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Oberbank AG

Annual Report Apr 8, 2008

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Annual Report

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STABILITÄT BRAUCHT BEWE G U N G

Geschäftsbericht 2007

Ertrag Neuerliches Rekordergebnis: Betriebsergebnis: +22,3% auf A 182,3 Mio. Jahresüberschuss vor Steuern +20,8% auf A 112,9 Mio.

Wachstum Kundenkredite +6,6 % auf A 8,7 Mrd. Primäreinlagen +16,2 % auf A 8,8 Mrd. Betreute Kundengelder +10,3% auf A 16,9 Mrd.

Expansion

126 Vollbankfilialen und Leasinggesellschaften in Österreich, Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei; 25.000 neue Kunden, in Summe 305.000 Firmen- und Privatkunden; Anstieg der Mitarbeiteranzahl um 141 auf knapp 2.000

Günstige Risikosituation Keine Auswirkungen der Finanzkrise Risikovorsorgen auf Vorjahresniveau

Aktienkurs + 42 % TOP-3-Bankenwert im Euroraum TOP-Bankenwert in Österreich

Die Oberbank – ein bisschen mehr als eine Bank

Als universelle und dynamische Regionalbank im Herzen Mitteleuropas erbringt die Oberbank Finanzdienstleistungen höchster Qualität. Ihre Unabhängigkeit, die durch eine solide Aktionärsstruktur gewährleistet wird, und ihr kundenorientiertes Dienstleistungsverständnis machen sie zu einer echten Alternative am Markt. Neben ihrer Kernregion in Österreich ist die Oberbank in Bayern, Tschechien, Ungarn und der Slowakei aktiv. Sie betreut mittelständische und große Unternehmen ebenso wie gehobene Privatkunden.

OB ERBANK IM ÜB ERB LICK

Erfolgszahlen in Mio. E 2007 Veränderung 2006 2005
Zinsergebnis 276,2 14,5% 241,2 211,5
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -68,4 21,5% -56,3 -51,0
Provisionsergebnis 101,8 7,3% 94,9 90,5
Verwaltungsaufwand -203,2 4,9% -193,8 -191,5
Betriebsergebnis 182,3 22,3% 149,1 116,7
Jahresüberschuss vor Steuern 112,9 20,8% 93,5 79,2
Konzernjahresüberschuss 102,5 23,2% 83,2 69,2
Bilanzzahlen in Mio. E 2007 Veränderung 2006 2005
Bilanzsumme 14.330,8 8,4% 13.221,8 12.251,6
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen 8.499,2 6,7% 7.969,3 7.227,0
Primärmittel 8.839,6 16,2% 7.605,4 7.268,4
hievon Spareinlagen 2.899,2 10,1% 2.633,5 2.523,3
hievon verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Nachrangkapital 1.694,8 13,4% 1.494,7 1.297,3
Eigenkapital 889,5 6,9% 831,7 693,3
Betreute Kundengelder 16.887,3 10,3% 15.304,3 14.456,6
Eigenmittel nach BWG in Mio. E 2007 Veränderung 2006 2005
Bemessungsgrundlage 10.079,1 6,6% 9.457,6 8.461,5
Eigenmittel 1.293,6 7,4% 1.204,6 1.065,4
hievon Kernkapital (Tier I) 720,5 7,6% 669,4 575,9
Eigenmittelüberschuss 485,2 8,8% 446,0 387,6
Kernkapitalquote in % 7,15 0,07 7,08 6,81
Gesamtkapitalquote in % 12,83 0,09 12,74 12,59
Unternehmenskennzahlen in % 2007 Veränderung 2006 2005
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 13,21 0,84 12,37 12,42
Return on Equity nach Steuern 11,99 0,98 11,01 10,85
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) 52,8 -3,60 56,4 59,5
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 24,8 1,40 23,4 24,1
Ressourcen 2007 Veränderung 2006 2005
Durchschnittlich gewichteter Mitarbeiterstand 1.879 141 1.738 1.702
Anzahl der Geschäftsstellen 126 9 117 111
Oberbank-Aktien 2007 2006 2005
Anzahl Stamm-Stückaktien 8.000.000 7.960.000 7.320.000
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 1.000.000 1.000.000 1.000.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A 150,00 / 132,99 105,10/ 91,42 85,40 / 68,50
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A 105,30 / 90,50 85,40 / 66,28 78,30 / 63,70
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in A 148,90 / 131,99 105,10/ 90,50 85,40/66,70
Marktkapitalisierung in Mio. A 1.323,2 927,1 691,8
IFRS-Ergebnis je Aktie in A 11,46 9,62 8,38
Dividende je Aktie in A 1,50 1,50 1,40
Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie 13,0 10,9 10,2
Kurs-Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie 11,5 9,4 8,0

Jahresüberschuss und Return on Equity Entwicklung der Cost-Income-Ratio

Bilanzsumme und Primärmittel in Mio. E Betreute Kundengelder in Mio. E

INHALT

KOMMENTAR DES Vorsitzenden des VORSTANDES 5

  • CORPORATE GOVERNANCE 7
  • Informationen zum Vorstand 7
  • Verantwortungsbereiche des Vorstandes 8
  • Mitglieder des Aufsichtsrates 10
  • Corporate-Governance-Bericht 14
  • Die Oberbank-Aktien 17

DIE OBERBANK 25

  • Erfolgsfaktoren der Oberbank 25
  • Geografische Präsenz 25
  • Organisches und rentables Wachstum 26
  • Beratungsqualität 27
  • Risikotragfähigkeit und -bewusstsein 27
  • IT- und Prozessmanagement 28
  • Strategische Beteiligungen 28
  • Mitarbeiter 29
  • Die Oberbank übernimmt Verantwortung 33
  • Interview mit dem Vorstand 34

LAGEBERICHT 39

  • Gesamtwirtschaftliches Umfeld 39
  • Branchenumfeld 40
  • Entwicklung des Bankensektors 44
  • Allgemeine Angaben zur Berichterstattung 45
  • Ergebnisentwicklung 46
  • Vermögens- und Finanzlage 50
  • Eigenkapitalentwicklung 55
  • Offenlegung gemäß § 243a UGB 56
  • Risikomanagement 57
  • Ausblick 61

SEGMENTBERICHT 64

  • Segment Firmenkunden 65
  • Segment Privatkunden 70
  • Segment Financial Markets 76

KONZERNABSCHLUSS DER OBERBANK 79

  • BESTÄTIGUNGSVERMERK 132
  • BERICHT DES AUFSICHTSRATES 135
  • 3 BANKEN GRUPPE IM ÜBERBLICK 138
  • GLOSSAR, impressum 140

STABILITÄT BRAUCHT BEWE G U N G

Wir sind bei Ihnen. Denn erfolgreiche Menschen brauchen einen Partner, der sich schnell auf neue Situationen einstellt: Eine Bank, die stets dort ist, wo sie im Interesse ihrer Kunden agieren kann. Persönlicher Kontakt und Nähe zu den Kunden garantieren das Kennenlernen individueller Anforderungen. Wer um die Eigenheiten des anderen weiß, kann den Chancen des Marktes genauso wie schwierigen Phasen optimal begegnen. Die Mitarbeiter der Oberbank nutzen die Effizienz und Dynamik, die sich aus der Nähe und dem Kontakt zu den Menschen ergibt. Und unsere Kunden setzen auf eine Bank, die für Stabilität sorgt, weil sie sich Veränderungen stellt. Sie setzen auf die Oberbank.

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA

KOMMENTAR des Vorsitzenden des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionäre, Kunden und Geschäftspartner der Oberbank!

Mit »Erfolgskurs unbeirrt fortgesetzt« lässt sich das Geschäftsjahr 2007 der Oberbank auf den Punkt bringen. Wieviel Bewegung für eine derartige Stabilität jedoch notwendig ist, wollen wir Ihnen mit diesem Geschäftsbericht veranschaulichen. Im Berichtsjahr konnten wir mehrfach unter Beweis stellen, dass die Oberbank operativ richtig und strategisch umsichtig aufgestellt ist. In einem Umfeld, das durch eine instabile Liquiditätssituation der internationalen Finanzmärkte geprägt war, bewährte sich unsere seit jeher vorsichtige Bilanzierungs- und Risikopolitik. Die Basis unserer Refinanzierung bilden die Primärmittel, die – um die Abhängigkeit vom Finanzmarkt zu minimieren – in einer zumindest ausgewogenen Balance zu den Kundenausleihungen stehen müssen. Im Geschäftsjahr 2007 ist uns dies im besonderen Umfang gelungen. Der Überschuss der Primäreinlagen inklusive OeKB-Refinanzierungen über die Kundenkredite beläuft sich auf über A 700 Mio.

Unsere erfolgreiche Geschäftsentwicklung ist nur dank eines engmaschigen Filialnetzes und einer expliziten Kundennähe möglich. 2007 haben wir zwölf neue Filialen eröffnet – sechs in Bayern, vier in Tschechien, eine in Österreich und eine in Ungarn, womit uns dort der Markteintritt als Vollbank gelungen ist. Für 2008 sind weitere Eröffnungen in allen vier Ländern sowie Vorbereitungen für die Aufnahme des Bankbetriebes in der Slowakei im Jahr 2009 geplant. Den größten Teil unseres Geschäftsvolumens generieren wir in unseren Kernmärkten Oberösterreich und Salzburg. Sie liefern auch die Finanzkraft zur Finanzierung unserer Expansion. Wie wertvoll diese Expansion ist, zeigt der Anteil unserer in- und ausländischen Wachstumsmärkte am Zuwachs des Finanzierungsvolumens von über 70%. Mittelfristig wollen wir etwa ein Drittel des gesamten Geschäftsvolumens in diesen Wachstumsmärkten erzielen.

Als richtig und zeitgemäß bewährt sich auch unsere Strategie, Firmen- und Privatkunden als gleichwertige Geschäftssegmente zu behandeln. Die Oberbank ist zwar die Bank für Industrie und Mittelstand, der Bereich der Privatkunden wurde nicht zuletzt mit der erfolgreichen Etablierung im Private Banking und Asset Management weiter gestärkt. Der Ausbau unseres Filialnetzes zur Sicherstellung der Kundennähe unterstreicht diese Strategie.

Nicht nur stabil, sondern überaus dynamisch verlief die Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2007. Mit 13,21% konnte der Return on Equity vor Steuern, die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, das bereits ausgezeichnete Niveau des Vorjahres übertreffen. In Relation zur Größe zählt die Oberbank damit zu den ertragsstärksten Banken Österreichs. Die Cost-Income-Ratio konnte 2007 trotz hoher Investitionen von 56,4% auf 52,8% weiter verbessert werden. Die günstige Risk-Earning-Ratio von 24,8% bestätigt unsere verantwortungsvolle Risikopolitik. Gestärkt wird unsere Risikotragfähigkeit von einem Anstieg der Eigenmittel um 7,4% auf A 1.293,6 Mio., die gleichzeitig die Basis für zukünftiges Wachstum bilden. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8,4% auf A 14,3 Mrd. an. Die Forderungen an Kunden legten um 6,6% auf A 8,7 Mrd. zu – ein Großteil dieses Anstiegs ist auf das Leasinggeschäft und Wohnbaufinanzierungen unserer Wachstumsmärkte Bayern, Tschechien, Niederösterreich und Wien zurückzuführen. Die Basis für unsere ausgezeichnete Refinanzierung bilden die Primäreinlagen, die im Berichtsjahr um 16,2% auf A 8,8 Mrd. gesteigert werden konnten. Inklusive der Depotbestände unserer Kunden werden in Summe Kundengelder in Höhe von A 16,9 Mrd. betreut – ein Anstieg um 10,3% oder A 1,6 Mrd. im Vergleich zum Vorjahr.

Erfolgskurs fortgesetzt – Liquiditätsüberschuss von über E 700 Mio.

2007 Eröf fnung von zwölf neuen Filialen

Oberbank zählt in Relation zu ihrer Größe zu den ertragsstärksten Banken Österreichs

Kommentar des Vorstandes Corporate Governance Die Oberbank Lagebericht

Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben

Oberbank-Aktie zählt zu den Top 3 Banktiteln Europas

Der Kapitalmarkt würdigte den anhaltenden Erfolg der Oberbank mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung. Im Vorjahresvergleich konnten die Oberbank-Vorzugsaktien ein Kursplus von 46% verzeichnen. Die Oberbank-Stammaktie weist mit 42% den stärksten Anstieg aller österreichischen Banktitel aus und zählt zu den Top 3 des Euroraumes. Bei einem Gewinn von A 11,46 je Aktie werden wir der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von A 1,50 je Aktie vorschlagen. Durch diese konstante Dividende wollen wir sicherstellen, dass wir auch unsere zukünftigen Expansionsvorhaben aus eigener Kraft finanzieren und eine kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes gewährleisten können.

Für 2008 gehen wir von einer leichten Abschwächung des Wirtschaftswachstums aus und rechnen mit einer höheren Volatilität an den internationalen Kapitalmärkten. Diese Entwicklungen werden sich auch auf das Zins- und Dienstleistungsgeschäft der Banken auswirken. Wir werden jedoch alles daran setzen, die Auswirkungen dieser geänderten Vorzeichen auf unseren Geschäftserfolg zu minimieren und wollen das Betriebsergebnis wie auch den Jahresüberschuss 2008 auf dem hohen Niveau des Geschäftsjahres 2007 halten. Unsere niedrige Wertberichtigungsquote und Risk-Earning-Ratio wollen wir stabil halten. Ebenso die Cost-Income-Ratio, die das Vorjahresniveau trotz anhaltender Investitionen in neue Märkte nicht verlassen darf.

Bewahrung der Unabhängigkeit als oberstes Unternehmensziel

Neben diesen finanziellen und operativen Zielen gilt es die Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Oberbank zu bewahren. Die Garanten dafür bilden eine stabile Aktionärsstruktur, die Einbettung in die 3 Banken Gruppe, die solide Kooperation mit verlässlichen Geschäftspartnern wie Wüstenrot und Generali sowie unsere tüchtigen und loyalen Mitarbeiter.

Mein Dank gilt daher unseren Mitarbeitern und Führungskräften für ihr Engagement und die erbrachten Leistungen. Ich möchte mich aber besonders auch bei Ihnen, unseren Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern, für Ihre Treue bedanken. Es sei Ihnen versichert, dass die Oberbank auch in Zukunft keine Anstrengungen unterlassen wird, um Ihren Interessen und Erwartungen bestmöglich zu entsprechen. Dank gebührt auch den Mitgliedern des Aufsichtsrates für die gute Zusammenarbeit bei strategischen und operativen Fragestellungen. Das Zusammenwirken aller Beteiligten hat es uns erst ermöglicht, so erfolgreich zu werden. Bitte bleiben Sie der Oberbank auch in Zukunft derart vertrauensvoll verbunden.

Linz, im Februar 2008

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender des Vorstandes

CORPOR ATE GOVERNANCE Informationen zum Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Nach dem abgeschlossenen Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften an der Paris-Lodron-Universität Salzburg begann seine Karriere 1983 in der Oberbank. Parallel zu seiner leitenden Tätigkeit für den Geschäftsbereich Salzburg absolvierte er die internationale Managementakademie und schloss diese mit dem International Executive MBA ab. Im April 1998 bestellte ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Oberbank AG und im Mai 2005 wurde er zum Vorsitzenden des Vorstandes mit dem Titel Generaldirektor ernannt. Im November 2007 wurde Dr. Gasselsberger vom deutschen Bundespräsidenten zum Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland ernannt.

Weitere Funktionen: Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der BKS Bank AG, der Bausparkasse Wüstenrot Aktiengesellschaft, der voestalpine AG, Mitglied des Vorstandes der Vereinigung der Österreichischen Industrie und des Verbandes österreichischer Banken und Bankiers.

Direktor Dr. Ludwig Andorfer

Seine Karriere in der Oberbank begann 1969 nach dem Abschluss des Doktoratsstudiums der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Ab November 1990 war er als Leiter der Abteilung Sekretariat für Rechtsangelegenheiten und Beteiligungen verantwortlich und übte für zahlreiche Konzerngesellschaften die Tätigkeit des Geschäftsführers aus. Im April 2002 wurde er vom Aufsichtsrat in den Vorstand der Oberbank AG bestellt.

Weitere Funktionen: Vorsitzender des Aufsichtsrates der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der PayLife Bank GmbH, der Unternehmens Invest Aktiengesellschaft, der Mezzanin Finanzierungs AG und der Danube Equity Invest AG.

Direktor Mag. Dr. Josef WeiSSl, MBA

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und der Rechtswissenschaften an der Universität Linz begann seine Karriere 1983 in der Oberbank. Zeitgleich zu seiner leitenden Tätigkeit für den Geschäftsbereich Salzburg absolvierte er 2002 das LIMAK-General-Management-Programm und schloss 2005 das LIMAK-MBA-Programm ab. Im Mai 2005 bestellte ihn der Aufsichtsrat in den Vorstand der Oberbank AG.

Weitere Funktionen: Aufsichtsrat der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der Gasteiner Bergbahnen AG, der BAUSPARERHEIM Gemeinnützige Siedlungsgemeinschaft reg. Gen.m.b.H. und der VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG.

Vorsitzender des Vorstandes bestellt bis Mai 2012 geb. 1959

Mitglied des Vorstandes bestellt bis September 2011 geb. 1944

Mitglied des Vorstandes bestellt bis April 2010 geb. 1959

Generaldirektor

Verantwortungsbereiche des Vorstandes

Direktor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Direktor
Dr. Ludwig Andorfer Mag. Dr. Josef Weißl, MBA
Grundsätzliche Geschäftspolitik
Interne Revision
Gesamtbankrisikomanagement Unternehmenskommunikation Geschäftsfeld Privatkunden
(Adressen-, Markt-, operatio Personal, Ausbildung Investmentfondsgeschäft
nelles Risiko, Liquiditätsrisiko) Geschäftsfeld Firmenkunden Privatkunden
Aktiv-/Passivmanagement Corporate & International Private Banking &
Sekretariat & Kommunikation Finance Asset Management
Zahlungsverkehrssysteme Global Financial Markets
und zentrale Produktion Leasinggeschäft
Kreditmanagement Rechnungswesen und
Versicherungsservice Controlling
Private Equity Organisationsentwicklung,
Strategie- und Prozess
management
EDV-Entwicklung im Rahmen
der 3-Banken EDV-Gesell
schaft
Regionale Geschäftsbereiche Regionale Geschäftsbereiche Regionale Geschäftsbereiche
Wels Linz-Hauptplatz Linz-Landstraße
Wels Linz-Hauptplatz Linz-Landstraße
Salzkammergut Wien Salzburg-Braunau
Ried/Innkreis Bayern Niederösterreich
Tschechien

Ungarn Slowakei Vorstandsdirektor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dr. Heinrich Treichl

Ehrenpräsident des Aufsichtsrates der Oberbank AG

16 Kapitalvertreter

  • Dkfm. Dr. Hermann Bell, Vorsitzender, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2010, erstmalig gewählt: 22.4.2002; Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS Bank AG, der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. und der Wüstenrot Verwaltungs- und Dienstleistungen GmbH, Aufsichtsrat der Lenzing Aktiengesellschaft
  • Konsul Generaldirektor KR Dkfm. Dr. Heimo Penker, 1. Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 20.5.1997; Vorstandsvorsitzender der BKS Bank AG, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kärntner Landesversicherung auf Gegenseitigkeit, Aufsichtsrat der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft (Vorsitzender-Stv.) und der Oesterreichischen Kontrollbank AG
  • Konsul Direktor Peter Gaugg, 2. Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2009, erstmalig gewählt: 27.4.2000; Sprecher des Vorstandes der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der BKS Bank AG
  • Dr. Guido Schmidt-Chiari, 3. Stellvertreter des Vorsitzenden, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2010, erstmalig gewählt: 18.4.1968; Vorsitzender des Aufsichtsrates der Constantia Packaging AG, der Lead Equities Mittelstandsfinanzierungs AG, Aufsichtsrat der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der Generali Holding Vienna AG und der IMMOFINANZ AG
  • Franz Peter Doppler, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2008, erstmalig gewählt: 22.4.1994; Geschäftsführender Gesellschafter der Doppler Mineralöle Gesellschaft m.b.H.
  • Generaldirektor Dr. Wolfgang Eder, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 9.5.2006; Vorsitzender des Vorstandes der voestalpine AG und Geschäftsführer der voestalpine Stahl GmbH, Aufsichtsrat der Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft und der BÖH-LER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft
  • Dr. Birgitte Engleder, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 9.5.2006; Geschäftsführende Gesellschafterin der EBS Beteiligungs GmbH und Geschäftsführerin der ENGEL Gesellschaft m.b.H.
  • Dr. Dietrich Karner, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2009, erstmalig gewählt: 28.4.1999; Mitglied des Vorstandes der DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Generali Holding Vienna AG, der Generali Versicherung AG und der Generali Rückversicherung Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft

  • Dr. Josef Kneidinger, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2009, erstmalig gewählt: 27.4.2000; Mitglied des Vorstandes der Privatstiftung der Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot

  • Präsident Mag. Dr. Christoph Leitl, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2010, erstmalig gewählt: 23.4.2001; Präsident der Wirtschaftskammer Österreich
  • Dipl.-Ing. Dr. h.c. Peter Mitterbauer, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2012, erstmalig gewählt: 15.4.1991; Vorsitzender des Vorstandes der Miba Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der Andritz AG, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Österreichischen Industrieholding Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung und der Rheinmetall AG
  • KR Karl Samstag, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2012, erstmalig gewählt: 22.4.2002; Mitglied des Vorstandes der Privatstiftung der Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot und der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten, Aufsichtsrat der Bank Austria Creditanstalt AG, der Allgemeine Baugesellschaft–A. Porr Aktiengesellschaft, der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG, der Flughafen Wien AG (Vorsitzender-Stv.), der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG und der Wüstenrot Verwaltungs- und Dienstleistungen GmbH
  • Präsident Dr. Veit Sorger, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 9.5.2006; Präsident der Industriellenvereinigung, Vorstandsvorsitzender der Europaper AG, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Constantia Industries AG, der Mondi AG, Aufsichtsrat der Lenzing Aktiengesellschaft und der Semperit Aktiengesellschaft Holding
  • KR Hilde Umdasch, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2008, erstmalig gewählt: 22.4.1994; Vorsitzende des Aufsichtsrates der Umdasch AG
  • KR Dr. Herbert Walterskirchen, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2011, erstmalig gewählt: 20.5.1997; Vorsitzender des Vorstandes der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bausparkasse Wüstenrot Aktiengesellschaft, Aufsichtsrat der Wüstenrot Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • Mag. Norbert Zimmermann, unabhängig, bestellt bis zur o. HV 2009, erstmalig gewählt: 29.4.2004; Vorsitzender des Vorstandes der Berndorf Aktiengesellschaft, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG, Aufsichtsrat der OMV Aktiengesellschaft, der Allianz Elementar Versicherungs-Aktiengesellschaft und der BENE AG

Vorstandsdirektor Dr. Ludwig Andorfer

Acht vom Betriebsrat delegierte Arbeitnehmervertreter

Wolfgang Pischinger, erstmalig delegiert: 28. 1. 1993, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici, erstmalig delegiert: 28.1. 1993, Abteilung Rechnungswesen und Controlling Roland Schmidhuber, erstmalig delegiert: 25.1. 2005, Oberbank Zentrum Salzburg Elfriede Höchtel, erstmalig delegiert: 22.5.2007, Oberbank Wels Alois Johann Oberschmidleitner, erstmalig delegiert: 28.1. 1993, Oberbank Ried Josef Pesendorfer, erstmalig delegiert: 29. 1. 2001, Oberbank Gmunden Mag. Armin Burger, erstmalig delegiert: 25. 10.2005, Abteilung Kredit-Management Günter Grubhofer, erstmalig delegiert: 29.1.2001, Abteilung Private Banking und Asset Management

Drei vom Aufsichtsrat eingerichtete Ausschüsse

Prüfungsausschuss

Im ersten Quartal des Jahres wird der Prüfungsausschuss einberufen. Er ist verantwortlich für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses und setzt sich aus folgenden Aufsichtsratsmitgliedern zusammen: Dkfm. Dr. Hermann Bell, Dkfm. Dr. Heimo Penker, Peter Gaugg, Dr. Guido Schmidt-Chiari, Wolfgang Pischinger, Günter Grubhofer.

Arbeitsausschuss

Der Arbeitsausschuss wird bei Bedarf einberufen. Ihm obliegt es, eine geeignete Grundlage zur Überwachung der Geschäftsführung des Vorstandes zu schaffen. Der Arbeitsausschuss nimmt nicht nur eine vorbereitende Funktion für den Gesamtaufsichtsrat ein, sondern verfügt auch über Entscheidungsbefugnisse. Folgende Aufsichtsratsmitglieder gehören ihm an: Dkfm. Dr. Hermann Bell, Dkfm. Dr. Heimo Penker, Peter Gaugg, Dr. Guido Schmidt-Chiari, Wolfgang Pischinger, Günter Grubhofer.

Personalausschuss

Zuständig für personelle Angelegenheiten und Nominierungen, wird der Personalausschuss bei Bedarf einberufen. Nachstehende Aufsichtsratsmitglieder gehören ihm an: Dkfm. Dr. Hermann Bell, Dkfm. Dr. Heimo Penker.

Staatskommissär

Hofrat Dipl.-Ing. Wolfgang Kovar, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung bis 31.7.2007 Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1.8.2007 Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1.7.2002

Corporate-Governance-Bericht

Unabhängigkeit durch stabile Kernaktionäre

Unabhängigkeit und lang jährige Kooperationen Die Geschäftspolitik der Oberbank und ihr kontinuierlicher Erfolgskurs basieren auf Grundsätzen guter Unternehmensführung und Transparenz. Die Unternehmensziele sind nachhaltig und langfristig ausgelegt und werden der Öffentlichkeit klar kommuniziert. Als börsenotierte Regionalbank bildet die Bewahrung der Unabhängigkeit das oberste Unternehmensziel. Abgesichert wird diese Unabhängigkeit durch eine hohe Ertragskraft, eine vernünftige Risikopolitik, den Verbund mit den eigenständigen Regionalbanken BKS und BTV sowie Aktionäre, die ein Interesse an der Unabhängigkeit der Oberbank haben. Für keinen Aktionär der Oberbank AG ist eine direkte oder indirekte Beherrschung im Alleingang möglich. Zwischen der BKS, der BTV und der Wüstenrot Genossenschaft besteht eine Syndikatsvereinbarung, die die Bewahrung der Unabhängigkeit der Oberbank zum Ziel hat. Ein weiteres stabilisierendes Element der Aktionärsstruktur bildet die Beteiligung der Mitarbeiter, die ihre Stimmrechte an die Oberbank Mitarbeitergenossenschaft syndiziert haben. Das Bekenntnis des Managements und der Mitarbeiter zur Oberbank und zu ihrer Unabhängigkeit wirkt ebenso stabilisierend wie langjährige Kooperationen mit zuverlässigen Partnern wie Wüstenrot oder Generali.

Österreichischer Corporate Governance Kodex

Anpassung der Geschäftsordnungen an Österreichischen Corporate Governance Kodex

Als börsenotiertes Unternehmen verpflichtet sich die Oberbank freiwillig zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex und interpretiert ihn als wertvolle Orientierungshilfe bei der Ausgestaltung der diesbezüglichen internen Mechanismen und Bestimmungen. Der Aufsichtsrat der Oberbank hat sich in seiner Sitzung am 26.11.2007 zur Anwendung der letztgültigen Kodexfassung vom Juni 2007 bekannt. In der Aufsichtsratssitzung vom 28.3.2007 wurden die Geschäftsordnungen des Vorstandes und des Aufsichtsrates den Kodexbestimmungen angepasst. Bereits im Geschäftsjahr 2006 hat der Aufsichtsrat im Sinne des Kodex Leitlinien zur Feststellung der Unabhängigkeit seiner Mitglieder definiert, die unter www.oberbank.at einzusehen sind. Alle Aufsichtsratsmitglieder der Oberbank haben sich in einer individuellen Erklärung als unabhängig deklariert.

Der Österreichische Corporate Governance Kodex gibt vor, dass das Nichteinhalten seiner sogenannten C-Regeln (comply or explain) zu begründen ist. Die Oberbank erfüllt auch im Geschäftsjahr 2007 alle C-Regeln durch die Begründung folgender Abweichungen:

Regel 2 C (one share – one vote): Die Oberbank hat neben Stamm- auch Vorzugsaktien ausgegeben und eröffnet mit der Gewinnbevorzugung der Vorzugsaktionäre eine attraktive Veranlagungsvariante.

Regel 38 C bzw. 57 C: Die Oberbank betrachtet die Berücksichtigung einer bestimmten Altersgrenze bei der Bestellung von Mitgliedern des Vorstandes bzw. Aufsichtsrates als nicht sinnvoll. Die im Bankwesengesetz normierten Anforderungen an die Geschäftsleitung werden selbstverständlich beachtet.

Regel 45 C: Aufgrund der gewachsenen Aktionärsstruktur entsenden BA-CA, BTV und BKS als drei Mitbewerber mit bedeutenden Aktienpositionen Aufsichtsratsmitglieder.

Regel 52 C: Der Aufsichtsrat der Oberbank zählt mehr als zehn Kapitalvertreter. Die Oberbank schätzt die Expertise ihres aus Spitzenkräften der heimischen Wirtschaft bestehenden Aufsichtsrates.

Im Jahr 2007 wurde die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder von 18 auf 16 reduziert – ein Trend, der weiter verfolgt werden wird. Sensible Aufgabenbereiche des Aufsichtsrates werden zudem in drei Ausschüssen wahrgenommen.

Zusammenspiel von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der Oberbank ist in seiner Geschäftsführung an die vielschichtigen Interessen der Eigentümer, Kunden und Mitarbeiter gebunden. Der Aufsichtsrat kontrolliert die Umsetzung der einzelnen Vorhaben und deren Erfolg. Eine regelmäßige Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat stellt einen fundierten Informationsfluss sicher.

Im Geschäftsjahr 2007 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Der Aufsichtsrat konstituiert sich aus acht vom Betriebsrat delegierten Arbeiternehmervertretern und 16 Kapitalvertretern – Spitzenkräfte heimischer Industrieunternehmen und Wirtschaftsinstitutionen. Von der Expertise dieser Aufsichtsratsmitglieder profitiert die Oberbank in besonderer Weise, ist doch ihre Geschäftstätigkeit stark auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Der Aufsichtsrat der Oberbank hat zur effizienten Erledigung der operativen Arbeit einen Arbeits-, Prüfungs- und Personalausschuss eingerichtet, deren Mitglieder vom Gesamtaufsichtsrat gewählt werden. Der Arbeitsausschuss und der Prüfungsausschuss bestehen aus vier gewählten Mitgliedern, der Personalausschuss aus zwei. Die Ausschüsse werden derart konstituiert, dass ihre Mitglieder in ihren Entscheidungen frei sind von der Einflussnahme anderer Personen, die besondere Beziehungen zur Oberbank unterhalten.

Vergütung des Vorstandes und Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat alle Angelegenheiten der Vorstandsvergütung seinem Personalausschuss übertragen, der damit auch als Vergütungsausschuss agiert. Das Vergütungssystem ist derart gestaltet, dass die Vorstandsmitglieder eine ihren Tätigkeits- und Verantwortungsbereichen angemessene Entlohnung erhalten. Ihr fixes Basisgehalt orientiert sich an den jeweiligen Verantwortungsbereichen. Die variable Gehaltskomponente berücksichtigt gemeinsame und persönliche Leistungen der Vorstandsmitglieder ebenso wie die generelle Unternehmensentwicklung. Gemessen wird dieser Unternehmenserfolg am Erreichen mittel- bis langfristiger strategischer Zielsetzungen und ausgewählter Kennzahlen. Nebentätigkeiten von Vorstandsmitgliedern bedürfen laut Geschäftsordnung des Vorstandes der Zustimmung des Aufsichtsrates.

Die Höhe der den Vorstandsmitgliedern vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich nach der Dauer ihres Dienstverhältnisses, folgt einer Staffelung bis zu 40 Jahren und basiert auf dem zuletzt bezogenen Fixgehalt. Für Vorstandsmitglieder, die ab dem Jahr 2005 bestellt werden, wird eine betriebliche Altersvorsorge bei einer Pensionskasse auf vertraglicher Basis durch Leistung eines Reduzierung der Aufsichtsratsmitglieder von 18 auf 16

Vorstand berichtet regelmäßig und ausführlich an den Aufsichtsrat

Vorstandsvergütung berücksichtigt Unternehmenserfolg

monatlichen Beitrages aufgebaut. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung unter sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes und des Banken-Kollektivvertrages. Die Vorstandsvergütung wird auf Seite 106 dieses Geschäftsberichtes getrennt nach fixen und variablen Gehaltskomponenten angeführt.

Hauptversammlung regelt Aufsichtsratsvergütung

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten neben dem Ersatz der durch ihre Funktion entstandenen Barauslagen auch Sitzungsgelder von je A 100 und eine jährliche Vergütung. Die Höhe dieser Vergütung wird jährlich von der Hauptversammlung festgelegt und betrug 2007 für den Vorsitzenden A 15.000, seine Stellvertreter je A 11.000 und die weiteren Mitglieder je A 9.000. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates wird auf Seite 106 dieses Geschäftsberichtes angeführt.

Die Oberbank unterhält außerhalb ihrer gewöhnlichen Banktätigkeit keine Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen oder Personen (einschließlich der Aufsichtsratsmitglieder), die deren Unabhängigkeit beeinträchtigen könnten.

Directors' Dealings

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Oberbank haben der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) alle Transaktionen mit Aktien und aktienähnlichen Wertpapieren der Oberbank AG zu melden und diese Information zu veröffentlichen. Im Geschäftsjahr 2007 erfolgten sieben derartige Meldungen an den Compliance-Verantwortlichen der Oberbank, der die Veröffentlichung auf der Website der FMA unter www.fma.gv.at sicherstellte.

Die Oberbank-Aktien

Internationale Kapitalmärkte

Die Stimmung an den internationalen Börsen war 2007 von gegensätzlichen Entwicklungen geprägt. Im ersten Halbjahr wirkte ein starkes Konjunkturumfeld positiv auf die Aktienkursentwicklungen, die nur von hohen Rohstoffpreisen und der zunehmenden Skepsis hinsichtlich des hohen Zinsniveaus eingebremst wurden. Die Krise auf dem Markt für Hypothekarkredite in den USA (Subprime) löste eine Trendwende aus. Vorerst noch auf den Immobilienmarkt beschränkt, entstand im zweiten Halbjahr daraus eine veritable Finanzkrise. Zahlreiche internationale Großbanken verloren aufgrund milliardenschwerer Verluste aus Hypothekarkrediten das Vertrauen ihrer Anleger. Der aktive Versuch der Notenbanken, dieser Krise entgegenzusteuern, konnte einen massiven Stimmungseinbruch nicht verhindern. Der MSCI-Weltindex verlor auf Eurobasis im Vergleich zum Vorjahr 3,1%, der Dow Jones (USA) 3,7% und der S&P 500 (USA) knapp 6,4%. Noch deutlicher fiel der Rückgang des japanischen TOPIX mit einem Minus von 15,1% aus. Der Euro-Stoxx 50 konnte hingegen um 6,8% zulegen, der deutsche DAX übertraf das Vorjahresniveau sogar um 22,3%. Beeindruckend war in diesem angespannten Umfeld auch die Entwicklung der Emerging Markets in Asien, Lateinamerika und Osteuropa, die im Durchschnitt einen Anstieg um etwa 25% verzeichnen konnten.

Seitwärtsentwicklung an der Wiener Börse

Der österreichische Aktienmarkt konnte sich 2007 nach vier positiven Jahren den internationalen Schwankungen nicht entziehen und bewegte sich in Summe trotz unverändert positiver Unternehmensmeldungen seitwärts. Der ATX, der Leitindex der Wiener Börse, überschritt zwar im Juli 2007 erstmals seine 5.000-Punkte-Marke, beendete das Jahr 2007 aber bei 4.513 Punkten und erzielte somit im Jahresvergleich einen Anstieg von lediglich 1,1%.

Zins- und Währungsentwicklung

Die Entwicklung des Zinsniveaus war 2007 von Interventionsversuchen der Nationalbanken und den zuvor beschriebenen Turbulenzen der Finanzmärkte gekennzeichnet. Die 10-Jahres-Euro-Rendite stieg bis zur Jahresmitte auf rund 5% deutlich an, verlor in weiterer Folge und weist im Vorjahresvergleich einen durchschnittlichen Anstieg von 0,25 Prozentpunkten aus. Der 3-Monats-Euribor erreichte seinen Höchststand mit 4,75% im Oktober und war auf Jahressicht um 0,75 Prozentpunkte stärker. Die europäische Exportwirtschaft litt 2007 unter einer weiteren Erhärtung des Euros, der nicht nur gegenüber dem US-Dollar um knapp 10% an Wert gewann, sondern auch im Vergleich zu GBP oder CHF aufgewertet wurde.

Krisenstimmung für zahlreiche Banktitel

Nachdem der DJ Euro Stoxx Bank Index seinen Jahreshöchststand im Mai erreicht hatte, zeigte er sich im weiteren Jahresverlauf überaus volatil. Durch die verstärkte Krise am US-Markt für HypothekarkreGegensätzliche Entwicklungen im Börsejahr 2007

Turbulente Finanzmärkte, harter Euro

ATX erzielte Anstieg von

lediglich 1,1%

dite mussten zahlreiche Banktitel massive Kursverluste hinnehmen. Im Jahresvergleich weist dieser europäische Bankenindex, der 45 Titel des Euroraumes erfasst, einen Kursrückgang von 9,0% aus.

Die Oberbank-Aktien

Die Oberbank-Aktien waren von den Abwärtsbewegungen in Folge der US-Immobilienkrise 2007 nicht betroffen.

Wahlmöglichkeit für Investoren: Stamm- und Vorzugsaktie

Investoren können zwischen der Oberbank-Stammaktie und der Oberbank-Vorzugsaktie wählen. Im Unterschied zur Stammaktie verbrieft die Vorzugsaktie keine Stimmrechte für den Aktionär, gewährt im Gegenzug aber eine nachzuzahlende Mindestdividende von 6%. Für beide Aktiengattungen wurde die Dividende zuletzt gleich hoch angesetzt. Aufgrund des Stimmrechtverzichtes notiert die Vorzugsaktie im Vergleich zur Stammaktie jedoch mit einem Kursabschlag, wodurch sich eine höhere Dividendenrendite errechnet.

Performancestärkste Bankaktie an der Wiener Börse 2007

Oberbank-Aktien erzielten 2007 neuerliches Kurshoch

Die Oberbank-Aktien erzielten im Jahr 2007 neue Höchstwerte. Die Stammaktie erreichte ihr Kurshoch am 10. Oktober 2007 bei A 150,00, die Vorzugsaktie am 27. November 2007 bei A 132,99. Mit A 148,90 per Jahresende verzeichnete die Oberbank-Stammaktie ein Kursplus von 42%; die Vorzugsaktie mit A 131,99 einen Zuwachs von 46%. In Summe belief sich die Börsekapitalisierung der Oberbank AG zum Jahresende 2007 auf A 1.323,2 Mio. (+43%), womit erstmals die Milliardengrenze

Kursentwicklung der Oberbank-Aktien in %

indiziert seit 1.1.2007

überschritten wurde. Mit diesen Kurssteigerungen übertrafen die Oberbank-Aktien nicht nur den ATX, sondern auch alle anderen Bankaktien der Wiener Börse und platzierten sich unter den Top 3 aller Bankentitel im Euroraum.

Die Oberbank-Stammaktie notiert seit 1. Juli 1986 an der Wiener Börse. Seither verläuft ihr Wertzuwachs überaus stetig: Aktionäre, die 1986 die Oberbank-Aktie zeichneten und bei allen Kapitalerhöhungen mitzogen, erzielten unter Berücksichtigung der Dividendenzahlungen eine Rendite vor Abzug der Kapitalertragsteuer von durchschnittlich 10,35% pro Jahr.

Kapitalerhöhung für Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung

Um den Mitarbeitern der Oberbank AG auch in Zukunft die Möglichkeit zu bieten, sich am Unternehmen zu beteiligen, wurde in der Hauptversammlung am 14. Mai 2007 der Beschluss gefasst, das Grundkapital durch die Ausgabe von 150.000 Stück Stammaktien – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen. Das Bezugsrecht an diesen Aktien ist auf die Mitarbeiter der Oberbank beschränkt. Mit dieser Kapitalerhöhung soll sich während der nächsten Jahre der Mitarbeiteranteil an der Oberbank AG von 4,23% per Jahresende 2007 auf über 5% erhöhen. Durch die Ausgabe der ersten Tranche von 40.000 Stück im Sommer 2007 erhöhte sich die Gesamtanzahl der Stammaktien auf 8.000.000, die Anzahl der Vorzugsaktien blieb mit 1.000.000 unverändert.

Solide Bewertung, konstante Dividende

Das IFRS-Ergebnis je Aktie verbesserte sich gegenüber 2006 von A 9,62 auf A 11,46. Auf Basis der Schlusskurse 2007 errechnet sich für die Stammaktie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 13,0, für die Vorzugsaktie ein KGV von 11,5. Der 128. ordentlichen Hauptversammlung der Aktionäre am 27. Mai 2008 wird die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Dividende von A 1,50 je bezugsberechtigte Aktie vorgeschlagen. Durch diese konstante Dividendenpolitik wird sichergestellt, dass die Oberbank ihr Wachstum auch weiterhin aus eigener Kraft gestalten kann.

Kennzahlen der Oberbank-Aktien 2007 +/- 2006 2005
Anzahl Stamm-Stückaktien 8.000.000 40.000 7.960.000 7.320.000
Anzahl Vorzugs-Stückaktien 1.000.000 1.000.000 1.000.000
Höchstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A 150,00/132,99 42,7%/45,5% 105,10/91,42 85,40/ 68,50
Tiefstkurs Stamm-/Vorzugsaktie in A 105,30 / 90,50 23,3%/36,5% 85,40/63,28 78,30 / 63,70
Schlusskurs Stamm-/Vorzugsaktie in A 148,90/131,99 41,7%/45,8% 105,10/ 90,50 85,40/ 66,70
Marktkapitalisierung in Mio. A 1.323,2 42,7% 927,1 691,8
IFRS-Ergebnis je Aktie in A 11,46 19,1% 9,62 8,38
Dividende je Aktie in A 1,50 1,50 1,40
Kurs-Gewinn-Verhältnis Stammaktie 13,0 19,3% 10,9 10,2
Kurs-Gewinn-Verhältnis Vorzugsaktie 11,5 22,3% 9,4 8,0

Das Grundkapital der Oberbank unterteilt sich in 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 1.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht.

Kommentar des Vorstandes Corporate Governance Die Oberbank Lagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben

Mitarbeiterbeteiligung weiter ausgebaut

Konstante Dividendenpolitik stellt eigenständiges Wachstum sicher

»Die Marke bauMax steht für die Do-it-yourself-Idee – und das in ganz Zentral- und Südosteuropa. Mit unserer Expansion über die Grenzen Österreichs hinaus stellen wir nicht nur uns, sondern auch unsere Bank vor Herausforderungen…«

KR Martin Essl, Vorstandsvorsitzender bauMax AG

»…Herausforderungen, die wir gerne annehmen. Mit bauMax kann die Oberbank ihre Stärken im grenzüberschreitenden Geschäft ausspielen.«

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Aktionärsstruktur der Oberbank per 31.12.2007 Stammaktien Insgesamt*
Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck1 18,68 % 17,05 %
BKS Bank AG, Klagenfurt2 18,69 % 17,00 % 1
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg3 5,18 % 4,63 %
Generali 3 Banken Holding AG, Wien4 2,23% 1,98 % 7
Mitarbeiterbeteiligung5 4,23 % 3,92 %
CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H.6 32,90 % 29,24 % 6
Streubesitz7 18,09 % 26,18 %

* Anteil am Gesamtkapital

Größter Einzelaktionär der Oberbank ist die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100%ige Konzerntochter der Bank Austria Creditanstalt. Der Streubesitz im Ausmaß von rund 18% der Oberbank-Stammaktien (26,18% inklusive Vorzugsaktien) wird von Unternehmen, institutionellen Investoren und privaten Aktionären gehalten.

Aktionärsbeziehungen und Kommunikation

Intensive Kommunikation und transparenter Informationsfluss

Die Oberbank informiert ihre Aktionäre ausführlich im Rahmen der Quartals- und Jahresberichterstattung über ihre Finanz- und Ertragslage. Darüber hinaus werden kursrelevante Ereignisse via Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Auch über die Website www.oberbank.at wird ein laufender Informationsfluss sichergestellt. Mit der Einladung zur jährlichen Hauptversammlung sind die Aktionäre aufgerufen, direkt mit dem Vorstand und Aufsichtsrat in Kontakt zu treten.

Investor-Relations-Ansprechpartner

Mag. Frank Helmkamp Telefon: ++43/(0) 732/ 7802- 7247 [email protected] www.oberbank.at

FINanzkalender 2008

Veröffentlichung des Jahresabschlusses in der Wiener Zeitung 3.4.2008
Letzter Hinterlegungstag der Oberbank-Aktien 20.5.2008
Hauptversammlung 27.5.2008
Ex-Dividendentag 30.5.2008
Dividendenzahltag 6.6.2008

Veröffentlichung der Quartalsergebnisse

1. Quartal 23.5.2008
1. Halbjahr 21.8.2008
1.-3. Quartal 21.11.2008

Informationen zur 127. Hauptversammlung

Bei der Hauptversammlung der Aktionäre der Oberbank AG am 14. Mai 2007 waren 175 Stammaktionäre anwesend, die im eigenen oder per Vollmacht in fremdem Namen berechtigt waren, 7.021.593 Stamm-Stückaktien (88,21% der 7.960.000 Stamm-Stückaktien) zu vertreten und das damit verbundene Stimmrecht auszuüben.

Folgende wesentliche Beschlüsse wurden gefasst:

  • n Verwendung des Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2006 (99,99% der vertretenen Stimmrechte)
  • n Entlastung des Vorstandes (99,99% der vertretenen Stimmrechte) und des Aufsichtsrates (einstimmig)
  • n Vergütung des Aufsichtsrates (99,9% der vertretenen Stimmrechte)
  • n Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (99,99% der vertretenen Stimmrechte)
  • n Wahl des Bankprüfers für das Geschäftsjahr 2007 (99,97% der vertretenen Stimmrechte)
  • n Ermächtigung des Vorstandes, das Grundkapital binnen fünf Jahren ab Firmenbucheintragung allenfalls in mehreren Tranchen – durch die Ausgabe von 150.000 Stamm-Stückaktien zu erhöhen. Die weiteren Ausgabebedingungen sind vom Vorstand festzulegen und vom Aufsichtsrat zu genehmigen. Der Bezugskreis dieses genehmigten Kapitals wurde in der Beschlussfassung, die mit 99,99% der vertretenen Stimmrechte erfolgte, definiert.
  • n Ermächtigung, bis zum 14. November 2008 eigene Aktien zum Zweck des Wertpapierhandels bis zu maximal 5% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben (einstimmig).
  • n Ermächtigung, bis zum 14. November 2008 eigene Aktien bis zu maximal 5% des Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben, um sie den Arbeitnehmern, leitenden Angestellten und Mitgliedern des Vorstandes oder Aufsichtsrates der Gesellschaft oder einem mit ihr verbundenen Unternehmen anzubieten (99,99% der vertretenen Stimmrechte).

Abstimmungsergebnis der Versammlung der Vorzugsaktionäre

Bei der Versammlung der Vorzugsaktionäre waren 37 Vorzugsaktionäre anwesend, die mit 322.083 Vorzugs-Stückaktien (32,21% der 1.000.000 Vorzugs-Stückaktien) zur Ausübung ihrer Aktionärsrechte berechtigt waren. Sie fällten einen einstimmigen Beschluss zur weiter oben beschriebenen bedingten Kapitalerhöhung.

175 Stammaktionäre übten ihr Stimmrecht aus

Compliance

Wertpapieraufsichtsgesetz wird in Compliance-Regelwerk implementiert

Die Compliance-Aktivitäten der Oberbank fokussierten im Geschäftsjahr 2007 die Umsetzung der Bestimmungen des Wertpapieraufsichtsgesetzes (WAG 2007), das mit 1. November 2007 in Kraft trat. Die internen Arbeitsanweisungen wie auch die Richtlinien für Mitarbeiter zur Abwicklung eigener Geschäfte wurden überarbeitet. Zur Vermeidung von Interessenkonflikten wurde ein Regelwerk geschaffen, das als Zusammenfassung auch den Kunden übermittelt wurde. Dem § 17 WAG 2007 entsprechend wurden Leitlinien des Risikomanagements entwickelt. Das Regelwerk des SCC (Standard Compliance Code) wurde in die Compliance-Organisation implementiert.

Unter dem Titel »MiFID« wurde per 1. November 2007 die EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente umgesetzt. Das entsprechende Oberbank-Projekt konnte im Oktober 2007 erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Berichtszeitraum wurden keine Verstöße gegen die Compliance-Bestimmungen festgestellt.

Geldwäsche

Genaue Prüfung von Verdachtsfällen

Der Oberbank ist es ein besonderes Anliegen, alle Formen der Geldwäsche in ihrem Einflussgebiet zu unterbinden. Auffällige Transaktionen und Geschäftsfälle, die durch den Einsatz von automatisierten Systemen und Datenbanken erkannt wurden, werden einer Untersuchung zugeführt. Die von den einzelnen Geschäftsstellen übermittelten Verdachtsfälle werden einer genauen Prüfung unterzogen und im Bedarfsfall den zuständigen Behörden gemeldet. In monatlichen Berichten wurde die Geschäftsleitung über die Aktivitäten zur Verhinderung von Geldwäsche informiert.

1869

Gründung unter dem Firmenwortlaut »Bank für Oberösterreich und Salzburg«

Die Oberbank Erfolgsfaktoren der Oberbank

Geografische Präsenz, dichtes Filialnetz

in Niederösterreich

Die Oberbank konnte im Geschäftsjahr 2007 ihr Vertriebsnetz massiv ausbauen und zählt per Jahresende in Summe 126 Filialen, um neun mehr als ein Jahr zuvor. In unserem Kerneinzugsgebiet führen wir 58 Standorte in Oberösterreich und 17 in Salzburg. In unseren Wachstumsregionen Niederösterreich und Wien werden 18, in Bayern, Tschechien und Ungarn 33 Filialen betrieben. Unser strategischer Fokus liegt auf dem Ausbau unserer Präsenz in diesen Wachstumsmärkten, wie zahlreiche Projekte des Geschäftsjahres belegen: In Tschechien wurden Filialen in Pardubice, Prag, Opava und Kladno errichtet. In Bayern wurden Geschäftsstellen in Bamberg, Würzburg, Aschaffenburg, Unterschleißheim, Germering und Ottobrunn (die letzten drei befinden sich im Großraum München) eröffnet. In Ungarn gelang der Markteintritt mit der Eröffnung einer Filiale in Budapest im Frühjahr 2007.

Ausbau des Vertriebsnetzes um neun auf 126 Filialen

Das Ziel dieser Expansionsstrategie ist, unsere bestehenden Kunden bei deren Expansion in diese Märkte zu begleiten und am hohen Wachstumspotenzial dieser Regionen teilzuhaben. Vor Ort sehen wir unsere Chance vor allem im Bereich der klein- und mittelständischen Unternehmen, die von internationalen Großbanken oft vernachlässigt werden.

2008 soll die Expansion mit der Gründung von sechs bis acht neuen Filialen fortgesetzt werden – geplant sind drei Standorte in Ungarn und je ein bis zwei in Österreich, Bayern und Tschechien.

Organisches und rentables Wachstum

Stabile Liquidität durch Balance zwischen Kredit- und Einlagenentwicklung

Die Oberbank wächst organisch aus eigener Kraft. Sprunghaftes Wachstum durch große Unternehmensakquisitionen oder Fusionen wird nicht angestrebt. Kontinuität, Stabilität und Berechenbarkeit haben Vorrang. Besonderes Augenmerk legen wir auf eine akkordierte Entwicklung der Aktiv- und Passivposten der Bilanz. Eine ausgewogene Balance zwischen Kredit- und Einlagenentwicklung sichert unsere nachhaltige und stabile Liquiditätssituation ab.

Kreditvolumen und Primärmittel in E Mio.

Rentabilität durch Rationalisierungsprojekte sichergestellt

Unser kontinuierlicher Wachstumskurs wird begleitet von einem straffen Kostenmanagement; Prozesse werden effizient und Unternehmensstrukturen schlank gestaltet. Rationalisierungsprojekte und eine Verlagerung der Ressourcen aus der Verwaltung hin zum Kunden ermöglichen eine laufende Verbesserung unserer Rentabilität und tragen dazu bei, dass wir unsere Rentabilitätskennziffern kontinuierlich verbessern können.

Cost-Income-Ratio in % Return on Equity vor Steuern in %

Hohe Beratungsqualität

Wir können unseren Unternehmenserfolg nur fortsetzen und steigern, wenn wir unser starkes Kerngeschäft auf dem bereits hohen Niveau weiterentwickeln. In dieser Ausrichtung definieren wir Kunden aus der Wirtschaft und Industrie, dem gehobenen Mittelstand sowie Privatkunden als gleichwertige Säulen. In Summe betreut die Oberbank knapp 305.000 Kunden – rund 35.000 Unternehmen und 270.000 Privatkunden.

Im Privatkundengeschäft positionieren wir uns als Bank mit Niveau und Kompetenz für beratungsintensive Finanzdienstleistungen. Vor allem bei anspruchsvollen Anlageformen, Wertpapiergeschäften und in der Wohnbaufinanzierung überzeugen wir mit besonderem Know-how.

Im Firmenkundengeschäft profilieren wir uns als Bank mit hoher Auslandskompetenz; bei Exportfinanzierungen und -förderungen ist die Oberbank die stärkste Bank außerhalb von Wien. Erfolgreich gelang auch die Positionierung als Anbieter alternativer Finanzierungsformen als Ergänzung zu den traditionellen Kredit- und Leasingprodukten: Der mit Jahresende 2006 gegründete Oberbank Opportunity Fonds stellt Eigen- und Mezzaninkapital zur Verfügung und kann nach seinem ersten Jahr auf eine Reihe von erfolgreichen Abschlüssen verweisen.

Risikotragfähigkeit und Risikobewusstsein

Unserer Unternehmensphilosophie entsprechend, konzentrieren wir uns auf Geschäftsfelder, deren Mechanismen und Regeln wir verstehen. Von der im Berichtsjahr einsetzenden Finanzmarktkrise waren wir nur indirekt betroffen, weil wir nicht im Handel mit Subprime-Krediten tätig waren.

Als wichtiges strategisches Ziel will die Oberbank das Unternehmensrisiko auf niedrigem Niveau stabilisieren, eine Risk-Earning-Ratio von unter 25% halten und dabei eine Wertberichtigungsquote von 0,7% unterschreiten. Die erstklassige Eigenmittelausstattung der Oberbank dient zudem der Absicherung des Wachstumskurses.

Oberbank betreut knapp 305.000 Kunden

Oberbank Opportunity Fonds 2007 erfolgreich positioniert

IT- und Prozessmanagement

Kundenbetreuung IT-gestützt

Eine solide, nach modernen Sicherheitsstandards ausgelegte IT-Landschaft sowie einheitliche, effizient gestaltete Prozesse bilden die unerlässliche Basis für einen erfolgreichen Bankbetrieb. Für die Weiterentwicklung dieser Systeme und Prozesse sind laufende Investitionen notwendig, um das operationelle Risikopotenzial zu reduzieren und hohe Wirtschaftlichkeit und Qualitätsstandards sicherzustellen. So ist in der Oberbank beispielsweise ein über alle Länder einheitlicher, transparenter Kreditund Ratingprozess implementiert, der ein effektives Management des Kreditrisikos sicherstellt. Ein ITgestützter Prozess zur Kundenbetreuung ermöglicht die qualitativ hochwertige Betreuung aller Kundengruppen und sichert bzw. steigert damit die Vertriebschancen in den verschiedenen Märkten.

Erfolgreiche strategische Beteiligungen

Die Oberbank agiert für ihre Kunden nicht nur als Kreditgeber, sondern geht bei Bedarf auch dauerhafte Partnerschaften mit Kapitalbeteiligung ein.

Die wichtigsten Beteiligungen der Oberbank sind jene an den beiden Schwesterbanken – der Bank für Tirol und Vorarlberg AG (BTV) und der BKS Bank AG (BKS) von jeweils unter 20%. Gleichzeitig ist die Kooperation mit BTV und BKS die Basis für die gemeinsam betriebenen Beteiligungsunternehmen. In der ALGAR (Alpenländische Garantiegesellschaft) sichern die drei Banken ihre Großkreditrisiken ab, die DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft entwickelt für sie Programme und Anwendungen, die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft fungiert als gemeinsame Kapitalanlagegesellschaft, und die Drei-Banken Versicherungs-AG bietet, auch in Zusammenarbeit mit der Generali, Sach- und Personenversicherungen an.

Trotz dieser gemeinsamen Interessen treten die drei Banken unabhängig voneinander auf dem Markt auf. In Österreich konzentriert sich die Oberbank auf Oberösterreich, Salzburg, Niederösterreich und das nördliche Burgenland, die BTV auf Tirol und Vorarlberg und die BKS auf Kärnten, die Steiermark und das südliche Burgenland. In Wien ist jede der drei Banken mit Filialen präsent. Die genauen Beteiligungsverhältnisse der drei Banken sowie ein Überblick über die wichtigsten Geschäftszahlen sind auf den Seiten 138 und 139 dieses Geschäftsberichtes angeführt.

Oberbank langfristig an heimischen Leitbetrieben beteiligt

Industriebeteiligungen hält die Oberbank am größten österreichischen Industrieunternehmen, dem Stahlhersteller voestalpine AG (7,64%, www.voestalpine.com), am Zellstoff-, Papier- und Textilproduzenten Lenzing AG (2,53%, www.lenzing.com) und an der Gasteiner Bergbahnen AG (32,62%, www.skigastein.com). Die Oberbank stuft die Beteiligungen an diesen heimischen Leitbetrieben als dauerhaftes Engagement ein und hat nicht vor, sie zu reduzieren oder aufzugeben. Die Ergebnisbeiträge der Beteiligungsunternehmen werden im Rahmen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter der Position Zinsergebnis erfasst. Eine vollständige Auflistung aller Beteiligungen der Oberbank ist auf Seite 128 dieses Berichtes ersichtlich.

Mitarbeiter

Die Oberbank kann ihre strategischen Zielsetzungen nur erreichen, wenn diese von allen Mitarbeitern unterstützt werden. Es gilt daher, fachlich qualifizierte und engagierte Mitarbeiter zu finden, langfristig an das Unternehmen zu binden und laufend in ihre Entwicklung zu investieren. Mitarbeiter und Führungskräfte genießen daher Handlungs- und Entscheidungsfreiräume, die Eigenverantwortung und überdurchschnittliches Engagement voraussetzen und die Identifikation mit den Unternehmenszielen fördern. Diese Haltung wird durch die Besetzung von Schlüsselpositionen mit bereits bewährten Mitarbeitern auch in den Expansionsmärkten sichergestellt.

Das Jahr 2007 war für die Mitarbeiter der Oberbank aufgrund des Markteintrittes in Ungarn, des Ausbaues der Aktivitäten in Tschechien, Bayern und Österreich und des starken Wachstums in allen Geschäftsfeldern besonders herausfordernd. Daraus resultierte ein Anstieg des Mitarbeiterstandes sowohl in den zentralen Abteilungen als auch im Zweigstellenbereich.

MbO – Führen mit Zielen

2007 wurden in der Oberbank erstmals MbO-Gespräche (Zielvereinbarungen, Zwischenchecks, Abweichungsanalysen) durchgeführt. Nach der ersten Gesprächsrunde wurden Inhalt und Prozess des MbO Oberbank-weit evaluiert: Die sehr positiven Ergebnisse bescheinigen eine hohe Akzeptanz bei Mitarbeitern und Führungskräften. MbO nimmt in der Oberbank ausdrücklich keinen Einfluss auf die Entgeltgestaltung. Die Höhe der variablen Vergütung hängt von in den Dienstverträgen vereinbarten Parametern sowie von der individuellen Bewertung des Mitarbeiters durch seinen Vorgesetzten ab.

Personalentwicklung und Ausbildung

Ausgewählte Berufseinsteiger bereiten wir im Rahmen eines 18-monatigen Traineeships, in dessen Rahmen sie in allen wesentlichen Bereichen der Bank mitarbeiten, auf ihre Verantwortungen vor. Service-, Privat- und Firmenkundenberater haben zum Abschluss ihrer Ausbildung die Möglichkeit, in intensiven Assessments ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, was oft das Sprungbrett für weitere Karriereschritte ist.

Führungskräfte und High-Potentials erweitern ihre soziale Kompetenz in mehrstufigen Management-Trainings, die ein einheitliches Führungsverständnis, auch in den Expansionsgebieten, gewährleisten. Top-Performer entsenden wir regelmäßig an die Linzer Management Akademie LIMAK, wo sie im Rahmen von General-Management- und Global-Executive-Programmen ihre Ausbildung vertiefen und mit Arbeiten zu aktuellen Oberbank-Themen abrunden. Nicht zuletzt aufgrund dieser Investitionen (2007: A 1,1 Mio. für interne und externe Ausbildungsmaßnahmen) können wir mehr als 80% der Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen.

Die Oberbank als attraktiver Arbeitgeber

Eine im langjährigen Durchschnitt besonders niedrige Fluktuationsrate und die durchschnittliche Unternehmenszugehörigkeit unserer Mitarbeiter von zwölf Jahren belegen, dass die Oberbank ein attraktiver Arbeitgeber ist. Wo immer es möglich ist, gehen wir im Sinne einer gelebten Work-Life-Balance auf Wünsche und Bedürfnisse unserer Mitarbeiter ein: Es gibt mehr als 100 Teilzeit-Beschäf-

2007 erstmals MbO-Gespräche durchgeführt

E 1,1 Mio. für Ausbildungsmaßnahmen 2007

»Voller Energie und Tatkraft sorgen wir für nachhaltigen Geschäftserfolg. Das ist die Basis für verantwortungsbewusste Expansion wie beim Ausbau des Kraftwerksstandortes Timelkam im Jahr 2008. Ohne zuverlässige Bank ist aber kein effizientes Arbeiten möglich.«

Dr. Leo Windtner, Generaldirektor Energie AG

»Wir packen das an. Unsere volle Kraft steht bereit, damit sich das Know-how der Energie AG entfalten kann. Nachhaltige Expansion braucht starke Zentralen und sichere Arbeitsplätze in der Stammregion – dazu tragen wir bei.«

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

tigungsmodelle, mit denen wir unsere Mitarbeiter in ihrer jeweiligen Lebenssituation unterstützen. Mitarbeiterinnen nach der Karenzzeit unterstützen wir mit gezielten Schulungsmaßnahmen beim Wiedereinstieg in den Bankberuf.

Mitarbeiterbeteiligung

Interessante Investmentmöglichkeit für Mitarbeiter

Mit einem der ältesten Mitarbeiterbeteiligungsprogramme in Österreich (seit 1994) bieten wir unseren Mitarbeitern eine hochinteressante Investmentmöglichkeit. Ende 2007 hielten die Mitarbeiter mehr als 4,2% der Oberbank-Stammaktien. Ihre Stimmrechte sind in einer Genossenschaft gebündelt, die sie im Sinne der Mitarbeiterinteressen in der Hauptversammlung ausübt.

Sozialleistungen

Neben einem Betriebsrestaurant, ermäßigten Einkaufsmöglichkeiten oder unternehmenseigenen Urlaubsquartieren im In- und Ausland erhalten voll- und teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter ein »Oberbank-Weihnachtsgeld« sowie ein »Bilanzgeld«, die sich in Summe auf zumindest 75% eines Brutto-Monatsbezuges belaufen.

Personalstandsentwicklung

Personalstand expansionsbedingt erhöht

Die Personalstandsentwicklung war 2007 einerseits durch Einsparungen infolge der weiteren Optimierung von Abläufen und Prozessen geprägt, andererseits durch den Ausbau der Personalressourcen im Zuge der weiteren Expansion. Insgesamt stieg der Personalstand 2007 im Jahresdurchschnitt um 141 Personen von 1.738 auf 1.879 Mitarbeiter an. Für 2008 erwarten wir aufgrund unserer weiteren Expansion und der Vorbereitung des Markteintrittes in der Slowakei eine nochmalige Erhöhung der Mitarbeiteranzahl.

Entwicklung der Mitarbeiteranzahl

Gelebte Chancengleichheit

Rund 60% aller Mitarbeiter der Oberbank sind Frauen. Die Chancengleichheit von weiblichen und männlichen Mitarbeitern ist in der Oberbank gelebte Selbstverständlichkeit; der Unternehmensführung sind keine diskriminierenden Vorgänge oder Prozesse bekannt.

Verbesserung der Arbeitsplatzsituation

Die Oberbank ist bemüht, die körperliche Beanspruchung der Mitarbeiter durch die Beachtung ergonomischer Aspekte bei der Gestaltung der Arbeitsplätze so gering wie möglich zu halten. Es werden eine Sicherheitsfachkraft und ein Arbeitsmediziner beschäftigt; Evaluierungen und Begehungen werden zum Großteil durch kompetente externe Partner vorgenommen.

Die Oberbank übernimmt Verantwortung

Die Unternehmensphilosophie und -strategie der Oberbank folgen nicht nur rein wirtschaftlichen Überlegungen. Gerade weil die ökonomischen Interessen unserer Aktionäre und Kunden im Vordergrund stehen, gilt es für uns auch ökologische und soziale Auswirkungen unserer Geschäftsaktivitäten – ohne die langfristig auch der wirtschaftliche Erfolg nicht möglich ist – zu hinterfragen.

Wir nehmen aktiv am öffentlichen Leben der Regionen, in denen wir tätig sind, teil und unterstützen soziale, kulturelle und sportliche Institutionen wie beispielsweise den Brucknerbund und das Bruckner Orchester, die Musikschule der Stadt Linz oder mehrere Linzer Museen. Bei der Errichtung und Gestaltung unserer Filialen nehmen wir auf das gewachsene Ortsbild und auf Denkmalschutzbestimmungen Rücksicht und gehen sorgsam mit der bestehenden Bausubstanz um.

Die ökonomische Maxime der Oberbank bildet die Absicherung der Ertragskraft, um auch in Zukunft Wachstum aus eigener Kraft generieren zu können. Eine gesunde Profitabilität und die Bildung von Reserven bilden die Grundvoraussetzungen, um ein dauerhaft verlässlicher und stabiler Partner für unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter sein zu können.

Umweltschutz

Bei der Beschaffung von Büroartikeln und Einrichtungsgegenständen bilden Umweltaspekte ein wichtiges Auswahlkriterium. Bevorzugt werden langlebige bzw. wiederbefüllbare oder recyclingfähige Produkte. Zur Steigerung der Energieeffizienz kommen in der Gebäudetechnik elektronische Zeitschaltungen für die Beleuchtung, Energiesparlampen und energieverbrauchsoptimierte technische Geräte zum Einsatz. Ebenso erfolgt eine bedarfsorientierte Beheizung und Kühlung der Büroräume. Rund 75% des gesamten Abfallaufkommens entfällt auf Papier. Durch eine stärkere Nutzung elektronischer Medien zur Archivierung und für interne Publikationen konnte eine deutliche Reduktion des Papierverbrauches erzielt werden. Nicht vermeidbare Abfälle werden zur besseren Wiederverwertbarkeit getrennt gesammelt. Bei Dienstreisen wird die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel forciert.

Ethisch orientierte Veranlagungsprodukte

Die Kapitalanlagegesellschaft der Oberbank bietet unseren Kunden auch die Möglichkeit, ihre Finanzmittel in einen Öko- und Ethikfonds zu veranlagen. Der 3 Banken Nachhaltigkeitsfonds investiert in globale Unternehmen, die sich zu nachhaltigem Wirtschaften bekennen. Als Kriterien für die Nachhaltigkeit wurden saubere und erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Gesundheit, Wasser, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Mobilität sowie Umwelt- und Bildungsdienstleistungen definiert.

Aktive Teilnahme am öf fentlichen Leben in den Regionen

Umfassendes Maßnahmenpaket trägt zum Umweltschutz bei

Interview mit dem Vorstand zur Strategie der Oberbank

Im Rahmen des Projektes »Focus 2008« hat die Oberbank ihre Unternehmensstrategie für den Zeitraum 2005 bis 2008 aktualisiert, präzisiert und verbindlich festgeschrieben. Um eine breite Basis und Akzeptanz der strategischen Vorhaben zu erzielen, wurden Mitarbeiter aller Ebenen, Geschäftsbereiche und zentralen Abteilungen eingebunden.

Was kann die Oberbank besser bzw. was macht sie anders als ihre Mitbewerber?

Gasselsberger: Grundsätzlich muss eingestanden werden, dass die angebotenen Produkte und Dienstleistungen aller Banken sehr ähnlich sind. Und auch über den Preis kann man sich nicht wirklich differenzieren – jeder muss schließlich seine Kosten verdienen. Wo wir uns aber abgrenzen, ist sicherlich die Art und Weise, wie wir das Bankgeschäft betreiben: Wir sind mit 126 Filialen und unseren kompetenten Beratern in unserem gesamten Einzugsgebiet besonders nahe an unseren Kunden. Wir kennen sie und ihr Umfeld sehr gut. Wir selbst haben eine überschaubare Größe – mit dem Vorteil, dass unsere Entscheidungswege kurz sind und Entscheidungen schnell und unbürokratisch getroffen werden können.

Andorfer: Dazu kommt auch, dass unsere Mitarbeiter besonders engagiert sind und sie ihre Arbeit im schönsten Sinne des Wortes als Dienst für den Kunden verstehen. Oft wird in diesem Zusammenhang der »Oberbank Geist« zitiert, der aus unserer Geschichte heraus entstanden ist: Unsere Mitarbeiter wissen, dass nur ein nachhaltiger Geschäftserfolg unsere Selbständigkeit und damit auch ihre Arbeitsplätze sichert und uns davor bewahrt, auf die Rolle als Vertriebstochter eines großen Eigentümers reduziert zu werden!

Aber das alleine erklärt nicht den Erfolg, den die Oberbank auch außerhalb ihres ursprünglichen Einzugsgebietes hat – wie etwa in Bayern, Tschechien oder Ungarn.

Gasselsberger: In Bayern sind wir unter anderem deshalb so gut unterwegs, weil wir uns dort seit unserem Markteintritt im Jahr 1990 ausdrücklich zum wirtschaftlichen Mittelstand und zu den Privatkunden bekannt haben. Unterstützt wurde unser dortiger Erfolg durch die Tatsache, dass sich deutsche Großbanken aus diesen Kundensegmenten immer stärker zurückgezogen haben. Wo auch immer wir eine Filiale eröffnet haben, wurden wir mit offenen Armen empfangen. Die regionalen mittelständischen Unternehmen haben sich über eine Bank, die sie wieder vor Ort betreut und Entscheidungen in der Region und im Interesse der Region trifft, regelrecht gefreut. Die deutschen Banken haben nun wohl auch das Potenzial dieser Kundengruppen erkannt – aber einmal verlorene Kunden wieder zurückzugewinnen ist schwierig.

Weißl: Die Strategie, wie wir sie in Deutschland angewendet haben, verfolgen wir natürlich auch in unseren jüngsten Expansionsmärkten – in Tschechien bereits seit 2004, und in Ungarn konnten wir 2007 die erste Filiale eröffnen. In beiden Ländern gibt es eine große Anzahl mittelständischer Unter-

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA (oben rechts) und die Vorstandsdirektoren Dr. Ludwig Andorfer (unten) und Mag. Dr. Josef Weißl, MBA (oben links) erläutern im Interview die Eckpfeiler der Oberbank Strategie

Vorstandsdirektor Dr. Ludwig Andorfer (links) und Mag. Dr. Josef Weißl, MBA (rechts)

nehmen, die einen Bankpartner suchen. Und für diese Kunden wollen wir die perfekte Bank sein. Aufgrund unserer eigenen Größe sind wir ein »Partner auf gleicher Augenhöhe«, decken gleichzeitig aber das gesamte Produkt- und Dienstleistungsangebot einer international tätigen Großbank ab. Außerdem ist die Region Österreich-Bayern-Tschechien-Ungarn ein Raum mit engen wirtschaftlichen Beziehungen und vielen grenzüberschreitend tätigen Unternehmen. Diese Unternehmen schätzen die Zusammenarbeit mit einer Bank, die mit eigenen Filialen in den vier Ländern vertreten ist und die ihnen in jeder ihrer 126 Filialen eine grenzüberschreitende Begleitung in die gesamte Oberbank Region anbietet.

Nicht nur das Einzugsgebiet der Oberbank wächst, es werden auch neue Geschäftsfelder erschlossen. Welche Strategie steckt hinter dieser Entwicklung?

Gasselsberger: Wir wollen unsere Kunden in allen finanziellen Angelegenheiten, sowohl finanzierungs- als auch anlagenseitig, begleiten. Dazu gehört natürlich auch, dass wir auf geänderte Kundenanforderungen rasch reagieren und entsprechende neue Angebote bereitstellen. Finanzierungsseitig bieten wir zum Beispiel seit etwas mehr als einem Jahr Eigenkapitalfinanzierungen an, also Equity- und Mezzaninfinanzierungen; anlagenseitig haben wir die Abteilung »Private Banking & Asset Management« gegründet, die sich mit der Betreuung von größeren Vermögen und Stiftungen beschäftigt.

Andorfer: Um das Stichwort »Eigenkapitalfinanzierungen« aufzugreifen: Wir wissen, dass Unternehmen in bestimmten Situationen nicht mit herkömmlichen Kredit- und Leasingfinanzierungen das Auslangen finden – etwa in Expansionsphasen, bei Internationalisierungsschritten oder hinsichtlich Nachfolgeregelungen. Deshalb haben wir den Oberbank Opportunity Fonds gegründet, der rund A 150 Mio. Eigen- und Mezzaninkapital für Industrie- und Mittelstandsunternehmen zur Verfügung stellt. Wir treten damit als Partner auf Zeit auf, entscheiden mit dem Kunden, wann und in welcher Form das Kapital zurückbezahlt wird, und tragen damit auch einen Teil des unternehmerischen Risikos. Dieser Fonds fand sehr guten Anklang – innerhalb nur eines Jahres konnten wir uns zu einem anerkannten Equity-Partner entwickeln.

Weißl: Und mit unserem Engagement im Private Banking sind wir jetzt in der »Königsdisziplin« der Geldanlage tätig. In Österreich sucht ein Privatvermögen von rund A 400 Mrd. nach adäquaten Veranlagungsformen. Davon wurden der Oberbank bereits A 17 Mrd. anvertraut. Zwei Trends können wir dabei feststellen: Zum einen wollen die Kunden Veranlagungsformen, die verstärkt gemanagt werden, also Angebote, bei denen die Spezialisten die Veranlagungsstrategie schnell an geänderte Rahmenbedingungen anpassen. Zum anderen wird auch für kleinere Vermögen eine professionelle Betreuung gesucht – so wie sie früher nur den wirklich beachtlichen Vermögen vorbehalten war. Neben der Betreuung von Privatanlegern spielen auch Stiftungen eine immer wichtigere Rolle. Wir haben uns ein Netzwerk aus Anwälten, Notaren und Steuerberatern geschaffen, dank dem wir alle Aspekte der doch sehr komplexen Stiftungsbetreuung hervorragend abdecken können.

Wie würden Sie die nächsten Jahre der Oberbank skizzieren – wie wird ihr Erfolg abgesichert?

Gasselsberger: Wir werden unsere Expansion konsequent fortsetzen – durch die Gründung neuer Filialen vor allem in unseren neuen Märkten. In Oberösterreich und in Salzburg sind wir ja schon mehr oder weniger flächendeckend präsent, weshalb unser Wachstum in Österreich vorwiegend im Raum Wien und Niederösterreich stattfinden wird. Derzeit führen wir in diesem Großraum 18 Filialen, mittelfristig sehe ich da noch deutliches Potenzial. Außerhalb Österreichs, wo wir derzeit jede vierte Filiale, jeden fünften Mitarbeiter und 70% des Kreditwachstums haben, werden wir noch deutlicher wachsen. Langfristig wollen wir 30% unseres Geschäftsvolumens in den Wachstumsmärkten lukrieren! Der Markteintritt als Vollbank in der Slowakei bildet dafür den nächsten Schritt. Wir wollen auch in Zukunft unser Kreditvolumen aus eigener Kraft refinanzieren können, daher ist die Primärmittelgewinnung weiterhin ein Ziel von oberster Priorität. Und mit gezielten Investitionen in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter werden wir sicherstellen, dass die Qualität der Kundenberatung unverändert auf höchstem Niveau liegt.

Andorfer: Für derartige Vorhaben ist es natürlich notwendig, dass wir unsere hervorragende Ertragslage und Profitabilität beibehalten. Nur wenn wir in unseren angestammten Märkten entsprechende Erträge erzielen, können wir die Expansion in neue Märkte finanzieren. Dazu werden wir weiterhin ein straffes Kostenmanagement verfolgen und unsere Vertriebsressourcen weiter ausbauen – auch durch den gezielten Ausbau des Mitarbeiterstandes. Besonderes Augenmerk gilt aber der Risikosituation. Als Bank geraten wir nicht in ernsthafte Schwierigkeiten, weil wir ein paar Mitarbeiter mehr beschäftigen oder ein paar Filialen eröffnen, sondern nur dann, wenn wir unser Kreditrisiko nicht im Griff haben. Wenn andere Banken aus Kostengründen Filialen schließen und Mitarbeiter abbauen, dann entfernen sie sich damit von ihren Kunden. Für uns kommt das jedenfalls nicht in Frage. Je näher wir bei unseren Kunden sind, je besser wir sie und ihr Umfeld kennen, desto eher können wir auch ihre Chancen und Risiken einschätzen. Und das wiederum ist die Voraussetzung dafür, dass wir auch unser eigenes Risiko kalkulierbar machen können.

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA (rechts) und Vorstandsdirektor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA (links)

Weißl: Ein dichtes Filialnetz ist aber auch aus einem ganz anderen Grund von entscheidender Bedeutung: Die Filialen sind die Sammelstellen für die Kundeneinlagen. Per Jahresende 2007 haben wir knapp A 9 Mrd. Primäreinlagen und inklusive der Wertpapiere auf Kundendepots gut A 17 Mrd. an Vermögen betreut – um A 1,6 Mrd. mehr als im Vorjahr. Das verdeutlicht nicht nur, dass unsere Kunden uns vertrauen, das ist auch die Basis unserer hervorragenden Refinanzierungssituation. Wir können unsere gesamten Kredite mit den Einlagen unserer Kunden abdecken und sind nicht auf teure Refinanzierungsmittel vom Geld- und Kapitalmarkt angewiesen. Deshalb haben uns auch die als Folge der Finanzkrise 2007 deutlich gestiegenen Zinsen kaum getroffen.

Gasselsberger: Beim Stichwort »Finanzkrise« möchte ich abschließend einhaken, um zu erklären, warum wir schon so lange überdurchschnittlich erfolgreich sind. Wir verfolgen das Geschäftsmodell einer Regionalbank, das bedeutet für uns, sich freiwillig auf eine Region zu beschränken, in der man sich auskennt, nur Geschäfte zu machen, von denen man etwas versteht und so vorsichtig zu agieren, dass man auch in schwierigen Zeiten den Kunden beistehen kann. Hält man sich an diese Regeln, kann man verlässliche und überraschungsfreie Bilanzen legen, die Geschäftspolitik nach den Interessen der Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter ausrichten und – in unserem Fall – dauerhaft selbständig und unabhängig bleiben!

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die internationale Konjunktur war im Jahr 2007 – vor allem in der zweiten Jahreshälfte – von den Auswirkungen der Krise am Markt für Hypothekarkredite geprägt, die in den USA ihren Ausgang nahm. Die Wirtschaft im Euroraum profitierte 2007 von der günstigen Binnenkonjunktur, die in erster Linie vom dynamischen Wachstum der neuen EU-Mitgliedsländer getragen wurde, sowie vom starken Euro, der die Auswirkungen des in US-Dollar hohen Rohölpreises zum Teil abfedern konnte.

Stabile Weltkonjunktur 2007

Die Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2007 weiterhin kräftig, jedoch mit zunehmend regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstumstempo in den USA und in Japan abschwächte, blieb es in Europa stabil. Die USA weisen für 2007 einen realen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,3% aus, Japan von 1,8%. Die Länder des Euroraumes verzeichneten ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,7%. Mit 6,0% war der Vergleichswert der zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten wiederholt stärker. Die Wirtschaft Tschechiens weist für 2007 eine Wachstumsrate von 5,9% aus; einzig Ungarn liegt mit 2,4% unter dem osteuropäischen Durchschnitt. In Deutschland ging der BIP-Anstieg im Jahr 2007 von 2,9% auf 2,6% zurück.

Regional unterschiedliche Dynamik

BIP-Wachstum in %

Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2007 ein Wachstum, das mit 3,4% deutlich über dem Durchschnittswert des Euroraumes von 2,7% liegt. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von der weiterhin dynamischen Exportwirtschaft (+8,0%) und der starken Investitionsnachfrage (+5,0%). Mit einem Plus von 1,6% entwickelte sich der private Konsum hingegen nur moderat. Für 2008 wird eine leichte Eintrübung der österreichischen Konjunktur erwartet; mit einem prognostizierten BIP-Anstieg von 2,2% (WIFO) bzw. 2,4% (IHS) sollte sich die Entwicklung aber dennoch stärker zeigen als jene des Euroraumes.

Österreichs Wirtschaft wächst stärker als Euroraum

Komponenten der Nachfrage in Österreich, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Für 2008 wird eine Abschwächung der globalen Konjunktur erwartet. Für die USA und den Euroraum wird eine Verlangsamung des BIP-Wachstums auf 1,6% bzw. 1,9% prognostiziert, während die durchschnittlichen Wachstumsraten in den zentral- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten (+ 5,5%) und in Japan (+ 1,5%) weniger stark zurückgehen sollten.

Branchenumfeld

Annäherung des Zinsniveaus von Europa und den USA

Die US-amerikanische Notenbank FED beließ die Leitzinsen von Jahresanfang bis Mitte September 2007 unverändert bei 5,25%. Als Reaktion auf die Subprime-Krise erfolgten im Herbst drei Zinssenkungen um insgesamt 100 Basispunkte: am 18. September 2007 auf 4,75%, am 31. Oktober auf 4,50% und am 11. Dezember auf 4,25%. Weitere massive Senkungen wurden Anfang 2008 durchgeführt, um die abgeschwächte konjunkturelle Entwicklung einzudämmen.

Inf lationsrate im Euroraum zum Jahresende 3,6%

Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgte eine gegensätzliche Zinspolitik und hob den Leitzinssatz im Euroraum bis zum Jahresende 2007 in zwei Schritten von 3,50% auf 4,00% an. Mit dieser Anhebung um jeweils 25 Basispunkte am 3. März und am 6. Juni entspricht die EZB ihrer vordringlichen Aufgabe, der zunehmenden Inflation im Euroraum entgegenzuwirken. Konsequenterweise weigerte sich die EZB auch auf die Auswirkungen der Subprime-Krise mit Zinssenkungen zu reagieren. Da die Inflationsrate mit 3,6% im Dezember ihren langjährigen Höchststand erreichte, ist auch für die erste Jahreshälfte 2008 mit keinen deutlichen Zinssenkungen zu rechnen. Aufgrund dieser konträren Entwicklungen verringerte sich der Abstand der US-Leitzinsen zu jenen des Euroraumes von 1,75 Prozentpunkten auf 0,25 Prozentpunkte per Jahresende 2007.

Ein vergleichbarer Trend zeichnete sich auf dem Geld- und dem Kapitalmarkt ab. Beim 3-Monats-Geld betrug der Zinsabstand zu Jahresbeginn rund 1,6 Prozentpunkte (Euribor 3,725%, US-Libor 5,36%), beim 10-Jahres-SWAP rund 1 Prozentpunkt (EUR 4,20%, USD 5,17%). Nach deutlichen Anstiegen der Euro-Zinsen und Rückgängen in den USA waren zu Jahresende sowohl die kurz- als auch die langfristigen Sätze nahezu gleich hoch. Die Zinsstrukturkurve, die die Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen ausweist, verlief im Jahr 2007 äußerst flach. Bei den US-Dollar-Zinsen war sie zum Jahresende sogar invers – die langfristigen Renditen lagen unter den kurzfristigen Zinssätzen.

Währungsentwicklungen

Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war 2007 von der Aufwertung des Euro geprägt, der vor allem gegenüber dem US-Dollar stark an Wert gewinnt. Lag das Verhältnis Euro zu US-Dollar zu Jahresbeginn noch bei 1,320, wurde per Jahresende 2007 ein Wert von 1,459 ausgewiesen, was einem Anstieg von 10,5% entspricht. Der Jahreshöchstwert wurde mit 1,487 US-Dollar je Euro am 26. November 2007 erreicht, womit auch der bisherige Höchststand des Jahres 2005 von 1,350 deutlich übertroffen wurde. Die enormen Defizite der US-Leistungsbilanz und des US-Haushaltsbudgets dürften bei einer abkühlenden US-Konjunktur wieder vermehrt in den Fokus rücken und weiteren Druck auf den US-Dollar ausüben. Die im Vorfeld von Präsidentschaftswahlen traditionelle Stärkung der Währung wird in diesem Umfeld nicht von Dauer sein können. Auch gegenüber dem Japanischen Yen und dem Schweizer Franken hat der Euro im Jahresverlauf 2007 aufgewertet, jedoch weniger stark als gegenüber dem US-Dollar. Nach einem Anstieg von 3,7% bzw. 2,8% notierte der Euro Ende 2007 bei 163 EUR/JPY bzw. bei 1,654 EUR/CHF. Während gegenüber dem Schweizer Franken 2008 keine großen Wechselkursveränderungen zu erwarten sind, wird für den Japanischen Yen eine weitere Abwertung prognostiziert. Die Tschechische Krone blieb 2007 mit einem Verhältnis von 28,00 EUR/CZK nach 27,50 im Jahr zuvor relativ stabil. Für 2008 wird keine deutliche Abweichung erwartet; ein solides Wirtschaftswachstum, weiterhin starke Kapitalzuflüsse und der langsame Abbau der Zinsdifferenz zum Euro sollten die Tschechische Krone weiter festigen.

Währungsentwicklungen 2007

Der Ungarische Forint verlor gegenüber dem Euro auch in Folge der Subprime-Krise im Herbst 2007 fast 5% an Wert, obwohl keine ungarische Bank direkt von der Krise betroffen war. Nach einer ersten Schockreaktion erreichte er allerdings rasch wieder das Niveau von rund 255. Für das Jahr 2008 wird mit einem stabilen Verlauf in einer Bandbreite von 250 bis 255 Forint je Euro gerechnet.

Hohe Volatilität an den Börsen

Die Entwicklung an den internationalen Börsen war 2007 von zwei Trends gekennzeichnet. Während im ersten Halbjahr aufgrund des guten Konjunkturumfeldes deutlich steigende Kurse verzeichnet werden konnten, löste die Immobilienkrise im zweiten Halbjahr massive Unsicherheiten aus. Zahlreiche internationale Großbanken erlitten aufgrund ihres Engagements am Markt für Hypothekarkredite milliardenschwere Verluste und verloren damit das Vertrauen der Anleger. Auf Eurobasis verloren die US-Indizes Dow Jones und Standard & Poor's 500 3,74% bzw. 6,36%, der japanische TOPIX 15,14%. Positiver zeigte sich die Entwicklung an den meisten europäischen Börsen. Gemessen an ihrem Leitindex ATX erzielte die Wiener Börse eine Performance von 1,1%, der deutsche DAX konnte mit einem Plus von 22,3% nahezu an die Vorjahresentwicklung anschließen.

Kommentar des Vorstandes Corporate Governance Die Oberbank Lagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben

Euro im Vergleich zum US-Dollar um 10,5% stärker

»PEZ hat in Oberösterreich eine weltweit bekannte Marke geschaffen. Der PEZ-Spender ist wieder groß im Rennen. Der Wille, Spitzenleistungen durchzusetzen, war nicht immer ein Zuckerschlecken. Auch nicht für unsere Bank.«

Mag. Manfred Födermayr, Vorstandsvorsitzender PEZ Gruppe

»Unsere Kunden bringen Erstaunliches zuwege. PEZ hat seit dem Jahr 2000 einen einmaligen Siegeszug angetreten: 2010 soll mit einem Umsatz von A 100 Mio. ein neuer Höhepunkt erreicht werden. Der richtige Partner auf diesem Weg heißt Oberbank.«

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Entwicklung des Bankensektors

Positive Entwicklung in schwierigem Umfeld

Österreichs Banken prof itieren von ihrem Engagement in CEE

Trotz regelmäßiger Negativschlagzeilen zur BAWAG-Affäre, Subprime-Krise und den damit verbundenen hohen Abschreibungen von internationalen Großbanken hat sich der österreichische Bankensektor im Jahr 2007 laut ersten Auswertungen der Oesterreichischen Nationalbank sehr erfolgreich entwickelt. Neben dem günstigen Konjunkturverlauf bildet das starke Engagement österreichischer Banken in Zentral- und Osteuropa die Basis dieser Entwicklung. Aus diesen Märkten resultieren laut OeNB bereits 25% der Gesamtbilanzsumme und 40% der Gewinne österreichischer Banken. Im Inlandsgeschäft erwies sich in erster Linie das Provisionsgeschäft als Wachstumsstütze, das Zinsgeschäft litt unter der nach wie vor sehr engen Zinsspanne.

Die bei Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichtes vorliegenden Daten zur Geschäfts- und Ertragslage der österreichischen Banken für die ersten drei Quartale 2007 zeigen eine sehr positive Entwicklung. Die Bilanzsumme aller österreichischen Banken ist im Jahresabstand um 13,0% auf A 875,4 Mrd. gestiegen. Aktivseitig trugen zu diesem Wachstum in erster Linie die Zuwächse der Kredite an Banken (+ 15,0% auf A 127,5 Mrd.) und an inländischen Nichtbanken (Private und Unternehmen, + 2,3% auf A 282,4 Mrd.) bei. Auf der Passivseite war bei den Spar-, Sicht- und Termineinlagen ein Zuwachs um 8,6% auf A 248,4 Mrd. zu verzeichnen, die gesamten Primäreinlagen (Gesamteinlagen von Nichtbanken und eigene Emissionen) sind sogar um 16,2% auf A 416,9 Mrd. gestiegen. Das durchschnittliche Betriebsergebnis aller österreichischen Banken konnte im selben Zeitraum um 4,1% auf A 4.611,9 Mio. verbessert werden.

Die Oberbank konnte in den ersten drei Quartalen 2007 ihren Marktanteil bei den Krediten von 2,26% auf 2,28% steigern, bei den Primäreinlagen von 1,59% auf 1,63%. Für das Gesamtjahr 2007 erwarten wir eine vergleichbare Entwicklung.

Marktanteil der Oberbank bei Krediten und Primäreinlagen in %

Auswirkungen des Umfeldes auf die Oberbank

Die beschriebenen externen Einflussfaktoren wirkten sich unterschiedlich auf den Geschäftsverlauf der Oberbank aus. Im Firmenkundengeschäft haben die gute Konjunktur, die ungebrochene Investitionstätigkeit und die starke Exportorientierung der heimischen Unternehmen dazu beigetragen, dass wir unser Finanzierungsvolumen wiederholt steigern konnten. Im Privatkundengeschäft hat die Verunsicherung der Anleger in Folge der Subprime-Krise bewirkt, dass Spar-, Sicht- und Termineinlagen an Bedeutung gewonnen haben, wodurch ein überdurchschnittlicher Anstieg der Primärmittel von über 16% erzielt werden konnte. Aufgrund dieser Entwicklung wirkte sich der krisenbedingte Liquiditätsengpass unter den Banken nur geringfügig auf die Oberbank aus, da das gesamte Kreditvolumen über die Primärmittel refinanziert werden konnte.

Die Oberbank-Aktien konnten sich dem vor allem für Finanztitel negativen Sog entziehen, übertrafen mit Kurssteigerungen von über 42% (Stammaktie) bzw. 46% (Vorzugsaktie) den ATX deutlich und zählen zu den drei europäischen Banktiteln mit der besten Kursentwicklung im Jahr 2007.

Überdurchschnittliche Entwicklung der Oberbank-Aktien

Allgemeine Angaben zur Berichterstattung

Ein Konzernlagebericht nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde erstmals für das Jahr 2005 veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach österreichischem Recht.

Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2007 neben der Oberbank AG 16 inländische und 13 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um die Gesellschaften Tuella Finanzierung GmbH, Wien (100%), POWER TOWER GmbH, Linz (99%) sowie Ober Immo Truck gAG, Budapest (100%).

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 25 Tochterunternehmen und 19 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.

Gliederung der Segmente

Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Alle Segmente haben sich auch 2007 positiv entwickelt und spiegeln die erfreuliche Lage der Oberbank wider. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 64 dieses Geschäftsberichtes.

Positive Entwicklung aller Segmente

Ergebnisentwicklung

Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2007 eine weitere Verbesserung der Ertragslage ausweisen. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 20,8% auf A 112,9 Mio., der Konzernjahresüberschuss um 23,2% auf A 102,5 Mio.

Konzern-Gew
inn-und-verlust-rechnung nach IFR
S
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Zinsergebnis 276,2 14,5% 241,2 211,5
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -68,4 21,4% -56,3 -51,0
Provisionsergebnis 101,8 7,3% 94,9 90,5
Handelsergebnis 7,5 9,7% 6,8 6,2
Verwaltungsaufwand -203,2 4,8% -193,8 -191,5
Sonstiger betrieblicher Erfolg -0,9 > -100% 0,7 13,5
Jahresüberschuss vor Steuern 112,9 20,8% 93,5 79,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag -10,4 1,7% -10,3 -10,0
Konzernjahresüberschuss 102,5 23,2% 83,2 69,2

Zinsergebnis

Steigerung um 14,5% auf E 276,2 Mio.

Das Zinsergebnis konnte im Geschäftsjahr 2007 um 14,5% auf A 276,2 Mio. verbessert werden. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf das gestiegene Kreditvolumen (+ 6,6%) und auf höhere Beiträge der Equity-Beteiligungen (+ 37,1%).

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Im Rahmen unserer Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken wurde eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39 gebildet. Zudem wurden Garantieprovisionen an die Alpenländische Garantie-Gesellschaft, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet, die nunmehr über einen Haftungsfonds in Höhe von A 137,4 Mio. verfügt.

Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2007 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von A 68,4 Mio. nach A 56,3 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen geringfügigen Anstieg der Wertberichtigungsquote von 0,69% auf 0,79% aus. Die hohen Risikovorsorgen und die vorteilhafte Wertberichtigungsquote stellen sicher, dass die Oberbank komfortabel gegen Kreditrisiken abgesichert ist.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis konnte im Geschäftsjahr 2007 um 7,3% auf A 101,8 Mio. verbessert werden. Zuwächse konnten in allen Geschäftsfeldern verzeichnet werden, d.h. im Wertpapiergeschäft, im Zahlungsverkehr, im Kreditgeschäft, im Handel mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie im sonstigen Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft.

Entwicklung und Struktur des Provisionsergebnisses in Mio. E

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis erfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jene aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2007 konnte das Handelsergebnis in Summe um 9,7% auf A 7,5 Mio. verbessert werden. Dieser Anstieg um A 0,7 Mio. ist in erster Linie auf ein höheres Devisen- und Valutenkursergebnis, das aus dem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen EUR/USD-Kurs resultiert, zurückzuführen.

Verbesserung um 9,7% auf E 7,5 Mio.

Verwaltungsaufwendungen

Trotz der fortgeführten Expansion in unseren Wachstumsmärkten waren die Verwaltungsaufwendungen mit A 203,2 Mio. um lediglich 4,8% höher als im Vorjahr. Die Personalaufwendungen stiegen um 1,3% auf A 120,6 Mio. Die Sachaufwendungen nahmen aufgrund der Eröffnung der ersten Filiale in Ungarn hingegen um 11,4% auf A 65,0 Mio. zu. Ein wesentlicher Teil dieses Anstieges ist auch auf die vermehrte Leistungsverrechnung der Drei-Banken-EDV Ges.m.b.H. und auf Mietaufwendungen in Ungarn zurückzuführen. Vorwiegend bedingt durch die Eröffnung neuer Auslandsfilialen erhöhten sich die Abschreibungsaufwendungen um 6,6% auf A 17,6 Mio.

Unterproportionaler Anstieg um 4,8% auf E 203,2 Mio.

Entwicklung und Struktur der Verwaltungsaufwendungen in Mio. E

Trotz der starken Ausweitung des Filialnetzes um neun Standorte und der Aufstockung des Personalstandes um 141 Mitarbeiter konnte die Kosten-Ertrags-Relation im Vergleich zum Vorjahr von 56,4% auf 52,8% verbessert werden.

Ergebnisentwicklung

Anstieg des Betriebsergebnisses um 22,3% auf E 182,3 Mio.

Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis und Handelsergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2007 um 22,3% auf A 182,3 Mio. gesteigert werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 20,8% höherer Jahresüberschuss vor Steuern von A 112,9 Mio. ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit A 10,4 Mio. um 1,7% höher als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von A 102,5 Mio., womit der Vorjahreswert um 23,2% übertroffen wurde. Es bestehen keine Fremdanteile am Jahresüberschuss. Mit der Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien im Zuge der Mitarbeiterbeteiligungsaktion im Sommer 2007 wurde die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien der Oberbank AG auf 8.000.000 Stück erhöht. Trotz dieser leichten Anhebung konnte das Ergebnis je Aktie 2007 von A 9,62 im Vorjahr auf A 11,46 gesteigert werden.

Komponenten der Ergebnisveränderung 2007 in Mio. E

Gewinnverteilungsvorschlag

Dividendenvorschlag von E 1,50 je bezugsberechtigte Aktie

Der verteilungsfähige Bilanzgewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 betrug auf Ebene der Oberbank AG A 56,4 Mio. Nach Erhöhung der Rücklagen um A 43,0 Mio. und unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages von A 0,2 Mio. errechnet sich für das Jahr 2007 ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn der Oberbank AG von A 13,5 Mio. Der Hauptversammlung am 27. Mai 2008 wird vorgeschlagen, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von A 1,50 auszuschütten. Daraus errechnet sich bei 8.000.000 Stück Stammaktien und 1.000.000 Stück Vorzugsaktien ein Ausschüttungsbetrag von A 13,5 Mio. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 20 auf neue Rechnung vorzutragen.

Analyse wichtiger Steuerungskennzahlen

Unternehmenskennzahlen nach IFRS 2007 2006 2005
Betriebsergebnisquote 1,32% 1,17% 0,99%
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 13,21% 12,37% 12,42%
Return on Equity nach Steuern 11,99% 11,01% 10,85%
Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) 52,8% 56,4% 59,5%
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 24,8% 23,4% 24,1%
Gesamtkapitalquote 12,83% 12,74% 12,59%
Kernkapitalquote 7,15% 7,08% 6,81%
IFRS-Ergebnis pro Aktie in A 11,46 9,62 8,38

Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – stieg im Jahr 2007 von 1,17% um 0,15 Prozentpunkte auf 1,32%, womit ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.

Dank des starken Anstieges des Jahresüberschusses verbesserte sich der Return on Equity (RoE) vor Steuern gegenüber 2006 von 12,37% auf 13,21%. Aufgrund des nur leichten Anstieges der Steueraufwendungen wird auch beim RoE nach Steuern eine Erhöhung von 11,01% auf 11,99% ausgewiesen. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie erhöhte sich trotz der Emission von 40.000 Stück Stammaktien von A 9,62 des Vorjahres auf A 11,46. Aufgrund des im Vergleich zur Ergebnisentwicklung unterproportionalen Anstieges der Verwaltungsaufwendungen konnte die Cost-Income-Ratio im Jahr 2007 auf 52,8% gesenkt werden. Die Risk-Earning-Ratio hat sich hingegen von 23,4% auf 24,8% leicht erhöht. Die Gesamtkapitalquote stieg von 12,74% auf 12,83%, die Kernkapitalquote von 7,08% auf 7,15%.

Alle Ergebniskennzahlen verbessert

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2007 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 8,4% auf A 14.330,8 Mio. erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.

Bilanzaktiva

Die Forderungen an Kreditinstitute blieben 2007 mit A 2.058,0 Mio. (+0,3%) im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, womit ihr Anteil an den Bilanzaktiva von 15,5% auf 14,4% zurückging.

Auslandsforderungen gewinnen weiter an Bedeutung

Die Forderungen an Kunden konnten 2007 um 6,6% auf A 8.697,2 Mio. gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden mit A 6.077,4 nahezu konstant blieben, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden expansionsbedingt um 25,8% auf A 2.619,8 Mio. Auch im Leasinggeschäft konnte die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt und ein Anstieg von rund 26,3% auf A 964,8 Mio. erzielt werden. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist rund A 194 Mio. den Privatkrediten und rund A 345 Mio. den Firmenkrediten zu.

Der Anstieg der Risikovorsorgen um 3,9% auf A 198,1 Mio. ergibt sich aufgrund der Differenzen aus Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.

Anstieg der Finanzanlagen um 13,4% auf knapp E 3 Mrd.

Die Finanzanlagen wurden 2007 um 13,4% oder A 353,0 Mio. auf A 2.988,2 Mio. kräftig angehoben. Dieses Wachstum verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Aufstockung der Vermögenswerte »at fair value« um A 33,7 Mio. auf A 359,2 Mio., Anstieg der Vermögenswerte »available for sale« um A 141,8 Mio. auf A 1.049,0 Mio., der Vermögenswerte »held to maturity« um A 151,5 Mio. auf A 1.189,5 Mio. sowie der Anteile an at-Equity bewerteten Unternehmen um A 26,0 Mio. auf A 390,5 Mio.

In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva gingen vor allem aufgrund geringerer festverzinslicher Schuldverschreibungen im Handelsbestand um rund 28,7% auf A 75,7 Mio. zurück. Das immaterielle Anlagevermögen verringerte sich um 16,9% auf A 8,5 Mio., vorwiegend bedingt durch die fortgesetzte Abschreibung des Kundenstocks der von der Sparkasse Mühlviertel West erworbenen Filialen. Aufgrund der Erhöhung bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung weisen die Sachanlagen einen Zuwachs um 32,7% auf A 181,1 Mio. aus. In der Position sonstige Aktiva, die um 31,2% auf A 216,3 Mio. zulegte, sind sonstige Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge und sonstige Forderungen der Leasingunternehmen erfasst. Zudem enthält diese Position latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Bilanzpassiva

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2007 um 5,6% auf A 4.030,3 Mio. reduziert. Bedingt durch das hohe Primärmittelwachstum war der Bedarf an Refinanzierungsmitteln von anderen Kreditinstituten 2007 deutlich geringer als im Jahr davor. Die Primärmittel konnten in Summe um 16,2% auf A 8.839,6 Mio. gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 16,9% auf A 7.144,8 Mio. zu. Durch die angespannte Situation an den internationalen Börsen gewannen traditionelle Sparformen 2007 wieder an Bedeutung. Der Spareinlagenstand nahm um 10,1% auf A 2.899,2 Mio. zu, die sonstigen Verbindlichkeiten sogar um 22,1% auf A 4.245,6 Mio. Die Anleger schichteten ihre Vermögenswerte auch vermehrt auf verbriefte Verbindlichkeiten um, die um 12,9% auf A 1.134,7 Mio. erhöht werden konnten. Die Bilanzposition Nachrangkapital nahm um 14,3% auf A 560,1 Mio. zu. Die Erhöhung des Eigenkapitals um 6,9% auf A 889,5 Mio. erklärt sich vorwiegend durch den kräftigen Anstieg der Gewinnrücklagen.

Struktur des Primärmittelaufkommens in %

In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 1,4% auf A 312,9 Mio. Die Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen wurden um 5,4% auf A 213,4 Mio. erhöht. Der überwiegende Teil der sonstigen Rückstellungen entfällt mit A 80,4 Mio. auf die Rückstellungen für das Kreditgeschäft.

Die sonstigen Passiva nahmen um 25,0% auf A 258,5 Mio. zu. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Hohe Primärmittel ermöglichen Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

»Durch ständige Innovation setzt Internorm Maßstäbe bei Fenstern und Türen am europäischen Markt. Nur eine Bank, in der innovativ gedacht wird, kann uns dabei begleiten.«

Dipl.-Ing. FH Stephan Kubinger, MBA, Vorstand IFN Holding AG

»Um auf außergewöhnliche Situationen eingehen zu können, begehen wir neue Wege. Der Oberbank Opportunity Fonds bietet auch Finanzierungen abseits des normalen Kredit- und Leasinggeschäftes.«

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Struktur der Bilanzpassiva in Mrd. E

Anstieg der Primäreinlagen um 16,2% auf E 8,8 Mrd.

Refinanzierung
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Spareinlagen 2.899,2 10,1% 2.633,5 2.523,2
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden 4.245,6 22,1% 3.447,2 3.447,8
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.134,7 12,9% 1.004,8 821,6
Nachrangkapital 560,1 14,3% 489,9 475,7
Primäreinlagen
inkl. Nachrangkapital 8.839,6 16,2% 7.605,4 7.268,4
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 4.030,3 -5,6% 4.269,2 3.817,0
Summe 12.869,9 8,4% 11.874,6 11.085,4

Einen Eckpfeiler der Finanzierungsstrategie der Oberbank bildet die Absicherung der Liquidität durch die Hereinnahme von Kundengeldern. Durch die herausragende Beratungsqualität dienen die 126 Filialen der Oberbank als Basis zur laufenden Steigerung der Primärmittel.

Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals und der Eigenmittel gemäß BWG

Bilanzielles
Eigenkapital
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Grundkapital 75,6 0,5% 75,3 70,0
Kapitalrücklagen 142,7 2,7% 138,9 85,4
Gewinnrücklagen 641,0 9,2% 586,7 506,3
Unversteuerte Rücklagen 27,5 -2,1% 28,1 28,9
Passive Unterschiedsbeträge 1,9 0,0% 1,9 1,9
Anteile im Fremdbesitz 0,8 0,0% 0,8 0,8
Bilanzielles Eigenkapital 889,5 6,9% 831,7 693,3
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG 1.293,6 7,4% 1.204,6 1.065,4
davon Kernkapital (Tier I) 720,5 7,6% 669,4 575,9
Eigenmittelerfordernis 808,4 6,6% 758,5 677,8
Überdeckungsquote in Prozentpunkten 4,8 4,7 4,6
Bemessungsgrundlage der Eigenmittel 10.079,1 6,6% 9.457,6 8.461,5
Eigenmittelquote in % 12,83 12,74 12,59

Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg 2007 um 6,9% auf A 889,5 Mio. Die Erhöhung um A 57,8 Mio. erklärt sich zum Großteil durch die kräftige Dotierung der Gewinnrücklagen um 9,2% auf A 641,0 Mio. Das Grundkapital erhöhte sich durch die Ausgabe von 40.000 Stammaktien, die für die Beteiligung der Mitarbeiter verwendet wurden, um 0,5% auf A 75,6 Mio.

Bilanzielles Eigenkapital um 6,9% auf E 889,5 Mio. verbessert

Die Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG betrugen zum 31.12.2007 A 1.293,6 Mio. gegenüber A 1.204,6 Mio. zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von A 808,4 Mio. betrug demnach A 485,2 Mio. und liegt damit um 4,8 Prozentpunkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8%. Die Eigenmittelquote 2007 stieg damit einhergehend von 12,74% auf 12,83%, die Kernkapitalquote von 7,08% auf 7,15%.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

Grundkapital, Aktienstückelung und genehmigtes Kapital

Ausgabe von 40.000 Stammaktien zur Fortsetzung der Mitarbeiterbeteiligung

Das Grundkapital der Oberbank AG beträgt A 75.721.153,84 und ist unterteilt in 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 1.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6% pro Aktie. Zur Fortsetzung der Mitarbeiterbeteiligung an der Oberbank AG wurde in der Hauptversammlung am 14. Mai 2007 der Beschluss gefasst, das Grundkapital durch die Ausgabe von 150.000 Stück Stammaktien – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen. Das Bezugsrecht an diesen Aktien ist auf die Mitarbeiter der Oberbank AG beschränkt. Mit dieser Kapitalerhöhung soll sich während der nächsten Jahre der Mitarbeiteranteil an der Oberbank AG von 4,23% per Jahresende 2007 auf über 5% erhöhen. Durch die Ausgabe der ersten Tranche von 40.000 Stück im Sommer 2007 erhöhte sich die Gesamtzahl der Stammaktien auf 8.000.000, die Anzahl der Vorzugsaktien blieb mit 1.000.000 unverändert.

Aktienrückkauf

Der Vorstand der Oberbank AG wurde durch die Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5% des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien können auch zur Weitergabe an die Mitarbeiter erworben werden.

Syndikatsvereinbarung und Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg AG, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung, deren Zweck es ist, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. Darin haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte vereinbart. Die Stimmrechte der von den Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden an die OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.

Aktionärsstruktur und Mitarbeiterbeteiligung

Die Bank für Tirol und Vorarlberg AG hält zum Stichtag 31.12.2007 17,05% am Gesamtkapital der Oberbank AG, die BKS Bank AG 17,00%. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,24% die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100%ige Konzerntochter der Bank Austria Creditanstalt. Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft Gen.m.b.H. werden 4,63% gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98%. Die Mitarbeiter der Oberbank halten 3,92%; die restlichen 26,18% des Gesamtkapitals stehen im Streubesitz.

Organbestellung und Kontrollwechsel

Es bestehen keine nicht unmittelbar per Gesetz definierten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Aktionäre im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Risikomanagement

Gesamtrisikomanagement

Die bewusste Übernahme von abgegrenzten Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie wie auch für das Risikomanagement und Risikocontrolling im Oberbank-Gesamtkonzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Risikosituation in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnisund Volumenentwicklung ab.

Die Risikostrategie der Oberbank orientiert sich an einem Management der Risiken, das die Sicherheit der dem Kreditinstitut anvertrauten fremden Gelder und die Haltung der Eigenmittel in den Vordergrund stellt. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall-, Marktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch sowie für operationelle Risiken. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder- und Abwicklungsrisiko auch das Risiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.

Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft beruht auf dem Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Gesamtrisikotragfähigkeit des Unternehmens. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Bei den Kreditsicherheiten liegt der Schwerpunkt auf klassischen Sicherheiten mit regionalem Schwerpunkt. Darüber hinaus ist auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente zu achten.

Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand.

Kreditentscheidung

Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln unseres Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild von der Bonität des Kunden liefern.

Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Als Maß für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konziOberbank AG verantwortet konzernweites Risikomanagement

Regionalitätsprinzip und Gesamtrisikotragfähigkeit

piert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Dieses Ratingsystem wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der Finanzmarktaufsicht geforderten Stresstests für die Fremdwährungs- und Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Problembehaftete Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb des Unternehmens abgearbeitet.

Projekt IRB

IRB -Basisansatz zur Eigenmittelmeldung ab 2010

2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formellen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB (Internal Rating-based)-Basisansatzes zu erarbeiten. 2010 sollte von der Finanzmarktaufsicht die Genehmigung für die Oberbank zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.

Verteilung des Kundenobligos inklusive Haftungen, ohne Berücksichtigung von Kreditsicherheiten

Gliederung der Kredite und Haftungen in Risikokategorien in Mio. E

Gliederung der Kredite in Risikokategorien gemäSS § 63 BWG*
Beträge in Mio. E 2007 2006
Ohne erkennbares Ausfallsrisiko 14.027,2 13.026,3
Anmerkungsbedürftig 314,0 311,2
Notleidend 201,0 173,9
Uneinbringlich 6,0 8,4
Summe 14.548,2 13.519,8

* Gliederung enthält: Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und gemäß § 22 Abs. 4 in Verbindung mit Anlage 1 zu § 22 BWG gewichtete außerbilanzmäßige Geschäfte.

Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgen aufgrund von externen Ratings.

Zinslose Forderungen an Kunden

Die zinslos gestellten Forderungen an Kunden gingen 2007 um 30,0% auf A 92,3 Mio. zurück.

Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko bezeichnen wir die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten. Die Steuerung des Beteiligungsrisikos wird mittels quantitativer Methoden gemessen. Die traditionellen Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie unsere Immobiliengesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen eingegangen werden, sind bereits im Vorfeld Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischer Ausrichtung und der Rechtssituation zu erhalten. In einem Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse definiert, die beim Eingehen von Beteiligungen zu berücksichtigen sind.

Fundamentalanalyse vor Beteiligungsaufnahme

Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee gemanagt.

Risikoüberwachung

Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.

Marktrisiko im Handelsbuch

Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch sowie der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Meldung des Eigenmittelerfordernisses für das Marktrisiko im Handelsbuch sowie des gesamten FX-Risikos der Bank gemäß Kapitaladäquanz-Richtlinie erfolgt derzeit auf Basis der Standard-Laufzeitbandmethode.

Bankbuch

Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management(APM)-Komitees. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kredit-Management, Sekretariat und Revision.

Operationelle Risiken

Verantwortung aller Abteilungen

Mit dem Bankgeschäft sind operationelle Risiken untrennbar verbunden. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen (unvorhersehbare Ereignisse wie Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliche bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt). Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.

In der Abteilung Revision ist ein Operational Risk Manager und unter der Leitung dieser Abteilung ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Gremium arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden. Dieser Prozess basiert auf den eigenen historischen Daten, die in der dafür konzipierten GuV-Aufwands-Datenbank erfasst werden und genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich ermöglichen sollen.

Liquiditätsrisiko

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen wurden auch 2007 jederzeit und deutlich übertroffen

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank erfolgt durch das APM-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorschriften obliegen der Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zur Abteilung Rechnungswesen und Controlling wird gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Im Berichtsjahr 2007 lag die Oberbank jederzeit und deutlich über den aufsichtsrechtlich geforderten Kennzahlen.

Ausblick

Externe Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2008 wird eine Abschwächung der österreichischen Konjunktur erwartet. Der prognostizierte Anstieg des BIP von 2,2% bis 2,4% wird in erster Linie von Exporten (+ 6,3%) und Investitionen (+ 2,5%) getragen werden, der private Konsum wird mit einem erwarteten Zuwachs von 1,9% verhalten bleiben. Ein drohender Anstieg der Inflation macht Senkungen des Leitzinssatzes durch die EZB im ersten Halbjahr 2008 unwahrscheinlich. Für den Euroraum wird deshalb mit einem konstanten Zinsniveau gerechnet, ebenso für den US-Dollar – allerdings auf niedrigerem Niveau. Zwischen den Leitwährungen Euro, US-Dollar und Japanischer Yen werden für 2008 hohe Volatilitäten erwartet. Vor allem im Vorfeld der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl könnte der Dollar einen vorübergehenden Auftrieb erfahren.

Strategische Zielsetzungen

Um den Erfolgskurs der Vorjahre fortsetzen zu können, bildet die Absicherung des vorteilhaften Kreditrisikos auch im Geschäftsjahr 2008 einen wichtigen Schwerpunkt unserer Geschäftspolitik. Im Kernmarkt wollen wir unsere führende Position festigen und in unseren Wachstumsmärkten Wien, Niederösterreich, Bayern, Tschechien und Ungarn expandieren. Parallel dazu werden wir 2008 den Markteintritt als Vollbank in der Slowakei vorbereiten.

Im Firmen- und Privatkundengeschäft gilt unser Augenmerk einem qualitativen Kreditwachstum, der weiteren Steigerung der Effizienz im Vertrieb sowie der Absicherung der hohen Beratungsqualität. Zur Absicherung unserer Liquidität wird ein weiteres Wachstum der Primärmittel zumindest im Ausmaß des Kreditwachstums, also von etwa 7 bis 8%, angestrebt. Die laufende Erschließung von Rationalisierungspotenzialen wird unsere erfolgreiche Geschäftsstrategie hinsichtlich Profitabilität unterstützen.

Segment Firmenkunden

Im Geschäftsjahr 2007 sind die Kredite an unsere Firmenkunden um 5,3% oder A 345 Mio. auf A 6.877 Mio. angewachsen. Angesichts der schwächeren Konjunkturprognosen für den Euroraum und der nach wie vor überaus positiven Wachstumsaussichten für Tschechien und Ungarn von bis zu 5% streben wir für das Geschäftsjahr 2008 bei der Finanzierung von Kommerzkunden ein Wachstum auf dem Niveau des Jahres 2007 an. Unsere Wachstumsmärkte werden einen wiederholt hohen Beitrag zu dieser Entwicklung liefern.

Ein wichtiger Motor des Kreditwachstums bleibt die überdurchschnittlich starke Expansions- und Internationalisierungstätigkeit unserer Firmenkunden. Um das damit verbundene Potenzial noch stärker zu nützen, werden wir im Jahr 2008 einen besonderen Beratungsschwerpunkt in diesen Geschäftsfeldern setzen.

Konjunkturabkühlung in 2008

Festigung der Position in den Oberbank Wachstumsmärkten

Segment Privatkunden

Höheres Wachstum als Gesamtmarkt angestrebt

Bei den Privatfinanzierungen wollen wir auch 2008 stärker als der Gesamtmarkt wachsen. Zur angestrebten Steigerung des Finanzierungsvolumens um etwa 10% auf rund A 2.000 Mio. (nach +11,9% auf A 1.820 Mio. im Jahr 2007) werden unsere Wachstumsregionen überproportional beitragen. Beratungsintensive Geschäftsfelder wie Wohnbau- und Vorsorgeprodukte bleiben im operativen Fokus. Im Bereich Private Banking bilden die Neukundengewinnung sowie die Steigerung der betreuten Vermögen die wichtigsten Ziele für 2008.

Segment Financial Markets

Bei unseren Equity-Beteiligungen rechnen wir für 2008 mit ähnlich hohen Ergebnissen wie im Jahr 2007. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft werden wir unseren konservativen Weg fortsetzen und erwarten eine positive Entwicklung.

Entwicklung des Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2008

Für das Geschäftsjahr 2008 gehen wir von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der Oberbank aus.

Kontinuierliche Ergebnisentwicklung und striktes Kostenmanagement in 2008

Beim Zinsergebnis erwarten wir einen Zuwachs, der sowohl vom Wachstum des Finanzierungsgeschäftes als auch von den Beteiligungen getragen sein wird. Das Provisionsergebnis wird im Wertpapiergeschäft von den schwierigeren Bedingungen an den internationalen Börsen geprägt sein, durch innovative Produkte und einen Zuwachs bei den betreuten Kundengeldern streben wir aber Zusatzerträge an. Auch die Provisionserträge aus dem Kredit- und Garantiegeschäft sowie aus dem Zahlungsverkehr wollen wir steigern.

Wir gehen davon aus, dass der Anstieg der Betriebsaufwendungen im Geschäftsjahr 2008 unter jenem der betrieblichen Erträge liegen wird. Der Personalaufwand wird aufgrund von kollektivvertraglichen und außertourlichen Gehaltserhöhungen sowie der Expansion in unseren Wachstumsmärkten ansteigen.

Der Sachaufwand und die Abschreibungen auf Sachanlagen sollten sich trotz der Filialexpansion nur unwesentlich erhöhen, weshalb die Cost-Income-Ratio auch 2008 unter 55% liegen sollte.

Bei der Risikovorsorge aus dem Kreditgeschäft streben wir eine weitere Stabilisierung an, bei einem steigenden Kreditvolumen soll die Wertberichtigungsquote sinken.

In Summe rechnen wir aufgrund der getroffenen Annahmen beim operativen Betriebsergebnis und beim Jahresüberschuss mit einer kontinuierlichen Entwicklung, die auch in Zukunft die Stärkung der Eigenkapitalausstattung, die Vergütung an die Aktionäre und die Fortsetzung des nachhaltigen Wachstumskurses der Oberbank sicherstellen soll. Darauf aufbauend erwarten wir eine stabile Entwicklung des Return on Equity auf dem Niveau des Jahres 2007 von rund 12% und eine Kernkapitalquote auf unverändert hohem Niveau.

Linz, 15. Februar 2008

Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

Segmentbericht Gliederung der Segmente und Überblick

Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges

Die Segmentberichterstattung der Oberbank orientiert sich an der internen Verantwortungsstruktur der Kundenbetreuung und unterscheidet die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges.

Das Segment Firmenkunden umfasst Unternehmen und selbständig Erwerbstätige. Gegenüber diesem Kundenkreis positioniert sich die Oberbank als Bank für Industrie und den gehobenen Mittelstand mit hoher Auslandskompetenz. Auch der Teilkonzern Leasing wird in diesem Segment abgebildet.

Im Segment Privatkunden ist das Ergebnis der Geschäftsbeziehungen mit unselbständig Erwerbstätigen und Privatpersonen abgebildet.

Im Segment Financial Markets wird das Ergebnis der Beteiligungen, der Handelstätigkeit, das Zinsergebnis aus dem Überhang der unverzinslichen Passiva sowie der Fristentransformation dargestellt. Im Sinne einer einheitlichen Zuordnung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen wird die quotenkonsolidierte Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H. ab dem Geschäftsjahr 2007 im Segment Financial Markets anstatt wie bisher im Segment Firmenkunden erfasst.

Erträge und Aufwendungen, vor allem Gemeinkosten im Bereich Sach- und Personalaufwand und Abschreibungsaufwendungen, deren Zuordnung oder Verteilung auf andere Segmente nicht sinnvoll erscheint, werden im Segment Sonstiges ausgewiesen.

Keine Sekundärsegmente; 10%-Schwelle wird nicht überschritten

Eine Aufstellung nach sekundären Segmenten entfällt, da die in den IFRS definierte Schwelle von 10% sowohl hinsichtlich Ergebnisbeitrag wie auch bei der Zuordnung der Vermögenswerte unterschritten wird.

Beträge in Mio. E Firmen- Privat- Financial Sonstiges Konzern-
kunden kunden Markets GuV 2007
Zinsergebnis 124,2 61,4 90,5 0,0 276,2
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -41,6 -9,9 -16,8 0,0 -68,4
Provisionsergebnis 54,1 47,7 0,0 0,0 101,8
Handelsergebnis 1,0 0,0 6,5 0,0 7,5
Verwaltungsaufwand -90,5 -79,7 -4,1 -28,8 -203,2
Sonstiger betrieblicher Erfolg 3,2 3,0 -7,2 0,2 -0,9
Jahresüberschuss vor Steuern 50,4 22,4 68,9 -28,6 112,9
Return on Equity (RoE) 9,2% 24,4% 31,5% 13,2%
Cost-Income-Ratio 49,6% 71,2% 4,6% 52,8%

Segmentüberblick 2007

Eine ausführliche Darstellung der Segmentberichterstattung mit Vorjahresvergleich erfolgt in den Erläuterungen zum Konzernabschluss auf Seite 107.

Segment Firmenkunden

Im Segment Firmenkunden werden die Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen und selbständig Erwerbstätigen wie auch das Leasinggeschäft abgebildet. Per Jahresende 2007 wurden in diesem Segment rund 35.000 Kunden betreut, um 6,2% mehr als im Vorjahr.

35.000 Firmenkunden

2007 Veränderung 2006 2005
124,2 11,0% 111,9 103,6
-41,6 18,9% -35,0 -42,0
54,1 7,9% 50,2 48,9
1,0 >100% 0,2 0,0
-90,5 16,2% -77,9 -73,4
3,2 >100% 1,6 1,7
50,4 -1,3% 51,0 39,3
44,6% 5,0%-P. 39,6% 49,6%
7.130,3 10,4% 6.455,8 5.959,8
6.715,6 2,7% 6.541,5 6.099,1
4.173,5 14,3% 3.650,1 2.860,1
545,3 13,8% 479,3 428,6
9,2% -1,4%-P. 10,6% 9,2%
49,6% 2,1%-P. 47,5% 47,4%

Geschäftsverlauf 2007 im Überblick

Im Segment Firmenkunden musste im Geschäftsjahr 2007 ein leichter Rückgang des Jahresüberschusses vor Steuern von 1,3% auf A 50,4 Mio. verzeichnet werden. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist der deutliche Anstieg der Risikovorsorgen um 18,9% auf A 41,6 Mio. Das Zinsergebnis profitierte vom Euro-Zinsmarkt und von der Expansion in Bayern und Tschechien und konnte um 11,0% auf A 124,2 Mio. gesteigert werden. Auch der Anstieg des Verwaltungsaufwandes um 16,2% ist im Wesentlichen auf Expansionsprojekte zurückzuführen. Aufgrund dieser Entwicklung ging die Cost-Income-Ratio um 2,1 Prozentpunkte auf 49,6% zurück, fällt damit aber noch immer deutlich niedriger aus als jene des personal- und sachkostenintensiven Segmentes Privatkunden. Der Return on Equity vor Steuern (RoE) ging 2007 von 10,6% auf 9,2% zurück, was weitgehend auf die überdurchschnittliche Ausweitung der risikogewichteten Aktiva zurückzuführen ist.

Firmenkredite

Das Geschäftsjahr 2007 war von einer weiteren Belebung des Kreditgeschäftes geprägt. Die Ausleihungen an Firmenkunden erreichten zum 31.12. 2007 ein Volumen von A 6.877,1 Mio., was einem Anstieg von 5,3% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auf die Sparten Industrie und Gewerbe entfallen mehr als 40% des Kommerzkreditvolumens, womit die Oberbank ihre herausragende Rolle als Bank der Industrie und des Mittelstandes unterstreicht. Besonders stark konnte sich im Berichtsjahr auch die Finanzierung von Leasingunternehmen entwickeln, deren Anteil am Gesamtvolumen von 8,6% auf 12,0% anwuchs.

Struktur der Firmenkundenkredite nach Branchen in %

Exportfinanzierung

Stärkster Anbieter außerhalb Wiens

Als Bank mit hoher Kompetenz und einer langen Tradition in allen Bereichen des Auslandsgeschäftes konnte die Oberbank 2007 ihre Stärken in diesem stark umkämpften Bereich beweisen. Die Marktanteile im geförderten Betriebsmittelbereich bei den KMU konnten nahezu stabil gehalten und im Corporate-Segment stark ausgebaut werden. In diesem Geschäftsfeld nimmt die Oberbank österreichweit den 2. Rang ein und ist außerhalb von Wien sogar der stärkste Anbieter.

Entwicklung Exportfondskredite (Obligo) 2003 bis 2007 in Mio. E

Nachdem im Vorjahr die A 100-Mrd.-Grenze durchbrochen worden war, konnte die österreichische Exportwirtschaft im Jahr 2007 um 9,6% zulegen. Die Exporteure nutzen ihre Chancen auf den internationalen Märkten trotz des starken Euros erfolgreich und nehmen die Fördermöglichkeiten im Bereich der Finanzierung und Risikoabsicherung gezielt in Anspruch. Die Oberbank profiliert sich in diesem Geschäftsfeld ausgezeichnet und setzt auf das Know-how ihrer Spezialisten in der Unternehmenszentrale, die eng mit den Firmenkundenberatern vor Ort zusammenarbeiten. Der Bereich Auslandsgeschäft bildet daher auch einen expliziten Schwerpunkt in der Weiterbildung unserer Mitarbeiter, der im Jahr 2008 ausgebaut und weitergeführt wird.

Innovations- und Expansionsfinanzierung

Marktanteil bei ERP-Krediten von 22%

Die starke Konjunkturentwicklung förderte im Berichtsjahr die Investitions- und Innovationsbereitschaft der Unternehmen. Dank ihrer langjährigen Erfahrung und der guten Kontakte zu den Fördereinrichtungen konnte die Oberbank im Jahr 2007 das Ergebnis im Bereich der geförderten Investitionsfinanzierung nochmals deutlich steigern. Einen besonderen Stellenwert nehmen nach wie vor die ERP-Kredite (Fixverzinsungen ab 1,75 % p.a. bei gleichzeitiger Gebührenbefreiung und Zuschussförderung) ein, die vor allem beim Mittelstand und der Industrie auf großes Interesse stoßen. In diesem Segment konnte 2007 das für Oberbank-Kunden bewilligte Förderkreditobligo um 30% auf rund A 165 Mio. gesteigert werden. Das entspricht einem österreichweiten Marktanteil von 22%, womit die Oberbank der zweitstärkste und außerhalb Wiens der erfolgreichste österreichische Antragsteller beim ERP-Fonds ist.

2007 wurde der Oberbank bzw. der 3 Banken Gruppe von der Europäischen Investitionsbank (EIB) ein weiteres »Globaldarlehen« über A 45 Mio. zur zinsbegünstigten Finanzierung von KMU-Investitionen zur Verfügung gestellt.

Syndizierte Kredite

Um großvolumige Finanzierungsanfragen unserer Kunden unter Einhaltung von internen Vorgaben und der Grenzen des Bankwesengesetzes darstellen zu können, ist eine Zusammenarbeit mit Risikopartnern oftmals erforderlich. Nach der Abwicklung vereinzelter Syndizierungen in der Vergangenheit bildete die Vorbereitung systematischer Abläufe für Syndizierungen bzw. für die Risikoteilung in Form von Unterbeteiligungen und Konsortialkrediten einen operativen Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2007. Neben den organisatorischen Grundlagen für eine effektive Abwicklung wurde ein Netzwerk an potenziellen Risikopartnern geschaffen. Der weitere Ausbau dieses Partnernetzwerkes sowie der entsprechenden Personalressourcen für die Syndizierungsaufgaben und die dahinter liegenden Abwicklungstätigkeiten zählen zu den Herausforderungen für das Jahr 2008.

Auslandsinvestitionen

Obwohl bereits Ende 2006 absehbar war, dass sich das Zinsniveau in den verschiedenen Förderverfahren der EU und auch der österreichischen Fördereinrichtungen wie der Kontrollbank oder des Austria Wirtschaftsservice stark erhöhen wird, konnte die Oberbank 2007 im Bereich der geförderten Finanzierungen von Auslandsinvestitionen einen Zuwachs von 32,6% verzeichnen. Insbesondere bei der Absicherung des wirtschaftlichen Risikos von Auslandsinvestitionen (über die Austria Wirtschaftsservice GmbH) haben unsere Kunden auf die Unterstützung und die Kompetenz unserer Spezialisten vertraut. Investiert wurde 2007 hauptsächlich in EU-Ländern wie Deutschland, Tschechien oder der Slowakei sowie in den aufstrebenden Staaten Asiens, etwa in Indien. Die aktuellen Anfragen und Projekte beziehen sich hauptsächlich auf EU-Länder wie Rumänien oder die Slowakei, aber auch auf Russland und die Länder des Westbalkans.

Wachstumsmärkte

Die zunehmende Bedeutung unserer Wachstumsmärkte spiegelt sich im Kommerzkreditbereich deutlich wider. Im Geschäftsjahr 2007 stammten bereits 60% des Zuwachses im Kreditgeschäft von etwa A 185 Mio. aus Bayern und Tschechien.

Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit in Tschechien und Ungarn erforderte eine effiziente Grundlage für die Abwicklung der Bonitätsbeurteilung im Firmenkundengeschäft. Die dafür notwendigen Prozesse wurden definiert und eingerichtet. Die Analyse tschechischer und ungarischer Jahresabschlüsse unserer Firmenkunden erfolgt direkt in Budweis bzw. Budapest und wird laufend einer Evaluierung unterzogen. Der geplante Expansionsschritt in die Slowakei verlangt neben der Anpassung der Kreditprozesse die Erarbeitung eines auf die Marktbedürfnisse abgestimmten Paketes von Finanzierungslösungen.

Sicht- und Termineinlagen

Aufgrund der Turbulenzen an den internationalen Börsen kehrten viele Anleger zu den traditionellen Anlageformen zurück. Im Segment Firmenkunden drückt sich dieses veränderte Anlageverhalten durch einen Anstieg der Sicht- und Termineinlagen um 15,5% auf A 3.249,1 Mio. aus.

Private-Equity-Netzwerk der Oberbank

Mit einem Volumen von A 150 Mio. zählt der im November 2006 gegründete Oberbank Opportunity Fonds (OOF) zu den größten Private Equity- und Mezzaninfonds Österreichs, Bayerns und Tsche-

60% des Wachstums der Kommerzkredite stammen aus Bayern und Tschechien

Kommentar des Vorstandes Corporate Governance Die Oberbank Lagebericht Segmentbericht Konzernabschluss Serviceangaben

Etablierung eines Partnernetzwerkes

chiens. Für Unternehmen aus diesen Zielmärkten sind A 50 Mio. für Eigenkapitalbeteiligungen (Private Equity) und A 100 Mio. für Finanzierungen mit Mezzaninkapital (in der Regel nachrangige, unbesicherte Darlehen) vorgesehen. In kürzester Zeit ist es gelungen, eine attraktive Marktstellung und einen hohen Bekanntheitsgrad zu erzielen. Im Geschäftsjahr 2007 wurden bereits mehr als A 20 Mio. ausgereicht, wobei sich Finanzierungen von Gesellschafterwechseln und Expansionsprojekten nahezu die Waage halten.

Dichtes Netzwerk für Equity-Finanzierungen

Neben ihren eigenen Aktivitäten hat sich die Oberbank in Österreich auch ein dichtes Netzwerk für Equity-Finanzierungen aufgebaut. Die langjährige Zusammenarbeit mit der UIAG wurde unter der Führung der Cross-Holding auf eine neue Basis gestellt, beim "Buy Out Central Europe"-Fonds, der 2007 gegründet wurde, ist die Oberbank maßgeblicher Bankpartner. Die Beteiligungen an der Danube Equity AG, an der Mezzanin Finanzierungs AG und am Restrukturierungsfonds REB II entwickelten sich plangemäß. Neu begründet wurde ein Investment in die »Gain Capital«, einen europäischen Private-Equity-Dachfonds.

Dokumentengeschäft und Garantien

Die Entwicklung im Dokumenten- und Garantiegeschäft verlief 2007 überaus positiv. Die Garantieprovisionen konnten um 7,4%, die Akkreditiv- und Inkassoprovisionen um 29,6% gesteigert werden. Zu diesem Ergebniszuwachs haben sowohl unsere traditionellen Kernmärkte wie auch die Wachstumsmärkte beigetragen. Die Oberbank profiliert sich in diesem Geschäftsfeld durch eine fachübergreifende Lösungsfindung, um eine optimale Kombination aus Absicherungs- und Finanzierungslösungen aller Auslandsgeschäfte anbieten zu können.

Leasing

Die Oberbank betreibt das Leasinggeschäft in seiner ganzen Bandbreite (Kfz-, Mobilien- und Immobilienleasing) in fünf Ländern. In Österreich sind wir in fünf Bundesländern tätig, international in Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Den Schwerpunkt des Leasingvolumens bildet nach wie vor das Finanzierungsleasing, die Nachfrage nach operationalen Leasingprodukten im Sinne der IFRS- bzw. der US-GAAP-Richtlinien steigt jedoch kontinuierlich. Diese Entwicklung erfordert laufende Innovationen bei der Vertragsgestaltung, um den Anforderungen unserer Kunden bestmöglich gerecht zu werden. Die Oberbank Leasing GmbH verfügt in diesem Bereich über fundiertes Know-how und hohe Sachkompetenz. Der Markt goutiert diese Aufstellung regelmäßig; so konnte im Berichtsjahr beispielsweise der Zuschlag für die Errichtung und Finanzierung des »Power-Tower« der Energie AG erlangt werden.

Der Marktanteil am gesamten Neugeschäft beläuft sich für 2007 auf knapp unter 4%. Im Bereich Busse und Groß-Lkw halten wir beim Neugeschäft einen bundesweiten Marktanteil von 13,3%, beim Mobilien-Leasing von 6,68% bzw. 15,5% für Oberösterreich.

Über unsere ausländischen Leasing-Tochtergesellschaften betreuen wir nicht nur unsere österreichischen Kunden vor Ort, sondern erzielen auch originäres Geschäft. In Tschechien halten wir einen Marktanteil am Neugeschäft von deutlich über 2%, in der Slowakei von etwas unter 2% und in Ungarn von rund 1%. In den nächsten Jahren soll der Marktanteil in allen vertretenen Regionen kontinuierlich ausgebaut werden; der Filialausbau ist weitgehend abgeschlossen.

Entwicklung des Leasing-Geschäftes in Mio. E

Zum Bilanzstichtag 30.9.2007 weist der Leasing-Teilkonzern, der aus 28 Gesellschaften besteht, einen Barwert der Kundenforderungen in Höhe von A 983 Mio. auf, um 31% mehr als im Vorjahr. Das Neugeschäft konnte um 35% auf A 508 Mio. gesteigert werden.

Absicherungs-Know-how für Firmenkunden

Starke Volatilitäten an den Devisenmärkten lösten bei unseren export- bzw. importorientierten Kunden 2007 eine starke Handelsaktivität mit Devisen aus. Das traditionelle Absicherungsinstrument, das »Devisentermingeschäft«, wird immer öfter durch Devisenoptionen ersetzt. So konnten wir die Abschlüsse von Devisenoptionen im Geschäftsjahr 2007 mehr als verdoppeln und auf über 4.000 steigern. Die klassischen Absicherungsprodukte erreichten das Niveau von 2006.

Seit 2007 bietet die Oberbank auch Absicherungsmöglichkeiten gegen Rohstoffpreisrisiken in ausgewählten Bereichen an. Erste erfolgversprechende Abschlüsse konnten schon getätigt werden.

Schnelligkeit, Innovation und kompetitive Preisgestaltung stehen unverändert im Mittelpunkt der Direktkunden-Betreuung. Mehr als 220 Kunden – vom Kleinbetrieb bis zum börsenotierten Unternehmen – nutzen dieses Service. Absicherungsstrategien im Devisenbereich, Tradingmöglichkeiten für risikoorientierte Anleger und seit 2007 auch Absicherungsinstrumente für Rohstoffpreise bilden neben der Wertpapierveranlagung für Firmenkunden die zentralen Aufgaben der Direktkunden-Betreuung.

Zahlungsverkehr

Die Erträge aus dem Zahlungsverkehr entwickelten sich 2007 sehr positiv – sowohl im Firmen- wie auch im Privatkundengeschäft. Die Transaktionsmengen waren deutlich höher als im Vorjahr – bei grenzüberschreitenden Überweisungen wurde ein Anstieg von 18% verzeichnet. Mit der Schaffung der »Oberbank Payment Area« wurden bislang zum Teil getrennt geführte Zahlungsverkehrslösungen für vier Länder unter einem Dach zusammengefasst, wobei vor allem die Geschäftsaufnahme in Ungarn eine besondere Herausforderung darstellte. In Hinblick auf SEPA (Single Euro Payments Area) wurde in Arbeitsgruppen an den notwendigen Vorbereitungen gearbeitet und es wurden diesbezüglichen Anforderungen erfüllt.

Devisenoptionen gewinnen an Bedeutung

18% mehr grenzüberschreitende Überweisungen

Segment Privatkunden

Im Segment Privatkunden ist das Ergebnis der Geschäftsbeziehungen mit unselbständig erwerbstätigen Kunden und Privatpersonen abgebildet. Vorwiegend aufgrund der starken Expansion konnten wir die Anzahl unserer Privatkunden im Geschäftsjahr 2007 um 8,4% auf rund 270.000 Kunden steigern. Rund 600 Kundenberater stehen in den 126 Oberbank-Filialen diesem Kundenkreis zur Verfügung.

Anzahl Privatkunden Absolute Steigerung Steigerung in %
2004 235.200 8.200 3,6
2005 240.300 5.100 2,2
2006 248.468 8.168 3,4
2007 269.257 20.789 8,4
Segment Privatkunden
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Zinsergebnis 61,4 11,4% 55,2 47,0
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -9,9 35,1% -7,4 -8,9
Provisionsergebnis 47,7 6,6% 44,7 41,6
Handelsergebnis 0,0 - 0,0 0,0
Verwaltungsaufwand -79,7 -6,4% -75,0 -76,4
Sonstiger betrieblicher Erfolg 3,0 -1,6% 3,0 2,9
Jahresüberschuss vor Steuern 22,4 8,6% 20,6 6,2
Anteil am Jahresüberschuss vor Steuern 19,8% -2,2%-P. 22,0% 7,8%
Ø Kredit- und Marktrisikoäquivalent (BWG) 1.196,3 4,6% 1.143,4 1.035,1
Segmentvermögen 1.783,6 24,9% 1.427,8 1.305,8
Segmentschulden 4.050,8 17,5% 3.447,0 3.110,9
Ø zugeordnetes Eigenkapital 91,5 7,8% 84,9 74,4
Return on Equity vor Steuern (RoE) 24,4% 0,2%-P. 24,2% 8,3%
Cost-Income-Ratio 71,2% -1,7%-P. 72,8% 83,5%

Geschäftsverlauf 2007 im Überblick

Zins- und Provisionsergebnis deutlich verbessert, Jahresüberschuss vor Steuern + 8,6 %

Der Anstieg des Zinsergebnisses um 11,4% auf A 61,4 Mio. ist vorwiegend auf höhere Volumina und den Fokus auf den Eurozinsmarkt zurückzuführen. Die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft waren 2007 mit A 9,9 Mio. um A 2,5 Mio. höher als im Vorjahr. Die gute Entwicklung im Wertpapiergeschäft und im Zahlungsverkehr ermöglichte einen Anstieg des Provisionsergebnisses um 6,6% auf A 47,7 Mio. Trotz der fortgeführten Expansion und der stark gestiegenen Kundenanzahl konnten die Verwaltungsaufwendungen um 6,4% auf rund A 79,7 Mio. reduziert werden. Der Jahresüberschuss des Segmentes Privatkunden wurde von A 20,6 Mio. im Vorjahr um 8,6% auf A 22,4 Mio. gesteigert. Dank dieser Entwicklungen konnte die Cost-Income-Ratio von 72,8% auf 71,2% gesenkt werden. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 24,4%.

Privatkredite

Das Volumen der Privatfinanzierungen konnte 2007 um 11,3% oder A 184,4 Mio. gesteigert werden, womit ein Gesamtbestand von A 1.822,4 Mio. ausgewiesen wird. Die Privatkredite ohne Privatleasing erhöhten sich um 11,9% auf A 1.820 Mio.

Plus 11,3% auf E 1.822,4 Mio.

Konsum- und Wohnbaukredite* in Mio. E

Der Bestand an Konsumkrediten konnte um 3,2% auf A 309,1 Mio. erhöht werden. Der überproportionale Zuwachs bei langfristigen hypothekarisch besicherten Krediten und Darlehen in Euro um 25,2% auf A 821,0 Mio. resultiert unter anderem aus der Konvertierung zahlreicher Fremdwährungskredite aus dem Schweizer Franken in Euro, die zur Realisierung von Wechselkursgewinnen aufgrund der Abwertung des Schweizer Frankens durchgeführt wurden. Bei den Fremdwährungsfinanzierungen von Privatkunden war 2007 ein Rückgang um 1,3% auf A 588,0 Mio. zu verzeichnen.

Privatkonto

Die Anzahl der Privatkonten wurde im Berichtsjahr um 5.655 auf 155.310 Konten gesteigert. Die Wachstums- und Expansionsmärkte Niederösterreich und Wien sowie Bayern, Tschechien und Ungarn haben maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Spareinlagen

Die Unsicherheit an den Finanzmärkten hat die Entwicklung der Spareinlagen im Berichtszeitraum nachhaltig beeinflusst und ein Rekordwachstum ausgelöst. Inklusive Kapitalisierung ist der Euro-Spareinlagenbestand um 10,2% oder A 266,8 Mio. auf A 2.895 Mio. angewachsen. Hauptverantwortlich für diese starke Entwicklung war der höhere Zufluss bei den Kapitalsparbüchern von 40,3% oder A 341 Mio.; aber auch das »Oberbank Vorteilskonto spar« (»Sparkarte«) verzeichnete mit 28,9% auf A 35,5 Mio. ein deutliches Plus.

Wertpapiergeschäft

Im Wertpapiergeschäft konnte 2007 ein neues Rekordergebnis erwirtschaftet werden – mit A 44,2 Mio. wurde das Vorjahresergebnis um 8,6% übertroffen. Verlief die Entwicklung an den Kapitalmärkten während des ersten Halbjahres noch durchwegs positiv, änderte sich die Situation ab Juli drastisch. Im Oktober wurden die Höchststände des Frühjahres wieder erreicht, für eine dauerhafte Erholung waren jedoch die Stimmung und das Anlegervertrauen zu stark eingetrübt. Einhergehend mit der erhöhten Risikoaversion vieler Anleger gewannen Produkte mit niedrigerem Schwankungspotenzial markant an Bedeutung. Das Kundenvolumen auf Wertpapierdepots lag zum Jahresende mit A 8.042 Mio. um A 254 Mio. bzw. 3,3% über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Anstieg um 10,2% auf E 2.895 Mio.

»Das Hofbräuhaus ist das berühmteste Wirtshaus der Welt und eine alteingesessene Münchner Institution. Das verlangt auch von unseren Partnern Verlässlichkeit und Beständigkeit.«

Michael Sperger, Geschäftsführer

»Jahrzehntelanger Erfolg in einem wandlungsreichen Umfeld zeichnet das Hofbräuhaus aus. Darum erwarten wir auch von unserer Bank sowohl Konstanz als auch Beweglichkeit.«

Wolfgang Sperger, Geschäftsführer

»Nach mehr als 400 Jahren als Brauerei und Gaststätte ist das Münchner Hofbräuhaus noch dasselbe – nur noch erfolgreicher. Wie die Familie Sperger sind wir der Tradition und einem guten Ruf verpflichtet. Das Hofbräuhaus und die Oberbank – wir passen zusammen.«

Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Betreutes Kundenvermögen von mehr als E 2 Mrd.

Private Banking

Im Jahr 2007 wurde der Bereich Private Banking regional wie auch personell stark ausgebaut und kann mittlerweile in Österreich an sieben Standorten angeboten werden. Die zentral geführte Abteilung Private Banking & Asset Management bündelt die Betreuung aller Geschäftsstellen zum Thema Wertpapierveranlagung und bietet die damit verbundenen Dienstleistungen an. Hierzu zählen das individuelle Portfoliomanagement (iPM) für Kundenvermögen ab A 350.000 sowie das Brokerage für handelsorientierte Kunden mit größeren Aktiendepots. Beide Dienstleistungen erfreuten sich 2007 einer großen Nachfrage, sowohl die Kundenanzahl als auch die Volumina und Erträge konnten gesteigert werden.

Bei der Betreuung von Stiftungen genießt die Oberbank eine gute Reputation und konnte sich mit einem Netzwerk von Steuerberatern, Rechtsanwälten und weiteren Spezialisten erfolgreich positionieren.

In Summe betreuen wir im Private Banking Kundenvermögen von mehr als A 2 Mrd.

Oberbank Emissionen

In Summe E 384,4 Mio. erfolgreich platziert

Die von der Oberbank begebenen Anleihen stießen auch 2007 auf großes Anlegerinteresse. In Summe konnte ein Volumen von A 384,4 Mio. vorwiegend an den Kundenkreis der Oberbank abgegeben werden. Klassische Anleihen bildeten den Schwerpunkt. Aufgrund der sehr flachen Zinskurve war das Interesse an Fixzinsanleihen nur durchschnittlich, die zu Jahresbeginn 2007 emittierten Jubiläumsanleihen erreichten beispielsweise ein Volumen von A 61,4 Mio. Geldmarkt-Floater mit Euribor-Bindung stießen hingegen auf reges Interesse. A 80,0 Mio. davon entfielen auf Ergänzungskapitalanleihen, die die Eigenmittelbasis der Oberbank stärken. A 66,1 Mio. wurden an strukturierten Produkten begeben. Die Angebotspalette von Emissionen wurde ausgebaut; so widmet sich beispielsweise der New Energy Garant dem Bereich erneuerbare Energie.

Investmentfonds der 3 Banken Generali KAG

Korrekturen an den Aktienmärkten, steigende Zinsen und die damit verbundenen Kursverluste für Anleihen beeinflussten im Jahr 2007 auch die Entwicklung des österreichischen Fondsmarktes. Erstmals seit vielen Jahren musste der Gesamtmarkt einen Rückgang der Volumina verzeichnen. Auch die 3 Banken Generali KAG wies eine leicht rückläufige Volumensentwicklung auf. Das Fondsvolumen, das der Oberbank zuzurechnen ist, konnte hingegen auf über A 2 Mrd. leicht gesteigert werden.

In Summe verlief der Mittelzufluss in traditionelle Anleihen- und Aktienfonds 2007 unterdurchschnittlich. Innovative Management-Konzepte erzielten hingegen klare Volumenszuwächse. Die 3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft hat ihr Anlagespektrum rechtzeitig um zusätzliche Asset-Klassen erweitert – neben Aktien und Anleihen wird in Form von sogenannten »Absolute-Return«- Konzepten auch in Hedge-Fonds, Gold, Rohstoffe oder Immobilienaktien investiert. Die Qualität des Fondsangebotes der 3 Banken-Generali wurde auch 2007 extern gewürdigt – wie etwa mit der Verleihung des Dachfonds-Awards.

Fonds-Kurswerte der 3 Banken Generali KAG in Mrd. E

Bausparen

Die von der Oberbank für die Bausparkasse Wüstenrot abgeschlossenen Bausparverträge konnten im Jahr 2007 um 8,6% auf 12.166 Abschlüsse gesteigert werden. Unterstützt wurde diese Entwicklung von einer verbesserten Verzinsung sowie vom Anstieg der Bausparprämie von 3,0% auf 3,5%.

3 Banken Versicherungs-Service

Für das 3 Banken Versicherungs-Service (3BVS) verlief das Geschäftsjahr 2007 erfolgreich. Der Eigenvertrieb von Risikoversicherungen lag aufgrund eines stabilen Kreditgeschäftes im Rahmen der Erwartungen. Bei der Vermittlung von Kapitalversicherungen des Kooperationspartners Generali positionierte sich die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge mit laufender Prämie einmal mehr als Leitprodukt und konnte das Prämienvolumen deutlich steigern. Die Nachfrage nach Kapitalversicherungen gegen Einmalerlag entwickelte sich erwartungsgemäß verhalten; das Zinsumfeld und der Trend zu kurzen Laufzeiten bestimmten den Verlauf.

In Summe wurden im Geschäftsjahr 54.468 Vertragsabschlüsse (2006: 56.903) erzielt, wovon 47.369 (2006: 48.958) auf eigene Risikoversicherungen und 4.857 (2006: 4.386) auf Kapitalversicherungen der Generali entfallen. Das 3BVS erzielte in Summe ein Prämienvolumen von A 53,5 Mio., wovon der Oberbank 43,9% oder A 23,5 Mio. zuzuschreiben sind. Der Rückgang im Gesamtvolumen um 12% gegenüber 2006 erklärt sich durch das für Einmalerläge schwierige Umfeld.

Zahlungsverkehr

Die Oberbank konnte 2007 aufgrund der weiterhin steigenden Bedeutung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs die daraus resultierenden Umsätze um 10% steigern, womit erstmals die Grenze von A 100 Mio. überschritten wurde.

Entwicklung des eBankings in 1.000

Durchschnittliche Anzahl Überweisungen pro Monat Durchschnittliche Anzahl eBanking-Kunden pro Monat

Geförderte Zukunftsvorsorge unverändert beliebt, Einmalerläge rückläufig

Im Kartengeschäft konnten wir auch 2007 einen weiteren Nachfrageanstieg verzeichnen. Bei rund 105.000 ausgegebenen Bankomatkarten (+5% im Vergleich zum Vorjahr) erhöhte sich die Ausstattungsquote von 72,6% des Vorjahres auf 74,2% aller Privatkonten. Im Kreditkartengeschäft stieg die Zahl der ausgegebenen Karten um 4,7% auf fast 44.000 an.

Bereits mehr als 50.000 Kunden der Oberbank nützen die Vorteile unseres Internet-Angebotes. Die Anzahl der eBanking-Kunden wie auch die Umsätze der über Internet durchgeführten Überweisungen haben sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt.

Segment Financial Markets

Im Segment Financial Markets wird das Ergebnis der Beteiligungen, der Handelstätigkeit, das Zinsergebnis aus dem Überhang der unverzinslichen Passiva sowie der Fristentransformation dargestellt. Die quotenkonsolidierte Alpenländische Garantie-Gesellschaft m.b.H. wird ab dem Geschäftsjahr 2007 in diesem Segment und nicht wie bisher im Segment Firmenkunden erfasst. Daraus erklärt sich das hohe Volumen an Risikovorsorgen im Kreditgeschäft im Segment Financial Markets.

Segment Financial Markets
2006 2005
90,5 22,2% 74,1 63,9
-16,8 20,4% -14,0 -0,1
0,0 - 0,0 0,0
6,5 -1,2% 6,6 5,7
-4,1 -6,7% -4,4 -4,5
-7,2 23,1% -5,9 8,2
68,9 22,0% 56,4 73,2
61,0% -14,3%-P. 75,3% 92,4%
2.854,4 10,6% 2.581,8 1.876,4
5.425,7 9,8% 4.941,0 4.678,6
5.543,7 -1,3% 5.614,5 4.642,4
218,3 13,9% 191,7 134,9
31,5% 2,1%-P. 29,4 54,3%
4,6% -1,3%-P. 5,9 5,8%
2007 Veränderung

Der größte Beitrag zum Zinsergebnis des Segmentes von A 90,5 Mio. resultiert mit A 81,3 Mio. abzüglich Refinanzierungsaufwand aus den anteiligen Jahresüberschüssen der voestalpine, BKS und BTV, die at Equity im Konzernabschluss der Oberbank konsolidiert werden. Das Handelsergebnis war hingegen um 1,2% auf A 6,5 Mio. leicht rückläufig. Der Jahresüberschuss vor Steuern des Segmentes konnte um 22,0% auf A 68,9 Mio. verbessert werden. Bedingt durch diesen deutlichen Anstieg und den mit 13,9% geringeren Zuwachs des dem Segment zugeordneten Eigenkapitals konnte der Return on Equity vor Steuern von 29,4% auf 31,5% angehoben werden. Die Cost-Income-Ratio lag mit 4,6% um 1,3 Prozentpunkte unter dem Niveau des Vorjahres.

Die strategische Zielsetzung des Segmentes Financial Markets liegt im Halten von eigenen Positionen – insbesondere von Beteiligungen und festverzinslichen Wertpapieren –, um die Liquidität zweiten Grades abzusichern. Zudem kommen sonstige Veranlagungsformen zum Einsatz, die auf Basis definierter Limite ein optimales Ergebnis versprechen. Der Eigenhandel im Zins- und Währungsgeschäft wird durch die dynamische Entwicklung unseres Auslandsgeschäftes begünstigt.

Aktiv-Passiv-Management – Strukturbeitrag

Das Aktiv-Passiv-Management-Komitee der Oberbank versucht auf Basis der Zinserwartung das Verhältnis von Strukturbeitrag und Zinsänderungsrisiko zu optimieren. Der Strukturbeitrag versteht sich als Ertrag, der durch Fristentransformation – kurzfristige Refinanzierung einer langfristigen Veranlagung – erwirtschaftet wird. Die aufgrund der flachen Zinskurve 2007 reduzierten Zinsbeiträge stellten für das Aktiv-Passiv-Management eine besondere Herausforderung dar.

Bankbeziehungen

Das internationale Netzwerk der Oberbank zählt weltweit rund 2.500 Bankpartner. Mit etwa 700 Banken wird auf breiter Basis und mit hoher Intensität im Kunden- und Eigengeschäft der Bank zusammengearbeitet. Das ermöglicht es uns, weltweit für unsere Kunden sämtliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit Absicherung, Zahlungen und Finanzierungen anzubieten.

Im Bereich Global Financial Markets/Financial Institutions wurde die Anpassung der Auslandsstrategie mit Fokus auf unsere Expansionsmärkte Bayern, Tschechien und Ungarn und auf Regionen, die für unsere Kunden von Bedeutung sind, weiterentwickelt.

Segment Sonstiges

Im Segment Sonstiges sind jene Erträge und Aufwendungen – vor allem Gemeinkosten im Bereich Sach- und Personalaufwand sowie Abschreibungsaufwendungen – angeführt, deren Aufteilung bzw. Zuordnung auf andere Segmente nicht sinnvoll erscheint. Mit A 28,8 Mio. sind die Verwaltungsaufwendungen des Segmentes dementsprechend hoch. Nach Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von A 0,2 Mio. weist das Segment ein negatives Jahresergebnis vor Steuern von A 28,6 Mio. aus.

Verbesserung des Jahresüberschusses vor Steuern um 22,0% auf E 68,9 Mio.

Weltweites Netz von 2.500 Bankpartnern

KONZERNABSCHLUSS

Konzernabschluss 2007 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Inhaltsverzeichnis IFRS-Konzernabschluss

Konzernrechnung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung 82
Bilanz zum 31.12. 2007 83
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 84
Geldflussrechnung 85
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss
Einleitung 87
1) Konsolidierungskreis der Oberbank 87
2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze 87
Details zur Gewinn-und
-Verlust-Rechnung
3) Zinsergebnis 94
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 94
5) Provisionsergebnis 94
6) Handelsergebnis 94
7) Verwaltungsaufwand 95
8) Sonstiger betrieblicher Erfolg 95
9) Ertragsteuern 95
10) Ergebnis je Aktie 95
Details zur Bilanz
11) Barreserve 96
12) Forderungen an Kreditinstitute 96
13) Forderungen an Kunden 96
14) Risikovorsorgen 97
15) Handelsaktiva 97
16) Finanzanlagen 97
17) Immaterielle Anlagevermögenswerte 98
18) Sachanlagen 98
19) Sonstige Aktiva 99
20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 99
21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 100
22) Verbriefte Verbindlichkeiten 100
23) Rückstellungen 100
24) Sonstige Passiva 101
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) 101
26) Nachrangkapital 102
27) Eigenkapital 102
28) Anlagenspiegel 103
29) Fair Value von Finanzinstrumenten 104
30) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen 106
31) Segmentberichterstattung 107
32) Zinslose Aktiva 108
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 109
34) Nachrangige Vermögensgegenstände 109
35) Fremdwährungsvolumina 109
36) Treuhandvermögen 109
37) Echte Pensionsgeschäfte 109
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 109
39) Unternehmen des Konsolidierungskreises 110

Risikobericht

40) Gesamtrisikomanagement 113
41) Adressenausfallrisiko 115
42) Beteiligungsrisiko 118
43) Marktrisiko 118
44) Operationelle Risiken 120
45) Liquiditätsrisiko 121
46) Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick 122
47) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte 123
48) Patronatserklärungen für Beteiligungen 124

Informationen aufgrund österreichischen Rechts

49) Konzerneigenkapital 125
50) Personal 125
51) Wertpapieraufgliederung nach BWG 125
52) Wesentliche Unterschiede eines Konzernabschlusses nach
IFRS zu einem nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften
erstellten Konzernabschluss 126
53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis 126
54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG 128
55) Beteiligungsliste gemäß UGB 128

Oberbank-Konzern Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2007

2007 2006 Veränderung Veränderung
in C 1.000 in C 1.000 in C 1.000 in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge (3) 613.665 479.655 134.010 27,9
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3) -418.794 -297.763 -121.031 40,6
3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen (3) 81.299 59.296 22.003 37,1
ZINSERGEBNIS (3) 276.170 241.188 34.982 14,5
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (4) -68.385 -56.330 -12.055 21,4
5. Provisionserträge (5) 113.178 105.825 7.353 6,9
6. Provisionsaufwendungen (5) -11.405 -10.956 -449 4,1
PROVISIONSERGEBNIS (5) 101.773 94.869 6.904 7,3
7. Handelsergebnis (6) 7.501 6.836 665 9,7
8. Verwaltungsaufwand (7) -203.182 -193.843 -9.339 4,8
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) -936 756 -1.692 >100,0
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – FV/PL (8) 1.136 -4.729 5.865 >100,0
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – AfS (8) -9.296 -441 -8.855 >100,0
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – HtM (8) -29 0 -29 >100,0
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) 7.253 5.926 1.327 22,4
JAHRES
ÜBERSCHUSS
VOR
STEUERN
112.941 93.476 19.465 20,8
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (9) -10.430 -10.260 -170 1,7
JAHRES
ÜBERSCHUSS
NACH
STEUERN
102.511 83.216 19.295 23,2
11. Fremdanteil am Jahresüberschuss 0 0 0
KONZERN JAHRES
ÜBERSCHUSS
102.511 83.216 19.295 23,2
KENNZAHLEN 2007 2006
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % 52,84 56,41
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % 13,21 12,37
RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % 11,99 11,01
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % 24,76 23,36
Ergebnis pro Aktie in A 11,46 9,62

Oberbank-Konzern Bilanz zum 31.12.2007

31.12.2007 31.12.2006 Veränderung Veränderung
AKTIVA in C 1.000 in C 1.000 in C 1.000 in %
1. Barreserve (11) 303.946 148.446 155.500 >100,0
2. Forderungen an Kreditinstitute (12) 2.058.046 2.052.806 5.240 0,3
3. Forderungen an Kunden (13) 8.697.157 8.158.332 538.825 6,6
4. Risikovorsorgen (14) -198.132 -190.720 -7.412 3,9
5. Handelsaktiva (15) 75.691 106.227 -30.536 -28,7
6. Finanzanlagen (16) 2.988.165 2.635.195 352.970 13,4
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL (16) 359.170 325.435 33.735 10,4
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS (16) 1.048.998 907.238 141.760 15,6
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM (16) 1.189.489 1.038.030 151.459 14,6
d) Anteile an at Equity Unternehmen (16) 390.508 364.492 26.016 7,1
7. Immaterielles Anlagevermögen (17) 8.495 10.219 -1.724 -16,9
8. Sachanlagen (18) 181.127 136.486 44.641 32,7
a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18) 48.117 14.162 33.955 >100,0
b) Sonstige Sachanlagen (18) 133.010 122.324 10.686 8,7
9. Sonstige Aktiva (19) 216.275 164.830 51.445 31,2
a) Steueransprüche (19) 23.048 14.379 8.669 60,3
b) Sonstige (19) 193.227 150.451 42.776 28,4
SUMME AKTIVA 14.330.770 13.221.821 1.108.949 8,4
PASSI VA
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) 4.030.316 4.269.213 -238.897 -5,6
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21) 7.144.751 6.110.644 1.034.107 16,9
3. Verbriefte Verbindlichkeiten (22) 1.134.696 1.004.825 129.871 12,9
4. Rückstellungen (23) 312.929 308.726 4.203 1,4
5. Sonstige Passiva (24) 258.482 206.807 51.675 25,0
a) Handelspassiva (25) 8.601 5.321 3.280 61,6
b) Steuerschulden (24) 3.520 1.886 1.634 86,6
c) Sonstige (24) 246.361 199.600 46.761 23,4
6. Nachrangkapital (26) 560.135 489.917 70.218 14,3
7. Eigenkapital (27) 889.461 831.689 57.772 6,9
a) Eigenanteil (27) 888.655 830.920 57.735 6,9
b) Minderheitenanteil (27) 806 769 37 4,8
SUMME PASSI
VA
14.330.770 13.221.821 1.108.949 8,4

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2007

Gezeichnetes
Kapital
rücklagen
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
ausgleichsposten
Währungs-
lagen gem. IAS 39
Bewertungsrück-
ohne Fremdanteile
Eigenkapital
Anteile im Fremdbesitz Eigenkapital
in E 1.000
Stand 1.1.2006 69.956 85.410 504.782 339 32.052 692.539 776 693.315
Konzernjahresüberschuss - - 83.216 - - 83.216 0 83.216
Dividendenausschüttung - - -11.634 - - -11.634 - -11.634
Kapitalerhöhung 5.385 53.495 - - - 58.880 - 58.880
Veränderung Währungsausgleichsposten - - - 97 - 97 - 97
Erwerb eigener Aktien 18 -3 - - - 15 - 15
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen* - - - - 16.458 16.458 - 16.458
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen - - -8.651 - - -8.651 -7 -8.658
hievon Eigenkapitalveränderung assoziierter
Unternehmen - - -3.564 - - -3.564 - -3.564
STAN
D 31. 12. 2006
75.359 138.902 567.713 436 48.510 830.920 769 831.689
Stand 1.1.2007 75.359 138.902 567.713 436 48.510 830.920 769 831.689
Konzernjahresüberschuss - - 102.511 - - 102.511 0 102.511
Dividendenausschüttung - - -13.376 - - -13.376 - -13.376
Kapitalerhöhung 337 4.063 - - - 4.400 - 4.400
Veränderung Währungsausgleichsposten - - - 157 - 157 - 157
Erwerb eigener Aktien -131 -252 - - - -383 - -383
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen* - - - - -897 -897 - -897
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen - - -34.677 - - -34.677 37 -34.640
hievon Eigenkapitalveränderung assoziierter
Unternehmen - - -34.669 - - -34.669 - -34.669
STAN
D 31. 12. 2007
75.565 142.713 622.171 593 47.613 888.655 806 889.461
Im Eigenkapital erfasste Ertrags- und Aufwandsposten 2007 2006
Bewertungsgewinne/-verluste von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten (AfS-Rücklage) -1.196 21.944
Steuern auf Posten, die direkt in das oder aus dem Eigenkapital übertragen wurden 299 -5.486
Direkt im Eigenkapital erfasst -897 16.458
Konzernjahresüberschuss 102.511 83.216
Summe in der Berichtsperiode erfasster Ertrags- und Aufwandsposten 101.614 99.674
Anteile im Eigenbesitz 101.614 99.674
Anteile im Fremdbesitz 0 0
Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 2007 2006
Gewinne 19.816 26.527
Verluste -7.577 -5.267
Aus dem Eigenkapital entfernt -13.137 -4.802
GESAMT -897 16.458
Im Eigenkapital erfasste Ertrags- und Aufwandsposten 2007 2006
Bewertungsgewinne/-verluste von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten (AfS-Rücklage) -1.196 21.944
Steuern auf Posten, die direkt in das oder aus dem Eigenkapital übertragen wurden 299 -5.486
Direkt im Eigenkapital erfasst -897 16.458
Konzernjahresüberschuss 102.511 83.216
Summe in der Berichtsperiode erfasster Ertrags- und Aufwandsposten 101.614 99.674
Anteile im Eigenbesitz 101.614 99.674
Anteile im Fremdbesitz 0 0
Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 2007 2006
Gewinne 19.816 26.527
Verluste -7.577 -5.267
Aus dem Eigenkapital entfernt -13.137 -4.802

* Gemäß IAS 39

Geldflussrechnung (in A 1.000)

2007 2006
Jahresüberschuss 102.511 83.216
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen 16.759 14.520
Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen 4.203 35.284
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten -14.938 -11.191
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen
und immateriellen Vermögensgegenständen -774 -2.432
ZWISCHENSUMME 107.761 119.397
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit
nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen an Kreditinstitute 44.318 47.036
Forderungen an Kunden -560.140 -765.960
Handelsaktiva 32.040 -15.571
Sonstiges Umlaufvermögen -146.080 -108.051
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit -897 81.438
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -290.868 410.137
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.021.496 132.885
Verbriefte Verbindlichkeiten 119.591 178.303
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit -18.358 -67.074
CASHFLOW
AUS
OPERATI
VER
GESCHÄFTSTÄTIG
KEIT
308.863 12.540
Mittelzufluss aus der Veräußerung von Finanzanlagen 211.137 202.567
Mittelzufluss aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen 3.708 3.669
Mittelabfluss für den Erwerb von Finanzanlagen -317.488 -299.893
Mittelabfluss für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen -64.200 -15.898
CASHFLOW
AUS
INVESTITIONSTÄTIG
KEIT
-166.843 -109.555
Kapitalerhöhung 4.400 58.880
Dividendenzahlungen -13.376 -11.634
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit 57.873 11.047
CASHFLOW
AUS
FINANZIERUNGSTÄTIG
KEIT
48.897 58.293
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 148.446 179.264
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 308.863 12.540
Cashflow aus Investitionstätigkeit -166.843 -109.555
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 48.897 58.293
Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen -35.574 7.807
Effekte aus der Änderung von Wechselkursen 157 97
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 303.946 148.446
Erhaltene Zinsen 577.615 454.059
Erhaltene Dividenden 30.042 20.337
Gezahlte Zinsen -393.301 -281.240
Ertragsteuerzahlungen -20.798 -18.613

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.

AUFGLIEDERUNG ZINSEN, DIVIDENDEN UND ERTRAGSTEUERZAHLUNGEN

Operative Geschäftstätigkeit Investitionstätigkeit Finanzierungstätigkeit Summe
Erhaltene Zinsen 2007 533.655 43.960 0 577.615
2006 413.705 40.354 0 454.059
Erhaltene Dividenden 2007 5.230 24.812 0 30.042
2006 3.845 16.492 0 20.337
Gezahlte Zinsen 2007 -365.977 0 -27.324 -393.301
2006 -257.855 0 -23.385 -281.240
Gezahlte Dividenden 2007 0 0 -13.376 -13.376
2006 0 0 -11.634 -11.634
Ertragsteuerzahlungen 2007 -16.639 -10.990 6.831 -20.798
2006 -14.371 -10.088 5.846 -18.613

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss

EINLEITUNG

Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Hauptplatz 10-11. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Die Oberbank strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.

1) KONSOLIDIERUNGSKREIS DER OBERBANK

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2007 neben der Oberbank AG 16 inländische und 13 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um folgende Gesellschaften: Tuella Finanzierung GmbH, Wien (100%), POWER TOWER GmbH, Linz (99%), Ober Immo Truck gAG, Budapest (100%).

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 25 Tochterunternehmen und 19 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31.12. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30.9. aufgestellt.

2) ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Angewandte IAS bzw. IFRS

Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2007 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres. Bereits veröffentlichte und von der EU übernommene Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IFRIC 11 und IFRS 8), wurden nicht vorzeitig angewendet. Sofern wir die Standards schon untersucht haben, erwarten wir keine Änderungen in materieller Hinsicht. IAS 1 Revised, Änderungen an IAS 23, IFRIC 12, IFRIC 13 und IFRIC 14, die vom IASB beschlossen sind, aber von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden ebenfalls noch nicht angewendet. Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller deri-

vativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair Value Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.

Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Kontrolle der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50% Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Einerseits sind die jährlichen Kursschwankungen aus der Entwicklung der Börse für einen verantwortlichen strategischen Investor erklärungsbedürftig, andererseits sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses richtiger abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quoten-Konsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Neubewertungsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge aufgedeckt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da wesentliche Zwischenergebnisse nicht vorhanden waren.

Unternehmenserwerbe

Mit 1. 1. 2007 wurden 100% der Anteile an der Tuella Finanzierung GmbH, Wien erworben. Daraus resultierten Anschaffungskosten in der Höhe von TA 384. Das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt betrug TA 384. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gesellschaft Finanzanlagen in der Höhe von TA 421 und Verbindlichkeiten von TA 38. Das Unternehmen hat einen Jahresfehlbetrag von TA -46 zum Konzernergebnis beigetragen. Die in den Konzernabschluss eingeflossenen Vermögensgegenstände betrugen TA 12.460. Weiters wurden mit Stichtag 15.6.2007 99% der Anteile an der POWER TOWER GmbH, Linz angekauft. Die Anschaffungskosten betrugen TA 3.615. Das Eigenkapital zu diesem Zeitpunkt hat TA 84 betragen. Weiters hatte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt Sachanlagen in der Höhe von TA 20.046, Umlaufvermögen im Ausmaß von TA 69, Rückstellungen von TA 105 und Verbindlichkeiten in der Höhe von TA 19.926. Im vorliegenden Konzernabschluss ist das Unternehmen mit einem Jahresüberschuss von TA 2 und mit Vermögensgegenständen in der Höhe von TA 28.948 enthalten.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von

ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen.

Barreserve

Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.

Handelsaktiva

Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.

Derivate

Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.

Leasing

Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen weisen wir die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen aus. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Risikovorsorgen

Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft haben wir Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gem. IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.

Finanzanlagen

Alle im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Aktiva werden den HtM- (Held to Maturity)- und AfS- (Available for Sale)-Beständen zugeordnet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr fanden Umwidmungen zum Fair Value von der Kategorie AfS in die Kategorie HtM in unwesentlichem Ausmaß statt, da für diese Finanzanlagen eine dauernde Behalteabsicht gegeben ist.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen

Die Position Immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauern für Immaterielles Anlagevermögen betragen in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauern. In der Oberbank gelten folgende durchschnittliche Nutzungsdauern:

Bankbetrieblich genützte Gebäude 10 bis 50 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 20 Jahre
Standard-Software 4 Jahre

Steuerabgrenzung

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen sonstige Aktiva bzw. Steuerrückstellungen ausgewiesen.

Handelspassiva

In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten sonstige Passiva ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.

Rückstellungen

a) Personalrückstellungen

Rückstellungen wurden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:

  • n Rechnungszinsfuß (langfristiger Kapitalmarktzins) von 4 ,0% (VJ 3,75%);
  • n Gehaltserhöhungen von 4,0% (VJ 3,75%) und Pensionserhöhungen von 3,0% (VJ 2,75%);
  • n entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 60 Jahren.

Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

b) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht.

Eigenkapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28.4.1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf A sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27.4.2000 wurde das Grundkapital von A 58.160.000,00 auf A 60.486.400,00 durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22.4.2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf A 70 Mio. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9.5.2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf A 75.384.615,38 erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14.5.2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf A 75.721.153,84 (bedingte Kapitalerhöhung). Das Grundkapital ist eingeteilt in 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6% pro Aktie. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 der Oberbank AG eine Dividende von A 1,50 je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von A 13.500.000,00), wobei A 177.906,64 dem Gewinnvortrag entnommen werden. Den Rücklagen werden A 43.041.718,06 zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von A 20.492,97 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 3.269.756 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht.

Sonstige Passiva

Im Posten sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad der Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.

Zinsergebnis

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Der Posten Kreditrisikovorsorge beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.

Handelsergebnis

Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.

Details zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in A 1.000)

3) ZINSERGEBNIS 2007 2006
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 510.007 390.840
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 6.529 4.774
Sonstigen Beteiligungen 2.090 1.954
Verbundenen Unternehmen 809 1.573
Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen 94.230 80.514
ZINSEN UN
D ÄHNLICHE
ERTRÄGE
613.665 479.655
Zinsaufwendungen für Einlagen -350.594 -236.576
Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten -42.275 -37.817
Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten -25.925 -23.370
ZINSEN UN
D ÄHNLICHE
AUFWEN
DUNGEN
-418.794 -297.763
ERTRÄGE AUS
AT
EQUIT
Y BEWERTETEN
UNTERNEHMEN
81.299 59.296
ZINSERGEBNIS 276.170 241.188

Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TA 596.227 (VJ TA 460.177). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten macht TA 378.449 (VJ TA 264.560) aus.

4) RISI
KOVORSORGEN
IM KREDITGESCHÄFT
2007 2006
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 92.865 78.079
Direktabschreibungen 5.212 4.323
Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -26.951 -24.072
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -2.741 -2.000
RISI
KOVORSORGEN
IM KREDITGESCHÄFT
68.385 56.330
5) PROVISIONSERGEBNIS 2007 2006
Zahlungsverkehr 29.868 28.661
Wertpapiergeschäft 44.191 40.701
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 11.303 10.542
Kreditgeschäft 14.097 13.042
Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 2.314 1.923
PROVISIONSERGEBNIS 101.773 94.869
6) HAN
DELSERGEBNIS
2007 2006
Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften -186 2.659
Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft 4.294 2.163
Gewinne/Verluste aus Derivaten 3.393 2.014
HAN
DELSERGEBNIS
7.501 6.836
7) VERWALTUNGSAUFWAN
D
2007 2006
Personalaufwand 120.646 119.044
hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kassa 197 125
Andere Verwaltungsaufwendungen 64.959 58.317
Abschreibungen und Wertberichtigungen 17.577 16.482
VERWALTUNGSAUFWAN
D
203.182 193.843
8) SONSTIGER BETRIEBLICHER
ERFOLG
2007 2006
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL 1.136 -4.729
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS -9.296 -441
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM -29 0
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg 7.253 5.926
SAL DO SONSTIGE
BETRIEBLICHE
ERTRÄGE
/AUFWEN
DUNGEN
-936 756
hievon aus Wertpapieren des Anlagevermögens -1.191 -1.353

Im sonstigen betrieblichen Erfolg ist im Geschäftsjahr 2007 eine Vorsorge für Impairments in Höhe von A 8,5 Mio. enthalten.

9) ERTRAGSTEUERN 2007 2006
Laufender Ertragsteueraufwand 18.800 16.932
Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) -8.370 -6.672
ERTRAGSTEUERN 10.430 10.260
Jahresüberschuss vor Steuern 112.941 93.476
Errechneter Steueraufwand 25% 28.235 23.369
Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen -6.455 -4.132
Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen -15.171 -11.815
Steueraufwand/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre 1.358 448
Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen -2.768 -1.857
Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand 4.657 3.986
Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen 574 261
AUSGEWIESENER STEUERAUFWAN
D (+)/-ERTRAG
(-)
10.430 10.260
Effektiver Steuersatz 9,23% 10,98%
10) ERGEBNIS
JE AKTIE
2007 2006
Aktienanzahl per 31. 12. 9.000.000 8.960.000
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 8.943.337 8.649.432
Konzernjahresüberschuss 102.511 83.216
IN C
ERGEBNIS
JE AKTIE
11,46 9,62

Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.

Details zur Bilanz (in A 1.000)

11) BARRESER
VE
2007 2006
Kassenbestand 68.945 59.737
Guthaben bei Zentralnotenbanken 235.001 88.709
BARRESER
VE
303.946 148.446
12) FOR
DERUNGEN
AN
KREDITINSTITUTE
2007 2006
Forderungen an inländische Kreditinstitute 782.425 834.994
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 1.275.621 1.217.812
FOR
DERUNGEN
AN
KREDITINSTITUTE
2.058.046 2.052.806
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
täglich fällig 193.972 87.178
bis 3 Monate 1.236.957 1.351.323
über 3 Monate bis 1 Jahr 386.892 389.810
über 1 Jahr bis 5 Jahre 213.915 210.495
über 5 Jahre 26.310 14.000
FOR
DERUNGEN
AN
KREDITINSTITUTE
2.058.046 2.052.806
13) FOR
DERUNGEN
AN
KUN
DEN
2007 2006
Forderungen an inländische Kunden 6.077.374 6.075.927
Forderungen an ausländische Kunden 2.619.783 2.082.405
FOR
DERUNGEN
AN
KUN
DEN
8.697.157 8.158.332
Forderungen an Kunden nach Fristen
täglich fällig 465.699 491.894
bis 3 Monate 1.274.456 1.648.073
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.243.490 1.025.998
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.912.422 1.543.957
über 5 Jahre 3.801.090 3.448.410
FOR
DERUNGEN
AN
KUN
DEN
8.697.157 8.158.332
Leasing-Geschäft (Finanzierungsleasing) Bruttoinvestitionswerte
bis 3 Monate 51.483 41.995
3 Monate bis 1 Jahr 155.589 106.165
über 1 Jahr bis 5 Jahre 469.690 369.661
über 5 Jahre 288.057 246.114
SUMME 964.819 763.935
Nicht realisierte Finanzerträge 2007 2006
bis 3 Monate 9.216 6.140
3 Monate bis 1 Jahr 25.369 16.701
über 1 Jahr bis 5 Jahre 74.836 51.609
über 5 Jahre 63.626 47.746
SUMME 173.047 122.196
Nettoinvestitionswerte
bis 3 Monate 42.267 35.855
3 Monate bis 1 Jahr 130.220 89.464
über 1 Jahr bis 5 Jahre 394.854 318.052
über 5 Jahre 224.431 198.368
SUMME 791.772 641.739
Kumulierte Wertberichtigungen 2.509 810

14) RISIKOVORSORGEN

Siehe Seite 117

15) HAN
DELSA
KTIVA
2007 2006
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 59.918 94.080
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 9.135 6.840
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Währungsbezogene Geschäfte 0 0
Zinsbezogene Geschäfte 6.638 5.307
Sonstige Geschäfte 0 0
HAN
DELSA
KTIVA
75.691 106.227
16) FINANZANLAGEN 2007 2006
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 2.153.294 1.894.676
Nicht börsenotiert 52.475 51.800
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 73.784 82.228
Nicht börsenotiert 188.091 123.325
Beteiligungen/Anteile 2007 2006
An verbundenen Unternehmen 83.410 73.552
An at Equity bewerteten Unternehmen
- Kreditinstituten 153.700 139.341
- Nicht-Kreditinstituten 236.808 225.151
An sonstigen Beteiligungen
- Kreditinstituten 28.618 32.386
- Nicht-Kreditinstituten 17.985 12.736
FINANZANLAGEN 2.988.165 2.635.195
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 359.170 325.435
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS 1.048.998 907.238
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM 1.189.489 1.038.030
d) Anteile an at Equity Unternehmen 390.508 364.492
FINANZANLAGEN 2.988.165 2.635.195
17) IMMATERIELLE
ANLAGE
VERMÖGENSWERTE
2007 2006
Nutzungs- und Mietrechte 1.009 2.608
Individualsoftware 2.441 404
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 110 55
Kundenstock 4.935 7.152
IMMATERIELLE
ANLAGE
VERMÖGENSWERTE
8.495 10.219
18) SACHANLAGEN 2007 2006
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 48.117 14.162
Grundstücke und Gebäude 78.452 85.426
Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.568 24.986
Sonstige Sachanlagen 12.990 11.912
SACHANLAGEN 181.127 136.486

Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TA 48.117 (VJ TA 14.162); der Fair Value dieser Objekte liegt bei TA 49.291 (VJ TA 14.903). Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind größtenteils noch ungenützt. Die Mieterträge betrugen im GJ TA 762, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen TA 402.

Leasing-Geschäft (Operating Leasing)
Künftige Mindestleasingzahlungen
bis 3 Monate 924 448
3 Monate bis 1 Jahr 2.756 1.323
über 1 Jahr bis 5 Jahre 11.403 5.610
über 5 Jahre 15.297 10.822
SUMME 30.380 18.203
19) SONSTIGE
AKTIVA
2007 2006
Latente Steuerforderungen 23.048 14.379
Sonstige Vermögensgegenstände 192.339 149.237
Rechnungsabgrenzungsposten 888 1.214
SONSTIGE
AKTIVA
216.275 164.830
Aktive Steuerabgrenzungen 23.048 14.379
LATENTE
STEUERFOR
DERUNGEN
23.048 14.379
Aktive Steuerabgrenzungen
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 15.628 9.893
Festverzinsliche Wertpapiere 1.760 -1.288
hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten 1.723 -1.334
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -18.987 -17.990
Beteiligungen 217 162
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände -242 -322
Sonstige Aktiva -8.190 -6.370
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden -366 -35
Verbriefte Verbindlichkeiten -4.596 -1.564
Sonstige Passiva 14.157 11.099
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen 26.574 24.365
Sonstige Rückstellungen -5.350 -4.056
Nachrangkapital -725 -558
Steuerliche Verlustvorträge 3.168 1.043
AKTIVE STEUERABGRENZUNGEN 23.048 14.379
20) VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KREDITINSTITUTEN
2007 2006
Verbindlichkeiten gegenüber
inländischen Kreditinstituten 2.204.211 2.085.974
ausländischen Kreditinstituten 1.826.105 2.183.239
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KREDITINSTITUTEN
4.030.316 4.269.213
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
täglich fällig 382.402 303.324
bis 3 Monate 2.762.844 3.141.843
über 3 Monate bis 1 Jahr 461.936 441.324
über 1 Jahr bis 5 Jahre 280.637 209.152
über 5 Jahre 142.497 173.570
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KREDITINSTITUTEN
4.030.316 4.269.213
21) VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KUN
DEN
2007 2006
Spareinlagen 2.899.166 2.633.517
Sonstige 4.245.585 3.477.127
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KUN
DEN
7.144.751 6.110.644
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
täglich fällig 2.392.964 1.991.558
bis 3 Monate 2.466.240 2.104.826
über 3 Monate bis 1 Jahr 2.095.758 1.638.443
über 1 Jahr bis 5 Jahre 141.605 359.465
über 5 Jahre 48.184 16.352
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KUN
DEN
7.144.751 6.110.644
22) VERBRIEFTE
VERBIN
DLICH
KEITEN
2007 2006
Begebene Schuldverschreibungen 818.053 729.058
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 316.643 275.767
VERBRIEFTE
VERBIN
DLICH
KEITEN
1.134.696 1.004.825
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
bis 3 Monate 33.449 70.635
über 3 Monate bis 1 Jahr 123.725 68.620
über 1 Jahr bis 5 Jahre 700.347 634.145
über 5 Jahre 277.175 231.425
VERBRIEFTE
VERBIN
DLICH
KEITEN
1.134.696 1.004.825
23) RÜCKSTELLUNGEN 2007 2006
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung 213.387 202.431
Sonstige Rückstellungen 99.542 106.295
RÜCKSTELLUNGEN 312.929 308.726
Jubiläumsgeldrückstellung 8.670 8.389
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 80.368 87.995
Sonstige Rückstellungen 10.504 9.911
SONSTIGE
RÜCKSTELLUNGEN
99.542 106.295
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen
Rückstellung zum 1.1. 202.431 184.614
Zuweisung Abfertigungsrückstellung 1.416 3.175
Zuweisung Pensionsrückstellung 9.540 14.642
RÜCKSTELLUNG
ZUM
31. 12.
213.387 202.431
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2007 2006
Rückstellung zum 1.1. 210.820 192.196
+ Dienstzeitaufwand 3.982 3.757
+ Zinsaufwand 7.461 6.760
- Zahlungen im Berichtsjahr -8.683 -8.510
-/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust -1.093 16.692
+/- Übrige Veränderungen 9.570 -75
Rückstellung zum 31.12. 222.057 210.820

Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Auf den versicherungsmathematischen Gewinn/Verlust entfällt ein Betrag in Höhe von TA +96, der aus der Anhebung des Rechenzinssatzes um 0,25% sowie aus der Änderung der der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen im Ausmaß von ebenfalls 0,25% resultiert. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter rechnen wir mit einer Zuführung im Geschäftsjahr 2008 zu den Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von rund A 1 Mio . Die übrigen Veränderungen in Höhe von TA 9.570 resultieren aus der geplanten Erhöhung der Sterbetafeln, der wir im Geschäftsjahr 2007 Rechnung getragen haben.

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen

Jubiläumsgeldrückstellung Rückstellungen für das Kreditgeschäft Sonstige Rückstellungen
Stand zum 1.1. 8.389 87.995 9.911
Zuweisung 281 24.453 596
Verbrauch/Währungsdifferenz - 24.467 -
Auflösung - 7.613 3
Stand zum 31.12. 8.670 80.368 10.504
24) SONSTIGE
PASSI
VA
2007 2006
Handelspassiva 8.601 5.321
Steuerschulden 3.520 1.886
Sonstige Verbindlichkeiten 198.657 162.303
Rechnungsabgrenzungsposten 47.704 37.297
SONSTIGE
PASSI
VA
258.482 206.807
25) SONSTIGE
PASSI
VA (ANTEIL
HAN
DELS
PASSI
VA)
2007 2006
Währungsbezogene Geschäfte 0 22
Zinsbezogene Geschäfte 7.689 5.287
Sonstige Geschäfte 912 12
HAN
DELS
PASSI
VA
8.601 5.321
26) NACHRANG
KAPITAL
2007 2006
Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 10.094 10.384
Ergänzungskapital 550.041 479.533
NACHRANG
KAPITAL
560.135 489.917
Nachrangkapital nach Fristen
bis 3 Monate 12.296 11.159
über 3 Monate bis 1 Jahr 28.134 0
über 1 Jahr bis 5 Jahre 200.001 163.449
über 5 Jahre 319.704 315.309
NACHRANG
KAPITAL
560.135 489.917
27) EIGEN
KAPITAL
2007 2006
Gezeichnetes Kapital 75.565 75.359
Kapitalrücklagen 142.713 138.902
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 640.973 586.696
Unversteuerte Rücklagen 27.532 28.091
Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872
Anteile im Fremdbesitz 806 769
EIGEN
KAPITAL
889.461 831.689
Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 2007 2006
In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 8.958.969 8.318.618
Ausgabe neuer Aktien 40.000 640.000
Kauf eigener Aktien -154.588 -248.788
Verkauf eigener Aktien 152.215 249.139
In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 8.996.596 8.958.969
Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 3.404 1.031
Ausgegebene Aktien 31.12. 9.000.000 8.960.000

Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag A 0,5 Mio. (VJ A 0,1 Mio.).

28) ANLAGENSPIEGEL

Entwicklung Immaterielle Anlage- Immaterielle Anlage- hievon als Finanzinvestitionen
vermögenswerte und Sachanlagen vermögenswerte Sachanlagen gehaltene Immobilien
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1. 1. 2007 24.261 289.462 14.784
Währungsdifferenzen 349 278 0
Zugänge 1.018 63.182 34.357
Abgänge 16 12.174 0
Kumulierte Abschreibungen 17.117 159.621 1.024
Buchwerte 31. 12.2007 8.495 181.127 48.117
Buchwerte 31.12.2006 10.219 136.486 14.162
Abschreibungen im Geschäftsjahr 2.946 14.632 402
Entwicklung Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2007 76.831 410.660
Zugänge 10.576 5.819
Veränderungen bei Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen 0 26.016
Abgänge 100 838
Kumulierte Abschreibungen 3.897 4.546
Buchwerte 31.12.2007 83.410 437.111
Buchwerte 31.12.2006 73.552 409.614
Abschreibungen im Geschäftsjahr 618 3.500

Durch den Verkauf von nicht börsenotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen, deren Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden konnte, erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von TA 1.034. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von TA 903 bzw. ein Ergebnis in Höhe von TA 131.

29) FAIR VALUE VON FINANZINSTRUMENTEN

per 31.12.2007
HtM
Buchwert/
Fair Value
FV/PL
Buchwert /
Fair Value
HB
Buchwert /
Fair Value
AfS
Buchwert /
Fair Value
L&R/Liabilities
Buchwert /
Fair Value
Sonstige
Buchwert /
Fair Value
Summe
Buchwert /
Fair Value
Barreserve 303.946 303.946
303.946 303.946
Forderungen an Kreditinstitute 2.058.046 2.058.046
2.057.334 2.057.334
Forderungen an Kunden 90.199 15.944 8.591.014 8.697.157
90.199 15.944 8.568.046 8.674.189
Risikovorsorgen -198.132 -198.132
-198.132 -198.132
Handelsaktiva 75.691 75.691
75.691 75.691
Finanzanlagen 1.189.489 359.170 1.048.998 390.508 2.988.165
1.167.083 359.170 1.048.998 802.918 3.378.169
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.495 8.495
8.495 8.495
Sachanlagen 181.127 181.127
199.269 199.269
Sonstige Aktiva 216.275 216.275
216.275 216.275
SUMME
BILANZA
KTIVA
1.189.489 449.369 75.691 1.064.942 10.450.928 1.100.351 14.330.770
1.167.083 449.369 75.691 1.064.942 10.427.248 1.530.903 14.715.236
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 144.399 3.885.917 4.030.316
144.399 3.876.543 4.020.942
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 159.378 6.985.373 7.144.751
159.378 6.977.642 7.137.020
Verbriefte Verbindlichkeiten 678.262 456.434 1.134.696
678.262 453.630 1.131.892
Rückstellungen 312.929 312.929
312.929 312.929
Sonstige Passiva 8.601 249.881 258.482
8.601 249.881 258.482
Nachrangkapital 150.472 409.663 560.135
150.472 403.849 554.321
Kapital 889.461 889.461
889.461 889.461
SUMME
BILANZ
PASSI
VA
0 1.132.511 8.601 0 11.737.387 1.452.271 14.330.770
0 1.132.511 8.601 0 11.711.664 1.452.271 14.305.047

per 31.12.2006

HtM
Buchwert/
Fair Value
FV/PL
Buchwert /
Fair Value
HB
Buchwert /
Fair Value
AfS
Buchwert /
Fair Value
L&R/Liabilities
Buchwert /
Fair Value
Sonstige
Buchwert /
Fair Value
Summe
Buchwert /
Fair Value
Barreserve 148.446 148.446
148.446 148.446
Forderungen an Kreditinstitute 2.052.806 2.052.806
2.051.405 2.051.405
Forderungen an Kunden 92.749 9.419 8.056.164 8.158.332
92.749 9.419 8.042.549 8.144.717
Risikovorsorgen -190.720 -190.720
-190.720 -190.720
Handelsaktiva 106.227 106.227
106.227 106.227
Finanzanlagen 1.038.031 325.433 907.238 364.493 2.635.195
1.025.937 325.433 907.238 690.108 2.948.716
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.219 10.219
10.219 10.219
Sachanlagen 136.486 136.486
150.637 150.637
Sonstige Aktiva 164.830 164.830
164.830 164.830
SUMME
BILANZA
KTIVA
1.038.031 418.182 106.227 916.657 9.918.250 824.474 13.221.821
1.025.937 418.182 106.227 916.657 9.903.234 1.164.240 13.534.477
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 95.078 4.174.135 4.269.213
95.078 4.171.218 4.266.296
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 6.110.644 6.110.644
6.104.883 6.104.883
Verbriefte Verbindlichkeiten 584.024 420.801 1.004.825
584.024 424.827 1.008.851
Rückstellungen 308.726 308.726
308.726 308.726
Sonstige Passiva 5.321 201.486 206.807
5.321 201.486 206.807
Nachrangkapital 155.507 334.410 489.917
155.507 330.307 485.814
Kapital 831.689 831.689
831.689 831.689
SUMME
BILANZ
PASSI
VA
0 834.609 5.321 0 11.039.990 1.341.901 13.221.821
0 834.609 5.321 0 11.031.235 1.341.901 13.213.066

Für finanzielle Vermögensgegenstände und finanzielle Verbindlichkeiten, für die ein Börsekurs verfügbar ist, wird dieser als Fair Value herangezogen. Ist ein Börsekurs nicht vorhanden, entspricht der Fair Value den fortgeführten Anschaffungskosten. Ist bei Anwendung der Fair Value Option ein Börsekurs nicht verfügbar, wird als Fair Value der Barwert herangezogen. Dieser wird ebenfalls bei den Loans and Receivables und Liabilities als Fair Value verwendet. Bei Sachanlagen entspricht der Fair Value dem Verkehrswert. Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von TA 52.333 (VJ TA 51.362) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden TA 47.121 (VJ TA 47.039) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und TA 5.212 (VJ TA 4.323) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen TA 2.419 (VJ TA 1.419). Im Geschäftsjahr wurden Pfandliegenschaften um TA 4.737 erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist.

30) ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Gegenüber dem Aufsichtsrat der AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von TA 3.811,1 (VJ TA 4.280,7). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der AG bestanden keine Kredite bzw. Haftungsverhältnisse.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern TA 1.188,8 (VJ TA 991,6). Der darin enthaltene variable Anteil betrug TA 503,0 (VJ TA 420,0). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene haben wir TA 1.215,2 (VJ TA 1.201,3) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr TA 2.199,9 (VJ TA 3.460,2). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten. Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern TA 168,9 (VJ TA 139,9).

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Assoziierte Unternehmen Tochterunternehmen
Geschäftsvorfälle
Finanzierungen 181.027 7.246
Bürgschaften/Sicherheiten 7.273 19
Ausstehende Salden
Forderungen 220.568 54.064
Forderungen VJ 135.446 37.011
Verbindlichkeiten 158.572 53.758
Verbindlichkeiten VJ 58.591 21.323
Bürgschaften/Garantien 24.226 19
Bürgschaften/Garantien VJ 17.346 0
Ertragsposten
Zinsen 7.151 781
Provisionen 324 2
Aufwendungen
Zinsen 4.843 912
Provisionen 0 0

Der Umfang dieser Transaktionen ist im Folgenden dargestellt:

Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot ausgegebenen Aktien belief sich im Geschäftsjahr auf 40.000 Stück.

31) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.

In der Oberbank Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:

  • n Verantwortung für den Unternehmensbereich Privatkunden.
  • n Der Unternehmensbereich Firmenkunden umfasst im Wesentlichen das Firmenkundengeschäft sowie das Ergebnis aus 28 Leasing-Gesellschaften.
  • n Der Unternehmensbereich Financial Markets umfasst die Handelstätigkeit, die Eigenpositionen der Bank, Positionen, die als Marketmaker eingegangen werden, das Strukturergebnis der Bank sowie Erträge aus assoziierten Unternehmen. 2007 wird erstmals das Ergebnis der ALPENLÄN-DISCHE GARANTIE GESELLSCHAFT m.b.H. in diesem Segment dargestellt. Bisher war es im Segment Firmenkunden enthalten. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend adaptiert.
  • n Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Business-Segmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Bilanzposten sowie jene Einheiten, die Ergebnisbeiträge abbilden, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden können, erfasst.

Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2007 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6%, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG KERNGESCHÄFTSBEREICHE

Privat Firmen Financial Markets Sonstige Summe
Zinsüberschuss 61.435 124.245 90.490 0 276.170
Risikovorsorge Kredit -9.940 -41.643 -16.802 0 -68.385
Provisionsüberschuss 47.654 54.119 0 0 101.773
Handelsergebnis 0 990 6.511 0 7.501
Verwaltungsaufwand -79.748 -90.520 -4.110 -28.804 -203.182
Sonstiger betrieblicher Erfolg 2.956 3.172 -7.238 174 -936
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0 0
Jahresüberschuss vor Steuern 22.357 50.363 68.851 -28.630 112.941
Ø risikogewichtete Aktiva 1.196.348 7.130.257 2.854.427 0 11.181.032
Ø zugeordnetes Eigenkapital 91.490 545.284 218.292 0 855.066
RoE vor Steuern 24,4 % 9,2 % 31,5 % 13,2 %
Cost-Income-Ratio 71,2 % 49,6 % 4,6 % 52,8 %
Barreserve 303.946 303.946
Forderungen an Kreditinstitute 2.058.046 2.058.046
Forderungen an Kunden 1.820.049 6.877.108 8.697.157
Risikovorsorgen -36.437 -161.536 -159 -198.132
Handelsaktiva 75.691 75.691
Sonstige Vermögenswerte 2.988.165 405.897 3.394.062
SEGMENT
VERMÖGEN
1.783.612 6.715.572 5.425.689 405.897 14.330.770
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.030.316 4.030.316
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.895.657 3.249.094 7.144.751
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.134.696 1.134.696
Handelspassiva 8.601 8.601
Eigen- und Nachrangkapital 155.104 924.422 370.070 1.449.596
Sonstige Schulden 562.810 562.810
SEGMENTSCHUL
DEN
4.050.761 4.173.516 5.543.683 562.810 14.330.770
Abschreibungen 5.910 8.510 179 2.978 17.577

Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.

32) ZINSLOSE
AKTIVA
2007 2006
Forderungen an Kreditinstitute 0 0
Forderungen an Kunden 92.286 131.773
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 385 279
Beteiligungen (inkl. Anteilen an verbundenen Unternehmen) 2.578 2.328
33) ALS
SICHERHEIT
GESTELLTE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
2007 2006
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 17.883 17.883
Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen 27.002 0
Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte 22.491 22.438
Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie 144.988 135.149
Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB 429.251 324.314
ALS
SICHERHEIT
GESTELLTE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
641.615 499.784

Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.

34) NACHRANGIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
2007 2006
Forderungen an Kreditinstitute 12 217
Forderungen an Kunden 3.440 0
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 44.170 30.639
NACHRANGIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
47.622 30.856
35) FREM
DWÄHRUNGS
VOLUMINA
2007 2006
Aktiva 2.061.994 2.150.204
Passiva 2.056.249 2.222.049
36) TREUHAN
DVERMÖGEN
2007 2006
Treuhandkredite 254.892 214.261
Treuhandbeteiligungen 96 96
TREUHAN
DVERMÖGEN
254.988 214.357
37) ECHTE
PENSIONSGESCHÄFTE
2007 2006
Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen - -
38) EVENTUAL
VERBIN
DLICH
KEITEN
UN
D KREDITRISI
KEN
2007 2006
Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) 1.451.304 1.292.031
EVENTUAL
VERBIN
DLICH
KEITEN
1.451.304 1.292.031
Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften 75.005 75.932
Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 812.914 606.502
KREDITRISI
KEN
887.919 682.434

39) UNTERNEHMEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES Anteil in %

KONZERNMUTTERGESELLSCHAFT

Oberbank AG, Linz

VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 100,00
Ober Immo Truck gAG, Budapest 100,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Idstein Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 95,00
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 75,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz 100,00
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co. KG Neuenrade, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag 100,00
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 94,00
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
OBK-Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 100,00
POWER TOWER GmbH, Linz 99,00
Tuella Finanzierung GmbH, Wien 100,00
QUOTEN
KONSOLI
DIERTE
UNTERNEHMEN
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 50,00
AT
EQUIT
Y BEWERTETE
ASSOZIIERTE
UNTERNEHMEN
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck 13,22
BKS Bank AG, Klagenfurt 18,47
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz 40,00

voestalpine AG, Linz 7,64

NICHT KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN Anteil in %

A. VERBUN
DENE
UNTERNEHMEN
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»Gesfö« Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 73,07
»LA« Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»SG« Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»SP« Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»ST« BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»VB« Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien 51,00
GAIN CAPITAL Participations SA SICAR, Luxemburg 58,82
JAF real estate s.r.o., Prag 95,00
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Leasing JAF Holz s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 100,00
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 100,00
Opportunity Beteiligungs AG, Linz 100,00
Samson Ceské Budejovice spol. s r.o., Budweis 100,00
SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun 51,00
TUELLA Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00
TZ Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 100,00
Wohnwert GmbH, Salzburg 100,00
B. ASSOZIIERTE
UNTERNEHMEN
»ACTIVITAS« Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 50,00
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
B.A.O. Immobilienvermietung GmbH, Wien 33,33
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 24,85
CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien 25,00
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 32,62
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung registrierte
Genossenschaft m.b.H., Linz 38,96
Kontext Druckerei GmbH, Linz 25,20
Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien 24,90
Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl-Paura 49,36
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., Linz 40,70
MY Fünf Handels GmbH, Wien 50,00
Techno-Z Braunau Technologiezentrum Gesellschaft m.b.H., Braunau 40,00
Pipe and Pile International S.A., Luxemburg 20,00
COBB Beteiligungen und Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien 20,25
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz 20,57
VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, Linz 23,22

Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Fair Value der nach der at Equity-Methode einbezogenen börsenotierten Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TA 795.875. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus:

2007 2006
Vermögensgegenstände 26.081.618 18.930.016
Schulden 21.604.770 15.267.270
Erlöse 8.781.615 7.078.643
Periodengewinne/-verluste 957.736 670.404

Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg AG und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg AG besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg AG zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.

Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat des voestalpine-Konzerns. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30.9., um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.

Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:

2007 2006
Vermögensgegenstände 162.181 156.912
Schulden 82.518 86.956
Erlöse 63.366 68.593
Periodengewinne/-verluste 5.229 663

Risikobericht

40) GESAMTRISIKOMANAGEMENT

Die bewusste Übernahme von abgegrenzten Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie sowie für das Risikomanagement als auch für das Risikocontrolling im Oberbank-Gesamtkonzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Risikosituation in allen Geschäftsbereichen der Bank und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnis- und Volumensentwicklung ab.

Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung der bewusst eingegangenen Risiken (durch Vergabe von Risikolimiten an die operativen Einheiten) sowie ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Die Risikostrategie der Oberbank AG orientiert sich an einem Management der Risiken, das die Sicherheit der dem Kreditinstitut anvertrauten fremden Gelder und die Haltung ausreichender Eigenmittel als soliden Risikopolster in den Vordergrund stellt. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall-, Marktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch sowie für operationelle Risiken.

Insgesamt verfügt die Oberbank AG über eine Kapitalausstattung, die das gesetzliche Eigenmittelerfordernis bei weitem übersteigt. Darüber hinaus sind Großkreditrisiken in der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31.12.2007 über einen Deckungsfonds von A 137,4 Mio. verfügt (abzüglich A 17 Mio. zum Vorjahr – wegen größerer Verbräuche von in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen).

Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.

Den Anforderungen der Bankenaufsicht im Hinblick auf das im ICAAP geforderte qualitative Risikomanagement wurde durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee) schon bisher Rechnung getragen. Dieses Komitee wird von dem für den Bereich Risikomanagement zuständigen Vorstandsmitglied geleitet und es ist verantwortlich für und koordiniert die zentrale Risikosteuerung und das Bilanzstrukturmanagement, die Liquiditätsstrategie sowie die Primärmittel- und Eigenkapitalstrategie der Oberbank AG. Es beachtet den Risikogleichlauf sämtlicher Risiken der Bank (jene möglichen nachteiligen Folgen, die sich aus Konzentrationen und Wechselwirkungen gleichartiger oder verschiedenartiger Risikoarten ergeben können). Im Rahmen des Gesamtbankrisikomanagements nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel auf die einzelnen Risikokomponenten der Bank vor. Diese Eigenmittelallokation in Form von Risikolimits ist vom Gesamtvorstand zu genehmigen.

Eigenmittelbedarf-Limits werden für die folgenden Risiko-Komponenten angesetzt:

  • n Kreditrisiko (derzeit noch auf Basis des regulatorischen Eigenmittelbedarfes)
  • n Beteiligungsrisiko (auf der Grundlage des einfachen Gewichtungsansatzes gemäß Basel-II-IRB-Basisansatz)

  • n Marktrisiko im Handelsbuch (auf Basis der intern berechneten Value-at-Risk-Methode)

  • n Marktrisiko im Bankbuch (Capital-at-Risk-Ansatz auf der Grundlage der Kapitaladäquanzmethode für das Handelsbuch – mit einem auf 30 Tage Haltedauer hochkalibrierten Risikoergebnis; für die strukturierten Anleihen wird das Worst-Case-Risikoergebnis aus einer Szenarioanalyse dargestellt)
  • n Operationelles Risiko (Eigenmittel-Limit auf regulatorischer Ermittlungsbasis)

Die für alle Risikopositionen der Oberbank AG und des Oberbank Konzerns aufsichtsrechtlich erforderlichen Mindesteigenmittel wurden im gesamten Berichtsjahr eingehalten bzw. wesentlich überschritten.

Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kreditmanagement zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.

Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch das APM-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.

In Ausübung der Managementfunktion für die strategische Liquidität verfolgt das APM-Komitee als Zielsetzung die weitere und nachhaltige Verbesserung der Primärmittelposition. Insbesondere wird dieses Ziel durch die forcierte Emission von eigenen Anleihen, aber auch durch einen über dem Markt liegenden Zuwachs bei den Spar- und sonstigen Einlagen angestrebt. Die eigenen Emissionen werden seit dem Jahr 2006 auch in Verbindung mit Optionsinstrumenten (auf Aktien basierend oder zinsbasiert – in Verbindung mit einer Kapitalgarantie zum Laufzeitende der Anleihe) begeben, wobei das daraus für die Bank resultierende Risiko abgesichert ist.

Eine strategische Zielsetzung der Bank ist: Die Kredite an Nichtbanken sollen durch Primärmittel (inklusive gewidmeter Refinanzierung für die Exportfinanzierung) gedeckt sein. Für das Management der operationellen Risiken wurde ein Gremium zur permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Die Revision der Oberbank AG prüft als unabhängige Überwachungsinstanz die Wirksamkeit und Angemessenheit des gesamten Risikomanagements und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und der Eigentümervertreter. Das Risikocontrolling erfolgt in einer vom Management der Risiken unabhängigen eigenen Gruppe in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.

Die Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden in der Oberbank AG auch für die ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert. In den rechtlich selbständigen ausländischen Geschäftseinheiten und in den ausländischen Filialen ergeben sich daher nur geringfügige Währungs- und Zinsänderungsrisiken.

Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet. Der Einsatz von derivativen Instrumenten ist Bestandteil der Risikosteuerung.

41) Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder- und Abwicklungsrisiko auch das Risiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.

a) Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Risikotragfähigkeit der Bank. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Bei den Kreditsicherheiten ist der Schwerpunkt auf klassische Sicherheiten mit regionalem Schwerpunkt zu legen. Darüber hinaus ist auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente zu achten. Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand. Die Ausrichtung unserer Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.

b) Kreditentscheidung

Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln unseres Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild über die Bonität des Kunden liefern. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings obliegt der Abteilung Kreditmanagement. Die allgemeinen Grundsätze für die Beurteilung der Bonität der Kunden sowie für die Kreditentscheidung sind in einem internen Regelwerk festgehalten, welches laufend anhand der neuesten Entwicklungen angepasst wird. Im Sinne des Vier-Augen-Prinzips erfolgt eine organisatorische Trennung der Kreditrisikofunktion von der Kundenfunktion. Die dem Markt zugeordneten Einheiten initiieren Geschäfte und nehmen eine erste Beurteilung des Risikos vor. Den operativen Risikomanagement-Einheiten obliegt es, die Bonitätsprüfung und die Ratingeinstufung sowie die Kreditentscheidung selbst zu treffen oder eine Empfehlung an den Risikokompetenzträger abzugeben. Die Trennung von Markt und Marktfolge ist damit eindeutig gegeben.

c) Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Als Maß für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konzipiert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Das neue Rating wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Jeder Kreditkunde der Oberbank AG wird durch eine operative Risikomanagement-Einheit geratet. Es ist zumindest einmal jährlich eine Bonitätsanalyse durchzuführen und dem Kompetenzträger vorzulegen. Das Kundenrating bildet die Basis für die Portfolioanalyse des Oberbank-Konzerns. In die Überlegungen der Portfoliosteuerung fließen zusätzlich die Bewertung der Sicherheiten und die Laufzeiten mit ein. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der FMA geforderten Stresstests für die Fremdwährungs-

und Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Die problembehafteten Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb der Bank mit den für diese Aufgaben ausgebildeten Mitarbeitern abgearbeitet.

Auf Basis der Ermittlung von hauseigenen Ausfallswahrscheinlichkeiten wurde einerseits die Voraussetzung für ein verbessertes Riskpricing für Kredite und andererseits für die Ermittlung des ökonomischen Risikos aus dem Adressenausfall-Risiko für die Gesamtbank-Risikosteuerung geschaffen. Darüber hinaus dienen diese Ausfallwahrscheinlichkeiten auch als Voraussetzung für die Berechnung und Meldung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, das wir in Zukunft auf der Grundlage des Internal-Rating-based-Approach (IRB-Basisansatz) melden wollen. In einem ersten Schritt ermitteln und melden wir ab Beginn 2008 unseren Eigenmittelbedarf für das Kreditrisiko auf Basis des Basel-II-Standardansatzes.

Im Jahr 2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formellen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB-Basisansatzes zu erarbeiten. Ab Mitte 2010 sollte für unser Haus auch von der Finanzmarktaufsicht (FMA) die Genehmigung zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.

d) Verteilung Kundenobligos inklusive Haftungen (ohne Berücksichtigung von Kreditsicherheiten)

Gliederung Kredite und Haftungen in Risikokategorien in Mio. E

Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgt aufgrund von externen Ratings. In den Bonitätsklassen AA bis A3 sind die als sehr gut bis gut beurteilten und in den Klassen B1 bis C1 die mittelmäßigen bis unterdurchschnittlichen Risikoklassen enthalten. Der Risikoklasse C2 sind die ausfallgefährdeten einschließlich der als überfällig klassifizierten Forderungen zugeordnet. Die gesamten überfälligen Forderungen beinhalten einen Betrag von A 56,3 Mio. an nicht wertgeminderten Forderungen. In der Risikoklasse D1 sind die wertgeminderten und notleidenden Forderungen enthalten. Die uneinbringlichen Forderungen werden der Klasse D2 zugeordnet.

e) Kredit-Risikokonzentrationen

Die Aktivposten der zehn größten wirtschaftlichen Einheiten sind dem besten Drittel der internen Risikoeinstufung zugeordnet und nehmen 9 % der gesamten Forderungen an Nichtbanken ein. Im Einzelnen handelt es sich um Forderungen an Bund, Länder oder sonstige öffentlich-rechtliche Institutionen sowie Forderungen an Industrie- und Handelsunternehmen. Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen liegt weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze. Risikokonzentrationen in regionaler Hinsicht sind nicht gegeben und auch eine branchenmäßige Risikokonzentration ist nicht vorhanden.

Entwicklung der Risikovorsorge im Jahr 2007 (Bilanzdarstellung) Stand Wechselkurs- Stand in E 1.000 1.1.2007 änderung Zuführungen Verbrauch Auflösungen 31.12.2007 Bonitätsrisiken 147.955 1.572 47.121 -38.231 -18.231 140.186 Länderrisiken 1.754 -1.091 -438 225 Pauschale Einzelvorsorgen 4.146 738 -609 4.275 Portfoliowertberichtigungen gem. IAS 39 35.411 16.149 51.560 Zinswertberichtigungen 1.454 492 -60 1.886 Risikovorsorgen im Kreditgeschäft1 190.720 1.572 64.500 -39.322 -19.338 198.132 Rückstellungen für das Kreditgeschäft 87.995 2 24.453 -24.469 -7.613 80.368 Gesamtsumme Risikovorsorgen 278.715 1.574 88.953 -63.791 -26.951 278.500

1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.

Entwicklung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 2007 (GuV-Darstellung)
in E 1.000 2007 2006
Zuweisung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 88.953 76.700
Auflösung von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -26.951 -24.072
Direktabschreibungen von Forderungen 5.212 4.323
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -2.741 -2.000
Überleitung aus der Quotenkonsolidierung 3.912 1.379
Gesamt 68.385 56.330

In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von TA 4.437 enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert und zur Weiterveräußerung bestimmt ist. Das maximale Ausfallrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus der Summe der finanziellen Vermögenswerte in der Bilanz und beläuft sich auf A 13.630 Mio. Diesem Wert stehen Kreditsicherheiten in der Höhe von A 4.474 Mio. (davon für wertberichtigte Forderungen A 170,4 Mio.) gegenüber. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von TA 13.103 aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten.

Sämtliche erfolgswirksamen Wertänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus der Veränderung von Marktwerten.

42) Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko bezeichnen wir die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten. Die Steuerung des Beteiligungsrisikos wird mittels quantitativer Methoden gemessen. Die traditionellen Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie unsere Immobiliengesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen eingegangen werden, sind bereits beim Eingehen dieser Beteiligungen Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.

43) Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee gemanagt.

a) Risikoüberwachung

Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.

b) Marktrisiko im Handelsbuch

Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch und darüber hinaus der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Ermittlung des Marktrisikos im Handelsbuch sowie des FX-Risikos im Bankbuch zur Eigenmittelmeldung an die Aufsichtsbehörde erfolgt derzeit auf Basis der Kapitaladäquanzrichtlinie mit der Standard-Laufzeitbandmethode.

Kapitaladäquanz Monatswerte 2007 – Eigenmittelunterlegung für das Handelsbuch

Für interne Zwecke wird das Risiko im Testbetrieb auch auf der Grundlage des Value-at-Risk-Ansatzes (mit dem dazu erforderlichen Backtesting) ermittelt. Das Prinzip des Value-at-Risk ist die Beschreibung eines potenziellen Verlustes aufgrund statistisch zu erwartender Veränderungen von Marktparametern. Die Berechnung der Value-at-Risk-Werte sowie das tägliche Reporting an die zuständigen Stellen erfolgen durch das Risikocontrolling. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt mit Kovarianzmodell auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99% und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Marktdaten werden aus der Historie von einem Jahr (von einem externen Spezialisten täglich zur Verfügung gestellt) gewonnen.

Risiko aus offenen Devisenpositionen

Wie aus der oben dargestellten Grafik mit den Ergebnissen aus der Kapitaladäquanz-Meldung für das Marktrisiko im Handelsbuch ersichtlich ist, resultiert aus offenen Devisenpositionen der Bank kein wesentliches Risiko.

c) Bankbuch

Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kredit-Management, Sekretariat und Revision.

Veranlagungsstrategie im Bankbuch

Die strategische Ausrichtung beim Marktrisiko im Bankbuch zielt darauf ab, vor allem im Zinsbereich unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Zusatzerträge zu lukrieren. Insbesondere wird zur Erzielung von zusätzlichen Zinsergebnissen aus der Fristentransformation eine kontinuierliche Veranlagungsstrategie in Positionen mit längerfristiger Zinsbindung verfolgt.

Darüber hinaus erfolgen im Rahmen der gesetzten Risikolimite Veranlagungen, die aufgrund der Zinsmeinung (diese wird im Haus von einer eigenen Finanzmarkt-Prognoserunde festgelegt) einen Erfolg versprechen.

Für die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen die klassischen Methoden der Zinsbindungs-Analysen (Darstellung von Zinsbindungs-Gaps sowie Ermittlung von Zinssensitivitätsanalysen und Capital-at-Risk-Darstellung) zur Anwendung. Diese letztgenannte Risikoermittlung Capital-at-Risk basiert auf den der Kapitaladäquanz (KAD) zugrunde liegenden Annahmen für die Veränderung des Zinsniveaus. Wegen langsamerer Reaktionsmöglichkeit (Haltedauer-Annahme 30 Tage gegenüber zehn Tagen im Handelsbuch) errechnet sich aber ein höheres Zinsänderungsrisiko. Die Risikoberechnung bei strukturierten Anleihen im Bankbuch erfolgt seit Jahresmitte des Berichtsjahres auf Basis einer Szenarioanalyse (der Worst-Case-Wert aus der Zinsstrukturänderung mit den negativsten Barwertveränderungen wird als Risikowert berücksichtigt).

Die Analysen und Darstellungen erfolgen unter Einbeziehung aller festen und variablen Zinspositionen einerseits und der langfristig gebundenen, unverzinslichen Aktiv- und Passivpositionen (Sachanlagevermögen, Beteiligungen sowie langfristige Rückstellungen und Eigenkapital) andererseits auf der Grundlage der Festlegungen in einem internen Zinsbindungshandbuch.

In den Basel-II-Eigenkapitalregelungen, die im Rahmen der EU-Richtlinie 2006/48 und 49/EG bzw. in § 22 BWG umgesetzt wurden, ist für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch keine gesonderte Eigenmittelunterlegung, sondern eine Beobachtung dieser Risiken durch die Aufsichtsbehörde vorgesehen. Zu diesem Zweck fordert die Aufsichtsbehörde quartalsweise eine Zinsrisikostatistik auf der Berechnungsbasis eines Zinsenshifts von 200 Punkten von den Banken ein. Das auf diese Weise ermittelte Zinsänderungsrisiko beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2007 6,64 % der vorhandenen Eigenmittel und liegt damit weit unter der Einschreitgrenze der Bankenaufsicht von 20 %.

Zinsrisiko Bankbuch im Verhältnis der Eigenmittel 2007 gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik

in Mio. E März 2007 Juni 2007 September 2007 Dezember 2007
Eigenmittel ohne Tier III 1.123 1.182 1.182 1.210
Risiko gem. OeNB-Zinsrisikostatistik 87 102 77 80
Risiko in % der Eigenmittel 7,77% 8,59% 6,54% 6,64%

Aus den einzelnen Forderungsklassen und Verbindlichkeiten ergibt sich unter Einbeziehung der Underlyings aus derivativen Zinspositionen und unter Anwendung einer 200-Basispunkte-Verschiebung (= Stressszenario in der OeNB-Zinsrisikomeldung) folgendes Zinsänderungsrisiko:

Hypothetische Barwertänderungen per 31.12.2007 gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik

Barwertänderung je Währung Gesamt bis 3 3 Monate 1-3 Jahre 3-5 Jahre 5-7 Jahre 7-10 Jahre über 10
in Mio. E Monate bis 1 Jahr Jahre
Nettoposition EUR 69,7 1,7 -8,5 5,8 6,4 19,8 18,1 26,5
Nettoposition USD 7,6 -0,1 0,4 0,8 1,4 2,1 0,0 3,0
Nettoposition Sonstige 3,0 1,8 0,3 0,2 0,2 0,1 0,2 0,2

(Zuordnung der Positionen lt. oben beschriebenem internem Zinsbindungshandbuch)

44) Operationelle Risiken

Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind operationelle Risiken. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen: Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliche bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.

In der Abteilung Revision ist ein Operational-Risk-Manager und unter der Leitung dieser Abteilung ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Gremium arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden, basierend auf den eigenen historischen Daten aus der zu diesem Zweck eingerichteten GuV-Aufwands-Datenbank, die genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich ermöglichen soll. Für den Bereich der IT-Prozesse wurden Qualitätsanforderungen nach internationalen Standards definiert, welche ständig durch unabhängige Prüfer überwacht werden. Die Meldung des Eigenmittelbedarfes für das operationelle Risiko gemäß Basel II erfolgt ab 2008 auf der Grundlage des Standardansatzes (Eigenmittelbedarf wird auf Basis der durchschnittlichen Erträge in den einzelnen Geschäftsfeldern der Bank mit den aufsichtsrechtlich festgesetzten Prozentsätzen ermittelt).

45) Liquiditätsrisiko

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorschriften sind Aufgabe der Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zur Abteilung Rechnungswesen und Controlling ist gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen gilt die Liquidität eines Institutes als gesichert, wenn die gewichteten Zahlungsmittel die während dieses Zahlungszeitraumes abrufbaren gewichteten Zahlungsverpflichtungen abdecken. Auch in den vergangenen Monaten, die aufgrund der Subprime-Krise in den USA von einer angespannten Liquiditätssituation bei den Banken geprägt war, erfolgte nur eine geringfügige Ausnutzung unseres gut dotierten Pfanddepots bei der Zentralbank.

Im Berichtsjahr 2007 lag die Oberbank jederzeit deutlich über den aufsichtsrechtlich geforderten Kennzahlen.

Die Vorsorge für unvorhersehbaren, erhöhten Liquiditätsbedarf bzw. eine kurzfristige Liquiditätsbeschaffung ist durch folgende Optionen gewährleistet:

Außer der Ausnutzung von offenen Refinanzierungslinien bei anderen Banken sowie der Inanspruchnahme des OeNB-Refinanzierungsrahmens auf Basis des Pfanddepots kann ein eventueller zusätzlicher Liquiditätsbedarf relativ kurzfristig aus dem Verkauf von nicht im Pfanddepot befindlichen börsenotierten Wertpapieren gedeckt werden.

Bis auf den Spitzenausgleich wird das Liquiditätsrisiko auch für die ausländischen Geschäftseinheiten und für die Leasing-Konzerngesellschaften in der Abteilung Global Financial Markets der Oberbank AG gemanagt.

Kapitalbindungsrestlaufzeiten für alle Währungen mit Werten per 31.12.2007

täglich bis 3 3 Monate 1 bis 5 über
in Mio. E fällig Monate bis 1 Jahr Jahre 5 Jahre
Banken 423 1.171 392 215 20
Nichtbanken 0 4.243 550 2.288 2.012
Festverzinsliche Wertpapiere 0 495 189 928 733
hievon Anlagevermögen 0 183 38 472 577
hievon Umlaufvermögen 0 243 151 456 156
hievon Handelsbestand 0 69 0 0 0
Derivate 0 655 238 24 0
Summe Ak
tiva
423 6.565 1.369 3.455 2.764
Banken 1.198 2.483 151 116 102
Nichtbanken inkl. Spareinlagen 0 5.089 2.116 230 105
Verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Ergänzungskapital 0 33 144 1.048 521
Derivate 0 656 240 24 0
Summe PassiVa 1.198 8.106 2.651 1.418 729

Mehr als 57 % der Forderung sind innerhalb eines Jahres fällig (ohne Berücksichtigung der derivativen Instrumente 54,7 %).

46) Risikobericht-Zusammenfassung und Ausblick

Die Oberbank AG entwickelt die angewandten Verfahren der Risikoabbildung und -steuerung stets weiter. Die Projekte zur Umsetzung der neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen – Basel-II-Standardansatz und MSK – wurden 2007 abgeschlossen.

Der Eigenmittelbedarf auf der Grundlage des Basel-II-Standardansatzes wurde bereits in Parallelrechnungen zur bisherigen Basel-I-Meldung ermittelt. Unter Einbeziehung des Eigenmittelbedarfes für das operationelle Risiko ergibt sich im Basel-II-Standardansatz im Vergleich zu Basel I ein geringfügig erhöhtes Eigenmittelerfordernis.

Das interne Kunden-Ratingverfahren wird im Rahmen des derzeit laufenden Basel-II-IRB-Projektes neu evaluiert. Die auf Basis statistischer Methoden ermittelten Ergebnisse sollen eine weitere Qualitätsverbesserung bei der Gewichtung der Rating-Kriterien bringen. Das derzeit eingesetzte Ratingverfahren ist schon jetzt ein wesentliches Element für ein effizientes Risikomanagement. Die rating-orientierte Bepreisung der Kredite und die Verrechnung von Standardrisiko- und Eigenmittelkosten für den Vertrieb haben schon bisher eine wesentliche Verbesserung der Kreditqualität einerseits und eine Verringerung der Forderungsverluste andererseits bewirkt.

Im Marktrisikobereich ist die Oberbank AG traditionell gekennzeichnet durch geringe Risikopositionen, was sich in einer geringen Allokation von Eigenmitteln niederschlägt.

Sämtliche Steuerungssysteme werden erfolgreich auch in den neuen Märkten etabliert, sodass auch Risiken auf Auslandsmärkten prompt identifiziert und gesteuert werden.

47) gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer finanzprodukte (per 31.12.2007 und vorjahreswerte)

Nominalbeträge
2007
2006
Restlaufzeit Nominale Marktwerte Nominale Marktwerte
in E 1.000 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe positiv negativ positiv negativ
Zinssatzv
erträge
Zinssatzoptionen
Kauf 229.921 80.461 310.382 2.117 181.233 831
Verkauf 251.298 97.119 348.417 -2.181 188.815 -878
Forward Rate Agreement - - - - - - - -
Swaptions
Kauf 10.500 10.500 -889 375 562
Verkauf 10.500 10.500 889 375 -562
Zinsswaps
Kauf 291.850 743.526 358.948 1.394.324 13.660 -40.502 1.246.638 11.448 -36.427
Verkauf 167.760 234.226 165.930 567.916 6.911 -3.133 562.008 10.518 -7.348
Anleiheoptionen
Verkauf 80.000 80.000 -912 80.000 -13
Futureoptionen
Kauf 5.000 -16
Anleihefutures
Kauf 161.693 -29
Verkauf 71.500 3.800 75.300 635 -170 4.600 5.073
Wechselk
ursv
erträge
Währungsoptionen
Kauf 311.716 59.430 6.573 377.719 16.336 394.579 12.191
Verkauf 311.408 59.430 6.573 377.411 -16.354 392.720 -12.230
Währungsswaps - - - - - - - - -
Devisentermingeschäfte 18.806 3.169 21.975 16.563 -20.870 46.713 9.561 -10.632
Wertpapierbezogene Geschäfte
Aktienoptionen
Verkauf 3.296 -3.296 6.097 -6.097
Warenv
erträge
Warenoptionen
Kauf 1.712 1.712 633
Verkauf 1.712 1.712 -633

Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus REUTERS zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBORbzw. LIBOR-Sätze, Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisen- und Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von REUTERS oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.

48) PATRONATSERKLÄRUNGEN FÜR BETEILIGUNGEN

Die Oberbank AG trägt Sorge dafür, dass folgende Gesellschaften jederzeit ihre vertraglichen Verbindlichkeiten voll erfüllen können:

Leasinggesellschaften

OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis

Sonstige Finanzierungsgesellschaften

Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz

Immobiliengesellschaften

»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau-Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz »SP« Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz TZ Vermögensverwaltungs GmbH, Linz

Informationen aufgrund österreichischen Rechts

49) KONZERNEIGENKAPITAL

Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt A 704,3 Mio. (VJ A 656,9 Mio.), hievon Grundkapital A 75,7 Mio. (VJ A 75,4 Mio.).

Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach öUGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig: Bilanzgewinn, freie Gewinnrücklage sowie nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2007 war maximal ein Betrag in Höhe von A 255,2 Mio. ausschüttungsfähig.

50) PERSONAL

Im Oberbank-Konzern waren 2007 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:

2007 2006
Angestellte 1.879 1.738
Arbeiter 22 23
GESAMT
KAPAZITÄT
1.901 1.761

51) Wertpapieraufgliederung nach BWG in E 1.000

Nicht Börse- Wie AV Andere Gesamt
börsenotiert notiert bewertet Bewertung
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 109.076 2.242.384 1.278.784 1.072.676 2.351.460
Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere 148.283 59.867 14.247 193.903 208.150
Beteiligungen 51.033 165.739 216.772 0 216.772
Anteile an verbundenen Unternehmen 102.955 0 102.955 0 102.955
411.347 2.467.990 1.612.758 1.266.579 2.879.337

52) Wesentliche Unterschiede eines Konzernabschlusses nach IFRS zu einem nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Konzernabschluss

Die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Konzernabschluss gemäß IFRS und einem nach österreichischen Vorschriften (UGB, BWG) aufgestellten Konzernabschluss ergeben sich insbesondere in folgenden Bereichen:

  • n Verbesserte Transparenz des Jahresabschlusses nach IFRS
  • n Zielsetzung des Jahresabschlusses
  • n Gliederung von Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • n Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • n Konsolidierungskreis
  • n Berechnungsparameter für langfristige Personalrückstellungen
  • n Steuerabgrenzung
  • n Pflichtangaben im Anhang/Notes

53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis

Zusammensetzung 2007 2006 Veränderung +/- %
1. Kernkapital
Grundkapital 75.721 75.385 336 0,4
Eigene Aktien im Bestand -489 -2.055 1.566 76,2
Offene Rücklagen 615.010 567.905 47.105 8,3
Anteile anderer Gesellschafter 1.298 2.785 -1.487 -53,4
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung -151 4.641 -4.792 -103,3
Unterschiedsbetrag aus at Equity-Bewertung 36.873 30.239 6.634 21,9
Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter -7.721 -9.501 1.780 -18,7
SUMME
KERN
KAPITAL
(TIER
I)
720.541 669.399 51.142 7,6
2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II) 2007 2006 Veränderung +/- %
Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen 429.913 407.521 22.392 5,5
Neubewertungsreserven (bereits 45% d. st. Res.) 151.186 141.863 9.323 6,6
Nachrangige Anleihen (Ergkap. unter 3 J RLZ) 37.194 29.584 7.610 25,7
SUMME
ERGÄNZEN
DE EIGENMITTEL
(TIER
II)
618.293 578.968 39.325 6,8

Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 24 BWG in A 1.000

3. Tier-III-Kapital 2007 2006 Veränderung +/- %
Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als
Tier II anrechenbare nachrangige Anleihen 3.593 4.224 -631 -14,9
SUMME
TIER
-III
-KAPITAL
3.593 4.224 -631 -14,9
4. Abzugsposten
Abzug Anteile an KI/FI über 10% Beteiligung
2007
-48.796
2006
-48.040
Veränderung
-756
+/- %
-1,6
Abzug Anteile an KI/FI bis 10% Beteiligung 0 0 0
EIGENMITTEL
INSGESAMT
1.293.631 1.204.551 89.080 7,4
Darunter: Eigenmittel gemäß § 23 (14) Z 7 BWG 3.593 4.224 -631 -14,9
Zum Vergleich:
EM-Erfordernis insgesamt
808.392 758.547 49.845 6,6
FREIE
EIGENMITTEL
485.239 446.004 39.235 8,8
Bemessungsgrundlage 2007 2006 Veränderung +/- %
Risikogewichtete Aktiva 8.878.718 8.365.440 513.278 6,1
Klassische außerbilanzmäßige Geschäfte 1.166.754 1.048.717 118.037 11,3
Besondere außerbilanzmäßige Finanzgeschäfte 14.517 14.882 -365 -2,5
Wertpapier-Handelsbuch 19.096 28.529 -9.433 -33,1
Bemessungsgrundlage gesamt 10.079.085 9.457.568 621.517 6,6
QUOTEN
Kernkapital 720.541 669.399 51.142 7,6
Kernkapitalquote 7,15% 7,08% 0,07% 1,0
Ergänzende Eigenmittel 618.293 578.968 39.325 6,8
Tier-II-Quote 6,13% 6,12% 0,01% 0,2
Tier-III-Kapital 3.593 4.224 -631 -14,9
Tier-III-Quote 0,04% 0,04% 0,00% 2,2
Abzugsposten für Bankanteile -48.796 -48.040 -756 -1,6
Quotenabzug -0,48% -0,51% 0,02% 4,7
Eigenmittel gesamt 1.293.631 1.204.551 89.080 7,4
Eigenmittelquote 12,83% 12,74% 0,10% 0,8

54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG

Im Geschäftsjahr 2008 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale A 117,3 Mio. fällig. Zum 31.12. 2007 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale TA 557.420 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 2 5⁄8% bis 8% und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2008 bis 2009. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von TA 25.925 geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches gemäß § 2 Z 35 BWG beträgt zum 31. 12. 2007 insgesamt A 689,3 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gemäß § 2 Z 34 lit. d) A 79,4 Mio. und auf sonstige Finanzinstrumente A 609,9 Mio. Das Leasingvolumen betrug per 31. 12. 2007 A 791,8 Mio.

55) Beteiligungsliste gemäSS UGB

Die Gesellschaft hielt per 31.12.2007 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:

Beteiligungsunternehmen Kapitalanteil5
Konsolidierungs- unmittelbar gesamt Eigen- letzten Ge- Jahres
methode K* in % in % kapital3 schäftsjahres4 abschluss
a) direkte Beteiligungen
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz Q 50,00 50,00 2.569 0 2007
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
BKS Bank AG, Klagenfurt E 18,47 20,25 248.645 20.227 2006
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,00 40,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz1, 2, 6 N 100,00 100,00
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien6 N 24,85 24,85
COBB Beteiligungen und Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien6 N 20,25 20,25
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,00 40,00
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz E 40,00 40,00 18.339 1.280 2007
GAIN CAPITAL Participations SA SICAR, Luxemburg1, 6 N 58,80 58,82
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein6 N 32,62 32,62
»Gesfö« Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien1, 6 N 73,07 73,07
»LA« Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,70 40,70
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz1, 6 N 100,00 100,00
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting1 V 6,00 100,00 2.081 252 2007
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz1, 2 V 100,00 100,00 23.535 2.854 2007
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag1 V 10,00 100,00 -59 -48 2007
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava1 V 0,10 100,00 191 -624 2007
Beteiligungsunternehmen Kapitalanteil5 Ergebnis des
Konsolidierungs- unmittelbar gesamt Eigen- letzten Ge- Jahres
methode K* in % in % kapital3 schäftsjahres4 abschluss
Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1, 2, 6 N 100,00 100,00
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest1 V 1,00 100,00 -425 -619 2006
Ober Immo Truck gAG, Budapest1 V 1,00 100,00 203 0 2007
OBK-Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest1 V 1,00 100,00 254 119 2007
Samson Ceske Budejovice spol. s.r.o., Budweis1, 6 N 100,00 100,00
»SG« Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
»SP« Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz1, 6 N 100,00 100,00
»VB« Gebäudeerrichtungs- und -Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 20,57 20,57
b) indirekte Beteiligungen
»ACTIVITAS« Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz6 N 50,00
B.A.O. Immobilienvermietung GmbH, Wien6 N 33,33
CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien6 N 25,00
GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien1, 6 N 51,00
JAF real estate, s.r.o., Prag1, 6 N 95,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz1 V 75,00 265 196 2007
Kontext Druckerei GmbH, Linz6 N 25,20
Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl Paura6 N 49,36
MY Fünf Handels GmbH, Wien6 N 50,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis1 V 100,00 4.125 15 2007
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz1, 6 N 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -17 2007
Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 1 2007
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz1 V 95,00 1.281 6 2007
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz1 V 100,00 741 189 2007
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -86 2007
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz1 V 100,00 168 42 2007
Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag1 V 100,00 475 -572 2007
Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag1, 6 N 100,00
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 5.181 191 2007
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 82 2007
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -1 2007
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 21 2007
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz1, 6 N 100,00
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting1 V 100,00 4.719 1.620 2007
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1 V 94,00 1.000 101 2007
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1 V 100,00 27 327 2007
Beteiligungsunternehmen (Fortsetzung) Kapitalanteil5 Ergebnis des
Konsolidierungs- unmittelbar gesamt Eigen- letzten Ge- Jahres
methode K* in % in % kapital3 schäftsjahres4 abschluss
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting1 V 100,00 4 -19 2007
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -45 2007
Opportunity Beteiligungs AG, Linz1, 6 N 100,00
Pipe and Pile International S.A., Luxemburg6 N 20,00
POWER TOWER GmbH, Linz1 V 99,00 70 2 2007
SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun6 N 51,00
»ST« BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00
Techno-Z-Braunau Technologiezentrum Gesellschaft m.b.H., Braunau6 N 40,00
TUELLA Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien1, 6 N 100,00
Tuella Finanzierung GmbH, Wien1 V 100,00 12.338 -46 2007
VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, Linz6 N 23,22
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,00
Wohnwert GmbH, Salzburg1, 6 N 100,00

1) verbundenes Unternehmen

2) Ergebnisabführungsvertrag

3) einschließlich unversteuerter Rücklagen

4) Jahresüberschuss gem. § 231 Abs. 2 Z 22 UGB

5) mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet

6) von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht

K* Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss

V = Vollkonsolidierung

Q = Quotenkonsolidierung

E = Bewertung "at Equity"

N = gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen

Schlussbemerkung des Vorstandes der Oberbank AG

Der Vorstand der Oberbank AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Dieser Konzernabschluss erfüllt die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht und steht im Einklang mit den geltenden EU-Vorschriften.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht enthalten alle erforderlichen Angaben und es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres.

Erklärung gemäß § 82 Absatz 4 BörseG

Der Vorstand der Oberbank AG erklärt, dass

– der vorliegende Jahresabschluss in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden ist und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Oberbank Konzerns vermittelt.

– der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Oberbank Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen er ausgesetzt ist, beschreibt.

Linz, im Februar 2008 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

Bestätigungsvermerk Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Linz, am 15. Februar 2008

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Rudolf Kraus Mag. Ernst Pichler

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Gewinnverteilungsvorschlag

Der verteilungsfähige Gewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 betrug auf Ebene der Oberbank AG A 56,4 Mio. Nach Rücklagendotation von A 43,0 Mio. und nach Zurechnung des Gewinnvortrages von A 0,2 Mio. ergibt sich ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn von A 13,5 Mio. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung wird vorgeschlagen, auf das Grundkapital von A 75,7 Mio. eine Dividende in Höhe von A 1,50 je anspruchsberechtigter Aktie auszuschütten. Die Ausschüttung ergibt daher bei 9.000.000 Stück Aktien einen Betrag von A 13.500.000,–. Weiters schlagen wir vor, den verbleibenden Rest von TA 20,5 auf neue Rechnung vorzutragen.

Linz, im Februar 2008

Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres in vier Sitzungen (je eine pro Quartal) die nach den Vorschriften des Aktiengesetzes erforderlichen Prüfungen vorgenommen und sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Geschäftslage sowie über wichtige Geschäftsvorfälle berichten lassen. Darüber hinaus hat der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates laufend jene Geschäftsfälle geprüft und entschieden, die seiner Zustimmung bedurften. Der Ausschuss zur Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses (Prüfungsausschuss) tagte so wie der Personalausschuss einmal. Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrates regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren.

In all seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben unter Beachtung des Corporate Governance Kodex wahrgenommen. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im Berichtsjahr an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates nicht persönlich teilgenommen.

2007 haben die Aufsichtsräte Alfons Schneider und Ludwig Beurle in der ordentlichen Hauptversammlung am 14.Mai ihr Amt niedergelegt. Wir danken beiden Herren für die langjährige Zusammenarbeit.

Die Buchführung, der Jahresabschluss 2007 der Oberbank AG und der Lagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt, den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen, weshalb der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 25. März 2008 den Jahresabschluss der Oberbank AG geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen, erklärt sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag einverstanden und billigt den Jahresabschluss 2007, der damit gemäß § 125 Abs. (2) Aktiengesetz festgestellt ist.

Der Konzernabschluss 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der in Übereinstimmung mit den österreichischen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Konzernlagebericht wurden von der KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und den gesetzlichen Vorschriften wurde entsprochen. Nach Überzeugung der Bankprüfer vermittelt der Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögensund Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Geschäftsjahres vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Die Abschlussprüfer bestätigen, dass der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach österreichischem Recht erfüllt sind.

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung am 25. März 2008 den Konzernabschluss geprüft und dem Aufsichtsrat darüber berichtet. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen. Dem Vorschlag des Vorstandes, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2007 von A 13,5 Mio. eine Dividende von A 1,50 je Aktie auszuschütten und den verbleibenden Gewinnrest auf neue Rechnung vorzutragen, schließt er sich an.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie bei den Führungskräften und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die guten Ergebnisse im letzten Jahr. Das Erreichen der Unternehmensziele und die Steigerung des Jahresüberschusses um mehr als 20% schätzt der Aufsichtsrat als sehr gute Leistung ein.

Linz, 25. März 2008

Der Aufsichtsrat

Dkfm. Dr. Hermann Bell Vorsitzender des Aufsichtsrates

Organe der Bank

Aufsichtsrat

Ehrenpräsident Dr. Heinrich Treichl

Vorsitzender Dkfm. Dr. Hermann Bell

Stellvertreter des Vorsitzenden

Konsul Generaldirektor KR Dkfm. Dr. Heimo Penker Konsul Direktor Peter Gaugg Dr. Guido Schmidt-Chiari

Mitglieder

Franz Peter Doppler Generaldirektor Dr. Wolfgang Eder Dr. Birgitte Engleder Dr. Dietrich Karner Dr. Josef Kneidinger Präsident Mag. Dr. Christoph Leitl Dipl. Ing. DDr. h.c. Peter Mitterbauer KR Karl Samstag Dr. Veit Sorger KR Hilde Umdasch KR Dr. Herbert Walterskirchen Mag. Norbert Zimmermann

Arbeitnehmervertreter

Wolfgang Pischinger, Vorsitzender des Zentralbetriebsrates der Oberbank AG Peter Dominici Roland Schmidhuber Elfriede Höchtel Alois Johann Oberschmidleitner Josef Pesendorfer Mag. Armin Burger Günter Grubhofer

staatskommiSsär

Hofrat Dipl.-Ing. Wolfgang Kovar, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung bis 31.7.2007

Hofrat DDr. Marian Wakounig, Staatskommissär, bestellt mit Wirkung ab 1.8.2007

Amtsdirektorin Edith Wanger, Staatskommissär-Stellvertreterin, bestellt mit Wirkung ab 1.7.2002

vorstand

Konsul Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Vorsitzender des Vorstandes Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

3 Banken Gruppe im überblick

Aktionärsstruktur der 3 Banken per 31. 12.2007 nach Stimmrechten

Oberbank
Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck 1 18,68% 1
BKS Bank AG, Klagenfurt 2 18,69% 2
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg 3 5,18% 3
Generali 3 Banken Holding AG, Wien4 2,23% 7
4
Mitarbeiterbeteiligung 5 4,23% 5
CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 6 32,90% 6
Streubesitz 7 18,09%
BKS
Oberbank AG, Linz 1 19,73% 1
Bank für Tirol und Vorarlberg AG, Innsbruck 2 19,84% 2
Generali 3 Banken Holding AG, Wien3 7,95% 7
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg 4 2,99% 3
Bank Austria Creditanstalt AG5 7,36% 4
CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 6 29,93% 5
6
Streubesitz 7 12,20%
BTV
Oberbank AG, Linz 1 14,69% 2
BKS Bank AG, Klagenfurt 2 15,10% 1
3
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H., Salzburg 3 2,53%
Generali 3 Banken Holding AG, Wien4 15,12% 4
6
CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 5 41,70%
Streubesitz 6 10,86% 5

Die in Rottönen dargestellten Aktionäre haben jeweils Syndikatsvereinbarungen abgeschlossen.

Oberbank Konzern BKS Bank Konzern BTV Konzern
2007 2006 2007 2006 2007 2006
Erfolgszahlen in Mio. A
Zinsergebnis 276,2 241,2 108,6 94,6 123,0 110,9
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -68,4 -56,3 -19,2 -20,0 -29,2 -29,4
Provisionsergebnis 101,8 94,9 44,9 41,0 47,3 45,6
Verwaltungsaufwand -203,2 -193,8 -82,8 -75,6 -88,1 -82,7
Jahresüberschuss vor Steuern 112,9 93,5 59,6 44,8 60,0 50,9
Konzernjahresüberschuss 102,5 83,2 50,8 39,0 53,3 44,5
Bilanzzahlen in Mio. A
Bilanzsumme 14.330,8 13.221,8 5.752,7 5.145,4 8.053,3 7.458,3
Forderungen an Kunden
nach Risikovorsorgen 8.499,2 7.969,3 3.561,6 3.190,1 5.160,0 5.109,0
Primärmittel 8.839,6 7.605,4 3.781,8 3.009,1 6.173,1 5.508,3
hievon Spareinlagen 2.899,2 2.633,5 1.443,7 1.382,4 1.126,9 1.094,0
hievon verbriefte Verbindlich-
keiten inkl. Nachrangkapital 1.694,8 1.494,7 451,8 425,6 1.283,0 1.222,9
Eigenkapital 889,5 831,7 450,6 416,4 537,3 512,4
Betreute Kundengelder 16.887,3 15.304,3 10.057,9 9.320,4 10.982,1 10.608,9
hievon Depotvolumen der Kunden 8.047,7 7.698,9 6.276,1 6.311,3 4.809,0 5.100,6
Eigenmittel nach BWG in Mio. A
Bemessungsgrundlage 10.079,1 9.457,6 4.039,2 3.598,5 5.586,9 5.165,3
Eigenmittel 1.293,6 1.204,6 405,1 396,3 662,3 617,4
hievon Kernkapital (Tier I) 720,5 669,4 235,9 241,8 394,0 363,7
Eigenmittelüberschuss 485,2 446,0 82,0 108,4 215,4 204,2
Kernkapitalquote 7,15 7,08 5,84 6,72 7,05 7,04
Gesamtkapitalquote in % 12,83 12,74 10,03 11,01 11,85 11,95
Unternehmenskennzahlen in %
Return on Equity vor Steuern
(Eigenkapitalrendite) 13,21 12,37 13,74 11,17 11,44 10,36
Return on Equity nach Steuern 11,99 11,01 11,71 9,74 10,15 9,07
Cost-Income-Ratio
(Kosten-Ertrag-Relation) 52,8 56,4 52,6 54,7 51,1 52,0
Risk-Earning-Ratio
(Kreditrisiko/Zinsergebnis) 24,8 23,4 17,7 21,2 23,7 26,5
Ressourcen
Durchschnittlich gewichteter
Mitarbeiterstand 1.879 1.738 803 721 849 803
Anzahl der Geschäftsstellen 126 117 51 50 42 40

Impressum

Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber Oberbank AG Hauptplatz 10 –11, A-4020 Linz Telefon: ++43/(0) 732/ 7802- 0 Telefax: ++43 /(0)732 / 785 810

SWIFT: OBKLAT2L Bankleitzahl: 15000 OeNB-Identnummer: 54801 DVR: 0019020 FN: 79063w UID: ATU22852606 ISIN Oberbank-Stammaktie: AT0000625108 ISIN Oberbank-Vorzugsaktie: AT0000625132

Internet: www.oberbank.at E-Mail: [email protected]

Investor Relations: Mag. Frank Helmkamp Redaktion: Abteilung Sekretariat Quellen Marktumfeld: WIFO, IHS und OeNB, Wien DIW, Berlin, Ifo, München Redaktionsschluss: 9. März 2008

Konzept und Beratung: Mensalia, Wien Design: Klaus Hofegger, Wien Fotos: Hanna Haböck, Wien Realisierung: Christoph Oman, Oberbank AG, Linz Druck: AV + Astoria Druckzentrum, Wien

Disclaimer: Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Oberbank AG beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum Stichtag 31.12.2007 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken – wie die im Risikobericht angesprochenen – eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Mit diesem Geschäftsbericht ist keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Aktien der Oberbank AG verbunden.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäftsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe (Mitarbeiter, Mitarbeiterin bzw. MitarbeiterIn) verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind jedoch immer beide Geschlechter.

B E WEGUNG BRAUCHT STABILITÄT

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