other | ||
| Comprehensive Income | 01.07.2012 | Nein | |
| IAS 12 - Änderungen | Deferred Tax Recovery of Underlying Assets | 01.01.2012 | Nein |
| IAS 19 - Änderungen | Employee Benefits | 01.01.2013 | Nein |
| IAS 27 - Änderungen | Separate Financial Statements | 01.01.2013 | Nein |
| IAS 28 - Änderungen | Investments in Associates and Joint Ventures | 01.01.2013 | Nein |
| IAS 32 - Änderungen | Offsetting Financial Assets and | ||
| Financial Liabilities | 01.01.2014 | Nein | |
| IFRS 1 - Änderungen | Severe Hyperinflation and Removal | ||
| of Fixed Dates for First-time Adopters | 01.07.2011 | Nein | |
| IFRS 7 - Änderungen | Disclosures - Transfers of Financial Assets | 01.07.2011 | Ja |
| Disclosures - Offsetting Financial Assets | |||
| and Financial Liabilities | 01.01.2015 | Nein | |
| IFRS 9 | Financial Instruments | 01.01.2015 | Nein |
| IFRS 10 | Consolidated Financial Statements | 01.01.2013 | Nein |
| IFRS 11 | Joint Arrangements | 01.01.2013 | Nein |
| IFRS 12 | Disclosure of Interests in Other Entities | 01.01.2013 | Nein |
| IFRS 13 | Fair Value Measurement | 01.01.2013 | Nein |
| IFRIC 20 | Stripping Costs in the Production Phase | ||
| of a Surface Mine | 01.01.2013 | Nein | |
Soweit die Oberbank die restlichen Standards und Interpretationen schon untersucht hat, werden keine wesentlichen Änderungen in materieller Hinsicht auf zukünftige Konzernabschlüsse erwartet.
Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Oberbank-Konzern werden nach finaler Veröffentlichung abschließend untersucht. Eine verlässliche Aussage zum Einfluss auf die zukünftigen Jahresabschlüsse ist aus heutiger Sicht nicht möglich.
Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair-Value-Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwertes auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.
Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.
Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Beherrschung der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50 % Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, diese nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Ebenso sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses treffender abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quotenkonsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge angeführt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da keine wesentlichen Zwischenergebnisse vorhanden sind.
Mit 31. März 2011 wurden 100 % der Anteile an der Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H. erworben. Daraus resultierten Anschaffungskosten in der Höhe von 31,3 Tsd. Euro. Das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt betrug 31,3 Tsd. Euro. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gesellschaft Sachanlagen in der Höhe von 12.611,5 Tsd. Euro, Forderungen im Ausmaß von 609,4 Tsd. Euro und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen von 13.189,5 Tsd. Euro. Das Unternehmen hat einen Jahresüberschuss von 49,5 Tsd. Euro zum Konzernergebnis beigetragen. Die in den Konzernabschluss eingeflossenen Vermögensgegenstände betrugen 19.310,3 Tsd. Euro.
Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn- und Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.
Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.
Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.
Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.
Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen werden die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft hat die Oberbank Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gemäß IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.
Die Finanzanlagen umfassen die Kategorien FV/PL (Fair Value/Profit or Loss), HtM (Held to Maturity), AfS (Available for Sale) sowie die Anteile an at-Equity-Unternehmen. Vermögenswerte, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zur Feststellung der Notwendigkeit von Impairment wird in der Oberbank zwischen Schuldtiteln (Loans and Receivables, HtM-Wertpapiere und festverzinsliche AfS-Wertpapiere) und Eigenkapitaltiteln unterschieden. Die Anteile an at-Equity-Unternehmen werden mit dem der Oberbank zustehenden anteiligen Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens angesetzt.
Der Impairment-Prüfungsanlass ist bei Schuldtiteln dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Schuldtitels sinkt und dies dauerhaft über einen Zeitraum von neun Monaten der Fall ist. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Schuldtitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59). Wird festgestellt, dass bei diesem Schuldtitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Bei Eigenkapitaltiteln ist der Impairment-Prüfungsanlass dann gegeben, wenn der Marktwert um mindestens 20 % unter die Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels sinkt oder wenn der Marktwert dauerhaft mindestens über einen Zeitraum von neun Monaten unter den Anschaffungskosten des Eigenkapitaltitels liegt. In der Folge wird geprüft, ob ein Ereignis eingetreten ist, das eine Auswirkung auf die zukünftigen Zahlungsströme aus dem Eigenkapitaltitel hat und sich verlässlich schätzen lässt (IAS 39.59) oder ob die Gefahr besteht, dass die Ausgabe für den Eigenkapitaltitel nicht zurückerlangt werden kann (IAS 39.61). Wird festgestellt, dass bei diesem Eigenkapitaltitel innerhalb der geplanten Behaltefrist eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten nicht zu erwarten ist (Ausschluss von Marktschwankungen), liegt Impairment vor.
Im Geschäftsjahr 2011 fanden keine Umwidmungen von der Kategorie AfS in die Kategorie HtM statt.
Die Position immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauer für immaterielles Anlagevermögen beträgt in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.
In der Oberbank gilt folgende durchschnittliche Nutzungsdauer:
| Bankbetrieblich genützte Gebäude | 10 bis 50 Jahre |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 20 Jahre |
| Standard-Software | 4 Jahre |
Darüber hinaus wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei dieser Überprüfung ermittelt die Oberbank den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsbetrages in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.
Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragssteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen Sonstige Aktiva bzw. Steuerschulden ausgewiesen.
In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten Sonstige Passiva ausgewiesen.
Diese sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.
Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.
Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:
Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden bzw. das versicherungsmathematische Ergebnis außerhalb des Jahresüberschusses zu erfassen, wurde kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt.
Im Posten Sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad an Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28. April 1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf Euro sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung im Jahr 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. April 2000 wurde das Grundkapital von 58.160.000,00 Euro auf 60.486.400,00 Euro durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. April 2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf 70 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf 75.384.615,38 Euro erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf 75.721.153,84 Euro (bedingte Kapitalerhöhung). Im Geschäftsjahr 2008 wurde abermals eine bedingte Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 30.000 Stück Stammaktien vorgenommen. Dadurch erhöhte sich das Grundkapital auf 75.973.557,69 Euro. Mit Beschluss vom 27. Mai 2008 erfolgten ein Aktiensplit im Verhältnis 1:3 und eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln, die das Grundkapital auf 81.270.000,00 Euro erhöhte. Mit Beschluss des Vorstandes vom 30. September 2009 wurde im Oktober 2009 eine Kapitalerhöhung im Verhältnis 1:16 durchgeführt, wodurch sich das Grundkapital auf 86.349.375,00 Euro erhöhte.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6 % vom anteiligen Grundkapital. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 der Oberbank AG eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von 14.391.562,50 Euro). Den Rücklagen werden 65.365.608,80 Euro zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von 94.984,13 Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 10.421.249 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgebucht. Die Rücklagen aus assoziierten Unternehmen stellen den Unterschiedsbetrag zwischen den historischen Anschaffungskosten und den Equity-Buchwerten der assoziierten Unternehmen dar.
Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.
Der Posten Risikovorsorgen im Kreditgeschäft beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft.
Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.
Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 3) Zinsergebnis | ||
| Zinserträge aus | ||
| Kredit- und Geldmarktgeschäften | 489.426 | 437.309 |
| Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 2.987 | 2.717 |
| Sonstigen Beteiligungen | 1.329 | 1.765 |
| Verbundenen Unternehmen | 3.565 | 5.494 |
| Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen | 101.314 | 93.575 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 598.621 | 540.860 |
| Zinsaufwendungen für Einlagen | - 248.990 | - 199.434 |
| Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten | - 44.655 | - 41.309 |
| Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten | - 26.068 | - 24.730 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 319.713 | - 265.473 |
| Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen | 62.777 | 43.544 |
| Zinsergebnis | 341.685 | 318.931 |
| Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt 588.449 Tsd. Euro (Vorjahr 533.834 Tsd. Euro). Der entspre chende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten beläuft sich auf 244.192 Tsd. Euro (Vorjahr 190.035 Tsd. Euro). |
| 4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | ||
|---|---|---|
| Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 122.646 | 126.341 |
| Direktabschreibungen | 10.886 | 4.747 |
| Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 32.118 | - 24.647 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | - 3.765 | - 2.615 |
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 97.649 | 103.826 |
| 5) Provisionsergebnis | ||
| Zahlungsverkehr | 36.151 | 33.604 |
| Wertpapiergeschäft | 32.158 | 33.362 |
| Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft | 11.722 | 11.700 |
| Kreditgeschäft | 20.727 | 20.171 |
| Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft | 3.760 | 2.370 |
| Provisionsergebnis | 104.518 | 101.207 |
| 6) Handelsergebnis | ||
| Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften | 2.160 | 3.326 |
| Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft | 5.385 | 4.654 |
| Gewinne/Verluste aus Derivaten | 1.708 | - 1.500 |
| Handelsergebnis | 9.253 | 6.480 |
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 7) Verwaltungsaufwand | ||
| Personalaufwand | 132.686 | 126.197 |
| Andere Verwaltungsaufwendungen | 74.630 | 70.253 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 22.137 | 24.283 |
| Verwaltungsaufwand | 229.453 | 220.733 |
| 8) Sonstiger betrieblicher Erfolg | ||
| a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL | - 8.145 | 8.446 |
| b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS | 1.935 | 2.844 |
| c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM | 1.708 | 610 |
| d) Sonstiger betrieblicher Erfolg | 2.144 | 524 |
| Saldo sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | - 2.358 | 12.424 |
| 9) Ertragsteuern | ||
| Laufender Ertragsteueraufwand | 23.874 | 21.521 |
| Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) | - 9.114 | - 5.413 |
| Ertragsteuern | 14.760 | 16.108 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 125.996 | 114.483 |
| Errechneter Steueraufwand 25 % | 31.499 | 28.621 |
| Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen | - 4.870 | - 3.427 |
| Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen | - 12.350 | - 8.644 |
| Steueraufwand (+)/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre | - 4.112 | - 1.018 |
| Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen | - 3.259 | - 1.751 |
| Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand | 8.396 | 2.388 |
| Steuerersparnis aus Verbrauch Verlustvorträge | 0 | 0 |
| Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen | - 544 | – 61 |
| Ausgewiesener Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | 14.760 | 16.108 |
| Effektiver Steuersatz | 11,71 % | 14,07 % |
| 10) Ergebnis je Aktie in D | ||
| Aktienanzahl per 31.12. | 28.783.125 | 28.783.125 |
| Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien | 28.740.137 | 28.695.932 |
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens | ||
| zuzurechnender Jahresüberschuss nach Steuern | 111.236 | 98.375 |
| Ergebnis je Aktie in D | 3,87 | 3,43 |
Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 11) Barreserve | ||
| Kassenbestand | 72.326 | 64.397 |
| Guthaben bei Zentralnotenbanken | 227.846 | 162.526 |
| Barreserve | 300.172 | 226.923 |
| 12) Forderungen an Kreditinstitute | ||
| Forderungen an inländische Kreditinstitute | 830.256 | 1.098.712 |
| Forderungen an ausländische Kreditinstitute | 735.916 | 757.307 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.566.172 | 1.856.019 |
| Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 144.169 | 201.376 |
| Bis 3 Monate | 876.675 | 1.214.059 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 404.836 | 311.870 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 124.991 | 113.410 |
| Über 5 Jahre | 15.501 | 15.304 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.566.172 | 1.856.019 |
| 13) Forderungen an Kunden | ||
| Forderungen an inländische Kunden | 6.851.501 | 6.490.370 |
| Forderungen an ausländische Kunden | 4.062.725 | 3.951.954 |
| Forderungen an Kunden | 10.914.226 | 10.442.324 |
| Forderungen an Kunden nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 1.949.148 | 1.645.971 |
| Bis 3 Monate | 1.044.430 | 1.040.273 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 1.043.577 | 956.708 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 3.400.682 | 3.663.834 |
| Über 5 Jahre | 3.476.389 | 3.135.538 |
| Forderungen an Kunden | 10.914.226 | 10.442.324 |
| Leasinggeschäft (Finanzierungsleasing) | ||
| Bruttoinvestitionswerte | ||
| Bis 3 Monate | 53.607 | 61.299 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 171.643 | 171.178 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 480.943 | 440.017 |
| Über 5 Jahre | 334.576 | 290.565 |
| Summe | 1.040.769 | 963.059 |
| Nicht realisierte Finanzerträge | ||
| Bis 3 Monate | 7.747 | 4.006 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 18.630 | 10.893 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 51.892 | 31.278 |
| Über 5 Jahre | 34.941 | 26.286 |
| Summe | 113.210 | 72.463 |
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Nettoinvestitionswerte | ||
| Bis 3 Monate | 45.860 | 57.293 |
| 3 Monate bis 1 Jahr | 153.013 | 160.285 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 429.051 | 408.739 |
| Über 5 Jahre | 299.635 | 264.279 |
| Summe | 927.559 | 890.596 |
| Kumulierte Wertberichtigungen | 13.014 | 11.392 |
Siehe Seite 126.
| 15) Handelsaktiva | ||
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
||
| Börsennotiert | 10.374 | 11.967 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | ||
| Börsennotiert | 4.363 | 2.950 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | ||
| Währungsbezogene Geschäfte | 1.659 | 2.707 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 33.955 | 27.859 |
| Sonstige Geschäfte | 0 | 10 |
| Handelsaktiva | 50.351 | 45.493 |
| 3.188.790 | 2.889.207 |
|---|---|
| 97.403 | 34.081 |
| 124.192 | 104.593 |
| 173.637 | 178.091 |
| 2011 2010 Beteiligungen/Anteile An verbundenen Unternehmen 226.467 226.974 An at Equity bewerteten Unternehmen – Kreditinstituten 213.145 201.160 – Nicht-Kreditinstituten 308.256 263.316 An sonstigen Beteiligungen – Kreditinstituten 10.809 10.809 – Nicht-Kreditinstituten 49.524 51.272 Finanzanlagen 4.392.223 3.959.503 a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 288.528 336.182 b) Finanzielle Vermögenswerte AfS 1.075.451 752.368 c) Finanzielle Vermögenswerte HtM 2.506.843 2.406.477 d) Anteile an at Equity-Unternehmen 521.401 464.476 Finanzanlagen 4.392.223 3.959.503 17) Immaterielle Anlagevermögenswerte Nutzungs- und Mietrechte 1.352 1.578 Individual-Software 2.334 3.640 Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 120 137 Kundenstock 755 800 Immaterielle Anlagevermögenswerte 4.561 6.155 18) Sachanlagen Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 76.302 76.953 Grundstücke und Gebäude 65.878 69.491 Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.867 60.750 Sonstige Sachanlagen 16.033 13.889 Sachanlagen 220.080 221.083 |
||
|---|---|---|
| in A 1.000 | ||
Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von 76.302 Tsd. Euro (Vorjahr 76.953 Tsd. Euro); der Fair Value dieser Objekte liegt bei 82.501 Tsd. Euro (Vorjahr 82.410 Tsd. Euro). Die Mieterträge betrugen im Berichtsjahr 3.081 Tsd. Euro, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen 1.812 Tsd. Euro.
| Bis 3 Monate | 3.146 | 2.943 |
|---|---|---|
| 3 Monate bis 1 Jahr | 8.992 | 8.273 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 29.737 | 28.918 |
| Über 5 Jahre | 37.697 | 38.254 |
| Summe | 79.572 | 78.388 |
| 19) Sonstige Aktiva Latente Steueransprüche 39.922 20.837 Sonstige Vermögensgegenstände 344.255 300.962 Rechnungsabgrenzungsposten 2.031 1.650 Sonstige Aktiva 386.208 323.449 Aktive Steuerabgrenzungen 39.922 20.837 Latente Steueransprüche 39.922 20.837 Aktive Steuerabgrenzungen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 34.778 25.810 Festverzinsliche Wertpapiere - 1.725 - 2.780 hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten - 1.725 - 2.766 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 13.699 - 23.028 Beteiligungen 1.856 982 |
|---|
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände - 237 - 250 |
| Sonstige Aktiva - 28.014 - 16.890 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 12.625 3.830 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten 3.081 1.464 |
| Sonstige Passiva 13.133 16.402 |
| Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen 23.489 23.725 |
| Sonstige Rückstellungen - 14.540 - 10.991 |
| Nachrangkapital 5.607 - 143 |
| Steuerliche Verlustvorträge 3.568 2.706 |
| Aktive Steuerabgrenzungen 39.922 20.837 |
| 20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
| Verbindlichkeiten gegenüber |
| Inländischen Kreditinstituten 1.823.204 1.439.190 |
| Ausländischen Kreditinstituten 2.455.359 2.393.975 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.278.563 3.833.165 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen |
| Täglich fällig 243.660 316.510 |
| Bis 3 Monate 3.130.211 2.984.247 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr 111.813 137.784 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre 387.364 244.350 |
| Über 5 Jahre 405.515 150.274 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.278.563 3.833.165 |
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | ||
| Spareinlagen | 3.407.649 | 3.447.187 |
| Sonstige | 5.656.589 | 5.455.564 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 9.064.238 | 8.902.751 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen | ||
| Täglich fällig | 3.334.351 | 3.285.794 |
| Bis 3 Monate | 2.104.951 | 2.343.782 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 2.588.248 | 2.165.560 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 631.074 | 771.715 |
| Über 5 Jahre | 405.614 | 335.900 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 9.064.238 | 8.902.751 |
| 22) Verbriefte Verbindlichkeiten | ||
| Begebene Schuldverschreibungen | 1.370.387 | 1.285.471 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten | 136.165 | 200.924 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.506.552 | 1.486.395 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen | ||
| Bis 3 Monate | 125.458 | 101.026 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 181.337 | 181.598 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 993.911 | 1.069.440 |
| Über 5 Jahre | 205.846 | 134.331 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.506.552 | 1.486.395 |
| 23) Rückstellungen | ||
| Abfertigungs- und Pensionsrückstellung | 207.653 | 207.363 |
| Sonstige Rückstellungen | 194.981 | 171.078 |
| Rückstellungen | 402.634 | 378.441 |
| Jubiläumsgeldrückstellung | 8.563 | 8.340 |
| Rückstellungen für das Kreditgeschäft | 130.981 | 119.201 |
| Sonstige Rückstellungen | 55.437 | 43.537 |
| Sonstige Rückstellungen | 194.981 | 171.078 |
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen |
||
| Rückstellung zum 1.1. | 207.363 | 208.143 |
| Zuweisung/Auflösung Abfertigungsrückstellung | 206 | - 6 |
| Zuweisung/Auflösung Pensionsrückstellung | 84 | - 774 |
| Rückstellung zum 31.12. | 207.653 | 207.363 |
| Rückstellung zum 1.1. | 215.703 | 216.229 |
|---|---|---|
| + Dienstzeitaufwand |
3.482 | 3.631 |
| + Zinsaufwand |
7.999 | 8.057 |
| - Zahlungen im Berichtsjahr |
- 10.919 | - 11.320 |
| -/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust | - 49 | - 1.894 |
| +/- Übrige Veränderungen | 0 | 1.000 |
| Rückstellung zum 31.12. | 216.216 | 215.703 |
Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Rechenzinssatz und die der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen wurden im Geschäftsjahr in unveränderter Höhe fortgeführt. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter wird mit einer Auflösung im Geschäftsjahr 2012 der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von rund 0,4 Mio. Euro gerechnet. Die Barwerte der leistungsorientierten Verpflichtungen betrugen für das Geschäftsjahr 2005 192.196 Tsd. Euro, für 2006 210.820 Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2007 222.057 Tsd. Euro, für das Geschäftsjahr 2008 217.521 Tsd. Euro und für das Geschäftsjahr 2009 216.229 Tsd. Euro.
| Jubiläumsgeld- rückstellung |
Rückst. für das Kreditgeschäft |
Sonstige Rückstellungen |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 1.1. | 8.340 | 119.201 | 43.537 |
| Zuweisung | 223 | 29.108 | 24.004 |
| Verbrauch/Währungsdifferenz | 0 | 6.433 | 262 |
| Auflösung | 0 | 10.895 | 11.842 |
| Stand zum 31.12. | 8.563 | 130.981 | 55.437 |
| 24) Sonstige Passiva | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Handelspassiva | 36.359 | 32.376 |
| Steuerschulden | 12.609 | 2.356 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 171.871 | 179.296 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 44.477 | 46.499 |
| Sonstige Passiva | 265.316 | 260.527 |
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) | ||
| Währungsbezogene Geschäfte | 1.192 | 2.861 |
| Zinsbezogene Geschäfte | 34.721 | 27.668 |
| Sonstige Geschäfte | 446 | 1.847 |
| Handelspassiva | 36.359 | 32.376 |
| 26) Nachrangkapital | ||
| Begebene nachrangige Schuldverschreibungen | 6.605 | 6.674 |
| Ergänzungskapital | 658.352 | 660.100 |
| Hybridkapital | 79.410 | 79.385 |
| Nachrangkapital | 744.367 | 746.159 |
| Nachrangkapital nach Fristen | ||
| Bis 3 Monate | 35.049 | 30.814 |
| Über 3 Monate bis 1 Jahr | 41.666 | 15.688 |
| Über 1 Jahr bis 5 Jahre | 190.393 | 208.619 |
| Über 5 Jahre | 477.259 | 491.038 |
| Nachrangkapital | 744.367 | 746.159 |
| 27) Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 86.241 | 86.296 |
| Kapitalrücklagen | 194.455 | 194.624 |
| Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) | 915.326 | 852.783 |
| Unversteuerte Rücklagen | 22.733 | 23.968 |
| Passive Unterschiedsbeträge | 1.872 | 1.872 |
| Minderheitenanteil | 1.407 | 1.383 |
| Eigenkapital | 1.222.034 | 1.160.926 |
| Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) | ||
| In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. | 28.779.035 | 28.774.075 |
| Ausgabe neuer Aktien | 0 | 0 |
| Kauf eigener Aktien | - 407.231 | - 504.093 |
| Verkauf eigener Aktien | 401.569 | 509.053 |
| In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. | 28.773.373 | 28.779.035 |
| Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand | 9.752 | 4.090 |
| Ausgegebene Aktien per 31.12. | 28.783.125 | 28.783.125 |
Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag 0,4 Mio. Euro (Vorjahr 0,2 Mio. Euro).
in A 1.000
| Immaterielle Anlagever- mögenswerte |
Hievon als Finanz investitionen ge Sachanlagen haltene Immobilien |
||
|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2011 | 20.590 | 414.599 | 84.250 |
| Währungsdifferenzen | - 59 | - 513 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 403 | 22.977 | 1.161 |
| Abgänge | 123 | 11.396 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen | 16.250 | 205.587 | 9.109 |
| Buchwerte 31.12.2011 | 4.561 | 220.080 | 76.302 |
| Buchwerte 31.12.2010 | 6.155 | 221.083 | 76.953 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 1.873 | 20.264 | 1.812 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
Beteiligungen | |
|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2011 | 233.624 | 532.334 |
| Zugänge | 6.232 | 1.594 |
| Veränderungen bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen | 0 | 56.925 |
| Abgänge | 2.409 | 146 |
| Kumulierte Abschreibungen | 10.980 | 8.973 |
| Buchwerte 31.12.2011 | 226.467 | 581.734 |
| Buchwerte 31.12.2010 | 226.974 | 526.557 |
| Abschreibungen im Geschäftsjahr | 4.330 | 3.196 |
Durch den Abgang von nicht börsennotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von 0 Tsd. Euro. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von 0 Tsd. Euro bzw. ein Ergebnis in Höhe von 0 Tsd. Euro.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ Liabilities |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
|
| Barreserve | 300.172 | 300.172 | |||||
| 300.172 | 300.172 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.566.172 | 1.566.172 | |||||
| 1.566.908 | 1.566.908 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 40.033 | 114.599 | 98.390 | 10.661.204 | 10.914.226 | ||
| 40.033 | 114.599 | 98.390 | 10.709.006 | 10.962.028 | |||
| Risikovorsorgen | - 350.289 | - 350.289 | |||||
| - 350.289 | - 350.289 | ||||||
| Handelsaktiva | 50.351 | 50.351 | |||||
| 50.351 | 50.351 | ||||||
| Finanzanlagen | 2.506.843 | 288.528 | 1.075.451 | 521.401 | 4.392.223 | ||
| 2.551.140 | 288.528 | 1.075.451 | 465.601 | 4.380.720 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 4.561 | 4.561 | |||||
| 4.561 | 4.561 | ||||||
| Sachanlagen | 220.080 | 220.080 | |||||
| 248.200 | 248.200 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 386.208 | 386.208 | |||||
| 386.208 | 386.208 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 2.546.876 | 403.127 | 50.351 | 1.173.841 | 11.877.087 | 1.432.422 | 17.483.704 |
| 2.591.173 | 403.127 | 50.351 | 1.173.841 | 11.925.625 | 1.404.742 | 17.548.859 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 67.535 | 4.211.028 | 4.278.563 | ||||
| 67.535 | 4.223.837 | 4.291.372 | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.130.508 | 7.933.730 | 9.064.238 | ||||
| 1.130.508 | 7.941.281 | 9.071.789 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 820.114 | 686.438 | 1.506.552 | ||||
| 820.114 | 684.994 | 1.505.108 | |||||
| Rückstellungen | 402.634 | 402.634 | |||||
| 402.634 | 402.634 | ||||||
| Sonstige Passiva | 36.359 | 228.957 | 265.316 | ||||
| 36.359 | 228.957 | 265.316 | |||||
| Nachrangkapital | 394.320 | 350.047 | 744.367 | ||||
| 394.320 | 354.659 | 748.979 | |||||
| Kapital | 1.222.034 | 1.222.034 | |||||
| 1.222.034 | 1.222.034 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 2.412.477 | 36.359 | 0 | 13.181.243 | 1.853.625 | 17.483.704 |
| 0 | 2.412.477 | 36.359 | 0 | 13.204.771 | 1.853.625 | 17.507.232 |
*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ Liabilities |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
Buchwert/ Fair Value*) |
|
| Barreserve | 226.923 | 226.923 | |||||
| 226.923 | 226.923 | ||||||
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.856.019 | 1.856.019 | |||||
| 1.856.256 | 1.856.256 | ||||||
| Forderungen an Kunden | 40.033 | 90.509 | 48.673 | 10.263.109 | 10.442.324 | ||
| 40.033 | 90.509 | 48.673 | 10.300.934 | 10.480.149 | |||
| Risikovorsorgen | -312.585 | -312.585 | |||||
| -312.585 | -312.585 | ||||||
| Handelsaktiva | 45.493 | 45.493 | |||||
| 45.493 | 45.493 | ||||||
| Finanzanlagen | 2.406.477 | 336.182 | 752.368 | 464.476 | 3.959.503 | ||
| 2.444.143 | 336.182 | 752.368 | 643.771 | 4.176.464 | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.155 | 6.155 | |||||
| 6.155 | 6.155 | ||||||
| Sachanlagen | 221.083 | 221.083 | |||||
| 244.851 | 244.851 | ||||||
| Sonstige Aktiva | 323.449 | 323.449 | |||||
| 323.449 | 323.449 | ||||||
| Summe Bilanzaktiva | 2.446.510 | 426.691 | 45.493 | 801.041 | 11.806.543 | 1.242.086 | 16.768.364 |
| 2.484.176 | 426.691 | 45.493 | 801.041 | 11.844.605 | 1.445.149 | 17.047.155 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 64.997 | 3.768.168 | 3.833.165 | ||||
| 64.997 | 3.766.957 | 3.831.954 | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1.495.970 | 7.406.781 | 8.902.751 | ||||
| 1.495.970 | 7.403.245 | 8.899.215 | |||||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 955.332 | 531.063 | 1.486.395 | ||||
| 955.332 | 530.416 | 1.485.748 | |||||
| Rückstellungen | 378.441 | 378.441 | |||||
| 378.441 | 378.441 | ||||||
| Sonstige Passiva | 32.376 | 228.151 | 260.527 | ||||
| 32.376 | 228.151 | 260.527 | |||||
| Nachrangkapital | 383.912 | 362.247 | 746.159 | ||||
| 383.912 | 361.503 | 745.415 | |||||
| Kapital | 1.160.926 | 1.160.926 | |||||
| 1.160.926 | 1.160.926 | ||||||
| Summe Bilanzpassiva | 0 | 2.900.211 | 32.376 | 0 | 12.068.259 | 1.767.518 | 16.768.364 |
| 0 | 2.900.211 | 32.376 | 0 | 12.062.121 | 1.767.518 | 16.762.226 |
*) In der oberen Zeile wird der jeweilige Betrag als Buchwert und in der darunter liegenden Zeile als Fair Value ausgewiesen.
| in A 1.000 | HtM | FV/PL | HB | AfS | L&R/ Liabilities |
Sonstige | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | Fair Value | |
| Aktiva | |||||||
| Level 1 | 0 | 103.570 | 4.363 | 729.829 | 0 | 0 | 837.762 |
| Level 2 | 0 | 299.557 | 45.988 | 189.256 | 0 | 151.282 | 686.083 |
| Level 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente Aktiva | 0 | 403.127 | 50.351 | 919.085 | 0 | 151.282 | 1.523.845 |
| Passiva | |||||||
| Level 1 | 0 | 781.022 | 0 | 0 | 0 | 0 | 781.022 |
| Level 2 | 0 | 1.631.455 | 36.359 | 0 | 0 | 34.841 | 1.702.655 |
| Level 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente Passiva | 0 | 2.412.477 | 36.359 | 0 | 0 | 34.841 | 2.483.677 |
Unter Fair Value versteht man den Betrag, zu dem ein Vermögenswert zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Parteien getauscht bzw. Verbindlichkeiten erfüllt werden. Der beste Indikator für den Fair Value ist der Marktpreis in einem aktiven Markt. Sofern Marktpreise in einem aktiven Markt verfügbar sind, werden diese zur Bewertung herangezogen (Level 1). Sind keine Marktpreise verfügbar, kommen zur Fair-Value-Ermittlung Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise durchgeführt wird (Level 2). Lässt sich der Fair Value weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf beobachtbare Marktdaten stützen, ermitteln, werden einzelne nicht am Markt beobachtbare Bewertungsparameter anhand angemessener Annahmen geschätzt (Level 3).
Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von 67.924 Tsd. Euro (Vorjahr 75.930 Tsd. Euro) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden 57.038 Tsd. Euro (Vorjahr 71.183 Tsd. Euro) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und 10.886 Tsd. Euro (Vorjahr 4.747 Tsd. Euro) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen 9.027 Tsd. Euro (Vorjahr 9.719 Tsd. Euro). Im Geschäftsjahr wurden keine Pfandliegenschaften erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist. Die nicht zinsbedingte Fair-Value-Änderung der finanziellen Verbindlichkeiten beträgt 693 Tsd. Euro, bei den finanziellen Forderungen 4.371 Tsd. Euro. Hierbei werden die zum Fair Value bewerteten Geschäfte mit den aktuellen Marktzinsen abgezinst und die daraus resultierenden Barwertveränderungen dargestellt.
Gegenüber dem Aufsichtsrat der Oberbank AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von 665,9 Tsd. Euro (Vorjahr 743,1 Tsd. Euro). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der Oberbank AG bestanden Kredite von 116,0 Tsd. Euro (Vorjahr 117,8 Tsd. Euro). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen.
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern 1.865,2 Tsd. Euro (Vorjahr 1.576,1 Tsd. Euro). Der darin enthaltene variable Anteil betrug 322,5 Tsd. Euro (Vorjahr 625,1 Tsd. Euro). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene wurden 1.168,5 Tsd. Euro (Vorjahr 1.203,5 Tsd. Euro) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr 2.264,0 Tsd. Euro (Vorjahr 972,0 Tsd. Euro). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten.
Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern 155,5 Tsd. Euro (Vorjahr 125,4 Tsd. Euro).
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Geschäftsvorfälle zwischen nahe stehenden Unternehmen im Konsolidierungskreis wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht erläutert.
Die Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen stellen sich per 31. Dezember 2011 unter der überarbeiteten Fassung von IAS 24 wie folgt dar (Vorjahreszahlen wurden teilweise ergänzt):
| Sonstige nahestehende |
|||
|---|---|---|---|
| Assoziierte | Tochter- | Unternehmen und | |
| in A 1.000 | Unternehmen | unternehmen | Personen*) |
| Geschäftsvorfälle | |||
| Finanzierungen | 27.128 | 34.000 | 2.038 |
| Bürgschaften/Sicherheiten | 5.946 | 0 | 24 |
| Ausstehende Salden | |||
| Forderungen | 244.543 | 93.110 | 8.247 |
| Forderungen Vorjahr | 216.948 | 67.341 | 6.872 |
| Verbindlichkeiten | 36.873 | 55.264 | 1.000 |
| Verbindlichkeiten Vorjahr | 20.111 | 47.806 | 4.958 |
| Bürgschaften/Garantien | 40.063 | 0 | 994 |
| Bürgschaften/Garantien Vorjahr | 40.935 | 0 | 1.112 |
| Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen Vorjahr | 0 | 0 | 0 |
| Ertragsposten | |||
| Zinsen | 5.681 | 913 | 237 |
| Provisionen | 434 | 4 | 119 |
| Aufwendungen | |||
| Zinsen | 1.176 | 653 | 48 |
| Provisionen | 3 | 0 | 0 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 4.200 | 0 | 0 |
*) Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen umfassen die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Oberbank AG samt deren nahe stehender Familienangehöriger sowie Unternehmen, die von diesen Personen beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder maßgeblich beeinflusst werden.
Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgegebenen Aktien belief sich im Berichtsjahr auf 70.000 Stück.
Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank-Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.
Die nachfolgenden Segmentinformationen basieren auf dem so genannten "Management Approach", der verlangt, die Segmentinformation auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden.
In der Oberbank-Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:
Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2011 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6 %, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.
| in A 1.000 | Financial | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Privat | Firmen | Markets | Sonstige | Summe | |
| Zinsergebnis | 59.165 | 187.993 | 94.527 | 0 | 341.685 |
| hievon Erträge aus Equity-Beteiligungen | 62.777 | 62.777 | |||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | -9.792 | - 48.871 | - 38.986 | 0 | - 97.649 |
| Provisionsergebnis | 46.033 | 58.485 | 0 | 0 | 104.518 |
| Handelsergebnis | 0 | 66 | 9.187 | 0 | 9.253 |
| Verwaltungsaufwand | - 88.680 | - 108.213 | - 5.116 | - 27.444 | - 229.453 |
| Sonstiger betrieblicher Erfolg | 2.031 | 5.249 | - 6.129 | - 3.509 | - 2.358 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 8.757 | 94.709 | 53.483 | - 30.953 | 125.996 |
| Ø risikogewichtete Aktiva | 1.149.666 | 7.757.589 | 4.165.999 | 0 | 13.073.254 |
| Ø zugeordnetes Eigenkapital | 104.944 | 708.128 | 380.281 | 0 | 1.193.353 |
| RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern | 8,3 % | 13,4 % | 14,1 % | 10,6 % | |
| Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) | 82,7 % | 43,0 % | 5,2 % | 50,6 % | |
| Barreserve | 300.172 | 300.172 | |||
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.566.172 | 1.566.172 | |||
| Forderungen an Kunden | 2.013.669 | 8.900.557 | 10.914.226 | ||
| Risikovorsorgen | - 61.767 | - 240.722 | - 47.800 | - 350.289 | |
| Handelsaktiva | 50.351 | 50.351 | |||
| Finanzanlagen | 4.392.223 | 4.392.223 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 610.849 | 610.849 | |||
| Segmentvermögen | 1.951.902 | 8.659.835 | 6.261.118 | 610.849 | 17.483.704 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.278.563 | 4.278.563 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.818.719 | 4.245.519 | 9.064.238 | ||
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.506.552 | 1.506.552 | |||
| Handelspassiva | 36.359 | 36.359 | |||
| Eigen- und Nachrangkapital | 172.926 | 1.166.850 | 626.625 | 1.966.401 | |
| Sonstige Schulden | 631.591 | 631.591 | |||
| Segmentschulden | 4.991.645 | 5.412.369 | 6.448.099 | 631.591 | 17.483.704 |
| Abschreibungen | 5.171 | 13.560 | 154 | 3.252 | 22.137 |
Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.
| in A 1.000 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| 32) Non performing loans | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 3 | 5.112 |
| Forderungen an Kunden | 123.465 | 130.381 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 2.878 | 4.589 |
| Siehe auch Seite 127. | ||
| 33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | ||
| Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen | 20.144 | 20.845 |
| Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen | 242.937 | 242.682 |
| Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte | 26.976 | 18.459 |
| Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie | 86.720 | 90.068 |
| Sicherstellung für EIB-Refinanzierungsdarlehen | 46.163 | 39.861 |
| Sicherstellung für EIB-Globaldarlehensgewährung | 93.000 | 93.000 |
| Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB | 709.143 | 250.000 |
| Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände | 1.225.083 | 754.915 |
| Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen. | ||
| 34) Nachrangige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 22.000 | 22.000 |
| Forderungen an Kunden | 50.732 | 51.430 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 41.757 | 41.565 |
| Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 35.177 | 36.110 |
| Nachrangige Vermögensgegenstände | 149.666 | 151.105 |
| 35) Fremdwährungsvolumina | ||
| Aktiva | 1.755.643 | 1.835.057 |
| Passiva | 2.774.971 | 2.171.812 |
| 36) Treuhandvermögen | ||
| Treuhandkredite | 289.358 | 259.954 |
| Treuhandbeteiligungen | 96 | 96 |
| Treuhandvermögen | 289.454 | 260.050 |
| 37) Echte Pensionsgeschäfte | ||
| Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen | 1.399.900 | 1.343.500 |
| 38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken | ||
| Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) | 1.341.272 | 1.360.402 |
| Eventualverbindlichkeiten | 1.341.272 | 1.360.402 |
| Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften | 0 | 30.112 |
| Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) | 1.927.594 | 1.605.366 |
| Kreditrisiken | 1.927.594 | 1.635.478 |
39) Unternehmen des Konsolidierungskreises
| OBERBANK AG, Linz | |
|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen | Anteil in % |
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest | 100,00 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest | 100,00 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest | 100,00 |
| Oberbank airplane Leasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz | 95,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz | 75,00 |
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & Co. KG Goldkronach, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG Neuenrade, Neuötting | Komplementär |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest | 100,00 |
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing JAF Holz, s.r.o., Prag | 95,00 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag | 100,00 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag | 100,00 |
| (fusioniert mit Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis) | |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank MLC – Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz | 99,80 |
| 100,00 | |
| 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 94,00 |
|
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting |
100,00 |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting | 100,00 |
| 100,00 | |
| OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting POWER TOWER GmbH, Linz |
99,00 |
| Quotenkonsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | 50,00 |
| At Equity bewertete assoziierte Unternehmen | |
| Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck | 13,22 |
| BKS Bank AG, Klagenfurt | 18,52 |
| Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz | 40,00 |
| voestalpine AG, Linz | 7,90 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | |
| A. VERBUNDENE UNTERNEHMEN | Anteil in % |
| "AM" Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg | 58,70 |
| "Gesfö" Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien | 74,00 |
| "LA" Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding GmbH, Linz | 100,00 |
| OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank PE Holding GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz | 100,00 |
| Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz | 100,00 |
| OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava | 100,00 |
| Oberbank V-Investholding GmbH, Linz | 100,00 |
| Opportunity Beteiligungs AG, Linz | 100,00 |
| ˇ ˇ Samson Ceské Budejovice spol. s r.o., Budweis |
100,00 |
| "SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| "SP" Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| "ST" BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz | 100,00 |
| "VB" Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 |
| Wohnwert GmbH, Salzburg | 100,00 |
| Nicht konsolidierte Unternehmen | |
|---|---|
| B. ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN | Anteil in % |
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz | 20,57 |
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck | 40,00 |
| ABG Anlagenverwertungs- und Beteiligungs - Gesellschaft m.b.H. & Co. OHG, Wien | 20,25 |
| "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz | 50,00 |
| AE Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wien | 24,85 |
| Atterbury S.A., Luxemburg | 22,92 |
| B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien | 33,33 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| Biowärme Attnang-Puchheim GmbH, Attnang-Puchheim | 49,00 |
| Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien | 24,85 |
| COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien | 20,25 |
| Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien | 26,28 |
| DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz | 40,00 |
| Duktus S.A., Luxemburg | 32,45 |
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S.A. SICAR, Luxemburg | 33,15 |
| Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein | 32,62 |
| GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung, | |
| gemeinnützige registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Linz | 36,65 |
| Kontext Druckerei GmbH, Linz | 25,20 |
| LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz | 50,00 |
| MY Fünf Handels GmbH, Wien | 50,00 |
| OÖ HightechFonds GmbH, Linz | 24,08 |
| Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau | 21,50 |
| VMS Beteiligung Fünf GmbH, Wien | 38,44 |
Der Fair Value der nach der at-Equity-Methode einbezogenen Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag 465.601 Tsd. Euro. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus (in Tsd. Euro):
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 28.649.107 | 27.871.330 |
| Schulden | 22.501.718 | 22.203.559 |
| Erlöse | 12.131.925 | 9.992.407 |
| Periodengewinne/-verluste | 783.478 | 510.000 |
Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.
Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat der voestalpine AG. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30. September, um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.
Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Vermögensgegenstände | 557.862 | 507.795 |
| Schulden | 341.107 | 323.005 |
| Erlöse | 458.543 | 413.216 |
| Periodengewinne/-verluste | 3.693 | 460 |
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern.
Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Ausgangspunkt der Risikostrategie der Oberbank ist die Positionierung als Regionalbank.
Der Vorstand und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien. Der Aufnahme neuer Geschäftsfelder oder Produkte geht grundsätzlich eine adäquate Analyse der geschäftsspezifischen Risiken voraus.
Risikomanagement bezeichnet alle Aktivitäten zum systematischen Umgang mit Risiken im Konzern. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG.
Aus der Risikostrategie werden im Zuge des Budgetierungskreislaufes die Risikoziele für das entsprechende Geschäftsjahr abgeleitet und die Verteilung der Risikodeckungsmassen als Limits auf die Einzelrisiken vorgenommen. Diese Limits bilden die Basis für die das Jahr über laufende, enge Steuerung. Der Planungskreislauf wird vom Controlling gemeinsam mit dem Gesamtvorstand gesteuert.
Dem Risikomanagement wird in der Oberbank durch die Einrichtung eines effizienten Managements der einzelnen Risikokomponenten Rechnung getragen. Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee. Im Rahmen der operativen Planung nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel nach Chancen-Risiko-Profil der einzelnen Bankgeschäftsfelder vor.
Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs.2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und reportet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter bzw. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Zuständigkeit für das Risikomanagement aller Tochtergesellschaften und für alle operativen Geschäftseinheiten der Bank im In- und Ausland liegt zentral in der Oberbank AG, in den für die einzelnen Risikokomponenten zuständigen Abteilungen.
Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet.
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System von Kontrollmaßnahmen. Das IKS umfasst alle Prozesse der Bank und wird ständig weiterentwickelt. Die Prozesse und Verfahren sind in Arbeitsanweisungen bzw. Ablaufbeschreibungen dokumentiert und beinhalten wesentliche Kontrollgrundsätze; u.a. Funktionstrennung, 4-Augen-Prinzip, Unterschrifts- und Kompetenzregelungen sowie EDV-Berechtigungssysteme. Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft in ihrer Funktion das interne Kontrollsystem. Abgeprüft wird die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements. Weiters prüft sie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und Eigentümervertreter.
Die Oberbank hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 26 Bankwesengesetz und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der Oberbank www.oberbank.at (Bereich "Investor Relations") dargestellt und begründet.
Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitativ hochwertiges Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung entsprochen. Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden aus der ökonomischen Deckungsmasse für die sich aus dem Geschäftsmodell der Oberbank ergebenden wesentlichen Bankrisiken Risikolimits abgeleitet. Dies erfolgt für das Kreditrisiko (inkl. Kontrahentenausfallrisiko), Beteiligungsrisiko, Marktrisiko im Handelsbuch, Marktrisiko im Bankbuch und die operationellen Risiken.
Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind. So werden für das Liquiditätsrisiko keine Eigenmittel gehalten, da diese nur mittelbar geeignet sind, das Liquiditätsrisiko zu begrenzen. Die Risikobegrenzung erfolgt durch die intern festgelegten Prozesse zur Steuerung des Liquiditätsrisikos einschließlich des Notfallplans. Die Steuerung der Konzentrationsrisiken erfolgt über Länderlimits, Großkreditgrenzen und Portfoliolimits wie zum Beispiel das Limit für das Fremdwährungskreditportfolio. Für die nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputations-, strategische und sonstige Risiken sowie Risiken, die aus dem makroökonomischen Umfeld erwachsen) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.
| Anteil der zugeordneten Risikolimits an den gesamten Risikodeckungsmassen | ||
|---|---|---|
| Risikopuffer1 | 10,0 % | 1 |
| Kreditrisiko2 | 60,0 % | 2 |
| Beteiligungsrisiko3 | 12,0 % | 6 5 |
| Marktrisiko Bankbuch4 | 12,8 % | |
| Marktrisiko Handelsbuch5 | 1,2 % | 4 |
| Operationelles Risiko6 | 4,0 % | 3 |
Die Limitausnutzung per 31. Dezember 2011 betrug 50,1 %. Das Limit im Kreditrisiko wurde zu 48,7 %, im Beteiligungsrisiko zu 52,6 %, im Marktrisiko Bankbuch zu 48,6 %, im Marktrisiko Handelsbuch zu 27,4 % und im operationellen Risiko zu 73,2 % ausgenutzt.
Die Oberbank führt quartalsweise Krisentests durch. Es werden vier verschiedene Arten von Mehr-Faktoren-Stresstests gerechnet. Das Worst-Case-Szenario beinhaltet folgende Annahmen:
Per 31. Dezember 2011 kam es in keinem der Szenarien zu einer Überschreitung des Gesamtbanklimits. Die Gesamtlimitausnützung betrug beim Worst-Case-Szenario 68,6 %.
Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet ist.
Der Gesamtvorstand ist für die Investitionsentscheidung, ordnungsgemäße Organisation und Überwachung des Beteiligungsmanagements verantwortlich. Die Abteilung Sekretariat ist für das operative Beteiligungsmanagement verantwortlich. Kreditsubsituierende Beteiligungen unterliegen dem Kreditprozess.
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Risikolimits selbständig gestionieren. Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für das Devisenkursrisiko für den gesamten Oberbank-Konzern, für das Marktrisiko im Handelsbuch und für das Zinsrisiko des Geldhandels. Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee ist für die Marktrisiken im Bankbuch zuständig.
In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des Operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich. Das operative Risikomanagement von operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk-Taking-Units) durchgeführt, die für das operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind.
Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch den Vorstand und das APM-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.
Das Konzentrationsrisiko ergibt sich dadurch, dass einzelne Forderungen einen hohen Anteil an den Gesamtforderungen haben oder Forderungen eine überdurchschnittliche Korrelation aufweisen (Konzentration in Forderungsklassen, Geschäftssegmenten, Branchen, Ländern, Kundengruppen etc.).
Konzentrationen können in allen Risikoarten auftreten. Die Zuständigkeiten für das Konzentrationsrisiko liegen daher bei den jeweils für die einzelnen Risikoarten verantwortlichen Einheiten, quantitative Informationen zum Konzentrationsrisiko können den Tabellen zu den einzelnen Risikoarten entnommen werden.
Aufgrund des diversifizierten Geschäftsmodells der Oberbank als regional tätige Universalbank sind übermäßige Risikokonzentrationen nicht vorhanden. Die Identifikation des Konzentrationsrisikos erfolgt über das tourliche Monitoring (Branchenanalyse, Größenklassenstatistik etc.). Es wurden keine wesentlichen Konzentrationen festgestellt.
Großkreditrisiken sind in der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31. Dezember 2011 über einen Deckungsfonds von 205,0 Mio. Euro für die 3 Banken Gruppe verfügte (gegenüber 192,0 Mio. Euro im Vorjahr).
Der Anteil der zehn größten Kreditnehmer (Gruppe verbundener Kunden) an den Krediten und Forderungen sowie festverzinslichen Wertpapieren betrug 14,26 % (Vorjahr: 14,85 %). Im Einzelnen handelte es sich um Forderungen an den öffentlichen Sektor (7,7 %), an europäische Banken (5,7 %) sowie an Versorger (0,8 %).
Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen lag weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze.
Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Kreditnehmer den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst Adressausfall-, Länder- sowie Kontrahenten-Risiken. Die Oberbank hat keine Geschäfte aus dem Bereich Verbriefungen im Portfolio.
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der Kreditkunden befindet sich in den durch das Filialnetz abgedeckten Regionen.
In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Die operativen Risikoziele werden im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Dabei wird das dem Kreditrisiko im Zuge der Allokation der Risikodeckungsmassen zugeordnete ICAAP-Limit berücksichtigt. Das Volumen der Fremdwährungskredite ist mit einem Anteil von 20 % des Gesamtkreditvolumens beschränkt. Die Neuvergabe von Fremdwährungskrediten an Konsumenten erfolgt gemäß den strengen Bestimmungen der FMA-Mindeststandards, die im März 2010 veröffentlicht wurden. Die Ausrichtung der Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.
Klar definierte Aufgabenzuweisungen gewährleisten eindeutige Zuständigkeiten, standardisieren die Arbeitsabläufe, vermeiden Doppelgleisigkeiten und stellen somit einen reibungslosen Ablauf der Kreditantragsbewilligung sicher. Der Prozess der Kreditgewährung umfasst alle – bis zur Bereitstellung des Kredits, zur Vertragserfüllung oder Einrichtung einer Linie – erforderlichen Arbeitsabläufe. Diese Prozesse werden unter Beachtung der Risikostrategie in standardisierten Verfahren abgewickelt.
Um ein effektives Kreditrisikomanagement und in diesem Sinne eine faire, risikoadäquate Konditionengestaltung in einer Bank etablieren zu können, bedarf es eines leistungsfähigen Systems zur Bonitätsbeurteilung. Seit 1. Jänner 2009 kommt in der Oberbank im Privat- und Firmenkundengeschäft ein mit statistischen Methoden entwickeltes und IRB (Internal Ratings Based Approach)-taugliches Ratingsystem zur Anwendung, das diesen Anforderungen gerecht wird. Die Oberbank betrachtet den Bonitätsbeurteilungsprozess als eine ihrer Kernkompetenzen.
Es gibt unterschiedliche Verfahren zur Bonitätsbeurteilung im Firmenbereich (Ratingverfahren) und im Privatbereich (Scoringverfahren). Die Ratingverfahren ermitteln ein Hard-Facts Rating (basierend auf Bilanzdaten) und ein Soft-Facts Rating (qualitative Informationen, z.B. Produkte, Markt etc.). Zusammen mit Warnindikatoren und Kontodaten wird das finale Ratingergebnis ermittelt. Die Scoringverfahren setzen sich aus Kreditscoring (Negativinformationen und Strukturdaten) und Verhaltensscoring (Kontoverhalten und Strukturdaten) zusammen. Die Rating- und Scoringverfahren ermitteln eine geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit pro Kunde. Diese Ausfallswahrscheinlichkeit wird auf eine Masterskala gemappt. Somit ist sichergestellt, dass eine bestimmte Ratingnote, die aus verschiedenen Ratingverfahren resultiert, dieselbe Ausfallswahrscheinlichkeit darstellt.
Die Slottingverfahren bei Spezialfinanzierungen haben hier eine Sonderstellung, da sie eine Einordnung in die aufsichtsrechtlich vorgesehenen Bonitätsfächer vornehmen.
Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verbesserung der Ratingverfahren verwendet.
Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten sowie die damit verbundene Festlegung von Limits erfolgt auf Basis externer Ratings und Bilanzanalysen kombiniert mit qualitativen Kriterien.
Der Ratingprozess wird bei Kreditvergabe und in weiterer Folge zumindest einmal jährlich durchgeführt. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings wird durch die Abteilung Kredit-Management wahrgenommen.
Zwischen der Einstufung im Risikoklassifizierungsverfahren und der Konditionengestaltung besteht ein sachlich nachvollziehbarer Zusammenhang (risikoorientierte Konditionenpolitik), der über automatisierte Prozesse unterstützt wird.
Die operative Steuerung des Kreditportfolios erfolgt hauptsächlich auf Basis der Unterdeckungen je Ratingstufe. Die Unterdeckungen werden ab der Ratingstufe 4a auf Einzelkundenbasis im Rahmen des jährlichen Budgetierungskreislaufes geplant und es wird monatlich je Geschäftsstelle die Abweichung vom Sollwert ermittelt. Der Risikovorsorgebedarf wird monatlich ermittelt und in der Ergebnisvorschau aktualisiert.
Die Nähe zum Kunden wird in der Oberbank generell groß geschrieben. Die Ergebnisse aus tourlichen persönlichen Gesprächen mit dem Kunden fließen über die Soft-Facts in das Rating ein. Die Frequenz dieser Check-Gespräche wurde im Zuge der Krise erhöht. Als Folge ist es daher auch in den aktuellen Krisenjahren möglich, die aktuelle Geschäftssituation der Kunden sehr schnell in die Bonitätsbeurteilung einfließen zu lassen.
Das Kreditrisikovolumen setzt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen des gesamten Oberbank-Konzerns zusammen und wird brutto, d.h. vor Abzug der Risikovorsorgen, dargestellt.
| in Mio. A | Forderungswert per 31.12.2011 |
Forderungswert per 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen 1) | 12.444 | 12.179 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 3.384 | 2.971 |
| Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten | 3.451 | 3.174 |
| Gesamtbetrag der Forderungen | 19.279 | 18.324 |
1) Abweichungen zur Darstellung im Konzernabschluss ergeben sich z. B. aus der unterschiedlichen Einbeziehung des Leasing-Teilkonzerns (hier per 31. Dezember 2011, im Konzernabschluss per 30. September 2011). Treuhandverbindlichkeiten – d.h. Verbindlichkeiten, bei denen für die Oberbank nur ein Gestionsrisiko besteht – werden nicht mehr im Kreditrisikovolumen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden in Höhe von 260 Mio. Euro korrigiert.
In den Bonitätsstufe "Sehr gut" befinden sich die Ratingklassen AA, A1, A2, 1a und 1b, in der Stufe "Gut" die Ratingklassen 2a, 2b, 3a und 3b und in der Stufe "Mangelhaft" die Ratingklassen 4a und 4b. In der Stufe "Non-performing" befinden sich jene Forderungen, für die ein Ausfallkriterium im Sinne von Basel II zutrifft: Die Ratingklasse 5a beinhaltet jene Forderungen, die noch nicht in Abwicklung sind. Die Forderungen in den Ratingklassen 5b und 5c werden bereits betrieben. Die gesamten non-performing Forderungen beinhalten einen Betrag von 101,6 Mio. Euro (Vorjahr 123,1 Mio. Euro) an nicht wertgeminderten Forderungen.
| in Mio. A | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Sehr gut | 10.916 | 10.022 |
| Gut | 7.125 | 6.867 |
| Mangelhaft | 750 | 924 |
| Non-performing | 488 | 511 |
| Gesamtbetrag der Forderungen | 19.279 | 18.324 |
2) In der Aufstellung wird im Unterschied zum Vorjahr das gesamte Kreditrisikovolumen (inkl. ungewichteter Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützter Rahmen) ausgewiesen (Vorjahreswerte wurden angepasst).
Die geografische Darstellung des Kreditrisikovolumens erfolgt nach dem Sitzland des Schuldners. In den folgenden Tabellen ist das Kreditrisikovolumen per 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 nach Oberbank-Märkten und anderen Regionen dargestellt.
| in Mio. A per 31.12.2011 Geografische Verteilung |
Kredite und Forderungen |
Wertpapiere | Kreditrisiken aus Derivaten und Festverzinsliche Eventualverbind lichkeiten |
Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 7.910 | 1.359 | 2.415 | 11.684 |
| Deutschland | 2.203 | 429 | 556 | 3.187 |
| Osteuropa (CZ, SK, HU) | 1.391 | 79 | 288 | 1.758 |
| Westeuropa (außer DE) | 549 | 1.038 | 88 | 1.675 |
| PIIGS-Länder | 61 | 317 | 44 | 421 |
| Andere Länder | 331 | 164 | 60 | 555 |
| Gesamt | 12.444 | 3.384 | 3.451 | 19.279 |
| in Mio. A per 31.12.2010 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 7.745 | 1.235 | 2.236 | 11.217 |
| Deutschland | 2.200 | 459 | 443 | 3.102 |
| Osteuropa (CZ, SK, HU) | 1.256 | 99 | 261 | 1.615 |
| Westeuropa (außer DE) | 561 | 707 | 136 | 1.405 |
| PIIGS-Länder | 129 | 327 | 45 | 501 |
| Andere Länder | 288 | 144 | 53 | 485 |
| Gesamt | 12.179 | 2.971 | 3.174 | 18.324 |
Die PIIGS-Länder sind in folgender Tabelle noch einmal detailliert aufgelistet.
| in Mio. A per 31.12.2011 Geografische Verteilung |
Kredite und Forderungen an Kreditinstitute und Kunden |
Kredite und Forderungen an Staaten |
Wertpapiere und Kunden) |
Festverzinsliche Kreditrisiken aus Derivaten und (Kreditinstitute Eventualverbind lichkeiten |
Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|---|
| Portugal | 0 | – | 5 | 40 | 45 |
| Italien | 54 | – | 87 | 1 | 141 |
| Irland | 6 | – | 48 | 2 | 56 |
| Griechenland | 0 | – | 0 | 0 | 0 |
| Spanien | 0 | – | 177 | 1 | 177 |
| Gesamt | 61 | – | 317 | 44 | 421 |
In den folgenden Tabellen ist das Kreditrisikovolumen per 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 nach Branchen dargestellt.
| in Mio. A per 31.12.2011 | Kredite und | Kreditrisiken aus Derivaten und Festverzinsliche Eventualverbind |
||
|---|---|---|---|---|
| Branchen | Forderungen | Wertpapiere | lichkeiten | Gesamtsumme |
| Kredit- und Versicherungswesen | 1.706 | 2.292 | 174 | 4.172 |
| Öffentliche Hand | 996 | 1.003 | 57 | 2.056 |
| Industrie | 1.928 | 12 | 1.102 | 3.043 |
| Handel | 1.304 | 9 | 477 | 1.790 |
| Dienstleistungen | 1.305 | 10 | 327 | 1.642 |
| Bauwesen | 297 | 8 | 383 | 688 |
| Realitätenwesen | 526 | 0 | 75 | 602 |
| Verkehr | 365 | 54 | 419 | |
| Versorger | 312 | 3 | 42 | 357 |
| Land- und Forstwirtschaft inkl. Bergbau | 106 | 13 | 119 | |
| Holding- und Beteiligungsgesellschaften | 545 | 44 | 166 | 755 |
| Private und Selbständige | 2.163 | 363 | 2.525 | |
| Sonstige | 889 | 4 | 217 | 1.110 |
| Gesamt | 12.444 | 3.384 | 3.451 | 19.279 |
| in Mio. A per 31.12.2010 | Kreditrisiken aus Derivaten und |
|||
|---|---|---|---|---|
| Branchen | Kredite und Forderungen |
Wertpapiere | Festverzinsliche Eventualverbind lichkeiten |
Gesamtsumme |
| Kredit- und Versicherungswesen | 1.951 | 2.122 | 178 | 4.250 |
| Öffentliche Hand | 891 | 750 | 53 | 1.693 |
| Industrie | 1.668 | 13 | 1.003 | 2.684 |
| Handel | 1.248 | 8 | 478 | 1.733 |
| Dienstleistungen | 1.171 | 10 | 290 | 1.471 |
| Bauwesen | 299 | 8 | 383 | 690 |
| Realitätenwesen | 545 | 0 | 77 | 621 |
| Verkehr | 372 | 48 | 420 | |
| Versorger | 163 | 3 | 32 | 198 |
| Land- und Forstwirtschaft inkl. Bergbau | 94 | 8 | 103 | |
| Holding- und Beteiligungsgesellschaften | 664 | 32 | 111 | 807 |
| Private und Selbständige | 2.156 | 316 | 2.471 | |
| Sonstige | 956 | 25 | 200 | 1.182 |
| Gesamt | 12.179 | 2.971 | 3.174 | 18.324 |
Strategien und Prozesse bezüglich Bewertung und Management von Sicherheiten
Die Hereinnahme von Kreditsicherheiten sowie deren Management werden als bedeutender Bestandteil des Kreditrisikomanagements in der Oberbank angesehen. Die Gestion des Kreditgeschäftes über die Unterdeckung stellt hohe Anforderungen an die aktuelle und richtige Bewertung von Sicherheiten. Daher ist die Sicherheitenverwaltung im gesamten Oberbank-Konzern grundsätzlich organisatorisch vom Vertrieb getrennt und erfolgt ausschließlich in der Marktfolge in den zentralen Kreditverwaltungsgruppen der Abteilung Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion.
In der zentralen Fachabteilung für rechtliche Fragen Kredit-Management/Servicegruppe liegt die Verantwortung für die Erstellung von standardisierten Sicherheitenverträgen und -dokumenten, die generell Anwendung finden. Die Verwaltung der Kreditsicherheiten umfasst sowohl einen materiellen als auch einen formellen Aspekt, wobei die erforderlichen Tätigkeiten entsprechend den einzelnen Sicherheitenkategorien genau definiert sind. Die geltenden Verwaltungsgrundsätze sollen eine rechtlich einwandfreie Begründung der Kreditsicherheiten sowie alle erforderlichen Voraussetzungen zur raschen Durchsetzung der Ansprüche bei Bedarf gewährleisten.
Bei den hypothekarisch besicherten Krediten wird dem Regionalitätsprinzip entsprechend ebenfalls auf Sicherheiten im regionalen Einzugsgebiet abgestellt. Bei Sachsicherheiten gilt generell, dass die Finanzierungsdauer mit der wirtschaftlichen Nutzungsdauer im Einklang stehen muss. Die materielle Werthaltigkeit der Sicherheit und die Möglichkeit der raschen Verwertbarkeit stellen wichtige Prüfpunkte dar. Bei persönlichen Sicherheiten dürfen keine wesentlichen Korrelationen zwischen Sicherheitengeber und Kreditnehmer bestehen. Bei Leasingfinanzierungen muss ein allfällig vereinbarter Restwert niedriger oder maximal gleich hoch sein wie der bei Ablauf der Finanzierung erwartete Marktwert.
Für jede Sicherheitenart gibt es eine verbindlich vorgeschriebene Ermittlung des nominellen Wertes in Bezug auf Objektivität und Aktualität, der sodann als Berechnungsbasis für die zur internen Risikosteuerung festgelegten Deckungswertansätze und für die Kreditrisikominderungsansätze im Rahmen von Basel II dient. Die internen Deckungswertansätze sind grundsätzlich Maximalwerte, die zur Ermittlung der Unterdeckung führen. In begründeten Einzelfällen kann die Bewertung einer Sicherheit vom jeweiligen Kompetenzträger nach unten korrigiert werden. Eine höhere Bewertung ist nicht möglich.
Die aktuellen Bewertungsgrundsätze resultieren aus den Schätzungen der Forderungsbetreibung auf Basis der bisherigen Verwertungserfahrungen. Der im Bewertungsansatz inkludierte Abschlag wird einerseits für das Bewertungsrisiko und andererseits für das Verwertungsrisiko der jeweiligen Sicherheit gemacht. Die Aktualität der Sicherheitenwerte wird bei finanziellen Sicherheiten über die laufende Einspielung der Marktwerte sichergestellt, bei hypothekarischen Sicherheiten erfolgt die Expertenschätzung gemäß den Mindesterfordernissen, die im umfassenden Sicherheitenbewertungsansatz in der Solvabilitätsrichtlinie definiert sind. Generell werden bei intern verwendeten Sicherheiten die gleichen strikten Qualitätsanforderungen in Bezug auf Aktualität und Durchsetzbarkeit angewandt wie bei Sicherheiten, die unter Basel II zur Anrechnung kommen. In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von 835 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.199 Tsd. Euro) enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert. Diese Vermögenswerte sind zur ordnungsgemäßen Weiterveräußerung bestimmt. Der Erlös wird für die Abdeckung/ Reduktion der offenen Forderung herangezogen. Die Übernahme von Pfandsicherheiten nimmt somit eine untergeordnete Rolle ein, eine Verwendung für den Geschäftsbetrieb erfolgt nicht.
Die wesentlichen Sicherheiten sind Hypotheken auf Wohnimmobilien und kommerziell genutzte Immobilien, finanzielle Sicherheiten (Bareinlagen, Schuldverschreibungen und Aktien) sowie persönliche Sicherheiten (Haftungen, Bürgschaften, Garantien). Die in der Tabelle ausgewiesenen Werte stellen die IRB-Sicherheitenwerte für die Kreditrisikoquantifizierung im Rahmen des ICAAP dar.
| in A 1.000 | Sicherheitenwert |
|---|---|
| Finanzielle Sicherheiten | 333.351 |
| Bareinlagen | 205.326 |
| Schuldverschreibungen | 69.907 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 58.118 |
| Immobiliensicherheiten | 2.589.449 |
| Wohnimmobilien | 1.453.996 |
| Gewerbeimmobilien | 1.135.454 |
| IRB-Sicherheiten | 411.413 |
| Sachsicherheiten | 411.413 |
Die persönlichen Sicherheiten beschränken sich auf Haftungen, Bürgschaften und Garantien. Die wichtigsten sechs Garantiegeber, die 68,0 % am gesamten Volumen der persönlichen Sicherheiten darstellen, sind nachstehend aufgelistet.
| Rating gemäß Standard |
|||
|---|---|---|---|
| in A 1.000 | & Poor's | Betrag | in % |
| Gesamtsumme persönliche Sicherheiten | 1.491.102 | 100 % | |
| hievon Staat Österreich | AAA | 713.730 | 47,9 % |
| hievon Staat Deutschland | AAA | 79.595 | 5,3 % |
| hievon Staat Niederlande | AAA | 76.427 | 5,1 % |
| hievon Land Niederösterreich | AA+ | 57.750 | 3,9 % |
| hievon Land Oberösterreich | AAA | 49.599 | 3,3 % |
| hievon Land Kärnten | n.a. | 36.908 | 2,5 % |
Die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise auf die Konjunktur führten auch in der Oberbank zu einer starken Ausweitung der Risikovorsorge, wobei die Vorsorge nach dem Vorsichtsprinzip in der oberen Bandbreite bemessen wurde. Das Ergebnis aus den Risikovorsorgen im Kreditgeschäft verbesserte sich trotzdem gegenüber dem Jahr 2010 um 6,2 Mio. Euro auf 97,6 Mio. Euro, bedingt durch die bereits in den letzten Jahren vorsichtige Risikopolitik. Diese führte zu gestiegenen Auflösungen von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft in der Höhe von 32,1 Mio. Euro.
| in A 1.000 | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | 120.797 | 124.177 |
| Auflösung von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft | - 32.118 | - 24.647 |
| Direktabschreibungen von Forderungen | 10.886 | 4.747 |
| Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen | - 3.765 | - 2.615 |
| Überleitung aus der Quotenkonsolidierung | 1.849 | 2.164 |
| Gesamt | 97.649 | 103.826 |
| Stand | Wechselkurs- | Stand | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 | 1.1.2011 Zuführungen Auflösungen | Verbrauch | änderungen | 31.12.2011 | ||
| Einzelwertberichtigungen | 217.732 | 58.059 | - 21.219 | -32.290 | - 472 | 221.810 |
| Länderrisiken | 48 | - 4 | 44 | |||
| Portfoliowertberichtigungen gem. IAS 39 | 94.805 | 33.630 | 128.435 | |||
| Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 1) | 312.585 | 91.689 | - 21.223 | -32.290 | - 472 | 350.289 |
| Rückstellungen für das Kreditgeschäft | 119.201 | 29.108 | - 10.895 | - 6.425 | - 8 | 130.981 |
| Gesamtsumme Risikovorsorgen | 431.786 | 120.797 | - 32.118 | -38.715 | - 480 | 481.270 |
1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.
Das maximale Ausfallrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus den Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute, Forderungen an Kunden, den festverzinslichen Wertpapieren der Finanzanlagen sowie den Kreditrisiken aus Derivaten und Eventualverbindlichkeiten einschließlich nicht ausgenützter Kreditrahmen und beläuft sich auf 19.279 Mio. Euro (Vorjahr: 18.324 Mio. Euro). Diesem Wert stehen insgesamt Kreditsicherheiten in der Höhe von 5.291,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5.019,1 Mio. Euro) gegenüber, davon für wertberichtigte und non performing Forderungen 224,8 Mio. Euro (Vorjahr: 258,7 Mio. Euro). In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von 11.970 Tsd. Euro (Vorjahr: 10.806 Tsd. Euro) aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten. Das maximale Ausfallrisiko aus den nach Fair Value bewerteten Forderungen entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
Als notleidend (non performing) werden Forderungen klassifiziert, auf die ein Ausfallkriterium im Sinne von Basel II zutrifft: Eine wesentliche Forderung ist mehr als 90 Tage überfällig oder die volle Rückzahlung der Forderung ist unwahrscheinlich. Dies ist in der Oberbank durch folgende Kriterien festgelegt:
Diese Forderungen werden in der Kategorie notleidend (non performing) dargestellt und sind Teil der folgenden Bilanzposten. Die positive Entwicklung der Kennzahlen "Non performing loans Ratio" und "Coverage Ratio" lässt sich aus der unten stehenden Tabelle ablesen.
| in A 1.000 1) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 3 | 5.112 |
| Forderungen an Kunden | 123.465 | 130.381 |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 2.878 | 4.589 |
| Gesamt | 126.346 | 140.082 |
| in % | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| Non performing loans Ratio 2) | 0,83 % | 0,95 % |
| Non performing loans Coverage Ratio 3) | 144,10 % | 137,93 % |
1) In den hier angeführten Werten sind gebildete Risikovorsorgen bereits berücksichtigt (non performing loans netto).
2) Non performing loans netto im Verhältnis zu den Krediten und Forderungen und festverzinslichen Wertpapieren netto.
3) Risikovorsorgen für die oben angeführten Bilanzpositionen und Sicherheiten der non performing Forderungen im Verhältnis zu den non performing loans brutto.
Die non performing Forderungen werden in der nachfolgenden Tabelle den Risikovorsorgen und den Sicherheiten per 31. Dezember 2011 gegenübergestellt.
| in A 1.000 | Rückstellungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Non | PWB | für das | |||
| Branchen | performing | EWB | gem. IAS 39 | Kreditgeschäft | Sicherheiten |
| Kredit- und Versicherungswesen | 3.116 | 169 | 169 | ||
| Öffentliche Hand | 92 | 43 | 24 | ||
| Industrie | 82.360 | 49.134 | 45.182 | ||
| Handel | 45.370 | 23.867 | 13.213 | ||
| Dienstleistungen | 94.562 | 33.648 | 43.835 | ||
| Bauwesen | 42.345 | 8.164 | 29.228 | ||
| Realitätenwesen | 6.994 | 6.701 | 3.641 | ||
| Verkehr | 14.203 | 7.551 | 6.198 | ||
| Versorger | 11.198 | 3.380 | 1.182 | ||
| Land- und Forstwirtschaft inkl. Bergbau | 3.359 | 471 | 2.000 | ||
| Holding- und Beteiligungsgesellschaften | 23.683 | 8.451 | 1.626 | ||
| Private und Selbstständige | 104.946 | 60.053 | 32.310 | ||
| Sonstige | 55.986 | 20.223 | 10.278 | ||
| Branchenmäßig nicht zuordenbare Risikovorsorgen | 128.435 | 130.981 | |||
| Gesamt | 488.216 | 221.854 | 128.435 | 130.981 | 188.888 |
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht unter die Kategorie non performing fallen, sind weder überfällig noch wertgemindert.
Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibung, Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.
Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, bank- und vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit im Bezug auf diese darstellt.
In dieses Segment fallen unter anderem folgende Beteiligungen der 3 Banken Gruppe:
Weiters finden sich die strategischen Beteiligungen an der voestalpine AG, an der Energie AG und an der Austria Metall AG im Beteiligungsportfolio der Oberbank. Eine darüber hinausgehende aktive Industriebeteiligungspolitik entspricht nicht der Philosophie der Oberbank.
Darüber hinaus hält die Oberbank rein wirtschaftlich orientierte Beteiligungen, für die entweder eine konkrete Renditeerwartung oder Erwartungen an eine Umwegrentabilität vorliegen.
Seit 2006 geht die Oberbank mit dem "Oberbank Opportunity Fonds" im Zuge von Private-Equity-Finanzierungen Beteiligungen ein, vorrangig mit dem Ziel, Kunden in Situationen zu unterstützen, in denen diese mit herkömmlichen Finanzierungen nicht das Auslangen finden können. Beteiligungen an Mezzanin- und Equity-Anbietern werden eingegangen, um deren Expertise zu nutzen und Zugang zu neuen Märkten zu gewinnen.
Insbesondere im Immobilienbereich ist die Oberbank an Zweckgesellschaften beteiligt, die zum Beispiel zur Errichtung oder zum Betrieb eigener Immobilien gegründet wurden, vereinzelt auch an Unternehmen, die als Wohnbauträger wichtige Partner in Fragen der Wohnbaufinanzierung sind.
Im Leasing-Teilkonzern der Oberbank sind Leasinggesellschaften in Österreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei gebündelt.
Grundsätzlich werden vor dem Eingehen von Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen.
Die Buch- und beizulegende Zeitwerte von Beteiligungspositionen zum 31. Dezember 2011 zeigen folgendes Bild:
| in A 1.000 | Wertansätze | ||
|---|---|---|---|
| Gruppen von Beteiligungsinstrumenten nach Bewertungsart | Buchwert | Fair Value | |
| Available for Sale | |||
| Nicht an einer Börse gehandelte Positionen | 254.756 | 254.756 | |
| Fair Value through Profit and Loss | |||
| Nicht an einer Börse gehandelte Positionen | 32.045 | 32.045 | |
| Anteile an at Equity-Unternehmen | |||
| Börsengehandelte Positionen | 513.243 | 457.444 | |
| Nicht an einer Börse gehandelte Positionen | 8.158 | 8.158 | |
| Gesamt | 808.202 | 752.403 |
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst.
Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins-, Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung durch Allokation der Risikodeckungsmasse generiert und zugeordnet werden.
Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.
Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Das Geldhandelsbuch umfasst die kurzfristigen Bankbuchpositionen.
Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk-Modells (historische Simulation). Im Jahr 2011 erfolgte der Umstieg vom bisher eingesetzten parametrischen Value-at-Risk-Modell (Varianz-Covarianz-Modell) auf die historische Simulation, die mittels historischer Marktpreisänderungen das aktuelle Portfolio bewertet und somit vor allem für die Einschätzung der Risiken nichtlinearer Finanzinstrumente besser geeignet ist. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.
Die Value-at-Risk-Werte für die Berichtsperiode können der nachstehenden Tabelle entnommen werden:
| in A 1.000 | Value-at-Risk 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2011 | Maximum | Minimum | Durchschnitt | 31.12.2011 |
| 1.062 | 4.686 | 939 | 1.836 | 2.225 |
Das Backtesting, also der Vergleich der geschätzten 1-Tages-Value-at-Risk-Werte mit den tatsächlichen Ergebnissen, zeigt einen Ausreißer vor der Umstellung auf die historische Simulation Ende August 2011 und einen Ausreißer nach der Umstellung. Dies entspricht dem der Berechnung zugrunde liegenden Konfidenzniveau von 99 %.
Neben dem Value-at-Risk-Limit werden zusätzliche risikobegrenzende Limits wie Stop-Loss-Limits und Volumenlimits zur Steuerung des Risikos eingesetzt.
Das Devisenkursrisiko als Teil des Marktrisikos wird ebenfalls von der Abteilung Global Financial Markets gesteuert. Die folgende Tabelle zeigt die offenen Devisenpositionen der Oberbank per 31. Dezember 2011:
| in A 1.000 | Volumen | in A 1.000 | Volumen |
|---|---|---|---|
| CHF | 624 | HRK | 17 |
| USD | 347 | HKD | 10 |
| DKK | 210 | RUB | 5 |
| NOK | 189 | AUD | - 28 |
| GBP | 147 | NZD | - 44 |
| PLN | 105 | JPY | - 47 |
| HUF | 76 | CZK | - 608 |
| ZAR | 55 | Sonstige Währungen Long | 206 |
| SEK | 54 | Sonstige Währungen Short | - 59 |
| CAD | 44 | Gold | 3.415 |
| RON | 28 |
Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen Euro-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen "Global Financial Markets", "Rechnungswesen und Controlling", "Private Banking & Asset Management", "Kredit-Management", "Corporate & International Finance", "Sekretariat", "Interne Revision" und "Organisationsentwicklung, Strategie und Prozessmanagement".
Das Eingehen des Zinsänderungsrisikos, das den Hauptteil des Marktrisikos im Bankbuch darstellt, ist ein wesentlicher Bestandteil des Bankgeschäftes sowie eine wichtige Ertragsquelle und erfordert eine adäquate Berücksichtigung im Risikomanagement. Die strategische Ausrichtung zielt darauf ab, unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos, Erträge aus der Fristentransformation zu lukrieren. Zu diesem Zweck kommt es quartalsweise zur Investition in langlaufende festverzinsliche Wertpapiere bester Bonität.
Für die Darstellung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen die klassischen Methoden der Zinsbindungs-Analysen (Darstellung von Zinsbindungs-Gaps, Ermittlung von Zinssensitivitätsanalysen und das Capital-at-Risk-Modell) zur Anwendung. Die letztgenannte Risikoermittlung erfolgt auf Basis des "Capital-at-Risk", ein vom Gesetzgeber (auf der Grundlage der Laufzeitbandmethode des Handelsbuches gemäß § 208 SolvaV) standardisierter VaR-Ansatz, der für die Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch auf 30 Tage hochskaliert wird.
Die Risikoberechnung bei strukturierten Anleihen im Bankbuch erfolgt auf Basis einer Szenarioanalyse (der Worst-Case-Wert aus jener Zinsstrukturänderung mit den negativsten Barwertveränderungen wird als Risikowert berücksichtigt). Per 31. Dezember 2011 ergab der + 100 Basispunkte-Schock den negativsten Wert. Zusammen ergibt sich per 31. Dezember 2011 ein Zinsänderungsrisiko im Bankbuch von 98,8 Mio. Euro (Vorjahr: 118,0 Mio. Euro). Folgende Grafik zeigt die Zinsbindungs-Gap-Analyse verglichen mit den Jahresultimo-Werten des Vorjahres:
Aktienkursrisiko im Bankbuch
Die Messung des Aktienkursrisikos im Bankbuch (für Aktien und Investmentfonds), also des sonstigen Marktrisikos im Bankbuch, erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk mit Konfidenzintervall 99 % und einer Haltedauer von 30 Tagen. Das errechnete Risiko für diese Positionen belief sich per 31. Dezember 2011 auf 33,8 Mio. Euro (Vorjahr: 13,6 Mio. Euro).
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. In dieser Definition werden Rechtsrisiken berücksichtigt, strategische Risiken oder Reputationsrisiken jedoch nicht. Die Risiken werden in die folgenden Kategorien eingeteilt: interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit, Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten, Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle, Ausführung, Lieferung & Prozessmanagement und Sachschäden.
Das operative Risikomanagement von operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk-Taking-Units) durchgeführt, die für das operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von schlagend gewordenen operationellen Risiken.
In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.
Risikoanalysen dienen der systematischen Darstellung von potenziellen Problemen in Prozessen und Systemen. Sie werden regelmäßig nach quantitativen und qualitativen Kriterien durchgeführt. Quantitative Analysen erfolgen in erster Linie durch die Interpretation der OpRisk-Berichte. Bei signifikanten Häufungen von Schäden in einzelnen Risk-Taking-Units erfolgt seitens des Risikocontrollings der Anstoß zu einer qualitativen Risikoanalyse mittels eines Self-Assessments. Beim Erkennen von Schwachstellen (hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und hoher Auswirkungsgrad) werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
In Ergänzung dazu führen die zentralen Risk-Taking-Units anlassbezogen bei Veränderungen von Prozessen, bei Einführung neuer Systeme bzw. bei internen EDV-Projekten Risikoanalysen durch, die wiederum gegebenenfalls die Einleitung entsprechender Gegenmaßnahmen zur Herabsetzung des operationellen Risikos nach sich ziehen.
Zur Absicherung von im Rahmen von Risikoanalysen festgestellten existenzgefährdenden Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (z.B. Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum).
Im Zuge der Risikotragfähigkeitsrechnung wird für das Risikokapital des operationellen Risikos der Standardansatz gemäß § 22 k BWG verwendet. Das Verhältnis des tatsächlichen Aufwands aus OpRisk-Schadensfällen zum ICAAP-Risikokapital betrug im Jahr 2011 2,62 %. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre beträgt dieses Verhältnis 4,25 %. Die durchschnittliche Schadenshöhe pro Schadensfall der im Jahr 2011 in der Schadensfalldatenbank erfassten 320 Fälle belief sich im Jahr 2011 auf rund 5.100 Euro (Vorsorgen in Form von Rückstellungen, die gebildet werden, wenn die konkrete Höhe der Schäden noch nicht feststeht, sind in der Schadensfalldatenbank noch nicht enthalten).
Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann.
Das Liquiditätsrisiko wird in das Zahlungsunfähigkeitsrisiko und das Liquiditätsspreadrisiko eingeteilt. Als Zahlungsunfähigkeitsrisiko oder auch Liquiditätsrisiko im engeren Sinne gilt die Gefahr, dass die Bank ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Es ergibt sich aus dem Terminrisiko (Risiko, dass sich vereinbarte Zahlungseingänge – z. B. Kredittilgungen – verzögern und so die entsprechende Liquidität fehlt), dem Abrufrisiko (Risiko, dass Zahlungsmittel vorzeitig oder unerwartet hoch in Anspruch genommen werden, wie der Abruf von Einlagen oder Kreditzusagen) und dem Anschlussfinanzierungsrisiko (Risiko, dass bei längeren Kapitalbindungsfristen auf der Aktivseite der Bilanz die Anschlussfinanzierung nicht dargestellt werden kann). Zusätzlich zu den Risiken, die eine mögliche Zahlungsunfähigkeit auslösen, besteht das Risiko, dass Refinanzierungsmittel für Anschlussfinanzierungen nur zu erhöhten Marktzinsen (Spreads) beschafft werden können und sich somit der Gewinn verringert (Liquiditätsspreadrisiko).
Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist:
Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Finanzierungsgrundsatz, mit den Primärmitteln der Kundinnen und Kunden plus den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der LfA Förderbank Bayern alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Die Loan-Deposit-Ratio betrug zum 31. Dezember 2011 88,9 % (Vorjahr: 87,8 %).
Darüber hinaus hält die Oberbank ein großzügiges Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Abteilung Rechnungswesen und Controlling erstellt für das tägliche Liquiditätsmanagement eine Liquiditätsablaufbilanz für die nächsten 30 Tage inklusive dem vorhandenen Liquiditätspuffer als Limit. Die Liquiditätsablaufbilanz stellt auf täglicher Basis die Nettomittelabflüsse der Oberbank dar. Im Liquiditätspuffer sind alle zurzeit nicht ausgenützten repofähigen Kredite und Wertpapiere zusammengefasst. Die akkumulierten Nettomittelabflüsse dürfen in den ersten 30 Tagen das Limit nicht übersteigen.
Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des APM-Komitees. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Zur Darstellung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende Liquiditätsablaufbilanz erstellt, in der die aus den Geschäften resultierenden Zahlungsströme pro Laufzeitband aufsummiert werden.
In der Kapitalbindungsbilanz (ohne Neugeschäftsannahmen) lässt sich am Ende des ersten Jahres ein Bruttorefinanzierungserfordernis von 4,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,6 Mrd. Euro) erkennen. Diesem stehen allerdings 2,6 Mrd. Euro hoch liquide Aktiva gegenüber. Diese können jederzeit zur Besicherung von Repotransaktionen für die Beschaffung von Liquidität bei der EZB und OeNB hinterlegt werden. Das Refinanzierungserfordernis unter Berücksichtigung der freien Refinanzierungsmöglichkeit nach einem Jahr betrug daher per 31. Dezember 2011 1,4 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Funding-Ratio von 79,6 %, die somit das intern festgelegte Limit von 70 % (entspricht etwa einem Refinanzierungserfordernis von 2 Mrd. Euro) klar unterschreitet.
Die Laufzeitenstruktur der für Repotransaktionen geeigneten Wertpapiere und Kredite ist in der nachstehenden Tabelle angeführt.
| in A 1.000 | bis 1 Monat |
1 bis 12 Monate |
1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Repofähige Wertpapiere und Kredite | 67.758 | 445.183 | 1.750.182 | 976.499 |
Die Ermittlung von Liquiditäts-Gaps basiert auf kontraktuellen Cash-Flows ohne Zinsen. Für Positionen ohne definierte Kapitallaufzeit werden Annahmen getroffen (z.B. werden Sichteinlagen als 3-Monats-rollierende Positionen, sonstige Aktiva/Passiva als rollierende Langfristpositionen und Eigenkapital als langfristige Position dargestellt).
Um die Auswirkungen von Liquiditätskrisen darzustellen, werden Stressszenarien gerechnet. Es werden die Szenarien "Verschlechterung der Reputation", "Marktkrise" und als Worstcase eine Kombination dieser beiden simuliert. Für extreme Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.
In den sonstigen Risiken sind jene Risiken zusammengefasst, die im Rahmen des Geschäftsmodells des Oberbank-Konzerns als unwesentlich klassifiziert werden und für die daher aus der Risikodeckungsmasse kein Einzellimit abgeleitet wird. Sollte dennoch ein unwesentliches Risiko schlagend werden, sind sie durch den pauschalen Risikopuffer abgedeckt.
In die Kategorie sonstige Risiken fallen im Speziellen folgende Bankrisiken:
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse.
| Nominalbeträge | 2011 | 2010 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in A 1.000 |
bis 1 J. | Restlaufzeit 1 - 5 J. |
> 5 Jahre | Nominale Gesamt |
Positiv | Marktwerte Negativ |
Nominale Gesamt |
Marktwerte Positiv |
Negativ |
| Zinssatzverträge | |||||||||
| Zinssatzoptionen | |||||||||
| Kauf | 19.954 | 174.829 | 106.701 | 301.484 | 3.342 | 396.682 | 14.922 | ||
| Verkauf | 1.946 | 171.465 | 99.987 | 273.398 | - 3.127 | 369.823 | - 13.779 | ||
| Swaptions | |||||||||
| Kauf | 6.500 | 4.000 | 10.500 | 929 | 10.500 | 768 | |||
| Verkauf | 6.500 | 4.000 | 10.500 | - 929 | 10.500 | - 768 | |||
| Zinsswaps | |||||||||
| Kauf | 967.788 | 946.921 | 875.620 | 2.790.329 | 126.620 | - 4.680 | 3.262.269 | 56.332 | - 14.814 |
| Verkauf | 71.600 | 360.453 | 271.558 | 703.611 | 840 | - 35.273 | 596.214 | 1.283 | - 21.966 |
| Anleiheoptionen | |||||||||
| Kauf | |||||||||
| Verkauf | 60.000 | 60.000 | - 446 | 80.000 | - 1.842 | ||||
| Futureoptionen | |||||||||
| Kauf | 1.500 | 10 | |||||||
| Verkauf | |||||||||
| Wechselkursverträge | |||||||||
| Währungsoptionen | |||||||||
| Kauf | 52.821 | 5.666 | 5.861 | 64.348 | 3.591 | 122.360 | 6.097 | ||
| Verkauf | 52.946 | 5.666 | 5.861 | 64.473 | - 3.593 | 118.024 | - 6.099 | ||
| Devisentermingeschäfte | |||||||||
| Kauf | 2.227.856 | 71.169 | 2.299.025 | 47.652 | 2.007.991 | 47.972 | - 7.995 | ||
| Verkauf | 2.200.237 | 70.913 | 2.271.150 | - 19.815 | 1.973.039 | 11.707 | - 16.537 | ||
| Wertpapierbezogene Geschäfte | |||||||||
| Aktienoptionen | |||||||||
| Kauf | 9.330 | 9.330 | 0 | 10.240 | 679 | ||||
| Verkauf | 9.330 | 9.330 | 0 | 11.640 | - 684 |
Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus Reuters zur Anwendung. Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Für die Bewertung von Optionen werden implizite Volatilitäten herangezogen.
Die Oberbank AG ist bestrebt, dass folgende Gesellschaften ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können:
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau - Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz
Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt 987,4 Mio. Euro (Vorjahr 922,0 Mio. Euro), hievon Grundkapital 86,3 Mio. Euro (Vorjahr 86,3 Mio. Euro). Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach UGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig, nämlich der Bilanzgewinn, die freie Gewinnrücklage sowie die nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2011 wäre maximal ein Betrag in Höhe von 480,8 Mio. Euro ausschüttungsfähig. Der ausschüttungsfähige Bilanzgewinn beträgt 14,5 Mio. Euro.
Im Oberbank-Konzern waren 2011 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 2.054 | 1.996 |
| Arbeiter | 21 | 22 |
| Gesamtkapazität | 2.075 | 2.018 |
| Nicht börsennotiert |
Börsen- notiert |
Wie AV bewertet |
Andere Bewertung |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere | 261.486 | 3.260.094 | 2.557.492 | 964.088 | 3.521.580 |
| Aktien und andere nicht | |||||
| festverzinsliche Wertpapiere | 150.352 | 113.684 | 74.032 | 190.004 | 264.036 |
| Beteiligungen | 66.145 | 202.814 | 268.959 | 0 | 268.959 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 478.130 | 0 | 478.130 | 0 | 478.130 |
| 956.113 | 3.576.592 | 3.378.613 | 1.154.092 | 4.532.705 |
| Zusammensetzung | 2011 | 2010 | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| 1. Kernkapital | ||||
| Grundkapital | 86.349 | 86.349 | 0 | 0,0 |
| Eigene Aktien im Bestand | - 401 | - 179 | - 222 | > 100,0 |
| Offene Rücklagen | 886.531 | 821.165 | 65.366 | 8,0 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.511 | 1.448 | 63 | 4,4 |
| Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung | 4.320 | - 2.568 | 6.888 | > - 100,0 |
| Unterschiedsbetrag aus Equity-Bewertung | 114.100 | 48.833 | 65.267 | > 100,0 |
| Hybridkapital | 79.000 | 79.000 | 0 | 0,0 |
| Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter | - 3.806 | - 5.355 | 1.549 | - 28,9 |
| Summe Kernkapital (Tier I) | 1.167.604 | 1.028.693 | 138.911 | 13,5 |
| Kernkapitalquote | 11,51 % | 10,50 % | 1,01 %-P. | 9,6 |
| 2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | ||||
| Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen | 467.748 | 494.351 | - 26.603 | - 5,4 |
| Neubewertungsreserven (bereits 45 % der stillen Reserve) | 85.245 | 146.937 | - 61.692 | - 42,0 |
| Nachrangige Anleihen (Ergänzungskapital unter 3 J RLZ) | 33.139 | 42.391 | - 9.252 | - 21,8 |
| Summe Ergänzende Eigenmittel (Tier II) | 586.132 | 683.679 | - 97.547 | - 14,3 |
| Zusammensetzung | 2011 | 2010 | Veränd. | +/- % |
|---|---|---|---|---|
| 3. Tier-III-Kapital | ||||
| Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als | ||||
| Tier II anrechenbare nachrangige Anleihen | 1.756 | 2.772 | - 1.016 | - 36,7 |
| Summe Tier-III-Kapital | 1.756 | 2.772 | - 1.016 | - 36,7 |
| 4. Abzugsposten | ||||
| Abzug Anteile an KI/FI über 10 %-Beteiligung | - 82.364 | - 80.045 | - 2.319 | 2,9 |
| Abzug Anteile an KI/FI bis 10 %-Beteiligung | 0 | 0 | 0 | 0,0 |
| Eigenmittel insgesamt | 1.673.128 | 1.635.099 | 38.029 | 2,3 |
| hievon Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z7 BWG | 1.756 | 2.772 | - 1.016 | - 36,7 |
| Eigenmittelquote | 16,49 % | 16,69 % | - 0,20 %-P. | - 1,2 |
| Eigenmittelerfordernisse | ||||
| Kreditrisiko gemäß § 22 Abs. 2 BWG | 811.182 | 783.354 | 27.829 | 3,6 |
| Handelsbuch gemäß § 22o Abs. 2 BWG | 1.756 | 2.772 | - 1.016 | - 36,7 |
| Operationelles Risiko gemäß § 22k BWG | 62.179 | 59.198 | 2.981 | 5,0 |
| Qualifizierte Beteiligungen gemäß § 29 Abs. 4 BWG | 0 | 0 | 0 | 0,0 |
| Eigenmittelerfordernis insgesamt | 875.117 | 845.324 | 29.794 | 3,5 |
| Freie Eigenmittel | 798.011 | 789.775 | 8.235 | 1,0 |
| Basis für Ermittlung der Haftrücklage und Quotenberechnung |
||||
| Bemessungsgrundlage Kreditrisiko § 22 Abs. 2 BWG | 10.139.781 | 9.791.920 | 347.861 | 3,6 |
| Spezifisches Positionsrisiko des Handelsbuches | ||||
| gemäß § 22o Abs. 2 Z1,3,6 BWG | 6.438 | 3.863 | 2.575 | 66,7 |
| Bemessungsgrundlage insgesamt | 10.146.219 | 9.795.783 | 350.436 | 3,6 |
Im Geschäftsjahr 2012 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale 297,2 Mio. Euro fällig. Zum 31. Dezember 2011 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale 723.300,9 Tsd. Euro betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,853 % bis 7,4 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2012 bis 2021 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 26.194,2 Tsd. Euro geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Handelsbuches beträgt zum 31. Dezember 2011 insgesamt 75,5 Mio. Euro. Davon entfallen auf Wertpapiere (Marktwerte) 15,1 Mio. Euro und auf sonstige Finanzinstrumente (Marktwerte) 60,4 Mio. Euro. Das Leasingvolumen betrug 927,6 Mio. Euro per 31. Dezember 2011.
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betrugen im Geschäftsjahr 485,2 Tsd. Euro (inkl. USt und inkl. Tochterunternehmen). Davon entfielen 482,8 Tsd. Euro auf die Prüfung des Jahresabschlusses und 2,4 Tsd. Euro auf andere Bestätigungsleistungen.
Die Gesellschaft hielt per 31. Dezember 2011 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:
| Ergebnis des letzten |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konsoli- | Kapitalanteil 5) | Eigen- | Geschäfts- | |||
| dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Gesamt in % |
kapital 3) in TA |
jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
| a) Direkte Beteiligungen | ||||||
| "AM" Bau- und Gebäudevermietung | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "Gesfö" Gemeinnützige Bau- und | ||||||
| Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 1) 6) | N | 74,00 | 74,00 | |||
| "LA" Gebäudevermietung und Bau – | ||||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SG" Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "SP" Bau- und Gebäudevermietungs | ||||||
| gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| "VB" Gebäudeerrichtungs- und | ||||||
| -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 20,57 | 20,57 | |||
| ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz | Q | 50,00 | 50,00 | 3.856 | 0 | 2011 |
| Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | 40,00 | |||
| Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Biowärme Attnang-Puchheim GmbH, Attnang-Puchheim 6) | N | 49,00 | 49,00 | |||
| BKS Bank AG, Klagenfurt | E | 18,52 | 20,05 | 393.518 | 31.162 | 2010 |
| Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 6) | N | 24,85 | 24,85 | |||
| COBB Beteiligungen und Leasing GmbH, Wien 6) | N | 20,25 | 20,25 | |||
| Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz | E | 40,00 | 40,00 | 20.252 | 578 | 2011 |
| DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | 40,00 | |||
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS II S.A. SICAR, Luxemburg 6) | N | 33,15 | 33,15 | |||
| GAIN CAPITAL PARTICIPATIONS SA, SICAR, Luxemburg 1) 6) | N | 58,70 | 58,70 | |||
| Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 6) | N | 32,62 | 32,62 | |||
| Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | 684 | 446 | 9/2011 |
| Ober Immo Truck gAG, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | 470 | 165 | 9/2011 |
| Ober Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 1) | V | 1,00 | 100,00 | 286 | - 213 | 9/2011 |
| Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Hybrid 1 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 150 | 38 | 2011 |
| Oberbank Hybrid 2 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 157 | 31 | 2011 |
| Oberbank Hybrid 3 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 58 | 9 | 2011 |
| Oberbank Hybrid 4 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 55 | 8 | 2011 |
| Oberbank Hybrid 5 GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 100,00 | 31 | - 2 | 2011 |
| Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) | V | 6,00 | 100,00 | 2.081 | 29 | 9/2011 |
| Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH., Linz 1) 2) | V | 100,00 | 100,00 | 210.660 | - 6.960 | 9/2011 |
| Konsoli- dierungs- methode K *) |
Unmittel- bar in % |
Kapitalanteil 5) Gesamt in % |
Eigen- kapital 3) in TA |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 1) | V | 10,00 | 100,00 | 1.768 | 47 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Prag 1) | V | 10,00 | 100,00 | 7 | 52 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing KIKA, s.r.o., Bratislava 1) | V | 5,00 | 100,00 | 9 | - 6 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 1) | V | 0,10 | 100,00 | 1.508 | 1.398 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag 1) | V | 1,00 | 100,00 | 16.011 | 341 | 9/2011 |
| OBERBANK NUTZOBJEKTE VERMIETUNGS | ||||||
| GESELLSCHAFT, m.b.H., Linz 1) 2) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank PE Holding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| Oberbank V-Investholding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| OBK Slovakia Project s.r.o., Bratislava 1) 6) | N | 15,00 | 100,00 | |||
| OÖ HightechFonds GmbH, Linz 6) | N | 24,08 | 24,08 | |||
| Samson Ceské Budejovice spol. s.r.o., Budweis 1) 6) ˇ ˇ |
N | 100,00 | 100,00 | |||
| TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | 100,00 | |||
| b) Indirekte Beteiligungen | ||||||
| ABG Anlagenverwertungs- und Beteiligungs - Gesellschaft | ||||||
| m.b.H. & Co. OHG, Wien 6) | N | 20,25 | ||||
| "ACTIVITAS" Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 50,00 | ||||
| AE Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wien 6) | N | 24,85 | ||||
| Atterbury S.A., Luxemburg 6) | N | 22,92 | ||||
| "ST" BAU Errichtungs- und | ||||||
| Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 1) 6) | N | 100,00 | ||||
| 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 6) | N | 40,00 | ||||
| 3 Banken Versicherungsmakler Gesellschaft m.b.H., Innsbruck 6) | N | 40,00 | ||||
| B.A.O. Immobilienvermietungs GmbH, Wien 6) | N | 33,33 | ||||
| Cycleenergy Beteiligungs GmbH, Wien 6) | N | 26,28 | ||||
| Duktus S.A., Luxemburg 6) | N | 32,45 | ||||
| GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung, | ||||||
| gemeinnützige registrierte Genossenschaft | ||||||
| mit beschränkter Haftung, Linz 6) | N | 36,65 | ||||
| Kontext Druckerei GmbH, Linz 6) | N | 25,20 | ||||
| LHL Immobilien Beteiligungs-GmbH, Linz 6) | N | 50,00 | ||||
| MY Fünf Handels GmbH, Wien 6) | N | 50,00 | ||||
| Oberbank airplane Leasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 302 | 9/2011 | |
| Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 36 | 9/2011 | |
| Oberbank Goldkronach Beteiligungs GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 22 | - 2 | 9/2011 | |
| Oberbank Gumpoldskirchen Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | - 1 | 9/2011 | |
| Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 25 | 393 | 9/2011 | |
| Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 1) | V | 95,00 | 1.278 | 43 | 9/2011 | |
| Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 |
| Konsoli- dierungs- methode K *) |
Kapitalanteil 5) Unmittel- Gesamt bar in % in % |
Eigen- kapital 3) in TA |
Ergebnis des letzten Geschäfts- jahres 4) in TA |
Jahres- abschluss |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) | V | 100,00 | 741 | 1.229 | 9/2011 |
| Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern & | |||||
| Co. KG Goldkronach, Neuötting 1) | V | 6,00 | 17 | 3 | 9/2011 |
| Oberbank Industrie und Handelsbeteiligungsholding | |||||
| GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | |||
| Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 78 | 9/2011 |
| Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) | V | 79,86 | 209 | 141 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co KG | |||||
| Neuenrade, Neuötting 1) | V | 6,00 | 597 | 15 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 1) | V | 100,00 | 6.694 | 3.596 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing Inprox Misk GmbH, Budapest 1) | V | 100,00 | 58 | - 139 | 9/2011 |
| Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag 1) | V | 95,00 | 3.398 | 156 | 9/2011 |
| Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 5.181 | 137 | 9/2011 |
| Oberbank MLC - Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 99,80 | 35 | 133 | 9/2011 |
| Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 493 | 9/2011 |
| Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 89 | 9/2011 |
| Oberbank Opportunity Invest Management | |||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) 2) 6) | N | 100,00 | |||
| Oberbank PE Beteiligungen GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | |||
| Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 58 | 9/2011 |
| Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 1) | V | 100,00 | 35 | 32 | 9/2011 |
| Oberbank Seiersberg Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 1) V | 100,00 | 35 | 50 | 9/2011 | |
| Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 1) 6) | N | 100,00 | |||
| Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing | |||||
| Gesellschaft m.b.H., Linz 1) | V | 100,00 | 168 | 211 | 9/2011 |
| OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 94,00 | 1.000 | 109 | 9/2011 |
| OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 27 | 294 | 9/2011 |
| OBK München 2 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 27 | - 1 | 9/2011 |
| OBK München 3 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 1) | V | 100,00 | 28 | - 2 | 9/2011 |
| Opportunity Beteiligungs AG, Linz 1) 6) | N | 100,00 | |||
| POWER TOWER GmbH, Linz 1) | V | 99,00 | 70 | 82 | 9/2011 |
| Techno-Z Braunau Technologiezentrum GmbH, Braunau 6) | N | 21,50 | |||
| Tuella Finanzierung GmbH, Wien 1) | V | 100,00 | 182.463 | 2.342 | 9/2011 |
| Wohnwert GmbH, Salzburg 1) 6) | N | 100,00 | |||
| VMS Beteiligung Fünf GmbH, Wien 6) | N | 38,44 |
K*) Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss
V = Vollkonsolidierung
Q = Quotenkonsolidierung E = Bewertung "at equity"
N = gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen
1) verbundenes Unternehmen
2) Ergebnisabführungsvertrag
3) einschließlich unversteuerter Rücklagen
4) Jahresüberschuss gem. § 231 Abs. 2 Z 22 UGB
5) mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet
6) von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht
Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht und steht im Einklang mit den geltenden EU-Vorschriften.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht enthalten alle erforderlichen Angaben und es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Linz, am 1. März 2012 Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Verantwortungsbereich: Firmenkundengeschäft
Direktor Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Verantwortungsbereich: Privatkundengeschäft Verantwortungsbereich: Gesamtrisikomanagement
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011, die Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungsund Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Konzernabschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Konzernabschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Linz, am 1. März 2012
Mag. Martha Kloibmüller Mag. Peter Humer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2011 betrug auf Ebene der Oberbank AG insgesamt 79,7 Mio. Euro. Nach Rücklagendotation von 65,4 Mio. Euro und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von 0,2 Mio. Euro ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von 14,5 Mio. Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, auf das Grundkapital von 86,3 Mio. Euro eine Dividende in Höhe von 0,50 Euro je anspruchsberechtigter Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung ergibt daher bei 28.783.125 Stück Aktien einen Betrag von 14.391.562,50 Euro. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von 94.984,13 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Linz, am 1. März 2012 Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Direktor Direktor
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2011 in vier Sitzungen (je eine pro Quartal) die nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erforderlichen Prüfungen vorgenommen und sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Geschäftslage sowie über wichtige Geschäftsvorfälle berichten lassen. Darüber hinaus haben der Arbeitsausschuss und der Kreditausschuss des Aufsichtsrates laufend jene Geschäftsfälle geprüft und entschieden, die ihrer Zustimmung bedurften.
Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Dabei hat der Prüfungsausschuss regelmäßig das interne Kontrollsystem überprüft und sich über die Wirksamkeit der vorhandenen Risikomanagement-Systeme, des Rechnungslegungsprozesses und der Tätigkeit der Internen Revision berichten lassen.
Der Vergütungsausschuss hat einmal getagt und sich dabei mit der adäquaten Umsetzung der in § 39b BWG festgelegten Vergütungsregelungen beschäftigt. Er hat mit Beschluss vom 17. Februar 2011 eine Vergütungsrichtlinie und die entsprechenden Parameter für ihre Umsetzung festgelegt und darüber den Gesamtaufsichtsrat in der Sitzung am 28. März 2011 informiert.
Mit Schreiben vom 4. November 2011 hat der Nominierungsausschuss beschlossen, dem Gesamtaufsichtsrat in der Novembersitzung die Verlängerung des Mandates von Generaldirektor Dr. Gasselsberger vom 13. Mai 2012 an um weitere fünf Jahre vorzuschlagen. Der Gesamtaufsichtsrat ist diesem Vorschlag einstimmig gefolgt und hat somit die Verlängerung des Vorstandsmandates von Generaldirektor Dr. Gasselsberger bis zum 13. Mai 2017 beschlossen.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren. Das allgemeine wirtschaftliche Umfeld, insbesondere die internationale Staatsschuldenkrise und ihre Auswirkungen, wurden im Aufsichtsrat thematisiert und debattiert. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand sowohl mündlich als auch schriftlich über wesentliche Vorkommnisse und Auswirkungen auf die Oberbank informiert.
In all seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben unter Beachtung des Corporate Governance Kodex wahrgenommen. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates nicht persönlich teilgenommen.
Die Buchführung, der Jahresabschluss 2011 der Oberbank AG und der Lagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt, den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen, weshalb der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde.
Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 29. März 2012 den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Corporate Governance Bericht der Oberbank AG geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen, erklärt sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag und dem Corporate Governance Bericht einverstanden und billigt den Jahresabschluss 2011, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist.
Der Konzernabschluss 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften erstellte Konzernlagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Geschäftsjahres vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Die Abschlussprüfer bestätigen, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind.
Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 29. März 2012 auch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.
Den Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2011 von 14,5 Mio. Euro eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen, hat der Prüfungsausschuss in gleicher Sitzung geprüft und gebilligt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet.
In der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Mai 2011 waren nach dem Ableben von Aufsichtsratsmitglied Franz Peter Doppler im September 2010 und dem Auslaufen der Funktionsperiode von Dr. Birgitte Engleder zwei Mandate neu zu besetzen. Neu in den Aufsichtsrat wurden Dr. Helga Rabl-Stadler und Dr. Ludwig Andorfer gewählt. Die Mandate von Dr. Heimo Penker und Dr. Wolfgang Eder wurden verlängert.
Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand, bei den Führungskräften sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die guten Ergebnisse im Berichtsjahr. Die Gründung von acht Filialen, eine Geschäftsentwicklung, die insgesamt klar besser als die des gesamten österreichischen Bankenmarktes war sowie die deutliche Erhöhung der für die Beurteilung der Bonität der Oberbank besonders wichtigen Kernkapitalquote würdigt der Aufsichtsrat als besondere Leistungen.
Linz, am 29. März 2012 Der Aufsichtsrat
Dkfm. Dr. Hermann Bell Vorsitzender des Aufsichtsrates
Die Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Oberbank AG war im Jahr 2011 von den Auswirkungen der weltweiten Staatsschuldenkrise geprägt. Das Betriebsergebnis wuchs in diesem herausfordernden Umfeld um 6,5 % auf 174,6 Mio. Euro. Das EGT stieg aufgrund des geringeren Bedarfs an Risikovorsorgen und trotz eines höheren Abwertungsbedarfs bei Wertpapieren um 3,1 % auf 107,3 Mio. Euro an. Der Jahresüberschuss ging aufgrund der deutlich höheren Steuerleistung um 2,3 % auf 79,7 Mio. Euro zurück.
Die Bilanzsumme wuchs um 4,3 % und betrug zum Jahresende 17.061,3 Mio. Euro. Zu dieser Steigerung trug aktivseitig in erster Linie die Ausweitung der Forderungen an Kunden um 4,4 % auf 10.610,8 Mio. Euro bei. Auf der Passivseite resultierte das Bilanzsummenwachstum vor allem aus dem Wachstum der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 11,5 % auf 4.328,3 Mio. Euro.
Der Nettozinsertrag der Oberbank AG erhöhte sich 2011 um 3,2 % auf 241,4 Mio. Euro. Inklusive der um 11,2 % auf 33,4 Mio. Euro gestiegenen Beteiligungserträge ergab sich ein Anstieg des gesamten Zinsensaldos um 4,1 % auf 274,8 Mio. Euro.
Das Ergebnis aus dem Provisionsgeschäft war mit 104,7 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % höher. Das Provisionsergebnis im Wertpapiergeschäft ging dabei um 3,6 % bzw. um 1,2 Mio. Euro auf 32,2 Mio. Euro zurück. Die Erträge im Devisen- und Valutengeschäft waren mit 11,8 Mio. Euro um 0,2 % nur marginal höher als im Vorjahr, jene aus dem Zahlungsverkehr mit 36,3 Mio. Euro um 7,4 % oder 2,5 Mio. Euro deutlich höher. Die Provisions- und Bearbeitungserträge im Kredit- und Veranlagungsgeschäft wuchsen um 5,7 % oder 1,1 Mio. Euro auf 20,7 Mio. Euro.
| Nettoprovisionserträge nach Sparten: | ||||
|---|---|---|---|---|
| Beträge in 1.000 D | 2011 | Veränderung | 2010 | 2009 |
| Kredit- und Garantieprovisionen | 20.713 | 5,7 % | 19.600 | 16.638 |
| Wertpapiergeschäft | 32.158 | - 3,6 % | 33.362 | 28.647 |
| Zahlungsverkehr | 36.263 | 7,4 % | 33.753 | 31.670 |
| Devisen- und Valutengeschäft | 11.795 | 0,2 % | 11.775 | 8.860 |
| Sonstige Provisionserträge | 3.809 | 41,0 % | 2.701 | 2.839 |
| Summe | 104.738 | 3,5 % | 101.191 | 88.654 |
Die Erträge aus Finanzgeschäften stiegen im Jahr 2011 um 4,8 % auf 7,1 Mio. Euro an, die sonstigen betrieblichen Erträge von 10,9 Mio. Euro waren um 68,4 % höher als 2010.
Die gesamten Betriebserträge waren 2011 mit 397,6 Mio. Euro um 5,1 % höher als im Jahr zuvor.
| Spannenentwicklung | |||
|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | 2009 | |
| Nettozinsspanne | 1,44 % | 1,46 % | 1,38 % |
| Nettoprovisionsspanne | 0,63 % | 0,63 % | 0,58 % |
| Ertragsspanne | 2,38 % | 2,36 % | 2,30 % |
| Aufwandsspanne | 1,33 % | 1,34 % | 1,31 % |
| Betriebsergebnisspanne | 1,05 % | 1,02 % | 0,99 % |
| RoA-Spanne vor Steuern | 0,64 % | 0,65 % | 0,50 % |
Der Anstieg der Ertragsspanne von 2,36 % 2010 auf 2,38 % 2011 ist auf den im Vergleich zum Bilanzsummenwachstum höheren Anstieg der Betriebserträge zurückzuführen. Mit 1,05 % nach 1,02 % war 2011 auch die Betriebsergebnisspanne höher. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 56,6 % auf 56,1 %.
Durch ein straffes Kostenmanagement bei den Personal- und Sachkosten konnte auch 2011 wieder ein wesentlicher Beitrag zur guten Ergebnisentwicklung der Oberbank AG geleistet werden. Trotz des starken Wachstums der Bank und der Gründung von acht Filialen stiegen die Betriebsaufwendungen 2011 um 4,0 % auf 223,0 Mio. Euro weniger stark als die Erträge.
Der Personalaufwand wuchs gegenüber 2010 um 5,3 % auf 127,2 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist in erster Linie auf den höheren Lohn- und Gehaltsaufwand aufgrund des Zuwachses beim Personalstand zurückzuführen.
Beim Sachaufwand ergab sich ein Anstieg um 6,9% auf 71,5 Mio. Euro.
Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen gingen 2011 um 3,8 % auf 13,4 Mio. Euro zurück, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 10,8 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert.
Diese Entwicklung führte zu einem Betriebsergebnis von 174,6 Mio. Euro. Das sind +6,5 % gegenüber dem Jahr 2010.
Im Rahmen unserer Kreditrisikogebarung wurden für alle erkennbaren Risiken, soweit Zweifel an der Einbringlichkeit von Forderungen oder Teilen von Forderungen bestehen, ausreichend vorgesorgt. Daneben wurden Beiträge an die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m. b. H. geleistet, die als gemeinsame Deckungsvorsorge für Großkreditrisiken der 3 Banken Gruppe dienen. Unter Berücksichtigung der Forderungsverluste und der Provisionszahlung an die ALGAR ergibt sich bei der Oberbank AG 2011 eine Kreditrisikogebarung von 47,2 Mio. Euro gegenüber 63,0 Mio. Euro im Jahr 2010. Aus diesem Rückgang der Kreditrisikogebarung bei einem gleichzeitigen Ansteigen des Kreditobligos ergibt sich im Vorjahresvergleich eine Verbesserung der Wertberichtigungsquote von 0,62 % in 2010 auf 0,45 % im Jahr 2011.
Der negative Saldo aus Bewertungen und realisierten Kursgewinnen bzw. Verlustübernahmen bei den Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens belief sich 2011 auf 20,1 Mio. Euro, nach einem positiven Saldo von 3,1 Mio. Euro im Jahr 2010.
Das führte dazu, dass trotz der geringeren Riskengebarung des Kreditgeschäftes das EGT um 3,1 % auf 107,3 Mio. Euro weniger stark als das Betriebsergebnis anstieg.
Obwohl der Steueraufwand mit 27,6 Mio. Euro um 22,4 % höher wie im Vorjahr war, lag der Jahresüberschuss mit 79,7 Mio. Euro nur um 2,3 % niedriger als im Jahr 2010. Der Grund für den stark erhöhten Steueraufwand liegt in erster Linie im um 3,2 Mio. Euro höheren Vorsteuerergebnis und in der erstmaligen Zahlung der österreichischen "Bankenabgabe".
Nach der Zuführung von insgesamt 65,4 Mio. Euro zu den Rücklagen und dem Gewinnvortrag von 0,2 Mio. Euro ergab sich für das Jahr 2011 bei der Oberbank AG ein Bilanzgewinn von 14,5 Mio. Euro. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von € 0,50 auszuschütten. Daraus ergibt sich bei 25.783.125 Stück Stammaktien und 3.000.000 Stück Vorzugsaktien ein Ausschüttungsbetrag von 14,4 Mio. Euro.
| Unternehmenskennzahlen | 2011 | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) | 11,4 % | 11,9 % | 9,7 % |
| Return on Equity nach Steuern | 8,5 % | 9,3 % | 8,3 % |
| Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) | 56,1 % | 56,6 % | 56,9 % |
| Eigenmittelquote | 16,5 % | 16,8 % | 15,8 % |
| Kernkapitalquote | 9,9 % | 9,6 % | 8,8 % |
Aufgrund des deutlich gestiegenen Eigenkapitals ging der RoE 2011 leicht zurück, vor und nach Steuern auf 11,4 % bzw. 8,5 %.
Die Cost-Income-Ratio konnte auf 56,1 % weiter verbessert werden.
Die Eigenmittelquote reduzierte sich leicht auf 16,5 %, die für die Beurteilung der Bankenbonität besonders wichtige Kernkapitalquote stieg um 0,3 %-Punkte auf 9,9 % an.
Das Eigenmittelerfordernis wird in der Oberbank AG ab 1.1.2008 auf der Grundlage der Basel II Standardmethode ermittelt und an die Aufsichtsbehörde gemeldet. Die Basis für die Berechnung der Kern- als auch der Eigenmittelquote bildet die gem. § 22 Abs.2 BWG ermittelte Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko incl. Adressenrisiko im Handelsbuch. Forderungen innerhalb der Kreditinstitutsgruppe, die die Voraussetzungen des § 22a Abs. 8 BWG erfüllen, werden mit einem Risikogewicht von 0% angesetzt.
| Eigenmittel | |||
|---|---|---|---|
| (Komponenten der Eigenmittel der Oberbank AG gemäß § 23 BWG, | |||
| Beträge in Mio. Euro | 2011 | 2010 | 2009 |
| Grundkapital | 86,3 | 86,3 | 86,3 |
| Rücklagen | 886,6 | 821,2 | 754,0 |
| Abzugsposten | - 4,2 | - 5,5 | - 8,8 |
| Kernkapital | 968,7 | 902,0 | 831,5 |
| Ergänzende Eigenmittel | 723,2 | 757,1 | 747,6 |
| Tier III-Kapital | 1,8 | 2,8 | 2,6 |
| Abzugsposten | - 82,4 | - 80,1 | - 80,0 |
| Anrechenbare Eigenmittel | 1.611,3 | 1.581,8 | 1.501,7 |
| Erforderliche Eigenmittel | 837,7 | 810,4 | 812,7 |
| Überdeckung | 773,6 | 771,4 | 689,0 |
Die Ausstattung der Oberbank AG mit Eigenmitteln ist ausgezeichnet. Die Eigenmittel gemäß § 23 BWG betrugen zum 31.12.2011 1.611,3 Mio. Euro gegenüber 1.581,8 Mio. Euro zum 31.12.2010. Die über die erforderliche Eigenmittelausstattung gemäß § 22 Abs. 1 BWG von 837,7 Mio. Euro hinausgehende Überdeckung betrug demnach 773,6 Mio. Euro und die daraus errechnete Kernkapitalquote als auch die Eigenmittelquote liegen deutlich über dem gesetzlichen Erfordernis von 4% bzw. 8%.
Per Jahresende 2011 wurden im Segment Firmenkunden mehr als 38.500 Unternehmen betreut, fast 5.500 konnten im Laufe des Jahres neu gewonnen werden.
Das gesamte Kommerzfinanzierungsvolumen ist 2011 um 5,3 % auf 8,9 Mrd. Euro gestiegen. Aufgrund der hervorragenden Kapitalausstattung und Liquidität der Oberbank konnten den Firmenkunden ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden, es mussten keine Kreditlinien aufgrund der Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten gekürzt werden.
Einen deutlichen Anstieg verzeichneten 2011 die Investitionsfinanzierungen, deren Volumen auf 6 Mrd. Euro gesteigert werden konnte. Besonders positiv entwickelten sich die geförderten Investitions- und Innovationsfinanzierungen: Im Berichtsjahr wurden 473 Förderprojekte bearbeitet und abgewickelt, dies entspricht im 5-Jahresdurchschnitt einer Steigerung von fast 20 %. Bei jedem vierten Projekt wurde die Förderung mit Haftungen des Bundes und der Länder kombiniert. Bei der Vergabe von ERP-Förderkrediten lag die Oberbank auch 2011 österreichweit auf Rang 1, knapp 25 % der Bewilligungen bei den ERP-Industrieförderkrediten beruhten auf Anträgen, die von der Oberbank eingebracht wurden.
Im Bereich der Sonderfinanzierungen für Gesellschafterwechsel, Projektfinanzierungen o. ä. konnte die Oberbank trotz des schwierigen Marktumfeldes zahlreiche Unternehmen unterstützen. In Summe wurden im Berichtsjahr Finanzierungsprojekte mit einem Volumen von 125 Mio. Euro abgeschlossen.
Mit einem Volumen von 150 Mio. Euro zählt der Oberbank Opportunity Fonds zu den größten Private Equity- und Mezzaninfonds in Österreich, Bayern und Tschechien. Dabei sind 50 Mio. Euro für Eigenkapitalbeteiligungen (Private Equity) und 100 Mio. Euro für Finanzierungen mit Mezzaninkapital vorgesehen.
Zielgruppe des Oberbank Opportunity Fonds sind etablierte Unternehmen in reiferen Entwicklungsphasen. Um auch Unternehmen in der Frühphase zu begleiten, wurde 2011 eine Beteiligung am OÖ HightechFonds eingegangen.
Der Oberbank Opportunity Fonds hatte im Berichtsjahr 137 Anfragen, davon wurden sieben Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss geführt. Seit Gründung des Fonds im November 2006 wurden 31 Transaktionen mit Eigen- und/oder Mezzaninkapital finanziell begleitet, das Gesamtvolumen der abgeschlossenen Transaktionen beläuft sich auf rund 405 Mio. Euro. Bei elf Projekten konnte bereits ein erfolgreicher Exit bzw. eine Rückführung realisiert werden.
Dank der vor allem im ersten Halbjahr 2011 starken Investitionstätigkeit der Unternehmen konnte das Neugeschäft der Leasing-Gruppe der Oberbank, die in allen Sparten des Leasinggeschäftes (Kfz-, Mobilien- u. Immobiliengeschäft) im gesamten Einzugsgebiet der Oberbank aktiv ist, um 26,3 % auf 496,3 Mio. Euro gesteigert werden. Dadurch stiegen auch die gesamten Kundenforderungen deutlich an, die Marktanteile konnten gehalten bzw. ausgebaut werden. Zwei Drittel des Neugeschäftes kamen aus den Kern- und Wachstumsmärkten in Österreich und Deutschland, ein Drittel aus den Expansionsmärkten Tschechien, Ungarn und Slowakei.
Besonders erfolgreich war die Oberbank-Leasing im Jahr 2011 in den Bereichen Kfz, Maschinen- und Anlagenleasing. Sie konnte ihre Top-Position im LKW-Geschäft halten und im Mobiliengeschäft österreichweit den erfreulichen dritten Platz erzielen.
Die Statistik Austria geht für 2011 von einem All-Time-High bei den österreichischen Exporten aus. Die Oberbank als traditionell starke Exportbank profitierte von dieser Entwicklung besonders und erzielte einen Anstieg um rund 19 % bei den ausgereichten Exportfinanzierungen. Der Marktanteil bei den für KMU relevanten Exportfondskrediten stieg auf das Rekordniveau von 11,5 %, auch in allen anderen Produktsegmenten gab es Zuwächse.
Der Bereich Syndizierung und internationale Kredite ist sowohl hinsichtlich der Stückzahlen als auch in Bezug auf das Obligo gewachsen. Die Rolle der Oberbank als Konsortialführerin bei syndizierten Finanzierungen für österreichische Unternehmen wurde weiter gefestigt. Im Anschluss an die im Vorjahr mit dem Preis "Aircraft Leasing Deal oft the Year – Europe" ausgezeichnete Finanzierung für den Ankauf von zwei Flugzeugen des Typs Airbus A380 durch die Lufthansa konnte 2011 eine weitere Konsortialfinanzierung für den Erwerb eines Airbus A380 ermöglicht werden.
Das Dokumenten- und Auslandsgarantiegeschäft hat sich 2011 mit Steigerungen beim Volumen (+ 11 %) und bei den Stückzahlen (+ 7 %) äußerst positiv entwickelt. Es zeigt sich ein Trend zu Instrumenten mit höherem Sicherungsgrad, konkret zum bestätigten Akkreditiv. Hier haben sich die Anzahl der Anfragen verdoppelt, das Volumen verdreifacht. Das zeigt, dass die österreichischen Unternehmen in wirtschaftlich unsicheren Zeiten verstärkt Risikomanagement betreiben. Auch im Garantiegeschäft setzte sich der positive Trend fort, vor allem der Außenhandel mit Staaten außerhalb der EU weist hohe Wachstumsraten aus.
Bereits im Geschäftsjahr 2010 hat die Oberbank entschieden, am Zahlungsverkehrs-Clearing der Österreichischen Nationalbank – Clearing Service Austria (CSA) – teilzunehmen. Im Berichtsjahr lag daher ein Schwerpunkt auf den Vorbereitungs- und Testarbeiten, im November 2011 wurde CSA erfolgreich in Betrieb genommen.
Bei der SEPA (Single Euro Payments Area)-Umsetzung des unbaren Zahlungsverkehrs wurden deutliche Fortschritte erzielt. Die Informationsvermittlung rund um die Einstellung der bisherigen Zahlungsverkehrs-Auftragsformulare "Überweisung" und "Zahlschein" und deren Ablöse durch die "Zahlungsanweisung" wurden intensiviert, die Anzahl der SEPA-Zahlungen hat sich 2011 vervielfacht.
Die Versorgung mit Bargeld im Wege der Geldservice Austria (GSA) kann nun auch von den Oberbank-Filialen in Südbayern genutzt werden, wodurch Effizienz und Sicherheit weiter steigen.
Der Schwerpunkt in der Zahlungsverkehrs-Entwicklung lag im Geschäftsjahr 2011 in der Verbesserung der Informationsqualität der elektronischen Kontoinformationen. Oberste Zielsetzung war es, laufend aktualisierte Auszugs- bzw. Umsatzinformationen in Form von AVISO-Buchungen online zur Verfügung zu stellen. Das positive Feedback bestätigt die eingeleiteten Maßnahmen. Durch die konsequente Weiterentwicklung im Oberbank eBanking stehen jetzt unter anderem auch rechtlich gültige PDF-Kontoauszüge und eine englische Benutzerführung zur Verfügung. Zusätzlich wurde auf vielfachen Kundenwunsch eine neue eBanking-Version entwickelt, die ausschließlich die Abfrage von Konten bzw. Depotkonten unterstützt, ohne dass Konto-Dispositionen möglich sind.
Seit 2011 sind bargeldlose Zahlungstransaktionen am Point of Sale auch für Firmenkunden der Oberbank in der Slowakei möglich. In Kooperation mit der PayLife Bank in Österreich wurde eine neue Produktlösung umgesetzt, die sowohl technisch als auch preislich den Marktanforderungen gerecht wird. Mit "SIPO", dem Inkasso Service der tschechischen Post, steht im eBanking in Tschechien jetzt eine neue Auftragsart zur Verfügung. Dieser Service bietet die Möglichkeit, im eBanking die Ermächtigung zum Einzug von Forderungen (z.B. für Strom- und Gasrechnungen) über die tschechische Post zu erteilen.
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Die Oberbank bietet mit einem automatischen länderübergreifenden Liquiditätsausgleich für Unternehmensgruppen bzw. Konzerne eine weitere innovative Lösung an. Das zweistufige Cash Pooling-Modell ermöglicht die Zusammenführung der Liquidität mehrerer Subkonten auf ein Hauptkonto, das wiederum mit einem übergeordneten Konto ausgeglichen wird.
Im Segment Privatkunden betreute die Oberbank im Geschäftsjahr 2011 mehr als 303.800 Kundinnen und Kunden, davon konnten 24.531 neu gewonnen werden.
Der Rückgang der Sparquote in Österreich spiegelt sich nur teilweise in der Einlagenentwicklung der Oberbank wider. Die Bilanzposition "Spareinlagen" hat sich inklusive Kapitalisierung um 1,1 % auf 3.406,1 Mio. Euro reduziert. Die gesamten Spareinlagen und sparähnlichen Produkte, inklusive der Sparkonten und der privaten Termineinlagen, stiegen hingegen um 2,1 % auf 3.785,3 Mio. Euro an.
Die Neuvergabe von Privatkrediten lag bei 436,3 Mio. Euro und war um 19,6 % höher als 2010. Das Volumen der Privatkredite (inkl. Konto) erhöhte sich um 1,4 % auf 2.013,7 Mio. Euro, das Verhältnis zwischen Euro- und Fremdwährungskrediten hat sich weiter zu Gunsten der Euro-Kredite verschoben.
Die Anzahl der Privatkonten verzeichnete 2011 eine Steigerung um 3,2 % oder 5.262 auf 170.956.
Das Wertpapiergeschäft entwickelte sich im ersten Halbjahr 2011 erfreulich. Diese Entwicklung setzte sich angesichts der angespannten Situation an den internationalen Börsen jedoch gegen Jahresende nicht mehr fort. Trotz der schwierigen Marktbedingungen und einer allgemein steigenden Risikoaversion ist das Wertpapierprovisionsergebnis gegenüber dem Vorjahr nur um 3,6 % auf 32,1 Mio. Euro zurückgegangen.
Die ab 2011 in Österreich neu eingeführte Kursgewinnsteuer war gemeinsam mit der ohnehin angespannten Börsensituation mit dafür verantwortlich, dass das Transaktionsgeschäft weniger zum Ergebnis beitrug als im Jahr 2010. Dafür waren Anleihen wieder deutlich stärker nachgefragt. Das gilt besonders für Oberbank Anleihen, aber auch für andere Unternehmensanleihen.
Die Oberbank hat auch 2011 mehrere Unternehmen bei Kapitalmaßnahmen begleitet. Ein Höhepunkt war das Secondary Offering der Lenzing AG im Juni 2011. Bei der Begebung von Unternehmensanleihen war die Oberbank mehrmals im Emissionskonsortium vertreten, unter anderem bei voestalpine, Egger und Strabag.
Die Vorarbeiten für die Einführung des Wertpapiergeschäftes in Tschechien ab dem Jahr 2013 hat die Oberbank im Berichtsjahr weiter vorangetrieben.
Im Jahr 2011 wurden in Summe 19 Emissionen begeben, das gesamte Neuemissionsvolumen betrug 391,0 Mio. Euro. Die Bilanzposition Verbriefte Verbindlichkeiten veränderte sich um 3,7 % auf 1.575,2 Mio. Euro. Wie im Vorjahr konzentrierte sich die Nachfrage auf Anleihen im mittleren Laufzeitbereich mit fixer Verzinsung oder Geldmarktfloater, die Nachfrage nach strukturierten Produkten war gering.
Die 3 Banken-Generali Investmentgesellschaft konnte neuerlich eine im Vergleich zum österreichischen Gesamtmarkt bessere Entwicklung aufweisen. In einem ausgesprochen schwierigen Kapitalmarktumfeld sank das verwaltete Fondsvolumen um nur 2,7 % auf 5,0 Mrd. Euro, während der Gesamtmarkt einen Rückgang von 7,3 % hinnehmen musste. Ausgesprochen erfreulich entwickelte sich das Segment der Spezial- und Großanlegerfonds, im Bereich der Publikumsfonds war hingegen die allgemeine Risikoaversion spürbar.
Regen Zuspruchs erfreuten sich die Innovationen im Bereich Sachwerte oder Substanzaktien. Der 3 Banken Österreich-Fonds war im ausgesprochen schwachen Umfeld der Wiener Börse zum dritten Mal in Serie das beste Produkt seiner Kategorie, er lag um 9 % besser als der ATX. Damit gewann Geschäftsführer Alois Wögerbauer bereits zum dritten Mal die Jahreswertung der besten Österreich-Aktienfonds und wurde neuerlich als "Fondsmanager des Jahres" ausgezeichnet.
Das Volumen der Vermögensverwaltung konnte im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden. Die meisten Neumandate wählten eine defensive Strategie, darin spiegeln sich das schwierige Marktumfeld und die geringe Risikoneigung wider. Anleihen der Staaten Griechenland, Irland und Portugal waren im Portfolio nicht vertreten, daher wurde die Performance nicht negativ beeinträchtigt.
Das Brokerage konnte auch im fünften Jahr seines Bestehens ein Rekordergebnis erzielen. Die durchschnittliche Wertentwicklung der betreuten Vermögen war deutlich besser, als die schwachen Hauptbörsen vermuten lassen.
Die betreuten Stiftungsvermögen in der Oberbank sind im Geschäftsjahr 2011 weiter deutlich gewachsen. Die größte Herausforderung für Stiftungen ist der reale Vermögenserhalt, also eine positive Rendite nach Abzug der Inflation, Steuern und Kosten zu erzielen. Dabei ist besonders das Sachwertekonzept der 3 Banken-Generali Investment GmbH auf positive Resonanz gestoßen
Das Vermögen der Kundengruppe Private Banking lag per Jahresende 2011 bei 4.012 Mio. Euro. Die im Durchschnitt sehr konservative Veranlagungsstruktur und hohe Nettomittelzuflüsse haben maßgeblich dazu beigetragen, dass das Niveau des Vorjahres annähernd gehalten werden konnte.
Der geplante Standortaufbau ist vorerst abgeschlossen, die Neukundenakquisition steht weiterhin im Mittelpunkt der Bemühungen. Insbesondere am Standort Wien konnte dadurch ein entsprechendes Wachstum bei den betreuten Kundenvermögen erreicht werden.
Die Anzahl der von der Oberbank für die Bausparkasse Wüstenrot abgeschlossenen Bausparverträge ist im Jahr 2011 um 4 % auf 13.016 gestiegen.
Die Drei-Banken Versicherungs-AG und die 3 Banken Versicherungsmakler GmbH hielten das Prämienvolumen im Jahr 2011 trotz widriger Rahmenbedingungen auf konstant hohem Niveau. Der Eigenvertrieb von Risikoversicherungen war eng an die Entwicklung des Kreditgeschäftes gebunden. Bei der Vermittlung von Lebensversicherungen des Kooperationspartners Generali wurden vor allem bei klassischen Kapitalversicherungen mit laufender Prämie Zuwächse beim Prämienvolumen erzielt. Der Vertrieb von Kapitalversicherungen gegen Einmalerlag verzeichnete aufgrund des niedrigen Zinsniveaus und der gesetzlichen Mindestlaufzeit von 15 Jahren einen Rückgang.
2011 wurden 41.296 Vertragsabschlüsse (44.862 in 2010) verzeichnet, von denen 34.364 (37.535) auf eigene Risikoversicherungen und 5.481 (5.702) auf Kapitalversicherungen der Generali entfielen.
Der Versicherungsmakler hat wie schon in den vergangenen beiden Jahren seine Aktivitäten in der betrieblichen Altersvorsorge österreichweit ausgedehnt und eine Steigerung von ca. 20 % erzielt. Vor allem im Osten Österreichs kam es durch die Neueröffnung eines Büros in Wien zu einer Präsenzverbesserung. Das gemeinsame Prämienvolumen von Versicherung und Makler betrug somit 69,3 Mio. Euro, wovon 48,6 % oder 33,7 Mio. Euro auf die Oberbank entfielen.
Das Transaktionsvolumen im Inlandszahlungsverkehr hat sich gegenüber 2010 um 2,4 % auf rund 24 Mio. Aufträge (Überweisungen, Lastschriften) leicht reduziert. Unverändert blieb der Anteil der elektronischen Aufträge mit rund 90 %. Erfreulich zeigte sich die Entwicklung der über eBanking beauftragten Überweisungen, gegenüber 2010 stieg die Anzahl der Aufträge um weitere 8 %.
Das APM-Komitee der Oberbank versucht auf Basis der Zinserwartung das Verhältnis von Strukturbeitrag und Zinsänderungsrisiko zu optimieren. Der Strukturbeitrag ist der Ertrag, der durch Fristentransformation – kurzfristige Refinanzierung einer langfristigen Veranlagung – erwirtschaftet wird. Die aufgrund der Finanzkrise turbulente und schwer einschätzbare Entwicklung der Geld- und Kapitalmärkte machte das Jahr 2011 für das Aktiv-Passiv-Management besonders herausfordernd.
Das absolut gesehen sehr niedrige Zinsniveau und erste Anzeichen für steigende Zinsen im ersten Halbjahr 2011 waren die Gründe für eine zunehmende Nachfrage nach Instrumenten zur Zinsabsicherung. Insgesamt wurden rund 200 Mio. Euro an zusätzlichen Zinsabsicherungen abgeschlossen. Die gute wirtschaftliche Entwicklung und der damit verbundene erhöhte Export führten auch zu steigenden Absicherungstransaktionen im Devisengeschäft. Hauptabsicherungswährung blieb der US-Dollar, gefolgt von der Tschechischen Krone. Erstmals wurden auch Transaktionen im Brasilianischen Real und im Chinesischen Renminbi durchgeführt.
Einer bewussten Reduzierung der gehandelten Volumina mit Großkunden im Bereich der kurzfristigen Geldmarktgeschäfte standen 2011 steigende Abschlusszahlen im Devisenhandel gegenüber. Die Absicherungsgeschäfte im Währungsbereich stiegen um mehr als 8 %, die Kundenanzahl erhöhte sich in diesem Bereich um mehr als 20 %.
Mit der Staatsschuldenkrise hat sich 2011 auch die Liquiditätssituation der Banken wieder deutlich verschärft. Daneben hatten auch die Vorbereitungen auf die Liquiditätsvorschriften gemäß Basel III negative Auswirkungen auf die Refinanzierungsmöglichkeiten. Das Geschäftsvolumen der EZB bestätigt diese Unsicherheiten: Die Geschäftsbanken liehen sich einerseits mehr als 700 Mrd. Euro von der EZB, während andere Banken hohe Liquiditätsüberschüsse bei der EZB veranlagten (bis zu 450 Mrd. Euro).
In diesem Umfeld hat sich das konservative Geschäftsmodell der Oberbank wieder als besondere Stärke erwiesen. Die Primäreinlagen und die Refinanzierungsmittel der Oesterreichischen Kontrollbank übersteigen das Volumen der ausgereichten Kredite deutlich und bilden einen über das Kreditvolumen hinausgehenden "Liquiditätspuffer" von rund 1 Mrd. Euro. Das ermöglicht es, verstärkt Veranlagungen in festverzinsliche Wertpapiere mit attraktiver Verzinsung zu tätigen. Auch im Handel ist die Oberbank im Wesentlichen auf das Kundengeschäft ausgerichtet, daher konnte trotz des unsicheren und turbulenten Umfeldes beim Handelsergebnis gegenüber 2010 ein deutlicher Zuwachs von rund 30 % erzielt werden.
| Beträge in Mio. D | 2011 | Veränderung | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| Spareinlagen | 3.406,1 | - 1,1 % | 3.445,6 | 3.395,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5.693,6 | 3,1 % | 5.523,9 | 5.572,2 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.575,2 | 3,7 % | 1.519,4 | 1.369,2 |
| Nachrangkapital | 723,3 | 3,5 % | 749,4 | 723,2 |
| Primäreinlagen inkl. Nachrangkapital | 11.398,2 | 1,4 % | 11.238,3 | 11.060,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.328,3 | 11,5 % | 3.881,1 | 3.509,9 |
| Summe | 15.726,5 | 4,0 % | 15.119,4 | 14.570,3 |
Starke Bewegungen der Geldmarktzinsen prägten das Jahr 2011. Die Spannweite beim 3 Monats-Euribor reichte von Tiefstständen um 1 % zu Jahresbeginn bis zu Höchstwerten von über 1,6 % zur Jahresmitte. Die EZB-Leitzinsen wurden im ersten Halbjahr in zwei Schritten von 1,0 % auf 1,5 % angehoben, im Herbst folgten zwei Senkungen zurück auf das Ausgangsniveau von 1,0 %.
In diesem volatilen Umfeld konnte die Oberbank ihre Position bei den Primäreinlagen erneut verbessern: Das Volumen der Primäreinlagen stieg um 1,4 % auf 11,4 Mrd. Euro an, die Verzinsung der Sichteinlagen konnte trotz des massiven Wettbewerbes stabil gehalten werden.
2011 intensivierte die Oberbank ihre Beziehungen im internationalen Banken-Netzwerk weiter, vor allem in Asien, in den CEE-Ländern, in Indien und Brasilien sowie in den Nachbarstaaten Österreichs und an den wichtigsten Finanzplätzen Europas. Zentrale Themen waren dabei die Akquisition und Begleitung von Kundengeschäften sowie die Sicherstellung der Liquidität der Oberbank.
Dauerhafte Beteiligungen geht die Oberbank nur ein, wenn sie der Absicherung von Entscheidungszentralen, Standorten und Arbeitsplätzen heimischer Unternehmen dienen, zur Absicherung der Hausbankfunktion beitragen oder die Tätigkeit des Beteiligungsunternehmens eine "Verlängerung" des Bankenkerngeschäftes darstellt (Investmentfonds-, Immobiliengesellschaften). Private Equity-Beteiligungen geht die Oberbank nicht dauerhaft ein, sie will vielmehr Kunden in Situationen unterstützen, in denen sie mit herkömmlichen Finanzierungen nicht das Auslangen finden.
Die Oberbank hält als strategischer Partner u. a. Beteiligungen am größten österreichischen Industrieunternehmen, dem Stahlhersteller voestalpine AG (7,90 %), an der oberösterreichischen Energie AG (4,13 %), am Zellstoff-, Papier- und Textilproduzenten Lenzing AG (5,22 %), an der AMAG (5 % + 1 Aktie) sowie an der Gasteiner Bergbahnen AG (32,62 %).
Seit 2006 geht der "Oberbank Opportunity Fonds" im Zuge von Private Equity-Finanzierungen Beteiligungen ein. Damit bietet die Oberbank eine Alternative für Fälle an, in denen der Kunde über herkömmliche Kredit- und Leasingfinanzierungen hinausgehen möchte. Beteiligungen an anderen Mezzanin- und Equity-Anbietern werden u.a. aus Syndizierungsüberlegungen eingegangen, um gemeinsam volumensmäßig größere Transaktionen darstellen zu können und Zugang zu den Märkten dieser Fonds zu gewinnen.
Im Immobilienbereich ist die Oberbank an Gesellschaften beteiligt, die zur Errichtung oder zum Betrieb eigener Immobilien gegründet wurden, vereinzelt auch an Unternehmen, die als Wohnbauträger wichtige Partner in Fragen der Wohnbaufinanzierung sind.
Die jeweils unter 20 % liegenden Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank und die Basis für gemeinsam betriebene Unternehmen. In der ALGAR (ALPENLÄNDISCHE GARAN-TIE-GESELLSCHAFT) sichern die drei Banken Großkreditrisiken ab, die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft fungiert als gemeinsame Kapitalanlagegesellschaft, die Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft bietet, auch in Zusammenarbeit mit Generali, Sach- und Personenversicherungen an. Mit der Bausparkasse Wüstenrot, der Oesterreichischen Kontrollbank AG, der Wiener Börse AG oder der PayLife Bank GmbH ist die Oberbank darüber hinaus an weiteren Unternehmen beteiligt, mit denen sie im operativen Geschäft eng kooperiert.
Im Leasing-Teilkonzern der Oberbank sind Leasinggesellschaften in Österreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei gebündelt. Zusätzlich finden sich hier Gesellschaften, die zur Finanzierung von einzelnen Kunden- oder Oberbank-Projekten gegründet werden.
Hier sind vor allem Beteiligungen an jenen Gesellschaften subsumiert, die außerhalb des Kerngeschäftes der Oberbank tätig sind und entweder banknahe Leistungen erbringen (DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft, Einlagensicherung der Banken und Bankiers) oder im Oberbank-Einzugsgebiet besondere regionale Bedeutung haben (diverse Technologie- oder Gründerzentren).
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Die langfristige Personalstrategie soll die Attraktivität der Oberbank als Arbeitgeber erhalten und weiter steigern. Besonderes Augenmerk wird auch auf die ständige Weiterentwicklung der fachlichen und sozialen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt. Im Rahmen des Projektes "Strategie 2016" wurden daher vor allem in den Bereichen Führung und Ausbildung/Personalentwicklung gezielte Initiativen gesetzt. Damit sollen die Veränderungsbereitschaft der Belegschaft und der Wille zu ständigem, lebenslangem Lernen gestärkt werden, damit diese auch künftig positiv zur Entwicklung der Oberbank beitragen können.
Das Geschäftsmodell, fest verankerte und gelebte Werte sowie die Stabilität und Unabhängigkeit der Oberbank sind wesentliche Eckpfeiler ihrer Attraktivität als Arbeitgeber. Sie geben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in einem turbulenten Umfeld Sicherheit und die Gewissheit eines sicheren Arbeitsplatzes. Die kontinuierliche Personalentwicklung und Projekte wie "Aktie Gesundheit" oder "Familie und Beruf" erhöhen die Attraktivität noch weiter und stellen sie auch in Zukunft sicher. Dadurch erhält die Oberbank ständig interessante Bewerbungen vom Markt und kann Schlüsselkräfte nachhaltig an das Unternehmen binden. Die Attraktivität der Oberbank als Arbeitgeber zeigt sich auch in der besonders niedrigen Fluktuationsrate von 7,8 %.
Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wurde die "Aktie Gesundheit" erfolgreich implementiert. Insgesamt 1.494 Teilnehmer an diversen Projekten in den Bereichen "Bewegung", "Ernährung" und "Mentale Fitness" untermauern dies eindrucksvoll. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Oberbank nehmen das umfassende Angebot der "Aktie Gesundheit" sehr gerne an und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Erhaltung und Erhöhung ihres persönlichen Wohlbefindens sowie ihrer Leistungsfähigkeit. Nicht zuletzt deshalb war die in der Oberbank traditionell niedrige Krankenstandsquote auch 2011 mit 2,5 % äußerst gering.
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte die Oberbank weitere Akzente zur Schaffung familienfreundlicher Rahmenbedingungen, zur Förderung der Karrierechancen von Frauen und zur Verdoppelung des Anteils weiblicher Führungskräfte auf 40 % bis 2020. Unter anderem können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 2011 auf das Angebot der Kinderbetreuung in den Ferienmonaten sowie eine Oberbank-Krabbelstube zurückgreifen. Für die umfangreichen Aktivitäten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde der Oberbank im Herbst 2011 vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend das Grundzertifikat Audit "berufundfamilie" verliehen.
Die Beratung und Betreuung der Kundinnen und Kunden auf höchstem Niveau ist oberstes Credo in der Oberbank. Daher ist lebenslanges Lernen von fachlichen und sozialen Kompetenzen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich. Natürlich findet sich dieses Prinzip auch in allen Ausbildungsprogrammen wieder.
Höchste Qualität gewährleistet die Oberbank-Firmenkundenakademie durch Zusammenarbeit mit der Frankfurt School of Finance & Management sowie mit der KMU Forschung Austria. Eine eLearning-Plattform stellt die Aktualität und Absicherung des Fachwissens seit Herbst 2011 sicher. Im Rahmen der Oberbank-Privatkundenakademie erfolgte mit der Entwicklung des neuen Ausbildungsweges "Meisterklasse" – in Kooperation mit der Management Akademie & Consulting GmbH – eine weitere Schärfung des Beratungs- und Betreuungskonzeptes. Durch Spezialisierung in den strategischen Schwerpunkt-Themen "Geldanlage und Vorsorge" sowie "Wohnbau" wird die Oberbank den steigenden Anforderungen im gehobenen Privatkundengeschäft auch weiterhin gerecht und vertieft ihre Kompetenz bei beratungsintensiven Produkten.
In Zusammenarbeit mit der LIMAK Austrian Business School wurde das neue Konzept einer Oberbank-Führungskräfteakademie eingeführt. Dabei werden alle erfolgsrelevanten Führungskompetenzen, abgestimmt auf die Ansprüche der Oberbank und den jeweiligen Führungsanspruch der Teilnehmer, vermittelt und vertieft. Schwerpunkte bilden dabei Selbst- und Teamkompetenz sowie Kommunikation, strategisches Handeln und der Umgang mit Veränderungen. Zusätzlich berücksichtigt ein speziell konzipiertes Seminar zur gezielten Filialsteuerung die besonderen Management-Bedürfnisse der Führungskräfte im Vertrieb. Im Zuge der jährlichen MbO-Gespräche sowie in einem "HR-Check-Gespräch" werden die von den Führungskräften geforderten Kompetenzen evaluiert. Gemeinsam werden Maßnahmen vereinbart, um die definierten Entwicklungsziele zu erreichen.
Die Möglichkeit, sich direkt an der Oberbank zu beteiligen, wird seit 1994 von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern intensiv genützt. Auch 2011 entschied sich ein großer Teil der Belegschaft dafür, nicht nur durch persönlichen Einsatz einen wesentlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg zu leisten, sondern auch unmittelbar davon zu profitieren. Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beläuft sich auf beachtliche rund 4 % der Stimmrechte, womit sie viertgrößter Einzelaktionär der Oberbank sind. Damit setzt die Belegschaft ein deutliches Zeichen der Verbundenheit und Identifikation mit dem Unternehmen.
Durch die kontinuierliche Optimierung interner Prozesse sowie die Ausnützung von Synergien und natürlichem Fluktuationspotenzial lag der Personalstand in den Kernmärkten und zentralen Abteilungen im Jahr 2011 nahezu auf Vorjahresniveau. Die Eröffnung von acht Filialen in den Expansionsgebieten (insbesondere in Bayern und Wien) führte zum Jahresultimo 2011 zu einem Anstieg der Beschäftigten um 46 auf insgesamt 2.059 gegenüber 2.013 zum Jahresultimo 2010. Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 58 Personen auf 2.054.
Verantwortliches Wirtschaften bedeutet die Verbindung des ökonomischen Denkens mit der ebenso wichtigen gesellschaftlichen und ökologischen Orientierung. Deshalb bekennt sich die Oberbank ausdrücklich dazu, die ökologischen und sozialen Aspekte ihres Handelns bei allen strategischen und operativen Überlegungen systematisch zu berücksichtigen. Gerade im Bankensektor haben sich Prinzipien wie Verlässlichkeit, Stabilität und Solidität als Werte erwiesen, mit denen besonders sorgsam umgegangen werden muss, denn das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitern und anderen gesellschaftlichen Gruppen ("Stakeholder") ist von größter Bedeutung.
Die Oberbank kann wirtschaftlich nur erfolgreich sein, wenn sie ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnimmt, und sie kann auf Dauer nur dann verantwortlich und zum Nutzen der Gesellschaft handeln, wenn sie wirtschaftlich erfolgreich ist. Die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch, sozial) gleichzeitig zu verfolgen, ist eine besondere unternehmerische Herausforderung. Der Vorstand hat daher mit Sorgfalt entsprechende Maßnahmen gesetzt, um die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells abzusichern, um die gesellschaftliche Verantwortung umfassend wahrzunehmen und um sicherzustellen, dass die Oberbank-Werte nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern gelebte Wirklichkeit bleiben.
Nur ein verantwortungsbewusstes Wirtschaften ermöglicht es der Oberbank, sich als dauerhaftes Element im Wirtschaftsgefüge ihrer Regionen zu verankern, für die Gesellschaft nutzbringend zu handeln und einen beständigen Mehrwert zu schaffen. Die Oberbank bekennt sich ausdrücklich zu einem an langfristigen Zielen ausgerichteten Wirtschaften: Strategie, Geschäftspolitik, Zielplanung und Entlohnungssystem der Oberbank berücksichtigen explizit den langfristigen Unternehmenserfolg und machen die nachhaltig erfolgreiche Entwicklung zur Leitlinie des unternehmerischen Handelns.
Der schonende Umgang mit allen Ressourcen ist Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, deshalb strebt die Oberbank bei ihren Tätigkeiten, Abläufen und Produkten eine möglichst hohe Umweltverträglichkeit an. Insbesondere im Gebäude- und Energiemanagement, bei Dienstreisen und in der Einkaufspolitik werden umweltbewusste und somit langfristig kostenreduzierende Akzente gesetzt, um eine dauerhafte Verhaltensänderung in der Bank herbeizuführen.
Auch auf der Produktseite versucht die Oberbank, ihrer ökologischen Verantwortung gerecht zu werden. Kundinnen und Kunden der 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft haben die Möglichkeit, ihre Finanzmittel in einen Öko- und Ethikfonds zu veranlagen. Der 3 Banken Nachhaltigkeitsfonds investiert in Unternehmen, die sich zu nachhaltigem Wirtschaften bekennen. Als Kriterien dafür wurden saubere und erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Gesundheit, Wasser, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Mobilität sowie Umwelt- und Bildungsdienstleistungen definiert.
Für ein Unternehmen, das verantwortlich wirtschaften will, ist die Beschäftigung mit sozialen Themen ein weiteres wichtiges Kriterium. Die Oberbank engagiert sich daher im Bereich der Kulturförderung ebenso wie in der Unterstützung von Institutionen, die sich mit benachteiligten Personen beschäftigen. Diese Aktivitäten sieht die Oberbank als besonders wertvollen Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die schon traditionelle Unterstützung des Brucknerbundes, des Brucknerorchesters und der Anton Bruckner Privatuniversität zählt ebenso zu wichtigen Aktivitäten im Kulturbereich wie die langjährige Zusammenarbeit mit der Musikschule der Stadt Linz. Durch die finanzielle und organisatorische Hilfe für Kinderdörfer, Schulen für benachteiligte Kinder oder Hilfs- und Förderprojekte im In- und Ausland kommt der wirtschaftliche Erfolg der Oberbank auch Personen und Gruppen zugute, deren eigenes Lebensumfeld nicht so privilegiert ist.
Die Weltwirtschaft wird laut der aktuellen Prognosen des WIFO 2012 langsamer als zuletzt wachsen, aber nicht in eine Rezession zurückfallen. Vor allem die anhaltenden Spannungen im Euroraum und die ungelösten Arbeitsmarktprobleme in den USA verhindern eine bessere Entwicklung. Aufgrund der enormen Staatsschulden sind in beiden Wirtschaftsregionen Konjunkturspritzen der öffentlichen Hand praktisch nicht mehr möglich.
Das Wirtschaftswachstum wird in den USA nach 1,6% 2011 auf 1,3% 2012 zurückgehen. In der EU sinkt das Wachstum von 1,7% auf 0,3%, im Euroraum von 1,7% auf 0,0%. Vor allem exportorientierte Länder wie Österreich und Deutschland werden deutliche Einbußen erleiden, sie werden aber immer noch stärker zulegen als der Rest des Euroraumes. Die neuen osteuropäischen EU-Mitglieder entwickeln sich 2012 trotz einer deutlichen Wachstumsverlangsamung von 2,7 % auf 1,4 % immer noch klar besser als die übrigen Länder der Gemeinschaft.
Die globale Konjunkturabschwächung und die Staatsschuldenprobleme werden sich 2012 auch in den "Oberbank-Ländern" im Osten auswirken: Die Exportnachfrage lässt spürbar nach, der private Konsum schafft kaum zusätzliche Impulse. In der Tschechischen Republik wird das Wachstum daher von 1,9 % im Jahr 2011 auf 0,5 % in 2012 zurückgehen. In Ungarn wird die Wirtschaft 2012 um 0,6 % schrumpfen, nach einem Wachstum um 0,9 % im Jahr 2011. In der Slowakei wird das BIP-Wachstum 2012 mit 1,0 % ebenfalls klar unter dem Niveau von 2011 (2,9 %) liegen.
Für Österreich wird von den Prognoseinstituten für 2012 ein Wirtschaftswachstum von unter 1 % erwartet. Diese Entwicklung schlägt vor allem auf die Investitionen durch, sie werden 2012 nur noch um 0,9 % wachsen (Ausrüstungsinvestitionen + 1,5 %, Bauinvestitionen + 0,4 %). Die Exportwirtschaft wird unter der Konjunkturabschwächung in ganz Europa leiden. Das Exportwachstum ist zwar mit 3,5 % deutlich höher als das gesamtwirtschaftliche Wachstum, aber klar niedriger als in den letzten beiden Jahren. Der private Konsum wird mit + 0,8 % gleich stark wie 2011 wachsen und damit keine wesentlichen Impulse für die Konjunktur liefern können.
Die Inflationsrate wird mit 2,1 % deutlich niedriger als im abgelaufenen Jahr sein und damit wieder im Zielkorridor der EZB liegen. Das Beschäftigungswachstum dürfte sich aufgrund der schwächeren Produktionsentwicklung von 1,9 % auf 0,6 % verlangsamen, die Arbeitslosigkeit wird damit nach österreichischer Berechnung von 6,8 % in 2011 auf 7,1 % in 2012 ansteigen.
Die hervorragende Kapital- und Liquiditätsausstattung ermöglicht es dem Management der Oberbank, für 2012 ein Kreditwachstum von 5 – 6 % zu planen. Schwerpunkte im Firmenkundengeschäft werden das Auslandsgeschäft sowie Investitions- und Exportfinanzierungen sein, wo die Oberbank über eine herausragende Position am Markt verfügt. Im Privatkundenbereich soll die Kreditvergabe mit einer Wohnbauoffensive im 1. Halbjahr 2012 deutlich ausgebaut werden.
Die Refinanzierung der Kredite soll durch einen Zuwachs bei den Primäreinlagen um rund 5,5 % sichergestellt werden. Wenn das erwartete Kreditwachstum aufgrund des konjunkturellen Umfeldes nicht zu realisieren ist, wird auch die Politik der Einlagengewinnung zu überdenken sein. Bei der bewährten Risikostrategie sind keine großen Änderungen geplant. Es wird erwartet, dass sich das Kreditrisiko etwa auf dem Niveau des Jahres 2011 bewegen wird.
Die konsequente Expansion der Oberbank soll auch 2012 fortgesetzt werden. Regionale Schwerpunkte für Filialgründungen werden Wien, Bayern und Tschechien sein.
Das Zinsgeschäft wird auch 2012 eine tragende Säule der Ertragsentwicklung sein. Beim Zinsergebnis aus dem Kreditgeschäft erwartet die Oberbank einen weiteren leichten Anstieg gegenüber 2011. Im Dienstleistungsgeschäft rechnet das Management, in erster Linie aufgrund der ambitionierten Planung im Wertpapierbereich, mit einem spürbaren Ergebnisanstieg.
Die Betriebsaufwendungen werden in Summe gegenüber dem Vorjahr nur moderat ansteigen. Beim Personal- und Sachaufwand wird aufgrund eines straffen Kostenmanagements nur ein mäßiger Anstieg erwartet, die Abschreibungen werden leicht rückläufig sein.
Aufgrund der Unsicherheit bezüglich des Ausmaßes der Konjunkturabschwächung ist eine exakte Ergebniseinschätzung für das Jahr 2012 kaum möglich. Der Vorstand ist aber zuversichtlich, sowohl im operativen Geschäft als auch beim Jahresüberschuss vor und nach Steuern das herausragende Ergebnis des Jahres 2011 wiederholen zu können. Damit wird es auch im Geschäftsjahr 2012 möglich sein, im Wege der Rücklagendotation die Eigenmittel zu stärken und der Hauptversammlung einen attraktiven Dividendenvorschlag zu unterbreiten.
auf den Rechnungslegungsprozess
Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings. Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Für jedes wesentliche Risiko des Oberbank-Konzerns gibt es definierte Steuerungsverantwortlichkeiten sowie zugewiesene Risikodeckungsmassen (Limits) oder definierte Steuerungsprozesse.
Die Zusammenführung der einzelnen Risikoarten auf ein Gesamtbankrisiko erfolgt durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee). Das für den Bereich Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied leitet dieses Komitee.
Das Risikocontrolling der Abteilung Rechnungswesen und Controlling erfüllt die Funktion der im Bankwesengesetz (§ 39 Abs. 2 BWG) geforderten zentralen und unabhängigen Risikokontrolleinheit. Es misst, analysiert, überwacht und berichtet alle wesentlichen Risiken der Oberbank. Das Reporting erfolgt an den Vorstand, das APM-Komitee sowie an die betroffenen Abteilungsleiter bzw. Mitarbeiter.
Das interne Kontrollsystem (IKS) der Oberbank ist ein über Jahre entwickeltes System von Kontrollmaßnahmen, es umfasst alle Prozesse der Bank und wird ständig weiterentwickelt. Die Prozesse und Verfahren sind in Arbeitsanweisungen bzw. Ablaufbeschreibungen dokumentiert und beinhalten wesentliche Kontrollgrundsätze; u.a. Funktionstrennung, 4-Augen-Prinzip, Unterschrifts- und Kompetenzregelungen sowie EDV-Berechtigungssysteme. Die Abteilung Interne Revision der Oberbank AG als unabhängige Überwachungsinstanz prüft das interne Kontrollsystem. Abgeprüft werden die Wirksamkeit und Angemessenheit der gesamten Bankprozesse und des Risikomanagements sowie die Einhaltung der Arbeitsanweisungen.
Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein qualitatives Risikomanagement, die sich aus dem ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) ergeben, wird in der Oberbank mittels der bereits seit Jahren im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitsrechnung entsprochen. Grundlage für eine Beurteilung der Risikotragfähigkeit der Bank stellt die Quantifizierung der wesentlichen Risiken und der Deckungsmassen dar. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden für das Kreditrisiko (inkl. Kontrahentenausfallrisiko), das Beteiligungsrisiko, das Marktrisiko im Handelsbuch, das Marktrisiko im Bankbuch und die operationellen Risiken Risikolimits abgeleitet. Darüber hinaus gibt es in der Oberbank noch wesentliche Risiken, die über Prozesse und Limits gesteuert werden, denen aber keine Risikodeckungsmassen zugeordnet sind (Liquiditätsrisiko und Konzentrationsrisiko). Für die sonstigen, nicht wesentlichen Risiken (Geschäfts-, Rechts-, Reputationsrisiken, strategische und sonstige Risiken sowie Risiken, die aus dem makroökonomischen Umfeld erwachsen) wird durch einen Risikopuffer vorgesorgt.
Der Vergabe von Krediten liegt eine Bonitätseinschätzung des Kunden zugrunde. Diese erfolgt durch mit statistischen Methoden entwickelte Ratingverfahren, die seit Anfang 2009 im Einsatz sind und die den Anforderungen des Basel-II-IRB-Ansatzes entsprechen. Beurteilt werden quantitative (Hard Facts) und qualitative Kriterien (Soft Facts, Warnindikatoren), die zusammengeführt ein objektives und zukunftsorientiertes Bild der Bonität eines Kunden ergeben. Die Ratingverfahren werden jährlich validiert. Die resultierenden Erkenntnisse werden laufend zur Weiterentwicklung und Verfeinerung der Ratingverfahren verwendet.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die gezielte Übernahme von Risiken stellt ein wesentliches Merkmal des Bankgeschäftes dar und ist die Basis für eine nachhaltig stabile Geschäfts- und Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist für die Festlegung, Umsetzung, das Risikomanagement und das Risikocontrolling der zentral festgelegten Risikostrategie im Oberbank-Konzern zuständig. Der Vorstand und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handeln nach den risikopolitischen Grundsätzen und treffen ihre Entscheidungen unter Einhaltung dieser Leitlinien.
Als Kreditrisiko wird das Risiko verstanden, dass ein Kreditnehmer den vertragsgemäßen Zahlungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Das Kreditrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kredit-Management zuständig. Sie ist vom Vertrieb getrennt, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis hin zur Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet ist.
Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip, der Sitz der Kreditkunden befindet sich in den durch das Filialnetz abgedeckten Regionen. In Österreich und Bayern liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in Tschechien, der Slowakei und Ungarn vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Die operativen Risikoziele werden tourlich im Zuge der Budgetierung und im Anlassfall nach Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie der aktuellen Entwicklung von der Geschäftsleitung gemeinsam mit der Leitung Kredit-Management festgelegt. Dabei wird das dem Kreditrisiko im Zuge der Allokation der Risikodeckungsmasse zugeordnete ICAAP – Limit berücksichtigt.
Als Beteiligungsrisiko wird der potenzielle Wertverlust aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibung, Veräußerungsverlust sowie die Reduktion der stillen Reserven durch die Gefahr einer entsprechend negativen wirtschaftlichen Entwicklung bezeichnet.
Die Anteile an den Schwesterbanken BKS und BTV, mit denen die Oberbank AG die 3 Banken Gruppe bildet, sind die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank. Die Beteiligungspolitik der Oberbank ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, bank- und vertriebsnahe Beteiligungen dann einzugehen, wenn diese dem Bankgeschäft dienlich sind, also deren Tätigkeit in direkter Verlängerung zur Banktätigkeit steht oder eine Hilfstätigkeit im Bezug auf diese darstellt. Soweit das Eingehen von Beteiligungen aus ertragsorientiertem oder strategischem Interesse erfolgt werden bereits vor dem Eingehen dieser Beteiligungen Analysen erstellt, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.
Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. Die Oberbank genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung durch Allokation der Risikodeckungsmasse generiert werden. Das Management der Marktrisiken ist in der Oberbank auf zwei Kompetenzträger aufgeteilt, die diese im Rahmen der ihnen zugewiesenen Limits steuern.
Die Abteilung Global Financial Markets ist zuständig für die Steuerung der Marktrisiken der Handelsbuchpositionen, des Zinsänderungsrisikos im Geldhandelsbuch sowie des Devisenkursrisikos des gesamten Oberbank-Konzerns. Die Berechnung des Risikos erfolgt auf Basis eines Value-at-Risk-Modells (historische Simulation). Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Errechnung der Value-at-Risk-Werte, die Limitkontrolle und das Reporting über die Risiko- und Ertragslage an Vorstand und Abteilung Global Financial Markets erfolgen täglich in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.
Das APM-Komitee ist für die Steuerung des Zinsänderungsrisikos der langfristigen Euro-Positionen (Zinsbindungen > 12 Monate) sowie für die strategischen Aktien- und Fondspositionen im Bankbuch zuständig. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen "Global Financial Markets", "Rechnungswesen und Controlling", "Private Banking & Asset Management", "Kredit-Management", "Corporate & International Finance", "Sekretariat", "Interne Revision" und "Organisationsentwicklung, Strategie und Prozessmanagement".
Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind die operationellen Risiken. Operationelle Risiken werden in der Oberbank als die Gefahr von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge externer Ereignisse eintreten, definiert. Die Risiken werden in folgende Kategorien eingeteilt: Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungspraxis und Arbeitsplatzsicherheit, Kunden, Produkte und Geschäftsgepflogenheiten, Geschäftsunterbrechung und Systemausfälle, Ausführung, Lieferung & Prozessmanagement und Sachschäden.
Das operative Risikomanagement von operationellen Risiken wird von den jeweiligen operativ tätigen Abteilungen und regionalen Vertriebseinheiten (Risk Taking Units) durchgeführt, die für das Operationelle Risiko der in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Produkte und Prozesse verantwortlich sind. Ein elektronischer Einmeldeprozess unterstützt die Erfassung von schlagend gewordenen operationellen Risiken.
In der Oberbank ist ein Gremium für das Management des operationellen Risikos installiert. Dieses Gremium steuert den Managementprozess der operationellen Risiken und ist für seine Weiterentwicklung bzw. für die Adaptierung entsprechender Methoden verantwortlich.
Zur Absicherung von im Rahmen von Risikoanalysen festgestellten existenzgefährdenden Großrisiken wurden konkrete Maßnahmen getroffen (Versicherungen, Notfallkonzepte EDV, Ersatzrechenzentrum).
Das Liquiditätsrisiko (oder auch Refinanzierungsrisiko) ist das Risiko, dass eine Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht jederzeit oder nur zu erhöhten Kosten nachkommen kann.
Primäre Zielsetzung des Liquiditätsmanagements ist daher die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Optimierung der Refinanzierungsstruktur in Bezug auf Risiko und Ergebnis. Schon seit jeher besteht in der Oberbank der Grundsatz, mit den Primärmitteln der Kunden und den Fördermitteln der Oesterreichischen Kontrollbank alle Kredite refinanzieren zu können. Dieser Grundsatz ist unverändert gültig. Darüber hinaus hat die Oberbank ein großzügiges Polster (Liquiditätspuffer) an freiem Refinanzierungspotenzial in Form von refinanzierungsfähigen Wertpapieren und Kreditforderungen bei den Zentralbanken sowie an ungenutzten Bankenlinien.
Die Abteilung Global Financial Markets ist für das tägliche Liquiditätsmanagement zuständig und hat die Verantwortung für die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften. Die Abteilung Rechnungswesen und Controlling erstellt für das tägliche Liquiditätsmanagement und für den Risikovorstand eine Liquiditätsablaufbilanz für die nächsten 30 Tage inklusive dem vorhandenen Liquiditätspuffer als Limit. Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank liegt in der Zuständigkeit des Vorstandes und des APM-Komitees. Zur Darstellung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikomanagements der Bank wird eine umfassende Liquiditätsablaufbilanz erstellt. Das Reporting erfolgt durch die Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Für extreme Marktverhältnisse wurde ein Notfallplan ausgearbeitet.
Anleger können zwischen der Oberbank-Stammaktie und der Oberbank-Vorzugsaktie wählen. Im Unterschied zur Stammaktie verbrieft die Vorzugsaktie keine Stimmrechte für den Aktionär, gewährt im Gegenzug aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6 % vom anteiligen Grundkapital (9 Mio. Euro). Für beide Aktiengattungen wurde die Dividende zuletzt gleich hoch angesetzt. Aufgrund des Stimmrechtverzichtes notiert die Vorzugsaktie im Vergleich zur Stammaktie jedoch mit einem Kursabschlag, wodurch sich eine höhere Dividendenrendite errechnet.
In den vergangenen turbulenten Börsenjahren entwickelten sich die Oberbank-Aktien besonders stabil. Im Jahr 2011 wurde die solide Performance fortgesetzt. Die Stammaktie erreichte ihr Kurshoch am 29. Dezember 2011 bei 47,30 Euro, die Vorzugsaktie am 31. Oktober 2011 bei 39,85 Euro. Die Börsenkapitalisierung der Oberbank AG belief sich zum Jahresende 2011 auf 1.338,8 Mio. Euro (+ 5 %). Die Entwicklung der Oberbank-Aktien war im Jahresschnitt 2011 deutlich besser als die Performance des europäischen Bankenindex DJ Euro Stoxx Banks.
Die Oberbank-Stammaktie notiert seit 1. Juli 1986 an der Wiener Börse. Seither verläuft ihr Wertzuwachs überaus stetig: Aktionäre, die 1986 die Oberbank-Aktie zeichneten und bei allen Kapitalerhöhungen mitzogen, erzielten unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen eine Rendite vor Abzug der Kapitalertragsteuer von durchschnittlich 9,0 % pro Jahr.
| Kennzahlen der Oberbank-Aktien | 2011 | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Anzahl Stamm-Stückaktien | 25.783.125 | 25.783.125 | 25.783.125 |
| Anzahl Vorzugs-Stückaktien | 3.000.000 | 3.000.000 | 3.000.000 |
| Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 47,30/39,85 | 44,90/39,20 | 43,88/39,40 |
| Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 44,80/38,80 | 42,50/36,90 | 42,20/37,90 |
| Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in A | 47,30/39,75 | 44,90/39,00 | 42,70/38,30 |
| Marktkapitalisierung in Mio. A | 1.338,8 | 1.274,7 | 1.215,8 |
| IFRS-Ergebnis je Aktie in A | 3,87 | 3,43 | 2,83 |
| Dividende je Aktie in A | 0,50 | 0,50 | 0,50 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie | 12,2 | 13,1 | 15,1 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie | 10,3 | 11,4 | 13,5 |
Das Ergebnis je Oberbank-Aktie stieg gegenüber dem Vorjahr von 3,43 auf 3,87 Euro. Auf Basis der Schlusskurse 2011 errechnet sich für die Stammaktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 12,2, für die Vorzugsaktie von 10,3. Der 132. ordentlichen Hauptversammlung am 8. Mai 2012 wird die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Dividende in Höhe von 0,50 Euro je bezugsberechtigter Aktie vorgeschlagen.
| Aktionärsstruktur der Oberbank per 31.12.2011 | Stammaktien | Insgesamt |
|---|---|---|
| Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck1 | 18,51 % | 17,00 % |
| BKS Bank AG, Klagenfurt2 | 18,51 % | 16,95 % |
| Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., | ||
| Salzburg3 | 5,13 % | 4,62 % |
| Generali 3 Banken Holding AG, Wien4 | 2,21 % | 1,98 % |
| Mitarbeiterbeteiligung5 | 3,98 % | 3,69 % |
| CABO Beteiligungsgesellschaft m. b. H., Wien6 | 32,54 % | 29,15 % |
| Streubesitz7 | 19,12 % | 26,61 % |
Das Grundkapital der Oberbank unterteilt sich in 25.783.125 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht. Größter Einzelaktionär der Oberbank ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100 %ige Konzerntochter der UniCredit Bank Austria. Der Streubesitz im Ausmaß von rund 19 % der Oberbank-Stammaktien (26,6 % inklusive Vorzugsaktien) wird von Unternehmen, institutionellen Investoren und privaten Aktionärinnen und Aktionären gehalten.
Bei der Hauptversammlung der Aktionäre der Oberbank AG am 24. Mai 2011 waren 1.960 Stammaktionäre anwesend, die im eigenen oder per Vollmacht in fremdem Namen berechtigt waren, 22.744.295 Stamm-Stückaktien zu vertreten und das damit verbundene Stimmrecht auszuüben.
■ Tagesordnungspunkt 5:
Festlegung der Höhe der Aufsichtsratsvergütungen für das Geschäftsjahr 2011 und die folgenden Geschäftsjahre (Einstimmig)
■ Tagesordnungspunkt 6: Wahl des Bankprüfers für das Geschäftsjahr 2012 (Ja 99,99 %, Nein 0,01 %)
Die Oberbank informiert ausführlich im Rahmen der Quartals- und Jahresberichterstattung über ihre Finanz- und Ertragslage. Auch über die Website www.oberbank.at wird ein laufender Informationsfluss sichergestellt. Mit der Einladung zur jährlichen Hauptversammlung sind die Aktionärinnen und Aktionäre aufgerufen, direkt mit Vorstand und Aufsichtsrat in Kontakt zu treten.
Potenziell kursrelevante Ereignisse werden von der Oberbank via Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgte eine solche Meldung, die das Ausscheiden des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, Dr. Ludwig Andorfer, betraf.
Linz, am 1. März 2012 Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Direktor Direktor
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
| Bilanz zum 31. Dezember 2011 | |
|---|---|
| AKTIVA | 2011 | 2010 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| (Werte in 1.000 Euro) | absolut | in % | ||
| 1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken und Postgiroämtern 300.166 | 226.911 | 73.255 | 32,3 | |
| 2. Schuldentitel öfftentlicher Stellen, die zur Refinanzierung | ||||
| bei der Zentralnotenbank zugelassen sind: | 834.553 | 693.923 | 140.630 | 20,3 |
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | 1.638.376 | 1.861.940 | -223.564 | -12,0 |
| a)täglich fällig | 96.599 | 154.801 | -58.202 | -37,6 |
| b)sonstige Forderungen | 1.541.777 | 1.707.139 | -165.362 | -9,7 |
| 4. Forderungen an Kunden | 10.610.751 | 10.164.954 | 445.797 | 4,4 |
| 5. Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere | 2.425.541 | 2.226.610 | 198.931 | 8,9 |
| a) von öffentlichen Emittenten | 41 | 0 | 41 | >100 |
| b) von anderen Emittenten | 2.425.500 | 2.226.610 | 198.890 | 8,9 |
| darunter eigene Schuldverschreibungen | 78.204 | 40.837 | 37.367 | 91,5 |
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 263.635 | 212.070 | 51.565 | 24,3 |
| 7. Beteiligungen | 268.959 | 257.224 | 11.735 | 4,6 |
| darunter: an Kreditinstituten | 54.811 | 54.811 | 0 | 0,0 |
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 478.130 | 459.899 | 18.231 | 4,0 |
| 9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens | 3.806 | 5.355 | -1.549 | -28,9 |
| 10. Sachanlagen | 97.450 | 100.106 | -2.655 | -2,7 |
| darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen | ||||
| seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden | 58.373 | 61.270 | -2.897 | -4,7 |
| 11. Eigene Aktien | 401 | 0 | 222 | >100 |
| darunter: Stück | 10 | 4 | 6 | >100 |
| 12. Sonstige Vermögensgegenstände | 130.310 | 137.866 | -7.557 | -5,5 |
| 13. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.181 | 8.950 | 231 | 2,6 |
| SUMME DER AKTIVA | 17.061.258 | 16.355.987 | 705.271 | 4,3 |
| Posten unter der Bilanz |
|---|
| 1. Auslandsaktiva | 6.495.825 | 6.170.510 | 325.315 5,3 |
|---|---|---|---|
| ------------------- | ----------- | ----------- | ---------------- |
| Bilanz zum 31. Dezember 2011 | ||||
|---|---|---|---|---|
| PASSIVA | 2011 | 2010 | Veränderung | |
| (Werte in 1.000 Euro) | absolut | in % | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.328.261 | 3.881.148 | 447.112 | 11,5 |
| a) äglich fällig | 297.494 | 366.638 | -69.144 | -18,9 |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 4.030.767 | 3.514.511 | 516.256 | 14,7 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 9.099.712 | 8.969.510 | 130.202 | 1,5 |
| a) Spareinlagen | 3.406.128 | 3.445.596 | -39.469 | -1,1 |
| darunter: | ||||
| aa) täglich fällig | 393.121 | 417.214 | -24.093 | -5,8 |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 3.013.007 | 3.028.382 | -15.376 | -0,5 |
| b) sonstige Verbindlichkeiten | 5.693.585 | 5.523.914 | 169.671 | 3,1 |
| darunter: | ||||
| aa) täglich fällig | 2.994.788 | 2.921.348 | 73.440 | 2,5 |
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 2.698.797 | 2.602.566 | 96.231 | 3,7 |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | 1.575.191 | 1.519.362 | 55.828 | 3,7 |
| a) begebene Schuldverschreibungen | 1.423.961 | 1.311.709 | 112.251 | 8,6 |
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 151.230 | 207.653 | -56.423 | -27,2 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 54.870 | 58.172 | -3.302 | -5,7 |
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 10.346 | 10.356 | -10 | -0,1 |
| 6. Rückstellungen | 282.211 | 246.045 | 36.166 | 14,7 |
| a) Rückstellungen für Abfertigungen | 26.288 | 25.842 | 446 | 1,7 |
| b) Rückstellungen für Pensionen | 123.227 | 122.378 | 849 | 0,7 |
| c) Steuerrückstellungen | 10.723 | 204 | 10.520 | 0,0 |
| d) sonstige | 121.973 | 97.621 | 24.352 | 24,9 |
| 7. Nachrangige Verbindlichkeiten | 6.000 | 6.000 | 0 | 0,0 |
| 8. Ergänzungskapital | 717.301 | 743.403 | -26.103 | -3,5 |
| 9. Gezeichnetes Kapital | 86.349 | 86.349 | 0 | 0,0 |
| 10. Kapitalrücklagen (gebundene) | 194.746 | 194.746 | 0 | 0,0 |
| 11. Gewinnrücklagen | 471.800 | 405.200 | 66.600 | 16,4 |
| a) gesetzliche Rücklage | 5.523 | 5.523 | 0 | 0,0 |
| b) andere Rücklagen | 466.277 | 399.677 | 66.600 | 16,7 |
| darunter: Rücklagen für eigene Anteile | 954 | 718 | 236 | 32,8 |
| 12. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG | 196.700 | 196.700 | 0 | 0,0 |
| 13. Bilanzgewinn | 14.487 | 14.475 | 11 | 0,1 |
| 14. unversteuerte Rücklagen | 23.284 | 24.519 | -1.234 | -5,0 |
| a) Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen | 23.284 | 24.519 | -1.234 | -5,0 |
| b) sonstige unversteuerte Rücklagen | 0 | 0 | 0 | 0,0 |
| Summe der Passiva | 17.061.258 | 16.355.987 | 705.271 | 4,3 |
| Posten unter der Bilanz: | ||||
| 1. Eventualverbindlichkeiten | 1.341.363 | 1.360.475 | -19.111 | -1,4 |
| darunter: Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen | ||||
| aus der Bestellungen v. Sicherheiten | 1.341.363 | 1.360.475 | -19.111 | -1,4 |
| 2. Kreditrisiken | 1.951.974 | 1.651.698 | 300.276 | 18,2 |
| darunter: Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften | 0 | 30.112 | -30.112 | -100,0 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften | 289.454 | 260.050 | 29.405 | 11,3 |
| 4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG | 1.611.269 | 1.581.802 | 29.467 | 1,9 |
| darunter: Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG | 1.756 | 2.772 | -1.016 | -36,7 |
| 5. Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG | 837.665 | 810.367 | 27.298 | 3,4 |
| darunter: erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 BWG | 835.909 | 807.595 | 28.314 | 3,5 |
| 6. Auslandspassiva | 4.827.873 | 4.654.735 | 173.138 | 3,7 |
| Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011 - mit Vorjahresvergleich | ||||
|---|---|---|---|---|
| (Gliederung gemäß Anlage 2 zu § 43, BWG) | 2011 | 2010 | Veränderung | |
| (Werte in 1.000 Euro) | absolut | in % | ||
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 560.882 | 499.693 | 61.189 12,2 | |
| darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren | 100.716 | 93.739 | 6.977 7,4 | |
| 2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -319.505 | -265.832 | -53.673 20,2 | |
| I. NETTOZINSERTRAG | 241.378 | 233.861 | 7.516 3,2 | |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 33.395 | 30.022 | 3.373 11,2 | |
| a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und | ||||
| nicht festverzinslichen Wertpapien | 3.076 | 2.773 | 303 10,9 | |
| b) Erträge aus Beteiligungen | 14.704 | 10.734 | 3.971 37,0 | |
| c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen | 15.615 | 16.515 | -900 -5,5 | |
| 4. Provisionserträge | 114.453 | 111.777 | 2.676 2,4 | |
| 5. Provisionsaufwendungen | -9.715 | -10.586 | 871 -8,2 | |
| Saldo Provisionserträge/Provisionsaufwendungen | 104.738 | 101.191 | 3.547 3,5 | |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 7.137 | 6.812 | 325 4,8 | |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 10.945 | 6.498 | 4.447 68,4 | |
| II. BETRIEBSERTRÄGE | 397.593 | 378.384 | 19.208 5,1 | |
| 8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -198.735 | -187.753 | -10.981 5,8 | |
| a) Personalaufwand | -127.245 | -120.849 | -6.396 5,3 | |
| darunter: | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | -90.486 | -86.219 | -4.267 4,9 | |
| bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschrieb. soziale Abgaben | ||||
| und vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | -23.598 | -22.552 | -1.046 4,6 | |
| cc) sonstiger Sozialaufwand | -3.376 | -3.294 | -81 2,5 | |
| dd) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | -10.136 | -9.867 | -269 2,7 | |
| ee) Dotierung der Pensionsrückstellung | 4.024 | 4.527 | -503 -11,1 | |
| ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen | ||||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -3.674 | -3.444 | -230 6,7 | |
| b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) | -71.490 | -66.905 | -4.585 6,9 | |
| 9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 | ||||
| enthaltenen Vermögensgegenstände (Abschreibungen) | -13.430 | -13.953 | 523 -3,8 | |
| 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.802 | -12.645 | 1.843 -14,6 | |
| III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN | -222.966 | -214.351 | -8.615 4,0 | |
| IV. BETRIEBSERGEBNIS | 174.626 | 164.033 | 10.593 6,5 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011 - mit Vorjahresvergleich | |||
|---|---|---|---|
| 2011 | 2010 | Veränderung | |
| absolut | in % | ||
| 174.626 | 164.033 | 10.593 6,5 | |
| -54.442 | -60.533 | 6.091 -10,1 | |
| Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind | , | ||
| sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen -12.874 |
610 | -13.483 >100 | |
| 107.310 | 104.109 | 3.201 3,1 | |
| -21.320 | -22.309 | 989 -4,4 | |
| -6.314 | -262 | -6.053 >100 | |
| 79.676 | 81.539 | -1.863 -2,3 | |
| -65.366 | -67.143 | 1.778 -2,6 | |
| 0 | 0 | 0 0,0 | |
| 14.310 | 14.395 | -85 -0,6 | |
| 176 | 80 | 97 >100 | |
| 14.487 | 14.475 | 11 0,1 | |
Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes aufgestellt.
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil 2 aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde beibehalten.
Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.
Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.
Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.
Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.
Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.
Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.
Für erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für einzelne Risikogruppen werden Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Merkmalen angesetzt. Für mögliche Ausfälle aus Veranlagungen in Risikoländern wird eine an den internationalen Kurstaxen orientierte Vorsorge gebildet.
sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen.
Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2 % bis 4%, bei Um- und Einbauten in fremden Gebäuden 2,29% bis 10%, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Ver-mögensgegenständen des Anlagevermögens 5% bis 25%. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit 20 % jährlich abgeschrieben. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 205 UGB einer Bewertungsreserve zugeführt.
Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst. Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.
Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Für Abfertigungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ist im Ausmaß von 57,56% der fiktiven Abfertigungsansprüche, ermittelt nach finanzmathematischen Grundsätzen, vorgesorgt. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Verwendung des Pagler-Pagler-Tafelwerks und eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) nach dem Teilwertverfahren gebildet.
Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 59 und 67 Jahren, bei Frauen zwischen 55 und 60 Jahren. Hinsichtlich des Bilanzansatzes vergleiche Punkt III g).
Die Rückstellungen für Abfertigungen bzw. Pensionen entsprechen dem Fachgutachten KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Bei der nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) berechneten Rückstellung für Jubiläumsgelder wird ein Fluktuationsabschlag im Ausmaß von 25% in Abzug gebracht. Es besteht keine Unterdeckung.
(Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben.)
| bis 3 Monate | € | 1.899,6 Mio (2.191,8 Mio) |
|---|---|---|
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | € | 1.256,6 Mio (1.061,5 Mio) |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | € | 3.025,4 Mio (3.265,4 Mio) |
| mehr als 5 Jahre | € | 3.188,8 Mio (2.911,4 Mio) |
in Höhe von € 2.584,8 Mio wurden wie Anlagevermögen bewertet.
Die Angaben über Beteiligungsunternehmungen gemäß § 238 Z 2 UGB sind in der Beilage 3 des Anhangs angeführt. Wechselseitige Beteiligungen bestehen mit der BKS Bank AG, Klagenfurt, und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck.
Der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt zum 31.12.2011 € 13,2 Mio (€ 13,5 Mio). In der Bilanz sind immaterielle Vermögensgegenstände (Mietrechte), die von verbundenen Unternehmen erworben wurden, im Ausmaß von € 1,4 Mio (€ 1,6 Mio) ausgewiesen. Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Berichtsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt.
| bis 3 Monate | € | 5.383,0 Mio | (5.442,0 Mio) |
|---|---|---|---|
| mehr als 3 Monate bis 1 Jahr | € | 2.883,9 Mio | (2.484,6Mio) |
| mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre | € | 2.079,9 Mio | (2.118,1 Mio) |
| mehr als 5 Jahre | € | 971,0 Mio | (620,0 Mio) |
(Die Bildung erfolgte auf Grund der §§ 8 und 122 EStG 1972 sowie §§ 12 und 13 EStG 1988.)
| Stand 1.1.2011 | Zuweisung | Auflösung | Stand 31.12.2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 1.188 | 1.188 | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 15.595 | 15.595 | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | , | |||
| des Anlagevermögens | 1.577 | - 255 | 1.352 | |
| Sachanlagen | 6.159 | 534 | - 1.544 | 5.149 |
| Summe | 24.519 | 534 | -1.769 | 23.284 |
Das Grundkapital per 31.12.2011 setzt sich wie folgt zusammen:
| ■ | 25.783.125 | Stamm-Stückaktien | (25.783.125 Stamm-Stückaktien) |
|---|---|---|---|
| ■ | 3.000.000 | Vorzugs-Stückaktien | ( 3.000.000 Vorzugs-Stückaktien) |
In den Verbindlichkeiten des Kreditinstitutes ist per 31.12.2011 nachrangiges Kapital in Höhe von € 723,3 Mio enthalten, welches in Höhe von € 555,2 Mio Ergänzungskapital gemäß § 23 Abs. 7 BWG und in Höhe von € 168,1 Mio nachrangiges Kapital gemäß § 23 Abs. 8 BWG betrifft.
Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:
Zum 31.12.2011 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen.
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale T€ 723.300,9 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 1,853 % bis 7,4 % und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2012 bis 2021 bzw. vier Emissionen mit unbestimmter Laufzeit. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 26.194,2 geleistet.
Die Eigenmittelbestandteile gemäß § 23 Abs. 1 BWG wurden um Ergänzungskapital in Höhe von T€ 8.441,8 gekürzt.
Während des Jahres verfügten wir kurzfristig über Handelsstände eigener Aktien. Im Berichtsjahr haben wir 254.795 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von € 45,49 sowie 152.436 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von € 38,60 erworben, denen Verkäufe von 256.338 Stück Stammaktien zum Durchschnittskurs von € 45,59 und 145.231 Stück Vorzugsaktien zum Durchschnittskurs von € 38,60 gegenüberstanden. Die aus dem Verkauf erzielten Erlöse wurden den Betriebsmitteln zugeführt. Zum Bilanzstichtag hat-ten wir 1.718 Stück eigene Stammaktien und 8.034 Stück eigene Vorzugsaktien im Bestand. Der höchste Stand im Laufe des Jahres 2011 erreichte 0,93 % vom Grundkapital.
Im Geschäftsjahr 2012 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale € 297,2 Mio fällig.
Von den unter Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten betreffen:
| Akkreditive | € | 71,5 Mio | (50,7 Mio) | |
|---|---|---|---|---|
| sonstige Haftungen | € | 1.269,9 Mio | (1.309,8 Mio) | |
| hievon gegenüber verbundenen Unternehmen | € | 2,2 Mio | (2,3 Mio) |
Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz ausgewiesen sind:
Verpflichtung aus der gemäß § 93 BWG vorgeschriebenen Mitgliedschaft bei der "Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft mbH": Im Falle der Inanspruchnahme dieser Einlagensicherung beträgt die Beitragsleistung für das Einzelinstitut höchstens 1,5% der Bemessungsgrundlage gemäß § 22 Abs. 2 BWG zuzüglich des 12,5-fachen des Eigenmittelerfordernisses für die Positionen des Handelsbuches gemäß § 22 a Abs. 2 Z 1,3 und 6, somit für unser Kreditinstitut € 146,2 Mio.
Der Posten Kreditrisiken setzt sich wie folgt zusammen:
| unechtes Pensionsgeschäft | € | 0,0 Mio | ( 30,1 Mio) | |
|---|---|---|---|---|
| nicht ausgenützte Kreditrahmen | € | 1.923,5 Mio (1.590,7 Mio) | ||
| Promessen | € | 28,5 Mio | (30,8 Mio) |
Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:
| Aktiva | € | 1.526,5 Mio | (1.619,6 Mio) |
|---|---|---|---|
| Passiva | € | 2.747,0 Mio | (2.145,9 Mio) |
Folgende Aktivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen sowie an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen in T€: (Die Bildung erfolgte auf Grund der §§ 8 und 122 EStG 1972 sowie §§ 12 und 13 EStG 1988.)
| a) verbundene Unternehmen | T€ | Mio | |
|---|---|---|---|
| 1. Forderungen an Kreditinstitute | - | (-) | |
| 2. Forderungen an Kunden | 1.007.092,8 | (939,6) | |
| 3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | - | (-) | |
| b) Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | T€ | Mio | |
| 1. Forderungen an Kreditinstitute | 164.992,7 | (161,4) | |
| 2. Forderungen an Kunden | 61.977,8 | (59,4) | |
| 3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 24.503,3 | (24,3) |
Folgende Passivposten enthalten verbriefte und unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
| a) verbundene Unternehmen | T€ | Mio | |
|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | (-) | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 120.350,3 | (113,2) | |
| b) Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | T€ | Mio | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 807.567,7 | (722,2) | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 66.089,5 | (38,2) |
| T€ | Mio | |
|---|---|---|
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | 22.000,0 | (22,0) |
| 4. Forderungen an Kunden | 50.732,1 | (51,4) |
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 41.757,1 | (41,6) |
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 35.176,5 | (36,1) |
In den Forderungen an verbundene Unternehmen sind keine Vermögensgegenstände nachrangiger Art enthalten, in den Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Vermögensgegenstände nachrangiger Art in Höhe von T€ 11.487,8 (€ 6,6 Mio) enthalten.
Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und an-dere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.
| Werte in Mio. Euro | ||
|---|---|---|
| Wie Anlagevermögen bewertet: | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 1.629,6 | (1.738,4) |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 74,0 | (23,7) |
| Wie Umlaufvermögen bewertet: | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 754,4 | (449,4) |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 39,1 | (34,7) |
Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. § 22 n BWG.
Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Handelsbuches beträgt per 31.12.2011 insgesamt € 75,5 Mio. Davon entfallen
Der Rückzahlungsbetrag ist bei den Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die zeitanteilig auf diesen zu- oder abgeschrieben werden um TEUR 8.524,1 höher als die Anschaffungskosten.
Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert am Bilanzstichtag beträgt bei zum Börsehandel zugelassenen Wertpapieren, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben:
| Werte in Tausend Euro | |
|---|---|
| Wertpapiere, die mit ihren Anschaffungskosten bilanziert werden | 6.758,2 |
| Wertpapiere, die mit ihrem höheren Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert werden | 202,8 |
Bei folgenden Aktivposten, die mit gewogenen Durchschnittswerten bewertet sind, ergeben sich Unterschiedsbeträge zum Börsekurs bzw. Marktwert:
| Werte in Mio. Euro | ||
|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen | 45,9 | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 0,6 | |
| Forderungen an Kunden | 0,3 | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 5,5 | |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 47,5 | |
| Wertpapiere, die mit ihrem höheren Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert werden | 202,8 |
Der Buchwert von festverzinslichen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, beträgt per 31.12.2011 Mio € 752,6 (€ 565,4 Mio); der Zeitwert beträgt Mio € 720,6 (€ 537,1 Mio). Die Abschreibung ist unterblieben, da es keine Anhaltspunkte gibt, die auf eine Verschlechterung der Bonität der Emittenten hin-
weisen würden. Es sind weder erhebliche finanzielle Schwierigkeiten der Emittenten erkennbar, noch Vertragsbrüche im Hinblick auf Ausfall oder Verzögerung von Zins- und Tilgungszahlungen eingetreten.
Die im Geschäftsjahr aus steuerrechtlichen Gründen unterlassenen Zuschreibungen betreffen in Höhe von T€ 12.537,9 (T€ 15.112,8) Wertpapiere des Umlaufvermögens und in Höhe von T€ 110,8 (T€ 110,8) Wertpapiere des Anlagevermögens.
Im Geschäftsjahr 2012 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag von € 512,6 Mio fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten in Nominale von T€ 15.900,9 enthalten.
Im Berichtsjahr wurden Aktien des Umlaufvermögens mit Buchwerten in Höhe von T€ 7.619,7 ins Finanzanla-gevermögen umgewidmet. Die Differenz zwischen Buchwerten und Börsekurswerten betrug T€ 0.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:
Beträge, mit denen sich das Kreditinstitut im Leasinggeschäft beteiligt hat: - (-)
| 2011 | 2010 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominale | Marktwerte | Nominale | Marktwerte | ||||
| Werte in TEUR | positiv | negativ | positiv | negativ | |||
| Zinssatzverträge | |||||||
| - Zinssatzoptionen | Kauf | 301.484 | 3.342 | 396.682 | 14.922 | ||
| Verkauf | 273.398 | -3.127 | 369.823 | -13.779 | |||
| - Swaptions | Kauf | 10.500 | 929 | 10.500 | 768 | ||
| Verkauf | 10.500 | -929 | 10.500 | -768 | |||
| - Zinsswaps | Kauf | 2.790.329 | 126.620 | -4.680 | 3.262.269 | 56.332 | -14.814 |
| Verkauf | 703.611 | 840 | -35.273 | 596.214 | 1.283 | -21.966 | |
| - Anleiheoptionen | Kauf | ||||||
| Verkauf | 60.000 | -446 | 80.000 | -1.842 | |||
| - Futureoptionen | Kauf | 1.500 | 10 | ||||
| Wechselkursverträge | |||||||
| - Währungsoptionen | Kauf | 64.348 | 3.591 | 122.360 | 6.097 | ||
| Verkauf | 64.473 | -3.593 | 118.024 | -6.099 | |||
| - Devisentermingeschäfte | |||||||
| Kauf | 2.299.025 | 47.652 | 2.007.991 | 47.972 | -7.995 | ||
| Verkauf | 2.271.150 | -19.815 | 1.973.039 | 11.707 | -16.537 | ||
| Wertpapierbezogene Geschäfte | |||||||
| - Aktienoptionen | Kauf | 9.330 | 0 | 10.240 | 679 | ||
| Verkauf | 9.330 | 0 | 11.640 | -684 | |||
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
Im Wesentlichen werden Derivate zur Absicherung von Kundengeschäften und zur Risikoreduktion eingesetzt. Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos (Fair Value Risiko) im Bankbuch werden Interest Rate Swaps abgeschlossen und Bewertungseinheiten mit folgenden Grundgeschäften gebildet: festverzinsliche Wertpapiere, Fixzinskredite, Eigenen Emissionen, Schuldscheindarlehen mit fixer Zinsbindung und Kapitalsparbücher.
Die Absicherung wird bis zum Ende der Fixzinsbindung des Grundgeschäftes (längstens bis zum Jahr 2036) vorgenommen. Der aktuelle Zeitwert dieser Interest Rate Swaps beträgt saldiert € 88,27 Mio, hievon € 97,37 Mio positive und € 9,10 Mio negative Marktwerte.
Im Rahmen der Widmung bzw. Bildung der einzelnen Bewertungseinheiten zwischen Grundgeschäft und Sicherungsderivat wird ein prospektiver Effektivitätstest durchgeführt. Sind die Parameter des Grundgeschäfts und des Absicherungsgeschäfts identisch, aber verhalten sich gegenläufig, so wird dies als vollständig effektive Sicherungsbeziehung angesehen (Critical Terms Match). Die retrospektive Effektivität wird durch Critical Terms Match bzw. durch Vergleich der Wertänderungen der Grundgeschäfte mit den Wertänderungen der Sicherungsinstrumente nach der Kompensierungsmethode (Dollar-Offset-Methode) beurteilt. Der ineffektive Anteil der Derivate mit negativem Marktwert wird zum Bilanzstichtag als Drohverlustrückstellung erfasst. Ist die Sicherungsbeziehung insgesamt nicht mehr effektiv, wird die Bewertungseinheit aufgelöst.
Die Bewertung der Derivate im Handelsbuch erfolgt mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag. Positive Marktwerte in Höhe von T€ 30.851,2 werden in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen, für negative Marktwerte im Ausmaß von T€ 30.524,3 wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Für negative Marktwerte aus Derivaten im Bankbuch wurde mittels einer Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 2.430,0 vorgesorgt. Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Bewertungsmodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen durchgeführt wird.
Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei für das Handels- und das Bankbuch der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus REUTERS zur Anwendung. Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet.
Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Für die Bewertung von Optionen werden implizite Volatilitäten herangezogen.
Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt:
■ Wertpapiere und Barsicherheiten Höhe von T€ 26.976,4 als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäft
Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften in Pension gegebenen Vermögensgegenstände beträgt € 1.399,9 Mio.
Die Mündelgeldspareinlagen betrugen per 31.12.2011 T€ 16.244,3.
127
Die finanziellen Auswirkungen der außerbilanzmäßigen Geschäfte gem. § 237 Z8a UGB betragen T€ 6.868,3. Dies resultiert aus weichen Patronatserklärungen für Tochterunternehmen sowie aus Unterstützungserklärungen für die Hybridgesellschaften.
Zur Fundierung der im Umlauf befindlichen Anleihen wurde ein Deckungsstock gebildet.
Forderungen an die Republik Österreich und bundesverbürgte Forderungen, sowie mündelsichere Wertpapiere – bewertet zum 31.12.2011 – wurden in den Deckungsstock im Ausmaß von € 215,5 Mio (€ 213,8 Mio) eingebracht. Dagegen steht ein Deckungserfordernis in Höhe von € 114,5 Mio (€ 114,5 Mio), wodurch sich eine Überdeckung von € 101,0 Mio (€ 99,3 Mio) ergibt. Die Summe der ausgegebenen fundierten Anleihen hatte während des ganzen Jahres die Höhe der in den Deckungsfonds eingebrachten Deckungswerte nicht überstiegen.
Ab dem Geschäftsjahr 1999 wurde die in der Dotierung der Pensionsrückstellung enthaltene Zinskomponente im Nettozinsertrag berücksichtigt.
In der GuV-Position 8a) ff) sind Beiträge an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen im Ausmaß von T€ 414,7. Zuweisungen der Abfertigungsrückstellung in der Höhe von T€ 446,1 sowie Abfertigungszahlungen von T€ 2.812,8 enthalten.
In dem Posten Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen sind Erträge aus Gewinngemeinschaften in Höhe von T€ 12.616,3 (T€ 15.165,9) und aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.998,3 (T€ 1.348,9) enthalten. Der Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen enthält mit T€ - (€ - Mio) einen Aufwandssaldo aus Gewinngemeinschaften und mit T€ 6.600,0 (T€ -) einen Aufwandssaldo aus sonstigen Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen führte zu einer Erhöhung der Steuern vom Einkommen in Höhe von € 0,3 Mio.
Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbaren latenten Steuern betrugen € 2,8 Mio. Vom Aktivierungswahlrecht wurde nicht Gebrauch gemacht.
Bezüglich der Angaben gem. § 237 Z14 UGB über Aufwendungen für die Abschlussprüfung im Posten Sonstige Verwaltungsaufwendungen wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.
Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG.
Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte Vereinbarung über den Steuerausgleich dar.
Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.
| Angestellte | 1.925 | (1.869) | |
|---|---|---|---|
| Arbeiter | 21 | (22) |
betrugen zum 31.12.2011 T€ 665,9 (T€ 743,1), hievon T€ 94,8 (T€ 92,4) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 51,1 (T€ 678,2).
betrugen zum 31.12.2011 T€ 116,0, hievon T€ 0,0 Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingun-gen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückbezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 16,4.
| Werte in Tausend Euro | ||
|---|---|---|
| Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen): | 1.985,4 | (999,8) |
| der anderen Arbeitnehmer: | 12.694,9 | (12.665,6) |
| Werte in Tausend Euro | |||
|---|---|---|---|
| der Mitglieder des Vorstandes: | 1.865,2 | (1.576,1) | |
| der Mitglieder des Aufsichtsrates: | 155,5 | (125,4) | |
| ehemaliger Mitglieder des Vorstandes (einschließlich ihrer Hinterbliebenen): | 1.168,5 | (1.203,5) |
gemäß § 239 Abs. 2 UGB sind in der Beilage 3 zum Anhang angeführt.
Linz, am 1. März 2012 Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Direktor Direktor
Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
| und Herstellungs- Anschaffungs- kosten am 01.01.2011 EUR |
Zugänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Währungs- differenzen EUR |
Abgänge EUR |
Zuschreibungen EUR |
Abschreibungen kumulierte EUR |
31.12.2011 Buchwert EUR |
31.12.2010 Buchwert EUR |
Abschreibungen Geschäftsjahres EUR des |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wertpapiere ähnliche |
636.665.969,89 | 211.948.772,78 | 0,00 | 0,00 | 30.356.778,39 | 1.022.805,21 | -1.237.410,85 | 820.518.180,34 | 637.727.840,74 | 230.460,00 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 9.690.000,00 | 325.247,28 | 26.985.047,28 | 0,00 | 325.247,28 | 143.400,00 | -389.260,00 | 37.207.707,28 | 9.912.400,00 | 0,00 |
| Forderungen an Kunden | 40.032.876,71 | 32.786,89 | 0,00 | 0,00 | 32.876,71 | 0,00 | 0,00 | 40.032.786,89 | 40.032.876,71 | 0,00 |
| Wertpapiere Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche |
1.763.835.238,35 | 243.140.180,29 | -26.985.047,28 | 0,00 | 327.779.735,40 | 2.318.794,00 | -5.203.957,33 | 1.659.733.387,29 | 1.769.425.716,73 | 535.000,00 |
| Wertpapiere Aktien und andere nicht festverzinsliche |
23.680.836,55 | 50.350.784,15 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 74.031.620,70 | 23.680.836,55 | 0,00 |
| Beteiligungen | 262.407.730,50 | 14.880.807,40 | 0,00 | 0,00 | 145.933,32 | 0,00 | 8.183.493,21 | 268.959.111,37 | 257.224.237,29 | 3.000.000,00 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
463.177.783,59 | 46.243.442,68 | 0,00 | 0,00 | 21.412.777,23 | 0,00 | 9.878.635,76 | 478.129.813,28 | 459.899.147,83 | 6.600.000,00 |
| Immaterielle Vermögens gegenstände |
13.442.325,88 | 403.147,23 | 0,00 | -58.398,48 | 122.938,55 | 0,00 | 9.858.296,77 | 3.805.839,31 | 5.355.206,90 | 1.829.602,77 |
| Sachanlagen | 272.028.272,91 | 9.789.767,87 | 0,00 | -467.481,07 | 5.099.988,11 | 0,00 | 178.800.343,27 | 97.450.228,33 | 100.105.637,83 | 11.600.227,49 |
| 3.484.961.034,38 | 577.114.936,57 | 0,00 | -525.879,55 | 385.276.274,99 | 3.484.999,21 | 199.890.140,83 | 3.479.868.674,79 | 3.303.363.900,58 | 23.795.290,26 |
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2011
Jahresabschluss der Oberbank AG zum 31. Dezember 2011 gemäß UGB
Oberbank AG, Linz Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 1. März 2012
Bericht zum Jahresabschluss Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der
Oberbank AG, Linz,
für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2011, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensund bankrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Jahresabschluss der Oberbank AG zum 31. Dezember 2011 gemäß UGB Anhang für das Geschäftsjahr 2011
| Linz, am 1. März 2012 | ||
|---|---|---|
| KPMG Austria GmbH | ||
| und Steuerbe | Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft | |
| ESSENT | Mag. Martha Kloibmüller | Mag. Peter Humer |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Schlussbemerkung, Erklärung
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Linz, am 1. März 2012 Der Vorstand
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Direktor Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Mag. Florian Hagenauer, MBA
| Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA |
Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA |
Direktor Mag. Florian Hagenauer, MBA |
|---|---|---|
| Grundsätzliche Geschäftspolitik | ||
| Interne Revision | ||
| Geschäftsabteilungen | Geschäftsabteilungen | Serviceabteilungen |
| CIF (Corporate & |
PKU (Privatkunden) |
KRM (Kredit-Management) |
| International Finance) GFM (Global Financial Markets) |
PAM (Private Banking & Asset Management) |
ZSP (Zahlungsverkehrssysteme und zentrale Produktion) |
| PER (Personalabteilung) |
SEK (Sekretariat & Kommunikation) |
|
| RUC (Rechnungswesen & Controlling) |
ORG (Organisationsentwicklung, Strategie und Prozessmanagement) |
|
| Risikocontrolling | ||
| Regionale Geschäftsbereiche | Regionale Geschäftsbereiche | |
| Südbayern Nordbayern Salzkammergut Linz-Hauptplatz Wels Wien |
Linz-Landstraße Innviertel Salzburg Niederösterreich Slowakei Tschechien Ungarn |
Bis zum 30. April 2011 war Dr. Andorfer zusätzlich zu den von Mag. Hagenauer übernommenen Agenden auch für die Geschäftsbereiche Wels, Innviertel und Salzkammergut zuständig.
Vorsitzender Dkfm. Dr. Hermann Bell
Stellvertreter des Vorsitzenden Dkfm. Dr. Heimo Penker Peter Gaugg
Mitglieder Dr. Ludwig Andorfer (ab 24. Mai 2011) Dr. Luciano Cirinà Dr. Wolfgang Eder Dr. Birgitte Engleder (bis 24. Mai 2011) DDr. Waldemar Jud Mag. Dr. Christoph Leitl Dr. Helga Rabl-Stadler (ab 24. Mai 2011) Dipl.-Ing. DDr. h.c. Peter Mitterbauer Karl Samstag Dr. Herbert Walterskirchen Mag. Norbert Zimmermann
Arbeitnehmervertreter Wolfgang Pischinger, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici Roland Schmidhuber Elfriede Höchtel Alois Johann Oberschmidleitner (bis 28. März 2011) Josef Pesendorfer Mag. Armin Burger Herbert Skoff (ab 28. März 2011)
Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1. August 2007 Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1. Juli 2002
Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender des Vorstandes Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ludwig Andorfer (bis 30. April 2011) Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA Direktor Mag. Florian Hagenauer, MBA
Oberbank AG Untere Donaulände 28, 4020 Linz Telefon: ++ 43/(0)732/7802 DW 0 Telefax: ++ 43/(0)732/78 58 10
SWIFT: OBKLAT2L Bankleitzahl: 15000 OeNB-Identnummer: 54801 DVR: 0019020 FN: 79063w UID: ATU22852606 ISIN Oberbank-Stammaktie: AT0000625108 ISIN Oberbank-Vorzugsaktie: AT0000625132
Internet: www.oberbank.com E-Mail: [email protected]
Investor Relations: Mag. Frank Helmkamp, Oberbank AG, Linz Redaktion: Abteilung Sekretariat Quellen Marktumfeld: WIFO, IHS und OeNB, Wien; DIW, Berlin; Ifo, München
Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Oberbank AG verbunden.
136
Disclaimer: Zukunftsbezogene Aussagen
Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Oberbank beziehen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen werden üblicherweise mit Begriffen wie "schätzen", "erwarten", "planen", "rechnen", "zielen" etc. umschrieben. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum 31. Dezember 2011 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen.
Auf ein eigenes Glossar im vorliegenden Geschäftsbericht wurde verzichtet, da entweder bekannte Begriffe verwendet wurden oder spezielle Termini direkt im Text erklärt werden.
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