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Oberbank AG

Annual Report Apr 16, 2008

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2007

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die internationale Konjunktur war im Jahr 2007 – vor allem in der zweiten Jahreshälfte – von den Auswirkungen der Krise am Markt für Hypothekarkredite geprägt, die in den USA ihren Ausgang nahm. Die Wirtschaft im Euroraum profitierte 2007 von der günstigen Binnenkonjunktur, die in erster Linie vom dynamischen Wachstum der neuen EU-Mitgliedsländer getragen wurde, sowie vom starken Euro, der die Auswirkungen des in US-Dollar hohen Rohölpreises zum Teil abfedern konnte.

Stabile Weltkonjunktur 2007

Die Weltwirtschaft expandierte im Jahr 2007 weiterhin kräftig, jedoch mit zunehmend regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstumstempo in den USA und in Japan abschwächte, blieb es in Europa stabil. Die USA weisen für 2007 einen realen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,3% aus, Japan von 1,8%. Die Länder des Euroraumes verzeichneten ein durchschnittliches BIP-Wachstum von 2,7%. Mit 6,0% war der Vergleichswert der zwölf neuen EU-Mitgliedsstaaten wiederholt stärker. Die Wirtschaft Tschechiens weist für 2007 eine Wachstumsrate von 5,9% aus; einzig Ungarn liegt mit 2,4% unter dem osteuropäischen Durchschnitt. In Deutschland ging der BIP-Anstieg im Jahr 2007 von 2,9% auf 2,6% zurück.

Regional unterschiedliche Dynamik

BIP-Wachstum in %

Österreichs Wirtschaft verzeichnete 2007 ein Wachstum, das mit 3,4% deutlich über dem Durchschnittswert des Euroraumes von 2,7% liegt. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von der weiterhin dynamischen Exportwirtschaft (+8,0%) und der starken Investitionsnachfrage (+5,0%). Mit einem Plus von 1,6% entwickelte sich der private Konsum hingegen nur moderat. Für 2008 wird eine leichte Eintrübung der österreichischen Konjunktur erwartet; mit einem prognostizierten BIP-Anstieg von 2,2% (WIFO) bzw. 2,4% (IHS) sollte sich die Entwicklung aber dennoch stärker zeigen als jene des Euroraumes.

Österreichs Wirtschaft wächst stärker als Euroraum

Komponenten der Nachfrage in Österreich, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Für 2008 wird eine Abschwächung der globalen Konjunktur erwartet. Für die USA und den Euroraum wird eine Verlangsamung des BIP-Wachstums auf 1,6% bzw. 1,9% prognostiziert, während die durchschnittlichen Wachstumsraten in den zentral- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten (+ 5,5%) und in Japan (+ 1,5%) weniger stark zurückgehen sollten.

Branchenumfeld

Annäherung des Zinsniveaus von Europa und den USA

Die US-amerikanische Notenbank FED beließ die Leitzinsen von Jahresanfang bis Mitte September 2007 unverändert bei 5,25%. Als Reaktion auf die Subprime-Krise erfolgten im Herbst drei Zinssenkungen um insgesamt 100 Basispunkte: am 18. September 2007 auf 4,75%, am 31. Oktober auf 4,50% und am 11. Dezember auf 4,25%. Weitere massive Senkungen wurden Anfang 2008 durchgeführt, um die abgeschwächte konjunkturelle Entwicklung einzudämmen.

Inf lationsrate im Euroraum zum Jahresende 3,6%

Die Europäische Zentralbank (EZB) verfolgte eine gegensätzliche Zinspolitik und hob den Leitzinssatz im Euroraum bis zum Jahresende 2007 in zwei Schritten von 3,50% auf 4,00% an. Mit dieser Anhebung um jeweils 25 Basispunkte am 3. März und am 6. Juni entspricht die EZB ihrer vordringlichen Aufgabe, der zunehmenden Inflation im Euroraum entgegenzuwirken. Konsequenterweise weigerte sich die EZB auch auf die Auswirkungen der Subprime-Krise mit Zinssenkungen zu reagieren. Da die Inflationsrate mit 3,6% im Dezember ihren langjährigen Höchststand erreichte, ist auch für die erste Jahreshälfte 2008 mit keinen deutlichen Zinssenkungen zu rechnen. Aufgrund dieser konträren Entwicklungen verringerte sich der Abstand der US-Leitzinsen zu jenen des Euroraumes von 1,75 Prozentpunkten auf 0,25 Prozentpunkte per Jahresende 2007.

Ein vergleichbarer Trend zeichnete sich auf dem Geld- und dem Kapitalmarkt ab. Beim 3-Monats-Geld betrug der Zinsabstand zu Jahresbeginn rund 1,6 Prozentpunkte (Euribor 3,725%, US-Libor 5,36%), beim 10-Jahres-SWAP rund 1 Prozentpunkt (EUR 4,20%, USD 5,17%). Nach deutlichen Anstiegen der Euro-Zinsen und Rückgängen in den USA waren zu Jahresende sowohl die kurz- als auch die langfristigen Sätze nahezu gleich hoch. Die Zinsstrukturkurve, die die Differenz von lang- und kurzfristigen Zinsen ausweist, verlief im Jahr 2007 äußerst flach. Bei den US-Dollar-Zinsen war sie zum Jahresende sogar invers – die langfristigen Renditen lagen unter den kurzfristigen Zinssätzen.

Währungsentwicklungen

Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war 2007 von der Aufwertung des Euro geprägt, der vor allem gegenüber dem US-Dollar stark an Wert gewinnt. Lag das Verhältnis Euro zu US-Dollar zu Jahresbeginn noch bei 1,320, wurde per Jahresende 2007 ein Wert von 1,459 ausgewiesen, was einem Anstieg von 10,5% entspricht. Der Jahreshöchstwert wurde mit 1,487 US-Dollar je Euro am 26. November 2007 erreicht, womit auch der bisherige Höchststand des Jahres 2005 von 1,350 deutlich übertroffen wurde. Die enormen Defizite der US-Leistungsbilanz und des US-Haushaltsbudgets dürften bei einer abkühlenden US-Konjunktur wieder vermehrt in den Fokus rücken und weiteren Druck auf den US-Dollar ausüben. Die im Vorfeld von Präsidentschaftswahlen traditionelle Stärkung der Währung wird in diesem Umfeld nicht von Dauer sein können. Auch gegenüber dem Japanischen Yen und dem Schweizer Franken hat der Euro im Jahresverlauf 2007 aufgewertet, jedoch weniger stark als gegenüber dem US-Dollar. Nach einem Anstieg von 3,7% bzw. 2,8% notierte der Euro Ende 2007 bei 163 EUR/JPY bzw. bei 1,654 EUR/CHF. Während gegenüber dem Schweizer Franken 2008 keine großen Wechselkursveränderungen zu erwarten sind, wird für den Japanischen Yen eine weitere Abwertung prognostiziert. Die Tschechische Krone blieb 2007 mit einem Verhältnis von 28,00 EUR/CZK nach 27,50 im Jahr zuvor relativ stabil. Für 2008 wird keine deutliche Abweichung erwartet; ein solides Wirtschaftswachstum, weiterhin starke Kapitalzuflüsse und der langsame Abbau der Zinsdifferenz zum Euro sollten die Tschechische Krone weiter festigen.

Währungsentwicklungen 2007

Der Ungarische Forint verlor gegenüber dem Euro auch in Folge der Subprime-Krise im Herbst 2007 fast 5% an Wert, obwohl keine ungarische Bank direkt von der Krise betroffen war. Nach einer ersten Schockreaktion erreichte er allerdings rasch wieder das Niveau von rund 255. Für das Jahr 2008 wird mit einem stabilen Verlauf in einer Bandbreite von 250 bis 255 Forint je Euro gerechnet.

Hohe Volatilität an den Börsen

Die Entwicklung an den internationalen Börsen war 2007 von zwei Trends gekennzeichnet. Während im ersten Halbjahr aufgrund des guten Konjunkturumfeldes deutlich steigende Kurse verzeichnet werden konnten, löste die Immobilienkrise im zweiten Halbjahr massive Unsicherheiten aus. Zahlreiche internationale Großbanken erlitten aufgrund ihres Engagements am Markt für Hypothekarkredite milliardenschwere Verluste und verloren damit das Vertrauen der Anleger. Auf Eurobasis verloren die US-Indizes Dow Jones und Standard & Poor's 500 3,74% bzw. 6,36%, der japanische TOPIX 15,14%. Positiver zeigte sich die Entwicklung an den meisten europäischen Börsen. Gemessen an ihrem Leitindex ATX erzielte die Wiener Börse eine Performance von 1,1%, der deutsche DAX konnte mit einem Plus von 22,3% nahezu an die Vorjahresentwicklung anschließen.

Euro im Vergleich zum US-Dollar um 10,5% stärker

Entwicklung des Bankensektors

Positive Entwicklung in schwierigem Umfeld

Österreichs Banken prof itieren von ihrem Engagement in CEE

Trotz regelmäßiger Negativschlagzeilen zur BAWAG-Affäre, Subprime-Krise und den damit verbundenen hohen Abschreibungen von internationalen Großbanken hat sich der österreichische Bankensektor im Jahr 2007 laut ersten Auswertungen der Oesterreichischen Nationalbank sehr erfolgreich entwickelt. Neben dem günstigen Konjunkturverlauf bildet das starke Engagement österreichischer Banken in Zentral- und Osteuropa die Basis dieser Entwicklung. Aus diesen Märkten resultieren laut OeNB bereits 25% der Gesamtbilanzsumme und 40% der Gewinne österreichischer Banken. Im Inlandsgeschäft erwies sich in erster Linie das Provisionsgeschäft als Wachstumsstütze, das Zinsgeschäft litt unter der nach wie vor sehr engen Zinsspanne.

Die bei Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichtes vorliegenden Daten zur Geschäfts- und Ertragslage der österreichischen Banken für die ersten drei Quartale 2007 zeigen eine sehr positive Entwicklung. Die Bilanzsumme aller österreichischen Banken ist im Jahresabstand um 13,0% auf A 875,4 Mrd. gestiegen. Aktivseitig trugen zu diesem Wachstum in erster Linie die Zuwächse der Kredite an Banken (+ 15,0% auf A 127,5 Mrd.) und an inländischen Nichtbanken (Private und Unternehmen, + 2,3% auf A 282,4 Mrd.) bei. Auf der Passivseite war bei den Spar-, Sicht- und Termineinlagen ein Zuwachs um 8,6% auf A 248,4 Mrd. zu verzeichnen, die gesamten Primäreinlagen (Gesamteinlagen von Nichtbanken und eigene Emissionen) sind sogar um 16,2% auf A 416,9 Mrd. gestiegen. Das durchschnittliche Betriebsergebnis aller österreichischen Banken konnte im selben Zeitraum um 4,1% auf A 4.611,9 Mio. verbessert werden.

Die Oberbank konnte in den ersten drei Quartalen 2007 ihren Marktanteil bei den Krediten von 2,26% auf 2,28% steigern, bei den Primäreinlagen von 1,59% auf 1,63%. Für das Gesamtjahr 2007 erwarten wir eine vergleichbare Entwicklung.

Marktanteil der Oberbank bei Krediten und Primäreinlagen in %

Auswirkungen des Umfeldes auf die Oberbank

Die beschriebenen externen Einflussfaktoren wirkten sich unterschiedlich auf den Geschäftsverlauf der Oberbank aus. Im Firmenkundengeschäft haben die gute Konjunktur, die ungebrochene Investitionstätigkeit und die starke Exportorientierung der heimischen Unternehmen dazu beigetragen, dass wir unser Finanzierungsvolumen wiederholt steigern konnten. Im Privatkundengeschäft hat die Verunsicherung der Anleger in Folge der Subprime-Krise bewirkt, dass Spar-, Sicht- und Termineinlagen an Bedeutung gewonnen haben, wodurch ein überdurchschnittlicher Anstieg der Primärmittel von über 16% erzielt werden konnte. Aufgrund dieser Entwicklung wirkte sich der krisenbedingte Liquiditätsengpass unter den Banken nur geringfügig auf die Oberbank aus, da das gesamte Kreditvolumen über die Primärmittel refinanziert werden konnte.

Die Oberbank-Aktien konnten sich dem vor allem für Finanztitel negativen Sog entziehen, übertrafen mit Kurssteigerungen von über 42% (Stammaktie) bzw. 46% (Vorzugsaktie) den ATX deutlich und zählen zu den drei europäischen Banktiteln mit der besten Kursentwicklung im Jahr 2007.

Überdurchschnittliche Entwicklung der Oberbank-Aktien

Allgemeine Angaben zur Berichterstattung

Ein Konzernlagebericht nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) wurde erstmals für das Jahr 2005 veröffentlicht. Dieser nach international anerkannten Grundsätzen aufgestellte Konzernabschluss ersetzt gemäß § 59a BWG und § 245a UGB den Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach österreichischem Recht.

Konsolidierungskreis der Oberbank

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2007 neben der Oberbank AG 16 inländische und 13 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um die Gesellschaften Tuella Finanzierung GmbH, Wien (100%), POWER TOWER GmbH, Linz (99%) sowie Ober Immo Truck gAG, Budapest (100%).

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal im Konzernabschluss berücksichtigt. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde auch die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 25 Tochterunternehmen und 19 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Summe von untergeordneter Bedeutung ist.

Gliederung der Segmente

Die Ausrichtung der Segmentberichterstattung der Oberbank folgt der internen Verantwortungsstruktur in der Kundenbetreuung und definiert die Segmente Firmenkunden, Privatkunden, Financial Markets und Sonstiges. Alle Segmente haben sich auch 2007 positiv entwickelt und spiegeln die erfreuliche Lage der Oberbank wider. Nähere Details finden sich im Segmentbericht ab Seite 64 dieses Geschäftsberichtes.

Positive Entwicklung aller Segmente

Ergebnisentwicklung

Die Oberbank kann für das Geschäftsjahr 2007 eine weitere Verbesserung der Ertragslage ausweisen. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 20,8% auf A 112,9 Mio., der Konzernjahresüberschuss um 23,2% auf A 102,5 Mio.

Konzern-Gew
inn-und-verlust-rechnung nach IFR
S
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Zinsergebnis 276,2 14,5% 241,2 211,5
Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -68,4 21,4% -56,3 -51,0
Provisionsergebnis 101,8 7,3% 94,9 90,5
Handelsergebnis 7,5 9,7% 6,8 6,2
Verwaltungsaufwand -203,2 4,8% -193,8 -191,5
Sonstiger betrieblicher Erfolg -0,9 > -100% 0,7 13,5
Jahresüberschuss vor Steuern 112,9 20,8% 93,5 79,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag -10,4 1,7% -10,3 -10,0
Konzernjahresüberschuss 102,5 23,2% 83,2 69,2

Zinsergebnis

Steigerung um 14,5% auf E 276,2 Mio.

Das Zinsergebnis konnte im Geschäftsjahr 2007 um 14,5% auf A 276,2 Mio. verbessert werden. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf das gestiegene Kreditvolumen (+ 6,6%) und auf höhere Beiträge der Equity-Beteiligungen (+ 37,1%).

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Im Rahmen unserer Kreditrisikogebarung wurde für alle erkennbaren Risiken ausreichend Vorsorge getroffen. Neben den Einzelrisiken wurde eine Portfoliowertberichtigung gemäß IAS 39 gebildet. Zudem wurden Garantieprovisionen an die Alpenländische Garantie-Gesellschaft, die gemeinsame Gesellschaft der 3 Banken Gruppe für Großkreditrisiken, geleistet, die nunmehr über einen Haftungsfonds in Höhe von A 137,4 Mio. verfügt.

Inklusive der Forderungsabschreibungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2007 eine Kreditrisikogebarung in der Höhe von A 68,4 Mio. nach A 56,3 Mio. im Vorjahr. Diese Entwicklung löste einen geringfügigen Anstieg der Wertberichtigungsquote von 0,69% auf 0,79% aus. Die hohen Risikovorsorgen und die vorteilhafte Wertberichtigungsquote stellen sicher, dass die Oberbank komfortabel gegen Kreditrisiken abgesichert ist.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis konnte im Geschäftsjahr 2007 um 7,3% auf A 101,8 Mio. verbessert werden. Zuwächse konnten in allen Geschäftsfeldern verzeichnet werden, d.h. im Wertpapiergeschäft, im Zahlungsverkehr, im Kreditgeschäft, im Handel mit Devisen, Sorten und Edelmetallen sowie im sonstigen Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft.

Entwicklung und Struktur des Provisionsergebnisses in Mio. E

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis erfasst das Ergebnis des Wertpapierhandelsbuches, der Derivate des Handelsbuches sowie jene aus dem Handel mit Devisen, Valuten und Edelmetallen. Im Geschäftsjahr 2007 konnte das Handelsergebnis in Summe um 9,7% auf A 7,5 Mio. verbessert werden. Dieser Anstieg um A 0,7 Mio. ist in erster Linie auf ein höheres Devisen- und Valutenkursergebnis, das aus dem im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen EUR/USD-Kurs resultiert, zurückzuführen.

Verbesserung um 9,7% auf E 7,5 Mio.

Verwaltungsaufwendungen

Trotz der fortgeführten Expansion in unseren Wachstumsmärkten waren die Verwaltungsaufwendungen mit A 203,2 Mio. um lediglich 4,8% höher als im Vorjahr. Die Personalaufwendungen stiegen um 1,3% auf A 120,6 Mio. Die Sachaufwendungen nahmen aufgrund der Eröffnung der ersten Filiale in Ungarn hingegen um 11,4% auf A 65,0 Mio. zu. Ein wesentlicher Teil dieses Anstieges ist auch auf die vermehrte Leistungsverrechnung der Drei-Banken-EDV Ges.m.b.H. und auf Mietaufwendungen in Ungarn zurückzuführen. Vorwiegend bedingt durch die Eröffnung neuer Auslandsfilialen erhöhten sich die Abschreibungsaufwendungen um 6,6% auf A 17,6 Mio.

Unterproportionaler Anstieg um 4,8% auf E 203,2 Mio.

Entwicklung und Struktur der Verwaltungsaufwendungen in Mio. E

Trotz der starken Ausweitung des Filialnetzes um neun Standorte und der Aufstockung des Personalstandes um 141 Mitarbeiter konnte die Kosten-Ertrags-Relation im Vergleich zum Vorjahr von 56,4% auf 52,8% verbessert werden.

Ergebnisentwicklung

Anstieg des Betriebsergebnisses um 22,3% auf E 182,3 Mio.

Das Betriebsergebnis – die Summe aus Zinsergebnis, Provisionsergebnis und Handelsergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen – konnte 2007 um 22,3% auf A 182,3 Mio. gesteigert werden. Nach Berücksichtigung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft wird im Vergleich zum Vorjahr ein um 20,8% höherer Jahresüberschuss vor Steuern von A 112,9 Mio. ausgewiesen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag waren mit A 10,4 Mio. um 1,7% höher als im Vorjahr. Daraus resultiert in Summe ein Konzernjahresüberschuss nach Steuern in Höhe von A 102,5 Mio., womit der Vorjahreswert um 23,2% übertroffen wurde. Es bestehen keine Fremdanteile am Jahresüberschuss. Mit der Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien im Zuge der Mitarbeiterbeteiligungsaktion im Sommer 2007 wurde die Anzahl der ausgegebenen Stammaktien der Oberbank AG auf 8.000.000 Stück erhöht. Trotz dieser leichten Anhebung konnte das Ergebnis je Aktie 2007 von A 9,62 im Vorjahr auf A 11,46 gesteigert werden.

Komponenten der Ergebnisveränderung 2007 in Mio. E

Gewinnverteilungsvorschlag

Der verteilungsfähige Bilanzgewinn wird anhand des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft des Konzerns, der Oberbank AG, festgestellt. Der erwirtschaftete Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 betrug auf Ebene der Oberbank AG A 56,4 Mio. Nach Erhöhung der Rücklagen um A 43,0 Mio. und unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages von A 0,2 Mio. errechnet sich für das Jahr 2007 ein verwendungsfähiger Bilanzgewinn der Oberbank AG von A 13,5 Mio. Der Hauptversammlung am 27. Mai 2008 wird vorgeschlagen, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von A 1,50 auszuschütten. Daraus errechnet sich bei 8.000.000 Stück Stammaktien und 1.000.000 Stück Vorzugsaktien ein Ausschüttungsbetrag von A 13,5 Mio. Weiters schlägt der Vorstand vor, den verbleibenden Rest von TA 20 auf neue Rechnung vorzutragen.

Dividendenvorschlag von E 1,50 je bezugsberechtigte Aktie

Analyse wichtiger Steuerungskennzahlen

Unternehmenskennzahlen nach IFRS 2007 2006 2005
Betriebsergebnisquote 1,32% 1,17% 0,99%
Return on Equity vor Steuern (Eigenkapitalrendite) 13,21% 12,37% 12,42%
Return on Equity nach Steuern 11,99% 11,01% 10,85%
Cost-Income-Ratio (Kosten/Ertrag-Koeffizient) 52,8% 56,4% 59,5%
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsergebnis) 24,8% 23,4% 24,1%
Gesamtkapitalquote 12,83% 12,74% 12,59%
Kernkapitalquote 7,15% 7,08% 6,81%
IFRS-Ergebnis pro Aktie in A 11,46 9,62 8,38

Die Betriebsergebnisquote – sie misst den Anteil des operativen Betriebsergebnisses an der durchschnittlichen Bilanzsumme – stieg im Jahr 2007 von 1,17% um 0,15 Prozentpunkte auf 1,32%, womit ein Spitzenwert unter den österreichischen Banken ausgewiesen wird.

Dank des starken Anstieges des Jahresüberschusses verbesserte sich der Return on Equity (RoE) vor Steuern gegenüber 2006 von 12,37% auf 13,21%. Aufgrund des nur leichten Anstieges der Steueraufwendungen wird auch beim RoE nach Steuern eine Erhöhung von 11,01% auf 11,99% ausgewiesen. Das IFRS-Ergebnis pro Aktie erhöhte sich trotz der Emission von 40.000 Stück Stammaktien von A 9,62 des Vorjahres auf A 11,46. Aufgrund des im Vergleich zur Ergebnisentwicklung unterproportionalen Anstieges der Verwaltungsaufwendungen konnte die Cost-Income-Ratio im Jahr 2007 auf 52,8% gesenkt werden. Die Risk-Earning-Ratio hat sich hingegen von 23,4% auf 24,8% leicht erhöht. Die Gesamtkapitalquote stieg von 12,74% auf 12,83%, die Kernkapitalquote von 7,08% auf 7,15%.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme des Oberbank-Konzerns hat sich per Jahresende 2007 im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 8,4% auf A 14.330,8 Mio. erhöht. Nachstehend werden die wichtigsten Positionen untergliedert nach Bilanzaktiva und -passiva erörtert.

Bilanzaktiva

Die Forderungen an Kreditinstitute blieben 2007 mit A 2.058,0 Mio. (+0,3%) im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert, womit ihr Anteil an den Bilanzaktiva von 15,5% auf 14,4% zurückging.

Auslandsforderungen gewinnen weiter an Bedeutung

Die Forderungen an Kunden konnten 2007 um 6,6% auf A 8.697,2 Mio. gesteigert werden. Während die Forderungen gegenüber inländischen Kunden mit A 6.077,4 nahezu konstant blieben, erhöhten sich jene gegenüber Auslandskunden expansionsbedingt um 25,8% auf A 2.619,8 Mio. Auch im Leasinggeschäft konnte die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre fortgesetzt und ein Anstieg von rund 26,3% auf A 964,8 Mio. erzielt werden. Eine Aufteilung des Zuwachses nach Kundenkreisen weist rund A 194 Mio. den Privatkrediten und rund A 345 Mio. den Firmenkrediten zu.

Der Anstieg der Risikovorsorgen um 3,9% auf A 198,1 Mio. ergibt sich aufgrund der Differenzen aus Zuweisungen und Auflösungen der Einzelwertberichtigung und aus den Portfoliowertberichtigungen gemäß IAS 39.

Anstieg der Finanzanlagen um 13,4% auf knapp E 3 Mrd.

Die Finanzanlagen wurden 2007 um 13,4% oder A 353,0 Mio. auf A 2.988,2 Mio. kräftig angehoben. Dieses Wachstum verteilt sich wie folgt auf die Teilpositionen: Aufstockung der Vermögenswerte »at fair value« um A 33,7 Mio. auf A 359,2 Mio., Anstieg der Vermögenswerte »available for sale« um A 141,8 Mio. auf A 1.049,0 Mio., der Vermögenswerte »held to maturity« um A 151,5 Mio. auf A 1.189,5 Mio. sowie der Anteile an at-Equity bewerteten Unternehmen um A 26,0 Mio. auf A 390,5 Mio.

In den übrigen Aktiva werden die Barreserve, die Handelsaktiva, das immaterielle Anlagevermögen, die Sachanlagen und die sonstigen Aktiva zusammengefasst. Die Handelsaktiva gingen vor allem aufgrund geringerer festverzinslicher Schuldverschreibungen im Handelsbestand um rund 28,7% auf A 75,7 Mio. zurück. Das immaterielle Anlagevermögen verringerte sich um 16,9% auf A 8,5 Mio., vorwiegend bedingt durch die fortgesetzte Abschreibung des Kundenstocks der von der Sparkasse Mühlviertel West erworbenen Filialen. Aufgrund der Erhöhung bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung weisen die Sachanlagen einen Zuwachs um 32,7% auf A 181,1 Mio. aus. In der Position sonstige Aktiva, die um 31,2% auf A 216,3 Mio. zulegte, sind sonstige Vermögensgegenstände wie positive Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, Anzahlungen auf sowie für noch nicht in Kraft gesetzte Leasingverträge und sonstige Forderungen der Leasingunternehmen erfasst. Zudem enthält diese Position latente Steuerforderungen und Rechnungsabgrenzungsposten.

Bilanzpassiva

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Jahr 2007 um 5,6% auf A 4.030,3 Mio. reduziert. Bedingt durch das hohe Primärmittelwachstum war der Bedarf an Refinanzierungsmitteln von anderen Kreditinstituten 2007 deutlich geringer als im Jahr davor. Die Primärmittel konnten in Summe um 16,2% auf A 8.839,6 Mio. gesteigert werden. Die darin inkludierten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden legten um 16,9% auf A 7.144,8 Mio. zu. Durch die angespannte Situation an den internationalen Börsen gewannen traditionelle Sparformen 2007 wieder an Bedeutung. Der Spareinlagenstand nahm um 10,1% auf A 2.899,2 Mio. zu, die sonstigen Verbindlichkeiten sogar um 22,1% auf A 4.245,6 Mio. Die Anleger schichteten ihre Vermögenswerte auch vermehrt auf verbriefte Verbindlichkeiten um, die um 12,9% auf A 1.134,7 Mio. erhöht werden konnten. Die Bilanzposition Nachrangkapital nahm um 14,3% auf A 560,1 Mio. zu. Die Erhöhung des Eigenkapitals um 6,9% auf A 889,5 Mio. erklärt sich vorwiegend durch den kräftigen Anstieg der Gewinnrücklagen.

Struktur des Primärmittelaufkommens in %

In den übrigen Passiva werden die Rückstellungen und die sonstigen Passiva ausgewiesen. Die Rückstellungen stiegen in Summe um 1,4% auf A 312,9 Mio. Die Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen wurden um 5,4% auf A 213,4 Mio. erhöht. Der überwiegende Teil der sonstigen Rückstellungen entfällt mit A 80,4 Mio. auf die Rückstellungen für das Kreditgeschäft.

Die sonstigen Passiva nahmen um 25,0% auf A 258,5 Mio. zu. In dieser Position sind negative Marktwerte von Derivaten im Bankbuch, sonstige kurzfristige Rückstellungen, sonstige Verbindlichkeiten des Leasing Teilkonzerns sowie Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Hohe Primärmittel ermöglichen Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Struktur der Bilanzpassiva in Mrd. E

Anstieg der Primäreinlagen um 16,2% auf E 8,8 Mrd.

Refinanzierung
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Spareinlagen 2.899,2 10,1% 2.633,5 2.523,2
Sonstige Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden 4.245,6 22,1% 3.447,2 3.447,8
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.134,7 12,9% 1.004,8 821,6
Nachrangkapital 560,1 14,3% 489,9 475,7
Primäreinlagen
inkl. Nachrangkapital 8.839,6 16,2% 7.605,4 7.268,4
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten 4.030,3 -5,6% 4.269,2 3.817,0
Summe 12.869,9 8,4% 11.874,6 11.085,4

Einen Eckpfeiler der Finanzierungsstrategie der Oberbank bildet die Absicherung der Liquidität durch die Hereinnahme von Kundengeldern. Durch die herausragende Beratungsqualität dienen die 126 Filialen der Oberbank als Basis zur laufenden Steigerung der Primärmittel.

Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals und der Eigenmittel gemäß BWG

Bilanzielles
Eigenkapital
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Grundkapital 75,6 0,5% 75,3 70,0
Kapitalrücklagen 142,7 2,7% 138,9 85,4
Gewinnrücklagen 641,0 9,2% 586,7 506,3
Unversteuerte Rücklagen 27,5 -2,1% 28,1 28,9
Passive Unterschiedsbeträge 1,9 0,0% 1,9 1,9
Anteile im Fremdbesitz 0,8 0,0% 0,8 0,8
Bilanzielles Eigenkapital 889,5 6,9% 831,7 693,3
Beträge in Mio. C 2007 Veränderung 2006 2005
Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG 1.293,6 7,4% 1.204,6 1.065,4
davon Kernkapital (Tier I) 720,5 7,6% 669,4 575,9
Eigenmittelerfordernis 808,4 6,6% 758,5 677,8
Überdeckungsquote in Prozentpunkten 4,8 4,7 4,6
Bemessungsgrundlage der Eigenmittel 10.079,1 6,6% 9.457,6 8.461,5
Eigenmittelquote in % 12,83 12,74 12,59
davon Kernkapitalquote in % 7,15 7,08 6,81

Das bilanzielle Eigenkapital des Oberbank-Konzerns stieg 2007 um 6,9% auf A 889,5 Mio. Die Erhöhung um A 57,8 Mio. erklärt sich zum Großteil durch die kräftige Dotierung der Gewinnrücklagen um 9,2% auf A 641,0 Mio. Das Grundkapital erhöhte sich durch die Ausgabe von 40.000 Stammaktien, die für die Beteiligung der Mitarbeiter verwendet wurden, um 0,5% auf A 75,6 Mio.

Bilanzielles Eigenkapital um 6,9% auf E 889,5 Mio. verbessert

Die Eigenmittel gemäß §§ 23 und 24 BWG betrugen zum 31.12.2007 A 1.293,6 Mio. gegenüber A 1.204,6 Mio. zum Stichtag des Vorjahres. Die Überdeckung der erforderlichen Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG von A 808,4 Mio. betrug demnach A 485,2 Mio. und liegt damit um 4,8 Prozentpunkte über dem gesetzlichen Erfordernis von 8%. Die Eigenmittelquote 2007 stieg damit einhergehend von 12,74% auf 12,83%, die Kernkapitalquote von 7,08% auf 7,15%.

Offenlegung gemäß § 243a UGB

Grundkapital, Aktienstückelung und genehmigtes Kapital

Ausgabe von 40.000 Stammaktien zur Fortsetzung der Mitarbeiterbeteiligung

Das Grundkapital der Oberbank AG beträgt A 75.721.153,84 und ist unterteilt in 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und in 1.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6% pro Aktie. Zur Fortsetzung der Mitarbeiterbeteiligung an der Oberbank AG wurde in der Hauptversammlung am 14. Mai 2007 der Beschluss gefasst, das Grundkapital durch die Ausgabe von 150.000 Stück Stammaktien – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen. Das Bezugsrecht an diesen Aktien ist auf die Mitarbeiter der Oberbank AG beschränkt. Mit dieser Kapitalerhöhung soll sich während der nächsten Jahre der Mitarbeiteranteil an der Oberbank AG von 4,23% per Jahresende 2007 auf über 5% erhöhen. Durch die Ausgabe der ersten Tranche von 40.000 Stück im Sommer 2007 erhöhte sich die Gesamtzahl der Stammaktien auf 8.000.000, die Anzahl der Vorzugsaktien blieb mit 1.000.000 unverändert.

Aktienrückkauf

Der Vorstand der Oberbank AG wurde durch die Hauptversammlung ermächtigt, eigene Aktien zum Zwecke des Wertpapierhandels zu erwerben, wobei 5% des Grundkapitals die Grenze des möglichen Handelsbestandes bilden. Eigene Aktien können auch zur Weitergabe an die Mitarbeiter erworben werden.

Syndikatsvereinbarung und Aktien mit besonderen Kontrollrechten

Zwischen der Bank für Tirol und Vorarlberg AG, der BKS Bank AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. besteht eine Syndikatsvereinbarung, deren Zweck es ist, die Unabhängigkeit der Oberbank AG zu erhalten. Darin haben die Syndikatsmitglieder die gemeinsame Ausübung der Stimmrechte und gegenseitige Vorkaufsrechte vereinbart. Die Stimmrechte der von den Mitarbeitern der Oberbank gehaltenen Aktien wurden an die OBK-Mitarbeiterbildungs- und Erholungsförderung registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung syndiziert.

Aktionärsstruktur und Mitarbeiterbeteiligung

Die Bank für Tirol und Vorarlberg AG hält zum Stichtag 31.12.2007 17,05% am Gesamtkapital der Oberbank AG, die BKS Bank AG 17,00%. Der größte Einzelaktionär ist mit 29,24% die CABO Beteiligungsgesellschaft m.b.H., eine 100%ige Konzerntochter der Bank Austria Creditanstalt. Von der Wüstenrot Wohnungswirtschaft Gen.m.b.H. werden 4,63% gehalten, von der Generali 3 Banken Holding AG 1,98%. Die Mitarbeiter der Oberbank halten 3,92%; die restlichen 26,18% des Gesamtkapitals stehen im Streubesitz.

Organbestellung und Kontrollwechsel

Es bestehen keine nicht unmittelbar per Gesetz definierten Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstandes und Aufsichtsrates und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.

Aufgrund der bestehenden Aktionärsstruktur ist es keinem der Aktionäre im Alleingang möglich, die Oberbank direkt oder indirekt zu beherrschen. Es sind keine Vereinbarungen bekannt, die bei einem akkordiert möglichen Kontrollwechsel schlagend werden würden. Zudem gibt es keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Mitarbeitern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes.

Risikomanagement

Gesamtrisikomanagement

Die bewusste Übernahme von abgegrenzten Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie wie auch für das Risikomanagement und Risikocontrolling im Oberbank-Gesamtkonzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Risikosituation in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnisund Volumenentwicklung ab.

Die Risikostrategie der Oberbank orientiert sich an einem Management der Risiken, das die Sicherheit der dem Kreditinstitut anvertrauten fremden Gelder und die Haltung der Eigenmittel in den Vordergrund stellt. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall-, Marktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch sowie für operationelle Risiken. Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder- und Abwicklungsrisiko auch das Risiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.

Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft beruht auf dem Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Gesamtrisikotragfähigkeit des Unternehmens. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Bei den Kreditsicherheiten liegt der Schwerpunkt auf klassischen Sicherheiten mit regionalem Schwerpunkt. Darüber hinaus ist auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente zu achten.

Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand.

Kreditentscheidung

Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln unseres Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild von der Bonität des Kunden liefern.

Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Als Maß für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konziOberbank AG verantwortet konzernweites Risikomanagement

Regionalitätsprinzip und Gesamtrisikotragfähigkeit

piert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Dieses Ratingsystem wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der Finanzmarktaufsicht geforderten Stresstests für die Fremdwährungs- und Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Problembehaftete Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb des Unternehmens abgearbeitet.

Projekt IRB

IRB -Basisansatz zur Eigenmittelmeldung ab 2010

2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formellen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB (Internal Rating-based)-Basisansatzes zu erarbeiten. 2010 sollte von der Finanzmarktaufsicht die Genehmigung für die Oberbank zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.

Verteilung des Kundenobligos inklusive Haftungen, ohne Berücksichtigung von Kreditsicherheiten

Gliederung der Kredite und Haftungen in Risikokategorien in Mio. E

Gliederung der Kredite in Risikokategorien gemäSS § 63 BWG*
Beträge in Mio. E 2007 2006
Ohne erkennbares Ausfallsrisiko 14.027,2 13.026,3
Anmerkungsbedürftig 314,0 311,2
Notleidend 201,0 173,9
Uneinbringlich 6,0 8,4
Summe 14.548,2 13.519,8

* Gliederung enthält: Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und gemäß § 22 Abs. 4 in Verbindung mit Anlage 1 zu § 22 BWG gewichtete außerbilanzmäßige Geschäfte.

Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgen aufgrund von externen Ratings.

Zinslose Forderungen an Kunden

Die zinslos gestellten Forderungen an Kunden gingen 2007 um 30,0% auf A 92,3 Mio. zurück.

Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko bezeichnen wir die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten. Die Steuerung des Beteiligungsrisikos wird mittels quantitativer Methoden gemessen. Die traditionellen Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie unsere Immobiliengesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen eingegangen werden, sind bereits im Vorfeld Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischer Ausrichtung und der Rechtssituation zu erhalten. In einem Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse definiert, die beim Eingehen von Beteiligungen zu berücksichtigen sind.

Fundamentalanalyse vor Beteiligungsaufnahme

Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee gemanagt.

Risikoüberwachung

Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.

Marktrisiko im Handelsbuch

Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch sowie der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Meldung des Eigenmittelerfordernisses für das Marktrisiko im Handelsbuch sowie des gesamten FX-Risikos der Bank gemäß Kapitaladäquanz-Richtlinie erfolgt derzeit auf Basis der Standard-Laufzeitbandmethode.

Bankbuch

Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management(APM)-Komitees. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kredit-Management, Sekretariat und Revision.

Operationelle Risiken

Verantwortung aller Abteilungen

Mit dem Bankgeschäft sind operationelle Risiken untrennbar verbunden. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen (unvorhersehbare Ereignisse wie Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliche bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt). Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.

In der Abteilung Revision ist ein Operational Risk Manager und unter der Leitung dieser Abteilung ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Gremium arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden. Dieser Prozess basiert auf den eigenen historischen Daten, die in der dafür konzipierten GuV-Aufwands-Datenbank erfasst werden und genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich ermöglichen sollen.

Liquiditätsrisiko

Aufsichtsrechtliche Kennzahlen wurden auch 2007 jederzeit und deutlich übertroffen

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Oberbank erfolgt durch das APM-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorschriften obliegen der Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zur Abteilung Rechnungswesen und Controlling wird gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Im Berichtsjahr 2007 lag die Oberbank jederzeit und deutlich über den aufsichtsrechtlich geforderten Kennzahlen.

Ausblick

Externe Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2008 wird eine Abschwächung der österreichischen Konjunktur erwartet. Der prognostizierte Anstieg des BIP von 2,2% bis 2,4% wird in erster Linie von Exporten (+ 6,3%) und Investitionen (+ 2,5%) getragen werden, der private Konsum wird mit einem erwarteten Zuwachs von 1,9% verhalten bleiben. Ein drohender Anstieg der Inflation macht Senkungen des Leitzinssatzes durch die EZB im ersten Halbjahr 2008 unwahrscheinlich. Für den Euroraum wird deshalb mit einem konstanten Zinsniveau gerechnet, ebenso für den US-Dollar – allerdings auf niedrigerem Niveau. Zwischen den Leitwährungen Euro, US-Dollar und Japanischer Yen werden für 2008 hohe Volatilitäten erwartet. Vor allem im Vorfeld der US-amerikanischen Präsidentschaftswahl könnte der Dollar einen vorübergehenden Auftrieb erfahren.

Strategische Zielsetzungen

Um den Erfolgskurs der Vorjahre fortsetzen zu können, bildet die Absicherung des vorteilhaften Kreditrisikos auch im Geschäftsjahr 2008 einen wichtigen Schwerpunkt unserer Geschäftspolitik. Im Kernmarkt wollen wir unsere führende Position festigen und in unseren Wachstumsmärkten Wien, Niederösterreich, Bayern, Tschechien und Ungarn expandieren. Parallel dazu werden wir 2008 den Markteintritt als Vollbank in der Slowakei vorbereiten.

Im Firmen- und Privatkundengeschäft gilt unser Augenmerk einem qualitativen Kreditwachstum, der weiteren Steigerung der Effizienz im Vertrieb sowie der Absicherung der hohen Beratungsqualität. Zur Absicherung unserer Liquidität wird ein weiteres Wachstum der Primärmittel zumindest im Ausmaß des Kreditwachstums, also von etwa 7 bis 8%, angestrebt. Die laufende Erschließung von Rationalisierungspotenzialen wird unsere erfolgreiche Geschäftsstrategie hinsichtlich Profitabilität unterstützen.

Segment Firmenkunden

Im Geschäftsjahr 2007 sind die Kredite an unsere Firmenkunden um 5,3% oder A 345 Mio. auf A 6.877 Mio. angewachsen. Angesichts der schwächeren Konjunkturprognosen für den Euroraum und der nach wie vor überaus positiven Wachstumsaussichten für Tschechien und Ungarn von bis zu 5% streben wir für das Geschäftsjahr 2008 bei der Finanzierung von Kommerzkunden ein Wachstum auf dem Niveau des Jahres 2007 an. Unsere Wachstumsmärkte werden einen wiederholt hohen Beitrag zu dieser Entwicklung liefern.

Ein wichtiger Motor des Kreditwachstums bleibt die überdurchschnittlich starke Expansions- und Internationalisierungstätigkeit unserer Firmenkunden. Um das damit verbundene Potenzial noch stärker zu nützen, werden wir im Jahr 2008 einen besonderen Beratungsschwerpunkt in diesen Geschäftsfeldern setzen.

Konjunkturabkühlung in 2008

Festigung der Position in den Oberbank Wachstumsmärkten

Segment Privatkunden

Höheres Wachstum als Gesamtmarkt angestrebt

Bei den Privatfinanzierungen wollen wir auch 2008 stärker als der Gesamtmarkt wachsen. Zur angestrebten Steigerung des Finanzierungsvolumens um etwa 10% auf rund A 2.000 Mio. (nach +11,9% auf A 1.820 Mio. im Jahr 2007) werden unsere Wachstumsregionen überproportional beitragen. Beratungsintensive Geschäftsfelder wie Wohnbau- und Vorsorgeprodukte bleiben im operativen Fokus. Im Bereich Private Banking bilden die Neukundengewinnung sowie die Steigerung der betreuten Vermögen die wichtigsten Ziele für 2008.

Segment Financial Markets

Bei unseren Equity-Beteiligungen rechnen wir für 2008 mit ähnlich hohen Ergebnissen wie im Jahr 2007. Im Bereich der Handelstätigkeit und im Eigengeschäft werden wir unseren konservativen Weg fortsetzen und erwarten eine positive Entwicklung.

Entwicklung des Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2008

Für das Geschäftsjahr 2008 gehen wir von einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der Oberbank aus.

Kontinuierliche Ergebnisentwicklung und striktes Kostenmanagement in 2008

Beim Zinsergebnis erwarten wir einen Zuwachs, der sowohl vom Wachstum des Finanzierungsgeschäftes als auch von den Beteiligungen getragen sein wird. Das Provisionsergebnis wird im Wertpapiergeschäft von den schwierigeren Bedingungen an den internationalen Börsen geprägt sein, durch innovative Produkte und einen Zuwachs bei den betreuten Kundengeldern streben wir aber Zusatzerträge an. Auch die Provisionserträge aus dem Kredit- und Garantiegeschäft sowie aus dem Zahlungsverkehr wollen wir steigern.

Wir gehen davon aus, dass der Anstieg der Betriebsaufwendungen im Geschäftsjahr 2008 unter jenem der betrieblichen Erträge liegen wird. Der Personalaufwand wird aufgrund von kollektivvertraglichen und außertourlichen Gehaltserhöhungen sowie der Expansion in unseren Wachstumsmärkten ansteigen.

Der Sachaufwand und die Abschreibungen auf Sachanlagen sollten sich trotz der Filialexpansion nur unwesentlich erhöhen, weshalb die Cost-Income-Ratio auch 2008 unter 55% liegen sollte.

Bei der Risikovorsorge aus dem Kreditgeschäft streben wir eine weitere Stabilisierung an, bei einem steigenden Kreditvolumen soll die Wertberichtigungsquote sinken.

In Summe rechnen wir aufgrund der getroffenen Annahmen beim operativen Betriebsergebnis und beim Jahresüberschuss mit einer kontinuierlichen Entwicklung, die auch in Zukunft die Stärkung der Eigenkapitalausstattung, die Vergütung an die Aktionäre und die Fortsetzung des nachhaltigen Wachstumskurses der Oberbank sicherstellen soll. Darauf aufbauend erwarten wir eine stabile Entwicklung des Return on Equity auf dem Niveau des Jahres 2007 von rund 12% und eine Kernkapitalquote auf unverändert hohem Niveau.

Linz, 15. Februar 2008

Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

KONZERNABSCHLUSS

Konzernabschluss 2007 der Oberbank nach International Financial Reporting Standards (IFRS)

Inhaltsverzeichnis IFRS-Konzernabschluss

Konzernrechnung
Gewinn-und-Verlust-Rechnung 82
Bilanz zum 31.12. 2007 83
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 84
Geldflussrechnung 85
Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss
Einleitung 87
1) Konsolidierungskreis der Oberbank 87
2) Zusammenfassung wesentlicher Rechnungslegungsgrundsätze 87
Details zur Gewinn-und
-Verlust-Rechnung
3) Zinsergebnis 94
4) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 94
5) Provisionsergebnis 94
6) Handelsergebnis 94
7) Verwaltungsaufwand 95
8) Sonstiger betrieblicher Erfolg 95
9) Ertragsteuern 95
10) Ergebnis je Aktie 95
Details zur Bilanz
11) Barreserve 96
12) Forderungen an Kreditinstitute 96
13) Forderungen an Kunden 96
14) Risikovorsorgen 97
15) Handelsaktiva 97
16) Finanzanlagen 97
17) Immaterielle Anlagevermögenswerte 98
18) Sachanlagen 98
19) Sonstige Aktiva 99
20) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 99
21) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 100
22) Verbriefte Verbindlichkeiten 100
23) Rückstellungen 100
24) Sonstige Passiva 101
25) Sonstige Passiva (Anteil Handelspassiva) 101
26) Nachrangkapital 102
27) Eigenkapital 102
28) Anlagenspiegel 103
29) Fair Value von Finanzinstrumenten 104
30) Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen 106
31) Segmentberichterstattung 107
32) Zinslose Aktiva 108
33) Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 109
34) Nachrangige Vermögensgegenstände 109
35) Fremdwährungsvolumina 109
36) Treuhandvermögen 109
37) Echte Pensionsgeschäfte 109
38) Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 109
39) Unternehmen des Konsolidierungskreises 110

Risikobericht

40) Gesamtrisikomanagement 113
41) Adressenausfallrisiko 115
42) Beteiligungsrisiko 118
43) Marktrisiko 118
44) Operationelle Risiken 120
45) Liquiditätsrisiko 121
46) Risikobericht – Zusammenfassung und Ausblick 122
47) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte 123
48) Patronatserklärungen für Beteiligungen 124

Informationen aufgrund österreichischen Rechts

49) Konzerneigenkapital 125
50) Personal 125
51) Wertpapieraufgliederung nach BWG 125
52) Wesentliche Unterschiede eines Konzernabschlusses nach
IFRS zu einem nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften
erstellten Konzernabschluss 126
53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis 126
54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG 128
55) Beteiligungsliste gemäß UGB 128

Oberbank-Konzern Gewinn-und-Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 2007

2007 2006 Veränderung Veränderung
in C 1.000 in C 1.000 in C 1.000 in %
1. Zinsen und ähnliche Erträge (3) 613.665 479.655 134.010 27,9
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3) -418.794 -297.763 -121.031 40,6
3. Erträge aus at Equity bewerteten Unternehmen (3) 81.299 59.296 22.003 37,1
ZINSERGEBNIS (3) 276.170 241.188 34.982 14,5
4. Risikovorsorgen im Kreditgeschäft (4) -68.385 -56.330 -12.055 21,4
5. Provisionserträge (5) 113.178 105.825 7.353 6,9
6. Provisionsaufwendungen (5) -11.405 -10.956 -449 4,1
PROVISIONSERGEBNIS (5) 101.773 94.869 6.904 7,3
7. Handelsergebnis (6) 7.501 6.836 665 9,7
8. Verwaltungsaufwand (7) -203.182 -193.843 -9.339 4,8
9. Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) -936 756 -1.692 >100,0
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – FV/PL (8) 1.136 -4.729 5.865 >100,0
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – AfS (8) -9.296 -441 -8.855 >100,0
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten – HtM (8) -29 0 -29 >100,0
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg (8) 7.253 5.926 1.327 22,4
JAHRES
ÜBERSCHUSS
VOR
STEUERN
112.941 93.476 19.465 20,8
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag (9) -10.430 -10.260 -170 1,7
JAHRES
ÜBERSCHUSS
NACH
STEUERN
102.511 83.216 19.295 23,2
11. Fremdanteil am Jahresüberschuss 0 0 0
KONZERN JAHRES
ÜBERSCHUSS
102.511 83.216 19.295 23,2
KENNZAHLEN 2007 2006
Cost-Income-Ratio (Kosten-Ertrag-Relation) in % 52,84 56,41
RoE (Eigenkapitalrendite) vor Steuern in % 13,21 12,37
RoE (Eigenkapitalrendite) nach Steuern in % 11,99 11,01
Risk-Earning-Ratio (Kreditrisiko/Zinsüberschuss) in % 24,76 23,36
Ergebnis pro Aktie in A 11,46 9,62

Oberbank-Konzern Bilanz zum 31.12.2007

31.12.2007 31.12.2006 Veränderung Veränderung
AKTIVA in C 1.000 in C 1.000 in C 1.000 in %
1. Barreserve (11) 303.946 148.446 155.500 >100,0
2. Forderungen an Kreditinstitute (12) 2.058.046 2.052.806 5.240 0,3
3. Forderungen an Kunden (13) 8.697.157 8.158.332 538.825 6,6
4. Risikovorsorgen (14) -198.132 -190.720 -7.412 3,9
5. Handelsaktiva (15) 75.691 106.227 -30.536 -28,7
6. Finanzanlagen (16) 2.988.165 2.635.195 352.970 13,4
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL (16) 359.170 325.435 33.735 10,4
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS (16) 1.048.998 907.238 141.760 15,6
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM (16) 1.189.489 1.038.030 151.459 14,6
d) Anteile an at Equity Unternehmen (16) 390.508 364.492 26.016 7,1
7. Immaterielles Anlagevermögen (17) 8.495 10.219 -1.724 -16,9
8. Sachanlagen (18) 181.127 136.486 44.641 32,7
a) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18) 48.117 14.162 33.955 >100,0
b) Sonstige Sachanlagen (18) 133.010 122.324 10.686 8,7
9. Sonstige Aktiva (19) 216.275 164.830 51.445 31,2
a) Steueransprüche (19) 23.048 14.379 8.669 60,3
b) Sonstige (19) 193.227 150.451 42.776 28,4
SUMME AKTIVA 14.330.770 13.221.821 1.108.949 8,4
PASSI VA
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (20) 4.030.316 4.269.213 -238.897 -5,6
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (21) 7.144.751 6.110.644 1.034.107 16,9
3. Verbriefte Verbindlichkeiten (22) 1.134.696 1.004.825 129.871 12,9
4. Rückstellungen (23) 312.929 308.726 4.203 1,4
5. Sonstige Passiva (24) 258.482 206.807 51.675 25,0
a) Handelspassiva (25) 8.601 5.321 3.280 61,6
b) Steuerschulden (24) 3.520 1.886 1.634 86,6
c) Sonstige (24) 246.361 199.600 46.761 23,4
6. Nachrangkapital (26) 560.135 489.917 70.218 14,3
7. Eigenkapital (27) 889.461 831.689 57.772 6,9
a) Eigenanteil (27) 888.655 830.920 57.735 6,9
b) Minderheitenanteil (27) 806 769 37 4,8
SUMME PASSI
VA
14.330.770 13.221.821 1.108.949 8,4

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31.12.2007

Gezeichnetes
Kapital
rücklagen
Kapital-
rücklagen
Gewinn-
ausgleichsposten
Währungs-
lagen gem. IAS 39
Bewertungsrück-
ohne Fremdanteile
Eigenkapital
Anteile im Fremdbesitz Eigenkapital
in E 1.000
Stand 1.1.2006 69.956 85.410 504.782 339 32.052 692.539 776 693.315
Konzernjahresüberschuss - - 83.216 - - 83.216 0 83.216
Dividendenausschüttung - - -11.634 - - -11.634 - -11.634
Kapitalerhöhung 5.385 53.495 - - - 58.880 - 58.880
Veränderung Währungsausgleichsposten - - - 97 - 97 - 97
Erwerb eigener Aktien 18 -3 - - - 15 - 15
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen* - - - - 16.458 16.458 - 16.458
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen - - -8.651 - - -8.651 -7 -8.658
hievon Eigenkapitalveränderung assoziierter
Unternehmen - - -3.564 - - -3.564 - -3.564
STAN
D 31. 12. 2006
75.359 138.902 567.713 436 48.510 830.920 769 831.689
Stand 1.1.2007 75.359 138.902 567.713 436 48.510 830.920 769 831.689
Konzernjahresüberschuss - - 102.511 - - 102.511 0 102.511
Dividendenausschüttung - - -13.376 - - -13.376 - -13.376
Kapitalerhöhung 337 4.063 - - - 4.400 - 4.400
Veränderung Währungsausgleichsposten - - - 157 - 157 - 157
Erwerb eigener Aktien -131 -252 - - - -383 - -383
Erfolgsneutrale Bewertungsänderungen* - - - - -897 -897 - -897
Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen - - -34.677 - - -34.677 37 -34.640
hievon Eigenkapitalveränderung assoziierter
Unternehmen - - -34.669 - - -34.669 - -34.669
STAN
D 31. 12. 2007
75.565 142.713 622.171 593 47.613 888.655 806 889.461
Im Eigenkapital erfasste Ertrags- und Aufwandsposten 2007 2006
Bewertungsgewinne/-verluste von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten (AfS-Rücklage) -1.196 21.944
Steuern auf Posten, die direkt in das oder aus dem Eigenkapital übertragen wurden 299 -5.486
Direkt im Eigenkapital erfasst -897 16.458
Konzernjahresüberschuss 102.511 83.216
Summe in der Berichtsperiode erfasster Ertrags- und Aufwandsposten 101.614 99.674
Anteile im Eigenbesitz 101.614 99.674
Anteile im Fremdbesitz 0 0
Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 2007 2006
Gewinne 19.816 26.527
Verluste -7.577 -5.267
Aus dem Eigenkapital entfernt -13.137 -4.802
GESAMT -897 16.458
Im Eigenkapital erfasste Ertrags- und Aufwandsposten 2007 2006
Bewertungsgewinne/-verluste von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten (AfS-Rücklage) -1.196 21.944
Steuern auf Posten, die direkt in das oder aus dem Eigenkapital übertragen wurden 299 -5.486
Direkt im Eigenkapital erfasst -897 16.458
Konzernjahresüberschuss 102.511 83.216
Summe in der Berichtsperiode erfasster Ertrags- und Aufwandsposten 101.614 99.674
Anteile im Eigenbesitz 101.614 99.674
Anteile im Fremdbesitz 0 0
Eigenkapitalveränderungen von zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerten 2007 2006
Gewinne 19.816 26.527
Verluste -7.577 -5.267
Aus dem Eigenkapital entfernt -13.137 -4.802

* Gemäß IAS 39

Geldflussrechnung (in A 1.000)

2007 2006
Jahresüberschuss 102.511 83.216
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen 16.759 14.520
Veränderung der Personalrückstellungen und sonstiger Rückstellungen 4.203 35.284
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten -14.938 -11.191
Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von Finanzanlagen, Sachanlagen
und immateriellen Vermögensgegenständen -774 -2.432
ZWISCHENSUMME 107.761 119.397
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit
nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Forderungen an Kreditinstitute 44.318 47.036
Forderungen an Kunden -560.140 -765.960
Handelsaktiva 32.040 -15.571
Sonstiges Umlaufvermögen -146.080 -108.051
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit -897 81.438
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -290.868 410.137
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.021.496 132.885
Verbriefte Verbindlichkeiten 119.591 178.303
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit -18.358 -67.074
CASHFLOW
AUS
OPERATI
VER
GESCHÄFTSTÄTIG
KEIT
308.863 12.540
Mittelzufluss aus der Veräußerung von Finanzanlagen 211.137 202.567
Mittelzufluss aus der Veräußerung von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen 3.708 3.669
Mittelabfluss für den Erwerb von Finanzanlagen -317.488 -299.893
Mittelabfluss für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen -64.200 -15.898
CASHFLOW
AUS
INVESTITIONSTÄTIG
KEIT
-166.843 -109.555
Kapitalerhöhung 4.400 58.880
Dividendenzahlungen -13.376 -11.634
Nachrangige Verbindlichkeiten und sonstige Finanzierungstätigkeit 57.873 11.047
CASHFLOW
AUS
FINANZIERUNGSTÄTIG
KEIT
48.897 58.293
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 148.446 179.264
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 308.863 12.540
Cashflow aus Investitionstätigkeit -166.843 -109.555
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 48.897 58.293
Effekte aus der Änderung von Konsolidierungskreis und Bewertungen -35.574 7.807
Effekte aus der Änderung von Wechselkursen 157 97
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 303.946 148.446
Erhaltene Zinsen 577.615 454.059
Erhaltene Dividenden 30.042 20.337
Gezahlte Zinsen -393.301 -281.240
Ertragsteuerzahlungen -20.798 -18.613

Der Zahlungsmittelbestand umfasst den Bilanzposten Barreserve, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken.

AUFGLIEDERUNG ZINSEN, DIVIDENDEN UND ERTRAGSTEUERZAHLUNGEN

Operative Geschäftstätigkeit Investitionstätigkeit Finanzierungstätigkeit Summe
Erhaltene Zinsen 2007 533.655 43.960 0 577.615
2006 413.705 40.354 0 454.059
Erhaltene Dividenden 2007 5.230 24.812 0 30.042
2006 3.845 16.492 0 20.337
Gezahlte Zinsen 2007 -365.977 0 -27.324 -393.301
2006 -257.855 0 -23.385 -281.240
Gezahlte Dividenden 2007 0 0 -13.376 -13.376
2006 0 0 -11.634 -11.634
Ertragsteuerzahlungen 2007 -16.639 -10.990 6.831 -20.798
2006 -14.371 -10.088 5.846 -18.613

Erläuterungen (Notes) zum Konzernabschluss

EINLEITUNG

Die Oberbank AG ist die älteste noch selbständige Aktienbank Österreichs. Sie steht vollständig im Privatbesitz und notiert an der Wiener Börse. Die Oberbank hat ihren Firmensitz in 4020 Linz, Hauptplatz 10-11. Die Positionierung der Oberbank AG ist gekennzeichnet durch ihre regionale Verbundenheit, ihre Unabhängigkeit, ihre starke Beziehungsorientierung zum Kunden und das tiefe regionale Durchdringen ihrer Einzugsgebiete. Die Oberbank bietet alle wichtigen klassischen Bankdienstleistungen einer Universalbank an. Die Oberbank strebt kein originäres, vom Kunden losgelöstes Auslandsgeschäft an, vielmehr begleitet sie ihre Kunden bei deren Auslandsaktivitäten.

1) KONSOLIDIERUNGSKREIS DER OBERBANK

Der Konsolidierungskreis umfasst im Jahr 2007 neben der Oberbank AG 16 inländische und 13 ausländische Tochterunternehmen. Der Kreis der einbezogenen verbundenen Unternehmen erweiterte sich im Geschäftsjahr um folgende Gesellschaften: Tuella Finanzierung GmbH, Wien (100%), POWER TOWER GmbH, Linz (99%), Ober Immo Truck gAG, Budapest (100%).

Die ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. wurde quotal in den Konzernabschluss einbezogen. Neben der Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft wurde die voestalpine AG nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht konsolidiert wurden 25 Tochterunternehmen und 19 assoziierte Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Der Konzernabschlussstichtag ist der 31.12. Über die in den Konzernabschluss einbezogenen Leasingunternehmen wurde ein Teilkonzernabschluss mit Stichtag 30.9. aufgestellt.

2) ZUSAMMENFASSUNG WESENTLICHER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Angewandte IAS bzw. IFRS

Der Konzernabschluss der Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2007 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und in Kraft befindlichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Er erfüllt auch die Voraussetzungen des § 59 a BWG und des § 245 a UGB über befreiende Konzernabschlüsse nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen. Von der Unternehmensfortführung wird ausgegangen. Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres. Bereits veröffentlichte und von der EU übernommene Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind (IFRIC 11 und IFRS 8), wurden nicht vorzeitig angewendet. Sofern wir die Standards schon untersucht haben, erwarten wir keine Änderungen in materieller Hinsicht. IAS 1 Revised, Änderungen an IAS 23, IFRIC 12, IFRIC 13 und IFRIC 14, die vom IASB beschlossen sind, aber von der EU noch nicht übernommen wurden, wurden ebenfalls noch nicht angewendet. Gemäß IAS 39 werden alle finanziellen Vermögenswerte und Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente in der Bilanz erfasst. Finanzgarantien werden ebenfalls entsprechend IAS 39 bilanziert. Sämtliche zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente sowie Wertpapiere des Nicht-Handelsbestandes werden zum Handelstag, die übrigen Finanzinstrumente zum Erfüllungstag erfasst. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte richtet sich nach der Zugehörigkeit zu bestimmten Bestandskategorien, die wie folgt unterschieden werden:

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Held for Trading) dienen hauptsächlich dazu, Gewinne aus kurzfristigen Preisschwankungen oder der Händlermarge zu erzielen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzanlagen (Held to Maturity) sind Vermögenswerte mit festen Zahlungen und fester Laufzeit, die die Bank bis zur Endfälligkeit halten kann und will. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 angewandt wird, werden zum Fair Value bewertet. Einerseits dient die Anwendung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Andererseits wird die Fair Value Option für eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten, deren Wertentwicklung auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts auf Basis einer dokumentierten Anlagestrategie beurteilt und gesteuert wird, angewendet. Kredite und Forderungen (Loans and receivables) sind finanzielle Vermögenswerte, die das Unternehmen durch die direkte Bereitstellung von Geld, Waren oder Dienstleistungen selbst geschaffen hat und die nicht Handelszwecken dienen. Diese Kategorie umfasst im Wesentlichen die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden. Vom Unternehmen erworbene Forderungen werden nicht hier, sondern den Kategorien Held for Trading bzw. Available for Sale zugeordnet. Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte (Available for Sale) sind die Residualgröße, d.h. alle Vermögenswerte, die nicht einer der vorgenannten Kategorien zuzuordnen sind, fallen hierunter. Die Bank weist diese Bestände als Finanzanlagen aus. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht Handelszwecken dienen, zählen insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie verbriefte Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.

Die Erstbewertung sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) der hingegebenen (beim Erwerb finanzieller Vermögenswerte) oder erhaltenen (beim Erwerb finanzieller Verpflichtungen) Gegenleistung entsprechen. In der Folge werden finanzielle Vermögenswerte grundsätzlich mit dem Fair Value bewertet. Ausgenommen hievon sind ausgereichte Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, und bestimmte finanzielle Vermögenswerte, deren Fair Value nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Eine weitere Ausnahme betrifft Wertpapiere, die – Held to Maturity – bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese Ausnahmen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden – sofern sie nicht Handelspassiva sind – ebenfalls mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt bei Verlust der Kontrolle über die vertraglichen Rechte aus diesem Vermögenswert. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn diese getilgt ist. Bei Vorliegen eines Impairments gemäß IAS 39 werden die Wertminderungen erfolgswirksam erfasst.

Konsolidierungsmethoden

Alle wesentlichen Tochterunternehmen, die unter der wirtschaftlichen Kontrolle der Oberbank AG stehen, wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Wesentliche Beteiligungen mit bis zu 50% Beteiligungsverhältnis wurden nach der Equity-Methode bilanziert (Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, BKS Bank AG, Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, voestalpine AG). Voraussetzung für die Einbeziehung nach der Equity-Methode ist, dass man auf die Unternehmenspolitik maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Dieser Einfluss gibt dem strategischen Investor auch eine gewisse Verantwortung für das Unternehmen. Daher erscheint es nicht ausreichend für die Bewertung, nur auf den Aktienkurs abzustellen. Im Sinne einer nachhaltigen Beteiligungsstrategie ist es jedenfalls angemessen, das jeweilige Eigenkapital mit einzubeziehen. Einerseits sind die jährlichen Kursschwankungen aus der Entwicklung der Börse für einen verantwortlichen strategischen Investor erklärungsbedürftig, andererseits sind Gewinnausschüttungen kein Maßstab für die zurechenbare Leistung des assoziierten Unternehmens. Das Ergebnis aus der Beteiligung wird durch die Einbeziehung des anteiligen Jahresüberschusses richtiger abgebildet. Für Gemeinschaftsunternehmen (ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H.) wurde die Quoten-Konsolidierung angewandt. Nicht konsolidiert wurden Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Die übrigen Beteiligungen sind mit dem beizulegenden Fair Value angesetzt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach den Bestimmungen des IFRS 3 nach der Neubewertungsmethode. Aktive Unterschiedsbeträge, die auf gesondert identifizierbare immaterielle Vermögensgegenstände entfallen, die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden getrennt vom Firmenwert ausgewiesen. Dabei werden auch für die Fremdanteile die anteiligen Unterschiedsbeträge aufgedeckt. Soweit für diese Vermögensgegenstände eine Nutzungsdauer bestimmt werden kann, erfolgt eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde verzichtet, da wesentliche Zwischenergebnisse nicht vorhanden waren.

Unternehmenserwerbe

Mit 1. 1. 2007 wurden 100% der Anteile an der Tuella Finanzierung GmbH, Wien erworben. Daraus resultierten Anschaffungskosten in der Höhe von TA 384. Das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt betrug TA 384. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gesellschaft Finanzanlagen in der Höhe von TA 421 und Verbindlichkeiten von TA 38. Das Unternehmen hat einen Jahresfehlbetrag von TA -46 zum Konzernergebnis beigetragen. Die in den Konzernabschluss eingeflossenen Vermögensgegenstände betrugen TA 12.460. Weiters wurden mit Stichtag 15.6.2007 99% der Anteile an der POWER TOWER GmbH, Linz angekauft. Die Anschaffungskosten betrugen TA 3.615. Das Eigenkapital zu diesem Zeitpunkt hat TA 84 betragen. Weiters hatte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt Sachanlagen in der Höhe von TA 20.046, Umlaufvermögen im Ausmaß von TA 69, Rückstellungen von TA 105 und Verbindlichkeiten in der Höhe von TA 19.926. Im vorliegenden Konzernabschluss ist das Unternehmen mit einem Jahresüberschuss von TA 2 und mit Vermögensgegenständen in der Höhe von TA 28.948 enthalten.

Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung erfolgt nach den Vorschriften des IAS 21. Danach werden nicht auf Euro lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden mit marktgerechten Kursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden zum Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der auf ausländische Währung lautenden Jahresabschlüsse von ausländischen Tochtergesellschaften wurde für die Bilanz mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen.

Barreserve

Als Barreserve werden der Kassenbestand und Guthaben bei Zentralnotenbanken ausgewiesen.

Handelsaktiva

Alle Handelsaktiva, das sind Wertpapiere des Handelsbestandes sowie positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten und offene bzw. nicht gehedgte derivative Finanzinstrumente des Handelsbuches, werden mit ihren Marktwerten ausgewiesen. Für die Ermittlung werden neben Börsenkursen auch marktnahe Bewertungskurse herangezogen. Sind derartige Kurse nicht vorhanden, so werden anerkannte Bewertungsmodelle verwendet.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird. Wertberichtigungen für Einzel- und Länderrisiken werden nicht von der entsprechenden Forderung abgesetzt, sondern offen in der Bilanz ausgewiesen.

Derivate

Finanzderivate werden in der Bilanz mit ihrem Fair Value angesetzt, wobei Wertänderungen des Geschäftsjahres grundsätzlich sofort erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst werden. Soweit die Fair-Value-Option gemäß IAS 39 in Anspruch genommen wird, dient sie der Vermeidung bzw. der Beseitigung von Inkongruenzen beim Ansatz und bei der Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Dementsprechend werden in diesem Fall Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam mit dem Fair Value bewertet. Der Vorstand hat eine Investmentstrategie beschlossen, in der diese Vorgangsweise festgehalten wurde, nämlich Inkongruenzen durch die Anwendung der Fair-Value-Option zu vermeiden.

Leasing

Die Oberbank weist als Leasinggeber beim Finanzierungsleasing eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen aus. Bei Operate-Leasing-Verträgen weisen wir die zur Vermietung bestimmten Vermögensgegenstände – vermindert um die Abschreibungen – im Sachanlagevermögen aus. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Risikovorsorgen

Die Bemessung der Risikovorsorge wird insbesondere durch Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle und durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolios bestimmt. Für alle erkennbaren Adressrisiken im in- und ausländischen Kreditgeschäft haben wir Einzelwertberichtigungen oder Rückstellungen in Höhe der erwarteten Ausfälle gebildet. Darüber hinaus wurde in Form einer Wertberichtigung auf Portfolioebene gem. IAS 39 vorgesorgt. Das Risiko aus Krediten an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) berücksichtigt die jeweilige wirtschaftliche, politische und regionale Situation. Der Gesamtbetrag der Risikovorsorgen wird offen als Kürzungsbetrag auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Die Risikovorsorgen für außerbilanzielle Geschäfte (insbesondere Haftungen und Garantien sowie sonstige Kreditzusagen) sind in der Position Rückstellungen enthalten.

Finanzanlagen

Alle im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Aktiva werden den HtM- (Held to Maturity)- und AfS- (Available for Sale)-Beständen zugeordnet. Der HtM-Bestand wird zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten bewertet, wobei voraussichtlich dauerhafte, bonitätsbedingte Wertminderungen erfolgswirksam berücksichtigt werden. Anteile an Unternehmen, die weder vollkonsolidiert noch at Equity bewertet werden, sind Teil des AfS-Bestandes. Der AfS-Bestand wird zu Marktwerten bewertet, Bewertungsänderungen werden erfolgsneutral gebucht. Sind keine Börsenkurse verfügbar, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr fanden Umwidmungen zum Fair Value von der Kategorie AfS in die Kategorie HtM in unwesentlichem Ausmaß statt, da für diese Finanzanlagen eine dauernde Behalteabsicht gegeben ist.

Immaterielles Anlagevermögen und Sachanlagevermögen

Die Position Immaterielle Anlagevermögenswerte umfasst insbesondere Patente, Lizenzen, Software, Kundenstock und Rechte sowie erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauern. Die Nutzungsdauern für Immaterielles Anlagevermögen betragen in der Oberbank drei bis 20 Jahre. Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, reduziert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen führen zu einer außerplanmäßigen Abschreibung. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauern. In der Oberbank gelten folgende durchschnittliche Nutzungsdauern:

Bankbetrieblich genützte Gebäude 10 bis 50 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 20 Jahre
Standard-Software 4 Jahre

Steuerabgrenzung

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen gemäß IAS 12. Die Berechnung erfolgt bei jedem Steuersubjekt zu den Steuersätzen, die erwartungsgemäß in dem Besteuerungszeitraum angewandt werden, in dem sich die Steuerlatenz umkehrt. Für Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in Zukunft mit steuerbaren Gewinnen in entsprechender Höhe der gleichen Gesellschaft zu rechnen ist. Ertragsteueransprüche bzw. -verpflichtungen werden in den Positionen sonstige Aktiva bzw. Steuerrückstellungen ausgewiesen.

Handelspassiva

In diesem Posten werden insbesondere negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen. Die Handelspassiva werden im Bilanzposten sonstige Passiva ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ausnahmen sind Grundgeschäfte, für die die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird.

Verbriefte Verbindlichkeiten

Verbriefte Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Rückzahlungsbetrag bewertet. Soweit die Fair-Value-Option in Anspruch genommen wird, werden die verbrieften Verbindlichkeiten mit dem Fair Value bewertet. Langfristige, abgezinst begebene Schuldverschreibungen (Nullkuponanleihen) werden mit dem Barwert bilanziert. Der Betrag der verbrieften Verbindlichkeiten wird um die Anschaffungskosten der im Eigenbestand befindlichen Emissionen gekürzt.

Rückstellungen

a) Personalrückstellungen

Rückstellungen wurden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht. Sämtliche Sozialkapitalrückstellungen (Pensionen, Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder) werden gemäß IAS 19, basierend auf versicherungsmathematischen Gutachten, ermittelt. Dabei werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch die künftig zu erwartenden Erhöhungen an Gehältern und Renten einbezogen. Der versicherungsmathematischen Berechnung wurden für sämtliche Sozialkapitalrückstellungen folgende Parameter zugrunde gelegt:

  • n Rechnungszinsfuß (langfristiger Kapitalmarktzins) von 4 ,0% (VJ 3,75%);
  • n Gehaltserhöhungen von 4,0% (VJ 3,75%) und Pensionserhöhungen von 3,0% (VJ 2,75%);
  • n entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 60 Jahren.

Vom Wahlrecht, für versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste die Korridormethode anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.

b) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht.

Eigenkapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28.4.1999 erfolgte die Umstellung des Grundkapitals von Schilling auf A sowie von Nennbetragsaktien in nennwertlose Stückaktien. Bei der Kapitalerhöhung 2000 mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27.4.2000 wurde das Grundkapital von A 58.160.000,00 auf A 60.486.400,00 durch Ausgabe von 320.000 Stück Stammaktien erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22.4.2002 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln auf A 70 Mio. Im Geschäftsjahr 2006 wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9.5.2006 das Grundkapital durch Ausgabe von 640.000 Stück Stammaktien auf A 75.384.615,38 erhöht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14.5.2007 erfolgte eine Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe von 40.000 Stück Stammaktien auf A 75.721.153,84 (bedingte Kapitalerhöhung). Das Grundkapital ist eingeteilt in 8.000.000 auf den Inhaber lautende Stamm-Stückaktien und 1.000.000 auf den Inhaber lautende Vorzugs-Stückaktien ohne Stimmrecht mit einer nachzuzahlenden Mindestdividende von 6% pro Aktie. Der Vorstand wird der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2007 der Oberbank AG eine Dividende von A 1,50 je Aktie auszuschütten (dies entspricht einer Ausschüttungssumme von A 13.500.000,00), wobei A 177.906,64 dem Gewinnvortrag entnommen werden. Den Rücklagen werden A 43.041.718,06 zugeführt. Der verbleibende Rest in Höhe von A 20.492,97 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Anzahl der direkt oder über assoziierte Unternehmen gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Stichtag 3.269.756 Stück. In der Kapitalrücklage ist der Mehrerlös (Agio), der bei der Ausgabe eigener Aktien erzielt wird, enthalten. Die Gewinnrücklagen nehmen die thesaurierten Gewinne des Konzerns sowie sämtliche erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen auf. Die Bewertungsrücklage gemäß IAS 39 nimmt die Bewertungsänderungen aus den Available-for-Sale-Finanzinstrumenten auf; zum Zeitpunkt der tatsächlichen Realisierung werden diese in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht.

Sonstige Passiva

Im Posten sonstige Passiva werden passive Rechnungsabgrenzungsposten, Verbindlichkeiten, die – im Vergleich zu den Rückstellungen – mit einem wesentlich höheren Grad der Sicherheit hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes der Erfüllungsverpflichtung ausgestattet sind, sowie sonstige Verpflichtungen, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können, ausgewiesen.

Zinsergebnis

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Im Zinsergebnis sind Erträge und Aufwendungen, die ein Entgelt für die Überlassung von Kapital darstellen, enthalten. Darüber hinaus sind in diesem Posten auch die Erträge aus Aktien und anderen Anteilsrechten und sonstigen nicht festverzinslichen Wertpapieren enthalten, sofern es sich nicht um Erträge aus Wertpapieren handelt, die den Handelsaktiva zuzurechnen sind. Auch Erträge aus Beteiligungen und aus Anteilen an verbundenen Unternehmen – soweit wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert – werden in diesem Posten ausgewiesen. Erträge aus den at Equity einbezogenen Unternehmen werden in einem separaten Posten ausgewiesen.

Risikovorsorgen im Kreditgeschäft

Der Posten Kreditrisikovorsorge beinhaltet Zuführungen zu Wertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen sowie Direktabschreibungen und nachträgliche Eingänge bereits ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis ist der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft.

Handelsergebnis

Dieser Posten beinhaltet Gewinne und Verluste aus Verkäufen von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Bewertungsgewinne und -verluste aus der Marktbewertung von Wertpapieren und sonstigen Finanzinstrumenten des Handelsbestandes, Stückzinsen von festverzinslichen Wertpapieren des Handelsbestandes und Dividendenerträge von Aktien im Handelsbestand sowie die Refinanzierungsaufwendungen für diese Wertpapiere.

Details zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung (in A 1.000)

3) ZINSERGEBNIS 2007 2006
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 510.007 390.840
Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 6.529 4.774
Sonstigen Beteiligungen 2.090 1.954
Verbundenen Unternehmen 809 1.573
Festverzinslichen Wertpapieren und Schuldverschreibungen 94.230 80.514
ZINSEN
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613.665 479.655
Zinsaufwendungen für Einlagen -350.594 -236.576
Zinsaufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten -42.275 -37.817
Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten -25.925 -23.370
ZINSEN
UN
D ÄHNLICHE
AUFWEN
DUNGEN
-418.794 -297.763
ERTRÄGE
AUS
AT
EQUIT
Y BEWERTETEN
UNTERNEHMEN
81.299 59.296
ZINSERGEBNIS 276.170 241.188

Der Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt TA 596.227 (VJ TA 460.177). Der entsprechende Zinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten macht TA 378.449 (VJ TA 264.560) aus.

4) RISI
KOVORSORGEN
IM KREDITGESCHÄFT
2007 2006
Zuführungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 92.865 78.079
Direktabschreibungen 5.212 4.323
Auflösungen zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -26.951 -24.072
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -2.741 -2.000
RISI
KOVORSORGEN
IM KREDITGESCHÄFT
68.385 56.330
5) PROVISIONSERGEBNIS 2007 2006
Zahlungsverkehr 29.868 28.661
Wertpapiergeschäft 44.191 40.701
Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft 11.303 10.542
Kreditgeschäft 14.097 13.042
Sonstiges Dienstleistungs- und Beratungsgeschäft 2.314 1.923
PROVISIONSERGEBNIS 101.773 94.869
6) HAN
DELSERGEBNIS
2007 2006
Gewinne/Verluste aus zinsbezogenen Geschäften -186 2.659
Gewinne/Verluste aus Devisen-, Valuten- und Münzengeschäft 4.294 2.163
Gewinne/Verluste aus Derivaten 3.393 2.014
HAN
DELSERGEBNIS
7.501 6.836
7) VERWALTUNGSAUFWAN
D
2007 2006
Personalaufwand 120.646 119.044
hievon Beiträge an die Mitarbeiter-Vorsorge-Kassa 197 125
Andere Verwaltungsaufwendungen 64.959 58.317
Abschreibungen und Wertberichtigungen 17.577 16.482
VERWALTUNGSAUFWAN
D
203.182 193.843
8) SONSTIGER
BETRIEBLICHER
ERFOLG
2007 2006
a) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten FV/PL 1.136 -4.729
b) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten AfS -9.296 -441
c) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten HtM -29 0
d) Sonstiger betrieblicher Erfolg 7.253 5.926
SAL DO SONSTIGE
BETRIEBLICHE
ERTRÄGE
/AUFWEN
DUNGEN
-936 756
hievon aus Wertpapieren des Anlagevermögens -1.191 -1.353

Im sonstigen betrieblichen Erfolg ist im Geschäftsjahr 2007 eine Vorsorge für Impairments in Höhe von A 8,5 Mio. enthalten.

9) ERTRAGSTEUERN 2007 2006
Laufender Ertragsteueraufwand 18.800 16.932
Latenter Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) -8.370 -6.672
ERTRAGSTEUERN 10.430 10.260
Jahresüberschuss vor Steuern 112.941 93.476
Errechneter Steueraufwand 25% 28.235 23.369
Steuerersparnis aus steuerfreien Beteiligungserträgen -6.455 -4.132
Steuerersparnis aus at-Equity-Überschussbeträgen -15.171 -11.815
Steueraufwand/Steuerertrag (-) betreffend Vorjahre 1.358 448
Steuerersparnis aus sonstigen steuerbefreiten Erträgen -2.768 -1.857
Steuer aus nicht abzugsfähigem Aufwand 4.657 3.986
Steuereffekte aus abweichenden Steuersätzen 574 261
AUSGEWIESENER STEUERAUFWAN
D (+)/-ERTRAG
(-)
10.430 10.260
Effektiver Steuersatz 9,23% 10,98%
10) ERGEBNIS
JE AKTIE
2007 2006
Aktienanzahl per 31.12. 9.000.000 8.960.000
Durchschnittliche Anzahl der umlaufenden Aktien 8.943.337 8.649.432
Konzernjahresüberschuss 102.511 83.216
IN C
ERGEBNIS
JE AKTIE
11,46 9,62

Das verwässerte Ergebnis pro Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis pro Aktie, da keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt ausgegeben wurden. Das Ergebnis je Aktie gilt für Stamm- und Vorzugsaktien in gleicher Höhe.

Details zur Bilanz (in A 1.000)

11) BARRESER
VE
2007 2006
Kassenbestand 68.945 59.737
Guthaben bei Zentralnotenbanken 235.001 88.709
BARRESER
VE
303.946 148.446
12) FOR
DERUNGEN
AN
KREDITINSTITUTE
2007 2006
Forderungen an inländische Kreditinstitute 782.425 834.994
Forderungen an ausländische Kreditinstitute 1.275.621 1.217.812
FOR
DERUNGEN
AN
KREDITINSTITUTE
2.058.046 2.052.806
Forderungen an Kreditinstitute nach Fristen
täglich fällig 193.972 87.178
bis 3 Monate 1.236.957 1.351.323
über 3 Monate bis 1 Jahr 386.892 389.810
über 1 Jahr bis 5 Jahre 213.915 210.495
über 5 Jahre 26.310 14.000
FOR
DERUNGEN
AN
KREDITINSTITUTE
2.058.046 2.052.806
13) FOR
DERUNGEN
AN
KUN
DEN
2007 2006
Forderungen an inländische Kunden 6.077.374 6.075.927
Forderungen an ausländische Kunden 2.619.783 2.082.405
FOR
DERUNGEN
AN
KUN
DEN
8.697.157 8.158.332
Forderungen an Kunden nach Fristen
täglich fällig 465.699 491.894
bis 3 Monate 1.274.456 1.648.073
über 3 Monate bis 1 Jahr 1.243.490 1.025.998
über 1 Jahr bis 5 Jahre 1.912.422 1.543.957
über 5 Jahre 3.801.090 3.448.410
FOR
DERUNGEN
AN
KUN
DEN
8.697.157 8.158.332
Leasing-Geschäft (Finanzierungsleasing) Bruttoinvestitionswerte
bis 3 Monate 51.483 41.995
3 Monate bis 1 Jahr 155.589 106.165
über 1 Jahr bis 5 Jahre 469.690 369.661
über 5 Jahre 288.057 246.114
SUMME 964.819 763.935
Nicht realisierte Finanzerträge 2007 2006
bis 3 Monate 9.216 6.140
3 Monate bis 1 Jahr 25.369 16.701
über 1 Jahr bis 5 Jahre 74.836 51.609
über 5 Jahre 63.626 47.746
SUMME 173.047 122.196
Nettoinvestitionswerte
bis 3 Monate 42.267 35.855
3 Monate bis 1 Jahr 130.220 89.464
über 1 Jahr bis 5 Jahre 394.854 318.052
über 5 Jahre 224.431 198.368
SUMME 791.772 641.739
Kumulierte Wertberichtigungen 2.509 810

14) RISIKOVORSORGEN

Siehe Seite 117

15) HAN
DELSA
KTIVA
2007 2006
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 59.918 94.080
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 9.135 6.840
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
Währungsbezogene Geschäfte 0 0
Zinsbezogene Geschäfte 6.638 5.307
Sonstige Geschäfte 0 0
HAN
DELSA
KTIVA
75.691 106.227
16) FINANZANLAGEN 2007 2006
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 2.153.294 1.894.676
Nicht börsenotiert 52.475 51.800
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Börsenotiert 73.784 82.228
Nicht börsenotiert 188.091 123.325
Beteiligungen/Anteile 2007 2006
An verbundenen Unternehmen 83.410 73.552
An at Equity bewerteten Unternehmen
- Kreditinstituten 153.700 139.341
- Nicht-Kreditinstituten 236.808 225.151
An sonstigen Beteiligungen
- Kreditinstituten 28.618 32.386
- Nicht-Kreditinstituten 17.985 12.736
FINANZANLAGEN 2.988.165 2.635.195
a) Finanzielle Vermögenswerte FV/PL 359.170 325.435
b) Finanzielle Vermögenswerte AfS 1.048.998 907.238
c) Finanzielle Vermögenswerte HtM 1.189.489 1.038.030
d) Anteile an at Equity Unternehmen 390.508 364.492
FINANZANLAGEN 2.988.165 2.635.195
17) IMMATERIELLE
ANLAGE
VERMÖGENSWERTE
2007 2006
Nutzungs- und Mietrechte 1.009 2.608
Individualsoftware 2.441 404
Sonstiges immaterielles Anlagevermögen 110 55
Kundenstock 4.935 7.152
IMMATERIELLE
ANLAGE
VERMÖGENSWERTE
8.495 10.219
18) SACHANLAGEN 2007 2006
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 48.117 14.162
Grundstücke und Gebäude 78.452 85.426
Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.568 24.986
Sonstige Sachanlagen 12.990 11.912
SACHANLAGEN 181.127 136.486

Der Konzern verfügte über fremdgenützte Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von TA 48.117 (VJ TA 14.162); der Fair Value dieser Objekte liegt bei TA 49.291 (VJ TA 14.903). Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind größtenteils noch ungenützt. Die Mieterträge betrugen im GJ TA 762, die mit ihnen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen (inklusive Abschreibungen) betrugen TA 402.

Leasing-Geschäft (Operating Leasing)
Künftige Mindestleasingzahlungen
bis 3 Monate 924 448
3 Monate bis 1 Jahr 2.756 1.323
über 1 Jahr bis 5 Jahre 11.403 5.610
über 5 Jahre 15.297 10.822
SUMME 30.380 18.203
19) SONSTIGE
AKTIVA
2007 2006
Latente Steuerforderungen 23.048 14.379
Sonstige Vermögensgegenstände 192.339 149.237
Rechnungsabgrenzungsposten 888 1.214
SONSTIGE
AKTIVA
216.275 164.830
Aktive Steuerabgrenzungen 23.048 14.379
LATENTE
STEUERFOR
DERUNGEN
23.048 14.379
Aktive Steuerabgrenzungen
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 15.628 9.893
Festverzinsliche Wertpapiere 1.760 -1.288
hievon kumulierter Bewertungseffekt aus AfS-Finanzinstrumenten 1.723 -1.334
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere -18.987 -17.990
Beteiligungen 217 162
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände -242 -322
Sonstige Aktiva -8.190 -6.370
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden -366 -35
Verbriefte Verbindlichkeiten -4.596 -1.564
Sonstige Passiva 14.157 11.099
Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen 26.574 24.365
Sonstige Rückstellungen -5.350 -4.056
Nachrangkapital -725 -558
Steuerliche Verlustvorträge 3.168 1.043
AKTIVE STEUERABGRENZUNGEN 23.048 14.379
20) VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KREDITINSTITUTEN
2007 2006
Verbindlichkeiten gegenüber
inländischen Kreditinstituten 2.204.211 2.085.974
ausländischen Kreditinstituten 1.826.105 2.183.239
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KREDITINSTITUTEN
4.030.316 4.269.213
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
täglich fällig 382.402 303.324
bis 3 Monate 2.762.844 3.141.843
über 3 Monate bis 1 Jahr 461.936 441.324
über 1 Jahr bis 5 Jahre 280.637 209.152
über 5 Jahre 142.497 173.570
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KREDITINSTITUTEN
4.030.316 4.269.213
21) VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KUN
DEN
2007 2006
Spareinlagen 2.899.166 2.633.517
Sonstige 4.245.585 3.477.127
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KUN
DEN
7.144.751 6.110.644
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach Fristen
täglich fällig 2.392.964 1.991.558
bis 3 Monate 2.466.240 2.104.826
über 3 Monate bis 1 Jahr 2.095.758 1.638.443
über 1 Jahr bis 5 Jahre 141.605 359.465
über 5 Jahre 48.184 16.352
VERBIN
DLICH
KEITEN
GEGEN
ÜBER
KUN
DEN
7.144.751 6.110.644
22) VERBRIEFTE
VERBIN
DLICH
KEITEN
2007 2006
Begebene Schuldverschreibungen 818.053 729.058
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 316.643 275.767
VERBRIEFTE
VERBIN
DLICH
KEITEN
1.134.696 1.004.825
Verbriefte Verbindlichkeiten nach Fristen
bis 3 Monate 33.449 70.635
über 3 Monate bis 1 Jahr 123.725 68.620
über 1 Jahr bis 5 Jahre 700.347 634.145
über 5 Jahre 277.175 231.425
VERBRIEFTE
VERBIN
DLICH
KEITEN
1.134.696 1.004.825
23) RÜCKSTELLUNGEN 2007 2006
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung 213.387 202.431
Sonstige Rückstellungen 99.542 106.295
RÜCKSTELLUNGEN 312.929 308.726
Jubiläumsgeldrückstellung 8.670 8.389
Rückstellungen für das Kreditgeschäft 80.368 87.995
Sonstige Rückstellungen 10.504 9.911
SONSTIGE
RÜCKSTELLUNGEN
99.542 106.295
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen
Rückstellung zum 1.1. 202.431 184.614
Zuweisung Abfertigungsrückstellung 1.416 3.175
Zuweisung Pensionsrückstellung 9.540 14.642
RÜCKSTELLUNG
ZUM
31. 12.
213.387 202.431
Entwicklung der Rückstellung für Abfertigungen, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2007 2006
Rückstellung zum 1.1. 210.820 192.196
+ Dienstzeitaufwand 3.982 3.757
+ Zinsaufwand 7.461 6.760
- Zahlungen im Berichtsjahr -8.683 -8.510
-/+ Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust -1.093 16.692
+/- Übrige Veränderungen 9.570 -75
Rückstellung zum 31.12. 222.057 210.820

Der versicherungsmathematische Gewinn/Verlust wird im Geschäftsjahr erfolgswirksam berücksichtigt, da die Korridormethode nicht angewandt wird. Die Veränderungen dieser Bilanzposition sind zur Gänze ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst. Auf den versicherungsmathematischen Gewinn/Verlust entfällt ein Betrag in Höhe von TA +96, der aus der Anhebung des Rechenzinssatzes um 0,25% sowie aus der Änderung der der Berechnung zugrunde liegenden angenommenen Kollektivvertragserhöhungen im Ausmaß von ebenfalls 0,25% resultiert. Unter der Annahme unveränderter Berechnungsparameter rechnen wir mit einer Zuführung im Geschäftsjahr 2008 zu den Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von rund A 1 Mio . Die übrigen Veränderungen in Höhe von TA 9.570 resultieren aus der geplanten Erhöhung der Sterbetafeln, der wir im Geschäftsjahr 2007 Rechnung getragen haben.

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen

Jubiläumsgeldrückstellung Rückstellungen für das Kreditgeschäft Sonstige Rückstellungen
Stand zum 1.1. 8.389 87.995 9.911
Zuweisung 281 24.453 596
Verbrauch/Währungsdifferenz - 24.467 -
Auflösung - 7.613 3
Stand zum 31.12. 8.670 80.368 10.504
24) SONSTIGE
PASSI
VA
2007 2006
Handelspassiva 8.601 5.321
Steuerschulden 3.520 1.886
Sonstige Verbindlichkeiten 198.657 162.303
Rechnungsabgrenzungsposten 47.704 37.297
SONSTIGE
PASSI
VA
258.482 206.807
25) SONSTIGE
PASSI
VA (ANTEIL
HAN
DELS
PASSI
VA)
2007 2006
Währungsbezogene Geschäfte 0 22
Zinsbezogene Geschäfte 7.689 5.287
Sonstige Geschäfte 912 12
HAN
DELS
PASSI
VA
8.601 5.321
26) NACHRANG
KAPITAL
2007 2006
Begebene nachrangige Schuldverschreibungen 10.094 10.384
Ergänzungskapital 550.041 479.533
NACHRANG
KAPITAL
560.135 489.917
Nachrangkapital nach Fristen
bis 3 Monate 12.296 11.159
über 3 Monate bis 1 Jahr 28.134 0
über 1 Jahr bis 5 Jahre 200.001 163.449
über 5 Jahre 319.704 315.309
NACHRANG
KAPITAL
560.135 489.917
27) EIGEN
KAPITAL
2007 2006
Gezeichnetes Kapital 75.565 75.359
Kapitalrücklagen 142.713 138.902
Gewinnrücklagen (inkl. Bilanzgewinn) 640.973 586.696
Unversteuerte Rücklagen 27.532 28.091
Passive Unterschiedsbeträge 1.872 1.872
Anteile im Fremdbesitz 806 769
EIGEN
KAPITAL
889.461 831.689
Entwicklung der in Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 2007 2006
In Umlauf befindliche Aktien per 1.1. 8.958.969 8.318.618
Ausgabe neuer Aktien 40.000 640.000
Kauf eigener Aktien -154.588 -248.788
Verkauf eigener Aktien 152.215 249.139
In Umlauf befindliche Aktien per 31.12. 8.996.596 8.958.969
Zuzüglich eigene Aktien im Konzernbestand 3.404 1.031
Ausgegebene Aktien 31.12. 9.000.000 8.960.000

Der Buchwert der gehaltenen eigenen Anteile beträgt zum Bilanzstichtag A 0,5 Mio. (VJ A 0,1 Mio.).

28) ANLAGENSPIEGEL

Entwicklung Immaterielle Anlage- Immaterielle Anlage- hievon als Finanzinvestitionen
vermögenswerte und Sachanlagen vermögenswerte Sachanlagen gehaltene Immobilien
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1. 1. 2007 24.261 289.462 14.784
Währungsdifferenzen 349 278 0
Zugänge 1.018 63.182 34.357
Abgänge 16 12.174 0
Kumulierte Abschreibungen 17.117 159.621 1.024
Buchwerte 31. 12.2007 8.495 181.127 48.117
Buchwerte 31.12.2006 10.219 136.486 14.162
Abschreibungen im Geschäftsjahr 2.946 14.632 402
Entwicklung Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Anteile an verbundenen Unternehmen Beteiligungen
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2007 76.831 410.660
Zugänge 10.576 5.819
Veränderungen bei Beteiligungen
an assoziierten Unternehmen 0 26.016
Abgänge 100 838
Kumulierte Abschreibungen 3.897 4.546
Buchwerte 31.12.2007 83.410 437.111
Buchwerte 31.12.2006 73.552 409.614
Abschreibungen im Geschäftsjahr 618 3.500

Durch den Verkauf von nicht börsenotierten Beteiligungen/Anteilen an verbundenen Unternehmen, deren Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden konnte, erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr einen Erlös in Höhe von TA 1.034. Daraus resultierte ein Buchwertabgang im Ausmaß von TA 903 bzw. ein Ergebnis in Höhe von TA 131.

29) FAIR VALUE VON FINANZINSTRUMENTEN

per 31.12.2007
HtM
Buchwert/
Fair Value
FV/PL
Buchwert /
Fair Value
HB
Buchwert /
Fair Value
AfS
Buchwert /
Fair Value
L&R/Liabilities
Buchwert /
Fair Value
Sonstige
Buchwert /
Fair Value
Summe
Buchwert /
Fair Value
Barreserve 303.946 303.946
303.946 303.946
Forderungen an Kreditinstitute 2.058.046 2.058.046
2.057.334 2.057.334
Forderungen an Kunden 90.199 15.944 8.591.014 8.697.157
90.199 15.944 8.568.046 8.674.189
Risikovorsorgen -198.132 -198.132
-198.132 -198.132
Handelsaktiva 75.691 75.691
75.691 75.691
Finanzanlagen 1.189.489 359.170 1.048.998 390.508 2.988.165
1.167.083 359.170 1.048.998 802.918 3.378.169
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.495 8.495
8.495 8.495
Sachanlagen 181.127 181.127
199.269 199.269
Sonstige Aktiva 216.275 216.275
216.275 216.275
SUMME
BILANZA
KTIVA
1.189.489 449.369 75.691 1.064.942 10.450.928 1.100.351 14.330.770
1.167.083 449.369 75.691 1.064.942 10.427.248 1.530.903 14.715.236
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 144.399 3.885.917 4.030.316
144.399 3.876.543 4.020.942
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 159.378 6.985.373 7.144.751
159.378 6.977.642 7.137.020
Verbriefte Verbindlichkeiten 678.262 456.434 1.134.696
678.262 453.630 1.131.892
Rückstellungen 312.929 312.929
312.929 312.929
Sonstige Passiva 8.601 249.881 258.482
8.601 249.881 258.482
Nachrangkapital 150.472 409.663 560.135
150.472 403.849 554.321
Kapital 889.461 889.461
889.461 889.461
SUMME
BILANZ
PASSI
VA
0 1.132.511 8.601 0 11.737.387 1.452.271 14.330.770
0 1.132.511 8.601 0 11.711.664 1.452.271 14.305.047

per 31.12.2006

HtM
Buchwert/
Fair Value
FV/PL
Buchwert /
Fair Value
HB
Buchwert /
Fair Value
AfS
Buchwert /
Fair Value
L&R/Liabilities
Buchwert /
Fair Value
Sonstige
Buchwert /
Fair Value
Summe
Buchwert /
Fair Value
Barreserve 148.446 148.446
148.446 148.446
Forderungen an Kreditinstitute 2.052.806 2.052.806
2.051.405 2.051.405
Forderungen an Kunden 92.749 9.419 8.056.164 8.158.332
92.749 9.419 8.042.549 8.144.717
Risikovorsorgen -190.720 -190.720
-190.720 -190.720
Handelsaktiva 106.227 106.227
106.227 106.227
Finanzanlagen 1.038.031 325.433 907.238 364.493 2.635.195
1.025.937 325.433 907.238 690.108 2.948.716
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.219 10.219
10.219 10.219
Sachanlagen 136.486 136.486
150.637 150.637
Sonstige Aktiva 164.830 164.830
164.830 164.830
SUMME
BILANZA
KTIVA
1.038.031 418.182 106.227 916.657 9.918.250 824.474 13.221.821
1.025.937 418.182 106.227 916.657 9.903.234 1.164.240 13.534.477
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 95.078 4.174.135 4.269.213
95.078 4.171.218 4.266.296
Verbindlichkeiten ggü. Kunden 6.110.644 6.110.644
6.104.883 6.104.883
Verbriefte Verbindlichkeiten 584.024 420.801 1.004.825
584.024 424.827 1.008.851
Rückstellungen 308.726 308.726
308.726 308.726
Sonstige Passiva 5.321 201.486 206.807
5.321 201.486 206.807
Nachrangkapital 155.507 334.410 489.917
155.507 330.307 485.814
Kapital 831.689 831.689
831.689 831.689
SUMME
BILANZ
PASSI
VA
0 834.609 5.321 0 11.039.990 1.341.901 13.221.821
0 834.609 5.321 0 11.031.235 1.341.901 13.213.066

Für finanzielle Vermögensgegenstände und finanzielle Verbindlichkeiten, für die ein Börsekurs verfügbar ist, wird dieser als Fair Value herangezogen. Ist ein Börsekurs nicht vorhanden, entspricht der Fair Value den fortgeführten Anschaffungskosten. Ist bei Anwendung der Fair Value Option ein Börsekurs nicht verfügbar, wird als Fair Value der Barwert herangezogen. Dieser wird ebenfalls bei den Loans and Receivables und Liabilities als Fair Value verwendet. Bei Sachanlagen entspricht der Fair Value dem Verkehrswert. Im Ergebnis sind Wertminderungsaufwendungen in der Höhe von TA 52.333 (VJ TA 51.362) für die Forderungen an Kunden enthalten. Davon wurden TA 47.121 (VJ TA 47.039) den Einzelwertberichtigungen zugeführt und TA 5.212 (VJ TA 4.323) für Direktabschreibungen aufgewendet. Die Differenz zwischen Buchwert und höherem Tilgungswert bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt unter Berücksichtigung ihrer Sicherungsbeziehungen TA 2.419 (VJ TA 1.419). Im Geschäftsjahr wurden Pfandliegenschaften um TA 4.737 erworben, für die eine sofortige Weiterveräußerungsabsicht gegeben ist.

30) ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Gegenüber dem Aufsichtsrat der AG bestanden Kredite bzw. Haftungsverhältnisse in Höhe von TA 3.811,1 (VJ TA 4.280,7). Die Konditionen entsprechen den üblichen Bedingungen. Gegenüber dem Vorstand der AG bestanden keine Kredite bzw. Haftungsverhältnisse.

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Konzern TA 1.188,8 (VJ TA 991,6). Der darin enthaltene variable Anteil betrug TA 503,0 (VJ TA 420,0). An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene haben wir TA 1.215,2 (VJ TA 1.201,3) gezahlt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen) betrugen im Geschäftsjahr TA 2.199,9 (VJ TA 3.460,2). Darin sind die Aufwendungen, die sich aus der Änderung der Parameter für die versicherungsmathematische Berechnung der Abfertigungs- und Pensionsrückstellung ergeben, enthalten. Die Vergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr betrug im Konzern TA 168,9 (VJ TA 139,9).

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Assoziierte Unternehmen Tochterunternehmen
Geschäftsvorfälle
Finanzierungen 181.027 7.246
Bürgschaften/Sicherheiten 7.273 19
Ausstehende Salden
Forderungen 220.568 54.064
Forderungen VJ 135.446 37.011
Verbindlichkeiten 158.572 53.758
Verbindlichkeiten VJ 58.591 21.323
Bürgschaften/Garantien 24.226 19
Bürgschaften/Garantien VJ 17.346 0
Ertragsposten
Zinsen 7.151 781
Provisionen 324 2
Aufwendungen
Zinsen 4.843 912
Provisionen 0 0

Der Umfang dieser Transaktionen ist im Folgenden dargestellt:

Aktien der Oberbank AG werden Mitarbeitern innerhalb vorgegebener Frist zu vergünstigten Konditionen angeboten. Der Kauf unterliegt Einschränkungen bezüglich des Betrages, den Mitarbeiter in den Aktienkauf investieren können. Die Anzahl der durch dieses Angebot ausgegebenen Aktien belief sich im Geschäftsjahr auf 40.000 Stück.

31) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Basis der Segmentberichterstattung ist die interne Unternehmensbereichsrechnung, welche die im Jahr 2003 vorgenommene Trennung zwischen Privatkunden- und Firmenkundengeschäft und die damit gegebene Managementverantwortung innerhalb der Oberbank Gruppe abbildet. Die Unternehmensbereiche werden in der Segmentberichterstattung so dargestellt, als ob sie selbständige Unternehmen mit eigener Kapitalausstattung und Ergebnisverantwortung seien. Das Kriterium für die Abgrenzung der Unternehmensbereiche ist in erster Linie die Betreuungszuständigkeit für die Kunden.

In der Oberbank Gruppe sind folgende Unternehmensbereiche definiert:

  • n Verantwortung für den Unternehmensbereich Privatkunden.
  • n Der Unternehmensbereich Firmenkunden umfasst im Wesentlichen das Firmenkundengeschäft sowie das Ergebnis aus 28 Leasing-Gesellschaften.
  • n Der Unternehmensbereich Financial Markets umfasst die Handelstätigkeit, die Eigenpositionen der Bank, Positionen, die als Marketmaker eingegangen werden, das Strukturergebnis der Bank sowie Erträge aus assoziierten Unternehmen. 2007 wird erstmals das Ergebnis der ALPENLÄN-DISCHE GARANTIE GESELLSCHAFT m.b.H. in diesem Segment dargestellt. Bisher war es im Segment Firmenkunden enthalten. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend adaptiert.
  • n Im Segment Sonstige sind Sachverhalte ohne direkten Bezug zu Business-Segmenten, nicht den anderen Segmenten zuordenbare Bilanzposten sowie jene Einheiten, die Ergebnisbeiträge abbilden, welche nicht einem einzelnen Unternehmensbereich zugeordnet werden können, erfasst.

Das zugeordnete Eigenkapital wird im Geschäftsjahr 2007 konzerneinheitlich mit einem Zinssatz von 6%, der nach empirischen Erhebungen die langfristige Durchschnittsrendite einer risikofreien Veranlagung am Kapitalmarkt darstellt, bewertet und als Eigenkapitalveranlagungsertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Es handelt sich dabei um regulatorisches Kapital.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG KERNGESCHÄFTSBEREICHE

Privat Firmen Financial Markets Sonstige Summe
Zinsüberschuss 61.435 124.245 90.490 0 276.170
Risikovorsorge Kredit -9.940 -41.643 -16.802 0 -68.385
Provisionsüberschuss 47.654 54.119 0 0 101.773
Handelsergebnis 0 990 6.511 0 7.501
Verwaltungsaufwand -79.748 -90.520 -4.110 -28.804 -203.182
Sonstiger betrieblicher Erfolg 2.956 3.172 -7.238 174 -936
Außerordentliches Ergebnis 0 0 0 0 0
Jahresüberschuss vor Steuern 22.357 50.363 68.851 -28.630 112.941
Ø risikogewichtete Aktiva 1.196.348 7.130.257 2.854.427 0 11.181.032
Ø zugeordnetes Eigenkapital 91.490 545.284 218.292 0 855.066
RoE vor Steuern 24,4 % 9,2 % 31,5 % 13,2 %
Cost-Income-Ratio 71,2 % 49,6 % 4,6 % 52,8 %
Barreserve 303.946 303.946
Forderungen an Kreditinstitute 2.058.046 2.058.046
Forderungen an Kunden 1.820.049 6.877.108 8.697.157
Risikovorsorgen -36.437 -161.536 -159 -198.132
Handelsaktiva 75.691 75.691
Sonstige Vermögenswerte 2.988.165 405.897 3.394.062
SEGMENT
VERMÖGEN
1.783.612 6.715.572 5.425.689 405.897 14.330.770
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.030.316 4.030.316
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.895.657 3.249.094 7.144.751
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.134.696 1.134.696
Handelspassiva 8.601 8.601
Eigen- und Nachrangkapital 155.104 924.422 370.070 1.449.596
Sonstige Schulden 562.810 562.810
SEGMENTSCHUL
DEN
4.050.761 4.173.516 5.543.683 562.810 14.330.770
Abschreibungen 5.910 8.510 179 2.978 17.577

Die Oberbank hat – bedingt durch ihren Regionalbankencharakter – ein begrenztes geografisches Einzugsgebiet. Auf eine Geschäftszuordnung nach geografischen Merkmalen wird daher wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet.

32) ZINSLOSE
AKTIVA
2007 2006
Forderungen an Kreditinstitute 0 0
Forderungen an Kunden 92.286 131.773
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 385 279
Beteiligungen (inkl. Anteilen an verbundenen Unternehmen) 2.578 2.328
33) ALS
SICHERHEIT
GESTELLTE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
2007 2006
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 17.883 17.883
Deckungsstock für fundierte Teilschuldverschreibungen 27.002 0
Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte 22.491 22.438
Sicherstellung für Euroclear-Kreditlinie 144.988 135.149
Wertpapiere im Tier-I-Pfanddepot der OeNB 429.251 324.314
ALS
SICHERHEIT
GESTELLTE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
641.615 499.784

Die Stellung von Sicherheiten erfolgt nach den handelsüblichen oder gesetzlichen Bestimmungen.

34) NACHRANGIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
2007 2006
Forderungen an Kreditinstitute 12 217
Forderungen an Kunden 3.440 0
Andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 44.170 30.639
NACHRANGIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄN
DE
47.622 30.856
35) FREM
DWÄHRUNGS
VOLUMINA
2007 2006
Aktiva 2.061.994 2.150.204
Passiva 2.056.249 2.222.049
36) TREUHAN
DVERMÖGEN
2007 2006
Treuhandkredite 254.892 214.261
Treuhandbeteiligungen 96 96
TREUHAN
DVERMÖGEN
254.988 214.357
37) ECHTE
PENSIONSGESCHÄFTE
2007 2006
Die Buchwerte der echten Pensionsgeschäfte betragen - -
38) EVENTUAL
VERBIN
DLICH
KEITEN
UN
D KREDITRISI
KEN
2007 2006
Sonstige Eventualverbindlichkeiten (Haftungen und Akkreditive) 1.451.304 1.292.031
EVENTUAL
VERBIN
DLICH
KEITEN
1.451.304 1.292.031
Verbindlichkeiten aus unechten Pensionsgeschäften 75.005 75.932
Sonstige Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) 812.914 606.502
KREDITRISI
KEN
887.919 682.434

39) UNTERNEHMEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES Anteil in %

KONZERNMUTTERGESELLSCHAFT

Oberbank AG, Linz

VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN

Ober Finanz Leasing gAG, Budapest 100,00
Ober Immo Truck gAG, Budapest 100,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Idstein Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz 95,00
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz 75,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz 100,00
Oberbank Leasing GmbH Bayern & Co. KG Neuenrade, Neuötting Komplementär
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting 100,00
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava 100,00
Oberbank Leasing spol. s r.o., Prag 100,00
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz 100,00
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 94,00
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting 100,00
OBK-Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest 100,00
POWER TOWER GmbH, Linz 99,00
Tuella Finanzierung GmbH, Wien 100,00
QUOTEN
KONSOLI
DIERTE
UNTERNEHMEN
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz 50,00
AT
EQUIT
Y BEWERTETE
ASSOZIIERTE
UNTERNEHMEN
Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck 13,22
BKS Bank AG, Klagenfurt 18,47
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz 40,00

voestalpine AG, Linz 7,64

NICHT KONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN Anteil in %

A. VERBUN
DENE
UNTERNEHMEN
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»Gesfö« Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien 73,07
»LA« Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»SG« Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»SP« Bau- und Gebäudevermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»ST« BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
»VB« Gebäudeerrichtungs- und -vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien 51,00
GAIN CAPITAL Participations SA SICAR, Luxemburg 58,82
JAF real estate s.r.o., Prag 95,00
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz 100,00
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Leasing JAF Holz s.r.o., Prag 100,00
Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz 100,00
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz 100,00
Opportunity Beteiligungs AG, Linz 100,00
Samson Ceské Budejovice spol. s r.o., Budweis 100,00
SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun 51,00
TUELLA Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00
TZ Vermögensverwaltungs GmbH, Linz 100,00
Wohnwert GmbH, Salzburg 100,00
B. ASSOZIIERTE
UNTERNEHMEN
»ACTIVITAS« Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz 50,00
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
B.A.O. Immobilienvermietung GmbH, Wien 33,33
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien 24,85
CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien 25,00
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz 40,00
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein 32,62
GSA Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung registrierte
Genossenschaft m.b.H., Linz 38,96
Kontext Druckerei GmbH, Linz 25,20
Kunststoff 1 Management GmbH & Co KG, Wien 24,90
Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl-Paura 49,36
40,70
50,00
40,00
20,00
20,25
20,57
23,22

Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Fair Value der nach der at Equity-Methode einbezogenen börsenotierten Unternehmen beträgt zum Bilanzstichtag TA 795.875. Die in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte aus:

2007 2006
Vermögensgegenstände 26.081.618 18.930.016
Schulden 21.604.770 15.267.270
Erlöse 8.781.615 7.078.643
Periodengewinne/-verluste 957.736 670.404

Für die Beteiligung an der BKS Bank AG besteht zwischen der Oberbank AG, der Bank für Tirol und Vorarlberg AG und der Generali 3 Banken Holding AG bzw. für die Beteiligung an der Bank für Tirol und Vorarlberg AG besteht zwischen der Oberbank AG, der BKS Bank AG, der Generali 3 Banken Holding AG und der Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen.m.b.H. jeweils ein Syndikatsvertrag. Zweck der jeweiligen Syndikate ist es, die Eigenständigkeit der BKS Bank AG bzw. der Bank für Tirol und Vorarlberg AG zu erhalten. Die Einbeziehung der BKS Bank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG beruht auf den oben beschriebenen Syndikatsverträgen.

Die Einbeziehung des voestalpine-Konzerns beruht vor allem auf dem nachhaltig strategischen Gehalt der Eigentümerstruktur und der damit bestehenden Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auszuüben. Als strategischer Investor stellt die Oberbank AG darüber hinaus einen Vertreter im Aufsichtsrat des voestalpine-Konzerns. Der Stichtag für die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen ist jeweils der 30.9., um eine zeitnahe Jahresabschlusserstellung zu ermöglichen.

Die nicht in den Konzernabschluss aufgenommenen assoziierten Unternehmen wiesen zum Bilanzstichtag folgende Werte (UGB) aus:

2007 2006
Vermögensgegenstände 162.181 156.912
Schulden 82.518 86.956
Erlöse 63.366 68.593
Periodengewinne/-verluste 5.229 663

Risikobericht

40) GESAMTRISIKOMANAGEMENT

Die bewusste Übernahme von abgegrenzten Risiken ist die Basis für eine nachhaltig stabile Ergebnisentwicklung im Oberbank-Konzern. Die Oberbank AG ist sowohl für die Umsetzung der zentral festgelegten Risikostrategie sowie für das Risikomanagement als auch für das Risikocontrolling im Oberbank-Gesamtkonzern zuständig. Die Risikopolitik der Oberbank berücksichtigt die Risikosituation in allen Geschäftsbereichen der Bank und sichert dadurch eine kontinuierlich positive Ergebnis- und Volumensentwicklung ab.

Die zentrale Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Gesamtvorstand der Oberbank AG. Er trägt diesem Umstand durch die Organisation eines professionellen Managements zur aktiven Steuerung der bewusst eingegangenen Risiken (durch Vergabe von Risikolimiten an die operativen Einheiten) sowie ein effektives Risikocontrolling Rechnung. Die Risikostrategie der Oberbank AG orientiert sich an einem Management der Risiken, das die Sicherheit der dem Kreditinstitut anvertrauten fremden Gelder und die Haltung ausreichender Eigenmittel als soliden Risikopolster in den Vordergrund stellt. Eine explizite Allokation von Risikokapital im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung erfolgt für Adressenausfall-, Marktrisiko im Handelsbuch und Bankbuch sowie für operationelle Risiken.

Insgesamt verfügt die Oberbank AG über eine Kapitalausstattung, die das gesetzliche Eigenmittelerfordernis bei weitem übersteigt. Darüber hinaus sind Großkreditrisiken in der ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H. durch eine Deckungsvorsorge garantiert, welche zum 31.12.2007 über einen Deckungsfonds von A 137,4 Mio. verfügt (abzüglich A 17 Mio. zum Vorjahr – wegen größerer Verbräuche von in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen).

Das Risikomanagement ist in der Oberbank integraler Bestandteil der Geschäftspolitik, der strategischen Zielplanung sowie des operativen Managements bzw. Controllings.

Den Anforderungen der Bankenaufsicht im Hinblick auf das im ICAAP geforderte qualitative Risikomanagement wurde durch das im Haus installierte Aktiv-Passiv-Management-Komitee (APM-Komitee) schon bisher Rechnung getragen. Dieses Komitee wird von dem für den Bereich Risikomanagement zuständigen Vorstandsmitglied geleitet und es ist verantwortlich für und koordiniert die zentrale Risikosteuerung und das Bilanzstrukturmanagement, die Liquiditätsstrategie sowie die Primärmittel- und Eigenkapitalstrategie der Oberbank AG. Es beachtet den Risikogleichlauf sämtlicher Risiken der Bank (jene möglichen nachteiligen Folgen, die sich aus Konzentrationen und Wechselwirkungen gleichartiger oder verschiedenartiger Risikoarten ergeben können). Im Rahmen des Gesamtbankrisikomanagements nimmt das APM-Komitee eine Allokation der vorhandenen Eigenmittel auf die einzelnen Risikokomponenten der Bank vor. Diese Eigenmittelallokation in Form von Risikolimits ist vom Gesamtvorstand zu genehmigen.

Eigenmittelbedarf-Limits werden für die folgenden Risiko-Komponenten angesetzt:

  • n Kreditrisiko (derzeit noch auf Basis des regulatorischen Eigenmittelbedarfes)
  • n Beteiligungsrisiko (auf der Grundlage des einfachen Gewichtungsansatzes gemäß Basel-II-IRB-Basisansatz)

  • n Marktrisiko im Handelsbuch (auf Basis der intern berechneten Value-at-Risk-Methode)

  • n Marktrisiko im Bankbuch (Capital-at-Risk-Ansatz auf der Grundlage der Kapitaladäquanzmethode für das Handelsbuch – mit einem auf 30 Tage Haltedauer hochkalibrierten Risikoergebnis; für die strukturierten Anleihen wird das Worst-Case-Risikoergebnis aus einer Szenarioanalyse dargestellt)
  • n Operationelles Risiko (Eigenmittel-Limit auf regulatorischer Ermittlungsbasis)

Die für alle Risikopositionen der Oberbank AG und des Oberbank Konzerns aufsichtsrechtlich erforderlichen Mindesteigenmittel wurden im gesamten Berichtsjahr eingehalten bzw. wesentlich überschritten.

Für das Management des Kreditrisikos ist die Abteilung Kreditmanagement zuständig, die vom Vertrieb getrennt ist, sodass die Risikobewertung und -entscheidung in jeder Phase des Kreditprozesses bis auf Vorstandsebene unabhängig vom Vertrieb gewährleistet sind.

Das Management der langfristigen bzw. strategischen Liquidität erfolgt durch das APM-Komitee. Für die kurzfristige Liquiditätssteuerung ist die Abteilung Global Financial Markets zuständig.

In Ausübung der Managementfunktion für die strategische Liquidität verfolgt das APM-Komitee als Zielsetzung die weitere und nachhaltige Verbesserung der Primärmittelposition. Insbesondere wird dieses Ziel durch die forcierte Emission von eigenen Anleihen, aber auch durch einen über dem Markt liegenden Zuwachs bei den Spar- und sonstigen Einlagen angestrebt. Die eigenen Emissionen werden seit dem Jahr 2006 auch in Verbindung mit Optionsinstrumenten (auf Aktien basierend oder zinsbasiert – in Verbindung mit einer Kapitalgarantie zum Laufzeitende der Anleihe) begeben, wobei das daraus für die Bank resultierende Risiko abgesichert ist.

Eine strategische Zielsetzung der Bank ist: Die Kredite an Nichtbanken sollen durch Primärmittel (inklusive gewidmeter Refinanzierung für die Exportfinanzierung) gedeckt sein. Für das Management der operationellen Risiken wurde ein Gremium zur permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Die Revision der Oberbank AG prüft als unabhängige Überwachungsinstanz die Wirksamkeit und Angemessenheit des gesamten Risikomanagements und ergänzt somit auch die Funktion der Aufsichts- und der Eigentümervertreter. Das Risikocontrolling erfolgt in einer vom Management der Risiken unabhängigen eigenen Gruppe in der Abteilung Rechnungswesen und Controlling.

Die Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden in der Oberbank AG auch für die ausländischen Geschäftseinheiten sowie für die vollkonsolidierten Konzerngesellschaften zentral gestioniert. In den rechtlich selbständigen ausländischen Geschäftseinheiten und in den ausländischen Filialen ergeben sich daher nur geringfügige Währungs- und Zinsänderungsrisiken.

Sowohl die Risikostrategie als auch die aktuelle Risikolage, die Steuerungs- und Überwachungssysteme und die verwendeten Risikomessmethoden werden einmal jährlich dem Aufsichtsrat berichtet. Der Einsatz von derivativen Instrumenten ist Bestandteil der Risikosteuerung.

41) Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko aus Forderungen an Banken, Länder sowie Privat- und Firmenkunden stellt die wesentlichste Risikokomponente im Oberbank-Konzern dar. Die Risikosteuerung des Kreditmanagements umfasst neben Adressenausfall-, Länder- und Abwicklungsrisiko auch das Risiko aus Beteiligungen und Leasingverträgen.

a) Kreditrisikostrategie

Die Strategie im Kreditgeschäft ist getragen vom Regionalitätsprinzip unter Bedachtnahme auf die Risikotragfähigkeit der Bank. In Österreich liegt der Fokus vorwiegend auf der Finanzierung der Industrie und des wirtschaftlichen Mittelstandes, in den ausländischen Märkten vor allem auf Klein- und Mittelbetrieben. Bei den Kreditsicherheiten ist der Schwerpunkt auf klassische Sicherheiten mit regionalem Schwerpunkt zu legen. Darüber hinaus ist auf eine ausgewogene Verteilung des Obligos auf die einzelnen Kundensegmente zu achten. Basierend auf einer jährlich durchgeführten Risikoanalyse definiert die Abteilung Kreditmanagement die geplante Entwicklung des Kreditgeschäftes in Abstimmung mit dem Vorstand. Die Ausrichtung unserer Organisation ist konform mit den Mindeststandards für das Kreditgeschäft.

b) Kreditentscheidung

Jede Kreditvergabe unterliegt den strengen Regeln unseres Ratingsystems, das einen unausweichlichen Teil des Kreditprozesses darstellt. Beurteilt werden qualitative und quantitative Kriterien, die in Summe ein objektives und zukunftsorientiertes Bild über die Bonität des Kunden liefern. Die Kompetenz zur Freigabe der Ratings obliegt der Abteilung Kreditmanagement. Die allgemeinen Grundsätze für die Beurteilung der Bonität der Kunden sowie für die Kreditentscheidung sind in einem internen Regelwerk festgehalten, welches laufend anhand der neuesten Entwicklungen angepasst wird. Im Sinne des Vier-Augen-Prinzips erfolgt eine organisatorische Trennung der Kreditrisikofunktion von der Kundenfunktion. Die dem Markt zugeordneten Einheiten initiieren Geschäfte und nehmen eine erste Beurteilung des Risikos vor. Den operativen Risikomanagement-Einheiten obliegt es, die Bonitätsprüfung und die Ratingeinstufung sowie die Kreditentscheidung selbst zu treffen oder eine Empfehlung an den Risikokompetenzträger abzugeben. Die Trennung von Markt und Marktfolge ist damit eindeutig gegeben.

c) Internes Rating und Bonitätsbeurteilung

Als Maß für die laufende Bonitätsbeurteilung der Kunden sowie als Steuerungsinstrument für das Kreditportfolio wurde für Firmen- und Privatkunden eine Ratingsystematik nach Bonitätsklassen konzipiert. Neben den Bilanzdaten werden auch Softfacts wie Management, Organisation und Marktposition des Kunden berücksichtigt. Das neue Rating wird in der Oberbank AG seit 2001 laufend nach Best-Practice-Grundsätzen verbessert. Jeder Kreditkunde der Oberbank AG wird durch eine operative Risikomanagement-Einheit geratet. Es ist zumindest einmal jährlich eine Bonitätsanalyse durchzuführen und dem Kompetenzträger vorzulegen. Das Kundenrating bildet die Basis für die Portfolioanalyse des Oberbank-Konzerns. In die Überlegungen der Portfoliosteuerung fließen zusätzlich die Bewertung der Sicherheiten und die Laufzeiten mit ein. Die Regeln zur Bewertung von Sicherheiten entsprechen den aufsichtsrechtlichen Vorgaben. Die von der FMA geforderten Stresstests für die Fremdwährungsund Tilgungsträgerkredite werden regelmäßig durchgeführt. Die problembehafteten Kredite werden in einer spezialisierten Organisationseinheit innerhalb der Bank mit den für diese Aufgaben ausgebildeten Mitarbeitern abgearbeitet.

Auf Basis der Ermittlung von hauseigenen Ausfallswahrscheinlichkeiten wurde einerseits die Voraussetzung für ein verbessertes Riskpricing für Kredite und andererseits für die Ermittlung des ökonomischen Risikos aus dem Adressenausfall-Risiko für die Gesamtbank-Risikosteuerung geschaffen. Darüber hinaus dienen diese Ausfallwahrscheinlichkeiten auch als Voraussetzung für die Berechnung und Meldung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko, das wir in Zukunft auf der Grundlage des Internal-Rating-based-Approach (IRB-Basisansatz) melden wollen. In einem ersten Schritt ermitteln und melden wir ab Beginn 2008 unseren Eigenmittelbedarf für das Kreditrisiko auf Basis des Basel-II-Standardansatzes.

Im Jahr 2007 wurde ein internes Projekt mit dem Ziel gestartet, bis Ende 2009 mit Unterstützung von externen Beratern die materiellen und formellen Voraussetzungen für die Meldung des Eigenmittelbedarfes auf der Grundlage des IRB-Basisansatzes zu erarbeiten. Ab Mitte 2010 sollte für unser Haus auch von der Finanzmarktaufsicht (FMA) die Genehmigung zur Eigenmittelmeldung auf dieser Basis vorliegen.

d) Verteilung Kundenobligos inklusive Haftungen (ohne Berücksichtigung von Kreditsicherheiten)

Gliederung Kredite und Haftungen in Risikokategorien in Mio. E

Die Bonitätsbeurteilung von Banken, Ländern und Kontrahenten und die damit verbundene Festlegung von Limiten erfolgt aufgrund von externen Ratings. In den Bonitätsklassen AA bis A3 sind die als sehr gut bis gut beurteilten und in den Klassen B1 bis C1 die mittelmäßigen bis unterdurchschnittlichen Risikoklassen enthalten. Der Risikoklasse C2 sind die ausfallgefährdeten einschließlich der als überfällig klassifizierten Forderungen zugeordnet. Die gesamten überfälligen Forderungen beinhalten einen Betrag von A 56,3 Mio. an nicht wertgeminderten Forderungen. In der Risikoklasse D1 sind die wertgeminderten und notleidenden Forderungen enthalten. Die uneinbringlichen Forderungen werden der Klasse D2 zugeordnet.

e) Kredit-Risikokonzentrationen

Die Aktivposten der zehn größten wirtschaftlichen Einheiten sind dem besten Drittel der internen Risikoeinstufung zugeordnet und nehmen 9 % der gesamten Forderungen an Nichtbanken ein. Im Einzelnen handelt es sich um Forderungen an Bund, Länder oder sonstige öffentlich-rechtliche Institutionen sowie Forderungen an Industrie- und Handelsunternehmen. Ein Gleichlauf des Risikos ist nicht gegeben. Das Volumen der gesamten Großveranlagungen liegt weit unter der aufsichtsrechtlichen Obergrenze. Risikokonzentrationen in regionaler Hinsicht sind nicht gegeben und auch eine branchenmäßige Risikokonzentration ist nicht vorhanden.

Entwicklung der Risikovorsorge im Jahr 2007 (Bilanzdarstellung)
Stand Wechselkurs- Stand
1.1.2007 änderung Zuführungen Verbrauch Auflösungen 31.12.2007
147.955 1.572 47.121 -38.231 -18.231 140.186
1.754 -1.091 -438 225
4.146 738 -609 4.275
35.411 16.149 51.560
1.454 492 -60 1.886
190.720 1.572 64.500 -39.322 -19.338 198.132
87.995 2 24.453 -24.469 -7.613 80.368
278.715 1.574 88.953 -63.791 -26.951 278.500

1) Risikovorsorgen im Kreditgeschäft werden in der Position Bilanz Aktiva 4 ausgewiesen.

Entwicklung der Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 2007 (GuV-Darstellung)
in E 1.000 2007 2006
Zuweisung zu Risikovorsorgen im Kreditgeschäft 88.953 76.700
Auflösung von Risikovorsorgen im Kreditgeschäft -26.951 -24.072
Direktabschreibungen von Forderungen 5.212 4.323
Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen -2.741 -2.000
Überleitung aus der Quotenkonsolidierung 3.912 1.379
Gesamt 68.385 56.330

In den ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag in der Höhe von TA 4.437 enthalten, der aus der Übernahme von Pfandsicherheiten resultiert und zur Weiterveräußerung bestimmt ist. Das maximale Ausfallrisiko des Oberbank-Konzerns ergibt sich aus der Summe der finanziellen Vermögenswerte in der Bilanz und beläuft sich auf A 13.630 Mio. Diesem Wert stehen Kreditsicherheiten in der Höhe von A 4.474 Mio. (davon für wertberichtigte Forderungen A 170,4 Mio.) gegenüber. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist ein Betrag in Höhe von TA 13.103 aus wertgeminderten Forderungen an Kunden enthalten.

Sämtliche erfolgswirksamen Wertänderungen bei finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus der Veränderung von Marktwerten.

42) Beteiligungsrisiko

Als Beteiligungsrisiko bezeichnen wir die potenziellen Wertverluste aufgrund von Dividendenausfall, Teilwertabschreibungen und Veräußerungsverlusten. Die Steuerung des Beteiligungsrisikos wird mittels quantitativer Methoden gemessen. Die traditionellen Beteiligungen umfassen im Wesentlichen die Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, die BKS Bank AG sowie unsere Immobiliengesellschaften. Soweit Beteiligungen aus geschäftlichen Interessen eingegangen werden, sind bereits beim Eingehen dieser Beteiligungen Analysen zu erstellen, um ein möglichst umfassendes Bild hinsichtlich Ertragskraft, strategischem Fit und der rechtlichen Situation zu bekommen. In einem eigenen Beteiligungshandbuch wurden die erforderlichen Prozesse beschrieben, die beim Eingehen neuer Beteiligungen zu berücksichtigen sind.

43) Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird der potenziell mögliche Verlust aus Wertschwankungen aufgrund von Marktpreisänderungen (durch sich ändernde Zinssätze, Devisenkurse oder Aktien- und Warenpreise) verstanden. In dieser Risikokategorie sind sowohl Positionen des Handelsbuches als auch Positionen des Bankbuches erfasst. Die mit Marktrisiko behafteten Positionen werden – je nach Fristigkeit – durch den Unternehmensbereich Global Financial Markets oder das Aktiv-Passiv-Management-Komitee gemanagt.

a) Risikoüberwachung

Die Oberbank AG genehmigt, misst, überwacht und steuert Zins- und Aktien- sowie Fremdwährungskursrisiken durch den Einsatz unterschiedlicher Limits, die im Rahmen der Gesamtbank-Risikosteuerung zugeordnet werden.

b) Marktrisiko im Handelsbuch

Das Management des Marktrisikos im Handelsbuch und darüber hinaus der Marktrisikokomponente FX-Risiko aus dem Bankbuch obliegt der Abteilung Global Financial Markets. Die Ermittlung des Marktrisikos im Handelsbuch sowie des FX-Risikos im Bankbuch zur Eigenmittelmeldung an die Aufsichtsbehörde erfolgt derzeit auf Basis der Kapitaladäquanzrichtlinie mit der Standard-Laufzeitbandmethode.

Kapitaladäquanz Monatswerte 2007 – Eigenmittelunterlegung für das Handelsbuch

Für interne Zwecke wird das Risiko im Testbetrieb auch auf der Grundlage des Value-at-Risk-Ansatzes (mit dem dazu erforderlichen Backtesting) ermittelt. Das Prinzip des Value-at-Risk ist die Beschreibung eines potenziellen Verlustes aufgrund statistisch zu erwartender Veränderungen von Marktparametern. Die Berechnung der Value-at-Risk-Werte sowie das tägliche Reporting an die zuständigen Stellen erfolgen durch das Risikocontrolling. Die Value-at-Risk-Berechnung erfolgt mit Kovarianzmodell auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99% und einer Haltedauer von zehn Tagen. Die Marktdaten werden aus der Historie von einem Jahr (von einem externen Spezialisten täglich zur Verfügung gestellt) gewonnen.

Risiko aus offenen Devisenpositionen

Wie aus der oben dargestellten Grafik mit den Ergebnissen aus der Kapitaladäquanz-Meldung für das Marktrisiko im Handelsbuch ersichtlich ist, resultiert aus offenen Devisenpositionen der Bank kein wesentliches Risiko.

c) Bankbuch

Neben der Kernaufgabe des Bilanzstrukturmanagements liegt das Management des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch im Zuständigkeitsbereich des Aktiv-Passiv-Management-Komitees. Das APM-Komitee tritt monatlich zusammen. Mitglieder des Komitees sind der Gesamtvorstand sowie Vertreter der Abteilungen Global Financial Markets, Rechnungswesen & Controlling, Privatkunden, Kredit-Management, Sekretariat und Revision.

Veranlagungsstrategie im Bankbuch

Die strategische Ausrichtung beim Marktrisiko im Bankbuch zielt darauf ab, vor allem im Zinsbereich unter bewusster Inkaufnahme eines kalkulierbaren und aktiv gesteuerten Risikos Zusatzerträge zu lukrieren. Insbesondere wird zur Erzielung von zusätzlichen Zinsergebnissen aus der Fristentransformation eine kontinuierliche Veranlagungsstrategie in Positionen mit längerfristiger Zinsbindung verfolgt.

Darüber hinaus erfolgen im Rahmen der gesetzten Risikolimite Veranlagungen, die aufgrund der Zinsmeinung (diese wird im Haus von einer eigenen Finanzmarkt-Prognoserunde festgelegt) einen Erfolg versprechen.

Für die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch kommen die klassischen Methoden der Zinsbindungs-Analysen (Darstellung von Zinsbindungs-Gaps sowie Ermittlung von Zinssensitivitätsanalysen und Capital-at-Risk-Darstellung) zur Anwendung. Diese letztgenannte Risikoermittlung Capital-at-Risk basiert auf den der Kapitaladäquanz (KAD) zugrunde liegenden Annahmen für die Veränderung des Zinsniveaus. Wegen langsamerer Reaktionsmöglichkeit (Haltedauer-Annahme 30 Tage gegenüber zehn Tagen im Handelsbuch) errechnet sich aber ein höheres Zinsänderungsrisiko. Die Risikoberechnung bei strukturierten Anleihen im Bankbuch erfolgt seit Jahresmitte des Berichtsjahres auf Basis einer Szenarioanalyse (der Worst-Case-Wert aus der Zinsstrukturänderung mit den negativsten Barwertveränderungen wird als Risikowert berücksichtigt).

Die Analysen und Darstellungen erfolgen unter Einbeziehung aller festen und variablen Zinspositionen einerseits und der langfristig gebundenen, unverzinslichen Aktiv- und Passivpositionen (Sachanlagevermögen, Beteiligungen sowie langfristige Rückstellungen und Eigenkapital) andererseits auf der Grundlage der Festlegungen in einem internen Zinsbindungshandbuch.

In den Basel-II-Eigenkapitalregelungen, die im Rahmen der EU-Richtlinie 2006/48 und 49/EG bzw. in § 22 BWG umgesetzt wurden, ist für Zinsänderungsrisiken im Bankbuch keine gesonderte Eigenmittelunterlegung, sondern eine Beobachtung dieser Risiken durch die Aufsichtsbehörde vorgesehen. Zu diesem Zweck fordert die Aufsichtsbehörde quartalsweise eine Zinsrisikostatistik auf der Berechnungsbasis eines Zinsenshifts von 200 Punkten von den Banken ein. Das auf diese Weise ermittelte Zinsänderungsrisiko beträgt zum Bilanzstichtag 31.12.2007 6,64 % der vorhandenen Eigenmittel und liegt damit weit unter der Einschreitgrenze der Bankenaufsicht von 20 %.

Zinsrisiko Bankbuch im Verhältnis der Eigenmittel 2007 gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik

in Mio. E März 2007 Juni 2007 September 2007 Dezember 2007
Eigenmittel ohne Tier III 1.123 1.182 1.182 1.210
Risiko gem. OeNB-Zinsrisikostatistik 87 102 77 80
Risiko in % der Eigenmittel 7,77% 8,59% 6,54% 6,64%

Aus den einzelnen Forderungsklassen und Verbindlichkeiten ergibt sich unter Einbeziehung der Underlyings aus derivativen Zinspositionen und unter Anwendung einer 200-Basispunkte-Verschiebung (= Stressszenario in der OeNB-Zinsrisikomeldung) folgendes Zinsänderungsrisiko:

Hypothetische Barwertänderungen per 31.12.2007 gemäß OeNB-Zinsrisikostatistik

Barwertänderung je Währung Gesamt bis 3 3 Monate 1-3 Jahre 3-5 Jahre 5-7 Jahre 7-10 Jahre über 10
in Mio. E Monate bis 1 Jahr Jahre
Nettoposition EUR 69,7 1,7 -8,5 5,8 6,4 19,8 18,1 26,5
Nettoposition USD 7,6 -0,1 0,4 0,8 1,4 2,1 0,0 3,0
Nettoposition Sonstige 3,0 1,8 0,3 0,2 0,2 0,1 0,2 0,2

(Zuordnung der Positionen lt. oben beschriebenem internem Zinsbindungshandbuch)

44) Operationelle Risiken

Mit dem Bankgeschäft untrennbar verbunden sind operationelle Risiken. Unter diesem Begriff sind Risikoarten zusammengefasst, die vorrangig den Betriebsbereich der Bank betreffen: Die Möglichkeit des Eintritts von Verlusten kann infolge unvorhersehbarer Ereignisse entstehen, im Wesentlichen Betriebsunterbrechungen, menschliche oder technische Fehler, menschliche bzw. Kontrollschwächen oder höhere Gewalt. Das Management der operationellen Risiken (Fehlerrisiko, Betrugsrisiko, Rechtsrisiko, EDV-System-Ausfallrisiko und Elementarrisiken) liegt in der Verantwortung sämtlicher Abteilungen der Bank.

In der Abteilung Revision ist ein Operational-Risk-Manager und unter der Leitung dieser Abteilung ein Gremium mit dem Ziel der permanenten Verbesserung der Bankprozesse installiert. Dieses Gremium arbeitet an einer Weiterentwicklung der Quantifizierungsmethoden, basierend auf den eigenen historischen Daten aus der zu diesem Zweck eingerichteten GuV-Aufwands-Datenbank, die genauere Schätzungen über Häufigkeits- und Verlusthöhen-Verteilungen aus dem operationellen Risikobereich ermöglichen soll. Für den Bereich der IT-Prozesse wurden Qualitätsanforderungen nach internationalen Standards definiert, welche ständig durch unabhängige Prüfer überwacht werden. Die Meldung des Eigenmittelbedarfes für das operationelle Risiko gemäß Basel II erfolgt ab 2008 auf der Grundlage des Standardansatzes (Eigenmittelbedarf wird auf Basis der durchschnittlichen Erträge in den einzelnen Geschäftsfeldern der Bank mit den aufsichtsrechtlich festgesetzten Prozentsätzen ermittelt).

45) Liquiditätsrisiko

Die Steuerung der langfristigen bzw. strategischen Liquidität der Bank erfolgt durch das Aktiv-Passiv-Management-Komitee; das Reporting für die Liquiditätssteuerung obliegt der Abteilung Rechnungswesen und Controlling. Das Management der kurzfristigen Liquidität und die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätsvorschriften sind Aufgabe der Abteilung Global Financial Markets. Durch die kurzen Kommunikationswege zur Abteilung Rechnungswesen und Controlling ist gewährleistet, dass geeignete Maßnahmen zur Begrenzung von Liquiditätsrisiken rechtzeitig ergriffen werden können. Gemäß den aufsichtsrechtlichen Anforderungen gilt die Liquidität eines Institutes als gesichert, wenn die gewichteten Zahlungsmittel die während dieses Zahlungszeitraumes abrufbaren gewichteten Zahlungsverpflichtungen abdecken. Auch in den vergangenen Monaten, die aufgrund der Subprime-Krise in den USA von einer angespannten Liquiditätssituation bei den Banken geprägt war, erfolgte nur eine geringfügige Ausnutzung unseres gut dotierten Pfanddepots bei der Zentralbank.

Im Berichtsjahr 2007 lag die Oberbank jederzeit deutlich über den aufsichtsrechtlich geforderten Kennzahlen.

Die Vorsorge für unvorhersehbaren, erhöhten Liquiditätsbedarf bzw. eine kurzfristige Liquiditätsbeschaffung ist durch folgende Optionen gewährleistet:

Außer der Ausnutzung von offenen Refinanzierungslinien bei anderen Banken sowie der Inanspruchnahme des OeNB-Refinanzierungsrahmens auf Basis des Pfanddepots kann ein eventueller zusätzlicher Liquiditätsbedarf relativ kurzfristig aus dem Verkauf von nicht im Pfanddepot befindlichen börsenotierten Wertpapieren gedeckt werden.

Bis auf den Spitzenausgleich wird das Liquiditätsrisiko auch für die ausländischen Geschäftseinheiten und für die Leasing-Konzerngesellschaften in der Abteilung Global Financial Markets der Oberbank AG gemanagt.

Kapitalbindungsrestlaufzeiten für alle Währungen mit Werten per 31.12.2007

täglich bis 3 3 Monate 1 bis 5 über
in Mio. E fällig Monate bis 1 Jahr Jahre 5 Jahre
Banken 423 1.171 392 215 20
Nichtbanken 0 4.243 550 2.288 2.012
Festverzinsliche Wertpapiere 0 495 189 928 733
hievon Anlagevermögen 0 183 38 472 577
hievon Umlaufvermögen 0 243 151 456 156
hievon Handelsbestand 0 69 0 0 0
Derivate 0 655 238 24 0
Summe Ak
tiva
423 6.565 1.369 3.455 2.764
Banken 1.198 2.483 151 116 102
Nichtbanken inkl. Spareinlagen 0 5.089 2.116 230 105
Verbriefte Verbindlichkeiten inkl. Ergänzungskapital 0 33 144 1.048 521
Derivate 0 656 240 24 0
Summe PassiVa 1.198 8.106 2.651 1.418 729

Mehr als 57 % der Forderung sind innerhalb eines Jahres fällig (ohne Berücksichtigung der derivativen Instrumente 54,7 %).

46) Risikobericht-Zusammenfassung und Ausblick

Die Oberbank AG entwickelt die angewandten Verfahren der Risikoabbildung und -steuerung stets weiter. Die Projekte zur Umsetzung der neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen – Basel-II-Standardansatz und MSK – wurden 2007 abgeschlossen.

Der Eigenmittelbedarf auf der Grundlage des Basel-II-Standardansatzes wurde bereits in Parallelrechnungen zur bisherigen Basel-I-Meldung ermittelt. Unter Einbeziehung des Eigenmittelbedarfes für das operationelle Risiko ergibt sich im Basel-II-Standardansatz im Vergleich zu Basel I ein geringfügig erhöhtes Eigenmittelerfordernis.

Das interne Kunden-Ratingverfahren wird im Rahmen des derzeit laufenden Basel-II-IRB-Projektes neu evaluiert. Die auf Basis statistischer Methoden ermittelten Ergebnisse sollen eine weitere Qualitätsverbesserung bei der Gewichtung der Rating-Kriterien bringen. Das derzeit eingesetzte Ratingverfahren ist schon jetzt ein wesentliches Element für ein effizientes Risikomanagement. Die rating-orientierte Bepreisung der Kredite und die Verrechnung von Standardrisiko- und Eigenmittelkosten für den Vertrieb haben schon bisher eine wesentliche Verbesserung der Kreditqualität einerseits und eine Verringerung der Forderungsverluste andererseits bewirkt.

Im Marktrisikobereich ist die Oberbank AG traditionell gekennzeichnet durch geringe Risikopositionen, was sich in einer geringen Allokation von Eigenmitteln niederschlägt.

Sämtliche Steuerungssysteme werden erfolgreich auch in den neuen Märkten etabliert, sodass auch Risiken auf Auslandsmärkten prompt identifiziert und gesteuert werden.

47) gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer finanzprodukte (per 31.12.2007 und vorjahreswerte)

Nominalbeträge 2007 2006
Restlaufzeit Nominale Marktwerte Nominale Marktwerte
in E 1.000 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe positiv negativ positiv negativ
Zinssatzv
erträge
Zinssatzoptionen
Kauf 229.921 80.461 310.382 2.117 181.233 831
Verkauf 251.298 97.119 348.417 -2.181 188.815 -878
Forward Rate Agreement - - - - - - - -
Swaptions
Kauf 10.500 10.500 -889 375 562
Verkauf 10.500 10.500 889 375 -562
Zinsswaps
Kauf 291.850 743.526 358.948 1.394.324 13.660 -40.502 1.246.638 11.448 -36.427
Verkauf 167.760 234.226 165.930 567.916 6.911 -3.133 562.008 10.518 -7.348
Anleiheoptionen
Verkauf 80.000 80.000 -912 80.000 -13
Futureoptionen
Kauf 5.000 -16
Anleihefutures
Kauf 161.693 -29
Verkauf 71.500 3.800 75.300 635 -170 4.600 5.073
Wechselk
ursv
erträge
Währungsoptionen
Kauf 311.716 59.430 6.573 377.719 16.336 394.579 12.191
Verkauf 311.408 59.430 6.573 377.411 -16.354 392.720 -12.230
Währungsswaps - - - - - - - - -
Devisentermingeschäfte 18.806 3.169 21.975 16.563 -20.870 46.713 9.561 -10.632
Wertpapierbezogene Geschäfte
Aktienoptionen
Verkauf 3.296 -3.296 6.097 -6.097
Warenv
erträge
Warenoptionen
Kauf 1.712 1.712 633
Verkauf 1.712 1.712 -633

Für die Berechnung der Marktwerte kommen anerkannte Preismodelle zum Einsatz, wobei die Bewertung zu Marktbedingungen anhand offizieller Preise (Zinssätze, Devisen- und Aktienkurse) durchgeführt wird. Für symmetrische Produkte (Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte) erfolgt die Marktwertberechnung nach der Barwertmethode, wobei der Clean Price dargestellt wird. Als Basis für die Berechnung kommen die Zinskurven aus REUTERS zur Anwendung (Geldmarkt: EURIBORbzw. LIBOR-Sätze, Kapitalmarkt: Swapsätze). Als Devisenkurs werden die von der EZB veröffentlichten Referenzkurse verwendet. Die Marktwerte von asymmetrischen Produkten (Aktien-, Devisen- und Währungsoptionen) werden gemäß Optionspreismodell von Black-Scholes berechnet. Bei Aktienoptionen kommen die Volatilitäten von REUTERS oder Bloomberg zur Anwendung, bei Zins- und Währungsoptionen werden historische Volatilitäten für die Berechnung herangezogen.

48) PATRONATSERKLÄRUNGEN FÜR BETEILIGUNGEN

Die Oberbank AG trägt Sorge dafür, dass folgende Gesellschaften jederzeit ihre vertraglichen Verbindlichkeiten voll erfüllen können:

Leasinggesellschaften

OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis

Sonstige Finanzierungsgesellschaften

Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz

Immobiliengesellschaften

»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »LA« Gebäudevermietung und Bau-Gesellschaft m.b.H., Linz »SG« Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz »SP« Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz »VB« Gebäudeerrichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz TZ Vermögensverwaltungs GmbH, Linz

Informationen aufgrund österreichischen Rechts

49) KONZERNEIGENKAPITAL

Das Konzerneigenkapital setzt sich aus dem eingezahlten Kapital der Konzernmuttergesellschaft Oberbank AG (Grundkapital zuzüglich Kapitalrücklagen) sowie dem erwirtschafteten Kapital (Gewinnrücklagen des Konzerns zuzüglich Konzernjahresüberschuss) zusammen. Das Eigenkapital der Muttergesellschaft beträgt A 704,3 Mio. (VJ A 656,9 Mio.), hievon Grundkapital A 75,7 Mio. (VJ A 75,4 Mio.).

Da die Oberbank AG Dividenden auf Basis der österreichischen Rechtslage ausschüttet, ist nur ein Teil des nach öUGB/BWG berechneten Eigenkapitals ausschüttungsfähig: Bilanzgewinn, freie Gewinnrücklage sowie nicht gebundene Kapitalrücklage. Für 2007 war maximal ein Betrag in Höhe von A 255,2 Mio. ausschüttungsfähig.

50) PERSONAL

Im Oberbank-Konzern waren 2007 im Jahresdurchschnitt folgende Personalkapazitäten im Einsatz:

2007 2006
Angestellte 1.879 1.738
Arbeiter 22 23
GESAMT
KAPAZITÄT
1.901 1.761

51) Wertpapieraufgliederung nach BWG in E 1.000

Nicht Börse- Wie AV Andere Gesamt
börsenotiert notiert bewertet Bewertung
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere 109.076 2.242.384 1.278.784 1.072.676 2.351.460
Aktien und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere 148.283 59.867 14.247 193.903 208.150
Beteiligungen 51.033 165.739 216.772 0 216.772
Anteile an verbundenen Unternehmen 102.955 0 102.955 0 102.955
411.347 2.467.990 1.612.758 1.266.579 2.879.337

52) Wesentliche Unterschiede eines Konzernabschlusses nach IFRS zu einem nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Konzernabschluss

Die wesentlichen Unterschiede zwischen einem Konzernabschluss gemäß IFRS und einem nach österreichischen Vorschriften (UGB, BWG) aufgestellten Konzernabschluss ergeben sich insbesondere in folgenden Bereichen:

  • n Verbesserte Transparenz des Jahresabschlusses nach IFRS
  • n Zielsetzung des Jahresabschlusses
  • n Gliederung von Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • n Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • n Konsolidierungskreis
  • n Berechnungsparameter für langfristige Personalrückstellungen
  • n Steuerabgrenzung
  • n Pflichtangaben im Anhang/Notes

53) Konzerneigenmittel und bankaufsichtliches Eigenmittelerfordernis

Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 24 BWG in A 1.000
Zusammensetzung 2007 2006 Veränderung +/- %
1. Kernkapital
Grundkapital 75.721 75.385 336 0,4
Eigene Aktien im Bestand -489 -2.055 1.566 76,2
Offene Rücklagen 615.010 567.905 47.105 8,3
Anteile anderer Gesellschafter 1.298 2.785 -1.487 -53,4
Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung -151 4.641 -4.792 -103,3
Unterschiedsbetrag aus at Equity-Bewertung 36.873 30.239 6.634 21,9
Abzug immaterielle Wirtschaftsgüter -7.721 -9.501 1.780 -18,7
SUMME
KERN
KAPITAL
(TIER
I)
720.541 669.399 51.142 7,6
2. Ergänzende Eigenmittel (Tier II) 2007 2006 Veränderung +/- %
Anrechenbare Ergänzungskapital-Anleihen 429.913 407.521 22.392 5,5
Neubewertungsreserven (bereits 45% d. st. Res.) 151.186 141.863 9.323 6,6
Nachrangige Anleihen (Ergkap. unter 3 J RLZ) 37.194 29.584 7.610 25,7
SUMME
ERGÄNZEN
DE EIGENMITTEL
(TIER
II)
618.293 578.968 39.325 6,8
3. Tier-III-Kapital 2007 2006 Veränderung +/- %
Ergänzung um volumensmäßig nicht mehr als
Tier II anrechenbare nachrangige Anleihen 3.593 4.224 -631 -14,9
SUMME
TIER
-III
-KAPITAL
3.593 4.224 -631 -14,9
4. Abzugsposten 2007 2006 Veränderung +/- %
Abzug Anteile an KI/FI über 10% Beteiligung -48.796 -48.040 -756 -1,6
Abzug Anteile an KI/FI bis 10% Beteiligung 0 0 0
EIGENMITTEL
INSGESAMT
1.293.631 1.204.551 89.080 7,4
Darunter: Eigenmittel gemäß § 23 (14) Z 7 BWG 3.593 4.224 -631 -14,9
Zum Vergleich:
EM-Erfordernis insgesamt
808.392 758.547 49.845 6,6
FREIE
EIGENMITTEL
485.239 446.004 39.235 8,8
Bemessungsgrundlage
Risikogewichtete Aktiva
2007
8.878.718
2006
8.365.440
Veränderung
513.278
+/- %
6,1
Klassische außerbilanzmäßige Geschäfte 1.166.754 1.048.717 118.037 11,3
Besondere außerbilanzmäßige Finanzgeschäfte 14.517 14.882 -365 -2,5
Wertpapier-Handelsbuch 19.096 28.529 -9.433 -33,1
Bemessungsgrundlage gesamt 10.079.085 9.457.568 621.517 6,6
QUOTEN
Kernkapital 720.541 669.399 51.142 7,6
Kernkapitalquote 7,15% 7,08% 0,07% 1,0
Ergänzende Eigenmittel 618.293 578.968 39.325 6,8
Tier-II-Quote 6,13% 6,12% 0,01% 0,2
Tier-III-Kapital 3.593 4.224 -631 -14,9
Tier-III-Quote 0,04% 0,04% 0,00% 2,2
Abzugsposten für Bankanteile -48.796 -48.040 -756 -1,6
Quotenabzug -0,48% -0,51% 0,02% 4,7
Eigenmittel gesamt 1.293.631 1.204.551 89.080 7,4
Eigenmittelquote 12,83% 12,74% 0,10% 0,8

54) Sonstige erforderliche Angaben nach BWG

Im Geschäftsjahr 2008 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale A 117,3 Mio. fällig. Zum 31.12. 2007 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Sonstige nachrangige Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale TA 557.420 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 2 5⁄8% bis 8% und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2008 bis 2009. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von TA 25.925 geleistet. Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches gemäß § 2 Z 35 BWG beträgt zum 31. 12. 2007 insgesamt A 689,3 Mio. Davon entfallen auf Wertpapiere gemäß § 2 Z 34 lit. d) A 79,4 Mio. und auf sonstige Finanzinstrumente A 609,9 Mio. Das Leasingvolumen betrug per 31.12. 2007 A 791,8 Mio.

55) Beteiligungsliste gemäSS UGB

Die Gesellschaft hielt per 31.12.2007 bei folgenden Unternehmen mindestens 20 % Anteilsbesitz:

Beteiligungsunternehmen Kapitalanteil5 Ergebnis des
Konsolidierungs- unmittelbar gesamt Eigen- letzten Ge- Jahres
methode K* in % in % kapital3 schäftsjahres4 abschluss
a) direkte Beteiligungen
ALPENLÄNDISCHE GARANTIE-GESELLSCHAFT m.b.H., Linz Q 50,00 50,00 2.569 0 2007
»AM« Bau- und Gebäudevermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
BKS Bank AG, Klagenfurt E 18,47 20,25 248.645 20.227 2006
Beteiligungsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,00 40,00
Betriebsobjekte Verwertung Gesellschaft m.b.H., Linz1, 2, 6 N 100,00 100,00
Buy-Out Central Europe II Beteiligungs-Invest AG, Wien6 N 24,85 24,85
COBB Beteiligungen und Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien6 N 20,25 20,25
DREI-BANKEN-EDV Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,00 40,00
Drei-Banken Versicherungs-Aktiengesellschaft, Linz E 40,00 40,00 18.339 1.280 2007
GAIN CAPITAL Participations SA SICAR, Luxemburg1, 6 N 58,80 58,82
Gasteiner Bergbahnen Aktiengesellschaft, Bad Hofgastein6 N 32,62 32,62
»Gesfö« Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H., Wien1, 6 N 73,07 73,07
»LA« Gebäudevermietung und Bau Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
LVM Beteiligungs Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,70 40,70
Oberbank Beteiligungsholding Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
Oberbank Unternehmensbeteiligung GmbH, Linz1, 6 N 100,00 100,00
Oberbank Immobilien Leasing GmbH Bayern, Neuötting1 V 6,00 100,00 2.081 252 2007
Oberbank Immobilien-Service Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
OBERBANK LEASING GESELLSCHAFT MBH, Linz1, 2 V 100,00 100,00 23.535 2.854 2007
Oberbank Leasing Inprox Znojmo s.r.o., Prag1 V 10,00 100,00 -59 -48 2007
Oberbank Leasing s.r.o., Bratislava1 V 0,10 100,00 191 -624 2007
Beteiligungsunternehmen Kapitalanteil5 Ergebnis des
Konsolidierungs- unmittelbar gesamt Eigen- letzten Ge- Jahres
methode K* in % in % kapital3 schäftsjahres4 abschluss
Oberbank Nutzobjekte Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1, 2, 6 N 100,00 100,00
Ober Finanz Leasing gAG, Budapest1 V 1,00 100,00 -425 -619 2006
Ober Immo Truck gAG, Budapest1 V 1,00 100,00 203 0 2007
OBK-Leasing Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Budapest1 V 1,00 100,00 254 119 2007
Samson Ceske Budejovice spol. s.r.o., Budweis1, 6 N 100,00 100,00
»SG« Gebäudevermietungs Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
»SP« Bau- und Gebäude Vermietung Gesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
TZ-Vermögensverwaltungs GmbH, Linz1, 6 N 100,00 100,00
»VB« Gebäudeerrichtungs- und -Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00 100,00
3 Banken-Generali Investment-Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 20,57 20,57
b) indirekte Beteiligungen
»ACTIVITAS« Vermögensverwaltungsgesellschaft m.b.H., Linz6 N 50,00
B.A.O. Immobilienvermietung GmbH, Wien6 N 33,33
CALG 445 Grundstücksverwaltung GmbH, Wien6 N 25,00
GAIN CAPITAL Participations GmbH, Wien1, 6 N 51,00
JAF real estate, s.r.o., Prag1, 6 N 95,00
Oberbank KB Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz1 V 75,00 265 196 2007
Kontext Druckerei GmbH, Linz6 N 25,20
Lambacher HITIAG Leinen Aktiengesellschaft, Stadl Paura6 N 49,36
MY Fünf Handels GmbH, Wien6 N 50,00
Oberbank Bohemia Leasing s.r.o., Budweis1 V 100,00 4.125 15 2007
Oberbank Immobilien Holding GmbH, Linz1, 6 N 100,00
Oberbank Eugendorf Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -17 2007
Oberbank Hörsching Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 1 2007
Oberbank Immobilie-Bergheim Leasing GmbH, Linz1 V 95,00 1.281 6 2007
Oberbank Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Linz1 V 100,00 741 189 2007
Oberbank Inzersdorf Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -86 2007
Oberbank-Kremsmünster Immobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Linz1 V 100,00 168 42 2007
Oberbank Leasing spol. s.r.o., Prag1 V 100,00 475 -572 2007
Oberbank Leasing JAF HOLZ, s.r.o., Prag1, 6 N 100,00
Oberbank LIV Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 5.181 191 2007
Oberbank Operating Mobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 82 2007
Oberbank Operating OPR Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -1 2007
Oberbank Opportunity Invest Management Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 100,00
Oberbank Riesenhof Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 21 2007
Oberbank Vertriebsservice GmbH, Linz1, 6 N 100,00
Oberbank Leasing GmbH Bayern, Neuötting1 V 100,00 4.719 1.620 2007
OBK Ahlten Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1 V 94,00 1.000 101 2007
OBK München 1 Immobilien Leasing GmbH, Neuötting1 V 100,00 27 327 2007
Beteiligungsunternehmen (Fortsetzung) Kapitalanteil5 Ergebnis des
Konsolidierungs- unmittelbar gesamt Eigen- letzten Ge- Jahres
methode K* in % in % kapital3 schäftsjahres4 abschluss
Oberbank Idstein Immobilien-Leasing GmbH, Neuötting1 V 100,00 4 -19 2007
Oberbank Pernau Immobilienleasing GmbH, Linz1 V 100,00 35 -45 2007
Opportunity Beteiligungs AG, Linz1, 6 N 100,00
Pipe and Pile International S.A., Luxemburg6 N 20,00
POWER TOWER GmbH, Linz1 V 99,00 70 2 2007
SOLUCE Sonnenschutz GmbH, Traun6 N 51,00
»ST« BAU Errichtungs- und Vermietungsgesellschaft m.b.H., Linz1, 6 N 100,00
Techno-Z-Braunau Technologiezentrum Gesellschaft m.b.H., Braunau6 N 40,00
TUELLA Beteiligungsverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien1, 6 N 100,00
Tuella Finanzierung GmbH, Wien1 V 100,00 12.338 -46 2007
VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, Linz6 N 23,22
3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Linz6 N 40,00
Wohnwert GmbH, Salzburg1, 6 N 100,00

1) verbundenes Unternehmen

2) Ergebnisabführungsvertrag

3) einschließlich unversteuerter Rücklagen

4) Jahresüberschuss gem. § 231 Abs. 2 Z 22 UGB

5) mittelbare Beteiligungen an Kredit- und Finanzinstituten wurden gemäß § 30 BWG berechnet, mittelbare Beteiligungen an anderen Unternehmen wurden gemäß UGB berechnet

6) von § 241 Abs. 2 UGB wird Gebrauch gemacht

K* Konsolidierungsmethode im Konzernabschluss

V = Vollkonsolidierung

Q = Quotenkonsolidierung

E = Bewertung "at Equity"

N = gemäß IAS 27 in Verbindung mit Framework 29 nicht in den Konzernabschluss einbezogen

Bestätigungsvermerk Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Oberbank AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Linz, am 15. Februar 2008

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Rudolf Kraus Mag. Ernst Pichler

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss zum 31.12.2007 gemäß UGB

Bilanz Oberbank AG zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

Werte in 1.000 EUR 2007 2006
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken 303.936 148.439
2. Schuldtitel öfftentlicher Stellen, die zur
Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind: 751.253 500.052
3. Forderungen an Kreditinstitute 2.109.649 2.080.850
a) täglich fällig 165.646 59.920
b) sonstige Forderungen 1.944.002 2.020.930
4. Forderungen an Kunden 8.537.546 7.921.883
5. Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere 1.491.131 1.508.435
a) von öffentlichen Emittenten 14.201 14.473
b) von anderen Emittenten
darunter:
1.476.930 1.493.962
eigene Schuldverschreibungen 23.494 26.081
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 208.150 147.824
7. Beteiligungen 216.772 215.291
darunter:
an Kreditinstituten 58.073 61.840
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 102.955 77.873
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 7.721 9.400
10. Sachanlagen 110.543 113.691
darunter:
Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen
seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden 69.762 74.296
11. Eigene Aktien 489 0
darunter:
Stück 3 1
12. Sonstige Vermögensgegenstände 66.470 58.137
13. Rechnungsabgrenzungsposten 5.213 4.324
Summe der Aktiva 13.911.828 12.786.297
Posten unter der Bilanz:
1. Auslandsaktiva 5.523.931 4.832.075

PASSIVA

Werte in 1.000 EUR 2007 2006
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
4.025.001
420.512
3.604.489
4.274.709
352.584
3.922.125
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
7.165.017
2.899.788
6.103.125
2.633.517
darunter:
aa)
täglich fällig 311.667 300.956
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder
Kündigungsfrist
2.588.121 2.332.561
b) sonstige Verbindlichkeiten
darunter:
4.265.229 3.469.608
aa) täglich fällig
mit vereinbarter Laufzeit oder
2.109.855 1.697.266
bb) Kündigungsfrist 2.155.374 1.772.341
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 1.189.712 1.024.095
a) begebene Schuldverschreibungen
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten
852.309
337.403
760.075
264.020
4. Sonstige Verbindlichkeiten 67.884 52.369
5. Rechnungsabgrenzungsposten 10.344 10.020
6. Rückstellungen 192.199 183.372
a) Rückstellungen für Abfertigungen
b) Rückstellungen für Pensionen
26.557
118.420
25.335
113.458
c) Steuerrückstellungen 0 0
d) sonstige 47.222 44.579
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 10.000 10.000
8. Ergänzungskapital 547.420 471.744
9. Gezeichnetes Kapital 75.721 75.385
10. Kapitalrücklagen (gebundene) 143.030 138.967
11. Gewinnrücklagen 247.200 211.200
a) gesetzliche Rücklage 5.523 5.523
b) andere Rücklagen 241.677 205.677
darunter:
Rücklagen für eigene
Anteile 489 98
12. Haftrücklage gemäß § 23 Abs. 6 BWG 196.700 189.100
13. Bilanzgewinn 13.520 13.574
14. unversteuerte Rücklagen 28.079 28.638
a) Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 28.079 28.638
b) sonstige unversteuerte Rücklagen 0 0
Summe der Passiva 13.911.828 12.786.297
Posten unter der Bilanz:
1.
Eventualverbindlichkeiten
1.497.171 1.335.440
darunter:
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftungen aus der
Bestellungen v. Sicherheiten 1.497.171 1.335.440
2.
Kreditrisiken
1.189.072 1.056.239
darunter:
Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften 75.005 75.932
3.
Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
254.988 214.357
4.
Anrechenbare Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 BWG
1.256.299 1.167.599
darunter:
Eigenmittel gemäß § 23 Abs. 14 Z 7 BWG 3.593 4.224
5.
Erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 BWG
812.058 751.373
darunter:
erforderliche Eigenmittel gemäß § 22 Abs. 1 Z 1 und 4 BWG 808.465 747.149
6.
Auslandspassiva
3.262.327 3.153.779
Werte in EUR 1.000 2007 2006
1. Zinsen und ähnliche Erträge
darunter:
589.506 456.344
aus festverzinslichen Wertpapieren 95.507 81.738
2. - Zinsen und ähnliche Aufwendungen -417.111 -293.486
I. NETTOZINSERTRAG 172.395 162.858
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten
32.963 23.411
und nicht festverzinslichen Wertpapieren
b) Erträge aus Beteiligungen
6.591
22.704
4.823
13.990
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen
Unternehmen 3.669 4.597
4. Provisionserträge 112.827 105.433
5. Provisionsaufwendungen -11.113 -10.643
Saldo Provisionserträge/Provisionsaufwendungen 101.714 94.790
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 8.945 7.579
7. Sonstige betriebliche Erträge 4.783 6.589
II. BETRIEBSERTRÄGE 320.799 295.226
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -171.441 -157.866
a) Personalaufwand
darunter:
-110.438 -101.346
aa) Löhne und Gehälter
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschrieb. soziale
-77.036 -70.649
Abgaben und vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
-19.755 -18.483
cc) sonstiger Sozialaufwand -2.030 -2.884
dd) Aufwendungen für Altersversorgung
und Unterstützung
-8.533 -7.923
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 2 1.535
ff)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-3.086 -2.942
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -61.003 -56.519
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10
enthaltenen Vermögensgegenstände (Abschreibungen)
-15.241 -14.908
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.653 -1.524
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -188.335 -174.298

Gewinn- und Verlustrechnung Oberbank AG für das Geschäftsjahr 2007

IV. BETRIEBSERGEBNIS 132.464 120.928
11./12. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Forderungen und Wertpapieren
-56.355 -53.451
13./14. Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und der
Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen
bewertet sind, sowie von Beteiligungen und Anteilen an
verbundenen Unternehmen
-2.456 614
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 73.653 68.091
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag -17.042 -15.312
16. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen -247 -766
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 56.364 52.013
17. Rücklagenbewegung -43.042 -38.638
darunter:
Zuweisung zur Haftrücklage gem. § 23 Abs. 6 BWG
7.600 -9.700
VII. JAHRESGEWINN 13.322 13.375
18. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 198 199
VIII. BILANZGEWINN 13.520 13.574

Auszug aus dem Anhang für das Geschäftsjahr 2007

ANWENDUNG DER UNTERNEHMENSRECHTLICHEN VORSCHRIFTEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches – soweit auf Kreditinstitute anwendbar – sowie nach den Vorschriften des Bankwesengesetzes vom 30. Juli 1993 aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend der Gliederung der Anlage 2 zu § 43 BWG, Teil 1 und Teil 2 aufgestellt. Die bisherige Form der Darstellung wurde beibehalten.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt hat, ist die Oberbank AG. Dieser Konzernabschluss ist beim Landes- als Handelsgericht Linz hinterlegt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bewertung der Aktiva und Passiva in Fremdwährung

Fremdwährungen werden gemäß § 58 Abs. 1 BWG zu den Devisen-Mittelkursen in Euro umgerechnet.

Bewertung der Wertpapiere

Bei Wertpapieren, die wie Anlagevermögen bewertet werden, wird vom Wahlrecht der zeitanteiligen Abschreibung von über dem Rückzahlungsbetrag liegenden Anschaffungskostenbeträgen Gebrauch gemacht. Die zeitanteilige Zuschreibungsmöglichkeit auf den höheren Rückzahlungsbetrag wird ebenfalls in Anspruch genommen.

Wertpapiere des Handelsbestandes werden gemäß § 56 Abs. 5 BWG zum Marktwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Für alle übrigen Wertpapiere wird das strenge Niederstwertprinzip angewendet.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht durch anhaltende Verluste dauernde Wertminderungen eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.

Bewertung von Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Für erkennbare Risiken bei Kreditnehmern werden Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen gebildet. Für einzelne Risikogruppen werden Einzelwertberichtigungen nach gruppenspezifischen Merkmalen angesetzt. Für mögliche Ausfälle aus Veranlagungen in Risikoländern wird eine an den internationalen Kurstaxen orientierte Vorsorge gebildet.

Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens

sowie der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungssätze bei Sachanlagen betragen bei den unbeweglichen Anlagen 2% bis 4%, bei Um- und Einbauten in fremden Gebäuden 2,29% bis 10%, bei den beweglichen Anlagen sowie bei immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens 5% bis 25%. Ein entgeltlich erworbener Firmenwert wird mit 20% jährlich abgeschrieben.

Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 205 UGB einer Bewertungsreserve zugeführt.

Agio/Disagio sowie Begebungsprovisionen

Agio- und Disagiobeträge werden auf die Laufzeit der Schuld verteilt proportional zum aushaftenden Kapital aufgelöst. Begebungsprovisionen werden im Emissionsjahr erfolgswirksam erfasst.

Die Verbindlichkeiten (verbriefte und unverbriefte) werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

Rückstellungen

Für Abfertigungsverpflichtungen zum Bilanzstichtag ist im Ausmaß von 58,9% der fiktiven Abfertigungsansprüche, ermittelt nach finanzmathematischen Grundsätzen, vorgesorgt. Die Rückstellungen für Pensionen werden unter Verwendung des Pagler-Pagler-Tafelwerks und eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) nach dem Teilwertverfahren gebildet.

Entsprechend den Übergangsregelungen zur Pensionsreform liegt das individuell ermittelte Pensionsantrittsalter bei Männern zwischen 61,5 und 65 Jahren, bei Frauen zwischen 56,5 und 65 Jahren.

Die Rückstellungen für Abfertigungen bzw. Pensionen entsprechen dem Fachgutachten KFS-RL 2 und 3 der Kammer der Wirtschaftstreuhänder. Bei der nach finanzmathematischen Grundsätzen unter Anwendung eines Zinssatzes von 4% (im Vorjahr 4%) berechneten Rückstellung für Jubiläumsgelder wird ein Fluktuationsabschlag im Ausmaß von 25% in Abzug gebracht. Es besteht keine Unterdeckung.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (Die Vorjahreszahlen werden in Klammern angegeben)

Gliederung der nicht täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (nach Restlaufzeiten in Mio €):

bis 3 Monate 3.211,3 (3.431,4)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 1.466,4 (1.312,1)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.672,3 (1.383,2)
mehr als 5 Jahre 3.599,0 (3.264,5)

Dauernd dem Geschäftsbetrieb gewidmete Wertpapiere

in Höhe von € 1.261,4 Mio wurden wie Anlagevermögen bewertet.

Im Geschäftsjahr 2008 werden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Gesamtbetrag von € 257,8 Mio fällig. In den Forderungen an Kreditinstitute sind nicht zum Börsehandel zugelassene eigene verbriefte Verbindlichkeiten im Nominale von T€ 29.468,3 enthalten.

Gliederung der nicht täglich fälligen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten und Kunden (nach Restlaufzeiten in Mio €):

bis 3 Monate 5.239,9 (5.309,7)
mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 2.682,8 (2.126,0)
mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 1.110,9 (1.212,0)
mehr als 5 Jahre 504,1 (403,5)

Angaben gemäß § 64 Abs. 1 Z 5 und 6 BWG:

Zum 31.12.2007 bestehen keine nachrangigen Kreditaufnahmen, die je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen. Die nachrangigen Kreditaufnahmen unter je 10% des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von Nominale T€ 557.420,4 betreffen Ergänzungskapital mit einer Verzinsung von 2 5/8% bis 8% und einer Fälligkeit in den Geschäftsjahren 2008 bis 2019. Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 25.925,4 geleistet.

Begebene Schuldverschreibungen

Im Geschäftsjahr 2008 werden begebene Schuldverschreibungen mit einem Gesamtwert von Nominale € 117,3 Mio fällig.

Ergänzende Angaben

Gesamtbetrag der Aktivposten und Passivposten, die auf fremde Währung lauten:

Aktiva € 1.957,4 Mio (2.099,3 Mio)

Passiva € 1.994,7 Mio (2.170,6 Mio)

Sämtliche in den Aktivposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen enthaltenen zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere sind auch börsenotiert.

Aufgliederung zum Börsehandel zugelassener Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 11 BWG:

Wie Anlagevermögen bewertet: Oberbank AG in Mio €
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Wie Umlaufvermögen bewertet:
893,8
14,2
(762,7)
(17,4)
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
572,4
44,9
(722,3)
(36,2)
Die Gesellschaft führt ein Wertpapier-Handelsbuch gem. § 2 Z 35 BWG.
Das zu Marktpreisen berechnete Volumen des Wertpapier-Handelsbuches beträgt per 31.12.2007
insgesamt € 689,3 Mio.
Davon entfallen auf Wertpapiere gem. § 2 Z 34 lit. d) € 79,4 Mio
und auf sonstige Finanzinstrumente € 609,9 Mio

Beträge, mit denen sich das Kreditinstitut im Leasinggeschäft beteiligt hat: - (-)

Gesamtvolumen der am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte:
Kaufkontrakte € 920,2 Mio (€ 742,9 Mio)
Verkaufkontrakte € 924,0 Mio (€ 744,6 Mio)

Angaben gemäß § 237a Abs 1 Z 1 UGB: siehe IFRS-Konzernabschluss/Risikobericht Punkt 47) Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte (per 31.12.2007).

Als Sicherheiten wurden folgende Vermögensgegenstände gestellt:

T€ 22.491,4 als Margindeckung bzw. Arrangement-Kaution für Wertpapiergeschäfte

Steuerliche Verhältnisse

Die Oberbank AG ist seit dem Geschäftsjahr 2005 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe gem. § 9 KStG. Bestehen mit Gruppenmitgliedern Ergebnisabführungsverträge, so stellen diese die nach § 9 Abs 8 KStG geforderte Vereinbarung über den Steuerausgleich dar. Bestehen mit Gruppenmitgliedern keine Ergebnisabführungsverträge und erzielt das jeweilige Gruppenmitglied steuerliche Gewinne bzw. steuerliche Verluste, wird eine positive bzw. negative Steuerumlage in der Höhe des jeweils gültigen Körperschaftsteuersatzes an den Gruppenträger bzw. vom Gruppenträger geleistet.

PFLICHTANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER (§ 239 UGB)

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Angestellte 1.741 (1.631)
Arbeiter 22 (23)

Die den Mitgliedern des Aufsichtsrates gewährten Kredite betrugen zum 31.12.2007 T€ 3.811,1 (T€ 4.280,7), hievon T€ 145,6 (T€ 144,5) Haftungen. Die Kredite wurden zu marktüblichen Bedingungen gewährt. Die im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge beliefen sich auf T€ 6.468,1 (T€ 2.288,8).

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (in T€)

- der Vorstandsmitglieder (einschließlich ehemaliger 1.848,1 (1.791,2)
Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen)
- der anderen Arbeitnehmer: 14.730,8 (12.305,6)

Anlagespiegel zum 31. Dezember 2007

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Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Oberbank AG, Linz,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2007 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Linz, am 15. Feber 2008

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Rudolf Kraus Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Für abweichende Fassungen (zB Verkürzung oder Übersetzung in eine andere Sprache) sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärung gemäß § 82 Absatz 4 BörseG

Die unterzeichnenden Vorstandsmitglieder bestätigen gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG als gesetzliche Vertreter der Oberbank,

a) dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Einzel- und der Konzernjahresabschluss ihres Wissens nach ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Emittenten und der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermitteln;

b) dass der Einzel- und der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der Oberbank AG und der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellen, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass sie die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreiben.

Linz, im Februar 2008 Der Vorstand

Generaldirektor Dr. Franz Gasselsberger, MBA Vorsitzender

Direktor Dr. Ludwig Andorfer Direktor Mag. Dr. Josef Weißl, MBA

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